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CANCOM SE — Annual Report 2012
Mar 21, 2013
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Annual Report
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GESCHÄFTSBERICHT CANCOM SE
Kennzahlenübersicht
CANCOM KONZERN (IN MIO. €)
| 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 558,1 | 544,4 | 474,6 | 348,3 | 342,8 |
| Rohertrag | 166,2 | 159,3 | 142,9 | 110,5 | 102,8 |
| EBITDA | 28,1 | 25,0 | 19,0 | 9,5 | 7,8 |
| EBITDA-Marge in % | 5,0 | 4,6 | 4,0 | 2,7 | 2,3 |
| EBIT | 20,7 | 18,5 | 15,2 | 7,1 | 5,6 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen |
12,3 | 12,0 | 9,6 | 5,0 | 3,2 |
| Ergebnis pro Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in € |
1,15 | 1,14 | 0,92 | 0,48 | 0,31 |
| Bilanzsumme | 208,6 | 194,9 | 177,4 | 134,9 | 120,7 |
| Eigenkapital | 80,8 | 60,9 | 51,0 | 43,9 | 38,9 |
| Eigenkapitalquote in % | 38,7 | 31,2 | 28,7 | 32,5 | 32,2 |
| Durchschnittliche Aktienzahl (in 1.000) (verwässert) |
10.570 | 10.391 | 10.321 | 10.387 | 10.391 |
| Mitarbeiter zum 31.12. | 2.076 | 2.044 | 1.943 | 1.740 | 1.643 |
| Liquide Mittel zum 31.12. | 44,6 | 44,4 | 31,5 | 25,8 | 18,3 |
Inhalt
2 - 5 Unternehmen
6 - 7 IT-Trends 8 - 9 Vision 10 - 11 Aktionärsbrief 12 - 13 Bericht zur Aktie 14 - 31 Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM Gruppe für das Geschäftsjahr 2012 32 - 34 Bericht des Aufsichtsrats 35 - 41 Corporate Governance bei CANCOM 42 - 51 Konzernabschluss 53 - 81 Anhang Konzern 82 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 83 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 84 - 89 Jahresabschluss SE 90 - 97 Anhang SE 98 Versicherung der gesetzlichen Vertreter 99 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers 101 Finanzkalender
CANCOM Gruppe
Seit der Gründung im Jahr 1992 als reines IT-Handelsunternehmen hat sich CANCOM zu einem der erfolgreichsten IT-Komplettanbieter in Deutschland entwickelt. Der Konzern ist einer der bedeutendsten deutschen Partner von HP, Microsoft, IBM, SAP, Symantec, Cisco, Citrix und VMware sowie größter europäischer Partner von Apple und Adobe.
Mit dem Wandel vom reinen Anbieter für Hard- und Software zum IT-Dienstleister und Systemintegrator setzte CANCOM ab dem Jahr 2004 einen vielversprechenden Meilenstein und die frühe Basis für das weitere Wachstum in den folgenden Jahren. Seit 2010 richtet die Unternehmensgruppe ihr Portfolio konsequent auf Cloud-Lösungen aus, die heute eines der wichtigsten Geschäftsfelder bilden.
Mittlerweile unterhält CANCOM über 30 Standorte in Deutschland und Österreich und beschäftigt konzernweit über 2.000 Mitarbeiter.
Neuer Auftritt, bekannte Stärke
Die vergangene Entwicklung des Konzerns und Verlegung des Firmensitzes nach München war im Jahr 2012 Anlass, die über 20-jährige CANCOM Erfolgsgeschichte mit einem neuen Corporate Design zu stärken und fortzusetzen.
" Der Claim Plan. Build. Perform. drückt unseren Anspruch aus, IT-Landschaften und Systeme für höchste Leistungsfähigkeit und Effizienz zu designen, zu integrieren und zu betreiben."
Auszeichnungen
Mit individuellen IT-Lösungen wurde CANCOM in den vergangenen Jahren zahlreichen Anforderungen an moderne IT-Umgebungen gerecht und erhielt dafür in 2012 bereits zum vierten Mal in Folge von den Kunden die begehrte Auszeichnung zum "Besten Systemhaus Deutschlands". Es zeigt, dass CANCOM als IT-Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider die Bedürfnisse seiner Kunden hervorragend versteht und erfüllt.
Hohe Zufriedenheit herrschte aber nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Mitarbeitern. So erhielt CANCOM den Award "European IT-Workplace of the year" als eines der Top 3 Unternehmen mit den attraktivsten IT-Arbeitsplätzen für Mitarbeiter und Bewerber. CANCOM sieht seine Mitarbeiter als sichere Erfolgsgaranten und ist stets bestrebt, deren Weiterbildung und Höherqualifizierung zu fördern und für den Einsatz beim Kunden zu stärken.
Bei der Verleihung der IBM BestSeller Awards 2012 wurde CANCOM mit dem IBM BestSeller Award in der Kategorie Technology Support Services (TSS) ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt CANCOM den IBM Center of Technical Excellence Award, mit dem die erreichten Zertifizierungen für verschiedene Bereiche als Anerkennung für die hohen Investitionen in den Skillaufbau honoriert wurden.
Ausgezeichnete Cloud Kompetenz
Besonders wertvoll ist die Auszeichnung von Citrix zum "Best Cloud Partner" als Anerkennung für die beste strategische und kontinuierliche Umsetzung von Cloud-Projekten. Sie macht CANCOM zur deutschen Nummer eins im Cloud Umfeld. CANCOM ist zudem einer von wenigen Partnern des Citrix Cloud Advisor Programs in Deutschland.
" Die Auszeichnungen zeigen, wie wichtig die Arbeit des Kundensupports und die Erschließung individueller, fachgerechter und zukunftsorientierter IT-Lösungen sind."
Kompetenz und innovative Lösungen für mehr Geschäftserfolg
Der traditionelle Arbeitsplatz im Büro, so wie ihn viele noch kennen, ist überholt. Unternehmen und Mitarbeiter fördern und fordern eine flexible Arbeitsweise mit verschiedenen, ortsunabhängigen Geräten. Eine reibungslose Kommunikation ist heutzutage wettbewerbsentscheidend, die Anwendung neuester technischer Hilfsmittel soll die Effizienz und Produktivität der Mitarbeiter steigern.
Die Anforderungen an Flexibilität und Mobilität, einem grenzenlosen Austausch von Informationen und einer ständigen Verfügbarkeit von Daten werden immer größer, der Einsatz von Kommunikationsmedien und Endgeräten in den Unternehmen immer vielfältiger. Der Anspruch, neueste mobile Geräte auch für komplexe Businessanwendungen zu jeder Zeit und an jedem Ort individuell und vor allem sicher nutzen zu können, fordert eine leistungsfähige, hochmoderne IT-Umgebung. Trends wie Cloud Computing, Mobility und Unified Communication & Collaboration (UCC) bestimmen die IT-Branche. Die CANCOM Gruppe hat sich erfolgreich als Cloud Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider positioniert und sichert ihren Erfolg nachhaltig durch die konsequente Besetzung der IT-Megatrends.
Cloud Computing
Alleine im letzten Jahr bescherte Cloud Computing IT-Firmen einen Umsatz von über fünf Milliarden Euro, laut Branchenverband BITKOM ein Wachstum von nahezu 50 Prozent. Diese Entwicklung beweist, dass Cloud der "Way of Computing" der Zukunft ist. Cloud Computing stellt IT-Ressourcen dynamisch über das Internet zur Verfügung, wobei für einzelne User die Möglichkeit besteht, in Form eines virtuellen Desktops individuell gewünschte Applikationen zu wählen und mit allen Funktionen zu nutzen. Diese Desktops und variablen Applikationen werden in der Cloud, unabhängig vom Client oder der räumlichen Entfernung, in einem zentralen Rechenzentrum zur Verfügung gestellt. CANCOM designed, baut und betreibt IT-Landschaften und unterstützt die Anwender bei der Transformation hin zur Cloud. Um diesen Weg planbar und kalkulierbar zu machen, hat CANCOM eine komplette Private Desktop Cloud Architektur, die CANCOM AHP Private Cloud, entwickelt, die sich langjährig bewährt hat und dem Kunden schlüsselfertig zur Verfügung gestellt wird.
Unified Communication & Collaboration (UCC)
Die Kommunikation ändert sich und mit ihr die Arbeitsweisen im Unternehmen. Der Einsatz von Kommunikationsmedien und Endgeräten in den Unternehmen wird außerdem immer vielfältiger: Mitarbeiter kommunizieren per Mail, Telefon, Video, Chat, Blog etc. mit unterschiedlichen Endgeräten wie Telefon, PC, Notebook, Tablet oder Smartphone. Mit Hilfe von UCC können Unternehmen diesen Veränderungen gerecht werden. Mitarbeiter erhalten die Möglichkeit, jederzeit und an jedem Ort über das bevorzugte Medium erreichbar zu sein und auf Informationen und Gesprächspartner zuzugreifen. CANCOM bietet Unternehmen lösungsübergreifendes Know-how, umfassende Services und ein durchgängiges Portfolio für die Planung und Umsetzung von ganzheitlichen UCC-Projekten.
Mobility
Im Bereich Mobility führen innovative Technologien zu einem beispiellosen Tempo bei der Entwicklung neuer mobiler Devices, Applikationen und Services. Zugleich stellt Mobilität vielfältige Business Anforderungen an intelligente und flexible IT-Strukturen, denn die Endgeräte müssen sicher und zuverlässig in die unternehmenseigenen IT-Systeme eingebunden werden. CANCOM bietet optimale Lösungsansätze individuell zugeschnitten auf alle Branchen und auf spezielle Anwendungen. Das Portfolio umfasst u.a. Lösungen für Mobile Devices und Infrastruktur, ganzheitliche Mobility Solutions wie z.B. Mobile Business Solutions, Mobile Data & Apps sowie Mobile Access bis hin zu Managed Services und Betrieb.
IT-Security
Mit der zunehmenden Technologisierung und vor allem dem Einsatz von Cloud Computing steigt die Bedeutung der IT-Sicherheit im Unternehmen. CANCOM realisiert für seine Kunden maßgeschneiderte Sicherheitskonzepte. Das Leistungsspektrum reicht von der Analyse und Bewertung der Sicherheits- und Netzwerkinfrastruktur, über das Design von State-of-the-art Sicherheitslösungen bis hin zur Lieferung und Implementierung dieser Systeme.
Nach einer Umfrage des Beratungshauses CENTRACON haben die meisten Unternehmen schon jetzt konkrete Vorstellungen vom IT-Arbeitsplatz der Zukunft. Während momentan noch klassische Aspekte wie Verfügbarkeit und Sicherheit höchste Priorität einnehmen, wächst auch der Anspruch auf Standardisierung der Desktops samt der Organisation, der Dienste und Prozesse. Daneben stellen sich Orts- und Geräteunabhängigkeit für den uneingeschränkten Zugriff als äußerst wichtig heraus. Die Automatisierung der IT-Arbeitsplätze sowie die Möglichkeit, auf Services modular und dynamisch zugreifen zu können, gelten hier als besonders benutzerfreundlich. Eine wesentliche Erkenntnis aus der Umfrage ist, dass allein die Einflüsse der Digital Native User als nachwachsende Generation, die sich in ganz selbstverständlicher Weise mit der digitalen Welt identifizieren, einen noch größeren Veränderungsbedarf in den Unternehmen entfachen werden, als sich viele im Moment vorstellen können.
" Der Workplace of the Future ist flexibel, mobil und in vielen Unternehmen bereits angekommen."
Ziele, Vision und Strategie
Mit der Konzentration auf ertrags- und wachstumsstarke Marktsegmente wie ganzheitliche IT-Lösungen, Consulting und Managed Services möchte CANCOM auch künftig organisch wachsen. Dazu richten wir unser Unternehmensportfolio konsequent auf die IT-Zukunftstrends wie beispielsweise Cloud Computing aus. Im Fokus steht dabei die eigene Private Cloud Lösung, die CANCOM AHP Private Cloud.
Im E-Commerce Umfeld ist das Ziel, den Vertrieb der Customized Shops über die neue Plattform der E-Supply-Chain auszubauen. Bei Customized Shops handelt es sich um webbasierte Kundenshops, die ein festgelegtes, individuelles Produktsortiment enthalten und den Beschaffungsprozess beim Kunden durch Anbindung derer Systeme optimieren.
Darüber hinaus soll das Wachstum auch weiterhin durch attraktive und wertschaffende Akquisitionen unterstützt werden. Ziel ist, durch eine regionale Verstärkung und Ergänzung der Kompetenzen den Marktanteil der CANCOM Gruppe weiter auszubauen.
"Wir streben mit hochqualifizierten Mitarbeitern mittelfristig einen Umsatz von einer Milliarde Euro bei überdurchschnittlicher Profitabilität an." (Vision CANCOM Konzern)
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das zurückliegende Geschäftsjahr 2012 war für unser Unternehmen gekennzeichnet von weiteren Erfolgen und vielen erfreulichen Entwicklungen, welche CANCOM wiederum ein beachtenswertes Jahresergebnis beschert haben. Wir konnten für unsere Kunden nicht nur unser Produkt- und Dienstleistungsangebot noch attraktiver gestalten. Wir haben uns inzwischen auch mit unserer eigenen Private-Cloud-Lösung als wohl erfolgreichstes deutsches IT-Systemhaus in der Sparte Cloud Computing etabliert. Das beweist vor allem die Verleihung des "Citrix Best Cloud Partner 2012" Awards im vergangenen Herbst. Die Auszeichnung von einem so bedeutenden Player im Cloud Business wie Citrix ist ein Gütesiegel für CANCOM und unsere Kompetenzen. All diese Erfolge machen uns stolz und spornen uns zu weiteren, neuen Projekten für die Entwicklung unseres Unternehmens an.
Einen Beweis für die Zufriedenheit und Treue unserer Kunden sehen wir in der erneuten Verleihung der Auszeichnung "Bestes Systemhaus" durch die renommierten IT Fachzeitschriften "ChannelPartner" und "Computerwoche", welche wir nun schon zum vierten Mal in Folge als CANCOM Gruppe erhalten haben. Mit dieser Auszeichnung honorieren unsere Kunden nicht nur unsere solide Projektkompetenz und das hervorragende Projektmanagement, sondern auch unser faires Preis-Leistungsverhältnis, die Termineinhaltung und die knappen Reaktionszeiten, welche unsere zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten.
Der sichtbare Erfolg unseres Unternehmens hat im vergangen Jahr auch zur Steigerung unseres Aktienkurses geführt und uns eine Kapitalerhöhung ermöglichst, mit der wir die Eigenkapitalstruktur unseres Unternehmens nochmals erheblich verbessern konnten.
Die solide Finanzausstattung, welche uns immer besonders wichtig war, macht CANCOM unabhängig, ermöglicht ein strategisches Wachstum und ermöglicht eine nachhaltige und stabile Dividendenpolitik.
Im Dezember 2012 haben wir durch die außerordentliche Hauptversammlung die Umwandlung der CANCOM AG in die europäische CANCOM SE beschlossen, welche zwischenzeitlich auch vollzogen ist. Mit diesem Schritt wollen wir durch die Förderung einer modernen Unternehmenskultur das Unternehmen für seine weitere Entwicklung stärken und insbesondere den Zugang zu internationalen Kapitalmärkten verbessern. An der Börse sind wir zwischenzeitlich in den TecDAX aufgestiegen, was uns auch weiterhin dazu verpflichtet, zügig zu wachsen und unser Geschäft weiter zu entwickeln.
Unser 20-jähriges Firmenjubiläum konnten wir 2012 in einem besonders erfolgreichen Jahr feiern. Es hat uns gezeigt, dass wir mit den Unternehmensakquisitionen der vergangenen Jahre die richtigen Entscheidungen getroffen und die maßgeblichen Zukunftstrends erkannt haben. Selbstverständlich sind wir uns bewusst, dass dieser Erfolg letztendlich nur auf dem erfolgreichen Zusammenwirken der gesamten CANCOM Gruppe beruht. Wir haben uns daher auch mit dem Einzug in die neue Zentrale in München Ende des Jahres 2012 entschlossen, die Marke CANCOM durch ein neues Logo sowie einheitliches Corporate Design zu stärken und uns mit dem Claim "Plan. Build. Perform". im High End IT Umfeld zu positionieren.
An dieser Stelle möchten wir uns aber nicht nur bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, sondern selbstverständlich auch bei unseren Kunden, Partnern und Ihnen, den Aktionären und Investoren, für die langjährige Treue und ihr Vertrauen bedanken.
In diesem Sinne gehen wir in ein Jahr 2013 voller weiterer Herausforderungen und freuen uns auf ein spannendes und erfolgreiches Geschäftsjahr.
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
"Wir werden CANCOM weiterhin wertorientiert führen und auf die Steigerung des langfristigen Cash Flows setzen."
Entwicklung des deutschen Aktienmarktes
2012 war ein gutes Jahr an den Finanzmärkten. Trotz anhaltender Staatsschuldenkrise in einigen Euroländern hatte der deutsche Aktienindex DAX den besten Jahresauftakt seit seiner Einführung im Jahr 1988 und verbuchte letztendlich einen Anstieg um 25 Prozent auf 7.612,39 Zähler. Ausschlaggebend hierfür waren hauptsächlich die Gewährleistungen der großen internationalen Notenbanken, alles Nötige für die Stabilisierung des Euros zu tun. Sein Jahreshoch erreichte der DAX im Dezember 2012 mit 7.672,10 Punkten. Der TecDAX erreichte im Jahresverlauf ebenfalls einen Anstieg um rund 18 % und endete mit einem Schlusskurs von 828,11 Punkten.
Kursentwicklung der CANCOM-Aktie
Die positive Entwicklung des DAX wirkte sich auch auf die CANCOM Aktie aus. Zu Beginn 2012 startete sie zunächst mit einem Eröffnungskurs von 8,73 Euro. Bereits im Januar erreichte sie ihr Jahrestief mit einem Wert von 8,46 Euro, danach stieg der Kurs kontinuierlich an. Die TecDAX Aufnahme im Juni gab der CANCOM Aktie weiter Rückenwind bis zum Jahreshöchstkurs im Juli von 15,13 Euro. Nach einer erneuten Korrektur bis zum Stand von 10,78 Euro im Oktober erholte sich die Aktie und schloss schließlich bei einem Kurs von 13,49 Euro.
Im TecDAX Ranking der Deutschen Börse wird CANCOM zum 31.12.2012 bei der Marktkapitalisierung auf Rang 31 geführt. Das Unternehmen konnte sich seit der Indexaufnahme im Jahresverlauf um vier Plätze verbessern. Infolge der höheren Liquidität in der Aktie ist CANCOM gemessen am Handelsvolumen von Rang 31 auf Rang 27 geklettert.
Kursentwicklung Januar bis Dezember 2012 Kursentwicklung 2010 bis 2012
KENNZAHLEN UND HANDELSDATEN DER CANCOM-AKTIE (WKN 541910)
| 2012 | 2011 | ||
|---|---|---|---|
| Kurs Jahresbeginn | € | 9,11 | 9,32 |
| Kurs Jahresende | € | 13,49 | 8,81 |
| Höchstkurs | € | 15,13 | 11,40 |
| Tiefstkurs | € | 8,46 | 6,70 |
| Performance - absolut | € | +4,38 | -0,51 |
| Performance - relativ | % | +53,05 | -5,72 |
| Marktkapitalisierung Jahresende | Mio. € | 153,8 | 91,6 |
| Ergebnis je Aktie | € | 1,15 | 1,14 |
| 2012 | 2011 |
|---|---|
Kursdaten Xetra-Schlusskurse
RESEARCH-COVERAGE
| Deutsche Bank AG | |
|---|---|
| Hauck & Aufhäuser Research GmbH | |
| Warburg Research |
Aktionärsstruktur
Im Jahr 2012 gab es eine deutliche Veränderung in der Aktionärsstruktur der CANCOM. Durch die im Oktober von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossene Kapitalerhöhung um 1.039.075 Aktien, die vollständig bei einem Regensburger Investor platziert wurde, erwarb der Unternehmer Dr. Johann Vielberth eine Beteiligung in Höhe von über 9 Prozent an der CANCOM und ist damit größter Aktionär des Unternehmens.
AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31.12.2012 (IN %)
| Freefloat | 78,90 | |
|---|---|---|
| ELBER-Beteiligungsgesellschaft mbH | 9,20 | |
| Allianz Global Investors Europe GmbH | 4,74 | |
| Axxion S.A. | 3,01 | |
| Stefan Kober | 2,29 | |
| Klaus Weinmann | 1,55 | |
| Petra Neureither | 0,31 | |
Dividende
CANCOMs Ziel ist eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Nach dem Rekordergebnis im Geschäftsjahr 2012 und angesichts der guten Liquiditätslage des Unternehmens schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividende um 5 Cent auf 35 Cent je Aktie vor. Dies entspricht einer Dividendenquote von circa 30 Prozent des Konzernergebnisses nach Steuern (2011: 26 Prozent) und entspricht dem angestrebten Ziel des CANCOM Vorstands, mittelfristig eine Dividendenquote von 30 bis 50 Prozent zu erreichen.
Zum 31. Dezember 2012 lag die Anzahl dividendenberechtigter Aktien bei 11.429.826 Stück. Daraus ergibt sich eine Ausschüttungssumme für das Geschäftsjahr 2012 von 4,0 Mio. Euro.
Hauptversammlung
Die ordentliche Hauptversammlung der CANCOM fand am 21. Juni 2012 im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft begrüßten rund 100 Aktionäre und ihre Vertreter, die 39,96 Prozent vom Grundkapital repräsentierten. Die Zustimmung von deutlich über 90 Prozent bei allen Tagesordnungspunkten dokumentierte das hohe Vertrauen in das CANCOM Management.
Am 18. Dezember 2012 fand eine außerordentliche Hauptversammlung der CANCOM ebenfalls im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Die Tagesordnung sah im Wesentlichen die Beschlussfassung über den Formwechsel der CANCOM AG in eine Societas Europaea (kurz "SE") vor. Die Aktionäre, die 43,38 Prozent vom Grundkapital vertraten, stimmten der Umwandlung in die CANCOM SE in allen Tagesordnungspunkten mit über 98 Prozent zu.
Investor und Public Relations – Kommunikation mit dem Kapitalmarkt
Für CANCOM steht die aktive, offene und transparente Finanzkommunikation im Mittelpunkt. Hierbei legt das Unternehmen größten Wert auf Pflichtbewusstsein vor allem bezüglich gewissenhafter Investor und Public Relations Arbeit. Der aktuelle und umfassende Internetauftritt ist für CANCOM genauso wichtig wie die persönliche Kontaktpflege zu Aktionären, Investoren, Analysten, sowie Wirtschafts- und Fachpresse.
Aktuelle Informationen rund um die CANCOM Aktie finden Sie auf unserer Webseite www.cancom.com im Bereich Investor Relations.
Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM Gruppe
für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
1. Geschäft und Rahmenbedingungen
Der CANCOM-Konzern ist einer der führenden Anbieter für IT-Infrastruktur in Deutschland und Österreich. Mit einer dezentralen Vertriebs- und Servicestruktur und zentralen Diensten unter anderem im Einkauf, Lager, Logistik, Marketing und Produktmanagement sowie Human Resources bestehen schlagkräftige organisatorische Voraussetzungen für ein nachhaltig profitables Wachstum.
Rechtliche Struktur der CANCOM Gruppe
Innerhalb der CANCOM Gruppe übernimmt die CANCOM SE (vormals CANCOM AG) mit Sitz in München die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen.
Die Hauptversammlung hat am 18. Dezember 2012 die formwechselnde Umwandlung der CANCOM AG in die CANCOM SE beschlossen. Die Umwandlung wurde am 28. Februar 2013 in das Handelsregister eingetragen. Im Folgenden wird die CANCOM AG bzw. SE mit "CANCOM" bezeichnet.
Geschäftsfelder
Das Geschäftssegment e-commerce beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG sowie den der CANCOM Deutschland GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM cloud solutions GmbH abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH und CANCOM cloud solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb transaktionsorientierten und produktbezogenen Geschäfte des Konzerns. Darüber hinaus war diesem Geschäftssegment die CANCOM Ltd. zugeordnet, welche im Berichtsjahr veräußert wurde.
Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM IT Solutions GmbH, CANCOM NSG GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH, CANCOM NSG SCS GmbH, CANCOM NSG ICP GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, acentrix GmbH, CANCOM cloud solutions GmbH, Glanzkinder GmbH und
CANCOM Unicorner GmbH sowie den der CANCOM IT Solutions GmbH und der CANCOM cloud solutions GmbH zugeordneten Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH abzüglich den der CANCOM Deutschland GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM cloud solutions GmbH. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und –Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.
Konzernstruktur
Die Struktur der CANCOM Gruppe gewährleistet eine hohe Effizienz in der Steuerung und Führung des Konzerns sowie eine stärkere Unterstützung der operativen Einheiten durch die zentralen Geschäftsbereiche und spezialisierten Fachvertriebe.
Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte
Die zu den drei größten herstellerunabhängigen Systemhäusern Deutschlands zählende CANCOM Gruppe versteht sich als IT-Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider. Als Komplettlösungsanbieter steht neben dem Vertrieb von Hardund Software namhafter Hersteller vor allem die Erbringung von IT-Dienstleistungen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zum IT-Dienstleistungsangebot zählen u. a. das Design von IT-Architekturen und IT-Landschaften, die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie der Betrieb der Systeme.
Der Kundenkreis der CANCOM Gruppe umfasst entsprechend vor allem gewerbliche Endanwender, angefangen bei Selbständigen, über Mittelständler bis hin zu Großunternehmen und Konzernen sowie die Einrichtungen der öffentlichen Hand. Geografisch ist CANCOM hauptsächlich in der D-A-CH-Region tätig.
Erläuterung des unternehmensintern eingesetzten Steuerungssystems
Zur Steuerung und Überwachung der Entwicklung der einzelnen Tochtergesellschaften analysiert CANCOM u. a. monatlich deren Umsatz, Rohertrag, betriebliche Aufwendungen und Betriebsergebnis und vergleicht diese Kennzahlen mit der ursprünglichen Planung sowie mit dem quartalsweise zu erstellenden Forecast. Darüber hinaus werden zur Unternehmenssteuerung regelmäßig externe Indikatoren wie Inflationsraten, Zinsniveau, allgemeine Konjunkturentwicklung und Entwicklung der IT-Branche sowie Prognosen hierzu herangezogen. Das Liquiditätsmanagement umfasst eine tägliche Statusermittlung.
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
Innovationen sind für die wirtschaftliche Dynamik und das Wachstum von großer Bedeutung. Als reines Dienstleistungs- und Handelsunternehmen betreibt CANCOM keine Forschungsaktivitäten. Entwicklungsleistungen fokussieren z.B. auf Softwarelösungen und Applikationen in den IT-Trendbereichen wie Cloud Computing, Virtualisierung, mobile Lösungen, IT-Security sowie Managed Services und finden nur in sehr eingeschränktem Umfang und vornehmlich für eigene Zwecke statt.
Cloud Computing bietet enorme Vorteile für Unternehmen, die Unternehmens-IT und die User, vor allem durch die zentrale Bereitstellung von Anwendungen und den orts-, zeit- und geräteunabhängigen Zugriff auf die Unternehmensdaten. Die bereits im Geschäftsjahr 2010 im Bereich des Cloud Computing entwickelte technologisch hochwertige Plattform, die CANCOM AHP Private Cloud, eine auf Standardtechnologien basierende, integrierte Out of the Box-Lösung, wurde im Geschäftsjahr 2012 weiterentwickelt. Daneben erfolgten im Berichtszeitraum Entwicklungen im Onlinebzw. E-Procurement Bereich, im Bereich App-Programmierung für mobile Business Applikationen sowie für die Implementierung eines neuen ERP-Systems bei einem Tochterunternehmen.
Wettbewerbsposition
Laut einer Erhebung des Statistischen Bundesamts im April 2012 gibt es über 75.000 IT-Unternehmen in Deutschland, die sich allerdings in Bezug auf die Größe und das Leistungsspektrum stark unterscheiden. Zu den großen IT-Unternehmen mit mehr als 250 Millionen Euro Umsatz zählen nur etwa 20 Unternehmen, darunter CANCOM.
Einer Studie der Fachmagazine Computerwoche und Channel-Partner vom August 2012 nach belegte CANCOM gemessen am inländischen Umsatz den dritten Platz unter den herstellerunabhängigen Systemhäusern.
Die Fachmagazine Computerwoche und ChannelPartner führen jährlich eine Umfrage unter Anwendern zur Kundenfreundlichkeit durch. Unter den größten Systemhäusern in der Klasse über 250 Millionen Euro Umsatz belegte CANCOM in den Jahren 2009, 2010, 2011 und 2012 den ersten Platz. Insgesamt haben über 3.500 Anwender abgestimmt. In die Benotung flossen unter anderem die Projektkompetenz, das Projektmanagement, die Reaktionszeiten und die Termineinhaltung, das Preis-Leistungsverhältnis oder die Betreuung nach Projektende (Wartung, Schulung etc.) ein.
Das Gesamtvolumen des deutschen IT-Marktes im Jahr 2012 wird vom Branchenverband BITKOM mit 72,8 Mrd. Euro angegeben. Mit einem Jahresumsatz von 558,1 Mio. Euro beläuft sich der Marktanteil der CANCOM Gruppe demnach auf aktuell rund 1 %. Die drei größten deutschen IT-Systemhäuser im ChannelPartner Ranking nehmen einen Marktanteil von rund 5 % ein. Die kleineren und mittleren Unternehmen verbuchen zusammen den weitaus größten Marktanteil. Dies spiegelt den sehr fragmentierten deutschen IT-Markt wider.
Umweltbericht
Als IT-Handels- und Dienstleistungsunternehmen ist es CANCOMs Ziel, die Produkte und Dienstleistungen in exzellenter Qualität und zu einem attraktiven Preis, aber auch so umweltfreundlich wie möglich anzubieten. CANCOM legt daher großen Wert auf schonenden Umgang mit vorhandenen Ressourcen.
Mit innovativen Lösungen und Angeboten im Rahmen des gesamten Produkt- und Dienstleistungsportfolios leistet CANCOM einen professionellen Beitrag zur umwelt- und ressourcenschonenden Nutzung von IT über deren gesamten Lebenszyklus. CANCOM bietet seinen Kunden zum Beispiel die Vorteile moderner, energieeffizienter Rechenzentren, die nicht nur aus ökologischer Sicht Nutzen stiften, sondern auch in erheblichem Maße Einsparungen bei den Energiekosten eines Unternehmens bewirken. Der Einsatz von modernen und intelligenten Systemen unterstützt dabei, Energie und Ressourcen zu schonen, beispielsweise durch den Einsatz von innovativen Lösungen im Bereich Communication und Collaboration wie zum Beispiel Videokonferenzen. Die infolgedessen verringerte Reisetätigkeit der Mitarbeiter führt neben der Prozessoptimierung und enormen Kosteneinsparung auch zu weniger CO2-Emissionen.
Die Entwicklung der Gesamtwirtschaft
Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2012 nur verhalten gewachsen. Insgesamt betrug das Wachstum +0,7 % und lag damit unter dem Niveau von 2011. Der private Konsum und vor allem der Export waren die stärksten Stützen für die inländische Konjunktur, dagegen gingen die Investitionen bei den Unternehmen offenbar angesichts der Unsicherheit wegen der Schuldenkrise zurück. Im vierten Quartal sank die deutsche Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 %.
| Bruttoinlandsprodukt 2012* (reale Veränderung zum Vorjahr in %) |
||
|---|---|---|
| Euroland | - 0,5 | |
| Deutschland | + 0,7 | |
| UK | - 0,1 | |
| USA | + 2,2 | |
| Welt | + 2,9 | |
* Prognose: Deutsche Bank Economic Research, 31.01.2013
Für das Gesamtjahr 2012 blieb die Jahresinflation mit 2,0 % unter dem Wert von 2011 mit noch 2,3 %.
Der Leitzins für Euroland wurde von der Europäischen Zentralbank (EZB) im Juli 2012 von 1,0 % auf 0,75 % herabgesetzt. Damit befindet sich der Leitzins für Euroland auf seinem historischen Tiefstand. In Großbritannien verharrt der Leitzins seit 2009 auf ebenfalls historisch niedrigen 0,5 %. Die US-Notenbank hält die Spanne für den Leitzins seit Dezember 2008 zwischen Null und 0,25 %.
Die Arbeitslosenquote sank laut der Bundesagentur für Arbeit in 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 % auf nunmehr 6,8 %.
Die Entwicklung des IT-Markts
Das Jahr 2012 ist für den IT-Sektor gut verlaufen. Nach den neuesten Prognosen des Bundesverbandes Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) verzeichnete der deutsche IT-Markt in 2012 ein Wachstum von 2,3 %.
Im Einzelnen wuchs der Bereich IT-Hardware um 1,1 %, der Bereich IT-Software um 4,4 % sowie der Bereich IT-Services um 2,1 %
** Prognose: BITKOM, Oktober 2012
Der Geschäftsverlauf der CANCOM Gruppe im Überblick
Die CANCOM Gruppe konnte ihren Wachstumskurs auch im Geschäftsjahr 2012 weiter fortsetzen. Konzernumsatz und operatives Konzernergebnis übertrafen die jeweiligen Vorjahreswerte und erreichten damit die besten Werte der Unternehmensgeschichte.
Im Einzelnen gelang im Geschäftsjahr 2012 eine Steigerung des Konzernumsatzes um 2,5 % von 544,4 Mio. Euro auf 558,1 Mio. Euro.
Der Konzernrohertrag verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,3 % von 159,3 Mio. Euro auf 166,2 Mio. Euro. Die Rohertragsmarge verbesserte sich im Jahresvergleich von 29,3 % auf 29,8 %.
Das Konzern-EBITDA konnte gegenüber dem Vorjahr um 12,4 % von 25,0 Mio. Euro auf 28,1 Mio. Euro verbessert werden.
Das Konzern-EBIT stieg im Jahresvergleich um 11,9 % von 18,5 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro.
Das Periodenergebnis für den Konzern (inklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche) beträgt 11,6 Mio. Euro nach 11,7 Mio. Euro in 2011. Damit ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 1,15 Euro nach 1,14 Euro im Vorjahr.
Die Bilanzsumme erhöhte sich aufgrund des weiteren Unternehmenswachstums im Jahresvergleich von 194,9 Mio. Euro auf 208,6 Mio. Euro. Das nominelle Eigenkapital stieg dabei von 60,9 Mio. Euro auf 80,8 Mio. Euro. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote in Höhe von 38,7 % nach 31,2 % im Vorjahr.
Aufgrund der positiven Ertragslage wurde erneut ein deutlich positiver betrieblicher Cash Flow im Geschäftsjahr 2012 mit 16,1 Mio. Euro erzielt, nach 26,7 Mio. Euro im Vorjahr.
Die liquiden Mittel zum 31.12.2012 blieben mit 44,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 44,4 Mio. Euro nahezu unverändert.
Wichtige Vorkommnisse und Investitionen
CANCOM optimiert regelmäßig seine Unternehmensstruktur, um die Position in bestehenden Märkten zu sichern und auszubauen und um neue Märkte zu erschließen. Im Folgenden werden die wesentlichen Ereignisse für den Geschäftsverlauf sowie weitere wichtige Vorkommnisse und Investitionen im Geschäftsjahr 2012 erläutert:
- Seit dem 5. März 2012 firmiert die frühere Tochtergesellschaft CANCOM Plaut Managed Services GmbH unter dem Namen CANCOM cloud solutions GmbH.
