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Commerzbank AG Annual Report 2011

Mar 30, 2012

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Annual Report

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Mehr für unsere Kunden.

Geschäftsbericht 2011

Gemeinsam mehr erreichen

Kennzahlen

Gewinn-und-Verlust-Rechnung 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010
Operatives Ergebnis (Mio. €) 507 1 386
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,15 1,18
Ergebnis vor Steuern (Mio. €) 507 1 353
Konzernergebnis1 (Mio. €) 638 1 430
Ergebnis je Aktie (€) 0,18 1,21
Operative Eigenkapitalrendite2 (%) 1,7 4,5
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 80,8 69,3
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1, 2 (%) 2,2 4,7
Bilanz 31.12.2011 31.12.2010
Bilanzsumme (Mrd. €) 661,8 754,3
Risikoaktiva (Mrd. €) 236,6 267,5
Bilanzielles Eigenkapital (Mrd. €) 24,8 28,7
Bilanzielle Eigenmittel (Mrd. €) 40,3 45,7
Kapitalquoten
Kernkapitalquote (%) 11,1 11,9
Harte Kernkapitalquote3 (%) 9,9 10,0
Equity-Tier-I-Quote4 (%) 9,1 3,9
Eigenmittelquote (%) 15,5 15,3
Mitarbeiter 31.12.2011 31.12.2010
Inland 44 474 45 301
Ausland 13 686 13 800
Gesamt 58 160 59 101
Lang-/Kurzfrist-Rating
Moody's Investors Service, New York A2/P-15 A2/P-1
Standard & Poor's, New York A/A-1 A/A-1
Fitch Ratings, New York/London A+/F1+ A+/F1+

Operatives Ergebnis (Mio. €) Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis1, 2 (%)

1 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar. 2 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges. 3 Die harte Kernkapitalquote berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital (Stammaktien, Gewinnrücklagen und Stille Einlagen) und der Risikoaktiva. 4 Die Equity-Tier-I-Quote berechnet sich als Quotient aus dem Equity-Tier-I-Kapital (hartes Kernkapital ohne Berücksichtigung der Stillen Einlagen) und der Risikoaktiva. 5 Rating seit Januar 2012 auf "Review for Downgrade".

Das ist die Commerzbank

Die Commerzbank ist eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eine starke Universalbank mit der langjährigen, leistungsfähigen und umfassenden Erfahrung zweier traditionsreicher Häuser.

Wir sind zuverlässiger Partner und leistungsstarker Finanzdienstleister für den privaten Kunden. Aus Sicht des deutschen Mittelstands begleiten wir erfolgreich die Geschäftsaktivitäten unserer Kunden – im Inland und weltweit. In Deutschland profitieren unsere Kunden von einem flächendeckenden Filialnetz mit individuellen Beratungen und Leistungen. Weltweit ist die Commerzbank an den wichtigsten Wirtschafts- und Finanzzentren direkt vertreten. Darüber hinaus arbeiten wir mit mehreren Tausend Korrespondenzbanken in aller Welt zusammen.

Die Zufriedenheit unserer Kunden steht im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Dafür setzt sich die Commerzbank uneingeschränkt ein und daran misst sich unser Erfolg.

Das ist unsere Vision

Unsere Vision fasst zusammen, woran wir glauben und was wir erreichen wollen. Sie ist unser gemeinsames Ziel und bildet das Fundament für unser Handeln:

Als eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken mit europäischer Ausrichtung wollen wir die beste Bank in Deutschland werden – und damit erste Wahl für unsere Kunden, Mitarbeiter und Investoren. Wir verstehen uns als die Hausbank für Deutschland und stehen für langfristige Partnerschaft sowie herausragende Leistung.

Das ist unsere Mission

Bei der strategischen Aufstellung der Commerzbank haben wir uns von unserer Vision leiten lassen, die beste Bank in Deutschland zu sein. Mit der hierzu gestarteten Initiative "Commerzbank Exzellenz" wollen wir die Qualität der Leistungserbringung am Kunden, verbunden mit einer konsequenten Serviceorientierung und Prozesseffizienz, verbessern und damit die Voraussetzungen schaffen, um profitabel zu wachsen.

Struktur des Commerzbank-Konzerns
Vorstand
Segmente
Privatkunden Mittelstandsbank Central & Eastern
Europe
Corporates & Markets Asset Based
Finance
Portfolio
Restructuring
Unit
Operative Einheiten
Private Kunden
Vertrieb Privat- und
Geschäftskunden
Nord-Ost
Vertrieb Privat- und
Geschäftskunden
Süd-West
Vertrieb
Wealth Management
Direct Banking
Kredit
Corporate Banking
Strategische Projekte
Vertrieb Mittelstand
Nord/West
Vertrieb Mittelstand
Süd/Ost
Vertrieb Großkunden
Deutschland
Vertrieb Corporates
International
Financial Institutions
CEE-Holding/
Subsidiaries &
Branches
BRE Bank
Bank Forum
Equity Markets &
Commodities
Fixed Income Trading
Corporate Finance
Fixed Income Sales
Client Relationship
Management
Research
London
America
CRE Germany
CRE International
EH Retail
Public Finance
Real Estate
Asset Management
Ship Finance
Portfolio
Restructuring
Unit
Die Unterstützungsfunktionen Group Information Technology, Group Organisation, Group Banking Operations, Group Markets Operations,
Group Security, Group Services Commerzbank Exzellenz und Group Support werden vom Unternehmensbereich Group Services bereitgestellt.
Alle Stabs- und Steuerungsfunktionen sind im Unternehmensbereich Group Management zusammengefasst.

Mehr für unsere Kunden.

Wer am Markt erfolgreich sein möchte, muss die Erwartungen und Bedürfnisse seiner Kunden bestens kennen und passgenaue Angebote unterbreiten. Nur so entwickeln sich zuverlässige Beziehungen. Nur so entsteht langfristig Vertrauen. Nur so wächst eine stabile Partnerschaft. Darauf richtet die Commerzbank ihren Fokus – auf die Kunden und ihre anspruchsvollen Wünsche.

Gemeinsam mehr erreichen.

Wie vielfältig erfolgreiche Partnerschaften sein können, zeigt der Geschäftsbericht 2011. Er beschreibt die eindrucksvolle Unternehmensgeschichte acht unserer Kunden und wie es ihnen mit der Commerzbank an ihrer Seite gelingt, gesetzte Ziele zu erreichen. Dabei wird deutlich, wie die Commerzbank handelt: partnerschaftlich, leistungsorientiert und verantwortungsvoll.

Titel

Frank A. Bergner setzt mit seinem Familienunternehmen RIBE auf internationales Wachstum. Die Commerzbank begleitet ihn dabei. Mehr auf Seite 3.

Kunden

  • S. 2–7 Mehr wollen. Mehr erreichen.
  • S. 90 Privatkunden
  • S.100 Mittelstandsbank
  • S.108 Central & Eastern Europe
  • S.118 Corporates & Markets
  • S.126 Asset Based Finance

Aus Vertrauen wird Erfolg.

2

Seien es konkrete Wünsche oder langfristige Ziele, ambitionierte Pläne oder kontinuierliches Wachstum: Unsere Kunden wollen mehr. In allen Bereichen ihres Lebens. Dabei profitieren sie von unserem internationalen Finanzmarkt-Know-how und der Kompetenz einer der führenden deutschen Banken für Privatkunden und Mittelstand.

Und sie erreichen mehr. Die Interessen unserer Kunden treiben uns an, zukunftsweisende Lösungen zu entwickeln. Das garantieren wir mit erstklassiger Beratung und Betreuung sowie einem hochwertigen Spektrum an Leistungen und Produkten. Damit aus Vertrauen Erfolg wird – und anspruchsvolle Ziele erreicht werden.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Präzision als Erfolgsgarant: Seit über 100 Jahren steht RIBE für hohe Qualität und Innovation. Mit seinem Familienunternehmen setzt Frank A. Bergner weiterhin auf internationales Wachstum – und trotzt allen konjunkturellen Schwankungen. Die Commerzbank sorgt dabei für die notwendige Flexibilität.

Starke Verbindung. Mit ihren Produkten ist die Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG weltweit führend. An sieben Standorten beschäftigt die Gruppe mehr als 1 300 Mitarbeiter und schafft vielfältige Verbindungen – mit Spezialschrauben, technischen Federn und Elektroarmaturen. Einer der größten Abnehmer ist die Automobilindustrie.

RIBE, Schwabach Zusammenarbeit seit 1940 Wir handeln verantwortlich.

4

Engmaschiger könnte das Netz nicht sein: Mehr als 1 200 Filialen der Commerzbank sind in Deutschland zu finden. Die Nähe zu unseren Kunden ist Voraussetzung für eine enge, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Und für den gemeinsamen Erfolg. Dazu trägt auch unsere transparente Unternehmenskultur bei.

Respekt, Wertschätzung und Verantwortung gegenüber unseren Kunden bestimmen unser Handeln. Das zahlt sich aus. Einmal im Jahr werden 3 000 Kunden der Commerzbank – davon rund die Hälfte ehemalige Dresdner-Bank-Kunden – im Rahmen eines "Kundenbarometers " befragt. Nach ihren Wünschen, ihrer Zufriedenheit und nach ihrer Bereitschaft, uns weiterzuempfehlen. Damit unser Service stetig besser wird.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Das alte Familienrezept gilt bis heute: Michael Seliger produziert weiße Mäuse aus Schaumzucker. In Berlin kennt sie jedes Kind. Mittlerweile sind neben den Mäusen auch Bären und Delfine überall in Deutschland erhältlich. Die Grundlage für die bundesweite Expansion wurde gemeinsam mit der Commerzbank geschaffen.

Lange Tradition. In der dritten Generation führt Michael Seliger gemeinsam mit seinem Bruder Christian die Aseli OHG. Der Name wurde von ihrem Großvater Alfred Seliger geprägt. Im Jahr 1921 begann der Konditormeister mit der Herstellung von weißen Mäusen. Bis heute werden die Produkte von Hand hergestellt und verpackt.

Aseli, Berlin Zusammenarbeit seit 1968

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Natürliche Wertschöpfungskette: AGROFERT setzt auf Wachstum – mit Samen und Nahrung, Dünge- und Futtermitteln. Und das mit großem Erfolg. Petra Procházková ist hauptverantwortlich für die Finanzen eines der größten Unternehmen der Tschechischen Republik. Bei Finanzierungsfragen vertraut sie auf die Commerzbank.

Schnelle Entwicklung. Die Geschichte von AGROFERT beginnt im Jahr 1993 mit vier Mitarbeitern. Die zarte Pflanze gedeiht schnell. Mittlerweile sind rund 27 000 Menschen in den Kernsegmenten Agrar, Chemie, Nahrungsmittel und Technik tätig. Den Vorsitz des Aufsichtsrats hat eine Frau inne – Petra Procházková, gleichzeitig auch Finanzdirektorin von AGROFERT.

AGROFERT, Prag/ Tschechische Republik Zusammenarbeit seit 2000

Nähe ist uns wichtig.

Die Nähe zu unseren Kunden schafft die Voraussetzung für langfristiges Wachstum. Die Orientierung an ihren Wünschen ist die Basis unseres Erfolgs. Genau das ist unsere Maxime: Gemeinsam mehr erreichen.

Commerzbank im Überblick Umschlag 2 bis Umschlag 8

An unsere Aktionäre Seite 12 bis Seite 34

Unternehmerische Verantwortung Seite 65 bis Seite 68

Konzernlagebericht Seite 69 bis Seite 154

Konzernrisikobericht Seite 155 bis Seite 196

Konzernabschluss Seite 197 bis Seite 354

Weitere Informationen Seite 355 bis Seite 369

Inhaltsverzeichnis

U2 Das sind unsere Zahlen
U2

U8
U3 Das ist die Commerzbank
U4 Konzernstruktur
U5 Commerzbank weltweit
U7 Fünfjahresübersicht
U8 Finanztermine, Kontaktadressen
10 Das Jahr 2011 im Überblick
12

34
12 Brief des Vorstandsvorsitzenden
16 Das Vorstandsteam
18 Bericht des Aufsichtsrats
26 Aufsichtsrat und Ausschüsse
30 Unsere Aktie
35

68
37 Corporate-Governance-Bericht
43 Vergütungsbericht
56 Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)
65 Corporate Responsibility
69

154
71 Geschäft und Rahmenbedingungen 127 Asset Based Finance
79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 134 Portfolio Restructuring Unit
91 Entwicklung der Segmente 136 Sonstige und Konsolidierung
91 Privatkunden 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
101 Mittelstandsbank 143 Nachtragsbericht
109 Central & Eastern Europe 144 Prognose- und Chancenbericht
119 Corporates & Markets
155

196
157 Wesentliche Entwicklungen 2011 187 Liquiditätsrisiken
159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung 190 Operationelle Risiken
163 Adressenausfallrisiken 192 Sonstige Risiken
178 Intensive Care 195 Ausblick
182 Marktrisiken
202 Gesamtergebnisrechnung
197

354
204 Bilanz
206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
208 Kapitalflussrechnung
210 Anhang (Notes)
352 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
353 Bestätigungsvermerk
355

369
356 Zentraler Beirat
357 Mandate
361 Glossar
367 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
368 Quartalsergebnisse nach Segmenten

Das Jahr 2011 im Überblick

1. Quartal

❯ Im Januar rüstet sich die Bank für die neuen regulatorischen Anforderungen gemäß Basel III und optimiert ihre Kapitalstruktur. So tauscht sie hybride Anleihen gegen Aktien und stockt damit ihr Core-Tier-I-Kapital auf. Im März verbessert sie zudem die Struktur ihres Nachrangkapitals ("Tier II"): Sie unterbreitet den Inhabern von zwei ausstehenden Nachranganleihen ein Tauschangebot für zwei neue Nachranganleihen.

❯ Ende März gibt die Commerzbank bekannt, dass sie die Integration der Deutschen Schiffsbank plant.

❯ Die Commerzbank erzielt ihr bisher bestes Quartalsergebnis. Mit einem Operativen Ergebnis von rund 1,2 Mrd. Euro in der Kernbank zeigt sich das Potenzial der Bank in normalisierten Märkten.

❯ Mitte Juli besteht die Commerzbank den EU-weiten Stresstest der European Banking Authority (EBA). In beiden EBA-Szenarien liegt die Commerzbank deutlich über der geforderten Core-Tier-I-Quote von 5 Prozent.

❯ Mit 65 neuen Beratungszentren für Geschäftskunden steht die Commerzbank ihren Kunden noch enger zur Seite. Seit Juli erhalten die Kunden dort noch bessere Beratung, besseren Service und bessere Produkte.

❯ Mehr Unterstützung bietet die Commerzbank ihren Mitarbeitern bei der Kinderbetreuung. Als eines der ersten Unternehmen deutschlandweit eröffnet sie einen Schülerhort.

❯ Die Staatsschuldenkrise beeinträchtigt die Ergebnisentwicklung der Commerzbank in hohem Maße. Das Quartalsergebnis liegt bei – 687 Mio. Euro.

2. Quartal

❯ Die Commerzbank kündigt im April ein Maßnahmenpaket an, um die Stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) weitestgehend zurückzuführen. Kern ist eine Kapitalmaßnahme in zwei Schritten. So führt die Bank 14,3 Mrd. Euro der 16,2 Mrd. Euro umfassenden Stillen Einlage des SoFFin zurück – deutlich früher als erwartet. ❯ Ende April schließt die Commerzbank die IT-Integration der Dresdner Bank ab. Nach monatelanger Vorbereitung steht am Osterwochenende die Migration von 1 Milliarde Kunden- und Produktdaten an. 4 500 Mitarbeiter sind im Dreischichtbetrieb im Einsatz. Die IT-Systeme der Commerzbank verarbeiten schließlich die Daten von 11 Millionen Kunden. Mit der IT-Migration ist der letzte große Meilenstein des bankweiten Integrationsprojektes erreicht: Es wird Ende Mai nach weniger als 1 000 Tagen abgeschlossen.

3. Quartal 4. Quartal

❯ Anfang November erwirbt die Commerzbank die noch ausstehenden Anteile an der Deutschen Schiffsbank. Im nächsten Schritt ist die Verschmelzung auf die Commerzbank Aktiengesellschaft geplant.

❯ Im Dezember stärkt die Bank ihre Kapitalstruktur mit dem Rückkauf von begebenen Hybridanleihen. Im selben Monat veröffentlicht die EBA die endgültigen Ergebnisse ihres zweiten Stresstests. Demnach weist die Commerzbank eine Kapitallücke von rund 5,3 Mrd. Euro auf, die bis Ende Juni 2012 geschlossen werden muss. Die Commerzbank beschließt umgehend Maßnahmen, um die Kapitalanforderungen sicherzustellen.

Preise und Auszeichnungen 2011

Focus Money Zertifikate-Preis Bester Emittent: DAX-Zertifikate

EBRD Award Most active Confirming Bank

Börse am Sonntag Leser-Award Bester ETF-Anbieter

Global Finance Award mBank: Best Consumer Internet Bank

Seer Award Performance Excellence

EXtra ETF Award ETF des Jahres für den ComStage SDAX

Scope Award Bester Emittent: Zertifikate

Euro comdirect: "Deutschlands Beste Bank" Gesamtsieger 2011

The Banker Award Deals of the Year 2011 Europe – FIG Capital Raising

Zertifikat Audit Beruf und Familie Besonders familienbewusstes Unternehmen

Der Zertifikateberater DZB Best Discount

The Banker Innovation of the Year 2011: Commerzbank-Kapitalmaßnahme

Der Aktionär 1. Platz: Derivatehaus des Jahres 2011

Scope Award CFB-Fonds der Commerz Real: Geschlossene Energiefonds

Online Broker des Jahres 2011 comdirect: 3. Mal in Folge

Rebrand 100 Global Awards Neuer Markenauftritt

Vermögensverwaltung der Commerzbank "sehr gut"

(07/2011)

Test des Magazins Euro Private Banking

Vision Awards Platin: Geschäftsbericht

Euromoney Deutschlands bestes Cash Management

The Banker "Bank of the Year Award 2011" in Germany

Effie Awards Ukraine Bank Forum: Silver

IFC Award Most Active GTFP Confirming Bank in Europe&Central Asia

11

EuroWeek Awards Most impressive FIG liability management/FIG issuer

Euromoney Awards for Excellence BRE Bank: Best Bank in Poland

Dt.Personalwirtschafts-Preis 2. Platz für Betriebliches Gesundheitsmanagement

ServiceValue-Studie Nr. 1 der überregionalen Filialbanken

Zertifikate-Awards 1. Platz: Bester Emittent

EuroWeek Awards Best Arranger of German Loans 2011

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Martin Blessing Vorstandsvorsitzender An unsere Aktionäre 13

12 Brief des Vorstandsvorsitzenden

im März 2012

das Geschäftsjahr 2011 war für die Commerzbank ein ereignisreiches und herausforderndes – aber auch zweigeteiltes – Jahr. Der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr war sehr erfolgreich, sowohl was das Geschäftsergebnis als auch die Erreichung strategischer Meilensteine angeht. Im zweiten Halbjahr kamen wir, wie alle anderen Banken auch, jedoch in ungleich schwierigeres Fahrwasser.

Lassen Sie mich auf die einzelnen Punkte im Detail eingehen: Im ersten Halbjahr konnten wir die Integration der Dresdner Bank, sicherlich eines der größten Projekte in der deutschen Bankengeschichte, erfolgreich abschließen. Dabei war als letzter großer Meilenstein die Migration der Kunden- und Produktdaten der ehemaligen Dresdner Bank auf die Commerzbank-Plattform vorzunehmen, was am Osterwochenende 2011 mit großem Einsatz gelungen ist. Allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern möchte ich dafür auch im Namen meiner Vorstandskollegen meinen besonderen Dank für ihre Leistungsbereitschaft und ihren persönlichen Einsatz aussprechen! Mein Dank gilt aber auch ganz besonders unseren rund 16 Millionen Kunden im In- und Ausland. Viele von ihnen haben uns angespornt, die Integration schneller als geplant abzuschließen.

Parallel zum Ende des bankweiten Integrationsprojektes war für die Bank im Berichtsjahr die Optimierung unserer Kapitalstruktur von zentraler Bedeutung. Dazu haben wir im ersten und vierten Quartal den Rückkauf von Hybridinstrumenten erfolgreich durchgeführt. Den wesentlichen Schritt stellte jedoch im zweiten Quartal unsere zweistufige Kapitalerhöhung um 11 Mrd. Euro dar und die damit verbundene Rückzahlung eines wesentlichen Teils der erhaltenen Stillen Einlage des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Von 16,2 Mrd. Euro wurden 14,3 Mrd. Euro zurückgezahlt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei unseren Aktionärinnen und Aktionären nochmals sehr herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen im Rahmen unserer Kapitalerhöhung bedanken, obgleich ich weiß, dass die darauffolgende Kursentwicklung für Sie noch nicht befriedigend verlief. Was war eine der Ursachen: Ab dem Sommer verschärfte sich die europäische Staatsschuldenkrise deutlich. Im Fall von Griechenland musste der private Finanzsektor einen hohen Beitrag leisten – so auch die Commerzbank. Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2011 auf griechische Anleihen Wertkorrekturen von rund 2,2 Mrd. Euro vorgenommen. Damit haben wir unsere griechischen Anleihen auf rund 26% des Nominalwerts abgeschrieben. Zudem haben wir den weiteren Abbau unseres Staatsanleiheportfolios

unter Inkaufnahme von Veräußerungsverlusten forciert. Diese Belastungen spiegelten sich auch in den Erträgen des Konzerns wider. Betreffend die Risikovorsorge und die Verwaltungsaufwendungen konnten wir die geplanten Ziele übertreffen beziehungsweise erreichen. Die Risikovorsorge war um knapp 45% auf 1,4 Mrd. Euro rückläufig und die Verwaltungsaufwendungen sanken im Berichtsjahr um 9%, worin sich auch die bereits erzielten Kostensynergien aus der Integration bemerkbar machten. Insgesamt betrug unser Operatives Ergebnis 507 Mio. Euro. Während sich die Belastungen in den Nicht-Kernbereichen auf rund 4,0 Mrd. Euro summierten, haben wir in der Kernbank ein sehr erfreuliches Ergebnis von 4,5 Mrd. Euro erzielt. Dies unterstreicht, dass wir die in der "Roadmap" definierten Ergebnisziele grundsätzlich erreichen können.

Aufgrund des Verlustausweises im HGB-Ergebnis der Commerzbank Aktiengesellschaft können wir für das Berichtsjahr 2011 die Stille Einlage des SoFFin und andere Kapitalinstrumente nicht bedienen und dürfen auch keine Dividende zahlen.

Durch unseren auch im Berichtsjahr uneingeschränkten Zugang zu den Geld- und Kapitalmärkten waren wir in der komfortablen Situation, dass wir bereits im zweiten Halbjahr 2011 einen Teil des Fundingbedarfs für das Jahr 2012 decken konnten. Unsere Liquiditätsausstattung ist stabil und die Core-Tier-I-Quote erreichte per Jahresende des Berichtsjahres 9,9%.

Gemäß den erstmals anzuwendenden Vorgaben des Europäischen Rats müssen 71 europäische Banken zum Stichtag 30. Juni 2012 eine Core-Tier-I-Ratio von 9% einhalten, die deutlich über den bisher geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben liegt. Dies beinhaltet die Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen seitens der European Banking Authority (EBA): Der von der EBA für die Commerzbank ermittelte Kapitalbedarf von 5,3 Mrd. Euro ergibt sich dabei fast ausschließlich aus den Ausfallannahmen der EBA zu europäischen Staatsanleihen, bedingt durch das Staatsfinanzierungsgeschäft der Eurohypo AG. Das Kerngeschäft der Commerzbank ist hingegen de facto nicht betroffen.

Zur Deckung des von der EBA ermittelten Kapitalbedarfs hatten wir bereits im November 2011 erste Maßnahmen eingeleitet, die wir dann im Januar 2012 weiter konkretisiert haben. Durch die Mitte Februar 2012 verkündeten Maßnahmen, einige bestehende Kapitalinstrumente im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung unter Ausschluss der Bezugsrechte gegen Core-Tier-I-Kapital zu tauschen, konnte das harte Kernkapital der Bank weiter gestärkt werden, was auch dazu führt, die verbleibenden EBA-Kapitalanforderungen zu einem wesentlichen Teil zu erfüllen.

Auf Basis der gegenwärtigen Geschäftsplanung und vorbehaltlich keiner weiteren Verschlechterung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auch keiner weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise, erwartet die

An unsere Aktionäre 15

An unsere Aktionäre

- 12 Brief des Vorstandsvorsitzenden

-

Commerzbank bis zum 30. Juni 2012 mit den bereits initiierten Maßnahmen weitere positive Effekte zur Deckung des EBA-Kapitalbedarfs in Höhe von bis zu 2,9 Mrd. Euro zu erzielen. Darin enthalten sind zusätzliche Sachkosteneinsparungen im ersten Halbjahr 2012 und eine Vergütung der variablen Leistung eines Großteils unserer außertariflich beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Berichtsjahr 2011 in Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft. Über die bereits abgeschlossenen und bis Juni 2012 geplanten Maßnahmen hinaus stehen uns zudem weitere Optionen zur Verfügung, um unser hartes Kernkapital im Bedarfsfall noch zusätzlich zu stärken.

Nach Umsetzung der Maßnahmen erwarten wir eine Core-Tier-I-Quote von mehr als 11%. Damit wären nicht nur alle bestehenden, sondern auch die unter Basel III in Kraft tretenden regulatorischen Mindestkapitalquoten erfüllt.

Sie sehen, sehr verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, es ist nicht notwendig, noch haben wir es vor, zusätzliche öffentliche Mittel in Anspruch zu nehmen. Dabei betonen wir nachdrücklich, dass der Abbau von nicht strategischen Risikoaktiva nicht zu Lasten des deutschen Mittelstands gehen wird. Wir sind uns unserer Verantwortung für die Kreditversorgung der deutschen Wirtschaft bewusst und werden unseren Kunden und insbesondere dem Mittelstand als verlässlicher Partner auch künftig zur Seite stehen.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, für das Geschäftsjahr 2012 bleiben die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise nach wie vor schwierig einschätzbar. Dennoch gehen wir davon aus, dass wir durch unsere Aufstellung in der Kernbank ein solides Ergebnis erreichen werden.

Soweit zu den entscheidenden Eckpunkten des Geschäftsjahres 2011 und den Erwartungen des laufenden Jahres 2012.

Zu unserer Hauptversammlung im Mai 2012 lade ich Sie auch in diesem Jahr herzlich ein und freue mich auf Ihr Kommen.

Martin Blessing Vorstandsvorsitzender

An unsere Aktionäre

Das Vorstandsteam

Frank Annuscheit

49 Jahre, Chief Operating Officer Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Mandate

a) comdirect bank Aktiengesellschaft 1 , stellv. Vorsitzender

Markus Beumer

47 Jahre, Mittelstandsbank Mitglied des Vorstands seit 1.1.2008

Mandate

a) Commerz Real AG1

Martin Blessing

48 Jahre, Vorsitzender Mitglied des Vorstands seit 1.11.2001

Mandate

– –

Jochen Klösges

47 Jahre, Asset Based Finance Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

Mandate

a) Commerz Real AG1 , Vorsitzender; Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 , Vorsitzender; Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft 1 , Vorsitzender; Eurohypo Aktiengesellschaft 1 , Vorsitzender

b) Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 , stellv. Vorsitzender

Michael Reuther

52 Jahre, Corporates & Markets Mitglied des Vorstands seit 1.10.2006

Mandate

a) Eurohypo Aktiengesellschaft 1

Darstellung der Mandate per 31.12.2011

a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

1 Konzernmandat.

2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziff. 5.4.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex).

  • 16 Vorstandsteam

Dr. Stefan Schmittmann

55 Jahre, Chief Risk Officer Mitglied des Vorstands seit 1.11.2008

Mandate

a) Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 ; Commerz Real AG1 , stellv. Vorsitzender; Eurohypo Aktiengesellschaft 1 ; Schaltbau Holding AG2 ; Verlagsgruppe Weltbild GmbH

Ulrich Sieber

46 Jahre, Central & Eastern Europe, Group Human Resources, Group Management Commerzbank Exzellenz Mitglied des Vorstands seit 1.6.2009

Mandate

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG, stellv. Vorsitzender; BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G., stellv. Vorsitzender; Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 , Vorsitzender

b) BRE Bank SA1 , stellv. Vorsitzender

Dr. Eric Strutz

47 Jahre, Chief Financial Officer Mitglied des Vorstands seit 1.4.2004

Mandate

a) ABB AG; Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 , stellv. Vorsitzender; RWE Power AG

b) BRE Bank SA1 ; Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1 , Vorsitzender; Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 Vorsitzender; Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A. 2 ; Partners Group Holding AG; SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH; Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

,

,

Martin Zielke

49 Jahre, Private Customers Mitglied des Vorstands seit 5.11.2010

Mandate

a) Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH; comdirect bank Aktiengesellschaft 1 , Vorsitzender; Commerz Real AG1 ; Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 stellv. Vorsitzender

An unsere Aktionäre

Bericht des Aufsichtsrats

Klaus-Peter Müller Vorsitzender

  • 18 Bericht des Aufsichtsrats

im März 2012

während des abgelaufenen Geschäftsjahres haben wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung der Commerzbank regelmäßig überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank, auch zwischen den Sitzungen. Wir haben uns wiederholt über die Geschäftslage des Unternehmens und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsfelder, die Unternehmensplanung sowie die strategische Ausrichtung samt Risikostrategie der Bank informieren lassen und den Vorstand hierzu beraten. Zwischen den Sitzungen stand ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in ständigem Kontakt mit dem Vorstand und habe mich fortlaufend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäfte der Bank und des Konzerns unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in die Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung erteilt.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr fanden insgesamt zehn Aufsichtsratssitzungen statt, davon drei Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen. Zudem fand jeweils eine ganztägige Strategiesitzung für die Vertreter der Arbeitnehmer und der Anteilseigner statt.

Gegenstand aller ordentlichen Sitzungen war die aktuelle Geschäftslage der Bank, die wir jeweils eingehend mit dem Vorstand erörterten. Schwerpunkte unserer Tätigkeit waren die Kapitalmaßnahmen zur Rückführung der Stillen Einlagen sowie die Staatsschuldenkrise und die Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten. Ein weiterer Schwerpunkt war der jeweils aktuelle Stand der Integration der Dresdner Bank in den Commerzbank-Konzern auf IT- und Segment-Ebene. Die Vorstandsberichte haben wir kritisch hinterfragt und zum Teil ergänzende Informationen angefordert, die stets unverzüglich und zu unserer Zufriedenheit erteilt wurden.

Am 13. Januar 2011 behandelten wir in einer Telefonkonferenz die im Nachgang durchgeführte Transaktion zum Tausch hybrider Kapitalinstrumente (Trust Preferred Securities) in Aktienkapital und die Wandlung von Stillen Einlagen des SoFFin im Nominalbetrag von rund 221 Mio. Euro in Aktien um die Beteiligungsquote an der Commerzbank (25% plus eine Aktie) aufrechtzuerhalten.

An In der Sitzung am 22. Februar 2011 haben wir die Anpassung der Satzung im Hinblick auf das geänderte Grundkapital der Bank aufgrund der Wandlung der Stillen Einlage des SoFFin in Aktien beschlossen. Darüber hinaus standen die vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 sowie der Ausblick für die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2011 im Mittelpunkt unserer Erörterungen. In der anschließenden Diskussion überzeugten wir uns von der Plausibilität der vorgetragenen Erwartungen und Ziele – insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Wertberichtigungsbedarf im Kreditgeschäft – und erörterten die verschiedenen Handlungsalternativen. Gegenstand der Sitzung waren auch der Statusbericht zur Integration der Dresdner Bank und die jüngsten Urteile zur Bedienungspflicht der Genussscheine der Eurohypo und der Situation bei den hybriden Eigenkapitalinstrumenten der Commerzbank. Ferner haben wir uns mit dem Statusbericht der Mittelstandsbank auseinandergesetzt. Zudem hat uns der Vorstand über zwei Entscheidungen des Oberlandesgerichts Frankfurt unterrichtet. Das Oberlandesgericht Frankfurt hat zum einen in seiner Berufungsentscheidung die Verfahren zur Anfechtung der Entlastungsbeschlüsse der Hauptversammlung im Jahr 2009 zurückgewiesen. Zum anderen hat es die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt bestätigt, den Antrag eines Aktionärs auf Bestellung eines Sonderprüfers im Hinblick auf den Erwerb der Dresdner Bank AG, der zuvor schon von der Hauptversammlung abgelehnt worden war, zurückzuweisen.

In der Bilanzsitzung am 24. März 2011 prüften wir den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2010 und billigten diese auf Empfehlung des Prüfungsausschusses; hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht berichtet. Ferner haben wir uns mit dem Statusbericht des Segments Corporates & Markets beschäftigt. Des Weiteren haben wir uns mit der Kapitalplanung und der geplanten Rückzahlung der Stillen Einlagen des SoFFin auseinandergesetzt. Zudem haben wir die geplante Verschmelzung der Deutschen Schiffsbank AG auf die Commerzbank Aktiengesellschaft besprochen.

Am 5. April 2011 haben wir uns erneut intensiv mit dem Maßnahmenpaket zur weitgehenden Rückführung der Stillen Einlage des SoFFin beschäftigt. Zu diesem Maßnahmenpaket für die Ablösung von rund 14,3 Mrd. Euro der 16,2 Mrd. Euro Stillen Einlagen des SoFFin bis Juni 2011 gehörten die Begebung Bedingter Pflichtumtauschanleihen (CoMEN), die je CoMEN zum Tausch in eine Aktie der Commerzbank geführt haben, die Durchführung einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht sowie die Zahlung von 3,27 Mrd. Euro an den SoFFin aus eigenen Mitteln. Im Übrigen wurde auch die Ausgleichszahlung für die vorzeitige Rückzahlung der Stillen Einlage in Höhe von 1,030 Mrd. Euro sowie die Wandlung von Stillen Einlagen des SoFFin in Aktien zur Beibehaltung des Anteils an der Commerzbank in Höhe von 25% plus eine Aktie behandelt. Des Weiteren haben wir die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2011 verabschiedet.

- 18 Bericht des Aufsichtsrats

Die Sitzung am 6. Mai 2011 diente vornehmlich der Vorbereitung auf die anschließende Hauptversammlung. Wir erörterten den Ablauf der Hauptversammlung und die angekündigten Gegenanträge. Im Übrigen haben wir für die Erhöhung der Datensicherheit die Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat geändert, sodass nicht nur die Unterlagen, sondern auch die Einladungen und die Protokolle der Aufsichtsratssitzungen nicht mehr postalisch versandt, sondern in einen virtuellen Datenraum eingestellt werden können. Zudem wurde das Ergebnis des ersten Quartals 2011 und der Ausblick auf das Ergebnis des zweiten Quartals 2011 der Bank erörtert.

Am 19. Mai 2011 nahmen wir im Rahmen einer Telefonkonferenz den Wunsch von Herrn Dr. Kassow, sein Vorstandsmandat zum 12. Juli 2011 niederzulegen, zur Kenntnis und stimmten der Beendigungs- und Auflösungsvereinbarung mit Herrn Dr. Kassow zu.

In der Telefonkonferenz am 7. Juli 2011 haben wir die Schuldenkrise im Euroraum mit dem Schwerpunkt Griechenland erörtert. Der Vorstand hat uns zudem über den Abbau der Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten informiert.

In der Sitzung am 9. August 2011 erläuterte uns der Vorstand anhand ausführlicher Unterlagen die Geschäftsentwicklung und das Ergebnis des ersten Halbjahres 2011 sowie den aktuellen Stand der Integration der Dresdner Bank, insbesondere im Hinblick auf die Erreichung der wichtigen Meilensteine des Integrationsprojekts, der Synergien und den Personalabbau. Des Weiteren berichtete der Vorstand über das Segment Privatkunden. Wir beschäftigten uns zudem mit den Auswirkungen der Staatsschuldenkrise auf das Engagement der Bank in den GIIPS-Staaten. Gegenstand der Sitzung war auch ein Bericht über die Klage eines Aktionärs gegen den Beschluss zur Entlastung des Vorstands und die Kapitalerhöhungsbeschlüsse der Hauptversammlung 2011. Zudem haben wir das neue Modell des Altersversorgungssystems der Mitglieder des Vorstands diskutiert. Wir haben uns auch auf einen Musteranstellungsvertrag für Vorstandsmitglieder geeinigt, der an die Anforderungen der Instituts-Vergütungsverordnung angepasst wurde, und haben darauf hingewirkt, dass die Anstellungsverträge der amtierenden Vorstandsmitglieder entsprechend angepasst werden. Ferner haben wir sowohl im Plenum als auch in den Ausschüssen auf Basis eines detaillierten Fragebogens eine Effizienzprüfung durchgeführt und die Ergebnisse präsentiert. Wir sind der Auffassung, dass der Aufsichtsrat sehr effizient arbeitet.

In der ordentlichen Sitzung am 3. November 2011 lag der Schwerpunkt unserer Beratungen auf dem Bericht über die Geschäftslage einschließlich Budget für das Jahr 2012 und der Mittelfristplanung bis 2015. Wir haben uns auf Basis der Geschäftszahlen die Ziele für die Bank und den Konzern darstellen lassen und ausführlich mit dem Vorstand besprochen. Außerdem haben wir uns über die Beziehungen der Eurohypo AG zur Commerzbank und den Stand der Auflage der EU zur Veräußerung der Eurohypo AG informiert. Weitere Themen dieser Sitzung waren die Geschäftsund Risikostrategie und die Corporate Governance der Bank, insbesondere der Beschluss über die jährliche Entsprechenserklärung nach § 161 Aktiengesetz. Nähere Einzelheiten zur Corporate Governance in der Commerzbank finden Sie in diesem Geschäftsbericht auf den Seiten 37 bis 42. Gegenstand der Sitzung war auch der Bericht des Vorstands zur aktuellen Staatsschuldenkrise und die möglichen Maßnahmen zur Erfüllung der EBA-Kapitalanforderungen. Zudem haben wir das neue Modell des Altersversorgungssystems für die Mitglieder des Vorstands beschlossen.

Am 2. Dezember 2011 behandelten wir den Muster-Pensionsvertrag für neu zu bestellende Vorstandsmitglieder und haben die Kriterien für die Vorstandsziele 2012 beschlossen. Auch haben wir die in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat vorgesehene Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder in eine Regelaltersgrenze geändert. Zudem haben wir uns ausführlich mit dem Ergebnis des EBA-Stresstests und den verschiedenen Optionen zur Schließung der Kapitallücke beschäftigt.

In einem Fall haben wir, wegen besonderer Eilbedürftigkeit, einen Beschluss im Umlaufverfahren gefasst.

In mehreren Sitzungen beschäftigten wir uns nach vorheriger Beratung im Präsidialausschuss mit Vorstandsangelegenheiten, insbesondere mit der Verlängerung der jeweils bis zum 31. Oktober 2011 laufenden Vorstandsbestellungen der Herren Blessing und Dr. Schmittmann für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Oktober 2016 sowie der Verlängerung der jeweils bis zum 31. Mai 2012 laufenden Vorstandsbestellungen der Herren Klösges und Sieber für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Mai 2017. Darüber hinaus haben wir uns mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Kassow aus dem Vorstand mit Wirkung vom 12. Juli 2011, dem Ausscheiden von Herrn Dr. Strutz zum 31. März 2012 befasst und Herrn Stephan Engels mit Wirkung zum 1. April 2012 zum Mitglied des Vorstands bestellt.

Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte insgesamt sechs Ausschüsse gebildet. Die aktuelle Zusammensetzung der Ausschüsse ist auf Seite 29 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Der Präsidialausschuss tagte im Berichtsjahr elfmal, davon sechs Sitzungen in Form von Telefonkonferenzen und fasste wegen besonderer Eilbedürftigkeit einen Beschluss im Umlaufverfahren. Gegenstand der Beratungen war die Vorbereitung und Vertiefung der Sitzungen des Aufsichtsratsplenums, insbesondere hinsichtlich der Geschäftslage. Darüber hinaus beschäftigte sich der Präsidialausschuss mit dem Tausch hybrider Kapitalinstrumente (Trust Preferred Securities) in Aktienkapital, mit der Begebung der CoMEN und der Bezugsrechtskapitalerhöhung. Weitere Themen

- 18 Bericht des Aufsichtsrats

waren der Verkauf des Silvertowers sowie Fragen zu der Anpassung der Vergütungsmodelle für den Vorstand und die Mitarbeiter an die Anforderungen der Instituts-Vergütungsverordnung. Zudem bereitete der Präsidialausschuss Beschlüsse des Plenums vor und stimmte der Übernahme von Mandaten der Vorstandsmitglieder bei anderen Unternehmen zu. Ein weiteres Thema war die Kreditvergabe an Mitarbeiter und Organmitglieder der Bank.

Der Prüfungsausschuss trat im Geschäftsjahr 2011 zu insgesamt sieben Sitzungen zusammen. Er erörterte in Gegenwart des Abschlussprüfers den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der Commerzbank sowie die Prüfungsberichte. Der Prüfungsausschuss holte die Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers gemäß Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex ein und erteilte den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer. Er vereinbarte mit dem Abschlussprüfer die Prüfungsschwerpunkte und das Honorar. Darüber hinaus befasste sich der Prüfungsausschuss mit Aufträgen an den Abschlussprüfer für Nicht-Prüfungsleistungen; er ließ sich außerdem regelmäßig den aktuellen Stand und einzelne Ergebnisse der Jahresabschlussprüfung erläutern und diskutierte jeweils vor ihrer Veröffentlichung die Zwischenfinanzberichte. Die Arbeit der Abteilungen Group Audit und Group Compliance der Bank waren ebenfalls Gegenstand der Erörterungen. Außerdem informierte sich der Prüfungsausschuss über die Staatsschuldenkrise und die Engagements der Bank in den GIIPS-Staaten, das Projekt "IKS-Governance-Modell" und über aktuelle und bevorstehende Änderungen des Aufsichtsrechts. An den Sitzungen nahmen jeweils Vertreter des Abschlussprüfers teil, die über ihre Prüfungstätigkeit berichteten.

Der Risikoausschuss tagte im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt viermal. Er befasste sich in diesen Sitzungen intensiv mit der Risikolage und dem Risikomanagement der Bank, insbesondere mit der Weiterentwicklung der Risikostrategie und den Markt-, Kredit- und operationellen Risiken sowie den Reputations- und Compliancerisiken. Für die Bank bedeutsame Einzelengagements und die Engagements in den GIIPS-Staaten wurden ausführlich mit dem Vorstand diskutiert.

Der Sozialausschuss traf sich im Berichtsjahr zu einer Sitzung, in der er sich in erster Linie mit der Personalentwicklung, den Recruitingmaßnahmen, Diversity, dem Healthmanagement sowie den Projekten "Frauen in Führungspositionen" und "Demografie und Lebensphasenorientierte Personalarbeit" beschäftigte.

Der Nominierungsausschuss hat im Berichtsjahr zweimal getagt und sich mit der Altersgrenze für die Aufsichtsratsmitglieder und der Nachfolge von Herrn Dott. Balbinot im Aufsichtsrat beschäftigt.

Der gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz gebildete Vermittlungsausschuss musste auch im Geschäftsjahr 2011 nicht zusammentreten.

Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig berichtet.

Kein Aufsichtsratsmitglied hat einen Interessenkonflikt gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats offengelegt.

Jahres- und Konzernabschluss

Der von der Hauptversammlung gewählte Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, hat den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses erhielten darüber hinaus sämtliche Anlagen und Erläuterungen zu den Prüfungsberichten; alle Aufsichtsratsmitglieder hatten die Möglichkeit, diese Unterlagen einzusehen. Der Prüfungsausschuss befasste sich in seiner Sitzung am 27. März 2012 eingehend mit den Abschlussunterlagen. Wir haben im Plenum den Jahres- und Konzernabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie die Lageberichte der AG und des Konzerns in unserer Bilanzsitzung am 28. März 2012 ebenfalls behandelt und gebilligt. Die Abschlussprüfer nahmen an den beiden Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsratsplenums teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse und standen für Fragen zur Verfügung. In beiden Sitzungen wurden die Abschlussunterlagen eingehend mit dem Vorstand sowie den Vertretern des Abschlussprüfers diskutiert.

Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss und unserer eigenen Prüfung erhoben wir keine Einwände gegen den Jahres- und Konzernabschluss und stimmten dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse von AG und Konzern gebilligt, der Jahresabschluss der AG wurde damit festgestellt.

Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand

Herr Roach wurde vom Landgericht Frankfurt mit Wirkung zum 10. Januar 2011 als Aufsichtsratsmitglied für den zum 31. Dezember 2010 ausgeschiedenen Herrn Bludau-Hoffmann bestellt. Der Vorstand hat die Bestellung von Herrn Roach auf Vorschlag der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft – ver.di – beim Landgericht Frankfurt beantragt, da das gewählte Ersatzmitglied mitgeteilt hat, das Aufsichts-

- 18 Bericht des Aufsichtsrats

ratsmandat nicht wahrnehmen zu wollen. Die Amtszeit von Herrn Roach endet, sobald eine Neuwahl der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer stattgefunden hat, spätestens jedoch mit Ablauf des 31. Mai 2013.

Frau Kasischke hat mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Mai 2011 ihr Aufsichtsratsmandat niedergelegt. Das Ersatzmitglied Frau Beate Hoffmann wurde mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung am 6. Mai 2011 Mitglied im Aufsichtsrat. Im Übrigen endet die Amtsperiode der derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung im Jahr 2013.

Wir haben beschlossen, der Hauptversammlung im Mai 2012 vorzuschlagen, Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell als Nachfolgerin von Herrn Dott. Balbinot in den Aufsichtsrat zu wählen.

Mit Wirkung vom 12. Juli 2011 ist Herr Dr. Kassow aus dem Vorstand ausgeschieden. Die Bestellung von Herrn Dr. Strutz zum Mitglied des Vorstands endet zum 31. März 2012. Die Bestellung von Herrn Stephan Engels zum Mitglied des Vorstands wird voraussichtlich zum 1. April 2012 wirksam.

Wir danken den ausgeschiedenen Arbeitnehmer-Vertretern im Aufsichtsrat für ihre engagierte Mitarbeit und dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen persönlichen Einsatz und ihre Leistungen im schwierigen Geschäftsjahr 2011, insbesondere auch im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank.

Für den Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender Frankfurt am Main, 28. März 2012

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Klaus-Peter Müller

67 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Weitere Mandate

a) Fresenius Management SE; Fresenius SE&KGaA (vormals Fresenius SE); Linde Aktiengesellschaft

b) Landwirtschaftliche Rentenbank; Parker Hannifin Corporation

Dott. Sergio Balbinot

53 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 6.11.2002, Managing Director Assicurazioni Generali S.p.A.

Weitere Mandate

a) Deutsche Vermögensberatung AG

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

69 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der E.ON Ruhrgas AG

Uwe Tschäge

44 Jahre, stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Hans-Hermann Altenschmidt

50 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003, Bankkaufmann

Weitere Mandate

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG; BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G.

b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

Weitere Mandate

a) Allianz Lebensversicherungs-AG, stellv. Vorsitzender; E.ON Energie AG

b) Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner&Sohn GmbH; Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH &Co. KG, Vorsitzender; OAO Novatek; Telenor

Dr. Nikolaus von Bomhard

55 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009, Vorsitzender des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

-

-

  • 26 Aufsichtsrat und Ausschüsse

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel

64 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Weitere Mandate

a) Deutsche Messe AG (seit 24.11.2011); National-Bank AG; ThyssenKrupp AG

b) Heitkamp & Thumann Group (seit 11.11.2011); RAG Stiftung

Alexandra Krieger

41 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Leiterin Referat Wirtschaft I Mitbestimmungsförderung Hans-Böckler-Stiftung, Bankkauffrau

Dr. h. c. Edgar Meister

71 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009, Rechtsanwalt

Weitere Mandate

b) DWS Investment GmbH; Standard&Poor's Credit Market Services Europe Limited

Beate Hoffmann

Dr.-Ing. Otto Happel

51 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 6.5.2011, Bankfachwirtin

64 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 7.5.1993,

Karin van Brummelen

58 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008,

49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003,

54 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.11.1994,

49 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 30.5.2003,

Mitglied des ver.di-Bundesvorstands,

Bank- und Diplomkaufmann

Daniel Hampel

Bankkaufmann

Unternehmer

Bankkauffrau

Bankkauffrau

Astrid Evers

Uwe Foullong

❯ Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

67 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.4.2006, Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG

Weitere Mandate

a) Deutsche Telekom AG; LANXESS AG; LANXESS Deutschland GmbH

b) Hoberg & Driesch GmbH, Vorsitzender

Barbara Priester

53 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Bankkauffrau

Mark Roach

57 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 10.1.2011, Gewerkschaftssekretär ver.di-Bundesverwaltung

Weitere Mandate

a) Fiducia IT AG

Dr. Helmut Perlet

64 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 16.5.2009, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz SE

Weitere Mandate

a) Allianz Deutschland AG; GEA GROUP AG

b) Allianz France S.A.; Allianz Life Insurance Company of North America; Allianz of America Inc.; Allianz S.p.A.; Fireman's Fund Ins. Co.

Dr. Marcus Schenck

46 Jahre, Mitglied des Aufsichtsrats seit 15.5.2008, Finanzvorstand der E.ON AG

Weitere Mandate

a) AXA S.A.

b) SMS GmbH

An unsere Aktionäre 29

-

  • 26 Aufsichtsrat und Ausschüsse

Uwe Tschäge

Unsere Aktie

Entwicklung der Aktienmärkte und Kursindizes

Das Erdbeben in Japan, die politischen Umwälzungen in der arabischen Welt und die anhaltende Schuldenkrise in einigen Staaten der Europäischen Union waren für die Kapitalmärkte die prägenden und gleichzeitig belastenden Ereignisse im Jahr 2011. Darüber hinaus hat auch die mit der europäischen Staatsschuldenkrise verbundene Angst vor einer Rezession die Kurse maßgeblich beeinflusst. Angesichts dieser Entwicklungen war der DAX im Jahr 2011 mit 14,7% deutlich rückläufig. Besonders stark fielen die Kurse von Banken, aber auch konjunkturabhängige Unternehmen und andere zyklische Branchen wie Bau und Rohstoffe gehörten zu den Verlierern.

Der EURO STOXX Banken fiel, insbesondere aufgrund des starken Rückgangs der Aktienkurse der südeuropäischen Banken, um 37,6% und schloss das Jahr als schwächster Sektor – gefolgt von den Versorgern – ab.

Commerzbank-Aktie: Kursentwicklung durch Kapitalmaßnahmen und Schuldenkrise geprägt

Wertpapierkürzel

Inhaberaktien 803 200
Reuters CBKG.DE
Bloomberg CBK GR
ISIN DE0008032004

Auch die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie war im Jahr 2011 von den genannten Entwicklungen betroffen. Zusätzlich belasteten die durchgeführten Kapitalmaßnahmen den Kurs der Aktie Anfang des zweiten Quartals.

Mitte Januar 2011 platzierte die Commerzbank über ein Bankenkonsortium 118,1 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren. Dies entsprach 10% minus einer Aktie des damaligen An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 31

12 Brief des Vorstandsvorsitzenden

- 16 Vorstandsteam

  • 18 Bericht des Aufsichtsrats 26 Aufsichtsrat und Ausschüsse
  • 30 Unsere Aktie

Grundkapitals. Die Platzierung erfolgte zu einem um die Verwässerung angepassten Kurs von 4,25 Euro pro Aktie. Die Aktienplatzierung stand im Zusammenhang mit einer Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur, bei der von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebene hybride Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities) als Sacheinlage gegen aus Genehmigten Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien eingebracht wurden.

Im ersten Quartal profitierte die Commerzbank-Aktie von einem über den Erwartungen liegenden Ergebnis für das Jahr 2010 und erreichte mit 5,18 Euro am 4. März 2011 ihr Jahreshoch. Zum Ende des Quartals belasteten allerdings die Folgen des Erdbebens in Japan sowie die Unruhen in Nordafrika die Weltbörsen und die Commerzbank-Aktie fiel auf 4,40 Euro.

Am 6. April 2011 verkündete die Commerzbank ihr zweistufiges Kapitalmaßnahmenpaket in Höhe von 11,0 Mrd. Euro zur weitgehenden Rückzahlung der Stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin). Im ersten Schritt wurden nationalen und internationalen Anlegern bedingte Pflichtumtauschanleihen (Conditional Mandatory Exchangeable Notes = CoMEN) im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens angeboten. Alle angebotenen rund 1 Milliarde CoMEN wurden erfolgreich platziert und der Erwerbspreis wurde am 13. April mit 4,25 Euro je Stück festgelegt. Die Altaktionäre erhielten im Rahmen der Platzierung der CoMEN Erwerbsrechte. Für je eine Aktie konnte eine CoMEN erworben werden. Nach Zustimmung der Kapitalmaßnahmen durch die Hauptversammlung am 6. Mai wurden die CoMEN am 12. Mai in Commerzbank-Aktien gewandelt.

Am 22. Mai wurden in dem zweiten Schritt der Kapitalmaßnahme die Bedingungen für die Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht festgelegt. Der Bezugspreis der neuen Aktien betrug 2,18 Euro pro Aktie und die neuen Aktien wurden den Altaktionären im Verhältnis 11 zu 10 zum Bezug angeboten.

Der Abschlag des Bezugspreises gegenüber dem Schlusskurs des letzten Handelstags am 20. Mai betrug 45%. Mit einer Quote von 99,94% wurden fast alle Bezugsrechte ausgeübt. Nach Abschluss der Kapitalmaßnahme betrug die Zahl der ausstehenden Aktien rund 5,1 Milliarden Stück. Der Aktienkurs lag nach Vollzug des zweiten Schritts der Kapitalmaßnahme am 8. Juni bei 3,16 Euro.

Im zweiten Halbjahr waren die Finanzmärkte insbesondere durch die europäische Staatsschuldenkrise und die damit verbundene Angst vor einer Rezession geprägt. Der DAX verzeichnete mit einem Rückgang von 25% im dritten Quartal den größten Quartalsverlust seit Herbst 2002. Die Aktienkurse des europäischen Finanzsektors waren besonders betroffen. Belastend für Bankaktien wirkten sich vor allem die Ergebnisse der Stresstests der European

Banking Authority (EBA) Ende Oktober und Anfang Dezember aus. Die Tests ergaben, dass die europäischen Großbanken ihr hartes Kernkapital bis Mitte 2012 um 78 Mrd. Euro stärken müssen, um die von der europäischen Bankenaufsicht festgelegte Anforderung einer harten Kernkapitalquote von 9%, einschließlich der Marktbewertung von Staatsanleihen des europäischen Wirtschaftsraums, zu erfüllen.

Die Commerzbank-Aktie gab im Jahresverlauf um rund 70% nach und schloss mit einem Kurs von 1,30 Euro.

Aktienkennzahlen

Für das Geschäftsjahr 2011 wird es keine Dividendenausschüttung geben. Die Commerzbank Aktiengesellschaft weist für das Geschäftsjahr 2011 einen Jahresfehlbetrag aus, der durch die Auflösung von Rücklagen ausgeglichen wurde.

Die Marktkapitalisierung der Commerzbank lag Ende des Jahres 2011 bei 6,7 Mrd. Euro verglichen mit 6,6 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Die Gewichtung im Xetra DAX betrug 1,0%, damit lag die Commerzbank an 24. Stelle. Im europäischen Branchenvergleichsindex EURO STOXX Banken betrug das Gewicht der Commerzbank zum Jahresende 2,1%, wodurch sie an achter Stelle notierte. Zudem ist die Bank in den vier Nachhaltigkeitsindizes "ASPI Eurozone-Index", "ECPI Developed Ethical + Equity", "ECPI Ethical EMU Equity" und dem "ECPI Ethical Euro Equity" vertreten, die neben ökonomischen insbesondere auch ökologische und ethische Kriterien berücksichtigen.

Kennzahlen zur Commerzbank-Aktie

2011 2010
Ausgegebene Aktien in Mio. Stück (31.12.) 5 113,4 1 181,4
Xetra-Intraday-Kurse1 in €
Hoch 5,18 5,91
Tief 1,12 4,27
Schlusskurs (31.12.) 1,30 4,45
Börsenumsätze pro Tag2 in Mio. Stück
Hoch 176,2 35,7
Tief 4,1 2,0
Durchschnitt 61,8 9,7
Indexgewicht in % (31.12.)
Xetra DAX 1,0 0,7
EURO STOXX Banken 2,1 1,2
Ergebnis je Aktie in € 0,18 1,21
Buchwert je Aktie3 in € (31.12.) 4,19 9,13
Net Asset Value je Aktie4 in € (31.12.) 3,94 8,21
Marktwert/Net Asset Value1 (31.12.) 0,33 0,54

1 Zu Vergleichszwecken wurde der Aktienkurs für alle Perioden vor dem 8. Juni 2011 angepasst, um den Effekt der im Rahmen der Kapitalerhöhung ausgegebenen Bezugsrechte zu berücksichtigen.

2 Deutsche Börsen gesamt.

3 Ohne Stille Einlagen und Minderheitenanteile.

4 Ohne Stille Einlagen, Minderheitenanteile, Geschäfts- und Firmenwerte und Cash Flow Hedges.

Indizes, die die Commerz
bank enthalten
Blue-Chip-Indizes
DAX
EURO STOXX Banken
Nachhaltigkeitsindizes
ASPI Eurozone-Index
ECPI Developed Ethical +
Equity
ECPI Ethical EMU Equity
ECPI Ethical Euro Equity

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 33

  • 12 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 16 Vorstandsteam
  • 18 Bericht des Aufsichtsrats
  • 26 Aufsichtsrat und Ausschüsse
  • 30 Unsere Aktie

Aktionärsstruktur

Zum 31. Dezember 2011 befanden sich 65% aller Commerzbank-Aktien im Besitz von institutionellen Investoren; der Rest entfiel auf unsere Großaktionäre SoFFin, BlackRock sowie die Allianz und auf unsere überwiegend in Deutschland beheimateten Privataktionäre. Der Streubesitz, der sogenannte Free Float, lag bei 75%. Der Anteil der Aktien, der von Anlegern aus Deutschland gehalten wurde, belief sich auf 42%, der Auslandsanteil lag bei 58%. Aufgrund der durchgeführten Kapitalmaßnahmen hat sich der Anteil der institutionellen Investoren im Ausland leicht erhöht.

Emissionstätigkeit

Trotz des schwierigen Marktumfelds im Berichtsjahr konnte die Commerzbank sowohl unbesicherte als auch besicherte Anleihen – letztere über ihre Konzerntochter Eurohypo AG – erfolgreich am Kapitalmarkt platzieren. Das Gesamtvolumen der Kapitalmarktemissionen im Jahr 2011 lag bei rund 14,4 Mrd. Euro. Hierunter fielen sowohl Benchmark- und Jumboemissionen als auch zahlreiche Privatplatzierungen.

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Jahr 2011 eine variabel verzinsliche Anleihe über 800 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 2 Jahren begeben und die im Vorjahr begebene Senior-unsecured-Benchmarkanleihe um 500 Mio. Euro aufgestockt. Auf der Währungsseite hat die Bank unter anderem Emissionen in US-, australischen und kanadischen Dollar platziert. Darüber hinaus wurde eine Benchmark-Nachranganleihe über 1,25 Mrd. Euro am Kapitalmarkt begeben; die Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren, einen Kupon in Höhe von 7,75% und war rund 3,5-fach überzeichnet.

Im besicherten Bereich wurden über die Eurohypo Hypothekenpfandbriefe in Höhe von knapp 5,0 Mrd. Euro und öffentliche Pfandbriefe über 0,5 Mrd. Euro, Schiffspfandbriefe in Höhe von 0,2 Mrd. Euro sowie 0,1 Mrd. Euro Lettres de Gage begeben. Insgesamt wurden von der Eurohypo AG Benchmark-Emissionen mit einem Volumen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro begeben. Davon betrafen 3,8 Mrd. Euro drei Jumbo-Hypothekenpfandbriefe in den Laufzeitsegmenten von 5, 3 und 2 Jahren. Die Emissionen wurden durchwegs auch von ausländischen Investoren stark nachgefragt. Außerdem wurde bereits im März ein syndizierter Hypothekenpfandbrief über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 10 Jahren emittiert. Darüber hinaus hat die Bank mehrere bestehende Benchmark-Pfandbriefemissionen um insgesamt 500 Mio. Euro aufgestockt.

› IR-Nachrichten www.commerzbank.de > Investor Relations

Investor Relations

Im Jahr 2011 berichteten etwa 30 Analysten regelmäßig über die Commerzbank. Die ausgesprochenen Empfehlungen bezüglich der Commerzbank-Aktie waren trotz des anhaltend schwierigen Branchenumfelds sowie des für die Commerzbank von der EBA ermittelten Kapitalbedarfs positiver als noch vor einem Jahr, insgesamt jedoch noch verhalten. Zum Jahresende 2011 lag der Anteil der Kaufempfehlungen bei 27% (buy/overweight/outperform), ein Anstieg um 9%-Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Rund ein Drittel der Analysten empfahl das Halten unserer Aktie (neutral/hold/equal weight). Zum Verkauf (underperform/reduce) unserer Aktie rieten 38% der Analysten, ein Rückgang im Vergleich zum Vorjahr (42%).

Trotz des für die Finanzbranche nicht einfachen Marktumfelds haben wir im Geschäftsjahr 2011 neue Aktionäre gewonnen und den Kontakt zu unseren alten Aktionären und Fremdkapitalinvestoren sowie den Analysten auf hohem Niveau gehalten. Durch die Teilnahme an internationalen und nationalen Investorenkonferenzen und die Durchführung von Roadshows haben das Management und das Investor-Relations-Team den Markt regelmäßig informiert und standen den Kapitalmarktteilnehmern als Gesprächspartner zur Verfügung. Weiterhin führten wir sowohl Einzelgespräche als auch Gruppenmeetings und Telefonkonferenzen, bei denen die Geschäftsentwicklung und die strategische Zielrichtung der Bank präsentiert und diskutiert wurden. Zudem wurden Gespräche mit Experten der Commerzbank organisiert, um bestimmte Themenwünsche vertieft zu besprechen.

Entscheidende Unternehmensinformationen veröffentlichen wir taggleich per Investor-Relations-Mitteilung beziehungsweise per Ad-hoc-Meldung. Darüber hinaus bieten wir im Internet auf unseren Investor-Relations-Seiten eine Vielzahl von Informationen an.

Im Berichtsjahr haben wir den Dialog mit unseren Fixed-Income-Investoren weiter fortgesetzt. Der Schwerpunkt unserer Non-Deal-Roadshows – Einzelgespräche mit institutionellen Investoren ohne die konkrete Absicht, eine Neuemission zu vermarkten – lag dabei in Europa.

Um die Kapitalmarktkommunikation permanent weiterzuentwickeln, unterzieht sich das Investor-Relations-Team regelmäßig einem externen Benchmarking-Prozess. Diese unabhängige Analyse bescheinigt uns – trotz des schwierigen Marktumfelds des letzten Jahres –, die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt auf hohem Niveau gehalten zu haben. Das Ergebnis ist für uns ein Ansporn, auch im Jahr 2012 alle Anstrengungen zu unternehmen, um unsere Investor-Relations-Arbeit weiter zu optimieren.

Börsennotierungen der Commerzbank-Aktie

Deutschland
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Nordamerika
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Unternehmerische Verantwortung

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung, die im Deutschen Corporate Governance Kodex zusammengefasst sind und erfüllen nahezu alle dort gegebenen Empfehlungen und Anregungen. Über diesen Teil unserer unternehmerischen Verantwortung geben die Seiten 37 bis 42 Auskunft.

Unternehmerische Verantwortung oder Corporate Responsibility beschreibt den Grad, in dem ein Unternehmen sich seiner Verantwortung bewusst ist, wann immer seine geschäftlichen Tätigkeiten Auswirkungen auf Gesellschaft, Mitarbeiter, Umwelt oder das wirtschaftliche Umfeld haben. Wir bekennen uns zu dieser Verantwortung und berichten darüber auf den Seiten 65 bis 68.

Inhalt

Corporate-Governance-Bericht

  • Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
  • Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex
  • Vorstand
  • Aufsichtsrat
  • Bilanzierung
  • Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation
  • Vergütungsbericht
    • Vorstand
    • Aufsichtsrat
    • Sonstige Angaben

Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

  • Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht
  • Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs

Corporate Responsibility

  • Reputationsrisiko-Management
  • Compliance
  • Privatkunden und Mittelstandsbank
  • Ökologie
  • Mitarbeiter
  • Gesellschaft

Unternehmerische Verantwortung 37

37 Corporate-Governance-Bericht

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Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung

Corporate Governance im Sinne einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung und -kontrolle, die auf nachhaltige Wertschaffung ausgerichtet ist, hat in der Commerzbank seit jeher einen hohen Stellenwert. Daher unterstützen wir – Aufsichtsrat und Vorstand – den Deutschen Corporate Governance Kodex und die damit verfolgten Ziele und Zwecke ausdrücklich. Die Satzung der Commerzbank sowie die Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat entsprachen schon bei Erlass des Deutschen Corporate Governance Kodex weitgehend dessen Anforderungen. Soweit das noch nicht der Fall war, haben wir sie den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex fortlaufend angepasst. Satzung und Geschäftsordnungen sind im Internet verfügbar.

Corporate-Governance-Beauftragter der Commerzbank ist Günter Hugger, Bereichsvorstand Recht. Er ist der Ansprechpartner für alle Fragen der Corporate Governance und hat die Aufgabe, Vorstand und Aufsichtsrat bei der Umsetzung des Deutschen Corporate Governance Kodex zu beraten und über die Umsetzung durch die Bank zu berichten.

Nachfolgend erläutern wir die Corporate Governance in der Commerzbank gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser Bericht enthält zudem die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB.

Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Bank erklärt jährlich, ob den Verhaltensempfehlungen der Kommission entsprochen wurde und wird und erläutert, weshalb welche Empfehlungen nicht umgesetzt werden. Diese Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf der Internetseite der Commerzbank (http://www.commerzbank.de) veröffentlicht. Dort findet sich auch ein Archiv mit den Entsprechenserklärungen seit 2002. Die aktuelle Erklärung wurde am 3. November 2011 abgegeben.

Die Commerzbank erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex nahezu vollständig; sie weicht davon lediglich in wenigen Punkten ab:

Ziffer 4.2.1 des Kodex empfiehlt, dass eine Geschäftsordnung die Arbeit des Vorstands inklusive der Ressortverteilung der Vorstandsmitglieder regeln soll. Der Vorstand hat sich mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Geschäftsordnung gegeben. Die Ressortverteilung legt der Vorstand allerdings selbst außerhalb der Geschäftsordnung fest. Auf diese Weise werden die erforderliche Flexibilität bei notwendigen Änderungen und damit eine effiziente Arbeitsteilung sichergestellt. Der Aufsichtsrat wird über alle Änderungen informiert › Deutscher Corporate Governance Kodex www.corporate-governance-code.de Unternehmerische Verantwortung

› Entsprechenserklärung www.commerzbank.de > Investor Relations > Corporate Governance und auf diese Weise in die Ressortverteilung eingebunden. Die Geschäftsordnung des Vorstands einschließlich der Ressortzuständigkeit der einzelnen Vorstandsmitglieder ist auf der Internetseite der Commerzbank veröffentlicht.

  • In Bezug auf die Vorstandsvergütung soll gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 3 Satz 3 des Kodex eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter variabler Vergütungsteile ausgeschlossen sein. In Umsetzung rechtlicher Vorgaben, wonach für außerordentliche Entwicklungen das Verwaltungs- oder Aufsichtsratsorgan eine Begrenzungsmöglichkeit in Bezug auf die variable Vergütung vereinbaren soll, ist der Aufsichtsrat der Commerzbank berechtigt, bei außerordentlichen Entwicklungen die Zielwerte und sonstigen Parameter der variablen Vergütungsteile anzupassen, um positive wie negative Auswirkungen auf die Erreichbarkeit der Zielwerte in angemessener Weise zu neutralisieren. Im Rahmen der Feststellung der Zielerreichung ist eine Begrenzungsmöglichkeit im Sinne der rechtlichen Vorgaben bei der Commerzbank nicht umsetzbar, weil die überwiegend mathematische Verknüpfung eine Anpassung weitgehend ausschließt. Da zudem der Bemessungszeitraum der variablen Vorstandsvergütung bis zu vier Jahre beträgt und die Ziele für diesen Zeitraum vorab festzulegen sind, ist die vorgesehene Anpassungsmöglichkeit für die Zielwerte durch den Aufsichtsrat sachgerecht.
  • Der Kodex empfiehlt, dass eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) nicht 150% eines Abfindungs-Caps (Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen) übersteigen soll, Ziffer 4.2.3. Der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthält noch eine Change-of-Control-Klausel; diese beinhaltet keinen Abfindungs-Cap im Sinne der Ziffer 4.2.3 Abs. 5. Diese Change-of-Control-Klausel entfällt mit Ablauf der aktuellen Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds.
  • Nach Ziffer 5.3.2 des Kodex soll sich der Prüfungsausschuss (Audit Committee) neben den Fragen der Rechnungslegung und der Abschlussprüfung auch mit Fragen des Risikomanagements befassen. Da das Risikomanagement bei Banken eine besondere Rolle spielt, hat der Aufsichtsrat bereits vor Jahren – über die Anforderungen des Kodex hinaus – einen eigenständigen Risikoausschuss gebildet, der sich mit der Behandlung von Risiken wie Kredit-, Markt- und operationellen Risiken der Bank befasst. Die umfassende Information des Prüfungsausschusses über die Fragen des Risikomanagements wird dadurch sichergestellt, dass der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zugleich Mitglied des Risikoausschusses ist.

Sowohl bei der Zusammensetzung des Vorstands, der Besetzung von Führungsfunktionen in der Bank als auch bei Vorschlägen zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern (Ziffern 4.1.5, 5.1.2 und 5.4.1 des Kodex) sowie zur Besetzung sonstiger Gremien werden Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit dafür sorgen, dem Gesichtspunkt der Vielfalt (Diversity) verstärkt Rechnung zu tragen und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anstreben.

Der Vorstand initiierte das Projekt "Frauen in Führungspositionen". Ziel ist es, unter Berücksichtigung aller Talente ein leistungsfähiges Führungsteam für die Commerzbank zu sichern. Umfassende Analysen ergaben ein detailliertes Bild der Ausgangssituation. Auf deren Basis wurden spezifische Maßnahmen zur Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt und fortlaufend umgesetzt. Der Vorstand wird halbjährlich über den Umsetzungsfortschritt und die Entwicklung des Anteils von Frauen in Führungspositionen informiert. Eine nachhaltige und verbindliche Umsetzung wird durch die Verankerung in

den individuellen Zielvereinbarungen des oberen Managements unterstützt. Durch das Projekt "Frauen in Führungspositionen" soll unter anderem der Anteil von Frauen in den oberen Führungsebenen gesteigert werden und dadurch die Aufstiegsmöglichkeiten für Frauen auch in den Vorstand verbessert werden.

Darüber hinaus unterstützt die Commerzbank die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch betrieblich geförderte Kinderbetreuung und das "Comeback-Plus"-Programm zur Wiedereingliederung nach der Elternzeit. Zur Förderung der Kinderbetreuung bietet die Commerzbank ein umfassendes Angebot, das aus Beratung zu Kinderbetreuung, Vermittlung von Betreuungsplätzen sowie finanziellen Zuschüssen besteht. Seit dem 1. Juni 2005 ist die Kindertagesstätte "Kids & Co." in Frankfurt für Kinder geöffnet. "Kids & Co." verfügt über eine Krippe (Betreuung für Kinder von 9 Wochen bis 3 Jahre), einen Kindergarten (3 Jahre bis Schuleintritt) sowie seit dem Jahr 2011 auch über eine Schülerhort-Einrichtung. Ferner können Mitarbeiter seit dem Jahr 2010 Kinderbetreuung im Krippenbereich bundesweit an 20 Standorten nutzen. Die Commerzbank Aktiengesellschaft unterstützt diese Einrichtungen mit einem hohen finanziellen Engagement und bietet aktuell insgesamt circa 250 Kinderbetreuungsplätze an mit dem Ziel, diese bis zum Jahr 2013 auf 340 Plätze auszubauen. Ebenfalls zu den kollektiven Fördermöglichkeiten gehört die spontane Kinderbetreuung, die an verschiedenen Standorten bundesweit genutzt werden kann.

Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Kodex empfiehlt, dass der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennt, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat im Einzelnen folgende konkrete Ziele beschlossen:

  • Beibehaltung eines Frauenanteils im Aufsichtsrat von jedenfalls 25% bis zur Neuwahl der Anteilseignervertreter im Jahr 2013 sowie weitere Erhöhung der Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat bei der nächsten regulären Neuwahl der Anteilseignervertreter auf einen Anteil von mindestens 30% unter der Voraussetzung, dass der aktuelle Frauenanteil der Arbeitnehmervertreter auch in Zukunft aufrechterhalten wird.
  • Beibehaltung zumindest eines internationalen Vertreters.
  • Berücksichtigung von Sachverstand und Kenntnis in Bezug auf die Bank.
  • Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.
  • Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder und Vermeidung von Interessenkonflikten.
  • Berücksichtigung der Regelaltersgrenze von 72 Jahren.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank besteht aus zwanzig Mitgliedern, dazu gehören aktuell ein internationaler Vertreter und fünf Frauen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, der Hauptversammlung im Mai 2012 vorzuschlagen, Frau Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell als Nachfolgerin von Herrn Dott. Sergio Balbinot in den Aufsichtsrat zu wählen. Mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2013 werden die Aufsichtsratsmitglieder neu bestellt. Der Aufsichtsrat wird der Hauptversammlung 2013 Wahlvorschläge unterbreiten, die die oben genannten Ziele beachten.

Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex

Die Commerzbank erfüllt auch weitgehend die Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und weicht nur in wenigen Punkten davon ab:

  • Abweichend von Ziffer 2.3.3 ist der Stimmrechtsvertreter grundsätzlich nur bis zum Tag vor der Hauptversammlung erreichbar. Allerdings besteht für Aktionäre, die in der Hauptversammlung anwesend oder vertreten sind, die Möglichkeit, dem Stimmrechtsvertreter am Tag der Hauptversammlung auch dort noch Weisungen zu erteilen.
  • In Ziffer 2.3.4 wird angeregt, die Hauptversammlung vollständig über das Internet zu übertragen. Die Commerzbank überträgt die Reden des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Vorstandsvorsitzenden, nicht jedoch die Generaldebatte. Zum einen erscheint die vollständige Übertragung angesichts der Dauer von Hauptversammlungen nicht angemessen, zum anderen sind auch die Persönlichkeitsrechte der Redner zu berücksichtigen.
  • Ziffer 3.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex regt an, regelmäßig getrennte Anteilseigner- und Arbeitnehmervorbesprechungen durchzuführen. Die Commerzbank führt solche Vorbesprechungen bei Bedarf durch.
  • Schließlich wird in Ziffer 5.4.6 des Kodex angeregt, die variable Vergütung für die Aufsichtsratsmitglieder auch an den langfristigen Unternehmenserfolg anzuknüpfen. In der Commerzbank ist die variable Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder an die Dividende gekoppelt. Dies halten wir für ein transparentes und nachvollziehbares System.

Die Commerzbank unterstützt, wie in Ziffer 5.4.1 des Kodex angeregt, die Aus- und Fortbildungsmaßnahmen der Aufsichtsräte. Zusätzlich zu den intern offerierten Fortbildungsmaßnahmen können die Aufsichtsräte auch an externen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. Soweit hierfür Kosten anfallen, werden diese von der Commerzbank in angemessener Höhe erstattet.

Vorstand

Der Vorstand der Commerzbank leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung im Unternehmensinteresse. Er ist dabei den Belangen von Aktionären, Kunden, Mitarbeitern und sonstigen der Bank verbundenen Gruppen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung verpflichtet. Er entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Darüber hinaus gewährleistet er ein effizientes Risikomanagement und Risikocontrolling. Der Vorstand führt die Geschäfte der Commerzbank nach dem Gesetz, der Satzung, seiner Geschäftsordnung, unternehmensinternen Richtlinien und den jeweiligen Anstellungsverträgen. Er arbeitet mit den anderen Organen der Commerzbank und den Arbeitnehmervertretern vertrauensvoll zusammen.

Die Zusammensetzung des Vorstands und die Zuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind im Geschäftsbericht auf den Seiten 16 und 17 dargestellt. Die nähere Ausgestaltung der Arbeit im Vorstand wird durch eine Geschäftsordnung des Vorstands bestimmt, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de veröffentlicht ist.

› Vorstandszuständigkeiten Seite 16 f.

Unternehmerische Verantwortung 41

37 Corporate-Governance-Bericht

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Gemäß § 9 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Vorstands hat jedes Vorstandsmitglied Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 4.3.4 des Deutschen Corporate Governance Kodex offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Vorstandsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 43 bis 51 ausführlich dargestellt.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands und sorgt gemeinsam mit dem Vorstand für eine langfristige Nachfolgeplanung. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach den Vorschriften des Gesetzes, der Satzung und seiner Geschäftsordnung; er arbeitet vertrauensvoll und eng mit dem Vorstand zusammen.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse ist auf den Seiten 26 bis 29 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über Einzelheiten zur Arbeit des Gremiums, seiner Struktur und seiner Kontrollfunktion informiert der Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 18 bis 25. Weitere Angaben zu der Arbeitsweise des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen finden sich in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, die auf der Internetseite der Commerzbank unter http://www.commerzbank.de eingesehen werden kann.

Die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft der Aufsichtsrat alle zwei Jahre mittels eines detaillierten Fragebogens. Nachdem Ende des Jahres 2007 auf dieser Basis eine ausführliche Erhebung durchgeführt worden war und mehrere Aufsichtsratsmitglieder erst im Mai 2008 neu in den Aufsichtsrat gewählt worden sind, folgte im Jahr 2008 eine verkürzte Prüfung. Für das Jahr 2009 wurde erstmals eine externe Beratungsgesellschaft mit der Effizienzprüfung der Tätigkeit des Aufsichtsrats beauftragt. Die Beratungsgesellschaft kam zu dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat in der Commerzbank professionell arbeitet und die Aufgabenverteilung zwischen Plenum und Ausschüssen sinnvoll und effizient ist. Anregungen aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder wurden im Plenum diskutiert und werden, soweit mehrheitlich gewünscht, für die zukünftige Arbeit berücksichtigt. Im Jahr 2010 ist keine Effizienzprüfung durchgeführt worden. Im Jahr 2011 hat eine Effizienzprüfung mittels eines detaillierten Fragebogens stattgefunden. Das Ergebnis der Prüfung ist durchweg positiv.

Gemäß § 3 Abs. 6 der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats hat jedes Aufsichtsratsmitglied Interessenkonflikte im Sinne von Ziffer 5.5 des Deutschen Corporate Governance Kodex offenzulegen. Im Berichtsjahr hat kein Aufsichtsratsmitglied einen Interessenkonflikt offengelegt.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist im Vergütungsbericht auf den Seiten 52 bis 55 detailliert erläutert.

Bilanzierung

Die Rechnungslegung des Commerzbank-Konzerns vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Sie erfolgt nach den International Financial Reporting Standards (IFRS); der Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft wird gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Konzern- und AG-Abschluss werden vom Vorstand aufgestellt und vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Prüfung obliegt dem von der Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer.

› Vergütungsbericht Seite 43 ff.

› Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft Seite 26 ff.

› Bericht des Aufsichtsrats Seite 18 ff.

› Vergütungsbericht Seite 52 ff.

› Konzernrisikobericht Seite 155 ff.

Zum Jahresabschluss gehört auch ein ausführlicher Risikobericht, der über den verantwortungsvollen Umgang des Unternehmens mit den unterschiedlichen Risikoarten informiert. Er ist auf den Seiten 155 bis 196 dieses Geschäftsberichts abgedruckt.

Während des Geschäftsjahres werden Anteilseigner und Dritte zusätzlich durch den Halbjahresfinanzbericht und zwei weitere Quartalsberichte über den Geschäftsverlauf unterrichtet. Auch diese Zwischenabschlüsse werden nach den einschlägigen internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt.

Aktionärsbeziehungen, Transparenz und Kommunikation

Ein Mal im Jahr findet die ordentliche Hauptversammlung statt. Sie beschließt insbesondere über – soweit ausgewiesen – die Verwendung des Bilanzgewinns, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Bestellung des Abschlussprüfers sowie Satzungsänderungen. Gegebenenfalls erteilt sie die Ermächtigung zu Kapitalmaßnahmen oder die Zustimmung zum Abschluss von Gewinnabführungsverträgen. Dabei gewährt jeweils eine Aktie eine Stimme.

Entsprechend der Anregung in Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2 des Kodex hat der Vorstand von der in § 120 Abs. 4 Aktiengesetz vorgesehenen Möglichkeit, die Hauptversammlung über die Billigung des Systems zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließen zu lassen, im Jahr 2010 Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung 2010 hat das System der Vergütung der Vorstandsmitglieder gebilligt.

Die Aktionäre der Bank können Empfehlungen oder sonstige Stellungnahmen per Brief oder E-Mail einbringen beziehungsweise persönlich vortragen. Für die Bearbeitung schriftlicher Hinweise ist das zentrale Qualitätsmanagement der Bank zuständig. Bei der Hauptversammlung erfolgt die Kommentierung oder Beantwortung direkt durch Vorstand oder Aufsichtsrat. Daneben können die Aktionäre durch Gegen- oder Erweiterungsanträge zur Tagesordnung den Ablauf der Hauptversammlung mitbestimmen. Eine außerordentliche Hauptversammlung kann auch auf Antrag der Aktionäre einberufen werden. Die vom Gesetz für die Hauptversammlung verlangten Berichte und Unterlagen einschließlich des Geschäftsberichts sind im Internet abrufbar, ebenso die Tagesordnung der Hauptversammlung und eventuelle Gegen- oder Erweiterungsanträge.

Die Commerzbank informiert die Öffentlichkeit – und damit auch die Aktionäre – vier Mal pro Jahr über die Finanz- und Ertragslage der Bank; weitere kursrelevante Unternehmensnachrichten werden als Ad-hoc-Meldung veröffentlicht. Damit ist die Gleichbehandlung der Aktionäre sichergestellt. Im Rahmen von Pressekonferenzen und Analystenveranstaltungen berichtet der Vorstand über den Jahresabschluss beziehungsweise die Quartalsergebnisse. Zur Berichterstattung nutzt die Commerzbank verstärkt die Möglichkeiten des Internets; unter www.commerzbank.de werden weitere umfangreiche Informationen über den Commerzbank-Konzern veröffentlicht. Im Geschäftsbericht und im Internet wird darüber hinaus der Finanzkalender für das laufende und nächste Jahr publiziert. Er enthält alle für die Finanzkommunikation wesentlichen Veröffentlichungstermine und den Termin der Hauptversammlung.

Wir fühlen uns zu offener und transparenter Kommunikation mit unseren Aktionären und allen anderen Stakeholdern verpflichtet. Diesen Anspruch wollen wir auch künftig erfüllen.

› IR-Nachrichten www.commerzbank.de > Investor Relations > Publikationen und Veranstaltungen

43 Vergütungsbericht

Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts.

Der Bericht folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und trägt den Anforderungen nach IFRS Rechnung.

Vorstand

Grundzüge des Vergütungssystems

Kernbestandteile des seit dem 1. Januar 2010 gültigen Vergütungssystems sind ein festes Jahresgrundgehalt sowie ein Short Term Incentive (STI) und ein Long Term Incentive (LTI) als variable Vergütungskomponenten.

Am 9. August 2011 hat der Aufsichtsrat eine Anpassung dieses Systems an die Erfordernisse der Instituts-Vergütungsverordnung beschlossen, die anschließend vertraglich umgesetzt wurde.

Ferner hat der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen am 3. November 2011, 2. Dezember 2011 und 22. Februar 2012 beschlossen, die Altersversorgung der Vorstandsmitglieder zu ändern und die entsprechenden Musterverträge verabschiedet. Die Neuregelung beinhaltet insbesondere eine beitragsorientierte Leistungszusage. Zudem knüpft die Altersversorgung nunmehr in der Regel an die Vollendung des 65. Lebensjahres an.

In Fortführung einer ursprünglich mit dem SoFFin für die Jahre 2008 und 2009 vereinbarten Begrenzung der monetären Vergütung von Vorstandsmitgliedern auf 500 Tsd. Euro brutto pro Jahr und Organmitglied im Hinblick auf die Tätigkeit im Konzern (SoFFin-Cap) hat der Aufsichtsrat zunächst für das Jahr 2010 und dann auch für das Jahr 2011 beschlossen, dass der SoFFin-Cap gilt, falls die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin nicht voll bezahlt wird. Nach Inkrafttreten des Restrukturierungsgesetzes am 31. Dezember 2010 ist der Aufsichtsrat ab dem Geschäftsjahr 2012 berechtigt, eine Vergütungsbegrenzung auf 500 Tsd. Euro pro Jahr festzulegen, falls diese Obergrenze nach dem Restrukturierungsgesetz nicht überschritten werden darf.

Nicht von dem SoFFin-Cap erfasst sind Ansprüche auf Altersversorgung sowie Sachbezüge, soweit diese nach Art und Umfang nicht über das vor dem 1. November 2008 bestehende Maß hinausgehen und die Gesamtvergütung hierdurch nicht unangemessen wird.

Erfolgsunabhängige Vergütungsbestandteile

Zu den erfolgsunabhängigen Vergütungsbestandteilen zählen das feste Jahresgrundgehalt und die Sachbezüge.

Das feste Jahresgrundgehalt, das in gleichen monatlichen Beträgen ausbezahlt wird, beträgt 750 Tsd. Euro. Die Angemessenheit des festen Jahresgrundgehalts wird regelmäßig im Abstand von jeweils zwei Jahren überprüft. Da die Festzinskomponente der Gewinnbeteiligung auf die Stillen Einlagen des SoFFin für das Jahr 2011 nicht bezahlt wird, ist das Jahresgrundgehalt für das Jahr 2011 auf 500 Tsd. Euro per annum begrenzt worden.

Die Sachbezüge bestehen im Wesentlichen aus Dienstwagennutzung mit Fahrer, Sicherheitsmaßnahmen und Versicherungsbeiträgen sowie darauf entfallende Steuern und Sozialabgaben.

Erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile

Das Vergütungssystem sieht als erfolgsbezogene variable Vergütungskomponenten ein Short Term Incentive und ein Long Term Incentive vor.

Wegen des für das Jahr 2011 geltenden Caps für die monetäre Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder auf insgesamt 500 Tsd. Euro pro Jahr sind die erfolgsbezogenen variablen Vergütungskomponenten für das Geschäftsjahr 2011 entfallen.

Short Term Incentive (STI)

Der STI hat eine Laufzeit von einem Jahr. Er berechnet sich bislang nach der individuellen Leistung des Vorstandsmitglieds (STI-Leistungskomponente); ab dem Jahr 2012 besteht er aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine die STI-Leistungskomponente ist und die andere an den Economic Value Added (EVA)1 (STI-EVA-Komponente) anknüpft. Ein Anspruch auf Zahlung des STI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das betreffende Jahr sowie der STI-Zielerreichung des Vorstandsmitglieds durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des STI zu 50% fällig und als Barbetrag zahlbar und zu 50% in Commerzbank-Aktien – oder aktienbasiert in bar – nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des STI beträgt 400 Tsd. Euro, ab dem Jahr 2012 liegt der Zielwert der einzelnen Komponenten bei jeweils 200 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann grundsätzlich zwischen 0 und 200% liegen.

STI-EVA-Komponente

Für die STI-EVA-Komponente legt der Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres einen Zielwert für den Konzern-EVA nach Steuern fest, der einer Zielerreichung von 100% entspricht. Außerdem wird festgelegt, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Als EVA-Berechnungsgrundlage wird grundsätzlich das Investorenkapital herangezogen. Diese Komponente kommt ab dem Jahr 2012 zum Einsatz.

STI-Leistungskomponente

Die individuelle Leistung jedes Vorstandsmitglieds wird auf Basis einer Gesamtbetrachtung von Kriterien beurteilt, die der Aufsichtsrat vor Beginn des jeweiligen Geschäftsjahres festlegt. Für das Geschäftsjahr 2011 beträgt der Zielwert dieser Komponente 400 Tsd. Euro per annum; ab dem Jahr 2012 200 Tsd. Euro per annum.

Long Term Incentive (LTI)

Der LTI hat eine Laufzeit von vier Jahren. Er besteht aus zwei gleich gewichteten Komponenten, von denen eine an den Economic Value Added (EVA) anknüpft (LTI-EVA-Komponente) und die andere aktienbasiert ist (LTI-Aktienkomponente). Ein Anspruch auf Zahlung des LTI entsteht aufschiebend bedingt nach Feststellung des Jahresabschlusses für das letzte Geschäftsjahr der vierjährigen Laufzeit des jeweiligen LTI sowie nach Feststellung der LTI-Zielerreichung durch den Aufsichtsrat. Danach sind die Bezüge des LTI zu 50% fällig und als Barbetrag zahlbar sowie zu 50% in Commerzbank-Aktien – oder aktienbasiert in bar – nach einer Wartefrist von weiteren 12 Monaten. Der Gesamtzielwert des LTI beträgt 600 Tsd. Euro, der Zielwert der einzelnen Komponenten jeweils 300 Tsd. Euro. Die Zielerreichung kann insgesamt zwischen 0 und 200% liegen; jede der beiden Komponenten kann demzufolge

1 EVA ist der Konzernüberschuss nach Steuern abzüglich der Kapitalkosten der Bank (Produkt aus Investorenkapital ohne Fremdanteile und Kapitalkostensatz nach Steuern).

43 Vergütungsbericht

zwischen 0 und 600 Tsd. Euro betragen. Der vorläufige LTI-Auszahlungsbetrag wird dahingehend modifiziert, dass er sich jeweils um den Prozentsatz erhöht oder reduziert, um den die Zielerreichung für den leistungsorientierten Teil des STI im ersten Jahr der vierjährigen LTI-Laufzeit 100% über- oder unterschreitet. Diese Anpassung kann ±20% des ursprünglichen Zielwerts der LTI-Komponenten nicht überschreiten. Der LTI setzt ein dauerhaftes Eigeninvestment des Vorstandsmitglieds in Commerzbank-Aktien in Höhe von jeweils 350 Tsd. Euro voraus. Bis zum Erreichen des Eigeninvestments sind jeweils 50% der Nettoauszahlungen aus dem LTI in Commerzbank-Aktien zu investieren.

LTI-Aktienkomponente

Der vorläufige Auszahlungsbetrag der LTI-Aktienkomponente ergibt sich einerseits aus der relativen Total-Shareholder-Return-(TSR-)Performance der Commerzbank im Vergleich zur TSR-Performance der anderen Banken des Dow Jones EURO STOXX Banken und andererseits aus der absoluten Kursperformance der Commerzbank-Aktie. Der Aufsichtsrat legt vor Beginn der LTI-Laufzeit die Zahl der Commerzbank-Aktien fest, die das Vorstandsmitglied bei einer Zielerreichung von 100% nach dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit gegebenenfalls erhält. Außerdem definiert er, welche TSR-bezogene Platzierung der Commerzbank im Vergleich zu den anderen relevanten Banken welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die relative TSR-Performance bestimmt also die Anzahl der virtuell zugeteilten Aktien; die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie während der LTI-Laufzeit bestimmt deren Gegenwert, der statt einer Übertragung von Aktien bar ausbezahlt werden kann.

LTI-EVA-Komponente

Die Zielwerte der EVA-basierten LTI-Komponente werden vom Aufsichtsrat vorab für die gesamte LTI-Laufzeit festgesetzt und können für die einzelnen Jahre der Laufzeit differieren. Der Aufsichtsrat definiert außerdem vorab, welcher EVA-Wert welchem Zielerreichungsgrad entspricht. Die Zielerreichung wird während der vierjährigen LTI-Laufzeit jährlich festgestellt, wobei die Zielerreichung der einzelnen Jahre ab dem Jahr 2012 grundsätzlich zwischen minus 100 und plus 200% liegen kann. Nach dem Ende der vierjährigen LTI-Laufzeit ermittelt der Aufsichtsrat die durchschnittliche Zielerreichung, die zwischen 0 und 200% liegen kann, und den sich daraus ergebenden vorläufigen Auszahlungsbetrag.

Zielerreichungen werden im STI und im LTI jeweils linear gemessen. Im Falle außerordentlicher Entwicklungen mit erheblichem Einfluss auf die Erreichbarkeit der Zielwerte von STI oder LTI kann der Aufsichtsrat diesen positiven oder negativen Einfluss durch Anpassung der Ziele neutralisieren.

Long-Term-Performance-Pläne

Die Mitglieder des Vorstands hatten, ebenso wie andere Führungskräfte und ausgewählte Mitarbeiter des Konzerns, in der Vergangenheit die Möglichkeit, sich an Long-Term-Performance-Plänen (LTP) zu beteiligen. Diese zuletzt im Jahr 2008 angebotenen virtuellen Aktienoptionsprogramme enthalten ein Zahlungsversprechen für den Fall, dass die Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie nach drei, vier oder fünf Jahren die des Dow Jones EURO-STOXX-Banken-Index übertrifft und/oder die absolute Kursentwicklung der Commerzbank-Aktie mindestens 25% beträgt. Sind diese Schwellen auch nach fünf Jahren nicht erreicht, verfällt das Zahlungsversprechen. Kommt es zu Auszahlungen, werden von den Vorstandsmitgliedern jeweils 50% des Bruttoauszahlungsbetrages in Commerzbank-Aktien investiert. Die Teilnahme an den LTP ist mit einer Eigenbeteiligung der Teilnehmer in Commerzbank-Aktien verbunden. Die Mitglieder des Vorstands konnten mit bis zu 2 500 Aktien, der Vorsitzende des Vorstands mit bis zu 5 000 Aktien teilnehmen.

Im Februar 2009 hatten die Vorstandsmitglieder sämtliche Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet. Nachdem der LTP 2006 mit Ablauf des ersten Quartals 2011 ohne Auszahlung ausgelaufen ist, nehmen Vorstandsmitglieder gegenwärtig nur an dem noch laufenden LTP 2007 teil. Die realisierbaren Vergütungen aus der Teilnahme an dem LTP können deutlich von den im Anhang ausgewiesenen Zeitwerten abweichen und auch ganz entfallen, da der endgültige Auszahlungsbetrag erst am Ende der Laufzeit des LTP feststeht. Mögliche Vergütungen aus dem LTP 2007 werden nicht auf den SoFFin-Cap angerechnet, da der LTP für die Leistung im Jahr der Begebung gewährt wurde.

Im Berichtsjahr gab es keine LTP-Auszahlung.

Vergütung des Vorstandsvorsitzenden

Das feste Jahresgrundgehalt und die Zielwerte der variablen Vergütungskomponenten liegen für den Vorstandsvorsitzenden beim 1,75-fachen der für Vorstandsmitglieder genannten Beträge. Auf Wunsch des Vorstandsvorsitzenden kam diese Regelung bis zum Ende seiner letzten Bestellungsperiode am 31. Oktober 2011 nicht zur Anwendung. Zudem galt auch für den Vorstandsvorsitzenden der SoFFin-Cap.

Vergütung für die Übernahme von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen

Die einem Vorstandsmitglied zufließende Vergütung aus der Wahrnehmung von Organfunktionen bei konsolidierten Unternehmen wird auf die Gesamtbezüge des Vorstandsmitglieds angerechnet. Diese Anrechnung erfolgt jeweils zum Auszahlungszeitpunkt nach der Hauptversammlung, die den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr entgegennimmt, in dem dem Vorstandsmitglied die Konzernbezüge zugeflossen sind.

Die in einem Geschäftsjahr gewährten Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten Unternehmen werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet. Daher werden diese Vergütungen in der Tabelle unter der Überschrift "Zusammenfassung" dem Vorjahr zugeordnet. Soweit diese Vergütungen für Tätigkeiten in Organen von konsolidierten Unternehmen bei einem Vorstandsmitglied zu einer monetären Gesamtvergütung von über 500 Tsd. Euro führen, werden diese an die Commerzbank abgeführt.

Altersversorgung

Die Regelungen zur Altersversorgung der Vorstandsmitglieder wurden durch das zum 1. Januar 2010 eingeführte Vergütungssystem insoweit geändert, dass sie weiter an das Grundgehalt für das Geschäftsjahr 2009 anknüpfen.

Die Bank gewährt danach Vorstandsmitgliedern und ehemaligen Mitgliedern des Vorstands oder deren Hinterbliebenen eine Altersversorgung. Eine Pension wird gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

  • das 62. Lebensjahr vollendet hat oder
  • dauerhaft dienstunfähig ist oder
  • das Anstellungsverhältnis nach Vollendung des 58. Lebensjahres beendet wird und das Vorstandsmitglied dem Vorstand mindestens 10 Jahre angehört hat oder
  • dem Vorstand mindestens 15 Jahre angehört hat.

Die Alterspension beträgt 30% von 480 Tsd. Euro beziehungsweise 760 Tsd. Euro für den Vorstandsvorsitzenden (Grundgehälter vor Einführung des im Jahr 2010 eingeführten Vergütungssystems) ab der ersten Bestellungsperiode, 40% ab der zweiten und 60% ab der 43 Vergütungsbericht

dritten Bestellungsperiode. Die Pensionen werden in Anlehnung an die gesetzlichen Bestimmungen zur betrieblichen Altersversorgung gekürzt, wenn ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres aus dem Vorstand ausscheidet.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauerhafter Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied vor Vollendung des 62. Lebensjahres Pension bezieht, ohne dienstunfähig zu sein, wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt. Aus einer anderen Tätigkeit erzielte Einkünfte werden bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Pensionszahlungen an die Vorstandsmitglieder werden ab Pensionsbeginn jährlich um 1% erhöht. Unter bestimmten Voraussetzungen wird eine darüber hinausgehende Erhöhung geprüft; ein Anspruch auf eine solche Erhöhung besteht jedoch nicht.

Die Witwenpension für den Ehepartner beträgt 662 ⁄3% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Der Aufsichtsrat hat in seinen Sitzungen am 9. August und 3. November 2011 ein neues System der Altersversorgung der Vorstandsmitglieder beschlossen; die neuen Regelungen beinhalten nunmehr eine beitragsorientierte Leistungszusage.

Am 22. Februar 2012 hat der Aufsichtsrat den Musterpensionsvertrag zur Umsetzung dieser Neuregelung für die amtierenden Vorstandsmitglieder verabschiedet.

Im neuen Pensionsvertrag wird die bestehende Zusage in eine beitragsorientierte Leistungszusage in Anlehnung an den Commerzbank-Bausteinplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CBA) übergeleitet.

Nach dem neuen Bausteinsystem wird jedem Vorstandsmitglied für die bis zum Überleitungsstichtag am 1. Januar 2011 abgeleistete Zeit als Vorstandsmitglied der Bank ein Initialbaustein auf einem sogenannten Versorgungskonto gutgeschrieben. Der Initialbaustein wird in der Zeit zwischen dem Überleitungsstichtag und der Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank dynamisiert.

Für die Zeit ab dem Überleitungsstichtag bis zur Beendigung der Bestellung als Vorstandsmitglied der Bank wird dem Versorgungskonto des Vorstandsmitglieds jährlich ein Versorgungsbaustein gutgeschrieben. Der Versorgungsbaustein eines Kalenderjahres ergibt sich durch Umwandlung des jeweiligen Jahresbeitrags in eine Anwartschaft auf Alters-, Invalidenund Hinterbliebenenpension mittels einer Transformationstabelle.

Im Einzelnen hat ein Vorstandsmitglied nach Eintritt eines der folgenden Versorgungsfälle Anspruch auf Versorgungsleistungen in Form einer lebenslangen Pension:

  • als Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 65. Lebensjahres endet, oder
  • als vorzeitige Alterspension, wenn das Anstellungsverhältnis mit oder nach Vollendung des 62. Lebensjahres endet oder nach mindestens 10-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand und Vollendung des 58. Lebensjahres oder nach mindestens 15-jähriger Zugehörigkeit zum Vorstand, oder
  • als Invalidenpension, bei dauernder Dienstunfähigkeit.

Der Monatsbetrag der Alterspension errechnet sich als ein Zwölftel des Standes des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Zur Ermittlung der vorzeitigen Alterspension wird die Pension im Hinblick auf den früheren Zahlungsbeginn gekürzt.

Bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen Invalidität vor Vollendung des 55. Lebensjahres wird der Monatsbetrag der Invalidenpension um einen Zurechnungsbetrag aufgestockt.

Jedes Vorstandsmitglied kann anstatt einer laufenden Pension eine Einmalzahlung oder eine Auszahlung in neun Jahresraten wählen, für den Fall, dass es nach Vollendung des 62. Lebensjahres ausscheidet. Dabei errechnet sich der Auszahlungsbetrag nach einem Kapitalisierungsfaktor in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds.

Den Vorstandsmitgliedern wird für die Dauer von sechs Monaten anstelle der Pension das anteilige Grundgehalt als Übergangsgeld fortbezahlt, wenn sie nach Vollendung des 62. Lebensjahres oder aufgrund dauernder Dienstunfähigkeit aus dem Vorstand ausscheiden. Sofern ein Vorstandsmitglied eine vorzeitige Alterspension erhält und noch nicht das 62. Lebensjahr vollendet hat, werden erzielte Einkünfte aus anderen Tätigkeiten bis zu diesem Alter zur Hälfte auf die Pensionsansprüche angerechnet.

Die Witwenpension beträgt – ebenso wie nach dem alten Regelungssystem – 662 ⁄3% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds. Falls keine Witwenpension gezahlt wird, haben die minderjährigen oder in der Ausbildung befindlichen Kinder einen Anspruch auf eine Waisenrente in Höhe von jeweils 25% der Pensionsansprüche des Vorstandsmitglieds, insgesamt jedoch maximal in Höhe der Witwenpension.

Der systembedingt abweichende Pensionsvertrag für neu eintretende Vorstandsmitglieder wurde vom Aufsichtsrat am 2. Dezember 2011 verabschiedet.

Eine Altersversorgung im Sinne einer Kapitalleistung wird nach diesen Regelungen gezahlt, wenn ein Vorstandsmitglied bei Ausscheiden aus der Bank

  • das 65. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (Alterskapital)
  • das 62. Lebensjahr vollendet oder vollendet hat (vorzeitiges Alterskapital) oder
  • vor Vollendung des 62. Lebensjahres dauerhaft dienstunfähig ist.

Für jedes Kalenderjahr während des bestehenden Anstellungsverhältnisses bis zum Eintritt des Versorgungsfalls wird jedem Vorstandsmitglied ein Jahresbaustein gutgeschrieben, der 40% des festen Jahresgrundgehalts (Jahresbeitrag) multipliziert mit einem altersabhängigen Transformationsfaktor beträgt. Die Jahresbausteine werden bis zum Ausscheiden des Vorstandsmitglieds aus der Bank auf einem Versorgungskonto geführt. Nach Vollendung des 61. Lebensjahres wird dem Vorstandsmitglied bis zum Eintritt des Versorgungsfalls jährlich ein Zuschlag von 2,5% des am jeweils vorangegangenen 31. Dezember erreichten Stands des Versorgungskontos gutgeschrieben.

Ein in Abhängigkeit vom Alter des Vorstandsmitglieds zu bestimmender Anteil des Jahresbeitrags wird in Investmentfonds angelegt und auf ein virtuelles Depot des Vorstandsmitglieds eingebracht.

Die Höhe des Alterskapitals beziehungsweise des vorzeitigen Alterskapitals entspricht dem Stand des virtuellen Depots, mindestens jedoch dem Stand des Versorgungskontos bei Eintritt des Versorgungsfalls.

Für die ersten beiden Monate nach Eintritt des Versorgungsfalls erhält das Vorstandsmitglied ein Übergangsgeld in Höhe von monatlich einem Zwölftel des festen Jahresgrundgehalts.

Falls ein Vorstandsmitglied vor Eintritt eines Versorgungsfalls stirbt, haben die Hinterbliebenen Anspruch auf die Auszahlung des Hinterbliebenenkapitals, das dem Stand des virtuellen Depots am Wertstellungsstichtag entspricht, mindestens jedoch der Summe aus dem 43 Vergütungsbericht

Stand des Versorgungskontos und einem etwaigen Zurechnungsbetrag. Der Zurechnungsbetrag wird gewährt, sofern das Vorstandsmitglied bei Eintritt des Versorgungsfalls wegen

Dienstunfähigkeit beziehungsweise bei Tod mindestens fünf Jahre ununterbrochen als Vorstandsmitglied der Bank bestellt war und noch nicht das 55. Lebensjahr vollendet hat. Dadurch wird eine Versorgung sichergestellt, wie sie mit Erreichen des 55. Lebensjahres gegeben wäre.

In der nachstehenden Tabelle sind die Pensionsanwartschaften der am 31. Dezember 2011 aktiven Vorstandsmitglieder basierend auf dem bisherigen System der Altersversorgung aufgeführt:

Tsd. € Pensionsanwartschaft
Jahresbezug bei Eintritt des
Pensionsfalls im Alter von 62
Stand 31.12.2011
Barwert
der Pensions
anwartschaft
Stand 31.12.20111
Martin Blessing 456 3 030
Frank Annuscheit 288 1 107
Markus Beumer 288 935
Jochen Klösges 288 674
Michael Reuther 288 1 801
Dr. Stefan Schmittmann 288 1 511
Ulrich Sieber 288 623
Dr. Eric Strutz 288 1 774
Martin Zielke 288 393
Gesamt 11 848

1 Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird.

Die Pensionsansprüche der Mitglieder des Vorstands fallen nicht unter den SoFFin-Cap.

Die zur Absicherung dieser Pensionsverpflichtungen dienenden Vermögenswerte wurden mittels eines sogenannten Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pension-Trust e.V. übertragen.

Zum 31. Dezember 2011 belaufen sich die Pensionsverpflichtungen (defined benefit obligations) für zum Stichtag aktive Vorstandsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft auf insgesamt 11,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro; siehe auch Tabelle der Einzelansprüche). Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste betrugen die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2011 für aktive Vorstandsmitglieder 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Change of Control

Das seit dem Jahr 2010 gültige Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthält noch eine Change-of-Control-Regelung, diese entfällt mit Ablauf seiner aktuellen Bestellungsperiode.

Sofern die Change-of-Control-Regelung zur Anwendung kommt, gibt sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrags. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat er Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75% seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen. Im Anschluss an seine Bestellungsperiode hat das Vorstandsmitglied Pensionsansprüche. Die Kündigung des Anstellungsvertrags ist nur wirksam, wenn ihr der Aufsichtsrat zustimmt, es sei denn, sie erfolgt aus wichtigem Grund. Ein Abfindungsanspruch entsteht ferner nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit einem Change-of-Control-Fall Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder – im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung – vom anderen Rechtsträger erhält.

Sonstige Regelungen

Falls die Bestellung zum Mitglied des Vorstands vorzeitig endet, endet der Anstellungsvertrag grundsätzlich mit Ablauf von sechs Monaten ab dem Ende der Bestellung (Koppelungsklausel). Dem Vorstandsmitglied werden in diesem Fall das feste Jahresgrundgehalt, STIs und LTIs – vorbehaltlich § 615 Satz 2 BGB – bis zum Ende der ursprünglichen Bestellungsperiode weiter gewährt.

Wird der Anstellungsvertrag zum Ablauf der jeweiligen Bestellungsperiode nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund gemäß § 626 BGB vorliegt, oder endet der Anstellungsvertrag nach der beschriebenen Koppelungsklausel, erhält das Vorstandsmitglied zudem für die Dauer von sechs Monaten nach Ablauf der ursprünglichen Bestellungsperiode das feste Grundgehalt als Übergangsgeld. Diese Gehaltsfortzahlung endet, sobald das Vorstandsmitglied Pensionszahlungen erhält.

Endet der Anstellungsvertrag aus anderen Gründen als nach der oben beschriebenen Koppelungsklausel, wird das feste Jahresgrundgehalt gegebenenfalls zeitanteilig bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages bezahlt. Die für Geschäftsjahre vor Beendigung des Anstellungsvertrages zugesagten STI und LTI bleiben unberührt. Der am Ende der Laufzeit festgestellte Auszahlungsbetrag für STI und LTI des Beendigungsjahres wird anteilig reduziert.

Beendet die Bank die Organstellung vorzeitig oder verlängert sie diese bei Ablauf der Bestellungsperiode nicht aufgrund von Umständen, die die Voraussetzungen des § 626 BGB erfüllen, gibt es keine Ansprüche aus den für das Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI.

Bezüge für die Zeit nach wirksamer Beendigung der Organstellung werden höchstens bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von zwei Jahresvergütungen gezahlt (Cap). Auszahlungen auf den im Geschäftsjahr der Beendigung der Organstellung zugesagten STI und LTI unterliegen dem Cap anteilig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat kein Mitglied des Vorstands Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten in Bezug auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten; Gleiches gilt auch für Leistungen und Zusagen von Unternehmen, mit denen der Commerzbank-Konzern bedeutende geschäftliche Beziehungen unterhält.

Unternehmerische Verantwortung 51

n unsere Aktionäre

43 Vergütungsbericht

-

Zusammenfassung

Im Folgenden werden die Gesamtbezüge der einzelnen Mitglieder des Vorstands für das Jahr 2011 und zum Vergleich für das Jahr 2010 dargestellt.

Tsd. € Grund-
gehalt
Variable
Vergütung2
für die
Übernahme
von Organ-
funktionen3
Vergütung Rückführung
gemäß
Cap3
Aktien-
basierte
SoFFin- Vergütungs-
pläne
Monetäre
Gesamt
vergütung
Sonstiges4 Gesamt
Martin Blessing 2011
2010
500
500


500
500
69
115
569
615
Frank Annuscheit 2011 500 500 50 550
2010 500 23 – 23 500 102 602
Markus Beumer 2011 500 500 59 559
2010 500 10 – 10 500 46 546
Dr. Achim Kassow 20111 292 292 44 336
2010 500 113 – 113 500 72 572
Jochen Klösges 2011 500 500 39 539
2010 500 500 65 565
Michael Reuther 2011 500 500 69 569
2010 500 500 73 573
Dr. Stefan Schmittmann 2011 500 500 46 546
2010 500 500 52 552
Ulrich Sieber 2011 500 500 68 568
2010 500 22 – 22 500 62 562
Dr. Eric Strutz 2011 500 500 33 533
2010 500 36 – 36 500 91 591
Martin Zielke 2011 500 500 74 574
20101 78 14 – 14 78 4 82
Gesamt 2011 4 792 4 792 551 5 343
2010 4 578 218 – 218 4 578 682 5 260

1 Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens.

2 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses; für die Geschäftsjahre 2011

und 2010 wurde keine variable Vergütung gewährt.

3 Die in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeiten in Organen von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des jeweiligen Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet.

4 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile zum BVV ausgewiesen.

Kredite an Mitglieder des Vorstands

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres bis zur Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,2 und 8,3%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,9%, gewährt. Die Kredite sind im marktüblichen Rahmen, soweit erforderlich, mit Grundschulden und Pfandrechten besichert.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Vorstands gewährten Kredite insgesamt 1 773 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 2 647 Tsd. Euro. Die Vorstandsmitglieder standen im Berichtsjahr mit Ausnahme von Mietavalen in keinen Haftungsverhältnissen zu den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Aufsichtsrat

Grundzüge des Vergütungssystems und Vergütung für das Geschäftsjahr 2011

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 15 der Satzung geregelt; die derzeit gültige Fassung wurde von der Hauptversammlung am 16. Mai 2007 beschlossen. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für das jeweilige Geschäftsjahr neben dem Ersatz ihrer Auslagen eine Grundvergütung, die sich zusammensetzt aus:

  • einer festen Vergütung von 40 Tsd. Euro pro Jahr und
  • einer variablen Vergütung von 3 Tsd. Euro pro Jahr je 0,05 Euro Dividende, die über einer Dividende von 0,10 Euro je Stückaktie für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält das Dreifache, sein Stellvertreter das Doppelte der dargestellten Grundvergütung. Für die Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss, der mindestens zwei Mal im Kalenderjahr tagt, erhält der Ausschussvorsitzende eine zusätzliche Vergütung in Höhe der Grundvergütung und jedes Ausschussmitglied in Höhe der halben Grundvergütung; diese zusätzliche Vergütung wird für maximal drei Ausschussmandate gezahlt. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied je Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats oder eines Ausschusses ein Sitzungsgeld von 1,5 Tsd. Euro. Feste Vergütung und Sitzungsgeld sind jeweils zum Ende des Geschäftsjahres, die variable Vergütung ist nach Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das betreffende Geschäftsjahr beschließt, zahlbar. Die auf die Vergütung zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Bank erstattet.

Da die Commerzbank für das Geschäftsjahr 2011 keine Dividende zahlt, entfällt die variable Vergütung für das Jahr 2011. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für das Geschäftsjahr 2011 eine Vergütung von netto insgesamt 1 619 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 563 Tsd. Euro). Davon entfallen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 199 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 420 Tsd. Euro (Vorjahr: 323 Tsd. Euro). Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit 19%) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wird von der Commerzbank Aktiengesellschaft erstattet.

43 Vergütungsbericht

-

Die Vergütung verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

2011
Tsd. €
Feste
Vergütung
Variable
Vergütung
Sitzungsgeld Summe
Klaus-Peter Müller 200 0 44 244
Uwe Tschäge 100 0 33 133
Hans-Hermann Altenschmidt 80 0 42 122
Dott. Sergio Balbinot1 0 0 0 0
Dr.-Ing. Burckhard Bergmann 40 0 13 53
Dr. Nikolaus von Bomhard 40 0 12 52
Karin van Brummelen 60 0 29 89
Astrid Evers 40 0 17 57
Uwe Foullong 40 0 15 55
Daniel Hampel 40 0 15 55
Dr.-Ing. Otto Happel 40 0 12 52
Beate Hoffmann (seit 6. Mai 2011) 26 0 9 35
Sonja Kasischke (bis 6. Mai 2011) 14 0 4 18
Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.
Hans-Peter Keitel
60 0 18 78
Alexandra Krieger 40 0 15 55
Dr. h. c. Edgar Meister 80 0 39 119
Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec.
Ulrich Middelmann
60 0 24 84
Dr. Helmut Perlet 100 0 30 130
Barbara Priester 40 0 15 55
Mark Roach (seit 10. Januar 2011) 39 0 16 55
Dr. Marcus Schenck 60 0 18 78
Gesamt 2011 1 199 0 420 1 619
Gesamt 2010 1 240 0 323 1 563

1 Dott. Balbinot hat im Geschäftsjahr 2011 auf seine Vergütung verzichtet.

Beratungs- und Vermittlungsleistungen sowie andere persönliche Leistungen wurden durch Mitglieder des Aufsichtsrats auch im Jahr 2011 nicht erbracht. Entsprechend wurden keine zusätzlichen Vergütungen gewährt.

Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrats wurden mit Laufzeiten von bis auf Weiteres und letzter Fälligkeit im Jahr 2037 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,6 und 6,3%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,9%, herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Zum Bilanzstichtag betrugen die an Mitglieder des Aufsichtsrats gewährten Kredite insgesamt 322 Tsd. Euro; im Vorjahr waren es 484 Tsd. Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen im Berichtsjahr nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Sonstige Angaben

D&O-Versicherung

Für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats besteht eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung ("D&O"). Für Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder beträgt der Selbstbehalt jeweils 10% des Schadens, für alle Versicherungsfälle in einem Jahr höchstens jedoch das Eineinhalbfache der festen jährlichen Vergütung.

Erwerb oder Veräußerung von Aktien der Gesellschaft

Nach § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG) besteht eine Mitteilungs- und Veröffentlichungspflicht für Geschäfte von Führungskräften börsennotierter Unternehmen und von deren Familienangehörigen. Danach sind Käufe und Verkäufe von Aktien sowie von sich auf die Commerzbank beziehenden Finanzinstrumenten ab einer Höhe von 5 Tsd. Euro per annum unverzüglich und für die Dauer von einem Monat anzuzeigen. Entsprechend den Empfehlungen des Emittentenleitfadens der BaFin bezieht die Bank diese Meldepflicht auf Vorstand und Aufsichtsrat.

Im Jahr 2011 haben die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der Commerzbank die folgenden Geschäfte mit Commerzbank-Aktien oder darauf bezogenen Derivaten ("Directors' Dealings") gemeldet: 2

Geschäfts-
tag
Name des
Meldepflichtigen
Ange-
höriger
Teilnehmer-
kreis
Kauf/
Verkauf
Stück-
zahl
Preis
Geschäfts
volumen €
11.4.2011 Ulrich Sieber Vorstand Verkauf Erwerbsrecht 25 000 0,001 25,00
13.4.2011 Markus Beumer Vorstand Kauf (Bezug) 4 540 4,250 19 295,00
13.4.2011 Martin Blessing Vorstand Kauf (Bezug) 51 500 4,250 218 875,00
13.4.2011 Dr. Achim Kassow Vorstand Kauf (Bezug) 12 477 4,250 53 027,25
13.4.2011 Martin Zielke Vorstand Kauf (Bezug) 18 807 4,250 79 929,75
13.4.2011 Klaus-Peter Müller AR Kauf (Bezug) 72 000 4,250 306 000,00
13.4.2011 Michael Reuther Vorstand Kauf (Bezug) 5 000 4,250 21 250,00
13.4.2011 Jochen Klösges Vorstand Kauf (Bezug) 14 900 4,250 63 325,00
13.4.2011 Frank Annuscheit Vorstand Kauf (Bezug) 6 920 4,250 29 410,00
13.4.2011 Daniel Hampel AR Kauf (Bezug) 2 245 4,250 9 541,25
13.4.2011 Hans-Hermann Altenschmidt AR Kauf (Bezug) 750 4,250 3 187,50
24.5.2011 Martin Blessing Vorstand Verkauf 0,40 0,720 0,29
24.5.2011 Markus Beumer Vorstand Kauf 732,00 0,720 527,04
24.5.2011 Martin Zielke Vorstand Verkauf 24 414,00 0,720 17 578,08
24.5.2011 Ulrich Sieber Vorstand Verkauf 8 500,00 0,720 6 120,00
26.5.2011 Daniel Hampel AR Verkauf 2 059,00 0,985 2 028,12
26.5.2011 Dr. Eric Strutz Vorstand Kauf 0,40 0,980 0,39
27.5.2011 Beate Hoffmann AR Verkauf 0,20 0,860 0,17
27.5.2011 Klaus Hoffmann
(w/Beate Hoffmann)
x AR Verkauf 0,90 0,860 0,77
27.5.2011 Klaus-Peter Müller AR Kauf 1,00 0,860 0,86
27.5.2011 Sulmana GmbH
(w/Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.
Hans-Peter Keitel) x AR Verkauf 3,00 0,900 2,70
27.5.2011 Hans-Hermann Altenschmidt AR Verkauf 0,50 0,860 0,43
30.5.2011 Dr. Achim Kassow Vorstand Kauf 0,30 0,800 0,24
30.5.2011 Michael Reuther Vorstand Kauf 1 000,00 0,800 800,00

2 Die Directors' Dealings wurden im Berichtsjahr auf der Internetseite der Commerzbank unter der Rubrik "Directors' Dealings" veröffentlicht.

Unternehmerische Verantwortung 55

43 Vergütungsbericht

Unternehmerische

Verantwortung

setzbuchs (HGB)
Geschäfts-
tag
Name des
Meldepflichtigen
Ange-
höriger
Teilnehmer-
kreis
Kauf/
Verkauf
Stück-
zahl
Preis
Geschäfts
volumen €
30.5.2011 Frank Annuscheit Vorstand Kauf 0,20 0,800 0,16
30.5.2011 Harriet Annuscheit
(w/Frank Annuscheit)
x Vorstand Kauf 0,50 0,800 0,40
30.5.2011 Jochen Klösges Vorstand Verkauf 1,00 0,800 0,80
31.5.2011 Astrid Evers AR Verkauf 141,00 0,859 121,12
31.5.2011 Dr.-Ing. Burckhard Bergmann
(e.on-Ruhrgas AG)
AR Verkauf 0,40 0,850 0,34
31.5.2011 Uwe Tschäge AR Kauf 0,90 0,850 0,77
31.5.2011 Silke Tschäge (w/Uwe Tschäge) x AR Kauf 0,80 0,850 0,68
31.5.2011 Karin van Brummelen AR Verkauf 1 171,00 0,850 995,35
1.6.2011 Barbara Priester AR Verkauf 511,00 0,830 424,13
1.6.2011 Jessica Strutz (w/Dr. Eric Strutz) x Vorstand Verkauf 331,00 0,830 274,73
1.6.2011 Ulrich Sieber Vorstand Verkauf 65,00 0,830 53,95
6.6.2011 Martin Blessing Vorstand Kauf (Bezug) 93 636 2,18 204 126,48
6.6.2011 Markus Beumer Vorstand Kauf (Bezug) 8 920 2,18 19 445,60
6.6.2011 Martin Zielke Vorstand Kauf (Bezug) 12 000 2,18 26 160,00
6.6.2011 Ulrich Sieber Vorstand Kauf (Bezug) 15 000 2,18 32 700,00
6.6.2011 Daniel Hampel AR Kauf (Bezug) 2 210 2,18 4 817,80
6.6.2011 Beate Hoffmann AR Kauf (Bezug) 778 2,18 1 696,04
6.6.2011 Klaus Hoffmann
(w/Beate Hoffmann)
x AR Kauf (Bezug) 581 2,18 1 266,58
6.6.2011 Klaus-Peter Müller AR Kauf (Bezug) 130 910 2,18 285 383,80
6.6.2011 Dr. Eric Strutz Vorstand Kauf (Bezug) 26 294 2,18 57 320,92
6.6.2011 Sulmana GmbH
(w/Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.
Hans-Peter Keitel)
x AR Kauf (Bezug) 12 170 2,18 26 530,60
6.6.2011 Hans-Hermann Altenschmidt AR Kauf (Bezug) 4 545 2,18 9 908,10
6.6.2011 Dr. Achim Kassow Vorstand Kauf (Bezug) 27 273 2,18 59 455,14
6.6.2011 Michael Reuther Vorstand Kauf (Bezug) 10 000 2,18 21 800,00
6.6.2011 Frank Annuscheit Vorstand Kauf (Bezug) 12 582 2,18 27 428,76
6.6.2011 Harriet Annuscheit
(w/Frank Annuscheit)
x Vorstand Kauf (Bezug) 155 2,18 337,90
6.6.2011 Jochen Klösges Vorstand Kauf (Bezug) 27 090 2,18 59 056,20
6.6.2011 Dr.-Ing. Burckhard Bergmann
(e.on-Ruhrgas AG)
AR Kauf (Bezug) 1 636 2,18 3 566,48
6.6.2011 Uwe Tschäge AR Kauf (Bezug) 1 329 2,18 2 897,22
6.6.2011 Silke Tschäge (w/Uwe Tschäge) x AR Kauf (Bezug) 538 2,18 1 172,84
19.8.2011 Daniel Hampel AR Kauf 1 300 1,895 2 463,50
19.8.2011 Klaus Hoffmann
(w/Beate Hoffmann)
x AR Kauf 1 000 1,860 1 860,00

Insgesamt besaßen Vorstand und Aufsichtsrat am 31. Dezember 2011 nicht mehr als 1% der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Frankfurt am Main

Commerzbank Aktiengesellschaft Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Übernahmerechtliche Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs und erläuternder Bericht

Zusammensetzung des Grundkapitals

Die Commerzbank hat lediglich Stammaktien ausgegeben, für die sich die Rechte und Pflichten aus den gesetzlichen Regelungen, insbesondere der §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 Aktiengesetz, ergeben. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Ende des Geschäftsjahres 5 113 429 053,00 Euro. Es war eingeteilt in 5 113 429 053 Stückaktien. Die Aktien lauten auf den Inhaber.

Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und Änderungen der Satzung

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat nach Maßgabe des § 84 Aktiengesetz und § 6 Abs. 2 der Satzung bestellt und abberufen. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung besteht der Vorstand aus mindestens zwei Personen; im Übrigen legt der Aufsichtsrat gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung die Anzahl der Vorstandsmitglieder fest. Fehlt ein erforderliches Vorstandsmitglied, ohne dass der Aufsichtsrat eine entsprechende Bestellung vornimmt, so wird dieses in dringenden Fällen nach Maßgabe des § 85 Aktiengesetz gerichtlich bestellt. Jede Satzungsänderung bedarf gemäß § 179 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz eines Beschlusses der Hauptversammlung. Soweit das Gesetz nicht zwingend eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt ergänzend die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals (§ 19 Abs. 3 S. 2 der Satzung). Die Befugnis zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 3 der Satzung in Übereinstimmung mit § 179 Abs. 1 Satz 2 Aktiengesetz auf den Aufsichtsrat übertragen worden.

› Satzung www.commerzbank.de > Investor Relations > Corporate Governance

Unternehmerische Verantwortung 57

56 Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Unternehmerische

Verantwortung

Der Vorstand ist mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von insgesamt 2 000 000 000,00 Euro durch Ausgabe neuer Aktien nach § 4 Abs. 3 (Genehmigtes Kapital 2011) der am 31. Dezember 2011 geltenden Satzung ermächtigt.

Außerdem hat die Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 den Vorstand zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und/oder von Genussrechten (diese mit oder ohne Wandlungs- oder Optionsrecht) mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts ermächtigt. Hierfür steht nach § 4 Abs. 4 der Satzung ein Bedingtes Kapital von bis zu 665 000 000,00 Euro zur Verfügung (Bedingtes Kapital 2011/II). Weiter ist das Kapital nach § 4 Abs. 5 der Satzung aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 888 333 333,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III). Das Bedingte Kapital 2011/III dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten durch den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung.

Für die Einzelheiten des Genehmigten und des Bedingten Kapitals, insbesondere zu Laufzeiten und Ausübungsbedingungen, verweisen wir auf die ausführlichen Erläuterungen im Anhang Nr. 74 und 75.

