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Deutsche Lufthansa AG Interim / Quarterly Report 2021

Nov 3, 2021

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Interim / Quarterly Report

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Finanzbericht: 29294914

Deutsche Lufthansa AG

Köln

3. Zwischenbericht 2021

3. ZWISCHENBERICHT

Januar - September 2021

lufthansagroup.com

lufthansagroup.com/​investor-relations

Die Lufthansa Group

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz und Ergebnis
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse Mio. € 10.978 10.995 0 5.207 2.660
davon Verkehrserlöse Mio. € 7.550 7.404 2 3.913 1.763
Operative Aufwendungen Mio. € 14.139 16.345 -13 5.649 4.276
Adjusted EBITDA 1) Mio. € -394 -2.227 82 576 -649
Adjusted EBIT 1) Mio. € -2.078 -4.161 50 17 -1.262
EBIT Mio. € -2.123 -5.857 64 -9 -2.389
Konzernergebnis Mio. € -1.877 -5.584 66 -72 -1.967
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme Mio. € 41.903 39.010 7 - -
Eigenkapital Mio. € 3.694 3.347 10 - -
Eigenkapitalquote % 8,8 8,6 0,2 P. - -
Nettokreditverschuldung Mio. € 9.006 8.930 1 - -
Pensionsrückstellungen Mio. € 7.210 8.073 -11 - -
Operativer Cashflow Mio. € 460 -1.598 442 -1.961
Investitionen (brutto) 2) Mio. € 967 1.023 -5 355 126
Adjusted Free Cashflow 1) Mio. € -594 -2.579 77 13 -2.069
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge 1) % -3,6 -20,3 16,7 P. 11,1 -24,4
Adjusted EBIT-Marge 1) % -18,9 -37,8 18,9 P. 0,3 -47,4
EBIT-Marge % -19,3 -53,3 34,0 P. -0,2 -89,8
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Sept.) 3) 5,94 5,25 13 - -
Ergebnis pro Aktie -3,17 -10,79 71 -0,15 -3,80
Leistungsdaten 4)
Flüge Anzahl 291.326 327.279 -11 170.553 97.345
Fluggäste Tsd. 29.664 32.157 -8 19.623 8.681
Angebotene Sitzkilometer Mio. 94.073 90.936 3 49.883 22.333
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 55.967 61.345 -9 34.341 11.833
Sitzladefaktor % 59,5 67,5 -8,0 P. 68,8 53,0
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Mio. 8.472 7.886 7 3.092 2.417
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer Mio. 6.140 5.361 15 2.065 1.762
Fracht-Nutzladefaktor % 72,5 68,C 4,5 P. 66,8 72,9
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Sept.) Anzahl 106.684 124.534 -14 - -

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Veränderung in %
Umsatz und Ergebnis
--- ---
Umsatzerlöse 96
davon Verkehrserlöse 122
Operative Aufwendungen 32
Adjusted EBITDA 1)
Adjusted EBIT 1)
EBIT 100
Konzernergebnis 96
Kennzahlen zur Bilanz und Kapitalflussrechnung
Bilanzsumme
Eigenkapital
Eigenkapitalquote
Nettokreditverschuldung
Pensionsrückstellungen
Operativer Cashflow
Investitionen (brutto) 2) 182
Adjusted Free Cashflow 1)
Rentabilitätskennziffern
Adjusted EBITDA-Marge 1) 35,5 P.
Adjusted EBIT-Marge 1) 47,7 P.
EBIT-Marge 89,6 P.
Lufthansa Aktie
Schlusskurs (30. Sept.) 3)
Ergebnis pro Aktie 96
Leistungsdaten 4)
Flüge 75
Fluggäste 126
Angebotene Sitzkilometer 123
Verkaufte Sitzkilometer 190
Sitzladefaktor 15,8 P.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 28
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 17
Fracht-Nutzladefaktor -6,1 P.
Mitarbeitende
Mitarbeitende (30. Sept.)

1) Herleitung /​ Finanzielle Entwicklung, S. 5.

2) Ohne Erwerb von Anteilen.

3) Kursentwicklung bereinigt um die Effekte aus der Ausgabe neuer Aktien im Rahmen der Kapitalerhöhung im September 2021.

4) Vorjahreszahlen angepasst. Veröffentlichungstag: 3. November 2021.

Geschäftsverlauf im Überblick

Geschäftsentwicklung der Lufthansa Group verbessert sich im Laufe des Geschäftsjahres

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Die andauernden Folgen der Coronakrise belasten den Geschäftsverlauf der Lufthansa Group auch weiterhin; insgesamt zeigten sich aber seit Frühjahr 2021 deutliche Erholungstendenzen.
Aufgrund des weltweit beschleunigten Impffortschritts und der daraus resultierenden schrittweisen Lockerung der Reisebeschränkungen sind die Buchungen bei den Passagier-Airlines der Lufthansa Group im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 deutlich angestiegen; nachdem bereits zum Sommer die Nachfrage nach europäischen Urlaubszielen und touristischen Langstreckendestinationen mit nur begrenzten oder keinen Reisebeschränkungen stark gestiegen ist, nahm sie zuletzt auch auf den Strecken nach Nordamerika deutlich zu, insbesondere nach der Ankündigung der Rücknahme der Reiserestriktionen in die USA; darüber hinaus steigt auch die Nachfrage nach Geschäftsreisen merklich.
Die Lufthansa Group konnte außerdem im Laufe der ersten neun Monate des Berichtsjahres deutliche Fortschritte bei der Umsetzung ihres Restrukturierungspro-gramms machen; die bislang implementierten Maßnahmen sorgen für mehr als 70% der insgesamt 3,5 Mrd. EUR an jährlichen Einsparungen, die ab dem Jahr 2024 erzielt werden sollen; die Restrukturierungsaufwendungen, die notwendig sind, um das Unternehmen an das krisenbedingt veränderte Marktumfeld anzupassen, beliefen sich in den ersten neun Monaten des Jahres auf 520 Mio. EUR (Vorjahr: 190 Mio. EUR).
Die angebotene Kapazität im Passagiergeschäft, gemessen in Sitzkilometern, wurde im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 ausgebaut; im ersten Quartal lag das Angebot bei 21% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019, im zweiten Quartal bei 29% und im dritten Quartal bei 50%.
Der Ausbau des Flugangebots, die positive Entwicklung bei den Aviation Services und die Fortschritte im Rahmen des Restrukturierungsprogramms spiegelten sich auch in der Entwicklung des Ergebnisses wider; das Adjusted EBIT lag im ersten Quartal bei -1.143 Mio. EUR (Vorjahr: -1.220 Mio. EUR) und im zweiten Quartal bei -952 Mio. EUR (Vorjahr: -1.679 Mio. EUR); im dritten Quartal 2021 kehrte die Lufthansa Group trotz Restrukturierungsaufwendungen von 255 Mio. EUR (Vorjahr: 58 Mio. EUR) mit einem Adjusted EBIT von 17 Mio. EUR (Vorjahr: -1.262 Mio. EUR) in die Gewinnzone zurück.
Der Vergleich der Zahlen der ersten neun Monate 2021 mit den entsprechenden Vorjahreszahlen wird dadurch verzerrt, dass die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Januar und Februar 2020 noch kaum durch die Coronakrise belastet war.
So lag die angebotene Kapazität der Passagier-Airlines in den ersten neun Monaten 2021 um 3% über Vorjahresniveau; die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines stiegen gegenüber Vorjahr um 2% auf 7.550 Mio. EUR (Vorjahr: 7.404 Mio. EUR), die Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit 10.978 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 10.995 Mio. EUR).
Unterstützt von einem strikten Kostenmanagement und einem Rekordgewinn im Frachtgeschäft konnte der operative Verlust gegenüber Vorjahr deutlich reduziert werden; das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -2.078 Mio. EUR (Vorjahr: -4.161 Mio. EUR); darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 520 Mio. EUR (Vorjahr: 190 Mio. EUR); die Adjusted EBIT-Marge lag bei -18,9% (Vorjahr: -37,8%); das EBIT betrug -2.123 Mio. EUR (Vorjahr: -5.857 Mio. EUR).
Das Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum bei -1.877 Mio. EUR (Vorjahr: -5.584 Mio. EUR).
Der Adjusted Free Cashflow betrug -594 Mio. EUR (Vorjahr: -2.579 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote stieg vor allem aufgrund des Abrufs von 1,5 Mrd. EUR aus der Stillen Beteiligung I, die als Eigenkapital verbucht wurde, gegenüber Jahresende 2020 um 5,3 Prozentpunkte auf 8,8% (31. Dezember 2020: 3,5%).
Von diesem Mittelabruf unterstützt lag die Nettokreditverschuldung mit 9.006 Mio. EUR um 9% unter dem Niveau vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 9.922 Mio. EUR); Ende September 2021 standen dem Konzern liquide Mittel in Höhe von insgesamt 11,9 Mrd. EUR zur Verfügung; darin enthalten sind noch nicht abgerufene Mittel aus den staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen und Krediten in Höhe von 4,0 Mrd. EUR; die Effekte der im Oktober 2021 abgeschlossenen Kapitalerhöhung und die anschließende Rückzahlung der Stillen Beteiligung I in Höhe von 1,5 Mrd. EUR sind dabei noch nicht berücksichtigt. /​ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, S. 4.

Wesentliche Ereignisse

Lufthansa Group sichert sich erfolgreich weitere Liquidität am Kapitalmarkt

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Am 7. Juli 2021 hat die Lufthansa Group erneut erfolgreich eine Anleihe mit einem Gesamtvolumen von 1,0 Mrd. EUR begeben.
Die Anleihe mit einer Stückelung von 100.000 EUR wurde in zwei Tranchen mit einem Volumen zu je 500 Mio. EUR platziert; die Tranche mit einer Laufzeit von drei Jahren wird jährlich mit 2,0% verzinst, die zweite Tranche mit einer Laufzeit von acht Jahren wird jährlich mit 3,5% verzinst.

EU-Kommission legt Gesetzespaket "Fit for 55" vor

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Am 14. Juli 2021 hat die EU-Kommission ihr Gesetzespaket "Fit for 55" vorgestellt; der Vorschlag der EU umfasst insgesamt zwölf Gesetzgebungsverfahren, die noch im Kreis der 27 Mitgliedsstaaten und im EU-Parlament diskutiert und beschlossen werden müssen.
Demnach schlägt die EU-Kommission unter anderem vor, die Zahl der Zertifikate im Luftverkehrssektor schneller zu verringern und die Gratis-Zuteilungen bis 2027 einzustellen; darüber hinaus sollen schrittweise eine Kerosinsteuer und ein Beimischungsgebot für nachhaltige Flugkraftstoffe eingeführt werden.
Lufthansa Group begrüßt die ehrgeizigen Ziele des Klimapakets, hat aber konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Maßnahmen vorgelegt, um drohende Benachteiligungen der EU-Airlines im internationalen Wettbewerb und die Verlagerung von Emissionen ("Carbon Leakage") zu vermeiden. /​ Chancen- und Risikobericht, S. 20.

EU-Kommission beschließt Verlängerung und Anpassung der Regelungen zur Slotnutzung

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Am 23. Juli 2021 hat die EU-Kommission entschieden, im Winterflugplan 2021/​22 die erforderliche Slotnutzungsquote von regulär 80% auf 50% abzusenken; Fluggesellschaften müssen folglich 50% jeder ihrer Slotserien an Slot-regulierten Flughäfen nutzen, um diese Slotserien auch in Folgeperioden zu behalten; für den Sommerflugplan war die Regelung noch komplett ausgesetzt.

Deutsche Lufthansa AG beschließt Kapitalerhöhung

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Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat am 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats der Gesellschaft eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht der Aktionär:innen unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals C beschlossen; die Kapitalerhöhung dient der Stärkung der Eigenkapitalbasis des Konzerns und wurde am 6. Oktober 2021 umgesetzt. /​ Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Lufthansa Group least weitere Airbus A350-900 Langstreckenflugzeuge

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Die Lufthansa Group beschleunigt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte; Anfang Oktober 2021 unterzeichnete die Lufthansa Group Leasingverträge für vier hochmoderne und treibstoffeffiziente Airbus A350-900 Flugzeuge; dadurch wächst die A350 Flotte der Lufthansa Group zu Jahresbeginn 2022 auf 21 Flugzeuge.
Die Flugzeuge sollen ab dem ersten Halbjahr 2022 bei Lufthansa German Airlines zum Einsatz kommen und so das Premiumangebot der Five-Star-Airline stärken.

Deutsche Lufthansa AG schließt Kapitalerhöhung erfolgreich ab und zahlt Stille Beteiligung I des WSF zurück

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Die Deutsche Lufthansa AG hat ihre Kapitalerhöhung am 6. Oktober 2021 erfolgreich abgeschlossen; der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief sich auf 2.162 Mio. EUR; die Gesellschaft gab im Rahmen der Kapitalerhöhung 597.742.822 neue auf den Namen lautende Stückaktien im Bezugsverhältnis 1:1 aus; das Grundkapital beläuft sich damit auf 3.060.433.248,64 EUR; Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG konnten die neuen Aktien für den Bezugspreis in Höhe von 3,58 EUR erwerben.
Mit dem Abschluss der Kapitalerhöhung hat die Deutsche Lufthansa AG am 11. Oktober 2021 den gezogenen Beitrag der Stillen Beteiligung I des Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) in Höhe von 1,5 Mrd. EUR vollständig abgelöst; die Rückzahlung erfolgte damit deutlich früher als ursprünglich geplant.
Die Gesellschaft beabsichtigt außerdem, die Stille Beteiligung II in Höhe von 1 Mrd. EUR bis Ende 2021 vollständig zurückzuzahlen und den nicht in Anspruch genommenen Teil der Stillen Beteiligung I ebenfalls bis Ende 2021 zu kündigen.
Unter Berücksichtigung der Effekte aus der Kapitalerhöhung, der Rückzahlung der Stillen Beteiligung I, der geplanten Rückzahlung der Stillen Beteiligung II und der geplanten Kündigung des nicht in Anspruch genommenen Teils der Stillen Beteiligung I belief sich die verfügbare Liquidität per 31. September 2021 pro forma auf 8,5 Mrd. EUR.

WSF reduziert Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG

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Der WSF hat seinen Anteilsbesitz an der Deutschen Lufthansa AG laut Stimmrechtsmitteilung vom 7. Oktober 2021 auf 14,09% reduziert.
Im Rahmen seiner Teilnahme an der Kapitalerhöhung hat sich der WSF verpflichtet, die verbliebene Beteiligung spätestens 24 Monate nach Abschluss der Kapitalerhöhung zu veräußern, sofern das Unternehmen die Stille Beteiligung I und die Stille Beteiligung II wie beabsichtigt zurückgezahlt hat und die vertraglichen Voraussetzungen hierfür vorliegen.

Finanzielle Entwicklung

ERTRAGSLAGE

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Die Umsatzentwicklung der Lufthansa Group verbesserte sich im Verlauf des Berichtsjahres aufgrund des weltweit beschleunigten Impffortschritts, der schrittweisen Lockerung der Reisebeschränkungen und des daraus resultierenden Anstiegs der Nachfrage nach Flugreisen; insgesamt lag das Geschäftsvolumen allerdings weiterhin deutlich unter dem Vorkrisenniveau.
Die verbesserte Nachfrageentwicklung und die Fortschritte bei der Umsetzung des Restrukturierungsprogramms haben dazu geführt, dass die Lufthansa Group im dritten Quartal 2021 ein positives Adjusted EBIT erzielen konnte.
Der Vergleich der Kennzahlen der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zum Vorjahreszeitraum wird maßgeblich von der Tatsache beeinflusst, dass sich die Auswirkungen der Coronakrise im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt haben.

ANTEIL DER GESCHÄFTSFELDER AM KONZERNAUSSENUMSATZ in %

(Jan. - Sept. 2021)

Verkehrserlöse steigen gegenüber Vorjahr um 2%

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Der Absatz der Passagier-Airlines der Lufthansa Group (verkaufte Sitzkilometer) sank in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 gegenüber Vorjahr um 9%, das Angebot (angebotene Sitzkilometer) wurde um 3% ausgebaut; der Sitzladefaktor sank um 8,0 Prozentpunkte auf 59,5%; die Verkehrserlöse im Passagiergeschäft sanken um 12% auf 4.718 Mio. EUR (Vorjahr: 5.335 Mio. EUR); im Vergleich zum Vorkrisenniveau, also den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2019, lag das Angebot bei 34%.
Das Frachtgeschäft der Lufthansa Group entwickelte sich im Berichtszeitraum aufgrund der marktweiten Angebotsverknappung durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge positiv, dies wirkte sich auch auf die Entwicklung der Durchschnittserlöse aus; das Angebot (angebotene Fracht-Tonnenkilometer) wurde im Vergleich zum Vorjahr um 7% ausgebaut, der Absatz (verkaufte Fracht-Tonnenkilometer) stieg um 15%; der Nutzladefaktor lag mit 72,5% um 4,5 Prozentpunkte über Vorjahr; die Verkehrserlöse im Frachtgeschäft stiegen infolge deutlich höherer Durchschnittserlöse um 37% auf 2.832 Mio. EUR (Vorjahr: 2.069 Mio. EUR).
Insgesamt stiegen die Verkehrserlöse der Lufthansa Group Airlines in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 gegenüber Vorjahr um 2% auf 7.550 Mio. EUR (Vorjahr: 7.404 Mio. EUR).

Umsatzerlöse liegen auf Vorjahresniveau

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Die anderen Betriebserlöse sanken um 5% auf 3.428 Mio. EUR (Vorjahr: 3.591 Mio. EUR), im Wesentlichen durch krisenbedingt rückläufige Erlöse im Geschäftsfeld Catering sowie durch den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group; die Erlösentwicklung im Geschäftsfeld Technik erholte sich im Laufe des Geschäftsjahres und lag im Berichtszeitraum auf Vorjahresniveau.
Die Umsatzerlöse lagen mit 10.978 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 10.995 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 2% auf 12.064 Mio. EUR (Vorjahr: 12.346 Mio. EUR).