- In seiner Sitzung vom 20. März 2012 billigte der Aufsichtsrat den Verkauf der 100%igen Tochtergesellschaft CANCOM Ltd., UK. Grund für den Verkauf ist die Fokussierung der CANCOM Gruppe auf das margenstärkere Geschäft mit Business Kunden.
- Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 21. Juni 2012 beschlossen, das Verfahren zur Umwandlung der CANCOM AG in eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea, kurz "SE") mit dem Namen CANCOM SE einzuleiten. Vorteile der europäischen Rechtsform sind unter anderem die Förderung einer modernen Unternehmenskultur und der verbesserte Zugang zu internationalen Kapitalmärkten. Die Beschlussfassung über den Formwechsel erfolgte durch die außerordentliche Hauptversammlung vom 18. Dezember 2012.
- Mit Notarvertrag vom 22. Juni 2012 hat CANCOM eine 49 %-ige Beteiligung sowie eine Kaufoption über weitere 2 % an der Glanzkinder GmbH erworben, die zu den deutschen Marktführern im Bereich App-Programmierung gehört. CANCOM will damit das Geschäft im wachstumsstarken Mobile Business Umfeld im Konzern ausbauen.
- CANCOM hat mit Kaufvertrag vom 18. September 2012 100 % der Anteile an der Unicorner GmbH Softwarevertrieb mit Sitz in Stuttgart erworben. Die Unicorner ist auf die Bereiche Hardund Softwarevertrieb sowie IT-Integration spezialisiert und bietet maßgeschneiderte Lösungen sowie umfassenden Support für Kunden im Bereich der Forschung und Lehre. Die erworbene Gesellschaft ergänzt das bestehende Geschäft und Know How der CANCOM in diesem Umfeld
- Der Vorstand hat am 25. Oktober 2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrates eine Kapitalerhöhung beschlossen. Unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden genehmigten Kapitals wurde unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital der CANCOM um 1.039.075 EUR erhöht. Die Erhöhung erfolgte gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.039.075 auf den Inhaber lautender Stückaktien. Damit erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft von 10.390.751 EUR auf 11.429.826 EUR. Der Ausgabepreis betrug 11,00 EUR, er wurde in unmittelbarer Nähe des Börsenkurses festgesetzt.
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CANCOM hat zum Ausbau des e-Commerce Geschäfts in eine neue Webtechnologie investiert, die die Einrichtung von kundenspezifischen Shops deutlich verbessert. Bei der e-Supply-Chain handelt es sich um eine ganzheitliche Plattform, die durch Kundenintegration und Anbindung derer Systeme den gesamten Beschaffungsprozess beim Kunden optimiert.
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Als Managed Services Provider betreibt CANCOM ganz oder teilweise die Rechenzentren seiner Kunden. Um die Position als führender Anbieter für Private Cloud Lösungen auszubauen, wurden Investitionen in eine eigene Rechenzentrumsinfrastruktur im hochmodernen Rechenzentrum von M-net, einem Münchner Telekommunikationsunternehmen, getätigt. Damit kann CANCOM den Kunden ganzheitliche Managed Hosting und Cloud Services anbieten.
- Im Oktober 2012 hat CANCOM die Räumlichkeiten in der Erika-Mann-Straße 69 in 80636 München, dem neuen Hauptsitz des Konzerns, bezogen.
- Im Berichtsjahr wurde in eine konzernweit einheitliche, Telekommunikationsanlage (UCC: Unified Communication & Collaboration) investiert. Diese Lösung, die hoch modern und richtungsweisend ist, ersetzt alle bestehenden Telefonanlagen und steht für den Büroarbeitsplatz der Zukunft.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 2.040 Mitarbeiter (im Vorjahr 2.036 in den fortgeführten Geschäftsbereichen) beschäftigt. Zum 31. Dezember 2012 wurden in der CANCOM Gruppe 2.076 Mitarbeiter (im Vorjahr 2.044 in den fortgeführten Geschäftsbereichen) beschäftigt.
Der Personalaufwand stellte sich wie folgt dar (in TEuro):
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 95.342 | 91.551 |
| Soziale Abgaben | 16.689 | 16.060 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 332 | 350 |
| Summe | 112.363 | 107.961 |
2. Ertrags-, Finanz und Vermögenslage der CANCOM Gruppe
a) Ertragslage
Der Umsatz der CANCOM Gruppe stieg im Geschäftsjahr 2012 von 544,4 Mio. Euro auf 558,1 Mio. Euro. Damit verzeichnete der Konzern ein Wachstum von 2,5 %. Die CANCOM Gruppe konnte ihr Geschäft speziell im Cloud Umfeld weiter ausbauen. Die stabile Nachfrage seitens der Kunden trug ebenfalls zum Wachstum bei.
In Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 5,4 % von 502,0 Mio. Euro auf 529,1 Mio. Euro. Im internationalen Geschäft sank der Umsatz der CANCOM Gruppe von 42,4 Mio. Euro auf 29,0 Mio. Euro.
Im Bereich e-commerce sank der Umsatz um 15,8 % auf 158,6 Mio. im Vergleich zu 188,4 Mio. Euro im Vorjahr. Im Bereich IT solutions erhöhte sich der Umsatz von 356,0 Mio. Euro um 12,2 % auf 399,5 Mio. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr wurden Teile des Segments e-commerce in das Segment IT Solutions umgegliedert.
Der Rohertrag der CANCOM Gruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 um 4,3 % auf 166,2 Mio. Euro nach 159,3 Mio. Euro im Vorjahr. Die Rohertragsmarge verbesserte sich im Jahresvergleich von 29,3 % auf 29,8 %.
Rohertrag CANCOM Gruppe 2011 – 2012 (in Mio. Euro)
Aufgrund der Ausweitung der Aktivitäten im höherwertigen Consulting- und Dienstleistungsbereich wurde im Geschäftsjahr ein Anstieg der Personalaufwendungen von 108,0 Mio. Euro auf 112,4 Mio. Euro verzeichnet. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich leicht auf 25,8 Mio. Euro.
Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im Geschäftsjahr 2012 um 12,4 % von 25,0 Mio. Euro auf 28,1 Mio. Euro
EBITDA CANCOM Gruppe 2011 – 2012 (in Mio. Euro)
Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich spürbar um 11,9 % von 18,5 Mio. Euro auf 20,7 Mio. Euro.
Unter anderem infolge des positiven Beitrags der getätigten Akquisitionen seit 2008 konnte die CANCOM Gruppe das Ergebnis in 2012 weiter steigern. Durch die Fokussierung auf ertrags- und wachstumsstarke Marktsegmente wie IT-Lösungen, IT-Consulting und Managed Services und die Ausrichtung des Portfolios auf Zukunftstrends wie Cloud Computing verbesserte sich zudem die Ergebnisqualität im Konzern.
Das Periodenergebnis für den Konzern (inklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche) beträgt im Geschäftsjahr 2012 11,6 Mio. Euro nach 11,7 Mio. Euro in 2011. Daraus ergibt sich ein Ergebnis pro Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen in Höhe von 1,15 Euro nach 1,14 Euro im Vorjahr.
Auftragslage
Im Bereich e-commerce und in Teilen des Bereiches IT Solutions wird der größte Teil der eingehenden Aufträge aufgrund hoher Lieferverfügbarkeit innerhalb von zwei Wochen zu Umsatz. Daher geben die absoluten Stichtagszahlen in diesem Bereich kein objektives Bild der aktuellen Auftragslage wieder, eine Veröffentlichung findet aus diesem Grunde nicht statt.
Im Bereich IT Solutions werden Aufträge oftmals über längere Zeiträume vergeben. Die Auftragslage ist daher auch hier stichtagsbezogen nicht aussagefähig. Die gute Nachfrage nach der CANCOM AHP Private Cloud war bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Lageberichts auch im ersten Quartal 2013 weiter gegeben. Die Aufträge im Cloud Umfeld haben oft langfristigere Projektlaufzeiten und beeinhalten höhere Vorlaufkosten und Opp0rtunitätskosten, führen aber zu nachhaltigen, stabilen Umsätzen und Erträgen.
Aufgrund des stabilen Dienstleistungsgeschäftes, das mittlerweile circa zwei Drittel zum Konzernrohertrag (Gesamtleistung abzgl. Materialaufwand und bezogene Leistungen) beiträgt, und der soliden Bilanzsituation sieht sich das Management in einer guten Position innerhalb der IT-Branche.
Erläuterung zu einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Weitere Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung finden sich im Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung".
b) Vermögens- und Finanzlage
Ziele des Finanzmanagements
Das Kernziel des Finanzmanagements der CANCOM Gruppe ist die jederzeitige Sicherung der Liquidität zur Gewährleistung des täglichen Geschäftsbetriebs. Darüber hinaus wird die Optimierung der Rentabilität und damit verbunden eine möglichst hohe Bonität zur Sicherung einer günstigen Refinanzierung angestrebt.
Erläuterung der Kapitalstruktur
Unter den kurzfristigen Schulden in Höhe von 106,6 Mio. Euro (2011: 109,8 Mio. Euro) sind neben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen u. a. der innerhalb eines Jahres fällige Teil langfristiger Darlehen, nachrangiger Darlehen und Genussrechtskapital, Rückstellungen und sonstige kurzfristige Schulden zusammengefasst. Der Rückgang der kurzfristigen Schulden im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen durch Rückführung von Darlehen und Fälligkeiten bei den Genussrechten (PREPS) in 2012 bedingt.
Bei den langfristigen Schulden in Höhe von 21,2 Mio. Euro (2011: 24,2 Mio. Euro) handelt es sich um Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mindestens einem Jahr.
Bereits im Geschäftsjahr 2010 hat CANCOM eine Zusage über Mittel in Höhe von insgesamt 8,8 Mio. Euro im Rahmen des ERP-Innovationsprogramms der KfW erhalten. Mit dem ERP-Innovationsprogramm werden sowohl Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen (Programmteil 1) als auch die Markteinführung (Programmteil 2) neuer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen finanziert. Es besteht zur Hälfte aus einem klassischen Kredit (Fremdkapitaltranche) und einem Nachrangdarlehen (Nachrangtranche).
Bereits im Geschäftsjahr 2007 wurde ein Mezzaninekapitalvertrag zwischen CANCOM und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG über ein Mezzaninekapital in Höhe von 4,0 Mio. Euro abgeschlossen. Es ist zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig, wobei in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 jeweils 1 Mio. Euro im Rahmen einer Vorfälligkeitsregelung vorzeitig zurückbezahlt wurden. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige zusätzliche Vergütung von 0,5 % p.a.
Die Finanzierungsstruktur hat sich im Jahresverlauf wieder in Richtung langfristiger Finanzierung verschoben. Die zinstragenden Verbindlichkeiten bestanden mit 10,7 Mio. Euro (2011: 14,2 Mio. Euro) je ca. zur Hälfte aus langfristigen Darlehen und Genussrechtskapital bzw. nachrangigen Darlehen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und der kurzfristige Anteil an langfristigen Darlehen sowie an Genussrechtskapital und an nachrangigen Darlehen betragen lediglich noch 1,3 Mio. Euro (2011: 9,1 Mio. Euro). Darüber hinaus konnte das Haftkapital durch Gewinnthesaurierung erhöht werden.
Das nominelle Eigenkapital erhöhte sich im Jahresverlauf u.a. im Zuge einer Barkapitalerhöhung sowie aufgrund eines gestiegenen Bilanzgewinns spürbar auf 80,8 Mio. Euro (2011: 60,9 Mio. Euro). Darüber hinaus stieg die Eigenkapitalquote von 31,2 % im Vorjahr auf 38,7 % zum 31.12.2012.
Auf der Aktivseite erhöhten sich die kurzfristigen Vermögenswerte auf 146,8 Mio. Euro. Grund sind vor allem die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 72,2 Mio. Euro auf 88,3 Mio. Euro (+22,3 %) im Rahmen der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten, einer Zahlungszielverlängerung bei einem Großkunden sowie des vollständigen Verzichts auf Factoring. Im Gegenzug reduzierten sich die Vorräte von 15,0 Mio. Euro auf 8,7 Mio. Euro.
Die langfristigen Vermögenswerte stiegen auf 61,9 Mio. Euro. Der Anstieg beim Sachanlagevermögen resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Kfz sowie in das neue Rechenzentrum in München. Außerdem sind beinhaltet Mieteinbauten in der neuen Konzernzentrale sowie die neue UCC Anlage für den Konzern.
Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 208,6 Mio. Euro nach 194,9 Mio. Euro im Vorjahr. Detailliertere Angaben zu den einzelnen Bilanzpositionen können dem Konzernanhang unter "Erläuterungen zur Konzernbilanz" entnommen werden.
Erläuterung der Liquiditätsentwicklung
Aufgrund der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten und einem verbesserten Periodengewinn vor Steuern und Minderheitenanteilen ergibt sich ein positiver Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von 16,1 Mio. Euro nach 26,7 Mio. Euro im Vorjahr. Der Rückgang resultiert insbesondere aus Ertragsteuerzahlungen sowie einem Anstieg des Forderungsbestandes. Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf –10,6 Mio. Euro nach –7,9 Mio. Euro im Vorjahr. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt, im Wesentlichen aufgrund des Mittelzuflusses aus der Barkapitalerhöhung und dem –abfluss für Darlehensrückzahlungen, -5,3 Mio. Euro nach -5,8 Mio. Euro im Vorjahr. In Summe resultieren daraus nach 44,5 Mio. Euro im Vorjahr liquide Mittel in Höhe von 44,6 Mio. Euro. Insgesamt haben sich im Geschäftsjahr 2012 im Konzern die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage weiter verbessert.
3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der CANCOM SE
Innerhalb der CANCOM Gruppe übernimmt die CANCOM die zentrale Finanzierungs- und Managementfunktion für die von ihr gehaltenen Beteiligungen. Die Chancen und Risiken der CANCOM ergeben sich somit aus den Chancen und Risiken ihrer Beteiligungen. Diese werden im Chancen- und Risikobericht unter Punkt 7 näher erläutert.
Die CANCOM erzielte im Jahr 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 8,1 Mio. Euro (2011: 7,5 Mio. Euro) und weist einen Jahresüberschuss von 7,4 Mio. Euro (2011: 11,2 Mio. Euro) aus.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2012 stieg um 3,0 % auf 82,3 Mio. Euro (2011: 79,9 Mio. Euro). Das Eigenkapital erhöhte sich um 28,2 % von 55,7 Mio. Euro auf 71,4 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote der CANCOM verbesserte sich folglich auf 86,8 % (2011: 69,7 %).
Im Geschäftsjahr 2012 wurde eine Barkapitalerhöhung durchgeführt, durch die sich das Grundkapital der CANCOM im Jahresverlauf von 10.390.751,00 Euro, aufgeteilt in 10.390.751 Aktien, um insgesamt 1.039.075,00 Euro auf 11.429.826,00 Euro, aufgeteilt in 11.429.826 Aktien, erhöhte.
Die liquiden Mittel zum 31.12.2012 verringerten sich gegenüber dem Vorjahr von 17,3 Mio. Euro auf 9,0 Mio. Euro. Die Netto-Liquidität (liquide Mittel abzüglich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) betrug 6,8 Mio. Euro nach 11,4 Mio. Euro im Vorjahr.
Insgesamt verfügt die CANCOM im Geschäftsjahr 2012 über eine weiterhin solide Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage.
4. Übernahmerechtliche Angaben
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten Angaben aufgeführt. Bezüglich einzelner übernahmerelevanten Angaben verweisen wir demnach auf unsere Ausführungen im Konzernanhang bzw. Anhang der CANCOM SE
Höhe und Einteilung des Grundkapitals
Das Grundkapital der CANCOM beträgt zum 31.12.2012 11.429.826,00 Euro. Es ist eingeteilt in 11.429.826 Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag). Der auf die einzelne Aktie entfallende Betrag am Grundkapital beträgt 1,00 Euro. Die Aktien lauten auf den Inhaber. Sie sind in Globalurkunden verbrieft. Der Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung ist daher ausgeschlossen.
In der Hauptversammlung gewährt jede Stückaktie eine Stimme. Es bestehen keine verschiedenen Aktiengattungen. Mit jeder Aktie sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Bezüglich des genehmigten und bedingten Kapitals verweisen wir auf Seite 73 des Konzernanhangs.
Erwerb und Verwendung eigener Aktien
Die Hauptversammlung der CANCOM hat am 22. Juni 2010 die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 20. Juni 2015 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil von bis zu 10 % des am 22. Juni 2010 bestehenden Grundkapitals zu erwerben.
Entsprechend dem Beschluss können Aktien der Gesellschaft erworben werden, um sie unter Ausschluss des Bezugsrechts zu allen gesetzlich zugelassenen sowie insbesondere der im Beschluss festgelegten Zwecke zu verwenden, oder um sie einzuziehen.
Auf die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen.
Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Einziehung und Wiederveräußerung oder Verwertung auf andere Weise können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, jeweils auch in Teilen ausgeübt werden.
Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen.
Die von der Hauptversammlung am 24. Juni 2009 beschlossene Ermächtigung endet mit Wirksamkeit dieser neuen Ermächtigung. Im Geschäftsjahr 2012 hat der Vorstand keinen Gebrauch von dieser Ermächtigung gemacht.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10 %
CANCOM sind zum 31.12.2012 weder direkte noch indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten, bekannt.
Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands
Bezüglich der Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands gelten die Vorschriften des Aktiengesetzes (§§ 84 und 85 AktG) sowie der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 des Rates über das Statut der Europäischen Gesellschaft (SE) (§ 39 SE-VO, Art. 9 Abs. 1 lit. c ii SE-VO i.V.m. § 84 Abs. 3 AktG). Der Aufsichtsrat bestimmt die Zahl der Mitglieder des Vorstands. CANCOM beachtet bei der Bestellung des Vorstands die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex unter Berücksichtigung der unternehmensspezifischen Situation.
Änderung der Satzung
Bezüglich der Änderung der Satzung gelten die Vorschriften der §§ 133 und 179 AktG. Für eine Satzungsänderung ist ein mit mindestens einer Dreiviertelmehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasster Beschluss der Hauptversammlung erforderlich. Die Satzung kann eine von der gesetzlichen Bestimmung abweichende Kapitalmehrheit bestimmen, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere, und weitere Erfordernisse aufstellen. Die Satzung der CANCOM sieht keine derartige Regelung vor. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, kann die Hauptversammlung dem Aufsichtsrat übertragen. Dies ist bei der Gesellschaft durch die Regelung in § 11 der Satzung geschehen.
Wesentliche Vereinbarungen die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels stehen
Für den Vorsitzenden des Vorstands, Herrn Klaus Weinmann, besteht in dessen Vorstandsvertrag eine Change-of-Control-Klausel. Diese besagt, dass der Vorstand im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt ist, sein laufendes Vorstandsmandat innerhalb von neun Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Vertrag zu kündigen. Die Bezüge werden im Falle der Kündigung, unter Anrechnung auf eine Karenzentschädigung aus dem geänderten Wettbewerbsverbot, für die Dauer von zwei Jahren, höchstens aber für die Restlaufzeit des Mandates, von der Gesellschaft ausbezahlt. Ein Kontrollwechsel birgt damit das Risiko einer Kündigung des Vorstandsvorsitzenden verbunden mit einer Sonderbelastung im Bereich der Vorstandsbezüge im Jahre seines Ausscheidens.
5. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Gesamtvergütung des CANCOM Vorstands Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vorstandseinkommen und der Vergütung des Aufsichtsrats. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält Angaben nach den Erfordernissen des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Anhangs für den Konzern.
5.1. Vergütung des Vorstands
Die Festlegung und Überprüfung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich unter anderem an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen innerhalb und außerhalb der IT-Branche. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Das System der Vorstandsvergütung bei CANCOM ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 08. Juni 2011 gebilligt.
5.1.1. Komponenten der Vorstandsvergütung
Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann und Herrn Rudolf Hotter setzt sie sich im Geschäftsjahr 2012 jeweils aus einer festen Vergütung (Grundvergütung) und einem variablen Bonus zusammen. Die Vergütung enthält keine aktienbasierten Vergütungskomponenten.
Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus, der sich zur einen Hälfte aus einer, an der Zielerreichung orientierten kurzfristigen (Geschäftsjahr) sowie zur anderen Hälfte aus einer langfristigen Tantieme (für drei Geschäftsjahre) zusammensetzt, sind vom Grad des Erreichens des EBITDA-Planziels des CANCOM Konzerns im Geschäftsjahr 2012 abhängig. Die Höhe der jeweiligen Tantieme beträgt bei Herrn Klaus Weinmann 1,0 Prozent des erzielten EBITDA und bei Herrn Rudolf Hotter 0,5 Prozent des erzielten EBITDA. Die Tantiemenzahlung ist betragsmäßig nach oben im Geschäftsjahr begrenzt. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnisse im Abrechnungszeitraum von jeweils drei Geschäftsjahren im Vergleich zu den jeweiligen Planzahlen als Referenzgröße ist der Vorstand zur ganzen oder teilweisen Rückzahlung erhaltener Tantiemenzahlungen verpflichtet (Malusregelung).
Für den Vorsitzenden des Vorstands Klaus Weinmann besteht in dessen Vorstandsvertrag eine Change-of-Control-Klausel. Diese besagt, dass der Vorstand im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt ist, sein laufendes Vorstandsmandat innerhalb von neun Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Vertrag zu kündigen. Die Bezüge werden im Falle der Kündigung, unter Anrechnung auf eine Karenzentschädigung aus dem geänderten Wettbewerbsverbot, für die Dauer von zwei Jahren, höchstens aber für die Restlaufzeit des Mandates, von der Gesellschaft ausbezahlt. Für den Fall der Beendigung des Anstellungsvertrags durch Kündigung oder Ablauf ist in den Vorstandsverträgen die Zahlung einer Abfindung sowie eine Entschädigung aufgrund des Wettbewerbsverbots geregelt.
Die Vorstände waren im Geschäftsjahr 2012 nicht im Besitz von Aktienoptionen in Bezug auf Aktien der CANCOM. Es wurden keine Vorsorgeleistungen gewährt.
5.1.2. Gesamtübersicht der Vorstandsvergütung
Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt (Angaben gerundet):
Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 502 TEuro und einem Jahresbonus in Höhe von 561 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 20 TEuro, in Summe 1.083 TEuro. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 334 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 281 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 5 TEuro, in Summe 620 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2012 1.703 TEuro.
5.2. Vergütung des Aufsichtsrats
Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 hat die Vergütung des Aufsichtsrats beschlossen. Diese ist in § 13 der aktuell gültigen Satzung für die CANCOM niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestattet. Der stellvertretende Vorsitz und der Vorsitz werden bei der Höhe der Vergütung gesondert berücksichtigt.
5.2.1. Komponenten der Aufsichtsratsvergütung
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält demnach eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 wird ein Betrag von 20.000 Euro gewährt. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Zweifache, der Vorsitzende das Vierfache der festen jährlichen Vergütung. Daneben wird ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro je Aufsichtsratsmitglied gewährt. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Sitzungsgeld 2.000 Euro. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.
Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.
5.2.2. Gesamtübersicht der Aufsichtsratsvergütung
Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt (Angaben gerundet):
Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 97 TEuro. Die Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Kober beträgt 49 TEuro. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder betragen für Raymond Kober 15 TEuro, Walter Krejci 29 TEuro, Regina Weinmann 24 TEuro, Petra Neureither 24 TEuro sowie für Prof. Dr. Arun Chaudhuri 14 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 252 TEuro.
5.3. Sonstiges
Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 21. Juni 2012 beschlossen, in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen Selbstbehalt zu vereinbaren.
Der zwischen dem CANCOM Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki und CANCOM im Jahr 2007 geschlossene Beratervertrag ist im Juni 2012 ausgelaufen. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2012 beläuft sich auf 30 TEuro.
Der mit der Auriga Corporate Finance GmbH München im Jahr 2007 geschlossene M&A Beratervertrag anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsratsmitglied endete ebenfalls im Juni 2012. Im Geschäftsjahr 2012 sind von der Gesellschaft keine Zahlungen auf Grundlage des Beratervertrages geleistet worden.
6. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Handelsgesetzbuch (HGB)
CANCOM hat die nach § 289a HGB vorgeschriebene Erklärung zur Unternehmensführung auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.cancom.com öffentlich zugänglich gemacht.
7. Chancen- und Risikobericht
Als grenzüberschreitend agierender Konzern in einer schnelllebigen Branche begegnet CANCOM zahlreichen verschiedenen Chancen und Risiken, die erhebliche Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung, die damit einhergehende Finanz- und Vermögenslage und das Ergebnis haben können. Natürlich stehen unternehmerischen Chancen auch immer entsprechende Risiken gegenüber. CANCOMs Ziel ist es daher, über ein möglichst optimales Chance-Risikoverhältnis den Unternehmenswert im Sinne der Anteilseigner nachhaltig zu steigern.
Risiko- und Chancenmanagement
Zu den Grundsätzen einer wertorientierten, verantwortungsbewussten Unternehmensführung gehört das Nutzen unternehmerischer Chancen bei gleichzeitig vorausschauender Steuerung der damit verbundenen Risiken. Das kontinuierliche Chancen- und Risikomanagement mit einer effizienten Risikofrüherkennung und -überwachung ist ein integraler Bestandteil der Strategie- und Geschäftsentwicklung sowie der internen Steuerungs- und Kontrollsysteme in der CANCOM Gruppe.
Das CANCOM Management verfolgt und bewertet intensiv die Marktentwicklung und Konkurrenzsituation und leitet daraus im Rahmen von jährlich stattfindenden Planungsgesprächen mit dem Vorstand und der operativen Führungsebene Chancenpotenziale für die jeweiligen Geschäftsbereiche sowie entsprechende Ziele und Maßnahmen ab.
Dem gegenüber zielt das Risikomanagement von CANCOM auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab.
Risikoidentifikation, -bewertung und -dokumentation
Zur Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.
Im Rahmen einer Risikoanalyse klassifiziert CANCOM die Risiken regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe, bewertet sie und ordnet diese im Rahmen einer Risikomatrix ein. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken über quantifizierbare Größen sinnvoll kontrollierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung. Stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.
Für bestandsgefährdende Risiken definiert CANCOM im Rahmen des Risikomanagementsystems Frühwarnindikatoren, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher. Zudem wird so bestmöglich sichergestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat frühzeitig über mögliche wesentliche Risiken informiert werden.
Zur Dokumentation der organisatorischen Regelungen und der Maßnahmen zur Risikoerkennung, -analyse, -bewertung, -quantifizierung, -steuerung und -kontrolle hat CANCOM ein Risikohandbuch erstellt. Außerdem wird hierin der angemessene Umgang mit unternehmerischen Risiken bei CANCOM dargelegt.
Konzernrechnungslegung
Die wesentlichen Merkmale des bei CANCOM bestehenden internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess können wie folgt beschrieben werden:
- •Es gibt bei CANCOM neben einem Geschäftsverteilungsplan eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur. Dabei werden bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen über die CANCOM SE zentral gesteuert.
- Die Funktionen der im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess wesentlich beteiligten Bereiche sind klar getrennt. Die Verantwortungsbereiche sind klar zugeordnet.
- Die Integrität und Verantwortlichkeit in Bezug auf Finanzen und Finanzberichterstattung werden sichergestellt, indem eine Verpflichtung dazu in die gesellschaftseigenen Verhaltensrichtlinien (Code of Conduct) aufgenommen wurde.
- Die eingesetzten Finanzsysteme sind durch entsprechende Einrichtungen im EDV-Bereich gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Im Bereich der eingesetzten Finanzsysteme wird, soweit möglich, Standardsoftware eingesetzt.
-
Es existiert ein ganzheitlicher Corporate Governance Ansatz, in dem alle Elemente – Risikomanagement, Compliance Management, Interne Revision sowie Internes Kontrollsystem (IKS) – regelmäßig im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft werden und sich wechselseitig beeinflussen.
-
Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien etc.) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. Die wesentlichen Vermögensgegenstände aller Gesellschaften werden regelmäßig auf Werthaltigkeit geprüft, es existiert eine Anleitung zur Kontrolle aller rechnungslegungsrelevanten Vorgänge.
- Bei allen rechnungslegungsrelevanten Prozessen wird durchgängig das Vier-Augen-Prinzip angewendet.
- Rechnungslegungsrelevante Prozesse werden durch die (prozessunabhängige) interne Revision überprüft.
- Das Risikomanagementsystem sowie das Interne Kontrollsystem (IKS) beinhalten adäquate Maßnahmen zur Kontrolle von rechnungslegungsrelevanten Prozessen.
- Die am Rechnungslegungsprozess beteiligten Abteilungen und Bereiche werden in quantitativer wie qualitativer Hinsicht geeignet ausgestattet.
- Erhaltene oder weitergegebene Buchhaltungsdaten werden u.a. durch Stichproben laufend auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüft. Es gibt ein dreistufiges Prüfungssystem für die Korrektheit der Abschlüsse. Einzelabschlüsse werden von der Abschlussbuchhaltung erstellt, die Konzernbuchhaltung und Konsolidierung stellt eine weitere Kontrollinstanz dar, bevor die Finanzleitung einen dritten Review durchführt.
Erläuterung der wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess, dessen wesentliche Merkmale zuvor beschrieben sind, soll sicherstellen, dass unternehmerische Sachverhalte bilanziell stets richtig erfasst, aufbereitet und gewürdigt sowie in die Rechnungslegung übernommen werden.
Die geeignete personelle Ausstattung, die Verwendung von adäquater Software sowie klare gesetzliche sowie unternehmensinterne Vorgaben bilden die Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess. Die klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche sowie verschiedene Kontroll- und Überprüfungsmechanismen, wie sie zuvor genauer beschrieben sind (insbesondere Plausibilitätskontrollen und das Vier-Augen-Prinzip), stellen eine korrekte und verantwortungsbewusste Rechnungslegung sicher.
Im Einzelnen wird so organisatorisch unterstützt, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften, der Satzung sowie internen Richtlinien erfasst, verarbeitet und
dokumentiert sowie zeitnah und korrekt buchhalterisch erfasst werden. Gleichzeitig wird vorgesorgt, dass Vermögensgegenstände und Schulden im Jahres- und Konzernabschluss zutreffend angesetzt, ausgewiesen und bewertet sowie verlässliche und relevante Informationen vollständig und zeitnah bereitgestellt werden.
Risiken der künftigen Entwicklung
Nachfolgend sei ein Überblick über die als wesentlich eingestuften Risiken beziehungsweise möglichen künftigen Entwicklungen oder Ereignisse mit negativen Auswirkungen auf den CANCOM Konzern gegeben. Neben den im Folgenden genannten Risikofaktoren könnten Risiken, die derzeit noch nicht bekannt sind oder Risiken, die jetzt noch als unwesentlich eingeschätzt werden, die Geschäftstätigkeit beeinträchtigen.
Außerbetriebliche Geschäftsrisiken
Angesichts des schwierigen Umfelds der Euro-Schuldenkrise und der Lage im US-Markt sind die Aussichten für 2013 verhalten. Das könnte auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in IT beeinflussen, so dass Ausgaben in diesem Bereich verschoben, aber in der Regel zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
Aufgrund der europaweiten Geschäftstätigkeit steht CANCOM auf den verschiedenen nationalen Absatzmärkten in einem harten Wettbewerb in Bezug auf das Produkt- und Dienstleistungsangebot. Da insbesondere die IT-Branche durch schnelle und häufige Veränderungen gekennzeichnet ist, könnten neue Entwicklungen zu spät erkannt oder falsch interpretiert werden. Außerdem besteht das Risiko von Markt- und Wachstumseinbrüchen, die in der Regel mit verminderten Auftragseingängen einhergehen und zu einem verschärften Wettbewerbsdruck führen können.
Darüber hinaus besteht das Risiko der Abhängigkeit von einzelnen Großkunden. CANCOM verfügt durch seine Marktpositionierung über eine breite Kundenbasis. Im Bereich IT solutions hängt der Geschäftserfolg jedoch im Normalfall von wenigen großen Kunden ab.
Der mit Abstand größte Kunde des CANCOM Konzerns ist die Atos Gruppe, und hierbei insbesondere die Atos IT Solutions and Services GmbH. Eine deutlich reduzierte Beauftragung durch Unternehmen der Atos kann die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der CANCOM Gruppe erheblich negativ beeinflussen. Daher wird das Risiko einer Abhängigkeit von Atos als wesentlich eingestuft.
Um dem Risiko einer Abhängigkeit von einzelnen Großkunden generell entgegenzuwirken, baut CANCOM den Eigenvertrieb im Bereich IT solutions kontinuierlich aus, wodurch sich die Kundenbasis hier sukzessive verbreitern wird.
CANCOM stößt sowohl durch seine Beteiligungen, als auch durch den Erwerb von Firmen bzw. Firmenteilen in neue Geschäftsfelder vor. Ein Risiko, dass sich diese Geschäftsfelder schlechter als geplant entwickeln mit entstehenden Folgerisiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage besteht bzw. kann nicht ausgeschlossen werden. Durch ein schwerpunktmäßiges Engagement im Kerngeschäft wird versucht, dieses Risiko zu reduzieren. Die langjährigen fundierten Kenntnisse der Marktlage kommen dem Unternehmen dabei zugute.
Die strategische Ausrichtung des CANCOM Konzerns an sich birgt ebenfalls Risiken. So können sich beispielsweise Akquisitionen schlechter als erwartet entwickeln und die Geschäftsentwicklung von CANCOM beeinträchtigen. Auch eine signifikante Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen kann einen bedeutenden negativen Einfluss auf die weiteren Geschäftsaussichten haben.
Projektrisiken
CANCOM liefert hochwertige, professionelle IT-Lösungen und übernimmt dabei in komplexen Installations-, Systemintegrations-, Software-, Betriebsführungs- und Outsourcingprojekten Verantwortung im Rahmen von Kundenprojekten. In diesem Zusammenhang können technische Risiken im Rahmen der Projektdurchführung sowie Risiken aus der Vertragsgestaltung auftreten, die angesichts der Komplexität der IT Lösungen und der Integrationstiefe in die Abläufe von Kunden erhebliche Ausmaße annehmen können. Vor der Erstellung von Angeboten für Projekte durchlaufen Anfragen bei CANCOM einen Review der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus auf der Sicherstellung der bestmöglichen Lösung für den Kunden, darüber hinaus aber auch auf einer angemessenen Berücksichtigung von Projektrisiken. Ebenso erfolgt eine interne Prüfung von eventuellen Vertragsrisiken. Es wird versucht, standardisierte Verträge einzusetzen. Während der Projekte werden diese durch das Projektmanagement controlled.
Lieferantenrisiko
Bei der Versorgung mit Hard- und Software ist CANCOM auf die Belieferung durch die Hersteller bzw. durch Distributoren angewiesen. Unerwartete Lieferengpässe oder Preiserhöhungen z.B. in Folge von Marktengpässen können Umsatz und Ergebnis beeinträchtigen, da die Warenbestände der Logistikzentren aus Optimierungsgründen auf kurze Zeiträume ausgelegt sind. Durch enge Kontakte zu wichtigen Herstellern und Distributoren sowie langfristige Lieferverträge versucht CANCOM, diese Risiken zu reduzieren. Insbesondere ein breit gefasster Kreis an Herstellern und Distributoren erlaubt es, relativ schnell auf alternative Hersteller oder alternative Bezugsquellen zurückzugreifen.
