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edding AG — Annual Report 2015
Jul 7, 2016
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Annual Report
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Publication
edding Aktiengesellschaft
Ahrensburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Konzerngeschäftsbericht 2015
edding Aktiengesellschaft, Bookkoppel 7, D-22926 Ahrensburg, Telefon 0 41 02/808-0, Telefax 0 41 02/808-204, Internet www.edding.de E-Mail [email protected]
Kennzahlen des Konzerns
(Angaben in TEUR, soweit nicht anders angegeben)
| edding Konzern | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Ertragslage | |||||
| Jahresüberschuss | 8.549 | 8.312 | 8.585 | 3.641 | 2.171 |
| in % vom Eigenkapital (Eigenkapital-Rendite) | 17,0 % | 18,8 % | 21,8 % | 10,1 % | 6,1 % |
| Ergebnis vor Steuern | 12.133 | 12.185 | 11.618 | 6.991 | 6.550 |
| EBIT | 12.220 | 11.855 | 9.380 | 7.271 | 7.717 |
| in % vom Umsatz | 8,8 % | 9,2 % | 7,6 % | 6,2 % | 6,9 % |
| Umsatzerlöse | 138.371 | 128.853 | 123.211 | 117.036 | 111.467 |
| Veränderung | 7,4 % | 4,6 % | 5,3 % | 5,0 % | 2,0 % |
| Auslandsanteil | 59,2 % | 58,4 % | 59,4 % | 59,3 % | 58,5 % |
| Rohergebnis1 | 87.874 | 80.399 | 75.208 | 72.141 | 66.442 |
| in % von der Gesamtleistung | 63,2 % | 62,3 % | 60,8 % | 61,3 % | 59,5 % |
| Personalaufwand | 35.394 | 34.206 | 32.532 | 31.317 | 27.485 |
| in % vom Umsatz | 25,6 % | 26,5 % | 26,4 % | 26,8 % | 24,7 % |
| Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt) | 624 | 638 | 632 | 634 | 573 |
| Vermögenslage | |||||
| Bilanzsumme | 98.504 | 90.863 | 81.630 | 79.470 | 81.893 |
| Veränderung | 8,4 % | 11,3 % | 2,7 % | - 3,0 % | 9,2 % |
| Eigenkapital | 50.199 | 44.274 | 39.303 | 35.886 | 35.362 |
| in % der Bilanzsumme | 51,0 % | 48,7 % | 48,1 % | 45,2 % | 43,2 % |
| Langfristiges Fremdkapital | 21.071 | 20.275 | 20.383 | 21.722 | 22.894 |
| Kurzfristiges Fremdkapital | 27.234 | 26.314 | 21.944 | 21.862 | 23.637 |
| Langfristige Vermögenswerte | 27.183 | 27.582 | 24.156 | 23.948 | 26.004 |
| in % vom Eigenkapital | 54,2 % | 62,3 % | 61,5 % | 66,7 % | 73,5 % |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 71.321 | 63.281 | 57.474 | 55.522 | 55.889 |
| davon Vorräte (31.12.) | 29.091 | 28.617 | 27.862 | 25.994 | 23.566 |
| Vorräte Jahresdurchschnitt | 29.725 | 29.041 | 27.284 | 24.949 | 21.170 |
| in % der Umsatzerlöse | 21,5 % | 22,5 % | 22,1 % | 21,3 % | 19,0 % |
| edding AG | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 |
| Jahresüberschuss | 5.370 | 4.658 | 2.602 | 1.899 | 2.240 |
| Ergebnis vor Steuern | 8.094 | 7.374 | 5.289 | 4.422 | 6.713 |
| Anzahl Aktien | |||||
| Stammstückaktien | 600.000 | 600.000 | 600.000 | 600.000 | 600.000 |
| Vorzugsstückaktien | 473.219 | 473.219 | 473.219 | 473.219 | 473.219 |
| Jahresüberschuss je Aktie | 5,00 € | 4,34 € | 2,42 € | 1,77 € | 2,09 € |
| Dividende | |||||
| Stammstückaktien | 1,91 € | 1,91 € | 1,71 € | 1,71 € | 1,71 € |
| Vorzugsstückaktien | 1,95 € | 1,95 € | 1,75 € | 1,75 € | 1,75 € |
| Aktienkurs am 31.12. | 85,00 € | 64,00 € | 47,12 € | 47,00 € | 42,21 € |
1 ohne sonstige betriebliche Erträge
Organe
Aufsichtsrat
| Mitglied | Funktion |
|---|---|
| Rüdiger Kallenberg, Rellingen | Vorsitzender |
| Bankkaufmann | |
| Chehab Wahby, Meerbusch | Stellvertretender Vorsitzender |
| Kaufmann | |
| Anja Keihani, Hannover | Arbeitnehmervertreterin |
| Kauffrau | |
| Dr. Sabine Renken, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Rechtsanwältin | |
| Karl Sieveking, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats bekleiden keine weiteren Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
Vorstand
| Mitglied | Funktion |
|---|---|
| Per Ledermann, Ahrensburg | Vorsitzender / Chief Executive Officer |
| Kaufmann | |
| Sönke Gooß, Rosengarten | Chief Financial Officer |
| Kaufmann | |
| Thorsten Streppelhoff, Hamburg | Chief Operating Officer |
| Ingenieur |
Die Mitglieder des Vorstands bekleiden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir freuen uns, Ihnen hiermit den Geschäftsbericht für das Jahr 2015 vorlegen zu dürfen. Das dritte Mal in Folge haben wir ein Rekordergebnis bei Umsatz und EBIT erzielen können. Dies ist ein guter Grund, den Dank an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für dieses tolle Ergebnis einmal an den Anfang zu stellen. In beiden Geschäftsfeldern haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch ihren Einsatz die großen Erfolge dieser Rekord-Geschäftsjahre erst möglich gemacht.
Zu dieser Entwicklung hat dieses Mal besonders das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beigetragen. Nach einem nur leichten Umsatzanstieg in 2014 konnten wir hier deutlich zweistellige Zuwachsraten erzielen. Besonders erfreulich dabei: sehr hohen Wachstumsraten im Bereich Legamaster Electronics stand auch ein deutlicher Anstieg in den traditionellen Sortimenten gegenüber. Auch bei Schreiben und Markieren verzeichneten wir ein erfreuliches Umsatzwachstum auf breiter Basis, sowohl was die regionale Verteilung angeht, als auch in Bezug auf Vertriebskanäle und Produktkategorien. Höhepunkt des Jahres 2015 war hier sicherlich die Markteinführung des Nagellacksortiments edding L.A.Q.U.E. im Rahmen unserer Markendehnungs-Strategie. Einziger Wermutstropfen in diesem Geschäftsfeld ist der erneute Rückgang im Russland-Geschäft.
Neben den operativen Erfolgen sind wir in 2015 auch in unserer Strategieentwicklung wieder einen großen Schritt vorangekommen. Bei Schreiben und Markieren stand das Thema Strategieumsetzung im Vordergrund. Konkret haben wir in 2015 die organisatorische Trennung von internationalem Marketing und internationalem Vertrieb nach Business-to-Business und Business-to-Consumer weitgehend abgeschlossen, wodurch eine fokussiertere Bearbeitung der Chancen in beiden Zielgruppensegmenten gewährleistet wird. Auch unsere Legamaster Strategie haben wir in 2015 weiter entwickelt; insbesondere im interaktiven Bereich werden wir hier unser Produktportfolio mit der Einbindung von Softwarelösungen noch mehr auf den Anwendungsnutzen ausrichten, während der Fokus in den Vorjahren überwiegend auf der Optimierung der technischen Eigenschaften lag. Im laufenden Geschäftsjahr werden wir auf der Basis dieser Strategien unser Balanced-Scorecard-System mit dem Zeithorizont 2020 aktualisieren und auf mehr Funktionsbereiche ausweiten.
Im Bereich Organisationsentwicklung ist unsere Mitarbeiterbefragung hervorzuheben, die wir im Berichtsjahr erstmals weltweit durchgeführt haben. Besonders gute Ergebnisse in der Dimension Engagement machen uns stolz auf unsere Mitarbeiter und sind sicherlich eine Erklärung für unseren anhaltend guten Unternehmenserfolg.
Zum Jahreswechsel 2015/2016 hat auch die Gründerfamilie Ledermann einen besonderen Akzent gesetzt: Mit den sehr umfangreichen Übertragungen von Stamm- und Vorzugsaktien auf die zweite und dritte Generation hat sich die Familie zu einer langfristigen Ausrichtung von edding als börsennotiertes Familienunternehmen bekannt. Somit vereinen wir unter einem Dach weiterhin Nachhaltigkeit und Beständigkeit eines Familienunternehmens mit Professionalität und Transparenz einer börsennotierten Aktiengesellschaft. Für uns als Vorstand sowie für die Mitarbeiter war dies ein sehr motivierendes Signal.
Parallel dazu hat sich unser Börsenkurs wieder sehr erfreulich entwickelt. Nach 64,00 Euro am Jahresanfang war der Kurs am Jahresende mit 85,00 Euro damit um mehr als 30 % angestiegen und liegt mittlerweile mit knapp 84,00 Euro immer noch auf historisch hohem Niveau. In Verbindung mit einer konstant hohen Dividende können somit auch unsere Aktionäre von der guten Entwicklung der edding Gruppe in 2015 profitieren.
Im politischen und wirtschaftlichen Umfeld blicken wir als Vorstand angesichts der in Europa weiterhin ungelösten Flüchtlingskrise dennoch verhalten optimistisch in die Zukunft und arbeiten daran, auch in 2016 und den Folgejahren gute Ergebnisse zu erzielen. Hierzu bauen wir weiterhin auf die Leistung und das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeit Grundlage für unseren Erfolg in den drei vergangenen Rekord-Geschäftsjahren gewesen ist. Dafür bedanken wir uns nochmals sehr herzlich.
Mit freundlichen Grüßen
Per Ledermann
Thorsten Streppelhoff
Sönke Gooß
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
wir überreichen Ihnen heute den Bericht über das Geschäftsjahr 2015. Die Entwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Märkten sind im Bericht des Vorstands detailliert erläutert.
Die uns nach Aktiengesetz und Satzung obliegenden Verpflichtungen haben wir auch im Jahr 2015 ordnungsgemäß wahrgenommen. Uns sind keine Handlungen bekannt, durch die sich Personen aus dem Kreis der Geschäftsleitung, der Aufsichtsratsmitglieder, der Mitarbeiter oder Dritter ungerechtfertigte oder rechtswidrige Vorteile verschafft haben. Neben der Tätigkeit als Aufsichtsrat bestanden im Berichtsjahr zwischen den Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft keine Geschäftsbeziehungen.
Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an jeder Sitzung in 2015 teilgenommen.
Kommunikation mit dem Vorstand
Über die Lage des edding Konzerns sowie über die laufenden Geschäfte wurden wir im Berichtsjahr regelmäßig und umfassend informiert. Dazu gehörten schriftliche monatliche Berichte des Vorstands über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Personalplanung sowie weitere Themen von allgemeiner Bedeutung. Daneben erhielten wir detaillierte Quartalsberichte über die Entwicklung in den einzelnen Konzerngesellschaften und den Fortgang der Strategieumsetzung.
Zusätzlich zu den Aufsichtsratssitzungen und telefonischen Abstimmungen über besondere Geschäftsvorfälle fand mindestens einmal monatlich routinemäßig ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden und dem Vorstand statt.
Risikomanagement
Neben der Berichterstattung über das operative Geschäft wurden uns aus dem internen Kontrollsystem soweit erforderlich Ad hoc, ansonsten monatlich Informationen über die Änderung der Risikolage bei den Kernrisiken und ihre Behandlung gegeben.
Anhand dieser Berichte konnte sich der Aufsichtsrat davon überzeugen, dass das interne Kontrollsystem wirksam in die laufenden Arbeitsprozesse integriert ist und der Eintritt wesentlicher Risiken frühzeitig erkannt werden kann.
Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzungen in 2015
Auf jeder unserer Sitzungen in 2015 gab es einen Tagesordnungspunkt, der dem Bericht über das Risikomanagement gewidmet war. Im Übrigen behandelten die einzelnen Sitzungen schwerpunktmäßig folgende Themen:
Im April befassten wir uns mit dem Jahresabschluss 2014 im Beisein der Wirtschaftsprüfer. Für die Vorbereitung waren uns die Prüfungsberichte zum Jahresabschluss der edding AG, des edding Konzerns und der Einzelgesellschaften rechtzeitig zugegangen, so dass wir eine eigene Prüfung durchführen konnten. Wir verabschiedeten die Tagesordnung für die Hauptversammlung und stimmten dem Dividendenvorschlag des Vorstands zu.
Wir bestätigten die seit 2012 geltende Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß dem Deutschen Corporate Governance Kodex zur Veröffentlichung im Geschäftsbericht.
Dem Vorschlag des Vorstands, einen Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Legamaster GmbH und der edding AG abzuschließen, stimmten wir zu und setzten ihn auf die Tagesordnung der Hauptversammlung.
Im Juni im Anschluss an die Hauptversammlung befassten wir uns zunächst mit § 111 Aktiengesetz sowie § 25 Einführungsgesetz zum Aktiengesetz vom 6. September 1965 über die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Durch das Gesetz wird der Aufsichtsrat verpflichtet, verbindlich eine Quote für die Anteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat erstmals zum 30. September 2015 festzulegen.
Wir stellten fest, dass die geforderte Quote von mindestens jeweils 30 % von Frauen und Männern im Aufsichtsrat erfüllt ist. Es ist weder eine Erhöhung noch eine Absenkung der Quote geplant. Die nächste Aufsichtsratswahl findet im Jahr 2017 statt.
Die Zielgröße von 30 % im Vorstand ist hinsichtlich des Frauenanteils nicht erreicht. Wir beabsichtigen, die Vorstandsverträge für den gesamten Vorstand zu verlängern. Es gibt keinen unternehmensbezogenen sachlichen Grund, die Zusammensetzung des Vorstands zu ändern. Damit ist die Zielquote Null. Sollte einer der Vorstände seinen Vertrag nicht verlängern wollen, so werden wir bei der Wiederbesetzung der Vorstandsposition bei gleicher Qualifikation einer Frau den Vorzug geben.
Weiterer ausführlicher Diskussionspunkt war die Zukunft der Tochtergesellschaft in Japan. Das Geschäftsmodell als Einkaufsgesellschaft für den edding Konzern hat sich aufgrund der strukturellen Veränderungen in der japanischen Industrie im Wesentlichen überholt. Wir stimmten deshalb dem Vorschlag des Vorstands auf Liquidation der Gesellschaft ab dem 1. Januar 2016 zu.
Ferner stellte der Vorstand in der Sitzung erstmals ausführlich das neue Berichtswesen mit Hilfe von Balanced Scorecards vor. Die Balanced Scorecard macht die strategischen Ziele und Kennzahlen eines Unternehmens auf einfache Weise sichtbar. Sie hilft bei der Planung und Strategieumsetzung und hat gegenüber klassischen Kennzahlensystemen den Vorteil, das Unternehmensgeschehen deutlich übersichtlicher abzubilden. Es eignet sich damit auch als Führungselement. Deshalb schlägt der Vorstand vor, es sukzessive im gesamten Konzern einzuführen. Wir befassten uns mit dem System ausführlich und gaben unsere Zustimmung zur Weiterentwicklung.
Im September gaben wir unser Angebot an den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Per Ledermann, ab, seinen Vertrag ab dem 1. Januar 2016 für weitere vier Jahre zu verlängern.
Die bereits im September 2014 genehmigte Strategie 2020 wurde vom Vorstand hinsichtlich der im Einzelnen zu erreichenden Ziele weiter präzisiert. Er stellte außerdem als Teil davon die Strategie für die Marke Legamaster vor, die wir zustimmend zur Kenntnis nahmen.
Im Dezember genehmigten wir das vorgelegte Jahresbudget für 2016, das von höheren Aufwendungen für die Erreichung der Strategieziele gekennzeichnet ist. Außerdem verlängerten wir den Vorstandsdienstvertrag mit Herrn Per Ledermann bis zum 31. Dezember 2019.
Ferner informierte uns der Vorstand über die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung in 2015, die erstmals im gesamten Konzern durchgeführt wurde. Das Ergebnis zeigt erfreulicherweise, dass die neuen Anforderungen an die Aufgaben der Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Strategie 2020 ganz überwiegend positiv aufgenommen worden sind, so dass wir keinen Zweifel daran haben, dass uns allen die Erreichung der gesteckten Ziele gelingt.
Im Übrigen beauftragten wir gemäß Beschluss der Hauptversammlung die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, mit der Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2015, vereinbarten das Honorar und stimmten die Prüfungsschwerpunkte ab.
Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung
Die Aufsichtsratssitzung über den Jahresabschluss 2015 fand am 28. April 2016 statt.
Dazu lagen uns die vom Vorstand nach den maßgeblichen Vorschriften für die Rechnungslegung börsennotierter Aktiengesellschaften aufgestellten Jahresabschlüsse und Lageberichte der edding AG und des edding Konzerns sowie die testierten Prüfungsberichte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, vor.
Der Jahresabschluss der edding AG, der Jahresabschluss des edding Konzerns sowie der zu beiden gehörige zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht waren am 21. April 2016 jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.
Die Prüfungsberichte wurden vom Vorstand allen Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Vorliegen umgehend zusammen mit dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns zugesandt und von uns geprüft.
Im Beisein der Abschlussprüfer wurden die Unterlagen eingehend besprochen. Dazu erhielten wir von den Abschlussprüfern weitergehende Erläuterungen zu den Einzelabschlüssen.
Der Prüfungsbericht enthielt auch Aussagen zu der Effektivität des internen Kontrollsystems. Es wurde bestätigt, dass keine wesentlichen Schwächen bezüglich des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und der rechnungslegungsbezogenen IT-Systeme bei den Inlandsgesellschaften festgestellt wurden und der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise getroffen hat.
Aufgrund dieser Unterlagen und der eigenen Prüfung stimmten wir dem Ergebnis der Abschlussprüfung für die edding AG und dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung ohne Einwendungen zu.
Damit haben wir den Jahresabschluss der edding AG für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt und damit gemäß § 172 AktG festgestellt. Den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir billigend zur Kenntnis genommen.
Entsprechenserklärung und Erklärung zur Unternehmensführung
Wir haben zusammen mit dem Vorstand die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex sowie die Erklärung zur Unternehmensführung überarbeitet und an neue Vorschriften angepasst. Die Erklärungen sind auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht worden.
Hauptversammlung am 15. Juni 2016
Wir haben in der Sitzung am 28. April 2016 auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung verabschiedet. Darin schlagen wir gemeinsam mit dem Vorstand vor, dass die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Hamburg, auch für die Abschlussprüfung 2016 als Prüfer bestellt wird.
Dem edding Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Abschlussprüfer im Sinne der Nummer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex vor. Die Erklärung bestätigt, dass keine beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer, seinen Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen können.
Dank an Vorstand und Mitarbeiter
Allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie dem Vorstand danken wir für ihren engagierten Einsatz für unser Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch den Arbeitnehmervertretern, die unsere Entwicklung konstruktiv begleitet haben.
Die Ergebnisse dieser Arbeit finden sich im Jahres- und Konzernabschluss wieder, die in vielen Bereichen neue Höchstmarken erreicht haben.
Ahrensburg, 28. April 2016
Der Aufsichtsrat
Rüdiger Kallenberg, Vorsitzender
Chehab Wahby, Stellvertretender Vorsitzender
Anja Keihani, Arbeitnehmervertreterin
Corporate Governance Bericht
gemäß Nummer 3.10 Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK)
1. Erklärung gemäß § 161 Abs. 1 S. 1 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft erklären Folgendes:
Die edding Aktiengesellschaft bekennt sich zu einer verantwortungsvollen, an Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Überwachung des Unternehmens. Sowohl die Transparenz der Grundsätze des Unternehmens als auch die Nachvollziehbarkeit seiner kontinuierlichen Entwicklung soll gewährleisten, bei Kunden, Geschäftspartnern und Aktionären Vertrauen zu schaffen, zu erhalten und zu stärken.
Deshalb begrüßt die edding Aktiengesellschaft den Deutschen Corporate Governance Kodex und die in ihm zum Ausdruck gebrachten Wertvorstellungen. Den weitaus meisten der in diesem Kodex formulierten Standards und Empfehlungen wurde und wird entsprochen.
Die edding Aktiengesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" (DCGK) in der Fassung vom 5. Mai 2015 seit der Geltung dieser Fassung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird dies auch im neuen Berichtsjahr so handhaben:
Nummer 2.3.2 DCGK
Die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausführung des Stimmrechts der Aktionäre erübrigt sich, da sich die stimmberechtigten Aktien fast ausschließlich im Familienbesitz befinden und nicht breit gestreut sind. Sollten die Vorzugsaktionäre ein ausdrückliches Stimmrecht in der Hauptversammlung erhalten, so wird die Gesellschaft für die Bestellung eines Vertreters für die weisungsgebundene Ausübung des Stimmrechts sorgen, der auch in der Hauptversammlung erreichbar ist.
Nummer 3.10 DCGK
Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht der edding Aktiengesellschaft abgedruckt, während die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a Handelsgesetzbuch auf der Internetseite der edding AG veröffentlicht werden.
Nummern 4.1.5 und 5.1.2 DCGK
Bei der Zusammensetzung des Vorstands und bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen ist angesichts der spezifischen Unternehmensprägung eine gewisse Flexibilität hinsichtlich der Besetzung der genannten Positionen erforderlich, die einer festen Quote oder einem schematisierten Verfahren vorzuziehen ist. Zentrales Kriterium bei den in Rede stehenden Personalentscheidungen ist daher die fachliche Eignung und Qualifikation des Bewerbers und nicht dessen Geschlecht. Daneben wird im Rahmen der Besetzung der Stellen durchaus auch der Aspekt der Vielfalt (Diversity) erwogen.
Nummer 4.2.4 DCGK
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und den Vorjahreszahlen gegenübergestellt. Auf der Hauptversammlung der Gesellschaft im Jahre 2011 wurde für einen Zeitraum von fünf Jahren beschlossen, dass auf die Offenlegung sonstiger nach Maßgabe des Gesetzes über die Offenlegung der Vorstandsvergütung erforderlicher Angaben verzichtet wird.
Nummer 4.2.5 DCGK
Von der Offenlegung der individualisierten Vorstandsvergütung wird insoweit abgesehen, als die Gesellschaft durch Hauptversammlungsbeschluss von einer solchen Offenlegung der Vorstandsvergütung befreit ist (vgl. Nummer 4.2.4 DCGK). Einen Vergütungsbericht nach Maßgabe von § 315 Absatz 2 Nummer 4 Handelsgesetzbuch veröffentlicht die Gesellschaft im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts.
Nummern 5.1.2 und 5.4.1 DCGK
Die Festlegung einer generellen Altersgrenze für Organmitglieder lehnt das Unternehmen ab, weil vermieden werden soll, dass wertvolle Erfahrungen verloren gehen könnten.
Nummer 5.3 DCGK
Da der Aufsichtsrat lediglich aus drei Mitgliedern besteht, werden keine Ausschüsse gebildet.
Nummern 5.4.1 und 5.4.2 DCGK
Der Aufsichtsrat hat eine generelle Zielsetzung für seine Zusammensetzung formuliert, die auch an der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Ausrichtung des Unternehmens sowie an der Vermeidung potentieller Interessenkonflikte orientiert ist und auch Aspekte der Vielfalt (Diversity) ins Kalkül zieht. Andererseits soll auch zukünftig eine gewisse Flexibilität für die Benennung fachlich geeigneter Aufsichtsratsmitglieder bestehen, die einer schematischen Einbeziehung des Kriteriums der Vielfalt (Diversity) vorzuziehen ist; aus diesem Grunde wird namentlich auf die Normierung einer geschlechtsspezifischen Quote verzichtet. Überdies wird davon abgesehen eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder festzulegen; insoweit gelten die obigen Einwände gegen eine feststehende Altersgrenze für Organmitglieder entsprechend. Weiterhin wird darauf verzichtet, eine Mindestanzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder im Sinne von Nummer 5.4.2 DCGK zu benennen; vielmehr soll es der Regelfall sein, dass alle Aufsichtsratsmitglieder als unabhängig anzusehen sind.
Nummer 5.4.6 DCGK
Die Zahlung einer erfolgsorientierten Vergütung an die Aufsichtsratsmitglieder hat der Aufsichtsrat vormals erwogen und seinerzeit auch mit Wirkung für die Zukunft abgelehnt. Die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Konzernabschluss in ihrer Gesamtheit ausgewiesen und regelmäßig durch die Hauptversammlung beschlossen. Die Aufteilung der Gesamtvergütung des Aufsichtsrats auf dessen einzelne Mitglieder ist in der Satzung des Unternehmens festgelegt.
Nummer 6.3 DCGK
Organmitglieder und zu diesen in enger Beziehung stehende Personen erfüllen die ihnen obliegenden Mitteilungspflichten bei Geschäften mit Aktien der Gesellschaft im gesetzlichen Umfang des § 15a Wertpapierhandelsgesetz ("Directors' Dealings"). Die Gesellschaft veröffentlicht solche Mitteilungen ebenfalls im gesetzlichen Umfang des § 15a Wertpapierhandelsgesetz. Informationen zum Aktienbesitz von Organmitgliedern werden darüber hinaus im Geschäftsbericht in dem Umfang veröffentlicht, wie es für Beziehungen zu nahe stehenden Personen gemäß IAS 24.9 vorgesehen ist (Konzernabschluss) und wie es sich aus Bekanntmachungen gemäß § 160 Absatz 1 Nummer 8 Aktiengesetz i.V.m. §§ 21 ff. Wertpapierhandels-gesetz ergibt (Geschäftsbericht für Einzelabschluss); letztere Informationen beziehen sich auf die direkt oder indirekt gehaltenen Stimmrechte der betreffenden Personen.
Nummer 7.1.2 DCGK
Hauptsächlich aus Kostengründen können grundsätzlich weder der Konzernabschluss innerhalb von 90 Tagen nach Geschäftsjahresende noch der Halbjahresfinanzbericht innerhalb von 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Jahresabschluss wird jedoch gemäß § 325 Absatz 4 Handelsgesetzbuch innerhalb einer Frist von vier Monaten nach Geschäftsjahresende beim elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und zusätzlich auf der Internetseite bekannt gemacht. Im Übrigen werden die üblichen, eventuell vorläufigen Kennzahlen innerhalb von 90 Tagen durch Pressemitteilung veröffentlicht. Für den Halbjahresfinanzbericht findet eine Veröffentlichung auch weiterhin erst zwei Monate nach Ende des Berichtszeitraumes statt; dabei wird die gesetzliche Frist von drei Monaten noch signifikant unterschritten.
Ahrensburg, 5. Februar 2016
Vorstand und Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft
2. Bericht über die Zielsetzung für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG gemäß Nummer 5.4.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK)
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats der edding AG findet unter Berücksichtigung der Unternehmensgröße, der unternehmensspezifischen Situation, der internationalen Tätigkeit des Unternehmens und des Kreises der stimmberechtigten Stammaktionäre statt.
In der Regel besteht der Aufsichtsrat aus der nach § 95 Aktiengesetz vorgesehenen Mindestanzahl von drei Mitgliedern.
Ein Mitglied des Aufsichtsrats wird nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Drittelbeteiligung der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat von den Arbeitnehmern des Unternehmens gewählt.
Die beiden anderen Mitglieder des Aufsichtsrats, die von den Aktionärsvertretern bestimmt werden, sollten Eigenschaften und Fähigkeiten aufweisen beziehungsweise Aufgaben übernehmen können, die den Anforderungen entsprechen, wie sie sich aus den Bestimmungen der Satzung und dem Geschäftszweck der Gesellschaft sowie den Bestimmungen des Aktiengesetzes ergeben.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollten keine Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern des Unternehmens innehaben und nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zum Vorstand der edding AG stehen, die einen Interessenkonflikt begründen könnten. Eine Beratungsfunktion gegenüber dem genannten Personenkreis ist dem Aufsichtsrat anzuzeigen, damit das eventuelle Bestehen eines Interessenkonflikts geprüft werden kann.
Im Regelfall sollen Verwandte in gerader Linie, Ehepartner und Geschwister nicht im Aufsichtsrat vertreten sein, wenn gleichzeitig ein entsprechendes Familienmitglied dem Vorstand angehört.
Hinsichtlich der Wissens- und Erfahrungskompetenzen sollte ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich des Rechnungswesens und der Finanzen und ein Aufsichtsratsmitglied seinen Schwerpunkt im Bereich Marketing und Vertrieb haben.
Für die Auswahl gelten daneben die Bestimmungen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) in seiner jeweils geltenden Fassung. Die pauschale Festsetzung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und einer geschlechtsspezifischen Quote ist nicht vorgesehen.
Über die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und die Anzahl seiner Mitglieder soll regelmäßig neu befunden werden, wenn sich der Umfang der Geschäftstätigkeit, der Gegenstand des Unternehmens oder die Aktionärsstruktur wesentlich verändern.
Vorschläge des Aufsichtsrats zur personellen Besetzung des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung als zuständiges Wahlgremium sollen nach Maßgabe der vorliegenden Zielsetzung ergehen.
Der Aufsichtsrat wird die vorliegende Zielsetzung regelmäßig überprüfen und die Maßgaben erforderlichenfalls anpassen und fortschreiben.
Die vorliegende Zielsetzung wird jährlich im Corporate Governance Bericht des Geschäftsberichts veröffentlicht.
Ahrensburg, 10. Mai 2012
Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft
Die vorstehende Zielsetzung gilt nach wie vor und ist in dieser Form umgesetzt. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig etwaige Anpassungen der Zielsetzung.
Ahrensburg, 28. April 2016
Aufsichtsrat der edding Aktiengesellschaft
3. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations" unter http://www.edding.com/de/ unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/ veröffentlicht.
Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht
Der vorliegende Bericht fasst den Lagebericht der edding AG und den Lagebericht des edding Konzerns gemäß § 315 Absatz 3 HGB zusammen. Die Zusammenfassung des Lage- und Konzernlageberichts erfolgt für das Geschäftsjahr 2015 erstmalig. Der zusammengefasste Bericht stellt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns dar und geht auf die wesentlichen Chancen und Risiken sowie die voraussichtlich zukünftige Geschäftsentwicklung ein.
Sofern nicht ausdrücklich auf die edding AG Bezug genommen wird, beziehen sich die Aussagen und Zahlenangaben auf den gesamten edding Konzern. Die Zahlenangaben, die sich auf den edding Konzern beziehen, basieren auf dem nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der edding AG. Die Zahlenangaben der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG basieren hingegen auf dem nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellten Jahresabschluss der edding AG.
Grundlagen des Konzerns
Geschäftsaktivitäten
Der edding AG als Mutterunternehmen des edding Konzerns obliegt die unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. In der edding AG sind die zentralen Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources sowie IT angesiedelt. Zentrale Aufgaben der edding AG sind die strategische Ausrichtung und Entwicklung des Konzerns sowie das Risikomanagement. Der Hauptsitz der Gesellschaft ist Ahrensburg.
Die Geschäftsaktivitäten des Konzerns gliedern sich in die Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation, unter denen die jeweiligen Konzernmarken edding und Legamaster vermarktet und vertrieben werden. Daneben wird auch der Vertrieb von Partnermarken ausgeübt, der im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften dient.
Die Umsatzerlöse des Konzerns werden über die internationalen Vertriebssteuerungsgesellschaften in rund 100 Ländern weltweit erzielt, die meist durch unabhängige Vertriebspartner betreut werden, soweit edding nicht mit einer eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaft vertreten ist. Der Vertrieb an private und gewerbliche Endverwender erfolgt ausschließlich über Handelspartner aller Formate, wozu neben dem traditionellen Groß- und Einzelhandel auch Vertriebsformen der Großfläche (Verbrauchermärkte, Baumärkte etc.), Katalogversender sowie Online-Vertriebsformen gehören.
Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren umfasst im Wesentlichen die Marke edding und beinhaltet Marker, Schreibgeräte, Farbsprays, Druckerpatronen und Toner sowie — seit 2015 — Nagellack. Dieses Produktangebot richtet sich sowohl an den Business-to-Business Bereich als auch an den privaten Endkonsumenten. Die verschiedenen Produkte gliedern sich abhängig von Anwendung und Zielgruppe in folgende Kategorien:
| ― | Professionelles Markieren |
| ― | Unterrichten und Präsentieren |
| ― | Schreiben, Texte markieren und korrigieren |
| ― | Reparieren und Pflegen zu Hause |
| ― | Organisieren und Beschriften zu Hause |
| ― | Gestalten und Dekorieren |
| ― | Malen und Spielen |
| ― | Druckerpatronen und Toner |
| ― | EcoLine |
| ― | Kosmetik |
Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beinhaltet die Hauptmarke Legamaster. Hier werden zwei Produktgruppen unterschieden. Die klassische visuelle Kommunikation umfasst vor allem Flipcharts, Weißwandtafeln, Moderationstafeln und entsprechendes Zubehör. Das interaktive Sortiment umfasst elektronische Whiteboards und e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume). Die Umsätze werden fast ausschließlich im Business-to-Business Bereich erzielt.
Organisations- und Beteiligungsstruktur
edding Konzerngesellschaften und Beteiligungen weltweit

Eine Aufstellung der Tochtergesellschaften und Beteiligungen befindet sich im Abschnitt „Konzernstruktur" im Geschäftsbericht 2015. In der Organisationsstruktur des edding Konzerns können im Wesentlichen folgende Arten von Konzerngesellschaften unterschieden werden, wobei es ebenfalls Mischformen geben kann:
| ― | Mutterunternehmen/Holdingfunktion |
| ― | Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften |
| ― | Lokale Vertriebsgesellschaften |
| ― | Produktionsgesellschaften |
| ― | Einkaufsgesellschaften |
| ― | Objektgesellschaften |
Die edding AG ist das Mutterunternehmen des edding Konzerns und hält unmittelbare und mittelbare Beteiligungen an den Tochtergesellschaften. Die edding Benelux group B.V. (Niederlande) ermöglicht als nicht operative Holding eine steuerliche Organschaft der niederländischen Gesellschaften.
Den internationalen Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften obliegt die operative Steuerung von Beschaffung, Produktion sowie internationalen Vertriebs- und Marketingaktivitäten für das jeweilige Geschäftsfeld. Die Gesellschaften erzielen ihre Umsatzerlöse sowohl mit den übrigen lokalen Vertriebsgesellschaften des Konzerns als auch mit unabhängigen Vertriebspartnern. Diese Funktion wird für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren von der edding International GmbH und für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation von der Legamaster International B.V. (Niederlande) erfüllt. Darüber hinaus nimmt die edding International GmbH alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr.
