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Clariant AG Annual Report 2002

Jan 1, 2003

856_10-k_2003-01-01_c499a5bd-0b13-4dcd-9cd8-889e740936f4.pdf

Annual Report

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Finanzbericht 2002

Es können bestimmte Ereignisse eintreten, die zu einer materiellen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht gemachten Voraussagen führen könnten; deswegen sind sämtliche in diesem Bericht enthaltenen vorausschauenden Aussagen eingeschränkt. Investoren werden darauf hingewiesen, dass alle vorausschauenden Aussagen Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Verschiedene Umstände können zu materiellen Abweichungen in den tatsächlichen Ergebnissen führen. Dazu gehören auch der Zeitpunkt und die Bedeutung neuer Produkteinführungen, Preisstrategien von Konkurrenten, die Fähigkeit des Konzerns, weiterhin von den Lieferanten adäquate Produkte zu akzeptierbaren Bedingungen zu erhalten, die Fähigkeit, die Finanzierungsbedürfnisse zu befriedigen und die Liquidität sicherzustellen, Veränderungen der gesetzlichen Vorschriften oder im politischen und sozialen Umfeld, in welchem sich der Konzern bewegt, oder wirtschaftliche und technische Trends, oder Bedingungen einschliesslich Währungsschwankungen, Inflation und Konsumverhalten auf globaler, regionaler und

Vorausschauende Aussagen

Impressum

Herausgeber

Fotografie Lou Dick, Basel Lithografie

Druck

Clariant International AG Corporate Communications Konzept, Text, Gestaltung

Blue Horizon AG, Zürich

Printlink AG, Wetzikon © 2003 Clariant International AG

Dieser Finanzbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich. Der englische Text ist massgebend.

www.clariant.com

Clariant International AG Rothausstrasse 61

CH-4132 Muttenz 1, Schweiz

Rothausstrasse 61 CH-4132 Muttenz 1, Schweiz

Clariant Finanzbericht 2002

Ramstein Ehinger Associates AG, Basel

nationaler Ebene.

Jahresübersicht

Umsatz nach Divisionen

Total 2002: 9 330 Mio. CHF

1 Textil, Leder & Papierchemikalien
2 Funktionschemikalien
3 Pigmente & Additive
4 Life Science & Elektronikchemikalien
5 Masterbatches

Kennzahlen 2002 2001
Umsatz Divisionen mit Dritten Mio. CHF 9 330 9 871
Operatives Ergebnis vor Restrukturierung,
Veräusserungen und Abschreibung auf Goodwill 690 631
Konzernverlust - 648 - 1 242
Bilanzsumme 8 550 10 555
Eigenkapital 914 1 958
Investitionen in Sachanlagen 339 505
Forschung und Entwicklung 352 409
Personalaufwand 2 097 2 346
Mitarbeitende (am Jahresende) Anzahl 27 849 28 904
Verlust pro Aktie CHF - 4.30 - 8.14
Dividende pro Aktie CHF –1 0.30

1 Siehe S. 5, Absatz Dividende

Kurzporträt

Clariant ist ein weltweit führendes Unternehmen der Fein- und Spezialitätenchemie. In den mehr als 100 Konzerngesellschaften auf fünf Kontinenten erwirtschaften rund 28 000 Mitarbeitende mehr als 9 Milliarden CHF Umsatz pro Jahr. Hauptsitz ist Muttenz bei Basel, Schweiz.

Clariant ist in fünf Divisionen gegliedert: Textil, Leder & Papierchemikalien, Pigmente & Additive, Masterbatches, Funktionschemikalien sowie Life Science & Elektronikchemikalien. Die Divisionen operieren im Rahmen der Konzernstrategie eigenständig und sind für ihren Geschäftserfolg in vollem Umfang selbst verantwortlich.

Die innovativen Produkte von Clariant spielen in den Herstellungs- und Verarbeitungsprozessen der Kunden eine entscheidende Rolle oder verleihen deren Endprodukten wertsteigernde Eigenschaften. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf dem Knowhow der Mitarbeitenden und ihrer Fähigkeit, neue Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und gemeinsam mit den Kunden innovative und effiziente Lösungen zu finden.

Clariant setzt auf nachhaltiges Wachstum, das auf der eigenen Innovationskraft beruht. Ziel ist, 30% des Umsatzes mit Produkten und Dienstleistungen zu generieren, die nicht älter als fünf Jahre sind. Clariant – Exactly your Chemistry.

Inhalt

Finanzieller Lagebericht 2
Corporate Governance 12
Rechnungsabschluss 2002
des Clariant Konzerns
Konzern Bilanzen 22
Konzern-Erfolgsrechnungen 23
Konzern-Geldflussrechnungen 24
Aufstellung über die Veränderung
des konsolidierten Eigenkapitals 25
Anhang zur Konzernrechnung 26
Bericht der Konzernprüfer 47
Statistischer Überblick Konzern
5-Jahres-Übersicht Konzern 48
Entwicklung des Umsatzes
nach Divisionen 49
Entwicklung des Umsatzes
nach Regionen 49
Aktieninformation 50
Aktionärsstruktur 51
Wichtigste Gesellschaften
des Clariant Konzerns 52
Rechnungsabschluss 2002
der Clariant AG, Muttenz
Bilanzen der Clariant AG
(vor Dividendenvorschlag) 54
Erfolgsrechnungen der Clariant AG 55
Antrag zur Verrechnung
des Bilanzverlustes 55
Anhang zur Jahresrechnung 56
Bericht der Revisionsstelle 58
Vorausschauende Aussagen 59

1

Clariant im Jahr 2002

Überblick

Im schwierigen Jahr 2002 hat Clariant mehr Meilensteine erreicht, als in den Zahlen zum Ausdruck kommt. Ein negativer Faktor war, dass der für die Division Life Science & Elektronikchemikalien verbuchte Goodwill und Teile des Sachanlagevermögens als nicht werthaltig eingestuft und folglich abgeschrieben werden mussten. Dies hat im zweiten Jahr in Folge zu einem Nettoverlust geführt.

Demgegenüber ist es dem Unternehmen wie im Vorjahr gelungen, bei einem seiner vordringlichsten Probleme Fortschritte zu erzielen – der Reduzierung der Finanzschulden. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Nettofinanzschulden um mehr als 800 Mio. CHF abgebaut werden. Diese Verbesserung ist das Ergebnis einer Kombination von Faktoren: strenge Investitionsdisziplin und striktes Working-Capital-Management, Abgabe einiger Randaktivitäten sowie die Entwicklung der Wechselkurse, die einerseits zwar negative Spuren in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung hinterliess, andererseits aber zum Abbau der Finanzschulden beitrug.

Der wirtschaftliche Aufschwung, der für das Jahr 2002 weithin erwartet worden war, blieb aus, weshalb die zu Jahresbeginn aufgestellten Umsatzziele nur unter erschwerten Bedingungen zu erreichen waren.

Zu den wichtigsten Resultaten des Berichtszeitraums zählen:

  • ein Nettoverlust in Höhe von 648 Mio. CHF wegen Wertminderungen bei Goodwill und im Sachanlagevermögen
  • eine Reduzierung der Nettoverschuldung um mehr als 800 Mio. CHF von 4.28 Mrd. CHF Ende 2001 auf 3.47 Mrd. CHF Ende 2002
  • eine Reduzierung der Investitionen in Sachanlagen von 505 Mio. CHF in 2001 auf 339 Mio. CHF in 2002
  • eine Reduzierung der Beschäftigtenzahl um 1 055 auf 27 849 (einschliesslich verkaufter Aktivitäten)
  • ein Umsatzanstieg in lokaler Währung um 3% gegenüber dem Vorjahr (5% auf vergleichbarer Basis)
  • eine Verbesserung im Absatzvolumen und im Produktmix, die den anhaltenden Preisdruck kompensierte
  • eine Ausweitung der operativen Marge von 6.2% auf 7.4% trotz schwieriger Marktbedingungen
  • ein EBITDA in Höhe von 1 193 Mio. CHF, was einer Umsatzmarge von 12.8% entspricht.

Das von Clariant im Jahr 2001 aufgelegte, weit reichende Restrukturierungsprogramm verlief nach Plan. Im Jahr 2002 wurden sechs Anlagen stillgelegt und das Kostenniveau um 100 Mio. CHF gesenkt.

Das Jahr 2002 war für Clariant auch von einigen Rückschlägen geprägt. So kam es bei einer neuen Anlage für Waschmittelrohstoffe in den USA zu unerwarteten technischen Problemen, die zusätzliche Investitionen erforderten und Aufwendungen verursachten. Dies hatte einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis des Konzerns und der Division Funktionschemikalien.

Durch die Abspaltung von Geschäftseinheiten hat Clariant ihr Portfolio weiter gestrafft und ihre Präsenz in Geschäftsfeldern mit hoher Abhängigkeit von Rohstoffpreisen reduziert. Zu den wichtigsten Desinvestitionen zählen der Verkauf des europäischen Dispersionsgeschäfts und des europäischen Teils der weltweiten Dispersionspulveraktivitäten an die Celanese AG sowie der Verkauf der portugiesischen Tochtergesellschaft Resiquímicas, die für das Dispersionsgeschäft im portugiesischen Markt zuständig ist, an den früheren Minderheitsaktionär Socer. Seit Auflösung der Division Celluloseether & Polymerisate war das Dispersionsgeschäft der Division Textil, Leder & Papierchemikalien zugeordnet. Im Dezember verkaufte Clariant zudem ihr zur Division Textil, Leder & Papierchemikalien in Nordamerika gehörendes Hydrosulfit-Geschäft an Chemtrade in Kanada.

Finanzieller Lagebericht

Marktbedingungen

Wirtschaftliche Entwicklung

Angesichts weit reichender fundamentaler Ungleichgewichte schafften es die wichtigsten Märkte der Welt im Verlauf des Jahres 2002 nicht, auf einen soliden, nachhaltigen Wachstumspfad zurückzukehren. Die Volkswirtschaften in Europa und Japan blieben ohne Dynamik, während sich die in die US-Konjunktur zu Jahresbeginn 2002 gesetzten Hoffnungen nicht voll erfüllten. Das wirtschaftliche Klima wurde von Bilanzskandalen und Diskussionen um Corporate Governance sowie der Sorge um einen Krieg im Irak und Deflation zusätzlich belastet. Trotz sehr niedriger Zinsen in den meisten wichtigen Volkswirtschaften erfuhren die von hoher Volatilität geprägten Aktienmärkte einen schweren Abschwung. Ein Mangel an wirtschaftlicher Zuversicht war in den meisten, wenn auch nicht allen Endverbrauchermärkten für Clariant-Produkte zu beobachten. Kunden hielten sich weiterhin mit Investitionen zurück und agierten aufgrund der mangelnden Ausgaben- und Investitionsbereitschaft ihrer eigenen Kunden mit Vorsicht. Viele Branchen setzten den Abbau von (Über-)Kapazitäten fort, was insbesondere für die Chemieindustrie galt. Es spricht einiges dafür, dass viele Unternehmen jetzt für den lang erwarteten Aufschwung gerüstet sind.

Geografische Entwicklung

Die Umsatzerlöse waren vornehmlich aufgrund der Stärke des Schweizer Frankens in allen Regionen rückläufig. Europa blieb weiterhin schwach, sowohl in lokaler Währung als auch in Schweizer Franken, während in den USA ein bescheidenes Umsatzwachstum von der zunehmenden Stärke des Schweizer Frankens überlagert wurde. In Brasilien zehrte die Schwäche des Reals im Verhältnis zum Schweizer Franken ein starkes Umsatzwachstum von 28.6% weitgehend auf. Auch in Japan überlagerte der starke Schweizer Franken ein bescheidenes Plus von 3%. Hongkong verzeichnete weiterhin ein starkes Umatzwachstum, sowohl in Landeswährung (17.9%) als auch in Schweizer Franken (8.8%). Die anhaltende Konjunkturflaute in der Eurozone beeinträchtigte die Umsätze in Europa, während die Erlöse in den USA leicht zulegten, obwohl die wirtschaftliche Erholung wesentlich moderater als erwartet ausfiel.

Währungsentwicklung

Alle für Clariant wichtigen Währungen haben im Verlauf des Jahres 2002 gegenüber dem Schweizer Franken erheblich an Wert verloren. Der im Jahr 2001 zu beobachtende Trend setzte sich fort und erfasste auch den US-Dollar, wobei der Status des Schweizer Frankens als eines sicheren Anlagehafens im Jahr 2002 viele Investoren deutlich beeinflusst hat.

Die für Clariant wichtigsten Wechselkursveränderungen betrafen den Euro (-2.9%), den US-Dollar (-7.7%), den Yen (-10.6%), das britische Pfund (-3.8%) und den brasilianischen Real (-24.5%). Die meisten anderen für Clariant relevanten Währungen schwächten sich ebenfalls signifikant ab (zwischen -5 und -11%). Diese Veränderungen wirkten sich unmittelbar auf den Umsatz von Clariant aus. In der Umrechnung führten die Wechselkursveränderungen zu einer Erlösschmälerung von 8.1%. In Lateinamerika überlagerte dieser Effekt sehr erfreuliche

Umsatz- und Ergebnisbeiträge in lokaler Währung. Beide Grössen legten in lokaler Währung deutlich zu, was aber in der Umrechnung nicht zum Ausdruck kommt. Die Stärke des Schweizer Frankens zum Jahresende hatte allerdings in der Bilanz auch positive Auswirkungen. Insbesondere die Umrechnung von auf Fremdwährung lautenden Finanzschulden in Schweizer Franken trug zu einer Reduzierung der Nettofinanzschulden um knapp 190 Mio. CHF bei.

Entwicklungen in wichtigen Märkten

Die deutsche Konjunktur befindet sich seit zwei Jahren nahezu in Stagnation.

Der Absatz der deutschen chemischen Industrie erhöhte sich im Jahr 2002 um 2.5% im Vergleich zum Vorjahr, die Verkaufspreise gingen jedoch weiter zurück. Der Inlandumsatz schrumpfte um 1.5%, während die Exporterlöse um 0.5% zulegten. Für das Jahr 2003 wird eine ähnliche Situation wie im Vorjahr erwartet.

In den USA haben sich die Marktbedingungen im Jahresverlauf 2002 gemessen am Vorjahr insgesamt aufgehellt. Der leichte Anstieg in der Industrieproduktion und bei der Kapazitätsauslastung sind ein hoffnungsvolles Signal. Obgleich der Rückgang der Produzentenpreise nicht annähernd so ausgeprägt war wie im Jahr 2001 und sogar erste Anzeichen einer Stabilisierung zu erkennen waren, fielen die Preise im Jahr 2002 abermals. Viele Endverbrauchermärkte wiesen im Jahr 2002 Erholungstendenzen auf, während andere vor einer Trendwende standen. Speziell die Automobilbranche und die private Wohnungsbauwirtschaft erlebten deutliche Umsatzzuwächse. Diese Einflüsse finden ihren Niederschlag in der Performance der Clariant Corporation im Jahr 2002. Die Umsätze stiegen um 1.5%, der Absatz um 5.3%.

Angesichts historisch niedriger Vorräte und aufgeschobener unternehmerischer Investitionen präsentiert sich die US-Konjunktur in erheblich besserer Verfassung als vor einem Jahr und zeigt alle Voraussetzungen für weiteres Wachstum im Jahr 2003.

Die Lage in Brasilien wurde von Ereignissen in anderen Ländern des Kontinents beeinflusst. Die Argentinien-Krise und die jüngsten Unruhen in Venezuela schlugen sich auch auf das Investorenverhalten in Bezug auf Brasilien nieder. Die politischen Unsicherheiten des Landes im vergangenen Jahr trugen nicht dazu bei, diese Wirkung zu mindern. Der in der Folge sinkende Aussenwert des Reals sorgte auf der anderen Seite für eine Stärkung der brasilianischen Exportindustrie, wovon auch Clariant profitieren konnte.

Für das Jahr 2003 werden ein moderates Wirtschaftswachstum und steigende Exporte erwartet, unterstützt durch den nach wie vor günstigen Wechselkurs.

Nach einer langen Phase der wirtschaftlichen Stagnation lieferte die japanische Konjunktur auch im Jahr 2002 keine eindeutigen Signale für eine Erholung. Gleichwohl legt die Industrieproduktion zwar langsam, aber stetig zu. Jedoch sieht sich besonders die Chemieindustrie mit der schwierigen Situation konfrontiert, dass viele Kunden ihre Produktionsanlagen nach China, Taiwan und in andere asiatische Länder verlagern. Chemieunternehmen erwarten 2003 ein weiteres Stagnationsjahr, insbesondere wenn sie eine starke Inlandausrichtung auf Branchen wie Textilien, Informationstechnologie, Bau usw. aufweisen.

Umsatz und Betriebsergebnis

Der Umsatz auf vergleichbarer Basis hat sich gegenüber dem Vorjahr in lokaler Währung um 4.7% erhöht und sich in Schweizer Franken um 3.3% abgeschwächt. Alle Divisionen erzielten Zuwächse im Absatz und Verbesserungen im Produktmix, was von rückläufigen Verkaufspreisen nicht aufgezehrt wurde.

Trotz widriger Umstände ging der Anteil der Herstellkosten am Umsatz von 68.8% in 2001 auf 67.3% in 2002 zurück. Dies war das Ergebnis mehrerer Faktoren: Die Grundkapazität hat sich durch das im Jahr 2001 eingeleitete Restrukturierungsprogramm deutlich reduziert. Die Kapazitätsauslastung verbesserte sich durch die höheren Produktions- und Absatzmengen. Zudem kam es zu einem Rückgang der Rohstoffpreise, der nicht vollständig durch den Rückgang der Verkaufspreise zugedeckt wurde.

Während die variablen Marketing- und Vertriebskosten prozentual zum Umsatz stabil blieben, konnten bei den entsprechenden Fixkosten leichte Einsparungen erzielt werden. Zudem bewirkte die Währungsumrechnung in Schweizer Franken eine zusätzliche Kostenentlastung. Das laufende Sparprogramm führte auch zu einem effizienteren Einsatz finanzieller Ressourcen in Forschung und Entwicklung. Die Aufwendungen in Prozenten des Umsatzes verringerten sich von 4.1% in 2001 auf 3.8% in 2002 und bewegten sich damit um das langfristige Ziel von 4% des Umsatzes. Die bedeutendsten Kostensenkungen wurden in den Divisionen Textil, Leder & Papierchemikalien sowie Life Science & Elektronikchemikalien erzielt.

Die Erträge von assoziierten Gesellschaften verringerten sich leicht von 42 Mio. CHF in 2001 auf 36 Mio. CHF. Dies resultiert aus dem Vorjahresverkauf des 50%-Anteils an dem britischen Unternehmen Harlow Chemicals an Yule Catto und dem geringeren Beitrag der von der deutschen Tochtergesellschaft Clariant GmbH gehaltenen Infraserv-Unternehmen. Bis zu einem gewissen Grad wurde dies durch die Erträge anderer Beteiligungen aufgefangen – kleinerer verbundener Unternehmen in Fernost und einer höheren Beteiligung an der schwedischen Clariant Perstorp, die Ende 2002 im Rahmen der Veräusserung des Dispersionsgeschäfts wieder verkauft wurde.

Die Verwaltungs- und Gemeinkosten sind in erheblichem Umfang von Einmalaufwendungen geprägt. Am stärksten fielen in diesem Zusammenhang die Kosten für die Installation einer grossen Anlage in den USA ins Gewicht, bei der technische Probleme zu zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von fast 50 Millionen Schweizer Franken führten, die nicht aktiviert werden konnten. Weitere Kosten entstanden durch die Kündigung eines Fertigungsabkommens mit einem Lieferanten, was zu einer besseren Kapazitätsauslastung bei Clariant führen wird, und die Bildung neuer Rückstellungen für bestimmte Umweltkosten.

Im zweiten Jahr in Folge war Clariant verpflichtet, Goodwill und Anlagevermögen aus der Übernahme der BTP-Gruppe im Jahr 2000 kritisch auf eine Wertbeeinträchtigung zu überprüfen. Trotz des nachweislichen Fortschritts bei den Absatzmengen und der Profitabilität musste festgestellt werden, dass angesichts der anhaltend schwierigen Marktsituation von einer Werthaltigkeit der Bilanzansätze für Goodwill und Anlagevermögen der BTP-Gruppe auf absehbare Zeit nicht auszugehen ist. Als Folge wurden der gesamte verbliebene, der Division Life Science & Elektronikchemikalien zugeordnete Goodwill sowie Teile des Anlagevermögens der Division vornehmlich in den USA abgeschrieben. Dieser Rückschlag wird Clariant nicht davon abhalten, die besagten Bereiche weiter zu rationalisieren und sie zu einem profitablen Teil des Konzernportfolios zu machen.

Der Finanzertrag ging zurück, was mit dem niedrigsten Zinsniveau seit Jahrzehnten zu erklären ist. Der Finanzaufwand hat vom gleichen Umstand profitiert sowie von der Rückführung der Finanzschulden durch die Investitionskürzungen und den Verkauf zahlreicher Aktivitäten. Darüber hinaus bestehen günstige Finanzierungskonditionen, da fast ein Drittel der langfristigen Finanzschulden auf den japanischen Yen lautet.

Die günstige Entwicklung beim Nettofinanzaufwand wurde durch Währungsverluste aus Wechselkursdifferenzen kompensiert, ausgelöst durch den Anstieg des Schweizer Frankens, den Wertverlust des US-Dollar und mehrerer lateinamerikanischer Währungen. Vor allem in Lateinamerika aktive Unternehmen und solche, die auf US-Dollars lautende Forderungen halten, spürten gegen Jahresende von der Währungsfront einen scharfen Gegenwind.

Der Steueraufwand wird weiterhin von dem Umstand geprägt, dass ein erheblicher Teil des Gewinns von Clariant in Ländern mit hohen Steuerquoten erwirtschaftet wird, wie Deutschland, Italien oder Japan. In den Jahren 2001 und 2002 gelang es den US-Aktivitäten nicht, zu versteuernde Erträge zu erwirtschaften, und zurzeit kann in diesen Unternehmen kein weiteres Steuerguthaben aktiviert werden. Einen zusätzlichen Anstieg in der Steuerquote des Konzerns verursachte die durch die Werthaltigkeitsprüfung bedingte Abschreibung des Sachanlagevermögens, die ebenfalls nicht zu aktivierbaren Steuerguthaben führte. Es gilt jedoch zu berücksichtigen, dass in jüngerer Zeit Aktivitäten in steuerlich vorteilhaften Ländern wie China erheblich an Bedeutung gewonnen haben und dazu beitragen werden, die Steuerbelastung des Konzerns in absehbarer Zeit zu senken.

Zusammengenommen führten die beschriebenen Faktoren zu einem negativen Jahresergebnis. Obwohl die Situation in keinster Weise beschönigt werden soll, ist das Management davon überzeugt, dass der im Wesentlichen durch Abschreibungen verursachte Verlust den reellen operativen Fortschritt des Unternehmens im Jahr 2002 überschattet.

Bilanz

Die Bilanzsumme verkürzte sich von 10 555 Mio. CHF in 2001 auf 8 550 Mio. CHF. Dazu trugen eine Reihe von Faktoren bei. Zum einen haben die Verkäufe zu einem deutlichen Rückgang des Anlagevermögens, der Vorräte und in geringerem Masse der Forderungen beigetragen. Des Weiteren kam es zu einem weiteren Anstieg des Schweizer Frankens, insbesondere in der zweiten Jahreshälfte, was eine Wertminderung aller in fremder Währung geführten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten bewirkte. Einen spürbaren Beitrag leistete zudem ein striktes Management des Betriebsvermögens, das bei einem unter den Abschreibungen liegenden Investitionsbudget vor allem im Anlagevermögen zum Ausdruck kommt.

Das Nettobetriebsvermögen spiegelt diese Effekte mit einem Rückgang auf 4 453 Mio. CHF zum Jahresende wider, nach 6 314 Mio. CHF im Vorjahr.

Gearing, das die Nettofinanzschulden im Verhältnis zum Eigenkapital einschliesslich Minderheitenanteile ausdrückt, stieg von 211% in 2001 auf 345%. Diese Entwicklung basiert auf drei Einflussfaktoren, von denen der Rückgang des Eigenkapitals durch die werthaltigkeitsbedingten Abschreibungen auf Goodwill und das Sachanlagevermögen der wichtigste war. Die Auswirkungen wurden durch den Abbau der Finanzschulden in Folge der Verkäufe und der Wechselkursentwicklung des Schweizer Frankens gemildert.