Innerbetriebliche Risiken
Die Wertschöpfungskette der CANCOM Gruppe umfasst alle Schritte der Geschäftstätigkeit vom Marketing über die Beratung, den Vertrieb, die Logistik bis hin zur Schulung und Wartung. Störungen innerhalb bzw. zwischen diesen Bereichen können zu Problemen bis hin zum vorübergehenden Erliegen von Arbeitsabläufen in einzelnen oder mehreren Bereichen führen. Darüber hinaus besteht das Risiko von Qualitätsproblemen insbesondere im beratungsintensiven Bereich der IT solutions.
Des Weiteren beinhaltet ein zügiges Unternehmenswachstum das Risiko, dass die Verwaltungsstrukturen sowie die Aufbau- und Ablauforganisation nicht im gleichen Tempo angepasst werden können und die Gesamtkonzernsteuerung darunter leidet. Erfahrene Mitarbeiter, bewährte Verwaltungs- und Steuerungssysteme und das bestehende Risikomanagementsystem, das laufend den aktuellen Entwicklungen und Erfordernissen angepasst wird, sorgen hier für ein möglichst hohes Maß an Kontrolle.
Personalrisiken
Ein weiteres Risiko stellt der Ausfall von Schlüsselpersonen im Unternehmen dar, von deren Wissen und Bekanntheit der Erfolg CANCOMs zumindest auf kürzere Sicht abhängt. CANCOM versucht daher seine Mitarbeiter durch verschiedenste Maßnahmen langfristig an das Unternehmen zu binden. Zudem bestehen insbesondere in sensiblen und wissensintensiven Bereichen entsprechende Vertretungsregelungen, so dass der unerwartete Ausfall eines Mitarbeiters, so weit möglich, keine ausgeprägten, negativen Konsequenzen nach sich ziehen sollte. Durch permanentes Monitoring der Leistungsfähigkeit der einzelnen Mitarbeiter ist es jederzeit möglich, die Leistungsträger zu analysieren und ihnen ein besonderes Augenmerk zukommen zulassen.
Daneben könnte der Fachkräftemangel in der IT-Branche die Personalbeschaffung erschweren.
Größere Projekte im Dienstleistungsbereich führen zu erhöhten Risiken in der Disposition von Mitarbeitern. Der Verlust von großen Projekten kann zu erhöhten Kosten im Personalbereich führen, da oft nicht adäquat Personal in anderen Projekten eingesetzt werden kann oder nur verzögert durch Maßnahmen nachgesteuert werden kann.
Informationstechnische Risiken
Der Erfolg und die Funktionsfähigkeit von Unternehmen hängen heutzutage in erheblichem Maße von deren informationstechnischer Ausstattung ab. Grundsätzliche informationstechnische Risiken ergeben sich sowohl aus dem Betrieb computergestützter Datenbanken wie auch aus dem Einsatz von Systemen für Warenwirtschaft, E-Commerce, Controlling und Finanzbuchhaltung. Die Anfälligkeit oder der Ausfall dieser IT-Systeme können den Arbeitsablauf im Extremfall zum Erliegen bringen und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden. So könnte beispielsweise ein Warenverfügbarkeitsrisiko entstehen, wenn die Funktionsfähigkeit von IT-Systemen nicht mehr gewährleistet ist, die für einen reibungslosen Bestellablauf notwendig sind. CANCOM ist sich dieses Risikos bewusst. Daher unternimmt das Unternehmen intensive Anstrengungen zur Risikominimierung, um die Verfügbarkeit der IT-Systeme bestmöglich sicherzustellen. Trotz aller Sorgfalt können die oben genannten negativen Folgen nicht ausgeschlossen werden.
Finanzwirtschaftliche Risiken
- Liquiditäts- und Bonitätsrisiken
Eine Verschlechterung der Liquidität kann für Unternehmen wesentliche bzw. bestandsgefährdende Risiken zur Folge haben. CANCOM verfügt zum Berichtszeitpunkt über eine gute Liquiditätsausstattung und ausreichende kurzfristige Kredit- und Avallinien bei Banken in Höhe von insgesamt 10,0 Mio. Euro, von denen unter Berücksichtigung von Avalen 8,1 Mio. Euro zum Bilanzstichtag frei verfügbar waren. Selbstverständlich werden die Entwicklung der Kreditlinien und deren Ausschöpfung laufend überwacht. Neben der mittelfristigen Finanzplanung verfügt der Konzern über eine monatliche Liquiditätsplanung. In den Planungssystemen ist jeweils der gesamte Konsolidierungskreis abgebildet.
Eine ausreichende Bonität ist dabei notwendige Grundlage für die Gewährung von Fremdkapital, insbesondere durch Banken, und damit auch für das langfristige Bestehen des Unternehmens. Daher stellt eine deutliche Verschlechterung der Bonität ein wesentliches Risiko für den Fortbestand des Unternehmens dar.
Da die Höhe der Eigenkapitalquote (nach Berechnungsmethode der Banken) bei der Gewährung von Bankdarlehen eine entscheidende Kenngröße darstellt, wird deren Entwicklung regelmäßig überwacht, um so rechtzeitig etwaige Gegenmaßnahmen einleiten zu können.
Aus heutiger Sicht bestehen nach Einschätzung des Unternehmens keine Risiken aus der Finanzierung oder sonstige Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. Die Finanzbasis des Unternehmens ist solide, die Eigenkapitalausstattung ist sehr gut und die Liquiditätssituation komfortabel.
- Forderungsausfallrisiken
Forderungsausfälle stellen ein latentes Risiko dar. Diese können in ihrer Anhäufung im Extremfall den Fortbestand eines Unternehmens gefährden. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, werden CANCOM Kunden im Regelfall erst nach erfolgter Prüfung beliefert. Vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise wurden bereits in 2009 die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten sowohl hinsichtlich der absoluten Limithöhen als auch hinsichtlich der freigabeberechtigten Personen verschärft. Beim Kunden Atos IT Solutions und Services GmbH besteht ein Klumpenrisiko in Bezug auf Forderungen.
- Preisänderungsrisiken
Bei den in unseren Logistikzentren eingelagerten Waren handelt es sich meist um hochmoderne Hard- und Softwareartikel, die aufgrund der traditionell sehr kurzen Produktlebenszyklen innerhalb der IT-Branche einem schnellen Wertverfall unterliegen. Der dadurch drohenden Wertminderung des Lagerbestandes versucht CANCOM mit Hilfe eines kontinuierlich überarbeiteten Maßnahmenkatalogs zu begegnen. Konkret findet u. a. eine monatliche Inventur mit monatlicher Neubewertung des Lagerbestandes statt. Darüber hinaus wird im Rahmen einer Produkt-Reichweitenanalyse eine automatische Abverkaufsstatistik inklusive rollierender Lagerabwertung erstellt, um das Risiko unerwartet hoher Lagerabwertungen zu minimieren. Des Weiteren hat CANCOM unter dem Schlagwort Retourenmanagement mit seinen Hauptlieferanten ein 30-tägiges Rückgaberecht für Lagerware vereinbart.
- Risiken aus Zahlungsstromschwankungen
Die internationale Geschäftstätigkeit der CANCOM Gruppe bringt Zahlungsströme in unterschiedlichen Währungen mit sich. Der Großteil der Geschäfte wird jedoch im Euro-Raum getätigt, weshalb das Währungsrisiko begrenzt ist.
Durch konzerninternen Finanzausgleich erreicht CANCOM eine Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und damit eine Optimierung des Zinsmanagements des CANCOM Konzerns mit positiven Auswirkungen auf das Zinsergebnis. Basis der Vorteile aus der konzerninternen Geldanlage- und Geldaufnahmemöglichkeit sind die im Rahmen des Cash Management Systems eingesetzten Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften, die zur internen Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt werden können. Trotzdem kann eine wesentliche Abwertung des Euros gegenüber anderen Währungen zu Währungsverlusten führen.
- Zinsrisiken
CANCOM hat neben Kontokorrentkreditlinien ausschließlich festverzinsliche Darlehen oder Darlehen, die eine kalkulierbare Zinsveränderung auf Basis des Ergebnisses der Gesellschaft beinhalten.
- Finanzmarktrisiken
CANCOM hat als wesentlichen Unternehmensgegenstand den Erwerb, das Halten und Veräußern von Beteiligungen an Unternehmen sowie Tätigkeiten, die mit der Kapitalbeschaffung im Zusammenhang stehen.
Das Handeln mit derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird - sofern überhaupt genutzt - nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war CANCOM nicht im Besitz von derivativen Finanzinstrumenten oder strukturierten Produkten. Das Finanzmarktrisiko beschränkt sich auf das Kursrisiko der von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag gehaltenen Wertpapiere.
Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von derivativen Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten bei den Banken sind über das Vier-Augen-Prinzip und reiner Währungsabsicherung hinaus beschränkt auf den Vorstand und Executive Vice President. Dadurch sollen Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen vermieden werden.
- Börsenkursrisiko
Aktienkursschwankungen können negative Auswirkungen auf die Finanzlage der CANCOM haben, insbesondere im Hinblick auf die Kapitalbeschaffung am Kapitalmarkt. CANCOM versteht aktive Finanzkommunikation daher als zentrale Managementaufgabe und legt großen Wert auf Offenheit und Transparenz. Neben einem umfassenden Internetauftritt gehört die intensive Kontaktpflege zu Aktionären, Investoren, Analysten sowie der Wirtschafts- und Fachpresse zu den wesentlichen Maßnahmen der Investor Relations Arbeit im Sinne einer nachhaltigen Aktienkurspflege.
Rechtsrisiken
Das Geschäft der CANCOM Gruppe könnte durch laufende oder zukünftige Rechtsstreitigkeiten beeinträchtigt werden. Sofern CANCOM im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Rechtsstreitigkeiten involviert ist, sind zu erwartende Effekte auf das Konzernergebnis gemäß vorsichtiger anwaltlicher Einschätzung adäquat berücksichtigt.
Chancen der künftigen Entwicklung
Im Rahmen der europaweiten Geschäftstätigkeit in verschiedenen Bereichen der IT-Branche eröffnen sich für CANCOM zahlreiche Chancen. Der Konzern vollzieht regelmäßig eine umfassende Betrachtung des Markt- und Wettbewerbsumfelds und fokussiert dabei selbstverständlich auf die aktuellen Branchen- und Technologietrends.
Nachfolgend geben wir einen Überblick über die Chancen beziehungsweise möglichen künftigen Entwicklungen und Ereignisse mit positiven Auswirkungen auf den CANCOM Konzern:
Umsatz- und Ergebnissteigerung durch Ausbau der bestehenden Geschäftsaktivitäten
CANCOMs Geschäftspolitik sieht eine Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumskurses vor. Dazu ist eine Fokussierung und Verstärkung der bestehenden Geschäftsaktivitäten in Richtung hochwertiger ITK-Komplettlösungen sowohl durch organisches als auch akquisitorisches Wachstum geplant.
Dies eröffnet die Chance auf eine weitere Steigerung des Umsatzes. Durch Ausnutzung von Synergien und Größenvorteilen, z.B. im Rahmen verbesserter Einkaufskonditionen, einem besseren Zugang zu Großprojekten und im Bereich der zentralisierten administrativen Aufgaben, kann dies zu einer überproportionalen Ergebnisverbesserung beitragen. Darüber hinaus kann die beabsichtigte Ausdehnung des Dienstleistungsgeschäfts die Abhängigkeit von Preisentwicklungen im Hardwarebereich mindern.
Der Systemhausmarkt in Deutschland befindet sich seit Jahren in einer starken Konsolidierungsphase, die CANCOM aktiv nutzt. Vor diesem Hintergrund sowie der soliden Vermögenslage und guten Finanzausstattung des Konzerns ergeben sich auch in Zukunft Chancen, durch geeignete Zukäufe die Marktposition weiter auszubauen.
Auch in anderen Branchen besteht die Möglichkeit, dass der Konzentrationsprozess weiter voranschreitet und Übernahmeaktivitäten mit ihren nachgelagerten IT-Umstrukturierungen dem Markt zusätzliche Impulse verleihen, von denen CANCOM als IT-Anbieter und -Dienstleister profitieren sollte.
Insbesondere die steigenden Anforderungen an die IT sowie die IT-Infrastruktur der Unternehmen, um beispielsweise Compliance-Richtlinien zu erfüllen, könnten die Nachfrage im Hardware-, Software- und Servicebereich positiv beeinflussen.
Nach wie vor bestimmen kostensparende IT-Lösungen und IT-Services, die die Geschäftsprozesse im Unternehmen optimal unterstützen und die Produktivität nachhaltig steigern, die Investitionsbereitschaft bei den Unternehmen. Zusätzlich rückt die bessere Ausrichtung der IT an den Bedürfnissen der Fachabteilungen und schließlich der Benutzer stärker in den Vordergrund. Die IT wird damit zum Business Enabler und schließlich zu einem wichtigen Wettbewerbsfaktor für Unternehmen.
Eine Umfrage, die das Technologieunternehmen Citrix unter IT-Entscheidern durchgeführt hat, veranschaulicht den Trend, dass der herkömmliche Büroarbeitsplatz Konkurrenz bekommt. Der sogenannte "Workplace of the Future" ist demnach an verschiedenen Orten innerhalb oder außerhalb der Firma. Er ist eine Kombination aus Büroarbeitsplatz, Homeoffice und öffentlichen Orten wie zum Beispiel Cafés, Hotels oder Flughäfen. Der ortsund zeitunabhängige, sichere und kostengünstige Zugriff auf die Unternehmensdaten mittels beliebigem Endgerät ist nur mit einer cloudbasierten IT-Architektur möglich. Bis ins Jahr 2020 wollen 94 Prozent der befragten Unternehmen in Deutschland ihren Mitarbeitern mobiles Arbeiten ermöglichen. Dies eröffnet Chancen für Cloud Anbieter wie CANCOM. CANCOM ist mit seinen umfangreichen Kompetenzen im Bereich Cloud Computing, den engen Partnerschaften mit führenden Technologiepartnern und nicht zuletzt mit der eigenen Cloud Lösung, der CANCOM AHP Private Cloud, in diesem Trendbereich bestens positioniert.
Die wichtigsten Hightech-Themen 2013
| Cloud Computing | 59 % |
|---|---|
| Mobile Applikationen | 48 % |
| Big Data / Business Intelligence | 37 % |
| IT-Sicherheit | 33 % |
| Bring your own device | 27 % |
| Social Media / Social Business | 22 % |
| IT-Outsourcing | 22 % |
| Business Process Management | 20 % |
| Collaboration / Enterprise | 18 % |
| Smart Grids / smart Metering | 16 % |
Die wichtigsten Hightech-Themen 2013
Die wichtigsten Technologie und Markttrends aus Sicht der ITK-Unternehmen, Quelle: BITKOM
Nach Ansicht vieler Marktexperten bleibt Cloud Computing, bei dem die Nutzung von IT-Leistungen (z.B. Speicherplatz, Rechnerkapazitäten oder einzelne Anwendungen) in Echtzeit über das Internet anstatt auf lokalen Rechnern erfolgt, einer der dominierenden Trends für 2013. Die Unternehmen können durch den Einsatz von Cloud Computing ihre IT-Kosten deutlich senken, die Effizienz steigern und damit ihre Wettbewerbsfähigkeit. Demnach dürfte das Marktvolumen des Cloud Computings in Deutschland binnen vier bis fünf Jahren auf über 10 Mrd. Euro steigen, was einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von über 30 % entspricht.
Einer Studie vom Marktforschungsunternehmen IDC zufolge bevorzugen die Anwender dabei nach wie vor mehrheitlich das Model der Private Cloud. CANCOM verfügt mit der CANCOM AHP
Private Cloud über eine eigene, praxiserprobte Lösung im Bereich Private Desktop Cloud und kann sich damit im Anwenderumfeld als starker und verlässlicher IT-Partner positionieren. Weiteres Top-Thema, das mit der Entwicklung des Cloud Computing einhergeht, sind mobile Geräte und Business Applikationen. Es wird immer wichtiger, dass von zu Hause oder mobil von unterwegs auf die Unternehmensdaten und -anwendungen zugegriffen werden kann. Dies steigert die Agilität und Produktivität der Unternehmen. Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Geräte muss auch die IT-Infrastruktur immer leistungsfähiger werden. Zudem müssen die mobilen Endgeräte in die Firmen-IT integriert und die Applikationen individuell so angepasst werden, dass sie auf Tablets und Smartphones von Mitarbeitern laufen. Das trifft auch den aktuellen Trend "Bring your own device", d.h. die von Mitarbeitern mitgebrachten Smartphones, Notebooks und Tablets zu. Mit dem Boom der mobilen Geräte geht auch der Trend zu mehreren Devices pro User. Diese Entwicklungen dürften sowohl das Handels- als auch das Lösungs- und Dienstleistungsgeschäft von CANCOM positiv beeinflussen. CANCOM betreibt darüber hinaus ein eigenes Competence Center für mobile Lösungen und verfügt über ausgewiesenes Know How und langjährige Projekterfahrung in diesem Umfeld.
Um ihre IT auf Cloud Computing auszurichten, investieren die Unternehmen vor dem eigentlichen Implementierungsprozess vor allem in die Bereiche IT-Security, Netzwerk, Storage und Virtualisierung. Denn mit dem Thema Cloud Computing und Mobility steigen auch die Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit. Mit ihrem Lösungsportfolio im Bereich IT-Security eröffnen sich dadurch auch positive Chancen für die Geschäftsentwicklung der CANCOM Gruppe.
Virtualisierungs- und Konsolidierungslösungen bieten zudem wirksame Instrumente zur Senkung der IT-Kosten. Darunter versteht man die zentrale übergreifende Nutzung von IT-Ressourcen bis hin zur gemeinsamen Nutzung ganzer Rechenzentren. Auch bei Computern am Arbeitsplatz geht der Trend zu "schlankeren" Rechnern, sogenannten Thin Clients. Durch Desktop Virtualisierung beziehen die abgespeckten PCs am Arbeitsplatz nicht nur einzelne Anwendungen, sondern ihre komplette Arbeitsumgebung von einem zentralen Rechner. CANCOM wird mit professionellen Lösungen im Bereich Zentralisierung, Konsolidierung und Virtualisierung den steigenden Anforderungen an integrierte Systemlandschaften gerecht, sichert die Geschäftskontinuität und steigert die IT-Effizienz seiner Kunden.
Weitere Trends sind die Themen Social Media, Blogs und Wikis in Unternehmen. Soziale Netzwerke wie Facebook, Google+ oder Xing werden für die Unternehmenskommunikation und den Onlinehandel immer wichtiger. Unter dem Schlagwort "Social Business" erleichtern sie den schnellen, direkten Austausch mit Kunden, Geschäftspartnern, potenziellen Mitarbeitern oder anderen
Interessensgruppen und deren Vernetzung untereinander. In den nächsten vier Jahren wird dem Marktforschungshaus IDC zufolge Software für soziale Netzwerke in Unternehmen mit der bislang dominierenden elektronischen Post, also E-Mail, gleichziehen. Unternehmen nutzen die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke und die Kommunikation in Blogs, über ihre Angebote zu informieren und die Kunden enger an sich zu binden. Darüber hinaus bieten die Social Media Anwendungen den Unternehmen die Chance, die Wünsche der Kunden zu ergründen und entsprechend darauf zu reagieren. Unternehmen müssen für die Social-Media-Nutzung die technischen und organisatorischen Voraussetzungen schaffen. Insbesondere bei der technologischen Umsetzung und der Einbindung in bestehende IT-Landschaften kann CANCOM seine Kunden als führender IT-Architekt, Systemintegrator und Managed Services Provider kompetent begleiten und betreuen.
Unter anderem mit der rasanten Entwicklung der sozialen Netzwerke entsteht nach Ansicht der Forscher eine weitere Herausforderung, die Unternehmen beschäftigen wird und IT-Dienstleistern wie CANCOM Chancen eröffnet: Das Thema Big Data, d.h. das Analysieren, Verwalten und Nutzen der wachsenden und vielgestaltigen Datenmengen. Der Trend geht zum leistungsfähigen, zentralen Rechenzentrum mit einem hohen Sicherheitsstandard. Hier kann CANCOM bei seinen Kunden aufgrund der langjährigen Expertise im Data Center Umfeld punkten.
Outsourcing und Cloud Services, d.h. der Bezug von IT-Ressourcen als Service über das Internet, bleiben weiterhin besonders gefragt. Für 2013 und die Folgejahre bis 2016 schreibt die Experton Group den Cloud Services den größten Anteil der gesamten Cloud Investitionen und das größte Wachstum zu. Das teilweise oder gänzliche Auslagern der IT ermöglicht es den Firmen, die Kosten zu variabilisieren, indem IT-Ausgaben ausschließlich als Betriebskosten zu Buche schlagen und keine kapitalbindenden Investitionen in die IT getätigt werden müssen. Für CANCOM bietet dieses Geschäftsfeld nicht nur attraktive Wachstumsperspektiven, sondern es reduziert mit längeren Vertragslaufzeiten auch die Konjunkturabhängigkeit und erhöht die Planbarkeit der Geschäftsentwicklung. Ferner versprechen die Projekte höhere Margen als die Aufträge des klassischen Handelsgeschäfts.
CANCOM vereinigt über zwei Jahrzehnte Erfahrung in IT-Beratung und Integration mit innovativen Dienstleistungen, berät herstellerunabhängig und schafft wirtschaftlich und technisch optimierte Systeminfrastrukturen. Die CANCOM Mitarbeiter verfügen über langjährige Projekterfahrung sowie wichtige Herstellerzertifizierungen für aktuelle Technologien. CANCOM hat darüber hinaus verschiedene Maßnahmen zur Gewinnung, Weiterentwicklung und Bindung von High Potentials, d.h. gut ausgebildeten Fach- und Führungskräfte, etabliert. Der Award "European IT Workplace of the year 2012" als einer der beliebtesten IT-Arbeitgeber des Jahres ist eine wertvolle Auszeichnung für das
Personalmarketing und Recruiting von Mitarbeitern. CANCOM erhielt die Auszeichnung als eines der Top 3 Unternehmen in der Gruppe über 1.000 Mitarbeiter. Der European IT-Workplace Award ist eine Initiative des unabhängigen BQI Best Quality Institute München, des Branchenverbands BITKOM und der renommierten IT-Wochenzeitschrift COMPUTERWOCHE.
In den von den Experten genannten IT-Trendbereichen hat sich CANCOM mit seinem Dienstleistungsportfolio positioniert. Fachvertriebe unterstützen die Spezialisierung auf einzelne IT-Bereiche mit dediziertem fachlichem Know How. Die spezifische Expertise der Fachvertriebe wird den Vertriebs- und Serviceeinheiten aller CANCOM Gesellschaften zur Verfügung gestellt.
CANCOM Konzepte und Lösungen unterstützen die schnelle Amortisation der IT-Investitionen seiner Kunden und beinhalten die Integration neuer Technologien und Verfahren, um einen unterbrechungsfreien Betrieb von geschäftskritischen Anwendungen sicherzustellen. Sie bieten Kunden geschäftliche Flexibilität und unterstützen diese dabei, anpassungsfähige Unternehmen aufzubauen, die geschäftliche Abläufe und IT miteinander synchronisieren.
Mit einem umfassenden ITK-Serviceportfolio bietet CANCOM mit über 1.400 qualifizierten Mitarbeitern im Dienstleistungsbereich (Professional Service) auf individuelle Bedürfnisse abgestimmte IT-Lösungen und Managed Services und schafft damit Mehrwert für die Kunden.
Im Handelsbereich ergeben sich Chancen im E-Commerce Umfeld. Immer mehr Unternehmen gehen dazu über, ihre Bestellungen mit ihren eigenen E-Procurement-System zu übermitteln. Damit steigt die Bedeutung von E-Commerce-Lösungen für Beschaffung und Einkauf. Mit E-Procurement-Lösungen und Customized Shops lassen sich beispielsweise die Beschaffungsprozesse im Unternehmen noch effizienter gestalten. Bei Customized Shops handelt es sich um webbasierte Kundenshops, die ein festgelegtes, individuelles Produktsortiment enthalten. Customized Shops bieten den Kunden den Vorteil, bei allen Bestellungen die Einheitlichkeit der Infrastruktur sicherzustellen. Das wiederum eröffnet die Chance auf eine nachhaltige Festigung der Kundenbindung. CANCOMs Kompetenz liegt darin, den Kunden individuelle E-Commerce-Lösungen anzubieten, die vom klassischen Webshop bis hin zum elektronischen Einbinden des Produktangebots in die Warenwirtschaftssysteme der Kunden gehen.
9. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag
Mit Eintragung in das Handelsregister vom 28. Februar 2013 wurde der Formwechsel der CANCOM AG in die CANCOM SE vollzogen. Die Umwandlung hat keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CANCOM und des CANCOM Konzerns.
Bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Lageberichts durch den Vorstand sind keine wesentliche Ereignisse mit langfristigen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eingetreten. Für das erste Quartal geht der Vorstand davon aus, daß Umsatz und Ergebnis unter Vorjahresniveau abschließen werden.
10. Prognosebericht
Die IT-Branche wird auch in Zukunft von einer hohen Innovationsgeschwindigkeit geprägt sein. Die Komplexität und Vielfalt der Lösungen werden, unter anderem getrieben von neuen Produktentwicklungen und veränderten Arbeits- und Nutzungsgewohnheiten, weiter zunehmen und damit die Anforderungen an die IT-Organisation der Unternehmen. Vor diesem Hintergrund ist von einer positiven Entwicklung der Nachfrage nach innovativen und intelligenten IT-Lösungen auszugehen.
Die Aussichten für 2013 für die deutsche Wirtschaft versprechen Optimismus. Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) weist für das erste Quartal des laufenden Jahres ein Plus von 0,2 % des Bruttoinlandsprodukts aus. Damit beschleunigt sich die wirtschaftliche Entwicklung deutlich gegenüber dem rückläufigen Schlussquartal 2012. Die Prognosen der Experten für das BIP 2013 reichen von +0,3 % bis +1,0 %.
* Prognosen: Deutsche Bank Economic Research, 31.01.2013
Die Stimmung in der IT-Branche ist ebenfalls weiterhin gut. So geht die Branche für das gesamte Jahr 2013 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Dem aktuellen BITKOM-Branchenbarometer zufolge erwartet die Mehrheit der befragten Unternehmen eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Nach den vorliegenden Marktzahlen des Branchendienstes BITKOM erwarten die Experten in 2013 für den deutschen IT-Markt ein Wachstum im Bereich Informationstechnik von 3,0 % nach 2,3 % in 2012.
Im Einzelnen wird für den Bereich IT-Hardware ein Wachstum von 1,2 % nach 1,1 % im Vorjahr prognostiziert, für den Bereich Software ein Wachstum von 5,1 % nach 4,4 % im Vorjahr und für den Bereich IT-Services ein Plus von 3,0 % nach 2,1 % im Jahr 2012. Neue Geräte für den mobilen Internetzugang haben dabei das stärkste Wachstumspotential, was sich beispielsweise in der rasanten Entwicklung des Tablet-Marktes wiederspiegelt. Besonders stark entwickeln sich dadurch der App-Markt und damit der Umsatz mit Software. Aber auch IT-Dienstleistungen können dank Outsourcing und Cloud Computing zulegen.
Bei stabiler Konjunktur erwartet IDC mittelfristig eine positive Entwicklung des IT-Marktes in Deutschland. Durchschnittlich werden die IT-Ausgaben der Unternehmen zwischen 2011 und 2016 um 2,9 % im Jahr zunehmen, so dass der IT-Markt am Ende des Prognosezeitraums ein Volumen von über 65 Milliarden Euro umfassen wird. Dabei liegt der Anteil der Cloud-Lösungen an den gesamten IT-Ausgaben in 2013 nach Schätzungen des Marktforschungsinstituts Experton bei 5 %. In den kommenden Jahren wird sich dieser Trend nach Ansicht der Analysten aufgrund der zunehmenden Digitalisierung aller Lebens- und Geschäftsbereiche noch weiter beschleunigen. So wird der Markt für Cloud Computing in Deutschland auch in 2014 mit über 50 Prozent wachsen. Bis 2017 wird der Anteil des Cloud Computing bei etwa 15 bis 17 % der IT-Ausgaben liegen.
CANCOM hat seine Geschäftspolitik frühzeitig auf die bereits ausgeführten IT-Trends der Zukunft ausgerichtet und seine Vertriebsund Servicestruktur entsprechend zielgerichtet gestaltet. Mit dem Ausbau des E-Commerce Geschäfts und dem neuen CANCOM Webshop lassen sich die Prozess- und Transaktionskosten sowohl für die Kunden als auch für die CANCOM Gruppe weiter senken, was zu einer höheren Profitabilität des Handelsgeschäfts im Konzern führen sollte.
Zur effizienten Nutzung und Umsetzung der Trends bei den Kunden unterstützt CANCOM permanent die professionelle Fortbildung und Zertifizierung seiner Mitarbeiter. CANCOM baut in diesem Zusammenhang auf starke und enge Partnerschaften mit Herstellern führender Technologien. Im Rahmen eines Nachwuchskonzepts werden zum einen gut ausgebildete Fachkräfte als Mitarbeiter gewonnen und zum anderen Potenzialträger aus dem Konzern in Richtung Management- und Projektskills weiterentwickelt.
CANCOM hat sowohl Marktpräsenz als auch Kundennähe im deutschsprachigen Raum deutlich ausgebaut und ist mit seinen Service- und Consulting-Standorten in Deutschland und Österreich flächendeckend vertreten. Auch zukünftig plant CANCOM, die Marktposition im deutschsprachigen IT-Umfeld durch gezielte Akquisitionen zu stärken. Das Marktumfeld bietet hierfür nach wie vor gute Bedingungen.
Im Rahmen des Qualitätsmanagement strebt CANCOM u. a. die kontinuierliche Steigerung der Kundenzufriedenheit und der Effizienz bestimmter Handlungs- und Arbeitsprozesse an.
Im Geschäftsjahr 2012 wurde eine weitere Verbesserung der Finanz- und Vermögenslage erzielt. Der Umsatz und das operative Ergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr erneut gesteigert werden.
CANCOM beabsichtigt aufgrund seiner ausgewiesenen Expertise und exponierten Marktstellung in den aufgeführten IT-Trendbereichen sowie durch Akquisitionen auch weiterhin stärker zu wachsen als der IT-Markt und somit kontinuierlich den Marktanteil auszubauen. Die mittlerweile erlangte Wettbewerbsposition des Konzerns stellt eine gute Basis für die Erreichung der in der Vision angestrebten mittelfristigen Wachstums- und Profitabilitätsziele des Unternehmens dar.
Aufgrund der Investitionen im Bereich e-commerce sowie der guten Positionierung im Wachstumsmarkt Cloud Computing erwartet der Vorstand bei anhaltend guter oder sogar steigender IT-Nachfrage mittelfristig verbesserte Umsatz- und Ergebniskennzahlen.
Der Vorstand geht deshalb für den Gesamtkonzern aus heutiger Sicht vor dem Hintergrund des guten Geschäftsverlaufs in 2012 bei anhaltend positiver Konjunktur für die Jahre 2013 und 2014 von einer guten Umsatz- und Ergebnisentwicklung bei einer weiterhin guten Finanzlage aus.
München, den 12. März 2013
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
Dieses Dokument enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen und Informationen, die auf Annahmen und Schätzungen des Vorstands der CANCOM SE beruhen. Diese Aussagen sind unter anderem durch typische Formulierungen wie "planen", "beabsichtigen" "wollen", "werden", "erwarten", "einschätzen" o. ä. ersichtlich und beruhen auf heutigen Erwartungen, Annahmen und Schätzungen. Obwohl wir davon ausgehen, dass es sich bei diesen Äußerungen um realistische Erwartungen handelt, können wir nicht für die Richtigkeit der Erwartungen insbesondere im Prognosebericht garantieren. Die Annahmen können eine Vielzahl an internen und externen Risiken und Unsicherheiten enthalten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ erheblich von den tatsächlich genannten vorausschauenden Aussagen und Ergebnissen abweichen. In diesem Zusammenhang sind u. a. die folgenden Einflussfaktoren von Bedeutung: Änderungen der allgemeinen Konjunktur- und Geschäftslage, Änderungen des Zinsniveaus und der Wechselkursraten, Änderungen der Wettbewerbsposition und – situation, z. B. durch Auftreten neuer Wettbewerber, neuer Produkte und Dienstleistungen, neuer Technologien, Änderung des Konsumverhaltens der Kundenzielgruppen, etc., Änderungen der Geschäftsstrategie. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen über den gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hinaus durch CANCOM ist weder geplant noch übernimmt CANCOM die Verpflichtung dazu.
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
nach einem Rekordjahr für den CANCOM Konzern beglückwünscht der CANCOM Aufsichtsrat den Vorstand sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu diesem Erfolg. Mit einem Umsatz von 558,1 Millionen Euro und einem Konzernergebnis von 11,6 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr 2012 ist die Basis für das weitere Wachstum der Unternehmensgruppe ausgebaut und verfestigt worden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben CANCOM auf diesem Weg begleitet und stehen dem Unternehmen auch weiterhin mit ihrem Engagement zur Seite.
Nach Abzeichnen des guten und nachhaltigen Ergebnisses im Konzern hat sich die Verwaltung entschlossen, der Hauptversammlung auch in diesem Jahr die Ausschüttung einer Dividende vorzuschlagen. Für das Geschäftsjahr 2012 soll demnach eine Dividende von 35 Cent pro Aktie nach 30 Cent in 2011 an die Aktionäre ausgeschüttet werden, was die Wachstumsstrategie des Unternehmens sinnvoll unterstützt.
Allgemeines zur Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die Aufgaben wahrgenommen, die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen. Zu diesem Zweck fanden im Berichtsjahr vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt, an denen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder anwesend waren. Diese waren am 20. März 2012, 21. Juni 2012, 25. September 2012 und 18. Dezember 2012. Zusätzlich wurde am 25. Oktober 2012 eine außerordentliche, telefonische Aufsichtsratssitzung zur Kapitalerhöhung und Tagesordnung der außerordentlichen Hauptversammlung abgehalten. Daneben fand nach der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Dezember 2012 die konstituierende Sitzung des künftigen Aufsichtsrats der CANCOM SE statt.
Im Rahmen der gewohnt engen Zusammenarbeit hat der Vorstand dem Aufsichtsrat in den Sitzungen sowie darüber hinaus regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich, telefonisch und in persönlichen Gesprächen über die Lage und Perspektiven, die Grundsätze der Geschäftspolitik, die Rentabilität der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorfälle des Unternehmens berichtet. Zudem wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand laufend über relevante Entwicklungen informiert und bei wichtigen Entscheidungen eingebunden. Bei Bedarf wurden Beschlüsse im Umlaufverfahren herbeigeführt. Aufgrund der zeitnahen und ausführlichen Information durch den Vorstand konnte der Aufsichtsrat seiner Überwachungs- und Beratungsfunktion vollumfänglich nachkommen.
Der Aufsichtsrat nahm 2012 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahr. Er hat sich bei Bedarf auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen vom Vorstand Bericht erstatten lassen. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen einbezogen, die er kraft Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung zu verantworten hat. Zudem wurde der Aufsichtsrat auch in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Interessenkollisionen lagen bei den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht vor.
Der Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben im abgelaufenen Geschäftsjahr in seiner Sitzung am 21. Juni 2012 zwei Ausschüsse gebildet. Dem Prüfungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Walter von Szczytnicki, Petra Neureither und Prof. Dr. Arun Chaudhuri an. Petra Neureither ist Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Der Prüfungsausschuss hat erstmalig telefonisch am 07. November 2012 getagt und dabei die Prüfungsschwerpunkte für 2012 erarbeitet. Dem Nominierungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Walter von Szczytnicki, Regina Weinmann und Stefan Kober an. Walter von Szczytnicki ist Vorsitzender des Nominierungsausschusses.
