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Deutsche Lufthansa AG Interim / Quarterly Report 2021

Apr 29, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 28341563

Deutsche Lufthansa AG

Köln

1. Zwischenbericht 2021

Januar - März 2021

Die Lufthansa Group

KENNZAHLEN

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Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Umsatz und Ergebnis
Umsatzerlöse Mio. € 2.560 6.441 -60
davon Verkehrserlöse Mio. € 1.542 4.539 -66
Operative Aufwendungen Mio. € 3.980 8.162 -51
Adjusted EBITDA 1) Mio. € -577 -540 -7
Adjusted EBIT 1) Mio. € -1.143 -1.220 6
EBIT Mio. € -1.135 -1.622 30
Konzernergebnis Mio. € -1.049 -2.124 51
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 38.453 43.352 -11
Eigenkapital Mio. € 2.052 7.497 -73
Eigenkapitalquote % 5,3 17,3 -12,0 P.
Nettokreditverschuldung Mio. € 10.924 6.354 72
Pensionsrückstellungen Mio. € 7.821 6.989 12
Operativer Cashflow Mio. € -766 1.367
Investitionen (brutto) 3) Mio. € 153 770 -80
Adjusted Free Cashflow 1) Mio. € -947 620
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge 1) % -22,5 -8,4 -14,1 P.
Adjusted EBIT-Marge 1) % -44,6 -18,9 -25,7 P.
EBIT-Marge % -44,3 -25,2 -19,1 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (31. März) 11,31 8,56 32
Ergebnis pro Aktie -1,75 -4,44 61
Leistungsdaten 2)
Flüge Anzahl 41.011 209.094 -80
Fluggäste Tsd. 3.043 21.756 -86
Angebotene Sitzkilometer Mio. 16.843 64.297 -74
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 7.584 47.099 -84
Sitzladefaktor % 45,0 73,3 -28,3 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 2.528 3.428 -26
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 1.940 2.159 -10
Fracht-Nutzladefaktor % 76,7 63,0 13,7 P.
Mitarbeiter
Mitarbeiter (31. März) Anzahl 111.262 136.966 -19

1) Herleitung -> Finanzielle Entwicklung, S. 5.

2) Vorjahreszahlen angepasst.

3) Ohne Erwerb von Anteilen.

Veröffentlichungstag: 29. April 2021.

Geschäftsverlauf

Folgen der Coronakrise belasten Geschäftsverlauf der Lufthansa Group weiterhin erheblich

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Die anhaltende Corona-Pandemie belastete den Geschäftsverlauf der Lufthansa Group auch im ersten Quartal 2021 erheblich.
Dabei wirkten sich die wieder gestiegenen Infektionszahlen und daraus resultierende Reiserestriktionen negativ auf die Nachfrage nach Flugreisen und das Buchungsverhalten aus; die angebotene Kapazität, gemessen in Sitzkilometern, lag im ersten Quartal 2021 bei 21% des Niveaus in 2019 vor Ausbruch der Coronakrise.
Das Frachtgeschäft konnte im ersten Quartal 2021 an die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2020 anknüpfen und erwirtschaftete einen Rekordgewinn.
Die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines sanken im ersten Quartal 2021 aufgrund der rückläufigen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 66% auf 1.542 Mio. EUR (Vorjahr: 4.539 Mio. EUR), die Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 2.560 Mio. EUR um 60% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 6.441 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken, unterstützt durch ein striktes Kostenmanagement, um 51% auf 3.980 Mio. EUR (Vorjahr: 8.162 Mio. EUR), primär bedingt durch den mengenbedingten Rückgang der Materialaufwendungen, insbesondere der Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren, der Reduzierung von Personalaufwendungen, einschließlich der Einsparungen durch Kurzarbeit für große Teile der Belegschaft, und weiterer Maßnahmen zur Senkung der Fixkosten.
Das Adjusted EBIT lag im ersten Quartal 2021 bei -1.143 Mio. EUR (Vorjahr: -1.220 Mio. EUR), die Adjusted EBIT-Marge sank auf -44,6% (Vorjahr: -18,9%); das EBIT lag bei -1.135 Mio. EUR (Vorjahr: -1.622 Mio. EUR).
Das Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum bei -1.049 Mio. EUR (Vorjahr: -2.124 Mio. EUR).
Der Adjusted Free Cashflow (Free Cashflow bereinigt um IFRS 16-Effekt) sank auf -947 Mio. EUR (Vorjahr: 620 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber Jahresende 2020 um 1,8 Prozentpunkte auf 5,3% (31. Dezember 2020: 3,5%), primär aufgrund geringerer Pensionsverbindlichkeiten.
Die Nettokreditverschuldung lag mit 10.924 Mio. EUR um 10% über dem Niveau vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 9.922 Mio. EUR); Ende März 2021 standen dem Konzern liquide Mittel in Höhe von 10,6 Mrd. EUR zur Verfügung; darin enthalten sind noch nicht abgerufene Mittel aus den staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen und Krediten in Höhe von 5.447 Mio. EUR.

Wesentliche Ereignisse

Eurowings und ver.di einigen sich auf Krisenvereinbarung

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Am 12. Januar 2021 einigten sich Eurowings und die Gewerkschaft ver.di auf eine Krisenvereinbarung für die Kabinenmitarbeiter.
Danach sind die Mitarbeiter bis zum 31. Dezember 2021 vor Kündigungen geschützt; im Gegenzug wurden unter anderem Kürzungen des Weihnachts- und Urlaubsgeldes vereinbart; außerdem wurde für die Laufzeit der Vereinbarung festgelegt, dass Vorerfahrungen innerhalb der Lufthansa Group bei Einstellungen teilweise anerkannt werden.

Lufthansa begibt Anleihe und tilgt KfW-Kredit

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Am 4. Februar 2021 hat die Deutsche Lufthansa AG erneut erfolgreich eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Mrd. EUR begeben.
Die erste Tranche hat ein Volumen von 750 Mio. EUR und wird mit 2,875% jährlich über eine Laufzeit von vier Jahren verzinst; die zweite Tranche mit einem Volumen von 850 Mio. EUR hat eine Laufzeit von sieben Jahren und wird mit 3,75% pro Jahr verzinst.
Zusammen mit den Mittelaufnahmen in Höhe von rund 2 Mrd. EUR im zweiten Halbjahr 2020 hat die Lufthansa Group damit die Refinanzierung der im Jahr 2021 fälligen Finanzverbindlichkeit in Höhe von 2,6 Mrd. EUR sichergestellt und den KfW-Kredit in Höhe von 1 Mrd. EUR am 11. Februar 2021 vorzeitig zurückgezahlt.
Über die Ausgabe von Schuldscheindarlehen und Flugzeugfinanzierungen wurden im ersten Quartal weitere 590 Mio. EUR Fremdkapital aufgenommen. Im gleichen Zeitraum wurden inklusive des KfW-Kredits fällige Verbindlichkeiten von rund 2,2 Mrd. EUR abgelöst.

EU-Parlament beschließt neue Slot-Regelungen

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Am 10. Februar 2021 hat das EU-Parlament eine coronabedingte Anpassung der Slotregelungen für den Sommer 2021 beschlossen.
Die Verordnung sieht vor, dass Fluggesellschaften vor Saisonbeginn bis zu 50% ihrer Slot-Serien vollständig zurückgeben können und von den verbleibenden Slot-Serien nur die Hälfte fliegen müssen, um sie für die kommende Saison zu sichern.
Auf Basis ihres Kapazitätsausblicks (→ Prognosebericht, S. 18) geht die Lufthansa Group davon aus, sämtliche Slots, an denen sie Nutzungsrechte hält, auch über die Sommersaison 2021 hinaus erhalten zu können.

Vertrag von Detlef Kayser wird um drei Jahre verlängert

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Am 3. März 2021 hat der Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG beschlossen, den Vertrag von Detlef Kayser, Chief Operating Officer, um drei Jahre bis zum 31. Dezember 2024 zu verlängern.

Britta Seeger als Nachfolgerin von Stephan Sturm im Aufsichtsrat vorgeschlagen

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Mit Wirkung zum Ablauf der Hauptversammlung am 4. Mai 2021 wird Stephan Sturm sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Lufthansa AG niederlegen.
Für das vakant werdende Mandat im Aufsichtsrat hat der Nominierungsausschuss am 3. März 2021 die Bestellung von Britta Seeger, Vorstandsmitglied der Daimler AG, vorgeschlagen; Britta Seeger wird der Hauptversammlung am 4. Mai 2021 zur Wahl vorgeschlagen.
Der Vorsitz des Prüfungsausschusses, den Stephan Sturm innehat, soll auf Harald Krüger übergehen.

Hauptversammlung wird Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals C vorgeschlagen

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Der Hauptversammlung am 4. Mai 2021 wurde die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals C gemäß §7b WStBG (Wirtschaftsstabilisierungsbeschleunigungsgesetz) in Höhe eines Nominalwerts von bis zu 5,5 Mrd. EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren zur Abstimmung vorgeschlagen.
Dadurch soll das Unternehmen in die Lage versetzt werden, Finanzierungsgelegenheiten flexibel nutzen zu können, um Eigenkapital am Kapitalmarkt zu beschaffen.
Die Höhe des Genehmigten Kapitals C ist aus der Höhe der Stillen Einlagen I und II des Wirtschaftsstabilisierungsfonds abgeleitet, da eine mögliche Kapitalerhöhung im Rahmen des Genehmigten Kapitals C in direktem Zusammenhang mit der Rückführung der Stabilisierungsmaßnahmen stünde.
Den Aktionärinnen und Aktionären würde im Fall einer Kapitalerhöhung ein Bezugsrecht eingeräumt.

Lufthansa Group implementiert Freiwilligenprogramm zur Vermeidung betriebsbedingter Kündigungen

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Die Lufthansa Group hat ihr Restrukturierungsprogramm auch im ersten Quartal 2021 konsequent fortgesetzt; im Berichtszeitraum wurden nun Freiwilligenprogramme für die Bodenbeschäftigten der Deutschen Lufthansa AG als auch bei der Lufthansa Technik AG vorbereitet, die den Beschäftigten seit April angeboten werden; damit sollen der Personalüberhang sozialverträglich reduziert und betriebsbedingte Kündigungen nach Umsetzung der Reorganisation vermieden werden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

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Seit dem 31. März 2021 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage zu erwarten ist, die nicht bereits berichtet wurden.

Finanzielle Entwicklung

ERTRAGSLAGE

Verkehrsleistung weiterhin stark belastet durch die Coronakrise; Verkehrserlöse sinken um 66%

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Die Verkehrsleistung der Lufthansa Group Airlines war im gesamten ersten Quartal 2021 infolge der anhaltenden Coronakrise deutlich belastet; die Auswirkungen der Coronakrise hatten sich im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt.
Der Absatz der Passagier-Airlines der Lufthansa Group (verkaufte Sitzkilometer) sank gegenüber Vorjahr um 84%, das Angebot (angebotene Sitzkilometer) wurde durch Kapazitätsanpassungen um 74% reduziert; der Sitzladefaktor sank um 28,3 Prozentpunkte auf 45,0%; im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 wurde das Angebot im ersten Quartal 2021 um 79% reduziert; die Verkehrserlöse im Passagiergeschäft sanken um 83% auf 658 Mio. EUR (Vorjahr: 3.927 Mio. EUR).
Das Frachtgeschäft der Lufthansa Group entwickelte sich im ersten Quartal 2021 aufgrund der marktweiten Angebotsverknappung durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge, der sich deutlich positiv auf die Durchschnittserlöse auswirkte, positiv; das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) verringerte sich zwar um 26%, der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) sank um 10%; der Nutzladefaktor lag jedoch mit 76,7% um 13,7 Prozentpunkte über Vorjahr; die Verkehrserlöse stiegen infolge deutlich höherer Durchschnittserlöse um 48% auf 765 Mio. EUR (Vorjahr: 516 Mio. EUR); Lufthansa Cargo erzielte damit im Berichtszeitraum ein Rekordergebnis.
Insgesamt sanken die Verkehrserlöse der Lufthansa Group in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021 gegenüber Vorjahr um 66% auf 1.542 Mio. EUR (Vorjahr: 4.539 Mio. EUR).