UMSATZ, ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN

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in Mio. € Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in %
Verkehrserlöse 7.550 7.404 2
Andere Betriebserlöse 3.428 3.591 -5
Umsatzerlöse 10.978 10.995 0
Sonstige operative Erträge 1.086 1.351 -20
Summe operative Erträge 12.064 12.346 -2
Materialaufwand 5.830 6.728 -13
davon Treibstoff 1.444 1.610 -10
davon übrige RHB und bezogene Waren 1.190 1.743 -32
davon Gebühren 1.390 1.446 -4
davon Fremdleistungen Technik 794 867 -8
Personalaufwand 4.654 5.026 -7
Planmäßige Abschreibungen 1.684 1.934 -13
Sonstiger operativer Aufwand 1.971 2.657 -26
Summe operative Aufwendungen 14.139 16.345 -13
Beteiligungsergebnis -3 -162 98
Adjusted EBIT -2.078 -4.161 50
Summe Überleitung EBIT -45 -1.696 97
EBIT -2.123 -5.857 64
Zinsergebnis -332 -239 -39
Übrige Finanzposten 137 -816
Ergebnis vor Ertragssteuen -2.318 -6.912 66
Ertragsteuern 431 1.312 -67
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.887 -5.600 66
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 10 16 -38
Auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallendes
-1.877 -5.584 66

Operative Aufwendungen um 13% reduziert

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Die Lufthansa Group reduzierte die operativen Aufwendungen gegenüber Vorjahr um 13% auf 14.139 Mio. EUR (Vorjahr: 16.345 Mio. EUR).

Der Materialaufwand der Lufthansa Group lag mit 5.830 Mio. EUR um 13% unter Vorjahr (Vorjahr: 6.728 Mio. EUR).

Innerhalb des Materialaufwands sanken die Aufwendungen für Treibstoff um 10% auf 1.444 Mio. EUR; die Veränderung basiert im Wesentlichen auf krisenbedingt rückläufigen Verbrauchsmengen; die Auswirkung des deutlich gestiegenen Preisniveaus wurde durch Preissicherungsmaßnahmen verringert; das Preissicherungsergebnis betrug 115 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für andere Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sanken mengenbedingt um 32% auf 1.190 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Gebühren sanken aufgrund der verminderten Verkehrsleistung im Vergleich zum Vorjahr um 4% auf 1.390 Mio. EUR.
Die Aufwendungen für Fremdleistungen Technik lagen mit 794 Mio. EUR um 8% unter Vorjahr.

Der operative Personalaufwand sank trotz Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 520 Mio. EUR (Vorjahr: 190 Mio. EUR) um 7% auf 4.654 Mio. EUR (Vorjahr: 5.026 Mio. EUR), insbesondere aufgrund der um 17% niedrigeren durchschnittlichen Zahl der Mitarbeitenden sowie der Einsparungen durch Krisentarifvereinbarungen; der Effekt aus der Kurzarbeit und den damit verbundenen staatlichen Unterstützungsleistungen nahm im Jahresverlauf ab; in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 wurden staatliche Unterstützungsleistungen für Kurzarbeit in Höhe von 762 Mio. EUR (Vorjahr: 706 Mio. EUR ) in Anspruch genommen; die rückläufige Zahl an Mitarbeitenden betraf alle Geschäftsbereiche außer Eurowings, insbesondere aber das Segment Catering, auch durch den Verkauf des Europageschäfts der LSG Group.

Die planmäßigen Abschreibungen sanken um 13% auf 1.684 Mio. EUR (Vorjahr: 1.934 Mio. EUR) und entfielen im Wesentlichen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke; der Rückgang ist hauptsächlich bedingt durch die im Vorjahr vorgenommenen außerplanmäßigen Wertberichtigungen sowie die im Vergleich zu den Vorjahren geringere Investitionstätigkeit.

Die sonstigen operativen Aufwendungen sanken um 26% auf 1.971 Mio. EUR (Vorjahr: 2.657 Mio. EUR), insbesondere aufgrund niedrigerer Wertberichtigungen auf Forderungen, geringerer Reise- und Fremdpersonalkosten sowie rückläufiger sonstiger Infrastrukturaufwendungen.

Adjusted EBIT und Konzernergebnis weniger negativ

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Das operative Beteiligungsergebnis lag bei -3 Mio. EUR (Vorjahr: -162 Mio. EUR); die Entwicklung basiert im Wesentlichen auf den deutlich geringeren Verlusten von Joint Venture Unternehmen im Passagier- und Technik-Geschäft.
Das Adjusted EBIT der Lufthansa Group lag in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 bei -2.078 Mio. EUR (Vorjahr: -4.161 Mio. EUR), darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen im Personalkostenbereich in Höhe von 520 Mio. EUR (Vorjahr: 190 Mio. EUR), die notwendig sind, um das Unternehmen an das krisenbedingt veränderte Marktumfeld anzupassen; die Adjusted EBIT-Marge, also das Verhältnis von Adjusted EBIT zum Umsatz, lag bei -18,9% (Vorjahr: -37,8%).
Das EBIT lag im Berichtszeitraum bei -2.123 Mio. EUR (Vorjahr: -5.857 Mio. EUR); der Vorjahreswert war durch außerplanmäßige Abschreibungen auf Flugzeuge, Firmenwerte und Joint Venture Unternehmensbeteiligungen belastet, während vergleichbare Aufwendungen im Berichtszeitraum nur in deutlich geringerem Umfang anfielen.
Das Zinsergebnis sank um 39% auf -332 Mio. EUR (Vorjahr: -239 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund gestiegener Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten.
Die übrigen Finanzposten verbesserten sich auf 137 Mio. EUR (Vorjahr: -816 Mio. EUR); den positiven Effekten aus der erfolgswirksamen Bewertung der im Vorjahr begebenen Wandelanleihe im aktuellen Geschäftsjahr standen im Vorjahr insbesondere Verluste aus Treibstoffsicherungsgeschäften aufgrund des krisenbedingt gesunkenen Kerosinbedarfs, die im Finanzergebnis auszuweisen waren, gegenüber.
Die Entlastung aus Ertragsteuern in Höhe von 431 Mio. EUR (Vorjahr: 1.312 Mio. EUR) betraf überwiegend die Aktivierung von latenten Steuern auf negative Ergebnisse in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021; die Steuerquote betrug damit 18,6%.
Das auf die Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende Konzernergebnis lag im Berichtszeitraum bei -1.877 Mio. EUR (Vorjahr: -5.584 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie betrug -3,17 EUR (Vorjahr: -10,79 EUR).

ENTWICKLUNG UMSATZ, ADJUSTED EBIT in Mio. € (Jan. - Sept.) UND ADJUSTED EBIT-MARGE in % (Jan. -Sept.)

ÜBERLEITUNG ERGEBNISSE

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020
in Mio. € GuV Überleitung Adjusted EBIT GuV Überleitung Adjusted EBIT
--- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 10.978 10.995
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 72 167
Sonstige betriebliche Erträge 1.064 1.218
davon Erträge aus Buchgewinnen -19 -12
davon Zuschreibungen Anlagevermögen bzw. Vermögenswerte zum Verkauf -30 -22
Summe betriebliche Erträge 12.114 -49 12.380 -34
Materialaufwand -5.830 -6.728
Personalaufwand -4.652 -5.034
davon aus nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand/​Planabgeltung -2 8
Abschreibungen -1.736 -3.574
davon außerplanmäßige Abschreibungen 52 1.640
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.016 -2.677
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Vermögen zum Verkauf 13 3
davon Aufwendungen aus Buchverlusten 31 17
Summe betriebliche Aufwendungen -14.234 94 -18.013 1.668
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -2.120 -5.633
Beteiligungsergebnis -3 -224
davon außerplanmäßige Abschreibung auf At-Equity Beteiligungsbuchwerte - 62
EBIT -2.123 -5.857
Summe Überleitung Adjusted EBIT 45 1.696
Adjusted EBIT -2.078 -4.161
Planmäßige Abschreibungen 1.684 1.934
Adjusted EBITDA -394 -2.227

FINANZLAGE

Investitionsvolumen wurde um 5% reduziert

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Die Bruttoinvestitionen der Lufthansa Group bewegten sich vor allem aufgrund der Verschiebung von vor der Krise geplanten Flugzeugauslieferungen auf weiterhin niedrigem Niveau; im Vergleich zum Vorjahr sanken sie nochmals um 5% auf 967 Mio. EUR (Vorjahr: 1.023 Mio. EUR); die Bruttoinvestitionen wurden vor allem durch Erlöse aus Flugzeugverkäufen teilweise kompensiert; damit betrugen die Nettoinvestitionen 785 Mio. EUR (Vorjahr: 696 Mio. EUR).

Positiver Operativer Cashflow von 460 Mio. EUR erzielt

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Die Lufthansa Group konnte im Berichtszeitraum einen positiven Operativen Cashflow in Höhe von 460 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -1.598 Mio. EUR); der Rückgang des Verlusts vor Ertragssteuern wurde durch geringere nicht-zahlungswirksame Aufwendungen wie Abschreibungen und Bewertungsergebnisse aus Derivaten teilweise kompensiert.
Aus der steigenden Nachfrage nach Flugreisen ergab sich im laufenden Geschäftsjahr ein Einzahlungsüberschuss aus Ticketverkäufen gegenüber den ausgeflogenen beziehungsweise erstatteten Ticketbeständen von 945 Mio. EUR (Vorjahr: -1.282 Mio. EUR).

Adjusted Free Cashflow liegt bei -594 Mio. EUR

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Der Adjusted Free Cashflow (Free Cashflow bereinigt um IFRS 16-Effekt) lag insbesondere aufgrund des gestiegenen Operativen Cashflows mit -594 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (Vorjahr: -2.579 Mio. EUR).

CASHFLOW in Mio. € (Jan. - Sept. 2021)

1) Tilgungsanteil operative Leasingverbindlichkeiten im Finanzierungs-Cashflow.

Finanzierungstätigkeit und Stabilisierungsmaßnahmen führen zu Mittelzufluss

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Der Saldo der Finanzierungstätigkeit resultierte in einem Zufluss an Nettozahlungsmitteln in Höhe von 2.032 Mio. EUR (Vorjahr: 3.118 Mio. EUR).
Dieser resultierte aus Finanzierungsmaßnahmen am Kapitalmarkt in Höhe von 3.845 Mio. EUR; dabei handelte es sich um Anleihen mit einem Gesamtvolumen von 2.600 Mio. EUR, ein Schuldscheindarlehen über 350 Mio. EUR und Japanese Operating Leases für 14 Flugzeuge in Höhe von 895 Mio. EUR.
Darüber hinaus wurde die mit dem WSF vereinbarte Stille Beteiligung I in Höhe von 1.500 Mio. EUR gezogen; diese wird nach IFRS-Regelungen als Eigenkapital bilanziert.
In Belgien wurden weitere 120 Mio. EUR staatlich garantierter Kredite in Anspruch genommen, während in Österreich und der Schweiz Tilgungen in Höhe von 30 Mio. EUR beziehungsweise 15 Mio. CHF (14 Mio. EUR) vorgenommen wurden; darüber hinaus wurden den Gesellschaften der LSG Group und der Lufthansa Technik im Rahmen des US Cares-Act I-III weitere Darlehen in Höhe von 93 Mio. USD (80 Mio. EUR) bewilligt und ausgezahlt; insgesamt wurden damit im Berichtszeitraum netto 156 Mio. EUR zusätzliche Mittel an ausländischen staatlich garantierten Kreditlinien in Anspruch genommen.
Demgegenüber stand die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3.262 Mio. EUR; unter anderem wurde der KfW-Kredit in Höhe von 1,0 Mrd. EUR vorzeitig zurückgezahlt; darüber hinaus wurden Schuldscheindarlehen und kurzfristige Mittelaufnahmen getilgt (1.591 Mio. EUR); weitere Tilgungen (671 Mio. EUR) betrafen im Wesentlichen Flugzeugfinanzierungen und sonstige Leasingverpflichtungen, die planmäßig zurückgezahlt wurden.
Durch die Rückführung der KfW-Mittel entfallen Finanzierungseinschränkungen, die mit den damit verbundenen Sicherungsauflagen für Flugzeuge, die in maltesischen und österreichischen Leasinggesellschaften gehalten werden, verbunden waren.

Verfügbare Gesamtliquidität liegt bei 11,9 Mrd. EUR

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Die bilanzielle Liquidität (Summe aus Zahlungsmitteln und kurzfristigen Wertpapieren und Termingeldern) stieg gegenüber dem Jahresende 2020 trotz des negativen Adjusted Free Cashflow aufgrund der Finanzierungsmaßnahmen und der in Anspruch genommenen Stabilisierungsmaßnahmen um 33% auf 7.258 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 5.460 Mio. EUR); davon waren zum 30. September 2021 5.901 Mio. EUR zentral bei der Deutschen Lufthansa AG verfügbar.
Die noch nicht abgerufenen Mittel aus den staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen und Krediten (Deutschland, Schweiz, Österreich und Belgien) beliefen sich am 30. September 2021 auf 3.976 Mio. EUR; insbesondere aus der nach IFRS-Regelungen als Eigenkapital zu klassifizierenden Stillen Beteiligung I standen zum 30. September 2021 noch 3,0 Mrd. EUR zur Verfügung, die bis zum 31. Dezember 2021 abrufbar sind, wobei die mit der Kapitalerhöhung im Oktober einhergehenden Rückführungen und Vertragsanpassungen noch nicht berücksichtigt sind; darüber hinaus bestehen ungenutzte Kreditlinien in Höhe von 710 Mio. EUR.
Insgesamt standen dem Unternehmen damit zum 30. September 2021 11,9 Mrd. EUR an Liquidität zur Verfügung.

VERMÖGENSLAGE

Bilanzsumme steigt gegenüber Jahresende 2020 um 6%

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Die Bilanzsumme stieg zum 30. September 2021 gegenüber Jahresende 2020 um 6% auf 41.903 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 39.484 Mio. EUR).

Die langfristigen Vermögenswerte sanken um 2% auf 28.967 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 29.444 Mio. EUR); die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus Abschreibungen auf Flugzeuge und Reservetriebwerke, teilweise kompensiert durch Anzahlungen auf Flugzeugbestellungen sowie den Zugang von zwei Boeing 777-F, sechs neuen Flugzeugen der Airbus A320-Familie und einem Airbus A220; weiterhin verminderten sich die aktivierten latenten Steuern aufgrund der Steuereffekte aus bewertungsbedingt gesunkenen Pensionsverpflichtungen; gegenläufig wirkte sich der Wertzuwachs bei derivativen Finanzinstrumenten des Anlagevermögens aus.

Der Wert der Flugzeuge und Reservetriebwerke belief sich zum 30. September 2021 auf 15.487 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 15.842 Mio. EUR); dabei umfasste die Flotte der Lufthansa Group 723 Flugzeuge.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 29% auf 12.936 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 10.040 Mio. EUR), insbesondere durch die Erhöhung der liquiden Mittel inklusive kurzfristiger Wertpapiere aufgrund der Ziehung aus der Stillen Beteiligung I des WSF; außerdem stiegen die kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Forderungen aufgrund des Kapazitätsausbaus im Passagiergeschäft.

Die zum Verkauf stehenden Vermögenswerte in Höhe von 101 Mio. EUR betrafen im Wesentlichen 23 Flugzeuge, die zur Veräußerung vorgesehen sind.

Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten sanken um 2% auf 23.058 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 23.438 Mio. EUR), der Anstieg der Finanzschulden wurde durch den Rückgang der Pensionsverbindlichkeiten überkompensiert.

Die langfristigen Finanzschulden lagen mit 14.291 Mio. EUR um 17% über dem Wert vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 12.252 Mio. EUR); der Anstieg resultierte überwiegend aus den neuen Finanzmittelaufnahmen; diesen stand die vorzeitige Rückführung des KfW-Kredits sowie fristigkeitsbedingte Umgliederungen gegenüber. /​ Finanzlage, S. 5.
Die Pensionsverbindlichkeiten sanken um 24% auf 7.210 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 9.531 Mio. EUR), im Wesentlichen aufgrund des um 0,5 Prozentpunkte auf 1,3% gestiegenen Zinssatzes zur Abzinsung von Pensionsverpflichtungen sowie einer positiven Wertentwicklung der Planvermögen.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten stiegen um 3% auf 15.151 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 14.659 Mio. EUR), primär bedingt durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus noch nicht genutzten Flugtickets und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, teilweise kompensiert durch niedrigere kurzfristige Finanzschulden.

Das Eigenkapital ist gegenüber Jahresende 2020 um 166% auf 3.694 Mio. EUR gestiegen (31. Dezember 2020: 1.387 Mio. EUR), primär bedingt durch die Inanspruchnahme von 1.500 Mio. EUR aus der Stillen Beteiligung I des WSF; weitere positive, ergebnisneutrale Bewertungseffekte aus Pensionen und Finanzinstrumenten wurden durch den Verlust des laufenden Geschäftsjahres teilweise kompensiert.

Eigenkapitalquote steigt um 5,3 Prozentpunkte

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Die Eigenkapitalquote ist gegenüber Jahresende 2020 um 5,3 Prozentpunkte auf 8,8% gestiegen (31. Dezember 2020: 3,5%).
Die Nettokreditverschuldung lag aufgrund der zugeführten Mittel aus der Stillen Beteiligung I des WSF, die nach IFRS als Eigenkapital bilanziert werden, mit 9.006 Mio. EUR um 9% unter dem Niveau vom Jahresende 2020 (31. Dezember 2020: 9.922 Mio. EUR); das Adjusted Net Debt, die Summe von Nettokreditverschuldung und Pensionsverbindlichkeiten abzüglich 50% der 2015 begebenen Hybridanleihe, sank gegenüber Jahresende 2020 um 17% auf 15.969 Mio. EUR (31. Dezember 2020: 19.206 Mio. EUR).

BERECHNUNG NETTOKREDITVERSCHULDUNG

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30.09.2021 In Mio. € 31.12.2020 In Mio. € Veränderung in %
Verbindlichkeiten Kreditinstitute 2.856 4.938 -42
Anleihen 5.208 2.907 79
Leasingverbindlichkeiten (IFRS 16) 1) 2.117 2.291 -8
Übrige langfristige Finanzschulden 6.066 5.232 16
16.247 15.368 6
Übrige Bankverbindlichkeiten 17 14 21
Konzernkreditverschuldung 16.264 15.382 6
Bankguthaben und Kassenbestände 2.105 1.806 17
Wertpapiere 5.153 3.654 41
Nettokreditverschuldung 9.006 9.922 -9
Pensionsrückstellungen 7.210 9.531 -24
Nettokreditverschuldung 16.216 19.453 -17

1) Ohne die ehemaligen Finanzleasingverbindlichkeiten nach IAS 17, welche in der übrigen langfristigen Finanzschulden enthalten sind.

