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DO & CO AG Annual Report 2012

Jun 4, 2013

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Annual Report

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DO & CO Aktiengesellschaft

Jahresfinanzbericht Geschäftsjahr 2012/2013

INHALT

Konzernlagebericht 2012/2013
1. Highlights
2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS
3. Wirtschaftliches Umfeld
4. Risikomanagement
5. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses
6. Սութեք արտասակապասապասապասապասապասապասապասապասապասապասապասար 11
7. Ergebnis
8. Bilanz
9. MitarbeiterInnen
10. Airline Catering
11. International Event Catering
12. Restaurants, Lounges & Hotel
13. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB
14. Ausblick
Corporate Governance Bericht
1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex
2. Der Vorstand
3. Der Aufsichtsrat
4. Vergütungsbericht
5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat
und in leitenden Stellen. "www.wwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwwww
Bericht des Aufsichtsrates
Kennzahlen Glossar
Konzernabschluss 2012/2013
1. Konzernbilanz zum 31. März 2013
2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
4. Konzern-Geldflussrechnung
5. Konzern-Eigenkapitalveränderung
6. Beteiligungsgesellschaften
Konzernanhang 2012/2013
1. Allgemeine Angaben
2. Grundlagen der Rechnungslegung
2.1 Angewendete Vorschriften, Methoden und Schätzungen
2.2 Auswirkungen neuer und geänderter Standards
3. Wesentliche Grundsätze der Rechnungslegung
3.1 Konsolidierung
3.1.1 Konsolidierungskreis
3.1.2 Konsolidierungsmethoden
3.1.3 Geschäftssegmente
3.1.4. Währungsumrechnung
3.1.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 54
4.1. Konzernbilanz
4.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
5. Sonstige Angaben
Entwicklung des Anlagevermögens
Bestätigungsvermerk
Einzelabschluss 2012/2013 der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht und
Bestätigungsvermerk
Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz 143

Konzernlagebericht 2012/2013

1. Highlights

Top-Ergebnis durch internationales Wachstum und konsequente Positionierung im Premiumsegment

Innovative Produkte, neue Kunden, eine gute Entwicklung mit bestehenden Kunden und zahlreiche Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sichern auch in diesem Geschäftsjahr ein Top-Ergebnis. Umsatz (576,19 MEUR /+23,6 %), EBITDA (58,44 MEUR /+13,4 %) und EBIT (41,31 MEUR /+27,5 %) konnten in allen drei Divisionen gesteigert werden. Der Gewinn je Aktie liegt damit bei EUR 2,34.

DO & CO als Gourmet Entertainer bei der UEFA EURO 2012

DO & CO war 2012 für das VIP Catering der Fußballeuropameisterschaft in Polen und der Ukraine zuständig. Bei 31 Spielen in 8 verschiedenen Städten wurden 85.000 VIP-Gäste kulinarisch verwöhnt. Zusätzlich agierte DO & CO für die UEFA im Rahmen des Projekts als Hospitality Production Manager und übernahm als solcher neben dem Catering auch für die gesamte Infrastruktur die Verantwortung.

Akquisition von LOT Catering Sp. z o.o.

Im Dezember 2012 hat DO & CO 100 % der Anteile an LOT Catering Sp. z o.o. erworben. Die Gesellschaft mit Sitz in Warschau firmiert seither unter DO & CO Poland Sp. z o.o. DO & CO Poland ist Marktführer im Airline Catering in Polen und beschäftigt an den Standorten Warschau, Poznán, Krakov, Gdansk und Katowice über 500 Mitarbeiter.

Bedeutende neue Kunden 2012/2013 im Airline Catering

  • British Airways ex New York
  • Etihad Airways ex New York und Istanbul
  • Egypt Air ex New York und London Heathrow
  • China Southern Airlines ex London Heathrow
  • Emirates Airline ex Warschau

Besonders hervorzuheben ist der Gewinn des strategisch wichtigen Kunden British Airways am Flughafen New York John F. Kennedy. Seit 1. September 2012 werden täglich zehn Langstreckenflüge nach London Heathrow und London City von DO & CO gecatert. Erfreulich ist, dass British Airways nun sehr gute Kundenzufriedenheitswerte erzielen konnte.

DO & CO bestätigt die Führungsposition bei Premium Sportveranstaltungen

Weitere Highlights waren in diesem Geschäftsjahr das Tennisturnier der ATP Tennis Masters Series in Madrid mit 34.000 VIP-Gästen, das UEFA Champions League Finale in der Münchner Allianz Arena mit 6.000 VIP-Gästen und die Alpine Ski WM in Schladming mit 11.000 VIP-Gästen. Hinzu kamen "Klassiker" wie das Hahnenkammrennen in Kitzbühel, das prestigereiche Springreitturnier CHIO in Aachen und das Beachvolleyballturnier am Wörthersee. Weiters betreute DO & CO im Geschäftsjahr 2012/2013 bei 17 Formel 1 Grands Prix in 16 verschiedenen Ländern über 72.000 VIP-Gäste.

Catering der Österreichischen Bundesbahnen

Seit 1. April 2012 ist DO & CO für das Catering der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf allen Fernreisezügen zuständig. DO & CO betreut täglich 160 Fernreisezüge und jährlich 11 Millionen Passagiere. Damit setzt der DO & CO Konzern einen wichtigen Schritt in einen neuen Markt.

Sehr gute Entwicklung an der Wiener und Istanbuler Börse

Die DO & CO Aktie konnte im Geschäftsjahr 2012/2013 eine sehr gute Entwicklung verzeichnen. In Wien gewann die DO & CO Aktie 22,4 %, während der ATX einen Anstieg von 8,9 % verzeichnete. In Istanbul erzielte die DO & CO Aktie im Berichtsjahr einen Kursanstieg von 34,8 %, der Leitindex BIST 100 stieg um 37,6 %. Die DO & CO Aktie schloss am 28. März 2013 in Wien mit einem Kurs von EUR 35,71 und am 29. März 2013 in Istanbul mit einem Kurs von TRY 93,00.

2. Kennzahlen der DO & CO Gruppe nach IFRS

Die Abkürzungen und Berechnungen der Kennzahlen werden im Kennzahlen Glossar erläutert.

Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Geschäftsjahr
2010/2011
Umsatz m € 576,19 466,35 426,07
EBITDA m € 58,44 51,52 45,84
EBITDA-Marge % 10,1% 11,0% 10,8%
EBIT m € 41,31 32,40 28,32
EBIT-Marge % 7,2% 6,9% 6,6%
EGT m € 42,26 35,58 30,85
Konzernergebnis m € 22,81 19,33 15,43
MitarbeiterInnen 6.220 4.166 3.794
Eigenkapital 1 m € 184,84 161,64 143,58
Eigenkapital-Quote 1 % 53,3% 56,8% 57,8%
Nettozinsverbindlichkeiten m € -56,77 -85,04 -109,31
Net Gearing % -30,7% -52,6% -76,1%
Working Capital m € 75,17 92,39 78,02
Operativer Cash-Flow m € 36,03 45,67 57,67
Cash-Flow aus dem Investitionsbereich m € -30,41 -62,55 -15,96
Free Cash-Flow m € 5,62 -16,88 41,71
ROS % 7,3% 7,6% 7,2%
ROE % 18,2% 17,4% 19,4%

1… Bereinigt um vorgesehene Dividenden und Buchwerte der Firmenwerte

Kennzahlen je Aktie

(berechnet mit der gewichteten Anzahl an ausgegebenen Aktien)

Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Geschäftsjahr
2010/2011
EBITDA je Aktie 6,00 5,29 5,49
EBIT je Aktie 4,24 3,32 3,39
Gewinn je Aktie 2,34 1,98 1,85
Buchmäßiges Eigenkapital 1 18,97 16,59 17,19
Höchstkurs 2 37,50 35,30 33,45
Tiefstkurs 2 26,55 23,50 15,00
Kurs ultimo 2 35,71 29,18 30,15
Aktienanzahl gewichtet 3 TPie 9.744 9.744 8.350
Aktienanzahl ultimo TPie 9.744 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m € 347,91 284,33 293,78

1 … Bereinigt um vorgesehene Dividenden und Buchwerte der Firmenwerte

2 ... Schlusskurs

3 ... Bereinigt um die zum Bilanzstichtag rückgekauften eigenen Aktien

3. Wirtschaftliches Umfeld

Das weltwirtschaftliche Wachstum hat sich im Jahr 2012 verlangsamt. Der Grund hierfür liegt in der anhaltenden Staatsschuldenkrise der Eurozone, die eine enorme Belastung für die Konjunktur darstellt und dadurch auch negative Auswirkungen auf wichtige Handelspartner hatte. Zusätzlich haben Unsicherheiten betreffend die Fiskalproblematik in den USA und die schwächeren wirtschaftlichen Aussichten der Schwellenländer das globale Wachstum belastet.

Für die Weltwirtschaft errechnete der Internationale Währungsfonds (IWF) im Jahr 2012 ein Wachstum von 3,2 %, nach 4,0 % im letzten Jahr. Für 2013 wird das Weltwirtschaftswachstum auf einem ähnlichen Niveau wie 2012 erwartet. Erst für 2014 sehen die Ökonomen des IWF eine deutliche Beschleunigung auf 4,0 %. Treibende Kraft wird einerseits die expansive Geldpolitik in Amerika und andererseits die wieder stark zunehmende Nachfrage aus den Schwellen- und Entwicklungsländern sein.

Im Jahr 2012 stieg das Wachstum der USA, getragen durch den privaten Konsum, der in diesem Land 70 % der Wirtschaftsleistung ausmacht, im Vergleich zu 2011 um 0,4 % Punkte auf 2,2 %.

Die US Notenbank beließ den Leitzins seit Ende 2008 bei 0,00 % bis 0,25 % und setzte die Programme zum Aufkauf von Staatsanleihen und Hypothekenpapieren, mit denen die Zinsen weiter gedrückt werden sollen, fort. Dadurch konnte trotz rückläufiger Exporte, Ausgabenkürzungen der Regierung und dem Anwachsen des Haushaltsdefizits das Wirtschaftswachstum angekurbelt werden.

Die BRICS-Staaten1 verzeichneten allesamt niedrigere Wachstumsraten als im Vorjahr. Neben der rückläufigen Nachfrage aus Europa wirkten sich außerdem die geringere Inlandsnachfrage sowie wirtschaftspolitische Maßnahmen zur Eindämmung der Inflation in Asien und Lateinamerika aus. Die internationalen Hoffnungen, dass sich insbesondere China von der Weltwirtschaft abkoppeln und als globale Konjunkturlokomotive fungieren könnte, wurden enttäuscht. Im Jahr 2012 erreichte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt ein Wachstum von 7,8 % im Vergleich zu 9,3 % im Vorjahr.

Japan hat mit der seit Jahren herrschenden Deflation, welche Konsum und Investitionen hemmt, und dem hohen Kursstand des Yen, welcher Exporte maßgeblich erschwert, zu kämpfen. Ungeachtet der enormen Staatsverschuldung in Höhe von 240 % des Bruttoinlandsprodukts hat die japanische Regierung ein neues Konjunkturpaket aufgesetzt. Außerdem sollen durch Anleihekäufe der japanischen Notenbank weitere Maßnahmen zur Stimulierung des Wirtschaftswachstums getroffen werden.

Die Europäische Union verzeichnete einen Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Höhe von 0,3 %, der Euroraum gar um 0,6 %. Die im Rahmen der Budgetkonsolidierung in den meisten Ländern notwendigen Sparmaßnahmen wirkten dämpfend auf die Inlandsnachfrage und trübten gleichzeitig die näheren Konjunkturperspektiven spürbar ein. Aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche wurde der Leitzins im Euroraum im Juli 2012 von 1,0 % auf das Rekordtief von 0,75 % gesenkt.

Anfang des Jahres 2012 wurde Österreich durch die Ratingagentur S&P die Spitzenbonität AAA entzogen. Die Begründung hierfür liegt in den Auswirkungen sich vertiefender politischer, externer und monetärer Probleme innerhalb der EU und der Eurozone, in die Österreich eng eingebunden sei. Für das gesamte Jahr 2012 ergab sich für Österreich ein Wirtschaftswachstum von 0,8 %, welches deutlich unter den Vorjahren 2011 (+2,7 %) und 2010 (+2,1 %) lag. Im 2. Halbjahr 2012 stagnierte die österreichische Volkswirtschaft nahezu. Im Gegensatz zu den meisten Ländern des Euroraumes blieb aber ein stärkerer Rückgang im 4. Quartal 2012 aus. Für 2013 erwartet die OeNB ein Wirtschaftswachstum von 0,5 %. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,3 % (nach Eurostat-Definition) verzeichnete Österreich die niedrigste Arbeitslosenquote aller EU-Mitgliedstaaten in 2012; der EU-Schnitt lag bei 10,7 %. Die heimische Inflationsrate

1 Vereinigung aufstrebender Volkswirtschaften (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika)

ist 2012 auf 2,4 % zurückgegangen, nach 3,3 % im Jahr davor. Durchschnittlich lag die Inflation in der Europäischen Union bei 2,6 %.

Europas größte Volkswirtschaft Deutschland erreichte trotz der Turbulenzen im Euroraum einen Zuwachs des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes in der Höhe von 0,9 %. Wichtigster Wachstumsmotor war auch dieses Jahr die robuste Auslands- und Binnennachfrage. Für 2013 wird ein geringeres Wachstum in der Höhe von 0,4 % erwartet.

Das türkische Wirtschaftswachstum ist 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 Prozentpunkte auf 2,6 % gesunken. Die Wachstumsgaranten der vergangenen Jahre - Export, privater Konsum und Investitionen - waren auf eine expansive Geldpolitik zurückzuführen. Die sinkende Binnennachfrage belastete das Wirtschaftswachstum, vor allem die private Investitionstätigkeit war stark rückläufig. Zusätzlich ist das große Leistungsbilanzdefizit, hauptsächlich bedingt durch einen kräftigen Rückgang der Exporte, für das schwächere Wachstum verantwortlich. Für 2013 rechnen Ökonomen jedoch wieder mit einem Wachstum von 4,5 %.

Aufgrund der Niedrigzinsphase lagen die Erträge durch Tages- und Festgeldanlagen meist unter der Inflationsrate, wodurch ein signifikanter Anstieg der Nachfrage an den Finanzmärkten zu verzeichnen war. Durch Maßnahmen der EZB gegen die Ausdehnung der Schuldenkrise sank das systemische Risiko, wodurch sich Kapitalanlagen in Aktien verstärkten.

Der Deutsche Aktienindex erholte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich und stieg im Jahr 2012 um 30 %, der österreichische Leitindex ATX um 25 % und der Dow Jones um 8 %. Der türkische Index BIST 100 verzeichnete mit 51 % das kräftigste Plus.

Der Wechselkurs des Euro zum US-Dollar wurde aufgrund der Maßnahmen zur Konjunkturbelebung der USA im ersten Halbjahr schrittweise Richtung 1,20 gedrückt, erholte sich ab dem zweiten Halbjahr jedoch wieder. Der Wechselkurs betrug zum 28. März 2013 EUR/USD 1,2805 (Quelle: OeNB).

4. Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken sicher, zeitnah und effektiv reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, konzernweiten Planungs- und Kontrollprozesse sowie unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO2 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe verstanden und wahrgenommen und vom Corporate Riskmanager koordiniert. Damit bildet das Risikomanagement einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die Interne Revision gehören.

Durch die enge Zusammenarbeit von Risikomanagement mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO. Die Luftfahrtindustrie ihrerseits ist besonders von der Entwicklung der Treibstoffpreise, der Besteuerung sowie den Flughafen- und Sicherheitsgebühren abhängig.

2 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission); eine unabhängige privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Da weiters wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Austrian Airlines, NIKI, Emirates Airline, Etihad Airways, Qatar Airways, Cathay Pacific und British Airways erwirtschaftet werden, ist zusätzlich ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Lage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit wird es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Aktivitäten in zahlreichen Ländern in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Center vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards an die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen stabilisiert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation und Sicherheitsschulungen auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Zu den Risiken, die nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS). Auch Naturkatastrophen wie der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull im April 2010, welcher den Flugverkehr in weiten Teilen Nord- und Mitteleuropas wiederholt für mehrere Tage ganz oder teilweise lahmlegte sowie der Atomreaktorzwischenfall mit einer entsprechenden Verstrahlung der Umwelt in Japan im März 2011 zählen zu den nicht beeinflussbaren Risiken.

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP–Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte Mitarbeiter einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie z.B. Vogelgrippe, können Rohstoffe unter Umständen in geringen Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kritischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulung von Mitarbeitern sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler und internationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verhindert werden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, PLN und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko der DO & CO Gruppe ist aufgrund der geringen Verbindlichkeiten begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden. Darüber hinaus erfolgt eine Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko, als auch gegen das Inflations-, Ausfalls- und Fremdwährungsrisiko, durch Diversifikation in jederzeit veräußerbare Vermögenswerte.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnah überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet.

Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

Zusätzliche detaillierte Angaben zum Währungs-, Liquiditäts-, Bonitäts- und Zinsrisiko sind im Anhang (unter Punkt 5 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, effektive Ertragsteuerforderungen und sonstige Vermögenswerte und Punkt 24 Finanzinstrumente und Risikobericht) nachzulesen.

5. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems in Zusammenhang mit der Aufstellung des Konzernabschlusses

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie der Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zudem werden Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem werden laufend an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software, sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

6. Umsatz

Der DO & CO Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von EUR 576,19 Mio. Dies stellt eine Umsatzsteigerung von 23,6 % bzw. EUR 109,84 Mio gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres dar.

Umsatz Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011
Airline Catering m € 400,23 349,81 50,42 14,4% 327,18
International Event Catering m € 71,09 46,01 25,08 54,5% 36,65
Restaurants, Lounges & Hotel m € 104,87 70,54 34,34 48,7% 62,24
Konzernumsatz 576,19 466,35 109,84 23,6% 426,07
Anteil am Konzernumsatz Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Airline Catering % 69,5% 75,0%
International Event Catering % 12,3% 9,9%
Restaurants, Lounges & Hotel % 18,2% 15,1%
Konzernumsatz 100,0% 100,0%

Die Umsätze der Division Airline Catering sind trotz anhaltend schwieriger Marktbedingungen im Geschäftsjahr 2012/2013 von EUR 349,81 Mio um EUR 50,42 Mio auf EUR 400,23 Mio gestiegen. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz beträgt 69,5 % (VJ: 75,0 %).

Der Anstieg der Umsätze in der Division Airline Catering ist vor allem an den internationalen Standorten zu verzeichnen.

Turkish DO & CO verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl bei Turkish Airlines als auch bei Drittkunden eine erfreuliche Entwicklung. Das Konzept der "Flying Chefs" auf Flügen der Turkish Airlines wurde weiter ausgebaut. Zusätzlich zu den Langstreckenflügen werden die Passagiere auch auf einigen internationalen Kurzstreckenflügen von "Flying Chefs" betreut. Bei den Drittkunden sind der Neukunde Etihad Airways und die Vertragsverlängerungen mit Air France, Iberia und Royal Jordanian Airlines zu nennen.

Deutliche Umsatzzuwächse sind für den Standort New York John F. Kennedy Airport zu berichten. Zu dieser Entwicklung tragen vor allem der Gewinn des strategisch wichtigen Kunden British Airways und ein täglicher Langstreckenflug für Etihad Airways nach Abu Dhabi bei. Zusätzlich ist auch von einer erfreulichen Entwicklung mit bestehenden Kunden wie Asiana Airlines, Emirates Airline und Turkish Airlines zu berichten.

In London Heathrow befinden sich seit April 2012 Egypt Air und seit Juni 2012 China Southern Airlines im Kundenportfolio. Zusätzlich konnte der Umsatz mit bestehenden Kunden gesteigert und die Marktposition an diesem strategisch wichtigen Standort weiter ausgebaut werden.

Auch für den Standort Mailand sowie für die deutschen Standorte sind im Geschäftsjahr 2012/2013 steigende Umsätze zu berichten.

Außerdem konnten im Geschäftsjahr 2012/2013 zwei Akquisitionen erfolgreich abgeschlossen werden. DO & CO erwarb 51 % des größten Airlinecateringunternehmens der Ukraine, welches mit 1. Juni 2012 in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Im Dezember 2012 hat DO & CO 100 % der Anteile an LOT Catering Sp. z o.o. erworben. Die Gesellschaft, mit Sitz in Warschau, firmiert seither unter DO & CO Poland Sp. z o.o. DO & CO Poland ist Marktführer im Airline Catering in Polen und beschäftigt an den Standorten Warschau, Poznán, Krakov, Gdansk und Katowice über 500 Mitarbeiter. Die bilanzielle Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.2012, eine ergebniswirksame Einbeziehung in den DO & CO Konzernabschluss wurde erstmals im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 durchgeführt.

Für den Standort Österreich sind für das Geschäftsjahr 2012/2013 Umsatzrückgänge zu berichten. Dies ergibt sich aus Sparprogrammen der Großkunden.

Die Umsätze der Division International Event Catering sind im Geschäftsjahr 2012/2013 zum Vergleichszeitraum des Vorjahres von EUR 46,01 Mio um 54,5 % auf EUR 71,09 Mio gestiegen. Damit beträgt der Anteil am Konzernumsatz 12,3 % (VJ: 9,9 %).

Im Bereich der Major Events stand im Geschäftsjahr 2012/2013 die UEFA Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen und in der Ukraine im Mittelpunkt, welche den deutlichen Umsatzanstieg begründet. Es kamen bei 31 Spielen in 8 verschiedenen Städten insgesamt 85.000 VIP-Gäste in den Genuss von DO & CO Catering. Außerdem ist die kulinarische Betreuung der Formel 1 hervorzuheben. DO & CO betreute in seiner bereits 21. Saison insgesamt 17 Formel 1 Grands Prix in 16 verschiedenen Ländern und verwöhnte dabei über 72.000 VIP-Gäste. Zusätzlich sind zum einen das ATP Tennis Masters in Madrid mit 34.000 VIP-Gästen und zum anderen das UEFA Champions League Finale in München mit 6.000 VIP-Gästen zu nennen. Im Sommer 2012 stand die kulinarische Betreuung von VIP-Gästen beim traditionellen Springreitturnier CHIO Aachen, bei zwei bedeutenden Reitturnieren am Ossiacher See in Kärnten und beim Beachvolleyball Turnier in Klagenfurt im Mittelpunkt. Zusätzlich zu den Klassikern des Winters wie dem Hahnenkammrennen in Kitzbühel ist die Ski WM in Schladming zu erwähnen, bei der DO & CO für 11.000 Gäste im VIP Zelt für ein einzigartiges Ambiente sowie Catering auf höchstem Niveau sorgte.

Im Segment der Classic Events kann man ebenfalls auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurückblicken. DO & CO konnte bei zahlreichen Veranstaltungen aus Wirtschaft, Politik und Sport als Premium-Caterer auftreten und weitere Umsatzzuwächse erzielen.

Die Umsätze der Division Restaurants, Lounges & Hotel in Höhe von EUR 104,87 Mio liegen im Geschäftsjahr 2012/2013 um 48,7 % über Vorjahresniveau (VJ: EUR 70,54 Mio). Der Anteil am Konzernumsatz beträgt 18,2 % (VJ: 15,1 %).

Der Anstieg der Umsätze ist vor allem durch die Übernahme des Caterings für die Österreichischen Bundesbahnen seit 1. April 2012 begründet. Damit konnte DO & CO mit der Marke "Henry am Zug" einen strategisch wichtigen Schritt in einen neuen Markt setzen.

Erfreulich entwickelte sich der Bereich Retail mit "Henry – the art of living", welcher deutliche Umsatzzuwächse erzielen konnte. Zusätzlich trägt die Übernahme der Gastronomie am Flughafen Bodrum zu einem Umsatzwachstum bei.

Im Bereich der Lounges befinden sich seit Jänner 2013 die Emirates Lounges am Flughafen Mailand Malpensa und seit Juni 2012 die Lounges des Wiener Flughafens am Check-in 3 Terminal im DO & CO Portfolio.

Die Demel Cafés, die DO & CO Restaurants und das DO & CO Hotel in Wien konnten auch dieses Geschäftsjahr wieder zufriedenstellende Umsätze verzeichnen.

7. Ergebnis

Das konsolidierte Betriebsergebnis (EBIT) des DO & CO Konzerns beträgt für das Geschäftsjahr 2012/2013 EUR 41,31 Mio und liegt damit um EUR 8,91 Mio über dem Betriebsergebnis des Vorjahres. Die EBIT Marge konnte von 6,9 % im Vorjahr auf 7,2 % im Geschäftsjahr 2012/2013 gesteigert werden.

Das EBITDA des DO & CO Konzerns liegt bei EUR 58,44 Mio. Das bedeutet einen Anstieg von EUR 6,92 Mio gegenüber dem EBITDA des Vorjahres. Die EBITDA Marge beträgt 10,1 % (VJ: 11,0 %).

Konzern Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011
Umsatz m € 576,19 466,35 109,84 23,6% 426,07
EBITDA m € 58,44 51,52 6,92 13,4% 45,84
Abschreibungen m € -17,11 -16,09 -1,03 -6,4% -17,52
Wertminderung m € -0,02 -3,04 3,02 99,4% 0,00
EBIT m € 41,31 32,40 8,91 27,5% 28,32
EGT m € 42,26 35,58 6,68 18,8% 30,85
Konzernergebnis m € 22,81 19,33 3,48 18,0% 15,43
EBITDA-Marge % 10,1% 11,0% 10,8%
EBIT-Marge % 7,2% 6,9% 6,6%
MitarbeiterInnen 6.220 4.166 2.054 49,3% 3.794

Im Bereich des Materialaufwandes und Aufwandes für bezogene Leistungen stiegen die Kosten in Relation zum Umsatz von 41,5 % im Vorjahr auf 41,7 %. In absoluten Zahlen stieg der Materialaufwand um EUR 46,65 Mio (+24,1 %) bei einem Umsatzwachstum von 23,6 %.

Der Personalaufwand in Relation zum Umsatz erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012/2013 von 32,0 % auf 33,1 %. In absoluten Zahlen stiegen die Personalkosten von EUR 149,45 Mio auf EUR 190,71 Mio.

Die Abschreibungen und Wertminderungen betragen EUR 17,13 Mio und liegen damit im Geschäftsjahr 2012/2013 um EUR 1,99 Mio unter dem Vorjahr (VJ: EUR 19,12 Mio). Dies ist damit begründet, dass im Vorjahr in allen drei Divisionen Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und von Sachanlagevermögen vorgenommen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verzeichnen einen Anstieg von EUR 19,50 Mio bzw. 23,3 %.

Die Steuerquote (Verhältnis des Steueraufwandes zum unversteuerten Ergebnis) beträgt im Geschäftsjahr 2012/2013 25,4 % (VJ: 25,6 %).

Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2012/2013 beträgt EUR 22,81 Mio und liegt um EUR 3,48 Mio über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Gewinn je Aktie liegt damit bei EUR 2,34 (VJ: EUR 1,98).

8. Bilanz

Im Bereich des Anlagevermögens kommt es zu einer Erhöhung um EUR 60,41 Mio auf EUR 144,44 Mio. Diese Veränderung ist insbesondere auf die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Erstkonsolidierung von

  • Kyiv Catering LLC,
  • Henry am Zug GmbH,
  • DO & CO Poland Sp. z o.o.
  • Lotniczy Catering Service Sp. z o.o.

zu erwähnen.

Des Weiteren sind in Hinblick auf die Erhöhung des Anlagevermögens die Investitionen in das Hotelprojekt in Istanbul sowie die Erweiterung der Airline Catering Aktivität am Standort New York / JFK hervorzuheben.

Im Bereich des kurzfristigen Vermögens sind die Veränderungen, insbesondere die Erhöhung der Vorräte als auch der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, auf eine Ausdehnung der Geschäftstätigkeit zurückzuführen.

Das konsolidierte Eigenkapital (bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte) stieg um EUR 23,20 Mio von EUR 161,64 Mio zum 31. März 2012 auf EUR 184,84 Mio zum 31. März 2013.

Die Eigenkapitalquote (bereinigt um vorgesehene Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte) verringerte sich zum 31. März 2013 auf 53,3 % im Vergleich zu 56,8 % per 31. März 2012. Die Ursachen dafür liegen ebenfalls in der Ausdehnung der Geschäftstätigkeit und damit in einem entsprechenden Anwachsen der Bilanzsumme.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verzeichnen einen deutlichen Anstieg um EUR 15,39 Mio auf EUR 115,68 Mio im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Auch hier ist auf die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit zu verweisen.

9. MitarbeiterInnen

Die durchschnittliche Anzahl der MitarbeiterInnen stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von 4.166 auf 6.220 Beschäftigte. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Einbeziehung von Kyiv Catering LLC mit über 600 Mitarbeitern und DO & CO Poland mit über 500 Mitarbeitern sowie die Ausweitung der Geschäftstätigkeit in Österreich (insbesondere Henry am Zug), den USA und der Türkei zurückzuführen.

10. Airline Catering

Mit einem unverwechselbaren, innovativen und kompetitiven Produktportfolio generiert die Division Airline Catering den größten Umsatzanteil im DO & CO Konzern.

Weltweit setzen die DO & CO Gourmetküchen in New York, London, Istanbul, Frankfurt, München, Berlin, Mailand, Malta, Warschau, Kiew und Wien sowie an weiteren Standorten in Österreich, der Türkei und Polen neue Standards im Premiumsegment des Airline Caterings.

Mehr als 60 Fluglinien zählen zum Kundenportfolio von DO & CO. Darunter finden sich namhafte Kunden wie Austrian Airlines Group, NIKI, Turkish Airlines, British Airways, Singapore Airlines, Oman Air, Cathay Pacific, Emirates Airline, Etihad Airways, Qatar Airways, Royal Air Maroc, Egypt Air, Malaysia Airlines, EVA Air, China Southern Airlines, Royal Jordanian, China Airlines, Hainan Airlines und Asiana Airlines.

Airline Catering Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011
Umsatz m € 400,23 349,81 50,42 14,4% 327,18
EBITDA m € 43,23 40,57 2,66 6,6% 36,90
Abschreibungen m € -12,81 -14,25 1,44 10,1% -14,75
Wertminderung m € 0,00 -1,70 1,70 100,0% 0,00
EBIT m € 30,42 24,61 5,81 23,6% 22,14
EBITDA-Marge % 10,8% 11,6% 11,3%
EBIT-Marge % 7,6% 7,0% 6,8%
Anteil am Konzernumsatz % 69,5% 75,0% 76,8%

Die Division Airline Catering erzielte im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von EUR 400,23 Mio (VJ: EUR 349,81 Mio). Dies entspricht einem Wachstum von 14,4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Anteil der Umsätze der Division Airline Catering am Konzernumsatz beträgt 69,5 % (VJ: 75,0 %). Insgesamt wurden von den Gourmetküchen der DO & CO Gruppe weltweit über 80 Millionen Passagiere auf mehr als 510 Tausend Flügen kulinarisch versorgt.

EBITDA und EBIT konnten auch in diesem Geschäftsjahr weiter gesteigert werden. Das EBITDA liegt mit EUR 43,23 Mio um EUR 2,66 Mio (+6,6 %) über dem Vorjahr. Das EBIT ist von EUR 24,61 Mio auf EUR 30,42 Mio gestiegen (+23,6 %). Die EBITDA Marge im Airline Catering beträgt 10,8 % (VJ: 11,6 %). Die EBIT Marge konnte auf 7,6 % gesteigert werden (VJ: 7,0 %).

Die Division Airline Catering war auch im Geschäftsjahr 2012/2013 mit einem sehr kompetitiven und volatilen Marktumfeld konfrontiert. Trotz dieser schwierigen Marktbedingungen konnte DO & CO sehr erfreuliche Umsatzzuwächse verzeichnen und wichtige Neukunden gewinnen.

Im Folgenden werden die wichtigsten Entwicklungen in der Division Airline Catering in der Türkei, an den anderen internationalen Standorten und in Österreich dargestellt:

Turkish DO & CO verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2012/2013 sowohl bei Drittkunden als auch bei Turkish Airlines eine erfreuliche Entwicklung. An den neun Standorten Istanbul Atatürk, Istanbul Sabiha Gökcen, Ankara, Antalya, Izmir, Bodrum, Adana, Trabzon und Dalaman wurden 52 Millionen Fluggäste auf höchstem Niveau verköstigt.

Der Erfolgs- und Wachstumskurs von Turkish Airlines setzte sich fort und drückt sich vor allem in der Flottenexpansion und der hohen Sitzplatzauslastung aus. Das Konzept der "Flying Chefs" wurde weiter ausgebaut. Zusätzlich zu den Langstreckenflügen werden die Passagiere zunehmend auch auf internationalen Kurzstreckenflügen von "Flying Chefs" betreut. Insgesamt sind bereits über 300 DO & CO "Flying Chefs" für Turkish Airlines im Einsatz. Die Kundenzufriedenheitswerte der Passagiere der Turkish Airlines konnten auf dem hohen Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Zugleich entwickelte sich das Geschäft mit Drittkunden im Geschäftsjahr 2012/2013 sehr gut. Es konnten in Istanbul Etihad Airways als Neukunde gewonnen und Vertragsverlängerungen mit Air France, Iberia und Royal Jordanian Airlines erreicht werden.

Ebenso konnten die DO & CO Standorte in New York, London, Frankfurt und Mailand im Geschäftsjahr 2012/2013 eine sehr erfreuliche Entwicklung verzeichnen.

Deutliche Umsatzzuwächse sind für den Standort New York John F. Kennedy Airport zu berichten. Zu dieser Entwicklung tragen vor allem zwei Start-ups bei, die im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres erfolgreich durchgeführt wurden. Seit 1. August 2012 wird ein täglicher Langstreckenflug für Etihad Airways nach Abu Dhabi von DO & CO gecatert. Damit wird Etihad Airways nun bereits an 6 Standorten von DO & CO betreut. Besonders hervorzuheben ist der Gewinn des strategisch wichtigen Kunden British Airways am Flughafen New York John F. Kennedy. Seit 1. September 2012 werden täglich zehn Langstreckenflüge nach London Heathrow und London City von DO & CO gecatert. Erfreulich ist, dass British Airways nun sehr gute Kundenzufriedenheitswerte erzielen konnte. Zusätzlich ist auch von einer erfreulichen Entwicklung mit bestehenden Kunden wie Asiana Airlines, Emirates Airline und Turkish Airlines zu berichten.

Aus London Heathrow können ebenso zwei erfolgreiche Start-ups vermeldet werden. Seit April 2012 befinden sich Egypt Air und seit Juni 2012 China Southern Airlines im Kundenportfolio. Zusätzlich konnte der Umsatz mit bestehenden Kunden gesteigert und die Marktposition an diesem strategisch wichtigen Standort weiter ausgebaut werden.

In Italien gelang es am Flughafen Mailand Malpensa die Geschäftstätigkeiten weiter auszubauen. Zusätzlich wurde DO & CO Italy von Etihad Airways mit dem prestigeträchtigen Preis für den besten regionalen Caterer ausgezeichnet.

Ebenso konnten an den Standorten Frankfurt, München und Düsseldorf die Umsätze durch eine Ausweitung der Geschäftstätigkeit mit bestehenden Kunden gesteigert werden. Zusätzliche Umsätze in Frankfurt konnten insbesondere durch Emirates Airline, Kuwait Airways und Etihad Airways generiert werden.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat DO & CO zwei Akquisitionen getätigt, die insbesondere die Division Airline Catering betreffen.

Der im Geschäftsjahr 2011/2012 begonnene Akquisitionsprozess von Kyiv Catering LLC mit Sitz in Kiew wurde im Mai 2012 erfolgreich beendet. DO & CO erwarb 51 % des größten Airlinecateringunternehmens der Ukraine, welches mit 1. Juni 2012 in den Konzernabschluss einbezogen wurde. Kyiv Catering LLC ist Marktführer im Airline Catering in dieser Region und beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter. Es ist zu erwähnen, dass der größte Kunde Aerosvit im Jänner 2013 einen Konkursantrag stellte und seither nicht mehr becatert wird. Jedoch wurden die Flüge teilweise von anderen Kunden der Kyiv Catering LLC übernommen. Somit kann die zufriedenstellende Auslastung an diesem Standort weiterhin gewährleistet werden.

Im Dezember 2012 hat DO & CO 100 % der Anteile an LOT Catering Sp. z o.o. erworben. Die Gesellschaft, mit Sitz in Warschau, firmiert seither unter DO & CO Poland Sp. z o.o. DO & CO Poland ist Marktführer im Airline Catering in Polen und beschäftigt an den Standorten Warschau, Poznán, Krakov, Gdansk und Katowice über 500 Mitarbeiter. Die bilanzielle Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.2012, eine ergebniswirksame Einbeziehung in den DO & CO Konzernabschluss wurde erstmals im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 durchgeführt.

Für den Standort Österreich sind für das Geschäftsjahr 2012/2013 Umsatzrückgänge zu berichten. Dies ergibt sich aus den Sparprogrammen der Großkunden. Zu Beginn dieses Geschäftsjahres wurde mit "DO & CO à la carte Menü" bei Austrian Airlines ein neues Menübestellsystem in Kooperation mit Austrian Airlines eingeführt. Dies ermöglicht dem Kunden im Zuge des Ticketkaufs im Internet, aber auch bis eine Stunde vor Abflug (am Flughafen in Wien Schwechat), die Bestellung eines "DO & CO à la carte Menüs". Dieses in der Airlinebranche einzigartige Angebot wurde von den Kunden sehr gut angenommen. Austrian Airlines konnte die hervorragende Platzierung der Kundenzufriedenheit im Bereich Best Business Class Catering aus dem Vorjahr halten.

Strategie von DO & CO

  • Ausbau der Positionierung als "der" Anbieter im Premium Airline Catering Segment
  • Ein unverwechselbares, innovatives und kompetitives Produktportfolio als Differenzierungschance für den Kunden
  • Nachhaltige und langfristige Partnerschaften mit den Kunden
  • Gesamtanbieter im Airline Catering

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2013/2014

  • Evaluierung von Übernahmezielen und Expansionsmöglichkeiten
  • Teilnahme an Ausschreibungen und Akquisition von weiteren Kunden an sämtlichen Standorten

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "Der" Airline Caterer im Premium-Segment
  • Produktkreativität und -innovation in Kern- und Nebenbereichen
  • Anbieter von Komplettlösungen für die Kunden

11. International Event Catering

Der Umsatz der Division International Event Catering verzeichnete im Geschäftsjahr 2012/2013 einen deutlichen Anstieg. Der Jahresumsatz beläuft sich auf EUR 71,09 Mio (VJ: EUR 46,01 Mio). Dies entspricht einem Plus von 54,5 %. Dieser Umsatzanstieg ist im Wesentlichen auf die Durchführung der UEFA EURO 2012 zurückzuführen.

Das EBITDA der Division International Event Catering liegt im Geschäftsjahr 2012/2013 mit EUR 8,53 Mio über jenem des Vorjahres (EUR 5,53 Mio). Die EBITDA Marge beträgt 12,0 % (VJ: 12,0 %). Das EBIT stieg von EUR 4,18 Mio auf EUR 6,57 Mio. Die EBIT Marge liegt mit 9,2 % über dem Vorjahresniveau (VJ: 9,1 %).

International Event Catering Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011
Umsatz m € 71,09 46,01 25,08 54,5% 36,65
EBITDA m € 8,53 5,53 3,00 54,4% 4,32
Abschreibungen m € -1,96 -0,60 -1,36 -227,3% -1,05
Wertminderung m € 0,00 -0,75 0,75 100,0% 0,00
EBIT m € 6,57 4,18 2,39 57,1% 3,27
EBITDA-Marge % 12,0% 12,0% 11,8%
EBIT-Marge % 9,2% 9,1% 8,9%
Anteil am Konzernumsatz % 12,3% 9,9% 8,6%

Die Division International Event Catering umfasst die beiden Bereiche Major Events und Classic Events.

Im Bereich der Major Events stand im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 die UEFA EURO 2012 in Polen und in der Ukraine im Mittelpunkt. Vom Eröffnungsspiel in Warschau am 08. Juni bis zum Finale in Kiew am 01. Juli wurden insgesamt über 85.000 VIP-Gäste kulinarisch verwöhnt. DO & CO war bei allen 31 Spielen in 8 verschiedenen Städten für die UEFA VIP Hospitality verantwortlich.

