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Data Modul AG Annual Report 2021

Apr 27, 2022

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Annual Report

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Publication

DATA MODUL Aktiengesellschaft Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

DATA MODUL

GESCHÄFTSBERICHT 2021

DATA MODUL AUF EINEN BLICK

Konzern-Kennzahlen gemäß IFRS und alternativen Leistungskennzahlen *

in TEUR 2021 2020 2019 2018 2017 2016
Umsatz 194.774 192.185 203.314 241.417 218.256 197.079
EBITDA1) 18.575 17.745 15.644 23.587 18.324 17.060
EBIT 2) 12.704 11.829 10.194 20.801 15.913 15.039
EBIT-Rendite in % 3) 6,5 6,2 5,0 8,6 7,3 7,6
Jahresüberschuss 7.898 7.563 6.507 14.277 10.623 10.228
Eigenkapital 113.933 105.860 99.599 94.006 79.571 70.027
Eigenkapitalquote in % 60,3 69,2 67,5 70,1 71,8 68,0
Working Capital 4) 89.440 61.232 63.702 63.039 56.193 52.854
Cashflow 5) -15.715 10.777 10.447 10.797 6.756 6.325
Investitionen 6) 3.019 3.429 6.984 5.638 4.427 4.031
Mitarbeiter 7) 468 460 489 445 403 395
Umsatz pro Mitarbeiter 416 418 416 543 542 499
Ergebnis je Aktie in EUR 2,24 2,14 1,85 4,05 3,01 2,90
Cashflow je Aktie in EUR 8) -4,46 3,06 2,96 3,06 1,91 1,79
Dividende pro Aktie in EUR 9) 1,00 0,12 0,12 0,12 0,12 0,12
Börsenkurs zum Jahresende in EUR 65,00 49,00 51,00 55,60 70,00 49,00
Höchster Börsenkurs in EUR 68,00 52,50 75,00 76,00 89,45 53,00
Niedrigster Börsenkurs in EUR 45,60 28,60 45,00 55,60 49,00 35,01
in TEUR 2015 2014
Umsatz 180.300 155.915
EBITDA1) 15.331 13.257
EBIT 2) 12.576 11.404
EBIT-Rendite in % 3) 7,0 7,3
Jahresüberschuss 8.413 7.573
Eigenkapital 60.246 48.036
Eigenkapitalquote in % 66,6 60,0
Working Capital 4) 44.691 39.543
Cashflow 5) 7.049 13.799
Investitionen 6) 2.719 2.471
Mitarbeiter 7) 364 348
Umsatz pro Mitarbeiter 495 448
Ergebnis je Aktie in EUR 2,41 2,23
Cashflow je Aktie in EUR 8) 2,00 3,91
Dividende pro Aktie in EUR 9) 0,12 0,12
Börsenkurs zum Jahresende in EUR 36,90 20,00
Höchster Börsenkurs in EUR 38,09 20,82
Niedrigster Börsenkurs in EUR 19,91 16,31

1) EBITDA: EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Ertragssteuern und Abschreibungen. Es errechnet sich aus dem EBIT zuzüglich der Abschreibungen und Wertminderungen.

2) EBIT: EBIT ist das Ergebnis vor Zinsen und Ertragssteuern. Es errechnet sich aus dem Bruttoergebnis vom Umsatz abzüglich der Positionen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen sowie Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen.

3) EBIT-Rendite: Die EBIT-Rendite errechnet sich aus dem EBIT im Verhältnis zum Umsatz.

4) Working Capital: Working Capital bezeichnet das Netto-Umlaufvemögen. Es errechnet sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen zuzüglich dem Vorratsvermögen abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

5) Cashflow: Cashflow bezeichnet den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit. Er errechnet sich aus Jahresüberschuss abzüglich nicht-zahlungswirksamer Erträge und zuzüglich nicht-zahlungswirksamer Aufwendungen.

6) Investitionen: Die Investitionen berechnen sich aus den Investitionen in aktivierte Entwicklungskosten und den Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

7) Mitarbeiter: Jahresdurchschnitt ohne Auszubildende

8) Cashflow je Aktie in EUR: Cashflow je Aktie bezeichnet den Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit je Aktie.

9) Dividende pro Aktie in EUR: Vorschlag der Verwaltung an die Hauptversammlung in 2022

* Der DATA MODUL-Konzern verwendet im Rahmen seiner Regel- und Pflichtpublikation alternative Leistungskennzahlen. Die alternativen Leistungskennzahlen sind in den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) nicht definiert und ergänzen die gemäß IFRS ermittelten Kennzahlen. Die verwendeten alternativen Leistungskennzahlen werden gesondert aufgeführt und erläutert, sofern ihre Bezeichnung nicht bereits ausreichend aussagekräftig ist.

MANAGEMENT REPORTS

Ein weiteres Jahr voller Herausforderungen: Die weltweite Materialknappheit, politische Spannung sowie das Corona-Management erforderten auch im vergangenen Jahr ein agiles und sensibles Vorgehen des Führungsteams. Trotz dieser großen Herausforderungen gelang es der DATA MODUL nicht nur globale Planungsunsicherheiten zu meistern, sondern konstant steigende Auftragsbestände zu verzeichnen und sogar den operativen Betrieb an den internationalen Standorten weiter auszubauen.

BERICHT DES VORSTANDS

Sehr geehrte Aktionärinnen, Aktionäre

und Freunde des Unternehmens,

"Schwierige Zeiten lassen uns Entschlossenheit und innere Stärke entwickeln." Dieses Zitat des Dalai Lama steht sinnbildlich für die DATA MODUL im zweiten Jahr der Corona-Pandemie. In einem weiterhin herausfordernden Umfeld konnten wir ein sehr gutes Ergebnis erzielen und waren unbeirrt ein starker und zuverlässiger Partner für unsere Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter.

Dank der engagierten Leistung des gesamten DATA MODUL Teams endete das Geschäftsjahr 2021 mit einem Umsatz von 195 Mio. EUR. Dies bedeutet einen leichten Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Und dies in einem Jahr, in dem Lieferengpässe, Planungsunsicherheiten und Materialknappheit herrschten. Das bereits in den Vorjahren etablierte strikte Kostenmanagement hat dazu geführt, dass wir ein EBIT in Höhe von 12,7 Mio. EUR erzielt haben (was einer Steigerung von 7% zum Vorjahr entspricht) und das Eigenkapital somit weiter ausgebaut werden konnte. Neben der internationalen Aufstellung waren insbesondere der Branchenmix und die global ausgewogene Verteilung des Absatzes ein bedeutender Faktor dieses Ergebnisses, weil auf diese Weise Schwankungen einzelner Märkte kompensiert werden konnten.

In Anbetracht der Geschäftsentwicklung schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, für das Geschäftsjahr 2021 eine Dividende von 1,00 EUR je Aktie auszuschütten. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von ca. 50% bezogen auf den Jahresüberschuss.

Vor dem Hintergrund der politischen Spannungen der Weltregionen USA und China stand im vergangenen Geschäftsjahr insbesondere die Verbesserung der Supply Chain und die Sicherstellung von Lieferketten im Fokus. Unsere Finanzstärke ermöglichte uns dabei eine proaktive Einkaufs- und Bestandspolitik für unsere Kunden. Dadurch haben wir unsere Vorräte bewusst erhöht, um den deutlich angestiegenen Auftragsbestand im laufenden Geschäftsjahr 2022 bedienen zu können. Dieser resultiert nicht zuletzt aus einem engen Austausch mit unseren Kunden. Um den insbesondere aufgrund fehlender Messebesuche deutlich eingeschränkten persönlichen Kundenkontakt trotzdem aufrechtzuerhalten, haben wir den Einsatz digitaler Kommunikationsmedien deutlich intensiviert und ausgebaut.

Dank umfangreicher Hygienemaßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter konnte der operative Betrieb an allen Produktionsstandorten nicht nur aufrechterhalten, sondern kontinuierlich ausgebaut werden und wir sind stolz, somit weitere Meilensteine in unserem globalen Produktions- und Logistikkonzept als Teil unseres Strategieprogramms "Touch Tomorrow 2023" erreicht zu haben. Die Standorte in Polen und China wurden in 2021 für ihr nachhaltiges Qualitätsmanagement ausgezeichnet und erhielten die Zertifizierung nach ISO 9001:2015. Trotz weiter eingeschränkten Reisemöglichkeiten liegen die Standorte voll im Plan der Ausbaumöglichkeiten und es konnten die dort produzierten Stückzahlen jeweils deutlich gesteigert werden, vor allem dank des außerordentlichen Einsatzes der lokalen Teams vor Ort und der engen Zusammenarbeit mit den Kollegen in Deutschland.

Die bereits im Vorjahr gestellten Weichen hin zu einer agileren Organisationsstruktur wurden auch im vergangenen Geschäftsjahr weiterverfolgt. Wir fördern mehr Eigenverantwortlichkeit auf allen Ebenen. Zusätzlich zu unserem Nachwuchsführungsprogramm wird daher künftig ein verstärkter Fokus auch auf die generelle Mitarbeiterentwicklung durch den Ausbau eines vielfältigen Schulungsangebotes gelegt. Getrieben durch die stetig fortschreitende Digitalisierung, dynamische Märkte und den Fachkräftemangel halten wir Selbstreflexion und kontinuierliche Weiterentwicklung für unabdingbar, um Veränderungsimpulse nutzen zu können und eine ausgeprägte organisatorische Resilienz zu entwickeln. Diese soll uns dabei unterstützen, auf Spannungen zwischen Flexibilität und Stabilität mit mehr Leichtigkeit zu reagieren. Uns ist bewusst, dass dies kontinuierlich Ausdauer, Mut sowie ein vorausschauendes und flexibles Handeln von all unseren Mitarbeitern erfordert. Daher möchte ich an dieser Stelle meinen Dank aussprechen an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren außergewöhnlichen Beitrag zum Gesamterfolg des Unternehmens im vergangenen Jahr.

Seit der Gründung vor nunmehr knapp 50 Jahren arbeiten wir mit Leidenschaft und Professionalität an der nachhaltigen, kontinuierlichen Weiterentwicklung unseres Unternehmens. Dabei bildet unser Know-How und der Erfahrungsschatz aller Mitarbeiter:innen nicht nur das Fundament unserer Zukunft, sondern ermöglicht erst Innovationen und Wachstum. Professionalität, Leidenschaft, Erfolg, Innovation und Teamgeist - dies sind unsere Leitmotive und Unternehmenswerte, an denen wir unser tägliches Handeln ausrichten.

Als Anbieter und Hersteller von Premiumprodukten sowie -dienstleistungen rund um das Display ist es unser Ziel, die Interaktion zwischen Mensch und Maschine nachhaltig neu zu gestalten. Und das stets in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Lieferanten weltweit. Dank unserer langjährigen Erfahrung in den Bereichen Display, Touch, Embedded und Systemtechnologien können wir alle Anforderungen unserer Kunden besser denn je erfüllen.

Unser finanzieller Erfolg der vergangenen Jahre ermöglicht uns weiterhin den nötigen Freiraum für Investitionen in neue Technologien der Zukunft. Daher haben wir in 2021 gut 5,7 Mio. EUR in unsere Forschungs- sowie Entwicklungsleistungen investiert und bleiben so unseren drei Erfolgsfaktoren "Investitionen, Innovationen und Internationalisierung" weiterhin treu. Damit sehen wir uns den gestiegenen Anforderungen des globalen Displaymarktes, der sowohl von stetigem Wachstum als auch von steigender Wettbewerbsintensität geprägt ist, bestmöglich gerüstet und sehen der Zukunft positiv entgegen.

Auch im vergangenen Jahr konnten wir das Unternehmen mit Augenmaß durch ein herausforderndes Umfeld führen. Dabei half der weitere Ausbau der hybriden Arbeitswelt auf Basis effektiver Schutz- und Hygienemaßnahmen.

Hinter uns liegt ein weiteres Jahr voller branchen-, gesellschafts- und länderübergreifender Herausforderungen, die wir gut gemeistert haben. In den letzten Monaten sehen wir einen spürbaren Aufwärtstrend und sind daher optimistisch, insgesamt gestärkt aus der Krise hervorzugehen und unser nachhaltiges Wachstum auch in Zukunft fortzusetzen.

Wir danken allen unseren Stakeholdern und freuen uns ganz besonders, wenn Sie, liebe Aktionäre und Investoren, das Unternehmen auf diesem Weg auch weiterhin begleiten. Durch Ihr Engagement bringen Sie uns Wertschätzung entgegen und schenken uns Vertrauen. Wir alle wollen und werden gemeinsam daran weiterarbeiten, dass die DATA MODUL ihren nachhaltigen und profitablen Wachstumskurs auch in Zukunft fortsetzt.

München, im März 2022

Dr. Florian Pesahl, Vorstandsvorsitzender

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr eingehend mit der Lage und Entwicklung der DATA MODUL AG befasst. Er nahm die ihm laut Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahr, stand dem Vorstand beratend zur Seite und überwachte dessen Arbeit.

Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat regelmäßig schriftlich und mündlich über die geschäftliche Entwicklung der DATA MODUL AG.

Dem Aufsichtsrat wurden insbesondere auch und vor allem vor dem Hintergrund der weltweiten Corona-Pandemie die Markt- und Absatzsituation des Unternehmens, die finanzielle Lage der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften sowie deren Ertragsentwicklung dargelegt. Im Rahmen der quartalsmäßigen Berichterstattung wurden jeweils Umsatz und Ergebnis für den DATA MODUL Konzern insgesamt und differenziert nach Geschäftssegmenten dargestellt.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat trat im Berichtszeitraum zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen teilgenommen. Über die Schwerpunkte wird im Folgenden berichtet.

In der Aufsichtsratssitzung im März 2021 wurden die vom Vorstand aufgestellten Jahresabschlüsse der DATA MODUL AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2020 vorgelegt und eingehend erörtert. Der Aufsichtsrat stellte den Jahresabschluss der DATA MODUL AG fest und billigte den Konzernabschluss. An der Sitzung nahmen Vertreter des Abschlussprüfers und Konzernabschlussprüfers Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, teil. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat mit dem vom Vorstand vorgelegten Bericht der DATA MODUL AG über Beziehungen mit verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) befasst.

Außerdem wurden unter anderem die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB diskutiert und verabschiedet. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG und die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f HGB wurden auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.data-modul.com öffentlich zugänglich gemacht.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat in der Sitzung im März 2021 insbesondere die Ergebnisse des Ausschreibungsprozesses für den turnusmäßigen Wechsel des Abschlussprüfers, das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung 2021 eingehend diskutiert und die Beschlussvorschläge an die Hauptversammlung verabschiedet. Als weiterer Schwerpunkt wurde die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr erläutert.

In der Aufsichtsratssitzung vom Mai 2021 wurde neben dem aktuellen Geschäftsverlauf insbesondere die Liquidation der DATA MODUL Suisse diskutiert und beschlossen. Gegenstand der Aufsichtsratssitzung im Oktober 2021 war vornehmlich die wirtschaftliche Lage und die weitere Geschäftsentwicklung des DATA MODUL Konzerns angesichts der fortdauernden Corona-Pandemie und der besonderen Herausforderungen in den Lieferketten.

In der Sitzung im Dezember 2021 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat unter anderem über die aktuelle Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und stellte die Budgetplanung vor, welcher der Aufsichtsrat zustimmte. Ebenso berichtete die von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 zum neuen Abschlussprüfer gewählte Mazars GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg über die Prüfungsplanung bezüglich des Geschäftsjahres 2021.

Die Gesellschaft unterstützt die Mitglieder des Aufsichtsrats bei ihrer Amtseinführung sowie den Aus- und Fortbildungsmaßnahmen. Da im Geschäftsjahr 2021 keine neuen Mitglieder in den Aufsichtsrat der DATA MODUL AG gewählt wurden, fanden keine Onboarding-Veranstaltungen statt.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der Jahresabschluss und der Lagebericht der DATA MODUL AG für das Geschäftsjahr 2021 wurden Anfang 2022 vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellt, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht nach den anwendbaren International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den ergänzend gemäß § 315e HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Beide Abschlüsse einschließlich der Lageberichte wurden vom Abschlussprüfer Mazars geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Zudem hat Mazars den Abhängigkeitsbericht geprüft. Der Bericht betrifft den Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht mit dem folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Data Modul AG nicht unangemessen hoch war."

Der Aufsichtsrat befasste sich in seiner Sitzung im März 2022 ausführlich mit den Abschlüssen für das Geschäftsjahr 2021 sowie dem Abhängigkeitsbericht. Die Vertreter des Abschlussprüfers Mazars nahmen an der Sitzung teil, berichteten über das Ergebnis ihrer Prüfungen und erteilten zusätzliche Auskünfte. Im Rahmen seiner Prüfung hat der Abschlussprüfer keine wesentlichen Schwächen im Aufbau oder in der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems festgestellt.

Der Aufsichtsrat hat auch seinerseits den Jahresabschluss und den Lagebericht der DATA MODUL AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021 sowie den Abhängigkeitsbericht geprüft. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Abhängigkeitsbericht, die Schlusserklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht sowie das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss 2021 gebilligt, den Jahresabschluss 2021 festgestellt und sich dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der DATA MODUL AG besteht aus drei Mitgliedern. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum keine Ausschüsse gebildet, weil diese bei einem dreiköpfigen Aufsichtsrat keine Effizienzsteigerung erwarten lassen.

Frau Kristin D. Russell gehört dem Aufsichtsrat seit 2016 an, Herr Richard A. Seidlitz und der Arbeitnehmervertreter Herr Eberhard Kurz jeweils seit 2019.

Dank und Anerkennung des Aufsichtsrats gebühren schließlich dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von DATA MODUL weltweit für ihr Engagement und für die erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2021.

München, im März 2022

Für den Aufsichtsrat

Kristin D. Russell, Vorsitzende des Aufsichtsrats

DATA MODUL WELTWEIT

Als global agierender Spezialanbieter für moderne und kundenspezifische Lösungen aus dem Bereich der Display-Technologien steht bei DATA MODUL der konsequente Ausbau der strategisch wichtigen Produktions- und Logistikstandorte, als auch die nachhaltige Adressierung relevanter Zielmärkte im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie. Dies sichert nicht nur flexible und effiziente Reaktionsmöglichkeiten auf sich global verändernde Marktsituationen, sondern untermauert auch den hohen Qualitäts- und Leistungsanspruch, den sich DATA MODUL mit Blick auf die Zukunft selbst stellt.

DATA MODU WELTWEIT

DIE DISPLAY EXPERTEN

Dank langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Display-, Touch-, Embedded- und Systemtechnologien sowie den eigenen Entwicklungs- und Fertigungsstandorten werden weltweit auf rund 45.000 m2 Eigenprodukte, kundenspezifische Lösungen und Value-Added-Services für Kunden unterschiedlichster Branchen realisiert.

Bei DATA MODUL lassen sich heutige Anforderungen aus dem Edge-Computing für smarte und vernetzte Industrie-Applikationen effizient und kundenspezifisch bedienen. Das breitgefächerte Produkt-Portfolio und das hohe Maß an Expertise sichern die unternehmerische Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit für Display-Technologien und visuellen Lösungen von heute und morgen!

Als global agierendes Unternehmen baut DATA MODUL das eigene Netzwerk in den dominanten Märkten Europa, Asien und Nordamerika weiter aus. Durch die strategische Expansion in den globalen Wachstumsmärkten sowie die Positionierung in Wachstumsbranchen wie z.B. Automotive oder Industrielle Automatisierung bringt sich DATA MODUL für die Zukunft in Stellung.

ZAHLEN UND FAKTEN

Stand 31.12.2021

MITARBEITER WELTWEIT

~500

UMSATZ

IN MILLIONEN EURO

195

DATA MODUL

STANDORTE WELTWEIT

>20

F&E-AUFWENDUNGEN

IN MILLIONEN EURO

5,7

JAHRE ERFAHRUNG IN VISUAL SOLUTIONS

~50

EIGENKAPITALQUOTE IN %

~60

DATA MODUL

PRODUKTPORTFOLIO

DATA MODUL widmet sich konsequent der Optimierung und Weiterentwicklung des umfangreichen Produktportfolios und setzt dabei nicht nur auf langjährige partnerschaftliche Lieferantenbeziehungen, sondern richtet Neu- oder Eigenentwicklungen immer an den Bedürfnissen von Kunden, Branchen und Märkten aus. So entsteht ein einzigartiges Produkt- und Leistungsportfolio aus den Kernbereichen Display, Touch, Embedded und Systeme, welches Garant für höchstes Niveau und maximale Effizienz ist.

PRODUKTE UND KOMPETENZEN

SYSTEM SOLUTIONS

Auf Basis des modularen Produktportfolios, den eigenen Neuentwicklungen und den umfangreichen Fertigungskompetenzen realisiert DATA MODUL kundenspezifische Monitor- und Panel-PC-Systemlösungen für eine Vielzahl anspruchsvoller Anwendungen. DATA MODUL Systemkomponenten sind weltweit in komplexen Industrieanwendungen und Informationssystemen mit hohen Anforderungen an den Qualitätsstandard zu finden.

EMBEDDED SOLUTIONS

DATA MODUL bietet eine große Auswahl an ARM und x86 Embedded CPU Boards in verschiedensten Größen- und Formfaktoren sowie Leistungsklassen. Mit vorkonfigurierten Kits, kundenspezifischen Baseboards oder auch professionellen Embedded Computing Designs kann so die komplette Bandbreite an Embedded-Lösungen angeboten werden. Zusätzlich unterstützen und beraten erfahrene Engineering-Teams bei der Entwicklung hochwertiger Lösungen für industrielle Anwendungen.

DISPLAY SOLUTIONS

DATA MODUL bietet als größter TFT-Anbieter Europas ein besonders umfangreiches Distributionsportfolio aller führenden Hersteller an. Dank der umfangreichen Displaybandbreite kann heute nahezu jede Kundenanforderung an moderne und innovative Applikationen umgesetzt werden. Neueste Technologien, eine Vielzahl an Größen, Formaten und Bauweisen, sowie kundenspezifische Designs gehören bei DATA MODUL zum Leistungsspektrum. Langfristige Verfügbarkeiten, exzellente Beratung und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis helfen darüber hinaus bei der Auswahl des richtigen Produktes für die jeweilige Anwendung.

TOUCH SOLUTIONS

Touch-Lösungen und die dazugehörigen Bondingverfahren sind fester Bestandteil des DATA MODUL Portfolios. Dabei liegt der Fokus auf den Eigenentwicklungen der Projected-Capacitive-Serie easyTOUCH und easyTOUCH Displays, die eigens für den industriellen Einsatz entwickelt wurden. Zusätzlich bietet DATA MODUL eigenentwickelte Touchsensoren und Controller Boards, die beispielsweise Mehrfinger- und Gestensteuerung ermöglichen. So können komplette PCAP-Lösungen, bestehend aus Touchsensor, Controller, Firmware, Frontglas und Optical Bonding, perfekt aufeinander abgestimmt und aus einer Hand geliefert werden.

HIGHLIGHTS

DIE HÖHEPUNKTE DES JAHRES

Trotz aller Hürden, welche die angespannte globale Wirtschaftslage mit sich brachte, konnte DATA MODUL auch im vergangenen Jahr den Wachstumskurs erfolgreich fortsetzen und erreichte wichtige Meilensteine der internationalen Entwicklungsstrategie. Aber auch auf Produktebene wurden neue Wege beschritten und das Portfolio mit innovativen und sinnvollen Ergänzungen erweitert. So können auch zukünftig weitere, neue Märkte ideal erschlossen und Kundenanforderungen professionell, schnell und effizient bedient werden.

HIGHLIGHTS 2021

AUSZEICHNUNG PRODUKT DES JAHRES IN 2021

Im Februar 2021 wurde uns vom renommierten (deutschen) Fachmagazin Elektronik für kapazitive Gestensteuerung die Auszeichnung "Produkt des Jahres" in der Kategorie Industrial + IOT verliehen. In insgesamt acht verschiedenen Kategorien wurden innovative Produkte und Technologien vorgestellt, aus denen die Leserschaft ihre Favoriten wählen durfte.

Als Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine bietet das berührungslose Bedienen mittels Gestensteuerung zahlreiche Vorteile. Auf Basis der GestIC® Technologie von Microchip haben wir hausintern ein Controllerboard entwickelt, das die 2D-PCAP Funktionalität mit 3D-Gestensteuerung kombiniert. Neben der gewohnten Eingabe auf dem Bildschirm kann die GUI mittels definierten Gesten bedient werden, ohne das System zu berühren.

FLEXIBLE LED-BELEUCHTUNGSKONZEPTE FÜR VISUELLE ANZEIGESYSTEME

Mit den neuen Monitorlösungen inklusive LED-Ansteuerung sowie LED-Beleuchtung können nun individuelle Beleuchtungskonzepte für visuelle Anzeigesysteme angeboten werden, die sich optimal auf die jeweiligen Kundenanforderungen anpassen lassen. Hierfür werden sogenannte LED-Stripes oder LED-Tubes nahtlos in das entsprechende Gehäusekonzept integriert, die sich je nach Kundenwunsch unterschiedlich anpassen lassen. Mit Hilfe der hauseigenen Ansteuereinheit können die LEDs einzeln oder auch als Gruppe angesteuert werden und so Lichteinstellungen flexibel konfiguriert werden. Dies ermöglicht Applikationen, wie beispielsweise medizinische Geräte, Spielautomaten oder Verkaufsautomaten am POS, bei denen mit Hilfe von LED-Beleuchtungseffekten den Benutzern zusätzliches optisches Feedback dargestellt werden kann.

4K UHD DISPLAYS JETZT AUCH FÜR DEN INDUSTRIELLEN EINSATZ

Für viele industrielle Anwendungen spielen hoher Kontrast und intensive Farbdarstellung eine wichtige Rolle. Wenn FHD-Displays nicht mehr verfügbar sind oder großformatige Displays eingesetzt werden sollen, ist ein Umstieg auf UHD nicht nur vorteilhaft, sondern oftmals sogar notwendig. Die 4K UHD-Technologie mit einer Auflösung von 3840x2160 Pixeln entspricht der vierfachen Full HD-Auflösung und bietet damit eine wesentlich bessere Bilddarstellung mit hohen Kontrastwerten und brillanter Farbdarstellung. Zusätzlich kann mit optionaler High-Brightness-Technologie eine durchweg performante Lesbarkeit auch bei starkem Umgebungslicht gewährleistet werden. Allesamt Eigenschaften, die für einen Einsatz im Industrie-, Medizin- oder auch Digital Signage Bereich von großem Vorteil sind.

NEUER WEBAUFTRITT

Kurz vor Weihnachten haben wir es geschafft - unsere neue Website ist live! Die neue Website zeigt sich jetzt nicht nur im komplett neuen Design und verfügt über eine vollständig überarbeitete Struktur mit einfacher Navigation - auch technisch sind wir auf dem neuesten Stand. Alle Inhalte wurden von uns überarbeitet und um zahlreiche neue Informationen zu unseren Produktbereichen, Technologien sowie Branchenlösungen ergänzt. Dabei lag unser Fokus auf der Herausarbeitung unserer zahlreichen Customizing-Optionen sowie unseren modernen Fertigungskompetenzen und der erfolgreichen Umsetzung unserer globalen Entwicklungsstrategie. Freuen Sie sich zusätzlich auf viele neue Features, spannende und informative Inhalte sowie vielfältige Sharing-Optionen.

MEILENSTEINE DER INTERNATIONALEN WACHSTUMSSTRATEGIE

Die Produktionsstandorte Lublin (Polen) und Shanghai (China) wurden in 2021 für ihr nachhaltiges Qualitätsmanagement ausgezeichnet und erhielten die Zertifizierung nach ISO 9001:2015. Diese Zertifizierung ist ein weltweit anerkannter Standard, der die Anforderungen an prozessorientierte Qualitätsmanagementsysteme formuliert und besagt, dass unsere Produkte und Dienstleistungen regelmäßig an aktuelle Markt- und Kundenanforderungen angepasst und kontinuierlich optimiert werden. Damit unterstreicht DATA MODUL den hohen Stellenwert der Qualitätssicherung sämtlicher Leistungen gemäß deutschen Qualitätsstandards an den internationalen Produktionsstandorten.

Der Standort Shanghai wurde bereits wenige Monate nach seiner Eröffnung erfolgreich nach ISO 9001:2015 zertifiziert, Lublin erhielt die Qualifikation nach nicht einmal einem Jahr nach der Eröffnung.

Beide Produktionsstandorte durchliefen hierfür umfangreiche Audit-Prozesse und beweisen mit ihrer erfolgreichen Zertifizierung, dass die unternehmensinternen Prozesse dem internationalen Standard für Qualitätsmanagement entsprechen. Für DATA MODUL ein weiterer wichtiger Schritt entlang der internationalen Wachstumsstrategie und ein äußerst positives Zeichen für das weitere Wachstum in den wichtigen Zielmärkten.

AUFBRUCH IN DIE (e)MOBILE ZUKUNFT

Elektrische Ladegeräte und intelligente Ladelösungen

Angetrieben vom Streben nach nachhaltigen Lösungen zum Klimaschutz endet langsam aber sicher die Ära der fossilen Brenstoffe. Am deutlichsten ist dieser drastische Wandel im Bereich Mobilität und Automobilindustrie zu erkennen.

DATA MODUL hat sich intensiv mit den damit einhergehenden Veränderungen auseinander gesetzt und uns mit passenden Technologien und Produkten auf die zahlreichen neuen Möglichkeiten, die dieser Wandel mit sich bringt, eingestellt. DATA MODUL sieht die Elektrifizierung des Automobilmarktes als große Chance, um die eigenen Kompetenzen und Lösungen gewinnbringend einzusetzen und so nicht nur von dem Wandel zu profitieren, sondern auch einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz unseres Planeten zu leisten.

Laden auf höchstem Niveau

Ob für eine private Wallbox oder eine gewerbliche/ öffentliche Station - moderne Ladesysteme müssen nicht nur einwandfrei und sicher funktionieren, sondern auch heutige Designansprüche erfüllen. DATA MODUL bietet hierfür modernste visuelle Lösungen mit neuester Displaytechnologie für ein ansprechendes Aussehen und ein effizientes System. So lassen sich "Electric Vehicle" (kurz EV) Applikationen umsetzen, die maximalen Komfort, einfache Bedienung und gleichzeitig ansprechendes Design in höchster Qualität bieten.

Perfekte Bedienung in jedem Einsatzbereich

Ladestationen sollen einfach zu bedienen sein und zuverlässig arbeiten. Gleichzeitig sind jedoch die Umgebungsbedingungen oft besonders anspruchsvoll. Direkte Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen und Feuchtigkeit oder extreme Kälte dürfen zudem die Funktion der integrierten Komponenten nicht beeinträchtigen. Alle Produkte der DATA MODUL werden sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich entwickelt und getestet. Dank moderner Touch-Technologien kann DATA MODUL somit fehlerfreie Interaktion und Leistung für jeden Einsatzbereich bereitstellen. Zudem ermöglichen passende Displaylösungen die Darsellung brillanter Farben und perfekte Lesbarkeit - auch bei starkem Umgebungslicht oder unter Verwendung dicker Touch-Cover-Gläser. Zusätzlich können Systeme mit weiteren IoT-Funktionen wie WIFI, Bluetooth, Internetzugang oder sogar Gestensteuerung problemlos erweitert werden. Das macht DATA MODUL zum idealen Partner für anspruchsvolle Anwendungen im schnell wachsenden EV-Markt.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die Produkte der DATA MODUL sind aber nicht nur für EV-Ladestationen geeignet. Im Portfolio befinden sich eine Vielzahl an Lösungen für systemähnliche Anwendungen wie beispielsweise Parkuhren oder Zapfsäulen, aber auch für Innenanwendungen wie Wallboxen oder Informationssysteme.

Durch die Integration neuester Display-Technologien in die freien Flächen von Ladestationen können außerdem innovative Digital Signage-Systeme entwickelt werden. Der Gestaltungsfreiheit sind dabei nahezu keine Grenzen gesetzt - von besonders kleinen Displays mit hoher Helligkeit oder großen Diagonalen mit oder ohne Touchfunktion bis hin zu passender Hard- und Software bietet nur DATA MODUL dank der etablierten Produktbereiche sämtliche Komponenten, Beratung und Services aus einer Hand.

Industriequalität trifft auf modernes Design

Das Produktportfolio ist speziell für den industriellen Einsatz ausgelegt, d.h. 24/7 Betrieb und lebenslanger Support sind bei all unseren Komponenten gegeben. Hinzu kommen vielfältige Varianten von Hightech-Displayformaten, die bei der Produktgestaltung maximale Kreativität ermöglichen. Performance und maximale Konnektivität wird durch neueste Embedded-Technologien und CPU-Versionen führender Hersteller gewährleistet. Zugleich können im Bereich Mechanik vielfältige Gehäuselösungen, selbst für den Einsatz im Außenbereich oder in rauen Umgebungen, umgesetzt werden.

Wenn auch die Anforderungen anspruchsvoll und konstant steigend sind, so bietet der EV-Markt gleichzeitig jede Menge Potentiale und Chancen. Die Zukunft ist auf jeden Fall elektrisierend - und DATA MODUL gestaltet sie mit!

CORPORATE RESPONSIBILITY

Als starker, weltweit operierender Partner für industrielle Display-Lösungen sind für DATA MODUL verantwortungsvolles Management, nachhaltiges Wachstum und zukunftsorientiertes Handeln Grundvoraussetzungen um langfristige Erfolge zu erzielen. Entlang der Unternehmenswerte Professionalität, Leidenschaft, Erfolg, Innovation und Teamgeist richtet sich Planung, Kommunikation als auch das tägliche Handeln aus, um gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen, Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern die gestellten Ziele zu erreichen und auch weiterhin optimistisch in die Zukunft zu blicken.

DATA MODUL ALS ARBEITGEBER

Unsere Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg

Als führender Partner für modernste Display-Technologien will DATA MODUL die Interaktion zwischen Mensch und Maschine nachhaltig neu gestalten. Dafür benötigen wir engagierte und motivierte Mitarbeiter:innen, die diese Strategie jeden Tag aufs Neue mit Leben füllen und so einen echten Mehrwert für unsere Kunden schaffen.

Fokusthemen 2021

Zentrale Leitplanken unserer Unternehmens- und auch Personalpolitik bilden unsere gelebten Firmenwerte. An Erfolg, Professionalität, Innovation, Leidenschaft und Teamgeist richten wir sowohl unsere Kommunikation als auch unser Handeln aus und so war die Einbindung dieser Werte auf allen Unternehmensebenen 2021 ein wesentlicher Bestandteil unserer HR-Aktivitäten. In unserem Fokus lagen zudem die Themen Nachhaltigkeit und Globalisierung, die ebenfalls im Bereich der Personalpolitik zum Tragen kamen.

Nachhaltige Mitarbeiterentwicklung

Bei DATA MODUL hat die Mitarbeiterentwicklung und -bindung seit jeher einen besonders hohen Stellenwert. Für eine erfolgreiche Förderung unserer Mitarbeiter bieten wir neben individueller Planung von Fach- und Führungskarrieren auch umfangreiche und intensive Onboarding- sowie Schulungsmaßnahmen an. Eine nachhaltige, positive Entwicklung unserer Mitarbeiter:innen ist für uns ein wichtiger Bestandteil, um erfolgreich management-relevante Ziele wie Know-How Transfer, Innovation und Teamwork effektiv voranzutreiben und unsere wichtigste Ressource - die Mitarbeiterinnen - langfristig für das Unternehmen zu sichern.