Geschäftsfelder

GESCHÄFTSFELD NETWORK AIRLINES

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz Mio. € 5.236 5.667 -8 2.948 1.136
davon Verkehrserlöse Mio. € 4.189 4.798 -13 2.561 940
Operative Aufwendungen Mio. € 8.513 9.899 -14 3.451 2.522
Adjusted EBITDA Mio. € -1.728 -2.252 23 -64 -792
Adjusted EBIT Mio. € -2.900 -3.650 21 -450 -1.234
EBIT Mio. € -2.874 -5.019 43 -423 -2.333
Adjusted EBIT-Marge % -55,4 -64,4 9,0 P. -15,3 -108,6
Segmentinvestitionen Mio. € 748 758 -1 220 94
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 54.350 58.578 -7 - -
Flüge Anzahl 239.480 259.639 -8 138.539 74.273
Fluggäste Tsd. 24.547 25.694 -4 15.964 6.474
Angebotene Sitzkilometer Mio. 85.111 82.267 3 43.778 19.094
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 49.303 54.747 -10 29.572 9.517
Sitzladefaktor % 57,9 66,5 -8,6 P. 67,5 49,8

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Veränderung in %
Umsatz 160
davon Verkehrserlöse 172
Operative Aufwendungen 37
Adjusted EBITDA 92
Adjusted EBIT 64
EBIT 82
Adjusted EBIT-Marge 93,4 P.
Segmentinvestitionen 134
Mitarbeitende zum 30.09.
Flüge 87
Fluggäste 147
Angebotene Sitzkilometer 129
Verkaufte Sitzkilometer 211
Sitzladefaktor 17,7 P.

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Die Entwicklung der Network Airlines war in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 weiterhin von den Auswirkungen der Coronakrise belastet; seit dem Frühjahr setzte jedoch eine deutliche Erholung der Nachfrage ein.
Die angebotene Kapazität der Network Airlines wurde somit im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 ausgebaut; im ersten Quartal lag sie bei 22% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019, im zweiten Quartal bei 29% und im dritten Quartal bei 49%.
Die Network Airlines arbeiteten im Verlauf des Geschäftsjahres 2021 intensiv an der Umsetzung ihrer jeweiligen Restrukturierungsprogramme; dabei standen die Senkung der Kosten, die Sicherung der Liquidität und die Steigerung der Profitabilität im Fokus.
Lufthansa German Airlines hat im September 2021 eine neue innovative Kabine in neuen Flugzeugen der Airbus A320-Familie eingeführt; damit wird der Reisekomfort für die Fluggäste spürbar verbessert; die neue Kabine wird zukünftig auch bei SWISS, Brussels Airlines und Eurowings zum Einsatz kommen.
Der Vergleich der Kennzahlen der ersten neun Monate 2021 zum Vorjahreszeitraum wird maßgeblich von der Tatsache beeinflusst, dass sich die Auswirkungen der Coronakrise im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt haben.
So lag das Angebot in den ersten neun Monaten 2021 um 3% über Vorjahr, wobei die Zahl der Flüge um 8% reduziert wurde; der Absatz sank um 10%; der Sitzladefaktor lag mit 57,9% um 8,6 Prozentpunkte unter Vorjahr.
Die Verkehrserlöse der Network Airlines sanken aufgrund der niedrigeren Verkehrsleistung in den ersten neun Monaten 2021 gegenüber Vorjahr um 13% auf 4.189 Mio. EUR (Vorjahr: 4.798 Mio. EUR); die Umsatzerlöse lagen mit 5.236 Mio. EUR um 8% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 5.667 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 10% auf 5.635 Mio. EUR (Vorjahr: 6.285 Mio. EUR); die Durchschnittserlöse stiegen währungsbereinigt um 1,1%.
Die währungsbereinigten Stückerlöse sanken aufgrund des Rückgangs des Sitzladefaktors um 9,1%.
Die operativen Aufwendungen sanken mengenbedingt und aufgrund struktureller Maßnahmen um 14% auf 8.513 Mio. EUR (Vorjahr: 9.899 Mio. EUR); insbesondere lagen die Aufwendungen für Treibstoff und Personal, die externen Technikaufwendungen und die Abschreibungen jeweils deutlich unter Vorjahr; Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich auf 311 Mio. EUR (Vorjahr: 119 Mio. EUR).
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen sanken vor allem aufgrund der Umsetzung der Restrukturierungsprogramme um 14,6%.
Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -2.900 Mio. EUR (Vorjahr: -3.650 Mio. EUR); das EBIT betrug -2.874 Mio. EUR (Vorjahr: -5.019 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 1.374 Mio. EUR belastet.
Im dritten Quartal 2021 lag das Adjusted EBIT bei -450 Mio. EUR (Vorjahr: -1.234 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 1% auf 748 Mio. EUR (Vorjahr: 758 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2021 sank gegenüber Vorjahr um 7% auf 54.350 (Vorjahr: 58.578), vor allem aufgrund von Fluktuation, des Verzichts auf externe Neueinstellungen und von Freiwilligenprogrammen zum Abbau von Mitarbeitenden.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Juli - Sept. 2021
Durchschnittserlöse € Cent 7,6 7,7 -1,5 1,1 7,9
Stückerlöse (RASK) € Cent 6,4 7,3 -11,7 -9,1 6,9
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 8,4 10,0 -15,5 -14,6 6,5

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Juli - Sept. 2020 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Durchschnittserlöse 8,3 -5,5 -6,4
Stückerlöse (RASK) 6,4 7,3 10,0
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen 11,6 -44,0 -43,9

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Fluggäste Angebotene Sitzkilometer
Jan. - Sept. in Mio. € Veränderung in % Jan. - Sept. 2021 in Tsd. Veränderung in % Jan. - Sept. 2021 in Mio. Veränderung in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 1.903 3 19.929 -2 29.350 8
Amerika 1.025 -19 2.266 -10 32.165 9
Asien/​Pazifik 315 -50 506 -62 9.873 -38
Nahost/​Afrika 492 6 1.846 18 13.723 42
Nicht zuordenbar 454 -22
Gesamtverkehr 4.189 -13 24.547 -4 85.111 3

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Verkaufte Sitzkilometer Sitzladefaktor
Jan. - Sept 2021 in Mio. Veränderung in % Jan. - Sept. 2021 in % Veränderung in P.
--- --- --- --- ---
Europa 20.264 15 69,0 4,5 P.
Amerika 17.314 -12 53,8 -12,6 P.
Asien/​Pazifik 3.781 -65 38,3 -28,8 P.
Nahost/​Afrika 7.944 15 57,9 -13,9 P.
Nicht zuordenbar
Gesamtverkehr 49.303 -10 57.9 -8,6 P.

Lufthansa German Airlines 1)

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 3.094 3.537 -13
Operative Aufwendungen Mio. € 5.546 6.562 -15
Adjusted EBITDA Mio. € -1.513 -1.777 15
Adjusted EBIT Mio. € -2.165 -2.635 18
EBIT Mio. € -2.143 -3.919 45
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 36.240 38.438 -6
Flüge Anzahl 140.541 159.808 -12
Fluggäste Tsd. 14.374 15.807 -9
Angebotene Sitzkilometer Mio. 53.554 53.056 1
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 30.747 35.263 -13
Sitzladefaktor % 57,4 66,5 -9,1 P.

1) Inkl. Regionalpartnern und Eurowings Discover.

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Im Juli 2021 nahm Eurowings Discover, der neue Ferienflieger der Lufthansa Group, ihren Flugbetrieb mit zunächst drei Flugzeugen vom Typ Airbus A330-200 auf; Eurowings Discover ist eine Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa AG und wird dem Bereich von Lufthansa German Airlines zugeordnet.
Das Freiwilligenprogramm "now!" für das Boden- und Cockpit-Personal der Deutschen Lufthansa AG (inklusive der Konzernfunktionen) wurde erfolgreich umgesetzt; insgesamt haben sich rund 1.800 Boden- und knapp 400 Cockpit-Mitarbeitende für das freiwillige Ausscheiden entschieden; dabei wurden für rund 750 Boden-Mitarbeitende Altersteilzeitverträge geschlossen; seit Anfang November wird auch dem Kabinenpersonal ein Freiwilligenprogramm "now!" angeboten.
Die Lufthansa Group unterzeichnete Anfang Oktober Leasingverträge für vier hochmoderne und treibstoffeffiziente Airbus A350-900 Flugzeuge und stärkt somit das Premiumangebot der Five-Star-Airline; die A350-Flotte von Lufthansa German Airlines wächst dadurch zu Jahresbeginn 2022 auf 21 Flugzeuge.
Im August 2021 hat Lufthansa German Airlines die Bundesregierung mit einer Luftbrücke aus Taschkent bei der Evakuierung von Geflüchteten aus Afghanistan unterstützt.
Lufthansa German Airlines hat am 1. September 2021 ein neues Catering-Angebot "Tasting HEIMAT" für Business Class Gäste auf Kurz- und Mittelstreckenflügen eingeführt; dabei werden kreative Menüs, inspiriert von deutschen Metropolen, serviert; im Mittelpunkt stehen nachhaltige und regional erzeugte Produkte.
Die Umsatzerlöse von Lufthansa German Airlines sanken im Berichtszeitraum aufgrund der andauernden Coronakrise gegenüber Vorjahr um 13% auf 3.094 Mio. EUR (Vorjahr: 3.537 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 14% auf 3.403 Mio. EUR (Vorjahr: 3.963 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 5.546 Mio. EUR um 15% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 6.562 Mio. EUR), bedingt durch den mengenbedingten Rückgang der Aufwendungen für Treibstoff, niedrigere Personalaufwendungen sowie geringere externe Technikaufwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen.
Das Adjusted EBIT lag bei -2.165 Mio. EUR (Vorjahr: -2.635 Mio. EUR); das EBIT betrug -2.143 Mio. EUR (Vorjahr: -3.919 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 1.284 Mio. EUR belastet.
Im dritten Quartal 2021 lag das Adjusted EBIT bei -455 Mio. EUR (Vorjahr: -927 Mio. EUR).

SWISS 1)

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 1.330 1.445 -8
Operative Aufwendungen Mio. € 1.788 2.039 -12
Adjusted EBITDA Mio. € -60 -116 48
Adjusted EBIT Mio. € -393 -445 12
EBIT Mio. € -391 -444 12
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 9.173 10.221 -10
Flüge Anzahl 42.307 46.821 -10
Fluggäste Tsd. 4.528 5.062 -11
Angebotene Sitzkilometer Mio. 16.994 17.854 -5
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 9.103 11.815 -23
Sitzladefaktor % 53,6 66,2 -12,6 P.

1) Inkl. Edelweiss Air.

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Die im Rahmen des strategischen Restrukturierungsprogramms "reach" geplanten Maßnahmen, mit denen insgesamt rund 500 Mio. CHF, davon rund 200 Mio. CHF an Personalaufwendungen, dauerhaft eingespart werden sollen, schreiten planmäßig voran; bis Ende 2021 sollen rund 2.000 Stellen abgebaut werden, zwei Drittel davon über freiwillige Maßnahmen und durch natürliche Fluktuation; zudem soll die Flotte inklusive Wet-Leases um 15% verkleinert werden; auf der Langstrecke sollen dabei fünf A330 temporär in den Langzeitparkmodus überführt werden; der Abbau der Kurzstreckenflotte soll durch die vorgezogene Ausflottung von Flugzeugen der A320ceo-Familie sowie durch die Reduktion externer Wet-Leases und die Verschiebung der Einflottung von neuen Flugzeugen der A320neo-Familie realisiert werden.
SWISS hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnerunternehmen erstmals eine ganzheitliche Logistikkette für den Import von nachhaltigem Treibstoff (SAF) in die Schweiz etabliert; damit ist SWISS die erste Linienfluggesellschaft, die für ihren regulären Flugbetrieb ab der Schweiz nachhaltigen Treibstoff einsetzt.
Die Umsatzerlöse von SWISS sanken in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres infolge der anhaltenden Auswirkungen der Corona-Pandemie gegenüber Vorjahr um 8% auf 1.330 Mio. EUR (Vorjahr: 1.445 Mio. EUR); die operativen Erträge lagen mit 1.395 Mio. EUR um 12% unter Vorjahr (Vorjahr: 1.594 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken primär aufgrund von mengenbedingt niedrigeren Aufwendungen für Treibstoff, niedrigeren externen Technikleistungen sowie niedrigeren Personalaufwendungen um insgesamt 12% auf 1.788 Mio. EUR (Vorjahr: 2.039 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT lag bei -393 Mio. EUR (Vorjahr: -445 Mio. EUR); das EBIT betrug im Berichtszeitraum -391 Mio. EUR (Vorjahr: -444 Mio. EUR).
Im dritten Quartal 2021 konnte SWISS ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 1 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -152 Mio. EUR).

Austrian Airlines

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 491 414 19
Operative Aufwendungen Mio. € 715 806 -11
Adjusted EBITDA Mio. € -95 -220 57
Adjusted EBIT Mio. € -199 -341 42
EBIT Mio. € -198 -405 51
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 5.917 6.615 -11
Flüge Anzahl 38.237 34.865 10
Fluggäste Tsd. 3.441 2.747 25
Angebotene Sitzkilometer Mio. 7.393 6.092 21
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 4.675 3.952 18
Sitzladefaktor % 63,2 64,9 -1,7 P.

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Die Redimensionierung der Flotte von Austrian Airlines befindet sich in der finalen Phase der Umsetzung; die letzte von drei zur Ausflottung vorgesehenen Boeing 767-300ER soll bis Jahresende die Flotte verlassen; damit umfasst die Flotte zukünftig noch drei Flugzeuge dieses Typs.
Die Umsatzerlöse von Austrian Airlines stiegen um 19% auf 491 Mio. EUR (Vorjahr: 414 Mio. EUR); die operativen Erträge stiegen um 11% auf 516 Mio. EUR (Vorjahr: 465 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen mit 715 Mio. EUR um 11% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 806 Mio. EUR), insbesondere aufgrund gesunkener Material- und sonstiger betrieblicher Aufwendungen sowie reduzierter Personalaufwendungen.
Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -199 Mio. EUR (Vorjahr: -341 Mio. EUR), das EBIT betrug im Berichtszeitraum -198 Mio. EUR (Vorjahr: -405 Mio. EUR); dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen der Flotte in Höhe von 59 Mio. EUR belastet.
Im dritten Quartal 2021 konnte Austrian Airlines ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 2 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -106 Mio. EUR).

Brussels Airlines

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in %
Umsatz Mio. € 380 339 12
Operative Aufwendungen Mio. € 544 607 -10
Adjusted EBITDA Mio. € -58 -141 59
Adjusted EBIT Mio. € -142 -233 39
EBIT Mio. € -142 -256 45
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 3.020 3.304 -9
Flüge Anzahl 18.495 18.757 -1
Fluggäste Tsd. 2.209 2.108 5
Angebotene Sitzkilometer Mio. 7.174 5.280 36
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 4.778 3.729 28
Sitzladefaktor % 66,6 70,6 -4,0 P.

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Brussels Airlines hat ihre Hub-Struktur seit Juni 2021 wieder in Betrieb genommen und ihr Angebot in den Sommermonaten als Reaktion auf die gestiegene Marktnachfrage erheblich gesteigert; diese hohen Volumina, zusammen mit der wettbewerbsfähigen Kostenposition infolge der Restrukturierung durch das "Reboot Plus" Programm, haben zu einem positiven Ergebnis im 3. Quartal 2021 geführt.
Im Rahmen des Programms "Reboot Plus" hat Brussels Airlines die Restrukturierungsphase, die eine Reduzierung der Flottengröße um 30% und der Anzahl der Mitarbeitenden um 25% vorsieht, fast abgeschlossen; neben anderen zusätzlichen Maßnahmen dieses Programms gelten seit Januar 2021 neue Tarifverträge mit allen Gruppen von Mitarbeitenden, die es Brussels Airlines ermöglichen, wettbewerbsfähige Personalkosten anzubieten.
Die Umsatzerlöse von Brussels Airlines stiegen in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres gegenüber Vorjahr um 12% auf 380 Mio. EUR (Vorjahr: 339 Mio. EUR); die operativen Erträge lagen mit 402 Mio. EUR um 7% über Vorjahresniveau (Vorjahr: 374 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken aufgrund niedrigerer Personalaufwendungen und Aufwendungen für externe Technikleistungen sowie den Effekten des Restrukturierungsprogramms um 10% auf 544 Mio. EUR (Vorjahr: 607 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT lag im Berichtszeitraum bei -142 Mio. EUR (Vorjahr: -233 Mio. EUR); das EBIT betrug ebenfalls -142 Mio. EUR (Vorjahr: -256 Mio. EUR), dabei war der Vorjahreswert durch außerplanmäßige Abschreibungen von Flugzeugen und Nutzungsrechten an Flugzeugen in Höhe von 31 Mio. EUR belastet.
Im dritten Quartal 2021 konnte Brussels Airlines ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 1 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -51 Mio. EUR).

GESCHÄFTSFELD EUROWINGS

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz Mio. € 530 553 -4 372 176
davon Verkehrserlöse Mio. € 529 537 -1 373 176
Operative Aufwendungen Mio. € 778 1.034 -25 369 288
Adjusted EBITDA Mio. € 8 -315 159 -61
Adjusted EBIT Mio. € -144 -466 69 108 -108
EBIT Mio. € -141 -563 75 110 -131
Adjusted EBIT-Marge % -27,2 -84,3 57,1 P. 29,0 -61,4
Segmentinvestitionen Mio. € 249 52 379 1 2
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 3.351 3.153 6 - -
Flüge Anzahl 45.911 61.444 -25 30.057 20.873
Fluggäste Tsd. 5.117 6.462 -21 3.659 2.207
Angebotene Sitzkilometer Mio. 8.962 8.669 3 6.105 3.239
Verkaufte Sitzkilometer Mio. 6.664 6.599 1 4.769 2.316
Sitzladefaktor % 74,4 76,1 -1,7 P. 78,1 71,5

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Veränderung in %
Umsatz 111
davon Verkehrserlöse 112
Operative Aufwendungen 28
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Adjusted EBIT-Marge 90,4 P.
Segmentinvestitionen -50
Mitarbeitende zum 30.09.
Flüge 44
Fluggäste 66
Angebotene Sitzkilometer 88
Verkaufte Sitzkilometer 106
Sitzladefaktor 6,6 P.