Wie bereits bei der EURO 2008 agierte DO & CO für die UEFA im Rahmen des Projekts – der drittgrößten Sportveranstaltung der Welt – als Hospitality Production Manager. Dies beinhaltet neben den klassischen Catering Aufgaben auch die Bereitstellung von Zelten, Mobiliar, Dekoration und Dienstleistungen wie Entertainment, Hostessen, Security und Cleaning.

Neben diesem Sport-Großereignis der Extraklasse ist in der Division International Event Catering die kulinarische Betreuung der Formel 1 hervorzuheben. DO & CO betreute in seiner bereits 21. Saison insgesamt 17 Formel 1 Grands Prix in 16 verschiedenen Ländern und verwöhnte dabei über 72.000 VIP-Gäste im exklusiven Paddock Club. Als besondere Highlights sind die erstmalige Austragung des Formel 1 Grand Prix in Austin, Texas, und der Grand Prix in Abu Dhabi mit mehr als 15.000 Gästen zu betonen.

Der Frühsommer startete wie jedes Jahr mit dem alljährlichen Tennisturnier im Zuge der ATP Tennis Masters Series in Madrid. DO & CO zeichnete für die kulinarische Betreuung von 34.000 VIP-Gästen sowie der Tennisspieler verantwortlich. Bei dem anschließenden UEFA Champions League Finale wurden am 19. Mai 2012 6.000 VIP-Gäste in der Münchner Allianz Arena von DO & CO kulinarisch verwöhnt. Weiters fanden auch in diesem Jahr im Mai und Juni 2012 zwei bedeutende Reitturniere am Ossiacher See in Kärnten statt, bei denen DO & CO für die Bewirtung von 4.300 VIP-Gästen verantwortlich war.

Der Höhepunkt des Sommers war auch dieses Jahr der Beachvolleyball Grand Slam am Wörthersee. Innerhalb von 4 Tagen wurden 8.000 Gäste kulinarisch verwöhnt. Wie bereits in den vorangegangenen Jahren war DO & CO auch in diesem Jahr für das Catering für die 4.500 VIP-Gäste des Springreittuniers CHIO Aachen verantwortlich.

Als besonderes Event im November 2012 ist die Präsentation des neuen Audi R8 in Spanien hervorzuheben. Im Rahmen dieser 13-tägigen Veranstaltung wurden über 1.300 Händler und Mitarbeiter des Audi Konzerns an drei verschiedenen Standorten in und um Sevilla kulinarisch betreut.

Die Highlights im Winter 2012/2013 waren das alljährliche Hahnenkammrennen in Kitzbühel und die Ski WM in Schladming, bei der DO & CO für über 11.000 Gäste im VIP Zelt für ein einzigartiges Ambiente sowie Catering auf höchstem Niveau sorgte.

In England konnte im Geschäftsjahr 2012/2013 die Partnerschaft mit Fortnum & Mason durch zwei Events der Spitzenklasse ausgebaut werden. Neben der Tatton Flower Show kamen im Mai 2012 erstmals die Besucher der Chelsea Flower Show in den Genuss von feinstem DO & CO Catering.

Im Bereich der Classic Events kann man ebenfalls auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurückblicken. DO & CO konnte bei zahlreichen Veranstaltungen aus Wirtschaft, Politik und Sport als Premium-Caterer auftreten und weitere Umsatzzuwächse erzielen.

Zusätzlich ist auch das alljährliche Filmfestival am Wiener Rathausplatz hervorzuheben. DO & CO ist hier für die Planung, Organisation, den Aufbau und die gastronomische Logistik des größten Gourmet Food Market Europas verantwortlich. In diesem Rahmen wurden 22 Wiener Gastronomen und zahlreiche Wirtschaftspartner betreut. An 65 Veranstaltungstagen konnten über 750.000 zufriedene Besucher verzeichnet werden.

Die Aktivitäten der Division International Event Catering in der BMW Welt in München wurden beendet.

Strategie von DO & CO

  • Verstärkung der Kernkompetenz vom Premium Caterer hin zum "Gourmet Entertainment Generalunternehmer"
  • Festigung der Premium Event Marke DO & CO
  • Profilierung als starker und verlässlicher Partner

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2013/2014

  • UEFA Champions League Finale 2013 in London. Damit kann die Serie nach Gelsenkirchen 2004, Istanbul 2005, Paris 2006, Rom 2009, Madrid 2010, London 2011 und München 2012 erfolgreich fortgesetzt werden.
  • ATP Masters in Madrid
  • Kulinarische Betreuung der Formel 1
  • Zusammenarbeit mit Fortnum & Mason: Chelsea Flower Show

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • "One stop partner"
  • Einzigartiges Premiumprodukt unverkennbar und nicht austauschbar
  • Höchste Zuverlässigkeit, Flexibilität und Qualitätsorientierung machen DO & CO zum Partner, der seinen Kunden als "no headache partner" jederzeit zur Verfügung steht
  • Ein internationales, dynamisches, im Premium-Segment erfahrenes Führungsteam

12. Restaurants, Lounges & Hotel

Im Geschäftsjahr 2012/2013 konnte in der Division Restaurants, Lounges & Hotel ein Umsatz von EUR 104,87 Mio erzielt werden. Der Anstieg um EUR 34,34 Mio (+48,7 %) gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen durch die Übernahme des Caterings der Österreichischen Bundesbahnen begründet.

Das EBITDA der Division Restaurants, Lounges & Hotel stieg von EUR 5,43 Mio im Vorjahr auf EUR 6,68 Mio im Berichtsjahr an. Die EBITDA Marge beträgt 6,4 % (VJ: 7,7 %). Das EBIT in Höhe von EUR 4,32 Mio konnte um EUR 0,72 Mio gesteigert werden. Dies bedeutet eine Steigerung von 19,9 %. Die EBIT Marge beträgt 4,1 % (VJ: 5,1 %).

Restaurants, Lounges & Hotel Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012 Veränderung Veränderung
in %
2010/2011
Umsatz m € 104,87 70,54 34,34 48,7% 62,24
EBITDA m € 6,68 5,43 1,26 23,1% 4,63
Abschreibungen m € -2,34 -1,24 -1,10 -89,1% -1,72
Wertminderung m € -0,02 -0,59 0,57 96,7% 0,00
EBIT m € 4,32 3,60 0,72 19,9% 2,91
EBITDA-Marge % 6,4% 7,7% 7,4%
EBIT-Marge % 4,1% 5,1% 4,7%
Anteil am Konzernumsatz % 18,2% 15,1% 14,6%

Die Division Restaurants, Lounges & Hotel umfasst folgende Bereiche: Restaurants, Lounges, Hotel, Demel, Mitarbeiterrestaurants, Retail und Railway Catering.

Seit 1. April 2012 ist DO & CO für das Catering auf allen Fernreisezügen der Österreichischen Bundesbahnen zuständig. Damit konnte DO & CO mit der Marke "Henry am Zug" einen wichtigen Schritt in einen neuen Markt setzen. Täglich werden 160 Züge von DO & CO betreut. Nach der Integration der übernommenen Prozesse in den DO & CO Konzern im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/2013 lag der Fokus im zweiten Halbjahr auf der Umsetzung eines neuen und qualitätsorientierten Konzepts. Das neue Produkt von "Henry am Zug" wird von den Kunden sehr gut angenommen.

Für den Bereich der Lounges war das Geschäftsjahr 2012/2013 sehr erfolgreich. Neu im DO & CO Lounges Portfolio sind seit Jänner 2013 die Emirates Lounges am Flughafen Mailand Malpensa und seit Juni 2012 die Lounges des Wiener Flughafens am Check-in 3 Terminal. Auch die bestehenden Lounges können einen erfreulichen Geschäftsverlauf berichten. Hier ist insbesondere die Turkish Airlines Lounge in Istanbul hervorzuheben. Insgesamt konnten in den DO & CO Lounges, bestehend aus den Austrian Airlines Lounges und Flughafen Wien Lounges in Wien, Lufthansa Lounges in Frankfurt, den Emirates Lounges in New York, London Heathrow und Mailand Malpensa sowie der Turkish Airlines Lounges in Istanbul, Adana, Trabzon, Dalaman und Bodrum im Geschäftsjahr 2012/2013 mehr als 2,3 Millionen Passagiere kulinarisch verwöhnt werden.

Der im August 2012 ausgelaufene Vertrag mit Lufthansa über die Lounge am New Yorker Flughafen JFK wurde nicht verlängert.

Erfreulich entwickelte sich der Bereich Retail mit "Henry", welcher deutliche Umsatzzuwächse erzielen konnte. Im Geschäftsjahr 2012/2013 eröffnete DO & CO in Wien zwei weitere "Henry" Shops. Seit Juni 2012 ist DO & CO mit einem Henry Shop am Check-in 3 Terminal am Wiener Flughafen und seit November 2012 in Wien Mitte "The Mall" vertreten. Das Konzept von gesunden und frischen "to go" Produkten aus der DO & CO Gourmetküche fand bei den Kunden regen Zuspruch.

Am Flughafen in Bodrum/Türkei konnte DO & CO im Geschäftsjahr 2012/2013 weitere Expansionsmöglichkeiten nutzen. Seit Mai 2012 zeichnet DO & CO am neuen internationalen Terminal für die gesamte Flughafengastronomie verantwortlich. DO & CO betreibt an diesem Standort zwei "Henry" Shops, zahlreiche andere Outlets und ein Restaurant für die Mitarbeiter des Flughafens.

Die DO & CO Restaurants konnten im Geschäftsjahr 2012/2013 ebenfalls eine zufriedenstellende Entwicklung berichten. Besonders das DO & CO Flagship - das Restaurant am Stephansplatz - konnte auch in diesem Jahr erfreuliche Umsatzzuwächse berichten. Ebensolches gilt für das DO & CO Hotel am selben Standort.

Die Demel Cafés konnten in diesem Geschäftsjahr ebenfalls eine zufriedenstellende Entwicklung verzeichnen. Im Juni 2012 wurde am Check-in 3 Terminal des Wiener Flughafens ein weiteres Demel Café eröffnet.

Zusätzlich erfolgte im Juli 2012 die Übernahme des Mitarbeiterrestaurants der Präsidentschaftskanzlei in Ankara, um ihre Mitarbeiter und Gäste bestens betreuen zu können.

Die Aktivitäten in den Restaurants in der BMW Welt in München und im British Museum in London wurden beendet. Außerdem wurde entschieden, das Café Glockenspiel in Salzburg nicht weiter zu betreiben.

Strategie von DO & CO

  • Kreatives Herzstück des DO & CO Konzerns
  • Marketinginstrument und Imageträger der Gruppe sowie Markenentwicklung

Vorschau auf das Geschäftsjahr 2013/2014

  • Expansion der neuen Retail Marke "Henry the art of living"
  • Hotel in Istanbul am Bosporus: Fortsetzung der Bauarbeiten geplante Eröffnung 2014
  • Neue Turkish Airlines Lounges an den Flughäfen in Istanbul und Moskau

Wettbewerbsvorteil von DO & CO

  • Innovation unter Berücksichtigung der Märkte weltweit
  • Starke Marke, die für Spitzenqualität bürgt
  • Breitgefächertes Spektrum innerhalb der Division: Restaurants, Demel Cafés, Lounges, Hotel, Retail, Railway Catering
  • Einzigartige Standorte: Stephansplatz, Kohlmarkt, Albertina, Michaelerplatz, Neuer Markt

13. Aktie / Investor Relations / Angaben gem. § 243a UGB

Aktienmärkte im Überblick

Nach kräftigen Kursgewinnen im Laufe des ersten Quartals des Kalenderjahres 2012 folgte Ende März 2012 ein Rückschlag. Dieser war durch Unsicherheiten aufgrund der europäischen Schuldenkrise begründet. Dank der über den Erwartungen liegenden Unternehmensergebnisse konnten sich die Aktienmärkte Anfang Juni 2012 von diesem Abwärtstrend deutlich erholen.

Nach einer längeren Talfahrt ab Ende Oktober 2012 stiegen die Kurse aufgrund der Fortschritte bei den US-Haushaltsverhandlungen, der Hoffnung auf eine andauernde Verbesserung des griechischen Staatshaushaltes und der als günstig empfundenen Kurse wieder an. Diese Erholung währte von Mitte November 2012 bis Ende des Kalenderjahres.

Der ATX ist im Berichtszeitraum von 2.159,06 Punkten am 30. März 2012 auf 2.352,01 Punkte am 28. März 2013 gestiegen. Dies entspricht einem Anstieg von 8,9 %. Die Istanbuler Börse zeigte im Geschäftsjahr 2012/2013 eine sehr positive Entwicklung. Der türkische Leitindex BIST 100 stieg um 37,6 % und schloss bei 85.898,99 Punkten.

DO & CO Aktie

Die DO & CO Aktie konnte sich sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse gut behaupten.

An der Wiener Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 22,4 % und schloss am 28. März 2013 mit einem Kurs von EUR 35,71.

DO & CO Aktie in EUR | ATX (Austrian Traded Index)

An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 34,8 % und schloss am 29. März 2013 mit einem Kurs von TRY 93,00.

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 TTRY 900,54. Damit liegt das Handelsvolumen in Istanbul, wie schon in der Vergangenheit, deutlich über jenem an der Wiener Börse. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 108,25.

Kennzahlen je Aktie

Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Geschäftsjahr
2010/2011
Höchstkurs 1 37,50 35,30 33,45
Tiefstkurs 1 26,55 23,50 15,00
Kurs ultimo 1 35,71 29,18 30,15
Aktienanzahl gewichtet 2 TPie 9.744 9.744 8.350
Aktienanzahl ultimo TPie 9.744 9.744 9.744
Marktkapitalisierung ultimo m € 347,91 284,33 293,78

1 ... Schlusskurs

2 ... Bereinigt um die bis zum Bilanzstichtag rückgekauften eigenen Aktien

Die Aktionärsstruktur der DO & CO Aktiengesellschaft

Mit 47,05 % befindet sich per 31. März 2013 nahezu die Hälfte der Aktien in Streubesitz. Die ATTILA DOGUDAN PRIVATSTIFTUNG hält zum Bilanzstichtag einen Anteil von 40,95 %. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung) beträgt 12,00 %.

Informationen zur DO & CO Aktie

ISIN AT0000818802
Reuters Code DOCO.VI, DOCO.IS
Bloomberg Code DOC AV, DOCO.IT
Indizes ATX Prime, BIST 100
WKN 081880
Börseplätze Wien, Istanbul
Währung EUR, TRY

Finanzkalender

04.07.2013 Hauptversammlung
08.07.2013 Dividenden-ex-Tag
22.07.2013 Dividendenzahltag
14.08.2013 Ergebnis für das erste Quartal 2013/2014
14.11.2013 Ergebnis für das erste Halbjahr 2013/2014
13.02.2014 Ergebnis für die ersten drei Quartale 2013/2014

Investor Relations

Im Geschäftsjahr 2012/2013 hat das Management der DO & CO Aktiengesellschaft Gespräche mit zahlreichen institutionellen Investoren und Finanzanalysten zumeist im Zuge von Investorenkonferenzen und Roadshows geführt. Diese Gespräche fanden in Istanbul, London, Frankfurt, New York, Warschau, Zürich und Wien statt. Des Weiteren fanden in regelmäßigen Abständen, insbesondere zu Quartalsende, Telefonkonferenzen mit Analysten und Investoren statt.

Analysen und Berichte über die DO & CO Aktie werden derzeit von neun internationalen Institutionen veröffentlicht:

  • Erste Bank
  • Wood & Company
  • Renaissance Capital
  • İş Investment
  • Eczacıbaşı Securities
  • Finansinvest
  • Kepler Capital Markets
  • BGC Partners
  • Global

Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei EUR 42,41 (Stand: 30. April 2013).

Alle Veröffentlichungen sowie Informationen zur Aktie finden Sie auf unserer Homepage www.doco.com unter "Investor Relations".

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Investor Relations Email: [email protected]

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
    1. Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 40,95 % sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH mit 12,00 % halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
    1. Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Änderung der Satzung, die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. Der Vorstand ist bis 30.06.2017 ermächtigt,

a) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale EUR 19.488.000,00 um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Barund/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen,

b) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

(i) wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, oder

(ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder

(iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

    1. Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen des DO & CO Konzerns, die diese Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

14. Ausblick

In der Division Airline Catering werden sich die Vertriebsaktivitäten an den DO & CO Standorten weiter sowohl auf die Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden als auch auf die Akquisition von Neukunden konzentrieren.

In der Türkei wird in den kommenden Monaten bei Turkish Airlines das Konzept der "Flying Chefs" auf Langstreckenflügen und internationalen Kurzstreckenflügen weiter ausgebaut.

DO & CO wird die Integration seiner Akquisitionen weiter fortsetzen. Nach der Akquisition von Kyiv Catering LLC im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 zählt seit Dezember 2012 auch DO & CO Poland Sp. z o.o. zu den Konzerngesellschaften.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde begonnen, für die Kunden Austrian Airlines und NIKI auf deren Verlangen Sparmaßnahmen zu konzipieren. Eine Umsetzung dieser Maßnahmen ist in weiterer Folge zu erwarten.

In der Division International Event Catering stehen große internationale Events am Programm. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 wird DO & CO die VIP-Gäste bei den ATP Masters in Madrid und beim Champions League Finale in London kulinarisch verwöhnen. Ebenso befinden sich das prestigereiche Springreitturnier CHIO in Aachen, die Chelsea Flower Show in London und das Beachvolleyballturnier am Wörthersee auf dem Eventkalender der nächsten Monate von DO & CO. Über das gesamte Geschäftsjahr verteilt wird DO & CO auf den Formel 1 Grands Prix den exklusiven Paddock Club bereits in der 22. Saison ausrichten.

In der Division Restaurants, Lounges & Hotel werden weiterhin der Bereich Retail und der neue Bereich Railway Catering im Fokus stehen.

Nach der Übernahme des ÖBB Caterings mit 1. April 2012 und einer erfolgreichen Integration in den DO & CO Konzern werden in den nächsten Monaten weitere Qualitätsverbesserungen im Zentrum der Tätigkeiten stehen.

Im Bereich Retail sind nach der Eröffnung eines zweiten "Henry" in der Shopping Mall Wien Mitte neue Shops in Wien geplant. Zusätzlich werden auch außerhalb von Österreich Standorte evaluiert.

Die Arbeiten in Istanbul für die Errichtung des Hotels mit Restaurant direkt am Bosporus werden vorangetrieben und die Bauarbeiten fortgesetzt. Die Eröffnung des Hotels ist für 2014 geplant.

Im Bereich der Lounges sind an mehreren Standorten erfreuliche Entwicklungen zu berichten. Am Flughafen Istanbul wurde Anfang April 2013 eine Crew Lounge eröffnet, die den Piloten und Flugbegleitern von Turkish Airlines zur Verfügung steht. Zusätzlich wird an der Umsetzung einer weiteren Business Class Lounge der Turkish Airlines mit über 7.000 m2 gearbeitet. Außerdem ist die Eröffnung einer Lounge der Turkish Airlines am Flughafen Vnukovo in Moskau für die Sommermonate 2013 geplant.

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten aus den Bereichen Airline Catering, Restaurants und Retail evaluiert.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte MitarbeiterInnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

Corporate Governance Bericht

1. Bekenntnis zum Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex (ÖCGK) stellt ein den internationalen Standards entsprechendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung sowie Leitung von Aktiengesellschaften in Österreich dar.

Seit Februar 2007 bekennt sich DO & CO umfassend zu den Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex (abrufbar unter www.corporate-governance.at), hält die im Kodex angeführten L-Regeln (Legal Requirements) dem Gesetz entsprechend ein und erklärt, von den C-Regeln (Comply or Explain) nicht abzuweichen.

Ziel des Managements von DO & CO ist die nachhaltige und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die permanente Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sollen zu einer Unternehmenskultur führen, die Vertrauen schafft und damit langfristige Wertschöpfung ermöglicht.

Die Einhaltung des Corporate Governance Kodex lässt DO & CO in Entsprechung der Regel 62 des ÖCGK seit dem Geschäftsjahr 2007/2008 regelmäßig durch eine unabhängige, externe Institution evaluieren. Die Evaluierung für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurde durch Rechtsanwalt Dr. Ullrich Saurer, Graz, vorgenommen. Der Bericht über die externe Evaluierung ist auf der Website von DO & CO abrufbar.

2. Der Vorstand

Mitglieder

Attila DOGUDAN Vorsitzender; geboren 1959 Erstbestellung erfolgte am 3. Juni 1997 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2015 Keine sonstigen Aufsichtsratsmandate oder vergleichbaren Funktionen

Dr. Haig ASENBAUER Mitglied des Vorstands; geboren 1967 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2015 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

Aufsichtsrat der MOUVI Holding AG

Mag. Gottfried NEUMEISTER Mitglied des Vorstands; geboren 1977 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2015 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften:

Verwaltungsrat der HESUS FX Trading AG

Dr. Klaus PETERMANN

Mitglied des Vorstands; geboren 1966 Erstbestellung erfolgte am 16. Juli 2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Juli 2015 Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in konzernexternen Gesellschaften: Verwaltungsrat der Indivis S.A., Luxemburg

  • Verwaltungsrat der Libidama International S.A. SPF, Luxemburg
  • Verwaltungsrat der Immobilière Kockelscheurer S.A., Luxemburg

Arbeitsweise

In der Satzung sowie in der Geschäftsordnung sind die Geschäftsverteilung und die Zusammenarbeit des Vorstands geregelt.

Dem Vorsitzenden des Vorstands obliegen die Gesamtleitung des Unternehmens und die Koordinierung der Tätigkeit des Vorstands. Sämtliche Mitglieder des Vorstands haben den Vorsitzenden und einander gegenseitig über alle wichtigen Geschäftsvorfälle ihres Geschäftsbereiches zu unterrichten.

Der Vorsitzende des Vorstands, Attila Dogudan, ist zuständig für die Strategie und Organisation des Konzerns, für zentrale Einheiten, Personal und Einkauf sowie federführend für das gesamte operative Geschäft.

Vorstandsmitglied Dr. Haig Asenbauer ist zuständig für M & A, Recht, IT, regional für die Ukraine und Polen sowie federführend für das Wachstum und die Entwicklung des Retailgeschäftes und die Airport-Gastronomie und soll den Vorsitzenden des Vorstandes bei der Entwicklung der Strategie und Organisation des Konzerns unterstützen.

Vorstandsmitglied Mag. Gottfried Neumeister ist zuständig für alle Produktionsstandorte weltweit und in Österreich, den Vertrieb des Airline Catering sowie das Railway Catering und soll den Vorsitzenden des Vorstandes bei der Entwicklung der Strategie und Organisation des Konzerns unterstützen.

Vorstandsmitglied Dr. Klaus Petermann ist zuständig für Finanzen, Controlling und Investor Relations und soll den Vorsitzenden des Vorstandes bei der Entwicklung der Strategie und Organisation des Konzerns unterstützen.

Die Geschäftsordnung enthält weiters die Informations- und Berichtspflichten des Vorstands sowie einen Katalog der Maßnahmen, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.

3. Der Aufsichtsrat

Mitglieder

em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD Vorsitzender; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 weitere Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften:

  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Ottakringer Getränke AG, Wien
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Bank für Tirol und Vorarlberg Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der BKS Bank AG
  • Mitglied des Aufsichtsrates der CA Immobilien Anlagen Aktiengesellschaft
  • Mitglied des Aufsichtsrates der Oberbank AG

RA Dr. Werner SPORN Stellvertreter des Vorsitzenden; unabhängig; geboren 1935 Repräsentant des Streubesitzes bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften

Ing. Georg THURN-VRINTS Mitglied; unabhängig; geboren 1956 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 20. März 1997 keine weiteren Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD Mitglied; unabhängig; geboren 1943 bestellt bis zur 16. o.HV (2014), erstmalig gewählt am 10. Juli 2002 weitere Aufsichtsratsmandate in börsenotierten Gesellschaften:

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der AGRANA Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Wien
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der BAYWA AG, München
  • Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt, Mannheim

Arbeitsweise

Grundlage für das Handeln des Aufsichtsrates sind das österreichische Aktiengesetz, die Satzung sowie die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat und der Österreichische Corporate Governance Kodex, dem sich der Aufsichtsrat ausdrücklich verpflichtet hat.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/2013 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen sowie drei Beschlüsse im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Erwerb von Beteiligungen, den Ausbau des Vertriebsnetzes und den Aufbau neuer Geschäftsfelder, insbesondere die Expansion in New York, die Expansion der "Henry"- Filialen, die Aufnahme des Zugcaterings bei den österreichischen Bundesbahnen, den Erwerb der LOT Catering in Polen sowie der Erweiterung des Vorstandes. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Unabhängigkeit

Im Aufsichtsrat von DO & CO sind weder ehemalige Vorstandsmitglieder noch leitende Angestellte vertreten; Überkreuzverflechtungen existieren ebenso nicht. Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtratsmitglieder der DO & CO Aktiengesellschaft tätig sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab (siehe auch Vergütungsbericht).

Im Zusammenhang mit den Regeln 39, 53, 54 sowie Anhang 1 des ÖCGK hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14. Februar 2007 nachstehende Kriterien für die Unabhängigkeit der Aufsichtsratmitglieder und Ausschuss-Mitglieder beschlossen:

Ein Aufsichtsratmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.

Als weitere Kriterien der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratmitglieds werden festgelegt:

  1. Das Aufsichtsratmitglied soll in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der Gesellschaft oder eines Tochterunternehmens der Gesellschaft gewesen sein.

  2. Das Aufsichtsratmitglied soll zu der Gesellschaft oder einem Tochterunternehmen der Gesellschaft kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratmitglied bedeutenden Umfang unterhalten oder im letzten Jahr unterhalten haben. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß L-Regel 48 führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.

  3. Das Aufsichtsratmitglied soll in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der Gesellschaft oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft gewesen sein.

  4. Das Aufsichtsratmitglied soll nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft sein, in der ein Vorstandsmitglied der Gesellschaft Aufsichtsratmitglied ist.

  5. Das Aufsichtsratmitglied soll kein enger Familienangehöriger (direkter Nachkomme, Ehegatte, Lebensgefährte, Eltern, Onkel, Tante, Geschwister, Nichte, Neffe) eines Vorstandsmitglieds oder von Personen sein, die sich in einer in den vorstehenden Punkten beschriebenen Position befinden.

Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrates erklären, dass sie im Sinne dieser Kriterien unabhängig sind.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

PRÜFUNGSAUSSCHUSS: em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden Ing. Georg THURN-VRINTS: Mitglied Ök.-Rat Dr. Christian KONRAD: Mitglied

Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft, die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung, die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen, die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat, die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat sowie die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrates für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers).

Die Funktion des Prüfungsausschusses wird derzeit vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ist auch Vorsitzender des Prüfungsausschusses und dessen Finanzexperte. Der Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates ist auch Stellvertreter des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt zweimal in Anwesenheit des Abschlussprüfers zusammen und hat sich mit dem Abschlussprüfer auch in Abwesenheit des Vorstandes ausgetauscht. Die Tätigkeitsschwerpunkte in diesen Sitzungen lagen bei der Behandlung des Management Letters zur (Konzern-)Abschlussprüfung 2011/2012, bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

PRÄSIDIUM:

em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD: Vorsitzender Dr. Werner SPORN: Stellvertreter des Vorsitzenden

Das Präsidium besteht aus dem Vorsitzenden und seinem Stellvertreter.

Dem Präsidium obliegt auch die Funktion des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses sowie des Ausschusses zur Entscheidung in dringenden Fällen.

Als Nominierungsausschuss unterbreitet das Präsidium dem Aufsichtsrat Vorschläge zur Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und befasst sich mit Fragen der Nachfolgeplanung.

Das Präsidium in seiner Funktion als Nominierungsausschuss tagte einmal und hat die Bestellung von (neuen) Vorständen und eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand diskutiert, insbesondere unter dem Gesichtspunkt einer neuen Konzernstruktur und der bereits erfolgten und angestrebten weiteren Expansion der Geschäftstätigkeit.

Als Vergütungsausschuss befasst sich das Präsidium mit den Angelegenheiten, die die Beziehung zu der Gesellschaft und den Mitgliedern des Vorstands betreffen, der Vergütung der Vorstandsmitglieder und mit dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern.

Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal, hat die Vergütungspolitik überprüft und sich in diesem Zusammenhang mit der Gewährung von variablen Gehaltsbestandteilen für Mitglieder des Vorstands auf Basis der vertraglich vereinbarten Parameter befasst.

Als Ausschuss zur Entscheidung in dringenden Fällen obliegt dem Präsidium die Entscheidung bei zustimmungspflichtigen Geschäften.

4. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der DO & CO Aktiengesellschaft angewendet werden.

Vergütungen für den Vorstand

Die Gesamtbezüge teilen sich in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei sich der Fixbezug der Vorstandsmitglieder am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert. Ein weiteres wichtiges Element für die Vergütung des Vorstands ist eine variable Komponente, welche sich ebenfalls am Aufgaben- und Verantwortungsbereich orientiert und den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Die erfolgsabhängige Komponente stellt auf messbare Leistungskriterien sowie auf betragliche oder als Prozentsätze der fixen Vergütungsbestandteile bestimmten Höchstgrenzen ab und beträgt maximal 100 % des Fixbezuges. Im Geschäftsjahr 2012/2013 fand eine umfangreiche Reorganisation der Konzernstruktur von DO & CO statt. Diese Reorganisation führte auch zu einer Erweiterung des Vorstands von zwei auf vier Personen und einer Neuverteilung von Aufgaben- und Verantwortungsbereichen, weswegen die Kriterien für die variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands noch nicht endgültig festgelegt sind, aber gemäß vertraglicher Vereinbarung den Anforderungen der Regel 27 des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) zu entsprechen haben.

Die Fixbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 EUR 1.536.462, wobei davon auf Herrn Attila Dogudan EUR 500.245 inklusive Sachbezug und EUR 27.303 für die Tätigkeit als Stellvertretender Vorsitzender des Verwaltungsrates sowie CEO bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş., auf Herrn Dr. Haig Asenbauer

(aliquot seit 16. Juli 2012) EUR 347.527 und EUR 19.682 für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş., auf Herrn Dr. Klaus Petermann (aliquot seit 16. Juli 2012) EUR 268.635 und EUR 19.682 für die Tätigkeit als Mitglied des Verwaltungsrates bei der THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.Ş. und auf Herrn Mag. Gottfried Neumeister (aliquot seit 16. Juli 2012) EUR 268.635 entfielen. Auf Herrn Michael Dobersberger, ausgeschieden aus dem Vorstand per 16. Juli 2012, entfielen (aliquot bis 16. Juli 2012) EUR 84.751.

Die variablen Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2011/2012 wurden, wie in den Vorstandsverträgen vereinbart, auf Basis der EBIT Marge berechnet und betrugen insgesamt EUR 406.000, wobei EUR 280.000 auf Herrn Dogudan und EUR 126.000 auf Herrn Dobersberger entfielen.

Zusätzlich wurde für das Geschäftsjahr 2011/2012 an das Vorstandsmitglied Michael Dobersberger eine Sonderprämie in Höhe von EUR 84.000 ausbezahlt.

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels.

Vergütungen für den Aufsichtsrat

Das Vergütungsschema der Aufsichtsratmitglieder sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrates eine um 60 % höhere und der stellvertretende Vorsitzende eine um 40 % höhere Vergütung eines Aufsichtsratmitglieds erhält.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2012 für das Geschäftsjahr 2011/2012 eine Vergütung von insgesamt TEUR 55 (VJ: TEUR 55) bezahlt, wovon TEUR 17,5 auf den Aufsichtsratsvorsitzenden, TEUR 15,5 auf den Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden, und jeweils TEUR 11 auf die Mitglieder des Aufsichtsrates entfallen.

Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte em. o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2012/2013 für juristische Beratungstätigkeiten außerhalb ihrer organschaftlichen Funktion Honorare in der Höhe von TEUR 1.058 in Rechnung gestellt.

Weiters besteht in der DO & CO Aktiengesellschaft eine aufrechte Vermögensschaden- und Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) zugunsten der Organmitglieder. Die Kosten werden vom Unternehmen getragen.

5. Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Vorstand, Aufsichtsrat und in leitenden Stellen

Das Unternehmen legt größten Wert auf die Gleichbehandlung von Männern und Frauen bei der Vergabe von Führungspositionen wie auch bei der Gleichstellung der Entlohnung. Die Besetzung der Managementpositionen der DO & CO Aktiengesellschaft wie auch ihrer Tochtergesellschaften erfolgt in ausgeglichenem Maße, welches sich am hohen Anteil von Frauen in der Geschäftsführung der Gesellschaften und in leitender Stellung des Konzerns zeigt. Besonders hervorzuheben ist die Position des Unternehmens bei der Schaffung von Rahmenbedingungen für die Rückkehr von Frauen in Führungspositionen nach Mutterschutz und Karenz. In diversen Teilzeitmodellen wird es den Mitarbeiterinnen ermöglicht in ihre ursprüngli-

chen Managementfunktionen wieder einzusteigen und ihre Führungsaufgaben wahrzunehmen.

Wien, am 17. Mai 2013

Vorstandsvorsitzender Vorstandsmitglied

Mag. Gottfried Neumeister Dr. Klaus Petermann Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Attila Dogudan Dr. Haig Asenbauer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Vorstand der DO & CO Aktiengesellschaft hat die Mitglieder des Aufsichtsrates regelmäßig schriftlich und mündlich in und außerhalb von Sitzungen über die Lage und Entwicklung des Unternehmens sowie über die wesentlichen Geschäftsvorgänge informiert. Anhand der Berichte und Auskünfte des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung überwacht und über Geschäftsvorgänge von besonderer Bedeutung im Rahmen von offenen Diskussionen eingehend beraten.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012/2013 die ihm nach Gesetz und Satzung zukommenden Aufgaben im Rahmen von vier Sitzungen wahrgenommen sowie drei Beschlüsse im Umlaufwege vorgenommen. Die Schwerpunkte lagen bei der Beratung über die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie den Erwerb von Beteiligungen, den Ausbau des Vertriebsnetzes und den Aufbau neuer Geschäftsfelder, insbesondere die Expansion in New York, die Expansion der "Henry"- Filialen, die Aufnahme des Zugcaterings bei den österreichischen Bundesbahnen, den Erwerb der LOT Catering in Polen sowie der Erweiterung des Vorstandes. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates und der Vorstandsvorsitzende berieten regelmäßig wesentliche Fragen der Unternehmensentwicklung.

Der Prüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 27. Mai 2013 den Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft und die Vorbereitung seiner Feststellung, den Vorschlag für die Gewinnverteilung, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht geprüft und weiters vorgeschlagen, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für 2013/2014 zu wählen.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2012/2013 insgesamt zweimal zusammen und hat dabei auch den Rechnungslegungsprozess, die Umsetzung von Optimierungen des internen Kontrollsystems, der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems überwacht. Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal, hat die Vergütungspolitik überprüft und sich in diesem Zusammenhang mit der Gewährung von variablen Gehaltsbestandteilen für Mitglieder des Vorstands auf Basis der vertraglich vereinbarten Parameter befasst.

Das Präsidium in seiner Funktion als Nominierungsausschuss tagte einmal und hat die Bestellung von (neuen) Vorständen und eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand diskutiert, insbesondere unter dem Gesichtspunkt einer neuen Konzernstruktur und der bereits erfolgten und angestrebten weiteren Expansion der Geschäftstätigkeit.

Der um den Anhang erweiterte Jahresabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2013 samt Lagebericht wurde gemäß den österreichischen Rechnungslegungsbestimmungen erstellt und durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Bericht des Vorstands zum Prüfungsergebnis einverstanden erklärt und den Jahresabschluss 2012/2013 gebilligt. Dieser ist damit gemäß § 96 Abs (4) AktG festgestellt.

Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 samt Erläuterungen wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt und mit dem Konzernlagebericht durch die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH geprüft. Nach Überzeugung des Abschlussprüfers vermittelt der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Aufsichtsrat hat sich dem Ergebnis der Prüfung angeschlossen.

Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverteilung der DO & CO Aktiengesellschaft geprüft. Der Hauptversammlung wird am 4. Juli 2013 vorgeschlagen, den Bilanzgewinn von EUR 4.872.000,00 zur Gänze auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende von EUR 0,50 auf jede dividendenberechtigte Aktie.

Die Einklangsprüfung des Corporate Governance Berichtes nach § 243b UGB sowie die Evaluierung der Einhaltung der Regeln des ÖCGK durch die DO & CO Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2012/2013 wurde von Rechtsanwalt Dr. Ullrich Saurer, Graz durchgeführt und hat ergeben, dass DO & CO die Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex im Geschäftsjahr 2012/2013 eingehalten hat.

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH zum (Jahres- & Konzern-) Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/2014 zu bestellen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Unternehmensleitung, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem unverändert herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld.