Lokale Vertriebsgesellschaften existieren in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Griechenland und der Türkei. Die Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern ist dabei von Land zu Land unterschiedlich. Die Vertriebsgesellschaften in Argentinien und Kolumbien betreiben zusätzlich noch eine eigene Markerfertigung für den regionalen Bedarf. Der Vertrieb der mexikanischen Gesellschaft erfolgt seit Ende 2014 nicht mehr über eigene Außendienstmitarbeiter, sondern mit Hilfe eines unabhängigen Vertriebspartners. Die mexikanische Tochtergesellschaft wird entsprechend in 2016 geschlossen.
Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH produziert in ihrer Niederlassung Bautzen Filz- und Faserschreiber ausschließlich für die edding Gruppe. Diese Produkte werden weltweit vermarktet. Damit gibt es im Konzern für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren seit Mitte 2014 noch drei Produktionsstätten.
Wesentliche Funktion der edding Japan Inc. (Japan) ist die Beschaffung von Handelswaren sowie von Rohstoffen für die Produktionsstandorte des Geschäftsfelds Schreiben und Markieren. Neben dieser Aufgabe als Einkaufsgesellschaft erfolgen in geringem Umfang Vertriebsaktivitäten in der Region. Diese Tätigkeiten werden mit Beginn des Geschäftsjahres 2016 auf die edding International GmbH übertragen, da der Ruhestand leitender Mitarbeiter in der japanischen Gesellschaft bevorsteht. Die Schließung der Gesellschaft wird in 2016 erfolgen.
Als Objektgesellschaften für die Leasingfinanzierung der Betriebsimmobilien der edding Vertrieb GmbH (Betriebsstätte Wunstorf) beziehungsweise der V. D. Ledermann & Co. GmbH (Niederlassung Bautzen) fungieren die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG sowie die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG.
Daneben hält die edding Gruppe noch Beteiligungen an folgenden Unternehmen zur Förderung bestimmter gemeinsamer Zielsetzungen:
| ― | Die PBS Network GmbH fungiert als IT-Dienstleistungsunternehmen für die Papier-, Büromaterial- und Schreibwaren-Branche (PBS-Branche) in Deutschland sowie in geringerem Umfang in einigen weiteren europäischen Staaten. |
| ― | Die Office Gold Club GmbH führt Marketingaktivitäten für die deutsche PBS-Branche durch. Insbesondere werden Veranstaltungen für gewerbliche Endverbraucher ausgerichtet. |
| ― | Die gemeinnützige Beruf und Familie Stormarn GmbH schafft und sichert regionale Angebote zur Betreuung von Kindern und Senioren, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern. |
| ― | Seit Ende 2014 besteht eine Beteiligung an dem brasilianischen Schreibgerätehersteller Companhia de Canetas Compactor S.A. (Rio de Janeiro). Hiervon versprechen wir uns eine Stärkung unserer Wettbewerbsposition in Lateinamerika. |
Mitarbeiter
Im Berichtsjahr hat der Konzern im Jahresdurchschnitt 624 Mitarbeiter beschäftigt. In 2014 waren es 638. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Vergleich zum Vorjahr ist somit leicht rückgängig.
Die Anzahl der Beschäftigten im Inland hat hierbei zugenommen. Der Jahresdurchschnitt lag bei 331 Mitarbeitern (Vorjahr: 327 Mitarbeiter). Der wesentliche Schwerpunkt in den Rekrutierungsprozessen 2015 war durch den strategiebedingten Um- und Ausbau der Bereiche Marketing und Vertrieb bestimmt. Dieser Aufbau wird auch in verminderter Form noch in 2016 fortgesetzt. Zudem wurde der Bereich „International Organisational Development, Culture and Human Resources" personell verstärkt.
In den Auslandsgesellschaften hingegen war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Mitarbeiter mit durchschnittlich 293 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr (311 Mitarbeiter) rückläufig. Hauptgrund für diesen Rückgang war die Schließung der Produktion in unserer mexikanischen Tochtergesellschaft Mitte des Jahres 2014. Somit lag der Anteil der Beschäftigten im Ausland im Jahr 2015 mit 47 % (Vorjahr: 49 %) geringfügig unter dem Vorjahresniveau.
Die edding AG hat im Jahresdurchschnitt 66 Mitarbeiter (Vorjahr: 62 Mitarbeiter) beschäftigt. Somit ist die Gesamtzahl an Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr leicht angestiegen. Dies ist insbesondere auf die Erweiterung des Bereichs Human Resources zurückzuführen.
Die Aufgaben der internen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten — unserer edding Academy — orientieren sich an der zukünftigen Ausrichtung unserer Strategie 2020. Unser Hauptaugenmerk lag in 2015 auf der internationalen Ausweitung der Aktivitäten. So wurden erstmals für einzelne Landesorganisationen gezielt Sonderkonzepte entwickelt. Zur Stützung der Internationalisierung ist der Ausbau der Fremdsprachenkompetenzen an allen Standorten ein weiterer Schwerpunkt. Unsere besondere Aufmerksamkeit im abgelaufenen Jahr lag auf der Entwicklung internationaler Projektmanagementkompetenzen. Diese Veranstaltungsreihe hat konzernweit neue Standards gesetzt.
Unsere jährliche Mitarbeiterbefragung haben wir im Berichtsjahr erstmals auf alle internationalen Standorte der Gruppe ausgeweitet. Mit einer Teilnahmequote von fast 90 % legte dieses strategische Führungs- und Organisationsentwicklungsinstrument einen außerordentlich erfolgreichen Start hin. Über alle Standorte hinweg zeigte sich hierbei, dass insbesondere das Mitarbeiter-Engagement und die Einsatzbereitschaft auf einem herausragenden Niveau sind. Ebenfalls positiv bewertet wurden unsere Zukunftsvision, unsere Strategie und unser Kulturverständnis. Mit Blick auf entsprechende Vergleichswerte aus anderen Unternehmen stehen wir damit auch im externen Vergleich sehr positiv da.
Das Gesamtergebnis dieser ersten weltweiten Mitarbeiterbefragung liegt — wie bereits das Ergebnis der letzten nationalen Befragung im Vorjahr — im Bereich „gut" auf der Schulnotenskala; ein Niveau, das wir als Leistungsversprechen auch in Zukunft halten wollen. Die nächste weltweite Mitarbeiterbefragung findet im 3. Quartal 2016 statt.
Corporate Responsibility
Im Frühjahr 2015 wurde die Umsetzung und Auditierung unserer CR-Aktivitäten im niederländischen Lochern erfolgreich durchgeführt. Darüber hinaus konnte dort ebenfalls die Zertifizierung für das Managementsystem für Arbeitssicherheit (OHSAS 18001) implementiert werden. Insgesamt weist der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 folgende zertifizierte Managementsysteme auf:
| ISO 9001 | ISO 14001 | ISO 50001 | OHSAS 18001 | CR | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Qualitätsmanagement | Umweltmanagement | Energiemanagement | Arbeitssicherheit Zertifikat | agv- |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| edding AG | X | X | X | X | X |
| edding International GmbH | X | X | X | X | X |
| edding Vertrieb GmbH | X | X | X | X | X |
| Legamaster GmbH | X | X | X | X | X |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH | X | X | X | X | X |
| Legamaster International B.V. | X | X | X (2015 neu) | X (2015 neu) | |
| edding Colombia S.A.S. | X (2014 neu) |
Ein wesentlicher Schwerpunkt unserer CR-Aktivitäten liegt auf dem Bereich Mitarbeiterzufriedenheit. Neben der beschriebenen Tatsache, dass diese nunmehr weltweit über eine Mitarbeiterbefragung erhoben wird, steht die Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Fokus. Als Gesellschafter und Nutzer der Beruf und Familie Stormarn GmbH konnten wir im Jahr 2015 wieder einigen jungen Familien helfen und Betreuungsnotfälle auffangen, was gleichzeitig Fehlzeiten im Unternehmen reduzierte. Ein Konferenzraum in der Ahrensburger Konzernzentrale wurde zu diesen Zwecken zum Kinderzimmer umfunktioniert und eine (Notfall-)Betreuerin kam ins Büro, um sich um die Kinder zu kümmern. Auf diese Weise konnten wir die Eltern entlasten und dazu beitragen, dass Beruf und Familie gut in Einklang gebracht werden konnten.
Ebenfalls verstehen wir CR ganzheitlich und möchten auch das Verantwortungsbewusstsein unserer Mitarbeiter für die lokale Gemeinschaft stärken. Im September 2015 haben Mitarbeiter aus verschiedenen Bereichen am Hamburger Aktionstag „Wi mook dar teilgenommen. An diesem Tag waren unsere Kolleginnen und Kollegen zu Gast in der Obdachlosentagesstätte „Herz As" in Hamburg. Hier wurde für die Obdachlosen gekocht und das Essen wurde „wie im Restaurant" serviert. Darüber hinaus wurde ein Ruheraum gestrichen und neu mit Betten und Regalen eingerichtet sowie der Gartenbereich verschönert. Die verarbeiteten Lebensmittel, Betten, Farbe, Pflanzen etc. wurden dabei ebenfalls von edding gespendet. Das Engagement bereitete allen Seiten sehr viel Freude, so dass wir uns weiterhin für das „Herz As" engagieren wollen. Im Winter 2015/2016 wurde daher ein Spendenaufruf getätigt und es kamen dadurch viele schöne Winterkleidungsstücke zusammen, die der Obdachlosentagesstätte übergeben werden konnten.
Im Bereich Umweltschutz betreibt edding bereits seit einigen Jahren Photovoltaik-Anlagen an den Standorten Bautzen und Ahrensburg sowie ein Blockheizkraftwerk in der Konzernzentrale.
Zusammengefasst weist der edding Konzern in 2015 folgende ausgewählte Umweltkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr auf:
| Energiekennzahlen für die edding Standorte Ahrensburg, Bautzen und Wunstorf | 2015 | 2014 |
|---|---|---|
| Gasverbrauch [MWh] | 2.760 | 2.466 |
| Strombezug [MWh] | 2.378 | 2.493 |
| Stromproduktion durch Photovoltaik-Anlagen Ahrensburg, Bautzen [MWh] | 178 | 166 |
| Stromproduktion Blockheizkraftwerk Ahrensburg [MWh] | 247 | 227 |
| Anteil eigenproduzierter Strom am Gesamtverbrauch [%] | 15 | 14 |
| Anteil Stromverbrauch aus regenerativen Quellen [%] | 100 | 100 |
| Entwicklung EcoLine | 2015 | 2014 |
| Umsatzsteigerung EcoLine weltweit [%] | 15 | 15 |
| Umsatzsteigerung EcoLine Deutschland [%] | 12 | 21 |
In Vorbereitung auf die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Offenlegung nichtfinanzieller und die Diversität betreffender Informationen haben wir bereits im Jahr 2015 mit den entsprechenden Vorarbeiten begonnen. Damit ist die Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes, die Einbindung der Mitarbeiter und das Sammeln und Aufbereiten der entsprechenden Daten verbunden. Gleichzeitig wird anhand der neuen CR-Struktur ebenfalls der CR-Bereich auf unserer Homepage angepasst.
Sonstige Funktionsbereiche
Produktion
Die edding Gruppe verfügt über eine inländische und zwei ausländische Produktionsstätten.
Die deutsche Produktionsstätte V. D. Ledermann & Co. GmbH in Bautzen verzeichnete in 2015 mit circa 76 Mio. Markern im Vergleich zum Vorjahr (circa 74 Mio. Marker) eine nur leicht ansteigende Ausbringung. Die auch in 2015 anhaltende Absatzschwäche der in Bautzen insbesondere für den russischen Markt produzierten Produkte ist hierbei der wesentliche Einflussfaktor. Dieser wurde durch den Wegfall absatzmindernder Sondereffekte des Vorjahres, wie den Abbau erhöhter Lagerbestände in der edding International GmbH und in der englischen Tochtergesellschaft, kompensiert.
Am Produktionsstandort der edding Argentina S.A. (Argentinien) in San Juan konnte in 2015 trotz der unsicheren politischen und wirtschaftlichen Situation die Auslastung wieder leicht gesteigert werden. Mit der Präsidentschaftswahl Ende Oktober wurde ein neuer konservativer Präsident gewählt, der weitreichende Änderungen in der Wirtschaftspolitik ankündigte, womit auch Erleichterungen von Einfuhren nach Argentinien verbunden sein werden.
Im November 2010 wurde die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) gegründet. In den ersten Jahren konnte eine kontinuierlich steigende Auslastung beobachtet und eine positive Bilanz gezogen werden. Auch in 2015 wurde weiter am Ziel zur Stabilisierung und Anpassung der Produktion an die wachsenden Marktanforderungen gearbeitet. Die Ausbringung lag ungefähr auf Vorjahresniveau.
Logistik
Nachdem edding im Vorjahr seine deutschen Lageraktivitäten erfolgreich an den Logistikpartner HUETTEMANN übergeben hatte, stand 2015 ganz im Zeichen des Prozess- und weiteren Know-how-Ausbaus. Vor allem bei internationalen Versendungen hatten sich durch das Outsourcing Abläufe und Verantwortlichkeiten geändert, welche in der neuen Zusammenarbeit zwischen edding und seinem Lagerdienstleister zwischenzeitlich noch weiter optimiert wurden.
Gleiches gilt auch für die Speditionspartner, mit denen edding seine Waren zum Kunden ausliefert. Der Lagerumzug von Ahrensburg nach Isernhagen erforderte auch im Portfolio der Transportdienstleister einige Anpassungen und Weiterentwicklungen, um allen Kunden auch weiterhin die gewohnte Leistung bieten zu können.
Analog zur erneuten Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich auch die Leistungsmenge in der Logistik. Unser Lagerdienstleister konnte den durchschnittlichen Aufwandsanstieg von 3 % problemlos abbilden, womit ein wesentlicher Anspruch des Outsourcings erfüllt wurde.
Beide Zentrallager in Isernhagen und Lochern übernehmen auch die Vertriebslagerfunktion für die Länder und Regionen Deutschland, Benelux, Frankreich und Italien und versenden direkt an die Kunden. Weitere selbstgeführte Lager von Vertriebsgesellschaften betreibt der Konzern noch bei den Tochterunternehmen in Griechenland, in Großbritannien und in Übersee. In der Türkei wurden die Logistikaktivitäten Anfang 2015 an einen externen Lagerdienstleister übergeben.
Alle Legamaster-Produkte aus dem Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation werden nach wie vor in dem konzerneigenen Zentrallager in Lochern (Niederlande) gelagert und von dort weltweit ausgeliefert.
Informationstechnologie
Die Geschäftsprozesse des edding Konzerns sind heute ohne IT-gestützte Automatisierungslösungen nicht mehr denkbar. Die notwendige Leistungsfähigkeit der Geschäftsprozesse wird durch innovative Implementierungsprojekte und kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen zur Optimierung unserer IT-Systeme sichergestellt.
Die wesentlichen Herausforderungen für den Bereich Informationstechnologie in 2015 lagen in der Entwicklung einer neuen IT-Strategie, welche die edding Strategie 2020 in Form durchgängiger IT-Management-Prozesse abbildet. Hier wurden wichtige Weichen für die höhere Verzahnung von IT und Unternehmensentwicklung gestellt.
Die Einführung der Management-Prozesse in der IT dient der Priorisierung der zukünftigen Projekte im Konzern. Mit der so erreichten Fokussierung auf strategische Unternehmensprojekte konnten in den Bereichen Produktdatenmanagement, Customer Relationship Management (CRM) und Collaboration in 2015 die erforderlichen Systemlösungen implementiert werden.
Speziell mit der Einführung eines CRM-Systems der deutschen Legamaster Vertriebsgesellschaft integriert edding eine neue Cloud-basierte Lösung der SAP in die Kernprozesse und in die bestehende IT-Systemlandschaft. Das CRM-System reiht sich als eine ‚Software as a Service`-Lösung in die bereits bestehende Gruppe der hybriden Cloud-Lösungen für Mediendaten-management und die zentralen Internet-Services des edding Konzerns ein.
Die Bereitstellung von mobilen Lösungen innerhalb des Unternehmens hat weiter an Bedeutung gewonnen. Neben den mobilen Applikationen der SAP wurden neue Anwendungen über Smartphones und Tablet-Computer im Unternehmen ausgerollt. edding setzt dabei auf Eigenentwicklungen und auf Standard-Produkte. Insgesamt wurde die Anzahl der Anwender von mobilen Geräten konsequent ausgebaut. Im gesamten Vertrieb kann daher jetzt ortsunabhängiger und flexibler auf Kundenanforderungen reagiert werden.
Auf der Applikationsseite intensiviert edding den Einsatz der vorhandenen SAP-Lösungen weiter. Für die Integration von Tochtergesellschaften in die zentralen Geschäftsprozesse sind in 2015 die bestehenden Lösungen weiter ausgebaut worden. Ein Schwerpunkt in der Projektarbeit war hier die Einbindung von Tochtergesellschaften in der Türkei und in Lateinamerika in die Reporting- und Business Intelligence-Lösung auf der Basis von SAP Business Warehouse.
edding verfügt damit über eine hochmoderne, effiziente Systemlandschaft und IT-Management-Prozesse und sieht sich gut gerüstet für die Geschäftsprozesserfordernisse der Zukunft.
Forschung und Entwicklung
Der edding Konzern betreibt Forschungs- und Entwicklungsabteilungen an den deutschen Standorten Ahrensburg und Bautzen. Insgesamt waren in diesem Bereich im Geschäftsjahr 2015 13 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 13 Mitarbeiter).
Die Gesamtsumme der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrug 1,1 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2015 (Vorjahr: 0,9 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung umfassen neben Personalaufwendungen auch Sachkosten für Forschungs- und Entwicklungsleistungen von Partnerunternehmen sowie Abschreibungen für Laborgeräte.
Zur stärkeren Verzahnung von Forschung und Entwicklung wurden bereits in Vorjahren organisatorische Veränderungen in diesem Bereich angestoßen. Dies führte dazu, dass die Forschungs- und Entwicklungsabteilungen in der edding International GmbH gebündelt wurden. edding verspricht sich hiervon eine frühzeitigere Einbindung des Bereichs Forschung und Entwicklung in den marktseitig induzierten Innovationsprozess, damit Entwicklungsprojekte näher an den Konsumentenbedürfnissen ausgerichtet werden.
Steuerungssystem
Strategische Steuerung
Als Finanzholding des edding Konzerns verfolgt die edding AG als strategisches Ziel die nachhaltige Wertsteigerung und Entwicklung des edding Konzerns mit den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation.
Für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren hatten wir im Geschäftsjahr 2014 ein Balanced-Scorecard-System erstellt. Diese Scorecards definieren für die jeweiligen Regionen und Marketing-Kategorien Ziele, die finanzielle sowie nichtfinanzielle Steuerungsgrößen beinhalten und die klassischen Dimensionen der Balanced-Scorecard aufweisen (Finanzen, Kunden, Prozesse und Entwicklung), ergänzt um den Bereich Corporate Responsibility (CR). Im Berichtsjahr haben wir hierfür erstmals halbjährlich geplante Zielmessungen vorgenommen. Die aktuellen Balanced-Scorecards haben einen Zeithorizont bis 2016, basieren weitgehend noch auf unserer vormaligen Strategie 2012+ und beinhalten unter anderem Ziele zu Umsatzwachstum außerhalb Deutschlands beziehungsweise außerhalb unserer dominierenden Produktkategorien.
Im zweiten Halbjahr 2015 haben wir mit dem Aufbau eines Balanced-Scorecard-Systems für die Zeit nach 2016 begonnen, das sich noch mehr an Zielen der aktuellen Strategie 2020 ausrichten und als Zeithorizont entsprechend das Jahr 2020 vorsehen wird. Hier werden zusätzlich zu allen Vertriebs- und Marketingbereichen im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren nunmehr auch das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation sowie die internen Funktionsbereiche des Unternehmens einbezogen.
Finanzielle Steuerungsgrößen
Der edding Konzern nutzt verschiedene finanzbezogene Kennzahlen zur Steuerung von Wachstum und Profitabilität. Als wichtigste Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind hier Umsatz und EBIT (operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen) zu nennen. In unserer aktuellen Konzernstrategie wurden hierfür langfristige Ziele festgelegt, die bis 2020 erreicht werden sollen. Auf der Ebene der edding AG kommt noch der ausschüttungsfähige Jahresüberschuss hinzu, der für die kurzfristige erfolgsabhängige Vorstandsvergütung maßgeblich ist.
Im Rahmen der rollierenden Drei-Jahres-Planung werden insbesondere Umsatz- und Ergebnisziele für den Konzern definiert. Wichtigste Kennziffer zur Ergebnissteuerung ist das EBIT. Auch für die Steuerung der Konzerngesellschaften ist die EBIT-Entwicklung die wichtigste Steuerungsgröße, deren Erreichung wesentlicher Bestandteil der kurz- und mittelfristigen variablen Vergütung für das lokale Management ist. Das monatliche interne Berichtswesen geht insbesondere auf Zielerreichung und Abweichungsanalysen beim EBIT ein.
Wachstumsindikator und wesentliche Einflussgröße für die EBIT-Ergebnisse ist die Umsatzentwicklung. Zusätzlich zu den Gesamtumsätzen sind monatlich die Entwicklung der Umsätze sowie Rohergebnismargen je Geschäftsfeld entscheidend. Neben den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation vertreiben einzelne Tochtergesellschaften auch Partnermarken. Dieser Bereich dient im Wesentlichen zur Abrundung des Produktportfolios auf der Ebene einzelner Konzerngesellschaften zur Sicherstellung einer absoluten Bedeutung im jeweiligen Markt beziehungsweise in den einzelnen Kanälen, die Voraussetzung für den Ausbau des Konzernmarkengeschäfts ist. Daher gibt es hierfür keine strategischen Wachstums- und Margenziele. Im Geschäftsbericht werden Partnermarken-Umsätze mit sonstigen Erlösen zusammengefasst. Hierunter sind neben Erlösen aus Verkaufsmöbeln, der Weiterberechnung von Frachtkosten sowie Mindermengen-Zuschlägen auch die Lizenzerlöse aus dem Druckerpatronen-Geschäft erfasst.
Nichtfinanzielle Steuerungsgrößen
Für die edding Gruppe wichtigste nichtfinanzielle Steuerungsgröße ist das Ergebnis der jährlich durchgeführten Mitarbeiterbefragung, deren Ergebnisskala sich am deutschen Schulnotensystem orientiert. Diese Befragung wurde im Berichtsjahr erstmals auf internationale Standorte der Gruppe ausgeweitet. Für die Gesamtnote dieses Stimmungsbarometers wurde eine Mindestnote als Ziel definiert.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Auch in 2015 wuchs die Weltwirtschaft mit +3,1 % moderat.
Insbesondere das Wachstum in den Schwellenländern reduzierte sich bereits im fünften Jahr hintereinander. Die Erholung in den Industrienationen fand verhalten und uneinheitlich statt. Vornehmlich die niedrigen Rohstoffpreise, insbesondere der Preisverfall des Öls, sowie die schrittweise Abkehr der US-amerikanischen Notenbank von ihrer äußerst expansiven Geldpolitik bremsten zudem die Entwicklung.
Das Wachstum der Eurozone schätzt der Internationale Währungsfonds in seinem Januargutachten mit +1,5 % leicht über dem Niveau des Vorjahres, speziell Spanien mit rund +3,2 % gehört zu den Gewinnern. Das Wachstum in Deutschland bleibt mit +1,5 % weitgehend konstant, aber unterdurchschnittlich dahinter zurück. Positiv ist hier allerdings der weitere Rückgang der Arbeitslosigkeit zu erwähnen. Die Wirtschaft in Frankreich konnte um +1,1 % zulegen, allerdings blieb die politische Lage schwierig, insbesondere belastet durch die Pariser Anschläge im November 2015.
Besonders hart traf es den auch für uns sehr wichtigen russischen Markt, der um 3,7 % schrumpfte, was mit einem deutlichen Wertverlust des Russischen Rubels einherging.
Auch Lateinamerika als die für uns zweitwichtigste Weltregion tendierte rezessiv mit einem Rückgang um 0,3 % in 2015. Hier ist es vor allem der größte Wirtschaftsfaktor Brasilien, der mit -3,8 % deutlich ins Minus rutschte. Der für uns wichtige argentinische Markt war auch in 2015 weiter durch politische Turbulenzen im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im Oktober geprägt. Mit der Stichwahlentscheidung für den wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Mauricio Macri wurde zum Jahresende die künstliche Stabilisierung des Argentinischen Peso beendet, was zu einer deutlichen Abwertung der Währung führte.
Der für uns weiterhin wichtige Beschaffungsmarkt Japan erreichte mit +0,6 % ein leichtes Wachstum bei exportfreundlich stabiler Währungssituation.1
Der Papier-, Büro- und Schreibwarenmarkt blieb weiter unter dem Druck der Digitalisierung. Dennoch meldete der Verband der PBS-Markenindustrie für drei Viertel der zusammengeschlossenen 46 Markenfirmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegene Umsätze in den Monaten Januar bis September 2015. Das ungewichtete durchschnittliche Umsatzplus liege bei 3,6 %, das Deutschlandergebnis bei +2,2 % und im Export bei knapp +6,0 %. Der Verband rechnete damit, dass das Jahr 2015 durchschnittlich mit einem Umsatzplus von etwa 4,0 % abgeschlossen werden könnte. Jedoch habe demgegenüber jedes sechste Unternehmen über gesunkene Umsatzerlöse berichten müssen.
Dabei litten vor allem papiernahe Produkte weiterhin unter der zunehmenden Digitalisierung. Der Umsatz sank hier im Berichtszeitraum um durchschnittlich 1 %.
Anders ging es den Schreibgeräteherstellern, die unter anderem auch von einer Sonderkonjunktur beim Thema Zeichnen und Malen für Erwachsene profitieren konnten. Der Umsatzzuwachs lag hier bei durchschnittlich 4,7 %.2
1 World Economic Outlook Update, IMF, January 2016
2 http://www.pbs-markenindustrie.de/aktuellesibuero- und-schreibwaren-hoch-im-kurs, 01.02.2016
Ein deutliches Wachstum verbuchte der Markt für interaktive Displays, an dem wir über unsere Marke Legamaster mit interaktiven Whiteboards und e-Screens partizipieren. Das dritte Quartal 2015 wurde durch die Marktforschungsagentur FutureSource als das mit 480.000 verkauften Stück allzeitstärkste Quartal berichtet. Für das Gesamtjahr wird ein wertmäßiger Zuwachs von 3,8 % erwartet. Wie in der Vergangenheit wurde das Wachstum vor allem durch den chinesischen und den türkischen Markt getrieben. Der Markt in Westeuropa wuchs nicht, jedoch konnte sich der für uns wichtige deutsche Markt mit +8,4 % sehr positiv entwickeln — allerdings immer noch auf niedrigerem Niveau als die Nachbarmärkte. Noch besser war die Situation in den Benelux-Staaten, wo der Markt für interaktive Displays sogar um rund 40 % wuchs.3
Die edding Gruppe trägt dem zwar leicht stabilisierten, aber immer noch volatilen Umfeld bereits seit Jahren durch risikoorientierte Geschäftsführung und fortschreitende Flexibilisierung der Organisation Rechnung. Wir nutzen dabei die Möglichkeiten der Finanzmärkte zum Beispiel in Bezug auf Währungssicherung im betriebswirtschaftlich sinnvollen Rahmen aus und gestalten unser operatives Geschäft auf Beschaffungs- und Vertriebsseite währungsrisikominimierend.
Gerade in Zeiten heterogener Marktentwicklung zeigen sich die Effekte unserer langjährigen Internationalisierungsstrategie, dank der wir uns heute auf ein diversifiziertes Länderportfolio stützen können. Ebenso wird deutlich, dass das von uns mit Nachdruck vorangetriebene aktive Management disruptiver Technologien durch Partizipation wie im Bereich interaktiver Displays (Legamaster) beziehungsweise Zuwendung zu neuen Zielgruppen und Sortimenten (edding) Früchte trägt und ausbleibende Umsätze einiger Kernprodukte ausgleichen kann.
BIP-Entwicklung ausgewählter Staaten /Regionen in 20154
in Prozent

3 Fuhiresource Consulting, Quarterly Market Treck World, Q3.2015
4 World Economic Outlook, IMF, October 2015 und World Economic Outlook Update, IMF, January 2016
Entwicklung der Geschäftsfelder
Insgesamt konnte im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzanstieg von 7,4 % erzielt werden. Dieses Wachstum wird gleichermaßen durch deutliche Steigerungen in den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation getragen, während die Partnermarken und sonstigen Erlöse einen leichten Rückgang verzeichnen.
| 2015 | 2014 | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schreiben und Markieren | ||||
| Inland | 41.233 | 39.512 | 1.721 | 4,4 |
| Übriges Europa | 46.197 | 43.744 | 2.453 | 5,6 |
| Übersee | 11.632 | 10.067 | 1.565 | 15,5 |
| 99.062 | 93.323 | 5.739 | 6,1 | |
| Visuelle Kommunikation | ||||
| Inland | 13.688 | 12.098 | 1.590 | 13,1 |
| Übriges Europa | 17.617 | 15.344 | 2.273 | 14,8 |
| Übersee | 915 | 779 | 136 | 17,5 |
| 32.220 | 28.221 | 3.999 | 14,2 | |
| Partnermarken und sonstige Erlöse | 7.089 | 7.309 | — 220 | — 3,0 |
| Konzern gesamt | 138.371 | 128.853 | 9.518 | 7,4 |
Die Umsätze haben sich in allen dargestellten Regionen positiv entwickelt. Der Anteil des Umsatzes außerhalb von Deutschland ist bedingt durch die höheren Zuwachsraten im übrigen Europa und in Übersee auf 59,2 % (Vorjahr: 58,4 %) leicht gestiegen.
Umsatz je Region im Vorjahresvergleich
in Mio. EUR

Geschäftsfeld Schreiben und Markieren — Hauptmarke edding —
2015 konnten wir mit insgesamt 99,1 Mio. EUR zum dritten Mal in Folge einen Umsatzrekord im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren verzeichnen. Erfreulicherweise wurde das Wachstum von 6,1 % von allen Regionen getragen. Im Gegensatz zum Vorjahr wuchs unser deutscher Inlandsmarkt dabei unterproportional im Vergleich zum übrigen Europa und den Überseemärkten.
Mit einem Umsatz von 41,2 Mio. EUR blieb Deutschland jedoch mit Abstand stärkster Markt und wuchs um 4,4 %. Die Umsetzung unserer strategischen Schwerpunkte spiegelt sich mittlerweile in einem stärkeren Umsatzwachstum in den Business-to-Consumer-Vertriebskanälen wider.
Der Umsatz im übrigen Europa lag mit 46,2 Mio. EUR erneut über den deutschen Umsätzen. Gegenüber dem Vorjahr konnten wir die Erlöse um 5,6 % steigern. Erneut rückläufigen Umsätzen in Russland standen dabei deutliche Zuwächse in nahezu allen relevanten edding-Ländern gegenüber. Besonders hervorzuheben sind hier die hohen Umsatzsteigerungen in der Türkei und in Großbritannien sowie in den Niederlanden, Spanien, Dänemark, Ungarn und Frankreich.
In Übersee konnten wir die Umsatzrückgänge des Vorjahres mehr als aufholen: Mit einem Wachstum von 15,5 % auf nunmehr 11,6 Mio. EUR trugen die außereuropäischen Länder wieder maßgeblich zum Geschäftsfeldwachstum bei. Wesentlicher Treiber dieser positiven Entwicklung war unsere Tochtergesellschaft in Argentinien, aber auch die Umsätze in Ecuador und Saudi Arabien entwickelten sich positiv. In unserer Niederlassung in Kolumbien konnten wir zwar in Landeswährung unter schwierigen Rahmenbedingungen erneut zweistellig zulegen, in Euro mussten wir jedoch einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich hinnehmen.
Marketing und Produkte
Wie in den Vorjahren konnten wir in Europa auf der Sortimentsseite sehr stark von Neuheiten profitieren: Unser Sortiment an permanenten Farbsprays konnte mit neuen Trendfarben sowie einer weiteren Ausweitung der Distribution vor allem in Deutschland sowie in Dänemark und der Schweiz den Wachstumspfad des vergangenen Jahres fortführen.
Darüber hinaus konnten wir im Frühjahr 2015 mit dem neuen Nagellack-Sortiment unter der Marke edding L.A.Q.U.E. ein weiteres Markendehnungsprojekt erfolgreich im deutschen Markt platzieren. Die Umsätze aus den ersten selektiven Listungen in Parfümerien sowie bei wertigen Kauf- und Warenhäusern haben wesentlich zum Umsatzwachstum in Deutschland beigetragen. Die positiven Rückmeldungen von Endkonsumenten und Händlern bestätigen dieses Konzept ebenso wie die Auszeichnung mit dem German Design Award 2016 in der Kategorie „Excellent Communications Design — Packaging".
Fortführen konnten wir zudem die Erfolgsgeschichte unseres neuen Verkaufsmöbels für den sogenannten „Point-of-Sale" (POS-Shop). Auch hier konnten wir die Distribution und Visibilität in 2015 erneut steigern. Sowohl durch Neulistungen als auch durch gestiegene Abverkäufe von etablierten Produkten und bisher weniger bekannten Spezialprodukten konnten zusätzliche Umsätze vor allem in Westeuropa sowie in der Türkei erreicht werden.
Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation — Hauptmarke Legamaster —
Die Umsätze im In- und Ausland werden fast ausschließlich im Business-to-Business-Bereich mit der Hauptmarke Legamaster erzielt. Dabei sind die DACH- sowie die Benelux-Region die für uns bedeutendsten Märkte.
Nach einer verhaltenen Entwicklung in 2014 wurde Legamaster seiner Rolle als Wachstumstreiber des Konzerns mit einem Umsatzzuwachs von 14,2 % im Geschäftsjahr 2015 gerecht.
Herausragend entwickelte sich dabei auf hohem Niveau erneut das Deutschlandgeschäft (+13,1 70), aber auch der Umsatz im übrigen Europa legte mit einem Wachstum von 14,8 70 deutlich zu. Insbesondere wurde diese Entwicklung durch das etablierte Geschäft in den Niederlanden getrieben. Des Weiteren war ebenfalls ein deutlicher Umsatzanstieg in Großbritannien zu verzeichnen, zu dem vor allem unser neuer Vertriebspartner für die interaktive visuelle Kommunikation beitrug.
Generell erwies sich das Produktfeld Interaktive Technik, das sowohl elektronische Whiteboards als auch sogenannte e-Screens (LED-Bildschirme mit Touchtechnologie für Schule und Konferenzräume) beinhaltet, mit über 35 % Zuwachs erneut als wachstumsstark. Ebenso konnten wir uns im traditionellen Geschäft dank unserer Premiumpositionierung auch in einem herausfordernden Marktumfeld gut behaupten, woraus ein Umsatzwachstum von über 7 % in diesem Bereich resultierte.