Mit dem Ziel, schon heute für Führungskräfte von morgen zu sorgen und besondere Talente an uns zu binden, wurde in2020das neue Förderprogramm "TalentPool"gestartet. Ausgewählte Talente lernen in einer umfassenden Workshopreihe neben modernen Managementmethoden auch wichtige Kommunikations- und Führungspraktiken kennen. Auch die Vernetzung innerhalb der DATA MODUL sowie ein individuelles Mentoring-Programm sorgen für erfolgreiche Starts in die neuen Führungskarrieren. 2021 wurden die ersten Erfolge aus den Talentpool-Projekten vorgestellt und damit die erste Workshoprunde erfolgreich abgeschlossen. Die zweite Runde startete daraufhin im Herbst 2021 mit neuen Aufgaben und Teilnehmern. Auch in 2022 wird das Förderprogramm fortgeführt und so blicken wir voller Spannung in die Zukunft unserer neuen Talente.

Ausbildung

Unsere Auszubildenden von heute sind die Fachkräfte von morgen. Aktuell werden an den Standorten in München und Weikersheim rund 35 Berufseinsteiger in kaufmännischen oder technischen Ausbildungen sowie dualen Studiengängen ausgebildet. Mit einem umfassenden Einblick in alle Bereiche eines modernen und innovativen Unternehmens bietet DATA MODUL eine fachgerechte und zielorientierte Ausbildung, bei der erlerntes Wissen direkt in der Praxis angewendet werden kann. Dabei ist es uns wichtig, dass bereits unsere Auszubildenden verantwortungsvolle Aufgaben übernehmen dürfen. Im Anschluss besteht dann eine Vielzahl an Einsatz- und Spezialisierungsmöglichkeiten innerhalb des DATA MODUL Konzerns sowie gute internationale Karrieremöglichkeiten. Aktuelle Ausbildungsplätze und weiterführende Informationen finden Sie unter https://www.data-modul.com/de/unternehmen/ karriere/ausbildung.html.

Organisationsentwicklung und Unternehmenskultur

Mit dem Headquarter in München und Tochtergesellschaften rund um den Globus agieren wir bei DATA MODUL in einem internationalen Arbeitsumfeld. Mit Mitarbeiter:innen aus über 35 Nationen ist Vielfalt für uns ein Erfolgsfaktor. Das abteilungsübergreifende und unternehmerische Denken in Verbindung mit dem Leistungsgedanken steht dabei im Vordergrund. Es wird ein lösungsorientierter Informationsaustausch zwischen Abteilungen, unabhängig von Hierarchieebenen, angestrebt und eine offene Feedbackkultur gefördert.

Ein weiteres Projekt in 2021 galt der Ausarbeitung des Tools "Insight Skills" - eine Plattform zum Wissentransfer von Mitarbeitern für Mitarbeiter, die nun kurz vor der Veröffentlichung steht.

Sichere Arbeitsplätze

Besonders die vergangenen Pandemiejahre haben gezeigt, wie hoch die Bedeutung "sichere Arbeitsplätze und sicherer Arbeitgeber" nicht nur für die Arbeitnehmer, sondern auch für den Arbeitgeber ist.

UNSERE FIRMENWERTE

ERFOLG

Als starker und zielstrebiger Partner stehen wir für nachhaltiges Wachstum zusammen mit unseren Kunden.

PROFESSIONALITÄT

Wir arbeiten zuverlässig, strukturiert und diszipliniert, um höchste Ansprüche in allen Bereichen zu erfüllen.

INNOVATION

Mit Neugier, Mut und Kompetenz widmen wir uns schon heute den Technologietrends von morgen.

LEIDENSCHAFT

Mit Freude an Herausforderungen und persönlichem Einsatz begeistern wir uns jeden Tag aufs Neue für unsere Aufgaben und unsere Kunden.

TEAMGEIST

Als weltweite Einheit übernehmen wir gemeinsam die Verantwortung und unterstützen uns gegenseitig bei der Erreichung unserer Ziele.

ERFOLG entsteht durch PROFESSIONALITÄT.

INNOVATION ist getrieben von LEIDENSCHAFT.

Und hinter allem steht der TEAMGEIST.

Wir sind sehr stolz auf die Leistung der DATA MODUL, auch im Jahr 2021 ein solider und zuverlässiger Arbeitgeber gewesen zu sein und die besonders hinsichtlich Personalpolitik herausfordernden Schwierigkeiten erfolgreich gemeistert zu haben.

Grundlage hierfür bildet unser nachhaltiges Personalmanagement, mit dem wir Arbeitsplätze sichern und gleichzeitig die Zukunft planbar gestalten möchten. Mit Vernunft und Weitsicht wurden die richtigen Entscheidungen getroffen, die einerseits zum Erhalt von Arbeitsplätzen, als auch zur Ausweitung der Internationalisierungsstrategie und globalem Wachstum beigetragen haben.

So konnten nicht nur alle unsere Auszubildenden hervorragend ihre Abschlussprüfungen absolvieren und von der Übernahmegarantie profitieren, in vielen Fachbereichen konnten wir sogar das Personal aufstocken und erhöhen.

Globales Arbeitsumfeld

Auch im Personalbereich setzt DATA MODUL die Internationalisierung und globale Vernetzung erfolgreich weiter fort. Wir sind sehr daran interessiert unseren Mitarbeiter:innen die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um nachhaltiges, vernetztes und kollegiales Arbeiten rund um den Globus zu ermöglichen.

So wurde im Rahmen der Nachwuchsförderung 2021 ein neues Programm ins Leben gerufen, das Auszubildenden die Möglichkeit bietet in den Sommermonaten an einem unserer Produktionsstandorte in Deutschland, Polen, den USA oder China einen Präsenzeinsatz zu absolvieren. Dies bestärkt nicht nur das internationale Denken und Handeln unserer Nachwuchskräfte, sondern öffnet den Teilnehmer:innen wertvolle Einblicke in kulturelle Arbeits- und Denkweisen auf internationaler Ebene. Auch aus dem Kreis unserer langjährigen Fach- und Führungskräfte haben sich 2021 wieder einige Mitarbeiter:innen entschieden, im Rahmen von Entsendungen unsere internationalen Standorte zu verstärken und vor Ort zu unterstützen. Das damit verbundene Vertrauen in unser weltweites Pandemiemanagement bestärkt uns in unserer Maxime, weltweit individuelle Lösungen für individuelle Herausforderungen zu finden -für unsere Kunden, wie auch für unsere Mitarbeiter:innen.

Hybride Arbeitswelt

Die anhaltende pandemische Lage erfordert nach wie vor besondere Maßnahmen und Berücksichtigung bei der Ausgestaltung von Arbeitsplätzen und der Arbeitsweise. Der Schutz sowohl unserer Mitarbeiter:innen, als auch unserer Dienstleister, Partner und Kunden hat dabei stets höchste Priorität.

DATA MODUL zeigt sich auch hier als moderner und attraktiver Arbeitgeber: mit flexiblen Arbeitsumgebungen sowie hybriden Zeitmodellen konnte eine gute Balance zwischen Präsenz und mobilen Arbeiten erzielt werden. Dank unserer ausgereiften IT-Infrastrukturen und passender Hardware konnte flexibel und reibungslos das Arbeiten im Homeoffice und Durchführen virtueller Meetings jederzeit und weltweit ermöglicht werden. Damit konnten wir nicht nur unsere Arbeitgeberattraktivität steigern, sondern sorgten auch für konstante Erreichbarkeit, maximale Produktionsauslastung und gewohnt professionelle Betreuung unserer Kunden.

Danke

Unsere Anerkennung und unser Dank gebührt nach wie vor all unseren Mitarbeiter:innen, die den Herausforderungen leidenschaftlich und entschlossen begegnet sind und ihren Beitrag für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens geleistet haben. Es liegen auch in 2022 herausfordernde Aufgaben vor uns, die täglich Motivation und Engagement auf allen Unternehmensebenen erfordern. Mit einem starken Teamgeist und Mut zu neuen Ideen sind wir davon überzeugt, diese auch in Zukunft erfolgreich meistern zu können.

UNSERE BENEFITS AUF EINEN BLICK

GLOBALES ARBEITSUMFELD

Internationale Einsatzmöglichkeiten an mehr als 20 verschiedenen Standorte weltweit

Enge Zusammenarbeit / Austausch der Standorte Entsendungen zum Wissenstransfer/-austausch

Work-Life-Balance / Gesundheit

Moderne Arbeitsplätze nach Gesundheitsstandard

Firmeneigenes Gym und Firmensportkurse

Kostenlose Gesundheitscheckups

Gute Verkehrsanbindung und kostenlose Parkplätze Vereinbarkeit von Beruf und Familie

MITARBEITERFÖRDERUNG

Maßgeschneidertes Onboarding

Individuelle Schulungsangebote Sprachtrainings

HYBRIDES ARBEITSZEITMODELL

Flexible Arbeitszeiten

Möglichkeit zum mobilen Arbeiten

AUSBILDUNG

Nachwuchsförderprogramm

Übernahmegarantie nach Ausbildung

Auslandsaufenthalte für Auszubildende

SICHERE ANSTELLUNG

Sichere Arbeitsplätze auch in Zeiten von Corona

Langjährige Mitarbeiterzugehörigkeit

Unser ♥ schlägt für DATA MODUL

KONZERNLAGEBERICHT 2021

1. Grundlagen des Konzerns

1.1 Geschäftsmodell

Die DATA MODUL AG Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen, München (kurz: DATA MODUL) produziert und vertreibt innovative Flachdisplays, Bildschirme, elektronische Baugruppen und komplette Informationssysteme und gliedert sich in die Geschäftsbereiche Displays und Systeme. Der Geschäftsbereich Displays beinhaltet hauptsächlich den Einkauf und Vertrieb von DATA MODUL Displays, easyTOUCH Displays, elektronischen Baugruppen und kundenspezifischen Produkten für den industriellen Einsatz und den Automotive Bereich. Unsere easyBoard-, easyPanel-, easyEmbedded-Solutions und die Spezialmonitore für die Anwendungsbereiche Schiffsnavigation, Medizintechnik sowie die Kunden aus den Bereichen Flughäfen und Digital Signage bedienen wir im Geschäftsfeld der Systeme.

Wir beliefern überwiegend Kunden aus den Branchen Maschinenbau, Medizintechnik, Automotive, Industrieautomatisierung sowie der Gaming Industrie. Aus diesem Grund ist DATA MODUL zum einen vom allgemeinen konjunkturellen Umfeld und der Entwicklung des Maschinenbaus als Hauptbranche abhängig. Zum anderen sind wir auch von dem Bestellverhalten unserer Kunden abhängig, da unsere Aufträge immer größere Volumina annehmen und unsere Produkte stetig an Komplexität gewinnen, sodass aus Aufträgen immer häufiger auch langfristige Projekte werden, die uns zu nachhaltigen Partnern unserer Kunden machen.

Der DATA MODUL Konzern ist geografisch an Standorten in Deutschland, Spanien, Italien, Frankreich, Großbritannien, Polen, Singapur, Hong Kong, Shanghai sowie den USA mit eigenen Landesgesellschaften vertreten.

1.2 Steuerungssysteme

DATA MODUL spiegelt die Strukturen und Philosophien einer klassischen mittelständischen Organisation wider, die jedoch zur Einhaltung der gesetzlichen und sonstigen Regularien und Auflagen einer börsennotierten Gesellschaft zusätzlich Prozesse und Organisationsanweisungen implementiert hat. Für die DATA MODUL AG bildet das deutsche Aktienrecht mit seiner Gliederung der Gesellschaft in drei Entscheidungs- und Aufsichtsorgane - die Hauptversammlung, den Vorstand und den Aufsichtsrat - die Grundlage der Unternehmensführung und Kontrolle. Die monatlichen Berichte des Vorstands werden dem Aufsichtsrat zur Kontrolle und Überwachung übermittelt und in den Aufsichtsratssitzungen diskutiert. Der Vorstand stimmt sich des Weiteren in regelmäßigen Sitzungen über aktuelle Strategien und Sachverhalte ab. In den monatlichen Berichten des Vorstands, die als unternehmensinterne Steuerung verwendet werden, wird nach den Segmenten Displays und Systeme berichtet, wie sie auch im Konzernabschluss dargestellt werden.

Der Auftragseingang, Umsatz und EBIT dienen als relevante Steuerungskennzahlen. Die operative Unternehmensführung wird vom Vorstand ausgeübt.

1.3 Forschung und Entwicklung

Unser Ziel ist es, unsere Innovationskraft weiter zu stärken. Der künftige Erfolg hängt maßgeblich davon ab, ob es uns gelingt, unseren Kunden immer wieder neue Produkte und Lösungen für ihre sich wandelnden Anforderungen zu bieten. Die internen und externen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung lagen im Geschäftsjahr 2021 bei TEUR 5.686 (i.Vj. TEUR 5.483).

Im Jahresdurchschnitt waren in der Entwicklungsabteilung 71 Mitarbeiter (i.Vj. 72 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Entwicklungsintensität (Forschungs- und Entwicklungsaufwand/Umsatz) betrug dabei 2,9% (i.Vj. 2,9%).

Wir unterscheiden bei unseren Entwicklungsprojekten in Forschung, Produktentwicklungen und kundenspezifische Entwicklungen. Die Entwicklungsabteilung konzentriert sich mit ihren Anstrengungen auf die nächste Generation von Produkten und Lösungen und legt den Grundstein für deren erfolgreiche Markteinführung.

Wir haben dabei insbesondere in Ansteuerelektroniken, Industrieapplikationen und OEM-Produkte investiert sowie unseren Produktions- und Entwicklungsstandort in Weikersheim weiter ausgebaut. Hohe Erwartungen haben wir insbesondere auch an unsere Entwicklungsprojekte der Touch- und Optical Bonding-Technologie. Zusammen mit unseren Aktivitäten im Embedded Bereich war dies der Fokus in unserer Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr.

Im Rahmen unserer Produktentwicklungsaktivitäten haben wir TEUR 856 immaterielle Vermögenswerte aktiviert (i.Vj. TEUR 827). Dies entspricht einer Aktivierungsquote von 15,1% (Aktivierung/Forschungs- und Entwicklungsaufwand) (i.Vj. 15,1%). Dem standen Abschreibungen in Höhe von TEUR 463 (i.Vj. TEUR 692) gegenüber, woraus sich ein Nettoeffekt von TEUR 393 (i.Vj. Nettoeffekt TEUR 135) ergibt. Forschungsaufwendungen dürfen nicht aktiviert werden.

Im Rahmen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten wurden im Geschäftsjahr TEUR 3.704 (i.Vj. TEUR 3.453) aktiviert.

Die Entwicklung neuer Produkte und Lösungen ist nur eine Facette unserer Anstrengungen zur kontinuierlichen Verbesserung. Die fortlaufende Verbesserung der Qualität ist ebenso von hoher Bedeutung.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Geschäftsverlauf

DATA MODUL hatte im Geschäftsjahr 2021 mit herausfordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun und konnte dank der stringenten Umsetzung des Strategieprogramms "Touch Tomorrow 2023" ein gutes Geschäftsjahr 2021 erzielen. Wesentliche Ziele und Themen waren dabei im vergangenen Jahr:

Sicherstellung der Supply Chain im Zuge der Corona Pandemie,
Konzentration unseres Produktportfolios,
Erweiterung und Standardisierung unserer Produktionskapazitäten,
Ausbau unseres Produktionsstandortes in Lublin,
Ausbau unseres Produktionsstandortes in Shanghai,
Kostenreduktionsprogramm und Anpassung der Organisation zur DATA MODUL 4.0,
Übergeordnetes Motto: "Gesund bleiben, Gehälter sichern und Personalabbau vermeiden" und
Umsetzung einer hybriden Arbeitswelt.

DATA MODUL konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Prognosen und Planwerte trotz des schwierigen Marktumfeldes erreichen und bei Auftragseingang und Auftragsbestand übertreffen. Die Zielerreichung stellt sich wie folgt dar:

in Mio. EUR Prognose 2021 IST 2021
Auftragseingang 172,6 - 224,4 233,8
Auftragsbestand 108,1 - 133,3 164,9
Umsatz 173,0 - 215,2 194,8
EBIT 8,3 - 15,4 12,7
Konzernjahresüberschuss 5,3 - 9,2 7,9
Eigenkapitalrendite 10,1 - 17,1 11,2

Die Nachfrage ist im Geschäftsjahr wieder stark gestiegen und der Auftragseingang hat sich vor allem in Deutschland, USA und China sehr positiv entwickelt. Auch in Italien und Spanien hat sich das Geschäft sehr gut entwickelt. In den USA und China blicken wir weiterhin mit der geplanten Ausweitung der Geschäftsaktivitäten zuversichtlich in die Zukunft.

Für DATA MODUL waren die Wirtschaftsbedingungen in 2021 insbesondere aufgrund der angespannten Materialverfügbarkeit sowie bestehender Lieferengpässe eine Herausforderung. Trotz eines nahezu konstanten Umsatzes erhöhte sich das EBIT dennoch aufgrund von Kostensparmaßnahmen sowie Nettokursgewinnen aus Währungsumrechnungen. Die Prognosewerte 2021 konnten erreicht werden.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung der Gesellschaft eine Dividende von EUR 1,00 je Aktie vorzuschlagen.

Zusammenfassend lässt sich somit festhalten, dass die DATA MODUL, trotz der allgemeinen schwierigen konjunkturellen Lage, ein gutes und profitables Geschäftsjahr 2021 verzeichnen konnte. DATA MODUL geht auch in den nächsten beiden Jahren von guten und profitablen Ergebnissen aus.

2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a) Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Im Jahr 2021 beeinflusste die Corona-Pandemie erneut die Wirtschaftsentwicklung weltweit und in Deutschland massiv. Nach den weitreichenden Einschränkungen der beruflichen und privaten Reisetätigkeit, des Soziallebens und der Geschäftstätigkeit (Lockdown) zu Jahresbeginn setzte mit der allmählichen Lockerung der Beschränkungen im Mai1) eine dynamische Erholung in Deutschland ein. Als durchschlagendes Mittel im Kampf gegen das Virus kristallisierte sich eine hohe Impfquote heraus. Nachdem über das Sommerhalbjahr in Deutschland und vielen anderen Ländern nur noch wenige Einschränkungen galten, sorgte die teilweise sprunghaft gestiegene Nachfrage in Kombination mit anhaltenden regionalen Unterbrechungen der Lieferketten (v.a. in Asien) für Versorgungsprobleme bei Industrie, Handel und Bau. Insbesondere der internationale Seehandel war betroffen. Die Folge waren lange Lieferzeiten für Rohstoffe, Zwischen- und Fertigprodukte sowie spürbare Preiserhöhungen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette und bei Importprodukten. Bis zum Jahresende 2021 zeichnete sich dabei auf Produzentenseite kaum Besserung ab. Zum Jahresende sorgte die weltweite Verbreitung der Delta- und Omikron-Varianten des Virus erneut für eine massive Neuinfektionswelle sowie für regionale Lockdowns und Produktionsunterbrechungen, dämpfte gleichwohl aber auch die Konsumnachfrage.

1) Vgl. Bayerische Staatsregierung 2021, https://www.bayern. de/bericht-aus-der-kabinettssitzung-vom-04-05-2021/

Abhängig von den Pandemie-Maßnahmen verlief die wirtschaftliche Erholung global unterschiedlich. Am schnellsten erholte sich die chinesische Volkswirtschaft - immerhin die zweitgrößte der Welt und derzeit wichtigster deutscher Handelspartner2 ) - von den regional mit äußerster Konsequenz durchgesetzten Lockdowns und expandierte 2021 um etwa 8% gegenüber Vorjahr. Mit einem Plus von knapp 6% beim realen BIP kaum weniger dynamisch entwickelte sich der wichtige deutsche Exportmarkt USA. Dort sorgte vor allem eine stark expansive Fiskalpolitik unter den Präsidenten Trump (bis Ende 2020) und Biden (ab Januar 2021) dafür, dass die Wirtschaftsleistung bereits wieder im ersten Quartal 2021 das Vorkrisenniveau übertroffen hat3) . Insbesondere der Privatkonsum wurde durch umfassende Transferleistungen des Staates stimuliert. Die Umsetzung des wirtschaftspolitischen Kernstückes der Agenda von Präsident Biden, des grünen und sozial ausgerichteten Investitionsprogrammes "Build Back Better", hat sich allerdings angesichts einer fehlenden Kongressmehrheit verzögert und erscheint zunehmend unwahrscheinlich. Auch im Euro-Raum fiel die Expansionsrate 2021 mit etwa 5% hoch aus, was allerdings durch den gravierenderen Einbruch im Vorjahr relativiert wird4) . Am stärksten stieg die Wirtschaftsleistung in Italien und Frankreich, die 2020 besonders stark unter der Pandemie gelitten hatten. Gleiches gilt für das Vereinigte Königreich, das zwar trotz des Anfang 2021 vollzogenen Brexit um 7,5% gewachsen ist, dennoch den Rückgang von 9,4% im Vorjahr nicht ausgleichen konnte5) .

2) Vgl. Statistisches Bundesamt 2022, Pressemitteilung Nr. 052

3) Vgl. Federal Reserve Bank of St. Louis 2022, https://fred.stlou-isfed.org/series/GDP

4) Vgl. Eurostat 2022, https://ec.europa.eu/eurostat/ documents/2995521/14245715/2-15022022-AP-DE. pdf/667993dd-08a2-2573-1b66-315e80aa071a

5) Vgl. Office for National Statistics 2022, https://www.ons.gov. uk/economy/grossdomesticproductgdp/bulletins/gdpfirst-quarterlyestimateuk/octobertodecember2021/pdf

6) Vgl. Statistisches Bundesamt 2022, Pressemitteilung Nr. 039

Auch in Deutschland erholte sich die Wirtschaftsleistung 2021 mit 2,8% (arbeitstäglich bereinigt, zum Vorjahr) nach der Corona bedingten Rezession 2020 deutlich6) . Nachdem insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2020 die Industrie das Zugpferd der deutschen Wirtschaft war, bremsten Lieferengpässe bei Halbleitern, Rohstoffen und Vorprodukten das Verarbeitende Gewerbe spürbar. Die Produktion sank bis in den Herbst hinein7) . Dabei dürfte es sich allerdings angesichts hoher Auftragseingänge und eines enormen Auftragsbestands nur um ein temporäres Phänomen handeln. Die Rolle der Konjunkturlokomotive übernahmen mit fortschreitender Lockerung der Lockdown-Regeln ab dem zweiten Quartal schrittweise der Bau, der Dienstleistungssektor und der Einzelhandel. Der Privatverbrauch alleine wäre jedoch nicht in der Lage gewesen den vom Lockdown belasteten Jahresstart trotz hoher Expansionsraten über das Sommerhalbjahr zu kompensieren. Dabei blieb die im Vorjahr stark angestiegene Sparquote überdurchschnittlich hoch. Letztlich trug der Staat, der seinen Konsum bei hohem Haushaltsdefizit deutlich ausweitete, maßgeblich zum BIP-Anstieg bei. Auch die Investitionstätigkeit trug positiv zum Wachstum bei, enttäuschte die zu Anfang des Jahres gehegten hohen Erwartungen aber etwas. Die Bauinvestitionen erwiesen sich angesichts der wenig eingeschränkten Bautätigkeit und der in vielen Segmenten unverändert steigenden Immobilienpreise dabei als resilient und expandierten weiter. Der Außenhandel - langjährige Triebfeder der Investitionstätigkeit - erzielte netto einen deutlich negativen Wachstumsbeitrag; die Störung der internationalen Transportwege und die deutsche Spezialisierung auf hochpreisige Investitionsgüter und die zyklische Autoindustrie bremsten die Exporte, während die steigende inländische Nachfrage die Importe ankurbelte.

Der Preisdruck hat angesichts der Erholung der Nachfrage, der Lieferengpässe und der steigenden Rohstoffpreise in Deutschland kräftig zugenommen. Die steigende Inflation entwickelte sich sogar zu einem der dominierenden wirtschaftlichen Themen des Jahres. Im Jahresdurchschnitt 2021 lagen die Verbraucherpreise (VPI) 3,1 Prozent8) über Vorjahresniveau. Insbesondere der stark auf die globale Erholung reagierende Rohölpreis Brent, dessen Preis im März/April 2020 unter 20 US-Dollar je Barrel lag und bis Oktober 2021 auf über 85 US-Dollar stieg9 ), sowie hohe Kosten für Erdgas und Strom haben die Energiepreisteuerung befeuert. Hinzu kamen Sonderfaktoren wie ein Basiseffekt durch die zwischen Juli und Jahresende 2020 geltende, befristete Senkung der Mehrwertsteuer um 3 Prozentpunkte10) sowie die im Januar 2021 neu eingeführte CO2 -Steuer. Auch im Euro-Raum stieg die Inflation 2021 stark an. Mit 2,6%11) wurde dabei das Inflationsziel der EZB, das die Zentralbank im Rahmen ihres Strategieprozesses Mitte 2021 bei 2% (symmetrisch) festlegte, deutlich übertroffen 12) . Der ultraexpansive Kurs wurde dennoch weitgehend unverändert fortgeführt, ohne die Leitzinsen anzupassen.

7) Vgl. Statistisches Bundesamt 2022, https://www.destatis.de/ DE/Themen/Wirtschaft/Konjunkturindikatoren/Produktion/ kpi111.html;jsessionid=8698F1F3A7EC42D5C89DB425F492E 3AA.live731

8) Vgl. Statistisches Bundesamt 2022, Pressemitteilung Nr. 025

9) Vgl. Ölpreis Brent, abgerufen aus Refinitiv Eikon am 05.01.2022

Der Euro hatte sich im ersten Halbjahr 2021 per Saldo noch stabil gegenüber dem Dollar gezeigt. Mitte Juni überraschte jedoch die Fed mit deutlich angehobenen Zinsprojektionen für die kommenden Jahre und seither stiegen bei hohem Inflationsdruck die Markterwartungen an US-Leitzinserhöhungen ab 2022 immer weiter an. Zudem beschloss die Fed zunächst eine Verringerung ihrer Anleihekäufe und dann im Dezember eine Beschleunigung des "Tapering"-Tempos. Vor diesem Hintergrund wertete der Euro letztes Jahr zum Dollar insgesamt um 7,1% auf 1,14 EUR-USD ab.13)

b) Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Elektroindustrie ist gemessen an ihrer Bruttowertschöpfung eine der bedeutendsten Branchen des Verarbeitenden Gewerbes in Deutschland. Nach deutlichen Produktions- und Umsatzrückgängen im Jahr 2020 (-6,1% bzw. -5,0%)14) konnte die Branche eine beeindruckende Erholung verzeichnen: Im Jahr 2021 konnte ein Auftragsplus von 23,9% ggü. dem Vorjahr erzielt werden, welches insbesondere von Auslandsaufträgen (+27,0%) getrieben wurde. Das Geschäftsklima15) in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie konnte sich zum Jahreswechsel etwas aufhellen. Die überwiegende Stimmungseintrübung in der Erwartungskomponente während des zweiten Halbjahres 2021 ist primär den teilweise erheblichen Mangel an elektronischen Komponenten geschuldet, die das Abarbeiten der Auftragseingänge erschweren. Die Unternehmen schätzen16) sogar, dass der letztjährige Umsatz ohne die Knappheiten und Logistikprobleme um bis zu zehn Prozent hätte höher ausfallen können. Unter dem Strich steht für das Jahr 2021 laut ZVEI ein weltweites Branchenwachstum von ca. 9,7% ggü. dem Vorjahr zu Buche. Neben Aufholeffekten nach dem Krisenjahr 2020 sind auch der verstärkte Einsatz von Remote-Work, die steigende Produktion an E-Fahrzeugen in der Automobilbranche (gepaart mit Ausbau der Ladeinfrastruktur), erhöhter Einsatz von Industrieprodukten zur Steigerung der Energieeffizienz und das starke Wachstum beim Ausbau von Rechenzentren sowie des 5G-Netzes verantwortlich für eine steigende Nachfrage.

10) Vgl. Konjunkturpaket der Bundesregierung vom 29.6.2020, https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/corona-steuerhilfegesetz-1759296

11) Vgl. Eurostat 2022, https://ec.europa.eu/eurostat/databrow-ser/view/prc_hicp_aind/default/table?lang=de

12) Vgl. EZB 2021, https://www. cb.europa.eu/home/search/ review/html/ecb.strategyreview_monpol_strategy_statement. en.html

13) Vgl. EUR-USD-Wechselkurs, abgerufen aus Refinitiv Eikon am 05.01.2022

14) Vgl. ZVEI-Konjunkturbarometer, Ausgabe Februar 2022

15) ifo Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie, Februar 2022

16) Pressemitteilung des ZVEI über Mitgliederbefragung, 13.12.2021

Der Welt-Elektromarkt (der deutsche Anteil liegt bei knapp 3% 17) ) dürfte gemäß den Prognosen des ZVEI 2021 um 9% auf ein Volumen von ca. 5.000 Mrd. Euro gestiegen sein. Während für die Elektromärkte in den Industrieländern ein Plus von 7% verzeichnet worden sein dürfte, dürften die Erholung in den Schwellenländern mit zu einem erwartenden Plus von 10% wesentlich stärker ausgefallen sein. Einmal mehr ist dabei der chinesische Markt mit einem Zuwachs von 11% der Haupttreiber. Der Anteil des chinesischen Elektromarkts am Weltmarkt liegt inzwischen bei 41% und damit mit weitem Abstand vor den anderen größten Ländern (USA 13%, Japan 6%, Südkorea 4%), die 2021 alle mit Zuwächsen zwischen 6% - 9% aufwarten konnten. Der (gesamt-)europäische Elektromarkt macht mit 743 Mrd. Euro ca. 16% des Weltmarktes aus - davon die EU mit 553 Mrd. Euro und knapp 12%; der deutsche Markt ist mit einem Anteil von 2,6% der fünftgrößte der Welt. Die deutschen Elektroexporte nach Europa lagen auf kumulierter Basis von Januar bis Dezember 2021 bei 144,9 Mrd.18) und übertrafen ihren Vorjahreswert damit um 11,4%. Auch die Exporte in das Vereinigte Königreich konnten sich nach dem Brexit-Schock (2020: -13,4%) mit einem Zuwachs von 11,8% im Jahr 2021 spürbar erholen. Beim Blick auf die letztjährige Entwicklung der Branchenausfuhren nach Kontinenten haben sich die Exporte nach Europa am stärksten erhöht. Hier stand ein Anstieg um 11,4% auf 144,9 Mrd. Euro19) zu Buche. Die Elektrolieferungen nach Nordamerika bzw. Asien konnten mit 9,6% bzw. 7,1% ebenfalls beträchtlich zulegen.

Nach dem herben Rückschlag infolge der Corona-Krise erfuhr der Maschinenbau als wichtige Absatzbranche von DATA MODUL 2021 einen kräftigen Aufschwung. In den ersten elf Monaten des Jahres legte die Produktion um 6,6% gegenüber dem Vorjahr zu.20) Materialengpässe, insbesondere bei Elektronikkomponenten und Stahl, hohe Rohstoffpreise und wieder steigende Infektionszahlen ("vierte Corona-Welle") in vielen für den Maschinenbau wichtigen Ländern - die wichtigsten Exportmärkte sind neben der EU die USA und die VR China - dämpften jedoch den Aufschwung. Die exzellente Entwicklung der Auftragseingänge - 2021 legten diese um satte 32% zu21) - hätte für ein deutlich stärkeres Produktionswachstum gesprochen. Hinzu kommt der zunehmende Fachkräftemangel: Viele Unternehmen möchten die Stammbelegschaft ausweiten, können dies aus Mangel an geeigneten Bewerbern jedoch nicht umsetzen.

17) Vgl. ZVEI-Weltelektromarkt, Juli 2021

18) Vgl. ZVEI-Außenhandelsreport, Februar 2022

19) Vgl. ZVEI-Außenhandelsreport, Februar 2022

2.3 Wirtschaftliche Lage des Konzerns

a) Ertragslage

Im Auftragseingang konnte der Vorjahreswert von TEUR 191.826 deutlich übertroffen werden und wir verzeichneten Aufträge in Höhe von TEUR 233.807. Durch den gestiegenen Auftragseingang und einem "Book-to-Bill" Verhältnis weit über 1 erhöhte sich der Auftragsbestand auf TEUR 164.867 (i.Vj. TEUR 120.105). Zum Geschäftsjahresende ergab sich ein Umsatz von TEUR 194.774 (i.Vj. TEUR 192.185). Die weiter vorangetriebene Internationalisierung spiegelt sich nach wie vor in hohen Auslandsumsätzen und einer Exportquote von 50,5% wider.

Die regionale Verteilung des Umsatzes stellte sich wie folgt dar:

Umsatzanalyse

in Mio. EUR
2021 2020
Deutschland 96,4 106,6
Europa22) 65,5 59,6
Amerika 18,1 15,3
Asien / Pazifik / Afrika 14,7 10,6
Rest der Welt 0,1 0,1
Gesamt 194,8 192,2
Exportquote 50,5% 44,5%

20) Vgl. VDMA, Maschinenbau in Deutschland - Konjunktur aktuell, Februar 2022

21) Vgl. VDMA, Maschinenbau in Deutschland - Konjunktur aktuell, Februar 2022

22) Die Darstellung der Europa-Umsätze erfolgt hier exklusive Deutschland.

DATA MODUL verzeichnete im Jahr 2021 in nahezu allen Regionen ein leichtes Umsatzwachstum. Einzig der Umsatz im Inland reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der im letzten Jahr erhöhten Nachfrage im Bereich der Medizinprodukte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie.

Die Veränderung der wesentlichen Aufwendungen und Erträge stellte sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:

Die Herstellungskosten erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 152.410 (i.Vj. TEUR 150.396), was sich im Wesentlichen auf einen Anstieg des Materialaufwands um 1,3%, sowie gestiegenen Einkaufspreisen in Folge der gestörten Lieferketten begründen lässt. Die Anschaffungsnebenkosten erhöhten sich aufgrund der Preissteigerungen durch die deutlich reduzierten Logistikkapazitäten von Asien nach Europa. Die Bruttoergebnismarge vom Umsatz beläuft sich für das Geschäftsjahr 2021 auf 21,8% (i.Vj. 21,7%).
Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erhöhten sich auf TEUR 5.686 im Vergleich zu TEUR 5.483 im Vorjahr.
Die Vertriebs- und Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 25.010 (i.Vj. TEUR 24.574). Von den ausgewiesenen Gesamtaufwendungen entfallen TEUR 15.236 (i.Vj. TEUR 14.846) auf Vertriebsaufwendungen und TEUR 9.774 (i.Vj. TEUR 9.728) auf Verwaltungsaufwendungen.

Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -1.411 lag unter dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR -716. Ein Rückgang des Finanzergebnisses resultierte im Wesentlichen aus der Erfassung von eingebetteten Fremdwährungsderivaten, bedingt durch Kunden- und Lieferantenbestellungen in Fremdwährungen. Das Finanzergebnis war belastet durch Fremdwährungsderivate aus dem hohen Bestellbestand in Fremdwährungen aufgrund der aggressiven Bestellpolitik in Folge der angespannten Materialverfügbarkeit sowie bestehender Lieferengpässe.

Folgend der Umsatzentwicklung konnte ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) in Höhe von TEUR 12.704 (i.Vj. TEUR 11.829) erzielt werden, die EBIT-Rendite beträgt 6,5% (i.Vj. 6,2%). Die Steigerung ist im Wesentlichen auf ein striktes Kostenmanagement zurückzuführen. Der Konzernjahresüberschuss vor Ertragsteuern beläuft sich auf TEUR 11.293 (i.Vj. TEUR 11.113). Analog dem Verlauf des Vorsteuerergebnisses ergibt sich ein Konzernjahresüberschuss von TEUR 7.898 (i.Vj. TEUR 7.563). Das Ergebnis je Aktie beträgt EUR 2,24 in 2021 im Vergleich zu EUR 2,14 in 2020 (Basis: gewichteter Durchschnitt Aktienanzahl 3.526.182).