Das Nettoumlaufvermögen (definiert als Vorräte plus Forderungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) wurde im Berichtszeitraum effizient gesteuert: Es stieg unter Ausklammerung der Veräusserungseffekte nur geringfügig, obwohl die Durchsetzung früherer Zahlungsziele im gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld schwierig ist. Vorräte und Forderungen erhöhten sich leicht. Zum Jahresende betrug das Nettoumlaufvermögen 2 363 Mio. CHF (26.8% des Umsatzes fortgeführter Aktivitäten), verglichen mit 2 705 Mio. CHF (28% des in 2001 ausgewiesenen Umsatzes fortgeführter Aktivitäten) am Ende des Vorjahres.

Cashflow

Die Cashflow Rechnung ist geprägt vom Einfluss der verschiedenen Desinvestitionen, die Clariant im Verlauf des Jahres vorgenommen hat. Die Effekte dieser Transaktionen sind zusammengefasst in der Zeile «Veräusserung von Geschäftsaktivitäten» im Abschnitt «Cashflow aus Investitionstätigkeit».

Dies führt zu einigen Problemen bei der Überleitung der Entwicklung der Bilanzpositionen vom Vorjahr zum Berichtsjahr, wobei die Veränderungen in der Cashflow Rechnung zu sehen sind. Die in der Cashflow Rechnung dargestellten Veränderungen der Bilanzpositionen sind vor Veräusserungen und Wechselkursveränderungen.

Unter Ausklammerung dieser Einflüsse ergibt sich bei Clariant ein geringfügiger Anstieg der Vorräte und Forderungen. Die Investitionen in Sachanlagen blieben deutlich unter dem Vorjahreswert und unter den Abschreibungen.

Die liquiden Mittel haben sich aufgrund der Verkäufe, die zu Zahlungseingängen am Jahresende führten, spürbar erhöht.

Weitere wichtige Positionen in der Cashflow Rechnung sind die Dividendenzahlungen von at equity-bilanzierten Beteiligungen, die eine Sonderausschüttung von mehr als 50 Mio. CHF von zwei deutschen Infraserv-Gesellschaften enthalten, ein signifikanter Rückkauf eigener Aktien als Folge der Auflösung eines Optionsgeschäfts (Call-Put-Struktur) mit einer Bank sowie die Tilgung von Finanzschulden in Höhe von mehr als 530 Mio. CHF.

Verlust pro Aktie

Die Anzahl der Aktien am Ende des Jahres 2002 betrug insgesamt 153 440 000. Davon befanden sich am Jahresende 149 652 172 im Umlauf, bei den verbleibenden 3 787 828 handelt es sich um vom Unternehmen zurückgekaufte Aktien (Treasury Stock). Die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien, die die Grundlage für die Berechnung des Gewinns pro Aktie bilden, betrug 150 890 166, verglichen mit 152 573 596 im Vorjahr. Der Verlust pro Aktie belief sich somit auf 4.30 CHF, verglichen mit einem Verlust von 8.14 CHF in 2001.

Dividende

Das Schweizer Obligationenrecht schreibt vor, dass zur Zahlung einer Dividende das Eigenkapital mindestens aus dem einbezahlten Aktienkapital sowie einer gesetzlichen Reserve in Höhe von 20% des einbezahlten Aktienkapitals besteht. Zum 31. Dezember 2002 erfüllte das Eigenkapital der Clariant AG diese Voraussetzung nicht. Eine Dividende wird nicht gezahlt.

Verkauf von Geschäftsaktivitäten und Beteiligungen

Im Berichtszeitraum verkaufte Clariant das europäische Dispersionsund Dispersionspulvergeschäft, das der Division Textil, Leder & Papierchemikalien und zu einem geringen Teil den Funktionschemikalien zugeordnet war. Der Grossteil dieser Aktivitäten befindet sich in Deutschland und Spanien sowie in kleinerem Umfang in Frankreich, Griechenland und Grossbritannien. Darüber hinaus gab es zwei at equity-Beteiligungen in Schweden und Slowenien. In einer separaten Transaktion wurden die Dispersionsaktivitäten in Portugal an einen früheren Minderheitsaktionär verkauft.

In Nordamerika wurden die Hydrosulfitaktivitäten verkauft, die ebenfalls Teil der Division Textil, Leder & Papierchemikalien waren. Die Anlagen befinden sich im Wesentlichen in den USA; einige Fertigungsaktivitäten und Vertriebsbüros befinden sich in Kanada.

Dem vorangegangen war der Verkauf der ProBioSint in Italien an ihre früheren Eigentümer. Das Unternehmen gehörte zur Division Life Science & Elektronikchemikalien.

Divisionen

Textil, Leder & Papierchemikalien

2002 2001
Umsatz Mio. CHF 2 306 2 470
EBITDA Mio. CHF 299 322
EBIT-Marge % 8.3 8.5
EBITDA-Marge % 13.0 13.0

Position

Die Division ist Marktführer im Segment Textil- und Lederchemikalien. Sie gehört ferner zu den Top 3 in den Bereichen Textilfarbstoffe und Papierchemikalien.

Geschäftsverlauf

In einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld lag die Leistung in lokaler Währung insgesamt über dem Niveau des Vorjahres. Dazu haben stabile Margen, höhere Absatzmengen und ein nur moderater Preisdruck beigetragen.

Das Resultat der Textil-Geschäftseinheiten wurde zu einem gewissen Grad von dem anhaltenden Rückgang der Schlüsselmärkte USA, Europa und Japan sowie der Verlagerung der Produktion chemischer Grundstoffe nach Asien und insbesondere China beeinflusst. Obwohl die Entwicklung in Indien, Südostasien und China deutlich über den Erwartungen lag, konnten die dort erzielten Erlöse den Rückgang der traditionellen Märkte nicht kompensieren.

Allerdings gelang es, dank Produkten mit sehr guten Echtheitswerten Marktanteile im Bereich hochwertiger Automobiltextilien zu gewinnen. Die Geschäftseinheit Textilchemikalien erzielte gute Ergebnisse bei Technischen Textilien und verzeichnete hohe Wachstumsraten in Pakistan, Indien und in der Türkei.

Die Geschäftseinheit Papier vermochte sich in allen Regionen sehr gut zu behaupten. Der wachsende Preisdruck bei optischen Aufhellern wurde durch erhöhte Absatzmengen aufgefangen. Im Bereich der margenstarken Farbstoffe konnten sowohl die Menge als auch das Preisniveau gehalten werden.

Im Bereich Leder belebte sich die Umsatzentwicklung nach einem schleppenden Beginn kontinuierlich und erreichte in Lokalwährung das Vorjahresniveau. Durch stabile Umsätze in traditionellen Märkten (Schuhe, Bekleidung, Polster) und eine verstärkte Präsenz im Automobilgeschäft konnte die Rentabilität gesteigert werden.

Das trotz der schlechten Baukonjunktur gute Abschneiden der Geschäftseinheit Dispersionen ist auf die Restrukturierungsmassnahmen der vergangenen Jahre sowie günstige Rohstoffpreise in der ersten Jahreshälfte 2002 zurückzuführen.

Marktentwicklung

Die Verlagerung der traditionellen Textil- und Lederindustrien nach Asien und insbesondere China wird sich in beschleunigtem Tempo fortsetzen. Standorte mit niedrigen Kosten in der Türkei und der Karibik profitieren von ihrer Fähigkeit, auf Kundenwünsche nach Spezialfarbstoffen kurzfristig reagieren zu können. Die wachsende Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten und Verfahren, auch in Schwellenländern, wird zu neuen Geschäftsmöglichkeiten führen.

Strategie

Die Geschäftseinheiten Textil werden sich darauf konzentrieren, ihre Marketingorganisation in Asien und insbesondere China auszuweiten, um in dieser Region Marktanteile zu gewinnen. In Europa werden die Vertriebskanäle optimiert und die Produktion rationalisiert, um die Kostenbasis zu senken und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Die Schwerpunkte der Geschäftseinheit Papier liegen weiterhin auf starken Kundenbeziehungen, insbesondere mit Grosskunden, sowie in der Implementierung neuer rentabler Lösungen. Der Verkauf des Dispersionsgeschäfts in Europa und der Hydrosulfitaktivitäten in Nordamerika bildet Teil der Strategie, das Portfolio weiter zu straffen und die Abhängigkeit von Rohstoffpreisen zu verringern.

Innovation

Mit Archroma Global Services® hat der Bereich Textilfarbstoffe seinen Kundenservice um Dienstleistungen für Einzelhändler und Markenunternehmen diversifiziert. Die Textilforschung entwickelt Hochleistungsfarbstoffe, die ausgezeichnete Echtheitsgrade bei Automobiltextilien (Foron AS-Bl® in Verbindung mit Fadex ECS®) und bei Mikrofasern für Freizeitkleidung (Forn S-WF® und Nylosan®) ermöglichen. Zudem wurde eine Vielzahl innovativer Veredlungsprodukte der Nuva®-Marken für Wasser- und Schmutz abweisende Kleidung und Teppichböden eingeführt.

Ausblick

Im Jahr 2003 wird die Textilindustrie weitere Produktionskapazitäten von den USA und Europa nach Asien verlagern. Die Division geht davon aus, mit ihrer neuen Produktionsanlage in Tianjin von dieser Entwicklung zu profitieren und einen grösseren Marktanteil zu erreichen. Im laufenden Jahr wird das verbliebene Dispersionsgeschäft in die Geschäftseinheit Textilchemikalien integriert. Der Ausblick für den Papiermarkt ist positiv. Im Lederbereich und im Textilsektor werden stabile Umsätze erwartet.

Pigmente & Additive

2002 2001
Umsatz Mio. CHF 1 814 1 872
EBITDA Mio. CHF 285 296
EBIT-Marge % 11.2 12.1
EBITDA-Marge % 15.7 15.8

Position

Die Division ist Weltmarktführer bei organischen Pigmenten und ein führender Anbieter von Additiven für Farben und Kunststoffe, Wachsen und Flammschutzmitteln für hochwertige Spezialanwendungen.

Geschäftsverlauf

Trotz des fortgesetzten wirtschaftlichen Abschwungs konnte die Division den Trend umkehren und Marktanteile gewinnen, was zu einem beachtlichen Wachstum von 4% in lokaler Währung führte. Während die Geschäftseinheit Druckfarben spürbar unter den schwachen Abnehmermärkten litt (Verpackungs- und Zeitungsmarkt), konnte die Geschäftseinheit Pigmente ein signifikantes Wachstum in lokaler Währung verbuchen, hauptsächlich in den Bereichen Kunststoffe, Coatings und berührungsloser Druck. Die Nachfrage nach Spezialadditiven war ebenfalls ausgeprägt und ermöglichte der Geschäftseinheit Additive ein gutes Wachstum in lokaler Währung.

Die operative Rendite konnte gehalten werden, bei den Vorräten kam es zu einem deutlichen Abbau. Umfangreiche Restrukturierungsmassnahmen, die eine Verbesserung der Wettbewerbsposition über die nächsten Jahre bewirken, wurden abgeschlossen.

Marktentwicklung

Während Lateinamerika und insbesondere Asien positive Entwicklungen aufwiesen, wurde das Bild in den wichtigsten europäischen Märkten und den US-Märkten von fortgesetzter wirtschaftlicher Schwäche und schwindender Hoffnung auf eine Erholung geprägt.

Strategie

Die Division hat im laufenden Jahr eine neue Strategie beschlossen, die einen Ausbau ihrer Marktführerschaft zum Ziel hat. Diese Strategie hat drei Kernelemente. Zum Ersten werden innerhalb des weltweiten Produktionsnetzes Verfahren optimiert, um Kosten zu senken. Standorte in Asien werden dabei zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zum Zweiten wird die Markteinführung innovativer Produkte beschleunigt. Das dritte Element ist eine neue Geschäftsstruktur, aufbauend auf dem Zusammenschluss der beiden Bereiche Pigmente und Additive. Seit Januar 2003 gliedert sich die umstrukturierte Division in vier branchenorientierte Geschäftseinheiten: Farben- und Lackindustrie, Kunststoffindustrie, Druckindustrie und Spezialanwendungen. Diese neue Strategie wird zu einer effektiveren Kundenbetreuung beitragen.

Innovation

Im vergangenen Jahr wurden eine Reihe neuer Wachse und Pigmente im Hochleistungssegment auf den Markt gebracht, einschliesslich Pigmenten für die Automobilindustrie. Drei wichtige Projekte in den Segmenten Hochleistungspigmente, Metallocen-Wachse und halogenfreie Flammschutzmittel stehen kurz vor der Marktreife und werden zu weiterem Wachstum beitragen.

Ausblick

Für 2003 wird von unveränderten Marktbedingungen ausgegangen. Die rasche Umsetzung der neuen Strategie verspricht Wachstum durch eine verstärkte Marktorientierung und eine schnellere und einfachere Prozessoptimierung.

Masterbatches

2002 2001
Umsatz Mio. CHF 1 027 1 038
EBITDA Mio. CHF 127 106
EBIT-Marge % 9.5 7.4
EBITDA-Marge % 12.4 10.2

Position

Die Division ist Weltmarktführer in farbigen Masterbatches und unterhält 53 Fertigungsstätten in 31 Ländern.

Geschäftsverlauf

Insgesamt erzielte die Division in lokaler Währung einen Umsatzzuwachs von 5%. Rückschläge in den USA und in Deutschland wurden durch gute Entwicklungen in Italien und Asien wettgemacht. Die Ende 2001 und zu Beginn des Jahres 2002 vollzogenen Restrukturierungsmassnahmen wirkten sich deutlich positiv auf die Rentabilität aus.

Marktentwicklung

Grosse Teile der Faserindustrie verlegen weiterhin ihre Aktivitäten in den Fernen Osten. Das mässige Wachstum der US-Nachfrage wirkt sich auch auf die Produktion der Elektronik- und IT-Branche aus und mithin auf die Nachfrage nach Masterbatches. Eine ähnliche Situation ist in der Automobilindustrie zu beobachten. Die Faser- und Verpackungsindustrie verzeichnet ein moderates Wachstum.

Strategie

Die Division festigt ihre führende Marktposition durch konstanten Ausbau ihrer Spitzenstellung in Technologie und Service und strebt die Vergrösserung ihres Vorsprungs bei farbigen Masterbatches an. Mit einer Konzentration auf Fasern, die Verpackungsindustrie, Technische Kunststoffe und Additive-Masterbatches richtet sich das Augenmerk im Jahr 2003 auf Wachstumschancen in Schwellenmärkten, insbesondere in Asien.

Innovation

Die Betonung liegt eindeutig auf kundenorientiertem Service, beispielsweise der Prognose von Farbtrends, computergestützten Designtools und Farbdienstleistungen für die Autoindustrie. In dem von Clariant bedienten Markt wird eine Erneuerungsrate von 30% erwartet, bei ziemlich kurzen Produktzyklen. Ungefähr 35% des Produktportfolios der Division werden jährlich erneuert, was ein zum Markt überdurchschnittliches Wachstum ermöglicht.

Ausblick

Trotz der verhaltenen Wachstumsaussichten für das Jahr 2003 verfolgt die Division weiterhin ihre auf Marktanteilsgewinne und Ertragsverbesserungen zielende Strategie. Die Rationalisierung der europäischen Produktionsstätten wird fortgesetzt und zu zusätzlichen Kostensenkungen führen. Aufgrund der Vorteile eines Marktführers in punkto Qualität und Innovation würde schon eine leichte konjunkturelle Erholung in den USA und Lateinamerika der Division die Gelegenheit für deutliche Ergebnisverbesserungen eröffnen.

Funktionschemikalien

2002 2001
Umsatz Mio. CHF 2 059 2 147
EBITDA Mio. CHF 213 231
EBIT-Marge % 6.8 7.8
EBITDA-Marge % 10.3 10.8

Position

Die Division gliedert sich in fünf Geschäftseinheiten – Waschmittelrohstoffe, Performance Chemicals, Prozesschemikalien, Biozide und Celluloseether & Dispersionspulver. Der Bereich Waschmittelrohstoffe ist ein weltweit führender Partner auf dem Gebiet innovativer Additive für Wasch- und Reinigungsmittel. In Europa ist die Division Marktführer bei massgeschneiderten Polyethylenglykolen. Sie ist ferner ein globaler Anbieter in den Bereichen Körperpflege, Pflanzenschutz und Ölfeldchemikalien.

Geschäftsverlauf

In einem schwachen Marktumfeld gelang es der Geschäftseinheit, ihre Marktposition zu behaupten. Klebosol, ein in der Elektronikindustrie verwendetes Produkt, wurde zur Ausnutzung von Synergien in die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien integriert. Die Anlaufkosten eines neuen Projekts für Waschmittelrohstoffe konnten nicht durch höhere Erlöse traditioneller Produkte in diesem Bereich aufgefangen werden und schlugen folglich auf das Gesamtergebnis für 2002 durch. Celluloseether weiteten ihre Exporte deutlich aus und konnten dadurch die schwache Nachfrage der deutschen Bauindustrie kompensieren. Der Bereich Körperpflege konzentriert sich weiter auf Spezialitätenprodukte und reduzierte den Anteil von Volumenprodukten am Gesamtumsatz um weitere 10%. Funktionsflüssigkeiten weiteten das Bremsflüssigkeitsgeschäft auch ausserhalb Europas aus, während Pflanzenschutz dank neuer Projekte mit Grosskunden erheblich wuchs.

Clariant Oil Services (Ölfeldchemikalien) schloss die Integration von TROS, einer Gesellschaft für Ölfeldchemikalien, ab und konnte sich bei Marktanteil und Rentabilität behaupten. Der Division gelang ein spürbarer Abbau des Umlaufvermögens.

Marktentwicklung

Eine Senkung der Material- und Verarbeitungskosten ist nach wie vor das dominante Thema bei den Herstellern von Wasch- und Reinigungssubstanzen. Preiserhöhungen sind daher nur mit grössten Schwierigkeiten durchzusetzen. Die Verlagerung von Massen- zu Spezialprodukten geht weiter, während flüssige zulasten von pulvrigen Waschmitteln Marktanteile gewinnen.

Strategie

Wachsende Nachfrage nach den Produkten der Division zeichnet sich in der NAFTA-Region und in Asien ab. Investitionen in Produktionsstätten in Mexiko werden im Jahr 2003 abgeschlossen und zu zusätzlichem Absatz in der Region beitragen. Insgesamt entwickeln sich die unterschiedlichen Branchen, in denen die Division aktiv ist, im Gleichschritt mit der Konjunktur. Die Division konzentriert ihre Anstrengungen daher auf eine Ausweitung des Marktanteils, um ein gleichmässiges Wachstum zu gewährleisten. Die Umstrukturierung des Biozidgeschäfts wird im Jahr 2003 abgeschlossen werden.

Innovation

Die Forschungs- und Entwicklungseinheiten unterstützen die Aktivitäten aller Geschäftseinheiten. Einige F&E-Projekte werden in exklusiver Zusammenarbeit mit Kunden entwickelt, beispielsweise die Suche nach neuen, bei niedrigeren Temperaturen verwendbaren Bleichmitteln. Erste Umsätze wurden mit neuen Rohstoffen für so genannte Easyto-clean-Anwendungen im Bereich sanitärer Anlagen erzielt. Neue Hydrathemmer, die eine Hydratbildung während der Erdgasförderung verhindern, kamen auf den Markt.

Ausblick

Nach dem Verkauf der Silikate und des Dispersionspulvergeschäfts im Jahr 2002 wird die Division vor allem in der NAFTA-Region zulegen. Eine neue Ethoxylierungsanlage in Mexiko und eine Polymeranlage in England nahmen kürzlich ihren Betrieb auf.

Zur Senkung der Stückkosten wird die Kapazitätsauslastung in bestehenden Anlagen gesteigert. Im Biozidgeschäft ermöglicht der abgeschlossene Umstrukturierungsprozess eine Rückkehr zu früheren Margen. Die Abhängigkeit von Massenprodukten wird weiter reduziert, der F&E-Beitrag der Division durch neue Projekte gestärkt. Das Geschäft mit hoch spezialisierten Polyethylenglykolen wird in allen Regionen ausgeweitet.

Life Science & Elektronikchemikalien

2002 2001
Umsatz Mio. CHF 1 618 1 616
EBITDA Mio. CHF 146 75
EBIT-Marge* % - 1.1 - 9.8
EBITDA-Marge % 9.0 4.6

* Ohne Einmaleffekte aus Sonderabschreibungen

Position

Die Division entwickelt und vertreibt Feinchemikalien und ist einer der führenden Partner der Agro- und Pharmaindustrie weltweit. Sie nimmt eine führende Position bei Chemikalien für Produkte der Elektronikindustrie ein.

Geschäftsverlauf

Die Division konnte ihre Marktposition in einem schwierigen Umfeld behaupten und gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von 7% in lokaler Währung erzielen.

Die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien entwickelte sich deutlich besser als der Markt. Strikte Vorgaben beim Umlaufvermögen und bei den Anlageinvestitionen sorgten für eine deutliche Steigerung des freien Cashflows der Division.

Die Geschäftseinheit Specialty Fine Chemicals behauptete ihre führende Position in den wichtigsten Produktlinien. Sie schuf ein weltweites Vertriebsnetz und führte eine geografische Marktsegmentierung ein. Die Geschäftseinheit hielt ihr Rentabilitätsniveau trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds.

Die Geschäftseinheit Pharma verteidigte ihre Position im Jahr 2002 vor dem Hintergrund schwieriger Rahmenbedingungen in der pharmazeutischen Industrie. Das Finanzergebnis erlitt einen Rückschlag, da die Umsätze hinter den Erwartungen zurückblieben und einige Produktionsstätten ihre Kapazitäten nicht voll auslasten konnten.

Der Markt für pharmazeutische Wirkstoffe und Zwischenprodukte erwies sich im Jahr 2002 als schwierig. Die Nachfrage seitens der Pharmaunternehmen fiel geringer aus, hauptsächlich aufgrund einer geringeren Zahl an neu zugelassenen Präparaten, des Scheiterns einiger neuer Medikamente in der späten klinischen Phase und nicht zuletzt durch Verzögerungen im Zulassungsverfahren. Dies führte zu Überkapazitäten bei der Herstellung von Wirkstoffen und höherwertigen Zwischenprodukten und betraf die gesamte Branche, einschliesslich der Geschäftseinheiten Pharma und Custom Synthesis. Gleichwohl war Clariant in der Lage, 14 neue Produkte auf den Markt zu bringen.

Das Ergebnis wurde auch von Wechselkursveränderungen negativ beeinflusst. Sie haben ein besonderes Gewicht, da ein Grossteil des Absatzes in den Export geht und in US-Dollar fakturiert wird.

Marktentwicklung

Insgesamt zeugen die Geschäftsperspektiven von einem Aufwärtstrend und positiven Wachstumsraten in der Branche Elektronikmaterialien, was die Erzielung einer angemessenen Rendite erlaubt. Die Geschäftseinheit hat ihre globale Marktposition durch die Einführung richtungsweisender neuer Produkte gestärkt.

Teile des Marktes für Specialty Fine Chemicals leiden weiterhin unter Überkapazitäten, was einen harten Preiswettbewerb mit sich bringt.

Das Umsatzwachstum im Pharma-Verbrauchergeschäft hat sich auf erwartete 5–6% abgeschwächt, von zuvor 9–10%. Langfristig gesehen werden Pharmaunternehmen wohl nicht umhinkommen, mehr Produktionsprozesse auszulagern. Für das Jahr 2003 ist von anhaltenden schwierigen Geschäftsbedingungen auszugehen.

Strategie

Die Division wurde im Jahr 2002 umstrukturiert. Sie besteht jetzt aus den Geschäftseinheiten Elektronikmaterialien, Pharma, Custom Synthesis und Specialty Fine Chemicals. Dies ermöglicht eine stärkere Konzentration auf die spezifischen Kundenbedürfnisse und reflektiert die besonderen Merkmale des stark regulierten Pharmamarkts. Durch Veräusserung einer kleineren Gesellschaft in Italien und die Schliessung bzw. den Verkauf von vier kleinen und betriebswirtschaftlich unrentablen Werken hat die Division ihr Portfolio wie geplant weiter gestrafft.

Die Geschäftseinheit Elektronikmaterialien strebt mit neuen Produktentwicklungen in den Segmenten Halbleiter und Flachbildschirme nach weiterem Wachstum. Die neu entwickelten 193-nm-Photoresists sind im Markt gut aufgenommen worden. Neue low-k-Materialien wurden eingeführt und werden ebenso wie Lichtmanagementfolien zu zusätzlichem Umsatz führen.