Die Befugnisse des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals aus Genehmigtem und Bedingtem Kapital, zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen und von Genussrechten ermöglichen es der Bank, angemessen und zeitnah auf veränderte Kapitalbedürfnisse zu reagieren.

Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 nach § 71 Abs. 1 Nr. 7 Aktiengesetz ermächtigt, bis zum 18. Mai 2015 zum Zweck des Wertpapierhandels eigene Aktien zu erwerben und zu veräußern. Der Bestand der zu diesem Zweck zu erwerbenden Aktien darf am Ende eines jeden Tages 5% des Grundkapitals der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht übersteigen. Der Preis, zu dem jeweils eine eigene Aktie erworben wird, darf den Mittelwert der Aktienkurse (Schlussauktionspreise beziehungsweise vergleichbare Nachfolgepreise der Commerzbank-Aktie im Xetra-Handel beziehungsweise in einem dem Xetra-System vergleichbaren Nachfolgesystem an der Frankfurter Wertpapierbörse) an den drei dem jeweiligen Tag des Erwerbs vorangehenden Börsentagen um nicht mehr als 10% über- oder unterschreiten.

Wesentliche Vereinbarungen bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebots

Die Commerzbank hat im Rahmen von ISDA Master Agreements mit einem Teil der Vertragspartner für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Commerzbank ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten dieser Vertragspartner vereinbart. In der Regel setzt das Kündigungsrecht zusätzlich eine wesentliche Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Commerzbank voraus. Die unter diesen Master Agreements abgeschlossenen Einzelverträge wären im Falle einer solchen Kündigung zum Marktwert abzurechnen, der börsentäglich ermittelt werden kann. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Kündigung eines Kunden mit besonders großem Geschäftsvolumen im Einzelfall aufgrund der möglichen Zahlungsverpflichtungen der Bank dennoch wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanzund Ertragslage der Commerzbank haben kann.

› Anhang (Note 74 und Note 75) Seite 278 f.

Change-of-Control-Klauseln

Das im Jahr 2010 eingeführte Vorstandsvergütungssystem sieht keine Change-of-Control-Klauseln vor. Lediglich der Anstellungsvertrag eines Vorstandsmitglieds enthält noch eine Change-of-Control-Regelung, diese entfällt mit Ablauf der aktuellen Bestellungsperiode des Vorstandsmitglieds.

Sofern die Change-of-Control-Regelung zur Anwendung kommt, gibt sie dem Vorstandsmitglied ein Recht zur Kündigung des Anstellungsvertrages. Macht das Vorstandsmitglied von diesem Kündigungsrecht Gebrauch, hat das Vorstandsmitglied Anspruch auf die Abgeltung seiner Bezüge für die Restdauer seiner Bestellungsperiode in Höhe von 75 % seiner durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge sowie auf eine Abfindung in Höhe der durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für zwei bis vier Jahre. Abgeltung und Abfindung zusammen dürfen die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für fünf Jahre sowie die durchschnittlichen Jahresgesamtbezüge für die Zeit bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres nicht übersteigen. Im Anschluss an seine Bestellungsperiode hat das Vorstandsmitglied Pensionsansprüche. Die Kündigung des Anstellungsvertrags ist nur wirksam, wenn ihr der Aufsichtsrat zustimmt, es sei denn, sie erfolgt aus wichtigem Grund. Ein Abfindungsanspruch entsteht ferner nicht, soweit das Vorstandsmitglied im Zusammenhang mit einem Change-of-Control-Fall Leistungen vom Mehrheitsaktionär, vom herrschenden Unternehmen oder – im Falle der Eingliederung oder Verschmelzung – vom anderen Rechtsträger erhält.

In wenigen Ausnahmefällen wurde vereinzelt auch Führungskräften im In- und Ausland für eine gewisse Übergangszeit ab Beginn ihrer Tätigkeit für die Bank eine Absicherung ihrer Bezüge für bis zu fünf Jahren für den Fall zugesagt, dass sie im Zusammenhang mit einem Kontrollwechsel bei der Commerzbank aus der Bank ausscheiden.

Beteiligungen am Kapital von mehr als 10 vom Hundert der Stimmrechte

An der Commerzbank Aktiengesellschaft ist der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung mit 25 vom Hundert zuzüglich einer Aktie am stimmberechtigten Kapital beteiligt.

Weitere nach § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs angabepflichtige Tatsachen existieren nicht.

Unternehmerische Verantwortung 59

56 Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5

des Handelsgesetzbuchs

Ziel des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf die Finanzberichterstattung ist es, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften nach HGB und IFRS der Jahres- und Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt. In der Commerzbank sind das interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem – beide mit Blick auf die Finanzberichterstattung – in Methodik und Durchführung integriert. Im Folgenden wird daher der Begriff "IKS (Internes Kontrollsystem)" verwendet. Details des Risikomanagementsystems können dem Risikobericht auf den Seiten 155 bis 196 entnommen werden.

Das Ziel einer ordnungsgemäßen Finanzberichterstattung ist durch die Existenz von Risiken gefährdet, die auf die Finanzberichterstattung einwirken. Unter Risiken wird dabei die Möglichkeit verstanden, dass das oben genannte Ziel nicht erreicht wird und wesentliche Informationen in der Finanzberichterstattung fehlerhaft sind. In diesem Zusammenhang betrachtet die Bank eine Information als wesentlich, wenn ihr Fehlen oder ihre falsche Angabe die wirtschaftlichen Entscheidungen der Adressaten beeinflussen könnte. Hierbei spielt es keine Rolle, ob dies durch einen einzelnen Sachverhalt oder erst durch die Kombination mehrerer Sachverhalte gegeben ist.

Risiken für die Finanzberichterstattung können durch Fehler in den Geschäftsabläufen entstehen. Zudem kann betrügerisches Verhalten zu einer fehlerhaften Darstellung von Informationen führen. Daher ist von der Bank sicherzustellen, dass die Risiken bezüglich einer fehlerhaften Darstellung, Bewertung oder eines fehlerhaften Ausweises von Informationen der Finanzberichterstattung minimiert werden.

Das IKS der Commerzbank ist darauf ausgerichtet, eine hinreichende Sicherheit bezüglich der Einhaltung geltender rechtlicher Anforderungen, der Ordnungsmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit und der Vollständigkeit und Richtigkeit der finanziellen Berichterstattung zu gewährleisten. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die implementierten Methoden und Verfahren des IKS trotz aller Maßnahmen der Bank niemals eine absolute, aber dennoch eine hinreichende Sicherheit bieten können.

Nach dem Bilanzstichtag gab es keine wesentlichen Änderungen am IKS der Finanzberichterstattung.

Gesetzliche Grundlagen und Richtlinien

In § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist vom Gesetzgeber vorgegeben, dass Kapitalgesellschaften im Lagebericht die wesentlichen Merkmale ihres IKS beschreiben. In der Commerzbank sind die in den Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) getroffenen Grundsätze zur institutsspezifischen Ausgestaltung des internen Kontrollsystems umgesetzt.

› Konzernrisikobericht Seite 155 ff.

Grundlage für die Gestaltung des internen Kontrollsystems der Bank ist das vom "Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission" (COSO) entwickelte und international gültige Rahmenwerk. Das COSO-Rahmenwerk wird in der Commerzbank eingesetzt, um folgende Ziele zu erreichen:

  • Effektivität und Effizienz der Geschäftsprozesse
  • Einhaltung der gültigen Gesetze und Vorschriften
  • Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung

Im Hinblick auf die vom COSO geforderte Risikobeurteilung des Rechnungslegungsprozesses (wie zum Beispiel Sicherstellung der Vollständigkeit der erfassten Transaktionen oder der korrekten bilanziellen Bewertung) bezüglich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung richtet sich die Bank nach den Empfehlungen des "International Standards of Auditing and Quality Control, No. 315, 2009 Edition" (im Folgenden ISA Nummer 315).

Organisation

Eine wesentliche Basis für eine solide Unternehmensführung mit entsprechender Ausgestaltung einer unter Risikoaspekten orientierten strategischen Ausrichtung des Gesamtkonzerns ist ein detailliertes Rahmenwerk (Governance Framework).

Das Governance Framework legt für alle Unternehmenseinheiten einheitliche und verbindliche Mindestanforderungen an die Aufbauorganisation im Hinblick auf Dokumentation und Aktualisierung fest. Primäres Merkmal ist hierbei das Prinzip der eindeutigen Verantwortungszuweisung, ausgehend vom Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand bis hin zur Einzelkompetenz auf Mitarbeiterbasis. Der Umfang und die Ausgestaltung des Governance Frameworks orientieren sich sowohl an rechtlichen und regulatorischen Anforderungen als auch an der durch den Gesamtvorstand verabschiedeten "Unternehmensverfassung der Commerzbank". Daher übersetzt das Governance Framework wesentliche Leitgedanken der Unternehmensverfassung in praktische Regelungen und beinhaltet folgende Elemente:

  • Geschäftsverteilungsplan für den Gesamtvorstand
  • Geschäftsordnungen
  • Organigramme
  • Geschäftsaufträge
  • Stellenbeschreibungen
  • Kompetenzregelungen

Inhaltlich nicht miteinander zu vereinbarende Aufgaben sind in der Bank nach dem Prinzip der Funktionstrennung in unterschiedlichen Bereichen organisiert. Zusätzlich werden zur Minimierung der Risiken in der Finanzberichterstattung wesentliche Kontrollen nach dem Vieraugenprinzip durchgeführt.

- 56 Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Die Verantwortung für die Implementierung, Umsetzung und Durchführung des bankweiten IKS liegt primär beim Gesamtvorstand, hinsichtlich des Rechnungslegungsprozesses beim Finanzvorstand (CFO) der Bank. Während der Gesamtvorstand die Ausgestaltung und den Nachweis der Angemessenheit des bankweiten IKS verantwortet, trägt der CFO die Verantwortung für die Ausgestaltung der Kontrollen durch angemessene und wirksame Kontrollschritte und deren Einbettung in die jeweiligen Prozesse sowie die Effektivität des IKS für die Finanzberichterstattung. Dem CFO obliegt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Aufstellung des Einzel- und Konzernabschlusses.

Der Aufsichtsrat überwacht die Finanzberichterstattung vornehmlich durch den eigens hierfür geschaffenen Prüfungsausschuss. Zusätzlich ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Sicherstellung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, für die Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, die Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und die Honorarvereinbarung. Die Interne Revision (Group Audit) berichtet unterjährig an den Aufsichtsrat beziehungsweise die von ihm eingesetzten Ausschüsse über die Revisionsarbeit und deren wesentliche Ergebnisse.

Für die Erstellung der Abschlüsse im Einklang mit den jeweiligen Gesetzen sowie internen und externen Richtlinien ist der direkt dem CFO unterstellte Bereich Group Management Finance (GM-F) zuständig. Dabei verantwortet GM-F den Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft und konsolidiert die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften zum Konzernabschluss.

Innerhalb von GM-F ist die Abteilung Accounting Policies & Guidelines mit dem Erarbeiten und der Kommunikation konzernweiter Bilanzierungsrichtlinien betraut. Sie unterstützt eine konzernweit konsistente und korrekte Bilanzierung durch das Aufstellen und Abstimmen von Bilanzierungsrichtlinien. Die veröffentlichten Richtlinien werden fortlaufend auf ihren Aktualisierungsbedarf überprüft und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus werden regelmäßig Schulungen zu relevanten Themen für die Mitarbeiter durchgeführt. Ergänzt wird dieses Angebot durch weiterführende Arbeitsanweisungen im Intranet der Bank.

GM-F wird im Hinblick auf die Rechnungslegung von weiteren Unternehmensbereichen der Bank unterstützt. Insbesondere ist hier der Unternehmensbereich Group Information Technology zu nennen, der die Verantwortung für die Bereitstellung und die technische Weiterentwicklung der in der Rechnungslegung eingesetzten IT-Systeme trägt.

Kontrollen zur Risikominimierung

Kontrollen sind in der Bank technisch oder manuell (organisatorisch) direkt in die betrieblichen Abläufe integriert. Technische Kontrollen werden in den verwendeten IT-Systemen eingesetzt und bestehen beispielsweise aus Kontrollsummen und Prüfziffern. Ergänzt werden die technischen Kontrollen häufig um manuelle Kontrollbestandteile wie zum Beispiel Bildschirmfreigaben, die von dem zuständigen Personal durchgeführt werden. Die Qualität der Daten bei der technischen Ersterfassung ist durch die organisatorischen Maßnahmen des Vieraugenprinzips, der Kompetenzregelungen, der Funktionstrennung und von technischen Maßnahmen (Vergabe von IT-Berechtigungen) sichergestellt. In der weiteren Verarbeitung stellen zusätzliche Kontrollen die Vollständigkeit und Richtigkeit der übernommenen Daten sicher.

Überwachung durch Group Audit

Group Audit erbringt im Auftrag des Vorstands unabhängig, objektiv und risikoorientiert Prüfungsdienstleistungen, die darauf ausgerichtet sind, die Geschäftsprozesse der Commerzbank hinsichtlich Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit zu optimieren. Group Audit unterstützt den Vorstand, indem sie die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements bewertet, wesentliche Projekte revisorisch begleitet und Empfehlungen ausspricht. Hierdurch wird zur Sicherung der geschäftlichen Vorgänge und Vermögenswerte beigetragen. Group Audit ist als Konzernrevision im Rahmen des Risikomanagements der Gruppe ergänzend zu Revisionsabteilungen in Tochtergesellschaften tätig.

Group Audit ist dem Vorstand unmittelbar unterstellt und diesem berichtspflichtig. Sie nimmt ihre Aufgaben selbstständig und unabhängig wahr. Insbesondere bei der Berichterstattung und der Wertung der Prüfungsergebnisse ist sie keinen Weisungen unterworfen. Ausgehend von den MaRisk erstreckt sich die Prüfungstätigkeit auf der Grundlage eines risikoorientierten Prüfungsansatzes grundsätzlich auf alle Aktivitäten und Prozesse des Konzerns, unabhängig davon, ob diese innerhalb des Konzerns erfolgen oder ob sie ausgelagert sind. Die Prüfung der Wirksamkeit und Angemessenheit des IKS umfasst die Risikomanagementund Risikocontrollingsysteme, das Berichtswesen, die Informationssysteme sowie die Finanzberichterstattung. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben hat Group Audit ein uneingeschränktes Informationsrecht.

Über jede Prüfung erstellt Group Audit zeitnah einen schriftlichen Bericht, der unter anderem den zuständigen Vorstandsmitgliedern zugeht. Auf der Grundlage der Prüfungsberichte überwacht und dokumentiert Group Audit die fristgerechte Beseitigung der festgestellten Mängel. Bei Nichtbeachtung kommt ein Eskalationsverfahren zur Anwendung. Darüber hinaus erstellt Group Audit einen Jahresbericht über die von ihr im Laufe des Geschäftsjahres durchgeführten Prüfungen, die festgestellten wesentlichen Mängel sowie die ergriffenen Maßnahmen und legt diesen dem Vorstand vor.

Prozess der Finanzberichterstattung

Die Prozesse im Rechnungswesen der Commerzbank werden von diversen IT-Systemen unterstützt, die in die jeweiligen Prozessabläufe integriert sind. Im Rahmen der Meldeprozesse für die Finanzberichterstattung werden alle Informationen, die für die Abschlusserstellung des Commerzbank-Konzerns nach IFRS und der Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB relevant sind, durch die Meldestellen (Commerzbank Aktiengesellschaft Inland, Tochtergesellschaften und ausländische Niederlassungen) an die Zentrale übermittelt. Die Übermittlung der Daten erfolgt mittels eines separaten Onlinesystems direkt in die Konsolidierungssoftware SAP EC-CS, die an die Bedürfnisse der Bank angepasst ist. Tochtergesellschaften melden grundsätzlich IFRS-Daten, von den inländischen und ausländischen Niederlassungen werden zusätzlich HGB-Meldungen erstellt. Die Daten werden automatisch auf Konsistenz geprüft, bevor sie an die Zentrale übermittelt werden. Wenn die hinterlegten Plausibilitätsprüfungen erfolgreich durchlaufen sind, können die einzelnen Zumeldungen finalisiert werden. Auf Basis dieser Daten werden in der Zentrale weitere Plausibilitätskontrollen durchgeführt. Nach erfolgreichem Abschluss dieser Kontrollen werden sämtliche Konsolidierungsschritte für die Konzernabschlusserstellung nach IFRS und die Einzelabschlusserstellung der

  • 56 Angaben gemäß § 315 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Commerzbank Aktiengesellschaft nach HGB durchgeführt. Die Maßnahmen, mit denen der Konzernabschluss erstellt wird, bestehen dabei aus diversen einzelnen Konsolidierungsschritten (wie Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung), der Währungsumrechnung und der Zwischengewinneliminierung.

Die Berichterstattung nach unternehmensspezifischen Segmenten ist durch ein separates IT-System gewährleistet. Dabei werden die Daten mit denen aus dem Rechnungswesen abgestimmt.

Maßnahmen zur weiteren Verfeinerung des IKS bezüglich der Finanzberichterstattung

Das IKS bezüglich der Finanzberichterstattung ist an die Bedürfnisse des Commerzbank-Konzerns angepasst. Dabei wird es laufend weiterentwickelt. Zu diesem Zweck ist in GM-F als dauerhafte Maßnahme die "Control Environment Initiative (CEI)" implementiert worden. Ziel der CEI ist die risikoorientierte Steuerung der Prozesse durch den Einsatz einer einheitlichen Methode zur Risiko- und Kontrolldarstellung sowie -bewertung. Darüber hinaus soll das IKS mit Blick auf die Finanzberichterstattung durch eine regelmäßige Bewertung von Effektivität und Effizienz der Kontrollen sowie mittels einer regelmäßigen Überprüfung der Kontrolldurchführung gestärkt werden.

Basis für die CEI ist die Weiterentwicklung der sogenannten "Prozesslandkarte" von GM-F. In dieser Prozesslandkarte werden auf Top-down-Basis alle wesentlichen Prozesse aufgeführt, die mittels Ablaufbeschreibungen verfeinert werden. Dazu werden die Risiken hinsichtlich der Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung gemäß dem COSO-Rahmenwerk identifiziert. Hierbei lehnt sich die Bank zusätzlich an die Empfehlungen des ISA Nummer 315 an. Dabei wird geprüft, ob ein Risiko folgenden drei Kategorien und deren Ausprägungen zugeordnet werden kann:

  • Aussagen zu Arten von Geschäftsvorfällen: Eintritt, Vollständigkeit, Richtigkeit, Periodenabgrenzung, Kontenzuordnung.
  • Aussagen zu Kontensalden am Abschlussstichtag: Vorhandensein, Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Bewertung und Zuordnung.
  • Aussagen zur Darstellung im Abschluss und zu den Abschlussangaben: Eintritt sowie Rechte und Verpflichtungen, Vollständigkeit, Ausweis und Verständlichkeit, Richtigkeit und Bewertung.

Zur Minimierung der identifizierten Risiken sind entsprechende Kontrollen implementiert. Für die Wirksamkeit des IKS sind Design – also die Ausgestaltung der Kontrolle durch angemessene Kontrollschritte und deren Einbettung in den jeweiligen Prozess – und operative Durchführung der Kontrollen die entscheidenden Faktoren zur Risikominimierung. Mängel, die Group Audit im Rahmen ihrer Prüfungsaktivitäten feststellt, werden durch einen Maßnahmenplan abgestellt. Die fristgerechte Umsetzung der Maßnahmenpläne wird durch Group Audit überwacht und an den Gesamtvorstand berichtet.

Durch diese einheitliche Vorgehensweise ist gewährleistet, dass Risiken erkannt, minimiert und eventuelle operative Fehlentwicklungen vermieden werden können.

Mehr Verantwortung. Mehr Zukunft.

Erneuerbare Energiequellen werden immer wichtiger – nicht nur für die Umwelt. Gerade auch für die deutsche Wirtschaft. Mit unserem Kompetenzzentrum für Erneuerbare Energien gehören wir weltweit zu den größten Finanzierern dieser Wachstumsbranche. Mehr als 80 Spezialisten an den Standorten Hamburg und New York betreuen herausragende Projekte, deutsche Unternehmen im In- und Ausland oder internationale Unternehmen in Deutschland. Damit leisten wir unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung. Und wir erzielen bleibende Werte.

Unternehmerische Verantwortung 65

  • 65 Corporate Responsibility

Corporate Responsibility

Eine Bank. Ein Partner. Eine Zukunft.

Die Commerzbank stellt mit ihrem "Bericht zur unternehmerischen Verantwortung 2011" (Nachhaltigkeitsbericht) unter dem Titel "Eine Bank, ein Partner, eine Zukunft" zum fünften Mal ihre Leistungen auf diesem Gebiet in den Bereichen Privatkunden, Mittelstandsbank, Mitarbeiter, Ökologie und Gesellschaft vor. Der Bericht wurde von der Global Reporting Initiative, dem international anerkannten Standard zur Nachhaltigkeitsberichterstattung, geprüft und erfüllt erneut den höchstmöglichen Standard "A". Der neue Nachhaltigkeitsbericht versteht sich zugleich als Fortschrittsbericht (COP – "Communication on Progress") für den Global Compact der Vereinten Nationen, dem die Commerzbank 2006 beigetreten ist. Der Bericht ist im Internet unter http://nachhaltigkeit2011.commerzbank.de in deutscher und englischer Sprache abrufbar. Weiterführende Informationen zum Thema unternehmerische Verantwortung finden Sie im laufend aktualisierten Nachhaltigkeitsportal der Commerzbank: www.nachhaltigkeit.commerzbank.de.

Nachhaltigkeit will die Commerzbank noch weiter und tiefer als bisher in ihre Strukturen, Prozesse und relevanten Handlungsfelder integrieren – denn wir sind überzeugt, dass eine konsequent nachhaltige Geschäftsausrichtung ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Entwicklung der Bank ist. Bestes Beispiel dafür sind die Erneuerbaren Energien: Nachhaltigkeit ist hier zu einem wichtigen Element im Kerngeschäft geworden.

Reputationsrisiko-Management

Als führende Privatkunden- und Firmenkundenbank in Deutschland hat die Commerzbank im Rahmen ihrer Einflussmöglichkeiten eine besondere wirtschafts- und gesellschaftspolitische Verantwortung. Die Wahrnehmung dieser Verantwortung bedeutet vor allem auch, im Kerngeschäft mögliche ökologische, soziale und ethische Implikationen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren. Im Rahmen des konzernweiten Reputationsrisiko-Managements werden solche Nachhaltigkeitsaspekte von Geschäften und Kundenbeziehungen im Rahmen einer Einzelfallprüfung mittels eines qualitativen Ansatzes bewertet. Dabei werden unter anderem die im UN Global Compact festgeschriebenen Prinzipien geprüft. Außerdem werden bankinterne Richtlinien und Positionen angewendet – insbesondere zu den Themenfeldern Menschenrechte, Rüstungsgüter, Konfliktgebiete, fossile Energien, Stromgewinnung, indigene Völker, Land- und Forstwirtschaft, Bergbau sowie Giftstoffe. Nach einer intensiven Recherche erfolgt die Analyse und abschließend eine differenzierte Bewertung, die bis zu einer Ablehnung des Geschäfts oder zur Beendigung der Kundenbeziehung führen kann. Im Durchschnitt werden zurzeit monatlich über 150 Geschäfte beziehungsweise Kundenbeziehungen votiert. Rund 10% der Vorgänge werden aufgrund von sozialen, ökologischen oder ethischen Aspekten negativ bewertet.

› Nachhaltigkeitsbericht http://nachhaltigkeit2011.commerzbank.de

› UN Global Compact www.unglobalcompact.org

› Compliance www.nachhaltigkeit.commerzbank.de > Governance > Compliance

Compliance

Eine der Kernaufgaben der Compliance-Funktion ist die Erfüllung gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Anforderungen zur Verhinderung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Um die größtmögliche Transparenz bei Geschäftsbeziehungen und Finanztransaktionen sicherzustellen, gilt in der Commerzbank das Know-Your-Customer-Prinzip; die Bank stellt nicht nur die Identität von Kunden eindeutig fest und dokumentiert sie, bei Bedarf klärt sie auch die Herkunft des Vermögens, das im Rahmen der Geschäftsbeziehung oder der Transaktion eingesetzt wird. Die Commerzbank entwickelt ihre Maßnahmen zur Geldwäscheprävention ständig weiter, um mit den Änderungen der nationalen und internationalen Regelwerke Schritt zu halten. Die konsequente Beachtung des Know-Your-Customer-Prinzips und weitere Maßnahmen sollen auch verhindern, dass die Bank für Transaktionen zur Terrorismusfinanzierung missbraucht wird. Besondere Sorgfalt lässt die Bank im Kampf gegen Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Geschäften mit politisch exponierten Personen walten, da diese einem erhöhtem Risiko unterliegen, für illegale Transaktionen benutzt zu werden. Zu dieser Gruppe gehören natürliche Personen, die wichtige öffentliche Ämter ausüben beziehungsweise ausgeübt haben, sowie deren unmittelbare Familienmitglieder und andere nahestehende Personen. Im Rahmen des Know-Your-Customer-Prinzips prüft die Bank weltweit, ob ein Kunde als politisch exponiert einzustufen ist.

Privatkunden und Mittelstandsbank

Für die Privat- und Firmenkunden der Commerzbank wurde die Produktpalette an nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen deutlich erweitert. Mit "SolarLight" steht Firmenkunden eine einfache Finanzierungsform zur Verfügung, die es ermöglicht, durch eine eigene Solaranlage unabhängiger von der Strompreisentwicklung zu werden. Eine Tochtergesellschaft der Bank, Commerz Real, bot interessierten Kunden mehrere attraktive geschlossene Solarfonds an, die rasch vergriffen waren. Für Wealth-Management-Kunden hat die Commerzbank eine eigene Informationskampagne zum Thema Nachhaltigkeit und nachhaltige Geldanlage gestartet.

Im Segment Privatkunden werden im Rahmen der Kundenzufriedenheitsmessung jeden Monat Kunden telefonisch zu ihrer Weiterempfehlungsbereitschaft befragt. Neben dieser Frage wird der Kunde seit Juni 2011 ebenfalls zum Hintergrund der Bewertung befragt, um wertvolle Informationen über die Ursache seiner Zufriedenheit oder Unzufriedenheit zu erhalten. Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass der Berater und der Service wesentliche Erfolgsfaktoren für die Kundenzufriedenheit sind. Die Kundenzufriedenheit als Qualitätsmaßstab floss im Jahr 2011 auch als ein Faktor in die variable Vergütung der leitenden Angestellten des Privatkundengeschäfts ein. Ab dem Jahr 2012 ist das für alle Vertriebsmitarbeiter im Privatkunden-Segment der Fall. Um festzustellen, wie die Kunden den Zusammenschluss von Commerzbank und Dresdner Bank erleben und beurteilen, wurde als begleitendes Instrument das "Integrationstracking" ins Leben gerufen. Darüber hinaus ermittelt das Kundenbarometer als Grundlagenstudie jährlich die Bindung der Kunden an die Commerzbank und zeigt auf, welche Dimensionen der Bankdienstleistung den Kunden wichtig sind und wie sie die Commerzbank dahingehend bewerten. Es zeigt sich, dass die Kundenbindung der Commerzbank im Wettbewerbsvergleich auf insgesamt gutem, aber noch ausbaufähigem Niveau liegt.

› Ökologie

Ökologie

www.nachhaltigkeit.commerzbank.de

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  • 65 Corporate Responsibility

Die Kunden der Mittelstandsbank werden mindestens einmal im Jahr zu ihrer Zufriedenheit mit der Commerzbank und dem gesamten Leistungsspektrum telefonisch befragt. Zur Kundenzufriedenheit sollen unter anderem Maßnahmen des Programms "Kurs: Marktführer" beitragen. Dieses Programm umfasst die Systematisierung und Bündelung bestehender Kunden-Feedback-Kanäle, um schneller den richtigen Ansprechpartner zur Verfügung stellen zu können. Im Fokus stehen dabei die Einhaltung einheitlicher Qualitätsstandards im Kundenzufriedenheits-Management, die Einführung eines aktiven Informationsmanagements und die Steigerung der kundenseitig wahrgenommenen Servicequalität. Ergänzend wird eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen zur Verbesserung der Beratungsqualität umgesetzt, um weitere positive Effekte zu erzielen. Die guten Kundenzufriedenheitswerte, auch während der Integrationsphase der Dresdner Bank, bestätigen uns in diesem Engagement.

Ökologie

Als Finanzdienstleister steht für die Commerzbank die Optimierung des Ressourcenverbrauchs im Mittelpunkt des betrieblichen Umweltschutzes – und zwar insbesondere dort, wo sie direkten Einfluss auf die Umwelt nehmen kann: beispielsweise beim Gebäude- und Energiemanagement sowie bei Dienstreisen. Ein Hauptziel, die Reduktion der CO2-Emissionen im Rahmen ihrer Klimastrategie, hat die Commerzbank bereits vorzeitig erreicht: Im Vergleich zum Jahr 2007 war bereits Ende des Jahres 2010 nahezu eine Halbierung zu verzeichnen – und das Reduktionsziel "Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2011 um 30% gegenüber dem Basisjahr 2007 zu mindern" somit sogar übertroffen. Die Sitzungen des zentralen Konzernumweltausschusses wurden auch im Berichtsjahr fortgesetzt: Vertreter aller verantwortlichen Bereiche der Banken trafen sich erneut, um wichtige Umweltthemen zu erörtern und entsprechende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Ökostrom, Sensibilisierung der Mitarbeiter für Umweltthemen und Klimaschutz sind nur einige der dort behandelten Themen. So liegt der Anteil an Ökostrom für die Commerzbank Aktiengesellschaft im Inland inzwischen bei rund 90%. Darüber hinaus fördert die Commerzbank seit rund 25 Jahren Erneuerbare Energien. Mit ihrem Center of Competence Renewable Energies (CoC RE) und einem Portfolio von circa 5 Mrd. Euro zählt sie zu den weltweit größten Finanzierern von Projekten in diesem Wachstumsmarkt. Damit ist die Commerzbank bestens auf die beschlossene Energiewende vorbereitet.

Mitarbeiter

Auch mit Blick auf ihre Mitarbeiter wird die Commerzbank ihrer Verantwortung kontinuierlich gerecht: Allein in den Jahren 2010 und 2011 stellte sie jeweils mehr als 1 000 Auszubildende und Studierende dualer Studiengänge ein. Mit einer Ausbildungsquote, das heißt die Anzahl der Auszubildenden zur Gesamtzahl der in Deutschland tätigen Mitarbeiter, von 7% liegt die Commerzbank deutlich über dem Branchendurchschnitt. Zudem hat sich die Bank mit den anderen DAX-30-Unternehmen dazu bekannt, weibliche Führungskräfte in besonderem Maße zu fördern. Bis 2015 sollen insgesamt 30% der Führungspositionen der Commerzbank mit Frauen besetzt sein; derzeit liegt die Quote bei 24%. Weitere Highlights im Berichtsjahr waren beispielsweise die Einführung eines webbasierten Schulungsprogramms zu "Gesund in der Commerzbank" für alle Mitarbeiter sowie das Angebot der ersten betrieblich geförderten Schülerhort-Einrichtung für Mitarbeiterkinder. Ausführliche Informationen zum Engagement für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter finden sich im Kapitel "Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" auf den Seiten 137 bis 142 dieses Geschäftsberichts.

Gesellschaft

Die Commerzbank nimmt ihre gesellschaftliche Verantwortung durch eine umfangreiche Stiftungs-, Spenden- und Sponsoringtätigkeit sowie durch weitere Engagements und Initiativen auf konstant hohem Niveau wahr. Dies unterstreicht besonders das mit einem Vermögen von knapp 100 Mio. Euro ausgestattete Stiftungszentrum; seine Förderungsschwerpunkte sind Bildung, Kunst und Kultur sowie soziale Belange. Die neu gegründete Abteilung Corporate Citizenship beschäftigt sich mit gesellschaftlich besonders relevanten Projekten der Bank. Im Berichtsjahr war die Commerzbank nationaler Förderer der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2011™ in Deutschland und offizieller Unterstützer des Volunteer-Programms: Weit mehr als 1 000 Mitarbeiter und Kunden nahmen teil. Darüber hinaus feierte das erfolgreiche Sponsoringprojekt "Das Grüne Band" im Jahr 2011 sein 25-jähriges Jubiläum. Mit diesem Projekt fördert und honoriert die Commerzbank vorbildliche Talentförderung in Sportvereinen, unabhängig von der Sportart.

› Konzernlagebericht Seite 137 ff.

› Stiftungszentrum www.commerzbank.de > Über uns > Stiftungszentrum

Konzernlagebericht

Im Konzernlagebericht erläutern wir die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie deren Einflüsse auf die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank. Des Weiteren informieren wir ausführlich über die Geschäftsentwicklung des Commerzbank-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 und geben einen Ausblick auf die erwartete Entwicklung sowohl der Rahmenbedingungen als auch des Commerzbank-Konzerns selbst.

Das Geschäftsjahr 2011 war insgesamt ein für den Commerzbank-Konzern ereignisreiches Jahr. Nach einem sehr guten Ergebnis im ersten Halbjahr war die Ergebnisentwicklung im weiteren Jahresverlauf von der deutlichen Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise bestimmt. So belasteten Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen sowie Veräußerungsverluste im Zusammenhang mit dem weiteren Abbau unseres Staatsanleiheportfolios das Ergebnis des Gesamtjahres deutlich. Erfreulich verlief die Ergebnisentwicklung in der Kernbank. Dies unterstreicht, dass sich unser Geschäftsmodell auch in einem schwierigen Marktumfeld bewährt.

Inhalt

71 Geschäft und Rahmenbedingungen

  • 71 Struktur und Organisation
  • 72 Unternehmenssteuerung
  • 72 Vergütungsbericht
  • 72 Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder Bericht
  • 72 Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)
  • 73 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • 75 Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

  • 79 Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns
  • 82 Bilanz des Commerzbank-Konzerns
  • 85 Liquidität und Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns
  • 89 Resümee Geschäftslage 2011

91 Entwicklung der Segmente

  • 91 Privatkunden
  • 101 Mittelstandsbank
  • 109 Central & Eastern Europe
  • 119 Corporates & Markets
  • 127 Asset Based Finance
  • 134 Portfolio Restructuring Unit
  • 136 Sonstige und Konsolidierung

137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

143 Nachtragsbericht

144 Prognose- und Chancenbericht

  • 144 Künftige gesamtwirtschaftliche Situation
  • 145 Künftige Situation der Bankbranche
  • 147 Erwartete Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung
  • 147 Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns
  • 152 Chancenmanagement in der Commerzbank
  • 153 Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns
  • 154 Konzernrisikobericht

  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

    • 91 Entwicklung der Segmente
    • 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht
    • 144 Prognose- und Chancenbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Struktur und Organisation

Die Commerzbank Aktiengesellschaft ist das zweitgrößte Kreditinstitut sowie eine der führenden Privat- und Firmenkundenbanken in Deutschland und eines der bedeutenden in Europa. Unseren Kunden steht mit künftig rund 1 200 Filialen eines der dichtesten Filialnetze aller deutschen Privatbanken zur Verfügung. Insgesamt betreut die Commerzbank rund 15 Millionen Privat- sowie 1 Million Geschäfts- und Firmenkunden weltweit. Ziel der Commerzbank ist es, ihre Position als Marktführer im Privat- und Firmenkundengeschäft in Deutschland weiter zu stärken.

Der Fokus der Geschäftstätigkeit ist auf die vier Kernsegmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Corporates & Markets sowie Central & Eastern Europe gerichtet, die das Herzstück der Commerzbank bilden. Dazu kommen die nicht zur Kernbank gehörenden Segmente Asset Based Finance und Portfolio Restructuring Unit. Die Segmente werden von jeweils einem Mitglied des Vorstands geführt.

Unter Group Management sind alle Stabs- und Steuerungsfunktionen gebündelt: Group Audit, Group Communications, Group Compliance, Group Development & Strategy, Group Finance, Group Finance Architecture, Group Human Resources, Group Investor Relations, Group Legal, Group Treasury sowie die zentralen Risikofunktionen. Die Unterstützungsfunktionen werden von Group Services bereitgestellt. Hierunter fallen Group Banking Operations, Group Markets Operations, Group Information Technology, Group Organisation, Group Security und Group Support. Unter gemeinsamer Leitung von Group Management und Group Services ist das Programm "Commerzbank Exzellenz" aufgesetzt. Auch für alle diese Funktionseinheiten sind die Vorstandszuständigkeiten klar festgelegt. In der externen Berichterstattung sind die Stabs-, Steuerungs- und Unterstützungsfunktionen im Bereich Sonstige und Konsolidierung zusammengefasst.

Im Inland steuert die Commerzbank Aktiengesellschaft aus ihrer Zentrale in Frankfurt am Main heraus ein flächendeckendes Filialnetz, über das alle Kundengruppen betreut werden. Wichtigste inländische Tochtergesellschaften sind die Eurohypo AG, die comdirect bank AG, die Commerz Real AG und die Deutsche Schiffsbank AG, die im Geschäftsjahr 2012 auf die Commerzbank verschmolzen wird. Im Ausland ist die Bank mit 8 wesentlichen Tochtergesellschaften, 25 operativen Auslandsniederlassungen und 33 Repräsentanzen in 51 Ländern und an allen wichtigen Finanzplätzen wie London, New York, Tokio, Hongkong und Singapur vertreten. Der Schwerpunkt der internationalen Aktivitäten liegt aber auf Europa.

Die Commerzbank erstellt einen Konzernabschluss, in den neben der Commerzbank Aktiengesellschaft – als operative Führungsgesellschaft – alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen werden, an denen die Bank mehr als 50% der Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

› Vorstandszuständigkeiten

Seite 16 f.

› Commerzbank weltweit Seite U5

Unternehmenssteuerung

Die Unternehmenssteuerung im Commerzbank-Konzern basiert auf einem wertorientierten Steuerungskonzept. Wesentliche Kriterien dieses Konzepts beruhen zum einen darauf, dass die durch die Geschäftseinheiten eingegangenen Risiken mit externen und internen Risikotragfähigkeitsrichtlinien vereinbar sind und zum anderen, dass langfristig eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital erwirtschaftet wird. In diesem Zusammenhang überprüft die Bank regelmäßig die Allokation knapper Ressourcen auf die Geschäftseinheiten und passt ihre Geschäftsstruktur aktiv den sich ändernden Marktverhältnissen an, mit dem Ziel, langfristig den Unternehmenswert zu steigern.

Wesentliches Instrument der Unternehmenssteuerung ist der Planungsprozess. Dabei werden durch den Vorstand Zielgrößen für die Geschäftseinheiten festgelegt und die vorhandenen Ressourcen wie Kapital und Risikolimite gezielt auf die Segmente zugeordnet. Die Einhaltung der Geschäftsplanung wird regelmäßig durch den Vorstand überwacht.

Als Controllinggrößen dienen im Prozess der Unternehmenssteuerung die Ergebnisgrößen Operatives Ergebnis und Ergebnis vor Steuern sowie die Kennzahlen Eigenkapitalrendite, Aufwandsquote und Value Added. Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des operativen beziehungsweise des Vorsteuerergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie zeigt, wie sich das im jeweiligen Segment eingesetzte Kapital verzinst hat. Die Aufwandsquote dient zur Beurteilung der Kosteneffizienz und ist als Verhältnis aus Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge definiert. Der Value Added gibt den durch die Segmente geschaffenen Unternehmenswert an und errechnet sich als Differenz zwischen dem Operativen Ergebnis und den Kapitalkosten vor Steuern. Die Kapitalkosten entsprechen der Mindestrenditeerwartung unserer Aktionäre an die Verzinsung ihres eingesetzten Kapitals.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht ist im Corporate-Governance-Bericht im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 4 des Handelsgesetzbuchs (HGB) und erläuternder Bericht

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 4 HGB und erläuterndem Bericht sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 des Handelsgesetzbuchs (HGB)

Die Angaben gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sind im Kapitel "Unternehmerische Verantwortung" enthalten. Sie sind Bestandteil des Konzernlageberichts.

› Corporate-Governance-Bericht Seite 43 ff.

› Unternehmerische Verantwortung Seite 56 ff.

› Unternehmerische Verantwortung Seite 59 ff.

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Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Volkswirtschaftliches Umfeld

Auch im Jahr 2011 ist die Weltwirtschaft mit einem Plus von knapp 4% recht kräftig gewachsen. Allerdings hat der weltweite Aufschwung im Verlauf des Jahres deutlich an Schwung verloren. Dies gilt auch für die stark wachsenden Volkswirtschaften in Asien und Lateinamerika, wo die Geldpolitik zur Bekämpfung von Inflationsgefahren spürbar gestrafft wurde. Dies hat sich in teilweise deutlich niedrigeren Wachstumsraten niedergeschlagen. Umgekehrt war die Tendenz in den USA und Japan. In beiden Ländern fasste die Wirtschaft nach einem eher schwachen ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte allmählich wieder Tritt.

Am stärksten hat sich die Konjunktur im Euroraum abgeschwächt, der zum Jahresende sogar in eine Rezession abgerutscht ist. Ausschlaggebend war die ungelöste Staatsschuldenkrise. Zwar hat die Politik mit immer stärkerer Unterstützung der EZB verhindert, dass es zu einer offenen Zahlungsunfähigkeit eines Eurolandes kam, die die Wirtschaft hätte einbrechen lassen. Allerdings müssen viele Regierungen einen strikten Konsolidierungskurs verfolgen, um das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Dies hat die Konjunktur genauso gebremst wie die insbesondere seit Jahresmitte deutlich gestiegene Unsicherheit über die Zukunft der Währungsunion und die sich daraus ergebenden wirtschaftlichen Folgen. Gerade bei den Unternehmen dürfte dies die Investitionsbereitschaft verringert haben. Zusammen mit der sich abschwächenden Nachfrage von außerhalb des Euroraums hat dies dazu geführt, dass die Wirtschaft im Euroraum im Verlauf des Jahres immer schwächere Zuwachsraten aufwies und im vierten Quartal sogar geschrumpft ist.

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2011 erneut sehr kräftig um 3% gewachsen. Dies ist deutlich stärker als der Rest des Euroraums, für den gerade einmal ein Wachstum von 1% erwartet wird. Getragen wurde die deutsche Konjunktur erneut in erster Linie von der Auslandsnachfrage und den Unternehmensinvestitionen, aber auch der private Verbrauch hat zum ersten Mal seit einigen Jahren wieder einen spürbaren positiven Beitrag geleistet. Allerdings konnte sich auch die deutsche Wirtschaft der schwächeren Weltwirtschaft und den negativen Auswirkungen der von der Staatsschuldenkrise ausgehenden Unsicherheit nicht entziehen. So sind die Auftragseingänge der Industrie seit dem Sommer spürbar gefallen, und im vierten Quartal ist auch die deutsche Wirtschaft leicht geschrumpft.

Die Kapitalmärkte standen im abgelaufenen Jahr unter dem Eindruck der zahlreichen Krisen: Während die Natur- und Atomkatastrophe in Japan und die zwischenzeitliche Diskussion um eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der USA nur eine vorübergehende Wirkung hatten, ließ die neuerliche Verschärfung der Staatsschuldenkrise im Sommer die Risikobereitschaft der Anleger fallen. In der Folge gaben die Aktienkurse deutlich nach, die Rendite deutscher Bundesanleihen erreichte ein neues Rekordtief, und die Risikoaufschläge der Staatsanleihen der Peripherieländer stiegen gegenüber entsprechenden Bundesanleihen deutlich an. Auch der Euro litt unter der zunehmenden Unsicherheit über die Zukunft der Währungsunion. Insbesondere als sich im Verlauf des Herbstes mehr und mehr herauskristallisierte, dass die US-Wirtschaft nicht – wie von vielen befürchtet – in eine Rezession abrutscht, sondern stattdessen sogar wieder Fahrt aufnahm, gab der Euro gegenüber dem US-Dollar merklich nach. Erst gegen Jahresende nahm die Risikobereitschaft der Investoren wieder etwas zu, als die EZB durch eine weitere spürbare Lockerung der Geldpolitik – unter anderem durch die erstmalige Durchführung eines 3-Jahres-Tenders, bei dem die EZB den Banken im Euroraum Liquidität von beinahe 500 Mrd. Euro zur Verfügung stellte – die Ängste vor einer baldigen Eskalation der Staatsschuldenkrise dämpfte.

Branchenumfeld

In der ersten Jahreshälfte 2011 konnten viele Kreditinstitute das günstige gesamtwirtschaftliche Umfeld noch dazu nutzen, ihre Ertragslage zu verbessern, ihre Kapitalbasis zu stärken und somit ihre Fremdkapitalquote zu senken. Gleichzeitig haben viele Kreditinstitute die Zusammensetzung ihres Kernkapitals qualitativ verbessert. Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank haben die deutschen Banken so ihre Widerstandskraft bis zum Herbst 2011 spürbar erhöht und den Boden für Ertragszuwächse und bessere Kreditqualität bereitet. Seit dem Herbst zeichnen sich jedoch Belastungen ab, die eine zunehmende Herausforderung sowohl für das deutsche als auch das internationale Kreditgewerbe bedeuten. Die europäische Staatsschuldenkrise, die weltwirtschaftliche Konjunkturabkühlung und aufkommende Zweifel an Finanzdienstleistungsunternehmen im Allgemeinen haben – trotz erhöhter Ertragskraft und verbesserter Widerstandsfähigkeit – zu einem Vertrauensverlust gegenüber Banken geführt.

Insgesamt hat sich die Ertragsentwicklung der Kreditinstitute – trotz des günstigen Umfelds zu Beginn des Jahres 2011 – eingetrübt und die Unsicherheit hat sich erhöht. Margen konnten leicht ausgeweitet werden und die Kreditvolumina wuchsen kaum, Ende des Jahres 2011 waren Letztere sogar wieder rückläufig. Da sich der Wettbewerb um Einlagen weiter verschärfte, blieben die Ertragspotenziale im Zinsgeschäft begrenzt. Das Firmenkundensegment profitierte – vor dem Hintergrund einer bis in den Herbst hinein günstigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – von einer rückläufigen Risikovorsorge im inländischen Kreditgeschäft. Dem stand allerdings ein aufwandserhöhender Effekt aus dem Geschäft mit ausländischen Privathaushalten und aus Staatsfinanzierungen der europäischen Peripherie gegenüber. Profitierte das Provisionsgeschäft zunächst von der guten Entwicklung der Inlandskonjunktur, begrenzten im weiteren Jahresverlauf 2011 die aufkommenden Unsicherheiten an den Finanzmärkten sein Ertragspotenzial spürbar. Der gleichzeitig zunehmende Wettbewerb um Kundeneinlagen führte darüber hinaus zu eingeschränkten Ertragsmöglichkeiten im Privatkundengeschäft.

Seit dem Sommer des Jahres 2011 ist das Umfeld für Banken durch einen starken Vertrauensschwund der Märkte gegenüber den öffentlichen Finanzen geprägt, der die Kapitalposition der Kreditinstitute zu einer Neubewertung wichtiger Assets zwang und die Funktionsweise des Interbankenmarktes empfindlich traf. Die Europäische Zentralbank wurde für viele Banken die wichtigste Refinanzierungsquelle. Zugleich übertrug sich das Staatenrisiko auf den Bankensektor – zum einen direkt über Staatsanleihen im Portfolio der Banken und zum anderen indirekt über grenzüberschreitende Interbankbeziehungen. Die einst risikoarme Anlageklasse "Schuldtitel von Industrieländern" gibt es so nicht mehr. Staatsanleihen unterliegen plötzlich einem deutlich höheren Risiko, da das Ausscheiden eines Landes aus der Europäischen Währungsunion als nicht mehr undenkbar wahrgenommen wird. Banken, Versicherungen sowie andere Investoren und Finanzunternehmen müssen sich diesen neuen Gegebenheiten weiter anpassen.

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Wichtige geschäftspolitische Ereignisse

Das Geschäftsjahr 2011 war für die Commerzbank ein ereignisreiches Jahr. Von maßgeblicher Bedeutung war für die Bank die im ersten Halbjahr durchgeführte Kapitalerhöhung. Zusätzlich wurden sowohl im ersten als auch im vierten Quartal Maßnahmen zur Optimierung und Stärkung der Kapitalstruktur der Bank umgesetzt, die auch im Zusammenhang mit dem Übergang auf die neuen regulatorischen Anforderungen gemäß Basel III sowie mit den im Dezember veröffentlichten Anforderungen der European Banking Authority (EBA) zu sehen sind. Mitte des Jahres konnte das bankweite Projekt zur Integration der Dresdner Bank mit dem Erreichen aller wichtigen Meilensteine erfolgreich abgeschlossen werden. Darüber hinaus hat die Bank im nationalen und im internationalen Firmenkundengeschäft ihre Beratung und ihr Angebot ausgeweitet sowie im Kerngeschäft ihre Aufstellung weiter geschärft. Auf Vorstandsebene kam es zu personellen Veränderungen im Zuständigkeitsbereich für das Segment Central & Eastern Europe sowie mit Wirkung vom 1. April 2012 in der Funktion des Finanzvorstands.

Kapitalmaßnahmen zur weitgehenden Rückführung der Stillen Einlagen des SoFFin

Die Commerzbank hat im zweiten Quartal 2011 die Stillen Einlagen des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) in Höhe von 16,2 Mrd. Euro weitgehend abgelöst. Der Rückführungsbetrag in Höhe von 14,3 Mrd. Euro stammte zu rund 3,3 Mrd. Euro aus freiem regulatorischem Kapital und zu 11,0 Mrd. Euro aus einer Kapitalerhöhung. Bei diesen wurden rund 8,25 Mrd. Euro über den Kapitalmarkt platziert, zusätzlich hat der SoFFin zur Aufrechterhaltung seines Anteils von 25% plus 1 Aktie am Grundkapital der Commerzbank rund 2,75 Mrd. Euro Stille Einlagen in Commerzbank-Aktien umgewandelt. Darüber hinaus erhielt der SoFFin im Zusammenhang mit der Rückführung der Stillen Einlagen eine Einmalzahlung in Höhe von 1,03 Mrd. Euro.

Für die Kapitalerhöhung wurde ein Maßnahmenpaket mit zwei Schritten initiiert:

In einem ersten Schritt wurden ab dem 6. April 2011 bedingte Pflichtumtauschanleihen (Conditional Mandatory Exchangeable Notes = CoMEN) mit einem Volumen von rund 1 Milliarde Stück den Aktionären angeboten und im Wege eines Bookbuilding-Verfahrens bei nationalen und internationalen Anlegern platziert. Aktionäre, die am 6. April 2011 zum Börsenschluss Commerzbank-Aktien hielten, wurden im Rahmen des Angebots der CoMEN Erwerbsrechte zugeteilt, das heißt, sie konnten für je 1 Aktie 1 CoMEN erwerben. Der Erwerbspreis wurde im Bookbuilding-Verfahren mit 4,25 Euro je CoMEN festgelegt, wodurch ein Gegenwert von 4,3 Mrd. Euro erzielt wurde. Auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 6. Mai 2011 wurden am 12. Mai 2011 rund 1 Milliarde CoMEN in Commerzbank-Aktien mit Gewinnanteilberechtigung ab 1. Januar 2011 getauscht. Die neuen Umtauschaktien sind wie vorgesehen durch die Wandlung Stiller Einlagen des SoFFin entstanden. Der SoFFin hat im Gegenzug den Bruttoerlös aus der Platzierung der CoMEN in Höhe von rund 4,3 Mrd. Euro erhalten. Der Ausgabebetrag der neuen Stückaktien in Höhe von 4,25 Euro je Aktie aus dem neuen Bedingten Kapital entsprach wie vorgesehen dem Erwerbspreis der CoMEN. Das entsprechende Bedingte Kapital zur Schaffung der Umtauschaktien in Höhe von rund 1,3 Mrd. Euro wurde am 9. Mai 2011 in das Handelsregister eingetragen. Aus diesem Bedingten Kapital hat der SoFFin am 12. Mai 2011 zusätzlich Stille Einlagen mit einem Volumen in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro in rund 334,7 Millionen Commmerzbank-Aktien gewandelt. Insgesamt belief sich somit die Anzahl der ausgegebenen Commerzbank-Aktien nach Abschluss des ersten Schrittes der Kapitalmaßnahme auf rund 2,7 Milliarden Aktien.

Als zweiter Schritt erfolgte eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht, bei der auch die im ersten Schritt im Tausch gegen CoMEN gelieferten Aktien bezugsberechtigt waren. Auf der Grundlage des Hauptversammlungsbeschlusses vom 6. Mai 2011 hat der Vorstand der Commerzbank mit Zustimmung des Aufsichtsrats den Bezugspreis auf 2,18 Euro festgelegt. Im Rahmen der Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht wurden rund 2,4 Milliarden neue Aktien mit Gewinnbeteiligung ab 1. Januar 2011 ausgegeben. Insgesamt wurden somit rund 5,3 Mrd. Euro erlöst. Der SoFFin hat wie vereinbart in vollem Umfang an der Kapitalerhöhung teilgenommen. Die Durchführung der Kapitalerhöhung wurde am 6. Juni 2011 in das Handelsregister eingetragen.

Optimierung und Stärkung der Kapitalstruktur

Neben der Kapitalerhöhung in zwei Schritten hat die Commerzbank im ersten und vierten Quartal 2011 Maßnahmen zur Optimierung und Stärkung ihrer Kapitalstruktur durchgeführt:

Mitte Januar hat die Credit Suisse Securities (Europe) Limited (Credit Suisse) von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebene hybride Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities), die sie – im eigenen Namen und auf eigene Rechnung – zu einem unter ihrem Nennwert liegenden Preis von Investoren erworben hat, als Sacheinlage gegen aus Genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank eingebracht. Ein Bankenkonsortium aus Credit Suisse, Citigroup, Goldman Sachs und UBS hat am 13. Januar 2011 rund 118,1 Millionen Aktien bei institutionellen Investoren platziert. Dies entsprach 10% minus 1 Aktie des Grundkapitals der Commerzbank zum damaligen Zeitpunkt. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25% plus 1 Aktie) nach der Transaktion aufrechterhalten. Dazu wurden rund 221 Mio. Euro der Stillen Einlagen des SoFFin aus dem in der Hauptversammlung 2009 geschaffenen Bedingten Kapital in rund 39,4 Millionen Aktien gewandelt.

Im Rahmen der langfristigen Optimierung der Nachrangkapitalstruktur der Bank mit Blick auf den Übergang zu Basel III hat die Commerzbank Anfang März eine Benchmark-Nachranganleihe erfolgreich bei institutionellen Investoren platziert. Die in Euro denominierte Emission hat ein Volumen von 1,25 Mrd. Euro, eine Laufzeit von 10 Jahren und einen Kupon in Höhe von 7,75% per annum. In einem zweiten Schritt hatte die Commerzbank Investoren dazu eingeladen, ihr ein Umtauschangebot ohne betragsmäßige Begrenzung für zwei von der Bank vormals begebene Nachranganleihen zu unterbreiten. Die Anleihen mit einem Gesamtnennbetrag in Höhe von 2000 000 000 Euro konnten in eine neue in Euro denominierte Nachranganleihe mit einer Laufzeit bis 2019 und einem Kupon in Höhe von 6,375% per annum getauscht werden. Gut 61% der Schuldverschreibungen wurden getauscht.

Anfang Dezember hat die Commerzbank ein Angebot veröffentlicht, nach dem Investoren ausgewählter durch Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begebener hybrider Eigenmittelinstrumente (Trust Preferred Securities) die Möglichkeit hatten, diese Instrumente gegen Barzahlung an die Commerzbank zu verkaufen. Nach Abschluss des Angebots am 13. Dezember 2011 wurden der Bank Instrumente im Nominalvolumen von 1,3 Mrd. Euro zum Kauf angeboten. Die Bank hat insgesamt rund 643 Mio. Euro für den Kauf der hybriden Eigenmittelinstrumente aufgewendet. Die Transaktion wirkte sich einmalig positiv auf das Konzernergebnis der Bank aus und führte zu einer entsprechenden Erhöhung des Core-Tier-I-Kapitals.

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Verschärfte Anforderungen der European Banking Authority

Während die Commerzbank den Mitte Juli von der European Banking Authority (EBA) veröffentlichten europäischen Bankenstresstest wie erwartet bestanden hat, haben sich die Kapitalanforderungen im weiteren Jahresverlauf weiter verschärft.

Die auf dem EU-Gipfel in Brüssel am 26. Oktober 2011 beschlossenen Maßnahmen zur Eurorettung beinhalten auch konkrete Anforderungen an die Kreditinstitute. So wurden neben dem für griechische Staatsanleihen geforderten Schuldenschnitt über die EBA die Kapitalanforderungen an die systemrelevanten Kreditinstitute angepasst. Dabei fordert die EBA zum Stichtag 30. Juni 2012 die Einhaltung einer Core-Tier-I-Quote in Höhe von 9%, einschließlich der Marktbewertung von Staatsanleihen des europäischen Wirtschaftsraums. Nach diesen Anforderungen liegt der von der EBA für die Commerzbank ermittelte zusätzliche Kapitalbedarf bei 5,3 Mrd. Euro. Unmittelbar nach Veröffentlichung der EBA-Anforderungen wurden im November 2011 Maßnahmen zum beschleunigten Abbau von risikogewichteten Aktiva und zum Management der Kapitalstruktur getroffen. Zur Erreichung der EBA-Zielquote wurde Mitte Januar 2012 ein umfangreiches Maßnahmenpaket beschlossen. Details hierzu finden sich im Nachtragsbericht sowie im Prognose- und Chancenbericht.

Commerzbank schließt bankweites Projekt zur Integration der Dresdner Bank erfolgreich ab

Die Commerzbank hat das bankweite Projekt zur Integration der Dresdner Bank in weniger als 1 000 Tagen erfolgreich abgeschlossen. Alle wichtigen Meilensteine des größten Integrationsprojekts der deutschen Bankengeschichte wurden wie geplant erreicht. In einigen Bereichen ist die Bank trotz der weltweit herausfordernden wirtschaftlichen Situation sogar schneller als erwartet vorangekommen. Über Ostern 2011 hat die Bank mit der Kunden- und Produktdatenmigration den letzten großen Schritt des bankweiten Integrationsprojekts abgeschlossen. Alle Kunden erhalten seitdem in allen Filialen die gleichen Produkte und Dienstleistungen. Ihre Organisationsstruktur hatte die Commerzbank bereits in den Jahren 2009 und 2010 angepasst. Im Zusammenhang mit der Integration der Dresdner Bank rechnet die Commerzbank nach dem Jahr 2013 mit jährlichen Synergien in Höhe von rund 2,4 Mrd. Euro. Beim Stellenabbau liegt die Commerzbank weiter im Plan.

Im Rahmen der nachgelagerten Projektarbeiten wurden auf Segmentebene bis Ende 2011 die Systeme der Dresdner Bank archiviert und abgeschaltet sowie bereits 123 Filialpaare zusammengeführt. Bis Ende 2012 sollen die insgesamt geplanten rund 400 Filialzusammenführungen abgeschlossen sein.

Verkauf der Dresdner Bank Brasil S. A. Banco Múltiplo abgeschlossen

Ende September hat die Commerzbank, wie vor einem Jahr angekündigt, den Verkauf der brasilianischen Tochtergesellschaft Dresdner Bank Brasil S. A. Banco Múltiplo an die in Kanada ansässige Scotiabank vollzogen. Die Aufsichtsbehörden haben der Transaktion zugestimmt. Mit Sitz in São Paulo konzentrierte sich die Dresdner Bank Brasil S. A. Banco Múltiplo auf Investmentbanking-Aktivitäten. Per Ende 2010 verfügte die Bank über eine Bilanzsumme von rund 237 Mio. Euro und zählte 37 Mitarbeiter. Die Commerzbank-Repräsentanz in São Paulo, die durch die Vermittlung von Handelsfinanzierungen und Zahlungsverkehrsprodukten insbesondere die Firmenkunden der Bank unterstützt, bleibt von der Transaktion unbe› Nachtragsbericht Seite 143

rührt. Das brasilianische Investmentbanking der Commerzbank mit Aktivitäten in den Bereichen Aktienderivate, Rohstoff-, Devisen- und Anleihenhandel für Privatbanken und institutionelle Kunden wird ebenfalls weitergeführt.

Deutsche Schiffsbank vollständig übernommen

Wie bereits im März 2011 angekündigt, hat die Commerzbank Aktiengesellschaft Anfang November den bisher von der UniCredit Bank AG gehaltenen rund 8%igen Minderheitsanteil an der Deutsche Schiffsbank AG, Hamburg/Bremen, erworben. Damit hält die Commerzbank 100% an der Deutschen Schiffsbank, einem der führenden Anbieter für Schiffsfinanzierungen weltweit. Die Aufsichtsbehörden haben der Transaktion zugestimmt. Zu Einzelheiten der Vereinbarung wurde zwischen den Parteien Stillschweigen vereinbart. Im Geschäftsjahr 2012 wird die Deutsche Schiffsbank auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen.

Änderungen im Commerzbank-Vorstand

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hat in der Sitzung am 19. Mai 2011 dem Wunsch von Achim Kassow entsprochen, ihn mit Wirkung vom 12. Juli 2011 von seinem Vorstandsmandat zu entbinden. Ulrich Sieber hat zusätzlich zu seinen bisherigen Verantwortlichkeiten die Segmentzuständigkeit für Central & Eastern Europe von Achim Kassow übernommen.

In der Sitzung am 9. August 2011 hat der Aufsichtsrat der Commerzbank dem Wunsch von Eric Strutz entsprochen, sein Ende März 2012 auslaufendes Mandat als Finanzvorstand nicht zu verlängern. Bis zum Auslaufen seines Vertrags wird Eric Strutz seine Verantwortungsbereiche wie bisher ausüben. Als Nachfolger hat der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 2. Dezember 2011 Stephan Engels in den Vorstand berufen. Stephan Engels wird seine neue Funktion als Finanzvorstand mit Wirkung vom 1. April 2012 übernehmen.

71 Geschäft und Rahmenbedingungen

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Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nach einem guten ersten Quartal stellte die europäische Staatsschuldenkrise im weiteren Jahresverlauf einen erheblichen Belastungsfaktor für die Ergebnisentwicklung des Commerzbank-Konzerns dar, obwohl sich die Kernbank weiterhin gut entwickelte. Die Kernbank beinhaltet den Konzern ohne die Segmente Asset Based Finance und Portfolio Restructuring Unit. Die Commerzbank wies im Berichtsjahr eine stabile Liquiditätsausstattung auf und konnte den Fundingplan für das Gesamtjahr 2011 mehr als erfüllen. Auch mit dem Abbau nicht strategischen Geschäftvolumens kam die Commerzbank gut voran: Bilanzsumme und Risikoaktiva wurden deutlich reduziert. Dies gilt ebenso für das Staatsfinanzierungsportfolio der von der europäischen Staatsschuldenkrise betroffenen Länder. Die erfolgreichen Kapitalmaßnahmen im Verlauf des Berichtsjahres einschließlich der Rückführung eines Großteils der Stillen Einlage des SoFFin verbesserten die Kapitalstruktur deutlich. So verfügte der Commerzbank-Konzern per Jahresende über eine Core-Tier-I-Quote von 9,9% und eine Kernkapitalquote von 11,1%.

Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Commerzbank-Konzerns

Im Geschäftsjahr 2011 erzielte die Commerzbank ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 507 Mio. Euro nach 1 353 Mio. Euro im Vorjahr. Dabei war das Ergebnis des Berichtsjahres in hohem Maße von der europäischen Staatsschuldenkrise beeinträchtigt. Die Belastungen aufgrund von Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen betrugen 2,2 Mrd. Euro. Insofern konnten auch die beachtlichen Fortschritte bei der Reduzierung der Verwaltungsaufwendungen und der Risikovorsorge den Ertragsrückgang auf Gesamtkonzernebene nicht kompensieren. Dies stellte sich für die Kernbank anders dar: Hier haben auch die Erträge zugenommen, sodass das Ergebnis vor Steuern – inklusive der rund 1,1 Mrd. Euro aus der Rücknahme eigener hybrider Instrumente – auf 4,5 Mrd. Euro gesteigert werden konnte.

Die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung haben sich wie folgt entwickelt:

Der Zinsüberschuss lag mit 6 724 Mio. Euro um 4,7% unter dem Vorjahreswert von 7 054 Mio. Euro. Dieser Rückgang war in erster Linie durch den gezielten Abbau von Staatsfinanzierungs- und gewerblichen Immobilienportfolios im Segment Asset Based Finance bedingt. Dagegen haben wir aus dem Einlagengeschäft der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank und CEE gegenüber dem Vorjahr vor allem margenbedingt höhere Beiträge erzielt. Darüber hinaus konnten wir Erträge aus restrukturierten Krediten vereinnahmen.

› Anhang (Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung) Seite 233 ff.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ging gegenüber dem Vorjahreswert um 44,4% auf – 1 390 Mio. Euro zurück. Dies beruhte sowohl auf niedrigeren Bruttozuführungen als auch auf höheren Auflösungen. Bis auf Corporates&Markets – hier kam es im Vorjahr zu einer Nettoauflösung – war die Risikovorsorge in allen Segmenten deutlich rückläufig. In der Kernbank erreichten die Risikovorsorgeaufwendungen für das Gesamtjahr ein sehr niedriges Niveau. Demgegenüber lag die Risikovorsorge im Segment Asset Based Finance – wenn auch deutlich verringert im Vergleich zum Vorjahr – aufgrund der anhaltend schwierigen Situation in bestimmten Märkten der gewerblichen Immobilienfinanzierung noch auf hohem Niveau.

Der Provisionsüberschuss betrug im Berichtsjahr 3 495 Mio. Euro, 4,2% weniger als im Vorjahr. Hauptgrund dieser Entwicklung war das rückläufige Wertpapiergeschäft mit Privatkunden, die aufgrund der unsicheren Marktlage nach wie vor Kaufzurückhaltung übten. Aber auch integrationsbedingte Belastungen machten sich hier bemerkbar. Ein weiterer Effekt bestand darin, dass im Jahr 2010 noch Erträge aus zwischenzeitlich veräußerten nicht strategischen Beteiligungen enthalten waren. Positiv wirkten höhere Erträge aus dem spürbar zunehmenden Außenhandel und den damit verbundenen Produktkategorien sowie Restrukturierungen von Krediten.

Ergebnisrechnung I Mio. € 2011 2010 Verände
rung
Zinsüberschuss 6 724 7 054 – 330
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 1 390 – 2 499 1 109
Provisionsüberschuss 3 495 3 647 – 152
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen 1 986 1 958 28
Finanzanlagen-, at-Equity- und Sonstiges Ergebnis – 2 316 12 – 2 328
Verwaltungsaufwendungen 7 992 8 786 – 794
Operatives Ergebnis 507 1 386 – 879
Restrukturierungsaufwendungen 33
Ergebnis vor Steuern 507 1 353 – 846
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 240 – 136 – 104
Konzernergebnis 747 1 489 – 742
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis 638 1 430 – 792

Tabelle 1

Das Handelsergebnis und Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen bewegte sich für den Berichtszeitraum mit 1 986 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Dabei kam es allerdings zu gegenläufigen Entwicklungen. Im Segment Portfolio Restructuring Unit war ein ausgeprägter Rückgang zu verzeichnen, da hohen Wertaufholungen sowie realisierten Gewinnen in der Vorjahresperiode ein Verlust im Berichtszeitraum – resultierend aus sich negativ entwickelnden Marktwerten – gegenüberstand. Im Bereich Sonstige und Konsolidierung war ein signifikanter Ergebnisanstieg aus der Verfeinerung der Bewertungsmodelle für Zinssicherungsgeschäfte in Höhe von 316 Mio. Euro zu verzeichnen. Das Segment Corporates& Markets erreichte – trotz eines im zweiten Halbjahr sehr schwierigen Marktumfeldes – ein Handelsergebnis von erneut über 1 Mrd. Euro. Dies war zum einen durch die gute Geschäftsentwicklung während der ersten beiden Quartale bedingt, sowie zum anderen durch die Marktbewertung eigener Verbindlichkeiten gemäß IFRS.

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Das Ergebnis aus Finanzanlagen war spürbar durch die europäische Staatsschuldenkrise belastet. Es belief sich auf – 3 611 Mio. Euro, nach 108 Mio. Euro im Vorjahr. Auf griechische Staatsanleihen haben wir insgesamt eine Wertkorrektur von 2 226 Mio. Euro vorgenommen, was sich im Segment ABF niederschlug. Dies beinhaltet sowohl unseren Bestand der IAS 39 Kategorie Kredite und Forderungen, den wir um 73% wertkorrigiert haben, als auch unseren Bestand "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte", den wir auf aktuelle Marktwerte wertkorrigiert haben. Des Weiteren waren im Berichtszeitraum Veräußerungsverluste aus der gezielten Rückführung von Teilen des Staatsfinanzierungsportfolios angefallen.

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug im Berichtsjahr 42 Mio. Euro, im Vorjahr waren es 35 Mio. Euro. Für das Sonstige Ergebnis waren im Berichtsjahr 1 253 Mio. Euro auszuweisen, nach – 131 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anstieg stand im Zusammenhang mit den im Januar und Dezember 2011 durchgeführten Maßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur. Durch die Rücknahme von hybriden Instrumenten, die deutlich unter dem Nennwert gehandelt wurden, generierten wir Erträge von rund 1,1 Mrd. Euro. Während die Sonstigen Aufwendungen maßgeblich durch die Zuführungen für Rückstellungen bestimmt waren, konnten bei den Sonstigen Erträgen Auflösungen verschiedener Rückstellungskategorien verbucht werden.

Die Verwaltungsaufwendungen gingen im Berichtsjahr um 9,0 % auf 7 992 Mio. Euro zurück, was sowohl sach- als auch personalaufwandsseitig großteils auf realisierte Synergien aus der Integration der Dresdner Bank zurückzuführen ist. Der Sachaufwand einschließlich der planmäßigen Abschreibungen konnte um 12,7 % auf 3 814 Mio. Euro zurückgefahren werden. Haupttreiber hierfür waren erwartete IT-Synergien. Daneben sank auch der Aufwand für Beratungsdienstleistungen sowie Abschreibungen. Ebenso nahm der Personalaufwand um 5,4 % auf 4 178 Mio. Euro ab. Dies beruhte auf niedrigeren laufenden Gehaltszahlungen bedingt durch die geringere Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie auf rückläufigen leistungsbezogenen Vergütungsbestandteilen; dagegen stiegen die Aufwendungen für die Altersversorgung.

Als Resultat der beschriebenen Entwicklungen erzielte der Commerzbank-Konzern im Berichtsjahr 2011 ein Operatives Ergebnis von 507 Mio. Euro, der Vorjahreswert betrug 1 386 Mio. Euro.

Für den Berichtszeitraum war ein Steuerertrag in Höhe von 240 Mio. Euro auszuweisen, nach 136 Mio. Euro im Vorjahr. Der Steuerertrag des Berichtsjahres resultierte im Wesentlichen aus der Nachaktivierung latenter Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge im Ausland.

Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 747 Mio. Euro. Davon entfallen 109 Mio. Euro auf die Minderheitenanteile, den Commerzbank-Aktionären sind 638 Mio. Euro zuzurechnen. Aufgrund des Verlustausweises im HGB-Ergebnis der Commerzbank Aktiengesellschaft können wir für das Berichtsjahr 2011 die Stille Einlage des SoFFin und andere Kapitalinstrumente nicht bedienen und dürfen auch keine Dividende ausschütten.

Die sogenannte Gesamtergebnisrechnung, die neben dem Konzernergebnis auch das Sonstige Periodenergebnis berücksichtigt, belief sich für das Jahr 2011 auf 8 Mio. Euro. Das Sonstige Periodenergebnis von – 739 Mio. Euro setzt sich aus den addierten Veränderungen der Neubewertungsrücklage (– 781 Mio. Euro), der Rücklage aus Cash Flow Hedges (195 Mio. Euro), der Rücklage aus der Währungsumrechnung (– 152 Mio. Euro) und der aus at-Equity-bewerteten Unternehmen (– 1 Mio. Euro) zusammen. Das Operative Ergebnis je Aktie betrug 0,15 Euro, das Ergebnis je Aktie 0,18 Euro.

Bilanz des Commerzbank-Konzerns

Die Bilanzsumme des Commerzbank-Konzerns nahm im Vergleich zum Jahresultimo 2010 um 12,3% auf 661,8 Mrd. Euro ab. In dem Rückgang um 92,5 Mrd. Euro spiegelt sich auch der planmäßige Abbau von Volumina und Risiken wider. Auf der Aktivseite war der Volumenrückgang maßgeblich durch einen Rückgang bei den Forderungen an Kunden um 31,2 Mrd. Euro sowie bei den Forderungen an Kreditinstitute um 22,8 Mrd. Euro bestimmt. Die Handelsaktiva sowie die Finanzanlagen waren ebenfalls um 12,1 Mrd. Euro beziehungsweise 21,2 Mrd. Euro signifikant rückläufig. Auf der Passivseite nahmen insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 39,1 Mrd. Euro sowie die Verbrieften Verbindlichkeiten um 25,7 Mrd. Euro ab. Auch die Handelspassiva gingen um 14,5 Mrd. Euro zurück.

Die Barreserve sank gegenüber dem Vorjahresultimo von 8,1 Mrd. Euro auf 6,1 Mrd. Euro. Dabei war stichtagsbedingt ein Rückgang bei den Guthaben gegenüber Zentralbanken zu verzeichnen. Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich im Vergleich zum Vorjahresende um 22,8 Mrd. Euro auf 87,8 Mrd. Euro verringert. Der Rückgang um 20,6% resultierte sowohl aus einem Abbau der besicherten Geldmarktgeschäfte in Form von Reverse Repos und Cash Collaterals um 17,1 Mrd. Euro als auch der Forderungen aus dem Geldhandel um 4,0 Mrd. Euro und der Schuldscheindarlehen um 1,4 Mrd. Euro. Die Forderungen an Kunden gingen um 31,2 Mrd. Euro auf 296,6 Mrd. Euro zurück, was auf einem deutlich geringeren Kreditvolumen beruhte. Das Kreditvolumen an Kunden und Kreditinstitute belief sich zum Berichtsstichtag insgesamt auf 303,9 Mrd. Euro und lag damit um 26,4 Mrd. Euro niedriger als zum Jahresultimo 2010. Während die Kredite an Kreditinstitute mit 26,1 Mrd. Euro um 11,4% über dem Vorjahresbestand lagen, war das Kundenkreditgeschäft mit 277,8 Mrd. Euro um 9,5% rückläufig. Dies resultierte überwiegend aus der Rückführung des Portfolios im Rahmen der Fokussierung auf das strategische Kerngeschäft der Bank.

Die Handelsaktiva beliefen sich zum Berichtsstichtag auf 155,7 Mrd. Euro, ein Rückgang gegenüber dem Stand zum Jahresende 2010 um 12,1 Mrd. Euro oder 7,2%. Hierzu hat im Wesentlichen der Rückgang der Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere um 9,4 Mrd. Euro durch Veräußerungen beigetragen. Die Finanzanlagen lagen mit 94,5 Mrd. Euro um 18,3% unter dem Niveau des Vorjahresultimos. Die Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapiere gingen dabei um 21,0 Mrd. Euro auf 92,5 Mrd. Euro zurück, die Bestände an Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren erhöhten sich demgegenüber leicht um 0,2 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro.

› Anhang (Erläuterungen zur Bilanz) Seite 249 ff.

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Aktiva I Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Verände
rung in %
Forderungen an Kreditinstitute 87 790 110 616 – 20,6
Forderungen an Kunden 296 586 327 755 – 9,5
Handelsaktiva 155 700 167 825 – 7,2
Finanzanlagen 94 523 115 708 – 18,3
Übrige Aktiva 27 164 32 395 – 16,1
Gesamt 661 763 754 299 – 12,3
Passiva I Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Verände
rung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98 481 137 626 – 28,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 255 344 262 827 – 2,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 105 673 131 356 – 19,6
Handelspassiva 137 847 152 393 – 9,5
Übrige Passiva 39 615 41 439 – 4,4

Eigenkapital 24 803 28 658 – 13,5 Gesamt 661 763 754 299 – 12,3

Tabelle 2

Auf der Passivseite reduzierten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten deutlich um 39,1 Mrd. Euro auf 98,5 Mrd. Euro; hier war sowohl ein starker Rückgang bei besicherten Geldmarktgeschäften wie Repos und Cash Collaterals um 25,0 Mrd. Euro als auch aus dem Geldhandel um 9,9 Mrd. Euro zu verzeichnen. Der Volumenrückgang stammte nahezu vollständig aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Ausland. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verzeichneten gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang um 2,8% auf 255,3 Mrd. Euro. Einem kräftigen Rückgang im Ausland stand ein Anstieg bei Einlagen inländischer Kunden um 7,2 Mrd. Euro gegenüber. Die Verbrieften Verbindlichkeiten lagen mit einem Volumen von 105,7 Mrd. Euro um 25,7 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau. Die Schuldverschreibungen fielen dabei um 16,0 Mrd. Euro auf 100,3 Mrd. Euro. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem starken Rückgang öffentlicher Pfandbriefe um 13,5 Mrd. Euro auf 35,0 Mrd. Euro aufgrund von Fälligkeiten im kurzfristigen Bereich bei der Eurohypo AG. Die Geldmarktpapiere fielen um 9,8 Mrd. Euro auf 5,2 Mrd. Euro. Bei den Handelspassiva ergab sich insgesamt ein Rückgang um 14,5 Mrd. Euro auf 137,8 Mrd. Euro. Dies resultierte hauptsächlich aus niedrigeren Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen sowie aus dem Rückgang der negativen Marktwerte aus derivativen Zinsinstrumenten.

Die außerbilanziellen Verpflichtungen waren im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls rückläufig: Die Eventualverbindlichkeiten fielen leicht um 0,9 Mrd. Euro auf 37,2 Mrd. Euro, die unwiderruflichen Kreditzusagen reduzierten sich um 6,7 Mrd. Euro auf 53,9 Mrd. Euro.

Insgesamt ist die Commerzbank mit dem zum 31. Dezember 2011 ausgewiesenen Bilanzvolumen in Höhe von 661,8 Mrd. Euro einen deutlichen Schritt auf dem Weg zur weiteren Reduzierung von Volumina und Risiken vorangekommen. Damit liegen wir deutlich unter der Auflage der EU-Kommission, bis zum Jahr 2012 die Konzernbilanzsumme auf rund 900 Mrd. Euro zu reduzieren. Der Volumenabbau betraf besonders das Segment Corporates&Markets aufgrund geringerer Handelsaktivitäten sowie den im Segment Asset Based Finance ausgewiesenen Konzernbereich Public Finance.

Eigenkapital

Innerhalb des Berichtszeitraums führte die Commerzbank verschiedene Kapitalmaßnahmen durch. Dabei wurden im ersten Quartal zur Optimierung der Kapitalstruktur hybride Eigenmittelinstrumente als Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage in die Commerzbank eingebracht. Im zweiten Quartal wurde eine Kapitalerhöhung in zwei Schritten in Höhe von 11,0 Mrd. Euro durchgeführt. Die Anzahl der ausstehenden Aktien der Commerzbank erhöhte sich dadurch auf 5 113,4 Millionen Stück. Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25% plus 1 Aktie) nach den Transaktionen aufrechterhalten. Einschließlich eines Betrags von rund 3,3 Mrd. Euro aus freiem regulatorischem Kapital hat die Commerzbank die Stillen Einlagen des SoFFin um insgesamt 14,3 Mrd. Euro zurückgeführt. Die in diesem Zusammenhang an den SoFFin geleistete Einmalzahlung von 1,03 Mrd. Euro sowie die Kosten der Kapitalmaßnahme von rund 0,2 Mrd. Euro wurden nach Steuern ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet. Eine weitere Kapitalmaßnahme war der Rückkauf hybrider Eigenmittelinstrumente von Investoren im vierten Quartal.

Das in der Bilanz zum 31. Dezember 2011 ausgewiesene Eigenkapital reduzierte sich gegenüber dem Jahresende 2010 um 13,5 % beziehungsweise 3,9 Mrd. Euro auf 24,8 Mrd. Euro. Durch die Kapitalerhöhung und die Herabsetzung des rechnerischen Anteils der Aktien am Gezeichneten Kapital von 2,60 auf 1,00 Euro ergab sich eine deutliche Verschiebung innerhalb des Eigenkapitals. Das Gezeichnete Kapital stieg im Geschäftsjahr 2011 um 2,1 Mrd. Euro auf 5,1 Mrd. Euro, die Kapitalrücklage um 9,7 Mrd. Euro auf 11,2 Mrd. Euro. Die Gewinnrücklage verminderte sich um 0,3 Mrd. Euro auf 8,8 Mrd. Euro. Während die Maßnahmen zur Kapitaloptimierung die Gewinnrücklage erhöhten, verringerte insbesondere die erfolgsneutrale Ausgleichszahlung an den SoFFin den Bestand. Die Stillen Einlagen reduzierten sich durch die Teilrückführung an den SoFFin signifikant von 17,2 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro.

Zum 31. Dezember 2011 sank die Neubewertungsrücklage um 0,8 Mrd. Euro auf – 2,5 Mrd. Euro. Insbesondere wirkte sich hier der deutliche Rückgang von Marktwerten bei italienischen Staatsanleihen negativ aus. Zusammen mit den negativen Beständen aus den Rücklagen aus Cash Flow Hedges und der Währungsumrechnung war damit eine Belastung des Eigenkapitals in Höhe von 3,7 Mrd. Euro zu verzeichnen, nach 3,0 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Die Risikoaktiva per 31. Dezember 2011 sanken gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 30,9 Mrd. Euro auf 236,6 Mrd. Euro. Dies beruhte im Wesentlichen auf der Reduktion von nicht strategischem Geschäft sowie Parameteraktualisierungen. Die Reduktion steht auch im Zusammenhang mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben der Europäischen Banking Authority (EBA), bei denen die Commerzbank angehalten ist, ihr Core-Tier-I-Kapital bis zum Stichtag 30. Juni 2012 zu stärken. Der Rückgang ist insofern auch bemerkenswert, als im vierten Quartal die Anforderungen von Basel 2.5 zur Anwendung kamen, wodurch sich die Risikoaktiva um rund 12 Mrd. Euro erhöhten. Dieser Effekt konnte mehr als überkompensiert werden.

Das aufsichtsrechtlich anrechenbare Kernkapital nahm gegenüber dem Jahresultimo 2010 um 5,5 Mrd. Euro auf 26,2 Mrd. Euro ab. Dies beruhte im Wesentlichen auf der Teilrückführung der Stillen Einlagen des SoFFin aus freiem regulatorischem Kapital in Höhe von rund 3,3 Mrd. Euro sowie der an den SoFFin gezahlten Einmalzahlung von 1,03 Mrd. Euro. Die Kernkapitalquote betrug weiterhin stabile 11,1% nach 11,9% zum Vorjahresultimo. Das im Zusammenhang mit Basel III wichtige Core-Tier-I-Kapital belief sich auf rund 23,4 Mrd. Euro beziehungsweise auf eine Quote von 9,9%. Die Eigenmittelquote betrug zum Berichtsstichtag 15,5%.

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Liquidität und Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns

Liquiditätsmanagement im Berichtsjahr

Das Liquiditätsmanagement des Konzerns liegt in der Verantwortung des Bereichs Group Treasury, der an allen wesentlichen Standorten des Konzerns im In- und Ausland vertreten ist und über Berichtslinien in alle Tochtergesellschaften verfügt.

Das Liquiditätsmanagement gliedert sich in operative und strategische Komponenten. Im Rahmen des operativen Liquiditätsmanagements erfolgen die Steuerung der täglichen Zahlungen, die Planung der erwarteten Zahlungsströme und die Steuerung des Zugangs zu Zentralbanken. Darüber hinaus befasst sich der Bereich mit dem Zugang zu unbesicherten und besicherten Refinanzierungsquellen im Geld- und Kapitalmarkt sowie dem Management des Liquiditätsportfolios. Das strategische Liquiditätsmanagement beinhaltet die Aufstellung und Auswertung von Fälligkeitsprofilen liquiditätsrelevanter Aktiva und Passiva inklusive der Modellierung von dauerhaft verfügbaren Anteilen der Kundeneinlagen, den sogenannten Bodensätzen. Es beinhaltet auch die abgeleiteten Emissionsstrategien des Konzerns sowie die Ermittlung und Allokation der Liquiditätskosten, die in die Steuerung der Geschäftsaktivitäten der Bank einfließen.

Zur Kompensation unerwarteter kurzfristiger Liquiditätsabflüsse unterhält die Commerzbank ein zentrales Liquiditätsportfolio hoch liquider und zentralbankfähiger Wertpapiere, die mit einer mittel- bis langfristigen Refinanzierung unterlegt sind.

Dieses Liquiditätsportfolio, ergänzt um frei verfügbare Barmittel, liquiden Wertpapierpositionen und Zentralbankguthaben bilden die durch Commerzbank vorgehaltene Liquiditätsreserve. Diese betrug zum Jahresultimo 68,8 Mrd. Euro und unterstreicht die stabile Liquiditätsausstattung der Commerzbank.

Auf Basis der Geschäftsstrategie und unter Berücksichtigung der Risikotoleranz werden Richtlinien und Limite für das Refinanzierungsprofil und die Refinanzierungsmittel abgeleitet. Der Konzern stützt sich bei der kurz- und mittelfristigen Refinanzierung auf eine angemessene Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen.

Übergeordnete Entscheidungen in Bezug auf das Liquiditätsmanagement werden vom zentralen Asset-Liability-Committee (ALCO) getroffen, das in regelmäßigen Abständen zusammentritt. Die Überwachung der gesetzten Limite sowie des Liquiditätsrisikos erfolgt durch die unabhängige Risikofunktion anhand eines internen Modells. Über die Liquiditätsrisikosituation wird dem ALCO und dem Vorstand regelmäßig berichtet.

Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Commerzbank waren im Berichtszeitraum jederzeit gegeben. Die entsprechenden regulatorischen Liquiditätsvorgaben wurden ebenfalls stets eingehalten. Zum Berichtsstichtag 31. Dezember 2011 lag die Liquiditätskennziffer des Standardansatzes der Liquiditätsverordnung der Commerzbank Aktiengesellschaft mit 1,17 deutlich über der regulatorischen Mindestanforderung von 1,00.

› Konzernrisikobericht Seite 187 ff.

Auf Basis regelmäßiger Strukturanalysen wird das Refinanzierungsprofil aktiv gesteuert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr war die Liquiditätssituation durchgängig stabil. Dazu beigetragen haben

  • eine frühzeitige Erfüllung des Fundingplans für die Kapitalmarktrefinanzierung im Berichtszeitraum und die Umsetzung von Fundingtransaktionen im Vorgriff auf das Jahr 2012 in Höhe von 2 Mrd. Euro,
  • ein stabiles Einlagengeschäft und die Fokussierung der Commerzbank auf die Kernsegmente Mittelstandsbank und Privatkunden,
  • der weitere Abbau von Bilanzvolumina,
  • die planmäßige Reduzierung von nicht strategischen Positionen im Segment Portfolio Restructuring Unit und
  • die Rückführung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Public-Finance-Aktivitäten und gewerblichen Immobilienfinanzierungen im Segment Asset Based Finance.

Nach den Zinserhöhungen im ersten Halbjahr 2011 kam es zum Jahresende zu zwei Zinssenkungsmaßnahmen der EZB. Dies lag auch darin begründet, dass sich die weltwirtschaftliche Wachstumsdynamik im zweiten Halbjahr stetig verringerte. Ausgehend von der sich auch zuspitzenden europäischen Staatsschuldenkrise und der hohen Unsicherheit hinsichtlich einer erfolgreichen Sanierung der Staatshaushalte, entschloss sich die EZB im Dezember darüber hinaus zur Einführung weiterer Maßnahmen zur Stabilisierung des Bankensystems. Dazu gehörten die Einführung von zwei 3-Jahres-Tendern, ein erweiterter Sicherheitenkatalog, eine Reduzierung des Mindestreservesatzes von 2 auf 1% sowie der Beschluss, bis auf Weiteres keine zusätzlichen Feinsteuerungsmaßnahmen bis zum Ende einer Mindestreserveperiode durchzuführen.

Trotz eines schwierigen Marktumfelds hatte die Commerzbank im gesamten Berichtszeitraum einen uneingeschränkten Zugang zum Geld- und Kapitalmarkt; sie konnte jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen.

Refinanzierungsstruktur im Berichtsjahr

Die Commerzbank hatte auch im Geschäftsjahr 2011 uneingeschränkten Zugang zum besicherten und unbesicherten Geld- und Kapitalmarkt. Die Liquiditätsausstattung stellt sich auch weiterhin stabil dar. Aufgrund ihrer konservativen und vorausschauenden Refinanzierungsstrategie war die Commerzbank Aktiengesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr nicht auf die Inanspruchnahme von Liquiditätsfazilitäten der Zentralbanken angewiesen und konnte sich auch im kurzfristigen Bereich für marktübliche Laufzeiten weiterhin ohne Einschränkung am Geldmarkt refinanzieren. Dies spiegelt das gute Standing der Bank im Markt wider.

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Die Eurohypo AG hat im Dezember 2011 erstmals am EZB-Tenderverfahren teilgenommen. Hierbei wurde langfristige Liquidität in Höhe von insgesamt 10 Mrd. Euro aufgenommen, die der alleinigen Refinanzierung von Bestandsgeschäft dient und zu einer materiellen Verbesserung der Fundingstruktur der Eurohypo beiträgt. Aus Konzernsicht reduziert sich damit die interne Refinanzierung der Eurohypo AG durch die Commerzbank. Insgesamt partizipierte der europäische Bankensektor mit einer Gesamtinanspruchnahme von 489 Mrd. Euro, was von der EZB als großer Erfolg gewertet wurde.

Abbildung 1

Auf der Grundlage seiner regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analysen beschloss der EZB-Rat Ende des Jahres 2011, die Leitzinsen jeweils um 25 Basispunkte zu senken. Darüber hinaus beschloss der EZB-Rat vier weitere Sondermaßnahmen, um der sich zuspitzenden Staatsfinanzierungskrise und der daraus resultierenden Verschärfung für die Finanzierungslage der Kreditinstitute zu begegnen. Diese Maßnahmen sollen einen besseren Zugang des Bankensektors zur Liquidität gewährleisten und die Funktionsfähigkeit des Geldmarkts des Eurogebiets stärken. Unter anderem wurden zwei längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit einer Laufzeit von jeweils 36 Monaten und der Option einer vorzeitigen Rückzahlung nach einem Jahr angeboten. Diese wurden als Mengentender mit Vollzuteilung abgewickelt. Eine weitere Maßnahme führte zu einer Absenkung des Mindestreservesatzes von 2% auf dann 1%. Dadurch werden Sicherheiten frei und somit die Aktivitäten am Geldmarkt gestützt.

Die Commerzbank konnte jederzeit die für einen ausgewogenen Refinanzierungsmix notwendigen Mittel aufnehmen und profitierte im gesamten Jahresverlauf weiterhin von der stabilen Einlagenbasis ihres Privat- und Firmenkundengeschäfts.

Diese gewann umso mehr an Bedeutung als das Jahr 2011 von einem volatilen Marktumfeld geprägt war. So weiteten sich Credit Default Swaps und Sekundärmarktspreads bei unbesichertem Funding im Jahresverlauf unter Schwankungen stetig aus. Die Eskalation der Staatsschuldenkrise im Jahr 2011 und die damit einhergehende Unsicherheit war ein maßgeblicher Grund dafür.

Als Ergebnis haben sich die Fundingspreads im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem Vorjahr erhöht. Für unbesicherte Emissionen lagen die Spreads dennoch kontinuierlich unterhalb der Commerzbank-CDS-Kurve, wobei Pfandbriefemissionen generell günstigere Konditionen im Vergleich zu unbesicherter Refinanzierung bieten.

Die Commerzbank konnte im Jahr 2011 langfristige Mittel in Höhe von 14,4 Mrd. Euro aufnehmen. Hiervon entfallen 6,7 Mrd. Euro auf Senior-unsecured-Emissionen, 5,8 Mrd. Euro auf Pfandbriefe und Lettres de Gage sowie 1,9 Mrd. Euro auf Nachranganleihen. Bereits in der ersten Jahreshälfte 2011 wurde der Fundingbedarf des Commerzbank-Konzerns in Höhe von rund 10 bis 12 Mrd. Euro erfüllt. Im zweiten Halbjahr wurden vorhandene Marktchancen genutzt, um bereits Teile des Fundingbedarfs für das Jahr 2012 zu decken.

1 Inkl. 1,9 Mrd. Euro Nachranganleihen.

Abbildung 2

Im unbesicherten Bereich hat die Commerzbank Aktiengesellschaft die im Vorjahr begebene Senior-unsecured-Benchmark-Anleihe mit Fälligkeit 2017 um 500 Mio. Euro aufgestockt. Im Oktober folgte die erfolgreiche Platzierung einer 2-jährigen Senior-unsecured-Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von 800 Mio. Euro. Auf der Währungsseite hat die Bank unter anderem Emissionen in US-, australischen und kanadischen Dollar platziert. Im ersten Quartal wurde eine Benchmark-Nachranganleihe über 1,25 Mrd. Euro am Kapitalmarkt begeben. Die Emission hat eine Laufzeit von 10 Jahren und einen Kupon in Höhe von 7,75 %. Die Anleihe war rund 3,5-fach überzeichnet. Die Emission stellt einen wichtigen Schritt bei der Optimierung der Nachrangkapitalstruktur ("Tier II") mit Blick auf den Übergang zu Basel III dar.

Im besicherten Bereich entfiel das Emissionsvolumen im Geschäftsjahr 2011 auf folgende Produkte: 5,0 Mrd. Euro Hypothekenpfandbriefe, 0,5 Mrd. Euro öffentliche Pfandbriefe, 0,2 Mrd. Euro Schiffspfandbriefe sowie 0,1 Mrd. Euro Lettres de Gage.

Insgesamt wurden von der Eurohypo AG Benchmark-Emissionen mit einem Volumen in Höhe von 4,8 Mrd. Euro begeben. Davon betrafen 3,8 Mrd. Euro drei Jumbo-Hypothekenpfandbriefe in den Laufzeitsegmenten von 5, 3 und 2 Jahren. Die Emissionen wurden durchweg auch von ausländischen Investoren stark nachgefragt. Außerdem wurde im ersten Quartal ein syndizierter Hypothekenpfandbrief über 500 Mio. Euro mit einer Laufzeit von 10 Jahren emittiert. Darüber hinaus hat die Bank mehrere bestehende Benchmark-Pfandbriefemissionen um insgesamt 500 Mio. Euro aufgestockt.

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Resümee Geschäftslage 2011

Die Ergebnisentwicklung des Geschäftsjahres 2011 war von unterschiedlichen Faktoren geprägt. Nach einem guten Start in das Jahr 2011, der sich bis zur Mitte des Jahres fortgesetzt hat, waren insbesondere im Ergebnis des zweiten Halbjahres die Folgen der sich verschärfenden europäischen Staatsschuldenkrise zu verkraften: Deutliche Ergebnisbelastungen aufgrund von Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen sowie Verluste aufgrund des Abbaus von Risiken.

Vor dem Hintergrund dieser Ergebnisbelastungen sowie der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik war daher unser Ziel, im Geschäftsjahr 2011 – bei einem stabilen Marktumfeld – ein signifikant über dem Jahr 2010 liegendes Operatives Ergebnis zu erzielen, nicht zu realisieren.

In dem herausfordernden Marktumfeld haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter Risiken reduziert und unsere Kapitalstruktur erheblich verbessert. Konkret zeigte sich dies in dem signifikanten Abbau der risikogewichteten Aktiva und des Bilanzvolumens sowie in einer Core-Tier-I-Quote von 9,9%.

Dass wir mit unserem kundenorientierten Geschäftsmodell gut aufgestellt sind, zeigte sich in der erfreulichen Ergebnisentwicklung der Kernbank: Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 4,5 Mrd. Euro, in dem rund 1,1 Mrd. Euro aus den Maßnahmen zur Kapitaloptimierung enthalten sind, konnten wir gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres deutlich zulegen und gleichzeitig die Bruttoerträge – trotz insgesamt schwieriger Rahmenbedingungen für die Bankbranche – um 13,6% auf 12,4 Mrd. Euro steigern. Die Risikovorsorge verringerte sich deutlich um rund 45%. Die Verwaltungsaufwendungen waren im Berichtsjahr um 9,0% rückläufig, worin sich auch die bereits erzielten Kostensynergien aus der Integration bemerkbar machten.

Alle Segmente der Kernbank haben ein positives operatives Gesamtjahresergebnis erzielt. Unser mit Abstand profitabelstes Segment war dabei die Mittelstandsbank. Daneben zeigte auch das Segment Central&Eastern Europe ein sehr erfreuliches Ergebnis. Im Segment Asset Based Finance haben wir den eingeschlagenen Kurs, sowohl Risiken als auch Volumina weiter zu reduzieren, fortgesetzt.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2011 wichtige Meilensteine erreichen können. Mit dem Geschäftsverlauf hinsichtlich der erreichten Ergebnisse in der Kernbank sind wir auf gutem Weg, mit dem für den Commerzbank-Konzern ausgewiesenen Ergebnis können wir aber nicht zufrieden sein.

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Elektrobau Ing. G. Kaie, Reddeber Zusammenarbeit seit 1992 (ehemaliger Dresdner-Bank-Kunde)

71 Geschäft und Rahmenbedingungen

79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

91 Entwicklung der Segmente

  • 91 Privatkunden
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Entwicklung der Segmente

Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, unter dem das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst ist, sowie Direct Banking. Mit einer stabilen Kundenzahl von rund 11 Millionen sind wir im Privatkundengeschäft eine der führenden Banken Deutschlands. Im Jahr 2011 wurde die Integration des Privatkundengeschäfts von Commerzbank und Dresdner Bank nahezu abgeschlossen. Insbesondere wurden in der ersten Jahreshälfte die Kunden- und Produktdaten auf eine IT-Plattform migriert, sodass die Commerzbank inzwischen über eine einheitliche Systemwelt verfügt. Dadurch konnten bereits signifikante Synergien realisiert werden, allerdings kam es auch zu integrationsbedingten Ertragseinbußen im Berichtsjahr.

Trotz dieser Belastungen und des herausfordernden Marktumfelds konnten wir uns beim Operativen Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern, auch wenn wir noch nicht alle Potenziale unserer Plattform gehoben haben. Nach einem guten ersten Quartal 2011 waren in der Geschäftsentwicklung deutlich die Nacharbeiten der Integration sowie die Verunsicherung unserer Kunden im Zuge der europäischen Staatsschuldenkrise zu spüren. Dennoch ist es uns gelungen, unsere Kostenstruktur deutlich zu verbessern, zum einen durch weitere gehobene Synergien aus der Integration, zum anderen durch eine strenge Kostendisziplin.

Ergebnisentwicklung

Privatkunden

Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 3 820 3 845 – 0,7
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 57 – 246 – 76,8
Verwaltungsaufwendungen 3 388 3 552 – 4,6
Operatives Ergebnis 375 47
Gebundenes Eigenkapital 3 375 3 494 – 3,4
Operative Eigenkapitalrendite (%) 11,1 1,3 9,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 88,7 92,4 – 3,7

Tabelle 3

Konzernlagebericht

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

Im Segment Privatkunden wurde im Geschäftsjahr 2011 das Projekt zur technischen Integration der Dresdner Bank abgeschlossen. Hierbei wurden insbesondere die Kunden- und Produktdaten migriert. Trotz des damit verbundenen Mehraufwands in unseren Filialen für die Berater konnten die Erträge gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum nahezu unverändert gehalten werden. Das Operative Ergebnis betrug 375 Mio. Euro gegenüber 47 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Erträge vor Risikovorsorge lagen im Geschäftsjahr 2011 mit 3 820 Mio. Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Der Zinsüberschuss verbesserte sich gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 2,3% auf 2 027 Mio. Euro, in erster Linie bedingt durch höhere Margen im Einlagengeschäft. Der Provisionsüberschuss fiel um 9,6% auf 1 754 Mio. Euro, was im Wesentlichen auf niedrigere Erträge aus dem umsatzabhängigen Wertpapiergeschäft zurückzuführen war. Hier machte sich die Zurückhaltung der Kunden, bedingt durch die unsichere Situation an den Finanzmärkten, bemerkbar. Für das Sonstige Ergebnis waren im abgelaufenen Geschäftsjahr 22 Mio. Euro auszuweisen. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres war dies ein Anstieg um 142 Mio. Euro, da im Vorjahr insbesondere Rückstellungsaufwendungen für Rechtsrisiken angefallen waren.

Die Risikovorsorge fiel auch aufgrund der stabilen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland um über 75% auf 57 Mio. Euro.

Der Verwaltungsaufwand konnte um 4,6% auf 3 388 Mio. Euro gesenkt werden. Dabei blieb der Personalaufwand mit 1 355 Mio. Euro nahezu unverändert; im Sachaufwand war ein deutlicherer Rückgang um 14,3% auf 864 Mio. Euro zu verzeichnen.

Insgesamt erzielte das Segment Privatkunden ein Vorsteuerergebnis von 375 Mio. Euro nach 47 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bei einem gebundenen Eigenkapital von 3,4 Mrd. Euro ergab sich eine signifikant angestiegene Operative Eigenkapitalrendite von 11,1% (Vorjahreszeitraum: 1,3%). Die Aufwandsquote lag mit 88,7% leicht unterhalb des Vorjahreszeitraums (92,4%).

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Technische Integration abgeschlossen, Filialzusammenlegungen gestartet

Der erfolgreiche Abschluss der Kunden- und Produktdatenmigration im April 2011 markiert im Privatkundengeschäft einen wichtigen Meilenstein im Rahmen der Integration der Dresdner Bank. Denn seit diesem Zeitpunkt gibt es auch technisch gesehen nur noch "eine Bank". Im Vorfeld der Kunden- und Produktdatenmigration haben wir unsere Kunden umfassend über anstehende Veränderungen informiert, unsere Mitarbeiter in den Jahren 2010 und 2011 in rund 168 000 Schulungstagen für die Systemvereinheitlichung qualifiziert und darüber hinaus weitere organisatorische Maßnahmen ergriffen, um eine reibungslose Migration der Kunden- und Produktdaten sicherzustellen.

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    • 144 Prognose- und Chancenbericht

Nach Abschluss der technischen Integration haben wir mit dem Zusammenlegen nahe beieinanderliegender Filialen begonnen und die Modernisierung unseres Filialnetzes vorangetrieben. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 123 Filialpaare zusammengelegt und 157 Filialen auf das Filialmodell "Filiale der Zukunft" beziehungsweise "Filiale der Zukunft PLUS" umgestellt. Dabei sind wir deutlich schneller vorangekommen als ursprünglich geplant. Außerdem wurden 65 Geschäftskunden-Beratungszentren eingerichtet. Hier bündeln wir in Ballungsgebieten unsere Kompetenzen in der Geschäftskundenberatung und -betreuung. Diese Maßnahmen bilden die Basis für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Privatkundengeschäfts der Commerzbank. Mit der Zusammenlegung der eng beieinanderliegenden Filialen sparen wir Kosten ein und bleiben für unsere Kunden dennoch gut erreichbar.

Filialgeschäft auf Wachstum ausgerichtet

Im Jahr 2011 haben wir im Filialgeschäft wesentliche Weichen für unser zukünftiges Wachstum gestellt. Die Leitplanken für die Wachstumsstrategie liefert unser neues Vertriebsmanagement. Hier haben wir unsere Vertriebssteuerung, unsere Anforderung an die Vertriebsführung sowie die Beratungsprozesse grundlegend überarbeitet. Dabei ging es insbesondere um mehr unternehmerisches Denken im Sinne unserer Kunden, mehr Zeit für Beratung und mehr Eigenverantwortung. Die Leistung der Vertriebsteams wird neben Wachstum und Profitabilität zukünftig auch an der Qualität gemessen. Hierzu haben wir die Zufriedenheit unserer Kunden fest in den Steuerungsinstrumenten verankert. Das neue Steuerungs- und Führungsmodell wurde im Oktober 2011 implementiert. Einen Großteil der Maßnahmen werden wir im Jahr 2012 umsetzen.

Um unser Geschäftsmodell auf nachhaltigen Erfolg auszurichten, haben wir parallel das Strategie- und Wachstumsprogramm "Kundenfokus" gestartet, mit dem wir uns konsequent als Kundenbank im Markt positionieren. Dabei geht es uns insbesondere um ein faires Verhältnis von Kundennutzen und Banknutzen. Ausgehend von dieser Prämisse überprüfen wir unsere Geschäftsstrategien in den Bereichen Einlagen, Anlageberatung, Kredit, Zahlungsverkehr und Direct Banking. Parallel wird das Projekt "Commerzbank Exzellenz" der Gesamtbank im Privatkundengeschäft umgesetzt und dafür gesorgt, dass kundenbezogene Prozesse kundenfreundlicher und effizienter gestaltet werden.

Zudem haben wir uns nach dem technischen Abschluss der Integration mit einem neuen Werbeauftritt am Markt zurückgemeldet. Unterstützt durch unsere Marketingaktivitäten konnten wir über das Jahr 500 000 neue Kunden gewinnen.

Im Konzernbereich Direct Banking haben wir im Berichtsjahr unseren Wachstumskurs erfolgreich fortgesetzt und konnten ein Rekordergebnis erzielen.

Private Kunden

Der Konzernbereich Private Kunden umfasst das inländische Filialgeschäft der Commerzbank für Privatkunden und Geschäftskunden sowie das Wealth Management. Als Finanzdienstleister für gehobene Ansprüche legen wir Wert auf hohe Beratungsqualität und passgenaue Finanzlösungen. In unseren Kundensegmenten nehmen wir in Deutschland Toppositionen ein. So ist die Commerzbank für Privat- und Geschäftskunden die Nummer-1- Privatbank mit dem dichtesten Filialnetz unter einer Marke. Im Wealth Management gehört sie mit der höchsten Flächenpräsenz zu den wichtigsten Anbietern. Darüber hinaus zählt die Commerzbank im Kreditgeschäft mit Privatkunden mit einem Volumen von 52 Mrd. Euro zu den größten nationalen Instituten. Mit künftig 1 200 Filialen sind wir für unsere Kunden stets in ihrer Nähe. Als Finanzdienstleister für gehobene Ansprüche legen wir Wert auf Beratungsqualität und Finanzlösungen, die auf die vielfältigen Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind.

Privatkunden – starker Werbeauftritt und kundenorientierte Produkte sichern Erfolg in wettbewerbsorientiertem Umfeld

Die Integration der Dresdner Bank spielte im Berichtsjahr für Privatkunden – also dem breiten Privatkundengeschäft sowie dem Private Banking – eine wichtige Rolle. So war es unser Anliegen, die Integration so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten. Aufgrund einer intensiven Vorbereitung und umfassenden Schulung der Mitarbeiter haben wir die Migration der Kunden- und Produktdaten im April 2011 erfolgreich gemeistert. Mit Abschluss der Datenmigration konnten wir mit der Zusammenlegung der 396 nahe beieinanderliegenden Filialpaare beginnen. Im Berichtsjahr haben wir 123 Filialpaare zusammengeführt und im Zuge der Umbaumaßnahmen auch modernisiert. Zudem wurden 34 Standorte ehemaliger Dresdner-Bank-Filialen, die nicht mit einer Commerzbank-Filiale zusammengelegt wurden und somit auch künftig bestehen bleiben, auf das Filialmodell "Filiale der Zukunft PLUS" umgestellt. Die Fixkosten im Filialgeschäft konnten so bereits signifikant gesenkt werden, ohne dass die Marktabdeckung reduziert wurde.

Mit dem neuen Vertriebsmanagement und unserem Strategie- und Wachstumsprogramm "Kundenfokus" haben wir zudem die Weichen dafür gestellt, unseren Vertrieb und unser Leistungsangebot noch stärker auf die Bedürfnisse unserer Kunden auszurichten.

Eine besondere Herausforderung im Geschäftsjahr 2011 war die Verunsicherung unserer Kunden im Zuge der Turbulenzen an den Finanzmärkten. Insbesondere die Nachfrage nach traditionellen Sparangeboten mit festen Laufzeiten, kalkulierbaren Erträgen oder regelmäßigen Einzahlmöglichkeiten hat deutlich zugenommen. Diesen Bedürfnissen unserer Kunden begegneten wir ab Herbst 2011 mit einer umfassenden Werbekampagne mit neuen attraktiven Produkten. Es war die erste Kampagne unter dem neuen Dachkonzept. Für unsere stark sicherheitsorientierten Kunden bieten wir mit der "Topzins-Anlage" eine Verzinsung von 2,1% per annum an. Zuvor konnten wir bereits mit dem Tagesgeldkonto "Topzins-Konto Plus" Erfolge und erstes Wachstum verzeichnen. Insgesamt konnten wir unser Einlagevolumen damit spürbar ausbauen.

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Im Anlagegeschäft haben wir unser Beratungsangebot aufgrund der Komplexität und Schnelligkeit der Kapitalmärkte intensiviert. Seit Juli 2011 haben wir unser neues Wertpapierberatungsmodell mit deutschlandweit rund 660 Wertpapierspezialisten eingeführt. Sie ermöglichen eine qualifizierte und kundenorientierte Wertpapierberatung und ergänzen die Beratungsleistung im Wertpapiergeschäft für anspruchsvolle und kapitalmarktnahe Kunden.

Die gesetzlichen Vorgaben zum Produktinformationsblatt (PIB) konnten termingerecht umgesetzt werden. Bereits ab Juli 2011 standen circa 14 000 PIBs zur Verfügung, auf die unsere Berater online zugreifen können. Bei der Erstellung der PIBs stand für uns neben der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen vor allem die Verständlichkeit im Vordergrund. Auch unabhängig von neuen aufsichtsrechtlichen Vorgaben werden wir die Qualität unserer PIBs im Rahmen des Projekts "Quality First!" ständig weiterverbessern.

Im Vorsorgegeschäft konnten wir gemeinsam mit dem Kooperationspartner Allianz weitere Angebote für unsere Kunden entwickeln. Mit rund 750 Spezialisten für Vorsorge- und Absicherungsbedarfe der Allianz, die wir exklusiv in unsere Beratung einbinden, ermöglichen wir flächendeckend einen hohen Standard. Nachgefragte Zielgruppenangebote sind Einkommenslösungen aus Vermögen, Absicherung für Kinder und Familien, Angebote für die Grundsicherung – das sind Haftpflicht, Berufsunfähigkeit und Pflegeabsicherung – sowie Vorsorgelösungen mit staatlicher Förderung. In Kooperation mit der Wüstenrot Bauspar AG wurden die gesetzten Ziele bereits im ersten Jahr erreicht und das Wachstumsfeld Baufinanzierung und Bausparen ausgebaut. Rund 170 Bauspar- und Finanzierungsspezialisten der Wüstenrot sind exklusiv in der Bank eingesetzt. Im Jahr 2011 wurden erste Wachstumsmaßnahmen entwickelt, so wird die Anzahl der Spezialisten aufgrund der Kundennachfrage bis zum Jahr 2015 weiter ausgebaut.

Durch attraktive Konditionen und Produkte in der Immobilienfinanzierung konnten wir das Neugeschäftsvolumen der Commerzbank deutlich um 17% gegenüber dem Jahr 2010 erhöhen und so unser Geschäft in der klassischen Baufinanzierung konsequent auf Wachstum ausrichten. Das Ratenkreditgeschäft konnte die Commerzbank auch im Jahr 2011 über die Commerz Finanz GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen mit der BNP Paribas Personal Finance, ausbauen. Zum profitablen Wachstum trugen hier die Einführung des neuen Autokredits mit attraktiven Konditionen sowie die Ansprache von Point-of-Sale-Kunden im Einzelhandel über das Kundenbetreuungszentrum der Commerz Finanz GmbH bei.

Im Bereich Mobile Banking haben wir unser Produktangebot erweitert. Seit Februar stehen unseren Kunden Banking-Apps für das iPhone und Android-Smartphones zur Verfügung. Außerdem bieten wir ein spezielles Mobile-Banking-Webportal an, das prinzipiell mit jedem internetfähigen Mobiltelefon beziehungsweise Smartphone genutzt werden kann.

Im Laufe des Jahres 2011 hat auch der Commerz Direktservice – das Callcenter der Commerzbank, das im Jahr 2010 noch dem Direct Banking zugeordnet war – die Integration erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden mit Abschluss der Kunden- und Produktdatenmigration alle Prozesse auf den Zielbetrieb der neuen Commerzbank ausgerichtet und auch die IT-Infrastruktur angepasst und modernisiert. Die durchschnittlich 580 Mitarbeiter der Gesellschaft haben im Geschäftsjahr 2011 rund 6,9 Millionen Kundenanliegen professionell und kompetent zur Zufriedenheit der Kunden betreuen können.

Geschäftskunden – Kompetenzen gebündelt

Für unsere Geschäftskunden – Unternehmen und Selbstständige mit einem Jahresumsatz bis 2,5 Mio. Euro – haben wir unser Leistungsangebot im Berichtsjahr ausgeweitet und unsere Kompetenzen gebündelt. Damit konnten wir wichtige Weichen für ein nachhaltiges Wachstum in einem expandierenden Markt stellen. Unser Ziel ist es, die Hausbank für Geschäftskunden in Deutschland zu werden. Das heißt konkret: Wir sind für Unternehmer zuverlässiger Geschäftspartner in allen finanziellen Fragen, von der Abwicklung des Zahlungsverkehrs bis hin zum professionellen Liquiditätsmanagement.

Als Basis dafür haben wir im Juli 2011 in Ballungsgebieten 65 Geschäftskunden-Beratungszentren eröffnet. Der Kunde hat einen festen Ansprechpartner, der bei Bedarf von den breit aufgestellten Spezialistenteams unterstützt wird. Neben Spezialwissen in einzelnen Produktbereichen wie Wertpapier und Vorsorge bieten wir kompetente Ansprechpartner mit Branchenfokus zum Beispiel für Ärzte, Steuerberater oder Rechtsanwälte. Zur Sicherstellung eines hohen Qualitätsstandards in der Kundenberatung haben wir ein bundesweites Qualifizierungsprogramm für unsere Berater gestartet.

Das Leistungsangebot in den Kernproduktfeldern Zahlungsverkehr und Kredit haben wir im Jahresverlauf deutlich optimiert. So haben wir die Autopilotfunktion bei Tagesgeldkonten zur automatisierten Liquiditätssteuerung verbessert. Diese Funktion sorgt selbstständig für einen für den Kunden optimalen Transfer zwischen dem Giro- und dem Tagesgeldkonto. Im Kreditbereich haben wir den Beantragungsprozess mit deutlich verkürzten Entscheidungswegen kundenorientierter ausgerichtet und die Preisgestaltung insbesondere für Investitions- und Förderkredite angepasst.

Den Beratungsbedarf unserer Kunden haben wir in Beratungsinitiativen aufgegriffen. Dabei lag der vertriebliche Schwerpunkt für den geschäftlichen Teil im Zahlungsverkehrsund Kreditbereich und für den privaten Teil im Wertpapiergeschäft. Durch die aktive Beratung unserer Kunden ist es uns insbesondere im Bereich des Liquiditätsmanagements und der Einlagen gelungen, das Neugeschäft im Jahresverlauf deutlich zu steigern.

Wealth Management – Geschäftsmodell weiter ausgebaut

Im Wealth Management betreuen wir besonders vermögende Privatkunden bei komplexen Fragestellungen im Vermögensmanagement. Als einer der führenden Anbieter in Deutschland bieten wir mit inzwischen bundesweit 43 Standorten ein flächendeckendes Beratungsnetz. Hinzu kommt die Commerzbank International S. A. in Luxemburg (CISAL) als Kompetenzzentrum für das internationale Wealth Management. Mit dem markt-, sprach- und fachspezifischen Know-how unserer internationalen Expertenteams begegnen wir den individuellen Bedürfnissen global agierender vermögender Kunden. Zum Jahresende 2011 waren unseren rund 860 Mitarbeitern im Wealth Management über 35 000 Kundenmandate in Deutschland und Luxemburg mit einem Vermögen in Höhe von etwa 48 Mrd. Euro anvertraut.

Im Berichtsjahr haben wir den Ausbau unseres Leistungsportfolios im Wealth Management weiter vorangetrieben. So trifft das neue Angebot der "Individuellen Risikoanalyse" das gestiegene Risikobewusstsein unserer Kunden im schwierigen Marktumfeld und zeigt den Kunden konkret die Risiken in ihren Portfolios auf – unabhängig davon, ob die Depots bei uns oder bei Mitbewerbern liegen. Mit dem neuen "Immobilienreporting" bietet das zentrale Family Office maßgeschneiderte Analyse- und Bewertungslösungen an, die das gesamte Immobilienvermögen umfassen und eine Steuerung der Immobilieninvestments ermöglichen. Eine weitere neue Dienstleistung ist das "Wealth Planning" für individuelle finanzplanerisch erstellte Konzepte. Denn gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung an den Märkten ist es wichtig, alle Vermögensbestandteile einer intensiven Betrachtung zu unterziehen, um auf dieser Grundlage Investitionsentscheidungen zu treffen.

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  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen
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Daneben hat die Vermögensverwaltung im Jahr 2011 ihre Positionierung als aktiver Risikomanager auch in zum Teil heftigen Marktturbulenzen unter Beweis stellen können. Unsere Profile haben im Vergleich zu den Wettbewerbern überzeugend abgeschnitten. Zustimmung kam zudem aus der kritischen Öffentlichkeit: Wie schon im Vorjahr zeichnete das Magazin "Euro" die Vermögensverwaltung im Test mit der Bestnote "Sehr gut" aus. Ein weiterer Fokus im Wealth Management lag im Jahr 2011 – nicht zuletzt wegen des niedrigen Zinsniveaus – bei Finanzierungen. In enger Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank unterstützen wir Kunden bei den unterschiedlichsten privaten und unternehmerischen Vorhaben.

Ausblick

Im Filialgeschäft werden wir im laufenden Jahr 2012 die Integration abschließen. Dafür werden die verbleibenden Filialzusammenlegungen bis Ende des Jahres durchgeführt und die entsprechenden Integrationssynergien gehoben. Außerdem werden wir weitere Standorte auf die Filialmodelle der Zukunft umstellen. So können wir auch hier weiterhin signifikante Kosteneinsparungen erzielen.

Vorrangiges Ziel ist es, die Profitabilität im Filialgeschäft durch Qualität und Wachstum wieder nachhaltig zu steigern. Dafür werden wir unser bereits im Berichtsjahr gestartetes Programm "Kundenfokus" fortführen und unsere Geschäftsstrategien in den einzelnen Bereichen überprüfen und weiterentwickeln. Die im Jahr 2011 eingeleitete Neuausrichtung des Vertriebs im Privatkundengeschäft werden wir fortführen und unsere Beratung noch stärker am Bedarf der Kunden orientieren. Hierzu werden wir den Kundenbeirat neu aufstellen und diesen künftig auch stärker in die Weiterentwicklung unserer Angebotspalette einbeziehen. Zudem wird ab dem laufenden Jahr 2012 insbesondere auch die Zufriedenheit unserer Kunden in die Vergütung unserer Vertriebsmitarbeiter einfließen. Bei den leitenden Angestellten war die Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Kunden bereits in der Vergangenheit ein Bestandteil der variablen Vergütung. In diese wird ab dem Jahr 2012 zusätzlich auch die Zufriedenheit der Mitarbeiter einfließen.

Um unser Baufinanzierungsgeschäft weiter auszubauen und unseren Kunden hier jeweils das beste Produkt anbieten zu können, wollen wir ihnen künftig auch private Immobilienfinanzierungen konzernfremder Anbieter vermitteln. Falls das im Dezember 2011 gestartete Pilotprojekt in Hamburg positiv ausfallen sollte, planen wir eine bundesweite Einführung.

Direct Banking

Der Konzernbereich Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect Gruppe (comdirect bank AG und ebase GmbH). Mit einer Gesamtkundenzahl von rund 2,6 Millionen sowie 1,7 Millionen geführten Wertpapierdepots und 18,7 Millionen ausgeführten Wertpapiertransaktionen ist die comdirect Gruppe Marktführer im Onlinewertpapiergeschäft und überdies eine der führenden Direktbanken in Deutschland.

Weiter auf Wachstumskurs

Die comdirect Gruppe hat im Berichtsjahr das beste Ergebnis ihrer Unternehmensgeschichte erreicht und damit in einem volatilen Kapitalmarktumfeld die Solidität ihres Geschäftsmodells unterstrichen. Unterstützt haben die im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Orderzahlen ebenso wie das im Jahresdurchschnitt höhere Marktzinsniveau. Zugleich konnte die comdirect Gruppe an das starke Wachstum des Vorjahres anknüpfen. Sowohl im Direktbankgeschäft (comdirect bank) als auch im Geschäft mit institutionellen Partnern (ebase) legte die Kundenzahl deutlich zu. Die Kundendepots verzeichneten erfreuliche Nettomittelzuflüsse, die die negativen Kurseffekte weitgehend kompensierten.

Wichtigster Wachstumstreiber der comdirect bank war erneut der große Kundenzuspruch zum "Girokonto mit Zufriedenheitsgarantie" und zum "Tagesgeld PLUS". Darüber hinaus hat die comdirect bank ihr Produkt- und Leistungsspektrum vor allem im Onlinewertpapiergeschäft im Rahmen der Kampagne "Deutschlands Leistungsbroker" ausgebaut. Trader, Wertpapierinvestoren und -sparer profitierten von zahlreichen Produkt- und Serviceinitiativen. Hierzu zählten die Einführung einer Handelsplattform für Differenzkontrakte (CFDs) – mit der Commerzbank als Handelspartner – und Limitfunktionen im außerbörslichen Handel.

Die ebase hat ihre Angebotspalette ebenfalls erweitert; hier lag der Schwerpunkt auf speziellen Depotlösungen für Versicherungsunternehmen und Finanzvertriebe sowie auf White-Label-Konten. Darüber hinaus hat die ebase die technischen Voraussetzungen für ein Zinssponsoring durch diese Partner geschaffen. Sie können damit ihren Endkunden im Rahmen von Zinskampagnen attraktive Konditionen anbieten.

Dank der intensiven Marktbearbeitung hat die ebase im Berichtsjahr zusätzliche Depotbestände namhafter Partner gewonnen, darunter der Kapitalanlagegesellschaft KanAm Grund. Zusätzlich führte sie unter der Marke cominvest seit dem vierten Quartal 2011 das Direktgeschäft der Allianz Global Investors für die cominvest-Depots fort.

Ausblick

Die Strategie der comdirect Gruppe ist weiter darauf ausgerichtet, die Chancen im Direktbankenmarkt konsequent zu nutzen. Die comdirect bank will entlang ihres Strategieprogramms "complus" auch künftig wert- und renditeorientiert wachsen. Über Produktinitiativen und intensives Marketing sollen zusätzliche Kunden von den Vorzügen des Direktbank-Angebots überzeugt werden – zum Beispiel durch die Fortführung der Kampagne "Deutschlands Leistungsbroker" mit einem ganzheitlichen Angebot für ETFs als Einmalanlage oder Sparpläne; zudem soll für Banking-Kunden die Nutzung des Girokontos noch komfortabler werden. Bei der ebase liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung von Depot- und Kontolösungen für institutionelle Partner. Diese können ihren Endkunden künftig umfassende Bankdienstleistungen einschließlich Zahlungsverkehr und Anlagekonten anbieten.

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Ausblick Privatkunden

Das Marktumfeld für das Privatkundengeschäft hat sich im Zuge der Schuldenkrise in der zweiten Jahreshälfte weiter verschärft und dürfte auch im laufenden Jahr 2012 herausfordernd bleiben. So belastet in der Branche tendenziell zum einen das niedrige Marktzinsniveau den Zinsüberschuss, zum anderen die Unsicherheit bei den Anlegern den Provisionsüberschuss. Auch der Vertrauensverlust der Kunden wird Finanzdienstleister vor große Herausforderungen stellen. Darüber hinaus führen zusätzliche regulatorische Auflagen zu einer Intensivierung des Wettbewerbs.

Wir sehen in diesen veränderten Rahmenbedingungen die Chance, unsere Marktposition als Qualitätsanbieter auszubauen. Daher haben wir bereits im Jahr 2011 damit begonnen, unsere Strategie im Privatkundengeschäft neu auszurichten.

So wird unser neues Vertriebsmanagement ein wesentlicher Hebel für Qualität und Wachstum sein. Der Vertrieb rückt durch größere unternehmerische Freiheit näher an den Kunden und kann so die Basis für eine kontinuierliche Steigerung der Vertriebsleistung sowie für nachhaltiges Wachstum schaffen. Mit dem Programm "Kundenfokus" werden wir eine Vielzahl von Leistungen noch stringenter am Kunden ausrichten und wollen dadurch unsere Marktstellung weiter ausbauen. So planen wir für die kommenden Jahre, insbesondere unsere Erträge im Einlagen- und Kreditgeschäft zu steigern.

Nach vollständigem Abschluss der Integration gehen wir davon aus, den wesentlichen Anteil der vorgesehenen Synergien bis zum Jahr 2013 zu realisieren. Die in diesem Zusammenhang noch ausstehenden Zusammenlegungen eng beieinanderliegender Filialen werden bis Ende des Jahres 2012 abgeschlossen sein. Unsere Kostenbasis werden wir durch eine strenge Kostendisziplin und durch die kritische Überprüfung unserer Prozesse im Rahmen des Projekts "Commerzbank Exzellenz" weiter senken. Insgesamt erwarten wir daher im Segment Privatkunden auch für das Jahr 2012 eine weitere Steigerung des Operativen Ergebnisses.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Luxuriöse Individualität mit System: Seit mehr als 30 Jahren denkt CABINET um die Ecke. Mit maßgefertigten Schränken und Raumteilern hat sich die von Julia Greven und ihrem Team geführte Manufaktur in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld erfolgreich etabliert, unterstützt durch ebenfalls maßgefertigte Lösungen der Commerzbank.