Wien, am 27. Mai 2013 DDr. Waldemar Jud

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Kennzahlen Glossar

EBITDA-Marge

Setzt das EBITDA (Betriebsergebnis zuzüglich Abschreibungen) in Relation zum Umsatz

EBIT-Marge

Setzt das EBIT (Betriebsergebnis) in Relation zum Umsatz

Eigenkapital-Quote

Zeigt das Verhältnis des um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte bereinigten Eigenkapitals zum Gesamtkapital

Nettozinsverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten abzüglich liquider Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens

Gearing Ratio

Zeigt die Finanzierungsgebarung als Verhältnis Nettozinsverbindlichkeiten zu Eigenkapital (bereinigt um Dividendenzahlungen und Buchwerte der Firmenwerte)

Working Capital

Ist der Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige Fremdkapital

Free Cash-Flow

Cash-Flow aus der Betriebstätigkeit zuzüglich Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

ROS – Return on sales

Ist die Umsatzrendite und wird durch Gegenüberstellung des EGT (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit) zu Umsatz ermittelt

ROE – Return on equity

Versteuertes Ergebnis (vor Minderheiten und Firmenwertabschreibungen) wird dem durchschnittlichen Eigenkapital nach vorgesehenen Dividendenausschüttungen und nach Abzug der Buchwerte der Firmenwerte gegenübergestellt

Konzernabschluss 2012/2013

der DO & CO Aktiengesellschaft nach IFRS

1. Konzernbilanz zum 31. März 2013

Anhang A K T I V A
in TEUR
31. März 2013 31. März 2012
Immaterielle Vermögenswerte 15.548 14.685
Sachanlagen 123.188 67.468
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.600 0
Nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen 1.878 1.668
Sonstige Finanzanlagen 229 214
(1) Anlagevermögen 144.442 84.034
(2) Effektive Ertragsteuerforderungen 5.362 3.289
(2) Sonstige Vermögenswerte 1.338 1.230
(3) Latente Steuern 5.393 2.963
Langfristiges Vermögen 156.536 91.516
(4) Vorräte 18.322 11.465
(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.024 44.800
(5) Effektive Ertragsteuerforderungen 3.869 2.562
(5) Sonstige Vermögenswerte 44.321 53.192
(6) Liquide Mittel 73.183 85.041
Kurzfristiges Vermögen 195.719 197.060
Summe Aktiva 352.255 288.576
Anhang P A S S I V A
in TEUR
31. März 2013 31. März 2012
Grundkapital 19.488 19.488
Kapitalrücklagen 70.602 70.602
Gewinnrücklagen 58.748 43.805
Sonstiges kumuliertes Ergebnis -8.924 -7.335
Sonderposten 2.424 0
Konzernergebnis 22.807 19.328
Summe Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft 165.146 145.888
Anteile anderer Gesellschafter 30.185 24.191
(7) Eigenkapital 195.331 170.079
(8) Sonstige Rückstellungen 42 45
(8) Personalrückstellungen 22.160 17.592
(3) Latente Steuern 2.631 574
(9) Finanzverbindlichkeiten 16.410 0
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 41.244 18.210
(10) Sonstige Rückstellungen 57.874 48.542
(11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.731 33.882
(11) Sonstige Verbindlichkeiten 16.076 17.863
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 115.681 100.286
Summe Passiva 352.255 288.576

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

für das Geschäftsjahr 2012/2013

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
Anhang in TEUR 2012/2013 2011/2012
(12) Umsatzerlöse 576.191 466.355
(13) Sonstige betriebliche Erträge 16.597 12.108
(14) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen -240.314 -193.660
(15) Personalaufwand -190.708 -149.454
(16) Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -17.114 -16.087
(16) Wertminderungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -19 -3.038
(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen -103.325 -83.827
EBIT - Operatives Betriebsergebnis 41.309 32.397
(18) Ergebnis aus at-equity bewerteten Unternehmen 225 186
(18) Finanzerträge 2.571 3.067
(18) Finanzaufwendungen -1.847 -68
EGT - Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.259 35.582
(19) Steuern vom Einkommen und Ertrag -10.725 -9.098
Ergebnis nach Ertragsteuern 31.534 26.484
(20) Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis -8.726 -7.156
Auf Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft entfallendes Ergebnis 22.807 19.328
Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Anzahl der Aktien (in Stk) 9.744.000 9.744.000
(21) Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,34 1,98

3. Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in TEUR Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Ergebnis nach Ertragsteuern 31.534 26.484
Differenzen aus der Fremdwährungsumrechnung -55 -2.885
Auswirkungen des Net Investment Approach 724 1.298
Neubewertung IAS 19 -2.401 0
Ertragssteuern auf andere erfasste Erträge und Aufwendungen 341 -350
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -1.391 -1.937
Konzernergebnis 30.142 24.547
Anteil anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 8.924 5.627
Anteil der Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft am Gesamtergebnis 21.218 18.920

4. Konzern-Geldflussrechnung

Erläuterungen siehe Anhangsangabe (23)

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2012 / 2013 2011 / 2012
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 42.259 35.582
+ Abschreibungen und Wertminderungen 17.133 19.584
-/+ Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten des
Investitionsbereiches
-301 121
+/- Nicht zahlungswirksames Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -225 -36
-/+ Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge / Aufwendungen
Cash-Flow aus dem Ergebnis
-137
58.729
412
55.662
-/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte und der sonstigen kurzfristigen
Vermögenswerte
-17.735 -14.471
+/- Zunahme / Abnahme von Rückstellungen 4.637 4.528
+/- Zunahme / Abnahme von Lieferverbindlichkeiten sowie der übrigen
kurzfristigen Verbindlichkeiten
536 11.051
- Zahlungen für Ertragsteuern -10.132 -11.097
Cash-Flow aus dem operativen Bereich 36.034 45.672
+/- Abgänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 429 325
+/- Veränderung liquider Mittel
aus Konsolidierungskreisänderungen
4.686 0
- Zugänge von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -35.403 -22.648
- Zugänge von Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens
sowie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten
-17 -40.146
-/+ Zunahme / Abnahme der langfristigen Forderungen -109 -79
Cash-Flow aus dem Investitionsbereich -30.414 -62.548
-
-
Dividendenzahlung an Aktionäre
Dividendenzahlung an andere Gesellschafter
+/- Zunahme / Abnahme der Finanzverbindlichkeiten
Cash-Flow aus dem Finanzierungsbereich
-4.385
-3.257
-10.196
-17.837
-3.410
-2.101
0
-5.512
Cash-Flow gesamt -12.217 -22.388
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 85.041 109.312
Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf den
Finanzmittelbestand
359 -1.884
Finanzmittelbestand am Ende der Periode
Fondsveränderung
73.183
-12.217
85.041
-22.388

5. Konzern-Eigenkapitalveränderung

Den Anteilseignern der DO & CO Aktiengesellschaft zurechenbarer Anteil
Sonstiges kumuliertes Ergebnis
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Differenzen aus
Fremdwährungs
umrechnung
Auswirkungen
Net Invest
ment
Neu
bewertung
IAS 19
Sonder
posten
Minder
heiten
Summe Anteile
anderer
Gesell
schafter
Gesamtes
Eigenkapital
Stand per 1. April 2011 19.488 70.602 31.787 15.428 -53 -6.874 0 0 130.378 20.665 151.044
Dividendenauszahlungen 2010/2011 -3.410 -3.410 -2.101 -5.512
Ergebnisvortrag 2010/2011 15.428 -15.428 0
Gesamtergebnis 19.328 -1.356 948 18.920 5.627 24.547
Stand per 31. März 2012 19.488 70.602 43.805 19.328 -1.409 -5.926 0 0 145.888 24.191 170.079
Stand per 1. April 2012 19.488 70.602 43.805 19.328 -1.409 -5.926 0 0 145.888 24.191 170.079
Zugang Minderheitenanteile 0 3.780 3.780
Dividendenauszahlungen 2011/2012 -4.385 -4.385 -3.257 -7.642
Ergebnisvortrag 2011/2012 19.328 -19.328 0
Gesamtergebnis 22.807 -426 486 -1.650 21.218 8.924 30.142
Transaktionen mit Minderheiten 2.424 2.424 -3.453 -1.029
Stand per 31. März 2013 19.488 70.602 58.748 22.807 -1.835 -5.440 -1.650 2.424 165.145 30.185 195.331

6. Beteiligungsgesellschaften

der DO & CO Aktiengesellschaft per 31. März 2013

Beteiligung in % 1
Obergesellschaft
Währung Nominalkapital in
Gesellschaft Sitz Land THW2
Vollkonsolidierte Gesellschaften
DO & CO Party-Service & Catering GmbH
Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH Wien A 100,0 DINV EUR 36
DO & CO - Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Albertina GmbH
AIOLI Airline Catering Austria GmbH
Wien
Wien-Flughafen
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCAG
EUR
EUR
35 3)
36 3)
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 799 4)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Airport Hospitality GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH
DO & CO Airline Catering Austria GmbH
Wien
Wien
A
A
90,0
100,0
DCCC
DCAG
EUR
EUR
35
150 3)
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH Wien-Flughafen A 100,0 DCCC EUR 800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR 25
DO & CO München GmbH Schwaig/Oberding D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Lounge GmbH
DO & CO Italy S.r.l.
Frankfurt
Vizzola Ticino
D
I
100,0
100,0
DDHO
DCAG
EUR
EUR
25 5)
2.900
DO & CO Restauración & Catering España, S.L. Barcelona E 100,0 DINV EUR 3
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 30 6)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 0
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 5.000 6)
Total Inflight Solution GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR 35 4)
DO & CO Museum Catering Ltd.
DO & CO Holdings USA, Inc.
Feltham
Wilmington
GB
USA
100,0
100,0
DINV
DINV
GBP
USD
0
100
DO & CO Miami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD 1
DO & CO – Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P 100,0 DINV EUR 5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. Istanbul TK 100,0 DINV TRY 750
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S. Istanbul TK 50,0 DIST TRY 30.000
DO & CO Event Austria GmbH
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH
Wien
Wien
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCAG
EUR
EUR
100 3)
100 3)
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF 100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich CH 100,0 DINV CHF 100
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR 63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DO & CO Olympiapark München Catering GmbH München D 100,0 DDHO EUR 25 5)
DEMEL New York Inc.
Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H.
New York
Wien
USA
A
100,0
100,0
DHOL
DCAG
USD
EUR
1
36 3)
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR 36 3)
DO & CO Procurement GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
DO & CO Pastry GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
35 3)
DO & CO Airline Logistics GmbH
DO & CO Facility Management GmbH
Wien
Wien
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCAG
EUR
EUR
35 3)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 35 3)
DO & CO Hospitality Management Poland Sp. z o.o. Warschau PL 100,0 DCCC PLN 5 9)
DO & CO Events Poland Sp. z o.o. Warschau PL 100,0 DCCC PLN 5 9)
DO & CO Ukraine LLC Kiew UA 100,0 DCCC UAH 521 9)
Kyiv Catering LLC Kiew UA 51,0 DCNL UAH 1
Henry am Zug GmbH
DO & CO Netherlands Holding B.V.
Wien
Den Haag
A
NL
100,0
51,0
DCCC
DINV
EUR
EUR
35 4)
20
Henry am Zug Hungary Kft. Budapest HU 100,0 DRCH EUR 2 10)
DO & CO Poland Sp. z o.o. Warschau PL 100,0 DCAG PLN 20.095
Lotniczy Catering Service Sp. z o.o. Katowice PL 51,0 DPOL PLN 1.928
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 1 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fgura MT 40,0 DSKY EUR 1 8)
ISS Ground Services GmbH
Fortnum & Mason Events Ltd.
Wien
London
A
GB
49,0
50,0
DTIS
DLHR
EUR
GBP
218
0

1) DCAG = DO & CO Aktiengesellschaft DCCC = DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH

  • DHOL = DO & CO Holdings USA, Inc. DINV = DO & CO International Investments Ltd. DDHO = DO & CO (Deutschland) Holding GmbH
  • DSKY = Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH DIST = DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S.
  • DTIS = Total Inflight Solution GmbH
  • DLHR = DO & CO Event & Airline Catering Ltd.
  • DCNL = DO & CO Netherlands Holding B.V. DRCH = Henry am Zug GmbH
  • DPOL= DO & CO Poland Sp. z o.o.

2) THW = Tausend Heimatwährung

3) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Aktiengesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

4) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO Catering-Consult & Beteiligungs GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. 5) Zwischen diesen Gesellschaften und der DO & CO (Deutschland) Holding GmbH besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.

6) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in GBP.

7) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in SKK.

8) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in MTL.

9) 1 % wird von der DO & CO Event Austria GmbH gehalten. 10) Die Einzahlung des Nominalkapitals erfolgte ursprünglich in HUF.

Konzernanhang 2012/2013

1. Allgemeine Angaben

Die DO & CO Aktiengesellschaft mit Sitz in 1010 Wien, Stephansplatz 12, ist das Mutterunternehmen eines international tätigen Cateringkonzerns. Die Geschäftsaktivitäten umfassen die folgenden drei Bereiche: Airline Catering, International Event Catering sowie Restaurants, Lounges & Hotel.

Die Jahres- bzw. (Zwischen-)Abschlüsse der vollkonsolidierten in- und ausländischen Gesellschaften wurden, sofern diese nicht bereits nach nationalen Vorschriften prüfungspflichtig waren und nicht hinsichtlich der Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung waren, von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Der Konzernabschluss 2012/2013 wurde vom Aufsichtsrat der DO & CO Aktiengesellschaft in seiner Sitzung vom 27. Mai 2013 geprüft und gebilligt und ist damit zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Grundlagen der Rechnungslegung

2.1 Angewendete Vorschriften, Methoden und Schätzungen

Der Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft (DO & CO) für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurde nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie nach dem Stand am Ende der Berichtsperiode (31. März 2013) in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den nach § 245a UGB ergänzend zu beachtenden Vorschriften des Unternehmensgesetzbuchs aufgestellt.

Die Wertangaben im Konzernabschluss werden, soweit nichts anderes vermerkt ist, in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Sowohl Einzel- als auch Summenwerte stellen den Wert mit der kleinsten Rundungsdifferenz dar. Bei Additionen der dargestellten Einzelwerte können deshalb kleine Differenzen zu den ausgewiesenen Summen auftreten.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsmethoden zugrunde. Diese entsprechen mit folgenden Ausnahmen den im vergangenen Geschäftsjahr angewendeten Methoden:

  • Aufgrund der vorzeitigen Anwendung des IAS 19R war die Bewertung der Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen anzupassen; zu Einzelheiten wird auf Abschnitt 4.1 (8) verwiesen.
  • Den Aufwand aus der Aufzinsung von Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldverpflichtungen weist DO & CO abweichend von der Praxis der Vorjahre ab dem laufenden Geschäftsjahr erstmals innerhalb der Zinsaufwendungen aus.

Der Konzernabschluss basiert grundsätzlich auf historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten. Ausgenommen hiervon sind Posten, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden. Das betrifft insbesondere zu Handelszwecken gehaltene oder zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses macht es zu einem gewissen Grad erforderlich, Schätzungen vorzunehmen und Annahmen zu treffen, die sich erheblich auf die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe nicht passivierter Verpflichtungen und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. Gesamtergebnisrechnung auswirken können. Die in der Zukunft tatsächlich zu realisierenden Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Die Hauptanwendungsfälle für derartige Unsicherheiten bei der Bilanzierung liegen in der Festlegung der Nutzungsdauern abnutzbarer langfristiger Vermögenswerte (insbesondere Kundenverträge und Sachanlagen), der Schätzung von Abzinsungssätzen, Gehalts- und Rentensteigerungen sowie Fluktuationsraten bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Pensionsplänen, Abfertigungsansprüchen und ähnlichen Ansprüchen. Weiters verlangt die Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern eine Einschätzung des Managements, ob ausreichendes steuerliches Einkommen zur Nutzung der mit ihnen verbundenen theoretischen Steuervorteile in der Zukunft zur Verfügung stehen wird.

Schätzungen und Annahmen liegen nicht zuletzt den Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten und sonstigen langfristigen Vermögenswerten zugrunde. Das gilt insbesondere für die Ermittlung der erwarteten abgezinsten Nettogeldflüsse und der Kapitalkostensätze. Die Werthaltigkeitsprüfung geht von der Prämisse der Unternehmensfortführung aus und greift vorwiegend auf Erfahrungswerte sowie auf Annahmen über makroökonomische Rahmenbedingungen und Entwicklungen in der jeweiligen Branche zurück. Verbleibende Unsicherheiten werden in angemessener Weise berücksichtigt.

Das Management überprüft zu jedem Abschlussstichtag die vorgenommenen Schätzungen und Annahmen. Änderungen führen regelmäßig zu einer erfolgswirksamen Anpassung der Wertansätze in der laufenden Berichtsperiode. Ausgenommen hiervon sind Sachverhalte, die unmittelbar im Eigenkapital erfasst werden.

2.2 Auswirkungen neuer und geänderter Standards

DO & CO hat die folgenden vom IASB geänderten und von der Europäischen Union anerkannten Standards im Geschäftsjahr erstmals angewendet:

Anwendung im Geschäftsjahr 2012/2013 EU
Erstanwendung 1
Auswirkung
auf
Konzernabschluss
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013 ja
IFRS 7 Angaben - Übertragung finanzieller Vermögenswerte 01.07.2011 nein

IAS 19 - Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sind zukünftig im "sonstigen Ergebnis" zu erfassen. Derzeit erfasst der Konzern versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig im Betriebsergebnis. Es kommt dadurch zu einer Umgliederung von der Gewinn- und Verlustrechnung in das "sonstige Ergebnis".

Änderungen der Rechnungslegungsmethoden aufgrund neuer oder geänderter Standards erfolgen rückwirkend, sofern der jeweilige Standard keine abweichende Verfahrensweise vorschreibt. Zu diesem Zweck passt DO & CO die Vorjahreszahlen in Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung und Geldflussrechnung so an, als ob die neuen Rechnungslegungsmethoden schon immer angewendet worden wären. Auswirkungen auf nicht im Abschluss dargestellte Berichtsperioden führen gegebenenfalls zu einer Anpassung des Eigenkapitals. Soweit die rückwirkende Anwendung von Rechnungslegungsstandards zu Änderungen in der Eröffnungsbilanz der Vergleichsperiode führt, wird die angepasste Eröffnungsbilanz zusätzlich zur Bilanz für den Abschlussstichtag und den Vorjahresstichtag dargestellt.

Die nachfolgenden neuen und geänderten Standards sowie Interpretationen sind von der EU ebenfalls zum Teil bereits anerkannt worden. Eine verpflichtende Anwendung ist jedoch erst für zukünftige Geschäftsjahre vorgesehen. Von der Möglichkeit einer freiwilligen vorzeitigen Anwendung hat DO & CO keinen Gebrauch gemacht. DO & CO wird die Standards entsprechend der EU–Vorgabe erstmalig anwenden.

Anwendung im Geschäftsjahr 2013/2014 EU
Erstanwendung 1
Auswirkung
auf
Konzernabschluss
IAS 1 Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses 01.07.2012 ja
IFRS 1 Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten 01.01.2013 nein
IAS 12 Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte 01.01.2013 nein
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 01.01.2013 ja
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks 01.01.2013 nein
IFRS 7 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden 01.01.2013 nein

IAS 1 - Der überarbeitete Standard verlangt bei der Darstellung der erfolgsneutralen Aufwendungen und Erträge in der Gesamtergebnisrechnung eine Unterscheidung danach, ob die erfassten Erfolge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umklassifiziert werden. Auf die Höhe des Gesamtergebnisses hat die Änderung keinen Einfluss.

IFRS 13 - Dieser Standard regelt, wie der beizulegende Zeitwert von Vermögenswerten, Schulden und Eigenkapitalinstrumenten für Zwecke der bilanziellen Bewertung und zur Erfüllung von Angabepflichten zu bestimmen ist. Die neue einheitliche Fair Value-Definition kennzeichnet den beizulegenden Zeitwert als Veräußerungspreis, der am Bewertungsstichtag in einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion mit unabhängigen Marktteilnehmern für ein Bewertungsobjekt erzielt werden könnte. Der Standard ist prospektiv für am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. DO & CO erwartet aus der Erstanwendung allenfalls geringfügige Auswirkungen auf die Bewertung des bilanziellen Vermögens. Darüber hinaus sind erweiterte Angabepflichten zur Fair Value-Bewertung zu erwarten.

Anwendung im Geschäftsjahr 2014/2015 EU
Erstanwendung 1
Auswirkung
auf
Konzernabschluss
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01.01.2014 werden
IAS 27 Einzelabschlüsse 01.01.2014 noch
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 01.01.2014 evaluiert
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 01.01.2014
Anwendung im Geschäftsjahr 2015/2016 EU
Erstanwendung 1
Auswirkung
auf
Konzernabschluss
IFRS 9 Finanzinstrumente voraussichtlich
01.01.2015
wird noch evaluiert

1 Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Datum beginnen

3. Wesentliche Grundsätze der Rechnungslegung

3.1 Konsolidierung

3.1.1 Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis bestimmt sich nach den Vorgaben von IAS 27 und SIC 12. Der Konzernabschluss zum 31. März 2013 umfasst neben der DO & CO Aktiengesellschaft 28 inländische und 31 ausländische Tochterunternehmen, die die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar beherrscht.

Eine ausländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 50 %-ige Beteiligung hält und die sie zusammen mit einem konzernfremden Gesellschafter gemeinschaftlich leitet, wird nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechendes gilt für zwei weitere ausländische Gesellschaften, an der die Gesellschaft mittelbar jeweils 40 % der Anteile und Stimmrechte hält, sowie für eine inländische Gesellschaft, an der die Gesellschaft mittelbar eine 49 %-ige Beteiligung hält.

Im Vergleich zum 31. März 2012 hat sich der Konsolidierungskreis um nachfolgende Gesellschaften erweitert:

Vollkonsolidierung Land Anteil in % Datum der Erstkonsolidierung Grundlage der Einbeziehung
Henry am Zug GmbH Österreich 100% 01.04.2012 Stimmrechtsmehrheit
Kyiv Catering LLC Ukraine 51% 31.05.2012 Stimmrechtsmehrheit
DO & CO Netherlands Holding B.V Niederlande 51% 31.05.2012 Stimmrechtsmehrheit
DO & CO Poland Sp. z o.o. Polen 100% 31.12.2012 Stimmrechtsmehrheit
Lotniczy Catering Service Sp. z o.o. Polen 51% 31.12.2012 Stimmrechtsmehrheit

DO & CO Poland Sp. z o.o.:

Im Dezember 2012 hat DO & CO 100 % der Anteile an LOT Catering Sp. z o.o. erworben. Die Gesellschaft mit Sitz in Warschau firmiert seither unter DO & CO Poland Sp. z o.o. DO & CO Poland ist Marktführer im Airline Catering in Polen und beschäftigt an den Standorten Warschau, Poznán, Krakov, Gdansk und Katowice insgesamt über 500 Mitarbeiter. Die bilanzielle Erstkonsolidierung erfolgte zum 31.12.2012, eine ergebniswirksame Einbeziehung in den DO & CO Konzernabschluss wurde erstmals im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 durchgeführt.

Kyiv Catering LLC:

DO & CO hat sich mit 51 % an dem größten Airlinecateringunternehmen der Ukraine beteiligt. Kyiv Catering LLC, mit Sitz in Kiew, beschäftigt mehr als 600 Mitarbeiter und zählt derzeit mehr als 20 Fluglinien zu seinen Kunden. Der neue Standort in der Ukraine diente zusätzlich der erfolgreichen Umsetzung der UEFA EURO 2012 im Juni/Juli 2012.

Durch diese Unternehmenszusammenschlüsse gelang DO & CO der Markteintritt in Polen und in der Ukraine.

Weiters wurde im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 die Gesellschaft Henry am Zug Hungary Kft. gegründet.

In Zusammenhang mit den Konsolidierungskreiszugängen wurden Firmenwerte in Höhe von TEUR 1.560 aktiviert.

Die Auswirkungen aus dem Unternehmenserwerb im Konzernabschluss betragen auf die Umsatzerlöse TEUR 41.969 und auf das Ergebnis nach Ertragsteuern TEUR -1.678. Wären die Erwerbe am Beginn des Geschäftsjahres erfolgt, hätte dies auf die Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Ertragsteuern Auswirkungen von lediglich untergeordneter Bedeutung.

Die beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:

in TEUR
Langfristige Vermögenswerte 39.781
Kurzfristige Vermögenswerte 14.982
Langfristige Schulden 17.994
Kurzfristige Schulden 14.949

Die Einbeziehung von akquirierten Gesellschaften in den Konzernabschluss erfolgt unter Fortführung der gemäß IFRS 3 zum Akquisitionsstichtag ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte sowie übernommenen Schulden und Eventualschulden.

3.1.2 Konsolidierungsmethoden

Die erstmalige Einbeziehung von Tochterunternehmen erfolgt grundsätzlich zum Erwerbszeitpunkt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt hat. Nach der Akquisitionsmethode sind im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung die neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zu übernehmen. Soweit das neu bewertete Nettovermögen die Summe aus hingegebener Gegenleistung für die Kontrollerlangung den beizulegenden Zeitwert der vor dem Übergang der Beherrschung gehaltenen Anteile und den für etwaige nicht kontrollierende Gesellschafter angesetzten Betrag übersteigt, bilanziert DO & CO einen Firmenwert. Im umgekehrten Fall erfasst die Gesellschaft den Unterschiedsbetrag unmittelbar erfolgswirksam. Anteile nicht kontrollierender Gesellschafter setzt DO & CO bei der erstmaligen Erfassung in Höhe ihres Anteils am neu bewerteten Nettovermögen des erworbenen Unternehmens an.

Firmenwerte aus Akquisitionen werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit überprüft (Impairment-Test) und nur im Falle einer Wertminderung auf ihren niedrigeren erzielbaren Betrag abgeschrieben.

Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen bilanziert DO & CO nach der Equity-Methode. Sie sieht im Erwerbszeitpunkt grundsätzlich einen Ansatz der Anteile mit ihren Anschaffungskosten vor. Die Fortschreibung erfolgt unter Berücksichtigung der anteilig DO & CO zuzurechnenden Nettovermögensänderungen der Beteiligungsgesellschaft. Ein bezahlter Firmenwert wird nicht gesondert, sondern als Teil des Buchwerts der Anteile ausgewiesen. Ein Erwerb unter dem Marktwert des anteiligen Nettovermögens führt analog zur Verfahrensweise bei Tochterunternehmen zur Erfassung eines Gewinns. Ergeben sich in der Folgezeit Hinweise auf einen unter dem Buchwert liegenden erzielbaren Betrag der Anteile, prüft die Gesellschaft die Notwendigkeit einer erfolgswirksam zu berücksichtigenden Wertminderung (Impairment). Soweit zu einem späteren Stichtag die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen, ist diese erfolgswirksam zurückzunehmen.

Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden aufgerechnet. Weiters sind Umsatzerlöse und andere Erträge (überwiegend aus Lieferungen und Leistungen) zwischen den vollkonsolidierten Unternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet worden. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse eliminiert die Gesellschaft, soweit die zugrunde liegenden Sachverhalte wesentlich sind. Aus den Konsolidierungsvorgängen resultierende temporäre Differenzen führen gegebenenfalls zum Ansatz latenter Steuern.

3.1.3 Geschäftssegmente

DO & CO steuert die Geschäftstätigkeit nach divisionalen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt gemäß IFRS 8 ("Management Approach") und folgt den internen Berichten an den Vorstand als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (chief operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

DO & CO hat Kunden, deren Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt. Umsätze mit diesen Kunden sind in allen Divisionen enthalten und belaufen sich insgesamt auf weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

3.1.4. Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft wird in der Berichtswährung Euro aufgestellt. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Gesellschaften erfolgte nach dem Konzept der funktionalen Währung entsprechend den Vorgaben des IAS 21. Als funktionale Währung gilt die Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem ein Unternehmen tätig ist. Das ist bei der DO & CO, ihren inländischen Tochterunternehmen sowie bei zwei britischen Gesellschaften und einer ungarischen Gesellschaft der Euro. Alle anderen ausländischen Gesellschaften betreiben ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht weitgehend selbständig. Ihre jeweilige Landeswährung stellt daher zugleich die funktionale Währung dar.

In den Abschlüssen der Konzerngesellschaften erfasste Forderungen und Verbindlichkeiten in einer Währung, die nicht die funktionale Währung darstellt, werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Auftretende Umrechnungsdifferenzen erfasst DO & CO unmittelbar ergebniswirksam. Eine abweichende Behandlung erfahren nicht realisierte Währungsumrechnungsdifferenzen bei monetären Posten, die wirtschaftlich einen Teil der Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb bilden. Sie werden erfolgsneutral im Posten 'Währungsumrechnungsdifferenzen' als Teil des Eigenkapitals erfasst (Net Investment Approach). Dazu zählen insbesondere bestimmte Ausleihungen an türkische, britische und amerikanische Tochtergesellschaften, deren Rückführung auf absehbare Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist.

Die Umrechnung der in den Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen erfassten Vermögenswerte und Schulden in die von ihrer funktionalen Währung abweichende Berichtswährung erfolgt zum Stichtagsmittelkurs am 31. März 2013. Erträge und Aufwendungen werden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet.

Bewegungen im Anlagevermögen werden zu Durchschnittskursen umgerechnet. Auswirkungen aus Veränderungen des Devisenmittelkurses zum Bilanzstichtag gegenüber jenem des Vorjahres sowie aus der Verwendung von Durchschnittskursen sind in der Entwicklung des Anlagevermögens als "Währungsänderungen" gesondert ausgewiesen.

Umrechnungsdifferenzen, die aus der Verwendung unterschiedlicher Stichtagskurse bei Posten der Bilanz resultieren oder auf Kursabweichungen zwischen den zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie den mit ihnen verbundenen Nettovermögensänderungen in der Bilanz zurückgehen, sind ergebnisneutral im Posten 'Währungsumrechnungsdifferenzen' innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Während der Konzernzugehörigkeit erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen werden beim Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis erfolgswirksam.

Die für die Währungsumrechnung verwendeten Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:

Stichtagskurs kum. Durchschnittskurs
1 Euro entspricht 31. März 2013 31. März 2012 31. März 2013 31. März 2012
US-Dollar 1,280500 1,331900 1,288414 1,379594
Britisches Pfund 0,845600 0,831050 0,816355 0,862579
Türkische Lira 2,321200 2,376000 2,315357 2,390503
Schweizer Franken 1,219500 1,204400 1,209311 1,209316
Polnische Zloty 4,180400 4,161200 4,169112 4,181441
Ukrainische Hrywnja 10,581500 10,820700 10,588598 10,996140

3.1.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielles Anlagevermögen

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Zum Abschlussstichtag waren keine vom Konzern selbst geschaffenen immateriellen Vermögenswerte aktiviert.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden planmäßig über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben:

Immaterielle Vermögenswerte 2,0
bis
25,0 Jahre
-- ----------------------------- ------------ ------------

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor und unterschreitet der erzielbare Betrag als höherer Wert aus dem Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert des Vermögenswertes den Buchwert, wird in Höhe des Unterschiedsbetrags eine Wertminderung gem. IAS 36 erfolgswirksam erfasst.

Im Zuge von Unternehmenszusammenschlüssen aktivierte Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Teil von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Wertminderung geprüft. Die Zuordnung von Firmenwerten erfolgt auf die kleinsten zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die erwartungsgemäß von dem Zusammenschluss profitieren und für interne Managementzwecke überwacht werden. Sie entsprechen den operativen Segmenten des Konzerns. Der Werthaltigkeitstest wird jährlich und bei Vorliegen von Hinweisen auf eine mögliche Wertminderung einer firmenwerttragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit auch unterjährig durchgeführt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen, der vorrangig den Firmenwert kürzt. Ein den Buchwert des zugeordneten Firmenwertes übersteigender Wertminderungsaufwand ist anteilig bei den Buchwerten der übrigen langfristigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu erfassen. Fällt der Grund für eine erfasste Wertminderung in Folgejahren ganz oder teilweise weg, können – mit Ausnahme des Firmenwerts – Zuschreibungen veranlasst sein.

DO & CO ermittelt den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit in Gestalt ihres Nutzungswertes nach der Discounted Cash-Flow (DCF) Methode. Die Berechnung basiert auf vom Management genehmigten Finanzplänen für fünf Jahre und einer anschließenden ewigen Rente. Die Abzinsungsfaktoren richten sich nach den durchschnittlich gewogenen Kapitalkosten der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("Weighted Average Cost of Capital").

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden folgende WACC herangezogen:

  • Österreich: 8,3 %
  • Polen: 9,3 %
  • Türkei: 9,7 %

Beim Verkauf von Beteiligungen werden zuordenbare Firmenwerte anteilig erfolgswirksam ausgebucht.

Die aus der Kapitalkonsolidierung fortgeschriebenen Unterschiedsbeträge ergeben sich zum 31. März 2013 wie folgt:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Im Anlagevermögen aktivierte Firmenwerte 5.616 4.056

Wertminderungen von Firmenwerten gemäß IAS 36 wurden im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht vorgenommen.

Sachanlagen

Vermögenswerte des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt und über die voraussichtliche Nutzungsdauer grundsätzlich linear abgeschrieben. Bei Hinweisen auf mögliche Wertminderungen prüft DO & CO entsprechend den für immaterielle Vermögenswerte dargestellten Grundsätzen, ob die Sachanlagen auf den niedrigeren erzielbaren Betrag abzuwerten sind. Zudem passt die Gesellschaft die Restnutzungsdauer gegebenenfalls an.

Den planmäßigen linearen Abschreibungen des Anlagevermögens liegen unter Berücksichtigung ihrer erwarteten wirtschaftlichen bzw. technischen Nutzbarkeit wie im Vorjahr folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Grundstücke und Bauten 25,0 und 40,0 Jahre
Bauten auf fremdem Grund 2,0 bis 10,0 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 2,0 bis 10,0 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2,0 bis 10,0 Jahre

Leasingverhältnisse

DO & CO hat als Leasingnehmer Verträge über die zeitlich begrenzte Nutzung von Sachanlagen gegen Zahlung einmaliger oder wiederkehrender Leasingraten abgeschlossen. Verträge, die alle wesentlichen mit dem Eigentum an den Leasinggütern verbundenen Chancen und Risiken auf die Gesellschaft übertragen, werden als Finanzierungsleasingverträge behandelt. Da diese Vereinbarungen wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung anzusehen sind, werden die betreffenden Leasinggüter nach IAS 17 mit dem Barwert der Mindestleasingraten, maximal jedoch ihrem beizulegenden Zeitwert als Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear nach den Grundsätzen für erworbene Sachanlagen. Im Zugangszeitpunkt erfasst der Konzern in Höhe des Barwerts der künftigen Mindestleasingraten eine Leasingverbindlichkeit.

Leasingverträge, die die wesentlichen mit dem Eigentum an den Leasinggütern verbundenen Chancen und Risiken beim Leasinggeber belassen, behandelt DO & CO als Mietleasingverträge. Die aus ihnen geschuldeten Leasingzahlungen erfasst die Gesellschaft regelmäßig auf linearer Basis während der Vertragslaufzeit als Aufwand. In die Bilanz wird weder der geleaste Vermögenswert noch eine Verbindlichkeit für künftig zu leistende Leasingzahlungen aufgenommen.

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Übrige Finanzanlagen

Die Wertpapiere, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden mit Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungspreis am Bilanzstichtag bewertet. Die Anschaffungskosten ermittelt DO & CO überwiegend nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren.

Liefer- und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen werden im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich etwaiger Transaktionskosten eingebucht. Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen in die funktionale Währung erfolgt zum Devisenbriefkurs im Einbuchungszeitpunkt.

Bei Vorliegen objektiver Anzeichen für eine Wertminderung (z.B. deutliche Verschlechterung der Bonität des Vertragspartners, Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen seitens des Vertragspartners, hohe Insolvenzwahrscheinlichkeit) prüft DO & CO die Werthaltigkeit der Forderung und wertet diese gegebenenfalls auf den niedrigeren Barwert der erwarteten Zahlungseingänge ab. Fallen die Gründe für eine Wertminderung nachträglich weg, nimmt die Gesellschaft eine Zuschreibung maximal bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten der Forderung vor. Forderungen werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen nicht mehr bestehen oder die Forderungen mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.

Kurzfristiges Finanzvermögen

Kassenbestände, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten werden unter den liquiden Mitteln ausgewiesen und im Falle von Fremdwährungsbeständen mit den Tageswerten zum Bilanzstichtag angesetzt.

Latente Steuern

Aktive latente Steuern werden in Übereinstimmung mit IAS 12 für abzugsfähige temporäre Differenzen, steuerliche Verlustvorträge und Steuergutschriften insoweit gebildet, als ein für ihre Nutzung erforderliches steuerliches Einkommen in der Zukunft wahrscheinlich verfügbar sein wird. Passive latente Steuern werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten und den Steuerwerten von Vermögenswerten und Schulden angesetzt. Die Bewertung latenter Steuern basiert auf dem jeweiligen landesüblichen Ertragsteuersatz des betroffenen Konzernunternehmens zum Zeitpunkt der Umkehr der temporären Differenz. Steht dieser am Abschlussstichtag nicht fest, kommen die jeweils aktuellen Ertragsteuersätze zur Anwendung.

Die Bildung und Anpassung latenter Steuern findet ihren Niederschlag in den Ertragsteuern der Gewinn- und Verlustrechnung. Davon ausgenommen sind latente Steuern auf Sachverhalte, die sich unmittelbar auf das Eigenkapital ausgewirkt haben. Sie werden erfolgsneutral erfasst.

Eigenkapital

Termin- und Optionsgeschäfte, die anlässlich eines Unternehmenszusammenschlusses abgeschlossen werden, werden im Abschluss wie folgt dargestellt:

Bei der erstmaligen Erfassung des Unternehmenszusammenschlusses wird ein Posten für Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital angesetzt und in weiterer Folge werden zum Ende einer jeden Berichtsperiode Änderungen in der Vermögensposition der Anteile anderer Gesellschafter nach den Regeln des IAS 27 direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Im Gegenzug erfasst das Mutterunternehmen die finanzielle Verbindlichkeit aus der Stillhalterposition ergebnisneutral (Sonderposten) als Derivat nach IAS 39 als langfristige Finanzverbindlichkeit. In den Folgeperioden werden während der Laufzeit des Derivats die zum jeweiligen Stichtag im Eigenkapital berücksichtigten Beträge ausgebucht. Differenzen zwischen den ausgebuchten Eigenkapitalbeträgen und dem Betrag der eingebuchten finanziellen Verbindlichkeit bzw. ihrer Fortschreibung werden nach den Vorschriften zur Abbildung von Transaktionen zwischen den Gesellschaftergruppen innerhalb des Eigenkapitals des Mutterunternehmens erfasst. Die bilanzielle Abbildung unterstellt, dass zu jedem Stichtag ein Erwerb der jeweils neu entstandenen Vermögensposition der Anteile anderer Gesellschafter durch die Gesellschafter der DO & CO Aktiengesellschaft erfolgt.

Rückstellung für Pensionen, Abfertigungen und Jubiläumsgelder

Die Berechnung der gesetzlichen oder kollektivvertraglichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern österreichischer Konzerngesellschaften zur Entrichtung einer einmaligen Abfertigung im Kündigungsfall oder zum Zeitpunkt des Pensionsantrittes erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19. Dabei wurden die voraussichtlich zu erbringenden Leistungen unter Anwendung eines Rechnungszinssatzes von 3,75 % p.a. (VJ: 4,75 % p.a.) und unter Einbeziehung von zu erwartenden Bezugssteigerungen in Höhe von 3,5 % p.a. (VJ: 3,5 % p.a.) bei einem angenommenen Pensionsantrittsalter von 60 Jahren bei Frauen und von 65 Jahren bei Männern (VJ: 60/65) ermittelt.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen aus der einem ehemaligen Mitarbeiter eingeräumten Pensionszusage erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen der österreichischen Konzerngesellschaften.

Für in österreichischen Gesellschaften beschäftigte Dienstnehmer wurde eine Rückstellung für Dienstnehmerjubiläen als abfertigungsähnliche Verpflichtung passiviert. Die Berechnung derselben erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren wie für die Abfertigungsrückstellungen. Die gutachtlich erhobenen Barwerte dieser Rückstellungen wurden unter Ansatz eines altersabhängigen Fluktuationsabschlages passiviert.

Leistungsorientierte Abfertigungsverpflichtungen von ausländischen Gesellschaften wurden nach vergleichbaren Methoden rückgestellt, sofern nicht beitragsorientierte Versorgungssysteme bestehen. So erfolgte die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in türkischen Konzerngesellschaften unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 10,00 % p.a. (VJ: 10,00 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 6,50 % p.a. (VJ: 6,50 %).

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 im "sonstigen Ergebnis" erfasst. Es kommt dadurch zu einer Umgliederung von der Gewinnund Verlustrechnung in das "sonstige Ergebnis". Der Zinsaufwand wird ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 im Finanzergebnis dargestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen wurden für gegenwärtige, rechtliche oder faktische Verpflichtungen gebildet, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, wahrscheinlich zu einer künftigen wirtschaftlichen Belastung führen werden und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt mit dem bestmöglich geschätzten Betrag des erwarteten künftigen Mittelabflusses. Bei Verpflichtungen, deren Erfüllung nach mehr als einem Jahr zu erwarten ist, wird der geschätzte Zahlungsmittelabfluss abgezinst. Erstattungsansprüche gegen Dritte, deren Entstehen so gut wie sicher ist, berücksichtigt DO & CO durch Ansatz eines gesonderten Vermögenswerts.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der DO & CO-Konzern vertraglich verpflichtet ist, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine konzernfremde Partei zu übertragen. Die Erstbewertung originärer Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert, ihre Folgebewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte zum Devisengeldkurs am Bilanzstichtag.

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird ermittelt, indem das auf DO & CO Anteilseigner entfallende Ergebnis durch die gewichtete Anzahl der ausgegebenen Aktien dividiert wird.

Umsatzrealisierung

Die Umsatzerlöse umfassen alle Erträge aus dem Verkauf von Gütern und der Erbringung von Dienstleistungen. Andere operative Erträge werden als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen.

DO & CO erfasst Umsatzerlöse regelmäßig dann, wenn die mit den zu liefernden Gütern bzw. zu erbringenden Dienstleistungen verbundenen maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden übergegangen sind. Umsatzerlöse werden in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der erhaltenen bzw. noch zu erhaltenden Gegenleistung berücksichtigt.

Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode, Dividenden dann erfasst, wenn der Anspruch rechtlich entstanden ist.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1. Konzernbilanz

(1) Anlagevermögen

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Immaterielle Vermögenswerte 15.548 14.685
Sachanlagen 123.188 67.468
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 3.600 0
Nach der Equity Methode bewertete Beteiligungen 1.878 1.668
Sonstige Finanzanlagen 229 214
Summe 144.442 84.034

Die Aufgliederung der in der Konzernbilanz zusammengefassten Posten des Anlagevermögens und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/2013 sowie im Vorjahr sind im beiliegenden Konzern-Anlagespiegel angegeben. Als Währungsänderungen sind jene Beträge ausgewiesen, die aus der Umrechnung der Vermögenswerte der ausländischen Tochtergesellschaften mit den unterschiedlichen Bilanzstichtagskursen zu Jahresbeginn und Jahresende und durch die Verwendung des Durchschnittskurses für unterjährige Bewegungen resultierten.