Themenschwerpunkte der Arbeit des Aufsichtsrats
Die IT-Branche steht angesichts der zunehmenden Technologisierung in Beruf und Privatleben auch in Zukunft vor großen Herausforderungen und tiefgreifenden Veränderungen. Dies war Anlass für Gespräche und Diskussionen über die strategische Ausrichtung des Konzerns und in diesem Zusammenhang die Prüfung neuer Märkte sowie der Ausbau der Geschäftsfelder.
In jeder der vier turnusmäßigen Sitzungen nahm der Aufsichtsrat folgende Berichte des Vorstands entgegen und erörterte diese eingehend:
- Bericht über den Markt und Wettbewerb,
- Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 2 AktG sowie gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 3 AktG über den Gang der Geschäfte mit Vorlage des Monatsberichts der CANCOM AG und des aktuellen Monatsberichts des CANCOM Konzerns
- Bericht des Vorstands gemäß § 90 Abs. 1 Nr. 4 AktG, insbesondere zu geplanten Akquisitionen und Desinvestitionen.
Daneben sind folgende relevante Themen und Beschlüsse aus der Tätigkeit des Aufsichtsrats hervorzuheben:
- In der turnusmäßigen 1. Sitzung vom 20. März 2012 wurden der Jahresabschluss der CANCOM AG und der Konzernjahresabschluss vom Aufsichtsrat gebilligt und festgestellt. Der Aufsichtsrat befasste sich mit dem Geschäftsbericht für 2011, insbesondere mit dem darin enthaltenen Corporate Governance Bericht. Des Weiteren fasste der Aufsichtsrat den Beschluss über den Abschluss des Mietvertrags für die neue Konzernzentrale in der Erika-Mann-Straße 69 in München, Deutschland.
- Die ordentliche Hauptversammlung hat am 21. Juni 2012 den Aufsichtsrat der CANCOM AG neu gewählt. Bei der Neuwahl wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Walter von Szczytnicki, Stefan Kober, Regina Weinmann, Petra Neureither und Walter Krejci sowie erstmalig Prof. Dr. Arun Chaudhuri mit überzeugender Mehrheit in das 6-köpfige Gremium gewählt. In der im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats wurde Walter von Szczytnicki zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Stefan Kober zum stellvertretenden Vorsitzendes des Aufsichtsrats benannt. Petra Neureither wurde zum unabhängigen, sachkundigen Finanzexperten des Aufsichtsrats der CANCOM AG gemäß § 100 Abs. 5 AktG gewählt. Der Aufsichtsrat stimmte in der Sitzung auch dem Erwerb einer Beteiligung an dem App-Programmierer Glanzkinder GmbH in Köln zu und ermächtigte den Vorstand, das Verfahren zur Umwandlung der CANCOM AG in die CANCOM SE einzuleiten.
- Mittels Umlaufverfahren stimmte der Aufsichtsrat im Juli 2012 dem Umwandlungsplan inklusive der Satzung der CANCOM SE zu.
- In der turnusmäßigen 3. Sitzung vom 25. September 2012 genehmigte der Aufsichtsrat den Erwerb der Unicorner GmbH Softwarevertrieb in Stuttgart.
- In der außerordentlichen, telefonischen Aufsichtsratssitzung am 25. Oktober 2012 erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Beschluss des Vorstands über die Erhöhung des Grundkapitals um 1.039.075,00 Euro und die Ausgabe neuer Aktien mit einem auf sie entfallenden Anteil am Grundkapital der Gesellschaft von je 1,00 Euro unter Ausschluss des Bezugsrechts und zum Ausgabebetrag von 11,00 Euro je Stückaktie.
- In der 4. turnusmäßigen Sitzung vom 18. Dezember 2012 wurde im Anschluss an die Ausführungen des Vorstands zur Konzernstrategie der Wirtschaftsplan für 2013 vom Aufsichtsrat genehmigt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt war der Bericht zum Risiko- und Compliance Management sowie zur Internen Revision der CANCOM AG. Die Empfehlungen des aktuellen Deutschen Corporate Governance Kodex wurden im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit für das Unternehmen besprochen und die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Weiter untersuchte der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit, die zu keinen Beanstandungen führte.
Umwandlung in die CANCOM SE
Der Aufsichtsrat hat den Formwechsel der CANCOM AG in eine Europäische Aktiengesellschaft aktiv begleitet und in den Sitzungen vom 21. Juni 2012, 25. September 2012 und 18. Dezember 2012 behandelt. Dabei wurde die grundsätzliche Entscheidung über den Formwechsel und die Ermächtigung des Vorstands zur Einleitung des Umwandlungsverfahrens in der Sitzung am 21. Juni 2012 getroffen. In der Sitzung vom 25. September 2012 ließ sich der Aufsichtsrat über den Fortgang der Umwandlung berichten. Der Nominierungsausschuss des Aufsichtsrats war insbesondere über den Gang der Verhandlungen zwischen der Unternehmensleitung und dem Besonderen Verhandlungsgremium der Arbeitnehmer über die Beteiligung der Arbeitnehmer in der CANCOM SE regelmäßig informiert.
Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand
Im Vorstand der CANCOM AG gab es im Berichtsjahr keine personellen Änderungen. Raymond Kober, Mitglied des Aufsichtsrats, ist mit Ablauf der Amtszeit des CANCOM Aufsichtsrats am 21. Juni 2012, ausgeschieden. Ihm folgte Prof. Dr. Arun Chaudhuri mit Wirkung vom 21. Juni 2012 bis zum Ablauf der Amtsperiode des Aufsichtsrats der CANCOM AG nach.
Der Aufsichtsrat der CANCOM SE wurde von der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Dezember 2012 gewählt. Ihm gehören die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder der CANCOM AG Walter von Szczytnicki, Stefan Kober, Regina Weinmann, Petra Neureither, Walter Krejci und Prof. Dr. Arun Chaudhuri an. In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der CANCOM SE vom 18. Dezember 2012 hat der Aufsichtsrat Walter von Szczytnicki zum Vorsitzenden und Stefan Kober zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.
Ebenfalls in der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrats der CANCOM SE am 18. Dezember 2012 erfolgte die Bestellung des Vorstands der CANCOM SE mit Klaus Weinmann als Vorsitzenden des Vorstands und Rudolf Hotter als Mitglied des Vorstands. Die Mandate beginnen jeweils mit rechtswirksamer Eintragung der CANCOM SE im Handelsregister und enden am 31. Dezember 2017.
Corporate Governance Kodex
Die Aufsichtsratsarbeit orientiert sich an den Regelungen des Aktiengesetzes sowie den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuell gültigen Fassung. So behandelte der Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung vom 18. Dezember 2012 auch die Änderungen der Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 15. Mai 2012. Entsprechend hat CANCOM im vergangenen Geschäftsjahr eine weitere Umsetzung und Anpassung an die Kodexempfehlungen vollzogen und entspricht diesen nun ohne Ausnahmen. Vorstand und Aufsichtsrat haben somit in ihrer Sitzung am 18. Dezember 2012 beschlossen, eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abzugeben, wonach die Gesellschaft den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012 entspricht. Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance Richtlinien des Unternehmens findet sich im Corporate Governance Bericht auf den Seiten 35 bis 41.
Jahres- und Konzernabschluss 2012
Für die Aufsichtsratssitzung am 12. März 2013 lagen der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss der CANCOM SE sowie der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 und der zusammengefasste Lagebericht von Konzern und SE vor. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats hielt am 12. März 2013 eine Sitzung ab. Er befasste sich hierin mit den Abschlüssen und dem zusammengefassten Lagebericht für die CANCOM SE und den Konzern sowie mit dem Gewinnverwendungsvorschlag. Weiter gab der Prüfungsausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers. Das Gremium hat sich zudem mit dem Rechnungslegungsprozess und dem Risikomanagementsystem des Unternehmens auseinandergesetzt, ferner mit der Wirksamkeit, der Ausstattung und den Feststellungen der internen Revision sowie der Einhaltung der Integrität in der Finanzberichterstattung.
Die Abschlüsse und Lageberichte wurden von der durch die Hauptversammlung bestellten S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Augsburg, geprüft. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen und erteilte jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Er war bei der Beratung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses in der Sitzung zur Bilanzfeststellung am 12. März 2013 anwesend, berichtete ausführlich über den Verlauf und die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach eingehender Erörterung der Prüfungsberichte, Jahresabschlüsse und Lageberichte hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben. Er billigte die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse, die damit nach § 172 AktG festgestellt sind.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats danken dem Vorstand für die verlässliche und konstruktive Zusammenarbeit im Geschäftsjahr 2012. Unser Dank gilt außerdem allen CANCOM Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre erfolgreiche Arbeit und das große Engagement, sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen.
München, im März 2013
Für den Aufsichtsrat
Walter von Szczytnicki Vorsitzender
Corporate Governance bei CANCOM
I. Corporate Governance Bericht
Aufsichtsrat und Vorstand berichten gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der aktuellen Fassung vom 15. Mai 2012 über die Corporate Governance bei CANCOM. In Inhalt und Aufbau des Kapitels "Corporate Governance Bericht" orientiert sich CANCOM im Folgenden am strukturellen Aufbau des DCGK sowie den dazugehörigen Kommentaren.
1. Corporate Governance bei CANCOM
Gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung sind bei CANCOM traditionell ein gewichtiger Teil der Unternehmenskultur.
CANCOM begrüßt und unterstützt deshalb ausdrücklich den Deutschen Corporate Governance Kodex, der seit seiner Verabschiedung im Jahr 2002 mehrfach aktualisiert und angepasst wurde. CANCOM entspricht vollumfänglich den geäußerten Empfehlungen gemäß der derzeit gültigen Fassung des DCGK vom 15. Mai 2012 und folgt freiwillig auch den nicht obligatorischen Anregungen des Kodex. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich am 18. Dezember 2012 eingehend mit der Erfüllung der Vorgaben des Kodex befasst. Auf Grundlage dieser Besprechung wurde die auf Seite 39 aufgeführte Entsprechungserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf unserer Internetseite veröffentlicht.
2. Grundzüge der Unternehmensführung
2.1. Aktionäre und Hauptversammlung
Die Hauptversammlung ist das zentrale Willensbildungsorgan, bei der die CANCOM Aktionäre ihre Rechte wahrnehmen und ihre Stimmrechte ausüben können. Jeweils über 100 Anteilseigner haben in den letzten Jahren die Hauptversammlung besucht, die im Geschäftsjahr 2012 am 21. Juni das erste Mal in München stattfand.
Die CANCOM SE hat ausschließlich Inhaberstammaktien im Umlauf. Alle Aktien haben das gleiche Stimmrecht. Dabei gewährt satzungsgemäß jede Stückaktie eine Stimme. Die Hauptversammlung beschließt in den nach Gesetz und Satzung ausdrücklich bestimmten Fällen, insbesondere über die Gewinnverwendung, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Bestellung der Mitglieder des Aufsichtsrats und wählt den Abschlussprüfer. Darüber hinaus entscheidet die Hauptversammlung über den Gegenstand der Gesellschaft, über die Satzung und Satzungs
änderungen, Maßnahmen der Kapitalbeschaffung und der Kapitalherabsetzung sowie über die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien.
Auf der jährlichen Hauptversammlung haben unsere Aktionäre die Möglichkeit, ihr Stimmrecht selbst auszuüben oder einen Bevollmächtigten ihrer Wahl, zum Beispiel den weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft, mit der Stimmausübung zu beauftragen. Wie schon in den Vorjahren werden die Aktionäre selbstverständlich auch auf der kommenden Hauptversammlung am 18. Juni 2013 in München von diesem Angebot Gebrauch machen können. Die Tagesordnung einschließlich der notwendigen Berichte und Unterlagen für die Hauptversammlung werden den Aktionären zu gegebener Zeit auf der Internetseite der Gesellschaft bereitgestellt.
2.2. Führungs- und Kontrollstruktur
CANCOM hat sich mit der Umwandlung in eine SE erneut für ein duales Führungssystem, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat entschieden. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen. Der intensive und kontinuierliche Dialog zwischen beiden Gremien bildet bei CANCOM die Basis für eine effiziente Unternehmensleitung.
2.2.1. Der Vorstand – enge Zusammenarbeit mit dem Aufsichtsrat
Der Vorstand der CANCOM ist das Leitungsorgan des Konzerns und besteht aus den zwei Mitgliedern, Dipl.-Kaufmann Klaus Weinmann (Vorsitzender des Vorstands) und Dipl.-Betriebswirt Rudolf Hotter. Herr Weinmann gründete das Unternehmen im Jahr 1992 und wirkte von Anfang an in geschäftsführender Funktion. Als Vorsitzender des Vorstands verantwortet er die zentralen Konzernfunktionen Finance/Controlling, Investor Relations/ Public Relations, Mergers & Acquisitions, Legal, Corporate Strategy, Human Capital, Marketing, Purchasing und Logistics. Herr Hotter verantwortet das operative Geschäft der Gruppe sowie den Bereich Corporate Information Systems. Beide Vorstände wurden vom Aufsichtsrat der Gesellschaft bis 31.12.2017 bestellt. Für die Mitglieder des Vorstands ist eine Altersgrenze von 65 Jahren vorgesehen.
Die Arbeit des Vorstands richtet sich ganz im Sinne einer nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts an den Interessen des Unternehmens aus. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Zu den Vorstandsaufgaben zählen u.a. die Ausrichtung der Geschäftspolitik und Unternehmensstrategie, die Planung und Feststellung des Unternehmensbudgets und die Aufstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse der CANCOM SE und des CANCOM Konzerns. So werden beispielsweise die Halbjahres- und Quartalsberichte vom Vorstand in Telefonkonferenzen mit dem Aufsichtsrat vor deren Veröffentlichung erörtert.
Der Vorstand arbeitet intensiv mit dem Aufsichtsrat zusammen und informiert diesen regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Themen, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über unternehmerische Risiken, das Risikomanagement und der Compliance. Ergänzend wurde entsprechend der Empfehlung in Ziffer 3.4 des Deutschen Corporate Governance Kodex bereits im Jahr 2008 eine Informationsordnung verabschiedet, die die Informationsversorgung im Verhältnis Vorstand und Aufsichtsrat und innerhalb des Aufsichtsrats regelt. Grundsätzlich leitet der Vorstand seine Unterlagen rechtzeitig vor den Aufsichtsratssitzungen und in Abstimmung mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden an die Mitglieder des Aufsichtsrats weiter.
Die Satzung der Gesellschaft und die Geschäftsordnung des Vorstands sehen für bestimmte, wesentliche Vorstandsentscheidungen die Zustimmung des Aufsichtsrats vor.
2.2.2. Der Aufsichtsrat – Beratung und Überwachung des Vorstands
Der CANCOM Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er setzt sich satzungsgemäß aus sechs Mitgliedern zusammen, welche entsprechend den Statuten bzw. den vom Aufsichtsrat festgelegten Zielen für seine Zusammensetzung für die Dauer von längstens sechs Jahren bis zu einer Altersgrenze von 70 Jahren durch die Hauptversammlung gewählt werden. Gemäß der Vereinbarung zwischen der Gesellschaft und dem besonderen Verhandlungsgremium über die Mitbestimmung in der CANCOM SE gibt es keine Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat berücksichtigt bereits die Empfehlungen des DCGK zu Unabhängigkeit und Diversity. So gehören zwei Frauen dem Gremium an, verschiedene Mitglieder haben einen besonderen internationalen Hintergrund und die überwiegende Zahl der Mitglieder ist unabhängig. Die Mitglieder sind im Einzelnen: Walter von Szczytnicki (Vorsitzender), Stefan Kober (stellvertretender Vorsitzender), Walter Krejci, Regina Weinmann, Petra Neureither und Prof. Dr. Arun Chaudhuri, die jeweils ihre ausgewiesene berufliche Expertise zum Nutzen des Unternehmens einbringen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der
CANCOM SE wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Dezember 2012 für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, welche über die Entlastung des Aufsichtsrats für das erste Geschäftsjahr der CANCOM SE beschließt, gewählt.
Der Aufsichtsrat hat zur Wahrung seiner Aufgaben im Geschäftsjahr 2012 zwei Ausschüsse gebildet. Ihre Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Arbeitsprozesse stimmen mit den Anforderungen des Aktiengesetzes überein. Die Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der jeweiligen Ausschüsse.
Dem Prüfungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Walter von Szczytnicki, Petra Neureither und Prof. Dr. Arun Chaudhuri an. Die Vorsitzende, Petra Neureither, erfüllt die Anforderungen nach deutschem Recht, wonach mindestens ein Mitglied des Prüfungsausschusses unabhängig und über Sachverstand auf dem Gebieten der Rechnungslegung und Abschlussprüfung verfügen muss. Der Prüfungsausschusses befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie der Compliance.
Dem Nominierungsausschuss gehören die Aufsichtsratsmitglieder Walter von Szczytnicki, Regina Weinmann und Stefan Kober an. Walter von Szczytnicki ist Vorsitzender des Nominierungsausschusses. Der Nominierungsausschuss schlägt dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vor.
In den Aufgabenbereich des Aufsichtsrats fällt es weiterhin, die Mitglieder des Vorstands zu bestellen und ihre Ressorts festzulegen. Mit diesen erörtert der Aufsichtsrat in regelmäßigen Abständen u.a. die Geschäftsentwicklung und Planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Dabei setzen wesentliche Vorstandsentscheidungen, wie größere Akquisitionen, Desinvestitionen und Finanzmaßnahmen eine Zustimmung durch den Aufsichtsrat voraus. Er verabschiedet die Jahresabschlüsse der CANCOM SE und des CANCOM Konzerns unter Beachtung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers.
Für seine Arbeit hat sich der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung gegeben. Diese regelt insbesondere die Zusammenarbeit im Aufsichtsrat.
Corporate Governance und Compliance werden in den Aufsichtsratssitzungen und sonstigen Besprechungen regelmäßig überprüft und diskutiert:
Entsprechend der Empfehlung des Kodex in Ziff. 5.4.1 und unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation hat der
Aufsichtsrat die festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung angepasst. Zielrichtung ist, neben einer ausgewogenen fachlichen Qualifikation des Gremiums, durch Berücksichtigung von Vielfalt und Internationalität eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder, eine angemessene Anzahl unabhängiger Aufsichtsratsmitglieder sowie angemessene Vertretung von Frauen im Aufsichtsrat zu erreichen (Diversity). Die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats bzw. seines Nominierungsausschusses zur Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern sollen sich auch unter Berücksichtigung dieser Ziele in erster Linie am Wohl des Unternehmens orientieren. Im Einzelnen wurden folgende konkrete Ziele festgelegt:
- Berücksichtigung von Kenntnissen und Erfahrung, insbesondere auch Kenntnisse von den Unternehmen der Gesellschaft und der Branche.
- Zeitliche Belastung und Verfügbarkeit des Aufsichtsrats. Das bedeutet, die Aufsichtsratsmitglieder sollen für die Wahrnehmung des Mandats ausreichend Zeit haben, so dass sie dieses mit der gebotenen Regelmäßigkeit und Sorgfalt wahrnehmen können.
- Angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat.
- Angemessene Besetzung des Aufsichtsrats mit Mitgliedern mit einem internationalen Hintergrund auch unter Berücksichtigung des derzeitigen und strategisch geplanten Vertriebsgebiets der Gesellschaft.
- Berücksichtigung besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren.
- Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder.
- Vermeidung von Interessenkonflikten, insbesondere wegen der Wahrnehmung von anderen Mandaten oder Funktionen in der Branche der Gesellschaft.
- Berücksichtigung der Altersgrenze von 70 Jahren zum Zeitpunkt der Wahl.
Diese Kriterien wurden vom Aufsichtsrat zum Teil bereits in der Vergangenheit beachtet, so bei den Wahlvorschlägen von Walter Krejci (Hauptversammlung 2007), Regina Weinmann (Hauptversammlung 2009), bei Petra Neureither (Hauptversammlung 2011) und Prof. Arun Chaudhuri (Hauptversammlung 2012). Entsprechend gehören dem sechsköpfigen Aufsichtsrat mit Regina Weinmann und Petra Neureither zwei Frauen an. Weiter haben verschiedene Aufsichtsratsmitglieder einen internationalen und professionellen Hintergrund, der ihre Aufgabe als Aufsichtsratsmitglied bereichert und die überwiegende Zahl von Aufsichtsratsmitgliedern ist gemäß der Negativdefinition von Ziffer 5.4.2 DCGK als unabhängig anzusehen. Bei dieser Größe und Zusammensetzung hält der Aufsichtsrat die Beteiligung von Frauen und die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder mit einem internationalen Hintergrund für angemessen und betont ausdrücklich, dass bei der Besetzung der Positionen in erster Linie Wert auf die besondere Kompetenz und Qualifikation gelegt wird und weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder die nationale Zugehörigkeit zweitrangig sind.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind gemäß der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat angehalten, etwaige Interessenkonflikte unverzüglich offen zu legen. Der Aufsichtsrat informiert in seinem Bericht an die Hauptversammlung über eventuell aufgetretene Interessenkonflikte, die etwa aufgrund einer Beratung oder Organfunktion bei Kunden, Lieferanten, Kreditgebern oder sonstigen Geschäftspartnern entstehen können, und deren Konsequenzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine Interessenkonflikte bei Aufsichtsratsmitgliedern. Detaillierte Informationen zu den bestehenden Mandaten der Organmitglieder in Aufsichtsräten oder ähnlichen Kontrollgremien befinden sich im Konzernanhang auf Seite 80.
Der Aufsichtsrat ist darauf bedacht, seine Aufgaben mit der größtmöglichen Sorgfalt wahrzunehmen. Daher findet jährlich eine umfangreiche Effizienzprüfung seiner Tätigkeit statt. In der Dezembersitzung wurde die letzte Selbstevaluation durchgeführt mit dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat ordnungsgemäß und effizient arbeitet.
2.3. Transparenz
CANCOM veröffentlicht alle Informationen und Unternehmensmeldungen zeitnah und regelmäßig auf der Internetseite der Gesellschaft. Ad hoc Mitteilungen und wesentliche Corporate News liegen dort auch in englischer Sprache vor.
Vier Mal im Geschäftsjahr berichtet CANCOM seinen Aktionären mittels der Quartalsberichte und einmalig im Rahmen des Geschäftsberichts über die Entwicklung des Unternehmens sowie über die Finanz-, Ertrags- und Liquiditätslage des Konzerns. Auf der jährlichen Hauptversammlung, auf Investorenkonferenzen und Roadshows informiert CANCOM ebenfalls ausführlich und regelmäßig.
In einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht (siehe Seite 101) sowie ebenfalls auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist, erhalten die Aktionäre Informationen über wesentliche Veröffentlichungs- und IR-spezifische Veranstaltungstermine.
2.3.1. Angaben nach dem Wertpapierhandelsgesetz
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der CANCOM SE oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahres getätigten Geschäfte die Summe von 5.000 Euro erreicht oder übersteigt. Die der CANCOM SE im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß gemeldet und veröffentlicht, u.a. auf der Internetseite der Gesellschaft unter der Rubrik Investor Relations – Directors' Dealings.
2.3.2. Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrats zum 31.12.2012
Folgende Vorstände und Aufsichtsräte halten Aktien der CANCOM SE:
| Anzahl Aktien | Anteil am Grundkapital |
|---|---|
| 177.270 | 1,6 % |
| Anzahl Aktien | Anteil am Grundkapital |
| 261.289 | 2,3 % |
* Aktien werden indirekt durch die PEN GmbH zugerechnet
2.4. Rechnungslegung und Abschlussprüfung
Den Konzernabschluss und die Zwischenberichte erstellt CANCOM nach den geltenden Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, den Jahresabschluss der CANCOM SE nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB).
Die Hauptversammlung am 21. Juni 2012 hat für das Geschäftsjahr 2012 die S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Augsburg zum Abschlussprüfer gewählt. CANCOM Aufsichtsrat und Abschlussprüfer arbeiten eng zusammen, was den Informationsaustausch fördert und die Qualität der Abschlussprüfung steigert. Zur Überwachung der Wirksamkeit der externen Abschlussprüfung und Überprüfung der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt.
3. Compliance Management
3.1. Business Code of Conduct - Verhaltenskodex
CANCOM ist sich nicht nur seiner wirtschaftlichen, sondern auch gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Um diese Haltung zu unterstreichen, verabschiedete CANCOM bereits im Herbst 2005 einen Verhaltenskodex, der den Umgang mit den verschiedenen Anspruchsgruppen des Unternehmens festlegt.
Als Folge der Einrichtung eines Compliance-Systems wurde und wird beispielsweise allen CANCOM Mitarbeitern der Verhaltenskodex "Fair geht vor!" zur Kenntnis gebracht. "Der Kodex spiegelt das Ziel des Vorstands wider, unternehmensweit ethische Normen zu stärken und ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das auf Integrität, Respekt und fairem Handeln basiert" heißt es in der Präambel des Verhaltenskodex. Unter dem Motto "Fair geht vor!" werden Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen dazu angehalten, sich an gesetzliche Vorgaben und interne Richtlinien zu halten und den hohen moralischen und qualitativen Standards des Unternehmens gerecht zu werden.
Zudem werden den Mitarbeitern regelmäßig als eine Art der Prävention die Compliance Vorschriften und Prüfungsvorgänge kommuniziert. Ein Compliance-Officer ist benannt, der einerseits für die Einhaltung des Verhaltenskodex Sorge trägt und andererseits Ansprechpartner für alle Compliance relevanten Themen und Fragen ist. Um die Bedeutung der Compliance für die CANCOM Gruppe zu unterstreichen, wurden die Geschäftsordnungen für die Geschäftsführer der Konzernunternehmen überarbeitet und an die aktuellen Erfordernisse angepasst.
Der Verhaltenskodex ist für alle CANCOM Mitarbeiter via Intranet frei zugänglich. Bei offensichtlicher oder vermuteter Missachtung sollen sich Betroffene an den Compliance Officer wenden. CANCOM schätzt und ermutigt ausdrücklich zu offenen und sachlichen Rückäußerungen.
3.2. Risikomanagement und Internes Kontrollsystem
Die CANCOM SE verfügt über ein umfangreiches System zur Erfassung und Kontrolle von geschäftlichen und finanziellen Risiken, das in einem Risikohandbuch dokumentiert ist. Die Elemente des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind dafür ausgelegt, die wesentlichen unternehmerischen Risiken frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Sie können Risiken jedoch nicht grundsätzlich vermeiden und bieten daher keinen absoluten Schutz gegen Verluste oder betrügerische Handlungen.
3.3. Interne Revision
Als zentrale Funktion der internen Unternehmensüberwachung bewertet die Interne Revision der CANCOM SE die Effektivität des Risikomanagements, der internen Kontrollen und des Compliance Managements und hilft, diese kontinuierlich weiter zu verbessern. Der CANCOM Vorstand definiert jeweils die im Interesse der Gesellschaft näher zu analysierenden Themen und informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über die Themen und Ergebnisse.
II. Entsprechungserklärung
Gemeinsame Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der CANCOM AG gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der CANCOM AG erklären, dass seit der letztjährigen Entsprechenserklärung vom 13. Dezember 2011 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 2. Juli 2010, bis zur Eintragung der von der Hauptversammlung der CANCOM AG am 21. Juni 2012 beschlossenen Satzungsänderung (Neufassung von § 10 Abs. 1 und 2 der Satzung) in das Handelsregister am 27. Juni 2012 mit folgenden Abweichungen entsprochen wurde:
• Selbstbehalt bei D&O-Versicherungen
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, bei so genannten D&O-Versicherungen für den Aufsichtsrat einen angemessenen Selbstbehalt vorzusehen. Die CANCOM AG vertritt nicht die Ansicht, dass Arbeitseinstellung und Verantwortung der Mitglieder des CANCOM Aufsichtsrats durch einen solchen Selbstbehalt verbessert würden. Die durch CANCOM abgeschlossene D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat sieht daher keinen Selbstbehalt vor.
• Bildung von Ausschüssen
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, abhängig von den spezifischen Gegebenheiten des Unternehmens und der Anzahl seiner Mitglieder, fachlich qualifizierte Ausschüsse zu bilden. Der Aufsichtsrat der CANCOM AG besteht in angemessenem Verhältnis zur Unternehmensgröße aus sechs Mitgliedern. Nach Auffassung der CANCOM AG führt die Bildung von Ausschüssen aus diesem sechsköpfigen Gremium zu keiner Effizienzsteigerung, weshalb auf die Bildung von Ausschüssen verzichtet wird. Der Aufsichtsrat befasst sich im Gesamtgremium intensiv mit den Fragen der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Von der Bildung eines eigenen Nominierungsausschusses wird abgesehen, da dem Aufsichtsrat derzeit nur Anteilseigner oder von Anteilseignern nominierte Personen angehören.
• Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in einen fixen und in einen erfolgsorientierten Anteil zu untergliedern und bei der Höhe der Vergütung den Vorsitz und den stellvertretenden Vorsitz im Aufsichtsrat zu berücksichtigen. Die CANCOM AG weicht insofern hiervon ab, als die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder aus einer festen Vergütung besteht und die Position des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden nicht entsprechend bei der Höhe der Vergütung berücksichtigt wird.
Nach der Eintragung der von der Hauptversammlung der CANCOM AG am 21. Juni 2012 beschlossenen Satzungsänderung (Neufassung von § 10 Abs. 1 und 2 der Satzung) in das Handelsregister am 27. Juni 2012 erklären Vorstand und Aufsichtsrat der CANCOM AG, dass den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 15. Mai 2012, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 15. Juni 2012, ohne Ausnahmen entsprochen wurde und wird.
III. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Gesamtvergütung des CANCOM Vorstands Anwendung finden, und erläutert die Struktur sowie die Höhe der Vorstandseinkommen und der Vergütung des Aufsichtsrats. Der Bericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und enthält Angaben nach den Erfordernissen des Deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie der International Financial Reporting Standards (IFRS). Der Vergütungsbericht ist Bestandteil des Anhangs für den Konzern.
1. Vergütung des Vorstands
Die Festlegung und Überprüfung der Vorstandsvergütung obliegt dem Aufsichtsrat und orientiert sich unter anderem an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen Lage sowie an der Höhe der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen innerhalb und außerhalb der IT-Branche. Zusätzlich werden die Aufgaben und der Beitrag des jeweiligen Vorstandsmitglieds berücksichtigt. Das System der Vorstandsvergütung bei CANCOM ist auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet.
Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde von der ordentlichen Hauptversammlung am 08. Juni 2011 gebilligt.
1.1. Komponenten der Vorstandsvergütung
Die Vergütung des Vorstands ist leistungsorientiert. Bei Herrn Klaus Weinmann und Herrn Rudolf Hotter setzt sie sich im Geschäftsjahr 2012 jeweils aus einer festen Vergütung (Grundvergütung) und einem variablen Bonus zusammen. Die Vergütung enthält keine aktienbasierten Vergütungskomponenten.
Die feste Vergütung wird jeweils als monatliches Gehalt ausbezahlt. Die Bezahlung sowie die Höhe des variablen Bonus, der sich zur einen Hälfte aus einer, an der Zielerreichung orientierten kurzfristigen (Geschäftsjahr) sowie zur anderen Hälfte aus einer langfristigen Tantieme (für drei Geschäftsjahre) zusammensetzt, sind vom Grad des Erreichens des EBITDA-Planziels des CANCOM Konzerns im Geschäftsjahr 2012 abhängig. Die Höhe der jeweiligen Tantieme beträgt bei Herrn Klaus Weinmann 1,0 Prozent des erzielten EBITDA und bei Herrn Rudolf Hotter 0,5 Prozent des erzielten EBITDA. Die Tantiemenzahlung ist betragsmäßig nach oben im Geschäftsjahr begrenzt. Bei einer deutlichen Verschlechterung der Ergebnisse im Abrechnungszeitraum von jeweils drei Geschäftsjahren im Vergleich zu den jeweiligen Planzahlen als Referenzgröße ist der Vorstand zur ganzen oder teilweisen Rückzahlung erhaltener Tantiemenzahlungen verpflichtet (Malusregelung).
Für den Vorsitzenden des Vorstands Klaus Weinmann besteht in dessen Vorstandsvertrag eine Change-of-Control-Klausel. Diese besagt, dass der Vorstand im Falle eines Kontrollwechsels berechtigt ist, sein laufendes Vorstandsmandat innerhalb von neun Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels mit einer Frist von sechs Monaten niederzulegen und den Vertrag zu kündigen. Die Bezüge werden im Falle der Kündigung, unter Anrechnung auf eine Karenzentschädigung aus dem geänderten Wettbewerbsverbot, für die Dauer von zwei Jahren, höchstens aber für die Restlaufzeit des Mandates, von der Gesellschaft ausbezahlt. Für den Fall der Beendigung des Anstellungsvertrags durch Kündigung oder Ablauf ist in den Vorstandsverträgen die Zahlung einer Abfindung sowie eine Entschädigung aufgrund des Wettbewerbsverbots geregelt.
Die Vorstände waren im Geschäftsjahr 2012 nicht im Besitz von Aktienoptionen in Bezug auf Aktien der CANCOM. Es wurden keine Vorsorgeleistungen gewährt.
1.2. Gesamtübersicht der Vorstandsvergütung
Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt (Angaben gerundet):
Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 502 TEuro und einem Jahresbonus in Höhe von 561 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 20 TEuro, in Summe 1.083 TEuro. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von 334 TEuro, einem Jahresbonus in Höhe von 281 TEuro sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von 5 TEuro, in Summe 620 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2012 1.703 TEuro.
2. Vergütung des Aufsichtsrats
Die ordentliche Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 hat die Vergütung des Aufsichtsrats beschlossen. Diese ist in § 13 der aktuell gültigen Satzung für die CANCOM niedergelegt. Die Aufsichtsratsvergütung ist als reine Festvergütung ausgestattet. Der stellvertretende Vorsitz und der Vorsitz werden bei der Höhe der Vergütung gesondert berücksichtigt.
2.1. Komponenten der Aufsichtsratsvergütung
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält demnach eine feste jährliche Vergütung, die von der Hauptversammlung festgelegt wird und so lange gültig bleibt, bis die Hauptversammlung eine Änderung beschließt. Nach dem Beschluss der Hauptversammlung vom 21. Juni 2012 wird ein Betrag von 20.000 Euro gewährt. Der stellvertretende Vorsitzende erhält das Zweifache, der Vorsitzende das Vierfache der festen jährlichen Vergütung. Daneben wird ein Sitzungsgeld von 1.000 Euro je Aufsichtsratsmitglied gewährt. Für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beträgt das Sitzungsgeld 2.000 Euro. Besteht die Mitgliedschaft nicht ein ganzes Jahr, erhält das jeweilige Mitglied die Vergütung zeitanteilig.
Die Gesellschaft erstattet den Mitgliedern des Aufsichtsrates die mit der Wahrnehmung des Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen. Die Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet, soweit die Mitglieder des Aufsichtsrats berechtigt sind, die Umsatzsteuer der Gesellschaft gesondert in Rechnung zu stellen und dieses Recht ausüben.
2.2. Gesamtübersicht der Aufsichtsratsvergütung
Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt (Angaben gerundet):
Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt 97 TEuro. Die Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Kober beträgt 49 TEuro. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder betragen für Raymond Kober 15 TEuro, Walter Krejci 29 TEuro, Regina Weinmann 24 TEuro, Petra Neureither 24 TEuro sowie für Prof. Dr. Arun Chaudhuri 14 TEuro. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 252 TEuro.