Faszinierende Vielfalt. Das Konzept der Gleittür-Einbauten importierte Firmengründer Michael Greven aus den USA. Bald darauf begann er die eigene Produktion dieser Stauraumidee – in Deutschland Ende der 1970er-Jahre ein Novum. Aus der Weiterentwicklung und Perfektionierung entstand das vielfältige Programm von CABINET. Bis heute befindet sich das Unternehmen im Familienbesitz. In der zweiten Generation wird es von Tochter Julia Greven zusammen mit Frank Nowicki und Jens Leyrer geleitet.

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  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente
    • 101 Mittelstandsbank
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Mittelstandsbank

Das Segment Mittelstandsbank zählt mit seinen drei Konzernbereichen Mittelstand Inland, Großkunden&International und Financial Institutions zu den Kernsegmenten der Commerzbank. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden in Deutschland gebündelt. Der Konzernbereich Großkunden&International konzentriert sich auf die Betreuung sowohl von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro (sofern sie nicht als "Multinational Corporate" dem Segment Corporates & Markets zugeordnet sind) als auch auf kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie solche mit wesentlichen ausländischen Aktivitäten. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Sektor "Erneuerbare Energien" in diesem Konzernbereich angesiedelt. Als Spezialist für die weltweiten Außenhandelsaktivitäten der Commerzbank verantwortet der Konzernbereich Financial Institutions die Beziehung zu in- und ausländischen Banken, Finanzinstituten und Zentralbanken.

Das Berichtsjahr 2011 konnte die Mittelstandsbank auf Basis ihres kunden- und marktorientierten Geschäftsmodells erfolgreich abschließen und trotz Mehrbelastung durch die im ersten Halbjahr 2011 erfolgreich abgeschlossene Integration der Dresdner Bank ein Ergebnis auf dem hohen Niveau des Vorjahres erzielen.

Mittelstandsbank
Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 3 176 3 319 – 4,3
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 188 – 279 – 32,6
Verwaltungsaufwendungen 1 461 1 442 1,3
Operatives Ergebnis 1 527 1 598 – 4,4
Gebundenes Eigenkapital 5 378 5 545 – 3,0
Operative Eigenkapitalrendite (%) 28,4 28,8 – 0,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 46,0 43,4 2,6

Ergebnisentwicklung

Tabelle 4

Auch im Geschäftsjahr 2011 war das Segment Mittelstandsbank innerhalb der Kernbank Hauptergebnistreiber. Vor dem Hintergrund eines soliden konjunkturellen Marktumfelds im inländischen Heimatmarkt konnte das Segment Mittelstandsbank im Geschäftsjahr 2011 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 1 527 Mio. Euro ausweisen, nach 1 598 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Erträge vor Risikovorsorge erreichten im Berichtszeitraum 3 176 Mio. Euro und lagen damit um 4,3% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahres. Während auf der einen Seite die Erträge aus dem direkten Kundengeschäft anstiegen, belasteten auf der anderen Seite gegenüber Vorjahr niedrigere Bewertungseffekte. Der Zinsüberschuss lag mit 2 174 Mio. Euro um 4,5% über dem Vorjahreswert in Höhe von 2 081 Mio. Euro. Dies beruhte in erster Linie auf dem Beitrag des Einlagengeschäfts aufgrund eines leicht gestiegenen Einlagevolumens bei gleichzeitig höheren Margen. Im Kreditgeschäft waren sowohl

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die Volumina als auch die Margen – trotz der insgesamt verhaltenen Kreditnachfrage – stabil. Der Provisionsüberschuss stieg aufgrund des starken Außenhandels und steigender Erträge in den damit verbundenen Produktkategorien, aber auch durch zunehmende Nachfrage des Mittelstands nach Kapitalmarktprodukten auf 1 086 Mio. Euro, nach 983 Mio. Euro im Vorjahr. Das Handelsergebnis lag mit – 42 Mio. Euro, im Wesentlichen bedingt durch im Vorjahr enthaltene positive Bewertungseffekte aus Kreditsicherungsgeschäften, um 66 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Das Ergebnis aus Finanzanlagen betrug für den Berichtszeitraum – 51 Mio. Euro, was im Wesentlichen aus Bewertungen auf Anteilsbesitz resultierte. Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug im Berichtsjahr 11 Mio. Euro. Das Sonstige Ergebnis belief sich auf – 2 Mio. Euro, gegenüber 13 Mio. Euro im Vorjahr.

Aufgrund der im Berichtsjahr guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland waren für den Berichtszeitraum lediglich 188 Mio. Euro an Nettozuführungen für Risikovorsorge im Kreditgeschäft auszuweisen. Im Vorjahr war noch ein Betrag in Höhe von 279 Mio. Euro angefallen.

Der Verwaltungsaufwand lag mit 1 461 Mio. Euro um 1,3% nur leicht über dem Vorjahreswert in Höhe von 1 442 Mio. Euro, insbesondere aufgrund höherer Aufwendungen für Altersvorsorge.

Insgesamt erzielte das Segment Mittelstandsbank im Berichtsjahr 2011 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 1 527 Mio. Euro. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum war dies ein Rückgang um 4,4%.

Bei einem durchschnittlich gebundenen Eigenkapital von 5,4 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 28,4% (Vorjahreszeitraum: 28,8%). Die Aufwandsquote lag mit 46,0% (Vorjahreszeitraum: 43,4%) weiter auf einem hervorragenden Niveau.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Führende Bank für Firmenkunden in Deutschland

In einem durch die europäische Staatsschuldenkrise herausfordernden Marktumfeld stand die Mittelstandsbank ihren Kunden im In- und Ausland im Jahr 2011 als verlässlicher Finanzierungspartner unterstützend zur Seite. Unserer Position als führende Firmenkundenbank werden wir hierdurch insbesondere in unserem Kernmarkt Deutschland gerecht. Im gesamten Berichtsjahr war trotz eines uneingeschränkten Zugangs der Unternehmen zum Kreditmarkt insgesamt eine verhaltene Kreditnachfrage zu beobachten. Die positive Ratingmigration im Kreditportfolio zeigt, dass unsere Kunden solide finanziert aus der Finanzmarktkrise hervorgegangen sind. Im Anlagemanagement verzeichneten wir trotz eines niedrigen Marktzinsniveaus erfreuliche Zuwächse.

Integration der Dresdner Bank erfolgreich abgeschlossen

Das erste Halbjahr 2011 war in der Mittelstandsbank mit der Kunden- und Produktdatenmigration im April und der räumlichen Zusammenführung von rund 150 regionalen Standorten in die jeweiligen Zielobjekte noch stark durch die finale Phase der Integration der Dresdner Bank geprägt. Vor allem die regionale Umsetzung unserer neuen Organisationsstruktur konnte deutlich früher als erwartet abgeschlossen werden, sodass wir für unsere Kunden ein deutlich optimiertes Betreuungsmodell sowie die Ausweitung und Vereinheitlichung des Produktangebots geschaffen haben.

  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen

    - 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 91 Entwicklung der Segmente

    • 101 Mittelstandsbank 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht
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Leistungsfähiger und kompetenter Partner im Auslandsgeschäft

Unsere gewachsene Bedeutung in der Abwicklung des internationalen Geschäfts, verbunden mit einer unverändert starken weltweiten operativen Präsenz, bietet die solide Basis dafür, unsere Kunden im In- und Ausland bei ihren internationalen Aktivitäten zu begleiten. Durch die Ausweitung des Produktangebotes um Renminbi-Konten im Jahr 2011 bietet die Commerzbank ihren Kunden auch die Möglichkeit, ihre Handelsgeschäfte in der chinesischen Landeswährung abzuwickeln und dazu Renminbi-Konten zu unterhalten. Eine wichtige Säule bildet das klassische kommerzielle Auslandsgeschäft. Keine andere deutsche Bank hat im vergangenen Jahr mehr eröffnete Akkreditive zugunsten deutscher Exporteure abgewickelt als die Commerzbank. Unser Angebot umfasst neben der Finanzierung von Exporten mit staatlicher Absicherung (Euler Hermes) auch Lösungen wie den Ankauf privat gedeckter Exportforderungen, der ein Alleinstellungsmerkmal im Markt genießt. Für das abgelaufene Geschäftsjahr haben wir unser Angebot an unsere Firmenkunden zur Risikoabsicherung im internationalen Geschäft unvermindert aufrechterhalten. Auch auf der Betreuungsseite haben wir unseren internationalen Auftritt verstärkt. Im Jahr 2011 hat die Mittelstandsbank Unternehmen über den Kernmarkt Deutschland hinaus kompetent und erfolgreich begleitet. So können wir mit der Eröffnung der Filiale Zürich im August 2011 auch in der Schweiz eine bedarfsgerechte Betreuung unserer international agierenden Kunden anbieten.

Erneut beste Bank für Cash Management in Deutschland

Die Leistungsfähigkeit unseres Cash Managements wurde durch eine Umfrage der Fachzeitschrift "Euromoney" bestätigt. Auch für das Jahr 2011 wurde die Commerzbank zur besten Cash-Management-Bank in Deutschland gewählt. Damit konnten wir unseren bereits im Vorjahr errungenen Titel erfolgreich verteidigen und unser hohes Service- und Leistungsniveau im Zahlungsverkehr, Cash Pooling und Treasury Management erneut eindrucksvoll unter Beweis stellen.

Beratungsleistungen mit Fokus auf bedarfsorientierten Lösungen

Im Bereich des Anlage- und Risikomanagements konnten wir unsere Firmenkunden im Berichtsjahr erneut von dem Nutzen maßgeschneiderter Kapitalmarktprodukte gerade in volatilen Zeiten überzeugen. So erzielten wir in diesem Geschäftsbereich erneut zweistellige Wachstumsraten gegenüber dem Vorjahr. Erste Plätze in den Bereichen Währungs- und Risiko- sowie Rohstoffpreismanagement bei der Wahl des "Deutschen Risk-Derivate-Rankings" unterstreichen die Leistungsfähigkeit der Commerzbank in diesen Kategorien. Unsere Marktstellung bei der Akquisition stabiler Einlagevolumina konnten wir weiter ausbauen, was auch mit Blick auf die bevorstehenden regulatorischen Anforderungen unter Basel III eine erfreuliche Entwicklung darstellt. Unsere viel beachtete Studie zum Thema Rohstoffe und Energie aus der Reihe "UnternehmerPerspektiven" zeigt deutlich, dass Firmenkunden weiterhin intensiven Bedarf an Rohstoffabsicherungen haben. In Zeiten großer Preisschwankungen schaffen wir über unser quartalsweise erscheinendes Rohstoffradar Transparenz und geben unseren Kunden über die Absicherung bislang volatiler Positionen Planungssicherheit.

Mittelstand Inland

Im Konzernbereich Mittelstand Inland konzentrieren wir uns auf die Betreuung mittelständischer Kunden mit einem Umsatz zwischen 2,5 und 500 Mio. Euro, Kunden des öffentlichen Sektors und institutionelle Kunden. Mit unserer konsequenten Ausrichtung auf langfristige Geschäftspartnerschaft sind wir der strategische Partner unserer Kunden. Unsere Vertriebsorganisation verfügt mit rund 150 Standorten über ein enges Vertriebsnetz, das unseren Kunden eine kompetente und bedarfsorientierte Vor-Ort-Betreuung durch unsere Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten bietet. Strategischer Erfolgsfaktor ist hierbei unsere Kundennähe.

Breites Produktangebot für den Mittelstand

Als strategischer Geschäftspartner haben wir uns einem kunden- und marktorientierten Betreuungsansatz verpflichtet. Unser Anspruch ist es, unseren Kunden ein bedarfsgerechtes Produktangebot aus Finanzierungslösungen, Cash und Treasury Management, Zahlungsverkehr, Auslandsgeschäft und Risikomanagement zu marktgerechten Konditionen zu bieten. So ermöglichen wir auch kleineren mittelständischen Kunden durch die enge Zusammenarbeit mit dem Segment Corporates& Markets den Zugang zum Kapitalmarkt.

Kompetente und verlässliche Finanzierung des Mittelstands

Die Commerzbank sieht sich in besonderer Verantwortung als wichtigster Kreditgeber des deutschen Mittelstands. Mit der klassischen Kreditfinanzierung und dem Angebot innovativer Ausgestaltungen stehen wir dem breiten Mittelstand zur Seite. Mittlere und größere mittelständische Unternehmen werden bei der Ausarbeitung maßgeschneiderter und individueller Finanzierungslösungen zusätzlich durch Experten aus dem Bereich des Financial Engineerings unterstützt. Dabei beziehen wir neben den klassischen Finanzierungsinstrumenten auch Produkte wie Leasing, Factoring, Borrowing Base und Mezzanine mit ein. Dies ermöglicht auch die finanzielle Begleitung komplexer Wachstumsstrategien unserer Kunden.

Um unserem Anspruch als führende Mittelstandsbank umfassend gerecht zu werden, stehen im Bereich Financial Engineering bundesweit rund 200 hoch qualifizierte Finanzierungsspezialisten für die Beratung zur Verfügung. Durch eine konsequente Branchenaufstellung der Marktfolge, durch schlanke Kreditprozesse und kurze Entscheidungswege stellen wir schnelle Kreditentscheidungen sicher. Die Analyse "Zukunftsfähigkeit" findet in vielen Branchen bei der Kreditentscheidung Anwendung und ergänzt die bankübliche ratingbasierte Bewertung um die individuelle, zukunftsgerichtete und branchenspezifische Einschätzung von Geschäftsmodellen unserer Kunden. Gerade in einem volatilen Marktumfeld erlaubt uns dies eine bessere Einschätzung der Markt- und Wettbewerbsposition eines Unternehmens, losgelöst von Finanzkennzahlen und Planungsgrößen.

Ein besonderes Anliegen war uns auch im vergangenen Jahr, die Investitionsvorhaben unserer Kunden durch Weiterleitung zinsgünstiger öffentlicher Förderkredite zu unterstützen. Zur weiteren Optimierung des Fördermitteleinsatzes haben wir eine neue Beratungssoftware eingeführt und in diesem Zusammenhang umfangreiche Mitarbeiterschulungen vorgenommen.

Steigende Nachfrage individueller Finanzierungslösungen

Ungeachtet zunehmender Unsicherheiten verzeichneten wir im Jahr 2011 – mit Schwerpunkt im ersten Halbjahr – insgesamt eine gute Nachfrage nach strukturierten Krediten zur Wachstumsfinanzierung, unter dem Eindruck des zunächst positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeldes verschärfte sich jedoch auch der Wettbewerbsdruck. Der Erfolg unserer mittelständischen Konsortialfinanzierungen, die wir unter der Bezeichnung "Club Deal" anbieten, unterstreicht das Bedürfnis nach maßgeschneiderten Finanzierungslösungen. Des Weiteren war die Nachfrage nach Finanzierungen im Zusammenhang mit Akquisitionen mittelständischer Unternehmen lebhaft. Wir konnten zahlreiche Transaktionen sowohl von Finanzinvestoren als auch im Corporate-to-Corporate-Bereich begleiten.

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Ausblick

Im laufenden Jahr 2012 wollen wir unsere starke Position im Geschäft mit inländischen Mittelständlern weiter ausbauen und deren Wachstum aktiv begleiten. Unser auf langfristige Geschäftspartnerschaft und Kundennähe basierendes Geschäftsmodell ermöglicht es uns dabei, unsere Präsenz am Kunden zu steigern und dieses wichtige Geschäftsfeld der Mittelstandsbank nachhaltig zu fördern. Potenzial sehen wir hierbei nach wie vor in dem Ausbau unserer Geschäftsbeziehungen im kleineren Mittelstand. Dabei wollen wir den klassischen mittelständischen Kunden in unserem Heimatmarkt weiterhin in allen Produktbereichen uneingeschränkt als kompetente Hausbank partnerschaftlich und vertrauenswürdig zur Seite stehen.

Großkunden & International

Der Konzernbereich Großkunden & International verantwortet die Betreuung von Firmenkunden mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro sowie die Betreuung kleinerer kapitalmarktaffiner Konzerne und Unternehmen mit hauptsächlich ausländischen Aktivitäten. Innerhalb Deutschlands erfolgt die Betreuung der inländischen Großkunden in sieben Großkundencentern. Zudem liegt in diesem Konzernbereich die Verantwortung für das Kompetenzcenter für erneuerbare Energien, das Kunden dieses Sektors bei ihren Vorhaben professionell begleitet. Dazu gehören die Betreuung von Unternehmen, die mehr als die Hälfte ihres Umsatzes mit erneuerbaren Energien erbringen, sowie die Projektfinanzierung für Kraftwerke dieser Technologien.

Fokussierung auf Geschäft mit Deutschlandbezug

Für den Großteil unserer Firmenkunden ist die internationale Ausrichtung Teil ihres Geschäftsmodells. Als verlässlicher Partner stehen wir unseren deutschen Firmenkunden bei ihren internationalen Aktivitäten kompetent zur Seite. Hierbei profitieren unsere Kunden von unserer breiten Kenntnis des jeweiligen Marktes. Den gestiegenen Anforderungen an die internationale Betreuung können wir im Ausland durch die konsequente Umsetzung unseres leistungsstarken und bewährten Betreuungsmodells aus Firmenkundenbetreuer und Produktspezialisten optimal gerecht werden. Dafür bildet ein umfassendes lokales Netzwerk und weites Länder-Know-how den Grundstein. Weitere Unterstützung erhalten unsere Kunden durch den International Desk, einer zentralen Serviceeinheit, die basierend auf Interkulturalität und Erfahrungen langjähriger Auslandsaufenthalte Hilfestellung zum Auf- und Ausbau von Geschäft in fremden Märkten gibt. Ergänzend stehen wir ausländischen Unternehmen auf ihrem Weg in den deutschen Markt zur Verfügung und fokussieren uns insofern auf Geschäft mit Bezug zu unserem deutschen Kernmarkt.

Erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Segment Corporates & Markets

Gerade große Unternehmen suchen anspruchsvolle Finanzierungslösungen auch unter Einbeziehung des Kapitalmarkts – vom klassischen Commercial Banking hin zu umfassenden Finanzierungslösungen mit Corporate-Finance-Produkten. Vor diesem Hintergrund hat sich unser Konzept der engen Kooperation mit dem Segment Corporates& Markets bewährt. So schätzen unsere Kunden den produktübergreifenden Beratungsansatz des Corporate Finance Advisory und die daraus entstehenden individuellen und strategischen Lösungen, die in enger Zusammenarbeit mit Branchen- und Produktspezialisten umgesetzt werden.

Die Energiewende begleiten

Bereits vor dem Beschluss zur Energiewende war die Commerzbank mit dem Kompetenzcenter "Erneuerbare Energien" in diesem zukunftsgerichteten Geschäftsfeld aktiv. Mit unserer umfangreichen Erfahrung in der Finanzierung erneuerbarer Energien verstehen wir uns als strategischer Partner für unsere Kunden in dieser Branche. Im Geschäftsjahr 2011 haben wir Projektfinanzierungen in Deutschland und Europa mit einem Volumen von rund 800 Mio. Euro begleitet. Damit gehören wir zu den Marktführern in Europa. Besonders hervorzuheben ist hierbei das erstmalige Engagement der Commerzbank in mehreren Finanzierungen für Offshore-Windparks.

Ausblick

Im Konzernbereich Großkunden & International wollen wir unser Produktangebot weiter anpassen, um unseren Kunden auch zukünftig innovative Finanzierungslösungen anbieten zu können. Für das Jahr 2012 rechnen wir mit einer weiteren Stärkung des Corporate-Finance-Geschäfts. Im Einklang mit den künftigen Liquiditätsanforderungen unter Basel III erarbeiten wir bereits heute Finanzierungslösungen, die einen effizienten Kapitaleinsatz gewährleisten. Insgesamt wollen wir sicherstellen, dass unsere Kunden auch weiterhin national und international von unserem nachhaltigen Betreuungsansatz profitieren.

Financial Institutions

Über ein weltweites Netzwerk von rund 7000 in- und ausländischen Kreditinstituten sowie Zentralbanken verantwortet der Konzernbereich Financial Institutions die weltweiten Außenhandelsaktivitäten der Commerzbank mit Banken und unterstützt andere Konzernbereiche in deren internationalen Tätigkeiten. Die Kompetenz und Leistungsstärke des Konzernbereichs liegt in der Abwicklung des Auslandszahlungsverkehrs, Absicherung von Außenhandelsrisiken und Finanzierung von Außenhandelsgeschäften. Darüber hinaus stehen wir unseren Kunden mit bilateralen Krediten zur Verfügung, begleiten sie bei syndizierten Krediten und bieten gemeinsam mit dem Segment Corporates&Markets Lösungen für ein aktives Risikomanagement an.

Starke Marktposition behauptet

Gemäß SWIFT gehört die Commerzbank bei der Abwicklung von Außenhandelsgeschäften in der Eurozone zu den führenden Instituten in Europa. Der Marktanteil im Jahr 2011 bei der Abwicklung von Exportakkreditiven betrug 11,5% und des Auslandszahlungsverkehrs 3,7%. Im Jahr 2011 haben wir unsere Position als eine der führenden Banken im Cash-Services-Bereich durch die Erweiterung unseres Produktangebots um Renminbi-Konten ausgebaut. Diese Maßnahme unterstützt unsere Kunden bei der Abwicklung von weltweiten Handelsund Zahlungsströmen. Auch im Produktbereich Trade Services haben wir unsere starke Position gehalten, begünstigt durch die Steigerung des deutschen Exportvolumens im Jahr 2011 auf über 1 Bio. Euro. Das Bedürfnis der deutschen Exportindustrie, dieses Exportvolumen durch die Commerzbank absichern zu lassen, nahm im Berichtsjahr weiter zu. Infolge der Verwerfungen an den Märkten und der europäischen Schuldenkrise haben wir unsere Kunden im Bereich Banking Products vornehmlich bei syndizierten Transaktionen in Nichteuroländern begleitet. Im Vertrieb der Market Products arbeiten wir eng mit dem Segment Corporates& Markets zusammen. Dies ermöglicht uns, das Liquiditätsmanagement für unsere Kunden effizient zu gestalten.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 107

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Globale Präsenz erweitert

Unser Relationship-Management mit Sitz in Frankfurt verfolgt einen globalen Betreuungsansatz, unterstützt durch ein weltweites Vertriebsnetz von rund 40 Repräsentanzen und Financial Institutions Desks in allen wichtigen Wirtschaftsräumen. Durch die Eröffnung einer Repräsentanz in Tiflis haben wir unser Vertriebsnetz ausgeweitet und ergänzen damit das operative Stützpunktnetz der Commerzbank von rund 60 Standorten in 50 Ländern. Der Konzernbereich Financial Institutions bietet seinen Kunden durch die Financial-Institutions-Relationship-Manager eine umfassende Beratung und Betreuung. Diesen steht eine Vielzahl von qualifizierten Produkt- und Risikospezialisten – auch aus anderen Einheiten der Commerzbank – zur Seite.

Ausblick

Aufgrund der Unsicherheiten in den Euromärkten wollen wir vor allem in den Schwellenländern außerhalb der Eurozone selektiv weitere Repräsentanzen eröffnen, um die Chancen einer dynamischen Entwicklung der Welthandelsströme zu nutzen. Unser Ziel ist es, Produktlösungen zu entwickeln, die auf die Ansprüche und Bedürfnisse unserer Kunden zugeschnitten sind. Vor diesem Hintergrund planen wir, im Jahr 2012 die Prozesse in der Dokumentenabwicklung zu optimieren, unsere Produktpalette im Bereich Trade Services zu erweitern und ein spezielles Trade-Sales-Team zu etablieren. Im Zuge der weiteren Verschärfung der Eigenkapitalregelung sind wir bestrebt, die Ressource Eigenkapital noch effizienter zu nutzen.

Ausblick Mittelstandsbank

Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Weltwirtschaft und der anhaltenden europäischen Schuldenkrise erwarten wir für das Jahr 2012 eine stark verlangsamte Expansion der deutschen Wirtschaft. Der Ifo-Geschäftsklimaindex geht aktuell von einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von nur noch leicht über 0% aus. Aufgrund der prognostizierten Eintrübung der Wirtschaftslage rechnen wir auch mit Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden. In diesem Zusammenhang erwarten wir in den kommenden Jahren einen Anstieg der aktuell sehr niedrigen Risikovorsorge. Die verschärften aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden die Kreditkapazitäten der Banken beeinträchtigen. Dies dürfte zu einem regulatorisch bedingten Rückgang von kapitalintensivem Geschäft führen. Mit unserem Geschäftsmodell und unserer starken Kundenbasis sind wir hierauf gut vorbereitet. Unser klares Bekenntnis zum deutschen Mittelstand werden wir aufrechterhalten und den mit unseren Kunden begonnenen zukunftsgerichteten, partnerschaftlichen Dialog auch im Jahr 2012 zielorientiert fortsetzen. Dieses unterstreichen wir durch die Berücksichtigung der Kundenzufriedenheit als Bestandteil der variablen Vergütung unserer Betreuer und Spezialisten. Zudem reagieren wir auf regulatorische Änderungen durch ein aktiveres Management unseres Portfolios. Unsere Erträge wollen wir im laufenden Jahr 2012 steigern und haben dazu bereits diverse Initiativen im Rahmen der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms "Kurs: Marktführer" gestartet. Daneben steht eine Entlastung der Kostenbasis.

Mit Wirkung vom 1. Januar 2012 wurde die Zuständigkeit der Commerzbank Eurasija, der Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie der Commerzbank Zrt. von der Central-&- Eastern-Europe-Holding an die Mittelstandsbank übertragen. Dadurch können unsere Einheiten in Osteuropa noch stärker vom wachsenden Geschäftspotenzial deutscher Unternehmen im Cross-Border-Geschäft und dem erfolgreichen Geschäftsmodell der Mittelstandsbank im internationalen Geschäft profitieren.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Wenn der Frost kommt: Mit sinkenden Temperaturen steigt der Energiebedarf. Die Tanklastzüge von BALTYKGAZ kommen ins Rollen. Unter der Leitung von Roman Slagowski hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Flüssiggaslieferanten in Polen entwickelt. Die BRE Bank – eine Tochter der Commerzbank – stellte dafür die finanziellen Ressourcen bereit.

Voller Energie. Sei es für Ein- und Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude und Industrieanlagen oder einfach nur für Autos: BALTYKGAZ Sp. z o.o. schafft mit der Installation von Flüssiggasanlagen die Voraussetzung dafür, dass Energie fließt. Den Schwerpunkt hat Geschäftsführer Roman Slagowski auf die Distribution gelegt. BALTYKGAZ liefert in ganz Polen aus – und macht unabhängig von Leitungsnetzen.

BALTYKGAZ, Rumia/Polen Zusammenarbeit seit 2010 (BRE Bank)

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Central & Eastern Europe

Das Segment Central&Eastern Europe (CEE) umfasste im Berichtsjahr die Aktivitäten der polnischen Tochter BRE Bank, der ukrainischen Bank Forum, der russischen Commerzbank Eurasija, der ungarischen Commerzbank Zrt., unserer Filialen in Tschechien und in der Slowakei sowie Minderheitsbeteiligungen an sieben Mikrofinanzbanken und der russischen Promsvyazbank. Die Aktivitäten sind unter dem Dach einer Management-Holding zusammengefasst, die Center of Competence und Schnittstelle von und zu den Konzerneinheiten ist. Sie setzt und überwacht Konzernziele in CEE auf Markt- und Risikoseite, realisiert operative Exzellenz und entwickelt Wachstumsinitiativen in der Region. Der strategische Fokus im Segment Central&Eastern Europe liegt auf dem Universalbankgeschäft und dem Direct Banking.

Während sich im ersten Halbjahr 2011 die positive konjunkturelle Entwicklung des Vorjahres auch in den Ländern Mittel- und Osteuropas fortsetzte, stand die Region in der zweiten Jahreshälfte zunehmend unter dem Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise. Obwohl sich dies in einem gedämpften Wachstum widerspiegelte, hat das Segment Central & Eastern Europe in diesem Marktumfeld ein sehr gutes Ergebnis erzielt. Dazu hat die polnische BRE Bank mit einem Rekordergebnis wesentlich beigetragen. In der Ukraine verbesserten eine gesunkene Risikovorsorge, der weitere Portfolioabbau und fortlaufende Maßnahmen zur Effizienzsteigerung das Ergebnis der Bank Forum deutlich. Die kleineren Firmenkundeneinheiten in Russland und Mitteleuropa konnten das Geschäftsjahr durchgehend positiv abschließen.

Ergebnisentwicklung

Central & Eastern Europe

Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 1 157 979 18,2
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 89 – 361 – 75,3
Verwaltungsaufwendungen 585 565 3,5
Operatives Ergebnis 483 53
Gebundenes Eigenkapital 1 723 1 628 5,8
Operative Eigenkapitalrendite (%) 28,0 3,3 24,8
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 50,6 57,7 – 7,2

Tabelle 5

Das Segment Central&Eastern Europe konnte im Berichtsjahr sein Operatives Ergebnis auf 483 Mio. Euro, nach 53 Mio. Euro im Jahr 2010, deutlich steigern.

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

Die Erträge vor Risikovorsorge stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 178 Mio. Euro auf 1 157 Mio. Euro. Der Zinsüberschuss im Segment lag mit 648 Mio. Euro nur leicht unter dem Niveau des Geschäftsjahres 2010. Während das Zinsergebnis unserer polnischen Tochtergesellschaft BRE Bank von der guten Entwicklung im Einlagen- und Kreditgeschäft profitieren konnte, blieben die zinsabhängigen Ergebnisse in anderen Regionen hinter dem Vorjahresniveau zurück. Der Provisionsüberschuss profitierte insbesondere von der starken Produktnachfrage im Privatkundengeschäft der BRE und verbesserte sich um 4,3% auf 217 Mio. Euro. Das Handelsergebnis stieg auf 251 Mio. Euro gegenüber 73 Mio. Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus Bewertungseffekten im Zusammenhang mit der beschlossenen Veräußerung des Anteils der Commerzbank an der russischen Promsvyazbank.

Aufgrund einer spürbaren Entlastung bei den Vorsorgen für das Kreditgeschäft der Bank Forum und der BRE Bank, verringerte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft deutlich von 361 Mio. Euro auf 89 Mio. Euro.

Die Verwaltungsaufwendungen lagen im Berichtszeitraum bei 585 Mio. Euro. Der Anstieg um 3,5% beruhte im Wesentlichen auf wachstumsbedingt höheren Personalaufwendungen bei der BRE Bank.

Das Ergebnis vor Steuern des Segments Central&Eastern Europe belief sich im Berichtsjahr auf 483 Mio. Euro. Gegenüber dem Vorjahr war dies ein Anstieg um 430 Mio. Euro.

Bei einem durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital von 1,7 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 28% (Vorjahr: 3,3%). Die Aufwandsquote lag bei 50,6% gegenüber 57,7% im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Berichtsjahr lag der Schwerpunkt unserer Aktivitäten auf organischen Wachstumsinitiativen, Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz sowie dem weiteren wertorientierten Abbau unseres Kreditportfolios. Darüber hinaus wurden im Segment die strategischen Weichen zum weiteren Ausbau des Universalbankgeschäfts und der Direct-Banking-Aktivitäten gestellt. Der Fokus wurde verstärkt auf große Kernmärkte wie beispielsweise Polen gelegt, die ein überdurchschnittliches Wachstum ermöglichen und in denen eine Marktposition in den vorderen Rängen erzielt werden kann.

Im Zuge der weiteren Fokussierung auf das Wachstum mit Universalbankmodellen wurde beschlossen, das Firmenkundengeschäft kleinerer CEE-Einheiten stärker auf die Geschäftsmodelle der Segmente Mittelstandsbank und Corporates& Markets auszurichten.

Im Berichtsjahr überzeugten wir eine wachsende Kundenanzahl von unserem Produktund Leistungsangebot. Diese erhöhte sich im Jahresverlauf um rund 265 000 auf nahezu 4,5 Millionen Kunden. Die Commerzbank ist damit die führende deutsche Bank in Mittelund Osteuropa. Rund 8 000 Vollzeitkräfte betreuen unsere Kunden in 478 Geschäftsstellen. Die Zahl der Cross-Border-Kunden stieg durch länderübergreifende Vertriebsinitiativen um 17,6% auf über 4 600.

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BRE-Bank-Gruppe

Die BRE Bank feierte im Berichtsjahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Als Nischenbank im Exportgeschäft gestartet, zählt sie heute als drittgrößtes Institut zu den profitabelsten Banken Polens. Aktuell werden bei der BRE Bank rund 3,9 Millionen Kunden betreut. Die Geschäftsaktivitäten umfassen das Privat- und Firmenkundengeschäft sowie Investmentbanking-Aktivitäten.

Die polnische Wirtschaft entwickelte sich im Jahr 2011 mit einem Wachstum von gut 4% dynamischer als im Vorjahr. Neben dem Exportgeschäft hat dazu eine vergleichsweise robuste private Inlandsnachfrage in Polen beigetragen. In diesem Marktumfeld hat die BRE Bank ihr bisher bestes Ergebnis seit Bestehen erzielt. Der Beitrag der BRE-Bank-Gruppe zum Operativen Ergebnis des Segments erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 73% auf einen Rekordwert in Höhe von 329 Mio. Euro. Wesentliche Treiber sind die sehr gute Entwicklung und deutlich gestiegene Erträge im Privatkundengeschäft. Die Risikovorsorge entwickelte sich positiv und lag mit 60 Mio. Euro um 62% unter dem Vorjahreswert. Zudem wurden die laufenden Kosten, durch kontinuierliches Kostenmanagement, nur moderat gesteigert. Die Cost-Income-Ratio verbesserte sich entsprechend auf knapp 51% im Jahr 2011 gegenüber rund 52% im Vorjahr. Die starke Eigenkapitalbasis zeigte sich in einer soliden Eigenkapitalquote von 15% im Jahr 2011 gegenüber 15,9% im Vorjahr.

Mehr Kunden und ein stärkeres Leistungsangebot

Wesentliche Treiber für die positive Entwicklung der BRE Bank im Berichtsjahr waren eine Zunahme der Kundenzahlen und ein stärkeres Cross-Selling. Die Zahl der Privatkunden erhöhte sich um knapp 240 000 auf rund 3,9 Millionen, insbesondere durch die dynamische Entwicklung im Direct Banking der mBank in Polen, in Tschechien und in der Slowakei.

Im Jahresverlauf wurde das Angebot im Privatkundengeschäft der BRE Bank kontinuierlich weiterentwickelt. Das Leistungsspektrum wurde durch optimierte und neue Kredit-, Einlageund Anlageprodukte sowie durch neue Vertriebsprozesse in der mBank und in der Multibank weiter ausgebaut. Das Angebot zeichnet sich durch einen hohen Innovationsgrad aus, wie zum Beispiel Express-Onlinetransfers oder Kredite, die telefonisch beantragt und nach positivem Prescoring innerhalb von nur 15 Minuten bearbeitet werden. Darüber hinaus wurde das Mobile Banking der mBank weiterentwickelt und im Berichtsjahr via iPhone, iPad und Android-Systeme zugänglich gemacht. Seit dem Jahr 2011 ist die BRE Bank marktführender Anbieter für Produkte im elektronischen Zahlungsverkehr. Im Jahresverlauf wurden mehr als 100 000 Geldkarten herausgegeben, wodurch Kunden von einem sicheren und bargeldlosen Zahlungsmittel profitieren konnten, das sich mit flexiblen Geldbeträgen versehen lässt.

Im Firmenkundengeschäft der BRE Bank erreichte die Zahl der Geschäftskunden mit mehr als 14 000 einen Rekordwert. Im Jahresverlauf wurden fünf neue Firmenkundenfilialen eröffnet. Das Netzwerk umfasst aktuell 20 Filialbüros sowie 29 Firmenkundenfilialen. In Koszalin wurde das Pilotprojekt "Filiale der Zukunft" gestartet, das ein kombiniertes Angebot aus Leistungen im Privat- und Firmenkundengeschäft (BRE Bank, MultiBank) bietet. Auf diese Weise sollen operativ wie kostenseitig weitere Synergien gehoben werden.

Auch das Cross-Border-Geschäft wurde im Jahr 2011 erfolgreich vorangetrieben. Im Rahmen der engen Zusammenarbeit zwischen der Commerzbank und der BRE Bank wird für internationale Kunden ein passgenaues Service- und Produktangebot bereitgestellt. Zudem wurden ein neues Kundenmanagement-System implementiert, die Zusammenarbeit in unternehmensübergreifenden Vertriebsteams ausgebaut und Cross-Border-Kreditprozesse weiter gestrafft. Im laufenden Jahr überzeugte das grenzüberschreitende Angebot der BRE Bank viele Deutsch sprechende Kunden, die in Polen tätig sind. Die Zahl der Cross-Border-Kunden erhöhte sich um 435 auf insgesamt 2 733.

Vielfach ausgezeichnete Entwicklung

Die BRE Bank und ihre Tochterunternehmen wurden im Jahr 2011 vielfach ausgezeichnet. Unter anderem wurde die BRE Bank vom Magazin "Euromoney" im Wettbewerb "Euromoney Awards for Excellence" zur besten Bank Polens gewählt. Als herausragend beurteilte die Jury die überdurchschnittlich schnelle Entwicklung im Vergleich zu Mitbewerbern. Zugleich nominierte das Magazin "Global Finance" die BRE Bank in der Kategorie "Best Emerging Market Bank in CEE" zur besten Bank Polens. Darüber hinaus wurde die BRE Bank als beste Internetbank in der Region Mittel- und Osteuropa ausgezeichnet.

Ausblick

Für das Jahr 2012 wird damit gerechnet, dass die Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise auch in Polen zu einer Abschwächung des Wirtschaftswachstums führen werden. Für die Folgejahre wird wieder eine rasche Steigerung der Wachstumsraten erwartet. Die Geschäftstätigkeit der BRE Bank wird sich weiterhin dynamisch entlang heutiger und künftiger Kundenbedürfnisse ausrichten. Dabei steht die Steigerung des Ertragspotenzials und der Profitabilität im Vordergrund. Diese Ziele sollen durch ein fokussiertes Wachstum bei zugleich adäquater Risikoverteilung, einem effizienten Einsatz des Eigenkapitals und mit einer ausgeglichenen Liquiditätsstruktur erreicht werden.

Schwerpunkt im Privatkundengeschäft ist die Betreuung von vermögenden sowie jungen Kunden, die perspektivisch ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen. Zudem wird sich die BRE Bank verstärkt auf die individuellen Bedürfnisse von Unternehmensgründern und Kleinstunternehmern ausrichten. Darüber hinaus soll die Wahrnehmung als marktführender Anbieter technologischer Innovationen und moderner Bankdienstleistungen weiter untermauert werden.

Im Firmenkundengeschäft positioniert sich die BRE Bank als erste Adresse für mittelständische und große Unternehmen. Im Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen (SME) soll die Präsenz zunehmend ausgebaut werden und sich bei Großkunden durch verstärktes Cross-Selling im Transaktionsgeschäft weiter verfestigen. Im Cross-Border-Geschäft will die BRE ihre Position als bevorzugte Bank weiter ausbauen. Insbesondere Unternehmen aus deutschsprachigen Ländern, die zugleich große Handelspartner Polens sind, stehen hier im Fokus.

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Bank Forum

In der Ukraine hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Jahresverlauf von 4,2% im Jahr 2010 auf 5% verbessern können. Die positive Marktentwicklung stützt sich dabei insbesondere auf ein dynamisches erstes Halbjahr 2011, während sich ab der zweiten Jahreshälfte, bedingt durch den Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise, eine wirtschaftliche Abschwächung zeigte.

In einem volatilen Marktumfeld war bei der Bank Forum ein deutlich geringerer Verlust im Vergleich zum Vorjahr auszuweisen. Dazu beigetragen haben eine stark reduzierte Risikovorsorge sowie personelle, strukturelle und operative Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz. Die Zahl der Kunden erhöhte sich im Jahresverlauf um 6% auf rund 537 000. Das neue Online-Banking-Angebot der Bank Forum konnte innerhalb eines Jahres rund 32 500 Kunden überzeugen. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Imagekampagne mit dem Slogan "Business the German Way", die auch im Jahr 2011 wieder mehrfach international ausgezeichnet wurde.

Umbau zur fokussierten Universalbank schreitet voran

Im Jahr 2011 lag der Fokus auf dem weiteren strategischen Umbau der Bank Forum zu einer fokussierten Universalbank. In der ersten Jahreshälfte wurden zudem die Kompetenzen im Management neu ausgerichtet und das Team durch Neubesetzungen weiter gestärkt. Mit einem neuen Vertriebsansatz wurden wesentliche strategische Leitplanken gesetzt und die Filialpräsenz in der Ukraine weiter auf profitable Kundensegmente und wesentliche Ballungszentren ausgerichtet. In diesem Zusammenhang konnten weitere Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostenreduzierung umgesetzt werden. Die Zahl der Vertriebseinheiten verringerte sich von 194 auf 148. Zum Jahresende lag die Zahl der Mitarbeiter bei 2 275 Vollzeitkräften und damit 13,1% unter dem Vorjahreswert.

Im Jahresverlauf wurden weitere Anpassungen an Commerzbank-Standards vorangetrieben und Compliance-Prozesse wie auch internationale Risikomanagement-Standards (MARisk) weiterentwickelt und implementiert. Die interne Restructuring Unit erzielte im Jahresverlauf weitere Erfolge im Rahmen des wertorientierten Abbaus des Portfolios notleidender Kredite.

Ausblick

Für das Jahr 2012 gehen wir von einem gedämpften Wirtschaftswachstum in der Ukraine aus. Wesentliche Treiber sind vergleichsweise niedrige Exportpreise für Stahl sowie höhere Kosten für russische Gasimporte. Darüber hinaus besteht das Risiko einer massiven Abwertung der Landeswährung Hrywna (UAH), die trotz des Inflationsdrucks bisher durch fiskalpolitische Maßnahmen der ukrainischen Nationalbank gestützt werden konnte. In einem weiterhin herausfordernden Marktumfeld wird die Bank Forum den gezielten Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiter umsetzen. Zugleich wird der Umbau zu einer fokussierten Universalbank fortgeführt und das Leistungsangebot im Privat- und Firmenkundengeschäft weiter ausgebaut. Durch fortlaufende Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und durch Kosteneinsparungen im operativen Geschäft soll eine weitere Ergebnisverbesserung der Bank Forum erzielt werden.

Commerzbank CEE Subsidiaries&Branches

Commerzbank Eurasija

Im Jahr 2011 ist das russische Bruttoinlandsprodukt um 4% gewachsen. Die gedämpfte Inlandsnachfrage und das rückläufige Industriegeschäftsklima der zweiten Jahreshälfte wurden durch starke Energieexporte kompensiert. So konnte sich die Wirtschaft in Russland trotz der europäischen Staatsschuldenkrise vergleichsweise stabil entwickeln.

Der Fokus der Commerzbank Eurasija lag im Berichtsjahr auf dem Firmenkundengeschäft. Durch ein konzerneinheitliches Kundenbetreuungsmodell wurden im Berichtsjahr Synergieeffekte erzielt, die deutlich zum Erfolg des Cross-Border-Geschäfts in Russland beigetragen haben. Im Cash-Management und im internationalen Geschäft wurden für Firmenkunden verstärkt Leistungen im In- und Auslandszahlungsverkehr sowie individuelle Cash-Management-Lösungen weiterentwickelt. Zudem hat die Commerzbank Eurasija im Zuge eines Rahmenabkommens die Abwicklung von Exportakkreditiven und Garantien der Eurasian Development Bank (EDB) übernommen. Die EDB ist ein supranationales Finanzinstitut, das schwerpunktmäßig Projekte der GUS-Staaten finanziert.

Ausblick Für das Jahr 2012 gehen wir von einem Wirtschaftswachstum leicht unter Vorjahresniveau aus. Dank weiterhin stabiler Rohstoffpreise sollte die russische Wirtschaft vergleichsweise weniger durch die europäische Staatsschuldenkrise beeinträchtigt werden und weiter moderat wachsen.

Durch den Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation rechnen westliche Investoren zudem mit einer Stärkung der Handelsbeziehungen zu Russland. In diesem Marktumfeld wird die Commerzbank Eurasija im Segment Mittelstandsbank verstärkt von dem dort etablierten Leistungsspektrum profitieren. Zudem soll die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Cross-Border-Finanzierung mit anderen Konzerneinheiten in Asien, in Westeuropa und in den USA weiter ausgebaut werden.

Filialen in Tschechien und der Slowakei

Im Laufe des Jahres 2011 verlangsamte sich das Wachstum der tschechischen sowie der slowakischen Wirtschaft. Der Schwerpunkt der Aktivitäten im Geschäftsjahr 2011 lag sowohl in Tschechien als auch in der Slowakei auf dem Firmenkundengeschäft.

Im Berichtsjahr wurden die Geschäftsbeziehungen mit lokalen Tochtergesellschaften deutscher Unternehmen weiter gefestigt. Kleine und mittlere Unternehmen in Tschechien und in der Slowakei konnten von attraktiven mittel- und langfristigen Finanzierungen profitieren, die im Rahmen eines Abkommens mit der Europäischen Investitionsbank refinanziert wurden. Darüber hinaus wurden das Cash-Management und Finanzierungen für tschechische und slowakische Exporteure weiter ausgebaut. Trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Marktumfeldes wurde das internationale Geschäft mit lokalen Unternehmen weiter forciert und die Position als Hausbank gefestigt. In beiden Ländern wurde darüber hinaus die Qualität des Kreditportfolios weiter verbessert. Fachseminare für Kunden stärkten in Tschechien das Neugeschäft.

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Ein besonderes Augenmerk galt Exportfinanzierungen nach Russland. Im Jahresverlauf wurde in Tschechien zudem das neue Produkt "Enhanced Deposit" eingeführt, ein Termingeld mit einem attraktiven, garantierten Zinssatz. Dieses war insbesondere bei Bestandskunden gefragt und führte zu weiteren Geschäftsabschlüssen. In der Slowakei profitierte die Commerzbank insbesondere vom dokumentären Geschäft und überzeugte ihre Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen, zum Beispiel bei Exportfinanzierungen für den Umbau eines Wärmekraftwerks in Venezuela.

Ausblick Tschechien und die Slowakei sind aufgrund enger Handelsbeziehungen zu Westeuropa stärker abhängig vom Ausgang der europäischen Staatsschuldenkrise.

Für das Jahr 2012 gehen Marktbeobachter aufgrund einer geringeren Inlands- und Exportnachfrage von einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums aus. In den folgenden Jahren wird für beide Länder wieder ein deutlich stärkeres Wachstum des Bruttoinlandsproduktes erwartet. Mit der Überleitung der Einheiten zum Segment Mittelstandsbank liegt der Fokus der Geschäftstätigkeit noch stärker auf dem Mittelstand. Zugleich ist eine Ausschöpfung von weiterem Potenzial im Cross-Border- und Auslandsgeschäft geplant.

Commerzbank Zrt., Budapest

Im Berichtsjahr lag das Wirtschaftswachstum in Ungarn leicht über Vorjahresniveau. Der ungarische Finanzdienstleistungssektor stand unter dem negativen Einfluss der europäischen Staatsschuldenkrise und regulatorischen Belastungen, beispielsweise der im Jahr 2010 eingeführten Bankensteuer. In einem herausfordernden Marktumfeld hat die Commerzbank Zrt. ein positives Ergebnis erzielt.

Der Fokus der Commerzbank Zrt. lag im Jahr 2011 auf dem Firmenkundengeschäft. Einer angespannten Marktsituation in Ungarn wurde mit einer Intensivierung der individuellen Betreuung begegnet. Das Leistungsspektrum für Firmenkunden wurde dabei gestärkt.

Das öffentliche Bild wurde einerseits durch Corporate-Social-Responsibility-Aktivitäten in Kultur und andererseits durch namhafte Auszeichnungen des Finanzsektors gestärkt. In einer vom Wirtschafsinformationsdienst Dun&Bradstreet im Juni 2011 veröffentlichten Studie wurde die Bonität von Unternehmen untersucht. In diesem Rahmen wurde ermittelt, mit welcher Wahrscheinlichkeit in den nächsten zwölf Monaten ein Konkurs- oder Liquidationsverfahren gegen ein Unternehmen eingeleitet wird. Mit ihrem Unternehmensportfolio belegte die Commerzbank Zrt. bei der Kreditwürdigkeit ihrer Kunden erneut Platz 1 unter den ungarischen Geldinstituten mit mehr als 1 000 Firmenkunden.

Ausblick Für das Jahr 2012 erwarten wir in Ungarn ein negatives Wirtschaftswachstum. Die prognostizierte positive Entwicklung ab dem Jahr 2013 bleibt unter Vorbehalt eines stabilen politischen, regulatorischen und konjunkturellen Umfelds. Eine erfolgreiche Refinanzierung des vergleichsweise hoch verschuldeten Landes über Mittel des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist abhängig vom politischen Reformwillen der ungarischen Regierung. Insbesondere zu umstrittenen Verfassungsänderungen in Ungarn werden Zugeständnisse seitens der Europäischen Union gefordert. Der Schwerpunkt der Commerzbank-Aktivitäten liegt verstärkt auf dem Cross-Border-Geschäft mit deutschen Firmenkunden.

Weitere Aktivitäten in Mittel- und Osteuropa

Mikrofinanzbanken

Die Commerzbank ist mit Minderheitsbeteiligungen zwischen 6 und 20% an sechs ProCredit-Banken in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Rumänien und Serbien beteiligt. Diese Banken haben sich auf die Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen durch Kredite (inklusive Agrarkredite) und andere Finanzdienstleistungen in ihren jeweiligen Ländern spezialisiert. Zusätzlich bieten sie Spar- und Termineinlagen sowie laufende Konten für Privatkunden an. Mehrheitsgesellschafter ist die ProCredit Holding AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Im Falle der ProCredit-Bank Rumänien sind zusätzlich internationale Finanzinstitute wie die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD), die KfW-Bankengruppe und die International Finance Corporation (IFC) Gesellschafter.

In Weißrussland ist die Commerzbank Aktiengesellschaft mit 9 % an der seit dem Jahr 2008 operativ tätigen Belarusian Bank for Small Business (BBSB) beteiligt. Diese Bank wurde unter der Federführung der EBRD gegründet. Weitere Anteile an der BBSB werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), der IFC, der Nederlandse Financierings-Maatschappij voor Ontwikkelingslanden (FMO), der Swedfund, der US Shorebank International und Shore Cap International gehalten.

Promsvyazbank

Mit 14,37% hielt die Commerzbank Auslandsbanken Holding AG im Berichtsjahr neben der EBRD (11,75%) eine Minderheitsbeteiligung an der russischen Promsvyazbank. Die im Jahr 1995 gegründete OJSC Promsvyazbank rangiert nach Assets auf Platz 10 unter den russischen Banken und ist eine der führenden russischen Privatbanken. Die Promsvyazbank bietet Finanzdienstleistungen für Firmen- und Privatkunden und verfügt über ein russlandweites Filialnetz sowie Auslandsbüros in China, Indien, der Ukraine und auf Zypern.

Zum Ende des Berichtsjahres wurde beschlossen, die Minderheitsbeteiligung von 14,37% an der russischen Promsvyazbank zu veräußern.

Ausblick Central & Eastern Europe

Für das Jahr 2012 gehen wir, bedingt durch die europäische Staatsschuldenkrise, von einem gedämpften Wirtschaftswachstum in der Region Mittel- und Osteuropa aus. Im weiteren Verlauf soll die konjunkturelle Entwicklung in der Region wieder anziehen, wodurch das Segment Central&Eastern Europe profitieren kann. In diesem Marktumfeld plant die Commerzbank, ihre Position als führende deutsche Bank in der Region weiter auszubauen. Der Fokus des Segments Central&Eastern Europe liegt dabei auf dem Universalbankgeschäft und Direct-Banking-Aktivitäten in den wesentlichen Kernmärkten der Region. Zugleich soll das Portfolio nicht strategischer Beteiligungen weiter optimiert werden.

  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen
    • 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente
    • 109 Central & Eastern Europe
    • 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht
    • 144 Prognose- und Chancenbericht

In Polen wird die BRE Bank ihre Geschäftstätigkeit weiterhin entlang der Kundenbedürfnisse ausrichten und dynamisch wachsen. Der Fokus liegt auf der Steigerung des Ertragspotenzials und der Profitabilität. Im Privatkundengeschäft sollen verstärkt vermögende sowie junge Kunden, die perspektivisch ein überdurchschnittliches Einkommen erzielen werden, im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen und die Position als Innovationsführer für moderne Bankangebote weiter ausgebaut werden. Im Firmenkundengeschäft soll die Position der BRE Bank über alle Kundensegmente weiter gefestigt oder ausgebaut werden. Darüber hinaus sollen die Erträge durch stärkeres Cross-Selling im Transaktionsgeschäft weiter erhöht werden.

In der Ukraine werden der Ausbau zu einer fokussierten Universalbank, Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und der wertorientierte Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiter vorangetrieben. Dies soll mit einer weiteren Verbesserung des Operativen Ergebnisses einhergehen und mittelfristig zu einer Rückkehr in die Gewinnzone führen.

Die Commerzbank Eurasija, die Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie die Commerzbank Zrt. wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 in die Zuständigkeit des Segments Mittelstandsbank übergeleitet. Durch die Einführung des erfolgreichen Betreuungsmodells der Mittelstandsbank sollen diese Standorte noch stärker vom wachsenden Geschäftspotenzial deutscher Unternehmen im Cross-Border-Geschäft und dem erfolgreichen Geschäftsmodell der Mittelstandsbank im internationalen Geschäft profitieren.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Erdbeben, Überschwemmungen und Tornados: Im vergangenen Jahr war Munich Re stark gefordert. Trotz hoher Belastungen für das Unternehmen haben Andreas Sauerbrey und sein Team im Rahmen des aktiven Kapitalmanagements eine ausstehende Hybridanleihe zurückgekauft und eine neue Anleihe emittiert – und das zeitgleich mit dem Erdbeben vor der japanischen Küste. Als verlässlicher Partner stand ihm die Commerzbank zur Seite.

Solide Basis. Weltweit übernimmt das Unternehmen Risiken unterschiedlichster Komplexität und Ausprägung. Mit einer klaren Positionierung und einer exzellenten Kapitalausstattung setzt Munich Re als einer der führenden Rückversicherer auf profitables Wachstum. Dazu trägt auch das von Andreas Sauerbrey verantwortete Corporate Finance nachhaltig bei.

Munich Re, München Zusammenarbeit seit 1993

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 119
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    • 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente
    • 119 Corporates & Markets
    • 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht 144 Prognose- und Chancenbericht

Corporates & Markets

Das Segment Corporates& Markets umfasst die kundenorientierten Investmentbanking-Aktivitäten der Commerzbank und die Betreuung kapitalmarktaffiner Kunden. Die angebotene Produkt- und Dienstleistungspalette ermöglicht es der Commerzbank, den gestiegenen Kundenansprüchen an eine Universalbank gerecht zu werden. Corporates& Markets ist ein Kernsegment der Gesamtbank und eng mit den anderen Segmenten verzahnt. In den nachfolgenden Abschnitten wird auf die eng miteinander kooperierenden Konzernbereiche Fixed Income & Currencies, Equity Markets & Commodities, Corporate Finance sowie Client Relationship Management näher eingegangen.

Das Jahr 2011 war durch ein äußerst schwieriges Marktumfeld, eine abnehmende Konjunkturdynamik, die anhaltende europäische Staatsschuldenkrise und die damit einhergehenden hohen Marktschwankungen sowie die steigende Riskoaversion bei Kunden geprägt. Dadurch war die Ertragsentwicklung des Segments insbesondere in der zweiten Jahreshälfte belastet.

Ergebnisentwicklung

Corporates & Markets

Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge 2 234 2 392 – 6,6
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 146 27
Verwaltungsaufwendungen 1 505 1 633 – 7,8
Operatives Ergebnis 583 786 – 25,8
Gebundenes Eigenkapital 3 026 3 854 – 21,5
Operative Eigenkapitalrendite (%) 19,3 20,4 – 1,1
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 67,4 68,3 – 0,9

Tabelle 6

Vor dem Hintergrund des schwierigen Marktumfelds erzielte das Segment Corporates& Markets für das Gesamtjahr 2011 ein Operatives Ergebnis in Höhe von 583 Mio. Euro, nach 786 Mio. Euro im Vorjahr. Dank der konsequenten Ausrichtung auf sein kundenorientiertes Geschäftsmodell konnte in allen vier Quartalen 2011 ein positives Operatives Ergebnis erzielt werden.

Im Konzernbereich Corporate Finance lagen die Erträge nach einem starken ersten und einem schwächeren zweiten Halbjahr insgesamt unter dem Vorjahresniveau, was auch auf hohe Erträge aus restrukturierten Krediten im Vorjahr zurückzuführen ist. Auch im Konzernbereich Equity Markets&Commodities war die Ertragsentwicklung im Jahresverlauf zweigeteilt. Nach einem sehr guten ersten Halbjahr führten die Marktturbulenzen im zweiten Halbjahr und insbesondere im vierten Quartal zu geringerer Kundenaktivität und negativen Bewertungsanpassungen. Die Entwicklung des Konzernbereichs Fixed Income&Currencies war im Berichtsjahr spürbar durch die europäische Staatsschuldenkrise belastet. Die Erträge konnten dadurch das Vorjahresniveau nicht erreichen. Im Ergebnis dieses Konzernbereichs ist auch ein Ertrag aus der Marktbewertung von eigenen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 290 Mio. Euro enthalten.

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

Insgesamt gingen die Erträge vor Risikovorsorge gegenüber dem Vorjahr um 158 Mio. Euro auf 2 234 Mio. Euro zurück. Das Zinsergebnis konnte dank positiver Beiträge aus dem Geschäft mit strukturierten Finanzierungen um 65 Mio. Euro auf 832 Mio. Euro gesteigert werden. Der Zuwachs im Provisionsergebnis um 46 Mio. Euro auf 300 Mio. Euro war zum Teil auf eine Umklassifizierung von Erträgen aus dem Handelsüberschuss zurückzuführen. Das Handelsergebnis ist aufgrund der schwierigen Marktbedingungen um 91 Mio. Euro auf 1 069 Mio. Euro gesunken. Der deutliche Rückgang im Ergebnis aus Finanzanlagen um 190 Mio. Euro auf 30 Mio. Euro beruhte auf dem Wegfall von Bewertungseffekten bei strukturierten Krediten im Vorjahr.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft für das Geschäftsjahr 2011 betrug 146 Mio. Euro und resultierte im Wesentlichen aus Einzelengagements im Geschäft mit Firmenkunden. Im Vorjahr war aufgrund von Nettoauflösungen ein positiver Betrag von 27 Mio. Euro auszuweisen.

Der Verwaltungsaufwand ging deutlich um 128 Mio. Euro auf 1 505 Mio. Euro zurück, was insbesondere aus den realisierten Synergieeffekten in den Backofficebereichen sowie aus geringeren variablen Vergütungen resultierte.

Das Ergebnis vor Steuern betrug 583 Mio. Euro nach 786 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei einem um 21,5% auf 3,0 Mrd. Euro reduzierten durchschnittlichen gebundenen Eigenkapital ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von 19,3% (Vorjahr: 20,4%). Die Aufwandsquote betrug 67,4% nach 68,3 % im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

In einem schwierigen Jahr mit zum Teil dramatischen Marktverwerfungen hat sich das Segment Corporates& Markets erneut als eine wichtige Ertragssäule der Kernbank gezeigt. Dies konnte nur durch die ausgeprägte Kundenfokussierung des Geschäftsmodells von Corporates& Markets und den hohen Grad der Integration in den Rest der Organisation erreicht werden.

Der Konzernbereich Corporate Finance verzeichnete ein erfolgreiches Geschäftsjahr und steuerte trotz der schwierigen Marktbedingungen einen soliden positiven Beitrag zum Segmentergebnis bei. Die seit Anfang des Berichtsjahres auf den Fixed-Income-Märkten lastende und sich im Laufe des Jahres verschärfende Staatsschuldenkrise führte zu einer steigenden Unsicherheit und einer damit verbundenen Kundenzurückhaltung im Bereich Fixed Income & Currencies. Dennoch konnte der Konzernbereich im Verlauf des Berichtsjahres die Ertragsentwicklung stabilisieren. In der zweiten Jahreshälfte griff die Krise vermehrt auch auf die Aktien- und die Rohstoffmärkte über. Die internationalen Aktienmärkte erlitten im Sommer deutliche Kursabschläge und unterlagen in der zweiten Jahreshälfte extremen Kursschwankungen. Private und institutionelle Anleger zeigten geringe Investitionsneigung, wodurch das Flowgeschäft negativ beeinflusst wurde. Ein sehr erfolgreiches erstes Halbjahr im Bereich Equity Markets&Commodities wurde daher von den negativen Marktentwicklungen im zweiten Halbjahr überlagert.

Wir haben einen deutlichen Fortschritt bei der Reduzierung der Risikoaktiva erzielt. Dies erfolgte im Vorgriff auf regulatorische Veränderungen und zur Optimierung des Ressourceneinsatzes. Im Fokus steht dabei aber die Erfüllung der gesamtwirtschaftlichen Verantwortung für die Realwirtschaft in unseren Kernmärkten, die sich mit den geschäftspolitischen Zielen des Segments Corporates& Markets deckt.

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    • 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente
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    • 144 Prognose- und Chancenbericht

Fixed Income&Currencies

Der Konzernbereich Fixed Income&Currencies verzeichnete vor dem Hintergrund niedriger Zinsen und der sich im Jahresverlauf weiter verschärfenden Staatsschuldenkrise einen Ertragsrückgang gegenüber dem Vorjahr. Die nachlassenden Kundenaktivitäten wurden dabei nicht durch einen höheren Risikoappetit auf der Handelsseite kompensiert. Im Gegenteil hielt der Konzernbereich im Berichtsjahr konsequent an seinem kundenorientierten Geschäftsmodell fest. Eine wesentliche Reduzierung der risikogewichteten Aktiva konnte trotz der stark volatilen Marktumgebung und der damit verbundenen höheren Anrechnung für Derivatepositionen erreicht werden.

Im Laufe des Berichtsjahres wurde unsere Präsenz an den wichtigsten Finanzplätzen der Welt, insbesondere in Amerika und in der Wachstumsregion Asien, verstärkt, während in Frankfurt und London eine weitere Verbesserung des Kundenservices erreicht wurde. So konnten wir sowohl den klassischen Corporates-&-Markets-Kunden als auch den Firmenkunden des Segments Mittelstandsbank und den Privatkunden der Commerzbank eine optimierte Produkt- und Dienstleistungspalette anbieten. Insbesondere wurde der wachsenden Nachfrage unserer institutionellen Kundschaft nach US-Dollar-Produkten durch den Aufbau einer entsprechenden Plattform Rechnung getragen. Dem Trend der wachsenden Kundennachfrage nach elektronischem Handel folgend wurde die vorhandene Plattform für elektronischen Derivate- und Anleihenhandel optimiert und um neue Funktionalitäten ergänzt. Bei einer Umfrage des deutschen "Risk-Magazins" hat die Commerzbank den ersten Platz in den Kategorien "Interest Rate Swaps – US-Dollar", "Interest Rate Options – Euro", "Cross Currency Swaps – Euro& US-Dollar" sowie "Forward Rate Agreements – Euro" belegt.

Auch in der immer komplexer werdenden Welt der regulatorischen Anforderungen begleiten wir unsere Kunden aktiv. Hierfür wurde eine strategische Sales-Einheit gegründet, die sich auf das Produktangebot rund um die regulatorischen Veränderungen fokussiert. Des Weiteren haben wir eine umfangreiche OTC-Client-Clearing-Initiative gestartet, bei der die neuen Regelungen für eine zentralisierte OTC-Derivate-Abwicklung im Mittelpunkt stehen. Hierbei wird unseren Kunden, die nicht, wie künftig erforderlich, direkt mit einem zentralen Kontrahenten Derivategeschäfte abschließen können, ein umfangreicher Clearing Service angeboten. Die neu gegründete OTC-Client-Clearing-Einheit ist im Konzernbereich FIC angesiedelt und spielt für die Kundenbindung eine wichtige segment- und bankübergreifende Rolle.

Im Bereich des Währungshandels gewann die elektronische Plattform "Click&Trade FX" weiterhin an Popularität bei unseren Kunden. Insgesamt hat die Commerzbank ihre Stärke im Währungsgeschäft durch die Belegung des ersten Platzes bei einer Umfrage des deutschen "Risk-Magazins" in der Kategorie "Overall, FX" bestätigt. Die ersten Erfolge in Bezug auf die regionale Erweiterung wurden von "Euromoney"-FX-Poll im Jahr 2011 mit dem zweiten Platz für "Most Improved Volume by Region – North America" ausgezeichnet.

Ein weiteres Zeichen der Kundenzufriedenheit ist der von der Commerzbank zum dritten Mal in Folge belegte Platz 1 in der Sparte Risk Management Advisory sowie Platz 2 bei "Derivatives overall" im Rahmen der Umfrage des deutschen "Risk-Magazins".

Ausblick

Für das Jahr 2012 gehen wir von anhaltenden Marktturbulenzen aus. Unsere Kundenfokussierung wird auch künftig durch einen weiteren Ausbau der Kundenbasis im Firmen-, Privatsowie institutionellen Bereich zusätzlich verstärkt. Die gute Vernetzung mit den konzernweiten Vertriebskanälen wird uns helfen, das Produktangebot zu optimieren und erfolgreich am Markt zu platzieren. Aus der im Berichtsjahr verstärkten regionalen Präsenz, insbesondere in Nordamerika und Asien, wollen wir im Jahr 2012 weiter Potenzial schöpfen.

Equity Markets&Commodities

Einem sehr guten ersten Halbjahr des Konzernbereichs Equity Markets&Commodities standen die negativen Auswirkungen der Marktentwicklungen im zweiten Halbjahr gegenüber. Die auf den Fixed-Income-Märkten schon seit Anfang des Berichtszeitraumes lastende Krise griff in der zweiten Jahreshälfte mit voller Kraft auf die Aktien- und Rohstoffmärkte über. Die heftigen Marktverwerfungen und die deutlich gestiegene Volatilität führten zu einer zunehmenden Risikoabneigung bei Anlegern und erschwerten das Geschäft des Konzernbereichs wesentlich.

Dennoch hat Equity Markets&Commodities im Berichtsjahr 2011 seine bedeutende Position im Geschäft mit Aktienderivaten in Europa weiter ausgebaut. Mit nahezu 140 000 Produkten bot der Konzernbereich eine noch umfangreichere Aktienderivate-Palette als im Jahr zuvor an und war somit traditionell in diesem Produktsegment stark vertreten. Im Berichtsjahr platzierte die Commerzbank Zertifikate auf Aktien von DAX-, MDAX- und TEC-DAX-Unternehmen mit einem ausstehenden Volumen von rund 16 Mrd. Euro und wurde bei den "Scope Awards 2011" als "Best Issuer of Certificates" ausgezeichnet.

Der Konzernbereich konnte des Weiteren seine Rolle als eines der führenden Brokerhäuser für deutsche Aktien bestätigen. Um die Betreuung der institutionellen Kunden zu intensivieren, wurden die Abteilungen Securities Finance und Brokerage zu einer neuen Einheit "Securities Finance and Corporate Equity" zusammengelegt. Stabil hohe Nachfrage verzeichnete die Plattform für Exchange Traded Funds (ETF) sowohl bei den privaten als auch bei den institutionellen Anlegern. "ComStage" gewann bei "ETF Awards" den ersten Platz in der Kategorie "Kostenstruktur" sowie die Auszeichnung "ETF des Jahres". Außerdem wurde in Kooperation mit dem Vertriebspartner comdirect erfolgreich eine Plattform für Contract for Differences (CFDs) für erfahrene Privatkunden gestartet.

Auch der Rohstoffhandel war durch eine deutlich gestiegene Marktvolatilität in der zweiten Jahreshälfte geprägt. In dieser Phase waren höhere Umsätze speziell bei den Edelmetallen sowie der gestiegene Absicherungsbedarf der Firmenkunden im Energiebereich zu beobachten. Hier reagierte der Konzernbereich schnell auf die Marktgegebenheiten und wurde dafür bei einer Umfrage vom deutschen "Risk-Magazin" mit dem ersten Platz in den Kategorien "Metalle" und "Energy" ausgezeichnet.

Die hohe Qualität und die Breite des Produktangebots wurden durch mehrere weitere Auszeichnungen bestätigt. Commerzbank erzielte europaweit den ersten Platz in den Kategorien "Best for Client Services", "Best Manufacturer", "Best Manufacturer Commodities" sowie "Best Manufacturer Equities" bei der "Euromoney"-Umfrage "Structured Retail Product". Insgesamt wurde die Commerzbank in 72 Kategorien unter die ersten drei bei der gleichen Umfrage gewählt. Bei einer Umfrage des Magazins "Der Aktionär" nahm die Commerzbank als "Best Derivatives House", "Best Service Provider" und "Best Website" die erste Position ein.

Ausblick

Die führende Rolle als Market-Maker mit strukturierten Finanzprodukten sowie Fonds und "ComStage"-ETF-Produkten soll auch im Jahr 2012 weiter ausgebaut werden. Durch die umfangreiche Produktpalette und die effizienten Vertriebskanäle für Privatkunden sowie die verbesserte Plattform für institutionelle Kunden wollen wir den wohl auch im Jahr 2012

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schwierigen Märkten optimal vorbereitet begegnen und unsere Wettbewerbsposition weiter festigen.

Corporate Finance

In einem anspruchsvollen Marktumfeld konnte der Konzernbereich Corporate Finance seine Marktposition durch zahlreiche Mandate namhafter Firmenkunden, Finanzinstitutionen sowie im öffentlichen Sektor sowohl mit deutschem als auch mit internationalem Bezug festigen. Trotz der sich im Verlauf des Berichtsjahres verschärfenden Finanzkrise hat Corporate Finance erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt.

Im Geschäftsfeld Debt Capital Markets Loans konnten wir im Berichtsjahr zahlreiche Transaktionen mit hoher Visibilität im Konsortialkreditmarkt abschließen. Die Commerzbank hat somit im Jahr 2011 führende Positionen in den League Tables in Deutschland übernommen und belegte in EMEA-(Europe, Middle East, Afrika-)Märkten den fünften Platz. Der gute Ruf der Commerzbank im Konsortialkreditmarkt wurde durch zahlreiche Auszeichnungen – Nummer 1 bei "Best Arranger of German Loans", "Best Arranger of Financial Institution Loans", "Best Arranger of Corporate Loans" und "Best Arranger of Schuldscheine" sowie vordere Plätze bei "Best Arranger of Western European Loans" und "Most impressive Arranger of EMEA Loans" – gewürdigt.

Das Geschäftsfeld Debt Capital Markets Bonds erhielt im Jahr 2011 zahlreiche Mandate bei Anleiheemissionen sowie Privatplatzierungen im öffentlichen Sektor, bei Unternehmensanleihen sowie bei Anleihen von Finanzinstitutionen. Auch hier waren in der ersten Jahreshälfte wesentlich mehr emittentenseitige Aktivitäten im Vergleich zum zweiten Halbjahr zu beobachten. Darüber hinaus haben wir innovative hybride Finanzierungslösungen sowohl für Kunden als auch für die Commerzbank entwickelt. So hat die Commerzbank im Jahr 2011 beispielsweise großvolumige Hybridtransaktionen für die Allianz und die Münchener Rück federführend begleitet. In einer Umfrage des "Euroweek"-Magazins wurde die Commerzbank im Jahr 2011 zum "Most impressive Germany, Austria&Swiss Financial Institutions Groups Issuer" gewählt.

Obwohl der europäische Markt für Unternehmenskäufe durch Private-Equity-Investoren unter der Eurokrise und den unsicheren Konjunkturaussichten im Berichtsjahr litt, ist es dem Bereich Leveraged Finance gelungen, seine Position im europäischen Markt bei gleichbleibend konservativer Kreditrisikosteuerung zu halten. Durch eine Reihe von Tranksaktionen steuerte der Bereich nicht nur einen soliden positiven Beitrag zum Ergebnis des Konzernbereichs bei, sondern eröffnete auch ein zusätzliches Cross-Selling-Potenzial mit der Mittelstandsbank.

Die Einheit Equity Capital Markets befindet sich in Deutschland unter den führenden Anbietern aktienbasierter Eigenkapitalmaßnahmen und agierte im Jahr 2011 bei einer Reihe prominenter Transaktionen in führender Rolle, darunter verschiedene Börsengänge und Kapitalerhöhungen. Die durch ECM im ersten Halbjahr durchgeführte Kapitalerhöhung der Commerzbank wurde von "The Banker" mit "Innovation of the Year" und von der "International Financing Review" als "EMEA Equity Issue of the Year" ausgezeichnet. Das breite Spektrum der Transaktionsvolumina zeigte, dass die Commerzbank sowohl für deutsche Blue Chips als auch für Mittelständler bevorzugter Partner der Wahl im Hinblick auf aktienbasierte Eigenkapitalmaßnahmen ist.

Der Bereich M&A Advisory hat seine solide Wettbewerbsposition in Deutschland durch Mandate im Hinblick auf die Beratung bei öffentlichen Übernahmen sowie Käufe/Verkäufe von nichtbörsennotierten Unternehmen oder Unternehmensteilen im Berichtsjahr gefestigt. Dies umfasste die Beratung sowohl von deutschen Kunden im Heimatmarkt und im Ausland als auch von ausländischen Unternehmen und Investoren bei Übernahmen in Deutschland, England und weiteren europäischen Ländern. Im Jahr 2011 hat M&A Advisory beispielsweise Unternehmen aus Australien, China, England, Italien, Korea, der Schweiz sowie den Vereinigten Staaten bei Akquisitionen und Veräußerungen von geschäftlichen Aktivitäten, bei der Abwehr von öffentlichen Übernahmeangeboten sowie bei der Bewertung und Analyse strategischer Möglichkeiten bei öffentlichen Übernahmeangeboten beraten.

Schwerpunkt der Aktivitäten der Einheit Credit Portfolio Management, die das vom Client Relationship akquirierte Kreditportfolio aktiv betreut, war im Berichtsjahr die Profitabilitätssteigerung insbesondere durch die Optimierung des Eigenkapitaleinsatzes. Die Portfoliodiversifizierung wurde durch aktives Management und Reduzierung von Risikokonzentrationen weiter verbessert. CPM trug auch 2011 signifikant zum Ergebnis des Konzernbereichs Corporate Finance bei.

Im Laufe des Berichtsjahres entstand eine neue Einheit innerhalb von Corporate Finance – Financial Institutions Advisory –, die sich auf die Beratung von Finanzinstituten spezialisiert. Unter Einbeziehung aller Produktbereiche von Corporates & Markets sowie der Mittelstandsbank werden die Kundenbedürfnisse analysiert, Produktlösungen erarbeitet und Geschäftsbeziehungen ausgebaut, wodurch ein umfassendes Beratungsangebot für westeuropäische kapitalmarktaffine Banken entsteht.

Ausblick

Im Jahr 2012 soll die Position von Corporate Finance im deutschen Markt sowie in europäischen Kernländern gefestigt und durch gezielte Maßnahmen ausgebaut werden. Hierzu wird Corporate Finance in enger Zusammenarbeit mit der Mittelstandsbank sowie Client Relationship Management die Beziehungen zu Kunden weiter vertiefen, indem Lösungen über das gesamte Produktspektrum hinweg entwickelt werden. In diesem Kontext wird im Jahr 2012 die Zusammenarbeit zwischen den Corporate-Finance-Einheiten weiter forciert. Darüber hinaus werden wir die Entwicklung von innovativen Kapitalmarktlösungen in verschiedenen Währungsräumen intensivieren. Abgeleitet aus der zunehmenden Disintermediation international tätiger und kleinerer Unternehmen, die vermehrt ihren Finanzierungsbedarf über den Kapitalmarkt anstelle eines klassischen Kredits decken, werden wir verstärkt entsprechende Anleiheemissionen für unsere Firmenkunden arrangieren, höhere Syndizierungsquoten bei Krediten anstreben sowie die neuen und die bestehenden Kredite so strukturieren, dass diese für unterschiedliche Investorenklassen von Interesse sind.

Client Relationship Management

Der Konzernbereich Client Relationship Management betreut namhafte deutsche multinationale Unternehmen, ausgewählte deutsche Familienunternehmen in allen wichtigen Industriezweigen sowie Unternehmen aus dem internationalen Versicherungssektor. Daneben obliegen dem Konzernbereich die Betreuung führender Private-Equity-Investoren sowie die des Bundes und der Länder. Um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen anbieten zu können, arbeitet der Konzernbereich eng mit den jeweiligen Produktspezialisten aus allen Bereichen der Bank zusammen.

Auch im schwierigen Marktumfeld des Jahres 2011 standen wir unseren Kunden als starker und verlässlicher Partner im Investmentbanking und Corporate Banking zur Seite. Innovative Antworten auf die Herausforderungen der globalen Finanzmärkte und die Kontinuität bei der Kreditvergabe standen hierbei für unsere Kunden im Vordergrund. Durch die erfolg-

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    • 143 Nachtragsbericht 144 Prognose- und Chancenbericht

reiche Weiterentwicklung unserer Betreuung der Investmentbank-Kunden im öffentlichen Sektor konnten wir Marktanteile gewinnen und die gute Positionierung der Commerzbank weiter festigen. Unser ganzheitlicher Betreuungsansatz von Finanzinvestoren hat dazu geführt, dass die Commerzbank als Partner stärker nachgefragt wird.

Ausblick

Im Jahr 2012 strebt der Konzernbereich den weiteren Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit unseren Zielkunden an. Dabei wird die Optimierung des Kapitaleinsatzes kontinuierlich fortgeführt. Zudem wird zukünftig die weltweite Betreuung der staatlichen Kapitalsammelstellen (Sovereign Wealth Funds) aus CRM heraus erfolgen.

Ausblick Corporates&Markets

Für das Segment Corporates& Markets werden die nächsten zwei Jahre neue Herausforderungen mit sich bringen. Daher werden in den nächsten Jahren die Stabilisierung der Erträge, die Optimierung der Kapitalbindung und das konsequente Kostenmanagement bei Corporates& Markets im Vordergrund stehen. Das Segment wird weiterhin am konservativen Risikoansatz in den Handels- und Bankbüchern festhalten und eine angemessene Risikovorsorge betreiben. Dabei gilt es, unsere Produkte und Dienstleistungen auch künftig eng an den Kundenbedürfnissen auszurichten. Dies wird uns helfen, ein stets konkurrenzfähiger und interessanter Geschäftspartner für unsere Kunden zu bleiben und gleichzeitig den neuen regulatorischen Gegebenheiten gut vorbereitet zu begegnen.

Mehr wollen. Mehr erreichen.

Dem Horizont entgegen: Über 120 Schiffsfonds hat Hermann Ebel mit seiner HANSA TREUHAND seit 1983 aufgelegt. Die eigene Reederei betreibt aktuell 37 Schiffe. Ohne einen starken Partner wäre das nicht möglich. Mit der Commerzbank an Bord bleibt das Unternehmen auf ertragreichem Kurs.

Werte schaffen. Die Unternehmensgruppe wurde 1983 von Hermann Ebel gegründet. Das ursprüngliche Geschäftsfeld Schifffahrt hat die HANSA TREUHAND Holding AG in den vergangenen Jahren um die Bereiche Private Equity und Flugzeuge erweitert. An Land und auf See beschäftigt sie ca. 3 000 Mitarbeiter.

HANSA TREUHAND, Hamburg Zusammenarbeit seit 1989 (Deutsche Schiffsbank)

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    • 91 Entwicklung der Segmente
    • 127 Asset Based Finance
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Asset Based Finance

Das Segment Asset Based Finance (ABF) besteht aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE), Public Finance (PF), Ship Finance (S) sowie Asset Management and Leasing (AML). Dabei liegen die Aktivitäten von CRE und PF nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo AG. Der Bereich AML beinhaltet die Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft Commerz Real AG. Schließlich führt der Bereich Ship Finance die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank und unserer Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank AG zusammen.

Die Strategie des Asset-basierten Kreditgeschäfts im Segment Asset Based Finance ist auf die Optimierung des bestehenden Portfolios ausgerichtet. Sie orientiert sich an dem Abbau des Bilanzvolumens, der Reduzierung der Risikopositionen sowie der Profitabilisierung des Portfolios.

Die Auswirkungen der Staatsschuldenkrise waren im Geschäftsjahr 2011 deutlich spürbar. So haben wir im Berichtsjahr Wertkorrekturen auf unseren Bestand an griechischen Staatsanleihen vorgenommen, was die Ergebnisentwicklung des Segments massiv belastet hat. Auch auf den internationalen Immobilien- und Schiffsmärkten verlief die Entwicklung angesichts der weltweiten Konjunkturabschwächung im vergangenen Jahr sehr uneinheitlich. In Teilmärkten setzte sich die Stabilisierung fort, während in anderen Märkten – wie zum Beispiel auf dem spanischen Immobilienmarkt – die Situation angespannt blieb.

Ergebnisentwicklung

Asset Based Finance

Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge – 2 432 925
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 907 – 1 584 – 42,7
Verwaltungsaufwendungen 572 609 – 6,1
Operatives Ergebnis – 3 911 – 1 268
Gebundenes Eigenkapital 5 398 6 276 – 14,0
Operative Eigenkapitalrendite (%) – 72,5 – 20,2 – 52,2
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 65,8

Tabelle 7

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen hat das Segment ABF ein Operatives Ergebnis von – 3 911 Mio. Euro ausgewiesen, nach – 1 268 Mio. Euro im Vorjahr.

Im Zusammenhang mit der europäischen Staatsschuldenkrise waren auch die Erträge vor Risikovorsorge mit – 2 432 Mio. Euro negativ im Vergleich zu 925 Mio. Euro im Vorjahr. Der Zinsüberschuss erreichte im Berichtszeitraum 1 021 Mio. Euro und lag damit aufgrund des beschleunigten Bestandsabbaus sowie gestiegener Refinanzierungskosten 12,0% unter dem Vorjahr. Im Wesentlichen aufgrund des geringeren Neugeschäftsvolumens ging der Provisionsüberschuss im Vorjahresvergleich um 20,5% auf 260 Mio. Euro zurück. Das Handelsergebnis wies, nach einem mit – 78 Mio. Euro negativen Ergebnis im Vorjahr, ein positives Ergebnis von 123 Mio. Euro aus. Dies resultierte insbesondere aus der Bewertung von Derivaten gemäß IAS 39. Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf – 3 799 Mio. Euro, insbesondere aufgrund von Wertkorrekturen auf unsere griechischen Staatsanleihen. Daneben

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

wirkten sich auch Veräußerungsverluste im Rahmen unserer forcierten Risikoreduzierung im Staatsfinanzierungsportfolio aus.

Die Risikovorsorge lag mit einem Wert von 907 Mio. Euro zwar deutlich unter dem sehr hohen Vorjahresniveau, reflektierte aber trotzdem die weiterhin angespannte Lage an bestimmten Immobilienmärkten sowie die unsichere Entwicklung der Schiffsmärkte.

Der Verwaltungsaufwand blieb sowohl aufgrund geringerer Personal- als auch Sachaufwendungen mit 572 Mio. Euro deutlich unter Vorjahresniveau.

Das Ergebnis vor Steuern betrug – 3 911 Mio. Euro im Vergleich zu einem Ergebnis vor Steuern von – 1 301 Mio. Euro im Vorjahr.

Bei einem gebundenen Eigenkapital in Höhe von 5,4 Mrd. Euro ergab sich eine Operative Eigenkapitalrendite von – 72,5%, nach – 20,2% im Vorjahr.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Im Konzernbereich Commercial Real Estate haben wir die Umsetzung unserer Ziele des Portfolioabbaus, der Risikoreduzierung sowie der Profitabilisierung weiter erfolgreich vorangetrieben. Die selektiv vorgenommenen Neuzusagen bei Immobilienfinanzierungen, die neben dem Prolongationsmanagement eine wesentliche Steuerungskomponente zur Erreichung der Abbauziele sind, beliefen sich auf 2,5 Mrd. Euro, nach 5,7 Mrd. Euro im Vorjahr.

Im Konzernbereich Public Finance haben wir im Berichtszeitraum vor dem Hintergrund der strategischen Ausrichtung zu einem risikoorientierten Auslauf des Public-Finance-Bestands auf jegliches Neugeschäft – mit Ausnahme zur Deckungsstocksteuerung – verzichtet. Der Bestand konnte insgesamt um rund 18 Mrd. Euro reduziert werden, davon rund 9 Mrd. Euro durch aktiven Abbau von Positionen, wenn auch um den Preis von zusätzlichen Verlusten.

Der Konzernbereich Ship Finance wurde vor allem im zweiten Halbjahr durch die erneute Eintrübung der Schifffahrtsmärkte geprägt. Nur sehr selektiv sind wir Neuzusagen eingegangen, was zu einem weiteren Abschmelzen des Portfolios führte.

Im Geschäftsfeld Asset Management and Leasing wurde die Zusammenarbeit mit den Konzernbereichen Mittelstandsbank und Private Kunden weiter ausgebaut. Dabei konnten insbesondere im Geschäft mit institutionellen Kunden sowie im Management des offenen Immobilienfonds Erfolge erzielt werden.

Commercial Real Estate

Commercial Real Estate vor besonderen Herausforderungen

Innerhalb des Commerzbank-Konzerns wird die Finanzierung gewerblicher Immobilien aus der Eurohypo AG heraus betreut. Ihre Kunden sind professionelle Immobilieninvestoren und Immobilienentwickler mit einem kontinuierlichen Bedarf an der Finanzierung von Bestandsimmobilien, Projektentwicklungen und Immobilienportfolios. Sie erhalten bei der Eurohypo AG bedarfsgerechte, individuelle Beratung und maßgeschneiderte Finanzierungslösungen. Neben ihrem Heimatmarkt Deutschland hat die Spezialbank selektiv ihre Kernaktivitäten auf die neun ausländischen Zielmärkte fokussiert.

Mit Blick auf ihre Restrukturierungsaktivitäten hat sich die Eurohypo seit dem Jahr 2009 bereits aus 17 von insgesamt 20 Standorten teilweise früher als geplant zurückgezogen. Im Geschäftsjahr 2011 schloss sie ihre Standorte in Athen und Shanghai mit Wirkung vom 30. Juni beziehungsweise vom 31. Dezember 2011. Im ersten Halbjahr 2012 sind weitere Standortschließungen in Bukarest und Mexiko-Stadt geplant.

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Die anhaltende Staatsschuldenkrise und die hohen Unsicherheiten an den Immobilienund Kapitalmärkten stellen die Eurohypo AG vor nachhaltig veränderte Rahmenbedingungen, denen sie Rechnung tragen muss. Eine mögliche weitere Eskalation der europäischen Schuldenkrise birgt das Risiko einer erneuten Korrektur auf den Immobilienmärkten. Die Sparpakete der Regierungen, die teils hohe Verschuldung der privaten Haushalte und die zumeist stagnierenden Wohnungsmärkte dämpfen die Wachstumsaussichten für die Zielmärkte zusätzlich.

Portfolioabbau und Risikoreduzierung im Mittelpunkt

Im Geschäftsjahr 2011 hat die Commerzbank ihre Strategie des wertschonenden Assetabbaus und der Portfoliooptimierung in der gewerblichen Immobilienfinanzierung erfolgreich fortgeführt. Das verbesserte Ergebnis in den CRE-Kernmärkten belegt, dass die Bank dabei den richtigen Weg eingeschlagen hat.

Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag unverändert auf dem Abbau nicht pfandbrieffähiger oder nicht strategischer Portfolioteile. In der gewerblichen Immobilienfinanzierung summierten sich die Segmentaktiva (Performing und Non-Performing Book) zum 31. Dezember 2011 auf rund 62 Mrd. Euro nach 73 Mrd. Euro im Vorjahr. Dies entspricht einem Abbau des CRE-Portfolios in Höhe von rund 14% innerhalb eines Geschäftsjahres. Damit wird das Ziel, das CRE-Bestandsportfolio bis Ende des Jahres 2012 auf unter 60 Mrd. Euro zu reduzieren, voraussichtlich früher als geplant erreicht. Infolge der deutlichen Bestandsreduzierung konnte auch der Risikogehalt des Immobiliengeschäfts deutlich verringert werden: Die gewichteten Risikoaktiva (RWA) lagen zum Berichtszeitpunkt mit 38,2 Mrd. Euro um 22% unter dem Vorjahrswert von 49,1 Mrd. Euro.

Vor allem wegen des forcierten Portfolioabbaus wurden in CRE im Geschäftsjahr 2011 die Neugeschäftsabschlüsse auf rund 2,5 Mrd. Euro begrenzt. Davon entfielen rund 0,8 Mrd. Euro auf inländische und 1,7 Mrd. Euro auf ausländische Engagements. Neben den Neuzusagen wurden bestehende Darlehen in Höhe von 6,6 Mrd. Euro prolongiert. Dies entspricht einem Abbau des CRE-Portfolios in Höhe von rund 14% innerhalb eines Geschäftsjahres. Insgesamt stand das Geschäftsfeld seinen Kunden damit mit Krediten im Volumen von 9,1 Mrd. Euro als Geldgeber zur Verfügung.

Ausblick

In der gewerblichen Immobilienfinanzierung werden wir uns unverändert auf die Redimensionierung des Kreditportfolios konzentrieren und bis zum Jahresende die Aktiva unter Risiko-Ertragsgesichtspunkten auf weniger als 60,0 Mrd. Euro reduzieren; in den nächsten Jahren wird sich das Bestandsportfolio weiter verringern. Vor diesem Hintergrund wird jedes Einzelengagement hinsichtlich seiner Eignung zur Prolongation kritisch geprüft. Insgesamt gehen wir davon aus, dass sich die Kreditqualität weiter verbessern wird. Unser Neugeschäft werden wir frühestens in der zweiten Jahreshälfte wieder aufnehmen: Vor dem Hintergrund des risikoorientierten Portfolioabbaus werden die risikogewichteten Aktiva voraussichtlich ebenfalls weiter sinken.

Public Finance

Das Geschäft von Public Finance besteht in der Finanzierung von Staaten, Bundesländern, Kommunen und anderer öffentlicher Körperschaften sowie supranationaler Institutionen. Es umfasst Aktivitäten der Eurohypo AG einschließlich deren Luxemburger Tochtergesellschaft EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S. A. und der Commerzbank-Tochter Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank AG (EEPK) in Luxemburg. Die besicherte Refinanzierung der Public-Finance-Aktivitäten erfolgt über die Ausgabe öffentlicher Pfandbriefe und Lettres de Gage Publiques. Zudem spielen Repo-Geschäfte eine Rolle bei der Refinanzierung des Bestands. Unbesicherte Refinanzierungen stellt in wesentlichen Teilen die Commerzbank zur Verfügung. Durch die Umstellung des Refinanzierungskonzeptes der Eurohypo auf ein längerfristiges Funding im Konzernverbund hat sie die Finanzierung über die Restlaufzeiten optimiert und damit eine stabile Finanzierung geschaffen.

Bestandsabbau beschleunigt

Im Jahr 2011 haben sich die Rahmenbedingungen für die Staatsfinanzierung erneut deutlich verschlechtert. Die Bonität etlicher Staaten – auch außerhalb Europas – wurde herabgestuft und die Risikoprämien für nahezu alle europäischen Staaten stiegen signifikant.

Diese Entwicklung hat die Richtigkeit der bereits im Jahr 2010 beschlossenen Abbaustrategie nicht nur bestätigt. Sie machte darüber hinaus eine Erweiterung der Maßnahmen erforderlich. Public-Finance-Neugeschäft erfolgte lediglich zur Steuerung des Deckungsstocks oder zur Erfüllung vertraglicher Vereinbarungen. Unter der bewussten Inkaufnahme von Verlusten wurde im Jahresverlauf der Verkauf von Assets, die entweder akut oder absehbar nicht unseren Bonitätsansprüchen genügen und/oder die Wirtschaftlichkeit des Portfolios wegen teurer gewordener Anschlussrefinanzierung belasten, weiter forciert. Im Rahmen des aktiven Abbaus hat die Eurohypo AG auch ihr Engagement in südeuropäischen Staaten verringert. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 belief sich das Exposure at Default an Wertpapieren und Schuldscheindarlehen in Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Spanien auf 12,3 Mrd. Euro nach 16,8 Mrd. Euro zum Vorjahresultimo.

Ausblick

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Krise im Zusammenhang mit europäischen Staatsanleihen und der seitens der Europäischen Bankenaufsicht erheblich verschärften regulatorischen Eigenkapitalanforderungen wird der Abbau des Public-Finance-Portfolios im Jahr 2012 konsequent weitergeführt.

Eine stringente Umsetzung von Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung in den EU-Staaten und in den USA bleibt nach unserer Einschätzung unsicher. Sie ist Grundvoraussetzung für eine Rückkehr des Vertrauens und eine Erholung der Märkte. Daher gehen wir für das Jahr 2012 von einer anhaltenden Volatilität an den Märkten aus.

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Ship Finance

Alle Schiffsfinanzierungsaktivitäten des Commerzbank-Konzerns sind in dem Konzernbereich Ship Finance zusammengefasst. Neben den Schiffsfinanzierungen der Commerzbank betrifft dies die Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft, die seit November 2011 eine 100-%-Tochter der Commerzbank ist. Im Geschäftsjahr 2012 wird die Deutsche Schiffsbank AG auf die Commerzbank Aktiengesellschaft verschmolzen.

Marktentwicklung und Portfolio

Die Staatsschuldenkrise, die wirtschaftliche Lage in den USA und in diversen europäischen Ländern sowie die unsichere konjunkturelle Entwicklung Chinas hatten im Jahr 2011 spürbar negative Auswirkungen auf die Schifffahrtsmärkte.

Im Containerbereich wuchs zwar der weltweite Containerumschlag im Vergleich zum Vorjahr, allerdings führte das hohe Flottenwachstum zu Überkapazitäten und sinkenden Frachtraten. Steigende Bunkerkosten sowie ein harter Kampf um Marktanteile setzten die Reedereien zusätzlich unter Druck. Ab Mitte des Jahres sanken als Reaktion darauf auch die Charterraten und die Schiffswerte. Gegen Jahresende wurden erste Konsolidierungstendenzen in Form von Allianzen der Linienreedereien und Zusammenschlüssen von Charterreedereien sichtbar, deren Nachhaltigkeit abzuwarten bleibt.

Die Nachfrage nach Massengutschiffen ging im ersten Halbjahr 2011 spürbar zurück. Insbesondere die Charterraten der großen Massengutfrachter sanken deutlich. In der zweiten Jahreshälfte führte der starke saisonale Anstieg des Eisenerzhandels – zusätzlich begünstigt durch niedrige Preise – zu einem Sprung der Raten zum Jahresende um das Dreifache. Seit Jahresbeginn 2012 sind sie allerdings wie erwartet wieder deutlich gesunken. Die Charterraten mittlerer und kleiner Massengutfrachter hingegen bewegten sich im Jahresverlauf um das Breakeven-Niveau.

Der Tankermarkt zeigte sich im Jahresverlauf schwankend und wird grundsätzlich von zahlreichen kaum prognostizierbaren Faktoren beeinflusst. Der Rückgang der zwischenzeitlichen Lagernutzung von Öl auf Schiffen in Verbindung mit einem steigenden Flottenwachstum und einer schwachen Ölnachfrage hat zu einem deutlichen Angebotsüberhang an großen Tankern geführt.

Die 1-Jahres-Charterraten der Rohöltanker sanken kontinuierlich und lagen am Jahresende 40 % unter dem Stand des Vorjahres. Auch die Marktwerte der größeren Tanker verzeichneten im zweiten Halbjahr 2011 deutliche Rückgänge.

Das Exposure at Default (Performing und Non-Performing Book) an Schiffsfinanzierungen konnte im Berichtszeitraum von 22,7 Mrd. Euro auf 21,2 Mrd. Euro abgebaut werden. Das Exposure verteilt sich weitgehend unverändert auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (7 Mrd. Euro), Tanker (5 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (4 Mrd. Euro). Der verbleibende Teil beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die konsequente Reduzierung des Risikos im Bestandsgeschäft hat im Berichtszeitraum zu Stabilisierungserfolgen geführt, insbesondere bedingt durch vorgenommene Restrukturierungen. Im gegebenen Marktumfeld wurde der Geschäftserfolg allerdings weiter durch eine hohe Kreditrisikovorsorge belastet.

Ausblick

Die europäische Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Verunsicherung der Weltkonjunktur deuten auf eine weiterhin unsichere Marktentwicklung für die Schifffahrtsindustrie hin, bei der wir jedoch in den einzelnen Assetklassen unterschiedliche Auswirkungen erwarten.

Während die Containerschifffahrt insbesondere von der Erholung der wirtschaftlichen Lage in Europa und einer Fortsetzung des moderaten Wachstums in den USA abhängt, ist die Massengutfracht von einer weiterhin starken Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern und dem Wachstum von China abhängig. Die unsichere Ölnachfrage schränkt die Markterwartungen für Tanker ein. Die Märkte für Bulker und Tanker werden zusätzlich durch anhaltend hohes Flottenwachstum belastet.

Für das laufende Jahr 2012 wird folglich mit einem insgesamt unbeständigen Geschäftsverlauf gerechnet. Aufgrund der Fortsetzung des Risikoabbaus und sehr begrenztem Neugeschäft gehen wir von rückläufigen Erträgen und weiterhin hohen Risikokosten aus.

Asset Management und Leasing

Nach einer im Jahr 2010 eingeleiteten strategischen und strukturellen Neuausrichtung verzeichnete die Commerz-Real-Gruppe im abgelaufenen Berichtsjahr eine zuversichtlich stimmende Geschäftsentwicklung. Durch die Konzentration auf die Zusammenarbeit mit den Segmenten Private Kunden und Mittelstandsbank und den Abbau nicht strategischer Bestände reduzierte sich das von der Commerz Real verwaltete Vermögen im zurückliegenden Jahr um 1,4 Mrd. Euro auf rund 37 Mrd. Euro per 31. Dezember 2011. Davon entfielen rund 23 Mrd. Euro auf die Anlage- und rund 14 Mrd. Euro auf die Finanzierungsprodukte.

Anlageprodukte: wachsende Bedeutung erneuerbarer Energien und der Infrastruktur

Die Commerz Real bietet privaten und institutionellen Kunden eine breite Palette sachwertbezogener Anlageprodukte.

Mit einem Fondsvolumen von rund 10 Mrd. Euro zählt "hausInvest" zu den größten offenen Immobilienfonds in Deutschland. Im Berichtsjahr wurde "hausInvest" von der unabhängigen Ratingagentur Scope mit der Note "A" (hohe Qualität) bewertet. Neben seiner Ertragsstärke würdigte Scope das breit gestreute und junge Immobilienportfolio. Zum Ende des Fondsgeschäftsjahres per 31. März 2011 erzielte "hausInvest" – gemäß Berechnung nach BVI-Methode – mit einer Rendite von 3,2% die beste Jahresperformance aller offenen Immobilienfonds für Privatanleger.

Ihren institutionellen Investoren erschließt die Commerz Real über die Immobilien-Spezialfonds hinaus nun auch die Assetklasse der Infrastrukturbeteiligungen. Insoweit stellte die im Juli 2011 erfolgte mehrheitliche Übernahme der RWE-Tochtergesellschaft Amprion einen wichtigen Meilenstein dar. Sie war zugleich die bislang größte Transaktion ihrer Art in Deutschland. Für eine Gruppe institutioneller Investoren erwarb die Commerz Real 74,9% des Unternehmens, das das mit 11 000 Kilometern Länge größte Höchstspannungsnetz in Deutschland betreibt.

Im Oktober 2011 setzte die Commerz Real die erfolgreiche Solarfonds-Emissionsserie mit dem "CFB-Fonds 179 Solar Deutschlandportfolio IV" fort – mit einem Volumen von 245 Mio. Euro der bislang größte Solarfonds. Dafür erhielt sie, wie bereits im Vorjahr, den "Scope Investment Award 2011" in der Kategorie der geschlossenen Energiefonds.

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Finanzierungsprodukte: Neupositionierung und Portfoliobereinigung

Vor dem Hintergrund des positiven konjunkturellen Klimas in der ersten Jahreshälfte in Deutschland und der gestiegenen Investitionstätigkeit hat sich das Marktumfeld für die Commerz-Real-Leistungsbereiche Structured Investments und Mobilienleasing im Berichtszeitraum aufgehellt. Entsprechend positiv konnte sich das Neugeschäft entwickeln. Die Commerz Real hat zudem auch bei ihren Finanzierungsprodukten eine Neupositionierung eingeleitet und sich damit vertrieblich enger mit der Mittelstandsbank der Commerzbank verzahnt.

Structured Investments stehen bei der Commerz Real für Leistungen rund um die Immobilie. Planen, Bauen, Strukturieren und Finanzieren aus einer Hand – auf diese Weise werden optimale Management- und Betriebsstrukturen für den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie geschaffen. Dazu gehört auch das breite Leistungsangebot im Mobilienleasing. Hier bildeten im Berichtszeitraum Investitionen in Maschinen und Anlagen den Nachfrageschwerpunkt.

Die Commerz Real setzte die Veräußerung nicht strategischer Beteiligungen fort. So veräußerte sie die Minderheitsbeteiligung von rund 49,9% an der auf gewerbliche Kunden spezialisierten BRE Leasing Sp. z o.o. an die polnische BRE Bank, einer Tochtergesellschaft der Commerzbank. Diese hielt bereits 50,1% der Anteile an dem in Warschau ansässigen Unternehmen.

Im Berichtsjahr wurde auch das Strategieprojekt "CORRELATION" erfolgreich abgeschlossen, dessen Zielsetzung die inzwischen umgesetzte strategische Neuausrichtung der Commerz Real war.

Ausblick

Bei den Anlageprodukten der Commerz Real für Privatanleger bleibt der offene Immobilienfonds die tragende Säule. Die Marke "hausInvest" ist bestens etabliert und feiert 2012 ihr 40-jähriges Bestehen. Im Bereich der geschlossenen Fonds werden die Produktkonzeptionen den aktuellen Anforderungen von Markt und Gesetzgeber angepasst.

Für das laufende Jahr 2012 plant die Commerz Real auch den Ausbau der Beteiligungsmöglichkeiten für institutionelle Investoren und Großanleger. Sowohl für das Immobilien- als auch für das Infrastruktursegment werden weitere Produkte vorbereitet.

Für die Leistungsbereiche Structured Investments und Mobilienleasing wird die Commerz Real die Integration vorantreiben, um ihre Finanzierungsprodukte noch effizienter bei den Kunden im Konzern positionieren zu können.

Eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung wird unter der Annahme einer wirtschaftlichen Stabilisierung in den Absatzmärkten erwartet.

Ausblick Asset Based Finance

In einem äußerst herausfordernden Marktumfeld werden wir die strategische Neuausrichtung der Konzernbereiche des Segments weiter vorantreiben. Wesentliche Ziele sind eine weitere Reduzierung der Aktiva und der damit verbundenen geringeren Refinanzierungserfordernisse sowie eine Fortsetzung des Abbaus der Risikopositionen. Ein besonderer Schwerpunkt wird darüber hinaus auf dem konsequenten Management des gebundenen Kapitals einerseits und auf der weiteren forcierten Senkung der Kosten andererseits liegen.

Portfolio Restructuring Unit

Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) wurde im dritten Quartal 2009 als Antwort auf die Verschärfung der Finanzmarktkrise als eigenständiges Segment ausgewiesen. Es umfasste ursprünglich mehrere Assetklassen, insbesondere aus dem Investmentbanking-Bereich, die im Zusammenhang mit eingestellten Eigenhandels- und Investmentaktivitäten standen und nicht mehr als strategisch klassifiziert wurden. Im Berichtsjahr 2011 bestand die PRU ausschließlich aus dem Bereich Structured Credit, da bereits zum Jahresende 2010 der Bereich Credit Trading geschlossen wurde. Der Bereich Structured Credit beinhaltet alle nicht staatlich gesicherten Asset-backed Securities (ABS), jedoch keine eigenen Verbriefungen. Die Aktivitäten der PRU erfolgen in erster Linie von London aus.

Ergebnisentwicklung

Portfolio Restructuring Unit

Mio. € 2011 2010 Veränderung in
%/%-Punkten
Erträge vor Risikovorsorge – 62 843
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 5 – 62 – 91,9
Verwaltungsaufwendungen 63 106 – 40,6
Operatives Ergebnis – 130 675
Gebundenes Eigenkapital 1 002 1 212 – 17,3
Operative Eigenkapitalrendite (%) – 13,0 55,7
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 12,6

Tabelle 8

Die Geschäftsentwicklung der PRU im Geschäftsjahr 2011 war im Wesentlichen durch die gesamtwirtschaftlich verursachten Marktschwankungen gekennzeichnet, welche überwiegend durch die europäische Staatsschuldenkrise hervorgerufen wurden. Auch in diesem schwierigen Marktumfeld konnte das Segment PRU seine Strategie des konsequenten Risikoabbaus auch im Berichtsjahr erfolgreich fortführen und dabei sein Portfolio um 16% auf 11,9 Mrd. Euro per Jahresultimo reduzieren. Dieser Abbau wurde durch natürliche Amortisation, proaktive Restrukturierungen und Nutzung von Marktopportunitäten erzielt. Dabei wurden insbesondere im vierten Quartal Verkäufe zu einem beschleunigten Abbau des Portfolios genutzt. Das Operative Ergebnis der PRU lag im Gesamtjahr bei – 130 Mio. Euro nach 675 Mio. Euro im Vorjahr.

Die Erträge vor Risikovorsorge gingen auf – 62 Mio. Euro nach 843 Mio. Euro im Vorjahr zurück. Das Zinsergebnis blieb aufgrund der Verkleinerung des Portfolios mit 49 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres von 82 Mio. Euro. Beim Handelsergebnis war im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang auf – 108 Mio. Euro zu verzeichnen, der neben überwiegend gegenläufigen Bewertungs- und Realisierungseffekten aus Bewertungsanpassungen im Hinblick auf das Kontrahentenrisiko von Kreditversicherern resultierte. Im Vorjahresergebnis waren positive Effekte aus Wertaufholungen sowie Gewinne aus dem Portfolioabbau enthalten.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 5 Mio. Euro, nach 62 Mio. Euro im Vorjahr.

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

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Der Verwaltungsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 41% auf 63 Mio. Euro zurückgegangen.

Das Ergebnis vor Steuern betrug – 130 Mio. Euro nach 675 Mio. Euro im Vorjahr. Das durchschnittlich gebundene Eigenkapital ging um 17,3% auf 1,0 Mrd. Euro zurück.

Wesentliche Entwicklungen im Geschäftsjahr

Das strategische Ziel der PRU bestand auch für das Geschäftsjahr 2011 vorwiegend im wertoptimierten Portfolioabbau. Dieses Ziel wird sowohl durch Abbaumaßnahmen als auch durch aktives Management aller Exposures verfolgt. Mit Ausnahme von Hedge-/Risiko-Managementzwecken werden in der PRU keine neuen Positionen eingegangen.

Die Steuerungsphilosophie für die PRU war in den ersten drei Quartalen 2011 auf ein umfassendes und aktives Portfoliomanagement sowie auf Reduktionsstrategien mit klaren Bilanz- und RWA-Zielen ausgerichtet. Kapitalerhalt und Risikoreduktion hatten hierbei oberste Priorität. Ein Verkauf "um jeden Preis" war nicht Bestandteil dieser Steuerungsphilosophie. Vielmehr wurden PRU-Portfolios abgebaut, indem bestimmte Marktgegebenheiten proaktiv ausgenutzt beziehungsweise Restrukturierungen vorgenommen wurden.

Im Verlauf des vierten Quartals 2011 wurde die bis dato geltende Strategie der PRU im Zusammenhang mit dem Portfolioabbau auf das Kriterium "Kapitaloptimierung" neu ausgerichtet.

Auch im Jahr 2011 sind wir beim Abbau der auf die PRU übertragenen Portfolios weiter erfolgreich vorangeschritten. Das Volumen nahm im Jahresverlauf von 14,1 auf 11,9 Mrd. Euro ab – und somit auch die Komplexität. Durch die gleichzeitige Rückführung der Risikopositionen wird die PRU in geringerem Maß von den bevorstehenden regulatorischen Änderungen im Hinblick auf Kapitalanforderungen gemäß Basel III betroffen sein.

Im Jahresverlauf 2011 veräußerten wir in erster Linie Exposures in den Assetklassen US-RMBS, ABS sowie CDOs auf ABS. Zudem verzeichneten wir Restrukturierungserfolge und vorzeitige Terminierungen, die sich ebenfalls risikoreduzierend ausgewirkt haben. Um die operationale Komplexität weiter zu reduzieren, wurde die Mehrzahl der Positionen und Prozesse bereits im Vorjahr von New York nach London transferiert.

Ausblick Portfolio Restructuring Unit

Die Entwicklung der Märkte wird weiterhin in hohem Maße von makroökonomischen Faktoren abhängig sein. Daneben wird die Marktliquidität von der internationalen Geldpolitik, der weiteren Entwicklung der europäischen Schuldenkrise sowie von regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen bestimmt. In diesem schwierigen Umfeld erwarten wir weiterhin eine hohe Volatilität der Märkte.

Die PRU wird die verbleibenden Exposures auch im laufenden Jahr 2012 aktiv managen; dies wird mit einem weiteren Rückgang des Bilanzvolumens einhergehen. Als Folge wird im laufenden Jahr der Zinsüberschuss, aber auch die operative Kostenbasis rückläufig sein.

Sonstige und Konsolidierung

In den Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige wird über Beteiligungen, die nicht den Geschäftssegmenten zugeordnet sind, und das Group Treasury berichtet. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Ergebnisentwicklung

Das Operative Ergebnis des Jahres 2011 betrug 1 580 Mio. Euro gegenüber – 505 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Operativen Erträge vor Risikovorsorge erhöhten sich von 368 Mio. Euro im Jahr 2010 auf 1 996 Mio. Euro im Jahr 2011. Der Anstieg um 1 628 Mio. Euro beruhte überwiegend auf Sondereffekten im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen zur Optimierung der Kapitalstruktur im ersten und vierten Quartal 2011 sowie auf einem positiven Einmalertrag im Group Treasury aus einer Verfeinerung der Bewertungsmodelle für Zinssicherungsgeschäfte im dritten Quartal 2011. Hinzu kamen Erträge aus dem Verkauf von Beteiligungen. Der deutliche Rückgang des Verwaltungsaufwands um 461 Mio. Euro resultierte maßgeblich aus rückläufigen Integrationsaufwendungen der Service- und Steuerungseinheiten im Rahmen des Projekts "Zusammen Wachsen" sowie aus verschiedenen, teils gegenläufigen Einzeleffekten unter anderem im Zusammenhang mit dem Verkauf nicht strategischer Beteiligungen im Jahr 2010. Das Ergebnis vor Steuern des Jahres 2011 betrug 1 580 Mio. Euro nach – 505 Mio. Euro im Jahr 2010.

› Anhang (Note 44 – Segmentberichterstattung) Seite 242 ff.

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Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Als führende Bank für Privat- und Firmenkunden benötigen wir hervorragend qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Deshalb zielt unsere Personalarbeit vor allem darauf, die Attraktivität der Commerzbank als Arbeitgeber intern und extern kontinuierlich zu verbessern. Unser Konzernbereich Group Human Resources gestaltet die Rahmenbedingungen, um geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, weiterzuentwickeln und an die Bank zu binden. Der Personalbereich ist Businesspartner der Segmente und schafft eine wichtige strategische Basis für den Erfolg der Commerzbank.

Zum Jahresende 2011 waren im Commerzbank-Konzern 58 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2010 entspricht dies einem Rückgang um 941 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

› Personalbericht https://www.commerzbank.de/media/ karriere

Konzernlagebericht

Mitarbeiterzahlen der Commerzbank

Kopfzahlen 31.12.2011 31.12.2010
Gesamtzahl Beschäftigte Konzern 58 160 59 101
Gesamtzahl Beschäftigte AG 42 877 43 550

Tabelle 9

Auf Vollzeitkräfte umgerechnet lagen die Mitarbeiterkapazitäten bei 49 215 gegenüber 50 489 im Vorjahr. Die folgende Tabelle zeigt die Vollzeitbeschäftigten nach Segment zum Jahresende:

Vollzeitkräfte 31.12.2011 31.12.2010
Privatkunden 16 546 17 202
Mittelstandsbank 4 843 4 831
Central & Eastern Europe 8 066 8 163
Corporates & Markets 1 827 1 747
Asset Based Finance 1 527 1 743
Portfolio Restructuring Unit 25 45
Sonstige und Konsolidierung 16 382 16 758
Konzern gesamt 49 215 50 489

Tabelle 10

Mit 76% ist der größte Teil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Commerzbank-Konzerns in Deutschland beschäftigt. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) liegt bei rund 18 Jahren; knapp ein Fünftel sind bis zu 9 Jahren im Unternehmen, 38 % zwischen 10 und 19 Jahren und 43% 20 Jahre und länger. Die Fluktuationsquote lag im Jahr 2011 bei 4,8%. Sie ist seit dem Jahr 2000 mit 9,4% in der damaligen Commerzbank nahezu kontinuierlich gesunken.

Personalwirtschaftliche Integration abgeschlossen, Organisationsentwicklung geht weiter

Um unseren hohen personalwirtschaftlichen Anspruch noch konsequenter an allen in- und ausländischen Standorten des Commerzbank-Konzerns umzusetzen, haben wir im Jahr 2011 begonnen, unsere Personalarbeit im Rahmen des sogenannten "Global Functional Leads" von Group Human Resources konzerneinheitlich auszurichten. In diesem Zusammenhang stimmen wir mit unseren weltweiten Tochtergesellschaften und Konzerneinheiten ab, in welchem Umfang unsere Personalprodukte, Personalprozesse und Regelungen dort jeweils gelten sollen.

Die personalwirtschaftliche Integration von Commerzbank und Dresdner Bank wurde im Berichtsjahr abgeschlossen. Zum 1. Juli 2011 konnten weitere rund 2 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihre endgültigen Zielfunktionen versetzt werden. Auch der integrationsbedingte Stellenabbau kommt weiterhin gut voran. Der Abbau von rund 9 000 Vollzeitstellen, der nach wie vor ohne betriebsbedingte Beendigungskündigungen erfolgen soll, ist unter Berücksichtigung aller abgeschlossenen Verträge zu mehr als 80% umgesetzt.

Die Organisationsentwicklung haben wir auch nach dem Abschluss der Integration systematisch vorangetrieben. Ein wichtiges Instrument dafür war der Commerzbank-Monitor. An dieser Mitarbeiterbefragung haben im Herbst 2011 knapp 26 000 Beschäftigte im In- und Ausland teilgenommen. Bankweit als Stärken identifiziert wurden die Unternehmenskultur im unmittelbaren Arbeitsumfeld, die gute Zusammenarbeit in den Teams sowie die Leistungs- und die Kundenorientierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch die Führungsarbeit der direkten Vorgesetzten wurde positiv bewertet. Ebenso stoßen die Gesundheitsangebote der Bank auf Zustimmung. Gleichzeitig hat der Commerzbank-Monitor aber auch Defizite aufgezeigt. So waren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter skeptisch gegenüber der Situation der Bank insgesamt. Verbesserungsbedarf wurde bei der beruflichen Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und bei der Umsetzung des Zielbilds der Bank gesehen. Darüber hinaus erhielten mehr als 1 600 Führungskräfte Mitte Dezember 2011 ausführliche Berichte für ihre jeweilige Einheit, mit denen sie konkrete Maßnahmen in den Bereichen und Abteilungen umsetzen.

Nachwuchs gewinnen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln

Die Kompetenzen und Qualifikationen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg unseres Geschäfts. Um die Fähigkeiten unserer Beschäftigten kontinuierlich auszubauen, verfolgen wir einen ganzheitlichen Entwicklungsansatz von der Nachwuchskraft bis zum Topmanagement. Unseren Nachwuchs fördern wir von Anfang an und bieten attraktive Entwicklungsmöglichkeiten in der Fach-, Führungs- und Projektkarriere. Unter den 39 081 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zum Jahresende 71 Geschäft und Rahmenbedingungen

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2011 in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) angestellt waren, befanden sich 2 343 in einer Berufsausbildung. Darüber hinaus haben wir 195 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Trainees beschäftigt, durchschnittlich 334 zählten als Studierende zum Commerzbank-

Studienkreis. Zudem beschäftigten wir 2011 rund 850 akademische Praktikanten.

Für die Kommunikation mit potenziellen Nachwuchskräften nutzen wir seit dem Jahr 2010 verstärkt Social-Media-Plattformen. Sie gewinnen bei Schülern, Studenten und Absolventen als Informationsquelle und Austauschplattform zum Berufseinstieg kontinuierlich an Bedeutung. So veröffentlichten wir auf Twitter aktuelle Jobangebote und Informationen zu unseren Einstiegschancen im Nachwuchsbereich. Darüber hinaus sind wir bei Youtube und Xing vertreten und lassen uns auf Kununu von unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bewerten. Auf unserer Facebook-Seite "Commerzbank-Career" hat unser Personalvorstand Ulrich Sieber im Jahr 2011 unter dem Titel "7-mal Sieber" Einblicke in die Karrierewelt der Bank gegeben. Insgesamt haben wir in den sozialen Netzwerken knapp 15 000 "Fans". Mit unserem Social-Media-Engagement im Personalbereich zählen wir zu den fünf aktivsten DAX-Unternehmen.

Nachwuchskandidaten sprechen wir nicht nur über soziale Medien, sondern auch persönlich an. Im Jahr 2011 veranstalteten wir Bewerbertrainings an Schulen und brachten Schüler in Fallstudien in die Rolle von Unternehmern. Darüber hinaus haben wir uns an branchenübergreifenden Nachwuchsförderprogrammen beteiligt, etwa der Start-Stiftung, "business@school" und "Handelsblatt macht Schule". Der Erfolg dieser Maßnahmen zeigt sich unter anderem an den konstant hohen Bewerbungszahlen von Auszubildenden. Im Jahr 2011 haben wir rund 1 000 Auszubildende und Studierende dualer Hochschulen eingestellt. Wir bilden grundsätzlich über unserem Bedarf aus, um vielen Schülern die Chance auf eine Berufsausbildung zu geben. Damit investieren wir in die Zukunft der Bank und untermauern unser gesellschaftliches Engagement. Im Berichtsjahr haben wir mehr als zwei Drittel aller übernahmeinteressierten Auszubildenden übernommen und ihnen damit eine interessante berufliche Perspektive in der Bank gegeben.

Mit der "Commerzbank-Akademie" sorgen wir für Transparenz und Einheitlichkeit in der bankweiten Qualifizierung und Förderung aller Mitarbeitergruppen. Die Entwicklungswege in der Führungslaufbahn und der Projektlaufbahn haben wir bereits einheitlich aufgebaut. Im Fokus stehen jetzt unsere Spezialisten, um die es künftig einen verstärkten Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt geben wird. Ihnen bieten wir mit der Fachlaufbahn eine gleichwertige Alternative zur Führungs- und Projektlaufbahn.

Ideen entwickeln, Probleme lösen

Das Ideenmanagement, mit dem wir die Unternehmensabläufe verbessern, haben wir im Jahr 2011 deutlich weiterentwickelt. Die Basis bildet weiterhin die IT-Plattform "ComIdee", auf der alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Verbesserungsideen einreichen können. Im Jahr 2011 haben 2 824 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 4 404 Ideen bei "ComIdee" eingeliefert, das sind 10% mehr als im Vorjahr. Die Ideen wurden mit insgesamt 216 000 Euro prämiert, die Höchstprämie für eine einzelne Idee hat mit 56 625 Euro einen neuen Höchstwert erreicht. Zusätzlich haben wir im September 2011 unsere Plattform "WikIdee" gestartet. Dort arbeiten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter interaktiv an übergreifenden Problemen, etwa Prozessen, technischen Anwendungen oder auch Methoden der Kundenberatung. Jeder kann eigene Vorschläge online platzieren oder eine konkrete Frage mit der Bitte um Unterstützung formulieren. Durch die Bewertung von Ideen entsteht ein Ranking, das relevante Themen, potenzielle Innovationen, aber auch kritische Punkte sichtbar macht. Bei

"WikIdee" haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2011 insgesamt 1 381 Ideen eingereicht, 4 883 Kommentare und 38 693 Votierungen abgegeben. Weiterentwickelte Ideen gehen von "WikIdee" an "ComIdee" über. Zugleich ist "WikIdee" eine wichtige Plattform für das Programm "Commerzbank Exzellenz". Der Erfolg unseres Ideenmanagements zeigt sich auch an einer erneuten Auszeichnung durch den internationalen Verband "Ideas America". In der Finanzbranche ist "WikIdee" bisher einzigartig. Der vom Ideenmanagement im Jahr 2011 nach Abzug aller Kosten erzielte Nutzen lag auf Basis einer durchschnittlichen fünfjährigen Anwendungsdauer bei rund 3,42 Mio. Euro.

Gesundheit fördern, aktiv leben und arbeiten

Mit zahlreichen Maßnahmen tragen wir dazu bei, die Gesundheit am Arbeitsplatz zu erhalten und zu fördern. Damit steigern wir Wohlbefinden, Motivation und Leistungskraft unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unser Gesundheitsmanagement erweitert und optimiert die Angebote ständig im Hinblick auf sich wandelnde Anforderungen im Berufsalltag. Damit nehmen wir unsere Fürsorgepflicht für die Beschäftigten wahr und streben an, Fehlzeiten zu reduzieren. Die Krankheitsquote in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) lag im Jahr 2011 bei 4%, die durchschnittlichen Krankheitstage je Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei 9,9 Tagen.

Um das Gesundheitsbewusstsein unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken, haben wir im vergangenen Jahr das interaktive Training "Gesund in der Commerzbank" eingeführt. Das im Intranet verfügbare Programm zu den Themen Gesundheit am Arbeitsplatz, Stressmanagement, Suchtprävention, Ernährung und Bewegung muss von allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland absolviert werden. Schon kurz nach der Einführung des ersten von drei Modulen wurde das Programm mehr als vier Mal so häufig absolviert wie die bisher erfolgreichste elektronische Pflichtschulung in der Bank.

In einer gemeinsamen Initiative des Gesamtbetriebsrats und des Gesundheitsmanagements haben wir im August 2011 das Netzwerk "HORIZONT" für Burn-out-Betroffene gegründet. Rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben an der Auftaktveranstaltung teilgenommen. Das Netzwerk, in dem Betroffene mitarbeiten, bietet eine Austausch- und Informationsplattform. Analog zu unseren anderen betrieblichen Netzwerken wird die inhaltliche und organisatorische Arbeit eigenständig gestaltet und steht in engem Austausch mit dem Betriebsrat und dem Gesundheitsmanagement.

Medizinische Vorsorgeuntersuchungen sind eine effiziente Möglichkeit, die Gesundheit zu fördern und die Lebensqualität zu steigern. Deshalb bieten wir für die leitenden Angestellten der Commerzbank Aktiengesellschaft in Deutschland seit 2011 Gesundheits-Checkups an.

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nach der Arbeit Sport treiben möchten, unterstützen wir mit vielfältigen Angeboten. Unsere bundesweit 160 Betriebssportgemeinschaften widmen sich allen gängigen Sportarten und haben insgesamt rund 17 000 Mitglieder. Die Arbeit der Sportgemeinschaften wird von jeweils 3 Vorständen und mehreren Spartenleitern organisiert, sodass sich insgesamt knapp 1 000 Beschäftigte ehrenamtlich für den Betriebssport engagieren. An unseren ersten gemeinsamen bundesweiten Sportwettkämpfen, den "ComGames", haben im September 2011 rund 800 Sportler teilgenommen.

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Vielfalt stärken, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterstützen

Wir fördern die Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, weil sie unseren unternehmerischen Erfolg positiv beeinflusst und unsere Unternehmenswerte stärkt. Gelebte Vielfalt verbessert die Motivation, die Innovationskraft und das Betriebsklima. Und sie sorgt dafür, dass ganz unterschiedliche Persönlichkeiten im Unternehmen akzeptiert werden und ihre volle Leistung entfalten können.

Mit unserem im Jahr 2010 gestarteten Projekt "Frauen in Führungspositionen" wollen wir den Anteil von Frauen im Management erhöhen, um das leistungsfähigste Führungsteam für die Commerzbank zu sichern – unter Berücksichtigung aller Talente. Frauen stellen in der Commerzbank Aktiengesellschaft (Inland) 50% der Belegschaft, besetzen bei den Führungspositionen aber nur zwischen 9,3% (erste Führungsebene) und 28,8% (vierte Führungsebene). Bis zum Jahr 2015 soll sich der Anteil der Frauen in allen Führungspositionen konzernweit von aktuell 24,2% auf 30% erhöhen. Dieses Ziel wird unter anderem durch bankweite Maßnahmen unterstützt. Dazu zählt ein Mentoringprogramm, an dem gegenwärtig rund 600 Frauen und Männer teilnehmen.

An unseren Diversityworkshops, die seit dem Jahr 2011 für alle Führungskräfte verpflichtend sind, haben bisher der Vorstand, alle Führungskräfte der ersten Ebene und mehr als 1 300 Führungskräfte der Ebenen zwei bis vier teilgenommen. Eine weitere Maßnahme des Projekts waren die im Berichtsjahr erstmals durchgeführten "Karrieretage". An diesen segmentinternen Netzwerkveranstaltungen zum Austausch mit erfahrenen Führungskräften haben rund 500 Frauen teilgenommen.

Im August 2011 haben wir in Frankfurt am Main einen eigenen Schülerhort eröffnet. Gegenwärtig werden 10 Grundschulkinder von Commerzbank-Eltern nach Unterrichtsende bis 19 Uhr betreut. In den kommenden Jahren können dies bis zu 80 Kinder sein. Träger ist der Pme-Familienservice, der für die Commerzbank bundesweit bereits rund 260 Vollzeitplätze für Mitarbeiterkinder in Krippen, Kindergärten und in einem Hort bereitstellt. Für unsere familienfreundlichen Maßnahmen hat uns die gemeinnützige Hertie-Stiftung 2011 zum vierten Mal mit dem Audit "Beruf und Familie" ausgezeichnet.