Der Bereich Specialty Fine Chemicals will seine führende Position bei mehreren Produktlinien konsolidieren, um von seiner Expertise in der Entwicklung neuer Produkte und neuer Anwendungen zu profitieren. Diese Strategie wird unterstützt durch eine weltweite Vertriebsorganisation und intensive Kooperationen mit Kunden.

Die Geschäftseinheit Pharma konzentriert sich auf eine längerfristig angelegte, systematische Ausweitung ihres F&E-Budgets zur Stärkung und Verbreiterung der technologischen Grundlagen, insbesondere in der Chiralchemie. Bereiche mit bereits vorhandener chemischer Expertise werden ausgebaut. Der Schwerpunkt liegt auf Projekten mit höheren Margen zur Auslastung freier Kapazitäten in bestehenden, FDAzertifizierten Produktionsstätten. Die Ergebnisse dieser Strategie dürften allerdings erst mittelfristig zum Tragen kommen. Die Division wird weiter an ihrer Reputation als Produzent generischer Wirkstoffe und als zuverlässiger Lieferant für wichtige, weltweit tätige Pharmaproduzenten arbeiten.

Innovation

Im Jahr 2002 brachte die Geschäftseinheit Pharma 14 neue Produkte im kommerziellen Massstab heraus.

In allen Geschäftseinheiten stehen viel versprechende neue Produktentwicklungen kurz vor der Markteinführung.

Innovationen bei Specialty Fine Chemicals bauen auf systematische Forschung und Entwicklung, einzigartige Expertise und Technologie sowie gut etablierte Patentrechte. Neue Highlink® und Silcare® Produktlinien befinden sich in der Entwicklung, die innovative Lösungen für bestehende und neue Märkte bieten. Neue Produkte wurden erfolgreich eingeführt, und neue Chiralbausteine befinden sich weit fortgeschritten in der Pipeline.

Ausblick

Angesichts des anhaltend niedrigen Wirtschaftswachstums sind die Perspektiven für alle Geschäftseinheiten lediglich verhalten. Die Division ist jedoch zuversichtlich, dass die richtigen strategischen Schritte eingeleitet sind, um in den kommenden Jahren eine kontinuierliche Ergebnisverbesserung zu gewährleisten.

Für die Halbleiterindustrie wird von einer Erholung ausgegangen. Das Segment Flachbildschirme wird von der wachsenden Nachfrage nach neuen Fernsehgeräten profitieren. In den Geschäftseinheiten Pharma und Custom Synthesis wird die Optimierung der Produktionsstätten fortgesetzt.

Regionale Entwicklungen

Europa

Im Jahr 2002 steuerten die europäischen Konzerngesellschaften 54% des Umsatzes bei. Die Umsätze in Europa gingen in Lokalwährungen um 5% und in Schweizer Franken um 7% zurück. Effizienzsteigerungen führten allerdings sowohl zu einer höheren Bruttomarge als auch zu einem höheren operativen Ergebnis in Europa. Die Sachanlageinvestitionen beliefen sich im Jahr 2002 auf 188 Mio. CHF, was verglichen mit 2001 einem Minus von 38% entspricht. Die Rückgänge konzentrierten sich weitgehend auf Zentral- und Westeuropa.

In Mitteleuropa (Deutschland, Schweiz, Österreich) fielen die Umsätze in lokaler Währung um 5% niedriger aus, hauptsächlich aufgrund von Verkäufen (Werk Cassella-Offenbach, Deutschland, und Geschäftseinheit PVA/PVB) und Werksschliessungen in 2002 (Floridsdorf, Österreich).

In Südeuropa (Italien, Spanien, Portugal, Griechenland) stiegen die Umsätze in lokaler Währung um 3%, was im Wesentlichen auf die gute Entwicklung der Divisionen Masterbatches und FUN in Italien und Spanien zurückgeht. Der Anstieg des operativen Ergebnisses basiert vor allem auf verbesserten Margen und Kosteneinsparungen aller Konzerngesellschaften der Region.

In Westeuropa (Frankreich, Benelux) gingen Umsatz und Margen zurück, während das operative Ergebnis zulegte. Der Margenrückgang wurde insbesondere von der Division LSE verursacht.

Das Geschäft in Grossbritannien und Irland wurde von schwacher Nachfrage, Werks- und Geschäftskonsolidierungen sowie Preisrückgängen beeinflusst. Während die Erlöse in lokaler Währung um 14% schrumpften, konnte das operative Ergebnis auf regionaler Ebene verbessert werden.

Die Konzerngesellschaften in Nordeuropa (Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark) steigerten den Umsatz um 9% in lokaler Währung, was massgeblich auf ein erhöhtes Geschäftsvolumen in Schweden zurückgeht. Die Margen und das Betriebsergebnis der Region fielen ebenfalls höher aus.

Amerika

Die Konzerngesellschaften in Amerika trugen 27% zum Umsatz des Jahres 2002 bei. In lokaler Währung legten die Unternehmensumsätze um 12% zu, was sich jedoch in Schweizer Franken in einen Rückgang

von 6% umkehrte. Alle Währungen der Region schwächten sich gegenüber dem Schweizer Franken deutlich ab. Insgesamt erzielte die Geschäftstätigkeit in Amerika Zuwächse bei den Margen und im Betriebsergebnis, sowohl in lokaler Währung als auch in Schweizer Franken.

Das Geschäft in der NAFTA-Region erholte sich leicht und verzeichnete trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds in dieser Region einen Umsatzanstieg um 3% in lokaler Währung. Als Folge abgeschlossener Restrukturierungsprojekte und laufender Effizienzverbesserungen wurden im Jahr 2002 bessere Margen und ein höheres operatives Ergebnis erwirtschaftet. Das nordamerikanische Hydrosulfitgeschäft wurde Ende 2002 verkauft.

Im Jahr 2002 kam es zu signifikanten Währungsabwertungen in Lateinamerika (besonders in Argentinien, Venezuela und Brasilien). Zudem schrumpfte die Industrieproduktion in der gesamten Region. Trotz dieser widrigen Umstände konnten Preissteigerungen und Umsatzzuwächse sowohl in lokaler Währung als auch auf US-Dollar-Basis, der Funktionswährung in vielen Ländern dieser Region, realisiert werden. Dies führte in der Folge zu höheren Margen und einem Zuwachs im operativen Ergebnis in Lateinamerika.

Asien, Afrika, Australien

Die Konzerngesellschaften in Asien, der Region Australien und Afrika erwirtschafteten im Jahr 2002 19% des Konzernumsatzes. In lokaler Währung stiegen die Erlöse in dieser Region um 9%, was bei der Umrechnung in den starken Schweizer Franken weitgehend verloren ging. Vor dem Hintergrund einer kontinuierlichen wirtschaftlichen Entwicklung und angesichts von Verbesserungen in der Produktivität erzielten die asiatischen Konzerngesellschaften einen starken Zuwachs im operativen Ergebnis, sowohl in lokaler Währung als auch in Schweizer Franken.

Die stärkste Wachstumsregion war erneut China mit einer überdurchschnittlichen Expansion des Bruttoinlandprodukts (BIP) und guten Renditen auf früheren Investitionen. Vor dem Hintergrund monetärer Stabilität und wirtschaftlicher Erholung trugen die Türkei und Südafrika mit zu dem hervorragenden Abschneiden bei.

Trotz des Wertverlusts der Rupie gelang es den indischen Tochtergesellschaften von Clariant, beim Umsatzwachstum das indische BIP zu übertreffen.

Die Entwicklung der ASEAN-Staaten war gespalten – während sich Indonesien (Rückschlag nach dem Terroranschlag auf Bali) und Malaysia (Abwertung des Ringgit) in einer schwierigen Marktphase befanden, konnten Singapur und Thailand ihre Umsätze und operativen Ergebnisse ausweiten.

Das Ergebnis in Südkorea wurde durch einen Unfall in einer Pigmentanlage negativ beeinflusst, während Elektronikmaterialien eine ausgezeichnete Entwicklung verspürten.

Trotz des rezessiven Marktumfelds in Japan und eines schwächeren Yens gelang es Clariant in Japan, den Inlandumsatz zu erhöhen und die operativen Margen zu verbessern.

Forschung und Entwicklung

Clariant bekennt sich zu F&E als Motor für ein innovationsgetriebenes, nachhaltiges Wachstum. Mit 3.8% vom Umsatz bewegten sich die F&E-Aufwendungen im Jahr 2002 in der Bandbreite, die zur Sicherung des künftigen Geschäfts für strategisch notwendig erachtet wird, obgleich sich Clariant angesichts der Konjunkturschwäche gezwungen sah, auch auf diesem Gebiet Kosten zu sparen.

Der Strategie von Clariant zufolge richten sich die F&E-Leistungen auf innovative Lösungen in Geschäftsfeldern, die attraktive, werthaltige Wachstumsmöglichkeiten bieten. Auf diesem Weg wird die Position auf bestehenden Märkten ausgebaut und die Entwicklung in neuen Märkten forciert.

Angesichts der Kundenfokussierung bildet F&E einen integralen Bestandteil divisionaler Strategien und Geschäftskonzepte. Die F&E-Abteilung des Konzerns gewährleistet den divisionsübergreifenden Wissensaustausch und die Diversifikation in neue strategische Geschäftsfelder auf der Basis höherer Innovationsrisiken.

Der F&E-Aufwand betrug im Jahr 2002 insgesamt 351 Mio. CHF. Clariant beschäftigt rund 1 600 Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung.

Forschung und Entwicklung 2002 2001
Aufwand Mio. CHF 352 409
In % vom Umsatz % 3.8 4.1

Moderne Unternehmensführung bei Clariant

Die Prinzipien und Regeln von Clariant zur Corporate Governance (gute Unternehmensführung) sind in den Statuten der Clariant AG und in den Organisations- und Konzernreglementen der Clariant Gruppe festgelegt. Der Verwaltungsrat prüft diese Dokumente regelmässig und passt sie gegebenenfalls neuen Umständen an. Die Statuten der Clariant AG können im Internet unter www.governance.clariant.com eingesehen werden.

Die Berichterstattung zur Corporate Governance folgt den Richtlinien der Schweizer Börse SWX.

1. Konzernstruktur und Aktionariat

1.1 Konzernstruktur

Der Konzern besteht aus fünf Divisionen, die als oberste operative Einheiten im Sinne von Profit Centers für ihre Geschäftstätigkeit in vollem Umfang selbst verantwortlich sind. Das Kapitel 2.4 im Abschnitt Managementdiskussion und Analyse (MD&A) dieses Geschäftsberichtes beschreibt die Tätigkeiten der Divisionen und deren Geschäftserfolg. Die Konzernfunktionen wie zum Beispiel Recht und Auditing sind im Corporate Center zusammengefasst.

Zum Konsolidierungskreis der Clariant AG gehören die börsenkotierten Unternehmen Clariant (India) Ltd, Colour-Chem Ltd und Clariant (Pakistan) Ltd.

Zu den wichtigsten konsolidierten, aber nicht kotierten Gesellschaften gehören die Clariant Gesellschaften in Deutschland, USA, Grossbritannien, Frankreich, Brasilien, Schweiz, Italien, Spanien und China.

Gesellschaft Sitz Eigenkapital Beteiligungs
quote
Mio. CHF %
Clariant GmbH Frankfurt a.M., D 406 417 100.0
Clariant Corporation Charlotte/NC, USA 1 039 261 100.0
Clariant UK Ltd Leeds, UK 111 569 100.0
Clariant (France) Paris La Défense Cedex, F 149 103 100.0
Clariant S.A. São Paulo, BR 120 503 100.0
Clariant (Schweiz) AG Muttenz, CH 150 000 100.0
Clariant (Italia) S.p.A. Mailand, I 45 098 100.0
Clariant Ibérica S.A. Barcelona, E 117 948 100.0
Clariant (China) Ltd Hongkong 42 946 100.0

Weitere Gesellschaften s.S. 52

Kotiertes Unternehmen Sitz Kotierung Kapitalisierung Beteiligungsquote ISIN-Nr.
Aktien %
Clariant (India) Ltd Mumbai The Stock Exchange, Mumbai (BSE), und 1 723 162 500 INR 50.94 INE221A01014
National Stock Exchange of India, Mumbai (NSE)
Colour-Chem Ltd* Mumbai The Stock Exchange, Mumbai (BSE), und 2 792 505 000 INR 50.10 INE492A01029
National Stock Exchange of India, Mumbai (NSE)
Clariant (Pakistan) Ltd Karachi The Karachi Stock Exchange (KSE) 1 169 767 500 PKR 75.00 PK0076701017

* Clariant hat die 50.1%-Beteiligung an der Colour-Chem Ltd 1997 von der ehemaligen Hoechst AG erworben. Im Oktober 2002 hat die indische Börsenaufsicht entschieden, dass Clariant im damaligen Zeitpunkt ein öffentliches Übernahmeangebot hätte machen müssen, um 20% der im freien Handel befindlichen Aktien zu erwerben. Clariant wird nun aufgefordert, den Minderheitsaktionären nachträglich ein Übernahmeangebot zu unterbreiten. Clariant International Ltd / Ebito Chemiebeteiligungen AG haben vom Entscheid der indischen Behörden Kenntnis genommen. Clariants Anwälte in Indien haben Berufung gegen den Entscheid eingelegt. Eine angemessene Rückstellung wurde bereits vorgenommen.

1.2 Bedeutende Aktionäre

Gemäss den zur Verfügung stehenden Informationen waren am 31.12.2002 zwei Aktionäre im Besitz von jeweils mehr als 5% des Aktienkapitals.

  • Frankfurter Spezialchemikalien Verwaltungs GmbH & Co. KG, Frankfurt, Deutschland: 11.8% (2001: 11.8%) des Aktienkapitals. Die Gesellschaft ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hoechst AG, Frankfurt, die ihrerseits eine 97%ige Beteiligung der Aventis SA, Strasbourg, ist.
  • Artisan Partners Ltd Partnership, Milwaukee, Wisconsin (USA): 5.12% (2001: 0%) des Aktienkapitals. Die Gesellschaft wird vom General Partner Artisan Investment Corporation kontrolliert.

1.3 Kreuzbeteiligungen

Kreuzbeteiligungen bestehen nicht.

Corporate Governance

2. Kapitalstruktur

2.1 Kapital

Das ordentliche und das bedingte Kapital sind in Nummer 4 des Anhangs der Jahresrechnung der Clariant AG beschrieben.

2.2 Bedingtes Kapital

Das Aktienkapital der Gesellschaft wird um höchstens CHF 40 000 000.– je durch Ausgabe von höchstens 8 000 000 in bar zu liberierenden Namenaktien von je CHF 5.– Nennwert erhöht durch Ausübung von Wandel- oder Optionsrechten, welche deren Inhabern in Verbindung mit Anleihensobligationen der Gesellschaft oder einer ihrer Tochtergesellschaften eingeräumt worden sind. Details sind in Art. 5b der Statuten niedergelegt.

2.3 Kapitalveränderungen

Die Aufstellung über die Änderungen in den Jahren 2001 und 2002 finden sich auf Seite 25 dieses Finanzberichtes. Die Angaben für das Jahr 2000 stehen auf Seite 60 des Geschäftsberichtes 2000.

2.4 Aktien und Partizipationsscheine

Zum Zeitpunkt 31. Dezember 2002 waren 153 440 000 Namenaktien à CHF 5.– nominal emittiert.

2.5 Genussscheine

Die Clariant AG hat keine Genussscheine ausgegeben.

2.6 Beschränkung der Übertragbarkeit und Nominee-Eintragungen

Die Übertragung der Namenaktien bedarf der Genehmigung durch den Verwaltungsrat, der diese Kompetenz delegieren darf. Details sind in Art. 5 der Statuten niedergelegt.

2.7 Wandelanleihen und Optionen

Wandelanleihen stehen nicht aus. Im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung wurden Optionen auf Namenaktien gewährt. Die Einzelheiten zu den Optionsprogrammen finden sich im Anhang zur Konzernrechnung, Kapitel 18.

3. Verwaltungsrat

Der Verwaltungsrat der Clariant AG hat laut Statuten mindestens acht und höchstens zwölf Mitglieder. Anlässlich der 7. ordentlichen Generalversammlung am 16. Mai 2001 wurde der Verwaltungsrat von neun auf jetzt acht Mitglieder verkleinert. Die Bewilligung des EJPD (Justizministerium der Schweiz) für die Besetzung des Verwaltungsrates mit vier Schweizern und vier Ausländern liegt vor.

3.1 Mitglieder des Verwaltungsrates

Pierre Borgeaud, 68, Schweizer, Vizepräsident

Pierre Borgeaud ist diplomierter Maschineningenieur (ETH Zürich) und begann seine beruliche Laufbahn in der Forschungsabteilung der Gebrüder Sulzer AG. Im Jahr 1975 wurde er Präsident der Konzerngruppe Maschinenfabrik Winterthur. Im gleichen Jahr erfolgte die Ernennung zum Generaldirektor und Mitglied der Konzernleitung. Sechs Jahre später wurde Borgeaud Präsident der Sulzer-Konzernleitung. 1984 erfolgte die Wahl in den Verwaltungsrat der Gebrüder Sulzer AG, dessen Vorsitz er von 1988 bis 2000 innehatte.

Heinrich Bossard, 59, Schweizer

Heinrich Bossard hat in der Schweiz, in England und in den USA Volksund Betriebswirtschaft studiert. Nach einigen Jahren der Praxis in diversen ausländischen Unternehmen hat er in der Bossard-Gruppe 30 Jahre lang unterschiedliche Funktionen erfüllt. Heute ist er deren Direktionspräsident und Delegierter des Verwaltungsrates.

Dr. Reinhard Handte, 56, Deutscher, CEO

Reinhard Handte ist Chemiker (Universität Stuttgart, D) und begann seine Karriere 1974 als Forscher im Bereich Pflanzenschutz bei der Hoechst AG. 1982 wurde er Leiter der Pflanzenschutzforschung in Gersthofen, Deutschland. Er arbeitete von 1985 bis 1987 in der Zentralen Direktionsabteilung von Hoechst und übernahm anschliessend verschiedene Forschungspositionen in der Division Spezialchemikalien. 1989 wurde er Leiter dieser Division und kam 1997 durch die Akquisition der Division zu Clariant.

Handte ist seit 2001 Chief Executive Officer von Clariant. Zuvor war er bei Clariant unter anderem Leiter des Deutschlandgeschäfts und Chief Operating Officer.

Stephen Hannam, 53, Brite

Stephen Hannam ist Chemiker (University of Manchester, UK) und begann seine Karriere bei Warwick International Ltd, wo er 1979 Director und General Manager wurde. 1987 wechselte er als CEO der Division Chemie zur BTP plc, wo er 1994 CEO des Gesamtkonzerns wurde. Nach dem Kauf von BTP durch Clariant im Jahr 2000 übernahm Hannam die Leitung der Clariant Division Life Science & Elektronikchemikalien. Seit seinem Ausscheiden aus der Konzernleitung ist er Mitglied des Verwaltungsrates der Clariant AG.

Roland Lösser, 60, Deutscher, Vizepräsident

Roland Lösser ist Ökonom und begann seine Laufbahn in der betriebswirtschaftlichen Abteilung der Vereinigten Leichtmetallwerke in Bonn (D). 1969 wechselte er zur Sandoz AG, wo er verschiedene leitende Positionen in der Datenverarbeitung innehatte. Lösser wurde 1986 Leiter Finanzen/Administration der Sandoz AG Deutschland und 1990 CFO der Sandoz Corporation in den USA. In der neu gegründeten Clariant International AG übernahm er 1995 die Position des CFO, die er bis 2001 innehatte.

Robert Raeber, 66, Schweizer, Präsident

Robert Raeber hat die Kantonale Handelsschule Zürich absolviert. Nach dem Studium bekleidete er Managementpositionen in Verkauf und Marketing bei Unilever. Von dort wechselte er als Geschäftsführer zur Werbeagentur Advico SA, wo er für die Expansion in Europa verantwortlich war. 1967 trat Raeber in die Nestlé-Gruppe ein, wo er eine internationale Managementkarriere mit CEO-Verantwortung in verschiedenen europäischen Märkten durchlief. Anfang 1996 wurde er in die Generaldirektion der Nestlé SA Vevey berufen, mit Zuständigkeit für die Region Europa.

Tony Reis, 61, Schweizer

Nach Wirtschaftsstudien in Luzern, Paris und London begann Tony Reis seine berufliche Laufbahn im Marketingmanagement von IBM Schweiz. Nach Stationen in Brüssel und Paris, wo er Director of Operations von IBM Europe wurde, übernahm Reis 1990 den Vorsitz von IBM Schweiz. Als General Manager Country Operations kehrte er 1993 an den europäischen Hauptsitz von IBM nach Paris zurück. Vier Jahre später wechselte Reis zur Swisscom AG und war 1998 und 1999 deren Chief Executive Officer.

Prof. Dr. Dieter Seebach, 65, Deutscher

Dieter Seebach hat an der Universität Karlsruhe (D) Chemie studiert und nach Abschluss der Promotion als Postdoctoral Fellow an der Harvard University in Cambridge (USA) geforscht und gelehrt. 1971 folgte er dem Ruf auf einen Lehrstuhl an der Universität Giessen (D). Seit 1977 ist Seebach Professor für Organische Chemie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich. Der Träger zahlreicher Forschungspreise erhielt 1989 die Ehrendoktorwürde der Universität Montpellier (F).

Mit Ausnahme von Reinhard Handte (CEO des Konzerns) sind alle VR-Mitglieder nicht exekutiv.

Stephen Hannam und Roland Lösser waren vor ihrem Eintritt in den Verwaltungsrat Mitglieder der Geschäftsleitung der Clariant AG. Nach ihrem Ausscheiden aus der Geschäftsführung sollten ihr Wissen und ihre Fähigkeiten auch weiterhin für das Unternehmen genutzt werden.

Roland Lösser ist ausserdem Aufsichtsratsvorsitzender der Clariant GmbH, Deutschland.

3.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

Robert Raeber

VR/AR-Mandate: Nestlé Deutschland AG*; Blaue Quellen AG*, Rhens (D); GfK AG (Gesellschaft für Konsumforschung); Maus Frères SA, Genf; Schöller Holding GmbH, Nürnberg (D)

Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: bis November 2002 Präsident der Confédération des Industries Agro-Alimentaires de I'UE (CIAA); Dresdner Bank AG (Verwaltungsbeirat)

Pierre Borgeaud

VR/AR-Mandate: Bühler AG, Uzwil; SV-Service, Zürich Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: keine

Heinrich Bossard

VR/AR-Mandate: Sigma AG*, Stans; Telezug AG; Sand AG, Neuheim; Alice + Walter Bossard-Stiftung; Trifast AG*; Wasserwerke Zug; Kolin Holding AG; Elektrizitätswerk Hochdorf AG; WWZ Netze AG; WWZ Energie AG; Bossard Holding AG; Bossard + Staerkle AG*; Bossard AG*; Bossard International AG*; Bossard Unternehmensstiftung

Reinhard Handte

VR/AR-Mandate: keine Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: keine

Stephen Hannam

VR/AR-Mandate: TheSkillsMarket Ltd*; Bracken Partnership Ltd (bis 6.2002); Associated British Foods Plc.; Low & Bonar Plc. (seit 9.2002) Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: keine

Roland Lösser

VR/AR-Mandate: Clariant GmbH*

Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: Mitglied der Zulassungsstelle der SWX

Tony Reis

VR/AR-Mandate: Vontobel Holding und Vontobel Bank AG, Zürich; Metallwarenholding AG und V-ZUG AG, Zug; ROLEX Manufacture SA in Biel; redIT in Zug; Private Equity Holding AG, Zug; Karl Steiner AG, Generalunternehmung, Zug

Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: keine

Dieter Seebach

VR/AR-Mandate: keine

Tätigkeiten für Unternehmen und Interessenvertretungen: Berater bei Novartis Pharma und bei der Lonza Group

* Vorsitzender/Präsident

3.3 Kreuzverflechtungen

Es bestehen keine Kreuzverflechtungen.

3.4 Wahl und Amtszeit

Die Mitglieder des Verwaltungsrates werden für vier Jahre gewählt. Die Wiederwahl ist möglich, die Altersgrenze ist 70 Jahre.