Segment Displays

Trotz des weiterhin herausfordernden Marktumfeldes konnte der Umsatz im Geschäftssegment Displays um 3,3% auf TEUR 124.413 (i.Vj. TEUR 120.482) gesteigert werden. Es konnte ein EBIT in Höhe von TEUR 5.762 (i.Vj. TEUR 3.965) erzielt werden. Der anteilige Konzernjahresüberschuss in diesem Geschäftssegment beträgt TEUR 2.786 (i.Vj. TEUR 1.869). Das Segment Displays, als Rückgrat unseres Konzerns, verzeichnete im Auftragseingang einen Anstieg um 50,9% auf TEUR 164.788 (i.Vj. TEUR 109.191). Gestiegene Auftragseingänge konnten in fast allen Branchen erzielt werden. Der Auftragsbestand beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 121.394 (i.Vj. TEUR 75.412).

Segment Systeme

Im Segment Systeme verringerte sich der Umsatz um 1,9% auf TEUR 70.361 (i.Vj. TEUR 71.703) und wir verzeichneten ein EBIT in Höhe von TEUR 6.942 (i.Vj. TEUR 7.864). Dadurch ergibt sich ein anteiliger Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.112 (i.Vj. TEUR 5.694). Im Auftragseingang mussten wir einen Rückgang um 16,5% auf TEUR 69.019 (i.Vj. TEUR 82.635) verzeichnen. Im Vorjahr profitierte der Bereich von der gestiegenen Nachfrage nach Medizinprodukten. Der Auftragsbestand beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf TEUR 43.473 (i.Vj. TEUR 44.693).

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Der DATA MODUL Konzern finanziert sein Geschäft soweit möglich aus eigenen Mitteln und greift, wenn nötig, auf Bankfinanzierungen sowie Lieferantenkredite zurück. Der DATA MODUL Konzern sichert sich derzeit gegen eventuelle Wechselkursrisiken von US Dollar, japanischen Yen und Hongkong-Dollar im Wesentlichen durch Natural Hedging ab. Sicherungsbeziehungen durch Hedge Accounting bestehen zum Stichtag nicht. Die Eigenkapitalquote beträgt 60,3% (i.Vj. 69,2%), die Fremdkapitalquote 39,7% (i.Vj. 30,8%). Der Verschuldungsgrad beträgt 65,8% (i.Vj. 44,5%) (Fremdkapital/ Eigenkapital).

Die Fremdmittel setzen sich dabei überwiegend zusammen aus:

TEUR 13.380 (i.Vj. TEUR 14.751) erfassten Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16.

Die Fälligkeiten der undiskontierten erwarteten Zahlungsströme stellen sich dabei wie folgt dar:

Leasingverbindlichkeiten < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR 2.370 8.298 4.449 15.117
TEUR 15.000 (i.Vj. TEUR 0) kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
TEUR 20.953 (i.Vj. TEUR 11.787) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Fälligkeiten stellen sich dabei wie folgt dar (in TEUR):

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen <1 Jahr
USD (in Euro) 13.969
EUR 6.681
JPY (in Euro) 220
Sonstige (in Euro) 83
Gesamtsumme 20.953

Zudem bestehen Avalverpflichtungen in Form von Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 1.035 (i.Vj. TEUR 975).

Die Fälligkeiten stellen sich dabei wie folgt dar (in TEUR):

Avalverpflichtungen < 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
TEUR 0 198 837 1.035

Der Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr frühzeitig die Finanzierung des weiteren Wachstums sichergestellt. Daher wurden die Kreditlinien und Avalrahmen verlängert, um kurzfristig unsere Working Capital Finanzierung und somit das schnelle Ausnutzen sich ergebender Geschäftschancen sicherzustellen. Die Kreditlinien in Höhe von TEUR 49.000 stehen den Gesellschaften gemeinsam bis auf weiteres zur Verfügung. Diese Linien waren durch Inanspruchnahme zu 32,72% zum Stichtag ausgenutzt.

Darüber hinaus haftet die DATA MODUL AG für die von der DATA MODUL Weikersheim GmbH in Anspruch genommenen Kreditlinien mit dieser gesamtschuldnerisch.

Somit bestehen für die Finanzierung des Konzerns derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken. In den Kreditvereinbarungen mit den Banken gibt es keine finanziellen Covenants neben den gewöhnlichen quartalsweisen Informationspflichten. Im Falle eines zukünftigen Change of Control soll mit den Banken die weitere Zusammenarbeit besprochen werden. Besondere Finanzierungsmaßnahmen oder Finanzierungsvorhaben bestanden im Berichtszeitraum nicht.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unsere Investitionstätigkeit der Geschäftsentwicklung angepasst. Die Investitionen dienten der Kapazitätserweiterung, der Rationalisierung und der damit verbundenen Produktivitätserhöhung der Fertigung sowie der Innovation und Qualitätssteigerung unserer Displays und Services. Ein Großteil der Investitionen 2021 entfiel auf die Erweiterung der Produktions- und Logistikkapazitäten an den Standorten Weikersheim, Lublin und Shanghai. Im Geschäftsjahr 2021 haben wir Investitionen (exklusive Nutzungsrechte nach IFRS 16) in Höhe von TEUR 3.019 (i.Vj. TEUR 3.429) getätigt.

Die wesentlichsten Investitionen teilen sich dabei auf in:

Zugänge in die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 994 (i.Vj. TEUR 1.040) und
Zugänge in Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.024 (i.Vj. TEUR 2.389).

Eine Aufteilung der Investitionen auf die Segmente ergibt sich wie folgt:

Investitionen im Segment Displays EUR 1.427 (i.Vj. TEUR 2.084) und
Investitionen im Segment Systeme TEUR 1.592 (i.Vj. TEUR 1.345).

Wesentliche Investitionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Liquidität

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit beträgt zum Stichtag TEUR -15.715 (i.Vj. TEUR 10.777). Der positive Effekt aus dem im Vergleich zum Vorjahr leicht höherem Jahresüberschuss wurde durch die Erhöhung der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit gegenläufigen Effekt aus den gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung erkennbar überlagert. Die DSO (Days Sales Outstanding) zum 31. Dezember 2021 beträgt 49,42 Tage (i.Vj. 48,97 Tage).

Aufgrund der im Geschäftsjahr 2021 geringeren Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ergibt sich ein Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR -3.018 (i.Vj. TEUR -3.429). Unter Berücksichtigung der erfolgten Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2021, der Auszahlungen für Leasingverhältnisse und der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten resultiert ein Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 12.206 (i.Vj. TEUR -6.945).

Zum Ende des Jahres verfügte der Konzern über TEUR 20.224 (i.Vj. TEUR 26.656) an liquiden Mitteln. Das Nettofinanzvermögen (liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) beträgt zum Stichtag TEUR 5.224 (i.Vj. TEUR 26.656). Alle zum Bilanzstichtag bestehenden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen können aus den liquiden Mitteln beglichen werden.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 35.887 auf TEUR 188.840 (i.Vj. TEUR 152.953) erhöht. Im Bereich der Aktiva ist dieser Anstieg im Wesentlichen auf die Erhöhung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Der Vorratsbestand wurde erhöht um die Produktverfügbarkeit aufgrund der angespannten Materialverfügbarkeit sowie bestehender Lieferengpässe nicht zu gefährden. Zudem erhöhte sich der Wert an aktivierten Vertragserfüllungskosten, welche die Entwicklungsleistungen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten beinhaltet, infolge neuer gewonnener Entwicklungsprojekte. Bei den Passiva resultiert der Anstieg der Bilanzsumme im Wesentlichen aus der Aufnahme von Bankverbindlichkeiten und der Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund des Konzernjahresergebnisses 2021 sowie aus der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Gegenläufig zum Anstieg bei den Passiva wirkte der Rückgang bei den Leasingverbindlichkeiten.

Die Dividendenausschüttung im Berichtszeitraum für das Geschäftsjahr 2020 betrug TEUR 423 (i.Vj. TEUR 423). Die Gesellschaft unterhält zum Bilanzstichtag keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Der DATA MODUL Konzern weist zum Stichtag eine Eigenkapitalquote von 60,3% (i.Vj. 69,2%) auf.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

a) Finanzielle Leistungsindikatoren

In nachstehender Tabelle werden die finanziellen Leistungsindikatoren des Berichtsjahres und des Vorjahres dargestellt:

Finanzielle Leistungsindikatoren

in TEUR
2021 2020
Auftragseingang 233.807 191.826
Auftragsbestand 164.867 120.105
Umsatz 194.774 192.185
EBIT 12.704 11.829
Konzernjahresüberschuss 7.898 7.563
Eigenkapitalrendite 11,2% 11,2%
EBIT-Rendite 6,5% 6,2%

DATA MODUL konnte im Geschäftsjahr 2021 trotz des schwierigen Marktumfeldes die gesteckten Ziele erreichen. Durch die erfolgten Investitionen in unseren Produktionsstandorten in Deutschland, Polen und China sehen wir uns für die zukünftigen Herausforderungen des Marktes gut gerüstet. Insgesamt ist der Konzern weiterhin finanziell sehr solide aufgestellt und verfügt über eine ausreichende Liquidität.

b) Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Neben finanziellen Kennzahlen sind für DATA MODUL auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wie Arbeitnehmerbelange, langfristige Kunden- und Lieferantenbeziehungen, Umweltbelange sowie ISO-Zertifizierungen von großer Bedeutung. In Bezug auf die Arbeitnehmerbelange weist DATA MODUL eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 7,6 Jahren auf. Dies spricht für langfristig orientierte Arbeitsbeziehungen mit unseren Mitarbeitern, die durch interne Ausbildung sowie durch Fortbildungsmaßnahmen gefördert werden. Durch eine entsprechende Vergütungsstruktur in Form von fixen und teilweise variablen Gehaltsbestandteilen honorieren wir auch die individuellen Leistungen unserer Mitarbeiter. Zum Stichtag 2021 wurden im DATA MODUL Konzern 474 Mitarbeiter im Vergleich zu 473 im Vorjahr beschäftigt. Auf Basis des Jahresdurchschnittswertes ergibt sich ein Anstieg von 1,7% auf 468 Mitarbeiter (i.Vj. 460 Mitarbeiter). Der Konzern beschäftigte Mitarbeiter aus über 35 Nationen in den unterschiedlichen Gesellschaften. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Ausbildung einer Vielzahl junger Menschen. Zum Bilanzstichtag waren 30 Auszubildende im Konzern beschäftigt.

3. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

3.1 Risikobericht

Konjunkturelle Entwicklungen der Weltwirtschaft, Wechselkurseinflüsse, steigende Rohstoff- und Energiepreise sowie Unwägbarkeiten hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Bestellverhaltens der Kunden sind Risiken, die den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflussen können. Wir sind uns dieser Risiken bewusst und beobachten sorgfältig deren Auswirkungen auf unser Geschäft. DATA MODUL ist als ein international aufgestellter Konzern einer Reihe von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit der unternehmerischen Tätigkeit verbunden sind. Die effiziente Steuerung der Risiken im Sinne eines Frühwarnsystems nimmt daher eine zentrale Rolle ein.

Risikomanagementsystem

Risikostrategische Grundsätze

Das Risikomanagement des DATA MODUL Konzerns dient dem Zweck, die sich im täglichen Geschäftsablauf ergebenden, bekannten, aber auch neu auftretenden Risiken und Chancen für alle im Konzern eingebundenen Unternehmen transparent und damit steuerbar zu machen.

Basierend auf dem COSO-Konzept wurde das Risikomanagementsystem unternehmensspezifisch angepasst. Risikomanagement verstehen wir als fortwährende Aufgabe, das Spektrum möglicher und tatsächlicher Entwicklungen zu erfassen, zu analysieren und - sofern möglich - zu bewerten und im Anschluss steuernd einzugreifen. Unser Risikomanagement ist integraler Bestandteil des Managementsystems und ermöglicht uns, Risiken, die das Wachstum oder den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, bereits im Anfangsstadium zu erkennen und so weit wie möglich in ihren Auswirkungen zu begrenzen. Diesen Ansatz beschränken wir nicht auf die Risiken. Ziel des Risikomanagements ist es auch, Chancen zu identifizieren und für DATA MODUL nutzbar zu machen. Unsere Risikopolitik entspricht dem Bestreben, nachhaltig zu wachsen sowie den Unternehmenswert zu steigern. Zur Erreichung dieser Zielsetzung ist es notwendig, bei allen Mitarbeitern und speziell bei den Entscheidungsträgern das Bewusstsein für die im Unternehmen bestehenden und auftretenden Risiken zu schaffen. Dies erfolgt durch die Einbindung von verschiedensten Instrumentarien in die Geschäftsprozesse bzw. die Steuerung der Geschäftsprozesse in allen Ebenen unserer Firmengruppe.

Risikoklassifizierungsmatrix

Organisation und Zuständigkeiten

Der Vorstand der DATA MODUL AG trägt die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagement, legt die Risikotragfähigkeit des Unternehmens fest und entscheidet über Risikobewältigungsmaßnahmen bei besonders bedeutsamen Kernrisiken. Er berichtet dem Aufsichtsrat in regelmäßigen Abständen über die Risikolage des Unternehmens. Durch die Einbettung der Funktion Risikomanagement in das Konzerncontrolling stellen wir sicher, dass über die einmalige Betrachtung von Risiken hinaus das Risikomanagement Bestandteil der regulären Geschäftssteuerung ist. Dies ermöglicht es uns, geschäftsübergreifende Risiken besser erkennen zu können. Das Konzerncontrolling koordiniert den Risikomanagementprozess, unterstützt die Risikoverantwortlichen in allen Belangen des Risikomanagements, definiert Schwellenwerte und ist für ein geeignetes Berichtswesen verantwortlich.

Jeder Abteilung bzw. jedem Geschäftsbereich ist ein Risikoverantwortlicher zugeordnet, dessen Aufgabe die Identifikation, Analyse und Überwachung der Risiken in seinem Verantwortungsbereich ist. Er initiiert Risikobewältigungsmaßnahmen und setzt diese in Abstimmung mit dem Risikocontrolling bzw. dem Vorstand um. In unserem Risikomanagementhandbuch haben wir alle wesentlichen Bestandteile des Risikomanagements dokumentiert und allen Mitarbeitern zugänglich gemacht.

Risikoidentifikation

Unser Risikomanagementprozess beginnt damit, dass wir jährlich wesentliche Risiken und Risikoursachen nach operativen und funktionalen Risikofeldern identifizieren. Dies geschieht mit der Hilfe von geeigneten Methoden wie Checklisten und Fragekatalogen. Um das Risikobewusstsein zu stärken, werden die einzelnen Fachbereiche in die Risikoinventur miteinbezogen. Schaffung von Risikobewusstsein kann nur durch Transparenz der auftretenden Risiken erfolgen. Ziel ist es hierbei auch, die Risiken vor dem Entstehen von Schaden für das Unternehmen aufzuzeigen. Die Risiken sind nach definierten Risikokategorien zu strukturieren sowie hinsichtlich ihrer Ursache, dem eigentlichen Risiko und der Auswirkung auf das Unternehmen, ausführlich und nachvollziehbar zu beschreiben. Alle Risiken werden in einem Risikokatalog festgehalten, analysiert und bewertet.

Risikobewertung und -steuerung

Die Bewertung der Risiken erfolgt nach Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit. Als Bezugsgrößen dienen dabei die im Konzern verwendeten Zielgrößen des aktuellen bzw. folgenden Geschäftsjahres. Soweit eine quantitative Messbarkeit der Risiken nicht möglich ist, erfolgt eine qualitative Einschätzung hinsichtlich ihrer Auswirkung. Die Skalen zur Messung dieser beiden Bewertungsgrößen (Grad der Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit) sowie die daraus resultierende Risikoklassifizierungsmatrix sind in oben abgebildeter Tabelle dargestellt. Die Ergebnisse der Risikoanalyse werden in einem Risikoportfolio dargestellt. Entsprechend dem potenziellen Grad der Auswirkung auf Geschäftstätigkeit, Finanz- und Ertragslage, Cashflow und Reputation sowie der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit wird das Risiko als "Hoch", "Mittel" oder "Gering" klassifiziert. Je nach Wahrnehmung und Positionierung des Risikos ergeben sich unterschiedliche Risikostrategien und daraus abgeleitet spezifische Gegenmaßnahmen sowie Verantwortliche für die Umsetzung dieser Maßnahmen. Die Risikobewältigungsmaßnahmen erfolgen unter Berücksichtigung unserer risikostrategischen Grundsätze.

Risikoüberwachung und -berichterstattung

Da Risiken ständigen Änderungen unterliegen, wird einerseits deren Entwicklung und andererseits die Angemessenheit und Effektivität der aktuellen Strategie im Umgang mit Risiken von den Risikoverantwortlichen und dem Risikobeauftragtem kontinuierlich beobachtet. Eine ständige Verfolgung der geplanten Risikobewältigungsmaßnahmen anhand eines Statusberichtes stellt ein wichtiges Werkzeug in der Risikoüberwachung dar. Eine Übersicht der Risikokategorien mit den untergeordneten Risikoarten ist ein fester Bestandteil des monatlichen Vorstandsberichts. Durch ein kontinuierliches Risiko-Reporting wird sichergestellt, dass sich die Geschäftsführung ein Gesamtbild der Risikolage verschaffen kann. In diesem Zusammenhang erstellen wir einen jährlichen Risikobericht und in den Monats-, Quartals- und Jahresabschlussbesprechungen betrachten wir Chancen und Risiken für die einzelnen Geschäftsbereiche der DATA MODUL.

Durch eine Ad-hoc-Risikoberichterstattung ist zudem sichergestellt, dass auch neben den genannten Meldezeitpunkten neue wesentliche Risiken umgehend an den Vorstand gemeldet werden. Die nachfolgend aufgeführten Risiken könnten unser Geschäft, unsere Finanzausstattung und unsere Ergebnisse in beiden Segmenten beeinträchtigen. Die aufgeführten Risiken sind nicht die einzigen, denen wir ausgesetzt sind. Zusätzliche Risiken, die wir derzeit nicht kennen oder für materiell halten, könnten unser Geschäft ebenfalls beeinflussen. Den künftigen Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken bestehen zum Stichtag unserer Kenntnis nach nicht.

a) Unternehmensstrategische Risiken

Grundsatz für unsere Geschäftstätigkeit ist Wachstum und Geschäftserfolg. Investitions- und Beteiligungsentscheidungen unterliegen grundsätzlich diesen Kriterien. Das in den vergangenen Jahren erfolgreich in den Markt eingeführte Produktportfolio der Embedded- und Touch- Systeme ist ein fester Bestandteil unserer Geschäftsaktivitäten. Unternehmensstrategische Risiken können daraus resultieren, dass möglicherweise die Erwartungen, die wir in diese internen Projekte und strategischen Entscheidungen gesetzt haben, nicht erfüllt werden. Die damit erfolgten Investitionen können sich möglicherweise nicht amortisieren und unsere Entscheidung, die Entwicklung zu einem Anbieter kompletter Systeme voranzutreiben, sich als falsch herausstellen. Dem versuchen wir kontinuierlich durch regelmäßige und engmaschige Analyse des Risikos im Bereich des Segments Systeme entgegenzusteuern.

Risikokategorie Nr. Wesentliche Risiken
Strategische Risiken 1 Herausforderung des Geschäftsmodells
Marktrisiken 2 Konjunkturelle Schwankungen
3 Nichterkennen von Technologietrends
4 Wettbewerbsrisiko
5 Branchenabhängigkeit
6 Beschaffungsrisiken
Wertschöpfungsrisiken 7 Mangelhafte Produktqualität
8 Lieferfähigkeit
Finanzielle Risiken 9 Währungsrisiko
10 Kreditrisiko
11 Zinsrisiko
12 Liquiditätsrisiko
IT Risiken 13 Daten-/Systemverfügbarkeit
Rechtliche Risiken 14 Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen
Personelle Risiken 15 Mitarbeiterfluktuation
Sonstige Betriebsrisiken 16 Betriebsunterbrechung durch externe Einflüsse

b) Marktrisiken

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenrisiko

Die Nachfrage nach den Produkten der DATA MODUL ist teilweise von zyklischem Nachfrageverhalten und von Volatilität gekennzeichnet. Zusätzlich hängt die Nachfrage von den konjunkturellen Schwankungen in unseren Märkten ab und könnte sich künftig auch weiter rückläufig entwickeln. Das weltwirtschaftliche Umfeld wird insbesondere im ersten Halbjahr 2022 weiter von der Corona-Pandemie und den Lieferengpässen geprägt sein. Die Erholung wird sich fortsetzen, jedoch spürbar an Tempo verlieren. Nicht zuletzt wegen Omikron bleibt auch das Risiko auf der Inflationsseite nach oben gerichtet. Frühestens gegen Jahresmitte wird sich die Versorgungslage bei Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten spürbar entspannen und mit abnehmendem Preisdruck für eine erneute Beschleunigung des Wirtschaftswachstums sorgen. Zudem haben die geopolitischen Zielkonflikte, vor allem zwischen Russland und der Ukraine und den westlichen Verbündeten, an Bedeutung gewonnen. Auch hier zeichnet sich kurzfristig keine Entspannung ab. DATA MODUL ist überwiegend in Märkten aktiv, die durch hohes Innovationstempo und schnellen technologischen Wandel gekennzeichnet sind. Daher besteht grundsätzlich das Risiko, auf neue Marktentwicklungen bzw. Technologien nicht schnell genug zu reagieren und dadurch Marktanteile an den Wettbewerb zu verlieren. Diesem Risiko versuchen wir durch sehr enge Kontakte zu den Displayherstellern auf der einen und unseren Kunden auf der anderen Seite entgegenzuwirken. Grundsätzlich könnte aber auch unsere Entwicklung zu einem kompletten Systemanbieter hin die falsche Strategie sein, indem wir auf nicht gewinn- und wachstumsträchtige Markttrends setzen. Der Verlust von einigen Großkunden an den Wettbewerb stellt ebenso ein wesentliches Risiko in der Geschäftstätigkeit der DATA MODUL dar. Änderungen in der Gesetzgebung könnten zu Nachfrageschwankungen in bestimmten Branchen oder Zielmärkten führen. DATA MODUL beobachtet und bewertet laufend das wirtschaftliche, politische, rechtliche und soziale Umfeld, um die daraus resultierenden Chancen und Risiken rechtzeitig in die Unternehmensentscheidungen einbeziehen zu können.

Beschaffungsrisiken

Der Flachdisplaymarkt wird im Prinzip von wenigen Herstellern, die fast ausschließlich in Fernost zu finden sind, dominiert. Im Speziellen führt dies in Zeiten hoher Nachfrage und Verknappung der Produktverfügbarkeit aufgrund bestehender Kapazitätsengpässe zu Beschaffungsrisiken, die sich sowohl in Lieferverzögerungen an unsere Kunden als auch in Kostenerhöhungen sowie Umsatzausfällen widerspiegeln können. Für 2022 ist von einer solchen Verknappung aufgrund von Engpässen in der Chip- und Glasindustrie auszugehen. Auch das weiter grassierende Coronavirus bedroht in 2022 weltweit die Lieferketten. Dem versuchen wir durch sogenannte Second Sources und einer aggressiven Bestellpolitik entgegenzusteuern. Zudem können ähnliche Effekte aufgrund logistischer Risiken für den Warentransport von Fernost nach Europa entstehen. Diesen Risiken wird durch eine aktive Lagerbestandssteuerung und einem strategischen Bestandsaufbau auf Basis des geschätzten Bedarfs entgegengewirkt sowie durch die Auswahl zuverlässiger Zulieferer und Logistikanbieter, die hohen Sicherheitsstandards garantieren. Dies kann wiederum mögliche Verbrauchs- bzw. Reichweitenrisiken sowie Risiken in den Lagerbeständen aufgrund des technologischen Fortschritts zur Folge haben. Das Risiko fallender Preise beziehen wir in unsere Bestandsbewertungen im Rahmen unserer Bilanzierungsrichtlinien laufend mit ein. Die durchschnittliche Lagerreichweite betrug im Berichtsjahr 126 Tage gegenüber dem Vorjahresvergleichswert von 122 Tagen.

Wettbewerb und Preisänderungsrisiken

Eines unserer Ziele ist es, Innovations- und Technologieführer in unseren Märkten zu sein. Dies und die Tatsache, dass wir uns in innovationsgeprägten Märkten bewegen, stellen besondere Anforderungen an unser Leistungsportfolio. Das Geschäft mit Flachdisplays ist von einem starken Wettbewerb geprägt. Typisch ist außerdem, dass die Preise für einen Teil unserer Produkte im Laufe ihres Lebenszyklus fallen. Von immer größerer Bedeutung wird die Fähigkeit, neue marktgerechte Produkte schnell zu entwickeln und erfolgreich zu vermarkten. Dieser begegnen wir, indem wir auf der einen Seite eine intensive Entwicklungsarbeit betreiben. Auf der anderen Seite sind wir bestrebt, die Kundenanforderungen frühzeitig zu erkennen und in unsere Produkte und Produktentwicklungen einfließen zu lassen.

c) Wertschöpfungsrisiken

Aufgrund der Erhöhung der Wertschöpfung, die DATA MODUL für seine Kunden übernimmt, erhöht sich auch die Produktionstiefe der DATA MODUL Produkte.

Damit einhergehend könnten Risiken hinsichtlich der Produktqualität und damit auch der Kundenzufriedenheit bestehen. Dem wirken wir durch eine konsequente Qualitätssicherung entgegen, die eine besondere Rolle in unserer Wertschöpfungskette einnimmt, um die Erwartungen unserer Kunden zu erfüllen. Durch die zunehmende Produktionsauslastung könnten auch allgemeine Prozessrisiken auftreten, die unsere Lieferfähigkeit beeinträchtigen könnten. Regelmäßige Lieferantenaudits durch unsere Qualitätssicherung sind ein wichtiger Schritt, um schon früh in der Lieferkette dafür zu sorgen, dass Qualität und Lieferbereitschaft gewährleistet sind. Durch die Konzentration auf wenige Lieferanten und der Notwendigkeit, auch Lagerbestand vorzuhalten, kann es zu Abwertungsrisiken auf die Lagerbestände kommen, wenn von Seiten der Kunden Liefertermine verschoben oder Aufträge storniert werden. Diesen Risiken begegnen wir durch eine aktive Lagerbestandssteuerung seitens unseres Produktmanagements und Einkaufs.

d) Finanzielle Risiken

Zins- und Währungsrisiken

Die weltweite Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten bringt eine Vielzahl von Zahlungsströmen in verschiedenen Währungen mit sich. Als Fremdwährungen haben der US Dollar, der polnische Zloty, der japanische Yen, der Hongkong-Dollar und der Singapur-Dollar für das Unternehmen größere Bedeutung. Da unser Konzern Währungsrisiken ausgesetzt ist, ist die Absicherung von Wechselkursrisiken ein wichtiger Bestandteil unseres Risikomanagements. Die Absicherung der Fremdwährungsgeschäfte zur Sicherung der in Euro kalkulierten Wareneinkäufe erfolgt im Wesentlichen über Natural Hedging. Ziel der Fremdwährungssicherung ist dabei die Sicherung der kalkulierten Margen im Sinne der Vermeidung von Währungsverlusten und somit Kostenerhöhungen für Zukaufteile. Die zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kreditlinien unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. In Einzelfällen hat die Zugehörigkeit zur ARROW-Gruppe negativen Einfluss auf das Rating bei den Banken für die DATA MODUL.

Liquiditäts- und Ausfallrisiken

Derzeit verfügt der DATA MODUL Konzern über Kreditlinien und Avalrahmen in Höhe von insgesamt TEUR 49.000. Diese Linien sind von verschiedenen Banken in bilateralen Vereinbarungen zum aktuellen Zeitpunkt gewährt.

In den Kreditvereinbarungen mit den Banken gibt es keine finanziellen Covenants neben den gewöhnlichen quartalsweisen Informationspflichten. Das Management geht davon aus, dass uns diese Kreditlinien im bisherigen Umfang bzw. gemäß unserem Bedarf auch weiterhin zur Verfügung stehen. Die Liquiditätssituation unseres Unternehmens ist weiterhin gut und es bestanden und bestehen derzeit keine Liquiditätsrisiken.

Die Ausfallrisiken ergeben sich aus der Gefahr, dass der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann und dadurch bei DATA MODUL finanzielle Verluste verursacht werden. Zur Absicherung von Forderungsausfallrisiken werden Kunden einer Bonitätsprüfung unterzogen sowie der Forderungsbestand großteils durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Im Einzelfall werden nach Bedarf Sicherungsmaßnahmen mit Kunden vereinbart. Die durchschnittliche Reichweite der Forderungen (DSO) lag in 2021 bei 49,42 Tagen.

e) Informationstechnische Risiken

Risiken bestehen hier im unbefugten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und -informationen sowie in der mangelnden Verfügbarkeit der Systeme als Folge von Störungen und Katastrophen. Um diese abzuwenden, werden adäquate Genehmigungsprozesse, Zugriffsprofile und Technologien eingesetzt. Für alle kritischen Datenbestände werden täglich Datensicherungen erstellt, die an einen anderen Standort ausgelagert sind; außerdem führen wir regelmäßig sogenannte Disaster-Recovery-Tests durch. Im Jahr 2021 haben externe Angriffe zu keinen Störungen in unseren Geschäftsprozessen geführt, da sie durch die implementierten Sicherheitsmaßnahmen erfolgreich abgewehrt wurden. Zusätzlich lassen wir unsere Schutzmaßnahmen durch externe Spezialisten bezüglich Effektivität und Effizienz begutachten. Um die Sicherheit und Effizienz der Geschäftsprozesse aktuell und zukünftig zu gewährleisten, werden die IT-Systeme ständig überprüft und weiterentwickelt. Des Weiteren sind die Mitarbeiter des Unternehmens zur Einhaltung einer IT-Richtlinie verpflichtet.

f) Produkthaftungs- und rechtliche Risiken

Eine führende Stellung in der Qualität grenzt uns positiv vom Wettbewerb ab. Es ist unser Ziel, diesen Vorsprung zu halten und weiter auszubauen. Die Erreichung dieses Ziels erfordert das schnelle Erkennen und die schnelle Behebung von möglichen Schwachstellen unserer Produkte. Dies fördern wir durch die fortlaufende Arbeit an Innovation und Qualität. Gegenüber unseren Kunden haften wir für die Qualität unserer Produkte. Das Qualitätsmanagement und die Qualitätssicherung stellen daher ein zentrales Element in der Minimierung dieser Risiken dar. Dennoch verbleibt erfahrungsgemäß ein geringes Restrisiko. Die Verwicklung in Rechtsstreitigkeiten entsteht im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, so aus Behauptungen falscher Lieferung von Produkten und Dienstleistungen, Produkthaftungen, Produktfehlern, Qualitätsproblemen oder Schutzrechtsverletzungen. Es kann nicht garantiert werden, dass die Ergebnisse dieser oder anderen Rechtsstreitigkeiten DATA MODUL nicht Schaden zufügen.

Durch fehlerhafte Produkte könnte es zu Gewährleistungsansprüchen oder zu einer Haftung für Schäden gegen Gesellschaften der DATA MODUL Gruppe kommen. Für Gewährleistungsansprüche bzw. Rechtsstreitigkeiten bilden wir Rückstellungen, sofern es nach unserer Einschätzung wahrscheinlich ist, dass entsprechende Verpflichtungen bestehen und eine adäquate Schadenseinschätzung möglich ist. Für bestimmte rechtliche Risiken haben wir branchenübliche Versicherungen abgeschlossen, die wir als angemessen ansehen.

Als internationales und kapitalmarktorientiertes Unternehmen bewegt sich die DATA MODUL in einem Umfeld vielfältiger gesetzlicher Bestimmungen. Eine Vielzahl von Compliance Gesetzen und Bestimmungen zu Steuer- und Zollangelegenheiten sowie die laufende Änderung dieser Regelungen beeinflussen die weltweiten Geschäftspraktiken der Unternehmensgruppe. Verstöße gegen diese Bestimmungen, wie auch die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU, können erhebliche Bußgelder, zusätzliche Kosten sowie negative mediale Berichterstattung nach sich ziehen. Auch der Verstoß durch Mitarbeiter des Unternehmens gegen geltende Richtlinien ist ein Risiko, dem die Gesellschaft ausgesetzt ist. Um derartigen Risiken proaktiv zu begegnen, greift DATA MODUL auf die laufende Beratung durch Anwalts- und Steuerkanzleien zurück. Die Veränderungen in der Gesetzgebung werden genau beobachtet und notwendige Maßnahmen ergriffen um rechtskonforme Geschäftspraktiken sicherzustellen. Mitarbeiter werden bedarfsgerecht geschult und interne Kontrollmechanismen etabliert.

g) Personelle Risiken

Der Erfolg des DATA MODUL Konzerns wird im Wesentlichen von dem umfassenden Wissen und der langjährigen Erfahrung sowie der hohen Motivation und dem Engagement unserer Mitarbeiter getragen. In unserer Personalpolitik setzen wir daher konsequent unsere Firmenphilosophie "Erfolg durch Kompetenz und Verantwortung" um. Dem immer intensiveren Wettbewerb um hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte und den damit verbundenen Risiken in Form von Know-how-Verlust durch Mitarbeiterfluktuation begegnet der Konzern mit attraktiven Qualifizierungsmöglichkeiten, gezielter Mitarbeiterförderung sowie durch leistungs- und erfolgsabhängige Einkommenskomponenten und Entlohnungssysteme. Flache Hierarchien, eine offene Kommunikationspolitik und ein stetiger Wissensaustausch fördern die Zufriedenheit der DATA MODUL Mitarbeiter. Auch durch die kontinuierliche Ausbildung einer Vielzahl junger Menschen im Unternehmen betreiben wir gezielte Nachwuchsförderung.

Dem Infektionsrisiko während der Corona-Pandemie begegnet das Unternehmen mit Homeoffice-Regelungen und der strikten Umsetzung der Hygienepläne an allen Standorten.

h) Sonstige Betriebsrisiken

DATA MODUL ist externen Risiken wie Naturkatastrophen, Feuer und Unfällen ausgesetzt. Schäden an Gebäuden, Produktionsanlagen und Lagerhäusern des Konzerns oder seiner Zulieferer und an unterwegs befindlicher Ware können zu Sachschäden oder Unterbrechungen der Geschäftsaktivitäten führen. Dem wirken wir auf verschiedene Weise entgegen. Beispielsweise setzen wir zuverlässige Zulieferer und Logistikanbieter ein, die hohe Sicherheitsstandards garantieren. Zusätzlich zu unserem Versicherungsschutz haben wir auch Notfallpläne implementiert, um potenzielle negative Auswirkungen zu minimieren.