Mit unserem im Jahr 2010 zunächst für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Elternzeit gestarteten Diversityportal im Internet informieren wir seit Anfang des Jahres 2011 alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die aus verschiedenen Gründen vorübergehend nicht am Arbeitsplatz sind, über Diversitythemen und aktuelle Stellenangebote. Zurzeit sind mehr als 3 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Portal registriert.

Neben den Diversityaktivitäten unserer Personalabteilung beziehen wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Netzwerke aktiv in den Diversityprozess ein. So zielt "Fokus Väter" auf Chancengleichheit aus Sicht der Männer. Im Frauennetzwerk "Courage" treffen sich Mitarbeiterinnen, um Erfahrungen auszutauschen und ihre berufliche Entwicklung zu fördern. Zusätzlich zu den bundesweiten Standorten ist "Courage" seit dem Jahr 2011 auch in West- und Osteuropa, London, New York und Asien aktiv. Das Netzwerk "Arco" für Schwule und Lesben ist weiter gewachsen und mit knapp 400 Mitgliedern weiterhin das größte betriebliche Netzwerk seiner Art in Deutschland.

Über unsere Diversityveranstaltungen informieren wir im Intranet. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eingeladen, sich zu unterschiedlichen Themen in Workshops, Vorträgen und Diskussionsforen zu informieren, auszutauschen und die eigene persönliche und berufliche Entwicklung voranzutreiben. Dazu gab es im Jahr 2011 mehr als 50 Veranstaltungen. Intensiv nachgefragt waren unsere Samstagsworkshops für Mitarbeiterinnen, die wir in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Mannheim und Nürnberg angeboten haben.

› Corporate-Governance-Bericht Seite 38 f.

› Corporate-Governance-Bericht Seite 39

Vergütung

Die Offenlegung der Vergütung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgt aufgrund der erhöhten Bedeutung, die sich aus erweiterten regulatorischen Anforderungen ergibt, seit dem Geschäftsjahr 2010 in Form eines eigenständigen Berichts. Dieser wird auf der Internetseite der Commerzbank unter www.commerzbank.de veröffentlicht und künftig jährlich aktualisiert.

Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wir bedanken uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren umfassenden Einsatz im Jahr 2011. In einem schwierigen Marktumfeld und unter nicht immer leichten Bedingungen haben sie weit überdurchschnittliches Engagement gezeigt. Wir wissen, dass dies keine Selbstverständlichkeit ist. Darüber hinaus danken wir allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Führungskräften, Betriebsräten und sonstigen Vertretern, die vertrauensvoll und konstruktiv an der Personalarbeit im Jahr 2011 mitgewirkt haben.

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Nachtragsbericht

Weitere Optimierung der Kapitalstruktur

Die Commerzbank hat im Rahmen des Kapitalmanagements der Bank die Marktgegebenheiten Mitte Februar genutzt und am 23. Februar 2012 eine Vereinbarung mit Goldman Sachs getroffen, nach der Goldman Sachs ausgewählte hybride Eigenmittelinstrumente und nachrangige Anleihen als Sacheinlage gegen aus Genehmigtem Kapital der Commerzbank zu begebende Aktien in die Commerzbank einbringen kann. Goldman Sachs erwirbt die entsprechenden Wertpapiere von institutionellen Investoren am Markt auf Basis eines Umtauschangebots zu einem unter ihrem Nennwert liegenden Preis. Das Volumen der neuen Aktien ist auf maximal 511 Millionen Stück (10 % minus eine Aktie) begrenzt, das Bezugsrecht der Commerzbank-Aktionäre ist ausgeschlossen. Diese Transaktion ist eine weitere Maßnahme zur effizienten Stärkung der Kapitalbasis mit Blick auf die zukünftige Regulierung.

Maßnahmen zur Deckung der EBA-Anforderungen

Mitte Januar 2012 hat die Commerzbank ein umfangreiches Maßnahmenpaket präsentiert, um die Anforderung der European Banking Authority (EBA) – unser hartes Kernkapital um 5,3 Mrd. Euro bis zum Stichtag 30. Juni 2012 zu stärken – aus eigener Kraft zu erfüllen.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Core-Tier-I-Quote hatte die Commerzbank bereits im November 2011 umfassende Maßnahmen eingeleitet. Auf Basis der Zahlen zum 31. Dezember 2011 hat die Bank ihren Kapitalbedarf nach EBA auf rund 1,8 Mrd. Euro reduziert. Dieser Betrag ergab sich aus einbehaltenen Gewinnen des vierten Quartals 2011, die einen einmaligen IFRS-Ergebnisbeitrag aus dem Rückkauf hybrider Eigenmittelinstrumente enthalten, sowie aus dem RWA-Management. Zudem wurden im vierten Quartal 2011 durch effizientes Management der Kapitalstruktur regulatorische Kapitalabzugspositionen deutlich verringert.

Die im vierten Quartal 2011 durchgeführten Wertkorrekturen auf griechische Staatsanleihen konnten dabei auf den von der EBA festgelegten Kapitalpuffer angerechnet werden.

Zusammen mit einem erfolgreichen Abschluss der im Februar angekündigten Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur, kann sich, im Falle einer vollständigen Annahme des Umtauschangebots, dieser Kapitalbedarf um weitere rund 1,0 Mrd. Euro auf rund 0,8 Mrd. Euro verringern. Damit hätte die Commerzbank einen wesentlichen Teil des von der EBA ermittelten zusätzlichen Kapitalbedarfs gedeckt.

Weitere Geschäftsvorfälle von wesentlicher Bedeutung sind nicht aufgetreten.

› Prognose- und Chancenbericht Seite 154

Prognose- und Chancenbericht

Künftige gesamtwirtschaftliche Situation

Der Ausblick für die Weltwirtschaft hängt in großem Maße von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise im Euroraum ab. Eine Eskalation durch die offene Zahlungsunfähigkeit eines Eurolandes könnte einen Unsicherheitsschock wie nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 auslösen und damit nicht nur den Euroraum, sondern die gesamte Weltwirtschaft in eine Rezession abgleiten lassen. Gelingt es allerdings der Politik, mit einer immer stärkeren Hilfestellung der EZB, eine solche Eskalation zu verhindern – wovon im Folgenden ausgegangen wird – stehen die Chancen recht gut, dass die Weltkonjunktur im Verlauf dieses Jahres wieder etwas an Fahrt aufnehmen wird.

So haben die Notenbanken der Schwellenländer in den vergangenen Monaten nach und nach ihren Fokus verschoben. Da sie nun wieder weniger die Inflationsgefahren bekämpfen, sondern sich mehr auf die Stützung der Konjunktur konzentrieren, haben sie die Geldpolitik wieder gelockert. Dies dürfte die Wirtschaft in diesen Ländern mit der üblichen zeitlichen Verzögerung wieder schneller wachsen lassen. In den USA werden zwar die Nachwirkungen der geplatzten Immobilienblase und die hohe Arbeitslosigkeit weiterhin einen starken Aufschwung verhindern, der durch die extrem expansive Geldpolitik der US-Notenbank eigentlich angelegt wäre. Allerdings könnten diese Probleme allmählich an Bedeutung verlieren, sodass das Wachstumstempo der US-Wirtschaft sich nach und nach etwas erhöhen dürfte.

Reales Bruttoinlandsprodukt

Veränderung gegenüber Vorjahr

2011 20121 20131
USA 1,7 % 2,0 % 2,5 %
Euroraum 1,6 % – 0,4 % 0,8 %
Deutschland 3,0 % 0,5 % 1,3 %
Mittel- und Osteuropa 3,7 % 2,2 % 3,3 %
Polen 4,0 % 2,2 % 3,8 %

1 Werte für 2012 und 2013 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Tabelle 11

Von dem etwas positiveren weltwirtschaftlichen Umfeld dürfte auch der Euroraum profitieren, sodass dort die Wirtschaft im Verlauf des Jahres 2012 wieder leicht wachsen dürfte. Dies zeigen auch die zuletzt wieder etwas besseren Stimmungsindikatoren. Allerdings wird die in vielen Euroländern weiterhin sehr restriktive Finanzpolitik die Konjunktur weiterhin empfindlich bremsen. Hinzu kommt in einzelnen Ländern wie zum Beispiel Spanien, dass

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die Übertreibungen der Vergangenheit bei der Verschuldung von Unternehmen und privaten Haushalten sowie am Immobilienmarkt noch nicht vollständig korrigiert sind. Außerdem besteht weiterhin eine große Unsicherheit über das weitere Schicksal der Währungsunion. Insbesondere wenn sich die Staatsschuldenkrise trotz der massiven Interventionen der EZB wieder verschärften sollte, könnte dies den Euroraum schnell wieder in eine Rezession zurückfallen lassen. Aber auch wenn es hierzu nicht kommt, dürfte die Wirtschaft im Euroraum im Durchschnitt des Jahres 2012 leicht schrumpfen und erst im Jahr 2013 wieder etwas zulegen.

Es ist davon auszugehen, dass Deutschland sich auch in den kommenden beiden Jahren innerhalb des Euroraums besser entwickeln wird als die meisten anderen Länder, und zwar aus den gleichen Gründen wie bisher: die in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte Wettbewerbsfähigkeit und der geringere Konsolidierungsbedarf bei den Staatsfinanzen. Darum dürfte die deutsche Wirtschaft, wenn nicht eine neuerliche Verschärfung der Staatsschuldenkrise die Unsicherheit wieder kräftig steigen lässt, spätestens ab dem Frühjahr wieder zulegen. Allerdings wird die Erholung wohl verhalten bleiben. Für das Gesamtjahr 2012 ist nur mit einem leichten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes zu rechnen. Deshalb wird sich die Lage am Arbeitsmarkt voraussichtlich nicht weiter verbessern. Eher ist damit zu rechnen, dass die Arbeitslosigkeit leicht zunimmt. Im Jahr 2013 dürfte die deutsche Wirtschaft dann im Basisszenario wieder im Einklang mit dem Potenzialwachstum zulegen.

Auch wenn es nicht zu einer Eskalation der Staatsschuldenkrise kommt, dürfte diese auch im Jahr 2012 die Kapitalmärkte maßgeblich beeinflussen. Zum einen dürften die weiterhin bestehenden großen Risiken insbesondere die EZB, aber auch viele andere Notenbanken eher einen expansiveren Kurs verfolgen lassen. Zinserhöhungen stehen damit in den meisten Ländern vorerst nicht auf der Agenda, zumal die Inflationsraten weltweit eher fallen dürften. Zum anderen ist zu erwarten, dass die weiterhin nicht gelöste Krise die Nachfrage nach sicheren Anlagen wie Bundesanleihen und US-Treasuries auf einem hohen Niveau halten wird. Deren Renditen dürften also im kommenden Jahr nicht so stark steigen. Auch der Euro dürfte weiter unter den ungelösten Problemen des Währungsraums leiden und gegenüber dem US-Dollar zumindest im laufenden Jahr weiter an Wert verlieren. Am Aktienmarkt könnten zwar die wieder etwas besseren Konjunkturdaten für Auftrieb sorgen. Allerdings wird auch hier die von der Krise ausgehende Unsicherheit das Aufwärtspotenzial begrenzen.

Wechselkurse

31.12.2011 31.12.20121 31.12.20131
Euro/US-Dollar 1,31 1,25 1,28
Euro/Pfund 0,86 0,83 0,80
Euro/Zloty 4,45 4,30 4,20

1 Werte für 2012 und 2013 jeweils Prognosen der Commerzbank.

Tabelle 12

Künftige Situation der Bankbranche

Die Aussichten für das Bankenumfeld haben sich schon im Geschäftsjahr 2011 eingetrübt und auch für das laufende Jahr 2012 erwarten wir keine Verbesserung. In Europa ist für das Jahr 2012 von einer sich abschwächenden konjunkturellen Entwicklung auszugehen, dabei dürfte die Wirtschaftsleistung geringer als im Vorjahr ausfallen. Belastend wirkt die Staatsschuldenkrise, die so gut wie alle Länder der EWU zwingt, ihre Haushalte zu konsolidieren und Sparprogramme aufzulegen. Die Krise zeigt auch, wie eng Staaten und Banken miteinander verbunden sind. Die EZB wird für viele Banken die wichtigste Refinanzierungsquelle bleiben. Darüber hinaus werden Ausschläge auf den Kapitalmärkten, anhaltend niedrige Zinsen, gestiegene Kapitalanforderungen und möglicherweise weitere Regulierungsschritte das Umfeld des Bankgeschäfts prägen. Vor allem steigende Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Banken im Zuge einer verschärften Regulierung werden die Branche auf absehbare Zeit belasten.

Mit Sorge ist die Möglichkeit einer Ansteckung von Banken in den USA und den Schwellenländern im Falle einer sich verstärkenden Schuldenkrise in Europa zu sehen. Vor dem Hintergrund der weiter gestiegenen regulatorischen Anforderungen stehen die Banken in Europa vor der Herausforderung, ihre Bilanzvolumina zu reduzieren. Sie müssen dabei angesichts des branchenweiten Drucks sowohl bei Verkäufen als auch bei der Aufnahme von haftendem Kapital Preisnachlässe gewähren. Gleichzeitig werden bis zum Jahr 2013 hohe Volumina von Bankanleihen fällig; diese kollidieren mit dem starken Finanzbedarf der Staaten.

Das Bankgeschäft in Europa wird mittelfristig voraussichtlich deutlich weniger profitabel sein als in den Jahren bis 2007 und in der überraschend kräftigen Erholung nach der Subprimekrise. Wichtige Gewinntreiber der Vergangenheit wie beispielsweise hohes Kreditwachstum und rückläufige Kreditausfallraten stehen für weitere Gewinnsteigerungen nicht mehr zur Verfügung. Im Zuge einer sich abschwächenden Wirtschaftsentwicklung wird die Risikovorsorge eher wieder zu einer Belastung führen, was die Ergebniszuwächse im Firmenkundengeschäft begrenzt. Im Privatkundengeschäft wird das Provisionsergebnis angesichts der unsicheren konjunkturellen Lage und der vergleichsweise volatilen Marktentwicklung tendenziell weiter unter Druck bleiben. Im Investmentbanking sehen wir angesichts zurückhaltender Aktivitäten in vielen Bereichen ein eher schwieriges Jahr und erwarten global eine Marktbereinigung.

Selbst wenn es gelingt, eine die Marktteilnehmer überzeugende Lösung der europäischen Staatsschuldenkrise zu verabschieden, bleiben zwei wesentliche das Bankenumfeld prägende Entwicklungen wirksam: Der Bankensektor muss sich zum einen der Erkenntnis anpassen, dass in der Krise Bereiche mit geringsten Risikogewichten größte Probleme bereitet haben, und die große Bedeutung des Staatsfinanzierungsgeschäfts überdenken. Zum anderen muss sich die Bankenbranche darauf einstellen, dass der notwendige Entschuldungsprozess bei Staaten und Haushalten nicht gleichmäßig, sondern in Schüben vor sich geht und dies das gesamtwirtschaftliche Trendwachstum reduziert. Die Phase sehr niedriger Renditen bei risikoarmen Anlagen und niedriger Inflationsraten wird angesichts einer schwachen Wirtschaftsentwicklung anhalten.

Die Wettbewerbslage wird sich vor diesem Hintergrund noch weiter verschärfen – sowohl hinsichtlich des Wettbewerbs um Einlagen als Grundpfeiler einer vom Interbankenmarkt unabhängigen Refinanzierung als auch mit Blick auf deutsche mittelständische Unternehmen, die als vergleichsweise krisenresistente Kunden auch wieder zunehmend von Auslandsbanken umworben werden. An der grundsätzlichen Marktstruktur in Deutschland, die durch eine Vielzahl von Genossenschaftsbanken und Sparkassen gekennzeichnet ist, wird sich auf absehbare Zeit nichts ändern, was die Wettbewerbslage nicht erleichtert.

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Erwartete Entwicklung wesentlicher Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir für die einzelnen Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung folgende Entwicklung:

Für den Zinsüberschuss gehen wir davon aus, dass er sich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011 leicht rückläufig entwickeln wird. Dafür dürften folgende Einflussfaktoren ausschlaggebend sein: Das niedrige Marktzinsniveau, das den Zinsüberschuss grundsätzlich belastet; der sich besonders um Einlagen intensivierende Wettbewerb, mit der Folge eines zunehmenden Margendrucks; der Abbau nicht strategischer Bestände und schließlich die Erwartung generell steigender Fundingkosten. Wir erwarten zwar in der Kernbank auch positive Effekte sowohl aus einer Ausweitung der Geschäftsvolumina als auch mittelfristig aus dem Rückkauf von hybriden Eigenmittelinstrumenten und nachrangigen Anleihen. Es dürfte jedoch herausfordernd sein, die vorgenannten Faktoren zu kompensieren. Die Entwicklung des Provisionsüberschusses wird im laufenden Jahr 2012 auch davon abhängen, ob sich die Kaufzurückhaltung unserer Kunden angesichts volatiler Märkte fortsetzen wird. Vertriebsseitig werden wir von dem Wegfall der integrationsbedingten Belastungen unserer Beratungsteams profitieren. Auch aus dem Auslandsgeschäft sowie aus Cash-Management-Aktivitäten erwarten wir höhere Provisionserträge. Insgesamt rechnen wir für das Gesamtjahr 2012 mit einem über dem Vorjahr liegenden Provisionsüberschuss. Eine Prognose des Handelsergebnisses ist insbesondere aufgrund der hohen Volatilität an den Finanzmärkten und deren Auswirkungen auf die Bewertung der entsprechenden Finanzinstrumente nur bedingt möglich. Dennoch gehen wir für das Jahr 2012 von einem Handelsergebnis aus, das nicht signifikant von dem Wert des Jahres 2011 abweicht. Für die Risikovorsorge im Kreditgeschäft erwarten wir für das Geschäftsjahr 2012 einen Betrag von nicht mehr als 1,7 Mrd. Euro. Die Verwaltungsaufwendungen werden im Jahr 2012 durch das anhaltend strikte Kostenmanagement bestimmt. Dabei werden wir auch die Realisierung der Kostensynergien weiter vorantreiben. Als Folge gehen wir von Verwaltungsaufwendungen in Höhe von maximal 7,6 Mrd. Euro aus.

Die Kernbank dürfte vor dem Hintergrund der beschriebenen Entwicklungen erneut ein solides Operatives Ergebnis erreichen. Das Ergebnis der Segmente ABF und PRU wird – wie sich im Vorjahr gezeigt hat – von den auch stark politisch beeinflussten Entwicklungen im Zusammenhang mit der europäischen Staatsschuldenkrise abhängen. Für das erste Halbjahr 2012 liegt die angestrebte Zielgröße für das Ergebnis bei 1,2 Mrd. Euro. Bei einer Rückkehr zu stabilen Märkten gehen wir für das saisonal bedingt schwächere zweite Halbjahr von einem unter den ersten sechs Monaten liegenden positiven Ergebnisbeitrag aus.

Erwartete Finanzlage des Commerzbank-Konzerns

Geplante Finanzierungsmaßnahmen

Das Group Treasury der Commerzbank ist konzernweit für das Kapital- und Liquiditätsmanagement verantwortlich. Hierbei greift das Group Treasury als Grundlage zur Ermittlung der Emissionsplanung im Kapitalmarkt auf die Ergebnisse des "Stable-Funding-Konzepts" zurück. Dabei werden der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kern-Aktivgeschäft der Bank sowie die nicht innerhalb eines Jahres liquidierbaren Aktiva ermittelt und den langfristig der Bank zur Verfügung stehenden Passivmitteln – inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen – gegenübergestellt.

Durch fest definierte Prozesse soll sichergestellt werden, dass die Fundingaktivitäten auf Basis dieses Konzepts regelmäßig an geänderte Voraussetzungen angepasst werden. Auch führt das Liquiditätsmanagement regelmäßig Strukturanalysen der diversen Refinanzierungsquellen durch, um auf dieser Basis das Refinanzierungsprofil aktiv zu steuern. Ziel ist es, die nicht liquiden Aktiva sowie das Kerngeschäft der Bank weitestgehend durch langfristig verfügbare Passivmittel zu finanzieren. Dieses Vorgehen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr – das von einer weiteren Verschärfung der europäischen Staatsfinanzierungskrise geprägt war – bewährt.

Dessen ungeachtet arbeitet die Commerzbank an einer stetigen Verbesserung ihrer Prozesse, insbesondere werden hier die neuen aufsichtsrechtlichen und regulatorischen Anforderungen berücksichtigt. Die Stärke der Refinanzierungsstruktur des Commerzbank-Konzerns beruht hierbei weiterhin auf einer breiten Diversifikation hinsichtlich Anlegergruppen, Regionen, Produkten und Währungen.

Die langfristige Refinanzierung wird im Wesentlichen sowohl durch besicherte als auch unbesicherte Kapitalmarktprodukte sowie durch stabil anzusehende und der Bank langfristig zur Verfügung stehende Kundeneinlagen sichergestellt. Der Fundingbedarf des Commerzbank-Konzerns von rund 10 bis 12 Mrd. Euro für das Gesamtjahr 2011 wurde durch das Nutzen vorhandener Marktchancen übererfüllt. Im Hinblick auf den Fundingbedarf des Jahres 2012 haben wir zu Beginn des laufenden Jahres bereits zwei Emissionen platziert: Zum einen Lower-Tier-Anleihen mit einem Volumen von 400 Mio. Euro, die wir über das Privatkundengeschäft emittiert haben. Zum anderen eine unbesicherte Anleihe, die wir Anfang Februar begeben haben. Hier konnten wir dank der großen Nachfrage am Markt rund 1 Mrd. Euro aufnehmen. Mit der Umsetzung der angekündigten Maßnahmen bezüglich der EBA-Anforderungen gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, für das Jahr 2012 keine weiteren Refinanzierungsmittel am Kapitalmarkt aufnehmen zu müssen. Dennoch wollen wir auch im laufenden Jahr weiter unbesicherte Anleihen emittieren, um unseren Handlungsspielraum bei der Diversifizierung unserer Refinanzierungsbasis zu vergrößern und um den Produktbedarf unserer Filialen zu decken. Auch für das Jahr 2013 ist von einem geringen Fundingbedarf auszugehen. Um den bereits ausgewogenen Refinanzierungsmix am Kapitalmarkt weiter zu diversifizieren, wurde seitens der Commerzbank ein US-Dollar-Emissionsprogramm aufgelegt.

Fälligkeitsprofil des Konzerns zum 31. Dezember 2011

Abbildung 3

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Bei der Platzierung unbesicherter Anleihen wird die Bank vorwiegend Privatplatzierungen bei eigenen Kunden nutzen. Marktgelegenheiten zur Platzierung größerer öffentlicher Transaktionen werden weiterhin genutzt. Die besicherte Refinanzierung erfolgt im Wesentlichen über Pfandbriefe, die von der Eurohypo AG begeben werden. Die Aktivitäten im laufenden Jahr 2012 werden stark von der anhaltenden Staatsschuldenkrise geprägt sein. Durch regelmäßige Überprüfung und Adjustierung der getroffenen Annahmen für das Liquiditätsmanagement wird die Bank den Veränderungen des Marktumfelds weiterhin voll Rechnung tragen und eine solide Liquiditätsausstattung sowie eine angemessene Refinanzierungsstruktur gewährleisten.

Geplante Investitionen

Die Investitionstätigkeiten waren seit dem Jahr 2008 eng mit der Integration der Dresdner Bank verbunden. Im Geschäftsjahr 2011 wurde das bankweite Integrationsprojekt abgeschlossen, die verbleibenden Tätigkeiten wurden in die Linienorganisation überführt. Von dem insgesamt vorgesehenen Integrationsaufwand in Höhe von 2,5 Mrd. Euro sind bis Ende des Jahres 2011 bereits 2,4 Mrd. Euro angefallen. Für die Zusammenlegung von Filialen sind im Jahr 2012 abschließend 40 Mio. Euro Integrationsaufwand geplant. Aus dem Integrationsaufwand resultieren nach vollständiger Umsetzung Einsparungen von jährlich 2,4 Mrd. Euro. Hiervon wurden bis Ende des Jahres 2011 bereits 1,8 Mrd. Euro erreicht. Für das laufende Jahr 2012 sind weitere 0,3 Mrd. Euro geplant.

Im Anschluss an das Integrationsprojekt startete die Commerzbank im dritten Quartal 2011 das bankweite Programm "Commerzbank Exzellenz" zur Qualitäts- und Effizienzsteigerung. Ziel des bis zum Jahr 2014 geplanten Programms ist die Optimierung der Kernprozesse der Commerzbank. Mit "Commerzbank Exzellenz" soll zunächst die Funktionsfähigkeit der kundenrelevanten Basisprozesse verbessert werden, um Strukturen zu optimieren und Arbeitsabläufe sowohl bankweit als auch in einzelnen Teams qualitativ besser und effektiver zu gestalten. Im Ergebnis erwarten wir einen signifikanten Anstieg der Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit und gleichzeitig Effizienzsteigerungen und Kostenreduktionen. Das Programm "Commerzbank Exzellenz" ist durch die zu erwartenden Kosteneinsparungen als sich selbst refinanzierendes Programm geplant.

Infolge steigender regulatorischer Anforderungen sind für die Commerzbank erhebliche Investitionen zur Erfüllung nationaler und internationaler Vorgaben notwendig. Zur Umsetzung investiert die Commerzbank im Jahr 2012 zusätzlich rund 120 Mio. Euro. Die verschärfte Definition des Eigenkapitals, komplexe Übergangsregelungen und neue umfangreiche Reportinganforderungen (COREP, FINREP, Offenlegung Pillar III) führen zu wesentlichem Mehraufwand im Bereich der Ermittlung und Meldung an die Bankenaufsicht. Im Bereich Marktrisiko und Counterparty-Risikomanagement müssen interne Modelle angepasst werden, um zum Beispiel Stressszenarien, kreditrisikobezogene Bewertungsanpassungen und weitere Risikofaktoren zu berücksichtigen. Mit der Verschuldungsquote (Leverage Ratio) und den beiden neuen Liquiditätskennziffern (LCR und NSFR) sind neue Kennzahlen zu berechnen, die weitreichende Auswirkungen auf das Liquiditäts-Risikomanagement haben und mit umfangreichen Reportinganforderungen verknüpft sind. Des Weiteren sind Investitionen zur Umsetzung steuerrechtlicher Vorgaben notwendig.

Die Investitionsvorhaben der Segmente Privatkunden, Mittelstandsbank, Central & Eastern Europe, Corporates & Markets und Asset Based Finance sowie das Projekt "Group Finance Architecture" werden nachfolgend näher erläutert:

Das Segment Privatkunden wird nach der im Jahr 2011 erfolgreich durchgeführten Zusammenführung der IT-Infrastruktur und der Kundensysteme von Dresdner Bank und Commerzbank die Filialzusammenlegung bis zum Ende des laufenden Jahres abschließen. Im Rahmen dieser Umsetzung wird auch die Umstellung auf die neuen Filialmodelle "Filiale der Zukunft" und "Filiale der Zukunft Plus" mit verbessertem Beratungsangebot für unsere Kunden und Ausweitung unserer Services in der SB-Zone fortgeführt. Mittels überarbeiteter Stellhebel "Führung, Steuerung, Beratungsprozess und Informationsmanagement" schafft das Privatkundensegment die Voraussetzung für eine neue Beratungsqualität. Investitionen in die Qualifizierung von Führungskräften und Beratern sind hier ebenso Bestandteil wie die Entwicklung und Einführung neuer Kundenberatungssysteme. Zudem wird mit dem Programm "Kundenfokus" in die Weiterentwicklung des Geschäftmodells, und insbesondere des Produkt- und Leistungsportfolios, investiert. Weitere Schwerpunkte sind die Optimierung des Online Bankings sowie die Erhöhung der Marktpräsenz.

Im Segment Mittelstandsbank konzentriert sich die Investitionsplanung für das Jahr 2012 auf die Stärkung der Kernkompetenzen "Kundenberatung, Kundenbindung und Akquisition". Mit unserem Wachstumsprogramm "Kurs: Marktführer" wollen wir unsere Position als führende Mittelstandsbank in Deutschland nachhaltig ausbauen. Das Programm bündelt Wachstumsinitiativen im In- und Ausland und leistet einen signifikanten Beitrag zur Erfüllung der mittelfristigen Planung der Mittelstandsbank. Neben einzelnen Kundensegmenten und Maßnahmen zur Qualitätssteigerung stehen Themen wie sich verändernde regulatorische Rahmenbedingungen und strategisches Personalmanagement zur nachhaltigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit im Fokus des Programms. In den Konzernbereichen Mittelstand Inland und Großkunden&International fokussieren wir uns auf die Weiterentwicklung unserer Online-Portale sowie die damit zusammenhängende Optimierung der Zahlungsverkehrs-Plattform. Der Konzernbereich Financial Institutions wird mit seiner Wachstumsmaßnahme "Leading Trade Service Bank" in unsere internationale IT-Plattform zum Ausbau unseres "Global Franchise Model" investieren. Im Fokus stehen dabei Investitionen in die Abwicklungssysteme für Akkreditivgeschäfte und die Anbindung neu zu schaffender Bearbeitungseinheiten.

Im Segment Central&Eastern Europe wurde bei der BRE Bank bislang wesentlich in Projekte zur Prozessautomatisierung im Backoffice und im Kreditbereich investiert. Weitere Schwerpunkte lagen in der Implementierung neuer Bankprodukte sowie in der kontinuierlichen Optimierung elektronischer Vertriebskanäle. So wird insbesondere auch die iBRE-FX-Plattform für Firmenkunden ausgebaut. Diese Initiativen werden auch im Jahr 2012 fortgesetzt. Darüber hinaus wird die im Zuge der Strategieumsetzung der BRE Bank begonnene Weiterentwicklung des Filialnetzes im Corporate Banking fortgeführt. Bei der Bank Forum liegt der Schwerpunkt in der weiteren Umsetzung des Restrukturierungsprogramms. Besonderes Augenmerk galt der Weiterentwicklung des Risikomanagements sowie der Zentralisierung von Backoffice-Einheiten und -Prozessen.

Das Segment Corporates& Markets investiert nachhaltig in eine effiziente und belastbare IT- und Backoffice-Infrastruktur, um so die notwendige Flexibilität, Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität für unsere Kunden zu gewährleisten. Insbesondere sind weitere Investitionen vor dem Hintergrund der wachsenden Kundennachfrage nach elektronischem Handel geplant. Die schon im Berichtsjahr optimierte Handelsplattform für Derivate- und Anleihenhandel wird auch künftig um neue Produkte und innovative Funktionalitäten erweitert. Im Konzernbereich Fixed Income&Currencies wird – vor dem Hintergrund der neuen Regularien für OTC Derivate Clearing – in die neu gestartete Initiative "OTC Client Clearing" investiert. Daneben wird die erfolgreiche FX-Handelsplattform "Click&Trade" kontinuierlich weiterentwickelt. Unsere Position im Bereich "Banknotes" wird durch die Erneuerung der

  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen
    • 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht
    • 144 Prognose- und Chancenbericht

existierenden Plattform und die Entwicklung einer innovativen E-Commerce-Lösung weiter gefestigt. Die im Berichtsjahr 2011 im Konzernbereich Equity Markets & Commodities implementierte Handelsplattform für CFDs (Contracts for Difference) wird weiter ausgebaut und leistungsfähiger gemacht. Auch in die Ausweitung der Palette von Rohstoffprodukten werden weitere Investitionen getätigt. Vor dem Hintergrund der sich weiter verschärfenden und sich stetig verändernden regulatorischen Anforderungen sind Investitionen in die damit verbundenen Projekte sowie die notwendigen IT- und Prozessanpassungen auch künftig zwingend notwendig.

Im Segment Asset Based Finance wird die strategische Neuausrichtung der Eurohypo AG fortgesetzt. Durch die Optimierung der Portfoliostruktur und die Fokussierung auf Kernmärkte wird die Komplexität des Geschäfts weiter reduziert. Ziel ist die konsequente Beschränkung auf das wertsteigernde Kerngeschäft. Mit dem Projekt "Fokus", das im Jahr 2011 weitgehend abgeschlossen wurde, sind im Bereich Commercial Real Estate 12 Mio. Euro im Jahr 2011 investiert worden. Darüber hinaus wird das im Jahr 2009 bei der Commerz Real AG aufgesetzte Strategieprojekt "CORRELATION" fortgesetzt. Ziel ist die Trennung von nicht strategischen Randaktivitäten sowie eine Optimierung der Aufbau- und Ablauforganisation sowie Fokussierung auf den Konzernvertrieb. Für das Projekt sind im Jahr 2011 Aufwendungen in Höhe von 4 Mio. Euro angefallen. Das Projekt wird im Jahr 2012 abgeschlossen. Die Investitionen im Konzernbereich Ship Finance sind im Wesentlichen von der Integration der Deutschen Schiffsbank AG (DSB) in die Commerzbank Aktiengesellschaft geprägt. Nach der Umsetzung im laufenden Jahr 2012 sind alle Aktivitäten der Schiffsfinanzierung in der Commerzbank Aktiengesellschaft gebündelt. Aus der Integration der DSB in die Commerzbank werden wesentliche Synergien insbesondere aus der verbesserten Refinanzierung erwartet. In diesem Zusammenhang sind bis zum Jahresende 2011 bereits 9 Mio. Euro an Aufwendungen angefallen.

Das im Jahr 2009 initiierte Programm "Group Finance Architecture" (GFA) zur Neugestaltung der Prozess- und Systemarchitektur der Finanzfunktion im Commerzbank-Konzern wird plangemäß im Jahr 2012 fortgesetzt. Eckpunkte des Programms sind der Aufbau einer Multi-Gaap-fähigen Lösung, die Integration von Financial Accounting und Management Accounting und damit insbesondere auch eine deutliche Beschleunigung der Prozesse sowie eine Verbesserung der Analysemöglichkeiten. Ziel ist der Aufbau einer entsprechenden Architektur für den Funktionsbereich Accounting der Commerzbank Aktiengesellschaft Inland bis Ende des Jahres 2014. Bis zum Ende des Projektes im Jahr 2014 ist ein Investitionsvolumen von rund 310 Mio. Euro geplant. Von den Investitionen sind bis zum Jahr 2011 bereits rund 125 Mio. Euro angefallen, für das Jahr 2012 sind weitere rund 50 Mio. Euro vorgesehen.

Die Finanzierung sämtlicher für das Jahr 2012 geplanten Investitionen erfolgt aus dem frei verfügbaren Mittelzufluss der Commerzbank.

Voraussichtliche Entwicklung der Liquidität

Im Rahmen der sich eintrübenden Konjunkturaussichten und der sich zuspitzenden europäischen Staatsschuldenkrise hat die EZB im vierten Quartal zweimal die Leitzinsen gesenkt sowie weitreichende neue Maßnahmen zur Stabilisierung der Banken im Euroraum getroffen. Wir gehen davon aus, dass die EZB die aktuellen Entwicklungen weiterhin eng verfolgen wird. Das Hauptaugenmerk dürfte darauf liegen, inwieweit die getroffenen Maßnahmen ihre Wirkung entfalten. Für den Fall einer nochmaligen Verschärfung der europäischen Staatsschuldenkrise gehen wir für das laufende Jahr 2012 von weiteren Zinsschritten der EZB aus.

Dies könnte mit einer Einengung des Spreads zwischen Spitzenrefinanzierungssatz und Einlagenfazilität verbunden sein.

Für das Jahr 2012 erwarten wir zinsseitig eine weitere Verflachung der Eurozinskurve im Laufzeitenbereich bis ein Jahr, verbunden mit einer weiteren Einengung der Zinsdifferenz zwischen dem 3-Monats-Eonia-Satz für besicherte Finanzierungen und dem 3-Monats-Euribor-Satz für unbesicherte Finanzierungen.

Für die Commerzbank erwarten wir auch weiterhin einen uneingeschränkten Zugang zum besicherten und unbesicherten Geld- und Kapitalmarkt.

Neben einem guten Standing der Bank im Markt wirkt sich der Standort Deutschland als starkes Euroland vorteilhaft aus. Dies begünstigt die Refinanzierungsmöglichkeiten und somit die Refinanzierungsstruktur. Daher erwarten wir auch zukünftig, die gesetzten Refinanzierungsziele wie geplant umsetzen zu können.

Die Commerzbank ist auf sich verändernde Marktbedingungen gut vorbereitet. Änderungen der regulatorischen Vorgaben werden im Rahmen der Refinanzierungsstrategie der Bank zeitnah berücksichtigt und entsprechend umgesetzt. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Liquiditätsrisikoüberwachung und des Liquiditätsmanagements begleiten wir unterschiedliche aufsichtsrechtliche Initiativen zur Vereinheitlichung internationaler Liquiditätsrisikostandards. Die Commerzbank berücksichtigt hierbei besonders die Auswirkungen der definierten Liquiditätsrisikozahlen gemäß Basel III und beteiligt sich aktiv am Dialog mit den Aufsichtsbehörden.

Chancenmanagement in der Commerzbank

Das für das Jahr 2012 zu erwartende schwache konjunkturelle Umfeld stellt auch die Commerzbank vor eine Reihe von Herausforderungen. Von herausragender Bedeutung ist die Sicherstellung einer – gemäß den Anforderungen der European Banking Authority – ausreichenden Kapitalausstattung. Daneben fokussiert die Bank ihr Geschäft noch stärker auf die Kernaktivitäten. Das bedeutet zum einen, dass mittelständische Unternehmen in Deutschland noch besser unterstützt werden, um die Marktposition in diesem Segment weiter auszubauen. Zum anderen bedeutet dies aber auch einen Rückzug aus der Staatsfinanzierung. Kann der Vertrauensschwund der Märkte gegenüber den öffentlichen Finanzen nicht eingedämmt werden oder weitet er sich gar aus, wird dies – über die Ansteckungseffekte auf Banken und den Vertrauensverlust im Bankensystem – die Funktionsweise des Interbankenmarktes und die Refinanzierungsmöglichkeiten der Banken sowohl bei der Notenbank als auch bei privaten Investoren treffen.

Auch in einem ungünstigen konjunkturellen Umfeld bieten sich jedoch vielfältige Chancen für die Bank, ihre Marktposition zu verbessern. Welche Möglichkeiten dazu von den einzelnen Segmenten identifiziert wurden, haben wir in dem Abschnitt "Entwicklung der Segmente" bei den jeweiligen Segmenten dargelegt.

  • 71 Geschäft und Rahmenbedingungen
    • 79 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
    • 91 Entwicklung der Segmente 137 Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
    • 143 Nachtragsbericht
    • 144 Prognose- und Chancenbericht

Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Commerzbank-Konzerns

Die folgenden Aussagen sind vor dem Hintergrund der beschriebenen Erwartungen des gesamten Prognose- und Chancenberichts zu lesen.

Aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise wird auch im laufenden Jahr eine hohe Marktunsicherheit herrschen, was für sich alleine schon eine herausfordernde Gesamtsituation darstellt. Dabei sehen wir besonders folgende Aspekte, die die Geschäftsaktivitäten der Commerzbank im laufenden Jahr, aber wohl auch im Jahr 2013 beeinflussen werden: ein verhaltenes Wirtschaftswachstum, ein niedriges Zinsniveau und eher angespannte Geld- und Kapitalmärkte.

Durch die abgeschlossene Integration der Dresdner Bank hat sich die Position der Commerzbank als eine der führenden Banken in Deutschland klar verstärkt. So halten wir zwar grundsätzlich an unserem Geschäftsmodell, das ein nachhaltiges Ertragspotenzial besitzt, fest. Wir werden jedoch Optimierungen vornehmen und uns so darauf konzentrieren, das Kundengeschäft in Deutschland und Polen auszubauen.

Im Privatkundengeschäft sind wir dabei, uns neu auszurichten. Der Vertrauensverlust der Kunden gegenüber der Finanzbranche sowie zusätzliche regulatorische Anforderungen, die den Wettbewerb weiter intensivieren werden, erfordern dies. Dabei betrachten wir unser neues Vertriebsmanagement als einen wesentlichen Wachstumshebel für die kommenden Jahre, um insbesondere unsere Erträge im Einlagen- und Kreditgeschäft zu steigern. Darüber hinaus werden wir in den nächsten zwei Jahren die noch geplanten Synergien weitestgehend heben und somit unsere Kosten deutlich senken. In der Mittelstandsbank werden wir unser klares Bekenntnis zum deutschen Mittelstand aufrechterhalten und den mit unseren Kunden begonnenen zukunftsgerichteten, partnerschaftlichen Dialog auch im Jahr 2012 zielorientiert fortsetzen. Auf dieser Basis wollen wir die Erträge über die kommenden Jahre steigern. Daneben steht für das laufende Jahr eine Entlastung der Kostenbasis an. Zum Jahresbeginn wurden die bisher von dem Segment CEE verantworteten Einheiten Commerzbank Eurasija in Russland, die Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie die Commerzbank Zrt. in Ungarn in die Mittelstandsbank integriert, um vom Potenzial deutscher Unternehmen im Cross-Border-Geschäft noch stärker profitieren zu können. Im Segment Central&Eastern Europe liegt der Fokus auf dem Universalbankgeschäft sowie auf Direktbankaktivitäten. In Polen wird die BRE Bank auf Wachstumskurs bleiben mit der Zielsetzung, die Profitabilität zu erhöhen. In der Ukraine werden wir Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und den wertorientierten Abbau notleidender Kredite vorantreiben. Für das Segment Corporates & Markets werden die nächsten zwei Jahre insgesamt herausfordernd sein. Daher werden die Stabilisierung der Erträge, die Optimierung der Kapitalbindung und ein konsequentes Kostenmanagement im Vordergrund stehen. Dank der gestärkten Kundenbasis und der am Markt anerkannten Produktexpertise erwarten wir, unsere Position als konkurrenzfähiger Investmentbank-Partner zu festigen.

Außerhalb der Kernbank werden wir unseren Volumen- und Risikoabbau nicht strategischer Bestände forciert fortsetzen. Das Segment Asset Based Finance wird die strategische Neuausrichtung seiner Konzernbereiche vorantreiben. So werden wir im Bereich Public Finance kein Neugeschäft mehr tätigen und das bestehende Volumen sukzessive abbauen. Im Bereich Commercial Real Estate werden wir unsere Aktivitäten erheblich reduzieren. Prolongationen werden kritisch geprüft und Neugeschäft werden wir frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2012 wieder aufnehmen. In der PRU werden wir die verbleibenden Portfolios unter dem Kriterium der Kapitaloptimierung aktiv managen.

Die Commerzbank erwartet auf Basis der gegenwärtigen Geschäftsplanung und vorbehaltlich einer weiteren Verschlechterung der volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere auch einer weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise, den zum 31. Dezember 2011 bereits auf 1,8 Mrd. Euro reduzierten Kapitalbedarf zum 30. Juni 2012 zu decken. Hierzu wurden Maßnahmen – einschließlich eines Puffers für Unwägbarkeiten – in einer Größenordnung von rund 2,9 Mrd. Euro definiert. Darin nicht enthalten ist die Mitte Februar angekündigte Maßnahme zur Optimierung der Kapitalstruktur.

Bei dem aktuell anstehenden Maßnahmenpaket will die Bank unter anderem bis zum 30. Juni 2012 die Risikoaktiva weiter deutlich reduzieren. Dies soll beispielsweise durch den weiteren Abbau von Randaktivitäten erfolgen. Dadurch kann der Core-Tier-I-Kapitalbedarf nochmals entlastet werden. Außerdem sollen im ersten Halbjahr 2012 gemäß der aktuellen Planung durch effizientes Kapitalmanagement regulatorische Kapitalabzüge für Verbriefungspositionen deutlich verringert werden, wodurch das Core-Tier-I-Kapital weiter erhöht werden soll. Die Bank plant zudem, die individuellen variablen Vergütungsansprüche für das Jahr 2011 eines Großteils ihrer außertariflich beschäftigten Mitarbeiter in Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft zu erfüllen. Zusätzlich sollen die Gewinne aus dem ersten und zweiten Quartal 2012 zur Stärkung des Eigenkapitals verwendet werden.

Nach Abschluss aller Maßnahmen will die Commerzbank auf Basis der aktuellen Geschäftsplanung zum 30. Juni 2012 eine Core-Tier-I-Quote von mehr als 11,0% erreichen.

Über die bereits abgeschlossenen und bis Juni 2012 geplanten Maßnahmen hinaus stehen der Commerzbank – im Falle einer weiteren Verschärfung der Situation – nach wie vor weitere, derzeit nicht geplante, Optionen zur Verfügung, um ihr Core-Tier-I-Kapital im Bedarfsfall noch zusätzlich zu stärken beziehungsweise Risikoaktiva zu reduzieren.

Mit Blick auf das Operative Ergebnis des Gesamtjahres erwarten wir für die Segmente ABF und PRU eine gegenüber den hohen Verlusten des Jahres 2011 deutlich verbesserte Situation. Das Umfeld wird herausfordernd bleiben und negative Folgen aus einer sich eventuell zuspitzenden Lage im Rahmen der europäischen Staatsschuldenkrise können nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Demgegenüber befindet sich die Kernbank auf einem guten Weg, um auch im Geschäftsjahr 2012 ein solides Ergebnis erzielen zu können. Für das Jahr 2013 erwarten wir unter der Voraussetzung stabiler Märkte ein Ergebnis, das über dem des Jahres 2012 liegt.

Unserem operativen Ergebnisziel von 4 Mrd. Euro fühlen wir uns grundsätzlich weiter verpflichtet, der Erreichungszeitpunkt hängt auch weiterhin von den Marktgegebenheiten ab.

Konzernrisikobericht

Der Konzernrisikobericht ist ein eigenständiger Berichtsteil im Geschäftsbericht. Er ist Bestandteil des Konzernlageberichts.

› Konzernrisikobericht Seite 155 ff.

Konzernrisikobericht

Im Konzernrisikobericht stellen wir umfassend die Risiken dar, denen wir ausgesetzt sind, und geben einen detaillierten Einblick in die Organisation und maßgeblichen Prozesse unseres Risikomanagements. Unser vorrangiges Ziel ist es, jederzeit sicherzustellen, dass alle Risiken in der Commerzbank vollständig und auf Basis adäquater Verfahren identifiziert, überwacht und gesteuert werden.

Inhalt

157 Wesentliche Entwicklungen 2011

159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

  • 159 Organisation des Risikomanagements
  • 159 Risikostrategie und Risikosteuerung
  • 160 Risikotragfähigkeit und Stresstesting

163 Adressenausfallrisiken

  • 163 Adressrisikosteuerung
  • 166 Commerzbank-Konzern nach Segmenten
    • 167 Segment Privatkunden
    • 168 Segment Mittelstandsbank
    • 168 Segment Central & Eastern Europe
    • 169 Segment Corporates & Markets
    • 169 Segment Asset Based Finance
    • 172 Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU)
  • 172 Segmentübergreifende Portfolioanalyse
    • 172 Financial-Institutions-Portfolio
    • 173 Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio
    • 173 Länderklassifizierung
    • 174 Ratingklassifizierung
    • 175 Branchenklassifizierung Corporates
    • 175 Structured-Credit-Portfolio

178 Intensive Care

  • 178 Risikovorsorge
  • 179 Default-Portfolio

182 Marktrisiken

  • 182 Strategie und Organisation
  • 183 Marktrisikosteuerung
  • 184 Marktrisiken im Handelsbuch
  • 185 Marktrisiken im Bankbuch
  • 186 Marktliquiditätsrisiken

187 Liquiditätsrisiken

  • 187 Steuerung und Überwachung
  • 187 Quantifizierung und Stresstesting
  • 189 Weiterentwicklung des Liquiditätsrisikomanagements und Basel III

190 Operationelle Risiken

  • 190 OpRisk-Steuerung
  • 191 OpRisk-Entwicklung

192 Sonstige Risiken

  • 192 Geschäftsrisiko
  • 192 Nicht quantifizierbare Risiken

195 Ausblick

Der nachfolgende Konzernrisikobericht ist auch Bestandteil des Konzernlageberichts. Aufgrund von Rundungen können sich bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Wesentliche Entwicklungen 2011

Im Jahr 2011 war die Risikolage von der Staatsschuldenkrise geprägt, die sich ab Mitte des Jahres noch einmal verschärfte. Zusätzlich hat die europäische Bankenaufsicht die Kapitalanforderungen für die größten europäischen Banken im Jahresverlauf noch einmal deutlich erhöht. Zur Erfüllung dieser höheren Anforderungen hat die Commerzbank bereits im Juli 2011 erste Maßnahmen initiiert und im November 2011 ein umfassendes Programm auf Basis der EBA-Anforderungen zur Stärkung der Kapitalsituation der Bank aufgesetzt. Im Rahmen eines umfassenden Maßnahmenpakets wurden im vierten Quartal 2011 die Risikoaktiva um rund 20 Mrd. Euro reduziert.

  • Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 1,4 Mrd. Euro. Vor allem durch die im Segment Asset Based Finance erreichte Trendwende konnte der Betrag im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Drittel reduziert werden.
  • Im Public-Finance-Portfolio haben wir unsere klare Abbaustrategie weiter fortgesetzt. Im Berichtsjahr konnte das Exposure (EaD) um weitere 20 auf 89 Mrd. Euro reduziert werden. Der ursprünglich bis Ende 2012 geplante Abbau auf unter 100 Mrd. Euro wurde bereits zum Ende des ersten Halbjahrs 2011 erreicht. Wir streben insgesamt bis Ende 2014 einen Abbau auf unter 70 Mrd. Euro an.
  • Im Bereich Commercial Real Estate wurde die Reduzierung der Bestände, primär in der Eurohypo AG, unvermindert ertragschonend fortgeführt und das Exposure um 13 auf 57 Mrd. Euro weiter reduziert.
  • Die Strategie der konsequenten Risikoreduzierung im Bestandsgeschäft Ship Finance hat im Berichtszeitraum zu weiteren Stabilisierungserfolgen geführt. Das Exposure konnte gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 21 auf 18 Mrd. Euro weiter reduziert werden.
  • Im Segment PRU haben wir die Risikowerte des Structured-Credit-Portfolios im Jahresverlauf deutlich um 3,4 auf nunmehr 13,7 Mrd. Euro abgebaut. Der vollständige Abbau der verbliebenen sonstigen Positionen in der PRU (Correlation-Trading-Portfolio) wurde im zweiten Quartal 2011 abgeschlossen.
  • Im Segment Central & Eastern Europe konnte dank des positiven wirtschaftlichen Umfelds in Polen die gute Risikoqualität weiter verbessert werden. Die Risikodichte im Segment konnte von 84 auf 73 Basispunkte reduziert werden.
  • Im Segment Corporates & Markets wurden im Vorgriff auf regulatorische Veränderungen vor allem in der zweiten Jahreshälfte Risikoaktiva und Exposure reduziert. Das Exposure sank im Vergleich zum Vorjahr um 17 auf 61 Mrd. Euro.
  • Obwohl die Exposures im Gesamtportfolio der Bank deutlich reduziert wurden, blieben die Volumina im Segment Mittelstandsbank insgesamt stabil. Trotz der Umsetzung der Maßnahmen zur Stärkung unserer Kapitalbasis wurde im Jahr 2011 beispielsweise in Deutschland das an mittelständische Unternehmen ausgereichte Kreditvolumen insgesamt sogar erhöht.
  • Im Segment Privatkunden konnte, insbesondere durch die Umsetzung konsequenter Steuerungsmaßnahmen in schwächeren Bonitätsklassen und den Ausbau der Risikofrüherkennung, die Risikodichte von 37 auf 34 Basispunkte reduziert werden.
  • Auch aus Marktrisiko-Sicht war das Jahr 2011 von der europäischen Staatsschuldenkrise geprägt, die zu hohen Volatilitäten an den Märkten führte. Der Value at Risk in den Handelsbüchern der Bank konnte in diesem Umfeld unter anderem durch den weiteren Abbau von nicht strategischen Positionen deutlich um etwa ein Drittel auf 59 Mio. Euro reduziert werden.
  • Nachdem in den vergangenen Jahren die Belastungen für operationelle Risiken und laufende Rechtsstreitigkeiten kontinuierlich anstiegen, konnte im Jahr 2011 erstmals ein Rückgang verzeichnet werden. Die Belastung sank um 24 auf 250 Mio. Euro.

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011

    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung

Organisation des Risikomanagements

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren – also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren – und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputations- und Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet dem Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

Die Risikomanagementaktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement, Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt – alle vier mit konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board. Das operative Risikomanagement hat der Vorstand an Komitees delegiert. Im Rahmen der jeweiligen Geschäftsordnungen sind dies das Group Credit Committee, das Group Market Risk Committee, das Group OpRisk Committee sowie das Group Strategic Risk Committee als risikoartenübergreifendes Entscheidungsgremium. In allen Komitees hat der CRO den Vorsitz und ein Vetorecht.

Das Asset Liability Committee der Commerzbank ist aufgrund der Zuständigkeiten für die konzernübergreifende Steuerung der Portfoliozusammensetzung sowie der Kapitalallokation und der RWA-Entwicklung wichtiger Ausgangspunkt unseres Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP).

Risikostrategie und Risikosteuerung

In der Risikostrategie werden, Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie, die risikostrategischen Leitplanken für die Entwicklung der Investitionsportfolios der Commerzbank definiert. Durch die konkrete Limitierung der dem Konzern zur Verfügung stehenden Risikoressourcen Kapital und Liquiditätsreserve werden die Risikotragfähigkeit und die Liquidität sichergestellt.

Aus der Kernfunktion einer Bank als Liquiditäts- und Risikotransformator resultieren unvermeidliche Bedrohungen, die im Extremfall den Fortbestand des Instituts gefährden können. Zu diesen inhärenten existenziellen Bedrohungen zählen für die Commerzbank beispielsweise der Ausfall von Deutschland, Polen, einem der anderen großen EU-Länder (Frankreich, Italien, Spanien oder Großbritannien) oder der USA beziehungsweise der Wegfall der Grundfunktionalität der EZB (Repo). Diese Risiken werden bei der Verfolgung des Geschäftszieles in Kauf genommen und liegen außerhalb der im Rahmen der Risikostrategie festgelegten Steuerung.

Die Gesamtrisikostrategie deckt alle wesentlichen Risiken ab, denen die Commerzbank ausgesetzt ist. Sie wird in Form von Teilrisikostrategien für die wesentlichen Risikoarten weiter detailliert und über Policies, Regularien und Arbeitsanweisungen/Richtlinien konkretisiert und operationalisiert. Im jährlich durchzuführenden Prozess der Risikoinventur wird sichergestellt, dass alle für den Konzern wesentlichen quantifizierbaren und nicht quantifizierbaren Risiken identifiziert werden. Die Einschätzung der Wesentlichkeit richtet sich hierbei nach der Frage, ob das Eintreten des Risikos mittel- oder unmittelbar einen maßgeblichen negativen Einfluss auf die Risikotragfähigkeit des Konzerns haben könnte.

Im Rahmen des Planungsprozesses entscheidet der Vorstand unter Berücksichtigung von Stressszenarios, in welchem Umfang das Risikodeckungspotenzial des Konzerns ausgeschöpft werden soll. Über einen bewusst zur Verfügung gestellten Kapitalrahmen als Teil des verfügbaren Risikodeckungspotenzials legt er den Risikoappetit auf Konzernebene fest. Der Kapitalrahmen wird in einem zweiten Schritt für die einzelnen Risikoarten limitiert und als Ergebnis der Planung den steuerungsrelevanten Einheiten zugewiesen. Im Rahmen des unterjährigen Monitorings wird die Einhaltung der Limite und Leitplanken überprüft und bei Bedarf werden Steuerungsimpulse gesetzt.

Die Vermeidung von Risikokonzentrationen ist eine der Kernstrategien des Risikomanagements. Risikokonzentrationen können sowohl durch den Gleichlauf von Risikopositionen innerhalb einer Risikoart ("Intra-Risikokonzentrationen") als auch durch den Gleichlauf von Risikopositionen über verschiedene Risikoarten hinweg (durch gemeinsame Risikotreiber oder durch Interaktionen verschiedener Risikotreiber unterschiedlicher Risikoarten − "Inter-Risikokonzentrationen") entstehen.

Durch eine angemessene Einrichtung von Risikosteuerungs- und Controllingprozessen, die eine Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken und damit verbundener Risikokonzentrationen gewährleisten, wird sichergestellt, dass alle Commerzbank-spezifischen Risikokonzentrationen entsprechend berücksichtigt werden. Ein wesentliches Ziel ist dabei, frühzeitig Transparenz über Risikokonzentrationen zu schaffen und potenzielle Verlustgefahren zu reduzieren. Zur Identifizierung von Commerzbank-spezifischen Inter-Risikokonzentrationen verwendet die Commerzbank eine Kombination von Portfolio- und Szenarioanalysen. Mithilfe von Stresstests werden die Analysen von Risikokonzentrationen vertieft und gegebenenfalls neue Treiber für Risikokonzentrationen identifiziert.

Das Management wird turnusgemäß über die Ergebnisse der Analysen informiert.

Risikotragfähigkeit und Stresstesting

Die Risikotragfähigkeitsanalyse ist ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) der Commerzbank. Ziel ist es sicherzustellen, dass die Commerzbank jederzeit über eine ihrem Risikoprofil angemessene Kapitalausstattung verfügt.

Die Überwachung der Risikotragfähigkeit erfolgt in der Commerzbank auf Basis eines sogenannten Gone-Concern-Ansatzes, dessen grundlegendes Sicherungsziel der Schutz der

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    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
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    • 187 Liquiditätsrisiken
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    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

erstrangigen Fremdkapitalgeber ist. Das Erreichen dieses Ziels soll auch im Fall außerordentlich hoher Verluste aus einem unwahrscheinlichen Extremereignis gewährleistet bleiben.

Bei der Ermittlung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden mögliche unerwartete Wertschwankungen betrachtet. Derartige – über den Erwartungen liegende – Wertschwankungen müssen durch das verfügbare ökonomische Kapital zur Deckung unerwarteter Verluste (Risikodeckungspotenzial) aufgefangen werden. Die Bemessung des Risikodeckungspotenzials basiert auf einer differenzierten Betrachtung der buchhalterischen Wertansätze der Aktiva und Passiva und berücksichtigt ökonomische Bewertungen bestimmter bilanzieller Posten.

Die Quantifizierung des aus den eingegangenen Risiken resultierenden Kapitalbedarfs erfolgt auf Basis des internen ökonomischen Kapitalmodells. Bei der Festlegung des ökonomisch erforderlichen Kapitals werden alle im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich eingestuften Risikoarten des Commerzbank-Konzerns berücksichtigt. Die ökonomische Risikobetrachtung beinhaltet daher auch Risikoarten, die in den regulatorischen Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Banken nicht enthalten sind und reflektiert überdies portfoliospezifische Wechselwirkungen. Das Konfidenzniveau des ökonomischen Kapitalmodells von 99,91% korrespondiert mit den zugrunde liegenden Gone-Concern-Annahmen und gewährleistet ein in sich konsistentes ökonomisches Risikotragfähigkeitskonzept.

Die Überwachung und Steuerung der Risikotragfähigkeit erfolgt monatlich auf Ebene des Commerzbank-Konzerns. Die Risikotragfähigkeit wird anhand des Ausnutzungsgrades des Risikodeckungspotenzials beurteilt und gilt als gegeben, solange der Ausnutzungsgrad unter 100% liegt. Im Jahr 2011 lag der Ausnutzungsgrad stets deutlich unter 100% und betrug 81,5% per 31. Dezember 2011.

Risikotragfähigkeit Commerzbank-Konzern Mrd. € 31.12.20112 31.12.20103
Ökonomisches Risikodeckungspotenzial 27 36
Ökonomisch erforderliches Kapital 22 20
davon für Kreditrisiko 13 14
davon für Marktrisiko 8 6
davon für OpRisk 2 3
davon für Geschäftsrisiko 2 2
davon Diversifikationseffekte – 4 – 4
Ausnutzungsgrad1 81,5 % 56,8 %

1 Ausnutzungsgrad = ökonomisch erforderliches Kapital/Risikodeckungspotenzial.

2 Auf Basis aktueller Methodik ab erstem Quartal 2011; nur eingeschränkt vergleichbar mit Werten für 2010. 3

Zahlen per 2010 auf Basis Methodik per 31. Dezember 2010.

Tabelle 13

Der höhere Ausnutzungsgrad im Jahresverlauf ist insbesondere bedingt durch den Anstieg des ökonomisch erforderlichen Kapitals für Marktrisiko, der im Wesentlichen aus den starken Kapitalmarktturbulenzen im zweiten Halbjahr 2011 resultiert, sowie durch den Rückgang des Risikodeckungspotenzials. Haupttreiber für die Veränderung des Risikodeckungspotenzials gegenüber dem Vorjahr sind die 2011 abgeschlossene Kapitalmaßnahme zur weitgehenden Rückführung der Stillen Einlage des SoFFin, die durchgeführten Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalstruktur sowie die krisenbedingte Portfolioentwicklung in Public Finance.

Zur Überprüfung der Risikotragfähigkeit bei unterstellten adversen Veränderungen des volkswirtschaftlichen Umfelds werden makroökonomische Stresstests genutzt. Die zugrunde liegenden Szenarien, die regelmäßig quartalsweise aktualisiert werden, beschreiben eine außergewöhnliche, aber plausible negative Entwicklung der Volkswirtschaft und werden risikoartenübergreifend angewendet. In den Szenariorechnungen werden die Inputparameter der ökonomischen Kapitalbedarfsberechnung in Abhängigkeit von der erwarteten makroökonomischen Entwicklung simuliert. Zusätzlich zum Kapitalbedarf wird auf Basis der makroökonomischen Szenarien auch die Gewinn-und-Verlust-Rechnung gestresst und darauf aufbauend die Entwicklung des Risikodeckungspotenzials simuliert. Die Beurteilung der Risikotragfähigkeit im Stressfall erfolgt ebenfalls anhand des Ausnutzungsgrads des Risikodeckungspotenzials. Der Ausnutzungsgrad im Stressfall lag im Jahr 2011 stets unter 100 %.

Auch im Jahr 2011 haben wir unser Risikotragfähigkeits- und Stresstesting-Konzept weiterentwickelt. Das Risikotragfähigkeitskonzept wurde im Gleichklang zu den national präzisierten aufsichtlichen Anforderungen erweitert und entsprechend im gesamten Geschäftsjahr 2011 angewendet. Ergänzend zu den regulären Stresstests wurden 2011 darüber hinaus erstmals sogenannte "Reverse Stresstests" auf Gruppenebene durchgeführt. Im Gegensatz zu regulären Stresstests ist hierbei das Ergebnis der Simulationen vorbestimmt: die nachhaltige Gefährdung des Geschäftsmodells. Ziel des Analyseprozesses im reversen Stresstest ist es, durch Identifikation und Bewertung von Extremszenarien und -ereignissen eine Erhöhung der Transparenz über bankspezifische Gefährdungspotenziale und Risikozusammenhänge zu bewirken.

Im Juni 2011 nahm die Commerzbank am regulatorischen EU-weiten Stresstest teil, der von der European Banking Authority (EBA) in Kooperation mit den nationalen Aufsichtsbehörden durchgeführt wurde. Ziel dieses Stresstests war es insbesondere, die Widerstandsfähigkeit des europäischen Bankensektors in einem gestressten Marktumfeld zu untersuchen. Die Commerzbank hat den Stresstest wie erwartet bestanden. In beiden Szenarien wies die Bank eine angemessene Core-Tier-I-Quote auf, die deutlich oberhalb der EBA-Anforderung von 5% lag. Im "Baseline-Stress-Szenario" lag die nach Maßgaben der EBA ermittelte Core-Tier-I-Quote bei 8,9% und im "Adverse-Stress-Szenario" bei 6,4%.

Nach den Vorgaben des Europäischen Rats müssen 71 international tätige europäische Banken zum 30. Juni 2012 eine deutlich über den geltenden aufsichtsrechtlichen Vorgaben liegende harte Kernkapitalquote von 9% nach Simulation eines Teilausfalls europäischer Staatsanleihen erfüllen. Zur Ermittlung des hierfür notwendigen Kapitalbedarfs führte die EBA im November 2011 eine sogenannte "EU Capital Exercise" durch. Für die Commerzbank wurde auf Basis der Zahlen per 30. September 2011 ein Kapitalbedarf von rund 5,3 Mrd. Euro ermittelt.

Zur Erfüllung der durch die EBA vorgegebenen Kapitalanforderungen hat die Commerzbank einen umfassenden Kapitalplan erstellt und erste Maßnahmen bereits im vierten Quartal eingeleitet und umgesetzt. Dadurch konnte im vierten Quartal 2011 eine RWA-Reduktion von rund 20 Mrd. Euro gegenüber dem von der EBA ermittelten RWA-Aufsatzpunkt von 256 Mrd. Euro erreicht werden. Diese Entlastung erfolgte im Zuge eines konsequenten RWA-Managements beispielsweise durch eine Volumenreduzierung außerhalb der Kernmärkte im Rahmen der EU-Auflagen sowie durch eine effiziente Steuerung von Markt- und Counterparty-Risiken. Zudem hatten die turnusmäßige jährliche Parameter-Aktualisierung und eine verbesserte Datenqualität bei Kreditsicherheiten positive Auswirkungen auf die Höhe der RWA. Auch im ersten Halbjahr 2012 ist eine weitere Reduktion der Risikoaktiva um rund 15 Mrd. Euro unter anderem durch Risikotransfers im Rahmen synthetischer Verbriefungen sowie durch Volumenreduktionen entsprechend der Geschäfts- und Risikostrategie vorgesehen.

Für weitere Details zum Maßnahmenpaket zur Erfüllung der EBA-Kapitalanforderungen siehe Abschnitt "Prognose- und Chancenbericht" im Konzernlagebericht.

› Konzernlagebericht Seite 154

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Adressenausfallrisiken

Adressenausfallrisiken umfassen das Risiko von Verlusten aufgrund von Ausfällen von Geschäftspartnern sowie die Veränderung dieses Risikos. Unter den Adressenausfallrisiken subsumiert die Commerzbank neben den Kreditausfall- und Drittschuldnerrisiken auch das Kontrahenten- und Emittentenrisiko sowie das Länder- beziehungsweise Transferrisiko.

Adressrisikosteuerung

Zur Steuerung der Adressenausfallrisiken bedient sich die Commerzbank eines umfassenden Risikomanagementsystems bestehend aus Aufbauorganisation, Methoden und Modellen, Risikostrategie mit quantitativen und qualitativen Steuerungsinstrumenten sowie Regularien und Prozessen. Das Risikomanagementsystem gewährleistet top-down eine konsistente und durchgängige Steuerung des Gesamtkreditportfolios und der Teilportfolios bis hinunter auf die Einzelengagementebene.

Die für die operative Risikosteuerung notwendigen Kennzahlen und Impulse leiten sich aus den übergeordneten Konzernzielen ab und werden auf nachgelagerten Ebenen um Teilportfolio- beziehungsweise Produktspezifika ergänzt. Eine risikoorientierte Kreditkompetenzordnung lenkt den Managementfokus der höchsten Entscheidungsgremien auf beispielsweise Konzentrationsrisiken beziehungsweise Abweichungen von der Risikostrategie.

Das Management der Risikokonzentrationen innerhalb des Adressenausfallrisikos umfasst sowohl engagementbezogene Kreditrisikokonzentrationen (Klumpenrisiken) als auch Länder- und Branchenkonzentrationen.

Im operativen Kreditrisikomanagement haben wir die Steuerungsimpulse mit Blick auf die Verbesserung der Portfoliostruktur weiterentwickelt. Neben dem weiteren De-Risking bei Konzentrationsrisiken standen das Management der Auswirkungen aus der Euro- und Staatsschuldenkrise und die Reduktion der Risiken im Non-Investment-Grade-Bereich im Fokus. Im inländischen Firmenkundengeschäft haben wir unsere Kreditprozesse weiterentwickelt und für das granulare Geschäft wesentliche Standardisierungserfolge mit verbesserter "Time to Market" erzielt.

Die Länderrisikosteuerung basiert auf der Festlegung von Risikolimiten sowie auf der Definition von länderspezifischen Strategien zum Erreichen eines gewünschten Zielportfolios.

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Die Marktfolge im inländischen Firmenkundengeschäft ist nach Branchen aufgestellt und fokussiert auf die Risikosteuerung schwächerer Ratings. Dadurch ist es möglich, Auffälligkeiten auf Gesamt- und Teilportfolioebenen unmittelbar nachzugehen und diese direkt auf Ebene der Einzelkredite zu übertragen, zu identifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Hierin begründet sich ein erheblicher Fortschritt sowohl bei Geschwindigkeit als auch Effizienz von Präventionsmaßnahmen ebenso wie bei der Prognosequalität zur Risikoentwicklung.

Euro- und Staatsschuldenkrise sowie die stark verkürzte Gültigkeitsdauer regulatorischer Bestimmungen verstärken die Notwendigkeit eines reagiblen Kreditportfolios. Die Sicherstellung einer Portfolioreagibilität war und bleibt daher eines der wesentlichen risikostrategischen Handlungsfelder im Kreditrisikomanagement.

› Anhang (Note 84 – Adressenausfallrisiken) Seite 296 f.

Commerzbank-Konzern nach Segmenten

Zur Steuerung und Limitierung der Adressenausfallrisiken werden die Risikokennzahlen Exposure at Default (EaD), Expected Loss (EL), Risikodichte (EL/EaD) und Credit Value at Risk (CVaR = ökonomischer Kapitalbedarf für Kreditrisiken mit einem Konfidenzniveau von 99,91 %) sowie für Klumpenrisiken der "All-in" genutzt. Die Kreditrisikokennzahlen verteilen sich in den Ratingstufen 1,0 – 5,8 wie folgt auf die Segmente:

Kreditrisikokennzahlen nach
Segmenten am 31.12.2011
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
CVaR
Mio. €
Privatkunden 65 218 34 789
Private Baufinanzierung 36 93 26
Renditeobjekte 6 14 24
Individualkredite 12 58 51
Verfügungskredite/Ratenkredite/
Kreditkarten 9 48 52
Inländische Tochtergesellschaften 1 4 28
Ausländische Tochtergesellschaften
und Sonstige
1 1 7
Mittelstandsbank 115 357 31 3 361
Financial Institutions 20 87 43
Corporates Inland 81 230 28
Corporates Ausland 14 40 28
Central & Eastern Europe 26 192 73 664
BRE Group 23 152 68
CB Eurasija 2 16 97
Bank Forum <1 15 606
Sonstige 2 9 49
Corporates & Markets 61 133 22 1 600
Deutschland 24 38 16
Westeuropa 19 55 29
Mittel- und Osteuropa 2 4 19
Nordamerika 11 26 25
Sonstige 6 10 17
Sonstige und Konsolidierung 31 51 16 655
Asset Based Finance1 181 646 36 4 943
Commercial Real Estate 57 290 51
Eurohypo Retail 14 17 12
Shipping 21 165 77
davon Ship Finance 18 164 90
Public Finance1 89 175 20
PRU 12 83 70 1 039
Konzern1,2 492 1 680 34 13 052

1 Inklusive nicht wertkorrigiertem Anteil der in LaR und AfS gebuchten griechischen Anleihen. 2

Ohne inflationsinduzierte Wertansätze von überwiegend in LaR gebuchten Wertpapierbeständen in Höhe von etwa 0,4 Mrd. Euro.

Tabelle 14

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Die Commerzbank hat im Jahr 2009 ein umfassendes De-Risking-Programm für den gesamten Konzern aufgesetzt. Auf Basis einer klaren Zuordnung der Teilportfolios zu den Bereichen Kernbank, Abbau und Optimierung wurden Ziele für die einzelnen Bereiche formuliert und im Rahmen der sogenannten "Roadmap 2012" umgesetzt.

Der Bereich "Abbau" setzt sich aus dem Public-Finance-Portfolio sowie den Portfolios der internen Restrukturierungseinheit PRU zusammen. Das Exposure im Bereich Public Finance wurde seit Ende 2009 um 40 Mrd. Euro beziehungsweise 31% auf 89 Mrd. Euro reduziert, wobei in den Jahren 2010 und 2011 jeweils ein Portfolioabbau in Höhe von 20 Mrd. Euro realisiert werden konnte. In diesem Bereich streben wir auch weiterhin einen Abbau des Exposures an; bis Ende 2014 soll das Exposure unter 70 Mrd. Euro liegen.

Das Exposure in der PRU konnte seit Ende 2009 um mehr als 60% auf nunmehr 12 Mrd. Euro abgebaut werden. Bemerkenswert ist hierbei, dass der Abbau aller Positionen außerhalb des Structured-Credit-Portfolios im zweiten Halbjahr 2011 komplett abgeschlossen werden konnte. Im Verlauf des vierten Quartals 2011 wurde die bis dato geltende Strategie der PRU auf das Kriterium Kapitaloptimierung neu ausgerichtet.

Unter der Bezeichnung "Optimierung" wurden die Portfolios der Bereiche Real Estate und Shipping zusammengefasst. Im Bereich Real Estate erfolgte eine Fokussierung auf die Kernmärkte der Bank. Portfolioteile außerhalb dieser Kernmärkte wurden auf Abbau gesetzt. Im Vergleich zu Ende 2009 konnte das Exposure in diesem Bereich um 25 auf 71 Mrd. Euro reduziert werden.

Im Bereich Ship Finance stand die Risikoreduzierung im Bestandsportfolio im Mittelpunkt. Das Exposure, das überwiegend in US-Dollar denominiert ist, konnte in diesem Bereich trotz eines deutlich stärkeren US-Dollars auf Euro-Basis um 4 auf nunmehr 18 Mrd. Euro reduziert werden.

Der Rückgang des Exposures in der Kernbank ist überwiegend auf den Verkauf von Tochterunternehmen im Privatkunden-Segment sowie eine Risikoreduzierung im Segment Corporates& Markets zurückzuführen. Das Exposure in der Mittelstandsbank wurde dagegen seit Ende 2009 um 5 Mrd. Euro gesteigert.

EaD I Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
Kernbank 299 324 336
Optimierung 93 111 124
Real Estate 71 87 96
Shipping 21 25 28
davon Ship Finance 18 21 22
Abbau 101 127 161
Public Finance 89 109 129
PRU 12 18 32
Konzern 492 562 621

Tabelle 15

Segment Privatkunden

Das Segment Privatkunden umfasst die Aktivitäten der Konzernbereiche Private Kunden, unter dem das inländische Filialgeschäft für Privat- und Geschäftskunden sowie das Wealth Management zusammengefasst sind, sowie Direct Banking.

Den Finanzierungsbedarf unserer Kunden decken wir über eine breite und moderne Produktpalette ab. Der Schwerpunkt des Portfolios liegt auf der klassischen Eigenheimfinanzierung und der Finanzierung von Immobilien-Kapitalanlagen (Private Baufinanzierung und Renditeobjekte mit einem EaD von 42 Mrd. Euro). Weitere Hauptaktivität ist die Sicherstellung der Kreditversorgung unserer Geschäftskunden (Individualkredite 12 Mrd. Euro). Daneben decken wir den alltäglichen Kreditbedarf unserer Kunden durch Konsumentenkredite ab (Verfügungskredite, Ratenkredite, Kreditkarten 9 Mrd. Euro).

Kreditlinien und wertschaffende Limitausnutzungen sind im Jahresverlauf im Wesentlichen stabil geblieben. Das im Jahr 2011 weiter optimierte Risikomanagement, insbesondere die Umsetzung konsequenter Steuerungsmaßnahmen in schwächeren Bonitätsklassen und der Ausbau der Risikofrüherkennung, haben zu einer leichten Absenkung der Risikodichte von 37 auf 34 Basispunkte geführt.

Segment Mittelstandsbank

In diesem Segment bündelt der Konzern das Geschäft mit mittelständischen Kunden (sofern sie nicht den Segmenten Central&Eastern Europe oder Corporates& Markets zugeordnet sind), dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden. Darüber hinaus verantwortet das Segment die Beziehungen des Konzerns zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken.

Das Jahr 2011 war insgesamt von Euro- und Staatsschuldenkrise und deren ersten Auswirkungen auf die Realwirtschaft geprägt. Hinzu kamen Ereignisse wie die Naturkatastrophe in Japan. Erste Auswirkungen dieser Kriseneffekte auf die Kernindustrien in Deutschland im Jahr 2011 sind spürbar. Momentan sind in den größten Branchen wie Maschinenbau und Automobilindustrie zwar nur geringe Abschwächungstendenzen zu erkennen (Auftragslage ist nach wie vor gut), die Auftragsreichweite wird sich jedoch zunehmend verringern.

Die derzeitige konjunkturelle Situation drückt sich im Teilportfolio Corporates Inland insgesamt durch eine Seitwärtsbewegung im Portfolio aus. Die positive Ratingmigration der Einzelkunden bis Mitte des Jahres ist nun zum Stillstand gekommen. Die Risikodichte in diesem Bereich lag per 31. Dezember 2011 auf einem für den Bereich Mittelstandsfinanzierung niedrigen Wert von 28 Basispunkten.

Im Bereich Corporates Ausland veränderte sich der EaD 2011 auf 14 Mrd. Euro und der EL auf 40 Mio. Euro. Die Risikodichte lag per 31. Dezember 2011 bei 28 Basispunkten. Insgesamt erhöhte sich der EaD der Mittelstandsbank zum Ultimo 2011 um 4 auf 115 Mrd. Euro.

Für Details zur Entwicklung des Financial-Institutions-Portfolios siehe Seite 172 f.

Segment Central&Eastern Europe

Das Segment umfasst mit einem Exposure von insgesamt 26 Mrd. Euro die Aktivitäten der operativen Einheiten und Beteiligungen des Konzerns in Mittel- und Osteuropa.

Die wirtschaftliche Situation der Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa ist von anhaltender Unsicherheit infolge der Staatsschuldenkrise geprägt. Die Risikodichte konnte jedoch durch ein konsequentes Risikomanagement in diesem Segment im Jahr 2011 von 84 auf 73 Basispunkte reduziert werden.

Polen verzeichnete im Jahr 2011 weiterhin ein spürbares Wirtschaftswachstum, das sich in der zweiten Jahreshälfte jedoch verlangsamt hat. Die BRE Group macht mit einem Exposure von rund 23 Mrd. Euro den größten Teil des Portfolios im Segment CEE aus. Durch die intensiven Bemühungen zur weiteren Optimierung des operativen Risikomanagements und durch das positive wirtschaftliche Umfeld 2011 konnte die gute Risikoqualität weiter verbessert werden.

› Financial-Institutions-Portfolio Seite 172 f.

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Die in der Bank Forum ergriffenen Risikomanagementmaßnahmen führten 2011 zu einer deutlichen Verbesserung des Risikoprofils. Unser Fokus in diesem herausfordernden Markt lag im Jahr 2011 unverändert auf der Risikobegrenzung und Restrukturierung der Bank.

Die Commerzbank Eurasija, die Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie die Commerzbank Zrt. wurden mit Wirkung vom 1. Januar 2012 in die Zuständigkeit des Segments Mittelstandsbank übergeleitet. In diesen Einheiten wurde die Portfolioqualität durch eine konsequente Fokussierung auf ein stringentes Risikomanagement weiter verbessert, hierdurch konnte die Risikodichte im Jahr 2011 um 9 auf 71 Basispunkte reduziert werden.

Segment Corporates&Markets

Dieses Segment bildet die kundenorientierten Kapitalmarktaktivitäten sowie das kommerzielle Geschäft mit multinationalen Unternehmen und ausgewählten Großkunden des Konzerns ab. Der regionale Schwerpunkt des Segments liegt in Deutschland und Westeuropa, wo sich unverändert mehr als zwei Drittel des Exposures befinden; der Anteil von Nordamerika lag per 31. Dezember 2011 bei rund 11 Mrd. Euro.

Das Leveraged-Acquisition-Finance-(LAF-)Portfolio hat sich 2011 von 3,4 auf 3,2 Mrd. Euro reduziert. Dabei wurden Rückführungen von Bestandsfinanzierungen − insbesondere Weiterverkauf der Gesellschaft oder Refinanzierungen über High Yield Bonds – durch Neugeschäft auf selektiver Basis teilweise kompensiert.

Die positive Konjunkturentwicklung des ersten Halbjahrs 2011 in den operativen Kernmärkten hat eine weitere Verbesserung der Portfolioqualität bewirkt. Die durch Verschärfung der Staatsschuldenkrise im zweiten Halbjahr 2011 eingetretene Konjunkturabschwächung hat bislang noch nicht zu einer Belastung des Portfolios geführt. Der geografische Schwerpunkt des LAF-Portfolios liegt unverändert in Europa (94%) mit besonderem Fokus auf Deutschland (45%). Die unmittelbare Abhängigkeit der Portfoliounternehmen von den schwächeren Ländern der Eurozone ist gering. Das Portfolio ist breit diversifiziert nach Branchen und Regionen. Auf die Beibehaltung dieser diversifizierten Portfoliostruktur sowie die Granularität des Kreditbuchs legen wir weiterhin Wert.

Segment Asset Based Finance

Das Segment Asset Based Finance (ABF) setzt sich aus den Teilportfolios Commercial Real Estate (CRE) inklusive Asset Management, Eurohypo Retail, Ship Finance und Public Finance zusammen, die im Folgenden detailliert dargestellt sind.

Commercial Real Estate

Die strategische Reduzierung der Bestände, primär in der Eurohypo AG, wird unvermindert fortgeführt. Das Gesamtexposure (EaD) wurde im bisherigen Jahresverlauf um 13 auf 57 Mrd. Euro reduziert. Die Portfoliozusammensetzung nach Nutzungsarten ist unverändert, wobei die größten Anteile des Exposures weiterhin auf die Teilportfolios Büro (21 Mrd. Euro), Handel (18 Mrd. Euro) und Wohnimmobilien (6 Mrd. Euro) entfallen. Das CRE-Exposure beinhaltet auch die Portfolios des Bereichs Asset Management (Commerz Real), die sich aus Warehouse-Beständen für Fonds sowie typischen Leasingforderungen aus dem Mobiliensektor zusammensetzen.

Die Verminderung des Exposures im Jahresverlauf 2011 ergibt sich vor allem aus Rückführungen von Darlehen, Wechselkursschwankungen und marktbedingten Überleitungen in das Default-Portfolio.

Die Auswirkungen der verschärften europäischen Staatsschuldenkrise und eine mögliche Rezession im Euroraum zusammen mit den Anspannungen an den Finanzmärkten bilden ein Korsett, das für ein hohes Maß an Unsicherheit sorgt und die Dynamik auf den europäischen CRE-Märkten beeinträchtigen wird. Der bislang erkennbare positive Trend auf dem deutschen Markt wird sich abschwächen, an den von der Staatsschuldenkrise besonders betroffenen südeuropäischen Märkten wird sich der Abschwung fortsetzen. Während wir in UK von einer Stabilisierung ausgehen, ist in den USA aus Risikosicht bereits jetzt eine Erholung erkennbar. Bereits im Jahr 2011 gab es hier für die Risikovorsorge erhebliches Auflösungspotenzial.

Die durch Grundschulden besicherten Finanzierungen zeigen weiterhin vertretbare Ausläufe (Loan to Value).

Loan to Value – UK1
geschichtete Darstellung
EaD UK gesamt 6 Mrd. € Loan to Value – Spanien1
geschichtete Darstellung
EaD Spanien gesamt 4 Mrd. €
> 100 %
2 % (3 %)
> 100 %
1 % (1 %)
80 %– 100 %
3 % (4 %)
80 %– 100 %
1 % (4 %)
60 %– 80 % 10 % (10 %) 60 %– 80 % 14 % (14 %)
40 %– 60 % 22 % (23 %) 40 %– 60 % 24 % (24 %)
20 %– 40 % 31 % (29 %) 20 %– 40 % 29 % (28 %)
< 20 % 32 % (31 %) < 20 % 31 % (29 %)
Loan to Value – USA1
geschichtete Darstellung
EaD USA gesamt 3 Mrd. € Loan to Value – CRE gesamt1
geschichtete Darstellung
EaD CRE gesamt 57 Mrd. €
> 100 %
2 % (3 %)
> 100 %
2 % (2 %)
80 %– 100 %
4 % (7 %)
80 %– 100 %
3 % (3 %)
60 %– 80 % 13 % (17 %) 60 %– 80 % 13 % (13 %)
40 %– 60 % 24 % (24 %) 40 %– 60 % 24 % (24 %)
20 %– 40 % 28 % (25 %) 20 %– 40 % 28 % (28 %)

1 Auslaufschichtung auf Basis Marktwerte; exklusive Margelinien und Corporate Loans; ohne Berücksichtigung von Zusatzsicherheiten. Alle Darstellungen beziehen sich auf grundpfandrechtlich besichertes Geschäft.

Werte in Klammern: Dezember 2010.

Abbildung 5

Eurohypo Retail

Die Eurohypo AG betreut nur noch das bestehende Kreditbuch (Legacy-Portfolio). In diesem Bereich sind strategisch keine Neugeschäftsaktivitäten geplant. Der ertragsschonende Bestandsabbau steht weiterhin in unserem unmittelbaren Fokus. Das Exposure wurde in 2011 weiter um knapp 3 Mrd. Euro reduziert und betrug zum 31. Dezember 2011 noch 14 Mrd. Euro, wobei die Schwerpunkte in den Bereichen Eigenheime (8 Mrd. Euro) und Eigentumswohnungen (3 Mrd. Euro) liegen. Aufgrund restlaufzeitbedingter geringerer Ausläufe schätzen wir derzeit das Risiko in diesem Portfolio unverändert als gering ein.

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Das weitgehend in US-Dollar denominierte Ship Finance Exposure (unter Einbeziehung der Deutschen Schiffsbank) hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 von 21 auf 18 Mrd. Euro reduziert. Die Deutsche Schiffsbank ist seit November 2011 eine 100-prozentige Tochter der Commerzbank und wird im Geschäftsjahr 2012 auf die Commerzbank AG verschmolzen.

Das Exposure verteilt sich in weitgehend unveränderten Anteilen auf die drei Standardschiffstypen Containerschiffe (6 Mrd. Euro), Tanker (4 Mrd. Euro) und Massengutfrachter (4 Mrd. Euro). Das restliche Portfolio beinhaltet unterschiedliche Spezialtonnagen mit hoher Diversifikation über die verschiedenen Schiffssegmente.

Die Staatsschuldenkrise, die unsichere wirtschaftliche Lage in den USA und in diversen europäischen Ländern sowie die Bemühungen Chinas, der Inflation entgegenzuarbeiten, wirkten sich im Jahr 2011 negativ auf die Schifffahrtsmärkte aus.

Die konsequente Reduzierung des Risikos im Bestandsgeschäft hat im Berichtszeitraum zu Stabilisierungserfolgen geführt, insbesondere bedingt durch einvernehmlich mit Kunden vorgenommene Restrukturierungen.

Public Finance

Die Commerzbank bündelt im Segment Asset Based Finance einen Großteil der Positionen im Staatsfinanzierungsgeschäft. Das Public-Finance-Portfolio setzt sich aus Forderungen und Wertpapieren zusammen, die in den Tochterunternehmen Eurohypo AG und EEPK gehalten werden.

Schuldner im Staatsfinanzierungsgeschäft (55 Mrd. Euro EaD) sind Staaten, Bundesländer, Regionen, Städte und Gemeinden sowie supranationale Institutionen. Das Hauptexposure liegt in Deutschland und Westeuropa.

Das restliche Public-Finance-Portfolio im Segment ABF entfällt auf Banken (34 Mrd. Euro EaD), wobei der Fokus ebenfalls in Deutschland und Westeuropa (circa 93%) liegt. Der überwiegende Teil des Bankenportfolios besteht aus Wertpapieren/Darlehen, die zu einem hohen Anteil mit Grandfathering, Gewährträgerhaftungen/Anstaltslasten oder anderen Haftungserklärungen der öffentlichen Hand ausgestattet sind oder in Form von Covered Bonds emittiert wurden.

Das Public-Finance-Portfolio, das bereits im Jahr 2010 überwiegend durch die Nutzung von Fälligkeiten, aber auch durch aktive Portfolioreduzierung um 20 auf 109 Mrd. Euro abgebaut werden konnte, wurde auch 2011 weiter reduziert und betrug zum 31. Dezember 2011 noch 89 Mrd. Euro (inklusive nicht wertkorrigiertem Anteil der in LaR und AfS gebuchten griechischen Anleihen). Wir streben insgesamt bis Ende 2014 einen Abbau des Public-Finance-Exposures auf unter 70 Mrd. Euro an.

Das Sovereign-Exposure der Commerzbank in den Ländern Griechenland, Irland, Italien Spanien und Portugal wurde im Jahresverlauf von 16,8 auf 12,3 Mrd. Euro reduziert.

Die zukünftige Entwicklung des Public-Finance-Bereichs ist aus heutiger Sicht nur schwer zu prognostizieren, da sie stark von der weiteren Entwicklung der Staatsschuldenkrise und den damit verbundenen politischen Entscheidungen abhängt.

› Tabelle 19 Seite 174

Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU)

In der PRU sind ausschließlich Assets zusammengeführt, die von der Commerzbank als nicht strategisch eingestuft wurden und deshalb abgebaut werden sollen. Die Bündelung erlaubt ein einheitliches und effizientes Management dieser Positionen. Es handelt sich dabei um Structured-Credit-Positionen (im Wesentlichen Asset-backed Securities − ABS) mit einem Nominalwert per 31. Dezember 2011 in Höhe von 23,5 Mrd. Euro. Zum weit überwiegenden Teil (circa 80% des Risikowertes1 von 13,7 Mrd. Euro) handelt es sich um Papiere im Investment-Grade-Bereich.

Der vollständige Abbau der verbliebenen sonstigen Positionen in der PRU (Correlation-Trading-Portfolio) wurde im zweiten Quartal 2011 abgeschlossen.

Segmentübergreifende Portfolioanalyse

Bei den im Folgenden dargestellten Positionen ist zu beachten, dass diese bereits vollständig in den Konzern- und Segmentdarstellungen enthalten sind.

Financial-Institutions-Portfolio

Im Jahr 2011 lag das Augenmerk im Teilportfolio Financial Institutions unverändert einerseits auf proaktiver Risikoreduzierung im Gesamtportfolio, vor allem des Bondbestands im Bereich Public Finance, sowie andererseits auf Neugeschäft mit Adressen von adäquater Bonität durch Trade-Finance-Aktivitäten, die wir im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank übernommen haben. Hierbei spielte die Berücksichtigung von Länderrisiken eine große Rolle.

Im zweiten Quartal 2011 erfolgte eine Anpassung der Abgrenzung unseres Financial-Institutions-Portfolios. Exposures gegenüber ausgewählten Instituten, wie zum Beispiel der Federal Reserve Bank, der Europäischen Zentralbank sowie ausgewählten Notenbanken europäischer Länder, die wegen ihrer besonderen Funktion außerhalb unseres Risikomanagementfokus liegen, wurden als sogenannte "Ausnahmeschuldner" klassifiziert und deshalb bei der isolierten Darstellung des Financial-Institutions-Portfolios abgezogen. Diese Herausnahme hat zum Stichtag 30. Juni 2011 zu einer Reduktion des EaD in Höhe von 13 Mrd. Euro geführt. In der Darstellung unseres Konzernportfolios im Kapitel "Commerzbank-Konzern nach Segmenten" sind diese Exposures unverändert vollumfänglich enthalten.

Auch für das Jahr 2012 behalten wir unsere Risikostrategie für das Teilportfolio Financial Institutions unverändert bei. Bei grundsätzlicher Reduktionsstrategie im Gesamtportfolio möchten wir die Trade-Finance-Aktivitäten im Interesse unserer Firmenkunden in der Mittelstandsbank weiter begleiten und bei Adressen mit entsprechender Bonität weiter ausbauen. Die Risikoentwicklung des Portfolios wird auch durch den weiteren Verlauf der Euro- und Staatsschuldenkrise beeinflusst werden.

› Structured-Credit-Portfolio Seite 175 ff.

1 Der Risikowert stellt den Balance Sheet Value von Cashinstrumenten dar, bei Long-CDS-Positionen setzt er sich aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 173

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
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31.12.2011 31.12.2010
FI-Portfolio nach
Regionen
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 17 10 6 29 4 2
Westeuropa 28 81 29 36 25 7
Mittel- und Osteuropa 8 52 62 7 31 42
Nordamerika 3 1 6 8 1 1
Sonstige 16 41 26 15 34 23
Gesamt 72 185 26 95 96 10

Tabelle 16

Non-Bank-Financial-Institutions-Portfolio

Das NBFI-Portfolio bewegt sich weiterhin innerhalb des von der Risikostrategie vorgegebenen Rahmens, wobei im gesamten Berichtszeitraum sowohl attraktives Neugeschäft mit Adressen guter Bonität sowie die weitere Portfoliooptimierung im Fokus standen. Der EaD des Teilportfolios (inklusive ABS- und LAF-Geschäfte mit NBFI-Bezug sowie PRU-NBFI-Assets) hat sich von 38 auf 32 Mrd. Euro reduziert. Trotz überwiegend positiver Ergebnisse im operativen Geschäft unserer Kunden erachten wir die entstandenen Unsicherheiten aus der sich in Europa verschärfenden Staatsschuldenkrise als deutlichen Belastungsfaktor für die Branche.

31.12.2011 31.12.2010
NBFI-Portfolio nach
Regionen
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Deutschland 10 22 22 8 18 23
Westeuropa 13 22 18 18 39 21
Mittel- und Osteuropa 1 6 43 1 2 28
Nordamerika 5 42 92 5 24 52
Sonstige 3 3 11 7 10 15
Gesamt 32 95 30 38 93 24

Tabelle 17

Länderklassifizierung

Die regionale Verteilung des Exposures entspricht der strategischen Ausrichtung der Bank und spiegelt die Schwerpunkte der globalen Geschäftstätigkeit der Bank wider. Rund die Hälfte des Engagements entfällt auf Deutschland, ein weiteres Drittel auf andere Länder in Europa und 8% auf Nordamerika. Der Rest ist breit diversifiziert und verteilt sich auf eine große Anzahl Länder, in denen insbesondere deutsche Exporteure begleitet werden beziehungsweise die Commerzbank mit lokalen Einheiten vor Ort präsent ist.

Gesamtportfolio nach
Regionen per 31.12.2011
Exposure at Default
Mrd. €
Expected Loss
Mio. €
Risikodichte
Bp.
Deutschland 250 649 26
Westeuropa 115 443 38
Mittel- und Osteuropa 42 269 65
Nordamerika 40 111 28
Sonstige 46 208 46
Gesamt 492 1 680 34

Tabelle 18

Die folgende Tabelle zeigt das Exposure in den Ländern Griechenland, Irland, Italien, Portugal und Spanien auf Basis des Sitzlandes beziehungsweise des Objektsitzes.

EaD1 per 31.12.2011
Mrd. €
Sovereign Banken CRE Corporates/
Sonstige
Gesamt
2011
Gesamt
2010
Griechenland2 0,8 0,1 0,2 0,1 1,1 3,8
Irland 0,0 0,9 0,1 0,9 2,0 3,0
Italien 7,9 1,1 2,4 2,7 14,0 16,4
Portugal 0,8 0,5 1,7 0,3 3,4 3,7
Spanien 2,8 4,6 4,1 3,2 14,6 17,6

1 Ohne Exposure aus Ship Finance.

2 Inklusive nicht wertkorrigiertem Anteil der in LaR und AfS gebuchten griechischen Anleihen.

Tabelle 19

Für die vom Staat Griechenland emittierten und garantierten Anleihen wurde im Jahr 2011 eine GuV-wirksame Wertkorrektur in Höhe von 2,2 Mrd. Euro vorgenommen. Die Details hierzu sind im Anhang des Konzernabschlusses zu finden.

Ratingklassifizierung

Das Gesamtportfolio des Konzerns verteilt sich auf Basis von PD-Ratings anteilig wie folgt auf die internen Ratingklassifizierungen:

Ratingverteilung per 31.12.2011 % 1,0– 1,8 2,0– 2,8 3,0– 3,8 4,0– 4,8 5,0– 5,8
Privatkunden 27 46 19 5 3
Mittelstandsbank 13 59 22 4 2
Central & Eastern Europe 21 41 31 5 3
Corporates & Markets 44 39 13 2 1
Asset Based Finance 30 41 20 6 3
Konzern1 30 44 19 4 2

1 Inklusive PRU sowie Sonstige und Konsolidierung.

Tabelle 20

› Anhang (Note 84 – Adressenausfallrisiken) Seite 296 f.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 175

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Branchenklassifizierung Corporates

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Verteilung des Corporates-Exposures nach Branchen unabhängig von der bestehenden Segmentzugehörigkeit:

31.12.2011 31.12.2010
Teilportfolio
Corporates
nach Branchen
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Exposure
at Default
Mrd. €
Expected
Loss
Mio. €
Risiko
dichte
Bp.
Grundstoffe/Energie/
Metall
25 96 38 25 106 42
Konsum 21 82 40 21 110 53
Chemie/Verpackung 11 33 29 11 60 56
Automobil 11 26 25 11 55 48
Transport/Tourismus 10 38 38 11 58 53
Technologie/Elektronik 10 23 23 11 44 41
Dienstleistungen/
Medien
9 50 53 10 58 56
Maschinen 8 25 32 9 66 75
Bau 4 17 41 5 49 103
Sonstige 17 58 34 21 84 41
Gesamt 126 447 36 134 690 51

Tabelle 21

Structured-Credit-Portfolio

Structured-Credit-Exposure PRU

Im Jahr 2011 reduzierte sich das Nominalvolumen der Structured-Credit-Positionen um 5,5 auf 23,5 Mrd. Euro und die Risikowerte1 um 3,4 auf 13,7 Mrd. Euro. Im Verlauf des vierten Quartals 2011 wurde die bis dato geltende Strategie der PRU auf das Kriterium Kapitaloptimierung neu ausgerichtet. Die Markdownratios2 sind annähernd unverändert im Jahresvergleich.

aus dem Nominalwert des Referenzinstruments abzüglich des Barwerts des Kreditderivats zusammen.

2 Markdownratio = 1 − (Risikowert/Nominalwert)

31.12.2011 31.12.2010
Structured-Credit
Portfolio PRU
Nominal
werte
Risiko
werte
Mark
downratio
Nominal
werte
Risiko
werte
Mark
downratio
Mrd. € Mrd. € % Mrd. € Mrd. € %
RMBS 3,2 1,9 40 5,1 3,0 41
CMBS 0,6 0,3 43 0,7 0,5 35
CDO 9,8 5,9 40 11,1 6,7 40
Sonstige ABS 2,1 1,7 19 3,3 2,8 14
PFI/Infrastruktur
Finanzierungen 4,3 3,8 13 4,3 3,8 11
CIRC 0,0 0,0 - 0,7 0,0 -
Andere Structured
Credit-Positionen 3,6 0,1 - 3,6 0,2 -
Gesamt 23,5 13,7 42 29,0 17,1 41

Die folgende Tabelle verdeutlicht die Zusammensetzung und Entwicklung des Structured-Credit-Portfolios der PRU.

Tabelle 22

Der größte Teil des Portfolios entfällt auf Collateralised Debt Obligations (CDO). Diese verbriefen überwiegend US-Subprime-RMBS (CDO of ABS) sowie Unternehmenskredite in den USA und in Europa (CLO). Das Exposure in sogenannten Private Finance Initiatives (PFI)/Infrastruktur-Finanzierungen umfasst die private Finanzierung und den Betrieb von öffentlichen Einrichtungen und Dienstleistungen, beispielsweise von Krankenhäusern oder Wasserversorgungsbetrieben. Das Kreditrisiko des Bestandes ist zu über 80% zumeist durch Monoline-Versicherer abgesichert. Bei Residential Mortgage-backed Securities (RMBS) handelt es sich um Verbriefungen von privaten überwiegend europäischen Immobilienkrediten. Das Portfolio Credit Investment-related Conduits (CIRC) wurde im Jahr 2011 vollständig abgebaut.

Über die Restlaufzeit der Assets werden Wertaufholungen erwartet, wobei mögliche zukünftige Wertverluste zum Beispiel bei den bereits stark abgeschriebenen US RMBS und US CDO of ABS durch positive Wertentwicklungen anderer Assets voraussichtlich kompensiert würden. Der zwischenzeitlich lange Zeitraum seit Emission der Strukturen bildet eine zunehmend verlässliche Basis für die Prognose der künftigen Portfolio-Performance. Zudem verläuft die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den für uns maßgeblichen Volkswirtschaften im Rahmen unserer Erwartung bei Einschätzung der Risiken.

Structured-Credit-Exposure Non-PRU

Im Folgenden wird auf Structured-Credit-Positionen aus dem strategischen Kundengeschäft eingegangen, die auch zukünftig der Kernbank zugeordnet bleiben und deshalb nicht in die PRU transferiert wurden.

31.12.2011 31.12.2010
Structured-Credit-Portfolio Non-PRU
Mrd. €
Nominal
werte
Risiko
werte
Nominal
werte
Risiko
werte
Conduit-Exposure 3,3 3,3 4,3 4,3
Sonstige Asset-backed Exposures 6,1 5,8 6,5 6,3
Gesamt 9,4 9,1 10,8 10,6

Tabelle 23

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Im ersten Quartal 2011 wurden die beiden von der Commerzbank gesponsorten Conduits "Kaiserplatz" und "Silver Tower" zusammengeführt, wobei sämtliche Transaktionen aus "Kaiserplatz" auf "Silver Tower" übertragen wurden. Die hier ausgewiesenen Positionen bestehen überwiegend aus Liquiditätsfazilitäten/Back-up-Linien zugunsten "Silver Tower", über die Firmenkunden der Commerzbank eigene Kundenforderungen zwischenfinanzieren können. Die Conduits ihrerseits finanzieren sich durch Emission von Asset-backed Commercial Papers (ABCP). Bei den sonstigen Asset-backed Exposures handelt es sich überwiegend um staatsgarantierte ABS-Papiere der Eurohypo AG im Bereich Public Finance und der Commerzbank Europe (Ireland).

Originatorenpositionen

Überwiegend aus Gründen des Kapitalmanagements haben Commerzbank und Eurohypo AG im Laufe der letzten Jahre Forderungsverbriefungen von Kreditforderungen gegenüber Kunden der Bank mit einem aktuellen Volumen von 8,9 Mrd. Euro vorgenommen. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 wurden Risikopositionen in Höhe von 5,1 Mrd. Euro zurückbehalten, der weitaus größte Teil aller Positionen entfiel mit 4,7 Mrd. Euro auf Senior-Tranchen, die nahezu vollständig "AAA" oder "AA" geratet sind.

Volumen Commerzbank1
Verbriefungspool
Mrd. €
Fälligkeit Senior Mezzanine First Loss
Piece
Gesamt
volumen1
31.12.2011
Gesamt
volumen1
31.12.2010
Corporates 2013 – 2027 4,1 0,2 <0,1 4,5 8,0
MezzCap 2036 <0,1 <0,1 <0,1 0,2 0,2
RMBS 2048 <0,1 <0,1 <0,1 0,2 0,2
CMBS 2012 – 2084 0,6 <0,1 <0,1 4,0 5,0
Gesamt 4,7 0,3 0,1 8,9 13,4

1 Tranchen/Rückbehalte (nominal): Bank- und Handelsbuch.

Tabelle 24

Intensive Care

Risikovorsorge

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 1,4 Mrd. Euro. Gegenüber dem Vorjahr ist die Belastung somit deutlich um 1,1 Mrd. Euro zurückgegangen. In dem Betrag ist eine einmalige Auflösung von 0,2 Mrd. Euro enthalten, die aus der Überprüfung und Aktualisierung von Parametern resultiert, die zur Ermittlung der Portfoliorisikovorsorge für nicht ausgefallene Kredite herangezogen werden. Auch bereinigt um diesen Sondereffekt lag die Risikovorsorge 2011, getrieben von der im Segment Asset Based Finance erreichten Trendwende, um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahreswert. Die Tabelle zeigt die Entwicklung auf Segmentebene:

Risikovorsorge 2011 2010
Mio. € Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1 Gesamt Q4 Q3 Q2 Q1
Privatkunden 57 – 53 34 35 41 246 46 64 70 66
Mittelstandsbank 188 154 51 – 25 8 279 93 – 69 94 161
Central & Eastern
Europe
89 21 32 6 30 361 48 127 92 94
Corporates &
Markets
146 56 59 31 0 – 27 – 14 6 0 – 19
Asset Based
Finance
907 179 254 233 241 1 584 412 493 354 325
Portfolio Restruc
turing Unit
5 26 – 17 – 3 – 1 62 10 2 28 22
Sonstige und
Konsolidierung
– 2 – 2 0 1 – 1 – 6 0 – 2 1 – 5
Gesamt 1 390 381 413 278 318 2 499 595 621 639 644

Tabelle 25

Im Privatkundengeschäft sank die Risikovorsorge 2011 im Vergleich zum Vorjahr um fast 200 Mio. Euro. Die Reduzierung ist teilweise auf die Parameteraktualisierung im vierten Quartal 2011 zurückzuführen, aber auch die operative Risikovorsorge entwickelte sich positiv und unterschritt den Vorjahreswert um mehr als 100 Mio. Euro.

In der Mittelstandsbank stieg die Risikovorsorge im vierten Quartal aufgrund von neuen Ausfällen im Vergleich zu den Vorquartalen erwartungsgemäß deutlich an. Aufgrund des guten ersten Halbjahrs, das von Risikovorsorgeauflösungen geprägt war, blieb sie jedoch 2011 insgesamt um rund 90 Mio. Euro unter dem Niveau von 2010.

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Die Risikovorsorge im Segment Central&Eastern Europe lag 2011 um etwa 270 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Vor allem die Bank Forum konnte gegenüber 2010 den Vorsorgebedarf signifikant um über 130 Mio. Euro reduzieren. Auch die weiteren Einheiten wiesen 2011 operativ ein gutes Risikoergebnis aus. Die BRE profitierte zusätzlich von Sondereffekten aus einem Portfolioverkauf im zweiten Quartal und aus der Parameteraktualisierung für das Retailgeschäft im vierten Quartal, sodass die Risikovorsorge um fast 100 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert lag.

Im Segment Corporates& Markets betrug die Risikovorsorge im Jahr 2011 insgesamt 146 Mio. Euro, während im Vorjahr noch eine Auflösung vereinnahmt worden war. Treiber für die Risikovorsorge des Segments waren wenige Einzelfälle.

Im Segment Asset Based Finance war die Risikovorsorge im Vergleich zu 2010 mit nahezu 700 Mio. Euro am stärksten rückläufig. Den größten Anteil am Rückgang hatte dabei der Bereich CRE Banking, in dem die operative Risikovorsorge um mehr als 600 Mio. Euro zurückging. Besonders für die Auslandsportfolios sank der Risikovorsorgebedarf gegenüber dem Vorjahr deutlich. Darüber hinaus wurde im Segment Asset Based Finance im vierten Quartal ebenfalls eine einmalige Sonderauflösung aus der Parameteraktualisierung vereinnahmt.

In der Portfolio Restructuring Unit war 2011 Risikovorsorge von 5 Mio. Euro erforderlich, was im Vergleich zu 2010 einem Rückgang von über 50 Mio. Euro entspricht. Ähnlich wie im Segment Corporates& Markets war auch hier die Entwicklung maßgeblich durch wenige Einzelfälle geprägt.

Die Risikovorsorge 2011 lag für den Konzern, auch nach Bereinigung um den einmaligen positiven Sondereffekt aus der Überprüfung und Aktualisierung von Parametern, insgesamt weit unter dem Niveau des Vorjahres. Vorwiegend ist dies auf die gute Entwicklung der ersten drei Quartale zurückzuführen, während im vierten Quartal die beginnende Abkühlung der Konjunktur erste – wenn auch vergleichsweise geringe – Auswirkungen auf den Risikovorsorgebedarf hatte. Im Jahr 2012 wird sich dieser Trend fortsetzen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2012 ist bei konjunktursensitiven Portfolios ein Anstieg der Risikovorsorge zu erwarten. Insgesamt erscheint jedoch aus heutiger Sicht ein Wert von 1,7 Mrd. Euro realistisch. Die Risiken für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind allerdings weiterhin hoch. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere den Auswirkungen der anhaltenden Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.

Default-Portfolio

Das Default-Portfolio war gegenüber dem Vorjahr deutlich um 2 Mrd. Euro rückläufig und belief sich zum Jahresende auf 19,7 Mrd. Euro. In dem Volumen sind Forderungen der Kategorie LaR-Kredit enthalten, wertgeminderte Wertpapiere sind in der Darstellung nicht enthalten. Nachfolgende Übersicht zeigt die Portfoliostruktur im Detail:

Konzern1
86 % / 91 %
7 657 9 278 19 703
17 884
948
Privatkunden
80 % / 92 %
1 444
1 326
493/669/164
Mittelstandsbank
76 % / 86 %
2 935
2 512
1 638/590/285
Central & Eastern Europe
102 % / 107 %
2 019
2 150
1 049/1 016/85
Corporates & Markets
39 % / 43 %
2 116
910
772/60/78
Asset Based Finance
96 % / 99 %
3 362 6 773 10 536
10 468
332
Portfolio Restructuring Unit
77 % / 78 %
652
506
333/170/3
Default-Volumen Risikovorsorgebestand Sicherheiten GLLP

Default-Portfolio und Coverage Ratios nach Segmenten Mio. € – exklusive/inklusive GLLP

1 Inklusive Sonstige und Konsolidierung.

Abbildung 6

Im Jahresverlauf 2011 sank das Default-Portfolio in allen Segmenten. Die Mittelstandsbank reduzierte dabei das Volumen um rund ein Viertel und hatte mit über 900 Mio. Euro den größten Anteil am Rückgang. Auch im Privatkundengeschäft war der Abbau mit über 20% beziehungsweise mehr als 400 Mio. Euro sehr deutlich. In den Segmenten Central&Eastern Europe und Corporates& Markets ging das Volumen jeweils um mehr als 10% zurück. Ausgehend von einer nur moderaten Verschlechterung der ökonomischen Rahmenbedingungen wird aus heutiger Sicht für 2012 ein weiterer Rückgang des Default-Volumens erwartet.

Für das Default-Portfolio haften insgesamt Sicherheiten von rund 9,3 Mrd. Euro. Im Segment Privatkunden handelt es sich dabei überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Grundpfandrechte auf gewerblichen Objekten und Ausfallbürgschaften decken dabei die größten Beträge ab. Nennenswerte weitere Portfolioanteile sind durch Garantien sowie durch Sicherungsübereignungen besichert. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central&Eastern Europe dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Außerdem entfallen im Firmenkundengeschäft größere Anteile der Sicherheiten auf Garantien, Bürgschaften und Verpfändungen. Die Besicherung des Corporates-&-Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen von Guthaben und Depots zusammen. Im Segment Asset Based Finance entfallen die Sicherheitenwerte überwiegend auf gewerbliche Grundschulden (auch Schiffshypotheken) und außerdem auf Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. Bei den Sicherheiten für das PRU-Portfolio handelt es sich nahezu ausschließlich um Abtretungen.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 181

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    • 159 Risikoorientierte Gesamtbanksteuerung
    • 163 Adressenausfallrisiken
    • 178 Intensive Care
    • 182 Marktrisiken 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick

Zur Vermeidung eines Anstiegs des Default-Portfolios werden Überziehungen in der Commerzbank eng überwacht. Neben dem 90 days past due trigger event gibt es schon im Vorfeld ab dem ersten Überziehungstag ein DV-technisch unterstütztes Überziehungsmanagement. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios basierend auf dem Exposure at Default (Mio. Euro) per Ende Dezember 2011:

Segment > 0 ≤ 30 Tage > 30 ≤ 60 Tage > 60 ≤ 90 Tage > 90 Tage Gesamt
Privatkunden 648 88 68 0 803
Mittelstandsbank 1 256 57 40 13 1 367
Central & Eastern Europe1 5 1 0 0 583
Corporates & Markets 81 3 0 0 85
Asset Based Finance 363 98 15 31 508
Konzern1,2 2 366 251 124 46 3 364

1 BRE und Bank Forum nur in Gesamtzahl enthalten.

2 Inklusive Sonstige und Konsolidierung sowie PRU.

Tabelle 26

Im Jahr 2011 wurde der Bestand an Rettungserwerben im Vergleich zum Vorjahr um 98 auf 170 Mio. Euro (Zugänge 49 Mio. Euro, Abgänge 115 Mio. Euro, Bewertungsverluste 30 Mio. Euro, Währungsumrechnung −2 Mio. Euro) reduziert. Vom Jahresendbestand entfiel der überwiegende Anteil der Immobilien im Wert von rund 155 Mio. Euro auf unsere Hypothekentochter Eurohypo AG. Die Objekte werden in Gesellschaften, an denen die Eurohypo AG über Tochtergesellschaften mehrheitlich beteiligt ist, betreut und verwaltet. In der Regel ist dies die EH Estate Management GmbH. Ziel ist es, durch das Immobilien-Know-how der EH Estate Management GmbH eine Wertsteigerung und Weiterentwicklung des gewerblich geprägten Immobilienportfolios zu erreichen, um die Objekte kurz- bis mittelfristig wieder am Markt zu platzieren.

Marktrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder im Fall von Bankbuchpositionen in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Strategie und Organisation

Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Finanzmarktkrise wurden mit der Marktrisikostrategie umfassende Leitlinien zur Steuerung und Überwachung von Marktpreisrisiken verankert. Die Marktrisikostrategie leitet sich aus der Gesamtrisikostrategie und den Geschäftsstrategien der einzelnen Segmente ab und legt die Ziele des Marktrisikomanagements im Hinblick auf die wesentlichen Geschäftsaktivitäten der Commerzbank fest. Die Kernaufgaben des Marktrisikomanagements sind die Identifikation aller wesentlichen Marktrisiken und Marktrisikotreiber des Konzerns, die unabhängige Messung und Bewertung dieser Risiken sowie die auf diesen Ergebnissen und Einschätzungen aufbauende risiko- und ertragsorientierte Steuerung für den Commerzbank-Konzern.

Der Vorstand der Commerzbank ist für ein effektives Management von Marktpreisrisiken für den gesamten Commerzbank-Konzern verantwortlich. Bestimmte Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hinsichtlich Marktrisikosteuerung wurden an die zuständigen Marktrisikokomitees übertragen. In der Bank sind verschiedene Marktrisikokomitees etabliert, in denen Vertreter der Segmente mit der Risikofunktion und dem Finanzbereich aktuelle Fragen der Risikopositionierung diskutieren und Steuerungsmaßnahmen beschließen. Das Segment Market Risk Committee tagt in wöchentlichem Turnus und fokussiert auf die Geschäftsbereiche Corporates& Markets, Public Finance, PRU und Treasury. Das im monatlichen Rhythmus einberufene Group Market Risk Committee beschäftigt sich darüber hinaus mit der Marktrisikoposition im Commerzbank-Konzern und den übrigen Geschäftsbereichen.

Der Risikomanagementprozess (Risikoidentifikation, Risikomessung, Steuerung, Limitierung und Reporting) liegt funktional in der Verantwortung des Marktrisikomanagements. Das zentrale Marktrisikomanagement wird ergänzt durch dezentrale Marktrisikomanagementeinheiten auf Segmentebene, bei den regionalen Einheiten beziehungsweise bei den

  • 157 Wesentliche Entwicklungen 2011
    -

  • 163 Adressenausfallrisiken

  • 178 Intensive Care
  • 182 Marktrisiken
  • 187 Liquiditätsrisiken
  • 190 Operationelle Risiken
  • 192 Sonstige Risiken 195 Ausblick

Tochtergesellschaften. Durch die enge Verzahnung von zentralem und lokalem Risikomanagement mit den Geschäftseinheiten beginnt der Risikomanagementprozess bereits in den Handelseinheiten. Diese sind insbesondere für ein aktives Management der Marktrisikopositionen (zum Beispiel Preisgestaltung, Positionsauf- oder -abbaumaßnahmen sowie Hedging) verantwortlich.

Marktrisikosteuerung

Zur Steuerung und Überwachung der Marktpreisrisiken nutzt die Commerzbank ein vielfältiges quantitatives und qualitatives Instrumentarium. Die wesentlichen Leitlinien legt die vom Vorstand verabschiedete Marktrisikostrategie fest. Quantitative Vorgaben für Sensitivitäten, Value-at-Risk-(VaR-)Kennzahlen, Stresstests und Szenarioanalysen sowie Kennziffern zum ökonomischen Kapital limitieren das Marktrisiko. Vorgaben zur Portfoliostruktur, zu neuen Produkten, Laufzeitbegrenzungen oder Mindest-Ratings zielen auf die Sicherstellung der Qualität der Marktrisikopositionen ab. Um der unterschiedlichen Bedeutung dieser verschiedenen Faktoren für die Steuerung der Segmente abgestimmt auf die Geschäftsstrategie Rechnung zu tragen, wird im Rahmen der Marktrisikostrategie je Segment die Gewichtung (hohe, mittlere und geringere Relevanz) der Kennzahlen im Market Risk Grid festgelegt.

Die das Marktpreisrisiko begrenzenden quantitativen und qualitativen Faktoren werden von den Marktrisikokomitees festgelegt. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniszahlen täglich an den Vorstand und die zuständigen Leiter der Konzernbereiche berichtet. Aufbauend auf qualitativen Analysen und quantitativen Kennzahlen identifiziert die Marktrisikofunktion potenzielle zukünftige Risiken, antizipiert in Zusammenarbeit mit Finance mögliche ökonomische Wertverluste und erarbeitet Maßnahmenvorschläge, die mit den Markteinheiten besprochen werden. Die Votierung der vorgeschlagenen Maßnahmen beziehungsweise Risikopositionen erfolgt in den oben genannten Marktrisikokomitees und wird anschließend dem Gesamtvorstand zur Entscheidung vorgelegt.

Das Management von Intra-Konzentrationsrisiken ist unter anderem durch das bestehende Limitsystem für Marktrisiken bereits Bestandteil des Marktrisikomanagements. Risikokonzentrationen werden durch spezifische Limite direkt begrenzt beziehungsweise werden auf indirekte Weise (zum Beispiel durch Stresstestlimite) vermieden. Darüber hinaus stellt die Kombination verschiedener klassischer Risikomaße (zum Beispiel VaR, Sensitivitäten) ein angemessenes Risikomanagement von Konzentrationen sicher. Zusätzlich werden regelmäßig Risikotreiber analysiert, um Konzentrationen zu identifizieren. Das Risikomanagement bestehender Konzentrationen wird dabei überprüft und gegebenenfalls durch gezielte Maßnahmen (zum Beispiel Limite, Prozesse) ergänzt. Situationsgetriebene Analysen von bestehenden Konzentrationen sind ein weiteres Instrument, um Konzentrationen zeitnah und adäquat zu managen.

Das Jahr 2011 war von der europäischen Verschuldungskrise geprägt. Die steigende Verschuldung europäischer Staaten sowie das Ringen um wirksame Maßnahmen zur Lösung der Krise waren maßgebliche Faktoren für die hohen Marktschwankungen in diesem Jahr. Weitere Faktoren waren das Auseinanderdriften der wirtschaftlichen Entwicklung in Europa. Einem hohen Wachstum in Deutschland stand eine schwierige konjunkturelle Entwicklung in den europäischen Peripheriestaaten gegenüber. Des Weiteren schürten Rezessionsängste und politische Entwicklungen wie in Ungarn die Unsicherheit auf den Märkten. Auch die Revolutionen in Nordafrika und die Naturkatastrophe in Japan trugen zu den starken Marktvolatilitäten bei.

Auf den Anleihemärkten führte die hohe Unsicherheit zu einer Flucht in Qualitätsinvestments und damit zu signifikant gesunkenen Zinsen in diesen Anlageklassen, insbesondere für deutsche Bundesanleihen sowie US-Treasuries. Im Gegensatz dazu stiegen die Renditen für Anleihen vieler südeuropäischer Staaten weiter deutlich an.

Erhöhte Volatilitäten waren 2011 auch an den Aktienmärkten zu verzeichnen und gingen an nahezu allen relevanten Börsen mit deutlichen Kursrückgängen einher.

Auf den Devisenmärkten führten die Probleme um die europäische Verschuldungskrise zu einem Vertrauensverlust gegenüber dem Euro, was in der Folge eine Abwertung gegenüber den wichtigsten Währungen verursachte.

Die Märkte für Rohwaren waren im Jahr 2011 durch Rekordstände bei Gold und Edelmetallen sowie ebenfalls von starken Marktschwankungen geprägt.

Marktrisiken im Handelsbuch

Für die interne Steuerung setzt die Commerzbank seit Ende Oktober 2010 ein einheitliches und alle Konzerneinheiten umfassendes Marktpreisrisikomodell basierend auf einer historischen Simulation (HistSim-Modell) ein. Dies gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und berücksichtigt zukünftige Anforderungen nach Basel III. Hierzu zählt insbesondere die Ermittlung des "Stressed VaR", der das Risiko aus der aktuellen Positionierung im Handelsbuch mit Marktbewegungen einer Krisenperiode bewertet. Darüber hinaus wird mit den Kennziffern "Incremental Risk Charge" und "Equity Event VaR" das Risiko von Bonitätsverschlechterungen und Event-Risiken bei Handelsbuchpositionen quantifiziert.

Auch bei der Risikomessung mittels Stresstests erfolgte 2011 eine umfangreiche Überarbeitung des Szenarioaufbaus mit dem Ziel, Krisenperioden noch besser abbilden zu können.

Der Value at Risk im Handelsbuch ging per Jahresende 2011 im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurück. Hintergrund sind im Wesentlichen ein weiterer Abbau nicht strategischer Risikopositionen sowie methodische Verbesserungen in der Risikomessung für spezielle Zinsderivate. Aus regulatorischen Gründen wurden zusätzlich Wertpapiere (vor allem Assetbacked Securities) in das regulatorische Anlagebuch transferiert, da im aktuellen Marktumfeld keine kurzfristige Veräußerung angestrebt wird.

Das Marktrisikoprofil im Handelsbuch ist über alle Anlageklassen diversifiziert. Der Value at Risk verringerte sich zum Jahresende 2011 um 36,8 auf 59,1 Mio. Euro. Dabei sind Zinsund Credit-Spread-Risiken die dominierenden Anlageklassen.

Der Value at Risk in der Anlageklasse Credit Spreads ging im Jahresvergleich um 26,3 auf 17,6 Mio. Euro zurück. Ursachen sind der Transfer von Risikopositionen in das Bankbuch sowie Maßnahmen zum Abbau von Risikopositionen, insbesondere im Bereich Portfolio Restructuring Unit.

Der Value at Risk für die Risikoart Zinsen sank im Jahresvergleich um 5,7 auf 31,2 Mio. Euro. Haupteinflussfaktor ist eine optimierte Risikomessung für spezielle Zinsderivate. Der erhebliche Rückgang der Zinsrisiken aufgrund von Modellverbesserungen wurde durch ein erhöhtes Risiko aus Staatsanleihen, das im Zinsrisiko abgebildet wird, abgeschwächt. Insbesondere wirken hier auch die Zinsspreadrisiken der von der Krise besonders stark betroffenen südeuropäischen Staatsanleihen.

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    • 182 Marktrisiken
    • 187 Liquiditätsrisiken
    • 190 Operationelle Risiken
    • 192 Sonstige Risiken
    • 195 Ausblick
VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch1 Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Credit Spreads 17,6 43,9
Zinsen 31,2 36,9
Aktien 3,5 6,1
FX 4,0 4,7
Rohwaren 2,8 4,2
Gesamt 59,1 95,9

1 99% Konfidenzniveau, 1 Tag Haltedauer, gleichgewichtete Marktdaten, 254 Tage Historie.

Tabelle 27

Im Dezember 2011 erfolgte die Abnahme des internen Marktrisikomodells durch die BaFin zur Nutzung auch für regulatorische Zwecke. Ergab sich eine Berechnung der regulatorischen Eigenkapitalunterlegung in den ersten drei Quartalen 2011 noch aus den jeweils durch die Aufsicht zertifizierten Marktrisikomodellen der Commerzbank (alt) und der Dresdner Bank, so beruht die Berechnung des regulatorischen Eigenkapitals für das vierte Quartal 2011 auf dem durch die BaFin neu zertifizierten internen Marktrisikomodell. Die Abnahme des internen Modells durch die BaFin umfasste auch die Zertifizierung der verbesserten Methodik für spezielle Zinsderivate.

Die Zuverlässigkeit des Marktrisikomodells wird durch die Anwendung von Backtesting-Verfahren ständig überwacht. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen insbesondere die Beurteilung der Prognosegüte. Die Analyse von Backtesting-Ergebnissen liefert wichtige Anhaltspunkte zur Überprüfung von Parametern und zur weiteren Verbesserung der Modelle. Alle negativen Ausreißer auf Konzernebene werden im Rahmen eines von der Aufsicht vorgegebenen Ampelansatzes klassifiziert und sofort unter Angabe von Ausmaß und Ursache an die Aufsichtsbehörden gemeldet. Per Ende 2011 liegt das Modell der Commerzbank im grünen Bereich des Ampelsystems.

Marktrisiken im Bankbuch

Die wesentlichen Treiber des Marktrisikos im Bankbuch sind die Credit-Spread-Risiken des Bereichs Staatsfinanzierung (Public Finance) mit den Positionen der Tochtergesellschaften Eurohypo AG und Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank (EEPK). Darüber hinaus beeinflussen insbesondere die Portfolios der Treasury mit ihren Credit-Spread-, Zinsund Basisrisiken das Marktrisiko im Bankbuch. Umwidmungen von Credit-Spread-Risiken aus dem Handelsbuch der PRU wirken ebenfalls auf die Risikoposition im Bankbuch. In geringerem Umfang ist auch das Aktienkursrisiko des Beteiligungsbestands ein Risikotreiber.

