Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Bio-Gate AG Annual Report 2015

Apr 25, 2016

5367_10-k_2016-04-25_b1ca1cf6-6ca1-481e-8f09-0b22163c78af.pdf

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Mit innovativen Silber-Technologien gegen Infektionen

DER BIO-GATE KONZERN AUF EINEN BLICK

Angaben in TEUR 2015 2014
Umsatz 3.081 2.145
Materialaufwand 801 529
Personalaufwand 1.416 1.437
EBITDA -220 -997
EBIT -550 -1.332
Konzernergebnis -714 -1.474
Anlagevermögen 1.239 1.517
Umlaufvermögen 651 591
Liquide Mittel 74 55
Eigenkapital 518 527
Eigenkapitalquote (in %) 27,3 24,9
Rückstellungen 163 179
Bankverbindlichkeiten 313 500
Bilanzsumme 1.896 2.114
Operativer Cashflow -315 -527
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,16 -0,39
Mitarbeiter im Durchschnitt 23 22
Konzernabschluss nach HGB

INHALTSVERZEICHNIS

  • Brief des Vorstands
  • 06 Investor Relations
  • 08 Bericht des Aufsichtsrates
  • Konzernlagebericht
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 23 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalveränderung
  • Entwicklung des Anlagevermögens
  • Konzernanhang

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE AKTIONÄRE,

im Geschäftsjahr 2015 hat die Bio-Gate AG von einer starken Nachfrage für ihre Anwendungen profitiert und das Produktportfolio weiterentwickelt. Die Gesellschaft erreichte ihre Finanzziele vollumfänglich und ist in nahezu allen Geschäftsbereichen gewachsen. Der Umsatz stieg um mehr als 40 Prozent auf knapp 3,1 Mio. Euro und lag damit nochmals über den vorläufigen Schätzungen vom Dezember 2015. Der operative Verlust auf EBITDA-Basis wurde um fast 78 Prozent reduziert und betrug zum Jahresende rund minus 0,2 Mio. Euro. Neben dem Umsatzwachstum verbesserten wir konzernweit unsere Kostenstruktur. Positiv wirkte sich dabei der im Juni 2015 vollzogene Segmentwechsel vom Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in den Freiverkehr der Börse München aus.

Den größten Umsatzbeitrag erwirtschafteten wir erneut im Bereich der Kosmetik- und Pflegeprodukte unserer Tochtergesellschaft BioEpiderm. Bei den auf Mikrosilber basierenden, für Kunden entwickelten Fertigprodukten erzielten wir weitere Erlöszuwächse. Die Verkäufe von Cremes der Pflegeserien "SOS" und "Das Beste" lagen deutlich über den Vorjahreswerten. Unser Kunde plant daher, noch weitere Produkte von uns zu vermarkten.

Die im Jahr 2014 eingeführte Intensivpflegecreme St. Andreas, die bei Neurodermitis angewendet wird, ergänzten wir im Berichtsjahr noch mit einer entsprechenden Lotion. Creme und Lotion stießen auf gute Resonanz bei den Verbrauchern. Sie werden als Kosmetikprodukte verkauft und sind somit über den Einzelhandel und Drogeriemärkte frei erhältlich. Unser Kunde Auer aus Großbritannien brachte im Jahresverlauf zudem verschiedene Cremes auf den Markt, die unser Mikrosilber enthalten und regenerierende, erneuernde und schützende Hauteffekte bieten.

Zusammenarbeit mit LR Health & Beauty Systems zahlt sich aus

Eine Erfolgsgeschichte ist für uns die Zusammenarbeit mit dem führenden deutschen Direktvertriebsunternehmen LR Health & Beauty Systems. Unser Partner entwickelt und vertreibt stets neue, innovative Kosmetik- und Pflegeprodukte, die mit unserem Mikrosilber veredelt sind. Im Berichtsjahr wurde neben den im Sortiment befindlichen Kosmetikprodukten erstmals ein Zahnpflege-Kaugummi mit Mikrosilber von Bio-Gate auf den Markt gebracht, der schnell auf hohe Nachfrage stieß. Ein weiterer Produktstart gelang mit einem hygienischen Pflegetuch zur Reinigung von Kosmetikgeräten.