3. Sonstiges
Die Gesellschaft hat zu Gunsten des Vorstands, des Aufsichtsrats und leitender Mitarbeiter eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen, welche die gesetzliche Haftpflicht aus der Vorstands-, Aufsichtsrats- und Leitungstätigkeit abdeckt. Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 21. Juni 2012 beschlossen, in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat einen Selbstbehalt zu vereinbaren.
Der zwischen dem CANCOM Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki und CANCOM im Jahr 2007 geschlossene Beratervertrag ist im Juni 2012 ausgelaufen. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2012 beläuft sich auf 30 TEuro.
Der mit der Auriga Corporate Finance GmbH München im Jahr 2007 geschlossene M&A Beratervertrag anlässlich der designierten Wahl des geschäftsführenden Gesellschafters der Auriga Corporate Finance GmbH Walter Krejci zum Aufsichtsratsmitglied endete ebenfalls im Juni 2012. Im Geschäftsjahr 2012 sind von der Gesellschaft keine Zahlungen auf Grundlage des Beratervertrages geleistet worden.
IV. Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Sie beinhaltet eine Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat, die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG sowie Angaben zu wesentlichen Unternehmensführungspraktiken.
München, im März 2013
Vorstand und Aufsichtsrat der CANCOM SE
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012
AKTIVA
| (in T €) | Anhang | Jahresabschluss 31.12.2012 |
Jahresabschluss 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | C.1. | 44.638 | 44.365 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 0 | 2.080 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | C.2. | 88.285 | 72.212 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | C.3. | 3.277 | 5.297 |
| Vorräte | C.4. | 8.744 | 14.992 |
| Aufträge in Bearbeitung | C.5. | 666 | 572 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | C.6. | 1.140 | 861 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 146.750 | 140.379 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagevermögen | C.7.1. | 17.552 | 12.901 |
| Immaterielle Vermögenswerte | C.7.2. | 16.889 | 15.928 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | C.7.3. | 24.336 | 23.667 |
| Finanzanlagen | 71 | 70 | |
| Ausleihungen | C.7.4. | 56 | 52 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.683 | 1.229 | |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | C.8. | 971 | 628 |
| Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag | C.8. | 158 | 8 |
| Sonstige Vermögenswerte | 182 | 29 | |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 61.898 | 54.512 | |
| Aktiva, gesamt | 208.648 | 194.891 |
PASSIVA
| (in T €) | Anhang | Jahresabschluss 31.12.2012 |
Jahresabschluss 31.12.2011 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | C.9. | 900 | 2.324 |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen kurzfristiger Anteil | C.15. | 412 | 6.824 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 76.933 | 72.906 | |
| Erhaltene Anzahlungen | 3.649 | 1.872 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | C.10. | 2.063 | 1.487 |
| Rückstellungen | C.11. | 1.726 | 1.555 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 866 | 1.042 | |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | C.12. | 3.352 | 6.008 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | C.13. | 16.746 | 13.666 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten | 0 | 2.080 | |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 106.647 | 109.764 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Darlehen | C.14. | 5.120 | 7.358 |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen | C.15. | 5.592 | 6.797 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | C.16. | 4.188 | 4.538 |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | C.17. | 2.831 | 2.653 |
| Pensionsrückstellungen | C.18. | 123 | 87 |
| Sonstige langfristige finanzielle Schulden | C.19. | 1.333 | 1.081 |
| Sonstige langfristige Schulden | C.11. | 2.040 | 1.701 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 21.227 | 24.215 | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | C.20. | 11.430 | 10.391 |
| Kapitalrücklage | C.20. | 26.086 | 15.904 |
| Bilanzgewinn (inkl.Gewinnrücklagen) | 43.087 | 34.735 | |
| Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Kursdifferenz | -10 | -291 | |
| Minderheitenanteile | C.21. | 181 | 173 |
| Eigenkapital, gesamt | 80.774 | 60.912 | |
| Passiva, gesamt | 208.648 | 194.891 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| (in T €) | Anhang | 01.01.2012 bis | 01.01.2011 bis |
|---|---|---|---|
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
| Umsatzerlöse | E.1. | 558.080 | 544.379 |
| Sonstige betriebliche Erträge | E.2. | 647 | 678 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | E.3. | 2.513 | 900 |
| Gesamtleistung | 561.240 | 545.957 | |
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -395.061 | -386.626 | |
| Rohertrag | 166.179 | 159.331 | |
| Personalaufwand | E.4. | -112.363 | -107.961 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | -7.404 | -6.552 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | E.5. | -25.753 | -26.366 |
| Betriebsergebnis | 20.659 | 18.452 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | E.6. | 359 | 302 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.131 | -2.228 | |
| Beteiligungserträge | 0 | 380 | |
| Währungsgewinne/ -verluste | -8 | -7 | |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.879 | 16.899 | |
| Ertragsteuern | E.7. | -6.612 | -4.871 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen | 12.267 | 12.028 | |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | E.8. | -683 | -338 |
| Periodenergebnis | 11.584 | 11.690 | |
| davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens | 11.469 | 11.526 | |
| davon entfallen auf Minderheiten | E.9. | 115 | 164 |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) unverwässert | 10.569.608 | 10.390.751 | |
| Durchschnittliche im Umlauf befindliche Aktien (Stück) verwässert | 10.569.608 | 10.390.751 | |
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (unverwässert) in € | 1,15 | 1,14 | |
| Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Geschäftsbereichen (verwässert) in € | 1,15 | 1,14 | |
| Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (unverwässert) in € | -0,06 | -0,03 | |
| Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (verwässert) in € | -0,06 | -0,03 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| (in T €) | 01.01.2012 bis 31.12.2012 |
01.01.2011 bis 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Periodenergebnis | 11.584 | 11.690 |
| Übriges Ergebnis | ||
| Umgliederung von Fremdwährungsverlusten in Gewinn- und Verlustrechnung | 281 | 0 |
| Unterschied aus Währungsumrechnung | -1 | -2 |
| Unterschied aus Kursdifferenz Wertpapiere | 1 | -222 |
| Ertragsteuern | 0 | 67 |
| Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | 281 | -157 |
| Gesamtergebnis der Periode | 11.865 | 11.533 |
| davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens | 11.750 | 11.369 |
| davon entfallen auf Minderheiten | 115 | 164 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG (GEMÄSS IAS 7)
| (in T €) | Anhang | 01.01.2012 bis 31.12.2012 T € |
01.01.2011 bis 31.12.2011 T € |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit | |||
| Periodengewinn vor Steuern und Minderheitenanteilen | 18.879 | 16.899 | |
| Berichtigungen | |||
| +/- Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 7.404 | 6.552 | |
| +/- Veränderungen der langfristigen Rückstellungen | -80 | 54 | |
| +/- Veränderungen der kurzfristigen Rückstellungen | 169 | 30 | |
| +/- Ergebnis aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen | 124 | -352 | |
| + Zinsaufwand | 1.772 | 1.926 | |
| +/- Veränderungen der Vorräte | 6.275 | -6.255 | |
| +/- Veränderungen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Forderungen | -16.407 | -5.201 | |
| +/- Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden | 8.367 | 15.274 | |
| +/- gezahlte und erstattete Zinsen | -224 | -254 | |
| +/- gezahlte und erstattete Ertragsteuern | -10.064 | -1.461 | |
| +/- zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 0 | -110 | |
| +/- Ein-/Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche | -101 | -366 | |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 16.114 | 26.736 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | |||
| +/- Erwerb von Tochterunternehmen und von Eigenkapitalinstrumenten anderer Unternehmen | -646 | -3.604 | |
| +/- Beim Kauf von Anteilen erworbene Zahlungsmittel | 532 | 0 | |
| - Zahlungen für Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
-12.514 | -9.407 | |
| + Erlöse aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und Finanzanlagen | 47 | 4.452 | |
| - Beim Verkauf von Anteilen hingegebene Zahlungsmittel |
-403 | -643 | |
| + erhaltene Zinsen | 359 | 302 | |
| +/- Ein-/Auszahlungen aufgegebene Geschäftsbereiche | 2.000 | 1.000 | |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -10.625 | -7.900 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |||
| +/- Erlöse aus der Ausgabe von gezeichnetem Kapital | 11.430 | 0 | |
| +/- Kapitalerhöhungskosten | -209 | 0 | |
| - Rückzahlung von langfristigen Finanzschulden (einschl. kurzfristig gewordene Anteile) |
-11.826 | -2.659 | |
| +/- Veränderung kurzfristiger Finanzschulden | 46 | 0 | |
| - gezahlte Zinsen |
-1.434 | -1.592 | |
| - gezahlte Dividenden |
-3.258 | -1.634 | |
| +/- Ein-/Auszahlungen aus Finanzierungs-Leasingverträgen | -77 | 71 | |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -5.328 | -5.814 | |
| Nettozunahme/abnahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittelaquivalente | 161 | 13.022 | |
| +/- Wechselkursbedingte Wertänderungen | 2 | -19 | |
| +/- Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 44.475 | 31.472 | |
| Finanzmittelbestand am Ende der Periode | F | 44.638 | 44.475 |
| Zusammensetzung: | |||
| Liquide Mittel | 44.638 | 44.365 | |
| Liquide Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | F | 0 | 110 |
| 44.638 | 44.475 |
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
| Aktien | gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklagen | Gewinnrücklagen | Rücklage Währungsumrechnung | Rücklage Kursdifferenz Wertpapiere | Neubewertungsrücklage | Bilanzgewinn | Summe Eigenkapitalgeber Mutterunternehmen | Minderheitenanteile | Eigenkapital gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31. Dezember 2010 | TStück 10.391 |
T€ 10.391 |
T€ 15.904 |
T€ 10.623 |
T€ -289 |
T€ 155 |
T€ -153 |
T€ 14.298 |
T€ 50.929 |
T€ 84 |
T€ 51.013 |
| Veränderung der Rücklagen: Umbuchung Bilanzgewinn/ Gewinnrücklage |
6.465 | -6.465 | 0 | 0 | |||||||
| Ausschüttung im Geschäftsjahr | -1.559 | -1.559 | -75 | -1.634 | |||||||
| Gesamtergebnis der Periode | -2 | -155 | 11.526 | 11.369 | 164 | 11.533 | |||||
| 31. Dezember 2011 | 10.391 | 10.391 | 15.904 | 17.088 | -291 | 0 | -153 | 17.800 | 60.739 | 173 | 60.912 |
| Kapitalerhöhung * | 1.039 | 1.039 | 10.391 | 11.430 | 11.430 | ||||||
| Veränderung der Rücklagen: Kosten der Kapitalerhöhung |
-209 | -209 | -209 | ||||||||
| Umbuchung Bilanzgewinn/ Gewinnrücklage |
8.118 | -8.118 | 0 | 0 | |||||||
| Ausschüttung im Geschäftsjahr | -3.117 | -3.117 | -141 | -3.258 | |||||||
| Gesamtergebnis der Periode | 280 | 1 | 11.469 | 11.750 | 115 | 11.865 | |||||
| Änderung des Konsolidierungskreises |
0 | 0 | 34 | 34 | |||||||
| 31. Dezember 2012 | 11.430 | 11.430 | 26.086 | 25.206 | -11 | 1 | -153 | 18.034 | 80.593 | 181 | 80.774 |
* Ausgabebetrag pro Aktie € 11
Segmentinformationen – IFRS
| Segmentinformationen | e-commerce 1 | IT Solutions 1 | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
| Umsatzerlöse | ||||
| - Umsatzerlöse von externen Kunden | 158.627 | 188.392 | 399.453 | 355.987 |
| - Umsätze zwischen den Segmenten | 7.021 | 3.327 | 71.011 | 63.034 |
| - Gesamte Erträge | 165.648 | 191.719 | 470.464 | 419.021 |
| - Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -137.908 | -160.461 | -312.856 | -273.970 |
| - Personalaufwand | -16.081 | -16.230 | -91.877 | -87.500 |
| - Übrige Erträge und Aufwendungen | -2.666 | -3.761 | -40.242 | -38.061 |
| EBITDA | 8.993 | 11.267 | 25.489 | 19.490 |
| - planmäßige Abschreibungen und Amortisationen | -959 | -1.279 | -6.262 | -5.099 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 8.034 | 9.988 | 19.227 | 14.391 |
| - Zinserträge | 219 | 186 | 30 | 73 |
| - Zinsaufwendungen | -552 | -636 | -750 | -636 |
| - Beteiligungserträge | ||||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.701 | 9.538 | 18.507 | 13.828 |
| - Währungsdifferenzen | ||||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 7.701 | 9.538 | 18.507 | 13.828 |
| - Ertragsteuern | ||||
| - aufgegebene Geschäftsbereiche | -683 | -1.335 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis | ||||
| davon entfallen auf Gesellschafter des Mutterunternehmens | ||||
| davon entfallen auf Minderheiten | ||||
| Andere Informationen | ||||
| - Vermögenswerte 2 | 76.901 | 118.612 | 120.136 | 55.218 |
| - Investitionen 2 | 3.989 | 3.122 | 9.689 | 6.153 |
1) Im Vergleich zum Vorjahr wurden Teile des Segments e-commerce in das Segment IT Solutions umgegliedert.
2) Vermögenswerte und Investionen inclusive Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung
3) Steueransprüche
- Investitionen 2 3.989 3.122 9.689 6.153 13.678 9.275 249 1.265 13.927 10.540
| IT Solutions 1 | Summe Geschäftssegmente | sonstige Gesellschaften | Überleitungsrechnung | konsolidiert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
| 558.080 | 544.379 | 0 | 0 | |||||
| 78.032 | 66.361 | 0 | 0 | -78.032 | -66.361 | |||
| 636.112 | 610.740 | 0 | 0 | -78.032 | -66.361 | 558.080 | 544.379 | |
| -450.764 | -434.431 | 0 | 0 | 55.703 | 47.805 | -395.061 | -386.626 | |
| -87.500 -38.061 |
-107.958 | -103.730 | -4.405 | -4.231 | 0 | 0 | -112.363 | -107.961 |
| -42.908 | -41.822 | -2.014 | -1.522 | 22.329 | 18.556 | -22.593 | -24.788 | |
| 34.482 | 30.757 | -6.419 | -5.753 | 0 | 0 | 28.063 | 25.004 | |
| -7.221 | -6.378 | -183 | -174 | 0 | 0 | -7.404 | -6.552 | |
| 14.391 | 27.261 | 24.379 | -6.602 | -5.927 | 0 | 0 | 20.659 | 18.452 |
| 249 | 259 | 683 | 631 | -573 | -588 | 359 | 302 | |
| -1.302 | -1.272 | -1.402 | -1.544 | 573 | 588 | -2.131 | -2.228 | |
| 0 | 380 | 0 | 380 | |||||
| 26.208 | 23.366 | -7.321 | -6.840 | 0 | 380 | 18.887 | 16.906 | |
| -8 | -7 | -8 | -7 | |||||
| 26.208 | 23.366 | -7.321 | -6.840 | -8 | 373 | 18.879 | 16.899 | |
| -683 | -1.335 | 0 | 997 | -6.612 0 |
-4.871 0 |
-6.612 -683 |
-4.871 -338 |
|
| 11.584 | 11.690 | |||||||
| 11.469 | 11.526 | |||||||
| 115 | 164 | |||||||
| Überleitung 3 |
Entwicklung des Anlagevermögens
| Stand 01.01.2012 T€ |
Zug.a.Erstkons. 2012 T€ |
Zugänge 2012 T€ |
Abgänge 2012 T€ |
Umbuchungen 2012 T€ |
Stand 31.12.2012 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagevermögen | 22.233 | 105 | 8.819 | 1.049 | -5 | 30.103 |
| Immaterielle Vermögenswerte: | ||||||
| Software und Sonstige | 7.644 | 108 | 3.695 | 62 | 0 | 11.385 |
| Kundenstämme | 13.570 | 526 | 0 | 1.420 | 0 | 12.676 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 42.952 | 669 | 0 | 0 | 0 | 43.621 |
| Finanzanlagen | 80 | 0 | 1 | 0 | 0 | 81 |
| Ausleihungen | 52 | 0 | 4 | 0 | 0 | 56 |
| Summe | 86.531 | 1.408 | 12.519 | 2.531 | -5 | 97.922 |
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
Geschäftsjahr 2011
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
| Stand 01.01.2011 T€ |
Zug.a.Erstkons. 2011 T€ |
Zugänge 2011 T€ |
Abgänge 2011 T€ |
Umbuchungen 2011 T€ |
Stand 31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagevermögen | 18.471 | 0 | 6.672 | 2.415 | -495 | 22.233 |
| Immaterielle Vermögenswerte: | ||||||
| Software und Sonstige | 5.631 | 0 | 2.801 | 788 | 0 | 7.644 |
| Kundenstämme | 16.978 | 0 | 0 | 3.408 | 0 | 13.570 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 42.967 | 0 | 0 | 15 | 0 | 42.952 |
| Finanzanlagen | 3.221 | 0 | 1.058 | 4.199 | 0 | 80 |
| Ausleihungen | 43 | 0 | 9 | 0 | 0 | 52 |
| Summe | 87.311 | 0 | 10.540 | 10.825 | -495 | 86.531 |
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
| Zug.a.Erstkons. 2012 |
Stand 01.01.2012 |
|---|---|
| T€ | T€ |
| 58 | 9.332 |
| 4 | 2.306 |
| 0 | 2.980 |
| 0 | 19.285 |
| 0 | 10 |
| 0 | 0 |
| 62 | 33.913 |
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
| Stand 01.01.2011 |
Zug.a.Erstkons. 2011 |
Zugänge 2011 |
Umbuchungen 2011 |
Abgänge 2011 |
Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| 8.794 | 0 | 3.093 | -337 | 2.218 | 9.332 | 12.901 | 9.677 |
| 1.814 | 0 | 1.136 | 0 | 644 | 2.306 | 5.338 | 3.817 |
| 1.935 | 0 | 2.582 | 0 | 1.537 | 2.980 | 10.590 | 15.043 |
| 19.285 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19.285 | 23.667 | 23.682 |
| 10 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10 | 70 | 3.211 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 52 | 43 |
| 31.838 | 0 | 6.811 | -337 | 4.399 | 33.913 | 52.618 | 55.473 |
Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2012
A. Grundlagen des Konzernabschlusses
1. Allgemeine Angaben
Der Konzernabschluss der CANCOM SE (vormals CANCOM AG) und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden: "CANCOM Konzern", "CANCOM Gruppe" oder "Konzern") wurde im Geschäftsjahr 2012 nach den International Financial Reporting Standards bzw. den International Accounting Standards (IFRS/ IAS) aufgestellt.
Die Hauptversammlung hat am 18.12.2012 die formwechselnde Umwandlung der CANCOM AG in CANCOM SE beschlossen. Die Umwandlung wurde am 28.02.2013 in das Handelsregister eingetragen.
Gegenstand der CANCOM SE und ihrer einbezogenen Tochtergesellschaften ist die Konzeption von IT-Architekturen, Systemintegration und das Angebot von Managed Services. Als Komplettlösungsanbieter steht neben dem Vertrieb von Hard- und Software namhafter Hersteller vor allem die Erbringung von IT-Dienstleistungen im Mittelpunkt der Geschäftstätigkeit. Zum IT-Dienstleistungsangebot zählen u. a. das Design von IT-Architekturen und IT-Landschaften, die Konzeption und Integration von IT-Systemen sowie der Betrieb der Systeme.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (T€) angegeben. Rundungen können in Einzelfällen dazu führen, dass sich Werte in diesem Bericht nicht exakt zur angegebenen Summe aufaddieren und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben.
Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012. Adresse des eingetragenen Sitzes ist: Erika-Mann-Straße 69, 80636 München, Deutschland.
Die Aktien werden im Geregelten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse unter ISIN-Code DE0005419105 gehandelt und sind zum Prime Standard zugelassen.
2. Rechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)
Alle für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwendenden IFRS und IAS sowie Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) werden uneingeschränkt berücksichtigt. Die weiterhin gültigen Vorschriften gem. § 315a Abs. 1 HGB wurden ebenfalls beachtet.
Die Konzern Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. In der Bilanz wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind oder veräußert werden sollen. Entsprechend werden die Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen verbleiben.
Neue Rechnungslegungsvorschriften
Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben die nachfolgend aufgeführten Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind. Eine vorzeitige Anwendung dieser Neuregelungen ist nicht erfolgt. Die Gesellschaft prüft aktuell die Auswirkungen dieser Änderungen auf den Konzernabschluss.
IFRIC Interpretationen
Das IFRIC hat die folgenden Interpretationen herausgegeben, die Sachverhalte definieren, die die Gesellschaft zum derzeitigen Zeitpunkt nicht betreffen.
IFRIC 20 – "Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine". Die Interpretation ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
IFRS und IAS Standards
Im November 2009 / Oktober 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen des IFRS 9 "Finanzinstrumente" (Klassifizierung und Bewertung sowie Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten und Ausbuchungen), die für Geschäftsjahre nach dem 01. Januar 2015 anzuwenden sind.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 10 "Konzernabschlüsse". Der Standard ersetzt die Regelungen zu konsolidierten Abschlüssen in IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung - Zweckgesellschaften". Er ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen". Der Standard ersetzt IAS 31 " Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nichtmonetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Er ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 12 "Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen". Der Standard ersetzt Angabevorschriften aus IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse", IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen". Er ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 27 "Separate Abschlüsse", die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 "Konzernabschlüsse" enthalten. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures". Diese Fassung ersetzt die Vorgängerversion IAS 28 (2008). Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2011 veröffentlichte das IASB IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" in Bezug auf die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Juli 2012 anzuwenden.
Im Juni 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" als Ergebnisse der Projekte zu Leistungen an Arbeitnehmer und Abfindungsleistungen. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente" zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 7 "Finanzinstrumente" zur Forderung von Angaben zur erstmaligen Anwendung von IFRS 9. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2015 anzuwenden.
Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IAS 32 "Finanzinstrumente" zur Verbesserung der Angaben zur Aufrechnung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. Der Standard ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden.
Im März 2012 veröffentlichte das IASB eine Änderung zu IFRS 1 " Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards" in Bezug auf Darlehen der öffentlichen Hand zu einem nicht dem Marktniveau entsprechenden Zinssatz. Die Änderung ist für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
Im Mai 2012 hat das IASB Änderungen verschiedener IFRS Standards infolge der jährlichen Verbesserungen Zyklus 2009-2011 veröffentlicht. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Im Juni 2012 veröffentlichte das IASB verschiedene Änderungen zur Klarstellung der Übergangsleitlinien in IFRS10. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden.
IFRS 10: Konzernabschlüsse. IFRS 11: Gemeinsame Vereinbarungen.
IFRS 12: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen.
Im Oktober 2012 veröffentlichte das IASB verschiedene Änderungen in Bezug auf Konsolidierung - Investmentgesellschaften. Die Änderungen sind für Geschäftsjahre ab dem 1. Januar 2014 anzuwenden.
IFRS 10: Konzernabschlüsse
IFRS 12: Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen IAS 27: Separate Abschlüsse (geändert 2011).
3. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden neben der CANCOM SE alle Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die CANCOM SE direkt oder indirekt mit Mehrheit beteiligt ist bzw. die Mehrheit der Stimmrechte besitzt. Diese Tochterunternehmen wurden vollkonsolidiert.
Mit Kaufvertrag vom 16. März 2012 hat die CANCOM SE ihren Geschäftsanteil an der CANCOM Ltd. verkauft. Der Übertragungsstichtag war der 16. März 2012.
Der Kaufpreis beträgt GBP 1.
Die Auswirkungen des Wegfalls der CANCOM Ltd. auf den Konsolidierungskreis stellen sich wie folgt dar:
| (in T €) | Bilanz per 16.03.2012 |
|---|---|
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | -2.189 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | -2.189 |
| Vermögenswerte gesamt | -2.189 |
| Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten |
-1.602 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | -1.602 |
| Schulden gesamt | -1.602 |
| Verkauftes Nettovermögen | -587 |
Mit Geschäftsanteilskauf- und –abtretungsvertrag vom 22. Mai 2012 hat die CANCOM SE 49 % der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von T€ 13 an der Glanzkinder GmbH (vormals Glanzkinder Verwaltungs GmbH) erworben. Zusätzlich erwarb die CANCOM SE eine jederzeit ausübbare Kaufoption auf weitere 2 % der Geschäftsanteile.
Der Kaufpreis beträgt T€ 319 und setzt sich aus einem fixen Kaufpreis in Höhe von T€ 288 und einem variablen Kaufpreis in Höhe von voraussichtlich T€ 31 zusammen. Der variable Kaufpreis entspricht dem Zeitwert einer vertraglich vereinbarten disquotalen Ausschüttung zukünftiger Gewinne an den Verkäufer. Erwerbsnebenkosten sind in Höhe von T€ 10 angefallen und unter der GuV Position sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.
Die Kontrollmöglichkeit ergibt sich aus den erworbenen Anteilen und den weiteren 2 % potentiellen Stimmrechten. Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 01. Juli 2012.
Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung und der Vertrieb von Software, insbesondere für mobile Endgeräte (so genannte Apps) in den Bereichen Prozessoptimierung, B2B und B2C.
Veränderung des Konsolidierungskreises in 2012:
| Name und Sitz der | Zeitpunkt der | Kapitalanteil | Stimmrechts |
|---|---|---|---|
| Gesellschaft | Erstkonsolidierung | % | anteil % |
| Glanzkinder GmbH, Köln |
01.07.2012 | 49 | 49 |
Zeitwerte T€ Buchwerte T€ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 118 118 Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögensgegenstände 51 51 Kurzfristige Vermögenswerte 169 169 Sachanlagevermögen 24 24 Immaterielle Vermögenswerte 98 8 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 1 1 Latente Steuern aus steuerlichem Verlustvortrag 7 7 Langfristige Vermögenswerte 130 40
Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.07.2012 der Glanzkinder GmbH wie folgt dar:
| Langfristige Vermögenswerte | 130 | 40 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte gesamt | 299 | 209 |
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen | 28 | 28 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 23 | 23 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden | 7 | 7 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 32 | 32 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 112 | 112 |
| Kurzfristige Schulden | 202 | 202 |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | 29 | 0 |
| Langfristige Schulden | 29 | 0 |
| Schulden gesamt | 231 | 202 |
Erworbene Nettovermögenswerte 68 7
Aus dem Unternehmenserwerb resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 286. Die Hauptgründe, die zum Erwerb selbst sowie zum Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts führen, werden damit begründet, dass die Glanzkinder GmbH im Bereich App-Programmierung zu den in Deutschland marktführenden Unternehmen gehört, welches die Produktpalette der CANCOM Gruppe erweitert.
Die nicht beherrschenden Anteile an der Glanzkinder GmbH wurden mit dem anteiligen Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden in Höhe von T€ 35 angesetzt.
Der im Konzernumsatz enthaltene Umsatz der Glanzkinder GmbH seit dem Erwerbszeitpunkt beträgt T€ 649, der im Konzernergebnis enthaltene Gewinn beträgt T€ 58.
Mit Geschäftsanteilskauf- und -abtretungsvertrag vom 18. September 2012 hat die CANCOM SE (vormals CANCOM AG) 100 % der Geschäftsanteile im Nominalbetrag von T€ 26 an der Unicorner GmbH Softwarevertrieb (seit 18.09.2012 firmierend unter CANCOM Unicorner GmbH) erworben.
Der Kaufpreis in Höhe von T€ 1.005 setzt sich aus einem festen Kaufpreisbestandteil in Höhe von T€ 100, einem variablen Kaufpreisbestandteil in Höhe der Summe des Eigenkapitals der Gesellschaft zum 30.09.2012 (T€ 257) und einem weiteren variablen Kaufpreisbestandteil ("earn out") in Höhe von T€ 648 zusammen. Der zweite variable Kaufpreisbestandteil entspricht dem Zeitwert von 3 Zahlungen in Höhe von maximal T€ 233 per anno, die abhängig vom Jahresüberschuss der Zeitabschnitte 10/2012 bis 09/2013, 10/2013 bis 09/2014 und 10/2014 bis 09/2015 gezahlt werden müssen. Erwerbsnebenkosten sind in Höhe von T€ 12 angefallen und unter der GuV Position sonstige betriebliche Aufwendungen ausgewiesen.
Erstkonsolidierungszeitpunkt war der 01. Oktober 2012.
Gegenstand des Unternehmens ist die Planung, Projektierung, Vertrieb, Montage, Customizing, Installation, Inbetriebnahme, Instandsetzung und Instandhaltung von Hard- und Software-Produkten sowie Systemen und Netzwerken einschließlich Ersatzteilen, Peripheriesystemen und Zubehör auf den Gebieten der Informationstechnologie, der Telekommunikation und verwandter Technologien.
Veränderung des Konsolidierungskreises in 2012:
| Name und Sitz der Gesellschaft |
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung |
Kapital anteil % |
Stimmrechts anteil % |
|---|---|---|---|
| CANCOM | 01.10.2012 | 100 | 100 |
| Unicorner GmbH, | |||
| Jettingen-Scheppach |
Die Auswirkungen der Veränderung des Konsolidierungskreises auf den Konzernabschluss stellen sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt 01.10.2012 der CANCOM Unicorner GmbH wie folgt dar:
| Zeitwerte T€ |
Buchwerte T€ |
|
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 532 | 532 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 226 | 226 |
| Vorräte | 27 | 27 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 11 | 11 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 796 | 796 |
| Sachanlagevermögen | 23 | 23 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 532 | 6 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 11 | 11 |
| Langfristige Vermögenswerte | 566 | 40 |
| Vermögenswerte gesamt | 1.362 | 836 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 431 | 431 |
| Rückstellungen | 2 | 2 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 58 | 58 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 88 | 88 |
| Kurzfristige Schulden | 579 | 579 |
| Latente Steuern aus temporären Differenzen | 161 | 0 |
| Langfristige Schulden | 161 | 0 |
| Schulden gesamt | 740 | 579 |
| Erworbene Nettovermögenswerte | 622 | 257 |
Aus dem Unternehmenserwerb resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T€ 383. Die Hauptgründe, die zum Erwerb selbst sowie zum Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes führen, bestehen in besonderen Kompetenzen der CANCOM Unicorner GmbH sowie Synergien und Potenzialen im wechselseitigen Kundenzugang.
Der im Konzernumsatz enthaltene Umsatz der CANCOM Unicorner GmbH seit dem Erwerbszeitpunkt beträgt T€ 617, der im Konzernergebnis enthaltene Gewinn beträgt T€ 71.
Unter der Annahme, dass der Erwerbszeitpunkt für alle Unternehmenszusammenschlüsse der 01.01.2012 wäre, würden im zusammengeschlossenen Unternehmen die Umsätze T€ 561.810 und der Jahresüberschuss T€ 11.709 betragen.
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 der CANCOM SE sind die in der gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes unter G.13. aufgeführten in- und ausländischen Tochterunternehmen nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen.
4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet, sofern nichts anderes angegeben ist.
Standards, deren Anwendungszeitpunkt erst nach dem Bilanzstichtag liegen, wurden nicht vorzeitig angewendet. Es ergaben sich somit keine Auswirkungen aus der vorzeitigen Anwendung von Standards auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Gesellschaften sind auf den Bilanzstichtag der CANCOM SE aufgestellt worden.
Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss basiert auf den Einzelabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der CANCOM SE.
Gemäß IFRS 3.79 ist die Abschreibung zuvor angesetzter Geschäfts- oder Firmenwerte eingestellt worden. Der Buchwert der damit verbundenen kumulierten Abschreibungen ist mit einer entsprechenden Minderung des Geschäfts- oder Firmenwerts aufgerechnet worden. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird gemäß IAS 36 jährlich auf Wertminderungen überprüft.
Die Einbeziehung der Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss erfolgt nach der Erwerbsmethode. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögens wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. In Übereinstimmung mit den Standards IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" und IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" ist der Geschäfts- oder Firmenwert nicht planmäßig abzuschreiben, sondern stattdessen mindestens einmal jährlich auf eine außerordentliche Wertminderung zu überprüfen (Impairment Test). Für den Geschäfts- oder Firmenwert ist die auf Marktwerten basierte Überprüfung auf der Ebene von Geschäftsbereichen (zahlungsmittelgenerierende Einheiten) durchzuführen. Dabei ist ein Geschäftsbereich im Sinne dieser Vorschrift ein operatives Segment oder eine Ebene darunter.
Konzerninterne Gewinne, Verluste, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den Konzerngesellschaften bestehenden Forderungen und Schulden werden eliminiert. Anteile anderer Gesellschafter werden in einem separaten Ausgleichsposten innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.
Schätzungen und Annahmen
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden nachfolgend erläutert:
- Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt ebenso für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten sowie von finanziellen Vermögenswerten.
- Es werden Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen gebildet, um geschätzten Verlusten aus der Zahlungsunfähigkeit oder -unwilligkeit von Kunden Rechnung zu tragen.
- Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der Erzielung entsprechend steuerpflichtiger Einkommen, eine wesentliche Rolle.
- Bei der Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen für Pensionen stellen die Abzinsungsfaktoren, erwartete Gehaltsund Rententrends, die Fluktuation sowie Sterbewahrscheinlichkeiten die wesentlichen Schätzgrößen dar.
Bei diesen Bewertungsunsicherheiten werden die bestmöglichen Erkenntnisse bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten belegten Buchwerte sind aus der Bilanz bzw. den zugehörigen Erläuterungen im Anhang zu entnehmen.
Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2012 zu erwarten.
Grundlagen der Währungsumrechnung
In den Einzelabschlüssen der Gesellschaften werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung bewertet. Kursgewinne und -verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung. Im CANCOM-Konzern sind sämtliche ausländische Tochtergesellschaften wirtschaftlich selbständig, so dass die jeweilige Landeswährung der Tochterunternehmung die funktionale Währung ist. Entsprechend werden die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital mit dem Stichtagskurs, Erträge und Aufwendungen werden mit dem unterjährigen Durchschnittskurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen zu den Stichtagskursen des Vorjahres sowie zwischen dem Jahresergebnis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und im sonstigen Ergebnis gesondert ausgewiesen.
| 2012 | 2011 | 2010 | |
|---|---|---|---|
| 1 € = 1,207 SFR | 1 € = 1,216 SFR | 1 € = 1,252 SFR | |
| 1 € = 1,205 SFR | 1 € = 1,233 SFR | 1 € = 1,380 SFR | |
| 1 € = 0,831 GBP | * 1 € = 0,837 GBP | 1 € = 0,862 GBP | |
| 1 € = 0,835 GBP | 1 € = 0,868 GBP | 1 € = 0,858 GBP | |
*Zeitpunkt Entkonsolidierung 16.03.2012
Der Betrag der Umrechnungsdifferenzen, die im Ergebnis erfasst sind, beträgt T€ 8 an Aufwendungen. Der Betrag an Umrechnungsdifferenzen, die als separater Posten im Geschäftsjahr in das Eigenkapital eingestellt wurden, beträgt T€ -1 (Vj. T€ -2). Währungsverluste in Höhe von T€ 281 wurden in der Berichtsperiode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Zum 31.12.2012 beträgt die Rücklage für Währungsumrechnung T€ -11 (Vj. T€ -291).
Realisierung von Erträgen/Umsatzrealisation
Umsätze für Hard- und Softwareverkäufe werden mit dem Eigentums- und Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, wenn das Entgelt vertraglich fixiert oder bestimmbar und die Erfüllung der damit verbundenen Forderungen wahrscheinlich ist. Umsätze im Bereich Professional Service werden erst nach Abnahme durch den Kunden bzw. nach erfolgter Installation, falls diese eine wesentliche Voraussetzung für die Inbetriebnahme des Produktes ist, realisiert. Die Umsatzerlöse sind abzüglich Skonti, Preisnachlässe, Kundenboni und Rabatte ausgewiesen.