Amtszeiten der Verwaltungsratsmitglieder

zuerst gewählt gewählt bis
Robert Raeber 2001 2005
Pierre Borgeaud 1995 2004
Heinrich Bossard 2002 2006
Reinhard Handte 2000 2004
Stephen Hannam 2001 2005
Roland Lösser 2000 2004
Tony Reis 1999 2003
Dieter Seebach 2001 2005

3.5 Interne Organisation

Der Verwaltungsrat ist laut Gesetz und Statuten das oberste Leitungsgremium des Konzerns. Er besteht aus dem Präsidenten, einem oder mehreren Vizepräsidenten und den übrigen Mitgliedern. Die Anzahl der Mitglieder beträgt laut Statuten mindestens acht und höchstens zwölf. Der Präsident und die Vizepräsidenten bilden zusammen das Präsidium des Verwaltungsrates. Der Verwaltungsrat bildet aus seiner Mitte folgende Ausschüsse:

  • Strategieausschuss
  • Nominations- und Kompensationsausschuss
  • Auditausschuss
  • Technologie- und Innovationsausschuss
  • IT- und Kommunikationsausschuss
Ausschuss Präsidium Audit Strategie Kompensation
Nomination/
Technologie/
Innovation
Kommunikation/
IT
Robert Raeber
Pierre Borgeaud
Heinrich Bossard
Reinhard Handte
Stephen Hannam
Roland Lösser
Tony Reis
Dieter Seebach

Vorsitzender Mitglied

Der Verwaltungsrat wählt jeweils für ein Jahr den Präsidenten, die Vizepräsidenten und die Mitglieder der Ausschüsse.

Der VR tritt mindestens einmal im Quartal zusammen. Auf Einladung des Präsidenten können die Mitglieder der Konzernleitung (KL) sowie weitere Mitarbeiter oder Dritte zu den Sitzungen des VR als Berichtsoder Auskunftspersonen beigezogen werden. Die Ausschüsse berichten dem VR über Tätigkeit und Ergebnisse. Sie bereiten in den ihnen zugewiesenen Arbeitsgebieten die Geschäfte des VR vor, haben aber ausser bei unmittelbar drohender Gefahr keine Entscheidungskompetenzen, es sei denn, dass solche ihnen ausdrücklich zugeordnet werden. In solchen Fällen stimmen sie sich mit dem Präsidenten ab. Die integrale Verantwortlichkeit des VR wird durch die Ausschüsse nicht beeinträchtigt.

Das Präsidium (PR) bereitet die Sitzungen des Verwaltungsrates (VR) vor. Das PR tritt nach Bedarf, mindestens aber vor jeder Sitzung des VR, zusammen. Das PR fasst bei Unaufschiebbarkeit über Angelegenheiten Beschluss, für welche gemäss der vorliegenden Geschäftsordnung der VR zuständig ist, sofern dem PR die Einberufung einer ausserordentlichen Sitzung des VR in einem Falle nicht opportun oder möglich erscheint. (Ausgeschlossen bleiben die unentziehbaren Kompetenzen des VR gemäss Art. 716a OR.) Seine Beschlüsse bedürfen der Einstimmigkeit der anwesenden Mitglieder.

Der Strategieausschuss (STA) setzt sich aus den Mitgliedern des PR und dem CEO zusammen. Er wird vom Präsidenten geleitet. Der STA bereitet alle Strategiediskussionen zuhanden des VR vor, sofern sie nicht ausdrücklich einem anderen Ausschuss zugewiesen sind. Der STA gibt zuhanden des VR insbesondere Empfehlungen zu folgenden Traktanden ab:

  • Strategische Projekte
  • Finanztransaktionen
  • Mittelbeschaffung/Mitteleinsatz
  • Organisations- und Führungsstruktur
  • Investitionen in der Kompetenz des VR

Der Nominations- und Kompensationsausschuss (NKA) setzt sich aus zwei Mitgliedern des PR zusammen. Der Vorsitzende muss ein unabhängiges, nicht exekutives Mitglied des VR sein. Der NKA tagt mindestens zweimal pro Jahr. Der NKA bereitet zusammen mit dem Präsidenten Grundsätze für die Auswahl von Kandidaten für Zuwahl und Wiederwahl im VR vor und arbeitet entsprechende Empfehlungen aus. Er begutachtet insbesondere zuhanden des VR auch die Vorschläge des CEO von Kandidaten für die Leiter der Divisionen, die Mitglieder der KL, die Leiter der Funktionen und die Leiter der Konzerngesellschaften mit einem Umsatz von 200 Mio. CHF oder mehr oder von besonderer strategischer Bedeutung. Der NKA stellt Grundsätze für die Entschädigung der Mitglieder des VR auf und unterbreitet sie dem VR zur Genehmigung. Er genehmigt die Arbeitsverträge mit dem CEO, den Mitgliedern der KL, den Leitern der Funktionen und der Konzerngesellschaften mit einem Umsatz von über 200 Mio. CHF oder von besonderer strategischer Bedeutung. Alle Ernennungen und Abberufungen, die in die Kompetenz des VR fallen, sind vorgängig dem NKA vorzulegen, der eine Empfehlung an den VR abgibt. Der NKA überprüft die Bonus-, Options- und Aktienpläne. Ferner überprüft er «Fringe benefits»-Regelungen, Kündigungsregelungen und vertragliche Abgangsentschädigungen mit Leitern der Divisionen, Mitgliedern der KL, Leitern der Funktionen und Leitern der Konzerngesellschaften.

Der Auditausschuss (AUDA) setzt sich aus zwei Mitgliedern des VR zusammen. Der Vorsitzende muss ein unabhängiges, nicht exekutives Mitglied des VR sein. Der AUDA überprüft die Aktivitäten der externen Revisionsstelle und deren Zusammenarbeit mit der internen Revisionsstelle sowie die Adäquanz der Organisation. Dabei überprüft er auch Leistung und Honorierung der externen Revisionsstelle und deren Unabhängigkeit. Alle Beratungsaufträge mit der externen Revisionsstelle im Konzern werden vom CFO in den AUDA-Sitzungen dem Ausschuss zur Information vorgelegt. Beratungsaufträge an die externe Revisionsstelle, deren Honorarsumme CHF 200 000.– übersteigt, werden dem AUDA zur Genehmigung vorgelegt. Der AUDA beurteilt die Leistungsfähigkeit der internen Revisionsstelle zuhanden des VR. Der AUDA beurteilt im Weiteren die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems und das interne Risikomanagement und überprüft die Einhaltung der Normen (Compliance) in der Gesellschaft. Der AUDA nimmt eine kritische Durchsicht der Konzernrechnung und des Holding-Abschlusses vor und lässt sich darüber vom CFO und von der externen Revisionsstelle berichten. Der AUDA überprüft und aktualisiert das Organisationsreglement des Verwaltungsrates.

Der Technologie- und Innovationsausschuss (TIA) setzt sich aus zwei Mitgliedern des VR mit Facherfahrung in den Forschungsbereichen und im Innovationsmanagement des Konzerns zusammen. Er tagt mindestens zweimal jährlich. Die Aufgaben des TIA sind die Beurteilung der Innovationstätigkeit zuhanden des VR und die Empfehlung von Massnahmen zur Stimulierung von Forschung und Entwicklung im Konzern. Der TIA empfiehlt auch Massnahmen zur optimalen Ausnützung des Innovationspotenzials.

Der IT- und Kommunikationsausschuss (ITKA) setzt sich aus zwei Mitgliedern des VR mit Erfahrungen bezüglich Information Technology und Kommunikation zusammen. Er hält seine Sitzungen nach Bedarf, aber mindestens zweimal jährlich, ab. Die Aufgaben des ITKA sind die Beurteilung von IT-Projekten im Konzern, einer IT-Strategie, der Kommunikations- und Investor-Relations-Strategie sowie der damit verbundenen Organisationsstruktur zuhanden des VR. Er gibt hierzu entsprechende Empfehlungen an den VR ab.

3.6 Kompetenzregelung

Der VR beschliesst über alle Geschäfte des Konzerns, welche ihm Gesetz (insb. Art. 716a OR über die undelegierbaren und unentziehbaren Kompetenzen des VR), Statuten und das Organisationsreglement zuweisen. In Ausführung und Ergänzung von Art. 716a OR und Art. 23 der Statuten fallen in die ausschliessliche Kompetenz des VR insbesondere:

Einberufung der Generalversammlung der Aktionäre, die Bestimmung der Verhandlungsgegenstände und der zu stellenden Anträge des VR sowie die Verabschiedung des Geschäftsberichtes mit Bilanz und Erfolgsrechnung zuhanden der GV

  • Genehmigung finanzieller Operationen von grösserer Tragweite (über 100 Mio. CHF) oder von besonderen Risiken, insbesondere von Kapitalmarkttransaktionen und anderen Finanzierungen (z.B. Grosskredite) sowie von Veränderungen in deren Bedingungen
  • Gestaltung und Kontrolle der strategischen Führung des Konzerns
  • Genehmigung der Grundzüge der Konzernorganisation und dieses Organisationsreglements
  • Genehmigung der Grundzüge der Finanzpolitik sowie deren Planung und Kontrolle
  • Genehmigung des Konzernjahresbudgets
  • Genehmigung von Bilanz und Erfolgsrechnung des Konzerns quartalsweise und der Gesellschaft jährlich
  • Verabschiedung des Konzernrechnungsabschlusses des Geschäftsjahres
  • Ernennung und Abberufung der Mitglieder der Konzernleitung, der Leiter der Divisionen und der Funktionen sowie der Leiter wichtiger Konzerngesellschaften
  • Genehmigung von Investitionen, die den Betrag von 20 Mio. CHF überschreiten
  • Genehmigung der Liquidation oder der Veräusserung einer Konzerngesellschaft, einer Beteiligung an einem Gemeinschaftswerk oder an einer anderen Unternehmung oder wesentlicher Teile davon, von Rechten an Produkten oder von Immaterialgüterrechten, sofern der Jahresumsatz der betroffenen Unternehmung oder eines Geschäftszweiges oder des Produktes bzw. der diesen zugeordneten Immaterialgüterrechte 20 Mio. CHF überschreitet
  • Sicherstellung der Nachfolgeplanung und der Managemententwicklung
  • Sicherstellung einer dem Unternehmensziel adäquaten Führungsund Unternehmenskultur
  • Sicherstellung eines internen Kontrollsystems und eines angemessenen Risiko- und Compliancemanagements.

Die Konzernleitung (KL) ist neben ihrer allgemeinen unternehmerischen Führungsfunktion vor allem für Umsetzung und Überwachung der Konzernstrategie, für die finanzielle und die operative Führung des Konzerns sowie für die Effizienz der Konzernstruktur und der Konzernorganisation verantwortlich. Die Mitglieder der KL werden vom VR auf Antrag des Nominations- und Kompensationsausschusses bestimmt. Unter Vorbehalt der Zuständigkeit der übergeordneten Organe obliegt der KL die Verantwortung für:

  • die operative Umsetzung der Konzernstrategien und der Strategien und Aktionsprogramme der einzelnen Divisionen und Konzerngesellschaften
  • die Führung der Divisionen und der ihr unterstellten Funktionen
  • die Bereitstellung und den optimalen Einsatz der Ressourcen zur Umsetzung der Konzernstrategie im Rahmen des Budgets
  • die Überwachung der Einhaltung des Organisationsreglementes für Divisionen, Konzerngesellschaften und Funktionen und der Konzernreglemente
  • die Gestaltung einer dem Unternehmensziel dienenden Führungsund Unternehmenskultur.

3.7 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung

Clariant hat eine interne Auditabteilung, die den VR regelmässig über die Ergebnisse ihrer Prüfungen informiert. Ein Risiko-Management-System ist im Aufbau, das die bisher separat bearbeiteten Risiken (z.B. versicherbare Risiken, Umweltschutzrisiken, finanzielle Risiken, kommerzielle Risiken und politische Risiken) koordiniert und bündelt.

Neben den für die Beschlussfassung nötigen Dokumenten werden dem VR an seinen Sitzungen regelmässig die nachstehenden Berichte vorgelegt:

  • Quartalsberichte über die Verkaufs- und Ertragsentwicklung der Gesellschaft mit entsprechenden Informationen über Konkurrenzfirmen in der jeweils überblickbaren Zeit seit Jahresbeginn, aufgegliedert nach Divisionen mit den hauptsächlichen Absatzgebieten und wichtigsten Produktgruppen sowie den wichtigsten Konzerngesellschaften
  • quartalsweise Berichte über die Entwicklung der liquiden Mittel, der Fremdverschuldung, des Verschuldungsgrades sowie weitere relevante Kennzahlen des Konzerns und über die Wertschöpfung
  • jährliche, qualitative Standortbestimmungen der Divisionen und der wichtigsten Konzerngesellschaften
  • Prüfungsberichte der Revisionsstelle und des Konzernprüfers
  • jährliche Analyse über die Struktur des Aktionariats
  • jährliche Übersicht über die wichtigsten sozialen Einrichtungen (insbesondere Pensionskassen) des Konzerns
  • in Fällen von ausserordentlichen Ereignissen mit erheblicher geschäftlicher Relevanz erfolgt eine direkte und sofortige Information des VR.

4. Geschäftsleitung

Die Geschäftsleitung (Konzernleitung) setzt sich zusammen aus dem CEO, dem CFO, dem Leiter Forschung und Entwicklung, dem Leiter der Geschäfte in Deutschland und den fünf Divisionsleitern.

4.1 Mitglieder der Geschäftsleitung

Peter Brandenberg, 55, Schweizer, Leiter Deutschlandgeschäft

Peter Brandenberg ist Ökonom und wurde 2001 zum Leiter des Deutschlandgeschäfts und zum Geschäftsführer der Clariant GmbH, Deutschland, ernannt. Zuvor war er Corporate Head of Regions und leitete zwei Divisionen: von 1997 bis 1999 die damalige Division Prozess- und Veredelungsprodukte und von 1995 bis 1997 die Division Textil. Zudem war er Verwaltungsratspräsident der Clariant (Schweiz) AG. Brandenberg kam 1970 zu Sandoz und war fast 20 Jahre lang in unterschiedlichen Führungspositionen in Lateinamerika, Südafrika und Japan tätig. Er war von 1982 bis 1990 CEO in Japan.

Dr. François Dennefeld, 60, Franzose, Leiter Division Textil, Leder & Papierchemikalien

François Dennefeld ist Chemiker und seit 1999 Leiter der Division Textil, Leder & Papierchemikalien und seit 2001 auch Leiter Sonderregionen. Davor war er bei Clariant als CEO für Frankreich und als Leiter des internationalen Geschäftsbereichs Papier in der Division Prozess- und Veredelungsprodukte tätig. Dennefeld begann seine Karriere 1971 in der Marketingabteilung der Division Farbstoffe und Chemikalien der Sandoz AG und wurde später Regionalmanager der Division in Frankreich. Er war von 1980 bis 1982 CEO der Division Chemikalien der Sandoz GmbH in Österreich und von 1982 bis 1985 CEO der Division Chemikalien in Frankreich. Nach der Ausgliederung der Division Spezialchemikalien des Sandoz-Konzerns in Clariant, 1995, wurde Dennefeld zum CEO der Clariant SA France ernannt.

Nico Gontha, 54, Schweizer, Leiter Division Masterbatches

Nico Gontha ist Ökonom und wurde im Juni 2001 zum Leiter der Division Masterbatches ernannt. In den sechs Jahren davor war Gontha für Clariant in Singapur als Regionenleiter des ASEAN/Pazifikraumes und als Regionenleiter Indien/ASEAN/ Pazifikraum für die Division Pigmente & Additive tätig. Gontha begann seine Tätigkeit für Sandoz Chemicals in Basel im Jahr 1975 und wurde später Geschäftsführer von PT Sandoz Chemicals Indonesien. Er war von 1994 bis 1996 als Geschäftsführer und Regionenleiter ASEAN von Sandoz Chemicals (Singapore) Pte. Ltd tätig; gleichzeitig war er Leiter der Division Masterbatches Asien und Leiter der Division Pigmente & Additive ASEAN.

Dr. Reinhard Handte, 56, Deutscher, Vorsitzender der Konzernleitung (CEO), siehe 3.1, Verwaltungsrat

Dr. Günther Hencken, 61, Deutscher, Leiter Division Pigmente & Additive Günther Hencken ist Chemiker und seit Juni 2001 Leiter der Division Pigmente & Additive. In den fünf Jahren davor leitete Hencken die

Division Masterbatches. Hencken begann seine Karriere 1974 bei der Hoechst AG in den Pigment- und Farbstoffanwendungslabors. Er arbeitete von 1976 bis 1983 in den USA und wurde Leiter der Technischen Anwendung und des Marketings für Pigmente. Von 1984 bis 1993 war Hencken als Geschäftsbereichsleiter und Leiter des strategischen Geschäftsbereichs Masterbatches bei Schroeder & Stadelmann in Deutschland tätig. 1993 wurde er Leiter des Geschäftsbereiches Masterbatches bei Hoechst in Deutschland und 1996 Leiter des SBU Masterbatches in den USA.

Joachim Mahler, 50, Deutscher, Leiter Division Life Science & Elektronikchemikalien

Joachim Mahler ist Physiker und wurde 2002 zum Leiter der Division Life Science & Elektronikchemikalien ernannt. Er war davor von 1997 bis 1998 Leiter Sonderregionen und von 1999 bis 2001 Leiter der Division Celluloseether & Polymerisate. Mahler begann seine Karriere 1979 als Consultant bei McKinsey & Company. Nachdem er 1985 zur Hoechst AG wechselte, war er in mehreren Positionen in den USA und in Deutschland tätig: Leiter Strategische Planung bei der Polyester Films Group, Leiter Strategische Planung bei der Hoechst-Gruppe, Leiter Marketing und Vertrieb beim Geschäftsbereich PVC-Folien und Controller bei der Division Landwirtschaft. 1994 wurde er Leiter des Geschäftsbereiches Diagnostik Europa/Asien in der Division Behring Diagnostics. 1996 wurde er zum Leiter der Produktlinie Emulsionen in der Division Spezialchemikalien ernannt. Mahler kam im Zuge der Übernahme des Geschäftsbereichs Spezialchemikalien von der Hoechst AG 1997 zu Clariant.

Reinhart S. Meyer, 63, Deutscher, Leiter Division Funktionschemikalien Reinhart S. Meyer ist Ökonom und seit 1997 Leiter der Division Funktionschemikalien. Diese Division wurde geschaffen, als die Division Tenside und Hilfsmittel der Hoechst AG im Zuge der Übernahme der Spezialitätenchemie von Hoechst auf die Clariant-Division Funktionschemikalien übertragen wurde. Nachdem Meyer 1963 zur Hoechst AG kam, war er in Export und Verkauf in Deutschland tätig und nahm ausserdem mehrere Aufgaben in Nordafrika, Lateinamerika und den USA wahr. Er war Leiter der Erdöl-Gruppe und Leiter Übersee der Division Tenside und Hilfsmittel. Meyer wurde 1994 zum Leiter des Geschäftsbereichs Textil und Leder und 1997 zum Leiter der Division Tenside – jetzt Funktionschemikalien – ernannt.

François Note, 43, Franzose, CFO

François Note ist Ökonom und seit 2001 Chief Financial Officer von Clariant. In den beiden Jahren davor war Note als Leiter Corporate Human Resources tätig und weltweit für alle HR-Aktivitäten der Clariant Gruppe verantwortlich. Bevor er zu Clariant kam, war Note Chief Financial Officer der GTS Carrier Services (ehemals Hermes Europe Railtel), die das europaweite Breitband-Telekommunikationsnetzwerk Ebone betrieb. Note begann seine Tätigkeit für die Sandoz-Gruppe im Jahr 1983 und war in mehreren Finanzpositionen in der Schweiz, in Belgien und Italien tätig. Er wurde 1995 Gruppenleiter Controlling, was er auch nach der Fusion von Sandoz und Ciba-Geigy im Jahr 1996 blieb.

Dr. Hartmut Wiezer, 55, Deutscher, Leiter Corporate R&D

Hartmut Wiezer ist Chemiker und seit 2000 Leiter Forschung und Entwicklung bei Clariant. Von 1997 bis 1999 war er Leiter der damaligen Division Feinchemikalien von Clariant. Wiezer begann seine Karriere 1975 bei der Hoechst AG und war in mehreren Positionen in der Division Polymeradditive tätig, einschliesslich der Bereiche F&E, Marketing und Pilotfabrikproduktion. Er war von 1983 bis 1986 stellvertretender Leiter des F&E Head Office und anschliessend als Projektleiter und Leiter F&E für Elektronische Werkstoffe in der Division Informationstechnik tätig. Wiezer wurde 1989 zum Leiter F&E für den Geschäftsbereich Feinchemikalien und 1995 zum Leiter des Geschäftsbereiches Feinchemikalien ernannt. Er kam 1997 zu Clariant, als der Geschäftsbereich Spezialchemikalien von Hoechst übernommen wurde.

4.2 Weitere Tätigkeiten und Interessenbindungen

François Dennefeld ist Mitglied des Conseil Doctoral de l'Université de Haute Alsace. Peter Brandenburg ist Mitglied des Vorstandes der Schweizerischen Gesellschaft für Chemische Industrie (SGCI). Die Mitglieder der Konzernleitung üben darüber hinaus keine anderen Tätigkeiten, Beraterfunktionen oder Ämter aus.

4.3 Managementverträge

Managementverträge mit Dritten im Sinne der Richtlinie bestehen nicht.

5. Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen

Inhalt und Festsetzungsverfahren

Der Nominations- und Kompensationsausschuss (NKA) des Verwaltungsrates stellt Grundsätze für die Entschädigung der Mitglieder des VR auf und unterbreitet sie dem VR zur Genehmigung. Er genehmigt die Arbeitsverträge mit dem CEO, den Mitgliedern der KL, den Leitern der Funktionen und der grossen Konzerngesellschaften. Er überprüft in Zusammenarbeit mit dem CEO auch regelmässig die entsprechenden Einkommen. Der Ausschuss überprüft ausserdem die Bonus-, Optionsund Aktienpläne und gibt Empfehlungen an den VR ab. Ferner überprüft er «Fringe benefits»-Regelungen, Kündigungsregelungen und vertragliche Abgangsentschädigungen mit Leitern der Divisionen, Mitgliedern der KL, Leitern der Funktionen und Leitern der Konzerngesellschaften.

Die rund 650 Manager (rund 2% aller Mitarbeiter) des mittleren und oberen Kaders sind in zweifacher Hinsicht am Erfolg des Unternehmens beteiligt.

Der Group Bonus Plan (GBP) ist ein variables Vergütungsmodell, das die im Geschäftsjahr erreichten finanziellen Ziele auf Konzernebene und auf der Ebene der Geschäftseinheiten sowie die Erreichung individuell vereinbarter Ziele honoriert. Der Anteil des Zielbonus an der Jahreszielvergütung bewegt sich zwischen 15% im mittleren Kader und bis zu 50% bei Mitgliedern der Konzernleitung. Der tatsächliche Bonus eines Jahres kann zwischen 0 und 200% des Zielbonus schwanken.

Der Long Term Incentive Plan (LTIP) ist ein Beteiligungsplan, der auf Aktien beruht. Die Teilnehmer erhalten Namensaktien, die auf drei Jahre gesperrt sind. Der Betrag der zugesprochenen Aktien wird in Abhängigkeit der Hierarchiestufe und des tatsächlichen ausbezahlten jährlichen Bonus festgelegt.

Das oberste Kader (Top 50) hat die Wahl zwischen Namenaktien und Optionen. Die Optionen haben eine Laufzeit von zehn Jahren und sind ebenfalls drei Jahre gesperrt. Der Betrag der zugesprochenen Optionen wird auf Basis des tatsächlich ausbezahlten Bonus festgelegt. Bei der Wahl von Aktien entspricht der Wert der Aktien 60% des Betrages in Optionen.

Der LTIP macht weniger als 1% der Personalkosten aus.

Die nicht exekutiven Mitglieder des Verwaltungrates werden für ihre Tätigkeit angemessen honoriert.

Entschädigungen an amtierende Organmitglieder

Die Gesamtentschädigung für Mitglieder des Verwaltungsrates und der Konzernleitung betrug insgesamt 12.55 Mio. CHF (2001: 13.74 Mio. CHF). Darin enthalten sind Barvergütungen in Höhe von 7.25 Mio. CHF (2001: 8.14 Mio. CHF) und arbeitgeberseitige Aufwendungen für Pensionspläne in Höhe von 5.3 Mio. CHF (2001: 5.6 Mio. CHF).

Im Rahmen des Long Term Incentive Plan der Clariant AG haben die Organmitglieder 57 803 Aktien im Wert von 1.77 Mio. CHF sowie 25 091 Optionen im Wert von 291 000 CHF erhalten (2001: 61 510 Aktien im Wert von 2.9 Mio. CHF und 26 060 Optionen im Wert von 401 000 CHF).