Im Geschäft mit antibakteriellen Additiven für die Wundbehandlung und Wundversorgung steigerten wir die Umsätze im Berichtszeitraum ebenfalls spürbar. Im ersten Quartal 2015 nachgeholte Auslieferungen begünstigten diese Entwicklung. Einen hohen Stellenwert besitzen mittlerweile auch die Verkäufe unserer eigenentwickelten Formulierungen für Kunden. Das Anwendungsgebiet Wundbehandlung und Wundversorgung betrachten wir auch zukünftig als einen Schwerpunkt bei unseren Aktivitäten.

Veterinärmarkt gewinnt an Bedeutung

Ein Umsatztreiber war im Berichtsjahr das Veterinärgeschäft. Somit erwies es sich als richtig, dass wir schon frühzeitig den Tiermarkt als einen strategischen Zukunftsmarkt definierten und ihn sukzessive erschließen. Auf der Grundlage bereits bestehender Anwendungen und Technologien entwickelten wir im Jahr 2015 neue Produkte für dieses

attraktive Geschäftsfeld. Neben dem Absatz unserer Pflegeprodukte mit Mikrosilber stieg außerdem die Nachfrage für unsere antimikrobiellen Beschichtungen in der Veterinärmedizin.

Auch in Zukunft sehen wir im Veterinärgeschäft großes Potenzial: Der Umgang der Menschen mit ihren Heim- und Nutztieren hat sich in den vergangenen Jahrzehnten aus gesellschaftlichen, sozialen und ökonomischen Gesichtspunkten grundlegend verändert. Gerade Hunde gelten mittlerweile vielfach als Familienmitglied, die besonderer Pflege und Zuwendung bedürfen. Stetig steigende Ausgaben der Tierhalter belegen diesen Trend. So wächst der Markt für Heimtierbedarf seit vielen Jahren auf einem hohen Niveau. Laut dem Statistik-Portal Statista hat das Marktvolumen im Jahr 2015 alleine in Deutschland bei über 4,1 Mrd. Euro gelegen. In Großbritannien wurden in diesem Zeitraum sogar knapp sechs Mrd. Euro für Heimtiere ausgegeben.

Zudem sind für Bio-Gate speziell die Entwicklungen in den Bereichen Tierpflege und Tiergesundheit von großem Interesse. Auch hier zielen wir auf einen wachsenden Volumenmarkt: Die Universität Göttingen hat in einer Studie vom November 2014 die Ausgaben für Heimtiergesundheit mit rund 2,1 Mrd. Euro beziffert. Weiter heißt es, dass von diesem Betrag etwa die Hälfte der Hundehaltung und mehr als ein Drittel der Katzenhaltung zuzuordnen sind. Davon profitieren wir, da unsere Produkte überwiegend für Hunde und Katzen geeignet sind.

Marktposition in der Tierpflege weiter ausgebaut

Wir sind mit unseren antibakteriellen Angeboten im Bereich der Hautpflege bei Tieren bereits sehr gut positioniert. Auf diesem Fundament bauen wir unsere Produktpalette stetig aus. Durch einen Anfang 2015 abgeschlossenen Lizenzvertrag mit VetBiotek, einem auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von dermatologischen Veterinärprodukten spezialisierten Unternehmen, machten wir nochmals einen großen Schritt nach vorne. Im Rahmen dieser Partnerschaft wurden weitere Pflegepräparate für dermatologische Behandlungen auf den nordamerikanischen Tiermarkt gebracht.

Im ersten Quartal 2015 startete zudem der Vertrieb von Hautpflegeprodukten zur Behandlung von Ekzemen bei Pferden. Die Firma alfavet brachte darüber hinaus mit ihrer Pflegeserie "Hexocare" mehrere Produkte mit Mikrosilber von Bio-Gate auf den Markt. Bald darauf folgten noch ein Hautreinigungsspray und ein feuchtigkeitsspendendes und pflegendes Gel. Alle diese Produkte werden von unseren Kunden direkt über die Tierärzte vertrieben. Zudem wird ein Pflegeschaum für Pferde bei großen Filialisten für Pferdebedarf gelistet. Sehr viel Zuspruch erhielt zudem ein Ohrpflege-System, das bei chronischen Ohrentzündungen von Haustieren verwendet wird. In der zweiten Jahreshälfte gelangen uns außerdem Vertriebserfolge mit Pflegeprodukten für Nutztiere. Dabei handelte es sich um eine Huf- und eine pflegende Eutercreme. Beide Produkte wurden komplett von uns entwickelt und werden nun von Kunden vertrieben.