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Die anhaltende Coronakrise wirkt sich weiterhin auf den Geschäftsverlauf der Eurowings aus; im Laufe des Geschäftsjahres 2021 verbesserte sich die operative Performance jedoch deutlich; in nahezu allen Regionen Europas war eine Erholung der Nachfrage zu beobachten; Eurowings erhöhte die Kapazitäten entsprechend und war in der Lage, das Flugangebot sehr flexibel an die steigende Nachfrage anzupassen; im dritten Quartal verzeichnete Eurowings somit ein deutlich positives Adjusted EBIT.
Im Zuge der Coronakrise hat Eurowings ihr Zukunfts- und Restrukturierungsprogramm "NEW" ausgeweitet; Ziel dieses Programms ist es, Eurowings als profitablen Value Carrier im europäischen Markt zu etablieren; Eurowings hat den Netzwerk-Fokus zunehmend auf den Privatreiseverkehr verschoben, seine Aktivitäten in Deutschland in einem Flugbetrieb zusammengefasst, die Flotte vereinheitlicht, die Gemeinkosten um mehr als 30% reduziert und die Umsätze mit Zusatzleistungen gesteigert; zentrales Element des Turnarounds ist es, die Produktivität von Flugzeugen und Crews deutlich zu steigern; die Fortschritte bei der Umsetzung des "NEW"-Programms trugen wesentlich zur positiven Ergebnisentwicklung im dritten Quartal bei.
Eurowings hat die angebotene Kapazität im Verlauf der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 schrittweise erhöht; im ersten Quartal lag sie bei 10% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019, im zweiten Quartal bei 25% und im dritten Quartal bei 62%.
Der Vergleich der Kennzahlen der ersten neun Monate 2021 zum Vorjahreszeitraum wird maßgeblich von der Tatsache beeinflusst, dass sich die Auswirkungen der Coronakrise im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt haben.
So stieg das Angebot gegenüber Vorjahr um 3%, die Zahl der Flüge sank um 25%; der Absatz stieg um 1%; der Sitzladefaktor sank gegenüber Vorjahr um 1,7 Prozentpunkte auf 74,4%.
Die Verkehrserlöse lagen mit 529 Mio. EUR annähernd auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 537 Mio. EUR); steigende Erlöse pro Passagier kompensierten dabei die geringeren Passagierzahlen; die Umsatzerlöse lagen mit 530 Mio. EUR um 4% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 553 Mio. EUR); die operativen Erträge sanken um 7% auf 608 Mio. EUR (Vorjahr: 654 Mio. EUR); auf währungsbereinigter Basis sanken die Durchschnittserlöse um 2,6%.
Die Stückerlöse gingen währungsbereinigt um 7,3% zurück.
Die operativen Aufwendungen wurden um 25% auf 778 Mio. EUR reduziert (Vorjahr: 1.034 Mio. EUR); neben den mengenbedingt niedrigeren Aufwendungen für externe Technikleistungen sowie Gebühren konnten die Fixkosten durch die Beendigung externer Wet-Leases und die Verringerung von organisatorischer und operativer Komplexität gesenkt werden.
Die währungsbereinigten Stückkosten ohne Treibstoff- und Emissionsaufwendungen sanken in der Folge gegenüber Vorjahr um 32,9%.
Der Adjusted EBIT-Verlust konnte dank umfangreicher Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen im Berichtszeitraum auf -144 Mio. EUR deutlich verringert werden (Vorjahr: -466 Mio. EUR); das EBIT betrug im Berichtszeitraum -141 Mio. EUR (Vorjahr: -563 Mio. EUR); dabei war der Vorjahreswert auch durch außerplanmäßige Abschreibungen des Firmenwerts in Höhe von 57 Mio. EUR sowie von Nutzungsrechten für 15 Dash 8-Q400 und fünf Airbus A321 in Höhe von 33 Mio. EUR belastet.
Im dritten Quartal 2021 konnte Eurowings ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 108 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -108 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen stiegen im Zuge des Kaufs von 23 Flugzeugen von Germanwings, das dem Segment der Network Airlines zugeordnet ist, auf 249 Mio. EUR (Vorjahr: 52 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden stieg aufgrund der fortgesetzten Ausweitung des Flugprogramms zum 30. September 2021 auf 3.351 (Vorjahr: 3.153); sie entspricht damit dem Niveau zu Beginn der Krise, allerdings hat sich der Anteil des fliegenden Personals im Vergleich zu den Bodenbeschäftigten erhöht.

OPERATIVE KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in % Juli - Sept. 2021
Durchschnittserlöse € Cent 6,6 6,8 -2,5 -2,6 6,6
Stückerlöse (RASK) € Cent 6,2 7,0 -12,1 -7,3 6,2
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen € Cent 6,6 10,0 -33,5 -32,9 4,0

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Juli - Sept. 2020 Veränderung in % Währungsbereinigte Veränderung in %
Durchschnittserlöse 6,4 2,4 2,4
Stückerlöse (RASK) 5,7 9,7 11,4
Stückkosten (CASK) ohne Treibstoff und Emissionsaufwendungen 7,3 -44,5 -43,7

GESCHÄFTSFELD LOGISTIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz Mio. € 2.542 1.907 33 871 587
davon Verkehrserlöse Mio. € 2.429 1.775 37 834 556
Operative Aufwendungen Mio. € 1.663 1.527 9 590 438
Adjusted EBITDA Mio. € 1.048 563 86 338 208
Adjusted EBIT Mio. € 941 446 111 301 169
EBIT Mio. € 946 427 122 303 169
Adjusted EBIT-Marge % 37,0 23,4 13,6 P. 34,6 28,8
Segmentinvestitionen Mio. € 147 204 -28 119 115
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 4.201 4.379 -4 - -
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 7.287 6.949 5 2.604 2.206
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 1) Mio. 5.235 4.709 11 1.754 1.583
Nutzladefaktor 1) % 71,8 67,8 4,0 P. 67,4 71,8

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Veränderung in %
Umsatz 48
davon Verkehrserlöse 50
Operative Aufwendungen 35
Adjusted EBITDA 63
Adjusted EBIT 78
EBIT 79
Adjusted EBIT-Marge 5,8 P.
Segmentinvestitionen 3
Mitarbeitende zum 30.09.
Angebotene Fracht-Tonnenkilometer 1) 18
Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer 1) 11
Nutzladefaktor 1) -4,4 P.

1) Vorjahreszahlen angepasst.

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Die Entwicklung im Geschäftsfeld Logistik bewegt sich weiter auf Rekordniveau; das marktweite Angebot von Frachtkapazitäten ist infolge der Corona-Pandemie durch den Wegfall von Kapazitäten in den Bellys der Passagierflugzeuge stark reduziert; die Nachfrage nach den verbleibenden Frachtkapazitäten bleibt unverändert auf sehr hohem Niveau.
Im Zuge der Erneuerung und Vereinheitlichung der Frachterflotte wurden im Berichtszeitraum zwei zusätzliche Boeing 777F in die Flotte integriert; Ende Oktober hat die letzte noch verbliebene MD11-F die Flotte von Lufthansa Cargo verlassen; darüber hinaus soll die Frachtkapazität ab Anfang 2022 durch zwei zu Frachtern umgebaute Airbus A321 erweitert werden.
Im Vergleich zum Vorjahr baute Lufthansa Cargo im Berichtszeitraum das Angebot um 5% aus, der Absatz stieg um 11%; der Nutzladefaktor verbesserte sich um 4,0 Prozentpunkte auf 71,8%; die währungsbereinigten Durchschnittserlöse stiegen in allen Verkehrsgebieten von Lufthansa Cargo und lagen insgesamt um 25,4% über Vorjahr.
Die Verkehrserlöse erhöhten sich aufgrund eines gestiegenen Absatzes bei im historischen Vergleich weiterhin hohen Durchschnittserlösen in allen Verkehrsgebieten um 37% auf 2.429 Mio. EUR (Vorjahr: 1.775 Mio. EUR); die Umsatzerlöse stiegen um 33% auf 2.542 Mio. EUR (Vorjahr: 1.907 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen stiegen insbesondere aufgrund höherer Treibstoffkosten und höherer Belly-Aufwendungen gegenüber Konzerngesellschaften um 9% auf 1.663 Mio. EUR (Vorjahr: 1.527 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT verbesserte sich entsprechend um 111% auf 941 Mio. EUR (Vorjahr: 446 Mio. EUR); das EBIT verbesserte sich um 122% auf 946 Mio. EUR (Vorjahr: 427 Mio. EUR); damit erzielte Lufthansa Cargo im Berichtszeitraum erneut ein Rekordergebnis.
Im dritten Quartal 2021 verbesserte sich das Adjusted EBIT von Lufthansa Cargo um 78% auf 301 Mio. EUR (Vorjahr: 169 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sind im Berichtszeitraum im Wesentlichen aufgrund der geringeren Anzahl an erworbenen Flugzeugen um 28% auf 147 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 204 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden ging zum 30. September 2021 um 4% auf 4.201 zurück (Vorjahr: 4.379).

ENTWICKLUNG DER VERKEHRSGEBIETE

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Nettoverkehrserlöse Außenumsatz Angebotene Fracht-Tonnenkilometer Verkaufte Fracht-Tonnenkilometer
Jan. - Sept 2021 Veränderung Jan. - Sept. 2021 Veränderung Jan. - Sept. 2021 Veränderung
--- --- --- --- --- --- ---
in Mio. € in % in Mio. in % in Mio. in %
--- --- --- --- --- --- ---
Europa 156 19 350 -2 179 -6
Amerika 1.164 56 3.520 7 2.437 12
Asien/​Pazifik 950 17 2.879 -2 2.266 7
Nahost/​Afrika 159 89 538 40 353 59
Gesamtverkehr 2.429 37 7.287 5 5.235 11

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Fracht-Nutzladefaktor
Jan. - Sept. 2021 Veränderung
--- --- ---
in % in P.
--- --- ---
Europa 51,2 -2,1 P.
Amerika 69,2 3,0 P.
Asien/​Pazifik 78,7 6,2 P.
Nahost/​Afrika 65,5 7,6 P.
Gesamtverkehr 71,8 4,0 P.

GESCHÄFTSFELD TECHNIK

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sepl. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz Mio. € 2.746 2.973 -8 1.029 693
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 590 821 -28 234 147
Operative Aufwendungen Mio. € 2.825 3.428 -18 1.046 874
Adjusted EBITDA Mio. € 296 -61 105 -39
Adjusted EBIT Mio. € 163 -208 61 -86
EBIT Mio. € 123 -309 22 -116
Adjusted EBIT-Marge % 5,9 -7,0 12,9 P. 5,9 -12,4
Segmentinvestitionen Mio. € 56 90 -38 17 19
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 21.107 23.260 -9 - -

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Veränderung in %
Umsatz 48
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group 59
Operative Aufwendungen 20
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Adjusted EBIT-Marge 18,3 P.
Segmentinvestitionen -11
Mitarbeitende zum 30.09.

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Die Coronakrise belastet auch weiterhin die Entwicklung des MRO-Geschäfts; im Verlauf des Berichtsjahres zeigte sich aber eine spürbare Verbesserung der Situation, getrieben durch die zunehmende Erholung im Passagierverkehr; dementsprechend verbesserte sich auch die Umsatz- und Ergebnisentwicklung vor allem im zweiten und dritten Quartal des Jahres.
Die Maßnahmen zur Eindämmung der Auswirkungen durch die Coronakrise wurden im Berichtszeitraum fortgeführt, insbesondere in Form von Personalmaßnahmen wie der Weiterführung von Kurzarbeit, einem sehr restriktiven Ausgabenmanagement sowie der Verschiebung von Investitionsprojekten.
Die laufenden Restrukturierungsmaßnahmen umfassen unter anderem die Schließung von sechs Line-Maintenance-Stationen in Deutschland mit einem daraus resultierenden Abbau von rund 800 Stellen und den Verkauf der Base-Maintenance-Station in Shannon, Irland.
Darüber hinaus befindet sich ein Freiwilligenprogramm bis Ende des Jahres in der Umsetzung; insgesamt haben sich bereits rund 1.000 Mitarbeitende für das freiwillige Ausscheiden in Form von Altersteilzeit- und Aufhebungsverträgen entschieden; im vierten Quartal wird noch mit weiteren Abschlüssen gerechnet; auch eine Transfergesellschaft für die Mitarbeitenden der Line Maintenance wird als sozialverträgliche Lösung angeboten.
Der Vergleich der Kennzahlen der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zum Vorjahreszeitraum wird maßgeblich von der Tatsache beeinflusst, dass sich die Auswirkungen der Coronakrise im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt haben.
Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Umsatzerlöse im Berichtszeitraum somit um 8% auf 2.746 Mio. EUR (Vorjahr: 2.973 Mio. EUR); dabei gingen die Erlöse mit Gesellschaften der Lufthansa Group um 28% zurück, mit konzernexternen Kunden blieben sie gegenüber Vorjahr stabil; die betrieblichen Erlöse lagen mit 3.002 Mio. EUR um 8% unter Vorjahresniveau (Vorjahr: 3.259 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken um 18% auf 2.825 Mio. EUR (Vorjahr: 3.428 Mio. EUR), im Wesentlichen bedingt durch niedrigere Materialaufwendungen sowie niedrigere sonstige betriebliche Aufwendungen; Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich auf 141 Mio. EUR (Vorjahr: 20 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT verbesserte sich im Berichtszeitraum auf 163 Mio. EUR (Vorjahr: -208 Mio. EUR); das EBIT lag vor allem aufgrund von Wertminderungen von zur Veräußerung vorgesehener Vermögensgegenstände im Zusammenhang mit dem Verkauf der Base-Maintenance-Station in Shannon, Irland, bei 123 Mio. EUR (Vorjahr: -309 Mio. EUR).
Im dritten Quartal 2021 konnte Lufthansa Technik ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 61 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -86 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 38% auf 56 Mio. EUR (Vorjahr: 90 Mio. EUR), primär bedingt durch den Stopp beziehungsweise die Verschiebung von Investitionsprojekten.
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2021 sank gegenüber Vorjahr um 9% auf 21.107 (Vorjahr: 23.260), insbesondere getrieben durch Fluktuation, den laufenden Restrukturierungsmaßnahmen sowie einen Einstellungsstopp.

GESCHÄFTSFELD CATERING

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Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Umsatz Mio. € 766 1.060 -28 319 246
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group Mio. € 19 208 -91 7 45
Operative Aufwendungen Mio. € 915 1.391 -34 354 362
Adjusted EBITDA Mio. € 112 -178 55 -44
Adjusted EBIT Mio. € 52 -269 35 -74
EBIT Mio. € 29 -379 34 -73
Adjusted EBIT-Marge % 6,8 -25,4 32,2 P. 11,0 -30,1
Segmentinvestitionen Mio. € 12 22 -45 4 1
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 15.637 25.655 -39 - -

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Veränderung in %
Umsatz 30
davon mit Gesellschaften der Lufthansa Group -84
Operative Aufwendungen -2
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Adjusted EBIT-Marge 41,1 P.
Segmentinvestitionen 300
Mitarbeitende zum 30.09.

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Das Europageschäft der LSG Group wurde Ende des Geschäftsjahres 2020 an gategroup verkauft; in den Vorjahreszahlen ist das Europageschäft noch enthalten.
Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Flug- und Reisebranche, insbesondere der krisenbedingte Rückgang von Langstreckenflügen, bestimmen weiterhin das globale Geschäft der LSG Group; dennoch zeigte sich in den Sommermonaten ein positiver Trend in der Erlösentwicklung, der vor allem durch die deutliche Belebung des nordamerikanischen Inlandsgeschäfts getragen wurde.
Die LSG Group setzt die Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie, die auf dem Kerngeschäft Airline-Catering basiert, in allen Regionen und Geschäftsbereichen konsequent um; das strikte Kostenmanagement wird fortgeführt.
Retail in Motion (RiM) kooperiert mit Eurowings Discover, um den Gästen der Airline Produkte aus den Bereichen Food & Beverage und Boutique anzubieten.
Der Vergleich der Kennzahlen der ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2021 zum Vorjahreszeitraum wird maßgeblich von der Tatsache beeinflusst, dass sich die Auswirkungen der Coronakrise im Vorjahr erst im Laufe des Monats März gezeigt haben.
Die Umsatzerlöse der LSG Group sanken bedingt durch die stark rückläufigen Passagierzahlen der weltweiten Kunden der LSG Group infolge der Coronakrise sowie durch den Verkauf des Europageschäfts an die gategroup um 28% auf 766 Mio. EUR (Vorjahr: 1.060 Mio. EUR); ohne Berücksichtigung des veräußerten Europageschäfts erhöhten sich die Umsätze um 2%.
Die sonstigen Erträge stiegen aufgrund von Zuschüssen im Rahmen des US Cares-Act in Höhe von 182 Mio. EUR um 163% auf 213 Mio. EUR (Vorjahr: 81 Mio. EUR); die Zuschüsse sind an die Weiterbeschäftigung von Mitarbeitenden gebunden und wurden entsprechend für Lohn- und Gehaltszahlungen verwendet; die betrieblichen Erlöse sanken um 14% auf 979 Mio. EUR (Vorjahr: 1.141 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen lagen aufgrund von Kostensenkungen in allen Bereichen mit 915 Mio. EUR um 34% unter Vorjahr (Vorjahr: 1.391 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT verbesserte sich entsprechend auf 52 Mio. EUR (Vorjahr: -269 Mio. EUR); das EBIT lag vor allem aufgrund von nachträglichen Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Europageschäfts bei 29 Mio. EUR (Vorjahr: -379 Mio. EUR).
Im dritten Quartal 2021 konnte die LSG Group ein positives Adjusted EBIT in Höhe von 35 Mio. EUR erzielen (Vorjahr: -74 Mio. EUR).
Die Segmentinvestitionen sanken um 45% auf 12 Mio. EUR (Vorjahr: 22 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2021 sank gegenüber Vorjahr um 39% auf 15.637 (Vorjahr: 25.655); rund 7.700 Abgänge standen im Zusammenhang mit dem Verkauf des Europageschäfts der LSG Group.