Das nebenstehende Diagramm dokumentiert die Entwicklung der Credit-Spread-Sensitivitäten aller Wertpapier- und Derivatepositionen (ohne Kredite) des Commerzbank-Konzerns. Die Reduzierung des Public-Finance-Portfolios im Rahmen der De-Risking-Strategie, geringere Marktwerte aufgrund gestiegener Credit-Spreads sowie eine veränderte Positionierung in der Treasury haben zu einer rückläufigen Entwicklung mit einer Gesamtposition am Jahresende von 66 Mio. Euro geführt. Über 80% der Credit-Spreads entfallen auf Wertpapierpositionen, die als Loans and Receivables (LaR) klassifiziert sind. Credit-Spread-Änderungen haben für diese Portfolios keinen Einfluss auf Neubewertungsrücklage und Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Marktliquiditätsrisiken

Das Marktliquiditätsrisiko bezeichnet die Gefahr, dass es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht, im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Das Marktliquiditätsrisiko wird gemessen, indem für jedes Portfolio ein Abbauprofil erstellt wird, sodass eine Klassifikation der Portfolios hinsichtlich ihrer Liquidierbarkeit über einen Marktliquiditätsfaktor vorgenommen werden kann. Zur Berechnung des Marktliquiditätsrisikos wird das Marktrisiko auf Jahressicht mit dem Marktliquiditätsfaktor bewertet.

Zum Jahresende 2011 setzte die Commerzbank 0,7 Mrd. Euro ökonomisches Kapital zur Abdeckung des Marktliquiditätsrisikos im Handels- und Bankbuch an. Bei Wertpapieren, die in höherem Maße dem Marktliquiditätsrisiko unterliegen, handelt es sich insbesondere um Asset-backed Securities sowie um bestimmte Positionen des Beteiligungsportfolios.

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Liquiditätsrisiken

Unter Liquiditätsrisiko verstehen wir im engeren Sinne das Risiko, dass die Commerzbank ihren tagesaktuellen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen kann. Im weiteren Sinne beschreibt das Liquiditätsrisiko, dass zukünftige Zahlungen nicht termingerecht, nicht in vollem Umfang, nicht in der richtigen Währung und nicht zu marktüblichen Konditionen finanziert werden können.

Steuerung und Überwachung

Die Steuerung der Liquiditätsrisiken obliegt der Group Treasury der Commerzbank. Ergänzende Informationen hierzu finden sich im Kapitel "Liquidität und Refinanzierung des Commerzbank-Konzerns". Die Überwachung der unterjährigen Liquiditätsrisiken wird auf Basis eines bankinternen Liquiditätsrisikomodells von der unabhängigen Risikofunktion übernommen. Wesentliche Entscheidungen zur Liquiditätsrisikosteuerung und -überwachung werden durch das Group Asset Liability Committee (ALCO) beschlossen. Auf operativer Ebene gibt es weitere Sub-Komitees, die Liquiditätsrisikofragen auf lokaler Ebene sowie methodische Fragen zur Quantifizierung und Limitierung von Liquiditätsrisiken mit geringerer Bedeutung für den Konzern behandeln.

Quantifizierung und Stresstesting

Grundlage der Liquiditätssteuerung und der Berichterstattung an den Vorstand bildet das bankinterne Liquiditätsrisikomodell. Bezogen auf einen Stichtag ermittelt dieses Risikomessverfahren die verfügbare Nettoliquidität (ANL – Available Net Liquidity) für die nächsten zwölf Monate auf Grundlage verschiedener Szenarien. Die verfügbare Nettoliquidität der Commerzbank wird für verschiedene Stressszenarien aus folgenden drei Bestandteilen ermittelt: deterministische, das heißt vertraglich vereinbarte Zahlungsströme (Forward Cash Exposure – FCE), statistisch erwartete ökonomische Cashflows für das jeweilige Szenario (Dynamic Trade Strategy – DTS) und die im jeweiligen Szenario liquidierbaren Vermögenswerte (Balance Sheet Liquidity – BSL).

Das der Modellierung zugrunde liegende steuerungsrelevante Stressszenario berücksichtigt bei der Berechnung der Liquidität und in der Limitierung sowohl die Auswirkungen eines institutsspezifischen Stressfalls als auch einer marktweiten Krise. Dieses Stressszenario leitet sich aus der Risikotoleranz ab, die im Einklang mit der Gesamtrisikostrategie festgelegt wurde. Dazu gehört auch die Definition von Szenarien, die nicht mehr von der Risikotoleranz abgedeckt sind.

› Konzernlagebericht Seite 85 f.

Risikokonzentrationen können, insbesondere im Falle einer Stresssituation, zu erhöhten Liquiditätsabflüssen führen und damit zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko. Risikokonzentrationen können im Umfeld der Liquiditätsrisikosteuerung in vielfältiger Form auftreten, zum Beispiel hinsichtlich Laufzeiten, großer Einzelgläubiger oder Währungen. Das Liquiditätsrisikomanagement findet zentral im Rahmen der bestehenden Liquiditätsrisikolimitstruktur und unter Berücksichtigung der Liquiditätsrisikotoleranz statt. Unterstützt durch eine kontinuierliche Überwachung und Berichterstattung werden hierdurch Risikokonzentrationen in der Refinanzierung bereits zeitnah erkannt und können in großen Teilen vermieden werden.

Weitere Bestandteile des Liquiditätsrisikomanagements sind eine "Survival-Period"- Berechnung im Sinne der MaRisk sowie die Analyse zusätzlicher inverser Stressszenarien.

Die steuerungsrelevanten Stressszenarien des ANL-Modells werden täglich berechnet und an das Management berichtet. Die ihnen zugrunde liegenden Annahmen und die gesetzten Limite werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls den veränderten Marktgegebenheiten angepasst. So wurde im Jahr 2011 zusätzlich zu den laufenden Modellanpassungen aufgrund von Validierungsergebnissen auf die anhaltende Staatsverschuldungskrise im Euroraum reagiert. Unter anderem wurden höhere Anforderungen an die im Stressfall liquidierbaren Aktiva gestellt, die Einlagen einiger institutioneller Anlegergruppen als weniger stabil klassifiziert und die internen Frühwarnlevel verschärft. Diese Anpassungen wurden gemäß den aktuellen Leitlinien in einem formalen Prozess dokumentiert und in Abhängigkeit von ihrer potenziellen Auswirkung von den zuständigen Gremien genehmigt.

Durch das bestehende Limitkonzept wird gewährleistet, dass ein sich abzeichnender Liquiditätsengpass möglichst frühzeitig erkannt wird und entsprechende Maßnahmen zu dessen Beseitigung rechtzeitig ergriffen werden können. Das interne Limit-Framework wurde unterhalb der Konzernlimite grundlegend überarbeitet, um Steuerungsimpulse effizienter an die Konzerneinheiten weiterzugeben und die Steuerung der Konzernlimite zu vereinfachen. Darüber hinaus wurden im Zuge der anhaltenden Marktkrise einzelne Währungslimite enger gefasst. Alle wesentlichen Konzerneinheiten sind in das interne Liquiditätsrisikomodell der Commerzbank einbezogen.

Die beschriebenen Stressszenarien bilden die Grundlage für eine detaillierte Notfallplanung, im Rahmen derer das Group ALCO verschiedene Maßnahmen zur Liquiditätsabsicherung beschließen kann. Diese Notfallplanung beruht auf einem integrierten Prozess, der sich aus dem Liquidity-Risk-Contingency-Plan und den ergänzenden Maßnahmenplan der Treasury zusammensetzt. Dieses Konzept erlaubt eine eindeutige Zuordnung der Verantwortung für den Prozessablauf im Notfall nebst hinreichender Konkretisierung der gegebenenfalls einzuleitenden Maßnahmen.

Die nachfolgende Darstellung der ANL und ihrer Teilkomponenten FCE, DTS und BSL zeigt, dass im berechneten steuerungsrelevanten Stressszenario per 31. Dezember 2011 über den gesamten Betrachtungszeitraum ausreichende Liquiditätsüberhänge bestanden.

Die ermittelten Liquiditätsüberhänge bewegten sich im Jahr 2011 trotz eines durch die europäische Verschuldungskrise geprägten Marktumfeldes stets oberhalb der vom Vorstand festgelegten Limite. Gleiches gilt für die Erfüllung der externen regulatorischen Liquiditätsverordnung. Die Refinanzierungslage der Commerzbank war 2011 unverändert. Wir profitieren hierbei weiterhin von unseren Kerngeschäftsaktivitäten im Privat- und Firmenkundenbereich sowie von den hinsichtlich Produkten, Regionen und Investoren breit diversifizierten Refinanzierungsquellen am Geld- und Kapitalmarkt. Zur Absicherung von kurzfristigen Liquiditätsengpässen verfügt die Bank über einen Liquiditätspuffer an zentralbankfähigen Aktiva. Zum 31. Dezember 2011 betrug das Volumen der frei verfügbaren zentralbankfähigen Aktiva nach Haircut, die als Teil der Balance Sheet Liquidity in die ANL-Modellierung einfließen, 65,8 Mrd. Euro.

Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario des internen Liquiditätsrisikomodells

Abbildung 8

Das interne ANL-Modell mit einem Betrachtungshorizont bis zu einem Jahr wird durch das Stable-Funding-Konzept mit einem Betrachtungshorizont größer als ein Jahr ergänzt. Das Stable-Funding-Konzept bildet die Basis für die interne Verrechnung von Liquiditätskosten und ist die Grundlage zur Ermittlung der Emissionsplanung im Kapitalmarkt. Hierbei wird der strukturelle Liquiditätsbedarf für das Kern-Aktivgeschäft der Bank den langfristig für die Bank verfügbaren Passivmitteln inklusive stabiler Bodensätze aus Kundeneinlagen gegenübergestellt.

Weiterentwicklung des Liquiditätsrisikomanagements und Basel III

Im Rahmen der Weiterentwicklung der Liquiditätsrisikoüberwachung und des laufenden Berichtswesens steht die Begleitung verschiedener aufsichtsrechtlicher Initiativen zur Vereinheitlichung internationaler Liquiditätsrisikostandards im Fokus. Die Commerzbank berücksichtigt hierbei die Auswirkungen der in den Basel-III-Vorgaben definierten Liquiditätsrisikokennzahlen und beteiligt sich aktiv am konstruktiven Dialog mit den Aufsichtsbehörden. Zusätzlich erweitert die Bank die vorhandenen Analysemöglichkeiten im Liquiditätsrisikoberichtswesen durch die fortlaufende Weiterentwicklung der hierfür genutzten Infrastruktur.

Im dritten Quartal 2011 hat die Bank ein strategisches Projekt gestartet, um zentrale Fragestellungen aus Basel III, der Liquiditätskostenverrechnung und der Steuerung der Liquiditätsrisiken im Rahmen des internen Liquiditätsrisikomodells zu koordinieren und weiterzuentwickeln.

Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in der Commerzbank in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind nicht berücksichtigt.

OpRisk-Steuerung

Die Steuerung und Limitierung der operationellen Risiken unterscheiden sich systematisch von der Begrenzung der Kredit- und Marktrisiken, da weder einzelne Kunden noch Positionen, sondern interne Prozesse die relevanten Steuerungseinheiten bilden. Unser Fokus liegt in dieser Risikoart auf einer antizipativen Steuerung durch die Segmente und Querschnittseinheiten auf Basis einer übergreifenden Risikostrategie für operationelle Risiken und deren spezifische Ausprägungen.

Hierbei werden risikostrategische Handlungsfelder und quantitative Leitplanken auf Konzern- und Segmentebene definiert. Die steuerungsrelevanten Themen werden regelmäßig in den Sitzungen der Konzern- und Segment-OpRisk-Komitees behandelt.

Die Identifikation von Intra-Risikokonzentrationen erfolgt durch die Auswertung des OpRisk-Profils des Konzerns. Hierbei werden insbesondere die eingetretenen Schadensfälle (realisierte Verluste und Rückstellungen), die aus dem Kapitalmodell gewonnenen Größen (EL, RWA und ökonomisch erforderliches Kapital) sowie zukunftsgerichtete Szenarien insbesondere nach Ereigniskategorien und verursachenden Einheiten ausgewertet und in den OpRisk-Gremien des Konzerns berichtet.

Die weltweite Steuerung der Rechtsrisiken im Commerzbank-Konzern wird durch Group Legal wahrgenommen. Eine der zentralen Aufgaben von Group Legal besteht darin, mögliche Verluste aus rechtlichen Risiken in einem frühen Stadium zu erkennen und Lösungsmöglichkeiten zu deren Minimierung, Begrenzung oder Vermeidung aufzuzeigen sowie die erforderlichen Rückstellungen zu bilden.

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OpRisk-Entwicklung

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir unser Ziel der Verbesserung des OpRisk-Profils im Konzern weiter vorangetrieben. Im Fokus stand hierbei die Optimierung unserer Methoden und Prozesse sowie insbesondere die Weiterentwicklung des Frühwarnsystems.

Dies spiegelt sich auch im Rückgang der Belastung aus operationellen Risiken wider. Aus OpRisk-Ereignissen (Verluste sowie die Veränderung der kapitalwirksamen Rückstellungen für operationelle Risiken und laufende Rechtsstreitigkeiten) ergab sich im Jahr 2011 eine Gesamtbelastung für die Commerzbank in Höhe von 250 Mio. Euro (Vorjahr: 274 Mio. Euro).

OpRisk-Ereignisse nach Segmenten Mio. € 2011 2010
Privatkunden 85 132
Mittelstandsbank 15 – 8
Central & Eastern Europe 10 7
Corporates & Markets 13 14
Asset Based Finance 14 34
Portfolio Restructuring Unit 0 11
Sonstige und Konsolidierung 113 84
Konzern 250 274

Tabelle 28

Die Risikoaktiva (RWA) aus operationellen Risiken betrugen zum Jahresende 2011 auf Basis des Advanced Measurement Approachs (AMA) 26,3 Mrd. Euro (31. Dezember 2010: 21,8 Mrd. Euro). Davon entfielen rund 59% auf die Segmente Privatkunden und Corporates&Markets.

Bis zur Zertifizierung unseres neu entwickelten integrierten Modells durch die Aufsichtsbehörde werden der Kapitalbedarf für die regulatorische Meldung und das interne Reporting weiterhin getrennt in Einzelrechnungen für Commerzbank (alt) und ehemalige Dresdner Bank ermittelt und als Summe gemeldet. Der Unterschiedlichkeit der beiden getrennten Modelle tragen wir durch einen angemessenen Aufschlag Rechnung.

Sonstige Risiken

Geschäftsrisiko

Unter Geschäftsrisiko wird ein potenzieller Verlust verstanden, der aus Abweichungen der tatsächlichen Erträge (negative Abweichung) und Aufwendungen (positive Abweichung) von den jeweiligen Planzahlen resultiert. Die Modellierung des Geschäftsrisikos erfolgt basierend auf empirischen Abweichungen zwischen Plan- und Isterträgen beziehungsweise Plan- und Istaufwendungen. Dieses Risiko wird wesentlich durch die Geschäftsstrategie und die bankinterne Budgetplanung sowie durch sich verändernde Rahmenbedingungen bei Geschäftsvolumina, technischen Prozessen und der Wettbewerbssituation der Bank und ihrer Mitbewerber um den Kunden determiniert. Das Management des Geschäftsrisikos erfolgt durch klare segmentspezifische Vorgaben zu Renditeanspruch sowie Aufwands-Ertrags-Relation in Verbindung mit unverändert flexiblem Kostenmanagement bei Nichterfüllung.

Nicht quantifizierbare Risiken

Zur Erfüllung der Säule 2 des Baseler Rahmenwerkes fordern die MaRisk eine ganzheitliche Risikobetrachtung und damit auch die Berücksichtigung von nicht quantifizierbaren Risikokategorien. Diese unterliegen in der Commerzbank einem qualitativen Steuerungs- und Controllingprozess.

Personalrisiken

Personalrisiken fallen unter die Definition der operationellen Risiken gemäß § 269 Abs. 1 SolvV. Im Sinne einer internen, steuerungsorientierten Ausgestaltung dieser Definition subsumieren wir unter Personalrisiken folgende Elemente:

  • Anpassungsrisiko: Durch ausgewählte interne sowie externe Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen gewährleisten wir, dass das Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter dem aktuellen Stand der Entwicklungen entspricht und die Mitarbeiter ihren Aufgaben und Verantwortlichkeiten gerecht werden.
  • Motivationsrisiko: Über Mitarbeiterbefragungen können mögliche Veränderungen in der Unternehmensverbundenheit der Mitarbeiter frühzeitig erkannt und adäquate Steuerungsmaßnahmen initiiert werden.

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  • Austrittsrisiko: Mit großer Sorgfalt versucht die Commerzbank sicherzustellen, dass die Abwesenheit oder das Ausscheiden von Mitarbeitern nicht zu nachhaltigen Störungen der Betriebsabläufe führt. Zudem wird regelmäßig die Fluktuation sowohl quantitativ als auch qualitativ beobachtet.
  • Engpassrisiko: Die quantitative und qualitative Personalausstattung orientiert sich an den betriebsinternen Erfordernissen, den Geschäftsaktivitäten, der Strategie sowie der Risikosituation der Commerzbank.

Personal stellt für die Commerzbank eine zentrale Ressource dar. Unser Erfolg gründet auf dem fachlichen Wissen, den Kompetenzen und Fähigkeiten sowie der Motivation unserer Mitarbeiter. Durch ein systematisches Personalrisikomanagement gesteuert durch Group Human Resources verfolgen wir das Ziel, Risiken so früh wie möglich zu identifizieren, zu beurteilen und zu steuern, unter anderem durch den Einsatz ausgewählter personalwirtschaftlicher Instrumente. Der Gesamtvorstand wird regelmäßig über die Personalrisiken informiert.

Geschäftsstrategische Risiken

Das geschäftsstrategische Risiko besteht in der mittel- bis langfristigen Gefahr negativer Einflüsse auf das Erreichen der strategischen Ziele der Commerzbank, zum Beispiel resultierend aus Veränderungen der Umfeldbedingungen oder unzureichender Umsetzung der Konzernstrategie.

Die Weiterentwicklung der Konzernstrategie erfolgt im Rahmen eines strukturierten Strategieprozesses, der dem jährlichen Planungsprozess der Bank zugrunde liegt. Dabei werden die konzernstrategischen Stoßrichtungen und strategischen Leitplanken festgelegt sowie quantitative Zielvorgaben als Aspirationsniveau für Konzern und Segmente bestimmt. Im Rahmen der regulatorischen Anforderungen der MaRisk wird, basierend auf den Ergebnissen des Strategieprozesses, eine nachhaltige Geschäftsstrategie festgelegt, in der die wesentlichen Geschäftsaktivitäten und die Maßnahmen zur Zielerreichung dargestellt werden. Ebenso wird eine dazu konsistente Risikostrategie festgelegt.

Daneben werden laufend auch externe Einflussfaktoren wie beispielsweise die Markt- und Wettbewerbsbedingungen, die Kapitalmarktanforderungen und veränderte Regulierungsbedingungen beobachtet, was bei relevanten Veränderungen zur Adjustierung der Konzernstrategie, Hand in Hand mit der Geschäftsstrategie, führen kann. Der Strategieprozess besteht aus Planung, Umsetzung, Beurteilung und Anpassung der Strategien. Die wesentlichen Inhalte der Geschäfts- und Risikostrategie werden schließlich im Unternehmen kommuniziert. Um die sachgerechte Umsetzung der Konzernstrategie zur Erreichung der Geschäftsziele sicherzustellen, erfolgt das strategische Controlling durch regelmäßiges Monitoring von quantitativen und qualitativen Zielen im Konzern und in den Segmenten.

Die Verantwortung für die strategische Unternehmenssteuerung liegt beim Gesamtvorstand, der bei strategischen Fragestellungen von Group Development&Strategy unterstützt wird. Die Strategie des Hauses wird im Rahmen eines Strategietages mit dem Aufsichtsrat intensiv diskutiert. Bestimmte geschäftspolitische Entscheidungen (Beteiligungserwerb und Verkauf > 1% des Eigenkapitals) bedürfen zudem der Zustimmung des Risikoausschusses des Aufsichtsrats. Alle größeren Investitionen unterliegen einer sorgfältigen Prüfung durch das Investment and Resources Allocation Committee.

Reputationsrisiken

Unter einem Reputationsrisiko wird die Gefahr eines Vertrauens- oder Ansehensverlustes der Commerzbank bei ihren Anspruchsgruppen aufgrund von negativen Ereignissen im Rahmen der Geschäftstätigkeit verstanden. Zu diesen Anspruchsgruppen zählen insbesondere Öffentlichkeit und Medien, Mitarbeiter und Kunden, Ratingagenturen, Anteilseigner und Geschäftspartner. Daher gehen Reputationsrisiken unmittelbar mit Kommunikationsrisiken einher.

Die operativen Unternehmensbereiche, Filialen und Tochtergesellschaften tragen im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten unmittelbare Verantwortung für Reputationsrisiken, die aus ihrer jeweiligen Geschäftstätigkeit entstehen. Reputationsrisiken können auch aus anderen Risikoarten resultieren und diese verstärken. Innerhalb von Group Communications ist eine spezielle Abteilung für die Steuerung des Reputationsrisiko-Managements im Sinne der Gesamtbank zuständig. Zu ihren Aufgaben zählt unter anderem das frühzeitige Beobachten, Erkennen und Adressieren interner und externer Reputationsrisiken (Frühwarnfunktion). Dies wird zum Beispiel durch eine intensive Medienbeobachtung und die enge Vernetzung mit den Bereichen Presse sowie Investor Relations sichergestellt.

Vor diesem Hintergrund unterliegen relevante geschäftspolitische Maßnahmen und Aktivitäten einer sorgfältigen Prüfung. Insbesondere vermeidet die Commerzbank geschäftspolitische Maßnahmen und Geschäfte, die beträchtliche steuerliche oder rechtliche Risiken sowie ethische, ökologische oder soziale Risiken bergen. Alle entsprechenden Kreditentscheidungen werden einzeln bezüglich einhergehender Reputationsrisiken votiert. Diese Voten können zur Ablehnung von Geschäften führen.

Compliancerisiken

Die Basis unserer Geschäftstätigkeit ist das Vertrauen unserer Kunden, Aktionäre und Geschäftspartner in das ordnungsgemäße und gesetzestreue Handeln der Commerzbank. Dieses Vertrauen basiert insbesondere auf der Einhaltung der jeweiligen Vorschriften sowie der Beachtung marktüblicher Standards und Verhaltensregeln (Compliance). Um das Vertrauen in die Integrität des Konzerns weiterhin zu stärken, werden sämtliche hieraus entstehenden Risiken effektiv gesteuert. Der stetig wachsenden Komplexität der nationalen wie internationalen Gesetze, Regelungen und Marktstandards tragen wir durch eine ständige Weiterentwicklung der Steuerung der Compliancerisiken und durch die Anpassung an aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen Rechnung.

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195 Ausblick

  • Ausblick
  • Im Mittelpunkt der Aktivitäten des Risikomanagements der Bank steht im ersten Halbjahr 2012 vor allem die weitere Stärkung der Kapitalbasis. Hierzu ist unter anderem geplant, die Risikoaktiva des Konzerns um rund 15 Mrd. Euro zu senken. Dies soll beispielsweise durch den beschleunigten Abbau von Randaktivitäten sowie fortgesetztes konsequentes RWA-Management erfolgen. Dadurch erwarten wir eine weitere Reduktion des Core-Tier-I-Kapitalbedarfs um rund 1,3 Mrd. Euro.
  • Die Risikovorsorge 2011 lag für den Konzern insgesamt weit unter dem Niveau des Vorjahres. Vorwiegend war dies auf die gute Entwicklung der ersten drei Quartale zurückzuführen, während im vierten Quartal die beginnende Abkühlung der Konjunktur erste – wenn auch vergleichsweise geringe – Auswirkungen auf den Risikovorsorgebedarf hatte. Im Jahr 2012 wird sich dieser Trend fortsetzen, vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2012 ist daher bei konjunktursensitiven Portfolios ein Anstieg der Risikovorsorge zu erwarten. Insgesamt erscheint jedoch aus heutiger Sicht ein Wert von 1,7 Mrd. Euro realistisch. Die Risiken für die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind allerdings weiterhin hoch. Abhängig von der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere den Auswirkungen der anhaltenden Staatsschuldenkrise auf die Realwirtschaft, kann eine deutlich höhere Risikovorsorge erforderlich werden.
  • Nach einer deutlichen Reduzierung des Public-Finance-Portfolios in den letzten Jahren wird unsere klare Abbaustrategie in diesem Bereich auch im Jahr 2012 weiter fortgesetzt. Wir streben insgesamt bis Ende 2014 einen Abbau auf unter 70 Mrd. Euro an.
  • Im Bereich Commercial Real Estate steht im Jahr 2012 ebenfalls weiterhin die strategische Reduzierung der Bestände im Mittelpunkt. Um dieses Ziel zu erreichen und vor dem Hintergrund gestiegener Kapitalanforderungen wurde deshalb bereits im November 2011 eine temporäre Einstellung des Neugeschäfts in der Eurohypo AG beschlossen und umgesetzt.
  • Im Bereich Ship Finance deuten die finanzpolitischen Herausforderungen Europas auf eine weiterhin unsichere Marktentwicklung, insbesondere in der Containerschifffahrt, hin. Für die erste Jahreshälfte 2012 erwarten wir in diesem Bereich einen weiterhin schwachen Chartermarkt. In Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Lage könnten in der zweiten Jahreshälfte leicht verbesserte Marktbedingungen eintreten.
  • Im Segment Central & Eastern Europe sehen wir für das Jahr 2012 insgesamt eine konjunkturelle Abschwächung und gedämpftes Wachstum. Trotz der sich eintrübenden wirtschaftlichen Perspektiven erwarten wir bei unserer Tochter BRE Bank ein weiterhin profitables Kreditwachstum, vorrangig im Firmenkunden- und Konsumentenkreditgeschäft. Bei der Bank Forum wird der wertorientierte Abbau des Portfolios notleidender Kredite weiter im Fokus stehen.
  • Das regulatorische Umfeld wird für das Segment Corporates & Markets auch in den nächsten beiden Jahren neue Herausforderungen mit sich bringen, weshalb wir weiterhin am konservativen Risikoansatz in den Handels- und Bankbüchern festhalten werden.
  • Die bilanzielle Ausgangslage der Unternehmen im Segment Mittelstandsbank stellt sich im Vergleich zur Finanzkrise 2008/2009 in vielen Aspekten verbessert dar. Dennoch wird im Jahr 2012 bedingt durch die weitere Entwicklung der Staatsschuldenkrise die Situation der Unternehmen schwieriger werden und das Wachstum stagnieren. Hinzu kommt der Trend steigender Rohstoffpreise, der sich zum Beispiel auf Unternehmen im Konsumentengeschäft und in der Ernährungsindustrie negativ auswirken wird. Erhöhungen von Risikodichte und EL im Portfolio sind zu erwarten, massive Portfolioverschlechterungen sind jedoch aufgrund der Güte und erwarteten Stabilität des Corporate-Portfolios nicht sehr wahrscheinlich.
  • Im Vordergrund unserer Aktivitäten im Segment Privatkunden steht für 2012 die fortgesetzte risikoseitige Begleitung bei der Erschließung von Vertriebspotenzialen, insbesondere bei Immobilienfinanzierungen und Geschäftskundenkrediten.

Disclaimer

Die in der Commerzbank eingesetzten Methoden und Modelle zur Risikomessung entsprechen dem aktuellen Erkenntnisstand und orientieren sich an der Praxis der Bankenbranche. Die mit den Risikomodellen ermittelten Ergebnisse sind zur Steuerung der Bank geeignet. Die Messkonzepte unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung durch das Risikocontrolling sowie durch die Interne Revision, durch externe Wirtschaftsprüfer und die deutschen Aufsichtsbehörden. Trotz sorgfältiger Modellentwicklung und regelmäßiger Kontrolle können Modelle nicht alle in der Realität wirksamen Einflussfaktoren vollständig erfassen und deren komplexes Verhalten einschließlich Wechselwirkungen abbilden. Diese Grenzen der Risikomodellierung gelten insbesondere für Extremsituationen. Ergänzende Stresstests und Szenarioanalysen können nur beispielhaft zeigen, welchen Risiken ein Portfolio unter extremen Marktsituationen unterliegen kann; eine Untersuchung aller denkbaren Szenarios ist jedoch auch bei Stresstests nicht möglich. Sie können keine endgültige Einschätzung des maximalen Verlusts im Falle eines Extremereignisses geben.

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Konzernabschluss

Wir stellen unseren Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegung durch das International Financial Reporting Interpretations Committee auf. Dabei berücksichtigen wir alle Standards und Interpretationen, die für das Geschäftsjahr 2011 in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden sind.

Abschluss des Commerzbank-Konzerns zum 31. Dezember 2011

Inhalt

204 Bilanz

202 Gesamtergebnisrechnung

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung
210 Anhang (Notes)
210 Grundlagen der Konzernrechnungslegung
210 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
210 (1) Grundsätze
212 (2) Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
212 (3) Konsolidierungskreis
215 (4) Konsolidierungsgrundsätze
216 (5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)
221 (6) Währungsumrechnung
222 (7) Barreserve
222 (8) Forderungen
222 (9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
222 (10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte
223 (11) Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
223 (12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
223 (13) Handelsaktiva
223 (14) Finanzanlagen
224 (15) Immaterielle Anlagewerte
225 (16) Sachanlagen
225 (17) Leasinggeschäft
226 (18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
226 (19) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
226 (20) Verbindlichkeiten
226 (21) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
226 (22) Handelspassiva
226 (23) Rückstellungen
227 (24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
228 (25) Mitarbeitervergütungspläne
231 (26) Ertragsteuern
231 (27) Nachrang- und Hybridkapital
231 (28) Treuhandgeschäfte
232 (29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
232 (30) Eigene Aktien
232 Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

Anhang (Notes)

233 Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

  • 233 (31) Zinsüberschuss
  • 234 (32) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
  • 235 (33) Provisionsüberschuss
  • 236 (34) Handelsergebnis
  • 236 (35) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen
  • 237 (36) Ergebnis aus Finanzanlagen
  • 237 (37) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen
  • 238 (38) Sonstiges Ergebnis
  • 238 (39) Verwaltungsaufwendungen
  • 240 (40) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
  • 241 (41) Nettoergebnis
  • 242 (42) Ergebnis je Aktie
  • 242 (43) Aufwandsquote
  • 242 (44) Segmentberichterstattung

249 Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

  • 249 (45) Barreserve
  • 249 (46) Forderungen an Kreditinstitute
  • 250 (47) Forderungen an Kunden
  • 250 (48) Kreditvolumen
  • 251 (49) Risikovorsorge im Kreditgeschäft
  • 252 (50) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
  • 253 (51) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten
  • 253 (52) Handelsaktiva
  • 254 (53) Finanzanlagen
  • 257 (54) Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen
  • 258 (55) Immaterielle Anlagewerte
  • 260 (56) Sachanlagen
  • 260 (57) Ertragsteueransprüche
  • 261 (58) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
  • 262 (59) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen
  • 263 (60) Sonstige Aktiva

Passiva

  • 264 (61) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
  • 265 (62) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
  • 266 (63) Verbriefte Verbindlichkeiten
  • 267 (64) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges
  • 267 (65) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

Anhang (Notes)

  • 267 (66) Handelspassiva
  • 267 (67) Rückstellungen
  • 272 (68) Ertragsteuerschulden
  • 272 (69) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen
  • 273 (70) Sonstige Passiva
  • 273 (71) Nachrangkapital
  • 274 (72) Hybridkapital
  • 275 (73) Zusammensetzung des Eigenkapitals
  • 278 (74) Bedingtes Kapital
  • 279 (75) Genehmigtes Kapital
  • 280 (76) Fremdwährungsvolumina

281 Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

  • 281 (77) Derivative Geschäfte
  • 285 (78) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte
  • 286 (79) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden
  • 288 (80) Marktwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten
  • 290 (81) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten
  • 294 (82) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde

296 Risikomanagement

  • 296 (83) Risikosteuerung
  • 296 (84) Adressenausfallrisiken
  • 298 (85) Marktpreisrisiken
  • 299 (86) Zinsänderungsrisiken
  • 299 (87) Operationelle Risiken
  • 300 (88) Kreditrisikokonzentration
  • 301 (89) Maximales Kreditrisiko
  • 302 (90) Liquiditätskennzahl der Commerzbank Aktiengesellschaft

303 Sonstige Erläuterungen

  • 303 (91) Nachrangige Vermögenswerte
  • 303 (92) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen
  • 304 (93) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte), Wertpapierleihgeschäfte sowie erhaltene oder gezahlte Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals)
  • 306 (94) Erhaltene Sicherheiten
  • 306 (95) Treuhandgeschäfte
  • 306 (96) Eigenmittelanforderungen und Kapitalquoten
  • 308 (97) Absicherung von Krediten
  • 309 (98) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter
  • 310 (99) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
  • 319 (100) Aktienbasierte Vergütungspläne
  • 320 (101) Sonstige Verpflichtungen
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Anhang (Notes)

  • 320 (102) Angaben als Leasinggeber und Leasingnehmer
  • 322 (103) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
  • 322 (104) Corporate Governance Kodex
  • 323 (105) Patronatserklärung
  • 324 (106) Anteilsbesitz
  • 351 Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft
  • 352 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

353 Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Gesamtergebnisrechnung

Gewinn-und-Verlust-Rechnung

Mio. € Notes 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Zinserträge (31) 17 343 18 306 – 5,3
Zinsaufwendungen (31) 10 619 11 252 – 5,6
Zinsüberschuss (31) 6 724 7 054 – 4,7
Risikovorsorge im Kreditgeschäft (32) – 1 390 – 2 499 – 44,4
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 5 334 4 555 17,1
Provisionserträge (33) 4 055 4 237 – 4,3
Provisionsaufwendungen (33) 560 590 – 5,1
Provisionsüberschuss (33) 3 495 3 647 – 4,2
Handelsergebnis (34) 2 109 2 052 2,8
Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen (35) – 123 – 94 30,9
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
(34, 35) 1 986 1 958 1,4
Ergebnis aus Finanzanlagen (36) – 3 611 108
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen
(37) 42 35 20,0
Sonstiges Ergebnis (38) 1 253 – 131
Verwaltungsaufwendungen (39) 7 992 8 786 – 9,0
Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 33 – 100,0
Ergebnis vor Steuern 507 1 353 – 62,5
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (40) – 240 – 136 76,5
Konzernergebnis 747 1 489 – 49,8
den Minderheitenanteilen
zurechenbares Konzernergebnis
109 59 84,7
den Commerzbank-Aktionären
zurechenbares Konzernergebnis
638 1 430 – 55,4
Ergebnis je Aktie € 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Ergebnis je Aktie (42) 0,18 1,21 – 85,1

Das nach IAS 33 errechnete Ergebnis je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernergebnis. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

Zusammengefasste Gesamtergebnisrechnung

Mio. € Notes 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Konzernergebnis 747 1 489 – 49,8
Veränderung der Neubewertungsrücklage (73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 696 – 352
Erfolgsneutrale Wertänderung – 1 477 394
Veränderung der Rücklage aus Cash Flow Hedges (73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 213 283 – 24,7
Erfolgsneutrale Wertänderung – 18 – 53 – 66,0
Veränderung der Rücklage aus der Währungs
umrechnung
(73)
Umbuchung in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung 14 41 – 65,9
Erfolgsneutrale Wertänderung – 166 209
Veränderung bei at-Equity-bewerteten Unternehmen – 1 2
Sonstiges Periodenergebnis – 739 524
Gesamtergebnis 8 2 013 – 99,6
den Minderheitenanteilen zurechenbares
Periodenergebnis
47 127 – 63,0
den Commerzbank-Aktionären zurechenbares
Periodenergebnis
– 39 1 886
Sonstiges Periodenergebnis Mio. € 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Vor
Steuern
Steuern Nach
Steuern
Veränderung der Neubewertungsrücklage – 1 007 226 – 781 89 – 47 42
Veränderung der Rücklage aus
Cash Flow Hedges
289 – 94 195 346 – 116 230
Veränderung der Rücklage aus der
Währungsumrechnung
– 152 – 152 250 250
Veränderung bei at-Equity-bewerteten
Unternehmen
– 1 – 1 2 2
Sonstiges Periodenergebnis – 871 132 – 739 687 – 163 524

Bilanz

Aktiva Mio. € Notes 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in % 1.1.20101
Barreserve (7, 45) 6 075 8 053 – 24,6 10 329
Forderungen an Kreditinstitute (8, 9, 10, 46,
48, 49, 79)
87 790 110 616 – 20,6 106 689
darunter: als Sicherheit übertragen (78) 77 94 – 18,1
Forderungen an Kunden (8, 9, 10, 47,
48, 49, 79)
296 586 327 755 – 9,5 352 194
darunter: als Sicherheit übertragen (78)
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value
Hedges
(11, 50) 147 113 30,1 – 16
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
(12, 51) 5 132 4 961 3,4 6 352
Handelsaktiva (13, 52, 79) 155 700 167 825 – 7,2 218 708
darunter: als Sicherheit übertragen (78) 16 025 19 397 – 17,4 41 838
Finanzanlagen (14, 53, 79) 94 523 115 708 – 18,3 130 914
darunter: als Sicherheit übertragen (78) 3 062 22 374 – 86,3 13 293
Anteile an at-Equity-bewerteten
Unternehmen
(4, 54) 694 737 – 5,8 378
Immaterielle Anlagewerte (15, 55) 3 038 3 101 – 2,0 3 209
Sachanlagen (16, 56) 1 399 1 590 – 12,0 1 779
Als Finanzinvestition gehaltene
Immobilien
(18, 58) 808 1 192 – 32,2 1 279
Zur Veräußerung gehaltene langfristige
Vermögenswerte und Vermögenswerte
aus Veräußerungsgruppen (19, 59) 1 759 1 082 62,6 2 868
Tatsächliche Ertragsteueransprüche (26, 57) 716 650 10,2 1 267
Latente Ertragsteueransprüche (26, 57) 4 154 3 567 16,5 4 370
Sonstige Aktiva (17, 60) 3 242 7 349 – 55,9 3 783
Gesamt 661 763 754 299 – 12,3 844 103

1 Der 1. Januar 2010 entspricht dem 31. Dezember 2009 nach Ausweisänderung eigener Aktien (siehe Note 2).

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk
Passiva Mio. € Notes 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in % 1.1.20101
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten (10, 20, 61, 79) 98 481 137 626 – 28,4 140 634
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (10, 20, 62, 79) 255 344 262 827 – 2,8 264 618
Verbriefte Verbindlichkeiten (20, 63, 79) 105 673 131 356 – 19,6 161 779
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value
Hedges (11, 64) 938 121 – 16
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten (21, 65) 11 427 9 369 22,0 11 345
Handelspassiva (22, 66, 79) 137 847 152 393 – 9,5 202 595
Rückstellungen (23, 24, 67) 3 761 4 778 – 21,3 5 115
Tatsächliche Ertragsteuerschulden (26, 68) 680 1 072 – 36,6 1 346
Latente Ertragsteuerschulden (26, 68) 189 222 – 14,9 1 240
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung
gehaltenen Veräußerungsgruppen (19, 69) 592 650 – 8,9 2 839
Sonstige Passiva (70) 6 568 8 136 – 19,3 6 103
Nachrangkapital (27, 71, 79) 13 285 12 910 2,9 15 850
Hybridkapital (27, 72, 79) 2 175 4 181 – 48,0 4 079
Eigenkapital (30, 73, 74, 75) 24 803 28 658 – 13,5 26 576
Gezeichnetes Kapital (73) 5 113 3 047 67,8 3 071
Kapitalrücklage (73) 11 158 1 507 1 471
Gewinnrücklagen (73) 8 822 9 140 – 3,5 7 741
Stille Einlagen (73) 2 687 17 178 – 84,4 17 178
Andere Rücklagen (5, 6, 14, 73) – 3 676 – 2 999 22,6 – 3 455
Gesamt vor Minderheitenanteilen 24 104 27 873 – 13,5 26 006
Minderheitenanteile (73) 699 785 – 11,0 570
Gesamt 661 763 754 299 – 12,3 844 103

1 Der 1. Januar 2010 entspricht dem 31. Dezember 2009 nach Ausweisänderung eigener Aktien (siehe Note 2).

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeich Kapital Gewinn Stille Andere Rücklagen Gesamt Min Eigen
netes rücklage rück Einlagen Neu Rücklage Rücklage vor der kapital
Kapital lagen bewer aus Cash aus der Minder heiten
tungs Flow Währungs heiten
anteilen
anteile
Mio. € rück
lage
Hedges umrech
nung
Eigenkapital zum 31.12.2009 3 071 1 334 7 878 17 178 – 1 755 – 1 223 – 477 26 006 570 26 576
Veränderung aufgrund
retrospektiver Anpassungen 137 – 137
Eigenkapital zum 1.1.2010 3 071 1 471 7 741 17 178 – 1 755 – 1 223 – 477 26 006 570 26 576
Gesamtergebnis 1 430 24 218 214 1 886 127 2 013
Konzernergebnis 1 430 1 430 59 1 489
Veränderung der
Neubewertungsrücklage 24 24 18 42
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges
218 218 12 230
Veränderung der Rücklage aus
der Währungsumrechnung
212 212 38 250
Veränderung bei at-Equity
bewerteten Unternehmen
2 2 2
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung – 12 – 12
Kapitalerhöhungen 173 173
Veränderungen im Anteilsbesitz 5 5 5
Veränderung aufgrund
retrospektiver Anpassungen 68 – 68
Sonstige Veränderungen1 – 24 – 32 32 – 24 – 73 – 97
Eigenkapital zum 31.12.2010 3 047 1 507 9 140 17 178 – 1 731 – 1 005 – 263 27 873 785 28 658
Gesamtergebnis 638 – 780 195 – 92 – 39 47 8
Konzernergebnis 638 638 109 747
Veränderung der
Neubewertungsrücklage
– 780 – 780 – 1 – 781
Veränderung der Rücklage
aus Cash Flow Hedges 195 195 195
Veränderung der Rücklage aus
der Währungsumrechnung
– 91 – 91 – 61 – 152
Veränderung bei at-Equity
bewerteten Unternehmen
– 1 – 1 – 1
Ausschüttung Stille Einlagen
Dividendenausschüttung – 26 – 26
Nennwertumstellung – 2 142 2 142
Kapitalerhöhungen 4 184 7 470 11 654 11 654
Entnahme aus den
Gewinnrücklagen
– 873 – 873 – 873
Verminderung Stille Einlagen – 14 491 – 14 491 – 14 491
Veränderungen im Anteilsbesitz 38 38 – 57 – 19
Sonstige Veränderungen1 24 39 – 121 – 58 – 50 – 108
Eigenkapital zum 31.12.2011 5 113 11 158 8 822 2 687 – 2 511 – 810 – 355 24 104 699 24 803

1 Einschließlich Veränderung des Bestands eigener Aktien, Veränderung Derivate auf eigene Eigenkapitalinstrumente und Veränderungen im Konsolidierungskreis.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Zum 31. Dezember 2011 entfielen auf zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen –110 Mio. Euro der Rücklage aus Cash Flow Hedges und 8 Mio. Euro der Rücklage aus der Währungsumrechnung.

Die Veränderungen im Anteilsbesitz von 38 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2011 resultierten komplett aus dem Erwerb von weiteren Anteilen bereits konsolidierter Gesellschaften. Ein Effekt aus dem Abgang von Anteilen weiterhin konsolidierter Tochterunternehmen ist nicht entstanden.

Im Januar 2011 haben wir unser Grundkapital um 10% minus 1 Aktie (118 135 291 Aktien) aus Genehmigtem Kapital unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts der Aktionäre gegen Sacheinlage erhöht. Die neuen Aktien wurden vollständig gegen Einbringung von hybriden Eigenkapitalinstrumenten (Trust Preferred Securities) gezeichnet, die von Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns begeben wurden. Der Nominalbetrag des zurückgegebenen Hybridkapitals belief sich auf 0,9 Mrd. Euro und wirkte sich einmalig mit einem Ertrag von 0,3 Mrd. Euro auf das Ergebnis vor Steuern im Konzern aus. Das Gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage erhöhten sich jeweils um 0,3 Mrd. Euro.

Der Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) hat in der Folge einen Teil seiner Stillen Einlagen in Aktien gewandelt, um seine Beteiligungsquote an der Commerzbank (25% plus 1 Aktie) aufrechtzuerhalten. Damit wurden Stille Einlagen im Nominalbetrag von 0,2 Mrd. Euro in 39 378 430 Aktien aus dem in der Hauptversammlung 2009 geschaffenen Bedingten Kapital gewandelt.

Die am 6. April 2011 per Ad-hoc-Mitteilung angekündigten und am 6. Mai 2011 von der Hauptversammlung der Commerzbank Aktiengesellschaft genehmigten Kapitalmaßnahmen wurden wie folgt durchgeführt:

  • Vom 6. bis 13. April 2011 wurden im Wege eines Bookbuilding-Verfahrens bedingte Pflichtumtauschanleihen (Conditional Mandatory Exchangeable Notes, CoMEN) platziert. Commerzbank-Aktionäre mit Ausnahme des SoFFin erhielten hierfür Erwerbsrechte. Alle angebotenen 1 004 149 984 CoMEN wurden mit einem Erwerbspreis von je 4,25 Euro im Gesamtvolumen von 4,3 Mrd. Euro erfolgreich platziert und am 12. Mai 2011 automatisch in Commerzbank-Aktien umgetauscht. Der SoFFin hat in der Folge zur Beibehaltung seines Anteils (25 % plus 1 Aktie) Stille Einlagen mit einem Volumen von 1,4 Mrd. Euro in 334 716 661 Stückaktien gewandelt.
  • Im Juni 2011 wurde eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht durchgeführt und 1 826 771 821 Stückaktien aus Genehmigtem Kapital zu einem Kurs von je 2,18 Euro ausgegeben, wobei

die aus dem ersten Schritt durch den Umtausch entstandenen Aktien bezugsberechtigt waren. Das Gesamtvolumen dieser Kapitalerhöhung betrug 4,0 Mrd. Euro. Die neuen Aktien wurden erstmals am 7. Juni 2011 in den Börsenhandel einbezogen. Zur Beibehaltung seines Anteils (25 % plus 1 Aktie) wandelte der SoFFin einen weiteren Teil der Stillen Einlagen von 1,3 Mrd. Euro in 608 923 940 Stückaktien.

Neben der Rückzahlung von 11,0 Mrd. Euro aus den Kapitalmaßnahmen wurden im Juni 2011 zudem Stille Einlagen von 3,27 Mrd. Euro aus freiem regulatorischen Kapital an den SoFFin zurückgezahlt.

Im Zusammenhang mit den Kapitalmaßnahmen wurde eine Ausgleichszahlung für die vorzeitige Rückführung der Stillen Einlagen von 1,03 Mrd. Euro mit dem SoFFin vereinbart. Diese wird erfolgsneutral nach Abzug der sich daraus ergebenden Steuereffekte von 157 Mio. Euro als Entnahme aus den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Für die Kapitalerhöhungen sind Kosten von 181 Mio. Euro (nach Berücksichtigung der Steuereffekte von 39 Mio. Euro) angefallen, die direkt von der Kapitalrücklage gekürzt wurden.

Bei der Hauptversammmlung am 6. Mai 2011 wurde beschlossen, den rechnerischen Wert von 2,60 Euro auf 1,00 Euro umzustellen. Das Gezeichnete Kapital der Commerzbank Aktiengesellschaft betrug somit zum 31. Dezember 2011 gemäß Satzung 5 113 Mio. Euro und war in 5 113 429 053 Stückaktien eingeteilt (rechnerischer Wert pro Aktie 1,00 Euro). Nach Abzug der zum 31. Dezember 2011 im Bestand befindlichen 863 010 Aktien betrug das Gezeichnete Kapital 5 113 Mio. Euro.

Von der Ermächtigung der Hauptversammlung am 6. Mai 2011 zum Erwerb eigener Aktien für Zwecke des Wertpapierhandels nach § 71 Absatz 1 Nr. 7 AktG wurde Gebrauch gemacht. Gewinne und Verluste aus dem Handel mit eigenen Aktien wurden erfolgsneutral behandelt.

Für das Geschäftsjahr 2011 erfolgt keine Dividendenzahlung, da die Commerzbank Aktiengesellschaft in ihrem Einzelabschluss nach den Vorschriften des HGB keinen Bilanzgewinn erzielt hat.

Eine Ausschüttung auf die im Eigenkapital ausgewiesenen Stillen Einlagen wird ebenfalls nicht erfolgen, da die Zahlung gemäß vertraglicher Vereinbarung nicht zu einem Bilanzverlust der Commerzbank Aktiengesellschaft führen oder diesen erhöhen darf.

Weitere Details zum Eigenkapital sind in den Notes 73, 74 und 75 enthalten.

Kapitalflussrechnung

Mio. € Notes 2011 2010
Konzernergebnis 747 1 489
Im Konzernergebnis enthaltene zahlungsunwirksame Posten und
Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen, Wertberichtigungen, Zuschreibungen auf
Sachanlagen und Vermögenswerte, Veränderungen der Rück
stellungen sowie Bewertungsveränderungen aus Hedge Accounting 4 006 4 101
Veränderung anderer zahlungsunwirksamer Posten – 12 194 2 952
Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Vermögenswerten (36) 343 – 108
Ergebnis aus der Veräußerung von Sachanlagen (38)
Sonstige Anpassungen (31) – 7 373 – 7 466
Zwischensumme – 14 471 968
Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer
Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame
Bestandteile:
Forderungen an Kreditinstitute (46) 22 924 – 3 747
Forderungen an Kunden (47) 32 373 24 611
Wertpapiere des Handelsbestands (52) 12 393 – 4 323
Andere Aktiva aus operativer Geschäftstätigkeit (53-56, 58-60) 1 906 – 3 231
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (61) – 39 144 – 3 008
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (62) – 7 483 – 1 791
Verbriefte Verbindlichkeiten (63) – 25 683 – 30 423
Andere Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit (64-70) – 4 940 – 470
Erhaltene Zinsen (31) 14 294 14 956
Erhaltene Dividenden (31) 115 53
Gezahlte Zinsen (31) – 7 036 – 7 543
Ertragsteuerzahlungen (40) – 29 – 218
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit – 14 781 – 14 166
Einzahlungen aus der Veräußerung von:
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 53, 54) 17 783 15 274
Sachanlagevermögen (38, 56) 74 187
Auszahlungen für den Erwerb von:
Finanzanlagen und Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen (36, 37, 53, 54) – 335 – 504
Sachanlagevermögen (38, 56) – 296 – 492
Effekte aus Veränderungen des Konsolidierungskreises
Cashflow aus dem Erwerb abzüglich erworbener Zahlungsmittel (45)
Cashflow aus der Veräußerung abzüglich veräußerter Zahlungsmittel (45) 83 298
Cashflow aus Investitionstätigkeit 17 309 14 763
Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen (73) – 2 774 – 56
Dividendenzahlungen (73)
Mittelveränderung aus Veränderung im Anteilsbesitz an
vollkonsolidierten Unternehmen
– 58 – 36
Mittelveränderung aus sonstiger Finanzierungstätigkeit
(Nachrangkapital)
(71, 72) – 1 632 – 2 838
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 4 464 – 2 930
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 8 053 10 329
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit – 14 781 – 14 166
Cashflow aus Investitionstätigkeit 17 309 14 763
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit – 4 464 – 2 930
Effekte aus Wechselkursänderungen 67 116
Effekte aus Minderheitenanteilen – 109 – 59
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode (45) 6 075 8 053

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

Der Zahlungsmittelbestand setzt sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kassenbestand 1 572 1 388 13,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 3 998 6 386 – 37,4
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel,
die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
505 279 81,0

Im Zahlungsmittelbestand zum 31. Dezember 2011 waren keine Zugänge aus erstkonsolidierten Gesellschaften enthalten (Vorjahr: –). Aus Entkonsolidierungen im Jahr 2011 ergab sich ein Effekt von – 2 Mio. Euro auf den Zahlungsmittelbestand.

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands des Geschäftsjahres. Sie ist in die Positionen operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt.

Als Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit werden Zahlungsvorgänge (Zu- und Abflüsse) aus Forderungen an Kreditinstitute und Kunden sowie aus Wertpapieren der Handelsaktiva und anderen Aktiva ausgewiesen. Zu- und Abgänge aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden, aus Verbrieften Verbindlichkeiten und anderen Passiva gehören ebenfalls zur operativen Geschäftstätigkeit. Auch die aus dem operativen Geschäft resultierenden Zins- und Dividendenzahlungen finden sich im Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit wieder.

Die Veränderungen des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit resultieren unter anderem aus der Veräußerung von konsolidierten Gesellschaften. Die anderen Aktiva und Passiva aus operativer Geschäftstätigkeit enthalten dabei auch Abgänge von Gesellschaften, die zum 31. Dezember 2010 als zur Veräußerung gehalten klassifiziert waren und im Berichtsjahr veräußert wurden. Die nachstehenden Tabellen geben einen Überblick über die Vermögenswerte und Schulden zu den Abgangszeitpunkten.

Aktiva Mio. € 31.12.2011
Forderungen an Kreditinstitute 28
Forderungen an Kunden 1 189
Handelsaktiva 124
Finanzanlagen 144
Sachanlagen 1
Sonstige Aktivposten 531
Passiva Mio. € 31.12.2011
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
179
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11
Verbriefte Verbindlichkeiten 520
Handelspassiva
Sonstige Passivposten 428

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigt Zahlungsvorgänge für die Finanzanlagen, die Immateriellen Vermögenswerte sowie für die Sachanlagen. Darüber hinaus werden hier die Cashflows im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Veräußerung von Tochterunternehmen gezeigt. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit umfasst Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen sowie Einund Auszahlungen für Nachrang- und Hybridkapital. Auch ausgeschüttete Dividenden weisen wir hier aus.

Der Zahlungsmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die unmittelbar in liquide Mittel umgewandelt werden können und nur einem unwesentlichen Wertänderungsrisiko unterliegen. Wir fassen darunter den Posten Barreserve, der sich aus Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken sowie Schuldtiteln öffentlicher Stellen und Wechseln, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind, zusammensetzt (vergleiche Note 45). Nicht einbezogen werden täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute.

Für den Commerzbank-Konzern ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- beziehungsweise Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Anhang (Notes)

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Unser Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde nach § 315a Abs. 1 HGB und der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 (IAS-Verordnung) des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 aufgestellt. Ebenso kamen weitere Verordnungen zur Übernahme bestimmter internationaler Rechnungslegungsstandards auf der Grundlage der vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Auslegungen durch das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) zur Anwendung. Alle für das Geschäftsjahr 2011 in der EU verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurden berücksichtigt.

Von der vorzeitigen Anwendung von Standards und Interpretationen, die erst ab dem Geschäftsjahr 2012 oder später umzusetzen sind (IFRS 9, 10, 11, 12 und 13, überarbeitete IAS 1, 12 und 19 sowie IFRS 1 und 7; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) haben wir zulässigerweise abgesehen. Durch IFRS 9, der erst teilweise durch das IASB veröffentlicht und noch nicht durch die EU verabschiedet wurde, könnten sich signifikante Effekte auf die Bilanzierung und Bewertung ergeben. Aufgrund der noch ausstehenden Anerkennung durch die EU sowie wesentlicher noch nicht verabschiedeter Teilbereiche ist keine verlässliche Quantifizierung der Effekte möglich. Das gilt auch für die Standards IAS 19 sowie IFRS 10, 11 und 12. Aus den anderen derzeit noch nicht anzuwendenden Standards und Interpretationen erwarten wir jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Die im Geschäftsjahr 2011 erstmals anzuwendenden überarbeiteten Standards und Interpretationen (überarbeiteter IAS 24 sowie überarbeitete IFRIC 14 und 19; Änderungen aus dem jährlichen Verbesserungsprozess des IASB) hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Neben der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz beinhaltet der Konzernabschluss als weitere Komponenten die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Kapitalflussrechnung und den Anhang (Notes). Die Segmentberichterstattung und die Berichterstattung über das Risikomanagement erfolgen innerhalb des Anhangs (Note 44 beziehungsweise Notes 83 bis 90).

Der Konzernlagebericht einschließlich des separaten Berichts über die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht) gemäß § 315 HGB ist auf den Seiten 69 bis 196 unseres Geschäftsberichts abgedruckt.

Berichtswährung des Konzernabschlusses ist der Euro. Alle Beträge sind, sofern nicht gesondert darauf hingewiesen wird, in Mio. Euro dargestellt. In der Gesamtergebnisrechnung, der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Kapitalflussrechnung werden Beträge unter 500 000,00 Euro als 0 Mio. Euro dargestellt; sofern ein Posten 0,00 Euro beträgt, wird dieser mit einem Strich gekennzeichnet. In allen weiteren Notes werden sowohl auf 0 Mio. Euro gerundete Beträge wie auch Posten mit einem Nullsaldo mit einem Strich dargestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Grundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf dem Grundsatz der Unternehmensfortführung (Going Concern). Die Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten erfolgt grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, es sei denn die IFRS verlangen eine andere Bewertung. Davon betroffen sind insbesondere bestimmte Finanzinstrumente nach IAS 39, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte.

Erträge und Aufwendungen werden zeitanteilig abgegrenzt und in der Periode erfolgswirksam erfasst, der sie wirtschaftlich zuzurechnen sind. Zinsen weisen wir unter Berücksichtigung aller vertraglichen Vereinbarungen im Zusammenhang mit den finanziellen Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten periodengerecht im Zinsüberschuss oder, sofern sie aus Handelsgeschäften einschließlich deren Refinanzierung resultieren, im Handelsergebnis aus. Dividendenerträge werden erst vereinnahmt, wenn ein entsprechender Rechtsanspruch vorliegt. Provisionserträge und -aufwendungen im Provisionsüberschuss erfassen wir zum einen nach der Bilanzierungsmethode für zugehörige Finanzinstrumente, zum anderen nach der Zweckbestimmung. 202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Provisionen für Leistungen, die über einen bestimmten Zeitraum erbracht werden, werden über die Periode der Leistungserbringung erfasst. Gebühren, die mit der vollständigen Erbringung einer bestimmten Dienstleistung verbunden sind, werden zum Zeitpunkt der vollständig erbrachten Dienstleistung vereinnahmt. Die Berücksichtung von leistungsabhängigen Provisionen erfolgt, wenn die Leistungskriterien erfüllt werden. Provisionen aus Handelsgeschäften weisen wir im Handelsergebnis aus.

Fremdkapitalkosten, die direkt im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines wesentlichen, materiellen oder immateriellen Vermögenswertes stehen, werden grundsätzlich aktiviert. Voraussetzung ist, dass der Zeitraum für die Herstellung der Nutzbarkeit des Vermögenswertes mindestens 12 Monate beträgt.

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten gegenüber dem gleichen Geschäftspartner werden gegeneinander aufgerechnet und entsprechend saldiert in der Bilanz ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht zur Aufrechnung der Beträge besteht und die Erfüllung der Geschäfte auf Nettobasis oder die Realisierung des Vermögenswertes gleichzeitig mit Begleichung der Verbindlichkeit erfolgt. Neben der Aufrechnung positiver und negativer Marktwerte aus Derivaten und darauf entfallender Ausgleichszahlungen betrifft dies auch die Aufrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten aus Reverse Repos und Repos (Wertpapierpensionsgeschäfte).

Die Rechnungslegung im Commerzbank-Konzern erfolgt nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die in den folgenden Notes erläutert werden.

Für die Vollkonsolidierung sowie für die At-Equity-Bewertung im Konzernabschluss verwenden wir im Wesentlichen zum 31. Dezember 2011 erstellte Abschlüsse. Für at-Equity-bewertete Unternehmen greifen wir in einzelnen Fällen auch auf den letzten verfügbaren und geprüften Jahresabschluss zurück, falls der aktuelle Jahresabschluss des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses für das laufende Geschäftsjahr noch nicht vorliegt.

Tochtergesellschaften und at-Equity-bewertete Unternehmen, für die eine Verkaufsabsicht besteht und die mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres veräußert werden, werden bis zur endgültigen Übertragung der Anteile in Übereinstimmung mit IFRS 5 in den entsprechenden Bilanzposten und Notes (siehe Notes 59 und 69) sowie in der Eigenkapitalveränderungsrechnung separat ausgewiesen.

Eine Einschätzung zur Kurz- und Langfristigkeit aller Bilanzposten nehmen wir in Note 79 vor. Die Angabe von Restlaufzeiten erfolgt im Commerzbank-Konzern zudem für alle Finanzinstrumente, für die vertragliche Fälligkeiten vorliegen (siehe Notes 77 und 79).

Der Konzernabschluss enthält Werte, die wir zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt haben. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und – nach heutigem Ermessen – wahrscheinlichen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse.

Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen. Nach unserer Ansicht sind die verwendeten Parameter sachgerecht und vertretbar. Schätzungsunsicherheiten ergeben sich unter anderen bei der Ermittlung der Pensionsverpflichtungen, des Geschäfts- oder Firmenwertes und der Marktwerte von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Rentenentwicklungstrend sowie die durchschnittliche Lebenserwartung zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen/ Verlusten abgebildet (bezüglich der Auswirkungen von Parameteränderungen siehe Note 67 Rückstellungen).

Der Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte, der mindestens jährlich vorzunehmen ist, basiert auf der anerkannten Ertragswertmethode. Dabei werden die zukünftig zu erwartenden Überschüsse aus der jüngsten Managementplanung zugrunde gelegt. Eine Analyse der Schätzungsunsicherheiten bei der Bestimmung des Geschäfts- oder Firmenwertes beziehungsweise des beizulegenden Zeitwertes (Fair Values) von Finanzinstrumenten befinden sich in der Note 15 beziehungsweise Note 81.

Für Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich der Marktwerte von Immobilien, die als Finanzinvestition gehalten werden, nehmen wir Analysen auf Basis der Parameter Liegenschaftszins beziehungsweise Bodenwert vor (vergleiche Note 58).

Weiterhin bestehen Schätzungsunsicherheiten im Wesentlichen bei aktiven latenten Steuern, der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und der auf Bewertungsmodellen beruhenden Fair-Value-Ermittlung von Finanzinstrumenten.

Für den Bereich Risikovorsorge verweisen wir auf den Risikobericht im Konzernlagebericht.

Die den vorzunehmenden Schätzungen zugrunde liegenden Annahmen und Parameter basieren auf einer sachgerechten Ausübung von Ermessensspielräumen durch das Management. Dies betrifft insbesondere die angemessene Auswahl und Anwendung von Parametern, Annahmen und Modellierungstechniken bei der Bewertung solcher Finanzinstrumente, für die keine Marktpreise oder am Markt beobachtbare Vergleichsparameter vorliegen. Soweit unterschiedliche Bewertungsmodelle zu einer Bandbreite von verschiedenen potenziellen Wertansätzen führt, liegt die Auswahl des anzuwendenden Modells im Ermessen des Managements.

Des Weiteren lassen sich folgende wesentliche Sachverhalte zusammenfassen, die der Beurteilung durch das Management unterliegen:

  • Die Umgliederung bestimmter finanzieller Vermögenswerte aus der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente in die Kategorie Forderungen und Kredite (siehe Note 5).
  • Die Wertminderung von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft (hier insbesondere die Auswahl von Entscheidungskriterien oder die Beurteilung der Werthaltigkeit von Sicherheiten, siehe Note 9).
  • Die Werthaltigkeitsprüfung sonstiger finanzieller Vermögenswerte wie nach der Equity-Methode bilanzierte sowie zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (hier insbesondere die Auswahl der Kriterien, nach denen eine Wertminderung festgestellt wird; siehe Note 19).
  • Die Werthaltigkeitsprüfung bei nicht finanziellen Vermögenswerten wie bei Firmen- oder Geschäftswerten und anderen immateriellen Vermögenswerten (hier insbesondere die Festlegung der Kriterien zur Bestimmung des erzielbaren Betrags, siehe Note 15).
  • Die Werthaltigkeitsprüfung der latenten Ertragsteueransprüche nach IAS 12.24 ff. (hier insbesondere das Festlegen einer Methodik, nach der die Steuerplanung abgeleitet und die Eintrittswahrscheinlichkeit der voraussichtlichen zukünftigen steuerlichen Ergebnisse beurteilt werden kann; siehe Note 25).
  • Die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen (siehe Note 23).

(2) Anpassung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss 31. Dezember 2010 grundsätzlich beibehalten.

Gemäß IAS 32.33 sind eigene Anteile (Commerzbank-Aktien) im Bestand ohne Ergebnisauswirkung vom Eigenkapital zu kürzen. Bislang wurden Effekte aus Käufen und Verkäufen von eigenen Aktien daher in Höhe des rechnerischen Wertes mit dem Gezeichneten Kapital und in Höhe des Differenzbetrages zum Kurswert der Aktie mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Zur Ermöglichung einer differenzierten Darstellung der Eigenkapitaleffekte aus dem Erwerb und der Wiederveräußerung eigener Anteile, die sich insbesondere aus dem Handelsgeschäft ergeben, haben wir im Geschäftsjahr 2011 die Bilanzierungsmethode für eigene Anteile angepasst.

Beim Erwerb eigener Anteile wird der rechnerische Wert vom Gezeichneten Kapital abgesetzt und der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Eine Wiederveräußerung eigener Anteile ist faktisch eine Kapitalerhöhung und die Abbildung erfolgt spiegelbildlich zum Erwerb eigener Anteile. Wird bei der Wiederveräußerung eigener Anteile ein Erlös erzielt, der über den ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Anteile liegt, weisen wir den Unterschiedsbetrag in der Kapitalrücklage aus.

Zur weiteren Erhöhung der Transparenz weisen wir seit dem 31. Dezember 2011 die Provisionen aus dem Vermittlungsgeschäft, die bislang in den übrigen Provisionserträgen und -aufwendungen enthalten waren, separat aus. Die Umgliederungen für das Vorjahr betrugen 330 Mio. Euro für die Provisionserträge und 72 Mio. Euro für die Provisionsaufwendungen (vergleiche Note 33). Zudem wurde eine Ausweisänderung in der Note zum Handelsergebnis zur Erhöhung der Darstellungsklarheit vorgenommen. Das Handelsergebnis wird seit dem 31. Dezember 2011 nunmehr in Ergebnis aus dem Handel, Zinsergebnis und Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option unterschieden (vergleiche Note 34).

Die Vorjahreswerte haben wir in der Bilanz, der Eigenkapitalveränderungsrechnung und in den betroffenen Notes entsprechend angepasst. Durch die Anpassungen ergaben sich für die Geschäftsjahre 2010 und 2011 jedoch keine Auswirkungen auf das Konzernergebnis und auf das Ergebnis je Aktie.

(3) Konsolidierungskreis

In unseren Konzernabschluss werden alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt mehr als 50% der Stimmrechte hält oder anderweitig einen beherrschenden Einfluss ausübt. Hierzu zählen auch wesentliche Zweckgesellschaften und Fonds, die im Sinne von SIC 12 beherrscht werden. Wesentliche assoziierte Unternehmen und wesentliche Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet.

Tochterunternehmen, assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden nicht vollkonsolidiert beziehungsweise nicht at-Equity-bewertet, sondern als Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen oder Beteiligungen unter den Finanzanlagen bilanziert. Bezogen auf die Summenbilanz des Konzerns machen

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

die nicht wesentlichen Tochterunternehmen weniger als 0,1% (Vorjahr: 0,3%) aus. Eine vollständige Aufzählung des Anteilsbesitzes des Commerzbank-Konzerns ist der Note 106 zu entnehmen. Die folgenden wesentlichen Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2011 erstkonsolidiert:

Gesellschaften Mio. € Kapital- und
Stimmrechte
in %
Anschaffungs
kosten
Vermögenswerte Schulden
CoSMO Finance II– 1 Limited, Dublin 0,0 0,0 66,7 66,7
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l., Luxemburg 100,0 0,0 18,3 19,5
DOCK 100 GmbH & Co. KG, Berlin 90,0 0,0 75,2 75,2
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH,
Frankfurt am Main 100,0 0,0 325,0 325,0
Hurley Investments No.3 Limited, London 100,0 0,0 1 300,4 410,3
Limited Liability Company "ABRIO", Kiew, Ukraine 100,0 7,6 7,8 0,0
Limited Liability Company "ACUS", Kiew, Ukraine 100,0 16,7 7,8 0,0
Limited Liability Company "CLIOS", Kiew, Ukraine 100,0 10,9 3,4 0,0
Limited Liability Company "MERUS", Kiew, Ukraine 100,0 3,4 1,4 0,0
Limited Liability Company "MODUS CAPITAL",
Kiew, Ukraine
100,0 34,7 14,8 0,0
Limited Liability Company "RIDOS",
Kiew, Ukraine 100,0 8,8 1,4 0,0
Limited Liability Company "SANTOS CAPITAL",
Kiew, Ukraine
100,0 0,0 0,0 0,0
Limited Liability Company "VALIDUS", Kiew, Ukraine 100,0 42,6 14,0 0,0
Mandas Receivables No.1 Limited, Jersey 100,0 0,1 0,1 0,0
Mantilla Investments Limited, London 100,0 865,3 1 579,5 279,4
Olympic Investment Fund, Luxemburg 100,0 325,0 325,0 0,0
Premium Management Immobilien-Anlagen,
Frankfurt am Main 93,4 1 105,3 1 187,7 3,5
Sterling Energy Holdings Inc., Wilmington/Delaware 76,2 136,8 136,8 0,0
Sterling Energy LLC, Wilmington/Delaware 100,0 10,5 447,8 436,5
Tee One Inc., Cayman Islands 0,0 0,0 137,8 137,8
Viaduct Invest FCP - SIF, Luxemburg 100,0 68,0 475,6 408,1

Im Geschäftsjahr 2011 wurden zudem alle aktiven ComStage ETF-Fonds und SICAV-Fonds in den Konzernabschluss einbezogen. Das betraf sowohl neu aufgelegte Fonds wie auch Fonds, die bisher aus Wesentlichkeitsgründen nicht berücksichtigt wurden. Somit wurden 89 weitere Fonds mit Kapitalanteilen von 18,2 bis 100,0% in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Die Vermögenswerte betrugen insgesamt 2 956 Mio. Euro, die Schulden beliefen sich auf insgesamt 15 Mio. Euro.

Aus den Erstkonsolidierungen resultierten keine als Geschäftsoder Firmenwerte zu aktivierenden Unterschiedsbeträge. Es handelt sich um Unternehmen, die unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung überschritten haben sowie um Zukäufe oder Neugründungen im Rahmen strukturierter Finanzierungen oder vertraglicher Vereinbarungen.

Aus der Folgebewertung der im Jahr 2009 im Rahmen des Dresdner-Bank-Erwerbs aufgedeckten Reserven und Lasten ergaben sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des laufenden Geschäftsjahres Aufwendungen von 321 Mio. Euro vor Steuern beziehungsweise 232 Mio. Euro nach Steuern. Die wesentlichen Effekte resultierten aus der Aufzinsung des Nachrang- und Hybridkapitals.

Die nachstehenden Gesellschaften wurden veräußert oder liquidiert und wurden daher nicht mehr konsolidiert:

  • Veräußerung
    • Commerz Real Autoleasing GmbH, Hamburg
    • Commerz Real Leasingservice GmbH & Co. KG, Hamburg
    • Dresdner Bank Brasil S.A. Banco Múltiplo, São Paulo
    • Intermarket Bank AG, Wien
    • Magyar Factor Zrt., Budapest
    • Mantilla Investments Limited, London
  • MS "CPO Barcelona" Offen Reederei GmbH &Co. KG, Hamburg
  • MS "CPO Cadiz" Offen Reederei GmbH &Co. KG, Hamburg
  • MS "CPO Vigo" Offen Reederei GmbH & Co. KG, Hamburg
  • New Asian Land Funds Holdings Limited, Hamilton/Bermuda
  • The New Asian Property Fund Ltd., Bermuda
  • Vendome Lease S.A., Paris

Die Veräußerungserlöse für die veräußerten Gesellschaften betrugen rund 0,2 Mrd. Euro. Diese wurden komplett in Zahlungsmitteln vergütet. Das Veräußerungsergebnis von 64 Mio. Euro wurde im Ergebnis aus Finanzanlagen mit 50 Mio. Euro und im Sonstigen Ergebnis mit 14 Mio. Euro erfasst.

  • Liquidation (einschließlich Gesellschaften, die die operative Geschäftstätigkeit eingestellt haben, unsere Wesentlichkeitsgrenzen für die Konsolidierung dauerhaft unterschritten haben oder nicht mehr konsolidierungspflichtig sind)
    • ALEPPA Funding I LLC, Dover, Delaware
    • ALEPPA Funding II LLC, Dover, Delaware
    • ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH, Düsseldorf
    • BACUL Beteiligungsgesellschaft mbH, Eschborn
    • Classic Finance BV, Amsterdam
    • CoCo Finance 2006-1 plc, Dublin
    • Commerz Real Partner Hannover GmbH, Düsseldorf
    • Commerz Real Partner Nord GmbH, Düsseldorf
    • Commerz Real Partner Süd GmbH, Düsseldorf
    • Commerzbank Capital Ventures Management Limited, London
    • Commerzbank Leasing December (6) Limited, London2
    • Commerzbank Leasing December (25) Limited, London2
    • Dresdner Capital LLC III, Wilmington/Delaware
    • Dresdner Kleinwort Capital Investment Trust Limited, London
    • Dresdner Kleinwort Services LLC, New York
    • Dresdner Kleinwort Servicios y Asesorias Ltda., Santiago de Chile/Chile
    • Dresdner Kleinwort Stripes LLC, Wilmington/Delaware
    • EH NY IV, LLC, Dover, USA
    • EHNY Ashland, LLC, Dover, USA
    • EHY Sub Asset LLC, Wilmington/Delaware
    • Galbraith Investments Limited, London2
    • GS Fund Europe Balanced Premia, Luxemburg
    • GS Fund Europe Long Short, Luxemburg
    • GS Fund UK Balanced Premia, Luxemburg
    • GS Fund UK Long Short, Luxemburg
    • GVG Gesellschaft zur Verwertung von Grundbesitz mit beschränkter Haftung, Eschborn
  • Idilias SPC (Silo II), George Town/Cayman Island
  • Inversiones Dresdner Kleinwort Chile Ltda., Santiago de Chile/Chile
  • Kaiserplatz Funding LLC, Wilmington/Delaware1
  • Kaiserplatz Holdings Ltd., St. Helier/Jersey1 (Teilkonzern einschließlich Teilkonzerntöchter)
  • Kleinwort Benson (Canada) Limited, Toronto
  • Mandas Receivables No.1 Limited, St. Helier, Jersey2
  • Mandas Receivables No.2 Limited, St. Helier, Jersey2
  • Mole Finance Inc., George Town/Cayman Island
  • Parc Continental Ltd., London
  • Portland Capital Ltd., St. Helier/Jersey
  • SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Eschborn
  • Shannon Capital plc., Dublin
  • Southwark Bridge Investments Ltd., London
  • Valorem LLC, New York
  • Wisley Inc., George Town/Cayman Island2

1 Konsolidierungspflicht besteht nicht mehr. 2 Unterschreitung der Wesentlichkeitsgrenzen.

Folgende Gesellschaften wurde im laufenden Geschäftsjahr auf eine im Commerzbank-Konzern konsolidierte Gesellschaft verschmolzen:

  • Bishop Finance Inc., Wilmington/Delaware
  • Chess Finance LLC, New York
  • Dresdner Kleinwort Leasing Inc., New York
  • FI Pro-City Immobilien GmbH, Eschborn
  • GBG Verwaltungs- und Verwertungsgesellschaft für Grundbesitz mbH, Eschborn
  • SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Verwaltungs-KG, Frankfurt am Main

In den Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2011 folgende Unternehmen aufgenommen:

  • KGAL GmbH &Co. KG, Grünwald
  • KGAL Verwaltungs GmbH, Grünwald
  • DTE Energy Center LLC, Wilmington/Delaware

Aus dem Kreis der at-Equity-bewerteten Unternehmen sind folgende Gesellschaften ausgeschieden und werden daher nicht mehr nach der Equity-Methode bewertet:

  • GIE Vulcaine Energie, Paris
  • IGS Aerosols GmbH, Wehr/Baden
  • Irving Place Co-Investment, L.P., New York
  • Linde Leasing GmbH, Wiesbaden
  • Urbanitas Grundbesitzgesellschaft mbH, Berlin

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 215

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

(4) Konsolidierungsgrundsätze

Tochterunternehmen sind Gesellschaften, an denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt die Stimmrechtsmehrheit hält oder anderweitig die Finanz- und Geschäftspolitik bestimmt und somit einen beherrschenden Einfluss ausüben kann, um aus deren Tätigkeiten Nutzen zu ziehen. Die Konsolidierung erfolgt ab dem Zeitpunkt, an dem der Konzern die Stimmrechtsmehrheit oder einen beherrschenden Einfluss erlangt.

Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bewerten wir Vermögenswerte und Verpflichtungen von Tochterunternehmen unabhängig von der Anteilsquote zum Zeitpunkt des Erwerbs vollständig neu. Die neu zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden werden unter Berücksichtigung latenter Steuern in die Konzernbilanz übernommen, die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten in den Folgeperioden entsprechend den anzuwendenden Standards behandelt. Verbleibt nach der Neubewertung ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert.

Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, bei denen die Commerzbank Aktiengesellschaft direkt oder indirekt über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Ein maßgeblicher Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50% vermutet. Weitere Kriterien für einen maßgeblichen Einfluss sind beispielsweise wesentliche Geschäftsvorfälle mit dem Beteiligungsunternehmen, die Mitgliedschaft in einem Leitungs- oder Aufsichtsgremium oder die Mitwirkung bei der Geschäftspolitik des Beteiligungsunternehmens.

Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, bei denen wir über die gemeinsame Kontrolle mit anderen Unternehmen verfügen. Die gemeinsame Kontrolle kann sich aus Stimmrechtsgleichheit oder vertraglichen Vereinbarungen ergeben.

Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bewerten wir grundsätzlich nach der Equity-Methode und weisen sie als Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen aus.

Die Anschaffungskosten dieser Beteiligungen einschließlich darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bestimmt. Dabei wenden wir sinngemäß die gleichen Regeln wie bei Tochtergesellschaften an. Für die wesentlichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nehmen wir eine Fortschreibung des Equity-Buchwertes vor.

Anteile an Tochterunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert werden, und Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die wegen untergeordneter Bedeutung nicht nach der Equity-Methode bewertet werden, sind zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu Anschaffungskosten in den Finanzanlagen ausgewiesen.

Die Konsolidierung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Bank den beherrschenden Einfluss verliert. Die Bewertung nach der Equity-Methode von Anteilen an assoziierten Unternehmen endet zu dem Zeitpunkt, an dem die Stimmrechtsanteile kleiner als 20% sind oder die sonstigen maßgeblichen Einflussmöglichkeiten auf das assoziierte Unternehmen wegfallen. Die Equity-Bewertung von Gemeinschaftsunternehmen endet mit der Aufgabe der gemeinschaftlichen Führung.

Die Verpflichtung, unter bestimmten Voraussetzungen Zweckgesellschaften (Special Purpose Entities) zu konsolidieren, ergibt sich aus SIC 12. Eine Konsolidierung ist erforderlich, sofern eine Beherrschung der Zweckgesellschaft vorliegt. Dies kann der Fall sein, wenn bei wirtschaftlicher Betrachtung

  • die Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zugunsten des Unternehmens entsprechend seiner besonderen Geschäftsbedürfnisse beziehungsweise auf seine Veranlassung hin geführt wird, sodass das Unternehmen Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft ziehen kann;
  • das Unternehmen über die Entscheidungsmacht verfügt, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen oder durch die Einrichtung eines sogenannten Autopiloten diese Entscheidungsmacht delegiert;
  • das Unternehmen das Recht hat, die Mehrheit des Nutzens aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen und sich deshalb Risiken aussetzt, die mit der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft verbunden sind;
  • das Unternehmen die Mehrheit der mit der Zweckgesellschaft verbundenen Residual- oder Eigentumsrisiken behält, um Nutzen aus der Geschäftstätigkeit der Zweckgesellschaft zu ziehen.

Im Commerzbank-Konzern wird die Verpflichtung zur Konsolidierung von Zweckgesellschaften im Rahmen eines Prozesses geprüft, der Transaktionen umfasst, bei denen eine Zweckgesellschaft durch uns mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien gegründet wird, sowie Transaktionen, bei denen wir mit oder ohne Beteiligung dritter Parteien in vertragliche Beziehungen zu einer bereits bestehenden Zweckgesellschaft treten. Die Konsolidierungsentscheidungen unterziehen wir einer regelmäßigen Überprüfung. Die Auflistung aller konsolidierten Zweckgesellschaften sowie der aus Unwesentlichkeit nicht einbezogenen Zweckgesellschaften ist Bestandteil der Note 106.

Beschränkungen in der Fähigkeit von Zweckgesellschaften zum Transfer von finanziellen Mitteln wie zum Beispiel Bardividenden aus Eigenkapitalinstrumenten oder Zins- und Tilgungszahlungen aus Fremdkapitalinstrumenten an die Commerzbank bestehen grundsätzlich nicht. Dies gilt zum einen für Zweckgesellschaften, bei denen die Commerzbank über gesellschaftsrechtlich begründete Anteile mit Stimmrechten verfügt, die eine Kontrolle aller operativen Entscheidungen einschließlich des Finanzmitteltransfers ermöglichen. Zum anderen gibt es auch keine Beschränkungen hinsichtlich der Zweckgesellschaften, bei denen die Commerzbank ohne gesellschaftsrechtlich begründete Anteile ihre Ansprüche auf Finanzmitteltransfers aus entsprechenden schuldrechtlichen Verträgen mit der Zweckgesellschaft begründet.

Auf Geschäftsbeziehungen von Unternehmen innerhalb des Konzerns basierende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge eliminieren wir im Rahmen der Schulden- sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung. Im Konzern angefallene Zwischenergebnisse werden herausgerechnet, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

(5) Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung (IAS 39)

Gemäß IAS 39 sind alle finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, zu denen auch derivative Finanzinstrumente zählen, grundsätzlich in der Bilanz anzusetzen. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei dem einen Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Beim erstmaligen Ansatz sind Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten; das entspricht in der Regel dem Transaktionspreis zum Zugangszeitpunkt.

In der Folgebewertung werden Finanzinstrumente in Abhängigkeit der jeweiligen Kategorie entweder zu (fortgeführten) Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) in der Bilanz angesetzt. Der beizulegende Zeitwert ist der Betrag, zu dem am Bilanzstichtag zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Der beizulegende Zeitwert wird durch den an einem aktiven Markt festgestellten Preis des Finanzinstruments bestimmt (Mark-to-Market; Bewertungshierarchie Level I). Sofern keine Marktpreise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, setzen wir zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes Bewertungsmodelle ein (Mark-to-Model), die im größtmöglichen Umfang Marktdaten als Parameter verwenden (Bewertungshierarchie Level II). Wenn für die Bewertung mit Bewertungsmodellen nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorliegen, werden auch nicht am Markt beobachtbare Parameter herangezogen. Diese Eingangsparameter können

Daten enthalten, die in Form von Näherungswerten unter anderem aus historischen Daten ermittelt werden (Bewertungshierarchie Level III). Für die detaillierte Darstellung der Bewertungshierarchien verweisen wir auf Note 81.

Die nachstehenden Erläuterungen geben eine Übersicht, wie die Regelungen des IAS 39 in der derzeit gültigen Fassung in unserem Konzern umgesetzt wurden:

a) Zugang und Abgang von Finanzinstrumenten

Der Bilanzansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verpflichtung erfolgt grundsätzlich, wenn der Konzern Vertragspartei zu den vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei regulären Kassakäufen oder -verkäufen von finanziellen Vermögenswerten fallen Handels- und Erfüllungstag im Allgemeinen auseinander. Für diese regulären Kassakäufe oder -verkäufe besteht ein Wahlrecht der Bilanzierung zum Handelstag (Trade Date Accounting) oder zum Erfüllungstag (Settlement Date Accounting). Im Konzern erfolgt für alle Regular-Way-Käufe und -Verkäufe finanzieller Vermögenswerte bei Ansatz und Abgang die Bilanzierung zum Handelstag.

Die Abgangsvorschriften des IAS 39 richten sich sowohl nach dem Konzept der Chancen und Risiken als auch nach der Verfügungsmacht bei der Prüfung von Ausbuchungsvorgängen. Die Bewertung der Chancen und Risiken aus dem Eigentum hat dabei Vorrang vor der Beurteilung der Übertragung der Verfügungsmacht.

Bei einer nur teilweisen Übertragung der Chancen und Risiken und der Zurückbehaltung von Verfügungsmacht kommt der Ansatz für fortdauernde Engagements zur Anwendung. Der finanzielle Vermögenswert wird dabei unter Berücksichtigung bestimmter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden in dem Umfang erfasst, der seinem fortdauernden Engagement (Continuing Involvement) entspricht. Die Höhe des fortdauernden Engagements bestimmt sich aus dem Umfang, in dem der Konzern weiterhin das Risiko von Wertänderungen des übertragenen Vermögenswertes trägt. Eine finanzielle Verpflichtung (oder ein Teil einer finanziellen Verpflichtung) wird ausgebucht, wenn sie erloschen ist, das heißt wenn die im Vertrag genannten Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Auch der Rückerwerb eigener Schuldtitel fällt unter die Ausbuchung finanzieller Verpflichtungen. Unterschiedsbeträge beim Rückkauf zwischen dem Buchwert der Verpflichtung (einschließlich Agien und Disagien) und dem Kaufpreis werden erfolgswirksam erfasst; bei Wiederveräußerung zu einem späteren Zeitpunkt entsteht eine neue finanzielle Verpflichtung, deren Anschaffungskosten dem Veräußerungserlös entsprechen. Unterschiedsbeträge zwischen diesen neuen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag werden nach der Effektivzinsmethode über die Restlaufzeit des Schuldtitels verteilt.

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b) Kategorisierung finanzieller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten und ihre Bewertung

Die nachfolgenden Erläuterungen geben einen Überblick über die Kategorien gemäß IAS 39. Das betrifft die Kategorien Kredite und Forderungen (Loans and Receivables), bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity), erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale) sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other Financial Liabilities).

• Kredite und Forderungen (Loans and Receivables):

Dieser Kategorie ordnen wir nicht derivative Finanzinstrumente mit festen oder bestimmbaren Zahlungsansprüchen zu, für die kein aktiver Markt besteht. Dies gilt unabhängig davon, ob die Finanzinstrumente originär begründet oder im Sekundärmarkt erworben wurden. Ein aktiver Markt ist dann gegeben, wenn notierte Preise regelmäßig zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellt werden und diese Preise repräsentativ für aktuelle Transaktionen zwischen fremden Dritten sind. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird diese bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Für die in den Finanzanlagen enthaltenen umkategorisierten Wertpapierbestände der Kategorie Kredite und Forderungen wird der jeweilige beizulegende Zeitwert zum Umkategorisierungszeitpunkt als neuer Buchwert angesetzt. Die zu diesem Zeitpunkt bestehende Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern verbleibt in den Anderen Rücklagen im Eigenkapital und wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst.

Für Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen wird eine Wertminderung nach analogen Maßstäben wie für das Kreditgeschäft gebildet (vergleiche Note 9). Die Wertminderungen für diese Finanzinstrumente werden im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst und direkt von den Finanzanlagen gekürzt. Sollten die Indikatoren für eine Wertminderung von einzelnen Wertpapieren nicht mehr gegeben sein beziehungsweise nicht mehr auf eine Wertminderung hindeuten, so müssen diese bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam zugeschrieben werden. Ebenso kann ein verbessertes Risikoumfeld zur Auflösung einer zuvor gebildeten Wertminderung auf Portfolioebene führen.

• Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte (Held-to-Maturity):

Dieser Kategorie dürfen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen sowie festgelegter Laufzeit dann zugeordnet werden, wenn die Absicht sowie die Fähigkeit besteht, sie bis zur Endfälligkeit zu halten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei Vorliegen einer Wertminderung wird dieses bei der Ermittlung der fortgeführten Anschaffungskosten erfolgswirksam berücksichtigt. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt und erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt. Der Commerzbank-Konzern verwendete die Kategorie bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte auch im Geschäftsjahr 2011 nicht.

  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Financial Assets or Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss); für die Zuordnung ist eine der folgenden Bedingungen zu erfüllen:
    • Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten (Held for Trading): Diese Kategorie umfasst die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden (Handelsaktiva und -passiva).

Derivative Finanzinstrumente, die als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, sind nur dann in den Handelsaktiva beziehungsweise Handelspassiva enthalten, wenn diese die Bedingungen für die Anwendung des Hedge Accountings (vergleiche unten in dieser Note) nicht erfüllen. Ansonsten werden sie als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

Handelsaktiva und Handelspassiva werden zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

Kann der beizulegende Zeitwert nicht einem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Die Bewertung von Zins- und Zinswährungsderivaten erfolgt gemäß den Marktusancen unter Berücksichtigung der jeweiligen Fixing-Frequenz für variable Zahlungen. Bei Derivatepositionen können zudem bei Ausfall der Kontrahenten Wiedereindeckungskosten entstehen, wenn nach Berücksichtigung von Aufrechnungsvereinbarungen und Sicherheitsabreden ein positiver Marktwert verbleibt. Diese potenziellen Wiedereindeckungskosten sind bei der Fair-Value-Ermittlung von Handelspositionen zu berücksichtigen. Der Commerzbank-Konzern bildet in diesem Fall sogenannte Counterparty Default Adjustments (CDA), die den erwarteten Verlust aus einem möglichen Ausfall des Kontrahenten berücksichtigen.

Die Bewertungs- sowie Veräußerungsergebnisse werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Handelsergebnis erfasst. Neben den realisierten und unrealisierten Ergebnissen weisen wir auch die Zins- und Dividendenerträge sowie Refinanzierungsaufwendungen, die aus Handelsgeschäften resultieren, im Handelsergebnis aus.

  • Zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente (Designated at Fair Value through Profit or Loss): Gemäß der sogenannten Fair Value Option ist es zulässig, jedes Finanzinstrument freiwillig einer Bewertung zum Fair Value mit Erfassung der Bewertungsergebnisse in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu unterwerfen. Die Entscheidung zur Nutzung der Fair Value Option ist für ein Finanzinstrument zum Zeitpunkt des Zugangs unwiderruflich zu treffen. Voraussetzung für die Anwendung der Fair Value Option für ein Finanzinstrument ist, dass
    • eine Ansatz- oder Bewertungsinkongruenz (Accounting Mismatch) vermieden oder erheblich reduziert wird oder
    • das Management und die Performancemessung eines Portfolios aus Finanzinstrumenten auf Fair-Value-Basis erfolgt oder
    • das Finanzinstrument ein oder mehrere trennungspflichtige eingebettete Derivate enthält.

Finanzinstrumente, für die die Fair Value Option angewendet wird, verbleiben in ihrem jeweiligen Bilanzposten. Die Bewertungsergebnisse erfassen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Posten Handelsergebnis, Zinserträge und -aufwendungen weisen wir im Zinsergebnis aus. Weitere Ausführungen zu Art und Umfang der Anwendung der Fair Value Option im Commerzbank-Konzern finden sich in Note 82.

• Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available-for-Sale):

Diese Kategorie umfasst alle nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die keiner der vorgenannten Kategorien zugeordnet wurden oder für die eine Designation als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte erfolgte. Dabei handelt es sich insbesondere um verzinsliche Wertpapiere, Aktien und Beteiligungen. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Kann der beizulegende Zeitwert keinem aktiven Markt entnommen werden, bewerten wir die Bestände grundsätzlich anhand von Vergleichspreisen, indikativen Preisen von Preisagenturen beziehungsweise anderen Kreditinstituten (Lead-Managern) oder interner Bewertungsverfahren (Barwert- oder Optionspreismodellen). Ist der beizulegende Zeitwert bei Eigenkapitalinstrumenten ausnahmsweise nicht verlässlich ermittelbar, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen. Das Ergebnis aus der Bewertung weisen wir – nach Berücksichtigung latenter Steuern – erfolgsneutral in einem gesonderten Posten der Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) innerhalb des Eigenkapitals aus. Agien oder Disagien bei Fremdkapitalinstrumenten werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsüberschuss vereinnahmt. Zinserträge, Dividendenzahlungen und laufende Beteiligungsergebnisse aus Vermögenswerten, die dieser Kategorie zuzuordnen sind, werden ebenfalls im Zinsüberschuss gezeigt. Bei einer Veräußerung des finanziellen Vermögenswerts lösen wir das bislang in der Neubewertungsrücklage erfolgsneutral bilanzierte kumulierte Bewertungsergebnis auf und erfassen es erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung.

Für die Finanzinstrumente dieser Kategorie ist zu prüfen, ob objektive Hinweise gemäß IAS 39.59 (zum Beispiel Vertragsbruch, Schadensfall, erhöhte Wahrscheinlichkeit für Sanierungsverfahren oder Insolvenz) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstrumentes ist. Im Falle einer Wertminderung ist das Bewertungsergebnis nicht mehr erfolgsneutral in den Anderen Rücklagen (Neubewertungsrücklage) im Eigenkapital, sondern als Wertminderungsaufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Ergebnis aus Finanzanlagen zu erfassen.

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353 Bestätigungsvermerk

Im Commerzbank-Konzern werden Eigenkapitalinstrumente des Available-for-Sale-Bestandes abgeschrieben, wenn der beizulegende Zeitwert entweder signifikant (≥ 20%) oder dauerhaft (mindestens neun Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Neben diesen quantitativen Hinweisen (Trigger-Events) werden zur Prüfung auch die qualitativen Trigger-Events des IAS 39.59 herangezogen. Wertaufholungen dürfen bei Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte nicht erfolgswirksam erfasst werden; vielmehr sind sie ergebnisneutral über die Neubewertungsrücklage zu buchen. Bei nicht notierten Eigenkapitalinstrumenten, für die ein verlässlicher beizulegender Zeitwert nicht regelmäßig ermittelt werden kann und die deshalb zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertminderungen bewertet sind, darf überhaupt keine Wertaufholung vorgenommen werden.

Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn qualitative Trigger Events (IAS 39.59) vorliegen. Zur Operationalisierung der qualitativen Trigger-Events wurden im Commerzbank-Konzern zusätzliche Indikatoren für eine Abschreibung entwickelt. So sind zum Beispiel Fremdkapitalinstrumente dieser Kategorie grundsätzlich abzuschreiben, wenn das Rating des Schuldners CCC oder schlechter aufweist (siehe Note 84; S&P-Rating) und der Fair Value unter den fortgeführten Anschaffungskosten liegt.

Fallen die Gründe für eine Wertminderung von Fremdkapitalinstrumenten weg, ist eine Wertaufholung erfolgswirksam bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorzunehmen. Der über die Anschaffungskosten hinausgehende Betrag ist in der Neubewertungsrücklage zu erfassen.

• Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities): Alle finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht als zu Handelszwecken gehalten kategorisiert wurden und für die nicht die Fair Value Option angewendet wurde, fallen unter die Kategorie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Zu dieser Kategorie zählen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie Verbriefte Verbindlichkeiten. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien beziehungsweise Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

c) Nettoerfolge

Die Nettoerfolge umfassen erfolgswirksame Fair-Value-Bewertungen, Wertminderungen, Zuschreibungen, realisierte Abgangserfolge und nachträgliche Eingänge aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten der jeweiligen Kategorie gemäß IAS 39. Die Bestandteile werden in den Notes Zinsüberschuss, Risikovorsorge im Kreditgeschäft, Handelsergebnis und Ergebnis aus Finanzanlagen nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

d) Finanzgarantien (Financial Guarantee Contracts)

Eine Finanzgarantie ist gemäß IAS 39 ein Vertrag, bei dem der Garantiegeber zur Leistung bestimmter Zahlungen verpflichtet ist, die den Garantienehmer für einen Verlust entschädigen, der ihm entsteht, weil ein bestimmter Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen gemäß den ursprünglichen oder geänderten Bedingungen eines Schuldinstruments nicht fristgemäß nachkommt. Darunter können zum Beispiel Bankgarantien und -bürgschaften fallen (vergleiche Note 92). Ist der Commerzbank-Konzern Garantienehmer, wird die Finanzgarantie bilanziell nicht erfasst und nur bei der Ermittlung der Wertminderung eines besicherten Vermögenswertes berücksichtigt. Als Garantiegeber erfasst der Commerzbank-Konzern die Verpflichtung aus einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss. Die Erstbewertung erfolgt mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erfassungszeitpunkt. Insgesamt betrachtet ist der beizulegende Zeitwert einer Finanzgarantie bei Vertragsabschluss null, denn der Wert der vereinbarten Prämie wird bei marktgerechten Verträgen regelmäßig dem Wert der Garantieverpflichtung entsprechen (sogenannte Nettomethode). Die Folgebewertung erfolgt zum höheren Betrag aus fortgeführten Anschaffungskosten oder dem Rückstellungsbetrag, der gemäß IAS 37 in Verbindung mit IAS 39 im Falle einer drohenden Inanspruchnahme zu bilden ist.

Sofern eine Finanzgarantie Bestandteil einer Finanzierungszusage ist, für die eine Handelsabsicht besteht, ist auch die Finanzgarantie als zu Handelszwecken gehalten zu kategorisieren. Die Behandlung solcher Finanzgarantien erfolgt dann abweichend zu der vorhergehenden Beschreibung gemäß den Vorgaben der Kategorie zu Handelszwecken gehalten (vergleiche Note 5 b).

e) Eingebettete Derivate (Embedded Derivatives)

IAS 39 regelt auch die bilanzielle Behandlung von Derivaten, die in originäre Finanzinstrumente eingebettet sind (Embedded Derivatives). Dabei handelt es sich zum Beispiel um Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien) oder Anleihen mit indexbezogener Verzinsung. Gemäß IAS 39 ist das eingebettete Derivat unter bestimmten Bedingungen getrennt vom originären Trägerinstrument wie ein freistehendes Derivat zu bilanzieren.

Eine solche bilanzielle Trennungspflicht ist dann gegeben, wenn die drei folgenden Bedingungen erfüllt sind:

  • Die Charakteristika und Risiken des eingebetteten Derivats sind nicht eng mit denen des originären Trägerinstrumentes verbunden,
  • ein eigenständiges Derivat mit den gleichen Bedingungen wie das eingebettete Derivat erfüllt die Definition eines Derivats nach IAS 39, und
  • das originäre Finanzinstrument wird nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

In diesem Fall ist das zu trennende eingebettete Derivat als Teil des Handelsbestands anzusehen und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bilanzieren. Bewertungsänderungen sind erfolgswirksam im Handelsergebnis zu erfassen. Die Bilanzierung und Bewertung des Basisvertrages folgt hingegen den Vorschriften der zugewiesenen Kategorie des Finanzinstruments.

Wenn die vorstehend genannten drei Bedingungen nicht erfüllt sind, wird das eingebettete Derivat nicht getrennt bilanziert und das hybride Finanzinstrument (strukturiertes Produkt) insgesamt nach den allgemeinen Vorschriften der Kategorie bewertet, der das Finanzinstrument zugeordnet wurde.

f) Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen (Hedge Accounting)

IAS 39 beinhaltet umfassende Regelungen für die bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen, sofern die Sicherungsinstrumente (insbesondere Derivate) nachweislich zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften (Grundgeschäften) eingesetzt werden.

Dabei werden vorwiegend zwei Formen des Hedge Accountings angewendet:

• Fair Value Hedge Accounting:

IAS 39 sieht die Anwendung des Hedge Accountings für Derivate vor, die der Absicherung des beizulegenden Zeitwertes bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten gegen ein oder mehrere festgelegte Risiken dienen. Einem Marktzinsrisiko beziehungsweise Zinsänderungsrisiko unterliegen insbesondere die Emissions- und Kreditgeschäfte des Konzerns und die Wertpapierbestände der Liquiditätssteuerung, sofern es sich um festverzinsliche Papiere handelt. Zur Absicherung dieser Risiken werden vor allem Zinsswaps verwendet.

Gemäß den Regelungen des Fair Value Hedge Accountings werden die zur Absicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente zum Fair Value als Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten bilanziert. Für den gesicherten Vermögenswert beziehungsweise die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden gegenläufigen Fair-Value-Änderungen ebenfalls bilanziell zu erfassen. Die gegenläufigen Bewertungsänderungen aus den Sicherungsinstrumenten sowie aus den gesicherten Grundgeschäften werden erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen erfasst. Der Teil der Zeitwertänderungen, der nicht dem abgesicherten Risiko zuzurechnen ist, wird entsprechend den Regeln der zugehörigen Bewertungskategorie behandelt. Fair Value Hedge Accounting kann entweder als Mikro Fair Value Hedge oder als Portfolio Fair Value Hedge für Zinsrisiken ausgestaltet werden:

  • Beim Micro Fair Value Hedge Accounting wird ein Grundgeschäft mit einem oder mehreren Sicherungsgeschäften in einer Sicherungsbeziehung verknüpft. Die Buchwerte der Grundgeschäfte werden im Falle von Fair-Value-Änderungen, die dem abgesicherten Risiko zuzuordnen sind, erfolgswirksam angepasst.
  • Beim Portfolio Fair Value Hedge wird die Absicherung von Zinsrisiken auf Portfolioebene abgebildet. Abgesichert werden nicht einzelne Geschäfte oder Gruppen von Geschäften mit ähnlicher Risikostruktur, sondern ein Betrag von Grundgeschäften gegliedert nach Laufzeitbändern entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in einem Portfolio. Portfolios können nur Aktiva, nur Passiva oder beides enthalten. Bei dieser bilanziellen Abbildung von Sicherungszusammenhängen werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte als separater Aktiv- beziehungsweise Passivposten in der Bilanz erfasst. Der abgesicherte Betrag der Grundgeschäfte wird im Konzernabschluss ohne Sicht- oder Spareinlagen bestimmt (die Regelungen des EU-Carve-outs werden damit nicht in Anspruch genommen).
  • Cash Flow Hedge Accounting:

IAS 39 sieht die Anwendung des Cash Flow Hedge Accountings für Derivate vor, die der Absicherung gegen das Risiko einer Veränderung künftiger Zahlungsströme dienen. Im Rahmen des Cash Flow Hedge Accountings eingesetzte Derivate werden zum Fair Value bilanziert. Das Bewertungsergebnis wird, sofern effektiv, erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Rücklage aus Cash Flow Hedges im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird hingegen ergebniswirksam als Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zugrunde liegenden Geschäfte ändern sich die oben beschriebenen allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht.

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Die Anwendung der Regeln des Hedge Accountings ist an eine Reihe von Bedingungen gebunden. Diese beziehen sich insbesondere auf die Dokumentation des Sicherungszusammenhangs

sowie auf die Wirksamkeit der Absicherungsmaßnahme.

Die Sicherungsbeziehung muss ab dem Zeitpunkt ihrer Begründung dokumentiert werden. Die Dokumentation umfasst insbesondere die Identifikation des Sicherungsinstruments und des gesicherten Grundgeschäfts sowie die Kennzeichnung des gesicherten Risikos und der Methodik zur Bestimmung der Effektivität des Sicherungszusammenhangs. Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accountings den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs während des gesamten Zeitraums der Sicherungsbeziehung. Unter Effektivität wird in diesem Zusammenhang das Verhältnis der aus dem gesicherten Grundgeschäft resultierenden Änderungen des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) beziehungsweise des Zahlungsstroms zur gegenläufigen Änderung des beizulegenden Zeitwertes beziehungsweise des Zahlungsstroms aus dem Sicherungsinstrument verstanden. Wenn sich diese Änderungen fast vollständig ausgleichen, liegt eine hohe Effektivität vor. Der Effektivitätsnachweis verlangt einerseits, dass für eine Sicherungsbeziehung künftig eine hohe Effektivität erwartet werden kann (prospektive Effektivität). Andererseits ist während des Bestehens der Sicherungsbeziehung regelmäßig nachzuweisen, dass diese während der Berichtsperiode hoch effektiv war (retrospektive Effektivität). Die Effektivität muss sowohl prospektiv als auch retrospektiv innerhalb einer Bandbreite zwischen 0,8 und 1,25 liegen.

Die Commerzbank wendet für die Effektivitätsmessung für Mikro Fair Value Hedge Accounting das statistische Verfahren der Regressionsanalyse an, wobei die Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument für den prospektiven Effektivitätstest durch historische Simulationen ermittelt werden. Retrospektiv werden die tatsächlichen Wertveränderungen genutzt. Auch für Portfolio Fair Value Hedge Accounting kommt für den prospektiven Effektivitätstest die Regressionsanalyse zur Anwendung, während für den retrospektiven Effektivitätstest die Dollar-Offset-Methode zur Anwendung kommt.

(6) Währungsumrechnung

Monetäre Vermögenswerte und Schulden, die auf Fremdwährung lauten, und schwebende Fremdwährungskassageschäfte werden zum Kassamittelkurs des Bilanzstichtages, Devisentermingeschäfte zum Terminkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Realisierte Aufwendungen und Erträge rechnen wir grundsätzlich mit dem zum Zeitpunkt der Realisierung gültigen Kassakurs um. Zur Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen können auch Durchschnittskurse verwendet werden, sofern diese keine bedeutenden Schwankungen aufweisen. Kursgesicherte Aufwendungen und Erträge rechnen wir zum Sicherungskurs um. Die aus der Umrechnung von Bilanzposten resultierenden Aufwendungen und Erträge werden grundsätzlich erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst.

Nicht monetäre Posten, zum Beispiel Beteiligungen, werden grundsätzlich mit historischen Kursen umgerechnet, wenn sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Wir nutzen für die Umrechung den Stichtagskurs, wenn sie zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Ergebnisse aus der Umrechnung von Gewinnen oder Verlusten aus nicht monetären Posten weisen wir entsprechend der Erfassung der Gewinne oder Verluste entweder ergebnisneutral im Eigenkapital oder ergebniswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung aus.

Die Umrechnung von in Fremdwährung aufgestellten Abschlüssen von konsolidierten Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen erfolgt für Erträge und Aufwendungen grundsätzlich zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls. Vereinfachend kann bei der Umrechnung auch ein Kurs verwendet werden, der einen Näherungswert für den Umrechnungskurs am Tag des Geschäftsvorfalls darstellt, beispielsweise der Durchschnittskurs einer Periode. Alle sich aus der Umrechnung ergebenden Differenzen sind als separater Bestandteil des Eigenkapitals in der Rücklage aus der Währungsumrechnung erfolgsneutral anzusetzen. Umrechnungsgewinne und -verluste aus der Kapitalkonsolidierung weisen wir ebenfalls erfolgsneutral in der Rücklage aus der Währungsumrechnung im Eigenkapital aus. Zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Vermögenswerte werden die Umrechnungsdifferenzen erfolgswirksam im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst.

(7) Barreserve

Die Barreserve umfasst den Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken, Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind. Mit Ausnahme der Schuldtitel öffentlicher Stellen, die wir zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanzieren, sind alle Bestände zum Nennwert ausgewiesen.

(8) Forderungen

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden im Commerzbank-Konzern, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden und nicht an einem aktiven Markt notiert sind, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt im Zinsergebnis vereinnahmt. Forderungen an Kreditinstitute und Kunden, die im Rahmen der Fair Value Option angesetzt werden, bilanzieren wir zum beizulegenden Zeitwert. Die Buchwerte von Forderungen, für die Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem aktivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst.

(9) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Den besonderen Risiken im bilanziellen und außerbilanziellen Kreditgeschäft, das der Kategorie Kredite und Forderungen zuzuordnen ist, tragen wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen (Specific Loan Loss Provisions; SLLP), pauschalierten Einzelwertberichtigungen (Portfolio Loan Loss Provisions; PLLP) und Portfoliowertberichtigungen (General Loan Loss Provisions; GLLP) Rechnung.

Bei der Ermittlung der Risikovorsorge wird grundsätzlich nach ausgefallenen und nicht ausgefallenen Forderungen beziehungsweise nach nicht signifikanten (Volumen bis 1 Mio. Euro) und signifikanten Forderungen (Volumen größer als 1 Mio. Euro) unterschieden. Als ausgefallen beziehungsweise notleidend werden alle Forderungen bezeichnet, die gemäß Basel-II-Regularien als Ausfall (Default) identifiziert wurden. Für den Default eines Kunden können folgende Ereignisse ausschlaggebend sein:

  • Drohende Zahlungsunfähigkeit (größer 90 Tage überfällig).
  • Die Bank begleitet die Sanierung/Restrukturierung des Kunden mit und ohne Sanierungsbeiträgen.
  • Die Bank kündigt die Forderungen.
  • Der Kunde ist im Insolvenzverfahren.

Für signifikante ausgefallene Forderungen bilden wir nach konzerneinheitlichen Maßstäben Einzelwertberichtigungen. Sowohl für die Berechnung der Einzelrisikovorsorge als auch die der Rückstellung für Einzelrisiken (SLLP) werden die Barwerte der zukünftig erwarteten Zahlungsströme (Cashflows) herangezogen. In den Cashflows werden neben den erwarteten Zahlungen auch die Erlöse aus der Sicherheitenverwertung und sonstige erzielbare Cashflows berücksichtigt. Die Risikovorsorge entspricht also der Differenz zwischen dem Buchwert des Kredites und dem Barwert der gesamten erwarteten Rückflüsse. Unter Verwendung des ursprünglichen Effektivzinssatzes wird die Erhöhung des Barwerts durch den Zeitablauf als Zinsertrag (sogenanntes Unwinding) erfasst.

Für ausgefallene, aber nicht signifikante Forderungen wird auf Grundlage von internen Parametern eine pauschalierte Einzelwertberichtigung beziehungsweise Rückstellung (PLLP impaired) gebildet.

Für nicht ausgefallene Forderungen tragen wir den Kreditrisiken in Form von Portfoliowertberichtigungen (GLLP) Rechnung. Die Höhe der zu bildenden Portfoliowertberichtigung sowohl für das bilanzielle wie auch das außerbilanzielle Geschäft, wird unter Verwendung von aus der Basel-II-Systematik abgeleiteten Parametern ermittelt.

Der Gesamtbetrag der Risikovorsorge kürzen wir, sofern er sich auf bilanzielle Forderungen bezieht, in der Bilanz von den entsprechenden Aktivposten. Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Geschäfte (Eventualverbindlichkeiten, Kreditzusagen) wird hingegen als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Uneinbringliche Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen bestanden, werden direkt abgeschrieben. Eingänge auf abgeschriebene Forderungen werden erfolgswirksam in der Risikovorsorge erfasst. Wertgeminderte Forderungen werden unter Verbrauch von etwaigen bestehenden Einzelwertberichtigungen (teil-)abgeschrieben, wenn sich die teilweise oder vollständige Uneinbringlichkeit der Forderung herausstellt. Forderungsteile wertgeminderter Forderungen, die die bestehende Risikovorsorge übersteigen, schreiben wir im Falle der Uneinbringlichkeit ebenfalls direkt ab.

(10) Echte Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihgeschäfte

Repo-Geschäfte sind Kombinationen aus Kassakäufen oder -verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf auf Termin mit demselben Kontrahenten. Die bei Repo-Geschäften in Pension gegebenen Wertpapiere (Kassaverkauf) werden in der Konzernbilanz weiterhin als Wertpapierbestand jeweils entsprechend der zugrunde liegenden Kategorie bilanziert und bewertet. Eine Ausbuchung der Wertpapiere erfolgt nicht, da wir alle mit dem Eigentum am Pensionsgegenstand ver-

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    - 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)

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bundenen Chancen und Risiken zurückbehalten. Für die übertragenen, aber nicht ausgebuchten finanziellen Vermögenswerte bestehen insofern die gleichen Risiken und Chancen wie für die nicht übertragenen finanziellen Vermögenswerte, die in Note 5 beschrieben sind.

Der Liquiditätszufluss aus dem Repo-Geschäft wird je nach Gegenpartei als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder gegenüber Kunden in der Bilanz ausgewiesen. Vereinbarte Zinszahlungen werden laufzeitgerecht als Zinsaufwendungen im Zinsergebnis erfasst.

Die bei Reverse Repos entstehenden Liquiditätsabflüsse werden als Forderungen an Kreditinstitute oder Kunden bilanziert. Die Bewertung erfolgt entweder zum beizulegenden Zeitwert unter Anwendung der Fair Value Option oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die dem Geldgeschäft zugrunde liegenden in Pension genommenen Wertpapiere (Kassakauf) werden nicht in der Bilanz ausgewiesen und folglich auch nicht bewertet. Vereinbarte Zinsen aus Reverse Repos werden laufzeitgerecht als Zinserträge im Zinsergebnis erfasst.

Wertpapierleihgeschäfte schließen wir mit Kreditinstituten und Kunden ab, um der Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Diese Geschäfte bilanzieren wir analog dem Ausweis von Wertpapieren aus echten Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere weiterhin in unserem Wertpapierbestand (Handelsaktiva oder Finanzanlagen) und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Entliehene Wertpapiere werden nicht bilanziert und auch nicht bewertet. Im Rahmen von Wertpapierleihgeschäften kann das Bonitätsrisiko des Kontrahenten durch die Stellung von Sicherheiten unter anderem in Form von Liquidität vermieden werden. Die Stellung von Sicherheiten für ein Leihgeschäft wird als "Cash Collateral Out" (gezahlte Sicherheitsleistung) und der Erhalt von Sicherheiten als "Cash Collateral In" (erhaltene Sicherheitsleistungen) bezeichnet. Darüber hinaus werden Cash Collateral Outs im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt. Durch uns gestellte Barsicherheiten für Wertpapierleihgeschäfte weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten als Verbindlichkeiten aus. Erträge und Aufwendungen aus dem Wertpapierleihgeschäfte werden laufzeitgerecht im Zinsergebnis erfasst.

(11) Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

In diesen Posten erfassen wir aktivisch beziehungsweise passivisch die zinsinduzierten Wertänderungen der Grundgeschäfte, für die Portfolio Fair Value Hedge Accounting angewendet wird.

(12) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

Derivative Finanzinstrumente, die zur Absicherung eingesetzt sind und sich für das Hedge Accounting qualifizieren sowie einen positiven Marktwert aufweisen, werden in diesem Bilanzposten ausgewiesen. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(13) Handelsaktiva

Im Posten Handelsaktiva weisen wir zum einen originäre Finanzinstrumente aus, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Dazu gehören zins- und eigenkapitalbezogene Wertpapiere, Schuldscheindarlehen sowie Anteile an Investmentfonds. Zum anderen sind hier alle derivativen Finanzinstrumente ausgewiesen, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden und einen positiven beizulegenden Zeitwert besitzen. Darüber hinaus werden dem Handelsbuch zugeordnete Kreditzusagen mit positivem Marktwert in diesem Posten bilanziert.

(14) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Als Finanzanlagen weisen wir alle nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere, Aktien und andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere, sowie Anteile an Investmentfonds, Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen aus, es sei denn, sie sind als zur Veräußerung gehalten im Sinne von IFRS 5 zu behandeln. Die nicht at-Equity-bewerteten Anteile an assoziierten Unternehmen beziehungsweise Gemeinschaftsunternehmen weisen wir in den Finanzanlagen unter Beteiligungen aus.

In den Finanzanlagen enthaltene Finanzinstrumente der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Bestände, die der Kategorie zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte zugeordnet sind, erfolgt zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Agien oder Disagien werden erfolgswirksam über die Laufzeit verteilt und im Zinsergebnis vereinnahmt. Ebenfalls im Zinsergebnis werden Zinserträge aus Schuldverschreibungen, Dividendenzahlungen aus Aktien und aus Anteilen an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen sowie laufende Beteiligungsergebnisse gezeigt.

Sofern für hier bilanzierte Finanzinstrumente eine effektive Sicherungsbeziehung im Rahmen eines Fair Value Hedges zu einem derivativen Finanzinstrument besteht, wird der Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwertes, der auf das gesicherte Risiko entfällt, erfolgswirksam im Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte von Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, weisen wir im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option aus, das Bestandteil des Handelsergebnisses ist.

(15) Immaterielle Anlagewerte

Unter den Immateriellen Anlagewerten bilanzieren wir insbesondere Software, erworbene Markennamen, Kundenbeziehungen und Geschäfts- oder Firmenwerte. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Software und Kundenbeziehungen schreiben wir aufgrund ihrer begrenzten Nutzungsdauer linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer ab. Für Marken beziehungsweise Markennamen erwarten wir, dass hieraus unbegrenzt Cashflows generiert werden können. Deshalb werden auch Markennamen ebenso wie Geschäfts- oder Firmenwerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer mindestens jährlich einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen.

Methode des Werthaltigkeitstests

Alle Geschäfts- oder Firmenwerte sowie Markennamen werden zum Erwerbszeitpunkt auf die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (Cash Generating Units) allokiert. Die Commerzbank hat die Segmente nach IFRS 8 als zahlungsmittelgenerierende Einheiten definiert. Eine Beschreibung der Segmente erfolgt in Note 44. In der Folge werden diese Vermögenswerte mindestens jährlich zu jedem Bilanzstichtag auf ihren künftigen wirtschaftlichen Nutzen auf Basis der Cash Generating Units überprüft. Dabei wird der Buchwert des gebundenen Eigenkapitals eines Segments als Cash Generating Unit (einschließlich eines zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts) mit deren erzielbarem Betrag verglichen. Der erzielbare Betrag wird als der höhere Betrag aus Nutzungswert (Value in Use) und Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost to Sell) ermittelt. Der Nutzungswert basiert auf den erwarteten Ergebnissen der Einheit sowie den Kapitaleffekten gemäß der vom Vorstand genehmigten Mehrjahresplanungen der einzelnen Segmente. Sofern der Nutzungswert den Buchwert unterschreitet, wird zusätzlich der Nettoveräußerungswert (Fair Value less Cost to Sell) ermittelt. Der höhere Wert wird angesetzt.

Annahmen im Werthaltigkeitstest

Die Ertragswertberechnungen beruhen auf der Mehrjahresplanung der Segmente. Diese besteht neben der Ergebnisplanung aus einer Planung der Risikoaktiva sowie des gebundenen Eigenkapitals. Wesentliche Werttreiber sind Forderungsvolumina, Zinsüberschuss nach Risikovorsorge sowie Provisionsüberschuss. Weitere sensibel reagierende Planungsparameter sind die Risikoaktiva. Die Planungen basieren auf Prognosen des Economic Research hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und anderer wesentlicher Parameter wie zum Beispiel der Entwicklung der Zinsen, Wechselkurse, Aktien- und Rentenmärkte. Dabei finden ebenso Erfahrungen des Managements aus der Vergangenheit sowie eine Abwägung von Chancen und Risiken aus den Prognosen Eingang in die Planungen.

Die Mehrjahresplanung beinhaltet grundsätzlich vier Planjahre. Für den Werthaltigkeitstest wurde die Ergebnisplanung des letzten Planjahres bis 2019 fortgeschrieben, um die Auswirkungen von Basel III einschließlich der Übergangsregelungen auf das gebundene Kapital zu berücksichtigen.

Bei der Ertragswertberechnung haben wir durchschnittliche risikoadäquate Zinssätze zwischen 10,1 % (Vorjahr: 11,1%) und 13,2 % (Vorjahr: 12,2%) angewendet. Als nachhaltige Wachstumsrate für die Berechnung der ewigen Rente wird in allen Segmenten 2% (Vorjahr: 2%) angesetzt.

Sofern objektive Hinweise dafür vorliegen, dass der ursprünglich erkennbare Nutzen nicht mehr erzielt werden kann, ist zunächst eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit vorzunehmen; der Ausweis erfolgt in einem separaten Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Ein etwaiger darüber hinausgehender Wertminderungsbedarf wird anteilig auf die übrigen Vermögenswerte der Einheit verteilt.

Erworbene Kundenbeziehungen werden über einen Zeitraum von sieben bis fünfzehn Jahren abgeschrieben.

Für den Posten Software nehmen wir eine lineare Abschreibung über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von zwei bis zehn Jahren zulasten der Verwaltungsaufwendungen vor. Unter Software wird sowohl selbst erstellte als auch erworbene Software bilanziert. Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die immateriellen Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben. Für Geschäfts- oder Firmenwerte sind Zuschreibungen unzulässig.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

(16) Sachanlagen

Die hierunter ausgewiesenen Grundstücke und Gebäude sowie die Betriebs- und Geschäftsausstattung werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Wertminderungen nehmen wir in der Höhe vor, in der der Buchwert den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes übersteigt.

Sofern der Grund für eine in früheren Geschäftsjahren vorgenommene Wertminderung entfallen ist, werden die Vermögenswerte bis maximal zu den fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten zugeschrieben.

Die Bestimmung der Nutzungsdauer nehmen wir unter Beachtung der voraussichtlichen physischen Abnutzung, der technischen Veralterung sowie rechtlicher und vertraglicher Beschränkungen vor. Alle Sachanlagen werden linear über die folgenden Zeiträume abgeschrieben:

Voraussichtliche
Nutzungsdauer in
Jahren
Gebäude 25– 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2– 23

Anschaffungen geringwertiger Sachanlagen wurden aus Wesentlichkeitsgründen direkt als Verwaltungsaufwand erfasst. Gewinne aus der Veräußerung von Sachanlagen vereinnahmen wir in den Sonstigen Erträgen, Verluste weisen wir in den Sonstigen Aufwendungen aus.

(17) Leasinggeschäft

Nach IAS 17 wird ein Leasinggeschäft als Operating-Leasing-Verhältnis klassifiziert, wenn es nicht im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Finanzierungsleasing solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Maßgeblich für die Zuordnung der Chancen und Risiken ist grundsätzlich der Barwert der mit den Leasingverträgen verbundenen Zahlungsströme. Sofern der Barwert zumindest der Investitionssumme des Leasingobjekts entspricht, erfolgt eine Klassifizierung als Finanzierungsleasing. Zu den Leasingobjekten gehören insbesondere Immobilien und Kraftfahrzeuge.

Konzern als Leasinggeber

• Operating Leasing

Soweit die wesentlichen Chancen und Risiken aus dem Leasinggegenstand beim Leasinggeber verbleiben (Operating Leasing), wird dieser weiterhin bilanziert. Die Leasinggegenstände werden in der Konzernbilanz unter den Sonstigen Aktiva ausgewiesen. Die Bilanzierung der Leasingobjekte erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die über die wirtschaftliche Nutzungsdauer planmäßig erfolgenden Abschreibungen oder Wertminderungen. Die Leasingerlöse vereinnahmen wir, sofern in Einzelfällen nicht eine andere Verteilung geboten ist, linear über die Vertragslaufzeit und weisen sie im Sonstigen Ergebnis aus.

• Finanzierungsleasing

Wenn nahezu alle Chancen und Risiken an dem Leasinggegenstand auf den Leasingnehmer übergehen (Finanzierungsleasing), weisen wir im Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Leasingnehmer aus. Der Ausweis der Forderung erfolgt in Höhe des Nettoinvestitionswertes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses. Vereinnahmte Leasingraten werden in einen ertragswirksamen Zinsanteil und einen Tilgungsanteil aufgespalten. Die Erträge werden als Zinserträge auf der Basis einer periodengerechten Abgrenzung verteilt vereinnahmt.

Die Leasingverträge für Immobilien besitzen eine unkündbare Grundmietzeit und sind in der Regel mit Ankaufsrechten der Leasingnehmer ausgestattet. Berechnungsgrundlage für die Zahlungen des Leasingnehmers sind die Gesamtinvestitionskosten abzüglich der zu Beginn des Leasingvertrages festgelegten Restwerte der Leasingobjekte. Während der unkündbaren Grundmietzeit trägt der Leasingnehmer alle objektbezogenen Kosten sowie die Fremdkosten der Leasinggesellschaft. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasinggegenstandes trägt der Leasinggeber.

Die Leasingverträge für Mobilien (Fahrzeuge, EDV-Ausstattung) sind dagegen als Teilamortisationsverträge mit Andienungsrechten und als kündbare Verträge ausgestaltet. Im Fall der Teilamortisationsverträge wird aufgrund der im Verhältnis zur betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer kürzeren Grundmietzeit nur ein Teil der Gesamtinvestitionskosten amortisiert.

Kündbare Leasingverträge besitzen keine feste Grundmietzeit. Im Fall einer Kündigung wird eine im Voraus vereinbarte Abschlusszahlung fällig, die die noch nicht amortisierten Gesamtinvestitionskosten deckt. Erfolgt keine Kündigung, verlängert sich das Mietverhältnis. Die Gefahr des zufälligen oder teilweisen Untergangs des Leasingobjektes trägt wieder der Leasinggeber.

Konzern als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden grundsätzlich linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen der Commerzbank-Konzern als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

(18) Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Investment Properties) sind solche Grundstücke und Gebäude zu verstehen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder aus Gründen eines erwarteten Wertzuwachses gehalten werden. Der Commerzbank-Konzern weist unter anderem die im Rahmen der Sicherheitenverwertung als Finanzinvestition erworbenen Immobilien (Rettungserwerbe) aus.

Die Bewertung erfolgt zum Zugangszeitpunkt gemäß IAS 40 mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten unter Einbeziehung der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Für die Folgebewertung der als Finanzinvestitionengehaltenen Immobilien wird das Modell des beizulegenden Zeitwertes (Fair Value) angewendet. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes basiert im Wesentlichen auf jährlich aktualisierten Bewertungen von internen Sachverständigen sowie auf den bei der aktuellen Marktlage erzielbaren Marktpreisen. Die Bewertung gewerblich genutzter Objekte erfolgt in der Regel ertragswertorientiert; individuelle Wohnungsbauten werden üblicherweise sach- oder vergleichswertorientiert bewertet. Ein Gewinn beziehungsweise Verlust, der durch die Änderung des beizulegenden Zeitwertes entsteht, wird im Sonstigen Ergebnis der Periode erfolgswirksam berücksichtigt.

Laufende Erträge und Aufwendungen werden im Zinsüberschuss ausgewiesen.

(19) Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen

Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung höchstwahrscheinlich ist, sind als zur Veräußerung bestimmt zu klassifizieren. Die entsprechenden Vermögenswerte sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten anzusetzen, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Für verzinsliche und nicht verzinsliche Finanzinstrumente sowie für als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien erfolgt jedoch nur eine Ausweisänderung nach IFRS 5 und somit ein Umgliederung in die entsprechenden Bilanzposten. Die Bewertung erfolgt weiterhin nach IAS 39 beziehungsweise IAS 40.