In Bearbeitung befindliche Dienstleistungsaufträge werden gemäß IAS 18 bzw. IAS 11 nach der "percentage-of-completion-methode" bewertet. Der Leistungsfortschritt ermittelt sich aus dem Verhältnis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Auftragskosten zu den geschätzten gesamten Auftragskosten, es sei denn, dies würde zu einer Verzerrung in der Darstellung des Leistungsfortschritts führen. Kann das Ergebnis eines Dienstleistungsauftrags verlässlich geschätzt werden, so werden die Erlöse und Kosten entsprechend diesem Fertigstellungsgrades am Bilanzstichtag erfasst. Sofern das Ergebnis eines Auftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden die Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich erstattungsfähig sind. Hinsichtlich der Höhe der nach POC ermittelten Umsätze verweisen wir auf die Ausführungen unter E.1.
Leasingzahlungen innerhalb eines Operate-Leasing-Verhältnisses werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht dem zeitlichen Verlauf des Nutzens für die Gesellschaft. Operate-Leasing liegt vor, wenn durch den Leasingvertrag nicht alle wesentlichen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Gesellschaft überprüft regelmäßig alle Leasingverträge, ob Operate- oder Finance-Leasing vorliegt.
Ist die Gesellschaft Leasingnehmer im Rahmen eines Finance-Lease-Verhältnisses, so werden die Leasingverhältnisse zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe in der Bilanz angesetzt, und zwar in Höhe des zu Beginn des Leasingverhältnisses beizulegenden Zeitwertes des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist.
Ist die Gesellschaft Leasinggeber im Rahmen eines Finance Lease Verhältnisses, so werden die Vermögenswerte des Leasingverhältnisses in der Bilanz angesetzt und als Forderung dargestellt, und zwar in Höhe des Nettoinvestitionswertes aus dem Leasingverhältnis.
Der für die Immobilie in Jettingen-Scheppach abgeschlossene Mietvertrag stellt eine wesentliche Leasingvereinbarung dar. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2021 und enthält weder eine Kaufnoch eine Verlängerungsoption. Eine ebenso wesentliche Leasingvereinbarung ist der Mietvertrag in München, Erika-Mann-Str. 69. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis 2022 und keine Kauf-, jedoch eine Verlängerungsoption.
Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasinggeber beträgt T€ 2.822, abzüglich des in Summe noch nicht realisierte Zinsertrages in Höhe von T€ 218 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 2.604.
Die Summe der Mindestleasingzahlungen in Finance Lease Verhältnissen als Leasingnehmer beträgt T€ 537, abzüglich des in Summe noch nicht realisierte Zinsertrages in Höhe von T€ 47 ergibt sich eine Summe der Barwerte in Höhe von T€ 490.
Bezüglich der vorgenannten Leasingvereinbarungen bestehen in der Regel keine Verlängerungs- und Kaufoptionen. Abgesehen von einem Sale-and-Lease-Back Verhältnis des Firmengebäudes in Jettingen-Scheppach und dem Mietvertrag München, Erika-Mann-Str. 69, bei denen Mietzahlungen über den amtlich festgestellten allgemeinen Verbraucherpreisindex indexiert sind, bestehen keine Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen dieses Mietverhältnisses fallen Nebenkosten an, in den Leasingvereinbarungen bestehen überdies keine weiteren auferlegten Beschränkungen, die Dividenden, zusätzliche Schulden und weitere Leasingverhältnisse betreffen würden.
Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der ausstehenden Darlehenssumme und des anzuwendenden Zinssatzes abgegrenzt. Der anzuwendende Zinssatz ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs des Gesellschafters auf Zahlung erfasst.
| Leasingverhältnisse als Leasinggeber |
Mindest leasing zahlungen < 1 Jahr |
Barwert Mindest leasing zahlungen < 1 Jahr |
Mindest leasing zahlungen > 1 < 5 Jahre |
Barwert Mindest leasing zahlungen > 1 < 5 Jahre |
Mindest leasing zahlungen > 5 Jahre |
Barwert Mindest leasing zahlungen > 5 Jahre |
noch nicht realisierter Finanzer trag |
Summe Mindest leasing zahlungen |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | ||
| Operate Lease | 28 | 0 | 24 | 0 | 0 | 0 | 2 | 52 | |
| Finance Lease | 1.008 | 910 | 1.813 | 1.694 | 0 | 0 | 218 | 2.822 | |
| Leasingverhältnisse als Leasingnehmer |
Netto buch wert zum 31.12.2012 |
Mindest leasing zahlungen |
Barwert Mindest leasing zahlungen |
Mindest leasing zahlungen |
Barwert Mindest leasing zahlungen |
Mindest leasing zahlungen |
Barwert Mindest leasing zahlungen |
Summe Untermiet verhält nisse |
Verbuchter Leasings zahlungs aufwand in 2012* |
| < 1 Jahr | < 1 Jahr | > 1 < 5 Jahre | > 1 < 5 Jahre | > 5 Jahre | > 5 Jahre | ||||
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Operate Lease | 0 | 5.502 | 0 | 14.164 | 0 | 10.352 | 0 | 0 | 6.206 |
| Finance Lease | 490 | 134 | 114 | 402 | 376 | 0 | 0 | 537 | 0 |
*ausschließlich Mindestleasingzahlungen
Ergebnis je Aktie
Kurzfristige Vermögenswerte
Das Ergebnis je Aktie wird gemäß IAS 33 "Earnings per Share" ermittelt. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie (Basic Earnings per Share) berechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses abzgl. Minderheitenanteile durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Geschäftsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien. Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie ist unter der Gewinnund Verlustrechnung ersichtlich.
Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungsbzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert gemäß IAS 2.9 angesetzt. Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen Materialeinzelkosten und, falls zutreffend, Fertigungseinzelkosten sowie diejenigen Gemeinkosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden
nach der Methode des gewichteten Durchschnitts sowie unter Einzelbewertung bei Berücksichtigung des Niederstwertprinzips berechnet. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis abzüglich aller geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung sowie der Kosten für Marketing, Verkauf und Vertrieb dar. Posten mit verminderter Marktgängigkeit werden mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert bewertet.
Sofern notwendig, werden Abwertungen für Überreichweiten, Überalterung sowie für verminderte Gängigkeit vorgenommen.
Sofern vorhanden werden auf die Herstellung entfallende Fremdkapitalkosten aktiviert.
Die Aufträge in Bearbeitungen sind unter Anwendung der "percentage-of-completion-method" je nach Abarbeitungsstand im Verhältnis der erbrachten Aufwendungen zu den geschätzten Aufwendungen mit den vereinbarten Auftragserlösen gemäß IAS 18/IAS 11 bewertet.
Forderungen werden mit dem Nettoverkaufserlös unter Berücksichtigung einer Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen ausgewiesen. Soweit bei langfristigen Forderungen der vereinbarte Zinssatz unter dem Marktwert liegt, wird der Nominalbetrag der Forderung diskontiert. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt keine Diskontierung. Ist die Einbringbarkeit der Forderungen unwahrscheinlich, erfolgt eine Wertberichtigung.
Sonstige Vermögenswerte werden mit dem Nominalwert ausgewiesen, ggf. abzüglich Einzelwertberichtigung.
Die liquiden Mittel beinhalten Bankguthaben, Kassenbestände und innerhalb eines Zeitraums von maximal 3 Monaten liquidierbare Geldanlagen, die keinen wesentlichen Wertschwankungen unterliegen.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden zur periodengerechten Abgrenzung von Aufwendungen gebildet und zum Nominalwert bewertet.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu ihren um Abschreibungen verminderten historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß IAS 16 bewertet. Die Abschreibung erfolgt planmäßig nach der linearen Methode über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Im Einzelnen liegen den Wertansätzen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-13 Jahre.
Die Anschaffungs-/Herstellungskosten beinhalten die direkt dem Erwerb zurechenbaren Aufwendungen. Nachträgliche Anschaffungs-/Herstellungskosten werden nur dann als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten des Vermögenswertes oder – sofern einschlägig – als separater Vermögenswert erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird, und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig ermittelt werden können. Alle anderen Reparaturen und Wartungen werden in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem sie angefallen sind. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bei dem die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten den Betrag von € 150 nicht übersteigen werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.
Eine Abschreibung wegen Wertminderung wird vorgenommen, wenn infolge veränderter Umstände eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung vorliegt. An jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Liegen solche Anhaltspunkte vor, nimmt die Gesellschaft eine Schätzung des erzielbaren Betrags des jeweiligen Vermögenswerts vor. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus dem Nutzungswert des Vermögenswertes und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Zur Ermittlung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows unter Zugrundelegung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuellen Markterwartungen hinsichtlich des Zinseffektes und der spezifischen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst. Für den Fall, dass der beizulegende Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann, entspricht der Nutzungswert des Vermögenswertes dem erzielbaren Betrag. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag, wird der Vermögenswert als wertgemindert betrachtet und auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Die Wertminderungsaufwendungen werden ggf. in einer separaten Aufwandsposition erfasst.
Die Notwendigkeit der teilweisen oder vollständigen Wertaufholung wird überprüft, sobald Hinweise vorliegen, dass die Gründe für die in vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommenen Abschreibungen wegen Wertminderung nicht mehr bestehen. Ein zuvor erfasster Wertminderungsaufwand ist dann aufzuheben, wenn sich seit der Erfassung des letzten Wertminderungsaufwands eine Änderung in den Schätzungen ergeben hat, die bei der Bestimmung des erzielbaren Betrags herangezogen wurden. Wenn dies der Fall ist, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu erhöhen. Dieser erhöhte Buchwert darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich nach Berücksichtigung der Abschreibungen ergeben würde, wenn in den früheren Jahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine solche Wertaufholung wird sofort im Ergebnis des Geschäftsjahres erfasst. Nachdem eine Wertaufholung vorgenommen wurde, erfolgt eine Anpassung des Abschreibungsaufwands in künftigen Berichtsperioden, um den berichtigten Buchwert des Vermögenswerts, abzüglich eines etwaigen Restbuchwertes, systematisch auf seine Restnutzungsdauer zu verteilen. Im Berichtsjahr ergaben sich keine Wertminderungen.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene immaterielle Vermögenswerte werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer auf den geschätzten Restbuchwert abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt konzerneinheitlich linear (in der Regel mit Nutzungsdauer 3-12 Jahre) über den Zeitraum, in dem der wirtschaftliche Nutzen des Vermögenswertes durch das Unternehmen verbraucht wird. Geschäfts- oder Firmenwerte aus Akquisitionen und Markenrechte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Anstelle einer planmäßigen Abschreibung werden die Geschäfts- und Firmenwerte und Markenrechte mindestens einmal im Jahr einem so genannten Werthaltigkeitstest (Impairment Test) unterzogen (IFRS 3 zusammen mit IAS 36). IAS 38 unterscheidet zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und unbestimmbarer Nutzungsdauer. Nur die immateriellen Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden planmäßig abgeschrieben, dagegen werden die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung gemäß IAS 36 überprüft. Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts haben sämtliche immaterielle Vermögenswerte eine begrenzte Nutzungsdauer.
Die Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, wenn die Entwicklungskosten verlässlich ermittelt werden können, das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar sowie zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen wahrscheinlich ist. Darüber hinaus muss die Gesellschaft die Absicht und über ausreichende Ressourcen verfügen, die Entwicklung abzuschließen und den Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.
Erstkonsolidierung und Geschäfts- oder Firmenwert
Die Erstkonsolidierung von Konzernunternehmen wird nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Dabei werden die nach Vorschriften des IFRS 3 identifizierten Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt bewertet und den Anschaffungskosten des Erwerbers gegenübergestellt (Kaufpreisallokation). Die nicht erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten von Vermögenswerten und Schulden werden als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen.
Ein Überhang der Anschaffungskosten über den Wert des erworbenen Eigenkapitals wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und in der Folgezeit einem regelmäßigen, jährlichen Werthaltigkeitstest zum Ende des Geschäftsjahres unterzogen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt auf der Basis einer an die Segmentberichterstattung angelehnten Ebene der Berichtseinheit (zahlungsmittelgenerierende Einheit) nach IAS 36. Bei diesem Prozess werden die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit dem erzielbaren Betrag gegenüber gestellt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge: beizulegender Zeitwert abzüglich Verkaufskosten oder Nutzungswert der Einheit.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen betreffen Wertpapiere, Beteiligungen und sonstige Ausleihungen. Finanzanlagen werden zu dem Zeitpunkt des Geschäftsabschlusses ein- und ausgebucht. Die erstmalige Erfassung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.
Die Kategorisierung von Finanzanlagen erfolgt in die folgenden Kategorien:
- erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
- bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
- zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
- Kredite und Forderungen.
Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang.
Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und Forderungen werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Beteiligungen werden der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet. Sofern keine Marktwerte verlässlich ermittelt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u. a. ein mehrjähriger operativer Verlust
einer Gesellschaft, eine Minderung des Marktwerts, eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners.
Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen – nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus – getätigt. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, erfolgen keine Zuschreibungen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Risiken und Chancen übertragen werden.
Latente Steuern
Latente Steuern werden für die Unterschiede zwischen dem Buchwert der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen im Rahmen der Berechnung des steuerlichen Einkommens erfasst und nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode bilanziert. Passive latente Steuern werden für alle steuerbaren temporären Differenzen bilanziert. Aktive latente Steuern werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für die die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können. Latente Steuern werden nicht angesetzt, wenn die temporären Differenzen aus einem Geschäfts- oder Firmenwert resultieren.
Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch zu realisieren.
Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Erfüllung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes voraussichtlich Geltung haben werden. Die Bewertung von latenten Steueransprüchen und Steuerschulden spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, wie der Konzern zum Bilanzstichtag erwartet, die Schuld zu erfüllen bzw. den Vermögenswert zu realisieren.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden nur soweit saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung von laufenden Steueransprüchen mit laufenden Steuerschulden vorliegt und wenn sie in Zusammenhang mit Ertragsteuern stehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Rückstellungen und Schulden
Unter Rückstellungen für Zuwendungen an Arbeitnehmer fallen im Wesentlichen leistungsorientierte Pensionsverpflichtungen, die auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens der laufenden Einmal-Prämien (sog. "projected unit credit method") ermittelt werden. Dabei werden zukünftige Gehaltssteigerungen und Rentensteigerungen betragserhöhend berücksichtigt. Beitragsorientierte Versorgungswerke führen lediglich in Höhe der zum Bilanzstichtag noch fälligen Beiträge zu einer Rückstellung. Durch unvorhergesehene Änderungen der Pensionsverpflichtung oder der Planvermögenswerte können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste entstehen, die nicht in der GuV berücksichtigt werden. Diese aufgelaufenen und noch nicht erfolgswirksam erfassten Gewinne und Verluste sind in dem Umfang zu realisieren, in dem sie am Anfang des Geschäftsjahres einen Korridor überschreiten, der durch 10% des höheren Werts von Pensionsverpflichtung und Planvermögen bestimmt ist.
Der gesamte im Gewinn oder Verlust erfaßte Aufwand für jede der folgenden Komponenten wird unter dem Personalaufwand ausgewiesen:
- Aufwand der im Berichtsjahr erdienten Versorgungsansprüche (current service costs)
- versicherungsmathematischer Gewinn
- Zinsaufwand (interest costs)
- erwartete Erträge auf das Planvermögen (expected return on plan assets).
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, sobald eine ungewisse gegenwärtige Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit vorliegt, die rechtlich oder faktisch verursacht ist, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist sowie deren Höhe zuverlässig quantifiziert werden kann. Die Bewertung erfolgt zum Betrag gemäß der bestmöglichen Schätzung, wobei Einzel- und Gemeinkosten berücksichtigt werden. Allgemeine Verwaltungs- und Vertriebskosten werden ebenso wenig berücksichtigt wie Entwicklungskosten.
Schulden werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt, der dem Marktwert entspricht.
In der Bilanz werden ausgenutzte Kontokorrentkredite als kurzfristige Darlehen unter den kurzfristigen Finanzschulden gezeigt.
B. Angaben zu Finanzinstrumenten
Klassifizierung der Finanzinstrumente
Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Schulden sind gemäß IAS 39 und IFRS 7 in die unterschiedlichen Klassen von Finanzinstrumenten aufgegliedert. Die Bewertungskategorien sind zusätzlich aggregiert dargestellt.
| Bewertungs kategorie nach IAS 39 und IFRS 7 |
Buchwert 31.12.2012 |
Fair Value 31.12.2012 |
Buchwert 31.12.2011 |
Fair Value 31.12.2011 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 44.638 | 44.638 | 44.365 | 44.365 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | AfS | 71 | 71 | 70 | 70 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 88.285 | 88.285 | 72.212 | 72.212 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | LaR | 4.960 | 4.960 | 6.526 | 6.526 |
| Sonstige Vermögenswerte | LaR | 758 | 758 | 387 | 387 |
| Passiva | |||||
| Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen |
FLAC | 900 | 900 | 2.324 | 2.324 |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen kurzfristiger Anteil |
FLAC | 412 | 412 | 6.824 | 6.824 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 76.933 | 76.933 | 72.906 | 72.906 |
| Langfristige Darlehen | FLAC | 5.120 | 5.120 | 7.358 | 7.358 |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen | FLAC | 5.592 | 5.592 | 6.797 | 6.797 |
| Sonstige finanzielle Schulden | FLAC | 3.396 | 3.396 | 2.568 | 2.568 |
| Sonstige Schulden | FLAC | 18.786 | 18.786 | 15.367 | 15.367 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Loans and Receivables (LaR) | 138.641 | 138.641 | 123.490 | 123.490 | |
| Held-to-Maturity Investments (HtM) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Available-for-Sale Financial Assets (AfS) | 71 | 71 | 70 | 70 | |
| Financial Assets Held for Trading (FAHfT) | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost (FLAC) | 111.139 | 111.139 | 114.144 | 114.144 | |
| Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) | 0 | 0 | 0 | 0 |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert.
Analog haben Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Schulden regelmäßig kurze Restlaufzeiten. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Die als Available-for-sale klassifizierten Wertpapiere des Anlagevermögens sind nicht endfällig, werden nicht zu Handelszwecken gehalten und stehen jederzeit zur Veräußerung zur Verfügung.
Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere entsprechen den Stückzahlen multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschlussstichtag.
Die beizulegenden Zeitwerte von Darlehen, Genussrechtskapital und Nachrangdarlehen sowie sonstigen finanziellen Schulden werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen und auf Basis der Effektivzinsmethode ermittelt.
Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Einzahlungen (einschließlich aller Gebühren, welche Teil des Effektivzinssatzes sind, Transaktionskosten und sonstiger Agien und Disagien) über die erwartete Laufzeit des Schuldtitels oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, auf den Nettobuchwert aus erstmaliger Erfassung abgezinst werden. Die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar.
Aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden sind Nettogewinne oder -verluste gemäß IFRS 7.20 im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen. Sicherungsinstrumente im Sinne von IFRS 7.22-23 waren am 31.12.2012 nicht eingesetzt.
Risikomanagement
CANCOMs Risikopolitik zielt auf das frühzeitige Erkennen von bestandsgefährdenden bzw. wesentlichen Unternehmensrisiken und den verantwortungsvollen Umgang mit ihnen ab. Zu Definition und Sicherstellung eines adäquaten Risikocontrollings hat der Vorstand Risikogrundsätze formuliert und einen zentralen Risikobeauftragten eingesetzt, der regelmäßig etwaige Risiken überwacht, misst und gegebenenfalls steuert.
Im Rahmen einer Risikoanalyse werden Risiken bei CANCOM regelmäßig nach den Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe klassifiziert, bewertet und im Rahmen einer Risikomatrix eingeordnet. Alle Risiken werden in diesem Zusammenhang einem Verantwortlichen zugeordnet. Soweit Risiken quantifizierbar sind, dienen entsprechend definierte Kennzahlen zu deren Bewertung, stehen für Risiken keine exakt definierbaren Messgrößen zur Verfügung, werden diese von den Verantwortlichen beurteilt.
Für bestandsgefährdende Risiken werden im Rahmen des Risikofrüherkennungssystems Frühwarnindikatoren definiert, deren Veränderungen bzw. Entwicklung kontinuierlich überprüft und in Risikomanagementmeetings diskutiert werden. Die regelmäßig stattfindenden Risikomanagementmeetings zwischen Vorstand und Risikobeauftragten stellen ein dauerhaftes und zeitnahes Controlling bestehender und zukünftiger Risiken sicher.
Liquiditätsrisiken
Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung und der langfristigen Finanzierungsstruktur ist CANCOM Liquiditätsrisiken nur in geringem Umfang ausgesetzt.
CANCOM setzt seit Jahren ein Liquiditätsmanagementsystem mit täglicher Überwachung der Liquiditätsentwicklung und Bewertung der Liquiditätsrisiken sowie kurzfristiger bis langfristiger Liquiditätsplanung ein.
Durch Gewinnthesaurierung sowie Kapitalerhöhung verfügt CANCOM über ausreichend Nettoliquidität. Kurzfristige Liquidität ist darüberhinaus jederzeit über Kreditrahmen garantiert. Langfristige Liquidität ist über langfristige Bankenfinanzierungen und
entsprechende Eigenkapitalausstattung gesichert. Die Fremdkapitalmittel wurden deutlich reduziert und sind zum Bilanzstichtag fast ausschließlich langfristig.
Durch eine frühe Refinanzierung von finanziellen Schulden, wird das Liquiditätsrisiko minimiert. Die folgende Darstellung wurde aus der Bilanz und den vertraglichen Grundlagen sowie ergänzender Aufzeichnungen zu Leasingverträgen abgeleitet und zeigt die Fälligkeiten:
| 2013 | 2014 | 2015-2017 | 2018 und danach |
|
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
76.933 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
900 | 737 | 2.302 | 2.081 |
| Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen |
412 | 0 | 2.177 | 3.415 |
| Sonstige finanzielle Schulden |
1.948 | 398 | 560 | 0 |
| Finanzierungsleasing | 115 | 375 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verpflichtungen |
5.502 | 4.855 | 9.309 | 10.352 |
| Zinsaufwand | 596 | 559 | 1.233 | 417 |
Die tatsächlich zu leistenden Zinszahlungen aus Darlehen in 2013 liegen bei T€ 596. Aufgrund der nach IFRS Rechnungslegungsvorschriften anzuwendenden Effektivzinsmethode beträgt der buchhalterische Zinsaufwand im Jahr 2013 T€ 1.044.
Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Die gesamte Kreditlinie beträgt T€ 9.965. Der gesamte noch nicht in Anspruch genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 8.134. Während des Geschäftsjahres 2012 kam es im Konzern zu keinen Zahlungsverzögerungen von Zins und Tilgungen.
Währungsrisiken
Aufgrund der wesentlichen Ausrichtung von CANCOM auf den Euro-Raum ist CANCOM von Währungsrisiken in geringerem Ausmaße betroffen. Die in Fremdwährungen bilanzierenden Einheiten tragen in Summe weniger als 1 % des Eigenkapitals bei.
CANCOM hat ein laufendes Währungsmanagement, bei ungenauen Zahlungsterminen bzw. bei Terminverschiebungen werden Währungsgeschäfte so weit wie möglich verlängert bzw. anhand von Vergleichszahlen der Vergangenheit möglichst genau auf ihre Größenordnung geschätzt. Den operativen Einheiten ist es verboten, aus spekulativen Gründen Finanzmittel in Fremdwährungen aufzunehmen oder anzulegen. Konzerninterne Finanzierungen
oder Investitionen werden bevorzugt in der jeweiligen funktionalen Währung oder auf währungsgesicherter Basis durchgeführt. Für Währungstransaktionen über T€ 100 existiert ein Freigabesystem, bei dem im Einzelfalle über eine Kurssicherung entschieden wird.
Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31.12.2012 lautet wie folgt:
| in Tausend | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Vermögenswerte in GBP | 0 | 1.741 |
| Schulden in GBP | 0 | 1.301 |
| 0 | 440 |
Zinsrisiken
Durch die überwiegend langfristige Finanzierung ist CANCOM von Zinsrisiken nur in geringem Umfang betroffen. Zinsschwankungen wirkten sich in der Vergangenheit bisher nur in geringem Umfange auf das Jahresergebnis aus. Zudem sichert CANCOM's Eigenkapitalausstattung günstige Kreditkonditionen.
Es existiert ein Risikomanagementsystem für die Optimierung von Zinsrisiken, bestehend aus einer laufenden Beobachtung des Marktzinsniveaus und der eigenen Zinskonditionen, überdies besteht ständiger Kontakt mit den Banken, Kreditrahmenverträge sehen die Möglichkeit der Anpassung der Zinssätze vor. Eine konkrete Planung von Zinssicherungsgeschäften ist nur bei starken Schwankungen vorgesehen.
Ausfallrisiken
Ein Kreditrisiko besteht für CANCOM dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.
Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt. Angesichts der Finanzmarktkrise wurden die internen Richtlinien für die Kreditversicherung sowie der Vergabe von Kreditlimiten verschärft.
Das theoretisch maximale Ausfallrisiko der oben angegebenen Kategorien besteht jeweils in Höhe der ausgewiesenen Buchwerte. Mit Ausnahme der oben genannten Maßnahmen verfügt der Konzern nicht über weitere Sicherheiten, welche dieses Ausfallrisiko vermindern würden.
Marktrisiken
Für Währungsrisiken werden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, Zinsrisiken werden nachfolgend quantifiziert.
Währungsrisiken
Währungsrisiken bestehen insbesondere wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.
Zinsrisiken
Alle Zinsrisiken der Gesellschaft sind ergebnisabhängig und entstehen ausdrücklich nur bei entsprechend positiver Ergebnislage der Gesellschaft.
Ein Zinsrisiko besteht bei dem von der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG aufgenommenen Mezzaninekapital. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 0,5 % p.a. Die zusätzlichen Zinszahlungen betragen T€ 15 pro Jahr (ab 2013 T€ 10). Bei einer Restlaufzeit bis Dezember 2015 beträgt das maximale Gesamtrisiko T€ 30.
Finanzmarktrisiken
Das Risikohandbuch der CANCOM SE wurde 2012 auf mögliche Risiken aus der Finanzmarktkrise hin überprüft.
Das Handeln mit Finanzinstrumenten und strukturierten Produkten ist kein Kerngeschäft des Unternehmens und wird - sofern überhaupt genutzt - nur zu Absicherungen von werthaltigen Grundgeschäften wie Währungsabsicherungen verwendet. Zum Bilanzstichtag war die CANCOM SE nicht im Besitz von strukturierten Produkten. Das Finanzmarktrisiko beschränkt sich auf das Kursrisiko der von der Gesellschaft zum Bilanzstichtag gehaltenen Wertpapiere.
Berechtigungen für den Erwerb und die Veräußerung von strukturierten Produkten bei den Banken sind über das 4-Augen-Prinzip hinaus beschränkt auf Vorstand und Executive Vice President. Dadurch sollen Transaktionen in diesem Bereich von unerfahrenen Personen vermieden werden.
C. Erläuterungen zur Konzernbilanz
1. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (liquide Mittel)
Die liquiden Mittel enthalten ausschließlich jederzeit fällige Bankguthaben sowie Kassenbestände.
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Forderungen vor Wertberichtigungen | 88.458 | 72.347 |
| Wertberichtigungen | 173 | 135 |
| Buchwert der Forderungen | 88.285 | 72.212 |
In Abhängigkeit zur Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.
Im Konzern werden Forderungen aufgrund von Altersstrukturen, von Einschätzungen der anwaltlichen Verfolgung oder aufgrund bestmöglicher Erfahrungen bezüglich zu erwartender Ausfälle wertberichtigt.
Grundsätzlich werden im Konzern alle Forderungen älter als 2 Jahre zu 100% wertberichtigt. Zum Bilanzstichtag lagen keine Forderungen älter als 2 Jahre vor.
Forderungen werden bereits nach 120 Tagen pauschal einzelwertberichtigt. Eine Altersanalyse der in Verzug geratenen, aber noch nicht wertgeminderten Forderungen ergibt, dass Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre zu mehr als der Hälfte des Forderungswertes wertberichtigt waren. Zum Bilanzstichtag betrug der Wert der Forderungen älter als 1 Jahr und jünger als 2 Jahre weniger als 0,5 % der Gesamtforderungsbestandes.
Vor Aufnahme eines neuen Kunden nutzt der Konzern interne und externe Kreditwürdigkeitsprüfungen, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden mindestens jährlich überprüft.
Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Forderungen kumulieren sich aufgrund des Geschäftsvolumens sowie des vereinbarten Zahlungsziels beim Kunden Atos IT Solutions and Services GmbH. Hier ist eine regelmäßige
Überprüfung von Kreditvolumen und Bonität eingerichtet. Das OP Volumen zum 31.12.2012 beträgt rund € 10,5 Mio. Darüber hinaus besteht keine wesentliche Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen bestehen. Entsprechend ist die Geschäftsführung der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinaus gehende Risikovorsorge notwendig ist.
In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 21 (Vj. T€ 7) berücksichtigt, bei denen über die Schuldner das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 20.551 (Vj. T€ 19.059), welche zum Berichtszeitpunkt fällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit einer Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird. Zu den fälligen Forderungen zählen in diesem Zusammenhang auch Forderungen der Zahlungsart "sofort rein netto".
Der Zeitwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem Buchwert. Zuführungen des Geschäftsjahres werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen, Auflösungen unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
3. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Diese Position beinhaltet im Einzelnen Bonusforderungen gegen Lieferanten (T€ 1.511; Vj. T€ 1.755), Kaufpreisforderungen (T€ 922; Vj. T€ 2.975), Marketingumsätze (T€ 421; VJ. T€ 288), debitorische Kreditoren (T€ 266; Vj. T€ 106), Forderungen an Mitarbeiter (T€ 115; Vj. T€ 173) sowie Forderungen an Altgesellschafter (T€ 42; Vj. T€ 0).
4. Vorräte
Die Vorräte enthalten fast ausschließlich Waren, insbesondere Hardwarekomponenten und Software.
Die Vorräte setzen sich folgendermaßen zusammen (unternehmensspezifische Untergliederung):
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 8.722 | 14.987 |
| Geleistete Anzahlungen | 22 | 5 |
| 8.744 | 14.992 |
Der Aufwand für Waren und Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe beträgt im Geschäftsjahr 2012 T€ 366.908.
Die Vorräte sind im Berichtsjahr um T€ 610 (Vj. T€ 229) aufgrund von Überreichweiten, Überalterung, verminderter Gängigkeit oder nachlaufenden Kosten auf fertige Erzeugnisse abgewertet worden.
Es gibt keine Vorräte, die über einen Zeitraum von zwölf Monaten hinaus realisiert werden.
Es wurden keine Vorräte als Sicherheit verpfändet.
5. Aufträge in Bearbeitung
Die Aufträge in Bearbeitung betreffen die nach der "percentageof-completion-method" bilanzierten teilerstellten Aufträge in Höhe von T€ 769 (Vj. T€ 584) abzüglich erhaltener Anzahlungen in Höhe von T€ 103 (Vj. T€ 12). Die bis zum Bilanzstichtag bei laufenden Projekten angefallenen Kosten betragen T€ 535. Die bis zum Bilanzstichtag aus laufenden Projekten resultierenden Gewinne belaufen sich auf T€ 234.
6. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Diese Position beinhaltet im Wesentlichen die kurzfristigen sonstigen Vermögenswerte wie Steuererstattungsbeträge (T€ 446; Vj. T€ 168), Schadenersatz (T€ 156; Vj. T€ 112), Mietforderungen (T€ 56; Vj. T€ 31), Provisionserlöse (T€ 45; Vj. T€ 0) sowie Forderungen an Sozialversicherungsträger (T€ 10; Vj. T€ 14).
Die Rechnungsabgrenzungsposten (T€ 414; Vj. T€ 503) beinhalten abgegrenzte Versicherungsprämien sowie vorausbezahlte Kosten.
7. Anlagevermögen
Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2012 wird im Konzernanlagenspiegel (Seite 50-51) dargestellt.
7.1 Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen umfasst im Wesentlichen Betriebsund Geschäftsausstattung, insbesondere Kraftfahrzeuge T€ 10.108, IT Rechenzentren mit T€ 1.276, Mietvermögen T€ 825, UCC-Kommunikationssystem T€ 589 und Betriebsausstattung für das Logistikzentrum mit T€ 525. Darüber hinaus fallen hierunter Computerequipment, Mietereinbauten und Büroausstattungen. Als Sicherheit für die Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg wurden Kraftfahrzeuge im Wert von T€ 2.001 verpfändet.
7.2 Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten entgeltlich erworbene Software (T€ 6.068; Vj. T€ 3.776), aktivierte Entwicklungskosten (T€ 1.122; Vj. T€ 1.563), Kundenstämme (T€ 9.695; Vj. T€ 10.295) und Auftragsbestände (T€ 4; Vj. T€ 6). Im Vorjahr waren zusätzlich Markenrechte in Höhe von T€ 288 enthalten, welche aufgrund nicht mehr beabsichtigter Nutzung vollständig abgeschrieben wurden.
Die Kundenstämme und die Auftragsbestände beruhen auf in Vorjahren und in diesem Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen und werden planmäßig über die jeweilige erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben.
7.3 Geschäfts- oder Firmenwert
Die Geschäfts- oder Firmenwerte enthalten zum Bilanzstichtag im Wesentlichen die entsprechenden Werte aus der Konsolidierung der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 11.426; Vj T€ 11.426), der CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 7.942; Vj. T€ 7.942), der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.522; Vj. T€ 2.522) und der CANCOM a + d IT solutions GmbH (T€ 1.717; Vj. T€ 1.717). Die Geschäftsoder Firmenwerte (T€ 729; Vj. T€ 60) erhöhten sich im Wesentlichen durch die Erwerbe der Glanzkinder GmbH sowie der CANCOM Unicorner GmbH im Geschäftsjahr 2012.
Der Konzern überprüft diese Werte einmal jährlich im Rahmen eines Wertminderungstests nach IAS 36. Die Ermittlung des erzielbaren Betrages erfolgte auf Basis des Nutzungswertes.
Dieser wurde mit Bewertungsmethoden ermittelt, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren.
Diesen diskontierten Cashflows liegen Fünf-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Den Cash-Flow-Prognosen liegen individuelle Umsatzprognosen der Gesellschafte zugrunde. Die Planung der Umsatzentwicklung für 2013 der wesentlichen Gesellschaften der CANCOM-Gruppe liegt zwischen 0,4 % (CANCOM Deutschland GmbH) und 20,3% (CANCOM a+d IT solutions GmbH). Die Planungsrechnungen differenzieren zwischen Planumsätzen im Hardware- und Dienstleistungsgeschäft und berücksichtigen zum Teil Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2013. Für die Jahre 2014 bis 2017 wurde eine Umsatzentwicklung innerhalb einer Bandbreite von -8,7% bis 3,0 % zugrunde gelegt. Die CANCOM Gruppe geht damit von einem im Vergleich zur Branchen und Marktentwicklung mit 1,2% für Hardware und 5,1 % für Software sowie 3,0% für IT Services (Zahlen von BITKOM für den deutschen IT Markt in 2013) teils von einem überdurchschnittlichen Wachstum aus.
Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die wichtigsten Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert, stellen sich wie folgt dar:
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| Risikoloser Zins: | 2,25% | 3,25% |
| Marktrisikoprämie: | 6,00% | 5,00% |
| Beta-Faktor: | 1,25 | 1,3 |
| Kapitalisierungszinssatz (WACC): | 8,85% | 8,11% |
| Vorsteuer- WACC: | 12,65% | 11,59% |
Aus den durchgeführten Wertminderungstests ergab sich kein Abwertungsbedarf.