Positive Studienergebnisse beflügeln Nachfrage nach Beschichtungen

Immer besser entwickelten sich zudem die antibakteriellen Beschichtungen in der Medizintechnik für Tiere. Durch die im Vergleich zur Humanmedizin deutlich geringeren Zulassungshürden für Tierimplantate sind unsere Produkte viel schneller auf dem Markt 04

und bringen Erlöse. Diese positive Entwicklung führen wir auch auf eine Studie aus dem Jahr 2014 zurück, bei der 70 Haushunden von uns beschichtete Implantate eingesetzt wurden, ohne dass es zu jeglichen Komplikationen kam. Üblicherweise liegt die Infektionsrate bei 20 bis 30 Prozent. Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass unsere Forschungspartner die aus dem Projekt gewonnenen Daten umgehend auf einem Kongress führender US-amerikanischer Tierchirurgen vorstellten. Wir sind aktuell mit mehreren Projekten bei unterschiedlichen Kunden aktiv und steigerten unsere Beschichtungsumsätze im Berichtsjahr.

Potenzial mit antimikrobiell veredelten Konsum- und Industrieprodukten

Im Segment für antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte wollen wir ebenfalls über erfolgreiche Feldstudien neue Aufträge gewinnen. Zusammen mit Sachverständigen für die Krankenhaushygiene und mit Unterstützung unseres Kunden Dauphin führte das Nürnberger St. Theresien-Krankenhaus im Geschäftsjahr 2015 eine anonymisierte Feldstudie mit antimikrobiellen Wartezimmerstühlen durch. Dabei wurden zwölf identisch aussehende Stühle im Wartebereich aufgestellt, von denen sechs mit unserer Silbertechnologie ausgerüstet waren. Nach einem festgelegten Prüfplan und unter Anwendung eines anerkannten Prüfverfahrens wurde mehrmals am Tag die Kontamination auf den Armlehnen der Stühle gemessen.

Das Ergebnis der Studie belegte einen deutlichen Schutzeffekt durch die Bio-Gate Veredelung: Die antibakteriell ausgestatteten Stühle trugen rund 60 bis 90 Prozent weniger Bakterien als die konventionellen Sitzmöbel. Um eben diesen Effekt ohne eine antimikrobielle Veredelung zu erreichen, hätten die Stühle kontinuierlich, mehrmals täglich, gereinigt werden müssen. Die im Krankenhausbetrieb üblichen Wisch- und Desinfektionsmaßnahmen im Tagesverlauf sind jedoch nicht nachhaltig genug, so dass die Stuhlflächen durch ihre Nutzer innerhalb von kurzer Zeit wieder neu kontaminiert werden. Das lässt sich besonders in Räumen mit hohem Publikumsverkehr feststellen. Unsere antimikrobielle Beschichtung erreichte dagegen eine nachweislich kontinuierliche Keimreduktion. Gerade vor dem Hintergrund multiresistenter Keime in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen sind antimikrobiell veredelte Möbel somit eine wichtige Ergänzung zur herkömmlichen Flächendesinfektion.

Bio-Gate kann Beitrag zu verbesserter Hygiene leisten

Neben der antibakteriellen Veredelung von Stühlen gibt es zahlreiche weitere Anwendungsgebiete, in denen wir mit unseren innovativen Technologien einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Bakterien und Keime, beispielsweise in Krankenhäusern, leisten können. Bei veredelten Griffen für Fenster, Türen oder für den Sanitärbereich stehen wir bereits in den Startlöchern: Zusammen mit unseren Kunden verfügen wir über erprobte Produkte. Daneben ist es uns möglich, beispielsweise Berufskleidung, Wandfarbe sowie Möbel zu veredeln. Neu in der Entwicklung befindet sich ein Oberflächenspray, das lang anhaltenden antimikrobiellen Schutz bietet. Es eignet sich somit für alle hygienesensitiven Bereiche.

