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Commerzbank AG Management Reports 2010

Jun 6, 2011

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Management Reports

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Commerzbank AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss und Lagebericht 2010

Gemeinsam mehr erreichen

Lagebericht der

Commerzbank

Aktiengesellschaft

Struktur und Organisation

Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eines der bedeutenden in Europa. Mit der bundesweiten Einführung unserer neuen Marke im Juni 2010 setzen wir ein sichtbares Zeichen als neue Commerzbank. Unseren Kunden steht mit künftig rund 1 200 Filialen das dichteste Filialnetz aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt hat die neue Commerzbank weltweit rund 15 Millionen Privat- und Firmenkunden, davon rund 11 Millionen in Deutschland. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit ist auf die vier Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe gerichtet, die als sogenannte Kernbank das Herzstück der Commerzbank bilden. Dazu kommen das Asset-basierte Kreditgeschäft in den Bereichen Immobilien-, Staats- und Schiffsfinanzierung und das Real Estate Asset-Management im Segment Asset Based Finance sowie die nicht zum Kerngeschäft gehörenden Portfolios im Segment Portfolio Restructuring Unit. Die Segmente werden von jeweils einem Mitglied des Vorstands geführt.

Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Development & Strategy, Group Communications, Group Legal, Group Treasury, Group Human Resources, Group Integration, Group Finance, Group Finance Architecture, Group Compliance, Group Audit sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Information Technology, Group Organisation, Group Banking und Market Operations, Group Security und Group Support. Auch für diese Funktionseinheiten sind die Vorstandszuständigkeiten klar festgelegt. In der externen Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige & Konsolidierung zusammengefasst

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die Eurohypo AG, die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Deutsche Schiffsbank AG. Im Ausland ist die Bank mit 8 wesentlichen Tochtergesellschaften, 25 operativen Auslandsniederlassungen und 32 Repräsentanzen in 50 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.

Unternehmerische Verantwortung

Commerzbank baut Nachhaltigkeitsaktivitäten weiter aus

Der neue "Statusbericht zur unternehmerischen Verantwortung 2010" der Commerzbank stellt die wesentlichen Neuigkeiten und Fortschritte unserer vier Handlungsfelder der Nachhaltigkeit - Markt & Kunden, Ökologie, Mitarbeiter und Gesellschaft - vor. Der Bericht steht im Internet unter www.nachhaltigkeit.commerzbank.de in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung. Eine gedruckte Fassung des Statusberichts liegt nicht vor. Nachdem wir bislang alle zwei Jahre umfangreich über unsere unternehmerische Verantwortung berichtet haben, gehen wir nun in einen jährlichen Turnus über. Die Commerzbank reagiert damit auf die zunehmende interne und externe Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit und möchte zudem aktueller informieren - zukünftig abwechselnd in Form eines Statusberichts und in der seit dem Jahr 2005 bekannten ausführlichen Langfassung. Der Statusbericht entspricht den Anforderungen eines Fortschrittsberichts (COP - "Communication on Progress") über den Stand der Umsetzung der zehn Prinzipien des UN Global Compacts, dem die Commerzbank im Jahr 2006 beigetreten ist.

Wir sind uns bewusst, dass die neue Commerzbank eine besondere unternehmerische Verantwortung trägt. Diese werden wir - so wie bisher - sowohl im Kerngeschäft als auch darüber hinaus sehr bestimmt und engagiert wahrnehmen.

Markt & Kunden

Reputationsrisikomanagement

Alle Finanzierungen, Produkte und Kundenbeziehungen, bei denen insbesondere ökologische, ethische oder soziale Aspekte eine signifikante Rolle spielen, werden vom Reputationsrisikomanagement der Commerzbank intensiv geprüft, beurteilt und gegebenenfalls abgelehnt oder mit Auflagen versehen. Dazu zählen sensible Bereiche wie beispielsweise Waffen und Rüstungsgüter - für die es eine konzernweit gültige Richtlinie gibt -, sowie Atomkraft und Rohstoffgewinnung. Im Geschäftsjahr 2010 hat unser Reputationsrisikomanagement für rund 1 500 Anfragen unterschiedlichster Art ein schriftliches Votum abgegeben. Rund 10 % dieser Voten enthielten aufgrund sozialer, ökologischer oder ethischer Bedenken eine negative Bewertung.

Compliance (Geldwäscheprävention)

Zu den Kernaufgaben der Compliance-Abteilung gehört es, die gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anti-Geldwäscheanforderungen zu erfüllen. Dabei berücksichtigen wir international anerkannte Standards. Um die größtmögliche Transparenz bei Geschäftsbeziehungen und Finanztransaktionen sicherzustellen, verfolgt die Commerzbank das Know-your-Customer-Prinzip: Dies umfasst nicht nur die eindeutige Feststellung und Dokumentation der Identität von Kunden - auch die Herkunft des Vermögens, das im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt wird, kann risikobasiert abgeklärt werden.

Privat- und Firmenkunden

Mit Blick auf die Verantwortung gegenüber ihren Kunden hat die Commerzbank im Jahr 2010 sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundengeschäft wiederum eine Reihe von Maßnahmen erfolgreich umgesetzt. Dies erfolgt im Bestreben, die Kundenzufriedenheit kontinuierlich zu verbessern. Für unsere Privatkunden haben wir beispielsweise eine Qualitätsoffensive gestartet, die unser Versprechen "Leistung und Partnerschaft" untermauert. Dazu wurde unter anderem eine Kundencharta eingeführt und die Position eines Kundenanwalts neu geschaffen. Darüber hinaus informieren wir mit der Kampagne "Im Klartext zur neuen Bank" seit April 2010 unsere Kunden über alle relevanten Neuerungen und Veränderungen, die sich aus dem Zusammenschluss von Dresdner Bank und Commerzbank ergeben. In der Mittelstandsbank ist im Berichtsjahr die Stelle eines Kreditmediators für Mittelstandskredite eingerichtet worden, der die Qualitätssicherung von Kreditentscheidungen noch intensiver wahrnimmt. Des Weiteren hat die Commerzbank gemeinsam mit der KfW-Bankengruppe einen Eigenkapitalfonds für nicht börsennotierte, mittelständische Unternehmen aufgelegt, der final über ein Gesamtvolumen von bis zu 500 Mio Euro verfügen soll.

Ökologie

Mit der Etablierung eines Konzernumweltausschusses sowie der Re-Zertifizierung unseres Umweltmanagementsystems konnten wir beim Thema Ökologie im Jahr 2010 erneut wichtige Akzente setzen. Im Rahmen unseres langjährigen Engagements für die deutschen Nationalparks präsentierten wir in unserer Frankfurter Zentrale vom 3. Februar bis 11. März 2010 die Ausstellung "Weltnaturerbe Buchenwälder". Damit unterstützten wir im Jahr der Biodiversität gleichzeitig die Bewerbung des Nationalparks Kellerwald für die Aufnahme in die UNESCO-Weltnaturerbe-Liste. Das Center of Competence "Renewable Energies" der Commerzbank mit einem Bestandskreditportfolio von rund 4 Mrd Euro verfügt weiterhin über eines der weltweit größten Portfolios auf dem Gebiet der Finanzierung erneuerbarer Energien. Die Commerzbank konnte im Berichtszeitraum ihre Vorreiterrolle durch ein hohes Neugeschäftsvolumen weiter ausbauen.

Gesellschaft

Im Rahmen unseres gesellschaftlichen Engagements ist die Einrichtung des Stiftungszentrums ein wesentlicher Meilenstein gewesen. Unter diesem gemeinsamen Dach haben nun die ehemaligen Stiftungen der beiden Häuser Commerzbank und Dresdner Bank mit einem Dotationskapital von insgesamt rund 100 Mio Euro ihre Arbeit aufgenommen. Darüber hinaus engagierten sich Bank, Kunden und Mitarbeiter im Berichtszeitraum mit Spendenaktionen für Haiti und Pakistan und trugen dazu bei, die Not der von Naturkatastrophen betroffenen Bevölkerung zu lindern.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Um unserem Anspruch gerecht zu werden, die beste Bank für unsere Kunden zu sein, benötigen wir die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ziel unserer Personalarbeit ist es daher in erster Linie, die Attraktivität der Commerzbank als Arbeitgeber intern und extern kontinuierlich zu steigern.

Die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft ging zum 31. Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 677 oder rund 2 % auf 43 550 zurück.

Personalwirtschaftliche Integration auf der Zielgeraden, kulturelle Integration kommt deutlich voran

Der Funktionsbereich Group Human Resources hat das Zusammenwachsen von Commerzbank und Dresdner Bank seit der Vorbereitung der Integration intensiv und erfolgreich mitgestaltet. Im letzten Schritt des integrationsbedingten Stellenbesetzungsprozesses wurden im vergangenen Jahr die Führungskräfte der vierten Ebene in der Fläche, also die Filial- und Gruppenleiter außerhalb der Frankfurter Zentrale, benannt.

Zum 1. Juli 2010 haben Regionalfilialleiter und Filialdirektoren sowie Abteilungs- und Gruppenleiter ihre Verantwortung übernommen. Von diesem Zeitpunkt an standen Führungskraft, Teamkollegen und Zielstandort für jede Mitarbeiterin und jeden Mitarbeiter - mit wenigen Ausnahmen - fest. Der Prozess der organisatorischen Integration im Bereich Personal war damit rund 22 Monate nach Ankündigung der Übernahme der Dresdner Bank abgeschlossen. Insgesamt waren zum Jahresende 2010 rund 4 200 Führungskräfte in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) tätig.

Die Integration der Dresdner Bank in die Commerzbank bedeutet einen tief greifenden kulturellen Wandel und eine enorme Herausforderung für alle Beteiligten. Aufgaben und Arbeitsumfeld haben sich in vielen Fällen verändert und der Prozess des emotionalen Zusammenwachsens dauert weiter an. Ob die Integration von Commerzbank und Dresdner Bank eine Erfolgsgeschichte wird, hängt stark von der Überzeugung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Um diese zeitnah aufgreifen zu können, hat die Commerzbank schon kurz nach Ankündigung der Übernahme mit systematischen Mitarbeiterbefragungen begonnen. Sie sind ein wichtiges Instrument zur Organisationsentwicklung und liefern wertvolle Daten zur Steuerung des Integrationsprozesses.

Die besten Kandidaten erkennen, Leistungsträger umfassend fördern

Wir wollen die Fähigkeiten unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig erkennen und entwickeln. Deshalb verfolgen wir in der Personalarbeit einen ganzheitlichen Ansatz von der Nachwuchskraft bis zum Topmanagement. Vielversprechende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fördern wir entlang attraktiver Karrierewege und bieten ihnen ein umfassendes Programm beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen. Mit dem Commerzbank-Projektmanagement-Programm (CPP) planen wir die Einführung eines neuen Karriereweges. Zukünftig sollen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben der Führungslaufbahn für die Projektlaufbahn als gleichwertigen Karriereweg entscheiden können.

Um die Qualifizierung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bankweit einheitlich aufzubauen, haben wir im Jahr 2010 das Projekt "Commerzbank-Akademie" initiiert. Ziel ist es, das gesamte Qualifizierungs- und Entwicklungsangebot aller Karrierewege bankweit unter einem Dach zu vereinen. Zudem werden wir die Fachkarriere als gleichwertige Alternative zur Führungs- und Projektkarriere stärken. Eine Fachkarriere kommt für alle Vertriebsmitarbeiter und Spezialisten im tariflichen und außertariflichen Bereich, die keine Führungs- oder Projektleitungsfunktion wahrnehmen, infrage. Jeder Mitarbeiter in der Fachlaufbahn wird dann auf einen Blick erkennen können, welche Entwicklungsperspektiven ihm offenstehen und welche Qualifizierungsmaßnahmen hierfür im Angebot sind.

Gesund leben und arbeiten, Erkrankungen vermeiden

Die Motivation und Leistungsstärke unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hängt in hohem Maße von deren Gesundheit ab. Deshalb bieten wir seit vielen Jahren interne Maßnahmen an, die die Gesundheit am Arbeitsplatz erhalten und fördern. Das Spektrum reicht von Schulungen zu gesundheitsrelevanten Themen über Aktionen zur gesunden Lebensweise bis hin zum Betriebssport. Um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv in unser Gesundheitsmanagement einzubeziehen, haben wir im Jahr 2010 einen Beschäftigtenbeirat Gesundheit gegründet. In diesem Gremium diskutieren 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus nahezu allen Bereichen der Bank regelmäßig über arbeitsbezogene Gesundheitsthemen.

Neben der physischen Gesundheit haben für einige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den letzten Jahren die psychosozialen Belastungen in der Lebens- und Berufswelt zugenommen. Daher bieten wir jetzt eine schnelle und umfassende Unterstützung mit unserem "Employee Assistance Program". Experten unseres Partners dbgs GesundheitsService GmbH beraten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch zu gesundheitlichen Themen im Beruf, helfen aber auch bei Fragestellungen in Familie und Partnerschaft. Bei Bedarf vermitteln sie an Spezialisten, etwa Fachkliniken oder Ärzte. Darüber hinaus sind die Berater für im Haushalt lebende Angehörige unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter da.

Des Weiteren unterstützen wir alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach der Arbeit Sport treiben möchten, mit unseren Betriebssportangeboten.

Vielfalt produktiv nutzen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen

Wir agieren in einem Umfeld mit weitreichendem Wettbewerb und heterogenen Geschäftsbeziehungen. Unter diesen Bedingungen wäre kaum etwas innovationsfeindlicher als eine Belegschaft mit ausschließlich ähnlich denkenden und handelnden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Erst wenn vielfältige Talente, Erfahrungen und Lebenssituationen in einem Team zusammenkommen, lassen sich die Wünsche verschiedenartiger Kunden umfassend erkennen und erfolgreich umsetzen. Um die Vielfalt unserer Mitarbeiter gezielt zu nutzen und zu fördern, betreiben wir seit vielen Jahren aktives Diversity-Management, mit dem wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützen.

Zu den bewährten Eckpfeilern unseres Diversity-Managements zählen Maßnahmen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Mutterschutz und Elternzeit unterstützen wir mit zahlreichen Angeboten, damit Eltern informiert bleiben und ihr Wiedereinstieg reibungslos funktioniert. Auch unsere Kinderbetreuung haben wir im Jahr 2010 bundesweit an 20 Standorten weiter ausgebaut. Insgesamt stellt die Bank 220 Vollzeitplätze für Krippen- und Kindergartenkinder zur Verfügung.

Im Frühjahr 2010 haben wir im Auftrag des Vorstands das Projekt "Frauen in Führungspositionen" gestartet. Frauen stellen 50 % unserer Belegschaft, besetzen bei den Führungspositionen aber nur zwischen 4,7 % der ersten und 29 % der vierten Ebene. Diese Anteile wollen wir signifikant erhöhen, um langfristig das leistungsfähigste Führungsteam für die Commerzbank zu sichern - unter Berücksichtigung aller Talente. Zu den Maßnahmen des Projekts zählen unter anderem ein bankweites internes Mentoringprogramm, die Erhöhung des Anteils weiblicher Beobachter bei unseren Auswahlaudits für Führungskräfte, bankinterne Karrieretage, Diversity-Trainings für alle Führungskräfte und ein halbjährlicher Managementreport über die Umsetzungserfolge des Projekts.

Diversity wird jedoch nicht allein von der Personalabteilung geplant und umgesetzt. Vielmehr beziehen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Netzwerke aktiv in den Diversity-Prozess ein.

Vergütung

Die Offenlegung der Vergütung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, erstmals für das Geschäftsjahr 2010 in Form eines eigenständigen Berichts. Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de veröffentlicht und künftig jährlich aktualisiert.

Vergütungsbericht

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach HGB Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Der Aufsichtsrat hat ein neues Vergütungssystem für den Vorstand beschlossen, das nach dem positiven Votum der Hauptversammlung 2010 gemäß § 120 Absatz 4 Aktiengesetz rückwirkend zum 1. Januar 2010 eingeführt wurde.

Kernbestandteile des neuen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten. Den aufsichtsrechtlichen Vorgaben folgend wurde im Vergleich zur bisherigen Vorstandsvergütung der Anteil der kurzfristigen variablen Vergütung (STI) deutlich reduziert. Das feste Grundgehalt und insbesondere die langfristigen Vergütungselemente wurden im Gegenzug angehoben. Die langfristige Komponente kommt erst nach vier Jahren zur Auszahlung. Negative Entwicklungen im Laufe dieser Periode reduzieren zudem die Ansprüche aus dem LTI (Malus).

Die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder, die einen weiteren Vergütungsbestandteil darstellt, wurde im Zuge des neuen Vergütungssystems nicht geändert.

Der SoFFin hat die Gewährung von Stabilisierungsmaßnahmen unter anderem mit der Auflage verbunden, dass die monetäre Vergütung der Organmitglieder der Bank für die Geschäftsjahre vom 1. Januar 2008 bis 31. Dezember 2008 sowie vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 500 Tsd Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit für den Konzern nicht übersteigt (SoFFin-Cap). Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass dieser Cap auch für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder in 2010 gilt (also das feste Jahresgrundgehalt, Short Term Incentive und Long Term Incentive), falls die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin für 2010 nicht voll bezahlt wird. Nicht von diesem Cap erfasst sind Ansprüche auf Altersversorgung sowie Sachbezüge, soweit diese nach Art und Umfang nicht über das vor dem 1. November 2008 bestehende Maß hinausgehen und die Gesamtvergütung hierdurch nicht unangemessen wird.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge.

Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird, beträgt 750 Tsd Euro. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig im Abstand von jeweils zwei Jahren überprüft. Da die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin für 2010 nicht bezahlt wird, ist das Jahresgrundgehalt für das Jahr 2010 auf 500 Tsd Euro per annum begrenzt worden.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile

Das neue Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten ein Short Term Incentive und ein Long Term Incentive vor.

Wegen des für das Jahr 2010 geltenden Caps für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder in Höhe von insgesamt 500 Tsd Euro pro Jahr entfallen die erfolgsbezogenen variablen Vergütungskomponenten für das Geschäftsjahr 2010.

Short Term Incentive (STI)

Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA)1 (STI-EVA-Komponente), die andere an die individuelle Leistung des Vorstandsmitglieds (STI-Leistungskomponente) anknüpft. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 250 Tsd Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 125 Tsd Euro. Die Zielwerte werden jeweils bei einer Zielerreichung von 100 % bezahlt; die Zielerreichung kann zwischen 0 % und 200 % liegen. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der einjährigen Laufzeit und kann für jede der beiden Komponenten zwischen 0 Euro und 250 Tsd Euro betragen.

1 EVA ist der Konzernüberschuss nach Steuern abzüglich der Kapitalkosten der Bank (Produkt aus Investorenkapital ohne Fremdanteile und Kapitalkostensatz nach Steuern).

STI-EVA-Komponente

Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100 % entspricht. Außerdem wird festgelegt, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Als EVA-Berechnungsgrundlage wird grundsätzlich das Investorenkapital herangezogen. Diese Komponente kommt erst ab 2012 zum Einsatz.

STI-Leistungskomponente

Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festlegt. Bis Ende 2011 kommt ausschließlich diese qualitative STI-Leistungskomponente als Bemessungsgrundlage zum Einsatz; bis dahin beträgt der Zielwert dieser Komponente 250 Tsd Euro per annum.

Long Term Incentive (LTI)

Der LTI hat eine Laufzeit von vier Jahren. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente) und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Der Gesamtzielwert des LTI beträgt 750 Tsd Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 375 Tsd Euro. Die Zielwerte werden jeweils bei einer Zielerreichung von 100 % ausgezahlt. Die Zielerreichung kann insgesamt zwischen 0 % und 200 % liegen; die Auszahlung für jede der beiden Komponenten demzufolge zwischen 0 Euro und 750 Tsd Euro. Die LTI-EVA-Komponente beinhaltet eine Malus-Regelung. Der LTI setzt ein dauerhaftes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Commerzbank-Aktien in Höhe von jeweils 350 Tsd Euro voraus. Bis zum Erreichen des Eigeninvestments sind jeweils 50 % der Nettoauszahlungen aus dem LTI in Commerzbank-Aktien zu investieren.

LTI-Aktienkomponente

Der Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen Total-Shareholder-Return-(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance der anderen Banken des EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance der Commerzbank-Aktie. Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Zahl der Commerzbank-Aktien fest, deren Kurswert bei einer Zielerreichung von 100 % nach dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit ausbezahlt wird. Außerdem definiert er, welche TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt also die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie während der LTI-Laufzeit bestimmt deren Gegenwert, der nach vier Jahren in bar zur Auszahlung kommt.

LTI-EVA-Komponente

Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren. Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die Zielerreichung wird während der vierjährigen LTI-Laufzeit jährlich festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre grundsätzlich zwischen minus 100 % und plus 200 % liegen kann; die Zielerreichung bis Ende 2011 kann zwischen 0 % und 200 % schwanken. Nach dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit ermittelt der Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung und die sich daraus ergebende Auszahlung. Aufgrund der grundsätzlich möglichen negativen Zielerreichung in den einzelnen Jahren der LTI-Laufzeit enthält das Modell einen Malus-Bezug.

Zielerreichungen werden im STI und im LTI jeweils linear gemessen. Im Falle außerordentlicher Entwicklungen auf Seiten der Bank mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.

Long-Term-Performance-Pläne

Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns, in der Vergangenheit die Möglichkeit, sich an Long-Term-Performance-Plänen (LTP) zu beteiligen. Diese bis 2008 jährlich angebotenen virtuellen Aktienoptionsprogramme enthalten ein Zahlungsversprechen für den Fall, dass die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie nach drei, vier oder fünf Jahren die des EURO-STOXX-Banken-Index übertrifft und/oder die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie mindestens 25 % beträgt. Sind diese Schwellen auch nach fünf Jahren nicht erreicht, verfällt das Zahlungsversprechen. Kommt es zu Auszahlungen, werden von den Vorstandsmitgliedern jeweils 50 % des Bruttoauszahlungsbetrages in Commerzbank-Aktien investiert. Die Teilnahme an den LTP ist mit einer Eigenbeteiligung der Teilnehmer in Commerzbank-Aktien verbunden. Die Mitglieder des Vorstands konnten mit bis zu 2 500 Aktien, der Vorsitzende des Vorstands mit bis zu 5 000 Aktien teilnehmen.

Die Vorstandsmitglieder nehmen gegenwärtig nur an den noch laufenden LTP 2006 und LTP 2007 teil. Die realisierbaren Vergütungen aus der Teilnahme an den LTP können deutlich von den im Anhang ausgewiesenen Zeitwerten abweichen und auch ganz entfallen, da der endgültige Auszahlungsbetrag erst am Ende der Laufzeit des jeweiligen LTP feststeht. Mögliche Vergütungen aus den LTP 2006 und LTP 2007 werden nicht auf den SoFFin-Cap angerechnet, da die LTPs jeweils für die Leistung im Jahr der Begebung gewährt wurden.

Im Berichtsjahr gab es keine LTP-Auszahlung.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten liegen für den Vorstandsvorsitzenden nach dem neuen Vergütungssystem beim 1,75-fachen der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge. Auf Wunsch des Vorstandsvorsitzenden kommt diese Regelung bis zum Ende seiner derzeitigen Bestellungsperiode am 31. Oktober 2011 nicht zur Anwendung.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei verbundenen Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegen nimmt, in welchem dem Vorstandsmitglied die Konzernbezüge zugeflossen sind.

Die in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütungen für die Tätigkeiten in Organen von verbundenen Unternehmen werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet. Daher werden diese Vergütungen in der Tabelle unter der Überschrift "Zusammenfassung" dem Vorjahr zugeordnet. Soweit diese Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von verbundenen Unternehmen bei einem Vorstandsmitglied zu einer monetären Gesamtvergütung von über 500 Tsd Euro führen, werden diese an die Commerzbank abgeführt.

Altersversorgung

Die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder wurden durch das neue Vergütungssystem nicht geändert; sie knüpfen auch für 2010 an das Grundgehalt für das Geschäftsjahr 2009 an.

Die Bank gewährt danach Vorstandsmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands oder deren Hinterbliebenen eine Altersversorgung. Eine Pension wird gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

das 62. Lebensjahr vollendet hat oder
dauerhaft dienstunfähig ist oder
das Anstellungsverhältnis nach Vollendung des 58. Lebensjahres beendet wird und das Vorstandsmitglied dem Vorstand mindestens 10 Jahre angehört hat oder
dem Vorstand mindestens 15 Jahre angehört hat.

Die Pension beträgt 30 % von 480 Tsd Euro beziehungsweise 760 Tsd Euro für den Vorstandsvorsitzenden (Grundgehälter vor Einführung des neuen Vergütungssystems) ab der ersten Bestellungsperiode, 40 % ab der zweiten und 60 % ab der dritten Bestellungsperiode. Die Pensionen werden in Anlehnung an die gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung gekürzt, wenn ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem Vorstand ausscheidet. Die Unverfallbarkeit richtet sich ebenfalls grundsätzlich nach den gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauerhafter Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres Pension bezieht, ohne dienstunfähig zu sein, wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Aus einer anderen Tätigkeit erzielte Einkünfte werden bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Pensionszahlungen an die Vorstandsmitglieder werden ab Pensionsbeginn jährlich um 1 % erhöht. Unter bestimmten Voraussetzungen wird eine darüber hinausgehende Erhöhung geprüft; ein Anspruch auf eine solche Erhöhung besteht jedoch nicht.

In der nachstehenden Tabelle sind die Pensionsansprüche der im Geschäftsjahr 2010 aktiven Vorstandsmitglieder aufgeführt:

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Tsd € Pensionsansprüche

Jahresbezug bei

Eintritt des

Pensionsfalls

Stand 31.12.20101
Barwert der

Pensionsansprüche

Stand 31.12.20101
Martin Blessing 456 2 467
Frank Annuscheit 288 761
Markus Beumer 288 639
Dr. Achim Kassow 288 1 308
Jochen Klösges 288 402
Michael Reuther 288 1 345
Dr. Stefan Schmittmann 288 964
Ulrich Sieber 288 349
Dr. Eric Strutz 288 1 442
Martin Zielke 288 54
Summe 9 731

1 Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird.

Die Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstands fallen nicht unter den SoFFin-Cap.

Die Hinterbliebenenpension für den Ehepartner beträgt 66 2/3 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25 % der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögensgegenstände wurden mittels eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen. Zum 31. Dezember 2010 deckt dieses Pensionsvermögen weitgehend die Pensionsverpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft gegenüber ihren Vorstandsmitgliedern, sodass rechnerisch nur ein unwesentlicher Teil der gebildeten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen auf die aktiven Mitglieder des Vorstands entfällt. Im Berichtsjahr wurden keine Vermögenswerte auf den Commerzbank Pension-Trust e. V. übertragen.

Zum 31. Dezember 2010 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 9,7 Mio Euro (siehe auch Tabelle der Einzelansprüche).

Change of Control

Das im Jahr 2010 eingeführte neue Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Soweit die bisherigen Anstellungsverträge einzelner Vorstandsmitglieder noch Change-of-Control-Regelungen enthielten, entfallen diese jeweils bei Ablauf der aktuellen Bestellungsperiode.

Sofern die Change-of-Control-Regelungen zur Anwendung kommen, geben sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75 % seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen. Im Anschluss an seine Bestellungsperiode hat das Vorstandsmitglied Pensionsansprüche. Die Kündigung des Anstellungsvertrags ist nur wirksam, wenn ihr der Aufsichtsrat zustimmt, es sei denn, sie erfolgt aus wichtigem Grund. Ein Abfindungsanspruch entsteht ferner nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit einem Change-of-Control-Fall Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder - im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung - vom anderen Rechtsträger erhält.

Die Anstellungsverträge der Herren Klösges, Reuther, Sieber und Zielke enthalten keine Change-of-Control-Regelung; für die Herren Annuscheit und Beumer ist sie mit dem Ende ihrer letzten Bestellungsperiode am 31. Dezember 2010 entfallen. Bei Herrn Dr. Schmittmann dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen weder die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge der letzten drei Jahre noch 150 % der Gesamtbezüge für die bei Beendigung des Anstellungsvertrages verbleibende Restdauer der laufenden Bestellungsperiode übersteigen.

Sonstige Regelungen

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von sechs Monaten seit dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und LTIs - vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB - bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter gewährt.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied zudem für die Dauer von sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode das feste Grundgehalt (Übergangsgeld). Diese Gehaltsfortzahlung endet auf jeden Fall, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

Endet der Anstellungsvertrag aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel wird das feste Jahresgrundgehalt ggf. zeitanteilig, bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten STI und LTI bleiben unberührt. Der sich am Ende der Laufzeit errechnende Auszahlungsbetrag für STI und LTI des Beendigungsjahres wird anteilig reduziert.

Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf der Bestellungsperiode nicht aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des § 626 BGB erfüllen, verfallen Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI und werden keine STI und LTI mehr gewährt.

Sämtliche Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung werden höchstens bis zu einem Betrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen gezahlt (Cap). Auszahlungen auf den im Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI unterliegen dem Cap anteilig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten; Gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.

Zusammenfassung

Im Folgenden werden die Gesamtbezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2010 und zum Vergleich für das Jahr 2009 dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die Darstellung um die Angabe der zinsbereinigten Änderung des Barwerts der Pensionsansprüche als Aufwand für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ergänzt.

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Tsd € Kurzfristig

fällige

Leistungen
Leistungen

aus Anlass

der Beendi-

gung des

Arbeitsver-

hältnisses
Auszahlung

aktienba-

sierte

Vergütungs

pläne4
Gesamt-

vergütung
Aufwand für

Leistungen

nach Been-

digung des

Arbeitsver-

hältnisses5
Martin Blessing 2010 617 - 617 197
2009 572 - 572 123
Frank Annuscheit 2010 603 - 603 227
2009 545 - 545 102
Markus Beumer 2010 547 - 547 191
2009 602 - 602 101
Wolfgang Hartmann 20102 - - - -
20091 232 - 232 18
Dr. Achim Kassow 2010 572 - 572 111
2009 564 - 564 65
Jochen Klösges 2010 566 - 566 240
20091 298 - 298 418
Bernd Knobloch 20102 - - - - -
20092,3 - 1 113 - 1 113 -
Michael Reuther 2010 575 - 575 278
2009 575 - 575 185
Dr. Stefan Schmittmann 2010 555 - 555 413
2009 535 - 535 274
Ulrich Sieber 2010 563 - 563 210
20091 308 - 308 449
Dr. Eric Strutz 2010 595 - 595 118
2009 521 - 521 72
Martin Zielke 20101 82 - 82 52
20092 - - - -
Gesamt 2010 5 275 - - 5 275 2 037
2009 4 752 1 113 - 5 865 1 807

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Herr Knobloch erhielt für das Jahr 2009 einen Betrag von 1 113 Tsd Euro auf Basis einer mit ihm geschlossenen Aufhebungsvereinbarung.

4 Im Berichtsjahr wurde kein LTP ausgezahlt.

5 Zinsbereinigte Änderung der Teilwerte (2009) beziehungsweise der Erfüllungsbeträge (2010) der Pensionsansprüche sowie Arbeitgeberanteile zum BVV und zur Rentenversicherung.

Einschließlich des Aufwands für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses lagen die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bei 7 312 Tsd Euro (Vorjahr: 7 672 Tsd Euro).

In nachfolgender Tabelle sind die Komponenten der kurzfristig fälligen Leistungen aufgeführt. Sie bestehen aus dem Grundgehalt, der variablen Vergütung, der Vergütungen für die Übernahme von Organfunktionen bei im Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft konsolidierten Unternehmen sowie aus den sonstigen Bezügen der einzelnen Mitglieder des Vorstands. Unter Sonstiges sind unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagen-Nutzungen, Versicherungen, auf die Sachbezüge entfallende Steuern sowie Sozialabgaben) enthalten.

Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde keine variable Vergütung gewährt.

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Tsd € Grund-

gehalt
Variable

Vergütung3
Vergütung

für die

Übernahme

von Organ-

funktionen4
Rückfüh-

rung

gemäß

SoFFin-

Cap4
Monetäre

Gesamt-

vergütung
Martin Blessing 2010 500 - 500
2009 500 - - - 500
Frank Annuscheit 2010 500 - 500
2009 480 - 23 - 3 500
Markus Beumer 2010 500 - 500
2009 480 - 12 - 492
Wolfgang Hartmann 20102 - - - - -
20091 200 - - - 200
Dr. Achim Kassow 2010 500 - 500
2009 480 - 124 - 104 500
Jochen Klösges 2010 500 - 500
20091 280 - - - 280
Bernd Knobloch 20102 - - - - -
20092 - - - - -
Michael Reuther 2010 500 - 500
2009 480 - 21 - 1 500
Dr. Stefan Schmittmann 2010 500 - 500
2009 480 - - - 480
Ulrich Sieber 2010 500 - 500
20091 280 - - - 280
Dr. Eric Strutz 2010 500 - 500
2009 480 - 2 - 482
Martin Zielke 20101 78 - 78
20092 - - - - -
Gesamt 2010 4 578 - 4 578
2009 4 140 - 182 - 108 4 214

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Tsd € Sonstiges5 Summe

kurzfristig

fällige

Leistungen
Martin Blessing 2010 117 617
2009 72 572
Frank Annuscheit 2010 103 603
2009 45 545
Markus Beumer 2010 47 547
2009 110 602
Wolfgang Hartmann 20102 - -
20091 32 232
Dr. Achim Kassow 2010 72 572
2009 64 564
Jochen Klösges 2010 66 566
20091 18 298
Bernd Knobloch 20102 - -
20092 - -
Michael Reuther 2010 75 575
2009 75 575
Dr. Stefan Schmittmann 2010 55 555
2009 55 535
Ulrich Sieber 2010 63 563
20091 28 308
Dr. Eric Strutz 2010 95 595
2009 39 521
Martin Zielke 20101 4 82
20092 - -
Gesamt 2010 697 5 275
2009 538 4 752

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses.

4 Die in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeit in Organen von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet.

5 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, Sozialversicherungsbeiträge sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern ausgewiesen.

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2038 sowie Zinssätzen zwischen 2,8 % und 5,5 % bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,7 % gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen soweit erforderlich mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 2 647 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 2 304 Tsd Euro. Die Vorstandsmitglieder standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen zu der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2010

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:

einer festen Vergütung von 40 Tsd Euro pro Jahr und
einer variablen Vergütung von 3 Tsd Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zwei Mal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2010 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2010. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2010 eine Vergütung von netto insgesamt 1 563 Tsd Euro (Vorjahr: 1 681 Tsd Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd Euro) und auf das Sitzungsgeld 323 Tsd Euro (Vorjahr: 441 Tsd Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer von 278 Tsd Euro (Vorjahr: 293 Tsd Euro) wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet. Insgesamt beträgt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder somit 1 841 Tsd Euro (Vorjahr: 1 974 Tsd Euro). Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

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Tsd € Feste

Vergütung
Variable

Vergütung
Summe Sitzungs

geld
Umsatz-

steuer1
Summe
Klaus-Peter Müller 200,0 - 200,0 28,5 43,4 271,9
Uwe Tschäge 100,0 - 100,0 21,0 23,0 144,0
Hans-Hermann Altenschmidt 80,0 - 80,0 24,0 19,8 123,8
Dott. Sergio Balbinot 40,0 - 40,0 7,5 - 47,5
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann 40,0 - 40,0 10,5 9,6 60,1
Herbert Bludau-Hoffmann 40,0 - 40,0 6,0 8,7 54,7
Dr. Nikolaus von Bomhard 40,0 - 40,0 9,0 9,3 58,3
Karin van Brummelen 60,0 - 60,0 24,0 16,0 100,0
Astrid Evers 40,0 - 40,0 12,0 9,9 61,9
Uwe Foullong 40,0 - 40,0 10,5 9,6 60,1
Daniel Hampel 40,0 - 40,0 12,0 9,9 61,9
Dr.-Ing. Otto Happel 40,0 - 40,0 10,5 - 50,5
Sonja Kasischke 40,0 - 40,0 10,5 9,6 60,1
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.

Hans-Peter Keitel
60,0 - 60,0 21,0 15,4 96,4
Alexandra Krieger 40,0 - 40,0 12,0 9,9 61,9
Dr. h. c. Edgar Meister 80,0 - 80,0 27,0 20,3 127,3
Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec.