WEITERE GESELLSCHAFTEN UND KONZERNFUNKTIONEN

KENNZAHLEN

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Jan. - Sept. Jan. - Sept. 2020 Veränderung in % Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Operative Erträge Mio. € 1.301 1.701 -24 63 532
Operative Aufwendungen Mio. € 1.508 1.776 -15 106 488
Adjusted EBITDA Mio. € -119 10 -20 74
Adjusted EBIT Mio. € -205 -77 -166 -47 45
EBIT Mio. € -219 -91 -141 -60 38
Segmentinvestitionen Mio. € 29 50 -42 9 18
Mitarbeitende zum 30.09. Anzahl 8.038 9.509 -15 - -

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Veränderung in %
Operative Erträge -88
Operative Aufwendungen -78
Adjusted EBITDA
Adjusted EBIT
EBIT
Segmentinvestitionen -50
Mitarbeitende zum 30.09.

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Die operativen Erträge der weiteren Gesellschaften und Konzernfunktionen sanken gegenüber Vorjahr um 24% auf 1.301 Mio. EUR (Vorjahr: 1.701 Mio. EUR).
Die operativen Aufwendungen sanken im Wesentlichen bedingt durch geringere Währungseffekte sowie Kostensenkungen im Verwaltungsbereich um 15% auf 1.508 Mio. EUR (Vorjahr: 1.776 Mio. EUR); Restrukturierungsaufwendungen beliefen sich auf 55 Mio. EUR (Vorjahr: 22 Mio. EUR).
Das Adjusted EBIT sank um 166% auf -205 Mio. EUR (Vorjahr: -77 Mio. EUR); dabei wurde die rückläufige Ergebnisentwicklung bei den Konzernfunktionen durch Ergebnisverbesserungen bei Lufthansa Aviation Training und Lufthansa Systems teilweise kompensiert; das EBIT verminderte sich um 141% auf -219 Mio. EUR (Vorjahr: -91 Mio. EUR).
Im dritten Quartal 2021 lag das Adjusted EBIT bei -47 Mio. EUR (Vorjahr: 45 Mio. EUR).
Die Anzahl der Mitarbeitenden zum 30. September 2021 sank gegenüber Vorjahr um 15% auf 8.038 (Vorjahr: 9.509); in den Konzernfunktionen sank die Zahl der Mitarbeitenden um 19%.

Chancen- und Risikobericht

Im Vergleich zu den im Geschäftsbericht 2020 ausführlich

dargestellten Chancen und Risiken haben sich folgende wesentliche Konkretisierungen beziehungsweise Entwicklungen ergeben:

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Die Eindämmung der Corona-Pandemie hängt maßgeblich von der Wirksamkeit der Impfungen und dem Impffortschritt ab. Einige Länder zeigen hier bereits gute Erfolge, während Teile unserer Märkte noch hinter den Erwartungen zurückbleiben. Die sehr heterogene Bewertung des gegenwärtigen Risikos des Coronavirus durch einzelne Staaten verbunden mit unterschiedlichen, schlecht vorhersehbaren Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben weiterhin relevanten Einfluss auf die wirtschaftliche Situation der Lufthansa Group und sind noch nicht final abschätzbar. Es besteht somit weiterhin das Risiko, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie schwerwiegender sind als prognostiziert.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie bestehen nach wie vor zahlreiche politische Risiken, deren Eintritt Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnte. Auf Basis teilweise unterschiedlicher Entscheidungen nationaler Regierungen und der EU-Kommission zu Einreiseregelungen ergeben sich noch immer weitreichende Einschränkungen im Luftverkehr. Auch wenn mit fortschreitender Durchimpfung der Bevölkerung regionale Öffnungsschritte erkennbar sind, bleiben Virusvarianten Treiber für kurzfristige Verschärfungen und Reiserestriktionen (zum Beispiel Grenzschließungen, Beförderungsverbote, Quarantänevorschriften), die nutzbare Verkehrsrechte einschränken. Die Impfstoffverfügbarkeit und die Belastung nationaler Gesundheitssysteme werden Kriterien für die Beseitigung von Restriktionen sein. Es besteht das Risiko, dass sich Nationalstaaten aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus (erneut) abschotten und den vereinbarten internationalen Luftverkehr reduzieren. Außerdem könnten international unterschiedliche digitale Nachweissysteme für Impfungen/​Tests/​Genesung zu administrativem Zusatzaufwand und damit zu erheblichen Auswirkungen auf die Operations führen.

Als weitere Folge der krisenbedingten Flugstreichungen drohen nach wie vor weltweit Slot-Verluste. Im Zusammenhang mit der Nutzung von Start- und Landerechten gilt grundsätzlich die Regelung, dass Slots neu vergeben werden können, wenn sie in einer Flugperiode zu weniger als 80% genutzt wurden. Nachdem Behörden weltweit diese Regel anfänglich gänzlich ausgesetzt und für den Sommer 2021 weitgehend gelockert hatten, hat die EU-Kommission Ende Juli entschieden, für den Winterflugplan 2021/​22 die erforderliche Slotnutzungsquote von 80% auf 50% abzusenken. Anders als für die vorhergehende Flugplanperiode können Slotserien nicht komplett vorab zurückgegeben werden. Die Lufthansa Group geht davon aus, die erforderlichen 50% der Slots zu nutzen, in welchem Fall das Risiko des Slot-Verlustes in der folgenden Wintersaison nicht eintreten würde. Gleichwohl bleibt abzuwarten, welche Regelungen für den Sommerflugplan 2022 getroffen werden. Die EU-Kommission muss bis zum 31. Dezember 2021 entscheiden, ob der Slot Relief (zwischen 30% und 70%) verlängert wird oder eine Rückkehr zur Slotnutzungsquote von 80% avisiert wird. Je nach Entscheidung der EU-Kommission besteht ein unterschiedlich stark ausgeprägtes Risiko des Slot-Verlustes, welches zum jetzigen Zeitpunkt nicht abschließend einzuschätzen ist.

Schließlich besteht das Risiko, dass die EU-Kommission Verstöße gegen die beihilferechtlichen Regelungen des befristeten Rahmens für staatliche Beihilfen zur Stützung der Wirtschaft angesichts von COVID-19 (EU Temporary Framework) und die Auflagen im Zuge der beihilferechtlichen Genehmigung der Stabilisierungsmaßnahmen annimmt. Dies betrifft insbesondere das Dividendenverbot in Bezug auf Joint Venture Gesellschaften und das Verbot der Quersubventionierung der kommerziellen Aktivitäten von Gesellschaften, die bereits am 31. Dezember 2019 ein Unternehmen in Schwierigkeiten im Sinne der EU VO Nr. 651/​2014 waren. Die Gesellschaft ist hierzu in Gesprächen mit der Bundesregierung und der EU-Kommission zur weiteren Aufklärung der Sachverhalte und verschiedener rechtlicher Fragestellungen. Zum Ausgang dieser Gespräche können derzeit keine belastbaren Aussagen getroffen werden. Wesentliche finanzielle Risiken für die Gesellschaft sind nicht auszuschließen, wenn Verstöße final angenommen werden. Die EU-Kommission könnte bei Nichteinigung unter anderem ein formelles Prüfverfahren einleiten, das die Rückforderung von Teilen oder - bei Annahme einer gewissen Schwere der Verstöße - aller gewährten Stabilisierungsmittel durch den WSF zur Folge haben könnte. Dieses Risiko reduziert sich durch die erfolgte Rückzahlung der Stillen Beteiligung I und bei Rückzahlung der Stillen Beteiligung II, die bis Ende 2021 beabsichtigt ist.

Die Lufthansa Group hat die Treibstoffpreissicherung am Anfang des Geschäftsjahres 2021 wieder aufgenommen. Für alle Passagier-Airlines wird im Treibstoffpreishedging ein Zielsicherungsgrad von 65% angestrebt. Einbezogen in die Treibstoffpreissicherungen werden die jeweils nächsten 24 Monate. Dadurch wird das Risiko höherer Aufwendungen aufgrund der gestiegenen Treibstoffpreise gemindert.

Im Rahmen der Ausgestaltung des EU Green Deals hat die EU-Kommission am 14. Juli 2021 ein Gesamtpaket "Fit for 55" mit diversen Gesetzesvorschlägen vorgestellt, um die EU-Klimaziele für 2030 zu erreichen. Für die Lufthansa Group besteht das Risiko, dass es durch die geplanten Maßnahmen zu Wettbewerbsverzerrungen und finanziellen Mehrbelastungen kommt.

Der Luftverkehr innerhalb der EU ist bereits Teil des EU-Emissionshandelssystems EU-ETS (Emission Trading System), welches seit Beginn des Jahres 2020 mit dem Schweizer Emissionshandelssystem assoziiert ist. Die EU-Kommission hat eine ETS-Revi-sion vorgelegt, die eine beschleunigte Reduktion der zur Verfügung stehenden Zertifikate und die schrittweise Abschaffung der kostenfreien Emissionsberechtigungen vorsieht. Beides kann die ETS-Kosten der Lufthansa Group in zukünftigen Geschäftsjahren nach 2021 erhöhen. Ein weiterer Vorschlag sieht die Harmonisierung von EU-ETS und CORSIA vor, indem CORSIA nur auf internationalen und nicht intra EU Flügen angewendet werden soll. Die aktuelle Diskussion über eine Änderung des Bezugsjahrs für das CORSIA-System könnte ebenso zu einer Verteuerung führen.
Mit der Gesetzesinitiative ReFuelEU Aviation ist die harmonisierte Einführung einer SAF-Quote (Sustainable Aviation Fuel), die sich in Stufen bis 2050 erhöht, innerhalb der EU geplant, die auch ab 2030 eine sich erhöhende Quote für synthetische Kraftstoffe enthalten soll. Die SAF-Quoten würden die Kraftstoffkosten für die Branche und die Lufthansa Group erhöhen, falls es nicht gelingt, die Verfügbarkeit entsprechender Kraftstoffe zu verbessern und ihren Preis zu senken.
Darüber hinaus plant die EU im Rahmen des Green Deal die Überarbeitung der Energiesteuerrichtlinie. Bei der Einführung einer Kerosinsteuer entstünde eine Mehrbelastung europäischer Fluggesellschaften gegenüber außereuropäischen Airlines, da die Steuer auf innereuropäische Flüge begrenzt ist, Zubringerflüge zu nahe gelegenen außereuropäischen Hubs also ausgenommen sind. Des Weiteren zeigen die Diskussionen, dass eine Kerosinsteuer in einzelnen Mitgliedstaaten unterschiedlich hoch ausfallen könnte, was zu einer weiteren Wettbewerbsverzerrung führen würde.

Auf Basis der verbesserten Geschäftsentwicklung, der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen und der in der Finanzplanung unterstellten Szenarien sieht der Vorstand den Fortbestand der Lufthansa Group nicht gefährdet.

Prognosebericht

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Der Finanzausblick für das Jahr 2021 hängt wesentlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die globale Luftfahrtindustrie ab; Veränderungen in der Pandemiesituation, vor allem auf Basis des Impffortschritts und der Verbreitung von Virusmutationen, werden einen wesentlichen und unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsentwicklung haben, vor allem aufgrund ihrer Auswirkungen auf Reiserestriktionen, die wiederum die Kundennachfrage maßgeblich beeinflussen.
Darüber hinaus besteht eine hohe Volatilität in der Treibstoffkostenentwicklung; aufgrund des krisenbedingt zeitweisen Aussetzens der Treibstoffpreissicherung ist der Sicherungsgrad im Jahr 2021 niedriger als es die Sicherungsstrategie langfristig vorsieht; damit wirken sich Veränderungen im Marktpreis unmittelbarer auf die Treibstoffaufwendungen der Lufthansa Group aus.
Die Lufthansa Group geht weiterhin davon aus, dass die Kapazität der Konzernairlines, gemessen in angebotenen Sitzkilometern, im Jahr 2021 bei rund 40% des Vorkrisenniveaus im Jahr 2019 liegen wird.
Dabei wird für das vierte Quartal ein weiterer kontinuierlicher Kapazitätsausbau und ein Anstieg der Passagierzahlen erwartet, insbesondere getrieben durch die gute Nachfrageentwicklung im Europaverkehr, die Öffnung weiterer Langstreckenmärkte, vor allem in Nordamerika, und die zuletzt zunehmende Nachfrage nach Geschäftsreisen.
Für das Jahr 2022 erwartet der Konzern eine Fortsetzung der positiven Nachfragetrends; damit werden die Konzern-Airlines voraussichtlich in der Lage sein, mehr als 70% der Vorkrisenkapazität anzubieten.
Im Geschäftsjahr 2021 erwartet die Lufthansa Group auch weiterhin einen Anstieg des Konzernumsatzes; gegenüber der im zweiten Zwischenbericht 2021 gegebenen Prognose konkretisiert der Konzern seinen Ergebnisausblick; er geht nun davon aus, den operativen Verlust, gemessen am Adjusted EBIT, gegenüber Vorjahr mindestens halbieren zu können; für die einzelnen Geschäftsfelder der Lufthansa Group wird ebenfalls jeweils eine Verringerung des operativen Verlusts erwartet.

Weitere Details zum Finanzausblick des Konzerns finden sich im Geschäftsbericht 2020, ab S. 118 und im 2. Zwischenbericht 2021, auf S. 23.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Januar - September 2021

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Erlöse aus den Verkehrsleistungen 7.550 7.404 3.913 1.763
Andere Betriebserlöse 3.428 3.591 1.294 897
Umsatzerlöse 10.978 10.995 5.207 2.660
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 72 167 23 9
Sonstige betriebliche Erträge 1) 1.064 1.218 409 421
Materialaufwand -5.830 -6.728 -2.626 -1.601
Personalaufwand -4.652 -5.034 -1.745 -1.414
Abschreibungen 2) -1.736 -3.574 -601 -1.791
Sonstige betriebliche Aufwendungen3) -2.016 -2.677 -737 -629
Ergebnis der betrieblicher Tätigkeit -2.120 -5.633 -70 -2.345
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -10 -226 61 -42
Übriges Beteiligungsergebnis 7 2 - -2
Zinserträge -1 70 1 37
Zinsaufwendungen -331 -309 -120 -114
Übrige Finanzposten 137 -816 44 -27
Finanzergebnis -198 -1.279 -14 -148
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.318 -6.912 -84 -2.493
Ertragsteuern 431 1.312 10 520
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.887 -5.600 -74 -1.973
Auf Minderheiten entfallendes Ergebnis 10 16 2 6
Auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallendes Konzernergebnis -1.877 -5.584 -72 -1.967
"Unverwässertes"/​"Verwässertes" Ergebnis je Aktie in € -3,17 -10,79 -0,15 -3,80

1) Im Kumulativwert sind 62 Mio. EUR (Vorjahr: 24 Mio. EUR) aus der Auflösung von Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen enthalten.

2) Im Kumulativwert sind 3 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR) aus Abschreibungen auf langfristige Forderungen enthalten.

3) Im Kumulativwert sind 47 Mio. EUR (Vorjahr: 202 Mio. EUR) aus der Bildung von Wertberichtigungen auf kurzfristige Forderungen enthalten.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung Januar - September 2021

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Ergebnis nach Ertragsteuern -1.887 -5.600 -74 -1.973
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit anschließender Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Differenzen aus Fremdwährungsumrechnung 83 -52 53 -79
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert -21 -13 -8 1
Folgebewertung Hedges - Cashflow Hedge Reserve 816 -509 263 -229
Folgebewertung Hedges - Kosten der Absicherung 119 101 59 96
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge von nach der Equity-Methode bewerteten Beteiligungen 4 3 2 1
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -4 -2 -3 -
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -209 77 -75 18
788 -395 291 -192
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne anschließende Reklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung
Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen 2.600 -1.331 491 -659
Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten zum beizulegenden Zeitwert 2 0 - -
Sonstige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - -6 - -2
Für erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge erfasste Ertragsteuern -539 119 -77 169
2.063 -1.218 414 -492
Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge (Other Comprehensive Income) nach Ertragsteuern 2.851 -1.613 705 -684
Gesamte Aufwendungen und Erträge (Total Comprehensive Income) 964 -7.213 631 -2.657
Auf Minderheiten entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 9 22 1 8
Auf Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG entfallende gesamte Aufwendungen und Erträge 993 -7.191 632 -2649

Konzernbilanz zum 30. September 2021

KONZERNBILANZ - AKTIVA

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020 30.09.2020
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer 1) 1.171 1.169 1.235
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 420 469 522
Flugzeuge und Reservetriebwerke 15.487 15.842 16.043
Reparaturfähige Flugzeugersatzteile 1.803 1.823 2.009
Übriges Sachanlagevermögen 2) 3.391 3.671 3.805
Nach der Equity-Methode bewertete Beteiligungen 426 403 440
Übrige Beteiligungen 253 252 257
Langfristige Wertpapiere 38 54 53
Ausleihungen und Forderungen 428 440 413
Derivative Finanzinstrumente 763 363 557
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 79 91 92
Effektive Ertragsteuerforderungen 36 34 34
Latente Ertragsteuererstattungsansprüche 4.672 4.833 3.803
Langfristige Vermögenswerte 28.967 29.444 29.263
Vorräte 661 726 858
Vertragsvermögenswerte 197 142 171
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 3.764 2.843 3.347
Derivative Finanzinstrumente 470 260 242
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 252 193 271
Effektive Ertragsteuerforderungen 233 282 139
Wertpapiere 5.153 3.654 2.620
Bankguthaben und Kassenbestände 2.105 1.806 1.601
Zum Verkauf stehende Vermögenswerte 101 134 498
Kurzfristige Vermögenswerte 12.936 10.040 9.747
Bilanzsumme 41.903 39.484 39.010

1) Inkl. Geschäfts- oder Firmenwerte.

2) Darin sind als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien in Höhe von 30 Mio. EUR (zum 31.12.2020: 0 Mio. EUR) enthalten.