Marketing und Produkte
Auch in 2015 stand die Weiterentwicklung des interaktiven Sortimentes in einem Markt mit kurzen Produktlebenszyklen im Mittelpunkt. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Hardware in Bezug auf Bildschirmgröße, Auflösung und Verarbeitungsqualität stand dabei die Einbindung von Softwarelösungen im Mittelpunkt, die für den Nutzer echten Mehrwert für die jeweilige Anwendung schaffen. Beispiele umfassen die Unterrichtssoftware „Tango Teach" und die „Flipbox Software Suite" als Konferenz- und Moderationslösung für das Arbeiten am e-Screen im Büro.
Auch im traditionellen Bereich verbessern wir unser Sortiment kontinuierlich in Bezug auf Größen, Designs und Qualität gemäß der Anwenderbedürfnisse. In 2015 stechen dabei insbesondere unsere neuen farbigen Glasboards heraus.
Von unseren neuen Sortimenten, die wir zu Beginn des Jahres 2016 vorstellen, als Highlight unser größter e-Screen mit 98 Zoll Bildschirmdiagonale, erwarten wir weitere Wachstumsimpulse.
Partnermarken und sonstige Erlöse
Bereits seit einigen Jahren haben wir unser Partnermarkenportfolio konsequent umgestellt auf Marken, die die Strategien unserer eigenen Marken stützen. Im Jahr 2015 beendeten wir die Kooperation mit der Schreibgerätemarke Senator und haben daher in 2015 plangemäß einen Umsatzrückgang von 3,0 % hingenommen.
Mit der Aufnahme eines Schneide- und Stanzsortimentes der Marke Fiskars erhalten deutsche Fachhandelskunden ab Mitte 2016 Premiumprodukte aus dem Bereich Markieren (edding), Kleben (UHU) und Schneiden/Stanzen (Fiskars) aus einer Hand der edding Vertrieb GmbH.
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns
Ertragslage des edding Konzerns
Entwicklung der Ertragslage
| 2015 | 2014 | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 138.371 | 128.853 | 9.518 | 7,4 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 755 | 294 | 461 | 156,8 |
| Gesamtleistung | 139.126 | 129.147 | 9.979 | 7,7 |
| Materialaufwand | — 51.252 | — 48.748 | — 2.504 | 5,1 |
| Rohergebnis | 87.874 | 80.399 | 7.475 | 9,3 |
| in % von der Gesamtleistung | 63,2 % | 62,3 % | ||
| Personalaufwand | — 35.394 | — 34.206 | — 1.188 | 3,5 |
| in % vom Umsatz | 25,6 % | 26,5 % | ||
| Abschreibungen | — 2.507 | — 2.667 | 160 | — 6,0 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.694 | 5.657 | 37 | 0,7 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | — 43.447 | — 37.328 | — 6.119 | 16,4 |
| EBIT | 12.220 | 11.855 | 365 | 3,1 |
| in % vom Umsatz | 8,8 % | 9,2 % | ||
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | — 87 | 330 | — 417 | n/a |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 12.133 | 12.185 | — 52 | — 0,4 |
| Ertragsteuern | — 3.584 | — 3.873 | 289 | — 7,5 |
| Konzernjahresergebnis | 8.549 | 8.312 | 237 | 2,9 |
| in % vom Umsatz | 6,2 % | 6,5 % |
Die Ertragslage zeigt im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Anstieg des Jahresüberschusses. Dem deutlich angestiegenen Rohergebnis stehen erhöhte Personalaufwendungen, wesentlich höhere sonstige betriebliche Aufwendungen und ein geringeres Finanz- und Beteiligungsergebnis gegenüber.
Der Umsatz des edding Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf 138,4 Mio. EUR gestiegen. Dieses Wachstum wird gleichermaßen durch Steigerungen in den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation getragen, während die Partnermarken und sonstigen Erlöse einen leichten Rückgang verzeichneten.
Gleichzeitig ist die Rohergebnisquote um 0,9 Prozentpunkte auf 63,2 % gestiegen. Dieser Anstieg resultiert wesentlich aus dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Hier konnten in den Vorjahren erfolgte Wertberichtungen auf Vorräte aufgelöst werden. Zusätzlich fällt beim Kundenmix auf, dass der Umsatzanstieg wesentlich auf Ländern mit eigenen Vertriebs-Tochtergesellschaften beruht, in denen wir durch den direkten Vertrieb an den Handel eine Stufe der Wertschöpfungskette mit entsprechenden Margen im eigenen Hause abbilden.
Der Anstieg der Personalaufwendungen um 1,2 Mio. EUR resultiert aus mehreren Effekten. Neben den allgemeinen Tariferhöhungen kam es in Argentinien zu einer deutlichen inflationsbedingten Lohnsteigerung. Geringere Gewinnbeteiligungen und Prämien werden durch höhere einmalige Aufwendungen ausgeglichen. So sind unter anderem Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Schließung der edding Japan Inc. (Japan) zum 31. Dezember 2015 enthalten. Für die Beurteilung der höheren Personalaufwendungen bei gleichzeitig reduzierter Mitarbeiterzahl ist zusätzlich zu berücksichtigen, dass sich der Wegfall von Stellen unter anderem in Mexiko deutlich geringer auswirkt als der Anstieg durch neue zentrale Funktionen im Rahmen der Strategie 2020.
Die sonstigen betrieblichen Erträge liegen auf Vorjahresniveau. Hierin sind um 1,2 Mio. EUR gestiegene Währungskursgewinne enthalten. Diesem positiven Effekt stehen ebenfalls um 1,2 Mio. EUR höhere Währungskursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Als gegenläufiger Effekt in den Erträgen ist eine im Vorjahr erfolgte Zuschreibung von 0,7 Mio. EUR für einen jetzt wieder genutzten Gebäudeteil zu nennen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen um 6,1 Mio. EUR über denen des Vorjahres. Neben den bereits genannten Währungskursverlusten sind die externen Logistik-kosten um 1,2 Mio. EUR gestiegen. Zusätzlich zu der in der zweiten Jahreshälfte 2014 erfolgten Übertragung der deutschen Logistikaktivitäten auf einen externen Dienstleister erfolgt die Logistikabwicklung in der Türkei seit Jahresanfang ebenfalls extern. Darüber hinaus haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Argentinien inflationsbedingt deutlich erhöht. Weiterhin haben sich aufgrund der verstärkten Aktivitäten im Rahmen der Strategie 2020 insbesondere die Marketing-, Beratungs-, IT- und Reisekosten erhöht. So resultieren beispielsweise die erhöhten IT-Kosten aus vermehrter Inanspruchnahme externer Dienstleistungen im Rahmen der IT-Strategieentwicklung und Fortentwicklung der IT-Infrastruktur. Im Bereich Marketing wirkt sich insbesondere die Einführung des Nagel-lacksortiments edding L.A.Q.U.E. aus.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt mit 12,2 Mio. EUR um 3,1 % über dem Vorjahreswert. Das entspricht einem leichten Rückgang der EBIT-Marge von 9,2 % auf 8,8 %.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis ist um 0,4 Mio. EUR gesunken. Dies resultiert im Wesentlichen aus wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen. In 2015 ist der Rückstellungsbetrag auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten nur leicht gestiegen, während sich der beizulegende Zeitwert der von edding zur Deckung der Altersvorsorgeverpflichtungen gehaltenen Wertpapiere deutlich erhöht hat. Die hieraus resultierende Aufstockung der Altersvorsorgeverpflichtungen wird aufwandswirksam im Zinsaufwand ausgewiesen.
Die Ertragsteueraufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mio. EUR gesunken. Dies ist bei einem nur leicht gesunkenen Vorsteuerergebnis des edding Konzerns hauptsächlich auf die Aktivierung latenter Steuerforderungen auf Verlustvorträge zurückzuführen. Damit ist die Ertragsteuerquote von 31,8 % auf 29,5 % zurückgegangen.
Der Jahresüberschuss des Konzerns in Höhe von 8,5 Mio. EUR liegt somit leicht über Vorjahresniveau, was aus Sicht des Vorstands — insbesondere unter Berücksichtigung zahlreicher Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie 2020 — ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.
Entwicklung Konzernergebnis in 2015
in TEUR

Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2015
Im Ausblick des Geschäftsberichts 2014 erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2015 insgesamt moderat steigende Umsatzerlöse in beiden Geschäftsfeldern bei rückläufigem Umsatz mit Partnermarken. Für die Segmentergebnisentwicklung prognostizierten wir für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren aufgrund höherer Marketingaufwendungen ein eher gleichbleibendes sowie für Visuelle Kommunikation ein moderat steigendes operatives Ergebnis (EBIT). So ergab sich insgesamt ein erwartetes EBIT auf Vorjahresniveau mit korrespondierender Entwicklung des Jahresüberschusses.
Im Bereich der nichtfinanziellen Steuerungsgrößen erwarteten wir für die Mitarbeiterumfrage an den deutschen Standorten auf Basis der positiven Ergebnisse in 2014 auch für das Jahr 2015 ein stabiles Ergebnis des Stimmungsbarometers im Bereich „gut".
Diese Vorhersage wurde im weiteren Geschäftsjahresverlauf im Rahmen der Zwischenmitteilung Mitte Mai 2015 und des Halbjahresfinanzberichtes zum 30. Juni 2015 bestätigt. Im Rahmen der Zwischenmitteilung Mitte November haben wir weiter an unserer Ergebnisprognose festgehalten, allerdings zeichnete sich zu diesem Zeitpunkt ein deutlich überproportionales Wachstum im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation ab.
Die Nettoumsatzerlöse konnten im Berichtsjahr um 7,4 % gesteigert werden. Hierzu hat die Entwicklung des Geschäftsfelds Visuelle Kommunikation mit einem Wachstum von 14,2 % überproportional beigetragen, während die Umsatzerlöse im Bereich Schreiben und Markieren um 6,1 % angestiegen sind. Die Erlöse mit den Partnermarken und sonstige Erlöse sind um 3,0 % zurückgegangen. Dies entspricht weitestgehend unserer ursprünglichen Prognose mit einer etwas besseren Entwicklung im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Hierzu hat insbesondere ein deutlicher Umsatzanstieg in Großbritannien beigetragen, für den vor allem unser neuer Vertriebspartner für die interaktive visuelle Kommunikation ursächlich war.
Das Segmentergebnis (EBIT) konnte für den Bereich Schreiben und Markieren von 18,2 Mio. EUR um 11,2 % auf 20,2 Mio. EUR gesteigert werden. Damit liegt die Entwicklung im Wesentlichen aufgrund einer geringeren Steigerung der Marketingaufwendungen und einer besseren Währungskurssituation über der Prognose. Das Segmentergebnis Visuelle Kommunikation liegt mit 1,9 Mio. EUR 38,3 % über dem Vorjahreswert von 1,4 Mio. EUR und übersteigt damit umsatzbedingt die Prognose.
Das EBIT des edding Konzerns beträgt 12,2 Mio. EUR und liegt damit um 0,4 Mio. EUR beziehungsweise 3,1 % über dem Vorjahresniveau. Der Jahresüberschuss fällt ebenfalls um 2,9 % höher aus als im Vorjahr. Damit wurde die Prognose leicht überschritten. Dies resultiert insbesondere daraus, dass wir zum Jahresende niedrigere Wechselkursverluste zu verzeichnen hatten als erwartet. Im Jahresüberschuss ergeben sich zusätzlich positive Effekte durch die Aktivierung latenter Steuerforderungen.
Das Gesamtergebnis der ersten weltweiten Mitarbeiterbefragung liegt — wie bereits das Ergebnis der letzten nationalen Befragung im Vorjahr — im Bereich „gut" auf der Schulnotenskala und damit innerhalb unserer Prognose.
Vermögens- und Finanzlage des edding Konzerns
Die Bilanzsumme des edding Konzerns ist von 90,9 Mio. EUR im Vorjahr um 8,4 % auf 98,5 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015 stark angestiegen. Zudem hat sich im Geschäftsjahr 2015 das Eigenkapital von 44,3 Mio. EUR auf 50,2 Mio. EUR deutlich erhöht. Dies liegt hauptsächlich im konstant hohen Konzernergebnis begründet, dem als gegenläufige Effekte die Ausschüttung der Dividende sowie die erfolgsneutrale Entwicklung des Unterschiedsbetrags aus der Währungsumrechnung gegenüber stehen. Bei gleichzeitiger leichter Zunahme des kurzfristigen und langfristigen Fremdkapitals stieg die Eigenkapitalquote im Vorjahresvergleich daher von 48,7 % auf 51,0 %.
Die langfristigen Vermögenswerte sind mit 27,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr in Summe um 0,4 Mio. EUR leicht gesunken, was im Wesentlichen auf drei gegenläufigen Effekten beruht. Zum einen sank der Buchwert der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2015 um 1,0 Mio. EUR, da die Höhe der Zugänge die planmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen nur teilweise kompensieren konnte. Demgegenüber war ein Anstieg der sonstigen langfristigen Forderungen und Vermögenswerte in Höhe von 0,6 Mio. EUR aus der Zeitwertbewertung der zur Deckung eines Teils der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Anteile an Wertpapierfonds zu verzeichnen. Zudem stieg der Buchwert der übrigen immateriellen Vermögenswerte aufgrund des Neuerwerbs von IT-Software im Berichtsjahr um 0,3 Mio. EUR an.
Die im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 2,2 Mio. EUR durchgeführten Investitionen lagen ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Investitionen wurden in den Bereichen der IT-Soft- und -Hardware, den technischen Anlagen und Maschinen sowie den Anlagen zur Energieversorgung vorgenommen. Sie betrafen zum überwiegenden Teil die Konzernzentrale in Ahrensburg sowie unseren Produktionsstandort in Bautzen und sind daher primär der Zentrale und dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zuzuordnen.
Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich von 63,3 Mio. EUR um 12,7 % auf 71,3 Mio. EUR stark erhöht. Diese Entwicklung resultiert insbesondere aus dem mit 6,8 Mio. EUR deutlichen Anstieg des Bestands an flüssigen Mitteln, der aus der positiven Geschäftsentwicklung des edding Konzerns herrührt.
Der Umfang des Vorratsvermögens nahm im Berichtsjahr um 0,5 Mio. EUR hingegen nur leicht zu, was im Wesentlichen auf die durch die positive Geschäftsentwicklung beeinflussten höheren Vorratsbestände bei unseren beiden Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften in Deutschland und den Niederlanden zurückzuführen ist. Ein ebenfalls geschäftsvolumenbedingter Anstieg in Höhe von 0,5 Mio. EUR war im Vorjahresvergleich im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu verzeichnen. Der Anstieg der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 0,4 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015 ist zum Großteil auf die Zeitwertbewertung der zur Absicherung von Zahlungsströmen in Fremdwährung gehaltenen Devisenderivate im Bereich des Japanischen Yen und des US-Dollar begründet.
Das langfristige Fremdkapital stieg im Geschäftsjahr 2015 mit 21,1 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (20,3 Mio. EUR) leicht an, wofür im Wesentlichen langfristige Anteile von im Vorjahr und im Berichtsjahr abgegrenzten Schulden für Personalverpflichtungen verantwortlich sind.
Zum 31. Dezember 2015 lagen die kurzfristigen Verbindlichkeiten mit insgesamt 27,2 Mio. EUR leicht über dem Niveau des Vorjahresstichtags (26,3 Mio. EUR). In diesem Zusammenhang sind mehrere Entwicklungen zu erläutern. Zum einen war insbesondere aufgrund der Aufnahme lokaler Kreditlinien durch die türkische Tochtergesellschaft ein Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden um 0,5 Mio. EUR auf konzernweit nun 6,4 Mio. EUR zu verzeichnen. Ebenso wuchsen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 0,4 Mio. EUR.
Des Weiteren stiegen die kurzfristigen Rückstellungen aufgrund der Bildung von Restrukturierungsrückstellungen im Rahmen der in 2016 erfolgenden Schließung unserer japanischen Tochtergesellschaft um 0,4 Mio. EUR an. Gegenläufig verlief im Geschäftsjahr 2015 hingegen der Rückgang der anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten um insgesamt 0,7 Mio. EUR, der hauptsächlich auf die im Vorjahr noch negativen Marktwerte aus Währungsabsicherungsgeschäften der Türkischen Lira sowie den Rückgang der Rückstellungen für Werbekostenzuschüsse und Kundenboni zurückzuführen ist.
Die langfristigen Vermögenswerte sind wie im Vorjahr komplett durch Eigenkapital gedeckt. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten besteht weiterhin eine deutliche Überdeckung durch flüssige Mittel und kurzfristige Forderungen.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg mit 10,2 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (7,2 Mio. EUR) nochmals an. Ursächlich waren bei einem leicht gestiegenen Konzernergebnis insbesondere die um 2,1 Mio. EUR geringere Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der um 1,0 Mio. EUR geringere Bestandsaufbau der Vorräte sowie die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 0,4 Mio. EUR, während sie im Vorjahr noch um 0,8 Mio. EUR zurückgegangen waren. Demgegenüber stand die im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 Mio. EUR geringere Zunahme der sonstigen Passiva.
Der mit 2,1 Mio. EUR negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit nahm im Wesentlichen aufgrund von im Geschäftsjahr 2015 um 0,3 Mio. EUR gestiegenen Investitionen in immaterielle Vermögenswerte insbesondere bei der edding AG um 0,2 Mio. EUR zu.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg mit —1,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (-3,0 Mio. EUR) um 1,6 Mio. EUR. Hierbei wurde der Finanzierungsbedarf des operativen Geschäfts der Auslandsgesellschaften durch planmäßige Tilgungen bestehender Finanzschulden nur zum Teil kompensiert.
Im Jahr 2015 war die Zahlungsfähigkeit insgesamt jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2016.
Veränderung des Finanzmittelfonds in 2015
in TEUR

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG
Ertragslage der edding AG
Entwicklung der Ertragslage
Aufgabe der edding AG ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind zentrale Managementfunktionen, Rechnungswesen und Controlling, Human Resources sowie IT angesiedelt.
| 2015 | 2014 | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis aus Gewinnabführungsverträgen | 17.976 | 17.138 | 838 | 4,9 |
| Erträge aus Beteiligungen | 632 | 378 | 254 | 67,2 |
| Zuschreibungen / Abschreibungen auf Finanzanlagen | — 123 | — 1.913 | 1.790 | — 93,6 |
| Zuschreibungen / Abschreibungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen / Beteiligungen | — 21 | — 9 | — 12 | 133,3 |
| Beteiligungsergebnis | 18.464 | 15.594 | 2.870 | 18,4 |
| Umsatzerlöse | 4.475 | 4.243 | 232 | 5,5 |
| Personalaufwendungen | — 7.422 | — 6.370 | — 1.052 | 16,5 |
| Abschreibungen | — 1.008 | — 1.347 | 339 | — 25,2 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 986 | 1.506 | — 520 | — 34,5 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen / sonstige Steuer | — 7.042 | — 5.725 | — 1.317 | 23,0 |
| EBIT | 8.453 | 7.901 | 552 | 7,0 |
| Finanzergebnis | — 432 | — 584 | 152 | — 26,0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 8.021 | 7.317 | 704 | 9,6 |
| Ertragsteuern | — 2.651 | — 2.659 | 8 | — 0,3 |
| Jahresüberschuss | 5.370 | 4.658 | 712 | 15,3 |
Die Ertragslage der edding AG ist durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet, die im Wesentlichen aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH resultieren. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Legamaster GmbH besteht seit Anfang des Berichtsjahres.
Das Beteiligungsergebnis gliedert sich wie folgt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnisübernahmen / Beteiligungserträge | ||
| edding International GmbH | 17.385 | 17.351 |
| EDDING (U.K.) LTD. | 626 | 372 |
| Legamaster GmbH | 488 | — |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH | 103 | — 213 |
| PBS Network GmbH | 5 | 5 |
| DEGESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG | 1 | 1 |
| 18.608 | 17.516 | |
| Zuschreibungen | ||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 129 | 149 |
| 129 | 149 | |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen | ||
| edding Argentina S.A. (Beteiligung) | — | — 1.736 |
| edding Argentina S.A. (Forderungen) | — 3 | — 9 |
| edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Forderungen) | — 18 | — |
| edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Beteiligung) | — 252 | — 326 |
| — 273 | — 2.071 | |
| 18.464 | 15.594 |
Das Beteiligungsergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Mio. EUR verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen. Hier ist insbesondere die edding Argentina S.A. zu nennen, bei der im Gegensatz zum Vorjahr keine weitere Abwertung erforderlich war. Weiterhin wurde erstmals der Gewinn der Legamaster GmbH übernommen.
Bei den Ergebnisübernahmen und Beteiligungserträgen ist neben der erstmaligen Ergebnisübernahme der Legamaster GmbH insbesondere die gestiegene Dividende der EDDING (U.K.) LTD. zu nennen. Hier konnte ergebnisbedingt ein höherer Gewinn an die edding AG ausgeschüttet werden. Weiterhin hat sich die Ergebnisübernahme von der V. D. Ledermann & Co. GmbH verbessert, die im Berichtsjahr wieder einen operativen Gewinn erwirtschaften konnte.
Die Abschreibungen und Wertberichtigungen konnten deutlich reduziert werden.
Das Geschäft der edding Argentina S.A. hat sich im Berichtsjahr positiv entwickelt. In Landeswährung konnte ein preisbereinigtes Umsatzwachstum von rund 20 % erzielt werden. Dies führt nach einem Verlust im Vorjahr zu einem deutlichen Gewinn. Daher war im Gegensatz zum Vorjahr keine Abschreibung der Beteiligung notwendig.
Die Umsatzerlöse der türkischen Vertriebsgesellschaft konnten erneut sichtlich gesteigert werden. Das Ergebnis vor Steuern ist allerdings deutlich negativ. Dies resultiert insbesondere aus dem aufgrund eines höheren Umsatzvolumens in Verbindung mit kundenstrukturbedingt längeren Zahlungszielen gestiegenen Finanzierungsbedarf und einem damit verbundenen höheren Zinsaufwand. Insgesamt sehen wir immer noch hohe Unsicherheiten im türkischen Markt bedingt durch die starke Volatilität der Währung, die hohe staatliche Auslandsverschuldung sowie eine hohe Arbeitslosigkeit. Entsprechend waren die Anteile an der Gesellschaft um rund 0,3 Mio. EUR abzuschreiben.
Die Umsatzerlöse der edding AG betreffen im Wesentlichen Lizenzerlöse von der edding International GmbH sowie Konzernumlagen. Die Erhöhung um 0,2 Mio. EUR resultiert aus Mieteinnahmen aus der Vermietung des Lagergebäudes, das seit dem Outsourcing der Logistikaktivitäten in 2014 nicht mehr selbst genutzt wird.
Dem höheren Beteiligungsergebnis stehen erhöhte Personalaufwendungen, gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen und geringere sonstige betriebliche Erträge gegenüber.
Der Anstieg in den Personalaufwendungen rührt neben den allgemeinen Tariferhöhungen und der leicht gestiegenen Mitarbeiterzahl aus einmaligen Personalaufwendungen sowie einem erhöhten Aufwand für Altersversorgung her. Letzterer resultiert aus erhöhten Ansprüchen sowie einer Verringerung des Rechnungszinssatzes, der zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen herangezogen wird.
Die sonstigen betrieblichen Erträge sind nach einem stark erhöhten Vorjahreswert zurückgegangen. Im Vorjahr war eine Zuschreibung für einen wieder genutzten Gebäudeteil in Höhe von 0,8 Mio. EUR enthalten.
Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergibt sich ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Betrag des Vorjahres. Dies resultiert hauptsächlich aus erhöhten Personalnebenkosten und Kosten für Informationstechnologie. In den Personalnebenkosten wirkt sich die Wiederbesetzung und Neubesetzung von Stellen an den deutschen Standorten aus. Zusätzlich wurden zeitweise nicht besetzte Stellen durch Fremdpersonal überbrückt. Die erhöhten Kosten für Informationstechnologie resultieren aus vermehrter Inanspruchnahme externer Dienstleistungen im Rahmen der IT-Strategieentwicklung und Fortentwicklung der IT-Infrastruktur.
Die Belastung aus dem Finanzergebnis ist im Vorjahresvergleich um 0,2 Mio. EUR gesunken. Hier wirkt sich eine geringere Zuführung zur Aufrechterhaltung der Mindestdotierung von Pensionsverpflichtungen aus.
Damit liegt das Ergebnis vor Steuern um 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert.
Die Steuerquote ist gegenüber dem Vorjahr von 36,1 % auf 32,8 % gesunken, da der steuerlich nicht zu berücksichtigende Aufwand aus Abschreibungen auf Verbundforderungen und Finanzanlagen geringer ausfiel. Zusätzlich sind im Ergebnis erhöhte Dividendenzahlungen enthalten, die nur zu einem geringen Anteil in die Steuerberechnung einfließen.
Somit konnte der Jahresüberschuss im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um 0,7 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR gesteigert werden, was aus Sicht des Vorstands — insbesondere unter Berücksichtigung zahlreicher Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie 2020 — ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis darstellt.
Von dem Bilanzgewinn sollen 2,1 Mio. EUR an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Die Dividende beträgt laut Vorschlag des Vorstands jeweils unverändert zum Vorjahr 1,95 EUR je Vorzugsstückaktie und 1,91 EUR je Stammstückaktie im rechnerischen Nennwert von 5,00 EUR.
Geschäftsentwicklung im Vergleich zum Ausblick für 2015
Im Ausblick des Geschäftsberichts 2014 erwarteten wir für das Geschäftsjahr 2015 für die edding AG entsprechend der Annahmen der Entwicklung des Konzerns ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau bei erhöhten Marketingaufwendungen und moderat steigenden Umsatzerlösen auf Konzernebene mit entsprechender Auswirkung auf die Ertragslage der edding AG.
An dieser Prognose haben wir im Laufe des Geschäftsjahres festgehalten.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) der edding AG liegt um 0,6 Mio. EUR beziehungsweise 7,0 % über dem Vorjahreswert. Damit wurde unsere Prognose leicht übertroffen. Dies resultiert in Ergänzung zu den bereits dargestellten Erläuterungen daraus, dass wir zum Jahresende 2015 niedrigere Wechselkursverluste zu verzeichnen hatten als in der Prognose des Geschäftsberichts 2014 erwartet.
Vermögens- und Finanzlage der edding AG
Die Bilanzsumme der edding AG hat sich mit 64,9 Mio. EUR zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 4,3 Mio. EUR deutlich erhöht.
Im Finanzanlagevermögen glichen sich die Zukäufe und Wertsteigerungen der zur Deckung eines Teils der Pensionsverpflichtungen gehaltenen Wertpapiere sowie die im Geschäftsjahr vorgenommene Abschreibung auf den Beteiligungsansatz der türkischen Tochtergesellschaft mit jeweils 0,3 Mio. EUR in Summe aus. Aufgrund des im Vorjahresvergleich höheren Investitionsvolumens stieg jedoch im Geschäftsjahr 2015 der Buchwert des gesamten Anlagevermögens um 0,5 Mio. EUR leicht an.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR) entfallen im Wesentlichen auf IT-Hardware, Anlagen zur Energieversorgung sowie Gebäudeein- und -anbauten. Die Zugänge bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 0,4 Mio. EUR) betreffen ausschließlich IT-Software.
Aufgrund der umgesetzten Risikovorsorgemaßnahme bei der türkischen Tochtergesellschaft ging der Buchwert der Beteiligungsansätze der Anteile an verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 in geringem Umfang zurück. Die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen setzen sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbundene Unternehmen | ||
| edding International GmbH | 26.466 | 26.466 |
| edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) | 4.734 | 4.986 |
| edding Argentina S.A. (Argentinien) | 2.514 | 2.514 |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH | 1.534 | 1.534 |
| Legamaster GmbH | 700 | 700 |
| EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) | 658 | 658 |
| edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG | 400 | 400 |
| DEGESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG | 383 | 383 |
| edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) | 258 | 258 |
| edding Japan Inc. (Japan) | 48 | 48 |
| edding Hellas Ltd. (Griechenland) | — | — |
| edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) | — | — |
| 37.695 | 37.947 | |
| Beteiligungen | ||
| PBS Network GmbH | 52 | 52 |
| Beruf und Familie Stormarn GmbH | 3 | 3 |
| 55 | 55 | |
| 37.750 | 38.002 |
Neben den Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen unterhält die edding AG eine Niederlassung in Wunstorf, die keinen operativen Geschäftsbetrieb führt.
Zum 31. Dezember 2015 ist im Bereich der Forderungen gegen verbundene Unternehmen nochmals ein Anstieg zu verzeichnen. Hierfür sind hauptsächlich die höheren Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen verantwortlich, die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 0,8 Mio. EUR angestiegen sind, da in 2015 erstmals ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der edding AG und der Legamaster GmbH abgeschlossen worden ist. Des Weiteren macht sich die allgemein gute Geschäftsentwicklung im Zuwachs der flüssigen Mittel in Höhe von 2,8 Mio. EUR bemerkbar.
Das Eigenkapital wuchs im Berichtsjahr um insgesamt 3,3 Mio. EUR, was zum Großteil auf die Zuführung in die Gewinnrücklagen aus dem Jahresüberschuss 2014 gemäß § 58 Abs. 2 AktG zurückzuführen ist. Zudem übersteigt der zum 31. Dezember 2015 verbleibende Bilanzgewinn die im Juni 2015 durchgeführte Dividendenausschüttung. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich daher trotz gestiegener Bilanzsumme von 68,8 % zum Vorjahresstichtag auf 69,4 % zum 31. Dezember 2015.
Die Rückstellungen stiegen zum 31. Dezember 2015 um insgesamt 1,1 Mio. EUR auf 15,1 Mio. EUR an, wobei die größten Effekte im Bereich der Pensionsrückstellungen sowie in den sonstigen Rückstellungen, insbesondere für Mitarbeitertantiemen, zu verzeichnen sind. Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wird hingegen durch den aus der planmäßigen Tilgung der langfristigen Darlehen resultierenden Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten kompensiert.
Insgesamt war die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Jahr 2015 und zum Bilanzstichtag jederzeit gegeben. Dies gilt unverändert für das laufende Geschäftsjahr 2016.
Gesamtaussage des Vorstands zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns und der edding AG
Der Vorstand beurteilt die Geschäftsentwicklung in 2015 — insbesondere unter Berücksichtigung zahlreicher Aktivitäten zur Umsetzung der Strategie 2020 — sehr positiv. Das dritte Mal in Folge konnte auf Konzernebene ein Rekordergebnis bei Umsatz und EBIT erzielt werden. Die Umsatzerlöse konnten um fast 10 Mio. EUR auf 138,4 Mio. EUR gesteigert werden und auch beim EBIT ergab sich mit 12,2 Mio. EUR nochmals ein um 0,3 Mio. EUR höherer Wert als im Vorjahr. Dies ist ein sehr gutes Ergebnis, das insbesondere unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in beiden Geschäftsfeldern durch ihren Einsatz erst möglich gemacht haben.
Zu dieser Entwicklung hat dieses Mal besonders das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation beigetragen. Nach einem nur leichten Umsatzanstieg in 2014 konnten wir hier mit 14,2 % deutlich zweistellige Zuwachsraten erzielen. Besonders positiv ist dabei zu sehen, dass den starken Wachstumsraten von über 35 % im Bereich Legamaster Electronics auch ein deutlicher Anstieg von rund 7 % in den traditionellen Sortimenten gegenüberstand.
Auch bei Schreiben und Markieren verzeichneten wir ein sehr erfreuliches Umsatzwachstum um 6,1 % auf nahezu 100 Mio. EUR. Dieses steht wie im Vorjahr sowohl in Bezug auf die regionale Verteilung als auch die Vertriebskanäle und Produktkategorien auf breiter Basis. Hierzu haben auch wieder unsere Aktivitäten im Bereich Markendehnung einen positiven Beitrag geleistet. Höhepunkt im Berichtsjahr war hier die Markteinführung des Nagellacksortiments edding L.A.Q.U.E. Einziger Wermutstropfen in diesem Geschäftsfeld ist der erneute Rückgang im Russland-Geschäft.
Entsprechend positiv hat sich dies auch auf die Ergebnisse in der Muttergesellschaft ausgewirkt. So konnte die edding AG ihren Jahresüberschuss um 0,7 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR steigern. Damit wurde der bisherige Rekordgewinn des Jahres 2008 in Höhe von 5,4 Mio. EUR sogar noch um wenige tausend Euro übertroffen.
Entwicklung der Konzerngesellschaften5
Zu den einzelnen Funktionen der Gesellschaften im Konzern verweisen wir auf den Abschnitt „Organisationsstruktur" im vorliegenden zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht.
Mutterunternehmen
Aufgabe der edding Aktiengesellschaft ist die gesamte unternehmerische Führung ihrer Tochtergesellschaften und Beteiligungen. Hier sind die zentralen Managementfunktionen, Finanzen, Human Resources und IT angesiedelt.
Die Ertragslage der edding AG ist im Wesentlichen durch Erträge und Aufwendungen im Rahmen des Beteiligungsergebnisses gekennzeichnet. Diese resultieren vor allem aus Ergebnisabführungsverträgen mit der edding International GmbH, der Legamaster GmbH und der V. D. Ledermann & Co. GmbH und beinhalten zudem noch Bewertungseffekte auf Konzernforderungen sowie Anteile an verbundenen Unternehmen. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der Legamaster GmbH besteht seit Anfang des Geschäftsjahres 2015. Das Beteiligungsergebnis beträgt 18,5 Mio. EUR (Vorjahr: 15,6 Mio. EUR). Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen. Hier ist insbesondere die edding Argentina S.A. zu nennen, bei der im Gegensatz zum Vorjahr keine weitere Abwertung mehr erforderlich war. Weiterhin wurde erstmals der Gewinn der Legamaster GmbH übernommen.
Dem höheren Beteiligungsergebnis stehen erhöhte Personalaufwendungen, angestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen und geringere sonstige betriebliche Erträge gegenüber.
Das Ergebnis vor Steuern beträgt 8,0 Mio. EUR und übersteigt damit den Vorjahreswert von 7,3 Mio. EUR. Nach Steuern verbleibt ein Jahresüberschuss von 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,7 Mio. EUR).
Tochtergesellschaften
Internationale Vertriebs- und Geschäftsfeldsteuerungsgesellschaften
Der edding International GmbH obliegt die internationale Steuerung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren. Darüber hinaus nimmt sie alle wesentlichen Steuerungsaufgaben für die operativen Gesellschaften des Konzerns national wie auch international wahr.