Ulrich Middelmann
60,0 - 60,0 21,0 15,4 96,4
Dr. Helmut Perlet 100,0 - 100,0 28,5 24,4 152,9
Barbara Priester 40,0 - 40,0 12,0 9,9 61,9
Dr. Marcus Schenck 60,0 - 60,0 15,0 14,2 89,2
Gesamt 2010 1 240,0 - 1 240,0 322,5 278,3 1 840,8
Gesamt 2009 1 240,0 - 1 240,0 441,0 292,8 1 973,8

1 Aufgrund ihres Wohnsitzes außerhalb Deutschlands wird für die Herren Dr. Happel und Dott. Balbinot keine Umsatzsteuer fällig, sondern deutsche Einkommensteuer und Solidaritätszuschlag einbehalten.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2010 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Kredite an Mitglieder des Aufsichtrats wurden mit Laufzeiten bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2040 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,8 % und 7,7 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,7 %, herausgelegt. Die Kredite wurden marktüblich teilweise ohne Besicherung, gegen Grundschulden oder Pfandrechte gewährt.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 417 Tsd Euro; im Vorjahr waren es 577 Tsd Euro.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr nicht in einem Haftungsverhältnis zu der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10 % des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2010 hat - bis auf die nachfolgende Meldung - kein Mitglied von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet:2

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Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Ange-

höriger
Teilnehmerkreis Kauf/

Verkauf
Stückzahl Preis

(€)
24.2.2010 Sulmana Vermögensverwaltung GmbH

Person, die die Meldepflicht auslöst:

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.

Hans-Peter Keitel
AR-Mitglied K 3 000 5,439

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Geschäftstag Name des Meldepflichtigen Geschäfts-

volumen

(€)
24.2.2010 Sulmana Vermögensverwaltung GmbH

Person, die die Meldepflicht auslöst:

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.

Hans-Peter Keitel
16 317,00

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2010 nicht mehr als 1 % der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

2 Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.

Angaben gemäß § 289 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Angaben gemäß § 289 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 3 071 517 607,60 Euro. Es ist eingeteilt in 1 181 352 926 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands

und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 AktG und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 AktG gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 S. 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 AktG auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

Befugnisse des Vorstands

Nach näherer Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses vom 19. Mai 2010 ist die Commerzbank ermächtigt, eigene Aktien nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 AktG in Höhe von bis zu 5 % des Grundkapitals zu erwerben. Diese Ermächtigung ist bis zum 18. Mai 2015 befristet.

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 1 535 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2010) der am 31. Dezember 2010 geltenden Satzung ermächtigt.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und/oder von Genussrechten (diese mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Absatz 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 702 000 000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2010/I). Weiter ist das Kapital nach § 4 Abs. 5 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung im Mai 2009 um bis zu 390 000 000,00 Euro und nach § 4 Abs. 6 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 um bis zu 355 666 667,20 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009 und Bedingtes Kapital 2010/II). Das Bedingte Kapital 2009 und das Bedingte Kapital 2010/II dienen jeweils der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten durch den Finanzmarktstabilisierungsfonds.

Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 28 und 29.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, auf veränderte Kapitalbedürfnisse angemessen und zeitnah zu reagieren.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel

infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Commerzbank haben kann.

Change-of-Control-Klauseln

Das für das Jahr 2010 eingeführte neue Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Soweit die bisherigen Anstellungsverträge einzelner Vorstandsmitglieder noch Change-of-Control-Regelungen enthielten, entfallen diese jeweils bei Ablauf der derzeit laufenden Bestellungsperiode.

Sofern die Change-of-Control-Regelungen zur Anwendung kommen, geben sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages im Falle des Eintritts eines Aktionärs, der mindestens die Mehrheit der in der Hauptversammlung vertretenen Stimmrechte hält, bei Abschluss eines Unternehmensvertrages mit der Commerzbank als abhängigem Unternehmen sowie im Falle einer Eingliederung oder Verschmelzung (Change of Control). Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch und stimmt der Aufsichtsrat der Niederlegung des Vorstandsmandats zu oder endet die Vorstandstätigkeit im Zusammenhang mit dem Change of Control aus anderen i.e. definierten Gründen, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75 % seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge (Grundgehalt und variable Tantieme) sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen. Hinsichtlich Ruhegeldzahlung und Long-Term-Performance-Plänen wird das Vorstandsmitglied im Wesentlichen so behandelt, als ob es bis zum Ende seiner aktuellen Bestellungsperiode dem Vorstand angehört hätte. Ein Abfindungsanspruch entsteht nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit dem Change of Control Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder vom anderen Rechtsträger im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung erhält.

Die Anstellungsverträge der Herren Klösges, Reuther, Sieber und Zielke enthalten keine Change-of-Control-Regelung; für die Herren Annuscheit und Beumer ist sie mit dem Ende ihrer letzten Bestellungsperiode am 31. Dezember 2010 entfallen. Bei Herrn Dr. Schmittmann dürfen Abgeltung und Abfindung zusammen weder die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für drei Jahre noch 150 % der Gesamtbezüge für die bei Beendigung des Anstellungsvertrages verbleibende Restdauer der laufenden Bestellungsperiode übersteigen.

In wenigen Ausnahmefällen wurde vereinzelt auch Führungskräften im In- und Ausland für eine gewisse Übergangszeit ab Beginn ihrer Tätigkeit für die Bank eine Absicherung ihrer Bezüge für bis zu fünf Jahren für den Fall zugesagt, dass sie im Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel bei der Commerzbank aus der Bank ausscheiden.

Beteiligungen am Kapital von mehr als zehn vom Hundert der Stimmrechte

An der Commerzbank Aktiengesellschaft sind der Finanzmarktstabilisierungsfonds mit fünfundzwanzig vom Hundert zuzüglich einer Aktie sowie der Allianz-Konzern laut WpHG-Meldung mit mehr als zehn und weniger als fünfzehn vom Hundert am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach § 289 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Angaben gemäß § 289 Abs. 5 des Handelsgesetzbuchs

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem - beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung - in Methodik und Durchführung integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS" (Internes Kontrollsystem) verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 41 bis 72 entnommen werden.

Gefährdet wird das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung durch die Existenz von Risiken, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. In diesem Zusammenhang betrachtet die Bank eine Information als wesentlich, wenn ihr Fehlen oder ihre falsche Angabe die wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen könnte. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.

Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder eines Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit und der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass trotz aller Maßnahmen der Bank die implementierten Methoden und Verfahren des IKS niemals eine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten können.

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 289 Abs. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.

Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Das COSO-Rahmenwerk wird in der Commerzbank eingesetzt, um folgende Ziele zu erreichen:

Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die vom COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung richtet sich die Bank nach den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Basis für das IKS der Bank ist ein detaillierter Rahmen (Governance Framework) für eine solide Unternehmensführung. Er legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Frameworks orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:

Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
Geschäftsordnungen
Organigramme
Geschäftsaufträge
Stellenbeschreibungen
Kompetenzregelungen

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.

Die Verantwortung für die Implementierung, Umsetzung und Durchführung des bankweiten IKS liegt primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse sowie die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

Der Aufsichtsrat überwacht die Finanzberichterstattung vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Zusätzlich ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, für die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise an die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Management Finance (GM-F) zuständig. Dabei verantwortet GM-F den Einzelabschluss der Commerzbank und konsolidiert die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Konzernabschluss.

Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit der Erarbeitung und Kommunikation von konzernweiten Bilanzierungsrichtlinien betraut. Sie unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung durch das Aufstellen und Abstimmen von Bilanzierungsrichtlinien. Die veröffentlichten Richtlinien werden fortlaufend auf ihren Aktualisierungsbedarf überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zu relevanten Themen für die Mitarbeiter durchgeführt. Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende Arbeitsanweisungen im Intranet der Bank.

GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Unternehmensbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Unternehmensbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die vom zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung ist durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und von technischen Maßnahmen (Vergabe von IT-Berechtigungen) sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von diversen IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland, Tochtergesellschaften und ausländische Niederlassungen) an die Zentrale übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels eines separaten Onlinesystems direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an die Zentrale übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in der Zentrale weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung nach IFRS und die Einzelabschlusserstellung der Commerzbank Aktiengesellschaften nach HGB durchgeführt. Die Maßnahmen zur Erstellung des Konzernabschlusses bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.

Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten (Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets, Asset Based Finance und Portfolio Restructuring Unit) ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei findet ein Abgleich mit den Daten aus dem Rechnungswesen statt.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu unterstützen. Group Audit unterstützt den Vorstand, indem sie die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. Group Audit ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig.

Group Audit ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. Sie nimmt ihre Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist sie keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS umfasst die Risikomanagement- und Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichtserstattung. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat Group Audit ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt Group Audit zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert Group Audit die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt Group Audit einen Jahresbericht über die von ihr im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Initiativen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Im Zuge der Integration der Dresdner Bank wird das IKS auf den neuen Gesamtkonzern angepasst und weiterentwickelt. Dazu ist in GM-F die interne Maßnahme "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Ziel von CEI ist die risikoorientierte Steuerung der Prozesse durch den Einsatz einer einheitlichen Methode zur Risiko- und Kontrolldarstellung und -bewertung. Darüber hinaus soll das IKS mit Blick auf die Finanzberichterstattung durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Kontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt werden.

Basis für CEI ist die Weiterentwicklung der sogenannten "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden auf Top-down-Basis alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, die mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert werden. Dazu werden die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gemäß dem COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung.
Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung.
Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert. Für die Wirksamkeit des IKS sind Design - also die Ausgestaltung der Kontrolle durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess - und operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Mängel, die Group Audit im Rahmen ihrer Prüfungsaktivitäten feststellt, werden durch einen Maßnahmenplan abgestellt. Die fristgerechte Umsetzung der Maßnahmenpläne wird durch Group Audit überwacht und an den Gesamtvorstand berichtet.

Durch diese einheitliche Vorgehensweise soll gewährleistet werden, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Angaben gemäß § 289a des Handelsgesetzbuchs

Die Angaben gemäß § 289a HGB "Erklärung zur Unternehmensführung" sind auf der Internetseite der Commerzbank Aktiengesellschaft unter www.commerzbank.de öffentlich zugänglich.

Geschäft und Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Im Jahr 2010 hat sich die Weltwirtschaft weiter von der Finanz- und Wirtschaftskrise erholt. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt legte im Jahresdurchschnitt um etwa 4,5 % und damit wieder fast so stark zu wie in den Jahren vor der Krise. Treiber des Wachstums waren erneut die Emerging Markets in Asien, die von der Krise wesentlich weniger betroffen waren als die Industrieländer. Auch in den Industrieländern zeigte der Trend wieder nach oben. In vielen Ländern wurde die Konjunktur allerdings dadurch spürbar gebremst, dass die Übertreibungen der Vergangenheit - insbesondere im Immobiliensektor und bei der Verschuldung von privaten Haushalten und Unternehmen - korrigiert werden müssen. Deshalb hat die Wirtschaft in den USA, trotz massiver Impulse vonseiten der Geld- und Finanzpolitik, nur so stark zugelegt wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Die Arbeitslosigkeit blieb hoch, weshalb die amerikanische Notenbank ihre Geldpolitik im Herbst weiter gelockert hat.

Im Euroraum kam als weiterer Belastungsfaktor die Staatsschuldenkrise hinzu. Nach den Erfahrungen mit Griechenland, dessen Zahlungsunfähigkeit im Frühjahr nur durch Kredite der anderen Euroländer verhindert werden konnte, zweifelten mehr und mehr Investoren an der langfristigen Tragfähigkeit der Staatsfinanzen auch in anderen Mitgliedsländern der Währungsunion. In der Folge fielen die Kurse der Staatsanleihen dieser Länder teilweise kräftig, und deren Renditeaufschläge gegenüber Bundesanleihen stiegen unter starken Schwankungen deutlich. Die sich daraus ergebenden höheren Finanzierungskosten ließen die langfristigen Perspektiven der Staatsfinanzen dieser Länder in einem noch ungünstigeren Licht erscheinen. Ende des Jahres musste auch Irland um Hilfe nachsuchen, da zur Stützung seines Bankensystems enorme Mittel notwendig waren. Zwar hielt sich der direkte Effekt dieser Turbulenzen auf die Konjunktur im Euroraum in Grenzen; die unter dem Druck der Märkte ergriffenen umfangreichen Maßnahmen zur Konsolidierung der Staatsfinanzen haben das Wachstum in den betroffenen Ländern aber weiter gebremst. Daher hat das Wirtschaftswachstum im Euroraum im vergangenen Jahr mit etwa 1,7 % eher enttäuscht.

Dies gilt umso mehr, als ein großer Teil alleine auf den kräftigen Aufschwung in Deutschland zurückzuführen ist, wo mit 3,6 % das stärkste Wirtschaftswachstum seit der Wiedervereinigung zu verzeichnen war. Für diese positive Entwicklung waren verschiedene Faktoren ausschlaggebend: So verzeichnete Deutschland in den vergangenen Jahren weder einen Immobilienboom noch einen Anstieg der Verschuldung der privaten Haushalte und Unternehmen; deshalb gab es hier auch keinen Korrekturbedarf. Gleiches galt für die Staatsfinanzen, bei denen der Konsolidierungsbedarf wesentlich geringer war als in den meisten anderen Euroländern. Folglich konnte die deutsche Wirtschaft von den guten Rahmenbedingungen - insbesondere den sehr niedrigen Zinsen und von der sich erholenden Weltwirtschaft - in vollem Umfang profitieren. Schließlich machte sich die gute Position deutscher Unternehmen in den schnell wachsenden Emerging Markets und die in den vergangenen Jahren merklich verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte positiv bemerkbar. Dabei stützt sich der Aufschwung nicht nur auf die lebhafte Auslandsnachfrage, sondern die Unternehmen haben auch ihre Investitionen wieder deutlich gesteigert. Sogar beim privaten Verbrauch gab es positive Tendenzen. Allerdings hat die gesamtwirtschaftliche Produktion das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht.

Die Kapitalmärkte wurden in erster Linie von der Staatsschuldenkrise und der zwischenzeitlichen Diskussion über einen Rückfall der US-Wirtschaft in die Rezession geprägt. Beides ließ die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen zwischenzeitlich auf neue Rekordtiefs von lediglich etwas mehr als 2 % fallen, bevor sie zum Jahresende aufgrund der sich verflüchtigenden Rezessionsängste in den USA wieder in Richtung 3 % anzogen. Die besseren Aussichten für die Weltwirtschaft ließen gegen Jahresende auch die Aktienkurse kräftig steigen. Dabei erreichte der Dax kurzfristig mit über 7 000 Punkten den höchsten Stand seit Mitte 2008. Der Euro erlebte eine Berg- und-Tal-Fahrt, je nachdem ob die Sorgen um die US-Konjunktur oder die Staatsschuldenkrise im Vordergrund standen. Per saldo hat er gegenüber dem US-Dollar aber deutlich an Wert verloren.

Branchenumfeld

Das Umfeld für Banken war auch im Jahr 2010 durch eine Konsolidierungs- und Stabilisierungsphase nach der Finanzkrise geprägt, wobei sich die Profitabilitätssituation der Branche leicht verbessert hat. Der Median der Eigenkapitalrendite der europäischen Großbanken lag nach Angaben der EZB im ersten Halbjahr 2010 bei rund 8 %. Im Jahr 2009 lag dieser noch bei knapp 3 % und im Jahr 2008 bei rund 2 %. Hauptgründe für den Anstieg der Profitabilität vieler Banken waren rückläufige Risikovorsorgen und höhere Zinsmargen. Daneben spielten auch Effizienzverbesserungen und Kostensenkungen eine Rolle.

Auf Basis der gestiegenen Profitabilität haben viele Banken Staatshilfen oder staatliches Partizipationskapital zurückbezahlt. Dazu wurden zum Teil umfangreiche Kapitalerhöhungen am Markt platziert. Die Banken haben in den letzten Quartalen außerdem den Leverage, also das Verhältnis von Bilanzsumme zu Eigenkapital, zurückgefahren und laut Analysen der EZB die Kapitalquoten weltweit verbessert. Eine höhere Eigenkapitalunterlegung des Bankgeschäftes wird vom Markt gefordert. Ebenso drängen die Gesetzgeber weltweit auf eine strengere Eigenkapitalunterlegung und bessere Liquiditätssituation der Bankbranche mittels gesetzlicher Maßnahmen. Gemäß Basel III ist eine Reihe von Verschärfungen der regulatorischen Anforderungen an die Branche zu erwarten. Auch direkte branchenspezifische Abgaben, wie die Bankenabgabe in Deutschland, wurden eingeführt. Die branchenspezifischen Rahmenbedingungen verschärfen sich somit national und international. Auch die Commerzbank hat umfangreiches De-Leveraging betrieben und ihre Kapitalquote verbessert.

Die hohe Intensität der Wettbewerbssituation in der Bankenbranche in Deutschland zeigt sich in den unterschiedlichen Segmenten:

Auch wenn sich die Refinanzierungsbedingungen der Banken im Berichtsjahr gegenüber den beiden Vorjahren verbessert haben, liefern sich die Banken national und international einen harten Wettbewerb um Einlagen als Refinanzierungsmittel. Zusätzlich machte sich bei uns, wie bei den meisten deutschen Kreditinstituten, eine gewisse Zurückhaltung der Privatkunden beim Kauf von Wertpapierprodukten bemerkbar. Im Firmenkundengeschäft profitierte die Bankindustrie von verbesserten Margen im Kreditgeschäft sowie vom hohen Wirtschaftswachstum in Deutschland. Das Investmentbanking leistete zumeist einen positiven Beitrag zu den Ergebnissen der Kreditinstitute im Jahr 2010. Dies gilt sowohl für die Branche als auch für die Commerzbank. Die EZB berichtet jedoch, dass sich die Handelsergebnisse der Banken im zweiten und dritten Quartal 2010, infolge höherer Marktvolatilität und geringerer Handelsaktivitäten, schon wieder verschlechtert haben. Mit Blick auf das Immobilienfinanzierungsgeschäft sind die Marktentwicklungen der Immobilienmärkte innerhalb Europas uneinheitlich. Es gibt einerseits Länder wie Irland, in denen sich die Krise stark auswirkte, aber auch Länder wie Frankreich, mit einer positiven Entwicklung der Immobilienpreise. Eine Eskalation der internationalen Schuldenkrise europäischer Peripheriestaaten konnte im Jahr 2010 durch konzertierte politische Aktionen verhindert werden. Somit waren die Auswirkungen auf die Bankbranche nicht gravierend. Dennoch bleibt die Haushalts- und Verschuldungslage mancher europäischer Staaten ein Risikofaktor für die gesamte Branche.

Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Konzentration auf Kerngeschäfte

Die Commerzbank hat auch im Geschäftsjahr 2010 weitere Fortschritte bei der Konzentration auf das Kerngeschäft sowie der Erfüllung der EU-Auflagen erzielt. Wir haben nach Zustimmung der Aufsichtsbehörden nachfolgende Gesellschaften veräußert:

Anfang Februar wurden sowohl der Verkauf der noch bei der Commerzbank verbliebenen Anteile an der österreichischen Privatinvest Bank AG an die Zürcher Kantonalbank als auch der Verkauf des niederländischen Vermögensverwalters Dresdner VPV an das Management vollzogen. Die zuvor über Reuschel & Co. Privatbankiers gehaltene Privatinvest Bank AG mit Hauptsitz in Salzburg und Niederlassung in Wien ist im Private Banking, insbesondere in der Finanzplanung, der Vermögensverwaltung und dem Liquiditätsmanagement tätig. Die Privatinvest Bank AG verwaltete per Ende Juni 2009 mit rund 50 Mitarbeitern ein Vermögen (Assets under Management) in Höhe von etwa 600 Mio Euro. Die Dresdner VPV hatte per Jahresende 2008 in der Gruppe rund 60 Mitarbeiter und verwaltete ein Vermögen (Assets under Management) von 1,2 Mrd Euro.

Ende März hat die Commerzbank den Verkauf der Dresdner Van Moer Courtens sowie der Filiale Belgien ihrer auf gehobene Privatkunden fokussierten Tochtergesellschaft Commerzbank International S.A. Luxembourg (CISAL) an das Management der Dresdner Van Moer Courtens vollzogen. Dresdner Van Moer Courtens konzentriert sich auf die Betreuung vermögender Privatkunden sowie den Wertpapierhandel. Zum Jahresende 2009 verwalteten beide Institute zusammen Assets in Höhe von 630 Mio Euro und beschäftigten 45 Mitarbeiter. Die auf das Firmenkundengeschäft spezialisierte Brüsseler Filiale der Commerzbank Aktiengesellschaft Frankfurt wird von der Commerzbank weitergeführt.

Anfang Juni hat die Commerzbank ihre Tochtergesellschaft Commerzbank International Trust Singapore (CITS) an die Trident-Trust-Gruppe verkauft. CITS ist auf Fondsverwaltung und Treuhanddienstleistungen für Privat- und Firmenkunden spezialisiert. Zum Jahresende 2009 verwaltete die Gesellschaft Vermögenswerte in Höhe von 930 Mio Euro. Die übrigen in Singapur ansässigen Aktivitäten der Commerzbank bleiben von der Transaktion unberührt.

Anfang Juli hat die Commerzbank den Verkauf ihrer Kleinwort-Benson-Aktivitäten an die Beteiligungsgesellschaft RHJ International vollzogen. Veräußert wurden die auf Vermögensverwaltung und Treuhandgeschäfte in Großbritannien und auf den Kanalinseln spezialisierten Gesellschaften Kleinwort Benson Channel Islands Holdings Limited und Kleinwort Benson Private Bank Limited. Per Ende 2009 verfügten sie im Wealth Management über ein verwaltetes Vermögen (Assets under Management) von rund 5,6 Mrd britischen Pfund (6,3 Mrd Euro) und beschäftigten mehr als 600 Mitarbeiter. Die Investmentbanking-Aktivitäten der Commerzbank, die das Investmentbanking der ehemaligen Dresdner Kleinwort und die Commerzbank-Corporates-&-Markets-Aktivitäten umfassen, bleiben von der Transaktion unberührt.

Ebenfalls im Juli hat die Commerzbank ihre auf Bausparen spezialisierte Tochtergesellschaft Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) an die Wüstenrot Bausparkasse AG veräußert. Commerzbank und Wüstenrot haben eine langfristige, exklusive Vertriebskooperation für Bausparprodukte vereinbart, die zum 2. September 2010 in Kraft trat. Die Produkte der Wüstenrot sind für die Kunden der Commerzbank attraktiv und stärken die Position der Bank am Markt. Die Allianz Dresdner Bauspar verfügte per Ende 2009 über eine Bausparsumme in Höhe von 21 Mrd Euro. Die Zahl der Mitarbeiter lag bei rund 350.

Anfang September hat die Commerzbank den Verkauf der Dresdner Bank Monaco S.A.M. an die libanesische Bank Audi-sal-Audi-Saradar-Gruppe vollzogen. Die Dresdner Bank Monaco S.A.M. ist im gehobenen Privatkundengeschäft mit Schwerpunkt Monaco, Südfrankreich und Norditalien tätig. Zum Jahresende 2009 verwaltete sie Vermögenswerte (Assets under Control) in Höhe von 251 Mio Euro und beschäftigte 19 Mitarbeiter.

Die Commerzbank hat Ende des Jahres 2010 ihre auf die Abwicklung von Kartenzahlungen spezialisierte Tochtergesellschaft montrada GmbH an die niederländische Equens SE veräußert. Darüber hinaus haben Commerzbank und Equens eine 5-jährige exklusive Vertriebspartnerschaft für kartengestützte Zahlungsverkehrsprodukte inklusive der Abwicklung von Bargeldauszahlungen an Geldautomaten für Master- und Visakarteninhaber vereinbart.

Der Verkauf nachfolgender Gesellschaft steht noch unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung:

Mitte September hat die Commerzbank bekannt gegeben, dass sie ihre brasilianische Tochtergesellschaft Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Multiplo an die in Kanada ansässige Scotiabank verkauft. Hintergrund ist die strategische Neuausrichtung der Commerzbank, in deren Rahmen auch Randaktivitäten veräußert werden. Mit Sitz in Sao Paulo konzentriert sich Banco Multiplo auf Aktivitäten im Investmentbanking-Geschäft. Per Ende 2009 verfügte die Bank über eine Bilanzsumme von 284 Mio Euro und zählte etwa 50 Mitarbeiter. Die Commerzbank-Repräsentanz in Sao Paulo, die durch die Vermittlung von Handelsfinanzierungen und Zahlungsverkehrsprodukten insbesondere die Firmenkunden der Bank unterstützt, bleibt von der Transaktion unberührt. Das brasilianische Investmentbanking der Commerzbank mit Aktivitäten in den Bereichen Aktienderivate, Rohstoff-, Devisen- und Anleihenhandel für Privatbanken und institutionelle Kunden wird ebenfalls weitergeführt.

Kapitalmaßnahmen bei BRE Bank und Bank Forum

Am 1. März 2010 hat die polnische BRE Bank eine Kapitalerhöhung mit einem Mittelzufluss von 2 Mrd Zloty (rund 500 Mio Euro) angekündigt, der in der am 30. März 2010 in Warschau stattgefundenen Hauptversammlung der BRE Bank zugestimmt wurde. Die Commerzbank hat ihre Bezugsrechte bei der geplanten Kapitalerhöhung der polnischen BRE Bank, an der sie rund 69,8 % der Aktien hält, in vollem Umfang ausgeübt.

Anfang März 2010 hat die Commerzbank an der ukrainischen Bank Forum weitere 26,3 % erworben und somit ihren Anteil auf 89,3 % erhöht. Die Anteile stammen aus dem indirekten Besitz eines bisherigen Minderheitsaktionärs, der mit dem Verkauf seiner Anteile aus dem Aktionärskreis ausscheidet. Über den Kaufpreis sowie weitere Details wurde Stillschweigen vereinbart. Am 4. März haben die Aktionäre der Bank Forum auf einer außerordentlichen Aktionärsversammlung eine Kapitalerhöhung um 2,42 Mrd Hrywnja (rund 240 Mio Euro) beschlossen. Daraus resultierend hat sich der Anteil der Commerzbank an der Bank Forum auf 94,5 % erhöht. In der am 14. Oktober 2010 stattgefundenen Hauptversammlung der ukrainischen Bank Forum haben die Aktionäre eine weitere Kapitalerhöhung um 1,5 Mrd Hrywnja (rund 134 Mio Euro) beschlossen. Die Commerzbank hat sich daran gemäß ihrer Quote beteiligt.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Gewinn- und Verlustrechnung

Für das Geschäftsjahr 2010 weist die Commerzbank Aktiengesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 1 151 Mio Euro aus, nach einem Verlust in Höhe von 7 576 Mio Euro für das Vorjahr. Der Jahresfehlbetrag 2010 wurde durch die Entnahme von Gewinnrücklagen in gleicher Höhe ausgeglichen; somit ergab sich für das Berichtsjahr ein Bilanzgewinn von 0,00 Euro. Damit wird sichergestellt, dass an den HGB-Bilanzgewinn der Commerzbank Aktiengesellschaft gekoppelte hybride Kapitalinstrumente nicht herabgeschrieben werden. Für das Geschäftsjahr 2010 wird keine Dividende ausgeschüttet.

Der Jahresfehlbetrag 2010 basierte maßgeblich auf notwendig gewordenen Abschreibungen auf Beteiligungen, die sich in den Aufwendungen aus Verlustübernahme widerspiegeln, sowie auf Effekten aus der Erstanwendung der Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

Die einzelnen Ergebniskomponenten haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss als Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen - einschließlich der Laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen - sank gegenüber dem Vorjahr um 1 831 Mio Euro auf 5 126 Mio Euro. Dieser Rückgang resultierte insbesondere aus deutlich geringeren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften, die sich um 785 Mio Euro auf 93 Mio Euro vermindert haben. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf die hohen Vorjahreserträge aus Beteiligungsverkäufen von Tochtergesellschaften zurückzuführen. Ebenfalls deutlich ermäßigt haben sich die Laufenden Erträge aus Aktien, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen; im Vergleich zum Vorjahr sind diese im Zusammenhang mit dem Abbau von nicht strategischen Beteiligungen um rund 61 % auf 305 Mio Euro zurückgegangen.

Der Provisionsüberschuss verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6 % beziehungsweise 258 Mio Euro auf 2 731 Mio Euro. Der Rückgang der Provisionserträge beruhte insbesondere auf der Kaufzurückhaltung unserer Kunden im Wertpapiergeschäft sowie auf im Vorjahresvergleich geringeren Erträgen aus dem Konsortialgeschäft. Der Anstieg der Provisionsaufwendungen ist durch eine ausgeweitete konzerninterne Provisionsverrechnung infolge der Integration der ehemaligen Dresdner Bank bedingt.

Der Nettoertrag des Handelsbestands verbesserte sich im Berichtsjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2 658 Mio Euro auf 1 953 Mio Euro. Rund die Hälfte der Veränderung resultierte aus Umgliederungen aus dem Zinsüberschuss im Rahmen der erstmaligen Anwendung der Vorschriften des BilMoG. Der Ergebnisanstieg aus dem operativen Geschäft resultierte in erster Linie aus höheren Erträgen aus strukturierten Kreditprodukten. Insgesamt profitierten die Handelsbereiche der Bank von den im Vergleich zum Vorjahr insgesamt günstigeren Bedingungen an den Finanzmärkten.

Der Saldo der Sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen betrug im Berichtszeitraum 19 Mio Euro nach - 288 Mio Euro im Vorjahr. Die Sonstigen betrieblichen Erträge resultieren hauptsächlich aus der Auflösung von Rückstellungen, die nicht das Kreditgeschäft betrafen. Hier wurden insbesondere Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen und variablen Vergütungen sowie andere Personalrückstellungen aufgelöst.

Der Verwaltungsaufwand betrug im Berichtsjahr 7 004 Mio Euro nach 7 459 Mio Euro im Vorjahr. Im Zusammenhang mit dem Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 42 382 im Vorjahr um rund 2 % auf 41 614 im Berichtsjahr verminderte sich der Personalaufwand um 3,6 % auf 3 699 Mio Euro. Die Anderen Verwaltungsaufwendungen verringerten sich im gleichen Zeitraum um 8,8 % auf 3 305 Mio Euro, insbesondere aufgrund der im verlauf der Integration der ehemaligen Dresdner Bank geänderten konzerninternen Leistungserbringungs- und Leistungsverrechnungsprozesse.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen reduzierten sich um 89 Mio Euro auf 250 Mio Euro im Berichtsjahr. Der Rückgang resultierte insbesondere aus den im Vorjahr auszuweisenden Neubewertungen von Immobilien im Rahmen der Verschmelzung der Dresdner Bank.

Die Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft betrugen für das Berichtsjahr 831 Mio Euro nach 1 687 Mio Euro im Vorjahr. Das Ergebnis aus unserem Wertpapierliquiditätsbestand war im Berichtsjahr maßgeblich durch realisierte Gewinne und Zuschreibungen bestimmt, denen Abschreibungen in nahezu gleicher Höhe gegenüberstehen. Bei der Risikovorsorge für das Kreditgeschäft hatten wir im Berichtszeitraum einen deutlich niedrigeren Bedarf an Nettozuführungen für Einzelrisiken zu verzeichnen.

Die Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren lagen für das Jahr 2010 bei 4 Mio Euro. Im Vorjahr waren Abschreibungen und Wertberichtigungen in Höhe von 1 119 Mio Euro vorzunehmen.

Die Aufwendungen aus der Verlustübernahme von Tochtergesellschaften mit Ergebnisabführungsverträgen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 41,2 % auf 2 891 Mio Euro. Maßgeblich für diesen kräftigen Anstieg war der Verlustausgleich bei der Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH, der in erster Linie durch eine Abschreibung auf die Eurohypo AG sowie die Verlustübernahme des Ergebnisses 2010 bei unserer Tochtergesellschaft Eurohypo AG bedingt ist.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit belief sich danach auf - 1 143 Mio Euro. Das Außerordentliche Ergebnis in Höhe von - 220 Mio Euro resultierte aus den Aufwendungen und Erträgen, die durch die Erstanwendung der Vorschriften des BilMoG entstanden sind. Nach einem Steuerertrag in Höhe von 212 Mio Euro, der im Wesentlichen aus der Nachaktivierung latenter Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge im Ausland resultierte, ergab sich insgesamt ein Jahresfehlbetrag von 1 151 Mio Euro.

Bilanz

Im Jahresabschluss 2010 wurde erstmals das BilMoG angewendet. Der folgende Vorjahresvergleich bezieht sich jedoch auf die per ultimo 2009 in der Bilanz ausgewiesenen Werte.

Die Bilanzsumme der Commerzbank Aktiengesellschaft blieb im Jahresverlauf 2010 mit einem Rückgang um 1,0 % auf 624,6 Mrd Euro weitgehend stabil.

Auf der Aktivseite verminderte sich die Barreserve um 14,2 % auf 6,5 Mrd Euro. Dabei war ein Rückgang der Guthaben bei der Deutschen Bundesbank zu verzeichnen, während das Guthaben bei ausländischen Zentralbanken anstieg. Die Forderungen an Kreditinstitute erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr - insbesondere bedingt durch Cash Collaterals - um 7,7 % auf 180,2 Mrd Euro. Die Forderungen an Kunden waren dagegen um 11,3 % auf 184,2 Mrd Euro rückläufig, was im Wesentlichen auf den Rückgang aus Kreditforderungen und niedrigeren Reverse Repos zurückzuführen war. Die Schuldverschreibungen und andere festverzinslichen Wertpapiere gingen um 63,4 Mrd Euro auf 40,0 Mrd Euro zurück. Aufgrund der Regelungen des BilMoG wurden Wertpapiere, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in den im Zuge der BilMoG-Anwendung erstmals ausgewiesenen Posten Handelsbestand umgegliedert. Der Handelsbestand wies ein Volumen von 183,3 Mrd Euro aus. Die Sonstigen Vermögensgegenstände betrugen 11,6 Mrd Euro, was einem deutlichen Rückgang um 93,5 Mrd Euro entsprach. Aufgrund der Regelungen des BilMoG wurden Sonstige Vermögensgegenstände, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in den Posten Handelsbestand der Aktiva umgegliedert. Auch bei den aktiven latenten Steuern kam es zu einem Effekt aus der BilMoG-Anwendung, sodass der Posten sich um 1,6 Mrd Euro auf 2,1 Mrd Euro erhöhte.

Auf der Passivseite zeigte sich ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 8,5 % auf 139,6 Mrd Euro. Weniger deutlich reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden um 3,9 % auf 207,9 Mrd Euro. Dabei nahmen insbesondere die bis zu einem Jahr befristeten Gelder ab. Die Verbrieften Verbindlichkeiten fielen signifikant gegenüber dem Jahresende 2009 um 43,7 % auf 48,6 Mrd Euro, maßgeblich durch die fälligkeitsbedingte Reduktion der begebenen Schuldverschreibungen und Geldmarktpapiere. Der Handelsbestand der Passiva wies ein Volumen von 160,3 Mrd Euro aus. Analog des Postens auf der Aktivseite wird auch dieser Posten im Zuge der BilMoG-Erstanwendung neu ausgewiesen und existierte zum Jahresultimo 2009 nicht in dieser Form.

Der deutliche Rückgang bei den Sonstigen Verbindlichkeiten um 95,5 Mrd Euro auf 26,0 Mrd Euro resultierte auch aus der BilMoG-Umgliederung der Passiva aus Handelsderivaten in den Handelsbestand. Die Nachrangigen Verbindlichkeiten verminderten sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Mrd Euro auf 11,2 Mrd Euro, das Genussrechtskapital sank um 0,3 Mrd Euro auf 1,0 Mrd Euro. Die außerbilanziellen Verpflichtungen waren im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig: Die Eventualverbindlichkeiten fielen um 5,1 % auf 36,2 Mrd Euro, die unwiderruflichen Kreditzusagen um 16,9 % auf 59,6 Mrd Euro.