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ in %

(Jan.-März 2021)

Umsatzerlöse sinken gegenüber Vorjahr um 60%

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Die anderen Betriebserlöse sanken um 46% auf 1.018 Mio. EUR (Vorjahr: 1.902 Mio. EUR), im Wesentlichen durch krisenbedingt rückläufige Erlöse in den Geschäftsfeldern Technik und Catering sowie bei der Air-Plus sowie durch den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group.
Die Umsatzerlöse lagen mit 2.560 Mio. EUR um 60% unter Vorjahr (Vorjahr: 6.441 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 59% auf 2.888 Mio. EUR (Vorjahr: 6.976 Mio. EUR).

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

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in Mio. € Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Verkehrserlöse 1.542 4.539 -66
Andere Betriebserlöse 1.018 1.902 -46
Umsatzerlöse 2.560 6.441 -60
Sonstige operative Erträge 328 535 -39
Summe operative Erträge 2.888 6.976 -59
Materialaufwand 1.412 4.043 -65
davon Treibstoff 275 1.227 -78
davon übrige RHB und bezogene Waren 357 920 -61
davon Gebühren 285 874 -67
davon Fremdleistungen Technik 216 480 -55
Personalaufwand 1.390 2.143 -35
Planmäßige Abschreibungen 566 680 -17
Sonstiger operativer Aufwand 612 1.296 -53
Summe operative Aufwendungen 3.980 8.162 -51
Beteiligungsergebnis -51 -34 -50
Adjusted EBIT -1.143 -1.220 6
Summe Überleitung EBIT 8 -402
EBIT -1.135 -1.622 30
Zinsergebnis -118 -56 -111
Übrige Finanzposten -60 -998 94
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.313 -2.676 51
Ertragsteuern 259 553 -53
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.054 -2.123 50
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 5 -1
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -1.049 -2.124 51

Operative Aufwendungen um 51% reduziert

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Die operativen Aufwendungen der Lufthansa Group sanken gegenüber Vorjahr um 51% auf 3.980 Mio. EUR (Vorjahr: 8.162 Mio. EUR).

Der Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 1.412 Mio. EUR um 65% unter Vorjahr (Vorjahr: 4.043 Mio. EUR).

Innerhalb des Materialaufwands sanken die Aufwendungen für Treibstoff um 78% auf 275 Mio. EUR; die Veränderung basiert im Wesentlichen auf krisenbedingt rückläufigen Verbrauchsmengen; das sicherungsbedingt gesunkene Preisniveau wirkte sich nur in geringem Maße aus; das Preissicherungsergebnis betrug 5 Mio. EUR (Vorjahr: -133 Mio. EUR).
Die Aufwendungen für andere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sanken mengenbedingt um 61% auf 357 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Gebühren sanken korrespondierend zur verminderten Verkehrsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 67% auf 285 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Fremdleistungen Technik lagen mit 216 Mio. EUR um 55% unter Vorjahr.

Der operative Personalaufwand sank um 35% auf 1.390 Mio. EUR (Vorjahr: 2.143 Mio. EUR), insbesondere aufgrund der Effekte aus der Kurzarbeit und den damit verbundenen staatlichen Unterstützungsleistungen sowie der um 19% niedrigeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl. Der rückläufige Mitarbeiterbestand betraf alle Geschäftsbereiche, insbesondere aber das Segment Catering, auch durch den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group; zusätzliche Aufwendungen im Zusammenhang mit Maßnahmen zur weiteren Verringerung der Mitarbeiterzahl wurden damit mehr als ausgeglichen.

Die planmäßigen Abschreibungen sanken um 17% auf 566 Mio. EUR (Vorjahr: 680 Mio. EUR) und entfielen im Wesentlichen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke; der Rückgang ist hauptsächlich bedingt durch die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigungen sowie die geringe Investitionstätigkeit.

Die sonstigen operativen Aufwendungen sanken um 53% auf 612 Mio. EUR (Vorjahr: 1.296 Mio. EUR), insbesondere aufgrund niedrigerer Vertriebs- und Marketingaufwendungen, rückläufiger anderer, direkt mit dem Geschäftsvolumen verbundener Kosten sowie geringerer Wertberichtigungen auf Forderungen.

Adjusted EBIT und Konzernergebnis weniger negativ

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Das Beteiligungsergebnis reduzierte sich im Wesentlichen durch die krisenbedingt höheren Verluste von Joint Venture Unternehmen im Passagier-Geschäft um 50% auf -51 Mio. EUR (Vorjahr -34 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT der Lufthansa Group lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2021 bei 1.143 Mio. EUR (Vorjahr: -1.220 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge, also das Verhältnis von Adjusted EBIT zum Umsatz, sank auf -44,6% (Vorjahr: -18,9%).
Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei -1.135 Mio. EUR (Vorjahr: -1.622 Mio. EUR); dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Flugzeuge und Firmenwerte belastet.
Das Zinsergebnis sank um 111% auf -118 Mio. EUR (Vorjahr: -56 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund von gestiegenen Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten.
Die übrigen Finanzposten verbesserten sich auf -60 Mio. EUR (Vorjahr: -998 Mio. EUR); im Vorjahr war das Handelsergebnis durch die erfolgswirksame Auflösung von Sicherungsbeziehungen insbesondere beim Treibstoffpreishedging belastet; die betroffenen Derivate wiesen aufgrund des stark rückläufigen Ölpreises hohe negative Marktwertentwicklungen auf, die aufgrund des krisenbedingt gesunkenen Kerosinbedarfs erfolgswirksam im Finanzergebnis auszuweisen waren.
Die Entlastung aus Ertragsteuern in Höhe von 259 Mio. EUR (Vorjahr: 553 Mio. EUR) betraf die Aktivierung von latenten Steuern auf negative Ergebnisse der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2021; die Steuerquote betrug im Wesentlichen aufgrund der Nicht-Aktivierung von Steuerlatenzen bei Gesellschaften mit Verlusthistorie lediglich 19,7%.
Das auf die Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende Konzernergebnis lag im ersten Quartal 2021 bei -1.049 Mio. EUR (Vorjahr: -2.124 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie lag bei -1,75 EUR (Vorjahr: -4,44 EUR).

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - März) UND ADJUSTED EBIT-MARGE

in % (Jan. - März)

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

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Jan. - März 2021 Jan. - März 2020
in Mio. € GuV Überleitung

Adjusted

EBIT
GuV Überleitung

Adjusted

EBIT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 2.560 6.441
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 24 145
Sonstige betriebliche Erträge 316 444
davon Erträge aus Buchgewinnen -10 -2
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf -2 -52
Summe betriebliche Erträge 2.900 -12 7.030 -54
Materialaufwand -1.412 -4.043
Personalaufwand -1.390 -2.148
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/​Planabgeltung - 5
Abschreibungen -569 -1.124
davon außerplanmäßige Abschreibungen 2 444
Sonstige betriebliche Aufwendungen -613 -1.303
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf - -
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 2 7
Summe betriebliche Aufwendungen -3.984 4 -8.618 456
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -1.084 -1.588
Beteiligungsergebnis -51 -34
davon außerplanmäßige Abschreibung auf At-Equity Beteiligungsbuchwerte - -
-1.135 -1.622
Summe Überleitung Adjusted EBIT -8 402
Adjusted EBIT -1.143 -1.220
Planmäßige Abschreibungen 566 680
Adjusted EBITDA -577 -540

FINANZLAGE

Investitionsvolumen um 80% reduziert

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Die Bruttoinvestitionen der Lufthansa Group sanken vor allem aufgrund der Verschiebung geplanter Flugzeugauslieferungen um 80% auf 153 Mio. EUR (Vorjahr: 770 Mio. EUR).

BRUTTOINVESTITIONEN

in Mio. € (Jan. - März 2021)

1) Ohne Erwerb von Anteilen.

Operativer Cashflow sinkt auf -766 Mio. EUR;

Adjusted Free Cashflow sinkt auf -947 Mio. EUR

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Der Operative Cashflow sank trotz des geringeren Verlusts vor Ertragsteuern aufgrund der im Vorjahrsvergleich geringeren cash-unwirksamen Ergebnisanteile sowie der im Vorjahr hohen ergebnisneutralen operativen Zuflüsse auf -766 Mio. EUR (Vorjahr: 1.367 Mio. EUR).
Die Verbesserung des Vorsteuerergebnisses resultiert überwiegend aus dem Wegfall von negativen Bewertungsaufwendungen, wie zum Beispiel Wertberichtigungen von Flugzeugen und Firmenwerten sowie von erfolgswirksam erfassten negativen Marktbewertungen von Treibstoffsicherungsgeschäften, die das Ergebnis des Vorjahres stark belastet haben.
Weiterhin fehlten aufgrund der schwachen Nachfrage nach Flugreisen die ansonsten saisonal üblichen Einzahlungsüberschüsse aus Ticketverkäufen gegenüber den ausgeflogenen Ticketbeständen; im laufenden Geschäftsjahr wurden darüber hinaus Ticket-Rückerstattungen an Kunden in Höhe von 382 Mio. EUR vorgenommen; zusätzlich hatten Im Vorjahr weitere Maßnahmen zur Optimierung des Working Capitals sowie Transaktionen zur Generierung von Zahlungsmitteln wie beispielsweise Repo-Geschäfte über Emissionszertifikate die Entwicklung kompensiert.
Der Adjusted Free Cashflow (Free Cashflow bereinigt um IFRS 16-Effekt) sank aufgrund der Entwicklung des operativen Cashflows auf -947 Mio. EUR (Vorjahr: 620 Mio. EUR).

CASHFLOW

in Mio. € (Jan. - März 2021)

1) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

Finanzierungstätigkeit und Stabilisierungsmaßnahmen führen zu Mittelzufluss

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Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Zufluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von 121 Mio. EUR (Vorjahr: 1.076 Mio. EUR).
Dieser resultierte aus Finanzierungsmaßnahmen in Höhe von 2.186 Mio. EUR; dabei handelte es sich um eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1,6 Mrd. EUR, ein Schuldscheindarlehen über 350 Mio. EUR und Japanese Operating Leases für vier Flugzeuge in Höhe von 240 Mio. EUR.
Darüber hinaus wurden weitere, im Rahmen der Stabilisierungspakete vereinbarte Kredite in Anspruch genommen; im ersten Quartal 2021 waren dies insgesamt 179 Mio. EUR staatlich garantierte Kredite in der Schweiz und Belgien; darüber hinaus wurden den Gesellschaften der LSG Group und der Lufthansa Technik im Rahmen des US Cares-Act I und II weitere Darlehen in Höhe von 62 Mio. USD bewilligt, von denen bereits 46 Mio. USD (38 Mio. EUR) ausgezahlt wurden; insgesamt wurden im ersten Quartal 2021 217 Mio. EUR zusätzliche Mittel an ausländischen staatlich garantierten Kreditlinien in Anspruch genommen.
Demgegenüber stand die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 2.227 Mio. EUR; unter anderem wurde der KfW-Kredit in Höhe von 1,0 Mrd. EUR vorzeitig zurückgezahlt; darüber hinaus wurden Schuldscheindarlehen und kurzfristige Mittelaufnahmen getilgt (1.016 Mio. EUR); weitere Tilgungen (209 Mio. EUR) betrafen im Wesentlichen die Flugzeugfinanzierungen und sonstige Leasingverpflichtungen, die planmäßig zurückgezahlt wurden.