Die edding International GmbH hält wesentliche Beteiligungen innerhalb des Konzerns, insbesondere an der edding Vertrieb GmbH, mit der ein Ergebnisabführungsvertrag besteht. Der von der edding Vertrieb GmbH übernommene Gewinn betrug 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse in der edding International GmbH sind leicht um 1 % gestiegen. Ein weiterer deutlicher Umsatzrückgang in Russland wird hierbei durch die positive Entwicklung in Deutschland, der Türkei, Großbritannien, den Niederlanden und Spanien ausgeglichen. Das Ergebnis liegt mit 17,4 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dies resultiert bei höherer Ergebnisübernahme insbesondere aus gegenüber dem Vorjahr erhöhten Marketing- und Beratungskosten. Der Gewinn wurde gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt.
5 Die Kommentierung der Tochtergesellschaften erfolgt auf Basis lokaler Rechnungslegungsvorschriften.
Die Legamaster International B.V. (Niederlande) steuert das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation. Die Umsatzerlöse konnten um 17 % deutlich gesteigert werden. Ein hohes Wachstum wurde insbesondere in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz erzielt. Der Anstieg resultiert sowohl aus der Produktgruppe der klassischen Kommunikation als auch aus dem interaktiven Sortiment, wobei insbesondere mit den e-Screens (LED Bildschirme mit Touchtechnologie) ein überproportionales Wachstum erreicht werden konnte. Der Gewinn liegt mit 0,6 Mio. EUR entsprechend deutlich über dem Vorjahreswert von 0,4 Mio. EUR.
Lokale Vertriebsgesellschaften
Der Vertrieb in Deutschland erfolgt für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren ergänzt um Partnermarken durch die edding Vertrieb GmbH und für das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation durch die Legamaster GmbH.
Die edding Vertrieb GmbH hat im Berichtsjahr trotz einer Ende 2014 beendeten Vertriebspartnerkooperation einen Umsatzanstieg von 3 % erzielt, was aus entsprechendem Wachstum im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren resultiert. Die Entwicklung wird unter anderem von der erfolgreichen Einführung unseres neuen Nagellacks edding L.A.Q.U.E. positiv beeinflusst Dieses Sortiment bleibt zunächst noch dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren zugeordnet. Der an die edding International GmbH abgeführte Gewinn liegt mit 5,3 Mio. EUR umsatzbedingt über dem Vorjahreswert von 4,4 Mio. EUR.
Die Legamaster GmbH konnte eine Umsatzsteigerung von 13 % erzielen, die vor allem auf einem deutlichen Wachstum im Bereich der e-Screens beruht Der gemäß dem seit Anfang des Jahres bestehenden Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführte Gewinn liegt mit 0,5 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Dies resultiert bei höheren Umsätzen aus einem gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Anteil der e-Screens mit einer niedrigeren prozentualen Marge und plangemäß erhöhten Marketingaufwendungen.
Die edding Legamaster B.V. (Niederlande) hat im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatzwachstum von 14 % erreicht, das auf einer positiven Entwicklung in beiden Geschäftsfeldern basiert. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren konnte insbesondere das Business-to-Consumer Geschäft ausgebaut werden. Der Anstieg im Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation basiert auf einer positiven Entwicklung im traditionellen Sortiment. Der Gewinn ist umsatzbedingt angestiegen.
Die edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. (Türkei) konnte in Landeswährung erneut einen deutlichen Umsatzanstieg in Höhe von 19 % erzielen. Dies ist umso erfreulicher vor dem Hintergrund einer immer noch bestehenden Unsicherheit im Markt, die unter anderem aus der hohen Volatilität der Währung, der hohen staatlichen Auslandsverschuldung sowie einer hohen Arbeitslosigkeit resultiert. Mit dem Geschäftsfeld Schreiben und Markieren wird 84 % des Gesamtumsatzes erzielt, hier beträgt das Wachstum 30 %. Dies ist das Resultat der schon im Vorjahr begonnenen Intensivierung der bestehenden Kundenbeziehungen im Bereich des traditionellen Handels. Das Jahresergebnis der Tochtergesellschaft wird durch eine Abwertung der Türkischen Lira gegenüber dem Euro in Höhe von circa 5 % gegenüber dem Durchschnittskurs des Vorjahres belastet Dies führt zu einer Erhöhung der Kosten des Warenbezugs und zu weitestgehend nicht realisierten Währungsverlusten aus der Bewertung von Konzernverbindlichkeiten. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ist dennoch positiv und liegt über dem Vorjahreswert. Der deutliche Umsatzanstieg der vergangenen Jahre führt zu einem erhöhten Finanzierungsbedarf mit entsprechendem Zinsaufwand, weshalb das Ergebnis vor Steuern negativ und unter dem Vorjahreswert ausgefallen ist
Der Umsatz der EDDING (U.K.) LTD. (Großbritannien) ist in Landeswährung um 7 % gestiegen. Dies resultiert weiterhin wesentlich aus dem gezielten Ausbau des Schulgeschäftes im Segment Schreiben und Markieren. Zusätzlich hat das Britische Pfund gegenüber dem Euro im Vergleich zum Durchschnittskurs 2014 um circa 11 % aufgewertet, was entsprechend die Kosten des Warenbezugs für die Gesellschaft vermindert. Dementsprechend konnte der Gewinn gegenüber dem Vorjahr erneut stark gesteigert werden.
Die edding France SAS (Frankreich) hat erneut eine deutliche Umsatzsteigerung in Höhe von 12 % erzielt, zu der alle Geschäftsbereiche beitrugen. Hier wirkt sich weiter die verbesserte Marktbearbeitung aus, da das Wachstum vor allem aus am Ende des Vorjahres neu gewonnenen Kunden resultiert. Bei annähernd stabilen Kosten konnte ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis vor Steuern erzielt werden.
Die zum Teilkonzern der niederländischen Gesellschaften gehörende edding Lega International B.V.B.A. (Belgien) musste einen Umsatzrückgang von 4 % verkraften, der aus beiden Geschäftsfeldern resultiert. Der Gewinn der Gesellschaft liegt dennoch leicht über dem Wert des Vorjahres. Hauptgrund hierfür waren gesunkene Personalkosten durch temporär nicht besetzte Stellen.
Die wirtschaftliche Situation in Griechenland bleibt weiterhin sehr schwierig. Die Umsatzerlöse der edding Hellas Ltd. (Griechenland) sind im Berichtsjahr um 7 % zurückgegangen. Hier wirkt sich die Konzentration auf Konzernmarken und der damit einhergehende Wegfall der Partnermarkenumsätze aus. Die Verkäufe in den Geschäftsfeldern Schreiben und Markieren und Visuelle Kommunikation liegen bei einem rückläufigen Markt jedoch annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Die bereits 2014 eingeleitete strukturelle Anpassung führte zu der erwarteten Ergebnisverbesserung, auch wenn das Jahresergebnis immer noch wie erwartet leicht negativ ausgefallen ist. Aufgrund des insgesamt hohen Marktanteils halten wir weiter an unserem Engagement in Griechenland fest. Wir erwarten weiterhin mittelfristig im derzeitigen Wirtschaftsumfeld kein ausgeglichenes lokales Ergebnis.
Die Tochtergesellschaft edding Mexico S. de R.L. de C.V. (Mexiko) wird als Konsequenz der bereits im Vorjahr begonnenen strukturellen Veränderung in 2016 geschlossen. Als Vorbereitung erfolgte ein konzerninterner Forderungsverzicht für ein Darlehen, der das Ergebnis positiv beeinflusst. Ohne diesen Effekt liegt der Verlust mit rund 0,8 Mio. EUR etwa auf Vorjahresniveau und ist durch weitestgehend nicht realisierte Wechselkursverluste aus der Bewertung konzerninterner Forderungen, hohe Logistikkosten und sehr geringe Umsätze belastet. Unser jetziger Vertriebspartner hat bereits im Vorjahr übernommene Lagerbestände abverkauft. Für 2016 erwarten wir wieder steigende Umsatzerlöse in der Region.
Lokale Vertriebsgesellschaften mit lokaler Produktion
Die Umsatzerlöse der edding Argentina S.A. (Argentinien) sind in Landeswährung im Vergleich um 41 % höher als im Vorjahr und damit preisbereinigt unter Beibehaltung unserer restriktiven Kreditpolitik um rund 20 % deutlich angestiegen. Dies resultiert aus Wettbewerbsvorteilen durch hohe Produktverfügbarkeit. Aufgrund der zum Jahresende erfolgten deutlichen Währungsabwertung konnte die positive Entwicklung nicht in einen Jahresüberschuss nach IFRS überführt werden.
Nach den abweichenden lokalen Rechnungslegungsvorschriften wurde jedoch ein positives Jahresergebnis erreicht. Die seit November 2015 im Amt befindliche neue Regierung unter Präsident Macri setzte erste positive Signale, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen. So wurden zum Beispiel Devisenbeschränkungen und Importrestriktionen aufgehoben. In dem Zuge kam es auch zu einer deutlichen Abwertung des Peso im Dezember 2015. Die Situation bewerten wir insgesamt als positiv. Allerdings bleibt abzuwarten, ob diese positiven Anzeichen nachhaltig sein werden, da die wirtschaftliche, soziale und politische Situation weiter mit hohen Unsicherheitsfaktoren behaftet ist.
Die edding Colombia S.A.S. (Kolumbien) konnte bei schwachen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erneut ihren Marktanteil ausbauen und einen Umsatzanstieg von 11 % in Landeswährung erreichen. Der Kolumbianische Peso hat über das gesamte Geschäftsjahr 2015 weiter an Wert verloren. Dies belastet das Ergebnis der Gesellschaft insbesondere in Form von hohen nicht realisierten Währungskursverlusten aus der Bewertung von weitestgehend konzerninternen Verbindlichkeiten. Hierdurch ist das Jahresergebnis leicht negativ und liegt unter dem Vorjahreswert. Das operative Ergebnis vor Wechselkurseffekten ist hingegen positiv und liegt über dem Ergebnis von 2014.
Produktionsgesellschaft
Die Produktionsgesellschaft V. D. Ledermann & Co. GmbH erreichte einen leichten Anstieg der konzerninternen Umsatzerlöse von 2 %. Negative Auswirkungen eines deutlichen Umsatzrückgangs im Berichtsjahr in Russland werden kompensiert durch den Wegfall von umsatzmindernden Sondereffekten des Vorjahres wie den Abbau erhöhter Lagerbestände. Dies führt nach einem Verlust im Vorjahr zu einem Gewinn in Höhe von 0,1 Mio. EUR in 2015, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die edding AG abgeführt wird.
Einkaufsgesellschaft mit lokalem Vertrieb
Die edding Japan Inc. (Japan) hat im Gegensatz zu den Vorjahren einen Verlust erwirtschaftet. Dies resultiert aus hohen einmaligen Aufwendungen im Rahmen der Schließung der Gesellschaft, die bereits im Rahmen der Organisationsstruktur erläutert wurde.
Leasinggesellschaften für Betriebsimmobilien
Die DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG und die edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG werden aufgrund der Rechnungslegung nach IFRS in den Konzernabschluss einbezogen. Die Objektgesellschaften werden in der Rechtsform von Personengesellschaften geführt. Die Kapitalkonten beider Gesellschaften sind wie erwartet positiv. Der Leasingvertrag der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG für die Betriebsimmobilie in Wunstorf läuft zum 29. Februar 2016 aus. In diesem Zuge erwirbt die edding AG die 2 % Kommanditanteile von der externen Altkommanditistin und eine neue Komplementär-GmbH tritt bei. Die Gesellschaft wird daraufhin in EDWU Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG umbenannt und vollständig innerhalb der edding Gruppe fortgeführt.
Chancen- und Risikobericht
Chancenbericht
Chancenmanagement
Die edding AG bewegt sich mit ihren beiden Geschäftsfeldern in einem dynamischen Marktumfeld. Neben den allgemeinen konjunkturellen und politischen Rahmenbedingungen unterliegen wir auch den Veränderungsprozessen in unseren jeweiligen Branchen, inklusive der diesen zugrundeliegenden Änderungen von Gewohnheiten und Präferenzen der Verbraucher.
Die Dynamik der Veränderungen hat sich in den vergangenen Jahren eher erhöht. Neben der zunehmenden Konsolidierung auf Hersteller- sowie auf Händler- und Distributorenseite ergeben sich auch durch die steigende Digitalisierung und die zunehmende Mobilität von Mitarbeitern und Endverwendern kontinuierlich neue Herausforderungen. Wir versuchen beständig, unsere strategische Ausrichtung und unsere operativen Geschäftsprozesse gemäß diesen Herausforderungen anzupassen und dabei einen nachhaltigen Mehrwert zu schaffen.
Als mittelständisches börsennotiertes Unternehmen sehen wir es dabei als unsere wesentliche Herausforderung an, ein kontinuierliches Risikobewusstsein und aktives Risikomanagement mit unternehmerisch geprägter Chancenorientierung in Einklang zu halten. Wir verfügen dabei sowohl hinsichtlich der Risikobewertung als auch bezüglich der Chancenbewertung über solide Steuerungsinstrumente, um die notwendige Balance aufrechtzuerhalten.
In unseren Planzahlen und Budgets sowie in unserem Ausblick für 2016 haben wir die Chancen — und ebenso die Risiken — berücksichtigt, für deren Eintreten wir die relevante Wahrscheinlichkeit deutlich über 50 % sehen. In den nachfolgenden Abschnitten beschreiben wir für unsere beiden Geschäftsfelder Schreiben und Markieren sowie Visuelle Kommunikation die jeweiligen Ereignisse und Aktivitäten, die im Falle ihres Eintretens zu einer für den edding Konzern deutlich positiven Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis führen können.
Geschäftsfeld Schreiben und Markieren
Chancen durch positive wirtschaftliche Entwicklung
Als Basis für unsere Planungen und Budgets gehen wir von den im Kapitel „Prognosebericht" aufgeführten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen aus. Im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren planen wir erneut ein moderates Wachstum in unseren Kernmärkten Deutschland/ Österreich/Schweiz; überdurchschnittliches Wachstum erwarten wir vor allem in Südeuropa und Osteuropa sowie in Lateinamerika. Nach teilweise deutlichem Wachstum in 2015 sind unsere Erwartungen für Nord- und Westeuropa sowie Südosteuropa etwas zurückhaltender. Sollte sich in den nächsten Jahren die gesamtwirtschaftliche Nachfrage gerade in den beiden letztgenannten Märkten noch weiter verbessern, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Darüber hinaus haben wir auch für 2016 und die Folgejahre relativ konservative Annahmen bei der Entwicklung der Währungskurse getroffen. Hier dürfte sich vor allem bei einer weiteren Normalisierung der politischen beziehungsweise der wirtschaftspolitischen Lage in Argentinien eine positive Entwicklung für edding ergeben. Bei einer sich fortsetzenden Abwertung des Argentinischen Peso würde sich unsere Wettbewerbsfähigkeit gegenüber importierenden Konkurrenten weiter verbessern, da wir der einzige nennenswerte lokale Markenhersteller im Marker-Segment sind. Unsere Planungen für den in den vergangenen beiden Jahren stark gebeutelten russischen Markt sehen eine leichte Erholung voraus, welche aber vor allem durch positive Effekte aus einer engeren Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern getrieben wird. Sollte sich hier das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Russland deutlich aufhellen, dürfte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Chancen durch neue Produkte und Vermarktungskonzepte
Als Markenartikelunternehmen, welches seine Kernkompetenzen im Wesentlichen in den Bereichen Marketing und Vertrieb sieht, arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung unseres Produktportfolios und der weiteren Durchdringung unserer Absatzmärkte. Im Fokus stehen dabei Produkte und Lösungen, die den Mehrwert für unsere Kunden und Endverwender in den Vordergrund stellen.
Als ein wesentliches Potenzialfeld sehen wir dabei weiterhin die Projekte der Markendehnung. Nach der erfolgreichen Einführung des neuen edding L.A.Q.U.E. Nagellacksortiments in 2015 streben wir für 2016 eine Ausweitung der Distribution im Kernmarkt Deutschland an. Sollten wir hier schneller als geplant zusätzliche qualifizierte Absatzpunkte generieren oder auch erste Handelspartner im Ausland für dieses neue Konzept gewinnen können, wird sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken. Darüber hinaus befinden sich weitere Produkt- und Konzeptentwicklungen in der Machbarkeitsprüfung beziehungsweise Umsetzungsvorbereitung. Sollten wir einzelne dieser Konzepte über das bereits geplante Maß hinaus früher fertig stellen, könnte sich dies positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Chancen durch Kundenbeziehungen
Die große Nähe zu unseren Handels- und Distributionskunden bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer Marktbearbeitung. In 2015 wurde uns in unserem Kernmarkt Deutschland die Nachhaltigkeit dieser Kundenbearbeitung erneut bestätigt: Zum nunmehr zehnten Mal in Folge wurde edding als bester PBS-Hersteller durch den deutschen Fachhandel (Leistungsspiegel der Fachzeitschrift „markt intern") ausgezeichnet. Die in Deutschland etablierte und erfolgreiche Kombination aus Handels- und Endverwenderberatung werden wir zukünftig auch in anderen Märkten etablieren oder ausbauen. Sollten wir dabei schneller als geplant die notwendigen Netzwerke und Kontakte etablieren können, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Chancen durch unser Vertriebs- und Partnernetzwerk
edding hat in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Partnermarken gemacht. Dies sind Herstellermarken, die mit ihren Vertriebsorganisationen edding Produkte in kompletten Ländern oder einzelnen Vertriebskanälen vertreiben oder deren Produkte edding im Gegenzug in ausgewählten Ländern beziehungsweise Kanälen distribuiert.
Der Vertrieb dieser Partnermarken generiert nicht nur zusätzliche Margen, sondern ermöglicht es häufig, eine relevante Größe für bestimmte Handelsformate zu erreichen und diese effizienter betreuen und beliefern zu können. Gleichzeitig unterziehen wir bestehende Kooperationen einer kontinuierlichen Erfolgsprüfung. Nach der Beendigung von zwei Partnerschaften in 2014 haben wir mit der Marke Fiskars eine neue Partnerschaft für 2016 im deutschen Markt vereinbart, auf der Umsatz- und Ertragsseite jedoch noch moderat geplant. Sollten sich hier weitere attraktive Partnerschaften ergeben, würde sich dies ebenfalls positiv auf unsere Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation
Das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit seiner Hauptmarke Legamaster bewegt sich in zwei sehr unterschiedlich zu bewertenden Produktsegmenten. Auf der einen Seite stehen klassische Medien wie Weißwandtafeln, Flipcharts und Moderationswände, auf der anderen Seite der Bereich der digitalen Lösungen mit e-Screens und interaktiven Whiteboards.
Chancen durch Produkt- und Prozessqualität im Bereich klassischer Medien
Der klassische Bereich ist seit Jahren durch Preisverfall und harten Wettbewerb gekennzeichnet. Dennoch ergeben sich konkrete Chancen. Über die letzten Jahre sind immer mehr die Billiganbieter in wirtschaftliche Probleme geraten, zum einen da die realisierten Margen nicht ausreichend waren, zum anderen da immer mehr Handelskunden der Qualitätsprobleme auf Produkt- und Serviceseite überdrüssig werden. So ist auch gerade die Logistikperformance (Lieferpünktlichkeit, schadensfreie Verpackung und Transport) ein wieder höher bewerteter Faktor. Daher sehen wir dank unserer Premium-Prozesse und unserer hohen Produktqualität auch weiterhin Chancen, an Billiganbieter verlorene Kunden zurückzugewinnen.
Chancen durch Erfolge bei Ausschreibungen im Bereich interaktiver Medien
Auch im Markt für interaktive Kommunikationsmedien gibt es eine Vielzahl von Anbietern auf niedrigem Preis- und Qualitätsniveau, die sich in diesem jungen, schnell wachsenden und noch intransparenten Markt schnelles Geschäft erhoffen. Jedoch stellen wir auch hier eine wachsende Kompetenz auf der Kundenseite fest, die sich in steigender Orientierung hin zu Qualitätsanbietern ausdrückt, was uns zugutekommt. Aber auch der wachsende Markt an sich stellt eine große Chance dar. In den meisten Ländern erwarten wir aufgrund des zunehmenden Penetrationsgrades von Klassenzimmern und Konferenzräumen mit interaktiver Technologie ein Wachstum des Gesamtmarktes. Sollten wir dabei mehr Ausschreibungen gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Chancen durch neue Produkte im Bereich interaktiver Medien
Darüber hinaus haben wir über die letzten Jahre ein Produktportfolio entwickelt, das es uns gemeinsam mit unseren Vertriebsprozessen ermöglicht hat, Marktanteile zu gewinnen. Unsere Produktmanager arbeiten stetig an der Weiterentwicklung unseres Sortiments, in dem wir dank des überaus schnellen Digitalisierungsfortschritts immer wieder neue Technologien ergänzen können. Auf der Messe Integrated Systems Europe in Amsterdam werden wir zu Beginn des Jahres 2016 dazu unter anderem erstmalig einen 98 Zoll e-Screen mit Ultra HD Auflösung (PTX-UHD) vorstellen. Ebenso erweitern wir auf der Softwareseite unser interaktives Angebot mit der Unterrichtssoftware „Tango Teach" und der „Flipbox Software Suite" als Konferenz- und Moderationslösung für das Arbeiten am e-Screen im Büro sowie der Spezial-Software „Tango Sports" für die taktische Planung und Trainings-Unterstützung in Sportvereinen. Sollten wir mit Hilfe dieser neuen Angebote mehr Projekte gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz- und Ertragslage auswirken.
Chancen durch neue Vertriebspartner im Bereich interaktiver Medien
Im Jahr 2015 haben wir sehr stark vom Ausbau unserer internationalen Vertriebskapazitäten profitiert, insbesondere von der Zusammenarbeit mit unserem neuen Vertriebspartner für digitale Medien in Großbritannien. Für 2016 planen wir erstmalig den Vertrieb von interaktiven Produkten über unsere Tochtergesellschaften in Kolumbien und Argentinien. Das Wachstum aus den neuen Vertriebspartnerschaften ist für 2016 in Summe eher moderat geplant. Sollten wir hierbei höhere Marktanteile gewinnen als geplant, dürfte sich dies positiv auf die Umsatz-und Ertragslage auswirken.
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Das Risikomanagementsystem der edding AG ist integraler Bestandteil aller Planungs- und Berichterstattungssysteme in allen Konzernbereichen beziehungsweise Tochterunternehmen. Alle Geschäftsfelder der edding AG sind insbesondere aufgrund der internationalen Ausrichtung einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Zum rechtzeitigen Erkennen aller wesentlichen Risiken setzt die edding AG seit Jahren ein standardisiertes Risikomanagementsystem ein. Dies umfasst die systematische Identifikation, Bewertung, Steuerung, Dokumentation, Kommunikation und Überwachung von Risiken. Im Rahmen der Corporate Governance tragen sowohl Risikosteuerung und -überwachung als auch das interne Kontrollsystem (IKS) zum Risikomanagement bei. Die Bewertung der Risiken erfolgt dabei konzernweit einheitlich nach der potenziellen Schadenshöhe und deren Eintrittswahrscheinlichkeit. Zudem erfolgt eine Präzisierung durch die Unterscheidung in Worst-, Base- und Best-Case-Szenarien und den sich daraus ergebenden Risikoerwartungswerten. Daraus möglicherweise resultierende Rückstellungen und Wertberichtigungen werden in den Bilanzen der jeweiligen Bereiche beziehungsweise Gesellschaften dargestellt.
Die regelmäßige Berichterstattung zur Risikolage des Konzerns erfolgt in den Monats- beziehungsweise Quartalsberichten an den Vorstand und Aufsichtsrat. Darüber hinaus ist der Risikobericht Inhalt von Sitzungen des Vorstands und des Aufsichtsrats.
Die jeweils direkte Verantwortung für die Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken ist festgelegt und obliegt den sogenannten „risk owners", die grundsätzlich dem Management der Geschäftsbereiche und der Tochtergesellschaften angehören.
Die im Risikomanagementhandbuch beschriebenen risikopolitischen Grundsätze der edding AG sowie die in der Risikodokumentation aufgenommenen Risikoindikatoren regeln die Meldepflichten bei Veränderungen der Risikolage.
Die Überprüfung des Risikomanagementsystems erfolgte auch im Jahre 2015 mit Unterstützung der internen Revision direkt durch den Vorstand. Zusätzlich zu der im Rahmen der jährlichen Abschlussprüfung stattfindenden Beurteilung der Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems durch eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft stellt dies einen weiteren Baustein der Risikominimierung dar.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (zum Beispiel die Abwicklung von Einkäufen), verbuchende (zum Beispiel Rechnungswesen) und verwaltende (zum Beispiel Lagerverwaltung) Tätigkeiten, die innerhalb eines Unternehmensprozesses vorgenommen werden, nicht in einer Hand vereint sind. Dies wird durch das von edding bereits seit vielen Jahren eingesetzte integrierte ERP-Softwaresystem SAP R/3 unter Berücksichtigung eines entsprechenden Berechtigungskonzepts gewährleistet. Es stellt sicher, dass Mitarbeiter nur auf solche Prozesse und Daten Zugriff haben, die sie für ihre Arbeit benötigen. In die Software sind außerdem standardmäßig viele automatische Kontrollen integriert, die Fehler bei der Erfassung und Buchung von rechnungswesenrelevanten Geschäftsvorfällen zu verhindern helfen. Zudem gewährleistet das Vier-Augen-Prinzip, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.
Für die unterschiedlichen Prozesse im Unternehmen existieren Sollkonzepte und Anweisungen, anhand derer Führungskräfte und Außenstehende beurteilen können, ob Mitarbeiter konform zu diesem Sollkonzept arbeiten.
Die Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding AG sind überwiegend bereits langjährig im Unternehmen tätig und daher sehr sicher und erfahren im Umgang mit den Routinegeschäfts-vorfällen und Transaktionen, welche die Geschäftstätigkeit des edding Konzerns mit sich bringt. Zudem nehmen die Mitarbeiter an regelmäßigen Schulungen und Fortbildungen teil.
Das aktive Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen und Daten direkt an den Vorstand gegeben werden. Die Sicherstellung der bilanziell richtigen Erfassung und Würdigung von unternehmerischen Sachverhalten ist regelmäßig Inhalt von Vorstandssitzungen.
Hinsichtlich gesetzlicher Neuregelungen und neuartiger oder ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle besteht auch unterjährig ein enger Kontakt mit den Wirtschaftsprüfern. Problemfälle werden im Vorwege analysiert, diskutiert und gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer einer kritischen Würdigung unterzogen.
Die konzernweit implementierte Bilanzierungsrichtlinie schafft ein konzerneinheitliches Normensystem der Bilanzierung auf Basis der IFRS. Die Bilanzierungsrichtlinie wird soweit erforderlich einmal jährlich aktualisiert, um die Erweiterungen und Änderungen der IFRS-Rechnungslegung einzubeziehen. Jährliche Schulungen der Mitarbeiter des Rechnungswesens der edding Tochtergesellschaften tragen dafür Sorge, dass die Neuerungen der Rechnungslegungsstandards fristgerecht umgesetzt werden.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt mittels einer zertifizierten Konsolidierungssoftware zentral durch Mitarbeiter der edding AG mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen und IFRS-Rechnungslegung. Für die Berichterstattung der Tochtergesellschaften an die Muttergesellschaft verwendet edding standardisierte Reporting Packages, die alle Angaben für einen vollständigen IFRS-Konzernabschluss enthalten.
Wesentliche Risiken
Marktrisiken
Die zur Stärkung der Wettbewerbsposition in 2014 entwickelte Strategie und die damit verbundenen Projekte konnten in 2015 erfolgreich umgesetzt werden. Sowohl die internen als auch die externen marketing- und vertriebsrelevanten Prozesse wurden somit noch fokussierter auf unsere Zielgruppen ausgerichtet, was die Marktposition von edding auch für die zukünftigen Herausforderungen weiter stärken wird.
Finanzmarktrisiken und finanzielle Risiken
Zu den Finanzmarktrisiken innerhalb des edding Konzerns zählen im Wesentlichen Wechselkurs- und Zinsänderungsrisiken.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war wiederum von hoher Volablität der Wechselkurse geprägt. So hat der Euro im Vergleich zum US-Dollar und Japanischen Yen bereits zu Jahresbeginn 2015 nochmals deutlich an Wert verloren, und auch die Zinswende in den USA Mitte Dezember 2015 hat nicht zu einer Stärkung des Euro beigetragen. Das dürfte im Wesentlichen darauf zurückzuführen sein, dass die EZB noch kein Ende ihrer expansiven Geldpolitik in Aussicht gestellt hat.
Die Gesellschaften innerhalb der edding Gruppe sind Wechselkursänderungsrisiken im Rahmen der Warenbeschaffung sowie hieraus resultierenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgesetzt. Aus Konzernsicht sind hier im Wesentlichen Risiken aus der Warenbeschaffung in Japanischen Yen und US-Dollar zu nennen.
Unsere vorrangigen Motive zur Absicherung gegen Finanzmarktrisiken sind Planungssicherheit sowie Verringerung der Risikoexposition in den Bilanzen unserer in Fremdwährung operierenden Auslandsgesellschaften.
Planungssicherheit spielt insbesondere im Bereich der Warenbeschaffung eine Rolle. Hier haben wir wie in den Vorjahren überwiegend den Einkauf in Japanischen Yen, seit Ende 2014 auch in geringerem Umfang den Einkauf in US-Dollar, abgesichert. Die Yen-Absicherung wird im edding Konzernabschluss als bilanzielle Sicherungsbeziehung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge Accounting") abgebildet, so dass die stichtagsbedingten Kursgewinne und -verluste größtenteils nicht die Gewinn- und Verlustrechnung des edding Konzerns berühren. Auch wenn die Politik der japanischen Notenbank unverändert keinen starken Yen-Kurs anstrebt, setzen wir diese Kurssicherungspolitik auch in den nächsten Jahren im Hinblick auf die gewünschte Planungssicherheit fort.
Bei unseren in Fremdwährung operierenden Gesellschaften haben wir — zum Teil bereits in den Vorjahren — verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um deren Risikoexposition durch vormals hohe Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren:
| ― | Bei der argentinischen Tochtergesellschaft hatten wir in 2013 und 2014 Sacheinlagen in Form argentinischer Staatsanleihen vorgenommen, aus deren Verkaufserlös die bestehenden Konzernverbindlichkeiten weitgehend beglichen werden konnten. Seitdem ist die lokale Fremdwährungsbilanz größtenteils ausgeglichen. |
| ― | In der Bilanz der türkischen Tochtergesellschaft haben wir in 2014 die Euro-Verbindlichkeiten umgeschuldet und im Wesentlichen durch ein Darlehen in Türkischer Lira ersetzt. Auf der Ebene der Kredit gewährenden edding International GmbH wurde das dadurch entstandene Wechselkursrisiko durch ein fristenkongruentes Devisentermingeschäft gesichert. |
| ― | Für das Geschäftsjahr 2016 wird die Fremdwährungsposition der edding Colombia S.A.S. durch einen Non-Deliverable-Forward (NDF) abgesichert sein, den wir bereits in 2015 in Deutschland abgeschlossen und konzernintern weitergereicht haben. |
| ― | Darüber hinaus verfügen die Gesellschaften in Argentinien und Kolumbien über lokale Kreditlinien, die teilweise in Anspruch genommen werden, um Hartwährungs-Verbindlichkeiten zu reduzieren. |
Durch unser weiterhin sehr konservatives Forderungsmanagement bei überwiegend guter bis sehr guter Bonität unserer Kunden gab es in 2015 keine nennenswerten Forderungsausfälle.
Zur Erhöhung der Planbarkeit der Zinsaufwendungen besteht weiterhin ein Zinsswap, der im Falle der Inanspruchnahme von variabel verzinsten Kreditlinien verwendet werden kann.
Die sich aus unserem Finanzrisikomanagement ableitenden Maßnahmen zur Risikominimierung im Bereich der Preis-, Währungs-, Zins- sowie weiterer Risiken sind in Textziffer 36 des Konzernanhangs dargestellt.
Leistungswirtschaftliche Risiken
Infolge der Umsetzung des Logistik-Outsourcing-Projektes in 2014 konnten die damit verbundenen Ziele in 2015 erreicht werden. Durch gezielte Feinabstimmung der Logistik-prozesse wurden Effizienz und Flexibilisierung der Logistik weiter vorangetrieben und leistungswirtschaftliche Risiken deutlich gesenkt. In 2015 wurde zudem damit begonnen, die mit der Strategie verbundenen Maßnahmen im Business-to-Business und Business-to-Consumer Vertriebsbereich auch beschaffungsseitig noch effizienter zu unterstützen, insbesondere mit Hilfe der Umsetzung eines MRP-Projektes (Material Requirements Planning Optimisation). Darüber hinaus befindet sich ein Projekt zur Optimierung der Anwendung des SAP SD (Sales and Distribution) Moduls in einem sehr weiten Umsetzungsstatus.
Personalrisiken
Auch im Jahr 2015 wurden die in 2014 geplanten organisatorischen Veränderungen weiter implementiert, um das Unternehmen auf die Strategie 2020 auszurichten. Unterstützt wurden diese Strukturanpassungen durch eine stärkere Ausweitung von Personalentwicklungsmaßnahmen auf internationaler Ebene. So wurden unter anderem Projektmanagementtrainings entwickelt und international eingeführt. Die stärkere Fokussierung auf internationale Projektarbeit soll dabei künftig einem einheitlichen Ansatz folgen, der durch die Trainings sichergestellt werden kann.
Um die strategische Unternehmensausrichtung mit einer adäquaten Wertestellung zu untermauern (Unternehmenskultur), hat edding in 2015 eine angepasste Kulturdefinition entwickelt, die zur künftigen Marktabsicherung zwei wesentliche Elemente beinhaltet:
Es wird für den edding Konzern auch in der Zukunft relevant sein, dynamischen Marktanforderungen begegnen zu können. Dabei ist es für edding essentiell, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden und auf dem Arbeitsmarkt anzusprechen, die ein hohes Maß an Innovationskraft und unternehmerischer Ausrichtung mitbringen, um edding auch künftig als innovativen Marktteilnehmer zu positionieren (eddipreneure).
Gleichzeitig ist es wichtig, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die derzeit bei edding tätig sind oder es künftig sein werden, ein hohes Maß an Umsetzungsstärke und Prozessgenauigkeit mitbringen, um Innovationsprojekte entsprechend einsteuern zu können (eddiplementoren).
Diese beiden Ansätze der Unternehmenskultur wurden in 2015 entwickelt und werden in 2016 weiter im Unternehmen verankert werden.