Eigenkapital

Das in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 ausgewiesene Eigenkapital ist gegenüber dem Jahresende 2009 leicht um 2,2 % beziehungsweise 496 Mio Euro auf 23,2 Mrd Euro gestiegen. Haupttreiber waren positive Erstanwendungseffekte im Rahmen von BilMoG, die durch den Jahresfehlbetrag zum Teil kompensiert wurden.

Das Gezeichnete Kapital blieb mit 21,1 Mrd Euro nahezu unverändert. Es umfasst das Grundkapital mit 3,0 Mrd Euro, das sich gegenüber dem Vorjahresstichtag nur marginal verminderte. Grund für die leichte Reduktion war, dass durch die BilMoG-Erstanwendung der Nominalbetrag der eigenen Aktien im Bestand (24 Mio Euro) vom Gezeichneten Kapital abgezogen wird. Innerhalb des Gezeichneten Kapitals betrug die Stille Einlage des SoFFin weiterhin 16,4 Mrd Euro. Ebenfalls unverändert zeigte sich die Stille Einlage der Allianz mit 750 Mio Euro. Beide Einlagen werden mit 9 % verzinst, sofern ein Bilanzgewinn der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB vorliegt. Für das Berichtsjahr hat die Commerzbank auf die Stillen Einlagen keine gewinnabhängige Vergütung geleistet. Ebenfalls zum Gezeichneten Kapital gehört die Beteiligung der HT1 Funding GmbH, die sich mit 842 Mio Euro nicht veränderte.

Durch die Erstanwendung des BilMoG erhöhten realisierte Gewinne aus unterjährigen Veräußerungen eigener Aktien die Kapitalrücklage marginal um 3 Mio Euro, sodass diese weiterhin 1,6 Mrd Euro betrug. In der Gewinnrücklage waren insgesamt durch BilMoG 1,7 Mrd Euro Erstanwendungseffekte zu verzeichnen. Diese resultierten in Höhe von 0,3 Mrd Euro aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen sowie der Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen per 1. Januar 2010, die erfolgsneutral in der Gewinnrücklage erfasst wurden. Zudem wurden 1,4 Mrd Euro latenter Steuern aktiviert. Die insgesamt positiven Erstanwendungseffekte durch BilMoG wurden durch den Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,2 Mrd Euro zu einem großen Teil kompensiert; die Gewinnrücklage betrug 0,5 Mrd Euro.

Die Bank nimmt seit dem Jahr 2007 die Befreiungsvorschriften des § 2a KWG - sogenannte Waiver-Regelung - in Anspruch, das heißt, sie meldet der Bankenaufsicht risikogewichtete Aktiva und Kapitalquoten nur noch für die Institutsgruppe insgesamt. Hier sind die Risikoaktiva gegenüber dem Jahresende 2009 um 12,6 Mrd Euro auf 267,5 Mrd Euro zurückgegangen. Die Kernkapitalquote stieg von 10,5 % auf 11,9 %. Die im Zusammenhang mit Basel III wichtige Core-Tier-I-Quote belief sich auf 10,0 %, nach 9,2 % im Vorjahr. Nach der Regulierungsanforderung "Capital Requirements Directive" (CRD II) werden die Stille Einlage der Allianz und die bislang als hybrides Eigenkapital angerechnete Beteiligung der HT1 Funding GmbH nicht mehr in der Berechnung der Quote anerkannt. Sowohl die Kernkapitalquote als auch die Core-Tier-I-Quote liegen klar über unserem mittelfristigen Zielkorridor, der für die Core-Tier-I-Quote bei 7- 8 % liegt. Die Eigenmittelquote betrug zum Berichtsstichtag 15,3 % (im Vorjahr 14,8 %).

Resümee Geschäftslage 2010

Der erneute Ausweis eines Jahresfehlbetrags für das Geschäftsjahr 2010 - wenn auch einem weitaus geringeren als im Vorjahr - kann uns nicht zufriedenstellen. Notwendig gewordene Wertberichtigungen auf Beteiligungsbuchwerte insbesondere den der Eurohypo AG, haben das Ergebnis entscheidend belastet. Die Staatsfinanzierungs- und Immobilienmärkte, in denen die Eurohypo AG und Commerz Real AG tätig sind, haben sich noch nicht erholt, sodass diese Töchter im Berichtsjahr deutlich negative Ergebnisse zu verzeichnen hatten. Vor diesem Hintergrund waren unsere Gewinnerwartungen nicht zu halten. Auch auf unsere Tochtergesellschaft Bank Forum waren angesichts der anhaltenden Wirtschaftskrise in der Ukraine Abschreibungen vorzunehmen. Um die Zukunftsfähigkeit der Commerzbank sicherzustellen, haben wir im Berichtsjahr die Risiken weiter abgebaut und insbesondere die Neuorientierung der Eurohypo AG sowie Commerz Real AG vorangetrieben.

Nachtragsbericht

Mitte Januar 2011 hat die Commerzbank einen wichtigen Schritt zur Optimierung ihrer Kapitalstruktur unternommen: Credit Suisse Securities (Europe) Limited (Credit Suisse) hat von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebene hybride Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities), die sie - im eigenen Namen und auf eigene Rechnung - zu einem unter ihrem Nennwert liegenden Preis von Investoren erworben hat, als Sacheinlage gegen aus genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank eingebracht. Ein Bankenkonsortium aus Credit Suisse, Citigroup, Goldman Sachs und UBS hat am 13. Januar 2011 rund 118,1 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Dies entspricht 10 % minus eine Aktie des bisherigen Grundkapitals der Commerzbank. Die für die Sacheinlage erforderlichen Beschlüsse von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank wurden am 21. Januar 2011 gefasst. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25 % plus eine Aktie) nach der Transaktion aufrechterhalten. Dazu wurden rund 221 Mio Euro der Stillen Einlagen des SoFFin aus dem in der Hauptversammlung 2009 geschaffenen Bedingten Kapital in rund 39,4 Millionen Aktien gewandelt. Mit Durchführung der beiden Kapitalmaßnahmen stieg die Anzahl der Commerzbank-Aktien auf insgesamt 1 339 Millionen Stück.

Am 18. Januar 2011 hat uns die Allianz SE, München, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Commerzbank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, am 17. Januar 2011 die Schwelle von 10 % unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 9,48 % betrug.

Am 24. Februar 2011 hat die Ratingagentur Moody's das Langfrist-Rating der Commerzbank von Aa3 um zwei Stufen auf A2 mit stabilem Ausblick gesenkt. Das Bank Financial Strength Rating (BFSR) wurde mit C- bestätigt. Haupttreiber für die Herabstufung sind die nach Meinung von Moody's verschlechterte Finanzkraft der Eurohypo AG sowie eine Änderung in der Moody's internen Methodik, nach der die zukünftige systemische Unterstützung für Banken weltweit als zunehmend geringer eingeschätzt wird.

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Aufschwung der Weltwirtschaft dürfte sich im Jahr 2011 in etwa gleichem Tempo wie im Jahr 2010 fortsetzen. Es ist zwar davon auszugehen, dass die Dynamik in den Emerging Markets etwas nachlassen wird, dafür dürfte aber insbesondere die US-Wirtschaft stärker wachsen als im vergangenen Jahr. Dort scheinen die Korrekturen im Immobiliensektor und bei den Finanzen der privaten Haushalte größtenteils abgeschlossen zu sein. Daher sollten sich die noch einmal verstärkten Impulse vonseiten der Geldpolitik nun auch in einem überdurchschnittlichen Wachstum niederschlagen.

Reales Bruttoinlandsprodukt

Veränderung gegenüber Vorjahr

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2010 20111 20121
USA 2,8 % 4,0 % 3,5 %
Euroraum 1,7 % 1,7 % 1,8 %
Deutschland 3,6 % 3,0 % 2,5 %
Mittel- und Osteuropa 4,0 % 4,4 % 4,0 %
Polen 3,7 % 4,5 % 4,2 %

1 Werte für 2011 und 2012 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Im Euroraum werden voraussichtlich die Staatsschuldenkrise und die sich auch hieraus ergebenden konjunkturellen Unterschiede zwischen den Mitgliedsstaaten die beherrschenden Themen bleiben. Es besteht die Gefahr, dass weitere Länder die Hilfe des Europäischen Stabilisierungsfonds in Anspruch nehmen müssen; zumindest dürften die Unsicherheit an den Märkten und damit die Renditeaufschläge der Staatsanleihen der betroffenen Länder hoch bleiben. Wir rechnen jedoch aus heutiger Sicht nicht mit einem Ausfall eines Eurolandes. Die unumgängliche Konsolidierung der Staatsfinanzen und die in vielen Ländern noch nicht abgeschlossene Korrektur früherer Übertreibungen werden die Konjunktur weiter bremsen. Da diese bremsenden Faktoren in Deutschland weiterhin keine größere Rolle spielen, dürfte seine Wirtschaft im Jahr 2011 mit 3 % erneut klar überdurchschnittlich zulegen. Damit wäre der Einbruch nach der Lehman-Pleite mehr als aufgeholt. Neben weiterhin kräftig zulegenden Exporten und Ausrüstungsinvestitionen dürfte der private Verbrauch allmählich eine weitere Stütze für den Aufschwung werden.

Neben der noch nicht ausgestandenen Staatsschuldenkrise dürfte die Finanzmärkte die Diskussion beschäftigen, wann und in welchem Umfang die wichtigsten Notenbanken die Leitzinsen anheben. Die EZB hat in Aussicht gestellt, wegen der gestiegenen Inflationsrisiken die Zinsen bereits im April zu erhöhen. Wir gehen davon aus, dass sich weitere moderate Zinsschritte anschließen werden. Die Fed wird wohl im Jahr 2012 folgen, wenn die Arbeitslosigkeit in den USA weiter gesunken ist. Angesichts des sich fortsetzenden Aufschwungs der Weltwirtschaft und allmählich erfolgender Zinserhöhungen der Notenbanken rechnen wir damit, dass die Renditen langlaufender Staatsanleihen weiter zulegen.

Der Euro dürfte unter der anhaltenden Unsicherheit über die langfristigen Aussichten der Währungsunion leiden. Zudem sollte die Aussicht, dass die Fed trotz späteren Beginns die Zinsen deutlich stärker als die EZB anheben dürfte, den Dollar unterstützen. Daher ist mittelfristig mit einer Abwertung der Gemeinschaftswährung gegenüber der US-Währung zu rechnen.

Wechselkurse

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31.12.2010 31.12.20111 31.12.20121
Euro/Dollar 1,32 1,32 1,27
Euro/Pfund 0,83 0,83 0,81
Euro/Zloty 3,95 3,70 3,62

1 Werte für 2011 und 2012 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Künftige Situation der Bankbranche

Die gesamtwirtschaftliche Einschätzung der Commerzbank ist durchaus positiv. So erwarten wir Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts im Euroraum von 1,7 % beziehungsweise 1,8 % für das Jahr 2011 und das Jahr 2012. Die Commerzbank mit ihrer starken Stellung im deutschen Mittelstands- und Privatkundengeschäft sollte insbesondere vom Wirtschaftswachstum in Deutschland profitieren.

Trotz der gesamtwirtschaftlich verbesserten Erwartungen ist die Bank die mikroökonomische Branchenentwicklung betreffend, etwas vorsichtiger. In einigen Bereichen des Bankgeschäftes sind die Aussichten für die Branche eher begrenzt. Darüber hinaus bestehen auch Risiken und Belastungsfaktoren für die Banken.

Insbesondere im Kreditneugeschäft sollten in der näheren Zukunft die Wachstumsaussichten für die Branche eher verhalten ausfallen, weil in Europa viele öffentliche und private Haushalte ihre Verschuldung reduzieren müssen. Länderspezifisch wird es hierbei jedoch Unterschiede geben. In Deutschland gibt es bislang keine vom Markt wahrgenommenen Anzeichen einer Überschuldung. Die Risikovorsorgen der Banken haben sich im Jahr 2010 zum Teil deutlich verringert. Wir erwarten bis zum Jahr 2012 für die Bankbranche insgesamt einen weiteren rückläufigen Trend. Für das Handelsergebnis der Banken sind die Ertragszuwächse kurzfristig eher limitiert. Ein insgesamt profitables Investmentbanking-Geschäft ist jedoch derzeit wieder möglich.

Wir gehen ferner davon aus, dass der Wettbewerb um Einlagen von Privatkunden auch in den nächsten Jahren intensiv sein wird. Damit bleiben auch die Margen in diesem Geschäft unter Druck. Viele Banken werden ihre Refinanzierung durch den Interbankenmarkt verringern. Darüber hinaus treten auch neue Teilnehmer im Einlagegeschäft in den Markt ein. Besonders einige Auslandsbanken agieren relativ aggressiv in Bezug auf Einlagenkonditionen. Entsprechend hart gestaltet sich der Wettbewerb. Daran werden wir uns nicht beteiligen. Und dies nicht nur aufgrund der Auflagen der EU-Kommission, die uns im Zusammenhang mit der SoFFin-Einlage untersagen, die Preisführerschaft bei Konditionen im Kundengeschäft einzunehmen.

Der sogenannte Leverage, also das Verhältnis von Bilanzsumme zu Eigenkapital, wurde in den letzten Jahren branchenweit zurückgefahren. Dieses niedrigere Niveau wird wohl beibehalten und dürfte das Ertragswachstum in den nächsten Jahren begrenzen.

Von regulatorischer Seite ist infolge Basel III eine klare Verschärfung der Richtlinien in Bezug auf die Eigenkapitalunterlegung und Liquiditätsvorhaltung der Banken zu erwarten. Dies wird die Profitabilität der Institute negativ beeinflussen.

Trotz der skizzierten Belastungsfaktoren und zusätzlichen Anforderungen an die Bankbranche erwarten wir, dass sich die grundlegenden Branchenstrukturen in den europäischen Ländern nur langsam ändern und auch nach der Finanzkrise relativ stabil bleiben werden. Die Commerzbank wird weiterhin die Rolle einer führenden Bank in Deutschland innehaben. Durch die Übernahme und Integration der Dresdner Bank hat sich diese Position der Commerzbank klar gestärkt. Aufgrund der hohen Anzahl rechtlich selbstständiger Sparkassen und Genossenschaftsbanken ist Deutschland ein eher polypolistischer Bankenmarkt mit einer im europäischen Vergleich relativ geringen Marktkonzentration. Obwohl es in den Sparkassen- und Genossenschaftsverbünden kontinuierliche Konzentrationsprozesse gibt, wird diese Branchenstruktur in Deutschland auch in den nächsten Jahren grundsätzlich erhalten bleiben.

Erwartete Entwicklung der Commerzbank Aktiengesellschaft

Da die Steuerung der Bank über die Segmente erfolgt, stellen wir in den folgenden Abschnitten des Prognoseberichts auf die Entwicklung des Commerzbank-Konzerns ab.

Für den Zinsüberschuss gehen wir davon aus, dass keine signifikanten Verbesserungen gegenüber dem Jahr 2010 erzielt werden. Obwohl sich im Segment Privatkunden eine Erhöhung des Zinsniveaus positiv auswirken wird und die von uns erwartete Normalisierung des Kreditziehungsverhaltens und steigende Investitionen von Firmenkunden im Segment Mittelstandsbank positive Impulse geben werden, ist damit zu rechnen, dass sich diese Effekte durch den zunehmenden Margendruck nur zum Teil durchschlagen werden. Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft sollte sich weiter verringern. Insbesondere im Segment Asset Based Finance erwarten wir einen deutlich niedrigeren Risikovorsorgebedarf. Der Provisionsüberschuss sollte im laufenden Jahr 2011 - insbesondere im zweiten Halbjahr - vor allem vor dem Hintergrund der abnehmenden Kaufzurückhaltung unserer Kunden sowie dem Wegfall der integrationsbedingten Belastungen unserer Beratungsteams profitieren. Eine Prognose des Handelsergebnisses ist insbesondere aufgrund der hohen Volatilität an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die Bewertung der entsprechenden Finanzinstrumente nur bedingt möglich. Wir erwarten für das Jahr 2011 jedoch ein Handelsergebnis über dem Niveau des Berichtsjahres. Die Verwaltungsaufwendungen werden im Jahr 2011 durch das anhaltend strikte Kostenmanagement und realisierte Synergieeffekte bestimmt. Als Folge gehen wir davon aus, dass die Verwaltungsaufwendungen sinken werden. Das Operative Ergebnis des Commerzbank-Konzerns dürfte sich im Jahr 2011 signifikant gegenüber dem Wert des Vorjahres verbessern. Nach unseren derzeitigen Erwartungen gehen wir auch davon aus, für das Jahr 2011 im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft ein positives Ergebnis zu erzielen.

Im Segment Privatkunden konzentrieren wir uns in den kommenden Jahren voll auf die Ziele des Strategieprogramms "Roadmap 2012", die wir über zwei Hebel erreichen wollen: Hebung von Kostensynergien und Steigerung der Vertriebsleistungen. Dabei werden wir in den kommenden Jahren die Synergien der Integration vollumfänglich heben und unsere Kosten deutlich senken. Nach der Umsetzung der Kunden- und Produktdatenmigration im zweiten Quartal 2011 arbeiten wir bankweit in einer Systemwelt mit einem einheitlichen Produkt- und Leistungsspektrum. Nach all den notwendigen Anstrengungen im Hinblick auf die Integration von technischen Systemen und Produkten werden wir im zweiten Halbjahr 2011 unsere Vertriebsleistungen steigern, indem wir unsere Kunden umfassend in der Breite beraten. Als letzter großer Meilenstein steht die Zusammenlegung räumlich eng beieinander liegende Filialpaare auf unserer Agenda. Im Jahr 2011 betrifft dies bereits über 100 Filialpaare. Diese Maßnahmen sind ein wesentlicher Bestandteil der Zukunftsfähigkeit und des wirtschaftlichen Erfolgs unseres Privatkundengeschäfts. Rückenwind gibt uns ferner das konjunkturelle Umfeld: Die erwartete Erhöhung des Marktzinsniveaus werden wir positiv im Zinsüberschuss spüren. Auch dürften wir von der Entwicklung der Kapitalmärkte und der abnehmenden Kaufzurückhaltung unserer Kunden profitieren und dadurch unseren Provisionsüberschuss erhöhen.

Im Segment Mittelstandsbank setzen wir unseren Schwerpunkt in den folgenden Jahren klar auf die Steigerung des Ergebnisses aus Vertriebsaktivitäten. Dazu werden wir im laufenden Jahr 2011 mit der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms "Kurs: Marktführer" beginnen, in dem wir verschiedene bereits erarbeitete Wachstumsinitiativen bündeln. Im Fokus dieses Programms stehen die Erschließung bestehender Potenziale sowie neuer Wachstumsfelder und die weitere Steigerung unserer Qualität und Effizienz. Wir gehen davon aus, dass die von uns erwarteten positiven Impulse für das Kreditgeschäft zusammen mit den Wachstumsinitiativen eine deutliche Ausweitung unserer Einlagen- und Kreditvolumina nach sich ziehen werden. Vor dem Hintergrund der für das Jahr 2011 zu erwartenden positiven konjunkturellen Grundstimmung in Deutschland erwarten wir auf der Risikoseite eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Auch auf der Kostenseite ist mit einer konstanten Entwicklung zu rechnen, bei der die Synergieeffekte aus der Integration die laufenden Kostensteigerungen sowie zusätzliche Faktoren wie die Einlagensicherung auffangen sollten.

Im Segment Central & Eastern Europe lag der strategische Fokus im Berichtsjahr auf der Fortsetzung der Restrukturierung unseres Kreditportfolios, Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie der Fortführung selektiver Wachstumsinitiativen. Darüber hinaus haben wir die Integration der Dresdner Bank in Mittel- und Osteuropa im Berichtsjahr erfolgreich abgeschlossen. Für das Jahr 2011 rechnen wir mit einer weiteren Festigung des wirtschaftlichen Aufschwungs in den Ländern Mittel- und Osteuropas, von der auch das Segment Central & Eastern Europe profitieren sollte. In Polen wird die BRE Bank ihre wertorientierte Wachstumsstrategie weiter umsetzen. Im Fokus stehen dabei der Ausbau des Kreditgeschäftes mit Firmen- und Privatkunden sowie die Erweiterung des Produkt- und Leistungsspektrums. Darüber hinaus sollen die Erträge durch zusätzliches Kundenwachstum und Cross-Selling in weiteren Produktsegmenten erhöht werden. In der Ukraine hingegen wird die Bank Forum den Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiter forcieren. Zugleich wird die Neuausrichtung zu einer fokussierten Universalbank weiter vorangetrieben, wobei wir uns auf selektives Neugeschäft im Firmenkreditbereich und die zunehmende Ausrichtung auf Kunden im Privatkundengeschäft fokussieren.

In Russland sowie den Märkten in Tschechien und der Slowakei wird ein besonderes Augenmerk auf einer noch besseren Betreuung unserer Firmenkunden beziehungsweise auf dem Geschäft mit Mittelstandskunden und der Ertragssteigerung durch forciertes Kundenwachstum liegen.

Zu den besonderen Leistungen des Segments Corporates & Markets im Berichtsjahr zählt der Abschluss der Integration des Investmentbankgeschäfts der Dresdner Bank in das Segment. Dabei haben wir das Geschäftsmodell erfolgreich implementiert, die Organisationsstruktur entsprechend angepasst und die angestrebte Größenordnung erreicht. Aufgrund der gestärkten Kundenbasis und dem am Markt anerkannten Produkt-Know-how erwarten wir, unsere Position als starker Investmentbank-Partner zu festigen. Darüber hinaus sollen die Erträge stabilisiert, Kostensynergien weiter gehoben und regulatorisch notwendige Investitionen getätigt werden. Das laufende Jahr 2011 wird das Segment nutzen, den internationalen Kundenfranchise auszubauen und Chancen am Markt durch strategische Initiativen auszuschöpfen. Allerdings werden wir im Hinblick auf die anhaltend schwierigen Marktbedingungen weiter an einer selektiven und grundsätzlich konservativen Kreditpolitik festhalten. Entsprechend erwarten wir daher für das Segment eine moderate Kreditrisikovorsorge. Darüber hinaus streben wir an, das Risiko-Rendite-Profil unserer Portfolios im Rahmen eines aktiven Kapitalmanagements kontinuierlich zu optimieren. Aufgrund des sehr guten Risikoprofils des Portfolios erwarten wir auch für das Jahr 2011 eine positive Gesamtentwicklung.

Im Segment Asset Based Finance waren im Jahr 2010 die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise drastisch spürbar. Dies zeigte sich insbesondere in der hohen Risikovorsorge und spiegelt sich auch in der Geschäftsentwicklung des Segments wider. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld werden wir die strategische Neuausrichtung der Geschäftsfelder des Segments weiter vorantreiben und den Volumenabbau über die nächsten Jahre forcieren. Während wir im Bereich Public Finance kein Neugeschäft mehr tätigen und das bestehende Volumen sukzessive abbauen, werden wir im Bereich Commercial Real Estate unsere Neugeschäftsaktivitäten erheblich reduzieren.

Auch im Jahr 2010 lag das strategische Managementziel des Segments Portfolio Restructuring Unit im wertoptimierten Portfolioabbau innerhalb eines Zeitraums, der dieser Zielsetzung angemessen erscheint. Dieses Ziel wird sowohl durch Abbaumaßnahmen als auch durch aktives Management aller Exposures, die intern als Structured Credit und Credit Trading klassifiziert worden sind, verfolgt. Insgesamt wird für die Entwicklung der Märkte weiterhin eine hohe Abhängigkeit von allgemeinen makroökonomischen Faktoren erwartet. Das Segment wird auch im laufenden Jahr 2011 in einem schwierigen Umfeld die verbleibenden Exposures aktiv managen und weiter reduzieren. Infolgedessen wird im laufenden Jahr 2011 und im Jahr 2012 das Bilanzvolumen weiter zurückgehen. Als Konsequenz werden sowohl der Zinsüberschuss als auch die operative Kostenbasis im Vergleich zum Berichtsjahr 2010 abnehmen.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Die systematische Identifikation und Nutzung von Chancen ist für die Commerzbank eine zentrale Managementaufgabe. Dies gilt sowohl operativ im täglichen Wettbewerb als auch strategisch für die Identifikation von Wachstums- oder Effizienzpotenzialen. In diesem Verständnis setzt die Commerzbank auf ein dreistufiges Chancenmanagement:

Zentrales strategisches Chancenmanagement: Identifikation strategischer Handlungsoptionen für den Gesamtkonzern durch den Vorstand und im Bereich Group Development & Strategy (zum Beispiel Entwicklung des Markt- und Geschäftsfeldportfolios)
Zentrales operatives und strategisches Chancenmanagement für die Segmente: Definition operativer und strategischer Wachstums- und Effizienzsteigerungspotenziale für die einzelnen Konzernbereiche innerhalb der Segmente durch die jeweiligen Verantwortlichen (zum Beispiel Entwicklung der Produkt- und Kundenportfolien)
Dezentrales operatives Chancenmanagement: Kunden- und geschäftsvorfallbasierte Identifikation operativer Chancen durch alle Mitarbeiter (zum Beispiel regionale Nutzung von Marktchancen und Kundenpotenzialen, Kundenberatungskonzepte)

Die Realisierung der identifizierten Chancen und daraus abgeleiteter operativer wie strategischer Maßnahmen obliegt dann den jeweiligen Konzernbereichsverantwortlichen. Die Erfolgskontrolle erfolgt einerseits anhand der internen Controlling- und Risikocontrolling-Instrumente sowie der individuellen Zielvereinbarungen und andererseits gestützt auf externe Beurteilungen (zum Beispiel Rating, Marktforschungsergebnisse, Benchmarking, Kundenbefragungen).

Die Identifikation und Implementierung innovativer Lösungen für Kunden wird darüber hinaus durch das interne Wertesystem der Commerzbank immer stärker in der Unternehmenskultur verankert.

Zudem hat die Commerzbank im Bereich Group Communications ein Früherkennungssystem etabliert. Hier werden potenziell interessante Themen, die für die Commerzbank Risiken aber auch Chancen mit sich bringen könnten, frühzeitig identifiziert, systematisch verfolgt und an die Verantwortlichen im Konzern weitergeleitet.

Welche Chancen die Commerzbank im Einzelnen identifiziert hat, haben wir in den Abschnitten zu den jeweiligen Segmenten dargelegt.

Risikobericht

Die Risikoberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Risikosteuerung der Commerzbank auf Konzern- beziehungsweise Segmentebene. Basis hierfür sind die für den Konzern nach IFRS ermittelten Finanzdaten sowie die Risikokennzahlen gemäß den regulatorischen Anforderungen. Auf die Commerzbank Aktiengesellschaft beziehen sich hauptsächlich die Finanzdaten und Risikokennzahlen der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank und Corporates & Markets. Die Kennzahlen des Segmentes Central & Eastern Europe beziehen sich dabei hauptsächlich auf die BRE Bank SA in Warschau, die Kennzahlen des Segmentes Asset Based Finance beziehen sich dagegen zum größten Teil auf die Eurohypo Aktiengesellschaft und die Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft.

Wesentliche Entwicklungen 2010

Im Jahr 2010 war die Risikolage von gegenläufigen Entwicklungen beeinflusst. Einerseits führte die Herabstufung von Bonitätsnoten einiger europäischer Staaten durch die Ratingagenturen zu steigender Unsicherheit und hohen Kursausschlägen an den Kapitalmärkten, andererseits konnten vor dem Hintergrund einer positiven Entwicklung des konjunkturellen Umfelds - insbesondere in Deutschland - die Risikovorsorge im Konzern im Vergleich zu 2009 signifikant von 4,2 Mrd Euro auf 2,5 Mrd Euro reduziert und Risiken in wesentlichen Teilportfolios weiter abgebaut werden.

Der gesamtwirtschaftlichen Erholung folgend sind die meisten Immobilienmärkte 2010 in eine Phase der Bodenbildung übergegangen, wobei jedoch insbesondere die USA und Spanien noch keine nachhaltig positive Trendwende zeigten. Vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung der Eurohypo konzentrieren sich unsere Aktivitäten im Bereich Commercial Real Estate auf den Abbau von Teilportfolios, die zukünftig nicht mehr in unserem strategischen Fokus stehen. Das Exposure at Default in diesem Bereich konnte zwar im Geschäftsjahr 2010 um weitere 7 Mrd Euro auf 70 Mrd Euro abgebaut werden, allerdings blieb die Risikovorsorge mit 1,3 Mrd Euro weiterhin auf einem hohen Niveau.
Die Strategie der konsequenten Risikoreduzierung im Bestandsgeschäft der Schiffsfinanzierungen hat im Berichtszeitraum zu Stabilisierungserfolgen auch infolge einvernehmlich mit Kunden vorgenommener Restrukturierungen geführt. Der Bestand an Schiffsfinanzierungen, der überwiegend in US-Dollar denominiert ist, wurde im Berichtsjahr um mehr als 15 % reduziert. Aufgrund des US-Dollar-Anstiegs gegenüber dem Euro ergibt sich auf Euro-Basis nur eine geringe Exposure-Reduktion um 1 Mrd Euro auf 21 Mrd Euro.
Hinsichtlich des Public-Finance-Portfolios verfolgen wir eine klare Abbaustrategie. Im Berichtsjahr konnte das Exposure um weitere 20 Mrd Euro auf 109 Mrd Euro reduziert werden. Insgesamt wird für den Bereich Public Finance ein Abbau auf unter 100 Mrd Euro bis Ende 2012 sowie unter 80 Mrd Euro bis Ende 2014 angestrebt. Vor dem Hintergrund der Verschuldungskrise in verschiedenen europäischen Staaten haben wir unser Sovereign-Exposure insbesondere in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien im Jahresverlauf insgesamt um 3,1 Mrd Euro auf 16,8 Mrd Euro weiter zurückgefahren.

Der Risikobericht ist auch Bestandteil des Lageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben.

Im Segment PRU haben wir die Risikowerte des Structured-Credit-Portfolios im Jahresverlauf deutlich um 6,6 Mrd Euro auf nunmehr 17,1 Mrd Euro abgebaut. Die Positionen des Bereichs Credit Trading (Credit Flow und Correlation Book) wurden nahezu vollständig zurückgeführt.
Vor dem Hintergrund eines verbesserten ökonomischen Umfelds entwickelten sich auch die Risikokennzahlen unseres Corporates Portfolios in der Mittelstandsbank und in Corporates & Markets sehr positiv. Insbesondere die Risikovorsorge der Mittelstandsbank konnte gegenüber dem Vorjahr von 1,0 Mrd Euro auf 0,3 Mrd Euro reduziert werden; in Corporates & Markets war im Jahr 2010 sogar eine Nettoauflösung zu verzeichnen.
Die Risikoreduzierung im Hinblick auf Klumpenrisiken wurde auch im Jahr 2010 konsequent vorangetrieben. Hierbei konnten wir insbesondere das Exposure gegenüber Financial Institutions im Jahresverlauf um weitere 18 Mrd Euro auf 95 Mrd Euro reduzieren.
Die wirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa hat sich im Vergleich zum Jahresende 2009, insbesondere in Polen und Russland, deutlich verbessert, die Risikovorsorge im Segment konnte mehr als halbiert werden. In der Ukraine bleibt die Risikosituation weiter angespannt, allerdings konnten wir hier im Jahr 2010 eine deutliche Reduktion unserer Risikoposition erreichen.
Die Risikovorsorge im Privatkundengeschäft liegt nach einer guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte insgesamt mit 246 Mio Euro auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Prozess der Dresdner-Bank-Integration im Risikomanagement ist weit fortgeschritten. Im Jahr 2010 konnten wir weitere wichtige Meilensteine umsetzen:

Zur Jahresmitte wurde die Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft erfolgreich etabliert und somit das vorhandene Branchenwissen entlang der Wertschöpfungsketten gebündelt.
Bereits im ersten Quartal 2010 wurde die Integration der Ratingverfahren im Non-Retail-Bereich erfolgreich abgeschlossen und somit die Vereinheitlichung von Bonitätsprüfung und Bilanzanalyse erreicht.
Die neue Basel-II-Rechenkernarchitektur wurde im vierten Quartal 2010 erfolgreich in Betrieb genommen und damit eine methodische Harmonisierung der RWA-Ermittlung auf vereinheitlichter Zielinfrastruktur umgesetzt.
Für die interne Marktrisikosteuerung wurden die bestehenden Berechnungsmodelle von Commerzbank und Dresdner Bank im Oktober 2010 in ein neues, integriertes Marktpreisrisikomodell basierend auf einem historischen Simulationsansatz überführt. Dieses Modell gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und wird den zukünftigen Anforderungen nach Basel III gerecht.
Die bisher von Commerzbank und Dresdner Bank verwendeten IT-Systeme zur Berechnung der Kontrahenten- und Emittentenrisiken wurden im Jahr 2010 auf eine gemeinsame Plattform migriert. Das neue System gewährleistet die integrierte Berechnung und Überwachung aller Kreditrisiken für Handelsgeschäfte.

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

1 Organisation des Risikomanagements

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren - also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren - und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagementaktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement, Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt -alle vier mit konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee und das Group OpRisk Committee. Zusätzlich wurde im Jahr 2010 das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium etabliert. In allen Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht.

Das Asset Liability Committee der Commerzbank ist aufgrund der Zuständigkeiten für die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP), im Rahmen dessen bankintern sichergestellt wird, dass stets genügend Risikodeckungspotenzial zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken vorhanden ist.

2 Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Risikostrategie werden, basierend auf der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung der Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Durch die konkrete Limitierung der dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve werden die Risikotragfähigkeit und die Liquidität sichergestellt.

Der Gültigkeitsbereich der Risikostrategie wird durch die sogenannte "Risikotoleranz" beschrieben. Extremszenarios wie beispielsweise der Ausfall einer Core Economy (zum Beispiel Deutschland, Frankreich oder USA) oder der Wegfall der Grundfunktionalität der EZB (Repo) liegen außerhalb der im Rahmen der Risikostrategie festgelegten Steuerung.

Die Gesamtrisikostrategie deckt sowohl alle wesentlichen quantifizierbaren als auch nicht quantifizierbaren Risiken ab. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die einzelnen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und operationalisiert. Im jährlich durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für den Konzern wesentlichen Risiken (sowohl quantifizierbare als auch nicht quantifizierbare) identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand unter Berücksichtigung von Stressszenarios, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Über einen bewusst zur Verfügung gestellten Kapitalrahmen als Teil des verfügbaren Risikodeckungspotenzials legt er den Risikoappetit auf Konzernebene fest. Der Kapitalrahmen wird in einem zweiten Schritt für die einzelnen Risikoarten limitiert und als Ergebnis der Planung auf die steuerungsrelevanten Einheiten/Geschäftsfelder allokiert. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft und bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt.

3 Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Zielsetzung ist die fortlaufende Sicherstellung einer für das Risikoprofil des Commerzbank-Konzerns ausreichenden Kapitalausstattung. Das Risikotragfähigkeitskonzept folgt dabei einer stringent ökonomischen Betrachtung der Aktiv- und Passivseite des Konzerns.

Die Risikotragfähigkeit überwacht die Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben. Das Konzept unterstellt dabei einen Gone-Concern-Verlauf, der auch die diesbezüglichen aktuellen gesetzlichen und regulatorischen Entwicklungen reflektiert. Das Risikotragfähigkeitskonzept wurde im Jahr 2010 konzeptionell weiterentwickelt. Daraus resultierende methodische Anpassungen sind in den Zahlen per 31. Dezember 2009 rückwirkend berücksichtigt.

Bei der Ermittlung des ökonomischen Kapitalbedarfs werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige - über den Erwartungen liegende - Wertschwankungen stellen das eigentliche Risiko dar, das durch das verfügbare ökonomische Kapital (Risiko deckungspotenzial) abgedeckt werden muss. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials beinhaltet eine differenzierte Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva unter ökonomischer Wertanpassung bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Im Rahmen der Festlegung des ökonomischen Kapitalbedarfs werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind und reflektiert überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Der hohe Konfidenzanspruch des ökonomischen Kapitalmodells von derzeit 99,95 % korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes, ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Die Risikotragfähigkeit wird seit Dezember 2010 anhand des Ausnutzungsgrades des Risikodeckungspotenzials beurteilt (bislang anhand sogenannter ökonomischer Kapitalquoten). Die Risikotragfähigkeit gilt demnach als gegeben, solange der Ausnutzungsgrad unter 100 % liegt. Per 31. Dezember 2010 betrug der Ausnutzungsgrad 56,8 %. Im Berichtszeitraum lag der Ausnutzungsgrad stets deutlich unter 100 %.

Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds werden makroökonomische Stressszenarios genutzt. Die zugrunde liegenden makroökonomischen Szenarios, die mindestens quartalsweise aktualisiert werden, beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft und werden risikoartenübergreifend angewendet. In den Szenariorechnungen werden die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung in Abhängigkeit von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung simuliert. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarios auch die Gewinn- und Verlustrechnung gestresst und darauf aufbauend die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Die Beurteilung der Risikotragfähigkeit im Stressfall erfolgt ebenfalls anhand des Ausnutzungsgrades des Risikodeckungspotenzials. Der Ausnutzungsgrad im Stressfall lag im gesamten Berichtszeitraum ebenfalls deutlich unter 100 %. Wir werden auch zukünftig stetig an der Weiterentwicklung unseres Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzepts arbeiten.

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Risikotragfähigkeit Commerzbank-Konzern | Mrd € 31.12.2010 31.12.20092
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 36 39
Ökonomischer Kapitalbedarf 20 19
davon für Kreditrisiko 14 14
davon für Marktrisiko 6 5
davon für OpRisk 3 2
davon für Geschäftsrisiko 2 1
davon Diversifikationseffekte - 4 - 3
Ausnutzungsgrad1 56,8 % 49,6 %

1 Ausnutzungsgrad = ökonomischer Kapitalbedarf/Risikodeckungspotenzial.

2 Zahlen per 2009 angepasst auf Basis aktueller Methodik.

Die regulatorischen RWA wurden im Jahresverlauf von 280 Mrd Euro auf 268 Mrd Euro reduziert. Die Commerzbank hat sich gut auf die erhöhten regulatorischen Anforderungen aus Basel 2,5 und Basel 3 vorbereitet. Der auf Basis der durchgeführten quantitativen Auswirkungsanalyse erwartete Anstieg von etwa 75 Mrd Euro an RWA wird durch proaktives -teilweise bereits eingeleitetes - Management sowie die Reduzierung der betroffenen Portfolios überkompensiert. Durch Management der Counterparty-Risiken sowie durch die Optimierung und den Abbau der Assets außerhalb der Kernbank erwarten wir einen Entlastungseffekt in Summe von etwa 85 Mrd Euro RWA. Zusammen mit dem Wachstumsprogramm der Kernbank in Höhe von etwa 30 Mrd Euro RWA gehen wir davon aus, dass die RWA Ende 2014 unter 290 Mrd Euro liegen werden.

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

1 Adressrisikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen. Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf das Einzelengagement.

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Eine risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Managementfokus der höchsten Entscheidungsgremien auf beispielsweise Konzentrationsrisiken beziehungsweise Abweichungen von der Risikostrategie.

Für das operative Management des Kreditportfolios stand im Jahr 2010 unverändert das De-Risking bei Klumpenrisiken im Fokus. Gleichzeitig wurde die Kreditportfolioüber wachung und -steuerung mit Stärkung der Asset-Quality-Review-Funktion in der Marktfolge ausgebaut.

Im Jahresverlauf wurde die Umsetzung der Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft abgeschlossen. Durch die Aufstellung entlang der Wertschöpfungsketten wird vorhandenes Branchenwissen gebündelt und gleichzeitig der Grundstein für den zukünftigen Ausbau gelegt.

Darüber hinaus wurden die bisher von Commerzbank und Dresdner Bank verwendeten IT-Systeme zur Berechnung der Kontrahenten- und Emittentenrisiken im Jahr 2010 auf eine gemeinsame Plattform migriert. Durch das neue System wird die integrierte Berechnung und Überwachung aller Kreditrisiken für Handelsgeschäfte gewährleistet.

Die Länderrisikosteuerung wurde ebenfalls überarbeitet. Im Rahmen der Länderrisikoermittlung werden sowohl die Transferrisiken als auch die Adressenausfallrisiken berücksichtigt. Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.

Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick

Insbesondere durch die Branchenaufstellung der Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft und Fokussierung auf schwächere Ratings ist es möglich geworden, Auffälligkeiten auf Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene der Einzelkredite zu übertragen, zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Hierin liegt ein erheblicher Fortschritt bei sowohl Geschwindigkeit als auch Effizienz von Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.

2 Commerzbank-Konzern nach Segmenten

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken werden die Risikokennzahlen Exposure at Default (EaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD) sowie Unexpected Loss (UL = Ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,95 % und einer Haltedauer von einem Jahr) genutzt. Diese verteilen sich wie folgt auf die Segmente:

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Kreditrisikokennzahlen nach

Segmenten per 31.12.2010
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte Unexpected

Loss
Mrd € Mio € Bp Mio €
--- --- --- --- ---
Kernbank 324 1 164 36 8 152
Privatkunden 69 255 37 1 032
Private Baufinanzierung 36 127 36
Renditeobjekte 5 18 36
Individualkredite 13 57 44
Verfügungskredite/Ratenkredite/ Kreditkarten 12 49 42
Inländische Tochtergesellschaften 2 2 10
Ausländische Tochtergesellschaften und Sonstige 2 1 9
Mittelstandsbank 111 469 42 3 682
Financial Institutions 18 51 29
Corporates Inland 65 303 47
Corporates Ausland 28 115 41
Central & Eastern Europe 25 210 84 583
BRE Group 21 142 68
CB Eurasija 2 18 98
Bank Forum <1 38 956
Sonstige 2 13 64
Corporates & Markets 78 215 28 2 397
Deutschland 28 65 23
Westeuropa 28 73 26
Mittel- und Osteuropa 3 10 33
Nordamerika 11 30 27
Sonstige 9 37 43
Sonstige und Konsolidierung 41 15 4 458
Optimierung - Asset Based Finance 220 674 31 4 639
Commercial Real Estate 70 377 54
Eurohypo Retail 17 29 17
Shipping 25 187 75
davon Schiffsfinanzierungen 21 185 90
Public Finance 109 81 7
Reduzierung - PRU 18 87 48 910
Gesamt 562 1 925 34 13 701

2.1 Segment Privatkunden

Im Segment Privatkunden werden die natürlichen Personen in den Bereichen Private Kunden, Geschäftskunden (auch bilanzierende Adressen bis zu einem Geschäftsumsatz von 2,5 Mio Euro) und Wealth Management betreut und risikoseitig gemanagt. Das Exposure im Segment entfällt vor allem auf die Bereiche Immobilienfinanzierung (41 Mrd Euro), Individualkredite (13 Mrd Euro) sowie Verfügungskredite, Ratenkredite und Kreditkarten (12 Mrd Euro). Der Portfoliorückgang um etwa 9 Mrd Euro im Jahresverlauf wurde primär durch den Verkauf von Exit-Einheiten verursacht; die Risikodichte des verbleibenden Buchs liegt bei 37 Basispunkten. Wir gehen von einem stabilen makroökonomischen Umfeld aus.

Im Jahr 2010 haben wir die Retailportfolios von Commerzbank und Dresdner Bank erfolgreich zusammengeführt, die Marktfolge neu aufgestellt, Richtlinien vereinheitlicht und im Fraud Management standardisierte Prozesse implementiert. Kompetenzstruktur und Entscheidungsparameter sind vereinheitlicht worden, und die Integration verlief planmäßig.

Für 2011 stehen die Steigerung der Effizienz, der weitere Ausbau der Risikofrüherkennung und die risikobewusste Begleitung der Marktseite bei der Erschließung von Vertriebspotenzialen im Vordergrund. Der Fokus im Neugeschäft liegt weiter auf Wachstum in der Immobilienfinanzierung und im Ausbau der Geschäftskunden-Kreditbasis. Unverändert werden wir am Effizienzgewinn (End-to-end-Betrachtung) und Management des granularen Portfolios in den schwächeren Ratingklassen weiterarbeiten.

2.2 Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Kunden (sofern sie nicht den Segmenten Central & Eastern Europe oder Corporates & Markets zugeordnet sind), dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken.

Das wirtschaftliche Umfeld war im Jahr 2010 von überwiegend guten Nachrichten geprägt. Die Erholung der Weltwirtschaft hat sich weiter fortgesetzt, was sich positiv auf den deutschen Kernmarkt der Mittelstandsbank ausgewirkt hat. Deutschland hat sich 2010 - bei weiterhin starker Abhängigkeit von der Entwicklung des Exportgeschäfts - zur Konjunkturlokomotive Europas entwickelt. In Teilbereichen konnten die Wachstumsraten bereits wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Im Teilportfolio Corporates Inland sind deutliche Bonitätsverbesserungen gegenüber der schwierigen Situation im Jahr 2009 zu verzeichnen. Diese Entwicklung hat sich auch in einer positiven Ratingmigration der Einzelkunden niedergeschlagen. Der EL und die Risikodichte in diesem Bereich konnten - bei leicht gestiegenem EaD - deutlich auf 303 Mio Euro beziehungsweise 47 Basispunkte reduziert werden.

Im Bereich Corporates Ausland waren im Jahresverlauf leichte Anstiege von EaD und EL zu beobachten. Auch die Risikodichte erhöhte sich per 31. Dezember 2010 geringfügig auf 41 Basispunkte. Die weitere Entwicklung steht unter dem Einfluss des wirtschaftlichen Umfelds in den Märkten außerhalb Europas, insbesondere in den USA und Asien. Die Entwicklung des Exposures wird wesentlich von der Veränderung des Investitionsverhaltens der Kunden abhängen.

Insgesamt ist das Exposure zum Jahresende auf 111 Mrd Euro angestiegen. Die momentan immer noch unterdurchschnittliche Ausnutzung von vorhandenen Kreditlinien ist unter anderem auf verstärktes Working Capital Management der Unternehmen in der Krise zurückzuführen. Daher ist eine gewisse zeitverzögerte Ausweitung der Kreditinanspruchnahmen in einem sich weiter aufhellenden konjunkturellen Umfeld im Jahr 2011 zu erwarten. Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios siehe Abschnitt 3.3.

2.3 Segment Central & Eastern Europe

Das Segment umfasst die Aktivitäten der operativen Einheiten und Beteiligungen des Konzerns in Mittel- und Osteuropa.

Die wirtschaftliche Situation in mittel- und osteuropäischen Ländern hat sich im Vergleich zum Jahresende 2009 deutlich verbessert, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität in den einzelnen Ländern. Die positive Entwicklung in allen relevanten Volkswirtschaften spiegelt sich auch in der Verbesserung der Risikodaten wider.

Den größten Teil des Portfolios im Segment CEE mit einem Exposure von knapp 21 Mrd Euro hat die polnische BRE Group. Die positive Entwicklung der Wirtschaftsleistung in Polen wird vor allem durch die deutlich wachsende Industrieproduktion getrieben. Allerdings ist die Arbeitslosenquote immer noch hoch, was naturgemäß höhere Ausfallraten im Retailgeschäft zur Folge hat. Dennoch konnten wir die Risikovorsorge der BRE Bank dank erfolgreicher Präventionsmaßnahmen im Vergleich zum Jahr 2009 deutlich verringern.

In Russland hat sich der Aufschwung gefestigt. Bei unserer Einheit Commerzbank Eurasija konnten wir im Berichtsjahr die Risikodichte mehr als halbieren. Aufgrund der erholten Rohstoffpreise erwarten wir im Jahr 2011 keine Verschlechterung der Kreditportfolios der Commerzbank Eurasija.

Die Ukraine litt in diesem Jahr weiterhin stark unter der Krise, obwohl im Vergleich zu 2009 ein leichter konjunktureller Aufschwung zu verzeichnen war. Auch wenn die Risikosituation angespannt bleibt, sind wieder leicht positive Signale erkennbar. Wir legen hier aber weiterhin den Fokus auf die Risikobegrenzung.

Die gesamtwirtschaftliche Situation in Mittel- und Osteuropa hat sich aufgrund der globalen konjunkturellen Erholung und der anziehenden Rohstoffnotierungen deutlich verbessert, wir sehen auch für 2011 eine anhaltend positive Wirtschaftsentwicklung. Für Polen erwarten wir angesichts der insgesamt relativ soliden ökonomischen Basis auch 2011 ein weiteres Kreditwachstum mit guten Risiko-Ertrags-Relationen. Unser russisches Portfolio bei Commerzbank Eurasija sehen wir im Jahr 2011 ebenfalls wachsend, hier ist jedoch die Abhängigkeit von der Entwicklung der Rohstoffpreise und des US-Dollar-Kurses zu berücksichtigen. In der Ukraine erwarten wir hingegen auch weiterhin einen herausfordernden Markt. Wir haben 2010 bei der Portfoliobereinigung wesentliche Meilensteine erreicht und werden diese fokussiert auch im weiterhin wirtschaftlich wie politisch schwierigen Umfeld vorantreiben.

2.4 Segment Corporates & Markets

Dieses Segment bildet die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten sowie das kommerzielle Geschäft mit multinationalen Unternehmen und ausgewählten Großkunden des Konzerns ab. Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich unverändert mehr als zwei Drittel des Exposures befinden; der Anteil von Nordamerika liegt per 31. Dezember 2010 bei rund 11 Mrd Euro. Ein hoher Prozentsatz des EaD entfällt auf Financial Institutions, wo wir im Jahresverlauf kontinuierlich Konzentrationsrisiken abbauen konnten. Im Handels- und Kreditneugeschäft legen wir unverändert strenge Qualitätsmaßstäbe an, bei den Beständen gehen wir für 2011 von weiterer Risikoreduktion aus.

Im Leveraged-Finance-Bereich ist eine Wiederbelebung der Marktaktivitäten zu beobachten; im Rahmen einer konservativen Risikostrategie haben wir ab dem zweiten Quartal 2010 auf selektiver Basis neue Transaktionen begleitet.

2.5 Segment Asset Based Finance

Das Segment Asset Based Finance (ABF) setzt sich aus den Teilportfolios Commercial Real Estate (CRE) inklusive Asset Management, Eurohypo Retail, Schiffsfinanzierung und Public Finance zusammen, die im Folgenden detailliert dargestellt sind.

Commercial Real Estate

Im Rahmen der strategiekonformen Bestandsreduktion (Weißbuch), im Wesentlichen bei der Eurohypo, haben wir das Gesamtexposure (EaD) auf nunmehr 70 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 77 Mrd Euro) weiter abgebaut. Die größten Anteile des Exposures entfallen weiterhin auf die Teilportfolios Büro (27 Mrd Euro), Handel (20 Mrd Euro) und Wohnimmobilien (9 Mrd Euro). Das CRE-Exposure beinhaltet auch die Portfolios des Bereichs Asset Management (Commerz Real), die sich aus Warehouse-Beständen für Fonds sowie typischen Leasingforderungen aus dem Mobiliensektor zusammensetzen.

Die spürbare Exposure-Reduktion im Jahresverlauf in Höhe von rund 7 Mrd Euro resultiert aus Rückführungen beziehungsweise Nichtverlängerungen von Darlehen, Wechselkursschwankungen und marktbedingten Überleitungen in das Default-Portfolio. Mit Blick auf die nachhaltige Stärkung des Finanzierungsmodells - auch vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung der Eurohypo bis 2014 - stehen gegenwärtig die Aktivitäten zum Bestandsabbau im unmittelbaren Fokus unserer Anstrengungen. Die Commerzbank hat hierzu ein Strategieprojekt aufgesetzt, in dessen Zuge wir unter anderem einen signifikanten Asset-Abbau beschlossen und eingeleitet haben.

Der gesamtwirtschaftlichen Erholung folgend sind die meisten Immobilienmärkte 2010 in eine Phase der Bodenbildung übergegangen. Die Aktivitäten auf den Investmentmärkten bewegen sich jedoch weiterhin auf niedrigem Niveau, wenn auch mit zunehmender Tendenz.

Die Marktentwicklung in Deutschland und den europäischen Kernmärkten wie Großbritannien, Italien und Frankreich ist - insbesondere bei hochwertigen Immobilien - stabil bis positiv. Die Entwicklung in den USA und Spanien bleibt angespannt.

Die durch Grundschulden besicherten Finanzierungen zeigen vertretbare Ausläufe (Loan to Value).

Loan to Value -UK1

geschichtete Darstellung

Loan to Value - Spanien1

geschichtete Darstellung

Loan to Value-USA1

geschichtete Darstellung

Loan to Value - CRE gesamt1

geschichtete Darstellung

1 Auslaufschichtung auf Basis Marktwerte; exklusive Margelinien und Corporate Loans; ohne Berücksichtigung von Zusatzsicherheiten. Alle Darstellungen beziehen sich auf grundpfandrechtlich besichertes Geschäft. Werte in Klammern: Dezember 2009.

Eurohypo Retail

Seit dem Übergang der Neugeschäftsaktivitäten im Bereich Retail Banking auf die Commerzbank im Jahre 2007 betreut die Eurohypo nur noch das bestehende Kreditbuch. Neugeschäftsaktivitäten in diesem Bereich sind strategisch nicht geplant. Der ertragsschonende Bestandsabbau wird weiter kontinuierlich vorangetrieben. Das Exposure des Eurohypo-Retailportfolios wurde im Jahresverlauf weiter um mehr als 2 Mrd Euro reduziert und betrug zum 31. Dezember 2010 noch 17 Mrd Euro, wobei die Schwerpunkte unverändert in den Bereichen Eigenheime (10 Mrd Euro) und Eigentumswohnungen (3 Mrd Euro) liegen. Aufgrund restlaufzeitbedingter geringer Ausläufe bei weitestgehend erstrangiger Besicherung schätzen wir derzeit das Risiko in diesem Portfolio - auch vor dem Hintergrund einer makroökonomischen Aufhellung in Deutschland - als vergleichsweise gering ein.

Schiffsfinanzierung

Das weitgehend in US-Dollar denominierte Exposure der Schiffsfinanzierungen (unter Einbeziehung der Deutschen Schiffsbank) haben wir im Berichtsjahr um mehr als 15 % reduziert. Aufgrund des US-Dollar-Anstiegs ergab sich auf Euro-Basis nur eine geringe Exposure-Reduktion um 1 Mrd Euro auf 21 Mrd Euro. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt unverändert auf den drei Standardschiffstypen Containerschiffe (6 Mrd Euro), Tanker (5 Mrd Euro) und Massengutfrachter (4 Mrd Euro). Die restlichen 5 Mrd Euro beinhalten unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die Strategie der konsequenten Risikoreduzierung im Bestandsgeschäft hat im Berichtszeitraum zu Stabilisierungserfolgen auch infolge einvernehmlich mit Kunden vorgenommener Restrukturierungen geführt. Der Expected Loss wurde im Vergleich zum Ultimo 2009 um 47 Mio Euro auf 185 Mio Euro und die Risikodichte um 16 Basispunkte auf 90 Basispunkte reduziert.

Die Erholung der Weltwirtschaft wirkt positiv auf einzelne Segmente der Schifffahrt. Starkes Wirtschaftswachstum, vor allem in den asiatischen Schwellenländern, dürfte die Seetrans-portnachfrage weiter steigen lassen. Im Bulker- und Containerbereich haben sich die Märkte etwas erholt (mit Ausnahme der kleineren Containerschiffe). Die jüngst verhandelten Zeitcharterraten deuten auf eine zunehmend stabile Marktentwicklung hin.

Dem prognostizierten Wachstum der Weltwirtschaft von gut 4 % und dem daraus resultierenden Handelsvolumen mit entsprechender Auswirkung auf die Transportnachfrage stehen nach wie vor zusätzliche, auf den Markt drängende Neubauten gegenüber. Bei vergleichsweise geringem Verschrottungsvolumen bleibt daher das Erholungspotenzial begrenzt.

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment Asset Based Finance einen Großteil der Positionen im Staatsfinanzierungsgeschäft.

Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen, die in den Tochterunternehmen Eurohypo und EEPK gehalten werden.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft (70 Mrd Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment ABF entfällt auf Banken (39 Mrd Euro EaD), wobei der Fokus ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 92 %) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Die Strategie des Segments ABF ist der Abbau des Public-Finance-Portfolios (Staatsfinanzierung sowie Banken) durch Tilgungen, Fälligkeiten, aber auch aktive Verkäufe, soweit diese kaufmännisch sinnvoll sind.

Der EaD des Public-Finance-Portfolios wurde im Jahr 2010 im Rahmen der De-Risking-Strategie entsprechend überwiegend durch Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung unter teilweiser Inkaufnahme von Verlusten um 20 Mrd Euro auf 109 Mrd Euro reduziert. Insgesamt wird ein Abbau auf unter 100 Mrd Euro bis Ende 2012 sowie unter 80 Mrd Euro bis Ende 2014 angestrebt.

Das segmentübergreifende, jedoch ganz überwiegend aus dem Geschäftsfeld Public Finance resultierende Sovereign-Exposure in den Ländern Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien belief sich auf insgesamt rund 16,8 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 19,9 Mrd Euro).

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Sovereign-Exposures in ausgewählten Staaten | Mrd € 31.12.2010
Portugal 0,9
Irland < 0,1
Italien 9,7
Griechenland 3,0
Spanien 3,1

Wir erwarten auch 2011 unverändert keine nennenswerten Belastungen durch Risikovorsorge und gehen nicht davon aus, dass es zu Ausfällen von öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Banken in Ländern der OECD kommen wird.

2.6 Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU)

In der PRU sind ausschließlich Assets zusammengeführt, die von der Commerzbank als nicht strategisch eingestuft wurden und deshalb abgebaut werden sollen. Die Bündelung erlaubt ein einheitliches und effizientes Management dieser Positionen. Es handelt sich dabei überwiegend um Structured-Credit-Positionen (im Wesentlichen Asset-backed Securities - ABS) mit einem Nominalwert per 31. Dezember 2010 in Höhe von 29,0 Mrd Euro, die im Detail in Kapitel 3.1.1 dargestellt werden.

Im letzten Quartal des Jahres 2010 konnten wir die verbliebenen sonstigen Positionen in der PRU (Credit Default Swaps und Tranchen auf Pools von Credit Default Swaps, die außerhalb des strategischen Fokus der Commerzbank liegen) durch Auktionen und Novationen bestehender Geschäfte fast vollständig abbauen. Die geringfügigen Restbestände werden weiter aktiv gegen Marktbewegungen immunisiert, wobei Credit Default Swaps sowie die standardisierten Credit-Indizes und Indextranchen verwendet werden. Das Management der Positionen erfolgt innerhalb enger Limite für Value-at-Risk und Credit-Spread-Sensitivitäten.

3 Segmentübergreifende Portfolioanalyse

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

3.1 Structured-Credit-Portfolio

3.1.1 Structured-Credit-Exposure PRU

Während die meisten Assetklassen rückläufige Tendenzen bei Spreads und Spreadvolatilitäten im Jahresverlauf 2010 zeigten und damit auf oder unter die Niveaus von Ende 2009 fielen, zeigten RMBS-Transaktionen aus Irland, Spanien und Portugal infolge der "Sovereign Crisis" eine gegenläufige Entwicklung. Der positiven allgemeinen Entwicklung vor allem im ersten Drittel des Jahres stand eine noch stärkere Zurückhaltung potenzieller Käufer ab Mitte des Jahres gegenüber, sodass sich unter Beachtung des Wertmaximierungsgebots der Abbau gegen Ende des Jahres verlangsamte. Bei geringfügigen Aufwertungseffekten des US-Dollars und des Britischen Pfunds reduzierte sich das Nominalvolumen im vierten Quartal trotzdem von 31,4 Mrd Euro auf 29.0Mrd Euro - bei gleichzeitiger Reduzierung der Risikowerte1 von 19,9 Mrd Euro auf 17.1Mrd Euro. Im Gesamtjahr 2010 reduzierte sich das Nominalvolumen um 8,3 Mrd Euro und die Risikowerte um 6,6 Mrd Euro. Die Commerzbank setzt auch weiterhin den wert-maximierenden Abbau des Structured-Credit-Portfolios fort.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

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Structured-Credit-Portfolio PRU 31.12.2010 31.12.2009
Mrd € Nominal-

werte
Risiko-

werte
Nominal-

werte
Risiko-

werte
--- --- --- --- ---
RMBS 5,1 3,0 8,7 5,9
CMBS 0,7 0,5 2,2 1,6
CDO 11,1 6,7 12,5 7,3
Sonstige ABS 3,3 2,8 5,7 5,2
PFI/Infrastructure 4,3 3,8 4,1 3,7
CIRC 0,7 0,0 0,9 0,0
Andere Structured-Credit-Positionen 3,6 0,2 3,2 0,0
Gesamt 29,0 17,1 37,3 23,7

Ratingverteilung Structured-Credit-Portfolio PRU

Mrd €

Insgesamt werden über die Restlaufzeit der Assets Wertaufholungen erwartet, wobei mögliche zukünftige Wertverluste zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen US-RMBS und US-CDO of ABS durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich weit überkompensiert werden. Dabei spielt sowohl der zwischenzeitlich lange Zeitraum seit Emission der Strukturen, der eine zuverlässige Einwertung der künftigen Portfolio-Performance ermöglicht, als auch die sich weiterhin stabilisierende beziehungsweise positiv verlaufende gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften eine entscheidende Rolle. Die nebenstehende Grafik zeigt die Verteilung des Bestands des Structured-Credit-Exposures nach Ratings auf Basis der Risikowerte.

Asset-backed Securities (ABS)

Hierbei handelt es sich um Investments in ABS-Papiere, die die Commerzbank im Rahmen des Kreditersatzgeschäfts beziehungsweise in ihrer Funktion als Arranger und Marktteilnehmer im Handel mit diesen Produkten vorgenommen hat. Seit Anfang 2010 werden die Positionen in die Produktsegmente RMBS, CMBS, CDO und Sonstige ABS gegliedert. Dies erlaubt eine übersichtliche und assetklassenspezifische Darstellungsweise und trägt der abnehmenden Bedeutung der bis Ende 2009 dargestellten PRU-Subportfolios ABS Hedge Book und Conduits Rechnung.

Ratingverteilung RMBS

Mrd €

Residential Mortgage-backed Securities (RMB): In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch durch private Immobilienkredite besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt ist. Die Immobilienkredite selbst sind ebenfalls durch die jeweils finanzierten Wohnimmobilien teilweise oder voll besichert. Insgesamt betrug hier der Risikowert zum Stichtag 3,0 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 5,9 Mrd Euro).

Die Bestände an direkten und indirekten Verbriefungen von US-amerikanischen Wohnungsbaukrediten sind bereits zu einem hohen Prozentsatz abgeschrieben. Trotz der derzeit aufgrund der Seniorität der Investments teilweise eingehenden Tilgungen können wir wegen der anhaltend unsicheren zukünftigen Performance dieses Sektors in Einzelfällen weitere Wertkorrekturen nicht ausschließen. Das US-RMBS-Portfolio wies zum Ende der Berichtsperiode einen Risikowert von 0,7 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 0,9 Mrd Euro) aus. Die Mark-down-Ratio für US-RMBS lag zum 31. Dezember 2010 bei 69 %.

Europäische RMBS-Positionen (Risikowert 2,3 Mrd Euro) zeigten im Berichtsjahr ein sehr differenziertes Bild. Infolge der "Sovereign Crisis", die sich ausgehend von Griechenland im Jahresverlauf auf Irland, Spanien und Portugal ausweitete, litten insbesondere RMBS-Transaktionen aus diesen Ländern unter deutlicher Spreadausweitung beziehungsweise deutlich gestiegener Spreadvolatilität im Vergleich zu anderen Assetklassen und Jahresanfangswerten. Dieser marktinduzierten Wertvolatilität steht die unveränderte, aus den Fundamentaldaten abgeleitete Erwartung einer weitgehend vollständigen Rückzahlung dieser Verbriefungen gegenüber.

Commercial Mortgage-backed Securities (CMBS): In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch durch gewerbliche Immobilienkredite besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt ist. Die Immobilienkredite selbst sind ebenfalls durch die jeweils finanzierten Gewerbeimmobilien teilweise oder voll besichert.

Die CMBS wiesen aufgrund des erfolgreichen Portfolioabbaus im Jahresverlauf per Ende Dezember 2010 einen Risikowert von nur noch 0,5 Mrd Euro auf (31. Dezember 2009: 1.6Mrd Euro). Die verbrieften Gewerbeimmobilienkredite stammen überwiegend aus Großbritannien/Irland (22 %), Kontinentaleuropa (23 %) und paneuropäischen Transaktionen (49 %). Der Anteil an US-CMBS lag bei 6 %. Die Mark-down-Ratio per 31. Dezember 2010 betrug 35 %.

Collateralised Debt Obligations (CDO): In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch durch Unternehmenskredite und -anleihen sowie andere ABS besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt ist. Der Grad der Besicherung dieser Aktiva selbst variiert zwischen sehr gering und sehr hoch und ist transaktionsabhängig.

Insgesamt hat sich das Risikoexposure zum Stichtag in dieser Assetklasse auf 6.7 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 7,3 Mrd Euro) trotz geringfügiger US-Dollar-Aufwertungseffekte leicht verringert. Der größte Anteil in diesem Subsegment entfiel mit 53 % des Risikowertes auf CDOs, denen überwiegend Unternehmenskredite für Corporates in den USA und in Europa zugrunde lagen (CLOs). CLOs profitieren weiterhin direkt von der sich stabilisierenden beziehungsweise positiven Entwicklung der wichtigsten Volkswirtschaften und damit weiter sinkenden Ausfallzahlen und -prognosen als auch gestiegenen Recovery-Erwartungen im Unternehmenssektor. Verbesserungen in der Portfolioqualität und wieder wachsende Investorennachfrage, insbesondere für Senior-Tranchen von CLOs, haben in diesem Sektor zu leicht gestiegenen Marktwerten in diesem Portfolio geführt. Die Mark-down-Ratio zum Berichtsstichtag lag bei 14 %.

Weitere 40 % des Risikowerts entfielen auf US-CDOs of ABS, die größtenteils durch US-Subprime RMBS besichert sind. Die Mark-down-Ratio beträgt aufgrund der unverändert geringen Bonitätseinschätzung für private Immobilienfinanzierungen im US-Subprime-Markt und der konservativen Berücksichtigung daraus resultierender Verluste 57 %, obgleich die von der Commerzbank gehaltenen Verbriefungen zum überwiegenden Teil aus den höchstrangigen Tranchen solcher CDOs bestehen.

Ratingverteilung CDO

Mrd €

Sonstige ABS: In diesem Subsegment befinden sich alle Positionen, deren Zins- und Kapitalanspruch durch Konsumentenkredite (inklusive Auto- und Studentenkredite), Leasingforderungen und sonstige Forderungsarten besichert oder an deren realen Verlauf vertraglich gekoppelt ist. Der Grad der Besicherung dieser Aktiva selbst variiert zwischen sehr gering und sehr hoch (zum Beispiel Autokredite) und ist transaktionsabhängig.

Insgesamt betrug der Risikowert per 31. Dezember 2010 in dieser Assetklasse 2,8 Mrd Euro (31. Dezember 2009: 5,2 Mrd Euro). Der größte Anteil des Risikoexposures entfiel auf Consumer ABS und ABS, die durch sonstige US-Aktiva besichert sind, wie beispielsweise verbriefte Forderungen aus der Vermarktung von Filmrechten und Lebensversicherungspolicen. Im Berichtsjahr wurde das Exposure gegenüber Forderungen aus der Vermarktung von Filmrechten aktiv reduziert. Aufgrund transaktionsspezifischer Strukturcharakteristika sind moderate Ertragsbelastungen trotz aktuell neutraler Erwartung nicht vollständig auszuschließen. Die Mark-down-Ratio der im Segment Sonstige ABS verbliebenen Positionen betrug zum Berichtsstichtag 14 %.

PFI/Infrastruktur-Finanzierungen

Ebenfalls innerhalb der Kategorie Structured Credit der PRU ist das Exposure in sogenannten Private Finance Initiatives (PFI) mit einem Risikowert von 3,8 Mrd Euro zum 31. Dezember 2010 enthalten. Das Portfolio umfasst die private Finanzierung und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Sämtliche Finanzierungen entfallen auf Großbritannien und sind durch extrem lange Laufzeiten von mehr als 10 bis über 40 Jahren gekennzeichnet. Das Kreditrisiko des Bestandes ist zu über 80 % zumeist durch Monoline-Versicherer, bei denen die Commerzbank derzeit nicht von einem Ausfall ausgeht, abgesichert.

Credit Investment-related Conduits (CIRC)/Andere Structured-Credit-Positionen

Aus den nominellen Engagements resultiert zum 31. Dezember 2010 nur ein geringes Risikoexposure von 0,2 Mrd Euro, da die Strukturen ausreichend kapitalisiert waren.

3.1.2 Structured-Credit-Exposure Non-PRU

Im Folgenden wird auf Structured-Credit-Positionen aus dem strategischen Kundengeschäft eingegangen, die auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleiben und deshalb nicht in die PRU transferiert wurden.

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Structured-Credit-Portfolio Non-PRU 31.12.2010 31.12.2009
Mrd € Nominal

werte
Risiko-

werte1
Nominal-

werte
Risiko-

werte1
--- --- --- --- ---
Conduits 4,3 4,3 5,9 5,9
Sonstige 6,5 6,3 7,2 6,7
Gesamt 10,8 10,6 13,1 12,6

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

Ratingverteilung Conduits Non-PRU

Mrd €

Conduit-Exposure

Das vollständig in der Bilanz der Commerzbank abgebildete, nicht durch die PRU verwaltete Geschäft aus Asset-backed Commercial Paper (ABCP) Conduits des Segments Corporates & Markets belief sich Ende Dezember 2010 auf 4,3 Mrd Euro (Dezember 2009: 5,9 Mrd Euro). Im Jahresverlauf konnte, aufgrund der Wiederbelebung der Märkte, der Conduit-Bereich wieder vollständig über Commercial Papers refinanziert werden. Der Volumenrückgang ist auf weiter amortisierende ABS-Programme in den Conduits zurückzuführen, wobei im zweiten Halbjahr drei neue Transaktionen (Gesamtvolumen 0,2 Mrd Euro) eingegangen wurden. Die Positionen bestehen überwiegend aus Liquiditätsfazilitäten/Backup-Linien zugunsten der von der Commerzbank administrierten Conduits "Kaiserplatz" und "Silver Tower". Gegenüber Drittbank-Conduits besteht bereits seit dem zweiten Quartal 2010 kein Exposure mehr.

Die den ABCP-Programmen der Bank zugrunde liegenden Forderungen sind stark diversifiziert und spiegeln die unterschiedliche Geschäftsausrichtung der jeweiligen Forderungsverkäufer beziehungsweise Kunden wider. Diese Forderungsportfolios enthalten keine Non-Prime-Anteile. Unverändert sind bislang bei keiner dieser Transaktionen Verluste eingetreten. Ein Bedarf an Risikovorsorge für die unter der IFRS-Kategorie Loans and Receivables geführten Liquiditätsfazilitäten/Backup-Linien ist derzeit nicht erkennbar.

Das Volumen der von Silver Tower finanzierten ABS-Strukturen belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 3,5 Mrd Euro (per 31. Dezember 2009: 5,0 Mrd Euro). Den ABS-Strukturen liegen Forderungsportfolios von Kunden, aber auch bankeigene Kreditforderungen, die im Rahmen eines aktiven Kreditrisikomanagements verbrieft wurden, zugrunde.

Das Volumen der unter Kaiserplatz finanzierten ABS-Strukturen belief sich zum 31. Dezember 2010 auf 0,8 Mrd Euro (per 31. Dezember 2009: 0,9 Mrd Euro). Sämtliche Assets entfielen hier auf die Verbriefung von Forderungsportfolios von und für Kunden.

Sonstige Asset-backed-Exposures

Weitere ABS-Positionen mit einem Gesamtrisikoexposure von 6,3 Mrd Euro werden überwiegend von der Eurohypo im Bereich Public Finance (5,2 Mrd Euro) und der Commerzbank Europe (Ireland) (1,1 Mrd Euro) gehalten. Es handelt sich dabei vor allem um staatsgarantierte Papiere (5,3 Mrd Euro), wovon rund 4,0 Mrd Euro auf US-Government Guaranteed Student Loans entfallen. Weitere 1,0 Mrd Euro verteilen sich auf Non-US-RMBS, CMBS sowie sonstige überwiegend europäische ABS-Papiere.

