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Bio-Gate AG Audit Report / Information 2013

Apr 3, 2014

5367_10-k_2014-04-03_2c6ad777-cb94-4a51-a3c6-ba6cbb5689c1.pdf

Audit Report / Information

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Mit innovativen Silber-Technologien gegen Infektionen

D E R BI O - G ATE K O N ZE R N A U F EI N E N BL I C K

Angaben in TEUR 2013 2012
Umsatz 2.484 2.269
Materialaufwand 600 342
Personalaufwand 1.703 1.831
EBITDA -1.125 -1.747
EBIT -1.467 -2.109
Konzernergebnis (nach Anteilen Dritter) -1.544 -2.158
Anlagevermögen 1.790 2.099
Umlaufvermögen 509 971
Liquide Mittel 126 158
Eigenkapital 1.163 -108
Eigenkapitalquote (in %) 50,3 -3,4
Rückstellungen 208 219
Bankverbindlichkeiten 688 1.007
Bilanzsumme 2.308 3.195
Operativer Cashflow -1.060 -1.507
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,54 -0,56
Mitarbeiter am 31.12.2013 23 26
Konzernabschluss nach HGB, Zahlen gerundet

Konzernabschluss nach HGB, Zahlen gerundet

I N H ALTSVE R ZEI C H N IS

  • Brief des Vorstands
  • Investor Relations
  • Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernlagebericht
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalveränderung
  • Entwicklung des Anlagevermögens
  • Konzernanhang

SE H R G EE H R TE D A M E N U N D H E R R E N , L IEBE AKT I O N Ä R E,

die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2013 große Fortschritte auf operativer Ebene erzielt und in allen Geschäftsbereichen zusätzliche Projekte akquiriert. Einige davon befinden sich bereits in der Entwicklungsphase oder der Produktion, für andere Projekte startet im Jahr 2015 die Fertigung. Dabei profitierten wir von unserer Strategie, vorhandene Technologien auf neue Anwendungen und zusätzliche Produktgruppen zu übertragen und so zukünftige Vermarktungsmöglichkeiten deutlich zu erweitern. Die Zukunftsfähigkeit dieser Strategie haben wir beispielsweise bei der antimikrobiellen Veredelung von Büromöbeln oder der antimikrobiellen Beschichtung von Implantaten für den Tiermarkt bewiesen: Hier erzielen wir mittlerweile erste Erlöse. Neben den operativen Erfolgen erreichten wir die Prognose bei Umsatz und Konzernergebnis und schlossen zudem die finanzielle und bilanzielle Restrukturierung erfolgreich ab.

Trendwende erreicht – Umsatz und Ergebnis planmäßig verbessert

Das Geschäft der Bio-Gate AG entwickelte sich im Geschäftsjahr 2013 erfreulich: Der Konzernumsatz stieg um fast zehn Prozent auf rund 2,5 Millionen Euro, nach knapp 2,3 Millionen Euro im Jahr zuvor. Gleichzeitig verringerte sich der Jahresfehlbetrag um mehr als 600.000 Euro auf rund 1,5 Millionen Euro. Somit erreichten wir unsere Finanzziele für den Umsatz und das Konzernergebnis. Ein für den Herbst angekündigter Produktionsauftrag für die Beschichtung von Edelstahlimplantaten für Tiere konnte erst nach dem Bilanzstichtag im Januar 2014 gestartet werden. Insgesamt zeigt die positive Entwicklung im Berichtsjahr, dass wir mit unserer Strategie den richtigen Weg eingeschlagen haben. Wir werden daher weiter daran arbeiten, die Erlöse aus dem kontinuierlichen Geschäft stetig zu erhöhen und die Kostenbasis sukzessive zu senken.

Finanzkraft verbessert – Bilanz gestärkt

Parallel zu den viel versprechenden Entwicklungsarbeiten und den neu akquirierten Projekten setzten wir im Berichtsjahr die von der Hauptversammlung im Oktober 2012 beschlossene finanzielle und bilanzielle Restrukturierung erfolgreich um. Ein wichtiger Schritt war dabei die Platzierung einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre im Januar 2013 und der Tausch aller ausstehenden Nullkupon-Wandelanleihen in Aktien der Bio-Gate AG im Juni. Dadurch flossen dem Unternehmen liquide Mittel in Höhe von gut einer Million Euro zu, die zur Finanzierung des operativen Geschäfts und des geplanten Wachstums eingesetzt wurden. Zudem stärkte die Wandlung von Fremd- in Eigenkapital nochmals die Eigenkapitalquote. Diese betrug zum Ende des Geschäftsjahres 2013 rund 50,3 Prozent.

Im September 2013 nutzten wir das günstige Kapitalmarktumfeld, um eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts für die Altaktionäre zu platzieren. Aus dieser Maßnahme flossen nochmals 0,3 Millionen Euro in die Gesellschaft. Nach Abschluss aller Kapitalmaßnahmen erhöhte sich das Grundkapital der Bio-Gate AG auf 3.769.729 Euro. Die Platzierung einer weiteren Nullkupon-Wandelanleihe im Februar 2014 brachte uns einen Bruttoemissionserlös von gut 0,2 Millionen Euro und erfolgte unter Ausschluss des Bezugsrechts. Die Ankeraktionäre unterstützten uns bei allen Kapitalmaßnahmen.

Kosmetikgeschäft erneut stärkster Umsatzträger

Ein zuverlässiger Lieferant von regelmäßigen Erlösen ist das Kosmetikgeschäft unserer

Tochtergesellschaft BioEpiderm GmbH, das sich 2013 erneut sehr stark präsentierte. Ein Erfolgsfaktor ist hierbei die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kunden LR Health & Beauty Systems. Der Kosmetikhändler hat in seinem Portfolio mittlerweile elf Produkte, die mit Bio-Gate-Mikrosilber antimikrobiell ausgestattet sind. Der Vertrieb erfolgt in 28 Ländern. Sehr positiv entwickelte sich zudem der Absatz einer auf unserem Mikrosilber basierenden Creme der Marke "SOS", die in den Filialen von führenden Drogerieketten – darunter dmdrogerie markt und Rossmann – erhältlich ist.

In einer unabhängigen Studie zeigte neben dieser Creme für die Hautpflege auch die Lotion der Marke "SOS" im Bereich Dermatologie sehr gute Ergebnisse. Erfreulich gestaltete sich die Nachfrage bei unseren Zahnpflegeprodukten: Fünf unterschiedliche Anbieter verkaufen mittlerweile eine Zahnpasta, die unser antimikrobielles Mikrosilber enthält. Forciert wird die Nachfrage dabei von einer Studie, die belegt, dass der Einsatz von Mikrosilber die Entstehung von Karies hemmen kann. Darüber hinaus sind seit dem ersten Halbjahr 2013 zwei Mundspül-Lösungen mit unserem Mikrosilber auf dem Markt. Zahnpasta und Mundspül-Lösungen wurden mittlerweile in den Vertriebskatalog eines weltweit tätigen Dentalhandelsunternehmens aufgenommen.

Breites Anwendungsspektrum für Kunden aus unterschiedlichen Branchen

Die antimikrobielle Wirkung von Silber kann bei einer Vielzahl von Produkten und Anwendungen genutzt werden. Die Technologie beruht alleine auf der antibakteriellen Wirkung der positiv geladenen Silberionen. Bei der Verwendung von reinem Silber fallen außerdem keine giftigen Abfälle an und es gibt keine Entsorgungsproblematik.

Bio-Gate wendet zwei unterschiedliche Technologien an. Mit der von uns selbst entwickelten HyProtect TM-Beschichtung werden überwiegend Medizintechnikprodukte mit einer hauchdünnen Silberschicht – selbst ein menschliches Haar ist mehr als 100-fach dicker – überzogen. Außerdem ist diese Beschichtung äußerst biokompatibel: Die Feinstruktur des beschichteten Gegenstands bleibt nahezu verändert. In der zweiten Applikation setzen wir unser Mikrosilber ein, das in mikroskopisch kleinen, speziell hergestellten Silberpartikeln beispielsweise in medizintechnische Produkte oder in kosmetischen Anwendungen wie Lotionen, Spülungen und Zahnpasten eingearbeitet werden kann.

Mit unseren innovativen Technologien sind wir gut positioniert, um antibakterielle Lösungen gegen die weltweit zunehmende Zahl von Infektionen zu entwickeln und zu vermarkten. Dabei stehen besonders hygienisch sensible Umgebungen wie etwa Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen im Fokus. Die Problematik der teils lebensbedrohlichen Infektionen gewinnt hier vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Antibiotikaresistenzen nochmals an Brisanz. So hat die Einsatzfähigkeit vieler althergebrachter Antibiotika mittlerweile stark abgenommen, weil viele Bakterien Abwehrkräfte gegen sie entwickelt haben. So zählte der Pharmakonzern Sanofi rund 17 Millionen Fälle von multiresistenten Keimen in den Krankenhäusern der Industriestaaten. Doch auch abseits des Gesundheitssektors nimmt die Wahrnehmung drohender Infektionsgefahren zu. Viele Konsumgüterhersteller lassen ihre Erzeugnisse antimikrobiell veredeln, um die Verbreitung von Bakterien und Keimen zu verringern. Zu diesen Produkten gehören beispielsweise Matratzen in Hotels, Griffe in Zügen, Büromöbel sowie Griffe im Sanitärbereich oder bei Einkaufswagen. Für all diese unterschiedlichen Anwendungsbereiche besitzen wir die passende Lösung.

Breites Produktportfolio

Die Geschäftsbereiche der Bio-Gate AG sind stark diversifiziert. Entwicklungszeiten und zu

erwartende Margen unterscheiden sich teilweise deutlich. So dauert es in der Medizintechnik oftmals mehrere Jahre, bis ein Entwicklungsprojekt die endgültige Zulassung erreicht. Für uns bedeutet das, dass wir in der Entwicklungs- und Zulassungsphase für das Erreichen vorher festgelegter Ziele zunächst Meilensteinzahlungen erhalten. Regelmäßige Lizenz-Zahlungen bekommen wir erst, wenn unsere Kunden mit der Vermarktung der Produkte beginnen. Dieses Erlösmodell ist für uns dann sehr lukrativ, da diesen Umsätzen keine nennenswerten Aufwendungen gegenüberstehen. Um auch in diesem Geschäftsbereich verstärkt kontinuierliche Erlöse zu erzielen, soll der Anteil der Entwicklungsprojekte am Umsatz schrittweise begrenzt und die Veredelung fertiger Produkte ausgeweitet werden.

Bei medizintechnischen Produkten für den Veterinärmarkt, der über ein hohes Marktvolumen verfügt und besonders in Nordamerika sehr lukrativ ist, gelangen wir schneller zu Umsatzerlösen. Denn wegen der geringeren Zulassungshürden bei Tierimplantaten können neue Produkte viel zügiger auf den Markt gebracht werden. Aktuelles Beispiel: Nach dem erfolgreichen Abschluss von vorklinischen Studien zur Beschichtung von künstlichen Gelenken und Implantaten überzeugten auch unsere Musterbeschichtungen, so dass wir im Januar 2014 den Auftrag für die Lohnbeschichtung der Edelstahlimplantate von einem Spezialisten für Medizintechnikprodukte im Veterinärmarkt aus Nordamerika erhielten. Mit Hilfe dieses erfolgreichen Referenzproduktes wollen wir neue Kunden für Beschichtungen im Tiermarkt gewinnen und neben Nordamerika zusätzliche Märkte weltweit bedienen.

Anders verhält es sich im Kosmetik-Geschäft: Hier ermöglichen die meist kurzen Entwicklungszeiten, dass wir verhältnismäßig schnell Erlöse generieren. Ein Beispiel hierfür ist eine von uns eigenentwickelte Zahnpasta, die nach einer Vorlaufzeit von nur wenigen Monaten von Partnern an Zahnärzte und Kliniken vertrieben wurde. Durch die Zusammenarbeit mit international tätigen Unternehmen profitieren wir davon, wenn für die mit unserem Mikrosilber antimikrobiell veredelten Produkte sukzessive neue Märkte erschlossen und Verkaufszahlen gesteigert werden. Zudem ist es unser Ziel, unsere Produktpalette im Kosmetik-Geschäft schrittweise auszubauen.