Politische Risiken
Aufgrund unserer internationalen Unternehmensstruktur mit Tochtergesellschaften in elf Ländern sowie des Vertriebs über Distributionspartner in mehr als 90 Ländern der Erde sind wir nicht unerheblichen politischen Einzelrisiken ausgesetzt. Aus Unternehmenssicht führt die zunehmende Internationalisierung allerdings gleichzeitig zu einer breiteren Risikoverteilung. Der Vertrieb in eine große Anzahl verschiedener Länder, wie edding ihn betreibt, ist mithin per se als Risikomanagement-Maßnahme zu sehen. Ursprüngliches Ziel der Internationalisierung waren Wachstum sowie Reduzierung der Abhängigkeit vom deutschen Markt und damit der deutschen Konjunkturentwicklung. Dieses Ziel hatten wir bereits vor einigen Jahren erreicht.
Hinsichtlich der weltweiten Entwicklung sind die Wachstumsmärkte in Lateinamerika sowie Südost- und Osteuropa für uns von besonderer Bedeutung.
Die wirtschaftliche und politische Lage in Argentinien hat sich nach der Präsidentschaftswahl und dem Sieg des wirtschaftsfreundlichen Kandidaten Mauricio Macri zum Jahresende 2015 hin deutlich entspannt. Importrestriktionen sind inzwischen aufgehoben und auch die Devisenbeschränkungen für den Peso wurden weitgehend abgeschafft. In diesem Zuge fand im Dezember 2015 eine deutliche Abwertung statt. Mit dieser von uns lange erwarteten Abwertung hat sich unsere Wettbewerbsposition im Markt wesentlich verbessert. Der fast ausschließlich von Importen abhängige Wettbewerb hat deutliche Preiserhöhungen durchführen müssen, während die Kosten unserer eigenen Fertigung vor Ort in Landeswährung „lediglich" der weiteren Inflation unterworfen sind. Dadurch hat sich der Preisvorteil des Wettbewerbs in einigen Kernprodukten mittlerweile in einen Preisnachteil verändert. Andererseits kann die Situation immer noch nicht als nachhaltig stabil angesehen werden, da es im Nachgang zur Abwertung und im Rahmen der neuen Regierungsbildung immer noch kurzfristig zu negativen wirtschaftlichen Auswirkungen kommen und sich ein Aufschwung erst in den Folgejahren positiv auf edding auswirken kann.
Insgesamt sehen wir uns aber nach den bereits in Vorjahren durchgeführten Risikomaßnahmen hier gut aufgestellt. Die Bilanzstruktur von edding Argentina S.A. ist durch den Abbau der Hartwährungs-Verbindlichkeiten krisenfest und auf Konzernebene ist das Anlagevermögen der Gesellschaft seit 2013 wertberichtigt. Bei einer nachhaltigen positiven Entwicklung ergeben sich hier wieder Zuschreibungspotenziale.
Das Jahresendgeschäft 2015 war in Argentinien überraschend gut, wodurch auch das Jahresergebnis nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften deutlich positiv ausgefallen ist. Wir gehen aber davon aus, dass dies im Wesentlichen auf eine abwertungsbedingte Sonderkonjunktur zurückzuführen ist. Bereits im Vorfeld der erwarteten Abwertung haben viele Kunden versucht, ihre Peso-Guthaben durch Bestellungen in werthaltigen Warenbestand zu tauschen. Aufgrund unseres konservativen Forderungsmanagements haben wir sogar einige Aufträge im vierten Quartal abgelehnt. Dadurch sind uns zwar punktuell Umsatzerlöse entgangen, aber wir vermeiden dadurch höhere Zahlungsausfälle. Alles in allem ist die Situation der Tochtergesellschaft zwar deutlich stabiler, die weitere Entwicklung ist jedoch unverändert stark durch Unwägbarkeiten geprägt und bleibt daher sehr volatil.
Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der innenpolitischen Lage in der Türkei nach den Präsidentschaftswahlen in 2014 ist die Situation im Zuge des Eingreifens der Türkei in den Krieg mit dem „Islamischen Staat", des wieder aufgeflammten Konflikts in der Kurden-Region sowie des Streits mit Russland um den Abschuss eines russischen Kampfflugzeugs wieder deutlich instabiler geworden. Das bestärkt unsere im Vorjahr bereits geäußerte Auffassung, dass es in dieser Region immer wieder Rückschläge geben kann.
Beispiele wie der immer noch nicht gelöste Ukraine-Russland-Konflikt zeigen uns, dass geopolitische Risiken immer wieder auch unerwartet eintreten können und wenig vorhersehbar sind. Dennoch konnten wir in 2015 wiederholt einen Rückgang im Russland-Geschäft durch Wachstum in anderen Regionen mehr als kompensieren. Das zeigt, dass unser Risikomanagement durch Internationalisierung unseres Geschäfts wirksam ist. Dennoch gehen wir derzeit davon aus, dass wir im Russland-Geschäft die Talsohle erreicht haben und in 2016 wieder ein leichtes Wachstum möglich sein wird.
Ein weiteres Beispiel für eine positive Entwicklung ist Griechenland. Hier hat die Stabilisierung der politischen Situation trotz eines Umsatzrückgangs zu einer deutlichen Verbesserung des Ergebnisses geführt. Dass wir auch hier noch nicht über den Berg sind, zeigen die jüngst wieder aufflammenden sozialen Unruhen und Demonstrationen, da das Ende der Sparpolitik noch nicht erreicht ist. Sollten sich diese Unruhen nicht weiter verschärfen, rechnen wir mit einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung in Griechenland.
Sofern die Wechselkurse nicht durch erneute externe Einflüsse in noch massivere Turbulenzen geraten oder die europäische Konjunktur eine deutliche Eintrübung erfährt, sehen wir in der Eurokrise — trotz der erneuten Diskussionen um weitere Tranchen von Hilfsgeldern für Griechenland — unverändert kein wesentlich erhöhtes Risiko für die edding Gruppe.
Rechtliche und gesellschaftsrechtliche Risiken
Gegen den edding Konzern sind keine Rechtsstreitigkeiten oder Schadenersatzforderungen anhängig, die einen erheblichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns haben könnten. Risiken, die aufgrund fehlerhafter Produkte oder ungenügender Vertragssicherheit entstehen können, werden durch unser umfassendes Qualitätsmanagementsystem sowie durch fachkundige juristische Überprüfung unserer Verträge und Allgemeinen Geschäftsbedingungen begrenzt.
Gesamtrisiko / Fortbestandsrisiko
Insgesamt ist die Risikosituation des edding Konzerns weiterhin stabil. Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten.
Sonstige Berichterstattung
Vergütungsbericht
Vergütungssystem
Die Gesamtvergütung des Vorstandes setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen. Dabei handelt es sich um einen erfolgsunabhängigen Teil, eine erfolgsabhängige Zahlung und Zahlungen in eine Direktversicherung. Die Höhe der Gesamtvergütung des Vorstandes legt der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit nach den Richtlinien des Vorstandsvergütungsgesetzes in angemessener Höhe fest. Neben der Beurteilung von Leistung und Verantwortung des einzelnen Vorstandsmitglieds wird auch die Höhe der Vorstandsbezüge bei vergleichbaren börsennotierten Aktiengesellschaften berücksichtigt.
Bestandteile der Vorstandsvergütung
Der erfolgsunabhängige Teil der Vergütung besteht aus einem Fixum und üblichen Nebenleistungen. Dabei handelt es sich um die Fortzahlung des monatlichen Grundgehalts für die Zeit von zwei Monaten im Falle der Dienstunfähigkeit, einen Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung und die private Nutzung eines Firmenwagens. Außerdem ist für das Vorstandsmitglied eine Unfallversicherung und eine D & O-Versicherung mit einem Selbstbehalt von zehn Prozent beziehungsweise dem Eineinhalbfachen eines Jahresfestgehalts im Schadensfall abgeschlossen. Des Weiteren erhält das Vorstandsmitglied zum Zwecke der Alters-, Berufsunfähigkeits- und Hinterbliebenenversorgung entweder eine leistungsorientierte Pensionszusage oder eine Versorgungszusage durch den Abschluss einer Direktversicherung.
Der erfolgsabhängige Teil der Vergütung besteht zum einen aus einer Tantieme, die sich aus einem Prozentsatz vom ausgewiesenen Jahresgewinn der edding AG nach Steuern errechnet, und zum anderen aus einem langfristigen, auf die Vertragslaufzeit des Vorstandsvertrages ausgerichteten Bonus. Diesem Bonus liegt eine Zielvereinbarung zwischen Vorstandsmitglied und Aufsichtsrat zu Grunde. Tantieme und Bonus können mehr als die Hälfte der Gesamtbezüge ausmachen. Die Vereinbarung über die Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der edding AG zur Anwendung kommt.
Neben dem Anstellungsvertrag bestehen keine weiteren Dienstverträge zwischen der Gesellschaft und ihren Tochtergesellschaften einerseits und den Vorstandsmitgliedern andererseits. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erhalten sie keine zusätzliche Vergütung.
Das Handelsgesetzbuch sieht seit dem Jahr 2006 die individualisierte Veröffentlichung der Bezüge der Vorstandsmitglieder vor, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsabhängigen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Wirkung. Die verlangten Angaben können unterbleiben, wenn die Hauptversammlung dies mit einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen hat. Die ordentliche Hauptversammlung der edding AG hat demgemäß am 28. Juni 2011 das Unterbleiben dieser Angaben für die Jahresabschlüsse und Konzernjahresabschlüsse der Geschäftsjahre 2011 bis 2015 mit 100 % des stimmberechtigten Kapitals beschlossen.
Die Aufwendungen für die Bezüge des Vorstands insgesamt sind in den Anhängen zum Jahresabschluss und zum Konzernjahresabschluss der edding AG zum 31. Dezember 2015 angegeben.
Leistungen für den Fall einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit
Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts. Weitere vertragliche Regelungen in diesem Bereich liegen nicht vor.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder besteht ausschließlich aus einer erfolgsunabhängigen Vergütung, die die Hauptversammlung der edding AG jeweils für das abgelaufene Geschäftsjahr beschließt. Außerdem erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Auslagen im Zusammenhang mit der Aufsichtsratstätigkeit ersetzt.
Die Vergütungen betragen für den Vorsitzenden das Dreifache und für den stellvertretenden Vorsitzenden das Doppelte des von der Hauptversammlung beschlossenen Grundvergütungsbetrages. Für das Geschäftsjahr 2014 betrug die Grundvergütung für ein Aufsichtsratsmitglied unverändert 18.000,00 EUR. Daneben sind keine Vergütungen oder Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlt beziehungsweise gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2015 wird mit Aufwendungen in Höhe von 20.000,00 EUR für die Grundvergütung eines Aufsichtsratsmitglieds gerechnet.
Übernahmerelevante Angaben
Gezeichnetes Kapital
Das voll eingezahlte Grundkapital der edding AG beträgt zum 31. Dezember 2015 unverändert 5.366.095,00 EUR und ist in 600.000 Stück nennwertlose Stammstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR sowie 473.219 Stück nennwertlose Vorzugsstückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 5,00 EUR aufgeteilt.
Stimmrechtsbeschränkungen oder Beschränkungen, die Übertragung von Aktien betreffend
Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos.
Rechte von Vorzugsaktionären
Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Aktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.
Direkte oder indirekte Beteiligungen
Beteiligungen (auch mittelbare über Zurechnungen gemäß §§ 21, 22 WpHG), die 10 % der Stimmrechte der edding AG überschreiten, werden gehalten von:
| Herrn Volker Detlef Ledermann | |
| Frau Susanne Ledermann | |
| Frau Angelika Schumacher | |
| Frau Dina Alexandra Schumacher | |
| Herrn David Alexander Schumacher | |
| Frau Beatrix Ledermann | |
| Frau Julia Marie Ledermann | |
| Herrn Jan Moritz Ledermann | |
| Herrn Per Ledermann | |
| Frau Anika Ledermann (neu hinzugekommen) | |
| Herrn Yannick Nicolas Ledermann | |
| Frau Elisa Sophie Ledermann (neu hinzugekommen) | |
| Herrn Luis Gabriel Ledermann (neu hinzugekommen) |
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen mit Ausnahme von Vorzugsaktien keine Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen
Soweit Arbeitnehmer an der edding AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern und über die Änderung der Satzung
Mitglieder des Vorstands werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG. Bestimmungen der Satzung der Gesellschaft, die diese Punkte betreffen, finden sich in §§ 6 und 7 sowie in § 20 der Satzung.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Ein Hauptversammlungsbeschluss zur Ermächtigung des Vorstands, eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben, besteht gegenwärtig nicht.
Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels
Der Dienstvertrag des Vorstandsvorsitzenden enthält ein Sonderkündigungsrecht des Vorstandsvorsitzenden im Falle eines Kontrollwechsels. Im Fall der berechtigten Ausübung des Sonderkündigungsrechts zahlt die Gesellschaft dem Vorstandsvorsitzenden eine einmalige Entschädigung in Höhe von 50 % des Jahresfestgehalts, das bis zum regulären Ende des Vertrages zu zahlen gewesen wäre, jedoch begrenzt auf die Höhe eines Jahresfestgehalts.
Weitere berichtspflichtige Tatbestände liegen nicht vor.
Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB wurde auf der Internetseite der edding Aktiengesellschaft in der Rubrik „Investor Relations" unter http://www.edding.com/de/ unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/ veröffentlicht.
Nachtragsbericht
Ereignisse oder Vorgänge mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der edding AG und des edding Konzerns sind vom Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts nicht eingetreten.
Prognosebericht
Eine Vielzahl geopolitischer Verwerfungen und damit verbundener Volatilitäten in den Märkten machen den Ausblick komplex und mit Unsicherheiten behaftet.
Die Vielzahl ungelöster Nahostkonflikte, deren Ursprünge nicht nur religiös, sondern oft auch strukturellwirtschaftlich begründet sind, hat eine Destabilisierung zur Folge, die vermutlich gerade erst am Anfang steht. Dazu bleibt die Situation in der Ukraine problematisch und auch Südeuropa steht trotz erster Lichtblicke erst am Anfang einer fragilen Erholung.
Auch Deutschland kann sich diesen Herausforderungen nicht entziehen, die Flüchtlingsfrage ist nur eine der drängendsten.
Die gesteigerte Wachstumsprognose des Internationalen Währungsfonds von +3,4 % für die Welt, und +1,7 % für die Eurozone sowie Deutschland scheint vor diesem Hintergrund eher als positives Szenario. Ob Spanien auch in 2016 seinen Wachstumskurs wird fortsetzen können, hängt sehr von der politischen Entwicklung ab, gerade auch von den ungebrochenen Autonomiebestrebungen Kataloniens.
Besonders angesichts des ungelösten Konfliktes zwischen Iran und Saudi-Arabien ist eine Erholung des Ölpreises unwahrscheinlich, was auch für Russland weiter eine Rezession bedeuten dürfte.
International macht mit Lateinamerika ein Sorgenkind Hoffnung: Insbesondere die politischen Entwicklungen in Argentinien und Venezuela deuten auf den Beginn eines Kampfes gegen Korruption und Wirtschaftsfeindlichkeit hin. Dennoch stottert mit Brasilien weiter der Motor der Region, hier erwartet der IWF auch in 2016 mit einer Schrumpfung von 3,5 % nochmals eine deutlich kontrahierende Wirtschaft.6
Trotz der insgesamt besorgniserregend unübersichtlichen Lage an den Weltmärkten ist die Stimmung am deutschen Markt insgesamt recht positiv. Der ifo-Geschäftsklimaindex zeigte positivere Erwartungen bei Industrie und Großhandel, nur der Einzelhandel wies getrübte Aussichten aus. Allerdings war im Einzelhandel mit Schreib- und Papierwaren sowie Schul-und Büroartikeln eine deutliche Verbesserung des Geschäftsklimaindexes zu verzeichnen. Der Geschäftsklimaindex des Großhandels im Verbrauchsgüterbereich stieg leicht. Zwar empfanden die Unternehmen die Geschäftssituation als nicht mehr ganz so günstig, die Erwartungen für das nächste halbe Jahr waren hingegen von spürbar gesteigertem Optimismus geprägt.7
Die Mitglieder des Verbands der PBS-Markenindustrie sehen dem Jahr 2016 ebenfalls optimistisch entgegen und planen, im kommenden Jahr ihre Umsätze bei Papier-, Büro- und Schreibwaren um durchschnittlich knapp 4 % steigern zu können, in Deutschland ebenso wie im Exportgeschäft.8
6 IMF, World Economic Outlook Update, Januar 2016
7 ifo Konjunkturbarometer 12/2015
8 http://www.pbs-markenindustrie.de/aktuelles/buero-und-schreibwaren-hoch-im-kurs, 01.02.2016
Traditionell reagieren wir auf aktuelle konjunkturelle Entwicklungen nur risikoorientiert, denn unsere Strategien folgen nicht kurzfristigen Wirtschaftszyklen, sondern sind langfristig ausgelegt. Derzeit steht im Kern unserer Aktivitäten die Ausgestaltung und Umsetzung der Strategie 2020.
Im Bereich der Marke edding fokussieren wir uns auf zwei wesentliche Aufgaben: einerseits auf den Ausbau unserer Marktanteile im hart umkämpften Business-to-Business Bereich, andererseits auf die Etablierung unserer Marke im privatkonsumtiven Business-to-Consumer Geschäft. In beiden Bereichen sind unsere Markenstärke und die mit enger Fokussierung auf den Endkonsumenten entwickelten Portfolios die Basis unserer Arbeit. Aufgrund unserer unterschiedlichen Marktposition sowie der Diversität der Vertriebskanäle beider Bereiche haben wir uns dazu entschlossen, diese mit hierfür speziell zusammengestellten Teams zu bearbeiten.
Im Rahmen unserer Markendehnung ging zudem im Mai 2015 unser Nagellacksortiment unter der Untermarke edding L.A.Q.U.E. erfolgreich an den Markt. Des Weiteren erfolgt in 2016 die Einführung eines deutlich erweiterten und attraktiveren Toner-Sortiments.
2015 war zudem das Jahr der Entwicklung der Legamaster Strategie. Nach einer ausführlichen Analyse des schnell wachsenden Marktes für interaktive Displays und einer Positionierungsmarktforschung unserer Marktbetreuung stand auch hier eine endverwenderzentrierte Strategieentwicklung im Mittelpunkt. So wird es für uns in den nächsten Jahren darum gehen, unser Produktportfolio noch mehr auf den Anwendungsnutzen auszurichten.
Die Kernprojekte des Jahres 2016 sind allesamt Basis unserer Strategie 2020. Dazu gehören operative Prozess- und Systemoptimierung im Bereich SAP zur Sicherstellung der Skalierbarkeit unserer Aktivitäten ebenso wie das Projekt „Workplace 2.0", das gewährleisten soll, dass wir auch in Zukunft als Arbeitgeber attraktiv bleiben und in der 2015 erstmalig konzernweit durchgeführten Mitarbeiterbefragung weiter mit guten Ergebnissen aufwarten können.
Zentral wird zudem die Erstellung einer Balanced-Scorecard 2020 sein, mit der für unsere Strategie eine Mess- und Steuerungsgrößensystematik implementiert wird.
Angesichts der fragilen Wirtschaftslagen haben wir auch in diesem Jahr Alternativszenarien im Planungsprozess entwickelt, auf die wir bei einer Eintrübung des Umfelds schnell zurückgreifen können.
Wir erwarten nach Abwägung der bestehenden Chancen und Risiken des weiteren Geschäftsverlaufs für das kommende Jahr 2016 ein moderat rückläufiges Ergebnis bei steigenden Umsatzerlösen. Zum Umsatzanstieg werden beide Geschäftsfelder beitragen. Hinsichtlich der Segmentergebnisse erwarten wir für das Segment Visuelle Kommunikation einen umsatzbedingten leichten Ergebnisanstieg, während wir im Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit einem moderat rückläufigen Segmentergebnis rechnen. Nachdem der Bereich Schreiben und Markieren in 2015 durch einen organisatorischen Umbau im Bereich Vertrieb und Marketing gekennzeichnet war, planen wir für 2016 deutlich steigende Ausgaben im Bereich Marketing und Trade Marketing, die zu diesem Ergebnisrückgang führen werden. In den Vorjahren waren diese Ausgaben deutlich unter dem geplanten beziehungsweise angestrebten Niveau geblieben.
Die wichtigen Steuerungsgrößen werden sich nach unserer Einschätzung wie folgt entwickeln:
| 2014 | 2015 | Prognose 2016 | |
|---|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| edding Konzern | |||
| Umsatzerlöse | 128,9 | 138,4 | 142,0 -149,0 |
| EBIT | 11,9 | 12,2 | 10,0 -12,5 |
| Ergebnis Mitarbeiterbefragung (Schulnote) | gut | gut | gut |
| edding AG (Einzelabschluss) | |||
| Jahresüberschuss | 4,7 | 5,4 | 4,0 - 5,5 |
Ahrensburg, 20. April 2016
Der Vorstand
Per Ledermann
Thorsten Streppelhoff
Sönke Gooß
Konzernabschluss
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015
AKTIVA
| Anhang | 31.12.2015 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 9 | 2.754 | 2.754 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 9 | 975 | 639 |
| Sachanlagen | 10 | 13.011 | 13.993 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 11 | 665 | 602 |
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | 12 | — | 3.440 |
| Sonstige Beteiligungen | 13 | 3.474 | 147 |
| Latente Steuerforderungen | 33 | 1.477 | 1.647 |
| Ertragsteuerforderungen | 33 | 307 | 553 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 88 | 6 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 15 | 4.432 | 3.801 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 27.183 | 27.582 | |
| Vorräte | 14 | 29.091 | 28.617 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 21.365 | 20.822 |
| Ertragsteuerforderungen | 33 | 309 | 544 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 15 | 2.176 | 1.777 |
| Flüssige Mittel | 16 | 17.111 | 10.324 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 17 | 1.269 | 1.197 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | 71.321 | 63.281 | |
| BILANZSUMME | 98.504 | 90.863 | |
| PASSIVA | |||
| Anhang | 31.12.2015 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
| Grundkapital | 18 | 5.366 | 5.366 |
| Kapitalrücklage | 18 | 4.246 | 4.246 |
| Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 18 | 44.574 | 38.087 |
| Übrige Eigenkapitalveränderungen | 18 | — 4.232 | — 3.763 |
| Eigenkapital der Aktionäre der edding AG | 49.954 | 43.936 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 18 | 245 | 338 |
| EIGENKAPITAL | 50.199 | 44.274 | |
| Pensionen und andere Verpflichtungen | 19 | 15.227 | 15.271 |
| Latente Steuerschulden | 33 | 57 | 70 |
| Andere langfristige Rückstellungen | 20 | 546 | 605 |
| Langfristige Finanzschulden | 21 | 4.005 | 3.836 |
| Andere langfristige Verbindlichkeiten | 22 | 1.236 | 493 |
| LANGFRISTIGES FREMDKAPITAL | 21.071 | 20.275 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | 20 | 389 | 22 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 21 | 6.394 | 5.879 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 5.265 | 4.870 |
| Andere kurzfristige Verbindlichkeiten | 22 | 14.445 | 15.112 |
| Ertragsteuerschulden | 33 | 741 | 431 |
| KURZFRISTIGES FREMDKAPITAL | 27.234 | 26.314 | |
| BILANZSUMME | 98.504 | 90.863 |
Konzerngewinn- und -verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
| Anhang | 2015 TEUR |
2014 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 25 | 138.371 | 128.853 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | 26 | 755 | 294 |
| GESAMTLEISTUNG | 139.126 | 129.147 | |
| Materialaufwand | 27 | — 51.252 | — 48.748 |
| Personalaufwand | 28 | — 35.394 | — 34.206 |
| Abschreibungen | 29 | — 2.507 | — 2.667 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 30 | 5.694 | 5.657 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 31 | — 43.447 | — 37.328 |
| Gesamte betriebliche Aufwendungen | —126.906 | —117.292 | |
| ERGEBNIS DER BETRIEBLICHEN TÄTIGKEIT (EBIT) | 12.220 | 11.855 | |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 12 | — 106 | — |
| Ergebnis aus sonstigen Beteiligungen | 13 | 5 | 5 |
| Finanzergebnis | 32 | 14 | 325 |
| Finanz- und Beteiligungsergebnis | — 87 | 330 | |
| ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN | 12.133 | 12.185 | |
| Ertragsteuern | 33 | — 3.584 | — 3.873 |
| KONZERNJAHRESERGEBNIS | 8.549 | 8.312 | |
| Davon: | |||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | 8.659 | 8.300 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | — 110 | 12 | |
| Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück)1 | 34 | 8,00 € | 7,66 € |
| Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück)1 | 34 | 8,16 € | 7,82 € |
1 Anpassung aufgrund der Korrektur von Vorjahreswerten. Hierzu wird auf Textziffer 8 im Konzernanhang verwiesen.
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernjahresergebnis | 8.549 | 8.312 |
| Posten, die anschließend nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen: | ||
| Versicherungsmathematische Verluste | — 133 | — 1.927 |
| Latente Steuern | 30 | 581 |
| Posten, die anschließend in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | — 1.009 | — 553 |
| Sicherungsgeschäfte: | ||
| Im Eigenkapital erfasste Fair Value Änderungen | 637 | 150 |
| In die Gewinn- und Verlustrechnung übernommen | 151 | 422 |
| Latente Steuern | — 231 | — 160 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen | — 555 | — 1.487 |
| Gesamtergebnis | 7.994 | 6.825 |
| Davon: | ||
| Anteil der Aktionäre der edding AG | 8.087 | 6.824 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | — 93 | 1 |
Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 18 des Konzernanhangs.
Konzernkapitalflussrechnung
indirekte Ermittlung1
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 8.549 | 8.312 |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 2.507 | 2.667 |
| - Abnahme der Pensionsrückstellungen | —147 | —79 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 444 | —767 |
| Um zahlungsunwirksame Effekte bereinigtes Konzernergebnis | 11.353 | 10.133 |
| + Verlust /- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 48 | 176 |
| - Zunahme der Vorräte | -135 | -1.178 |
| - Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -625 | -2.683 |
| - Zunahme der sonstigen Aktiva | -964 | —367 |
| + Zunahme /- Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 396 | —840 |
| + Zunahme /- Abnahme der sonstigen Passiva | 169 | 1.967 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 10.242 | 7.208 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 160 | 247 |
| - Auszahlungen für Investitionen /+ Einzahlungen aus Desinvestitionen | ||
| Sachanlagen | —1.568 | —1.729 |
| Immaterielle Vermögenswerte | —669 | —371 |
| Finanzanlagen | 7 | —7 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | — 2.070 | — 1.860 |
| - Dividendenzahlung | —2.069 | —1.854 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 2.825 | 558 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | —1.585 | —1.245 |
| - Auszahlungen aus kurzfristigen Finanzschulden | -556 | —443 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | — 1.385 | — 2.984 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 6.787 | 2.364 |
| +/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 0 | 35 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 10.324 | 7.925 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 17.111 | 10.324 |
1 Erläuterungen siehe Textziffer 40 des Konzernanhangs
Eigenkapitalveränderungsrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
Das Eigenkapital des edding Konzerns hat sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
| Gezeichnetes Kapital | Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen und Bilanz- gewinn |
Sicherungs- geschäfte |
Fremd- währungs- umrechnung |
Anteil der Aktionäre der edding AG | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2014 | 5.366 | 4.246 | 32.987 | -695 | -2.938 | 38.966 | 337 | 39.303 |
| Konzernjahresergebnis | - | - | 8.300 | - | - | 8.300 | 12 | 8.312 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -1.346 | 412 | -542 | -1.476 | -11 | -1.487 |
| Gesamtergebnis | - | - | 6.954 | 412 | -542 | 6.824 | 1 | 6.825 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -1.854 | - | - | -1.854 | - | -1.854 |
| Stand 31.12.2014 | 5.366 | 4.246 | 38.087 | -283 | -3.480 | 43.936 | 338 | 44.274 |
| Konzernjahresergebnis | - | - | 8.659 | - | - | 8.659 | -110 | 8.549 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | -103 | 557 | -1.026 | -572 | 17 | -555 |
| Gesamtergebnis | - | - | 8.556 | 557 | -1.026 | 8.087 | -93 | 7.994 |
| Dividendenzahlungen | - | - | -2.069 | - | - | -2.069 | - | -2.069 |
| Stand 31.12.2015 | 5.366 | 4.246 | 44.574 | 274 | -4.506 | 49.954 | 245 | 50.199 |
Weitere Erläuterungen finden sich unter Textziffer 18 des Konzernanhangs.
Konzernstruktur 31.12.2015

Konzernanhang
1 Segmentberichterstattung 2015
| Schreiben und Markieren | Visuelle Kommunikation | Summe Segmente | Überleitung | edding Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2015 | |||||
| Externe Umsatzerlöse | 105.256 | 32.220 | 137.476 | 895 | 138.371 |
| Abschreibungen | 1.425 | 104 | 1.529 | 978 | 2.507 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 20.241 | 1.916 | 22.157 | -9.937 | 12.220 |
| 2014 | |||||
| Externe Umsatzerlöse | 99.851 | 28.221 | 128.072 | 781 | 128.853 |
| Abschreibungen | 1.489 | 110 | 1.599 | 1.068 | 2.667 |
| Segmentergebnis (EBIT) | 18.206 | 1.385 | 19.591 | -7.736 | 11.855 |
Weitere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung finden sich unter Textziffer 39.
2 Entwicklung des Anlagevermögens (in TEUR)
| 2015 | Anschaffungs- kosten 01.01.2015 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Anschaffungs- kosten 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 4.310 | —33 | — | — | 4.277 | |
| Kundenstämme, Markenrechte | 5.405 | — | — | — | 251 | 5.154 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 5.004 | —126 | 302 | 26 | — | 5.206 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 277 | — | 371 | -30 | 55 | 563 |
| 14.996 | — 159 | 673 | — 4 | 306 | 15.200 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 26.771 | — 90 | 302 | 4 | 39 | 26.948 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 24.591 | — 260 | 464 | 49 | 366 | 24.478 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.716 | —233 | 723 | — | 968 | 12.238 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 97 | —13 | 11 | -49 | 1 | 45 |
| 64.175 | — 596 | 1.500 | 4 | 1.374 | 63.709 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 4.119 | — | 63 | — | — | 4.182 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | 3.440 | — | — | —3.334 | 106 | — |
| Sonstige Beteiligungen | 147 | — | — | 3.334 | 7 | 3.474 |
| 3.587 | — | — | — | 113 | 3.474 | |
| Konzern Anlagevermögen | 86.877 | — 755 | 2.236 | — | 1.793 | 86.565 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2015 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Zuschrei- bungen |
Abgänge | Kumulierte Abschreibungen 31.12.2015 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2015 | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.556 | -33 | — | — | — | — | 1.523 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 5.405 | — | — | — | — | 251 | 5.154 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 4.628 | -124 | 291 | 1 | 4.794 | ||
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 14 | — | — | — | — | 14 | — |
| 11.603 | —157 | 291 | — | — | 266 | 11.471 | |
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 20.725 | -90 | 608 | — | — | 26 | 21.217 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 18.339 | -190 | 948 | — | — | 228 | 18.868 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.071 | -201 | 660 | — | — | 952 | 10.578 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 47 | -13 | — | — | — | — | 34 |
| 50.182 | -494 | 2.216 | — | — | 1.206 | 50.698 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 3.517 | — | — | — | — | — | 3.517 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | — | — | 106 | — | — | 106 | — |
| Sonstige Beteiligungen | — | — | — | — | — | — | — |
| — | — | 106 | — | — | 106 | — | |
| Konzern Anlagevermögen | 65.302 | —651 | 2.613' | — | — | 1.578 | 65.686 |
| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| 2015 | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.754 | 2.754 |
| Kundenstämme, Markenrechte | — | — |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 412 | 376 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 563 | 263 |
| 3.729 | 3.393 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.731 | 6.046 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5.609 | 6.252 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.660 | 1.645 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11 | 50 |
| 13.011 | 13.993 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 665 | 602 |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | — | 3.440 |
| Sonstige Beteiligungen | 3.474 | 147 |
| 3.474 | 3.587 | |
| Konzern Anlagevermögen | 20.879 | 21.575 |
1 Von den hier dargestellten Abschreibungen des Geschäftsjahres in Höhe von TEUR 2.613 werden in der Konzerngewinn- und -verlust-rechnung TEUR 2.507 unter den Abschreibungen und TEUR 106 im Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen.
| 2014 | Anschaffungs- kosten 01.01.2014 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Abgänge | Anschaffungs- kosten 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 4.329 | —19 | — | — | — | 4.310 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 8.181 | — | — | — | 2.776 | 5.405 |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 6.159 | —72 | 149 | 3 | 1.235 | 5.004 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 58 | — | 222 | —3 | — | 277 |
| 18.727 | —91 | 371 | — | 4.011 | 14.996 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.931 | —52 | 19 | —4.119 | 8 | 26.771 |
| Technische Anlägen und Maschinen | 24.191 | —116 | 664 | 218 | 366 | 24.591 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 12.791 | —38 | 1.024 | 2 | 1.063 | 12.716 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 499 | —7 | 22 | -220 | 197 | 97 |
| 68.412 | —213 | 1.729 | —4.119 | 1.634 | 64.175 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | — | — | — | 4.119 | — | 4.119 |
| Finanzanlagen | ||||||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | — | — | 3.440 | — | — | 3.440 |
| Sonstige Beteiligungen | 147 | — | — | — | — | 147 |
| 147 | — | 3.440 | — | — | 3.587 | |
| Konzern Anlagevermögen | 87.286 | —304 | 5.540 | — | 5.645 | 86.877 |
| Kumulierte Abschreibungen 01.01.2014 |
Währungs- umrechnung |
Zugänge | Umbu- chungen |
Zuschrei- bungen |
Abgänge | Kumulierte Abschreibungen 31.12.2014 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | |||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 1.575 | -19 | — | — | — | — | 1.556 |
| Kundenstämme, Markenrechte | 8.181 | — | — | — | 2.776 | 5.405 | |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 5.607 | —72 | 297 | — | — | 1.204 | 4.628 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | — | — | 14 | — | — | — | 14 |
| 15.363 | -91 | 311 | — | — | 3.980 | 11.603 | |
| Sachanlagen | |||||||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 24.317 | —54 | 637 | —3.488 | 681 | 6 | 20.725 |
| Technische Anlägen und Maschinen | 17.600 | —85 | 968 | — | — | 144 | 18.339 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 11.273 | -30 | 722 | — | — | 894 | 11.071 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 53 | —6 | — | — | — | — | 47 |
| 53.243 | —175 | 2.327 | —3.488 | 681 | 1.044 | 50.182 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | — | — | 29 | 3.488 | — | — | 3.517 |
| Finanzanlagen | |||||||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | — | — | — | — | — | — | — |
| Sonstige Beteiligungen | — | — | — | — | — | — | — |
| — | — | — | — | — | — | — | |
| Konzern Anlagevermögen | 68.606 | -266 | 2.667 | — | 681 | 5.024 | 65.302 |
| Nettobuchwerte | ||
|---|---|---|
| 2014 | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 2.754 | 2.754 |
| Kundenstämme, Markenrechte | — | — |
| Übrige immaterielle Vermögenswerte | 376 | 552 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 263 | 58 |
| 3.393 | 3.364 | |
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte u. Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken | 6.046 | 6.614 |
| Technische Anlägen und Maschinen | 6.252 | 6.591 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.645 | 1.518 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 50 | 446 |
| 13.993 | 15.169 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 602 | — |
| Finanzanlagen | ||
| Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen | 3.440 | — |
| Sonstige Beteiligungen | 147 | 147 |
| 3.587 | 147 | |
| Konzern Anlagevermögen | 21.575 | 18.680 |
3 Grundlagen der Rechnungslegung
Als börsennotiertes Unternehmen hat die edding AG ihren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Es werden die am Abschlussstichtag verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie die für das Geschäftsjahr gültigen Interpretationen des Standing Interpretations Committee (SIC) und International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) berücksichtigt.