3.1.3 Originatorenpositionen

Zusätzlich zu den auf den vorherigen Seiten dargestellten Sekundärmarktpositionen haben Commerzbank und Eurohypo im Laufe der letzten Jahre - überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements - Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 13,4 Mrd Euro vorgenommen, wovon zum Stichtag 31. Dezember 2010 Risikopositionen in Höhe von 8,7 Mrd Euro zurückbehalten wurden. Der weitaus größte Teil dieser Positionen entfiel mit 8,3 Mrd Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig AAA oder AA geratet sind.

Die aus der Originatorenrolle resultierenden Positionen spiegeln die Sicht des aufsichtsrechtlichen Meldewesens unter Berücksichtigung eines regulatorisch anerkannten Risikotransfers wider. Aufgeführt sind neben den verbrieften Kreditportfolios der Commerzbank auch die am Sekundärmarkt zurückerworbenen Wertpapiere beziehungsweise zurückbehaltenen Tranchen. Dies gilt unabhängig davon, ob die Tranchen im Sinne eines handelbaren Wertpapiers strukturiert worden sind.

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Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool

per 31.12.2010

Mrd €
Fälligkeit Gesamt-volumen1 Senior Mezzanine First Loss Piece
--- --- --- --- --- ---
Corporates 2013-2027 8,0 7,3 0,1 0,2
MezzCap 2036 0,2 < 0,1 < 0,1 < 0,1
RMBS 2048 0,2 < 0,1 < 0,1 < 0,1
CMBS 2010-2084 5,0 0,9 < 0,1 < 0,1
Gesamt 13,4 8,3 0,2 0,2

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Bank- und Handelsbuch.

3.2 Leveraged-Acquisition-Finance-(LAF)-Portfolio

Das LAF-Portfolio hat sich im Verlauf des Jahres 2010 von 4,1 Mrd Euro auf 3,4 Mrd Euro reduziert. Ursächlich hierfür waren primär vorzeitige Rückführungen von Bestandsfinanzierungen - insbesondere Refinanzierungen über den Kapitalmarkt und Unternehmensverkäufe.

Die positive Konjunkturentwicklung in den operativen Kernmärkten sowie weiterhin ausreichende Liquidität an den Kapitalmärkten haben insgesamt zu einer weiteren Verbesserung der Portfolioqualität geführt. Der geografische Schwerpunkt des Portfolios liegt unverändert in Europa (94 %) mit besonderem Fokus auf Deutschland (50 %).

Für das Jahr 2011 erwarten wir bei weiter stabilen Kapitalmärkten eine Belebung des LAF-Geschäfts. Wir werden die günstigen Umfeldbedingungen zu attraktiven risikoverträglichen Neuengagements nutzen.

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Direktes LAF-Portfolio nach Branchen | EaD Mrd € 31.12.2010
Technologie/Elektronik 0,6
Chemie/Verpackung/Healthcare 0,5
Financial Institutions 0,5
Automobil/Maschinen 0,5
Konsum 0,4
Dienstleistungen/Medien 0,4
Transport/Tourismus 0,2
Grundstoffe/Energie/Metall 0,2
Sonstige 0,1
Gesamt 3,4

3.3 Financial-Institutions- und Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Der Geschäftsverlauf 2010 im Teilportfolio Financial Institutions war maßgeblich durch die Verschuldungsdiskussion einiger europäischer Peripherie-Länder sowie mögliche Auswirkungen auf Gesamteuropa bestimmt. Unser wesentliches Augenmerk lag daher auf der Würdigung von Länderrisiken und einer damit eng in Zusammenhang stehenden adäquaten Ausrichtung der Geschäfts- und Risikostrategie. Ebenso haben wir die Risikoreduzierung im Gesamtportfolio "Financial Institutions" mit Blick auf Klumpenrisiken kontinuierlich proaktiv vorangetrieben, aber auch attraktives kommerzielles Geschäft unterstützt. Das Exposure konnte im Jahresverlauf 2010 um 18 Mrd Euro auf 95 Mrd Euro reduziert werden. Gleichzeitig stieg der Expected Loss, insbesondere aufgrund einer Parameteraktualisierung, um 21 Mio Euro auf 96 Mio Euro an. Für das Geschäftsjahr 2011 erwarten wir aus Ländersicht weiterhin angespannte Fundamentaldaten. Diesen werden wir mit einer konsequenten Ausrichtung und Anwendung unserer Geschäfts- und Risikostrategie angemessen Rechnung tragen.

Das NBFI-Portfolio war im Geschäftsjahr 2010 durch den weiteren Abbau von Klumpenrisiken geprägt. Hierdurch konnte der EaD des Teilportfolios (inklusive ABS- und LAF-Geschäfte mit NBFI-Bezug sowie PRU-NBFI-Assets) im Jahresverlauf um 14 Mrd Euro auf 38 Mrd Euro reduziert und die Risikodichte auf 24 Basispunkte verbessert werden. Durch das weiterhin günstige Kapitalmarktumfeld ist unsere Markteinschätzung für den NBFI-Sektor positiv, wenngleich die Probleme in verschiedenen europäischen Peripherie-Staaten und die Änderungen in den regulatorischen Rahmenbedingungen auch den Bereich NBFI 2011 vor Herausforderungen stellen werden.

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Financial Institutions Non-Bank Financial Institutions
FI-/NBFI-Portfolio

nach Regionen

per 31.12.2010
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
--- --- --- --- --- --- ---
Mrd € Mio € Bp Mrd € Mio € Bp
--- --- --- --- --- --- ---
Deutschland 29 4 2 8 18 23
Westeuropa 36 25 7 18 39 21
Mittel- und Osteuropa 7 31 42 1 2 28
Nordamerika 8 1 1 5 24 52
Sonstige 15 34 23 7 10 15
Gesamt 95 96 10 38 93 24

3.4 Länderklassifizierung

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 7 % auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.

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Gesamtportfolio nach

Regionen per 31.12.2010
Exposure at Default Expected Loss Risikodichte
Mrd € Mio € Bp
--- --- --- ---
Deutschland 282 855 30
Westeuropa 138 393 28
Mittel- und Osteuropa 43 286 66
Nordamerika 42 104 25
Sonstige 57 287 51
Gesamt 562 1 925 34

3.5 Ratingklassifizierung

Das Gesamtportfolio des Konzerns verteilt sich auf Basis von PD-Ratings anteilig wie folgt auf die internen Ratingklassifizierungen:

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Ratingverteilung per 31.12.2010 | % 1,0-1,8 2,0-2,8 3,0-3,8 4,0-4,8 5,0-5,8
Privatkunden 21 45 23 9 3
Mittelstandsbank 14 51 27 5 3
Central & Eastern Europe 23 34 29 11 2
Corporates & Markets 39 42 15 2 2
Asset Based Finance 38 42 15 4 2
Konzern1 34 42 18 4 2

1 Inklusive PRU sowie Sonstige und Konsolidierung.

3.6 Branchenklassifizierung Corporates

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:

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Teilportfolio Corporates

nach Branchen

per 31.12.2010
Exposure

at Default
Expected

Loss
Risikodichte
Mrd € Mio € Bp
--- --- --- ---
Grundstoffe/Energie/Metall 25 106 42
Konsum 21 110 53
Automobil 11 55 48
Transport/Tourismus 11 58 53
Technologie/Elektronik 11 44 41
Chemie/Verpackung 11 60 56
Dienstleistungen/Medien 10 58 56
Maschinen 9 66 75
Bau 5 49 103
Sonstige 21 84 41
Gesamt 134 690 51

Intensive Care

1 Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft liegt rund 40 % unter dem Vorjahreswert und beläuft sich auf knapp 2,5 Mrd Euro. Der sich bereits im Laufe des Jahres abzeichnende positive Trend hielt im vierten Quartal weiter an, sodass hier die Ergebnisbelastung mit 595 Mio Euro erneut unter der des Vorquartals lag. Im Vergleich zum vierten Quartal des Jahres 2009 ging die Risikovorsorge um mehr als die Hälfte zurück. Die Tabelle zeigt die Entwicklung auf Segmentebene:

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Risikovorsorge

Mio €
2010

gesamt1
Q4

2010
Q3

2010
Q2

2010
Q1

2010
2009

gesamt1
Privat-

kunden
246

(35)
46 64 70 66 246

(31)
Mittel-

standsbank
279

(24)
93 - 69 94 161 954

(84)
Central &

Eastern Europe
361

(133)
48 127 92 94 812

(309)
Corporates &

Markets
- 27

(- 3)
- 14 6 0 - 19 289

(32)
Asset Based

Finance
1 584

(69)
412 493 354 325 1 588

(60)
Portfolio Restructuring

Unit
62

(33)
10 2 28 22 327

(100)
Sonstige und

Konsolidierung
- 6

(- 1)
0 - 2 1 - 5 - 2

(- 1)
Gesamt 2 499

(43)
595 621 639 644 4 214

(65)

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Risikovorsorge

Mio €
Q4

2009
Q3

2009
Q2

2009
Q1

2009
Privat-

kunden
72 70 55 49
Mittel-

standsbank
298 330 236 90
Central &

Eastern Europe
296 142 201 173
Corporates &

Markets
25 44 - 34 254
Asset Based

Finance
651 372 358 207
Portfolio Restructuring

Unit
- 11 99 169 70
Sonstige und

Konsolidierung
- 7 - 4 8 1
Gesamt 1 324 1 053 993 844

1 Angaben in ( ) entsprechen der Risikovorsorgequote: Risikovorsorge im Verhältnis zum Exposure at Default Weißbuch zuzüglich Default Volumen Schwarzbuch in Basispunkten.

Die deutliche Reduzierung der Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr wird von nahezu allen Segmenten getragen. Der größte Rückgang entfällt dabei auf die Mittelstandsbank, die von der guten Konjunkturentwicklung profitiert und ihr Risikoergebnis im Vergleich zum Jahr 2009 um fast 700 Mio Euro verbessert hat. In dem Betrag ist ein einmaliger positiver Sondereffekt von 100 Mio Euro aus dem dritten Quartal enthalten.

Auch dem Segment Central & Eastern Europe gelang im Jahresverlauf bei der Kreditrisikovorsorge die Trendwende, hier liegt die Belastung um rund 450 Mio Euro unter dem Vorjahr, wobei vor allem die Bank Forum die Risikovorsorge deutlich verringern konnte.

Das Segment Corporates & Markets liefert mit einer Nettoauflösung von 27 Mio Euro in der Jahresbetrachtung ein positives Risikoergebnis, das vor allem auf die gute Entwicklung der Portfoliorisikovorsorge zurückzuführen ist. Gegenüber dem Vorjahr, in dem teilweise noch Nachlaufeffekte der Finanz- und Wirtschaftskrise zu verzeichnen waren, ist die Risikovorsorge um über 300 Mio Euro rückläufig.

Im Segment Portfolio Restructuring Unit wurde die wesentliche Portfoliobereinigung im Rahmen der Abbaustrategie bereits in den Vorjahren umgesetzt. Unter verbesserten Marktbedingungen für Structured-Credit-Produkte ging die Risikovorsorge 2010 nochmals um mehr als 250 Mio Euro zurück.

Das Risikoergebnis im Privatkundengeschäft liegt nach einer guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte auf dem Niveau des Vorjahres.

Im Segment Asset Based Finance waren im Jahresverlauf erneut erhebliche Belastungen zu verzeichnen. Allerdings fiel die Risikovorsorge im vierten Quartal gegenüber dem Vorquartal um rund 80 Mio Euro geringer aus. Wir gehen davon aus, dass die Höchstbelastung überschritten ist und die Risikovorsorge im Jahr 2011 rückläufig sein wird.

Die ökonomischen Rahmenbedingungen haben sich insgesamt sehr gut entwickelt. Die sich seit Jahresbeginn abzeichnende konjunkturelle Erholung hat sich vor allem im Inland als nachhaltig erwiesen, der Aufschwung zeigte sich in der zweiten Jahreshälfte robust. Die Risikovorsorge nähert sich dem eingeschwungenen Niveau beziehungsweise hat dieses in einigen Segmenten bereits erreicht.

Nach wie vor bestehen jedoch erhebliche Unsicherheiten. Marktturbulenzen mit negativen Auswirkungen auf die Konjunktur und damit auch auf die Risikovorsorge sind aus heutiger Sicht nicht auszuschließen. Unter der Voraussetzung, dass solche Negativszenarios, insbesondere Defaults von öffentlich-rechtlichen Kreditnehmern und Banken, erwartungsgemäß ausbleiben, wird der Vorsorgebedarf 2011 unter der diesjährigen Belastung liegen und voraussichtlich 2,3 Mrd. Euro nicht überschreiten.

Die folgende Übersicht zeigt die Einzelfälle mit ertragswirksamen Einzelrisikovorsorgeveränderungen nach Größenklassen:

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Sonstige

Fälle

<10 Mio €
≥10 Mio €

<20 Mio €
≥20 Mio €

<50 Mio €
Jahr Netto-RV

Mio €
Netto-RV

Mio €
Anzahl

Engagements
Netto-RV

Mio €
Anzahl

Engagements
Netto-RV

Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
2010 1 064 381 40 564 27 490
2009 2 107 652 48 495 22 960

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≥50 Mio € Einzelfälle

≥10 Mio €

gesamt
Jahr Anzahl

Engagements
Netto-RV

Mio €
Anzahl

Engagements
Netto-RV

gesamt

Mio €
--- --- --- --- ---
2010 11 1 435 78 2 499
2009 10 2 107 80 4 214

Die Fälle mit individuellem Vorsorgebedarf >50 Mio Euro entfielen überwiegend auf das Segment Asset Based Finance, während in den Segmenten Mittelstandsbank und PRU auch Auflösungen in dieser Größenklasse vorgenommen wurden. Die Nettobelastung aus großen Einzelengagements ist analog zur Gesamtrisikovorsorge im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken.

2 Default-Portfolio

Das Default-Portfolio des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig und belief sich zum Jahresende auf 21,7 Mrd Euro. Die Struktur kann im Detail der folgenden Darstellung entnommen werden:

Default-Portfolio und Coverage Ratios nach Segmenten

Mio € - exklusive/inklusive GLLP

In der Kernbank mit den Segmenten Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe und Corporates & Markets reduzierte sich das Default-Volumen insgesamt gegenüber dem Vorjahr analog zur stark rückläufigen Risikovorsorge deutlich. Der Nettoabbau betrug hier trotz währungsbedingt gegenläufiger Effekte in den Auslandsportfolios rund 1 Mrd Euro. Die gute Entwicklung wurde allerdings auf Konzernebene durch den Anstieg des Default-Portfolios um 0,8 Mrd Euro im Segment Asset Based Finance (größtenteils im Bereich CRE Banking) und die leichte Erhöhung im Segment PRU überwiegend kompensiert. Teilweise ist die Volumenerhöhung in diesen beiden Segmenten auf Währungseffekte zurückzuführen.

Im Jahr 2011 sind auch im Segment Asset Based Finance deutlich rückläufige Inflows in das Default-Portfolio zu erwarten. In den anderen Segmenten ist weiterhin von stabilen beziehungsweise rückläufigen Inflows auszugehen. Unter unverändert guten ökonomischen Rahmenbedingungen erwarten wir darüber hinaus weitere Restrukturierungs- und Verwertungserfolge, die zu einer Reduzierung im Default-Portfolio beitragen werden, sodass insgesamt ein spürbarer Nettoabbau des Volumens antizipiert wird.

In unserem Portfolio haften Sicherheiten sowohl für Positionen des Default-Portfolios als auch für Positionen des Weiß- und Graubuchs, wobei auf das Default-Portfolio derzeit rund 9,6 Mrd Euro entfallen. Im Segment Privatkunden handelt es sich dabei überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Garantien und Grundpfandrechte auf gewerblichen Objekten decken dabei die weitaus größten Beträge ab. Darüber hinaus sind nennenswerte Portfolioanteile auch durch Ausfallbürgschaften sowie durch Sicherungsübereignungen besichert. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Außerdem entfällt im Firmenkundengeschäft ein signifikanter Anteil der Sicherheiten auf Garantien und Verpfändungen. Die Besicherung des Corporates & Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen von liquiden Assets und Abtretungen zusammen. Im Segment Asset Based Finance entfallen die Sicherheitenwerte überwiegend auf gewerbliche Grundschulden (auch Schiffshypotheken) und außerdem auf Grundschulden bei eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum. Bei den Sicherheiten für das PRU-Portfolio handelt es sich nahezu ausschließlich um Abtretungen.

Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem 90 days-past-due trigger event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen im Weißbuch basierend auf dem Exposure at Default (Mio Euro) per Ende Dezember 2010:

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Segment > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
PK 541 54 78 0 674
MSB 1 573 180 69 51 1 874
CEE1 86 0 2 0 764
C & M 252 4 76 3 335
ABF 566 104 57 76 803
Konzern12 3 029 373 306 162 4 545

1 BRE und Bank Forum nur in Gesamtzahl enthalten.

2 Inklusive Sonstige und Konsolidierung sowie PRU.

Im Jahr 2010 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 117 Mio Euro auf 268 Mio Euro (Zugänge 1 Mio Euro, Abgänge 44 Mio Euro, Bewertungsverluste 74 Mio Euro) reduziert. Vom Jahresendbestand entfielen Immobilien im Wert von rund 176 Mio Euro auf unsere Hypothekentochter Eurohypo. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Eurohypo über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet. In der Regel ist dies die EH Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der EH Estate eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren. Weitere Immobilien im Wert von 92 Mio Euro werden durch die TIGNATO Beteiligungsgesellschaft betreut und verwaltet.

Marktrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Bankbuchpositionen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

1 Marktrisikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges qualitatives und quantitatives Instrumentarium. Die wesentlichen Leitlinien legt die vom Vorstand verabschiedete Marktrisikostrategie fest. Vorgaben zur Laufzeitbegrenzung sowie Mindest-Ratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen ab. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko.

Die das Marktpreisrisiko begrenzenden qualitativen und quantitativen Faktoren werden vom Group Market Risk Committee festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion potenzielle zukünftige Risiken, antizipiert mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge. Eine eventuell notwendige Adjustierung der Portfoliosteuerung wird in Gremien wie dem Group Market Risk Committee beschlossen.

Das Jahr 2010 war von der europäischen Verschuldungskrise geprägt. Der hohe Verschuldungsgrad sowie die Herabstufung von Bonitätsnoten einiger europäischer Staaten durch Ratingagenturen führten zu steigender Unsicherheit und hohen Kursausschlägen an den Märkten. Auch der Aufbau des europäischen Rettungsschirms konnte nicht zu einer Normalisierung der Märkte beitragen. Insbesondere das Staatsfinanzierungsportfolio im Bankbuch wurde hierdurch beeinflusst. Die Wechselkursentwicklung im Geschäftsjahr 2010 war von starken Schwankungen des Euro-US-Dollar-Kurses vor dem Hintergrund der europäischen Verschuldungskrise geprägt. Das Fremdwährungsrisiko der Commerzbank befindet sich aufgrund geeigneter Steuerungsmaßnahmen trotz des schwierigen Marktumfeldes auf sehr niedrigem Niveau. Gleiches gilt für das Rohwarenrisiko, das im Geschäftsjahr 2010 insbesondere durch einen schwankenden Ölpreis sowie einen sehr festen Goldpreis gekennzeichnet war. Auf den Aktienmärkten dominierten im Jahr 2010 steigende Kurse bei sinkenden Volatilitäten.

Für das kommende Jahr erwarten wir eine positive ökonomische Entwicklung in den USA sowie den europäischen Kernländern. Dadurch dürften die Aktienmärkte weiter steigen -auch mit positiven Effekten etwa im Zertifikategeschäft. Für die europäischen Peripherieländer ist keine schnelle Lösung der Schuldenkrise zu erwarten. Dies könnte im Jahr 2011 zu weiteren Turbulenzen auf den Zins- und Währungsmärkten führen. Gefahren resultieren darüber hinaus aus steigenden Inflationsraten, insbesondere aufgrund steigender Preise für Rohwaren.

Die Commerzbank wird den Abbau und die Optimierung kritischer Portfolios konsequent vorantreiben. Wir erwarten für die Commerzbank unter den genannten Marktbedingungen ein konstantes oder moderat sinkendes Marktrisiko.

2 Marktrisiken im Handelsbuch

Für die interne Steuerung setzen wir seit Ende Oktober 2010 ein neues, übergreifendes Marktpreisrisikomodell basierend auf einer historischen Simulation (HistSim-Modell) ein. Dies gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und wird darüber hinaus den zukünftigen Anforderungen nach Basel III gerecht. Neben einer verbesserten Qualität der Messergebnisse führt die Vereinheitlichung der Methoden zu einer Reduktion der Komplexität.

Der Value-at-Risk im Handelsbuch stieg per Jahresende 2010 im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Hintergrund sind neben der Umstellung des internen Marktrisikomodells die Volatilitäten der Märkte im Rahmen der Verschuldungskrise.

Das Marktrisikoprofil im Handelsbuch ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Dabei sind Zins- und Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen.

Die Maßnahmen zum Abbau von Risikopositionen, insbesondere im Bereich Portfolio Restructuring Unit, wurden im Jahresverlauf konsequent fortgeführt. So konnte das komplexe Kreditderivategeschäft nahezu vollständig abgebaut werden. Dennoch führt die deutlich verbesserte Abbildung des Credit-Spread-Risikos nach der Umstellung auf das HistSim-Modell zu einem Anstieg des Value-at-Risk-Beitrags aus Credit Spreads und Zinsen.

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VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1 | Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Credit Spreads 43,9 32,6
Zinsen 36,9 13,9
Aktien 6,1 9,0
FX 4,7 3,5
Rohwaren 4,2 1,5
Gesamt 95,9 60,5

1 99 % Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 250 Tage Historie.

Die Berechnung der regulatorischen Eigenkapitalunterlegung erfolgt in Abstimmung mit der BaFin bisher unverändert über die jeweils durch die Aufsicht zertifizierten Marktrisikomodelle der Commerzbank (alt) und der Dresdner Bank. Mit der Abnahme des neuen Marktpreisrisiko-Modells durch die Bundesbank zur Nutzung auch für regulatorische Zwecke rechnet die Commerzbank im laufenden Geschäftsjahr.

Die Zuverlässigkeit der Marktrisikomodelle wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren ständig überwacht. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen insbesondere die Beurteilung der Prognosegüte. Die Analyse von Backtesting-Ergebnissen liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur weiteren Verbesserung der Modelle. Alle negativen Ausreißer auf Konzernebene werden im Rahmen eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und sofort unter Angabe von Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Im Verlauf des Jahres 2010 wurden weder mit dem Modell der Dresdner Bank noch mit dem Modell der Commerzbank (alt) negative Ausreißer für die jeweiligen Portfolios gemessen.

3 Marktrisiken im Bankbuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Bankbuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Staatsfinanzierung (Public Finance) mit den Positionen der Tochtergesellschaften Eurohypo und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK), die Portfolios der Treasury sowie das Aktienkursrisiko des Beteiligungsbestands. Die beschlossene Reduzierung des Public-Finance-Portfolios im Rahmen unserer De-Risking-Strategie wird weiter fortgesetzt.

Credit-Spread-Sensitivitäten

Downshift 1 Bp | Mio €

Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns. Die oben erwähnten Abbaumaßnahmen insbesondere im Public-Finance-Portfolio sowie geringere Marktwerte aus einem leicht gestiegenen Euro-Zinsniveau haben zu einer rückläufigen Entwicklung in den Credit-Spread-Sensitivitäten mit einer Gesamtposition am Jahresende von 82 Mio Euro geführt. Etwa 75 % der Credit-Spread-Sensitivitäten entfallen weiterhin auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn- und Verlustrechnung.

Aus dem Beteiligungsportfolio wurden im Jahresvergleich planmäßig erhebliche Bestände abgebaut. Dies führt zu einer deutlichen Reduktion der Aktienrisiken im Bankbuch.

Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. In weiterem Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung und nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

1 Liquiditätsrisikosteuerung

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das interne Liquiditätsrisikomodell der Commerzbank. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL - Available Net Liquidity) für die nächsten zwölf Monate in verschiedenen Szenarios. Die Berechnung erfolgt auf Grundlage von deterministischen, das heißt vertraglich vereinbarten, wie auch von statistisch erwarteten ökonomischen Cashflows (Forward Cash Exposure - FCE beziehungsweise Dynamic Trade Strategy - DTS) und unter Berücksichtigung liquidierbarer Vermögenswerte (Balance Sheet Liquidity - BSL). Zum 31. Dezember 2010 betrug das Volumen der frei verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva, die als Teil der Balance Sheet Liquidity in die ANL-Modellierung einfließen, 93 Mrd Euro.

Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Auf Grundlage des Stressszenarios ist eine detaillierte Notfallplanung etabliert. Die Stressszenarios werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden Annahmen werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten angepasst. Mit der Integration der Schiffsbank in das interne Liquiditätsrisikomodell im Jahr 2010 konnte die Abdeckung aller aus Liquiditätsrisikosicht wesentlichen Konzerneinheiten vervollständigt werden.

2 Available Net Liquidity

Die nachfolgende Darstellung der verfügbaren ANL und ihrer Teilkomponenten FCE, DTS und BSL zeigt, dass im berechneten konservativen Stressszenario per Stichtag 31. Dezember 2010 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells

Die ermittelten Liquiditätsüberhänge bewegten sich für das gesamte Geschäftsjahr 2010 stets deutlich innerhalb des vom Vorstand festgelegten Limits. Die Zahlungsfähigkeit der Commerzbank war somit nicht nur gemäß der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung, sondern auch im Sinne der internen Limitvorgaben jederzeit gewährleistet. Unsere Liquiditätssituation stufen wir daher unverändert als stabil und komfortabel ein.

Wir profitierten hierbei von unseren Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich sowie aus den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt.

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Liquiditätsrisikoüberwachung und des laufenden Berichtswesens begleiten wir aktiv verschiedene aufsichtsrechtliche Initiativen zur Vereinheitlichung internationaler Liquiditätsrisikostandards und bereiten uns im Rahmen eines Projektes sorgfältig auf die Einführung der in Basel III definierten Liquiditätsrisikokennzahlen vor. Im Berichtsjahr 2010 hat die Commerzbank sich an der Quantitative Impact Study zu Basel III beteiligt und ein entsprechendes Projekt gestartet, um regelmäßig die Basel-III-Beobachtungskennzahlen zu ermitteln.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in der Commerzbank in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind nicht berücksichtigt.

1 OpRisk-Steuerung

Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheidet sich systematisch von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Unser Fokus liegt in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und die hierfür relevanten Prozesse.

Hierbei werden risikostrategische Handlungsfelder und quantitative Leitplanken auf Konzern- und Segmentebene definiert. Die steuerungsrelevanten Themen werden regelmäßig in den Sitzungen der Konzern- und Segment-OpRisk-Komitees behandelt.

Die weltweite Steuerung der Rechtsrisiken im Commerzbank-Konzern wird durch Group Legal wahrgenommen. Die zentrale Aufgabe des Bereiches besteht darin, mögliche Verluste aus rechtlichen Risiken in einem frühen Stadium zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu deren Minimierung, Begrenzung oder Vermeidung aufzuzeigen sowie die erforderlichen Rückstellungen zu bilden.

2 OpRisk-Entwicklung

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unser Ziel der Verbesserung des OpRisk-Profils im Konzern weiter vorangetrieben. Die Implementierung unserer vereinheitlichten Methoden und Prozesse konnte abgeschlossen und insbesondere unser Frühwarnsystem weiterentwickelt werden.

Aus OpRisk-Ereignissen (Verluste sowie die Veränderung der kapitalwirksamen Rückstellungen für operationelle Risiken und laufende Rechtsstreitigkeiten) ergab sich im Jahr 2010 eine Gesamtbelastung für die Commerzbank in Höhe von 274 Mio Euro (Vorjahr: 272 Mio Euro).

Hierfür waren in erster Linie Rückstellungsbildungen im Privatkundenbereich mit Bezug zu Beratungshaftung und prozessualen Themen verantwortlich.

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OpRisk-Ereignisse nach Segmenten | Mio € 2010 2009
Privatkunden 132 127
Mittelstandsbank - 8 46
Central & Eastern Europe 7 1
Corporates & Markets 14 41
Asset Based Finance 34 24
Portfolio Restructuring Unit 11 7
Sonstige und Konsolidierung 84 26
Konzern 274 272

Die regulatorische Eigenkapitalbindung aus operationellen Risiken betrug zum Jahresende 2010 auf Basis des Advanced Measurement Approachs (AMA) 21,8 Mrd Euro (Vorjahreswert RWA: 19,5 Mrd Euro). Davon entfielen rund 63 % auf die Segmente Privatkunden und Corporates & Markets.

Bis zur geplanten Zertifizierung unseres neu entwickelten, integrierten Modells im Jahr 2011 durch die Aufsichtsbehörde wird der Kapitalbedarf für die regulatorische Meldung und das interne Reporting weiterhin getrennt in Einzelrechnungen für Commerzbank (alt) und Dresdner Bank ermittelt und als Summe gemeldet.

Sonstige Risiken

1 Geschäftsrisiko

Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Kosten (positive Abweichung) von den Planzahlen resultiert. Dieses Risiko wird wesentlich durch die Geschäftsstrategie und die bankinterne Budgetplanung sowie durch sich verändernde Rahmenbedingungen bei Geschäftsvolumina, technischen Prozessen und der Wettbewerbssituation der Bank und ihrer Mitbewerber um den Kunden determiniert. Das Management des Geschäftsrisikos erfolgt durch klare segmentspezifische Vorgaben zu Renditeanspruch sowie Aufwands-Ertrags-Relation in Verbindung mit unverändert flexiblem Kostenmanagement bei Nichterfüllung.

2 Nicht quantifizierbare Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269 Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen - gerade auch im Rahmen der Integration - können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.
Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem wird regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ beobachtet.
Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung orientiert sich - insbesondere aufgrund der hohen Beanspruchung der Mitarbeiter im Rahmen der Zusammenführung beider Banken - an den betriebsinternen Erfordernissen, den Geschäftsaktivitäten, der Strategie sowie der Risikosituation der Commerzbank.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, beispielsweise durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Gesamtvorstand wird regelmäßig über das Thema Personalrisiken informiert.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko ist definiert als Gefahr negativer Abweichungen von gegebenen Geschäftszielen aus bisherigen oder zukünftigen geschäftsstrategischen Entscheidungen und aus Veränderungen der Umfeldbedingungen.

Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Strategieprozesses, der dem jährlichen Planungsprozess der Bank zugrunde liegt. Dabei werden die konzernstrategischen Stoßrichtungen und strategischen Leitplanken festgelegt sowie quantitative Zielvorgaben als Aspirationsniveau für Konzern und Segmente bestimmt.

Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der avisierten Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch quartalsweises Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten. Daneben werden laufend auch externe Einflussfaktoren wie beispielsweise die Markt- und Wettbewerbsbedingungen, die Kapitalmarktanforderungen und veränderte Regulierungsbedingungen beobachtet, was bei relevanten Veränderungen zur Adjustierung der Konzernstrategie führen kann. Im Rahmen der regulatorischen Anforderungen der MaRisk wird eine nachhaltige Geschäftsstrategie festgelegt, in der die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Ebenso wird eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegt. Im Rahmen eines Strategieprozesses wird die Planung, Umsetzung, Beurteilung und Anpassung der Strategien koordiniert und schließlich wird die Strategie im Unternehmen kommuniziert.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand, der bei strategischen Fragestellungen von Group Development & Strategy unterstützt wird. Der Aufsichtsrat wird in einer Strategiesitzung über die Strategie des Hauses detailliert informiert. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1 % des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch das Investment and Resources Allocation Committee.

Reputationsrisiken

Als Reputationsrisiko bezeichnen wir die Gefahr von Verlusten, sinkenden Erträgen oder verringertem Unternehmenswert aufgrund von Geschäftsvorfällen, die das Vertrauen in die Commerzbank in der Öffentlichkeit oder in den Medien, bei Mitarbeitern oder Kunden, bei Ratingagenturen, Investoren oder Geschäftspartnern mindern.

Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Die Zuständigkeit von Group Communications für das Controlling sichert eine frühzeitige Marktwahrnehmung. Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können zur Ablehnung von Geschäften führen.

Compliancerisiken

Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Um das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards tragen wir durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die Interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

Gewinn- und Verlustrechnung der Commerzbank Aktiengesellschaft für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010

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Mio € 2010 2009
Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 10 151 13 576
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1 058 2 395
11 209 15 971
Zinsaufwendungen - 6 481 -10 671
4 728 5 300
Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 2 343
b) Beteiligungen 20 56
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 283 380
305 779
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs-

oder Teilgewinnabführungsverträgen
93 878
Provisionserträge 3 483 3 546
Provisionsaufwendungen - 752 - 557
2 731 2 989
Nettoertrag des Handelsbestands 1 953 - 705
darunter: Zuführung gemäß § 340e Absatz 4 HGB - 217 -
Sonstige betriebliche Erträge 694 624
Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter - 3 023 - 3 010
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für

Altersversorgung und für Unterstützung
- 676 - 827
darunter: für Altersversorgung - 257 - 416
- 3 699 - 3 837
b) Andere Verwaltungsaufwendungen - 3 305 - 3 622
- 7 004 - 7 459
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle

Anlagewerte und Sachanlagen
- 250 - 339
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 675 - 912
Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen

und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen

zu Rückstellungen im Kreditgeschäft
- 831 - 1 687
Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an

verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen

behandelten Wertpapieren
4 - 1 119
Aufwendungen aus Verlustübernahme - 2 891 - 2 048
Erträge aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken - 705
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit - 1 143 - 3 699
Außerordentliche Erträge 504 -
Außerordentliche Aufwendungen - 724 - 4 830
Außerordentliches Ergebnis - 220 - 4 830
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 259 256
darunter: Veränderung latenter Steuern 297 403
Sonstige Steuern - 47 212 - 8 248
Jahresfehlbetrag - 1 151 - 7 576
Entnahmen aus der Kapitalrücklage - 6 619
Entnahmen aus Gewinnrücklagen
a) Aus der gesetzlichen Rücklage - 3
b) Aus anderen Gewinnrücklagen 1 151 954
1 151 957
Bilanzgewinn - -

Jahresbilanz zum 31. Dezember 2010 der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aktivseite

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Barreserve
a) Kassenbestand 1 304 1 259
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 5 216 6 343
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 789 3 300
6 520 7 602
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur

Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen

sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen
243 2 140
243 2 140
Forderungen an Kreditinstitute
a) Täglich fällig 35 921 30 627
b) Andere Forderungen 144 324 136 751
180 245 167 378
Forderungen an Kunden 184 167 207 522
darunter: durch Grundpfandrechte gesichert 29 204 30 932
Kommunalkredite 6 078 5 966
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) Von öffentlichen Emittenten 2 640 -
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 2 640 -
ab) Von anderen Emittenten 94 2 734 5 005
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank - 4 233
5 005
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) Von öffentlichen Emittenten 9 496 12 777
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 9 058 11 552
bb) Von anderen Emittenten 27 731 37 227 61 802
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 22 190 34 743
74 579
c) Eigene Schuldverschreibungen Nennbetrag 5 Mio Euro 7 23 753
39 968 103 337
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72 11 968
Handelsbestand 183 286 -
Beteiligungen 512 819
darunter: an Kreditinstituten 279 232
an Finanzdienstleistungsinstituten 2 6
Anteile an verbundenen Unternehmen 13 047 14 274
darunter: an Kreditinstituten 458 955
an Finanzdienstleistungsinstituten 521 446
Treuhandvermögen 933 1 121
darunter: Treuhandkredite 875 457
Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte

und ähnliche Rechte und Werte
54 -
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen,

gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und

Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
116 114
170 114
Sachanlagen 995 966
Sonstige Vermögensgegenstände 11 611 105 102
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Unterschiedsbetrag gemäß § 250 Absatz 3 HGB 282 361
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 462 7 490
744 7 851
Aktive latente Steuern 2 061 445
Summe der Aktiva 624 574 630 639

Passivseite

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Mio 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) Täglich fällig 55 835 67 461
b) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 83 785 85 159
139 620 152 620
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 3 896 5 121
ab) Mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 260 341
4 156 5 462
b) Andere Verbindlichkeiten
ba) Täglich fällig 124 931 121 599
bb) Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 78 769 89 223
203 700 210 822
207 856 216 284
Verbriefte Verbindlichkeiten
a) Begebene Schuldverschreibungen 42 282 66 367
b) Andere verbriefte Verbindlichkeiten 6 293 19 873
48 575 86 240
darunter:
ba) Geldmarktpapiere 6 285 19 844
bb) Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 8 12
Handelsbestand 160 262 -
Treuhandverbindlichkeiten 933 1 121
darunter: Treuhandkredite 875 457
Sonstige Verbindlichkeiten 25 977 121 518
Rechnungsabgrenzungsposten
a) Unterschiedsbetrag gemäß § 340e Absatz 2 HGB 127 82
b) Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 580 7 907
707 7 989
Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 198 3 576
b) Steuerrückstellungen 736 1 038
c) Andere Rückstellungen 4 079 4 134
5 013 8 748
Nachrangige Verbindlichkeiten 11 226 12 144
Genussrechtskapital 1 027 1 310
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 320 603
Fonds für allgemeine Bankrisiken 217 -
Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
aa) Grundkapital 3 072
Eigene Anteile - 24 -
(bedingtes Kapital 1 448 Mio €) 3 048 3 072
ab) Einlagen stiller Gesellschafter 18 020 18 020
21 068 21 092
b) Kapitalrücklage 1 576 1 573
c) Gewinnrücklagen
ca) Gesetzliche Rücklage - -
cb) Andere Gewinnrücklagen 517 -
517 -
d) Bilanzgewinn - -
23 161 22 665
Summe der Passiva 624 574 630 639
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen

abgerechneten Wechseln
3 3
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften

und Gewährleistungsverträgen
36 234 38 192
36 237 38 195
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 1 1
b) Unwiderrufliche Kreditzusagen 59 640 71 740
59 641 71 741

Anhang

Allgemeine Angaben

(1) Grundlagen der Rechnungslegung

Der Jahresabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) sowie unter Beachtung der aktienrechtlichen Regelungen (AktG) aufgestellt worden. Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) erstmalig angewendet.