Als immaterielle Vermögenswerte werden zum Bilanzstichtag ausschließlich Firmenwerte und sonstige Rechte, wie insbesondere Kundenverträge, Lizenzen, Marken- und Nutzungsrechte sowie Softwarelizenzen mit bestimmbarer Nutzungsdauer ausgewiesen. Aktivierbare selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen im Konzern nicht vor.

Der Grundwert der im Sachanlagevermögen erfassten Grundstücke beträgt TEUR 6.172 (VJ: TEUR 683). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Konsolidierungskreisänderungen.

Das Bestellobligo zum 31. März 2013 für bereits bestellte, aber noch nicht gelieferte Anlagegüter beträgt TEUR 10.919 (VJ: TEUR 16.187).

Verpflichtungen aus der Nutzung aus Miet- oder Leasingverträgen für bewegliche Vermögenswerte und Immobilien bestehen in folgender Höhe:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Bis ein Jahr 28.343 27.932
Zwei bis fünf Jahre 112.172 109.864
Über fünf Jahre 70.068 76.163

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltene Immobilie betrifft ein unbebautes Grundstück in Polen, dessen zukünftige Nutzung noch unbestimmt ist. Dieses Grundstück wurde zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung mit dem Zeitwert erfasst. Die Bewertung wurde von einem externen Gutachter erstellt. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Abschaffungskosten. Es werden keine Mieteinnahmen generiert. Das Grundstück verursacht nur unwesentliche Aufwendungen.

Finanzanlagen

Die assoziierten Unternehmen werden nach der Equity Methode bewertet und haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2012/2013 2011/2012
Stand 1. April 1.668 1.632
Gewinnausschüttung -94 -378
Anteilige Periodenergebnisse 304 414
Stand 31. März 1.878 1.668

Der Gesamtbuchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen entfällt auf folgende nicht-börsenotierte Gesellschaften:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2012/2013 2011/2012
Sky Gourmet Malta Ltd. 235 161
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. 216 172
ISS Ground Services GmbH 1.427 1.335
Fortnum & Mason Events Ltd. 0 0
Summe 1.878 1.668

(2) Übriges langfristiges Vermögen

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Effektive Ertragsteuerforderungen 5.362 3.289
Sonstige Vermögenswerte 1.338 1.230
Summe 6.701 4.519

(3) Latente Steuern

Aktive und passive latente Steuern resultierten aus temporären Differenzen zwischen IFRS-Buchwerten und den entsprechenden Steuerwerten:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 0 -1.903 5 -3.436
Sachanlagen 1.048 -2.287 947 -409
Finanzanlagen 58 -1.424 0 -1.603
Vorräte 6 -5 0 -25
Forderungen 423 0 244 0
Eigenkapital 2.354 0 2.013 0
Rückstellungen 6.789 -873 6.144 -273
Verbindlichkeiten 21 -40 0 0
Rechnungsabgrenzungsposten 0 -14 0 -122
Summe aus temporären Differenzen 10.698 -6.548 9.353 -5.867
Steuerliche Verlustvorträge 5.599 0 6.030 0
Wertberichtigung für aktive latente Steuern -6.987 0 -7.127 0
Saldierung von Bestandsdifferenzen
gegenüber der selben Steuerbehörde
-3.917 3.917 -5.293 5.293
Summe 5.393 -2.631 2.963 -574

Es wird erwartet, dass sich die aus Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten bestehenden Steuerabgrenzungen innerhalb von 12 Monaten nach dem Abschlussstichtag umkehren werden.

Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.354 (VJ: TEUR 2.013) wurden ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Im vorliegenden Konzernabschluss wurden für abzugsfähige temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.987 (VJ: TEUR 7.127) keine latenten Steuern aktiviert, da die Realisierung dieser latenten Steueransprüche in Form künftiger Steuerentlastungen nicht ausreichend gesichert ist.

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden passive latente Steuern erfolgsneutral in Höhe von TEUR 298 gebildet. Im Vorjahr wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 350 gebildet.

(4) Vorräte

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.512 6.166
Waren 8.810 5.299
Summe 18.322 11.465

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, effektive Ertragsteuer forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Zusammensetzung des Umlaufvermögens mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr zeigte sich wie folgt:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.024 44.800
Effektive Ertragsteuerforderungen 3.869 2.562
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
296 616
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 42.548 51.217
Rechnungsabgrenzungsposten 1.477 1.359
Summe sonstige Vermögenswerte 44.321 53.192

Die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen für allfällige Ausfallsrisiken haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
in TEUR 2012/2013 2011/2012
Stand 1. April 1.712 1.340
Konsolidierungskreiszugang 531 0
Zuführung 920 903
Umgliederung / Währungsänderung 2 23
Verbrauch -691 -461
Auflösung -197 -93
Stand 31. März 2.277 1.712

Die Altersstruktur der nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
noch nicht fällig 31.748 35.715
bis 20 Tage überfällig 6.879 4.789
20 Tage bis 40 Tage überfällig 7.217 1.788
40 Tage bis 80 Tage überfällig 3.601 508
über 80 Tage überfällig 1.934 1.003
Summe 51.380 43.803

Die Wertminderungen auf die sonstigen Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2011/2012
130
0
1
-18
-20
93
2012/2013
93
-1
92
0
0
184

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 31. März 2013 Forderungen gegenüber einzelnen Kunden in Höhe von TEUR 18.969 (VJ: TEUR 19.524) enthalten, die zum Stichtag 31. März 2013 mehr als 20 % der insgesamt ausstehenden Forderungen betragen. Von diesen Forderungen sind Anfang Mai 2013 noch TEUR 1.665 (VJ: TEUR 2.801) offen. Es liegen keine Informationen vor, die auf konkrete Ausfallrisiken zum Bilanzstichtag schließen lassen.

(6) Liquide Mittel

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Kassabestände, erhaltene Schecks 350 353
Guthaben bei Kreditinstituten 72.833 84.688
Summe 73.183 85.041

Die durchschnittliche Verzinsung der Guthaben bei Kreditinstituten betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 3,0 % (VJ: 3,1 %).

(7) Eigenkapital

Das Konzerneigenkapital für die Geschäftsjahre 2012/2013 und 2011/2012 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Grundkapital 19.488 19.488
Kapitalrücklagen 70.602 70.602
Gewinnrücklagen 58.748 43.805
Sonstiges kumuliertes Ergebnis -8.924 -7.335
Sonderposten 2.424 0
Konzernergebnis 22.807 19.328
Summe Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft 165.146 145.888
Anteile anderer Gesellschafter 30.185 24.191
Summe Eigenkapital 195.331 170.079

Bei der erstmaligen Erfassung des Unternehmenszusammenschlusses von Kyiv Catering LLC wurde ein Posten für Anteile anderer Gesellschafter im Eigenkapital angesetzt und in weiterer Folge werden zum Ende einer jeden Berichtsperiode Änderungen in der Vermögensposition der Anteile anderer Gesellschafter nach den Regeln des IAS 27 direkt im Eigenkapital berücksichtigt.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlage zu erhöhen (genehmigtes Kapital).

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen (bedingtes Kapital).

Die Aktie der DO & CO Aktiengesellschaft notiert seit März 2007 im "Prime Market" der Wiener Börse und seit Dezember 2010 an der Istanbuler Börse. Die ATTILA DOGUDAN PRIVATSTIFTUNG ist mit 40,95 % (31. März 2012: 40,95 %) Hauptaktionär der DO & CO Aktiengesellschaft. Der Anteil der DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH (ein mittelbar zu 100 % verbundenes Unternehmen der RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung) beträgt 12,00 % (31. März 2012: 12,00 %). Der verbleibende Aktienanteil befindet sich im Streubesitz (die Beteiligungsverhältnisse beziehen sich auf den jeweiligen Bilanzstichtag).

Die Anteile anderer Gesellschafter umfassen die direkten Fremdanteile am Eigenkapital der vollkonsolidierten THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş. in Höhe von 50 % und der vollkonsolidierten Lotniczy Catering Service Sp. z o.o. in Höhe von 49 %. Weiters erfolgte unter diesem Posten der Ausweis der Anteile anderer Gesellschafter von 10 % an der DO & CO im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH.

(8) Langfristige Rückstellungen

in TEUR Stand per
1. April 2012
Währungs
änderungen
Veränderung
Konsolidierungs
kreis
Verwendung Auflösung Zuführung Stand per
31. März 2013
Abfertigungsrückstellungen DBO 13.063 127 58 594 37 3.349 15.966
Pensionsrückstellungen DBO 558 -2 92 2 0 21 667
Jubiläumsgeldrückstellungen DBO 3.971 -13 744 346 67 1.237 5.527
Personalrückstellungen 17.592 112 894 942 104 4.608 22.160
Latente Steuerrückstellungen 574 33 158 293 59 2.219 2.631
Sonstige Rückstellungen 45 0 0 0 3 0 42
Summe 18.210 145 1.053 1.234 166 6.827 24.834

Zusammensetzung und Entwicklung der langfristigen Rückstellungen stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder in den österreichischen Konzerngesellschaften wurden zum Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten ermittelt. Die Bewertung erfolgte unter Zugrundelegung eines Zinssatzes in Höhe von 3,75 % (VJ: 4,75 %), von Bezugserhöhungen in Höhe von 3,5 % (VJ: 3,5 %) und von Rentensteigerungen in Höhe von 3,5 % (VJ: 3,5 %).

Die Berechnung der Abfertigungsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern in türkischen Konzerngesellschaften erfolgte unter Ansatz eines Rechnungszinssatzes von 10,0 % (VJ: 10,0 %) sowie von zu erwartenden inflationsbedingten Bezugssteigerungen in Höhe von 6,5 % (VJ: 6,5 %).

in TEUR Abfertigungen Pensionen Jubiläumsgelder
2012 / 2013 2011 / 2012 2012 / 2013 2011 / 2012 2012 / 2013 2011 / 2012
Barwert der Verpflichtungen (DBO) am
1. April
13.062 12.631 558 551 3.971 3.555
Währungsänderungen 127 -462 -2 0 -13 0
Konsolidierungskreisänderung 58 0 92 0 744 0
Dienstzeitaufwand* 1.748 3.298 0 0 278 475
Zinsaufwand 560 531 25 27 172 171
Abfertigungs-/ Jubiläumsgeldzahlungen -1.335 -3.403 -64 -62 -225 -271
Versicherungstechnisches Ergebnis 1.744 468 57 42 600 41
Barwert der Verpflichtungen (DBO)
per 31. März
15.966 13.063 667 558 5.527 3.971

* Diese Position ist im Personalaufwand erfasst.

Das versicherungstechnische Ergebnis in Höhe von TEUR 2.401 enthält Anteile in Höhe von TEUR 216, die einem anderen Gesellschafter zuzurechnen sind.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 als Neubewertung im "sonstigen Ergebnis" erfasst. Es kommt dadurch zu einer Umgliederung von der Gewinn- und Verlustrechnung in das "sonstige Ergebnis". Der Zinsaufwand wird ab dem Geschäftsjahr 2012/2013 im Finanzergebnis dargestellt.

Die vorzeitige Anwendung von IAS 19R hat folgende Auswirkung:

in TEUR Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Abnahme des Personalaufwands -2.401 -733
Zunahme des Steueraufwands 579 174
Zunahme des Ergebnis 1.823 559
Zunahme der Ertragsteuern auf Komponenten,
welche direkt im Eigenkapital erfasst werden
579 174
Abnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Ergebnisse -1.823 -559
Abnahme des sonstigen Ergebnisses: -1.823 -559
Anteil anderer Gesellschafter -173 -73
Anteil Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.650 -486

Eine Änderung der versicherungsmathematischen Parameter wirkt sich auf die DBO (Defined Benefit Obligation) wie folgt aus:

Veränderung DBO
in TEUR Veränderung der
Annahme in %
Abnahme
des
Parameters
Zunahme
des
Parameters
Zinssatz 0,5 890 -819
Bezugserhöhung 1,0 -1.597 1.849

Die sonstigen langfristigen Rückstellungen umfassten zum Bilanzstichtag Rückstellungen für Altersteilzeitvereinbarungen.

(9) Langfristige Finanzverbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Erhaltene Darlehen 16.410 0
Summe 16.410 0

Unter dieser Position werden erhaltene Darlehen mit einer Laufzeit von fünf Jahren bzw. zehn Jahren ausgewiesen, welche aus Konsolidierungskreisänderungen resultieren.

(10) Kurzfristige sonstige Rückstellungen

Veränderung
Stand per Währungs Konsolidierungs Stand per
in TEUR 1. April 2012 änderungen kreis Verwendung Auflösung Zuführung 31. März 2013
Steuerrückstellungen 8.308 -15 0 2.728 147 7.606 13.024
Sonstige Personalrückstellungen 13.643 25 1.139 14.674 65 17.164 17.232
Sonstige Rückstellungen 26.592 545 0 17.750 4.659 22.890 27.618
Summe 48.542 555 1.139 35.152 4.870 47.660 57.874

Die Vorsorgen für Personalaufwendungen umfassten im Wesentlichen die Rückstellungen für anteilige Sonderzahlungen aufgrund des vom Kalenderjahr abweichenden Geschäftsjahres mit einem Betrag in Höhe von TEUR 2.487 (VJ: TEUR 1.814), Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag noch nicht konsumierte Urlaube in Höhe von TEUR 8.992 (VJ: TEUR 7.342) sowie andere Rückstellungen für leistungsbezogene Entgeltbestandteile in Höhe von TEUR 5.117 (VJ: TEUR 3.914).

(11) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.731 33.882
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.694 5.534
Übrige Verbindlichkeiten 13.750 11.471
Rechnungsabgrenzungsposten 632 858
Summe sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 16.076 17.863
Summe 57.807 51.745

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert im Wesentlichen aus der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten.

Die übrigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr resultierten aus Verbindlichkeiten gegenüber Abgabenbehörden aus Umsatzsteuern und anderen vom Entgelt abhängigen Abgaben, aus Verbindlichkeiten gegenüber Sozialversicherungsträgern sowie aus Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern in Höhe der laufenden Entgeltzahlungen.

Eventualschulden

in TEUR 31. März 2013 31. März 2012
Garantien 12.885 11.703

Bei den ausgewiesenen Beträgen handelt es sich unverändert zum Vorjahr um Liefergarantien aus der Türkei und um Bankgarantien zur Sicherstellung von Ansprüchen aus Mietverhältnissen sowie Garantien zur Sicherstellung von Abgabenrückzahlungen der italienischen Finanzbehörde.

4.2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Aufstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte nach dem Gesamtkostenverfahren.

(12) Umsatzerlöse

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Airline Catering 400.228 349.811
International Event Catering 71.091 46.010
Restaurants, Lounges & Hotel 104.872 70.536
Summe 576.191 466.355

(13) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Buchgewinne aus dem Abgang vom Anlagevermögen 504 190
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.793 4.105
Auflösung von Wertminderungen zu Forderungen 197 113
Versicherungsvergütungen 551 166
Mieterträge 89 97
Kursdifferenzen 6.231 4.587
Übrige sonstige betriebliche Erträge 4.232 2.851
Summe 16.597 12.108

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von TEUR 5.440 (VJ: TEUR 4.863) ausgewiesen.

(14) Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Materialaufwand (inkl. Handelswareneinsatz) 195.671 163.785
Aufwand für bezogene Leistungen 44.643 29.875
Summe 240.314 193.660

(15) Personalaufwand

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Löhne und Gehälter 150.260 116.587
Aufwendungen für Abfertigungen, Pensionen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
3.071 5.124
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie
vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
29.806 23.058
Sonstige Sozialaufwendungen 7.571 4.685
Summe 190.708 149.454

Im Rahmen beitragsorientierter Mitarbeitervorsorgen zahlte der DO & CO Konzern festgelegte Beiträge in Höhe von TEUR 875 (VJ: TEUR 758) an Mitarbeitervorsorgekassen und Pensionskassen ein. Die Verpflichtung des DO & CO Konzerns ist durch Zahlung der Beiträge erfüllt.

(16) Abschreibungen und Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Planmäßige Abschreibungen 17.114 16.087
Wertminderungen 19 3.038
Summe 17.133 19.125

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen betreffen im Geschäftsjahr 2012/2013 die Division Restaurants, Lounges & Hotel.

(17) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergab sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag
fallen
1.960 1.361
Mieten, Pachten und Betriebskosten
(inkl. Airportabgaben)
49.810 45.163
Reise-, Nachrichten- und Kommunikationsaufwand 15.098 8.495
Transport-, KFZ-Aufwand und Instandhaltungen 14.108 10.539
Versicherungen 984 882
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwand 4.993 3.835
Sonstiger Personalaufwand 619 615
Übriger sonstiger betrieblicher Aufwand 4.878 4.216
Forderungsverluste, Wertberichtigungen und sonstige Schadensfälle 2.398 1.365
Kursdifferenzen 5.440 4.863
Buchverluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen 202 310
Sonstiger Verwaltungsaufwand 2.836 2.182
Summe 103.325 83.827

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 6.231 (VJ: TEUR 2.851) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer und alle Mitglieder des Netzwerkes des Abschlussprüfers betrugen für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Einzelabschlüsse im Berichtsjahr TEUR 438 sowie TEUR 248 für andere Beratungsleistungen.

(18) Finanzergebnis

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Beteiligungsergebnis
Ergebnis aus Beteiligungen 225 186
davon aus assoziierten Unternehmen 225 186
Summe Beteiligungsergebnis 225 186
Sonstiges Finanzergebnis
Erträge aus sonstigen Wertpapieren des Anlagevermögens 5 5
Zinsen und ähnliche Erträge 2.566 3.062
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.847 -68
Summe sonstiges Finanzergebnis 725 2.999
Summe 950 3.184

Die Veränderung des Finanzergebnisses ist einerseits durch die Umgliederung des Zinsaufwands resultierend aus Personalrückstellungen begründet. Andererseits sind im Geschäftsjahr 2012/2013 Zinsaufwände für Darlehen angefallen, die im Zuge der Erstkonsolidierung von DO & CO Poland Sp. z o.o. und Kyiv Catering LLC im Konzernabschluss berücksichtigt wurden.

(19) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in TEUR Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Ertragsteueraufwand 11.140 9.340
Latente Steuern -415 -242
Summe 10.725 9.098

Als Ertragsteuern wurden sowohl die von der DO & CO Aktiengesellschaft und ihren Tochtergesellschaften entrichteten bzw. geschuldeten einkommensabhängigen Steuern sowie die latenten Steuerabgrenzungen erfasst.

Die effektive Steuerbelastung des DO & CO Konzerns als Verhältnis des gesamten Steueraufwandes zum Ergebnis vor Steuern beträgt 25,4 % (VJ: 25,6 %). Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem für das Geschäftsjahr 2012/2013 anzuwendenden Körperschaftsteuersatz von 25,0 % (VJ: 25,0 %) und der ausgewiesenen Konzernsteuerquote ergaben sich wie folgt:

in TEUR Geschäftsjahr
2012/2013
Geschäftsjahr
2011/2012
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 42.259 35.582
Ertragsteueraufwand zum Steuersatz von
25 % (VJ: 25 %)
10.565 8.895
Nicht temporäre Differenzen sowie Steueraufwendungen bzw. Steuererträge und
-aufwendungen aus Vorperioden
425 482
Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern sowie Verluste, auf
die keine latenten Steuern aktiviert wurden
682 417
Steuersatzänderungen und -differenzen -947 -696
Effektivsteuerbelastung 10.725 9.098
Effektivsteuersatz in % 25,4 25,6

(20) Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis

Die Anteile anderer Gesellschafter am Jahresgewinn von vollkonsolidierten Gesellschaften beliefen sich auf TEUR 8.726 (VJ: TEUR 7.156).

5. Sonstige Angaben

(21) Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 31. März 2013 beträgt 9.744.000 Stück (VJ: 9.744.000 Stück).

Geschäftsjahr Geschäftsjahr
2012/2013 2011/2012
Anzahl der Aktien (in Stk) 9.744.000 9.744.000
Ergebnis je Aktie 2,34 1,98

Das Ergebnis je Aktie (verwässert/unverwässert) auf Basis des auf die Anteilseigner der DO & CO Aktiengesellschaft entfallenden Ergebnisses von TEUR 22.807 (VJ: TEUR 19.328) beträgt EUR 2,34 (VJ: EUR 1,98).

(22) Vorschlag für die Gewinnverwendung

Gemäß den Bestimmungen des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft zum 31. März 2013 die Grundlage für die Ausschüttung einer Dividende. Dieser Jahresabschluss weist einen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.872.000,00 aus. Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn auszuschütten. Dies ermöglicht eine Dividende in Höhe von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie.

(23) Konzern-Geldflussrechnung (Cash-Flow Statement)

Die Darstellung der Cash-Flows aus dem operativen Bereich erfolgte nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelbestand entspricht den liquiden Mitteln laut Bilanz. Sie umfassen Kassenbestände, Schecks und Bankguthaben.

Die Ertragsteuerzahlungen sind gesondert im Cash-Flow aus dem operativen Bereich ausgewiesen. Zinsenein- und -auszahlungen werden ebenfalls der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet und entsprechen im Wesentlichen den Zinserträgen und Zinsaufwendungen. Die Dividendenzahlungen an Aktionäre der DO & CO Aktiengesellschaft wurden als Teil der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Der Cash Flow aus dem Ergebnis liegt bei EUR 58,73 Mio und liegt um EUR 3,07 Mio über jenem des Vergleichzeitraumes des Vorjahres. Unter Einbeziehung des Working Capitals und der Zahlungen für Ertragsteuern ergibt sich ein Cash Flow aus dem operativen Bereich von EUR 36,03 Mio (VJ: EUR 45,67 Mio).

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist negativ und beläuft sich auf EUR -30,41 Mio (VJ: EUR -62,55 Mio). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betragen EUR 35,40 Mio. Dem stehen Effekte aus der Veränderung liquider Mittel in Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Kyiv Catering LLC und der DO & CO Poland Sp. z o.o. in Höhe von EUR 4,69 Mio gegenüber.

Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -17,84 Mio (VJ: EUR -5,51 Mio). Dieser resultiert aus Dividendenzahlungen sowie aus der Reduktion von Finanzverbindlichkeiten bei der ukrainischen Tochter Kyiv Catering LLC und DO & CO Poland Sp. z o.o.

(24) Finanzinstrumente und Risikobericht

Finanzinstrumente

Die Buchwerte der Finanzinstrumente, aufgeteilt nach den Bewertungskategorien gemäß IAS 39 sowie die Fair Values (Zeitwerte) stellen sich unterteilt in die Kategorien, Kredite und Forderungen (KuF), Finanzielle Schulden (FS), Zur Veräußerung verfügbar (ZVF), Bis zur Endfälligkeit gehalten (BZEG) sowie Fair Value erfolgswirksam (FVE) wie folgt dar:

Aktiva in TEUR 31.3.2013
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2013
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2013
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Finanzanlagen 2.107 1.878 229 229 FV 17 212 0 0
Langfristiges Vermögen 12.094 10.755 1.339 1.339 AK 1.339 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 56.024 0 56.024 56.024 AK 56.024 0 0 0
Sonstige Vermögenwerte 42.844 23.725 19.118 19.118 AK 19.118 0 0 0
Liquide Mittel 73.183 0 73.183 73.183 FV 0 73.183 0 0
Summe 186.252 36.358 149.894 149.894 76.499 73.395 0 0
Passiva in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 41.731 0 41.731 41.731 AK 41.731 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 16.076 15.708 368 368 AK 368 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 16.410 0 16.410 16.410 AK 16.410 0 0 0
Summe 74.216 15.708 58.508 58.508 58.508 0 0 0
31.3.2012
Buchwert
Kein Finanz
instrument
31.3.2012
Buchwert der
Finanz
instrumente
31.3.2012
Fair Value der
Finanz
instrumente
Wert
an
satz
KuF /
FS
ZVF BZEG FVE
Buchwert instrument Finanz Finanz satz
Aktiva in TEUR instrumente instrumente
Finanzanlagen 1.882 1.668 214 214 FV 0 214 0 0
Langfristiges Vermögen 7.482 6.252 1.230 1.230 AK 1.230 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 44.800 0 44.800 44.800 AK 44.800 0 0 0
Sonstige Vermögenwerte 51.833 8.690 43.143 43.143 AK 43.143 0 0 0
Liquide Mittel 85.041 0 85.041 85.041 FV 0 85.041 0 0
Summe 191.037 16.610 174.427 174.427 89.173 85.254 0 0
Passiva in TEUR
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 33.882 0 33.882 33.882 AK 33.882 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 17.863 17.484 379 379 AK 379 0 0 0
Summe 51.745 17.484 34.261 34.261 34.261 0 0 0

Das Ergebnis aus den Finanzinstrumenten nach den Kategorien gemäß IAS 39 resultiert in 2012/2013 und 2011/2012 aus Zinsen und enthält keine Folgebewertungen.

Währungsrisiko

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, PLN und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Die gemäß IAS 39 durchgeführte Sensitivitätsanalyse unter Berücksichtigung der Transaktionsund Translationsrisiken zeigt folgende Ergebnisveränderungen (EGT) unter Annahme von Wechselkursschwankungen bezogen auf den Stichtagskurs und den Jahresdurchschnittskurs der wichtigsten Fremdwährungen (Aufwertung der Fremdwährung):

Wechselkursänderung EUR zu USD um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 995 (VJ: TEUR 803) Wechselkursänderung EUR zu GBP um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 603 (VJ: TEUR 486) Wechselkursänderung EUR zu TRY um 5 % hätte einen Effekt von TEUR -549 (VJ: TEUR: -735) Wechselkursänderung EUR zu PLN um 5 % hätte einen Effekt von TEUR -97 (VJ: 0) Wechselkursänderung EUR zu UAH um 5 % hätte einen Effekt von TEUR 487 (VJ: 0)

Liquiditätsrisiko

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko des DO & CO Konzerns ist aufgrund der geringen Verbindlichkeiten begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden. Darüber hinaus erfolgt eine Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko, als auch gegen Inflations-, Ausfalls- und Fremdwährungsrisiko, durch Diversifikation in jederzeit veräußerbare Vermögenswerte.

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen Positionen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

DO & CO hat per 31. März 2013 langfristige Finanzverbindlichkeiten und verfügt über einen hohen Bestand an liquiden Mitteln. Eine Erhöhung des durchschnittlichen Zinssatzes um 1 %- Punkt hätte eine positive Auswirkung von rund 1,6 % bezogen auf das Konzernergebnis (EGT) zur Folge. Es sind daher keine negativen Auswirkungen im Fall von Zinserhöhungen zu erwarten.

Kapitalmanagement

Die finanzwirtschaftliche Steuerung des DO & CO Konzerns zielt, abgesehen von der nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts, auch auf die Erhaltung und Verbesserung der Kapitalstruktur ab. Diese Kapitalstruktur ist insofern eine wichtige Voraussetzung für ein profitables Wachstum des Unternehmens, da diese Finanzstrategie darauf abzielt, Rentabilität, Stabilität, Liquidität und finanzielle Flexibilität des Konzerns zu sichern. Dafür wurden die folgenden strategischen Eckpfeiler definiert:

  • Vorhandensein einer strategischen Mindestliquidität
  • Nachhaltige Eigenkapitalquote in angemessener Höhe
  • Wahrung der finanziellen und operativen Flexibilität durch Nichtbelastung des verfügbaren Vermögens

Auch die Dividendenpolitik des Konzerns folgt diesen Prämissen. Die vorgeschlagenen Dividendenzahlungen berücksichtigen daher den für die folgenden Jahre benötigten Kapitalbedarf.

(25) Segmentberichterstattung

DO & CO steuert die Geschäftstätigkeit nach divisionalen Kriterien und unterscheidet nach der internen Berichtsstruktur die Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel. Die Einteilung der Geschäftssegmente und die Darstellung der Segmentergebnisse folgt entsprechend dem Management Approach des IFRS 8 den internen Berichten an den Vorstand als jene verantwortliche Unternehmensinstanz (operating decision maker), welche über die Allokation von Ressourcen auf die Geschäftssegmente entscheidet.

DO & CO hat Kunden, deren Anteil am Konzernumsatz 10 % übersteigt. Umsätze mit diesen Kunden sind in allen Divisionen enthalten und belaufen sich insgesamt auf weniger als die Hälfte des Gesamtumsatzes.

Die Segmentberichterstattung nach Divisionen stellt sich für das Geschäftsjahr 2012/2013 und für die Vergleichsperiode 2011/2012 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2012/2013
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m € 400,23 71,09 104,87 576,19
EBITDA m € 43,23 8,53 6,68 58,44
Abschreibungen m € -12,81 -1,96 -2,34 -17,11
Wertminderungen m € 0,00 0,00 -0,02 -0,02
EBIT m € 30,42 6,57 4,32 41,31
EBITDA-Marge % 10,8% 12,0% 6,4% 10,1%
EBIT-Marge % 7,6% 9,2% 4,1% 7,2%
Anteil am Konzernumsatz % 69,5% 12,3% 18,2% 100,0%
Gesamtinvestitionen m € 21,55 2,81 13,42 37,77
Geschäftsjahr
2011/2012
Airline
Catering
International
Event
Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Umsatz m € 349,81 46,01 70,54 466,35
EBITDA m € 40,57 5,53 5,43 51,52
Abschreibungen m € -14,25 -0,60 -1,24 -16,09
Wertminderung m € -1,70 -0,75 -0,59 -3,04
EBIT m € 24,61 4,18 3,60 32,40
EBITDA-Marge % 11,6% 12,0% 7,7% 11,0%
EBIT-Marge % 7,0% 9,1% 5,1% 6,9%
Anteil am Konzernumsatz % 75,0% 9,9% 15,1% 100,0%
Gesamtinvestitionen m € 20,36 1,40 0,28 22,04

Das Segmentvermögen setzt sich zum 31. März 2013 bzw. zum 31. März 2012 wie folgt zusammen:

31. März 2013 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Anlagevermögen m € 97,93 4,48 42,03 144,44
Vorräte m € 16,27 0,47 1,58 18,32
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 41,50 5,33 9,20 56,02
31. März 2012 Airline
Catering
International
Event Catering
Restaurants,
Lounges
& Hotel
Total
Anlagevermögen m € 51,35 3,36 29,32 84,03
Vorräte m € 9,24 0,48 1,74 11,46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 37,26 3,36 4,18 44,80

Informationen nach geographischen Regionen (Sitz der Gesellschaften) stellen sich für das Geschäftsjahr 2012/2013 bzw. 2011/2012 wie folgt dar:

Geschäftsjahr
2012/2013
Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz m € 181,02 204,98 190,20 576,19
Anteil am Konzernumsatz % 31,4% 35,6% 33,0% 100,0%
Geschäftsjahr
2011/2012
Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Umsatz m € 157,75 173,37 135,23 466,35
Anteil am Konzernumsatz % 33,8% 37,2% 29,0% 100,0%

Langfristige Vermögenswerte:

31. März 2013 Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen m € 27,20 48,21 69,04 144,44
Vorräte m € 3,11 12,36 2,84 18,32
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 18,53 12,58 24,92 56,02
31. März 2012 Österreich Türkei Sonstige
Länder
Total
Anlagevermögen m € 22,67 36,75 24,62 84,03
Vorräte m € 2,39 7,43 1,64 11,46
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen m € 11,63 15,32 17,85 44,80

(26) Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (Nachtragsbericht)

Ereignisse nach dem 31. März 2013, die für die Bewertung am Stichtag von Bedeutung sind, wie offene Rechtsfälle, Schadenersatzforderungen sowie andere Verpflichtungen oder Drohverluste, die gemäß IAS 10 gebucht oder offen zu legen sind, wurden im vorliegenden Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft berücksichtigt oder sind nicht bekannt.

(27) Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

Mit der Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, die über die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung. bzw. der mit dieser mittelbar zu 100 % verbundenen DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH als Aktionär der DO & CO Aktiengesellschaft mittelbar ein nahe stehendes Unternehmen ist, wurden die Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Im Zusammenhang mit dieser Geschäftsbeziehung sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 832 (VJ: TEUR 815) angefallen sowie Verbindlichkeiten zum 31.03.2013 in Höhe von TEUR 0 (VJ: TEUR 2) in der Bilanz ausgewiesen. Mit dem ebenfalls über die RAIFFEISEN-HOLDING NIEDERÖSTERREICH-WIEN registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung verbundenen Unternehmen UNIQA bestehen Geschäftsbeziehungen zu fremdüblichen Bedingungen. In diesem Zusammenhang sind Mietaufwendungen in Höhe von TEUR 1.163 (VJ: TEUR 1.131) angefallen. Zudem waren zum 31.03.2013 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 279 (VJ: TEUR 4) zu erfassen.

Bestehende Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen bzw. Privatstiftungen, in denen Aufsichtsratsmitglieder bzw. Vorstandsmitglieder der DO & CO Aktiengesellschaft tätig bzw. begünstigt sind, laufen zu fremdüblichen Konditionen ab. Unternehmen, an denen die Aufsichtsräte em. o. Univ. Prof. DDr. Waldemar JUD und Dr. Werner SPORN ein erhebliches wirtschaftliches Interesse haben, haben im Geschäftsjahr 2012/2013 für juristische Beratungstätigkeiten Honorare in der Höhe von TEUR 1.058 (VJ: TEUR 544) in Rechnung gestellt. Daraus resultieren Verbindlichkeiten zum 31.03.2013 in Höhe von TEUR 366 (VJ: TEUR 0). Es bestehen Mietverträge und sonstige Aufwendungen mit Privatstiftungen im wirtschaftlichen Einflussbereich von Attila Dogudan im Umfang von TEUR 2.225 im Geschäftsjahr 2012/2013 (VJ: TEUR 1.625). Für unerfüllte Zahlungsverpflichtungen sind zum 31.03.2013 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 48 (VJ: TEUR 0) bilanziert.

Der Konzern hält 50 % an der THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş. Die restlichen 50 % an dieser Gesellschaft werden von Turkish Airlines (Türk Hava Yollari A.O.) gehalten. Die THY DO & CO İkram Hizmetleri A.Ş. beliefert Turkish Airlines mit Airline Catering-Leistungen. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Aus dieser Geschäftsbeziehung resultieren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Turkish Airlines in Höhe von TEUR 4.801 (VJ: TEUR 13.502).

DO & CO bezog im Geschäftsjahr 2013 von der ISS Ground Services GmbH, an der eine Beteiligung von 49 % besteht (assoziiertes Unternehmen), Leistungen im Gegenwert von TEUR 8.457 (VJ: TEUR 8.331). Aus der Geschäftsbeziehung sind zum 31.03.2013 Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 717 (VJ: TEUR 940) gegenüber der ISS Ground Services GmbH passiviert. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt.

DO & CO unterhält Geschäftsbeziehungen mit einem anderen Gesellschafter eines Tochterunternehmens. Sämtliche Geschäftsbeziehungen wurden zu fremdüblichen Bedingungen abgewickelt. Aus dieser Geschäftsbeziehung besteht zum 31.03.2013 ein Darlehen (inkl. Zinsen) in der Höhe von TEUR 4.029 (31.3.2012: TEUR 0). Es sind Aufwendungen in der Höhe von

TEUR 428 (31.3.2012: TEUR: 0) angefallen, die zu passivierten Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 63 (VJ: TEUR 0) geführt haben.

(28) Angaben über Organe und Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2012/2013 waren durchschnittlich 6.220 Arbeitnehmer (VJ: 4.166) beschäftigt.

Als Organe der DO & CO Aktiengesellschaft sind folgende Personen im Geschäftsjahr 2012/2013 tätig gewesen:

Vorstand: Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Dr. Haig ASENBAUER (ab 16. Juli 2012), Wien Herr Mag. Gottfried NEUMEISTER (ab 16. Juli 2012), Wien Herr Dr. Klaus PETERMANN (ab 16. Juli 2012), Wien Herr Michael DOBERSBERGER (bis 16. Juli 2012), Wien

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten in den Geschäftsjahren 2012/2013 folgende Vergütungen ausgezahlt:

Bezüge Vorstand 2012/2013
Fixe Variable Gesamt
in TEUR Bezüge Bezüge bezüge
Attila Dogudan 528 280 808
Dr. Haig Asenbauer 367 0 367
Mag. Gottfried Neumeister 269 0 269
Dr. Klaus Petermann 288 0 288
Michael Dobersberger 85 210 295
Summe 1.536 490 2.026

Im Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die variablen Bezüge für das Geschäftsjahr 2011/2012 ausbezahlt.

Im Vorjahr wurden folgende Vorstandsbezüge ausbezahlt:

Bezüge Vorstand 2011/2012
Fixe Variable Gesamt
in TEUR Bezüge Bezüge bezüge
Attila Dogudan 369 280 649
Michael Dobersberger 261 210 471
Summe 630 490 1.120

Es bestehen derzeit keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersvorsorge für den Vorstand. Dem Vorstandsvorsitzenden steht ein Abfertigungsanspruch in analoger Anwendung des Angestelltengesetzes zu. Die Dienstverträge der Vorstandmitglieder sehen im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einen Abfindungsanspruch von drei Monatsgehältern vor. Bei vorzeitiger Beendigung des Vorstandsvertrages aus einem vom Vorstandsmitglied zu vertretenden wichtigen Grund steht kein Abfindungsanspruch zu. Zusätzliche Ansprüche des Vorstands im Falle einer Beendigung der Funktion bestehen nicht. Weiters bestehen derzeit keine Vereinbarungen im Falle eines Kontrollwechsels. Aufsichtsrat: Herr em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurde gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 05. Juli 2012 für das Geschäftsjahr 2011/2012 eine Vergütung in Höhe von TEUR 55 (VJ: TEUR 55) bezahlt.

Haftungen für Kredite sowie Firmenkredite von Konzerngesellschaften an Vorstände und Aufsichtsräte bestehen nicht.