Verfügbare Liquidität liegt bei 10,6 Mrd. EUR

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Die Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren) sank gegenüber dem Vorjahrsende aufgrund des negativen Adjusted Free Cashflow um 8% auf 4.750 Mio. EUR (Vorjahr: 5.140 Mio. EUR); davon waren zum Bilanzstichtag 3.710 Mio. EUR zentral verfügbar; die noch nicht abgerufenen Mittel aus den staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen und Krediten beliefen sich am 31. März 2021 auf 5.447 Mio. EUR; insbesondere die nach IFRS-Regelungen als Eigenkapital zu klassifizierenden Mittel der Stillen Einlage I in Höhe von 4,5 Mrd. EUR sind zum Stichtag 31. März 2021 noch nicht in Anspruch genommen; darüber hinaus bestehen ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 360 Mio. EUR.
Insgesamt standen dem Unternehmen damit zum 31. März 2021 10,6 Mrd. EUR an Liquidität zur Verfügung.
Durch die Rückführung der KfW-Mittel entfallen weiterhin Finanzierungseinschränkungen, die mit den damit verbundenen Sicherungsauflagen für Flugzeuge, die in maltesischen und österreichischen Leasinggesellschaften gehalten werden, verbunden waren.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme sinkt gegenüber Jahresende 2020

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Die Bilanzsumme sank zum 31. März 2021 gegenüber Jahresende 2020 um 3% auf 38.453 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 39.484 Mio. EUR).

Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 2% auf 28.755 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 29.444 Mio. EUR); die Veränderung basiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke, teilweise kompensiert durch den Zugang von zwei neuen Flugzeugen der Airbus A320-Familie; weiterhin verminderten sich die aktivierten latenten Steuern aufgrund der Steuereffekte aus der ergebnisneutralen Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die zinsbedingt zu einem Rückgang der Verpflichtungen geführt hat.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 3% auf 9.698 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 10.040 Mio. EUR); der Rückgang der liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere übertraf den Anstieg der kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderen Forderungen.

Die zum Verkauf stehenden Vermögenswerte in Höhe von 105 Mio. EUR betrafen im Wesentlichen 32 Flugzeuge, die zur Veräußerung vorgesehen sind.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken um 3% auf 22.771 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 23.438 Mio. EUR), der Anstieg der Finanzschulden wurde dabei durch den Rückgang der Pensionsverbindlichkeiten überkompensiert.

Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 13.503 Mio. EUR um 10% über dem Wert vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 12.252 Mio. EUR); der Anstieg resultierte überwiegend aus den neuen Finanzmittelaufnahmen und den in Anspruch genommenen Darlehen im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen außerhalb Deutschlands; diesen stand die vorzeitige Rückführung der KfW-Kredite gegenüber. 7 Finanzlage, S. 8.
Die Pensionsverbindlichkeiten sanken um 18% auf 7.821 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 9.531 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des um 0,4 Prozentpunkte auf 1,2% gestiegenen Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie einer positiven Wertentwicklung der Planvermögen.

Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken um 7% auf 13.630 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 14.659 Mio. EUR), primär aufgrund des tilgungsbedingten Rückgangs der kurzfristig fälligen Finanzschulden.

Das Eigenkapital ist gegenüber Jahresende 2020 um 48% auf 2.052 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2020: 1.387 Mio. EUR); das negative Konzernergebnis wurde dabei durch positive, ergebnis-neutrale Bewertungseffekte bei Pensionen und Derivaten überkompensiert.

Eigenkapitalquote steigt um 1,8 Prozentpunkte

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Die Eigenkapitalquote ist gegenüber Jahresende 2020 um 1,8 Prozentpunkte auf 5,3% gestiegen (31. Dezember 2020: 3,5%).
Die Nettokreditverschuldung lag mit 10.924 Mio. EUR um 10% über dem Niveau vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 9.922 Mio. EUR); das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Pensionsverbindlichkeiten abzüglich 50% der 2015 begebenen Hybridanleihe, sank gegenüber Jahresende 2020 um 4% auf 18.498 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 19.206 Mio. EUR).

BERECHNUNG NETTOKREDITVERSCHULDUNG

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31.03.2021 31.12.2020 Veränderung
in Mio. € in Mio. € in %
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 3.499 4.938 -29
Anleihen 4.405 2.907 52
Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) 1) 2.254 2.291 -2
Übrige langfristige Finanzschulden 5.489 5.232 5
15.647 15.368 2
Übrige Bankverbindlichkeiten 27 14 93
Konzernkreditverschuldung 15.674 15.382 2
Bankguthaben und Kassenbestände 1.482 1.806 -18
Wertpapiere 3.268 3.654 -11
Nettokreditverschuldung 10.924 9.922 10
Pensionsrückstellungen 7.821 9.531 -18
Nettokreditverschuldung und Pensionsrückstellungen 18.745 19.453 -4

1) Ohne die ehemaligen Finanzleasingverbindlichkeiten nach IAS 17, welche in den übrigen langfristigen Finanzschulden enthalten sind.

Geschäftsfelder

GESCHÄFTSFELD NETWORK AIRLINES

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 923 4.033 -77
davon Verkehrserlöse Mio. € 620 3.606 -83
Operative Aufwendungen Mio. € 2.317 5.141 -55
Adjusted EBITDA Mio. € -864 -396 -118
Adjusted EBIT Mio. € -1.261 -891 -42
EBIT Mio. € -1.258 -1.159 -9
Adjusted EBIT-Marge % -136,6 -22,1 -114,5 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 145 598 -76
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 56.516 60.828 -7
Flüge Anzahl 34.721 169.925 -80
Fluggäste Tsd. 2.752 18.057 -85
Angebotene Sitzkilometer Mio. 16.186 59.304 -73
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 7.240 43.331 -83
Sitzladefaktor % 44,7 73,1 -28,4 P.

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Die Entwicklung der Network Airlines war in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres von den Auswirkungen der Coronakrise belastet; Reiserestriktionen wirkten sich weiterhin negativ auf die Nachfrage nach Flugreisen aus.
Die Network Airlines arbeiteten auch im ersten Quartal 2021 intensiv an der Umsetzung ihrer jeweiligen Restrukturierungsprogramme; dabei standen die Senkung der Kosten, die Sicherung der Liquidität und die Steigerung der Profitabilität im Fokus.
Seit Ende März 2021 wird den Passagieren von SWISS und Austrian Airlines in der Economy Class auf Kurz- und Mittelstrecken ein individuelles und hochwertiges Essensangebot zum Kauf bereitgestellt; das Konzept wurde in Zusammenarbeit mit Retail in-Motion entwickelt; die Einführung bei Lufthansa German Airlines soll Ende Mai erfolgen.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 7,0 7,4 -5,7 -0,8
Stückerlöse (RASK) € Cent 6,2 7,0 -11,3 -8,8
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 12,6 6,7 88,6 89,5

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Die Verkehrsleistung der Network Airlines war im ersten Quartal 2021 von der anhaltenden Coronakrise geprägt; das Angebot lag 73% unter Vorjahr, wobei die Zahl der Flüge um 80% reduziert wurde; der Absatz sank um 83%; der Sitzladefaktor lag mit 44,7% um 28,4 Prozentpunkte unter Vorjahr; gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 wurde das Angebot um 78% reduziert.
Die Verkehrserlöse der Network Airlines sanken aufgrund der gesunkenen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 83% auf 620 Mio. EUR (Vorjahr: 3.606 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 923 Mio. EUR um 77% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 4.033 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 75% auf 1.073 Mio. EUR (Vorjahr: 4.252 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse sanken währungsbereinigt um 0,8%.
Die währungsbereinigten Stückerlöse sanken vor allem aufgrund des Rückgangs der Ladefaktoren in allen Verkehrsgebieten um 8,8%.
Die operativen Aufwendungen sanken mengenbedingt und aufgrund struktureller Maßnahmen um 55% auf 2.317 Mio. EUR (Vorjahr: 5.141 Mio. EUR); insbesondere lagen die Aufwendungen für Treibstoff, Gebühren und Personal jeweils deutlich unter Vorjahr.
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoffund Emissionsaufwendungen stiegen um 89,5%; die deutliche Verringerung des Kapazitätsangebots konnte dabei nicht in vollem Umfang durch entsprechende Kostensenkungen kompensiert werden.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -1.261 Mio. EUR (Vorjahr: -891 Mio. EUR); das EBIT lag bei -1.258 Mio. EUR (Vorjahr: -1.159 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 266 Mio. EUR belastet.
Die Segmentinvestitionen wurden um 76% auf 145 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 598 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. März 2021 sank gegenüber Vorjahr um 7% auf 56.516 (Vorjahr: 60.828), vor allem aufgrund natürlicher Fluktuation und des Verzichts auf externe Neueinstellungen.

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - März

2021
Veränderung Jan. - März

2021
Veränderung Jan. - März

2021
Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Tsd. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 193 -84 1.933 -86 3.258 -81
Amerika 143 -87 344 -84 6.825 -70
Asien/​Pazifik 79 -85 139 -88 2.809 -77
Nahost/​Afrika 92 -76 336 -75 3.294 -59
Nicht zuordenbar 113 -71
Gesamtverkehr 620 -83 2.752 -85 16.186 -73

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Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - März

2021
Veränderung Jan. - März

2021
Veränderung
--- --- --- --- ---
in Mio. in % in % in P.
--- --- --- --- ---
Europa 1.828 -83 56,1 -9,4 P.
Amerika 2.754 -84 40,3 - 35,6 P.
Asien/​Pazifik 1.048 -89 37,3 - 39,6 P.
Nahost/​Afrika 1.610 -73 48,9 - 26,3 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 7.240 -83 44,7 - 28,4 P.

Lufthansa German Airlines ¹)

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KENNZAHLEN Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Umsatz Mio. € 550 2.637 -79
Operative Aufwendungen Mio. € 1.532 3.382 -55
Adjusted EBITDA Mio. € -653 -299 -118
Adjusted EBIT Mio. € -875 -609 -44
EBIT Mio. € -871 -787 -11
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 37.386 39.474 -5
Flüge Anzahl 22.358 104.425 -79
Fluggäste Tsd. 1.866 11.192 -83
Angebotene Sitzkilometer Mio. 10.890 38.487 -72
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 4.979 28.117 -82
Sitzladefaktor % 45,7 73,1 -27,4 P.

*) Inkl. Regionalpartnern.

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Lufthansa German Airlines hat sich mit den Programmen New Tomorrow und Re-Start auf das Jahr 2021 vorbereitet, nachdem die Airline durch die Reiserestriktionen und Nachfragerückgänge infolge der Coronakrise stark getroffen wurde; so wurden umfangreiche Kostenreduzierungsprojekte gestartet, um die Auswirkungen der Coronakrise zu kompensieren.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines sanken im ersten Quartal 2021 aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise gegenüber Vorjahr um 79% auf 550 Mio. EUR (Vorjahr: 2.637 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 76% auf 674 Mio. EUR (Vorjahr: 2.775 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 1.532 Mio. EUR um 55% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 3.382 Mio. EUR), primär bedingt durch den mengenbedingten Rückgang der Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren sowie niedrigeren Personalaufwendungen, unter anderem aufgrund von Kurzarbeit.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend auf -875 Mio. EUR (Vorjahr: -609 Mio. EUR); das EBIT betrug -871 Mio. EUR (Vorjahr: -787 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 178 Mio. EUR belastet.