KONZERNBILANZ - PASSIVA

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020 30.09.2020
Gezeichnetes Kapital 1.530 1.530 1.530
Kapitalrücklage 378 378 378
Stille Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds 1.500 - -
Gewinnrücklagen 204 4.868 5.618
Übrige neutrale Rücklagen 1.928 1.296 1.334
Konzernergebnis -1.877 -6.725 -5.584
Anteile der Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG am Eigenkapital 3.663 1.347 3.276
Minderheitenanteile 31 40 71
Eigenkapital 3.694 1.387 3.347
Pensionsrückstellungen 7.210 9.531 8.073
Sonstige Rückstellungen 608 558 523
Finanzschulden 14.291 12.252 10.120
Vertragsverbindlichkeiten 35 36 25
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 78 86 92
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 35 33 236
Derivative Finanzinstrumente 270 457 323
Latente Ertragsteuerverpflichtungen 531 485 542
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 23.058 23.438 19.934
Sonstige Rückstellungen 1.030 831 734
Finanzschulden 1.956 3.116 3.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1) 4.099 3.321 4.025
Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgewogenen Flugdokumenten 3.074 2.064 2.729
Übrige Vertragsverbindlichkeiten 2.826 2.977 2.785
Erhaltene Anzahlungen, Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten 1) 1.250 1.295 902
Derivative Finanzinstrumente 232 366 459
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 657 689 589
Passiva im Zusammenhang mit zum Verkauf stehenden Vermögenswerten 27 - 506
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 15.151 14.659 15.729
Bilanzsumme 41.903 39.484 39.010

1) Vorjahresvergleichszahl angepasst.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals zum 30. September 2021

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

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in Mio. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Stille Beteiligung I Marktbewertung Finanzinstrumente Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung Neubewertungsrücklage (Sukzessiverwerbe)
Stand am 01.01.2020 1.224 378 624 503 236
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen 306 - - - - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - - -344 -52 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - - 14 - -
Stand am 30.09.2020 1.530 378 - 294 451 236
Stand am 01.01.2021 1.530 378 - 305 396 236
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen - - 1.500 - -
Umbuchungen - - - - - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - - - -
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - - - 707 83 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse - - - -158 - -
Stand am 30.09.2021 1.530 378 1.500 854 479 236

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in Mio. € Sonstige neutrale Rücklagen Summe übrige neutrale Rücklagen Gewinnrücklagen Konzernergebnis Anteil der Aktionär:innen der Deutscher Lufthansa AG am Eigenkapital Minderheitenanteile
Stand am 01.01.2020 352 1.715 5.617 1.213 10.147 109
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen - - - - 306 -
Umbuchungen - - 1.213 -1.213 - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten - - - - - -16
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - -5.584 -5.584 -16
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 1 -395 -1.212 - -1.607 -6
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse - 14 - - 14 -
Stand am 30.09.2020 353 1.334 5.618 -5.584 3.276 71
Stand am 01.01.2021 359 1.296 4.868 -6.725 1.347 40
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen - - - 1.500 -
Umbuchungen - - -6.725 6.725 - -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten - - - - - -
Transaktionen mit Minderheiten - - - - -
Konzern-/​Minderheitenergebnis - - - -1.877 -1.877 -9
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge - 790 2.061 - 2.851 -
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse - -158 - - -158 -
Stand am 30.09.2021 359 1.928 204 -1.877 3.663 31

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in Mio. € Gesamt Eigenkapital
Stand am 01.01.2020 10.256
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen 306
Umbuchungen -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten -16
Transaktionen mit Minderheiten -
Konzern-/​Minderheitenergebnis -5.600
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge -1.613
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse 14
Stand am 30.09.2020 3.347
Stand am 01.01.2021 1.387
Kapitalerhöhungen/​ -herabsetzungen 1.500
Umbuchungen -
Dividenden an Lufthansa Aktionär:innen/​ Minderheiten -
Transaktionen mit Minderheiten -
Konzern-/​Minderheitenergebnis -1.886
Übrige erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge 2.851
In die Anschaffungskosten von nicht finanziellen Vermögens werten umgegliederte Sicherungsergebnisse -158
Stand am 30.09.2021 3.694

Konzern-Kapitalflussrechnung Januar - September 2021

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

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in Mio. € Jan. - Sept. 2021 Jan. - Sept. 2020 Juli - Sept. 2021 Juli - Sept. 2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente zu Periodenbeginn 1) 1.804 1.431 2.042 1.237
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.318 -6.912 -84 -2.493
Abschreibungen auf Anlagevermögen (saldiert mit Zuschreibungen) 1.708 3.575 574 1.793
Abschreibungen auf Umlaufteile (saldiert mit Zuschreibungen) -14 93 6 44
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 15 12 -4 3
Beteiligungsergebnis 3 224 -61 44
Zinsergebnis 332 239 119 77
Erstattete/​Gezahlte Ertragsteuern -52 109 20 -3
Wesentliche nicht zahlungswirksame Aufwendungen/​Erträge -246 244 -86 -141
Veränderung Trade Working Capital 917 -161 267 -1.595
Veränderung übriger Aktiva/​Passiva 115 979 -309 310
Operativer Cashflow 460 -1.598 442 -1.961
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -956 -1.006 -352 -123
Investitionen in Finanzanlagen -11 -17 -3 -3
Zugänge/​Abgänge an reparaturfähigen Flugzeugersatzteiler 40 163 -30 77
Einnahmen aus Verkäufen von nicht konsolidierten Anteilen 2 3 2 4
Einnahmen aus Verkäufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Ausgaben aus Käufen von nicht konsolidierten Anteilen -15 -11 -8 -6
Ausgaben aus Käufen von konsolidierten Anteilen - - - -
Einnahmen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und sonstigen Finanzanlagen 145 90 46 6
Zinseinnahmen 1 54 1 7
Erhaltene Dividenden 9 28 2 15
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit -785 -696 -342 -23
Erwerb von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds -4.527 -7.392 -1.676 -1.942
Veräußerung von Wertpapieren/​Geldanlagen in Fonds 3.082 6.814 1.150 1.774
Nettozu-/​-abflüsse aus der Investitionstätigkeit und Geldanlagen -2.230 -1.274 -868 -191
Kapitalerhöhung/​Stille Beteiligung I 1.500 306 - 306
Transaktionen durch Minderheiten - - - -
Aufnahme Finanzschulden 3.996 4.444 1.132 2.660
Rückführung Finanzschulden -3.262 -1.503 -590 -377
Gewinnausschüttung - -16 - 1
Zinsausgaben -202 -113 -82 -6
Nettozu-/​-abflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 2.032 3.118 460 2.584
Nettoab-/​-zunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenter 262 246 34 432
Veränderung Zahlungsmittel aus Wechselkursänderungen 18 -23 8 -15
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente 30.09. 2) 2.084 1.654 2.084 1.654
Abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalenten von Gesellschaften, die am 30.09. zum Verkauf stehen - 55 - 55
Zahlungsmittel und Zahlungsmittel-Äquivalente von Gesellschaften, die am 30.09. nicht zum Verkauf stehen 2) 2.084 1.599 2.084 1.599
Wertpapiere 5.153 2.620 5.153 2.620
Flüssige Mittel 7.237 4.219 7.237 4.219
Nettozu-/​-abnahme der flüssigen Mittel 1.779 834 592 560

1) Betrag zum 01.01.2020 (01.07.2020) enthält 16 (26) Mio. EUR, die zum 31.12.2019 (30.06.2020) unter den Vermögenswerten zum Verkauf ausgewiesen wurden.

2) Abweichung gegenüber den in der Bilanz ausgewiesenen Bankguthaben und Kassenbeständen ergibt sich aus Termingeldern mit vereinbarter Laufzeit zwischen vier und zwölf Monaten in Höhe von 21 Mio. EUR (Vorjahr: 2 Mio. EUR).

1 Angewendete Standards, Konsolidierungskreisveränderungen und Bilanzierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss der Deutschen Lufthansa AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) unter Berücksichtigung der Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. September 2021 wurde dabei in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt; die Darstellung erfolgt in verkürzter Form.

Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses wurden die zum 1. Januar 2021 gültigen Standards und Interpretationen angewendet. Der Zwischenabschluss zum 30. September 2021 wurde grundsätzlich unter Beachtung derselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt, die auch dem vorangegangenen Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 zugrunde lagen. Die erstmals ab dem 1. Januar 2021 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und es ergab sich somit keine Notwendigkeit von rückwirkenden Anpassungen.

2 Unternehmensfortführung und Darstellung der Finanzierungsmaßnahmen zur wirtschaftlichen Stabilisierung

Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der Lufthansa Group ist seit dem Frühjahr 2020 durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den damit verbundenen sehr weitgehenden internationalen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen, stark getroffen. Lediglich im Frachtgeschäft konnten sowohl Umsätze als auch Ergebnisbeiträge signifikant gesteigert werden.

Auf die Liquiditätslage wirkt sich das stark reduzierte Geschäftsvolumen weiterhin aus, wobei im Berichtszeitraum insbesondere aufgrund gestiegener Zuflüsse aus Ticketverkäufen ein positiver operativer Cashflow erreicht werden konnte. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres ergab sich darüber hinaus erstmalig auch auf Basis des Adjusted Free Cashflows ein positiver Wert. Die Liquidität der Deutschen Lufthansa AG sowie der in- und ausländischen Tochtergesellschaften konnte in 2020 zunächst durch die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Stabilisierungspakete sichergestellt werden. Seit der zweiten Jahreshälfte 2020 konnte der Konzern darüber hinaus wiederholt selbst erfolgreich am Kapitalmarkt Finanzmittel aufnehmen, die teilweise zu einer Rückführung der bisher in Anspruch genommenen Stabilisierungsmittel verwendet wurden.

Die Stabilisierungsmaßnahmen wurden im Vorjahr im Wesentlichen in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und den USA beantragt, verhandelt und genehmigt.

Die in Deutschland abgeschlossene Rahmenvereinbarung zwischen der Lufthansa Group, dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) und der KfW sieht einen Gesamtfinanzrahmen von bis zu 9,0 Mrd. EUR vor. Hierauf werden die in der Schweiz, in Österreich und in Belgien vereinbarten Finanzierungen angerechnet. Die Mittel des WSF von insgesamt 6,0 Mrd. EUR beinhalteten eine 20%ige Beteiligung am Aktienkapital sowie eine Stille Beteiligung an der Deutschen Lufthansa AG. Neben der Aktienausgabe und der vollen Auszahlung der Stillen Beteiligung II von 1,0 Mrd. EUR im Vorjahr wurden im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 1,5 Mrd. EUR aus der Stillen Beteiligung I in Anspruch genommen. Im Laufe des dritten Quartals hat der WSF seine Beteiligung auf 14% reduziert. Zum Ende des dritten Quartals wurde eine Kapitalerhöhung um 2,2 Mrd. EUR unter teilweiser Ausnutzung des genehmigten Kapitals C beschlossen. Die hieraus zufließenden Mittel sollen unter anderem für die Rückzahlung der Stillen Beteiligung I verwendet werden. Die Transaktion wurde nach Ende des Berichtszeitraums erfolgreich abgeschlossen.

Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung wurden die Vorschriften zur Veräußerungspflicht im Rahmenvertrag mit dem WSF angepasst. Der Vertrag sieht unter der Voraussetzung einer vollständigen Rückzahlung der Stillen Beteiligungen des WSF eine Veräußerungspflicht für die Aktien innerhalb von 18 Monaten nach dem Ende des sechsmonatigen Verkaufsverbots vor, das der WSF im Zuge der Kapitalerhöhung eingegangen ist. Diese Verpflichtung steht insbesondere unter dem Vorbehalt, dass der WSF einen Mindestverkaufspreis für seine Aktien erzielen kann, der zu einer Rendite von zwölf Prozent pro Jahr auf seinen zeitlich gewichteten Kapitaleinsatz für den Aktienkauf führt.

Der Rahmenvertrag mit dem WSF sieht umfassende Informations- und Prüfrechte für den WSF und Verhaltensverpflichtungen für die Lufthansa Group unter anderem in Bezug auf die Aussetzung von Dividendenzahlungen, die Begrenzung der Managementvergütungen, den Verzicht auf Beteiligungserwerbe, die Abgabe von jeweils bis zu 24 Slots an den Flughäfen Frankfurt und München und eine nachhaltige Geschäftspolitik vor. Die gruppenweite Einhaltung der teilweise auslegungsbedürftigen Verhaltensverpflichtungen unter Berücksichtigung des Verständnisses der EU-Kommission ist für die Lufthansa Group von großer Relevanz und in der aktuellen Situation in Einzelfällen anspruchsvoll.

Die weiteren in 2021 durchgeführten Refinanzierungsmaßnahmen betrafen neben der Begebung von Anleihen über 2,6 Mrd. EUR im Rahmen des EMTN-Programms auch Flugzeugfinanzierungen.

Die im Rahmen der Stabilisierungsmaßnahmen in der Schweiz gewährten, staatlich gesicherten Kreditlinien wurden zum Stichtag mit 460 Mio. CHF in Anspruch genommen.

Der Darlehensrahmen aus den in Österreich vereinbarten Unterstützungsmaßnahmen war zum Stichtag nach einer ersten Tilgung mit 270 Mio. EUR vollständig in Anspruch genommen.

Aus dem Kreditrahmen des mit der belgischen Regierung vereinbarten Stabilisierungspakets von 287 Mio. EUR waren zum 30. September 2021 insgesamt 250 Mio. EUR abgerufen.

In 2021 wurden in den USA zusätzliche Mittel im Rahmen der CARES Act I-III zur Verfügung gestellt. Die LSG Group und die Lufthansa Technik Gruppe haben dabei weitere Mittelzusagen in Höhe von 284 Mio. USD (davon 192 Mio. USD als Zuschuss) erhalten. Damit belaufen sich die genehmigten Mittel auf insgesamt 529 Mio. USD (davon 346 Mio. USD als Zuschuss). Zum Stichtag sind alle genehmigten Mittel zur Auszahlung gekommen. In 2021 wurden 229 Mio. USD der Zuschüsse ertragswirksam vereinnahmt.

In Italien hat die Regierung ebenfalls Mittel zur Kompensation von Schäden durch die Corona Pandemie bereitgestellt. Air Dolomiti hat daraufhin Anfang 2021 einen Zuschuss von 16 Mio. EUR beantragt, der im April ausgezahlt wurde.

Zum 30. September 2021 betrug die zentral der Deutschen Lufthansa AG zur Verfügung stehende Liquidität 5,9 Mrd. EUR. Dazu standen vor Durchführung der Kapitalerhöhung und anschließender Tilgung der Stillen Beteiligung I zum Stichtag weitere abrufbare Mittel des WSF-Stabilisierungspakets in Höhe von 3,0 Mrd. EUR zur Verfügung (Stille Beteiligung I). Daneben belaufen sich die dezentralen Bank- und Kassenbestände auf 1,4 Mrd. EUR und aus den staatlichen Finanzierungsmitteln sind in der Schweiz und in Belgien insgesamt noch 1,0 Mrd. EUR nicht in Anspruch genommen. Weiterhin stehen zum Bilanzstichtag freie Kreditlinien in Höhe von 0,7 Mrd. EUR zur Verfügung. Insgesamt beläuft sich die verfügbare Liquidität der Lufthansa Group damit auf 11,9 Mrd. EUR.

Auf Basis der weiterhin großen Unsicherheiten über Reisemöglichkeiten und Kundenverhalten aktualisiert die Lufthansa Group regelmäßig ihre rollierende Liquiditätsplanung im Hinblick auf sich verändernde Rahmenparameter für die erwartete Geschäftsentwicklung. Wesentlich für die Entwicklung im laufenden und folgenden Geschäftsjahr wird der weitere Verlauf des Infektionsgeschehens, insbesondere vor dem Hintergrund neuer

Virusmutationen sein. Unter Berücksichtigung dieser Entwicklung werden die weitere Lockerungen der derzeit noch bestehenden weltweiten Reisebeschränkungen die entscheidende Rolle für die Geschwindigkeit der Erholung des internationalen Reiseverkehrs spielen. Intern wurden weitere Maßnahmen im Rahmen des Programms ReNew vorangebracht und das Management geht weiterhin von einer erfolgreichen Umsetzung aus.

Für das laufende Geschäftsjahr 2021 ist die Inanspruchnahme der voraussichtlich bis zum Jahresende befristeten staatlichen Unterstützung durch Kurzarbeitergeld und Erstattungen von Sozialabgaben nach wie vor erforderlich.

Unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung, die für 2021 und 2022 von einer durchschnittlich angebotenen Kapazität von rund 40% beziehungsweise über 70% des Niveaus aus 2019 ausgeht sowie der daraus resultierenden Liquiditätsplanung und der umgesetzten beziehungsweise potenziellen Finanzierungsmaßnahmen sieht der Vorstand der Gesellschaft die Liquidität des Konzerns auch unter Berücksichtigung der bestehenden Unsicherheiten über den weiteren Geschäftsverlauf für die nächsten 18 Monate als gesichert an. Der Zwischenabschluss wurde entsprechend unter den Bewertungsprämissen der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.

3 Erläuterungen zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Kapitalflussrechnung

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und die weltweit erforderlichen staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus haben die Geschäftstätigkeit des Konzerns auch in 2021 weiterhin massiv beeinträchtigt. Dies spiegelt sich im gesamten Zwischenbericht der Lufthansa Group wieder.

Im Vorjahr kam es erst im Frühjahr 2020 (März) zu sich weltweit verschärfenden internationalen Reisebeschränkungen und Quarantäneregelungen, die den Flugverkehr der Lufthansa Group Gesellschaften stark beeinflusst haben. Hierdurch sind die Erträge und Aufwendungen der beiden Perioden nur eingeschränkt vergleichbar.