Im Geschäftsfeld für antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte, in dem beispielsweise Mikrosilber in Polymere eingearbeitet wird, machen wir uns die ebenfalls kurzen Entwicklungs- und Zulassungszeiten zu Nutze. Durch den zügigen Abschluss der Entwicklungsprojekte mit antibakteriell wirkenden Sanitärprodukten und antimikrobiell veredelten Büromöbeln profitierten wir schnell von der Markteinführung der Produkte. Im Rahmen unserer Strategie, wonach wir vorhandene Technologien auf neue Anwendungen übertragen und in einem zweiten Schritt kommerzialisieren, wollen wir im Jahr 2014 das Konsum- und Industriegütergeschäft weiter ausbauen.

Sowohl für die Beschichtung als auch für die Beimischung von Mikrosilber sind Testverfahren erforderlich, mit denen sich eine antibakterielle Wirkung nachweisen lässt. Somit bilden die Messdienstleistungen unserer Tochtergesellschaft QualityLabs ein wichtiges Bindeglied in unserem Geschäft. Mit Hilfe dieses Testlabors bestimmen wir durch ein akkreditiertes Messverfahren die Besiedlung und das Wachstum von Keimen auf Oberflächen. Von den Dienstleistungen der Tochtergesellschaft profitieren wir gleich doppelt: Unseren Kunden bieten wir eine qualifizierte Unterstützung bei der Anwendungsentwicklung, die vom ersten Test bis zur Zertifizierung und der Markteinführung reicht. Und zugleich nutzen wir die gleichen Messverfahren für die Entwicklung unserer eigenen Produkte.

Ausblick: Operative Gewinnschwelle soll erreicht werden

Mit ihren innovativen Lösungen und Technologien zielt die Bio-Gate AG auf wirtschaftlich sehr attraktive Märkte, die zugleich von hoher gesellschaftlicher Bedeutung sind. Die Nachfrage nach Produkten und Oberflächen mit antimikrobiellen Eigenschaften zur Verbesserung der Hygienestandards steigt stetig. Dabei stammt die Nachfrage nicht nur aus den hygienesensitiven Bereichen der Medizintechnik, sondern auch aus der Kosmetikindustrie oder dem Konsum- und Industriegütergeschäft.

Im Geschäftsjahr 2013 erreichte die Bio-Gate AG ihr Umsatz- und Ertragsziel. Bei steigenden Umsätzen konnte der Jahresfehlbetrag deutlich eingegrenzt werden. Zugleich gelang der erfolgreiche Abschluss der finanziellen und bilanziellen Restrukturierung. Die Erlöszuwächse kamen aus unterschiedlichen Branchen und bestätigten damit unsere gute strategische Ausrichtung. Die Trendwende im operativen Geschäft zeigt zudem, dass unsere Neuausrichtung gegriffen hat.

Die Erfolge des Jahres 2013 stimmen uns zuversichtlich: Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Bio-Gate daher einen stark steigenden Umsatz bei einem gleichzeitig deutlich sinkenden Konzernfehlbetrag. Auf operativer Ebene (EBITDA) soll zum Jahresende die Gewinnschwelle erreicht werden. Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.

Unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gilt unser Dank für ihren engagierten Einsatz. Sie sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine positive Entwicklung der Bio-Gate AG. Unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für Ihr Vertrauen.

Aus Nürnberg grüßen Sie herzlich

Karl Richter Marc Lloret-Grau Vorsitzender des Vorstands (CEO) Finanzvorstand (CFO)

I N VESTO R R ELAT I O N S

Bei der Kommunikation und dem Dialog mit den Aktionären hat sich Bio-Gate vor allem auf die Erläuterung der bilanziellen und finanziellen Restrukturierung konzentriert. Mit der Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre im Januar wurde das Maßnahmenpaket erfolgreich abgeschlossen, das wir auf der außerordentlichen Hauptversammlung im Oktober 2012 vorgestellt hatten. Das Grundkapital erhöhte sich im Zuge dessen auf 2.150.000,00 Euro. Anlässlich eines zusätzlichen Ausübungszeitraums für die Nullkupon-Wandelanleihen, die im Februar und August 2012 ausgegeben worden waren, entschieden sich mehr als 90 Prozent der Wandelanleihegläubiger für einen Tausch in Aktien der Bio-Gate AG. Gemäß den Anleihebedingungen konnten somit alle noch ausstehenden Wandelanleihen in Aktien getauscht werden, wodurch sich das Grundkapital auf 3.569.729,00 Euro erhöhte. Im September flossen dem Unternehmen weitere Mittel durch eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Altaktionäre zu. Durch diese Kapitalmaßnahme stieg das Grundkapital nochmals leicht auf 3.769.729,00 Euro, eingeteilt in 3.769.729 Aktien.

Gemäß den Regularien des Entry Standard informierten wir unsere Aktionäre mit zahlreichen Pressemitteilungen sowie dem Halbjahres- und Geschäftsbericht regelmäßig über die aktuelle operative Geschäftsentwicklung und den Fortgang der bilanziellen Restrukturierung. Im Mai präsentierte sich die Bio-Gate AG auf der Frühjahrskonferenz der Deutschen Börse in Frankfurt, einer Plattform für Unternehmen aus den Nebenwerte-Segmenten. Hier erläuterten wir ausführlich unser Geschäftsmodell. Für interessierte Kapitalmarktteilnehmer bestand zudem die Möglichkeit zu einem direkten Dialog mit dem Vorstand. Im Dezember 2013 nahm das unabhängige Research-Haus SMC Research die Coverage der Bio-Gate-Aktie auf.

Die Aktie

Die Aktienmärkte erzielten im Berichtsjahr 2013 weltweit teils deutliche Zuwächse, obwohl sich die Wirtschaft der führenden Industrienationen überwiegend schwächer als im Vorjahr entwikkelte. Grund hierfür war die Hoffnung auf eine deutliche Konjunkturbelebung ab 2014, die bereits in die Börsenkurse eingepreist wurde. So sorgten die zwischenzeitliche Furcht vor einer Zuspitzung der Schuldenproblematik in Europa und der Haushaltsstreit in den USA nur kurzzeitig für Kursrücksetzer. Im Berichtszeitraum legte der deutsche Standardwerte-Index DAX um fast 26 Prozent zu. Der für die Bio-Gate AG relevante Entry Standard-Index, der überwiegend geringer kapitalisierte Nebenwerte umfasst, erreichte ein Plus von knapp sieben Prozent. Die Bio-Gate-Aktie startete mit deutlichen Kursgewinnen in das Börsenjahr 2013. Nach Tiefstkursen im Januar bei 0,92 Euro erreichte die Aktie im Oktober bei 2,45 Euro ihr Jahreshoch. Durch den erfolgreichen Abschluss der bilanziellen Restrukturierung und weiteren operativen Fortschritten verzeichnete das Papier im Jahresverlauf einen Kurszuwachs von nahezu 90 Prozent.

Syntos Beteiligungs GmbH 60,5 %
Logan Capital AG 9,7 %
Karl Richter 8,0 %
Gründer 4,4 %
RFH Bio Tek Inc. 3,6 %
RFH Ltd. 0,9 %
Fraunhofer Gesellschaft 0,6 %
Streubesitz 12,3 %

Aktionärsstruktur (Stand Februar 2014, gemäß freiwilliger Meldungen):

Finanzkalender 2014

Februar: Erster Überblick über das Geschäftsjahr 2013
April: Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2013
23. Mai: Ordentliche Hauptversammlung in Nürnberg
August/September: Veröffentlichung des Halbjahresberichtes 2014*
1.-3. September: Teilnahme an der Small Cap Conference der DVFA in Frankfurt*
9.-10.Dezember: Teilnahme an der Münchener Kapitalmarkt Konferenz (MKK)*

*geplant

Kursverlauf der Bio-Gate-Aktie 2013

Informationen zur Aktie (Stand 31.12.2013)

Anzahl Stückaktien 3.769.7291
Grundkapital 3.769.729,00 €2
Marktkapitalisierung an 31.12.2013 6,97 Mio. €
Höchstkurs am 15.10.2013 2,45 €
Tiefstkurs am 07.01.2013 0,92 €
Designated Sponsor VEM Aktienbank AG
Wertpapier-Kennnummer BGAG98
ISIN DE000BGAG981
Kürzel BIG
Transparenzlevel Entry Standard

1) Nach Kapitalerhöhung im Januar 2013 zunächst gestiegen auf 2.150.000, durch Wandlung aller ausstehenden Wandelanleihen im Juni 2013 gestiegen auf 3.569.729 und nach Kapitalerhöhung (ohne Bezugsrecht) im September 2013 gestiegen auf 3.769.729.

2) Analog gemäß Kapitalmaßnahmen 1) im Jahr 2013 gestiegen auf 3.769.729,00 €

BE R I C H T D ES A U FSI C H TS R ATES

SE H R G EE H R TE D A M E N U N D H E R R E N , L IEBE AKT I O N Ä R I N N E N U N D AKT I O N Ä R E,

die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2013 große Fortschritte erzielt. Dabei wurden die Finanzziele, bezogen auf Umsatz und Konzernergebnis, erreicht sowie die finanzielle und bilanzielle Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen. Zudem akquirierte die Gesellschaft in allen Geschäftsbereichen zusätzliche Projekte, die sich mittlerweile in der Entwicklungsphase oder der Fertigung befinden oder 2015 in die Produktion gehen werden. Diese erfreuliche Entwicklung wurde von der Strategie gestützt, vorhandene Technologien auf neue Anwendungen und zusätzliche Produktgruppen zu übertragen und so zukünftige Vermarktungsmöglichkeiten deutlich zu erweitern. So erschlossen wir neue, interessante Märkte, wie beispielsweise den Medizintechnikmarkt für Tiere. Nach erfolgreichen Musterbeschichtungen erhielten wir von einem nordamerikanischen Hersteller von Tierimplantaten im Januar 2014 den Auftrag für die Lohnbeschichtung von Edelstahlimplantaten.

Schwerpunkte der Beratungen

Im Mittelpunkt der Beratungen standen mehrere Maßnahmen zur Stärkung von Bilanz und Liquidität, die im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen werden konnten. Neben einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre im Januar 2013 und einer weiteren unter Ausschluss des Bezugsrechts im September wurden zur Jahresmitte zudem alle ausstehenden Wandelanleihen in Aktien der Bio-Gate AG getauscht. Zum Jahresende 2013 erhöhte sich das Grundkapital somit auf insgesamt fast 3,8 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote stieg dementsprechend auf mehr als 50 Prozent. Weitere Schwerpunkte der Beratungen lagen auf der Unternehmens- und Finanzplanung, der Risikolage, dem Projektmanagement, dem Vertrieb, sowie der Vorbereitung und Durchführung der Hauptversammlung im August 2013. Dazu prüfte und erörterte der Aufsichtsrat ausführlich die zukünftige Unternehmensstrategie.

Der Aufsichtsrat hat während des gesamten Geschäftsjahres 2013 die Geschäftsführung der Bio-Gate AG gemäß der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Satzung des Unternehmens regelmäßig und sorgfältig überwacht und beraten. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von strategischer oder grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig eingebunden. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Entwicklung im operativen Geschäft und über besondere Ereignisse. Durch den engen Kontakt zum Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat ein umfassendes Bild von den Aktivitäten der Bio-Gate AG machen und das Unternehmen in seiner Entwicklung intensiv begleiten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfälle wurden stets nach gründlicher Prüfung und eingehender Beratung gebilligt. Im Geschäftsjahr 2013 traf sich der Aufsichtsrat zu insgesamt 2 Präsenzsitzungen. Diese fanden am 10. April und am 22. August statt, wobei alle Mitglieder des Aufsichtsrats bei diesen Sitzungen anwesend waren. Ausschüsse wurden nicht gebildet.

Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat

Mit Ablauf der Hauptversammlung vom 22. August hat Herr Karl Klamann sein Mandat aus persönlichen Gründen vorzeitig niedergelegt. Die Hauptversammlung stimmte dem Vorschlag der Gesellschaft zu und wählte Herrn Prof. Dr. Dr. Volker Alt neu in das Gremium. Herr Prof. Alt unterstützte die Bio-Gate AG bereits bei mehreren größeren Projekten mit seiner langjährigen Erfahrung im medizinischen Bereich.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Bio-Gate AG für das Geschäftsjahr

2013 und den Konzernabschluss der Bio-Gate-Gruppe sowie den Konzernlagebericht der Bio-Gate-Gruppe unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Hinweis zum Bestätigungsvermerk wurde eingehend diskutiert und vom Aufsichtsrat nochmals geprüft. Der Aufsichtsrat geht nach seiner eigenen Prüfung auch vom Grundsatz der Unternehmensfortführung aus.

In seiner Sitzung am 25. Februar 2014 diskutierte der Aufsichtsrat eingehend die Inhalte und Ergebnisse der Prüfung. Alle notwendigen Unterlagen sowie die jeweiligen Prüfungsberichte lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer haben wir den Prüfbericht erörtert, intern beraten und nach einer eigenständigen Prüfung dem Ergebnis des Wirtschaftsprüfers zugestimmt. Gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss bestanden keinerlei Einwände. Auch dem Konzernlagebericht wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss ordnungsgemäß nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Auch im Geschäftsjahr 2014 wird der Aufsichtsrat weiterhin eng mit dem Vorstand zusammenarbeiten und in strategischen Fragen konstruktiv unterstützen.

Für ihren engagierten Einsatz dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bio-Gate AG und ihrer Tochtergesellschaften. Den Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für ihr Vertrauen.

Nürnberg, im März 2014

Dr. Knud Klingler Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernlagebericht und Konzernanhang 2013 der Bio-Gate AG, Nürnberg

I N H ALTSVE R ZEI C H N IS

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  • Konzernbilanz
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  • Konzernanhang

K O N ZE R N LA G EBE R I C H T 2 0 1 3 D E R BI O - G ATE A G , N Ü R N BE R G

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Gesellschaften, Produkte und Anwendungsbereiche Die Bio-Gate AG (Bio-Gate), Nürnberg, ist ein technologisch führender Anbieter von antimikrobiellen Produkten und multifunktionalen Oberflächen für die Medizintechnik. Darüber hinaus veredelt das Unternehmen mithilfe von Mikrosilber Kosmetika und stattet nicht-medizinische Produkte mit antimikrobiellen Eigenschaften aus. Bio-Gate verfügt über verschiedene Technologien, um Materialien und Oberflächen mit antimikrobiell wirksamem Silber auszurüsten. Die so behandelten Produkte bieten einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Denn gerade Bakterien, vor allem solche, die sich gegen Antibiotika als resistent erweisen, stellen ein großes Risiko dar und sind häufig Ursache für die weltweit stark zunehmenden Erkrankungen durch Infektionen mit multiresistenten Erregern. Die Bekämpfung dieser – nicht selten lebensbedrohenden – Infektionen ist die Basis des Geschäftsmodells von Bio-Gate. Vor allem in der Medizintechnik, aber auch in anderen Branchen wie der Pharmaund Kosmetikindustrie sowie bei Konsum- und Industrieprodukten werden zunehmend antimikrobielle Eigenschaften nachgefragt. Bio-Gate ist auf diesem Gebiet einer der wenigen international tätigen Systemlieferanten und betreut Kunden von der Entwicklung der Produkte über die Zulassung bis hin zur Marktreife.

Die Bio-Gate AG mit Sitz in Nürnberg ist die Muttergesellschaft des Bio-Gate-Konzerns. Sie entwickelt, vertreibt und lizenziert Lösungen für die antimikrobielle Ausstattung von Materialien und unterstützt die Kunden im gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsprozess. Insbesondere werden strukturierte Silberteilchen direkt in Werkstoffe oder Produkte eingearbeitet – Mikrosilber – oder mit einem speziellen Plasmabeschichtungsverfahren – HyProtect™ – beschichtet. Die Verfahren stammen aus der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Sie wurden von Bio-Gate zusammen mit Spezialisten entscheidend weiterentwickelt und zur industriellen Reife gebracht. Die Herstellung des Mikrosilbers und die Plasmabeschichtung erfolgt in eigenen Anlagen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen als einziger Anbieter mikroskaliges Silber auf der Basis von patentgeschütztem reinen porösen Silber in fester Matrix her und vertreibt dieses.

An der BioEpiderm GmbH (BioEpiderm), Nürnberg, ist Bio-Gate mit 70 Prozent beteiligt. Das Unternehmen verwendet mikroskaliges Silber, um Körperpflegeprodukte mit antimikrobiellen Eigenschaften auszustatten. Diese Produkte werden entweder im Direktvertrieb vermarktet oder von Partnern wie beispielsweise einem großen deutschen Pharma- und Generika-Hersteller – der Stada AG – in deutschen Apotheken angeboten. Das Unternehmen verfügt zudem über eine Reihe von weiteren Verträgen mit Kosmetikherstellern wie etwa LR Health & Beauty Systems. Mit IMPAG, einem international tätigen Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung auf Rohstoffe und Erzeugnisse für die Kosmetikindustrie, arbeitet BioEpiderm schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Darüber hinaus verfügt die Tochtergesellschaft über Vertriebspartner für den südeuropäischen Raum. Um die Abhängigkeit von einzelnen Vertriebspartnern künftig weiter zu reduzieren, setzt BioEpiderm auch auf den direkten Zugang zu den Kunden und stärkt den Eigenvertrieb.

Die ebenfalls in Nürnberg ansässige QualityLabs BT GmbH (QualityLabs), eine 100-prozentige Beteiligung von Bio-Gate, betreibt ein akkreditiertes Testlabor, das mit einzigartigen Testmethoden sowie mit umfangreichen Standardtests kunden- und produktspezifische Prüfungen antimikrobieller Produkte übernimmt. Diese Messtechnologie ist ein wichtiger Baustein im Technologieportfolio von Bio-Gate und zugleich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in der Produktentwicklung, der Zulassung, der Produktoptimierung und der Qualitätssicherung. In den vergangenen Jahren haben wir das Testportfolio der Tochtergesellschaft schrittweise ausgebaut. Neben zusätzlichen Mess- und Prüfdienstleistungen für die Kunden nehmen wir verstärkt auch interne Analysen vor, die zuvor an externe Dienstleister vergeben werden mussten. Durch das erweiterte Angebot gewann QualityLabs namhafte Kunden hinzu, darunter auch den weltweit führenden Gesundheitsversorger B. Braun Melsungen AG.

1.2. Ziele und Strategien

Unser vorrangiges Ziel ist es, möglichst zügig die Profitabilität auf Konzernebene zu erreichen und den Unternehmenswert für die Eigenkapitalgeber zu erhöhen. Um langfristig das Absatzpotenzial zu verbessern und kurzfristig die Umsatzerlöse zu steigern, wurden wichtige Kooperationen mit international agierenden Partnern abgeschlossen. Im Beschichtungsbereich liegt der Fokus auf international aufgestellten Großkunden und Mittelständlern. Mit diesen Kunden wollen wir sukzessive die Marktdurchdringung erhöhen.

Bio-Gate hat im Rahmen der im Jahr 2010 begonnenen Neuausrichtung den Vertrieb und die Branchenorientierung gestärkt. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt nun auf den besonders umsatzstarken Bereichen. Durch die Neuausrichtung gelang es bereits, das kontinuierliche Geschäft deutlich auszubauen und damit die Abhängigkeit von Einmalzahlungen, die gegen Gewährung von Exklusivrechten für die Nutzung der Bio-Gate-Technologie vereinnahmt werden, zu verringern. Mit der Erweiterung der Produktund Dienstleistungspalette wollen wir zukünftig die Haupterlöse mit antibakteriellen Additiven, Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen erzielen.

In der Berichtsperiode hat das Unternehmen die von der außerordentlichen Hauptversammlung im Oktober 2012 beschlossenen Maßnahmen zur finanziellen und bilanziellen Stabilisierung der Gesellschaft erfolgreich abgeschlossen. Durch die Umsetzung einer Kapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre im Januar 2013 flossen der Gesellschaft frische Mittel für die Fortsetzung der Wachstumsstrategie zu und das Eigenkapital erhöhte sich. In einem weiteren Schritt wurden im Juni alle ausstehenden Nullkupon-Wandelanleihen in Aktien getauscht, was das Eigenkapital der Bio-Gate AG weiter stärkte. Im September folgte eine Kapitalerhöhung in geringem Umfang unter Ausschluss des Bezugsrechts. Oberste Priorität des Finanzmanagements ist es, die Liquidität in der Bio-Gate AG und bei den Tochtergesellschaften sicherzustellen, wobei die Liquiditätssicherung auf Basis einer detaillierten Finanzplanung erfolgt.

1.3. Steuerungssystem

Das Steuerungssystem der Bio-Gate AG ist darauf ausgerichtet, einen Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Es reicht von standardisierten Planungsrechnungen für die einzelnen Projekte bis hin zu einer integrierten Budgetplanung auf Unternehmensebene für die Ergebnis-, Vermögens- und Cashflow-Planung. Monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeigen zeitnah eventuelle Planabweichungen, anhand derer Handlungsalternativen erarbeitet werden können. Dazu werden regelmäßige Projektbesprechungen und monatliche Managementmeetings durchgeführt.

1.4. Forschung und Entwicklung

Entwicklungspartnerschaften im Fokus

Die Bio-Gate AG adressiert mit ihren Produkten, Anwendungen und Technologien schnell wachsende Märkte. Um sich im internationalen Wettbewerb durchzusetzen, ist eine effektive und kundengerechte Anwendungstechnik eine der wichtigsten Herausforderungen. Im Geschäftsjahr 2013 standen Entwicklungsprojekte für zahlreiche kundenspezifische Produkte im Vordergrund, die überwiegend im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften ausgeführt wurden. Dabei ist es gelungen, wichtige Projekte abzuschließen oder entscheidend voranzubringen sowie vielversprechende neue Projekte zu akquirieren und zu starten.

Schutzrechte

Im Medizintechnik-Sektor sichern Patente und Schutzrechte den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Dieser Schutz gilt nicht nur für Bio-Gate, sondern auch für unsere Kunden, die auf diese Weise ihre mit Bio-Gate-Silber verbesserten Produkte exklusiv vermarkten können. Daher hat das Patentmanagement im Bio-Gate Konzern einen hohen Stellenwert. Zum Jahresende 2013 hielt Bio-Gate 104 Patente und Länderzulassungen in den wachstumsstarken Märkten Nordamerika, Europa und Asien. Das bestehende Patentportfolio wird regelmäßig daraufhin überprüft, inwieweit sich neue Verwertungsmöglichkeiten ergeben. Darüber hinaus wird der Markt gezielt nach Wettbewerbsprodukten untersucht, die die Patente von Bio-Gate verletzen könnten.

Marketing, Vertrieb und Organisation

Die zunehmende Verbreitung von Infektionen durch Keime und Bakterien ist zu einer globalen Herausforderung geworden. Um die sich weltweit bietenden Geschäftschancen zu nutzen, adressiert Bio-Gate internationale Märkte und arbeitet eng mit global aufgestellten Vertriebspartnern zusammen. Darüber hinaus haben wir neue, auf einzelne Märkte und Anwendungen fokussierte Kooperationen geschlossen. Die eigenen Vertriebsaktivitäten bei Konsum- und Industrieprodukten richten sich vorrangig auf die Bereiche Farben und Textilien sowie unterschiedliche Polymere. Hier wurde im Geschäftsjahr 2013 die Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen forciert, darunter Hersteller von Farben- und Lacken sowie Konsumgütern. Zudem wurden die Voraussetzungen für eine Ausweitung der Silbertechnologie auf zusätzliche Anwendungen und neue Produktgruppen geschaffen, wie beispielsweise im Dentalgeschäft und in der Endoprothetik.