SWISS¹)

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KENNZAHLEN Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Umsatz Mio. € 270 920 -71
Operative Aufwendungen Mio. € 505 1.067 -53
Adjusted EBITDA Mio. € -99 27
Adjusted EBIT Mio. € -211 -82 -157
EBIT Mio. € -211 -82 -157
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 9.751 10.641 -8
Flüge Anzahl 5.150 29.670 -83
Fluggäste Tsd. 386 3.409 -89
Angebotene Sitzkilometer Mio. 3.408 12.618 -73
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 1.210 9.425 -87
Sitzladefaktor % 35,5 74,7 -39,2 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

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SWISS hat im ersten Quartal 2021 weiter systematisch an der Umsetzung ihres Restrukturierungsprogramms und dabei an der Senkung ihrer Personalkosten gearbeitet; unter anderem wurde die Geschäftsleitung von vier auf drei Mitglieder reduziert sowie seit Ausbruch der Krise über 800 Stellen aufgrund von natürlicher Fluktuation und Frühpensionierungen abgebaut; als Reaktion auf die strukturellen Veränderungen der Branche und zur Wahrung ihrer Wettbewerbsfähigkeit prüft SWISS zudem eine stärkere Redimensionierung als bislang vorgesehen.
Die Umsatzerlöse von SWISS sanken im ersten Quartal 2021 infolge der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie gegenüber Vorjahr um 71% auf 270 Mio. EUR (Vorjahr: 920 Mio. EUR); die operativen Erträge lagen mit 294 Mio. EUR um 70% unter Vorjahr (Vorjahr: 985 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund von mengenbedingt niedrigeren Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren sowie niedrigeren Personalaufwendungen, unter anderem durch einen hohen Kurzarbeitsanteil, um insgesamt 53% auf 505 Mio. EUR (Vorjahr: 1.067 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT und das EBIT von SWISS lagen im ersten Quartal 2021 bei -211 Mio. EUR (Vorjahr: -82 Mio. EUR).

Austrian Airlines

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KENNZAHLEN Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Umsatz Mio. € 61 287 -79
Operative Aufwendungen Mio. € 171 440 -61
Adjusted EBITDA Mio. € -70 -93 25
Adjusted EBIT Mio. € -106 -136 22
EBIT Mio. € -106 -197 46
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 6.314 6.943 -9
Flüge Anzahl 5.426 22.727 -76
Fluggäste Tsd. 308 1.933 -84
Angebotene Sitzkilometer Mio. 831 4.521 -82
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 437 3.084 -86
Sitzladefaktor % 52,6 68,2 -15,6 P.

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Die laufende Redimensionierung der Flotte von Austrian Airlines befindet sich in der finalen Phase der Umsetzung; um das Risiko einer langsameren Markterholung in den kommenden Jahren zu begrenzen, sollen zwei weitere Flugzeuge der Airbus A320-Familie in das sogenannte Langzeitparking überführt und somit die aktuelle Gesamtflotte von 77 Flugzeugen - zumindest bis 2024/​2025 - auf 58 statt der bisher geplanten 60 Flugzeuge reduziert werden.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines sanken aufgrund der andauernden Coronakrise um 79% auf 61 Mio. EUR (Vorjahr: 287 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 79% auf 65 Mio. EUR (Vorjahr: 304 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen mit 171 Mio. EUR um 61% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 440 Mio. EUR), insbesondere aufgrund mengenbedingt gesunkener Aufwendungen für Treibstoff und Gebühren sowie niedrigerer Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT lag im ersten Quartal 2021 bei -106 Mio. EUR (Vorjahr: -136 Mio. EUR); das EBIT betrug ebenfalls -106 Mio. EUR (Vorjahr: -197 Mio. EUR); dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 59 Mio. EUR belastet.

Brussels Airlines

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KENNZAHLEN Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in %
Umsatz Mio. € 55 233 -76
Operative Aufwendungen Mio. € 130 315 -59
Adjusted EBITDA Mio. € -41 -29 -41
Adjusted EBIT Mio. € -70 -64 -9
EBIT Mio. € -70 -93 25
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 3.065 3.770 -19
Flüge Anzahl 1.791 13.715 -87
Fluggäste Tsd. 192 1.552 -88
Angebotene Sitzkilometer Mio. 1.056 3.695 -71
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 614 2.717 -77
Sitzladefaktor % 58,2 73,5 -15,3 P.

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Im Rahmen des Programms "Reboot Plus" hat Brussels Airlines die Restrukturierungsphase, die eine Reduzierung der Flottengröße um 30% und der Anzahl der Mitarbeiter um 25% vorsieht, fast abgeschlossen; neben anderen zusätzlichen Maßnahmen dieses Programms gelten seit Januar 2021 neue Tarifverträge mit allen Mitarbeitergruppen, die es Brussels Airlines ermöglichen, wettbewerbsfähige Personalkosten anzubieten.
Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines sanken im ersten Quartal 2021 infolge der Coronakrise gegenüber Vorjahr um 76% auf 55 Mio. EUR (Vorjahr: 233 Mio. EUR); dabei wirkte sich ein von der belgischen Regierung verhängtes Reiseverbot stark auf die Passagierzahlen aus; die operativen Erträge lagen mit 60 Mio. EUR um 76% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 251 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund der mengenbedingt gesunkenen Materialaufwendungen um 59% auf 130 Mio. EUR (Vorjahr: 315 Mio. EUR); trotz eines hohen Fixkostenanteils konnten die Kosten durch die Auswirkungen des Restrukturierungsprogramms gesenkt werden.
Das Adjusted EBIT sank entsprechend in den ersten drei Monaten des Berichtsjahres auf -70 Mio. EUR (Vorjahr: -64 Mio. EUR); das EBIT lag bei -70 Mio. EUR (Vorjahr: -93 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen von Flugzeugen und Nutzungsrechten an Flugzeugen in Höhe von 29 Mio. EUR belastet.

GESCHÄFTSFELD EUROWINGS

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 39 332 -88
davon Verkehrserlöse Mio. € 38 321 -88
Operative Aufwendungen Mio. € 174 516 -66
Adjusted EBITDA Mio. € -95 -121 21
Adjusted EBIT Mio. € -144 -175 18
EBIT Mio. € -142 -233 39
Adjusted EBIT-Marge % -369,2 -52,7 -316,5 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 2 43 -95
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 3.015 3.350 -10
Flüge Anzahl 4.319 37.282 -88
Fluggäste Tsd. 292 3.699 -92
Angebotene Sitzkilometer Mio. 657 4.992 -87
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 344 3.768 -91
Sitzladefaktor % 52,3 75,5 -23,2 P.

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Die anhaltende Coronakrise wirkt sich weiterhin maßgeblich auf die Entwicklung der Eurowings aus; infolge der Reiserestriktionen und der daraus resultierenden Nachfrageentwicklung lag die angebotene Kapazität weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Im Zuge der Coronakrise wird das Restrukturierungsprogramm von Eurowings verschärft; Ziel des Programms ist es, die Chancen bei der Neuverteilung des Marktes in der Krise nutzen und die Attraktivität und Beliebtheit der Marke Eurowings nachhaltig zu steigern; dabei hat Eurowings frühzeitig mit der Vorbereitung auf den Sommer 2021 begonnen und dafür die beiden Projekte Ramp-up und Restart aufgesetzt.
Eurowings und die Gewerkschaft ver.di haben sich am 12. Januar 2021 auf ein Krisenpaket für die Kabinenmitarbeiter der Eurowings Deutschland verständigt; danach sind die Mitarbeiter bis zum 31. Dezember 2021 vor Kündigungen geschützt; im Gegenzug wurden unter anderem Kürzungen des Weihnachts- und Urlaubsgeldes vereinbart; außerdem wurde für die Laufzeit der Vereinbarung festgelegt, dass Vorerfahrungen innerhalb der Lufthansa Group bei Einstellungen teilweise anerkannt werden.
Eurowings und die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit haben im Grundsatz einen Tarifvertrag zur Bewältigung der Coronakrise und ein Eckpunktepapier zur Einstellung von Cockpitpersonal bei Eurowings Deutschland vereinbart; im Tarifvertrag Krise haben die Tarifparteien einen Krisenbeitrag des Cockpitpersonals von Eurowings Deutschland (bestehend aus Arbeitszeitreduzierungen bei gleichzeitigem anteiligem

Gehaltsverzicht und Absenkungen von Urlaubs- und Weihnachtsgeldern) vereinbart und damit die Grundlage für den Erhalt der Cockpitarbeitsplätze geschaffen; der Krisenbeitrag ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung von Eurowings.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Veränderung in % Währungsbereinigte

Veränderung in %
Durchschnittserlöse € Cent 9,4 7,4 27,7 27,6
Stückerlöse (RASK) € Cent 7,0 7,1 -0,9 6,8
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 23,9 8,4 185,8 187,5

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Die Verkehrsleistung von Eurowings hat sich infolge der anhaltenden Effekte der Corona-Pandemie im ersten Quartal 2021 rückläufig entwickelt; das Angebot ging im Vergleich zum Vorjahr um 87% zurück, die Zahl der Flüge sank um 88%; der Absatz reduzierte sich um 91%; der Sitzladefaktor sank gegenüber Vorjahr um 23,2 Prozentpunkte auf 52,3%; gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 wurde das Angebot um 90% reduziert.
Die Verkehrserlöse sanken aufgrund der rückläufigen Verkehrsleistung gegenüber Vorjahr um 88% auf 38 Mio. EUR (Vorjahr: 321 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 39 Mio. EUR ebenfalls um 88% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 332 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 85% auf 55 Mio. EUR (Vorjahr: 366 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse stiegen währungsbereinigt um 27,6%.
Die Stückerlöse stiegen währungsbereinigt um 6,8%.
Die operativen Aufwendungen sanken um 66% auf 174 Mio. EUR (Vorjahr: 516 Mio. EUR); neben mengenbedingt niedrigeren Aufwendungen für Gebühren und Treibstoff konnten durch die Beendigung externer Wetleases, die Einführung von Kurzarbeit und die Reduzierung von Verwaltungsaufwendungen Fixkostensenkungen erzielt werden.
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoffund Emissionsaufwendungen stiegen gegenüber dem Vorjahr um 187,5%, getrieben durch die deutliche krisenbedingte Kapazitätsreduktion im ersten Quartal 2021, die nur teilweise durch entsprechende Kostensenkungen kompensiert werden konnte.
Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -144 Mio. EUR (Vorjahr: -175 Mio. EUR); Kostensenkungen konnten dabei den Umsatzrückgang kompensieren; das EBIT betrug -142 Mio. EUR (Vorjahr: -233 Mio. EUR); dabei war der Vorjahreswert insbesondere durch außerplanmäßige Abschreibungen des Firmenwerts in Höhe von 57 Mio. EUR belastet.
Die Segmentinvestitionen sanken um 95% auf 2 Mio. EUR (Vorjahr: 43 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeiter sank zum 31. März 2021 gegenüber Vorjahr um 10% auf 3.015 (Vorjahr: 3.350); der Abbau resultiert im Wesentlichen aus den im Rahmen des Restrukturierungsprogramms beschlossenen Reduzierungen beim Bodenpersonal und bei den Kabinenmitarbeitern.

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 802 554 45
davon Verkehrserlöse Mio. € 765 516 48
Operative Aufwendungen Mio. € 509 593 -14
Adjusted EBITDA Mio. € 349 17 1.953
Adjusted EBIT Mio. € 314 -22
EBIT Mio. € 316 -41
Adjusted EBIT-Marge % 39,2 -4,0 43,2 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 4 75 -95
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 4.261 4.486 -5
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 2.201 2.836 -22
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 1.667 1.808 -8
Nutzladefaktor 1) % 75,7 63,8 11,9 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Im Geschäftsfeld Logistik setzte sich der positive Geschäftsverlauf des Jahres 2020 auch im ersten Quartal 2021 fort; das marktweite Angebot von Frachtkapazitäten ist infolge der Corona-Pandemie weiterhin durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge stark reduziert, die Nachfrage nach den verbleibenden Frachtkapazitäten blieb im Verlauf des ersten Quartals 2021 jedoch auf hohem Niveau, so dass die Durchschnittserlöse deutlich über dem Vorjahresniveau lagen.
Lufthansa Cargo reduzierte ihr Angebot im Berichtszeitraum um 22%, wohingegen der Absatz um lediglich 8% sank, der Nutzladefaktor verbesserte sich entsprechend um 11,9 Prozentpunkte auf 75,7%; die Durschnittserlöse stiegen in allen Verkehrsgebieten von Lufthansa Cargo und lagen insgesamt um 61% über Vorjahr.
Im Zuge der geplanten Erneuerung und Vereinheitlichung der Frachterflotte wurde im Berichtszeitraum beschlossen, eine zusätzliche Boeing 777F in der zweiten Jahreshälfte 2021 in die Flotte zu integrieren; bis Ende 2021 werden die drei noch verbliebenen MD11-Frachter außer Dienst gestellt.
Die Verkehrserlöse von Lufthansa Cargo stiegen im ersten Quartal 2021 trotz rückläufigem Absatz aufgrund höherer Durchschnittserlöse um 48% auf 765 Mio. EUR (Vorjahr: 516 Mio. EUR); die Umsatzerlöse stiegen um 45% auf 802 Mio. EUR (Vorjahr: 554 Mio. EUR); die operativen Erträge lagen mit 819 Mio. EUR um 44% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 569 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund niedrigerer Belly-Aufwendungen gegenüber Konzerngesellschaften, geringerer Treibstoffkosten, Gebühren und Personalkosten um 14% auf 509 Mio. EUR (Vorjahr: 593 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT verbesserte sich entsprechend auf 314 Mio. EUR (Vorjahr: -22 Mio. EUR), damit konnte Lufthansa Cargo im ersten Quartal 2021 ein Rekordergebnis erzielen; das EBIT verbesserte sich auf 316 Mio. EUR (Vorjahr: -41 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 95% auf 4 Mio. EUR (Vorjahr: 75 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. März 2021 sank gegenüber Vorjahr um 5% auf 4.261 (Vorjahr: 4.486).