Der Jahresabschluss besteht aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Anhang. Darüber hinaus wurde nach § 289 HGB ein Lagebericht aufgestellt.

Alle Beträge sind, soweit nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio Euro angegeben.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Barreserve ist zu Nennbeträgen bilanziert. Schuldtitel öffentlicher Stellen sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt worden. Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sind zu Nennwerten ausgewiesen, gebildete Wertberichtigungen wurden abgesetzt. Unterschiedsbeträge zwischen Anschaffungskosten und Nennbeträgen, denen Zinscharakter zukommt, werden in die Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und über die Laufzeit ratierlich erfolgswirksam im Zinsergebnis berücksichtigt.

Die Risiken im Kreditgeschäft werden für alle bilanziellen Forderungsbestände und außerbilanziellen Geschäfte auf Einzelgeschäftsebene beziehungsweise Portfoliobasis unter Heranziehung interner Parameter und Modelle berechnet. Dabei wird zwischen signifikanten und nicht signifikanten Engagements unterschieden. Länderrisiken sind im Rahmen dieser Berechnungen abgedeckt. Die Höhe der Risikovorsorge für einzeln betrachtete Adressenausfallrisiken bemisst sich nach dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der Forderung und dem nach der Discounted-Cash-Flow-Methode berechneten Barwert der zu erwartenden zukünftigen Zahlungseingänge unter Berücksichtigung werthaltiger Sicherheiten auf diese Forderungen; die Ermittlung von Pauschalwertberichtigungen erfolgt modellbasiert. Die regelmäßige Risikovorsorgeauflösung, die sich aus der Erhöhung des Barwertes ergibt, wird innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung im Zinsertrag ausgewiesen.

Wertpapiere der Liquiditätsreserve werden - soweit sie nicht als Bewertungseinheit abgebildet werden - nach den Vorschriften für das Umlaufvermögen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und beizulegendem Wert bilanziert. Wertpapiere des Anlagevermögens werden nach dem gemilderten Niederstwertprinzip behandelt.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind gemäß den für das Anlagevermögen geltenden Regelungen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Sofern die Gründe, die zu einer Abschreibung geführt haben, nicht mehr bestehen, erfolgt eine Zuschreibung bis maximal zur Höhe der Anschaffungskosten.

Abschreibungen und Wertberichtigungen werden saldiert mit Wertaufholungen ausgewiesen. Sofern es sich um Handelsbestände handelt, wird der Saldo im Nettoergebnis des Handelsbestandes ausgewiesen. Im Fall von Liquiditätsbeständen erfolgt der Ausweis in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft. Bei Wertpapieren des Anlagevermögens sind die Aufwendungen in dem Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere ausgewiesen.

Die Bewertung des Handelsbestands erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich eines Risikoabschlags gemäß § 340e Absatz 3 HGB. Der Risikoabschlag wird auf Basis des aufsichtsrechtlichen Value at Risk für Marktpreisrisiken berechnet. Zurückgekaufte eigene Emissionen des Handelsbestandes sind saldiert ausgewiesen, soweit eine Schuld nicht mehr besteht.

Pensionsgeschäfte werden nach den geltenden Grundsätzen des § 340b HGB ausgewiesen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden verliehene Wertpapiere aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums bei der Commerzbank Aktiengesellschaft weiterhin bilanziert.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, und soweit abnutzbar, gemindert um planmäßige Abschreibungen ausgewiesen. Die zugrundeliegenden Nutzungsdauern orientieren sich an der von der Finanzverwaltung veröffentlichten allgemeinen Tabelle zur Absetzung für Abnutzung. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden in Höhe der hierfür angefallenen Entwicklungskosten aktiviert. Geringwertige Wirtschaftsgüter sind nach den jeweiligen lokalen steuerrechtlichen Vereinfachungsregelungen bilanziert.

Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Rückzahlungs- und Auszahlungsbetrag werden als Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und zeitanteilig erfolgswirksam aufgelöst. Langfristige, abgezinste Verbindlichkeiten (Zerobonds) werden mit dem Barwert angesetzt.

Pensionsrückstellungen werden jeweils zum Jahresende auf Basis eines Gutachtens bewertet. Für die Bewertung wird die Anwartschaftsbarwertmethode zugrunde gelegt. Der Aufwand für die Aufzinsung dieser Rückstellungen wird im Sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst. Die Parameter der Berechnung sind in der Note Rückstellungen beschrieben.

Das Deckungsvermögen zur Sicherung der Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet und gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB mit den hierfür gebildeten Rückstellungen saldiert ausgewiesen. Gleiches gilt für die zugehörigen Aufwendungen und Erträge. Der Unterschiedsbetrag wird in der Bilanz ausgewiesen. Der erforderliche Zuführungsbetrag gemäß Artikel 67 Absatz 1 EGHGB wird bis spätestens 31. Dezember 2024 zugeführt.

Rückstellungen für Steuern und andere Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt, Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit ihrem Barwert. Der Aufwand für die Aufzinsung der Rückstellungen ist unter dem Sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden sowohl zur Absicherung von Bilanzposten als auch für Handelszwecke eingesetzt und am Bilanzstichtag einzeln bewertet. Bewertungseinheiten werden unter Einbezug derivativer Sicherungsgeschäfte entsprechend den Vorschriften des § 254 HGB gebildet. Zinsderivate, die zur Steuerung der Gesamtzinsposition der Commerzbank Aktiengesellschaft (Aktiv-Passiv-Steuerung) abgeschlossen werden, werden nicht zinsinduziert bewertet. Die Berücksichtigung interner Geschäfte erfolgt im Rahmen des sogenannten Stellvertreterprinzips.

Latente Steuern werden für alle temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen der angesetzten Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet. Latente Steuern werden unter Anwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung beziehungsweise der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Der Gesamtsteuersatz der Commerzbank Aktiengesellschaft für Deutschland setzt sich wie folgt zusammen:

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Körperschaftsteuersatz Solidaritätszuschlag Gewerbesteuersatz Gesamtsteuersatz
15 % 5,5 % von KSt 15 % 30,85 %

Die Bewertung der latenten Steuern der ausländischen Betriebsstätten erfolgt mit den dort geltenden Steuersätzen, deren Bandbreite sich zwischen 0 % und 46 % bewegt.

Aufgrund der bestehenden ertragsteuerlichen Organschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft werden die aktiven und passiven latenten Steuern aus temporären Differenzen der Organgesellschaften auf Ebene der Commerzbank Aktiengesellschaft bilanziert. Bei ausländischen Betriebsstätten erfolgt die Bilanzierung auf Ebene der Organgesellschaften.

Aktive latente Steuern werden in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Steuerliche Verlustvorträge und Zinsvorträge werden bei der Berechnung aktiver latenter Steuern in Höhe der innerhalb der nächsten fünf Jahre zu erwartenden Verlust-/Zinsverrechnung berücksichtigt. Aktive und Passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die zugrundeliegenden Differenzen beruhen im Wesentlichen auf unterschiedlichen Wertansätzen bei den Rückstellungen, den sonstigen Verbindlichkeiten, den Forderungen an Kreditinstituten bzw. den Sachanlagen und führen zu einer aktiven latenten Steuer. Des Weiteren wurden aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, soweit mit einer Verlustverrechnung innerhalb der nächsten auf den Abschlussstichtag folgenden fünf Geschäftsjahre mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit zu rechnen ist. Im Geschäftsjahr ergab sich insgesamt eine aktive latente Steuer, welche in Ausübung des Wahlrechts ausgewiesen wird.

(3) Währungsumrechnung

Die Umrechnung von fremden Währungen in Euro erfolgt nach den Vorschriften der §§ 256a und 340h HGB. Dabei sind Bilanzposten und Posten der Gewinn- und Verlustrechnung, die auf fremde Währung lauten, sowie schwebende Kassageschäfte zum Kassa-Mittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs. Aufgrund der besonderen Deckung in derselben Währung werden Verluste und Gewinne aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die Umrechnung der auf fremde Währung lautenden Abschlüsse unserer Auslandsfilialen in die Berichtswährung erfolgt zum Kassa-Mittelkurs am Bilanzstichtag. Sortenbestände wurden mit den zum Bilanzstichtag gültigen Kursen umgerechnet.

(4) Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die aus der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstehenden Aufwendungen und Erträge sind grundsätzlich in den außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen. Erfolgsneutral aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstehende Effekte sind in die Gewinnrücklagen eingestellt worden. Die Commerzbank Aktiengesellschaft macht von dem Wahlrecht Gebrauch, die Vorjahreszahlen nicht anzupassen. Für die nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz neu ausgewiesenen Angaben werden keine Vorjahreszahlen berechnet.

Die Definition der börsenfähigen Unternehmen wurde geändert und die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

Zurückgekaufte eigene Emissionen des Handelsbestandes sind seit diesem Geschäftsjahr saldiert ausgewiesen soweit eine Schuld nicht mehr besteht. Darüber hinaus werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensions- und Wertpapierleihgeschäften sowie positive und negative beizulegende Zeitwerte aus Derivaten mit zentralen Kontrahenten unter bestimmten Voraussetzungen saldiert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(5) Erträge nach geografischen Märkten

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Mio € 2010 2009
Europa einschließlich Deutschland 17 035 19 336
Amerika 419 607
Asien 189 250
Afrika 1 22
Gesamt 17 644 20 215

Der Gesamtbetrag enthält die Posten Zinserträge, Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen, Provisionserträge, Nettoertrag des Handelsbestandes und Sonstige betriebliche Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung.

(6) Abschlussprüferhonorar

Wir haben von dem Wahlrecht gemäß § 285 Nr. 17 HGB Gebrauch gemacht, das Abschlussprüferhonorar im Konzernabschluss auszuweisen.

(7) Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 694 Mio Euro (Vorjahr: 624 Mio Euro) sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

(8) Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 675 Mio Euro (Vorjahr: 912 Mio Euro) sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Zuführungen zu Rückstellungen für Prozess- und Regressrisiken enthalten.

(9) Außerordentliches Ergebnis

Das Außerordentliche Ergebnis resultiert aus den Aufwendungen und Erträgen, die durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes zum 1. Januar 2010 entstanden sind.

(10) Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung

Für Dritte wurden nachstehende wesentliche Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung erbracht:

Depotverwaltung
Vermittlung von Versicherungs- und Bausparverträgen
Vermögensverwaltung
Verwaltung von Treuhandvermögen
Investmentgeschäft
Wertpapierkommissionsgeschäft
Abwicklung von Zahlungsverkehr

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Restlaufzeitengliederung der Forderungen und Verbindlichkeiten

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Andere Forderungen an Kreditinstitute 144 324 136 751
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 87 064 78 211
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 19 186 30 003
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 33 234 25 776
mehr als fünf Jahren 4 840 2 761
Forderungen an Kunden 184 167 207 522
mit unbestimmter Laufzeit 14 908 14 537
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 41 780 63 566
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 22 652 17 501
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 49 730 54 483
mehr als fünf Jahren 55 097 57 435

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit

vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
83 785 85 159
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 53 110 39 235
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 4 694 17 285
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 13 214 14 699
mehr als fünf Jahren 12 767 13 940
Spareinlagen

mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
260 341
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 42 51
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 68 86
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 126 174
mehr als fünf Jahren 24 30
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit

vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
78 769 89 223
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 52 506 63 075
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 11 368 10 516
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren 7 974 8 162
mehr als fünf Jahren 6 921 7 470
Andere verbriefte Verbindlichkeiten 6 293 19 873
mit einer Restlaufzeit von
bis zu drei Monaten 5 226 14 939
mehr als drei Monaten bis zu einem Jahr 1 067 4 930
mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren - 4
mehr als fünf Jahren - -

Von den begebenen Schuldverschreibungen in Höhe von 42 282 Mio Euro (Vorjahr: 66 367 Mio Euro) werden 7 058 Mio Euro im Geschäftsjahr 2011 fällig.

Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden Forderungen an Kunden, Forderungen an Kreditinstitute sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in die Handelsaktiva beziehungsweise Handelspassiva umgegliedert und sind dort zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen.

(12) Wertpapiere

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Schuldverschreibungen und andere

festverzinsliche Wertpapiere
39 968 103 337
darunter
börsenfähig 39 538 101 740
börsennotiert 21 892 74 389
nicht börsennotiert 17 646 27 351
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72 11 968
darunter
börsenfähig1 1 7 229
börsennotiert 1 7 229
Beteiligungen 512 819
darunter
börsenfähig1 14 311
börsennotiert 14 311
Anteile an verbundenen Unternehmen 13 047 14 274
darunter
börsenfähig1 - -
börsennotiert - -

1 Siehe Note Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der Änderung der Definition börsenfähiger Unternehmen wurde der Vorjahresausweis angepasst.

Von den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 39 968 Mio Euro (Vorjahr: 103 337 Mio Euro) werden 7 187 Mio Euro im Geschäftsjahr 2011 fällig.

Im Geschäftsjahr 2010 wurden Wertpapiere des Anlagebestandes in Höhe von 5 101 Mio Euro in den Liquiditätsbestand umgewidmet.

Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden Wertpapiere, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in die Handelsaktiva umgegliedert und sind dort zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen.

(13) Handelsbestand

Zum 31. Dezember 2010 gliedert sich der Handelsbestand folgendermaßen:

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Mio € 31.12.2010
Handelsaktiva 183 286
Derivative Finanzinstrumente 131 455
Forderungen 1 688
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 36 698
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 13 705
Risikoabschlag Value at Risk - 260

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Mio € 31.12.2010
Handelspassiva 160 262
Derivative Finanzinstrumente 133 665
Verbindlichkeiten 26 597

Für die Finanzinstrumente des Handelsbestandes wird der beizulegende Zeitwert ermittelt. Nach § 255 Absatz 4 HGB entspricht der beizulegende Zeitwert dem Marktpreis. Dieser ist bei börsennotierten Produkten der Börsenpreis, für nicht börsennotierte Produkte werden Vergleichspreise und indikative Preise von Preisagenturen oder anderen Kreditinstituten herangezogen. Nicht derivative Finanzinstrumente, für die keine Börsenkurse vorliegen, werden mit marktüblichen Verfahren unter Anwendung instrumentenspezifischer Marktparameter bewertet. Zur Anwendung kommt dabei insbesondere die Barwertmethode. Lässt sich der beizulegende Zeitwert auf diese Weise nicht ermitteln, werden gemäß § 255 Absatz 4 HGB die Anschaffungskosten angesetzt. Zur Bewertung derivativer Finanzinstrumente des Handelsbestandes verweisen wir auf die Ausführungen in der Note Termingeschäfte.

Gemäß § 340e Absatz 3 HGB wird bei der Bewertung des Handelsbestandes ein Marktpreisrisikoabschlag auf Basis der risikoadjustierten Mark-to-Market-Betrachtung berücksichtigt. Der Marktpreisrisikoabschlag wird auf Basis des aufsichtsrechtlich ermittelten Value-at-Risk-Ansatzes berechnet und ist dabei so bemessen, dass ein zu erwartender maximaler Verlust aus diesen Handelsbüchern mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99 % bei einer Haltedauer von zehn Tagen nicht überschritten wird. Es wird ein historischer Beobachtungszeitraum von einem Jahr zugrunde gelegt. Der Value at Risk wird für den Gesamtbestand des Portfolios zentral ermittelt und in der Bilanz innerhalb der Handelsaktiva abgesetzt. Aufgrund des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wird das Zins- und Dividendenergebnis des Handelsbestandes im Nettoertrag des Handelsbestandes ausgewiesen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft verrechnet positive und negative Marktwerte aus Zinsswaps des Handelsbestandes mit zentralen Kontrahenten.

Die institutsinternen festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.

Dem Fonds für allgemeine Bankrisiken hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2010 einen Betrag in Höhe von 217 Mio Euro aus dem Nettoertrag des Handelsbestandes zugeführt.

Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind in diesem Geschäftsjahr keine Vorjahreszahlen ausgewiesen (siehe die Note Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

(14) Bewertungseinheiten

Zum Ausgleich gegenläufiger Wertänderungen werden Mikro- und Portfoliobewertungseinheiten zur Absicherung der hieraus bestehenden Risiken gebildet.

Für Wertpapiere der Liquiditätsreserve gebildete Mikrobewertungseinheiten sichern im Wesentlichen das allgemeine Zinsänderungsrisiko ab. Zinsinduzierte Wertänderungen der Wertpapiere werden durch die Wertänderung der zugehörigen Sicherungsgeschäfte nahezu vollständig ausgeglichen. Bei für eigene Emissionen des Nichthandels gebildeten Mikrobewertungseinheiten erfolgt eine vollständige Absicherung von Zinsänderungs-, Währungs- sowie sonstigen Preisrisiken. Bei beiden Absicherungen entsprechen die Konditionen der Sicherungsinstrumente jeweils nahezu vollständig den Konditionen der abgesicherten Bestände (beispielsweise Volumen, Laufzeit, Zahlungstermine).

Die Effektivität der Bewertungseinheiten für Wertpapiere der Liquiditätsreserve wird mit der Methode der Regressionsanalyse prospektiv und retrospektiv nachgewiesen. Die Restlaufzeit dieser Mikrobewertungseinheiten beträgt durchschnittlich sechs Jahre. Bei den Bewertungseinheiten für eigene Emissionen des Nichthandelsbestandes wird die Effektivitätsmessung über einen vereinfachten Test auf Basis der Übereinstimmung der wesentlichen Parameter durchgeführt (Critical Term Match). Diese Bewertungseinheiten weisen im Durchschnitt eine Restlaufzeit von sechs Jahren auf.

Portfoliobewertungseinheiten werden für die Absicherung von Zinsrisiken bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve gebildet, da die Fair-Value-Steuerung auf Portfolio-Basis erfolgt. Dies bedeutet, dass für in einem Portfolio zusammengefasste einzelne gleichartige Grundgeschäfte die Gesamtzinsposition des Portfolios abgesichert wird. Die Effektivität wird über die Analyse von Zinssensitivitäten nachgewiesen. Die durchschnittliche Restlaufzeit der gebildeten Portfoliobewertungseinheit beträgt drei Jahre.

Der Buchwert der insgesamt mit Bewertungseinheiten abgesicherten Vermögensgegenstände beträgt zum Abschlussstichtag 13 019 Mio Euro, der Buchwert der abgesicherten Schulden 61 495 Mio Euro. Das Nominalvolumen der Bewertungseinheiten der Aktivseite beträgt zum Stichtag 12 592 Mio Euro, für die Bewertungseinheiten der Passivseite 62 920 Mio Euro.

(15) Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Die folgende Tabelle weist die Forderungen und Verbindlichkeiten mit verbundenen Unternehmen und Beteiligungen aus:

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Verbundene Unternehmen Beteiligungen
Mio € 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
Forderungen an Kreditinstitute 92 258 83 380 622 1 015
Forderungen an Kunden 12 709 11 627 4 194 1 087
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 15 181 7 843 - -
Handelsaktiva 3 852 - 59 -
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20 654 21 012 42 25
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 18 311 10 979 4 025 658
Verbriefte Verbindlichkeiten 1 923 1 566 - -
Nachrangige Verbindlichkeiten 3 282 2 201 - 5

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen werden grundsätzlich zu marktüblichen Konditionen abgewickelt. Beziehungen zu nahestehenden Personen sind detailliert in der Note Bezüge und Kredite an Organe sowie im Vergütungsbericht wiedergegeben.

(16) Treuhandgeschäfte

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kunden 875 457
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere - 276
Sonstiges Treuhandvermögen - 336
Commerzbank-Stiftung 58 52
darunter: Bankguthaben - Laufende Konten 1 1
Wertpapiere 56 50
sonstige Vermögensgegenstände 1 1
Treuhandvermögen 933 1 121
darunter: Treuhandkredite 875 457
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15 293
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 860 776
Commerzbank-Stiftung 58 52
darunter: Eigenkapital 56 51
Verbindlichkeiten 1 1
Stiftungsergebnis 1 -
Treuhandverbindlichkeiten 933 1 121
darunter: Treuhandkredite 875 457

(17) Entwicklung des Anlagevermögens

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Mio € Immaterielle

Anlagewerte
Sachanlagen Wertpapiere

Anlagebestand
Beteiligungen1 Anteile an

verbundenen

Unternehmen1
Anschaffungs-/Herstellungskosten 1.1.2010 1 135 3 485 9 876
Zugänge Geschäftsjahr 128 186 321
Abgänge Geschäftsjahr 9 104 353
Umbuchungen - 4 - 26 - 8 759
Wechselkursänderungen 6 41 40
Anschaffungs-/Herstellungskosten 31.12.2010 1 256 3 582 1 125
Abschreibungen kumuliert 1 086 2 612 448
darunter: Abschreibungen Geschäftsjahr 70 180 22
Zuschreibungen Geschäftsjahr - 25 -
Restbuchwerte 31.12.2010 170 995 677 512 13 047
Restbuchwerte 31.12.2009 114 966 9 315 819 14 274

1 Von der Zusammenfassungsmöglichkeit nach § 34 Absatz 3 RechKredV wurde Gebrauch gemacht.

Von den Grundstücken und Gebäuden mit einem Gesamtbuchwert von 443 Mio Euro (Vorjahr: 399 Mio Euro) sind Objekte in Höhe von 198 Mio Euro (Vorjahr: 244 Mio Euro) eigengenutzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung ist in Höhe von 552 Mio Euro (Vorjahr: 567 Mio Euro) in den Sachanlagen enthalten. Zu den Wertpapieren des Anlagebestandes verweisen wir auf unsere Ausführungen unter der Note Wertpapiere.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft betreibt keine Forschung im Rahmen von selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens. Die aktivierten Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens betragen im Geschäftjahr 54 Mio Euro.

(18) Sonstige Vermögensgegenstände

Die Sonstigen Vermögensgegenstände von 11 611 Mio Euro (Vorjahr: 105 102 Mio Euro) enthalten im Wesentlichen gezahlte Prämien für Optionsgeschäfte des Nichthandelsbestands von 4 475 Mio Euro (Vorjahr: 19 567 Mio Euro) sowie Forderungen aus Initial Margins von 2 636 Mio Euro.

Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden Sonstige Vermögensgegenstände, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in die Handelsaktiva umgegliedert und sind dort zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen.

(19) Nachrangige Vermögensgegenstände

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen an Kreditinstitute 180 245 167 378
darunter: nachrangig 1 268 1 156
Forderungen an Kunden 184 167 207 522
darunter: nachrangig 389 312
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 39 968 103 337
a) Anleihen und Schuldverschreibungen von anderen Emittenten 27 731 61 802
darunter: nachrangig - 86
b) Eigene Schuldverschreibungen 7 23 753
darunter: nachrangig 6 92
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 72 11 968
darunter: nachrangig - 13
Handelsaktiva1 183 286 -
darunter: nachrangig 222 -
Gesamt Nachrangige Vermögensgegenstände 1 885 1 659

1 Handelsbestand zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

(20) Pensionsgeschäfte

Der Buchwert der in der Bilanz ausgewiesenen in Pension gegebenen Vermögensgegenstände beträgt 37 956 Mio Euro (Vorjahr: 45 607 Mio Euro).

(21) Fremdwährungsvolumina

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in fremder Währung beläuft sich am Stichtag auf 236 527 Mio Euro (Vorjahr: 139 471 Mio Euro).

Auf fremde Währung lautende Verbindlichkeiten liegen am Stichtag in Höhe von 234 524 Mio Euro (Vorjahr: 139 670 Mio Euro) vor.

(22) Sicherheitenübertragung für eigene Verbindlichkeiten

Für die nachfolgend genannten Verbindlichkeiten wurden Vermögensgegenstände als Sicherheiten in entsprechender Höhe übertragen:

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62 535 72 912
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 15 111 39 090
Andere Verpflichtungen 11 785 1
Gesamt 89 431 112 003

Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte, für zweckgebundene Refinanzierungsmittel sowie im Rahmen von Offenmarktgeschäften des Eurosystems. Im Offenmarktvolumen sind Wertpapiere aus der Verbriefung von Retail-Immobilienfinanzierungen aus dem Kundenkreditgeschäft der Commerzbank Aktiengesellschaft in Höhe von 12 290 Mio Euro (Vorjahr: 13 856 Mio Euro) enthalten. Die Verbriefungen erfolgten über Zweckgesellschaften.

(23) Sonstige Verbindlichkeiten

Die Sonstigen Verbindlichkeiten von 25 977 Mio Euro (Vorjahr: 121 518 Mio Euro) enthalten im Wesentlichen erhaltene Prämien für Optionsgeschäfte des Nichthandelsbestandes von 4 580 Mio Euro und Verbindlichkeiten aus Verbriefungstransaktionen.

Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden Sonstige Verbindlichkeiten, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in die Handelspassiva umgegliedert und sind dort zum beizulegenden Zeitwert ausgewiesen.

(24) Rückstellungen

a) Altersversorgungsverpflichtungen

Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Rechnungszinsfußes von 5,15 % nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren auf der Grundlage der Heubeck-Richttafeln 2005 G gebildet. Dabei gehen wir von einer erwarteten allgemeinen Lohn- und Gehaltssteigerung von 2,50 % per annum einschließlich eines angenommenen Karrieretrends aus; für die Rentendynamik legen wir einen Zinssatz von 1,80 % per annum zugrunde. Die Dynamik der Beitragsbemessungsgrenze wird mit 2,00 % per annum angenommen. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen im Sinne von Artikel 28 Absatz 2 EGHGB beläuft sich auf 24 Mio Euro.

Die aufgrund der geänderten Bewertung der Pensionen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erforderliche Zuführung beträgt zum Jahresende 444 Mio Euro und wird spätestens bis zum 31. Dezember 2024 angesammelt. Die Zuführung für dieses Geschäftsjahr wurde im außerordentlichen Aufwand erfasst.

Nach § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB wird das Deckungsvermögen zur Sicherung der Verpflichtungen aus Pensionen und Altersteilzeit mit den hierfür gebildeten Rückstellungen verrechnet. Per 31. Dezember 2010 ergeben sich vor Verrechnung folgende Werte für die Posten:

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Mio € 31.12.20101
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 4 076
Erfüllungsbetrag 4 671

1 Siehe die Note Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind in diesem Geschäftsjahr keine Vorjahreszahlen ausgewiesen.

Vor Verrechnung beträgt der Aufwand für die Aufzinsung 181 Mio Euro, die Erträge aus dem Deckungsvermögen 305 Mio Euro. Die historischen Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betragen 3 894 Mio Euro.

Das Deckungsvermögen ist überwiegend in Spezial- und Publikumsfonds angelegt, die insbesondere in festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien investiert sind. Darüber hinaus enthält es Anlagen in Kapitalbeteiligungsgesellschaften, Kapitalisierungsprodukte und Guthaben auf Bankkonten. Für die Spezial- und Publikumsfonds liegen Rücknahmepreise der Kapitalanlagegesellschaften und anerkannte Börsen- oder Marktpreise vor. Für die Bewertung der Private Equity Investments greifen wir auf die vom jeweiligen Fonds ermittelten Werte zurück. Der Aktivwert des Kapitalisierungsproduktes wird von der Versicherung nach anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik berechnet und setzt sich aus den gezahlten Beiträgen, den bisher aufgelaufenen garantierten Zinsen und den zugeteilten Überschüssen abzüglich der Kosten zusammen. Guthaben auf Bankkonten werden mit dem Nominalwert angesetzt. Für die Bewertung der Derivate verweisen wir auf unsere Ausführungen in der Note Termingeschäfte.

b) Andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen enthalten hauptsächlich Rückstellungen für Restrukturierung, Prozess- und Regressrisiken sowie dem Personalbereich zugeordnete Sachverhalte. Die Restrukturierungsrückstellungen betragen 741 Mio Euro (Vorjahr: 1 126 Mio Euro). Aufgrund der Aufzinsung sind die anderen Rückstellungen um 114 Mio Euro gestiegen. Aufgrund der Regelungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wurden Rückstellungsbeträge, die dem Handelsbestand zuzurechnen sind, in die Handelspassiva umgegliedert.

(25) Nachrangige Verbindlichkeiten

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten in Höhe von 11 226 Mio Euro (Vorjahr: 12 144 Mio Euro) dürfen im Fall einer Insolvenz oder einer Liquidation erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden. Eine Rückzahlungsverpflichtung oder Ansprüche auf Zinszahlungen bestehen solange nicht.

Die Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen sind nachrangige Verpflichtungen der Emittentin, die gleichrangig mit allen anderen Nachrangigen Verbindlichkeiten der Emittentin befriedigt werden. Im Geschäftsjahr beträgt der Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten 576 Mio Euro (Vorjahr: 566 Mio Euro).

Nachfolgende Mittelaufnahmen übersteigen zum 31. Dezember 2010 10 % des Gesamtbetrages dieses Postens:

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Kennummer Währung Mio € Zinssatz in % Fälligkeit
WKN CB0789 EUR 1 250 4,13 13.09.2016

Die Kündigung der Teilschuldverschreibungen durch den Inhaber ist ausgeschlossen. Es gelten die Bedingungen für nachrangige Verpflichtungen. Eine Umwandlung in Kapital oder in eine andere Schuldform ist vertraglich nicht festgeschrieben.

(26) Genussrechtskapital

Von dem in der Bilanz ausgewiesenen Genussrechtskapital dienen 707 Mio Euro (Vorjahr: 707 Mio Euro) als haftendes Eigenkapital im Sinne von § 10 Absatz 5 KWG.

Rückzahlungen der Genussrechte sind gegenüber Ansprüchen von anderen Gläubigern nachrangig, gehen jedoch Gewinnausschüttungen an Aktionäre voraus.

Reicht der Bilanzgewinn zur Zahlung der Ausschüttung auf die Genussrechte nicht aus, so vermindert sich diese nach Maßgabe der jeweiligen Genussscheinbedingungen.

Gemäß den Genussscheinbedingungen ist die Bedienung der Zins- und Rückzahlungsansprüche der Genussrechte insbesondere an das Bilanzergebnis (und nicht an etwaige Dividendenzahlungen) der Bank geknüpft. Bei einem Jahresfehlbetrag ist gemäß den EU-Auflagen und SoFFin-Vereinbarungen die Auflösung von Rücklagen oder des Sonderpostens nach § 340g HGB zur Bedienung von gewinnabhängigen Eigenkapitalinstrumenten nicht zulässig. Für die Genussrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft bedeutet dies, dass keine Kuponzahlungen für das Jahr 2010 erfolgen, sofern sie nicht hierzu auch ohne Auflösung von Rücklagen beziehungsweise des Fonds für allgemeine Bankrisiken rechtlich verpflichtet wäre. Eine Herabsetzung des Genussrechtskapitals wurde durch die Auflösung von Rücklagen in Einklang mit den SoFFin-Vereinbarungen verhindert.

Der Bestand des Genussrechtskapitals setzt sich zum Geschäftsjahresende wie folgt zusammen:

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31.12.2010
Mio € Zinssatz in % Laufzeitende 31.12.
--- --- --- ---
632 5,39 2015 Genussschein

WKN DR2U70
320 6,38 2010 Genussschein1

darunter: 10 Mio € Namensgenussschein

WKN 803205
50 7,53 2014 Namensgenussschein

WKN 422785
25 7,56 2014 Namensgenussschein

WKN 422720
1 027

1 Rückzahlung erfolgt am 1. Juli 2011.

(27) Eigenkapital

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31.12.2010 31.12.2009
Eigenkapitalbestand 23 160 614 169,94 22 664 750 885,16
a) Gezeichnetes Kapital 21 067 742 163,62 21 091 962 034,62
Grundkapital 3 071 517 607,60 3 071 517 607,60
Einlagen stiller Gesellschafter 18 020 444 427,02 18 020 444 427,02
Abzüglich Eigene Anteile im Bestand - 24 219 871,00 -
b) Kapitalrücklage 1 576 279 026,27 1 572 788 792,92
c) Gewinnrücklagen 516 592 980,05 57,62
Gesetzliche Rücklage - -
Satzungsmäßige Rücklagen - -
Andere Gewinnrücklagen1 516 592 980,05 57,62
d) Bilanzgewinn - -

1 Vorjahresbetrag war Bestandteil der Rücklage für Eigene Anteile.

a) Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Commerzbank Aktiengesellschaft in Höhe von 3 071 517 607,60 Euro ist zum 31. Dezember 2010 eingeteilt in 1 181 352 926 nennwertlose Stückaktien (rechnerischer Wert/Aktie 2,60 Euro). Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Grundlage der stillen Einlagen bildet der Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009 über die Errichtung einer stillen Gesellschaft zwischen dem Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt und der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die stillen Einlagen werden im Falle eines Gewinns mit 9 % jährlich verzinst und zu 100 % als Kernkapital angerechnet. Eine Rückzahlung der stillen Einlagen wird zum Nominalwert erfolgen. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für jede volle 5 906 764 Euro Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte. Die Einlagen sind innerhalb des Eigenkapitals gesondert bilanziert. Die Ausschüttung erfolgt nur, wenn und soweit ein Bilanzgewinn vorliegt. Für 2010 wurden die Voraussetzungen für eine Vergütung nicht erfüllt und somit fiel kein Aufwand an.

An einem Bilanzverlust nimmt der Finanzmarktstabilisierungsfonds im Verhältnis des Buchwerts der stillen Einlage zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Absatz 2a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die stille Einlage in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagennennbetrags wieder hochgeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder erhöht würde.

Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz SE am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer stillen Gesellschaft, auf deren Basis die Allianz SE mittels einer Tochtergesellschaft eine stille Einlage in Höhe von 750 000 000,00 Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die stille Einlage ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9 % pro anno und zum anderen aus einer dividendenabhängigen Zusatzvergütung in Höhe von 0,01 % pro anno für jede volle 5 906 764 Euro Dividendensumme besteht. Die Ausschüttung erfolgt nur, wenn und soweit ein Bilanzgewinn vorliegt.