Wien, am 17. Mai 2013

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Vorstandsvorsitzender

Dr. Klaus PETERMANN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h. Dr. Haig ASENBAUER e.h. Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

zum 31. März 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibung Buchwert
Stand Konsolidierungs-
Veränderung
und
kreis
Währungs- Zugänge Abgänge Stand Stand Konsolidierungs-
Veränderung
und
kreis
Währungs- Abschreibungen Stand Buchwert Buchwert
in TEUR 31. März 2012 Umgliederungen änderungen 31. März 2013 31. März 2012 Umgliederungen änderungen des Jahres Zuschreibungen Abgänge 31. März 2013 31. März 2013 31. März 2012
Immaterielle Vermögenswerte
I.
und ähnliche Rechte und Vorteile
Gewerbliche Schutzrechte
1.
sowie daraus abgeleitete Lizenzen 40.165 1.315 539 727 160 42.585 29.536 169 395 2.713 0 160 32.654 9.932 10.628
Geschäfts-(Firmen-)Wert
2.
4.056 1.560 0 0 0 5.616 0 0 0 0 0 0 0 5.616 4.056
44.221 2.875 539 727 160 48.202 29.536 169 395 2.713 0 160 32.654 15.548 14.685
Sachanlagen
II.
Grundstücke und Bauten einschließlich
1.
der Bauten auf fremdem Grund 57.749 35.560 -212 7.333 274 100.156 32.357 1.513 336 4.404 0 268 38.342 61.814 25.393
Technische Anlagen und Maschinen
2.
23.401 6.896 -62 2.493 2.365 30.363 18.124 2.220 93 2.356 -9 2.331 20.452 9.911 5.277
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Andere Anlagen,
3.
52.615 8.266 224 12.587 5.338 68.355 34.434 3.608 193 7.661 -194 5.071 40.631 27.724 18.182
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
4.
18.616 -6.239 350 14.634 21 27.339 0 0 0 0 0 0 0 27.339 18.616
152.381 44.482 301 37.047 7.998 226.214 84.914 7.342 622 14.421 -203 7.670 99.426 126.788 67.468
Finanzanlagen
III.
Anteile an assoziierten Unternehmen
1.
1.668 0 0 210 0 1.878 0 0 0 0 0 0 0 1.878 1.668
Wertpapiere des Anlagevermögens
2.
214 0 0 0 2 212 0 0 0 0 0 0 0 212 214
Sonstige Ausleihungen
3.
0 0 0 17 0 17 0 0 0 0 0 0 0 17 0
1.882 0 0 227 2 2.107 0 0 0 0 0 0 0 2.107 1.882
Summe 198.484 47.357 840 38.001 8.161 276.522 114.450 7.511 1.017 17.133 -203 7.830 132.079 144.442 84.034

Entwicklung des Anlagevermögens

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS

zum 31. März 2012
Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibung Buchwert
Stand Konsolidierungs
Veränderung
und
kreis
Währungs- Zugänge Abgänge Stand Stand Konsolidierungs
Veränderung
und
kreis
Währungs- Abschreibungen Stand Buchwert Buchwert
in TEUR 31. März 2011 Umgliederungen änderungen 31. März 2012 31. März 2011 Umgliederungen änderungen des Jahres Zuschreibungen Abgänge 31. März 2012 31. März 2012 31. März 2011
Immaterielle Vermögenswerte
I.
und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen
Gewerbliche Schutzrechte
1.
44.424 190 -1.812 130 2.767 40.165 28.749 0 -1.067 4.622 0 2.767 29.536 10.628 15.675
Geschäfts-(Firmen-)Wert
2.
4.056 0 0 0 0 4.056 0 0 0
0
0 0 0 4.056 4.056
Geleistete Anzahlungen
3.
190 -190 0 0 0 0 0 0 0
0
0 0 0 0 190
48.670 0 -1.812 130 2.767 44.221 28.749 0 -1.067 4.622 0 2.767 29.536 14.685 19.922
Sachanlagen
II.
Grundstücke und Bauten einschließlich
der Bauten auf fremdem Grund
1.
54.759 58 397 2.794 260 57.749 27.159 0 -50 5.502 0 255 32.357 25.393 27.600
Technische Anlagen und Maschinen
2.
22.508 8 -166 1.519 468 23.401 16.307 0 2.211
31
0 425 18.124 5.277 6.201
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Andere Anlagen,
3.
44.446 43 -490 10.313 1.696 52.615 29.086 0 -96 6.788 0 1.344 34.434 18.182 15.361
Geleistete Anzahlungen
4.
und Anlagen in Bau 9.668 -109 -461 9.529 10 18.616 0 0 0
0
0 0 0 18.616 9.668
131.381 0 -720 24.155 2.435 152.381 72.552 0 -116 14.502 0 2.024 84.914 67.468 58.830
Finanzanlagen
III.
Anteile an assoziierten Unternehmen
1.
1.632 0 0 67 31 1.668 0 0 0
0
0 0 0 1.668 1.632
Wertpapiere des Anlagevermögens
2.
218 0 0 0 4 214 0 0 0
0
0 0 0 214 218
1.850 0 0 67 35 1.882 0 0 0
0
0 0 0 1.882 1.850
Summe 181.901 0 -2.533 24.353 5.237 198.484 101.300 0 -1.183 19.125 0 4.792 114.450 84.034 80.601

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. März 2013, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den lnternational Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung des Konzernabschlusses der DO & CO Aktiengesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 17. Mai 2013

PKF CENTURION

WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT MBH MEMBER FIRM OF PKF INTERNATIONAL LIMITED

Mag. Günther Prindl e.h. Dr. Andreas Staribacher e.h Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Einzelabschluss 2012/2013

der DO & CO Aktiengesellschaft inkl. Lagebericht und Bestätigungsvermerk

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH

Hegelgasse 8 1 1010 Wien Tel. +43 1 512 87 80 I Fax +43 1 512 87 80 - 599 www.pkf.at

DO & CO Aktiengesellschaft

Wien

Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2013 und des Lageberichtes für das Geschäftsjahr 2012/13

Elektronisches Exemplar (pdf-Version) vom 13. Mai 2013

Abkürzungsverzeichnis

Abs Absatz
AG Aktiengesellschaft
AktG Aktiengesetz
A.S. anonim sirketi
ESIG Einkommensteuergesetz 1988
EUR Euro
GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GBP Pfund Sterling
IFRS International Financial Reporting Standards
Inc. Incorporated
KSIG Körperschaftsteuergesetz
Lda Limitada unipessoal
LLC limited liability company
Ltd Limited
MTL Maltesische Lira
TEUR Tausend Euro
TRY Türkische Lira
UGB Unternehmensgesetzbuch in der derzeit gültigen Fassung
URG Unternehmensreorganisationsgesetz
USD Amerikanische Dollar
ાકા Umsatzsteuer
ક્ષાર્ Slowakische Krone
S.L. Sociedad de Responsabilidad Limitada
sp. z 0.0. Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia
S.r.l. Società a Responsabilità Limitata
S.r.O. Spoločnosť s ručením obmedzeným
Vi Vorjahr
vgl vergleiche
7 Ziffer

Darstellung von Veränderungszahlen – RUNDUNGSHINWEIS:

Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Eine in Prozentangaben nicht sinnvolle Darstellung von Veränderungen wird durch "---" gekennzeichnet.

Inhaltsverzeichnis

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung
2. Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses 3
3. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses 13
3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss, zum
Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht
13
3.2. Erteilte Auskünfte 13
3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der
Redepflicht)
13
বঁ Bestätigungsvermerk 14

Anlagen

Anlage 1 Bilanz zum 31. März 2013
Anlage 2 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013
Anlage 3 Anhang für das Geschäftsjahr 2012/13
Anlage 3a Entwicklung des Anlagevermögens 2012/13
Anlage 3b Beteiligungsgesellschaften per 31. März 2013
Anlage 4 Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13

Beilagen

Beilage 1 Grundlagen der Gesellschaft
Beilage 2 Wirtschaftliche Verhältnisse
Beilage 3 Allgemeine Auftragsbedingungen
Beilage 3a Zusätzliche Auftragsbedingungen

Seite

An die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der DO & CO Aktiengesellschaft, Wien

Wir haben die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. März 2013 der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

(im Folgenden auch kurz "Gesellschaft" genannt)

abgeschlossen und erstatten über das Ergebnis dieser Prüfung den folgenden Bericht:

1. Prüfungsvertrag und Auftragsdurchführung

In der ordentlichen Hauptversammlung vom 5. Juli 2012 der DO & CO Aktiengesellschaft. Wien. wurden wir zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 gewählt. Die Gesellschaft, vertreten durch den Aufsichtsrat, schloss mit uns einen Prüfungsvertrag, den Jahresabschluss zum 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht gemäß den §§ 269 ff UGB zu prüfen. Über die ebenfalls vereinbarte Prüfung des Konzernabschlusses zum 31. März 2013 berichten wir mittels gesonderten Berichtes.

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Gesellschaft iSd § 221 UGB. Die Gesellschaft hat als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht gemäß § 244 (1) UGB aufzustellen. Gemäß § 245a UGB wurde der Konzemabschluss ausschließlich in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt.

Bei der gegenständlichen Prüfung handelt es sich um eine Pflichtprüfung.

Diese Prüfung erstreckte sich darauf, ob bei der Erstellung des Jahresabschlusses und der Buchführung die gesetzlichen Vorschriften und die ergänzenden Bestimmungen der Satzung beachtet wurden. Der Lagebericht ist darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Unternehmens erwecken. Es ist auch festzustellen, ob ein Corporate Governance-Bericht (§ 243b UGB) aufgestellt wurde.

Bei unserer Prüfung beachteten wir die in Osterreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und die berufsüblichen Grundsätze ordnungsgemäßer Durchführung von Abschlussprüfungen. Wir weisen darauf hin, dass die Abschlussprüfung mit hinreichender Sicherheit die Richtigkeit des Abschlusses gewährleisten soll. Eine absolute Sich nicht erreichen, weil jedem Rechnungslegungs- und internen Kontrollsystem die Möglichkeit von Fehlern immanent ist und auf Grund der stichprobengestützten Prüfung ein unvermeidbares Risiko besteht, dass wesentliche Fehldarstellungen im Jahresabschluss unentdeckt bleiben. Die Prüfung erstreckte sich nicht auf Bereiche, die üblicherweise den Gegenstand von Sonderprüfungen bilden.

Wir führten die Prüfung im April und Mai 2013 in den Räumen der Gesellschaft durch. Die Prüfung wurde mit dem Datum dieses Berichtes materiell abgeschlossen.

Für die ordnungsgemäße Durchführung des Auftrages ist Frau Mag. Gabriela Simonet, Wirtschaftsprüfer, verantwortlich.

Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag, bei dem die von der Kammer der Wirtschaftstreuhänder herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe" (Beilage 3) einen integrierten Bestandteil bilden. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung als Abschlussprüfer gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 275 UGB zur Anwendung.

2. Aufgliederung und Erläuterung von wesentlichen Posten des Jahresabschlusses per 31. März 2013

Folgende Posten sind im Hinblick auf die Analyse und das Verstehen des geprüften Jahresabschlusses zusätzlich zu den Angaben in Anhang und Lagebericht wesentlich:

Bilanz - Aktiva

A. Anlagevermögen

III. Finanzanlagen

1. Anteile an verbundenen Unternehmen EUR 26.323.071,84
Vj: EUR 10.217.217,26
Buchwertentwicklung EUR
Stand 1.4.2012 10.217.217,26
Zugänge 16.105.854,58
Stand 31.3.2013 26.323.071,84
Zugänge EUR
DO & CO Poland Sp. z o.o., Warschau 11.105.854.58
Kapitalerhöhung DO & CO International Investments
Ltd., London 5.000.000,00
16.105.854.58

Der Bestand der unmittelbar gehaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen zum Bilanzstichtag setzte sich wie folgt zusammen:

36.336,42
EUR
100.00
1.017.509,72
Restaurantbetriebs GmbH,
Wien
EUR
36.336,42
524.829,91
100,00
AIOLI Airline Catering
Austria GmbH, Schwechat
157.044.00
EUR
36.336,42
100,00
DO & CO - Salzburg
Restaurants & Betriebs
GmbH, Salzburg
EUR
36.336,42
100,00
2.406,01
B & B Betriebsrestaurants
GmbH, Wien
EUR
36.336,42
196.903,41
100,00
AloLl Restaurants & Party-
Service GmbH, Wien
36.336,42
EUR
24.372,47
100,00
DO & CO Albertina GmbH.
Wien
EUR
35.000,00
100,00
35.000,00
DO & CO Airline Catering
Austria GmbH, Wien
EUR
150.000,00
100,00
150.000,00
Demel Salzburg Cafe-
Restaurant Betriebs
GmbH, Salzburg
EUR
35.000,00
100,00
1,00
DO & CO Catering &
Logistics Austria GmbH,
Wien
EUR
100.000,00
100,00
100.000,00
DO & CO Event Austria
GmbH, Wien
EUR
100.000,00
100,00
199.700,00
DO & CO Italy S.r.I.,
Vizzola Ticino
2.900.000,00
100,00
EUR
7.199.082,67
DO & CO International
Investments Ltd., London
EUR
5.000.167,14
5.229.368,07
100,00
Ibrahim Halil Dogudan
Gesellschaft m.b.H., Wien
36.336,42
100,00
100.000,00
EUR
Do & Co
Restaurantbetriebs-
gesellschaft m.b.H., Wien
36.336,42
EUR
100,00
36.000,00
DO & CO Airline Logistics
GmbH, Wien
100,00
35.000,00
EUR
35.000,00
DO & CO Facility
Management GmbH, Wien
EUR
100,00
35.000,00
35.000,00
DO & CO Gourmet Kitchen
Cold GmbH, Wien
EUR
35.000,00
100,00
35.000,00
DO & CO Gourmet Kitchen
Hot GmbH, Wien
EUR
100.00
35.000,00
35.000,00
DO & CO Pastry GmbH,
Wien
EUR
35.000,00
100,00
35.000,00
DO & CO Procurement
GmbH, Wien
EUR
35.000,00
35.000,00
100,00
DO & CO Special
Hospitality Services GmbH,
Wien
EUR
35.000,00
100,00
35.000,00
DO & CO Poland Sp. z
o.o., Warschau
20.094.500,00
PLN
100,00
11.105.854,58
Anteile an verbundenen
Unternehmen
Nominale Anteile DO & CO
AG am Kapital
in %
Buchwert
31.03.2013
EUR
DO & CO Party-Service &
Catering GmbH, Wien
DO & CO im Haas Haus
26.323.071,84

Die Ausleihungen setzten sich wie folgt zusammen:

Zugänge Abgänge
Stand am Zuschreibung z Stand am
31.3.2012 Kapital Zinsen Abzinsung Abschreibung a Kapital 31.3.2013
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
DO & CO New York
Catering Inc.
DO & CO Event &
21.094.615,50 9.494.064,83 604.599,73 75.328.11 827.916,79 z 1.747.620,68 30.198,248,06
Airline Catering Ltd.
DO & CO Museum
6.221.339.05 0.00 0.00 0.00 -55.915.54 a 0.00 6.165.423.51
Catering Ltd. 844.962,03 0,00 0,00 0,00 -7.594.27 a 0.00 837.367,76
-63.509.81 a
28.160.916,58 9.494.064,83 604.599.73 75.328.11 827.916.79 z 1.747.620.68 37.201.039.33

Für die Ausleihung an DO & CO New York Catering Inc. wurden im Geschäftsjahr 2012/13 Zinserträge in Höhe von EUR 604.599,73 ausgewiesen, die unter Verwendung von einem Zinssatz in Höhe von 3,25 % p.a. unter Berücksichtigung von unverzinslichen Kapitalanteilen errechnet wurden.

Die Abzinsung in Höhe von insgesamt EUR 75.328,11 wurde unter den Zinsaufwendungen betreffend verbundene Unternehmen ausgewiesen.

B. Umlaufvermögen

l. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

  1. Sonstige Forderungen und
Vermogensgegenstande EUR 29.149.851,71
Vj: EUR 47.694.233.21
Zusammensetzung 31.3.2013 31.3.2012
EUR EUR
Guthaben Gold 20.225.000,00 20.075.000,00
Forderungen aus Steuern 5.019.505,76 5.233.840,39
Sonstige Forderungen 2.431.484,52 342.390,90
Kautionen 965.489,42 978.861,32
Debitorische Kreditoren 395.459,91 76.460.05
Vorschüsse Dienstnehmer 102.147,58 41.481,15
Darlehen Milleyson USD 34.600,94 33.289,32
Geleistete Anzahlungen 10.000.00 1.341.641,50
Gutscheine Bild und Ton TV, HIFI OG 2.500,00 2.500,00
Forderungen aus Treuhandgeldern 0,00 19.605.105.00
Einzelwertberichtigungen sonst. Forderungen -36.336,42 -36.336,42
29.149.851,71 47.694.233.21
Sonstige Forderungen
Sonstige Forderungen 2.428.849.40 342.390.90
SoFo DO & CO nicht Konzern 2.635,12 0,00
2.431.484.52 342.390,90

Die im Vorjahr für geplante Unternehmenserwerbe dotierten Treuhandgelder in Höhe von EUR 19.605.105,00 wurden im Berichtsjahr nach erfolgten Transaktionen rückgeführt. Die bezughabenden Erwerbe wurden über Tochtergesellschaften durchgeführt.

Unter den sonstigen Forderungen ist ein Sonderbonus eines Lieferanten in Höhe von EUR 2.000.000,00 enthalten, der unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen ist.

II. Kassenbestand, Guthaben bei

Kregitinstituten EUR 16.326.292.57
Vj: EUR 40.044.425,31
Zusammensetzung 31.3.2013
EUR
31.3.2012
EUR
Guthaben bei Kreditinstituten 16.313.634.46 40.034.063,70
Kassenbestand 12.658,11 10.361.61
16.326.292,57 40.044.425,31
Guthaben bei Kreditinstituten
UniCredit Bank Austria AG 15.329.700.97 10.466.928,75
Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG 893.184.32 19.354.599.60
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG 90.749,17 10.212.298,36
Schwebende Geldbewegungen 0 00 236 99

16.313.634,46

40.034.063,70

Bilanz - Passiva

A. Eigenkapital

III. Gewinnrücklagen

Entwicklung Stand Stand
1.4.2012 Umbuchung Auflösung Dotierung 31.3.2013
EUR EUR EUR EUR EUR
Gesetzliche Rücklage 64.635,22 0.00 0.00 0,00 64.635,22
Andere Rücklagen (freie
Rücklagen) 33.826.516.00 0.00 0.00 3.811.821,18 37.638.337,18
33.891.151.22 0.00 0,00 3.811.821.18 37.702.972.40
IV. Bilanzgewinn
-- ------------------
Bilanzgewinn EUR 4.872.000,00
davon Gewinnvortrag: EUR 0,00
(Vj: EUR 0,00)
Vj: EUR 4.384.800,00
Entwick una EI ID
Entwicklung EUR
Stand 1.4.2012 4.384.800,00
Ausschüttung 4.384.800,00
Jahresgewinn 4.872.000.00
Stand 31.3.2013 4.872.000.00

EUR 6.528.591,14 (Vj: EUR 12.138.296,92)

Haftungsverhältnisse 31.3.2013
EUR
31.3.2012
EUR
sonstige Haftungen 6.528.591,14 11.693.358,92
Bankbürgschaften 150.799.36 153.388.00
Sonstige Bürgschaften 0,00 319.550.00
6.679.390,50 12.166.296.92

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit der AIOLI Airline Catering Austria GmbH sowie der DO & CO Airline Catering Austria GmbH als verbundene Unternehmen glaubhaft zu machen, verpflichtete sich die Gesellschaft außerdem dafür Sorge zu tragen, dass diese ihre Verpflichtungen als Dienstleister gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen können. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der Tochtergesellschaften um Bewilligungen zur Erbringung von Bordverpflegungsdiensten i.S.d. § 7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetzes.

Zusätzlich hat die Gesellschaft für folgende unmittelbar verbundene Tochterunternehmen Patronatserklärungen abgegeben:

Zusammensetzung neg. Eigenkapital
per 31.3.2013
DO & CO International Catering & Logistics AG,
Zürich/Schweiz TCHF 95.2

Für die WASH & GO Logistics GmbH wurde eine Rangrücktrittserklärung abgegeben. Der Gesamtbetrag der offenen Posten per 31. März 2013 in Höhe von EUR 138.215,28 wurde zur Gänze wertberichtigt.

Des Weiteren wurde gegenüber der AIOLI Airline Catering Austria GmbH sowie der DO & CO Airline Catering Austria GmbH eine Ausfallshaftung für offene Kundenforderungen gegen eine Haftungsprovision von 3,5 % übernommen. Die offenen Forderungen zum Bilanzstichtag betrugen insgesamt TEUR 6.341.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

b) Übrige

Ubrige EUR 10.332.135.99
Vj: EUR 9.594.847,03
Zusammensetzung 2012/13 2011/12
EUR EUR
Sonstiger Marketingaufwand Konzern 2.377.412.70 1.817.144.75
Fahrt- und Reisespesen 1.770.174,78 1.865.055,60
Rechts- und Beratungskosten 1.598.639,05 1.781.960,98
Raumkosten und Miete Sachanlagen 1.073.792,25 954.778,60
Post und Kommunikation 691.100,17 592.800,78
Sonstiger betrieblicher Aufwand 686.357,07 546.848,35
Werbung 558.603,46 393.099,81
Fremdwährungskursverluste 477.959,36 666.461.31
Büroaufwand 313.948,67 275.936,63
Personaleinstellungsaufwand 277.778.33 181.975.35
Spesen des Geldverkehrs 145.460,31 178.048,33
Aufwand aus Vorperioden 105.917,51 71.976,48
Instandhaltungen und Reparaturen 97.218,75 21.828,14
Energie, Wasser und ähnliches 53.328,73 46.356,62
Kraftfahrzeugaufwand 35.545,63 25.769,52
Forderungsausfälle 32.824.40 137.248,81
Versicherungen 29.502,06 37.556,58
Verluste aus dem Abgang vom Anlagevermögen 6.039,92 0,39
Gesundheitsdienst 532,84 0,00
10.332.135,99 9.594.847,03

PKF CENTURION Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH Bericht 2012/13

  1. Erträge aus Beteiligungen EUR 16.023.336,46 Vi: EUR 17.771.478,97 davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 16.023.336,46 (Vj: EUR 17.771.478,97) Zusammensetzung 2012/13 2011/12 EUR EUR Erträge aus verbundenen Unternehmen 16.023.336,46 17.771.478,97 16.023.336,46 17.771.478,97 Ergebnisüberrechnung DO & CO Procurement GmbH 8.510.003,08 10.102.853,47 DO & CO Event Austria GmbH 2.270.429,22 2.155.949,87 DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH 990.348,44 1.002.916,88 AIOLI Airline Catering Austria GmbH 817.578,31 718.371,87 DO & CO Airline Catering Austria GmbH 691.326.86 891.161,20 DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH 492.859,35 297.584,94 DO & CO Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH 450.028,84 551.289,74 DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH 356.944,20 331.955,00 DO & CO Pastry GmbH 353.867,85 785.609,33 B & B Betriebsrestaurants GmbH 310.298,21 155.176,39 DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH 272.724,15 179.003,03 DO & CO Facility Management GmbH 201.030,56 159.685,66 DO & CO Albertina GmbH 198.156,04 169.130,93 DO & CO Airline Logistics GmbH 84.896.08 270.790,66 DO & CO Special Hospitality Services GmbH 22.845,27 0,00 16.023.336,46 17.771.478,97

Die Erträge aus Beteiligungen resultierten aus den Ergebnisüberrechnungen für das Geschäftsjahr 2012/13, die auf Grund der aufrechten Ergebnisabführungsverträge mit inländischen Tochtergesellschaften erfolgten.

Vj: EUR 2.251.108,65
2012/13
EUR
2011/12
EUR
2.183.755,20 2.216.109,65
63.509.81 34.999.00
2.247.265,01 2.251.108.65

Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen

DO & CO Party-Service & Catering GmbH 551.157,75 524.990,31
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH 540.569.74 770.664,85
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH 445.379.40 115.327,29
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs
GmbH 338.431,85 296.530.75
Ibrahim Halil Dogudan Gesellschaft m.b.H. 217.886,72 148.395,56
Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. 90.329,74 100.603,20
DO & CO Special Hospitality Services GmbH 0.00 259.597,69
2.183.755,20 2.216.109.65

Die Aufwendungen aus aus verbundenen Unternehmen resultierten aus den Ergebnisüberrechnungen für das Geschäftsjahr 2012/13, die aufgrund der aufrechten Ergebnisabführungsverträge mit inländischen Tochtergesellschaften erfolgten.

3. Zusammenfassung des Prüfungsergebnisses

3.1. Feststellungen zur Gesetzmäßigkeit von Buchführung, Jahresabschluss, zum Lagebericht sowie zum Corporate Governance-Bericht

Bei unseren Prüfungshandlungen stellten wir die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften, ergänzenden Bestimmungen der Satzung und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung fest.

Im Rahmen unseres risiko- und kontrollorientierten Prüfungsansatzes haben wir - soweit wir dies für unsere Prüfungsaussage für notwendig erachteten - die internen Kontrollen in Teilbereichen des Rechnungslegungsprozesses in die Prüfung einbezogen.

Hinsichtlich der Gesetzmäßigkeit des Jahresabschlusses verweisen wir auf unsere Ausführungen im Bestätigungsvermerk.

Der Lagebericht entspricht nach unserer abschließenden Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften.

Die Gesellschaft hat einen Corporate Governance-Bericht gemäß § 243b UGB aufgestellt. Eine materielle Prüfung dieses Berichtes war nicht Gegenstand der Abschlussprüfung.

3.2. Erteilte Auskünfte

Die gesetzlichen Vertreter erteilten die von uns verlangten Aufklärungen und Nachweise. Eine von den gesetzlichen Vertretern unterfertigte Vollständigkeitserklärung haben wir zu unseren Akten genommen.

3.3. Stellungnahme zu Tatsachen nach § 273 Abs 2 und Abs 3 UGB (Ausübung der Redepflicht)

Bei Wahrnehmung unserer Aufgaben als Abschlussprüfer haben wir keine Tatsachen festgestellt, die den Bestand der geprüften Gesellschaft gefährden oder ihre Entwicklung wesentlich beeinträchtigen können oder die schwerwiegende Verstöße der gesetzlichen Vertreter oder von Arbeitnehmern gegen Gesetz oder Satzung erkennen lassen. Wesentliche Schwächen bei der internen Kontrolle des Rechnungslegungsprozesses sind uns nicht zur Kenntnis gelangt.

Die Eigenmittelquote zum 31. März 2013 beträgt 67,52%, die fiktive Schuldentilgungsdauer beträgt 5,58 Jahre. Die gesetzliche Vermutung des Reorganisationsbedarfs (§ 22 Abs 1 Z 1 URG) liegt somit nicht vor.

ব Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

DO & CO Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. März 2013, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. März 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund beabsichtigter Fehler; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Osterreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlem. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung der DO & CO Aktiengesellschaft hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen in der Satzung und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. April 2012 bis zum 31. März 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 13. Mai 2013

PKF CENTURION

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mbH Member Firm of PKF International Limited

Mag. Gabriela Simonet Wirtschaftsprüfer

Dr. Andreas Staribacher Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestäligten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 261 Abs 2 UGB zu beachten.

Aktiva 31.03.2013 31.03.2012
Anlagevermögen
र्र
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Lizenzen 20.682,00 20.682,00
2. Software 859.461,19 671.189,36
3. WB immaterielle Vermögensgegenstände -562.024,12 -426.856,01
318.119,07 265.015,35
II. Sachanlagen
1. Einbauten in fremden Gebäuden 423.584,96 102.412,50
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 504.454,59 428.792,68
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 2.445.633,01 2.223.469,40
3.373.672,56 2.754.674,58
Finanzanlagen
111.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.323.071,84 10.217.217,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 37.201.039,33 28.160.916,58
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 36.651,27 38.851,27
63.560.762,44 38.416.985,11
67.252.554,07 41.436.675,04
ni
Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 260.830,77 85.226,28
2. Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen
89.446.539.83
17.577.722,45
72.159.125,67
7.812.523,42
3. sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 29.149.851,71 47.694.233,21
118.857.222,31 119.938.585,16
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 16.326.292,57 40.044.425,31
135.183.514,88 159.983.010.47
C. Rechnungsabgrenzungsposten 134.432,60 213.974,01
Summe Aktiva 202.570.501,55 201.633.659,52
Passiva 31.03.2013 31.03.2012
A.
Eigenkapital
I. Grundkapital
1. Nennkapital 19.488.000,00 19.488.000,00
II. Kapitalrücklagen
1. gebundene 74.707.498,42 74.707.498,42
III. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklagen 64.635,22 64.635,22
2. andere Rücklagen (freie Rücklagen) 37.638.337.18
37.702.972,40 33.826.516,00
33.891.151,22
IV. Bilanzgewinn 4.872.000,00 4.384.800,00
136.770.470,82 132.471.449,64
Rückstellungen
B.
1. Rückstellungen für Abfertigungen 1.854.655,00 1.522.450,00
2. Steuerrückstellungen 7.212.500,00
5.952.200,00
3. sonstige Rückstellungen 7.394.751,38
16.461.906,38
6.442.325,28
13.916.975,28
Verbindlichkeiten
C.
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 809.768,39 996.582,32
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen
davon aus Lieferungen und Leistungen
45.761.487,34
2.483.161,33
50.208.637,00
1.983.433,50
3. sonstige Verbindlichkeiten 2.616.868,62 3.405.163.29
davon aus Steuem
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
2.318.596,36
230.062,15
3.012.394,12
197.468,23
49.188.124,35 54.610.382,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 150.000,00 634.851,99
Summe Passiva 202.570.501,55 201.633.659,52
Haftungsverhältnisse 6.679.390,50 12.166.296,92

... ... .. ...... ...

2012/2013 2011/2012
1. Umsatzerlöse 25.597.742,76 24.247.080,53
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen 0,00 2.900,00
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 195.013,63 110.035,80
c) übrige 4.102.489,27 680.734,33
4.297.502,90 793.670,13
ડ. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene
Herstellungsleistungen
a) Materialaufwand 53.251,50 48.165,63
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.377.123,66 4.288.372,58
c) Skontoerträge -7.315,69 -3.892,10
7.423.059,47 4.332.646,11
Personalaufwand
a) Löhne 646.964,42 555.554,61
b) Gehälter 12.801.898,17 10.496.672,00
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Beiträge an
Mitarbeitervorsorgekassen 508.468,07 498.516,39
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene
Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 2.514.006,14 2.186.638,45
e) Sonstige Sozialaufwendungen 51.610,24 42.290,63
16.522.947,04 13.779.672,08
5. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen 498.078,89 346.417,51
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom
Einkommen und vom Ertrag fallen 71.129,29 61.115.14
b) übrige 10.332.135,99 9.594.847,03
10.403.265,28 9.655.962,17
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebserfolg) -4.952.105,02 -3.073.947.21
8. Erträge aus Beteiligungen
davon aus verbundenen Unternehmen
16.023.336,46
16.023.336,46
17.771.478,97
17.771.478,97
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon aus verbundenen Unternehmen
2.264.490,85
1.923.506,80
2.710.849,28
1.942.254,24
10. Erträge aus dem Abgang und der Zuschreibung zu
Finanzanlagen und Wertpapieren des
Umlaufvermögens 827.916,79 1.362.164,76
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen 2.247.265,01 2.251.108,65
davon Abschreibungen auf verbundene Finanzanlagen
davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
63.509,81
2.183.755.20
34.999,00
2.216.109.65

.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 01.04.2012 bis 31.03.2013

2012/2013 2011/2012
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 152.491.05 355.026,02
davon betreffend verhundene Untemehmen 142.273,01 354.032,36
13. Zwischensumme aus Z 8 bis 12 (Finanzerfolg) 16.715.988,04 19.238.358,34
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.763.883,02 16.164.411,13
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.080.061,84 4.181.283,96
16.
Jahresüberschuss
8.683.821,18 11.983.127.17
17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen
a) andere Rücklagen (freie Rücklagen) 3.811.821.18 7.598.327.17
18. Jahresgewinn 4.872.000,00 4.384.800.00
19.
Bilanzgewinn
4.872.000,00 4.384.800,00

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2012 wurde die Firma der Gesellschaft geändert in "DO & CO Aktiengesellschaft".

Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Anwendung der Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag geltenden Fassung erstellt.

Der Jahresabschluss wurde Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (§ 222 (2) UGB), aufgestellt.

Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses wurde nach den allgemeinen Bestimmungen der §§ 189 bis 211 UGB unter Berücksichtigung der Sondervorschriften für Kapitalgesellschaften der §§ 221 bis 235 UGB vorgenommen.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Vollständigkeit und der Willkürfreiheit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet.

Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag realisierten Gewinne ausgewiesen wurden. Allen erkennbaren Risiken und drohenden Verlusten, die im laufenden oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurde entsprechend Rechnung getragen.

Anlagevermögen

Erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2012 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2012/2013 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen. Dabei wird folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt:

Nutzungsdauer
in Jahren
· Konzessionen
· EDV-Software
2
10
3
5

Sachanlagevermögen

Die gesamten Zugänge des Berichtszeitraumes hat die Gesellschaft bei Anschaffungen bis zum 30. September 2012 mit dem vollen und bei späteren Anschaffungen mit dem halben Jahresbetrag abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Nebenkosten, abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Geschäftsjahr 2012/2013 planmäßig gemäß § 204 (1) UGB fortgeführten Abschreibungen bewertet.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen, wobei für die einzelnen Anlagengruppen folgende Nutzungsdauer zugrunde gelegt wird:

Nutzungsdauer
in Jahren
Gebäude 5 10
· Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
3

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 13 EStG 1988 werden im Zugangsjahr jeweils auf EUR 0,01 abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden die geringwertigen Wirtschaftsgüter nach einer angenommenen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren als Abgang dargestellt.

Finanzanlagen

Anteile an verhundenen I Internehmen

Unter diesem Posten werden ausschließlich Anteile an verbundenen ausgewiesen. Die Angabe zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen gemäß § 238 Z 2 UGB erfolgen gesondert in der Anlage 3b zu diesem Anhang.

Die Gesellschaft ist oberstes Mutterunternehmen und hat einen Konzernabschluss und einen Konzemlagebericht gemäß den Bestimmungen der §§ 244 ff UGB zum 31. März 2013 erstellt. Die Gesellschaft ist beim Handelsgericht Wien als zuständiges Firmenbuchgericht unter der Firmenbuchnummer 156765m erfasst.

Ausleihungen an verbundenen Unternehmen

Unter diesem Posten werden an amerikanische Tochterunternehmen gegebene Ausleihungen ausgewiesen, deren Rückzahlung in Abhängigkeit von den diesen Unternehmen frei zur Verfügung stehenden liquiden Mitteln erfolgt.

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Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem Nennwert angesetzt; allen erkennbaren Risiken, insbesondere aus Kursänderungen und Forderungsausfällen, wurde durch Abwertungen und durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Entstehungskurs oder mit dem niedrigeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

Im Falle erkennbarer Einzelrisken wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Eigenkapital

Grundkapital und Kapitalrücklagen

Das Grundkapital beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

Zusammensetzung Kapitalrücklagen

EUR EUR
l Agio aus Börsegana 1998 (§ 229 (2) Z 1 i.V.m. (5) UGB) 13.081.110.15
Cent-Differenz aus EUR-Umstellung 2001/2002 0.01
Agio aus Kapitalerhöhung 2006/2007 24.273.186.35
1 Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln 2007/2008 -1.427.918.09
Agio aus Kapitalerhöhung 2010/2011 38.781.120.00 74.707.498.42

Bilanzgewinn

Die Gesellschaft hat mit inländischen Tochtergesellschaften Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Namen der von der Ergebnisabführung umfassten Geselligungsspiegel zu entnehmen. Gemäß diesen Verträgen haben die Töchter ihren Jahresgewinn an die Muttergeselschaft abzuführen, wogegen sich die DO & CO Aktiengesellschaft gegenüber den Tochtergesellschaften verpflichtet, allfällige Jahresverluste zu übernehmen und abzudecken.

Rückstellungen

Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Abfertigungsrückstellung ist nach finanzmathematischen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3 % (Vj: 3 %) und eines angenommenen Pensionsantrittsalters von 63 Jahren (Vj: 63 Jahren) bei Männern und 58 Jahren (VJ: 58 Jahren) bei Frauen ermittelt.

Für abfertigungsähnliche Verpflichtungen wurde eine Rückstellung für Dienstnehmeriubiläen passiviert. Die Ermittlung erfolgte unter Zugrundelegung der gleichen Berechnungsfaktoren, allerdings wurde ein Fluktuationsabschlag, abhängig vom Alter der Dienstnehmer, berücksichtigt. Die Rückstellung für Jubiläumgsgelder wurde unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.

Steuerrückstellungen

Die Rückstellungen für Ertragsteuern wurden in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen wurden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe oder dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit jenen Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung erforderlich sind.

Rückstellungen aus Vorjahren wurden, soweit sie nicht verwendet wurden und der Grund für ihre Bildung weggefallen ist, über sonstige betriebliche Erträge aufgelöst.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht ermittelt.

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind mit dem Devisenbriefkurs zum Zeitpunkt der Entstehung bewertet, wobei Kursverluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag berücksichtigt wurden.

Erläuterungen zu einzelnen Posten von Bilanz und GuV

Entwicklung des Anlagevermögens

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten (§ 226 Abs. 1 UGB) ist gesondert in der Beilage 3a zu diesem Anhang dargestellt.

Anzahlungen auf Anlagen

Für Mieterinvestitionen im Gebäude 1010 Wien, Akademiestraße 9 wurden Anzahlungen in Höhe von EUR 2 Millionen geleistet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die nachfolgende Darstellung zeigt die Restlaufzeiten der in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen:

davon davon
Restlaufzeit Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 260.830.77 260.830.77 0.00
Vorjahr 85.226.28 85.226,28 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 89.446.539.83 70.750.768.73 18.695.771.10
Vorjahr 72.159.125.67 55.794.404.66 16.364.721.01
davon aus Lieferungen und Leistungen 17.577.722.45 17.577.722,45 0,00
Vorjahr 7.949.772,23 7.949.772.23 0,00
sonstige Forderungen und
Vermögensgegenstände 29.149.851,71 26.198.323.29 2.951.528,42
Vorjahr 47.694.233,21 43.762.361.89 3.931.871,32
118.857.222,31 97.209.922.79 21.647.299,52
Vorjahr 119.938.585,16 99.641.992,83 20.296.592,33

Die sonstigen Forderungen gegenüber verbundenen resultieren in Höhe von EUR 8.821.261,94 (Vj: EUR 12.787.736,09) aus gegebenen Darlehen an ausländische Tochtergesellschaften, für die im Geschäftsjahr 2012/2013 Zinserträge in Höhe von insgesamt EUR 377.058,71 (Vj: EUR 230.634,00) ausgewiesen wurden.

Die Forderungen aus überechneten Jahresgewinnen der inländischen Gruppenmitglieder aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen für das Geschäftsjahr 2012/2013 beliefen sich zum Bilanzstichtag auf ingesamt EUR 16.023.336,46 (Vj: 17.771.478,97).

In der Bilanz nicht gesondert ausgewiesene Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten hauptsächlich Personalrückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen.

Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten gemäß § 225 Abs. 6 und § 237 UGB stellte sich folgendermaßen dar:

davon
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 809.768,39 809.768,39
Vorjahr 996.582,32 996.582,32
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 45.761.487,34 45.761.487,34
Vorjahr 50.208.637,00 50.208.637,00
davon aus Lieferungen und Leistungen 2.483.161,33 2.483.161,33
Vorjahr 1.983.433,50 1.983.433,50
sonstige Verbindlichkeiten 2.616.868,62 2.616.868,62
Vorjahr 3.405.163.29 3.405.163,29
davon aus Steuem 2.318.596,36 2.318.596.36
Vorjahr 3.012.394,12 3.012.394,12
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 230.062.15 230.062.15
Vorjahr 197.468,23 197.468,23
Summe Verbindlichkeiten 49.188.124,35 49.188.124,35
Vorjahr 54.610.382,61 54.610.382.61

Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen:

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus zum Bilanzstichtag bestehenden Vereinbarungen über die Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen beläuft sich fürf Jahre auf rund EUR 5.064.900,00 (Vj: EUR 4.736.200,00), davon entfallen auf das nächste Geschäftsjahr rund EUR 1.013.000,00 (Vi: EUR 947.200,00). Es handelt sich hierbei um laufende Nutzungsentgelte für angemietete Sachanlagen und umsatzabhängige Nutzungsentgelte für angemieteten.

Haftungsverhältnisse

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft gab gegenüber einem Lieferanten eine Rangrücktrittserklärung ab. Die Forderung zum Bilanzstichtag belief sich auf TEUR 138 und wurde zur Gänze wertberichtigt.

Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft übernahm für zwei Tochtergesellschaftung von Kundenforderungen, zum Bilanzstichtag belief sich der Betrag der offenen Forderungen auf TEUR 6.341.

Zusätzlich hat die Gesellschaft Haftungsübernahmen in der Höhe von TEUR 187 abgegeben.

Um die finanzielle Leistungsfähigkeit der verbundenen AIOLI Airline Catering Austria GmbH und DO & CO Airline Catering Austria GmbH glaubhaft zu machen, verpflichtet sich die DO & CO Aktiengesellschaft dafür Sorge zu tragen, dass die AlOLI Airline Catering Austria GmbH und die DO & CO Airline Catering Austria GmbH ihre Verpflichtungen als Dienstleister auf dem Flughafen Wien gemäß dem Flughafen-Bodenabfertigungsgesetz erfüllen können. Diese Erklärung steht im Zusammenhang mit dem Ansuchen der Tochtergesellschaften um eine Bewilligung eines Bodenverpflegungsdienstes iSd § 7 Flughafen-Bodenabfertigungsgesetztes.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 231 (2) UGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gemäß § 237 Z 7 UGB stellte sich wie folgt dar:

2012/2013 2011/2012
Umsatzerlöse Konzernunternehmen 22.584.077.51 20.858.199.89
Umsatzerlöse Dritte 3.013.665.25 3.388.880.64
25.597.742,76 24.247.080,53

Personalaufwand

In der Position Aufwendungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in der Höhe von EUR 401.705,00 (Vj: EUR 417.245,21) und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in der Höhe von EUR 106.763,07 (V): EUR 81.271,18) enthalten.