Aktien und Optionen aus dem Long Term Incentive Plan unterliegen einer dreijährigen Sperrfrist.

Abfindungen an ausscheidende Organmitglieder wurden in Höhe von 1.59 Mio. CHF geleistet (2001: 2.54 Mio. CHF).

Exekutive Organmitglieder

Die Gesamtentschädigung der Mitglieder der Konzernleitung betrug 12.1 Mio. CHF (2001: 13.4 Mio. CHF). Sie setzt sich wie folgt zusammen:

2002 2001
Barentschädigungen Mio. CHF 6.8 7.8
Aufwendungen für
Pensionspläne Mio. CHF 5.3 5.6
Anzahl zugeteilte Aktien 47 999 56 810
Anzahl zugeteilte Optionen 25 091 26 060

Mitglieder der Konzernleitung besitzen ein Wahlrecht zum Bezug von Aktien oder Optionen.

Nicht exekutive Organmitglieder

Nicht exekutive Organmitglieder erhalten eine jährliche Barentschädigung sowie Aktien im Rahmen des Long Term Incentive Plan. Die Entschädigungen betrugen:

2002 20011
Barentschädigungen Mio. CHF 0.45 0.34
Anzahl zugeteilte Aktien 9 804 4 700

1 Angepasst, da geänderte Offenlegung in 2002

Entschädigungen an ehemalige Organmitglieder

An ehemalige Organmitglieder wurden keine Entschädigungen geleistet.

Aktien und Optionen

Die Aktien- und Optionspakete der Organmitglieder gliedern sich in noch gesperrte Aktien und Optionen aus dem Long Term Incentive Plan und privat gehaltene Aktien und Optionen.

Aktien
innerhalb
der
Aktien
in Privat-
besitz
Optionen
innerhalb
der
Optionen
ausübbar
Sperrfrist Sperrfrist
Exekutive Organmitglieder 120 556 3 850 55 731 112 640
Nicht exekutive Organmitglieder 12 244 18 450 9 310 14 470
Gesamt 132 800 22 300 65 041 127 110

Zusätzliche Vergütungen

Roland Lösser, Vizepräsident des Verwaltungsrates, erhält für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Clariant (Deutschland) GmbH eine Vergütung in Höhe von 75 000 CHF.

Organdarlehen

Organdarlehen wurden weder neu vergeben, noch bestehen Organdarlehen aus früheren Jahren.

Höchste Gesamtentschädigung

Die höchste Gesamtentschädigung an ein Organmitglied betrug 2.63 Mio. CHF. Sie setzt sich aus Jahresgrundsalär, Bonuszahlung und bewertetem Long Term Incentive Plan in Höhe von 1.64 Mio. CHF und Aufwendungen für den Pensionsplan in Höhe von 0.99 Mio. CHF zusammen.

6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre

Die Mitwirkungsrechte der Aktionäre sind in den Statuten, Abschnitt 3, Artikel 9 bis 17, beschrieben.

6.1 Stimmrechtsbeschränkungen und -vertretung

Die einzige Stimmrechtsbeschränkung bei Clariant ist die Stimmrechtsbeschränkung auf 10% des Aktienkapitals gemäss Art. 12 Abs. 1 der Statuten.

Es gibt keine speziellen Regeln für die Aufhebung statutarischer Stimmrechtsbeschränkungen.

Es gibt keine statutarischen Regeln zur Teilnahme an der Generalversammlung, die vom Gesetz abweichen.

6.2 Statutarische Quoren

Die statutarischen Quoren entsprechen Art. 704 OR.

6.3 Einberufung der Generalversammlung

Es gibt keine statutarischen Regeln, die vom Gesetz abweichen.

6.4 Traktandierung

Es gibt keine statutarischen Regeln, die vom Gesetz abweichen.

6.5 Eintragungen im Aktienbuch

Es gibt keine besonderen statutarischen Regeln bezüglich eines Stichtages der Eintragung. Das Aktienbuch wird regelmässig sieben bis zehn Tage vor der Generalversammlung geschlossen.

7. Kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen

7.1 Angebotspflicht

Ein Übernehmer ist zu einem öffentlichen Kaufangebot im Sinne von Art. 32 des Bundesgesetzes über die Börsen und den Effektenhandel vom 24. März 1995 (BEHG) nur dann verpflichtet, wenn er mehr als 49% der Aktien der Gesellschaft erwirbt (Art. 5a der Statuten).

7.2 Kontrollwechselklauseln

Es gibt keine Kontrollwechselklauseln.

8. Revisionsstelle

8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors

Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers hat das Mandat seit der Gründung der Clariant AG im Jahre 1995.

Seit diesem Datum ist Ulrich Vogt leitender Revisor.

8.2 Revisionshonorar

Die Revisionsstelle PricewaterhouseCoopers erhielt für die Revision des Jahresabschlusses 2002 ein Honorar von 4 Mio. CHF.

8.3 Zusätzliche Honorare

PricewaterhouseCoopers erhielt für Beratungen und Sonderprüfungen ein Honorar von insgesamt 6 Mio. CHF.

8.4 Aufsichts- und Kontrollinstrumente gegenüber der Revision

Es ist die Aufgabe des Auditausschusses des Verwaltungsrates, zuhanden des Verwaltungsrates die externe Revision zu beurteilen. Im Berichtsjahr fanden dazu drei gemeinsame Sitzungen mit den Vertretern der externen Revision statt.

9. Informationspolitik

Clariant kommuniziert proaktiv und an die jeweilige Situation angepasst. Form und Inhalt der Informationen sind auf die Bedürfnisse der jeweiligen Zielgruppen ausgerichtet. Die Abteilungen Corporate Communications und Investor Relations sind direkt dem CEO unterstellt. In Grundsatzfragen der allgemeinen Unternehmenspolitik erhält Corporate Communications die Richtlinien vom Präsidium.

Clariant informiert alle Aktionäre, die mit Namen und Anschrift im Aktionärsregister eingetragen sind, regelmässig mit den «Aktionärsinformationen». Diese Informationen werden jeweils am Tag der Veröffentlichung von Jahres- und Halbjahresergebnis per Post verschickt und am darauf folgenden Tag zugestellt. Ebenfalls per Post erhalten alle Aktionäre zweimal im Jahr das Magazin «Clariant», in dem über die Tätigkeit von Clariant im weiteren Sinne informiert wird.

Eine regelmässige Informationsquelle ist ausserdem die Website des Unternehmens (www.clariant.com), wo relevante Informationen aktuell veröffentlicht werden.

Anschriften und Kontaktmöglichkeiten befinden sich auf der Innenseite des hinteren Umschlags.

Corporate Governance

Konzern Bilanzen

per 31. Dezember 2002 und 2001

Aktiven Erläuterungen 1 2002
Mio. CHF
% 2001
Mio. CHF
%
Anlagevermögen
Sachanlagen 2 3 055 3 754
Immaterielle Anlagen 4 489 1 420
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 3 312 411
Übrige finanzielle Anlagen 7 100 104
Guthaben aus latenten Steuern 19 395 414
Total Anlagevermögen 4 351 50.9 6 103 57.8
Umlaufvermögen
Vorräte 8 1 689 1 984
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9 1 379 1 452
Andere Forderungen 10 413 472
Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen 718 544
Total Umlaufvermögen 4 199 49.1 4 452 42.2
Total Aktiven 8 550 100.0 10 555 100.0
Passiven 2002 2001
Erläuterungen 1 Mio. CHF % Mio. CHF %
Eigenkapital
Aktienkapital 767 767
Eigene Aktien (Nennwert) - 19 - 5
Reserven 166 1 196
Total Eigenkapital 914 10.7 1 958 18.6
Anteil Minderheitsaktionäre 63 0.7 74 0.7
Fremdkapital
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten 13 3 102 3 801
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 19 583 617
Rückstellungen und andere langfristige Verbindlichkeiten 14 882 938
Total langfristige Verbindlichkeiten 4 567 5 356
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 705 731
Finanzielle Verbindlichkeiten 15 1 092 1 025
Geschuldete Steuern 130 168
Rückstellungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten 16 1 079 1 243
Total kurzfristige Verbindlichkeiten 3 006 3 167
Total Fremdkapital 7 573 88.6 8 523 80.7
Total Passiven 8 550 100.0 10 555 100.0

Rechnungsabschluss 2002 des Clariant Konzerns

Konzern-Erfolgsrechnungen

für die Jahre 2002 und 2001

2002 2001
Erläuterungen 1 Mio. CHF % Mio. CHF %
Umsatz 9 330 100.0 9 871 100.0
Herstellkosten der verkauften Waren - 6 275 - 6 787
Bruttoergebnis 3 055 32.7 3 084 31.2
Marketing und Vertrieb - 1 380 - 1 459
Forschung und Entwicklung - 352 -409
Erträge von assoziierten Gesellschaften 3 36 42
Administration und allgemeine Unkosten - 669 - 627
Operatives Ergebnis vor Restrukturierung, Veräusserungen und Abschreibung auf Goodwill 690 7.4 631 6.4
Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 5 81 468
Restrukturierung und Wertberichtigungen 6 - 100 - 639
Abschreibung auf Goodwill 4.6 - 873 - 1 337
Operatives Ergebnis nach Restrukturierung, Veräusserungen und Abschreibung auf Goodwill - 202 - 2.2 - 877 - 8.9
Finanzergebnis 20 - 248 -246
Verlust vor Steuern und Minderheitsanteilen - 450 - 1 123
Steuern 19 - 189 - 110
Verlust vor Minderheitsanteilen - 639 - 6.8 - 1 233 - 12.5
Minderheitsanteile - 9 - 9
Konzernverlust - 648 - 1 242
Verlust pro Aktie (CHF/Aktie) - 4.30 - 8.14
Verwässerter Verlust pro Aktie (CHF/Aktie) - 4.30 - 8.14

Konzern-Geldflussrechnungen

für die Jahre 2002 und 2001

2002 2001
Konzernverlust Mio. CHF
- 648
Mio. CHF
- 1 242
Abschreibungen auf Sachanlagen 512 924
Abschreibungen auf immaterielle Anlagen 883 1 349
Veränderung langfristige Verbindlichkeiten 108 157
Gewinn vor Steuern aus der Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen - 81 - 468
Übrige nicht geldwirksame Veränderungen 41 61
Geldfluss vor Veränderung des Netto-Umlaufvermögens 815 781
Veränderung Vorräte - 21 147
Veränderung Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und übriges Umlaufvermögen - 93 127
Veränderung Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80 - 96
Übrige - 30 - 163
Geldfluss aus betrieblichen Aktivitäten 751 796
Investitionen in Sachanlagen - 339 - 505
Veränderung immaterielle Anlagen und Finanzanlagen - 5 - 12
Veräusserung von Sach- und immateriellen Anlagen 24 77
Akquisitionen von Firmen, Arbeitsgebieten und Anteilen (ohne erworbene flüssige Mittel) - 32
Akquisition von Minderheitsanteilen - 20
Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 284 558
Erhaltene Dividenden 105 61
Geldfluss aus Investitionsaktivitäten 37 159
Transaktionen mit eigenen Aktien - 83 - 107
Veränderung langfristige finanzielle Verbindlichkeiten - 539 32
Veränderung kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 83 - 474
Dividendenausschüttung an Dritte - 46 - 169
Geldfluss aus Finanzierungsaktivitäten - 585 - 718
Währungsdifferenz auf flüssigen Mitteln - 29 - 2
Netto-Veränderung der flüssigen Mittel und kurzfristigen Geldanlagen 174 235
Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen am Anfang der Periode 544 309
Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen am Ende der Periode 718 544
Zusätzliche Informationen zu den Konzern-Geldflussrechnungen
Bezahlte Zinsen - 184 - 240
Bezahlte Ertragssteuern - 229 - 140

Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals

für die Jahre 2002 und 2001

Agio behaltene
Gewinne
Zurück- Kumulative
Umrech-
nungs-
differenzen
Total
Reserven
Total
Aktien-
kapital
Eigene
Aktien
Nenn-
werte
Total
Eigen
kapital
Stand 31. Dezember 2000
Mio. CHF
1 888 929 - 14 2 803 767 - 3 3 567
Auswirkung der Einführung von IAS 39 - 26 - 26 - 26
Bewertung von Cashflow Hedges - 2 - 2 - 2
Dividende an Dritte - 169 - 169 - 169
Dividende auf eigene Aktien 1 1 1
Transaktionen mit eigenen Aktien 1 - 107 - 107 - 2 - 109
Umrechnungsdifferenzen - 62 - 62 - 62
Konzernverlust - 1 242 - 1 242 - 1 242
Stand 31. Dezember 2001 1 888 - 616 - 76 1 196 767 - 5 1 958
Dividenden an Dritte - 46 - 46 - 46
Bewertung von Cashflow Hedges (Zinssatzswaps) 1 1 1
Bewertung von Cashflow Hedges (Währungsswaps) - 1 - 1 - 1
Dividenden auf eigene Aktien 1 1 1
Transaktionen mit eigenen Aktien - 69 - 69 - 14 - 83
Umrechnungsdifferenzen - 268 - 268 - 268
Konzernverlust - 648 - 648 - 648
Stand 31. Dezember 2002 1 888 - 1 378 - 344 166 767 - 19 914

1 Die Transaktionen mit eigenen Aktien in 2001 waren die Auswirkung eines Engagements in Call/Put-Optionen, welche den Bestand an durch Clariant gehaltenen eigenen Aktien nicht beeinflussten. Ende 2002 war diese Call/Put-Struktur vollständig aufgelöst.

Anhang zur Konzernrechnung

1. Grundsätze für die Konzernrechnungslegung

Einleitung. Die finanzielle Berichterstattung des Clariant Konzerns erfolgt in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Committee (IASC) formulierten Normen.

Konsolidierungskreis. In die Konsolidierung werden jene Gesellschaften vollumfänglich einbezogen, bei denen die Clariant AG, Muttenz, eine direkte oder indirekte mehrheitliche Kapitalbeteiligung hält und im Besitz der Mehrheit der Stimmrechte ist oder anderweitig direkt oder indirekt einen beherrschenden Einfluss ausübt. Assoziierte Unternehmen, das heisst Minderheitsbeteiligungen mit einem Kapitalanteil von 20% bis 50%, werden nach der Equity-Methode konsolidiert, sofern ein massgeblicher Einfluss ausgeübt wird.

Konsolidierungsgrundsätze. Die Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften sind zum Bilanzstichtag des Konzernabschlusses in der Regel auf der Basis historischer Werte aufgestellt, wobei einheitliche Grundsätze bezüglich Bewertung und Darstellung zur Anwendung gelangen. Akquirierte Gesellschaften werden gemäss Purchase-Methode konsolidiert. Konzerninterner Aufwand und Ertrag und konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten wurden gegeneinander aufgerechnet. Die am Jahresende noch nicht realisierten Gewinne aus konzerninternen Transaktionen wurden eliminiert. Die Anteile der Minderheitsaktionäre am Eigenkapital und am Ergebnis konsolidierter Gesellschaften werden in der Bilanz und der Erfolgsrechnung gesondert ausgewiesen.

Erfassung von Erlösen. Erlöse werden erfasst, wenn die wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum der verkauften Waren und Erzeugnisse verbunden sind, auf eine Drittpartei übertragen worden sind, und werden abzüglich verkaufsbezogener Steuern und Rabatte verbucht. Rückstellungen für Rabatte an Kunden werden in derselben Periode wie die entsprechenden Erlöse gemäss den Vertragsbedingungen verbucht.

Kursdifferenzen. Erträge, Aufwendungen und Geldflüsse der konsolidierten Gesellschaften werden zu umsatzgewogenen Jahresdurchschnittskursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die Umrechnung der Bilanzpositionen erfolgt zu Jahresendkursen. Die aus Wechselkursveränderungen gegenüber dem Vorjahr entstandenen Umrechnungsdifferenzen («translation») auf dem Eigenkapital der konsolidierten Gesellschaften, die Kursdifferenzen auf langfristigen konzerninternen Finanzierungen und die Differenzen aus der Ergebnisumrechnung werden den Reserven zugewiesen. Ausgenommen davon sind die Konzerngesellschaften in Hochinflationsländern, deren gesamte Kursdifferenzen der Erfolgsrechnung belastet werden. Kursdifferenzen aus laufender Geschäftstätigkeit («transactions») werden zum approximativen Wechselkurs im Zeitpunkt der entsprechenden Tätigkeit über die Erfolgsrechnung gebucht.

Hochinflationsländer. Die finanzielle Berichterstattung der in Hochinflationsländern ansässigen Konzerngesellschaften erfolgt nach dem Tageswertprinzip. Ausgenommen sind all diejenigen Länder, in denen

die Rechnungslegung in einer anderen funktionalen Währung (meist dem US-Dollar) als der lokalen Währung ein konsistenteres Bild der tatsächlichen finanziellen Lage ergibt.

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet und auf Grund der geschätzten Nutzungsdauer und der darauf basierenden Richtlinien des Konzerns über folgende maximale Lebensdauer linear zu Lasten der Erfolgsrechnung abgeschrieben:

  • Gebäude 40 Jahre
  • Betriebseinrichtungen, Maschinen 16 Jahre
  • Mobiliar, Fahrzeuge, EDV-Anlagen 5 bis 10 Jahre

Sachanlagen, welche durch Leasingverträge mit eigentumsähnlichem Charakter finanziert sind, werden zum geschätzten Barwert bei Vertragsbeginn aktiviert und wie die übrigen Anlagen abgeschrieben. Finanzierungskosten für im Bau befindliche Anlagen werden nicht aktiviert.

Immaterielle Werte. Der beim Erwerb von Beteiligungen oder Anlagegütern über den inneren Wert hinaus bezahlte Goodwill wird aktiviert und über eine Zeitspanne von höchstens 20 Jahren abgeschrieben. Erworbene immaterielle Werte – wie Patente, Marken und andere Rechte – werden zu historischen Werten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer, längstens aber über 10 Jahre, zu Lasten der Erfolgsrechnung linear abgeschrieben. Bei dauernder Wertminderung wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

Finanzanlagen. Assoziierte Unternehmen sind mit dem anteiligen Eigenkapital erfasst. Seit dem 1. Januar 2001 werden alle übrigen Finanzanlagen zuerst zum Anschaffungswert erfasst und nachher zum Marktwert bewertet. Veränderungen des Marktwertes werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Alle Käufe und Verkäufe von Finanzanlagen werden am Valutatag verbucht, also dem Tag, an dem die Transaktion effektiv abgewickelt wird.

Vorräte. Die zugekauften Produkte werden zu Anschaffungskosten, die selbst fabrizierten Produkte zu Herstellkosten, inklusive entsprechender Produktionsgemeinkosten, bewertet. Die Bewertung der Vorräte in der Bilanz bzw. die Belastung der Einstandspreise in der Erfolgsrechnung erfolgt zu Standardkosten, welche in der Regel den effektiven Kosten entsprechen. Bei schwer verkäuflicher Ware und bei Waren mit tieferen Marktpreisen kommen Wertberichtigungen in Abzug. Unverkäufliche Waren werden voll abgeschrieben.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der ausgewiesene Wert entspricht den fakturierten Beträgen abzüglich Wertberichtigungen für dubiose Debitoren.

Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen. Die flüssigen Mittel und kurzfristigen Geldanlagen enthalten Kassabestände, Bankguthaben, Sicht- und Depositengelder sowie innert 90 Tagen realisierbare Wertschriften.

Finanzinstrumente und Hedging. Unter IAS 39 werden Finanzinstrumente zum Zeitpunkt der Tätigung des Geschäftes zu Gestehungskosten verbucht und danach zu Marktwerten bewertet. Die Art und Weise, auf welche die dabei entstehenden Gewinne und Verluste verbucht werden, hängt davon ab, ob das entsprechende Finanzinstrument als Hedge für ein spezielles Risiko designiert ist und ob dafür die Methode des Hedge Accounting zulässig ist. Am Tag der Tätigung eines Derivategeschäftes entscheidet Clariant, ob dieses Geschäft a) als Fair Value Hedge eines verbuchten Bilanzpostens, b) als Cashflow Hedge oder c) als Hedge der Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft geführt werden soll.

Veränderungen im Marktwert von Instrumenten, welche als Fair Value Hedges bestimmt wurden und welche als effektiv eingestuft wurden, werden über die Erfolgsrechnung verbucht, desgleichen die Marktwertveränderungen aufgrund des gesicherten Risikos des entsprechenden Bilanzpostens.

Marktwertveränderungen von als Cashflow Hedges designierten Derivaten werden über das Eigenkapital verbucht. Wenn die gesicherte Transaktion in der Bilanz verbucht wird, werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Marktwertveränderungen des Cashflow Hedges in der Bewertung des aus der Transaktion resultierenden Bilanzpostens mit einbezogen. Ansonsten werden Marktwertveränderungen, welche bis dahin im Eigenkapital verbucht sind, in derselben Periode in die Erfolgsrechnung gebucht, in welcher die gesicherte Transaktion in die Erfolgsrechnung einfliesst.

Hedges von Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften werden ähnlich wie Cashflow Hedges verbucht. Clariant sichert teilweise Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften mit Währungsswaps und mit Fremdwährungsdarlehen. Alle Gewinne und Verluste, welche aus der Umrechnung der Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften und der betreffenden Hedges entstehen, werden direkt im Eigenkapital verbucht.

Wenn ein Hedgegeschäft ausläuft oder verkauft wird oder wenn für ein Hedgegeschäft die Effektivität nicht mehr nachgewiesen werden kann, verbleiben alle bis dahin verbuchten Marktwertveränderungen im Eigenkapital und werden über die Erfolgsrechnung verbucht, wenn die gesicherte Transaktion in der Erfolgsrechnung verbucht wird. Wenn festgestellt wird, dass eine gesicherte Transaktion nicht eintrifft, werden die bis dahin im Eigenkapital verbuchten Marktwertveränderungen des Hedges sofort in der Erfolgsrechnung verbucht.

Gewisse Finanzinstrumente können unter IAS 39 nicht als Hedges verbucht werden, obwohl sie wirtschaftlich gesehen sinnvoll sind. Marktwertveränderungen dieser Instrumente werden sofort in der Erfolgsrechnung verbucht.

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit geht der Konzern vertragliche Vereinbarungen zur Absicherung von Risikopositionen aus Wechselkurs-, Zinssatz- oder Marktpreisschwankungen ein. Die unterschiedlichen Risikopositionen, welche aus bestehenden Vermögensund Verbindlichkeitsposten sowie aus zukünftigen vertraglichen Verpflichtungen bestehen, werden zentral auf Stufe Gesamtkonzern erfasst und verwaltet. Alle Transaktionen werden mit erstklassigen internationalen Bankinstituten abgewickelt. Die Auswirkungen der im Risiko-Management-Programm verwendeten Finanzinstrumente werden fortlaufend überwacht, geprüft und der Unternehmensführung mitgeteilt.

Latente Steuern. Zur Berechnung latenter Steuern gelangt die Comprehensive Liability Method zur Anwendung. Basis hierfür bilden die ertragssteuerwirksamen Abweichungen zwischen Steuerbilanz und der für die Konsolidierung erstellten Bilanz der Konzerngesellschaften und die sich daraus ergebenden Unterschiede aus zeitlichen Abgrenzungen. Nicht berücksichtigt sind Quellensteuern auf möglichen späteren Ausschüttungen aus zurückbehaltenen Gewinnen der Konzerngesellschaften, da diese Gewinne in der Regel reinvestiert werden. Die latenten Steuern, berechnet auf der Basis entsprechender lokaler Steuersätze, sind im Anlagevermögen resp. in den langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Der auf das Berichtsjahr entfallende Betrag wird in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.

Personalvorsorgeeinrichtungen

  • Pensionsfonds mit Leistungsprimat. Die Verpflichtungen der Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat entsprechen der Defined Benefit Obligation. Sie werden periodisch von unabhängigen Versicherungsexperten berechnet. Der in der Erfolgsrechnung im Personalaufwand erfasste Betrag entspricht den Net Periodic Pension Cost.
  • Versicherungsleistungen bei Krankheit und Unfall für pensionierte Mitarbeiter. Bei einigen Konzerngesellschaften ist die Mehrzahl der pensionierten Mitarbeiter und von deren Angehörigen bei Krankheit und Unfall durch einen firmenspezifischen Versicherungsplan versichert. Die Verpflichtungen für künftige Versicherungsleistungen, welche auf Grund versicherungstechnischer Regeln berechnet wurden, sind in den langfristigen Verbindlichkeiten enthalten. Der Aufwand ist im Personalaufwand erfasst.
  • Abgangsentschädigungen. Die Rückstellungen für Abgangsentschädigungen sind gemäss den gesetzlichen Erfordernissen einzelner Länder gebildet worden.