Ferner besteht eine stille Einlage der HT1 Funding GmbH in Höhe von 842 473 825,02 Euro.

b) Kapitalrücklage

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Stand 31.12.2009 1 572 788 792,92
Gewinne aus dem Handel mit Eigenen Anteilen 3 490 233,35
Zuführungen -
Entnahmen -
Stand 31.12.2010 1 576 279 026,27

In der Kapitalrücklage werden Agien aus der Ausgabe von Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen. Daneben werden Zuzahlungen aus der Emission von Wandlungs- und Optionsrechten zum Erwerb von Anteilen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie Differenzbeträge zwischen den Anschaffungskosten und dem Wiederveräußerungserlös eigener Anteile berücksichtigt.

c) Gewinnrücklagen

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Gesamt Gesetzliche

Rücklage
Rücklage für eigene

Anteile1
andere

Gewinnrücklagen
Stand 31.12.2009 57,62 - 57,62 -
Auflösung der Rücklage für Eigene Anteile - 57,62 - - 57,62 -
Veränderung des Bestandes an Eigenen Anteilen - 44 487 304,22 - - - 44 487 304,22
Verluste aus dem Handel mit Eigenen Anteilen - 23 308 192,73 - - - 23 308 192,73
Zuführung zu anderen Gewinnrücklagen 1 735 610 091,17 - - 1 735 610 091,17
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen - 1 151 221 614,17 - - - 1 151 221 614,17
Stand 31.12.2010 516 592 980,05 - - 516 592 980,05

1 Nur bis zum 31. Dezember 2009.

Die Entnahmen aus den Rücklagen erfolgten zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages. Hinsichtlich der Eigenen Anteile verweisen wir auf die Ausführungen unter der Note Eigene Aktien. Aufgrund der Umstellung auf das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz sind in der Zuführung zu den anderen Gewinnrücklagen im Wesentlichen Beträge aus latenten Steuern sowie der Abzinsung von Rückstellungen enthalten.

(28) Genehmigtes Kapital

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Jahr der Beschlussfassung Ursprüngliches

Genehmigtes

Kapital

Mio €
Verbleibendes

Genehmigtes

Kapital

Befristung

bis
Gemäß

Satzung
2009 670 - 14. Mai 2014 § 4 Absatz 3 a.F.
2009 460 - 14. Mai 2014 § 4 Absatz 6 a.F.
2006 12 - 30. April 2011 § 4 Absatz 7 a.F.
2010 1 535 1 535 000 000,00 18. Mai 2015 § 4 Absatz 3 n.F.
Stand 31.12.2010 2 677 1 535 000 000,00

Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus genehmigtem Kapital ergeben sich für die einzelnen Kapitalien zum 31. Dezember 2010 wie folgt (vergleiche Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand: 25. August 2010):

§ 4 Absatz 3

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 18. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 1 535 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
um in Höhe von bis zu 12 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auszugeben;
um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Absatz 1, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2010 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2010 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen.

Der letztjährige § 4 Absätze 3, 6 und 7 der Satzung wurde auf Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 zum Zwecke der Schaffung einer einheitlichen neuen Ermächtigung gestrichen.

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Verbleibendes

genehmigtes

Kapital 31.12.2009
Zugang

Geschäftsjahr
Verbrauch

Geschäftsjahr
Verfall

Geschäftsjahr
Verbleibendes

genehmigtes

Kapital 31.12.2010
Gesamt 1 142 000 000,00 1 535 000 000,00 - 1 142 000 000,00 1 535 000 000,00

(29) Bedingtes Kapital

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Bedingtes

Kapital 31.12.2009
Zugang

Geschäftsjahr
Verfall

Geschäftsjahr
Bedingtes

Kapital1

31.12.2010
davon belegtes

bedingtes Kapital
freie Linien
Gesamt 1 222 000 000,00 1 057 666 667,20 832 000 000,00 1 447 666 667,20 - 1 447 666 667,20

1 Von dem Bedingten Kapital dienen 745 666 667,20 Euro der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Bedingungen für Kapitalerhöhungen aus bedingtem Kapital ergeben sich für die einzelnen Kapitalien wie folgt (vergleiche Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft, Stand: 25. August 2010):

§ 4 Absatz 4

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 um bis zu 702 000 000,00 Euro eingeteilt in 270 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 19. Mai 2010 (Ermächtigung 2010) bis zum 18. Mai 2015 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden.

§ 4 Absatz 5

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2009 um bis zu 390 000 000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 150 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

§ 4 Absatz 6

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund der Beschlüsse der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2010 um bis zu 355 666 667,20 Euro eingeteilt in bis zu 136 794 872 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2010/II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Finanzmarktstabilisierungsfonds von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

(30) Ausschüttungsgesperrte Beträge

Die folgende Tabelle zeigt die per 31. Dezember 2010 ausschüttungsgesperrten Beträge nach Abzug der hierauf entfallenden passiven latenten Steuern. Von den aktiven latenten Steuern vor Saldierung wurden passive latente Steuern in Höhe von 87 Mio Euro abgesetzt.

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Mio € 31.12.20101
Aktivierte selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände

des Anlagevermögens
37
Unterschiedsbetrag aus der Aktivierung von Deckungsvermögen

zum beizulegenden Zeitwert
112
Aktivierung latenter Steuern 2 148
Gesperrter Betrag 2 297

1 Siehe die Note Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind in diesem Geschäftsjahr keine Vorjahreszahlen ausgewiesen.

(31) Bedeutende Stimmrechtsanteile

Der Bank sind bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen gemäß § 21 WpHG zugegangen:

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Meldepflichtiger Ort Direkt

gehalten

%
Mittelbar

%
Gesamt

%
Meldung vom
Assicurazioni Generali S.p.A. Triest 0,19 4,78 4,97 11.10.2010
Allianz SE München 7,17 2,31 9,48 21.1.2011

(32) Eigene Aktien

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Anzahl Aktien1 Rechnerischer Wert Anteil am Grundkapital
Stück Tsd € %
--- --- --- ---
Bestand am 31.12.2010 9 315 335 24 220 0,79
Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr 9 782 622 25 435 0,83
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand

am 31.12.2010
10 276 162 26 718 0,87
Im Geschäftsjahr erworbene Aktien 216 750 366 563 551 -
Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien 207 435 041 539 331 -

1 Rechnerischer Wert je Aktie 2,60 Euro.

Die Hauptversammlung hat die Commerzbank Aktiengesellschaft am 19. Mai 2010 gemäß § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG ermächtigt, zum Zweck des Wertpapierhandels Eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Zusammen mit den aus anderen Gründen erworbenen Eigenen Aktien, die sich im Besitz der Commerzbank Aktien gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71d f. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft übersteigen. Der niedrigste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im XETRA-Handel beziehungsweise in einem dem XETRA-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10 % unterschreiten, der höchste Preis, zu dem jeweils eine Eigene Aktie erworben werden darf, darf diesen Wert um nicht mehr als 10 % überschreiten.

Der durchschnittliche Ankaufspreis betrug im Geschäftsjahr 6,29 Euro (Vorjahr: 9,35 Euro), der durchschnittliche Verkaufspreis 6,27 Euro (Vorjahr: 9,34 Euro). Der rechnerische Wert von im Bestand gehaltenen zurückerworbenen eigenen Anteilen wird von dem Gezeichneten Kapital abgesetzt (Vorjahr: Rücklage für eigene Anteile in Höhe von 57,62 Euro). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten ist mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet worden. Der die Anschaffungskosten übersteigende Wiederveräußerungserlös Eigener Anteile wird in die Kapitalrücklage eingestellt.

Die Bank hat sich gegenüber dem Finanzmarktstabilisierungsfonds, vertreten durch die Finanzmarktstabilisierungsanstalt, verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Absatz 1 Nr. 2, 4 (Einkaufskommission), Nr. 7 oder Nr. 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.

Sonstige Erläuterungen

(33) Außerbilanzielle Transaktionen

a) Eventualverbindlichkeiten

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 3 3
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 36 234 38 192
Kreditbürgschaften 3 642 2 105
Sonstige Bürgschaften 25 784 28 979
Akkreditive 6 808 7 108
Gesamt 36 237 38 195

Bei den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um originäres Bankgeschäft mit Kunden, aus dem Provisionserträge erzielt werden. Das Risiko besteht für die Commerzbank Aktiengesellschaft in einer Inanspruchnahme aus den vertraglichen Verpflichtungen aufgrund einer Bonitätsverschlechterung des Schuldners. Den Bonitätsrisiken wird bilanziell durch die Bildung von Rückstellungen Rechnung getragen. Die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme aus Eventualverbindlichkeiten erfolgt auf Basis der gemäß Solvabilitätsverordnung umgesetzten Parameter der Kreditrisikosteuerung.

b) Andere Verpflichtungen

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Mio € 31.12.2010 31.12.2009
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 1 1
b) Unwiderrufliche Kreditzusagen 59 640 71 740
Buchkredite an Kunden 48 386 53 890
Buchkredite an Kreditinstitute 8 264 14 703
Bürgschaften/Avalkredite/Akkreditive 2 990 3 147
Gesamt 59 641 71 741

Unwiderrufliche Kreditzusagen sind Teil des Kreditgeschäftes der Commerzbank Aktiengesellschaft und werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Risiken können sich aus der Verschlechterung der Bonität des Kunden ergeben, für die eine entsprechende Rückstellung in der Bilanz gebildet wird.

Die Commerzbank Aktiengesellschaft verbrieft über Zweckgesellschaften sowohl bankeigene Forderungen, als auch Forderungsportfolios von und für Kunden. Die Transaktionen dienen unter anderem der Liquiditätsbeschaffung oder der Erweiterung der Refinanzierungsmöglichkeiten für den Kunden oder die Commerzbank Aktiengesellschaft. Bei direkten Verbriefungen bankeigener Forderungen kommt es zu einem bilanziellen Abgang der Forderungsportfolios in der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Die für solche Verbriefungsgesellschaften gestellten Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien sind ebenfalls unter den Unwiderruflichen Kreditzusagen ausgewiesen. Zu einer Inanspruchnahme der Liquiditäts-/Back-up-Linien kann es kommen, wenn die Risiken aus den zugrundeliegenden Finanzinstrumenten steigen und die Verbriefungswertpapiere nicht planmäßig am Markt platziert werden können.

c) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen von Operating-Leasing-Verträgen, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft als Leasingnehmer auftritt, verbleibt das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber, sodass das Leasingobjekt nicht in der Bilanz der Commerzbank Aktiengesellschaft ausgewiesen wird. Die Verpflichtungen der Commerzbank Aktiengesellschaft aus Operating Leasing betreffen im Wesentlichen Gebäude und Geschäftsausstattung. Die bestehenden Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen betragen am 31. Dezember 2010 für die Folgejahre insgesamt 2 691 Mio Euro (Vorjahr: 3 391 Mio Euro); hiervon gegenüber verbundenen Unternehmen 851 Mio Euro (Vorjahr: 1 394 Mio Euro).

Einzahlungsverpflichtungen für Aktien, GmbH-Anteile und sonstige Anteile belaufen sich am Stichtag auf 68 Mio Euro (Vorjahr: 62 Mio Euro). Aus unserer Beteiligung an der Liquiditäts-Konsortialbank GmbH, Frankfurt am Main, bestehen Nachschussverpflichtungen gemäß § 26 GmbHG in Höhe von 96 Mio Euro (Vorjahr: 96 Mio Euro).

Gemäß § 5 Absatz 10 des Statuts für den Einlagensicherungsfonds haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e.V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten von in unserem Mehrheitsbesitz stehenden Kreditinstituten anfallen.

d) Wertpapierleihgeschäfte

Die Commerzbank Aktiengesellschaft tätigt Wertpapierleihgeschäfte mit dem Ziel, die Lieferfähigkeit des Wertpapierhandels sicherzustellen sowie bestehende Handelspositionen gegen Gebühr zu verleihen. Dabei werden die entliehenen Wertpapiere in der Bilanz nicht ausgewiesen, verliehene Wertpapiere werden aufgrund des wirtschaftlichen Eigentums weiterhin bilanziert. Die Risiken aus diesen Geschäften bestehen im Settlementrisiko. Es lässt sich als Unterschiedsbetrag zwischen dem beizulegenden Zeitwert der zugrundeliegenden Wertpapiere und den erhaltenen beziehungsweise gestellten Sicherheiten definieren. Vorteile ergeben sich für die Commerzbank Aktiengesellschaft aus den Zusatzerträgen der verliehenen Wertpapiere. Zum Bilanzstichtag waren Wertpapiere mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 11 459 Mio Euro (Vorjahr: 11 554 Mio Euro) verliehen, der beizulegende Zeitwert entliehener Wertpapiere betrug 22 387 Mio Euro (Vorjahr: 17 189 Mio Euro).

e) Patronatserklärungen

Für die nachfolgend aufgeführten in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen trägt die Commerzbank Aktiengesellschaft, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

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Name Sitz
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerz (East Asia) Ltd. Hongkong
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Europe (Ireland) Dublin
Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc. Dublin
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank

Aktiengesellschaft in Luxemburg
Luxemburg
Eurohypo Aktiengesellschaft Eschborn

(34) Termingeschäfte

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31.12.2010 Nominalbetrag

Restlaufzeiten
Mio € täglich

fällig
bis drei

Monate
drei Monate

bis ein Jahr
ein Jahr bis

fünf Jahre
mehr als

fünf Jahre
Summe
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
OTC Produkte
Devisenkassa- und -termingeschäfte - 471 701 120 937 36 130 1 377 630 145
Zinswährungsswaps - 18 128 55 226 154 410 108 407 336 171
Devisenoptionen - Käufe - 33 972 40 869 18 543 6 735 100 119
Devisenoptionen - Verkäufe - 40 328 45 969 19 363 5 328 110 988
Sonstige Devisenkontrakte 4 908 1 195 1 650 1 829 5 586
Börsengehandelte Produkte
Devisenfutures - 2 943 189 - - 3 132
Devisenoptionen - - - - - -
Gesamt 4 567 980 264 385 230 096 123 676 1 186 141
darunter: Handelsbestand 4 565 784 263 692 230 026 123 502 1 183 008
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte
Forward Rate Agreements - 100 461 485 270 1 913 - 587 644
Zinsswaps (gleiche Währung) - 812 391 1 119 063 3 679 553 3 383 831 8 994 838
Zinsoptionen - Käufe - 2 349 26 384 58 281 78 687 165 701
Zinsoptionen - Verkäufe - 3 039 18 642 55 057 95 573 172 311
Strukturierte Zinsprodukte 23 4 380 2 496 11 274 7 130 25 303
Börsengehandelte Produkte
Zinsfutures - 582 73 385 6 489 4 128 84 584
Zinsoptionen - 3 51 905 161 - 52 069
Gesamt 23 923 205 1 777 145 3 812 728 3 569 349 10 082 450
darunter: Handelsbestand 23 872 499 1 723 124 3 779 444 3 563 403 9 938 493
Sonstige Termingeschäfte
OTC Produkte
Strukturierte Aktien-/Index-Produkte 1 433 14 086 1 2 283 14 516 1 855 44 173
Aktienoptionen - Käufe - 2 057 9 749 8 823 349 20 978
Aktienoptionen - Verkäufe - 2 804 12 752 11 946 993 28 495
Kreditderivate - 3 509 13 876 129 746 23 825 170 956
Edelmetallgeschäfte 3 4 090 1 412 1 130 - 6 635
Sonstige Geschäfte - 468 1 058 1 849 106 3 481
Börsengehandelte Produkte
Aktienfutures - 7 041 451 15 12 7 519
Aktienoptionen - 16 314 43 640 36 483 1 455 97 892
Sonstige Futures - 2 350 1 970 840 - 5 160
Sonstige Optionen - 2 024 4 025 1 278 - 7 327
Gesamt 1 436 54 743 101 216 206 626 28 595 392 616
darunter: Handelsbestand 1 436 54 285 99 022 198 689 28 008 381 440
Summe aller schwebenden

Termingeschäfte
OTC Produkte 1 463 1 514 671 1 967 181 4 204 184 3 716 025 11 403 524
Börsengehandelte Produkte - 31 257 175 565 45 266 5 595 257 683
Gesamt 1 463 1 545 928 2 142 746 4 249 450 3 721 620 11 661 207

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31.12.2010 Beizulegender Zeitwert
Mio € positiv negativ
--- --- ---
Fremdwährungsabhängige

Termingeschäfte
OTC Produkte
Devisenkassa- und -termingeschäfte 7 875 7 448
Zinswährungsswaps 7 247 8 732
Devisenoptionen - Käufe 2 532 -
Devisenoptionen - Verkäufe - 2 561
Sonstige Devisenkontrakte 313 178
Börsengehandelte Produkte
Devisenfutures - -
Devisenoptionen - -
Gesamt 17 967 18 919
darunter: Handelsbestand 17 593 18 860
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC Produkte
Forward Rate Agreements 258 292
Zinsswaps (gleiche Währung) 303 417 303 528
Zinsoptionen - Käufe 7 382 -
Zinsoptionen - Verkäufe - 7 616
Strukturierte Zinsprodukte 2 106 1 394
Börsengehandelte Produkte
Zinsfutures - -
Zinsoptionen - -
Gesamt 313 163 312 830
darunter: Handelsbestand 311 442 311 522
Sonstige Termingeschäfte
OTC Produkte
Strukturierte Aktien-/Index-Produkte 1 277 2 482
Aktienoptionen - Käufe 2 144 -
Aktienoptionen - Verkäufe - 3 162
Kreditderivate 3 886 4 242
Edelmetallgeschäfte 308 127
Sonstige Geschäfte 375 536
Börsengehandelte Produkte
Aktienfutures - -
Aktienoptionen - -
Sonstige Futures - -
Sonstige Optionen - -
Gesamt 7 990 10 549
darunter: Handelsbestand 7 815 10 323
Summe aller schwebenden

Termingeschäfte
OTC Produkte 339 120 342 298
Börsengehandelte Produkte - -
Gesamt 339 120 342 298

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden wesentlich von der Wertentwicklung der zugrundeliegenden Basiswerte bestimmt. Basiswerte der Derivate sind insbesondere Aktien, Anleihen, Devisen, Edelmetalle und Rohwaren sowie Indizes und Zinssätze. Darüber hinaus beeinflussen die zukünftig erwarteten Wertschwankungen des Basiswerts sowie die Restlaufzeit des Derivats selbst den beizulegenden Zeitwert.

Soweit vorhanden werden für die ausgewiesenen Derivate beizulegende Zeitwerte ermittelt, die sich aus von an aktiven Märkten bestimmten Preisen, insbesondere Börsenpreisen, ableiten.

Sofern keine Marktpreise aus einem aktiven Markt vorliegen werden die beizulegenden Zeitwerte mittels unterschiedlicher Bewertungsmethoden einschließlich Bewertungsmodellen ermittelt. Die gewählten Bewertungsmethoden als auch die verwendeten Parameter sind vom einzelnen Produkt abhängig und entsprechen dem Marktstandard.

Beizulegende Zeitwerte für Forwards und Swaps werden mittels der Barwertmethode unter Berücksichtigung der Zinskurve der entsprechenden Handelswährung ermittelt.

Standard-Optionen und digitale Optionen werden grundsätzlich mit Black-Scholes-Modellen bewertet, während für komplexere Optionen als Bewertungsmethoden Baum- und Monte-Carlo-Verfahren Anwendung finden. Bei sonstigen strukturierten derivativen Geschäften werden ebenfalls Monte-Carlo-Simulationen genutzt.

Die erhaltenen und gezahlten Optionsprämien für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestandes sind unter den Sonstigen Vermögensgegenständen und Sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Für derivative Finanzinstrumente des Nichthandelsbestandes wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 342 Mio Euro gebildet. Die gestellten und erhaltenen Variation Margins aus börsengehandelten Derivaten belaufen sich auf 6 028 Mio Euro (Vorjahr: 9 830 Mio Euro) beziehungsweise - 6 403 Mio Euro (Vorjahr: - 11 051 Mio Euro). Sie setzen sich zusammen aus 134 Mio Euro/- 154 Mio Euro aus zinsbezogenen Geschäften, 5 313 Mio Euro/- 5 534 Mio Euro aus aktienbezogenen Geschäften, 15 Mio Euro/- 189 Mio Euro aus fremdwährungsbezogenen Geschäften und 566 Mio Euro/- 526 Mio Euro aus Geschäften mit sonstigen Preisrisiken.

(35) Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt hat die Commerzbank Aktiengesellschaft 41 614 (Vorjahr: 42 382) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, die sich wie folgt aufteilen:

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Gesamt Männlich Weiblich
VZK MA VZK MA VZK
--- --- --- --- --- --- ---
Inland
2010 34 932 37 951 18 824 19 038 16 108
2009 35 961 39 544 19 333 19 910 16 628
Ausland
2010 3 597 3 663 2 410 2 454 1 187
2009 2 773 2 838 1 851 1 894 922
Gesamt
2010 38 529 41 614 21 234 21 492 17 295
2009 38 734 42 382 21 184 21 804 17 550

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Weiblich
MA
--- --- ---
Inland
2010 18 913
2009 19 634
Ausland
2010 1 209
2009 944
Gesamt
2010 20 122
2009 20 578

Die unter Vollzeitkräften (VZK) erfassten Zahlen enthalten Teilzeitkräfte mit der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte beträgt 60 % (Vorjahr: 60 %). Bei den Mitarbeitern (MA) sind die Teilzeitkräfte voll berücksichtigt. In der Zahl der Arbeitnehmer sind die Auszubildenden nicht enthalten.

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Auszubildende Gesamt Männlich Weiblich
2010 2 205 1 025 1 180
2009 2 265 1 004 1 261

(36) Bezüge und Kredite der Organe

Die detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstandes als auch die Mitglieder des Aufsichtsrates wird im Vergütungsbericht wiedergegeben. Dieser ist im Lagebericht dargestellt.

Ohne Berücksichtigung der in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigten zinsbereinigten Veränderung des Barwerts der Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstands beläuft sich die gesamte Vergütung für die Organmitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates auf:

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Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Vorstand 5 275 5 865
Aufsichtsrat 1 841 1 974

Im Folgenden werden die Gesamtbezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands für 2010 und zum Vergleich für 2009 dargestellt. Gegenüber dem Vorjahr haben wir die Darstellung um die Angabe der zinsbereinigten Änderung des Barwerts der Pensionsansprüche als Aufwand für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses ergänzt.

scroll

Tsd € Kurzfristig

fällige

Leistungen
Leistungen aus

Anlass der

Beendigung

des

Arbeitsverhältnisses
Auszahlung

aktienbasierte

Vergütungs-

pläne4
Gesamt-

vergütung
Aufwand für

Leistungen nach

Beendigung des

Arbeits-

verhältnisses5
Martin Blessing 2010 617 - 617 197
2009 572 - 572 123
Frank Annuscheit 2010 603 - 603 227
2009 545 - 545 102
Markus Beumer 2010 547 - 547 191
2009 602 - 602 101
Wolfgang Hartmann 20102 - - - -
20091 232 - 232 18
Dr. Achim Kassow 2010 572 - 572 111
2009 564 - 564 65
Jochen Klösges 2010 566 - 566 240
20091 298 - 298 418
Bernd Knobloch 20102 - - - - -
20092,3 - 1 113 - 1 113 -
Michael Reuther 2010 575 - 575 278
2009 575 - 575 185
Dr. Stefan Schmittmann 2010 555 - 555 413
2009 535 - 535 274
Ulrich Sieber 2010 563 - 563 210
20091 308 - 308 449
Dr. Eric Strutz 2010 595 - 595 118
2009 521 - 521 72
Martin Zielke 20101 82 - 82 52
20092 - - - -
Gesamt 2010 5 275 - - 5 275 2 037
2009 4 752 1 113 - 5 865 1 807

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Herr Knobloch erhielt 2009 einen Betrag von 1 113 Tsd Euro auf Basis einer mit ihm geschlossenen Aufhebungsvereinbarung.

4 Im Berichtsjahr 2010 wurde kein LTP ausgezahlt.

5 Zinsbereinigte Änderung der Teilwerte (2009) beziehungsweise der Erfüllungsbeträge (2010) der Pensionsansprüche sowie Arbeitgeberanteile zum BVV und zur Rentenversicherung.

Einschließlich des Aufwands für Leistungen der Bank nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses lagen die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder bei 7 312 Tsd Euro (Vorjahr 7 672 Tsd Euro).

In nachfolgender Tabelle sind die Komponenten der kurzfristig fälligen Leistungen aufgeführt. Sie bestehen aus dem Grundgehalt, der variablen Vergütung, der Vergütungen für die Übernahme von Organfunktionen bei im Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft konsolidierten Unternehmen sowie aus den sonstigen Bezügen der einzelnen Mitglieder des Vorstands. Unter Sonstiges sind unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagen-Nutzungen, Versicherungen, auf die Sachbezüge entfallende Steuern sowie Sozialabgaben) enthalten.

Für die Geschäftsjahre 2010 und 2009 wurde keine variable Vergütung gewährt.

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Tsd € Grundgehalt variable

Vergütung3
Vergütung für

die Übernahme

von Organ-

funktionen4
Rückführung

gemäß

SoFFin-Cap4
Monetäre

Gesamtvergütung
Martin Blessing 2010 500 - 500
2009 500 - - - 500
Frank Annuscheit 2010 500 - 500
2009 480 - 23 - 3 500
Markus Beumer 2010 500 - 500
2009 480 - 12 - 492
Wolfgang Hartmann 20102 - - - - -
20091 200 - - - 200
Dr. Achim Kassow 2010 500 - 500
2009 480 - 124 - 104 500
Jochen Klösges 2010 500 - 500
20091 280 - - - 280
Bernd Knobloch 20102 - - - - -
20092 - - - - -
Michael Reuther 2010 500 - 500
2009 480 - 21 - 1 500
Dr. Stefan Schmittmann 2010 500 - 500
2009 480 - - - 480
Ulrich Sieber 2010 500 - 500
20091 280 - - - 280
Dr. Eric Strutz 2010 500 - 500
2009 480 - 2 - 482
Martin Zielke 20101 78 - 78
20092 - - - - -
Gesamt 2010 4 578 - 4 578
2009 4 140 - 182 - 108 4 214

scroll

Tsd € Sonstiges5 Summe

kurzfristig

fällige

Leistungen
Martin Blessing 2010 117 617
2009 72 572
Frank Annuscheit 2010 103 603
2009 45 545
Markus Beumer 2010 47 547
2009 110 602
Wolfgang Hartmann 20102 - -
20091 32 232
Dr. Achim Kassow 2010 72 572
2009 64 564
Jochen Klösges 2010 66 566
20091 18 298
Bernd Knobloch 20102 - -
20092 - -
Michael Reuther 2010 75 575
2009 75 575
Dr. Stefan Schmittmann 2010 55 555
2009 55 535
Ulrich Sieber 2010 63 563
20091 28 308
Dr. Eric Strutz 2010 95 595
2009 39 521
Martin Zielke 20101 4 82
20092 - -
Gesamt 2010 697 5 275
2009 538 4 752

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Diese Herren waren in den angegebenen Jahren keine Vorstandsmitglieder.

3 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses.

4 Die in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeiten in Organen von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet (vergleiche Vergütungsbericht).

5 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, Sozialversicherungsbeiträge sowie auf Sachbezüge entfallende Steuern ausgewiesen.

Zu den Regelungen bezüglich der Leistungen aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses für die aktiven Vorstandsmitglieder verweisen wir auf die Darstellung im Vergütungsbericht unter "Sonstige Regelungen".

Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2010 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder auf 9,7 Mio Euro (Vorjahr: 7,2 Mio Euro) und für ehemalige Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft oder deren Hinterbliebene auf 69,3 Mio Euro (Vorjahr: 62,7 Mio Euro). Darüber hinaus bestehen Pensionsverpflichtungen für ehemalige Vorstandsmitglieder der früheren Dresdner Bank und deren Hinterbliebene in Höhe von 133,9 Mio Euro (Vorjahr: 121,4 Mio Euro). Für diese Pensionsverpflichtungen hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Rückstellungen gebildet.

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 6 519 Tsd Euro (Vorjahr: 7 677 Tsd Euro). Die Bezüge der ehemaligen Vorstandsmitglieder der früheren Dresdner Bank lagen bei 11 154 Mio Euro (Vorjahr: 11 602 Mio Euro).

Die aktiven Vorstandsmitglieder hatten und haben sich an den im Vergütungsbericht erläuterten Long-Term-Performance-Plänen (LTP), die eine aktienbasierte Vergütungsform darstellen, beteiligt. Um an den einzelnen Plänen teilzunehmen, haben die Vorstandsmitglieder nach individueller Entscheidung eine Eigenbeteiligung von bis zu 2 500 Aktien, der Vorstandsvorsitzender bis zu 5 000 Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft je Plan zu den jeweils geltenden Tageskursen erbracht.

In der folgenden Tabelle sind die Daten zu den am 31. Dezember 2010 bestehenden Long-Term-Performance-Plänen der aktiven Vorstandsmitglieder, die sie in ihrer Eigenschaft als aktiver Vorstand erworben haben, dargestellt. Im Februar 2009 hatten die Vorstandsmitglieder sämtliche Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet, weshalb sie aus diesem Plan keine Zahlungen erhalten. Der beizulegende Zeitwert für die Pläne 2006 und 2007 war zum 31. Dezember 2010 jeweils null. Dies führte zur vollständigen Auflösung der bis dahin gebildeten Rückstellung von rund zehntausend Euro.

Laufende Long-Term-Performance-Pläne der aktiven Vorstandsmitglieder, die in der Eigenschaft als aktiver Vorstand erworben wurden:

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LTP Anzahl der

eingebrachten

Aktien

Stück
beizulegender Zeitwert ratierlich

gebildete

Rückstellung

am 31.12.2010

Tsd Euro
bei Gewährung

Tsd Euro
am 31.12.2010

Tsd Euro
--- --- --- --- --- ---
Martin Blessing 2008 - - - -
2007 2 500 79 - -
2006 2 500 87 - -
Frank Annuscheit 2008 - - - -
2007 1 200 38 - -
2006 1 200 42 - -
Dr. Achim Kassow 2008 - - - -
2007 2 500 79 - -
2006 2 500 87 - -
Michael Reuther 2008 - - - -
2007 2 500 79 - -
2006 - - - -
Dr. Eric Strutz 2008 - - - -
2007 2 500 79 - -
2006 2 500 87 - -
Summen 2008 - - - -
2007 11 200 354 - -
2006 8 700 303 - -
Gesamt 2010 19 900 657 - -
Gesamt 2009 19 900 657 18 9,9

Sofern in obiger Tabelle Mitglieder des Vorstands namentlich nicht aufgeführt sind, hielten sie am 31. Dezember 2010 keine LTP, die sie als aktive Vorstandsmitglieder erworben haben.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhalten für das Geschäftsjahr 2010 eine gesamte Vergütung von netto 1 563 Tsd Euro (Vorjahr: 1 681 Tsd Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 240 Tsd Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd Euro) und auf das Sitzungsgeld 323 Tsd Euro (Vorjahr: 441 Tsd Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer von 278 Tsd Euro (Vorjahr: 293 Tsd Euro) wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet. Insgesamt beträgt die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder somit 1 841 Tsd Euro (Vorjahr: 1 974 Tsd Euro).

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2010 insgesamt nicht mehr als 1 % (Vorjahr: unter 1 %) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Zum Bilanzstichtag stellte sich der Gesamtbetrag der gewährten Vorschüsse und Kredite wie folgt dar:

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Tsd € 31.12.2010 31.12.2009
Vorstand 2 647 2 304
Aufsichtsrat 417 577
Summe 3 064 2 881

Barkredite an Vorstände wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2038 sowie Zinssätzen zwischen 2,8% und 5,5%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,7%, gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen soweit erforderlich mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2040 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,8% und 7,7%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,7%, herausgelegt. Die Kredite wurden marktüblich teilweise ohne Besicherung, gegen Grundschulden oder Pfandrechte gewährt.

(37) Corporate Governance Kodex

Unsere Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben. Sie ist Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung im Lagebericht und zudem im Internet veröffentlicht (www.commerzbank.de).