Die Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts haben.
Das Management ist der Ansicht, dass eine Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrags basiert, dazu führen würde, dass der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten deren erzielbaren Betrag übersteigt, nicht wahrscheinlich ist.
7.4 Ausleihungen
Die Ausleihungen betreffen einen Aktivwert aus Rückdeckungsversicherung in Höhe von T€ 56.
8. Aktive latente Steuern
Die aktiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Latente Steuer aus | temporären Differenzen T€ |
steuerlichem Verlustvortrag T€ |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 628 | 8 |
| Zugang aus erfolgsneutraler Akti vierung wegen Erstkonsolidierung |
0 | 7 |
| Steuerertrag durch Gewinn- und Verlustrechnung |
343 | 143 |
| Stand 31.12.2012 | 971 | 158 |
Zum 31.12.2012 ergeben sich im CANCOM-Konzern körperschaftsteuerliche Verlustvorträge von € 6,4 Mio. (Vj. € 9,5 Mio.) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von € 5,5 Mio. (Vj. € 8,1 Mio.). Der Betrag der noch nicht genutzten körperschaftsteuerlichen Verluste, für die in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 5,8 Mio. (Vj. € 9,4 Mio.), der Betrag der gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, beträgt € 5,3 Mio. (Vj. € 8,1 Mio.). In den genannten Beträgen ist ein Teilbetrag von T€ 5,8 (körperschaftsteuerlich) und T€ 5,3 (gewerbesteuerlich) enthalten, der aufgrund der Rechtsaufassung der EU-Kommission zum Sanierungsprivileg des § 8 c Körperschaftsteuergesetz infrage gestellt ist und daher im Moment nicht steuerlich geltend gemacht werden kann.
Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen bei Sachanlagevermögen (T€ 381), sonstige Schulden (T€ 144), immateriellen Vermögenswerten (T€ 140), sonstige Rückstellungen (T€ 130), Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 93) und Eliminierung von Verkäufen innerhalb des Konzerns (T€ 67).
9. Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen
Unter den kurzfristigen Darlehen und dem kurzfristigen Anteil an langfristigen Darlehen werden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um die Inanspruchnahme der von Banken eingeräumten Kreditlinien sowie um den innerhalb eines Jahres fälligen Teil von langfristigen Darlehen.
10. Sonstige kurzfristige finanzielle Schulden
Unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Schulden werden im Einzelnen kreditorische Debitoren (T€ 1.030; Vj. T€ 795), ausstehende Kostenrechnungen (T€ 672; Vj. T€ 533), Aufsichtsratsvergütungen (T€ 200; Vj. T€ 35), Kaufpreisverbindlichkeiten (T€ 115; Vj. T€ 124) und Mietverbindlichkeiten (T€ 46; Vj. T€ 0) ausgewiesen.
11. Sonstige Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich im Berichtsjahr wie folgt: (siehe Tabelle unten)
Der Gesamtbetrag der Rückstellungen enthält langfristige Rückstellungen in Höhe von T€ 2.040 (Vj. T€ 1.701), die unter sonstige langfristige Schulden ausgewiesen sind. Sie betreffen Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 640; Vj. T€ 777), die in Österreich vorgeschriebene Rückstellung für Abfindungen (T€ 523; Vj. T€ 476), Kaufpreis für die Geschäftsanteile der Glanzkinder GmbH und CANCOM Unicorner GmbH (T€ 455; Vj. T€ 0), die Jubiläumsrückstellung (T€ 240; Vj. T€ 205), Rückstellungen für Altersteilzeit (T€ 97; Vj. T€ 118) und Leasing-Mehrkosten (T€ 85; Vj. T€ 113). Im Vorjahr bestand zudem eine langfristige Rückstellung in Höhe von T€ 12 für ungewisse Risiken. Die Zuordnung zu den langfristigen Schulden ergibt sich aus den folgenden Erwartungen über die Fälligkeiten.
| erwartete Fälligkeit | |
|---|---|
| Kaufpreis Glanzkinder GmbH | 31.03.2014 |
| Kaufpreis CANCOM Unicorner GmbH | 1 - 3 Jahre |
| Rückstellung für Gewährleistungen | gesetzliche sowie vertraglich vereinbarte Gewährleistungsfrist |
| Rückstellung für Abfindungen | Zeitpunkt des Ausscheidens der jeweiligen Mitarbeiter |
| Jubiläumsrückstellung | mit laufender Auszahlung |
| Rückstellungen für Altersteilzeit | 3 Jahre |
| Leasing-Mehrkosten | 4 Jahre |
12. Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern
Unter den Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern werden im Wesentlichen Verpflichtungen für 2010 und 2012 ausgewiesen.
13. Sonstige kurzfristige Schulden
Unter den sonstigen kurzfristigen Schulden werden im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten (T€ 6.421; Vj. T€ 3.761), Tantiemen und Mitarbeiterboni (T€ 5.217; Vj. T€ 4.093), Urlaub und Überstunden (T€ 1.811; Vj. T€ 1.867), Lohn- und Kirchensteuer (T€ 1.575; Vj. T€ 2.150), Berufsgenossenschaft (T€ 600; Vj. T€ 569), Sozialversicherung (T€ 178; Vj. T€ 172), Schwerbehindertenabgabe (T€ 148; Vj. T€ 145) und Lohn- und Gehalt (T€ 36; Vj. T€ 291) ausgewiesen.
14. Langfristige Darlehen
Die langfristigen Darlehen umfassen ausschließlich Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die eine Restlaufzeit von mindestens einem Jahr haben. Der Anteil dieser Darlehen, die innerhalb der nächsten 12 Monate fällig sind, wird unter der Position "kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen" ausgewiesen.
Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg und Sparkasse Günzburg-Krumbach sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Bei den Darlehen werden Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt. Der Marktzins liegt zum Zeitpunkt der Aufnahme zwischen 4,5 % und 5,53 %.
15. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen
Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Mezzaninekapital in Höhe von € 1.957.400,52 (Auszahlungsbetrag € 4.000.000,00, abzüglich Tilgung in 2011 € 1.000.000,00 und in 2012 € 1.000.000,00) (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 412.500,00
| 1.1.2012 T€ |
Verbrauch T€ |
Auflösung und Umb. T€ |
Zuführung T€ |
31.12.2012 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistungen | 1.560 | 888 | 0 | 803 | 1.475 |
| Kaufpreis Anteile verbundene Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 679 | 679 |
| Abfindungen, Gehälter | 1.119 | 310 | 24 | 441 | 1.226 |
| Leasing-Mehrkosten | 386 | 247 | 23 | 48 | 164 |
| Abschlusskosten | 56 | 56 | 0 | 134 | 136 |
| ungewisse Risiken | 84 | 64 | 20 | 15 | 15 |
| Sonstige | 51 | 2 | 6 | 28 | 71 |
| 3.256 | 1.567 | 73 | 2.148 | 3.766 |
(Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 523.855,65 (Auszahlungsbetrag € 1.000.000,00, abzüglich Tilgung in 2012 € 128.800,00) (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 595.438,60 (Auszahlungsbetrag € 1.000.000,00) (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.240.816,67 (Auszahlungsbetrag € 1.995.600,00) (Stadtsparkasse Augsburg), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 240.232,49 (Auszahlungsbetrag € 392.500,00) (Stadtsparkasse Augsburg ), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 678.740,70 (Auszahlungsbetrag € 1.621.000,00) (Stadtsparkasse Augsburg) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 355.105,79 (Auszahlungsbetrag € 846.000,00) (Stadtsparkasse Augsburg). Das Mezzaninekapital, zwei nachrangige Darlehen der Sparkasse Günzburg-Krumbach sowie die nachrangigen Darlehen der Stadtsparkasse Augsburg sind nach der Effektivzinsmethode bewertet. Dadurch werden beim Mezzaninekapital Gebühren und bei den Darlehen der Sparkasse Günzburg-Krumbach und der Stadtsparkasse Augsburg Zinsvorteile der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) auf die Laufzeit verteilt, wobei der Marktzinssatz zwischen 10 % und 10,5 % beträgt.
Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27.12.2007 zwischen der CANCOM SE und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 (Auszahlungsbetrag) gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Es wurden Teil-Rückzahlungen am 30.12.2011 von € 1.000.000,00 und am 21.12.2012 von € 1.000.000,00 geleistet. Das restliche Mezzaninekapital in Höhe von € 2.000.000,00 ist spätestens zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig und wird mit einem Festzinssatz in Höhe von 6,6 % p.a. verzinst. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 0,5 % p.a.. Ansprüche aus dem Mezzaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i.S.v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i.S.v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i.V.m. § 39 Abs. 2 InsO.
Ein Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen und wird mit 6,67 % p.a. verzinst. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500,00.
Zwei weitere Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurden am 21.12.2010 zu je € 1.000.000,00 (Auszahlungsbetrag) ausgezahlt. Die Darlehen werden mit 5,1 % p.a. verzinst. Es handelt sich um zweckgebundene Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt
für Wiederaufbau (KfW). Die planmäßige Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten von pro Darlehen je € 83.334,00 und Schlussraten von je € 83.326,00. Für ein Darlehen wurde am 10.04.2012 eine Sondertilgung in Höhe von € 128.800,00 geleistet. Die planmäßigen Tilgungen ab dem 30.03.2018 verringern sich für dieses Darlehen auf vierteljährlich € 72.600,00.
Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 (Auszahlungsbetrag) wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt und wird mit 4,25 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00. Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 08.12.2009 ausgezahlt und wird mit 4 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00 und einer Schlussrate von € 32.701,00.
Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.621.000,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 26.11.2010 ausgezahlt und wird mit 2,9 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 135.084,00 und einer Schlussrate von € 135.076,00.
Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 846.000,00 (Auszahlungsbetrag) wurde am 02.12.2010 ausgezahlt und wird mit 2,9 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.03.2018 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 70.500,00.
16. Rechnungsabgrenzungsposten
Dieser Posten beinhaltet neben Umsatzabgrenzungen Abgrenzungen für Zuwendungen der öffentlichen Hand. Letztere beruhen auf diskontierten Zinsdifferenzen (Unterschiede zwischen marktüblichen und vertraglich vereinbarten Zinssätzen über die gesamte Restlaufzeit) im Gesamtbetrag von T€ 3.603. (Siehe Ausführungen zu E.2. sonstige betriebliche Erträge).
17. Passive latente Steuern
Die passiven latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | |
|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 2.653 |
| Zugang aus erfolgsneutraler Passivierung wegen Erst konsolidierung |
191 |
| Steuerertrag durch Gewinn- und Verlustrechnung | -13 |
| Stand 31.12.2012 | 2.831 |
Die passiven latenten Steuern wurden auf Abweichungen zu den Steuerbilanzen gebildet. Sie resultieren aus dem Ansatz und der Neubewertung von immateriellen Vermögenswerten (T€ 2.271), sonstigen finanziellen Vermögenswerten (T€ 458), Aufträge in Bearbeitung (T€ 75), sonstige Rückstellungen (T€ 14) sowie Genussrechtskapital und nachrangigen Darlehen (T€ 13).
Für temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen in Höhe von T€ 6.448 wurden gemäß IAS 12.39 keine latenten Steuerschulden bilanziert.
Die Bewertung erfolgt mit dem jeweiligen Steuersatz zwischen 25 % (österreichische Tochtergesellschaft) und 32,98 % (deutsche Tochtergesellschaft).
18. Rückstellungen für Pensionen
Die Rückstellungen für Pensionen beinhalten ausschließlich Rückstellungen für Pensionen von Mitarbeitern (T€ 123; Vj. T€ 87) aufgrund "leistungsorientierter" Zusagen, die im Rahmen von Akquisitionen übernommen wurden.
Die Höhe der Versorgungszusagen aus den Pensionsplänen im Inland bemisst sich im Wesentlichen nach der Beschäftigungsdauer und der Vergütung der einzelnen Mitarbeiter.
Der versicherungsmathematische Gewinn wurde bereits in der Bilanz im Umfang von T€ 0 (Vj. T€ -1) erfasst.
Die Entwicklung der Pensionsverpflichtung sowie das Fondsvermögen für die "leistungsorientierten" Pläne stellen sich wie folgt dar:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Veränderung der Pensionsverpflichtung | ||
| Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 01.01. | 87 | 80 |
| Dienstzeitaufwand: Barwert der im Berichtsjahr erdienten Ansprüche |
31 | 4 |
| Versicherungsmathematischer Verlust (+) / Gewinn (-) |
21 | -1 |
| Zinsaufwand | 5 | 4 |
| Dynamische Pensionsverpflichtung (DBO) per 31.12. | 144 | 87 |
| Veränderung des Planvermögens | ||
| Verkehrswert des Planvermögens per 01.01. | 52 | 43 |
| Erwartete Erträge auf das Planvermögen | 4 | 9 |
| Verkehrswert des Planvermögens per 31.12. | 56 | 52 |
| Überdeckung des Fonds = Bilanzbetrag | 88 | 35 |
| Noch nicht in der Bilanz berücksichtigter Verlust | -21 | 0 |
| Zusammensetzung: | ||
| Rückstellungen für Pensionen | 144 | 87 |
| Sonstige Ausleihungen | -56 | -52 |
| noch nicht in der Bilanz berücksichtigter Verlust | -21 | 0 |
| 67 | 35 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung und der Verkehrswert des Planvermögens haben sich im Zeitablauf wie folgt entwickelt:
| 31.12.12 T€ |
31.12.11 T€ |
31.12.10 T€ |
31.12.09 T€ |
01.01.09 T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Dynamische Pensionsverpflichtung |
144 | 87 | 80 | 26 | 150 |
| Verkehrswert des Planvermögens |
56 | 52 | 43 | 0 | 199 |
Bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen für die Pensionspläne wurden folgende Annahmen zugrunde gelegt:
| 2012 % |
2011 % |
|
|---|---|---|
| Zinssatz | 3,40 | 6,00 |
| erwartete Verzinsung des Planvermögens | 2,80 | 5,00 |
| Gehaltstrend | 3,20 | 0,00 |
| Rentendynamik | 1,00 | 2,00 |
| Fluktuation | 1,50 | 5,00 |
Der Gesamtaufwand für die Pensionspläne nach IAS 19 setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Aufwand der im Berichtsjahr erdienten Ver sorgungsansprüche (current service costs) |
31 | 4 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn | 0 | -1 |
| Zinsaufwand (interest costs) | 5 | 4 |
| Erwartete Erträge auf das Planvermögen (expected return on plan assets) |
-4 | -9 |
| 32 | -2 |
Im Geschäftsjahr 2013 wird mit Aufwendungen für Pensionszahlung in Höhe von T€ 8 gerechnet.
19. Sonstige langfristige finanzielle Schulden
Unter den sonstigen langfristigen finanziellen Schulden werden kreditorische Debitoren in Höhe von T€ 703 (Vj. T€ 638), Kaufpreisverbindlichkeiten in Höhe von T€ 375 (Vj. T€ 443) und Mietverbindlichkeiten in Höhe von T€ 255 (Vj. T€ 0) ausgewiesen.
20. Eigenkapital
Bezüglich der Eigenkapitalveränderungen wird auf Seite 47 verwiesen.
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2012 € 11.429.826,00 (Vj. € 10.390.751,00) und ist in 11.429.826 (Vj. 10.930.751) Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.
Genehmigtes und bedingtes Kapital
Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2012 insgesamt € 3.960.925,00 und untergliedert sich wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2015 durch Ausgabe bis zu 4.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 4.000.000,00 zu erhöhen.
Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das
a) bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Falle des Erwerbs einer Beteiligung, von Unternehmen oder von Unternehmensteilen ausgeschlossen werden kann;
b) bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden kann, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 22. Juni 2010 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. –pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 22. Juni 2010 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats - genehmigtes Kapital (2010) I.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
aa) für Spitzenbeträge,
bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind,
sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Optionsund/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II.
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2012 in vollständiger Ausnutzung des Genehmigten Kapitals (2008) II sowie in teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals (2010) I von obigen Ermächtigungen Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu € 1.039.075,00 von € 10.390.751,00 auf bis zu € 11.429.826,00 gegen Bareinlage durch Ausgabe von bis zu 1.039.075 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien jeweils mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 zu erhöhen. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde in voller Höhe von € 1.039.075,00 (entsprechend 1.039.075 neuen Aktien) durchgeführt und am 13. November 2012 im Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 192673) eingetragen. Das Genehmigte Kapital (2010) I vom 22. Juni 2010 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch € 3.960.925,00. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 25.10.2012 ist die Satzung in § 4 (Grundkapital, Genehmigtes Kapital) geändert.
Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2012 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:
Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24.06.2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.06.2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. -pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen zur Ausgabe von Schuldverschreibungen gemacht.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Bilanzgewinn
Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurde in 2012 gemäß dem Beschluss der Hauptversammlung T€ 3.117 als Dividende (€ 0,30 pro Aktie) ausgeschüttet.
21. Minderheitenanteile
Die Minderheitenanteile betreffen den Teil des Eigenkapitals, der auf den Minderheitengesellschafter der acentrix GmbH und der Glanzkinder GmbH entfällt.
22. Kapitalrisikomanagement
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Die Kapitalstruktur des Konzerns besteht aus Schulden, Zahlungsmitteln sowie dem den Eigenkapitalgebern des Mutterunternehmens zustehenden Eigenkapital. Dieses setzt sich zusammen aus ausgegebenen Aktien, Gewinnrücklagen, anderen Rücklagen sowie Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnungen und Minderheitenanteilen.
Ziele des Kapitalmanagement sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung und eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals. Zur Umsetzung wird das Kapital ins Verhältnis zum Gesamtkapital gesetzt.
Das Kapital wird auf Basis des wirtschaftlichen Eigenkapitals überwacht. Wirtschaftliches Eigenkapital ist das bilanzielle Eigenkapital. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzschulden, Rückstellungen, sonstige Schulden, mit Veräußerung im Zusammenhang stehende Schulden sowie passiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.12 | 31.12.11 | |
|---|---|---|
| Mio. € | 80,8 | 60,9 |
| % | 38,7 | 31,2 |
| Mio. € | 127,8 | 134,0 |
| % | 61,3 | 68,8 |
| Mio. € | 208,6 | 194,9 |
In Darlehensverträgen der Gesellschaft finden sich teilweise Mindestkapitalanforderungen (Covenants), die von den Banken unter Anwendung unterschiedlicher Ermittlungsmethoden ermittelt werden. Die Einhaltung der jeweiligen Covenants wird im Rahmen des Kapitalrisikomanagements regelmäßig überwacht.
Die Kapitalstruktur des Konzerns wird im Rahmen des Risikomanagements regelmäßig überprüft.
D. Segmentinformationen
Die Segmentinformationen erfolgen gemäß IFRS 8 "Geschäftssegmente". Die Segmentangaben beruhen auf der zu internen Steuerungszwecken verwendeten Segmentierung (management approach).
Der Konzern berichtet zwei Geschäftssegmente – e-commerce und IT Solutions.
Beschreibung der berichtspflichtigen Segmente
Das Geschäftssegment e-commerce beinhaltet die Gesellschaften CANCOM Deutschland GmbH, CANCOM Computersysteme GmbH, CANCOM a + d IT solutions GmbH, CANCOM (Switzerland) AG, CANCOM Ltd. (aufgegebener Geschäftsbereich) sowie die der CANCOM Deutschland GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM cloud solutions GmbH abzüglich den der CANCOM IT Solutions GmbH und CANCOM cloud solutions GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH. Dieses Geschäftssegment umfasst schwerpunktmäßig die auf Internet, Katalog, Telesales und Direktvertrieb transaktionsorientierten und produktbezogenen Geschäfte des Konzerns.
Das Geschäftssegment IT Solutions beinhaltet die Gesellschaften CANCOM IT Solutions GmbH, CANCOM NSG GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH, CANCOM NSG SCS GmbH, CANCOM NSG ICP GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, acentrix GmbH, CANCOM cloud solutions GmbH, Glanzkinder GmbH und CANCOM Unicorner GmbH sowie die der CANCOM IT Solutions GmbH und der CANCOM cloud solutions GmbH zugeordneten
Kostenstellen der CANCOM Deutschland GmbH abzüglich den der CANCOM Deutschland GmbH zuzuordnenden Kostenstellen der CANCOM cloud solutions GmbH. Mit diesem Geschäftssegment bietet die CANCOM Gruppe eine umfassende Betreuung rund um IT-Infrastruktur und –Anwendungen. Das Dienstleistungsangebot umfasst dabei die IT-Strategieberatung, Projektplanung und –durchführung, Systemintegration, Wartung und Schulung sowie zahlreiche IT-Services bis hin zum Komplettbetrieb der IT.
Unter "sonstige Gesellschaften" sind die Gesellschaft CANCOM SE, die CANCOM VVM GmbH sowie die CANCOM Financial Services GmbH ausgewiesen. Die CANCOM SE beinhaltet die Stabs- oder Leitungsfunktion. Sie erbringt als solches eine Reihe von Dienstleistungen gegenüber ihren Tochterunternehmen. Außerdem fallen in diesen Bereich die Kosten der zentralen Konzernsteuerung und Investitionen in konzerninternen Projekten.
Bewertungsgrundlagen für das Ergebnis sowie die Vermögenswerte der Segmente
Die in der internen Berichterstattung über das Segment zur Anwendung gelangenden Rechnungslegungsmethoden entsprechen den unter Punkt A. 4. beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Lediglich im Rahmen der Währungsumrechnung bestehen Unterschiede, die zu geringen Abweichungen zwischen den Daten des internen Berichtswesens und den entsprechenden Angaben der externen Rechnungslegung führen.
Interne Umsätze werden je nach Art der Leistung entweder auf Kostenbasis oder auf Basis aktueller Marktpreise erfasst.
Überleitungsrechnungen
In der Position Überleitungsrechnung werden Themen ausgewiesen, die nicht in direktem Zusammenhang mit den Geschäftssegmenten und dem sonstigen Gesellschaften stehen. Dazu gehören die Verkäufe innerhalb der Segmente und der Ertragsteueraufwand.
Der Ertragsteueraufwand ist nicht Bestandteil der Ergebnisse der Geschäftssegmente. Da der Steueraufwand bei steuerlicher Organschaft der Muttergesellschaft zugeordnet wird, entspricht die Zuordnung der Ertragsteuer nicht unbedingt der Struktur der Segmente.
Informationen über geografische Gebiete
| Umsätze nach Sitz des Kunden |
Umsätze nach Sitz der Gesellschaften |
|||
|---|---|---|---|---|
| 2012 T€ |
2011 T€ |
2012 T€ |
2011 T€ |
|
| Deutschland | 514.347 | 489.455 | 529.127 | 502.023 |
| Ausland | 43.733 | 54.924 | 28.953 | 42.356 |
| Konzern | 558.080 | 544.379 | 558.080 | 544.379 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
||
| Deutschland | 58.719 | 51.729 | |
| Ausland | 1.923 | 2.025 | |
| Konzern | 60.642 | 53.754 |
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten das Sachanlagevermögen, immaterielle Vermögenswerte, die Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige langfristige Vermögenswerte. Finanzinstrumente und latente Steueransprüche sind ausgenommen.
E. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
In den Umsatzerlösen von T€ 558.080 sind mit Hilfe der POC-Methode ermittelte Auftragserlöse von T€ 849 enthalten.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Mieterträge | 35 | 7 |
| Erträge aus der Ablösung langfristiger Schulden | 0 | 136 |
| periodenfremde Erträge | 109 | 60 |
| Zuwendungen der öffentlichen Hand | 472 | 405 |
| sonstige betriebliche Erträge | 31 | 70 |
| Summe | 647 | 678 |
Die periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Ausbuchungen von kreditorischen Debitoren und Erträge aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens.
Die Zuwendungen der öffentlichen Hand beinhalten den auf das Geschäftsjahr 2012 entfallenden Vorteil aus der Gewährung zinsbegünstigter Darlehen.
Wir verweisen auf die Angaben zu den Darlehen unter C.14. und C.15.
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
Ausgewiesen werden Leistungen eigener Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Anschaffung und Herstellung von Gegenständen des Anlagevermögens und aktivierungsfähige Entwicklungskosten in den immateriellen Vermögenswerten.
Die Eigenleistungen teilen sich wie folgt auf:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Aktivierte Entwicklungskosten | 224 | 0 |
| Aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit angeschafften immateriellen Vermögenswerten |
1.978 | 900 |
| Aktivierte Eigenleistungen im Zusammenhang mit angeschafftem Sachanlagevermögen |
311 | 0 |
| Summe | 2.513 | 900 |
Die Forschungs- und Entwicklungskosten in 2012 betrugen insgesamt € 0,5 Mio. Diese wurden nicht aktiviert.
4. Personalaufwand
Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 95.342 | 91.551 |
| soziale Abgaben | 16.689 | 16.060 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 332 | 350 |
| Summe | 112.363 | 107.961 |
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Raumkosten | 5.758 | 5.073 |
| Versicherungen und sonstige Abgaben | 706 | 760 |
| Kfz Kosten | 4.165 | 5.889 |
| Werbekosten | 1.140 | 1.137 |
| Börsen- und Repräsentationskosten | 473 | 386 |
| Bewirtungen und Reisekosten | 3.202 | 2.945 |
| Kosten der Warenabgabe | 1.842 | 2.223 |
| Fremdleistungen | 1.883 | 2.053 |
| Reparaturen, Instandhaltung, Mietleasing | 889 | 918 |
| Kommunikations- und Bürokosten | 1.747 | 1.862 |
| Fortbildungskosten | 1.412 | 1.237 |
| Rechts- und Beratungskosten | 965 | 541 |
| Gebühren, Kosten des Geldverkehrs | 302 | 368 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 1.269 | 974 |
| Summe | 25.753 | 26.366 |
Die Abweichungen der ausgewiesenen Steueraufwendungen zu denen des Steuersatzes der CANCOM SE ergeben sich wie folgt:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 18.879 | 16.899 |
| Erwarteter Steueraufwand zum Steuersatz der inländischen Gesellschaften (30,60 %; Vj. 30,62 %) |
5.777 | 5.174 |
| - Besteuerungsunterschied Ausland | 25 | -19 |
| - Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern auf Verlustvorträge |
0 | -4 |
| - steuerfreie Einnahmen / steuerlich unbeachtliche Veräußerungsverluste |
15 | -249 |
| - periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern | 592 | 46 |
| - permanente Differenzen: nicht abzugsfähige Betriebsausgaben sowie gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen |
196 | 323 |
| - Steuerlatenzen aufgrund bedingter Kaufpreiskomponenten |
0 | -380 |
| - sonstiges | 7 | -20 |
| gesamter Ertragsteueraufwand Konzern | 6.612 | 4.871 |
6. Zinserträge / Zinsaufwendungen
Die Zinserträge bestehen im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Bankguthaben und Zinserträgen von Kunden.
7. Ertragsteuern
Die Ertragsteuerquote für inländische Gesellschaften beläuft sich auf 30,60 % (Vj. 30,62 %) und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die geringfügige Minderung der Ertragsteuerquote ist auf die Minderung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes zurückzuführen.
Die tatsächliche Steuerquote ergibt sich wie folgt:
| T€ | |
|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 18.879 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 6.612 |
| tatsächliche Steueraufwandsquote | 35,02% |
Die tatsächliche Steueraufwandsquote in 2012 spiegelt nicht die zu erwartende künftige Quote wider, da einmalige periodenfremde Sondereffekte aus der Betriebsprüfung enthalten sind. Sie beträgt ohne diese Sondereffekte 32,08 %.
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|---|---|
| 7.021 | 6.104 |
| -486 | -167 |
| -13 | -1.066 |
| -499 | -1.233 |
| 90 | 0 |
| 6.612 | 4.871 |
Die Ermittlung der Ertragsteuern nach IAS 12 berücksichtigt Steuerabgrenzungen aufgrund unterschiedlicher Wertansätze in der Steuerbilanz, aufgrund realisierbarer Verlustvorträge, aufgrund von Ergebnisunterschieden zwischen der steuerlichen Bewertung in den Einzelabschlüssen der einbezogenen Tochterunternehmen und der CANCOM-einheitlichen Bewertung sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen, soweit sich diese im Zeitablauf ausgleichen. Latente Steueransprüche für den Vortrag noch nicht genutzter steuerlicher Verluste werden aktiviert, soweit diese mit zukünftigen positiven Ergebnissen innerhalb der nächsten 4 Jahre voraussichtlich gerechnet wird. Die latenten Steuern werden anhand der Steuersätze bemessen, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet werden. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Latente Steuern aus Posten, die direkt dem Eigenkapital belastetet wurden, betreffen Kosten der Kapitalerhöhung.
8. Aufgegebene Geschäftsbereiche
Der Effekt innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung aus aufgegebenen Geschäftsbereichen beläuft sich auf T€ -683 (Vj. T€ -338). Dieser Betrag untergliedert sich in Erlöse (incl. sonstige betriebliche Erträge und Beteiligungserträge) in Höhe von T€ 2.517 (Vj. T€ 46.503), Aufwendungen in Höhe von T€ -3.200 (Vj. T€ -46.869) und Ergebnis vor Steuern in Höhe von T€ -683 (Vj. T€ -366). Der zugehörige Ertragsteuerertrag beträgt T€ 0 (Vj. T€ 28). Im Rahmen der Entkonsolidierung wurden Fremdwährungsverluste in Höhe von T€ 281 aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert.
Die aufgegebenen Geschäftsbereiche betreffen im Geschäftsjahr 2012 den Verkauf der Beteiligung an der CANCOM Ltd., Großbritannien am 16. März 2012. Zu diesem Zeitpunkt wurden die Vermögenswerte und Schulden entkonsolidiert. Im Vorjahr wurde das Ergebnis der CANCOM Ltd. in Höhe von T€ -1.222 unter den aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen.
9. Minderheitenanteile
Auf den Minderheitsanteilseigner entfallen 49 % des Jahresüberschusses der acentrix GmbH (T€ 85) und 51 % des Jahresüberschusses der Glanzkinder GmbH seit dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung am 01.07.2012 (T€ 30). Bezüglich der Entwicklung der Minderheitsanteile im Eigenkapital wird auf Seite 47 verwiesen.
F. Angaben zur Kapitalflussrechnung
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist nach den Vorgaben des IAS 7 "cash flow statements" erstellt. Danach ist zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden worden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität beinhaltet Barmittel und Bankguthaben.
Bei der Ermittlung des Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode gewählt. Der Cash flow aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um € 10,6 Mio. vermindert.
Der Finanzmittelfonds in Höhe von T€ 44.638 (Vj. T€ 44.475) umfasst die Bilanzposition Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, in der Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen sind. Im Vorjahr waren zusätzlich die liquiden Mittel aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von T€ 110 enthalten.
G. Sonstige Angaben
1. Verbundene und nahestehende Unternehmen bzw. Personen
Die CANCOM SE erstellt diesen Konzernabschluss als Obergesellschaft. Dieser Konzernabschluss wird nicht in einen übergeordneten Konzernabschluss einbezogen.
Im Sinne von IAS 24 kommt Herr Klaus Weinmann als nahe stehende Person in Betracht, der sowohl in seiner Funktion als Vorstand als auch als Aktionär der CANCOM SE einen maßgeblichen Einfluss auf die CANCOM-Gruppe ausüben kann. Ferner zählt der Vorstand Herr Rudolf Hotter zu den nahe stehenden Personen. Außerdem sind die Mitglieder des Aufsichtsrates nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24. Als weitere nahe stehende Personen im Sinne IAS 24.9 b kommen in Betracht:
- die AL-KO Kober AG und deren Tochterunternehmen,
- die PEN GmbH,
- die WFO Vermögensverwaltung GmbH,
- die AURIGA Corporate Finance GmbH sowie
- die SNP Schneider-Neureither & Partner AG.
Für die einzelnen Mitglieder des Vorstands wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt:
Die Vergütung des Vorstandsvorsitzenden Herrn Klaus Weinmann setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von T€ 502 und einem Jahresbonus in Höhe von T€ 561 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von T€ 20, in Summe T€ 1.083. Die Vergütung des Vorstandsmitglieds Herrn Rudolf Hotter setzt sich zusammen aus einer fixen Vergütung in Höhe von T€ 334, einem Jahresbonus in Höhe von T€ 281 sowie sonstigen Gehaltsbestandteilen in Höhe von T€ 5, in Summe T€ 620. Insgesamt beträgt die Vergütung des Vorstandes im Geschäftsjahr 2012 T€ 1.703.
Für die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats wurde folgende Vergütung für das Geschäftsjahr 2012 festgesetzt:
Die Vergütung des Aufsichtsratsvorsitzenden Walter von Szczytnicki beträgt T€ 97. Die Vergütung des stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Kober beträgt T€ 49. Die Vergütungen der übrigen Aufsichtsratsmitglieder betragen für Raymond Kober T€ 15, Walter Krejci T€ 29, Regina Weinmann T€ 24, Petra Neureither T€ 24 sowie für Prof. Dr. Arun Chaudhuri T€ 14. Insgesamt beträgt die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 T€ 252.
Transaktionen mit nahe stehenden Personen wurden zu Marktpreisen und marktüblichen Bedingungen zwischen 10 und 30 Tagen netto abgerechnet.
Im Bereich Lieferungen und Leistungen an nahestehende Personen nach IAS 24 wurden folgende Geschäftsumfänge realisiert: Der Bezug der AL-KO Kober AG sowie deren Tochterunternehmen betrug in Summe T€ 2.414 (brutto), davon zum Bilanzstichtag offen T€ 215.
Im Bereich Lieferungen und Leistungen von nahestehenden Personen nach IAS 24 wurden folgende Geschäftsumfänge realisiert: Der Bezug von der AL-KO Kober AG sowie deren Tochterunternehmen betrug in Summe T€ 2 (brutto), davon zum Bilanzstichtag offen T€ 0.
Zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden der CANCOM SE, Herrn Walter von Szczytnicki und der CANCOM SE bestand ein am 9. März 2007 mit Wirkung zum 01. Juli 2007 nach §114 AktG genehmigter Beratervertrag, der eine jährliche Vergütung von € 60.000 p.a. vorsah. Der Beratervertrag ist im Juni 2012 ausgelaufen. Die Vergütung im Geschäftsjahr 2012 beläuft sich auf € 30.000.
2. Aktienbesitz der Organe (zum Bilanzstichtag)
| Aktionär | Stückaktien | % |
|---|---|---|
| Klaus Weinmann | 177.270 | 1,5509 |
| Stefan Kober | 261.289 | 2,2860 |
| Petra Neureither | 35.000 | 0,3062 |
3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Bei den Gesellschaften des CANCOM-Konzerns bestanden die folgenden finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
| Fällig | 2013 T€ |
2014 T€ |
2015 T€ |
2016 T€ |
2017 T€ |
später T€ |
gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| aus Miet verträgen |
4.438 | 4.080 | 3.720 | 2.704 | 2.535 | 10.352 | 27.829 |
| aus Leasing verträgen |
1.064 | 775 | 303 | 45 | 2 | 0 | 2.189 |
| 5.502 | 4.854 | 4.023 | 2.749 | 2.537 | 10.352 | 30.018 |
Die Leasingverträge beziehen sich auf Operate-Leasing-Verhältnisse.
4. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 314 Nr. 2 HGB
Bei der CANCOM SE wurde zur Verbesserung der Liquidität und Optimierung der Bilanzstruktur in 2007 die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft.
5. Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Die CANCOM SE hat die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung in 2012 abgegeben und am 19. Dezember 2012 den Aktionären auf der Homepage "www.cancom.com" zugänglich gemacht.