Forschung und Entwicklung. Mit Ausnahme der Sachanlagen, welche über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben werden, wird der Aufwand für Forschung und Entwicklung vollumfänglich der Erfolgsrechnung belastet.

2. Entwicklung der Sachanlagen

Mio. CHF Grundstücke Gebäude Betriebs-
einrich-
tungen
Maschinen
Mobiliar
Fahrzeuge
EDV
Anlagen
Anlagen
im Bau
Total 2002 Total 2001
Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 1. Januar 679 2 564 5 685 654 303 9 885 10 742
Änderungen im Konsolidierungskreis
Zugänge und Umbuchungen 1 14 82 25 217 339 505
Abgänge - 7 - 19 - 239 - 53 - 220 - 538 - 1 143
Umrechnungsdifferenzen - 52 - 262 - 398 - 56 - 44 - 812 - 219
Stand 31. Dezember
Abschreibungen kumuliert
621 2 297 5 130 570 256 8 874 9 885
Stand 1. Januar - 90 - 1 467 - 4 052 - 522 - 6 131 - 6 322
Änderungen im Konsolidierungskreis
Zugänge und Umbuchungen - 86 - 376 - 48 - 2 - 512 - 924
Abgänge 19 302 56 377 1 066
Umrechnungsdifferenzen 1 133 265 48 447 49
Stand 31. Dezember - 89 - 1 401 - 3 861 - 466 - 2 - 5 819 - 6 131
Buchwerte 31. Dezember 532 896 1 269 104 254 3 055 3 754
Versicherungswerte 31. Dezember 10 605 10 087

Geleaste Sachanlagen (Financial Lease) belaufen sich per 31. Dezember 2002 auf einen kapitalisierten Anschaffungswert von 18 Mio. CHF bzw. 7 Mio. CHF Buchwert (2001: 21 Mio. CHF bzw. 11 Mio. CHF).

Am 31. Dezember 2002 betrugen die Verpflichtungen zum Kauf von Sachanlagen 20 Mio. CHF (2001: 41 Mio. CHF).

3. Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften

Mio. CHF Bilanzwerte Einfluss auf die Erfolgsrechnung
31.12.2002 31.12.2001 2002 2001
Infraserv GmbH & Co. Höchst KG 129 190 12 18
SF-Chem AG 61 70 5 2
Infraserv GmbH & Co. Wiesbaden KG 32 35 4 6
Infraserv GmbH & Co. Gendorf KG 31 38 3 4
Harco Harlow Chemical Company Ltd 5
Infraserv GmbH & Co. Knapsack KG 16 22 1 2
Clariant Emulsion Norden AB 8 6
Übrige 43 48 5 5
Total 312 411 36 42

4. Entwicklung der immateriellen Anlagen

Mio. CHF Goodwill Übrige Total 2002 Total 2001
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2 862 131 2 993 2 982
Änderungen im Konsolidierungskreis
Zugänge 24 16 40 12
Abgänge - 66 - 15 - 81 - 2
Umrechnungsdifferenzen - 9 - 4 - 13 1
Stand 31. Dezember 2 811 128 2 939 2 993
Abschreibungen kumuliert
Stand 1. Januar - 1 490 - 83 - 1 573 - 227
Änderungen im Konsolidierungskreis
Zugänge und Umbuchungen - 873 - 10 - 883 - 1 349
Abgänge 2 1 3 1
Umrechnungsdifferenzen 1 2 3 2
Stand 31. Dezember - 2 360 - 90 - 2 450 - 1 573
Buchwerte 31. Dezember 451 38 489 1 420

Der Goodwill, welcher bei der Akquisition der BTP plc im Jahr 2000 enstanden war (2 702 Mio. CHF), wurde 2001 einer Neubewertung unterzogen. Die daraus resultierende Sonderabschreibung betrug

5. Veräusserte Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen

Während der Jahre 2001 und 2002 verkaufte Clariant verschiedene Geschäftsaktivitäten in Transaktionen mit mehreren Partnern.

Emulsionen: Im Dezember 2002 wurden grosse Teile der Geschäftseinheit Emulsionen und Emulsionspulver an die Celanese Gruppe in Deutschland verkauft. Die Geschäftseinheit gehörte zur Division Textil, Leder & Papierchemikalien. Der Verkauf umfasste grosse Produktionsanlagen in Deutschland und Spanien und zwei Gesellschaften in Schweden und Slowenien. In einer Anzahl Länder wurden die Mitarbeiter der Marketingabteilungen an Celanese übertragen und Clariant ging Auftragsfertigungsverträge mit Celanese ein. Die wichtigsten Länder mit solchen Vereinbarungen sind Grossbritannien und Frankreich. Für die Aktivitäten in Spanien und Deutschland ist Clariant Dienstleistungsvereinbarungen eingegangen, aufgrund welcher Clariant für die nächsten zwölf bis fünfzehn Monate noch administrative und technische Unterstützung leisten wird.

1 226 Mio. CHF. In 2002 wurde eine weitere Neubewertung notwendig, welche in einer zusätzlichen Sonderabschreibung in der Höhe von 790 Mio. CHF resultierte.

Emulsionen Portugal: Im November 2002 verkaufte Clariant in einer separaten Transaktion die Gesellschaft Resiquímicas Resinas, Portugal, an den vormaligen Minderheitsaktionär Socer. Die Gesellschaft gehörte bis dahin zu der Division Textil, Leder & Papierchemikalien.

Hydrosulfit, Nordamerika: Im Dezember 2002 verkaufte Clariant die Aktivitäten Sodium Hydrosulfit in den USA und Kanada an die kanadische Gesellschaft Chemtrade. Die Aktivitäten umfassen Produktionsanlagen und Verkaufsorganisationen in beiden Ländern und gehörten bis anhin zur Division Textil, Leder & Papierchemikalien.

PVA/PVB: Im Dezember 2001 verkaufte Clariant die Geschäftseinheit PVA/PVB, welche zur Division Celluloseether und Polymerisate gehörte, an Kuraray.

Umsätze, Ergebnisse, Geldfluss und Nettoaktiven der veräusserten Aktivitäten sind für das Berichtsjahr und das Vorjahr auf der nächsten Seite dargestellt.

Veräusserte Aktivitäten
Mio. CHF
Emulsionen
Resiquímicas
Resinas
Hydrosulfit PVA/PVB* Total veräusserte
Aktivitäten*
2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001
Umsatz 344 354 38 47 124 129 198 506 728
Betriebsaufwand - 312 - 338 - 35 - 49 - 109 - 121 - 162 - 456 - 670
Betriebsergebnis vor
Restrukturierung,
Neubewertung und
Abschreibung von
Goodwill 32 16 3 - 2 15 8 36 50 58
Restrukturierung und
Neubewertung - 20 - 3 - 23
Abschreibung
Goodwill - 2 - 2
Betriebsergebnis nach
Restrukturierung,
Neubewertung und
Abschreibung von
Goodwill 30 - 4 3 - 2 15 8 33 48 35
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern 30 - 4 3 - 2 15 8 33 48 35
Steuern - 1 - 1 - 9 - 2 - 9
Minderheitsanteile - 1 1 - 1 1
Ergebnis nach
Steuern und
Minderheitsanteilen 29 - 4 1 - 1 15 8 24 45 27
Geldfluss der
veräusserten
Aktivitäten
Geldfuss aus betrieb
lichen Aktivitäten 16 13 3 17 10 22 33 48
Geldfluss aus Inves
titionsaktivitäten - 36 - 3 - 1 - 2 - 3 - 20 - 9 - 40 - 34
Geldfluss aus Finan
zierungsaktivitäten 2 - 3 2 - 3
Total Geldfluss - 20 10 1 - 2 14 - 10 13 - 5 11

* Angepasst

Mio. CHF Emulsionen Resiquímicas
Resinas
Hydrosulfit PVA/PVB* Total veräusserte
Aktivitäten*
2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001
Nettowert von
Aktiven und Passiven
der veräusserten
Geschäftsaktivitäten
Anlagevermögen 54 61 7 7 44 60 40 105 168
Beteiligung an assozi
ierten Gesellschaften 26 10 26 10
Goodwill 22 22
Umlaufvermögen 63 76 20 18 7 7 53 90 154
Total Aktiven 165 147 27 25 51 67 93 243 332
Verbindlichkeiten - 44 - 62 - 16 - 14 - 1 - 25 - 61 - 101
Nettowert 121 85 11 11 50 67 68 182 231
Anzahl Mitarbeiter 525 645 117 117 113 116 258 755 1 136

* Angepasst

Daneben wurden während des Berichtsjahres die Gesellschaft

ProBioSint, Italien, und das Silikatgeschäft in Frankreich verkauft. Der Erfolg aus Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanz-

anlagen errechnet sich wie folgt:

Mio. CHF 2002 2001
Verkaufserlös 284 558
Nettowert der verkauften Aktiven und Passiven - 203 - 90
Gewinn vor Steuern aus Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 81 468
Steueraufwand - 14 - 133
Nettogewinn aus Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 67 335
Der Nettogeldfluss aus der Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen errechnet sich wie folgt:
Verkaufserlös 284 558
abzüglich Geld und kurzfristiger Geldanlagen
Nettogeldfluss aus der Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 284 558

* Angepasst

6. Restrukturierung und Wertberichtigung

Aufgrund des sich verlangsamenden Wirtschaftswachstums und der notwendigen weiteren Integration des BTP Konzerns, welcher in 2000 akquiriert wurde, startete Clariant 2001 ein gross angelegtes Restrukturierungsprogramm. Ziel dieser Massnahme war die Eliminierung von überflüssigen Produktionskapazitäten, die Konzentration auf weniger, dafür effizientere Produktionsstandorte und die Optimierung der

administrativen und organisatorischen Infrastruktur. Das Programm betraf mehr als 60 Tochtergesellschaften und alle Divisionen. Es umfasste den Abbau von Personal, die Schliessung von ganzen Standorten und eine kritische Überprüfung der realisierbaren Werte von Anlagevermögen und Vorräten in allen betroffenen Firmen.

Die Aufwendungen für die Restrukturierung und die Wertberichtigung während des Berichtsjahres 2001 stellten sich wie folgt dar:

Restrukturierung und Wertberichtigung

Mio. CHF Konzern Total Corporate* Total
Divisionen
Ver-
äusserte
TLP* PA MB FUN* LSE*
Geldwirksame Aufwendungen 68 3 65 Aktivitäten
10
12 5 1 11 26
Nicht geldwirksame
Aufwendungen
Rückstellungen für
Personalentschädigungen 70 5 65 4 32 13 1 5 10
Übrige 121 121 5 45 12 8 6 45
Total Rückstellungen 191 5 186 9 77 25 9 11 55
Abschreibung von
Anlagevermögen
Land und Gebäude 163 117 46 3 8 22 3 10
Übrige 217 217 1 52 38 7 10 109
Total Abschreibungen von
Anlagevermögen 380 117 263 4 60 60 7 13 119
Total Restrukturierung und
Wertberichtigung vor
Abschreibung Goodwill 639 125 514 23 149 90 17 35 200
Abschreibung Goodwill 1 226 1 226 1 226
Total Restrukturierung
und Wertberichtigung 1 865 125 1 740 23 149 90 17 35 1 426
Davon nicht geldwirksame
Aufwendungen 1 797 122 1 675 13 137 85 16 24 1 400

* Angepasst

2002 wurden die Werte des Betriebsvermögens der Division Life Science & Elektronikchemikalien erneut einer kritischen Überprüfung hinsichtlich ihrer Realisierbarkeit unterzogen. Aufgrund der bescheidenen Aussichten bezüglich der Marktentwicklung und der schleppenden Erholung der Division wurde ein wesentlicher Teil des Wertes des Betriebsvermögens als nicht realisierbar eingestuft. Als Konsequenz wurden die folgenden Wertberichtigungen in der Division LSE vorgenommen:

Mio. CHF
Abschreibung von Goodwill 790
Abschreibung von Anlagevermögen
Land und Gebäude 11
Übriges Anlagevermögen 89
Total Abschreibung von Anlagevermögen 100
Total Wertberichtigungen 890

7. Übrige finanzielle Anlagen

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Vorausbezahlte
Pensionsverpflichtungen 97 102
Übrige Beteiligungen 3 2
Total 100 104

8. Vorräte

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Rohmaterial,
Verbrauchsmaterial,
Ware in Arbeit 717 849
Fertigprodukte 972 1 135
Total 1 689 1 984

9. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Forderungen brutto 1 464 1 558
Wertberichtigung für
dubiose Debitoren - 85 - 106
Total netto 1 379 1 452

Per 31.12.2002 waren Forderungen im Betrag von 76 Mio. CHF als Sicherheit verpfändet.

10. Andere Forderungen

31.12.2001
366
36
70
413 472
31.12.2002
230
102
81

11. Finanzinstrumente

Instrumente des Risikomanagements (Absicherung) und Ausserbilanzrisiken. Clariant bedient sich zur Absicherung von Währungs- und Zinssatzrisiken, wie auch zur Verbesserung der Rendite auf den liquiden Vermögenswerten, Devisentermin- und Optionskontrakten, Zinssatz- und Währungsswaps und anderer Finanzinstrumente. Risikopositionen, welche aus bestehenden Vermögens- und Verbindlichkeitsposten sowie aus erst zukünftig entstehenden Engagements resultieren, werden zentral verwaltet.

Management der Zinsrisiken. Der Konzern macht Gebrauch von Zinssicherungsgeschäften zur Verminderung der Finanzierungskosten oder zur Umwandlung von Zinsrisiken.

Management der Wechselkursrisiken. Zum Schutz vor einer Wertminderung der Geldflüsse in Fremdwährung werden Programme zur teilweisen Absicherung der Bilanz- und Einkommenspositionen durchgeführt. Diese umfassen Devisentermingeschäfte und Währungsswaps in den verschiedenen Hauptwährungen. Aus Kostengründen werden jedoch nicht alle Positionen permanent abgesichert.

Management der Gegenparteirisiken. Die Gegenparteirisiken umfassen das Ausfallrisiko bei derivaten Finanzinstrumenten und Geldmarktkontrakten. Clariant vermindert dieses Ausfallrisiko, indem als Gegenpartei nur Banken und Finanzinstitute gewählt werden, die mindestens ein A-Rating aufweisen. Die Gegenparteirisiken werden streng überwacht, sodass der Konzern diesbezüglich keine materiellen Verluste in der Zukunft erwartet.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, nach Kategorien aufgelistet, Kontraktwerte bzw. den Finanzinstrumenten zugrunde liegende Nominalbeträge und den Wiederbeschaffungswert einzelner Finanzinstrumente per 31. Dezember 2002. Kontraktwerte bzw. die den Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Nominalbeträge stellen nicht das Marktrisiko dar, sondern geben Auskunft über das ausstehende Transaktionsvolumen per Bilanzstichtag. Der Wiederbeschaffungswert stellt den Kurswert per 31. Dezember 2002, respektive 2001, dar oder den Wert, der auf Grund von Standard-Preisbestimmungsmodellen ermittelt wurde.

Finanzinstrumente
Mio. CHF
Kontraktwert oder
Nominalbetrag
Positiver Wieder
beschaffungswert
Negativer Wieder
beschaffungswert
2002 2001 2002 2001 2002 2001
Für Absicherungszwecke gehaltene Währungsinstrumente
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps 139 524 2 5 - 100
Zinsinstrumente
Zinsswaps 750 981 31 20 - 24 - 17
Total Finanzinstrumente 889 1 505 33 25 - 24 - 117
Finanzinstrumente nach Fälligkeiten
Mio. CHF
1–12 Monate 1–5 Jahre Über 5 Jahre Total Total
2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001
Währungsinstrumente
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps 135 75 4 411 38 139 524
Zinsinstrumente
Zinsswaps 527 476 223 240 265 750 981
Total Finanzinstrumente 662 551 227 651 303 889 1 505

Finanzinstrumente nach Währungen

Devisenterminkontrakte und Währungsswaps

Mio. CHF 2002 2001 USD 134 431 JPY – 69 EUR 4 23 Übrige 1 1 Total 139 524 Zinsswaps 750 981 Total Finanzinstrumente 889 1 505

Alle Gegenparteien weisen mindestens ein A-Rating auf.

Absicherungsgeschäfte
Mio. CHF
2002 2001
Marktwertbewertung von Cashflow Hedges
Zinssatzswaps - 1 - 14
Devisenterminkontrakte 1
Marktwertbewertung von Fair Value Hedges
Zinssatzswaps 21 21
Devisenterminkontrakte und Währungsswaps - 25 - 18
Kontrakte zur Absicherung von Investitionen in Tochtergesellschaften
Kontrakte mit positivem Marktwert
Währungsswaps 24 3
Kontrakte mit negativem Marktwert
Darlehen in ausländischer Währung - 297 - 303
Währungsswaps - 6 - 50

Verbriefung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Seit einigen Jahren verwendet Clariant das Instrument der Verbriefung als Finanzierungsmittel. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von

ausgewählten Tochtergesellschaften werden in einem ABS-Programm verkauft und erscheinen deswegen nicht in der Bilanz, da Clariant keine weiteren Verpflichtungen oder Risiken zurückbehält.

Verbriefte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Mio. CHF
2002 2001
Forderungen auf Euro lautend 104 214
Forderungen auf US-Dollar lautend 101 136
Total 205 350

12. Entwicklung des Aktienkapitals und der eigenen Aktien

Namenaktien mit einem Nennwert von je 5 CHF
Zahlen adjustiert für 10:1-Split
Anzahl Aktien
2002
Nennwert
2002
Mio. CHF
Anzahl Aktien
2001
Nennwert
2001
Mio. CHF
Stand 1. Januar 153 440 000 767 153 440 000 767
Stand 31. Dezember 153 440 000 767 153 440 000 767
Eigene Aktien - 3 787 828 - 19 - 1 052 396 - 5
Ausstehendes Aktienkapital 31. Dezember 149 652 172 748 152 387 604 762
Eigene Aktien (Anzahl) 2002 2001
Bestand am 1. Januar 1 052 396 564 760
Aktien erworben zu Strikepreisen, welche 2001 und 2002 fixiert wurden 3 150 000 610 686
Zu Marktpreisen veräusserte Aktien - 306 240 - 102 410
Aktien an Mitarbeiter - 108 328 - 20 640
Bestand am 31. Dezember 3 787 828 1 052 396
Ausstehende Aktien, auf die aber über eine Call/Put-Struktur zugegriffen werden kann 3 150 000

13. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. CHF Zinssatz Laufzeit Ursprungsbetrag
31.12.2002
Zurückgekauft Nettobetrag
31.12.2002
Betrag
31.12.2001
Obligationenanleihe 4.625 1996–2003 150 - 15 135 135
Obligationenanleihe 4.125 1996–2006 200 - 46 154 161
Obligationenanleihe 3.375 1997–2004 300 - 50 250 263
Obligationenanleihe 3.750 1997–2007 200 - 25 175 186
Obligationenanleihe 3.000 1998–2005 250 - 49 201 218
Obligationenanleihe 4.250 2000–2008 500 - 116 384 434
Total Obligationenanleihen 1 600 - 301 1 299 1 397
Verbindlichkeiten gegenüber Banken und anderen Finanzinstitutionen 1 949 2 418
Leasingverbindlichkeiten
Zwischentotal 3 248 3 815
Abzüglich des kurzfristigen Teils - 146 - 14
Total 3 102 3 801
Fälligkeitsstruktur 2003 485
2004 489 503
2005 702 786
2006 548 552
2007 617
später 746 1 475
Total 3 102 3 801
Währungsstruktur CHF 1 480 1693
EUR 451 784
USD 324 395
JPY 834 914
Übrige 13 15
Total
Vergleich mit Marktwerten
3 102 3 801
Obligationenanleihe 1 304 1 321
Übrige 1 964 2 264
Total 3 268 3 585
Gesamtwert der belehnten Aktiven, hauptsächlich Sachanlagen 146 204
Total gesicherte langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 34 42

Mit dem Ziel der Schuldenrückzahlung kaufte Clariant während des Jahres 2002 Obligationen im Umfang von 98 Mio. CHF und 203 Mio. CHF in 2001 zurück.

14. Entwicklung der Rückstellungen und anderen langfristigen Verbindlichkeiten

Mio. CHF Verbindlichkeiten
aus Personalvor-
sorgeeinrichtungen
Rückstellungen für
Umweltschutz
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
Total 2002
Stand 1. Januar 466 252 220 938
Zugänge und Umbuchungen 74 54 48 176
Verbrauch von Rückstellungen - 51 - 23 - 58 - 132
Auflösung nicht benötigter Rückstellungen - 3 - 3 - 6
Diskonteffekt 10 - 3 7
Währungsdifferenzen - 39 - 31 - 31 - 101
Stand 31. Dezember 457 252 173 882

15. Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Banken und andere Finanzinstitute (inkl. Guthaben Mitarbeiter) 946 1 011
Kurzfristiger Anteil an langfristigen Verbindlichkeiten 146 14
Total 1 092 1 025

16. Rückstellungen und andere kurzfristige Verbindlichkeiten

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Rückstellungen für Restrukturierungen 66 172
Verbindlichkeiten Personalkosten 160 158
Übrige kurzfristige Rückstellungen 234 222
Total kurzfristige Rückstellungen 460 552
Rechnungsabgrenzungen 393 441
Übrige Kreditoren 226 250
Total 1 079 1 243
Entwicklung der kurzfristigen Rückstellungen
Mio. CHF
Rückstellungen für
Restrukturierungen
Verbindlichkeiten
Personalkosten
Übrige kurzfristige
Rückstellungen
Total 2002
Stand 1. Januar 172 158 222 552
Zugänge und Umbuchungen 17 170 212 399
Verbrauch von Rückstellungen - 101 - 140 - 142 - 383
Auflösung nicht benötigter Rückstellungen - 10 - 14 - 44 - 68
Währungsdifferenzen - 12 - 14 - 14 - 40
Stand 31. Dezember 66 160 234 460

17. Personalvorsorgeeinrichtungen

Neben den gesetzlich geregelten Sozialversicherungen bestehen im Konzern mehrere unabhängige Personalvorsorgeeinrichtungen. Deren Vermögen wird vorwiegend ausserhalb der Gesellschaften gehalten. Einige Konzerngesellschaften führen keine unabhängigen Pläne. Wo dies der Fall ist, werden für die Vorsorgeleistungen Rückstellungen gebildet, welche Bestandteil der langfristigen Verbindlichkeiten in der Bilanz sind.

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
In der Bilanz enthaltene
Verpflichtungen
Pensionsverpflichtungen
mit Beitragsprimat - 28 - 28
Pensionsverpflichtungen
mit Leistungsprimat - 316 - 309
Andere Personalvorsorge
einrichtungen - 113 - 129
Total - 457 - 466

Vorsorgeeinrichtungen mit Beitragsprimat. Die durch die Konzerngesellschaften geleisteten Beiträge an diese Fonds beliefen sich im Jahre 2002 auf 30 Mio. CHF (2001: 30 Mio. CHF).

Vorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat. Die Mehrheit der Konzernangestellten ist durch Personalvorsorgeeinrichtungen mit Leistungsprimat gedeckt. Die zukünftigen Verpflichtungen und entsprechenden Vermögenswerte der nach IAS 19 als Leistungsprimat geltenden Einrichtungen werden jährlich neu ermittelt und mindestens alle drei Jahre von einer unabhängigen Stelle überprüft. Das Vermögen wird zu Marktwerten bewertet. Die Verpflichtungen aller Vorsorgeeinrichtungen sind ausreichend durch Vermögen gedeckt.

Die in den USA aus dem Geschäftsbereich Spezialchemikalien von Hoechst zu Clariant übergetretenen Mitarbeiter bleiben für ihre bis zum 30. Juni 1997 erworbenen Ansprüche bei Hoechst versichert.

Die folgenden Angaben geben einen Überblick über die Finanzlage der Personalvorsorgeeinrichtungen.

Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Barwert der Vorsorge
ansprüche in unab
hängigen Einrichtungen - 1 384 - 1 327
Marktwert der
Vermögenswerte 1 122 1 259
Unterdeckung - 262 - 68
Barwert der nicht
gedeckten Ansprüche - 306 - 284
Nicht verbuchte versiche
rungsmathematische
Verluste 252 43
In der Bilanz als
Verpflichtung verbuchte
Vorsorgeansprüche - 316 - 309

Die Vermögenswerte am 31. Dezember 2002 beinhalten eigene Aktien mit einem Marktwert von 4 Mio. CHF (2001: 10 Mio. CHF).