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - März

2021
Veränderung Jan. - März

2021
Veränderung Jan. - März

2021
Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 50 16 105 -31 60 -13
Amerika 357 52 1.002 -29 755 -15
Asien/​Pazifik 313 63 949 -5 750 6
Nahost/​Afrika 45 -2 145 -47 102 -30
Gesamtverkehr 765 48 2.201 -22 1.667 -8

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Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - März

2021
Veränderung
--- --- ---
in % in P.
--- --- ---
Europa 57,3 11,7 P.
Amerika 75,3 12,7 P.
Asien/​Pazifik 79,1 8,0 P.
Nahost/​Afrika 70,0 16,8 P.
Gesamtverkehr 75,7 11,9 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 829 1.592 -48
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 163 483 -66
Operative Aufwendungen Mio. € 875 1.660 -47
Adjusted EBITDA Mio. € 60 54 11
Adjusted EBIT Mio. € 16 4 300
EBIT Mio. € 16 1 1.500
Adjusted EBIT-Marge % 1,9 0,3 1,6 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 12 49 -76
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 22.166 24.165 -8

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Die Coronakrise belastet auch weiterhin die Entwicklung des MRO-Geschäfts; die branchenweit gesunkenen Flugstunden und der wirtschaftliche Druck, der auf den Airlines lastet und zu Stilllegungen und Ausflottungen von Flugzeugen führte, wirkten sich auch im ersten Quartal 2021 deutlich negativ auf die Kundennachfrage nach MRO-Leistungen aus.
Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen durch die Coronakrise wurden in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres fortgeführt, insbesondere in Form von Personalmaßnahmen wie der Weiterführung von Kurzarbeit sowie der Verschiebung von Investitionsprojekten.
Die Umsatzerlöse im Geschäftsfeld Technik sanken im ersten Quartal 2021 gegenüber Vorjahr um 48% auf 829 Mio. EUR (Vorjahr: 1.592 Mio. EUR); dabei gingen die Erlöse mit Gesellschaften der Lufthansa Group um 66% und mit konzernexternen Kunden um 40% zurück; die betrieblichen Erlöse lagen mit 900 Mio. EUR um 46% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 1.671 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken um 47% auf 875 Mio. EUR (Vorjahr: 1.660 Mio. EUR); im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Material- und Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT lag im ersten Quartal 2021 entsprechend bei 16 Mio. EUR (Vorjahr: 4 Mio. EUR); das EBIT betrug ebenfalls 16 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 76% auf 12 Mio. EUR (Vorjahr: 49 Mio. EUR), primär bedingt durch den Abbruch beziehungsweise die Verschiebung von Investitionsprojekten.
Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. März 2021 sank gegenüber Vorjahr um 8% auf 22.166 (Vorjahr: 24.165), insbesondere getrieben durch Renteneintritte, Fluktuation sowie einen Einstellungsstopp.

GESCHÄFTSFELD CATERING

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 194 660 -71
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 6 135 -96
Operative Aufwendungen Mio. € 263 731 -64
Adjusted EBITDA Mio. € 10 -24
Adjusted EBIT Mio. € -10 -55 82
EBIT Mio. € -9 -156 94
Adjusted EBIT-Marge % -5,2 -8,3 3,1 P.
Segmentinvestitionen Mio. € 2 12 -83
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 16.382 34.269 -52

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Das Europageschäft der LSG Group wurde Ende des Geschäftsjahres 2020 an gategroup verkauft; in den Vorjahreszahlen ist das Europageschäft noch enthalten.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Flug- und Reisebranche, insbesondere der Rückgang von Langstreckenflügen, bestimmen weiterhin das globale Geschäft der LSG Group.
Die LSG Group hält auch im ersten Quartal 2021 an ihrem engmaschigen Kostenmanagement fest, gleichzeitig treibt das Unternehmen die Umsetzung der Ende 2020 neu entwickelten Strategie und Organisationsstruktur zur Zukunftssicherung voran; Unterstützungsleistungen im Rahmen des US Cares-Act wurden zur Finanzierung von Lohn- und Gehaltszahlungen eingesetzt und begrenzten damit den Stellenabbau.
Das Anlaufen der neuen Bordverkaufs-Konzepte der Lufthansa Group, die in Zusammenarbeit mit Retail in-Motion entwickelt wurden, erfolgten sowohl bei SWISS als auch bei Austrian Airlines erfolgreich; seither können Passagiere der Economy Class auf Kurzstreckenflügen frische, regionale und qualitativ hochwertige Speisen und Getränke an Bord erwerben; bei Lufthansa German Airlines soll die Einführung Ende Mai 2021 erfolgen.
Die Umsatzerlöse der LSG Group sanken bedingt durch die stark rückläufigen Passagierzahlen der weltweiten Kunden der LSG Group infolge der Coronakrise sowie durch den Verkauf des Europageschäfts an die gategroup um 71% auf 194 Mio. EUR (Vorjahr: 660 Mio. EUR); ohne Berücksichtigung des veräußerten Europageschäfts reduzierten sich die Umsätze um 58%; die sonstigen Erträge stiegen aufgrund von Zuschüssen im Rahmen des US Cares-Act in Höhe von 53 Mio. EUR um 247% auf 66 Mio. EUR (Vorjahr: 19 Mio. EUR); die Zuschüsse sind an die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitern gebunden und wurden entsprechend für Lohn- und Gehaltszahlungen verwendet; die betrieblichen Erlöse sanken um 62% auf 260 Mio. EUR (Vorjahr: 679 Mio. EUR.
Die operativen Aufwendungen lagen aufgrund von Kostenreduzierungen in allen Bereichen mit 263 Mio. EUR um 64% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 731 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT lag im ersten Quartal 2021 bei -10 Mio. EUR (Vorjahr: -55 Mio. EUR); das EBIT betrug -9 Mio. EUR (Vorjahr: -156 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 83% auf 2 Mio. EUR (Vorjahr: 12 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. März 2021 sank gegenüber Vorjahr um 52% auf 16.382 (Vorjahr: 34.269); rund 8.600 Mitarbeiter entfielen auf den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group.

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

KENNZAHLEN

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Jan. -März 2021 Jan. -März 2020 Veränderung in %
Operative Erträge Mio. € 482 650 -26
Operative Aufwendungen Mio. € 552 726 -24
Adjusted EBITDA Mio. € -38 -46 17
Adjusted EBIT Mio. € -68 -75 9
EBIT Mio. € -68 -79 14
Segmentinvestitionen Mio. € 13 11 18
Mitarbeiter zum 31.03. Anzahl 8.922 9.868 -10

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Die operativen Erträge der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen sanken krisenbedingt gegenüber Vorjahr um 26% auf 482 Mio. EUR (Vorjahr: 650 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 552 Mio. EUR um 24% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 726 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT stieg entsprechend um 9% auf -68 Mio. EUR (Vorjahr: -75 Mio. EUR); dabei wurde die rückläufige Ergebnisentwicklung bei AirPlus durch Ergebnisverbesserungen bei Lufthansa Aviation Training, Lufthansa Systems und den Konzernfunktionen kompensiert; das EBIT stieg um 14% auf -68 Mio. EUR (Vorjahr: -79 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeiter zum 31. März 2021 sank gegenüber Vorjahr um 10% auf 8.922 (Vorjahr: 9.868); in den Konzernfunktionen sank die Mitarbeiterzahl um 9%.

Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2020 ausführlich dargestellten Chancen und Risiken ist die Einschätzung der Risikolage im Wesentlichen unverändert geblieben.

Auf Basis der vereinbarten Stabilisierungsmaßnahmen und der eingeleiteten Maßnahmen zur Bewältigung der Coronakrise sieht der Vorstand den Fortbestand der Lufthansa Group nicht gefährdet.

Prognosebericht

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Der Finanzausblick für das Jahr 2021 hängt wesentlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Luftfahrtindustrie ab; entsprechend ist der Unternehmensausblick einer großen Unsicherheit unterworfen; Veränderungen in der Pandemiesituation, vor allem auf Basis des Impffortschritts und der Verbreitung von Virusmutationen, werden einen wesentlichen und unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben, vor allem aufgrund ihrer Auswirkungen auf Reiserestriktionen, die wiederum die Kundennachfrage maßgeblich beeinflussen.
Im Vergleich zu der im Rahmen des Geschäftsberichts 2020 gegebenen Prognose für das Jahr 2021 werden Reiserestriktionen voraussichtlich erst später als ursprünglich erwartet abgebaut, so dass die Erholung der Nachfrage verzögert eintreten wird; die für die Konzernairlines geplanten Kapazitätssteigerungen werden somit später als ursprünglich geplant umgesetzt; der Konzern geht deshalb nun davon aus, dass die Kapazität der Konzernairlines, gemessen in angebotenen Sitzkilometern, im Jahr 2021 bei rund 40% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019 liegen wird (ursprüngliche Prognose: zwischen 40% und 50%).
Die in der Prognose im Rahmen des Geschäftsberichts 2020 dargelegte Erwartung eines Anstiegs des Konzernumsatzes und einer Verringerung des operativen Verlusts im Geschäftsjahr 2021, gemessen am Adjusted EBIT, gilt jedoch unverändert.
Diese Erwartung gilt ebenfalls für die einzelnen Geschäftsfelder der Lufthansa Group; für das Geschäftsfeld Logistik wurde im Geschäftsbericht 2020 noch ein Rückgang des Umsatzes und des Adjusted EBIT im Jahr 2021 prognostiziert; nun erwartet der Konzern aufgrund der anhaltenden Angebotsverknappung im Markt und damit stark gestiegenen Durchschnittserlösen, dass Umsatz und Adjusted EBIT im Geschäftsfeld Logistik über Vorjahr liegen werden; damit wird Lufthansa Cargo im Jahr 2021 voraussichtlich ein neues Rekordergebnis erzielen.
Weitere Details zum Finanzausblick des Konzerns finden sich im Geschäftsbericht 2020, ab S. 118

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Januar - März 2021

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 1.542 4.539
Andere Betriebserlöse 1.018 1.902
Umsatzerlöse 2.560 6.441
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 24 145
Sonstige betriebliche Erträge 1) 316 444
Materialaufwand -1.412 -4.043
Personalaufwand -1.390 -2.148
Abschreibungen 2) -569 -1.124
Sonstige betriebliche Aufwendungen 3) -613 -1.303
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -1.084 -1.588
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -52 -35
Übriges Beteiligungsergebnis 1 1
Zinserträge -2 36
Zinsaufwendungen -116 -92
Übrige Finanzposten -60 -998
Finanzergebnis -229 -1.088
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.313 -2.676
Ertragsteuern 259 553
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.054 -2.123
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 5 -1
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -1.049 -2.124
"Unverwässertes"/​"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € -1,75 -4,44

1) Darin enthalten 14 Mio. EUR (Vorjahr: 11 Mio. EUR) aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

2) Darin enthalten 0 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen.