Aber auch im Bereich der antimikrobiell veredelten Konsum- und Industrieprodukte wurden weitere Vermarktungsmöglichkeiten geprüft. Im Kosmetikgeschäft erfolgt der Vertrieb sowohl über Partner als auch über eigene Vertriebskanäle.

Die Bereiche Marketing und Vertrieb wurden 2013 neu strukturiert. Im Zuge dessen übernahm Herr Konradt, ehemals Geschäftsführer der QualityLabs, als Director Business Development die Zuständigkeit für den Vertrieb im Bereich Silber & Polymere, den Vertrieb für das Tochterunternehmen QualityLabs und die Neuakquise auf dem Beschichtungssektor. Der ehemalige Projektleiter Herr Dr. Brünke, welcher einschlägige Erfahrungen im Testsektor mitbringt, wurde zum Geschäftsführer der QualityLabs ernannt. Da das Projektmanagement im Beschichtungssektor sehr intensiv bearbeitet werden muss, wurde Frau Dr. Khalilpour, Business Unit Manager Bremen, auch die Verantwortung für das Projektmanagement für diesen Sektor übertragen. Um die gesamten operativen Abläufe von der Akquise bis zur Lieferung des Produktes an den Kunden noch effizienter zu gestalten, gewannen wir zum Jahresbeginn 2014 Herrn Dr. Nichtl-Pecher als verantwortlichen Director für den Bereich Operations. Herr Dr. Nichtl-Pecher besitzt einschlägige industrielle Erfahrung im Beschichtungsbereich.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Wirtschaft in Deutschland trotzt der Schuldenkrise in Europa

Die Wirtschaft in Deutschland hat im Jahresverlauf 2013 der teilweise noch anhaltenden Rezession in einzelnen EU-Ländern getrotzt. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Jahressicht mit 0,4 Prozent zwar etwas schwächer als im Vorjahr – da waren es 0,7 Prozent – blieb aber im europäischen Vergleich deutlich über dem Durchschnitt. Gestützt wurde das Wachstum überwiegend durch die anhaltend positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und einer höheren Wirtschaftsleistung in den Dienstleistungsbereichen. Im für Bio-Gate relevanten Zielmarkt USA stieg das Bruttoinlandsprodukt gemäß des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 1,6 Prozent, nach 2,8 Prozent im Jahr zuvor. Der lang anhaltende Haushaltsstreit und ein schwacher Arbeitsmarkt dämpften die Entwicklung in Übersee.

Notierungen für Öl und Silber geben im Jahresdurchschnitt nach

Anhaltende politische Risiken im Nahen Osten und Unsicherheit bezüglich der zukünftigen weltwirtschaftlichen Entwicklung ließen den Ölpreis an den Rohstoffmärkten im Jahresverlauf zwischen 119 US-Dollar und 98 US-Dollar schwanken. Die Notierung für Rohöl der Marke Brent gab nach Angaben der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) im Jahresdurchschnitt um knapp drei Prozent auf 108,62 US-Dollar je Barrel nach. Im Vorjahr lag der Durchschnittspreis bei 111,62 US-Dollar je Barrel. Besonders wichtig für das Geschäft der Bio-Gate AG ist zudem die Entwicklung beim Silberpreis. In der Berichtsperiode sank der durchschnittliche Silberpreis deutlich um rund 23 Prozent auf 23,86 US-Dollar je Unze. Im Jahr zuvor lag der Mittelwert noch bei 31,15 US-Dollar je Unze.

Exportgeschäft belebt Markt für Medizintechnik

Der Markt für Medizintechnik in Deutschland ist im Jahr 2013 moderat gewachsen. Nach Schätzungen des Industrieverbandes SPECTARIS e.V. stieg das Umsatzvolumen der inländischen Medizintechnikunternehmen im Berichtsjahr um knapp drei Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Das Wachstum resultierte dabei fast ausschließlich aus dem Exportgeschäft. Die im Ausland erwirtschafteten Umsätze betragen mittlerweile mehr als 68 Prozent und dürften im Jahr 2013 rund 15,6 Milliarden Euro erreicht haben. Für 2014 rechnet der Verband mit einer ähnlichen Entwicklung: Während in Deutschland von einer Seitwärtsbewegung ausgegangen wird, sollen die Auslandserlöse zu einem Marktwachstum von rund drei Prozent auf dann 23,5 Milliarden Euro beitragen. Dabei erwarten die Branchenspezialisten eine Verlagerung der Nachfrage weg von den klassischen Industrienationen hin zu den Schwellenländern. China, Russland, Brasilien, Indien, Südkorea, Saudi-Arabien und Australien gelten als wichtigste Zielregionen für deutsche Ausfuhren in der Medizintechnik. Wegen des weltweit steigenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung dürfte die Nachfrage nach Produkten und Leistungen der Medizintechnik weiter zulegen.

Markt für antimikrobielle Beschichtungen mit weltweit zweistelligen Wachstumsraten

Antimikrobielle Beschichtungen sind eine Kernkompetenz der Bio-Gate AG. Laut den Schätzungen von Transparency Market Research erreichten die weltweiten Erlöse im Markt für antimikrobielle Beschichtungen im Jahr 2012 rund 1,6 Milliarden US-Dollar. Bis zum Jahr 2018 soll das Umsatzvolumen mit jährlich über zwölf Prozent auf 3,3 Mrd. US-Dollar steigen. Als stärkster Umsatzträger wurde

Nordamerika identifiziert. Antimikrobielle Beschichtungen bei Anwendungen der Medizintechnik und bei Healthcare sollen in diesem Zeitraum mit Zuwachsraten von jährlich 12,6 Prozent überdurchschnittlich zulegen.

Schönheitspflegemittel – Naturkosmetik wächst überdurchschnittlich

Das Geschäftsfeld Kosmetik ist derzeit der größte Umsatzträger im Bio-Gate Konzern, so dass die Entwicklung des Marktes für Schönheitspflegemittel für das Unternehmen von hoher Relevanz ist. Die Schönheitspflegemittelbranche ist traditionell gekennzeichnet durch ein hohes Marktvolumen, bei stetigen, wenngleich überschaubaren Wachstumsraten. Laut dem Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IWK) erhöhte sich der Umsatz bei den Schönheitspflegemitteln im Jahr 2013 in Deutschland um 0,6 Prozent auf knapp 13 Milliarden Euro. In diesem Jahr rechnet der Verband mit einem leichten Umsatzwachstum von 0,2 bis 0,5 Prozent für die Sparte. Von deutlich höheren Zuwachsraten wird dagegen bei der Naturkosmetik ausgegangen. Branchenexperten der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG prognostizieren bis zum Jahr 2020 im Durchschnitt jährliche Wachstumsraten von sieben Prozent.

Dentalmarkt – Wachstumsstarkes Teilsegment im Health-Care-Sektor

In den Tätigkeitsbereichen Silber & Polymere sowie Kosmetik liefert die Bio-Gate AG Mikrosilber und auf Basis eigener Rezepturen hergestellte Produkte an Abnehmer in der Dentalindustrie. Das Mikrosilber wird von unseren Kunden in unterschiedlichen Produkten wie beispielsweise Zahncremes und Mundspülungen verwendet. Auf Basis der Angaben des Verbandes der Deutschen Dental-Industrie e.V. (VDDI) lag das Marktvolumen für Dentalprodukte im Jahr 2012 alleine in Deutschland bei knapp 4,4 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 6,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2011. Begünstigt wurde diese Entwicklung vom starken Exportgeschäft der Branche, das um über zehn Prozent zulegte. Als Wachstumstreiber wertet der VDDI neben dem steigenden Anteil älterer Menschen an der Bevölkerung, die mit zunehmendem Alter einer größeren Gefährdung durch Zahnkrankheiten ausgesetzt sind, auch das wachsende Interesse an ästhetischer Zahnheilkunde und der steigende Lebensstandard in Ländern wie Brasilien, Russland, Indien und China.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Bio-Gate AG hat im Berichtsjahr die von der außeror-

dentlichen Hauptversammlung im Oktober 2012 beschlossenen Maßnahmen zur finanziellen und bilanziellen Restrukturierung erfolgreich abgeschlossen. Auf operativer Ebene erzielte das Unternehmen erhebliche Fortschritte bei diversen Entwicklungsprojekten, der Markterschließung und der Akquise von Neugeschäft.

Wichtige Projekte

Bei unserem Entwicklungsprojekt zur Beschichtung von Dauerimplantaten in der Endoprothetik schlossen wir vorklinische Tierstudien erfolgreich ab. Die Tests belegten ein sehr gutes Einwachsverhalten, ohne dabei die biomechanischen Eigenschaften der Implantate zu verändern. Die Studien wurden zusammen mit zwei international agierenden Unternehmen aus der Medizintechnik durchgeführt. Im Rahmen des Projekts übernimmt Bio-Gate bezahlte Entwicklungsarbeiten. So sollen 2014 weitere Tierstudien folgen. Unser Ziel ist es, zukünftig die Beschichtung der Implantate unserer Partner zu übernehmen und so feste Erlöse aus der Lohnbeschichtung zu beziehen. Darüber hinaus werden wir mit umsatzabhängigen Zahlungen vom Markterfolg der Produkte partizipieren.

Im Bereich der Medizintechnikprodukte für Tiere wurden vorklinische Studien zur Beschichtung von künstlichen Gelenken und Implantaten mit Erfolg abgeschlossen. Nach ersten Musterbeschichtungen für einen Hersteller von Tierimplantaten aus Nordamerika im Berichtsjahr erhielt Bio-Gate den Auftrag für die Lohnbeschichtung der Edelstahlimplantate dann im Januar 2014. Zuletzt präsentierte unser Kunde auch die Produkte mit unserer Beschichtung auf einer wichtigen Messe in Nordamerika. Der Spezialist für Medizintechnikprodukte im Veterinärmarkt verwendet bereits einen antibakteriell wirksamen Knochenzement von uns. Der Implantatmarkt für Tiere ist besonders in Nordamerika sehr lukrativ. Zudem können wegen der geringeren Zulassungshürden bei Tierimplantaten Produkte schneller auf den Markt gebracht werden. Überdies ist unser Kunde an antibakteriellen Sprays für Wund- und dermatologische Anwendungen für den Tierbereich interessiert.

Nach der Neustrukturierung erreichten wir im Rahmen eines Projekts mit traumatologischen Implantaten die gewünschte technische Lösung. Wir gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit mit dem weltweit führenden Anbieter und Hersteller von orthopädischen und medizintechnischen Produkten im Jahr 2014 fortgesetzt wird. Dann könnten neben den vereinbarten Meilensteinzahlungen in den kommenden Jahren Umsätze aus der Produktion – und nach

Markteinführung Lizenzerlöse – generiert werden.

Die bei drei international agierenden Medizintechnikherstellern neu gestarteten Projekte im Bereich der orthopädischen Implantate entwickelten sich im Berichtsjahr sehr erfreulich. So erzielten wir mit Musterbeschichtungen positive Ergebnisse. 2014 sind weitere Tierstudien mit mehreren Kunden geplant. Mit diesen Unternehmen führen wir zudem bereits Gespräche über Entwicklungen für zusätzliche Anwendungsbereiche. Darüber hinaus wurden 2013 erste Gespräche mit weiteren Interessenten für Projekte mit Implantaten begonnen.

Die Bio-Gate AG befindet sich permanent mit Kooperationspartnern in Gesprächen über weitere Beschichtungsprojekte in der Medizintechnik. Diese Verhandlungen befinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium, so dass eine detaillierte Darstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist.

Im Geschäft mit antibakteriellen Körperpflegeprodukten verlängerten wir zum Jahreswechsel 2012/2013 den Vertrag mit dem führenden deutschen Kosmetikhändler LR Health & Beauty Systems langfristig. Unser Kunde vertreibt mittlerweile in 28 Ländern elf Produkte, die mit Mikrosilber von Bio-Gate antibakteriell veredelt sind. Zuletzt wurden die Marketingaktivitäten für die europäische Expansion dieser Produkte insgesamt nochmals deutlich erhöht. Hieraus wird auch Bio-Gate profitieren.