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VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2021 Europa 1) Nord-amerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Network Airlines 4.589 3.053 820 92 367 125
Lufthansa German Airlines 1.040
SWISS 2) 1.255
Austrian Airlines 446
Brussels Airlines 341
Eurowings 2) 532 528 2 - 1 1
Logistik 2.429 1.227 257 85 788 27
Summe 7.550

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in Mio. € Afrika 1)
Network Airlines 132
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2) -
Logistik 45
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

VERKEHRSERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa 1) Nordamerika1) Mittel- und Südamerika1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Network Airlines 5.089 3.522 766 108 460 117
Lufthansa German Airlines 2.486
SWISS 2) 1.371
Austrian Airlines 378
Brussels Airlines 318
Eurowings 2) 540 533 4 1 2 -
Logistik 1.775 803 189 62 679 15
Summe 7.404

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in Mio. € Afrika 1)
Network Airlines 116
Lufthansa German Airlines
SWISS 2)
Austrian Airlines
Brussels Airlines
Eurowings 2) -
Logistik 27
Summe

1) Aufteilung der Verkehrserlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

2) Angabe der Verkehrserlöse inklusive der Belly-Erlöse; diese werden in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte ausgewiesen.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2021 Europa 1) Nord-amerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Technik 2.156 888 678 60 380 104
Technikleistungen 1.841
Sonstige Betriebserlöse 315
Catering 747 61 557 43 53 13
Cateringleistungen 628
Erlöse Bordverkauf 60
Sonstige Leistungen 59
Network Airlines 205 178 8 1 10 6
Eurowings 4 4 - - - -
Logistik 93 54 33 - 2 3
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 223 150 24 6 29 9
EDV-Leistungen 118
Reisemanagement 62
Übrige 43
Summe 3.428

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 46
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 20
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines 2
Eurowings -
Logistik 1
Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen 5
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

ANDERE BETRIEBLICHE ERLÖSE NACH TÄTIGKEITSBEREICHEN

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in Mio. € 2020 Europa 1) Nordamerika 1) Mittel- und Südamerika 1) Asien und Pazifik 1) Nahost 1)
Technik 2.152 913 563 79 408 122
Technikleistungen 1.798
Sonstige Betriebserlöse 354
Catering 852 133 524 43 112 18
Cateringleistungen 720
Erlöse Bordverkauf 41
Sonstige Leistungen 91
Network Airlines 231 199 11 1 13 4
Eurowings 5 5 - - - -
Logistik 113 78 27 1 3 4
Weitere Gesellschafter und Konzernfunktionen 238 160 22 8 31 12
EDV-Leistungen 126
Reisemanagement 71
Übrige 41
Summe 3.591

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in Mio. € Afrika 1)
Technik 67
Technikleistungen
Sonstige Betriebserlöse
Catering 22
Cateringleistungen
Erlöse Bordverkauf
Sonstige Leistungen
Network Airlines 3
Eurowings -
Logistik -
Weitere Gesellschafter und Konzernfunktionen 5
EDV-Leistungen
Reisemanagement
Übrige
Summe

1) Aufteilung der anderen betrieblichen Erlöse erfolgt nach Ursprungsverkaufsort.

FLUGZEUGE UND RESERVETRIEBWERKE

Die Lufthansa Group hat im laufenden Geschäftsjahr neu aufgenommene Darlehensmittel im Rahmen von Flugzeugfinanzierungsmodellen in Höhe von 895 Mio. EUR durch 14 Flugzeuge gesichert.

Mit der Ablösung des KfW Kredits im Februar 2021 wurde die Besicherung an diversen Gesellschaftsanteilen von Leasinggesellschaften in Malta und Österreich, in deren Eigentum sich zum Jahresende 2020 insgesamt 323 Flugzeuge mit einem Buchwert von 4.432 Mio. EUR befanden, aufgehoben.

LATENTESTEUERN

Insbesondere für die in Deutschland und der Schweiz entstandenen Verluste und aktiven Steuerlatenzen des Geschäftsjahres wurden weiterhin in voller Höhe latente Steuern aktiviert. Im Gegenzug verringerten sich die aktivierten Latenzen auf temporäre Differenzen insbesondere im Hinblick auf Pensionsverpflichtungen signifikant, so dass sich insgesamt der Nettobetrag der aktivierten latenten Steuern leicht verringert hat. Da die Verluste aufgrund eines temporär wirkenden exogenen Schocks entstehen und das Unternehmen davon ausgeht, dass eine Nutzung durch ausreichende positive steuerliche Ergebnisse in absehbarer Zukunft möglich sein wird, wird unverändert von einer vollen Werthaltigkeit ausgegangen. Steuerliche Verlustvorträge unterliegen in Deutschland keiner zeitlichen Nutzungsbegrenzung.

ZUR VERÄUßERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Zum 30. September 2021 bestehen Veräußerungsabsichten für Vermögenswerte mit einem Buchwert von 101 Mio. EUR. In dieser Position sind 23 zur Veräußerung vorgesehene Flugzeuge mit einem Buchwert von 89 Mio. EUR enthalten, die sich aus acht Airbus A340, einer Boeing MD11, einer Boeing B767, zwei Airbus A321, sechs Airbus A320, drei Bombardier CRJ9 sowie zwei Dash 8-400 zusammensetzen. Weitere 11 Mio. EUR Vermögenswerte und 27 Mio. EUR Verbindlichkeiten betrafen die zur Veräußerung stehende Geschäftseinheit der Lufthansa Technik in Shannon.

EIGENKAPITAL

Im Berichtszeitraum wurden aus der vom WSF zugesagten Stillen Beteiligung I über insgesamt 4,5 Mrd. EUR 1,5 Mrd. EUR abgerufen, die aufgrund ihrer vertraglichen Ausgestaltung in Bezug auf die unbegrenzte Laufzeit sowie die in das alleinige Ermessen der Lufthansa gestellte Kuponbedienung und Rückzahlung im Eigenkapital auszuweisen ist. Aus der Stillen Beteiligung I verbleiben somit weitere 3,0 Mrd. EUR zum Abruf, der noch bis zum 31. Dezember 2021 möglich ist. Die Stille Beteiligung I soll aus den Mittelzuflüssen der zum Ende des dritten Quartals beschlossenen Kapitalerhöhung vollständig zurückgeführt werden.

PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Der Zinssatz, der zur Ermittlung der Verpflichtungen in Deutschland verwendet wurde, betrug 1,3%. Zum 31. Dezember 2020 betrug dieser Zinssatz 0,8%. Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen in der Schweiz wurde ein Zinssatz von 0,35% (31. Dezember 2020: 0,1%) verwendet. Der Rückgang der Pensionsrückstellungen resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Rechnungszinses und einer Erholung der Marktwerte des Planvermögens. Durch die mit den Tarifpartnern getroffenen Vereinbarungen zur Krisenbewältigung ist es gelungen, den Dienstzeitaufwand trotz des darin enthaltenen zinsbedingten Anstiegs im Vergleich zum Vorjahr zu senken.

VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN AUS NICHT AUSGEFLOGENEN FLUGDOKUMENTEN

Die Vertragsverbindlichkeiten aus nicht ausgeflogenen Flugdokumenten belaufen sich zum 30. September 2021 auf 3.074 Mio. EUR.

ÄNDERUNGEN VON SCHÄTZUNGEN

Auf Basis der aktuellen Unternehmensprognosen sieht das Management der Deutschen Lufthansa AG auch unter Berücksichtigung der weiterhin bestehenden Unsicherheiten in Bezug auf die Dauer der pandemiebedingten Reisebeschränkungen und das Niveau des Flugreiseverkehrs nach der aktuellen Krisensituation keine grundlegende Veränderung der langfristigen Geschäftsaussichten. Diesbezüglich ergaben sich folglich keine wesentlichen Schätzungsänderungen.

SONSTIGE STAATLICHE UNTERSTÜTZUNGSMAßNAHMEN

Bis zum 30. September 2021 wurden insgesamt staatliche Zuschüsse in Höhe von 986 Mio. EUR vereinnahmt. Sie entfallen im Wesentlichen auf die Erstattung von gezahlten Lohnersatzleistungen und Sozialversicherungsabgaben im Zusammenhang mit Kurzarbeit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Darin sind 207 Mio. EUR Zuschüsse zu Sozialabgaben enthalten, die als Unterstützungsleistungen zu qualifizieren sind. Weitere 224 Mio. EUR pauschalisierte Unterstützungsmittel wurden innerhalb der sonstigen betrieblichen Erträge ausgewiesen. Hierin enthalten sind im Rahmen des Cares Act in den USA erhaltene Zuschüsse für LSG- und Lufthansa Technik-Gesellschaften in Höhe von 229 Mio. USD, die nach entsprechender Nachweisführung vereinnahmt wurden. Weitere 16 Mio. EUR betrafen staatliche Zuschüsse für Air Dolomiti.

Im Rahmen des Stabilisierungspakets des belgischen Staates wurden Darlehen zu vergünstigten Konditionen gewährt. Die hierauf entfallenen Zinszuschüsse in Höhe von fünf Mio. EUR, die das laufende Geschäftsjahr betrafen, werden im Zinsaufwand saldiert ausgewiesen.

Neben den Beträgen, die den Unternehmen im Zusammenhang mit Kurzarbeit gewährt werden, erfolgen auch direkte staatliche Unterstützungen der Mitarbeitenden in Form von Gehaltsersatzleistungen.

Zur Unterstützung in der Krise wurden in Deutschland Steuer- und Abgabenstundungen von staatlichen Institutionen gewährt. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Einfuhrumsatzsteuer. Die Rückführung dieser Mittel erfolgt im laufenden Geschäftsjahr in Raten. Die noch gestundete Einfuhrumsatzsteuer belief sich zum 30. September 2021 auf 455 Mio. EUR. Dieser Betrag ist bis Ende 2021 zur Rückzahlung vorgesehen.

4 Saisonalität

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist normalerweise vor allem durch die Geschäftsfelder Network Airlines und Eurowings saisonalen Einflüssen ausgesetzt. So sind die Umsätze im ersten und vierten Quartal wegen des schwächeren Reiseverkehrs üblicherweise niedriger, während im zweiten und dritten Quartal regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erzielt werden.

Aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie ist jedoch ein insgesamt massiver Rückgang des Geschäftsvolumens eingetreten, bei dem aktuell keine saisonalen Effekte mehr erkennbar sind.

5 Erfolgsunsicherheiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

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in Mio. € 30.09.2021 31.12.2020
Aus Bürgschaften, Wechsel- und Scheckbürgschaften 702 664
Aus Gewährleistungsverträgen 209 192
Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 16 16
927 872

Wegen geringer Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme wurde auf die Bildung von Rückstellungen für sonstige Eventualverbindlichkeiten mit einer gesamten möglichen finanziellen Ergebnisauswirkung von 71 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2020: 61 Mio. EUR) verzichtet.

Der Rahmenvertrag mit dem WSF sieht neben Informations- und Prüfrechten für den WSF auch umfassende Verhaltensverpflichtungen für die Lufthansa Group unter anderem in Bezug auf die Aussetzung von Dividendenzahlungen, den Verzicht auf Beteiligungserwerbe sowie das Verbot der Quersubventionierung von Unternehmen, die bereits am 31. Dezember 2019 in Schwierigkeiten im Sinne der EU VO Nr. 651/​2014 waren, vor. Bezüglich der vorgenannten Verhaltensverpflichtungen bestehen potentielle Risiken aus einer möglichen unterschiedlichen Auslegung durch das Unternehmen und der EU-Kommission. Der Informationsaustausch (einschließlich der Bereitstellung entsprechender Unterlagen) zwischen Lufthansa und EU-Kommission zur vollständigen Aufklärung der Sachverhalte dauert an. Zum Ausgang der Gespräche können aber derzeit keine belastbaren Aussagen getroffen werden. Es ist daher nicht auszuschließen, dass sich wesentliche finanzielle Risiken für das Unternehmen aus letztendlich festgestellten Verstößen gegen vereinbarte Verhaltensverpflichtungen ergeben könnten.

Zum 30. September 2021 beliefen sich die steuerlichen Risiken, für die keine Rückstellungen gebildet wurden, auf rund 200 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2020: 200 Mio. EUR).

Ende September 2021 besteht ein Bestellobligo für Investitionen in das Sachanlagevermögen inklusive reparaturfähiger Ersatzteile sowie für immaterielle Vermögenswerte von 14,4 Mrd. EUR. Zum 31. Dezember 2020 betrug das Bestellobligo 13,0 Mrd. EUR. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Bestellung von jeweils fünf Airbus A350 und Boeing B787 sowie aus Währungseffekten. Gegenläufig

wirkte der Abgang des Restobligos aus den Flugzeugzugängen.

EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Die Deutsche Lufthansa AG hat ihre Kapitalerhöhung am 6. Oktober 2021 erfolgreich abgeschlossen; der Bruttoerlös aus der Kapitalerhöhung belief sich auf 2.162 Mio. EUR; die Gesellschaft gab im Rahmen der Kapitalerhöhung 597.742.822 neue auf den Namen lautende Stückaktien im Bezugsverhältnis 1:1 aus; das Grundkapital beläuft sich damit auf 3.060.433.248,64 EUR; Aktionär:innen der Deutschen Lufthansa AG konnten die neuen Aktien für den Bezugspreis in Höhe von 3,58 EUR erwerben. Mit dem Abschluss der Kapitalerhöhung hat die Deutsche Lufthansa AG am 11. Oktober 2021 den gezogenen Beitrag der Stillen Beteiligung I des Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesrepublik Deutschland (WSF) in Höhe von 1,5 Mrd. EUR vollständig abgelöst; die Rückzahlung erfolgte damit deutlich früher als ursprünglich geplant.

Der WSF hat seinen Anteilsbesitz an der Deutschen Lufthansa AG laut Stimmrechtsmitteilung vom 7. Oktober 2021 auf 14,09% reduziert. Im Rahmen seiner Teilnahme an der Kapitalerhöhung hat sich der WSF verpflichtet, die verbliebene Beteiligung spätestens 24 Monate nach Abschluss der Kapitalerhöhung zu veräußern, sofern das Unternehmen die Stille Beteiligung I und die Stille Beteiligung II wie beabsichtigt zurückgezahlt hat und die vertraglichen Voraussetzungen hierfür vorliegen

Die Lufthansa Group beschleunigt die Modernisierung ihrer Langstreckenflotte; Anfang Oktober 2021 unterzeichnete die Lufthansa Group Leasingverträge für vier hochmoderne und treibstoffeffiziente Airbus A350-900 Flugzeuge; dadurch wächst die A350 Flotte der Lufthansa Group zu Jahresbeginn 2022 auf 21 Flugzeuge.

6 Finanzinstrumente und Finanzschulden

FINANZINSTRUMENTE

In den nachfolgenden Tabellen sind die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungsstufen gegliedert. Die einzelnen Stufen sind dabei folgendermaßen definiert:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten gehandelte Finanzinstrumente, deren notierte Preise unverändert für die Bewertung übernommen wurden.

Stufe 2: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren direkt oder indirekt aus beobachtbaren Marktdaten abgeleitet werden.

Stufe 3: Die Bewertung erfolgt auf Basis von Bewertungsverfahren, deren verwendete Einflussfaktoren nicht ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten beruhen.

Zum 30. September 2021 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 30.09.2021

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Vermögenswerte zum Fair Value über die GuV 5.153 3 - 5.156
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 3 - 3
Wertpapiere 5.153 - - 5.153
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 1.231 - 1.231
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 13 13 - 26
Eigenkapitalinstrumente 13 13 - 26
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Vermögenswerte gesamt 5.166 1.247 - 6.413

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 30.09.2021

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -645 - -645
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -38 - -38
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -463 - -463
Verbindlichkeiten gesamt - -1.535 - -1.535

Im Geschäftsjahr wurden weitere Bestände in Höhe von 67 Mio. EUR an CO2-Emissionszertifikaten im Rahmen von sogenannten "Repo-Geschäften" am Markt veräußert und gleichzeitig wieder zurückgekauft, so dass das wirtschaftliche Eigentum weiterhin besteht. Daneben wurden aus entsprechenden auslaufenden Repo-Geschäften 114 Mio. EUR zurückgezahlt.

Zum 31. Dezember 2020 ergab sich folgende Untergliederung der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien:

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERMÖGENSWERTEN ZUM 31.12.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
3.654 2 - 3.656
Als Handelsgeschäfte klassifizierte Finanzderivate - 2 - 2
Wertpapiere 3.654 - - 3.654
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - 620 - 620
Finanzielle Vermögenswerte erfolgsneutral zum Fair Value 11 12 - 23
Eigenkapitalinstrumente 11 12 - 23
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Vermögenswerte gesamt 3.665 634 - 4.299

FAIR VALUE-HIERARCHIE VON VERBINDLICHKEITEN ZUM 31.12.2020

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in Mio. € Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Gesamt
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert über GuV - -712 - -712
Derivative Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert über die GuV - -85 - -85
Derivative Finanzinstrumente, die wirksamer Teil einer Sicherungsbeziehung sind - -738 - -738
Verbindlichkeiten gesamt - -1.535 - -1.535

Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsderivate entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente. Devisentermingeschäfte und -swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen sowie den Optionen, die im Rahmen der Treibstoffpreissicherung verwendet werden, werden über anerkannte Optionspreismodelle ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Fremdkapitalinstrumente entsprechen ebenfalls dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontierung erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Die Diskontierung berücksichtigt marktübliche Zinsen und die Restlaufzeiten der jeweiligen Instrumente.

Für flüssige Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten ist der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwerts anzunehmen.

FINANZSCHULDEN

Die nachfolgende Tabelle enthält die Buch- und Marktwerte der einzelnen Klassen von Finanzschulden. Bei den Anleihen entsprechen die Marktwerte den Börsennotierungen. Die Marktwerte für die übrigen Finanzschulden wurden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen Zinssätze für entsprechende

Restlaufzeiten/​Tilgungsstrukturen unter Zugrundelegung zugänglicher Marktinformationen (Bloomberg) ermittelt.

Zu den erhaltenen Darlehensmittel im Rahmen der staatlichen Stabilisierungsmaßnahmen vgl. die Ausführungen zur Angabe 2.

FINANZSCHULDEN

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30.09.2021 31.12.2020
in Mio. € Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Anleihen 5.208 5.362 2.707 2.643
Commercial Paper - - 200 199
Schuldscheindarlehen 1.945 1.982 1.900 1.894
Kreditlinien 25 25 763 740
Staatlich garantierte Kredite 2.088 2.299 2.907 3.147
Flugzeugfinanzierungen 4.369 4.206 3.603 3.590
Übrige Finanzschulden 495 446 651 705
Leasingverbindlichkeiten 2.117 - 2.637 -
Summe 16.247 14.320 15.368 12.918

7 Ergebnis je Aktie

ERGEBNIS JE AKTIE

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30.09.2021 30.09.2020
"Unverwässertes" /​ "Verwässertes" Ergebnis je Aktie - 3,17 - 10,79
Konzernergebnis Mio. □ € - 1.877 - 5.584
Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl 597.742.822 517.462.034

Bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie wurde das Konzernergebnis um den dem WSF zustehenden Kupon für die Stille Beteiligung I in Höhe von 18 Mio. EUR reduziert.