Zum Berichtszeitpunkt und in absehbarer Zeit sieht der Vorstand keine Risiken, die den Fortbestand des DATA MODUL Konzerns gefährden können. Auch aus der Gesamtsumme der Risiken lässt sich zum Zeitpunkt der Berichterstellung eine Gefährdung des DATA MODUL Konzerns nicht erkennen.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem, welches aus dem COSO Rahmenkonzept abgeleitet ist, umfasst die vom Management im Unternehmen eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, die gerichtet sind auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens, einschließlich der Verhinderung und Aufdeckung von Vermögensschädigungen), zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Im Rahmen des internen Kontroll- und Risikomanagements setzt DATA MODUL konzernweit etablierte Controlling-Instrumente ein. Dabei arbeitet DATA MODUL mit Hilfe finanzieller Leistungsindikatoren. Bei den finanziellen Leistungsindikatoren werden vor allem Plan-Ist-Analysen herangezogen, um die Zielerreichung der Geschäftstätigkeit der DATA MODUL zu ermitteln. Dabei sind die Überwachung der Projektkosten und der Grad der Abweichung von der Planung als Leistungsindikator von besonderer Bedeutung. Die Leistungsindikatoren werden in Verbindung mit den quantitativen und qualitativen Leistungsindikatoren geprüft. DATA MODUL überwacht diese Indikatoren im Rahmen des integrierten Projektmanagements und -controllings. Dem Vorstand der DATA MODUL AG wird hierzu regelmäßig und falls nötig auch außerplanmäßig Bericht erstattet. Im Rahmen der Berichterstattung werden sämtliche Projekte unter Berücksichtigung aller Leistungsindikatoren ausführlich analysiert.

Die Werthaltigkeit von Forderungen wird regelmäßig überprüft. Die Bonität von Schuldnern wird, soweit angezeigt, vor der erstmaligen Belieferung mit Hilfe von Kreditagenturen und danach in periodischen Abständen überprüft. Anlassbezogene Prüfungen finden statt, sobald sich Hinweise auf eine Änderung der Bonität ergeben. Soweit erforderlich, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die DATA MODUL stellt die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung mit Hilfe des konzernweiten internen Kontrollsystems sicher. Die Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umfasst organisatorische und technische Maßnahmen, z.B. Abstimmungsprozesse, automatisierte Plausibilitätsprüfungen sowie Funktionstrennungen.

Der Vorstand trägt die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen und den Konzernrechnungslegungsprozess. Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und strategischen Geschäftsfelder und Abteilungen eingebunden.

Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind konzernweit in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.

Im Hinblick auf die Rechnungslegungsprozesse der einbezogenen Unternehmen erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlageberichtes maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den konzernweiten Rechnungslegungsprozess,
Monitoringkontrollen zur Überwachung des konzernweiten Rechnungslegungsprozesses und deren Ergebnisse auf Ebene des Konzernvorstands und auf Ebene der strategischen Geschäftsfelder sowie auf Ebene der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften,
präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen des Konzerns und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht generieren, inklusive einer Funktionstrennung und von vordefinierten Genehmigungsprozessen in relevanten Bereichen und
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von konzernrechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen.

3.2 Chancenbericht

Im Rahmen unserer Unternehmenstätigkeit ergeben sich neben den Risiken auch ständig Chancen, die wir identifizieren, bewerten und im Anschluss entsprechend danach handeln. Im Folgenden beschreiben wir unsere wesentlichsten Chancen, wobei die Reihenfolge die gegenwärtige Einschätzung des relativen Ausmaßes für DATA MODUL widerspiegelt. Die beschriebenen Chancen sind notwendigerweise nicht die einzigen, die sich uns bieten. Des Weiteren ist unsere Einschätzung der Chancen regelmäßigen Änderungen unterworfen, da sich unser Unternehmen, unsere Märkte und die Technologien kontinuierlich und schnell weiterentwickeln. Daraus können sich neue Chancen ergeben, bereits existierende können an Relevanz verlieren oder zunehmen. Es ist auch möglich, dass sich Chancen, die wir heute sehen, nicht realisieren können.

Konjunktur und Produktportfolio

Wir leben in einer Welt der schnellen Information. Informationen an jedem Ort der Erde erhalten, bearbeiten und weitersenden, nimmt einen wichtigen Platz im heutigen Alltag ein. Diese Informationen werden in den nächsten Jahren immer mehr über Displays kommuniziert. Eine Welt, in der die Menschen und ihre Lebensqualität direkt vom Fortschritt profitieren. Durch unsere Produkte liefern wir einen Beitrag zu diesem Fortschritt und sind aus diesem Grund mit dem richtigen Produkt am Markt präsent.

Für DATA MODUL ergeben sich auch Chancen aus der Entwicklung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Basierend auf der, trotz mit der Coronavirus-Pandemie behafteten Unsicherheiten, erwarteten mittelfristigen moderaten Erholung der Weltwirtschaft sowie den Prognosen von Marktforschungsinstituten und im Hinblick auf verstärkte Investitionen in moderne Kommunikationsmedien gehen wir davon aus, dass DATA MODUL in den nächsten beiden Geschäftsjahren eine stabile Unternehmensentwicklung aufweisen wird (siehe Angabe im Lagebericht 3.3 Prognosebericht).

Die Chancen für eine positive Entwicklung sehen wir in unseren verstärkten Anstrengungen für Forschung und Entwicklung bezüglich den Ansteuerelektroniken sowie im Geschäftsfeld Industrie, wo wir mit speziell entwickelten Nischenprodukten als OEM-Zulieferer tätig sind. Zusätzliches Potential sehen wir in unseren neu entwickelten Kompetenzen im Bereich der Touch- und Optical Bonding Technologie sowie im Bereich Embedded. Einige Kundenaufträge sind hier sehr vielversprechend und zeigen uns das bestehende Potential auf.

Attraktive Entwicklungschancen sehen wir für DATA MODUL auch in der weiteren Globalisierung unseres Geschäfts. Wir wollen an der Dynamik der Schwellenländer partizipieren und unseren Umsatz dort in den nächsten Jahren erhöhen. Wachstum verspricht auch die Ausweitung unserer Geschäftsaktivitäten in den USA und China. Dadurch können wir den Unternehmenswert langfristig nachhaltig steigern.

Akquisitionen und Wettbewerb

Wir sind ständig bestrebt, unsere führende Technologieposition zu verbessern, zusätzliche Marktpotentiale zu erschließen oder unser Produktportfolio weiterzuentwickeln und beobachten daher kontinuierlich unsere gegenwärtigen Märkte im Hinblick auf Chancen für strategische Partnerschaften und gezielte Akquisitionen, mit denen wir unser organisches Wachstum zusätzlich steigern können. Derartige Aktivitäten können uns dabei unterstützen, unsere Marktposition an unseren derzeitigen Märkten zu stärken, neue Märkte zu erschließen oder unser Technologieportfolio in ausgewählten Bereichen zu ergänzen.

Der verstärkte Wettbewerb der Unternehmen in den Märkten, in denen wir aktuell tätig sind, fordert uns und unsere Kunden zu ständiger Innovation heraus. Daraus lassen sich aufgrund des Geschäftsmodells von DATA MODUL kontinuierliche Geschäftschancen ableiten. Die aktuelle Marktsituation bietet jedoch auch Chancen zur Erhöhung der Marktanteile durch den potentiellen Wegfall schwächerer Wettbewerber. Aufgrund der in unterschiedlichen Marktsegmenten und Branchen aufgestellten Geschäftsbereiche ist DATA MODUL von der Entwicklung einzelner Branchen weniger abhängig.

Wertschöpfung

Die Kostenposition der DATA MODUL AG kann potentiell durch die Verlagerung von Wertschöpfung in kostengünstigere Länder weiter verbessert werden. Dies soll unter anderem mit unserem neuen Produktionsstandort in Polen realisiert werden. Die Verlagerung bestimmter Wertschöpfungsaktivitäten wie Einkauf, Produktion und Wartung in Märkte wie den BRIC-Staaten könnte es uns ermöglichen, unsere Kosten zu senken und unsere globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, insbesondere im Vergleich mit Wettbewerbern aus Ländern mit vorteilhafteren Kostenstrukturen. Ebenso befinden wir uns in einem Prozess der fortlaufenden Entwicklung und Implementierung von Initiativen zur Kostensenkung, Kapazitätsanpassung, Prozessverbesserung sowie zur Bereinigung unseres Portfolios. In einem wettbewerbsintensiven Marktumfeld ergänzt eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur den Wettbewerbsvorteil der Innovationskraft.

DATA MODUL sieht sich für die kommenden Geschäftsjahre aufgrund des zukunftsfähigen Produktportfolio auf Basis der fortschrittlichen Entwicklung neuer Technologien gut aufgestellt um die sich ergebenden Marktchancen zu nutzen. Auch die erwartete globale konjunkturelle Erholung wird die Geschäftsentwicklung positiv unterstützen.

Gleichwohl sind unverändert Unsicherheiten zu konstatieren, die eine nachhaltige Verbesserung der Rahmenbedingungen gefährden könnten (siehe Angaben im Lagebericht 2.2 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen und 3.3 Prognosebericht).

3.3 Prognosebericht

Die nachfolgenden Aussagen zum künftigen Geschäftsverlauf des DATA MODUL Konzerns und den dafür als wesentlich beurteilten Annahmen über die wirtschaftliche Entwicklung von Markt und Branche basieren auf unseren Einschätzungen, die wir nach den uns vorliegenden Informationen zum Zeitpunkt der Berichterstellung als realistisch ansehen. Diese sind jedoch mit Unsicherheit behaftet und bergen ein unvermeidbares Risiko, dass die prognostizierten Entwicklungen weder in ihrer Tendenz noch ihrem Ausmaß nach tatsächlich eintreten.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen23)

Auch das Jahr 2022 wird konjunkturell stark von der Corona-Pandemie geprägt werden. Dank der Fortschritte bei den Impfungen, die in einigen Ländern nur durch die Einführung einer Impfplicht erreicht werden dürfte, sollten im Sommer jedoch die unmittelbaren Konjunkturauswirkungen der Pandemie an Bedeutung verlieren. Im Jahresverlauf dürften auch die mittelbaren Auswirkungen der Pandemie, gestörte Lieferketten auf der Angebotsseite sowie aufgestauter Konsum und Investitionen auf der Nachfrageseite, an Einfluss auf die Konjunktur verlieren und zu einer geringeren Inflationsdynamik beitragen. Der von einigen Zentralbanken bereits Ende 2021 eingeschlagene Weg der Rückführung von ultra-lockeren geldpolitischen Maßnahmen dürfte 2022 fortgesetzt werden. Auch die EZB dürfte sich dem Tross anschließen und gegen Ende 2022 den Einlagesatz erstmals wieder erhöhen. Die Prognoseunsicherheit ist allerdings aufgrund der russischen Invasion in der Ukraine und der darauffolgenden Sanktionierung Russlands durch die EU, die kurzfristig für höheren inflationsdruck sorgt, stark gestiegen.

23) Vgl. BayernLB Research, Perspektive, November 2021 (aktualisiert durch Perspektiven, Februar 2022)

Im Jahr 2021 fiel die wirtschaftliche Erholung Deutschlands aufgrund des geringeren Anteils personennaher Dienstleistungen weniger dynamisch aus als im Rest des Euro-Raums. Aufgrund der stärkeren Betroffenheit durch die gestörten globalen Lieferketten sowie der selbstverschuldeten Impf-Defizite wird Deutschland nun auch 2022 hinterherhinken. Die Initiativen der neuen Ampel-Regierung zur Steigerung der Investitionen in Dekarbonisierung und Digitalisierung dürften aufgrund von Kapazitätsengpässen (Bausektor und Facharbeiter) zunächst nur teilweise realisiert werden können und erst in den Folgejahren ihre Wirkung entfalten. Wie viele andere Länder dürfte daher auch Deutschland 2022 nicht die notwendigen Beiträge liefern, um die angestrebte CO2 -Reduktion bis 2030 zu erreichen.

Trotz des Auslaufens des preistreibenden Effektes der Mehrwertsteuererhöhung wird auch für Deutschland mit 4,4% für 2022 eine ähnlich hohe Inflationsrate wie im Euro-Raum (4,5%) prognostiziert. Dies ist zum einen auf den engeren Arbeitsmarkt und den noch nicht abgebauten Konsum- und Investitionsstau zurückzuführen. Zum anderen gibt es preistreibende Effekte der neuen Regierungspolitik durch stark steigende Abgaben auf CO2-Emissionen und eine sprunghafte Anhebung des Mindestlohns. Auch der Ukraine-Krieg wirkt über höhere Preise für Energie-, Industrie- und Agrarrohstoffe und Lieferkettenanpassungen preissteigernd.

Der Rückprall der Konjunktur nach der Corona-Rezession in Kombination mit substanziellen Basiseffekten haben 2021 zum höchsten BIP-Zuwachs der Weltwirtschaft seit 1973 geführt. Maßgeblich getrieben von der schnellen Erholung in China ist die Dynamik in den Schwellenländern dabei im Durchschnitt noch stärker ausgefallen als in den fortgeschrittenen Ländern. Dank zunehmender Impfungen dürfte sich der Aufschwung in vielen Schwellenländern 2022 mit hohem Tempo fortsetzen. In China ist hingegen mit einer Fortsetzung des zuletzt weniger dynamischen Wachstumstempos zu rechnen. Hier wirken sich die Finanzierungsprobleme großer Immobilienentwickler bremsend auf die Bautätigkeit aus und die Eingriffe des Staates in viele Wirtschaftsbereiche belasten.

Bei den Fortgeschrittenen Ländern dürfte der Euro-Raum 2022 beim BIP-Wachstum immerhin zu den USA aufschließen. Dies erklärt sich zum einem mit der im Vergleich zu anderen Regionen verzögerten Aufhebung von Corona-Restriktionen und zum anderen in den später wirksam werdenden Konjunkturprogrammen. Während in den USA der Fiskalimpuls 2022 stark konjunkturbremsend wirkt, wird im Euro-Raum das Auslaufen der nationalen Programme mit dem Ausrollen des "Next Generation EU"-Programms größtenteils kompensiert.

Auch wenn die Präsidenten der USA und Chinas sich Ende 2021 zu vielen Themen konstruktiv ausgetauscht haben, wird sich die Kontroverse um die globale Vormachtstellung 2022 fortsetzen. Neben der angespannten Situation um Taiwan dürfte die Führerschaft in wichtigen Technologiefeldern eine wichtige Rolle spielen. Auf beiden Seiten des Pazifiks wird die Suche nach Bündnispartnern weitergehen. Dies dürfte die EU und vor allem das exportabhängige Deutschland in den kommenden Jahren zunehmend in die Bredouille bringen. Mit dem Ukraine-Krieg und der Sanktionierung Russlands ist ein Konflikt direkt vor der Haustür entstanden, dessen Kosten vor allem der europäische Kontinent in Form höherer Preise, gestiegener Militärausgaben und geringeren Wachstums wird schultern müssen.

Ausblick DATA MODUL 2022

Das weltwirtschaftliche Umfeld wird insbesondere im ersten Halbjahr 2022 weiter von der Corona-Pandemie und den Lieferengpässen geprägt sein. Die Erholung wird sich fortsetzen, jedoch spürbar an Tempo verlieren. Frühestens gegen Jahresmitte wird sich die Versorgungslage bei Rohstoffen, Zwischen- und Endprodukten spürbar entspannen und für eine erneute Beschleunigung des Wirtschaftswachstums sorgen. Für die Weltwirtschaft wird ein Wachstum von 3,9% gegenüber Vorjahr erwartet.

Die größten konjunkturellen Risiken für 2022 sind pandemiebedingt. Eine aggressive oder resistente Mutation des Coronavirus und in der Konsequenz langanhaltende Lockdowns gefährden den Fortbestand insbesondere kleiner und mittlerer Unternehmen. Darüber hinaus verschärfen der Ukraine-Krieg und die darauffolgenden Russland-Sanktionen der EU bestehende Herausforderungen auf den internationalen Gütermärkten. Die Lieferprobleme könnten sich als persistent erweisen und die Erholung gefährden; das Auslaufen der staatlichen Stützungsmaßnahmen könnte doch noch zu einer Insolvenzwelle führen. Letztlich birgt auch die hohe Teuerung das Risiko, dass die Geldpolitik zu stark auf die Bremse tritt und die Zinsen spürbar steigen. Ein Rückschlag an den hochbewerteten Finanzmärkten und eine steigende Risikoaversion auf dem Immobilienmarkt könnte dann die Konjunktur in Mitleidenschaft ziehen. Zuletzt ist angesichts des Ukraine-Krieges natürlich auch das Risiko eines militärischen Flächenbrands in Europa gestiegen. Positive Risiken für die Konjunkturprognose liegen in einem höheren Wirkungsgrad der expansiven Geld- und Fiskalpolitik in der Währungsunion, einer schnellen Eindämmung der Corona-Pandemie und einer Entspannung der außenpolitischen Differenzen zwischen den USA, China und Russland. In der Elektroindustrie und im Maschinenbau könnte bei zunehmender Auflösung der Lieferkettenprobleme ein rascher Abbau der Auftragsbestände zu einer kräftigen Ausweitung der Produktion führen.

Mit unserem Strategieprogramm "Touch Tomorrow 2023" wollen wir für DATA MODUL weiter unsere globale Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Wir streben dabei ein ausgewogenes Absatzwachstum in Europa, den USA und Asien an, wobei Deutschland das Rückgrat unseres Konzerns bleiben wird. Im Rahmen des Ausbaus der Kapazitäten - local for local - ist die weitere Entwicklung der Standorte in Polen und China geplant. Für DATA MODUL ergeben sich somit auch in 2022 aufgrund der allgemeinen konjunkturellen Lage sowie neuer zur Marktreife entwickelter Produkte ein herausforderndes Umfeld. Dennoch wollen wir unsere Strategie weiterhin konsequent umsetzen und den Kurs der vergangenen Jahre beibehalten.

Als Folgen der strategischen Weiterentwicklung werden wir im laufenden Geschäftsjahr weiter in den Ausbau unserer Produktions- und Logistikstandorte investieren und dabei die Produktionskapazitäten schrittweise erhöhen. Derzeit sind Gesamtinvestitionen in Höhe von ca. 4 - 7 Mio. EUR für den Konzern geplant. Diese werden wir je nach Verlauf des Geschäftsjahres 2022 durchführen oder teilweise vertagen. Zusätzlich könnten innerhalb der nächsten beiden Jahre auch größere Investitionen in den Zukauf von kleineren Unternehmen getätigt werden. Damit wollen wir unser organisches Wachstum beschleunigen und unser Produktportfolio sowie unsere globale Präsenz stärken. Die Investitionen sollen aus dem operativen Cashflow und den bestehenden Kreditlinien finanziert werden.

Diese Prognose beruht auf einer Reihe von Annahmen, vor allem, auf einer erwartungsgemäßen Umsatzentwicklung. Eine genauere belastbare Prognose scheitert an der Unwägbarkeit, inwieweit die bestehenden Unsicherheiten von stabilisierenden Momenten kompensiert werden können. Die tatsächliche Entwicklung von DATA MODUL kann aufgrund der beschriebenen Chancen und Risiken sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. Folgende Annahmen liegen unseren Prognosen zu Grunde: 24)

Wirtschaftswachstum in Deutschland: 2,7%,
Wirtschaftswachstum in Europa: 3,7%,
Wirtschaftswachstum in den USA: 3,8%,
Weltwirtschaftswachstum: 3,9%,
Fiskal- und geldpolitische Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus greifen bis Sommer 2022,
leichte Abwertung des USD und konstante Wechselkursentwicklung des JPY gegenüber dem EUR,
Inbetriebnahme weiterer Maschinen an unseren Fertigungsstandorten,
Keine, im Vergleich zu den im Zeitpunkt der Berichtserstellung bestehenden, verstärkten und verlängerten Lockdown-Maßnahmen.

Gesamtaussage

Wir gehen davon aus, dass die Ausbreitung des Coronavirus die Weltwirtschaft im ersten Halbjahr 2022 weiter schwächt, jedoch eine moderate Erholung der Weltwirtschaft im zweiten Halbjahr folgen wird. Unter der Annahme, dass fiskal- und geldpolitische Maßnahmen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie dämpfen und es anschließend zu einer wirtschaftlichen Normalisierung kommt und Aufholeffekte genutzt werden, geht der Vorstand von einer insgesamt guten Entwicklung des DATA MODUL Konzerns aus. Das "Book-to-Bill" Verhältnis sollte wieder über 1 liegen, sodass unser Umsatzwachstum mittelfristig sichergestellt sein wird. Dabei werden beide Segmente ein Wachstum verzeichnen können. Trotz der abgeschwächten Wachstumsprognosen versprechen wir uns einen erhöhten Umsatz aus unserer erweiterten Geschäftsaktivität in den USA und China sowie aus unseren neu entwickelten Kompetenzen im Bereich der Touch- und Optical Bonding-Technologie sowie in dem Bereich Embedded. Darüber hinaus trägt auch der weltweite Trend zur Digitalisierung zu einem positiven Geschäft im Bereich Displays bei.

24) Vgl. BayernLB Research, Perspektiven, Februar 2022

Der "War for Talents" wird auch in 2022 eine Herausforderung bei der Gewinnung junger, hochmotivierten Nachwuchskräfte sein, der wir uns als Arbeitgeber mit einer langfristigen Perspektive und der Förderung von Leistung und persönlicher Entwicklung gerne stellen. Die Bindung und Förderung von Leistungsträgern wird weiterhin im Fokus stehen. Für die kommenden Jahre erwarten wir einen weiteren Aufbau der Mitarbeiterzahl, den wir konsequent in internationaler Ausrichtung mit engagierten Teamplayern umsetzen werden.

Falls die Coronavirus-Pandemie nicht, wie erwartet, bis Sommer 2022 eingedämmt werden kann und entsprechende Gegenmaßnahmen zur Dämpfung der wirtschaftlichen Folgen nicht greifen, schließt der Vorstand eine leicht negative Entwicklung der wesentlichen Kennzahlen nicht aus, geht jedoch von einer deutlich positiven Entwicklung im Basisszenario aus.

Ziele des Konzerns Anstieg 2022 Geschäftsjahr 2021
Auftragseingang -10 bis +10% 233,8 Mio. EUR
Umsatz -5 bis + 12% 194,8 Mio. EUR
EBIT -10 bis + 12% 12,7 Mio. EUR

4. Übernahmerechtliche Angaben

a) Gezeichnetes Kapital

Die DATA MODUL AG verfügt über ein Grundkapital von EUR 10.578.546 und ist im regulierten Markt in Frankfurt (seit 1. Januar 2003 im Handelssegment Prime Standard) im Xetra und in München sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart als Technologieunternehmen notiert. Das Grundkapital ist gegliedert in nennwertlose Inhaberaktien von 3.526.182 Stück. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von 3 EUR.

Die DATA MODUL AG hält zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien, weshalb die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 3.526.182 beträgt.

b) Bedeutende Beteiligungen

Die Angaben gemäß §§ 315a Abs. 1 Nr. 3 HGB zu direkten oder indirekten Beteiligungen am Kapital, die zehn vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im Konzernanhang enthalten.

c) Stimmrechtsbeschränkungen

Übertragungsbeschränkungen im Sinne von z.B. Vorkaufsrechten oder Lockup-Vereinbarungen sind dem Vorstand nicht bekannt. Ebenso bestehen keinerlei Stimmrechtsbeschränkungen bzw. -kontrollen und keiner der Aktionäre verfügt über irgend geartete Sonderrechte.

Bei der Ernennung und Ersetzung von Vorstandsmitgliedern wird gemäß den gesetzlichen Vorschriften gehandelt. Änderungen des Vorstandes werden nach den §§ 84, 85 AktG sowie Änderungen der Satzung nach den §§ 133, 179 AktG vorgenommen.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Gem. § 289f HGB muss die Gesellschaft eine Erklärung zur Unternehmensführung abgeben. Diese Erklärung ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.data-modul.com unter der Rubrik Unternehmen/Investor Relations/Corporate Governance der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

6. Schlusserklärung des Vorstands zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Die DATA MODUL AG war im Geschäftsjahr 2021 ein von der Arrow Central Europe Holding Munich GmbH, München, Deutschland, abhängiges Unternehmen i.S.d. § 312 AktG. Der Vorstand der DATA MODUL AG hat deshalb gemäß § 312 Abs. 1 AktG einen Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgestellt, der die folgende Schlusserklärung enthält:

"Der Vorstand der Gesellschaft erklärt, dass die DATA MODUL AG bei jedem im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen."

München, 23. März 2022

Dr. Florian Pesahl, Vorstandsvorsitzender

KONZERNABSCHLUSS

KONZERNBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2021

Aktiva

Notes 31.12.2021 31.12.2020
Langfristige Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert [9] 2.419 2.419
Immaterielle Vermögenswerte [9] 3.042 3.066
Sachanlagen [9] 17.689 18.559
Nutzungsrechte [10] 10.864 12.330
Aktivierte Vertragserfüllungskosten [11] 8.516 5.720
Aktive latente Steuern [7] 710 701
Summe langfristige Vermögenswerte 43.240 42.795
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte [12] 86.702 52.029
Forderung aus Lieferungen und Leistungen, inklusive Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen (2021: 422 ; 2020: 605) [13] 29.202 24.181
Vertragliche Vermögenswerte [13] 3.239 2.904
Steuerforderungen [13] 574 705
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte [13] 3.742 1.019
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte [13] 1.917 2.664
Liquide Mittel [14] 20.224 26.656
Summe kurzfristige Vermögenswerte 145.600 110.158
Summe Aktiva 188.840 152.953
PASSIVA
Notes 31.12.2021 31.12.2020
Eigenkapital
Grundkapital nennwertlose Inhaberaktien (ausgegebene und im Umlauf befindliche Aktien: 3.526.182 zum 31.12.2021 und zum 31.12.2020) [15] 10.579 10.579
Kapitalrücklage [15] 24.119 24.119
Gewinnrücklage [15] 78.513 71.054
Sonstige Rücklagen [15] 722 108
Summe Eigenkapital 113.933 105.860
Langfristige Verbindlichkeiten
Pensions- und langfristige Personalverpflichtungen [16] 1.482 1.587
Langfristige Rückstellungen [17] 171 237
Langfristige vertragliche Verbindlichkeiten [18] 6.884 4.381
Langfristige Leasingverbindlichkeiten [10] 11.045 12.468
Passive latente Steuern [7] 889 803
Summe langfristige Verbindlichkeiten 20.471 19.476
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.953 11.787
Kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten [18] 232 374
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten [10] 2.335 2.283
Steuerverbindlichkeiten [19] 1.628 1.291
Kurzfristige Rückstellungen [17] 1.054 1.130
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [20] 15.000 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten [19] 9.133 6.819
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten [19] 4.101 3.933
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 54.436 27.617
Summe Verbindlichkeiten 74.907 47.094
Summe Passiva 188.840 152.953

Alle Angaben in TEUR

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DEN ZEITRAUM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

Notes 2021 2020
Umsatzerlöse [1] 194.774 192.185
Herstellungskosten [2] -152.410 -150.396
Bruttoergebnis vom Umsatz 42.364 41.789
Sonstige betriebliche Erträge [3] 1.036 0
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen [4] -5.686 -5.483
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen [5] -25.010 -24.574
Beteiligungsergebnis 0 97
Betriebsergebnis (EBIT) 12.704 11.829
Finanzertrag [6] 4 2.328
Finanzaufwand [6] -1.415 -3.044
Jahresüberschuss vor Ertragsteuern 11.293 11.113
Steueraufwand [7] -3.395 -3.550
Jahresüberschuss 7.898 7.563
Ergebnis je Aktie - unverwässert [8] 2,24 2,14
Ergebnis je Aktie - verwässert [8] 2,24 2,14
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien - unverwässert 3.526.182 3.526.182
Gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien - verwässert 3.526.182 3.526.182

Alle Angaben in TEUR, außer Ergebnis je Aktie sowie gewichteter Durchschnitt der ausgegebenen Aktien.

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

FÜR DEN ZEITRAUM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

2021 2020
Jahresüberschuss 7.898 7.563
Sonstiges Ergebnis
In Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern des sonstiges Ergebnis
Wechselkursveränderungen aus der Umrechnung ausländischer Tochtergesellschaften 614 -799
In Folgeperioden nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliedern des sonstiges Ergebnis
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -23 -115
Hierauf entfallener Steuereffekt 7 35
Summe nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umzugliederndes sonstiges Ergebnis -16 -80
Sonstiges Ergebnis gesamt 598 -880
Gesamtergebnis nach Steuern 8.496 6.683

Alle Angaben in TEUR

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

FÜR DEN ZEITRAUM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

Notes 2021 2020
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit [7]
Jahresüberschuss 7.898 7.563
Nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge:
Steueraufwand 3.395 3.550
Abschreibungen und Wertminderungen 5.871 5.935
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 621
Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen 103 55
Zinsergebnis 517 617
Nettoverlust aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten eingebetteten Derivaten 894 99
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -131 415
Veränderung bei:
Veränderung der Vorräte -34.673 -10.516
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragserfüllungskosten und Vertraglichen Vermögenswerten -7.986 4.297
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte -2.551 53
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9.166 2.579
Veränderung der sonstigen Schulden und Vertraglichen Verbindlichkeiten 4.645 -1.278
Geleistete Ertragsteuerzahlungen -2.863 -3.213
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit -15.715 10.777
Cashflow aus der Investitionstätigkeit [7]
Investitionen in aktivierte Entwicklungsprojekte -856 -827
Investitionen in sonstige immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -2.162 -2.602
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.018 -3.429
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit [7]
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten -1.946 -1.669
Einzahlungen aus kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (+) 17.000 13.500
Auszahlungen aus kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (-) -2.000 -17.700
Gezahlte Dividenden -423 -423
Erhaltene Zinsen (+) / Gezahlte Zinsen (-) (netto) -517 -610
Sonstige Finanzierungstätigkeiten 92 -43
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 12.206 -6.945
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel & Zahlungsmitteläquivalente 95 -168
Nettoveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -6.432 235
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Anfang des Geschäftsjahres 26.656 26.421
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 20.224 26.656

Alle Angaben in TEUR

KONZERN-EIGENKAPITAL VERÄNDERUNGSRECHNUNG

FÜR DEN ZEITRAUM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2021

Grundkapital Aktien Grundkapital Betrag Kapitalrücklage Gewinnrücklage Sonstige Rücklagen Summe
STAND - 01.01.2020 3.526.182 10.579 24.119 63.994 907 99.599
Jahresüberschuss 7.563 7.563
Dividende -423 -423
Sonstiges Ergebnis -80 -80
Währungsumrechnung -799 -799
STAND - 31.12.2020 3.526.182 10.579 24.119 71.054 108 105.860
STAND - 01.01.2021 3.526.182 10.579 24.119 71.054 108 105.860
Jahresüberschuss 7.898 7.898
Dividende -423 -423
Sonstiges Ergebnis -16 -16
Währungsumrechnung 614 614
STAND - 31.12.2021 3.526.182 10.579 24.119 78.513 722 113.933

Alle Angaben in TEUR, außer Anzahl der Aktien

KONZERNANHANG 2021

1. Beschreibung der Geschäftsaktivitäten

Die DATA MODUL AG Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen, München produziert und vertreibt innovative Flachdisplays, Bildschirme, elektronische Baugruppen und komplette Informationssysteme. Die DATA MODUL Displays und easyTOUCH Displays, die elektronischen Baugruppen und kundenspezifischen Produkte für den industriellen Einsatz und den Automotive-Bereich sind im Geschäftsbereich Displays zusammengefasst.

Unsere easyBoard-, easyPanel, easyEmbedded-Solutions und die Spezialmonitore für die Anwendungsbereiche Schiffsnavigation, Medizintechnik sowie die Kunden aus den Bereichen Flughäfen, Bahnen und Digital Signage bedienen wir im Geschäftsfeld der Systeme.

Hauptgeschäftsanschrift der Gesellschaft ist Landsberger Straße 322, 80687 München, Deutschland, eingetragen im Handelsregister München unter der Nummer HRB 85591. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde im März 2022 durch den Vorstand aufgestellt und durch den Aufsichtsrat am 23. März 2022 zur Veröffentlichung gebilligt.

2. Grundlagen der Bilanzierung

Grundlagen und Methoden

Gegenstand des Konzernabschlusses ist die DATA MODUL AG mit Sitz in München sowie deren Tochtergesellschaften.

Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315e Abs.1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt.

Der Konzernabschluss der DATA MODUL AG wurde nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen gemäß IFRS 10 (Konzernabschlüsse) erstellt. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der Änderungen in der IFRS-Rechnungslegung, die ab dem 01. Januar 2021 verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz, die Konzerngewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung sowie den Konzernanhang. Die Anhangsangaben enthalten die Berichterstattung zu den Unternehmensbereichen (Segmentberichterstattung). Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Aus Darstellungsgründen werden die Eurobeträge in Tausend Euro (TEUR) gerundet ausgewiesen. Aus rechnerischen Gründen können in den Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten auftreten. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Offenlegung des Konzernabschlusses erfolgt im Bundesanzeiger (BAnz). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. Bestimmte Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung und in der Bilanz werden, wie im Anhang erläutert, aus Gründen der Klarheit zusammengefasst. Es wird in der Bilanz entsprechend IAS 1 (Darstellung des Abschlusses) zwischen langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten bzw. Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte, Rückstellungen und Verbindlichkeiten klassifiziert, wenn sie innerhalb eines Jahres realisierbar bzw. fällig sind.

Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards

DATA MODUL hat die im Folgenden beschriebenen neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen erstmals im Geschäftsjahr 2021 angewandt.

Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform der Referenzzinssätze (Phase 2)

Am 27. August 2020 hat das IASB die finalisierten Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 aus der IBOR-Reform (Phase 2) veröffentlicht. Im Fokus der zweiten Phase steht die Unterstützung der Ersteller bei der bilanziellen Abbildung von Änderungen von vertraglichen Zahlungsströmen bei Finanzinstrumenten und Sicherungsbeziehungen aus dem Übergang zu alternativen Referenzzinssätzen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2021 anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 13. Januar 2021. Die Anwendung der Änderungen hatte keine signifikante Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 16 - Covid-19-bezogene Mietkonzessionen über den 30. Juni 2021 hinaus

Im März 2021 veröffentlichte das IASB erneut eine Änderung des IFRS 16 als Reaktion auf die lang anhaltenden Auswirkungen der COVID-19 Pandemie. Der Anwendungszeitraum der im Mai 2020 veröffentlichten Änderungen an IFRS 16 wird dahingehend verlängert, wonach Leasingnehmern ein Wahlrecht eingeräumt wird. Die in Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie gewährten Zugeständnisse (wie Stundung der Mietraten oder Mietpreisnachlässe) können danach vereinfachend bilanziert werden: Anstelle einer erfolgsneutralen Anpassung des Nutzungsrechts sind die COVID-19 bedingten Änderungen erfolgswirksam als negative variable Leasingzahlungen zu erfassen. Die Änderungen sind ab dem 1. Juni 2020 anzuwenden und gelten explizit nur für Mietkonzessionen bis Juni 2022. Das EU-Endorsement erfolgte am 30. August 2021. Die Änderungen hatten keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

DATA MODUL hat keine Standards, Interpretationen oder Änderungen, die zwar veröffentlicht, aber noch nicht in Kraft getreten sind, vorzeitig angewandt.

Veröffentlichte, noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Änderungen an IAS 1 - Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig

Im Januar 2020 veröffentlichte das IASB eine Änderung an IAS 1 Darstellung des Abschlusses, in der klargestellt wird, dass für die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig auf am Abschlussstichtag bestehende Rechte des Unternehmens (z.B. in Bezug auf eine vorzeitige Rückzahlung oder eine Darlehensverlängerung) abzustellen ist. Erwartungen und Absichten des Managements, ob ein solches Recht auch tatsächlich ausgeübt wird oder eine vorzeitige Rückzahlung beabsichtigt ist, bleiben unberücksichtigt. Das Inkrafttreten der Änderungen wurde am 15. Juli 2020 von 01. Januar 2022 auf Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2023 verschoben. Das EU-Endorsement steht aus.