Der Vertrieb von eigenentwickelten, auf Mikrosilber basierenden Kosmetikprodukten entwickelte sich im Berichtsjahr durchweg positiv. So stieg der Absatz der auf unserem Mikrosilber basierenden Creme der Marke "SOS", die in den Filialen von führenden Drogerieketten erhältlich ist. In einer unabhängigen Studie zeigte neben der Creme auch die Lotion der Marke "SOS" sehr gute Ergebnisse. Erfreulich gestaltete sich die Nachfrage bei unseren Zahnpflegeprodukten. Fünf unterschiedliche Anbieter verkaufen mittlerweile eine Zahnpasta, die unser antimikrobielles Mikrosilber enthält. Einen weiteren Schub erwarten wir zudem von einer Studie, die belegt, dass der Einsatz von Mikrosilber die Entstehung von Karies bzw. die Demineralisierung des Zahnschmelzes hemmen kann. Im ersten Halbjahr 2013 sind noch zwei Mundspül-Lösungen mit unserem Mikrosilber auf den Markt gekommen. Über unseren Kunden Dentognostics wurden Zahnpasta und Mundspül-Lösungen in den Vertriebskatalog eines weltweit agierenden Dentalproduktedistributors aufgenommen. Wegen der hohen Akzeptanz unserer Produkte im Markt ist geplant, das Geschäft

mit eigenentwickelten Kosmetik- und Zahnpflegeprodukten sukzessive auszubauen. Im Kosmetikgeschäft der Tochter BioEpiderm gelang es zudem, den Export nach Brasilien auszuweiten und weitere Kunden in Mexiko, Saudi-Arabien und dem Iran zugewinnen.

Im Dentalgeschäft wurde 2013 eine langfristig angelegte Studie zur Verwendung von Silberzusätzen bei Befestigungszementen und Prothesenbasismaterialien in der Prothetik sowie bei Versieglern, Bondings und Füllungswerkstoffen bei der Zahnerhaltung erfolgreich abgeschlossen. In vorklinischen Laboruntersuchungen und ersten klinischen Tests gelang der Nachweis, dass bereits geringe Mengen des von Bio-Gate hergestellten Mikrosilbers zu einer antibakteriellen Aktivität bei Prototypen in unterschiedlichen zahnmedizinischen Anwendungen führen. Auf Basis der funktionsfähigen Prototypen gewannen wir mittelständische Dentalunternehmen für den Start von Entwicklungsprojekten bei der Beschichtung von Zahnspangen und Brackets. Ein Kunde befindet sich bereits im Zulassungsverfahren und erwartet den positiven Abschluss bis Ende 2014.

Bei den antibakteriellen Additiven setzte der italienische Pharmahersteller Fidia weiter auf die Mikrosilberlieferungen von Bio-Gate, die in Pharmaqualität erfolgen. Das Mikrosilber wird derzeit in Hautpflegeprodukten für die Wundheilung und Wundpflege eingesetzt. Zusätzlich wurden der Vertrieb in Österreich und der Marktaufbau in Deutschland begonnen.

Um im Wundcarebereich die Wertschöpfungskette über die reine Zulieferung von Mikrosilber hinaus zu erweitern, werden wir Kunden bei der Entwicklung und Lohnfertigung der Produkte für die Wundbehandlung und Wundversorgung – darunter ein Wundgel und eine Wundrandsalbe – entsprechend unterstützen.

Im Segment für antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte erreichten wir bei der Veredelung von Baubeschlägen und Griffen im Sanitärbereich Fortschritte. Nach Abschluss des Entwicklungsprojektes begann im Geschäftsjahr 2013 die Produktion für den Sanitärausrüster Heinrich Wilke GmbH (Hewi). Nach dem erfolgreichen Marktstart in Deutschland sollen die Produkte nun auch international angeboten werden. Dazu gewannen wir mehrere neue Projekte im Sanitärbereich bei insgesamt drei weiteren Kunden.

Im zweiten Halbjahr 2013 erfolgte außerdem die erfolgrei-

che Markteinführung von mit unserem Mikrosilber veredelten Büromöbeln. Unser Kunde, der führende europäische Bürositzmöbelhersteller Friedrich-W. Dauphin, arbeitet derzeit bereits bei weiteren Projekten mit uns zusammen. Durch verstärkte Vertriebsaktivitäten akquirierten wir einen Auftrag zur antibakteriellen Veredelung von Industriegriffen.

Aufgrund bestehender Geheimhaltungsvereinbarungen mit Kunden und aus Wettbewerbsgründen können keine weitergehenden Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten veröffentlicht werden.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatz- und Ertragslage

Die positive operative Entwicklung spiegelte sich im Geschäftsjahr 2013 in allen wesentlichen Finanzkennzahlen wider. Der Umsatz stieg um 9,5 Prozent auf 2.484 TEUR, nach 2.269 TEUR im Vorjahr. Davon wurden rund 23 Prozent (Vorjahr: 46 Prozent) im Ausland erzielt. Der Erlöszuwachs reichte jedoch noch nicht aus, um die hohen Entwicklungs- und Vertriebsaufwendungen vollständig zu decken. Diese entfallen wie im Vorjahr überwiegend auf Personal, Material und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Personalaufwand sank aufgrund eines leicht verringerten Personalbestands um 7,0 Prozent auf 1.703 TEUR (Vj.: 1.831 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verminderten sich um 24,4 Prozent auf 1.449 TEUR (Vj.: 1.916 TEUR). Im Vorjahr waren hier noch Kosten für zusätzliche Reparaturen, Wartung, und Finanzdienstleistungen angefallen. Durch den Einkauf zusätzlicher Silbermengen für die Herstellung von Fertigprodukten und den Vertrieb von Silber an Kunden stieg der Materialaufwand um 75,4 Prozent auf 600 TEUR (Vj.: 342 TEUR). In der Summe verbesserte sich das EBITDA im Jahr 2013 um rund 622 TEUR auf -1.125 TEUR (Vj.: -1.747 TEUR).

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 342 TEUR leicht unter dem Vorjahresniveau von 362 TEUR. Hierin sind planmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert von 121 TEUR enthalten. Beim Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) gelang eine Verbesserung um 30,4 Prozent auf -1.467 TEUR (Vj.: -2.109 TEUR). Das Zinsergebnis verbesserte sich durch planmäßige Darlehensrückführungen um 12,3 Prozent auf -57 TEUR (Vj.: -65 TEUR). Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter am Gewinn sank der Konzernjahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2013 auf -1.544 TEUR (Vj.: -2.158 TEUR).

Finanz- und Vermögenslage

Überwiegend durch den deutlich eingegrenzten Jahresverlust reduzierte sich der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf -1.060 TEUR, nach -1.507 TEUR im Jahr zuvor. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -25 TEUR (Vj.: -55 TEUR). Zur Stärkung der Kapitalkraft wurde im ersten Quartal 2013 eine Barkapitalerhöhung mit Bezugsrecht für die Altaktionäre platziert. Im September 2013 folgte zudem eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts. Aus den beiden Kapitalmaßnahmen erhielt die Bio-Gate AG liquide Mittel in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro brutto. Saldiert um die Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten führte dies zu einem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 1.053 TEUR (Vj.: 1.427 TEUR). Zum Bilanzstichtag 31.12.2013 betrugen die liquiden Mittel – bestehend aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten – rund 126 TEUR (Vorjahr: 158 TEUR).

Das Anlagevermögen verminderte sich überwiegend durch planmäßige Abschreibungen um 14,7 Prozent auf 1.790 TEUR (Vj.: 2.099 TEUR). Die Reduktion beim Umlaufvermögen auf 509 TEUR (Vj.: 971 TEUR) ist maßgeblich auf die Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen durch aktives Forderungsmanagement zurückzuführen. Durch die Kapitalmaßnahmen und den kompletten Tausch der Wandelanleihen in Aktien der Bio-Gate AG erhöhte sich das Grundkapital auf 3.770 TEUR (Vj.: 1.078 TEUR), das Eigenkapital stieg auf 1.163 TEUR, nachdem es im Vorjahr mit -108 TEUR negativ war. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich dementsprechend auf 50,3 Prozent (Vj.: -3,4 Prozent). In der Bilanz per 31.12.2013 verminderten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten durch planmäßige Rückführungen und die veränderte Finanzierungsstruktur deutlich um 320 TEUR auf 688 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich stichtagsbezogen um 273 TEUR auf 181 TEUR, während die sonstigen Verbindlichkeiten auf dem Niveau des Vorjahres bei 69 TEUR blieben. Die Verbindlichkeiten sanken überwiegend wegen des Tauschs der Wandelanleihen in Bio-Gate Aktien deutlich um 2.039 TEUR auf 937 TEUR. Maßgeblich durch die Reduzierung der Verbindlichkeiten sank die Bilanzsumme um 27,8 Prozent auf 2.308 TEUR (Vj.: 3.195 TEUR).

2.4. Vorjahresvergleich und Gesamtaussage

Die Bio-Gate AG hat ihre Finanzziele – Steigerung des Umsatzes und Eingrenzung des Jahresfehlbetrags – für das Geschäftsjahr 2013 erreicht. Dabei gelang eine Erlössteigerung von knapp zehn Prozent bei einer deutlichen Verlusteingrenzung. Größter Umsatzträger war dabei erneut das Kosmetikgeschäft, auf das rund zwei Drittel der Erlöse entfiel. Neben der Belebung im operativen Geschäft ist die verbesserte Ertragssituation im Berichtsjahr auf die vollständige Lösung der technischen Probleme bei den Produktionsanlagen am Standort Bremen zurückzuführen. Hier mussten im Jahr 2012 zusätzliche Kosten für Reparaturen und Wartung aufgewendet werden. Durch die aus den technischen Problemen resultierenden Verzögerungen blieben zusätzlich fest geplante Umsätze aus. Die daraufhin im Geschäftsjahr 2012 gestartete finanzielle und bilanzielle Restrukturierung des Unternehmens wurde im ersten Quartal des Berichtsjahres mit der Platzierung einer Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen. Ein für den Herbst angekündigter Produktionsauftrag für die Beschichtung von Edelstahlimplantaten startete erst nach dem Bilanzstichtag im Januar 2014 so dass die Gesellschaft im Jahresverlauf noch nicht die operative Gewinnschwelle (EBITDA) erreichen konnte.

Der Vorstand geht davon aus, dass sich die positive Entwicklung im operativen Geschäft fortsetzt und dies auch zu deutlich steigenden Umsätzen im Jahr 2014 führen wird. Diverse Entwicklungsprojekte sind im Berichtsjahr soweit vorangeschritten, so dass hieraus mit nennenswerten Erlösen gerechnet werden kann. Dazu gehört beispielsweise die Beschichtung von Implantaten für den Veterinärmarkt.

2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2013 einen Großteil des Wachstums mit bestehenden Kunden erzielt. Es gelang zudem, alle Kunden zu halten. Gleichzeitig wurde die Produktpalette in nahezu allen Geschäftsbereichen erweitert. Ein wichtiges Bindeglied im Geschäft der Bio-Gate AG ist die auf Messdienstleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft QualityLabs. Sie unterstützt durch ein akkreditiertes Testverfahren Kunden aus allen Geschäftsfeldern bei der Anwendungsentwicklung vom ersten Test und der Rezepturerstellung bis zur Zertifizierung und Markteinführung der Produkte.

Nachhaltigkeit im Kampf gegen mikrobiellen Befall

Die Bio-Gate AG nutzt bei ihren Technologien und Produkten die antimikrobielle Wirkung von Mikrosilber. Mit unseren antimikrobiell veredelten Produkten wollen wir Infektionen durch Bakterien und Keime, die mittlerweile zu einer großen Herausforderung in vielen Lebensbereichen

geworden sind, entgegentreten. Besonders in der Medizintechnik, einem äußerst hygienesensitiven Umfeld, bieten die von uns behandelten Produkte einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Damit leisten wir schon heute einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Infektionen mit multiresistenten Keimen, die beispielsweise in Krankenhäusern lauern und für die betroffenen Patienten mitunter lebensbedrohend sind.

Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Rolle in den Geschäftsfeldern Medizintechnik, Kosmetik, Silber & Polymere sowie der Messtechnik ist die Erfüllung höchster Gütestandards bei der Bio-Gate AG und ihren Tochtergesellschaften BioEpiderm und QualityLabs. Durch unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiter, die ein branchenweit anerkannt hohes Niveau in der Durchführung komplexer Entwicklungsprojekte besitzen, gewährleisten wir eine überzeugende Qualität bei unseren Produkten. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch externe Auditoren. Der verantwortungsvolle und schonende Umgang mit der Natur und den dort vorhandenen Ressourcen ist ein wesentlicher Aspekt in der öffentlichen Wahrnehmung. Wir sind uns bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg nur mit dem Schutz der Umwelt und einer gesellschaftlichen Verantwortung einhergehen kann. Für uns beginnt der Schutz der Umwelt bei der kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse.

Personal

Zum Ende des Geschäftsjahres per 31. Dezember 2013 beschäftigte der Bio-Gate-Konzern inklusive der Vorstandsmitglieder 23 Mitarbeiter. Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen mit freiberuflichen Mitarbeitern. Zuletzt ist es dem Unternehmen gelungen, mit weniger Mitarbeitern höhere Erlöse zu erzielen und so den Pro-Kopf-Umsatz 2013 auf 108 TEUR (Vj.: 87 TEUR) zu steigern.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres/Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (31.12.2013)

Die Bio-Gate AG hat im Februar 2014 von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 22. August 2013 Gebrauch gemacht und eine Nullkupon-Wandelanleihe unter Ausschluss des Bezugsrechts für die Altaktionäre platziert. Insgesamt wurden 156.972 Inhaber-Wandelschuldverschreibungen zu einem Preis von 1,50 Euro von Ankeraktionären gezeichnet. Die Gesellschaft erzielte einen

Brutto-Emissionserlös von rund 0,24 Mio. Euro. Die unverzinsliche Wandelanleihe hat eine Laufzeit von drei Jahren und kann zu bestimmten Ausübungszeiträumen im Verhältnis 1:1 in Aktien der Bio-Gate AG gewandelt werden. Bei Nichtwandlung erfolgt die Rückzahlung am Laufzeitende zu 100 Prozent.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die eine erhebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanzund Vermögenslage hätten, sind nicht eingetreten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement im Bio-Gate Konzern

Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Es unterstützt die Beurteilung und die Steuerung von Risiken und fördert im Gegenzug, dass Chancen erkannt und wahrgenommen werden. Der Erfolg wirtschaftlichen Handelns hängt davon ab, dass der zu erwartende Ertrag die eingegangenen und möglichen Risiken übertrifft. Um Chancen und Risiken abwägen zu können, verfügt Bio-Gate über ein mehrstufiges Risiko-Management-System, das in das bestehende Unternehmenssteuerungssystem integriert ist. Ziel des Risiko-Management-Systems ist es, frühzeitig Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, zu erkennen und diese mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten sowie mögliche Gegenmaßnahmen zu definieren.

Die finanziellen Risiken werden bis in die Projektebene über monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeitnah erfasst und analysiert. Gerade bei langen Projektlaufzeiten im Bereich der medizintechnischen Lösungen können zum Beispiel im Rahmen von Tierstudien, Zulassungsverfahren und gesetzlichen Neuregelungen zeitliche oder finanzielle Abweichungen vom ursprünglichen Projektplan auftreten. Durch den permanenten und intensiven Austausch mit den Projektpartnern soll sichergestellt werden, dass derartige Abweichungen rechtzeitig erkannt, diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.

Die Bio-Gate AG ist nach den internationalen Qualitätsmanagementnormen ISO 9001 und – speziell für Medizinprodukte – nach ISO 13485 zertifiziert, zuletzt im Jahr 2012. Das der Zertifizierung zugrunde liegende Management-Handbuch regelt weitere Maßnahmen der Risikosteuerung, die auch regelmäßig bei Re-Zertifizierungs-Audits von externen Auditoren überprüft werden.

Folgend sind die derzeit identifizierten Risiken in einer Rangfolge entsprechend ihrer relativen Bedeutung für Bio-Gate dargestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass darüber hinaus weitere Risiken existieren, die derzeit vom Management nicht erkannt sind, oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit für vernachlässigbar gering eingeschätzt wird. Für alle identifizierten möglichen Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen.

Risiken aus zukünftigen Projektverschiebungen

Verzögerungen bei den Projekten können sich negativ auf den Geschäftsverlauf der Bio-Gate AG auswirken und in der Folge Umsatz, Ergebnis und Liquidität unplanmäßig belasten. Mit einer entsprechenden Vorsorge im Rahmen des Risiko-Management-Systems gelang es dem Vorstand, durch die Platzierung geeigneter Finanzinstrumente am Kapitalmarkt die Liquidität zu sichern. Um zukünftig Abweichungen noch rechtzeitig während des laufenden Produktionsprozesses zu erkennen, wurde im Jahr 2012 ein neues System zur Überwachung der Abläufe in den Anlagen von Bio-Gate installiert und 2013 optimiert.

Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen

Bio-Gate ist in erheblichem Umfang von regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa, in den USA und in Japan abhängig, die das Unternehmen naturgemäß nicht beeinflussen kann. So können die Bedingungen für Produkt- und Verfahrenszulassungen geändert oder verschärft werden. Bei daraus resultierenden Verzögerungen in technischen oder bevorstehenden klinischen Evaluierungen können Umsatz- und Ertragseinbußen drohen. Innerhalb eines Entwicklungsprojekts können Probleme auftreten, die nicht während eines vernünftigen Zeitrahmens oder mit vertretbarem finanziellem Aufwand zu lösen sind. Im Falle des Projektabbruchs wären die bisher aufgewendeten Entwicklungskosten verloren und zukünftige Umsatzerwartungen beeinträchtigt. Die Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen betreffen überwiegend den Bereich der Beschichtungen in der Medizintechnik. Durch eine enge Zusammenarbeit bei Entwicklungsprojekten mit international tätigen Partnern und Kunden, die über eine hohe Expertise mit Medizintechnikanwendungen verfügen, konzentriert sich Bio-Gate nur auf langfristig aussichtsreiche Projekte.

Risiken aus wesentlichen Kooperationsverträgen

Bei Kooperationen ist Bio-Gate auf den Erfolg und die Unterstützung der Partner angewiesen. Hieraus können sich Risiken ergeben, die nicht im Einflussbereich des Bio-Gate-Konzerns liegen. Sowohl die Umsetzung von Projekten innerhalb der definierten Zeitpläne als auch die erfolgreiche Vermarktung der daraus resultierenden Produkte sind Gemeinschaftsaufgaben. Der Gesellschaft und dem jeweiligen Projektpartner muss es durch enge Kooperation und Abstimmung gelingen, die Projekte wie geplant umzusetzen. Es besteht das Risiko, dass bei Entwicklungsprojekten einer der Partner sein vertraglich vereinbartes Kündigungsrecht wahrnimmt. Meilensteinzahlungen können somit hinfällig werden. Bio-Gate reduziert die Risiken aus Kooperationen durch eine sehr intensive Zusammenarbeit mit den Partnern. Dennoch können bei komplexen Entwicklungsprojekten Verzögerungen auftreten, die dann auch zu verspäteten Meilensteinzahlungen führen. Darüber hinaus versucht die Gesellschaft durch die Vereinbarung einer großen Zahl von Kooperationen, die sich auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche beziehen, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Projekten zu verringern.

Risiken aus mangelndem Markterfolg von Produkten

Der anhaltende technologische Wandel und ein sich ständig änderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Produktpalette. Das verursacht Kosten und kann fehlschlagen. Trotz der innovativen Technologien und der hohen Qualität der Bio-Gate-Produkte ist nicht gewährleistet, dass die zukünftig geplanten Produkte zum Zeitpunkt der Markteinführung auch den erwarteten Markterfolg erzielen, was die Kalkulation umsatzabhängiger Lizenzzahlungen erschwert. Eigene und von global agierenden Partnern permanent durchgeführte Marktrecherchen sollen die Gefahr von Fehlschlägen reduzieren.

Risiken aus der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern

Eine weltweit alleinige Markterschließung ist für den Bio-Gate-Konzern isoliert betrachtet nicht wirtschaftlich. Daher kooperiert das Unternehmen in langjähriger Zusammenarbeit mit Partnern, die über ein international strukturiertes Vertriebsnetz verfügen. Damit hängt die Umsatzentwicklung des Bio-Gate-Konzerns wesentlich vom Markterfolg der Vertriebs- und Kooperationspartner ab. Zudem liegt es nicht im Einflussbereich des Unternehmens, wenn etwa aus Marketinggesichtspunkten geplante Produkteinführungen beim Kunden verzögert werden. Bio-Gate reduziert die Vertriebsrisiken durch eine starke Unterstützung der Vertriebs- und Kooperationspartner. Damit werden auch die Vertriebsaktivitäten intensiviert und für das Bio-Gate Management transparent.

Risiken aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen Bei zahlreichen Anwendungen verwendet Bio-Gate den Rohstoff Silber. Wenngleich die Rohstoffmärkte permanent beobachtet werden, ist das Unternehmen beim Einkauf von Silber von der aktuellen Preisentwicklung abhängig. Dabei ist nicht auszuschließen, dass stark steigende Rohstoffkosten erst mit einem zeitlichen Verzug an die Kunden weitergegeben werden können. Bio-Gate minimiert dieses Risiko durch eine flexible Vertragsgestaltung, innerhalb derer sich der Rohstoffpreis jeweils an die aktuellen Preisentwicklungen anpasst.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Risikolage im Bio-Gate Konzern hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Während die Risiken im Zusammenhang mit der Akzeptanz der Produkte, der Zusammenarbeit mit Partnern und des regulatorischen Umfelds grundsätzlich unverändert geblieben sind, hat das Unternehmen durch den erfolgreichen Abschluss der finanziellen und bilanziellen Restrukturierung im Berichtsjahr an Stabilität gewonnen. Neben den durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen ist die Unternehmensgruppe darauf angewiesen, ausreichende Mittelzuflüsse aus der operativen Tätigkeit zu erzielen.

Zur Stärkung der Kapitalbasis wurde im Februar 2014 planmäßig eine Wandelanleihe unter Ausschluss des Bezugsrechts platziert. Hieraus sind der Bio-Gate AG rund 230 TEUR zugeflossen. Im Jahr 2014 ist eine weitere Kapitalmaßnahme erforderlich. Der Vorstand geht davon aus, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht und die erforderliche Kapitalmaßnahme erfolgreich umgesetzt werden kann. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die weitere Unternehmensentwicklung belasten.

4.2. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den dargestellten Risiken sieht der Vorstand große Chancen für den Bio-Gate-Konzern. Mit innovativen Technologien ist Bio-Gate gut positioniert, um für das Problem der weltweit zunehmenden Infektionen, antimikrobielle Lösungen zu entwickeln und zu vermarkten. Die Gesellschaft ist hierbei auf volumen- und wachstumsstarke Branchen fokussiert, beispielsweise die Medizintechnik, im Bereich Kosmetika und bei Konsum- und Industrieprodukten. Durch die Zusammenarbeit mit international agierenden Partnern ist Bio-Gate auf nahezu allen wichtigen Weltmärkten vertreten. In den von Bio-Gate adressierten Branchen und Märkten besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial.

101 erteilte Patente und Länderanmeldungen in Bereichen mit großem Marktpotenzial stellen eine solide Basis für langfristiges Wachstum dar. Ziel der Patentstrategie ist es, das Portfolio weiter auszubauen, um die Marktstellung von Bio-Gate zu verbessern und damit einen wichtigen Grundstein für künftiges Wachstum zu legen.