(38) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 285 Nr. 11 und 11a HGB vor.

a) Verbundene Unternehmen

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Name Sitz Kapitalanteil

in % insg.
Währung Eigenkapital

Tsd
Jahresergebnis

Tsd
ABORONUM Grundstücks-Vermietungs-

gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG
Düsseldorf 60,0 EUR 27 4
ADMERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 26 2
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 151 071 - 95 965
AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungs- und -

verwertungsgesellschaft mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 40 -*)
AJUNTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR - 4 908 - 1 582
ALDUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR - 10 397 - 3 378
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 8 294 - 951
ALTEREGO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 959 - 6 721
ASCARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR - 689 - 488
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 3 788 -*)
Atlas-Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mit

beschränkter Haftung
Bad Homburg v.d. Höhe 100,0 EUR 455 113 -*)
BACUL Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 3 - 7
BERGA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft

mbH & Co. KG
Grünwald (München) 100,0 EUR - 1 253 400
Bishop Finance Inc. Wilmington, Delaware 100,0 GBP 569 985 - 979
BRE Bank Hipoteczny S.A. Warschau 100,0 PLN 368 373 30 861
BRE Bank SA Warschau 69,8 PLN 6 923 121 655 907
BRE Finance France S.A. Levallois Perret 100,0 EUR 163 - 18
BRE Holding Sp. z.o.o. Warschau 100,0 PLN 370 742 523
BRE Leasing Sp. z o.o. Warschau 100,0 PLN 121 358 27 437
BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o. Warschau 100,0 PLN 13 051 7 051
BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen i

Reasekuracji S.A.
Warschau 100,0 PLN 59 255 9 460
BRE.locum S.A. Lodz 80,0 PLN 109 185 6 207
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda 100,0 USD 411 -
CB Building Kirchberg GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 2 216 785
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft Holding

mbH
Bad Homburg v.d. Höhe 100,0 EUR 6 137 -*)
CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 33 745 6 783
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 -*)
CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 83 -
CG New Venture 4 GmbH & Co. KG Wiesbaden 99,9 EUR 20 315 -
CG Real Estate Master FCP-SIF Luxemburg 58,0 EUR 203 243 8 464
Chess Finance LLC New York 100,0 USD 17 161 - 1 502
Coba Holdings I, LLC1) Wilmington, Delaware 100,0 USD 409 779 15 611
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 -*)
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn 80,5 EUR 418 644 52 983
Commerz (East Asia) Limited Hong Kong 100,0 EUR 5 543 47
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd. Singapur 100,0 SGD 51 099 - 7 609
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 73 -*)
Commerz Direktservice GmbH Duisburg 100,0 EUR 1 178 -*)
Commerz Grundbesitz Beteiligungsgesellschaft

mbH & Co. KG
Frankfurt am Main 90,0 EUR 13 433 1 179
Commerz Markets LLC2) Wilmington, Delaware 100,0 USD 412 331 5 111
Commerz Real AG Düsseldorf 100,0 EUR 408 394 -*)
Commerz Real Asset Verwaltungsgesellschaft mbH Grünwald (München) 100,0 EUR 25 -*)
Commerz Real Autoleasing GmbH Hamburg 100,0 EUR 7 553 -*)
Commerz Real Baucontract GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 4 238 -*)
Commerz Real Baumanagement GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 52 -*)
Commerz Real Fonds Beteiligungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 25 -*)
Commerz Real Immobilien GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 12 936 -*)
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 21 968 -*)
Commerz Real IT-Leasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 1 954 -*)
Commerz Real Leasingservice GmbH & Co. KG Hamburg 100,0 EUR - 20 - 103
Commerz Real Mietkauf GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 -*)
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR - 3 463 -*)
Commerz Real Partner Hannover GmbH Düsseldorf 100,0 EUR - 386 - 205
Commerz Real Partner Nord GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 1 163 - 688
Commerz Real Partner Süd GmbH Düsseldorf 65,0 EUR 1 098 793
Commerz Real Spezialfondsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 5 948 -*)
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 -*)
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 12 564 -*)
Commerz Systems GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 108 4 351
Commerz Transaction Services Mitte GmbH Erfurt 100,0 EUR 2 715 -*)
Commerz Transaction Services Nord GmbH Magdeburg 100,0 EUR 1 493 -*)
Commerz Transaction Services West GmbH Hamm 100,0 EUR 1 256 -*)
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau 100,0 RUB 10 922 008 1 333 058
Commerzbank (South East Asia) Ltd. Singapur 100,0 EUR 69 460 2 203
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur 100,0 SGD 2 839 - 4 399
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Frankfurt am Main 100,0 EUR 1 792 196 -*)
Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova

GmbH
Frankfurt am Main 100,0 EUR 921 212 -*)
Commerzbank Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware 100,0 EUR 2 -
Commerzbank Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware 100,0 GBP 2 -
Commerzbank Capital Funding LLC III Wilmington, Delaware 100,0 EUR 2 -
Commerzbank Capital Funding Trust I Wilmington, Delaware 100,0 EUR 1 -
Commerzbank Capital Funding Trust II Wilmington, Delaware 100,0 GBP 1 -
Commerzbank Capital Funding Trust III Wilmington, Delaware 100,0 EUR 1 -
Commerzbank Capital Investment Company Limited3) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Capital Ventures Management

Limited4)
London 100,0 GBP - -
Commerzbank Europe (Ireland) Dublin, Irland 81,7 EUR 373 395 436
Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc Dublin, Irland 100,0 EUR 54 1
Commerzbank Finance 2 S.à.r.l.5) Luxemburg 100,0 EUR 1 005 - 19
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. Luxemburg 100,0 EUR 132 050 134
Commerzbank Finance BV6) Amsterdam,

Niederlande
100,0 EUR 6 640 7 292
Commerzbank Holdings (UK) Limited7) London 100,0 GBP 495 330 80 100
Commerzbank Holdings France Paris 100,0 EUR 80 638 2 447
Commerzbank Immobilien- und

Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Frankfurt am Main 100,0 EUR 462 597 -*)
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 359 838 -*)
Commerzbank International S.A. Luxemburg 100,0 EUR 558 321 88 045
Commerzbank Investments (UK) Ltd.8) London 100,0 GBP 226 381 219 178
Commerzbank Leasing (Guernsey) Limited9) St. Peter Port, Guernsey 100,0 EUR 8 -
Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l.10) Luxemburg 100,0 GBP 258 6
Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l.11) Luxemburg 100,0 GBP 63 200 - 367
Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l.12) Luxemburg 100,0 GBP 32 18
Commerzbank Leasing 5 S.à r.l.13) Luxemburg 100,0 GBP - 91 - 44
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l.14) Luxemburg 100,0 GBP 111 - 20
Commerzbank Leasing December (1) Limited15) London 100,0 GBP 1 486 365
Commerzbank Leasing December (10)16) London 100,0 GBP 32 -
Commerzbank Leasing December (11)17) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (12) Limited18) London 100,0 GBP 254 - 163
Commerzbank Leasing December (13) Limited19) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (15)20) London 100,0 USD - 283 12
Commerzbank Leasing December (17) Limited London 100,0 GBP 207 617
Commerzbank Leasing December (19) Limited London 100,0 GBP 55 028 55 829
Commerzbank Leasing December (20) Limited London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (21) Limited London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (22) Limited London 100,0 GBP 22 - 421
Commerzbank Leasing December (23) Limited London 100,0 GBP 25 - 45
Commerzbank Leasing December (24) Limited London 100,0 GBP 737 712
Commerzbank Leasing December (25) Limited London 70,0 GBP - 14 991 -
Commerzbank Leasing December (26) Limited London 100,0 GBP 1 345 1 298
Commerzbank Leasing December (3) Limited21) London 100,0 GBP 427 - 25
Commerzbank Leasing December (4) Limited22) London 74,0 GBP 20 -
Commerzbank Leasing December (7) Limited23) Edinburgh 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (8) Limited24) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing December (9) Limited25) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Leasing Holdings Limited26) London 100,0 GBP 2 883 6 464
Commerzbank Leasing Limited27) London 100,0 GBP 2 109 655
Commerzbank Leasing March (3) Limited28) London 100,0 GBP 5 5
Commerzbank Leasing September (5) Limited29) London 100,0 GBP - 5 - 12
Commerzbank Leasing September (6) Limited30) London 100,0 GBP - -
Commerzbank Online Ventures Limited31) London 100,0 EUR - -
Commerzbank Overseas Holdings Limited32) London 100,0 GBP 10 039 1 254
Commerzbank Property Management & Services

Limited33)
London 100,0 GBP - - 945
Commerzbank Securities Ltd34) London 100,0 GBP 475 10
Commerzbank Securities Nominees Limited35) London 100,0 GBP 10 -
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington, Delaware 100,0 USD 657 13
Commerzbank Zrt., Budapest Budapest 100,0 HUF 22 231 390 - 153 461
CommerzFactoring GmbH Mainz 50,1 EUR 1 099 -*)
CSA COMMERZ SOUTH AFRICA (PROPRIETARY)

LIMITED
Johannesburg, Südafrika 100,0 ZRA 5 833 7 330
Deutsche Schiffsbank AG Bremen/Hamburg 92,1 EUR 950 370 -
Dom Inwestycyjny BRE Banku S.A. Warschau 100,0 PLN 72 474 29 849
Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Múltiplo São Paulo - SP, Brasilien 100,0 BRL 269 247 6 419
Dresdner Capital LLC I Wilmington, Delaware 100,0 USD 1 582 42
Dresdner Capital LLC III Wilmington, Delaware 100,0 EUR 303 10
Dresdner Capital LLC IV Wilmington, Delaware 100,0 JPY 18 333 452
Dresdner Kleinwort - Grantchester, Inc. Wilmington, Delaware 100,0 USD 27 846 16
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. Wilmington, Delaware 100,0 USD 224 695 18
Dresdner Kleinwort (Japan) Limited Hong Kong 100,0 JPY 2 250 133 66 717
Dresdner Kleinwort Capital Inc New York 100,0 USD 3 608 - 1 331
Dresdner Kleinwort Capital Investment Trust

Limited
London 100,0 GBP - -
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro, Brasilien 100,0 BRL - 13 339 - 15
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. Wilmington, Delaware 100,0 USD - 18 -
Dresdner Kleinwort Finance Inc. New York 100,0 USD 2 105 228
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC Wilmington, Delaware 100,0 USD 170 917 4
Dresdner Kleinwort Holdings LLC New York 100,0 USD 65 386 - 20 133
Dresdner Kleinwort Leasing Inc. New York 100,0 USD 15 765 40
Dresdner Kleinwort Limited London 100,0 GBP 317 053 71 594
Dresdner Kleinwort Moon LLC Wilmington, Delaware 100,0 USD 83 755 6 039
Dresdner Kleinwort Pfandbriefe Investments II,

Inc.
Wilmington, Delaware 100,0 USD 12 959 1 490
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey) Limited St. Peter Port, Guernsey 100,0 GBP 2 -
Dresdner Kleinwort Services LLC New York 100,0 USD 866 -
Dresdner Kleinwort Servicios y Asesorias Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,0 CLP - 40 713 1 024
Dresdner Kleinwort Stripes LLC Wilmington, Delaware 100,0 USD 193 213 158
Dresdner Kleinwort Wasserstein (Argentina) S.A. Buenos Aires, Argentinien 100,0 USD 136 - 45
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities (India)

Private Limited
Mumbai, Indien 75,0 INR 474 867 75 318
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg 100,0 EUR 50 109 -*)
Dresdner UK Investments 2 B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 957 5
Dresdner UK Investments N.V. Amsterdam, Niederlande 100,0 EUR 1 723 4
EH Estate Management GmbH Eschborn 100,0 EUR 11 026 -*)
EH MoLu IV, LLC Dover, USA 100,0 USD 14 389 - 161
EH NY IV, LLC Dover, USA 100,0 USD - 827 9 710
EHNY Ashland, LLC Dover, USA 100,0 USD - 827 9 710
EHY Real Estate Fund I, LLC New York 100,0 USD - 3 511 - 353
EHY Sub Asset LLC Wilmington, Delaware 100,0 USD - 7 901 84
Elco Leasing Limited London 100,0 GBP 504 3
Erste Europäische Pfandbrief- und

Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft
Luxemburg 100,0 EUR 281 548 197
Eurohypo (Japan) Corporation Tokyo, Japan 100,0 JPY 2 876 293 - 398 662
Eurohypo Aktiengesellschaft Eschborn 100,0 EUR 5 661 992 -*)
Eurohypo Capital Funding LLC I Wilmington, Delaware 100,0 EUR 1 -
Eurohypo Capital Funding LLC II Wilmington, Delaware 100,0 EUR 3 -
Eurohypo Capital Funding Trust I Wilmington, Delaware 100,0 EUR 1 -
Eurohypo Capital Funding Trust II Wilmington, Delaware 100,0 EUR 1 0
EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. Senningerberg, Luxemburg 100,0 EUR 35 250 69 374
European Bank for Fund Services Gesellschaft

mit beschränkter Haftung (ebase)
Haar bei München 80,5 EUR 29 575 6 036
European Venture Partners (Holdings) Ltd St. Helier, Jersey 85,0 GBP - 280
European Venture Partners Ltd London 85,0 GBP - 9 381
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 95,0 EUR 26 -*)
Felix (CI) Limited George Town, Cayman Island 100,0 GBP 25 -
FHB - Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 52 -*)
FI Pro-City Immobilien GmbH Eschborn 100,0 EUR 26 -*)
Film Library Holdings LLC Wilmington, Delaware 51,0 USD 32 321 - 2 806
FM LeasingPartner GmbH Bissendorf, Kr Osnabrück 50,4 EUR 832 290
Forum Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 809 -*)
Frankfurter Gesellschaft für Vermögensanlagen

mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 5 952 -*)
Futura Hochhausprojektgesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 2 421 -*)
Galbraith Investments Limited London 100,0 GBP 71 20
GBG Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft

für Grundbesitz mbH
Eschborn 100,0 EUR 312 -*)
General Leasing (No.16) Limited London 43,8 GBP - 343 - 56
G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH Eschborn 100,0 EUR 256 -*)
GIE Dresdner Kleinwort France Paris 100,0 EUR - -
GO German Office GmbH Wiesbaden 100,0 EUR - 31 818 -*)
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus Frankfurt am Main 100,0 EUR 53 - 3
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co.

Sossenheim KG
Frankfurt am Main 100,0 EUR 442 - 213
Gresham Leasing March (1) Limited London 25,0 GBP 1 065 -
Gresham Leasing March (2) Limited London 25,0 GBP 2 411 288
Grundbesitzgesellschaft Berlin Rungestr. 22 - 24

mbH
Eschborn 94,0 EUR 1 159 - 894
GVG Gesellschaft zur Verwertung von Grundbesitz

mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 26 -*)
Herradura Ltd London 100,0 GBP 5 -
Hibernia Beta Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 70 644 - 10 691
Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 85,0 EUR 50 168 - 7 344
Hibernia Gamma Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 60,6 EUR 139 087 - 22 823
Hibernia Sigma Beteiligungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 50 194 - 7 376
Intermarket Bank AG Wien 56,2 EUR 37 042 1 425
Inversiones Dresdner Kleinwort Chile Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,0 CLP - 1 229 990 141 158
IVV - Immobilien - Verwaltungs- und

Verwertungsgesellschaft mbH
Eschborn 100,0 EUR 26 -
KENSTONE GmbH Eschborn 100,0 EUR 26 -*)
Kleinwort Benson (Canada) Limited Toronto, Kanada 100,0 CAD - -
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 20 504 - 1 219
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 77,2 EUR 39 585 - 235
Kommanditgesellschaft MS "CPO BARCELONA"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 20 543 - 926
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 20 791 - 765
Kommanditgesellschaft MS "CPO CADIZ"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 20 819 - 617
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 77,2 EUR 39 906 - 970
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 73,9 EUR 39 504 - 477
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 38 633 - 4 995
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 21 635 - 455
Kommanditgesellschaft MS "CPO VIGO"

Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 EUR 21 428 - 369
Langham Nominees Ltd St. Peter Port, Guernsey 100,0 GBP - -
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs-

gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin Anthropolis

KG
Düsseldorf 94,5 EUR - 7 355 3 949
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs-

gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin

Grindelwaldweg KG
Düsseldorf 94,5 EUR - 4 883 1 836
LUGO Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR - 12 012 - 12 420
Magyar Factor Zrt. Budapest 100,0 HUF 1 912 721 143 383
Marlyna Ltd London 100,0 GBP 25 -
Marylebone Commercial Finance (2) London 25,0 GBP 7 014 - 47
Marylebone Commercial Finance Limited London 25,0 GBP 571 -
Max Lease S.à.r.l. & Cie. Secs Luxemburg 100,0 EUR 3 030 771
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 73 576 - 530
Messestadt Riem "Office am See" I GmbH Eschborn 94,0 EUR - 134 -*)
Messestadt Riem "Office am See" II GmbH Eschborn 94,0 EUR 459 -*)
Messestadt Riem "Office am See" III GmbH Eschborn 94,0 EUR 19 -*)
Morris (S.P.) Holdings Limited London 100,0 GBP 11 -
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co.

MS"NEDLLOYDJULIANA" KG
Hamburg 93,6 EUR 17 771 1 477
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0 EUR 902 443
New Asian Land Fund Holdings Limited Hamilton, Bermuda 100,0 BMD 34 733 - 18 438
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Lampertheim KG
Düsseldorf 95,0 EUR 32 166
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG
Düsseldorf 90,0 EUR - 517 82
Nordboden Immobilien- und Handelsgesellschaft

mbH
Eschborn 100,0 EUR 315 -*)
NOVELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 10 804 -*)
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Jupiter KG
Düsseldorf 100,0 EUR 21 259 2 110
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Luna KG
Düsseldorf 100,0 EUR 666 335
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Neptun KG
Düsseldorf 100,0 EUR 15 024 1 660
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Pluto KG
Düsseldorf 100,0 EUR 23 056 2 376
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Uranus KG
Düsseldorf 100,0 EUR 36 087 6 091
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH & Co. Objekt Venus KG
Düsseldorf 100,0 EUR 19 797 1 719
Parc Continental Ltd. London 100,0 GBP - -
Pisces Nominees Limited London 100,0 GBP 76 844 - 30 196
Polfactor S.A. Warschau 100,0 PLN 46 426 9 560
Property Invest GmbH Eschborn 100,0 EUR 61 059 - 30 332
Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 60 280 - 4 116
PUBLIC JOINT STOCK COMPANY "BANK FORUM" Kyiv, Ukraine 94,5 UAH 764 801 - 3 282 345
Real Estate Holdings Limited Hamilton, Bermuda 100,0 BMD 29 385 10 897
Real Estate TOP TEGEL Drei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 -*)
Real Estate TOP TEGEL Eins GmbH Eschborn 94,0 EUR 421 -*)
Real Estate TOP TEGEL Sechs GmbH Eschborn 94,0 EUR 129 -*)
Real Estate TOP TEGEL Vier GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 -*)
Real Estate TOP TEGEL Zwei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 -*)
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald (München) 100,0 EUR 10 714 5 701
Rood Nominees Limited London 100,0 GBP - -
Rook Finance LLC Wilmington, Delaware 100,0 USD 31 752 - 314
SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter

Haftung
Eschborn 100,0 EUR 55 -*)
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 232 -
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Verwaltungs-KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 258 -
SECUNDO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft

mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 5 811 -*)
Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf 100,0 EUR 128 -*)
South East Asia Properties Limited London 100,0 GBP 13 702 -
Southwark Bridge Investments Ltd. London 100,0 GBP - -
Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0 EUR - 95 038 - 39
Süddeutsche Industrie-Beteiligungs-GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 676 -*)
TARA Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 25 -*)
TARA Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 25 -*)
The New Asian Property Fund Ltd. Bermuda 100,0 BMD 9 007 5 726
Thurlaston Finance Limited George Town, Cayman Island 100,0 GBP 25 -
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.

KölnTurm Media Park KG
Eschborn 100,0 EUR - 1 329 - 9 380
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 22 779 -*)
Transfinance a.s. Prag 100,0 CZK 252 529 -41 508
U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington, Delaware 90,0 USD 29 058 - 5 267
Unica Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 43 -*)
Valorem LLC New York 100,0 USD 1 048 - 748
Vendome Lease S.A. Paris 100,0 EUR 1 - 484
Watling Leasing March (1) London 25,0 GBP 11 174 - 97
WebTek Software Private Limited i.L. Bangalore, Indien 100,0 INR 230 933 14 286
WESTBODEN - Bau- und Verwaltungsgesellschaft

mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 55 -*)
Westend Grundstücksgesellschaft mbH Eschborn 99,4 EUR 260 -*)
Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 90,0 EUR 307 - 8
Yarra Finance Limited George Town, Cayman Island 100,0 GBP 55 -

b) Assoziierte Unternehmen

scroll

Name Sitz Kapitalanteil

in % insg.
Währung Eigenkapital

Tsd
Jahresergebnis

Tsd
36th Street CO-INVESTMENT, L.P. Wilmington, Delaware 48,0 USD 14 271 - 1 368
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 31,6 EUR 20 500 8 360
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio 26,5 CHF 6 369 20 686
Capital Investment Trust Corporation Taipei 24,0 TWD 495 022 609 583
Captain Holdings S.à.r.l. Luxemburg 46,0 GBP 3 929 - 42
Commerz Unternehmensbeteiligungs-

Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main 40,0 EUR 30 000 15
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf 49,9 EUR - 8 143 747
Exploitatiemaatschappij Wijkertunnel C.V. Amsterdam 33,3 EUR 10 607 5 991
GIE Céline Bail Paris 40,0 EUR - 4 213
GIE Morgane Bail Paris 40,0 EUR - 3 581
GIE Northbail Puteaux 25,0 EUR - 7
GIE Vulcain Energie Paris 21,0 EUR - 23 082
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia Opportunity I KG Düsseldorf 20,7 EUR 150 168 - 31 856
IGS Aerosols GmbH Wehr/Baden 100,0 EUR 3 208 23
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungsgesellschaft

Düsseldorf mbH
Düsseldorf 47,0 EUR 45 047 1 269
Inmobiliaria Colonial S.A. Barcelona 20,1 EUR 1 699 600 - 474 000
Irving Place Co-Investment, L.P. New York 33,9 USD 12 633 -
KGAL GmbH & Co. KG Grünwald (München) 45,0 EUR 12 500 -
KGAL Verwaltungs-GmbH Grünwald (München) 45,0 EUR 1 400 -
Linde Leasing GmbH Wiesbaden 25,0 EUR 600 5 502
MFG Flughafen-Grundstücksverwaltungs-

gesellschaft mbH & Co. BETA KG
Grünwald (München) 29,4 EUR 62 072 489
MM Cogène 2 Paris 49,8 EUR - 2 476
RECAP/COMMERZ Alta Phoenix Lofts Investment,

L.P. New York
New York 45,0 USD 16 158 -
RECAP/COMMERZ AMW Apartments Investment,

L.P. New York
New York 45,0 USD 15 480 -
RECAP/COMMERZ Greenwich Park Investment, -

L.P. New York
New York 45,0 USD 10 870 -
Reederei MS "E.R. INDIA"

Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG
Hamburg 26,1 EUR 1 585 -
Southwestern Co-Investment, L.P. New York 45,0 USD 13 196 -

c) Gemeinschaftsunternehmen

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Name Sitz/ Sitz der

Verwaltungsgesellschaft
Kapitalanteil

in % insg.
Währung Eigenkapital

Tsd
Jahresergebnis

Tsd
Carbon Trade & Finance SICAR S.A. Luxemburg 50,0 EUR 1 000 2 860
Delphi I LLC Wilmington, Delaware 33,3 EUR - 299 141 - 26 615
Commerz Finanz GmbH36) München 49,9 EUR 9 780 20 258
FV Holding S.A. Brüssel 60,0 EUR 33 659 - 5 051
CR Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg 50,0 EUR - 26 211 - 14 509
Servicing Advisors Deutschland GmbH Frankfurt am Main 50,0 EUR 2 665 1 731
Urbanitas Grundbesitzgesellschaft mbH Berlin 50,0 EUR - 7 728 1 396

d) Zweckgesellschaften

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Name Sitz/ Sitz

der

Verwaltungsgesellschaft
Kapitalanteil

in %
Währung Gezeichnetes

Kapital

Tsd
Jahresergebnis

Tsd
Honeywell Grundbesitzverwaltungs-GmbH & Co

Vermietungs-KG
Grünwald (München) 100,0 EUR - 11 577 - 1 645

e) Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften

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Name Sitz Kapitalanteil

in % insg.
Stimmanteil

in % insg.
ARES Energie Aktiengesellschaft Berlin 13,7 13,7
CarMeile AG Wuppertal 10,0 10,0
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9 13,9
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen 7,1 7,1
Liquiditäts-Konsortialbank Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 9,6 9,6
Open Joint-Stock Company Promsvyazbank Moskau 15,3 15,3

Fußnoten zu Umfirmierungen

1) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Holdings I, Inc. wurde Coba Holdings I, LLC

2) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities LLC wurde Commerz Markets LLC

3) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Capital Investment Company Limited wurde Commerzbank Capital Investment Company Limited

4) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Capital Ventures Management Limited wurde Commerzbank Capital Ventures Management Limited

5) Umfirmiert: aus Dresdner Finance 2 S.à.r.l. wurde Commerzbank Finance 2 S.à.r.l.

6) Umfirmiert: aus Kleinwort Benson Finance BV wurde Commerzbank Finance BV

7) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Group Limited wurde Commerzbank Holdings (UK) Limited

8) Umfirmiert: aus Dresdner Investments (UK) Limited wurde Commerzbank Investments (UK) Ltd.

9) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing (Guernsey) Ltd wurde Commerzbank Leasing (Guernsey) Limited

10) Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 1 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 1 S.à.r.l.

11) Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 2 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 2 S.à.r.l.

12) Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 4 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l.

13) Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 5 S.à.r.l. wurde Commerzbank Leasing 5 S.à r.l.

14) Umfirmiert: aus Dresdner Leasing 6 S.a.r.l. wurde Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l.

15) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (1) Limited wurde Commerzbank Leasing December (1) Limited

16) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (10) wurde Commerzbank Leasing December (10)

17) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (11) wurde Commerzbank Leasing December (11)

18) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (12) Limited wurde Commerzbank Leasing December (12) Limited

19) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (13) Limited wurde Commerzbank Leasing December (13) Limited

20) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (15) Limited wurde Commerzbank Leasing December (15)

21) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (3) Limited wurde Commerzbank Leasing December (3) Limited

22) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (4) Limited wurde Commerzbank Leasing December (4) Limited

23) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (7) Limited wurde Commerzbank Leasing December (7) Limited

24) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (8) Limited wurde Commerzbank Leasing December (8) Limited

25) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing December (9) Limited wurde Commerzbank Leasing December (9) Limited

26) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing Holdings Limited wurde Commerzbank Leasing Holdings Limited

27) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing Limited wurde Commerzbank Leasing Limited

28) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing March (3) Limited wurde Commerzbank Leasing March (3) Limited

29) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing September (5) Limited wurde Commerzbank Leasing September (5) Limited

30) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Leasing September (6) Limited wurde Commerzbank Leasing September (6) Limited

31) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Online Ventures Limited wurde Commerzbank Online Ventures Limited

32) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Overseas Holdings Limited wurde Commerzbank Overseas Holdings Limited

33) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Property Management & Services Limited wurde Commerzbank Property Management & Services Limited

34) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities Ltd wurde Commerzbank Securities Ltd

35) Umfirmiert: aus Dresdner Kleinwort Securities Nominees Limited wurde Commerzbank Securities Nominees Limited

36) Umfirmiert: aus Dresdner-Cetelem Kreditbank GmbH wurde Commerz Finanz GmbH

Anmerkungen und Erläuterungen

*) Ergebnisabführungsvertrag

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Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2010:
Bermuda BMD 1,33620
Brasilien BRL 2,21770
Chile CLP 626,28090
Großbritannien GBP 0,86075
Indien INR 59,75800
Japan JPY 108,65000
Kanada CAD 1,33220
Polen PLN 3,97500
Russland RUB 40,82000
Singapur SGD 1,71360
Südafrika ZAR 8,86250
Taiwan TWD 38,99750
Tschechische Republik CZK 25,06100
Ukraine UAH 10,66330
Ungarn HUF 277,95000
USA USD 1,33620

(39) Investmentfonds

Die folgende Tabelle zeigt die Werte der Investmentfonds je Kategorie per 31. Dezember 2010, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft zu mehr als 10 % beteiligt ist:

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Mio € beizulegender

Zeitwert1
in 2010 erfolgte

Ausschüttungen1
Indexfonds 5 398 2
Gemischte Fonds 469 -
Fonds auf Lebensversicherungen 372 -
Renten und rentenähnliche Fonds 180 1
Hedgefonds 91 -
Aktien und aktienähnliche Fonds 50 -
Sonstige 47 -
Gesamt 6 607 3

1 Siehe die Note Änderung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Aufgrund der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind in diesem Geschäftsjahr keine Vorjahreszahlen ausgewiesen.

Die angabepflichtigen Fondsanteile werden vollständig im Handelsbestand geführt und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht daher dem Buchwert.

In Einzelfällen können Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe bestehen.

(40) Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

Stand 31.12.2010

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Martin Blessing

. /.

Frank Annuscheit

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1

Markus Beumer

a) Commerz Real AG1

Dr. Achim Kassow

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1

stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

Vorsitzender

Generali Deutschland Holding AG2

b) Allianz Global Investors Deutschland GmbH

BRE Bank S.A.1

Jochen Klösges

a) Commerz Real AG1

Vorsitzender

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1

Vorsitzender

Deutsche Schiffsbank Akiengesellschaft1

Vorsitzender

Eurohypo Aktiengesellschaft1

Vorsitzender

b) Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

stellv. Vorsitzender

Michael Reuther

a) Eurohypo Aktiengesellschaft1

Dr. Stefan Schmittmann

a) Commerz Real AG1

stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

Eurohypo Aktiengesellschaft1

Schaltbau Holding AG2

Verlagsgruppe Weltbild GmbH

b) BRE Bank S.A.1

KGAL GmbH & Co. KG

Vorsitzender

Ulrich Sieber

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

stellv. Vorsitzender

b) SWAB Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung GmbH

Dr. Eric Strutz

a) ABB AG

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1

stellv. Vorsitzender

RWE Power AG

b) Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1

Vorsitzender

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

Vorsitzender

Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A.2

SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH

Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Martin Zielke

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1

Vorsitzender

b) BRE Bank S.A.1

Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1

stellv. Vorsitzender

PUBLIC JOINT STOCK COMPANY "BANK FORUM"1

1 Konzernmandat.

2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziffer 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 285 Ziffer 10 HGB

Stand: 31.12.2010

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fraport AG Frankfurt Airport Services Worldwide

(bis 31.12.2010)

Fresenius SE & Co. KGaA

(vormals Fresenius SE)

Fresenius Management SE

(seit 12.5.2010)

Linde Aktiengesellschaft

MaschmeyerRürup AG Independent International Consultancy

(seit 26.2.2010)

b) Landwirtschaftliche Rentenbank

Parker Hannifin Corporation

Assicurazioni Generali S.p.A.

(bis 24.4.2010)

Uwe Tschäge

. /.

Hans-Hermann Altenschmidt

b) BVV Pensionsfonds

BVV Pensionskasse

BVV Unterstützungskasse

Dott. Sergio Balbinot

a) Deutsche Vermögensberatung AG

AachenMünchener Lebensversicherung AG1

AachenMünchener Versicherung AG1

Generali Deutschland Holding AG1

b) Banco Vitalicio de España, C.A. de Seguros y Réaseguros1

(bis 30.6.2010)

Generali España S.A. de Seguros y Réaseguros1

(seit 30.6.2010;

die Gesellschaft ist aus der Verschmelzung der Banco Vitalico C.A. de Seguros y Réaseguros und La Estrella S.A. entstanden)

Europ Assistance Holding1

Future Generali India Insurance Co. Ltd.1

Future Generali India Life Insurance Co. Ltd.1

Generali Asia N.V.1

Generali China Insurance Company Ltd.1

stellv. Vorsitzender

Generali China Life Insurance Co. Ltd.1

stellv. Vorsitzender

Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A.1

stellv. Vorsitzender

Generali Finance B.V.1

Generali France S.A.1

stellv. Vorsitzender

Generali Holding Vienna AG1

stellv. Vorsitzender

Generali Investments SpA1

Generali (Schweiz) Holding1

stellv. Vorsitzender

La Centrale Finanziaria Generale S.p.A.1

La Estrella S.A.1

(bis 30.6.2010)

Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd.1

Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V.1

Transocean Holding Corporation1

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

a) Allianz Lebensversicherungs-AG

stellv. Vorsitzender

E.ON Energie AG

b) OAO Gazprom

Nord Stream AG

OAO Novatek

Telenor

Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH

Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG

Vorsitzender

Herbert Bludau-Hoffmann

(bis 31.12.2010)

. /.

Dr. Nikolaus von Bomhard

a) ERGO Versicherungsgruppe AG1

Vorsitzender

Munich Health Holding AG1

Vorsitzender

Karin van Brummelen

. /.

Astrid Evers

. /.

Uwe Foullong

. /.

Daniel Hampel

. /.

Dr.-Ing. Otto Happel

. /.

Sonja Kasischke

. /.

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h.

Hans-Peter Keitel

a) Hochtief AG

National-Bank AG

ThyssenKrupp AG

(seit 21.1.2010)

b) EQT Infrastructure Limited

RAG Stiftung

Alexandra Krieger

. /.

Dr. h.c. Edgar Meister

b) DWS Investment GmbH

Standard & Poors Credit Market Services Europe Limited

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec.

Ulrich Middelmann

a) Deutsche Telekom AG2

E.ON Ruhrgas AG

(bis 30.6.2010)

LANXESS AG2

LANXESS Deutschland GmbH

ThyssenKrupp Marine Systems AG1

(bis Februar 2010)

ThyssenKrupp Materials International GmbH1

ThyssenKrupp Nirosta GmbH1

(vormals ThyssenKrupp Stainless AG)

(bis April 2010)

ThyssenKrupp Steel Europe AG1

b) Hoberg & Driesch GmbH

Vorsitzender

ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A.1

(bis April 2010)

ThyssenKrupp (China) Ltd.1

(bis April 2010)

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz Deutschland AG

Allianz Global Corporate & Specialty AG

Allianz Global Investors AG Allianz Investment Management SE

GEA GROUP AG

b) Allianz Life Insurance Company of North America

Fireman's Fund Ins. Co.

Allianz of America Inc.

Allianz S.p.A.

Allianz France S.A.

Barbara Priester

. /.

Dr. Marcus Schenck

a) E.ON Ruhrgas AG1

b) E.ON IT GmbH1

(Umfirmierung 1.4.2010)

E.ON Energy Trading SE1

1 Konzernmandat.

2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziffer 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 340a Abs. 4 Ziffer 1 HGB

Stand: 31.12.2010

Manfred Breuer

Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Dr. Detlev Dietz

Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Gerold Fahr

Stadtwerke Ratingen GmbH

Martin Fischedick

Borgers AG

Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Bernd Förster

SE Spezial Electronic

Aktiengesellschaft

stellv. Vorsitzender

Sven Gohlke

Bombardier Transportation GmbH

Bernd Grossmann

Textilgruppe Hof AG

Detlef Hermann

Kaiser's Tengelmann GmbH

Ritzenhoff AG

Jochen H. Ihler

Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Dr. Thorsten Reitmeyer

Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Andreas Schmidt

Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Dirk Wilhelm Schuh

GEWOBA Wohnen und Bauen AG

Berthold Stahl

Maincor AG

stellv. Vorsitzender

Rupert Winter

Klinikum Burgenlandkreis GmbH

(41) Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller

Vorsitzender

Uwe Tschäge1

stellv. Vorsitzender

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Hans-Hermann Altenschmidt1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dott. Sergio Balbinot

Managing Director Assicurazioni Generali S. p. A.

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands

E.ON Ruhrgas AG

Herbert Bludau-Hoffmann1

(bis 31.12.2010)

Dipl.-Volkswirt

Gewerkschaft ver.di

Fachbereich Finanzdienstleistungen, Unternehmensbetreuer Commerzbank

Dr. Nikolaus von Bomhard

Vorsitzender des Vorstands

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Karin van Brummelen1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Astrid Evers1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Uwe Foullong1

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands

Daniel Hampel1

Bankangestellter

Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Otto Happel

Unternehmer

Luverse AG

Sonja Kasischke1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h.

Hans-Peter Keitel

Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1

Dipl.-Kauffrau

Leiterin Referat Wirtschaft I

Mitbestimmungsförderung

Hans-Böckler-Stiftung

Dr. h.c. Edgar Meister

Rechtsanwalt

Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank a.D.

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec.

Ulrich Middelmann

Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands

ThyssenKrupp AG

Dr. Helmut Perlet

Ehemaliges Mitglied des Vorstands

Allianz SE

Barbara Priester1

Bankangestellte

Commerzbank Aktiengesellschaft

Mark Roach1

(seit 10.1.2011)

Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung

Dr. Marcus Schenck

Mitglied des Vorstands

E.ON AG

Dr. Walter Seipp

Ehrenvorsitzender

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Vorstand

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Martin Blessing

Vorsitzender
Dr. Achim Kassow Ulrich Sieber
Jochen Klösges Dr. Eric Strutz
Frank Annuscheit Michael Reuther Martin Zielke

(seit 5.11.2010)
Markus Beumer Dr. Stefan Schmittmann

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 7. März 2011

Der Vorstand

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Martin Blessing Frank Annuscheit Markus Beumer
Achim Kassow Jochen Klösges Michael Reuther
Stefan Schmittmann Ulrich Sieber Eric Strutz
Martin Zielke

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 8. März 2011

PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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Lothar Schreiber Peter Goldschmidt
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Wesentliche Konzerngesellschaften und wesentliche Beteiligungen

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Inland
Atlas Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mbH, Bad Homburg v.d.H.
comdirect bank AG, Quickborn
Commerz Real AG, Eschborn
Deutsche Schiffsbank AG, Bremen/Hamburg
Eurohypo AG, Eschborn
Süddeutsche Industrie-Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main

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Ausland
BRE Bank SA, Warschau
Commerzbank (Eurasija) SAO, Moskau
Commerzbank Europe (Ireland), Dublin
Commerzbank International S.A., Luxemburg
Commerzbank (South East Asia) Ltd., Singapur
Commerzbank Zrt., Budapest
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG, Luxemburg
Public Joint Stock Company "Bank Forum", Kiew

Operative Auslandsniederlassungen

Amsterdam, Barcelona, Bratislava, Brünn (Office), Brüssel, Dubai, Hongkong, Hradec Kralove (Office), Kosice (Office), London, Luxemburg, Madrid, Mailand, New York, Ostrava (Office), Paris, Peking, Pilsen (Office), Prag, Schanghai, Singapur, Tianjin, Tokio, Wien, Zürich

Repräsentanzen und Financial Institutions Desks

Addis Abeba, Almaty, Aschgabat, Baku, Bangkok, Beirut, Belgrad, Brüssel (Verbindungsbüro zur Europäischen Union), Buenos Aires, Bukarest, Caracas, Dubai (FI-Desk), Ho-Chi-Minh-Stadt, Hongkong (FI-Desk), Istanbul, Jakarta, Johannesburg, Kairo, Kiew, Kuala Lumpur, Lagos, Mailand (FI-Desk), Melbourne, Minsk, Moskau, Mumbai, New York (FI-Desk), Nowosibirsk, Panama-Stadt, Peking (FI-Desk), Riga, Santiago de Chile, São Paulo, Schanghai (FI-Desk), Seoul, Singapur (FI-Desk), Taipeh, Taschkent, Tripolis, Zagreb

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Jahresabschluss und Lagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

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Finanzkalender 2011/2012
4. Mai 2011 Zwischenbericht Q1 2011
18. Mai 2011 Hauptversammlung
10. August 2011 Zwischenbericht Q2 2011
4. November 2011 Zwischenbericht Q3 2011
Ende März 2012 Geschäftsbericht 2011

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Fax +49 (0)69/ 136-2 94 92

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Der Konzerngeschäftsbericht (nach den

International Financial Reporting Standards)

erscheint in deutscher und englischer Sprache,

ebenso die Kurzfassung.

VKI 02042