6. Honorare für die Abschlussprüfer
Für die Abschlussprüfer im Sinne von § 318 HGB (einschließlich verbundener Unternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB) sind für das Geschäftsjahr 2012 folgende Honorare (Gesamtvergütung zzgl. Auslagen ohne Vorsteuer) berechnet:
| a) Abschlussprüfung | T€ | 153* |
|---|---|---|
| b) Steuerberatung | T€ | 0 |
| c) Sonstige Leistungen | T€ | 6 |
* davon für Geschäftsjahr 2011 T€ 3
7. Arbeitnehmer
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| im Jahresdurchschnitt | 2.040 | 2.101 |
| am Jahresende | 2.076 | 2.097 |
8. Beteiligungen an der Gesellschaft im Sinne des § 20 IV AktG
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der CANCOM SE von keinem Gesellschafter eine Mehrheitsbeteiligung im Sinne von § 20 AktG schriftlich mitgeteilt.
9. Vorstände und Aufsichtsrat
Als Vorstände sind bestellt:
- Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten (-Vorsitzender-)
- Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.
Folgende Vorstände sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:
- Herr Klaus Weinmann in:
- SNP Schneider-Neureither & Partner AG
- CANCOM NSG GmbH (bis 31.03.2012)
- CANCOM IT Solutions GmbH (seit 30.11.2012)
- Herr Rudolf Hotter in:
- CANCOM NSG GmbH (seit 01.04.2012)
- CANCOM IT Solutions GmbH (seit 30.11.2012)
Zu Prokuristen sind bestellt:
• Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Wittislingen
Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:
- Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon -Vorsitzender-
- Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz -stellvertretender Vorsitzender-
- Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz (bis 21.06.2012)
- Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
- Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin der WFO Vermögensverwaltung GmbH, Aystetten
- Frau Petra Neureither,
- Dipl.-Volkswirtin, Geschäftsführerin der PEN GmbH, Heidelberg • Herr Prof. Dr. Arun Chaudhuri, Dipl.-Wirtsch.-Ing.,
- selbständiger Unternehmensberater (ab 21.06.2012)
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:
• Herr Walter von Szczytnicki in: - AL-KO Kober AG
10. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Nach Einschätzung des Vorstandes gibt es keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag über die zu berichten wäre.
11. Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses der CANCOM SE
Der Vorstand der CANCOM SE beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 7.409.710,35 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,35 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den nach Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
12. Genehmigung des Konzernabschlusses gemäß IAS 10.17
Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 12. März 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
13. Anteilsbesitzliste gemäß § 313 HGB
| Tochterunternehmen: | Sitz der Gesellschaft | Beteiligungsquote in % | |
|---|---|---|---|
| 1. CANCOM Deutschland GmbH sowie deren Tochtergesellschaften |
Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| • CANCOM (Switzerland) AG | Caslano / Schweiz | 100,0 | |
| • CANCOM Computersysteme GmbH | Graz-Thondorf / Österreich | 100,0 | |
| sowie deren Tochtergesellschaft | |||
| • CANCOM a + d IT solutions GmbH | Perchtoldsdorf / Österreich | 100,0 | |
| 2. CANCOM NSG GmbH | München | 100,0 | |
| sowie deren Tochtergesellschaft | |||
| • CANCOM NSG GIS mbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| • CANCOM NSG SCS mbH | München | 100,0 | |
| • CANCOM NSG ICP mbH | München | 100,0 | |
| 3. CANCOM IT Solutions GmbH sowie deren Tochtergesellschaft |
München | 100,0 | |
| • acentrix GmbH | Jettingen-Scheppach | 51,0 | |
| 4. CANCOM physical infrastructure GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| 5. CANCOM cloud solutions GmbH | München | 100,0 | |
| 6. Glanzkinder GmbH | Köln | 49,0 | |
| 7. CANCOM Unicorner GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| 8. CANCOM Financial Services GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 | |
| 9. CANCOM VVM GmbH | Jettingen-Scheppach | 100,0 |
München, den 12. März 2013
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Konzernabschluss
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
München, den 12. März 2013
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
Bestätigungsvermerk
Wir haben den von der CANCOM SE (vormals CANCOM AG), München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie ihren Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und des Lageberichts der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der CANCOM AG. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanzund Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie die Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
Augsburg, den 12. März 2013
S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Ulrich Stauber Johann Dieminger
SE Bilanz zum 31. Dezember 2012
AKTIVA
| 31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
|
|---|---|---|
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
75.816,86 | 7.653,75 |
| II.Sachanlagen | ||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 157.605,67 | 188.464,90 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 609.335,79 | 613.065,07 |
| 766.941,46 | 801.529,97 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 40.229.050,14 | 39.565.045,37 |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 32.032.740,19 | 20.063.049,74 |
| 2. sonstige Vermögensgegenstände | 50.628,96 | 2.078.217,54 |
| 32.083.369,15 | 22.141.267,28 | |
| II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 9.042.297,81 | 17.308.583,85 |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 56.481,40 | 37.764,00 |
| 82.253.956,82 | 79.861.844,22 |
PASSIVA
| 31.12.2012 € |
31.12.2011 € |
|
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 11.429.826,00 | 10.390.751,00 |
| II. Kapitalrücklage | 27.366.591,56 | 16.975.841,56 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. gesetzliche Rücklage | 6.665,71 | 6.665,71 |
| 2. andere Gewinnrücklagen | 25.181.068,21 | 17.063.190,55 |
| 25.187.733,92 | 17.069.856,26 | |
| IV. Bilanzgewinn | 7.409.710,35 | 11.235.102,96 |
| 71.393.861,83 | 55.671.551,78 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.573.990,72 | 3.925.872,95 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 1.823.196,00 | 1.115.823,00 |
| 3.397.186,72 | 5.041.695,95 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen | 4.800.600,00 | 12.625.600,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.192.729,41 | 5.861.707,74 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 132.837,84 | 131.857,02 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 321.263,02 | 529.431,73 |
| 7.447.430,27 | 19.148.596,49 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 15.478,00 | 0,00 |
| 82.253.956,82 | 79.861.844,22 |
SE-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012
| 2012 € |
2011 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 8.129.683,00 | 7.490.000,00 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | 1.311.463,33 | 1.415.918,95 |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -4.086.080,53 | -3.892.671,65 |
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | -372.033,84 | -400.853,05 |
| -4.458.114,37 | -4.293.524,70 | |
| 4. Abschreibungen: | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -183.065,10 | -247.536,59 |
| b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten |
-242.815,33 | -977.409,16 |
| -425.880,43 | -1.224.945,75 | |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | -3.576.120,42 | -3.196.009,29 |
| 6. Erträge aus Beteiligungen | 500.000,00 | 3.854.209,47 |
| 7. auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags enthaltene Gewinne | 11.082.062,14 | 12.262.132,31 |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 683.138,53 | 631.006,89 |
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0,00 | -438.916,00 |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.247.559,18 | -1.382.624,10 |
| 11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 11.998.672,60 | 15.117.247,78 |
| 12. außergewöhnliche Aufwendungen | -299.357,65 | 0,00 |
| 13. außerordentliches Ergebnis | -299.357,65 | 0,00 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.270.504,51 | -3.869.645,82 |
| 15. sonstige Steuern | -19.100,09 | -12.499,00 |
| 16. Jahresüberschuss | 7.409.710,35 | 11.235.102,96 |
| 17. Gewinnvortarag aus dem Vorjahr | 11.235.102,96 | 8.023.812,57 |
| 18. Einstellungen in Gewinnrücklagen in andere Gewinnrücklagen |
-8.117.877,66 | -6.465.199,92 |
| 19. Ausschüttung | -3.117.225,30 | -1.558.612,65 |
| 20. Bilanzgewinn | 7.409.710,35 | 11.235.102,96 |
Entwicklung des Anlagevermögens – Anlagespiegel
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
| Stand 01.01.2012 € |
Zugänge 2012 € |
Abgänge 2012 € |
Stand 31.12.2012 € |
|
|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen |
||||
| Rechten und Werten | 21.195,00 | 75.228,11 | 0,00 | 96.423,11 |
| 21.195,00 | 75.228,11 | 0,00 | 96.423,11 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 481.010,32 | 0,00 | 0,00 | 481.010,32 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 955.234,64 | 173.785,07 | 104.980,36 | 1.024.039,35 |
| 1.436.244,96 | 173.785,07 | 104.980,36 | 1.505.049,67 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 43.549.708,40 | 667.441,70 | 3.217.171,96 | 40.999.978,14 |
| 43.549.708,40 | 667.441,70 | 3.217.171,96 | 40.999.978,14 | |
| Summe | 45.007.148,36 | 916.454,88 | 3.322.152,32 | 42.601.450,92 |
ANSCHAFFUNGS-/HERSTELLUNGSKOSTEN ABSCHREIBUNGEN BUCHWERTE
| Stand 31.12.2012 31.12.2011 € |
Stand 31.12.2012 € |
Abgänge 2012 € |
Zugänge 2012 € |
Stand 01.01.2012 € |
|---|---|---|---|---|
| 75.816,86 | 20.606,25 | 0,00 | 7.065,00 | 13.541,25 |
| 75.816,86 | 20.606,25 | 0,00 | 7.065,00 | 13.541,25 |
| 157.605,67 | 323.404,65 | 0,00 | 30.859,23 | 292.545,42 |
| 609.335,79 | 414.703,56 | 72.606,88 | 145.140,87 | 342.169,57 |
| 766.941,46 | 738.108,21 | 72.606,88 | 176.000,10 | 634.714,99 |
| 40.229.050,14 39.565.045,37 |
770.928,00 | 3.213.735,03 | 0,00 | 3.984.663,03 |
| 40.229.050,14 39.565.045,37 |
770.928,00 | 3.213.735,03 | 0,00 | 3.984.663,03 |
| 41.071.808,46 40.374.229,09 |
1.529.642,46 | 3.286.341,91 | 183.065,10 | 4.632.919,27 |
SE-Anhang für das Geschäftsjahr 2012
A. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft (§ 267 Abs. 3 HGB). Der Bilanzierung und Bewertung liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.
Die Hauptversammlung hat am 18.12.2012 die formwechselnde Umwandlung der CANCOM AG in CANCOM SE beschlossen.
Die Umwandlung wurde am 28.02.2013 in das Handelsregister eingetragen.
B. Bilanzierung- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige zeitanteilige Abschreibungen (bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 3 Jahren), bewertet. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Sachanlagevermögen
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen.
Dem Sachanlagevermögen werden Nutzungsdauern zwischen 3 und 13 Jahren zugrunde gelegt.
Geringwertige Wirtschaftsgüter, bei denen die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten den Betrag von € 150 nicht übersteigen, werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt.
Vermögensgegenstände, deren Anschaffungskosten zwischen € 150 und € 1.000 liegen, werden seit dem 01. Januar 2008 in einem Sammelposten aktiviert. In diesem Sammelposten werden alle Vermögensgegenstände eines Jahres erfasst und über 5 Jahre linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegte Abschreibungsdauer entspricht der voraussichtlichen Nutzungsdauer.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt.
Rückstellungen
Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet worden und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern
Auf Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlusten wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, wird das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Weise ausgeübt, dass kein Ansatz von aktiven latenten Steuern vorgenommen wird. Verlustvorträge werden insoweit berücksichtigt, als eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre realisierbar ist. Des Weiteren werden Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten von Organgesellschaften insoweit einbezogen, als von künftigen Steuerbe und -entlastungen aus der Umkehrung von temporären Differenzen bei der CANCOM SE als Organträgerin auszugehen ist.
Die Bewertung von latenten Steuern erfolgt auf Basis der im späteren Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede gültigen Steuersätzen, vorausgesetzt, die künftigen Steuersätze sind bereits bekannt. Die Ertragsteuerquote beläuft sich auf 30,30 % (i. Vj. 29,97 %) und betrifft Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag. Die geringfügige Erhöhung der Ertragsteuerquote gegenüber dem Vorjahr ist auf die Erhöhung des durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatzes zurückzuführen.
Grundlagen der Währungsumrechnung
Die Umrechnungen von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremde Währung innerhalb des Konzernverbunds erfolgen zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag. Monetäre Bilanzpositionen in Fremdwährungen werden ebenfalls zum Stichtagskurs umgerechnet. Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit über einem Jahr werden gegebenenfalls zum höheren, Forderungen und sonstige monetäre Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum niedrigeren historischen Kurs bewertet.
C. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen der Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (Seite 88-89) dargestellt.
Zur Zusammensetzung des Finanzanlagevermögens und der jeweiligen Jahresergebnisse der Tochterunternehmen vgl. die Aufstellung des Anteilsbesitzes (Seite 97).
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 32.033 (i. Vj. T€ 20.063) betreffen die CANCOM NSG GmbH (T€ 15.727; i. Vj. T€ 3.585), die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 8.375; i. Vj. T€ 9.753), die CANCOM cloud solutions GmbH (T€ 3.736; i. Vj. T€ 3.515), die CANCOM Computersysteme GmbH (T€ 1.615; i. Vj. T€ 1.536), die CANCOM IT Solutions GmbH (T€ 889; i. Vj. T€ 1.053), die acentrix GmbH (T€ 697; i. Vj. T€ 58), die Glanzkinder GmbH (T€ 502; Vj. T€ 0), die CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 401; i. Vj. T€ 502), die CANCOM a+d IT solutions GmbH (T€ 72; i. Vj. T€ 36), die CANCOM NSG ICP
GmbH (T€ 14; i. Vj. T€ 14), die CANCOM NSG GIS GmbH (T€ 4; i. Vj. T€ 8) sowie die CANCOM NSG SCS GmbH (T€ 1; i. Vj. T€ 3). Von den Forderungen gegen verbundenen Unternehmen entfallen auf Darlehen T€ 18.875 (i. Vj. T€ 5.236), auf kurzfristige sonstige Vermögensgegenstände T€ 8.555 (i. Vj. T€ 9.977) und auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen T€ 4.603 (i. Vj. T€ 4.850).
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2012 € 11.429.826,00 (i. Vj. € 10.390.751,00) und ist in 11.429.826 (i. Vj. 10.930.751) Stückaktien (Aktien ohne Nennbetrag) eingeteilt.
Genehmigtes und bedingtes Kapital
Das genehmigte Kapital der Gesellschaft beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2012 insgesamt € 3.960.925,00 und untergliedert sich wie folgt:
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Juni 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juni 2015 durch Ausgabe bis zu 4.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 4.000.000,00 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht eingeräumt, das
a) bei einer Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage im Falle des Erwerbs einer Beteiligung, von Unternehmen oder von Unternehmensteilen ausgeschlossen werden kann;
b) bei einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen ausgeschlossen werden kann, wenn der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet. Bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 22. Juni 2010 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Options- und/oder Wandlungsrechte bzw. –pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 22. Juni 2010 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Der Vorstand ist ferner ermächtigt, Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats - genehmigtes Kapital (2010) I.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Juni 2008 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2013 durch Ausgabe bis zu 1.000.000 neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 1.000.000,00 zu erhöhen.
Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
aa) für Spitzenbeträge,
bb) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt und der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis, der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrages durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und Abs. 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet; bei der Berechnung der 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag am Grundkapitalbetrag abzusetzen, der auf neue oder zurück erworbene Aktien entfällt, die seit dem 25. Juni 2008 unter vereinfachtem Bezugsrechtsausschluss gemäß oder entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag am Grundkapital, auf den sich Optionsund/oder Wandlungsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die seit dem 25. Juni 2008 in sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.
Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktienausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats – Genehmigtes Kapital (2008) II.
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2012 in vollständiger Ausnutzung des Genehmigten Kapitals (2008) II sowie in teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals (2010) I von obigen Ermächtigungen Gebrauch gemacht und mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre um bis zu € 1.039.075,00 von € 10.390.751,00 auf bis zu € 11.429.826,00 gegen Bareinlage durch Ausgabe von bis zu 1.039.075 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien jeweils mit einem auf die einzelne
Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital von € 1,00 zu erhöhen. Die Erhöhung des Grundkapitals wurde in voller Höhe von € 1.039.075,00 (entsprechend 1.039.075 neuen Aktien) durchgeführt und am 13. November 2012 im Handelsregister beim Amtsgericht München (HRB 192673) eingetragen. Das Genehmigte Kapital (2010) I vom 22. Juni 2010 beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch € 3.960.925,00. Durch Beschluss des Aufsichtsrats vom 25.10.2012 ist die Satzung in § 4 (Grundkapital, Genehmigtes Kapital) geändert.
Das bedingte Kapital beträgt satzungsgemäß zum 31. Dezember 2012 € 5.000.000,00 und ist wie folgt festgelegt:
Das Grundkapital ist um bis zu € 5.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 5.000.000 neuer Stückaktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Schuldverschreibungen, zu deren Ausgabe bis zum 24.06.2013 der Vorstand und der Aufsichtsrat durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.06.2008 ermächtigt wurde, von Wandlungsrechten bzw. –pflichten oder Optionsrechten Gebrauch machen. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreises. Die neuen Aktien sind ab Beginn des Geschäftsjahres gewinnberechtigt, für das zum Zeitpunkt ihrer Ausgabe noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinnes gefasst worden ist. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der Vorstand hat im Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012 keinen Gebrauch von obigen Ermächtigungen zur Ausgabe von Schuldverschreibungen gemacht.
Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| Kapitalrücklage 01.01. | 16.976 | 16.976 |
| Kapitalerhöhung (§ 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) | 10.391 | 0 |
| Kapitalrücklage | 27.367 | 16.976 |
Andere Gewinnrücklagen
Die anderen Gewinnrücklagen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2012 T€ |
2011 T€ |
|
|---|---|---|
| andere Gewinnrücklagen 01.01. | 17.063 | 10.598 |
| Einstellung aus dem Bilanzgewinn | 8.118 | 6.465 |
| andere Gewinnrücklagen | 25.181 | 17.063 |
Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn setzt sich wie folgt zusammen:
| 2012 | 2011 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Gewinnvortrag 01.01. | 11.235 | 8.024 |
| Dividendenausschüttung | -3.117 | -1.559 |
| Umbuchung in andere Gewinnrücklagen | -8.118 | -6.465 |
| Jahresüberschuss | 7.410 | 11.235 |
| Bilanzgewinn | 7.410 | 11.235 |
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme (T€ 940; i. Vj. T€ 799), Aufsichtsratsgelder (T€ 200; i. Vj. T€ 35), ausstehende Rechnungen (T€ 248; i. Vj. T€ 88), Prüfungs- und Abschlusskosten (T€ 141; i. Vj. T€ 77), die Verzinsung von Steuernachforderungen (T€ 105; i. Vj. T€ 0), Abfindungen (T€ 58; i. Vj. T€ 37), variable Gehaltsbestandteile (T€ 39; i. Vj. T€ 32), die zukünftige Betriebsprüfung (T€ 25; i. Vj. T€ 0), den Nutzen aus mietfreier Zeit (T€ 19; i. Vj. T€ 0), drohende Verluste aus schwebenden Geschäften (T€ 15; i. Vj. T€ 0), Urlaub (T€ 14; i. Vj. T€ 13) sowie für die Druckkosten Jahresabschluss (T€ 12; i. Vj. T€ 12).
Verbindlichkeiten
Bezüglich der Zusammensetzung der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel auf Seite 94-95.
Die Position Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen enthält Mezzaninekapital in Höhe von € 2.000.000,00 (Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG), ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 412.500,00 (Sparkasse Günzburg-Krumbach), ein
nachrangiges Darlehen in Höhe von € 1.995.600,00 (Stadtsparkasse Augsburg) und ein nachrangiges Darlehen in Höhe von € 392.500,00 (Stadtsparkasse Augsburg).
Gemäß Mezzaninekapitalvertrag vom 27. Dezember 2007 zwischen der CANCOM SE und der Bayern Mezzaninekapital GmbH & Co. KG wurde ein Mezzaninekapital in Höhe von € 4.000.000,00 gewährt. Die Auszahlung erfolgte am 31.12.2007. Es wurden Teil-Rückzahlungen am 30.12.2011 von € 1.000.000,00 und am 21.12.2012 von € 1.000.000,00 geleistet. Das restliche Mezzaninekapital in Höhe von € 2.000.000,00 ist spätestens zum 31.12.2015 insgesamt zur Rückzahlung fällig und wird mit einem Festzinssatz in Höhe von 6,6 % p.a. verzinst. Erreicht das ausgewiesene Ist-EBITDA mindestens 50 % des geplanten Soll-EBITDA, erhält der Mezzaninekapitalgeber eine ergebnisabhängige Vergütung von 0,5 % p.a.. Ansprüche aus dem Mezzaninekapitalvertrag treten gegenüber den Ansprüchen aller gegenwärtigen und zukünftigen Gläubiger des Unternehmens dergestalt im Rang zurück, dass der Mezzaninekapitalgeber die Erfüllung dieser Ansprüche während der Zeit der Krise der Gesellschaft i. S. v. § 32a GmbHG analog nicht fordern darf oder soweit die Durchsetzung der Ansprüche zu einer Krise des Unternehmens i. S. v. § 32a GmbHG analog führen würde. Während dieser Krise haben diese subordinierten Forderungen Nachrang zu Forderungen anderer Gläubiger gemäß § 39 Abs. 1 Nr. 5 i. V. m. § 39 Abs. 2 InsO.
Das Darlehen von der Sparkasse Günzburg-Krumbach wurde am 28.03.2003 aufgenommen und wird mit 6,67 % p.a. verzinst. Die Tilgung erfolgt ab 30.09.2011 in vier Halbjahresraten zu je € 412.500,00.
Ein Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 1.995.600,00 wurde in Teilbeträgen von € 1.500.000,00 am 23.09.2009 und € 495.600,00 am 08.12.2009 ausbezahlt und wird mit 4,25 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 12 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 166.300,00.
Ein weiteres Darlehen von der Stadtsparkasse Augsburg in Höhe von € 392.500,00 wurde am 08.12.2009 ausgezahlt und wird mit 4 % p.a. verzinst. Es handelt sich um ein zweckgebundenes Darlehen aus Mitteln der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die Tilgung beginnt am 30.12.2016 in 11 vierteljährlich zu entrichtenden Raten in Höhe von je € 32.709,00 und einer Schlussrate von € 32.701,00.
D. Erläuterungen und Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die Umsätze beinhalten in 2012 ausschließlich Konzernumlagen (T€ 8.130; i. Vj. T€ 7.490).
Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 7 (i. Vj. T€ 4) enthalten. Diese beinhalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 7; i. Vj. T€ 4).
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 500 (i. Vj. T€ 3.854) enthalten die Ausschüttung der CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 500; i. Vj. T€ 500). Des Weiteren waren im Vorjahr die Ausschüttung der CANCOM NSG GmbH (T€ 500) sowie Gewinne aus der Veräußerungen von Beteiligungen (T€ 2.854) enthalten.
Unter der Position auf Grund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne wird der an die CANCOM SE von der CANCOM Deutschland GmbH (T€ 8.139; i. Vj. T€ 9.454) und der CANCOM NSG GmbH (T€ 2.943; i. Vj. T€ 2.808) abgeführte Jahresüberschuss ausgewiesen.
Die Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 573 (i. Vj. T€ 588).
Das außerordentliche Ergebnis beinhaltet außerordentlichen Aufwand für die Kosten der Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 299.
E. Sonstige Angaben
Angaben gemäß § 285 Nr. 3 HGB
Im Geschäftsjahr 2007 wurde zur Verbesserung der Liquidität und zur Optimierung der Bilanzstruktur die Betriebsimmobilie im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back Vertrages verkauft. Bezüglich der Risiken aus diesem Vertrag verweisen wir auf die Angaben zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen.
Angaben gemäß § 285 Nr. 29 HGB
Im Geschäftsjahr bestanden Differenzen zwischen Handelsbilanz- und Steuerbilanzwerten, die sowohl zu aktiven, als auch zu passiven latenten Steuern führen würden. Es besteht jedoch ein Überhang an aktiven latenten Steuern, für die das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in der Weise ausgeübt wird, dass keine Aktivierung erfolgt.
Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern betreffen passive latente Steuern auf den steuerlichen Ausgleichsposten der Organgesellschaften und Anteile an verbundenen Unternehmen sowie aktive latente Steuern auf Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige Rückstellungen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Verpflichtungen aus derzeit laufenden Miet- und Leasingverträgen betragen:
| fällig in 2013 T€ |
Gesamt T€ |
|
|---|---|---|
| Mietverträge | 854 | 7.752 |
| Leasingverträge | 38 | 80 |
| davon verbundene Unternehmen | 1 | 1 |
VERBINDLICHKEITENSPIEGEL
| Restlaufzeit | |||
|---|---|---|---|
| bis zu 1 Jahr € |
mehr als ein Jahr € |
mehr als 5 Jahre € |
|
| 1. Genussrechtskapital und nachrangige Darlehen | 412.500,00 | 2.995.045,00 | 1.393.055,00 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 476.290,41 | 1.194.064,00 | 522.375,00 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 132.837,84 | 0,00 | 0,00 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 321.263,02 | 0,00 | 0,00 |
| (davon aus Steuern) | 234.506,14 | 0,00 | 0,00 |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.342.891,27 | 4.189.109,00 | 1.915.430,00 |
Haftungsverhältnisse
Es bestehen zum Bilanzstichtag Bürgschaften für die CANCOM Deutschland GmbH (T€ 11.642; i. Vj. T€ 11.642), die CANCOM NSG GmbH (T€ 3.692; i. Vj. T€ 3.692), die CANCOM physical infrastructure GmbH (T€ 150; i. Vj. T€ 150) sowie eine Gesamtbürgschaft (T€ 200; i. Vj. T€ 200) für die Gesellschaften CANCOM IT Solutions GmbH, CANCOM physical infrastructure GmbH, CANCOM NSG GIS GmbH, CANCOM NSG SCS GmbH, CANCOM NSG ICP GmbH, acentrix GmbH und CANCOM cloud solutions GmbH.
Im Vorjahr bestand zusätzlich eine Bürgschaft für die CANCOM Ltd. in Höhe von T€ 597.
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| Gesamtschuldnerische Haftung für Avalkredite und sonstige Kredite |
562 | 396 |
Die Haftungsverhältnisse in Höhe von T€ 562 (i. Vj. T€ 396) sind in voller Höhe zugunsten verbundener Unternehmen eingegangen.
Die CANCOM SE geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur in Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die CANCOM SE derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die CANCOM SE schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.
Mitglieder der Geschäftsführung
Als Vorstände sind bestellt:
- Herr Klaus Weinmann, Dipl.-Kfm., Aystetten Vorsitzender
- Herr Rudolf Hotter, Dipl. Betriebswirt, Füssen
Alle Vorstände sind gemeinsam mit einem weiteren Vorstand oder in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertretungsbefugt.
Folgende Vorstände sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:
- Herr Klaus Weinmann in:
- SNP Schneider-Neureither & Partner AG
- CANCOM NSG GmbH (bis 31.03.2012)
- CANCOM IT Solutions GmbH (seit 30.11.2012)
- Herr Rudolf Hotter in:
- CANCOM NSG GmbH (seit 01.04.2012)
- CANCOM IT Solutions GmbH (seit 30.11.2012)
Zum Prokuristen ist bestellt:
• Herr Thomas Stark, Dipl.-Wirtsch.-Ing., Wittislingen
| Durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert | |||
|---|---|---|---|
| 31.12.2011 | 31.12.2012 | ||
| Art, Form | € | € | € |
| 12.625.600,00 | 4.800.600,00 | ||
| Sicherungsübereignung Kfz | 2.000.744,97 | 5.861.707,74 | 2.192.729,41 |
| 131.857,02 | 132.837,84 | ||
| 529.431,73 | 321.263,02 | ||
| 349.229,85 | 234.506,14 | ||
| 0,00 | 0,00 | ||
| 2.000.744,97 | 19.148.596,49 | 7.447.430,27 |
Aufsichtsrat
Zu den Mitgliedern des Aufsichtsrates sind bestellt:
- Herr Walter von Szczytnicki, selbständiger Unternehmensberater, Kirchseeon -Vorsitzender-
- Herr Stefan Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz -stellvertretender Vorsitzender-
- Herr Raymond Kober, Vorstandsmitglied der AL-KO Kober AG, Kötz (bis 21.06.2012)
- Herr Walter Krejci, Geschäftsführender Gesellschafter der AURIGA Corporate Finance GmbH, München
- Frau Regina Weinmann, Dipl.-Kauffrau, Geschäftsführerin der WFO Vermögensverwaltung GmbH, Aystetten
- Frau Petra Neureither, Dipl.-Volkswirtin, Geschäftsführerin der PEN GmbH, Heidelberg
- Herr Prof. Dr. Arun Chaudhuri, Dipl.-Wirtsch.-Ing., selbstständiger Unternehmensberater, München (ab 21.06.2012)
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat weiterer Unternehmen vertreten:
• Herr Walter von Szczytnicki in: - AL-KO Kober AG
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Ein partiarisches Darlehen in Höhe von bis T€ 1.000 (derzeit ausgezeichnet T€ 500) wurde mit der Glanzkinder GmbH vereinbart. Die Laufzeit beträgt 9 Jahre und der Buchwert zum 31.12.2012 T€ 500. Zusätzlich zu dem festen Zinssatz in Höhe von 2% wurde eine variable Vergütung vereinbart.
Mitarbeiter
Im Jahresdurchschnitt waren bei der Gesellschaft 57 Mitarbeiter inklusive Teilzeitmitarbeiter, jedoch ohne Auszubildende, Praktikanten sowie ohne Vorstände beschäftigt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB unterbleiben, da sie im Konzernabschluss, der von der CANCOM SE aufgestellt wird, enthalten sind.
Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde erstmals 2002 abgegeben, zuletzt im Dezember 2012 erneuert und anschließend den Aktionären auf der Homepage der CANCOM SE zugänglich gemacht.
Gesamtbezüge Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtbezüge des Vorstands belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 1.703.
Die Gesamtbezüge der Vorstände sind eingeteilt in fixe und variable Komponenten. Die Bezahlung der variablen Komponenten ist an fest definierte Erfolgsziele gebunden. Den Vorständen sind in 2012 keine Aktienoptionen gewährt worden.
Bezüglich der vollumfänglichen Angabepflichten nach § 285 Nr. 9a Satz 5 bis 9 HGB verweisen wir auf unsere Ausführungen im Lagebericht.
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Berichtsjahr auf T€ 252.
Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital ab 10%
Der Gesellschaft sind zum 31.12.2012 weder direkte noch indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten, bekannt.
Vorschlag zur Verwendung des Ergebnisses
Der Vorstand beschließt dem Aufsichtsrat und der Hauptversammlung vorzuschlagen, den Bilanzgewinn für das Geschäftsjahr 2012 in Höhe von € 7.409.710,35 zur Ausschüttung einer Dividende in Höhe von € 0,35 pro dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den nach der Ausschüttung verbleibenden Bilanzgewinn in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Mutterunternehmen
Die CANCOM SE, München ist die Gesellschaft, die den Konzernabschluss aufstellt. Der Konzernabschluss der CANCOM SE kann auf deren Homepage abgerufen werden sowie im elektronischen Bundesanzeiger eingesehen werden.
München, den 12. März 2013
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES
| Name, Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kaptial in % |
Eigenkapital per 31.12.2012 in T€ |
Jahresergebnis 2012 T€ |
|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | |||
| 1. CANCOM Deutschland GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 | 5.933 | 0 * |
| 2. CANCOM NSG GmbH, München | 100,0 | 3.261 | 0 * |
| 3. CANCOM IT Solutions GmbH, München | 100,0 | 10.479 | 3.692 |
| 4. CANCOM physical infrastructure GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 | 304 | 400 |
| 5. acentrix GmbH, Jettingen-Scheppach | 51,0 C) | 150 | 109 |
| 6. CANCOM NSG GIS GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 B) | 194 | 150 |
| 7. CANCOM NSG SCS GmbH, München | 100,0 B) | 123 | 79 |
| 8. CANCOM NSG ICP GmbH, München | 100,0 B) | 429 | 374 |
| 9. CANCOM cloud solutions GmbH, München | 100,0 | 438 | 350 |
| 10. Glanzkinder GmbH, Köln | 49,0 | 25 | -27 |
| 11. CANCOM Unicorner GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 | 343 2) | 53 |
| 12. CANCOM Financial Services GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 | 95 | 1 |
| 13. CANCOM VVM GmbH, Jettingen-Scheppach | 100,0 | 24 | 0 |
| 14. CANCOM Computersysteme GmbH, Graz-Thondorf, Österreich | 100,0 A) | 1.337 | -37 |
| 15. CANCOM a+d IT solutions GmbH, Perchtoldsdorf, Österreich | 100,0 D) | 1.030 | -219 |
| 16. CANCOM (Switzerland) AG, Caslano Schweiz | 100,0 A) | 0 1) | 0 |
| 24.165 | 4.925 |
A) mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Deutschland GmbH
B) mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM NSG GmbH
C) mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM IT Solutions GmbH
D) mittelbarer Anteilsbesitz über CANCOM Computersysteme GmbH
1) Umrechnung zum Stichtagskurs 1 CHF = 1,21 EURO
2) Jahresüberschuss des Rumpf-Wirtschaftsjahres vom 01.07. - 31.12.2012
* Gewinnabführungsvertrag mit der CANCOM SE
Versicherung der gesetzlichen Vertreter Einzelabschluss
Wir versichern nach bestem Wissen, dass der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
München, den 12. März 2013
Klaus Weinmann Rudolf Hotter
Vorstand der CANCOM SE
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung der CANCOM SE (vormals CANCOM AG), München, und ihren Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM Gruppe für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe.
Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht der CANCOM SE und des Konzerns der CANCOM-Gruppe steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Augsburg, den 12. März 2013
S&P GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Ulrich Stauber Johann Dieminger Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Impressum
Herausgeber
CANCOM SE Erika-Mann-Straße 69 D-80636 München www.cancom.com
Investor Relations
Beate Rosenfeld Phone: +49 89 54054 5193 [email protected]
Konzeption / Gestaltung CANCOM SE, München [email protected]
Bildnachweise
Claudia Kempf, Wuppertal Matthias Schmiedel, Neu-Ulm
Druck / Bindung
F&W Mediencenter GmbH Holzhauser Feld 2 D-83361 Kienberg
Übersetzung
Verbum versus Verbum, Rosbach v. d. H. E-Mail: [email protected]
Wenn Ihr Mobiltelefon über einen QR-Reader verfügt, gelangen Sie durch das Abfotografieren dieses Codes direkt auf die CANCOM Webseite.
Finanzkalender der CANCOM SE
WICHTIGE TERMINE Veröffentlichung des 3-Monatsberichts 2013 15. Mai 2013 Ordentliche Hauptversammlung in München: 18. Juni 2013 Veranstaltungsort: Haus der Bayerischen Wirtschaft Max-Joseph-Straße 5 80333 München Veröffentlichung des 6-Monatsberichts 2013 13. August 2013 Veröffentlichung des 9-Monatsberichts 2013 08. November 2013 Analystenkonferenz im Rahmen des 12.-13. November 2013 Deutschen Eigenkapitalforums in Frankfurt Beginn: Uhrzeit steht noch nicht fest Veranstaltungsort: Congress Center der Messe Frankfurt Ludwig-Erhard-Anlage 1 60327 Frankfurt
Hinweis:
Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz (§ 15 WpHG) verpflichtet Emittenten, Informationen mit erheblichem Kursbeeinflussungspotenzial unverzüglich zu veröffentlichen. Daher ist es möglich, dass wir unsere Quartals- und Geschäftsjahresergebnisse schon vor den oben genannten Terminen veröffentlichen.
CANCOM SE
Erika-Mann-Straße 69 80636 München Phone +49 89 54054–0 [email protected] www.cancom.com