Chancen aus der Erschließung neuer Marktsegmente

Der Bio-Gate-Konzern hat im Berichtsjahr weitere Machbarkeitsstudien für neue Geschäftsbereiche erstellt. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, weitere Marktsegmente, Kunden und Anwendungsgebiete zu erschließen, die das Umsatz- und Ertragspotenzial vergrößern und das Risiko verringern. Im Bereich der Konsum- und Industriegüter, in der Zahnheilkunde und in der Endoprothetik konnten beispielsweise schon Erfolge erzielt werden. Diese Aktivitäten werden unverändert fortgesetzt.

4.3. Prognosebericht (Ausblick)

Mit ihren innovativen Lösungen und Technologien zielt die Bio-Gate AG auf einen wirtschaftlich attraktiven Markt, der zugleich von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist. Die Nachfrage nach Produkten und Oberflächen mit antimikrobiellen Eigenschaften zur Verbesserung der Hygienestandards steigt stetig. Dabei stammt die Nachfrage nicht nur aus der Medizintechnik mit ihren hygienesensitiven Bereichen wie beispielsweise Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, sondern auch aus der Kosmetikindustrie oder dem Industriegütergeschäft.

Im Geschäftsjahr 2013 erreichte die Bio-Gate AG ihre Finanzziele, zugleich gelang der erfolgreiche Abschluss der finanziellen und bilanziellen Restrukturierung. Bei steigenden Umsätzen sank der Jahresfehlbetrag deutlich. Die Erlöszuwächse kamen aus unterschiedlichen Branchen und bestätigten damit unsere gute strategische Ausrichtung. Wir kommen unserem Ziel Schritt für Schritt näher, die regelmäßigen Produktumsätze zu steigern und so die Abhängigkeit von Einmalzahlungen und Entwicklungsprojekten zu reduzieren. Die Trendwende im operativen Geschäft zeigt zudem, dass unsere Neuausrichtung greift.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der im Jahr 2012 gestarteten bilanziellen Restrukturierung wurden die finanziellen Voraussetzungen zum weiteren Ausbau unseres Geschäfts geschaffen. Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet Bio-Gate einen stark steigenden Umsatz bei einem gleichzeitig deutlich sinkenden Fehlbetrag. Auf operativer Ebene (EBITDA) soll zum Jahresende die Gewinnschwelle erreicht werden.

Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist ein wesentlicher Bestandteil des generellen Unternehmenssteuerungssystems der Bio-Gate AG. Vorrangiges Ziel der externen Konzernrechnungslegung ist die sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Konzernrechnungslegung ist in das mehrstufige Risikomanagementsystem von Bio-Gate integriert. Das konzernrechnungslegungsbezogene Risikomanagement zielt darauf ab, die im Hinblick auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht identifizierten und bewerteten Risiken zu reduzieren. Darin miteinbezogen sind die zum Konsolidierungskreis zählenden Tochterunternehmen BioEpiderm GmbH und QualityLabs BT GmbH. Die zur Aufstellung des Konzernabschlusses anzuwendende Vorgehensweise ist in einem Konzernhandbuch schriftlich fixiert und wird fortlaufend aktualisiert.

Nürnberg, den 24. Februar 2014

Der Vorstand

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in EUR 01.01.-31.12.2013 01.01.-31.12.2012
Umsatzerlöse 2.483.767,90 2.269.242,94
Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen
und unfertigen Erzeugnissen -35.621,26 -89.639,38
Andere aktivierte Eigenleistungen 8.580,00 35.986,94
Sonstige betriebliche Erträge 152.502,34 136.806,08
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.338,51
(Vj. EUR 1.197,85)
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe
und bezogene Waren -600.070,62 -341.513,17
Personalaufwand -1.702.500,95 -1.831.387,61
a. Löhne und Gehälter -1.443.877,13 -1.523.949,10
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und Unterstützung,
davon für Altersversorgung: EUR 23.046,00 (Vj.: EUR 34.416,00) -258.623,82 -307.438,51
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen -342.310,57 -362.448,47
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.449.196,36 -1.915.595,10
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 152,59 (Vj. EUR 736,85)
-1.484.849,52 -2.098.547,77
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 478,50
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -56.761,45 -65.543,09
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.541.610,97 -2.163.612,36
Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.371,08 1.186,36
Sonstige Steuern 17.768,91 -10.605,98
Jahresfehlbetrag vor Fremdanteilen -1.521.470,98 -2.173.031,98
Anteile anderer Gesellschafter am Gewinn/Verlust -22.839,43 15.100,33
Konzernjahresfehlbetrag -1.544.310,41 -2.157.931,65
Konzernverlustvortrag -1.060.563,26 -14.725.699,36
Erhöhung der Kapitalrücklage aufgrund von Umbuchung der 0,00 -53.979,44
Verrechnung des Firmenwertes in den Verlustvortrag
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 12.643.047,19
Erträge aus Kapitalherabsetzung 0,00 3.234.000,00
Konzernbilanzverlust -2.604.873,67 -1.060.563,26

Geschäftsbericht 2013

Konzern-Kapitalflussrechnung

Angaben in TEUR 01.01.-31.12.2013 01.01.-31.12.2012
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -1.521 -2.173
+
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
342 362
-
Abnahme der Rückstellungen
-10 -1
-
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge
-9 -36
+
Abnahme der Vorräte
78 5
+
Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
320 237
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände 32 -10
+
Abnahme der sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
7 6
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen -273 261
-
Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten
0 -184
+/- Zunahme/Abnahme erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -26 26
A = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.060 -1.507
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-22 -46
-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen -3 -9
B =Cashflow aus der Investitionstätigkeit -25 -55
+
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
1.372 0
+
Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der
Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 1.552
-
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten
-319 -125
C =Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.053 1.427
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes
(Summe der Zeilen A, B und C) -32 -135
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
158 293
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 126 158

Zahlen gerundet

Konzernbilanz

Angaben in EUR 31.12.2013 31.12.2012
AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
72.285,00 87.800,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz
rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
71.136,50 105.684,50
3. Geschäfts- oder Firmenwert 840.060,00 961.515,00
983.481,50 1.154.999,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 631.276,00 738.206,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 175.072,50 205.968,78
806.348,50 944.174,78
Summe Anlagevermögen 1.789.830,00 2.099.174,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebstoffe 65.861,34 102.769,66
2. Unfertige Erzeugnisse 3.294,06 143.956,13
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 190.987,99 85.839,10
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 5.419,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 260.143,39 337.984,07
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 121.193,41 440.626,75
2. Sonstige Vermögensgegenstände 1.893,11 34.267,26
123.086,52 474.894,01
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 125.917,08 158.386,29
Summe Umlaufvermögen 509.146,99 971.264,37
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.200,00 16.641,95
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 107.516,35
Bilanzsumme 2.308.176,99 3.194.596,95

Geschäftsbericht 2013

Angaben in EUR 31.12.2013 31.12.2012
PASSIVA
A. Eigenkapital
1. Grundkapital 3.769.729,00 1.078.000,00
2. Kapitalrücklagen 100.000,00 0,00
3. Konzernbilanzverlust -2.604.873,67 -1.060.563,26
4. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz -102.113,66 -124.953,09
5. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 107.516,35
Summe Eigenkapital 1.162.741,67 0,00
B. Rückstellungen
Steuerrückstellungen 6.500,00 29.880,00
Sonstige Rückstellungen 201.620,00 188.625,00
Summe Rückstellungen 208.120,00 218.505,00
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen
- davon konvertibel: EUR 0,00 (Vj.: EUR 1.419.729,00)
0,00 1.419.729,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 687.500,00 1.007.177,84
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 25.997,18
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 180.513,16 453.787,03
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern: EUR 43.385,23 (Vj. EUR 37.172,37)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.152,49
(Vj. EUR 11.780,24)
69.302,16 69.400,90
Summe Verbindlichkeiten 937.315,32 2.976.091,95
Bilanzsumme 2.308.176,99 3.194.596,95

Konzern-Eigenkapitalveränderung

vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

Angaben in EUR Gezeichnetes Kapital
Grundkapital
Stand am 31.12.11 4.312.000
Erhöhung der Kapitalrücklage aufgrund von Umbuchung der Verrechnung des
Firmenwertes in den Verlustvortrag
Entnahme aus Kapitalrücklage
Kapitalherabsetzung -3.234.000
Konzern-Jahresfehlbetrag
Stand am 31.12.12 1.078.000
Barkapitalerhöhung 1.272.000
Agio aus Kapitalerhöhung
Kapitalerhöhung aus Wandelanleihen 1.419.729
Konzern-Jahresfehlbetrag
Stand am 31.12.13 3.769.729

Entwicklung des Anlagevermögens

vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Stand
Angaben in EUR 01.01.2013 Zugänge Abgänge
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte 109.750,94 8.580,00 0,00
2. Konzessionen, Gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 367.455,86 2.730,00 0,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.817.636,45 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.294.843,25 11.310,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.496.397,71 7.073,89 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 1.131.409,84 14.587,40 5.682,39
Summe Sachanlagen 2.627.807,55 21.661,29 5.682,39
Summe Anlagevermögen 4.922.650,80 32.971,29 5.682,39
Kapitalrücklage Bilanzverlust Eigenkapital
der Anteilseigner
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
des Konzerns
12.589.068 -14.725.699 2.175.369 -109.853 2.065.516
53.979 -53.979
-12.643.047 12.643.047
3.234.000
-2.157.932 -2.157.932 -15.100 -2.173.032
0 -1.060.563 17.437 -124.953 -107.516
1.272.000 1.272.000
100.000 100.000 100.000
1.419.729 1.419.729
-1.544.310 -1.544.310 22.839 -1.521.471
100.000 -2.604.873 1.264.856 -102.114 1.162.742
Abschreibungen Buchwert
Stand Stand Stand Stand Stand
31.12.2013 01.01.2013 Zugänge Abgänge 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012
118.330,94 21.950,94 24.095,00 0,00 46.045,94 72.285,00 87.800,00
370.185,86 261.771,36 37.278,00 0,00 299.049,36 71.136,50 105.684,50
1.817.636,45 856.121,45 121.455,00 0,00 977.576,45 840.060,00 961.515,00
2.306.153,25 1.139.843,75 182.828,00 0,00 1.322.671,75 983.481,50 1.154.999,50
1.503.471,60 758.191,71 114.003,89 0,00 872.195,60 631.276,00 738.206,00
1.140.314,85 925.441,06 45.478,68 5.677,39 965.242,35 175.072,50 205.968,78
2.643.786,45 1.683.632,77 159.482,57 5.677,39 1.837.437,95 806.348,50 944.174,78
4.949.939,70 2.823.476,52 342.310,57 5.677,39 3.160.109,70 1.789.830,00 2.099.174,28

K O N ZE R N A N H A N G F Ü R D AS G ES C H ÄF TSJA H R 2 0 1 3

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

    1. Die Bio-Gate AG hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.
    1. Die Ausweiswahlrechte wurden dahingehend ausgeübt, dass eine Angabe im Konzernanhang erfolgt.
    1. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
    1. Die Geschäftsjahre für den Konzern, das Mutterunternehmen und die konsolidierten Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr.
    1. Die Einzelabschlüsse der Mutter- und der Tochtergesellschaften wurden in Euro gebucht und erstellt. Entsprechend wurde auch der Konzernabschluss in Euro erstellt.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der zum Vorjahr unveränderte Konsolidierungskreis besteht neben der Bio-Gate AG, Nürnberg, aus folgenden Unternehmen:

Name des
Unternehmens
Sitz Anteil am
Kapital
Konsolidie
rungsgrund
QualityLabs BT
GmbH
Nürnberg 100,0% Mehrheit der
Stimmrechte
BioEpiderm
GmbH
Nürnberg 70,0% Mehrheit der
Stimmrechte

Weitere Tochterunternehmen existieren zum Konzernabschlussstichtag nicht. Es wurden bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses keine weiteren Tochterunternehmen gegründet oder erworben.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

  1. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode angewandt (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der

Tochterunternehmen in den Konzernabschluss am 1. Januar 2006.