Änderungen an IAS 1 und am IFRS-Leitliniendokument 2 - Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Am 12. Februar 2021 hat das IASB mit "Angabe von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" weitere Änderungen an IAS 1 veröffentlicht. Nach diesen Änderungen sollen IFRS-Anwender ihre "wesentlichen" (material) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angeben. Bislang sind die "bedeutenden" (significant) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) anzugeben. Was als "wesentlich" gilt, richtet sich nach der Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für die Bilanzadressaten. Begleitend dazu hat das IASB Änderungen am IFRS-Leitliniendokument 2 herausgegeben, das zusätzliche Leitlinien zur Anwendung des Konzepts der Wesentlichkeit auf die Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie Beispiele beinhaltet. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2023 anzuwenden. Das EU-Endorsement steht aus.

Änderungen an IAS 8 - Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

Am 12. Februar 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 8 mit dem Titel "Definition von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen" veröffentlicht. Mit der Standardänderung wird die Abgrenzung von "Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und "Änderungen von Schätzungen" klargestellt. Änderungen von Schätzungen werden demnach prospektiv auf Geschäftsvorfälle und sonstige Ereignisse ab dem Zeitpunkt der Schätzungsänderung angewendet, wohingegen Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in der Regel auch rückwirkend auf vergangene Geschäftsvorfälle und sonstige vergangene Ereignisse angewendet werden. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2023 anzuwenden. Das EU-Endorsement steht aus.

Änderungen an IFRS 3 - Verweis auf das Rahmenkonzept

Am 14. Mai 2020 hat das IASB Änderungen an IFRS 3 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Aktualisierung und Änderung von Verweisen auf das Rahmenkonzept. Demnach sind bei einem Unternehmenszusammenschluss grundsätzlich die modifizierten Definitionskriterien für Vermögenswerte und Schulden des überarbeiteten Rahmenkonzepts von 2018 anzuwenden. Ausgenommen sind Sachverhalte im Anwendungsbereich von IAS 37 und IFRIC 21, für die die Definitionen der jeweiligen Standards heranzuziehen sind. Außerdem wird ein explizites Ansatzverbot für Eventualforderungen aus einem Unternehmenszusammenschluss aufgenommen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2022 anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 28. Juni 2021.

Änderungen an IAS 16 - Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung

Am 14. Mai 2020 hat das IASB die Änderungen an IAS 16 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die bilanzielle Erfassung von Einnahmen aus dem Verkauf von Gütern, die während der Herstellungsphase einer Sachanlage, etwa im Rahmen von Testläufen, entstehen. Unter bestimmten Bedingungen ließ die bisherige Regelung eine Verrechnung solcher Erlöse mit den Kosten der Herstellung bzw. Errichtung zu und ermöglichte ferner eine heterogene Umsetzung in der Praxis. Die Möglichkeit der Verrechnung wird nunmehr gestrichen. Solche Einnahmen und die entsprechenden Kosten sind stattdessen einheitlich im Periodenergebnis zu erfassen. Die Möglichkeit der Verrechnung wird nunmehr gestrichen. Solche Einnahmen und die entsprechenden Kosten sind stattdessen einheitlich im Periodenergebnis zu erfassen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2022 anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 28. Juni 2021.

Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture

Die Änderungen adressieren einen Konflikt zwischen den Vorschriften von IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Mit ihnen wird klargestellt, dass bei Transaktionen mit einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture das Ausmaß der Erfolgserfassung davon abhängt, ob die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb nach IFRS 3 darstellen. Der Erstanwendungszeitpunkt der Änderungen wurde vom IASB im Dezember 2015 auf unbestimmte Zeit verschoben, da etwaige Änderungen an IAS 28 aus dem Forschungsprojekt zur Bilanzierung nach der Equity-Methode abgewartet werden sollen. Letzteres wurde im Oktober 2020 nach längerer Pause und im Kontext des voranschreitenden Post Implementation Review zu IFRS 11 wiederaufgenommen.

Änderungen an IAS 37 - Belastende Verträge - Kosten für die Erfüllung eines Vertrages

Am 14. Mai 2020 hat das IASB Änderungen an IAS 37 veröffentlicht. Diese dienen der Klarstellung, welche Kosten bei der Beurteilung, ob ein Vertrag belastend ist, zu berücksichtigen sind. Demnach sind dabei sowohl die unmittelbar zusätzlich anfallenden Kosten der Vertragserfüllung als auch weitere der Erfüllung des Vertrags direkt zurechenbare Kosten zu berücksichtigen. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2022 anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 28. Juni 2021.

Änderungen an IAS 12 Ertragsteuern - Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden, die sich aus einer einzigen Transaktion ergeben

Im Mai 2021 hat das IASB Änderungen an IAS 12 veröffentlicht und reagiert damit auf bestehende Unsicherheiten bei der Bilanzierung von latenten Steuern im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen und Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen.

Aufgrund der Änderung an IAS 12 gilt die initial recognition exemption nicht mehr für Transaktionen, in denen beim erstmaligen Ansatz sowohl abziehbare als auch steuerbare temporäre Differenzen in gleicher Höhe entstehen, auch wenn die sonstigen bisher schon gültigen Voraussetzungen erfüllt sind. Die Änderungen führen dazu, dass latente Steuern z.B. auf beim Leasingnehmer bilanzierte Leasingverhältnisse und auf Entsorgungs- bzw. Wiederherstellungsverpflichtungen anzusetzen sind. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2023 anzuwenden. Das EU-Endorsement steht aus.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 20182020)

Am 14. Mai 2020 hat das IASB den Änderungsstandard "Jährliche Verbesserungen an den IFRS (Zyklus 2018-2020)" veröffentlicht. Die Änderungen im Rahmen der jährlichen Verbesserungen dienen der kontinuierlichen Anpassung bestehender IFRS und betreffen grundsätzlich bestimmte eng umrissene Themenbereiche. Die vorgesehenen Änderungen im Rahmen des Zyklus 20182020 betreffen im Einzelnen folgende vier Standards:

IFRS 1: Ermöglichung einer vereinfachten Bewertung kumulierter Währungsumrechnungseffekte bei Tochterunternehmen, deren erstmalige IFRS-Anwendung später als die des Mutterunternehmens erfolgt, im Kontext der Anwendung von IFRS 1.D16(a).
IFRS 9: Klarstellung zu den im 10%-Barwertest bei der Beurteilung der Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten zu berücksichtigenden Gebühren.
IFRS 16: Änderung des Sachverhalts und Streichung eines Teils des Wortlauts im erläuternden Beispiel 13 "Bewertung beim Leasingnehmer und Berücksichtigung einer Änderung der Leasingdauer" in Bezug auf die Erstattung von Mietereinbauten durch den Leasinggeber. Dies dient der Vermeidung potenzieller Verwirrung bezüglich der bilanziellen Berücksichtigung von Leasinganreizen.
IAS 41: Streichung der Anforderung in IAS 41.22, wonach bei der barwertigen Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts eines biologischen Vermögenswerts steuerliche Zahlungsströme nicht zu berücksichtigen sind. Dies dient der Sicherstellung der Konsistenz zu IFRS 13.

IFRS 17 - Versicherungsverträge

Am 18. Mai 2017 hat das IASB den Standard IFRS 17 "Versicherungsverträge" veröffentlicht. Der neue Standard verfolgt das Ziel einer konsistenten, prinzipienbasierten Bilanzierung für Versicherungsverträge und erfordert eine Bewertung von Versicherungsverbindlichkeiten mit einem aktuellen Erfüllungswert. Dies führt zu einer einheitlichen Bewertung und Darstellung aller Versicherungsverträge. Das Inkrafttreten wurde mit Beschluss vom 18. März 2020 vom 01. Januar 2021 auf Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2023 verschoben. Das EU-Endorsement erfolgte am 19. November 2021.

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 01. Januar 2022 verpflichtend anzuwenden. Das EU-Endorsement erfolgte am 28. Juni 2021.

DATA MODUL prüft, welche Auswirkungen die aufgelisteten Standards, Änderungen und Interpretationen zukünftig auf den Konzernabschluss haben werden. Es wird derzeit von keinen wesentlichen Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns ausgegangen.

3. Konsolidierung

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der DATA MODUL AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember 2021 und wurde nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Tochterunternehmen, bei denen die DATA MODUL AG unmittelbar oder mittelbar über die Möglichkeit verfügt, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen, um aus der Tätigkeit dieser Unternehmen Nutzen zu ziehen, werden voll konsolidiert. Die Konsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Alle konzerninternen Salden, Erträge und Aufwendungen sowie unrealisierte Gewinne und Verluste sowie Dividenden aus konzerninternen Transaktionen werden in voller Höhe eliminiert.

Fremdwährungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens. Die funktionale Währung ausländischer Gesellschaften wird durch das primäre Wirtschaftsumfeld bestimmt, in dem diese ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben und in dem sie hauptsächlich Zahlungsmittel erwirtschaften und verwenden. Im DATA MODUL Konzern entspricht die funktionale Währung der einzelnen Gesellschaften der jeweiligen Landeswährung. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet. Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zum Transaktionskurs in die funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung der Landesgesellschaft umgerechnet. Die daraus resultierenden Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen erfasst. Nichtmonetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt. Zur Bestimmung des Wechselkurses, der bei der erstmaligen Erfassung des zugehörigen Vermögenswerts, Aufwands oder Ertrags bei der Ausbuchung eines nichtmonetären Vermögenswerts oder einer nichtmonetären Schuld aus im Voraus gezahlten Gegenleistungen angewandt wird, entspricht der Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls dem Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung des nichtmonetären Vermögenswerts oder der nichtmonetären Schuld aus der Vorauszahlung.

Vermögenswerte, einschließlich Geschäfts- und Firmenwerte und Schulden der Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden zum Stichtagskurs, die Gewinn- und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet.

Der Unterschiedsbetrag aus der Umrechnung der Gewinn-und Verlustrechnung zum Jahresdurchschnittskurs und der Bilanz zum Stichtagskurs sowie Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Währungsumrechnung des Vorjahres werden unter den sonstigen erfassten Gewinnen und Verlusten ergebnisneutral in den "Sonstige Rücklagen" im Eigenkapital erfasst. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehenden Währungsdifferenzen aus der Umrechnung des Eigenkapitals zu historischen bzw. Stichtagskursen wurden ebenfalls unter den "Sonstigen Rücklagen" verrechnet. Diese kumulativen Umrechnungsdifferenzen werden zum Zeitpunkt des Abgangs des Konzernunternehmens erfolgswirksam erfasst.

Die Umrechnungskurse der für den Konzernabschluss wichtigsten Währungen zeigten im Verhältnis zum Euro die folgende Entwicklung:

31.12.2021 31.12.2020
Währungskurs Bilanz GuV-rechnung Bilanz GuV-rechnung
--- --- --- --- ---
EUR / USD 1,1320 1,1813 1,2275 1,1469
EUR / GBP 0,8400 0,8585 0,8996 0,8894
EUR / SGD 1,5280 1,5865 1,6221 1,5785
EUR / AED 4,1579 4,3390 4,5088 4,2121
EUR / HKD 8,8277 9,1832 9,5162 8,8945
EUR / JPY 130,3200 130,2933 126,5000 121,8217
EUR / CHF 1,0333 1,0795 1,0811 1,0710
EUR / PLN 4,5944 4,5756 4,5566 4,4670

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis werden gemäß IFRS 10 neben der DATA MODUL AG sämtliche Tochterunternehmen einbezogen, auf welche die DATA MODUL AG einen beherrschenden Einfluss ausübt.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 sind die folgenden Tochtergesellschaften einbezogen:

Name, Sitz der Gesellschaft Anteilsbesitz

in %
DATA MODUL Weikersheim GmbH, Weikersheim, Deutschland 100
DATA MODUL France SARL, Baron, Frankreich 100
DATA MODUL Iberia S.L., Madrid, Spanien 100
DATA MODUL Inc., New York, USA 100
DATA MODUL Italia S.r.l, Bozen, Italien 100
DATA MODUL Ltd., Cannock, Großbritannien 100
DATA MODUL Suisse GmbH, Zug, Schweiz 100
DATA MODUL Hong Kong Ltd., Hong Kong, China 100
DATA MODUL Electronic Technology (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 100
Conrac Asia Display Products PTE Ltd., Singapur 100
DATA MODUL Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert, dass das Management der Gesellschaft Ermessensentscheidungen und Annahmen trifft sowie Schätzungen vornimmt, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von Eventualschulden am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinflussen. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Beträgen, die sich aus Schätzungen und Annahmen ergeben, abweichen. Die Hauptbereiche, in denen Ermessenentscheidungen und Schätzungen vorgenommen werden, betreffen Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten, Vorratsbewertung, Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen und Bilanzierung aktiver latenter Steuern. Des Weiteren existieren Ermessensentscheidungen und Schätzungen bei IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden sowie IFRS 16 Leasingverhältnisse. Jede Veränderung dieser Ermessenentscheidungen und Schätzwerte könnte erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden wesentlichen Unsicherheiten wurden, falls relevant, bei Schätzungen und Ermessensentscheidungen berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2021 führte die Corona-Pandemie zu keinen wesentlichen Anpassungen der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden. Zusätzliche Angaben zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie finden sich in den entsprechenden Kapiteln im Konzernanhang sowie im Konzernlagebericht.

Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen, sowie sonstige am Stichtag bestehenden Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten und Ermessensentscheidungen, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachstehend erläutert.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen nichtfinanziellen Vermögenswerten

Eine Wertminderung besteht, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert. Zur Berechnung des Nutzungswerts wird eine Discounted-Cashflow-Methode verwendet. Die Bewertung erfolgt auf Basis mittelfristiger Unternehmensplanungen unter Anwendung markt- und unternehmensspezifischer Diskontsätze sowie erwarteter Wachstumsraten und Währungskurse. Die hierzu getroffenen Annahmen können Änderungen unterliegen, die zu Wertberichtigungen auf diese Vermögensgegenstände in zukünftigen Perioden führen können.

Bilanzierung aktiver latenter Steuern

Die Berechnung latenter Steuern basiert auf den zum Realisierungszeitpunkt des Vermögenswertes oder zum Erfüllungszeitpunkt der Schuld erwarteten Steuersätzen (unter Anwendung der zum Abschlussstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze) der einzelnen Länder sowie auf der Einschätzung der zukünftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit der Konzerngesellschaften. Eventuelle Steuersatzänderungen oder eine von den Einschätzungen abweichende Ertragsfähigkeit können dazu führen, dass aktive latente Steuern nicht realisiert werden können.

Bei der Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich.

Vorräte

Die Bemessung der Abwertung von Vorräten erfolgt anhand der Reichweite bzw. anhand der erwarteten Nettoveräußerungserlöse (erwartete Erlöse abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten). Die zukünftigen Verbräuche, tatsächlichen Erlöse und die noch anfallenden Kosten können von den erwarteten Beträgen abweichen.

Entwicklungskosten

Die erstmalige Aktivierung von Entwicklungskosten beruht unter Berücksichtigung des IAS 38.57 insbesondere auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist; dies ist i.d.R. dann der Fall, wenn ein Produktentwicklungsprojekt einen bestimmten Meilenstein in einem bestehenden Projektmanagementmodell erreicht hat. Zur Ermittlung der zu aktivierenden Beträge trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten Cashflows aus den Vermögenswerten, die anzuwendenden Diskontierungssätze sowie den Zeitraum des Zuflusses der zukünftigen Cashflows, die die Vermögenswerte erwartungsgemäß generieren. Eine wesentliche Anpassung kann sich zukünftig dadurch ergeben, dass bestimmte Erwartungen nicht erfüllt werden und sich damit ein Wertberichtigungsbedarf ergibt.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die Umsatzrealisierung von Entwicklungsleistungen im Rahmen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten1) und der damit verbundenen Aktivierung und Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten ist mit Schätzungen und Ermessensentscheidungen verbunden. Hier gilt es in einem ersten Schritt zu prüfen, ob es sich bei der Entwicklungsleistung um ein eigenständig abgrenzbares Gut oder eine Dienstleistung handelt (eigenständige Leistungsverpflichtung) oder ob diese in einem engen Zusammenhang mit der darauffolgenden Serienfertigung steht und damit eine Erfüllungsaktivität für diese darstellt (keine eigenständige Leistungsverpflichtung). Die Einschätzung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Aspekte wie Zeitpunkt von Vertragsunterzeichnung der Entwicklung und Serienproduktion, Übergabe von Arbeitsergebnissen, sowie Interesse und Recht des Kunden an der eigenständigen Nutzung des Entwicklungsergebnisses berücksichtigt. Nach Abwägung aller relevanten Fakten und Umstände des Einzelfalls ist die Entscheidung, auch bei Anwendung eines konzerneinheitlichen Prüfungsschemas, in vielen Fällen mit einem gewissen Ermessen verbunden. Im Allgemeinen sind die kundenspezifischen Entwicklungsprojekte der DATA MODUL, trotz des teilweise hohen Komplexitätsgrads der erforderlichen Arbeiten, aufgrund der fehlenden Übertragung der Entwicklungsergebnisse auf den Kunden als eine Erfüllungsaktivität für die Serienproduktion des jeweiligen Endprodukts einzustufen; dies gilt auch dann, wenn der Kunde die Entwicklung ggf. separat vergütet. Sollten Arbeitsergebnisse aus dem bisherigen Entwicklungsstand übergeben werden, kann der Kunde mit diesen Entwicklungsergebnissen das Serienprodukt dennoch bei keinem anderen Hersteller produzieren lassen. Die mit der Entwicklung verbundenen Kosten werden als Vertragserfüllungskosten abgegrenzt und ab dem Start der Produktion des Endprodukts proportional zur erwarteten Absatzmenge der Serienprodukte amortisiert. Die Schätzung der erwarteten Absatzmenge basiert auf der mit dem Kunden getroffenen Vereinbarung, die jedoch Schwankungen unterliegen kann. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Aufwendungen für nachfolgende Perioden ergeben.

1) Hierbei handelt es sich um die Entwicklung von kundenspezifischen, komplexen Systemlösungen sowie die Anpassungen gemäß individueller Anforderungen an das Design und die Funktionalität bestehender Standardprodukte.

In einem weiteren Schritt ist zu prüfen, ob die im Vertrag mit dem Kunden identifizierte Leistungsverpflichtung zur Serienfertigung des Endprodukts über einen bestimmten Zeitraum oder zeitpunktbezogen erfolgt. Die Erfüllung einer Leistungsverpflichtung über einen bestimmten Zeitraum liegt im vorliegendem Fall nur dann vor, falls die DATA MODUL einen Vermögenswert erstellt, der keine alternative Nutzungsmöglichkeit für sie schafft und einen Zahlungsanspruch auf die bereits erbrachten Leistungen (Kosten zzgl. angemessener Gewinnmarge) hat. Die DATA MODUL prüft alle relevanten Fakten und Umstände des Einzelfalls und trifft - teilweise mit einem gewissen Ermessen verbunden -daraufhin die Entscheidung, über welchen Zeitraum der Umsatz zu realisieren wäre. In der Regel handelt es sich bei Serienfertigung um eine zeitpunktbezogene Leistungsverpflichtung. Die Umsatzrealisierung erfolgt daher üblicherweise mit Auslieferung der Serienprodukte; ausgenommen hiervon sind vereinzelte Verträge mit Konsignationslagerkunden.

Im Rahmen der Umsatzabgrenzung bei Konsignationsläger werden auch Ermessensentscheidungen durch die DATA MODUL vorgenommen. Grundsätzlich erfolgt eine Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Entnahme der Güter durch den Kunden aus dem Konsignationslager. Bei Konsignationslagerkunden, bei welchen die Verträge allerdings mit der Lieferung von kundenspezifischen Artikeln und mit einer rechtlich verpflichtenden Abnahmeverpflichtung verbunden sind, wird der Umsatz bereits zum Zeitpunkt der Lieferung in das Konsignationslager realisiert. Bei der Analyse werden alle Fakten und Umstände, die in Verbindung mit dem jeweiligen Einzelfall stehen, herangezogen und eine - mit einem gewissen Ermessen verbundene - Entscheidung getroffen. Hier werden Indikatoren wie der gegenwärtige Anspruch auf Zahlungen, signifikante Risiken und Chancen, Kundenabnahmeklauseln, Eigentumsrechte und physischer Besitz der kundenspezifischen Artikel berücksichtigt.

Ferner ist die Umsatzabgrenzung für verlängerte Gewährleistungen mit Ermessensentscheidungen und Schätzungen verbunden. Bei der Bestimmung der Gegenleistung, die wir im Austausch für die Übertragung der zugesagten Gewährleistung auf einen Kunden voraussichtlich erhalten werden, übt die DATA MODUL Ermessen aus. Die Bestimmung des Transaktionspreises erfolgt auf Basis von Prozentpunkten, die vom Management festgelegt werden. Bei dieser Ermessensausübung berücksichtigt die DATA MODUL bisherige Erfahrungen sowohl mit dem entsprechenden Kunden als auch über die individuelle Kundenbeziehung hinaus. Der Umsatz wird ab dem Inkrafttreten der verlängerten Gewährleistung über die vertraglich vereinbarte Dauer verteilt. Da die mit der Gewährleistung in Zusammenhang stehenden Kosten in der Regel gleichmäßig verteilt anfallen und sich der Nutzen für den Kunden aufgrund des Charakters als Bereitschaftsverpflichtung ebenfalls gleichmäßig über die vertraglich vereinbarte Dauer verteilt, hat das Management entschieden den Umsatz in gleicher linearer Form zu realisieren. Veränderungen der vorgenannten Annahmen können dabei einen Einfluss auf die Umsatzentwicklung der künftigen Perioden haben.

Leasingverhältnisse

Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option ausüben wird, oder der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option nicht ausüben wird. Die DATA MODUL hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten und trifft bei der Beurteilung, ob hinreichende Sicherheit besteht, dass die Option zur Verlängerung bzw. zur Kündigung des Leasingverhältnisses ausgeübt oder nicht ausgeübt wird, Ermessensentscheidungen. Das heißt, es werden alle relevanten Faktoren in Betracht gezogen, die einen wirtschaftlichen Anreiz darstellen, die Verlängerungs- oder die Kündigungsoption auszuüben. Nach dem Bereitstellungsdatum bestimmt die DATA MODUL die Laufzeit des Leasingverhältnisses erneut, wenn ein signifikantes Ereignis oder eine Änderung von Umständen eintritt. In der Laufzeit von Mietverträgen für Gebäude wurde die Verlängerungsoption in den meisten Fällen berücksichtigt, da die Option zur Verlängerung dieser Leasingverhältnisse üblicherweise ausgeübt wird. Diese Annahme basiert auf aktuellen Einschätzungen des Managements, die keine Verlagerung von Produktions- oder Vertriebsstätten in naher Zukunft plant. Darüber hinaus werden die Verlängerungsoptionen bei Leasingverträgen für Kraftfahrzeuge nicht in die Leasinglaufzeit einbezogen, da der Konzern die Fahrzeuge in der Regel für einen Zeitraum von maximal zwei Jahren anmietet und infolgedessen keine Verlängerungsoptionen ausübt.

Ferner werden die Zeiträume, die sich aus einer Kündigungsoption ergeben, nur dann in die Leasinglaufzeit einbezogen, wenn hinreichend sicher ist, dass die Option nicht ausgeübt wird.

Für Einzelheiten zu den möglichen künftigen Leasingzahlungen für Zeiträume nach dem Ausübungszeitpunkt der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die nicht in der Leasinglaufzeit berücksichtigt sind, wird auf Anhangangabe [10] verwiesen.

Die DATA MODUL kann den dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmen. Daher wird der Grenzfremdkapitalzinssatz zur Bewertung von Leasingverbindlichkeiten verwendet. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den das Unternehmen zahlen müsste, wenn es für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die es in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Wenn keine beobachtbaren Zinssätze verfügbar sind (z. B. bei Tochterunternehmen, die keine Finanzierungsgeschäfte abschließen), muss der Grenzfremdkapitalzinssatz geschätzt werden. Die DATA MODUL schätzt den Grenzfremdkapitalzinssatz anhand beobachtbarer Inputfaktoren (z. B. Marktzinssätze), sofern diese verfügbar sind, und muss bestimmte unternehmensspezifische Schätzungen vornehmen (z. B. unternehmensspezifischer Aufschlag für die Kredit- und Länderrisiken).

Erlöse aus Verträgen mit Kunden und Vertragserfüllungskosten

In Übereinstimmung mit IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) erfolgt die Umsatzrealisierung, wenn die Verfügungsgewalt über abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergeht, das heißt, wenn der Kunde die Fähigkeit besitzt, über die Nutzung der übertragenen Güter oder Dienstleistungen zu bestimmen und im Wesentlichen den verbleibenden Nutzen daraus ziehen kann. Voraussetzung dabei ist, dass ein Vertrag mit durchsetzbaren Rechten und Pflichten besteht und unter anderem der Erhalt der Gegenleistung - unter Berücksichtigung der Bonität des Kunden - wahrscheinlich ist. Erlösschmälerungen aus Rabatten, Skonti und Boni sowie die Umsatzsteuer und sonstige Abgaben werden von den Umsatzerlösen abgesetzt.

Die Umsatzrealisierung der kundenspezifischen Entwicklungsprojekte erfolgt einzelfallbezogen und ist abhängig von der vertraglichen Vereinbarung mit dem Kunden (siehe Anhangangabe 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen). In der Regel stellt die Entwicklungsleistung keine Leistungsverpflichtung, sondern eine erforderliche Erfüllungsaktivität im Vorfeld des Serienfertigungsvertrages dar. Die Produkte werden durch die Entwicklungsleistung den teilweise hochgradig kundenspezifischen Anforderungen angepasst, es erfolgt jedoch keine Übertragung der Entwicklungsergebnisse an den Kunden, da der Kunde nur am auf seine Anforderungen angepassten Endprodukt interessiert ist. Somit wird kundenspezifischen Entwicklungsleistungen üblicherweise kein Transaktionspreis zugeordnet und somit für diese auch kein Umsatz erfasst. Da die Entwicklungsleistungen im Rahmen eines bereits abgeschlossenen oder eines antizipierten Kundenvertrags anfallen, zur Schaffung oder Verbesserung von Ressourcen der DATA MODUL führen und ein Ausgleich der hierauf entfallenden Kosten im Rahmen des Vertrages für die Serienfertigung entweder mit dem Kunden explizit vereinbart ist oder zumindest erwartet wird, sind die Voraussetzungen für eine Aktivierung als Vertragserfüllungskosten gegeben. Da üblicherweise für die Serienfertigung der Produkte die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung nach IFRS 15 nicht erfüllt sind, werden die für das Customizing der Produkte angefallenen Entwicklungskosten als Vertragserfüllungskosten aktiviert und mit dem Verkauf der Serienprodukte als Teil der Herstellungskosten im Herstellungsaufwand erfasst. Die aufwandswirksame Erfassung erfolgt im Wesentlichen proportional zur verbindlich vereinbarten Absatzmenge.

Bei der vom Kunden gezahlten Vergütung für die Entwicklungsleistung handelt es sich um ein nicht erstattungsfähiges, im Voraus gezahltes Entgelt, das auf die für die Vertragserfüllung notwendigen Tätigkeiten (hier: Entwicklungsleistungen) entfällt. Da es sich bei den Entwicklungsleistungen um keine Leistungsverpflichtung handelt, ist dieses Entgelt auf diejenigen Güter zu allokieren, die als separate Leistungsverpflichtung (hier: Lieferung von Endprodukt) identifiziert wurden. Die Umsatzrealisierung erfolgt somit analog zur Amortisation der Vertragserfüllungskosten über die Absatzmenge als Erhöhung des entsprechenden Stückpreises.

Hinsichtlich der Konsignationslagerkunden der DATA MODUL werden die Umsätze grundsätzlich zum Zeitpunkt der Entnahme der Güter durch den Kunden aus dem Konsignationslager realisiert. Hiervon abweichend werden bei Konsignationslagerkunden, deren Verträge die Lieferung kundenspezifischer Artikel verbunden mit einer Abnahmeverpflichtung vorsehen, Umsatzerlöse bereits zum Zeitpunkt der Lieferung in das Konsignationslager realisiert und als vertragliche Vermögenswerte erfasst (siehe Anhangangabe 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen).

Wenn ein Vertrag mehrere abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen umfasst, wird der Transaktionspreis auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf die Leistungsverpflichtungen aufgeteilt. Falls Einzelveräußerungspreise nicht direkt beobachtbar sind, werden diese in angemessener Höhe geschätzt (siehe Anhangangabe 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen). Für jede Leistungsverpflichtung werden Umsatzerlöse entweder zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen bestimmten Zeitraum realisiert.

Eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung ist erforderlich, wenn der Kunde kontinuierlich Nutzen aus der Leistungserbringung der DATA MODUL zieht und ihn gleichzeitig verbraucht, die DATA MODUL einen Vermögenswert erstellt oder bearbeitet, der vom Kunden kontrolliert wird oder die DATA MODUL einen Vermögenswert ohne alternative Nutzungsmöglichkeit für sich schafft und gleichzeitig einen Rechtsanspruch auf Zahlung für die erbrachten Leistungen besitzt.

Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Bedingungen ausgestellt; dabei sehen die Zahlungsbedingungen üblicherweise eine Zahlung innerhalb von 30 Tagen nach Rechnungsstellung vor.

Gemäß IFRS 15 werden die Geschäftsvorfälle auf abgrenzbare Zusagen geprüft, um den wirtschaftlichen Gehalt des Geschäftsvorfalls zutreffend abzubilden. Als eine solche abgegrenzte Zusage wurden die den Kunden zugesagten verlängerten Gewährleistungen identifiziert und entsprechend als Umsatzabgrenzung bilanziell erfasst, wobei die Zuordnung des hierauf entfallenden Transaktionspreises Schätzungen erfordert (siehe Anhangangabe 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen). Als verlängerte Gewährleistungen sind die Sachverhalte anzusehen, in denen die zugesagte Gewährleistungsdauer die gesetzlich gebotene Gewährleistungsfrist übersteigt. Der Ausweis der Umsatzabgrenzung erfolgt entsprechend ihrer Fristigkeit als lang- oder kurzfristige Vertragsverbindlichkeit.

Vorauszahlungen von Kunden sind üblicherweise kurzfristig und enthalten damit keine wesentliche Finanzierungskomponente. Sie werden ebenfalls als Vertragsverbindlichkeit ausgewiesen.

Betriebliche Aufwendungen werden auf Grundlage des Konzepts der Periodenabgrenzung mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierten Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes werden immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die unterstellten Nutzungsdauern bzw. Restnutzungsdauern sowie die Abschreibungsmethode unterliegen jährlichen Überprüfungen. Soweit erforderlich, werden entsprechende prospektive Anpassungen an die neuen Annahmen über die verbleibende Nutzungsdauer vorgenommen. Diese Anpassungen aufgrund einer geänderten erwarteten Nutzungsdauer oder der Abschreibungsmethode werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Die Abschreibung auf immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des Vermögenswertes im Unternehmen entspricht. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, jedoch mindestens jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Basis des einzelnen Vermögenswertes oder auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft.

Die immateriellen Vermögenswerte (mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes) beinhalten erworbene Software und aktivierte Entwicklungsaufwendungen. Die erworbene Software wird aktiviert und über ihre geschätzte Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren linear abgeschrieben.

Gemäß IAS 38 (Immaterielle Vermögenswerte) ist eine differenzierte Betrachtung und Behandlung der Aufwendungen in der Forschungs- und Entwicklungsphase erforderlich. Forschung ist die eigenständige und planmäßige Suche mit der Aussicht, zu neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen zu gelangen. Entwicklung ist die technische und kommerzielle Umsetzung von Forschungsergebnissen. Gemäß IAS 38 sind Entwicklungskosten unter bestimmten Voraussetzungen aktivierungspflichtig, wohingegen Forschungskosten als Aufwand in der Periode zu verrechnen sind, in der sie angefallen sind. Entwicklungskosten sind dann als immaterielle Vermögensgegenstände zu aktivieren, wenn mit hinreichender Sicherheit die Entwicklungstätigkeit zu zukünftigen Zuflüssen von Finanzmitteln führt und diese Zuflüsse als wirtschaftlicher Nutzen über die Herstellungskosten hinaus die kumulierten Entwicklungskosten abdecken. Zudem muss das Entwicklungsprojekt technisch realisierbar sein, die Verfügbarkeit von technischen und finanziellen Ressourcen, um die Entwicklung fertig zu stellen, muss gegeben sein und die während der Entwicklung anfallenden, projektbezogenen Kosten müssen verlässlich bewertet werden können.

Die aktivierten Entwicklungskosten werden, beginnend mit dem Abschluss der Entwicklungsphase und dem Zeitpunkt der Herstellung der Serien- beziehungsweise Produktreife, in Abhängigkeit vom jeweils erzielbaren Umsatz über den Zeitraum der zukünftigen wirtschaftlichen Nutzung von 12 bis 60 Monaten linear abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Entwicklungsprojekte wird jährlich überprüft. Aufwendungen aus der Abschreibung von als immaterielle Vermögenswerte aktivierten Entwicklungsprojekten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Herstellungskosten ausgewiesen.

Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss werden gem. IFRS 3 als Differenz zwischen dem Wert der übertragenen Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt und den nach IFRS 3 bewerteten identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden des erworbenen Unternehmens angesetzt. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- und Firmenwerte wird einmal jährlich (zum 31. Dezember) überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte.

Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit bestimmt, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen und/oder kumulierte Wertminderungen angesetzt. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch des Gegenstandes sowie die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear pro rata temporis und werden den entsprechenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Die zugrundeliegende Nutzungsdauer liegt für Computerhardware bei drei Jahren, für Maschinen, Betriebs- oder Geschäftsausstattung und Einbauten in fremden Gebäuden zwischen fünf und zehn Jahren sowie für Gebäude bei bis zu 25 Jahren.

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethoden für Sachanlagen werden periodisch überprüft und, soweit notwendig, angepasst, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum den erwarteten wirtschaftlichen Nutzen der Vermögenswerte widerspiegeln. Weichen die Erwartungen von den vorher getroffenen Schätzungen ab, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 (Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehlern) als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Voraussichtlich dauernde Wertminderungen, die über den nutzungsbedingten Werteverzehr hinausgehen, werden gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) vorgenommen, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswertes die fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten unterschreitet. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des betroffenen Vermögenswertes. Bei Wegfall der Gründe für eine in den Vorjahren verrechnete Wertminderung werden entsprechende Wertaufholungen, begrenzt auf die Höhe des erzielbaren Betrags bzw. auf den fortgeführten Buchwert ohne Berücksichtigung der Wertminderung in der Vergangenheit, vorgenommen.

Bei verkauften oder verschrotteten Vermögenswerten werden deren historische Kosten sowie deren kumulierte Abschreibungen ausgebucht. Anlagevermögen, das voll abgeschrieben ist, wird bis zu dessen Außerbetriebnahme mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten und den kumulierten Abschreibungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen werden in den jeweiligen Kostenbereichen erfasst.

Vorräte

Die Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Dabei werden Anschaffungs- oder Herstellungskosten primär auf Basis der Chargendurchschnittspreise oder des gleitenden Durchschnittspreises des Artikels ermittelt.

Die Anschaffungskosten von Vorräten umfassen den Kaufpreis, Einfuhrzölle und andere Steuern, Transport-und Abwicklungskosten sowie sonstige Kosten, die dem Erwerb unmittelbar zugerechnet werden können. Skonti, Rabatte und andere vergleichbare Beträge werden bei der Ermittlung der Anschaffungskosten abgezogen.

Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zuordenbaren Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten, soweit diese im Zusammenhang mit dem Herstellungsprozess angefallen sind. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

Abschläge auf niedrigere Nettoveräußerungswerte berücksichtigen insbesondere die Bestandsrisiken aus Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit. Sofern Gründe, die zu einer Abwertung der Vorräte in der Vergangenheit geführt haben, nicht länger bestehen, wird eine Wertaufholung vorgenommen.

Vertragliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Forderungen

Hat eine der Parteien des Vertrags mit dem Kunden ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt, wird - abhängig vom Verhältnis zwischen der Leistungserbringung und der Zahlung des Kunden - ein Vertragsvermögenswert, eine Vertragsverbindlichkeit oder eine Forderung ausgewiesen. Forderungen werden ausgewiesen, wenn der Anspruch auf den Erhalt der Gegenleistung keiner Bedingung mehr unterliegt.

Ansprüche aus der Leistungserbringung der DATA MODUL gegenüber ihren Kunden werden grundsätzlich als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Hiervon abweichend werden Ansprüche gegenüber Konsignationslagerkunden deren Verträge die Lieferung kundenspezifischer Artikel verbunden mit einer Abnahmeverpflichtung vorsehen und bei denen noch keine Entnahme der Artikel aus dem Konsignationslager erfolgt ist, als vertragliche Vermögenswerte in der Bilanz dargestellt. Diese werden als kurzfristig ausgewiesen, da sie innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus realisiert werden.

Wertberichtigungen auf vertragliche Vermögenswerte und Forderungen für Bonitätsrisiken werden entsprechend der Bewertungsmethode der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte gebildet. Der Konzern nutzt eine Wertberichtigungsmatrix, um die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerten zu berechnen. Die Wertberichtigungsquoten werden auf der Grundlage der Überfälligkeitsdauer in Tagen sowie möglicher zukunftsgerichteter Informationen zu erwarteten Kreditausfällen ermittelt.

Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Barbestände, auf Abruf zur Verfügung stehende Bankguthaben und andere kurzfristige hochliquide finanzielle Vermögenswerte, die keiner Verfügungsbeschränkung unterliegen und die im Zeitpunkt der Anschaffung eine Laufzeit von maximal drei Monaten aufweisen und werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Wertminderung von Immateriellen Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) und Sachanlagen

Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen wird gemäß IAS 36 (Wertminderung von Vermögenswerten) zu jedem Stichtag und auf Anzeichen hinsichtlich einer möglichen Wertminderung überprüft. Soweit, entsprechend der oben aufgeführten Grundsätze, der Wert eines immateriellen Vermögenswertes oder von Sachanlagen den erzielbaren Betrag zum Bilanzstichtag übersteigt, wird der Buchwert der Vermögenswerte wertgemindert. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten eines Vermögenswertes und dem Nutzungswert. Sind die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr gegeben, ist eine Wertaufholung bis zu den abgeschriebenen Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu verbuchen.

Eingebettete Derivate

In Basisverträge eingebettete Derivate werden separat bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn ihre wirtschaftlichen Merkmale und Risiken nicht eng mit denen der Basisverträge verbunden sind und die Basisverträge nicht zu Handelszwecken gehalten oder nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden. Diese eingebetteten Derivate werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Änderungen erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst werden.

Finanzinstrumente

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und gleichzeitig bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.

Die Klassifizierung der Vermögenswerte erfolgt mit dem erstmaligen Ansatz und bestimmt die Folgebewertung. Die finanziellen Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz gemäß IFRS 9 (Finanzinstrumente) wie folgt kategorisiert:

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte

DATA MODUL bewertet finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten, wenn diese Schuldinstrumente darstellen und wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung darin besteht, finanzielle Vermögenswerte zur Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows zu halten, und
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in den Folgeperioden unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet und sind auf Wertminderungen zu überprüfen. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht, modifiziert oder wertgemindert wird.

Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Liquide Mittel.

Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern bewertet Schuldinstrumente erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis, wenn die beiden folgenden Bedingungen erfüllt sind:

Der finanzielle Vermögenswert wird im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten, dessen Zielsetzung sowohl in der Vereinnahmung der vertraglichen Cashflows als auch in dem Verkauf finanzieller Vermögenswerte besteht, und
die Vertragsbedingungen des finanziellen Vermögenswerts führen zu festgelegten Zeitpunkten zu Cashflows, die ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen.

Bei Schuldinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, werden Zinserträge, Neubewertungen von Währungsumrechnungsgewinnen und -verlusten sowie Wertminderungsaufwendungen oder Wertaufholungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und so berechnet wie bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten. Die verbleibenden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei einer Ausbuchung wird der im sonstigen Ergebnis erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis erfasste finanziellen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2021 nicht vor.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Die Gruppe der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte enthält die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte, finanzielle Vermögenswerte, die beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft werden, oder finanzielle Vermögenswerte, die zwingend zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind.

Finanzielle Vermögenswerte werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke der Veräußerung oder des Rückkaufs in der nahen Zukunft erworben werden. Derivate, einschließlich getrennt erfasster eingebetteter Derivate, werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind.

Finanzielle Vermögenswerte mit Cashflows, die nicht ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen darstellen, werden unabhängig vom Geschäftsmodell als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert und entsprechend bewertet.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte werden in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wobei die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Die Berücksichtigung von Wertminderungen bei finanziellen Vermögenswerten erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 9. Demnach ist auf alle finanziellen Vermögenswerte (Schuldinstrumente), die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ein Wertminderungsmodell basierend auf erwarteten Kreditverlusten anzuwenden, das die DATA MODUL anhand einer Wertminderungsmatrix umgesetzt hat.

Der Ansatz der erwarteten Kreditverluste (expected credit losses) nutzt ein dreistufiges Vorgehen zur Allokation von Wertberichtigungen:

Stufe 1: erwartete Kreditverluste innerhalb der nächsten zwölf Monate

Stufe 1 beinhaltet alle Finanzinstrumente ohne wesentlichen Anstieg des Kreditrisikos seit der erstmaligen Erfassung und beinhaltet regelmäßig neue Finanzinstrumente und solche, deren Zahlungen weniger als 31 Tage überfällig sind. Der Anteil an den erwarteten Kreditverlusten über die Laufzeit des Instruments, welcher auf einen Ausfall innerhalb der nächsten zwölf Monate zurückzuführen ist, wird erfasst.

Stufe 2: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - keine beeinträchtigte Bonität

Wenn ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Steigerung des Kreditrisikos erfahren hat, allerdings nicht in seiner Bonität beeinträchtigt ist, wird er der Stufe 2 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst.

Stufe 3: erwartete Kreditverluste über die gesamte Laufzeit - bonitätsbeeinträchtigt

Wenn ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt oder ausgefallen ist, wird er der Stufe 3 zugeordnet. Als Wertberichtigung werden die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts erfasst. Objektive Hinweise darauf, dass ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist, umfassen eine Überfälligkeit ab 91 Tagen sowie weitere Informationen über wesentliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners.

Die Festlegung, ob ein finanzieller Vermögenswert eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos erfahren hat, basiert auf einer mindestens quartalsweise durchgeführten Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, welche sowohl externe Ratinginformationen als auch interne Informationen über die Kreditqualität des finanziellen Vermögenswerts berücksichtigen.

Ein finanzieller Vermögenswert wird in Stufe 2 überführt, wenn das Kreditrisiko im Vergleich zu seinem Kreditrisiko zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung wesentlich angestiegen ist.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach diese Forderungen bereits bei der erstmaligen Erfassung der Stufe 2 zugeordnet werden. Dementsprechend muss keine Einschätzung über eine wesentliche Erhöhung des Kreditrisikos vorgenommen werden.

DATA MODUL wendet die Ausnahme von der Stufenzuordnung für finanzielle Vermögenswerte mit niedrigem Kreditrisiko auf Schuldinstrumente an, die ein Investment-Grade-Rating besitzen und ordnet diese stets der Stufe 1 zu. Dies betrifft sämtliche Guthaben bei Banken die durchweg im Geschäftsjahr 2021 ein Investment-Grade-Rating aufwiesen.

In Stufe 1 und 2 wird der Effektivzinsertrag auf Basis des Bruttobuchwerts ermittelt. Sobald ein finanzieller Vermögenswert in seiner Bonität beeinträchtigt ist und der Stufe 3 zugeordnet wird, wird der Effektivzinsertrag auf Basis des Nettobuchwerts (Bruttobuchwert abzüglich Risikovorsorge) berechnet.

Erwartete Kreditverluste werden berechnet als wahrscheinlichkeitsgewichteter Barwert aller Zahlungsausfälle über die erwartete Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die vertraglichen Vermögenswerte ermittelt DATA MODUL den erwarteten Kreditausfall auf Grundlage von historischen Ausfallquoten unter Nutzung einer Wertberichtigungsmatrix. Hierbei werden die erwarteten Ausfallquoten in Abhängigkeit zur jeweiligen Überfälligkeit der Forderung berechnet. Zudem werden die ermittelten Werte gegebenenfalls um vorliegende zukunftsgerichtete Informationen zur Werthaltigkeit von Kundenforderungen angepasst.

Der DATA MODUL Konzern verfügt über eine Warenkreditversicherung, um das Risiko von Verlusten aus uneinbringlichen Forderungen zu verringern. Im Falle von Zahlungsausfällen tritt die Warenkreditversicherung für 90% des entstandenen Schadens innerhalb von sechs Monaten nach Fälligkeit der Forderungen ein. Die Selbstbeteiligung blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 10% unverändert. Um den Betrag der drohenden Verluste weiter gering zu halten, prüft die Gesellschaft vor Auftragsannahme die Bonität von Neukunden.

Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden von der DATA MODUL ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt, um Zins- und Fremdwährungsrisiken abzusichern, die aus der Geschäftstätigkeit resultieren. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr bestanden keine laufenden, vertraglichen Vereinbarungen zur Absicherung von Zinsänderungs- oder Fremdwährungsrisiken.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Ein finanzieller Vermögenswert wird ausgebucht, wenn eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

die vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert sind erloschen oder
der Konzern hat seine vertraglichen Rechte auf den Bezug von Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert an Dritte übertragen oder eine vertragliche Verpflichtung zur sofortigen Zahlung des Cashflows an eine dritte Partei übernommen und dabei entweder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, übertragen oder im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am finanziellen Vermögenswert verbunden sind, weder übertragen noch zurückbehalten, jedoch die Verfügungsmacht an dem Vermögenswert übertragen.

Saldierung

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen. Sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz als finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Darlehen, als Verbindlichkeiten oder als Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind, klassifiziert.

Sämtliche finanziellen Verbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten einschließlich Kontokorrentkrediten.

Die Folgebewertung finanzieller Verbindlichkeiten hängt folgendermaßen von deren Klassifizierung ab:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, wenn sie für Zwecke des Rückkaufs in der nahen Zukunft eingegangen wurden.

Diese Kategorie umfasst auch vom Konzern abgeschlossene derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente in Sicherungsbeziehungen gemäß IFRS 9 designiert sind. Getrennt erfasste eingebettete Derivate werden ebenfalls als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, mit Ausnahme von Derivaten, die als Sicherungsinstrumente designiert wurden und als solche effektiv sind.

Gewinne oder Verluste aus finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst.

Die Einstufung finanzieller Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet erfolgt zum Zeitpunkt ihrer erstmaligen Erfassung, sofern die Kriterien gemäß IFRS 9 erfüllt sind. DATA MODUL hat zum Stichtag keine finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert.

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Diese Kategorie hat die größte Bedeutung für den Konzernabschluss der DATA MODUL. Nach der erstmaligen Erfassung werden verzinsliche Darlehen unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden, außerdem im Rahmen von Amortisationen mittels der Effektivzinsmethode.

Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die zugrundeliegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder aus anderen Gründen erloschen ist.

Risiken im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten der Gesellschaft

Die DATA MODUL hat verschiedene sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Schulden wie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich direkt aus ihrer Geschäftstätigkeit ergeben. Es ist und war während des gesamten Berichtsjahres ein Geschäftsgrundsatz der Gesellschaft, keine Finanzinstrumente zu Handelszwecken zu halten. Hauptrisiken, die sich aus den Finanzinstrumenten der DATA MODUL ergeben, sind zinsbedingtes Fair-Value Risiko, Liquiditätsrisiko, Zinsänderungsrisiko, Fremdwährungsrisiko, Rohstoffpreisrisiko und Ausfallrisiko. Der Vorstand prüft und verabschiedet Richtlinien zum Management von jedem dieser Risiken; diese werden nachstehend dargestellt.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den langfristigen variabel verzinslichen Darlehen. Die zur Finanzierung unseres weltweiten Geschäfts zur Verfügung stehenden Kreditlinien unterliegen zum Teil einem Zinsänderungsrisiko. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko durch die Aufnahme von ausschließlich kurzfristigen und fest verzinslichen Darlehen.

Fremdwährungsrisiko

Da ein wesentlicher Anteil der Geschäftstätigkeit von DATA MODUL in US-Dollar abgewickelt wird könnten Kursschwankungen des US-Dollar / Euro erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DATA MODUL haben. Des Weiteren hat der Konzern Geschäfte in GBP, SGD, HKD sowie in JPY zu tätigen. Es bestehen für die Gesellschaft auch Währungsrisiken in der Geschäftsabwicklung. Solche Risiken entstehen aus getätigten Umsätzen oder Einkäufen durch operative Teileinheiten, wenn sie in einer anderen als der funktionalen Währung der Teileinheit abgewickelt werden. Etwa 50,7% (i.Vj. 53,9%) der Umsätze der Gesellschaft lauten auf eine andere als die funktionale Währung der Teileinheit, während etwa 75,5% (i.Vj. 69,8%) der Kosten auf die anderen als die funktionale Währung der Teileinheit lauten.

Rohstoffpreisrisiko

Aufgrund der aktuell hohen Nachfrage und Verknappung der Produktverfügbarkeit aufgrund bestehender Kapazitätsengpässe ist auch die DATA MODUL einem Preisrisiko ausgesetzt. Insbesondere für 2022 ist von einer solchen Verknappung aufgrund von Engpässen in der Chip- und Glasindustrie auszugehen. Dem versucht die DATA MODUL entgegenzusteuern, indem der Großteil der Rohstoffe zeitnah zum Auftrag beschafft wird.

Ausfallrisiko

Die DATA MODUL betreibt nur mit kreditwürdigen Kunden Handel. Es ist ein Geschäftsgrundsatz der Gesellschaft, dass alle Kunden, die Geschäfte auf Kreditbasis abwickeln wollen, sich zuvor einer Bonitätsprüfung unterziehen müssen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht und daraus bekannte und erwartete Risiken durch Bildung eines Wertberichtigungspostens berücksichtigt. Darüber hinaus gibt es aus der laufenden Geschäftstätigkeit keine signifikanten Ausfallrisiken. Zur weiteren Besicherung von Forderungen hat die Gesellschaft für einen Teil des Geschäftes eine Kreditversicherung abgeschlossen. Bei anderen, nicht über eine solche Versicherung abgedeckten Kunden, werden im Einzelfall, nach Einschätzung der Bonität, gesonderte Zahlungsvereinbarungen, -garantien, Sicherheiten oder Absicherungen vorgenommen.

Liquiditätsrisiko

Die DATA MODUL ist bestrebt, ein Gleichgewicht zwischen Stetigkeit und Flexibilität der Finanzierung aufrecht zu erhalten, was durch Kontokorrentkredite, Bankdarlehen, Finanzierungsleasing und Mietkaufverträge erreicht werden soll. Basis für Entscheidungen bezüglich der Finanzierungsstrategien und der Sicherung ausreichender Liquidität sind ein kurzzyklisches, konzernweites Cashmanagement unter Berücksichtigung von rollierenden Liquiditätsforecasts, einer strategischen Finanzbedarfsanalyse auf Basis der 1- und 3-Jahresplanung und einer darauf basierenden Prüfung und Anpassung der Kreditlinien in enger Zusammenarbeit mit externen Banken und Finanzierungspartnern.

Pensions- und langfristige Personalverpflichtungen

Die langfristigen Personalverpflichtungen umfassen langfristige Tantiemenansprüche sowie gesetzlich vorgeschriebene Abfindungsansprüche von Angestellten der Tochtergesellschaften der DATA MODUL AG.

DATA MODUL bewertet die Leistungsansprüche nach der Methode der laufenden Einmalprämien, die den versicherungsmathematischen Barwert der bereits verdienten Anwartschaft widerspiegelt. Die Rückstellung wird auf Basis eines Nettozinsansatzes ermittelt, der sich durch Multiplikation der in der Bilanz erfassten leistungsorientierten Nettopensionsverpflichtung (Nettovermögenswert) mit dem Diskontierungszinssatz ergibt, der der Bewertung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung zugrunde liegt (Defined Benefit Obligation, DBO). Erwartete unterjährige Veränderungen der Nettoschuld (des Nettovermögenswerts) aufgrund von Beiträgen und Rentenzahlungen sind hierbei zu berücksichtigen. Diese Nettozinsgröße ersetzt den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung sowie den erwarteten Ertrag aus Planvermögen. Die mit den Versorgungszusagen verbundenen Neubewertungseffekte, wie versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, sowie sämtliche Abweichungen zwischen dem tatsächlichen Ertrag und dem im Nettozinsergebnis implizit erfassten Ertrag aus Planvermögen, werden in der sonstigen erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderung ("sonstiges Ergebnis") sofort erfasst. Die Berechnung des Verpflichtungsumfangs aus Pensionsvereinbarungen basiert auf jährlich erstellten versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen und unter Anwendung aktueller, marktorientierter Zinssätze. Es bestehen ausschließlich Einzelzusagen für zwei frühere Vorstandsmitglieder und drei ehemalige leitende Angestellte.

Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn infolge eines zurückliegenden Ereignisses gegenwärtig eine gesetzliche oder eine faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe dieser Verpflichtung möglich ist. Wird für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Erstattung erwartet (z.B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern diese nahezu sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Sofern die Verpflichtungen erst nach einem Jahr fällig werden und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Auszahlungsbeträge und Auszahlungszeitpunkte möglich ist, wird für den langfristigen Anteil des Verpflichtungsumfangs der entsprechende Barwert angesetzt, wenn der Zinseffekt hieraus wesentlich ist. Der anzusetzende Barwert wird anhand von Marktzinssätzen ermittelt, die dem Risiko und Zeitraum bis zur Erfüllung der Verpflichtung entsprechen.

Im Falle einer Abzinsung wird die durch den Zeitablauf bedingte Erhöhung der Rückstellungen als Zinsaufwand im Finanzergebnis erfasst.

Rückstellungen sind zu jedem Bilanzstichtag zu überprüfen und an die derzeit bestmögliche Schätzung anzupassen.

Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen

DATA MODUL bietet üblicherweise gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungen für die Behebung von Mängeln, die zum Zeitpunkt des Verkaufs vorlagen. Diese sog. Assurance-type-warranties werden gemäß IAS 37 erfasst. Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit gelieferten Produkten werden in der Höhe gebildet, wie sie zur Deckung der gesetzlichen Verpflichtungen notwendig sind. Nach Ablauf bzw. bei Erlöschen der Garantieverpflichtung erfolgt eine Auflösung der gebildeten Rückstellung.

Personalrückstellungen

Die Personalrückstellungen werden für bestehende Ansprüche der Arbeitnehmer gegenüber DATA MODUL gebildet. Diese beinhalten unter anderem Ansprüche aus Tantiemen, Provisionen, Leistungsprämien, Abfindungen, Reisekosten, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie nicht genommenen Urlaub und Überstunden.

Sonstige Rückstellungen

Die Sonstigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für Konzern- und Jahresabschlussprüfung und Steuerberatung sowie sonstige noch nicht abgerechnete Leistungen wie Transport, Leiharbeiter und Dienstleistungen, deren Aufwendungen dem Geschäftsjahr 2021 zuzurechnen sind.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern umfassen sämtliche tatsächliche Steuern, die auf die laufenden steuerpflichtigen Gewinne der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften nach den jeweiligen landesrechtlichen Steuergesetzen erhoben wurden, sowie die latenten Steuern. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufenden und früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Finanzbehörde beziehungsweise eine Zahlung an die Finanzbehörde erwartet wird. Zur Berechnung dieses Betrags werden die landesrechtlichen Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind. Das Management beurteilt regelmäßig einzelne Steuersachverhalte dahingehend, ob in Anbetracht geltender steuerlicher Regelungen ein Interpretationsspielraum vorhanden ist. Bei Bedarf werden Steuerverbindlichkeiten angesetzt.

Latente Steueransprüche und -schulden werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeits-Methode des IAS 12 (Ertragsteuern) auf temporären Differenzen mit Ausnahme der sog. initial recognition exemption sowie der sog. outside basis differences für Tochterunternehmen zwischen den Buchwerten in den Steuerbilanzen der Einzelgesellschaften und den Buchwerten im Konzernabschluss gemäß IFRS als auch für spezifische Konsolidierungsmaßnahmen berücksichtigt.

Die Bewertung latenter Steueransprüche und Steuerschulden erfolgt anhand der Steuersätze, die für die Periode erwartet werden, in denen sich die temporären Differenzen voraussichtlich umkehren werden. Dabei werden die zum Bilanzstichtag gültigen oder angekündigten Steuersätze zugrunde gelegt. Latente Ertragsteuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden ebenfalls erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben wurden.

Eventualschulden und Eventualforderungen

Gemäß IAS 37 (Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen) werden Eventualschulden nicht in der Bilanz erfasst. Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen, deren tatsächliche Existenz durch das Eintreten eines oder mehrerer ungewisser zukünftiger Ereignisse, die nicht vollständig beeinflusst werden können, bestätigt werden muss. Darüber hinaus umfassen Eventualschulden bestehende Verpflichtungen, die wahrscheinlich nicht zu einem Vermögensabfluss führen oder deren Vermögensabfluss sich nicht zuverlässig quantifizieren lässt. In der Anhangangabe werden sämtliche möglichen Verpflichtungen der Konzerngesellschaften aus Bürgschaften und Garantien, Rechtsverfahren und sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen. Die Verpflichtungen sind mit ihrem Nennwert beziehungsweise höherem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auch Eventualforderungen sind im Anhang aufgeführt für den Fall, dass ein damit verbundener Zufluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen wahrscheinlich ist.

Leasingverhältnisse

Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren.

Konzern als Leasingnehmer

Der Konzern erfasst und bewertet alle Leasingverhältnisse (mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasingverhältnissen, bei denen der zugrundeliegende Vermögenswert von geringem Wert ist) nach einem einzigen Modell. Er erfasst Verbindlichkeiten zur Leistung von Leasingzahlungen und Nutzungsrechte für das Recht auf Nutzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts.

Nutzungsrechte

Der Konzern erfasst Nutzungsrechte zum Bereitstellungsdatum (d. h. zu dem Zeitpunkt, an dem der zugrundeliegende Leasinggegenstand zur Nutzung bereitsteht). Nutzungsrechte werden zu Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Abschreibungen und aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet und um jede Neubewertung der Leasingverbindlichkeiten berichtigt. Die Kosten von Nutzungsrechten beinhalten die erfassten Leasingverbindlichkeiten, die entstandenen anfänglichen direkten Kosten sowie die bei oder vor der Bereitstellung geleisteten Leasingzahlungen abzüglich aller etwaigen erhaltenen Leasinganreize. Nutzungsrechte werden planmäßig linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Laufzeit und erwarteter Nutzungsdauer der Leasingverhältnisse wie folgt abgeschrieben:

Immobilien 1 bis 10 Jahre
Kraftfahrzeuge 1 bis 3 Jahre

Wenn das Eigentum an dem Leasinggegenstand am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf den Konzern übergeht oder in den Kosten die Ausübung einer Kaufoption berücksichtigt ist, werden die Abschreibungen anhand der erwarteten Nutzungsdauer des Leasinggegenstands ermittelt. Zudem werden die Nutzungsrechte auf Wertminderungen überprüft.

Leasingverbindlichkeiten

Am Bereitstellungsdatum erfasst der Konzern die Leasingverbindlichkeiten zum Barwert der über die Laufzeit des Leasingverhältnisses zu leistenden Leasingzahlungen. Die Leasingzahlungen beinhalten feste Zahlungen (einschließlich de facto fester Zahlungen) abzüglich etwaiger zu erhaltender Leasinganreize, variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind und Beträge, die voraussichtlich im Rahmen von Restwertgarantien entrichtet werden müssen. Die Leasingzahlungen umfassen ferner den Ausübungspreis einer Kaufoption, wenn hinreichend sicher ist, dass der Konzern sie auch tatsächlich wahrnehmen wird, und Strafzahlungen für eine Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass der Konzern die Kündigungsoption wahrnehmen wird. Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder (Zins-)Satz gekoppelt sind, werden in der Periode, in der das Ereignis oder die Bedingung, das bzw. die diese Zahlung auslöst, eingetreten ist, aufwandswirksam erfasst. Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses unter Zugrundelegung der unkündbaren Grundlaufzeit des Leasingverhältnisses sowie unter Einbeziehung der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option ausüben wird, oder der Zeiträume, die sich aus einer Option zur Kündigung des Leasingverhältnisses ergeben, sofern hinreichend sicher ist, dass er diese Option nicht ausüben wird. Die Beurteilung der Frage, ob die Ausübung dieser Verlängerungs- und Kündigungsoptionen hinreichend sicher ist, erfordert wesentliche Ermessensentscheidungen vonseiten des Managements (siehe Anhangangabe 4. Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen).

Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern seinen Grenzfremdkapitalzinssatz zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrundeliegende Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den der Konzern zahlen müsste, wenn er für eine vergleichbare Laufzeit mit vergleichbarer Sicherheit die Mittel aufnehmen würde, die er in einem vergleichbaren wirtschaftlichen Umfeld für einen Vermögenswert mit einem dem Nutzungsrecht vergleichbaren Wert benötigen würde. Nach dem Bereitstellungsdatum wird der Betrag der Leasingverbindlichkeiten erhöht, um dem höheren Zinsaufwand Rechnung zu tragen, und verringert, um den geleisteten Leasingzahlungen Rechnung zu tragen. Zudem wird der Buchwert der Leasingverbindlichkeiten bei Änderungen des Leasingverhältnisses, Änderungen der Laufzeit des Leasingverhältnisses, Änderungen der Leasingzahlungen (z.B. Änderungen künftiger Leasingzahlungen infolge einer Veränderung des zur Bestimmung dieser Zahlungen verwendeten Index oder Zinssatzes) oder bei einer Änderung der Beurteilung einer Kaufoption für den zugrundeliegenden Vermögenswert neu bewertet.

Kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt

Der Konzern wendet auf seine kurzfristigen Leasingverträge über Immobilien und Kraftfahrzeuge die Ausnahmeregelung für kurzfristige Leasingverhältnisse (d. h. Leasingverhältnisse, deren Laufzeit ab dem Bereitstellungsdatum maximal zwölf Monate beträgt und die keine Kaufoption enthalten) an. Er wendet außerdem auf Leasingverträge über Büroausstattungsgegenstände, die als geringwertig eingestuft werden, die Ausnahmeregelung für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, an. Leasingzahlungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand erfasst.

Konzern als Leasinggeber

Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum an einem Vermögenswert verbundenen Risiken und Chancen überträgt, werden als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Entstehende Mieteinnahmen werden linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse erfasst. Anfängliche direkte Kosten, die bei den Verhandlungen und dem Abschluss eines Operating-Leasingverhältnisses entstehen, werden dem Buchwert des Leasinggegenstandes hinzugerechnet und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses auf gleiche Weise wie die Leasingerträge als Aufwand erfasst. Bedingte Mietzahlungen werden in der Periode als Ertrag erfasst, in der sie erwirtschaftet werden.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Im Rahmen der Corona-Unterstützungsmaßnahmen hat die DATA MODUL Zuwendungen der öffentlichen Hand in Anspruch genommen. Hierbei handelt es sich um erfolgsbezogene Zuwendungen im Sinne des IAS 20.3. Die Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung für ausgefallene Arbeitsstunden durch die Bundesagentur für Arbeit sind erfolgswirksame Zuwendungen und betragen TEUR 78. Die ertragswirksame Erfassung der Erstattung der Sozialversicherungsbeiträge wird in Anwendung des Wahlrechts in IAS 20.29ff in der Gewinn- und Verlustrechnung mit den entsprechenden Aufwendungen saldiert dargestellt.

5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

[1] Umsatzerlöse

In Bezug auf den Transaktionspreis, der ausstehenden Leistungsverpflichtungen im Zusammenhang mit den verlängerten Gewährleistungen und kundenspezifischen Entwicklungsprojekten zugeordnet wurde, wird auf die in der Bilanz ausgewiesenen vertraglichen Verbindlichkeiten verwiesen. Die langfristigen vertraglichen Verbindlichkeiten werden über die Laufzeit der Serienfertigung von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten oder der Laufzeit von verlängerten Gewährleistungen realisiert. Den sonstigen ausstehenden Leistungsverpflichtungen liegen Verträge mit einer erwarteten ursprünglichen Laufzeit von weniger als einem Jahr zu Grunde, sodass DATA MODUL auf die Angabe des Transaktionspreises, der diesen ausstehenden Leistungsverpflichtungen zugeordnet wurde, verzichtet.

Gemäß dem internen Management-Reporting des Vorstands erfolgt eine Klassifikation nach den Segmenten Displays und Systeme. Die Umsatzerlöse, nach Segmenten klassifiziert, stellen sich wie folgt dar:

Für das Geschäftsjahr 2021:

TEUR Displays Systeme Summe
Produktumsatzerlöse 124.100 69.407 193.507
Dienstleistungserlöse 313 954 1.267
Gesamtumsatzerlöse 124.413 70.361 194.774

Für das Geschäftsjahr 2020:

TEUR Displays Systeme Summe
Produktumsatzerlöse 119.936 70.730 190.666
Dienstleistungserlöse 546 973 1.519
Gesamtumsatzerlöse 120.482 71.703 192.185

DATA MODUL verzeichnete im Jahr 2021 in nahezu allen Regionen ein leichtes Umsatzwachstum. Einzig der Umsatz im Inland reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund der im letzten Jahr erhöhten Nachfrage im Bereich der Medizinprodukte im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die geografische Aufteilung der Umsatzerlöse wird im Abschnitt Segmentberichterstattung dargestellt.

[2] Herstellungskosten

Die nachfolgende Übersicht stellt die Aufteilung der Herstellungskosten dar:

TEUR 2021 2020
Materialaufwand 131.944 132.617
Übrige Herstellungskosten 20.466 17.779
Summe Herstellungskosten 152.410 150.396

Die übrigen Herstellungskosten beinhalten im Wesentlichen Löhne und Gehälter sowie die angefallenen Gemeinkosten im Zusammenhang mit der Herstellung der verkauften Produkte und Dienstleistungen.

[3] Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 1.036 (i.Vj. TEUR 0) enthalten im Wesentlichen Währungskursdifferenzen aus der Aufwertung des Dollars gegenüber dem Euro.

[4] Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Grundsätzlich wird zwischen Forschungs- und Entwicklungsaufwand unterschieden. Die Entwicklungsprojekte werden klassifiziert nach Produktentwicklungen ohne konkrete Kundenaufträge sowie Produktentwicklungen mit konkreter Entwicklungsbeauftragung durch einen Kunden bzw. die Entwicklung eines Produktes zur Serienreife aufgrund einer vorliegenden Kundenbestellung für ein bestimmtes Produkt.

Darüber hinaus werden allgemeine Entwicklungsaufwendungen, die nicht einem konkreten Produkt zugerechnet werden können, als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgewiesen.

Produktentwicklungen ohne konkrete Kundenaufträge werden im Anlagevermögen als immaterielle Vermögenswerte aktiviert und ab Beginn der Serienproduktion des jeweiligen Produktes bzw. der Lieferung der Leistung an den Kunden über die voraussichtliche Produktlebensdauer linear abgeschrieben. Produktentwicklungen mit konkreter Entwicklungsbeauftragung durch einen Kunden bzw. die Entwicklung eines Produktes zur Serienreife aufgrund einer vorliegenden Kundenbestellung für ein Produkt werden als Kosten zur Umsatzrealisierung gewertet und damit in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den laufenden Herstellungskosten ausgewiesen. Produktentwicklungen dieser Kategorie werden zum Stichtag in den Vertragserfüllungskosten aktiviert und abgegrenzt.

Die einzelnen Aufwendungen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung und deren Ausweis in der Gewinn- und Verlustrechnung stellen sich für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 demnach wie folgt dar:

TEUR 2021 2020
Auftragsbezogene Entwicklungsaufwendungen in den Herstellungskosten 1.203 1.325
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 5.686 5.483
Gesamt Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 6.889 6.808
Restbuchwert aktivierter Entwicklungsleistungen 2.257 1.865
In den aktivierten Vertragserfüllungskosten abgegrenzte auftragsbezogene Entwicklungsaufwendungen zum 31.12. 8.516 5.720

Im Vorjahr erfolgte für zwei kundenspezifische Entwicklungsprojekte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 952, welche in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfasst ist. Weitere Informationen zu den mit diesen Projekten in Verbindung stehenden realisierten Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 315 finden sich in der Anhangangabe [18] Langfristige vertragliche Verbindlichkeiten und kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten. In diesem Jahr wurde keine außerplanmäßige Abschreibung auf kundenspezifische Entwicklungsprojekte erfasst.

[5] Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungsaufwendungen:

TEUR 2021 2020
Vertriebsaufwendungen 15.235 14.846
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen 9.775 9.728
Gesamtaufwand 25.010 24.574

Gesamtaufwendungen je Kostenart

Sowohl Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen als auch Herstellungskosten enthalten u.a. Personalaufwand. Der Gesamtaufwand innerhalb des Konzerns stellt sich für die einzelnen Aufwandsarten wie folgt dar:

Personalaufwand

TEUR 2021 2020
Löhne und Gehälter 25.421 23.201
Soziale Abgaben 4.881 4.566
Summe 30.302 27.767

Die Kosten der Altersversorgung betrugen im Geschäftsjahr 2021 TEUR 2.545 (i.Vj. TEUR 2.251). Während des Geschäftsjahres 2021 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 468 Mitarbeiter, im Vorjahr lag der Durchschnitt bei 460 Mitarbeitern. Im Wesentlichen resultiert der Anstieg des Personalaufwands aus der gestiegenen Mitarbeiteranzahl, der höheren Provisionszahlungen in 2021 sowie des Sondereffektes aus der Kurzarbeit im letzten Jahr.

Die Mitarbeiter nach Bereichen im Jahresdurchschnitt gliedern sich wie folgt:

Mitarbeiter nach Bereichen 2021 2020
Vertrieb/ Marketing 113 115
Entwicklung 71 72
Produktion 146 146
Service 26 27
Verwaltung 55 50
Logistik 37 29
Disposition / Beschaffung 20 21
Gesamt 468 460

Die Mitarbeiter nach Bereichen zum Stichtag gliedern sich wie folgt:

Mitarbeiter nach Bereichen 2021 2020
Vertrieb/ Marketing 115 114
Entwicklung 72 72
Produktion 152 159
Service 23 25
Verwaltung 53 49
Logistik 36 33
Disposition / Beschaffung 23 21
Gesamt 474 473

Wesentliche Aufwandspositionen sowie Abschreibungen

Sonstige wesentliche Aufwandspositionen stellen sich wie folgt dar:

TEUR 2021 2020
Rechts-, Beratungs- und Projektkosten 3.437 3.067
Abschreibungen 3.406 3.209
Mieten und Instandhaltung 2.019 1.874
Büro- und EDV-Kosten 1.607 1.564
KFZ- und Reisekosten 884 835
Versicherungsbeiträge 594 578
Werbe- und Messekosten 575 599
Zuführung zu Wertberichtigungen auf Forderungen 0 609
Sonstige -268 -111
Verlust aus Währungsumrechnung 0 1.093
Summe 12.254 13.317

Der negative Betrag bei den sonstigen Aufwendungen in Höhe von TEUR -268 (i.Vj. TEUR -111) resultiert im Wesentlichen aus in dieser Position berücksichtigten aktivierten Entwicklungskosten.