Krankenhausinfektionen durch multiresistente Keime sind unverändert eine große Belastung, in erster Linie für die betroffenen Menschen und ihre Angehörigen, aber auch für das Gesundheitssystem. Nach offiziellen Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit liegt die Zahl der Todesopfer in Deutschland bei jährlich 10.000 bis 15.000.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält diese Zahlen für zu gering und geht sogar von doppelt so hohen Infektionszahlen aus. Dabei gibt es durchaus geeignete Präventivmaßnahmen – diese müssen nur zeitnah und flächendeckend angewendet werden. Wir sehen daher in diesem Markt erhebliche Chancen.

Ausblick: Umsatzwachstum bei ausgeglichenem operativem Ergebnis

Die erfreulichen Vorjahresumsätze bei Kosmetik- und Pflegeprodukten sowie die überaus positive Entwicklung im Veterinärgeschäft stimmen uns für das aktuelle Geschäftsjahr 2016 zuversichtlich. Hinzu kommt, dass wir im Bereich der Konsum- und Industriegüter, aber auch bei unseren Medizintechnikprojekten im Humanbereich, bestehende Projekte sehr erfolgreich fortführen und neue, viel versprechende starten konnten. Wir möchten zusammen mit unseren aktuellen Kunden weiter wachsen. Darüber hinaus wollen wir neue Kunden und Projekte akquirieren sowie unsere Produkte und Technologien weltweit anbieten. Dafür werden wir unsere strategische Zusammenarbeit mit weltweit agierenden Partnern mittelfristig ausbauen. Die Übertragung unserer Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt unser strategisches Ziel, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.

Nach dem starken Umsatzanstieg 2015 rechnet Bio-Gate auch im Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlichen Wachstum. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll dabei positiv ausfallen. Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.

Wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Sie sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine zukünftig positive Entwicklung der Bio-Gate AG. Unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für Ihr Vertrauen.

Aus Nürnberg grüßen Sie herzlich

Karl Richter Marc Lloret-Grau Vorsitzender des Vorstands (CEO) Finanzvorstand (CFO)

INVESTOR RELATIONS

Die Aktien der Bio-Gate AG sind seit Sommer 2015 im Freiverkehr der Börse München gelistet. Zuvor war das Unternehmen im Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Mit dem im Juni 2015 vollzogenen Segmentwechsel vom Entry Standard in den Freiverkehr der Börse München wurde das Handelsvolumen der Bio-Gate Aktie auf einen Handelsplatz konzentriert und die Kosten der Börsennotierung reduziert.

Von den geringeren Transparenzpflichten des Freiverkehrs hat Bio-Gate im Geschäftsjahr 2015 mit Blick auf die Interessen seiner Investoren jedoch keinen Gebrauch gemacht. Vielmehr veröffentlicht die Gesellschaft auf freiwilliger Basis weiterhin ausführliche Informationen zur Geschäftsentwicklung im Halbjahr sowie kontinuierlich zu wichtigen Ereignissen im Kapitalmarkt. Neben dem Halbjahres- und Geschäftsbericht informierten wir unsere Aktionäre im Berichtsjahr 2015 mit insgesamt acht Pressemitteilungen über die Entwicklungen im Bio-Gate Konzern. Im Jahresverlauf erläuterte das Management zudem in Gesprächen mit interessierten Anlegern und möglichen institutionellen Investoren das Geschäftsmodell des Unternehmens. Bio-Gate pflegt unabhängig vom Transparenzlevel den regelmäßigen Kontakt zu ihren privaten und institutionellen Anlegern sowie der interessierten Öffentlichkeit.