    1. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
    1. Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB war nicht notwendig, da im Vorratsvermögen des Konzerns keine aus konzerninternen Lieferungen stammenden Bestandteile enthalten waren. Es sind somit keine unrealisierten Erfolge in den Konzerngesellschaften zu verzeichnen und das Vorratsvermögen ist vollständig zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.
    1. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnliche Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.
    1. Für das Tochterunternehmen BioEpiderm GmbH, an welchem die Muttergesellschaft mit 70% beteiligt ist, wird aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte eine Vollkonsolidierung bei gleichzeitigem Ausweis eines Anteils anderer Gesellschafter gem. § 307 HGB durchgeführt. Danach wird der Ausgleichsposten bilanziell gem. § 307 Abs. 1 HGB in dem entsprechenden Anteil am Kapital unter der zutreffenden Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der auf die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn unterhalb des Jahresfehlbetrages unter der entsprechenden Bezeichnung gesondert ausgewiesen.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) erfolgen im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften.

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der BioGate AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

  1. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um Abschreibungen vermindert.

Der im Jahr 2005 durch die Verschmelzung entstandene und aktivierte Firmenwert wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegenstände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Im Jahr 2013 sind weitere Entwicklungskosten für die seit 2011 laufende Entwicklung eines speziellen Analyseverfahrens in Höhe von TEUR 9 angefallen. Die Entwicklung ist mittlerweile abgeschlossen und wird mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.

Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten (Pool) über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert EUR 150,00 nicht übersteigt, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

    1. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind Fremdkapitalzinsen enthalten.
    1. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Sie sind zum Nennwert angesetzt.
    1. Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Soweit Abwertungen notwendig waren, wurden die liquiden Mittel mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.
    1. Hinsichtlich der Abgrenzung latenter Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der im Rahmen der Verschmelzung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert bleibt bei der

steuerlichen Gewinnermittlung außer Ansatz, wodurch sich passive latente Steuern ergeben. Diesen stehen jedoch aktive latente Steuern wegen des vorhandenen steuerlichen Verlustvortrags gegenüber, der aufgrund der internen Planung teilweise nutzbar ist. Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der aufgrund des Aktivierungswahlrechts nicht angesetzt wird.

    1. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.
    1. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
    1. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.
    1. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwert

Für Zwecke der Verschmelzung durch Aufnahme mit der Bio-Gate Bioinnovative Materials GmbH, Nürnberg, wurde im Jahr 2005 eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 2.303.000,00 auf nunmehr EUR 2.940.000,00 vorgenommen. Den Gesellschaftern der übertragenden Gesellschaft wurden für die Übertragung des Vermögens als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten Aktien der Nano-Silber-AG gewährt. Der Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme des übertragenden Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden übersteigt, wurde in einen Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt (§ 255 Abs. 4 Satz 1 HGB). Dieser wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegenstände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung sind zurzeit nicht vorhanden.

2. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände sowie des oben erläuterten Firmenwerts ist im beigefügten Konzernanlagespiegel dargestellt.

Sämtliche Abschreibungen werden linear vorgenommen. Dabei werden Maschinen und maschinelle Anlagen in der Regel über acht bis zehn, in Ausnahmefällen über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Laboreinrichtungen werden über drei bis fünf und Büroeinrichtungen über acht bis fünfzehn Jahre abgeschrieben.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestand keine Notwendigkeit für Einzel- oder Pauschalwertberichtigungen.

4. Liquide Mittel

In den liquiden Mitteln werden Fremdwährungskonten in US-Dollar geführt. Diese wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

5. Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten in Höhe von TEUR 9 ein die KfW-Darlehen betreffendes Disagio.

6. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2013 EUR 3.769.729,00 und ist eingeteilt in 3.769.729 nennwertlose auf den Inhaber lautenden Stückaktien.

Die Hauptversammlung vom 22. August 2013 hat die Änderung des § 4 Ziffer 4.11. (Bedingtes Kapital) der Satzung beschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 1.353.664,00 durch Ausgabe von bis zu 1.353.664 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital V). Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. August 2018 auf den Inhaber lautende Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 4.500.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende Stückaktien der Bio-Gate AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis

zu EUR 1.353.664,00 zu gewähren.

Desweiteren, wurde auf der Hauptversammlung vom 22. August 2013 die Änderung des § 4 Ziffer 4.6. (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen. Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. August 2018 durch Ausgabe von bis zu 1.784.864 Stück neuen nennwertlosen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 1.784.864,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Die außerordentliche Hauptversammlung vom 25. Oktober 2012 hat die Erhöhung des Grundkapitals gegen Bareinlagen unter Gewährung eines mittelbaren Bezugsrechts um bis zu EUR 2.156.000 durch Ausgabe von bis zu 2.156.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 1,00 je Aktie beschlossen. Die neuen Aktien werden zum geringsten Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Aktie und mit Gewinnberechtigung ab dem 1. Januar 2012 ausgegeben. Mit Eintragung in das Handelsregister zum 30. Januar 2013 wurde diese Kapitalerhöhung mit einem Volumen von EUR 1.072.000 durchgeführt. Durch diese Kapitalmaßnahme, erhöhte sich das Grundkapital um 1.072.000,00 Euro auf nunmehr 2.150.000,00 Euro

Am 21. Juni 2013 wurden die Teilschuldverschreibungen der Nullkupon-Wandelanleihen von 2012/2015 im Verhältnis 1:1 in auf den Inhaber lautende Stückaktien der Bio-Gate AG umgetauscht. Das Grundkapital der Bio-Gate AG erhöhte sich durch die Wandlung dieser Wandelanleihen um 1.419.729,00 Euro auf 3.569.729,00 Euro.

Am 26. September 2013 wurde durch die teilweise Nutzung des genehmigten Kapitals I (2013) und unter Ausschluss der Bezugsrechte, das Grundkapital der Gesellschaft um 200.000 Euro auf 3.769.729 Euro erhöht.

7. Kapitalrücklage

Durch die Kapitalerhöhung vom 26 September 2013, wurden 200.000 Aktien zu einem zu einem Kurs von EUR 1,50 je Aktie ausgegeben. Damit beläuft sich das Agio und die Kapitalrücklage im Berichtsjahr auf EUR 100.000,00.

8. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Jahresüberschüsse in Höhe von TEUR 72 sind für die Ausschüttung gesperrt, da selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in diesem Umfang aktiviert wurden.

9. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz

Der Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz wurde erstmals im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum 01. Januar 2006 ermittelt und beträgt zum 31. Dezember 2013 EUR -102.113,66.

10.Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten eine Rückstellung für eine drohende Umsatzsteuernachzahlung aufgrund von Betriebsprüfungen in Höhe von TEUR 7.

11.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 31.12.2013 31.12.2012
Personalrückstellungen 109.435 96.250
Rückstellung für Haupt
versammlung/Geschäftsbericht 24.500 24.500
Aufsichtsrat 30.000 21.750
Rückstellung für Jahresab
schlusserstellung und -prüfung 19.000 19.000
Sonstige 18.685 27.125
201.620 188.625

12. Verbindlichkeiten

Restlaufzeit mehr als
Angaben in TEUR 31.12.2013 Vj. 1 Jahr Vj. 1-5 J. Vj. 5 Jahre Vj.
Anleihen 0 1.420 0 0 0 1.420 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 688 1.007 188 320 375 500 125 187
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 26 0 26 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung 181 454 181 454 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 69 69 69 69 0 0 0 0
- davon aus Steuern (43) (37) (43) (37) (0) (0) (0) (0)
- davon i. Rahmen d. sozialen Sicherheit (1) (12) (1) (12) (0) (0) (0) (0)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 688 durch Sicherungsübereignung von Inventar der Betriebstätte Bremen und durch eine Verpflichtungserklärung der Gesellschaft in Bezug auf Patente und Gebrauchsmuster besichert.

13. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche finanzielle Verpflichtungen aus Mieten in Höhe von TEUR 196.

Die Leasingverpflichtungen stellen sich, bezogen auf die Gesamtlaufzeiten wie folgt dar:

2014 2015 2016
TEUR 34 TEUR 11 TEUR 0

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf:

Angaben in TEUR 2013 2012
Deutschland 1.920 1.219
EU ohne Deutschland 486 923
Ausland ohne EU 78 127
Summe 2.484 2.269

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:

Angaben in TEUR 2013 2012
Beschichtungsumsätze 179 243
Silber & Polymere 270 204
Kosmetische Produkte 1.657 1.478
Messdienstleistungen 370 342
Sonstige Umsatzerlöse 8 2
Summe 2.484 2.269

2. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2013 2012
Abschreibung auf immat.
Vermögensgegenstände
-34.243,00 -45.664,80
Abschreibung auf Geschäfts
oder Firmenwert
-121.455,00 -121.455,00
Abschreibungen auf Sach
anlagen und GWG
-186.612,57 -195.328,67
-342.310,57 -362.448,47

3. Entwicklung des Konzernergebnisses

Konzernjahresfehlbetrag -1.544.310,41
am Gewinn/Verlust -22.839,43
Anteile anderer Gesellschafter
Jahresfehlbetrag -1.521.470,98
Angaben in EUR 2013

VII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmerzahl

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaf-

ten beschäftigten im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 durchschnittlich 26 Arbeitnehmer.

  1. Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und Aufsichtsrat

Vorstandsmitglieder waren

Karl Richter, Geschäftsführer, Nürnberg Vorstandvorsitzender

Marc Lloret-Grau, Diplom-Betriebswirt, MBA, Nürnberg Vorstand

Die Vorstandsbezüge betrugen im Zeitraum vom 01. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 TEUR 157,7.

Aufsichtsratsmitglieder sind die Herren

Dr. Knud Klingler, Kaufmann, Nürnberg (Aufsichtsratsvorsitzender)

Karl Klamann, Geschäftsführer, Eckental, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 21.08.2013)

Volker Rofalski, Diplom-Kaufmann, München (ab 22.08.2013 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Prof. Dr. Dr. Volker Alt, Facharzt für Chirurgie, Bad Nauheim (Aufsichtsrat) (ab 22.08.2013)

Der Aufsichtsrat erhielt in 2013 eine Vergütung in Höhe von TEUR 22,5 von der Aktiengesellschaft.

3. Honorare für den Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB sind im Geschäftsjahr 2013 folgende Aufwendungen angefallen:

  • a) Abschlussprüfung: TEUR 16,5
  • b) Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen: TEUR 0
  • c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 3
  • d) sonstige Leistungen: TEUR 35,4

Geschäftsbericht 2013

Nürnberg, den 24. Februar 2014

Bio-Gate AG - Der Vorstand -

Karl Richter Marc Lloret-Grau

BESTÄT I G U N G SVE R M E R K D ES ABS C H L U SSP R Ü FE R S

An die Bio-Gate AG, Nürnberg:

Wir haben den von der Bio-Gate AG, Nürnberg aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "Risiken der künftigen Entwicklung" ausgeführt, dass nach planmäßiger Platzierung einer Wandelanleihe mit Volumen von TEUR 230 unter Ausschluss der Bezugsrechte im Februar 2014 im Jahr 2014 eine weitere Kapitalmaßnahme erforderlich ist und dass die Unternehmensgruppe neben den durchgeführten Finanzierungsmaßnahmen darauf angewiesen ist, ausreichende Mittelzuflüsse aus der operativen Tätigkeit zu erzielen. Der Vorstand geht davon aus, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht und die erforderliche Kapitalmaßnahme erfolgreich umgesetzt werden kann. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die weitere Unternehmensentwicklung belasten.

Nürnberg, den 24. Februar 2014

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Morgenroth Deyhle

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

K O N TAKT U N D I M P R ESS U M

Kontakt

Bio-Gate AG Neumeyerstraße 28-34 90411 Nürnberg Telefon +49 (0) 911 59 72 4-8300 Telefax +49 (0) 911 59 72 4-8301 www.bio-gate.de

Ansprechpartner für Investor Relations Cortent Kommunikation AG Gerd Rückel Telefon +49 (0) 69 - 577 0 300-0 Telefax +49 (0) 69 - 577 0 300-10 [email protected]

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Redaktion: Cortent Kommunikation AG, Frankfurt am Main Gestaltung: Sandra Raetzer Grafikdesign, Limburg/Lahn