In den Konzern-Erfolgsrechnungen sind folgende Werte enthalten

Mio. CHF 2002 2001
In der laufenden Periode
erworbene
Vorsorgeansprüche - 80 - 81
Zinsaufwand auf dem
Barwert der
Vorsorgeansprüche - 81 - 78
Erwarteter Gewinn auf
den Vermögenswerten 70 88
In der laufenden Periode
berücksichtigte versiche
rungsmathematische
Verluste - 8
Auswirkungen von
Plankürzungen - 2
Gesamtaufwand, in den
Konzern-Erfolgsrechnungen
unter den Personalkosten
erfasst - 99 - 73

Der tatsächliche Ertrag auf den Vermögenswerten belief sich 2002 auf -126 Mio. CHF (2001: -186 Mio. CHF).

Veränderung der bilanzierten Verpflichtungen

Mio. CHF 2002 2001
Stand 1. Januar - 309 - 312
Umrechnungsdifferenzen 16 15
Abgang von Verpflich
tungen aufgrund von
Restrukturierungen 14
Gesamtaufwand (wie oben) - 99 - 73
Beitragszahlungen 76 51
Übrige Veränderungen - 4
Stand 31. Dezember - 316 - 309

Den Berechnungen der zukünftigen Verpflichtungen der Vorsorgeeinrichtungen wurden folgende versicherungsmathematischen Annahmen zugrunde gelegt:

Gewichteter Durchschnitt in % 2002 2001
Diskontierungszinssatz 5.4 5.4
Erwartete langfristige Rendite
auf den Vermögenswerten 6.0 6.3
Erwartete Inflationsrate 2.5 2.4

Medizinische Personalvorsorgeeinrichtungen. In den Konzerngesellschaften in den USA, Kanada und Frankreich bestehen Vorsorgepläne für die medizinische Versorgung nach der Pensionierung. Die Berechnungsmethoden für die Verpflichtungen sind ähnlich denen für die Pensionseinrichtungen mit Leistungsprimat. Für diese Verpflichtungen bestehen keine externen Vermögenswerte. Sie sind jedoch durch Rückstellungen in den Bilanzen der betreffenden Konzerngesellschaften gedeckt.

In der Bilanz sind folgende Beträge ausgewiesen

Mio. CHF 2002 2001
Barwert der nicht
gedeckten Ansprüche - 107 - 105
Nicht verbuchte versiche
rungsmathematische
Gewinne - 6 - 24
Bilanzierte Verbindlichkeit - 113 - 129

In der Konzern-Erfolgsrechnung sind folgende Werte enthalten

Mio. CHF 2002 2001
In der laufenden Periode
erworbene
Vorsorgeansprüche - 2 - 3
Zinsaufwand - 8 - 7
Gesamtaufwand unter den
Personalkosten erfasst - 10 - 10

Veränderung der bilanzierten Verpflichtungen

Mio. CHF 2002 2001
Stand 1. Januar - 129 - 119
Umrechnungsdifferenzen 21 - 2
Gesamtaufwand in der
laufenden Periode - 10 - 10
Ausbezahlte
Entschädigungen 4 3
Übrige 1 - 1
Stand 31. Dezember - 113 - 129

Zusätzlich zu den für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen angewandten versicherungsmathematischen Annahmen wurde für die medizinische Vorsorge eine langfristige jährliche Erhöhung der Gesundheitskosten von 8.0% angenommen (gewichteter Durchschnitt).

18. Mitarbeiterbeteiligung

I. Executive Stock Option Plan «ESOP». 1999 wurde in der Clariant Gruppe ein neuer Executive Stock Option Plan eingeführt.

Im Rahmen dieses Programms erhalten bestimmte Mitglieder des oberen Kaders jährlich zusätzlich zum Gehalt wahlweise:

a Optionen

Die gewährten Optionen berechtigen zum Bezug einer Namenaktie der Clariant AG pro Option und haben eine Laufzeit von 10 Jahren. Sie haben einen im Voraus festgelegten Ausübungspreis und sind für 3 Jahre gesperrt.

b Aktien

Die zugeteilten Namenaktien der Clariant AG sind für 3 Jahre gesperrt.

Ausstehende Optionen und Aktien per 31. Dezember 2002

II. Management Stock Incentive Plan «MSIP». 1999 wurde in der Clariant Gruppe ein Management Stock Incentive Plan «MSIP» eingeführt. Im Rahmen dieses Programms erhalten bestimmte Kadermitglieder jährlich zusätzlich zum Gehalt Namenaktien der Clariant AG. Die Aktien sind für 3 Jahre gesperrt.

Die Anzahl der zugeteilten Optionen und Aktien richtet sich in beiden Programmen nach der individuellen Zielerreichung der Geschäftsbereiche, für welche die Berechtigten tätig sind.

Die Kosten der ab 1999 abgegebenen Programme (I.b) und (II.) werden über die Erfolgsrechnung verbucht. Für die im Jahr 2003 voraussichtlich zuzuteilenden Aktien wurde eine Rückstellung gebildet.

Die Vergabe von Optionen (I.a) ist ergebnisneutral.

Die 1998 abgegebenen Optionen werden vollumfänglich von der autonomen Mitarbeiter-Beteiligungs-Stiftung getragen.

Basisjahr Ausgabejahr Gesperrt bis Laufzeit bis Ausübungspreis Anzahl
31.12.2002
Anzahl
31.12.2001
Optionen
1997 1998 2001 2007 28.65 81 7801 113 4801
1997 1998 2001 2007 42.15 145 1001 145 1001
1998 1999 2002 2008 69.50 308 8202 308 8202
1999 2000 2003 2009 54.00 103 5502 103 8202
2000 2001 2004 2010 47.00 6 4202 6 4202
2001 2002 2005 2011 30.60 159 1132
Total 804 783 677 640
Aktien
1999 2000 2003 156 1302 176 2602
2000 2001 2004 302 4202 316 8902
2001 2002 2005 355 8822
Total 814 432 493 150

1 Die entsprechende Anzahl Namenaktien sind bei der Mitarbeiter-Beteiligungs-Stiftung hinterlegt.

2 Die entsprechende Anzahl Namenaktien sind im Bestand eigener Aktien der Clariant AG enthalten.

Rechnungsabschluss 2002 des Clariant Konzerns

19. Steuern

Mio. CHF 2002 2001
Laufende Ertragssteuern - 207 - 213
Latente Ertragssteuern 18 103
Total - 189 - 110

Der Steueraufwand auf dem konsolidierten Ergebnis vor Steuern- und einmaliger Goodwillabschreibung weicht wie folgt von der erwarteten Steuerrate ab:

2002
%
2001
%
Erwartete Steuerrate 35.0 35.0
Effekt von abweichenden
Steuerraten 4.4 - 0.7
Effekt von steuerlich
zusätzlich abzugsfähigen
Aufwendungen 5.0 2.6
Effekt des Restrukturie
rungsaufwandes, welcher
zurzeit steuerlich nicht
abzugsfähig ist 11.8 68.8
Übrige Posten - 0.6 1.1
Effektiver Steuersatz 55.6 106.8
Mio. CHF 31.12.2002 31.12.2001
Latente Steuerverbindlich
keit auf
Abschreibungen Sach
und immaterielle Anlagen 414 444
Vorauszahlungen für
Pensionsverpflichtungen
und übrige Abgrenzungen
und Rückstellungen 169 173
Steuerverbindlichkeit 583 617
Latente Steuerguthaben
auf
Abschreibungen Sach- und
immaterielle Anlagen 52 42
Vorauszahlungen für
Pensionsverpflichtungen 127 114
Übrige Abgrenzungen
und Rückstellungen 216 258
Steuerguthaben 395 414

Steuerliche Verluste, auf welchen keine latenten Steuern berechnet wurde

31.12.2002 31.12.2001
Verfall bis
2002 5
2003 7 42
2004 15 15
2005 21 40
2006 16 19
2007 14
später 2 028 1 549
Total 2 101 1 670
31.12.2002 31.12.2001
Nicht bilanzierte
Steuergutschriften 4 19

Die Steuergutschriften verfallen zwischen 2005 und 2009.

20. Finanzergebnis

Mio. CHF 2002 2001
Zinsertrag 15 21
Ertrag aus Marktwert
bewertungen von
Finanzinstrumenten
Zinssatzswaps 2 3
Übriger Finanzertrag 26 28
Finanzertrag 43 52
Zinsaufwand - 193 - 278
Aufwand aus Marktwert
bewertungen von
Finanzinstrumenten
Devisenterminkontrakte
und Währungsswaps
Transaktionen, welche
als Tradingaktivitäten
eingestuft werden - 4 - 12
Übriger Finanzaufwand - 32 - 8
Finanzaufwand - 229 - 298
Währungsverluste netto - 62
Total - 248 - 246

21. Konzerngesellschaften, Joint Ventures und assoziierte Gesellschaften

Die wichtigsten Konzerngesellschaften, Joint Ventures und assoziierten Gesellschaften sind auf den Seiten 52 bis 53 aufgeführt.

22. Gewinn pro Aktie (EPS)

Der Gewinn pro Aktie wurde aus dem Gewinn der Gruppe und der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien (ausgegebene Aktien abzüglich Aktien im Eigenbesitz) ermittelt.

2002 2001
Verlust (Mio. CHF) - 648 - 1 242
Verwässerter Verlust
(Mio. CHF) - 648 - 1 242
Aktien
Anfangsbestand 152 387 604 152 875 240
Auswirkung der Aktien
rückkäufe und -verkäufe
auf den durchschnittlichen
Bestand an Aktien im Um
lauf während des Jahres - 1 497 438 - 301 644
Effektiver durchschnittlicher
Bestand an Aktien im Umlauf
während des Jahres 150 890 166 152 573 596
Durchschnittlicher verwäs
serter Aktienbestand
während des Jahres 150 890 166 152 573 596
Verlust pro Aktie
(CHF/Aktie) - 4.30 - 8.14
Verwässerter Verlust
pro Aktie (CHF/Aktie) - 4.30 - 8.14

23. Personalaufwand

Mio. CHF 2002 2001
Löhne und Gehälter - 1 637 - 1 868
Personalvorsorge
einrichtungen
und Sozialaufwand - 460 - 478
Total - 2 097 - 2 346

24. Informationen nach Regionen

Regionen
Mio. CHF
Umsatz1 * Operatives Ergebnis
nach Restrukturie
rung, Veräusserungen
und Abschreibung
Anzahl Mitarbeiter
per 31.12.*
2002 2001 2002 2001 2002 2001
Europa 4 182 4 282 - 162 - 557 15 389 15 839
davon Deutschland 1 045 1 044 207 102 7 799 7 888
Amerika 2 559 2 724 - 249 - 503 6 133 5 896
davon USA 1 431 1 517 - 393 - 577 2 504 2 433
Asien / Afrika / Australien 2 083 2 137 161 148 6 327 6 291
Total fortgeführte Geschäftsaktivitäten 8 824 9 143 - 250 - 912 27 849 28 026
Europa 382 585 33 26 762
davon Deutschland 246 412 11 31 409
Amerika 124 139 15 9 116
davon USA 86 97 15 9 109
Asien / Afrika / Australien 4
Total nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten 506 728 48 35 878
Total Konzern 9 330 9 871 - 202 - 877 27 849 28 904
Regionen
Mio. CHF
Investitionen
in Sachanlagen*
Abschreibungen
auf Sachanlagen*
Nettobetriebs
vermögen per 31.12.3 *
2002 2001 2002 2001 2002 2001
Europa 185 289 272 690 2 753 3 507
davon Deutschland 94 126 146 437 917 1 172
Amerika 104 139 176 148 767 1 575
davon USA 49 100 151 117 326 981
Asien / Afrika / Australien 42 43 46 56 933 1 069
Total fortgeführte Geschäftsaktivitäten 331 471 494 894 4 453 6 151
Europa 5 14 11 22 96
davon Deutschland 3 11 9 19 51
Amerika 3 20 7 8 67
davon USA 3 20 7 8 65
Asien / Afrika / Australien
Total nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten 8 34 18 30 163
Total Konzern 339 505 512 924 4 453 6 314

1 Verteilt auf Regionen der Empfänger.

2 Verteilt auf Standorte der Produktions- und Verkaufsgesellschaften.

3 Anlage- und Umlaufvermögen, ohne flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen, abzüglich unverzinslicher Verbindlichkeiten.

* Angepasst aufgrund der Veränderung der nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten

25. Informationen nach Divisionen

Ende 2002 wurde die Division Celluloseether & Polymerisate aufgelöst. Teile der dazugehörigen Geschäftsaktivitäten wurden in die Division Funktionschemikalien eingegliedert, die übrigen in die Division Textil,

Leder & Papierchemikalien. Wie schon berichtet, wurde die Geschäftseinheit PVA/PVB 2001 an die japanische Firma Kuraray verkauft.

In Übereinstimmung mit IAS 14 sind hier die Segmentinformationen so dargestellt, dass diese Neuordnung für alle präsentierten Perioden berücksichtigt ist. Die Informationen für das Jahr 2001 wurden entspre-

Divisionen, fortgeführte Geschäftsaktivitäten
Mio. CHF
Textil, Leder
& Papierchemikalien
(TLP)*
Pigmente
& Additive
(PA)
Masterbatches
(MB)
2002 2001 2002 2001 2002 2001
Umsatz der Divisionen 2 320 2 492 1 882 1 934 1 030 1 040
Interdivisionaler Umsatz - 14 - 22 - 68 - 62 - 3 - 2
Umsatz der Divisionen mit Dritten 2 306 2 470 1 814 1 872 1 027 1 038
Laufende Abschreibungen auf Sachanlagen1 - 85 - 94 - 75 - 66 - 26 - 24
Abschreibungen auf immateriellen Anlagen ohne Goodwill - 1 - 1 - 1
Erträge von assoziierten Gesellschaften 4 10 16 22 3 1
Übriger Betriebsaufwand - 2 011 - 2 158 - 1 545 - 1 598 - 903 - 933
Operatives Ergebnis vor Restrukturierung,
Veräusserung und Abschreibung auf Goodwill 214 227 210 230 100 81
Veräusserung von Geschäftsaktivitäten und Finanzanlagen 79 50
Restrukturierung und Wertberichtigungen - 149 - 90 - 17
Abschreibungen auf Goodwill - 22 - 17 - 7 - 3 - 2 - 4
Operatives Ergebnis nach Restrukturierung,
Veräusserung und Abschreibung auf Goodwill 271 111 203 137 98 60
EBITDA vor Restrukturierung und Veräusserungen 299 322 285 296 127 106
EBITDA nach Restrukturierung und Veräusserungen 378 295 285 265 127 98
Total Aktiven 2 130 2 080 1 511 1 639 510 510
Fremdkapital - 181 - 132 - 160 - 156 - 63 - 63
Total Eigenkapital und Minderheitsanteile 1 949 1 948 1 351 1 483 447 447
Nettoschulden
Nettobetriebsvermögen3 1 949 1 948 1 351 1 483 447 447
Im Nettobetriebsvermögen sind enthalten
Investitionen der Periode in Sachanlagen 70 60 54 64 31 25
Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 59 66 165 230 7 5
1 Abstimmung der Abschreibung:
2 Für ein annulliertes Projekt der Division Funktionschemikalien sind 97 Mio. CHF
2002
2001
Sonderabschreibungen in den Abschreibungen auf Sachanlagen und eine Gutschrift
Mio. CHF
Mio. CHF 2002 2001
Laufende Abschreibungen 412 544
Abschreibungen aus Restrukturierung
Wertberichtigung gemäss Anhang 6 100 380
Total 512 924

im gleichen Betrag im übrigen Betriebsaufwand enthalten.

chend angepasst. Die nicht fortgeführten Geschäftsaktivitäten wurden ebenfalls angepasst und umfassen die Aktivitäten, welche 2002 verkauft wurden, zusätzlich zu PVA/PVB, welches in 2001 verkauft wurde. Das Nettobetriebsvermögen wurde auch angepasst und der Goodwill auf die Divisionen verteilt.

Funktions
chemikalien
(FUN)*
Life Science
& Elektronik
chemikalien
(LSE)
Total Divisionen
fortgeführte
Geschäfts
aktivitäten
Nicht fortgeführte
Geschäfts
aktivitäten*
Total
Divisionen
Corporate* Total Konzern
2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001 2002 2001
2 119 2 232 1 713 1 736 9 064 9 434 542 761 9 606 10 195 9 606 10 195
- 60 - 85 - 95 - 120 - 240 - 291 - 36 - 33 - 276 - 324 - 276 - 324
2 059 2 147 1 618 1 616 8 824 9 143 506 728 9 330 9 871 9 330 9 871
- 71 - 63 - 112 - 145 - 369 - 392 - 18 - 30 - 387 - 422 - 25 - 1222) - 412 - 544
- 1 - 2 - 3 - 4 - 5 - 4 - 5 - 6 - 7 - 10 - 12
7 9 30 42 6 - 2 36 40 2 36 42
- 1 853 - 1 925 - 1 472 - 1 541 - 7 784 - 8 155 - 444 - 638 - 8 228 - 8 793 - 26 672) - 8 254 - 8 726
141 168 32 - 73 697 633 50 58 747 691 - 57 - 60 690 631
2 81 50 81 50 418 81 468
- 35 - 100 - 200 - 100 - 491 - 23 - 100 - 514 - 125 - 100 - 639
- 1 - 1 - 839 - 1 312 - 871 - 1 337 - 2 - 873 - 1 337 - 873 - 1 337
142 132 - 907 - 1 585 - 193 - 1 145 48 35 - 145 - 1 110 - 57 233 - 202 - 877
213 231 146 75 1 070 1 030 68 88 1 138 1 117 - 26 69 1 112 1 186
215 208 146 - 7 1 151 859 68 58 1 219 917 - 26 478 1 193 1 395
1 302 1 406 1 568 1 947 7 021 7 582 239 7 021 7 821 1 529 2 734 8 550 10 555
- 158 - 158 - 135 - 143 - 697 - 652 - 76 - 697 - 728 - 6 876 - 7 795 - 7 573 - 8 523
1 144 1 248 1 433 1 804 6 324 6 930 163 6 324 7 093 - 5 347 - 5 061 977 2 032
3 476 4 282 3 476 4 282
1 144 1 248 1 433 1 804 6 324 6 930 163 6 324 7 093 - 1 871 - 779 4 453 6 314
88 177 70 129 313 455 8 34 321 489 18 16 339 505
71 88 3 3 305 392 10 305 402 7 9 312 411

3 Unter dem Nettobetriebsvermögen wurden den Divisionen das Anlagevermögen inkl. Infrastruktur, die Vorräte sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Goodwill zugeordnet. Die übrigen für die Berechnung des Nettobetriebvermögens relevanten Bilanzpositionen sind unter Corporate aufgeführt.

* Angepasst

26. Transaktionen mit verbundenen Parteien

Transaktionen mit Unternehmen, die nach der Kapitalzurechnungsmethode bewertet werden.

Aufwand und Ertrag
Mio. CHF
2002 2001
Ertrag aus Verkauf
von Gütern 51 47
Ertrag aus erbrachten
Dienstleistungen 16 15
Aufwand für Kauf
von Gütern - 19 - 23
Aufwand für bezogene
Dienstleistungen - 474 - 558
Forderungen und
Verbindlichkeiten 31.12.2002 31.12.2001
Forderungen aus Lie
ferungen und Leistungen 13 17
Verbindlichkeiten aus Lie
ferungen und Leistungen 72 72

Übriges: Der Marktwert der an Mitglieder des Verwaltungsrates bezahlten Vergütungen ist im Abschnitt «Corporate Governance» ausgewiesen.

Es bestanden keine Darlehen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Verwaltungsrates.

27. Verpflichtungen und hängige Verfahren, pendente Rechtsfälle

Verpflichtungen aus Mietverträgen (operationelles Leasing, hauptsächlich bei Infraserv-Gesellschaften) mit fester Laufzeit, Stand 31.12.

Mio. CHF 2002 2001
2002 91
2003 83 74
2004 66 61
2005 50 47
2006 41 42
2007 38
später 35 39
Total 313 354
Garantien zu Gunsten Dritter 120 96

Hängige Verfahren, pendente Rechtsfälle

Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften kann es zur Beteiligung an Behördenverfahren irgendwelcher Art und zu Zivilprozessen kommen, in welchen eine Clariant Gesellschaft als beklagte Partei auftritt.

Gegenwärtig ist Clariant bemüht, Verpflichtungen zu erfüllen, welche sie in einem Vertrag mit einem wichtigen Kunden eingegangen ist. Sollte das nicht gelingen, würde dies eine Abwertung von Anlagevermögen sowie die Zahlung von Konventionalstrafen zur Folge haben. Der potenzielle Verlust aus der Nichterfüllung des Vertrages könnte bis zu 155 Mio. CHF betragen. Die Konzernleitung schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Vertrag nicht erfüllt werden kann, auf weniger als 50% ein.

Umweltrisiken. Im Rahmen der ordentlichen Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften kommt es zur Beteiligung an Behördenverfahren irgendwelcher Art und zu Zivilprozessen, in welchen eine Clariant Gesellschaft als beklagte Partei auftritt.

Die Geschäftsleitung ist der Auffassung, dass aus den geschilderten Umständen keine massgeblich nachteiligen finanziellen Folgen für den Konzern entstehen können.

28. Kurse für Währungsumrechnung

Kurse für die Konzernbilanzen, Schlusskurs am Bilanzstichtag

31.12.2002 31.12.2001
1 USD 1.39 1.68
1 GBP 2.23 2.43
100 JPY 1.17 1.28
1 EUR 1.45 1.48

Umsatzgewogene Durchschnittskurse für die Konzern-Erfolgsrechnungen und die Konzern-Geldflussrechnungen

2002 2001
1 USD 1.56 1.69
1 GBP 2.33 2.43
100 JPY 1.24 1.39
1 EUR 1.47 1.51

29. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Aufgrund der ungenügenden Rentabilität der Division Life Science & Elektronikchemikalien wird Clariant in 2003 ein Restrukturierungsprogramm für diese Division starten. Einige Werke werden geschlossen oder veräussert. Die Konzernleitung schätzt die daraus entstehenden Kosten auf 30–50 Mio. CHF. Zusätzlich werden Marketing, Distribution und Administration reorganisiert und auf regionaler Ebene optimiert und dadurch die Kostenbasis um bis zu 150 Mio. CHF reduziert. Die Kosten werden bis zu 200 Mio. CHF, verteilt über 2 bis 3 Jahre, betragen.

Bericht der Konzernprüfer

Bericht der Konzernprüfer an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz

Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung (Bilanz, Geldflussrechnung, Erfolgsrechnung, Aufstellung über die Veränderung des konsolidierten Eigenkapitals und Anhang Seiten [22 bis 46]) des Clariant Konzerns für das am 31. Dezember 2002 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die konsolidierte Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes sowie nach den International Standards on Auditing, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidierten Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierte Jahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und entspricht dem schweizerischen Gesetz.

Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung zu genehmigen.