Barkapitalerhöhung zur Finanzierung des Wachstums platziert

Im Juni hat die Gesellschaft von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 Gebrauch gemacht und das Grundkapital durch eine Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts um zehn Prozent erhöht. Im Rahmen einer Privatplatzierung wurden 430.367 neue Aktien zu einem Preis von je 1,40 Euro an Ankeraktionäre ausgegeben. Der Brutto-Emissionserlös lag somit bei rund 0,6 Mio. Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Zuge der Transaktion um 430.367,00 Euro auf 4.734.040,00 Euro. Das Management investierte die Mittel wie angekündigt überwiegend in das operative Wachstum der Gesellschaft.

Bio-Gate Aktie verbessert sich leicht

Durch die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank floss auch im Jahr 2015 viel Kapital in die europäischen Aktienmärkte. Im April erreichte der deutsche Leitindex DAX sogar ein neues Allzeithoch. Die sich verschärfenden, weltweiten Krisenherde und die Angst vor einem Ende des konjunkturellen Aufschwungs in China sorgten jedoch immer wieder für teils kräftige Kursrücksetzer. Im Berichtszeitraum 2015 stieg der DAX dennoch um insgesamt gut zehn Prozent. Der für die Bio-Gate AG relevante Entry Standard-Index, der überwiegend geringer kapitalisierte Nebenwerte umfasst, legte um knapp zwölf Prozent zu. Die Bio-Gate Aktie erreichte im Dezember ihren Jahreshöchststand bei 1,79 Euro, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Zum Jahresende notierte das Papier bei 1,36 Euro. Das entspricht einem Plus von fast vier Prozent im Jahresverlauf. Zusammen mit der Kapitalmaßnahme im Juni stieg die Marktkapitalisierung im Jahr 2015 um rund 13 Prozent.

Aktionärsstruktur (Stand 31.12.2015, gemäß freiwilligen Meldungen):

Geschäftsbericht 2015

Finanzkalender 2016

April: Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2015
Juni: Ordentliche Hauptversammlung in Nürnberg
August/September: Veröffentlichung des Halbjahresberichtes 2016*
7./8.Dezember: Teilnahme an der Münchener Kapitalmarkt Konferenz (MKK)*
*geplant

Kursverlauf der Bio-Gate-Aktie 2015

Informationen zur Aktie (Stand 31.12.2015)

Anzahl Stückaktien 4.734.0401
Grundkapital 4.734.040,00 €2
Marktkapitalisierung an 31.12.2015 6,44 Mio. €
Höchstkurs am 03.12.2015 1,790 €
Tiefstkurs am 08.05.2015 1,095 €
Designated Sponsor VEM Aktienbank AG
Wertpapier-Kennnummer BGAG98
ISIN DE000BGAG981
Kürzel BIG
Transparenzlevel Freiverkehr

1) Nach Kapitalerhöhung (unter Ausschluss des Bezugsrechts) im Juni 2015 gestiegen auf 4.734.040 Stückaktien (von zuvor: 4.303.673 Stückaktien)

2) Analog gemäß Kapitalmaßnahmen

BERICHT DES AUFSICHTSRATES

SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,

die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2015 den Umsatz um rund 40 Prozent auf knapp 3,1 Mio. Euro gesteigert und den operativen Verlust um fast 78 Prozent eingegrenzt. Die vom Management kommunizierten Ziele, den Umsatz deutlich zu steigern und das operative Ergebnis deutlich zu reduzieren, wurden vollumfänglich erreicht. Durch den Segmentwechsel vom Entry Standard der Frankfurter Wertpapierbörse in den Freiverkehr der Börse München wurde zudem die Kostenstruktur im Konzern verbessert.

Ausschlaggebend für die sehr positive Erlösentwicklung waren vor allem gestiegene Verkäufe bei Fertigprodukten im Bereich Kosmetik und Pflege sowie starke Zuwächse im Veterinärgeschäft. Wegen der niedrigen Zulassungshürden bei gleichzeitig hohem Marktvolumen erwies es sich als strategisch richtig, den Tiermarkt als einen wichtigen Zielmarkt von Bio-Gate zu betrachten. Dabei setzt das Unternehmen auf antimikrobielle Beschichtungen in der Veterinärmedizin und auf Pflegeprodukte für Tiere, die das Mikrosilber von Bio-Gate enthalten. In beiden Märkten gelangen deutliche Umsatzzuwächse.