Die Anforderungen der angewandten Standards wurden vollständig erfüllt und führen zur Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des edding Konzerns.
Unternehmensgegenstand der edding AG und ihrer Tochtergesellschaften ist die Entwicklung, die Herstellung und der weltweite Vertrieb von Produkten zum Schreiben und Markieren sowie zur Visuellen Kommunikation.
Das Geschäftsjahr der edding AG und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Die in das Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter der Nummer B 2675 AH eingetragene edding AG hat ihren Sitz in Ahrensburg, Deutschland.
Der Konzernabschluss umfasst Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz werden einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; sie werden im Anhang erläutert.
Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, sofern nicht besonders darauf hingewiesen wird, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Dabei können Rundungsdifferenzen auftreten.
Der Konzernabschluss wird am 20. April 2016, vorbehaltlich der Billigung durch den Aufsichtsrat, durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
Unter Bezugnahme auf § 264 Abs. 3 HGB wird auf die Offenlegung der Jahresabschlüsse der folgenden inländischen Tochtergesellschaften verzichtet:
| Legamaster GmbH, Ahrensburg | |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH, Ahrensburg | |
| edding International GmbH, Ahrensburg | |
| edding Vertrieb GmbH, Ahrensburg |
4 Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 sind neben der edding AG grundsätzlich alle in- und ausländischen Unternehmen einbezogen, die entsprechend den Anforderungen des IFRS 10 vom edding Konzern beherrscht werden. Der edding Konzern beherrscht in diesem Sinne Konzernunternehmen, wenn ihm durch die Verbindung mit dem Konzernunternehmen variable Rückflüsse aus dem Konzernunternehmen zustehen und der edding Konzern darüber hinaus die Möglichkeit besitzt, seine Entscheidungsmacht zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse einzusetzen. Die Entscheidungsmacht über ein Konzernunternehmen liegt vor, wenn der edding Konzern aufgrund der bestehenden Rechte die Möglichkeit hat, die maßgeblichen Tätigkeiten des Konzernunternehmens zu bestimmen. Diese Voraussetzung ist im Regelfall gegeben, wenn die edding AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschaft verfügt oder ähnliche Rechte besitzt. Bei der Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses werden auch potentielle Stimmrechte, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, berücksichtigt. Die Abschlüsse der Tochtergesellschaften werden vom Tag der Erlangung der Beherrschung bis zur Beendigung der Beherrschung in den Konzernabschluss einbezogen.
Neben der edding AG als Mutterunternehmen umfasst der Konsolidierungskreis jene in- und ausländischen Tochterunternehmen, die in Textziffer 46 des Konzernanhangs dargestellt sind. Das Geschäftsjahr aller in den Konsolidierungskreis einbezogenen Gesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.
Die übrigen Unternehmen, an denen die edding AG direkt oder indirekt weniger als 20 % der Anteile hält, werden als sonstige Beteiligung zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, da zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelbar ist.
Zum Stichtag 31. Dezember 2015 gab es die im Folgenden beschriebene Änderung des Konsolidierungskreises. Die Beteiligung an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, wurde nicht mehr wie im Vorjahr at-equity als assoziiertes Unternehmen, sondern als sonstige Beteiligung bilanziert. Für eine detaillierte Erläuterung verweisen wir auf Textziffer 12 und Textziffer 13.
5 Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der edding AG sowie der in- und ausländischen Tochterunternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Bei der Kapitalkonsolidierung wurde von der nach IFRS 1 gegebenen Möglichkeit Gebrauch gemacht, die unter HGB gewählte Erstkonsolidierung im Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004), einschließlich der im Rahmen der HGB-Kaufpreisallokation ermittelten Wertansätze, zu übernehmen und diese — mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte — nach IFRS fortzuführen. Nach HGB erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital wurde den Vermögenswerten und Schulden insoweit zugerechnet, als deren Zeitwert vom Buchwert abwich. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge wurden entweder als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen oder mit den Rücklagen verrechnet.
Unternehmenszusammenschlüsse nach dem Übergangsstichtag werden nach IFRS 3 bilanziert. Hiernach werden bei der Kapitalkonsolidierung der erstmals einbezogenen Tochtergesellschaften die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Ein nach Überprüfung der angesetzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden sowie der erbrachten Gegenleistung verbleibender negativer Unterschiedsbetrag wird ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf konzernfremde Dritte entfallenden Anteile am Eigenkapital und am Ergebnis werden unter den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ausgewiesen.
Aktive Unternehmen, bei denen die edding AG einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen handelt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert. Grundsätzlich wird ein maßgeblicher Einfluss vermutet, wenn der edding Konzern das Beteiligungsunternehmen nicht beherrscht, jedoch mindestens 20 % der Stimmrechte ausübt, es sei denn diese Annahme kann eindeutig widerlegt werden. Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen wie bei Unternehmenszusammenschlüssen ermittelt. Bei den nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen werden wesentliche Bewertungsabweichungen gegenüber den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des edding Konzerns angepasst und bei der Fortschreibung des Eigenkapitalanteils berücksichtigt.
Gemeinschaftsunternehmen werden ebenfalls unter Anwendung der Equity-Methode konsolidiert.
Forderungen, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den einbezogenen Unternehmen (Zwischengewinne) werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.
6 Währungsumrechnung
Die in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Gesellschaften werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in welchem die Gesellschaften hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Innerhalb des edding Konzerns entspricht die funktionale Währung der lokalen Währung der Tochtergesellschaften. Entsprechend werden im Konzernabschluss die Vermögenswerte und Schulden mit den Stichtagskursen, die Aufwendungen und Erträge grundsätzlich mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet.
Bei der Umrechnung in Euro von Abschlüssen ausländischer Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, finden die gleichen Grundsätze für die Eigenkapitalfortschreibung wie für die konsolidierten Unternehmen Anwendung.
Die hieraus entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung dieser Differenzen wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt. Die kumulierten Differenzen sind aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.
Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus der Kapitalkonsolidierung von ausländischen Gesellschaften entstehen, werden, soweit der Erwerb vor dem 1. Januar 2004 stattgefunden hat, mit den Kursen des Erwerbszeitpunkts, im Übrigen zum Stichtagskurs umgerechnet.
Die der Währungsumrechnung zugrunde liegenden Wechselkurse mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss haben sich wie folgt entwickelt:
| Währungsraum | Stichtagskurs 31.12.2015 | Stichtagskurs 31.12.2014 | Durchschnittskurs 2015 | Durchschnittskurs 2014 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Großbritannien | GBP | 0,74 | 0,79 | 0,72 | 0,81 |
| Japan | JPY | 131,66 | 147,06 | 133,52 | 140,53 |
| Mexiko | MXN | 18,89 | 17,87 | 17,67 | 17,78 |
| Türkei | TRY | 3,18 | 2,83 | 3,04 | 2,91 |
| Argentinien | ARS | 14,11 | 10,38 | 10,40 | 10,49 |
| Kolumbien | COP | 3.421,08 | 2.856,89 | 3.047,79 | 2.639,71 |
| Brasilien | BRL | 4,26 | 3,26 | 3,70 | 3,11 |
| Diverse | USD | 1,09 | 1,22 | 1,11 | 1,34 |
In den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung gemäß IAS 21 zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Die hieraus resultierenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen erfasst.
Die in den in lokaler Währung aufgestellten Einzelabschlüssen enthaltenen, auf langfristige konzerninterne Darlehensforderungen und -verbindlichkeiten in Fremdwährung entfallenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden im Konzernabschluss gemäß IAS 21 direkt im Eigenkapital erfasst.
7 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Schätzungen und Annahmen
Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind in begrenztem Umfang Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen auswirken. Dabei werden sämtliche aktuell verfügbaren Erkenntnisse berücksichtigt. Wesentliche Annahmen und Schätzungen betreffen die Beurteilung der Werthaltigkeit immaterieller Vermögenswerte, die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Ermittlung latenter Steueransprüche, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen und Pensionsverpflichtungen sowie die nach IFRS 7 durchgeführten Sensitivitätsanalysen. Die tatsächlich eintretenden Werte können von den Schätzungen abweichen. Neue Erkenntnisse werden zum Zeitpunkt ihres Vorliegens erfolgswirksam berücksichtigt.
Immaterielle Vermögenswerte
Unter den immateriellen Vermögenswerten werden Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Patente, Software, Lizenzen und ähnliche Rechte ausgewiesen.
Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren. Die Schutzrechte sowie das Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren werden über eine Nutzungsdauer von 14 Jahren planmäßig abgeschrieben. Darüber hinaus gehende Wertminderungen werden durch außerplanmäßige Abschreibungen berücksichtigt.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden bis zum 31. Dezember 2003 entsprechend den handelsrechtlichen Bilanzierungsregeln mit ihren Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig abgeschrieben. Die Wertansätze der zum 31. Dezember 2003 ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden im Rahmen des Übergangs von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 festgeschrieben. Die Werthaltigkeit der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wird mindestens einmal jährlich und darüber hinaus unterjährig bei Vorliegen von Anzeichen einer Wertminderung durch einen Werthaltigkeits-Test geprüft.
Sachanlagen
Materielle Vermögenswerte, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.
Finanzierungskosten werden gemäß IAS 23 — sofern qualifizierte Vermögenswerte vorliegen — als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden als Aufwand erfasst.
Gewinne und Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| in Jahren | |
|---|---|
| Betriebs- und Geschäftsgebäude inklusive als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 25 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 6 bis 13 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 16 |
Liegen Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor und liegt der erzielbare Betrag unter den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, werden die Sachanlagen außerplanmäßig bis auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Bei den Betriebs- und Geschäftsgebäuden inklusive der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfolgen die Abschreibungen über die Nutzungsdauer unter Berücksichtigung eines kalkulierten Restwertes, sofern dieser wesentlich ist.
Wertminderung
Bei allen immateriellen Vermögenswerten sowie allen Gegenständen des Sachanlagevermögens wird die Werthaltigkeit des Buchwerts am Ende jedes Geschäftsjahres bei Vorliegen eines „triggering event" systematisch überprüft. Soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag ist jeweils der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert, das heißt dem Barwert der geschätzten Mittelzuflüsse aus dem Vermögenswert.
Sofern der Vermögenswert Teil einer selbstständigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) ist, wird die Abschreibung auf der Grundlage des erzielbaren Betrags dieser ZGE ermittelt. In den Fällen, in denen der erzielbare Betrag der ZGE den Buchwert unterschreitet, liegt in der Höhe der Differenz ein Abwertungsverlust („impairment loss") vor. Für Zwecke des Werthaltigkeits-Tests wird der erzielbare Betrag der ZGE in der Regel mit Hilfe eines Discounted-Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt. Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Vorsteuer-Diskontierungszinssatz (Weighted Average Cost of Capital [WACC]) von 8,22 % (Vorjahr: 8,76 %) verwendet. Für die ZGE in Argentinien wurde aufgrund der im Vorjahr abweichenden Kapitalstruktur in 2014 ein Vorsteuer-WACC von 8,89 % angewendet. Darüber hinaus werden länderspezifische Risikozu- und Wachstumsabschläge ermittelt. Dabei werden Prognosen hinsichtlich der Cashflows angestellt, die über die geschätzte Nutzungsdauer des Vermögenswertes oder der ZGE erzielt werden. Die Prognosen basieren auf der Unternehmensplanung für die folgenden drei Geschäftsjahre unter Berücksichtigung aktueller Entwicklungen und werden auf den Zeitpunkt der Überprüfung der Werthaltigkeit abgezinst. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der ZGE verbundenen Risiken. Die ermittelten Cashflows spiegeln Annahmen des Managements wider und werden durch externe Informationsquellen abgesichert. In Höhe der so ermittelten aufwandswirksamen Wertberichtigungen wird im ersten Schritt der einer ZGE gegebenenfalls zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein eventuell verbleibender Restbetrag wird buchwertproportional auf die anderen Vermögenswerte der jeweiligen ZGE verteilt.
Bei der Validierung der für die ZGE ermittelten Nutzungswerte werden die wesentlichen Parameter jeder ZGE jährlich überprüft. Zusätzlich werden die für das DCF-Modell herangezogenen wesentlichen Annahmen einer Sensitivitätsprüfung unterzogen, um die Belastbarkeit der Nutzungswerte zu testen. Die erzielbaren Beträge aller im edding Konzern getesteten ZGE lagen mit Ausnahme der ZGE in Argentinien deutlich über ihren jeweiligen Buchwerten. Bei der Ausnahme in Argentinien wurde bereits in Vorjahren das Anlagevermögen zum wesentlichen Teil wertgemindert und eine Wertaufholung war nicht vorzunehmen, da die Gründe für eine außerplanmäßige Wertminderung unverändert vorliegen.
Daher ist das Management der Ansicht, dass realistische Änderungen der wesentlichen Annahmen für die Ermittlung des erzielbaren Betrags der ZGE des edding Konzerns nicht zu einer Wertminderung führen würden und es wurde auf die Darstellung einer Sensitivitätsanalyse verzichtet
Die vorzunehmenden Wertberichtigungen werden in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung unter den Abschreibungen ausgewiesen.
Beim Wegfall der Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt eine Zuschreibung bis zur Höhe der um planmäßige Abschreibungen fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten (IAS 36). Auf Geschäfts- oder Firmenwerte sind keine Zuschreibungen zulässig.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien umfassen Grundstücke und Gebäude, die zur Erzielung von Mieteinahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten und nicht im Rahmen der Leistungserbringung oder zu Verwaltungszwecken genutzt werden. Diese werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und über die zugrunde gelegte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden entsprechen denen der eigengenutzten Immobilien.
Leasing
Die Klassifizierung und damit Bilanzierung richtet sich nach der Zurechnung des wirtschaftlichen Eigentums. Nach IAS 17 wird das wirtschaftliche Eigentum an den Leasinggegenständen dem Leasingnehmer zugerechnet, wenn dieser im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand trägt (Finance-Lease-Verträge). Bei Operating-Lease-Verträgen liegt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber und die Leasingzahlungen werden entsprechend beim Leasingnehmer ergebniswirksam als Aufwand erfasst. Gegenstände aus Finance-Lease-Verträgen werden hingegen zu ihrem beizulegenden Zeitwert oder zum Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser niedriger ist, aktiviert und über die Laufzeit des Leasingvertrages abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeiten werden bei Zugang in der Position Finanzschulden in gleicher Höhe passiviert. Der Zinsanteil der Leasingverbindlichkeiten wird über die Leasinglaufzeit in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung ausgewiesen.
Finanzanlagen
Sofern Anteile an Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierten Unternehmen bestehen, werden diese nach der Equity-Methode bewertet. Die Anteile werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen erfasst. Der Anteil des Konzerns am Erfolg der Unternehmen wird im Periodenergebnis als Teil des Finanzergebnisses unter „Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen" ausgewiesen. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt der edding Konzern fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition des Konzerns ein zusätzlicher Wertminderungsaufwand zu berücksichtigen ist.
Die übrigen im Finanzanlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft. Nach IAS 39 sind diese Finanzinstrumente grundsätzlich erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu erfassen. Sofern zum Bilanzstichtag für die Beteiligungen ein beizulegender Zeitwert nicht zuverlässig ermittelt werden konnte, werden diese mit den Anschaffungskosten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente im Sinne von IAS 39 sind im edding Konzern nur von untergeordneter Bedeutung. Sie werden hauptsächlich im Zusammenhang mit korrespondierenden Grundgeschäften abgeschlossen und dienen ausschließlich der Reduzierung von Ergebnisvolatilitäten.
Ein Teil der Warenbeschaffung für das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren erfolgt in Fernost. Die damit verbundenen Kursrisiken wurden partiell durch den Abschluss von Devisenoptionsgeschäften sowie Devisentermingeschäften abgesichert. Des Weiteren werden im edding Konzern wesentliche Zinsrisiken durch Zinsswaps gesichert.
Die Bewertung der derivativen Finanzinstrumente erfolgt nach IAS 39 im Zugangszeitpunkt und in Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert (Marktwert) gemäß IFRS 13. Der aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam erfasst, es sei denn, das Derivat ist als Sicherungsinstrument im Rahmen des Hedge Accounting designiert und effektiv. Im Falle des Vorliegens einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 für die Absicherung von Zahlungsströmen (Cashflow Hedge) wird der effektive Teil der Marktwertänderung des Derivats unter Berücksichtigung latenter Steuern unmittelbar im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird erfolgswirksam bilanziert. Mit Realisierung des Grundgeschäfts wird der effektive Teil erfolgswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert.
Ein Derivat wird als langfristiger Vermögenswert oder langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen, wenn die verbleibende Laufzeit des Instruments mehr als zwölf Monate beträgt und nicht erwartet wird, dass dieses innerhalb von zwölf Monaten realisiert oder abgewickelt wird. Anderenfalls werden Derivate als kurzfristige Vermögenswerte oder kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Vorräte
Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren werden grundsätzlich mit ihren durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse werden mit den Herstellungskosten unter Beachtung niedrigerer Nettoveräußerungswerte angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Finanzierungskosten werden nicht als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten berücksichtigt. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für Fertigstellung und Veräußerung notwendig sind.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Forderungen handelt es sich um Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit Laufzeiten über einem Jahr werden abgezinst. Einzelwertberichtigungen werden nur vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist, wobei der Betrag der Wertberichtigung hinreichend genau ermittelbar sein muss. Darüber hinaus werden pauschalierte Wertberichtigungen entsprechend IAS 39 gebildet. Die Umrechnung der Forderungen in fremder Währung erfolgt erfolgswirksam zum Stichtagskurs.
Latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden nach IAS 12 grundsätzlich für alle temporären Unterschiede zwischen den steuerlichen und den bilanziellen Wertansätzen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur in der Höhe erfasst, in der sie in Zukunft wahrscheinlich aufgrund deren Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen realisierbar sind. Die Wahrscheinlichkeit muss dabei durch entsprechende Geschäftspläne oder bei einer Verlusthistorie durch weitere substanzielle Nachweise unterlegt sein. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Zeitpunkt der Realisierung des Vermögenswertes oder der Erfüllung der Schuld zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder angekündigt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne unter Berücksichtigung des Gehalts- und Rententrends sowie der Fluktuation bewertet. Der Zinssatz richtet sich nach den Verhältnissen am jeweiligen Kapitalmarkt für langfristige Wertpapiere.
Für wertpapiergebundene Pensionszusagen, bei denen die zur Deckung der Verpflichtungen dienenden Vermögenswerte nicht alle notwendigen Bedingungen erfüllen, um als Planvermögen nach IAS 19 anerkannt zu werden, wird die Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Vermögenswerte durchgeführt, solange der beizulegende Zeitwert die garantierten Mindestzusagen nicht unterschreitet.
Die edding AG weist die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen nach IAS 19R in voller Höhe erfolgsneutral aus. Die gegen das Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung als gesonderte Eigenkapitalveränderung ausgewiesen. Auf die erfassten Wertänderungen der Pensionsrückstellungen werden latente Steuern berechnet, die ebenfalls ergebnisneutral erfasst werden.
Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen
Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe des erwarteten Ressourcenabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Enthält die Verpflichtung einen Zinsanteil, wird die Rückstellung mit dem Barwert angesetzt.
Verpflichtungen, die dem Grunde nach unzweifelhaft sind, deren Höhe oder Fälligkeit aber nicht eindeutig feststeht, werden als abgegrenzte Schulden ("accruals") unter den anderen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten und Darlehen werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten bewertet.
Nach der erstmaligen Erfassung werden Verbindlichkeiten und Darlehen gemäß IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen werden in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen passiviert, wenn dieser niedriger ist.
Aufwands- und Ertragsrealisierung
Umsätze werden unter Abzug von Erlösschmälerungen wie Boni, Skonti oder Rabatte mit Erbringung der Leistung beziehungsweise Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Dividenden werden mit Entstehen des Rechtsanspruchs vereinnahmt. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden gemäß IAS 20 nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden passivisch abgegrenzt und grundsätzlich in den Perioden erfolgswirksam erfasst, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen.
Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen
Für das Geschäftsjahr 2015 wurden alle Rechnungslegungsstandards angewendet, die bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 in der EU zwingend anzuwenden waren. Von einer vorzeitigen Anwendung noch nicht verpflichtend per 31. Dezember 2015 anzuwendender Standards wurde bis auf eine Ausnahme abgesehen. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2015 waren folgende durch das IASB neu herausgegebene oder überarbeitete und von der Europäischen Union anerkannte Standards und Interpretationen erstmalig verpflichtend anzuwenden beziehungsweise werden von edding im Geschäftsjahr 2015 vorzeitig angewendet:
| Standard / Interpretation | Inhalt der Neuerung / Überarbeitung | Anwendungspflicht |
|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||
| IFRIC 21 | Abgaben | 17.06.2014 (EU) |
| Änderungen von Standards | ||
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2011 - 2013) | 01.01.2015 |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2010 - 2012) | 01.02.2015 (EU) |
Die jährlichen Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2010-2012) beinhalten eine Klarstellung zu IFRS 8 „Geschäftssegmente". Laut IFRS 8 ist nach dem ab dem 1. Februar 2015 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden Zyklus 2010-2012 die Angabe der Bewertung aller Vermögenswerte und Schulden in den Angaben zur Segmentbericht-erstattung zu veröffentlichen, wenn diese in der internen Berichterstattung an den „Chief Operating Decision Maker" des Unternehmens enthalten ist. Zudem ist nur in diesem Fall eine Überleitungsrechnung des Gesamtbetrags der Vermögenswerte der berichtspflichtigen Segmente zu den Vermögenswerten des Unternehmens zu präsentieren. edding verzichtet auf den separaten Ausweis von Segmentvermögen nach IFRS 8 im Konzernabschluss bereits ab dem Geschäftsjahr 2015, da eine solche Darstellung nicht für interne Steuerungszwecke genutzt wird.
Die neu anzuwendenden Standards hatten ebenso wie die weiteren erstmalig anzuwendenden Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der edding AG.
Nicht angewandte, bereits veröffentlichte Standards und Interpretationen
Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards, Überarbeitungen und Interpretationen mit möglicher Relevanz für den edding Konzern verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2015 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren:
| Standard / Interpretation | Inhalt der Neuerung / Überarbeitung | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU | Voraussichtliche Auswirkungen |
|---|---|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | ||||
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 | ja | Höhere Flexibilität bei der Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten; keine wesentlichen Auswirkungen der neuen Regeln zur Erfassung von Wertminderungen |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.2016 | nein | keine |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | ja | ggf. Auswirkungen auf den Ausweis der Werbekostenzuschüsse |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 | ja | Die Auswirkungen werden derzeit geprüft. |
| Änderungen von Standards | ||||
| IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 01.07.2014 | ja (17.12.2014) | keine |
| IAS 1 | Leitlinien zur Umsetzung des Konzepts der Wesentlichkeit | 01.01.2016 | ja | Verschiedene allgemeingültige und für den edding Konzern nicht relevante Definitionen können wegfallen. |
| IAS 16 / 38 | Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden | 01.01.2016 | ja | keine |
| IAS 16 / 41 | Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen | 01.01.2016 | ja | keine |
| IAS 27 | Equity-Methode im separaten Abschluss | 01.01.2016 | ja | keine |
| IFRS 10 / IFRS 12 /IAS 28 | Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme | 01.01.2016 | ja | keine |
| IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit | 01.01.2016 | ja | keine |
| Diverse | Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2012 - 2014) | 01.01.2016 | ja | keine |
| IAS 12 | Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste | 01.01.2017 | ja | keine |
| IAS 7 | Leitlinien zur Umsetzung des Konzepts der Wesentlichkeit | 01.01.2017 | ja | Die Auswirkungen werden derzeit noch geprüft. |
| IFRS 10 / IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | verschoben | verschoben | Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich des endgültigen Standards findet bisher keine Auswertung der Auswirkung statt. |
Der edding Konzern wird die genannten Standards und Interpretationen grundsätzlich ab der Berichtsperiode anwenden, ab welcher diese verpflichtend anzuwenden sind.
8 Anpassung Ergebnis je Aktie
Die Darstellung des Ergebnisses je Aktie wurde im vorliegenden Abschluss gegenüber dem bisherigen Ausweis nach IAS 8 angepasst und neben dem nach IAS 33 anzugebenden Ergebnis je Stammaktie wird nunmehr auch ein Ergebnis je Vorzugsaktie berichtet. Diese Darstellung wurde bereits im Halbjahresabschluss zum 30. Juni 2015 gewählt. Dabei werden die Dividenden und der nicht ausgeschüttete Gewinn auf die Stamm- und Vorzugsaktien allokiert. Die Anpassung führt aus Sicht der Gesellschaft zu einer transparenteren und sachgerechteren Darstellung des Ergebnisses je Aktie im Einklang mit IAS 33.
Die folgende Tabelle stellt das Ergebnis je Aktie nach neuer und vorheriger Berechnungsmethode zum 31. Dezember 2014 gegenüber:
Für weitere Details sowie die entsprechenden Informationen für das aktuelle Berichtsjahr verweisen wir auf Textziffer 34. Darüber hinaus werden die besonderen aus der Satzung und dem Gesetz bestehenden Rechte von Aktiengattungen, die sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert haben, in Textziffer 18 erläutert.
| 2014 | 2014 | |
|---|---|---|
| berichtet | angepasst | |
| --- | --- | --- |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie (600.000 Stück) | 12,30 € | 7,66 € |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie (473.219 Stück) | - | 7,82 € |
Erläuterungen zur Konzernbilanz
9 Immaterielle Vermögenswerte
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung in den Jahren 2015 und 2014 sind unter Textziffer 2 dargestellt.
Die im Konzernanlagenspiegel der edding AG ausgewiesenen übrigen immateriellen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Schutzrechte sowie Know-how für Produktionsverfahren des Segments Schreiben und Markieren in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 45) sowie Software in Höhe von TEUR 389 (Vorjahr: TEUR 331).
Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts betrifft die niederländische Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 2.754 (Vorjahr: TEUR 2.754). Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen, wobei die Nutzungswerte der Tochtergesellschaften die erzielbaren Beträge darstellen. Für die Beschreibung der Vorgehensweise, der relevanten Parameter und der Sensitivitätsanalyse verweisen wir auf die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Textziffer 7.
Im laufenden Geschäftsjahr ergab sich aus dem Werthaltigkeitstest des auf die niederländische Tochtergesellschaft entfallenden Geschäfts- oder Firmenwerts kein Abwertungsbedarf.
Im Berichtsjahr wurden wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen aktiviert, da die Voraussetzungen gemäß IAS 38 nicht erfüllt werden konnten. Die Summe der im Geschäftsjahr 2015 angefallenen Forschungs- und Entwicklungsausgaben beträgt TEUR 1.079 (Vorjahr: TEUR 885), die wie im Vorjahr vollständig aufwandswirksam erfasst wurden.
10 Sachanlagen
Die edding AG hat ihren Sitz auf einem Betriebsgrundstück im Gewerbegebiet in Ahrensburg. Das Grundstück ist mit einer Grundschuld zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 8.181 (Vorjahr: TEUR 8.181) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die besicherten Darlehen mit TEUR 3.000 (Vorjahr: TEUR 3.650).
Die Immobilie der DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG in Wunstorf ist mit Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe von TEUR 5.522 (Vorjahr: TEUR 5.522) belastet. Zum Bilanzstichtag valutieren die forfaitierten Leasingzahlungen mit TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 564).
Hinsichtlich der Immobilie der edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG in Bautzen bestehen Grundschulden zugunsten von Geschäftsbanken in Höhe TEUR 6.953 (Vorjahr: TEUR 6.953). Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 356 (Vorjahr: TEUR 866).
Beschränkungen von Verfügungsrechten bei Sachanlagen liegen nicht vor. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Vermögenswerte identifiziert, die gemäß IFRS 5 als „zur Veräußerung gehalten" zu klassifizieren waren. Keine Sachanlagen wurden dauerhaft stillgelegt. Im Vorjahr wurde ein nicht mehr selbst genutzter Lagergebäudeteil am Sitz der edding AG in Ahrensburg als Finanzinvestition gehaltene Immobilie klassifiziert und aus dem Sachanlagevermögen umgegliedert (siehe auch nachfolgende Textziffer 11).
Zum 31. Dezember 2015 bestehen keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen.
Im Berichtsjahr wurden von den vereinnahmten öffentlichen Beihilfen (Investitionszulagengesetz) TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 185) passivisch abgegrenzt. Aus der passiven Abgrenzung konnten im Geschäftsjahr 2015 TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 45) erfolgswirksam aufgelöst werden.
11 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
In der Bilanzposition „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" wird ein nicht mehr selbst genutztes und nunmehr zur Vermietung gehaltenes Lagergebäude am Verwaltungssitz der edding AG und der dazugehörige Grundstücksanteil ausgewiesen. Im August 2014 erfolgte mit der Nutzungsänderung eine Umgliederung aus dem Sachanlagevermögen. Die Überleitung des Buchwertes der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien befindet sich im Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2014 unter Textziffer 2.
Der auf die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien entfallende Grundstücksanteil dient als Sicherheit für finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber Banken (siehe Textziffer 10).
Im Geschäftsjahr wurden Mieteinahmen in Höhe von TEUR 205 (Vorjahr: TEUR 52) erzielt. Der Leasingvertrag ist den Regelungen des IAS 17 folgend als Operating-Lease zu klassifizieren. Die Aufwendungen für Instandhaltungen und Reparaturen für als Finanzinvestition gehaltene Immobilien belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 82) und enthalten zum Teil Einmalaufwendungen.
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt abgeleitet aus einem Immobilienwertgutachten TEUR 2.889 (Vorjahr: TEUR 2.889). Das Gutachten wurde in 2013 von einem externen Sachverständigen nach dem Ertragswertverfahren erstellt. Für Zwecke der Bewertung müssen Gutachter Faktoren, wie künftig zu erzielende Mieterträge und anzuwendende Kalkulationszinssätze, schätzen, die unmittelbar Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert haben. Im Berichtsjahr 2015 gab es keine wesentliche Änderung des beizulegenden Zeitwerts, da die Abnutzung im Wesentlichen den Investitionen entspricht.
Aus dem bestehenden ordentlich unkündbaren Mietverhältnis im Wege des Operating-Leasing werden folgende Mietzahlungen ohne vertraglich vereinbarte Nebenkostenzahlungen in den nächsten Jahren erwartet:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| bis 1 Jahr | 226 | 205 |
| 1 - 5 Jahre | 912 | 908 |
| über 5 Jahre | - | 230 |
| 1.138 | 1.343 |
12 Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen
Zum 31. Dezember 2014 hatte der edding Konzern Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 3.440 ausgewiesen, die ausschließlich auf das Unternehmen Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, entfielen. Da der edding Konzern zum 31. Dezember 2015 trotz unveränderter Stimmrechtsquote sowie der Besetzung eines Aufsichtsratspostens seinen maßgeblichen Einfluss nicht mehr im Sinne des IAS 28 ausüben kann, musste die Bilanzierung at-equity beendet werden. Die Beteiligung wird daher zum 31. Dezember 2015 gemäß IAS 39 als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswert mit den Anschaffungskosten nach IAS 39.46(c) ausgewiesen (siehe Textziffer 13). Im Zeitpunkt der Umgliederung wurde die Beteiligung mit TEUR 3.334 bewertet.
Der Aufwand aus at-equity bewerteten Unternehmen in Höhe von TEUR 106 setzt sich aus Währungskursverlusten in Höhe von TEUR 808 und einer Steigerung des Beteiligungswertes in Höhe von TEUR 702 zusammen.
Damit bestehen zum 31. Dezember 2015 keine Anteile an at-equity bilanzierten Unternehmen mehr. Zum Vorjahresstichtag wurde die Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, als assoziiertes Unternehmen wie folgt bilanziert:
| 31.12.2014 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Erlöse | 24.734 |
| Jahresergebnis | 283 |
| Langfristige Vermögenswerte | 14.693 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 13.683 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 6.396 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 5.390 |
| Nettovermögen | 16.590 |
| Anteilsquote in Prozent | 20,74 |
| Anteiliges Nettovermögen | 3.440 |
13 Sonstige Finanzanlagen und Beteiligungen
Die Beteiligungen an nicht konsolidierten Unternehmen werden nach IAS 39 als „zur Veräußerung verfügbar" eingestuft und enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar waren. Die Anteile wurden daher am Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 3.474 (Vorjahr: TEUR 147) zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die Erhöhung um TEUR 3.327 resultiert in Höhe von TEUR 3.334 aus der Umgliederung der Beteiligung an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien, von at-equity bilanzierten Unternehmen in die sonstigen Beteiligungen (siehe Textziffer 12) sowie aus Abgängen in Höhe von TEUR 7.
14 Vorräte
Der ausgewiesene Vorratsbestand setzt sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 2.941 | 3.514 |
| Unfertige Erzeugnisse | 716 | 648 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 25.434 | 24.455 |
| 29.091 | 28.617 |
Es bestehen keine Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Ebenso wurden keine Vorräte als Sicherheit für Verbindlichkeiten verpfändet. Zum Bilanzstichtag bestanden Wertberichtigungen aufgrund von niedrigeren Nettoveräußerungswerten von TEUR 3.157 (Vorjahr: TEUR 3.496). Die Veränderungen der Wertberichtigungen werden unter dem Materialaufwand erfasst.
Vorräte werden sowohl auf Basis von Reichweitenanalysen als auch auf Basis einer individualisierten Einschätzung wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine Vorräte (Vorjahr: TEUR 546) aufwandswirksam wertberichtigt. In Höhe von TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 123) wurden in Vorperioden erfasste Wertberichtigungen ertragswirksam eliminiert.