Sollten aus der Bewertung gemäß IFRS 5 Wertminderungen resultieren, sind diese für Veräußerungsgruppen erfolgswirksam grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen, für langfristige Vermögenswerte grundsätzlich im Sonstigen Ergebnis zu erfassen. Eine spätere Wertaufholung ist auf die Summe der vorher erfassten Wertminderungen begrenzt.

Nach abgeschlossenem Verkauf werden die Veräußerungsergebnisse für langfristige Vermögenswerte im Sonstigen Ergebnis, für Veräußerungsgruppen grundsätzlich im Ergebnis aus Finanzanlagen erfasst.

(20) Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten bilanzieren wir, sofern sie nicht Handelszwecken dienen, mit fortgeführten Anschaffungskosten. Die in den Verbindlichkeiten eingebetteten Derivate (Embedded Derivatives) werden, sofern trennungspflichtig, abgespalten und mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet unter den Handelsaktiva oder -passiva ausgewiesen. Im Rahmen des Micro Fair Value Hedge Accountings werden gesicherte Verbindlichkeiten um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wird, sind mit ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert.

(21) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden derivative Finanzinstrumente ausgewiesen, die zur Absicherung eingesetzt werden und sich für das Hedge Accounting qualifizieren, sofern sie einen negativen Marktwert haben. Die Bewertung der Sicherungsinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(22) Handelspassiva

Derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden sowie Kreditzusagen des Handelsbuchs, die einen negativen Marktwert besitzen, werden unter den Handelspassiva ausgewiesen. Darüber hinaus bilanzieren wir auch eigene Emissionen des Handelsbuchs und Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen in diesem Posten. Die Bewertung der Handelspassiva erfolgt ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(23) Rückstellungen

Eine Rückstellung ist anzusetzen, wenn zum Bilanzstichtag aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung entstanden, der Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen bilden wir daher für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahmen.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Die Zuführung zu den unterschiedlichen Rückstellungsarten erfolgt über verschiedene Posten der Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Rückstellungen im Kreditgeschäft werden dem Risikovorsorgeaufwand, Restrukturierungsrückstellungen den Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen für Rechtsrisiken dem Sonstigen Ergebnis belastet. Die übrigen Rückstellungen werden grundsätzlich zulasten der Verwaltungsaufwendungen gebildet.

Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen werden dann angesetzt, wenn der Commerzbank-Konzern einen detaillierten formellen Plan für die Restrukturierungsmaßnahmen besitzt und bereits begonnen hat, diesen zu verwirklichen, oder die wesentlichen Details der Restrukturierung bekannt gemacht hat. Der detaillierte Plan umfasst die betroffenen Geschäftsbereiche, die ungefähre Anzahl der Mitarbeiter, deren Stellen im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen betroffen sind, die damit verbundenen Kosten und den Zeitraum, in dem die Restrukturierungsmaßnahme durchgeführt werden soll. Der detaillierte Plan muss in einer Art und Weise kommuniziert werden, dass die Betroffenen mit seiner Verwirklichung rechnen können. Der Posten Restrukturierungsaufwendungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält weitere im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen stehende Aufwendungen, die unmittelbar angefallen und nicht in der Restrukturierungsrückstellung enthalten sind.

Abzinsung

Der für eine Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Risiken und Unsicherheiten sind bei der Schätzung berücksichtigt. Langfristige Rückstellungen sind mit ihrem Barwert angesetzt.

(24) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersversorgung für die aktiven und ehemaligen Mitarbeiter und Hinterbliebenen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie einiger inländischer Tochterunternehmen richtet sich nach verschiedenen Versorgungssystemen (beitragsund leistungsorientierte Pläne).

Zum einen erwerben die Mitarbeiter eine Anwartschaft auf Versorgungsansprüche aufgrund einer beitragsorientierten Zusage über ein externes Versorgungswerk. Zur Finanzierung leistet der Konzern unter Beteiligung der aktiven Mitarbeiter einen festgelegten Beitrag an externe Versorgungsträger (unter anderem Versicherungsverein des Bankgewerbes a. G. (BVV), Berlin, Versorgungskasse des Bankgewerbes e. V., Berlin).

Die Höhe der gegenwärtigen und künftigen Pensionsleistungen wird hier durch die gezahlten Beiträge und die damit verbundenen Vermögenserträge bestimmt. Für diese mittelbaren Systeme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen beitragsorientierten Plan (Defined Contribution Plan) angewendet, das heißt die Beiträge an die externen Versorgungsträger im Personalaufwand erfasst. Rückstellungen werden nicht gebildet.

Zum anderen bestehen Verpflichtungen aus Versorgungsanwartschaften und laufenden Leistungen aufgrund einer unmittelbaren Versorgungszusage der Commerzbank, bei der die Höhe der Versorgungsleistung festgelegt und von Faktoren wie Alter, Vergütung und Betriebszugehörigkeit abhängig ist. Für diese Versorgungssysteme werden die Rechnungslegungsvorschriften gemäß IAS 19 für einen leistungsorientierten Plan angewendet (Defined Benefit Plan), das heißt, es werden Rückstellungen gebildet.

Für versorgungsberechtigte Mitarbeiter, die bis zum 31. Dezember 2004 in die Dienste der Commerzbank Aktiengesellschaft oder einigen anderen konsolidierten Gesellschaften eingetreten sind, richten sich die unmittelbaren Versorgungsansprüche überwiegend nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur Altersvorsorge (CBA). Die Leistungen nach dem CBA setzen sich der Höhe nach aus einem Initialbaustein für die Zeit bis zum 31. Dezember 2004 und aus einem Versorgungsbaustein – gegebenenfalls zuzüglich eines Dynamikbausteins – für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zusammen. Seit dem 1. Januar 2005 eingetretene Mitarbeiter erhalten eine Zusage nach dem Commerzbank-Kapitalplan zur betrieblichen Altersvorsorge (CKA). Die Leistungen nach dem CKA setzen sich der Höhe nach aus einer beitragsorientierten Garantieleistung für jedes beitragsfähige Kalenderjahr ab dem Jahr 2005 zuzüglich einer performanceabhängigen Komponente zusammen. Die Performancemessung erstreckt sich über den Zeitraum der Beitragszahlung bis zum Eintritt des Versorgungsfalles.

Die unmittelbare betriebliche Altersversorgung für die Mitarbeiter der ehemaligen Dresdner Bank Aktiengesellschaft wird seit dem 1. Januar 2010 ebenfalls nach den Regelungen des Commerzbank-Bausteinplans zur Altersvorsorge (CBA) durchgeführt.

Zur Erfüllung der unmittelbaren Versorgungsverpflichtungen in Deutschland wurden Deckungsmittel an einen rechtlich unabhängigen Treuhänder, den Commerzbank Pension-Trust e. V. (CPT), übertragen. Das vom CPT gehaltene Treuhandvermögen sowie entsprechende Deckungsmittel für Pensionsverpflichtungen bei Auslandseinheiten sind als Planvermögen im Sinne von IAS 19.7 qualifiziert. Gemäß IAS 19.54 sind diese Vermögenswerte mit dem Barwert der Verpflichtungen (DBO) zu saldieren, woraus eine entsprechende Reduzierung der Pensionsrückstellungen im Konzern resultiert.

Über die oben beschriebene Altersversorgung hinaus gibt es in Großbritannien einen intern finanzierten Gesundheitsfürsorgeplan, nach dem den Berechtigten in der Rentenphase medizinische Aufwendungen erstattet werden beziehungsweise ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung gewährt wird. Die daraus resultierenden Verpflichtungen sind gemäß IAS 19 nach den Regeln für leistungsorientierte Pensionspläne zu bilanzieren.

Der im Personalaufwand zu erfassende Pensionsaufwand für die unmittelbaren Versorgungszusagen setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: zum einen aus dem Dienstzeitaufwand (Service Cost), der die von den Anwärtern im Geschäftsjahr erdienten Ansprüche repräsentiert, zum anderen aus den Zinsaufwendungen (Interest Cost) auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen, da der Zeitpunkt der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen eine Periode vorangeschritten ist. Dagegen mindern die erwarteten Nettoerträge aus dem Planvermögen den Pensionsaufwand. Weiterhin wird der Pensionsaufwand durch die Tilgung bisher nicht erfolgswirksam erfasster versicherungsmathematischer Gewinne beziehungsweise Verluste in seiner Höhe beeinflusst. Wurden die unmittelbaren Versorgungszusagen geändert und ergibt sich hieraus eine Änderung der Leistungsverpflichtung, ist ein nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand beziehungsweise -ertrag zu erfassen.

Die Höhe der Rückstellung berechnet sich gemäß IAS 19.54 folgendermaßen:

Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung für Direktzusagen (DBO)

abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens ab-/zuzüglich nicht erfasster versicherungsmathematischer Verluste/Gewinne

ab-/zuzüglich eines gegebenenfalls bisher noch nicht erfassten, nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwandes/-

ertrages

= Höhe der Pensionsrückstellung

Bei leistungsorientierten Plänen bewertet ein unabhängiger Versicherungsmathematiker die Pensionsverpflichtungen und ähnliche Verpflichtungen (Altersteilzeit, Vorruhestand, Jubiläen) jährlich nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Dabei zieht dieser neben biometrischen Annahmen (zum Beispiel Heubeck-Richttafeln 2005G) insbesondere einen aktuellen Marktzins für langfristige, festverzinsliche Industrieanleihen höchster Bonität, Fluktuation und Karrieretrends sowie künftig zu erwartende Gehalts- oder Rentensteigerungsraten in die Berechnung ein.

Etwaige, noch nicht getilgte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste brauchen nach IAS 19.92 ff. erst in der Berichtsperiode erfasst zu werden, an deren Anfang sie den Korridor von 10% des Maximums aus DBO und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens übersteigen.

Die Commerzbank hat sich dafür entschieden, noch nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste schneller als nach der Regelamortisation in IAS 19 zu erfassen. Dazu werden ab einer Signifikanzgrenze von 75% des 10-%- Korridors 20% der innerhalb des Korridors liegenden Gewinne und Verluste amortisiert.

(25) Mitarbeitervergütungspläne

  1. Beschreibung der wesentlichen Vergütungspläne

a) Long-Term-Performance-Pläne (LTP) der Commerzbank Aktiengesellschaft

Für Führungskräfte und ausgewählte weitere Mitarbeiter hatte die Commerzbank bis zum Geschäftsjahr 2008 Long-Term-Performance-Pläne (LTP) aufgelegt. Seit dem Geschäftsjahr 2009 und bis auf Weiteres wird kein neuer LTP mehr angeboten.

Teilnahmeberechtigt waren Führungskräfte und Mitarbeiter in der Commerzbank Aktiengesellschaft, verschiedenen inländischen Tochtergesellschaften sowie ausgewählten operativen Auslandseinheiten. Die Teilnahme an den LTP war mit einer Eigenbeteiligung der Berechtigten an Commerzbank-Aktien verbunden.

Die Auszahlung der LTP ist an die Bedingung geknüpft, dass die Commerzbank Aktiengesellschaft eine Dividende im Geschäftsjahr der Auszahlung ausschüttet. Der Berechtigte erhält maximal 100 Euro pro Aktie, die bar ausgezahlt werden. Für die Auszahlung nach drei Jahren werden die Basiswerte, die im Ausgabejahr bestimmt wurden, mit den Daten des ersten Quartals des Berichtsjahres verglichen. Bei einer Outperformance von mindestens 1 Prozentpunkt gegenüber dem Dow-Jones-EURO-STOXX (für 50% der als Eigenbeteiligung eingebrachten Aktien) und/oder einer Kurssteigerung der Commerzbank-Aktie von mindestens 25% im Vergleich zum Basiswert (für 50% der als Eigenbeteiligung eingebrachten Aktien), erfolgt die Auszahlung. Sollte nach drei Jahren keines der Ausübungskriterien erfüllt worden sein, wird der Abgleich jeweils im Jahresabstand wiederholt. Vergleichsbasis bleiben die Daten des Ausgabejahres. Wird nach einer Laufzeit von fünf Jahren keine der Erfolgshürden übersprungen, wird der Plan beendet.

Die noch laufenden Pläne LTP 2007 bis 2008 ermöglichen theoretisch eine an der Aktien-/Indexkursentwicklung orientierte Vergütung bis zum Ablauf des Jahres 2012 beziehungsweise 2013. In den Geschäftsjahren 2010 und 2011 wurden keine LTP vergütet. Für die Folgejahre bis 2013 erwarten wir, dass die Ausübungskriterien ebenfalls nicht zum Tragen kommen.

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  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Die LTP sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich bilanziert.

b) Share Awards

Im Januar 2010 wurden Share Awards im Rahmen neuer Vergütungsmodelle für außertariflich bezahlte Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft eingeführt. Im Grundsatz sind Share Awards eine Komponente der variablen Vergütung, bei der es sich um eine aufgeschobene Vergütung durch die Zuteilung virtueller Commerzbank-Aktien handelt. Sie gelten als Teil der variablen Entlohnung für das abgelaufene Jahr und berechtigen nach Ablauf der Wartefrist ausschließlich zum Bezug des Brutto-Cash-Gegenwertes der zum Zeitpunkt der Zusage festgelegten Anzahl an Aktien. Der in Share Awards umzuwandelnde Teil des individuell festzulegenden variablen Vergütungsbetrags wird in Abhängigkeit vom Erfolg der Bank erst im Frühjahr des auf das Geschäftsjahr folgenden Jahres festgelegt. Die Anzahl der Aktien wird zum Zuteilungszeitpunkt bestimmt, indem der umzuwandelnde variable Vergütungsbetrag durch den durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie dem des Dezembers des Vorjahres geteilt wird. Die Auszahlung erfolgt grundsätzlich drei Jahre nach dem Zuteilungszeitpunkt.

Auch für die Ermittlung des Auszahlungsbetrags wird der durchschnittliche Xetra-Schlusskurs der Commerzbank-Aktien der Monate Januar und Februar des Auszahlungsjahres sowie der des Monats Dezember des Vorjahres herangezogen. Der auszuzahlende Betrag errechnet sich dann durch die Multiplikation dieses Durchschnittskurses mit der zum Zuteilungszeitpunkt festgelegten Anzahl von Aktien.

Hat die Commerzbank während der Laufzeit der Share Awards Dividenden gezahlt, wird zusätzlich zu dem Brutto-Cash-Gegenwert ein Barbetrag in Höhe der Dividende ausgeschüttet.

Die Zuteilung der Share Awards für das Geschäftsjahr 2010 und damit die Festlegung der Höhe der Rückstellung erfolgte 2011. Aufgrund der im Oktober 2010 in Kraft getretenen Instituts-Vergütungsverordnung (InstitutsVergV), war jedoch eine Anpassung der Vergütungssysteme zur variablen Vergütung ab dem Geschäftsjahr 2011 erforderlich. Hierfür wurde der Commerzbank Incentive Plan (CIP) eingeführt. Die Zusagen für das Modell des Geschäftsjahres 2010 werden somit über die kommenden drei Jahre auslaufen.

c) Commerzbank Incentive Plan (CIP)

Als Nachfolgemodell für das Modell des Geschäftsjahres 2010 (Share Awards) wurde der Commerzbank Incentive Plan (CIP) aufgelegt, durch den die Begünstigten neben einer Barkomponente auch eine bestimmte Anzahl an Commerzbank-Aktien erhalten.

Der Mechanismus des neuen Vergütungsmodells zur variablen Vergütung umfasst je nach Ausgestaltungsstufe eine kurzfristige Komponente (Short Term Incentive, STI) und eine langfristige Komponente (Long Term Incentive, LTI). Die STI-Komponente gilt als Entlohnung für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die LTI-Komponente gilt als Entlohnung für einen Erdienungszeitraum von vier Jahren.

Der in Form von Aktien gewährte Anteil an der variablen Vergütung richtet sich nach der sogenannten Risk-Taker-Gruppe.

  • Risk-Taker I (Executives, Mitglieder einer Geschäftsleitung).
  • Risk-Taker II (Vorsitzende von wichtigen Ausschüssen, Funktionen mit wesentlichem Einfluss auf das Gesamtrisikoprofil).
  • Non-Risk-Taker (übrige Mitarbeiter, deren variable Vergütung einen bestimmten Sockelbetrag überschreitet).

Hinsichtlich der Vergütungskomponenten unterscheiden sich Risk-Taker I und II in der Gewichtung der Kurz- und der Langfristkomponente. Bei beiden wird jeweils die Hälfte der kurzbeziehungsweise langfristigen Komponente in Form von Aktien vergütet. Bei der Gruppe der Non-Risk-Taker wird die Hälfte des Betrages, der den Sockelbetrag (Freibetrag) übersteigt, in Aktien gewährt.

Auf Basis von Planrechnungen werden im Geschäftsjahr die jeweiligen Vergütungsbestandteile geschätzt und aufwandswirksam gebucht. Die Höhe der variablen Vergütung und damit des auf Aktien entfallenden Teils wird im Rahmen des jährlichen sogenannten Zielerreichungsgesprächs (Performance-Bewertung I) in den ersten drei Monaten des Folgejahres endgültig festgelegt. Dieser Betrag repräsentiert die Obergrenze der variablen Vergütung der gesamten 4-jährigen Erdienungsperiode und kann in der Folgezeit als Ergebnis jährlicher Zielerreichungsgespräche nur gemindert werden aufgrund von quantitativer konzernspezifischer sowie individueller qualitativer Erfüllungsmerkmale. Die zu gewährende Anzahl an Aktien wird bestimmt, indem der auf Aktien entfallende Teil der variablen Vergütung durch den durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Commerzbank-Aktie der Monate Januar und Februar sowie dem des Dezembers des Vorjahres geteilt wird.

Die endgültige Verfügbarkeit der Aktien unterliegt beim STI einer 6-monatigen Sperrfrist. Beim LTI entsteht der Erwerbsanspruch nach der Performancebewertung II im Anschluss an den Erdienungszeitraum von vier Jahren (einschließlich des abgelaufenen Geschäftsjahres), also drei Jahre nach Bestimmung der zugrunde gelegten Aktienzahl. Auch hier gilt eine 6-monatige Sperrfrist nach dem Zeitpunkt des Anspruchserwerbs.

Hat die Commerzbank während der Laufzeit des CIPs Dividenden gezahlt, wird bei Fälligkeit zusätzlich ein Barbetrag in Höhe der Dividende ausgeschüttet.

Der Geltungsbereich des CIP umfasst ab dem Geschäftsjahr 2011 den gesamten Commerzbank-Konzern. Für Mitarbeiter an Standorten, an denen ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten rechtlich nicht zulässig ist oder grundsätzlich zwar möglich wäre, aber durch administrative Hürden für die Mitarbeiter ungünstig ist, erfolgt ein Barausgleich.

d) BRE Bank S.A.

Im März 2008 hat die BRE Bank S.A. für deren Vorstandsmitglieder zwei aktienbasierte Vergütungspläne aufgelegt. Während das erste Programm den Bezug von BRE-Bank-Aktien vorsieht, ermöglicht das zweite Programm den Bezug von Commerzbank-Aktien. Die Vorstandsmitglieder können in den Jahren 2009 bis 2018 an diesen Programmen teilnehmen. Die Teilnahme ist jedoch an verschiedene Bedingungen geknüpft, wie zum Beispiel die Eigenkapitalrendite oder den Jahresüberschuss der BRE Bank.

Während das Programm zum Bezug der BRE-Bank-Aktien jedes Jahr die gleichen Bedingungen aufweist, ist der Bezug von Commerzbank-Aktien jedes Jahr von deren Preis innerhalb der letzten 30 Tage vor dem jeweiligen Bezugstag maßgebend. Beide Programme sind als aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente einzustufen.

e) Sonstige konsolidierte Gesellschaften

Darüber hinaus besteht bei weiteren konsolidierten Unternehmen (zum Beispiel comdirect bank Aktiengesellschaft) für ausgewählte Mitarbeiter die Möglichkeit, im Rahmen von Beteiligungsmodellen an der typisierten Wertentwicklung der jeweiligen Gesellschaft zu partizipieren. Eine Vergütung ist dabei vom Erreichungsgrad vereinbarter Ziele abhängig. Zu diesen Modellen zählt auch die direkte Beteiligung an Aktien der entsprechenden Gesellschaft. Häufig werden diese zu vergünstigten Preisen und/oder in Kombination mit Call- beziehungsweise Put-Optionen angeboten. Darüber hinaus werden Optionsscheine und Bezugsrechte zum Aktienerwerb begeben. Auch Prämien werden gewährt, die entweder zur Aktienzeichnung verwendet oder in bar vergütet werden können. Die Einhaltung von Sperrfristen sowie spätere Rückkaufsvereinbarungen bedingen den Erhalt zusätzlicher Erträge.

2. Bilanzierung und Bewertung

Die Bilanzierung der hier beschriebenen Mitarbeitervergütungspläne erfolgt nach den Vorschriften des IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung (Share-based Payment). IFRS 2 unterscheidet aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und mit Barausgleich. Für beide Formen gilt jedoch, dass die Gewährung von aktienbasierten Vergütungen zum beizulegenden Zeitwert im Jahresabschluss zu erfassen ist. • Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Der beizulegende Zeitwert von aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente ist als Personalaufwand mit einer entsprechenden Berücksichtigung im Eigenkapital (Kapitalrücklage) zu erfassen. Der beizulegende Zeitwert für die STI-Komponente wird zum Zeitpunkt der Gewährung der Rechte ermittelt. Der beizulegende Zeitwert für die LTI-Komponente wird einmalig zum Zeitpunkt der Performancebewertung I (März n+1) ermittelt, als Durchschnittswert der Xetra-Schlusskurse der Monate Januar und Februar sowie Dezember des Vorjahres und aufwandswirksam linear über die Laufzeit des Erdienungszeitraums verteilt. Der als Aufwand erfasste Betrag wird nur insoweit angepasst, als sich die von dem Bilanzierenden gemachten Schätzungen über die Anzahl der endgültig zu gewährenden Eigenkapitalinstrumente ändern.

Sofern Rechte infolge des Ausbleibens von Ausübungsbedingungen (zum Beispiel Nichterreichen einer Leistungsvorgabe) nicht endgültig ausgeübt werden können, erfolgt keine Änderung der bisher im Eigenkapital erfassten Beträge.

• Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich Der Anteil des beizulegenden Zeitwertes von aktienbasierten Vergütungen mit Barausgleich, der auf bis zum Bewertungsstichtag geleistete Dienste entfällt, wird als Personalaufwand mit einem gleichzeitigen Ausweis als Rückstellung erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird an jedem Bilanzstichtag und bis einschließlich des Auszahlungstages neu ermittelt. Jede Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Verpflichtung ist aufwandswirksam zu berücksichtigen. Somit muss die Rückstellung am Auszahlungstag möglichst dem Betrag entsprechen, der als Zahlung an die begünstigten Mitarbeiter geleistet wird. Für Share Awards wird zum Zeitpunkt der Zuteilung der auf Share Awards entfallende Teil der Rückstellungen für den Personalbereich in die Rückstellung für Share Awards umgebucht. Der Betrag errechnet sich als Produkt aus der Zahl zugeteilter Rechte und dem durchschnittlichen Xetra-Schlusskurs der Monate Januar und Februar des Zuteilungsjahres sowie Dezember des Vorjahres. Zu den folgenden Bilanzstichtagen schwanken die Rückstellungen parallel zur Entwicklung des Aktienkurses der Commerzbank Aktiengesellschaft. Fluktuationsabschläge werden nicht vorgenommen, da die Share Awards auch bei Kündigung oder Tod nicht verfallen. Sofern die Commerzbank Aktiengesellschaft während der Wartefrist Dividendenzahlungen leistet, wird zum Auszahlungszeitpunkt je Share Award zusätzlich zum Auszahlungswert der Share Awards eine Barzahlung 202 Gesamtergebnisrechnung

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210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

in Höhe der Dividende geleistet, für die gegebenenfalls Rückstellungen zu bilden sind.

• Bewertungsmodelle

Für die Bewertung der Rückstellung der Share Awards wurde der Schlusskurs der Commerzbank Aktie am 30. Dezember 2011 zugrunde gelegt.

Die Schätzung des Volumens variabler Vergütung im Rahmen des CIP basiert auf der Planrechnung des Bemessungsjahrs, im konkreten Fall 2011.

Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes für den in der Commerzbank-Gruppe bestehenden Mitarbeitervergütungsplan LTP haben wir externe Aktuare beauftragt. Für die Bestimmung der nach den LTP eingeräumten Rechte wird ein Monte-Carlo-Modell genutzt, das kurssteigernde Änderungen der zukünftigen Aktienkurse simuliert. Das Modell basiert auf der Annahme, dass die Aktienrenditen um einen Mittelwert, der einer risikofreien Zinsanlage entspricht, statistisch normalverteilt sind.

Für die Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes durch externe Aktuare der in den übrigen konsolidierten Gesellschaften bestehenden Optionen aus den Mitarbeitervergütungsplänen wird in der Regel ein versicherungsmathematisches Binominal-Modell verwendet. Dieses berücksichtigt die Bedingungen und Konditionen, mit denen diese Rechte eingeräumt wurden. Der Aktienpreis zu jedem Bewertungsstichtag und der Ausübungspreis werden auf der Basis der in den Plänen enthaltenen spezifizierten Bedingungen und Formeln, die an den Nachsteuergewinn der jeweiligen Gesellschaft geknüpft sind, berechnet.

(26) Ertragsteuern

Tatsächliche Ertragsteueransprüche und -schulden werden anhand der steuerlichen Bestimmungen der jeweiligen Länder mit den aktuell gültigen Steuersätzen in der Höhe ermittelt, in der die Erstattung von der beziehungsweise die Zahlung an die jeweilige Steuerbehörde erwartet wird.

Aktive und passive latente Steuern werden für Differenzen zwischen den IFRS-Buchwerten der Vermögenswerte oder Schulden und deren steuerlichen Wertansätzen gebildet, soweit hieraus voraussichtlich zukünftige Ertragsteuerentlastungs- oder -belastungseffekte resultieren (temporäre Unterschiede) und kein Ansatzverbot besteht. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auch für steuerliche Verlustvorträge sowie für noch nicht genutzte Steuergutschriften gebildet. Für die Bewertung der latenten Steuern sind die zum 31. Dezember 2011 bereits beschlossenen, bei Realisierung der Unterschiede anwendbaren Ertragsteuersätze maßgebend.

Aktive latente Steuern auf steuerentlastende temporäre Differenzen, auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste sowie auf noch nicht genutzte Steuergutschriften werden nur in dem Umfang bilanziert, in dem es wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft steuerliche Ergebnisse des gleichen Steuersubjekts und in Bezug auf die gleiche Steuerbehörde anfallen.

Die Bildung und Fortführung aktiver und passiver latenter Steuern erfolgt – in Abhängigkeit von der Behandlung des zugrunde liegenden Sachverhaltes – entweder erfolgswirksam in den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag oder erfolgsneutral in der entsprechenden Eigenkapitalposition.

Den Ertragsteueraufwand beziehungsweise -ertrag weisen wir in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag aus.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden wurden saldiert, soweit ein Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Ertragsteuern besteht und sich die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für das gleiche Steuersubjekt erhoben werden.

Die zu versteuernden temporären Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Commerzbank-Konzerngesellschaften, für die keine latenten Ertragsteuerschulden passiviert wurden, betragen 113 Mio. Euro (Vorjahr: 95 Mio. Euro).

Eine Unterscheidung zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteueransprüchen sowie zwischen tatsächlichen und latenten Ertragsteuerschulden erfolgt in der Bilanz sowie in den Notes 57 und 68.

(27) Nachrang- und Hybridkapital

Als Nachrang- und Hybridkapital bilanzieren wir Genussrechtsemissionen, verbriefte und unverbriefte nachrangige Verbindlichkeiten sowie hybride Kapitalinstrumente. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Agien oder Disagien werden über die Laufzeit verteilt erfolgswirksam im Zinsergebnis vereinnahmt.

Die Buchwerte des Nachrang- und Hybridkapitals, für das Micro Fair Value Hedge Accounting angewendet wird, werden um die dem abgesicherten Risiko zuzurechnenden Fair-Value-Änderungen angepasst. Bei Anwendung von Portfolio Fair Value Hedge Accounting werden die Fair-Value-Änderungen in dem passivischen Bilanzposten Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges erfasst. Nachrang- und Hybridkapital, für das die Fair Value Option angewendet wird, bilanzieren wir mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

(28) Treuhandgeschäfte

Treuhandgeschäfte, die eine Verwaltung oder Platzierung von Vermögenswerten für fremde Rechnung zur Basis haben, werden in der Bilanz nicht ausgewiesen. Provisionszahlungen aus diesen Geschäften sind in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung im Provisionsüberschuss enthalten.

(29) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Hier weisen wir im Wesentlichen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie Unwiderrufliche Kreditzusagen zum Nominalwert aus.

Als Bürgschaften sind Sachverhalte auszuweisen, bei denen die meldende Gesellschaft als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einsteht. Unter Gewährleistungen fallen vertragliche Verpflichtungen, die das Einstehen für einen bestimmten Erfolg oder eine Leistung beinhalten.

Als Unwiderrufliche Kreditzusagen sind hier Verpflichtungen auszuweisen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Dazu gehören Verpflichtungen, Darlehen zu gewähren (zum Beispiel dem Kunden bekannt gegebene Linien), Wertpapiere zu kaufen oder Garantien und Akzepte bereitzustellen. Kreditzusagen, die

Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise

Im Rahmen des Eurosondergipfels am 21. Juli 2011 stimmten die Banken und Versicherungen zu, einen Beitrag zur Unterstützung Griechenlands zu leisten. Der vereinbarte Anleihetausch führte nach Berechnungen des IIF (Institute of International Finance) zu diesem Zeitpunkt zu einem Abwertungsbedarf von 21 % für Instrumente mit Endfälligkeiten bis 2020. Auf dem Krisengipfel am 26. Oktober 2011 haben sich die Staats- und Regierungschefs auf einen Schuldenschnitt von 50 % für griechische Anleihen geeinigt. Neben dem anteiligen Forderungsverzicht wurde damals ein Umtausch alter in neue Anleihen geplant. Am 21. Februar 2012 wurden die Verhandlungen beendet. Zum einen sieht das Verhandlungsergebnis nun einen Forderungsverzicht von 53,5 % der privaten Gläubiger vor. Zum anderen werden die verbleibenden Forderungen aus den Anleihen gegen neue Wertpapiere mit niedrigerer Verzinsung und längerer Laufzeit getauscht. Da der für die Bewertung der neuen Anleihen erforderliche Diskontsatz noch nicht final bestimmbar ist, dem Handelsbuch zuzuordnen sind, werden dagegen in den Handelsaktiva oder -passiva bilanziert.

Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und Kreditzusagen wird als Rückstellung für Risiken aus dem Kreditgeschäft gezeigt.

Die Erträge aus Bürgschaften werden im Provisionsüberschuss erfasst; deren Höhe wird durch Anwendung vereinbarter Sätze auf den Nominalbetrag der Bürgschaften bestimmt.

(30) Eigene Aktien

Die von der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen eigenen Aktien werden direkt vom Eigenkapital abgesetzt. Die Gewinne oder Verluste aus eigenen Aktien bilanzieren wir ergebnisneutral.

haben wir entschieden, einen marktüblichen Diskontsatz vergleichbarer Anleihen zu verwenden.

Somit haben wir zum 31. Dezember 2011 auf unsere griechischen Staatsanleihen der Kategorie Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) eine Abwertung von 73 % vorgenommen und die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere (Available-for-Sale) auf den Marktwert abgeschrieben. Nach der Wertminderung bilanzieren wir die Anleihen im Durchschnitt mit 26,4 % bezogen auf das Nominalvolumen.

Wir haben damit für die derzeit erkennbaren Ausfallrisiken im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise adäquat Vorsorge getroffen. Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheiten in der Eurozone sowie der damit verbundenen möglichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte, können sich aber auch künftig weitere Effekte auf den Commerzbank-Konzern ergeben.

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Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung

(31) Zinsüberschuss

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Zinserträge 17 343 18 306 – 5,3
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte)
1 232 1 225 0,6
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (Kredite und Forderungen)
15 456 15 949 – 3,1
Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften sowie aus dem
Wertpapierbestand (aus der Anwendung der Fair Value Option)
119 130 – 8,5
Vorfälligkeitsentschädigungen 87 132 – 34,1
Gewinne aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten
sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten1
166 26
Dividenden aus Wertpapieren 115 53
Laufendes Ergebnis aus Beteiligungen und nicht konsolidierten
Tochterunternehmen
41 77 – 46,8
Laufende Erträge aus zur Veräußerung und als Finanzinvestition
gehaltenen Immobilien
127 106 19,8
Sonstige Zinserträge 608 – 100,0
Zinsaufwendungen 10 619 11 252 – 5,6
Zinsaufwendungen für Nachrang- und Hybridkapital 940 1 030 – 8,7
Zinsaufwendungen für Verbriefte Verbindlichkeiten 3 584 4 494 – 20,2
Zinsaufwendungen für sonstige Verbindlichkeiten 5 256 5 055 4,0
Zinsaufwendungen aus der Anwendung der Fair Value Option2 36 94 – 61,7
Verluste aus der Veräußerung von Forderungen und Krediten
sowie aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten1
73 102 – 28,4
Laufende Aufwendungen aus zur Veräußerung und als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien
78 85 – 8,2
Sonstige Zinsaufwendungen 652 392 66,3
Gesamt 6 724 7 054 – 4,7

1 Darunter: 112 Mio. Euro Gewinne und 10 Mio. Euro Verluste aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten im laufenden Geschäftsjahr (Vorjahr: 23 Mio. Euro Gewinne und 33 Mio. Euro Verluste).

2 Darunter: 1 Mio. Euro für Nachrang- und Hybridkapital (Vorjahr: 1 Mio. Euro).

Für gekündigte Engagements und für wertberichtigte gewerbliche Immobilienfinanzierungen ergab sich ein Unwinding in Höhe von 195 Mio. Euro (Vorjahr 223 Mio. Euro).

Aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem Handelsbuch zugehören, waren – 342 Mio. Euro (Vorjahr: 608 Mio. Euro) im Zinsüberschuss enthalten.

Die laufenden Erträge und Aufwendungen aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien setzten sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Mieteinnahmen 61 94 – 35,1
Sonstige Erträge
Summe Erträge 61 94 – 35,1
Gebäude- und Raumkosten für vermietete Objekte 27 27 0,0
Sonstige Aufwendungen 33 55 – 40,0
Summe Aufwendungen 60 82 – 26,8

(32) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge stellte sich in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung des Konzerns wie folgt dar:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Zuführung zur Risikovorsorge – 3 467 – 4 440 – 21,9
Auflösung von Risikovorsorge 2 489 2 207 12,8
Direktabschreibungen – 594 – 459 29,4
Zuschreibungen, Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 182 193 – 5,7
Gesamt – 1 390 – 2 499 – 44,4

Der Nettoaufwand aus Zuführung und Auflösung gliederte sich wie folgt:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Einzelrisiken – 1 349 – 2 685 – 49,8
Forderungen an Kreditinstitute 24 19 26,3
Forderungen an Kunden – 1 376 – 2 656 – 48,2
Außerbilanzielle Geschäfte 3 – 48
Portfoliorisiken 371 452 – 17,9
Forderungen an Kreditinstitute – 20 7
Forderungen an Kunden 320 399 – 19,8
Außerbilanzielle Geschäfte 71 46 54,3
Direktabschreibungen, Zuschreibungen, Eingänge auf
abgeschriebene Forderungen – 412 – 266 54,9
Gesamt – 1 390 – 2 499 – 44,4

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(33) Provisionsüberschuss

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Provisionserträge 4 055 4 237 – 4,3
Wertpapiergeschäft 1 221 1 403 – 13,0
Vermögensverwaltung 161 175 – 8,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 303 1 290 1,0
Immobilienkreditgeschäft 193 226 – 14,6
Bürgschaften 230 238 – 3,4
Ergebnis aus Syndizierungen 272 241 12,9
Vermittlungsgeschäft1 325 330 – 1,5
Treuhandgeschäfte 8 8 0,0
Übrige Erträge 342 326 4,9
Provisionsaufwendungen 560 590 – 5,1
Wertpapiergeschäft 181 182 – 0,5
Vermögensverwaltung 22 17 29,4
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 131 158 – 17,1
Immobilienkreditgeschäft 36 40 – 10,0
Bürgschaften 86 80 7,5
Ergebnis aus Syndizierungen 4 2 100,0
Vermittlungsgeschäft1 67 72 – 6,9
Treuhandgeschäfte 3 4 – 25,0
Übrige Aufwendungen 30 35 – 14,3
Provisionsüberschuss
Wertpapiergeschäft 1 040 1 221 – 14,8
Vermögensverwaltung 139 158 – 12,0
Zahlungsverkehr und Auslandsgeschäft 1 172 1 132 3,5
Immobilienkreditgeschäft 157 186 – 15,6
Bürgschaften 144 158 – 8,9
Ergebnis aus Syndizierungen 268 239 12,1
Vermittlungsgeschäft1 258 258 0,0
Treuhandgeschäfte 5 4 25,0
Übrige 312 291 7,2
Gesamt 3 495 3 647 – 4,2

1 Umgliederung aus Übrige Provisionen; das Vorjahr wurde angepasst.

In den Provisionserträgen waren 882 Mio. Euro (Vorjahr: 792 Mio. Euro) und in den Provisionsaufwendungen 133 Mio. Euro (Vorjahr: 100 Mio. Euro) enthalten, die aus Geschäften mit Finanzinstrumenten resultieren, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

(34) Handelsergebnis

Das Handelsergebnis haben wir in drei Komponenten aufgeteilt:

  • Ergebnis aus dem Handel (dazu gehören der Handel mit Wertpapieren, Schuldscheindarlehen, Edelmetallen und derivativen Instrumenten sowie das Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente, die sich nicht für das Hedge Accounting qualifizieren)
  • Zinsergebnis

• Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option

Im Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option werden auch die Wertänderungen der dazugehörigen Derivate ausgewiesen.

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Ergebnis aus dem Handel1 703 1 504 – 53,3
Zinsergebnis 1 114 417
Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option 292 131
Gesamt 2 109 2 052 2,8

1 Einschließlich Ergebnis aus der Bewertung derivativer Finanzinstrumente.

Das Zinsergebnis aus dem Handel setzte sich aus 3 694 Mio. Euro Zinserträgen (Vorjahr: 3 437 Mio. Euro) und 2 580 Mio. Euro Zinsaufwendungen (Vorjahr: 3 020 Mio. Euro) für die Refinanzierung von Handelsgeschäften zusammen. Das Zinsergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten ist in den Zinserträgen berücksichtigt und betrug im Geschäftsjahr 102 Mio. Euro (Vorjahr: – 281 Mio. Euro).

(35) Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen beinhaltet zum einen die Bewertungsergebnisse aus effektiven Sicherungszusammenhängen im Rahmen des Hedge Accountings (Fair Value Hedge). Zum anderen enthält das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen den ineffektiven Teil aus effektiven Cash Flow Hedges. Es setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Fair Value Hedges
Fair-Value-Änderungen aus Sicherungsgeschäften – 3 215 – 1 363
Micro Fair Value Hedges – 3 721 – 1 278
Portfolio Fair Value Hedges 506 – 85
Fair-Value-Änderungen aus Grundgeschäften 3 092 1 269
Micro Fair Value Hedges 3 967 1 317
Portfolio Fair Value Hedges – 875 – 48
Cash Flow Hedges
Ergebnis aus effektiv gesicherten Cash Flow
Hedges (nur ineffektiver Teil)
Gesamt – 123 – 94 30,9

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 237

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    -

(36) Ergebnis aus Finanzanlagen

Im Ergebnis aus Finanzanlagen weisen wir Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren der Kategorien Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, aus Beteiligungen sowie aus Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen und an Tochterunternehmen aus.

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Ergebnis aus zinstragendem Geschäft – 3 520 67
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
– 343 191
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
555 245
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
– 576 – 377 52,8
Bewertungsergebnis1 – 322 323
der Kategorie Kredite und Forderungen – 3 177 – 124
Veräußerungsgewinne 3 6 – 50,0
Veräußerungsverluste – 283 – 126
Bewertungsergebnis2 – 2 897 – 4
Ergebnis aus Eigenkapitalinstrumenten – 91 41
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
88 180 – 51,1
Veräußerungsgewinne
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
99 184 – 46,2
Veräußerungsverluste
(einschließlich Umbuchung aus der Neubewertungsrücklage)1
– 11 – 4
der Kategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte, die zu Anschaffungskosten bewertet wurden
53 11
Bewertungsergebnis1 – 77 – 39 97,4
Veräußerungs- und Bewertungsergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
– 155 – 111 39,6
Gesamt – 3 611 108

1 Hierin waren Umbuchungen aus im Geschäftsjahr 2011 entstandener Neubewertungsrücklage in Höhe von 88 Mio. Euro (Vorjahr: 361 Mio. Euro) enthalten. 2

Hierin waren Portfoliowertberichtigungen von 40 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) für umkategorisierte Wertpapiere enthalten.

(37) Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen

Das Laufende Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen betrug 42 Mio. Euro (Vorjahr: 35 Mio. Euro). Einschließlich des im Ergebnis aus Finanzanlagen enthaltenen Veräußerungs- und Bewertungsergebnisses aus at-Equity-bewerteten Unternehmen von – 155 Mio. Euro (Vorjahr: –111 Mio. Euro) belief sich das Gesamtergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen auf – 113 Mio. Euro (Vorjahr: –76 Mio. Euro).

(38) Sonstiges Ergebnis

Im Sonstigen Ergebnis sind vor allem Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen sowie Zwischenmietaufwendungen und -erträge aus Mietkaufvereinbarungen enthalten. Aufwendungen und Erträge aus Bau- und Architektengebühren fallen im Rahmen des Baumanagements unseres Teilkonzerns Commerz Real an. Auch die Sonstigen Steuern sind in diesem Posten enthalten.

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Wesentliche Sonstige Aufwendungen 436 549 – 20,6
Zuführungen zu Rückstellungen 300 275 9,1
Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verträgen 91 181 – 49,7
Aufwendungen aus Bau- und Architektenleistungen 11 15 – 26,7
Mietkaufaufwand und Zwischenmietaufwand 34 78 – 56,4
Wesentliche Sonstige Erträge 547 546 0,2
Auflösungen von Rückstellungen 375 272 37,9
Erträge aus Operating-Leasing-Verträgen 116 187 – 38,0
Erträge aus Bau- und Architektenleistungen 12 24 – 50,0
Mietkauferlös und Zwischenmietertrag 34 35 – 2,9
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 10 28 – 64,3
Übrige sonstige Aufwendungen/Erträge (saldiert)1 1 142 – 128
Sonstiges Ergebnis 1 253 – 131

1 Darunter: –9 Mio. Euro (Vorjahr: – 72 Mio. Euro) aus Wechselkursveränderungen.

Im Sonstigen Ergebnis wurden im Geschäftsjahr 2011 einmalige Erträge von insgesamt 1,0 Mrd. Euro vereinnahmt. Davon resultieren 0,3 Mrd. Euro aus der Sachkapitalerhöhung im Januar 2011 (siehe Seite 207) sowie 0,7 Mrd. Euro aus der Maßnahme zur Stärkung des Kapitals im Dezember 2011 (siehe Note 72).

(39) Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen von 7 992 Mio. Euro (Vorjahr: 8 786 Mio. Euro) im Konzern setzten sich zusammen aus Personalaufwand von 4 178 Mio. Euro (Vorjahr: 4 418 Mio. Euro), Sachaufwand von 3 340 Mio. Euro (Vorjahr: 3 768 Mio. Euro) und Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte von 474 Mio. Euro (Vorjahr: 600 Mio. Euro). Die Aufwendungen gliederten sich wie folgt:

Personalaufwand Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Löhne und Gehälter 3 797 4 101 – 7,4
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 381 317 20,2
Gesamt 4 178 4 418 – 5,4

Im Personalaufwand waren 483 Mio. Euro Aufwendungen für soziale Abgaben enthalten (Vorjahr: 507 Mio. Euro).

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

Sachaufwand Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Raumaufwendungen 817 831 – 1,7
EDV-Aufwendungen 926 1 217 – 23,9
Arbeitsplatz- und Informationsaufwendungen 321 357 – 10,1
Pflichtbeiträge 164 148 10,8
Beratungs-, Prüfungs- und gesellschaftsrechtliche Aufwendungen 364 437 – 16,7
Reise-, Repräsentations- und Werbungskosten 343 341 0,6
Personalinduzierter Sachaufwand 154 158 – 2,5
Übriger Sachaufwand 251 279 – 10,0
Gesamt 3 340 3 768 – 11,4

Die im Geschäftsjahr in Deutschland als Aufwand erfassten Honorare (exklusive Umsatzsteuer) für den Abschlussprüfer betrugen 35,3 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2011. Davon entfielen 1 966 Tsd. Euro auf Leistungen, die bereits im Geschäftsjahr 2010 erbracht wurden.

Honorare des Abschlussprüfers Tsd. € 2011 2010 Veränderung in %
Abschlussprüfung 17 876 19 344 – 7,6
Andere Bestätigungsleistungen 8 763 5 358 63,5
Steuerberatungsleistungen 2 090 905
Sonstige Leistungen 6 528 10 649 – 38,7
Gesamt 35 257 36 256 – 2,8

Die Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung, Immobilien und Sonstige immaterielle Anlagewerte stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 192 203 – 5,4
Immobilien 43 81 – 46,9
Sonstige immaterielle Anlagewerte 239 316 – 24,4
Gesamt 474 600 – 21,0

In den Abschreibungen auf Sonstige immaterielle Anlagewerte waren Wertminderungen von 30 Mio. Euro (Vorjahr: 42 Mio. Euro) enthalten, für Immobilien wurden Wertminderungen von 5 Mio. Euro (Vorjahr: 41 Mio. Euro) erfasst.

(40) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteueraufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuern 29 220 – 86,8
Steueraufwand/-ertrag für das laufende Jahr 197 224 – 12,1
Steueraufwand/-ertrag Vorjahre – 168 – 4
Latente Ertragsteuern – 269 – 356 – 24,4
Steueraufwand/-ertrag aufgrund der Veränderung von
temporären Differenzen und Verlustvorträgen
56 – 23
Steuersatzdifferenzen 5 – 89
Steueraufwand aufgrund von Abschreibungen auf bisher
gebildete latente Steuern auf Verlustvorträge
170
Steuerertrag aus bisher nicht berücksichtigten steuerlichen
Verlustvorträgen
– 500 – 244
Gesamt – 240 – 136 76,5

Der für die Commerzbank Aktiengesellschaft und den inländischen Organkreis geltende tarifliche kombinierte Ertragsteuersatz beträgt 31,2%.

Die nachfolgende Überleitungsrechnung zeigt den Zusammenhang zwischen dem Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS sowie den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte, anzuwendende Konzernertragsteuersatz setzt sich zusammen aus dem in Deutschland geltenden Körperschaftsteuersatz von 15,0% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 15,3%. Es ergibt sich somit ein inländischer Ertragsteuersatz von 31,2%.

Ertragsteuereffekte ergeben sich aufgrund unterschiedlicher Steuersätze bei ausländischen Einheiten. Die Steuersätze im Ausland betrugen zwischen 0% (Dubai) und 46% (New York).

Zum 31. Dezember 2011 betrug die Konzernsteuerquote –47,3% (Vorjahr: –10,1 %). Der Steuerertrag des Gesamtjahres resultierte im Wesentlichen aus der Nachaktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge der Filiale London und der Filiale New York (– 368 Mio. Euro). Zusätzlich hat sich der Verbrauch von Verlustvorträgen, für die in Vorjahren keine latenten Steueransprüche gebildet wurden (–254 Mio. Euro) und periodenfremde tatsächliche Steuern (–267 Mio. Euro) positiv auf die Konzernsteuerquote ausgewirkt. Hingegen konnten wir bei einigen Gesellschaften keine latenten Ertragsteueransprüche auf neu entstandene steuerliche Verluste bilanzieren beziehungsweise mussten eine Wertberichtigung auf bereits bilanzierte latente Ertragsteueransprüche bilden (683 Mio. Euro).

  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
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    • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Mio. € 2011 2010
Jahresergebnis vor Ertragsteuern nach IFRS 507 1 353
Konzernertragsteuersatz (%) 31,2 30,9
Rechnerischer Ertragsteueraufwand im Geschäftsjahr 158 417
Auswirkungen wegen abweichender Steuersätze und Steuersatzänderungen bei
erfolgswirksamen Steuerabgrenzungen
5 – 89
Auswirkungen aus dem Ansatz von latenten Steuern auf Verlustvorträge – 500 – 244
Auswirkungen von nicht abziehbaren Betriebsausgaben und steuerfreien Erträgen – 24 – 104
Nicht angesetzte latente Steuern 683 123
Verbrauch von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine latenten
Steueransprüche gebildet wurden
– 254 – 211
Auswirkungen von Hinzurechnungen und Kürzungen für Gewerbesteuer 12 13
Periodenfremde tatsächliche Steuern – 267
Sonstige Auswirkungen – 53 – 41
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 240 – 136

Nachfolgende Tabelle zeigt den Bestand der tatsächlichen und latenten Steuern, die aus Posten resultieren, die direkt im Eigenkapital gutgeschrieben beziehungsweise belastet wurden:

Erfolgsneutral bilanzierte Ertragsteuern Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuern
Latente Ertragsteuern 1 559 1 238 25,9
Bewertungsunterschiede aus Cash Flow Hedges 298 389 – 23,4
Neubewertungsrücklage 1 044 827 26,2
Verlustvorträge 217 22
Sonstiges
Gesamt 1 559 1 238 25,9

(41) Nettoergebnis

Die Nettoerfolge setzen sich zusammen aus Fair-Value-Bewertungen, Wertminderungen/Zuschreibungen, realisierten Abgangserfolgen und nachträglichen Eingängen aus abgeschriebenen Finanzinstrumenten (siehe Note 5 c). Im Zinsergebnis werden die Zinsbestandteile aus den Notes Zinsüberschuss und Handelsergebnis nach den Kategorien gemäß IAS 39 dargestellt.

Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Nettoerfolge aus
Handelsaktiva und -passiva 580 1 410 – 58,9
Anwendung der Fair Value Option 292 131
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie
Anteilen an at-Equity-bewerteten Unternehmen
– 434 232
Krediten und Forderungen – 4 567 – 2 623 74,1
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten
Mio. € 2011 2010 Veränderung in %
Zinsergebnis aus
Handelsaktiva und -passiva 1 012 698 45,0
Anwendung der Fair Value Option 83 36
Zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 1 232 1 225 0,6
Krediten und Forderungen 15 456 15 949 – 3,1
Anderen finanziellen Verbindlichkeiten – 9 780 – 10 579 – 7,6

(42) Ergebnis je Aktie

2011 2010 Veränderung in %
Operatives Ergebnis (Mio. €) 507 1 386 – 63,4
Den Commerzbank-Aktionären zurechenbarer Konzernüberschuss
(Mio. €) 638 1 430
Durchschnittliche Anzahl ausgegebener Stammaktien (Stück) 3 459 978 549 1 178 599 388
Operatives Ergebnis je Aktie (€) 0,15 1,18 – 87,3
Ergebnis je Aktie (€) 0,18 1,21

Der gemäß IAS 33 errechnete Gewinn je Aktie basiert auf dem den Commerzbank-Aktionären zurechenbaren Konzernüberschuss und wird als Quotient aus dem angepassten Konzernüberschuss und dem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienzahl ermittelt. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr waren keine Wandelund Optionsrechte im Umlauf. Das verwässerte Ergebnis je Aktie war daher mit dem unverwässerten identisch. Die Zusammensetzung des Operativen Ergebnisses ist in der Segmentberichterstattung (Note 44) definiert.

(43) Aufwandsquote

in % 2011 2010 Veränderung in
Prozentpunkten
Aufwandsquote im operativen Geschäft 80,8 69,3 11,5

Die Aufwandsquote gibt das Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Erträgen vor Risikovorsorge wieder.

(44) Segmentberichterstattung

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der im Commerzbank-Konzern eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 Operating Segments, der dem sogenannten Managementansatz folgt: Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Chief Operating Decision Maker dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen. Im Commerzbank-Konzern übt die Funktion des Chief Operating Decision Makers der Vorstand aus.

In unserer Segmentberichterstattung berichten wir über sechs operative Segmente sowie über den Bereich Sonstige und Konsolidierung. Dieses Vorgehen folgt der Organisationsstruktur des Commerzbank-Konzerns und ist Grundlage der internen Managementberichterstattung. Die Aufteilung der Geschäftssegmente orientiert sich an der Unterschiedlichkeit der Produkte und Dienstleistungen beziehungsweise an den Kundenzielgruppen. Im Zuge der weiteren Verfeinerung der Geschäftsmodelle der Segmente wurden die Geschäftsverantwortlichkeiten geringfügig angepasst. Die Segmentierung der Aktiva wurde im Jahr 2011 an dieser verfeinerten Kundenzuordnung ausgerichtet. Die Vergleichswerte des Vorjahres wurden jeweils entsprechend angepasst.

• Das Segment Privatkunden hat sich im Jahr 2011 in den Stabsabteilungen neu organisiert und umfasst die Konzern-

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  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

bereiche Private Kunden, Direct Banking und Kredit: Der Konzernbereich Private Kunden besteht aus dem klassischen Filialgeschäft, über das standardisierte und auf die typischen Bedürfnisse der Kunden ausgerichtete Bank- und Finanzdienstleistungen angeboten werden, sowie dem Wealth Management, das neben der Vermögensverwaltung die Betreuung von vermögenden Kunden im In- und Ausland umfasst. Ergänzt wird dies durch die Commerz Direct Service GmbH, welche Callcenter-Leistungen für die Privat-, Geschäftsund Wealth-Management-Kunden erbringt. Direct Banking umfasst die Aktivitäten der comdirect bank Aktiengesellschaft und der ebase GmbH (zusammen die comdirect-Gruppe) – eine Direktbank, die ihre Dienstleistungen primär über das Internet anbietet. Im Konzernbereich Kredit sind die Kreditbearbeitungscenter für die Commerzbank Aktiengesellschaft im Inland zusammengefasst.

  • Das Segment Mittelstandsbank gliedert sich in die drei Konzernbereiche Mittelstand Inland, Großkunden & International und Financial Institutions. Im Konzernbereich Mittelstand Inland ist das Geschäft mit mittelständischen Kunden, dem öffentlichen Sektor und institutionellen Kunden gebündelt. Unser umfassendes Leistungsangebot beinhaltet den Zahlungsverkehr, flexible Finanzierungslösungen, Produkte zum Zins- und Währungsmanagement, professionelle Anlageberatung sowie innovative Investmentbanking-Lösungen. Im Konzernbereich Großkunden & International konzentrieren wir uns auf die Betreuung von Firmenkundenkonzernen mit einem Umsatzvolumen von mehr als 500 Mio. Euro. Kleinere Konzerne mit hoher Kapitalmarktaffinität sowie solche mit wesentlichen ausländischen Aktivitäten werden hier ebenfalls betreut. Des Weiteren ist das Kompetenzzentrum für Kunden aus dem Sektor Erneuerbare Energien in diesem Konzernbereich angesiedelt. Durch unsere ausländischen Niederlassungen sind wir für Kunden der strategische Partner sowohl für internationale Aktivitäten deutscher Firmenkunden als auch für internationale Unternehmen mit Geschäftsaktivitäten in unserem deutschen Heimatmarkt. Der Konzernbereich Financial Institutions verantwortet die Beziehung zu in- und ausländischen Banken und Finanzinstituten sowie Zentralbanken. Der strategische Schwerpunkt liegt dabei auf der bevorzugten Einschaltung der Commerzbank in die finanzielle Abwicklung des Außenhandels. Durch ein Netz von über 7 000 Korrespondenzbanken sowie Geschäftsverbindungen mit Schwellenländern fördert Financial Institutions die Finanzierung und Abwicklung der weltweiten Außenhandelsaktivitäten aller Kunden des Commerzbank-Konzerns und unterstützt damit auch andere Konzernbereiche in deren internationalen Strategien.
  • Das Segment Central &Eastern Europe umfasst die Aktivitäten der polnischen Tochter BRE Bank, der ukrainischen Bank Forum, der russischen Commerzbank Eurasija, der ungarischen Commerzbank Zrt., unserer Filialen in Tschechien und in der Slowakei sowie Beteiligungen an sieben Mikrofinanzbanken und der russischen Promsvyazbank. Diese sind unter dem Dach einer Managementholding zusammengefasst. Die Holding ist Center of Competence und Schnittstelle von und zu den Konzerneinheiten. Sie setzt und überwacht Konzernziele in Central&Eastern Europe auf Markt- und Risikoseite, realisiert operative Exzellenz und entwickelt Wachstumsinitiativen in der Region. Der strategische Fokus im Segment Central&Eastern Europe wurde im Berichtsjahr weiter auf das Universalbankgeschäft und das Direct Banking ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund wird das Firmenkundengeschäft der russischen Commerzbank Eurasija, der Filialen in Tschechien und der Slowakei sowie der Commerzbank Zrt. in Ungarn mit Wirkung vom 1.Januar 2012 in die Zuständigkeit der Mittelstandsbank übergeleitet.
  • Corporates& Markets umfasst drei wesentliche Säulen. Equity Markets & Commodities beinhaltet den Handel und den Vertrieb von aktien- und rohstoffbezogenen Finanzprodukten. Fixed Income&Currencies umfasst die Handels- und Vertriebsaktivitäten von Zins-, Kredit- und Währungsinstrumenten. Corporate Finance erstreckt sich auf Arrangierungs- und Beratungsleistungen mit Blick auf Eigenkapital-, Hybridkapital- und Fremdkapitalinstrumente, Verbriefungslösungen sowie Fusionen und Übernahmen. Zudem ist hier das zentrale Kreditportfoliomanagement des Segments Corporates&Markets angesiedelt. Zusätzlich gehört das Client-Relationship-Management zu Corporates& Markets, dessen Aufgabe in der Betreuung deutscher multinationaler Industrieunternehmen, internationaler Versicherungsunternehmen, Finanzinvestoren (Private-Equity-Investoren) und Kunden der öffentlichen Hand besteht.
  • Im Segment Asset Based Finance werden die Ergebnisse aus den Konzernbereichen Commercial Real Estate (CRE) Germany, CRE International, Public Finance, Real Estate Asset Management sowie Ship Finance zusammengefasst. Dabei liegen CRE Germany, CRE International sowie Public Finance nahezu vollständig bei der Commerzbank-Tochter Eurohypo Aktiengesellschaft, ebenso wie der Retail-Bestand der Eurohypo. Der Bereich Real Estate Asset Management beinhaltet vorrangig die Aktivitäten unserer Tochtergesellschaft Commerz Real Aktiengesellschaft. Schließlich beinhaltet der Bereich Ship Finance die Schiffsfinanzierungen der Commerzbank-Gruppe, die sich im Wesentlichen in unserer Tochtergesellschaft Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft befinden.
  • Das Segment Portfolio Restructuring Unit (PRU) ist verantwortlich für die Zurückführung von Aktiva, die im Zusammenhang mit den im Jahr 2009 eingestellten Eigenhandels- und Investment-Aktivitäten stehen, die nicht mehr in die kundenorientierte Strategie der Commerzbank passen. Die Zielsetzung des Segments besteht in der kapitaloptimierenden Zurückführung des Portfolios. Die Positionen, die durch dieses Segment verwaltet werden, haben zu Beginn nicht staatlich gesicherte Asset-backed Securities (ABS), weitere strukturierte Kreditprodukte, Eigenhandelspositionen in Firmen- und Finanzanleihen sowie exotische Kreditderivate beinhaltet. Diese Positionen wurden primär aus den Segmenten Corporates&Markets sowie ehemals Commercial Real Estate auf die Portfolio Restructuring Unit übertragen.
  • Im Bereich Sonstige und Konsolidierung werden Erträge und Aufwendungen eingestellt, die nicht in die Verantwortungsbereiche der operativen Geschäftssegmente fallen. Unter Sonstige werden unter anderem Beteiligungen, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind und die Group Treasury ausgewiesen. Ferner sind hier die Kosten der Serviceeinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – vollständig auf die Segmente verrechnet werden. Unter Konsolidierung fallen Aufwendungen und Erträge, die von den in der Segmentberichterstattung dargestellten Ergebnisgrößen der internen Managementberichterstattung auf den Konzernabschluss nach IFRS überleiten. Ferner sind hier die Kosten der Konzernsteuerungseinheiten abgebildet, die – mit Ausnahme der Integrations- und Restrukturierungskosten – ebenfalls vollständig auf die Segmente verrechnet werden.

Der Erfolg jedes einzelnen Segments wird anhand des Operativen Ergebnisses und des Ergebnisses vor Steuern sowie der Kennziffern Eigenkapitalrendite und Aufwandsquote gemessen. Das Operative Ergebnis ist definiert als die Summe aus Zinsüberschuss nach Risikovorsorge, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis einschließlich Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen, Ergebnis aus Finanzanlagen, Laufendem Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen und Sonstigem Ergebnis abzüglich der Verwaltungsaufwendungen. Durch den Ausweis von Vorsteuerergebnissen sind sowohl im Ergebnis als auch im durchschnittlich gebundenen Eigenkapital die Anteile Dritter enthalten. Alle Erträge, für die ein Segment verantwortlich ist, sind somit im Ergebnis vor Steuern berücksichtigt.

Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses (operativ und vor Steuern) zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital. Sie gibt an, wie sich das im Segment eingesetzte Kapital verzinst. Die Aufwandsquote im operativen Geschäft spiegelt die Kosteneffizienz der Segmente wider; sie errechnet sich aus dem Verhältnis von Verwaltungsaufwand zu Erträgen vor Risikovorsorge.

Erträge und Aufwendungen werden verursachungsgerecht zu Marktpreisen und im Zinsbereich nach der Marktzinsmethode bei den Segmenten ausgewiesen. Im Zinsüberschuss werden die tatsächlichen Refinanzierungsaufwendungen für die den jeweiligen Segmenten zugeordneten geschäftsspezifischen Beteiligungen gezeigt. Der im Konzern erwirtschaftete Anlagenutzen aus dem Eigenkapital wird im Verhältnis des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals dem Zinsüberschuss der jeweiligen Segmente zugeordnet. Der Zinssatz entspricht dem Zinssatz einer risikofreien Anlage auf dem langfristigen Kapitalmarkt. Die Ermittlung des durchschnittlich gebundenen Eigenkapitals erfolgte nach Basel-II-Systematik auf Basis der ermittelten durchschnittlichen Risikoaktiva und der Anrechnungsbeträge für Marktrisikopositionen (Risikoaktiva-Äquivalente). Auf Konzernebene wird das Investorenkapital gezeigt, das der Berechnung der Eigenkapitalrendite dient. Die für die Segmentberichterstattung unterstellte Kapitalunterlegung der Risikoaktiva beträgt 7%.

Die Segmentberichterstattung des Commerzbank-Konzerns zeigt die Vorsteuerergebnisse der Segmente. Um den betriebswirtschaftlichen Ergebniseffekt aus spezifischen steuerlich induzierten Transaktionen des Segments Corporates&Markets in dieser Berichterstattung abzubilden, enthält der Zinsüberschuss des Segments Corporates& Markets deshalb ein dem Nachsteuerergebnis dieser Transaktionen entsprechendes Vorsteueräquivalent. Bei der Überleitung der Segmentberichterstattung auf die Zahlen der externen Rechnungslegung wird dieses Vorsteueräquivalent im Bereich Sonstige und Konsolidierung eliminiert.

Die Buchwerte der at-Equity-bewerteten Unternehmen in Höhe von 694 Mio. Euro (Vorjahr: 737 Mio. Euro) verteilen sich auf die Segmente Privatkunden mit 278 Mio. Euro (Vorjahr: 224 Mio. Euro), Mittelstandsbank mit 96 Mio. Euro (Vorjahr: 95 Mio. Euro), Corporates&Markets mit 85 Mio. Euro (Vorjahr: 33 Mio. Euro), Asset Based Finance mit 154 Mio. Euro (Vorjahr: 320 Mio. Euro) sowie Sonstige und Konsolidierung mit 81 Mio. Euro (Vorjahr: 65 Mio. Euro).

Der im Operativen Ergebnis ausgewiesene Verwaltungsaufwand beinhaltet den Personalaufwand, den Sachaufwand sowie die Abschreibungen auf Sachanlagen und Sonstige immaterielle Anlagewerte. Restrukturierungsaufwendungen werden unterhalb des Operativen Ergebnisses im Ergebnis vor Steuern ausgewiesen. Die Zuordnung des Verwaltungsaufwands zu den einzelnen Segmenten erfolgt nach dem Verursachungsprinzip. Die sich aus den internen Leistungen ergebenden indirekten Aufwendungen werden dem Leistungsempfänger in Rechnung gestellt beziehungsweise führen beim Leistungserbringer zu einer entsprechenden Entlastung. Die Bewertung dieser internen Leistungsbeziehungen erfolgt zu Marktpreisen oder Vollkosten.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung

    - 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

    • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

Die nachstehenden Tabellen enthalten Informationen zu den Segmenten für die Geschäftsjahre 2011 und 2010.

2011 Privat
kunden
Mittel
stands
Central &
Eastern
Corpo
rates &
Asset
Based
Portfolio
Restruc
Sonstige
und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Markets Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 2 027 2 174 648 832 1 021 49 – 27 6 724
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 57 – 188 – 89 – 146 – 907 – 5 2 – 1 390
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 970 1 986 559 686 114 44 – 25 5 334
Provisionsüberschuss 1 754 1 086 217 300 260 – 122 3 495
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
– 42 251 1 069 123 – 108 693 1 986
Ergebnis aus Finanzanlagen – 2 – 51 7 30 – 3 799 4 200 – 3 611
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
19 11 15 – 8 5 42
Sonstiges Ergebnis 22 – 2 34 – 12 – 29 – 7 1 247 1 253
Erträge vor Risikovorsorge 3 820 3 176 1 157 2 234 – 2 432 – 62 1 996 9 889
Erträge nach Risikovorsorge 3 763 2 988 1 068 2 088 – 3 339 – 67 1 998 8 499
Verwaltungsaufwendungen 3 388 1 461 585 1 505 572 63 418 7 992
Operatives Ergebnis 375 1 527 483 583 – 3 911 – 130 1 580 507
Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 375 1 527 483 583 – 3 911 – 130 1 580 507
Aktiva 57 979 85 099 26 406 203 985 207 349 15 274 65 671 661 763
Durchschnittlich gebundenes
Eigenkapital 3 375 5 378 1 723 3 026 5 398 1 002 10 332 30 234
Operative Eigenkapitalrendite (%) 11,1 28,4 28,0 19,3 – 72,5 1,7
Aufwandsquote im operativen
Geschäft (%)
88,7 46,0 50,6 67,4 80,8
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses
vor Steuern (%)
11,1 28,4 28,0 19,3 – 72,5 1,7
Mitarbeiterdurchschnitt 18 957 5 498 9 608 1 989 1 717 32 18 116 55 917
2010 Privat
kunden
Mittel
stands
Central &
Eastern
Corpo
rates &
Asset
Based
Portfolio
Restruc
Sonstige
und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Markets Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 1 982 2 081 674 767 1 162 82 306 7 054
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 246 – 279 – 361 27 – 1 584 – 62 6 – 2 499
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 1 736 1 802 313 794 – 422 20 312 4 555
Provisionsüberschuss 1 941 983 208 254 327 – 66 3 647
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
1 24 73 1 160 – 78 787 – 9 1 958
Ergebnis aus Finanzanlagen 31 188 – 4 220 – 352 – 29 54 108
Laufendes Ergebnis aus at-Equity
bewerteten Unternehmen
10 30 11 – 20 4 35
Sonstiges Ergebnis – 120 13 28 – 20 – 114 3 79 – 131
Erträge vor Risikovorsorge 3 845 3 319 979 2 392 925 843 368 12 671
Erträge nach Risikovorsorge 3 599 3 040 618 2 419 – 659 781 374 10 172
Verwaltungsaufwendungen 3 552 1 442 565 1 633 609 106 879 8 786
Operatives Ergebnis 47 1 598 53 786 – 1 268 675 – 505 1 386
Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen 33 33
Ergebnis vor Steuern 47 1 598 53 786 – 1 301 675 – 505 1 353
Aktiva 60 565 83 877 27 436 243 336 236 264 16 548 86 273 754 299
Durchschnittlich gebundenes
Eigenkapital
3 494 5 545 1 628 3 854 6 276 1 212 8 972 30 981
Operative Eigenkapitalrendite (%) 1,3 28,8 3,3 20,4 – 20,2 4,5
Aufwandsquote im operativen
Geschäft (%)
92,4 43,4 57,7 68,3 65,8 69,3
Eigenkapitalrendite des Ergebnisses
vor Steuern (%)
1,3 28,8 3,3 20,4 – 20,7 4,4
Mitarbeiterdurchschnitt 20 007 5 367 9 733 1 991 1 875 52 18 651 57 676
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Detailangaben Sonstige und Konsolidierung:

Mio. € 2011 2010
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige und
Konsoli
dierung
Sonstige Konsoli
dierung
Sonstige und
Konsoli
dierung
Zinsüberschuss – 44 17 – 27 331 – 25 306
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2 2 6 6
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge – 42 17 – 25 337 – 25 312
Provisionsüberschuss – 119 – 3 – 122 – 65 – 1 – 66
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
642 51 693 10 – 19 – 9
Ergebnis aus Finanzanlagen 201 – 1 200 55 – 1 54
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen
5 5 4 4
Sonstiges Ergebnis 1 242 5 1 247 101 – 22 79
Erträge vor Risikovorsorge 1 927 69 1 996 436 – 68 368
Erträge nach Risikovorsorge 1 929 69 1 998 442 – 68 374
Verwaltungsaufwendungen 431 – 13 418 892 – 13 879
Operatives Ergebnis 1 498 82 1 580 – 450 – 55 – 505
Wertminderungen auf Geschäfts- oder
Firmenwerte sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 1 498 82 1 580 – 450 – 55 – 505
Aktiva 65 671 65 671 86 273 86 273

Unter Konsolidierung berichten wir über Konsolidierungs- und Überleitungssachverhalte vom Ergebnis der Segmente und des Bereichs Sonstige auf den Konzernabschluss. Unter anderem werden dort folgende Sachverhalte abgebildet:

  • Bewertungseffekte aus der Anwendung des Hedge Accountings gemäß IAS 39 auf bankübergreifende Transaktionen werden in Konsolidierung gezeigt.
  • Das dem Segment Corporates & Markets aus steuerlich induzierten Transaktionen im Zinsüberschuss zugeordnete Vorsteueräquivalent wird unter Konsolidierung wieder eliminiert.
  • In den Segmenten angefallene Bewertungsergebnisse für eigene Schuldverschreibungen und eigene Aktien werden unter Konsolidierung eliminiert.
  • Sonstige Konsolidierungseffekte für konzerninterne Sachverhalte werden ebenfalls hier berichtet.
  • Integrations- und Restrukturierungsaufwendungen der Konzernsteuerungseinheiten werden unter Konsolidierung ausgewiesen.
Geschäftsjahr 2011
Mio. €
Deutschland Europa
ohne
Deutschland
Amerika Asien Sonstige Gesamt
Zinsüberschuss 4 377 2 055 197 95 6 724
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 618 – 955 182 1 – 1 390
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 759 1 100 379 96 5 334
Provisionsüberschuss 2 999 401 54 41 3 495
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
1 374 545 48 19 1 986
Ergebnis aus Finanzanlagen – 3 179 – 438 7 – 1 – 3 611
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen
33 9 42
Sonstiges Ergebnis 1 211 35 – 3 10 1 253
Erträge vor Risikovorsorge 6 815 2 607 303 164 9 889
Erträge nach Risikovorsorge 6 197 1 652 485 165 8 499
Verwaltungsaufwendungen 6 236 1 482 165 109 7 992
Operatives Ergebnis – 39 170 320 56 507
Risikoaktiva für Kreditrisiken 122 556 55 850 7 385 3 978 189 769

Die Zuordnung in die Segmente nach dem jeweiligen Sitz der Filiale oder des Konzernunternehmens ergab nachfolgende Verteilung:

Im Vorjahr erzielten wir in den geografischen Märkten folgende Ergebnisse:

Geschäftsjahr 2010 Deutschland Europa Amerika Asien Sonstige Gesamt
Mio. € ohne
Deutschland
Zinsüberschuss 4 497 2 170 263 123 1 7 054
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 873 – 1 302 – 302 – 22 – 2 499
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 3 624 868 – 39 101 1 4 555
Provisionsüberschuss 3 189 360 70 28 3 647
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
381 1 496 72 9 1 958
Ergebnis aus Finanzanlagen 57 1 44 6 108
Laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten
Unternehmen
40 – 5 35
Sonstiges Ergebnis – 130 – 11 8 2 – 131
Erträge vor Risikovorsorge 8 034 4 011 457 168 1 12 671
Erträge nach Risikovorsorge 7 161 2 709 155 146 1 10 172
Verwaltungsaufwendungen 7 011 1 465 201 109 8 786
Operatives Ergebnis 150 1 244 – 46 37 1 1 386
Risikoaktiva für Kreditrisiken 150 837 66 138 10 742 4 672 49 232 438

Von den Erträgen vor Risikovorsorge in Europa entfielen rund 43 % auf unsere Einheiten in Großbritannien (Vorjahr: 55 %), 34 % auf unsere Einheiten in Polen (Vorjahr: 18 %) und 7 % auf unseren Einheiten in Luxemburg (Vorjahr: 12 %). Statt der langfristigen Vermögenswerte weisen wir die Risikoaktiva für Kreditrisiken aus. Eine Aufgliederung des Gesamtbetrags der Erträge des Commerzbank-Konzerns nach Produkten und Dienstleistungen wird bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank erst erfolgen, wenn die geforderten Informationen einschließlich der Vorjahreswerte in einheitlicher Definition vorliegen.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

Erläuterungen zur Bilanz

(45) Barreserve

Als Barreserve fassen wir folgende Posten zusammen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kassenbestand 1 572 1 388 13,3
Guthaben bei Zentralnotenbanken 3 998 6 386 – 37,4
Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur
Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
505 279 81,0
Gesamt 6 075 8 053 – 24,6

Im Guthaben bei Zentralnotenbanken waren Forderungen in Höhe von 1 179 Mio. Euro (Vorjahr: 1 111 Mio. Euro) an die Deutsche Bundesbank enthalten. Das im Durchschnitt vorzuhaltende Mindestreserve-Soll betrug 2 205 Mio. Euro (Vorjahr: 4 593 Mio. Euro) für die Erfüllungsperiode Dezember 2011 bis Januar 2012. Da sich die Erfüllung der Mindestreservepflicht nach den durchschnittlichen Guthaben bemisst, gibt es keine Verfügungsbeschränkungen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank.

(46) Forderungen an Kreditinstitute

Gesamt Täglich fällig Andere Forderungen
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränd. in % 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Kreditinstitute in Deutschland 26 721 33 403 – 20,0 10 961 16 628 15 760 16 775
Kreditinstitute außerhalb
Deutschlands
61 311 77 553 – 20,9 24 906 28 723 36 405 48 830
Gesamt 88 032 110 956 – 20,7 35 867 45 351 52 165 65 605
darunter entfallen auf die
Kategorie:
Kredite und Forderungen 64 253 62 883 2,2
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
23 779 48 073 – 50,5

Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 87 790 Mio. Euro (Vorjahr: 110 616 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kreditinstitute nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 51 606 68 687 – 24,9
Forderungen aus dem Geldhandel 2 789 6 765 – 58,8
Schuldscheindarlehen 8 491 9 893 – 14,2
Übrige Forderungen 25 146 25 611 – 1,8
Gesamt 88 032 110 956 – 20,7

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kreditinstitute waren 8 205 Mio. Euro (Vorjahr: 9 572 Mio. Euro) Kommunalkredite enthalten.

(47) Forderungen an Kunden

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kunden in Deutschland 192 645 207 690 – 7,2
Forderungen an Kunden außerhalb Deutschlands 111 854 129 182 – 13,4
Gesamt 304 499 336 872 – 9,6
darunter entfallen auf die Kategorie:
Kredite und Forderungen 280 636 308 456 – 9,0
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
23 863 28 416 – 16,0

Die Forderungen an Kunden beliefen sich nach Abzug der Risikovorsorge auf 296 586 Mio. Euro (Vorjahr: 327 755 Mio. Euro). Die nachfolgende Tabelle stellt die Forderungen an Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Reverse Repos und Cash Collaterals 26 042 29 963 – 13,1
Forderungen aus dem Geldhandel 8 022 8 996 – 10,8
Schuldscheindarlehen 21 601 26 599 – 18,8
Hypotheken- und dinglich besicherte Forderungen 117 952 134 321 – 12,2
Übrige Forderungen 130 882 136 993 – 4,5
Gesamt 304 499 336 872 – 9,6

In den Schuldscheindarlehen und den Übrigen Forderungen an Kunden waren Kommunalkredite in Höhe von 27 690 Mio. Euro (Vorjahr: 34 041 Mio. Euro) enthalten.

(48) Kreditvolumen

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kredite an Kreditinstitute 26 082 23 404 11,4
Kredite an Kunden 277 831 306 912 – 9,5
Gesamt 303 913 330 316 – 8,0

Kredite grenzen wir gegenüber den Forderungen an Kreditinstitute und Kunden dahingehend ab, dass als Kredite nur solche Forderungen gezeigt werden, für die besondere Kreditvereinbarungen mit den Kreditnehmern geschlossen wurden. Damit werden zum Beispiel Geldhandelsgeschäfte mit Banken und Reverse-Repo-Geschäfte nicht als Kredite ausgewiesen. In den Krediten an Kunden sind auch Wechselkredite enthalten.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
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    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

(49) Risikovorsorge im Kreditgeschäft

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird nach konzerneinheitlichen Regeln gebildet und deckt alle erkennbaren Bonitätsrisiken ab. Für eingetretene, aber noch nicht bekannt gewordene Ausfälle haben wir Portfoliowertberichtigungen anhand der aus der Basel-II-Systematik abgeleiteten Verfahren ermittelt. Insgesamt entwickelte sich die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wie folgt:

Mio. € Stand
1.1.2011
Zuführungen Auflösungen Verbrauch Verände
rungen im
Konsolidie
rungskreis
Wechselkurs
änderungen/
Umbuchungen
Stand
31.12.2011
Risikovorsorge für bilanzwirksame
Risiken im Kreditgeschäft 9 457 3 055 2 003 2 129 – 54 – 171 8 155
Forderungen an Kreditinstitute 340 47 51 53 – 41 242
Forderungen an Kunden 9 117 3 008 1 952 2 076 – 54 – 130 7 913
Rückstellungen für außerbilanzielle
Risiken im Kreditgeschäft 615 412 486 7 – 26 508
Gesamt 10 072 3 467 2 489 2 136 – 54 – 197 8 663

Die erfolgswirksamen Zuführungen und Auflösungen führten unter Berücksichtigung von Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf abgeschriebene Forderungen zu einem Risikovorsorgeaufwand von 1 390 Mio. Euro (Vorjahr: 2 499 Mio. Euro).

Wertberichtigungen für
Einzelrisiken
Wertberichtigungen für
Portfoliorisiken
Wertberichtigungen gesamt
Mio. € 2011 2010 2011 2010 2011 2010 Veränd. in %
Stand 1.1. 8 361 8 345 1 096 1 464 9 457 9 809 – 3,6
Zuführungen 2 893 3 894 162 243 3 055 4 137 – 26,2
Abgänge 3 669 3 888 463 649 4 132 4 537 – 8,9
darunter: Inanspruchnahmen 2 129 2 631 2 129 2 631 – 19,1
darunter: Auflösungen 1 540 1 257 463 649 2 003 1 906 5,1
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
– 53 – 1 – 54
Wechselkursänderungen/
Umbuchungen
– 166 10 – 5 38 – 171 48
Stand 31.12. 7 366 8 361 789 1 096 8 155 9 457 – 13,8
Rückstellungen für
Einzelrisiken
Rückstellungen für
Portfoliorisiken
Rückstellungen im
Kreditgeschäft
Mio. € 2011 2010 2011 2010 2011 2010 Veränd. in %
Stand 1.1. 384 364 231 278 615 642 – 4,2
Zuführungen 357 207 55 96 412 303 36,0
Abgänge 368 166 125 142 493 308 60,1
darunter: Inanspruchnahmen 7 7 7 7 0,0
darunter: Auflösungen 361 159 125 142 486 301 61,5
Veränderungen im
Konsolidierungskreis
Wechselkursänderungen/
Umbuchungen
– 24 – 21 – 2 – 1 – 26 – 22 18,2
Stand 31.12. 349 384 159 231 508 615 – 17,4
Mio. € Einzelwertberichtigungen
und Rückstellungen für
das Kreditgeschäft
Kreditausfälle1
im Jahr 2011
Nettozuführung2 zu den
Wertberichtigungen und
Rückstellungen im
Kreditgeschäft
Kunden in Deutschland 3 613 1 652 667
Firmenkunden 2 733 889 523
Verarbeitendes Gewerbe 844 239 109
Baugewerbe 48 75 – 6
Handel 245 101 74
Dienstleistungen und Übrige 1 596 474 346
Privatkunden 880 763 144
Kunden außerhalb Deutschlands 4 033 1 011 832
Firmenkunden und Privatkunden 4 019 1 011 831
Öffentliche Haushalte 14 1
Risikovorsorge Kunden 7 646 2 663 1 499
Kreditinstitute in Deutschland – 37 – 126
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 106 60 – 24
Risikovorsorge Kreditinstitute 69 60 – 150
Gesamt 7 715 2 723 1 349

Die Aufgliederung der Risikovorsorge für Adressenausfallrisiken nach Kundengruppen zum 31. Dezember 2011 stellte sich wie folgt dar:

1 Direktabschreibungen, Verbrauch von Wertberichtigungen und Verbrauch von Rückstellungen im Kreditgeschäft.

2 Zuführung abzüglich Auflösung.

Den Kreditausfällen und der Nettozuführung zur Risikovorsorge standen Erträge aus Zuschreibungen von 1 Mio. Euro (Vorjahr: 9 Mio. Euro) und Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen von 181 Mio. Euro (Vorjahr: 184 Mio. Euro) gegenüber. Die folgende Aufstellung enthält die Kennziffern zur Kreditrisikovorsorge:

in % 2011 2010
Zuführungsquote1 0,44 0,71
Ausfallquote2 0,81 0,82
Bestandsquote3 2,74 2,85

1 Nettorisikovorsorge (Neubildung abzüglich Auflösung von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen. 2

Kreditausfälle (Verbrauch von Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft zuzüglich des Saldos aus Direktabschreibungen, Zuschreibungen und Eingängen auf bereits abgeschriebene Forderungen) in Relation zum Kreditvolumen. 3

Risikovorsorgebestand (Bestand an Wertberichtigungen und Rückstellungen im Kreditgeschäft) in Relation zum Kreditvolumen; Kreditvolumen = Forderungen aus besonderen Kreditvereinbarungen mit Kreditnehmern (Note 48).

(50) Aktivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 147 Mio. Euro (Vorjahr: 113 Mio. Euro). Ein ökonomisch gegenläufiger Betrag der Sicherungsgeschäfte wird auf der Passivseite unter dem Posten Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten ausgewiesen.

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  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
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  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

(51) Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die positiven Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt wurden.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Positive Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 4 989 4 455 12,0
Positive Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 143 506 – 71,7
Gesamt 5 132 4 961 3,4

(52) Handelsaktiva

Die Handelsaktivitäten des Konzerns umfassen den Handel mit

  • Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren,
  • Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds,
  • Schuldscheindarlehen,
  • Devisen und Edelmetallen,
  • derivativen Finanzinstrumenten und
  • Sonstigen Handelsaktiva.

Der Posten Sonstige Handelsaktiva setzt sich aus positiven Marktwerten von zu syndizierenden Krediten, Kreditzusagen, Emissionsrechten sowie Krediten und Geldhandelsgeschäften zusammen.

In den Positiven Marktwerten sind auch derivative Finanzinstrumente enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt werden können.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 20 903 30 305 – 31,0
Geldmarktpapiere 2 731 2 927 – 6,7
von öffentlichen Emittenten 2 334 1 938 20,4
von anderen Emittenten 397 989 – 59,9
Anleihen und Schuldverschreibungen 18 172 27 378 – 33,6
von öffentlichen Emittenten 6 607 12 198 – 45,8
von anderen Emittenten 11 565 15 180 – 23,8
Schuldscheindarlehen 1 063 1 810 – 41,3
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an
Investmentfonds 9 703 11 704 – 17,1
Aktien 4 205 3 008 39,8
Anteile an Investmentfonds 5 464 8 674 – 37,0
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 34 22 54,5
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 123 607 123 743 – 0,1
Währungsbezogene derivative Geschäfte 17 515 18 345 – 4,5
Zinsbezogene derivative Geschäfte 98 365 97 012 1,4
Übrige derivative Geschäfte 7 727 8 386 – 7,9
Sonstige Handelsaktiva 424 263 61,2
Gesamt 155 700 167 825 – 7,2

Von den Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren sowie Aktien, anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren und Anteilen an Investmentfonds waren 20 470 Mio. Euro (Vorjahr: 30 690 Mio. Euro) börsennotiert. Die übrigen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten setzten sich hauptsächlich aus 3 303 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 4 125 Mio. Euro) und 4 060 Mio. Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 3 565 Mio. Euro) zusammen.

(53) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen umfassen Finanzinstrumente, die keinem anderen Bilanzposten zugeordnet werden. Sie setzen sich zusammen aus den nicht Handelszwecken dienenden Schuldverschreibungen und anderen zinsbezogenen Wertpapieren, Aktien und anderen eigenkapitalbezogenen Wertpapieren sowie Anteilen an Investmentfonds, den Beteiligungen (einschließlich nicht at-Equity-bewerteten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) sowie den Anteilen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere1 92 526 113 493 – 18,5
Geldmarktpapiere 2 084 5 036 – 58,6
von öffentlichen Emittenten 364 2 874
von anderen Emittenten 1 720 2 162 – 20,4
Anleihen und Schuldverschreibungen 90 442 108 457 – 16,6
von öffentlichen Emittenten 42 831 53 148 – 19,4
von anderen Emittenten 47 611 55 309 – 13,9
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an
Investmentfonds
1 506 1 284 17,3
Aktien 289 448 – 35,5
Anteile an Investmentfonds 1 125 766 46,9
Sonstige eigenkapitalbezogene Wertpapiere 92 70 31,4
Beteiligungen 347 807 – 57,0
darunter: an Kreditinstituten 64 410 – 84,4
Anteile an Tochterunternehmen 144 124 16,1
darunter: an Kreditinstituten
Gesamt 94 523 115 708 – 18,3
darunter entfallen auf die Kategorie:
Krediten und Forderungen 60 618 70 435 – 13,9
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 30 587 41 764 – 26,8
darunter: mit Anschaffungskosten bewertet 456 372 22,6
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
3 318 3 509 – 5,4

1 Gekürzt um Portfoliowertberichtigungen für umkategorisierte Wertpapiere von 91 Mio. Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro).

In den Finanzanlagen zum 31. Dezember 2011 waren 456 Mio. Euro (Vorjahr: 372 Mio. Euro) eigenkapitalbezogene Wertpapiere enthalten, die im Wesentlichen nicht börsennotiert sind (unter anderem GmbH-Anteile) und zu Anschaffungskosten bilanziert wurden, da uns keine verlässlichen Angaben zur Berechnung von Marktwerten vorlagen.

In der folgenden Tabelle sind die in den Finanzanlagen enthaltenen börsennotierten Bestände dargestellt. Die zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen und Finanzanlagen, auf die die Fair Value Option angewendet wird, sind dabei mit ihren Marktwerten aufgeführt. Die Finanzanlagen der Kategorie Kredite und Forderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten gezeigt.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere 79 040 95 793 – 17,5
Aktien, andere eigenkapitalbezogene Wertpapiere und Anteile an
Investmentfonds
894 581 53,9
Beteiligungen 10 300 – 96,7
Gesamt 79 944 96 674 – 17,3
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

In seiner Mitteilung vom 13. Oktober 2008 hat das IASB Änderungen des IAS 39 hinsichtlich der Umkategorisierung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Danach wurden in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 Wertpapiere des Public-Finance-Bestandes, die keinen aktiven Markt aufwiesen, aus der Kategorie Zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte in die Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisiert. Für die umkategorisierten Bestände bestand zum jeweiligen Umkategorisierungszeitpunkt die Absicht und die Fähigkeit, die Wertpapiere für die vorhersehbare Zukunft beziehungsweise bis zur Fälligkeit zu halten. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Wertpapiere öffentlicher Schuldner (unter anderem europäische und nordamerikanische Gebietskörperschaften, öffentlich garantierte Asset-backed Securities) sowie von Finanzunternehmen.

Die Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern belief sich für alle umkategorisierten Wertpapiere der Geschäftsjahre 2008 und 2009 zum 31. Dezember 2011 auf – 0,8 Mrd. Euro (Vorjahr: – 1,0 Mrd. Euro). Dieser negative Bestand wird über die Restlaufzeit der umkategorisierten Wertpapiere aufgelöst. Ohne die durchgeführten Umkategorisierungen in den Geschäftsjahren 2008 und 2009 hätte sich eine Neubewertungsrücklage nach latenten Steuern für den gesamten Bestand von –4,3 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2011 ergeben (Vorjahr: –2,8 Mrd. Euro); die Veränderung zum Vorjahr betrug somit –1,5 Mrd. Euro (Veränderung 31. Dezember 2010 zum 31. Dezember 2009: –1,4 Mrd. Euro).

Neben den auf Portfoliobasis ermittelten Wertberichtigungen von 40 Mio. Euro (Vorjahr: 1 Mio. Euro) und den Wertminderungen auf die umkategorisierten griechischen Staatsanleihen (1,9 Mrd. Euro), wurden für die umkategorisierten Bestände im laufenden Geschäftsjahr saldiert 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,8 Mrd. Euro) in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst.

Zum 31. Dezember 2011 betrug der Buchwert der umkategorisierten Bestände 57,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 67,1 Mrd. Euro), der beizulegende Zeitwert belief sich auf 52,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 64,6 Mrd. Euro) und der Bestand der Portfoliowertberichtigungen betrug kumuliert 91 Mio. Euro (Vorjahr: 51 Mio. Euro). Die Geschäfte wiesen durchschnittliche Effektivzinssätze zwischen 0,5 und 14,3 % (Vorjahr: zwischen 0,8 und 16,2 %) auf und wir erwarten daraus ein Zahlungsmittelzufluss von 70,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 84,3 Mrd. Euro).

Auswirkungen der europäischen Staatsschuldenkrise

Im Commerzbank-Konzern beliefen sich die Anschaffungskosten zum 31. Dezember 2011 für griechische Staatsanleihen vor Berücksichtigung des gesamten Abwertungsbedarfs von rund 74% auf 3 018 Mio. Euro (einschließlich aufgelaufener Zinsen). Davon entfielen 359 Mio. Euro auf die zur Veräußerung verfügbaren Anleihen und 2 659 Mio. Euro auf 2008 und 2009 in die Kategorie Kredite und Forderungen umkategorisierte Wertpapiere. Die zum 31. Dezember 2011 darauf vorgenommenen Wertminderungen betrugen insgesamt 2 226 Mio. Euro.

Auf Basis unseres Bewertungsansatzes erfolgte eine Abwertung in Höhe von 1 938Mio. Euro für Wertpapiere der Kategorie Kredite und Forderungen. Der Bilanzwert zum 31. Dezember 2011 betrug somit 721 Mio. Euro. Die gemäß IAS 39.67 vorgenommene Wertminderung der in der Kategorie Zur Veräußerung verfügbar verbliebenen Anleihen auf den niedrigeren, beizulegenden Zeitwert (Marktwert zum 31. Dezember 2011), führte zu einem Aufwand im laufenden Geschäftsjahr von 288 Mio. Euro und zu einem Bilanzwert von 71 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011.

Darüber hinaus haben wir im Zusammenhang mit unserem Portfolio Transaktionen zur Absicherung von Zinsrisiken sowie zum Ausgleich von Inflationsschwankungen vorgenommen. Die Bewertung und Bilanzierung hierfür nehmen wir gemäß IAS 39.85 ff. vor. Die Bewertungseffekte resultierten zum einen aus der Abwicklung der Finanzinstrumente zur Zinsabsicherung. Zum anderen wurden die Finanzinstrumente zum Ausgleich von Inflationsschwankungen korrespondierend zu den Anleihen wertgemindert; der neue Bilanzwert betrug 58 Mio. Euro. Der gesamte Wertminderungseffekt für diese Transaktionen belief sich für das Geschäftsjahr 2011 auf 962 Mio. Euro.

Entwicklung der Beteiligungen und Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen:

Beteiligungen Anteile an
Tochterunternehmen
Mio. € 2011 2010 2011 2010
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 807 1 194 124 158
Anschaffungskosten zum 1.1. 878 1 569 343 320
Wechselkursveränderungen 1 8 – 1 6
Zugänge 163 39 21 16
Abgänge 229 691 26 53
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
– 294
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen
Konsolidierungskreis
– 1 – 47 271 54
Anschaffungskosten zum 31.12. 518 878 608 343
Zuschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 326 613 219 162
Wechselkursveränderungen 1 6
Zugänge 8 14 4 11
Abgänge 2 297 18 19
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
– 61
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen
Konsolidierungskreis
– 10 259 65
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 272 326 464 219
Kumulierte Veränderungen aus der
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
101 255
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 347 807 144 124
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)

(54) Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen

Mio. € 2011 2010
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 737 378
Anschaffungskosten zum 1.1. 821 410
Wechselkursveränderungen
Zugänge 125 425
Abgänge 27
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis 14 – 14
Anschaffungskosten zum 31.12. 933 821
Zuschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 156 45
Wechselkursveränderungen
Zugänge 158 111
Abgänge 10
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 304 156
Kumulierte Veränderungen aus der at-Equity-Bewertung 65 72
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 694 737
darunter: Anteile an Kreditinstituten 339 279

In den beizulegenden Zeitwerten sind 106 Mio. Euro aus börsennotierten at-Equity-bewerteten Unternehmen enthalten; der korrespondierende Marktwert zum 31. Dezember 2011 belief sich auf 103 Mio. Euro.

Im Commerzbank-Konzern werden zurechenbare Verluste der at-Equity-bewerteten Unternehmen nur bis zur Höhe des Equity-Buchwertes berücksichtigt. In sieben Fällen beläuft sich der Equity-Buchwert auf null. Übersteigende Verluste wurden nicht erfasst, da keine Verpflichtung besteht, die übersteigenden Verluste auszugleichen. Zukünftige Gewinne werden zunächst mit den nicht erfassten Verlusten verrechnet.

Sofern Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten gegenüber oder aufgegebene Geschäftsbereiche bei at-Equitybewerteten Unternehmen bestehen, ist der Commerzbank-Konzern in Höhe des jeweiligen Anteilsbesitzes daran beteiligt. Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer at-Equity-bewerteten Unternehmen sind nachstehend aufgelistet:

Mio. € 31.12.2011 31.12.20101 Veränderung in %
Vermögenswerte 4 603 4 682 – 1,7
Verbindlichkeiten 3 860 4 228 – 8,7
Erträge 413 349 18,3
Aufwendungen 547 446 22,6

1 Vorjahr angepasst.

Gegenüber at-Equity-bewerteten Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2011 Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 403 Mio. Euro. Es gab keine aufgegebenen Geschäftsbereiche bei at-Equity-bewerteten Unternehmen.

Unsere Anteile an der Gesamtsumme aller Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen unserer untergeordneten assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011
Vermögenswerte 542
Verbindlichkeiten 588
Erträge 134
Aufwendungen 129

(55) Immaterielle Anlagewerte

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Geschäfts- oder Firmenwerte 2 088 2 081 0,3
Sonstige immaterielle Anlagewerte 950 1 020 – 6,9
Kundenbeziehungen 495 546 – 9,3
Markennamen 9 9 0,0
Selbst erstellte Software 243 219 11,0
Übrige 203 246 – 17,5
Gesamt 3 038 3 101 – 2,0

Von den Übrigen entfielen 198 Mio. Euro (Vorjahr: 240 Mio. Euro) auf erworbene Software.

Geschäfts- oder Firmenwerte Markennamen
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Privatkunden 1 079 1 079
Mittelstandsbank 569 569
Central & Eastern Europe 299 292 9 9
Corporates & Markets 138 138
Asset Based Finance
Portfolio Restructuring Unit
Sonstige und Konsolidierung 3 3
Gesamt 2 088 2 081 9 9

Im Rahmen des Werthaltigkeitstests für Geschäfts- oder Firmenwerte ergab sich für das Geschäftsjahr 2011 kein Wertminderungs– bedarf. Bei der Bewertung wurden Betafaktoren für die Detailplanungsphase, wie in nachstehender Tabelle aufgeführt, angesetzt.

Privatkunden Mittelstandsbank Corporates &
Markets
Central &
Eastern Europe
Angesetzte Betafaktoren 1,31 1,45 1,71 1,24
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Bei der Variation der Betafaktoren auf 1,0 beziehungsweise 2,0 in der Detailplanungsphase ergaben sich die nachfolgenden Verhältnisse zwischen Über- beziehungsweise Unterdeckung und Buchwert:

Privatkunden Mittelstandsbank Corporates &
Markets
Central &
Eastern Europe
Realistischer Wert angesetzter Betafaktor 143,7% 128,8% 0,7% 5,5%
Sensitivierung Beta 1,00 151,7% 140,0% 10,8% 8,4%
Beta 2,00 127,5% 116,0% – 3,2% – 3,1%

Innerhalb der Sensitivitäten ergab sich eine mögliche Unterdeckung auf den Geschäfts- oder Firmenwert bei einer Sensitivität von 2,0 in den Cash Generating Units Corporates & Markets (–126 Mio. Euro) und Central & Eastern Europe (–74 Mio. Euro). Unter Verwendung der angesetzten Betafaktoren von 1,71 beziehungsweise 1,24 belief sich die Überdeckung auf +27 Mio. Euro beziehungsweise +131 Mio. Euro. Bei einem Betafaktor von 1,756 beziehungsweise 1,714 entspricht der Nutzungswert dem Buchwert.

Die Immateriellen Anlagewerte haben sich folgendermaßen entwickelt:

Geschäfts- oder
Firmenwerte
Selbst erstellte Software Markennamen und
Kundenbeziehungen
Sonstige immaterielle
Anlagewerte
Mio. € 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010
Buchwert zum 1.1. 2 081 2 061 219 235 555 664 246 249
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum
1.1.
2 850 2 830 825 895 987 983 1 797 1 683
Wechselkursveränderungen 7 20 – 7 14 4 – 21 13
Zugänge 120 162 79 114
Abgänge 1 179 238 290 29
Umbuchungen/Veränderungen
Konsolidierungskreis
14 – 8 2 – 22 16
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum
31.12.
2 856 2 850 773 825 989 987 1 543 1 797
Zuschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 769 769 606 660 432 319 1 551 1 434
Wechselkursveränderungen – 6 14 – 11 9
Zugänge 89 118 51 93 100 105
darunter: außerplanmäßig 27 41 1 1 1
Abgänge 1 172 177 279 13
Umbuchungen/Veränderungen
Konsolidierungskreis
13 – 9 2 20 – 21 16
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 768 769 530 606 485 432 1 340 1 551
Buchwert zum 31.12. 2 088 2 081 243 219 504 555 203 246
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte
Fremdkapitalzinsen
Bandbreite angewendete Zinssätze (in %)

(56) Sachanlagen

Grundstücke und Gebäude Betriebs- und Geschäftsausstattung
Mio. € 2011 2010 2011 2010
Buchwert zum 1.1. 874 1 018 716 761
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1 329 1 506 3 488 3 403
Wechselkursveränderungen – 16 11 – 18 59
Zugänge 29 25 125 170
Abgänge 27 185 693 218
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
– 7 128
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis – 46 – 28 – 215 74
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 262 1 329 2 815 3 488
Zuschreibungen
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 455 488 2 772 2 642
Wechselkursveränderungen – 6 4 – 10 52
Zugänge 43 81 192 203
darunter: außerplanmäßig 5 41
Abgänge 10 102 653 192
Umbuchungen in die Zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
33
Sonstige Umbuchungen/Veränderungen Konsolidierungskreis – 14 – 16 – 124 67
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 468 455 2 210 2 772
Buchwert zum 31.12. 794 874 605 716
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen
Bandbreite angewendete Zinssätze (in %)

Die Sachanlagen im Commerzbank-Konzern betrugen insgesamt 1 399 Mio. Euro (Vorjahr: 1 590 Mio. Euro), davon wurden 0,1 Mio. Euro als Sicherheit verpfändet. Darüber hinaus gab es keinerlei Beschränkungen hinsichtlich der Verfügungsrechte an unseren Sachanlagen.

(57) Ertragsteueransprüche

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 716 650 10,2
in Deutschland 620 532 16,5
außerhalb Deutschlands 96 118 – 18,6
Latente Ertragsteueransprüche 4 154 3 567 16,5
erfolgswirksame Ertragsteueransprüche 2 583 2 329 10,9
erfolgsneutrale Ertragsteueransprüche 1 571 1 238 26,9
Gesamt 4 870 4 217 15,5

Aktive latente Steuern bilden die potenziellen Ertragsteuerentlastungen aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen sowie zukünftige Ertragsteuerentlastungen aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften ab.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Für folgende steuerliche Verlustvorträge wurden zum 31. Dezember 2011 aufgrund des zeitlich beschränkten Planungshorizonts und der dadurch bedingten nicht ausreichenden Wahrscheinlichkeit der Nutzung keine latenten Ertragsteueransprüche aktiviert beziehungsweise bestehende latente Ertragsteueransprüche wertberichtigt.

Steuerliche Verlustvorträge Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Körperschaftsteuer/Corporation Tax/Federal Tax 11 680 10 620 10,0
Unbegrenzt vortragsfähig 10 417 10 302 1,1
Begrenzt vortragsfähig 1 263 318
darunter: Verfall in der Folgeperiode
Gewerbesteuer/Lokale Steuer 4 628 4 029 14,9
Unbegrenzt vortragsfähig 3 966 3 793 4,6
Begrenzt vortragsfähig 662 236
darunter: Verfall in der Folgeperiode

Latente Ertragsteueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge werden im Wesentlichen für den inländischen Organkreis, die Filiale London und britische Tochtergesellschaften gebildet. Sie wurden in Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 819 275
Handelsaktiva und -passiva 714 941 – 24,1
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 35 13
Finanzanlagen 140 80 75,0
Rückstellungen 45 60 – 25,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 109 59 84,7
Übrige Bilanzposten 259 463 – 44,1
Steuerliche Verlustvorträge 2 033 1 676 21,3
Gesamt 4 154 3 567 16,5

(58) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien von 808 Mio. Euro (Vorjahr: 1 192 Mio. Euro) entwickelten sich wie folgt:

Mio. € 2011 2010
Buchwert zum 1.1. 1 192 1 279
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 1 470 1 455
Wechselkursveränderungen
Zugänge 83
Abgänge 115 70
Veränderungen Konsolidierungskreis 4
Umbuchungen – 142 2
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 1 217 1 470
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert – 409 – 278
Buchwert zum 31.12. 808 1 192
Im laufenden Geschäftsjahr aktivierte Fremdkapitalzinsen
Bandbreite angewendete Zinssätze (in %)

Von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurden 170 Mio. Euro (Vorjahr: 268 Mio. Euro) rettungshalber erworben. In den Zugängen des Berichtszeitraums waren 4 Mio. Euro (Vorjahr: 49 Mio. Euro) nachträgliche Anschaffungskosten für wesentliche Objekte enthalten. In diesem Bilanzposten sind keine Immobilien aus Operating-Leasing-Vereinbarungen enthalten. Zudem liegen weder Beschränkungen hinsichtlich der Weiterveräußerung vor noch gibt es Ankaufsverpflichtungen für Immobilien, die hier auszuweisen wären.

Im Rahmen von Sensitivitätsanalysen unterstellen wir für Renditeobjekte eine Änderung des Liegenschaftszinses von + 50 Basispunkten beziehungsweise – 50 Basispunkten und für Baugrundstücke eine Änderung des Bodenwertes von + 20 % beziehungsweise – 20 %. Für die wesentlichen Renditeobjekte würde sich daraus eine Marktwertänderung von rund – 59 Mio. Euro beziehungsweise + 70 Mio. Euro ergeben. Für Baugrundstücke würde sich der Marktwert um 1 Mio. Euro erhöhen beziehungsweise um 1 Mio. Euro vermindern.

(59) Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen

Der Bilanzposten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte von Veräußerungsgruppen setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 10 10 0,0
Forderungen an Kunden 158 128 23,4
Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 108
Handelsaktiva 82
Finanzanlagen 378 71
Sachanlagen 65 196 – 66,8
Sonstige Aktivposten 1 148 487
Gesamt 1 759 1 082 62,6

Für die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Vermögenswerte aus Veräußerungsgruppen wurden in allen Fällen Verkaufsverträge entweder bereits abgeschlossen oder ein Abschluss steht bevor. Die Erfüllung der Verträge soll voraussichtlich während des Geschäftsjahres 2012 erfolgen. Folgende Tochtergesellschaften, die alle dem Segment Asset Based Finance zugeordnet werden, sind betroffen:

  • CG New Venture 2 Verwaltungsgesellschaft mbH, Wiesbaden
  • CG New Venture 4 GmbH & Co. KG, Wiesbaden
  • FM LeasingPartner GmbH, Bissendorf Kr Osnabrück
  • GO German Office GmbH, Wiesbaden
  • MS "CPO Alicante" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Ancona" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Bilbao" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Marseille" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Palermo" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Toulon" Offen Reederei GmbH&Co.KG, Hamburg
  • MS "CPO Valencia" Offen Reederei GmbH & Co.KG, Hamburg
  • Property Invest Italy Srl, Mailand

Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen stellen wir in Note 69 dar.

Im laufenden Geschäftsjahr wurde auch ein Bürokomplex von den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte umgegliedert. Der Verkauf wurde im Januar 2012 abgeschlossen.

Zudem werden Forderungen im Segment Mittelstandsbank, Fondsanteile im Segment Privatkunden und Beteiligungen (Segmente Central & Eastern Europe sowie Sonstige und Konsolidierung) zur Veräußerung gehalten.

Für die Gesellschaft KGAL GmbH & Co. KG, Grünwald (München) dagegen haben wir die Vertragsverhandlungen mit potenziellen Käufern eingestellt und ein Verkauf in absehbarer Zeit wird nicht mehr erwartet. Die Gesellschaft wird daher seit dem 30. September 2011 als at-Equity-bewertetes Unternehmen bilanziert.

Von den im Vorjahr zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen haben wir vier Gesellschaften im Geschäftsjahr planmäßig veräußert.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 263

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
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    • 353 Bestätigungsvermerk

(60) Sonstige Aktiva

Die Sonstigen Aktiva setzten sich im Wesentlichen aus folgenden Posten zusammen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Einzugspapiere 253 612 – 58,7
Edelmetalle 882 671 31,4
Leasinggegenstände 209 221 – 5,4
Rechnungsabgrenzungsposten 304 340 – 10,6
Forderungen aus Ausgleichszahlungen für Börsentermingeschäfte 270 2 636 – 89,8
Übrige Aktiva 1 324 2 869 – 53,9
Gesamt 3 242 7 349 – 55,9

Die Leasinggegenstände innerhalb der Sonstigen Aktiva haben sich wie folgt entwickelt:

Mio. € 2011 2010
Buchwert zum 1.1. 221 554
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 1.1. 364 788
Wechselkursveränderungen – 6 1
Zugänge 62 206
Abgänge 43 97
Veränderungen Konsolidierungskreis
Umbuchungen – 534
Anschaffungs-/Herstellungskosten zum 31.12. 377 364
Kumulierte Abschreibungen zum 1.1. 143 234
Wechselkursveränderungen – 2
Zugänge 41 68
darunter: außerplanmäßig
Abgänge 14 18
Veränderungen Konsolidierungskreis
Umbuchungen – 141
Kumulierte Abschreibungen zum 31.12. 168 143
Kumulierte Veränderungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
Buchwert zum 31.12. 209 221

(61) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Gesamt
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kreditinstitute in Deutschland 45 302 45 475 – 0,4
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 53 179 92 151 – 42,3
Gesamt 98 481 137 626 – 28,4
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten
85 451 95 154 – 10,2
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)
13 030 42 472 – 69,3
davon: Täglich fällig Andere Verbindlichkeiten
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Kreditinstitute in Deutschland 8 358 17 097 36 944 28 378
Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 25 483 33 082 27 696 59 069
Gesamt 33 841 50 179 64 640 87 447

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Repos und Cash Collaterals 18 985 44 016 – 56,9
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 25 286 35 166 – 28,1
Übrige Verbindlichkeiten 54 210 58 444 – 7,2
Gesamt 98 481 137 626 – 28,4

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  • 202 Gesamtergebnisrechnung

    - 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
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(62) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden setzen sich aus Spareinlagen, täglich fälligen Geldern und Termineinlagen einschließlich Sparbriefen zusammen.

Gesamt
31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
202 725 195 561 3,7
127 277 122 544 3,9
66 946 66 144 1,2
8 502 6 873 23,7
52 619 67 266 – 21,8
47 517 61 293 – 22,5
5 102 5 973 – 14,6
255 344 262 827 – 2,8
– 8,1
62,1
223 491
31 853
243 177
19 650
Spareinlagen Andere Verbindlichkeiten
täglich fällig mit vereinbarter Laufzeit
oder Kündigungsfrist
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Kunden in Deutschland 4 390 3 970 102 552 106 097 95 783 85 494
Firmenkunden 42 43 47 971 49 365 79 264 73 136
Privatkunden und Übrige 4 348 3 926 53 071 54 658 9 527 7 560
Öffentliche Haushalte 1 1 510 2 074 6 992 4 798
Kunden außerhalb Deutschlands 2 472 2 586 27 179 37 710 22 968 26 970
Firmen- und Privatkunden 2 471 2 585 23 715 32 864 21 331 25 844
Öffentliche Haushalte 1 1 3 464 4 846 1 637 1 126
Gesamt 6 862 6 556 129 731 143 807 118 751 112 464

Die Spareinlagen waren wie folgt unterteilt:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 6 155 5 700 8,0
Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei
Monaten 707 856 – 17,4
Gesamt 6 862 6 556 4,7

Die nachfolgende Tabelle stellt die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden nach wesentlichen Geschäftsarten dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Repos und Cash Collaterals 28 209 18 106 55,8
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 44 232 46 339 – 4,5
Übrige Verbindlichkeiten 182 903 198 382 – 7,8
Gesamt 255 344 262 827 – 2,8

(63) Verbriefte Verbindlichkeiten

Als Verbriefte Verbindlichkeiten werden Schuldverschreibungen, einschließlich Hypothekenpfandbriefe und öffentliche Pfandbriefe, Geldmarktpapiere (zum Beispiel Certificates of Deposit, Euro Notes, Commercial Papers), Indexzertifikate, Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf ausgewiesen.

Schuldverschreibungen zu 0,003 bis 20,05 % (Vorjahr: 0,03 bis 12,00 %). In den Verbrieften Verbindlichkeiten waren Hypothekenpfandbriefe in Höhe von 29 353 Mio. Euro (Vorjahr: 28 744 Mio. Euro) sowie öffentliche Pfandbriefe in Höhe von 34 990 Mio. Euro (Vorjahr: 48 495 Mio. Euro) enthalten.

Die Geldmarktpapiere wurden nominell zu Zinssätzen zwischen 0,002 und 6,55 % (Vorjahr: 0,02 bis 5,45 %) verzinst;

Gesamt Darunter: begeben von
Hypothekenbanken
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Begebene Schuldverschreibungen 100 311 116 270 65 386 80 284
Begebene Geldmarktpapiere 5 224 15 024
Eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 138 62 25 55
Gesamt 105 673 131 356 65 411 80 339
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Verbindlichkeiten
102 593 128 150 65 411 80 339
Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewertet (Fair Value Option)
3 080 3 206

Im Geschäftsjahr 2011 wurden neue Emissionen mit einem Volumen von 68,7 Mrd. Euro begeben. Im gleichen Zeitraum belief sich das Volumen der fälligen Emissionen auf 93,2 Mrd. Euro und der Rückzahlungen auf 4,0 Mrd. Euro. Die folgende Aufstellung enthält die wesentlichen im Geschäftsjahr 2011 begebenen Schuldverschreibungen:

Gegenwert
Mio. €
Währung Emittent Zinssatz
in %
Fälligkeit
1 500 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 2,750 2014
1 250 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 2,875 2016
1 000 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 1,875 2013
800 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 3,0851 2013
500 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 4,125 2021

1 Variabel verzinslich.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

(64) Passivische Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges

Der Wertanpassungsbetrag von gegen Zinsänderungsrisiken gesicherten Grundgeschäften betrug 938 Mio. Euro (Vorjahr: 121 Mio. Euro). Einen ökonomisch gegenläufigen Betrag der Sicherungsgeschäfte weisen wir auf der Aktivseite unter dem Posten Positive Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten aus.

(65) Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten

In diesem Posten werden die Negativen Marktwerte von Derivaten ausgewiesen, die zur Absicherung von Grundgeschäften gegen das Zinsänderungsrisiko eingesetzt werden.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Negative Marktwerte Micro Fair Value Hedge Accounting 11 378 9 312 22,2
Negative Marktwerte Portfolio Fair Value Hedge Accounting 26 40 – 35,0
Negative Marktwerte Cash Flow Hedge Accounting 23 17 35,3
Gesamt 11 427 9 369 22,0

(66) Handelspassiva

In den Handelspassiva werden die Negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accountings eingesetzt sind, sowie Kreditzusagen mit negativen Marktwerten, ausgewiesen. Außerdem sind eigene Emissionen des Handelsbereichs und Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen in den Handelspassiva enthalten.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Währungsbezogene derivative Geschäfte 20 762 19 368 7,2
Zinsbezogene derivative Geschäfte 96 736 100 479 – 3,7
Übrige derivative Geschäfte 8 433 10 248 – 17,7
Zertifikate und andere eigene Emissionen 5 789 9 070 – 36,2
Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen, negative
Marktwerte von Kreditzusagen und sonstige Handelspassiva 6 127 13 228 – 53,7
Gesamt 137 847 152 393 – 9,5

Die Übrigen derivativen Geschäfte setzten sich im Wesentlichen aus 3 714 Mio. Euro Aktienderivaten (Vorjahr: 5 803 Mio. Euro) und 4 305 Mio. Euro Kreditderivaten (Vorjahr: 3 782 Mio. Euro) zusammen.

(67) Rückstellungen

Die Rückstellungen gliederten sich wie folgt:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 437 539 – 18,9
Sonstige Rückstellungen 3 324 4 239 – 21,6
Gesamt 3 761 4 778 – 21,3

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Im Jahr 2011 haben sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen folgendermaßen entwickelt:

Mio. € Stand
1.1.2011
Pensions
leistungen
Zufüh
rungen
Dotierung
des Plan
vermögens1
Umbuchungen/
Wechselkurs
änderungen
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Stand
31.12.2011
Anwartschaften der aktiven und
ausgeschiedenen Mitarbeiter
sowie Pensionsansprüche der
Pensionäre
356 245 186 73 67 – 4 287
Vorruhestand 82 28 12 66
Altersteilzeit 101 38 75 54 84
Gesamt 539 311 273 127 67 – 4 437

1 Soweit im Rahmen der Rückstellungsermittlung berücksichtigt.

b) Pensionsverpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen sowie der Pensionsaufwand werden jährlich von unabhängigen Aktuaren nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Die zugrundeliegenden versicherungsmathematischen Parameter richten sich dabei nach den Verhältnissen des Landes, in dem der Pensionsplan begründet wurde. Die Darstellung der Parameter außerhalb Deutschlands erfolgt auf der Basis von gewichteten Durchschnitten unter Berücksichtigung der jeweils relevanten Pensionspläne.

in % 31.12.2011 31.12.2010
Parameter der Pensionspläne in Deutschland
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 4,8 4,9
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,8 1,8
für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 4,9 5,3
Gehaltsentwicklung 2,5 2,5
Rentenanpassung 1,8 1,8
Erwartete Rendite des Planvermögens 5,5 5,7
Parameter der Pensionspläne außerhalb Deutschlands
für die Ermittlung der Pensionsverpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 4,8 5,3
Gehaltsentwicklung 3,0 3,2
Rentenanpassung 2,9 3,2
für die Ermittlung des Pensionsaufwands im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 5,3 5,5
Gehaltsentwicklung 3,2 3,6
Rentenanpassung 3,2 3,1
Erwartete Rendite des Planvermögens 5,3 5,2
Parameter des Gesundheitsfürsorgeplans
für die Ermittlung der Verpflichtung am Jahresende
Diskontierungszinssatz 4,8 5,4
Gesundheitskostensteigerungsrate 5,7 6,0
für die Ermittlung des Aufwands im Geschäftsjahr
Diskontierungszinssatz 5,4 5,5
Gesundheitskostensteigerungsrate 6,0 5,9
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Die Pensionsverpflichtungen haben sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € 2011 2010
Pensionsverpflichtungen zum 1. Januar 6 073 5 699
Dienstzeitaufwand 68 61
Zinsaufwand 295 295
Pensionsleistungen – 283 – 277
Versicherungsmathematische Gewinne (–)/Verluste (+) 36 314
Erfahrungsbedingte Anpassungen – 62 – 5
Sonstige Anpassungen 98 319
Veränderungen Konsolidierungskreis – 4 – 54
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 1
Plankürzungen/Abgeltungen – 6
Wechselkursänderungen 31 33
Sonstige Veränderungen 26 9
Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 6 242 6 073
darunter vollständig oder teilweise durch Planvermögen finanziert 6 064 5 884
darunter nicht durch Planvermögen finanziert 178 189

Die Pensionsverpflichtungen waren folgenden Regionen zuzuordnen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Deutschland 5 157 5 032
Europa (ohne Deutschland) 989 952
Amerika 94 87
Asien und Sonstige 2 2
Gesamt 6 242 6 073

Eine Änderung des Diskontierungszinssatzes beziehungsweise der Gesundheitskostensteigerungsrate zum 31. Dezember 2011 würde sich wie folgt auswirken:

Mio. € Verpflichtung zum
31.12.2011
Aufwendungen im
Jahr 2012
Zinssensitivität
Diskontierungszinssatz +50 Basispunkte – 437
Diskontierungszinssatz – 50 Basispunkte 491 – 1
Sensitivität in Bezug auf die Gesundheitskostensteigerungsrate
Gesundheitskostensteigerungsrate +100 Basispunkte 2
Gesundheitskostensteigerungsrate – 100 Basispunkte – 2

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung setzten sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Mio. € 2011 2010
Dienstzeitaufwand 68 61
Zinsaufwand 295 295
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen – 284 – 267
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand – 1
Plankürzungen/Abgeltungen – 5
Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (–)/Verluste (+) 107 9
Sonstiges 3
Aufwendungen für leistungsorientierte Pläne 186 95
Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne 88 98
Andere Altersversorgung (Altersteilzeit und Vorruhestand) 87 104
Sonstiger pensionsnaher Aufwand 19 20
Wechselkursveränderungen
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 380 317

Daneben haben wir im Personalaufwand 235 Mio. Euro (Vorjahr: 228 Mio. Euro) als Arbeitgeberanteile zur gesetzlichen Rentenversicherung erfasst.

Der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen orientiert sich im Fall von festverzinslichen Wertpapieren an den langfristigen Renditen des Kapitalmarktes am Abschlussstichtag und im Fall anderer Kapitalanlagen an den in der Vergangenheit beobachteten Kapitalmarktentwicklungen. Das Planvermögen hat sich folgendermaßen entwickelt:

Mio. € 2011 2010
Beizulegender Zeitwert zum 1.1. 5 194 4 764
Veränderung Konsolidierungskreis – 28
Einstellung Planvermögen (Arbeitgeberbeiträge) 73 52
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 284 267
Pensionsleistungen – 38 – 34
Umbuchungen 33 – 3
Wechselkursänderungen 29 27
Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (–) 155 149
Beizulegender Zeitwert zum 31.12. 5 730 5 194
Tatsächliche Erträge aus dem Planvermögen 439 416

Für das Geschäftsjahr 2012 erwarten wir im Konzern für leistungsorientierte Pensionspläne Arbeitgeberbeiträge zum Planvermögen von 54 Mio. Euro. sowie Pensionsleistungen von 255 Mio. Euro. Die Zusammensetzung des Planvermögens stellte sich wie folgt dar:

in % 31.12.2011 31.12.2010
Festverzinsliche Wertpapiere 67,3 69,3
Aktien 12,8 15,6
Fondsanteile 8,8 9,2
Liquide Mittel 2,8 2,4
Sonstige 8,2 3,5
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Zusammenfassende Übersicht wesentlicher Komponenten leistungsorientierter Pensionspläne:

Mio. € 2011 2010 2009 2008 2007
Pensionsverpflichtung (Anwartschaftsbarwert) 6 242 6 073 5 699 2 118 2 202
Fair Value des Planvermögens 5 730 5 194 4 764 2 039 1 831
Finanzierungsstatus 512 879 935 79 371
Nicht erfasste versicherungsmathematische
Gewinne (+)/Verluste (–)
– 353 – 576 – 416 33 71
Nachzuverrechnender Dienstzeitertrag (+)/-aufwand (–)
Aktiviertes Planvermögen 128 53 33
Pensionsrückstellung 287 356 552 112 442

c) Sonstige Rückstellungen

Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen:

Mio. € Stand
1.1.2011
Zuführungen Verbrauch Auflösungen Umbuchung/
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Stand
31.12.2011
Personalbereich 819 484 543 80 – 1 679
Restrukturierungsmaßnahmen 923 30 227 102 3 627
Einzelrisiken aus dem Kreditgeschäft 384 358 7 361 – 25 349
Portfoliorisiken aus dem Kreditgeschäft 231 55 125 – 2 159
Bonifikation für Sondersparformen 30 7 15 9 31
Prozesse und Regresse 808 277 90 118 – 55 822
Übrige 1 044 361 535 173 – 40 657
Gesamt 4 239 1 572 1 417 959 – 111 3 324

Die Rückstellungen für den Personalbereich sind überwiegend kurzfristiger Natur, beinhalten unter anderem aber auch Jubiläumsrückstellungen, die aufgrund ihres Charakters langfristig sind und in nachfolgenden Perioden sukzessive verbraucht werden.

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Rückstellungen im Kreditgeschäft orientiert sich an den in Note 92 angegebenen Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen. Bei Rechtsstreitigkeiten kann weder die Dauer des Verfahrens noch die Höhe des Betrags zum Zeitpunkt der Rückstellungsbildung abschließend vorhergesagt werden. Die unter Übrige ausgewiesenen Rückstellungen weisen im Wesentlichen eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr auf.

Die gebildeten Restrukturierungsrückstellungen resultieren überwiegend aus Maßnahmen im Zusammenhang mit der Integration des Dresdner-Bank-Konzerns und entfallen vorwiegend auf den Personalbereich sowie auf die Bereiche Organisation und IT. Die Rückstellungen verteilen sich im Wesentlichen über eine Laufzeit von bis zu vier Jahren, wobei der größte Teil voraussichtlich bis Ende 2012 in Anspruch genommen werden wird.

(68) Ertragsteuerschulden

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 680 1 072 – 36,6
Verbindlichkeiten gegenüber Steuerbehörden
aus Ertragsteuern
5 4 25,0
Rückstellungen für Ertragsteuern 675 1 068 – 36,8
Latente Ertragsteuerschulden 189 222 – 14,9
Erfolgswirksame Ertragsteuerschulden 176 222 – 20,7
Erfolgsneutrale Ertragsteuerschulden 13
Gesamt 869 1 294 – 32,8

Rückstellungen für Ertragsteuern sind potenzielle Steuerverpflichtungen, für die noch keine rechtskräftigen Steuerbescheide ergangen sind, beziehungsweise für Risiken im Rahmen von Betriebsprüfungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Finanzämtern beinhalten Zahlungsverpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern gegenüber inländischen und ausländischen Steuerbehörden.

Passive latente Steuern stellen die potenziellen Ertragsteuerbelastungen aus temporären Unterschieden zwischen Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz nach IFRS und den Steuerwerten nach lokalen steuerrechtlichen Vorschriften der Konzernunternehmen dar. Sie wurden im Zusammenhang mit folgenden Posten gebildet:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Handelsaktiva und -passiva 38 53 – 28,3
Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 56 52 7,7
Finanzanlagen 25 29 – 13,8
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 12 38 – 68,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden 19 2
Übrige Bilanzposten 39 48 – 18,8
Gesamt 189 222 – 14,9

(69) Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen

Die Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen setzten sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 484 199
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11 214 – 94,9
Negative Marktwerte aus derivativen Sicherungsinstrumenten 97 181 – 46,4
Rückstellungen 56
Gesamt 592 650 – 8,9
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

(70) Sonstige Passiva

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Verbindlichkeiten für Filmfonds 1 952 2 197 – 11,2
Fremdkapital aus Minderheiten 2 576 2 290 12,5
Rechnungsabgrenzungsposten 484 559 – 13,4
Verbindlichkeiten aus Ausgleichszahlungen für
Börsentermingeschäfte
108 295 – 63,4
Übrige Passiva 1 448 2 795 – 48,2
Gesamt 6 568 8 136 – 19,3

(71) Nachrangkapital

Die Nachrangigen Verbindlichkeiten und die Genussrechte sind Eigenmittel im Sinne der §§ 10 Abs. 5 und 5a KWG in der neuen Fassung und teilten sich wie folgt auf:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Nachrangige Verbindlichkeiten 12 094 11 256 7,4
darunter: Drittrangmittel i. S. des § 10 Abs. 7 KWG
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 1 701 2 175 – 21,8
Genussrechtskapital 975 1 259 – 22,6
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig1 36 420 – 91,4
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien2 – 165 – 187 – 11,8
Bewertungseffekte 381 582 – 34,5
Gesamt 13 285 12 910 2,9
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertete Verbindlichkeiten 13 261 12 886 2,9
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option) 24 24 0,0

1 Vorjahr angepasst.

2 Einschließlich Effekten aus der Anpassung der Zeitwerte des Nachrangkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.