Erträge aus der Beteiligung an verbundene Unternehmen

Der Posten betrifft die aufgrund der Ergebnisabführungsverträge übernommenen Jahresergebnisse 2012/203 der inländischen Tochtergesellschaften.

Aufwendungen aus Finanzanlagen

Unter den Aufwendungen aus Finanzanlagen werden übernahmen der im Geschäftsjahr angefallenen Jahresverluste Ergebnisabführungsverträgen ausgewiesen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Gesellschaft hat keine aktive Steuerabgrenzung gemäß § 198 (10) UGB vorgenommen. Der gemäß dieser Bestimmung aktivierbare Betrag der Gruppe beträgt rund TEUR 127 (Vj: TEUR 211).

Zwischen der Gesellschaft als Gruppenträger und 22 Tochtergesellschaften als Gruppenmitglieder besteht eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG.

Steuerausgleichsvereinbarungen mit den inländischen wurden auf Grund aufrechter Ergebnisabführungsverträge nicht abgeschlossen.

Angaben zu Finanzinstrumenten

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden derivative Finanzinstrumente eingesetzt.

Sonstige Pflichtangaben

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden und Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Zahl der Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer gegliedert nach Arbeitern und Angestellten beträgt (§ 239 Abs. 1 Z 1 UGB):

2012/2013 2011/2012
Arbeiter ದ ಹಿ 8
Angestellte 137 128
Gesamt 145 136

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 5. Juli 2012 bis zum 30. Juni 2017 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Der Vorstand ist gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 ermächtigt, das Grundkapital gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 neuen Stückaktien zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten zu erhöhen.

Angaben zu Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr waren als Vorstandmitglieder tätig:

Herr Attila DOGUDAN, Wien, Vorsitzender, Herr Michael DOBERSBERGER, Wien (bis 16.07.2012), Herr Dr. Klaus PETERMANN, Wien, (seit 16.07.2012), Herr. Dr. Haig ASENBAUER, Wien (seit 16.07.2012), Herr Mag. Gottfried NEUMEISTER, Wien (seit 16.07.2012).

Die Fixbezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.628 (VJ: 630), davon wurden TEUR 67 (VJ: 27) von verbundenen Unternehmen bezogen. Die im Geschäftsjahr ausbezahlten variablen Gehaltsbestandteile betrugen TEUR 490 (VJ: 490). Die Höhe der Aufwendungen für Abfertigungen für den Vorstand beträgt TEUR 256 (VJ: 97).

Den Mitgliedern des Vorstandes wurden weder Vorschüsse noch Kredite gewährt. Es wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Vorstandes eingegangen.

Angaben zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates

lm Geschäftsjahr 2012/2013 waren folgende Personen Mitglieder des Aufsichtsrates:

Herr em.o.Univ.Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender, Herr Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, Herr Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn, Herr Präsident Ökonomierat Generalanwalt Dr. Christian KONRAD, Wien.

An die Aufsichtsratsmitglieder wurde im Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von EUR 55.000,00 bezahlt.

Wien, 13. Mai 2013

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h.

Dr. Klaus PETERMANN e.h.

Dr. Haig ASENBAUER e.h.

Mag. Gottfried NEUMEISTER

Anlage 3a

Entwicklung des Anlagevermögens der DO & CO Aktiengesellschaft, Wier

Abschreibungen

Anschaffungs- Anschaffungs- Buchwert Buchwert des Jahres রে
kosten am
1.4.2012
Zugänge Abgänge Umbuchung kosten am
31.3.2013
Abschreibungen
gesamt
31.3.2013
am
31.3.2012
am
Zuschreibungen
Abzinsung
રૂટર
N
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte unc
ähnliche Rechte
.36
691.871
188.271.83 .00
0
00
0
19
880.143.
12
024
562.
07
318.119
35
015.
265.
135.168.
691.871.36 188.271.83 0.00 0,00 880.143.19 562.024,12 318.119,07 265.015,35 135.168,11 C
Sachanlagen
11.
Bauten auf fremdem Grund 245.756.90 159.618.43 0.00 223.469,40 628.844.73 205.259,77 423.584.96 102.412.50 61.915,37 C
Andere Anlagen, Betriebs- unc
Geschäftsausstattung
7
1.798.946.74 418.251.80 64.104.39 0.00 2.153.094.15 1.648.639.56 504.454.59 428.792.68 300.995.41 a
Geleistete Anzahlungen
ಗ್ರಾ
2.223.469.40 445.633.01 0,00 -223.469,40 2.445.633.01 0,00 2.445.633.01 2.223.469.40 0,00
4.268.173.04 1.023.503.24 64.104.39 0,00 5.227,571,89 1,853,899,33 3.373.672,56 2.754.674,58 362.910,78 C
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.252.216.26 16.105.854.58 0,00 0.00 26.358.070,84 34.999.00 26.323.071,84 10.217.217.26 0.00 C
Ausleihungen an verbundene
2.
827,916.79
Unternehmen 31.843.915.50 10.098.664.56 1.747.620.68 0.00 40.194.959.38 2.993.920.05 37.201.039.33 .58
28.160.916.
75.328,11
63.509.81
aa
Wertpapiere des Anlagevermögens
3.
,27
851
38.
00
0
00
.200.
00
0
27
65.
36
00
0
27
9
9
રૂદ્દ
27
85.
38
0.00
827.916.79 N
42.134.983.03 26.204.519.14 1.749.820.68 0.00 49
589,681
66.
028.919.05
3.
44
63.560.762.
17
38.416.985.
75.328.11
63.509.81
ર્વ્યુ
827.916.79 N

Insgesamt

75.328,11 aaa
561.588,70 aa 561.588,70

41.436.675,04

72.697.396,57

0,00

1.813.925,07

47.095.027,43 27.416.294,21

Beteiligungsgesellschaften der DO & CO Aktiengesellschaft

lschaft in
Beteiligung lährung Jahresfehlbetrag
Jahresüberschuss
genkapital Nominalkapital in
Gesellschaft 8 Obergesel BA E THW"
Vollkonsolidierte Gesellschaften #1614 12
「」、「聞、人生なのは、何度を言えたい」と
THE CELL COLLECT Plan The Art Plate Tour Comments of ASS To
DO & CO Party-Service & Catering GmbH Wien A
A
100,0 DCAG EUR -551 596 36 3)
DO & CO Im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH
DO & CO Catering-Consult & Betelligungs GmbH
Wien
Wien
A 100,0
100,0
DCAG
DINV
EUR :
EUR
273
-258
484
6.496
36 3)
36
DO & CO - Salzburq Restaurants & Betriebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR 450 99 36 3)
DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH Baden A 100,0 DCAG EUR -338 245 36 3)
DO & CO Albertina GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 198 35 35 3)
AIOLI Airline Catering Austria GmbH
AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH
Wien-Flughafen
Wien
100,0 DCAG EUR 818 170 36 3)
K.u.K. Hofzuckerbäcker Ch. Demel's Söhne GmbH Wien A
A
100,0
100,0
DCAG
DCCC
EUR
EUR
-445
2.649
29
770
36 3)
799 4)
Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betrlebs GmbH Salzburg A 100,0 DCAG EUR -541 35 35 3)
B & B Betriebsrestaurants GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 310 194 36 3)
DO & CO Airport Hospitality GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR -885 83 35 4)
DO & CO Im PLATINUM Restaurantbetriebs GmbH Wien A 90,0 DCCC EUR 28 573 35
DO & CO Airline Catering Austria GmbH
Sky Gourmet-airline catering and logistics GmbH
Wien
Wien-Fluqhafen
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCCC
EUR
EUR
691
1.151
29
4,337
150 3)
800 4)
DO & CO (Deutschland) Holding GmbH Kelsterbach D 100,0 DINV EUR O 715 25
DO & CO München GmbH Schwalq/Oberding D 100,0 DDHO EUR 126 25 25 5)
DO & CO Frankfurt GmbH Kelsterbach D 100,0 DDHO EUR -328 25 25 5)
DO & CO Berlin GmbH Berlin D 100,0 DDHO EUR -34 25 25 5)
DO & CO Lounge GmbH
DO & CO Italy S.r.l.
Frankfurt D
I
100,0 DDHO EUR 51 25 25 5)
DO & CO Restauración & Catering España, S.L. Vizzola Ticino
Barcelona
ട് 100,0
100,0
DCAG
DINV
EUR
EUR
-176
65
2.543
794
2.900
ਤੇ
DO & CO International Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV EUR 4.576 7.454 30 €)
DO & CO Event & Airline Catering Ltd. Feltham GB 100,0 DINV GBP 2.456 4.330 O
DO & CO International Investments Ltd. London GB 100,0 DCAG EUR 2.114 19.711 5.000 6)
Total Inflight Solution GmbH Wien 100,0 DCCC EUR 92 142 35 4)
DO & CO Museum Catering Ltd.
DO & CO Holdings USA, Inc.
Feltham
Wilminaton
CB
USA
100,0
100,0
DINV
DINV
GBP
USD
-115
-4
-675
-14
O
100
DO & CO Mlami Catering, Inc. Miami USA 100,0 DHOL USD 3.387 1
DO & CO New York Catering, Inc. New York USA 100,0 DHOL USD -2.145 -13.286 1
DO & CO - Restauração e Catering, Sociedade Unipessoal, Lda Lissabon P 100,0 DINV EUR 0 -45 5
DOCO Istanbul Catering ve Restaurant Hiz. Tic. ve San. A.S. İstanbul TK 100,0 DINV TRY 7.917 15.207 750
THY DO & CO Ikram Hizmetleri A.S.
DO & CO Event Austria GmbH
Istanbul
Wien
TK 50,0 DIST TRY 40.155 148.087 30.000
DO & CO Catering & Logistics Austria GmbH Wien A
র্ব
100,0
100,0
DCAG
DCAG
EUR
EUR
2.270
493
250
100
100 3)
100 3)
DO & CO International Event AG Zug CH 100,0 DINV CHF ತಿ 193 100
DO & CO International Catering & Logistics AG Zürich CH 100,0 DINV CHF -77 -a5 100
Sky Gourmet Slovensko s.r.o. Bratislava SK 100,0 DSKY EUR -22 449 63 7)
DO & CO Olympiapark München Restaurant GmbH München D 100,0 DDHO EUR -66 25 25 5)
DO & CO Olymplapark München Catering GmbH
DEMEL New York Inc.
München
New York
D
USA
100,0
100,0
DDHO
DHOL
EUR
USD
-294
en
25
-2,374
25 5)
1
Do & Co Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR -90 -79 36 3)
Ibrahim Hall Doqudan Gesellschaft m.b.H. Wien A 100,0 DCAG EUR -218 22 36 3)
DO & CO Procurement GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 8.510 198 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 990 79 35 3)
DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH
DO & CO Pastry GmbH
Wien
Wien
A
A
100,0
100,0
DCAG
DCAG
EUR
EUR
357
354
77
55
35 3)
35 3)
DO & CO Airline Logistics GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 85 45 35 3)
DO & CO Facility Management GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 201 248 35 3)
DO & CO Special Hospitality Services GmbH Wien A 100,0 DCAG EUR 23 75 35 3)
DO & CO Hospitality Management Poland Sp. z o.o. Warschau PL 100,0 DCCC PLN 2.305 2.307 5 9)
DO & CO Events Poland Sp. z o.o. Warschau PL 100,0 DCCC PLN 12 3 5 9)
DO & CO Ukraine LLC
Kyiv Catering LLC
Klew
Klew
UA
UA
100,0
51,0
DCCCC
DCNL
UAH
પ્રીકેન
-2.448 -1.915
3.815 109.706
521 9)
1
Henry am Zug GmbH Wien A 100,0 DCCC EUR -1.680 35 35 4)
DO & CO Netherlands Holding B.V. Den Haaq NL 51,0 DINV EUR -12 8 20
Henry am Zuq Hungary Kft. Budapest HU 100,0 DRCH EUR -242 -240 2 10)
DO & CO Poland Sp. z 0.0. Warschau PL 100,0 DCAG PLN -1.310 37.267 20.095
Lotniczy Catering Service Sp. z o.o. Katowice PL 51,0 DPOL PLN -133 2.436 1.928
At equity-konsolidierte Gesellschaften
Sky Gourmet Malta Ltd.
MT 40,0 DSKY EUR 186 I 8)
Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd. Fqura
Fgura
MT 40,0 DSKY EUR 111 288
541
18)
ISS Ground Services GmbH wien র্ব 49,0 DTIS EUR 243 472 218
Fortnum & Mason Events Ltd. London GB 50,0 DLHR GBP -97 -476 0

요요성 = 모으 소요요 수상 개발개발원회 : 이전 : mental money ambi
2007 = 500 % 000 % : 000 % : 000 % : 100 % : 100 % : 100 % ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... .
.. 1)

3

1. Bericht über Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Lage

1.1. Geschäftsverlauf

Die wesentliche Aufgabe der DO & CO Aktiengesellschaft besteht in der zentralen sämtlicher vom Unternehmensgegenstand der DO & CO Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding.

Im Dezember 2012 wurden 100 % der Anteile an der Lotniczy Catering Service Sp. z o.o. erworben, die nunmehr unter DO & CO Poland Sp. z o.o. firmiert. DO & CO Poland, mit Sitz in Warschau, ist Marktführer im Airline Catering in Polen mit weiteren Standorten in Poznán, Krakov, Gdansk und Katowice.

Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft nunmehr (direkt bzw. indirekt) Beteiligungen an 31 ausländischen und 28 inländischen Gesellschaften, die als verbundene Unternehmen gelten, sowie Beteiligungen an einer inländischen und 3 ausländischen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen werden.

1.2. Bericht über die Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

1.3. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

lm Geschäftsjahr 2012/2013 sind die Umsatzerlöse der DO & CO Aktiengesellschaft um EUR 1,35 Mio auf EUR 25,60 Mio (VJ: EUR 24,25 Mio) gestiegen. Die Konzernerlöse stiegen von EUR 20,86 Mio. auf 22,58 Mio.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 3,51 Mio. auf EUR 4,30 Mic. gestiegen. Dies ist unter anderem auf die positive Entwicklung des USD-Kurses und der damit erzielten Kursgewinne zurückzuführen.

Der Materialaufwand und die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um EUR 3,09 Mio von EUR 4,33 Mio auf EUR 7,42 Mio an.

Bei den Personalaufwendungen war ein Anstieg von EUR 13,78 Mio auf EUR 16,52 Mio zu verzeichnen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um EUR 0,75 Mio von EUR 9,66 Mio auf EUR 10,40 Mio gestiegen.

Die Abschreibungen für das Anlagevermögen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/2013 auf EUR 0,50 Mio (VJ: EUR 0,35 Mio).

Das Betriebsergebnis beträgt somit EUR -4,95 Mio und ging damit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,88 Mio zurück.

Das Finanzergebnis beträgt EUR 16,72 Mio (VJ: EUR 19,24 Mio).

Somit ergibt sich für das Geschäffsjahr 2012/2013 ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von EUR 11,76 Mio (VJ: EUR 16,16 Mio).

Der Steueraufwand sinkt von EUR 4,18 Mio auf EUR 3,08 Mio. Somit ergibt sich ein Jahresüberschuss von EUR 8,68 Mio gegenüber EUR 11,98 Mio im Vorjahr.

Der Netto-Geldabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt EUR -17,72 Mio (VJ: EUR -4,08 Mio). Die Veränderung resultiert einerseits aus dem geringeren Ergebnischen Geschäftstätigkeit und anderseits aus der Erhöhung der kurzfristigen Konzernsalden.

Der Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf EUR 7,80 Mio (VJ: EUR -14,72 Mio). Aufgrund geringerer Finanzinvestitionen ergibt sich unter Berücksichtigung der Ergebrisüberrechnungen sowie der Veränderung von langfristigen Konzernsalden ein positiver Investitionsgeldfluss.

Der Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit beträgt EUR -13,80 Mio (VJ: EUR 10,87 Mio). Aufgrund der Funktion der Gesellschaft als Strategie- und Finanzholding wird an dieser Stelle auf die Darstellung und Erläuterung weiterer Kennzahlen verzichtet.

Die DO & CO Aktie konnte sich sowohl an der Wiener als auch an der Istanbuler Börse gut behaupten. An der Wiener Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 22,4 % und schloss am 28. März 2013 mit einem Kurs von EUR 35,71. An der Istanbuler Börse verzeichnete die DO & CO Aktie einen Kursanstieg von 34,8 % und schloss am 29. März 2013 mit einem Kurs von TRY 93,00.

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Istanbuler Börse betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 TTRY 900,54. Damit liegt das Handelsvolumen in Istanbul, wie schon in der Vergangenheit, deutlich über jenem an der Wiener Börse. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der DO & CO Aktie an der Wiener Börse betrug im Geschäftsjahr 2012/2013 TEUR 108,25.

Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz

Die MitarbeiterInnen der DO & CO Gruppe sind das größte Kapital des Unternehmens. Damit dieses Kapital auch in Zukunft weiter wachsen kann, legt DO & CO großen Wert auf kontinuierliche Personalentwicklung zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Die professionelle Ausbildung der MitarbeiterInnen in der hauseigenen DO & CO Academy stellt nicht nur die Qualität der DO & CO Dienstleistungen, sondern auch die Sicherheit der MitarbeiterInnen im Umgang mit dem notwendigen Equipment sicher.

DO & CO legt aber auch größten Wert auf einen verantwortungsvollen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen. In seiner gesellschaftlichen Rolle strebt DO & CO nach einer stetigen Verringerung des Abfalls sowie einer Optimierung des Rohstoffverbrauchs. Strenge Abfallwirtschaftskonzepte für jeden einzelnen Standort, laufende Überprüfung der Abwassergrenzwerte und der verantwortungsvolle Umgang mit Rohstoffen und Abfällen sind daher selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmensführung.

1.4. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Es liegen keine berichtspflichtigen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

2. Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

2.1. Ausblick

In der Division Airline Catering werden sich die Vertriebsaktivitäten an den DO & CO Standorten weiter sowohl auf die Ausweitung der Geschäftsbeziehungen mit bestehenden Kunden als auch auf die Akquisition von Neukunden konzentrieren.

ln der Türkei wird in den kommenden Monaten bei Turkish Airlines das Konzept der "Flying Chefs" sowohl auf Langstreckenflügen als auch auf internationalen Kurzstreckenflügen weiter ausgebaut.

DO & CO wird die Integration seiner Akquisitionen weiter fortsetzen. Nach der Akquisition von Kyiv Catering LLC im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/2013 zählt seit Dezember 2012 auch LOT Catering Sp. z o.o. zu den Konzerngesellschaften.

Zu Beginn des Geschäftsjahres 2013/2014 wurde begonnen für die Kunden Austrian Airlines und NIKI auf deren Verlangen Sparmaßnahmen zu konzipieren. Eine Einleitung dieser Maßnahmen ist in weiterer Folge zu erwarten.

In der Division International Event Catering stehen große internationale Events am Programm. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 wird DO & CO die VIP Gäste bei den ATP Masters in Madrid und beim Champions League Finale in London kulinarisch verwöhnen. Ebenso befinden sich das prestigereiche Springreitturnier CHIO in Aachen, die Chelsea Flower Show in London und das Beachvolleyballturnier am Wörthersee auf dem Eventkalender der nächsten Monate von DO & CO. Über das gesamte Geschäftsjähr verteilt wird DO & CO auf den Formel 1 Grands Prix den exklusiven Paddock Club bereits in der 22. Saison ausrichten.

In der Division Restaurants, Lounges & Hotel werden weiterhin die Segmente Retail und das neue Segment Railway Catering im Fokus stehen.

Nach der Übernahme des ÖBB Caterings mit 1. April 2012 und einer erfolgreichen Integration in den DO & CO Konzern werden in den nächsten Monaten weitere Qualitätsverbesserungen im Fokus der Tätigkeiten stehen.

Im Segment Retail sind nach der Eröffnung eines zweiten "Henry" in der Shopping Mall Wien Mitte neue Shops in Wien geplant. Zusätzlich werden auch außerhalb von Osterreich Standorte evaluiert.

Die Arbeiten in Istanbul für die Errichtung des Hotels mit Restaurant direkt am Bosporus werden vorangetrieben und die Bauarbeiten fortgesetzt. Die Eröffnung des Hotels ist für 2014 geplant.

Im Segment der Lounges sind an mehreren Standorten erfreuliche Entwicklungen zu berichten. Am Flughafen Istanbul wurde Anfang April eine Crew Lounge eröffnet, die den Piloten und Flugbegleitern von Turkish Airlines zur Verfügung steht. Zusätzlich wird an der Umsetzung einer weiteren Business Class Lounge der Turkish Airlines mit über 7.000 m2 gearbeitet.

Außerdem ist die Eröffnung einer Lounge der Turkish Airlines am Flughafen Vnukovo in Moskau für die Sommermonate 2013 geplant.

Laufend werden von DO & CO, wie auch in den letzten Quartalen, mögliche Akquisitionsziele in verschiedenen Märkten aus den Bereichen Airline Catering, Restaurants und Retail evaluiert.

Das DO & CO Management ist hinsichtlich der Fortsetzung des erfolgreichen Weges der letzten Jahre zuversichtlich. Innovationen, beste Produkt- und Dienstleistungsstandards sowie sehr gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiterinnen stellen auch weiterhin die Basis von DO & CO für die bestmögliche Ausnützung vorhandener Wachstumspotentiale dar.

2.2. Risikomanagement

DO & CO ist aufgrund der weltweiten Tätigkeit in den drei Divisionen Airline Catering, International Event Catering und Restaurants, Lounges & Hotel mit den unterschiedlichsten Risiken konfrontiert. Durch diese Diversifikation eröffnen sich zahlreiche Chancen für eine positive Weiterentwicklung des Unternehmens.

Das Risikomanagement wird bei DO & CO als wichtiges Instrument der Unternehmenssteuerung gesehen, das einerseits der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestandes dient und andererseits auch Chancen zur Steigerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter Nutzung zukünftiger Erfolgs- und Wachstumspotentiale aufzeigt. Durch das Risikomanagement wird auf veränderte Rahmenbedingungen und die sich daraus allenfalls ergebenden Chancen und Risiken sicher, zeitnah und effektiv reagiert.

Ausgangsbasis des angewendeten Risiko- und Chancenmanagementsystems sind die in der Chancen- und Risikopolicy standardisierten, unternehmensübergreifende Richtlinien und Berichtssysteme, die den Grundsätzen des Risikomanagements sowie den Risikostrukturen gemäß COSO1 entsprechen.

Das Risiko- und Chancenmanagement wird als ureigenste Managementaufgabe verstanden und wahrgenommen und vom Corporate Riskmanager koordiniert. Damit bildet das Risikomanagement einen integralen Bestandteil aller Geschäftsprozesse, was zu einer kurzen Identifikationszeit sowohl von Risiken als auch von Chancen führt. Durch ein regelmäßiges Berichtswesen sind alle Führungskräfte und Entscheidungsträger in das Risikomanagement eingebunden.

Identifizierte Risiken und Chancen werden in Risiko- und Chancenfelder zusammengefasst und ressortabhängig für die weitere Bearbeitung vom Corporate Riskmanager auf das jeweils verantwortliche Management verteilt. Für die festgestellten Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Bewältigung/Nutzung definiert und anschließend durch das lokale Management vor Ort umgesetzt. Maßnahmen zur Risikoabwehr beinhalten sowohl die Reduktion der möglichen Schadenshöhe als auch die Verringerung der Eintrittswahrscheinlichkeit bzw. die Erhöhung der Ertragschancen und Realisierbarkeit.

Eine besondere Bedeutung kommt dem Prinzip der Diversifikation zu. Durch die weltweite Aktivität der Gruppe und die Aufteilung des Geschäfts in drei Divisionen werden spezifische Bedrohungen in einzelnen Märkten abgeschwächt. DO & CO schafft somit durch das Geschäftsmodell einen zusätzlichen Risikoausgleich.

Die Tätigkeit des Risikomanagements wird durch eine Vielzahl von Regelungen und Maßnahmen unterstützt, wozu eine zentrale Administration, Controlling, Rechtsabteilung und die Interne Revision gehören.

Durch die enge Zusammenarbeit von Risikomanagement mit Versicherungsunternehmen wird sichergestellt, dass versicherbare Risiken entsprechend abgedeckt sind.

Für das Geschäftsjahr 2012/2013 wurden die folgenden Risikofelder als wesentlich identifiziert:

Spezifische Risiken und Entwicklungen der Airline Branche

Die Airline Branche ist durch ihre starke Abhängigkeit von den konjunkturellen Entwicklungen weltweit und in den jeweiligen Regionen gekennzeichnet. Spezifische Problemstellungen der Luftfahrtindustrie haben weiters mittelbar und unmittelbar Auswirkungen auf die Airline Catering Division von DO & CO. Die Luftfahrtindustrie ihrerseits ist besonders von der Entwicklung der Treibstoffpreise, der Besteuerung sowie den Flughafen- und Sicherheitsgebühren abhängig.

1 COSO (Committee of Sponsoring Organizations of the Tradeway Commission); eine unabhängige

privatwirtschaftliche Organisation, die von den fünf größten mit Finanzberichterstattung befassten Verbänden getragen wird.

Da weiters wesentliche Teile des Umsatzes mit einigen wenigen Hauptkunden wie Turkish Airlines, Austrian Airlines, NIKI, Emirates Airlines, Etihad Airlines, Qatar Airways, Cathay Pacific und British Airways erwirtschaftet werden, ist zusätzlich ein "Klumpenrisiko" gegeben.

Durch permanentes Monitoring der gesamtwirtschaftlichen Lage einerseits und durch den laufenden Kontakt des Key Account Managements mit den Kunden andererseits kann auf sämtliche Veränderungen zeitnah reagiert werden. Somit wird es möglich, negativen Auswirkungen auf den DO & CO Konzern rasch gegensteuern zu können. Durch die Akquisitionen neuer Kunden im Zuge der weltweiten Teilnahme an Ausschreibungen wird eine weitere Risikostreuung erreicht.

Konjunkturelle Entwicklung

Die Aktivitäten von DO & CO sind in allen drei Divisionen stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst, da diese einen erheblichen Einfluss auf den Tourismus sowie das Freizeitverhalten der Konsumenten hat. Die volatile Reise- und vor allem Flugaktivität der Konsumenten haben besonders auf die Division Airline Catering Auswirkungen.

DO & CO steuert dem konjunkturellen Risiko in Bezug auf seine Geschäftsfelder durch eine regionale Diversifikation mit Standorten in acht verschiedenen Ländern sowie durch seine Aktivitäten in drei unterschiedlichen Marktsegmenten entgegen. Eine zeitnahe Ergebnisberichterstattung inklusive Analyse und Vorschau zum laufenden operativen Geschäft in jeder "Reporting Entity" (zum Zweck der internen Berichterstattung werden die Unternehmen des Konzerns in mit Profit Centern vergleichbare Einheiten aufgeteilt) stellen sicher, dass eine entsprechende Kapazitätsanpassung unverzüglich erfolgt.

Risiken auf Grund von Terror und politischen Unruhen

Internationale Sicherheitsvorkehrungen auf höchstem Niveau haben dazu geführt, dass sich das Risiko auf Grund von Terror in jenen Bereichen, in denen der DO & CO Konzern tätig ist, im abgelaufenen Jahr stabilisiert hat, jedoch ist jederzeit mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Airline Branche zu rechnen. Die ständige Anpassung der Sicherheitsstandards an die neuesten Erkenntnisse führt dazu, dass sich die Gefahr von Terroranschlägen stabilisiert hat. Der DO & CO Konzern bereitet sich jedoch durch ständige Beobachtung der politischen Situation und Sicherheitsschulungen auf entsprechende Maßnahmen im Bedarfsfall vor.

Risiken auf Grund von Naturkatastrophen und Epidemien

Zu den Risiken, die nicht in der Einflusssphäre von DO & CO liegen, aber massiven Einfluss auf die Luftfahrt- und Tourismusindustrie nach sich ziehen, zählen unter anderem der Ausbruch von Epidemien wie beispielsweise der Vogelgrippe oder des Severe Acute Respiratory Syndrome (SARS).

Dem spezifischen Risiko einer längerfristigen und großräumigen Luftraumsperre und den damit verbundenen umfassenden Ausfällen von Flügen der Vertragspartner wird durch enge Kooperation mit den Fluglinien, Luftfahrtbehörden (EASA) und dem internationalen Flugwetterdienst entsprechend entgegengewirkt.

Hygienerisiken

Um den hohen hygienischen Standard der von DO & CO produzierten Speisen sicherzustellen, wurden in allen Geschäftsbereichen Risikoanalysen im Rahmen der Weiterentwicklung des bestehenden HACCP-Systems (Hazard Analysis and Critical Control Points) durchgeführt und auf Basis dieser Analysen Maßnahmen in Form von konzernweiten Hygienerichtlinien zur Beherrschung bzw. Minimierung der Risiken umgesetzt. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen wird durch ein international tätiges Qualitätssicherungsteam permanent überwacht und entsprechend den neuesten internationalen Erkenntnissen weiterentwickelt.

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Personalrisiken

Für DO & CO sind die Mitarbeiter und die von ihnen gelebte Unternehmenskultur das größte Kapital und damit die wichtigste Säule des Erfolges. Die zukünftige Entwicklung von DO & CO hängt maßgeblich davon ab, inwiefern es gelingt, hoch qualifizierte und motivierte einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Professionelle Ausbildung und konsequente Personalentwicklung sind die zentralen Instrumente, um das angestrebte Wachstum sicherzustellen.

Parallel zur laufenden Expansion des DO & CO Konzerns wird auch das Management des Unternehmens auf eine immer breitere Basis gestellt.

Eine große Herausforderung für den zukünftigen Erfolg von DO & CO wird es sein, neue Unternehmensteile professionell und wertbringend zu integrieren. Gemeinsame Werte und eine starke Unternehmenskultur tragen dazu bei, neuen Mitarbeitern den hohen Qualitätsanspruch an Produkt und persönlicher Dienstleistung näher zu bringen und dauerhaft zu verankern.

Beschaffungsrisiken

Als Verarbeiter von Lebensmitteln ist DO & CO bei den eingesetzten Rohstoffen einem Beschaffungsrisiko ausgesetzt. Durch klimatische, logistische und sonstige Ereignisse wie z.B. Vogelgrippe, können Rohstoffe unter Umständen in nur geringeren Mengen verfügbar sein. Auch unterliegen diese Rohstoffe Preisschwankungen, die nicht immer vollständig an die Abnehmer weitergegeben werden können.

Durch langfristige Lieferbeziehungen, Lieferantendiversifikation und permanentes Monitoring der Beschaffungsmärkte wird sichergestellt, dass die benötigten Rohstoffe in der höchstmöglichen Qualität und zu wettbewerbsfähigen Preisen permanent verfügbar sind.

Ausfallsrisiko von Produktionsanlagen

Zur Minimierung des Ausfallsrisikos bei kitischen Produktionsanlagen (Großküchen, Kühlhäusern) werden permanent gezielte, umfangreiche Investitionen in die technische Optimierung sensibler Aggregate getätigt. Konsequente vorbeugende Instandhaltung, risikoorientierte Reserveteillagerung sowie umfassende Schulung von Mitarbeitern sind weitere zentrale Maßnahmen zur Risikoreduktion im Produktionsanlagenbereich.

Rechtliche Risiken

Aufgrund der fortlaufenden Expansion sowie der globalen Tätigkeit von DO & CO sind eine Vielzahl gesetzlicher Anforderungen auf nationaler Ebene - vor allem in den Bereichen Lebensmittelrecht, Hygiene, Abfallwirtschaft, Personalwesen, Steuern und Abgaben - sowie spezielle Richtlinien und Vorgaben diverser Airlines zu beachten. Auf geänderte Rechtslagen gilt es weiters zeitgerecht zu reagieren und die Änderungen in die Geschäftsprozesse zu implementieren.

Die Nichtbeachtung gesetzlicher Regelungen sowie die Nichteinhaltung von vertraglichen Vereinbarungen können den Konzern durch Schadenersatzforderungen erheblich belasten, weshalb diesem Risiko durch eine zentral organisierte Rechtsabteilung gegengesteuert wird. Haftungsrisiken aus Schäden, die trotz der implementierten Schadensvermeidungsvorkehrungen nicht verden konnten, werden im gesamten Konzern weitgehend durch den Abschluss spezifischer Versicherungen auf ein Minimum reduziert.

Währungsrisiken

Bedingt durch die Internationalität der Geschäftsbereiche ist DO & CO dem Risiko von Währungsschwankungen in erhöhtem Maße ausgesetzt. In diesem Zusammenhang sind speziell die Währungen TRY, UAH, USD, PLN und GBP zu nennen.

Eine Absicherung wird durch die Einrichtung geschlossener Positionen erreicht, indem angestrebt wird, Erlösen in einer Fremdwährung Aufwendungen in der gleichen Währung und der gleichen Fristigkeit entgegenzustellen. Des Weiteren wird darauf Bedacht genommen, dass zusätzliche Risiken durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten soweit wie möglich ausgeschlossen werden.

Darüber hinaus werden im Bedarfsfall Finanzinstrumente bzw. derivative Finanzinstrumente zur Steuerung der Währungsrisiken eingesetzt. Zum Stichtag waren keine derivativen Instrumente im Einsatz.

Liquiditätsrisiken

Grundlage für die Steuerung der Liquidität und damit für die Vermeidung von Liquiditätsrisiken ist eine exakte, tägliche Finanzplanung. Für Expansionsvorhaben und Projekte ist es wesentlich, die Auswirkung auf die Liquiditätssituation des Konzerns genauestens zu analysieren.

Zum Zweck der zentralen Steuerung der Liquidität sind alle österreichischen DO & CO Gesellschaften in ein Cash-Pooling eingebunden.

Durch regelmäßige und zeitnahe Berichterstattung werden Abweichungen von der Finanzplanung unverzüglich erkannt. Die rasche Einleitung von Maßnahmen zur Gegensteuerung ist dadurch gewährleistet.

Das Liquiditätsrisiko der DO & CO Gruppe ist aufgrund der geringen Verbindlichkeiten begrenzt. Der bestehende Liquiditätsbedarf kann aus vorhandenen liquiden Mitteln und bei Banken eingeräumten Finanzierungsrahmen gedeckt werden. Darüber hinaus erfolgt eine Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko, als auch gegen Inflations-, Ausfalls- und Fremdwährungsrisiko, durch Diversifikation in jederzeit veräußerbare Vermögenswerte.

Bonitätsrisiken

DO & CO hält durch ein zeitnahes Monitoring im Rahmen des Debitorenmanagements das Risiko von Zahlungsausfällen möglichst gering. Durch eine wöchentliche Berichterstattung der offenen aller Rechtseinheiten wird das Bonitätsrisiko der Kunden sehr zeitnahe überwacht und ermöglicht ein rasches Reagieren auf eine veränderte Situation.

Zusätzlich wird angestrebt, das Risiko des Zahlungsausfalls von Großkunden durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen und durch die Gewährung von Sicherheiten durch Kunden zu steuern.

Kreditversicherungen werden durch DO & CO nicht in Anspruch genommen. Veranlagungen erfolgen stets bei Finanzinstituten erster Bonität. Aus den übrigen originären Finanzinstrumenten sind keine wesentlichen Ausfallsrisiken zu erwarten. Das verbleibende Risiko wird durch Rückstellungen in angemessener Höhe abgedeckt.

Zinsrisiko

Finanzierungen entsprechen in ihrer Fristigkeit stets den durch sie finanzierten Projekten und erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Die Auswirkungen einer Zinssatzänderung werden in halbjährlich durchgeführten Sensitivitätsanalysen überprüft. Aktuell besteht kein wesentliches Risiko aus Zinsschwankungen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass DO & CO aufgrund des eingerichteten Risikomanagementsystems die Risiken für überschaubar und ausgleichbar bewertet.

Der erfolgreiche Fortbestand des Konzerns ist durch diese Risiken nicht beeinträchtigt.

3. Bericht über Forschung und Entwicklung

Im Unternehmen wird keine Forschung und Entwicklung betrieben.

4. Bericht über wesentliche Merkmale des internen Kontrollund Risikomanagementsystems in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Der Vorstand nimmt seine Verantwortung hinsichtlich der Ausgestaltung eines internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, des Rechnungslegungsprozesses sowie die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften wahr. Das interne Kontrollsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess gewährleistet die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit der Finanzinformationen und Datenverarbeitungssysteme. Es stellt sicher, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell ordnungsgemäß erfasst, aufbereitet, verarbeitet und in die Rechnungslegung übernommen werden. Ziel des internen Kontrollsystems ist es, effektive und sich ständig verbessernde interne Kontrollen hinsichtlich der Rechnungslegung zu gewährleisten und somit einen regelungskonformen Abschluss sicherzustellen. Zueckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Prozesse sowie die Einhaltung sämtlicher (gesetzlicher und anderer) Regelungen sichergestellt.

Die Verantwortlichkeiten in Bezug auf das interne Kontrollsystem wurden an die Unternehmensorganisation angepasst, um ein den Anforderungen entsprechendes und zufriedenstellendes Kontrollumfeld zu gewährleisten. Den zentralen Funktionen Konzernrechnungslegung und Konzerncontrolling obliegt die Ausgestaltung einheitlicher Konzernrichtlinien sowie die Organisation und Kontrolle der Finanzberichterstattung im Konzern.

Durch entsprechende organisatorische Maßnahmen wird die Einhaltung der Verfahren für die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung von Geschäftsfällen regelmäßig kontrolliert. Sämtliche Kontrollmaßnahmen finden im gesamten laufenden Geschäftsprozess Anwendung. Die Kontrollmaßnahmen reichen von der Durchsicht der verschiedenen Periodenergebnisse durch das Management bis hin zur spezifischen Überleitung von Konten und der Analyse der fortlaufenden Prozesse im Rechnungswesen. Die mit dem Rechnungslegungsprozess verbundenen Bereiche werden in quantitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.

Die verwendeten Datenverarbeitungssysteme werden gezielt weiterentwickelt und laufend optimiert. In diesem Zusammenhang wird auch auf die IT-Sicherheit besonderes Augenmerk gelegt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird durch entsprechende Berechtigungskonzepte der Zugriff auf die Unternehmensdaten geschützt. Diese restriktive Vergabe ermöglicht eine Trennung von sensiblen Tätigkeiten.

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Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche Vorgaben stellen die Basis für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess dar.

Die Finanzberichterstattung an den Aufsichtsrat und den Vorstand sowie das mittlere Management erfolgt regelmäßig, umfassend und zeitnah.

Der Rechnungslegungsprozess und die Finanzberichterstattung werden systematisch auf mögliche Risiken geprüft und regelmäßig vom Corporate Riskmanager evaluiert. Bei einem auftretenden Bedarf werden Optimierungsmaßnahmen rasch eingeleitet und umgesetzt, um so etwaigen Risiken bestmöglich entgegenzuwirken.

5. Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

Genehmigtes Kapital

In der ordentlichen Hauptversammlung am 5. Juli 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

Bedingtes Kapital

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 10. Juli 2008 wurde das Grundkapital der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Ihhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

Informationen gemäß § 243a Unternehmensgesetzbuch (UGB)

    1. zerlegt. Es gibt keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
    1. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Ubertragung von Aktien betreffen, auch wenn sie in Vereinbarungen zwischen Gesellschaftern enthalten sind, sind dem Vorstand derzeit nicht bekannt.
  • Die Attila Dogudan Privatstiftung mit 40,95 % sowie die DZR Immobilien und Beteiligungs GmbH ကံ mit 12,00 % halten zum Bilanzstichtag mehr als 10 % am Grundkapital der Gesellschaft.
  • ধ: Es gibt derzeit keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
  • DO & CO Mitarbeiter, die im Besitz von Aktien der Gesellschaft sind, üben ihr Stimmrecht 5. unmittelbar bei der Hauptversammlung aus.
    1. Es gibt keine Bestimmung und Abberufung des Vorstands, die sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergeben. Für die Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung genügt die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %). Für eine Anderung die nicht eine bedingte Kapitalerhöhung, ein genehmigtes Kapital oder eine ordentliche oder vereinfachte Kapitalherabsetzung zum Gegenstand hat, genügt die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals (und nicht die gesetzliche Mehrheit von 75 %).
    1. a) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital von derzeit Nominale EUR 19.488.000,- um bis zu weitere EUR 9.744.000,-- durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage - allenfalls in mehreren Tranchen - zu erhöhen und den Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen, b) mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn (i) die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, oder
    2. (ii) um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder

(iii) um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Das Grundkapital der Gesellschaft wird gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.795.200,00 durch Ausgabe von bis zu 3.897.600 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 10. Juli 2008 erhöht. Die Kapitalerhöhung darf nur so weit durchgeführt werden, als die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.