[6] Finanzerträge/-aufwendungen

Die Gesellschaft verzeichnete in den letzten beiden Jahren den folgenden Finanzertrag/-aufwand:

TEUR 2021 2020
Zinsen und ähnliche Erträge 4 23
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten -493 -545
Zinsaufwendungen aus kurzfristigen Schulden -30 -87
Sonstige zinsähnliche Aufwendungen 2 -8
Erträge aus eingebetteten Derivaten 0 2.305
Aufwendungen aus eingebetteten Derivaten -894 -2.404
Summe -1.411 -716

Der Ertrag/Aufwand aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumenten bezieht sich auf eingebettete Fremdwährungs-Derivate, die zum Basisvertrag separiert wurden.

[7] Steueraufwand

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Laufender Steueraufwand
Deutschland 2.478 3.258
Ausland 830 548
Latente Steuern
Deutschland 79 -91
Ausland 8 -165
Summe 3.395 3.550

Als laufender Steueraufwand sind die in den einzelnen Ländern aufwandswirksam erfassten Steuern auf Einkommen und Ertrag des Geschäftsjahres und Nachbelastungen beziehungsweise Steuererstattungen für Vorjahre ausgewiesen. Der laufende Steueraufwand Deutschland ist in Höhe von TEUR 44 durch Steueraufwand für Vorjahre erhöht (i.Vj. durch TEUR 568 Steuerertrag erhöht). Der laufende Steueraufwand Ausland beinhaltet in Höhe von TEUR 32 Steueraufwand (i.Vj. TEUR 65 Steuerertrag) aus Vorjahren. Die latenten Steuern resultieren aus zeitlichen Bewertungsunterschieden zu den Ansätzen in den Steuerbilanzen der einbezogenen Gesellschaften. Für die Berechnung der latenten Steuern bei den Auslandsgesellschaften wird der jeweils landesspezifische Steuersatz berücksichtigt.

Der Ertragsteuersatz, der zur Berechnung der inländischen latenten Steuern herangezogen wurde, betrug per 31. Dezember 2021 32,40% für die DATA MODUL AG bzw. 29,13% für die DATA MODUL Weikersheim GmbH. Der Steuersatz ergibt sich für die Jahre 2021 und 2020 wie folgt:

in % 2021 2020
Körperschaftsteuer 15,00 15,00
Solidaritätszuschlag 0,825 0,825
Gewerbesteuer 16,57 bzw. 13,30 16,45 bzw. 13,30
Ertragsteuersatz 32,40 bzw. 29,13 32,28 bzw. 29,13

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung des zu erwartenden Ertragsteueraufwands auf den im Konzernjahresabschluss tatsächlich ausgewiesenen Ertragsteueraufwand, der auf der Grundlage des inländischen, effektiven Ertragsteuersatzes von 32,28 % für 2020 und 32,40 % für 2021 berechnet wurde.

TEUR 2021 2020
Bilanzielles Ergebnis vor Steuern 11.293 11.113
Erwarteter Ertragsteueraufwand2) 3.658 3.587
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 2 228
Steuerminderung aufgrund steuerfreier Erträge -37 -16
Unterschiedsbetrag zu lokalen Steuersätzen -379 -189
Steueraufwand ausländische Betriebsstätten/ Steuerliche Verluste Ausland/Sonstige 15 -72
Steuern für Vorjahre 103 -67
Sonstige 33 79
Ausgewiesener Steueraufwand 3.395 3.550

Die aktiven und passiven latenten Steuern setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen Deutschland 297 291
Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge Ausland 11 28
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen Ausland 401 382
Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen Gesamt 709 701
Passive latente Steuern auf temporäre Differenzen Deutschland -889 -803
Gesamtsaldo aktive (+) / passive (-) latente Steuern (hiervon TEUR 7 erfolgsneutral in 2021 erfasst) -180 -102

2) Saldo aus Hinzurechnungen und Kürzungen

Die latenten Steuern entfallen auf folgende Bilanzposten:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
TEUR 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte 45 120 -184 -102
Vertragliche Vermögenswerte 0 0 -275 -248
Vorräte 131 89 -165 -167
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte 123 135 -729 -602
Sachanlagen 1 3 -606 -612
Aktivierte Vertragserfüllungskosten 0 0 -1.770 -1.077
Kurzfristige Schulden
Leasingverbindlichkeiten 611 589 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 15 0 0 -31
Sonstige Rückstellungen 96 323 0 0
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 320 0 0 0
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 168 191 0 0
Vertragliche Verbindlichkeiten 2.029 1.259 0 0
Summe3) 3.539 2.709 -3.729 -2.839

3) Aus Darstellungsgründen wurde in den Bilanzpositionen eine Saldierung entsprechend der Fristigkeiten vorgenommen.

Bei der Tochtergesellschaft DATA MODUL Electronic Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, China ist ein steuerlicher Verlustvortrag in Höhe von TEUR 11 zum 31. Dezember 2021 vorhanden und steuerlich nutzbar. Dieser ist mit dem Ertragsteuersatz von 25 % bewertet und als aktive latente Steuer ausgewiesen.

Latente Steuerforderungen aus erfolgsneutral erfassten versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten aus Pensionszusagen führten zu einem eigenkapitalerhöhenden Effekt in Höhe von TEUR 6 (i.Vj. TEUR 35). Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 18.938 wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. 5% dieser temporären Unterschiede würden im Falle einer Realisierung der Besteuerung unterliegen.

[8] Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie wird mittels Division des den Stammaktionären zustehenden Konzernjahresergebnisses durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der sich in dem jeweiligen Jahr im Umlauf befindlichen Stammaktien ermittelt.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie wird unter Verwendung des gewichteten Durchschnitts der Anzahl der sich während der Periode im Umlauf befindlichen und potentiell verwässerten Stammaktien berechnet.

Für das am 31. Dezember 2021 abgelaufene Geschäftsjahr und das am 31. Dezember 2020 abgelaufene Geschäftsjahr galten nach der Treasury-Stock-Methode (Aktienrückkaufmethode) keine Aktien als verwässernd. Die folgende Tabelle zeigt die Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert und unverwässert):

2021 2020
Konzernjahresergebnis in TEUR 7.898 7.563
Nenner (Aktien in Tausend):
Nenner für unverwässertes Ergebnis je Aktie - gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 3.526 3.526
Nenner für verwässertes Ergebnis je Aktie - angepasster gewichteter Durchschnitt der Anzahl der Aktien 3.526 3.526
Unverwässertes Ergebnis je Aktie EUR 2,24 EUR 2,14
Verwässertes Ergebnis je Aktie EUR 2,24 EUR 2,14

6. Erläuterungen zur Bilanz

[9] Anlagevermögen 2021

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand zum 01.01.2021 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 3.112 0 0 0 0 3.112
Software 2.996 3 138 0 0 3.137
Entwicklungsprojekte 9.815 0 856 0 0 10.671
Geleistete Anzahlungen 78 0 0 78 0 0
Summe 16.001 3 994 78 0 16.920
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 17.169 82 22 18 471 17.726
Technische Anlagen 7.073 -8 136 2 961 8.160
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.002 22 635 227 73 9.505
Anlagen im Bau 754 -2 1.231 6 -1.505 472
Nutzungsrechte 15.884 24 535 460 0 15.983
Summe 49.882 118 2.559 713 0 51.846
Summe 65.883 121 3.553 791 0 68.766
ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN BUCHWERT
Stand zum 01.01.2021 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2021
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 693 0 0 0 0 693
Software 1.871 1 481 0 0 2.353
Entwicklungsprojekte 7.950 0 464 0 0 8.414
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Summe 10.514 1 945 0 0 11.460
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 8.233 20 950 18 0 9.185
Technische Anlagen 2.572 -3 857 0 0 3.426
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.635 19 1.118 209 0 5.563
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Nutzungsrechte 3.554 -23 2.001 413 0 5.119
Summe 18.994 13 4.926 640 0 23.293
Summe 29.508 14 5.871 640 0 34.753
BUCHWERT
Stand zum 31.12.2021
--- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 2.419
Software 784
Entwicklungsprojekte 2.257
Geleistete Anzahlungen 0
Summe 5.460
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 8.541
Technische Anlagen 4.734
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.942
Anlagen im Bau 472
Nutzungsrechte 10.864
Summe 28.553
Summe 34.013

Anlagevermögen 2020

ANSCHAFFUNGSKOSTEN
Stand zum 01.01.2020 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 3.112 0 0 0 0 3.112
Software 2.636 -4 213 0 151 2.996
Entwicklungsprojekte 8.988 0 827 0 0 9.815
Geleistete Anzahlungen 78 0 0 0 0 78
Summe 14.814 -4 1.040 0 151 16.001
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 16.835 -73 276 0 131 17.169
Technische Anlagen 6.644 -53 896 359 -55 7.073
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.690 -120 692 397 137 9.002
Anlagen im Bau 600 -6 525 1 -364 754
Nutzungsrechte 16.352 -445 385 408 0 15.884
Summe 49.121 -697 2.774 1.165 -151 49.882
Summe 63.935 -701 3.814 1.165 0 65.883
ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN BUCHWERT
Stand zum 01.01.2020 Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand zum 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 693 0 0 0 0 693
Software 1.442 -1 430 0 0 1.871
Entwicklungsprojekte 7.258 0 692 0 0 7.950
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
Summe 9.393 -1 1.122 0 0 10.514
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 7.338 -15 910 0 0 8.233
Technische Anlagen 2.117 -7 797 335 0 2.572
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.962 -32 1.072 367 0 4.635
Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
Nutzungsrechte 1.928 -34 2.015 355 0 3.554
Summe 15.345 -88 4.794 1.057 0 18.994
Summe 24.738 -89 5.916 1.057 0 29.508
BUCHWERT
Stand zum 31.12.2020
--- ---
Immaterielle Vermögenswerte / Geschäfts- oder Firmenwert
Geschäfts- oder Firmenwert 2.419
Software 1.125
Entwicklungsprojekte 1.865
Geleistete Anzahlungen 78
Summe 5.487
Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude 8.936
Technische Anlagen 4.501
Sonstige Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.367
Anlagen im Bau 754
Nutzungsrechte 12.330
Summe 30.888
Summe 36.375

Alle Angaben in TEUR

Ein Großteil der für das Berichtsjahr ausgewiesenen Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten und den Sachanlagen betrifft Investitionen für die Erweiterung der Produktions- und Logistikkapazitäten an den Standorten Weikersheim, Lublin und Shanghai.

Weitere Informationen zu den im Anlagevermögen ausgewiesenen Nutzungsrechten finden sich in der Anhangangabe [10] Leasingverhältnisse.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zur Überprüfung der Werthaltigkeit mehreren zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes stellt sich für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2021 nach berichtspflichtigen Segmenten und zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt dar:

TEUR Displays Systeme Summe
Zahlungsmittelgenerierende Einheit Display Solutions Systeme Solutions
--- --- --- ---
Stand zum 01.01.2020 1.032 1.387 2.419
Während der Periode erworbener Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
Wertminderung während der Periode 0 0 0
Stand zum 31.12.2020 1.032 1.387 2.419
Während der Periode erworbener Geschäfts- oder Firmenwert 0 0 0
Wertminderung während der Periode 0 0 0
Stand zum 31.12.2021 1.032 1.387 2.419

Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden einem Wertminderungstest zum 31. Dezember 2021 unterzogen. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird auf Basis der Berechnung eines Nutzungswertes unter Verwendung von Cashflow-Prognosen ermittelt.

Die Cashflow-Prognosen aller zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basieren auf vom Management und Aufsichtsrat für einen Zeitraum von drei Jahren genehmigten Finanzplänen (2022 bis 2024), welche für die Jahre ab 2025 extrapoliert werden. Um den Nachfragerückgang im Vorjahr für Produkte aufgrund der Corona-Pandemie abzubilden, wurden die prognostizierten Cashflows aktualisiert und die Wachstumsrate im Bereich der System Solutions angepasst.

Der für die Cashflow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern und die Wachstumsraten der Umsatzerlöse ab 2025 (für 2020 ab 2024) ergeben sich aus der nachstehenden Tabelle:

Zahlungsmittelgenerierende Einheit Abzinsungssatz vor Steuern Umsatzwachstumsraten
in % 2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Display Solutions 8,15 9,14 2,0 2,0
System Solutions 8,26 9,06 2,0 2,0

Der erzielbare Betrag wird wesentlich durch den Endwert (ewige Rente) bestimmt, der besonders sensitiv auf Veränderungen der Annahmen zur Wachstumsrate und zum Abzinsungsfaktor reagiert.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes und der langfristigen Vermögenswerte entstand für die Geschäftsjahre 2021 und 2020 kein Wertminderungsaufwand.

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswertes

Insbesondere bei folgenden, der Berechnung des Nutzungswertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zu Grunde gelegten Annahmen, bestehen Schätzungsunsicherheiten:

Bruttogewinnmargen
Abzinsungssätze
Wachstumsraten während des Budgetzeitraums und der ewigen Rente

Bruttogewinnmargen

Diese werden anhand der durchschnittlichen Werte ermittelt, die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vor Beginn des Budgetzeitraumes erzielt wurden. Die Bruttogewinnmargen werden im Laufe des Budgetzeitraums um die erwarteten Effizienzsteigerungen und entsprechenden Risiken angepasst.

Abzinsungssätze

Die Abzinsungssätze spiegeln die aktuellen Markteinschätzungen hinsichtlich der den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten jeweils zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Der Abzinsungssatz wurde basierend auf den branchenüblichen durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten (WACC) geschätzt. Die durchschnittlichen gewichteten Kapitalkosten berücksichtigen sowohl das Fremd- als auch das Eigenkapital. Das segmentspezifische Risiko wird durch die Anwendung individueller Betafaktoren einbezogen. Die Betafaktoren werden jährlich auf der Grundlage der öffentlich zugänglichen Marktdaten für eine Gruppe von Vergleichsunternehmen aus derselben Branche ("peer group") ermittelt. Die gesunkenen Abzinsungssätze resultierten im Wesentlichen aus dem Anstieg der Fremdkapitalquote.

Schätzung der Wachstumsraten

Den Wachstumsraten liegen Erfahrungswerte der vergangenen Jahre zu Grunde. In den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurden für das Geschäftsjahr 2020 Umsatzwachstumsraten von 2,0% ab 2024 angesetzt. Für das Geschäftsjahr 2021 wurden ebenfalls Umsatzwachstumsraten von jeweils 2,0% für Display Solutions und System Solutions ab 2025 verwendet.

Die für die Cashflow-Prognosen verwendeten Umsatzwachstumsraten ergeben sich aus den erwarteten Wachstumsraten des jeweiligen Marktes sowie den Umsatzwachstumsraten, welche die DATA MODUL für ihre Produkte in den jeweiligen Märkten erwartet und durch eine Analyse der Märkte ermittelt hat.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die Unternehmensführung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ihren erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.

[10] Leasingverhältnisse

Der Konzern hat Leasingverträge für Immobilien und Kraftfahrzeuge sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, die er in seinem Betrieb einsetzt, abgeschlossen. Mietverträge für Immobilien haben in der Regel Laufzeiten zwischen 1 und 10 Jahren. Bei Kraftfahrzeugen und Betriebs- und Geschäftsausstattung liegt die Laufzeit üblicherweise zwischen 1 und 5 Jahren. Die Verpflichtungen des Konzerns aus seinen Leasingverträgen sind durch das Eigentum des Leasinggebers an den Leasinggegenständen besichert. Mehrere Leasingverträge enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen auf die im Folgenden näher eingegangen wird.

Der Konzern hat außerdem Leasingverträge für Immobilien und Kraftfahrzeuge abgeschlossen, die eine Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger aufweisen, sowie für Büroausstattungsgegenstände mit geringem Wert. Auf diese Leasingverträge wendet der Konzern die praktischen Behelfe an, die für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, gelten.

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der bilanzierten Nutzungsrechte und die Veränderungen während der Berichtsperiode dargestellt:

TEUR Immobilien Kraftfahrzeuge Summe
Stand 01.01.2021 11.964 366 12.330
Währungsumrechnung 18 6 24
Zugänge 115 420 535
Abgänge -45 -2 -47
Abschreibungsaufwand -1.613 -365 -1.978
Stand 31.12.2021 10.439 425 10.864
TEUR Immobilien Kraftfahrzeuge Summe
Stand 01.01.2020 14.007 417 14.424
Währungsumrechnung -442 -3 -445
Zugänge 41 344 385
Abgänge -53 0 -53
Abschreibungsaufwand -1.589 -392 -1.981
Stand 31.12.2020 11.964 366 12.330

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Leasingverbindlichkeiten und die Veränderungen während der Berichtsperiode:

TEUR 2021 2020
Stand zum 01.01 14.751 16.148
Währungsumrechnung 92 -58
Zugänge 535 385
Zinszuwachs 0 0
Abgänge -52 -55
Tilgungen -1.946 -1.669
Stand zum 31.12 13.380 14.751
Davon kurzfristig 2.335 2.283
Davon langfristig 11.045 12.468

Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten ist unter 8. Ergänzende Angaben dargestellt.

In der Berichtsperiode wurden folgende Beträge erfolgswirksam erfasst:

TEUR 2021 2020
Abschreibungsaufwand für Nutzungsrechte 1.992 2.034
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 493 545
Ertrag (-) / Aufwand (+) aus latenten Steuern -22 -155
Gewinn (-) / Verlust (+) aus Währungsumrechnung 46 412
Aufwand für kurzfristige Leasingverbindlichkeiten 81 109
Aufwand für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert 41 39
Erfolgswirksam erfasster Gesamtaufwand 2.631 2.984

Die Zahlungsmittelabflüsse des Konzerns für Leasingverhältnisse betrugen TEUR 2.431 (i.Vj. TEUR 2.227). Zusätzlich wies der Konzern nicht zahlungswirksame Zugänge in Höhe von TEUR 482 (i.Vj. TEUR 385) und Abgänge in Höhe von TEUR 47 (i.Vj. TEUR 55) bei den Nutzungsrechten aus.

Der Konzern hat mehrere Leasingverträge abgeschlossen, die Verlängerungs- und Kündigungsoptionen enthalten. Diese Optionen werden vom Management ausgehandelt, um das Portfolio an Leasinggegenständen flexibel und in Einklang mit den jeweiligen Geschäftsanforderungen des Konzerns verwalten zu können. Die Beurteilung der Frage, ob die Ausübung dieser Verlängerungs- und Kündigungsoptionen hinreichend sicher ist, erfordert wesentliche Ermessensentscheidungen vonseiten des Managements (siehe Anhangangabe 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Die folgende Tabelle zeigt die undiskontierten potenziellen künftigen Leasingzahlungen für Perioden nach dem Ausübungszeitpunkt der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die nicht in die Laufzeit des Leasingverhältnisses eingeschlossen sind:

Für das Geschäftsjahr 2021:

TEUR Innerhalb von fünf Jahren Über fünf Jahre Summe
Verlängerungsoptionen, die voraussichtlich nicht ausgeübt werden 0 10.414 10.414
Kündigungsoptionen, die voraussichtlich nicht ausgeübt werden 0 0 0
Summe 0 10.414 10.414

Für das Geschäftsjahr 2020:

TEUR Innerhalb von fünf Jahren Über fünf Jahre Summe
Verlängerungsoptionen, die voraussichtlich nicht ausgeübt werden 0 10.444 10.444
Kündigungsoptionen, die voraussichtlich nicht ausgeübt werden 0 0 0
Summe 0 10.444 10.444

Der Konzern hat keine wesentlichen Leasingverhältnisse als Leasinggeber.

[11] Aktivierte Vertragserfüllungskosten

Die aktivierten Vertragserfüllungskosten enthalten zum Stichtag die Entwicklungsleistungen von kundenspezifischen Entwicklungsprojekten, welche bis zur Serienfertigung aktiviert und mit dem Verkauf der Produkte im Herstellungsaufwand erfasst werden. Nach IFRS 15 sind diese als aktivierte Vertragserfüllungskosten in Höhe von TEUR 8.516 (i.Vj. TEUR 5.720) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2021 erfolgte eine Aktivierung von Vertragserfüllungskosten in Höhe von TEUR 3.704 (i.Vj. TEUR 3.453) und eine planmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 908 (i.Vj. TEUR 593). Im aktuellen Jahr wurde keine Wertminderung erfasst. Im Vorjahr wurde für zwei kundenspezifische Entwicklungsprojekte eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 952 erfasst.

[12] Vorräte

Die Vorräte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.810 12.431
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 2.345 1.540
Fertigerzeugnisse und Waren 70.887 40.085
Wertminderung -2.340 -2.027
Summe 86.702 52.029

Um die Produktverfügbarkeit aufgrund von Corona-bedingten Lieferengpässen nicht zu gefährden, wurden durch eine aktive Lagerbestandssteuerung die Vorräte erhöht.

Ergebniswirksame Abwertungen von Vorratsbeständen in Höhe von TEUR 1.119 (i.Vj. TEUR 1.105) aus der Veränderung der Wertminderung sowie dem Aufwand aus Verschrottungen wurden in 2021 innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Herstellungskosten erfasst.

Im Geschäftsjahr 2021 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 143.009 (i.Vj. TEUR 143.737) als Materialaufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

[13] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragliche Vermögenswerte, Steuerforderungen, sonstige kurzfristige und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, vertragliche Vermögenswerte, Steuerforderungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte und sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, inklusive Wertberichtigung 29.202 24.181
Vertragliche Vermögenswerte inklusive Wertminderungen 3.239 2.904
Steuererstattungsansprüche und Steuervorauszahlungen 574 705
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte:
Sonstige Vermögenswerte 3.742 1.019
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte:
Lieferanten mit Guthabensalden 108 47
Positive Zeitwerte eingebetteter Derivate 1.456 2.305
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 353 312
Summe 38.674 31.473

Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte werden mit Ausnahme der eingebetteten Derivate als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert. Die eingebetteten Derivate werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 Tagen. Zum 31. Dezember 2021 bzw. 31. Dezember 2020 belief sich die Wertberichtigung auf erwartete Forderungsverluste auf TEUR 422 bzw. TEUR 605.

Die vertraglichen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 3.239 (i.Vj. TEUR 2.904) bestehen ausschließlich aus Forderungen aus Umsätzen mit Konsignationslagerkunden mit Verträgen zur Lieferung kundenspezifischer Artikel, die nach IFRS 15 bereits bei Lieferung in das Konsignationslager als Umsätze und damit verbunden als Forderungen zu berücksichtigen sind.

Die sonstigen Vermögenswerte setzen sich im Wesentlichen in Höhe von TEUR 3.251 (i. Vj. TEUR 439) aus Umsatzsteuerforderungen, in Höhe von TEUR 472 (i.Vj. TEUR 465) aus Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten und in Höhe von TEUR 14 (i.Vj. TEUR 39) aus geleisteten Vorauszahlungen zusammen.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte betreffen sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 157 (i.Vj. TEUR 149), Kautionen in Höhe von TEUR 196 (i.Vj. TEUR 163), sowie debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 108 (i.Vj. TEUR 47). Aus diesen sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten werden der Gruppe zu einem zukünftigen Zeitpunkt liquide Mittel zufließen.

Die erwarteten Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gegen Wertberichtigungskonten gebucht; erst nach finaler Klärung des Sachverhalts wird die Forderung ausgebucht. Die Entwicklung der Wertberichtigungskonten für erwartete Forderungsverluste stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

TEUR 2021 2020
Stand zum 01.01. 605 76
Aufwandswirksame Zuführung 49 615
Inanspruchnahme -53 -43
Auflösung -214 -5
Währungseffekte 35 -38
Stand zum 31.12. 422 605

Hinsichtlich der vertraglichen Vermögenswerte und aller weiteren Finanzinstrumente waren keine Wertberichtigungen für erwartete Forderungsverluste im Geschäftsjahr 2021 erforderlich.

Hinsichtlich des Ausfallrisikos und der Darstellung der für die Ermittlung der erwarteten Forderungsverluste der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verwendeten Wertminderungsmatrix verweisen wir auf die Ausführungen zum Kreditrisiko unter 8. Ergänzende Angaben.

[14] Liquide Mittel

Die liquiden Mittel zum 31. Dezember 2021 über TEUR 20.224 (i.Vj. TEUR 26.656) setzen sich zusammen aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von TEUR 20.221 (i.Vj. TEUR 26.654) sowie Kassenbeständen in Höhe von TEUR 3 (i.Vj. TEUR 2).

[15] Eigenkapital

Grundkapital

Die DATA MODUL AG verfügt über ein Grundkapital von EUR 10.578.546 und ist im regulierten Markt in Frankfurt (seit 1. Januar 2003 im Handelssegment Prime Standard) im Xetra und in München sowie im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, Hamburg und Stuttgart als Technologieunternehmen notiert. Das Grundkapital ist gegliedert in nennwertlose Inhaberaktien von 3.526.182 Stück, welche voll eingezahlt sind. Jede Aktie repräsentiert einen Anteil am gezeichneten Kapital in Höhe von EUR 3,00.

Die DATA MODUL AG hält, wie auch im Vorjahr, zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien, weshalb die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien 3.526.182 beträgt.

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2021 werden der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Bardividende von EUR 1,00 je Aktie vorschlagen, was einer Ausschüttung von TEUR 3.526 auf die im Umlauf befindlichen und dividendenberechtigten Aktien entspricht.

Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2020 und zum 31. Dezember 2021 setzen sich wie folgt zusammen:

TEUR 2021 2020
Gewinnvortrag 71.054 63.994
Jahresergebnis 7.898 7.563
Sonstiges Ergebnis -439 -503
Anpassungen aus der erstmaligen Anwendung der IFRS 0 0
Summe 78.513 71.054

Sonstige Rücklagen

Die sonstigen Rücklagen beinhalten ausschließlich die Rücklagen für Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR 722 (i.Vj. TEUR 108).

[16] Pensions- und langfristige Personalverpflichtungen

Die DATA MODUL unterhält einen beitragsfreien leistungsorientierten Pensionsplan, der sich auf einige ehemalige Vorstände erstreckt. Die Gesellschaft erwarb Lebensversicherungen, um den versicherungsmathematischen Barwert der Pensionsverpflichtungen abzudecken.

Der Rückkaufswert dieser Versicherungspolicen belief sich zum Stichtag auf TEUR 161 (i.Vj. TEUR 168). Die verpfändeten Rückdeckungsversicherungen sind saldiert als Planvermögen in den "Pensions- und langfristigen Personalverpflichtungen" enthalten. Die Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2021 und 31. Dezember 2020 wurde im Dezember des jeweiligen Jahres berechnet. Den Sterblichkeitsraten liegen die Richttafeln von Prof. Dr. Klaus Heubeck (2018 G) zugrunde. Planänderungen waren im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht gegeben.

Die in der Bilanz erfassten Beträge für Leistungszusagen sind in der nachfolgenden Tabelle veranschaulicht:

TEUR 2021 2020 2019 2018 2017
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtung 1.570 1.682 1.694 1.669 1.690
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 161 168 175 181 189
Finanzierungsstatus 1.409 1.514 1.519 1.488 1.501

Unter Berücksichtigung der in IAS 19 niedergelegten Berechnungsvorschriften ergibt sich folgender gegenwärtiger Finanzierungsstatus der Pensionsverpflichtungen:

TEUR 2021 2020
Veränderungen des Anwartschaftsbarwertes der Pensionsverpflichtungen:
Prognostizierte Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 1.682 1.694
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen -1 5
Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aufgrund der Änderungen der Zins- und Trendannahmen -22 38
Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungmathematische Gewinne & Verluste aufgrund der Änderungen von demographischen Annahmen 0 0
Im sonstigen Ergebnis erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aufgrund von Verlusten aus Bestandsänderungen 45 77
Erbrachte Leistungen -134 -132
Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen zum Ende des Jahres 1.570 1.682
Planvermögen -161 -168
Pensionsverpflichtung 1.409 1.514

Der Nettoversorgungsaufwand setzt sich folgendermaßen zusammen:

TEUR 2021 2020
Aufzinsung der erwarteten Pensionsverpflichtungen -1 5
Periodengerechter Netto-Versorgungsaufwand -1 5

Für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen wurden folgende durchschnittliche Parameter zum Stichtag verwendet:

in % 2021 2020
Gewichtete durchschnittliche Annahmen:
Abzinsungsfaktor 0,34 -0,04
Steigerungsrate künftiger Rentenzahlungen 1,8 - 3,0 1,4 - 3,0

Die durchschnittliche Duration beträgt 8 Jahre (i.Vj. 8 Jahre). Die Gesellschaft hat entsprechend ihrer Pensionspläne für die jeweils zum 31. Dezember endenden Geschäftsjahre folgende Zahlungen zu leisten:

TEUR
2022 140
2023 143
2024 147
2025 150
2026 153
Kumuliert 2027 bis einschl. 2030 803

Die Aufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Zinsergebnis ausgewiesen.

Die nachfolgende Sensitivitätsanalyse stellt die Abweichung der Bilanzwerte bei Veränderungen der für die Berechnung der Pensionsverpflichtung verwendeten Prämissen dar:

TEUR 31.12.2021
Erhöhung des Abzinsungsfaktors um 1,0% -114
Verminderung des Abzinsungsfaktors um 1,0% 130
Erhöhung des Rententrends um 1,0%1) 66
Verminderung des Rententrends um 1,0%1) -59

1) Die Sensitivitäten hinsichtlich des Rententrends beziehen sich lediglich auf den Teil der Pensionsverpflichtungen, für den der Rententrend nicht vertraglich fixiert wurde.

Zusätzlich zu den Pensionsverpflichtungen bestehen weitere langfristige Personalverpflichtungen zum Stichtag:

TEUR 2021 2020
Pensionsrückstellungen 1.409 1.514
Langfristige Tantiemenansprüche 73 73
Im Konzernabschluss ausgewiesene Beträge 1.482 1.587

[17] Rückstellungen

Die Rückstellungen für Gewährleistungsverpflichtungen sind naturgemäß mit Unsicherheiten in Bezug auf die Höhe und Fälligkeit behaftet. Der Ermittlung des Rückstellungsbetrags liegen historische Erfahrungswerte zugrunde. Unter den Personalrückstellungen werden Jubiläumsgeldverpflichtungen ausgewiesen. Die Sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen aus der Höhe nach ungewissen sonstigen Verbindlichkeiten. Die Entwicklung der lang- und kurzfristigen Rückstellungen stellt sich im Geschäftsjahr 2021 wie folgt dar:

TEUR Gewährleistung Personal Sonstige Summe
Stand 01.01.2021 1.037 92 238 1.367
Währungsumrechnung 0 0 5 5
Zuführung 761 0 265 1.025
Inanspruchnahme -496 0 -119 -615
Auflösung -541 -11 -5 -557
Stand 31.12.2021 761 81 384 1.225
Davon langfristig 171 0 0 171
Davon kurzfristig 589 81 384 1.054

Abgesehen von den Risiken, für die bereits Rückstellungen gebildet wurden, sind der Geschäftsleitung keine Tatsachen bekannt, aus denen eine Verbindlichkeit entstehen könnte, die einen wesentlichen negativen Effekt auf das Geschäft oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben könnte.

[18] Langfristige vertragliche Verbindlichkeiten und kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten

Die vertraglichen Verbindlichkeiten enthalten zum Stichtag eine Umsatzabgrenzung für über die gesetzliche Gewährleistung hinausgehende vertraglich vereinbarte Garantieleistungen für unsere Kunden und über vom Kunden im Voraus gezahlte Entgelte im Bereich kundenspezifischer Entwicklungsprojekte.

Zum Stichtag bestehen langfristige vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.884 (i.Vj. TEUR 4.381) und kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 232 (i.Vj. TEUR 374). Der Anstieg der vertraglichen Verbindlichkeiten im Geschäftsjahr 2021 resultierte aus den im Jahresverlauf von Kunden erhaltenen langfristigen Vorauszahlungen im Bereich der Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 3.031 (i.Vj. TEUR 3.092).

In 2021 wurden TEUR 294 (i.Vj. TEUR 534) Umsatzerlöse aus der Gewährung der verlängerten Gewährleistung und TEUR 473 (i.Vj. TEUR 460) aus der Umsatzrealisierung von Entwicklungsprojekten erfasst. In 2020 erfolgte eine komplette Realisierung von abgegrenzten Umsatzerlösen aus zwei vorzeitig beendeten kundenspezifischen Entwicklungsprojekten in Höhe von TEUR 315. Weitere Informationen zu den mit diesen Projekten in Verbindung stehenden Entwicklungsaufwendungen finden sich in der Anhangangabe [4] Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen.

[19] Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten enthalten zum Stichtag folgende Positionen:

TEUR 2021 2020
Steuerverbindlichkeiten 1.628 1.291
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten:
Personalverbindlichkeiten 3.447 3.948
Sozialversicherung und Lohnsteuer 636 511
Sonstige Verbindlichkeiten 1.024 374
Umsatzsteuerverbindlichkeiten 4.026 1.986
9.133 6.819
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten:
Ausstehende Rechnungen 1.524 1.430
Kunden mit Guthabensalden 104 99
Negative Zeitwerte eingebetteter Derivate 2.449 2.404
Sonstige Verbindlichkeiten 24 0
4.101 3.933
Summe 14.862 12.043

Die in der Tabelle dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme der eingebetteten Derivate als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert. Die eingebetteten Derivate werden als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert.

[20] Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die kurzfristige Inanspruchnahme von Kreditlinien ist in der folgenden Übersicht zum Stichtag dargestellt:

TEUR 2021 2020
Deutsche Bank, München 3.000 0
Commerzbank, München 7.000 0
Sparkasse Tauberfranken, Tauberbischofsheim 2.000 0
Bayerische Landesbank, München 3.000 0
Summe 15.000 0

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet klassifiziert.

Es handelte sich hierbei im Geschäftsjahr 2021 ausschließlich um Geldmarktkredite mit einer Laufzeit von zwei bis drei Monaten mit einer Verzinsung zwischen 0,75% und 1,30%.

Die nicht genutzten freien Kreditlinien belaufen sich zum Stichtag auf TEUR 32.965 (i.Vj. TEUR 29.025).

TEUR 2021 2020
Commerzbank, München 15.000 9.000
Sparkasse Tauberfranken, Tauberbischofsheim 12.000 7.000
Bayerische Landesbank, München 15.000 7.000
Deutsche Bank, München 7.000 7.000
Summe 49.000 30.000

Neben den Kreditlinien verfügt DATA MODUL über Bankbürgschaften, die anstelle von Mietkautionen oder Lieferantengarantien in Anspruch genommen werden können. Diese Bankbürgschaften kommen Kreditbriefen gleich. Anstatt eine Bareinlage zu erhalten, garantiert beispielsweise die Bank den entsprechenden Einlagebetrag, ohne tatsächlich eine Einlage zu leisten. Die Bürgschaften wirken sich auf die Summe der Barmittel aus, die die Gesellschaft als Fremdkapital aufnehmen kann, da die Bürgschaften für die Banken, die diese geben, ein potenzielles Risiko darstellen. DATA MODUL hat zum 31. Dezember 2021 Bankbürgschaften in Höhe von TEUR 1.035 (i.Vj. TEUR 975) in Anspruch genommen.

7. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

In der Kapitalflussrechnung erfolgt eine Untergliederung in Mittelzuflüsse und -abflüsse aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit, der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Wechselkursänderungen werden in der betreffenden Zeile eliminiert und gesondert dargestellt.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit umfasst sämtliche Zahlungsströme, die im Zusammenhang mit der laufenden Geschäftstätigkeit stehen und wird mittels der indirekten Berechnungsmethode dargestellt. Ausgehend vom Jahresergebnis werden alle zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträge korrigiert. Wesentlich bedingt durch das positive Jahresergebnis von TEUR 7.898 (i.Vj. TEUR 7.563) und einem entgegengesetzten überlagernden Effekt aus den im Vergleich zum Vorjahr angestiegenen Vorräten und Forderungen beläuft sich der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit auf TEUR -15.715 (i.Vj. TEUR 10.777). Erhöhend auf den Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wirkten die im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die Cashflows aus der Investitionstätigkeit spiegeln die Mittelabflüsse für aktivierte Entwicklungskosten sowie sonstige Anlagenzugänge und die Mittelzuflüsse aus Anlagenabgängen wider. Die Nettocashflows aus der Investitionstätigkeit beliefen sich aufgrund der im Geschäftsjahr geringeren Investitionen auf TEUR -3.018 im Jahr 2021 (i.Vj. TEUR -3.429).

Im Geschäftsjahr 2021 beläuft sich der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auf TEUR 12.206 (i.Vj. TEUR -6.945). Im Wesentlichen resultiert die Erhöhung aus der Einzahlung der Bankverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 15.000. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst zudem Auszahlungen für Leasingverhältnisse welche aufgeteilt nach Tilgungen der Leasingverbindlichkeiten und gezahlten Zinsen ausgewiesen werden. Die Dividendenausschüttung führte in 2021 zu einem Liquiditätsabfluss in Höhe von TEUR 423 (i.Vj. TEUR 423). Dabei betrug bei Auszahlung in 2021 die Dividende pro Aktie für das Geschäftsjahr 2020 EUR 0,12 (i.Vj. EUR 0,12).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen kurzfristige Bankguthaben und Barbestände. Der Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente wird in einem gesonderten Posten ausgewiesen.

Überleitung der Bewegungen der Schulden auf den Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit

Die nach IAS 7.44A anzugebene Überleitungsrechnung der Schulden auf den Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stellt sich wie folgt dar:

Entwicklung von Schulden aus Finanzierung Nicht Zahlungswirksam
TEUR Bilanz zum 01.01.2021 Zahlungswirksam Zu-/ Abgang Aufgelaufene aber noch nicht gezahlte Zinsen FX Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 15.000 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 14.751 -1.946 483 0 92 0
Summe 14.751 13.054 483 0 92 0
Entwicklung von Schulden aus Finanzierung Nicht Zahlungswirksam
TEUR Umgliederung Bilanz zum 31.12.2021
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 15.000
Leasingverbindlichkeiten 0 13.380
Summe 0 28.380
Entwicklung von Schulden aus Finanzierung Nicht Zahlungswirksam
TEUR Bilanz zum 01.01.2020 Zahlungswirksam Zu-/ Abgang Aufgelaufene aber noch nicht gezahlte Zinsen FX Fair Value
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.200 -4.200 0 0 0 0
Leasingverbindlichkeiten 16.148 -1.669 330 0 -58 0
Summe 20.348 -5.869 330 0 -58 0
Entwicklung von Schulden aus Finanzierung Nicht Zahlungswirksam
TEUR Umgliederung Bilanz zum 31.12.2020
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0
Leasingverbindlichkeiten 0 14.751
Summe 0 14.751

8. Ergänzende Angaben

Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Aus der operativen Geschäftstätigkeit entstehen Liquiditäts-, Kredit- und Marktrisiken. Marktrisiko ist das Risiko, dass beizulegende Zeitwerte oder künftige Cashflows von Finanzinstrumenten aufgrund der Änderung der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen insbesondere zinsbedingte Cashflow-, Zinsänderungs-, Währungs- und sonstige Preisrisiken. Strategien und Verfahren zur Steuerung einzelner Risikoarten, die sich aus den Finanzinstrumenten des Konzerns ergeben, werden im Folgenden dargestellt. Innerhalb des Unternehmens bestehen keine wesentlichen Kreditrisikokonzentrationen.

Zinsrisiko

Eine Sensitivität auf das Konzernergebnis vor Steuern und das Konzerneigenkapital ist in der folgenden Tabelle für Zinsrisiken aus kurzfristigen und variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten dargestellt.

TEUR 2021 2020
Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern
Entwicklung des Zinssatzes
Erhöhung um 1% -150 0
Minderung um 1% 150 0

Währungsrisiko

Infolge des bedeutenden Umfangs von Geschäftsvorfällen in Fremdwährungen können sich Änderungen der Wechselkurse wesentlich auf die Konzernbilanz auswirken. Diese Risiken resultieren aus Käufen und Verkäufen einer operativen Einheit in einer anderen Währung als der funktionalen Währung dieser Einheit. Rund 50,7% (i.Vj. 53,9%) des Konzernumsatzes werden in anderen Währungen als der funktionalen Währung der den Umsatz erzielenden operativen Einheit erwirtschaftet und 75,5% (i.Vj. 69,8%) der Kosten fallen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung der operativen Einheit an. Der Konzern kann zur Minderung von Kursänderungs- und Währungsrisiken verschiedene Sicherungsinstrumente (u.a. Devisenterminkontrakte und Optionsgeschäfte) einsetzen. Die Devisenterminkontrakte müssen auf die gleiche Währung wie das gesicherte Grundgeschäft lauten. Die konzerninternen Richtlinien sehen vor, dass Währungssicherungsinstrumente erst dann abgeschlossen werden, wenn eine feste Verpflichtung begründet wurde. Zur Optimierung der Effektivität einer Sicherungsbeziehung werden Konditionen der derivativen Sicherungsbeziehungen entsprechend den Konditionen der gesicherten Grundgeschäfte ausgehandelt. Zum 31. Dezember 2021 bestanden keine Devisentermingeschäfte.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Wechselkursänderung sämtlicher relevanter Fremdwährungen. Ein überwiegender Effekt resultiert dabei aus den Veränderungen von USD, PLN und HKD. Die Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern durch Erhöhung oder Verminderung des Wechselkurses wurde im Vergleich zum Durchschnittskurs des jeweiligen Geschäftsjahres berechnet. Alle anderen Variablen bleiben konstant.

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern 2021

Entwicklung der Wechselkurse
TEUR Erhöhung um 5% Minderung um 5%
--- --- ---
USD -1.834 1.659
PLN -192 173
HKD -102 92
Gesamt -2.128 1.924

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern 2020

Entwicklung der Wechselkurse
TEUR Erhöhung um 5% Minderung um 5%
--- --- ---
USD -770 697
JPY -197 178
PLN -188 170
Gesamt -1.155 1.045

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko besteht darin, dass Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit und aus Finanztransaktionen nicht nachkommen. Das Bonitätsrisiko wird durch ein effizientes Kredit- und Forderungsmanagement begrenzt.

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Die Forderungsbestände werden fortlaufend überwacht und daraus bekannte und erwartete Risiken durch Bildung eines Wertberichtigungspostens berücksichtigt.

Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und vertragliche Vermögenswerte ermittelt DATA MODUL den erwarteten Kreditausfall auf Grundlage von historischen Ausfallquoten unter Nutzung einer Wertberichtigungsmatrix. Hierbei werden die erwarteten Ausfallquoten in Abhängigkeit zur jeweiligen Überfälligkeit der Forderung berechnet. Zudem werden die ermittelten Werte gegebenenfalls um vorliegende zukunftsgerichtete Informationen zur Werthaltigkeit von Kundenforderungen angepasst.

Die Ermittlung der Wertminderungen für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

Ausfallquoten per 31.12.2021 für die Ermittlung der Wertminderung (in %)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig
DATA MODUL AG 0,0014 0,0115 0,0827 1,3533 13,0199
DATA MODUL France 0,0305 0,2278 0,0000 0,0000 2,7778
DATA MODUL Italia 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Iberia 0,1189 0,2943 1,3905 2,5936 7,0880
DATA MODUL Ltd. 0,7392 0,4886 1,3635 2,2534 8,9024
DATA MODUL Inc. 1,5118 2,0412 9,8780 37,7062 45,4005
DATA MODUL Hong Kong 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Shanghai 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Suisse 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
Conrac Asia 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000

Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2021 (in TEUR)1)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig Summe
DATA MODUL AG 13.704 1.558 609 124 82 16.077
DATA MODUL France 437 144 15 29 5 630
DATA MODUL Italia 2.936 483 138 11 1 3.569
DATA MODUL Iberia 1.439 245 52 1 3 1.740
DATA MODUL Ltd. 1.047 235 37 16 0 1.335
DATA MODUL Inc. 1.836 581 192 32 350 2.991
DATA MODUL Hong Kong 1.802 224 146 0 0 2.172
DATA MODUL Shanghai 632 147 30 16 0 825
DATA MODUL Suisse 0 0 0 0 0 0
Conrac Asia 147 14 25 0 0 186
29.525
Währung
DATA MODUL AG EUR
DATA MODUL France EUR
DATA MODUL Italia EUR
DATA MODUL Iberia EUR
DATA MODUL Ltd. GBP (in EUR)
DATA MODUL Inc. USD (in EUR)
DATA MODUL Hong Kong HKD (in EUR)
DATA MODUL Shanghai CNY (in EUR)
DATA MODUL Suisse CHF (in EUR)
Conrac Asia SGD (in EUR)
Summe in EUR

Wertminderungen zum 31.12.2021 (in EUR)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig Summe
DATA MODUL AG 194,77 179,35 503,54 1.681,23 10.049,68 12.608,57
DATA MODUL France 133,18 327,45 0,00 0,00 88,73 549,36
DATA MODUL Italia 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Iberia 1.710,96 722,19 725,81 30,97 171,21 3.361,14
DATA MODUL Ltd. 7.742,71 1.146,64 500,29 352,18 0,00 9.741,82
DATA MODUL Inc. 27.760,54 11.865,79 18.920,34 12.025,21 94,49 70.666,37
DATA MODUL Hong Kong 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Shanghai 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Suisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Conrac Asia 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
96.927,26
Währung
DATA MODUL AG EUR
DATA MODUL France EUR
DATA MODUL Italia EUR
DATA MODUL Iberia EUR
DATA MODUL Ltd. GBP (in EUR)
DATA MODUL Inc. USD (in EUR)
DATA MODUL Hong Kong HKD (in EUR)
DATA MODUL Shanghai CNY (in EUR)
DATA MODUL Suisse CHF (in EUR)
Conrac Asia SGD (in EUR)
Summe in EUR

1) Fakturierte Forderungen ohne Wertminderungen

Ausfallquoten per 31.12.2020 für die Ermittlung der Wertminderung (in %)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig
DATA MODUL AG 0,0014 0,0115 0,0827 1,3533 10,2636
DATA MODUL France 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Italia 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Iberia 0,1180 0,2892 0,3188 1,1478 0,0000
DATA MODUL Ltd. 0,7392 0,4886 1,3635 0,0000 0,0000
DATA MODUL Inc. 1,5118 2,0412 9,8780 37,7062 24,3566
DATA MODUL Hong Kong 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Shanghai 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
DATA MODUL Suisse 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000
Conrac Asia 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000 0,0000

Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2020 (in TEUR)1)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig Summe
DATA MODUL AG 14.209 1.778 344 13 16 16.360
DATA MODUL France 506 31 28 0 1 566
DATA MODUL Italia 2.356 298 180 0 3 2.837
DATA MODUL Iberia 1.218 158 5 30 0 1.411
DATA MODUL Ltd. 722 164 103 0 0 989
DATA MODUL Inc. 1.467 173 54 74 470 2.238
DATA MODUL Hong Kong 292 106 20 0 0 418
DATA MODUL Shanghai 119 82 0 0 0 201
DATA MODUL Suisse 0 0 0 0 0 0
Conrac Asia 99 16 7 10 0 132
25.152
Währung
DATA MODUL AG EUR
DATA MODUL France EUR
DATA MODUL Italia EUR
DATA MODUL Iberia EUR
DATA MODUL Ltd. GBP (in EUR)
DATA MODUL Inc. USD (in EUR)
DATA MODUL Hong Kong HKD (in EUR)
DATA MODUL Shanghai CNY (in EUR)
DATA MODUL Suisse CHF (in EUR)
Conrac Asia SGD (in EUR)
Summe in EUR

Wertminderungen zum 31.12.2020 (in EUR)

Nicht überfällig 1 - 30 Tage überfällig 31 - 60 Tage überfällig 61 - 90 Tage überfällig > 90 Tage überfällig Summe
DATA MODUL AG 201,95 204,76 283,94 173,52 920,69 1.784,86
DATA MODUL France 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Italia 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Iberia 1.436,89 440,71 15,68 204,99 0,00 2.098,27
DATA MODUL Ltd. 5.337,94 799,02 717,04 0,00 0,00 6.854,00
DATA MODUL Inc. 22.171,69 3.533,28 5.364,81 7.365,92 327,40 38.763,10
DATA MODUL Hong Kong 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Shanghai 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
DATA MODUL Suisse 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Conrac Asia 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
49.500,23
Währung
DATA MODUL AG EUR
DATA MODUL France EUR
DATA MODUL Italia EUR
DATA MODUL Iberia EUR
DATA MODUL Ltd. GBP (in EUR)
DATA MODUL Inc. USD (in EUR)
DATA MODUL Hong Kong HKD (in EUR)
DATA MODUL Shanghai CNY (in EUR)
DATA MODUL Suisse CHF (in EUR)
Conrac Asia SGD (in EUR)
Summe in EUR

1) Fakturierte Forderungen ohne Wertminderungen

Es bestehen weitere Wertminderungen von TEUR 325 (i.Vj. TEUR 555) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Bruttobuchwert TEUR 371 (i.Vj. TEUR 638)), die auf Basis von erwarteten Ausfallereignissen gebildet wurden und die sich nicht auf die historischen Ausfallquoten, die der Wertminderungsmatrix zu Grunde liegen, ausgewirkt haben.

Da für die Kunden, deren Forderungen unter den vertraglichen Vermögenswerten ausgewiesen werden, in den letzten drei Jahren keine Forderungsausfälle zu verzeichnen waren, konnte auf die Aufstellung der Wertminderungsmatrix verzichtet werden. Darüber hinaus gibt es aus der laufenden Geschäftstätigkeit, auch unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus, keine signifikanten Ausfallrisiken. Zudem ist eine Warenkreditversicherung abgeschlossen, die Ausfälle auf 10% begrenzt.

Bei Transaktionen, die nicht im Land der jeweiligen operativen Einheit ausgeführt werden, wird keine Kreditierung ohne vorherige Bonitätsprüfung vorgenommen. Im Konzern bestehen somit keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses mittels einer Liquiditätsplanung. Dieses Tool berücksichtigt die Laufzeiten der Finanzinvestitionen und der finanziellen Vermögenswerte sowie erwartete Cashflows aus der Geschäftstätigkeit.

Das Ziel des Konzerns ist es, ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Finanzmittelbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen zu wahren. Zum 31. Dezember 2021 werden 56,3% (i.Vj. 40,4%) des im Konzernabschluss ausgewiesenen Buchwertes des Fremdkapitals innerhalb eines Jahres fällig.

Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeitsstruktur der vertraglichen, undiskontierten und erwarteten Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten. Die Zahlungsströme bestehen aus den Tilgungszahlungen und den entsprechenden Zinsen.

31.12.2021

TEUR
< 12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.000 0 0 15.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.953 0 0 20.953
Leasingverbindlichkeiten 2.370 8.298 4.449 15.117
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 4.101 0 0 4.101
Summe 42.424 8.298 4.449 55.171
31.12.2020

TEUR
< 12 Monate 1-5 Jahre > 5 Jahre Summe
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.787 0 0 11.787
Leasingverbindlichkeiten 2.320 8.159 6.469 16.948
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 3.933 0 0 3.933
Summe 18.040 8.159 6.469 32.668

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass zur Unterstützung der Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Values ein potentiell hohes Bonitätsrating bei einer guten Eigenkapitalquote erreicht wird. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vor. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner oder Aktienrückkäufe vornehmen sowie neue Anteile ausgeben. Zum 31. Dezember 2021 sowie im Vorjahr wurden keine Änderungen der Ziele und Richtlinien vorgenommen.

Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe einer Kapitalsteuerungskennziffer, die dem Verhältnis von Netto-Finanzschulden zur Summe aus Eigenkapital und Netto-Finanzschulden entspricht. Die Netto-Finanzschulden umfassen verzinsliche Darlehen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten, vertraglichen Verbindlichkeiten sowie sonstige Verbindlichkeiten abzüglich Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte. Das Eigenkapital umfasst das in der Bilanz ausgewiesene Eigenkapital.

TEUR 2021 2020
Kurzfristige Darlehen 15.000 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung und vertragliche Verbindlichkeiten 28.069 16.543
Leasingverbindlichkeiten 13.380 14.751
Sonstige Verbindlichkeiten 18.458 15.801
./. Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte -25.883 -30.339
Netto Finanzschulden 49.024 16.756
Summe Eigenkapital 113.933 105.860
Eigenkapital und Netto-Finanzschulden 162.957 122.616
Kapitalsteuerungskennziffer in % 30,08% 13,67%

Beizulegender Zeitwert

Die Buchwerte der im Konzern erfassten Finanzinstrumente entsprechen hauptsächlich aufgrund der kurzen Laufzeiten dieser Instrumente im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

Eingebettete Derivate

Die DATA MODUL schließt sowohl Verkaufs- als auch Einkaufsverträge mit Kunden/ Lieferanten in Währungen, welche von den funktionalen Währungen beider Parteien abweichen, ab. Die vereinbarten Währungen dieser Verträge sind USD und JPN. Demnach enthalten die Verträge eingebettete Fremdwährungsderivate, die vom Basisvertrag zu separieren sind. Diese eingebetteten Fremdwährungsderivate wurden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert nach Stufe 2 (wesentlicher beobachtbarer Input-Faktoren) bewertet. Die durchschnittlichen Laufzeiten dieser Kunden- und Lieferantenbestellungen reichen bis zu 6 Monaten.

Die Zeitwerte finden sich in der Anhangangabe [13] sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und [19] sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten innerhalb der Erläuterungen zur Bilanz.

Sicherungsbeziehungen

Zum 31. Dezember 2021 bestehen keine Finanzierungsinstrumente, die als Sicherungsgeschäfte eingestuft werden und der Absicherung künftiger erwarteter Verkäufe an Kunden bzw. Käufe bei Lieferanten dienen, für die diese festen Verpflichtungen existieren. Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb bestehen zum Stichtag 31. Dezember 2021 nicht.

Eventualverbindlichkeiten, Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Eventualverbindlichkeiten und Rechtsstreitigkeiten

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kann der Konzern von Zeit zu Zeit in rechtliche Streitigkeiten verwickelt werden. Darüber hinaus bestehen nach Einschätzung des Vorstands sowie der rechtlichen Berater keine Ansprüche, die in Bezug auf das Geschäft, die Vermögens-, Finanz- oder Ertragssituation des Konzerns wesentlich sein könnten.

Haftungsverhältnisse aus Garantien und Bürgschaften bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.035 (i.Vj. TEUR 975).

Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 Geschäftssegmente erfolgt die Segmentabgrenzung nach der Konzeption des "Management Approach". Demnach sind die Abgrenzung der Segmente und die Angaben für diese nach den Kriterien auszurichten, die vom Management für Zwecke der Ressourcenallokation und Leistungsbeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. Unten genannte Segmentberichterstattung erfolgte in Übereinstimmung mit dieser Definition. Als wesentliche Kennzahlen dienen der Auftragseingang, der Umsatz sowie das EBIT.

Die DATA MODUL Displays und easyTOUCH Displays, die elektronischen Baugruppen und kundenspezifischen Produkte für den industriellen Einsatz und den Automotivbereich, sind im Geschäftsbereich Displays zusammengefasst.

Im Geschäftsfeld der Systeme sind unsere easyBoard-, easyPanel- und easyEmbedded-Solutions sowie die Spezialmonitore für die Anwendungsbereiche Schiffsnavigation und Medizintechnik enthalten. Darüber hinaus bedienen wir in diesem Segment die Kunden aus den Bereichen Flughäfen, Bahnen und Digital Signage.

Geschäftssegmente

Segmentergebnisse Geschäftsjahr 2021 Geschäftsjahr 2020
TEUR Displays Systeme Konzern Displays Systeme Konzern
--- --- --- --- --- --- ---
Produktumsatzerlöse 124.100 69.407 193.507 119.936 70.730 190.666
Dienstleistungserlöse 313 954 1.267 546 973 1.519
Gesamtumsatzerlöse 124.413 70.361 194.774 120.482 71.703 192.185
Sonstige betriebliche Erträge 722 314 1.036 0 0 0
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen -1.809 -3.877 -5.686 -2.435 -3.048 -5.483
Vertriebs- und allgemeine Verwaltungsaufwendungen -16.509 -8.501 -25.010 -15.875 -8.603 -24.478
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagevermögen -2.445 -1.424 -3.869 -2.518 -1.383 -3.901
Segmentergebnis (EBIT) 5.762 6.942 12.704 3.965 7.864 11.829
Finanzertrag -120 124 4 1.694 634 2.328
Finanzaufwand -1.001 -414 -1.415 -2.139 -905 -3.044
Ertragsteuern -1.856 -1.539 -3.395 -1.651 -1.899 -3.550
Jahresergebnis 2.786 5.112 7.898 1.869 5.694 7.563
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sach- und Finanzanlagen 1.427 1.592 3.019 2.084 1.345 3.429

Informationen über geografische Gebiete

Im Hinblick auf die Informationen über geografische Regionen werden die Umsätze den Ländern nach dem Bestimmungslandprinzip zugerechnet; die langfristigen Vermögenswerte werden dem Standort des jeweiligen Vermögenswertes zugerechnet. Das Inland bezieht sich dabei auf den Sitz der Konzernmutter DATA MODUL AG in Deutschland.

Umsatzerlöse

Segment Displays

TEUR 2021 2020
Inland 54.148 64.037
Ausland 70.265 56.445
Summe 124.413 120.482

Segment Systeme

TEUR 2021 2020
Inland 42.262 42.536
Ausland 28.099 29.167
Summe 70.361 71.703

Langfristige Vermögenswerte

TEUR 2021 2020
Inland
Immaterielle Vermögenswerte 5.281 5.253
Sachanlagen 13.424 14.871
Gesamt Inland 18.705 20.124
Ausland
Immaterielle Vermögenswerte 180 233
Sachanlagen 4.265 3.688
Gesamt Ausland 4.445 3.921
Summe 23.150 24.045

Ergänzende Angaben Corporate Governance

Die DATA MODUL AG hat als einziges börsennotiertes Unternehmen des Konzerns die nach § 161 AktG sowie nach § 289f HGB vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und den Aktionären unter www.data-modul.com im Bereich Unternehmen/Corporate Governance zugänglich gemacht.

Nahestehende und verbundene Unternehmen

Nach IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen müssen Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden beziehungsweise die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, angegeben werden, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen werden.

Die ARROW Central Europe Holding Munich GmbH hat der Gesellschaft am 23. April 2015 mitgeteilt, dass sie die Beteiligungsgrenze von 50% an der DATA MODUL AG überschritten hat. Seither ist die ARROW Central Europe Holding Munich GmbH herrschendes Unternehmen der DATA MODUL AG im Sinne des § 17 AktG.

Umgekehrt ist die DATA MODUL AG abhängiges Unternehmen der ARROW Central Europe Holding Munich GmbH, Fürstenfeldbruck und der Muttergesellschaft des ARROW-Konzerns, der ARROW Electronics Inc., Centennial, Colorado, USA. Daher wird die DATA MODUL AG in den Konzernabschluss der ARROW Electronics Inc als größtem Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist unter www.arrow.com erhältlich.

Die Liefer- und Leistungsbeziehungen mit der ARROW-Gruppe im Geschäftsjahr 2021 beinhalten Einkäufe in Höhe von TEUR 72 (i.Vj. TEUR 121) sowie Verkäufe in Höhe von TEUR 27 (i.Vj. TEUR 42). Zum Stichtag bestehen gegenüber der ARROW-Gruppe ungesicherte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) und Forderungen in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 8).

Der Konzernabschluss der DATA MODUL enthält alle Tochtergesellschaften, an denen die Muttergesellschaft, die DATA MODUL AG, eine indirekte oder direkte Mehrheit der Stimmrechte hält.

Verbundene Unternehmen

Name, Sitz der Gesellschaft Beteiligungsquote IFRS-Eigenkapital Jahresergebnis
in % TEUR TEUR
--- --- --- ---
DATA MODUL Weikersheim GmbH, Weikersheim, Deutschland 100 11.263 621
DATA MODUL France SARL, Baron, Frankreich 100 1.669 97
DATA MODUL Iberia S.L., Madrid, Spanien 100 2.246 274
DATA MODUL Inc., New York, USA 100 5.020 1.331
DATA MODUL Italia S.r.l., Bozen, Italien 100 1.902 356
DATA MODUL Ltd., Cannock, Großbritannien 100 1.517 243
DATA MODUL Suisse GmbH, Zug, Schweiz 100 -100 7
DATA MODUL Hong Kong Ltd., Hong Kong, China 100 434 564
DATA MODUL Electronic Technology (Shanghai) Co., Ltd., Shanghai, China 1001) 1.420 54
Conrac Asia Display Products PTE Ltd., Singapur 100 916 7
DATA MODUL Polska Sp. z o.o, Lublin, Polen 100 2.754 123

1) Indirekte Beteiligung über die DATA MODUL Hong Kong Ltd.

Vergütungsbericht

Das Vergütungssystem des Vorstands und des Aufsichtsrats wird folgend beschrieben.

Vergütung des Vorstands

Die Angaben der gewährten Zuwendungen an den Vorstand für das Geschäftsjahr 2021 berücksichtigt zusätzlich zu den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen (DRS 17, HGB, IFRS) auch die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK):

Gewährte Zuwendungen Dr. Florian Pesahl CEO Eintritt: 01. Januar 2010
TEUR 2020 20213) 2021 (Min) 2021 (Max)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 230 230 230 230
Nebenleistungen 18 18 18 18
Summe 248 248 248 248
Einjährige variable Vergütung1) 73 147 0 147
Mehrjährige variable Vergütung2)
Tantieme 2018 73 0 0 0
Tantieme 2019 0 37 0 73
Gesamtvergütung (nach DCGK) 394 432 248 468
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtbezüge (nach DRS 17) 394 432 248 468

1) Ohne Berücksichtigung aufzuschiebender Anteile (Deferral).

2) Die Tantiemeregelungen von Herrn Dr. Pesahl gemäß Dienstvertrag enthalten eine langfristige Anreizwirkung, so dass nur 2/3 der Tantieme nach Feststellung des Jahresabschlusses und Billigung des Konzernabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr und das letzte 1/3 erst bei einer weiter positiven Entwicklung des Konzerns im darauf folgenden Geschäftsjahr zur Auszahlung kommen.

3) Herrn Dr. Pesahl wurde im Jahr 2021 ein zusätzlicher Performance-Bonus auf dienstvertraglicher Basis in Höhe von TEUR 110 sowie ein Bonus für Konzerntreue in Höhe von TEUR 100 für das Geschäftsjahr 2021 zugesagt.

Die im Geschäftsjahr 2021 an den Vorstand erfolgten Zuflüsse stellen sich jeweils wie folgt dar:

Zufluss Dr. Florian Pesahl CEO Eintritt: 01. Januar 2010
TEUR 2021 20205)
--- --- ---
Festvergütung 224 6) 216 6)
Nebenleistungen 18 18
Summe 242 234
Einjährige variable Vergütung 4) 73 73
Mehrjährige variable Vergütung 37 73
Gesamtvergütung 352 380

4) Ohne Berücksichtigung aufgeschobener Anteile (Deferral).

5) Herrn Dr. Pesahl wurde im Jahr 2020 ein zusätzlicher Performance-Bonus auf dienstvertraglicher Basis in Höhe von TEUR 100 zugesagt. Dieser Betrag wurde im Jahr 2021 ausbezahlt.

6) Herrn Dr. Pesahl verzichtete in den Monaten der Kurzarbeit freiwillig auf 10% seiner Festvergütung.

Ehemaligen Mitgliedern des Vorstands wurden zum Stichtag folgende Pensionsleistungen zugesagt bzw. es stellen sich die jährlichen Zuführungen zur Altersversorgung wie folgt dar:

Pensionen

TEUR
Peter Hecktor Walter Eichner
2021 2020 2021 2020
--- --- --- --- ---
Gebildete Rückstellungen zum Stichtag 273 297 252 274
Zuführung zu Pensionsrückstellungen 1 26 7 25
Ausbezahlte Pensionen 24 24 29 28

In den Geschäftsjahren 2021 und 2020 bestanden keine Kreditgewährungen an den Vorstand, ebenfalls wurden keine ähnlichen Leistungen vergeben. Aus Mandaten für konzerneigene Gesellschaften erhält der Vorstand keine Vergütung.

Vergütungen des Aufsichtsrats

Jahresvergütung

in TEUR
2021 2020
Kristin D. Russell 40 40
Rick Seidlitz 30 30
Eberhard Kurz 20 20
Gesamtsumme 90 90

Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder des Vorstands:

Dr. Florian Pesahl, München, Vorstandsvorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Kristin D. Russell, Vorsitzende

Richard A. Seidlitz, stellvertretender Vorsitzender

Eberhard Kurz (Angestellter), Arbeitnehmervertreter

Prüfungsgebühren

Das im Geschäftsjahr gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9a HGB als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers für die erbrachten Prüfungsleistungen beträgt TEUR 135 (i.Vj. TEUR 231). Für Steuerberatungsleistungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9c HGB wurden Gebühren in Höhe von TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0) erfolgswirksam gebucht sowie für sonstige Leistungen gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9d HGB TEUR 0 (i.Vj. TEUR 0).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine und die darauffolgende Sanktionierung Russlands durch die EU auf die weltweite Konjunktur und damit auf das Geschäft der DATA MODUL, lassen sich nach aktuellen Einschätzungen noch nicht genau bestimmen. Da die DATA MODUL jedoch keine direkten oder indirekten Lieferanten- sowie Kundenbeziehungen in der Ukraine und in Russland aufweist, werden keine großen direkten Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft erwartet.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und einen wesentlichen Einfluss und Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft gehabt hätten, sind uns nicht bekannt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die DATA MODUL Aktiengesellschaft Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen, München

Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der DATA MODUL Aktiengesellschaft Produktion und Vertrieb von elektronischen Systemen, München und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der DATA MODUL AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernanhangs und Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernanhangs und des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Art. 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Art. 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend beschreiben wir den aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalt:

Ansatz, Bewertung und Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten

Zugehörige Informationen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bezüglich Ansatz, Bewertung und Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten verweisen wir auf die Angaben im Konzernanhang im Kapitel 4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden "Wesentliche Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen - Erlöse aus Verträgen mit Kunden", "Erlöse aus Verträgen mit Kunden und Vertragserfüllungskosten" sowie Kapitel 5. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung "Umsatzerlöse" und "Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen" sowie Kapitel 6. Erläuterungen zur Bilanz "Aktivierte Vertragserfüllungskosten" und "Langfristige vertragliche Verbindlichkeiten und kurzfristige vertragliche Verbindlichkeiten".

Sachverhalt und Risiko für die Prüfung

Die Erlöse aus Verträgen mit Kunden basieren auf unterschiedlichen Verträgen, welche auch Entwicklungsleistungen im Zusammenhang mit Serienaufträgen enthalten. Der Ansatz, die Bewertung und die Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten sind mit Ermessenentscheidungen und Schätzungen der gesetzlichen Vertreter der DATA MODUL AG verbunden. Hier ist zu beurteilen, ob die Entwicklungsleistungen eine eigenständige Leistungsverpflichtung, eine mit der Serienfertigung zu kombinierende Leistungsverpflichtung oder eine Erfüllungsaktivität zu einer Serienfertigung darstellen. Weiterhin unterliegen die Bewertung und die Amortisation der aktivierten Vertragserfüllungskosten Schätzungen über die zu erwartenden Absatzmengen und die Laufzeit des jeweiligen Auftrags, denen diese Entwicklungskosten zuzuordnen sind. Vor diesen Hintergründen war der Ansatz, die Bewertung und die Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten im Rahmen unserer Prüfung einer der bedeutsamsten Sachverhalte.

Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben gewürdigt, ob die Bilanzierungsmethoden der DATA MODUL AG bezüglich der aktivierten Vertragserfüllungskosten eine geeignete Grundlage für einen nach IFRS Grundsätzen zu erstellenden Konzernabschluss sind. Um Auffälligkeiten zu erkennen, haben wir die Aktivierungen und Amortisationen der aktivierten Vertragserfüllungskosten im Jahresverlauf analysiert. Wir haben für ausgewählte Projekte die aktivierten Kosten und die planmäßigen Amortisationen mit den Kundenverträgen, Produktplänen, dem Zeitraum und Fertigungsmengen der mit diesen Entwicklungskosten zusammenhängenden Serienproduktionen und anderen Projektunterlagen der Gesellschaft verglichen.

Wir haben auch die gesetzlichen Vertreter der DATA MODUL AG und weitere Mitarbeiter bezüglich des Status der auftragsspezifischen Entwicklungen und der Bewertung der aktivierten Vertragserfüllungskosten befragt. Die aktivierten Kosten haben wir zu Stundennachweisen abgestimmt und die Stundensätzen analysiert. Daneben haben wir für ausgewählte Kundenaufträge eine Margenanalyse vorgenommen, um möglichen Abwertungsbedarf von aktivierten Vertragserfüllungskosten zu identifizieren. Ferner haben wir die Vollständigkeit der Angaben nach IFRS 15 im Konzernanhang gewürdigt. Aus unseren Prüfungshandlungen ergaben sich keine Einwendungen hinsichtlich des Ansatzes, der Bewertung und der Amortisation von aktivierten Vertragserfüllungskosten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:

die Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernanhang und im Konzernlagebericht Bezug genommen wird
die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir hierzu weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen:

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB.

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der Datei "DM_AG_KA+KLB_ESEF_2021-12-31.zip" (SHA256-Hashwert: bba128ac6267d5d9ecd9bcf8c-6f2146412ed7672401a4053261c3babdcef517c) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (10.2021)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unter-lagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Mai 2021 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 17. Juni 2021 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2021 als Konzernabschlussprüfer der DATA MODUL AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Art. 11 EU-APr-VO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Sonstiger Sachverhalt - Verwendung des Bestätigungsvermerks

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlagebericht sowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die im Bundesanzeiger bekanntzumachende Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Maria Link.

München, 23. März 2022

**Mazars GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Christian Schönhofer, Wirtschaftsprüfer

Maria Link, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Dr. Florian Pesahl, Vorstandsvorsitzender

TERMINE 2022

Quartalsfinanzbericht zum 31. März 2022 am 10. Mai 2022
Hauptversammlung am 10. Mai 2022
Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2022 am 05. August 2022
Quartalsfinanzbericht zum 30. September 2022 am 05. November 2022

Der DATA MODUL Geschäftsbericht 2021 erscheint in deutscher und englischer Sprache.

Weitere Informationen über DATA MODUL:

DATA MODUL AG

Abteilung Investor Relations

Landsberger Straße 322, D-80687 München

Tel. +49-89-56017-105, Fax +49-89-56017-102

E-Mail: [email protected]

Internet: www.data-modul.com

Fotografie:

Jan Greune, Münsing

Übersetzung:

Sam Stallard, M.A. Germanistik, staatlich anerkannter Übersetzer und Dolmetscher, [email protected]

DATA MODUL Aktiengesellschaft

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Tel. +49-89-5 60 17-0

Fax +49-89-5 60 17-119

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