3) Darin enthalten 32 Mio. EUR (Vorjahr: 103 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf Forderungen.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Januar - März 2021

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.054 -2.123
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung 18 61
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert 1 -18
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve 397 -355
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung 43 133
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 1 1
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -1 -1
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -101 41
358 -138
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 1.798 -327
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert - -3
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - -2
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -430 -194
1.368 -526
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern 1.726 -664
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) 672 -2.787
Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 4 1
Auf Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 676 -2.786

Konzernbilanz

zum 31. März 2021

KONZERNBILANZ - AKTIVA

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in Mio.€ 31.03.2021 31.12.2020 31.03.2020
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 1) 1.160 1.169 1.245
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 454 469 542
Flugzeuge und Reservetriebwerke 15.532 15.842 18.276
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 1.807 1.823 2.225
Übriges Sachanlagevermögen 2) 3.598 3.671 4.037
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 368 403 636
Übrige Beteiligungen 252 252 258
Langfristige Wertpapiere 35 54 51
Ausleihungen und Forderungen 456 440 534
Derivative Finanzinstrumente 393 363 1.345
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 82 91 105
Effektive Ertragsteuerforderungen 36 34 33
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 4.582 4.833 2.651
Langfristige Vermögenswerte 28.755 29.444 31.938
Vorräte 695 726 972
Vertragsvermögenswerte 187 142 299
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.122 2.843 3.705
Derivative Finanzinstrumente 322 260 478
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 229 193 238
Effektive Ertragsteuerforderungen 288 282 151
Wertpapiere 3.268 3.654 3.312
Bankguthaben und Kassenbestände 1.482 1.806 1.828
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 105 134 431
Kurzfristige Vermögenswerte 9.698 10.040 11.414
Bilanzsumme 38.453 39.484 43.352

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

2) Darin sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von 30 Mio. EUR (zum 31.12.2020: 0 Mio. EUR) enthalten.

KONZERNBILANZ - PASSIVA

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in Mio.€ 31.03.2021 31.12.2020 31.03.2020
Gezeichnetes Kapital 1.530 1.530 1.224
Kapitalrücklage 378 378 378
Gewinnrücklagen -489 4.868 6.309
Übrige neutrale Rücklagen 1.646 1.296 1.619
Konzernergebnis -1.049 -6.725 -2.124
Anteile der Aktionäre der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 2.016 1.347 7.406
Minderheitenanteile 36 40 91
Eigenkapital 2.052 1.387 7.497
Pensionsrückstellungen 7.821 9.531 6.989
Sonstige Rückstellungen 558 558 515
Finanzschulden 13.503 12.252 8.407
Vertragsverbindlichkeiten 35 36 23
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 88 86 88 1)
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 31 33 36 1)
Derivative Finanzinstrumente 244 457 347
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 491 485 617
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 22.771 23.438 17.022
Sonstige Rückstellungen 847 831 747
Finanzschulden 2.144 3.116 3.065
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.269 3.321 5.025 1)
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten 2.093 2.064 4.487
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.866 2.977 2.646
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1.511 1.295 637 1)
Derivative Finanzinstrumente 201 366 1.288
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 699 689 408
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten - - 530
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 13.630 14.659 18.833
Bilanzsumme 38.453 39.484 43.352

1) Vorjahresquartalszahlen angepasst.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

zum 31. März 2021

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Markt-

bewertung Finanz-instrumente
Unterschieds-

betrag aus Währungs-

umrechnung
Neu-

bewertungs-

rücklage (Sukzessiv-

erwerbe)
Sonstige neutrale Rücklagen
Stand am 01.01.2020 1.224 378 624 503 236 352
Kapitalerhöhungen/​

-herabsetzungen
- - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/​Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - -202 61 - -
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - 45 - - -
Stand am 31.03.2020 1.224 378 467 564 236 352
Stand am 01.01.2021 1.530 378 305 396 236 359
Kapitalerhöhungen/​

-herabsetzungen
- - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/​Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - 340 18 - -1
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - -7 - - -
Stand am 31.03.2021 1.530 378 638 414 236 358

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in Mio. € Summe übrige neutrale Rücklagen Gewinn-

rücklagen
Konzern-

ergebnis
Anteil der Aktionäre der Deutschen Lufthansa

AG am Eigenkapital
Minderheiten-

anteile
Gesamt Eigenkapital
Stand am 01.01.2020 1.715 5.617 1.213 10.147 109 10.256
Kapitalerhöhungen/​

-herabsetzungen
- - - - - -
Umbuchungen - 1.213 -1.213 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/​Minderheiten - - - - -17 -17
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - -2.124 -2.124 1 -2.123
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -141 -521 - -662 -2 -664
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse 45 - - 45 - 45
Stand am 31.03.2020 1.619 6.309 -2.124 7.406 91 7.497
Stand am 01.01.2021 1.296 4.868 -6.725 1.347 40 1.387
Kapitalerhöhungen/​

-herabsetzungen
- - - - - -
Umbuchungen - -6.725 6.725 - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionäre/​Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - -1.049 -1.049 -5 -1.054
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 357 1.368 - 1.725 1 1.726
In die Anschaffungskosten von nicht-finanziellen Vermögenswerten umgegliederte Sicherungsergebnisse -7 - - -7 - -7
Stand am 31.03.2021 1.646 -489 -1.049 2.016 36 2.052

Konzern-Kapitalflussrechnung

Januar - März 2021

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - März

2021
Jan. - März

2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn 1) 1.804 1.431
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.313 -2.676
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 569 1.123
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) -10 22
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen -5 6
Beteiligungsergebnis 51 34
Zinsergebnis 118 56
Erstattete/​Gezahlte Ertragsteuern -16 21
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge 58 1.011
Veränderung Trade Working Capital -389 1.871
Veränderung übriger Aktiva/​Passiva 171 -101
Operativer Cashflow -766 1.367
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -147 -763
Investitionen in Finanzanlagen -6 -7
Zugänge/​Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteilen 30 28
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen - -
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen - -
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -3 -3
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen 40 56
Zinseinnahmen -2 44
Erhaltene Dividenden 1 3
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -87 -642
Erwerb von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds -1.004 -3.218
Veräußerung von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds 1.382 1.841
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen 291 -2.019
Kapitalerhöhung - -
Transaktionen durch Minderheiten - -
Aufnahme Finanzschulden 2.403 1.500
Rückführung Finanzschulden -2.227 -381
Gewinnausschüttung - -
Zinsausgaben -55 -43
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 121 1.076
Nettoab-/​-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten -354 424
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen 11 -2
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 31.03. 2) 1.461 1.853
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalenten von Gesellschaften, die am 31.03. zum Verkauf stehen - 26
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente von Gesellschaften, die am 31.03. nicht zum Verkauf stehen 2) 1.461 1.827
Wertpapiere 3.268 3.312
Flüssige Mittel 4.729 5.139
Nettozu-/​-abnahme der flüssigen Mittel -729 1.754

1) Betrag zum 01.01.2020 enthält 16 Mio. EUR, die zum 31.12.2019 unter den Vermögenswerten zum Verkauf ausgewiesen wurden.

2) Abweichung gegenüber den in der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben und Kassenbeständen ergibt sich aus Termingeldern mit vereinbarter Laufzeit zwischen vier und zwölf Monaten in Höhe von 21 Mio. EUR (Vorjahr: 1 Mio. EUR).

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 31. März 2021 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2021 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 31. März 2021 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2021 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

2 Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group sind seit dem Frühjahr 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, und den damit weltweit verschärfenden internationalen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen, stark getroffen. Lediglich im Frachtgeschäft konnten sowohl Umsätze als auch Ergebnisbeiträge gesteigert werden.

Auf die Liquiditätslage wirkt sich das stark reduzierte Geschäftsvolumen weiterhin aus, so dass die laufenden Einzahlungen aus der Geschäftstätigkeit die zugehörigen Auszahlungen insbesondere aufgrund der nicht variablen Kostenbestandteile unterschreiten. Die Liquidität der Deutschen Lufthansa AG sowie der in- und ausländischen Tochtergesellschaften konnte in einem ersten Schritt in 2020 durch die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Stabilisierungspakete sichergestellt werden. Im Verlauf des Jahres 2020 sowie zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres konnte der Konzern darüber hinaus auch wieder selbst erfolgreich am Kapitalmarkt Finanzmittel aufnehmen, die teilweise zu einer Rückführung der bisher in Anspruch genommenen Stabilisierungsmittel genutzt werden konnten.

Die Stabilisierungsmaßnahmen wurden im Vorjahr im Wesentlichen in Deutschland, der Schweiz, Österreich und Belgien verhandelt und genehmigt. Die Rahmenvereinbarungen zwischen der Lufthansa Group, dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und der KfW sehen einen Gesamtfinanzrahmen von bis zu 9,0 Mrd. EUR vor.

Hierauf werden die in der Schweiz, in Österreich und in Belgien vereinbarten Finanzierungen angerechnet. Die Eigenkapitalmittel von insgesamt 5,0 Mrd. EUR beinhaltete eine 20%ige Beteiligung am Aktienkapital sowie eine Stille Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG und einen Ertragszuschuss zugunsten der Austrian Airlines. Weiterhin wurden Fremdkapitalmittel von 4,0 Mrd. EUR zugesagt. Bis zum 31. Dezember 2020 wurden hiervon insgesamt 3,3 Mrd. EUR in Anspruch genommen. Von den zu Beginn des Jahres noch zur Verfügung stehenden 5,7 Mrd. EUR entfielen 4,5 Mrd. EUR auf die Stille Beteiligung I, die auch zum 31. März 2021 noch nicht zur Auszahlung gekommen ist.

Der Rahmenvertrag mit dem WSF sieht umfassende Informations- und Prüfrechte für den WSF und Verhaltensverpflichtungen für die Lufthansa Group unter anderem in Bezug auf die Aussetzung von Dividendenzahlungen, die Begrenzung der Managementvergütungen, den Verzicht auf Beteiligungserwerbe, die Abgabe von jeweils bis zu 24 Slots an den Flughäfen Frankfurt und München und eine nachhaltige Geschäftspolitik vor. Die gruppenweite Einhaltung der teilweise auslegungsbedürftigen Verhaltensverpflichtungen ist für die Lufthansa Group von großer Relevanz und in der aktuellen Situation in Einzelfällen anspruchsvoll. Unter der Voraussetzung der vollen Rückzahlung der Stillen Einlagen durch das Unternehmen sowie eines Mindestveräußerungspreises von 2,56 Euro je Aktie zuzüglich einer jährlichen Verzinsung von 12% verpflichtet sich der WSF zum vollständigen Verkauf seines Aktienbesitzes bis zum 31. Dezember 2023 beziehungsweise nach diesem Zeitpunkt zum jeweiligen Bedingungseintritt.

Im ersten Quartal 2021 wurde die mit der KfW vereinbarte Kreditfazilität, die im Vorjahr in voller Höhe von 1,0 Mrd. EUR in Anspruch genommen worden war, im Anschluss an eine erfolgreiche Platzierung von zwei Anleihen mit Laufzeiten von vier und sieben Jahren über insgesamt 1,6 Mrd. EUR abgelöst. Diese Refinanzierung erhöht den finanziellen Handlungsspielraum für die Lufthansa Group, da die mit der Kreditfazilität verbundene Verpfändungen von Gesellschaftsanteilen an Leasinggesellschaften in deren Eigentum wesentliche Bestandteile der Flugzeugflotte der Lufthansa Group stehen, aufgehoben wurden und die Lufthansa Group diese Flugzeuge somit wieder selbständig für Flugzeugfinanzierungen einsetzen kann. Des Weiteren sind in diesem Zusammenhang Restriktionen zur Finanzierung von Tochtergesellschaften durch die Deutsche Lufthansa AG entfallen.