15 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen / Sonstige Forderungen und Vermögenswerte
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 21.453 | 20.828 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 6.608 | 5.578 |
| 28.061 | 26.406 | |
| Davon mit einer Restlaufzeit von: | ||
| bis zu 1 Jahr | 23.541 | 22.599 |
| über 1 Jahr | 4.520 | 3.807 |
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamt | Davon langfristig | Davon kurzfristig | Gesamt | Davon langfristig | Davon kurzfristig | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktivwerte von Versicherungen / | ||||||
| Wertpapierfonds zur Finanzierung betrieblicher Altersvorsorge | 3.612 | 3.584 | 28 | 2.973 | 2.935 | 38 |
| Derivate | 925 | — | 925 | 64 | — | 64 |
| Mitarbeiterdarlehen | 501 | 419 | 82 | 496 | 424 | 72 |
| Umsatzsteuerforderungen | 459 | 53 | 406 | 463 | 61 | 402 |
| Forderungen aus Verkauf der Olivagro S.A. | 230 | 184 | 46 | 238 | 197 | 41 |
| Wertpapiere | 195 | — | 195 | 496 | — | 496 |
| Forderungen Lieferanten | 171 | — | 171 | 142 | — | 142 |
| Mietkautionen | 166 | 75 | 91 | 180 | 94 | 86 |
| Geleistete Anzahlungen | 34 | — | 34 | 35 | — | 35 |
| Übrige | 315 | 117 | 198 | 491 | 90 | 401 |
| 6.608 | 4.432 | 2.176 | 5.578 | 3.801 | 1.777 |
Bei bestehenden Ausfall- und Transferrisiken werden die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte mit dem niedrigeren realisierbaren Betrag unter Berücksichtigung von Einzelwertberichtigungen angesetzt. Zum 31. Dezember 2015 bestehen Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.413 (Vorjahr: TEUR 1.453).
Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen und Vermögenswerte vorgenommen.
Es bestehen wie im Vorjahr keine wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Im edding Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern und Kunden verteilt sind.
Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 1.453 | 1.350 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 153 | 353 |
| Inanspruchnahme | —86 | —222 |
| Auflösung | —107 | —28 |
| Stand 31.12. | 1.413 | 1.453 |
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Weder überfällig noch wertgemindert | 20.009 | 19.270 |
| Überfällig, nicht einzelwertberichtigt in folgenden Zeitbändern: | ||
| < 1 Monat | 661 | 714 |
| 1 - 3 Monate | 577 | 433 |
| 3 - 6 Monate | 176 | 126 |
| 6 -12 Monate | —60 | 58 |
| > 12 Monate | 90 | 227 |
| Summe | 1.444 | 1.558 |
| Einzelwertberichtigte Forderungen | — | — |
| Buchwert (netto) | 21.453 | 20.828 |
Bei den 6 bis 12 Monate überfälligen aber nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist eine noch nicht verrechnete Gutschrift in Höhe von TEUR 95 enthalten, so dass das entsprechende Zeitband in Summe einen negativen Wert aufweist.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen, deren Einbringlichkeit aus Sicht des edding Konzerns als unwahrscheinlich eingestuft wird, wurden wie im Vorjahr vollständig wertgemindert.
Für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte bestehen zum Bilanzstichtag bis auf die wertberichtigten Salden keine überfälligen Ansprüche.
16 Flüssige Mittel
Als flüssige Mittel werden Kassenbestände, Schecks und sofort verfügbare Bankguthaben erfasst.
Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag von TEUR 17.111 (Vorjahr: TEUR 10.324) betrifft im Wesentlichen Bankguthaben.
17 Rechnungsabgrenzungsposten
Die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten enthalten im Wesentlichen im Voraus gezahlte Versicherungsprämien, Mieten, Marketingaufwendungen und Wartungskosten.
18 Eigenkapital
Die Eigenkapitalentwicklung im Geschäftsjahr 2015 ist aus der Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich.
Das Grundkapital betrug am Bilanzstichtag TEUR 5.366 (Vorjahr: TEUR 5.366). Es ist eingeteilt in 600.000 Stück Stammstückaktien und 473.219 Stück Vorzugsstückaktien im rechnerischen Wert von je EUR 5,00 pro Stück. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber. Die Vorzugsstückaktien sind stimmrechtslos. Gemäß § 19 der Satzung erhalten die Inhaber von Vorzugsaktien ohne Stimmrecht aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 2 % höhere Dividende als die Inhaber von Stammaktien, jedoch mindestens eine Dividende in Höhe von 4 % des auf jede der Vorzugsaktien entfallenden anteiligen Betrages des Grundkapitals.
Hinsichtlich der besonderen Rechte von Vorzugsaktionären verweisen wir auf die allgemein gültigen gesetzlichen Regelungen des § 140 Abs. 2 AktG. Ist der Vorzug nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt und im nächsten Jahr nicht neben dem vollen Vorzug für dieses Jahr nachgezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis die Rückstände gezahlt sind. Ist der Vorzug nicht nachzuzahlen und wird der Vorzugsbetrag in einem Jahr nicht oder nicht vollständig gezahlt, so haben die Vorzugsaktionäre das Stimmrecht, bis der Vorzug in einem Jahr vollständig gezahlt ist. Solange das Stimmrecht besteht, sind die Vorzugsaktien auch bei der Berechnung einer nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Kapitalmehrheit zu berücksichtigen.
Die Kapitalrücklage enthält die bei der Ausgabe von Vorzugs- und Stammstückaktien über den Nennbetrag hinaus erzielten Beträge.
Der Ausgleichsposten für Fremdwährungsumrechnung resultiert aus der Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen.
Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Weiterhin erfolgte in den Gewinnrücklagen teilweise die Verrechnung von aktiven Unterschiedsbeträgen aus der Kapitalkonsolidierung, die vor der Umstellung auf IFRS entstanden sind. Zudem werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen nach IAS 19 vollständig erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Die entsprechenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Im Eigenkapital wird unter Berücksichtigung der Entstehung von latenten Steuereffekten erfolgsneutral eine Cashflow Hedge Rücklage gebildet. Die Rücklage enthält die nicht realisierten Gewinne aus Derivaten, welche die Voraussetzungen des Hedge Accounting nach IAS 39 erfüllen.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter bestehen an nachfolgend aufgeführten Tochtergesellschaften. Weitere Angaben zu den Gesellschaften befinden sich unter Textziffer 46.
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Konzerngesellschaft | Mitgesellschafter | Kapitalanteil | Kapitalanteil | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| % | TEUR | % | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| edding Colombia S.A.S. | lokales Management | 40 | 48 | 40 | 82 |
| edding Japan Inc. | lokales Management | 24 | 197 | 24 | 256 |
| 245 | 338 |
Der Kapitalanteil entspricht dem Stimmrechtsanteil. Die den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugewiesenen Anteile am Konzernjahresergebnis und am sonstigen Ergebnis sowie die ihnen zugewiesenen Dividendenanteile werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesen. Der auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallende Ergebnisbeitrag aus dem sonstigen Ergebnis entfällt auf die Währungsumrechnung. Nachfolgend werden die zusammengefassten Finanzinformationen für Tochterunternehmen mit wesentlichen nicht beherrschenden Anteilen dargestellt.
| edding Colombia S.A.S | edding Japan Inc. | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Erlöse und Erträge | 3.736 | 3.562 | 8.593 | 9.229 |
| Aufwendungen | 3.795 | 3.573 | 8.954 | 9.165 |
| Jahresergebnis - Anteil edding Konzern | —35 | —7 | -274 | 48 |
| Jahresergebnis - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter | —24 | —4 | -87 | 16 |
| Langfristige Vermögenswerte | 568 | 645 | — | 23 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 3.364 | 3.319 | 1.268 | 1.723 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 1.509 | 387 | — | — |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | 2.304 | 3.370 | 445 | 682 |
| Eigenkapital - edding Konzern | 72 | 124 | 626 | 808 |
| Eigenkapital - Anteil nicht beherrschender Gesellschafter | 48 | 82 | 197 | 256 |
| Dividendenanteile nicht beherrschender Gesellschafter | — | — | — | — |
Die nicht beherrschenden Gesellschafter halten keine besonderen Schutzrechte. Garantiezahlungen sind nicht vereinbart. Der Zugriff auf Vermögenswerte der Tochterunternehmen ist nicht beschränkt. Der edding Konzern haftet für die Kontokorrentverbindlichkeiten der kolumbianischen Tochtergesellschaft in Höhe von maximal TUSD 2.000. Die Kreditlinie wurde durch die Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 mit TUSD 1.453 in Anspruch genommen.
19 Rückstellungen für Pensionen
Die edding AG sowie die inländischen Konzerngesellschaften edding International GmbH, edding Vertrieb GmbH, Legamaster GmbH und V. D. Ledermann & Co. GmbH haben verschiedene Pensionspläne, die zum größten Teil als einzel- und tarifvertraglich geregelte Zusagen aus leistungsorientierten Pensionsplänen an Vorstände, Geschäftsführer und Mitarbeiter ausgestaltet sind. Die Höhe der Pensionsleistung wird bei den tariflichen Zusagen anhand der Beschäftigungsdauer und der zukünftigen geschätzten Gehalts- und Pensionstrends bestimmt.
Bei der Bewertung der zugesagten Leistungen wird in wertpapiergebundene und nicht wertpapiergebundene Verpflichtungen unterteilt. Die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen werden jährlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens („Projected Unit Credit Method") versicherungsmathematisch berechnet. Die wertpapiergebundenen Pensionsrückstellungen werden mit dem beizulegenden Zeitwert der Wertpapiere bewertet, solange der Zeitwert den garantierten Mindestbetrag nicht unterschreitet. Die zugrundeliegenden Wertpapiere qualifizieren nicht als Planvermögen gemäß den Kriterien des IAS 19. Der beizulegende Zeitwert der Wertpapiere beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 3.584 (Vorjahr: TEUR 2.936). Auch für die nicht wertpapiergebundenen zugesagten Leistungen liegt kein Planvermögen vor.
Die Finanzierung der betrieblichen Altersversorgung erfolgt für die Mitarbeiter und zu einem geringen Teil für die Vorstände durch Fonds, die zurzeit ausschließlich aus Wertpapieren bestehen.
Den Risiken wird dadurch begegnet, dass die Versorgungspläne regelmäßig überprüft und bei Bedarf entsprechend angepasst werden. Das Wertpapierportfolio wird durch einen professionellen Vermögensverwalter gemanagt. Dabei wird der Wert der Wertpapiere kontinuierlich beobachtet und Gegenmaßnahmen werden noch vor Unterschreitung des auf Basis der Mindestverzinsung errechneten Wertes eingeleitet.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus den leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen werden vollständig erfolgsneutral gegen das Eigenkapital verrechnet und außerhalb der Konzerngewinn- und -verlustrechnung in der Konzerngesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Die hierauf zu bildenden latenten Steuern werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst.
Die Pensionsverpflichtungen des Konzerns teilen sich wie folgt in wertpapiergebundene und rückstellungsfinanzierte Pensionszusagen auf:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert von Einzelzusagen | 11.643 | 12.335 |
| Anwartschaftsbarwert wertpapiergebundener Pensionszusagen | 3.584 | 2.936 |
| Anwartschaftsbarwert = Bilanzwert | 15.227 | 15.271 |
Der Anwartschaftsbarwert entwickelte sich insgesamt wie folgt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Anwartschaftsbarwert (DBO) 01.01. | 15.271 | 14.004 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 174 | 169 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung | 264 | 409 |
| Wertänderung der zusätzlichen Verpflichtung aus Wertpapieren | 525 | —83 |
| Versicherungsmathematische Verluste | 133 | 1.927 |
| Pensionszahlungen für Versorgungsverpflichtungen | —1.204 | —1.180 |
| Zuwendungen durch Arbeitnehmer | 64 | 25 |
| Anwartschaftsbarwert (DBO) 31.12. | 15.227 | 15.271 |
Der laufende Dienstzeitaufwand betrifft mit TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 30) Mitglieder des Vorstandes.
In den Anwartschaftsbarwerten sind kumulierte versicherungsmathematische Verluste in Höhe von TEUR 4.620 (Vorjahr: kumulierte Verluste in Höhe von TEUR 4.487) enthalten, die erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die korrespondierenden latenten Steuereffekte wurden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Veränderung der versicherungsmathematischen Verluste resultiert aus Bestandsänderungen sowie der Veränderung von Zins- und Trendannahmen.
Die Berechnung der Pensionsverpflichtung erfolgt nach versicherungsmathematischen Methoden durch unabhängige Gutachter unter Berücksichtigung der nachfolgenden Annahmen. Diese Berechnungsparameter werden jährlich geschätzt:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz | 2,1 % - 2,6 % | 1,8 % - 2,1 % |
| Gehaltsteigerungstrend | 0,0 % | 0,0 % |
| Rentensteigerungstrend | 0,0 % - 1,8 % | 0,0 % - 1,8 % |
Weiter dienten als Basis für die Berechnung wie auch im Vorjahr die Sterbetafeln "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Außerdem wurde eine alters- und geschlechtsspezifisch geschätzte Fluktuationswahrscheinlichkeit angesetzt. Der Gehaltsteigerungstrend umfasst erwartete zukünftige Gehaltsteigerungen, die unter anderem in Abhängigkeit von der Inflation geschätzt werden und beträgt Null, da die nicht wertpapiergebundenen Pensionsverpflichtungen ausschließlich laufende Renten betreffen.
Der Nettopensionsaufwand (einschließlich Zinsaufwand) wird in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung als Personalaufwand sowie im Finanzergebnis (Entwicklung der zur Deckung der Pensionsverpflichtungen angeschafften Wertpapiere) ausgewiesen und setzt sich wie folgt zusammen:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwand für im Berichtsjahr erdiente Pensionsansprüche (laufender Dienstzeitaufwand) | 174 | 169 |
| Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtung | 264 | 409 |
| Nettopensionsaufwand | 438 | 578 |
Die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme werden als Aufwand im betreffenden Geschäftsjahr im Personalaufwand ausgewiesen und beliefen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 1.986 (Vorjahr: TEUR 1.872). Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen an staatliche Rentenversicherungsträger aufgrund gesetzlicher Bestimmungen.
Eine Veränderung der oben aufgeführten Berechnungsparameter um 50 Basispunkte (Abzinsungssatz) beziehungsweise 25 Basispunkte (Rentensteigerungstrend) würde den Anwart-schaftsbarwert um die folgenden Beträge erhöhen beziehungsweise vermindern:
| Veränderung der DBO | Anstieg / Rückgang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungsatz | — 50 BP | 609 | 669 |
| + 50 BP | —566 | —620 | |
| Rentensteigerungstrend | + 25 BP | 190 | 215 |
| — 25 BP | —185 | —209 |
Die Veränderung der Lebenserwartung um ein Jahr hätte folgende Auswirkungen:
| Veränderung der DBO | Anstieg / Rückgang | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Lebenserwartung | + 1 Jahr | 758 | 792 |
| — 1 Jahr | —736 | —769 |
Die Berechnung der Sensitivitäten erfolgt nach den gleichen versicherungsmathematischen Methoden wie die Berechnung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen. Insbesondere aufgrund des Zinseszinseffekts haben Erhöhung und Senkung der Zinssätze nicht den gleichen absoluten Effekt. Bei gleichzeitiger Änderung mehrerer Annahmen entspricht der kumulierte Effekt nicht zwingend der Summe der Einzeleffekte. Des Weiteren verhält sich die Änderung des Anwartschaftsbarwertes nicht notwendigerweise linear zu einer Änderung der Annahmen.
Für das Geschäftsjahr 2016 werden Arbeitgeberbeiträge zu leistungsorientierten Versorgungsplänen in Höhe von TEUR 250 erwartet.
Die durchschnittliche gewichtete Laufzeit der Leistungsverpflichtung beträgt 13,0 Jahre. Die in den nächsten 10 Jahren erwarteten Leistungszahlungen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| 31.12.2015 | |
|---|---|
| TEUR | |
| --- | --- |
| Erwartete Leistungsauszahlungen | |
| 2016 | 1.263 |
| 2017 | 1.286 |
| 2018 | 1.147 |
| 2019 | 1.120 |
| 2020 | 1.040 |
| 2021-2025 | 4.615 |
20 Sonstige lang- und kurzfristige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
Sonstige langfristige Rückstellungen
| Sonstige langfristige Rückstellungen | Sonstige kurzfristige Rückstellungen | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2014 | 639 | — |
| Inanspruchnahme | —68 | — |
| Auflösung | —89 | — |
| Währungsdifferenzen | 2 | — |
| Zuführung | 143 | — |
| Umgliederung Fristigkeit | -22 | 22 |
| Stand 31.12.2014 | 605 | 22 |
| Inanspruchnahme | —111 | —2 |
| Auflösung | — | — |
| Währungsdifferenzen | —2 | 5 |
| Zuführung | 55 | 364 |
| Stand 31.12.2015 | 546 | 389 |
Die langfristigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen. Die Jubiläumsverpflichtungen sind als „other long term employee benefits" mittels des Anwartschaftsbarwertverfahrens versicherungsmathematisch mit einem Rechnungszins von 2,6 % (Vorjahr: 2,1 %) unter Berücksichtigung einer Gehaltserhöhung von 2,0 % p.a. (Vorjahr: 2,0 % p.a.) und einer geschätzten firmenspezifischen Fluktuation berechnet worden. Die auf die Jubiläumszuwendungen entfallenden Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sind in die Bewertung eingeflossen.
Die kurzfristigen Rückstellungen betreffen insbesondere Restrukturierungsrückstellungen sowie Gewährleistungsrückstellungen für Ansprüche innerhalb eines Jahres. Im Berichtsjahr wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 369 (inklusive Währungseffekte; Vorjahr: TEUR 0) für die Auflösung der Tochtergesellschaft edding Japan Inc. erfasst. Die bisher von der Tochtergesellschaft wahrgenommenen operativen Tätigkeiten werden ab dem 1. Januar 2016 von der edding International GmbH übernommen.
21 Lang- und kurzfristige Finanzschulden
Die Finanzschulden setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.063 | 5.823 |
| Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 3.058 | 2.074 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 3.505 | 2.749 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 500 | 1.000 |
| Grundpfandrechtlich gesichert | 3.356 | 4.516 |
| Übrige Finanzverbindlichkeiten | 3.336 | 3.892 |
| Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 3.336 | 3.805 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | — | 87 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | — | — |
| Grundpfandrechtlich gesichert | 87 | 564 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Laufzeit von über einem Jahr dienen zur Finanzierung der Ausweitung der Vorratsbestände.
Die übrigen Finanzverbindlichkeiten umfassen im Geschäftsjahr 2015 wie im Vorjahr forfaitierte Leasingraten zur Finanzierung einer Immobilie sowie darüber hinaus Kaufpreisverbindlichkeiten aus einer Anteilsübernahme.
22 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen / Andere lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.265 | 4.870 |
| Davon Restlaufzeit bis 1 Jahr | 5.265 | 4.870 |
| Andere Verbindlichkeiten | 15.681 | 15.605 |
| Davon | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 14.445 | 15.112 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 870 | 431 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 366 | 62 |
In den anderen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten sind abgegrenzte Schulden in Höhe von TEUR 13.572 (Vorjahr: TEUR 13.526) enthalten. Der Leistungsaustausch hat bereits stattgefunden, wurde aber noch nicht in Rechnung gestellt. Hinsichtlich Höhe und Zeitpunkt der Erfüllung der Verpflichtung besteht ein wesentlich höherer Grad der Sicherheit als bei den Rückstellungen. Die abgegrenzten Schulden enthalten folgende wesentliche Posten:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Kundenboni und Werbekostenzuschüsse | 5.837 | 6.046 |
| Ergebnisabhängige und einmalige Vergütungen Mitarbeiter | 4.875 | 4.369 |
| Urlaubsentgelt und Zeitguthaben | 969 | 856 |
| Übrige | 1.891 | 2.255 |
| 13.572 | 13.526 |
23 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestanden Eventualverbindlichkeiten aus gewährten Bürgschaften in Höhe von TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 244).
Weitere Eventualverbindlichkeiten oder Haftungsverhältnisse bestanden nicht.
24 Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei den sonstigen finanziellen Verpflichtungen handelt es sich um Aufwendungen aus Operating-Lease-Verpflichtungen für Fuhrpark, Lagertechnik und Software sowie um Mietverpflichtungen. Die Verpflichtungen haben folgende Fälligkeiten:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Leasing- und Mietverpflichtungen | ||
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 2.192 | 2.223 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 2.491 | 2.820 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 82 | 82 |
| 4.765 | 5.125 |
Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Aufwand aus Operating-Lease-Kontrakten auf TEUR 2.606 (Vorjahr: TEUR 2.452).
Aus wesentlichen langfristigen Dienstleistungsverträgen für ausgelagerte Logistikdienstleistungen erwartet der edding Konzern folgende Mindestverpflichtungen mit den nachfolgenden Fälligkeiten:
| 31.12.2015 TEUR |
31.12.2014 TEUR |
|
|---|---|---|
| Erwartete Mindestverpflichtungen aus langfristigen Dienstleistungsverträgen | ||
| bis 1 Jahr | 1.374 | 1.367 |
| 1 - 5 Jahre | 3.880 | 5.011 |
| über 5 Jahre | — | — |
| 5.254 | 6.378 |
Die zukünftigen Einnahmen aus Untervermietungen als Leasinggeber, die in den Jahren 2016 bis 2020 fällig werden, belaufen sich auf TEUR 141 (Vorjahr: Fälligkeit von TEUR 367 in den Jahren 2015 bis 2019). Künftige Mieteinnahmen, die der edding Konzern als Leasinggeber aus bestehenden Operating-Lease-Verträgen im Zusammenhang mit als Finanzinvestition gehaltenen Immobilen erwartet, werden unter Textziffer 11 aufgeführt und sind hier nicht enthalten.
Erläuterungen zur Konzerngewinn- und -verlustrechnung
25 Umsatzerlöse
| 2015 | 2014 | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Schreiben und Markieren | ||||
| Inland | 41.233 | 39.512 | 1.721 | 4,4 |
| Übriges Europa | 46.197 | 43.744 | 2.453 | 5,6 |
| Übersee | 11.632 | 10.067 | 1.565 | 15,6 |
| 99.062 | 93.323 | 5.739 | 6,1 | |
| Visuelle Kommunikation | ||||
| Inland | 13.688 | 12.098 | 1.590 | 13,1 |
| Übriges Europa | 17.617 | 15.344 | 2.273 | 14,8 |
| Übersee | 915 | 779 | 136 | 17,5 |
| 32.220 | 28.221 | 3.999 | 14,2 | |
| Partnermarken und | ||||
| sonstige Erlöse | 7.089 | 7.309 | — 220 | — 3,0 |
| Konzern gesamt | 138.371 | 128.853 | 9.518 | 7,4 |
26 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen
Die Position Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen in Höhe von TEUR 755 (Vorjahr: TEUR 294) beinhaltet wie im Vorjahr keine Entwicklungsaufwendungen, die nach IAS 38 aktiviert wurden.
27 Materialaufwand
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 50.798 | 48.349 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 454 | 399 |
| 51.252 | 48.748 |
28 Personalaufwand
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Inland | 22.251 | 22.437 |
| Ausland | 13.143 | 11.769 |
| 35.394 | 34.206 |
Der Personalaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um rund 3,5 % gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Aufbau von Personal in Westeuropa und einen Abbau von Personal in Ländern mit niedrigeren Lohnkosten zurückzuführen. Die im Personalaufwand des Geschäftsjahres 2015 enthaltenen einmaligen Personalaufwendungen betragen TEUR 1.572 (Vorjahr: TEUR 1.224).
Anzahl der Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt):
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | ||
| Inland | 51 | 57 |
| Ausland | 52 | 62 |
| Angestellte | ||
| Inland | 280 | 270 |
| Ausland | 241 | 249 |
| 624 | 638 |
29 Abschreibungen
Im Geschäftsjahr 2015 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 63 angefallen (Vorjahr: TEUR 80).
30 Sonstige betriebliche Erträge
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Währungskursgewinne (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) | 3.012 | 1.806 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Schulden | 1.119 | 1.300 |
| Mieterträge | 458 | 255 |
| Werbekostenzuschüsse | 222 | 420 |
| Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen | 107 | 28 |
| Kooperationserlöse | 99 | 97 |
| Erträge aus Stromeinspeisung | 88 | 118 |
| Erträge aus Investitionszulagen | 39 | 45 |
| Erträge aus Anlagenabgängen | 14 | 12 |
| Erträge aus der Zuschreibung von Vermögenswerten des Anlagevermögens | — | 681 |
| Erträge aus Erstkonsolidierung („bad will") von at-equity bewerteten Unternehmen | — | 106 |
| Übrige Erträge | 536 | 789 |
| 5.694 | 5.657 |
31 Sonstige betriebliche Aufwendungen
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Werbe- und Marketingkosten | 13.979 | 12.783 |
| Fracht- und Logistikkosten | 6.512 | 5.172 |
| Währungskursverluste (inklusive Wertänderungen aus Währungsderivaten) | 3.262 | 2.060 |
| Prüfungs-, Rechts- und Beratungskosten | 3.135 | 2.044 |
| Raum kosten | 2.650 | 2.886 |
| Fuhrparkkosten | 2.105 | 1.963 |
| Personalnebenkosten | 1.895 | 1.337 |
| IT-Kosten | 1.659 | 1.042 |
| Miet- und Leasingaufwendungen (Gebäude) | 1.369 | 1.452 |
| Reisekosten | 1.302 | 1.153 |
| Delkredere-Provisionen | 870 | 831 |
| Kommunikationsaufwendungen | 665 | 652 |
| Versicherungen | 582 | 570 |
| Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen | 153 | 353 |
| Übrige Aufwendungen | 3.309 | 3.030 |
| 43.447 | 37.328 |
32 Finanzergebnis
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 743 | 465 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | —1.147 | -601 |
| Zuschreibungen (+) /Abschreibungen (-) auf Wertpapiere | 418 | 461 |
| Finanzergebnis | 14 | 325 |
33 Ertragsteuern
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 3.588 | 3.327 |
| Latenter Steueraufwand (+) / -ertrag (-) | —4 | 546 |
| 3.584 | 3.873 |
Unter der Position „tatsächlicher Steueraufwand" werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag der inländischen wie auch der ausländischen Konzerngesellschaften ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2015 sind im tatsächlichen Steueraufwand periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 173 (Vorjahr: Aufwendungen in Höhe von TEUR 11) enthalten.
Die Ertragsteuerschulden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 431) betreffen inländische Ertragsteuerschulden für Körperschaft- und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 130) und ausländische Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 412 (Vorjahr: TEUR 301). Zum Bilanzstichtag bestanden langfristige Ertragsteuerforderungen in Höhe von TEUR 307 (Vorjahr: TEUR 553), die neben inländischen Körperschaftsteuererstattungsansprüchen im Ausland gezahlte Steuervorauszahlungen enthalten.
Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern wird auf der Basis der aktuell gültigen Rechtslage für jedes Land separat ermittelt. Der für den Konzern anzuwendende Steuersatz beträgt 28,96 % (Vorjahr: 29,71 %).
Für Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.759 (Vorjahr: TEUR 2.538) sowie abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 231 (Vorjahr: TEUR 250), welche im Wesentlichen auf Vorratsvermögen entfallen, wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt. Verlustvorträge verfallen in Griechenland und der Türkei nach fünf Jahren, in Argentinien verfällt die Vorauszahlung aus der Mindestbesteuerung nach zehn Jahren. In Belgien und den Niederlanden verfallen Verlustvorträge nicht und sind zeitlich unbegrenzt vortragsfähig. Verlustvorträge werden als Vermögenswert angesetzt, sofern mit einer hohen Wahrscheinlichkeit eine Nutzung innerhalb der nächsten drei Jahre erwartet werden kann. Wesentliche Steuereffekte aus nicht ausgeschütteten Gewinnvorträgen in Tochtergesellschaften liegen zum Stichtag nicht vor. Die kumulierten Gewinnvorträge aller Tochterunternehmen belaufen sich auf circa EUR 3,2 Mio.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -201 erfolgsneutral erfasst (Vorjahr: TEUR 421).
Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern nach Bilanzpositionen zum 31. Dezember 2015 ergibt sich aus der nachfolgenden Aufstellung:
| Aktiv 31.12.2015 |
Aktiv 31.12.2014 |
Passiv 31.12.2015 |
Passiv 31.12.2014 |
|
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | — | — | 4 | 5 |
| Sachanlagen | — | — | 1.150 | 1.155 |
| Übrige Vermögenswerte | 56 | — | 407 | 299 |
| Langfristige Vermögenswerte | 56 | — | 1.561 | 1.459 |
| Vorräte | 401 | 489 | — | — |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 40 | 66 | 42 |
| Übrige Vermögenswerte | — | — | 181 | 12 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 423 | 529 | 247 | 54 |
| Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen | 2.055 | 2.230 | — | — |
| Sonstige Rückstellungen | 185 | 47 | — | — |
| Finanzschulden | 3 | 15 | — | — |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 2.243 | 2.292 | — | — |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 60 | 123 | — | — |
| Verlustvorträge | 446 | 146 | — | — |
| Zwischensumme | 3.228 | 3.090 | 1.808 | 1.513 |
| Saldierung | —1.751 | —1.443 | —1.751 | —1.443 |
| Bestand laut Konzernbilanz | 1.477 | 1.647 | 57 | 70 |
Latente Steuern werden, sofern die Voraussetzungen gemäß IAS 12 vorliegen, saldiert.
Die Unterschiede zwischen dem aufgrund des rechnerischen Steuersatzes der edding AG von 28,96 % (Vorjahr: 29,71 %) erwarteten Ertragsteueraufwand und dem tatsächlichen Ertragsteueraufwand können folgender Überleitungsrechnung entnommen werden:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 3.514 | 3.620 |
| Abweichende Steuersätze | 39 | 74 |
| Permanente Differenzen | —10 | 62 |
| Nichtansatz / Wertberichtigung steuerlicher Verluste | 361 | 227 |
| Nutzung von im Vorjahr nicht werthaltigen Verlustvorträgen | —354 | —108 |
| Wertberichtigung latenter Steuern aus temporären Differenzen / Nutzung nicht bewerteter temporärer Differenzen | 158 | —22 |
| Periodenfremde Steuern | —173 | 11 |
| Sonstige Abweichungen | 49 | 9 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand | 3.584 | 3.873 |
Im Geschäftsjahr 2015 konnte insbesondere die argentinische Tochtergesellschaft aufgrund ihres nach lokalen Rechnungslegungsvorschriften positiven Jahresergebnisses einen in Vorjahren nicht angesetzten Verlustvortrag nutzen. In der türkischen Tochtergesellschaft sind erstmals aktive latente Steuern in Höhe von umgerechnet TEUR 320 auf einen Verlustvortrag angesetzt worden. Die Nutzung dieses Verlustvortrages wird durch einen im ersten Quartal 2016 umzusetzenden konzerninternen Forderungsverzicht gewährleistet. Periodenfremde Steuern wurden im Wesentlichen in den deutschen Gesellschaften aus einer Ertragsteuer-erstattung für das Geschäftsjahr 2013 in Höhe von TEUR 170 realisiert.
Die in diesem Jahr nicht bewerteten Jahresfehlbeträge und Verlustvorträge entfallen im Wesentlichen auf die Tochtergesellschaften in Griechenland, Japan und Mexiko.
34 Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Anzahl der Aktien ermittelt.
Es bestehen keine Wandel- beziehungsweise Optionsrechte. Daher entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Das Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33 wurde wie folgt ermittelt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Konzernjahresüberschuss den Aktionären der edding AG zuzurechnen | 8.659 | 8.300 |
| Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Vorzugsdividende | 923 | 828 |
| Abzüglich im Geschäftsjahr gezahlter Dividende Stammaktien | 1.146 | 1.026 |
| Zwischensumme | 6.590 | 6.446 |
| Anzahl Stammaktien (Stück) | 600.000 | 600.000 |
| Anzahl Vorzugsaktien (Stück) | 473.219 | 473.219 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Stammaktionären zuzurechnen | 3.652 | 3.572 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis den Vorzugsaktionären zuzurechnen | 2.938 | 2.874 |
| Zwischensumme | 6.590 | 6.446 |
| Ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie | 1,91 | 1,71 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Stammaktie | 6,09 | 5,95 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Stammaktie | 8,00 | 7,66 |
| Ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie | 1,95 | 1,75 |
| Nicht ausgeschüttetes Ergebnis je Vorzugsaktie | 6,21 | 6,07 |
| Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Vorzugsaktie | 8,16 | 7,82 |
Bei der Berechnung wurde der satzungsmäßige Dividendenvorteil der Vorzugsaktien gegenüber den Stammaktien in Höhe von 2 % berücksichtigt. Zu den Rechten der verschiedenen Aktiengattungen verweisen wir auf Textziffer 18.
Sonstige Erläuterungen
35 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche berücksichtigungspflichtige sowie nicht zu berücksichtigende, aber angabepflichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind bis zum Zeitpunkt der Freigabe der Veröffentlichung des Konzernjahresabschlusses nicht eingetreten.
36 Zielsetzung und Methoden des Finanzrisikomanagements
Die wesentlichen durch den Konzern eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten — mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente — umfassen Bankdarlehen und Kontokorrentkredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Hauptzweck der finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Auf der Aktivseite verfügt der Konzern über verschiedene finanzielle Vermögenswerte. Darunter fallen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gewährte Darlehen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren.
Des Weiteren hat der edding Konzern auch derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps, Devisenoptionen und Devisentermingeschäften abgeschlossen. Zweck dieser derivativen Finanzinstrumente ist grundsätzlich die Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken, die aus der Geschäftstätigkeit des Konzerns und seinen Finanzierungsquellen resultieren.
Grundsätzlich orientieren sich Sicherungsgeschäfte in Art und Umfang an zugehörigen Grundgeschäften. Sicherungsgeschäfte werden nur für bestehende Grundgeschäfte oder geplante Transaktionen abgeschlossen. Ein darüber hinausgehender Handel mit Derivaten wurde in den Geschäftsjahren 2015 und 2014 nicht betrieben.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken umfassen zinsbedingte Cashflow- sowie Währungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken, die aus den entsprechenden Risikovariablen erwachsen. Das Management hat Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten beschlossen und umgesetzt, die im Folgenden dargestellt werden. Zur Beurteilung von Marktrisiken werden Sensitivitätsanalysen erstellt, welche die Auswirkungen hypothetischer Änderungen relevanter Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die periodischen Auswirkungen werden hierbei bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen ceteris paribus auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Währungsrisiko
Im operativen Bereich wickeln die einzelnen Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Deshalb wird das Währungskursrisiko des Konzerns aus der laufenden operativen Tätigkeit als gering eingeschätzt. Einige Konzernunternehmen sind jedoch Fremdwährungsrisiken im Zusammenhang mit geplanten Zahlungen außerhalb ihrer funktionalen Währung ausgesetzt. Fremdwährungsrisiken bestehen im Wesentlichen auf der Beschaffungsseite beim Japanischen Yen (JPY) und in geringerem Ausmaß beim US-Dollar (USD). Zur Sicherung setzt der edding Konzern Devisenderivate ein.