PricewaterhouseCoopers AG

U. Vogt Dr. R. Gerber

Basel, 19. Februar 2003

5-Jahres-Übersicht Konzern

5-Jahres-Übersicht Konzern 1998–2002 2002 2001 2000 1999
angepasst
1999 1998
Umsatz Divisionen Mio. CHF 9 606 10 195 11 006 9158 9158 9 341
Veränderung gegenüber Vorjahr
in Schweizer Franken % - 6 - 7 16 - 2 - 2 - 6
in Lokalwährung % 2 - 2 12 - 4 - 4 - 1
Konzernumsatz 1 Mio. CHF 9 330 9 871 10 583 9 256 9 256 9 535
Veränderung gegenüber Vorjahr
in Schweizer Franken % - 5 - 7 14 - 3 - 3 - 6
in Lokalwährung % 3 - 2 10 - 5 - 5 - 2
Operatives Ergebnis vor Restrukturierung,
Veräusserungen und Abschreibung auf Goodwill Mio. CHF 690 631 1 135 1 082 1 082 1 097
Veränderung gegenüber Vorjahr % 9 - 44 5 - 1 - 1 7
in Prozenten vom Umsatz 7.4 6.4 10.7 11.7 11.7 11.5
Operatives Ergebnis nach Restrukturierung,
Veräusserungen und Abschreibung auf Goodwill Mio. CHF - 202 - 877 1 010 1 064 1 030 1 057
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 5 1 - 3 7
in Prozenten vom Umsatz - 2.2 - 8.9 9.5 11.5 11.1 11.1
EBITDA nach Restrukturierung und Veräusserungen Mio. CHF 1 193 1 395 1 657 1 646 1 646 1 672
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 14 - 16 1 - 2 - 2 5
in Prozenten vom Umsatz 12.8 14.1 15.7 17.8 17.8 17.5
Konzernergebnis vor Minderheitsanteilen Mio. CHF - 639 - 1 233 513 596 562 524
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 14 14 7 22
in Prozenten vom Umsatz - 6.8 - 12.5 4.9 6.4 6.1 5.5
Investitionen in Sachanlagen Mio. CHF 339 505 535 425 425 464
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 33 - 6 26 - 8 - 8 - 2
in Prozenten vom Umsatz 4 5 5 5 5 5
Personalaufwand Mio. CHF 2 097 2 346 2 395 2 168 2 168 2 117
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 11 - 2 10 2 2 - 1
in Prozenten vom Umsatz 22 24 23 23 23 22
Personalbestand am Jahresende Anzahl 27 849 28 904 31 546 28 993 28 993 29 279
Veränderung gegenüber Vorjahr % - 4 - 8 9 - 1 - 1 - 5

1 Inkl. Handel

Statistischer Überblick Konzern

Entwicklung des Umsatzes

Entwicklung des Umsatzes
nach Divisionen
2002
Mio. CHF
% 2001*
Mio. CHF
% 2000*
Mio. CHF
% 1999*
Mio. CHF
% 1998*
Mio. CHF
%
Textil, Leder & Papierchemikalien 2 769 30 2 965 31 3 211 31 2 799 31 2 814 31
Pigmente & Additive 1 814 19 1 872 19 2 108 20 1 896 21 1 882 21
Masterbatches 1 027 11 1 038 11 1 145 11 1 065 12 977 11
Funktionschemikalien 2 102 23 2 183 23 2 280 22 2 140 24 2 365 26
Life Science & Elektronikchemikalien 1 618 17 1 616 17 1 651 16 1 087 12 1 117 12
Total Divisionen 9 330 100 9 674 100 10 395 100 8 987 100 9 155 100
Übrige (vorwiegend Handel) 197 188 269 380
Total Konzern 9 330 9 871 10 583 9 256 9 535
* Angepasst
Entwicklung des Umsatzes 2002 2001 2000 1999 1998
nach Regionen Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF % Mio. CHF %
Europa 4 564 49 4 867 49 5 152 49 4 780 52 5 231 55
Amerika 2 683 29 2 863 29 3 093 29 2 596 28 2 729 29
Asien / Australien 1 910 20 1 955 20 2 143 20 1 683 18 1 361 14
Afrika 173 2 186 2 195 2 197 2 214 2
Total Divisionen 9 330 100 9 871 100 10 583 100 9 256 100 9 535 100

Aktieninformation

31.12.2002 31.12.2001 31.12.2000 31.12.1999 31.12.1998
Ausgegebene Anzahl Namenaktien
(Nennwert je 50 CHF) 153 440 000 153 440 0001 153 440 000 146 008 2801 145 456 3601
Durch Wandlung geschaffene Anzahl
Aktien im Rahmen des bedingten Kapitals 7 431 720 551 920 16 360
Dividendenberechtigte Anzahl Aktien 153 440 000 153 440 000 153 440 000 146 008 280 145 456 360
Dividende pro Aktie in CHF –2 0.30 1.10 1.00 0.90
Jahresschlusskurs in CHF 22.10 31.25 58.10 75.90 64.20
Börsenkapitalisierung in Mio. CHF 3 391 4 795 8 915 11 082 9 338
Jahreshöchst /-tiefst in CHF 40.30 / 21.50 59.40 / 16.50 79.90 / 46.10 79.30 / 62.20 105.40 / 54.00

Sämtliche Angaben sind angepasst an den Aktiensplit 1:2 vom Juni 1998 (jede Namenaktie mit Nennwert 100 CHF wurde gesplittet in je 2 Namenaktien mit Nennwert 50 CHF) sowie an den Aktiensplit 10:1 vom Mai 2001 (jede Namenaktie mit Nennwert 50 CHF wurde gesplittet in je 10 Namenaktien mit Nennwert 5 CHF) und somit vergleichbar.

1 Inklusive Aktien, welche im entsprechenden Jahr durch Wandlung geschaffen wurden.

2 Gemäss Vorschlag des Verwaltungsrates.

Aktionärsstruktur

Aktionärsstruktur nach Anzahl Aktien per 31. Dezember 2002

Anzahl Aktien Aktionäre % Titel %
1–999 27 830 78.7 8 401 261 5.5
1 000–9 999 6 903 19.5 14 511 910 9.4
10 000–99 999 525 1.5 12 640 494 8.2
100 000 und mehr 86 0.3 57 333 962 37.4
Total eingetragene Aktien 92 887 627 60.5
nicht eingetragene Aktien 60 552 373 39.5
Total 35 344 100.0 153 440 000 100.0

Aktionärsstruktur nach Regionen per 31. Dezember 2002

Regionen Aktionäre in % Titel in %
Schweiz 33 585 95.0 56 488 372 36.8
Europa 1 571 4.5 32 434 079 21.1
Ausserhalb Europa 188 0.5 3 965 176 2.6
davon USA 40 0.1 3 468 178 2.3
Nicht eingetragene Aktien 60 552 373 39.5
Total 35 344 100.0 153 440 000 100.0

Aktionäre mit 5% und mehr der ausgegebenen Titel: Frankfurter Spezialchemikalien Verwaltungs GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hoechst AG, Frankfurt, die ihrerseits eine 97%ige Beteiligung der Aventis, Strasbourg, ist 18 180 000 Aktien.

Artisan Partners Ltd Partnership, Milwaukee, Wisconsin (USA), 7 856 000 Aktien.

Tochtergesellschaften und sonstige Beteiligungen

Stand 31. Dezember 2002 Beteiligung Holding/ Vertrieb Produktion Forschung
● Über 90% ▼ Über 50 bis 90% ■ 50% oder weniger 1 Management und Support Finanzen
Ägypten Clariant (Egypt) S.A.E., Kairo
The Egyptian German Company for Dyes and Resins S.A.E., Kairo
Argentinien Clariant (Argentina) S.A., Buenos Aires
Australien Clariant (Australia) Pty Ltd, Melbourne
Belgien Clariant (Benelux) S.A., Louvain-La-Neuve
Brasilien Clariant S.A., São Paulo und Resende
Chile Clariant Colorquímica (Chile) Ltda., Santiago de Chile
China Clariant Chemicals (China) Ltd, Shanghai
Clariant (China) Ltd, Hongkong
Clariant Guangzhou Masterbatch Ltd, Guangzhou
Clariant Pigments (Tianjin) Co. Ltd, Tianjin
Clariant (Tianjin) Co. Ltd, Tianjin
Tianjin Hua Shi Chemicals Co. Ltd, Tianjin
Dänemark Clariant (Danmark) A/S, Glostrup
Deutschland Clariant (Deutschland) GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Clariant GmbH, Frankfurt
Clariant Masterbatch GmbH & Co. OHG, Lahnstein
Clariant Verwaltungsgesellschaft GmbH, Leinfelden-Echterdingen
Finnland Clariant (Finnland) Oy, Helsinki
Frankreich Clariant (France), Paris La Défense
Clariant Huningue, Huningue
Clariant Life Science Molecules (France) S.A.S., Nanterre
Griechenland Clariant (Hellas) S.A., Lykovrisi
Grossbritannien BTP plc, Manchester
BTP Chemicals plc, Manchester
Clariant Holdings UK Ltd, Horsforth/Leeds
Clariant UK Ltd, Horsforth/Leeds
Lancaster Synthesis Ltd, Morecambe
TR Oil Services Ltd, Stockport
Guatemala Clariant (Guatemala) S.A., Guatemala City
Indien BTP India Ltd, Chennai
Clariant (India) Ltd, Mumbai
Colour-Chem Ltd, Mumbai
Indonesien P.T. Clariant Indonesia, Tangerang
P.T. Pulosynthetics, Jakarta
Irland Masterplast Ltd, Naas
Italien Clariant (Italia) S.p.A., Mailand
Clariant Life Science Molecules (Italia) S.p.A., Origgio
Japan Clariant (Japan) K.K., Tokyo
Clariant Polymers K.K., Tokyo
Kanada Clariant (Canada) Inc., Quebec
Kolumbien Clariant (Colombia) S.A., Santa Fé de Bogotá

Wichtigste Gesellschaften des Clariant Konzerns

Finanzen


Korea
Clariant Industries (Korea) Ltd, Seoul


Clariant (Korea) Ltd, Seoul
Clariant Sang Ho Ltd, Yangsan-Si



Songwon Color Co., Ltd, Ulsan


Luxemburg
BTP World S.A., Luxemburg
Clariant (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam


Malaysia


Marokko
Clariant (Maroc) S.A., Casablanca


Mexiko
Clariant (México) S.A. de C.V., Naucalpan de Juárez
Clariant Productos Químicos S.A. de C.V., Santa Clara



Neuseeland
Clariant (New Zealand) Ltd, Takapuna-Auckland


Niederlande
Dick Peters BV, Denekamp


Norwegen
Clariant (Norge) AS, Sande


Österreich
Clariant (Österreich) GmbH, Wien


Pakistan
Clariant Pakistan Ltd, Karachi


Peru
Clariant (Perú) S.A., Lima


Philippinen
Clariant (Philippines) Corp., Makati City-Manila


Polen
Clariant Polska Sp. z.o.o., Warschau


Portugal
Clariant Químicos (Portugal) Lda., Mem Martins


Schweden
Clariant (Sverige) AB, Mölndal

●1
Schweiz
Clariant International AG, Muttenz


Clariant (Schweiz) AG, Muttenz


SF Chem AG, Pratteln


Singapur
Clariant (Singapore) Pte. Ltd, Singapur


Spanien
Clariant Ibérica S.A., Barcelona


Disper S.A., Sant Andreu de la Barca


Südafrika
Clariant Southern Africa (Pty) Ltd, Weltevreden Park


Taiwan
Clariant (Taiwan) Co. Ltd, Taipei
Thailand
Clariant Chemicals (Thailand) Ltd, Bangkok



Drycolor Pacific Co. Ltd, Bangkok


Tschechien
Clariant CR s.r.o., Prag
Tunesien
Clariant Tunisie S.A., Cherguia-Tunis



Türkei
Clariant (Türkiye) A.S., Istanbul


Ungarn
Clariant Hungaria Kft, Budapest
Clariant Corporation, Charlotte, N.C.


USA


Clariant Life Science Molecules (America) Inc., Elgin S.C.


Clariant Life Science Molecules (Florida) Inc., Gainesville, F.L.
Clariant Life Science Molecules (Missouri) Inc., Springfield, M.O.



Lancaster Synthesis Inc., Pelham, N.C.


Venezuela
Clariant (Venezuela) S.A., Maracay

Bilanzen der Clariant AG (vor Dividendenvorschlag)

Aktiven 31.12.2002 31.12.2001
per 31. Dezember 2002 und 2001
Beteiligungen an Konzerngesellschaften
CHF
2 148 543 389
% CHF
2 467 379 898
%
Darlehen gegenüber Konzerngesellschaften 2 015 527 061 2 527 891 613
Total Anlagevermögen 4 164 070 450 88.3 4 995 271 511 92.1
Umlaufvermögen
Forderungen gegenüber Konzerngesellschaften 14 523 854 74 204 504
Forderungen gegenüber Dritten 9 066 833 8 279 279
Aktive Rechnungsabgrenzungen 3 482 618 19 442 319
Wertschriften 83 710 999 31 724 867
Flüssige Mittel und kurzfristige Geldanlagen 441 792 722 292 793 052
Total Umlaufvermögen 552 577 026 11.7 426 444 021 7.9
Total Aktiven 4 716 647 476 100.0 5 421 715 532 100.0
Passiven
per 31. Dezember 2002 und 2001
31.12.2002
CHF
% 31.12.2001
CHF
%
Eigenkapital
Total Aktienkapital 767 200 000 767 200 000
Reserven
Gesetzliche Reserven 1 767 307 991 1 898 272 237
Reserve für eigene Aktien 142 677 809 57 745 563
Total Reserven 1 909 985 800 1 956 017 800
Bilanzverlust (-gewinn)
Vortrag aus dem Vorjahr - 1 139 387 812 57 149 991
Jahresverlust - 623 367 683 - 1 196 537 803
Total Bilanzverlust - 1 762 755 495 - 1 139 387 812
Total Eigenkapital 914 430 305 19.4 1 583 829 988 29.2
Fremdkapital
Langfristige Verbindlichkeiten
Obligationenanleihen 1 169 075 000 1 396 835 000
Übrige langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 1 098 219 614 1 484 643 034
Total langfristige Verbindlichkeiten 2 267 294 614 2 881 478 034
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Rückstellungen 16 791 490 17 272 124
Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften 972 230 480 661 081 467
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 469 390 814 150 839 073
Passive Rechnungsabgrenzungen 76 509 773 127 214 846
Total kurzfristige Verbindlichkeiten 1 534 922 557 956 407 510
Total Fremdkapital 3 802 217 171 80.6 3 837 885 544 70.8
Total Passiven 4 716 647 476 100.0 5 421 715 532 100.0

Die Erläuterungen bilden einen integrierenden Bestandteil der Jahresrechnung.

Rechnungsabschluss 2002 der Clariant AG, Muttenz

Erfolgsrechnungen der Clariant AG

2002 2001
CHF CHF
Ertrag
Ertrag aus Finanzanlagen 369 195 394 241 606 875
Ertrag aus flüssigen Mitteln, Wertschriften und kurzfristigen Geldanlagen 131 229 536 129 297 660
Übrige Erträge 43 384 717 46 488 103
Total Ertrag 543 809 647 417 392 638
Aufwand
Finanzaufwand 243 590 627 383 035 216
Verwaltungsaufwand 6 152 286 2 947 928
Wertberichtigungen auf Finanzanlagen 915 392 627 1 225 998 256
Übriger Aufwand einschliesslich Steuern 2 041 790 1 949 041
Total Aufwand 1 167 177 330 1 613 930 441
Verlust - 623 367 683 - 1 196 537 803

Die Erläuterungen bilden einen integrierenden Bestandteil der Jahresrechnung.

Antrag zur Verrechnung des Bilanzverlustes

Der Verwaltungsrat beantragt, die gesetzliche Reserve auf das erforderliche Minimum von 20% des Aktienkapitals zu reduzieren und den frei werdenden Teil der Reserven mit dem Verlustvortrag und dem Verlust des laufenden Jahres zu verrechnen. Der resultierende Verlustvortrag soll auf die neue Rechnung vorgetragen werden.

Total gesetzliche Reserve am 31.12.2002 CHF
1 767 307 991
Gesetzlich erforderliche Reserve in Höhe von 20% des Aktienkapitals - 153 440 000
Frei verfügbarer Teil der Reserve 1 613 867 991
Total Bilanzverlust - 1 762 755 495
Vorzutragender Bilanzverlust - 148 887 504

Anhang zur Jahresrechnung

1. Grundsätze für die Rechnungslegung

Einleitung. Die Rechnungslegung der Clariant AG erfolgt in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Aktienrecht.

Kursdifferenzen. Positionen des Nettoumlaufvermögens in Fremdwährung werden zu Jahresendkursen in Schweizer Franken umgerechnet. Die daraus resultierenden Kursdifferenzen und jene aus laufender Geschäftstätigkeit werden über die Erfolgsrechnung gebucht.

Finanzanlagen. Diese sind zum Anschaffungswert abzüglich Wertberichtigungen bilanziert.

Rückstellungen. Die Rückstellungen dienen der Deckung bestehender Verpflichtungen.

2. Finanzanlagen

Im Rahmen einer Neubeurteilung des Geschäftes der ehemaligen BTP wurden die Beteiligungen an diesen Gesellschaften um 915 Mio. CHF wertberichtigt (Vorjahr 1 226 Mio. CHF).

Die wichtigsten direkten und indirekten Beteiligungen der Clariant AG sind auf den Seiten 52 und 53 dieses Berichtes dargestellt.

3. Flüssige Mittel, Wertschriften und kurzfristige Geldanlagen

In den Wertschriften sind eigene Aktien zum Marktwert von 84 Mio. CHF enthalten (Vorjahr 32 Mio. CHF) (siehe auch Anhang Punkt 5).

4. Aktienkapital

31.12.2002 31.12.20011
Anzahl Namenaktien mit
einem Nominalwert von
je 5 CHF 153 440 000 153 440 000
in Schweizer Franken 767 200 000 767 200 000
Bedingtes Kapital 31.12.2002 31.12.2001
Anzahl Namenaktien mit
einem Nominalwert von
je 5 CHF 8 000 000 8 000 000
in Schweizer Franken 40 000 000 40 000 000

1 Adjustiert zu Aktiensplit 10:1.

8 000 000 Namenaktien stehen für die Ausgabe zukünftiger Wandeloder Optionsanleihen zur Verfügung.

5. Eigene Aktien (Anzahl mit einem Nominalwert von je 5 CHF)

2002 2001
Bestand am 1. Januar 1 052 396 564 760
Aktien erworben zu
Strikepreisen, welche 2001
und 2002 fixiert wurden 3 150 000 610 686
Zu Marktpreisen
veräusserte Aktien - 306 240 - 102 410
Aktien an Mitarbeiter - 108 328 - 20 640
Bestand am 31. Dezember 3 787 828 1 052 396

6. Veränderung des Eigenkapitals

CHF Aktienkapital Gesetzliche
Reserve
Reserve für
eigene Aktien
Bilanzverlust Total
Stand 31. Dezember 2001 767 200 000 1 898 272 237 57 745 563 - 1 139 387 812 1 583 829 988
Transaktionen mit eigenen Aktien - 84 932 246 84 932 246
Dividende für 2001 - 46 032 000 - 46 032 000
Verlust des Geschäftsjahrs - 623 367 683 - 623 367 683
Stand 31. Dezember 2002 767 200 000 1 767 307 991 142 677 809 - 1 762 755 495 914 430 305

7. Obligationenanleihen

Tsd. CHF Zinssatz Laufzeit Betrag 31.12.2002 Betrag 31.12.2001
Obligationenanleihe 4.625 1996–2003 134 505 134 505
Obligationenanleihe 4.125 1996–2006 159 460 161 450
Obligationenanleihe 3.375 1997–2004 250 360 262 900
Obligationenanleihe 3.750 1997–2007 174 610 186 230
Obligationenanleihe 3.000 1998–2005 200 605 217 925
Obligationenanleihe 4.250 2000–2008 384 040 433 825
Total 1 303 580 1 396 835

Die Clariant AG hat zur Schuldenreduktion eigene Obligationenananleihen im Nominalwert von 93 255 Tsd. CHF erworben (Vorjahr 203 165 Tsd. CHF).

8. Gesetzliche Reserven

Diese Reserven setzen sich aus anlässlich der Gründung im Jahre 1995 sowie der Kapitalerhöhung im Jahre 1997 und infolge der Ausübung von Wandelrechten einbezahlten Agios von Aktionären zusammen. Davon stellen 153 440 000 CHF (20% des Aktienkapitals) gebundene Reserven im Sinne von Art. 671.

9. Reserve für eigene Aktien

Für die eigenen Aktien wurde die gemäss Art. 659a Abs. 2 OR vorgeschriebene Reserve für eigene Aktien aus den gesetzlichen Reserven, welche über die vom Gesetz vorgesehene Grenze von 20% des Aktienkapitals geäufnet wurden, gebildet.

10. Eventualverbindlichkeiten und Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mio. CHF Ausstehende
Verbindlichkeiten
31.12.2002
Ausstehende
Verbindlichkeiten
31.12.2001
Garantien zu Gunsten von
Konzerngesellschaften 863 901

Die Garantien stehen im Wesentlichen im Zusammenhang mit der endgültigen Finanzierung der Akquisition von BTP plc. Gegenwärtig ist eine Tochtergesellschaft von Clariant bemüht, Verpflichtungen zu erfüllen, welche sie in einem Vertrag mit einem wichtigen Kunden eingegangen ist. Sollte das nicht gelingen, würde dies eine Abwertung von Anlagevermögen sowie die Zahlung von Konventionalstrafen zur Folge haben. Der potenzielle Verlust aus der Nichterfüllung des Vertrages könnte bis zu 155 Mio. CHF betragen. Die Konzernleitung schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass der Vertrag nicht erfüllt werden kann, auf weniger als 50% ein.

Aufgrund der ungenügenden Rentabilität der Division Life Science & Elektronikchemikalien werden einige Tochtergesellschaften der Clariant AG ein Restrukturierungsprogramm für diese Division starten. Einige Werke werden geschlossen oder veräussert. Die Konzernleitung schätzt die daraus entstehenden Kosten auf 30–50 Mio. CHF. Zusätzlich werden Marketing, Distribution und Administration reorganisiert und auf regionaler Ebene optimiert. Dadurch wird die Kostenbasis um bis zu 150 Mio. CHF reduziert. Die Kosten werden bis zu 200 Mio. CHF, verteilt über 2 bis 3, Jahre betragen.

11. Eintragungs- und Stimmrechtsbeschränkungen

Gemäss Artikel 5 der Statuten besteht für die Eintragung von Namenaktien, welche in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erworben werden, keine Beschränkung. Besondere Regelungen bestehen für Nominees.

Gemäss Artikel 12 der Statuten berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Ein Aktionär kann jedoch für eigene und vertretene Aktien zusammen höchstens die Stimmen von 10% des Aktienkapitals abgeben.

12. Aktionäre mit 5 Prozent oder mehr des Aktienkapitals

Gemäss den uns zur Verfügung stehenden Informationen war die Frankfurter Spezialchemikalien Verwaltungs GmbH & Co. KG, eine 100%ige Tochtergesellschaft der Hoechst AG, Frankfurt, die ihrerseits eine 97%ige Beteiligung der Aventis, Strasbourg, ist, am 31.12.2002 im Besitze von 11.8% (2001: 11.8%) des Aktienkapitals.

Artisan Partners Ltd Partnership, Milwaukee, Wisconsin (USA), war am 31. Dezember im Besitz von 5.12% (2001: 0.0%) des Aktienkapitals.

Bericht der Revisionsstelle

Bericht der Revisionsstelle an die Generalversammlung der Clariant AG, Muttenz

Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung (Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 54 bis 57) der Clariant AG für das am 31. Dezember 2002 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung ist der Verwaltungsrat verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz und den Statuten.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Ferner bestätigen wir, dass der Antrag des Verwaltungsrates, den Bilanzverlust teilweise mit den gesetzlichen Reserven zu verrechnen, dem schweizerischen Recht und den Statuten entspricht.

PricewaterhouseCoopers AG

U. Vogt Dr. R. Gerber

Basel, 19. Februar 2003

Vorausschauende Aussagen

Es können bestimmte Ereignisse eintreten, die zu einer materiellen Abweichung der tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht gemachten Voraussagen führen könnten; deswegen sind sämtliche in diesem Bericht enthaltenen vorausschauenden Aussagen eingeschränkt. Investoren werden darauf hingewiesen, dass alle vorausschauenden Aussagen Risiken und Unsicherheiten unterworfen sind. Verschiedene Umstände können zu materiellen Abweichungen in den tatsächlichen Ergebnissen führen. Dazu gehören auch der Zeitpunkt und die Bedeutung neuer Produkteinführungen, Preisstrategien von Konkurrenten, die Fähigkeit des Konzerns, weiterhin von den Lieferanten adäquate Produkte zu akzeptierbaren Bedingungen zu erhalten, die Fähigkeit, die Finanzierungsbedürfnisse zu befriedigen und die Liquidität sicherzustellen, Veränderungen der gesetzlichen Vorschriften oder im politischen und sozialen Umfeld, in welchem sich der Konzern bewegt, oder wirtschaftliche und technische Trends, oder Bedingungen einschliesslich Währungsschwankungen, Inflation und Konsumverhalten auf globaler, regionaler und nationaler Ebene.

Impressum Clariant Finanzbericht 2002

Herausgeber

Clariant International AG

Corporate Communications

Konzept, Text, Gestaltung Ramstein Ehinger Associates AG, Basel

Fotografie Lou Dick, Basel

Lithografie

Blue Horizon AG, Zürich

Druck

Printlink AG, Wetzikon

© 2003 Clariant International AG

Rothausstrasse 61

CH-4132 Muttenz 1, Schweiz

Dieser Finanzbericht ist auch in englischer Sprache erhältlich.

Der englische Text ist massgebend.

www.clariant.com

Clariant International AG Rothausstrasse 61

CH-4132 Muttenz 1, Schweiz

Finanzbericht 2002