Die im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen in der Schweiz gewährten, staatlich gesicherten Kreditlinien wurden im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren 130 Mio. CHF in Anspruch genommen, so dass sich die Kredithöhe auf 605 Mio. CHF erhöhte. Weitere 895 Mio. CHF der Gesamtlinien stehen noch zur Verfügung.

Aus dem mit der belgischen Regierung vereinbarten Stabilisierungspaket wurden im Geschäftsjahr 2021 aus dem vorhandenen Kreditrahmen über 287 Mio. EUR von der SN Airholding SA/​NV 60 Mio. EUR abgerufen, so dass sich die in Anspruch genommene Höhe nunmehr auf insgesamt 190 Mio. EUR beläuft.

Zu Beginn des Jahres 2021 wurden in den USA zusätzliche Mittel im Rahmen des CARES Act I sowie weitere Mittel aus dem mittlerweile verabschiedeten CARES Act II zur Verfügung gestellt. Die LSG Group und die Lufthansa Technik Gruppe haben dabei Mittelzusagen in Höhe von weiteren 177 Mio. USD (davon 116 Mio. USD als Zuschuss) erhalten, von denen 123 Mio. USD bis zum 31. März 2021 zugeflossen sind (davon 77 Mio. EUR Zuschuss).

In Italien hat die Regierung ebenfalls Mittel zur Kompensation von Schäden durch die Corona Pandemie bereitgestellt. Air Dolomiti hat Anfang 2021 daraufhin ebenfalls einen Zuschuss von 16 Mio. EUR beantragt, der im März bewilligt wurde.

Zum 31. März 2021 betrug die zentral der Deutschen Lufthansa AG zur Verfügung stehende Liquidität 3,7 Mrd. EUR. Dazu stehen weitere abrufbare Mittel des WSF-Stabilisierungspakets in Höhe von 4,5 Mrd. EUR zur Verfügung (Stille Beteiligung I). Daneben belaufen sich die dezentralen Bank- und Kassenbestände auf 1,1 Mrd. EUR und aus den staatlichen Finanzierungsmitteln sind in der Schweiz und in Belgien insgesamt noch 0,9 Mrd. EUR nicht in Anspruch genommen. Weiterhin stehen zum Bilanzstichtag freie Kreditlinien in Höhe von 360 Mio. EUR zur Verfügung. Insgesamt beläuft sich die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group damit auf 10,6 Mrd. EUR.

Auf Basis der weiterhin großen Unsicherheiten über Reisemöglichkeiten und Kundenverhalten aktualisiert die Lufthansa Group regelmäßig ihre rollierende Liquiditätsplanung im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter für die erwartete Geschäftsentwicklung. Entscheidend für die Entwicklung im laufenden und folgenden Geschäftsjahr wird der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens, die Implementierung von Teststrategien sowie der Erfolg und die Geschwindigkeit der Impfkampagne sein. Intern wurden weitere Maßnahmen im Rahmen des Programms Re-New vorangebracht und das Management geht weiterhin von einer erfolgreichen Umsetzung aus.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 wird weiterhin die Inanspruchnahme der staatlichen Unterstützung durch Kurzarbeitergeld und Erstattungen von Sozialabgaben erforderlich sein.

Unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung, der Liquiditätsplanung und der umgesetzten beziehungsweise potenziellen Finanzierungsmaßnahmen sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auch unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten 18 Monate als gesichert an. Der Zwischenabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

3 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die weltweit erforderlichen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben die Geschäftstätigkeit des Konzerns auch von Beginn an in 2021 weiterhin massiv beeinträchtigt. Dies spiegelt sich im gesamten Zwischenbericht der Lufthansa Group wieder.

Im Vorjahr kam es erst im Frühjahr 2020 (März) zu sich weltweit verschärfenden internationalen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen, die den Flugverkehr der Lufthansa Group Gesellschaften stark beeinflusst haben. Hierdurch sind die Erträge und Aufwendungen im Jahresvergleich nur eingeschränkt vergleichbar.

UMSATZERLÖSE

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2021 Europa 1) Nord-amerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Network Airlines 738 489 86 25 88 22
Lufthansa German Airlines 398
SWISS 2) 244
Austrian Airlines 50
Brussels Airlines 46
Eurowings 2) 39 39 - - - -
Logistik 765 386 80 25 251 9
Summe 1.542

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in Mio. € Afrika 1)
Network Airlines 28
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2) -
Logistik 14
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa 1) Nord-amerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Network Airlines 3.700 2.555 629 80 284 77
Lufthansa German Airlines 2.327
SWISS 2) 891
Austrian Airlines 265
Brussels Airlines 217
Eurowings 2) 323 318 3 1 1 -
Logistik 516 265 70 21 137 6
Summe 4.539

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in Mio. € Afrika 1)
Network Airlines 75
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2) -
Logistik 17
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2021 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Technik 666 304 187 19 113 27
Technikleistungen 567
Sonstige Betriebserlöse 99
Catering 188 9 143 10 16 2
Cateringleistungen 167
Erlöse Bordverkauf 8
Sonstige Leistungen 13
Network Airlines 64 57 2 - 2 2
Eurowings - - - - - -
Logistik 30 19 10 - - 1
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 70 48 8 2 6 4
EDV-Leistungen 42
Reisemanagement 13
Übrige 15
Summe 1.018

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 16
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 8
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines 1
Eurowings -
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 2
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa 1) Nord-amerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Technik 1.109 501 259 52 208 51
Technikleistungen 952
Sonstige Betriebserlöse 157
Catering 525 86 298 34 81 15
Cateringleistungen 447
Erlöse Bordverkauf 29
Sonstige Leistungen 49
Network Airlines 132 108 8 1 10 3
Eurowings 1 1 - - - -
Logistik 28 16 10 - 1 1
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 107 78 10 4 8 5
EDV-Leistungen 45
Reisemanagement 41
Übrige 21
Summe 1.902

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 38
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 11
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines 2
Eurowings -
Logistik -
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 2
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Die Lufthansa Group hat im laufenden Geschäftsjahr neu aufgenommene Darlehensmittel im Rahmen von Flugzeugfinanzierungsmodellen in Höhe von 240 Mio. EUR durch vier Flugzeuge gesichert.

Mit der Ablösung des KfW Kredits wurde die Besicherung an diversen Gesellschaftsanteilen von Leasinggesellschaften in Malta und Österreich, in deren Eigentum sich zum Jahresende 2020 insgesamt 323 Flugzeuge mit einem Buchwert von 4.432 Mio. EUR befanden, aufgehoben.

LATENTE STEUERN

Insbesondere für die in Deutschland entstandenen Verluste und aktiven Steuerlatenzen des Geschäftsjahres wurden weiterhin in voller Höhe latente Steuern aktiviert. Da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstehen und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird, wird von einer vollen Werthaltigkeit ausgegangen. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Zum 31. März 2021 bestehen Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 105 Mio. EUR. In dieser Position sind im Wesentlichen zur Veräußerung vorgesehene Flugzeuge und Reservetriebwerke mit einem Buchwert von 101 Mio. EUR enthalten. Hierunter befanden sich drei Boeing MD11, zwei Boeing B767, vier Airbus A321, zehn Airbus A320, sechs Bombardier CRJ9 sowie sieben Dash 8-400.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz, der zur Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland verwendet wurde, betrug 1,2%. Zum 31. Dezember 2020 betrug dieser Zinssatz 0,8%. Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 0,35% (31. Dezember 2020: 0,1%) verwendet. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Rechnungszinses und einer leichten Erholung der Marktwerte des Planvermögens. Durch die mit den Tarifpartnern getroffenen Vereinbarungen zur Krisenbewältigung ist es gelungen, den Dienstzeitaufwand trotz des darin enthaltenen zinsbedingten Anstiegs im Vergleich zum Vorjahres-Quartal zu senken.

VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN AUS NICHT AUSGEFLOGENEN FLUGDOKUMENTEN

Die Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten belaufen sich zum 31. März 2021 auf 2.093 Mio. EUR. Wesentliche Auszahlungsrückstände in Bezug auf geltend gemachte Erstattungsansprüche bestehen nicht.

ÄNDERUNGEN VON SCHÄTZUNGEN

Auf Basis der aktuellen Unternehmensprognosen sieht das Management der Deutschen Lufthansa AG auch unter Berücksichtigung der weiterhin bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Dauer der pandemiebedingten Reisebeschränkungen und das Niveau des Flugreiseverkehrs nach der aktuellen Krisensituation keine grundlegende Veränderung der langfristigen Geschäftsaussichten. Diesbezüglich ergaben sich folglich keine wesentlichen Schätzungsänderungen.

SONSTIGE STAATLICHE UNTERSTÜTZUNGSMAßNAMEN

Bis zum 31. März 2021 wurden insgesamt staatliche Zuschüsse in Höhe von 418 Mio. EUR vereinnahmt. Sie entfallen im Wesentlichen auf die Erstattung von gezahlten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsabgaben im Zusammenhang mit Kurzarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darin sind 94 Mio. EUR Zuschüsse zu Sozialabgaben enthalten, die als Unterstützungsleistungen zu qualifizieren sind. Weitere 75 Mio. EUR nicht zweckgebundene Unterstützungsmittel wurden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Hierin enthalten sind im Rahmen des Cares Act in den USA erhaltene Zuschüsse für LSG- und Lufthansa Technik-Gesellschaften in Höhe von 73 Mio. USD, die nach entsprechender Nachweisführung vereinnahmt wurden. Weitere 16 Mio. EUR betrafen staatliche Zuschüsse für Air Dolomiti.

Im Rahmen des Stabilisierungspakets des belgischen Staates wurden Darlehen zu vergünstigten Konditionen gewährt. Die hierauf entfallenen Zinszuschüsse in Höhe von einer Mio. EUR, die das laufende Geschäftsjahr betrafen, werden im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen.

Neben den Beträgen, die den Unternehmen im Rahmen der Kurzarbeit gewährt werden, erfolgen auch direkte staatliche Unterstützungen der Mitarbeiter in Form von Gehaltsersatzleistungen.

Zur Unterstützung in der Krise in Deutschland wurden Steuer- und Abgabenstundungen von staatlichen Institutionen gewährt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Einfuhrumsatzsteuer. Zum 31. März 2021 betrug die Höhe der gestundeten Einfuhrumsatzsteuer 875 Mio. EUR.

4 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist normalerweise vor allem durch die Geschäftsfelder Network Airlines und Eurowings saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist jedoch ein insgesamt massiver Rückgang des Geschäftsvolumens eingetreten, bei dem keine saisonalen Effekte mehr erkennbar sind.

5 Erfolgsunsicherheiten

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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in Mio. € 31.03.2021 31.12.2020
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 696 664
Aus Gewährleistungsverträgen 208 192
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 16 16
920 872

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 64 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2020: 61 Mio. EUR) verzichtet.

Zum 31. März 2021 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 200 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2020: 200 Mio. EUR).

Ende März 2021 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 13,3 Mrd. EUR Zum 31. Dezember 2020 betrug das Bestellobligo 13,0 Mrd. EUR. Die Veränderung ist im Wesentlichen wechselkursbedingt.

6 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 31. März 2021 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.03.2021

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 3.268 53 - 3.321
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 53 - 53
Wertpapiere 3.268 - - 3.268
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 662 - 662
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 11 12 - 23
Eigenkapitalinstrumente 11 12 - 23
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Vermögenswerte gesamt 3.279 727 - 4.006

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.03.2021

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -729 - -729
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -40 - -40
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -405 - -405
Verbindlichkeiten gesamt - -1.174 - -1.174

Bestände in Höhe von 27 Mio. EUR an CO 2-Emissionszertifikaten wurden im Rahmen von sogenannten "Repo-Geschäften" am Markt veräußert und gleichzeitig wieder zurückgekauft, so dass das wirtschaftliche Eigentum weiterhin besteht. Daneben wurden aus entsprechenden auslaufenden Repo-Geschäften 79 Mio. EUR zurückgezahlt.