Der edding Konzern war auf Grund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt.
Darüber hinaus bestehen noch Risiken auf der Absatzseite durch die Tochtergesellschaften in Argentinien (Argentinischer Peso, ARS, sowie US-Dollar), Großbritannien (Britisches Pfund, GBP), Türkei (Neue Türkische Lira, TRY), Kolumbien (Kolumbianischer Peso, COP) und Mexiko (Mexikanischer Peso, MXN).
Ferner bestehen Wechselkursrisiken im edding Konzern aus konzerninternen Darlehensbeziehungen.
Im Geschäftsjahr 2015 wurde erstmals ein Devisentermingeschäft für Kolumbianische Peso zur Besicherung von Fremdwährungsrisiken aus konzerninterner Beschaffung in US-Dollar abgeschlossen.
Folgende Devisenderivate bestehen zur Sicherung und Minimierung von Fremdwährungsrisiken im edding Konzern:
| Übersicht Devisenderivate | Besichertes Währungsrisiko | Laufzeit | Nominalvolumen | Marktwert in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.15 | 31.12.14 | 31.12.15 | 31.12.14 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisenoptionen - als Cashflow Hedge designiert | Beschaffung in JPY | mtl. bis Ende 2016 | 480 Mio. JPY | 480 Mio. JPY | 253 | 29 |
| Devisentermin- geschäfte - als Cashflow Hedge designiert | Beschaffung in JPY | mtl. bis Ende 2017 | 1.440 Mio. JPY | 480 Mio. JPY | 246 | —113 |
| Devisenoptionen USD | Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD | mtl. bis Ende 2016 | 2,0 Mio. USD | — | 46 | — |
| Devisentermingeschäfte USD | Absicherung Währungsrisiko für Beschaffung in USD | mtl. bzw. quartalsweise bis Ende 2017 | 8,8 Mio. USD | 1,4 Mio. USD | 32 | 35 |
| Devisentermingeschäft TRY | Absicherung konzerninterner Darlehen | März 2016 | 4,0 Mio. TRY | 6,0 Mio. TRY | 45 | —345 |
| Devisentermingeschäft COP/USD | Absicherung Währungsrisiko für konzerninterne Beschaffung in USD | Ende 2016 | 7.182,9 Mio. COP | — | 129 | — |
Die Devisenoptionen und die Devisentermingeschäfte für Japanische Yen waren im aktuellen Geschäftsjahr als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting nach IAS 39 designiert. Der erwartete Eintritt der gesicherten Cashflows verteilt sich auf die nach dem Bilanzstichtag folgenden 24 Monate. Wesentliche Auswirkungen auf das Ergebnis durch Eintritt der Cashflows sind aufgrund der hergestellten Sicherungsbeziehungen nicht zu erwarten.
Die Marktwertänderungen von Devisenderivaten, die als Cashflow Hedges designiert sind, werden für den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und zum Zeitpunkt, an dem das geplante Beschaffungsgeschäft stattfindet, ergebniswirksam in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung umgegliedert. Der ineffektive Teil der Marktwertveränderung wird direkt ergebniswirksam erfasst. Die im Geschäftsjahr 2015 erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Marktwertänderungen aus Cashflow Hedges betragen vor Steuern TEUR 386 (Vorjahr: TEUR 140). Im Geschäftsjahr 2015 wurden vor Steuern TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 331) im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting aus dem sonstigen Ergebnis in die Konzerngewinn- und -verlustrechnung übernommen und im Materialaufwand berücksichtigt. Der im Geschäftsjahr erfasste Ertrag für den ineffektiven Teil der Absicherung beträgt TEUR 133 (Vorjahr: Aufwand in Höhe von TEUR 100).
Die folgende Tabelle zeigt für die zum Bilanzstichtag bestehenden Devisenderivate die Sensitivität auf das Konzerneigenkapital und das Konzernjahresergebnis vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen Fremdwährung der Devisenderivate gegenüber dem Euro beziehungsweise dem US-Dollar:
| Sensivitäten der Fremdwährungsderivate | Veränderung Eigenkapital 31.12.2015 | Veränderung Eigenkapital 31.12.2014 | Veränderung Ergebnis vor Steuern 31.12.2015 | Veränderung Ergebnis vor Steuern 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aufwertung des EUR um 10 % ggü. Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / TRY) | ||||
| Devisenoptionen JPY als Cashflow Hedge designiert | —151 | —15 | —98 | —22 |
| Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert | —574 | —211 | 187 | —1 |
| Devisenoptionen USD | —59 | — | —83 | — |
| Devisentermingeschäfte USD | —408 | —74 | —574 | —105 |
| Devisentermingeschäft TRY | 80 | 133 | 113 | 190 |
| Devisentermingeschäft COP/USD | 138 | — | 195 | — |
| Summe | — 974 | — 167 | — 260 | 62 |
| Abwertung des EUR um 10 % ggü. Fremdwährung des Derivats (JPY / USD / TRY) | ||||
| Devisenoptionen JPY als Cashflow Hedge designiert | 277 | 98 | —191 | 17 |
| Devisentermingeschäfte JPY als Cashflow Hedge designiert | 624 | 258 | —215 | —2 |
| Devisenoptionen USD | 121 | — | 171 | — |
| Devisentermingeschäfte USD | 657 | 90 | 924 | 128 |
| Devisentermingeschäft TRY | —98 | —163 | —138 | —232 |
| Devisentermingeschäft COP/USD | —168 | — | —238 | — |
| Summe | 1.413 | 283 | 313 | — 89 |
Aufgrund der Designation der bestehenden Devisenoptionen und der Devisentermingeschäfte für Japanische Yen als Cashflow Hedges würde der Effekt auf das Ergebnis vor Steuern wie im Vorjahr geringer ausfallen als auf das Eigenkapital.
Die folgenden Tabellen zeigen aus Konzernsicht die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern bezüglich einer 10%igen Auf- oder Abwertung der jeweiligen im Konzern genutzten Fremdwährung gegenüber dem Euro. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen zum Bilanzstichtag und passt deren Umrechnung zum Periodenende gemäß einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Ferner wird die vorangegangene dargestellte Sensivität der nicht als Cashflow Hedges designierten Devisenderivate einbezogen.
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Aufwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 % | ||
| Türkische Lira | 377 | 344 |
| Devisentermingeschäft Türkische Lira | —138 | —232 |
| Kolumbianischer Peso | 161 | 203 |
| Devisentermingeschäft USD/COP | —238 | — |
| Mexikanischer Peso | 299 | 179 |
| Britisches Pfund | 40 | 65 |
| Argentinischer Peso | 159 | 136 |
| US-Dollar | 60 | —51 |
| Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar | 1.095 | 128 |
| Japanischer Yen | —34 | —36 |
| 1.781 | 736 | |
| 2015 | 2014 | |
| TEUR | TEUR | |
| Abwertung der im Konzern genutzten Währung um 10 % | ||
| Türkische Lira | —377 | —344 |
| Devisentermingeschäft Türkische Lira | 113 | 190 |
| Kolumbianischer Peso | —161 | —203 |
| Devisentermingeschäft USD/COP | 195 | — |
| Mexikanischer Peso | —299 | —179 |
| Britisches Pfund | —40 | –65 |
| Argentinischer Peso | —159 | —136 |
| US-Dollar | —60 | 51 |
| Devisentermingeschäfte und -optionen US-Dollar | —657 | —105 |
| Japanischer Yen | 34 | 36 |
| — 1.411 | — 755 |
Aufgrund der Lage in Argentinien wurde für das Geschäftsjahr 2015 zudem die Sensitivität des Konzernergebnisses bezüglich einer 20%igen beziehungsweise 40%igen Auf- oder Abwertung des Argentinischen Peso gegenüber dem Euro berechnet.
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Argentinischer Peso | ||
| Aufwertung um 20 % | 317 | 272 |
| Aufwertung um 40 % | 634 | 543 |
| Abwertung um 20 % | -317 | -272 |
| Abwertung um 40 % | -634 | -543 |
Zinsänderungsrisiko
Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der edding Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus langfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten mit variablem Zinssatz. Die Steuerung dieses Zinsaufwands des edding Konzerns erfolgt durch eine Kombination von festverzinslichem und variabel verzinslichem Fremdkapital.
Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken hält die edding AG zum 31. Dezember 2015 einen (Vorjahr: zwei) Zinsswap(s) mit einem Nominalvolumen von TEUR 600 (Vorjahr: TEUR 1.050) und einem Laufzeitende am 29. Dezember 2017. Zum Bilanzstichtag betrug der negative Marktwert der Zinsderivate TEUR -28 (Vorjahr: negativer Marktwert in Höhe von TEUR -59).
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Ergebniseffekte von hypothetischen Änderungen der Marktzinssätze dar. Finanzinstrumente mit fester Verzinsung werden im edding Konzern zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unterliegen daher keiner Zinssensitivität im Sinne von IFRS 7. Die variabel verzinsten Finanzverbindlichkeiten sind durch die oben genannten Derivate gesichert.
Für die Zinsderivate ergibt sich folgende Zinssensitivität:
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 6 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 5 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2015 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 1 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 1 verringert.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 15 höher gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 10 erhöht. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um TEUR 2 niedriger gewesen. Das Eigenkapital hätte sich um TEUR 2 verringert.
Sonstiges Preisrisiko
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung von Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage. Zum Bilanzstichtag war der edding Konzern keinen wesentlichen Risiken aus der Veränderung solcher Risikovariablen ausgesetzt.
Ausfallrisiko
Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen.
Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei Kundenforderungen ist bei den größeren Konzerngesellschaften ein umfassendes Forderungsmanagement eingerichtet, indem sowohl Kreditwürdigkeitsprüfungen als auch die Versicherung von Forderungen gegen bedeutende Kunden vorgenommen werden. Darüber hinaus wird das Ausfallrisiko bei einer Vielzahl von Kunden im Inland (Fachhändler) durch Zentralregulierer abgedeckt.
Sicherungsgeschäfte für Finanzrisiken werden nur mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken getätigt.
Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag existierenden finanziellen Vermögenswerte wird vom Management als gering eingeschätzt. Bei Ausfall des Kontrahenten besteht ein maximales Ausfallrisiko in Höhe des Buchwertes der entsprechenden finanziellen Vermögenswerte.
Weitere Angaben zur Werthaltigkeit der finanziellen Vermögenswerte sind in Textziffer 15 enthalten.
Liquiditätsrisiko
Das Konzernrechnungswesen überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses. Hierbei werden unter anderem die Laufzeiten der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit analysiert.
Das Ziel des edding Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten, Darlehen und Finanzierungs-Leasingverhältnissen zu wahren.
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente des edding Konzerns ersichtlich.
Einbezogen wurden alle Instrumente, die zum Abschlussstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Abschlussstichtag aktuellen Referenzzinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
| 2015 | Buchwert 31.12.15 | Cashflows 2016 | Cashflows 2017-2020 | Cashflows 2021 ff. | |||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.063 | 374 | 3.058 | 312 | 3.505 | 9 | 500 |
| Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten | 87 | — | 87 | — | — | — | — |
| Sonstige Finanzschulden | 3.249 | — | 3.249 | — | — | — | — |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.265 | — | 5.265 | — | — | — | — |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.138 | — | 7.138 | — | — | — | — |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Zinsderivate mit negativem Märktwert | 28 | 20 | — | 8 | — | — | — |
| Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten | — | — | — | 12.388 | — | — | |
| Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten | — | — | — | -12.234 | — | — | |
| Nettoabflüsse aus Währungsderivaten | 173 | — | — | — | 154 | — | — |
| 2014 | Buchwert 31.12.14 | Cashflows 2015 | Cashflows 2016-2019 | Cashflows 2020 ff. | |||
| Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | Zins | Tilgung | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Originäre finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 5.823 | 258 | 2.074 | 296 | 2.749 | 33 | 1.000 |
| Verbindlichkeiten aus fortaitierten Leasingraten | 564 | 20 | 477 | — | 87 | — | — |
| Sonstige Finanzschulden | 3.327 | — | 3.327 | — | — | — | — |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.870 | — | 4.870 | — | — | — | — |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 7.608 | — | 7.608 | — | — | — | — |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||||
| Zinsderivate mit negativem Marktwert | 59 | 33 | — | 26 | — | — | — |
| Bruttoabflüsse aus Währungsderivaten | — | 5.539 | — | — | — | — | |
| Bruttozuflüsse aus Währungsderivaten | — | -5.054 | — | — | — | — | |
| Nettoabflüsse aus Währungsderivaten | 458 | — | 485 | — | — | — | — |
37 Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
Buchwerte, Wertansätze, beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte der im Konzernabschluss erfassten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments entspricht dem Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen wird.
| Fair Value Hierarchie Stufe1 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegende Zeitwert | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Darlehen und Forderungen | 39.792 | 39.792 | 32.593 | 32.593 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | — | 21.453 | 21.453 | 20.827 | 20.827 |
| Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte (ohne Derivate) | — | 1.228 | 1.228 | 1.442 | 1.442 |
| Flüssige Mittel | — | 17.111 | 17.111 | 10.324 | 10.324 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte | 1.120 | 1.120 | 560 | 560 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte | 1 | 195 | 195 | 496 | 496 |
| Derivate mit positivem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) | 2 | 543 | 543 | 29 | 29 |
| Derivate mit positivem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung zu Handelszwecken gehalten | 2 | 382 | 382 | 35 | 35 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 3.474 | n. a. | 147 | n. a. | |
| Beteiligungen | n. a. | 3.474 | n. a. | 147 | n. a. |
1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.
Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.
| Fair Value Hierarchie Stufe1 | 31.12.2015 | 31.12.2014 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Beizulegender Zeitwert | Buchwert | Beizulegender Zeitwert | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | 22.803 | 23.065 | 22.192 | 22.429 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | — | 7.063 | 7.326 | 5.823 | 6.047 |
| Übrige Finanzschulden | — | 3.336 | 3.336 | 3.891 | 3.904 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | — | 5.265 | 5.265 | 4.870 | 4.870 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (ohne Derivate) | — | 7.138 | 7.138 | 7.608 | 7.608 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten | — 201 | — 201 | 517 | 517 | |
| Derivate mit negativem Marktwert mit Sicherungsbeziehung (Cash Flow Hedges) | 2 | —43 | —43 | 113 | 113 |
| Derivate mit negativem Marktwert ohne Sicherungsbeziehung | 2 | —158 | —158 | 404 | 404 |
Die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und anhand nachfolgender erläuterter Methoden und Prämissen ermittelt.
Der beizulegende Zeitwert der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte basiert auf quotierten Marktpreisen (Fair Value Hierarchie Stufe 1).
Die Marktwerte der Derivate der Fair Value Hierarchie Stufe 2 wurden anhand der „Mark-to-Market-Methode" ermittelt.
1 Stufe 1 basiert auf quotierten Preisen auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten.
Stufe 2 basiert auf Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um Preise der Stufe 1 handelt, die sich aber für das Finanzinstrument entweder direkt als Preis oder indirekt in Ableitung von Preisen beobachten lassen.
Stufe 3 basiert auf Bewertungen mithilfe von Faktoren, die sich auf nicht beobachtbare Marktdaten stützen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Die als zur Veräußerung verfügbar bewerteten Beteiligungen betreffen nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte in Ermangelung eines aktiven Markts oder anderer Informationen, die einen Marktwert indizieren, nicht verlässlich bestimmbar sind. Diese werden daher in Übereinstimmung mit IAS 39.46(c) mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und der übrigen Finanzschulden werden, sofern signifikante Abweichungen zum ausgewiesenen Buchwert bestehen, als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung aktueller Zinsparameter ermittelt. Dabei werden individuelle Bonitäten in Form von marktüblichen Bonitäts- beziehungsweise Liquiditätsspreads berücksichtigt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zu Vergleichszwecken entspricht der Fair Value Hierarchie Stufe 3. Bei variabel verzinslichen Darlehen wird, unter der Annahme unveränderter Kreditbonität, aufgrund der regelmäßigen Anpassung der Verzinsung an den Marktwert auf einen Marktwertvergleich verzichtet.
Die übrigen Finanzschulden umfassen Verbindlichkeiten aus forfaitierten Leasingraten und kurzfristige Kaufpreisverbindlichkeiten aus einem Anteilskauf.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die anderen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten mit regelmäßig kurzfristigen Restlaufzeiten, so dass die Annahme getroffen werden kann, dass deren beizulegende Zeitwerte näherungsweise den ausgewiesenen Buchwerten entsprechen.
Im Geschäftsjahr haben wie im Vorjahr keine Umgliederungen zwischen den Stufen der Fair Value Hierarchie stattgefunden.
Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten
Die Nettoergebnisse und die Zinsen nach Bewertungskategorien ergeben sich wie folgt:
| 2015 | aus Zinsen | zum Fair Value1 | Wertberichtigung1 | aus Abgang | Nettoergebnis 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Darlehen und Forderungen | 53 | — | —46 | — | — 46 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete argentinische Staatsanleihen | 3 | — | — | 167 | 167 |
| Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | — 34 | 283 | — | — | 283 |
| Sicherungsgeschäfte | — | 133 | — | — | 133 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | — 568 | — | — | — | — |
| Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten | — 546 | 416 | — 46 | 167 | 537 |
| 2014 | aus Zinsen | zum Fair Value 1 | Wertberichtigung1 | aus Abgang | Nettoergebnis 2014 |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Darlehen und Forderungen | 50 | — | —325 | — | — 325 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete argentinische Staatsanleihen | 3 | 167 | — | 73 | 240 |
| Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | — 104 | —214 | — | — | — 214 |
| Sicherungsgeschäfte | — | —100 | — | 36 | — 64 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, zu Anschaffungskosten bewertet | — 450 | — | — | — | — |
| Gesamtgewinn / -verlust aus Finanzinstrumenten | — 501 | — 147 | — 325 | 109 | — 363 |
1 aus der Folgebewertung
Zu den Wertberichtigungen auf die Vermögenswerte der Kategorie Darlehen und Forderungen sei auch auf die Textziffer 15 verwiesen.
Aus der Fremdwährungsbewertung der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten aus konzerninternen Liefer- und Leistungsbeziehungen resultierten im Geschäftsjahr 2015 per Saldo unrealisierte Fremdwährungsverluste in Höhe von TEUR 1.028 (Vorjahr: Fremdwährungserträge in Höhe von TEUR 135), die in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung enthalten sind, obwohl die der Fremdwährungsbewertung zu Grunde liegenden Intercompany-Forderungen und -Verbindlichkeiten im Rahmen der Schuldenkonsolidierung eliminiert wurden.
38 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Der edding Konzern führt ein fundiertes Kapitalmanagement durch, welches die Verfolgung des Wachstumskurses ermöglicht. Dabei wird insbesondere auf ein langfristig ausgewogenes Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital geachtet.
Im Folgenden sind das Eigenkapital und die im Zuge des Kapitalmanagements erfassten Fremdkapitalpositionen des edding Konzerns zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahr dargestellt:
| 31.12.2015 | 31.12.2014 | Änderung | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | 50.199 | 44.274 | 13,4 |
| als % vom Gesamtkapital | 66,2 % | 63,9 % | |
| Langfristige Finanzschulden, Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 19.232 | 19.107 | 0,7 |
| Kurzfristige Finanzschulden | 6.394 | 5.879 | 8,8 |
| Fremdkapital | 25.626 | 24.986 | 2,6 |
| als % vom Gesamtkapital | 33,8 % | 36,1 % | |
| Gesamtkapital im Sinne des Kapitalmanagements | 75.825 | 69.260 | 9,5 |
Bei dem kurzfristigen Fremdkapital besteht unter anderem die Möglichkeit der Nutzung bestehender bilateraler kurzfristiger Kreditlinien. Zum 31. Dezember 2015 existierten Kreditvereinbarungen mit mehreren Finanzinstituten über insgesamt TEUR 21.955, die lediglich zu TEUR 3.585 in Anspruch genommen wurden. Das gewährte Fremdkapital wurde zu marktüblichen Konditionen verzinst. Kreditauflagen, die bei Nichterfüllung bestimmter Schwellenwerte eine vorzeitige Kündigung des Kredits durch den Gläubiger ermöglichen (sogenannte „financial covenants"), bestehen weiterhin nicht.
Der edding Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.
39 Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Das Geschäftsfeld Schreiben und Markieren mit der Hauptmarke edding sowie das Geschäftsfeld Visuelle Kommunikation mit der Hauptmarke Legamaster werden als operative Segmente nach IFRS 8 dargestellt. Dabei werden dem Segment Schreiben und Markieren auch Partnermarken sowie die Erlöse aus dem Lizenzgeschäft mit Druckerpatronen zugeordnet. Die edding AG als Finanzholding stellt kein operatives Segment nach IFRS 8 dar; die Aktivitäten dieser Gesellschaft werden daher — soweit erforderlich — in der Überleitungsrechnung erfasst.
Zwischen den Segmenten wurden im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr keine Umsätze erzielt.
Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Regionen wie folgt:
| 2015 | 2014 | Veränderung | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | 56.472 | 53.638 | 2.834 | 5,3 |
| Übriges Europa | 68.369 | 63.626 | 4.743 | 7,5 |
| Übersee | 13.530 | 11.589 | 1.941 | 16,7 |
| edding Konzern | 138.371 | 128.853 | 9.518 | 7,4 |
Im Geschäftsjahr 2015 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des edding Konzerns erzielt.
Die Überleitung des Segmentergebnisses auf das Konzernergebnis vor Steuern stellt sich wie folgt dar: 2015
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Segmentergebnis (EBIT) | 22.157 | 19.591 |
| EBIT edding AG | —9.912 | —7.691 |
| Konsolidierung | —25 | —45 |
| EBIT edding Konzern | 12.220 | 11.855 |
| Beteiligungsergebnis | —101 | 5 |
| Finanzergebnis | 14 | 325 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 12.133 | 12.185 |
40 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Der in der Konzernkapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelbestand umfasst ausschließlich den Bilanzposten Flüssige Mittel, der sich aus Kassenbeständen, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzt.
Die Konzernkapitalflussrechnung zeigt, wie sich die flüssigen Mittel des edding Konzerns durch Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse im Laufe der Berichtsperiode verändert haben. Hierzu werden die Zahlungsströme in laufende Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterteilt.
Die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit werden nach der indirekten Methode dargestellt. Wesentliche nicht zahlungswirksame Transaktionen haben nicht stattgefunden.
Folgende Zahlungsvorgänge sind im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthalten:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Zinseinnahmen | 696 | 68 |
| Zinsausgaben | 604 | 579 |
| Zahlungen für Ertragsteuern | 3.295 | 3.330 |
41 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Als nahe stehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die von der edding AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die edding AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der edding AG stehen. Dazu gehören auch at-equity einbezogene assoziierte Unternehmen, mit denen in 2015 wie im Vorjahr keine Geschäftstätigkeiten durchgeführt wurden.
Mit dem Mehrheitsgesellschafter Volker Detlef Ledermann und seinen Angehörigen Susanne Ledermann, Angelika Schumacher, Dina Alexandra Schumacher, David Alexander Schumacher, Beatrix Ledermann, Julia Marie Ledermann, Jan Moritz Ledermann, Leon Thadäus Ledermann, Per Ledermann, Anika Ledermann, Yannick Nicolas Ledermann, Elisa Sophie Ledermann und Luis Gabriel Ledermann wurden in 2015 keine nennenswerten Geschäftsaktivitäten getätigt.
Ebenso haben Unternehmen des edding Konzerns mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands als Personen in Schlüsselpositionen beziehungsweise mit Gesellschaften, in deren Geschäftsführungs- oder Aufsichtsgremien diese Personen vertreten sind, keine wesentlichen berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Dies gilt auch für nahe Familienangehörige dieses Personenkreises.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind Personen in Schlüsselpositionen, deren Vergütung gemäß IAS 24 gesondert nach verschiedenen Kategorien anzugeben ist. Ferner bestehen Angabepflichten zu ausstehenden Salden und Verpflichtungen gegenüber den Personen in Schlüsselpositionen. Für die Angaben wird auf Textziffer 43 verwiesen.
42 Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG
Ende Dezember 2015 fanden Umverteilungen von Stammstückaktien innerhalb des Kreises der Familie Ledermann statt, die rechtlich in drei Stufen durchgeführt wurden.
Zur Erläuterung zeigt die folgende Tabelle den aktuellen Stand der Mitteilungen von Über- und Unterschreitungen der Schwellen von 3, 5, 10, 15, 20, 25, 30, 50 und 75 % der Stimmrechte an der edding AG:
| Name | Datum der Stimmrechtsmitteilung | Überschrittene Grenze in % |
Unterschrittene Grenze in % |
|---|---|---|---|
| Volker Detlef Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| Susanne Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Angelika Schumacher | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Dina Alexandra Schumacher | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| David Alexander Schumacher | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Beatrix Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Julia Marie Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Jan Moritz Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Leon Thadäus Ledermann | 07.01.2016 | 3, 5 | n. a. |
| Per Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| Anika Ledermann | 5.1.2016 | 3 | n. a. |
| 07.01.2016 | 5, 10, 15, 20, 25 | n. a. | |
| Yannick Nicolas Ledermann | Vorjahre | 3, 5, 10, 15, 20, | n. a. |
| 25, 30, 50, 75 | |||
| 07.01.2016 | n. a. | 75 | |
| Elisa Sophie Ledermann | 5.1.2016 | 3 | n. a. |
| 07.01.2016 | 5,10 | n. a. | |
| Luis Gabriel Ledermann | 07.01.2016 | 3, 5, 10 | n. a. |
Wir verweisen hierzu auf unsere Mitteilungen nach §§ 21 ff. WpHG. Die Stimmrechte der Familie Ledermann, soweit diese nicht gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sind, sind in einem Stimmrechtspool zusammengefasst.
43 Organe der edding AG
Der Aufsichtsrat ist wie folgt besetzt:
| Mitglied | Funktion |
|---|---|
| Rüdiger Kallenberg, Rellingen | Vorsitzender |
| Bankkaufmann | |
| Chehab Wahby, Meerbusch | Stellvertretender Vorsitzender |
| Kaufmann | |
| Anja Keihani, Hannover | Arbeitnehmervertreterin |
| Kauffrau | |
| Dr. Sabine Renken, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Rechtsanwältin | |
| Karl Sieveking, Hamburg | Ersatzmitglied |
| Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht |
Die Besetzung des Vorstands lautet wie folgt:
| Mitglied | Funktion |
|---|---|
| Per Ledermann, Ahrensburg | Vorsitzender / Chief Executive Officer |
| Kaufmann | |
| Sönke Gooß, Rosengarten | Chief Financial Officer |
| Kaufmann | |
| Thorsten Streppelhoff, Hamburg | Chief Operating Officer |
| Ingenieur |
Auf der Hauptversammlung der edding AG vom 28. Juni 2011 wurde beschlossen, dass auf eine individualisierte Offenlegung der Vorstandsvergütung nach den in § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a Satz 5 bis 8 des HGB verlangten Angaben für den Konzernabschluss verzichtet wird. Die Gesamtbezüge des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 betragen TEUR 1.333 (Vorjahr: TEUR 1.025).
Im Konzernabschluss erfasster Aufwand für Vergütungen an den Vorstand
Für Festvergütungen an den Vorstand hat die Gesellschaft TEUR 525 (Vorjahr: TEUR 516) aufgewendet. Die Aufwendungen für Nebenleistungen betrugen TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 54) und entfallen im Wesentlichen auf Dienstwagen und Zuschüsse zur Kranken- und Pflegeversicherung.
Für kurzfristig fällige variable Vergütungen wurden TEUR 355 (Vorjahr: TEUR 389) aufgewendet. Die Vereinbarung über die kurzfristige Tantieme enthält eine Malusregelung, die im Falle eines Jahresverlustes bei der edding AG zur Anwendung kommt. Der Aufwand für eine an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung betrug TEUR 173 (Vorjahr: TEUR 161). Für Altersversorgung wurden TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 66) aufgewendet.
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Aufwand für die an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütung ist bis zur finalen Ermittlung der erreichten Tantiemeziele auf Basis vorläufiger Einschätzungen berechnet worden und kann daher in Folgeperioden angepasst werden. Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine Anpassungen für Vorjahre (Vorjahr: TEUR 12). In 2014 wurde keine Tantieme mit langfristigem Anreiz fällig. Im Geschäftsjahr 2015 wurde für einen Vorstand ein langfristiger Tantiemeanspruch aufgrund des Ablaufs des Bewertungszeitraums final mit TEUR 355 bestimmbar und damit nach Abzug bereits geleisteter Vorauszahlungen von TEUR 113 zur Auszahlung fällig. Zum 31. Dezember 2015 bestehen mit zwei Vorständen langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdien-baren Vergütung von bis zu TEUR 400, die mit Ablauf des Geschäftsjahres 2016 fällig werden. Im Vorjahr waren für drei Vorstände langfristig orientierte Tantiemevereinbarungen mit einer maximal erdienbaren Vergütung von bis zu TEUR 900 vereinbart. Die langfristig orientierten Tantiemevereinbarungen enthalten keine Malusregelungen.
Im Konzernabschluss enthaltene Auszahlungen für Vergütungen an den Vorstand
Die Festvergütung sowie die Nebenleistungen waren in 2014 und 2015 in voller Höhe zur Zahlung fällig. Die im Vorjahr für die kurzfristig fällige variable Vergütung gebildeten Rückstellungen von TEUR 389 führten im Geschäftsjahr 2015 zu Auszahlungen von TEUR 389. Für an langfristigen Zielen orientierte variable Vergütungen wurden in 2015 TEUR 100 an den Vorstand ausbezahlt. Davon sind TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 0) unverfallbar. In Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 113) handelt es sich um Abschlagszahlungen auf an langfristigen Zielen orientierte Vergütungen an den Vorstand, die gegebenenfalls zurückzuzahlen sind.
Im Konzernabschluss gebildete Rückstellungen für den Vorstand
Die für den Langfristbonus des Vorstands gebildeten Rückstellungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 368 (Vorjahr: TEUR 295).
Die für Vorstandsmitglieder gebildeten Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2015 betragen TEUR 588 (Vorjahr: TEUR 480).
Aufwendungen und Auszahlungen an ehemalige Vorstände
Die Bezüge für frühere Mitglieder des Vorstands aus Versorgungszusagen betragen TEUR 1.192 (Vorjahr: TEUR 1.166). Die für frühere Mitglieder des Vorstands gebildeten Pensionsrückstellungen betragen zum 31. Dezember 2015 TEUR 11.624 (Vorjahr: TEUR 12.317).
Aufwendungen und Auszahlungen an den Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat erhält ausschließlich eine Festvergütung sowie Auslagenersatz. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hierfür TEUR 120 (Vorjahr: TEUR 108) aufgewendet. Im Geschäftsjahr 2015 wurden TEUR 108 (Vorjahr: TEUR 117) ausgezahlt.
44 Vorschlag über die Verwendung des Bilanzgewinns
Nach Zuführung von TEUR 2.685 aus dem Jahresüberschuss 2015 in die anderen Gewinnrücklagen der edding AG verbleibt ein Bilanzgewinn von TEUR 2.685.
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, aus dem Bilanzgewinn folgende Dividenden an die Aktionäre zu verteilen:
| EUR 1,95 | Dividende je Vorzugsstückaktie |
| im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00 | |
| EUR 1,91 | Dividende je Stammstückaktie |
| im rechnerischen Nennwert von EUR 5,00 |
Der nach der Ausschüttung verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 616 soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt werden.
45 Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das für die Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 126 | 127 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 4 | 4 |
| Steuerberatungsleistungen | - | - |
| Sonstige Leistungen | 21 | 14 |
| Gesamthonorar | 151 | 145 |
46 Anteilsbesitz
| Name | Sitz | Beteiligungsquote % |
|---|---|---|
| Mutterunternehmen | ||
| edding AG | Ahrensburg | |
| Konsolidierte Gesellschaften | ||
| Inland | ||
| edding International GmbH | Ahrensburg | 100 |
| edding Vertrieb GmbH | Ahrensburg | 1001 |
| V. D. Ledermann & Co. GmbH | Ahrensburg | 100 |
| Legamaster GmbH | Ahrensburg | 100 |
| edding AG & Co. Grundstücksverwaltung OHG | Düsseldorf | 100 |
| DEGEDESTRA Grundstücksverwaltungsges. mbH & Co. Immobilien-Vermietungs KG | Eschborn | 98 |
| Ausland | ||
| edding Benelux group B.V. | Lochem, Niederlande | 1001 |
| Legamaster International B.V. | Lochem, Niederlande | 1001 |
| edding Legamaster B.V. | Lochem, Niederlande | 1001 |
| edding Lega International B.V.B.A. | Mechelen, Belgien | 1001 |
| edding Argentina S.A. | Buenos Aires, Argentinien | 100 |
| EDDING (U.K.) LTD. | St. Albans, Großbritannien | 100 |
| edding France SAS | Roncq, Frankreich | 1001 |
| edding Hellas Ltd. | Athen, Griechenland | 100 |
| edding Ofis ve Kirtasiye Ürünleri Tic. Ltd. Sti. | Istanbul, Türkei | 1002 |
| edding Japan Inc. | Tokio, Japan | 76 |
| edding Colombia S.A.S. | Sabaneta, Kolumbien | 60 |
| edding Mexico S. de R.L. de C.V. | Mexico City, Mexiko | 1003 |
1 mittelbar über die edding International GmbH beziehungsweise deren Beteiligungen
2 unmittelbar; 10% mittelbar über die edding International GmbH
3 unmittelbar; 50% mittelbar über die edding International GmbH
Die edding AG hält 16,67 % der Anteile an der PBS Network GmbH, Stuttgart sowie 9,09 % der Anteile an der Beruf und Familie Stormarn GmbH, Bad Oldesloe. Die edding Vertrieb GmbH hält 5,56 % des Stammkapitals der Office Gold Club GmbH, Düsseldorf. Die edding International GmbH hält 20,74 % der Anteile an der Companhia de Canetas Compactor S.A., Rio de Janeiro, Brasilien. Der Stimmrechtsanteil an der Gesellschaft beträgt abweichend 26,1 %.
47 Entsprechenserklärung
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und ist gesondert sowie als Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB im Internet unter www.edding.de veröffentlicht.
Ahrensburg, 20. April 2016
Der Vorstand
Per Ledermann
Thorsten Streppelhoff
Sönke Gooß
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der edding Aktiengesellschaft, Ahrensburg, aufgestellten Konzernabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang — sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und in dem mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlageberichts.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der mit dem Lagebericht zusammengefasste Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 21. April 2016
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer
Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer
Versicherung der gesetzlichen Vertreter (Bilanzeid)
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ahrensburg, 20. April 2016
Der Vorstand
Per Ledermann
Thorsten Streppelhoff
Sönke Gooß