Ansprüche von Gläubigern auf Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten sind gegenüber anderen Gläubigern nachrangig. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung kann nicht entstehen. Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation dürfen sie erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückgezahlt werden.

Im Geschäftsjahr 2011 belief sich das Volumen der fälligen Nachrangigen Verbindlichkeiten auf 0,9 Mrd. Euro, der Rückzahlungen auf 1,3 Mrd. Euro und der Neuemissionen auf 3,1 Mrd. Euro. Bei den Genussrechten wurden Emissionen von 0,3 Mrd. Euro fällig. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Veränderungen im Geschäftsjahr.

Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz Fälligkeit
2011 1 254 1 254 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 6,375 2019
2011 1 250 1 250 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 7,750 2021
2007 600 600 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 1,8151 2017
2006 502 502 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 2,3371 2016
2008 500 500 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 6,250 2014
2009 386 500 USD Commerzbank Aktiengesellschaft 7,250 2015
2007 273 273 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,625 2017
2011 322 322 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2018
2011 300 300 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2018
2003 250 250 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 5,000 2016
2009 250 250 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,000 2017
2003 220 220 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 5,000 2014
2006 227 300 CAD Commerzbank Aktiengesellschaft 2,1591 2016
1999 180 150 GBP Commerzbank Aktiengesellschaft 6,625 2019
2002 150 150 EUR Eurohypo Aktiengesellschaft 5,750 2012

Ende 2011 waren folgende wesentliche Nachrangige Verbindlichkeiten im Umlauf:

1 Variabel verzinslich.

Im Berichtsjahr fiel im Konzern ein Zinsaufwand für Nachrangige Verbindlichkeiten in Höhe von 682 Mio. Euro (Vorjahr: 713 Mio. Euro) an. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 321 Mio. Euro (Vorjahr: 275 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Genussrechtskapital des Commerzbank-Konzerns nimmt teilweise bis zur vollen Höhe am Verlust teil. Zinszahlungen erfolgen

nur im Rahmen eines vorhandenen Bilanzgewinns der emittierenden Gesellschaft. Die Ansprüche der Genussrechtsinhaber auf Rückzahlung des Kapitals sind gegenüber den Ansprüchen der anderen Gläubiger nachrangig. Ende 2011 war folgendes wesentliches Genussrecht im Umlauf:

Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz Fälligkeit
2006 750 750 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 5,386 2015

Auf das Genussrechtskapital für das Geschäftsjahr 2011 entfielen zu zahlende Zinsen in Höhe von 107 Mio. Euro (Vorjahr: 162 Mio. Euro) an beziehungsweise wurden abgegrenzt. Zinsabgrenzungen für noch nicht gezahlte Zinsen wurden in Höhe von 194 Mio. Euro (Vorjahr: 130 Mio. Euro) ausgewiesen.

(72) Hybridkapital

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Hybridkapital 2 830 5 005 – 43,5
Zinsabgrenzungen einschließlich Disagien1 – 1 131 – 1 084 4,3
Bewertungseffekte 476 260 83,1
Gesamt 2 175 4 181 – 48,0
darunter entfallen auf die Kategorie:
Zu fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertete Verbindlichkeiten
2 175 4 181 – 48,0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet
(Fair Value Option)

1 Einschließlich Effekten aus der Anpassung der Zeitwerte des Hybridkapitals zum Erwerbszeitpunkt der Dresdner Bank.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Folgende wesentliche hybride Kapitalinstrumente waren Ende 2011 im Umlauf:

Laufzeitbeginn Mio. € Mio. Währung Emittent Zinssatz Fälligkeit
2006 1 000 1 000 EUR Commerzbank Aktiengesellschaft 6,932 unbefristet
1999 773 1 000 USD Dresdner Capital LLC I 8,151 2031
2003 306 306 EUR Eurohypo Capital Funding Trust I 6,445 unbefristet
2006 190 190 EUR Commerzbank Capital Funding Trust I 5,012 unbefristet
2006 186 186 EUR Commerzbank Capital Funding Trust III 2,524 unbefristet
2005 152 152 EUR Eurohypo Capital Funding Trust II 3,486 unbefristet
2006 138 116 GBP Commerzbank Capital Funding Trust II 5,905 unbefristet

Für das Geschäftsjahr 2011 fielen auf das Hybridkapital zu zahlende Zinsen in Höhe von 152 Mio. Euro (Vorjahr: 155 Mio. Euro) an. Das Hybridkapital ist Bestandteil des haftenden Eigenkapitals. Zinszahlungen erfolgen nach Maßgabe der maßgeblichen Emissionsbedingungen. Die Ansprüche der Inhaber hybrider Instrumente auf Rückzahlung des Kapitals sind nachrangig gegenüber den Ansprüchen der Gläubiger der unter Nachrangigen Verbindlichkeiten und Genussrechtskapital ausgewiesenen Verbindlichkeiten. Im Geschäftsjahr 2011 wurden Teile der Trust Preferred Securities (TruPS) der Commerzbank Capital Funding Trust I bis III und der Eurohypo Capital Funding Trust I bis II

zurückerworben. Im Januar 2011 erfolgte eine Einbringung der TruPS im Nominalvolumen von 0,9 Mrd. Euro als Sacheinlagen gegen Vergütung in Aktien (siehe Seite 207) und führte zu einem Ertrag von 0,3 Mrd. Euro. Im Dezember 2011 haben wir TruPS im Nominalvolumen von 1,3 Mrd. Euro zurückgekauft. Hieraus resultierte ein Ertrag von 0,7 Mrd. Euro. Durch die Rücknahme erhöhte sich unser hartes Kernkapital. Beide Maßnahmen führten zu einem Rückgang des Hybridkapitals im Geschäftsjahr 2011 um 2,2 Mrd. Euro. Darüber hinaus gab es keine nennenswerten Veränderungen.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
a) Gezeichnetes Kapital 5 113 3 047 67,8
b) Kapitalrücklage1 11 158 1 507
c) Gewinnrücklagen1 8 822 9 140 – 3,5
d) Stille Einlagen 2 687 17 178 – 84,4
Andere Rücklagen – 3 676 – 2 999 22,6
e) Neubewertungsrücklage – 2 511 – 1 731 45,1
f) Rücklage aus Cash Flow Hedges – 810 – 1 005 – 19,4
g) Rücklage aus der Währungsumrechnung – 355 – 263 35,0
Gesamt vor Minderheitenanteilen 24 104 27 873 – 13,5
Minderheitenanteile 699 785 – 11,0
Eigenkapital 24 803 28 658 – 13,5

(73) Zusammensetzung des Eigenkapitals

1 Anpassung Vorjahr aufgrund Ausweisänderung eigener Aktien (siehe Note 2).

a) Gezeichnetes Kapital

Das Gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Commerzbank Aktiengesellschaft besteht aus nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Käufe und Verkäufe von eigenen Aktien werden mit dem rechnerischen Wert von 1,00 Euro mit dem Gezeichneten Kapital verrechnet.

Stückzahl
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 1.1.2011 1 172 037 591
zuzüglich: Eigene Aktien im Bestand am 31.12. des Vorjahres 9 315 335
Ausgabe neuer Aktien 3 932 076 127
Anzahl der ausgegebenen Aktien am 31.12.2011 5 113 429 053
abzüglich: Eigene Aktien im Bestand am Bilanzstichtag 863 010
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien am 31.12.2011 5 112 566 043

Vor Verrechnung der im Eigenbestand befindlichen eigenen Aktien belief sich das Gezeichnete Kapital auf 5 113 Mio. Euro. Vorzugsrechte oder Beschränkungen in Bezug auf die Ausschüttung von Dividenden liegen bei der Commerzbank Aktiengesellschaft nicht vor. Alle ausgegebenen Aktien sind voll eingezahlt. Der Wert der ausgegebenen, im Umlauf befindlichen und genehmigten Aktien ergab sich wie folgt:

31.12.2011 31.12.2010
Mio. € Stückzahl Tsd. Mio. € Stückzahl Tsd.
Ausgegebene Aktien 5 113,4 5 113 429 3 071,5 1 181 353
./. Eigene Aktien im Bestand 0,9 863 24,2 9 315
= im Umlauf befindliche Aktien 5 112,6 5 112 566 3 047,3 1 172 038
noch nicht ausgegebene Aktien aus
Genehmigtem Kapital 2 000,0 2 000 000 1 535,0 590 385
Gesamt 7 112,6 7 112 566 4 582,3 1 762 423

Die Anzahl der autorisierten Aktien betrug 7 113 429 Tsd. Stück (Vorjahr: 1 771 738 Tsd. Stück). Der rechnerische Wert der autorisierten Aktien belief sich auf 7 113,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4 606,5 Mio. Euro).

genommen. Dies entspricht 0,6% (Vorjahr: 0,9%) der am Bilanzstichtag im Umlauf befindlichen Aktien.

Die Wertpapierhandelsgeschäfte in eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 7 stellten sich wie folgt dar:

Wir hatten zum 31. Dezember 2011 im Konzern 30 306 Tsd. Stück Aktien (Vorjahr: 10 774 Tsd. Stück Aktien) als Pfand

Anzahl Aktien
Stück
Rechnerischer1
Wert in Tsd. €
Anteil am Grund
kapital in %
Bestand am 31.12.2011 863 010 863 0,02
Höchster erworbener Bestand im Geschäftsjahr 33 123 677 33 124 0,65
Von der Kundschaft verpfändeter Bestand am 31.12.2011 30 305 845 30 306 0,59
Im Geschäftsjahr erworbene Aktien 1 194 554 038 1 194 554
Im Geschäftsjahr veräußerte Aktien 1 203 006 363 1 203 006

1 Rechnerischer Wert je Aktie 1,00 Euro.

Die Bank hat sich gegenüber dem Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), verpflichtet, keine Aktien oder sonstigen Bestandteile der haftenden Eigenmittel der Bank (außer im Rahmen des § 71 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 4 (Einkaufskommission), 7 oder 8 AktG) selbst oder durch verbundene Unternehmen zurückzukaufen.

Zur Erfüllung der erhöhten Eigenkapitalanforderungen der European Banking Authority (EBA), die zum Stichtag 30. Juni 2012 in Kraft treten, hat die Commerzbank Aktiengesellschaft im Januar 2012 ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Eigenkapitals beschlossen. Als Teil dieser Maßnahmen planen wir, die individuellen variablen Vergütungsansprüche für das Jahr 2011 in Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft zu erfüllen. Das betrifft einen Großteil unserer außertariflich beschäftigten Mitarbeiter und je nach Beteiligung der Mitarbeiter kann dies zu einer Erhöhung des Eigenkapitals um rund 250 Mio. Euro führen.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

b) Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage werden neben Agiobeträgen aus der Ausgabe von Aktien auch beizulegende Zeitwerte von aktienbasierten Vergütungstransaktionen ausgewiesen, für die ein Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten erfolgt, die aber noch nicht ausgeübt wurden. Sofern eine Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsund Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erfolgt ist, werden hierbei erzielte Beträge in der Kapitalrücklage berücksichtigt.

Darüber hinaus werden Kosten, die im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen anfallen, und die gemäß IAS 32.35 als Abzug vom Eigenkapital zu bilanzieren sind, von der Kapitalrücklage gekürzt.

Bei der Wiederveräußerung von eigenen Aktien wird der Differenzbetrag zwischen dem rechnerischen Nennwert und dem Kurswert in der Kapitalrücklage erfasst, wenn dieser über den ursprünglichen Anschaffungskosten dieser Anteile liegt.

c) Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen untergliedern sich in die gesetzliche Rücklage und andere Rücklagen. In der gesetzlichen Rücklage sind nach nationalem Recht zwingend zu bildende Rücklagen erfasst; die hier eingestellten Beträge unterliegen im Einzelabschluss einem Ausschüttungsverbot. Der Gesamtbetrag der in der Bilanz ausgewiesenen Gewinnrücklagen resultierte aus anderen Gewinnrücklagen von 8822 Mio. Euro (Vorjahr: 9140 Mio. Euro). Gesetzliche Rücklagen waren weder zum 31. Dezember 2011 noch zum 31. Dezember 2010 vorhanden.

Beim Erwerb eigener Anteile wird der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem rechnerischen Wert mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Eine Wiederveräußerung eigener Anteile wird spiegelbildlich zum Erwerb eigener Anteile abgebildet.

d) Stille Einlagen

Die Einlagen des SoFFin, vertreten durch die FMSA, wurden im Geschäftsjahr im Rahmen verschiedener Kapitalmaßnahmen von 16,4 Mrd. Euro um 14,5 Mrd. Euro auf 1,9 Mrd. Euro reduziert (siehe Seite 207). Grundlage der verbleibenden Stillen Einlagen bildet weiterhin der Vertrag vom 19. Dezember 2008 sowie die Ergänzungsvereinbarung vom 3. Juni 2009 über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft zwischen dem SoFFin, vertreten durch die FMSA, und der Commerzbank Aktiengesellschaft. Die Stillen Einlagen werden mit 9% jährlich verzinst und zu 100% als Kernkapital (Tier 1) angerechnet. Eine Rückzahlung der Stillen Einlagen wird zum Nominalwert erfolgen. In Jahren mit Dividendenzahlungen steigt der Zinssatz der Stillen Einlagen. Der dann zu zahlende Zinsaufschlag ergibt sich aus der Gesamthöhe der ausgeschütteten Bardividende. Für je rund 5,9 Mio. Euro Bardividende erhöht sich der Zinssatz so um 0,01 Prozentpunkte.

An einem Bilanzverlust nimmt der SoFFin im Verhältnis des Buchwerts der Stillen Einlage zum Gesamtbuchwert aller am Bilanzverlust teilnehmenden Haftkapitalanteile (§ 10 Abs. 2a, 4 und 5 KWG) der Gesellschaft teil. Nach einer Herabsetzung wird die Stille Einlage in den der Herabsetzung folgenden Geschäftsjahren bis zur vollständigen Höhe des Einlagennennbetrags wieder zugeschrieben, soweit hierdurch kein Bilanzverlust entstehen oder dieser erhöht würde.

Darüber hinaus schlossen die Commerzbank Aktiengesellschaft und die Allianz SE am 3. Juni 2009 einen Vertrag über die Errichtung einer Stillen Gesellschaft, auf dessen Basis die Allianz mittels einer Tochtergesellschaft eine Stille Einlage in Höhe von 750 Mio. Euro in die Commerzbank Aktiengesellschaft einbrachte. Die Stille Einlage ist mit einer Gewinnbeteiligung ausgestattet, die zum einen aus einer auf den Einlagennennbetrag bezogenen Festverzinsung in Höhe von 9% pro anno und zum anderen aus einer dividendenabhängigen Zusatzvergütung in Höhe von 0,01% pro anno für je rund 5,9 Mio. Euro Dividendensumme besteht.

Die Stillen Einlagen sind nach IFRS innerhalb des Eigenkapitals gesondert zu bilanzieren, die Vergütung der Stillen Einlagen wird ohne Berührung der Gewinn-und-Verlust-Rechnung direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Die Vergütung erfolgt nur, wenn ein Bilanzgewinn im Einzelabschluss der Commerzbank Aktiengesellschaft (nach HGB) vorliegt. Für 2011 wurden die Voraussetzungen für eine Vergütung nicht erfüllt und somit war keine Vergütung zu zahlen (Vorjahr: –).

e) Neubewertungsrücklage

In die Neubewertungsrücklage werden die Ergebnisse aus der Bewertung der Finanzanlagen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) nach Berücksichtigung latenter Steuern eingestellt. Eine erfolgswirksame Erfassung der Gewinne oder Verluste erfolgt erst, wenn der Vermögenswert veräußert beziehungsweise wertgemindert worden ist.

f) Rücklage aus Cash Flow Hedges

Die aus Sicherungsinstrumenten im Rahmen von Cash Flow Hedges ermittelten Bewertungsergebnisse aus dem effektiven Teil der Absicherungen sind nach Berücksichtigung latenter Steuern in diesem Eigenkapitalposten ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009 haben wir bis auf geringfügige Ausnahmen das Cash Flow Hedge Accounting beendet und nutzen für das Zinsrisikomanagement seitdem Micro Hedge Accounting und Portfolio Fair Value Hedge Accounting. Ab dem Umstellungszeitpunkt werden die im Eigenkapital ausgewiesene Rücklage aus Cash Flow Hedges sowie die zugehörigen Sicherungsgeschäfte über die Restlaufzeit der Sicherungsgeschäfte im Zinsüberschuss amortisiert. Ein Ergebniseffekt entsteht dabei nicht.

g) Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet Umrechnungsgewinne und -verluste, die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstanden sind. Einbezogen wurden dabei Wechselkursdifferenzen aus der Konsolidierung von Tochterunternehmen und at-Equity-bewerteten Unternehmen.

(74) Bedingtes Kapital

Das Bedingte Kapital ist für die Ausgabe von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen sowie Genussrechten mit Wandlungs- oder Optionsrechten vorgesehen. Die Entwicklung des Bedingten Kapitals stellt sich wie folgt dar:

darunter:
Mio. € Bedingtes
Kapital
1.1.2011
Zugänge Verfall/
Verbrauch
Aufhebung
gemäß
Satzung
Bedingtes
Kapital1
31.12.2011
belegtes
Bedingtes
Kapital
freie
Linien
Wandel-/Optionsanleihen/
Genussrechte 1 448 2 892 1 441 1 346 1 553 1 553
Gesamt 1 448 2 892 1 441 1 346 1 553 1 553

1 Das Bedingte Kapital dient in Höhe von 888 Mio. Euro der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 um bis zu 665 000 000,00 Euro eingeteilt in 665 000 000 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber beziehungsweise Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen oder Wandelgenussrechten oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen oder Optionsgenussrechten, die von der Commerzbank Aktiengesellschaft oder unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auf der Grundlage des Ermächtigungs-beschlusses der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 (Ermächtigung 2011) bis zum 5. Mai 2016 ausgegeben oder garantiert werden, von ihren Wandlungs- oder Optionsrechten Gebrauch machen oder ihre entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflichten erfüllen und nicht andere Erfüllungsformen gewählt werden.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist aufgrund des Beschlusses der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2009 um bis zu 888 333 333,00 Euro, eingeteilt in bis zu 888 333 333 auf den Inhaber lautende Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2011/III). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien bei Ausübung von Umtauschrechten, die dem nach dem Finanzmarktstabilisierungsfondsgesetz errichteten Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung, vertreten durch die Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung, als stillem Gesellschafter der Gesellschaft gewährt wurden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie der Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung von dem Umtauschrecht Gebrauch macht.

Der letztjährige § 4 Absätze 4, 5 und 6 der Satzung wurde auf Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 zum Zwecke der Schaffung einer einheitlichen neuen Ermächtigung gestrichen.

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    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
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(75) Genehmigtes Kapital

Datum der
Beschluss
fassung
Ursprünglicher
Betrag
Mio. €
In Vorjahren für
Kapitalerhöhun
gen verbraucht
Mio. €
2011 für
Kapitalerhöhun
gen verbraucht
Mio. €
Aufhebung
gemäß Satzung
Mio. €
verbleibender
Betrag
Mio. €
Befristung
18.5.2010 1 535 307 1 228 18.5.2015
6.5.2011 2 000 2 000 5.5.2016
Gesamt 3 535 307 1 228 2 000

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 5. Mai 2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 2 000 000 000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2011). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen; das gesetzliche Bezugsrecht kann auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem Kreditinstitut oder einem Konsortium von Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären der Commerzbank Aktiengesellschaft zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht in folgenden Fällen auszuschließen:

  • um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht auszunehmen;
  • um in dem Umfang, in dem es erforderlich ist, Inhabern von durch die Commerzbank Aktiengesellschaft oder durch unmittelbare oder mittelbare Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) ausgegebenen oder noch auszugebenden Wandlungs- oder Optionsrechten ein Bezugsrecht einzuräumen, wie es ihnen nach Ausübung des Wandlungs- oder Optionsrechts oder nach Erfüllung einer entsprechenden Wandlungs- oder Optionspflicht zustehen würde;
  • um in Höhe von bis zu 22 000 000,00 Euro Belegschaftsaktien an Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft und unmittelbarer oder mittelbarer Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften der Commerzbank Aktiengesellschaft (Konzernunternehmen im Sinne von § 18 Absatz 1 AktG) auszugeben;
  • um das Grundkapital gegen Sacheinlagen zu erhöhen;
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis für Aktien der

Gesellschaft gleicher Ausstattung im Zeitpunkt der Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet. Die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß §§ 203 Absatz 1, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen Aktien dürfen insgesamt 10% des Grundkapitals der Gesellschaft im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder – falls dieser Wert geringer ist – im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung nicht überschreiten. Die Höchstgrenze von 10% des Grundkapitals vermindert sich um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen eigenen Aktien der Gesellschaft entfällt, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Absatz 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Die Höchstgrenze vermindert sich ferner um den anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf diejenigen Aktien entfällt, die zur Bedienung von Options- oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrecht oder mit Options- oder Wandlungspflicht auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der letztjährige § 4 Absatz 3 der Satzung wurde auf Beschluss der Hauptversammlung vom 6. Mai 2011 zum Zwecke der Schaffung einer einheitlichen neuen Ermächtigung gestrichen.

(76) Fremdwährungsvolumina

Zum 31. Dezember 2011 wurden im Konzern folgende Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (ohne Marktwerte aus Derivaten) in fremder Währung bilanziert:

31.12.2011 31.12.2010 Veränderung
Mio. € USD PLN GBP Andere Gesamt Gesamt in %
Barreserve 2 391 211 39 1 127 3 768 5 767 – 34,7
Forderungen an Kreditinstitute 22 439 323 1 164 3 225 27 151 32 651 – 16,8
Forderungen an Kunden 41 832 6 492 14 847 18 746 81 917 89 898 – 8,9
Handelsaktiva 14 538 362 1 391 5 858 22 149 10 121
Finanzanlagen 18 669 4 499 2 220 3 290 28 678 31 179 – 8,0
Andere Bilanzposten 362 528 553 246 1 689 2 295 – 26,4
Fremdwährungsvermögen 100 231 12 415 20 214 32 492 165 352 171 911 – 3,8
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
25 583 412 3 779 4 117 33 891 53 054 – 36,1
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
20 937 9 789 2 414 4 615 37 755 48 279 – 21,8
Verbriefte Verbindlichkeiten 9 666 377 437 8 869 19 349 30 510 – 36,6
Handelspassiva 2 616 21 153 507 3 297 7 236 – 54,4
Andere Bilanzposten 1 725 383 623 1 028 3 759 4 346 – 13,5
Fremdwährungsverbindlichkeiten 60 527 10 982 7 406 19 136 98 051 143 425 – 31,6

Den offenen Bilanzposten außerhalb des Handelsbereichs standen entsprechende laufzeitkongruente Devisentermingeschäfte oder Währungsswaps gegenüber.

202 Gesamtergebnisrechnung

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Erläuterungen zu Finanzinstrumenten

(77) Derivative Geschäfte

Der Commerzbank-Konzern schließt Geschäfte mit derivativen Finanzinstrumenten ab, die nachfolgend erläutert werden.

Bei einem Derivat handelt es sich um ein Finanzinstrument, dessen Wert von einem sogenannten Basiswert abhängt. Dieser Basiswert kann beispielsweise ein Zinssatz, ein Warenpreis, ein Aktien-, Währungs- oder Anleihekurs sein. Dabei erfordert das Finanzinstrument keine oder, im Vergleich zu anderen Vertragsformen mit ähnlicher Reaktion auf Marktbedingungsänderungen, nur geringe Anschaffungskosten. Der Ausgleich erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt.

Bei dem größten Teil der Derivatetransaktionen handelt es sich um OTC-Derivate, bei denen Nominalbetrag, Laufzeit und Preis jeweils individuell zwischen der Bank und ihren Gegenparteien ausgehandelt werden. Die Bank schließt Derivate jedoch auch an regulierten Börsen ab. Es handelt sich hier um standardisierte Kontrakte mit standardisierten Nominalbeträgen und Erfüllungsterminen.

Dabei gibt der Nominalbetrag das von der Bank gehandelte Geschäftsvolumen an. Die in den Tabellen aufgeführten positiven beziehungsweise negativen Marktwerte sind dagegen die Aufwendungen, die der Bank beziehungsweise der Gegenpartei für den Ersatz der ursprünglich geschlossenen Kontrakte durch wirtschaftlich gleichwertige Geschäfte entstehen würden. Ein positiver Marktwert gibt damit aus Sicht der Bank das maximale potenzielle kontrahentenbezogene Adressenausfallrisiko an, das am Bilanzstichtag aus derivativen Geschäften bestanden hat.

Zur Minimierung (Reduzierung) sowohl des ökonomischen als auch des regulatorischen Kreditrisikos aus diesen Instrumenten schließen wir Rahmenverträge (zweiseitige Aufrechnungsvereinbarungen) mit unseren Geschäftspartnern ab (wie beispielsweise 1992 ISDA Master Agreement Multicurrency Cross Border; deutscher Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte). Durch den Abschluss derartiger zweiseitiger Aufrechnungsvereinbarungen können die positiven und negativen Marktwerte der unter einem Rahmenvertrag einbezogenen derivativen Kontrakte miteinander verrechnet sowie die regulatorischen Zuschläge für zukünftige Risiken (Add-ons) dieser Produkte verringert werden. Im Rahmen dieses Nettingprozesses reduziert sich das Kreditrisiko auf eine einzige Nettoforderung gegenüber dem Vertragspartner (Close-out-Netting).

Sowohl für die regulatorischen Meldungen als auch für die interne Messung und Überwachung unserer Kreditengagements setzen wir derartige risikoreduzierende Techniken nur dann ein, wenn wir sie bei Insolvenz des Geschäftspartners in der jeweiligen Jurisdiktion auch für durchsetzbar halten. Zur Prüfung der Durchsetzbarkeit nutzen wir die von verschiedenen internationalen Kanzleien hierfür erstellten Rechtsgutachten.

Analog zu den Rahmenverträgen gehen wir mit unseren Geschäftspartnern auch Sicherheitenvereinbarungen ein (zum Beispiel Besicherungsanhang für Finanztermingeschäfte; Credit Support Annex), um die sich nach Netting ergebende Nettoforderung/-verbindlichkeit abzusichern (Erhalt oder Stellung von Sicherheiten). Dieses Sicherheitenmanagement führt in der Regel zur Kreditrisikominderung durch zeitnahe (meist tägliche oder wöchentliche) Bewertung und Anpassung der Kundenengagements.

Die folgende Übersicht zeigt neben den Nominalbeträgen und Marktwerten des Derivategeschäftes, die nach zinsabhängigen, währungsabhängigen und von sonstigen Preisrisiken abhängigen Kontrakten aufgegliedert sind, auch die Laufzeitstruktur dieser Geschäfte. Als Marktwerte sind die Summen der positiven und negativen Beträge pro Kontrakt zunächst ohne Kürzung von Sicherheiten und ohne Berücksichtigung etwaiger Nettingvereinbarungen angegeben, da diese produktübergreifend wirken. Bei verkauften Optionen ergeben sich definitionsgemäß keine positiven Marktwerte. Der Nominalbetrag stellt das Bruttovolumen aller Käufe und Verkäufe dar. Die aufgeführte Fristengliederung der Geschäfte beruht dabei auf den Restlaufzeiten, wobei auf die Kontraktlaufzeit und nicht auf die Laufzeit des Underlyings abgestellt wird. Darüber hinaus zeigt die folgende Übersicht aber auch die sich aus dem in Note 1 beschriebenen saldierten Ausweis in der Bilanz ergebenden Marktwerte der Derivate und darauf entfallender Ausgleichszahlungen. Das Nettingvolumen zum 31. Dezember 2011 betrug insgesamt 194 925 Mio. Euro (Vorjahr: 207 088 Mio. Euro). Auf der Aktivseite entfielen davon auf positive Marktwerte 193 561 Mio. Euro und 1 364 Mio. Euro auf Forderungen aus Ausgleichzahlungen. Das passivische Netting betraf negative Marktwerte mit 194 753 Mio. Euro und Verbindlichkeiten aus Ausgleichzahlungen mit 172 Mio. Euro.

204 Bilanz

31.12.2011 Nominalbetrag
Restlaufzeiten
Marktwert
Mio. € täglich
fällig
bis drei
Monate
drei Monate
bis ein Jahr
ein Jahr bis
fünf Jahre
mehr als
fünf Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungsabhängige
Termingeschäfte
OTC-Produkte 5 367 938 192 056 169 590 104 667 834 256 17 891 20 805
Devisenkassa und
-termingeschäfte
304 435 102 508 26 620 683 434 246 7 621 8 250
Zins-/Währungsswaps 21 507 49 745 125 972 96 200 293 424 7 881 10 306
Devisenoptionen – Käufe 19 580 17 747 7 881 3 814 49 022 2 065
Devisenoptionen – Verkäufe 22 002 20 255 8 263 3 370 53 890 2 078
Sonstige Devisenkontrakte 5 414 1 801 854 600 3 674 324 171
Börsengehandelte Produkte 547 63 3 613
Devisenfutures 544 63 1 608
Devisenoptionen 3 2 5
Gesamt 5 368 485 192 119 169 593 104 667 834 869 17 891 20 805
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 7 656 015 2 013 079 2 805 060 2 406 901 7 881 062 296 597 302 788
Forward Rate Agreements 84 028 1 017 256 4 886 1 106 170 314 318
Zinsswaps 565 961 946 942 2 671 066 2 225 766 6 409 735 283 700 289 933
Zinsoptionen – Käufe 2 587 25 838 63 043 77 493 168 961 9 824
Zinsoptionen – Verkäufe 2 818 19 028 58 601 95 768 176 215 10 442
Sonstige Zinskontrakte 7 621 4 015 7 464 7 874 19 981 2 759 2 095
Börsengehandelte Produkte 1 406 33 716 2 452 3 902 41 476
Zinsfutures 1 314 25 602 2 438 3 888 33 242
Zinsoptionen 92 8 114 14 14 8 234
Gesamt 7 657 421 2 046 795 2 807 512 2 410 803 7 922 538 296 597 302 788
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 698 24 887 44 681 161 952 21 124 253 342 7 812 8 518
Strukturierte Aktien-/
Indexprodukte
693 12 766 8 976 15 165 1 432 39 032 2 059 1 604
Aktienoptionen – Käufe 4 032 6 450 6 029 98 16 609 1 244
Aktienoptionen – Verkäufe 3 850 7 882 9 913 1 348 22 993 2 109
Kreditderivate 3 077 19 585 129 066 18 194 169 922 4 145 4 390
Edelmetallgeschäfte 3 788 1 001 413 2 205 92 121
Sonstige Geschäfte 2 374 787 1 366 52 2 581 272 294
Börsengehandelte Produkte 27 241 30 358 19 179 232 77 010
Aktienfutures 6 740 638 3 7 381
Aktienoptionen 14 754 20 539 14 740 232 50 265
Sonstige Futures 1 500 1 730 1 060 4 290
Sonstige Optionen 4 247 7 451 3 376 15 074
Gesamt 698 52 128 75 039 181 131 21 356 330 352 7 812 8 518
Summe aller schwebenden
Termingeschäfte
OTC-Produkte 710 1 048 840 2 249 816 3 136 602 2 532 692 8 968 660 322 300 332 111
Börsengehandelte Produkte 29 194 64 137 21 634 4 134 119 099
Gesamt 710 1 078 034 2 313 953 3 158 236 2 536 826 9 087 759 322 300 332 111
Nettoausweis in der Bilanz 128 739 137 358

204 Bilanz

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

31.12.2010 Nominalbetrag
Restlaufzeiten
Marktwert
Mio. € täglich
fällig
bis drei
Monate
drei Monate
bis ein Jahr
ein Jahr bis
fünf Jahre
mehr als
fünf Jahre
Summe positiv negativ
Fremdwährungsabhängige
Termingeschäfte
OTC-Produkte 4 556 439 269 677 229 003 128 309 1 183 432 18 960 19 716
Devisenkassa und
-termingeschäfte 459 796 124 259 35 974 1 011 621 040 7 760 7 471
Zins-/Währungsswaps 20 690 56 431 153 471 114 166 344 758 8 391 9 481
Devisenoptionen – Käufe 34 420 41 393 18 545 6 735 101 093 2 560
Devisenoptionen – Verkäufe 40 779 46 507 19 363 5 328 111 977 2 586
Sonstige Devisenkontrakte 4 754 1 087 1 650 1 069 4 564 249 178
Börsengehandelte Produkte 2 943 189 3 132
Devisenfutures 2 943 189 3 132
Devisenoptionen
Gesamt 4 559 382 269 866 229 003 128 309 1 186 564 18 960 19 716
Zinsabhängige Termingeschäfte
OTC-Produkte 23 935 289 1 659 611 3 783 989 3 560 026 9 938 938 308 399 316 541
Forward Rate Agreements 115 631 492 410 3 108 611 149 261 295
Zinsswaps 809 751 1 119 744 3 657 641 3 383 598 8 970 734 298 659 306 996
Zinsoptionen – Käufe 2 357 26 445 58 615 74 552 161 969 6 820
Zinsoptionen – Verkäufe 3 335 18 794 56 266 93 894 172 289 7 052
Sonstige Zinskontrakte 23 4 215 2 218 8 359 7 982 22 797 2 659 2 198
Börsengehandelte Produkte 1 415 125 290 6 650 4 128 137 483
Zinsfutures 582 73 385 6 489 4 128 84 584
Zinsoptionen 833 51 905 161 52 899
Gesamt 23 936 704 1 784 901 3 790 639 3 564 154 10 076 421 308 399 316 541
Sonstige Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 436 22 923 51 038 167 423 24 788 267 608 8 433 10 295
Strukturierte Aktien-/
Indexprodukte
1 433 9 930 12 237 14 146 1 837 39 583 1 977 2 645
Aktienoptionen – Käufe 2 064 9 756 8 823 349 20 992 2 148
Aktienoptionen – Verkäufe 2 820 12 754 11 947 993 28 514 3 158
Kreditderivate 3 534 13 800 129 526 21 503 168 363 3 612 3 830
Edelmetallgeschäfte 3 4 087 1 412 1 121 6 623 308 125
Sonstige Geschäfte 488 1 079 1 860 106 3 533 388 537
Börsengehandelte Produkte 27 731 50 086 38 616 1 467 117 900
Aktienfutures 7 043 451 15 12 7 521
Aktienoptionen 16 314 43 640 36 483 1 455 97 892
Sonstige Futures 2 350 1 970 840 5 160
Sonstige Optionen 2 024 4 025 1 278 7 327
Gesamt 1 436 50 654 101 124 206 039 26 255 385 508 8 433 10 295
Summe aller schwebenden
Termingeschäfte
OTC-Produkte 1 463 1 514 651 1 980 326 4 180 415 3 713 123 11 389 978 335 792 346 552
Börsengehandelte Produkte 32 089 175 565 45 266 5 595 258 515
Gesamt 1 463 1 546 740 2 155 891 4 225 681 3 718 718 11 648 493 335 792 346 552
Nettoausweis in der Bilanz 128 704 139 464

Kreditgruppengliederung im derivativen Geschäft:

Die folgende Tabelle weist die positiven und negativen Marktwerte der derivativen Geschäfte des Commerzbank-Konzerns nach den jeweiligen Kontrahenten aufgegliedert auf. Der Commerzbank-Konzern betreibt derivative Geschäfte überwiegend mit Kontrahenten einwandfreier Bonität. Der überwiegende Teil der Marktwerte konzentriert sich auf Kredit- und Finanzinstitute mit Sitz in einem OECD-Land.

Marktwert Marktwert
positiv negativ positiv negativ
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
OECD-Zentralregierungen 2 957 2 723 1 442 1 515
OECD-Banken 117 508 132 843 113 015 125 386
OECD-Finanzinstitute 190 712 190 841 210 674 213 304
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen 10 020 3 375 9 437 4 642
Nicht-OECD-Banken 1 103 2 329 1 224 1 705
Gesamt 322 300 332 111 335 792 346 552

Das Volumen bei dem der Commerzbank-Konzern als Sicherungsnehmer (Käufer) beziehungsweise als Sicherungsgeber (Verkäufer) auftritt, belief sich zum Bilanzstichtag auf 87 796 Mio. Euro (Vorjahr: 89 106 Mio. Euro) beziehungsweise 82 126 Mio. Euro (Vorjahr: 79 257 Mio. Euro). Diese dem Transfer von Kreditrisiken dienenden Produkte werden von uns sowohl im Handelsbereich zur Arbitrage als auch im Anlagebereich zur Diversifikation unserer Kreditportfolios eingesetzt. Die nachfolgende Tabelle veranschaulicht dabei unsere Risikostruktur bezogen auf die jeweils abgesicherten Risikoaktiva.

Nominale Nominale
Sicherungsnehmer Sicherungsgeber Sicherungsnehmer Sicherungsgeber
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
OECD-Zentralregierungen 7 731 6 277 8 126 7 122
OECD-Banken 8 094 8 108 6 851 7 224
OECD-Finanzinstitute 7 883 9 174 7 301 6 002
Sonstige Unternehmen, Privatpersonen 62 823 57 638 65 756 58 051
Nicht-OECD-Banken 1 265 929 1 072 858
Gesamt 87 796 82 126 89 106 79 257

Angaben zu Derivaten des Cash Flow Hedge Accountings:

Die Nominalwerte der Derivate, die bis zur Beendigung des Cash Flow Hedge Accountings im Jahr 2009 (vergleiche Note 73) eingesetzt wurden, beliefen sich zum 31. Dezember 2011 auf 233 Mrd. Euro (Vorjahr: 335 Mrd. Euro). Nachstehende Tabelle zeigt die Berichtszeiträume, in denen diese voraussichtlich fällig werden.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Bis drei Monate 17 17
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 31 85
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 160 176
Mehr als fünf Jahre 25 57

Je Laufzeitband lagen Grundgeschäfte mit Nominalwerten in mindestens dieser Höhe vor.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

(78) Als Sicherheit übertragene Vermögenswerte

Für folgende finanzielle Verbindlichkeiten wurden finanzielle Vermögenswerte als Sicherheit übertragen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 41 834 60 504 – 30,9
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 29 148 19 330 50,8
Verbriefte Verbindlichkeiten
Sonstige Passiva
Gesamt 70 982 79 834 – 11,1

Nachstehende finanzielle Vermögenswerte (Eigen- und Fremdbestand) waren insgesamt als Sicherheiten für die vorgenannten Verbindlichkeiten, die nach Netting dargestellt werden, übertragen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 24 031 23 911 0,5
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen 60 371 66 602 – 9,4
Sonstige Aktiva
Gesamt 84 402 90 513 – 6,8

Von den finanziellen Vermögenswerten des Commerzbank-Konzerns konnten vom Empfänger aufgrund vertrags- oder gewohnheitsmäßiger Rechte weiterveräußert oder verpfändet werden:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute und Kunden 77 94 – 18,1
Handelsaktiva sowie Finanzanlagen 19 087 41 771 – 54,3
Sonstige Aktiva
Gesamt 19 164 41 865 – 54,2

Die Sicherheitenstellung erfolgte für Geldaufnahmen im Rahmen echter Pensionsgeschäfte (Repos). Im Geschäftsjahr 2011 wurden verstärkt Wertpapiere aus dem Fremdbestand als Sicherheiten übertragen. Darüber hinaus wurden Sicherheiten für zweckgebundene Refinanzierungsmittel und Wertpapierleihgeschäfte gestellt. Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -Pensionsgeschäfte ausgeführt.

(79) Fristigkeiten der Vermögenswerte und Schulden

Nachfolgend nehmen wir die Einordnung aller Vermögenswerte und Schulden (mit Ausnahme positiver und negativer Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten) in kurzfristig und langfristig vor. Für die Aufgliederung der Derivate verweisen wir auf Note 77.

Als kurzfristig definieren wir die Restlaufzeit beziehungsweise den Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung oder Erfüllung, wenn zwischen dem Abschlussstichtag und dem Fälligkeitstermin weniger als ein Jahr liegt.

Finanzinstrumente in den Handelaktiva und -passiva ohne vertragliche Fälligkeiten, der Posten Barreserve, Vermögenswerte und Schulden, die zur Veräußerung gehalten werden, sowie tatsächliche Ertragsteuern stufen wir grundsätzlich als kurzfristig ein. Die Bilanzposten Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen, Immaterielle Anlagewerte, Sachanlagen, als Finanzinvestition gehaltene Vermögenswerte und latente Ertragsteuern ordnen wir dagegen grundsätzlich als langfristig ein. Für die Aufgliederung der sonstigen Aktiva und Passiva nehmen wir eine Einschätzung für die wesentlichen Posten vor. Für die Einordnung der Fälligkeiten der wesentlichen Arten von Rückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen in Note 67.

Mio. € Kurzfristig Langfristig
Barreserve 6 075
Forderungen an Kreditinstitute 77 365 10 425
Forderungen an Kunden 102 172 194 414
Handelsaktiva 17 435 14 658
Finanzanlagen 10 297 84 226
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen 694
Immaterielle Anlagewerte 3 038
Sachanlagen 1 399
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 808
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte aus
Veräußerungsgruppen
1 759
Tatsächliche Ertragsteueransprüche 716
Latente Ertragsteueransprüche 4 154
Sonstige Aktivposten 2 298 1 091
Gesamt 218 116 314 908
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 62 390 36 091
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 208 755 46 589
Verbriefte Verbindlichkeiten 28 160 77 513
Handelspassiva 10 379 1 537
Rückstellungen 3 083 678
Tatsächliche Ertragsteuerschulden 680
Latente Ertragsteuerschulden 189
Verbindlichkeiten von zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppen 592
Sonstige Passiva 2 978 4 528
Nachrang- und Hybridkapital 1 143 14 317
Gesamt 318 160 181 442
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

In der Restlaufzeitengliederung stellen wir die Restlaufzeiten für Finanzinstrumente dar, für die vertragliche Laufzeiten vorliegen. Als Restlaufzeit wird der Zeitraum zwischen Bilanzstichtag und der vertraglichen Fälligkeit der Finanzinstrumente angesehen. Bei Finanzinstrumenten, die in Teilbeträgen gezahlt werden, ist die Restlaufzeit für jeden einzelnen Teilbetrag angesetzt worden.

Restlaufzeiten zum 31.12.2011
Mio. € täglich fällig
und unbefristet
bis drei
Monate
drei Monate
bis ein Jahr
ein Jahr bis
fünf Jahre
über fünf
Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 35 867 30 236 11 475 8 858 1 596
Forderungen an Kunden 24 716 49 752 34 677 98 002 97 352
Schuldverschreibungen und andere
zinsbezogene Wertpapiere sowie
Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva
42 3 617 3 649 6 208 8 450
Schuldverschreibungen und andere
zinsbezogene Wertpapiere der
Finanzanlagen
4 4 407 5 886 33 092 49 137
Gesamt 60 629 88 012 55 687 146 160 156 535
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
33 841 23 526 5 023 22 456 13 635
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 129 731 62 481 16 543 12 119 34 470
Verbriefte Verbindlichkeiten 17 727 10 433 58 921 18 592
Handelspassiva 1 180 1 132 1 940 1 489 48
Nachrang- und Hybridkapital1 1 175 3 919 10 805
Gesamt 164 752 104 866 35 114 98 904 77 550

1 Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (– 1 296 Mio. Euro) sowie Bewertungseffekte (857 Mio. Euro).

Restlaufzeiten zum 31.12.2010
Mio. € täglich fällig
und unbefristet
bis drei
Monate
drei Monate
bis ein Jahr
ein Jahr bis
fünf Jahre
über fünf
Jahre
Forderungen an Kreditinstitute 45 351 45 557 7 044 10 928 2 076
Forderungen an Kunden 21 098 59 879 40 818 110 558 104 519
Schuldverschreibungen und andere
zinsbezogene Wertpapiere sowie
Schuldscheindarlehen der Handelsaktiva
222 5 685 3 894 12 114 10 200
Schuldverschreibungen und andere
zinsbezogene Wertpapiere der
Finanzanlagen
16 5 366 10 324 37 682 60 105
Gesamt 66 687 116 487 62 080 171 282 176 900
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
50 179 56 284 4 634 13 315 13 214
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 143 807 54 520 15 898 13 158 35 444
Verbriefte Verbindlichkeiten 62 23 679 18 011 66 248 23 356
Handelspassiva1 1 371 304 3 886 3 061 448
Nachrang- und Hybridkapital2 55 1 741 3 341 12 383
Gesamt 195 419 134 842 44 170 99 123 84 845

1 Angepasst.

2 Ohne Zinsabgrenzungen und Disagien (– 1 271 Mio. Euro) sowie Bewertungseffekte (842 Mio. Euro).

(80) Marktwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten

Ermittlung des Fair Values

Im Folgenden gehen wir auf die Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) von Finanzinstrumenten ein, die in der Bilanz nicht zum Fair Value anzusetzen sind, für die aber gemäß IFRS 7 zusätzlich ein Fair Value anzugeben ist. Für die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente sind die Bestimmungsmethoden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Notes 2 bis 30) sowie in den Abschnitten der Note 81 zur Bewertung von Finanzinstrumenten und zur Fair-Value-Hierarchie dargelegt.

Der Nominalwert von täglich fälligen Finanzinstrumenten wird als deren Fair Value angesehen. Zu diesen Instrumenten zählen die Barreserve sowie Kontokorrentkredite beziehungsweise Sichteinlagen der Bilanzposten Forderungen an Kreditinstitute und Kunden beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden.

Für Kredite und Einlagen stehen keine unmittelbaren Marktpreise zur Verfügung, da es für diese Finanzinstrumente keine organisierten Märkte gibt, an denen sie gehandelt werden. Die Ermittlung des Fair Values für diese Instrumente erfolgt unter Anwendung finanzmathematisch anerkannter Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern. Bei Krediten kommt ein Discounted-Cash-Flow-Modell zur Anwendung, dessen Parameter auf einer risikolosen Zinsstrukturkurve, Risikoaufschlägen sowie einem pauschalen Aufschlag zur Abdeckung von Liquiditätsspreads, Verwaltungs- und Eigenkapitalkosten beruhen. Bei Verbindlichkeiten wird für die Fair-Value-Ermittlung ebenfalls eine risikolose Zinsstrukturkurve herangezogen, wobei das eigene Kreditrisiko (Own Credit Spread) der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie ein Zuschlag für Verwaltungsaufwendungen gesondert berücksichtigt werden. Daneben werden die marktkonformen Risikoaufschläge für Hypothekenpfandbriefe, für öffentliche Pfandbriefe und für aufgenommene Darlehen herangezogen.

Den Fair Value für Verbriefte Verbindlichkeiten, Nachrangund Hybridkapital ermitteln wir auf der Basis verfügbarer Marktpreise. Bei der Bewertung werden verschiedene Faktoren, unter anderem die aktuellen Marktzinsen und das Kreditrating, berücksichtigt. Sind keine Preise erhältlich, werden die Fair Values durch finanzmathematische Bewertungsmodelle (Discounted-Cash-Flow-Modell, Optionspreismodelle) ermittelt, die wiederum auf Zinskurven, Volatilitäten, Kreditrating der Commerzbank etc. aufsetzen. Insbesondere in Fällen, bei denen die Bank strukturierte Schuldverschreibungen, die zum Fair Value bewertet werden, emittiert hat, wird im Fair Value das eigene Kreditrisiko berücksichtigt.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

In den nachfolgenden Tabellen stellen wir die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) der Bilanzposten ihren Buchwerten gegenüber:

Marktwert (Fair Value)
Buchwert
Differenz
Aktiva Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Barreserve 6,1 8,1 6,1 8,1
Forderungen an Kreditinstitute 87,6 110,5 87,8 110,6 – 0,2 – 0,1
Reverse Repos und Cash Collaterals 51,6 68,7 51,6 68,7
Forderungen aus dem Geldhandel 2,8 6,8 2,8 6,8
Schuldscheindarlehen 8,3 9,7 8,5 9,9 – 0,2 – 0,2
Übrige Forderungen 25,1 25,6 25,1 25,5 0,0 0,1
Risikovorsorge – 0,2 – 0,3 – 0,2 – 0,3
Forderungen an Kunden 292,9 327,3 296,6 327,8 – 3,7 – 0,5
Reverse Repos und Cash Collaterals 26,0 30,0 26,0 30,0
Forderungen aus dem Geldhandel 8,0 9,0 8,0 9,0
Schuldscheindarlehen 21,1 26,2 21,6 26,6 – 0,5 – 0,4
Hypotheken- und dinglich
besicherte Forderungen
115,2 133,5 118,0 134,3 – 2,8 – 0,8
Übrige Forderungen 130,5 137,7 130,9 137,0 – 0,4 0,7
Risikovorsorge – 7,9 – 9,1 – 7,9 – 9,1
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 0,1 0,1 – 0,1 – 0,1
Positive Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
5,1 5,0 5,1 5,0
Handelsaktiva 155,7 167,8 155,7 167,8
Finanzanlagen 89,4 113,1 94,5 115,7 – 5,1 – 2,6
Forderungen und Kredite 55,5 67,8 60,6 70,4 – 5,1 – 2,6
Zur Veräußerung verfügbar 30,1 41,4 30,1 41,4
nicht börsennotierte Anteile an Unternehmen 0,5 0,4 0,5 0,4
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet
3,3 3,5 3,3 3,5
Sonstige Aktivposten 15,8 19,2 15,8 19,2

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

Marktwert (Fair Value) Buchwert Differenz
Passiva Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 98,3 137,7 98,5 137,6 – 0,2 0,1
Repos und Cash Collaterals 19,0 44,0 19,0 44,0
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 25,3 35,2 25,3 35,2
Übrige Verbindlichkeiten 54,0 58,5 54,2 58,4 – 0,2 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 255,1 262,6 255,3 262,8 – 0,2 – 0,2
Repos und Cash Collaterals 28,2 18,1 28,2 18,1
Verbindlichkeiten aus dem Geldhandel 44,2 46,3 44,2 46,3
Übrige Verbindlichkeiten 182,7 198,2 182,9 198,4 – 0,2 – 0,2
Verbriefte Verbindlichkeiten 104,6 130,3 105,7 131,4 – 1,1 – 1,1
Zu fortgeführten Anschaffungs
kosten bewertet
101,5 127,1 102,6 128,2 – 1,1 – 1,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertet
3,1 3,2 3,1 3,2
Wertanpassung aus Portfolio Fair Value Hedges1 0,0 0,0 0,9 0,1 – 0,9 – 0,1
Negative Marktwerte aus derivativen
Sicherungsinstrumenten
11,4 9,4 11,4 9,4
Handelspassiva 137,8 152,4 137,8 152,4
Nachrang- und Hybridkapital 11,8 14,5 15,5 17,1 – 3,7 – 2,6
Sonstige Passivposten 11,8 14,9 11,8 14,9

1 Die Fair-Value-Anpassungen aus Portfolio Fair Value Hedges sind in den jeweiligen Bilanzposten der abgesicherten Finanzinstrumente enthalten.

(81) Angaben zu den Bewertungshierarchien von Finanzinstrumenten

Bewertung von Finanzinstrumenten

Nach IAS 39 sind alle Finanzinstrumente beim erstmaligen Ansatz zu ihrem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) zu bewerten, im Falle eines Finanzinstruments, das nicht als erfolgswirksam zum Fair Value zu bewerten klassifiziert ist, unter Einschluss bestimmter Transaktionskosten. Die Folgebewertung der Finanzinstrumente, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten klassifiziert sind, oder von jederzeit veräußerbaren finanziellen Vermögenswerten erfolgt laufend zum beizulegenden Zeitwert. In diesem Sinne beinhalten erfolgswirksam zum Fair Value zu bewertende Finanzinstrumente Derivate, zu Handelszwecken gehaltene Instrumente sowie Instrumente, die als zum Fair Value zu bewerten designiert wurden.

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem dieses zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern getauscht werden könnte. Der am besten geeignete Maßstab für den Fair Value ist der notierte Marktpreis für ein identisches Instrument an einem aktiven Markt (Bewertungshierarchie Level I). Wenn keine notierten Preise verfügbar sind, erfolgt die Bewertung anhand von notierten Preisen ähnlicher Instrumente an aktiven Märkten. Um den Preis wiederzugeben, zu dem ein Vermögenswert getauscht oder eine Verbindlichkeit beglichen werden könnte, werden Vermögenswerte zum Geldkurs und Verbindlichkeiten zum Briefkurs bewertet. Sind keine notierten Preise für identische oder ähnliche Finanzinstrumente verfügbar, wird der Fair Value unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt, bei dem die einfließenden Daten soweit möglich aus überprüfbaren Marktquellen stammen (Bewertungshierarchie Level II).

Während sich die meisten Bewertungsmethoden auf Daten aus überprüfbaren Marktquellen stützen, werden bestimmte Finanzinstrumente unter Einsatz von Bewertungsmodellen bewertet, die andere Eingangswerte heranziehen, für die nicht ausreichend aktuelle überprüfbare Marktdaten vorhanden sind. Diese Bewertungen unterliegen naturgemäß in höherem Maße den Einschätzungen des Managements. Diese nicht beobachtbaren Eingangswerte können Daten enthalten, die extrapoliert oder interpoliert oder in Form von Näherungswerten aus korrelierten oder historischen Daten ermittelt werden. Allerdings werden hierbei in größtmöglichem Umfang Marktdaten oder Daten Dritter und so wenig wie möglich unternehmensspezifische Eingangswerte herangezogen (Bewertungshierarchie Level III).

Die realisierbaren Fair Values, die zu einem späteren Zeitpunkt erzielbar sind, können von den geschätzten Fair Values abweichen. Bewertungsmodelle müssen anerkannten betriebswirtschaftlichen Methoden zur Bewertung von Finanzinstrumenten entsprechen und alle Faktoren berücksichtigen, die Marktteilnehmer bei der Festlegung eines Preises als angemessen

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

betrachten würden. Alle beizulegenden Zeitwerte unterliegen den internen Kontrollen und Verfahren des Commerzbank-Konzerns, in denen die Standards für deren unabhängige Prüfung oder Validierung festgelegt sind. Diese Kontrollen und Verfahren werden von der Independent Price Verification Group (IPV) innerhalb der Finanzfunktion verwaltet. Die Modelle, die einfließenden Daten und die daraus resultierenden Fair Values werden regelmäßig vom Senior-Management und der Risikofunktion überprüft.

Hierarchie der Fair Values

Nach IFRS 7 werden zum Fair Value ausgewiesene Finanzinstrumente wie folgt in die dreistufige Bewertungshierarchie zum Fair Value eingestuft (vergleiche Bewertung von Finanzinstrumenten):

Level I: Finanzinstrumente, deren Fair Value auf Basis von notierten Preisen für identische Finanzinstrumente an aktiven Märkten ermittelt wird.

Level II: Finanzinstrumente, für die keine notierten Preise für identische Instrumente an einem aktiven Markt verfügbar sind und deren Fair Value unter Einsatz von Bewertungsmethoden ermittelt wird.

Level III: Finanzinstrumente, die unter Anwendung von Bewertungsmethoden bewertet werden, für deren Eingangswerte nicht ausreichend beobachtbare Marktdaten vorhanden sind und bei denen diese Eingangswerte den Fair Value nicht nur unwesentlich beeinflussen.

Die Zuordnung bestimmter Finanzinstrumente zu den Level-Kategorien erfordert eine Beurteilung durch das Management, insbesondere wenn die Bewertung sowohl auf beobachtbaren als auch nicht am Markt beobachtbaren Parametern beruht. Auch unter Berücksichtigung von Änderungen der Marktliquidität und damit der Preistransparenz, kann sich die Klassifizierung eines Instruments im Zeitablauf ändern.

Die in der Bilanz zum Fair Value ausgewiesenen Finanzinstrumente werden in nachfolgenden Übersichten nach Bilanzposten gruppiert sowie nach Bewertungsgrundlagen gegliedert dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob der Bewertung notierte Marktpreise zugrunde liegen (Level I), ob die Bewertungsmodelle auf beobachtbaren Marktdaten (Level II) oder auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern (Level III) basieren.

Finanzielle Vermögenswerte Level I Level II Level III Gesamt Level I1 Level II1 Level III Gesamt
Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen an
Kreditinstitute
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
23,8 23,8 48,1 48,1
Forderungen an Kunden Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
23,7 0,2 23,9 0,2 27,6 0,6 28,4
Positive Marktwerte aus Hedge Accounting
derivativen
Sicherungsinstrumenten
5,1 5,1 5,0 5,0
Handelsaktiva Zu Handelszwecken
gehalten
29,7 121,8 4,2 155,7 40,0 123,8 4,0 167,8
darunter: Positive
Marktwerte aus Derivaten
121,1 2,5 123,6 123,0 0,7 123,7
Finanzanlagen Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
3,1 0,2 3,3 3,5 3,5
Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte
27,7 2,1 0,8 30,6 38,4 2,1 1,3 41,8
Gesamt 60,5 176,5 5,4 242,4 82,1 206,6 5,9 294,6

1 Vorjahreswerte angepasst (betrifft ausschließlich zur Veräußerung verfügbare Finanzanlagen).

Finanzielle Verbindlichkeiten Level I Level II Level III Gesamt Level I1 Level II1 Level III Gesamt
Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
0,1 12,9 13,0 0,6 41,9 42,5
Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden
Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
1,5 30,4 31,9 1,3 18,4 19,7
Verbriefte Verbindlichkeiten Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
3,1 3,1 3,2 3,2
Negative Marktwerte aus
derivativen
Hedge Accounting
Sicherungsinstrumenten 11,4 11,4 9,4 9,4
Handelspassiva Zu Handelszwecken gehalten 11,6 124,8 1,4 137,8 21,0 130,1 1,3 152,4
darunter: Negative
Marktwerte aus Derivaten
124,7 1,2 125,9 130,1 130,1
Nachrangkapital Erfolgswirksam zum beizu
legenden Zeitwert bewertet
Gesamt 16,3 179,5 1,4 197,2 26,1 199,8 1,3 227,2

1 Vorjahreswerte angepasst (betrifft ausschließlich Handelspassiva).

Im Geschäftsjahr 2011 haben wir eine Umgliederung von 0,6 Mrd. Euro für positive Marktwerten und 0,2 Mrd. Euro für negative Marktwerte bestimmter derivater Produkte von Level II nach Level III vorgenommen, da für die Bewertung dieser Produkte keine am Markt beobachtbaren Parameter vorlagen. Darüber hinaus erfolgten keine nennenswerten Umgliederungen zwischen Level I, Level II und Level III. Die dem Level III zugeordneten Finanzinstrumente entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

Finanzielle Vermögenswerte
Mio. €
Handelsaktiva Positive
Marktwerte
aus Derivaten1
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet2
Zur Veräußerung
verfügbare
Finanzanlagen
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2010 1 290 3 799 972 1 229 7 290
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste
der Periode 537 – 419 118
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste 453 453
Käufe 37 205 242
Verkäufe – 67 – 67
Emissionen
Rückzahlungen – 170 – 170
Umbuchungen 1 447 – 3 106 93 – 356 – 1 922
Fair Value zum 31.12.2010 3 311 693 646 1 294 5 944
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste
der Periode 173 – 7 166
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste – 11 – 11
Käufe 80 154 456 690
Verkäufe – 863 – 113 – 20 – 996
Emissionen
Rückzahlungen – 194 – 59 – 622 – 875
Umbuchungen – 819 1 868 – 291 – 270 488
Fair Value zum 31.12.2011 1 688 2 536 355 827 5 406

1 Einschließlich Sicherungsinstrumenten.

2 Ohne Handelsaktiva und Positive Marktwerte aus Derivaten.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk
Finanzielle Verbindlichkeiten
Mio. €
Handelspassiva Negative
Marktwerte aus
Derivaten1
Erfolgswirksam
zum beizulegenden
Zeitwert bewertet2
Gesamt
Fair Value zum 1.1.2010 27 2 391 29 2 447
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode 4 4
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste
Käufe
Verkäufe
Emissionen
Rückzahlungen
Umbuchungen 1 240 – 2 371 – 29 – 1 160
Fair Value zum 31.12.2010 1 271 20 1 291
Veränderungen im Konsolidierungskreis
Erfolgswirksam erfasste Gewinne/Verluste der Periode – 8 – 24 – 32
Im Eigenkapital erfasste Gewinne/Verluste
Käufe 32 32
Verkäufe – 63 – 63
Emissionen 59 59
Rückzahlungen – 216 – 216
Umbuchungen – 1 054 1 386 332
Fair Value zum 31.12.2011 241 1 162 1 403

1 Einschließlich Sicherungsinstrumenten.

2 Ohne Handelspassiva und Negative Marktwerte aus Derivaten.

Sensitivitätsanalyse

Basiert der Wert von Finanzinstrumenten auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern, kann der genaue Wert dieser Parameter zum Bilanzstichtag aus einer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen abgeleitet werden, die im Ermessen des Managements liegen. Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses werden für diese nicht beobachtbaren Eingangsparameter angemessene Werte ausgewählt, die den herrschenden Marktgegebenheiten und dem Bewertungskontrollansatz des Konzerns entsprechen.

Die vorliegenden Angaben sollen die möglichen Auswirkungen darstellen, die aus der relativen Unsicherheit in den Fair Values von Finanzinstrumenten resultieren, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern basiert. Dabei liegen diese Parameter an den äußeren Enden der Bandbreiten von angemessenen möglichen Alternativen. In der Praxis ist es unwahrscheinlich, dass alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende ihrer Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Aus diesem Grund dürften die angegebenen Schätzwerte die tatsächliche Unsicherheit in den Fair Values dieser Instrumente übertreffen. Die vorliegenden Angaben dienen nicht der Schätzung oder Vorhersage der künftigen Veränderungen des Fair Values. Die am Markt nicht beobachtbaren Parameter wurden hierfür entweder von unabhängigen Bewertungsexperten je nach betroffenem Produkt zwischen 1 und 10 % angepasst oder es wurde ein Standardabweichungsmaß zugrunde gelegt.

Positive erfolgswirksame Negative erfolgswirksame geänderte Parameter
Effekte Effekte
Mio. € 2011
Derivate 121 – 145
Aktienbezogene Geschäfte 13 – 37 Cashflow
Kreditderivate 40 – 40 Korrelation, Diskontierungssatz
Zinsbezogene Geschäfte 68 – 68 Mean Reversion, Korrelation
Übrige Geschäfte
Wertpapiere 169 – 162
Zinsbezogene Geschäfte 169 – 162 Credit Spread, Diskontierungssatz
Diskontierungssatz,
davon: ABS 131 – 126 Wiedergewinnungsfaktor, Credit Spread
Aktienbezogene Geschäfte
Kredite 5 – 5

Die nachfolgende Tabelle enthält eine Aufgliederung der Sensitivitätsanalyse nach Arten von Instrumenten:

Day-One-P-&-L

Der Commerzbank-Konzern hat Transaktionen getätigt, bei denen der Fair Value im Transaktionszeitpunkt anhand eines Bewertungsmodells ermittelt wurde und nicht alle wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktparametern basieren. Der Bilanzansatz solcher Transaktionen erfolgt zum Transaktionspreis. Die Differenz zwischen dem Transaktionspreis und dem Fair Value des Bewertungsmodells wird als Day-One Profit or Loss bezeichnet. Der Day-One Profit or Loss wird nicht sofort, sondern über die Laufzeit der Transaktion in der Gewinn-undVerlust-Rechnung erfasst. Sobald sich für die Transaktion ein Referenzkurs auf einem aktiven Markt ermitteln lässt oder die wesentlichen Inputparameter auf beobachtbaren Marktdaten basieren, wird der abgegrenzte Day-One Profit or Loss unmittelbar erfolgswirksam im Handelsergebnis erfasst. Eine aggregierte Differenz zwischen Transaktionspreis und Modellwert wird für die Level-III-Posten aller Kategorien ermittelt. Wesentliche Effekte ergeben sich aber nur aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten; die Beträge entwickelten sich wie folgt:

Day-One-P-&-L Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt Handelsaktiva Handelspassiva Gesamt
Mio. € 2011 2010
Bestand zum 1.1. 1 1 2 11 5 16
Erfolgsneutrale Zuführungen 3 3 2 2
Erfolgswirksame Auflösungen 1 1 2 12 4 16
Bestand zum 31.12. 3 3 1 1 2

(82) Angaben zu finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, für die die Fair Value Option angewendet wurde

Im Commerzbank-Konzern wenden wir die Fair Value Option im Wesentlichen zur Vermeidung oder signifikanten Verringerung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen (Accounting Mismatch) aus Wertpapieren und Krediten, die mit Zins- beziehungsweise Kreditderivaten gesichert sind, an. Das gilt gleichermaßen bei begebenen strukturierten Schuldverschreibungen, die mit Zins- und Fremdwährungsderivaten gesichert sind.

Darüber hinaus wird die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt beziehungsweise für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten genutzt.

Das Ergebnis aus der Anwendung der Fair Value Option belief sich insgesamt auf 292 Mio. Euro (Vorjahr: 131 Mio. Euro) (vergleiche Note 34).

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Aus der Anwendung der Fair Value Option zur Vermeidung von Ansatz- und Bewertungsinkongruenzen sowie für Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten ergaben sich in den einzelnen Bilanzposten folgende Wertansätze:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden 619 805 – 23,1
Finanzanlagen 2 597 2 048 26,8
Aktiva Gesamt 3 216 2 853 12,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34 591 – 94,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 497 1 292 15,9
Verbriefte Verbindlichkeiten 3 080 3 206 – 3,9
Nachrang- und Hybridkapital 24 24
Passiva Gesamt 4 635 5 113 – 9,3

Für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen von 619 Mio. Euro wurden 266 Mio. Euro (Vorjahr: 159 Mio. Euro) durch Kreditderivate gesichert. Die Höhe der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der Forderungen, die auf Änderungen des Ausfallrisikos zurückzuführen ist, betrug im Geschäftsjahr 24 Mio. Euro (Vorjahr: –130 Mio. Euro) und kumuliert – 148 Mio. Euro (Vorjahr: – 166 Mio. Euro).

Die Änderung der beizulegenden Zeitwerte der zugehörigen, risikobegrenzenden Kreditderivate belief sich im Geschäftsjahr auf 30 Mio. Euro (Vorjahr: 28 Mio. Euro) und kumuliert auf –2 Mio. Euro (Vorjahr: – 22 Mio. Euro).

Für Verbindlichkeiten, auf die die Fair Value Option angewendet wurde, betrug die im Geschäftsjahr 2011 eingetretene kreditrisikobedingte Änderung der beizulegenden Zeitwerte –293 Mio. Euro (Vorjahr: –89 Mio. Euro). Kumuliert belief sich die Veränderung auf –359 Mio. Euro (Vorjahr: –138 Mio. Euro). Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 4 501 Mio. Euro (Vorjahr: 8625 Mio. Euro).

Die kreditrisikobedingten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Forderungen und Verbindlichkeiten wurden im Wesentlichen als Änderungen der beizulegenden Zeitwerte abzüglich der aus Marktkonditionen resultierenden Wertänderungen ermittelt. Darüber hinaus wurde die Fair Value Option für Finanzinstrumente genutzt, deren Management und Performancemessung auf Fair-Value-Basis erfolgt. Das betraf im Wesentlichen echte Pensionsgeschäfte, Geldmarktgeschäfte sowie erhaltene und gezahlte Sicherheitsleistungen. Hiervon waren folgende Bilanzposten betroffen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 23 779 48 073 – 50,5
Forderungen an Kunden 23 244 27 611 – 15,8
Finanzanlagen 721 1 461 – 50,7
Aktiva Gesamt 47 744 77 145 – 38,1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12 996 41 882 – 69,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 30 356 18 358 65,4
Verbriefte Verbindlichkeiten
Nachrang- und Hybridkapital
Passiva Gesamt 43 352 60 240 – 28,0

Es ergaben sich keine nennenswerten Änderungen der beizulegenden Zeitwerte für Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Ausfallrisiko, da es sich zum einen um kurzfristige Geldmarktgeschäfte und Sicherheitsleistungen im Wertpapierleihgeschäft handelt. Zum anderen haben wir für 40 535 Mio. Euro der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen (Reverse Repos nach Netting; Vorjahr: 64 554 Mio. Euro) zur Reduzierung des Kontrahentenrisikos 48 642 Mio. Euro (Vorjahr: 78 988 Mio. Euro) Wertpapiere als Sicherheiten erhalten.

Der Rückzahlungsbetrag für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betrug 43 284 Mio. Euro (Vorjahr: 60 260 Mio. Euro).

Risikomanagement

(83) Risikosteuerung

Die Risikosteuerung ist ein elementarer Bestandteil aller Geschäftsprozesse der Commerzbank und darauf ausgerichtet, die Unternehmenssteuerung zu unterstützen. Risiken werden identifiziert, gemessen und entsprechend der Risikoneigung der Bank gesteuert und überwacht.

Als Risiko bezeichnet die Commerzbank die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne aufgrund interner oder externer Faktoren. Die Risikosteuerung unterscheidet grundsätzlich zwischen quantifizierbaren – also üblicherweise im Jahresabschluss oder in der Kapitalbindung bewertbaren – und nicht quantifizierbaren Risikoarten, wie zum Beispiel Reputationsund Compliancerisiken.

Der Chief Risk Officer (CRO) der Bank ist für die Umsetzung der vom Gesamtvorstand für die quantifizierbaren Risiken festgelegten risikopolitischen Leitlinien im Konzern verantwortlich. Der CRO berichtet im Gesamtvorstand und dem Risikoausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Gesamtrisikolage des Konzerns.

(84) Adressenausfallrisiken

Grundlage der Messung der Adressenausfallrisiken sind die Ratingund Scoring-Verfahren der Commerzbank, die für alle wesentlichen Kreditportfolios im Einsatz sind. Sowohl die Kalibrierung der Ausfallwahrscheinlichkeiten, die den einzelnen Adressen oder Finan-

Ratingverteilung

Das Ratingverfahren der Commerzbank umfasst 25 Ratingstufen für nicht ausgefallene Kredite (1,0 bis 5,8) und 5 Default-Klassen (6,1 bis 6,5). Die Commerzbank-Masterskala weist jeder Ratingklasse genau eine zeitstabile, überlappungsfreie Spannweite von

Die Risikomanagementaktivitäten sind auf die Bereiche Kreditrisikomanagement, Marktrisikomanagement, Intensive Care sowie Risikocontrolling und Kapitalmanagement verteilt – alle vier mit konzernweiter Ausrichtung und direkter Berichtslinie an den CRO. Gemeinsam mit den vier Bereichsvorständen bildet der CRO innerhalb der Konzernsteuerung das Risk Management Board.

Das Controlling der Risiken der geschäftsstrategischen Ausrichtung und der Reputationsrisiken liegt im Verantwortungsbereich des Vorstandsvorsitzenden (CEO). Für das Controlling der Compliancerisiken, insbesondere im Hinblick auf Anlegerschutz, Insiderrichtlinien und Geldwäsche, zeichnet der Finanzvorstand (CFO) verantwortlich. Art und Ausmaß von Risiken, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben, werden im Risikobericht beschrieben.

zierungen zugewiesen werden als auch die Bewertung der Sicherheiten beruhen dabei auf der Analyse historischer Daten aus dem Commerzbank-Portfolio. Die Erfahrungen des laufenden Jahres sind die Basis für die jährliche Rekalibrierung der Verfahren.

Ausfallwahrscheinlichkeiten zu. Die Ratingverfahren unterliegen einer jährlich durchzuführenden Validierung und Rekalibrierung, so dass sie vor dem Hintergrund aller tatsächlich beobachteten Ausfälle die jeweils aktuellste Einschätzung widerspiegeln.

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  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk
Rating
Commerzbank AG
PD- und EL-Midpoint
in %
PD- und EL-Bereich
in %
S&P
1.0 0 0
1.2 0,01 0–0,02 AAA AAA Investment Grade
1.4 0,02 0,02–0,03 AA+
1.6 0,04 0,03–0,05 AA, AA– AA
1.8 0,07 0,05– 0,08 A+, A A
2.0 0,11 0,08–0,13 A–
2.2 0,17 0,13–0,21 BBB+
2.4 0,26 0,21–0,31
2.6 0,39 0,31–0,47 BBB BBB
2.8 0,57 0,47–0,68 BBB–
3.0 0,81 0,68–0,96 BB+
3.2 1,14 0,96–1,34
3.4 1,56 1,34–1,81 BB BB
3.6 2,10 1,81–2,40 BB– Non-Investment Grade
3.8 2,74 2,40–3,10
4.0 3,50 3,10–3,90 B+
4.2 4,35 3,90–4,86
4.4 5,42 4,86–6,04 B B
4.6 6,74 6,04–7,52
4.8 8,39 7,52–9,35
5.0 10,43 9,35–11,64 B–
5.2 12,98 11,64–14,48
5.4 16,15 14,48–18,01 CCC+
5.6 20,09 18,01–22,41 CCC
5.8 47,34 22,41–99,99 CCC–CC–
6.1 Überziehung > 90 Tage
6.2 Drohende Zahlungsunfähigkeit C, D-I, D-II
Default
6.3 100 Sanierung mit Sanierungsbeiträgen
6.4 Kündigung ohne Insolvenz
6.5 Insolvenz

Entsprechend dem Ansatz der Masterskala bleiben zum Zwecke der Vergleichbarkeit bei der Commerzbank-Masterskala die den Ratings zugeordneten Ausfallbänder unverändert (zeit- und portfoliostabil). Zur Orientierung sind externe Ratings gegenübergestellt. Da bei externen Ratings für verschiedene Portfolien auch unterschiedliche, von Jahr zu Jahr schwankende Ausfallraten beobachtet werden, ist eine direkte Überleitung aber nicht möglich.

Die Kreditkompetenzen einzelner Mitarbeiter wie auch die Kompetenzen der Komitees (Gesamtvorstand, Kreditkomitee, SubKreditkomitees) sind nach Engagementgrößen sowie Ratingklassen gestaffelt. Wichtigste Steuerungsgröße für das Kreditausfallrisiko sind die aus den Ratings abgeleiteten erwarteten Verluste (EL). Die Kreditrisikostrategie gibt Zielwerte für einzelne Portfolioteile vor. Dadurch wird gewährleistet, dass die zu erwartende Risikovorsorge im Einklang mit der strategischen Ausrichtung der Bank, wie zum Beispiel dem Zielrating der Ratingagenturen oder der angestrebten Portfolioqualität und -zusammensetzung, gehalten wird.

(85) Marktpreisrisiken

Marktpreisrisiken drücken die Gefahr möglicher ökonomischer Wertverluste aus, die durch die Veränderung von Marktpreisen (Zinsen, Rohwaren, Credit Spreads, Devisen- und Aktienkursen) oder sonstiger preisbeeinflussender Parameter (Volatilitäten, Korrelationen) entstehen. Die Wertverluste können unmittelbar erfolgswirksam werden, zum Beispiel bei Handelsbuchpositionen, oder sie können, im Fall von Bankbuchpositionen, in der Neubewertungsrücklage beziehungsweise in den Stillen Lasten/Reserven Berücksichtigung finden. Zusätzlich betrachten wir das Marktliquiditätsrisiko, das Fälle abdeckt, in denen es aufgrund unzureichender Marktliquidität nicht möglich ist, risikobehaftete Positionen zeitgerecht im gewünschten Umfang und zu vertretbaren Konditionen zu liquidieren oder abzusichern.

Die Marktrisikosteuerung beruht auf einem ausgereiften Limitsystem in Verbindung mit bewährten und optimierten Risikomess- und Überwachungsmethoden. Die Commerzbank legt ihre Marktrisikolimite unter Berücksichtigung des ökonomischen Kapitalverbrauches (Risikotragfähigkeit) und der Geschäftserwartungen fest, wodurch eine risiko- und ertragsorientierte Steuerung des Marktpreisrisikos vorgenommen wird. Die Auslastung der Limite wird zusammen mit den relevanten Ergebniseffekten täglich an den Vorstand und die zuständigen Bereichsvorstände berichtet.

Zur täglichen Quantifizierung und Überwachung der Marktpreisrisiken werden mathematisch-statistische Ansätze zur Berechnung der Value-at-Risk-(VaR-)Werte herangezogen. Die zugrunde liegenden statistischen Parameter basieren für die regulatorischen Eigenmittelanforderungen auf einer Beobachtungsperiode der letzten 254 Handelstage, einer 10-tägigen Haltedauer und einem Konfidenzniveau von 99%. Für die interne Marktrisikosteuerung wird, bei gleicher Beobachtungsperiode, eine 1-tägige Haltedauer bei einem Konfidenzniveau von 97,5% quantifiziert. Die VaR-Modelle werden kontinuierlich dem sich wandelnden Umfeld angepasst.

Bedingt durch die Übernahme der Dresdner Bank verwendete die Commerzbank für die ersten drei Quartale 2011 in Abstimmung mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) interimistisch zwei parallele, jeweils durch die Aufsicht zertifizierte Marktrisikomodelle zur Ermittlung der aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen. Für die Positionen der alten Commerzbank erfolgte die Berechnung des allgemeinen Marktrisikos auf Basis einer historischen Simulation, während das spezifische Zinsrisiko (spezifisches Marktrisiko) mittels Varianz-Kovarianz-Ansatz berechnet wurde. Für die Positionen der ehemaligen Dresdner Bank wurde im VaR-Modell aufgrund historischer Beobachtungen ein stochastisches Verhalten entsprechend der Gauß'schen Normalverteilung angenommen. Ende Dezember 2011 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der Commerzbank die Genehmigung erteilt, das neu entwickelte interne VaR-Modell auf Basis einer historischen Simulation für die Berechnung sowohl des allgemeinen Markt- als auch des spezifischen Zinsrisikos zu verwenden. Dieses Modell setzt die Commerzbank seit dem vierten Quartal 2011 zur Berechnung der beschriebenen Marktrisiken und der Eigenmittelanforderungen ein und implementierte hiermit Methoden und Prozesse zur Berechnung von zusätzlichen Marktrisikoindikatoren (Stressed VaR, Equity Event VaR und Incremental Risk Charge), um die neuen regulatorischen Anforderungen nach Basel 2.5 per 31. Dezember 2011 zu erfüllen.

Für die interne Steuerung setzt die Commerzbank nun das gleiche Marktpreisrisikomodell ein wie für die regulatorische Eigenkapitalermittlung, basierend auf einer historischen Simulation. Dies gewährleistet eine konsistente Risikomessung im Gesamtkonzern und wird darüber hinaus den zukünftigen Anforderungen nach Basel III gerecht.

Durch die Anwendung von Backtestingverfahren wird die Zuverlässigkeit des zum jeweiligen Zeitpunkt verwendeten internen Modells regelmäßig einer Überprüfung unterzogen. Ziel ist neben der Erfüllung aufsichtsrechtlicher Anforderungen die Beurteilung und kontinuierliche Verbesserung der Prognosegüte. Die Anzahl der signifikanten Abweichungen bildet auch die Grundlage für die Bewertung der internen Risikomodelle durch die Aufsichtsbehörden.

In der folgenden Tabelle ist das konzernweite regulatorische Marktrisiko des Handelsbestands inklusive der Währungsrisiken des Bankbuches dargestellt, so wie es auch im Rahmen der Berechnungen zur Eigenkapitalunterlegung Verwendung findet. Als VaR werden Verlustpotenziale ausgewiesen, die mit einem Wahrscheinlichkeitsgrad von 99% bei einer Haltedauer von zehn Tagen nicht überschritten werden:

Konzern
Mio. €
31.12.2011
31.12.2010
Minimum
119,3
165,2
Median
210,1
236,1
Maximum
323,2
320,8
Jahresendziffer
186,9
250,4

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

Da das VaR-Konzept eine Prognose für die möglichen Verluste unter normalen Marktbedingungen liefert, wird es in der Commerzbank zur Berücksichtigung möglicher extremer Szenarien durch die Berechnung von Stresstests ergänzt. Die Zielsetzung von Stresstests besteht darin, die Wirkung von Krisen und extremen Marktsituationen zu simulieren.

Portfolioübergreifende Stresstests simulieren die Auswirkungen historischer und zukünftig denkbarer Krisenszenarien

(86) Zinsänderungsrisiken

Die Zinsänderungsrisiken des Commerzbank-Konzerns resultieren sowohl aus den Positionen des Handelsbuchs als auch des Bankbuchs. Im Bankbuch ergeben sich Zinsänderungsrisiken hauptsächlich aus Laufzeitinkongruenzen zwischen den zinstragenden Aktiva und Passiva der Bank, zum Beispiel aus der kurzfristigen Refinanzierung langlaufender Kredite. In die Messung der Zinsänderungsrisiken werden dabei die bilanziellen Zinspositionen sowie die zu ihrer Steuerung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente einbezogen.

Die Zinsänderungsrisiken auf Konzernebene werden derzeit auf der Grundlage eines Barwertkonzepts gemessen.

Für die Bankbücher des Konzerns werden zudem nach aufsichtsrechtlichen Vorgaben monatlich die Auswirkungen von Zinsänderungsschocks auf den ökonomischen Wert simuliert. Entsprechend der Bankenrichtlinie hat die Bundesanstalt für auf den Gesamtkonzern. Das Gesamtbild wird durch monatliche spezifische Szenarioanalysen je Anlageklasse (zum Beispiel hypothetische Zins-, Aktien-, Währungs- und Credit-Spread-Szenarien) abgerundet.

Darüber hinaus werden Stresstests verwendet, die je Geschäftsbereich individuell auf die Risikofaktoren der einzelnen Portfolios abgestimmt sind.

Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine für alle Institute einheitliche plötzliche und unerwartete Zinsänderung vorgegeben und lässt sich über die Ergebnisse vierteljährlich unterrichten.

Die anzuwendende Zinsänderung hat die Aufsicht zum Jahresende 2011 auf +200 Basispunkte und –200 Basispunkte umgestellt. Als Ergebnis des Szenarios +200 Basispunkte wurde ein potenzieller Verlust von 2 052 Mio. Euro und im Szenario –200 Basispunkte ein potenzieller Gewinn von 1 829 Mio. Euro ermittelt. In diesen Zahlen sind die Positionen der Commerzbank Aktiengesellschaft sowie der Konzerntöchter Eurohypo Aktiengesellschaft und comdirect bank Aktiengesellschaft enthalten. Der definierte Grenzwert für einen potenziellen Rückgang des haftenden Eigenkapitals (20% für sogenannte Ausreißerbanken) wurde deutlich unterschritten.

(87) Operationelle Risiken

Das operationelle Risiko (OpRisk) ist in der Commerzbank in Anlehnung an die Solvabilitätsverordnung (SolvV) definiert als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Verfahren und Systemen, Menschen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind nicht berücksichtigt.

Über die Risikosituation wird das Operational Risk Committee regelmäßig informiert. Es befasst sich insbesondere mit der Steuerung der operationellen Risiken im Konzern. Ziel ist es, den Erwarteten Verlust aus OpRisk unter Kosten-Nutzen-Überlegungen zu optimieren sowie das Schadenspotenzial aus dem Unerwarteten Verlust zu minimieren. Hierbei verfolgt das Operational Risk Committee eine End-to-end-Sicht auf die Prozesse in der Bank, mit dem Ziel der Risikofrüherkennung. Das Operational Risk Committee befasst sich ferner mit allen Themen, die in Zusammenhang mit der AMA-Umsetzung im Konzern stehen beziehungsweise sich aus den MaRisk zu OpRisk ergeben. Das Operational Risk Committee ist insbesondere für die Umsetzung der Grundsätze gemäß § 280 SolvV verantwortlich, die operativ in den Aufgabenbereich des Group Risk Control & Capital Managements (GRM-CC) fallen.

Das Operational-Risk-Profil des Konzerns, ausgedrückt über die eingetretenen Ereignisse (Verluste und Rückstellungen) pro Ereigniskategorie gemäß § 287 SolvV, zeigt, dass rund 92% der Schäden in der Ereigniskategorie Produktbezogene Schäden eingetreten sind. GRM-CC führt regelmäßige Benchmarks der Werte im Vergleich zu Daten der Operational Riskdata eXchange, ORX, sowie zu öffentlichen Daten durch; diese bestätigen den hohen Anteil an produktbezogenen Schäden am Markt.

OpRisk-Ereignisse 31.12.2011 31.12.2010
Mio. € in % Mio. € in %
Interner Betrug 2,9 1,2 9,9 3,6
Externer Betrug 8,9 3,6 8,6 3,1
Sachschäden und Systemausfälle 0,6 0,2 1,6 0,6
Produktbezogene Schäden 230,7 92,2 195,8 71,4
Prozessuale Fehler 6,5 2,6 56,2 20,5
Das Arbeitsverhältnis betreffende Fehler 0,7 0,3 2,3 0,8
Konzern 250,3 100,0 274,4 100,0

(88) Kreditrisikokonzentration

Konzentrationen von Ausfallrisiken (Kreditrisikokonzentrationen) können durch Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Schuldnern oder Schuldnergruppen entstehen, die eine Reihe gemeinsamer Merkmale aufweisen und deren Fähigkeit zur Schuldentilgung gleichermaßen von der Veränderung bestimmter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen abhängt. Neben dem Einholen von Sicherheiten und der Anwendung einer einheitlichen Kreditvergabepolitik ist die Bank zur Minimierung von Kreditrisiken eine Reihe von Master Netting Agreements eingegangen. Diese stellen das Recht zur Verrechnung von Ansprüchen und Verpflichtungen mit einem Kunden im Falle des Ausfalls oder der Insolvenz des Kunden sicher. Die Kreditrisiken im Bereich der Forderungen an Kunden stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Forderungen
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Kunden in Deutschland 192 645 207 690
Firmenkunden 98 876 97 316
Verarbeitendes Gewerbe 20 833 22 291
Baugewerbe 2 264 2 489
Handel 8 706 8 845
Dienstleistungen und Übrige 67 073 63 691
Öffentliche Haushalte 25 707 35 574
Privatkunden 68 062 74 800
Kunden außerhalb Deutschlands 111 854 129 182
Firmen- und Privatkunden 103 059 120 285
Öffentliche Haushalte 8 795 8 897
Zwischensumme 304 499 336 872
abzüglich Wertberichtigungen – 7 913 – 9 117
Gesamt 296 586 327 755
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Die Kreditrisiken im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen stellten sich nach Buchwerten zum 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Eventualverbindlichkeiten,
unwiderrufliche Kreditzusagen
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Kunden und Kreditinstitute in Deutschland 43 288 46 424
Kreditinstitute 749 1 374
Firmenkunden 39 769 42 811
Verarbeitendes Gewerbe 10 939 15 082
Baugewerbe 1 091 1 769
Handel 4 217 3 239
Dienstleistungen und Übrige 23 522 22 721
Öffentliche Haushalte 67 379
Privatkunden 2 703 1 860
Kunden und Kreditinstitute außerhalb Deutschlands 48 291 52 794
Kreditinstitute 9 906 9 102
Firmen- und Privatkunden 37 691 43 051
Öffentliche Haushalte 694 641
Zwischensumme 91 579 99 218
abzüglich Rückstellungen – 451 – 556
Gesamt 91 128 98 662

Die in den obigen Tabellen aufgeführten Buchwerte zur Kreditrisikokonzentration im Bereich der Forderungen sowie im Bereich der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Einschätzung der Kreditrisikokonzentration in der Bank.

(89) Maximales Kreditrisiko

Die maximale Kreditrisikoexposition gemäß IFRS 7 – ohne Berücksichtigung von Sicherheiten oder sonstigen Kreditverbesserungen – entspricht den Buchwerten der betreffenden bilanziellen Vermögenswerte je Klasse; bei unwiderruflichen Kreditzusagen und Eventualverbindlichkeiten den Nominalwerten. In nachfolgender Tabelle sind die Buch- beziehungsweise Nominalwerte der mit einem potenziellen Ausfallrisiko behafteten Finanzinstrumente zusammengefasst:

Maximales Kreditrisiko Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Schuldverschreibungen und andere zinsbezogene Wertpapiere unter 114 492 145 608 – 21,4
Handelsaktiva 21 966 32 115 – 31,6
Finanzanlagen 92 526 113 493 – 18,5
Forderungen an Kreditinstitute 88 032 110 956 – 20,7
Forderungen an Kunden 304 499 336 872 – 9,6
Positive Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten 128 739 128 704 0,0
Handelsaktiva 123 607 123 743 – 0,1
Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 5 132 4 961 3,4
Sonstige Handelsaktiva 424 263 61,2
Unwiderrufliche Kreditzusagen 53 911 60 566 – 11,0
Eventualverbindlichkeiten 37 217 38 096 – 2,3

Die in vorstehender Tabelle aufgeführten Beträge zum maximalen Kreditrisikovolumen sind nicht Gegenstand der internen Risikosteuerung, da das Management von Kreditrisiken auch Sicherheiten, Ausfallwahrscheinlichkeiten sowie andere ökonomische Faktoren berücksichtigt. Insofern sind die Beträge nicht repräsentativ für die tatsächliche Risikoeinschätzung durch die Bank.

Die im Rahmen des Risikomanagements berücksichtigten Sicherheiten für die Positionen im Weiß- und Graubuch liegen überwiegend in der Commerzbank AG, der Eurohypo Aktiengesellschaft und der BRE Bank und belaufen sich auf rund 116 Mrd. Euro. Bei den Sicherheiten handelt es sich dabei im Segment Privatkunden überwiegend um Grundschulden auf eigen- und fremdgenutztes Wohneigentum. In der Mittelstandsbank ist die Besicherung auf diverse Sicherheitenarten verteilt. Im Wesentlichen handelt es dabei um Grundpfandrechte auf

(90) Liquiditätskennzahl der Commerzbank Aktiengesellschaft

Die Liquidität eines Instituts gilt als ausreichend, wenn die zu ermittelnde Liquiditätskennzahl den Wert 1 nicht unterschreitet. Die Liquiditätskennzahl gibt das Verhältnis zwischen den ab Meldestichtag bis zum Ende des folgenden Monats (Laufzeitband 1) zur Verfügung stehenden Zahlungsmitteln und den während dieses Zeitraums zu erwartenden Zahlungsabflüssen an. In der Commerzbank Aktiengesellschaft wurde 2011 das als Standardansatz umgesetzte Konzept der Liquiditätsverordnung angewendet.

gewerblichen Objekte sowie Garantien und Ausfallbürgschaften. Für das Mittel- und Osteuropaportfolio im Segment Central & Eastern Europe dienen sowohl im gewerblichen als auch im Retailbereich vorwiegend Grundpfandrechte als Sicherheit. Die Besicherung des Corporates-&-Markets-Portfolios setzt sich überwiegend aus Sicherungsübereignungen sowie aus Verpfändungen zusammen. Im Segment Asset Based Finance entfallen die Sicherheitenwerte überwiegend auf gewerbliche Grundschulden und außerdem auf Grundschulden bei eigen- und fremdgenutztem Wohneigentum.

Weitere Sicherheiten haften für die Positionen der Deutschen Schiffsbank Aktiengesellschaft vor allem in Form von Schiffshypotheken.

Zum 31. Dezember 2011 betrug die von der Commerzbank Aktiengesellschaft ermittelte Liquiditätskennzahl 1,17 (Vorjahr: 1,08). Der Liquiditätsüberhang aus dem Laufzeitband 1 erreichte 29,0 Mrd. Euro (Vorjahr: 20,4 Mrd. Euro). Die Liquiditätskennzahlen der Commerzbank Aktiengesellschaft im Jahr 2011 stellten sich wie folgt dar:

Stand am Monatsende Stand am Monatsende
Januar 1,09 Juli 1,05
Februar 1,08 August 1,07
März 1,15 September 1,10
April 1,10 Oktober 1,12
Mai 1,10 November 1,10
Juni 1,07 Dezember 1,17

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 303

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk

Sonstige Erläuterungen

(91) Nachrangige Vermögenswerte

In den Bilanzaktiva waren folgende Nachrangige Vermögenswerte enthalten:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 56 66 – 15,2
Forderungen an Kunden 564 529 6,6
Handelsaktiva 147 222 – 33,8
Finanzanlagen 519 41
Gesamt 1 286 858 49,9
darunter: an Kreditinstitute, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht
1 – 100,0

Als nachrangig sind Vermögenswerte anzusehen, wenn sie als Forderungen im Fall der Liquidation oder der Insolvenz des Emittenten erst nach den Forderungen der anderen Gläubiger erfüllt werden dürfen.

(92) Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen

Der Commerzbank-Konzern ermöglicht seinen Kunden durch Kreditfazilitäten schnellen Zugriff auf Gelder, die von den Kunden zur Erfüllung ihrer kurzfristigen Verpflichtungen sowie der langfristigen Finanzierungsbedürfnisse benötigt werden. Die Kreditfazilitäten können in unterschiedlicher Form bereitgestellt werden, die wir nachstehend beispielhaft aufführen:

  • Bürgschaften, mit denen der Konzern die Rückzahlung eines von einem Kunden bei einem Dritten aufgenommenen Kredits garantiert,
  • Stand-by Letters of Credit, die die Kreditwürdigkeit des Kunden erhöhen und seine Außenhandelsfinanzierung zu niedrigeren Kosten erleichtern,
  • Dokumentenakkreditive für Zahlungen im Außenhandel, die im Namen eines Kunden erfolgen und dem Konzern später erstattet werden,
  • Stand-by-Fazilitäten für kurzfristige Schuldtitel und auf revolvierender Basis begebene Schuldtitel, mit denen Kunden bei Bedarf Geldmarktpapiere oder mittelfristige Schuldtitel

begeben können, ohne jedes Mal das übliche Emissionsprozedere zu durchlaufen.

Gegebenenfalls dienen Sicherheiten für das Gesamtobligo von Kunden aus Krediten und Avalen. Daneben gibt es Unterbeteiligungen Dritter zu unwiderruflichen Kreditzusagen und Avalen.

Die in der folgenden Tabelle genannten Zahlen wären nur im Falle der vollständigen Ausnutzung der Fazilitäten durch sämtliche Kunden und den darauf folgenden Zahlungsverzug aller – unter der Voraussetzung, dass keine Sicherheiten vorhanden sind – abzuschreiben. Tatsächlich verfällt jedoch der weitaus größte Teil dieser Verpflichtungen, ohne in Anspruch genommen zu werden. Insofern sind diese Beträge nicht repräsentativ für die Risikoeinschätzung, das tatsächliche künftige Kreditengagement oder daraus erwachsende Liquiditätserfordernisse. Weitere Informationen zum Kreditrisiko aus Finanzgarantien beziehungsweise unwiderruflichen Kreditzusagen sowie zu Liquiditätsrisiken und deren Steuerung und Überwachung enthält der Risikobericht.

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Eventualverbindlichkeiten 37 217 38 096 – 2,3
aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 1 3 – 66,7
aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 37 160 38 087 – 2,4
Kreditbürgschaften 3 085 3 632 – 15,1
Sonstige Bürgschaften 26 368 27 256 – 3,3
Akkreditive 7 274 6 939 4,8
Garantien für ABS-Verbriefungen
Sonstige Gewährleistungen 433 260 66,5
Sonstige Verpflichtungen 56 6
Unwiderrufliche Kreditzusagen 53 911 60 566 – 11,0
Buchkredite an Kreditinstitute 1 332 1 442 – 7,6
Buchkredite an Kunden 51 121 56 058 – 8,8
Avalkredite 1 429 3 016 – 52,6
Akkreditive 29 50 – 42,0
Gesamt 91 128 98 662 – 7,6

Die Restlaufzeiten der Eventualverbindlichkeiten und unwiderruflichen Kreditzusagen insgesamt stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Täglich fällig 2 284 2 307 – 1,0
Bis drei Monate 30 925 29 641 4,3
Mehr als drei Monate bis ein Jahr 20 254 20 729 – 2,3
Mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 34 617 41 322 – 16,2
Mehr als fünf Jahre 3 048 4 663 – 34,6
Gesamt 91 128 98 662 – 7,6

Die Risikovorsorge für außerbilanzielle Verpflichtungen wurde in diesen Aufstellungen von den entsprechenden Posten gekürzt.

(93) Echte Pensionsgeschäfte (Repo- und Reverse-Repo-Geschäfte), Wertpapierleihgeschäfte sowie erhaltene oder gezahlte Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals)

Im Rahmen echter Pensionsgeschäfte verkauft beziehungsweise kauft der Commerzbank-Konzern Wertpapiere mit einer Rücknahmeverpflichtung beziehungsweise Rückgabeverpflichtung. Die erhaltenen Gegenwerte aus Pensionsgeschäften, bei denen wir Pensionsgeber sind (Rücknahmeverpflichtung der Wertpapiere), werden als Verbindlichkeit gegenüber Kreditinstituten oder Kunden bilanziert. Die an den Pensionsnehmer gelieferten Wertpapiere bilanzieren wir weiterhin in unserer Bilanz entsprechend der jeweiligen Kategorie. Als Pensionsnehmer aktiviert der Commerzbank-Konzern eine Forderung gegenüber dem Pensionsgeber in Höhe der gezahlten Sicherheitsleistung. Die als Sicherheit dienenden Wertpapiere nehmen wir in Verwahrung. Wertpapierleihgeschäfte werden mit Kreditinstituten und Kunden getätigt, um dem Bedarf zur Erfüllung von Lieferverpflichtungen nachzukommen oder am Geldmarkt Wertpapierpensionsgeschäfte tätigen zu können. Die verliehenen Wertpapiere weisen wir in unserer Bilanz im Handelsbestand oder in den Finanzanlagen aus, während entliehene Wertpapiere nicht bilanziert werden. Durch uns gestellte Barsicherheiten (Cash Collateral Out) weisen wir als Forderungen, erhaltene Sicherheiten (Cash Collateral In) als Verbindlichkeiten aus. Cash Collateral Outs werden auch im Zusammenhang mit Derivaten als Sicherheiten hinterlegt.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen echten Pensionsgeschäfte und Wertpapierleihegeschäfte sowie die erhaltenen oder gezahlten Sicherheitsleistungen (Cash Collaterals) stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsgeber (Repo-Agreements)
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 37 697 57 166 – 34,1
Erhaltene Sicherheitsleistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 164 28 481 – 67,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20 529 13 923 47,4
Verliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften
Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 12 699 14 005 – 9,3
Erhaltene Sicherheitsleistungen
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9 821 15 535 – 36,8
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 7 680 4 183 83,6
Summe der Buchwerte der übertragenen Wertpapiere 50 396 71 171 – 29,2
Summe der erhaltenen Sicherheiten 47 194 62 122 – 24,0
Echte Pensionsgeschäfte als Pensionsnehmer (Reverse-Repo
Agreements)
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 50 002 81 478 – 38,6
Gezahlte Sicherheitsleistungen
Forderungen an Kreditinstitute 24 082 40 528 – 40,6
Forderungen an Kunden 17 922 25 148 – 28,7
Entliehene Wertpapiere aus Leihgeschäften
Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 12 491 28 914 – 56,8
Gezahlte Sicherheitsleistungen1
Forderungen an Kreditinstitute 27 524 28 159 – 2,3
Forderungen an Kunden 8 120 4 815 68,6
Summe der Marktwerte der erhaltenen Wertpapiere 62 493 110 392 – 43,4
Summe der geleisteten Sicherheiten 77 648 98 650 – 21,3

1 Einschließlich gezahlten Sicherheitsleistungen im Zusammenhang mit Derivaten.

Den Buchwerten der verliehenen Wertpapiere in Höhe von 12.699 Mio. Euro (Vorjahr 14.005 Mio. Euro) standen neben den zugehörigen Verbindlichkeiten von 17.501 Mio. Euro (Vorjahr: 19.718 Mio. Euro) auch 583 Mio. Euro Wertpapiere (Vorjahr: 1 721 Mio. Euro) als Sicherheiten gegenüber. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften werden nach Netting dargestellt.

(94) Erhaltene Sicherheiten

Die beizulegenden Zeitwerte der erhaltenen Sicherheiten, für die das Recht besteht, diese ohne Ausfall des Sicherungsgebers weiterzuveräußern oder -zuverpfänden, stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Gesamtbetrag der erhaltenen Sicherheiten 93 218 135 068 – 31,0
darunter:
weiterveräußert oder weiterverpfändet 30 726 24 676 24,5
darunter:
mit Rückgabeverpflichtung

Die Transaktionen wurden unter den handelsüblichen und gebräuchlichen Bedingungen für Wertpapierleih- und -pensionsgeschäfte sowie Darlehensgeschäfte ausgeführt.

(95) Treuhandgeschäfte

Die in der Bilanz nicht auszuweisenden Treuhandgeschäfte hatten am Bilanzstichtag folgenden Umfang:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 53 303 – 82,5
Forderungen an Kunden 728 838 – 13,1
Sonstige Vermögenswerte 492 495 – 0,6
Treuhandvermögen 1 273 1 636 – 22,2
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 66 67 – 1,5
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 207 1 569 – 23,1
Treuhandverbindlichkeiten 1 273 1 636 – 22,2

(96) Eigenmittelanforderungen und Kapitalquoten

Das novellierte Kreditwesengesetz und die Solvabilitätsverordnung als nationale Umsetzung von Basel II verpflichten die deutschen Institute zur Einhaltung von Mindestkapitalquoten. Danach müssen Kreditinstitute ihre gewichteten Risikoaktiva mit mindestens 8% Eigenmitteln unterlegen (Eigenmittelquote). Für die Unterlegung der Risikoaktiva mit Kernkapital (Tier I) wird durchgängig eine Quote von mindestens 4% verlangt (Kernkapitalquote).

Die Eigenmittel setzen sich aus Kern- und Ergänzungskapital zuzüglich Drittrangmitteln zusammen. Das sogenannte "harte" Kernkapital (Core Tier I) besteht im Wesentlichen aus Gezeichnetem Kapital zuzüglich Rücklagen, den Anteilen in Fremdbesitz und den Stillen Einlagen des SoFFin. Hiervon abgezogen werden unter anderem Positionen wie Geschäfts- oder Firmenwerte, Beteiligungen und immaterielle Vermögenswerte. Unter Hinzurechnung von Hybridkapitalien errechnet sich das Kernkapital (Tier I). Zum Ergänzungskapital gehören Genussrechtskapital und langfristige nachrangige Verbindlichkeiten. Aufgrund der Änderungen des KWG und der Solvabilitätsverordnung durch die CRD III haben sich hierbei weitere Verschärfungen in der regulatorischen Berücksichtigung von Kapitalabzugspositionen sowie in der Anrechnung der Risikoaktiva ergeben.

Daneben hat die European Banking Autority (EBA) in ihrer europaweiten Analyse wesentlicher Banken eine neue Kapitalanforderung implementiert: Banken müssen unter Berücksichtigung von stillen Lasten aus ihren Forderungspositionen gegenüber europäischen Staaten in der Lage sein, bis zum 30. Juni 2012 eine harte Kernkapitalquote von 9% zu erfüllen.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Das Kapitalmanagement der Commerzbank dient den folgenden Zielen:

  • Einhaltung der gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen auf Konzernbasis sowie in allen Konzerngesellschaften der aufsichtsrechtlichen Gruppe,
  • Sicherstellung der Erreichung der geplanten Kapitalquoten unter Beachtung der neuen Anforderungen durch die EBA
  • Bereitstellung von ausreichend Puffer zur Sicherstellung der jederzeitigen Handlungsfähigkeit der Bank,
  • strategische Zuordnung von Kernkapital auf Segmente und Geschäftsfelder zur Nutzung von Wachstumschancen.

Im Zuge der Finanzmarktkrise ist die Bedeutung eines angemessenen Kernkapitals für Banken immer stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Für die Commerzbank hat das Kernkapital schon immer eine wesentliche Steuerungsgröße dargestellt. Dabei gehen die Ansprüche der Bank an die Kapitalquoten weit über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus. Bei der Festlegung der angestrebten internen Kapitalquoten spielen neben der Risikotragfähigkeit der Bank auch Markterwartungen eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund hat die Commerzbank einen Zielkorridor für das regulatorische Kapital definiert; dieser liegt für das Kernkapital aktuell bei rund 9 bis 10%, der für die Eigenmittel zwischen 10,5 und 12,5%. Allerdings plant die Commerzbank darüber hinausgehend, die von der EBA und BaFin geforderte zeitweise erhöhte Anforderung an die Ausstattung mit hartem Kernkapital per 30. Juni 2012 zu erfüllen.

Die Allokation des Kernkapitals erfolgt in einem regelmäßig wiederkehrenden Prozess, in dem die strategische Ausrichtung der Bank, profitable Neugeschäftsmöglichkeiten im Kerngeschäft der einzelnen Geschäftsfelder sowie Risikotragfähigkeitsaspekte Eingang finden.

Alle Kapitalmaßnahmen – sowohl die Emission von Eigenkapital als auch ein potenzieller Aktienrückkauf – werden im Rahmen der von der Hauptversammlung erteilten Ermächtigungen vom zentralen Asset Liability Committee der Bank vorgeschlagen und vom Gesamtvorstand beschlossen.

Im vergangenen Jahr hat die Commerzbank die an sie gestellten gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen ebenso wie die deutlich strengeren Anforderungen des SoFFin jederzeit eingehalten. Die Zusammensetzung der Eigenmittel im Commerzbank-Konzern zeigte folgendes Bild:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kernkapital (Tier I)
Gezeichnetes Kapital 5 113 3 047 67,8
Rücklagen, Fremdanteile, eigene Aktien 17 430 8 276
Stille Einlagen 1 937 16 428 – 88,2
Hybrides Kapital 2 746 4 999 – 45,1
Sonstiges – 1 037 – 1 023 1,4
Gesamt 26 189 31 727 – 17,5
Ergänzungskapital (Tier II)
Hybrides Kapital
Genussrechte 726 674 7,7
Reserven in Wertpapieren (Ansatz 45 %) 61 148 – 58,8
Nachrangige Verbindlichkeiten 10 533 9 328 12,9
Sonstiges – 949 – 1 020 – 7,0
Gesamt 10 371 9 130 13,6
Drittrangmittel
Anrechenbare Eigenmittel 36 560 40 857 – 10,5

Die Veränderungen im Kernkapital beruhen überwiegend auf einer im abgelaufenen Jahr durchgeführten Kapitalerhöhung. Hierbei wurden wesentliche Teile der stillen Einlage des SoFFin zurückgeführt. Daneben wurde Hybrides Kapital zurückgekauft und Nachrangige Verbindlichkeiten neu aufgenommen.

Der Rückgang der Risikoaktiva im Kreditrisiko beruht im Wesentlichen auf der Reduktion von nicht strategischem Geschäft. Aufgrund der Änderungen durch die CRD III per 31. Dezember 2011 sind die Eigenmittelanforderungen insbesondere im Marktrisiko erheblich angestiegen.

Eigenmittelanforderungen gewichtete Risikoaktiva1
Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Kreditrisiko 15 182 18 595 189 769 232 438 – 18,4
Marktrisiko 1 640 1 059 20 500 13 238 54,9
Operationelles Risiko 2 106 1 746 26 325 21 825 20,6
Gesamt 18 928 21 400 236 594 267 500 – 11,6
Anrechenbare Eigenmittel 36 560 40 857 – 10,5
Kernkapitalquote (%) 11,1 11,9
Eigenmittelquote (%) 15,5 15,3

1 Die gewichteten Risikoaktiva errechnen sich aus dem Betrag der Eigenmittelanforderungen multipliziert mit 12,5.

Die Überleitungsrechnung vom ausgewiesenen Konzernkapital zu den anrechenbaren Eigenmitteln stellte sich folgendermaßen dar:

31.12.2011 Kernkapital/ Ergänzungs-/ Gesamt
Mio. € Eigenkapital Nachrangkapital
Bilanziell ausgewiesen 24 803 13 285 38 088
Neubewertungsrücklage 2 511 2 511
Rücklage aus Cash Flow Hedges 810 810
Nicht im Kernkapital auszuweisende Anteile im Fremdbesitz (unter
anderem Neubewertungsrücklage, Rücklage aus Cash Flow
Hedges), Unterschiede im Konsolidierungskreis und Firmenwerte – 1 686 – 1 686
Sonstiges Kapital mit 15 % Anrechnungsgrenze 1 114 1 114
Sonstiges Kapital mit 35 % Anrechnungsgrenze 1 632 1 632
Umgliederung von den Stillen Einlagen zum Sonstigen Kapital – 750 – 750
Nicht anrechenbare Teile des Nachrangkapitals
wegen Restlaufzeitbeschränkung – 1 210 – 1 210
Latente Neubewertungsrücklagen für Wertpapiere 61 61
Sonstiges – 2 245 – 1 765 – 4 010
Anrechenbare Eigenmittel 26 189 10 371 36 560

(97) Absicherung von Krediten

Durch den Einsatz von Kreditderivaten (zum Beispiel Credit Default Swaps, Total Return Swaps, Credit-linked Notes) kann die Risikoanrechnung eines Kreditportfolios verringert werden. Dabei kann sich die Sicherungswirkung eines Kreditderivates sowohl auf einzelne Kredite oder Wertpapiere als auch auf Kredit- oder Wertpapierportfolios beziehen. Die Sicherheitenstellung erfolgt in der Regel im Rahmen einer synthetischen Verbriefung durch Credit Default Swap (CDS) und/oder durch Credit-linked Notes (CLN). Hiermit können drei wesentliche Ziele erreicht werden:

  • Risikodiversifikation (Reduzierung von Kreditrisiken im Portfolio, insbesondere Klumpenrisiken),
  • Eigenkapitalentlastung (durch Übertragung der Kreditrisiken auf Investoren wird eine Reduzierung der regulatorischen Eigenkapitalanforderungen nach Solvabilitätsverordnung erreicht) und
  • Refinanzierung (Nutzung von Verbriefungen als alternatives Kapitalbeschaffungsinstrument zu ungedeckten Inhaberschuldverschreibungen).
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    -
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Zum Ende des Geschäftsjahres 2011 hatte der Commerzbank-Konzern (Commerzbank Aktiengesellschaft und eine Tochtergesellschaft) sechs Verbriefungstransaktionen als Sicherungsnehmer aufgelegt.

Die vertragliche Laufzeit (Legal Maturity Date) liegt zwischen 9 und 76 Jahren. Insgesamt waren Ende Dezember 2011 Kundenkredite in Höhe von 5,6 Mrd. Euro abgesichert. Die Entlastung der gewichteten Risikoaktiva betrug 1,7 Mrd. Euro.

Name der Transaktion Sicherungsnehmer Jahr des
Abschlusses
Laufzeit der
Transaktion
Forderungsart Kredit
volumen
Entlastung der
gewichteten
Risikoaktiva
in Jahren Mio. € Mio. €
Cosmo Finance
2007– 1
Commerzbank
Aktiengesellschaft
2007 20 Mittelstandskunden 1 951 490
Cosmo Finance
2008– 1
Commerzbank
Aktiengesellschaft
2008 14 Mittelstandskunden 1 498 552
Cosmo II– 1 Ltd. Commerzbank
Aktiengesellschaft
2011 9 Mittelstandskunden 990 347
Provide GEMS
2002– 1 PLC
Eurohypo
Aktiengesellschaft
2002 45 wohnungswirt
schaftliches
Portfolio
170 39
Semper Finance
2006– 1
Eurohypo
Aktiengesellschaft
2006 76 Project Castle –
gewerbliches
Portfolio
645 154
Semper Finance
2007– 1
Eurohypo
Aktiengesellschaft
2007 36 gewerbliches
Portfolio
385 89
5 639 1 671

(98) Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter

2011 2010
Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Im Konzern 55 917 27 097 28 820 57 676 31 141 26 535
in Deutschland 42 377 20 977 21 400 43 378 21 776 21 602
außerhalb Deutschlands 13 540 6 120 7 420 14 298 9 365 4 933

Die obigen Zahlen enthalten sowohl Vollzeit- als auch Teilzeitkräfte. In der Zahl der Arbeitnehmer sind die im Konzern durchschnittlich in Ausbildung befindlich gewesenen Arbeitnehmer nicht enthalten. Die durchschnittliche Arbeitszeit der Teilzeitkräfte betrug 62% (Vorjahr: 59 %) der Normalarbeitszeit.

2011 2010
Gesamt männlich weiblich Gesamt männlich weiblich
Auszubildende 2 503 1 227 1 276 2 616 1 313 1 303

(99) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

a) Geschäftsbeziehungen

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der Commerzbank Aktiengesellschaft und/oder deren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen. Hierzu gehören beherrschte, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierte Gesellschaften, at-Equity-bewertete Unternehmen, Beteiligungen, unternehmensexterne Versorgungsträger zur betrieblichen Altersversorgung der Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft, Personen in Schlüsselpositionen und deren Angehörige sowie von diesem Personenkreis beherrschte Unternehmen. Zu den Personen in Schlüsselpositionen zählen ausschließlich die im Geschäftsjahr aktiven Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Commerzbank Aktiengesellschaft.

Der Anteilsbesitz von 25% plus 1 Aktie gewährt dem Bund als Träger der Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA), die den Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) verwaltet, die Möglichkeit, einen maßgeblichen Einfluss auf die Commerzbank Aktiengesellschaft auszuüben. Demnach zählen der Bund sowie der Kontrolle der Bundesrepublik Deutschland unterstehende Unternehmen (Bundesunternehmen) zum Kreis der nahestehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24. Die Beziehungen zu Bundesunternehmen zeigen wir im Folgenden getrennt von den Beziehungen zu den übrigen nahestehenden Unternehmen und Personen. Aktiva, Passiva und außerbilanzielle Posten in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen (ohne Bundesunternehmen) und Personen stellten sich im Berichtsjahr folgendermaßen dar:

Aktiva Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Forderungen an Kreditinstitute 343 617 – 44,4
Tochterunternehmen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 343 617 – 44,4
Forderungen an Kunden 1 876 1 359 38,0
Tochterunternehmen 600 321 86,9
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1 270 1 032 23,1
Personen in Schlüsselpositionen 2 3 – 33,3
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 4 3 33,3
Handelsaktiva 1 1 285 – 99,9
Tochterunternehmen 1 285 – 100,0
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Finanzanlagen 105 82 28,0
Tochterunternehmen 64 69 – 7,2
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 9 – 44,4
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen 36 4
Sonstige Aktiva 426 298 43,0
Tochterunternehmen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 426 298 43,0
Gesamt 2 751 3 641 – 24,4
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk
Passiva Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 5 – 60,0
Tochterunternehmen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
2 5 – 60,0
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 236 983 25,7
Tochterunternehmen 106 208 – 49,0
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
371 117
Personen in Schlüsselpositionen 8 10 – 20,0
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen1 751 648 15,9
Handelspassiva 8 2 021 – 99,6
Tochterunternehmen 2 021 – 100,0
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
8
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Nachrangkapital 622 624 – 0,3
Tochterunternehmen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen1 622 624 – 0,3
Sonstige Passiva 23 16 43,8
Tochterunternehmen 19 9
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
4 7 – 42,9
Gesamt 1 891 3 649 – 48,2

1 Anpassung Vorjahr.

In den gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Sonstigen nahestehenden Unternehmen sind 1,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro) für unternehmensexterne Versorgungsträger enthalten.

Außerbilanzielle Posten Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Garantien und Sicherheiten gewährt an 146 590 – 75,3
Tochterunternehmen 41 36 13,9
at-Equity-bewertete Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
105 554 – 81,0
Personen in Schlüsselpositionen
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Garantien und Sicherheiten erhalten von 7 7 0,0
Tochterunternehmen 7 7 0,0
at-Equity-bewertete Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Personen in Schlüsselpositionen
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen

Aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) ergaben sich folgende Erträge:

Erträge Mio. € 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Zinsen 44 60 – 26,7
Provisionen 8 2
Lieferungen und Leistungen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Zinsen 113 114 – 0,9
Provisionen 9 12 – 25,0
Lieferungen und Leistungen
Personen in Schlüsselpositionen
Zinsen
Provisionen
Lieferungen und Leistungen
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Zinsen 2
Provisionen
Lieferungen und Leistungen
Summen
Zinsen 159 174 – 8,6
Provisionen 17 14 21,4
Lieferungen und Leistungen
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Die Aufwendungen aus Kreditverträgen und Einlagen sowie erbrachten Dienstleistungen in Verbindung mit nahestehenden Unternehmen und Personen (ohne Bundesunternehmen) werden in nachstehender Tabelle dargestellt.

Die Verwaltungsaufwendungen unter den Personen in Schlüsselpositionen betreffen als Personalaufwand ausgewiesene Vergütungen der Vorstandsmitglieder sowie Gehälter der im Commerzbank-Konzern angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Darüber hinaus enthalten sie die Vergütung an die Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Position Steuern betrifft die den Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern erstattete Umsatzsteuer.

Aufwendungen Mio. € 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Nicht konsolidierte Tochterunternehmen
Zinsen 1
Provisionsaufwendungen 30 33 – 9,1
Lieferungen und Leistungen 14 48 – 70,8
Abschreibungen/Wertminderungen
Anteile an at-Equity-bewerteten Unternehmen und
Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Zinsen 8
Provisionsaufwendungen 16
Lieferungen und Leistungen 12 9 33,3
Abschreibungen/Wertminderungen
Personen in Schlüsselpositionen
Zinsen
Provisionsaufwendungen
Verwaltungsaufwendungen 8 7 14,3
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen/Wertminderungen
Steuern
Sonstige nahestehende Unternehmen/Personen
Zinsen 54 56 – 3,6
Provisionsaufwendungen
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen/Wertminderungen
Summen
Zinsen 63 56 12,5
Provisionsaufwendungen 46 33 39,4
Verwaltungsaufwendungen 8 7 14,3
Lieferungen und Leistungen 26 57 – 54,4
Abschreibungen/Wertminderungen
Steuern

Die Forderungen an Personen in Schlüsselpositionen stellten sich wie folgt dar:

Tsd. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Vorstand 1 773 2 647 – 33,0
Aufsichtsrat 322 484 – 33,5
Summe 2 095 3 131 – 33,1

Barkredite an Vorstandsmitglieder wurden mit Laufzeiten von "bis auf Weiteres" und letzter Fälligkeit im Jahr 2042 sowie zu Zinssätzen zwischen 3,2 und 8,3%, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,9% gewährt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Barkredite an Mitglieder des Aufsichtsrates wurden mit Laufzeiten von "bis auf Weiteres" und letzter Fälligkeit im Jahr 2037 sowie zu Zinssätzen zwischen 2,6 und 6,3 %, bei Überziehungen in Einzelfällen bis zu 10,9 % herausgelegt. Die Besicherung erfolgte zu marktüblichen Bedingungen, soweit erforderlich mit Grundschulden oder Pfandrechten.

Die Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat standen im Berichtsjahr, mit Ausnahme von Mietavalen, nicht in einem Haftungsverhältnis mit den Gesellschaften des Commerzbank-Konzerns.

Die mit nahestehenden Unternehmen und Personen getätigten Bankgeschäfte wurden zu marktüblichen Bedingungen und Konditionen abgeschlossen.

Geschäfte mit Bundesunternehmen

Der Commerzbank-Konzern wickelt Geschäfte mit Bundesunternehmen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit grundsätzlich zu marktgerechten Bedingungen und Konditionen ab. Einzelheiten der Beziehungen zum SoFFin sind in der Note 73 angegeben. Nachstehende Tabelle enthält die am 31. Dezember 2011 bestehenden Vermögenswerte und Verpflichtungen aus Geschäften mit Bundesunternehmen:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010 Veränderung in %
Barreserve 1 179 1 111 6,1
Forderungen an Kreditinstitute 286 726 – 60,6
Forderungen an Kunden 3 349 2 991 12,0
Handelsaktiva 3 576 5 040 – 29,0
Finanzanlagen 3 865 7 079 – 45,4
Gesamt 12 255 16 947 – 27,7
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13 390 15 262 – 12,3
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 256 88
Handelspassiva 299 1 951 – 84,7
Nachrangkapital 1 937 16 428 – 88,2
Gesamt 15 882 33 729 – 52,9
Garantien und Sicherheiten
gewährt 24 298 – 91,9
erhalten 5 000 5 000 0,0

Bei den unter Handelsaktiva beziehungsweise Finanzanlagen ausgewiesenen Finanzinstrumenten handelt es sich um Fremdkapitalinstrumente.

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Die auf Geschäfte mit Bundesunternehmen entfallenden Aufwendungen und Erträge stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 1.1.–31.12.2011 1.1.–31.12.2010 Veränderung in %
Erträge
Zinsen 320 163 96,3
Provisionen
Lieferungen und Leistungen 8 8 0,0
Aufwendungen
Zinsen 82 27
Provisionen 48 48 0,0
Lieferungen und Leistungen
Abschreibungen/Wertminderungen

b) Vergütungen für Personen in Schlüsselpositionen

Eine detaillierte Beschreibung der Grundzüge des Vergütungssystems für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wird im Vergütungsbericht (Seiten 43 ff.) wiedergegeben. Ohne Berücksichtigung des in der Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigten Dienstzeitaufwands für die Mitglieder des Vorstands belief sich die gesamte Vergütung für die Organmitglieder auf:

Tsd. € 2011 2010
Vorstand 5 343 5 2601
Aufsichtsrat 1 619 1 5632
Gesamt 6 962 6 823

1 Vorjahr angepasst (einschließlich Arbeitgeberanteilen am BVV).

2 Vorjahr angepasst (ohne Erstattung zu entrichtender Umsatzsteuer).

In der Vergütung für den Vorstand sind unter anderem die im üblichen Rahmen gewährten Sachbezüge (im Wesentlichen Dienstwagennutzung, Versicherungen, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberbeiträge zur betrieblichen Altersversorgung (BVV)) enthalten.

Vorstand. In der folgenden Tabelle werden die mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder als Geschäftsvorfälle verbundenen Zahlungen dargestellt:

Grund
gehalt
Variable
Vergütung2
Vergütung
für die
Übernahme
von Organ
Rück
führung
gemäß
SoFFin-Cap3
Aktien
basierte
Vergütungs
pläne
Monetäre
Gesamt
vergütung
Sonstiges4 Gesamt
Tsd. € funktionen3
Martin Blessing 2011 500 500 69 569
2010 500 500 115 615
Frank Annuscheit 2011 500 500 50 550
2010 500 23 – 23 500 102 602
Markus Beumer 2011 500 500 59 559
2010 500 10 – 10 500 46 546
Dr. Achim Kassow 20111 292 292 44 336
2010 500 113 – 113 500 72 572
Jochen Klösges 2011 500 500 39 539
2010 500 500 65 565
Michael Reuther 2011 500 500 69 569
2010 500 500 73 573
Dr. Stefan 2011 500 500 46 546
Schmittmann 2010 500 500 52 552
Ulrich Sieber 2011 500 500 68 568
2010 500 22 – 22 500 62 562
Dr. Eric Strutz 2011 500 500 33 533
2010 500 36 – 36 500 91 591
Martin Zielke 2011 500 500 74 574
20101 78 14 – 14 78 4 82
Gesamt 2011 4 792 4 792 551 5 343
2010 4 578 218 – 218 4 578 682 5 260

1

Pro rata temporis für den Zeitraum ab Bestellung beziehungsweise bis zum Tag des Ausscheidens. 2 Auszahlbar im Folgejahr vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses; für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wurde keine variable Vergütung gewährt. 3

Die in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 gewährten Bezüge für die Tätigkeiten in Organen von Konzerngesellschaften werden in voller Höhe auf den SoFFin-Cap des

jeweiligen Vorjahres angerechnet und deshalb in der Tabelle dem Vorjahr zugeordnet (vergleiche Vergütungsbericht). 4 Unter Sonstiges sind die im Berichtsjahr gewährten Sachbezüge, auf Sachbezüge entfallende Steuern sowie Arbeitgeberanteile am BVV ausgewiesen.

In nachfolgender Tabelle weisen wir die Vergütung der Vorstandsmitglieder insgesamt nach den Kategorien des IAS 24.17 unter dem Gesichtspunkt eines periodengerecht erfassten Aufwands aus. Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses beinhalten sowohl den in der Berechnung der Pensionsrückstellungen berücksichtigten Dienstzeitaufwand als auch den Arbeitgeberanteil zum BVV. Insofern weicht die Gesamtsumme in nachfolgender Darstellung von der in der vorhergehenden Tabelle ab.

Gesamt 8 114 7 676
Anteilsbasierte Vergütung
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Andere langfristig fällige Leistungen
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2 743 2 323
Kurzfristig fällige Leistungen 5 371 5 353
Tsd. € 2011 2010
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Für Vorstandsmitglieder und ehemalige Mitglieder des Vorstands oder deren Hinterbliebene sieht die Bank eine Altersversorgung vor, deren zur Absicherung dienende Vermögenswerte insgesamt im Wege eines Contractual Trust Arrangements auf den Commerzbank Pensions-Trust e. V. übertragen wurden.

Zum 31. Dezember 2011 beliefen sich die Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder auf 11,8 Mio. Euro (Vorjahr: 10,3 Mio. Euro).

Nach Abzug der übertragenen Vermögenswerte (Plan Assets) und unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste entfielen zum 31. Dezember 2011 auf die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für aktive Vorstandsmitglieder 0,2 Mio. Euro (Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

In nachfolgender Tabelle haben wir die Bemessungsgröße zum 31. Dezember 2011 der jährlichen Pensionsanwartschaft bei Eintritt des Pensionsfalls im Alter von 62 Jahren dem Barwert der Pensionsanwartschaft gegenübergestellt sowie die in die Berechnung der Pensionsrückstellungen einfließenden Dienstzeitaufwendungen aufgeführt. Die Beträge berücksichtigen die aktuelle Bestellungsperiode der einzelnen Vorstandsmitglieder und gehen im Übrigen davon aus, dass die Pensionszahlung außer bei Dienstunfähigkeit erst nach Vollendung des 62. Lebensjahres beginnt und die Vorstandstätigkeit bis zum Pensionsbeginn fortgeführt wird.