Zum 31. Dezember 2020 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 3.654 2 - 3.656
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 2 - 2
Wertpapiere 3.654 - - 3.654
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 620 - 620
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 11 12 - 23
Eigenkapitalinstrumente 11 12 - 23
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Vermögenswerte gesamt 3.665 634 - 4.299

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -712 - -712
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -85 - -85
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -738 - -738
Verbindlichkeiten gesamt - -1.535 - -1.535

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende Restlaufzeiten/​Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

Zu den erhaltenen Darlehensmittel im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen vgl. die Ausführungen zur Angabe 2.

FINANZSCHULDEN

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31.03.2021 31.12.2020
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 4.306 4.268 2.707 2.643
Commercial Paper 100 100 200 199
Schuldscheindarlehen 1.947 1.949 1.900 1.894
Kreditlinien 400 401 763 740
Staatlich garantierte Kredite 2.144 2.365 2.907 3.147
Flugzeugfinanzierungen 3.828 3.785 3.603 3.590
Übrige Finanzschulden 669 564 651 705
Leasingverbindlichkeiten 2.253 - 2.637 -
Summe 15.647 13.432 15.368 12.918

7 Ergebnis je Aktie

ERGEBNIS JE AKTIE

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31.03.2021 31.03.2020
"Unverwässertes" /​ "Verwässertes" Ergebnis je Aktie - 1,75 - 4,44
Konzernergebnis Mio. € - 1.049 - 2.124
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 597.742.822 478.194.257

8 Gezeichnetes Kapital

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um 306.044.326,40 EUR auf 1.530.221.624,32 EUR durch die Ausgabe von 119.548.565 auf den Namen lautenden Stückaktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre erhöht. Die Aktien wurden durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zum Nennbetrag von 2,56 EUR gezeichnet. Die Kapitalerhöhung wurde mit der Eintragung in das Handelsregister am 2. Juli 2020 wirksam.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 450.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 30.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien an die Mitarbeiter (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Bis zum 31. März 2021 wurden im Rahmen dieser Ermächtigung Aktien mit einem Nennbetrag von insgesamt 7.637.832 EUR ausgegeben.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 102.014.776,32 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 im Falle der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots iSv § 10 WpÜG oder im Falle einer Kontrollerlangung iSv §§ 35 iVm 29 WpÜG. für die Stille Einlage II-A zu einem Ausübungskurs von 2,56 EUR je Aktie gewährt wurden. Für den Fall einer Veräußerung der Stillen Einlage II-A an einen nichtstaatlichen Erwerber steht dem Erwerber das Umtauschrecht jederzeit zu.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 897.985.223,68 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 zum Zwecke des Verwässerungsschutzes und oder des Kuponschutzes für die Stille Einlage II-B gewährt wurden. Die neuen Aktien werden bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Verwässerungsschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 10 %, bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Kuponschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 5,25% begeben. Sofern die Stille Einlage II B abgetreten wird, entfallen die Umtauschrechte.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die gemäß einem Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 6. Mai 2024 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2019 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

9 Segmentberichterstattung

Die Segmentierung wurde gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 nicht geändert.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN

Jan. - März 2021

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 802 39 795 666 188 2.490
davon Verkehrserlöse 620 38 765 - - 1.423
Konzerninnenumsätze 121 - 7 163 6 297
Umsatzerlöse 923 39 802 829 194 2.787
Übrige operative Erträge 150 16 17 71 66 320
Operative Erträge 1.073 55 819 900 260 3.107
Operative Aufwendungen 2.317 174 509 875 263 4.138
davon Materialaufwand 820 59 340 421 65 1.705
davon Personalaufwand 691 35 89 286 136 1.237
davon Abschreibungen 397 49 35 44 20 545
davon sonstige Aufwendungen 409 31 45 124 42 651
Beteiligungsergebnis -17 -25 4 -9 -7 -54
davon Ergebnis Equity-Bewertung -15 -25 4 -9 -7 -52
Adjusted EBIT 1) -1.261 -144 314 16 -10 -1.085
Überleitungspositionen 3 2 2 - 1 8
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung - -1 1 - - -
Pensionssondereffekte - - - - - -
Ergebnis Anlagenabgang 3 3 1 - 1 8
EBIT -1.258 -142 316 16 -9 -1.077
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 11.923 1.007 2.206 3.501 938 19.575
davon aus Equity-Beteiligungen 3 52 54 175 82 366
Segmentinvestitionen 145 2 4 12 2 165
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 3 - 3
Mitarbeiter zum Stichtag 56.516 3.015 4.261 22.166 16.382 102.340

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in Mio. € Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 70 - 2.560
davon Verkehrserlöse - 119 1.542
Konzerninnenumsätze 34 -331 -
Umsatzerlöse 104 -331 2.560
Übrige operative Erträge 378 -370 328
Operative Erträge 482 -701 2.888
Operative Aufwendungen 552 -710 3.980
davon Materialaufwand 43 -336 1.412
davon Personalaufwand 154 -1 1.390
davon Abschreibungen 30 -9 566
davon sonstige Aufwendungen 325 -364 612
Beteiligungsergebnis 2 1 -51
davon Ergebnis Equity-Bewertung - - -52
Adjusted EBIT 1) -68 10 -1.143
Überleitungspositionen - - 8
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung - - -
Pensionssondereffekte - - -
Ergebnis Anlagenabgang - - 8
EBIT -68 10 -1.135
Übriges Finanzergebnis -178
Ergebnis vor Ertragsteuern -1.313
Gebundenes Kapital 2) 2.672 -119 22.128
davon aus Equity-Beteiligungen 2 - 368
Segmentinvestitionen 13 -22 156
davon aus Equity-Beteiligungen - - 3
Mitarbeiter zum Stichtag 8.922 - 111.262

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT -> Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 7, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - März 2020

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 3.832 323 544 1.109 525 6.333
davon Verkehrserlöse 3.606 321 516 - - 4.443
Konzerninnenumsätze 201 9 10 483 135 838
Umsatzerlöse 4.033 332 554 1.592 660 7.171
Übrige operative Erträge 219 34 15 79 19 366
Operative Erträge 4.252 366 569 1.671 679 7.537
Operative Aufwendungen 5.141 516 593 1.660 731 8.641
davon Materialaufwand 2.734 327 394 960 280 4.695
davon Personalaufwand 1.106 59 96 374 308 1.943
davon Abschreibungen 495 54 39 50 31 669
davon sonstige Aufwendungen 806 76 64 276 112 1.334
Beteiligungsergebnis -2 -25 2 -7 -3 -35
davon Ergebnis Equity-Bewertung -1 -25 2 -7 -3 -34
Adjusted EBIT 1) -891 -175 -22 4 -55 -1.139
Überleitungspositionen -268 -58 -19 -3 -101 -449
Außerplanmäßige Abschreibung /​ Zuschreibung -267 -58 -20 1 -101 -445
Pensionssondereffekte - - - -1 - -1
Ergebnis Anlagenabgang -1 - 1 -3 - -3
EBIT -1.159 -233 -41 1 -156 -1.588
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 11.734 1.210 2.046 5.556 1.355 21.901
davon aus Equity-Beteiligungen 24 153 52 273 128 630
Segmentinvestitionen 598 43 75 49 12 777
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 3 - 3
Mitarbeiter zum Stichtag 60.828 3.350 4.486 24.165 34.269 127.098

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in Mio. € Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 108 - 6.441
davon Verkehrserlöse - 96 4.539
Konzerninnenumsätze 52 -890 -
Umsatzerlöse 160 -890 6.441
Übrige operative Erträge 490 -321 535
Operative Erträge 650 -1.211 6.976
Operative Aufwendungen 726 -1.205 8.162
davon Materialaufwand 69 -721 4.043
davon Personalaufwand 203 -3 2.143
davon Abschreibungen 29 -18 680
davon sonstige Aufwendungen 425 -463 1.296
Beteiligungsergebnis 1 - -34
davon Ergebnis Equity-Bewertung - -1 -35
Adjusted EBIT 1) -75 -6 -1.220
Überleitungspositionen -4 51 -402
Außerplanmäßige Abschreibung /​ Zuschreibung 1 53 -391
Pensionssondereffekte -4 - -5
Ergebnis Anlagenabgang -1 -2 -6
EBIT -79 45 -1.622
Übriges Finanzergebnis -1.054
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.676
Gebundenes Kapital 2) 3.273 -549 24.625
davon aus Equity-Beteiligungen 6 - 636
Segmentinvestitionen 11 -15 773
davon aus Equity-Beteiligungen - - 3
Mitarbeiter zum Stichtag 9.868 - 136.966

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT -> Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 7, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) und abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten).

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN

Jan. - März 2021

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in Mio. € Europa davon Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und Südamerika Asien/​ Pazifik
Verkehrserlöse 1) 914 444 166 153 50 339
Andere Betriebserlöse 437 201 350 304 31 137
Umsatzerlöse 1.351 645 516 457 81 476

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse 1) 31 42 1.542
Andere Betriebserlöse 36 27 1.018
Umsatzerlöse 67 69 2.560

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN

Jan. - März 2020

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in Mio. € Europa davon Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und

Südamerika
Asien/​

Pazifik
Verkehrserlöse 1) 3.138 1.440 702 632 102 422
Andere Betriebserlöse 790 265 585 454 91 308
Umsatzerlöse 3.928 1.705 1.287 1.086 193 730

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse 1) 83 92 4.539
Andere Betriebserlöse 75 53 1.902
Umsatzerlöse 158 145 6.441

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

10 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter Erläuterung 50 (Geschäftsberichts 2020, S. 225 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im Vergütungsbericht 2020 (Geschäftsberichts 2020, S. 251 ff.) und unter Erläuterung 51 des Anhangs zum Konzernabschluss 2020 (Geschäftsbericht 2020, S. 228) beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

11 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die vom IASB herausgebrachten Änderungen für die Geschäftsjahre, die nach dem 1. Januar 2021 beginnen, haben derzeit keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Informationen zu den Änderungen sind im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2020, Erläuterung 3 "Neue Standards in der internationalen Rechnungslegung nach IFRS und Interpretationen", S. 143 ff. dargestellt.

Der IASB hat am 31. März 2021 die praktische Erleichterung zu den Mietkonzessionen im IFRS 16 bis zum 30. Juni 2022 verlängert. Das EU Endorsement steht hierzu noch aus. Da die Lufthansa Group die Vereinfachungsregelung nicht anwendet, hat diese Erleichterung keine Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

München, den 27. April 2021

Der Vorstand

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Carsten Spohr Christina Foerster Harry Hohmeister Detlef Kayser Michael Niggemann Remco Steenbergen
Chief Executive Officer Chief Customer Officer Chief Commercial Officer Chief Operations Officer Chief HR & Legal Officer Chief Financial Officer

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss der Deutsche Lufthansa Aktiengesellschaft, Köln - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Konzern-Kapitalflussrechnung, sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. März 2021, die Bestandteile des unterjährigen Finanzberichts nach § 115 Abs. 7 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und 4 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Eschborn/​Frankfurt am Main, 27. April 2021

Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Prof. Dr. Hayn Keller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Venloer Straße 151 - 153

50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Dennis Weber (Ltg.)

Patrick Winter

Kontakt

Dennis Weber

+ 49 69 696 - 28001

Svenja Lang

+ 49 69 696 - 28025

Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28001

Telefax: + 49 69 696 - 90990

E-Mail: [email protected]

Aktuelle Finanzinformationen im Internet:

www.lufthansagroup.com/​investor-relations

Finanzkalender 2021

29. Apr. Veröffentlichung 1. Zwischenbericht Januar - März 2021

4. Mai Hauptversammlung

5. Aug. Veröffentlichung 2. Zwischenbericht

Januar - Juni 2021

3. Nov. Veröffentlichung 3. Zwischenbericht

Januar - September 2021

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 1. Zwischenbericht 2021 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrunde liegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse beziehungsweise Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet. Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.