Schwerpunkte der Beratungen

Im Geschäftsjahr 2015 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der strategischen Weiterentwicklung der Bio-Gate AG befasst. Ein weiterer Beratungsschwerpunkt war der im April eingeleitete und Anfang Juni umgesetzte Segmentwechsel in den Freiverkehr München. Ziel dieser Maßnahme war es, das Handelsvolumen in der Bio-Gate Aktie auf einen Börsenplatz zu konzentrieren und zudem weitere Kosten zu sparen, um mittelfristig die Gewinnschwelle auf Konzernebene zu erreichen. Darüber hinaus beriet der Aufsichtsrat bei der Vorbereitung und Umsetzung der Kapitalerhöhung, um die Kapitalkraft der Gesellschaft zu verbessern. Im Juni wurde von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 10 Prozent – im Rahmen einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts – erhöht. Die insgesamt 430.367 neuen Aktien wurden bei Ankeraktionären zu einem Preis von 1,40 Euro je Aktie platziert. Das Management investierte den Emissionserlös überwiegend in den Ausbau des operativen Geschäfts.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat hat während des gesamten Geschäftsjahres 2015 die Geschäftsführung der Bio-Gate AG gemäß der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Satzung des Unternehmens regelmäßig und sorgfältig überwacht und beraten. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von strategischer oder grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig eingebunden. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Entwicklung im operativen Geschäft und über besondere Ereignisse. Durch den engen Kontakt zum Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat ein umfassendes Bild von den Aktivitäten der Bio-Gate AG machen und das Unternehmen in seiner Entwicklung intensiv begleiten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfälle wurden stets nach gründlicher Prüfung und eingehender Beratung gebilligt. Im Geschäftsjahr 2015 traf sich der Aufsichtsrat zu insgesamt 3 Präsenzsitzungen. Diese fanden am 1. April, am 20. Mai und am 29. September statt. Ausschüsse wurden darüber hinaus nicht gebildet.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Bio-Gate AG für das Geschäftsjahr 2015 und den Konzernabschluss der Bio-Gate-Gruppe sowie den Konzernlagebericht der Bio-Gate-Gruppe unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat geht nach seiner eigenen Prüfung vom Grundsatz der Unternehmensfortführung aus.

In seiner Sitzung am 19. April 2016 diskutierte der Aufsichtsrat eingehend die Inhalte und Ergebnisse der Prüfung. Alle notwendigen Unterlagen sowie die jeweiligen Prüfungsberichte lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer haben wir den Prüfbericht erörtert, intern beraten und nach einer eigenständigen Prüfung dem Ergebnis des Wirtschaftsprüfers zugestimmt. Gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss bestanden keinerlei Einwände. Auch dem Konzernlagebericht wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss ordnungsgemäß nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Auch im Geschäftsjahr 2016 wird der Aufsichtsrat weiterhin eng mit dem Vorstand zusammenarbeiten und in strategischen Fragen konstruktiv unterstützen.

Für ihren engagierten Einsatz dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bio-Gate AG und ihrer Tochtergesellschaften. Den Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für ihr Vertrauen.

Nürnberg, im April 2016

Dr. Knud Klingler Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernlagebericht und Konzernanhang 2015 der Bio-Gate AG, Nürnberg

INHALTSVERZEICHNIS

  • Konzernlagebericht
  • Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 23 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Eigenkapitalveränderung
  • Entwicklung des Anlagevermögens
  • Konzernanhang