  • Es bestehen Vereinbarungen mit Abnehmern von Leistungen der DO & CO-Gruppe, die diese 8. Abnehmer berechtigen, im Falle eines Kontrollwechsels in der Gesellschaft das Vertragsverhältnis teilweise oder zur Gänze aufzukündigen. Eine namentliche Bekanntgabe dieser Vereinbarungen erfolgt nicht, weil eine solche der Gesellschaft erheblich schaden würde.
  • Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstands- und 9. Aufsichtsratsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines öffentlichen Übernahmeangebotes bestehen nicht.

Wien, am 13. Mai 2013

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Vorsitzender

Dr. Klaus PETERMANN e.h.

Dr. Haig ASENBAUER e.h.

Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h.

Grundlagen der Gesellschaft

Inhaltsverzeichnis Seite
1. Rechtliche Verhältnisse 2
2. Börsegang und Kapitalerhöhung 8
3. Steuerliche Verhältnisse ி

1. Rechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Aufstellung der Satzung vom 17. März 1997 errichtet. Die Satzung wurde mehrfach geändert, zuletzt mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juli 2012.

Die Firma der Gesellschaft lautet DO & CO Aktiengesellschaft.

Die Gesellschaft wird in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft betrieben und ist im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter der Firmenbuchnummer 156765m eingetragen.

Der Sitz der Gesellschaft ist Wien, wo sich auch die Geschäftsleitung befindet.

Der Gegenstand des Unternehmens ist gemäß § 3 Abs. 1 der Satzung:

  • die zentrale Koordination sämtlicher vom Unternehmensgegenstand sämtlicher DO & CO-Gesellschaften umfassten Aktivitäten als Strategie- und Finanzholding, sowie der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmungen, von eigenem und von fremden Vermögen, dies alles insbesondere für die operativen Bereiche Restaurants, Catering, Party-Service, Veranstaltungen, Hotels, Handel, Betriebsberatung und Logistik der DO & CO-Gruppe.

Der Unternehmensgegenstand der DO & CO-Gesellschaften umfasst insbesondere folgende Bereiche (gemäß § 3 Abs. 2 der Satzung):

  • a) im Bereich Restaurants:
    • die Errichtung und der Betrieb von Restaurants, Konditoreien und Cafes, auch in Flughäfen und Spielcasinos,
    • die Errichtung und der Betrieb von Einrichtungen zur Betriebsverpflegung,
    • die Verabreichung von Speisen jeder Art, der Verkauf von warmen und angerichteten kalten Speisen, der Ausschank von alkoholischen und nicht alkoholischen Getränken und der Verkauf dieser Getränke in unverschlossenen Gefäßen,
    • der Betrieb eines Gastgewerbes in welcher Form auch immer;
  • b) im Bereich Catering:
    • die Erzeugung, Verarbeitung und Zubereitung von Lebensmitteln zur Herstellung von Speisen auch zur Lieferung von Bordverpflegung für Luftfahrzeuge, Züge und andere Verkehrsmittel,
    • die Durchführung des Caterings für Unternehmen und Kunden jedweder Art;
  • c) im Bereich Party-Service:
    • die Erzeugung und Verarbeitung von allen Artikein der Nahrungs- und Genussmittelbranche,
    • die Durchführung des Party-Service für Unternehmen und Kunden jedweder Art;
  • d) im Bereich Veranstaltungen:
    • die Planung, die Organisation und die Durchführung von Veranstaltungen aller Art;
  • e) im Bereich Hotels:
    • die Errichtung und der Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben in Wien, Istanbul und an anderen ausgewählten Standorten;
  • f) im Bereich Loungen:
    • der Betrieb von Loungen auf Flughäfen, Bahnhöfen und sonstigen Einrichtungen;
  • g) im Bereich Lebensmittelproduktion:
    • die Herstellung und Lieferung von Lebensmittel an Gastronomie- und Handelsunternehmen;
  • h) im Bereich Handel:
    • der Groß- und Kleinhandel mit Lebensmitteln, Delikatessen und Getränken insbesondere unter Verwendung der eingetragenen Marken "DO & CO", "Demel" und "AIOLI" und "Henry - The Art of Living",
    • der Handel mit Waren aller Art, sowie deren Export und der Import,
    • die Handelsagentur;
  • i) im Bereich Betriebsberatung:
    • die Beratung von Veranstaltern und Großereignissen,
    • die Beratung von Flughafenbetreibern,
    • die Beratung von Catering-Unternehmen,
    • die Betreuung und Beratung des Managements von Catering-Unternehmen,
    • die Erstellung von Unternehmenskonzepten,
    • die Beratung auf allen Gebieten der Gastronomie;
  • j) im Bereich Logistik:
    • Tätigkeiten für die DO & CO-Gesellschaften, Verkehrsunternehmen und andere Unternehmungen, die zur Sicherung der räumlichen und zeitlichen Verfügbarkeit von Sachgütern für das Party-Service, das Catering und den Handel erforderlich sind,
    • die Besorgung logistischer Aufgaben aller Art;
  • k) im Bereich der Zentralverwaltung:
    • die Besorgung des Einkaufs,
    • die Besorgung des Marketings,
    • die Besorgung des Rechnungswesens/EDV,
    • die Besorgung der Finanzgebarung und
    • die Besorgung der Personalverwaltung;
  • l) im Bereich Beteiligungsverwaltung:
    • der Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen an Unternehmungen des In- und Auslandes,
    • die Geschäftsführung und Vertretung von Unternehmungen des In- und Auslandes.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 19.488.000,00 und ist in 9.744.000 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht zerlegt.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Juli 2012 wurde der Vorstand bis zum 30. Juni 2017 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates um bis zu EUR 9.744.000,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 neuen Stückaktien zu erhöhen.

  • Als Vorstände waren im Berichtsjahr bestellt:
    • Herr Attila DOGUDAN, Wien, als Vorsitzender des Vorstandes,
    • Herr Michael DOBERSBERGER, Wien, (bis 16. Juli 2012),
    • Herr Dr. Haig ASENBAUER, Wien, (seit 16. Juli 2012),
    • Herr Dr. Klaus PETERMANN, Wien, (seit 16. Juli 2012),
    • Herr Mag. Gottfried NEUMEISTER, Wien, (seit 16. Juli 2012).

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch eines von ihnen gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Prokura war im Berichtsjahr keine erteilt.

Der Aufsichtsrat der DO & CO Aktiengesellschaft setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen:

  • Herrn em. o. Univ.-Prof. DDr. Waldemar JUD, Graz, Vorsitzender des Aufsichtsrates,
  • Herrn Dr. Werner SPORN, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden des Aufsichtsrates,
  • Herrn Ing. Georg THURN-VRINTS, Poysbrunn,
  • Herrn Präs. Ökonomierat Dr. Christian KONRAD. Wien.

lm Berichtsjahr hat eine Hauptversammlung stattgefunden, bei der die nachstehend angeführten Punkte besprochen und die folgenden Beschlüsse gefasst wurden:

ordentliche Hauptversammlung am 5. Juli 2012:

  • Vorlage des festgestellten Jahresabschlusses und Lagebericht sowie des Konzernabschlusses und Konzernlagebericht zum 31. März 2012 des Vorstandes und des Berichtes des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011/2012,
  • Beschluss, den im Geschäftsjahr 2011/2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.384.800,00 unter Berücksichtigung der dividendenberechtigten Aktien auszuschütten,
  • Entlastung der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2011/2012,
  • Beschluss über die Ermächtigung des Vorstandes, gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 sowie Abs. 1a und 1b AktG eigene Aktien der Gesellschaft zu erwerben und diese allenfalls einzuziehen,
  • Beschluss über die Ermächtigung des Vorstandes, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 30. Juni 2017 um bis zu weitere EUR 9.744.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.872.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage, auch unter Ausschluss des Bezugsrechtes, zu erhöhen,
  • Beschlussfassung über Änderung der Satzung, insbesondere zur Änderung der Firma,
  • Beschlussfassung über die Vergütung für den Aufsichtsrat für das Geschäftsjahr 2011/2012,
  • Wahl des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012/2013.

Der Jahresabschluss zum 31. März 2012 wurde am 18. Juli 2012 beim Handelsgericht Wien eingereicht.

Die Gesellschaft ist zum Zeitpunkt unserer Prüfung wie folgt konzernmäßig verbunden:

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übriges Europa Ö Deutschland

USA

Großbritannien

Türkei

Österreich


というのです。
この日本は行

Hinsichtlich der Unternehmen, die zum Bilanzstichtag als verbundene Unternehmen anzusehen und im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, dürfen wir auf die Anlage 3b verweisen.

Mit Vereinbarung vom 21. Dezember 2012 ("share purchase agreement") erwarb die DO & CO Aktiengesellschaft sämtliche Anteile an der DO & CO Poland Service Sp. z o.o. (vormals: LOT Catering sp. z o. o.) von der Regionalny Fundusz Gospodarczy Spółka Akcyjna.

Folgende Unternehmen sind zum Bilanzstichtag als assoziierte Unternehmen anzusehen und werden im Wege der Equity-Konsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:

  • Sky Gourmet Malta Ltd., Malta (Anteil 40%),
  • Sky Gourmet Malta Inflight Services Ltd., Malta (Anteil 40%),
  • ISS Ground Services GmbH, Wien (Anteil 49%),
  • Fortnum & Mason Events Ltd., London (Anteil 50%).

Im Berichtsjahr haben folgende Aufsichtsratssitzungen stattgefunden:

72. Aufsichtsratssitzung am 15. Mai 2012:

  • Genehmigung des Protokolles der 71. Sitzung des Aufsichtsrates vom 2. Februar 2012,
  • Behandlung des um den Anhang erweiterten Jahresabschlusses samt Lagebericht, des Vorschlages für die Gewinnverteilung, des Corporate Governance Berichtes sowie des um den Anhang erweiterten Konzernabschlusses nebst Konzernlagebericht sowie Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über den Bericht des Aufsichtsrates, in Entsprechung der Vorschläge des Prüfungsausschusses,
  • Beschlussfassung über den Vorschlag für die Wahl des (Konzern-) Abschlussprüfers, in Entsprechung der Vorschläge des Prüfungsausschusses,
  • Bericht des Vorstandes über die laufenden Geschäfte und die Lage des Unternehmens,
  • Vorlage und Genehmigung des Budgets für das Geschäftsjahr 2012/2013,
  • Beschlussfassung über:
    • den Ausgleich des negativen Eigenkapitals in einem Tochterunternehmen,
    • Investitionen für den neuen Auftrag Bodrum International Terminal.
  • Diskussion über die neue Konzernstruktur,
  • Selbstevaluierung des Aufsichtsrates,
  • Vorstandsangelegenheiten,
  • Entsprechenserklärung hinsichtlich des OCGK 2012,
  • Vorbereitung der Hauptversammlung am 5. Juli 2012.

73. Aufsichtsratssitzung am 7. August 2012:

  • Genehmigung des Protokolls der 72. Sitzung des Aufsichtsrates vom 15. Mai 2012,
  • Bericht des Vorstandes über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie Bericht über die Ergebnisse des 1. Quartals 2012/2013,
  • Beschlussfassung über die Verteilung der Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2011/2012,
  • Beschlussfassung über:
    • die Gründung einer neuen ungarischen Tochtergesellschaft
  • Investitionen in der Unit New York
  • Bericht über und allfällige Beschlussfassung zu M&A-Aktivitäten.

74. Aufsichtsratssitzung am 6. November 2012:

  • Genehmigung des Protokolls der 73. Sitzung des Aufsichtsrates vom 7. August 2012,
  • Bericht des Vorstandes über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie Bericht über die Ergebnisse des 1. Halbjahres 2012/2013,
  • Bericht über und allfällige Beschlussfassung zu M&A-Aktivitäten.

75. Aufsichtsratssitzung am 30. Jänner 2013:

  • Genehmigung des Protokolls der 74. Sitzung des Aufsichtsrates vom 6. November 2012.
  • Bericht des Vorstandes über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens sowie Bericht über die Ergebnisse des 3. Quartals 2012/2013,
  • Bericht über und allfällige Beschlussfassung zu M&A-Aktivitäten,
  • Bericht über die Vorkehrung zur Bekämpfung von Korruption.

Zusätzlich haben zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses gemäß § 92 Abs. 4a AktG stattgefunden, in denen die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverwendung und des Lageberichtes erfolgten. Die Tätigkeitsschwerpunkte des Prüfungsausschusses lagen im Berichtsjahr bei der Behandlung des Management Letters zur (Konzern-) Abschlussprüfung 2011/2012, bei der Behandlung der Maßnahmen des Internen Kontrollsystems (IKS) sowie zur Funktionsfähigkeit des Risikomanagements, weiters bei der Umsetzung der internen Revision sowie bei den sonstigen in § 92 Abs 4a AktG zu setzenden Prüfungshandlungen.

Das Präsidium in seiner Funktion als Nominierungsausschuss tagte zweimal und hat die Bestellung von (neuen) Vorständen und eine neue Geschäftsordnung für den Vorstand diskutiert, insbesondere unter dem Gesichtspunkt einer neuen Konzernstruktur und der bereits erfolgten und angestrebten weiteren Expansion der Geschäftstätigkeit.

Das Präsidium in seiner Funktion als Vergütungsausschuss tagte einmal, hat die Vergütungspolitik überprüft und sich in diesem Zusammenhang mit der Gewährung von variablen Gehaltsbestandteilen für Mitglieder des Vorstands auf Basis der vertraglich vereinbarten Parameter befasst.

2. Börsegang und Kapitalerhöhung

Die DO & CO Aktiengesellschaft notiert seit 30. Juni 1998 an der Wiener Börse und seit 2. Dezember 2010 an der Istanbuler Börse.

Auf Grundlage der dem Vorstand in der Hauptversammlung vom 5. Juli 2007 erteilten Ermächtigung beschloss dieser am 7. November 2010, das Grundkapital der Gesellschaft gegen Bareinlagen von EUR 15.590.400,00 um einen Betrag von EUR 3.897.600,00 auf EUR 19.488.000,00 durch Ausgabe von 1.948.800 auf Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von EUR 2,00 mit einer Gewinnberechtigung ab 1. April 2010 zu erhöhen. Die auf die Kapitalerhöhung ausgegebenen neuen Aktien wurden zu einem Bezugs- und Angebotspreis von EUR 21,90 pro Aktie ausgegeben. Die Kapitalerhöhung erfolgte unter Wahrung der Bezugsrechte der Aktionäre gemäß § 153 Abs 6 AktG in der Weise, dass zur Zeichnung ausschließlich die ERSTE Group Bank AG mit der Verpflichtung zugelassen wurde, die neuen Aktien den bisherigen Aktionären zum Bezug anzubieten.

lm Geschäftsjahr 2010/11 stellte die Gesellschaft den Antrag auf Registrierung von Aktien an der Istanbuler Börse. Am 2. Dezember 2010 wurde der Börsenhandel im Segment Prime Market an der Istanbuler Börse aufgenommen.

Der Schlusskurs der Aktie am Bilanzstichtag betrug EUR 35,71 (Vorjahr EUR 29,18).

3. Steuerliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wird beim Finanzamt für den 1./23. Bezirk, unter der Steuernummer 397/4715, geführt.

Die letzte steuerliche Betriebsprüfung umfasste die Veranlagungsjahre 2002 bis 2005.

Die zuletzt von der Abgabenbehörde durchgeführte Veranlagung war die für das Wirtschaftsjahr 2010/2011.

Mit Vereinbarung vom 18. März 2005 wurde zwischen der alleinigen Gesellschafterin, der DO & CO Aktiengesellschaft als Gruppenträger und folgenden Tochtergesellschaften als Gruppenmitglieder eine Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG begründet:

  • AIOLI Airline Catering Austria GmbH
  • AIOLI Restaurants & Party-Service GmbH
  • B & B Betriebsrestaurants GmbH
  • DO & CO Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH
  • DO & CO Salzburg Restaurants & Betriebs GmbH DO & CO Albertina GmbH
  • DO & CO im Haas Haus Restaurantbetriebs GmbH
  • DO & CO Party-Service & Catering GmbH

Mit Vereinbarung vom 14. Februar 2006 wurde die bestehende Unternehmensgruppe um die Demel Salzburg Cafe-Restaurant Betriebs GmbH als Gruppenmitglied erweitert.

Mit Vereinbarung vom 8. Februar 2008 bzw. vom 31. März 2008 erfolgte eine Erweiterung der bestehenden Unternehmensgruppe um folgende Gruppenmitglieder:

  • DO & CO Airline Catering Austria GmbH
  • DO & CO Catering und Logistics Austria GmbH
  • DO & CO Event Austria GmbH

Mit Gruppenfeststellungsbescheid vom 3. Mai 2011 wurde die bestehende Unternehmensgruppe um das ausländische Gruppenmitglied DO & CO Italy S.r.l. erweitert. Die Berücksichtigung der nach österreichischen steuerrechtlichen Vorschriften ermittelten Verluste dieses Gruppenmitgliedes beim Gruppenträger erfolgt ab dem Veranlagungsjahr 2011.

Mit Gruppenfeststellungsbescheid vom 11. Mai 2012 wurde die bestehende Unternehmensgruppe um die im Vorjahr gegründeten Gesellschaften DO & CO Airline Logistics GmbH, DO & CO Facility Management GmbH, DO & CO Gourmet Kitchen Cold GmbH, DO & CO Gourmet Kitchen Hot GmbH, DO & CO Pastry GmbH, DO & CO Procurement GmbH und DO & CO Special Hospitality Services GmbH mit Wirkung ab dem Veranlagungsjahr 2012 erweitert.

Die Gruppenmitglieder sind - mit Ausnahme der DO & CO - Baden Restaurants & Veranstaltungs GmbH - jeweils zu 100 % finanziell verbundene Unternehmen. Der Anteil an der vorstehend genannten Gesellschaft wird treuhändig von einem Dritten gehalten und beläuft sich ebenfalls auf 100 %. Für sämtlich genannte inländischen Tochtergesellschaften wurden Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Diese Ergebnisabführungsverträge sind mangels Kündigung unverändert aufrecht, sodass auf die Regelung eines Steuerausgleiches verzichtet wurde. Darüber hinaus besteht mit sämtlichen inländischen Tochtergesellschaften eine Organschaft auf dem Gebiet der Umsatzsteuer gemäß den Bestimmungen des § 2 (2) UStG.

Wirtschaftliche Verhältnisse

Inhaltsverzeichnis Seite
Vermögenslage
2. Finanzlage - Geldflussrechnung CP
3. Ertragslage 5
4. Finanzielle Leistungsindikatoren (S
5. Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

1. Vermögenslage

Nachfolgend erläutern wir den Vermögens- und Kapitalaufbau der Gesellschaft zum 31. März 2013 und vergleichen sie mit den Daten der Bilanz zum 31. März 2012. Die sachlich zusammengehörenden Bilanzposten werden zusammengefasst. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sahen wir als langfristig an.

31.3.2013 31.3.2012 Veränderung
TFUR % TEUR 0/0 TEUR %
Lieferforderungen 261 0,1 85 0,0 176 206,0
Konzernforderungen 70.751 34,9 55.794 27.7 14.956 26,8
Ubrige Forderungen 26.198 12,9 43.762 21,7 -17.564 -40,1
Liquide Mittel 16.326 8,1 40.044 19,9 -23.718 -59,2
Rechnungsabgrenzungsposten 134 0,1 214 0,1 -80 -37,2
Umlaufvermögen kurzfristig 113.671 56,1 139.900 69,4 -26.230 -18,7
Rückstellungen 13.638 6,7 11.509 5,7 2.129 18,5
Lieferantenverbindlichkeiten 810 0,4 997 0,5 -187 -18,7
Übrige Verbindlichkeiten 2.617 1,3 3.405 1,7 -788 -23,1
Konzernverbindlichkeiten 45.761 22,6 50.209 24,9 -4.447 -8,9
Rechnungsabgrenzungsposten 150 0,1 635 0,3 -485 -76,4
Fremdkapital kurzfristig 62.976 31,1 66.754 33,1 -3.778 -5,7
Nettoumlaufvermögen
(working capital)
20 (201 25,0 73.146 36,3 -22.4592 -30,7
Immaterielle
Vermögensgegenstände
318 0,2 265 0,1 53 20,0
Sachanlagen 3.374 1,7 2.755 1,4 619 22,5
Finanzanlagen 63.561 31,4 38.417 19,1 25.144 65,4
Umlaufvermögen langfristig 21.647 10,7 20.297 10, 1 1.351 6,7
Langfristig realisierbares
Vermögen
88.900 43,9 61.733 30,6 27.167 44,0
Rückstellungen 2.824 1,4 2.408 1,2 416 17,3
Fremdkapital langfristig 2.824 1,4 2.408 1,2 416 17,3
Eigenkapital 136.770 67,5 132.471 65,7 4.299 3,2
Reinvermögen 136.770 67,5 132.471 65,7 4.7299 3,2
2024571 100 201.634 0,5
Bilanzsumme 100 937

2. Finanzlage - Geldflussrechnung

Die Finanzlage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2012/13
TEUR
2011/12
TEUR
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 11.764 16.164
Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Investitionsbereiches
562 381
Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des
Investitionsbereiches
-978 -1.362
Verlust aus dem Abgang von
Vermögensgegenständen
6 -3
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -529 441
Geldfluss aus dem Ergebnis 10.824 15.674
Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Aktiva
-1.091 -1.155
Zunahme von Rückstellungen 1.285 420
Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Passiva
-1.460 1.582
Veränderung der Konzernforderungen und Konzernver-
bindlichkeiten (ausgenommen Investitionen und Finanzierung)
-25.542 -15.535
2 Netto-Geldabfluss aus der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
-15.985 935
Zahlungen für Ertragsteuern -1.735 -5.019
Netto-Geldabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -17.720 -4.084
Einzahlungen aus
Anlagenabgang (ohne Finanzanlagen)
36 3
Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und
sonstigen Finanzinvestitionen (ohne Ausleihungen)
2 0
Auszahlungen für
Anlagenzugang (ohne Finanzanlagen)
-1.212 -762
Auszahlungen für Finanzanlagenzugang und
sonstige Finanzinvestitionen
-16.106 -43.391
Veränderung von sonstigen Finanzinvestitionen (inkl. Ausleihungen) 9.527 15.236
Veränderung der Ford. und Verb. aus Ergebnisüberrechnungen 1.716 -1.358
Ergebnisüberrechnungen 13.840 15.555
Σ Netto-Geldzufluss aus der Investitionstätigkeit 7.803 -14.747
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 16.326 40.044
Finanzmittelbestand am Beginn der Periode 40.044 47 975
Zahlungswirksame Veränderung des
Finanzmittelbestandes
-23.718 -7.930
2 Netto-Geldabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -13.801 10.871
Veränderungen der Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling
-9.416 14.282
Auszahlungen aus der Bedienung
des Eigenkapitals
-4.385 -3 410

3. Ertragslage

Die Ertragslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2012/13 2011/12 Veränderung
TEUR 0/0 TEUR 0/0 TEUR 0/0
Umsatzerlöse 25.598 85,6 24.247 96,8 1.351 5,6
Sonstige betriebliche Erträge 4.298 14,4 794 3,2 3.504 441,5
Betriebliche Erträge 29.895 100,0 25.041 100,0 4.854 19,4
Materialaufwand -7.423 -24,8 -4.333 -17,3 3.090 71,3
Personalaufwand -16.523 -55,3 -13.780 -55,0 2.743 19,9
Abschreibungen -498 -1,7 -346 -1.4 152 43,8
Sonstiger betrieblicher Aufwand -10.403 -34,8 -9.656 -38,6 747 7,7
Betriebsergebnis -4.952 -16,6 -3.074 -12,3 1.878 61,1
Finanzerträge 19.116 63,9 21.844 87,2 -2.729 -12,5
Finanzaufwendungen -2.400 -8,0 -2.606 -10.4 -206 -7,9
Finanzergebnis 16.716 55,9 19.238 76,8 -2.522 -13,1
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit 11.764 39,4 16.164 64,6 -4.401 -27,2
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.080 -10,3 -4.181 -16.7 -1.101 -26,3
Jahresüberschuss 8.684 29,0 11.983 47,9 -3.299 -27,5
Zuweisung von Rücklagen -3.812 -12,8 -7.598 -30,3 -3.787 -49,8
Bilanzgewinn 4.872 16,3 4.385 17,5 487 11,1

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Kennzahlen zur Ertragslage

2011/12 2012/13
Umsatzerlöse (Sales)
Umsatzerlöse
1000 24.247 25.598
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Earnings before Interest and Tax - EBIT)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
1000 16.519 11.916
Umsatzrentabilität (Return on sales - ROS)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Umsatzerlöse 68% 47%
Eigenkapitalrentabilität (Return on equity - ROE)
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
Eigenkapital 12% 0%
Gesamtkapitalrentabilität (Return on investment - ROI)
Ergebnis vor Zinsen und Steuern
Gesamtkapital
8% 6%
Kennzahlen zur Vermögens- und Finanzlage
2011/12 2012/13
Nettoverschuldung (Net Debt)
Verzinsliches Fremdkapital -
- Flüssige Mittel
1000
0 0
Nettoumlaufvermögen (Working Capital)
Umlaufvermögen - Langfristiges
Umlaufvermögen - Kurzfristiges Fremdkapital
1000 73.146 50.694
Eigenkapitalquote (Equity Ratio)
Eigenkapital
Gesamtkapital 66% 68%

Nettoverschuldungsgrad (Gearing)

Nettoverschuldung
Eigenkapital 0% 0%

5. Kennzahlen gemäß Unternehmensreorganisationsgesetz (URG)

2012/13
Eigenmittelquote (§ 23 URG)
Eigenkapital +
Unversteuerte Rücklagen x 100
Gesamtkapital 67,52%
- Erhaltene Anzahlungen
Fiktive Schuldentilgungsdauer in Jahren (§ 24 Abs. 1 URG)
Effektivverschuldung
Mittelüberschuss 5,58
Effektivverschuldung (§ 24 Abs. 1 URG)
Fremdkapital - Liquide Mittel
- Erhaltene Anzahlungen
1000 49.324
Mittelüberschuss (§ 24 Abs. 2 URG) 2012/13
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit (EGT)
11.764
./. Auf EGT entfallende Steuern -3.080
+ Abschreibungen auf das
Anlagevermögen 562
+ Verluste aus dem Abgang
von Anlagevermögen 6
./. Zuschreibungen zum
Anlagevermögen -828
Veränderung langfristiger
Rückstellungen 416

Allgemeine Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe (AAB 2011)

Festgestellt vom Arbeitskreis für Honorarfragen und Auftragsbedingungen bei der Kammer der Wirtschaftstreuhänder und zur Anwendung empfohlen vom Vorstand der Kammer der Wirtschaftstreuhänder mit Beschluss vom 8.3.2000, adaptiert vom Arbeitskreis für Honorarfragen und Auftragsbedingungen am 23.5.2002, am 21.10.2004, am 18.12.2006, am 31.8.2007, am 26.2.2008, am 30.6.2009, am 22.3.2010 sowie am 21.02.2011.

Präambei und Allgemeines

Diese Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschafts-(1) treuhandberufe gliedern sich in vier Teile: Der I. Teil betrifft Verträge, die als Werkverträge anzusehen sind, mit Ausnahme von Verträgen über die Führung der Bücher, die Vornahme der Personalsachbearbeitung und der Abgabenverrechnung, der II. Teil betrifft Werkverträge über die Führung der Bücher, die Vornahme der Personalsachbearbeitung und der Abgabenverrechnung; der III. Teil hat Verträge, die nicht Werkverträge darstellen und der IV. Teil hat Verbrauchergeschäfte zum Gegenstand.

Für alle Teile der Auftragsbedingungen gilt, dass, falls einzelne Bestimmungen unwirksam sein sollten, dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Die unwirksame Bestimmung ist durch eine gültige, die dem angestrebten Ziel möglichst nahe kommt, zu ersetzen.

Für alle Teile der Auftragsbedingungen gilt weiters, dass der zur Ausübung eines Wirtschaftstreuhandberufes Berechtigte verpflichtet ist, bel der Erfüllung der vereinbarten Leistung nach den Grundsätzen ordnungsgemäßer Berufsausübung vorzugehen. Er ist berechtigt, sich zur Durchführung des Auftrages hiefür geeigneter Mitarbeiter zu bedienen.

Für alle Teile der Auftragsbedingungen gilt schließlich, dass ausländisches Recht vom Berufsberechtigten nur bei ausdrücklicher schriftlicher Vereinbarung zu berücksichtigen ist.

Die in der Kanzlei des Berufsberechtigten erstellten Arbeiten können (5) nach Wahl des Berufsberechtigten entweder mit oder ohne elektronische Datenverarbeitung erstellt werden. Für den Fall des Einsatzes von elektronischer Datenverarbeitung ist der Auftraggeber, nicht der Registrierungen oder Verständigungen vorzunehmen.

(6) Der Auftraggeber verpflichtet sich, Mitarbeiter des Berufsberechtigten während und binnen eines Jahres nach Beendigung des Auftragsverhältnisses nicht in seinem Unternehmen oder in einem ihm nahestehenden Unternehmen zu beschäftigen, widrigenfalls er sich zur Bezahlung eines Jahresbezuges des übernommenen Mitarbeiters an den Berufsberechtigten verpflichtet.

I.TEIL

1. Geltungsbereich

Die Auftragsbedingungen des I. Teiles gelten für Verträge über (1) (gesetzliche und freiwillige) Prüfungen mit und ohne Bestätigungsvermerk, Gutachten, gerichtiiche Sachverständigentätigkeit, Erstellung von Jahresund anderen Abschlüssen, Steuerberatungstätigkeit und über andere im Rahmen eines Werkvertrages zu erbringende Tätigkeiten mit Ausnahme der Führung der Bücher, der Vornahme der Personalsachbearbeitung und der Abgabenverrechnung,

Die Auftragsbedingungen gelten, wenn ihre Anwendung (2) ausdrücklich oder stillschweigend vereinbart ist. Darüber hinaus sind sie mangels anderer Vereinbarung Auslegungsbehelf.

Punkt 8 glit auch gegenüber Dritten, die vom Beauftragten zur Erfüllung des Auftrages im Einzelfall herangezogen werden.

2. Umfang und Ausführung des Auftrages

Auf die Absätze 3 und 4 der Präambel wird verwiesen. (1)

Ändert sich die Rechtslage nach Abgabe der abschließenden (2) beruflichen schrifflichen als auch mündlichen Äußerung, so ist der Berufsberechtigte nicht veroflichtet, den

Auftraggeber auf Änderungen oder sich daraus ergebende Folgerungen hinzuweisen. Dies gilt auch für abgeschlossene Teile eines Auftrages.

Ein vom Berufsberechtigten bei einer Behörde (z.B. Finanzamt, (3) Sozialversicherungsträger) elektronisch eingereichtes Anbringen Ist als

nicht von ihm beziehungswelse vom übermittelnden Bevollmächtigten unterschrieben anzusehen.

3. Aufklärungspflicht des Auftraggebers; Vollständigkeitserklärung

Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Berufsberechtigten auch ohne dessen besondere Aufforderung alle für die Ausführung des Auftrages notwendigen Unterlagen rechtzeitig vorgelegt werden und ihm von allen Vorgängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Auftrages von Bedeutung sein können. Dies gilt auch für die Unterlagen, Vorgänge und Umstände, die erst während der Tätigkeit des Berufsberechtigten bekannt werden.

Der Auftraggeber hat dem Berufsberechtigten die Vollständigkeit der vorgelegten Unterlagen sowie der gegebenen Auskünfte und im Falle von Prüfungen, Gutachten und Erklärungen bestätigen. Diese Sachverständigentätigkeit schriftlich zu Vollständigkeitserklärung kann auf den berufsüblichen Formularen abgegeben werden.

Wenn bei der Erstellung von Jahresabschlüssen und anderen (3) Abschlüssen vom Auftraggeber erhebliche Risken nicht bekannt gegeben worden sind, bestehen für den Auftragnehmer insoweit keinerlei Ersatzpflichten.

4. Sicherung der Unabhängigkeit

(1) Der Auftraggeber ist verpflichtet, alle Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindem, dass die Unabhängigkeit der Mitarbeiter des Berufsberechtigten gefährdet wird, und hat selbst jede Gefährdung dieser Unabhängigkeit zu unterlassen. Dies gilt insbesondere für Angebote auf Anstellung und für Angebote, Aufträge auf eigene Rechnung zu übernehmen.

(2) Der Auftraggeber stimmt zu, dass seine persönlichen Daten, (1) Auftraggeber vereinbarten Leistungen (sowohl Prüfungs- als auch Nichtprüfungsleistungen) zum Zweck der Überprüfung des Vorliegens von Befangenheits- oder Ausschließungsgründen iSd §§ 271 ff UGB im Informationsverbund (Netzwerk), dem der Berufsberechtigte angehört, verarbeitet und zu diesem Zweck an die übrigen Mitglieder des Informationsverbundes (Netzwerkes) auch ins Ausland übermittelt werden (eine Liste aller Übermittlungsempfänger wird dem Auftraggeber auf dessen Wunsch vom beauftragten Berufsberechtigten zugesandt). Hierfür entbindet Auftraggeber den Berufsberechtigten nach dem der Datenschutzgesetz und gem § 91 Abs 4 Z 2 WTBG ausdrücklich von dessen Verschwiegenheitspflicht. Der Auftraggeber nimmt in diesem Zusammenhang des Weiteren zur Kenntnis, dass in Staaten, die nicht Mitglieder der EU sind, ein niedrigeres Datenschutzniveau als in der EU herrschen kann. Der Auftraggeber kann diese Zustimmung iederzeit schriftlich an den Berufsberechtigten widerrufen.

5. Berichterstattung und Kommunikation

(1) Bel Prüfungen und Gutachten ist, sowelt nichts anderes vereinbart wurde, ein schriftlicher Bericht zu erstatten.

Alle Auskünfte und Stellungnahmen vom Berufsberechtigten und /2) seinen Mitarbeitern sind nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich erfolgen oder schriftlich bestätigt werden. Als schriftliche Stellungnahmen gelten nur solche, bei denen eine firmenmäßige Unterfertigung erfolgt. Als Stellungnahmen gelten gelten keinesfalls Auskünfte auf schriftliche elektronischem Wege, insbesondere auch nicht per E-Mail.

(3) Bei elektronischer Übermittlung von Informationen und Daten können Übertragungsfehler nicht ausgeschlossen werden. Der Berufsberechtigte und seine Mitarbeiter haften nicht für Schäden, die durch die elektronische Übermittlung verursacht werden. Die elektronische Übermittlung erfolgt ausschließlich auf Gefahr des Auftraggebers. Dem Auftraggeber ist es bewusst, dass bei Benutzung des Internet die Gehelmhaltung nicht gesichert ist. Weiters sind Änderungen oder Ergänzungen zu Dokumenten, die übersandt werden, nur mit ausdrücklicher Zustimmung zulässia.

(4) Der Empfang und die Weiterleitung von Informationen an den Berufsberechtigten und seine Mitarbeiter sind bei Verwendung von insbesondere in Verbindung von automatischen Telefon -Anrufbeantwortungssystemen, Fax, E-Mail und anderen elektronischen Kommunikationsmittel - nicht immer sichergestellt. Aufträge und wichtige Informationen gelten daher dem Berufsberechtigten nur dann als zugegangen, wenn sie auch schriftlich zugegangen sind, es sei denn, es wird im Einzelfall der Empfang ausdrücklich bestätigt. Automatische Übermittlungs- und Lesebestätigungen gelten nicht als solche ausdrücklichen Empfangsbestätigungen. Dies gilt insbesondere für die Übermittlung von Bescheiden und anderen Informationen über Fristen. Kritische und wichtige Mittellungen müssen daher per Post oder Kurier an den Berufsberechtigten gesandt werden. Die Übergabe von Schriftstücken an Mitarbeiter außerhalb der Kanzlei gilt nicht als Übergabe.

(5) Der Auftraggeber stimmt zu, dass er vom Berufsberechtigten wiederkehrend allgemeine steuerrechtliche und aligemeine wirtschaftsrechtliche Informationen elektronisch übermittelt bekommt. Es handelt sich dabei nicht um unerbetene Nachrichten gemäß § 107 TKG.

6. Schutz des geistigen Eigentums des Berufsberechtigten

Der Auftraggeber ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die im Rahmen des Auftrages vom Berufsberechtigten erstellten Berichte, Gutachten. Organisationspläne. Entwürfe. Zeichnungen, Berechnungen und dergleichen nur für Auftragszwecke (z.B. gemäß § 44 Abs 3 EStG 1988) verwendet werden. Im Übrigen bedarf die Weitergabe beruflicher schriftlicher als auch mündlicher Äußerungen des Berufsberechtigten an einen Dritten zur Nutzung der schriftlichen Zustimmung des Berufsberechtigten.

Die Verwendung schriftlicher als auch mündlicher beruflicher Äußerungen des Berufsberechtigten zu Werbezwecken ist unzulässig; ein Verstoß berechtigt den Berufsberechtigten zur fristlosen Kündigung aller noch nicht durchgeführten Aufträge des Auftraggebers.

Dem Berufsberechtigten verbleibt an seinen Leistungen das Urheberrecht. Die Einräumung von Werknutzungsbewilligungen bleibt der schriftlichen Zustimmung des Berufsberechtigten vorbehalten.

7. Mängelbeseitigung

(1) Der Berufsberechtigte ist berechtigt und verpflichtet, nachträglich hervorkommende Unrichtigkeiten und Mängel in seiner beruflichen schriftlicher als auch mündlicher Äußerung zu beseitigen, und verpflichtet, den Auftraggeber hievon unverzüglich zu verständigen. Er ist berechtigt, auch über die ursprüngliche Äußerung informierte Dritte von der Änderung zu verständigen.

Der Auftraggeber hat Anspruch auf die kostenlose Beseitigung von (2) Unrichtigkeiten, sofern diese durch den Auftragnehmer zu vertreten sind; dieser Anspruch erlischt sechs Monate nach erbrachter Leistung des Berufsberechtigten bzw. - falls eine schriftliche Äußerung nicht abgegeben wird - sechs Monate nach Beendigung der beanstandeten Tätigkeit des Berufsberechtigten.

Der Auftraggeber hat bei Fehlschlägen der Nachbesserung (3) etwalger Mängel Anspruch auf Minderung. Soweit darüber hinaus Schadenersatzansprüche bestehen, gilf Punkt 8.

8. Haftung

(1) Der Berufsberechtigte haftet nur für vorsätzliche und grob fahrlässig verschuldete Verletzung der übernommenen Verpflichtungen.

Im Falle grober Fahrlässigkeit beträgt die Ersatzpflicht des (2) zehnfache Berufsberechtigten höchstens das der Mindestversicherungssumme der Berufshaftpflichtversicherung gemäß § 11 Wirtschaftstreuhandberufsgesetz (WTBG) in der jewells geltenden Fassung.

Jeder Schadenersatzanspruch kann nur innerhalb von sechs Monaten nachdem der oder die Anspruchsberechtigten von dem Schaden Kenntnis erlangt haben, spätestens aber innerhalb von drei Jahren ab Eintritt des (Primär)Schadens nach dem anspruchsbegründenden Ereignis gerichtlich geltend gemacht werden, sofern nicht in gesetzlichen Vorschriften zwingend andere Verjährungsfristen festgesetzt sind.

Gilt für Tätigkeiten § 275 UGB kraft zwingenden Rechtes, so gelten (4) die Haftungsnormen des § 275 UGB insoweit sie zwingenden Rechtes sind und zwar auch dann, wenn an der Durchführung des Auftrages mehrere Personen beteiligt gewesen oder mehrere zum Ersatz verpflichtete Handlungen begangen worden sind, und ohne Rücksicht darauf, ob andere Beteiligte vorsätzlich gehandelt haben.