2011 Tsd. € Pensionsanwartschaft Dienstzeitaufwand
Jahresbezug
bei Eintritt des
Pensionsfalls
im Alter von 62
Barwert
Martin Blessing 456 3 030 301
Frank Annuscheit 288 1 107 282
Markus Beumer 288 935 238
Jochen Klösges 288 674 283
Michael Reuther 288 1 801 350
Dr. Stefan Schmittmann 288 1 511 489
Ulrich Sieber 288 623 247
Dr. Eric Strutz 288 1 774 175
Martin Zielke 288 393 358
Gesamt 11 848 2 723

Die Bezüge der ehemaligen Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft und ihrer Hinterbliebenen betrugen im Geschäftsjahr 8 275 Tsd. Euro (Vorjahr: 6 519 Tsd. Euro). Die Pensionsverpflichtungen für diese Personengruppe beliefen sich auf 74,4 Mio. Euro (Vorjahr: 70,9 Mio. Euro).

Die aktiven Vorstandsmitglieder hatten und haben sich an den in Note 25 erläuterten Long-Term-Performance-Plänen (LTP), die eine aktienbasierte Vergütungsform darstellen, beteiligt. Um an den einzelnen Plänen teilzunehmen, haben die Vorstandsmitglieder nach individueller Entscheidung eine Eigenbeteiligung von bis zu 2 500 Aktien, der Vorstandsvorsitzende bis zu 5 000 Aktien der Commerzbank Aktiengesellschaft je Plan zu den jeweils geltenden Tageskursen erbracht.

In der folgenden Tabelle sind die Daten zu den am 31. Dezember 2011 bestehenden Long-Term-Performance-Plänen der aktiven Vorstandsmitglieder, die sie in ihrer Eigenschaft als aktive Vorstandsmitglieder erworben haben, dargestellt. Im Februar 2009 hatten die Vorstandsmitglieder sämtliche Aktien aus dem LTP 2008 abgemeldet, weshalb sie aus diesem Plan keine Zahlungen erhalten. Der beizulegende Zeitwert für den Plan 2007 war zum 31. Dezember 2011 null. Rückstellungen wurden bereits im Vorjahr vollständig aufgelöst.

Tsd. € LTP Anzahl der
eingebrachten
Aktien (Stück)
Beizulegender
Zeitwert
bei Gewährung
Beizulegender
Zeitwert
am 31.12.2011
Ratierlich gebildete
Rückstellung
am 31.12.2011
Martin Blessing 2008
2007 2 500 79
Michael Reuther 2008
2007 2 500 79
Dr. Eric Strutz 2008
2007 2 500 79
Summen 2008
2007 7 500 237
Gesamt 2011 7 500 237
Gesamt 2010 18 700 619

Sofern in obiger Tabelle Mitglieder des Vorstands namentlich nicht aufgeführt sind, hielten sie am 31. Dezember 2011 keine LTP, die sie als aktiver Vorstand erworben haben. Da den Vorstandsmitgliedern für das Geschäftsjahr 2011 aufgrund des fortbestehenden SoFFin-Caps keine variable Vergütung zustand,

Aufsichtsrat. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 15 der Satzung der Commerzbank Aktiengesellschaft geregelt. Aufsichtsratsmitglieder erhielten für das Geschäftsjahr 2011 eine gesamte Vergütung von netto 1 619 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 563 Tsd. Euro). Davon entfielen auf die Grund- und Ausschussvergütung 1 199 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 240 Tsd. Euro) und auf das Sitzungsgeld 420 Tsd. Euro (Vorjahr: 323 Tsd. Euro). Das Sitzungsgeld wird für die Teilnahme an den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner sechs im Berichtsjahr tagenden Ausschüsse (Präsidial-, Prüfungs-, Risiko-, Nominierungs-, Vermittlungs- und Sozialausschuss) gewährt. Die auf die Vergütungen der Aufsichtsratsmitglieder zu zahlende Umsatzsteuer (zurzeit entfiel ebenso die Zusage aufschiebend bedingter aktienbezogener Vergütungskomponenten nach Maßgabe der Short Term Incentives wie auch der Long Term Incentives (Einzelheiten siehe Vergütungsbericht).

19%) für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz in Deutschland wurde von der Bank erstattet. Entgegen der Darstellung im Vorjahr gilt der Erstattungsbetrag nicht als Vergütungsbestandteil. Für Aufsichtsratsmitglieder mit Wohnsitz außerhalb Deutschlands wird keine Umsatzsteuer fällig.

Die Gesamtvergütung von 1 619 Tsd. Euro (Vorjahr: 1 563 Tsd. Euro) wird gemäß IAS 24.17 als kurzfristig fällige Leistung kategorisiert.

Vorstand und Aufsichtsrat besaßen am 31. Dezember 2011 insgesamt nicht mehr als 1% (Vorjahr: unter 1%) der ausgegebenen Aktien und Optionsrechte der Commerzbank Aktiengesellschaft.

An unsere Aktionäre Unternehmerische Verantwortung Lagebericht Risikobericht Konzernabschluss Weitere Informationen 319

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

(100) Aktienbasierte Vergütungspläne

Aufgrund bereits erbrachter Leistungen der Mitarbeiter fielen auch im Geschäftsjahr 2011 Aufwendungen im Zusammenhang mit aktienbasierten Vergütungen an. Weitere Details und Bedingungen zu den aktienbasierten Vergütungsplänen sind der Note 25 zu entnehmen. Der aktienbasierte Vergütungsaufwand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2011 2010
Pläne mit Barausgleich 4 3
darunter: LTP 1
Share Awards
CIP 2
Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 17 2
darunter: CIP 15
Gesamt 21 5

Die Rückstellungen für die Pläne mit Barausgleich sowie die Rücklagen im Eigenkapital für Pläne mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten stellten sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Rückstellungen 12 8
darunter: LTP 2
Share Awards 8
CIP 2
Rücklagen im Eigenkapital 20 3
darunter: CIP 15

Share Awards. Für die Share Awards des Vorjahres erfolgte am 31. Dezember 2010 der Ausweis in den Rückstellungen für den Personalbereich. Die Höhe der Rückstellungen, die davon auf aktienbasierte Vergütungen entfielen, konnte erst im März 2011 nach endgültiger Festlegung der individuellen variablen Auszahlungsbeträge ermittelt werden. Im Geschäftsjahr 2011 wurde der auf Share Awards entfallende Rückstellungsbetrag umgebucht. Der Bestand an Erwerbsrechten aus den Share-Award-Programmen entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt:

Anzahl der Rechte (Stück) 2011
Bestand zum 1.1.
Im Jahresverlauf gewährt 6 842 932
Im Jahresverlauf verwirkt 174 882
Im Jahresverlauf ausgeübt 277 246
Im Jahresverlauf verfallen
Bestand zum 31.12. 6 390 804

Commerzbank Incentive Plan. Wie in Note 25 dargelegt, wird die Aktienzahl der auf den seit dem Geschäftsjahr 2011 gültigen Commerzbank Incentive Plan (CIP) entfallenden Aktienerwerbsansprüche erst im Folgejahr festgestellt. Dem gebuchten Aufwand von 17 Mio. Euro steht eine Rückstellungsbildung von 2 Mio. Euro für Pläne mit Barausgleich und eine Zuführung zur Kapitalrücklage von 15 Mio. Euro gegenüber.

Long-Term-Performance-Plan (LTP). Aufgrund der in Note 25 erläuterten Ausübungskriterien für LTP-Pläne erwarten wir, dass diese bis zum Ablauf des letzten Plans im Jahr 2013 nicht mehr zum Tragen kommen. Folglich war der beizulegenden Zeitwert für die ausstehenden Rechte nicht mehr zu ermitteln. Die für LTP-Pläne verbliebene Rückstellung in Höhe von rund 1 Mio. Euro wurde aufgelöst. Der Bestand an LTP-Rechten entwickelte sich wie folgt:

Anzahl der Rechte (Stück) 2011 2010
Bestand zum 1.1. 947 850 988 400
Im Jahresverlauf gewährt
Im Jahresverlauf verwirkt 6 300 40 550
Im Jahresverlauf ausgeübt
Im Jahresverlauf verfallen 262 600
Bestand zum 31.12. 678 950 947 850

(101) Sonstige Verpflichtungen

Einzahlungsverpflichtungen gegenüber konzernfremden und nicht konsolidierten Gesellschaften auf nicht voll eingezahlte Gesellschaftsanteile bestanden in Höhe von 56,3 Mio. Euro (Vorjahr: 67,8 Mio. Euro).

Für die Liquiditäts-Konsortialbank (Liko) GmbH, Frankfurt am Main, bestand eine Nachschusspflicht von bis zu 96 Mio. Euro (Vorjahr: 96 Mio. Euro). Auch die einzelnen Bankenverbände haben Nachschussverpflichtungen gegenüber der Liko erklärt. Für die Erfüllung dieser Verbindlichkeiten haben sich Konzernunternehmen zugunsten ihres jeweiligen Verbandes selbstschuldnerisch gegenüber der Liko verbürgt.

haben wir uns verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V., Berlin, von Verlusten freizustellen, die diesem durch eine Hilfeleistung zugunsten von im Mehrheitsbesitz der Commerzbank stehenden Kreditinstituten entstehen.

Nach § 5 Abs. 10 der Statuten des Einlagensicherungsfonds

Für Verpflichtungen an Terminbörsen und bei Clearingstellen wurden Wertpapiere mit einem Buchwert von 7 381 Mio. Euro (Vorjahr: 7 501 Mio. Euro) als Sicherheit hinterlegt.

(102) Angaben als Leasinggeber und Leasingnehmer

Angaben als Leasinggeber – Operating Leasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Operating-Leasing-Verhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Fahrzeuge.

Aus den gewährten Operating-Leasing-Verhältnissen werden dem Commerzbank-Konzern in den folgenden Jahren folgende Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Verträgen zufließen:

Fälligkeit Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
in bis zu einem Jahr 196 184
in einem bis fünf Jahren 508 572
in mehr als fünf Jahren 69 160
Gesamt 773 916

In den Leasingverträgen sind keine bedingten Leasingraten vereinbart.

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

Angaben als Leasinggeber – Finanzierungsleasing

Die Commerzbank ist Leasinggeber in Zusammenhang mit Finanzierungsleasingverhältnissen. Diese Leasingverträge umfassen zum Stichtag insbesondere vermietete Immobilien und Geschäftsausstattung (zum Beispiel Kraftfahrzeuge und Kopierer). Das Verhältnis zwischen Bruttoinvestitionen und Barwert der Mindestleasingzahlungen stellte sich wie folgt dar:

Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
Ausstehende Leasingzahlungen 2 042 3 392
+ Garantierte Restwerte 114 129
= Mindestleasingzahlungen 2 156 3 521
+ Nicht garantierte Restwerte 9 9
= Bruttoinvestitionen 2 165 3 530
– Nicht realisierter Finanzertrag 260 464
= Nettoinvestitionen 1 905 3 066
– Barwert der nicht garantierten Restwerte 6 6
= Barwert der Mindestleasingzahlungen 1 899 3 060

Die Mindestleasingzahlungen umfassen die vom Leasingnehmer insgesamt aus dem Leasingvertrag zu zahlenden Leasingraten zuzüglich garantiertem Restwert. Der nicht garantierte Restwert wird zu Beginn des Leasingverhältnisses geschätzt und regelmäßig zum Stichtag überprüft. Der unrealisierte Finanzertrag entspricht der impliziten Verzinsung des Leasingverhältnisses zwischen Stichtag und Vertragsende. Die Fristigkeit der Bruttoinvestitionen und der Barwerte der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Finanzierungsleasingverhältnissen gliederten sich folgendermaßen:

Restlaufzeiten zum 31.12. Bruttoinvestitionen Barwert der Mindestleasingzahlungen
Mio. € 2011 2010 2011 2010
von bis zu einem Jahr 782 1 012 677 881
von einem bis zu fünf Jahren 989 1 645 878 1 384
von mehr als fünf Jahren 394 873 344 795
Gesamt 2 165 3 530 1 899 3 060

Angaben als Leasingnehmer – Operating Leasing

Die im Konzern bestehenden Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen Miet- und Leasingverträge für Gebäude und Geschäftsausstattung und führten im Geschäftsjahr 2011 zu Aufwendungen in Höhe von 618 Mio. Euro (Vorjahr: 562 Mio. Euro). Der Aufwand setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 2011
Mindestleasingzahlungen 28
Zahlungen für kündbare Verträge 260
Bedingte Zahlungen 351
– Erträge aus Untermietverhältnissen 21
Gesamt 618

Für unkündbare Miet- und Leasingverträge ist in künftigen Geschäftsjahren mit folgenden Aufwendungen zu rechnen:

Fälligkeit Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
in bis zu einem Jahr 547 549
in einem bis fünf Jahren 1 483 1 625
in mehr als fünf Jahren 1 236 1 355
Gesamt 3 266 3 529

Die Mietverträge für Immobilienobjekte sind in der Regel mit Laufzeiten zwischen 1 und 30 Jahren sowie mit bis zu drei Verlängerungsoptionen um jeweils 3 bis 5 Jahre ausgestattet. Preisanpassungsklauseln existieren in verschiedenen Varianten wie zum Beispiel Staffelmieten oder Indexklauseln. Im Commerzbank-Konzern wurden für nicht mehr genutzte Gebäude Untermietverträge abgeschlossen. Diese Verträge besitzen eine unkündbare Vertragslaufzeit. Hieraus fließen dem Commerzbank-Konzern in den kommenden Jahren folgende Erträge zu:

Fälligkeit Mio. € 31.12.2011 31.12.2010
in bis zu einem Jahr 39 54
in einem bis fünf Jahren 86 136
in mehr als fünf Jahren 11 103
Gesamt 136 293

Die Leasingverträge enthalten wie im Vorjahr keine Vereinbarungen über bedingte Mietzahlungen.

(103) Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 27. Februar 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Vorläufige Eckzahlen des Jahresabschlusses 2011 wurden vom Vorstand am 20. Februar 2012 zur Veröffentlichung freigegeben.

(104) Corporate Governance Kodex

Unsere jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG haben wir abgegeben und unseren Aktionären im Internet (www.commerzbank.de) dauerhaft zugänglich gemacht. Für die comdirect bank Aktiengesellschaft wurde ebenfalls die jährliche Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet (www.comdirect.de) dauerhaft zugänglich gemacht.

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

(105) Patronatserklärung

Für die nachfolgend aufgeführten, in den Konzernabschluss unserer Bank einbezogenen Tochterunternehmen tragen wir, abgesehen von politischen Risiken, dafür Sorge, dass diese ihre vertraglichen Verbindlichkeiten erfüllen.

Name Sitz
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn
Commerz (East Asia) Ltd. Hongkong
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau
Commerzbank Europe (Ireland) Dublin
Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc. Dublin
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main
Commerzbank International S.A. Luxemburg
CommerzTrust GmbH Frankfurt am Main
Commerz Markets LLC New York
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunalkreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg Luxemburg
Eurohypo Aktiengesellschaft Eschborn

(106) Anteilsbesitz

Die nachstehenden Angaben nehmen wir gemäß § 313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss einschließlich der Angaben nach § 285 Nr. 11a HGB vor. Fußnoten und Anmerkungen zu nachfolgenden Tabellen sind am Ende dieser Note zusammengefasst.

1. Verbundene Unternehmen

a) In den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmen

Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
ABORONUM Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Berlin KG
Düsseldorf 0,0 85,0 EUR 35 4
ADMERA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 25 2
AFÖG GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 78 866 – 72 359
AGV Allgemeine Grundstücksverwaltungs
und -verwertungsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 40 – b)
AJUNTA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR – 4 908 – 1 582
ALDUNA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR – 10 397 – 3 378
ALTEREGO Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 959 – 6 721
ASCARA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR – 689 – 488
ASTUTIA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 3 788 – b)
Atlas-Vermögensverwaltungs-Gesellschaft mit
beschränkter Haftung
Frankfurt am Main 100,0 EUR 235 563 – b)
BERGA Grundstücks-Verwaltungs
gesellschaft mbH & Co. KG
Grünwald 100,0 19,0 EUR – 1 286 55
Brafero-Sociedade Imobiliária, S.A. Lissabon, Portugal 100,0 EUR 24 189 2 410
BRE Bank Hipoteczny S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 389 186 20 878
BRE Bank SA Warschau, Polen 69,7 PLN 7 610 906 1 066 012
BRE Faktoring S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 61 503 15 077 1)
BRE Finance France S.A. Levallois Perret,
Frankreich
100,0 EUR 618 – 94
BRE Holding Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 465 904 14 374
BRE Leasing Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 151 354 37 828
BRE Ubezpieczenia Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0 PLN 45 001 31 956
BRE Ubezpieczenia Towarzystwo Ubezpieczen
i Reasekuracji S.A.
Warschau, Polen 100,0 PLN 67 783 8 396
BRE.locum S.A. Lodz, Polen 80,0 PLN 119 488 10 303
Bridge Re Limited Hamilton, Bermuda 100,0 USD 411 30
CB Building Kirchberg GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 3 104 888
CBG Commerz Beteiligungsgesellschaft
Holding mbH
Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 137 – b)
CBG Commerz Beteiligungskapital
GmbH & Co. KG
Frankfurt am Main 100,0 EUR 44 208 10 381
CFB-Fonds Transfair GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 – b)
CG New Venture 2 Verwaltungs
gesellschaft mbH
Wiesbaden 100,0 EUR 20 315 5

- 202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
CG New Venture 4 GmbH & Co. KG Wiesbaden 99,9 99,0 EUR 20 315 – 4 353
CG NL Holding B.V. Amsterdam,
Niederlande
100,0 EUR 3 – 29
CG Real Estate Master FCP-SIF S.A.R.L. Luxemburg,
Luxemburg
55,4 EUR 203 243 8 468
CGM Lux 1 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 639 143
CGM Lux 2 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 344 7 298
CGM Lux 3 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 1 074 11 504
Coba Holdings I, LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 376 590 – 33 189
Coba Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 – b)
comdirect bank Aktiengesellschaft Quickborn 80,5 EUR 475 671 116 340
Commerz (East Asia) Limited Hongkong, Hongkong 100,0 EUR 2 161 98
Commerz Asset Management Asia Pacific Pte Ltd Singapur, Singapur 100,0 SGD 29 482 382
Commerz Business Consulting GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 76 – b)
Commerz Direktservice GmbH Duisburg 100,0 EUR 1 178 – b)
Commerz Grundbesitz Beteiligungs
gesellschaft mbH & Co. KG
Frankfurt am Main 90,0 EUR 13 325 1 211
Commerz Markets LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 417 417 12 120
Commerz Real Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 – b)
Commerz Real AG Eschborn 100,0 EUR 408 394 – b)
Commerz Real Asset Verwaltungs
gesellschaft mbH
Grünwald 100,0 EUR 25 – b)
Commerz Real Baucontract GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 4 238 – b)
Commerz Real Baumanagement GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 52 – b)
Commerz Real Fonds Beteiligungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 151 – b)
Commerz Real Immobilien GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 12 936 – b)
Commerz Real Investmentgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 21 968 – b)
Commerz Real IT-Leasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 1 954 – b)
Commerz Real Mietkauf GmbH Düsseldorf 100,0 EUR 26 – b)
Commerz Real Mobilienleasing GmbH Düsseldorf 100,0 EUR – 3 395 – b)
Commerz Real Spezialfondsgesellschaft mbH Wiesbaden 100,0 EUR 5 948 – b)
Commerz Securities Hong Kong Limited Hongkong, Hongkong 100,0 JPY 2 167 176 – 82 956 2)
Commerz Services Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 12 564 – b)
Commerz Systems GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 214 1 568
Commerz Transaction Services Mitte GmbH Erfurt 100,0 EUR 2 849 – b)
Commerz Transaction Services Nord GmbH Magdeburg 100,0 EUR 1 557 – b)
Commerz Transaction Services West GmbH Hamm 100,0 EUR 1 346 – b)
Commerzbank (Eurasija) SAO Moskau, Russland 100,0 RUB 11 045 218 141 941
Commerzbank (South East Asia) Ltd. Singapur, Singapur 100,0 EUR 16 898 – 565
Commerzbank Asset Management Asia Ltd. Singapur, Singapur 100,0 SGD 1 263 – 1 576
Commerzbank Auslandsbanken Holding AG Frankfurt am Main 100,0 EUR 1 792 196 – b)
Commerzbank Auslandsbanken Holding
Nova GmbH
Frankfurt am Main 100,0 EUR 675 040 – b)
Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
Commerzbank Capital Funding LLC I Wilmington,
Delaware, USA
100,0 EUR 2 0
Commerzbank Capital Funding LLC II Wilmington,
Delaware, USA
100,0 GBP 2 0
Commerzbank Capital Funding LLC III Wilmington,
Delaware, USA
100,0 EUR 2 0
Commerzbank Capital Funding Trust I Newark,
Delaware, USA
100,0 EUR 1 0
Commerzbank Capital Funding Trust II Newark,
Delaware, USA
100,0 GBP 1 0
Commerzbank Capital Funding Trust III Newark,
Delaware, USA
100,0 EUR 1 0
Commerzbank Capital Investment Company
Limited
London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Europe (Ireland) Dublin, Irland 100,0 EUR 358 011 – 10 426
Commerzbank Europe Finance (Ireland) plc Dublin, Irland 100,0 EUR 55 2
Commerzbank Finance 2 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 967 – 29
Commerzbank Finance 3 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 470 3 487
Commerzbank Finance BV Amsterdam,
Niederlande
100,0 EUR 1 493 – 562
Commerzbank Holdings (UK) Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 484 339 23 658
Commerzbank Holdings France Paris, Frankreich 100,0 EUR 87 638 0
Commerzbank Immobilien- und Vermögens
verwaltungsgesellschaft mbH
Frankfurt am Main 100,0 EUR 462 597 – b)
Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 4 459 000 – b)
Commerzbank International S.A. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 482 586 59 047
Commerzbank Investments (UK) Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 726 809 – 16 659
Commerzbank Leasing (Guernsey) Limited St. Peter Port,
Guernsey
100,0 EUR 8 0
Commerzbank Leasing 1 S.àr.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 GBP 410 164
Commerzbank Leasing 2 S.àr.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 GBP 32 467 – 30 331
Commerzbank Leasing 4 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 GBP – 91 – 15
Commerzbank Leasing 5 S.à r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 GBP 97 – 12
Commerzbank Leasing 6 S.à.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 GBP 91 – 24
Commerzbank Leasing December –1 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP – 1 020 – 2 507
Commerzbank Leasing December –10 London,
Großbritannien
100,0 GBP 32 0
Commerzbank Leasing December –11 London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December – 12 Limited London, Großbritannien 100,0 USD – 137 – 391

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
Commerzbank Leasing December – 13 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December – 15 London,
Großbritannien
100,0 GBP – 271 0
Commerzbank Leasing December – 17 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 4 291 4 084
Commerzbank Leasing December – 19 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 12 741 – 42 186
Commerzbank Leasing December – 20 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 300 300
Commerzbank Leasing December – 21 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December – 22 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 – 22
Commerzbank Leasing December – 23 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 60 35
Commerzbank Leasing December – 24 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 – 737
Commerzbank Leasing December – 26 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 240 – 1 105
Commerzbank Leasing December – 3 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 150 – 277
Commerzbank Leasing December – 4 Limited London,
Großbritannien
74,0 GBP 20 0
Commerzbank Leasing December – 7 Limited Edinburgh,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December – 8 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing December – 9 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Leasing Holdings Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 3 435 56
Commerzbank Leasing Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 2 738 629
Commerzbank Leasing March – 3 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 4 – 1
Commerzbank Leasing September – 5 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 8 13
Commerzbank Leasing September – 6 Limited London, Großbritannien 100,0 GBP 0 0
Commerzbank Online Ventures Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Overseas Holdings Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 8 500 – 539
Commerzbank Property Management &
Services Limited
London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank Securities Ltd London,
Großbritannien
100,0 GBP 10 0
Commerzbank Securities Nominees Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Commerzbank U.S. Finance, Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 673 17
Commerzbank Zrt. Budapest, Ungarn 100,0 HUF 23 465 000 1 210 935
Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
CommerzFactoring GmbH Mainz 50,1 EUR 1 099 – b)
CR KaiserKarree Holding S.a.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR – 1 191 – 180
CSA COMMERZ SOUTH AFRICA
(PROPRIETARY) LIMITED
Johannesburg,
Südafrika
100,0 ZAR 5 276 – 557
Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft Hamburg/Bremen 100,0 EUR 911 722 0
Dom Inwestycyjny BRE Banku S.A. Warschau, Polen 100,0 PLN 79 449 26 824
Dresdner Capital LLC I Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 1 624 42
Dresdner Capital LLC IV Wilmington,
Delaware, USA
100,0 JPY 18 333 124
Dresdner Kleinwort - Grantchester, Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 27 846 0
Dresdner Kleinwort & Co. Holdings, Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 232 235 7 539
Dresdner Kleinwort Capital Inc. New York, New
York, USA
100,0 USD 1 338 – 2 287
Dresdner Kleinwort do Brasil Limitada Rio de Janeiro,
Brasilien
100,0 BRL – 14 120 – 18
Dresdner Kleinwort EIV Manager, Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD – 18 0
Dresdner Kleinwort Finance Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 2 367 266
Dresdner Kleinwort Flags Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 140 479 0
Dresdner Kleinwort Group Holdings, LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 170 918 1
Dresdner Kleinwort Holdings LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 40 162 – 25 227
Dresdner Kleinwort LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 34 167 145
Dresdner Kleinwort Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 38 614 74 370
Dresdner Kleinwort Luminary Inc. Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 806 144 316
Dresdner Kleinwort Moon LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 28 845 – 6 221
Dresdner Kleinwort Pfandbriefe
Investments II, Inc.
Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 650 792 – 18 028
Dresdner Kleinwort Services (Guernsey)
Limited
St. Peter Port,
Guernsey
100,0 GBP 2 0
Dresdner Kleinwort Wasserstein
(Argentina) S.A.
Buenos Aires,
Argentinien
100,0 BRL 112 – 28
Dresdner Kleinwort Wasserstein Securities
(India) Private Limited
Mumbai, Indien 75,0 INR 78 388 993
Dresdner Lateinamerika Aktiengesellschaft Hamburg 100,0 EUR 50 109 – b)
Dresdner UK Investments 2 B.V. Amsterdam,
Niederlande
100,0 EUR 929 9
Dresdner UK Investments N.V. Amsterdam,
Niederlande
100,0 EUR 1 693 9
DSB Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 25 – 580 a)

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
EH Estate Management GmbH Eschborn 100,0 EUR 3 280 – b)
EHNY MoLu IV, LLC Dover, Delaware,
USA
100,0 USD 75 9 675
EHY Real Estate Fund I, LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD – 3 864 – 22
Elco Leasing Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 – 4
Erste Europäische Pfandbrief- und Kommunal
kreditbank Aktiengesellschaft in Luxemburg
Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 507 765 21 832
Espacio Leon Propco S.L.U. Madrid, Spanien 100,0 EUR – 16 539 601
Eurohypo (Japan) Corporation Tokio, Japan 100,0 JPY 2 477 632 – 1 479 654
Eurohypo Aktiengesellschaft Eschborn 100,0 EUR 5 661 992 – b)
Eurohypo Capital Funding LLC I Wilmington,
Delaware, USA
100,0 EUR 1 0
Eurohypo Capital Funding LLC II Wilmington,
Delaware, USA
100,0 EUR 3 0
Eurohypo Capital Funding Trust I Wilmington,
Delaware, USA
100,0 EUR 1 0
Eurohypo Capital Funding Trust II Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 1 0
EUROHYPO Europäische Hypothekenbank S.A. Senningerberg,
Luxemburg
100,0 EUR 337 160 – 223 725
European Bank for Fund Services Gesellschaft
mit beschränkter Haftung (ebase)
Aschheim 100,0 EUR 20 256 5 451
European Venture Partners (Holdings) Ltd St. Helier, Jersey 85,0 GBP 0 0
European Venture Partners Ltd London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
FABA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 95,0 75,0 EUR 26 294
Felix (CI) Limited George Town,
Grand Cayman,
Cayman Islands
100,0 GBP 26 0
FHB - Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 26 – b)
Film Library Holdings LLC Melville, New York,
USA
51,0 USD 28 678 – 318
FM LeasingPartner GmbH Bissendorf 50,4 EUR 827 268
Forum Almada, Gestao de Centro Comercial,
Sociedade Unipessoal Lda. II & Comandita
Lissabon, Portugal 100,0 EUR – 36 505 699
Forum Almada-Gestao de Centro Commercial,
Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0 EUR 30 044 6 433
Forum Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 1 861 – b)
Forum Montijo, Gestao de Centro Comercial
Sociedade Unipessoal, Lda
Lissabon, Portugal 100,0 EUR – 25 076 – 5 848
Frankfurter Gesellschaft für Vermögens
anlagen mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 5 952 – b)
Futura Hochhausprojektgesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 2 421 – b)
General Leasing (No.16) Limited London,
Großbritannien
43,8 100,0 GBP 343 640
G-G-B Gebäude- und Grundbesitz GmbH Eschborn 100,0 EUR 256 – b)
GIE Dresdner Kleinwort France i.L. Paris, Frankreich 100,0 EUR 0 0
GO German Office GmbH Wiesbaden 100,0 EUR 28 508 – b)
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus Frankfurt am Main 100,0 EUR 50 – 7
Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
gr Grundstücks GmbH Objekt Corvus & Co.
Sossenheim KG
Frankfurt am Main 100,0 EUR 228 – 131
Gresham Leasing March – 1 Limited London,
Großbritannien
25,0 100,0 GBP 1 065 0
Gresham Leasing March – 2 Limited London,
Großbritannien
25,0 100,0 EUR 2 171 – 240
Grundbesitzgesellschaft Berlin
Rungestr. 22– 24 mbH
Eschborn 100,0 EUR 258 – 29
Herradura Ltd London,
Großbritannien
100,0 EUR 5 0
Hibernia Beta Beteiligungsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Frankfurt am Main 100,0 EUR 59 953 – 16 469
Hibernia Eta Beteiligungsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Frankfurt am Main 85,0 EUR 42 823 – 11 767
Hibernia Gamma Beteiligungsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Frankfurt am Main 60,6 EUR 102 633 – 36 453
Hibernia Sigma Beteiligungsgesellschaft mit
beschränkter Haftung
Frankfurt am Main 100,0 EUR 42 827 – 11 766
Hurley Investments No.3 Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 1 943 – 801 350
IVV - Immobilien - Verwaltungs- und
Verwertungsgesellschaft mbH
Eschborn 100,0 EUR 26 – b)
KENSTONE GmbH Eschborn 100,0 EUR 26 – b)
Kommanditgesellschaft MS "CPO ALICANTE"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 90,0 EUR 20 290 – 1 434
Kommanditgesellschaft MS "CPO ANCONA"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 77,2 77,2 EUR 39 557 – 231
Kommanditgesellschaft MS "CPO BILBAO"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 90,0 EUR 20 755 954
Kommanditgesellschaft MS "CPO MARSEILLE"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 77,2 77,2 EUR 36 950 – 951
Kommanditgesellschaft MS "CPO PALERMO"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 73,9 73,9 EUR 39 460 – 477
Kommanditgesellschaft MS "CPO TOULON"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 90,0 EUR 38 213 – 5 864
Kommanditgesellschaft MS "CPO VALENCIA"
Offen Reederei GmbH & Co.
Hamburg 90,0 90,0 EUR 21 424 – 667
Langham Nominees Ltd St. Peter Port,
Guernsey
100,0 GBP 0 0
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co.
Objekt Berlin Anthropolis KG
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungs
Ludwigshafen 94,5 94,4 EUR – 4 883 1 836
gesellschaft mbH & Co.
Objekt Berlin Grindelwaldweg KG Düsseldorf 94,5 94,6 EUR – 7 355 3 949
Limited Liability Company "ABRIO" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 83 899 – 13 255 a)
Limited Liability Company "ACUS" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 183 507 – 94 429 a)
Limited Liability Company "CLIOS" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 119 369 – 100 864 a)
Limited Liability Company "FESTLAND" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 465 385 0 a)
Limited Liability Company "MERUS" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 37 704 – 24 388 a)
Limited Liability Company "MODUS CAPITAL" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 381 168 – 228 291 a)
Limited Liability Company "RIDOS" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 96 288 – 83 611 a)

202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz

  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
Limited Liability Company "SANTOS CAPITAL" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 169 736 – 70 545 a)
Limited Liability Company "VALIDUS" Kiew, Ukraine 100,0 UAH 468 567 – 312 527 a)
LUGO Photovoltaik Beteiligungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR – 12 012 – 12 420
Marlyna Ltd London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Marylebone Commercial Finance – 2 London,
Großbritannien
25,0 100,0 GBP 7 047 32
Marylebone Commercial Finance Limited London,
Großbritannien
25,0 87,0 EUR 571 0
Max Lease S.à.r.l. & Cie. Secs Luxemburg,
Luxemburg
100,0 EUR 3 711 799
MERKUR Grundstücks GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 7 594 – b)
Messestadt Riem "Office am See" I GmbH Eschborn 94,0 EUR – 134 – b)
Messestadt Riem "Office am See" II GmbH Eschborn 94,0 EUR 459 – b)
Messestadt Riem "Office am See" III GmbH Eschborn 94,0 EUR 19 – b)
Morris (S.P.) Holdings Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH & Co.
MS "NEDLLOYD JULIANA" KG
Hamburg 93,6 92,8 EUR 17 771 1 477
NAVIPOS Schiffsbeteiligungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0 EUR 902 443
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft
mbH & Co. Objekt Lampertheim KG
Düsseldorf 100,0 EUR 20 166
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft
mbH & Co. Objekte Plön und Preetz KG
Düsseldorf 90,0 65,0 EUR – 526 82
Nordboden Immobilien- und Handels
gesellschaft mbH
Eschborn 100,0 EUR 315 – b)
NOVELLA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 10 804 – b)
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Jupiter KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 25 466 2 096
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Luna KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 2 825 336
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Neptun KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 16 467 1 645
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Pluto KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 27 178 2 383
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Uranus KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 43 882 1 728
OLEANDRA Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH & Co. Objekt Venus KG
Grünwald 100,0 51,0 EUR 23 288 1 769
Pisces Nominees Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 76 844 – 74 154
Property Invest GmbH Eschborn 100,0 EUR 21 337 – 70
Property Invest Italy S.r.l. Mailand, Italien 100,0 EUR 47 262 – 96
PUBLIC JOINT STOCK COMPANY
"BANK FORUM"
Kiew, Ukraine 96,1 UAH 1 491 141 – 777 209
Real Estate Holdings Limited Hamilton, Bermuda 100,0 BMD 20 148 – 9 237
Real Estate TOP TEGEL Drei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 – b)
Real Estate TOP TEGEL Eins GmbH Eschborn 94,0 EUR 421 – b)
Real Estate TOP TEGEL Sechs GmbH Eschborn 94,0 EUR 129 – b)
Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
Real Estate TOP TEGEL Vier GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 – b)
Real Estate TOP TEGEL Zwei GmbH Eschborn 94,0 EUR 60 – b)
REFUGIUM Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald 100,0 EUR 8 846 5 701
Rood Nominees Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 0 0
Rook Finance LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 77 315 – 453
SB-Bauträger GmbH & Co. Urbis Hochhaus-KG Frankfurt am Main 100,0 EUR 199 0
SECUNDO Grundstücks-Vermietungs
gesellschaft mbH
Düsseldorf 100,0 EUR 5 811 – b)
Service-Center Inkasso GmbH Düsseldorf Düsseldorf 100,0 EUR 130 – b)
South East Asia Properties Limited London,
Großbritannien
100,0 GBP 31 874 10 355
Space Park GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 90,0 EUR – 95 092 – 54
Sterling Energy Holdings Inc. Wilmington,
Delaware, USA
76,2 100,0 USD 45 973 – 44 a)
Sterling Energy LLC Wilmington,
Delaware, USA
100,0 USD 132 338 – 1 816 a)
Süddeutsche Industrie-Beteiligungs-GmbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 6 676 – b)
TARA Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 25 – b)
TARA Immobilienprojekte GmbH Eschborn 100,0 EUR 25 – b)
Thurlaston Finance Limited George Town,
Grand Cayman,
Cayman Islands
100,0 GBP 2 0
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co. KölnTurm MediaPark KG
Eschborn 100,0 EUR 1 293 9 457
TOMO Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0 EUR 22 778 – b)
Transfinance a.s. Prag, Tschechien 100,0 CZK 269 458 16 932
Twins Financing LLC Dover,
Delaware, USA
60,0 USD 25 511 – 23 074
U.S. Residential Investment I, L.P. Wilmington,
Delaware, USA
90,0 USD 23 827 3 555
Unica Immobiliengesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 43 – b)
Watling Leasing March – 1 London,
Großbritannien
25,0 100,0 GBP 11 146 – 28
WebTek Software Private Limited Bangalore, Indien 100,0 INR 219 976 0
WESTBODEN - Bau- und Verwaltungs
gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 EUR 55 – b)
Westend Grundstücksgesellschaft mbH Eschborn 100,0 EUR 260 – b)
Wohnbau-Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 90,0 EUR 299 – 8
Yarra Finance Limited George Town,
Grand Cayman,
Cayman Islands
100,0 GBP 55 0

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung

208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogene verbundene Unternehmenc)

Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
1. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
10. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
11. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
12. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
13. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
14. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
2. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
3. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
4. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
5. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
6. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
7. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
8. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
9. CR Fonds-Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABANTITIM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABANTUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABELASSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABENITA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABORONUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ABOTORIUM Finanz- und Verwaltungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ACARINA Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACCESSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACREDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACRONA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ACTOSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ADELIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Berlin Teltow KG
Düsseldorf 92,4 92,1
ADELKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ADENARA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ADUKKA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ADURAMA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
AFINA, Bufete de Socios Financieros, S.A. Madrid, Spanien 98,7 99,3
AFÖG Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 94,2
AGALINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AGARBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AGREGATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Haan 100,0
AJOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AKERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
AKUSTIA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
% insg. Stimmrechte
%
ALACRITAS Verwaltungs- und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALBELLA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALBOLA Verwaltungund Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALCARDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALDANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ALDINGA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALDULA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALEMANTA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALEMONA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALFRIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ALFUTURA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALIBORA Verwaltung- und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
ALICANTE NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ALIDA Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ALIVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALKANTA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ALMARENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALMONDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALMURUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALONGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekte RiCö KG Düsseldorf 0,0 85,0
ALSANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALSENNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALSTRUCTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
Alternative Asset Management S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0
ALUBRA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ALUDANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALVENTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ALVINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AMALIA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
AMBRESA Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
AMENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AMERA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
AMITEA Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
AMITICULA Photovoltaik Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
AMONEUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AMTERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AMUNDA Verwaltung und Treuhand GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
ANBANA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ANCAVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ANCONA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
ANDROMEDA Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ANEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ANSELMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ARAFINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AREBA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
Ariondaz SAS Paris, Frankreich 100,0
ARISA Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ARMANDA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AROSA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ARQUATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ARVINA Verwaltung und Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
ASCETO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASERTUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASILUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ASISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASKANZA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Lüdenscheid KG
Düsseldorf 94,4 86,0
ASKIBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASPERGA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
Aspiro S.A. Lodz, Polen 100,0
ASSANDRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASSENTO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASSERTA Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ASTRELLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Berlin 100,0 b)
ASTRIFA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
ATERNA Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH Berlin 100,0
Atlas-Alpha GmbH Frankfurt am Main 100,0 b)
ATUNO Verwaltungund Treuhand GmbH Düsseldorf 100,0
AURESTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AVANCIA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AVARICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Münchberg KG
Düsseldorf 93,2 93,6
AVENDO Beteiligungsgesellschaft mbH Stuttgart 100,0
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
AVERTUM Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH & Co.
Zweite Legacy 600 KG
Düsseldorf 100,0
BACUL Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0
Bankowy Dom Hipoteczny Sp. z. o.o. Warschau, Polen 100,0
Belus Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft mbH Eschborn 100,0
Beteiligungsgesellschaft für Industrie und Handel mbH Frankfurt am Main 100,0
BFC Berliner Film Companie Beteiligungsgesellschaft mbH Berlin 100,0
BILBAO NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Friedrichshafen KG
Düsseldorf 0,0 51,0
BONITAS Mobilien-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Neustadt-Schwaig KG Grünwald 85,5 86,0
BRE Corporate Finance S.A. Warschau, Polen 100,0
BRE Property Partner Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
BRE Systems Sp. z.o.o. Lodz, Polen 100,0
BRE Wealth Management S.A. Warschau, Polen 100,0
BREL-APEX Sp. z o.o. Warschau, Polen 100,0
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
BREL-BAT Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-COM Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-ESTATE Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-FIN Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-FORCA Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-HAN Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BRELINVEST Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-MAR Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-Property Management Sp.z.o.o. Warschau, Polen 100,0
BREL-STAR Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
Caduceus Investment S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0
CAP Kiel Betriebs-GmbH i.L. Kiel 51,0
CB Euregio GmbH Frankfurt am Main 100,0
CB Lux Kirchberg GmbH Frankfurt am Main 100,0
CBG Commerz Beteiligungskapital Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,0
CCR Courtage i.L. Paris, Frankreich 100,0
Centrum Rozliczen i Informacji CERI Sp. z.o.o. Aleksandrów Lódzki, Polen 100,0
CG Japan GmbH Wiesbaden 100,0
CG Real Estate Luxemburg S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
CGG Canada Grundbesitz GmbH Wiesbaden 100,0
CGI Stadtgalerie Schweinfurt Verwaltungs- GmbH Wiesbaden 100,0
CGI Victoria Square Limited London, Großbritannien 100,0
CGI Victoria Square Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
CIV GmbH Alpha Frankfurt am Main 100,0
CIV GmbH Beta Frankfurt am Main 100,0
COLLEGIUM GLASHÜTTEN Zentrum für Kommunikation
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Glashütten 100,0 b)
Commerz (Nederland) N.V. Amsterdam, Niederlande 100,0
Commerz Building and Management GmbH Essen 100,0 b)
Commerz Funds Solutions S.A. Luxemburg, Luxemburg 100,0
Commerz Grundbesitz Gestao de Centros Commerciais,
Sociedade Unipessoal, Lda. Lissabon, Portugal 100,0
Commerz Keyes Avenue Properties (Proprietary) Ltd. Johannesburg, Südafrika 100,0
Commerz Management Services Limited Dublin, Irland 100,0
Commerz Nominees Limited London, Großbritannien 100,0
Commerz Overseas Services Ltd. London, Großbritannien 100,0
Commerz Real Autoservice GmbH i.L. Düsseldorf 100,0 b)
Commerz Real CZ s.r.o. Prag, Tschechien 100,0
Commerz Real Direkt GmbH i.L. Düsseldorf 100,0 b)
Commerz Real Finanzierungsleasing GmbH Düsseldorf 100,0 b)
Commerz Real Nederland B. V. Capelle a/d ljssel, Niederlande 100,0
Commerz Real Partner Hannover GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
Commerz Real Partner Nord GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
Commerz Real Partner Süd GmbH Düsseldorf 100,0
Commerz Real Projektconsult GmbH Düsseldorf 100,0 b)
Commerz Real Southern Europe GmbH Wiesbaden 100,0
Commerz Real Vertrieb GmbH Düsseldorf 100,0
Commerz Real Western Europe GmbH Wiesbaden 100,0
  • 202 Gesamtergebnisrechnung 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk
% insg.
%
Commerz Transaction Services Ost GmbH
Halle (Saale)
100,0
Commerzbank Capital Management Unternehmensbeteiligungs GmbH
Frankfurt am Main
100,0
Commerzbank International (Jersey) Limited
St. Helier, Jersey
100,0
Commerzbank Leasing December – 25 Limited
London, Großbritannien
70,0
Commerzbank Leasing December – 6 Limited
London, Großbritannien
100,0
Commerzbank Representative Office Nigeria Limited
Lagos, Nigeria
100,0
Commerzbank Representative Office Panama, S.A.
City of Panama, Panama
100,0
Commerzbank Sao Paulo Servicos Ltda.
Sao Paulo, Brasilien
100,0
Commerzbank Sponsoring GmbH
Frankfurt am Main
100,0
CommerzKommunalbau GmbH
Düsseldorf
100,0
CommerzLeasing GmbH
Düsseldorf
100,0
CommerzStiftungsTreuhand GmbH
Frankfurt am Main
100,0
CommerzTrust GmbH
Frankfurt am Main
100,0
CR Station General Partner Inc.
Toronto, Kanada
100,0
Crédito Germánico S.A.
Montevideo, Uruguay
100,0
CRI Erste Beteiligungsgesellschaft mbH
Wiesbaden
100,0
CRI Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH
Wiesbaden
100,0
CSK Sp. z.o.o.
Lodz, Polen
100,0
Czwarty Polski Fundusz Rozwoju Sp. z.o.o.
Lodz, Polen
100,0
Delphi I Eurohypo LLC
Wilmington, Delaware, USA
100,0
DFI S.p.A. in liquidazione
Mailand, Italien
100,0
Dr. Gubelt Immobilien Vermietungs-Gesellschaft mbH & Co.
Objekt Chemnitz KG
Düsseldorf
98,8
98,8
Dresdner Kleinwort Derivative Investments Limited
London, Großbritannien
100,0
Dresdner Kleinwort Group LLC
Wilmington, Delaware, USA
100,0
Dresdner Kleinwort Holdings II, Inc.
Wilmington, Delaware, USA
100,0
Dresdner Kleinwort Servicios y Asesorias Ltda.
Santiago de Chile, Chile
100,0
Dresdner Private Placement GmbH
Bad Vilbel
100,0
EHY Sub Asset LLC
Wilmington, Delaware, USA
100,0
EHNY Montelucia Manager, LLC
Dover, Delaware, USA
100,0
Einunddreißigste DRESIB Beteiligungs-Gesellschaft mbH
Frankfurt am Main
100,0
Elfte Umbra Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Frankfurt am Main
100,0
EP Euro-Projektentwicklungs GmbH & Co. Objekt 1 KG
Frankfurt am Main
100,0
EP Euro-Projektentwicklungs-Verwaltungs GmbH
Frankfurt am Main
100,0
Erste DRESIB Beteiligungs-Gesellschaft mbH
Frankfurt am Main
100,0
EuREAM GmbH
Wiesbaden
100,0
Eurohypo Investment Banking Limited
London, Großbritannien
100,0
Eurohypo Nominees 1 Limited
London, Großbritannien
100,0
Eurohypo Representacoes Ltda.
Sao Paulo, Brasilien
100,0
Eurologistik 1 Leasehold General Partner BVBA
Brüssel, Belgien
100,0
Fernwärmenetz Leipzig GmbH
Leipzig
100,0
Finanztrust AG in Liquidation
Glarus, Schweiz
100,0
Forum Algarve - Gestao de Centro comercial,
Sociedade Unipessoal, Lda.
Lissabon, Portugal
100,0
Frega Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Frankfurt am Main
100,0
Galbraith Investments Limited
London, Großbritannien
100,0
Garbary Sp. z.o.o.
Poznan, Polen
100,0
Gesellschaft für Kreditsicherung mbH
Berlin
63,3
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
b)
b)
b)
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
GIE Victoria Aéronautique Paris, Frankreich 100,0
GRANADA Investment GmbH i.L. Düsseldorf 100,0
Grundstücks- und Vermögensverwaltungsgesellschaft
Geretsried mbH
Düsseldorf 51,1 51,0
GVG Gesellschaft zur Verwertung von Grundbesitz mit
beschränkter Haftung
Eschborn 100,0 b)
H 47 GmbH & Co. KG Düsseldorf 100,0
H 47 Verwaltungsgesellschaft mbH Düsseldorf 94,4 94,0
Haus am Kai 2 O.O.O. Moskau, Russland 100,0
HDW Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0
Histel Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main 100,0 b)
HVI Handels- und Verwertungsgesellschaft für Immobilien mbH Düsseldorf 94,0
Immobiliengesellschaft Ost Hägle, spol. s.r.o Prag, Tschechien 100,0
Immobilien-Vermietungsgesellschaft Reeder & Co.
Objekt Airport Bürocenter Dresden KG
Dresden 87,2 86,6
Immobilienverwaltungs- und Vertriebsgesellschaft
Villen am Glienicker Horn mbH
Berlin 100,0
Immobilienverwaltungsgesellschaft Grammophon Büropark mbH Berlin 100,0
Immobilienverwaltungsgesellschaft Kampffmeyer Villa mbH Berlin 100,0
Immobilienverwaltungsgesellschaft Schlachthof Offenbach mbH Eschborn 100,0
IMMOFIDUCIA Sp. z. o.o. Warschau, Polen 100,0
Inversiones Dresdner Kleinwort Chile Ltda. Santiago de Chile, Chile 100,0
IWP International West Pictures GmbH & Co. Erste Produktions KG Köln 94,9
IWP International West Pictures Verwaltungs GmbH Köln 100,0
KTC Kommunikations- und Trainings-Center Königstein GmbH Königstein 100,0
L.I.A. Leasinggesellschaft für Immobilien- und Anlagegüter mbH Düsseldorf 100,0
LAUREA MOLARIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Ludwigshafen 94,0
LOFRA GmbH & Co.KG Frankfurt am Main 99,9 100,0
LOFRA Verwaltungs-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 100,0
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Oscar KG i. L. Grünwald 100,0 99,6
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-Papa KG i. L. Grünwald 71,2 71,0
LUGO Photovoltaik-Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt El Baldio 1 KG
Düsseldorf 100,0
Mandas Receivables No.1 Limited St. Helier, Jersey 100,0
Mandas Receivables No.2 Limited St. Helier, Jersey 100,0
Marseille Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Max Lease Sàrl Luxemburg, Luxemburg 100,0
MOLBINA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Düsseldorf Ludwig-Erhard-Allee KG Düsseldorf 94,3 91,2
MOLMELFI Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Burghausen KG
Düsseldorf 100,0 51,0
MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
MOLRATUS Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Loxstedt KG Düsseldorf 0,0 85,0
MONEA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
Montitail - Gestao de Retail Park, Sociedade Unipessoal Lda. Lissabon, Portugal 100,0
NACOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0
NACONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 204 Bilanz
  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

% insg.
%
NACONEO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NACONGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NACORINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NACORONA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NACOTA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NAFARI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAFIRINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAMINO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NAROLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NASIRO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NASTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUCULA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAULUMO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUMOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NAUPEUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH i.L.
Hamburg
100,0
NAURANTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAURATA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUSOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTARO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTESSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTLUS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTORIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAUTUGO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVALIS Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVALIS Shipping Limited
Monrovia, Liberia
100,0
NAVIBOLA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIBOTO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIFIORI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIGA Schiffsbeteiligung GmbH
Hamburg
100,0
NAVIGATO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIGOLO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVILO Vermietungsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVINA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIRENA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVIROSSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVISTA Verwaltungund Treuhand GmbH i.L.
Düsseldorf
100,0
NAVITA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVITARIA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVITONI Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVITOSA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NAVITURA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NEB Shipping Co.
Monrovia, Liberia
100,0
NEPTANA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NEPTILA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
NEPTORA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH
Hamburg
100,0
Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
NEPTUGA Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0
NEPTUNO Schiffsbetriebsgesellschaft mbH Hamburg 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Hamme KG
Düsseldorf 100,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Landau KG
Düsseldorf 5,0 55,0
NESTOR Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Wiemelhausen KG
Düsseldorf 100,0
Neuma Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH Hamburg 100,0
Neunzehnte FraMü Beteiligungs GmbH Frankfurt am Main 100,0
NORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
NOSCO Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Mainz 100,0
NOTITIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
NOVITAS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
Number X Real Estate Hungary Kft. Budapest, Ungarn 100,0
Number X Real Estate GmbH Eschborn 100,0
NUMERIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
NURUS Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0 b)
OSKAR Medienbeteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
PALERMO Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
PAREO Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Leipzig 100,0
Property Invest Spain, S.L. Barcelona, Spanien 100,0
PRUNA Betreiber GmbH Grünwald 51,0
RAMONIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
RAPIDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
RAVENNA Kraków Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
Receivable Partners Inc. Wilmington, Delaware, USA 66,0
RECURSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Frankfurt 100,0
RESIDO Flugzeug-Leasinggesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
RIMA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 100,0
RIPA Medien-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROSARIA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Baden-Airpark KG
Düsseldorf 50,0 65,0
ROSATA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROSINTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROSOLA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
ROTUNDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 100,0
SB-Bauträger Gesellschaft mit beschränkter Haftung Eschborn 100,0
Schunk GmbH Willich 51,0
Solar Cuever del Negro 1, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 10, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 11, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 12, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 13, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 14, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Name Sitz
Kapitalanteil
Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
Solar Cuever del Negro 15, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 16, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 17, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 18, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 2, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 3, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 4, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 5, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 6, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 7, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 8, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Cuever del Negro 9, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 1, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 10, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 11, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 12, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 13, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 14, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 15, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 16, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 17, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 18, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 2, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 3, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 4, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 5, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 6, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 7, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 8, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
Solar Los Arroyos de Escuzar 9, S.L.U. Madrid, Spanien 100,0
SOLTRX Transaction Services GmbH Düsseldorf 100,0 b)
Space Park Erste Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 100,0
TARA Immobilien-Besitz GmbH Eschborn 100,0 b)
TARA Immobilien-Verwaltungs-GmbH Eschborn 100,0
TARA Property-Management GmbH Eschborn 100,0
Tele-Tech Investment Sp. z.o.o. Warschau, Polen 100,0
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Ostfildern KG Düsseldorf 94,9 97,0
TIGNARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Streubesitz KG Düsseldorf 94,8
TIGNATO Beteiligungsgesellschaft mbH Essen 100,0
TOULON NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
TRANSFERIA Managementgesellschaft mbH i.L. Dortmund 100,0
VALENCIA NOVA Shipping Limited Monrovia, Liberia 100,0
Wijkertunnel Beheer III B.V. Amsterdam, Niederlande 100,0
WST-Broker-GmbH i.L. Frankfurt am Main 90,0

2. Assoziierte Unternehmen

a) In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
36th Street CO-INVESTMENT, L.P. Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0 USD 14 497 242
AKA Ausfuhrkredit-Gesellschaft mbH Frankfurt am Main 31,6 EUR 161 822 8 605
Argor-Heraeus S.A. Mendrisio, Schweiz 31,2 CHF 6 369 28 324
Capital Investment Trust
Corporation
Taipei, Taiwan 24,0 TWD 54 852 12 361
Captain Holdings S.à.r.l. Luxemburg, Luxemburg 46,0 GBP 3 853 – 1
Commerz Unternehmens
beteiligungs-Aktiengesellschaft
Frankfurt am Main 40,0 EUR 30 000 4 822
COMUNITHY Immobilien GmbH Düsseldorf 49,9 EUR – 8 143 747
DTE Energy Center, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,5 USD 104 300 0 a)
Exploitatiemaatschappij
Wijkertunnel C.V.
Amsterdam, Niederlande 33,3 EUR 10 607 0
GIE Céline Bail Paris, Frankreich 40,0 EUR 0 4 213
GIE Morgane Bail Paris, Frankreich 40,0 EUR 0 3 581
GIE Northbail Puteaux, Frankreich 25,0 EUR 0 7
HAJOBANTA GmbH & Co. Asia
Opportunity I KG
Düsseldorf 20,8 20,7 EUR 149 041 – 1 127
ILV Immobilien-Leasing Verwaltungs
gesellschaft Düsseldorf mbH
Düsseldorf 50,0 EUR 43 779 5 967
Inmobiliaria Colonial, S.A. Barcelona, Spanien 19,8 EUR 1 958 335 – 711 026
KGAL GmbH & Co. KG Grünwald 40,5 EUR 97 648 3 684
KGAL Verwaltungs-GmbH Grünwald 45,0 EUR 8 362 396
MFG Flughafen-Grundstücks
verwaltungsgesellschaft mbH & Co.
BETA KG
MM Cogène 2
Grünwald
Paris, Frankreich
29,4
49,8
29,0 EUR
EUR
– 63 291
0
3 024
2 476
RECAP Alta Phoenix Lofts New York, New York,
Investment, L.P. USA 50,0 USD 16 158 0
RECAP/Commerz AMW
Investment, L. P.
New York, New York,
USA
50,0 USD 15 480 0
RECAP/Commerz Greenwich Park
Investment, L.P
New York, New York,
USA
50,0 USD 10 870 0
Reederei MS "E.R. INDIA"
Beteiligungsgesellschaft
mbH & Co.KG
Hamburg 26,1 EUR 9 224 2 166
Southwestern Co-Investment, L.P. New York, New York,
USA
50,0 USD 13 196 0

202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

b) Wegen untergeordneter Bedeutung in der Konzernbilanz nicht at-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen

Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
4239431 Canada Inc. Toronto, Ontario, Kanada 50,0
4239440 Canada Inc. General Partner Toronto, Ontario, Kanada 50,0
4239466 Canada Inc. Toronto, Ontario, Kanada 50,0
4239474 Canada Inc. Toronto, Ontario, Kanada 50,0
ACTIUM Leasobjekt GmbH & Co. Objekte Amberg und Landshut KG Düsseldorf 50,0
ADAMANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Elbphilharmonie KG
Düsseldorf 50,0
AF Eigenkapitalfonds für deutschen Mittelstand GmbH & Co. KG München 47,9
AGASILA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Düsseldorf KG Düsseldorf 23,4 25,0
Ampton B.V. Amsterdam, Niederlande 50,0
ASTIRA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
BAF Berlin Animation Film GmbH Berlin 49,0
Banco Comercial S. A. Montevideo, Uruguay 33,3
Bonitos GmbH & Co. KG Frankfurt am Main 50,0
Bonitos Verwaltungs GmbH Frankfurt am Main 50,0
BONUS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 30,0
CETERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Weinheim KG
Düsseldorf 5,0 33,3
CHRISTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Rottweil KG i.L.
Düsseldorf 2,0 33,3
COMMERZ GOA REALTY Management, LLC Atlanta, Georgia, USA 49,0
Commerz GOA Realty Associates LLC New York, New York, USA 49,0
Commerz Realty Associates GP V, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0
DRABELA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREBACUSA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREBANTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREBENDA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREBOSTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRECORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREDOLA Grundtüstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREFLORA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREFUMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREHERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 50,0
DREKANDIS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREKONTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRELARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRELOBA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRELOSINA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRELUTA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DREMARA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH i.L. Düsseldorf 50,0
DRENITA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRESANA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRETERUM Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
DRETUNA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
Name Sitz Kapitalanteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
DREVERA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
Düsseldorfer Börsenhaus GmbH Düsseldorf 20,0
EP Euro-Projektentwicklungs GmbH & Co. Objekt Köln-Porz KG i.L. Frankfurt am Main 50,0
FERO Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 26,0
FORNAX Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
FOSSUM Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 24,8 25,0
FUNGOR Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 43,6
GIE Cinquieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3
GIE Go Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GIE Hu Lease Puteaux, Frankreich 50,0
GIE Quatrieme Lease Puteaux, Frankreich 33,3
GMF German Mittelstand Fund GmbH i. L. Frankfurt am Main 23,5
GOPA Gesellschaft für Organisation, Planung und Ausbildung mbH Bad Homburg v. d. Höhe 24,8 28,8
GRAMEDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRAMINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRAMOLINDA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Frankfurt KG
Grünwald 94,0 40,0
GRASSANO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRATNOMA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRENADO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRETANA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRISLEVA Vermietungsgesellschaft mbh Grünwald 50,0
GRONDOLA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GROSINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GROTEGA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRUMENTO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRUMONA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRUMOSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
GRUNATA Vermietungsgesellschaft mbh Grünwald 50,0
GZ Verwaltungsgesellschaft für Transportmittel mbH i.L. München 50,0
Industriedruck Krefeld Kurt Janßen GmbH & Co KG Krefeld 25,7
Irving Place Co-Investment, L.P. New York, New York, USA 37,7 50,0
Ivanhoe Rive Nord Inc. Toronto, Ontario, Kanada 50,0
Ivanhoe Ste-Foy Inc. Toronto, Ontario, Kanada 50,0
La Tasca Holdings Limited Luton, Großbritannien 39,2
Lerchesberg Grundstücks-Gesellschaft mbH i.L. Frankfurt am Main 49,0
LOUISENA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
Lufthansa Leasing GmbH & Co. Echo-November KG i. L. Grünwald 30,6 30,5
MAECENA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt
Dortmund KG
Düsseldorf 5,0 33,3
MANICA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Neutraubling KG
Düsseldorf 5,0 50,0
MARBANA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Hallenbad Flensburg KG
Flensburg 40,0
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt AOK Bayern KG
Düsseldorf 100,0 50,0

202 Gesamtergebnisrechnung

204 Bilanz

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung

210 Anhang (Notes)

353 Bestätigungsvermerk

Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
MARBREVA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt AOK Rheinland-Pfalz KG
Düsseldorf 100,0 50,0
Marie Lease S.à r.l. Luxemburg, Luxemburg 49,0
MARIUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Hannover KG Düsseldorf 21,0 40,0
MERLAN Mobilien-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Projekt Nr. 15 KG i. L.
Grünwald 32,0 31,1
MINERVA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Radolfzell KG
Düsseldorf 21,0
MOLANCONA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
MOLARIS Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Kurhaus KG Düsseldorf 100,0 49,0
MOLBARVA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
MOLBERNO Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
MOLBONA Vermietungsgesellschaft mbH Berlin 50,0
MOLCASA Vermietungsgesellschaft Objekt Smart mbH i.L. Grünwald 50,0
MOLDOMA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Augsburg KG Düsseldorf 100,0 50,0
MOLGRADO Vermietungsgesellschaft
Objekt Göttingen und Oldenburg mbH
Grünwald 50,0
MOLPIREAS Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aquarius KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Aries KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Objekt Düsseldorf Hohe Straße KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Geminus KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Markt 11 KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Halle Riegel KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Pforzheim KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSOLA Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Taurus KG Düsseldorf 98,5 49,0
MOLSURA Vermietungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
MS "Meta" Stefan Patjens GmbH & Co. KG Drochtersen 30,5
NOSSIA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald 2,5 25,0
NULUX NUKEM LUXEMBURG GmbH Luxemburg, Luxemburg 49,5
ORBITA Kraftwerk-Beteiligungsgesellschaft mbH Düsseldorf 50,0
ORNATUS Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH Schönefeld (Dahme-Spreewald) 50,0
OSCA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Grünwald 26,0
Pinova GmbH & Co. Erste Beteiligungs KG München 41,8
ProCredit Bank Sh.A. Tirana, Albanien 20,0
Rendite Partner Gesellschaft für Vermögensverwaltung mbH i. L.
ROSEA Grundstücks-Vermietungsgesellschaft mbH & Co.
Frankfurt am Main 33,3
Objekt ISF Sindlingen KG Düsseldorf 0,0 50,0
SCI L Argentiere Grenoble, Frankreich 30,0
TAMOLDINA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
TAMOLTEMPA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
TAMOLTESSA Vermietungsgesellschaft mbH Grünwald 50,0
The World Markets Company GmbH i. L. Frankfurt am Main 25,2
U.S. Residential I GP, LLC Wilmington, Delaware, USA 49,0 50,0

3. In der Konzernbilanz at-Equity-bewertete Gemeinschaftsunternehmen

Name Sitz/Sitz der
Verwaltungs
gesellschaft
Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Jahres
ergebnis
Tsd.
Carbon Trade & Finance SICAR S.A. Senningerberg,
Luxemburg
50,0 EUR 9 167 1 039
Commerz Finanz GmbH München 49,9 EUR 346 158 – 23 441
Delphi I LLC Wilmington,
Delaware, USA
33,3 33,3 USD – 420 910 – 13 679
FV Holding S.A. Brüssel, Belgien 60,0 EUR 30 283 – 19 390
Kaiserkarree S.a.r.l. Luxemburg,
Luxemburg
50,0 EUR – 71 611 – 48 630
Servicing Advisors Deutschland GmbH Frankfurt am Main 50,0 EUR 3 038 – 677

4. Zweckgesellschaften und Spezialfonds

a) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Zweckgesellschaften

Name Sitz/Sitz der
Verwaltungs
gesellschaft
Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Asset Securisation Programme for
Insured Receivables Ltd. (ASPIRE)
Dublin, Irland 0,0 EUR 2 a)
Barrington II LLC Dover, Delaware, USA 0,0 USD 0
Barrington II Ltd. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 USD 7 896
Beethoven Funding Inc Dover, Delaware, USA 0,0 USD 3 3)
Borromeo Finance S.r.l. Mailand, Italien 0,0 EUR 58 252
Bosphorus Capital Ltd Dublin, Irland 0,0 EUR – 715
CB MezzCAP Limited Partnership St. Helier, Jersey 0,0 EUR 346
Classic I (Netherlands) BV 2008– 1 Amsterdam, Niederlande 0,0 EUR 43 205
CoSMO Finance 2007– 1 Ltd. Dublin, Irland 0,0 EUR 0
CoSMO Finance 2008– 1 Ltd. Dublin, Irland 0,0 EUR 0
CoSMO II– 1 Ltd. Dublin, Irland 0,0 EUR 10 a)
Danube Delta PLC Delaware, USA 0,0 USD – 44 120
Dock 100 GmbH & Co. KG Berlin 0,0 GBP – 27 795 a)
FAF Inc. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR 167
Global One Funding III LLC Wilmington, Delaware, USA 0,0 USD 0 a)
Greenway Infrastructure Capital Plc St. Helier, Jersey 0,0 EUR 176 023
Greenway Infrastructure Fund St. Helier, Jersey 0,0 EUR 0
Honeywell Grundbesitzverwaltungs
GmbH & Co Vermietungs KG
Grünwald 100,0 19,0 EUR – 13 215 d)
Idilias SPC (Silo IV) George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 USD 237
Idilias SPC Inc. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR 230
Justine Capital SRL Mailand, Italien 0,0 EUR 226
Kalmus Grundstücks Gesellschaft Objekt KG Grünwald 0,0 EUR – 897
  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz
    • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes) 353 Bestätigungsvermerk
      -
Name Sitz/Sitz der
Verwaltungs
gesellschaft
Kapital
anteil
% insg.
Abweichende
Stimmrechte
%
Währung Eigen
kapital
Tsd.
Lamina Grundstücks- Verwaltungsgesellschaft
mhH & Co Objekt Leipzig KP, Grünwald
Grünwald 0,0 EUR 5 697
Liffey Emerald Ltd Dublin, Irland 0,0 EUR 618 427
Livingstone Mortgages Limited London, Großbritannien 0,0 GBP 4 555
MERKUR Grundstücks-Gesellschaft
Objekt Berlin Lange Straße mbH & Co. KG
Grünwald 0,0 EUR 44 002
Millstone II LLC Dover, Delaware, USA 0,0 USD 148 617
Millstone II Ltd. Dover, Delaware, USA 0,0 USD 0
More Global Inc. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR 86
Pantheon Master Fund Delaware, USA 0,0 USD – 44 120
Plymouth Capital Ltd. St. Helier, Jersey 0,0 EUR 1 637
RCL Securitisation GmbH Frankfurt am Main 0,0 EUR 36
Rügen I GmbH Frankfurt am Main 0,0 EUR 25
Semper Finance 2006– 1 Ltd. St. Helier, Jersey 0,0 GBP 1
Semper Finance 2007– 1 GmbH Frankfurt am Main 0,0 EUR – 259
Silver Tower 125 Inc. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR 1 414
Symphony No.2 LLC Wilmington, Delaware, USA 0,0 USD – 32
Symphony No.4 LLC Dover, Delaware, USA 0,0 USD – 8
Tee One Inc. George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR – 14 a)
Thames SPC George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR 0
Truckman Inc George Town, Grand
Cayman, Cayman Islands
0,0 EUR – 3
TS Co. mit One GmbH Frankfurt am Main 0,0 EUR 25
TS Lago One GmbH Frankfurt am Main 0,0 EUR 26
Viaduct Invest FCP - SIF Luxemburg, Luxemburg 0,0 EUR 1 282 a)
Victoria Capital (Ireland) Public Limited
Company
Luxemburg, Luxemburg 0,0 EUR 59
Victoria Capital Holdings S.A. Luxemburg, Luxemburg 0,0 EUR – 269
Victoria Capital S.A. Luxemburg, Luxemburg 0,0 RUB 34
Name Sitz/Sitz derVerwaltungsgesellschaft Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
Alexandria Capital Plc Dublin, Irland 0,0
Dock 100 Logistik GmbH Berlin 0,0
Feather Leasing Stichting Luxemburg, Luxemburg 0,0
Gangrey Ltd London, Großbritannien 0,0
Goldman Sachs Multi-Strategy Portfolio
(Class B/E) George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0
Life Management S.A.r.l. Luxemburg, Luxemburg 0,0
Opera France One FCC Paris, Frankreich 0,0
Opera Germany No. 1 GmbH Frankfurt am Main 0,0
Opera Germany No. 2 plc. Dublin, Irland 0,0
Opera Germany No. 3 Ltd. Dublin, Irland 0,0
Ryder Square Ltd. St. Helier, Jersey 0,0
Star Global Multi Strategy George Town, Grand Cayman, Cayman Islands 0,0
Viking Capital Ltd. Jersey 0,0

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IAS 27/SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogene Zweckgesellschaften

5. Spezialfonds

a) In den Konzernabschluss gemäß IAS 27/SIC 12 einbezogene Spezialfonds

Name Sitz/Sitz der
Verwaltungsgesellschaft
Anteil des
Investors
am Fonds
Abweichende
Stimmrechte
Währung Fonds
volumen
% % Tsd.
BRE Gold Fund Warschau, Polen 100,0 PLN 235 267
CBK SICAV Hesperange, Luxemburg 54,9 EUR 342 170
CDBS Cofonds Frankfurt am Main 100,0 EUR 100 937
CDBS Cofonds II Frankfurt am Main 100,0 EUR 92 454
CDBS Cofonds III Frankfurt am Main 100,0 EUR 98 657
CDBS Cofonds IV Frankfurt am Main 100,0 EUR 99 845
ComStage ETF SICAV Luxemburg, Luxemburg 66,2 EUR 5 515 000 a)
Gresham Bond Luxemburg, Luxemburg 99,7 GBP 1 009
VFM Mutual Fund AG & Co. KG Vaduz, Liechtenstein 85,4 CHF 337 058 4)
Olympic Investment Fund Luxemburg, Luxemburg 100,0 EUR 325 000 a)
OP-Fonds CDBS V Frankfurt am Main 100,0 EUR 91 402
Premium Management Immobilien - Anlagen Frankfurt am Main 93,5 EUR 635 532 a)
  • 202 Gesamtergebnisrechnung

    • 204 Bilanz
  • 208 Kapitalflussrechnung

  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

b) Wegen untergeordneter Bedeutung nicht gemäß IAS 27/SIC 12 in den Konzernabschluss einbezogene Spezialfonds

Name Sitz/Sitz der
Verwaltungsgesellschaft
Anteil des Investors
am Fonds
%
Abweichende
Stimmrechte
%
ALLIANZ BULGARIA PENSION FUND Paris, Frankreich 100,0
CBAS Global Hedge Luxemburg, Luxemburg 100,0
Garantie Plus 2012 Luxemburg, Luxemburg 14,0
HQ Trust Kensington Ltd. George Town, Grand Cayman,
Cayman Islands
100,0
HSC Life Policy Pooling S.A.r.l. Luxemburg, Luxemburg 100,0
LIFE PLUS FUNDS FCP-SIF Luxemburg, Luxemburg 100,0
Priamos Limited London, Großbritannien 100,0
Protect Global Winner 2014 Luxemburg, Luxemburg 100,0

6. Beteiligungen an großen Kapitalgesellschaften, bei denen die Beteiligung 5% der Stimmrechte überschreitet

Name Sitz Kapitalanteil Abweichende
Stimmrechte
% insg. %
ConCardis Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9
EURO Kartensysteme Gesellschaft mit beschränkter Haftung Frankfurt am Main 13,9
GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen Bremen 7,1
Open Joint-Stock Company Promsvyazbank Moskau, Russland 14,4

Fußnoten

1) Umfirmiert: von Polfactor S.A. nach BRE Faktoring S.A.
2) Umfirmiert: von Dresdner Kleinwort (Japan) Limited nach Commerz Securities Hong Kong Limited
3) Umfirmiert: von Beethoven Funding Corporation nach Beethoven Funding Inc
4) Umfirmiert: von ILSP Mutual Fund AG & Co. KG nach VFM Mutual Fund AG & Co. KG

Anmerkungen und Erläuterungen

a) Im Geschäftsjahr erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

b) Ergebnisabführungsvertrag.

c) Die Angaben gemäß § 285 Nr.11a HGB sind wegen untergeordneter Bedeutung nach § 286 Abs. 3 Nr.1 HGB unterblieben.

d) Nach SIC 12 konsolidiert, da Stimmrechtsanteil 19 %.

Devisenkurse für 1 Euro zum 31.12.2011
Albanien ALL 138,8900
Bermuda BMD 1,2939
Brasilien BRL 2,4159
Bulgarien BGN 1,9558
Chile CLP 671,8831
Großbritannien GBP 0,8353
Indien INR 68,7130
Japan JPY 100,2000
Kanada CAD 1,3215
Polen PLN 4,4580
Russland RUB 41,7650
Schweiz CHF 1,2156
Singapur SGD 1,6819
Südafrika ZAR 10,4830
Taiwan TWD 39,1797
Tschechische Republik CZK 25,7870
Ukraine UAH 10,3625
Ungarn HUF 314,5800
USA USD 1,2939

- 202 Gesamtergebnisrechnung

  • 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 208 Kapitalflussrechnung
  • 210 Anhang (Notes)
  • 353 Bestätigungsvermerk

204 Bilanz

Organe der Commerzbank Aktiengesellschaft

Aufsichtsrat

Klaus-Peter Müller Vorsitzender

Uwe Tschäge1 stellv. Vorsitzender Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft

Hans-Hermann Altenschmidt1 Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft

Dott. Sergio Balbinot Managing Director Assicurazioni Generali S. p. A.

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands E.ON Ruhrgas AG

Dr. Nikolaus von Bomhard Vorsitzender des Vorstands Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG

Karin van Brummelen1 Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft

Astrid Evers1 Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft

1 Von den Arbeitnehmern gewählt.

Uwe Foullong1 Gewerkschaftssekretär Mitglied des ver.di-Bundesvorstands (bis September 2011)

Daniel Hampel1 Bankangestellter Commerzbank Aktiengesellschaft

Dr.-Ing. Otto Happel Unternehmer Luverse AG

Beate Hoffmann1 (seit 6. Mai 2011) Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft

Sonja Kasischke1 (bis 6. Mai 2011) Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Hans-Peter Keitel Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie

Alexandra Krieger1 Dipl.-Kauffrau Leiterin Referat Wirtschaft I Mitbestimmungsförderung Hans-Böckler-Stiftung

Dr. h.c. Edgar Meister Rechtsanwalt Mitglied des Vorstands der Deutschen Bundesbank a.D.

Prof. h.c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann Ehemaliger stellv. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG

Dr. Helmut Perlet Ehemaliges Mitglied des Vorstands Allianz SE

Barbara Priester1 Bankangestellte Commerzbank Aktiengesellschaft

Mark Roach1 (seit 10. Januar.2011) Gewerkschaftssekretär ver.di Bundesverwaltung

Dr. Marcus Schenck Mitglied des Vorstands E.ON AG

Dr. Walter Seipp Ehrenvorsitzender

Vorstand

Martin Blessing Vorsitzender

Frank Annuscheit

Markus Beumer

Dr. Achim Kassow (bis 12. Juli 2011) Jochen Klösges

Michael Reuther

Dr. Stefan Schmittmann Ulrich Sieber Dr. Eric Strutz Martin Zielke

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt wird, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Frankfurt am Main, 27. Februar 2012 Der Vorstand

Martin Blessing Frank Annuscheit Markus Beumer

Ulrich Sieber Eric Strutz Martin Zielke

Jochen Klösges Michael Reuther Stefan Schmittmann

  • 202 Gesamtergebnisrechnung
    • 204 Bilanz 206 Eigenkapitalveränderungsrechnung
    • 208 Kapitalflussrechnung
    • 210 Anhang (Notes)
    • 353 Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Vermerk zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der COMMERZ-BANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, und ihrer Tochtergesellschaften – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 – geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss

Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist.

Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Prüfungsurteil

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr.

Vermerk zum Konzernlagebericht

Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht der COMMERZ-BANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Der Vorstand der COMMERZBANK Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des Konzernlageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des Konzernlageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernlageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, den 1. März 2012

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Lothar Schreiber Peter Goldschmidt (Wirtschaftsprüfer) (Wirtschaftsprüfer)

Weitere Informationen

Wir informieren über die Zusammensetzung unseres Zentralen Beirats und über die Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und die Mitgliedschaften in vergleichbaren Kontrollgremien für die Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und für Mitarbeiter der Commerzbank, in einem Glossar über die wichtigsten Begriffe aus der Finanzwelt sowie über die Quartalsergebnisse nach Segmenten.

Zentraler Beirat

Dr. Simone Bagel-Trah

Vorsitzende des Aufsichtsrats und des Gesellschafterausschusses Henkel AG & Co. KGaA Düsseldorf

Dr. Olaf Berlien

Mitglied des Vorstands ThyssenKrupp AG Essen CEO Division Technologies Essen Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp Elevator AG Düsseldorf

Cathrina Claas-Mühlhäuser

Vorsitzende des Aufsichtsrats und Stellv. Vorsitzende des Gesellschafterausschusses CLAAS KGaA mbH Harsewinkel

Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann

Persönlich haftender und geschäftsführender Gesellschafter Peter Kölln KGaA Elmshorn Präsident des Deutschen Industrieund Handelskammertages Berlin

Dr. Hubertus Erlen Berlin

Dr. Margarete Haase Finanzvorstand Deutz AG Köln

Prof. Dr. Johanna Hey Direktorin Institut für Steuerrecht Universität zu Köln Köln

Prof. Dr. Edward G. Krubasik

Mitglied des Zentralvorstands Siemens AG i.R. München Mitglied des Aufsichtsrats Vallourec SA Paris

Uwe Lüders Vorsitzender des Vorstands L. Possehl & Co. mbH Lübeck

Dipl.-Kfm. Friedrich Lürßen

Geschäftsführender Gesellschafter Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG Bremen

Dr.-Ing. E.h. Hartmut Mehdorn

Vorsitzender des Vorstands Air Berlin PLC Berlin

Dr. Christoph M. Müller Rechtsanwalt Mitglied des Gesellschafter-

ausschusses und des Aufsichtsrats Vaillant GmbH Remscheid

Prof. Hans Georg Näder

Geschäftsführender Gesellschafter Otto Bock HealthCare GmbH Duderstadt

Klaus M. Patig Königstein

Hans Dieter Pötsch Mitglied des Vorstands Volkswagen AG Wolfsburg

Dr. Helmut Reitze Intendant Hessischer Rundfunk Frankfurt am Main

Dr. Axel Frhr. v. Ruedorffer Bad Homburg

Georg F.W. Schaeffler Vorsitzender des Aufsichtsrats Schaeffler AG Herzogenaurach

Dr. Ernst F. Schröder Persönlich haftender Gesellschafter Dr. August Oetker KG Bielefeld

Jürgen Schulte-Laggenbeck CFO OTTO (GmbH & Co. KG) Hamburg

Prof. Dennis J. Snower, Ph.D. Präsident Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel Kiel

Dr. Dr. h. c. Edmund Stoiber Bayerischer Ministerpräsident a.D. Wolfratshausen

Nicholas Teller CEO E.R. Capital Holding GmbH & Cie. KG Hamburg

Prof. Dr. Klaus Trützschler Mitglied des Vorstands Franz Haniel & Cie. GmbH Duisburg

Dr. Bernd W. Voss Frankfurt am Main/Kronberg

Dr. Michael Werhahn Mitglied des Vorstands Wilh. Werhahn KG Neuss

Dr. Wendelin Wiedeking Unternehmer Bietigheim-Bissingen

Die Verzeichnisse der Mitglieder unserer Regionalbeiräte Nord, Nordwest, West, Ost, Mitte, Süd und Südwest finden Sie im Internet unter www.commerzbank.de > Über uns > Konzerninformationen > Beiräte.

Zentraler Beirat

- 7 Mandate

  • -

Mandate in Aufsichtsräten und anderen Kontrollgremien

Mitglieder des Vorstands der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 28 Ziffer 10 HGB Stand: 1.12.2011

  • a) Mitgliedschaft in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten
  • b) Mitgliedschaft in vergleichbaren Kontrollgremien

Martin Blessing

– –

Frank Annuscheit

a) comdirect bank Aktiengesellschaft1 stellv. Vorsitzender

Markus Beumer

a) Commerz Real AG1

Dr. Achim Kassow

(bis 12.7.2011)

  • a) comdirect bank Aktiengesellschaft1 stellv. Vorsitzender (bis 30.6.2011)
    • Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 Vorsitzender (bis 5.7.2011)
  • b) BRE Bank SA1 (bis 12.7.2011)

Jochen Klösges

  • a) Commerz Real AG1
    • Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 Vorsitzender
    • Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender

Eurohypo Aktiengesellschaft1 Vorsitzender

  • Holding Nova GmbH1 (bis 16.5.2011)
  • Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1

Michael Reuther

a) Eurohypo Aktiengesellschaft1

Dr. Stefan Schmittmann

  • a) Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1
    • Commerz Real AG1
    • Eurohypo Aktiengesellschaft1
    • Schaltbau Holding AG2
    • Verlagsgruppe Weltbild GmbH
  • b) BRE Bank SA1 (bis 3.3.2011)

KGAL GmbH & Co. KG Vorsitzender (bis 8.9.2011)

Ulrich Sieber

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG stellv. Vorsitzender

BVV Versicherungsverein des Bankgewerbes a.G. stellv. Vorsitzender

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 Vorsitzender

b) BRE Bank SA1 stellv. Vorsitzender

SWAB Stiftung der Deutschen Wirtschaft für Arbeit und Beschäftigung GmbH (bis 31.8.2011)

Dr. Eric Strutz

a) ABB AG

Commerzbank Auslandsbanken Holding AG1 stellv. Vorsitzender

  • RWE Power AG
  • b) BRE Bank SA1

Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1 Vorsitzender

Commerzbank Inlandsbanken Holding GmbH1 Vorsitzender

Mediobanca Banca di Credito Finanziario S.p.A. 2

Partners Group Holding AG

SdB-Sicherungseinrichtungsgesellschaft deutscher Banken mbH

Verlagsbeteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft mit beschränkter Haftung

2 Aufsichtsratsmandat in einer konzernexternen börsennotierten Gesellschaft oder in einem Aufsichtsgremium einer Gesellschaft mit vergleichbaren Anforderungen (gemäß Ziff. .4. des Deutschen Corporate Governance Kodex).

  • Vorsitzender
  • -

b) Commerzbank Auslandsbanken

stellv. Vorsitzender

stellv. Vorsitzender

-

-

1 Konzernmandat.

Martin Zielke

a) Allianz Global Investors Kapitalanlagegesellschaft mbH comdirect bank Aktiengesellschaft1 Vorsitzender

Commerz Real AG1

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH1 stellv. Vorsitzender

b) BRE Bank SA1 (bis 31.3.2011)

Commerzbank Auslandsbanken Holding Nova GmbH1 stellv. Vorsitzender (bis 16.5.2011)

Public Joint Stock Company "Bank Forum"1 (bis 26.4.2011)

Mitglieder des Aufsichtsrats der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 28 Ziffer 10 HGB Stand: 1.12.2011

  • a) Mitgliedschaft in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten b) Mitgliedschaft in vergleichbaren
  • Kontrollgremien

Klaus-Peter Müller

a) Fresenius Management SE

Fresenius SE & KGaA (vormals Fresenius SE)

Linde Aktiengesellschaft

MaschmeyerRürup AG Independent International Consultancy (bis 31.10.2011)

b) Landwirtschaftliche Rentenbank

Parker Hannifin Corporation

Uwe Tschäge

– –

Hans-Hermann Altenschmidt

a) BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG BVV Versicherungsverein

des Bankgewerbes a.G.

b) BVV Versorgungskasse des Bankgewerbes e.V.

Dott. Sergio Balbinot

a) AachenMünchener Lebensversicherung AG1 AachenMünchener

Versicherung AG1

Deutsche Vermögensberatung AG

Generali Deutschland Holding AG1

b) Europ Assistance Holding1 Future Generali India

Insurance Co. Ltd. 1

Future Generali India Life Insurance Co. Ltd. 1

Generali Asia N.V. 1

Generali China Insurance Company Ltd. 1 stellv. Vorsitzender

Generali China Life Insurance Co. Ltd. 1 stellv. Vorsitzender

Generali España, Holding de Entidades de Seguros, S.A. 1 stellv. Vorsitzender

Generali España S.A. de Seguros y Reaseguros1

Generali Finance B.V. 1

Generali France S.A. 1 stellv. Vorsitzender

Generali Holding Vienna AG1 stellv. Vorsitzender

Generali Investments SpA1

Generali PPF Holding BV1 Vorsitzender

Generali (Schweiz) Holding1 stellv. Vorsitzender

La Centrale Finanziaria Generale S.p.A. 1 (bis 14.4.2011)

Migdal Insurance & Financial Holdings Ltd. 1

Participatie Maatschappij Graafschap Holland N.V. 1

Transocean Holding Corporation1

Dr.-Ing. Burckhard Bergmann

a) Allianz Lebensversicherungs-AG stellv. Vorsitzender

E.ON Energie AG

b) Accumulatorenwerke Hoppecke Carl Zoellner & Sohn GmbH

Jaeger Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG Vorsitzender

Nord Stream AG (bis 27.5.2011)

OAO Gazprom (bis 30.6.2011)

OAO Novatek

Telenor

1 Konzernmandat.

b) Heitkamp & Thumann Group (seit 11.11.2011) RAG Stiftung

Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E. h.

Hans-Peter Keitel a) Deutsche Messe AG (seit 24.11.2011) Hochtief AG (bis 12.5.2011) National-Bank AG ThyssenKrupp AG

Alexandra Krieger

– –

Dr. Nikolaus von Bomhard

Vorsitzender

Vorsitzender

Astrid Evers

Uwe Foullong

Daniel Hampel

Dr.-Ing. Otto Happel

Beate Hoffmann (seit 6.5.2011)

Sonja Kasischke (bis 6.5.2011)

– –

– –

– –

– –

– –

– –

– –

Karin van Brummelen

a) ERGO Versicherungsgruppe AG1

Munich Health Holding AG1

Dr. h. c. Edgar Meister

b) DWS Investment GmbH Standard & Poor's Credit Market Services Europe Limited

Prof. h. c. (CHN) Dr. rer. oec. Ulrich Middelmann

  • a) Deutsche Telekom AG E.ON Ruhrgas AG (bis 30.6.2010)
    • LANXESS AG
    • LANXESS Deutschland GmbH
    • ThyssenKrupp Materials International GmbH1 (bis 31.12.2011)

ThyssenKrupp Steel Europe AG1 (bis 31.12.2011)

b) Hoberg & Driesch GmbH Vorsitzender

Dr. Helmut Perlet

a) Allianz Deutschland AG GEA GROUP AG b) Allianz France S.A.

Allianz Life Insurance Company of North America

Allianz of America Inc.

Allianz S.p.A.

Fireman's Fund Ins. Co.

Barbara Priester

– –

Mark Roach

(seit 10.1.2011) a) Fiducia IT AG

Dr. Marcus Schenck

a) AXA S.A. (seit 27.4.2011) E.ON Ruhrgas AG1 b) E.ON Energy Trading SE1 E.ON IT GmbH1 SMS GmbH

Weitere Informationen

7 Mandate

Weitere

Informationen

Mitarbeiter der Commerzbank Aktiengesellschaft

Angaben gemäß § 40a Abs. 4 Ziff. 1 HGB Stand: 1.12.2011

Manfred Breuer Deutsche Edelstahlwerke GmbH

Gerold Fahr Stadtwerke Ratingen GmbH

Martin Fischedick Borgers AG Commerz Real AG

Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Bernd Förster SE Spezial Electronic Aktiengesellschaft

Jörg van Geffen

Häfen und Güterverkehr Köln AG

NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mit beschränkter Haftung

Sven Gohlke Bombardier Transportation GmbH

Bernd Grossmann Textilgruppe Hof AG

Detlef Hermann Kaiser's Tengelmann GmbH Ritzenhoff AG

Jochen H. Ihler Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH

Karin Katerbau comdirect bank Aktiengesellschaft

Dr. Gerhard Kebbel Deutsche Schiffsbank Aktiengesellschaft

Werner Lubeley TNT Express GmbH

Michael Mandel

Commerz Real AG Commerz Real Investmentgesellschaft mbH

Annegret Oerder

BVV Pensionsfonds des Bankgewerbes AG

Andreas Schmidt Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH

Dirk Wilhelm Schuh GEWOBA Aktiengesellschaft Wohnen und Bauen

Berthold Stahl Maincor AG stellv. Vorsitzender

Rupert Winter Klinikum Burgenlandkreis GmbH

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  • 1 Glossar

Glossar

Ad-hoc-Publizität Ein vorrangiges Ziel der Ad-hoc-Publizität besteht in der Prävention von Insidergeschäften. Das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) schreibt in § 15 vor, dass Emittenten, deren Wertpapiere an einer deutschen Börse zum Amtlichen Handel oder im Geregelten Markt zugelassen sind, Ad-hoc-Veröffentlichungspflichten unterliegen. Eine neue Tatsache ist dann meldepflichtig, wenn sie im Tätigkeitsbereich des Unternehmens eingetreten und nicht öffentlich bekannt ist. Des Weiteren muss sich die neue Tatsache auf die Vermögens- oder Finanzlage oder auf den allgemeinen Geschäftsverlauf des Emittenten auswirken sowie geeignet sein, den Börsenpreis der zugelassenen Wertpapiere erheblich zu beeinflussen.

American Depositary Receipts (ADR) Zur Erleichterung der Handelbarkeit nicht US-amerikanischer Aktien werden von dortigen Banken Hinterlegungsscheine über in der Regel im Ursprungsland verwahrte Originalstücke ausgestellt. Sie sind an den amerikanischen Börsen wie Aktien handelbar.

Asset Backed Securities (ABS) Wertpapiere, deren Zinsund Tilgungszahlung durch den zugrunde liegenden Forderungspool gedeckt ("backed") sind. Sie werden in der Regel durch eine Zweckgesellschaft im Rahmen einer Verbriefung begeben.

Assoziiertes Unternehmen Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen einen maßgeblichen Einfluss ausüben kann. Der maßgebliche Einfluss wird bei Stimmrechtsanteilen zwischen 20 und 50% vermutet. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss erfolgt grundsätzlich durch die Anwendung der Equity-Methode.

Aufwandsquote Die Aufwandsquote stellt den Quotienten aus Verwaltungsaufwendungen und Erträgen vor Risikovorsorge dar und spiegelt die Kosteneffizienz des Unternehmens oder eines Segments wider.

Backtesting Verfahren zur Überwachung der Güte von Value-at-Risk-Modellen. Hierzu werden über einen längeren Zeitraum tatsächlich aufgetretene Verluste der prognostizierten Verlustobergrenze gegenübergestellt.

Bankbuch Im Bankbuch werden sämtliche Bankgeschäfte erfasst, die nicht dem Handelsbuch zuzuordnen sind.

Benchmarks Bezugsgrößen wie Indizes, die zum Beispiel im Portfoliomanagement eingesetzt werden. Sie können zum einen die Ausrichtung der Anlagestrategie bestimmen, indem sie dem Portfoliomanager als Orientierung für die Zusammensetzung von Portfolios dienen. Zum anderen dienen sie als Maßstab für den Anlageerfolg.

Cash Flow Hedge Im Rahmen eines Cash Flow Hedges wird ein Derivat zur Absicherung bilanzieller Nichthandelsgeschäfte eingesetzt. Hierbei soll insbesondere das Risiko einer Veränderung zukünftiger Zahlungsströme (Cash Flows) abgesichert werden. Die Bewertung dieser Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value).

Collateralised Debt Obligations (CDOs) Mit einem Pool von unterschiedlichen Wertpapieren, insbesondere Krediten und sonstigen verbrieften Schuldtiteln, besicherte ABS.

Commercial Mortgage Backed Securities (CMBS)

Mit gewerblichen Immobilienkrediten besicherte ABS.

Corporate Governance Corporate Governance legt Richtlinien für eine transparente Leitung und Überwachung von Unternehmen fest. Die Empfehlungen des Corporate Governance Kodex schaffen Transparenz und stärken das Vertrauen in eine verantwortungsvolle Unternehmensführung; sie dienen im Besonderen dem Schutz der Aktionäre.

Core-Tier-I-Kapital Das Core-Tier-I-Kapital ("harte Kernkapital") definiert das haftende Eigenkapital. Es besteht aus Grundkapital (Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage), einbehaltenen Gewinnen (Gewinnrücklagen) und stillen Einlagen. Das "harte Kernkapital" ist die neue Definition für die Kapitalausstattung der Banken weltweit.

Core-Tier-I-Quote Die Core-Tier-I-Quote wird durch die Regelungen des Basler Ausschusses bestimmt und regelt die Mindestkapitalausstattung von Banken. Sie berechnet sich als Quotient aus dem harten Kernkapital und der risikogewichteten Aktiva.

Credit Default Swap (CDS) Ein CDS ist ein Kreditderivat, das zur Übertragung des Ausfallrisikos aus einem Referenzaktivum (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) eingesetzt wird. Dafür zahlt der Sicherungsnehmer an den Sicherungsgeber eine Prämie und erhält bei Eintritt eines vorab vereinbarten Kreditereignisses eine Ausgleichszahlung.

Credit-VaR Der Begriff resultiert aus der Anwendung des Value-at-Risk-Konzepts auf die Kreditrisikomessung. Inhaltlich stellt der Credit-VaR eine Abschätzung dar, um welchen Betrag die Verluste aus Kreditrisiken den erwarteten Verlust (Expected Loss) innerhalb eines Jahres potenziell übersteigen könnten; daher auch: Unerwarteter Verlust (Unexpected Loss). Diesem Ansatz liegt die Idee zugrunde, dass der erwartete Verlust lediglich den langfristigen Mittelwert der Kreditverluste darstellt, dieser jedoch von den tatsächlichen Kreditausfällen des laufenden Geschäftsjahres (positiv oder negativ) abweichen kann.

Deckungsquote (Coverage ratio) Das Verhältnis der Summe von Risikovorsorge und Sicherheiten zum Default-Volumen bezeichnet die Deckungsquote inklusive Sicherheiten.

Default-Portfolio Kreditportfolio der als ausgefallen klassifizierten Krediten (ausgefallen gemäß den Regelungen von Basel II).

Derivate Derivate sind Finanzinstrumente, deren Bewertung sich vom Preis eines Basiswerts (zum Beispiel Wertpapier oder Kredit) oder von marktbezogenen Referenzgrößen (zum Beispiel Zinssatz oder Währung) ableitet. Diese Instrumente bieten unter anderem Möglichkeiten zur Absicherung von Risiken.

Eigenkapitalrendite Die Eigenkapitalrendite errechnet sich aus dem Verhältnis des Ergebnisses zum durchschnittlich gebundenen Eigenkapital und gibt an, wie sich das im Unternehmen eingesetzte Kapital verzinst.

Embedded Derivatives Eingebettete Derivate, sogenannte Hybrid Financial Instruments, sind Bestandteil eines originären Finanzinstruments, wie zum Beispiel Aktienanleihen (Anleihen mit Rückzahlungsrecht in Aktien). Sie sind rechtlich und wirtschaftlich miteinander verbunden.

EONIA (Euro Overnight Index Average) Auf der Basis effektiver Umsätze berechneter Durchschnittszinssatz für Tagesgeld im Euro-Interbankengeschäft. Er wird als gewichteter Durchschnitt der Sätze für unbesicherte Euro-Übernachtkontrakte, die von einer Gruppe bestimmter Institute im Euro-Währungsgebiet gemeldet wird, berechnet.

Equity-Methode Die Equity-Methode ist ein Verfahren zur Bewertung von Beteiligungen, die als assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen im Konzernabschluss ausgewiesen werden. Das anteilige Jahresergebnis des Unternehmens wird in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung als laufendes Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Unternehmen ausgewiesen. Der Bilanzansatz erfolgt in Höhe des anteiligen Eigenkapitals des at-Equity-bewerteten Unternehmens.

Equity-Tier-I-Kapital Das Equity-Tier-I-Kapital besteht aus dem harten Kernkapital ohne Berücksichtigung stiller Einlagen.

Equity-Tier-I-Quote Die Equity-Tier-I-Quote berechnet sich als Quotient aus dem Equity-Tier-I-Kapital und den risikogewichteten Aktiva.

Erwarteter Verlust Messgröße für den potenziellen Verlust eines Kreditportfolios, der innerhalb eines Jahres aufgrund von historischen Verlustdaten zu erwarten ist.

EURIBOR (Euro Interbank Offered Rate) Durchschnittszinssatz, zu dem ein als erstklassig eingestuftes Kreditinstitut bereit ist, einem anderen Kreditinstitut mit höchster Bonität Euro-Gelder zur Verfügung zu stellen. Der EURIBOR wird täglich anhand der Zinssätze ausgewählter Banken für Laufzeiten von bis zu zwölf Monaten berechnet.

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  • 1 Glossar
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European Financial Stability Facility Die Länder des Euro-Währungsgebiets errichteten auf zwischenstaatlicher Ebene die europäische Finanzstabilitätsfazilität (EFSF). Als Aktiengesellschaft luxemburgischen Rechts darf die EFSF zur Finanzierung von Darlehen an Euro-Länder mit Finanzschwierigkeiten Schuldverschreibungen begeben, die mit anteiligen Garantien der Euro-Länder besichert sind. Die EFSF ist vorübergehend bis zum Juni 2013 eingerichtet worden.

Exposure at Default (EaD) Erwarteter Forderungsbetrag unter Berücksichtigung einer potenziellen (Teil-)Ziehung von offenen Linien und Eventualverbindlichkeiten, der die Risikotragfähigkeit bei Ausfall belasten wird. Bei Wertpapieren des Public-Finance-Bestands wird als EaD das Nominal ausgewiesen.

Fair Value Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) ist der Betrag, zu dem Finanzinstrumente zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Partnern getauscht würden. Zur Bewertung werden entweder Marktpreise (zum Beispiel Börsenkurse) oder – wenn diese fehlen – interne Bewertungsmodelle herangezogen.

Fair Value Hedge Im Rahmen eines Fair Value Hedges werden Derivate zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value) bilanzierter Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten eingesetzt. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen festverzinslichen Bilanzposten (zum Beispiel Forderung oder Wertpapier), der durch ein Derivat (zum Beispiel Zinsswap) gegen das Zinsrisiko abgesichert wird. Die Bewertung dieser Derivate erfolgt zum Fair Value.

Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der bei einem Unternehmem zu finanziellen Vermögenswerten (zum Beispiel Kredite, Wertpapiere oder Derivate) und gleichzeitg bei einem anderen Unternehmen zu finanziellen Verbindlichkeiten (zum Beispiel Einlagen von Kreditinstituten und Kunden, emittierte Anleihen oder Derivate) oder einem Eigenkapitalinstrument führt.

Future Der Future-Kontrakt ist ein verbindlicher Vertrag, der beide Vertragsparteien dazu verpflichtet, eine bestimmte Anzahl oder Menge eines Basiswerts zu einem festgelegten Preis zu einem vereinbarten Datum zu liefern beziehungsweise zu übernehmen. Im Gegensatz zur Option ist der Future sehr stark standardisiert.

Genussschein Ein Genussschein ist eine Verbriefung von Genussrechten, die von Unternehmen jeder Rechtsform ausgegeben und in den amtlichen (Börsen-) Handel eingeführt werden können. Genussscheine sind in der Regel nachrangig ausgestaltet und können unter bestimmten Voraussetzungen den anrechenbaren Eigenmitteln der Kreditinstitute zugerechnet werden.

Goodwill Der Goodwill ist der bei einer Beteiligungs- oder Unternehmensübernahme nach Aufdeckung stiller Reserven und Lasten verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Wert des hierfür erworbenen Reinvermögens (deutscher Fachbegriff: Geschäfts- oder Firmenwert).

Grandfathering Die sogenannte Gewährträgerhaftung der Sparkassen und Landesbanken, nach der der Träger des Instituts (Land, Stadt oder Landkreis) für Einlagen und emittierte Anleihen bürgt, wurde 2001 aus Wettbewerbsgründen abgeschafft. Für eine Übergangszeit bis 2005 kam die Regelung für bestimmte Emissionen der Sparkassen und Landesbanken noch zum Tragen, was als "Grandfathering" bezeichnet wird.

Handelsaktiva In diesem Bilanzposten werden zu Handelszwecken dienende Wertpapiere, Schuldscheindarlehen, Devisen, Edelmetalle sowie Kredite und Kreditzusagen ausgewiesen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden. Ebenso sind in diesem Posten derivative Finanzinstrumente mit einem positiven beizulegenden Zeitwert (Fair Value) enthalten.

Handelsbuch Positionen im Handelsbuch werden zum Zwecke der kurzfristigen Weiterveräußerungs- und Gewinnerzielungsabsicht gehalten und bestehen im Wesentlichen aus Finanzinstrumenten, Anteilen und handelbaren Forderungen. Im Handelsbuch werden auch eng mit Handelsbuchpositionen verbundene Positionen ausgewiesen, die der Absicherung von Risiken im Handelsbuch dienen.

Handelspassiva In diesem Bilanzposten werden Emissionen des Handelsbuchs sowie Lieferverpflichtungen aus Wertpapierleerverkäufen ausgewiesen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden. Ebenso sind in diesem Posten derivative Finanzinstrumente und Kreditzusagen mit einem negativen beizulegenden Zeitwert (Fair Value) enthalten.

Hedge Accounting Unter Hedge Accounting versteht man die Bilanzierung zweier oder mehrerer Finanzinstrumente, die in einem Sicherungszusammenhang stehen, wobei gegensätzliche Wertentwicklungen der Sicherungsgeschäfte (zum Beispiel Zinsswaps) und der Grundgeschäfte (zum Beispiel Kredite) dargestellt werden. Ziel des Hedge Accounting ist es, den Einfluss der erfolgswirksamen Bewertung und Erfassung der Bewertungsergebnisse aus derivativen Geschäften auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu minimieren.

Hedging Hedging ist eine Strategie, bei der Sicherungsgeschäfte mit dem Ziel abgeschlossen werden, sich gegen das Risiko von ungünstigen Preisentwicklungen (Zinsen, Kurse, Rohstoffe) abzusichern.

Hybride Finanzmittel Hybride Finanzmittel sind Finanzierungsmöglichkeiten, die sowohl Merkmale von Eigenkapital als auch von Fremdkapital aufweisen. Typische Vertreter der hybriden Finanzmittel sind Nachrangdarlehen, stille Einlagen oder Genussscheine.

Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) Prozess, der gewährleistet, dass Kreditinstitute über genügend internes Kapital zur Abdeckung aller wesentlichen Risiken verfügen.

International Financial Reporting Standards (IFRS)/ International Accounting Standards (IAS) Die IFRS/IAS sind die vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten internationalen Rechnungslegungsvorschriften. Die Zielsetzung von Jahresabschlüssen nach IFRS ist es, international vergleichbare, entscheidungsrelevante Informationen für Investoren über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens bereitzustellen. Im Gegensatz dazu orientiert sich ein Jahresabschluss nach HGB vorrangig am Vorsichtsprinzip (Kapitalerhaltung und Gläubigerschutz).

Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zusammensetzung und die Veränderungen des Zahlungsmittelbestands eines Geschäftsjahres. Sie ist aufgeteilt in die Quellen der Veränderungen aus operativer Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Konfidenzniveau Wahrscheinlichkeit, mit der ein potenzieller Verlust eine durch den Value at Risk definierte Verlustobergrenze nicht überschreitet.

Kreditderivat Finanzinstrument, dessen Wert von einer zugrunde liegenden Forderung abhängt, zum Beispiel einem Kredit oder Wertpapier. In der Regel werden diese Kontrakte OTC abgeschlossen. Sie werden unter anderem zur Risikosteuerung eingesetzt. Das am häufigsten eingesetzte Kreditderivat ist der Credit Default Swap.

Latente Steuern Latente Steuern sind zukünftige Steuerbebeziehungsweise Steuerentlastungen, die aus temporären Differenzen und aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlusten beziehungsweise Steuergutschriften resultieren. Dabei sind temporäre Differenzen unterschiedliche Wertansätze von Vermögenswerten und Schulden zwischen der veröffentlichten Handels- oder IFRS-Bilanz und der Steuerbilanz (Liability-Methode), die sich in späteren Wirtschaftsjahren ausgleichen und aus denen tatsächliche Steuerwirkungen resultieren. Abzugsfähige temporäre Differenzen sowie noch nicht genutzte steuerliche Verluste beziehungsweise Steuergutschriften führen zu latenten Steueransprüchen; hingegen führen zu versteuernde temporäre Differenzen zu latenten Steuerschulden. Latente Steueransprüche/ Steuerschulden sind getrennt von den tatsächlichen Steueransprüchen/ Steuerschulden auszuweisen.

Mark-to-Market Unter Mark-to-Market wird die Bewertung von Positionen zu aktuellen, notierten Marktpreisen verstanden.

Mezzanine Mezzanine-Kapital oder Mezzanine-Finanzierung beschreibt Finanzierungsarten, die in ihren rechtlichen und wirtschaftlichen Ausgestaltungen eine Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital darstellen. Mezzanine-Kapital kann eigenkapitalähnlich (sogenanntes Equity Mezzanine) in Form von Genussrechten, wertpapierverbrieften Genussscheinen oder stillen Beteiligungen begeben werden. Es eignet sich besonders für mittelständische Unternehmen, die ihre Eigenmittelbasis stärken, aber nicht die Eigentümerstruktur verändern wollen.

Nachhaltigkeit Nachhaltigkeit bezeichnet langfristiges, auf eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft gerichtetes Wirtschaften. Verantwortung für die Umwelt und ausgewogene soziale Beziehungen verstehen sich dabei als leitende Ziele.

Netting Aufrechnung betrags- oder risikomäßig gegenläufiger Positionen.

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- 1 Glossar

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Neubewertungsrücklage In der Neubewertungsrücklage werden Marktwertänderungen von Wertpapieren und Beteiligungen im zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagebestand (Available-for-Sale) erfolgsneutral erfasst. Der Ausweis in der Neubewertungsrücklage erfolgt nach Berücksichtigung latenter Steuern.

Ökonomisch erforderliches Kapital Betrag, der zur Abdeckung unerwarteter Verluste aus risikobehafteten Positionen mit einem hohen Maß an Sicherheit (in der Commerzbank zurzeit 99,91%) ausreicht. Nicht identisch mit dem bilanziellen oder regulatorischen Kapital.

Operatives Ergebnis Das operative Ergebnis bezeichnet das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.

Option Die Option ist eine Vereinbarung, die dem einen Vertragspartner (Käufer der Option) das einseitige Recht einräumt, eine im voraus bestimmte Menge einer Ware oder eines Werts zu einem vorab festgelegten Preis innerhalb eines definierten Zeitraums zu kaufen oder zu verkaufen.

OTC ist die Abkürzung für "Over the Counter"; damit wird der außerbörsliche Handel von Finanzinstrumenten bezeichnet.

Patronatserklärung Die Patronatserklärung umfasst üblicherweise die Verpflichtung einer Konzernmuttergesellschaft gegenüber Dritten (zum Beispiel Banken), die Tochtergesellschaft finanziell so auszustatten, dass sie zur Erfüllung der gegenwärtigen und künftigen Verbindlichkeiten im Stande ist.

Rating Standardisierte Bonitätsbeurteilung/Risikoeinschätzung von Unternehmen, Staaten oder von diesen emittierten Schuldtiteln auf Basis standardisierter qualitativer und quantitativer Kriterien. Das Ergebnis des Ratingprozesses ist Grundlage für die Feststellung der Ausfallwahrscheinlichkeit, die wiederum in die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko einfließt. Ratings können durch die Bank selbst (interne Ratings) oder durch spezialisierte Ratingagenturen wie Standard & Poor's, Fitch oder Moody's ermittelt werden (externe Ratings).

Repo-Geschäfte Repurchase Agreements (Repo-Geschäfte) sind Kombinationen aus Kassa-Käufen oder -Verkäufen von Wertpapieren mit gleichzeitigem Verkauf oder Rückkauf der Wertpapiere auf Termin mit demselben Kontrahenten. Während diese Art von Geschäften aus Käufersicht als Repo-Geschäfte bezeichnet werden, stellen sie auf der Verkäuferseite sogenannte Reverse-Repo-Geschäfte dar.

Residential Mortgage Backed Securities (RMBS) Mit privaten Immobilienkrediten besicherte ABS.

Risikogewichtete Aktiva oder Risikoaktiva Kredite oder Forderungen, die eine Bank herauslegt, haben ein höchst unterschiedliches Risikoprofil. Ausschlaggebend für das Risikoprofil ist vor allem das Rating des Kreditnehmers. Je besser das Rating desto geringer das Risikogewicht. Dem Risikoprofil ist bei der Ermittlung der mit Eigenmitteln zu unterlegenden risikogewichteten Aktiva Rechnung zu tragen. Für die Berechnung wird daher das jeweilige Risikogewicht eines Geschäfts mit dem zu berücksichtigenden Forderungsbetrag dieses Geschäfts multipliziert. Die Gesamtsumme der risikogewichteten Aktiva ergibt sich aus der Summe der einzelnen risikogewichteten Aktiva über alle Geschäfte.

Spread Differenz zwischen zwei Preisen oder Zinssätzen, zum Beispiel Spanne zwischen An- und Verkaufskurs von Wertpapieren oder bonitätsbedingter Aufschlag auf einen Marktzinssatz.

STOXX Bei der "Indexfamilie" STOXX handelt es sich um ein System europäischer Benchmark-, Blue Chip- sowie Branchenindizes.

Stresstesting Mit Stresstests werden die Auswirkungen krisenhafter Kapitalmarktveränderungen auf die Risikoposition untersucht. In der Commerzbank werden risikoartenspezifische und integrierte risikoartenübergreifende Stresstests unterschieden. Im Rahmen der Risikotragfähigkeitsrechnung werden sowohl Parameter-Stresstests (i.S. multivariater Sensitivitätsanalysen) sowie makroökonomische Stresstests (Szenarioanalysen auf Basis makroökonomischer Prognosen) unterschieden. Bei Szenarioanalysen wird der Einfluss makroökonomischer Rahmenbedingungen sowohl auf die Risikoposition als auch die Kapitalbestandteile betrachtet.

Swaps Swaps sind derivative Finanzinstrumente, bei denen der Austausch von Zahlungsströmen (Zinsen und/oder Währungsbeträge) über einen festgelegten Zeitraum vereinbart wird. Mittels Zinsswaps werden Zinszahlungsströme getauscht (zum Beispiel fest gegen variabel). Währungsswaps bieten darüber hinaus die Möglicheit, das Wechselkursrisiko über einen Austausch von Kapitalbeträgen auszuschalten.

Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind von einer Muttergesellschaft beherrschte Unternehmen, die grundsätzlich vollkonsolidiert werden. Sofern das Tochterunternehmen für den Konzern nicht wesentlich ist, erfolgt jedoch keine Konsolidierung. In diesem Fall wird das Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) oder, sofern dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist, zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Value-at-Risk-Modell (VaR) VaR bezeichnet eine Methodik zur Quantifizierung von Risiken. Um aussagekräftig zu sein, muss zusätzlich immer die Haltedauer (zum Beispiel 1 Tag) und das Konfidenzniveau (zum Beispiel 97,5%) angegeben werden. Der VaR-Wert bezeichnet dann diejenige Verlustobergrenze, die innerhalb der Haltedauer mit einer Wahrscheinlichkeit entsprechend dem Konfidenzniveau nicht überschritten wird.

Verbriefung Im Rahmen von Verbriefungen werden Forderungen (zum Beispiel Kredite, Handelswechsel oder Leasingforderungen) in einem Pool gebündelt und auf einen Käufer (in der Regel auf eine Zweckgesellschaft; SPV) übertragen. Das SPV refinanziert sich durch die Emission von Wertpapieren (zum Beispiel ABS). Die Rückzahlung und Zinszahlung der Wertpapiere ist direkt an die Performance der zugrunde liegenden Forderungen geknüpft und nicht an die des Emittenten.

Volatilität Mit dem Begriff "Volatilität" wird die Kursschwankung eines Wertpapiers beziehungsweise einer Währung bezeichnet. Oftmals wird diese in Form der Standardabweichung aus der Kurshistorie berechnet beziehungsweise implizit aus einer Preissetzungsformel. Je höher die Volatilität, desto risikoreicher ist das Halten der Anlage.

90 days past due (90dpd) Ein Ausfallkriterium nach Basel II. Engagements, die länger als 90 Tage (unter Berücksichtigung von Bagatellgrenzen) rückständig sind, müssen nach Basel II als Ausfall geschlüsselt werden. Bei der Commerzbank Berücksichtigung in der Ratingklasse 6.1.

Eine Vielzahl weiterer Begriffserklärungen bietet unser Glossar im Internet unter www.commerzbank.de

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  • Abbildungs- und
  • Tabellenverzeichnis
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Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

1 Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt 87
2 Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2011 88
Fälligkeitsprofil des Konzerns 148
4 Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick 14
Abbildungen Seite Seite
1 Refinanzierungsstruktur Kapitalmarkt 87 Loan to Value Bereich CRE 170
2 Kapitalmarktfunding des Konzerns im Jahr 2011 88 Default-Portfolio und Coverage Ratios nach Segmenten 180
Fälligkeitsprofil des Konzerns 148 7 Credit-Spread-Sensitivitäten 18
4 Steuerungsinstrumente und -ebenen im Überblick 14 8 Available Net Liquidity im kombinierten Stressszenario
des internen Liquiditätsrisikomodells
18
Tabellen Seite Seite
1 Ergebnisrechnung Commerzbank-Konzern 80 1 Entwicklung Konzern-EaD 17
2 Kurzfassung Bilanz Commerzbank-Konzern 8 1 FI-Portfolio nach Regionen 17
Kennzahlen Privatkunden 1 17 NBFI-Portfolio nach Regionen 17
4 Kennzahlen Mittelstandsbank 101 18 Gesamtportfolio nach Regionen 174
Kennzahlen Central & Eastern Europe 10 1 Exposure in ausgewählten Staaten 174
Kennzahlen Corporates & Markets 11 20 Ratingverteilung Gesamtportfolio 174
7 Kennzahlen Asset Based Finance 127 21 Teilportfolio Corporates nach Branchen 17
8 Kennzahlen Portfolio Restructuring Unit 14 22 Structured-Credit-Portfolio PRU 17
Mitarbeiterzahlen der Commerzbank – Kopfzahlen 17 2 Structured-Credit-Portfolio Non-PRU 17
10 Mitarbeiterzahlen nach Segmenten – Vollzeitkräfte 17 24 Originatorenpositionen: Verbriefungspool 177
11 Reales Bruttoinlandsprodukt 2011–201 144 2 Risikovorsorgeentwicklung auf Segmentebene 178
12 Wechselkurse 2011–201 14 2 Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios 181
1 Risikotragfähigkeit Commerzbank-Konzern 11 27 VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch 18
14 Kreditrisikokennzahlen nach Segmenten 1 28 OpRisk-Ereignisse nach Segmenten 11
1 Entwicklung Konzern-EaD 17
1 FI-Portfolio nach Regionen 17
17 NBFI-Portfolio nach Regionen 17
18 Gesamtportfolio nach Regionen 174
1 Exposure in ausgewählten Staaten 174
20 Ratingverteilung Gesamtportfolio 174
21 Teilportfolio Corporates nach Branchen 17
22 Structured-Credit-Portfolio PRU 17
2 Structured-Credit-Portfolio Non-PRU 17
24 Originatorenpositionen: Verbriefungspool 177
2 Risikovorsorgeentwicklung auf Segmentebene 178
2 Überziehungen außerhalb des Default-Portfolios 181
27 VaR-Beitrag nach Risikoarten im Handelsbuch 18
28 OpRisk-Ereignisse nach Segmenten 11

Weitere Informationen

Quartalsergebnisse nach Segmenten

1. Quartal 2011 Privat-
kunden
Mittel-
stands-
& Eastern Central Corporates
& Markets
Asset
Based
Portfolio Sonstige
Restruc- und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 42 14 17 10 2 10 1 727
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 41 –8 – 0 – 241 1 1 – 18
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 41 0 127 10 104 1 40
Provisionsüberschuss 28 48 81 – 18 1 020
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
– 1 1 2 4 – 8 1 47 1
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 – 1 4 4 – 42 18 4 12
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
2 –8
Sonstiges Ergebnis – 22 10 11 1 20 8
Erträge vor Risikovorsorge 1 04 804 22 7 27 84 4 1
Erträge nach Risikovorsorge 1 004 7 222 7 1 8 4 28
Verwaltungsaufwendungen 888 81 144 4 14 22 12 2 14
Operatives Ergebnis 116 415 78 240 – 138 63 370 1 144
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 116 415 78 240 – 138 63 370 1 144
2. Quartal 2011 Privat-
kunden
Mittel-
stands-
& Eastern Central Corporates
& Markets
Asset
Based
Portfolio Sonstige
Restruc- und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 14 8 1 22 2 1 1 1 70
Risikovorsorge im Kreditgeschäft 2 – 1 – 2 –1 – 278
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 47 10 10 14 2 1 0 1 12
Provisionsüberschuss 4 274 2 87 28
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
–2 22 70 2 72 8 7
Ergebnis aus Finanzanlagen 1 – 17 2 – 7 – 21 – 4
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
11 –7 –1 1
Sonstiges Ergebnis – 14 10 – 14 4 – 1 1 10
Erträge vor Risikovorsorge 8 2 710 – 44 77 7 2
Erträge nach Risikovorsorge 24 80 247 7 – 777 80 72 2 08
Verwaltungsaufwendungen 84 148 8 144 1 11 2 00
Operatives Ergebnis 79 497 99 281 – 921 64 – 44 55
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 79 497 99 281 – 921 64 – 44 55

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  • 8 Quartalsergebnisse

8 nach Segmenten

3. Quartal 2011 Privat-
kunden
Mittel-
stands-
& Eastern Central Corporates
& Markets
Asset
Based
Portfolio Sonstige
Restruc- und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 47 28 171 141 240 7 1 8
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 4 – 1 – 2 – 24 17 – 41
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 4 477 1 82 – 14 24 1 17
Provisionsüberschuss 40 24 78 – 28 844
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
8 –2 202 – 40 – 21 71
Ergebnis aus Finanzanlagen – 10 7 4 – 1 70 102 – 1 27
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
2 2 1 1
Sonstiges Ergebnis 4 1 21
Erträge vor Risikovorsorge 782 27 448 – 1 07 – 212 447 1 4
Erträge nach Risikovorsorge 2 71 2 8 – 1 1 – 1 447 1 181
Verwaltungsaufwendungen 84 8 14 4 14 17 1 2 0
Operatives Ergebnis 71 345 92 35 – 1 494 – 212 308 – 855
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 71 345 92 35 – 1 494 – 212 308 – 855
4. Quartal 2011 Privat-
kunden
Mittel-
stands-
& Eastern Central Corporates
& Markets
Asset
Based
Portfolio Sonstige
Restruc- und Konso
Konzern
Mio. € bank Europe Finance turing Unit lidierung
Zinsüberschuss 24 47 14 0 22 24 – 1 1 18
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 14 – 21 – 17 – 2 2 – 81
Zinsüberschuss nach Risikovorsorge 77 1 20 0 –2 – 14 1 27
Provisionsüberschuss 24 2 2 82 2 – 41 70
Handelsergebnis und Ergebnis
aus Sicherungszusammenhängen
– 0 170 41 17 – 22 207 8
Ergebnis aus Finanzanlagen –4 –8 –4 –4 – 1 41 – 7 7 – 1 402
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
2 2 1
Sonstiges Ergebnis 1 1 1 – 0 – 2 0 84
Erträge vor Risikovorsorge 87 7 8 7 – 1 048 – 11 81 2 1
Erträge nach Risikovorsorge 10 01 4 41 – 1 227 – 7 8 1
Verwaltungsaufwendungen 801 1 10 14 11 8 7 1 772
Operatives Ergebnis 109 270 214 27 – 1 358 – 45 946 163
Wertminderungen auf
Geschäfts- oder Firmenwerte
sowie Markennamen
Restrukturierungsaufwendungen
Ergebnis vor Steuern 109 270 214 27 – 1 358 – 45 946 163

Herausgeber

Commerzbank AG Zentrale Kaiserplatz Frankfurt am Main www.commerzbank.de

Dieser Geschäftsbericht liegt auch in englischer Sprache vor. Beide Sprachfassungen sind im Internet abrufbar.

http://geschaeftsbericht2011.commerzbank.de

http://annualreport2011.commerzbank.com

ISSN 0414-0443 | VKI 02040

Konzept und Gestaltung wirDesign Berlin Braunschweig

Fotografie

Bloomberg/gettyimages (U3) Marc Darchinger (S. 12) DOTI 2009/Matthias Ibeler (S. 64) Markus Hintzen (Titel, S. 3, S. 5, S. 6, S. 90, S. 100, S. 108, S. 118, S. 126) Claudia Kempf (S. 18)

Titel

Frank A. Bergner Geschäftsführender Gesellschafter Richard Bergner Holding GmbH & Co.KG, Schwabach

Druck und Verarbeitung

Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen

Disclaimer

Vorbehalt bei Zukunftsaussagen

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen zur Geschäfts- und Ertragsentwicklung der Commerzbank, die auf unseren derzeitigen Plänen, Einschätzungen, Prognosen und Erwartungen beruhen. Die Aussagen beinhalten Risiken und Unsicherheiten. Denn es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Dazu gehören vor allem die konjunkturelle Entwicklung, die Verfassung der Finanzmärkte weltweit und mögliche Kreditausfälle. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können also erheblich von unseren heute getroffenen Annahmen abweichen. Sie haben daher nur zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Gültigkeit. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen angesichts neuer Informationen oder unerwarteter Ereignisse zu aktualisieren.

Dieser Geschäftsbericht wurde klimaneutral gestellt. Die durch die Produktion und Distribution verursachte Menge von 52 Tonnen CO2- Emissionen wurde durch Investitionen in Klimaschutzprojekte aus dem "myclimate International Portfolio" kompensiert. Diese hochwertigen Gold-Standard-Klimaschutzmaßnahmen tragen zur weltweiten Reduktion von Treibhausgasemissionen bei und unterliegen der Kontrolle einer durch die Vereinten Nationen anerkannten Prüfungsstelle.

Commerzbank weltweit

Operative Auslandsniederlassungen 25
Repräsentanzen 33
Konzerngesellschaften und wesentliche
Beteiligungen im Ausland
8
Inlandsfilialen im Privatkundengeschäft 1 477
Auslandsfilialen 489
Mitarbeiter weltweit 58 160
Mitarbeiter Ausland 13 686
Mitarbeiter Inland 44 474

Fünfjahresübersicht

Gewinn-und-Verlust-Rechnung Mio. € 2011 2010 20091 20081,2 20071
Zinsüberschuss 6 724 7 054 7 174 4 689 3 971
Risikovorsorge im Kreditgeschäft – 1 390 – 2 499 – 4 214 – 1 855 – 479
Provisionsüberschuss 3 495 3 647 3 773 2 846 3 150
Handelsergebnis und Ergebnis aus
Sicherungszusammenhängen
1 986 1 958 – 409 – 454 879
Ergebnis aus Finanzanlagen – 3 611 108 417 – 665 126
Laufendes Ergebnis aus
at-Equity-bewerteten Unternehmen
42 35 15 40 36
Sonstiges Ergebnis 1 253 – 131 – 22 – 27 196
Verwaltungsaufwendungen 7 992 8 786 9 004 4 956 5 366
Operatives Ergebnis 507 1 386 – 2 270 – 382 2 513
Wertminderungen auf Geschäfts
oder Firmenwerte sowie Markennamen
768
Restrukturierungsaufwendungen 33 1 621 25 8
Ergebnis vor Steuern 507 1 353 – 4 659 – 407 2 505
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag – 240 – 136 – 26 – 466 580
Konzernfremden Gesellschaftern
zustehende Gewinne/Verluste
109 59 – 96 59 8
Konzernergebnis3 638 1 430 – 4 537 0 1 917
Kennzahlen
Ergebnis je Aktie (€) 0,18 1,21 – 4,40 0,00 2,92
Dividendensumme (Mio. €) 657
Dividende je Aktie (€) 1,00
Operative Eigenkapitalrendite (%) 1,7 4,5 – 8,0 – 2,6 18,7
Eigenkapitalrendite auf das Konzernergebnis3, 4 (%) 2,2 4,7 – 16,5 0,0 15,4
Aufwandsquote im operativen Geschäft (%) 80,8 69,3 82,2 77,1 64,2
Bilanz Mrd. € 31.12.2011 31.12.2010 31.12.20091 31.12.20082 31.12.2007
Bilanzsumme 661,8 754,3 844,1 625,2 616,5
Kreditvolumen 303,9 330,3 368,4 313,7 316,6
Verbindlichkeiten 459,5 531,8 567,0 464,5 490,0
Eigenkapital 24,8 28,7 26,6 19,8 16,1
Kapitalquoten %
Kernkapitalquote 11,1 11,9 10,5 10,1 6,9
Eigenmittelquote 15,5 15,3 14,8 13,9 10,8
Lang- / Kurzfrist-Ratings
Moody's Investors Service, New York A2/P-15 A2/P-1 Aa3/P-1 Aa3/P-1 Aa3/P-1
Standard & Poor's, New York A/A-1 A/A-1 A/A-1 A/A-1 A/A-1
Fitch Ratings, New York/London A+/F1+ A+/F1+ A+/F1+ A/F1 A/F1

1 Anpassung aufgrund Vereinheitlichung der Ausweisstruktur.

2 Nach Anpassung Counterparty Default Adjustments.

3 Soweit den Commerzbank-Aktionären zurechenbar.

4 Die Eigenkapitalbasis bildet das den Commerzbank-Aktionären zurechenbare durchschnittliche Konzernkapital ohne Berücksichtigung der durchschnittlichen

Neubewertungsrücklage und der Rücklage aus Cash Flow Hedges.

5 Rating seit Januar 2012 auf "Review for Downgrade".

Finanzkalender 2012/2013
9. Mai 2012 Zwischenbericht Q1 2012
23. Mai 2012 Hauptversammlung
9. August 2012 Zwischenbericht Q2 2012
8. November 2012 Zwischenbericht Q3 2012
Ende März 2013 Geschäftsbericht 2012

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