8 Gezeichnetes Kapital GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG beträgt 1.530.221.624,32 EUR. Es ist in 597.742.822 vinkulierte, auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 EUR eingeteilt.

GENEHMIGTES KAPITAL

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 450.000.000 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital A). Das Bezugsrecht der Aktionär:innen kann in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 6. Mai 2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital um 30.000.000 EUR durch Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Aktien an die Mitarbeitenden (Genehmigtes Kapital B) gegen Bareinlage zu erhöhen. Das Bezugsrecht der Aktionär:innen ist ausgeschlossen. Bis zum 30. Juni 2021 wurde das Grundkapital aufgrund dieser Ermächtigung um insgesamt 7.637.831,68 EUR erhöht, sodass das Genehmigte Kapital B zum Bilanzstichtag noch 22.362.168,32 EUR beträgt.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Mai 2021 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 3. Mai 2026 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 5.500.000.000,00 EUR durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und Sacheinlage zu erhöhen, um den Nettoemissionserlös überwiegend zur Rückzahlung des der Deutschen Lufthansa AG durch den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Verfügung gestellten Kapitals zu verwenden oder für andere in § 7f WStBG genannte Zwecke (Genehmigtes Kapital C). Den Aktionär:innen ist ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds ist berechtigt, die ihm bei Ausübung seiner Bezugsrechte zustehenden neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien entsprechend dem Bezugsverhältnis gegen Leistung einer Sacheinlage durch vollständige oder teilweise Einbringung der Stillen Einlagen I und/​oder II (einschließlich der Ansprüche auf Kupons und etwaiger Zusatzvergütung) zu zeichnen. Der Vorstand ist ermächtigt, den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegen.

Der Vorstand ist ermächtigt, im Falle des Eintritts der Voraussetzungen des § 4 Abs. 3 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bareinlage um bis zu 10% zu erhöhen und hierbei das Bezugsrecht der Aktionär:innen auszuschließen. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien ist im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzulegen und darf den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreiten. Von der Ermächtigung darf nur in dem Umfang Gebrauch gemacht werden, als dies zu einem Entfall der in § 4 Abs. 3 LuftNaSiG genannten Voraussetzungen erforderlich ist.

Der Vorstand ist ermächtigt, unter den Voraussetzungen des § 5 Abs. 2 LuftNaSiG mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktionär:innen in dem Umfang, wie es zur Erfüllung der Anforderungen für die Aufrechterhaltung der luftverkehrsrechtlichen Befugnisse erforderlich ist, und in der Reihenfolge des § 5 Abs. 3 LuftNaSiG unter Setzung einer angemessenen Frist mit Hinweis auf die andernfalls mögliche Rechtsfolge, der Aktien nach Maßgabe des § 5 Abs. 7 LuftNaSiG verlustig zu gehen, aufzufordern, sämtliche oder einen Teil der von ihnen gehaltenen Aktien zu veräußern und die Veräußerung der Gesellschaft unverzüglich nachzuweisen.

BEDINGTES KAPITAL

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 5. Mai 2020 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 122.417.728 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 4. Mai 2025 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionär:innen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 102.014.776,32 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 im Falle der Veröffentlichung der Entscheidung zur Abgabe eines Übernahmeangebots im Sinne von § 10 WpÜG oder im Falle einer Kontrollerlangung im Sinne von §§ 35 in Verbindung mit 29 WpÜG. für die Stille Einlage II-A zu einem Ausübungskurs von 2,56 EUR je Aktie gewährt wurden. Für den Fall einer Veräußerung der Stillen Einlage II-A an einen nichtstaatlichen Erwerbenden steht dem Erwerbenden das Umtauschrecht jederzeit zu.

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 25. Juni 2020 wurde das Grundkapital der Deutschen Lufthansa AG um bis zu 897.985.223,68 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von bis zu 350.775.478 Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Stabilisierungsfondsgesetz errichteten Wirtschaftsstabilisierungsfonds als stillem Gesellschafter gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 25. Juni 2020 zum Zwecke des Verwässerungsschutzes und oder des Kuponschutzes für die Stille Einlage II-B gewährt wurden. Die neuen Aktien werden bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Verwässerungsschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 10 %, bei Ausübung des Umtauschrechts zum Zweck des Kuponschutzes zum aktuellen Börsenkurs im Zeitpunkt des Umtauschs abzüglich 5,25% begeben. Sofern die Stille Einlage II-B abgetreten wird, entfallen die Umtauschrechte.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. Mai 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 153.022.161,92 EUR bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Stückaktien an die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandel- und/​oder Optionsrechten aus Schuldverschreibungen, die bis zum 3. Mai 2026 von der Gesellschaft oder von ihren Konzerngesellschaften begeben werden können. Dabei kann das Bezugsrecht der Aktionär:innen in bestimmten Fällen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.

ERMÄCHTIGUNG ZUM ERWERB EIGENER AKTIEN

Durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 7. Mai 2019 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 6. Mai 2024 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf 10 % des derzeitigen Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse oder mittels eines an sämtliche Aktionär:innen gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Die Ermächtigung sieht vor, dass der Vorstand sie insbesondere zur Verfolgung der im Beschluss der Hauptversammlung genannten Zwecke verwenden kann. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 7. Mai 2019 ermächtigt, eigene Aktien auch unter Einsatz von Derivaten zu erwerben und entsprechende Derivatgeschäfte abzuschließen.

9 Segmentberichterstattung

Die Segmentierung wurde gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2020 nicht geändert.

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Sept. 2021

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 4.797 533 2.522 2.156 747 10.755
davon Verkehrserlöse 4.189 529 2.429 - - 7.147
Konzerninnenumsätze 439 -3 20 590 19 1.065
Umsatzerlöse 5.236 530 2.542 2.746 766 11.820
Übrige operative Erträge 399 78 45 256 213 991
Operative Erträge 5.635 608 2.587 3.002 979 12.811
Operative Aufwendungen 8.513 778 1.663 2.825 915 14.694
davon Materialaufwand 3.590 375 1.147 1.417 277 6.806
davon Personalaufwand 2.421 133 274 908 449 4.185
davon Abschreibungen 1.172 152 107 133 60 1.624
davon sonstige Aufwendungen 1.330 118 135 367 129 2.079
Beteiligungsergebnis -22 26 17 -14 -12 -5
davon Ergebnis Equity-Bewertung -19 26 12 -16 -12 -9
Adjusted EBIT 1) -2.900 -144 941 163 52 -1.888
Überleitungspositionen 26 3 B -40 -23 49
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung 18 -2 1 -38 -1 -22
Pensionssondereffekte 3 - - - - 3
Ergebnis Anlagenabgang 5 5 4 -2 -22 -10
EBIT -2.874 -141 946 123 29 -1.917
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 10.387 1.124 2.362 3.453 932 18.258
davon aus Equity-Beteiligungen - 103 65 180 77 425
Segmentinvestitionen 748 249 147 56 12 1.212
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 12 - 12
Mitarbeitende zum Stichtag 54.350 3.351 4.201 21.107 15.637 98.646

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in Mio. € Weitere Gesellschaften und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 223 - 10.978
davon Verkehrserlöse - 403 7.550
Konzerninnenumsätze 112 -1.177 -
Umsatzerlöse 335 -1.177 10.978
Übrige operative Erträge 966 -871 1.086
Operative Erträge 1.301 -2.048 12.064
Operative Aufwendungen 1.508 -2.063 14.139
davon Materialaufwand 137 -1.113 5.830
davon Personalaufwand 470 -1 4.654
davon Abschreibungen 86 -26 1.684
davon sonstige Aufwendungen 815 -923 1.971
Beteiligungsergebnis 2 - -3
davon Ergebnis Equity-Bewertung - -1 -10
Adjusted EBIT 1) -205 15 -2.078
Überleitungspositionen -M -1
Außerplanmäßige Abschreibung/​Zuschreibung -13 - -35
Pensionssondereffekte -1 - 2
Ergebnis Anlagenabgang - -2 -12
EBIT -219 13 -2.123
Übriges Finanzergebnis -195
Ergebnis vor Ertragsteuern -2.318
Gebundenes Kapital 2) 5.240 -220 23.278
davon aus Equity-Beteiligungen - 1 426
Segmentinvestitionen 29 -259 982
davon aus Equity-Beteiligungen - - 12
Mitarbeitende zum Stichtag 8.038 - 106.684

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT /​ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 7, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgewogenen Flugdokumenten).

SEGMENTINFORMATIONEN NACH DEN BERICHTSPFLICHTIGEN SEGMENTEN Jan. - Sept. 2020

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in Mio. € Network Airlines Eurowings Logistik Technik Catering Summe berichtspflichtiger operativer Segmente
Außenumsätze 5.321 545 1.888 2.152 852 10.758
davon Verkehrserlöse 4.798 537 1.775 - - 7.110
Konzerninnenumsätze 346 8 19 821 208 1.402
Umsatzerlöse 5.667 553 1.907 2.973 1.060 12.160
Übrige operative Erträge 618 101 46 286 81 1.132
Operative Erträge 6.285 654 1.953 3.259 1.141 13.292
Operative Aufwendungen 9.899 1.034 1.527 3.428 1.391 17.279
davon Materialaufwand 4.179 564 969 1.792 443 7.947
davon Personalaufwand 2.608 137 274 892 622 4.533
davon Abschreibungen 1.398 151 117 147 91 1.904
davon sonstige Aufwendungen 1.714 182 167 597 235 2.895
Beteiligungsergebnis -36 -86 20 -39 -19 -160
davon Ergebnis Equity-Bewertung -29 -86 11 -41 -19 -164
Adjusted EBT -3.650 -466 446 -208 -269 -4.147
Überleitungspositionen -1.369 -97 -19 -101 -110 -1.696
Außerplanmäßige Abschreibung /​ Zuschreibung -1.374 -95 -19 -95 -110 -1.693
Pensionssondereffekte - - - -2 - -2
Ergebnis Anlagenabgang 5 -2 - -4 - -1
EBIT -5.019 -563 427 -309 -379 -5.843
Übriges Finanzergebnis
Ergebnis vor Ertragsteuern
Gebundenes Kapital 2) 11.532 1.005 2.290 4.543 1.201 20.571
davon aus Equity-Beteiligungen 25 93 44 172 101 435
Segmentinvestitionen 758 52 204 90 22 1.126
davon aus Equity-Beteiligungen - - - 8 - 8
Mitarbeitende zum Stichtag 58.578 3.153 4.379 23.260 25.655 115.025

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in Mio. € Weitere Gesellschafter und Konzernfunktionen Überleitung Konzern
Außenumsätze 237 - 10.995
davon Verkehrserlöse - 294 7.404
Konzerninnenumsätze 124 -1.526 -
Umsatzerlöse 361 -1.526 10.995
Übrige operative Erträge 1.340 -1.121 1.351
Operative Erträge 1.701 -2.647 12.346
Operative Aufwendungen 1.776 -2.710 16.345
davon Materialaufwand 159 -1.378 6.728
davon Personalaufwand 496 -3 5.026
davon Abschreibungen 87 -57 1.934
davon sonstige Aufwendungen 1.034 -1.272 2.657
Beteiligungsergebnis -2 - -162
davon Ergebnis Equity-Bewertung - - -164
Adjusted EBT -77 63 -4.161
Überleitungspositionen -14 14 -1.696
Außerplanmäßige Abschreibung /​ Zuschreibung -6 16 -1.683
Pensionssondereffekte -6 - -8
Ergebnis Anlagenabgang -2 -2 -5
EBIT -91 77 -5.857
Übriges Finanzergebnis -1.055
Ergebnis vor Ertragsteuern -6.912
Gebundenes Kapital 2) 2.238 -514 22.295
davon aus Equity-Beteiligungen 5 - 440
Segmentinvestitionen 50 -142 1.034
davon aus Equity-Beteiligungen - - 8
Mitarbeitende zum Stichtag 9.509 - 124.534

1) Zur Überleitung vom Adjusted EBIT zum EBIT /​ Tabelle "Überleitung Ergebnisse", S. 7, im Zwischenlagebericht.

2) Das gebundene Kapital resultiert aus der Bilanzsumme, korrigiert um nicht betriebliche Posten (latente Steuern, positive Marktwerte, Derivate) und abzüglich der nicht verzinslichen Verbindlichkeiten (u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und aus nicht ausgewogenen Flugdokumenten).

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Sept. 2021

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in Mio. € Europa davor Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und Südamerika Asien/​ Pazifik
Verkehrserlöse 1) 4.808 2.239 1.079 991 177 1.156
Andere Betriebserlöse 1.335 540 1.300 1.166 110 474
Umsatzerlöse 6.143 2.779 2.379 2.157 287 1.630

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse 1) 153 177 7.550
Andere Betriebserlöse 135 74 3.428
Umsatzerlöse 288 251 10.978

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

AUßENUMSÄTZE NACH REGIONEN Jan. - Sept. 2020

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in Mio. € Europa davon Deutschland Nordamerika davon USA Mittel- und Südamerika Asien/​ Pazifik
Verkehrserlöse 1 4.858 2.241 959 869 171 1.141
Andere Betriebserlöse 1.488 537 1.147 923 132 567
Umsatzerlöse 6.346 2.778 2.106 1.792 303 1.708

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in Mio. € Nahost Afrika Konzern
Verkehrserlöse 1 132 143 7.404
Andere Betriebserlöse 160 97 3.591
Umsatzerlöse 292 240 10.995

1) Ermittelt nach Ursprungsverkaufsort.

10 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Wie im Anhang zum Konzernabschluss 2020 unter /​ Erläuterung 50 (Geschäftsberichts 2020, S. 225 ff.) dargestellt, erbringen die Geschäftsfelder des Lufthansa Konzerns im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit zahlreiche Leistungen auch für nahestehende Unternehmen und nehmen andererseits auch Leistungen von diesen in Anspruch. Diese umfangreichen Liefer- und Leistungsbeziehungen werden unverändert zu Marktpreisen abgewickelt. Wesentliche Veränderungen zum Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben. Auch die im /​ Vergütungsbericht 2020 (Geschäftsberichts 2020, S. 251 ff.) und unter /​ Erläuterung 51 des Anhangs zum Konzernabschluss 2020 (Geschäftsbericht 2020, S. 228) beschriebenen vertraglichen Beziehungen mit dem nahestehenden Personenkreis bestehen unverändert fort, sind aber für den Konzern nicht von materieller Bedeutung.

11 Veröffentlichte, aber noch nicht angewandte Rechnungslegungsvorschriften

Die vom IASB bis zum Veröffentlichungsdatum dieses Berichts verabschiedeten Rechnungslegungsstandardänderungen, die für Geschäftsjahre anzuwenden sind, die nach dem 1. Januar 2021 beginnen, haben keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Weitere Informationen zu den bis zum Aufstellungszeitpunkt des Geschäftsberichtes beschlossenen Änderungen sind im Konzernanhang des Geschäftsberichts 2020, Erläuterung 3 "Neue Standards in der internationalen Rechnungslegung nach IFRS und Interpretationen", S. 143 ff. dargestellt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Frankfurt, den 29. Oktober 2021

Der Vorstand

Carsten Spohr

Chief Executive Officer

Christina Foerster

Chief Customer Officer

Harry Hohmeister

Chief Commercial Officer

Detlef Kayser

Chief Operations Officer

Michael Niggemann

Chief HR & Legal Officer

Remco Steenbergen

Chief Financial Officer

Impressum

Herausgeber

Deutsche Lufthansa AG

Venloer Straße 151 - 153

50672 Köln

Registereintragung: Amtsgericht Köln HRB 2168

Redaktion

Dennis Weber (Ltg.)

Patrick Winter

Malte Happel

Kontakt

Dennis Weber

+ 49 69 696 - 28001

Svenja Lang

+ 49 69 696 - 28025

Deutsche Lufthansa AG

Investor Relations

LAC, Airportring

60546 Frankfurt am Main

Telefon: + 49 69 696 - 28001

E-Mail: [email protected]

Aktuelle Finanzinformationen im Internet:

www.lufthansagroup.com/​investor-relations

Finanzkalender 2022

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3. März 2022 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2021
5. Mai 2022 Veröffentlichung 1. Zwischenbericht Januar - März 2022
4. August 2022 Veröffentlichung 2. Zwischenbericht Januar - Juni 2022
3. November 2022 Veröffentlichung 3. Zwischenbericht Januar - September 2022

Vorbehalt bei zukunftsgerichteten Aussagen

Bei den in unserem 3. Zwischenbericht 2021 veröffentlichten Angaben, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Lufthansa Group und ihrer Gesellschaften beziehen, handelt es sich lediglich um Prognosen und Einschätzungen und damit nicht um feststehende Tatsachen. Sie dienen allein informatorischen Zwecken und sind erkennbar an zukunftsgerichteten Begriffen wie zum Beispiel "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "rechnen mit", "können", "könnten", "sollten" oder "bestreben". Diese zukunftsgerichteten Aussagen beruhen auf gegenwärtig erkennbaren und verfügbaren Informationen, Fakten und Erwartungen. Sie unterliegen daher einer Vielzahl von Risiken, Ungewissheiten und Faktoren, die in Veröffentlichungen - insbesondere im Chancen- und Risikobericht des Geschäftsberichts - beschrieben werden, sich aber nicht auf solche beschränken. Die Realisierung eines oder mehrerer dieser Risiken oder ein Nichteintritt der zugrunde liegenden Erwartungen oder Annahmen könnte die tatsächlichen Ergebnisse erheblich (sowohl positiv als auch negativ) beeinflussen.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich die tatsächlichen Ergebnisse und die Entwicklung des Unternehmens von den in den zukunftsgerichteten Aussagen vorhergesehenen Ergebnissen wesentlich unterscheiden. Lufthansa übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt nicht, zukunftsgerichtete Aussagen an später eintretende Ereignisse beziehungsweise Entwicklungen anzupassen. Eine Haftung oder Garantie für Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit dieser Daten und Informationen wird demnach weder ausdrücklich noch konkludent übernommen.

Hinweis

Die Begriffe "Lufthansa Group", "Lufthansa Konzern" sowie "Konzern" werden in diesem Geschäftsbericht als Synonyme verwendet. Zur Vereinfachung der Sprache haben wir in unserem Bericht die maskuline Form verwendet. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Sämtliche Veränderungsangaben beziehen sich auf den Vorjahresvergleichszeitraum, sofern nicht anderweitig angegeben. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.