In Fällen, in denen ein förmlicher Bestätigungsvermerk erteilt wird, beginnt die Verjährungsfrist spätestens mit Erteilung des Bestätigungsvermerkes zu laufen.

Wird die Tätigkeit unter Einschaltung eines Dritten, z.B. eines (6) Daten verarbeitenden Unternehmens, durchgeführt und der Auftraggeber hievon benachrichtigt, so gelten nach Gesetz und den Bedingungen des Dritten entstehende Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche gegen den Dritten als an den Auftraggeber abgetreten. Der Berufsberechtigte haftet nur für Verschulden bei der Auswahl des Dritten.

Eine Haftung des Berufsberechtigten einem Dritten gegenüber wird (7) bei Weitergabe schriftlicher als auch mündlicher beruflicher Äußerungen durch den Auftraggeber ohne Zustimmung oder Kenntnis des Berufsberechtigten nicht begründet.

Die vorstehenden Bestimmungen gelten nicht nur im Verhältnis zum Auftraggeber, sondern auch gegenüber Dritten, soweit ihnen der Berufsberechtigte ausnahmsweise doch für seine Tätigkeit haften sollte. Ein Dritter kann iedenfalls keine Ansprüche stellen, die über einen Anspruch des Auftraggebers Auftraggebers Die alfälligen Haftungshöchstsumme gilt nur insgesamt einmal für alle Geschädigten, einschließlich der Ersatzansprüche des Auftraggebers selbst, auch wenn mehrere Personen (der Auftraggeber und ein Dritter oder auch mehrere Dritte) geschädigt worden sind: Geschädigte werden nach ihrem Zuvorkommen befriedigt.

9. Verschwiegenheitspflicht, Datenschutz

Der Berufsberechtigte ist gemäß § 91 WTBG verpflichtet, über alle Angelegenheiten, die ihm im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit für den Auftraggeber bekannt werden. Stillschweigen zu bewahren, es sei denn. dass der Auftraggeber ihn von dieser Schweigepflicht entbindet oder gesetzliche Äußerungspflichten entgegen stehen.

Der Berufsberechtigte darf Berichte, Gutachten und sonstige (2) schriftliche Äußerungen über die Ergebnisse seiner Tätigkelt Dritten nur mit Einwilligung des Auftraggebers aushändigen, es sei denn, dass eine gesetzliche Verpflichtung hiezu besteht.

(3) Der Berufsberechtigte ist befugt, ihm anvertraute personenbezogene Daten im Rahmen der Zweckbestimmung des Auftrages zu verarbeiten oder durch Dritte gemäß Punkt 8 Abs 6 verarbeiten zu lassen. Der Berufsberechtigte gewährleistet gemäß § 15 Datenschutzgesetz (Datenträger, Daten, Konfrollzahlen. Analysen und Programme) sowie alle Ergebnisse aus der Durchführung der Arbeiten werden grundsätzlich dem Auftraggeber gemäß § 11 Datenschutzgesetz zurückgegeben, es sei denn, dass ein schriftlicher Auftrag seitens des Auftraggebers vorliegt, Material bzw. Ergebnis an Dritte weiterzugeben. Der Berufsberechtigte verpflichtet sich, Vorsorge zu treffen, dass der Auftraggeber seiner Auskunftspflicht laut § 26 Datenschutzgesetz nachkommen kann. Die dazu notwendigen Aufträge des Auftraggebers sind schriftlich an den Berufsberechtigten weiterzugeben. Sofern für solche Auskunftsarbeiten kein Honorar vereinbart wurde, ist nach tatsächlichem Aufwand an den Auftraggeber zu verrechnen. Der Verpflichtung zur Information der Betroffenen bzw. Registrierung im Datenverarbeitungsregister hat der Auftraggeber nachzukommen, sofern nichts Anderes ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde.

10. Kündigung

Soweit nicht etwas Anderes schriftlich vereinbart oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist, können die Vertragspartner den Vertrag iederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen. Der Honoraranspruch bestimmt sich nach Punkt 12

Ein - im Zweifel stets anzunehmender - Dauerauftrag (auch mit (2) Pauschalvergütung) kann allerdings, soweit nichts Anderes schrifflich vereinbart Ist, ohne Vorliegen eines wichtigen Grundes (vergleiche § 88 Abs 4 WTBG) nur unter Einhaltung einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Bei einem gekündigten Dauerauftragsverhältnis zählen - außer in Fällen des Abs 5 - nur jene einzelnen Werke zum verbleibenden Auftragsstand, deren vollständige oder überwiegende Ausführung innerhalb der Kündigungsfrist möglich ist, wobel Jahresabschlüsse und Jahressteuererklärungen innerhalb von 2 Monaten nach Bilanzstichtag als überwiegend ausführbar anzusehen sind. Diesfalls sind sie auch tatsächlich innerhalb berufsüblicher Frist fertig zu stellen, sofern sämtliche erforderlichen Unterlagen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden und soweit nicht ein wichtiger Grund ISd § 88 Abs 4 WTBG vorliegt.

Im Falle der Kündigung gemäß Abs 2 ist dem Auftraggeben (4) innerhalb Monatsfrist schriftlich bekannt zu geben, welche Werke im Zeitpunkt der Kündigung des Auftragsverhältnisses noch zum fertig zu stellenden Auftragsstand zählen.

Unterbleibt die Bekanntgabe von noch auszuführenden Werken (5) innerhalb dieser Frist, so gilt der Dauerauftrag mit Fertigstellung der zum Zeitpunkt des Einlangens der Kündigungserklärung begonnenen Werke als beendet.

Wären bei einem Dauerauftragsverhältnis im Sinne der Abs 2 und (6) 3 - gleichgültlg aus welchem Grunde - mehr als 2 gleichartige, üblicherweise nur einmal jährlich zu erstellende Werke (z.B. Jahresabschlüsse, Steuererklärungen etc.) fertig zu stellen, so zählen die darüber hinaus gehenden Werke nur bei ausdrücklichem Einverständnis des Auftraggebers zum verbleibenden Auftragsstand. Auf diesen Umstand ist der Auftraggeber in der Mitteilung gemäß Abs 4 gegebenenfalls ausdrücklich hinzuweisen.

11. Annahmeverzug und unterlassene Mitwirkung des Auftraggebers

Kommt der Auftraggeber mit der Annahme der vom Berufsberechtigten angebotenen Leistung in Verzug oder unterlässt der Auftraggeber eine ihm nach Punkt 3 oder sonst wie obliegende Mitwirkung, so ist der Berufsberechtigte zur fristlosen Kündigung des Vertrages berechtigt. Seine Honoraransprüche bestimmen sich nach Punkt 12. Annahmeverzug sowie unterlassene Mitwirkung seitens des Auftraggebers begründen auch dann den Anspruch des Berufsberechtigten auf Ersatz der ihm hierdurch entstandenen Mehraufwendungen sowie des verursachten Schadens, wenn der Berufsberechtigte von seinem Kündigungsrecht keinen Gebrauch macht.

12. Honoraranspruch

(1) Unterbleibt die Ausführung des Auftrages (z.B. wegen Kündigung), so gebührt dem Berufsberechtigten gleichwohl das vereinbarte Entgelt. wenn er zur Leistung bereit war und durch Umstände, deren Ursache auf Selten des Bestellers liegen, daran verhindert worden ist (§ 1168 ABGB); der Berufsberechtigte braucht sich in diesem Fall nicht anrechnen zu lassen, was er durch anderweitige Verwendung seiner und seiner Mitarbeiter Arbeitskraft erwirbt oder zu erwerben unterlässt.

Unterbleibt eine zur Ausführung des Werkes erforderliche Mitwirkung des Auftraggebers, so ist der Berufsberechtigte auch berechtigt, ihm zur Nachholung eine angemessene Frist zu setzen mit der Erklärung, dass nach fruchtlosem Verstreichen der Frist der Vertrag als aufgehoben gelte, im Übrigen gelten die Folgen des Abs 1.

Kündlgt der Berufsberechtigte ohne wichtigen Grund zur Unzeit, so (3) hat er dem Auftraggeber den daraus entstandenen Schaden nach Maßgabe des Punktes 8 zu ersetzen.

Ist der Auftraggeber - auf die Rechtslage hingewiesen - damit (4) einverstanden, dass sein bisheriger Vertreter den Auftrag ordnungsgemäß zu Ende führt, so ist der Auftrag auch auszuführen.

13. Honorar

(1) Sofern nicht ausdrücklich Unentgeltlichkeit, aber auch nichts Anderes vereinbart ist. wird gemäß § 1004 und § 1152 ABGB eine angemessenen Entlohnung geschuldet. Sofern nicht nachweislich eine andere Vereinbarung getroffen wurde sind Zahlungen des Auftraggebers immer auf die älteste Schuld anzurechnen. Der Honoraranspruch des Berufsberechtigten ergibt sich aus der zwischen ihm und seinem Auftraggeber getroffenen Vereinbarung.

Das gute Einvernehmen zwischen den zur Ausübung eines Wirtschaftstreuhandberufes Berechtigten und ihren Auftraggebern wird vor allem durch möglichst klare Entgeltvereinbarungen bewirkt.

Die kleinste verrechenbare Leistungseinheit beträgt eine viertel (3) Stunde.

Auch die Wegzeit wird üblicherwelse im notwendigen Umfang (4) verrechnet.

Das Aktenstudium in der eigenen Kanzlei, das nach Art und (5) Umfang zur Vorbereitung des Berufsberechtigten notwendig ist, kann gesondert verrechnet werden.

Erweist sich durch nachträglich hervorgekommene besondere (6) Umstände oder besondere Inanspruchnahme durch den Auftraggeber ein bereits vereinbartes Entgelt als unzureichend, so sind Nachverhandlungen mit dem Ziel, ein angemessenes Entgelt nachträglich zu vereinbaren. üblich. Dies ist auch bei unzureichenden Pauschalhonoraren üblich.

Die Berufsberechtigten verrechnen die Nebenkosten und die Umsatzsteuer zusätzlich.

Zu den Nebenkosten zählen auch belegte oder pauschalierte (8) Barauslagen, Reisespesen (bei Bahnfahrten 1. Klasse, gegebenenfalls Schlafwagen), Diäten, Kilometergeld, Fotokopierkosten und ähnliche Nebenkosten.

Bei besonderen Haftpflichtversicherungserfordernissen zählen die betreffenden Versicherungsprämien zu den Nebenkosten.

(10) Weiters so sind a als Nebenkosten auch Personal- und Sachaufwendungen für die Erstellung von Berichten, Gutachten uä. anzusehen.

(11) Für die Ausführung eines Auftrages, dessen gemeinschaftliche Erledigung mehreren Berufsberechtigten übertragen worden ist, wird von jedem das seiner Tätigkeit entsprechende Entgelt verrechnet.

Entgelte und Entgeltvorschüsse sind mangels anderer (12) Vereinbarungen sofort nach deren schriftlicher Geltendmachung fällig. Für Entgeltzahlungen, die später als 14 Tage nach Fälligkeit geleistet werden, können Verzugszinsen verrechnet werden. Bel beiderseitigen Unternehmergeschäften gelten Verzugszinsen in der Höhe von 8 % über dem Basiszinssatz als vereinbart (slehe § 352 UGB),

(13) Die Verjährung richtet sich nach § 1486 ABGB und beginnt mit Ende der Leistung bzw. mit späterer, in angemessener Frist erfolgter Rechnungslegung zu laufen.

(14) Gegen Rechnungen kann innerhalb von 4 Wochen ab Rechnungsdatum schriftlich beim Berufsberechtigten Einspruch erhoben werden. Andernfalls gilt die Rechnung als anerkannt. Die Aufnahme einer Rechnung in die Bücher gilt jedenfalls als Anerkenntnis,

(15) Auf die Anwendung des § 934 ABGB im Sinne des § 351 UGB, das ist die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte für Geschäfte unter Unternehmern, wird verzichtet.

14. Sonstiges

Der Berufsberechtigte hat neben der angemessenen Gebührenoder Honorarforderung Anspruch auf Ersatz seiner Auslagen. Er kann entsprechende Vorschüsse verlangen und seine (fortgesetzte)-Tätigkeit von der Zahlung dieser Vorschüsse abhängig machen. Er kann auch die Auslieferung des Leistungsergebnisses von der vollen Befriedigung seiner Ansprüche abhängig machen. Auf das gesetzliche Zurückbehaltungsrecht (§ 471 ABGB, § 369 UGB) wird in diesem Zusammenhang verwiesen. Wird das Zurückbehaltungsrecht zu Unrecht ausgeübt, haftet der Berufsberechtigte nur bei krass grober Fahrlässigkeit bis zur Höhe seiner noch offenen Forderung. Bei Dauerverträgen darf die Erbringung weiterer Leistungen bis zur Bezahlung früherer Leistungen verwelgert werden. Bei Erbringung von Teilleistungen und offener Teilhonorierung gilt dies sinngemäß.

Nach Übergabe sämtlicher, vom Wirtschaftstreuhänder ersteilten (2) aufbewahrungspflichtigen Daten an den Auftraggeber bzw. an den nachfolgenden Wirtschaftstreuhänder ist der Berufsberechtigte berechtigt, die Daten zu löschen.

Eine Beanstandung der Arbeiten des Berufsberechtigten berechtigt, außer bei offenkundigen wesentlichen Mängeln, nicht zur Zurückhaltung der ihm nach Abs 1 zustehenden Vergütungen.

Eine Aufrechnung gegen Forderungen des Berufsberechtigten auf Vergütungen nach Abs 1 ist nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen zulässig.

Der Berufsberechtigte hat auf Verlangen und Kosten des (5) Auftraggebers alle Unterlagen herauszugeben, die er aus Anlass seiner Tätigkeit von diesem erhalten hat. Dies gilt jedoch nicht für den Schriftwechsel zwischen dem Berufsberechtigten und seinem Auftraggeber und für die Schriftstücke, die dieser in Urschrift besitzt und Auflaggebor and fan als osimmet. Aufbewahrungspflicht nach ader
Geldwäscherichtlinie unterliegen. Der Berufsberechtigte kann von Unterlagen, die er an den Auftraggeber zurückgibt, Abschriffen oder Fotokopien anfertigen. Der Auftraggeber hat hiefür die Kosten insoweit zu tragen als diese Abschriften oder Fotokopien zum nachträglichen Nachweis der ordnungsgemäßen Erfüllung der Berufspflichten des Berufsberechtigten erforderlich sein könnten.

(6) Der Auftragnehmer ist berechtigt, im Falle der Auftragsbeendigung für weiterführende Fragen nach Auftragsbeendigung und die Gewährung des Zugangs zu den relevanten Informationen über das geprüfte Unternehmen ein angemessenes Entgelt zu verrechnen.

Der Auftraggeber hat die dem Berufsberechtigten übergebenen Unterlagen nach Abschluss der Arbeiten binnen 3 Monaten abzuholen. Bei Nichtabholung übergebener Unterlagen kann der Berufsberechtigte nach zweimaliger nachweislicher Aufforderung an den Auftraggeber, übergebene Unterlagen abzuholen, diese auf dessen Kosten zurückstellen und/oder Depotgebühren in Rechnung stellen.

Der Berufsberechtigte ist berechtigt, fällige Honorarforderungen mit (8) etwaigen Depotguthaben, Verrechnungsgeldern, Treuhandgeldern oder anderen in seiner Gewahrsame befindlichen liquiden Mitteln auch bei ausdrücklicher Inverwahrungnahme zu kompensieren, sofern der Auftraggeber mit einem Gegenanspruch des Berufsberechtigen rechnen musste.

Zur Sicherung einer bestehenden oder künftigen Honorarforderung ist der Berufsberechtigte berechtigt, ein finanzamtliches Guthaben oder ein anderes Abgaben- oder Beitragsguthaben des Auftraggebers auf ein Anderkonto zu transferieren. Diesfalls Ist der Auftraggeber vom erfolgten Transfer zu verständigen. Danach kann der sichergestellte Betrag entweder im Einvernehmen mit dem Auftraggeber oder bei Vollstreckbarkeit der Honorarforderung eingezogen werden.

15. Anzuwendendes Recht, Erfüllungsort, Gerichtsstand

Für den Auftrag, seine Durchführung und die sich hieraus (1) ergebenden Ansprüche gilt nur österreichisches Recht.

Erfüllungsort ist der Ort der beruflichen Niederlassung des (2) Berufsberechtigten.

(3) - Für Streitigkeiten ist das Gericht des Erfüllungsortes zuständig,

16. Ergänzende Bestimmungen für Prüfungen

Bei Abschlussprüfungen, die mit dem Ziel der Erteilung eines (1) förmlichen Bestätigungsvermerkes durchgeführt werden (wie z.B. §§ 268ff UGB) erstreckt sich der Auftrag, soweit nicht anderweitige schriftliche Vereinbarungen getroffen worden sind, nicht auf die Prüfung der Frage, ob die Vorschriften des Steuerrechts oder Sondervorschriften, wie z.B. die Vorschriften des Preis-, Weitbewerbsbeschränkungs- und Devisenrechts, eingehalten sind. Die Abschlussprüfung erstreckt sich auch nicht auf die Prüfung der Führung der Geschäfte hinsichtlich Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit. Im Rahmen der Abschlussprüfung besteht auch keine Verpflichtung zur Aufdeckung von Buchfälschungen und sonstigen Unregelmäßigkelten.

Bei Abschlussprüfungen ist der Jahresabschluss, wenn ihm den (2) uneingeschränkte oder eingeschränkte Bestätigungsvermerk beigesetzt werden kann, mit jenem Bestätigungsvermerk zu versehen, der der betreffenden Unternehmensform entspricht.

Wird ein Jahresabschluss mit dem Bestätigungsvermerk des (3) Prüfers veröffentlicht, so darf dies nur in der vom Prüfer bestätigten oder in einer von ihm ausdrücklich zugelassenen anderen Form erfolgen.

(4) Widerruft der Prüfer den Bestätigungsvermerk, so darf dieser nicht weitervenwendet werden. Wurde der Jahresabschluss mit dem veröffentlichen.

Für sonstige gesetzliche und freiwillige Abschlussprüfungen sowie (5) für andere Prüfungen gelten die obigen Grundsätze sinngemäß.

  1. Ergänzende Bestimmungen für die Erstellung von Jahres- und anderen Abschlüssen, für Beratungstätigkeit und andere im Rahmen eines Werkvertrages zu erbringende Tätigkeiten

Der Berufsberechtigte ist berechtigt, bei obgenannten Tätigkeiten die Angaben des Auftraggebers, insbesondere Zahlenangaben, als richtig anzunehmen. Er hat Jedoch den Auftraggeber auf von ihm festgestellte Auftraggeber hat dem Unrichtigkeiten hinzuweisen. Der Berufsberechtigten alle für die Wahrung von Fristen wesenflichen Unterlagen, insbesondere Steuerbescheide, so rechtzeltig vorzulegen, dass dem Berufsberechtigten eine angemessene Bearbeitungszeit, mindestens jedoch eine Woche, zur Verfügung steht.

Mangels einer anderweitigen schriftlichen Vereinbarung umfasst (2) die Beratungstätigkeit folgende Tätigkeiten:

  • Ausarbeitung der Jahressteuererklärungen für die Einkommen- oder Körperschaftsteuer sowie Umsatzsteuer und zwar auf Grund der vom Auftraggeber vorzulegenden oder vom Auftragnehmer erstellten Jahresabschlüsse und sonstiger, für die Besteuerung erforderlichen Aufstellungen und Nachweise.
  • Prüfung der Bescheide zu den unter a) genannten Erklärungen. b)
  • Verhandlungen mit den Finanzbehörden im Zusammenhang mit den C) unter a) und b) genannten Erklärungen und Bescheiden.
  • Mitwirkung bei Betriebsprüfungen und Auswertung der Ergebnisse ರು von Betriebsprüfungen hinsichtlich der unter a) genannten Steuern.
  • Mitwirkung im Rechtsmittelverfahren hinsichtlich der unter a) e) genannten Steuern. Erhält der Berufsberechtigte für die laufende Steuerberatung ein Pauschalhonorar, so sind mangels anderweitiger schrifflicher Vereinbarungen die unter d) und e) genannten Tätigkeiten gesondert zu honorieren.

Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen der Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Einheitsbewertung sowie aller Fragen der Umsatzsteuer, Lohnsteuer und sonstiger Steuern und Abgaben erfolgt nur auf Grund eines besonderen Auftrages. Dies gilt auch für

  • die Bearbeitung einmalig anfallender Steuerangelegenheiten, z.B. a) auf dem Geblet der Erbschaftssteuer, Kapitalverkehrsteuer, Grunderwerbsteuer.
  • Verteidigung und die Beiziehung zu dieser im b) die Finanzstrafverfahren.
  • die beratende und gutachtliche Tätigkeit im Zusammenhang mit C) Gründung, Umwandlung, Verschmeizung, Kapitalerhöhung und herabsetzung, Sanierung, Eintritt und Ausscheiden eines Betriebsveräußerungen, Gesellschafters, Liquidation, betriebswirtschaftliche Beratung und andere Tätigkelten gemäß §§ 3 bis 5 WTBG.
  • die Verfassung der Eingaben zum Firmenbuch im Zusammenhang d) Jahresabschlüssen einschließlich der erforderlichen mit Evidenzführungen.

Soweit die Ausarbeitung der Umsatzsteuerjahreserklärung zum (4) übernommenen Auftrag zählt, gehört dazu nicht die Überprüfung etwaiger besonderer buchmäßiger Voraussetzungen sowie die Prüfung, ob alle in Betracht kommenden umsatzsteuerrechtlichen Begünstigungen wahrgenommen worden sind, es sei denn, hierüber besteht eine nachweisliche Beauftragung.

Vorstehende Absätze gelten nicht bei Sachverständigentätigkeit. (5)

II. TEIL

18. Geltungsbereich

Die Auftragsbedingungen des II. Teiles gelten für Werkverträge über die Führung der Bücher, die Vornahme der Personalsachbearbeitung und die Abgabenverrechnung.

19. Umfang und Ausführung des Auftrages

(1) Auf die Absätze 3 und 4 der Präambel wird verwiesen.

(2) Der Berufsberechtigte ist berechtigt, die ihm ertellten Auskünffe
und übergebenen Unterlagen des Auftraggebers, insbesondere Zahlenangaben, als richtig und vollständig anzusehen und der Buchführung zu Grunde zu legen. Der Berufsberechtigte ist ohne gesonderten schriftlichen Auftrag nicht verpflichtet, Unrichtigkeiten fest zu stellen. Stellt er allerdings Unrichtigkeiten fest, so hat er dies dem Auftraggeber bekannt zu geben.

Falls für dle im Punkt 18 genannten Tätigkeiten (3) Pauschalhonorar vereinbart ist, so sind mangels anderweitiger schriftlicher Vereinbarung die Vertretungstätigkeit im Zusammenhang mit abgabenund beitragsrechtlichen Prüfungen aller Art einschließlich der Abschluss von Vergleichen über Abgabenbemessungs- oder Beitragsgrundlagen, Berichterstattung. Rechtsmittelerhebung uä gesondert zu honorieren.

Die Bearbeitung besonderer Einzelfragen Im Zusammenhang mlt (4) den im Punkt 18 genannten Tätigkeiten, insbesondere Feststellungen über das prinzipielle Vorliegen einer Pflichtversicherung, erfolgt nur aufgrund eines besonderen Auftrages und ist nach dem I. oder III. Tell der vorliegenden Auftragsbedingungen zu beurteilen.

Ein vom Berufsberechtigten bei einer Behörde (z.B. Finanzamt, (后) Sozialversicherungsträger) elektronisch eingereichtes Anbringen Ist als nicht von ihm beziehungsweise vom übermittelnden Bevollmächtigten unterschrieben anzusehen

20. Mitwirkungspflicht des Auftraggebers

Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Berufsberechtigten auch ohne dessen besondere Aufforderung alle für die Führung der Bücher, die Vornahme der Personalsachbearbeitung und die Abgabenverrechnung notwendigen Auskünfte und Unterlagen zum vereinbarten Termin zur Verfügung stehen.

21. Kündigung

Soweit nicht etwas Anderes schriftlich vereinbart ist, kann der (1) Vertrag ohne Angabe von Gründen von jedem der Vertragspartner unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende eines Kalendermonats gekündigt werden.

Kommt der Auftraggeber seiner Verpflichtung gemäß Punkt 20 (2) wiederholt nicht nach, berechtigt dies den Berufsberechtigten zu sofortiger fristloser Kündigung des Vertrages.

Kommt der Berufsberechtigte mit der Leistungserstellung aus (3) Gründen in Verzug, die er allein zu vertreten hat, so berechtigt dies den Auftraggeber zu sofortiger fristloser Kündigung des Vertrages.

Im Falle der Kündlgung des Auftragsverhältnisses zählen nur jene Werke zum Auftragsstand, an denen der Auftragnehmer bereits arbeitet oder die überwiegend in der Kündigungsfrist fertig gestellt werden können und die er binnen eines Monats nach der Kündigung bekannt gibt.

22. Honorar und Honoraranspruch

Sofern nichts Anderes schriftlich vereinbart ist, gilt das Honorar als (1) jewells für ein Auftragsjahr vereinbart.

Bei Vertragsauflösung gemäß Punkt 21 Abs 2 behält der (2) Berufsberechtigte den vollen Honoraranspruch für drei Monate. Dies gilt auch bei Nichteinhaltung der Kündigungsfrist durch den Auftraggeber.

Bei Vertragsauflösung gemäß Punkt 21 Abs 3 hat der Berufsberechtigte nur Anspruch auf Honorar für seine bisherigen Leistungen, sofern sie für den Auftraggeber verwertbar sind.

Ist kein Pauschalhonorar vereinbart, richtet sich die Höhe des Honorars gemäß Abs 2 nach dem Monatsdurchschnitt des laufenden Auftragsjahres bis zur Vertragsauflösung.

(5) Sofern nicht ausdrücklich Unentgeltlichkeit, aber auch nichts Anderes vereinbart ist, wird gemäß § 1004 und § 1152 ABGB eine angemessenen Entlohnung geschuldet. Sofern nicht nachweislich eine andere Vereinbarung getroffen wurde sind Zahlungen des Auftraggebers immer auf die älteste Schuld anzurechnen. Der Honoraranspruch des Berufsberechtigten ergibt sich aus der zwischen ihm und seinem Auftraggeber getroffenen Vereinbarung. Im Übrigen gelten die unter Punkt 13. (Honorar) normierten Grundsätze.

Auf die Anwendung des § 934 ABGB im Sinne des § 351 UGB, das (6) ist die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte für Geschäfte unter Unternehmern, wird verzichtet.

23. Sonstiges

Im Übrigen gelten die Bestimmungen des I. Telles der Auftragsbedingungen sinngemäß.

III. TEIL

24. Geltungsbereich

Die Auftragsbedingungen des III. Teiles gelten für alle in den vorhergehenden Teilen nicht erwähnten Verträge, die nicht als Werkverträge anzusehen sind und nicht mit in den vorhergehenden Tellen erwähnten Verträgen in Zusammenhang stehen.

Insbesondere gilt der III. Teil der Auftragsbedingungen für Verträge (2) über einmalige Teilnahme an Verhandlungen, für Tätigkelten als Organ im Insolvenzverfahren, für Verträge über einmaliges Einschreiten und über Bearbeitung der in Punkt 17 Abs 3 erwähnten Einzelfragen ohne Vorliegen eines Dauervertrages.

25. Umfang und Ausführung des Auftrages

Auf die Absätze 3 und 4 der Präambel wird verwiesen. (1)

(2) Der Berufsberechtigte ist berechtigt und verpflichtet, die ihm erteilten Auskünfte und übergebenen Unterlagen des Auftraggebers, insbesondere Zahlenangaben, als richtig und vollständig anzusehen. Er hat im Finanzstrafverfahren die Rechte des Auftraggebers zu wahren.

Der Berufsberechtigte ist ohne gesonderten schriftlichen Auftrag (3) nicht verpflichtet, Unrichtigkeiten fest zu stellt er allerdings Unrichtigkeiten fest, so hat er dies dem Auftraggeber bekannt zu geben.

26. Mitwirkungspflicht des Auftraggebers

Der Auftraggeber hat dafür zu sorgen, dass dem Berufsberechtigten auch ohne dessen besondere Aufforderung alle notwendigen Auskünfte und Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung stehen.

27. Kündigung

Soweit nicht etwas Anderes schriftlich vereinbart oder gesetzlich zwingend vorgeschrieben ist, können die Vertragspartner den Vertrag jederzeit mit sofortiger Wirkung kündigen (§ 1020 ABGB).

28. Honorar und Honoraranspruch

(1) Sofern nicht ausdrücklich Unentgeltlichkeit, aber auch nichts Anderes vereinbart ist, wird gemäß § 1004 und § 1152 ABGB eine angemessenen Entlohnung geschuldet. Sofern nicht nachweislich eine andere Verelnbarung getroffen wurde sind Zahlungen des Auftraggebers immer auf die alteste Schuld anzurechnen. Der Honoraranspruch des Auftraggeber getroffenen Vereinbarung. Im Übrigen gelten die unter Punkt 13. (Honorar) normierten Grundsätze.

Im Falle der Kündigung Ist der Honoraranspruch nach den bereits erbrachten Leistungen, sofern sie für den Auftraggeber verwertbar sind, zu aliquotieren.

(3) Auf die Anwendung des § 934 ABGB im Sinne des § 351 UBG, das ist die Anfechtung wegen Verkürzung über die Hälfte für Geschäfte unter Unternehmern, wird verzichtet.

29. Sonstiges

Die Verweisungen des Punktes 23 auf Bestimmungen des 1. Teiles der Auftragsbedingungen gelten sinngemäß.

IV. TEIL

30. Geltungsbereich

Die Auftragsbedingungen des IV. Teiles geiten ausschließlich für Verbrauchergeschäfte gemäß Konsumentenschutzgesetz (Bundesgesetz vom 8.3.1979/BGBI Nr.140 in der derzeit gültigen Fassung).

31. Ergänzende Bestimmungen für Verbrauchergeschäfte

Für Verträge zwischen Berufsberechtigten und Verbrauchern gelten (1) die zwingenden Bestimmungen des Konsumentenschutz-gesetzes,

Der Berufsberechtigte haftet nur für vorsätzliche und grob fahrlässig verschuldete Verletzung der übernommenen Verpflichtungen.

Anstelle der im Punkt 8 Abs 2 AAB normierten Begrenzung ist auch (3) im Falle grober Fahrlässigkeit die Ersatzpflicht des Berufsberechtigten nicht begrenzt.

Punkt 8 Abs 3 AAB (Geltendmachung der Schadenersatzansprüche innerhalb einer bestimmten Frist) gilt nicht.

(5) Rücktrittsrecht gemäß § 3 KSchG:

Hat der Verbraucher seine Vertragserklärung nicht in den vom Berufsberechtigten dauernd benützten Kanzleiräumen abgegeben, so kann er von seinem Vertragsantrag oder vom Vertrag zurücktreten. Diesen Rücktritt kann bis zum Zustandekommen des Vertrages oder danach binnen einer Woche erklärt werden; die Frist beginnt mit der Ausfolgung einer Urkunde, die zumindest den Namen und die Anschrift des Berufsberechtigten sowie eine Belehrung über das Rücktrittsrecht enthält, an den Verbraucher, frühestens iedoch mit dem Zustandekommen des Vertrages zu laufen. Das Rücktrittsrecht steht dem Verbraucher nicht zu,

  1. wenn er selbst die geschäftliche Verbindung mit dem Berufsherechtinten oder dessen Beauftragten zwecks Schließung dieses Vertrages angebahnt hat,

wenn dem Zustandekommen des Vertrages keine Besprechungen zwischen den Beteiligten oder Ihren Beauftragten vorangegangen sind oder

  1. bei Verträgen, bei denen die beiderseitigen Leistungen sofort zu erbringen sind, wenn sie üblicherweise von Berufsberechtigten außerhalb ihrer Kanzleiräume geschlossen werden und das vereinbarte Entgelt € 15 nicht übersteigt.

Der Rücktritt bedarf zu seiner Rechtswirksamkeit der Schriffform. Es genügt, wenn der Verbraucher ein Schriftstück, das seine Vertragserklärung oder die des Berufsberechtigten enthält, dem Berufsberechtigten mit einem Vermerk zurückstellt, der erkennen lässt, dass der Verbraucher das Zustandekommen oder die Aufrechterhaltung des Vertrages ablehnt. Es genügt, wenn die Erklärung innerhalb einer Woche abgesendet wird.

Tritt der Verbraucher gemäß § 3 KSchG vom Vertrag zurück, so hat Zug um Zug

  1. der Berufsberechtigte alle empfangenen Leistungen samt gesetzlichen Zinsen vom Empfangstag an zurückzuerstatten und den vom Verbraucher auf die Sache gemachten notwendigen und nützlichen Aufwand zu ersetzen.

  2. der Verbraucher dem Berufsberechtigten den Wert der Leistungen zu vergüten, soweit sie ihm zum klaren und überwiegenden Vorteil gereichen.

Gemäß § 4 Abs 3 KSchG bleiben Schadenersatzansprüche unberührt.

Kostenvoranschläge gemäß § 5 KSchG (6)

Für die Erstellung eines Kostenvoranschlages im Sinn des § 1170a ABGB durch den Berufsberechtigten hat der Verbraucher ein Entgelt nur dann zu zahlen, wenn er vorher auf diese Zahlungspflicht hingewiesen worden ist.

Wird dem Vertrag ein Kostenvoranschlag des Berufsberechtigten zugrunde gelegt, so gilt dessen Richtigkeit als gewährleistet, wenn nicht das Gegenteil ausdrücklich erklärt ist.

Mängelbeseitigung: Punkt 7 wird ergänzt (7)

Ist der Berufsberechtigte nach § 932 ABGB verpflichfet, seine Leistungen zu verbessern oder Fehlendes nachzutragen, so hat er diese Pflicht zu erfüllen, an dem Ort, an dem die Sache übergeben worden ist. Ist es für Verbraucher tunlich, die Werke und Unterlagen vom den Berufsberechtigten gesendet zu erhalten, so kann dieser diese Übersendung auf seine Gefahr und Kosten vornehmen.

Gerichtsstand: Anstelle Punkt 15 Abs 3: (8)

Hat der Verbraucher im Inland seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt oder ist er im Inland beschäftigt, so kann für eine Klage gegen ihn nach den §§ 88, 89, 93 Abs 2 und 104 Abs1 JN nur die Zuständigkeit eines Gerichtes begründet werden, in dessen Sprengel der Wohnsitz, der gewöhnliche Aufenthalt oder der Ort der Beschäftigung liegt.

Verträge über wiederkehrende Leistungen (B)

(a) Verträge, durch die sich der Berufsberechtigte zu Werkleistungen und der Verbraucher zu wiederholten Geldzahlungen verpflichten und die für eine unbestimmte oder eine ein Jahr übersteigende Zeit geschlossen worden sind, kann der Verbraucher unter Einhaltung einer zweimonatigen Frist zum Ablauf des ersten Jahres, nachher zum Ablauf jeweils eines halben Jahres kündigen.

(b) Ist die Gesamtheit der Leistungen eine nach ihrer Art unteilbare Leistung, deren Umfang und Preis schon bei der Vertragsschließung bestimmt sind, so kann der erste Kündigungstermin bis zum Ablauf des zweiten Jahres hinausgeschoben werden. In solchen Verträgen kann die Kündigungsfrist auf höchstens sechs Monate verlängert werden.

(c) Erfordert die Erfüllung eines bestimmten, in lit.a) genannten Vertrages erhebliche Aufwendungen des Berufsberechtigten und hat er dies dem Verbraucher spätestens bei der Vertragsschließung bekannt gegeben, so können den Umständen angemessene, von den in lit.a) und b) genannten abweichende Kündigungstermine und Kündigungsfristen vereinbart werden.

(d) Eine Kündigung des Verbrauchers, die nicht fristgerecht ausgesprochen worden ist, wird zum nächsten nach Ablauf der Kündigungsfrist liegenden Kündigungstermin wirksam.

Der Auftragnehmer ist ein Mitgliedsunternehmen des PKF international Limited-Netzwerks und in Österreich Mitglied eines Netzwerks gemäß §271b UGB. Das Netzwerk besteht aus rechtlich unabhängigen Mitalledsunternehmen. Weder die anderen Mitgliedsunternehmen noch PKF international Limited sind verantwortlich oder übernehmen die Haftung für die Tätigkeit oder die Beratung, welche der Auftragnehmer seinen Mandanten zur Verfügung stellt. Durch die Unterzeichnung und Rücksendung der beigelegten Ausfertigung des Auftragsschreibens an uns erkennen Sie an, dass diese anderen Mitgliedsunternehmen und PKF International Limited keine Verpflichtungen Ihnen gegenüber in Verbindung mit der Tätigkeit oder Beratung haben, die wir für Sie von Zeit zu Zeit durchführen werden oder wir Ihnen auf Aufforderung zur Verfügung stellen.

Zusätzliche Auftragsbedingungen

hinsichtlich der Kommunikation mittels elektronischer Datenübertragung (Internet, E-Mail, Fax)

Als Teil der Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe, insbesondere zu Punkt 5., wird zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer folgendes vereinbart:

(1) Alle Auskünfte und Stellungnahmen vom Auftragnehmer und seinen Mitarbeitern sind nur dann verbindlich, wenn sie schriftlich erfolgen oder schriftlich bestätigt werden. Als schriftliche Stellungnahmen gelten nur solche, bei denen eine firmenmäßige Unterfertigung oder zumindest die Vertretung durch einen (kollektivzeichtigten) Prokuristen erfolgt. Als schriffliche Stellungnahmen gelten keinesfalls Auskünfte auf elektronischem Wege, insbesondere auch nicht per E-Mail.

(2) Bei elektronischer Übermittlung von Informationen Übertragungsfehler nicht ausgeschlossen werden. Der Auftragnehmer und seine Mitarbeiter haften nicht für Schäden, die durch Übermittlungsfehler entstehen. Die elektronische Übermittlung (inkl. Internet/E-Mail) erfolgt ausschließlich auf Gefahr der Auftraggeber. Dem Auftraggeber ist es bewusst, dass bei der Nutzung des Internet die Geheimhaltung nicht gesichert ist. Weiters sind Änderungen oder Ergänzungen zu Dokumenten, die durch den Auftragnehmer übersandt werden, nur mit ausdrücklicher Zustimmung zulässig.

(3) Der Empfang und die Weiterleitung von Informationen an den Auftragnehmer und seine Mitarbeiter sind bei Verwendung von Telefon, insbesondere in Verbindung mit automatischen Anrufbeantwortungssystemen, Fax, E-Mail anderen anderen elektronischen Kommunikationsmitteln nicht immer sichergestellt. Aufträge Informationen gelten daher den Auftragnehmern nur dann als zugegangen, wenn sie auch schriftlich zugegangen sind, es sei denn, es wird im Einzelfall der Empfang ausdrücklich bestätigt. Automatische Übermittlungs- und Lesebestätigungen gelten nicht als solche ausdrückliche Empfangsbestätigungen. Dies gilt insbesondere für die Übermittlung von Bescheiden und anderen Informationen über Fristen. Kritische und wichtige Mitteilungen müssen daher per Post oder Kurier an den Auftragnehmer gesandt werden. Die Übergabe von Schriftstücken an Mitarbeiter außerhalb der Kanzlei gilt nicht als Übergabe.

(4) Der Auftragnehmer darf Berichte, Gutachten und sonstige schriffliche Außerungen über die Ergebnisse seiner Tätigkeit Dritten nur mit Einwilligung des Auftraggebers aushändigen, es sei denn, dass eine gesetzliche Verpflichtung hiezu besteht.

Erklärungen aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss der DO & CO Aktiengesellschaft ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

  2. dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen,

  1. dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens vermittelt,

  2. dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 17. Mai 2013

Der Vorstand:

Attila DOGUDAN e.h. Vorstandsvorsitzender

Vorstandsmitglied

Dr. Klaus PETERMANN e.h. Mag. Gottfried NEUMEISTER e.h. Dr. Haig ASENBAUER e.h. Vorstandsmitglied

Vorstandsmitglied