KONZERNLAGEBERICHT 2015 DER BIO-GATE AG, NÜRNBERG

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell des Konzerns

Gesellschaften, Produkte und Anwendungsbereiche Die Bio-Gate AG (Bio-Gate), Nürnberg, ist ein technologisch führender Anbieter von antimikrobiellen Produkten und multifunktionalen Oberflächen für die Medizintechnik. Darüber hinaus veredelt das Unternehmen mithilfe von Mikrosilber Kosmetika und stattet nicht-medizinische Produkte mit antimikrobiellen Eigenschaften aus. Bio-Gate verfügt über verschiedene Technologien, um Materialien und Oberflächen mit antimikrobiell wirksamem Silber auszurüsten. Die so behandelten Produkte bieten einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Bakterien, die sich als resistent gegen Antibiotika erweisen, stellen ein großes Risiko dar und sind häufig Ursache für die weltweit stark zunehmenden Erkrankungen durch Krankenhauskeime. Die Bekämpfung solcher oft gefährlichen Verkeimungen ist Basis des Geschäftsmodells von Bio-Gate. Vor allem in der Medizintechnik, aber auch in anderen Branchen wie der Pharma- und Kosmetikindustrie sowie bei Konsumund Industrieprodukten werden zunehmend antimikrobielle Eigenschaften nachgefragt. Bio-Gate ist auf diesem Gebiet einer der wenigen international tätigen Systemlieferanten und begleitet Kunden von der Entwicklung der Produkte über die Zulassung bis hin zur Marktreife.

Die Bio-Gate AG mit Sitz in Nürnberg ist die Muttergesellschaft des Bio-Gate-Konzerns. Sie entwickelt, vertreibt und lizenziert Lösungen für die antimikrobielle Ausstattung von Materialien und unterstützt die Kunden im gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsprozess. Metallisches Silber wird in Form von Mikropartikeln direkt in Werkstoffe oder Produkte eingearbeitet oder mit einem speziellen Plasmabeschichtungsverfahren – HyProtect™ – beschichtet. Die Verfahren stammen aus der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Sie wurden von Bio-Gate zusammen mit Spezialisten entscheidend weiterentwickelt und zur industriellen Reife gebracht. Die Herstellung des Mikrosilbers und die Plasmabeschichtung erfolgen in eigenen Anlagen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen als einziger Anbieter mikroskaliges Silber auf der Basis von patentgeschütztem rein porösem Silber in fester Matrix her und vertreibt dieses.

An der BioEpiderm GmbH (BioEpiderm), Nürnberg, ist Bio-Gate mit 70 Prozent beteiligt. Das Unternehmen verwendet mikroskaliges Silber, um Körperpflegeprodukte mit antimikrobiellen Eigenschaften auszustatten. Diese Produkte werden im Eigenvertrieb an Partner aus der kosmetischen Industrie vermarktet. Dazu gehört beispielsweise ein großer deutscher Pharma- und Generika-Hersteller – die Stada AG –, die ihre Produkte in Apotheken anbietet. BioEpiderm verfügt zudem über eine Reihe von weiteren Verträgen mit Kosmetikkunden wie etwa LR Health & Beauty Systems. Mit IMPAG, einem international tätigen Handels- und Dienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung auf Rohstoffe und Erzeugnisse für die Kosmetikindustrie, arbeitet BioEpiderm schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammen. Darüber hinaus verfügt die Tochtergesellschaft über Vertriebspartner für den südeuropäischen Raum. Zusätzlich zum Ausbau der Vertriebspartnerschaften stärkt BioEpiderm auch gezielt den Eigenvertrieb.

Die ebenfalls in Nürnberg ansässige QualityLabs BT GmbH (QualityLabs), eine 100-prozentige Beteiligung von Bio-Gate, betreibt ein akkreditiertes Testlabor, das mit einzigartigen Testmethoden sowie mit umfangreichen Standardtests kunden- und produktspezifische Prüfungen antimikrobieller Produkte übernimmt. Diese Messtechnologie ist ein wichtiger Baustein im Technologieportfolio von Bio-Gate und zugleich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in der Produktentwicklung, der Zulassung, der Produktoptimierung und der Qualitätssicherung. In den vergangenen Jahren hat QualityLabs das Testportfolio schrittweise ausgebaut. Neben zusätzlichen Mess- und Prüfdienstleistungen für die Kunden nimmt das Tochterunternehmen verstärkt auch interne Analysen vor, die zuvor an externe Dienstleister vergeben werden mussten. Durch das erweiterte Angebot ist es dem Testlabor gelungen, weitere namhafte Kunden zu gewinnen. Einer der größten Kunden des Tochterunternehmens ist beispielsweise der weltweit führende Gesundheitsversorger B. Braun Melsungen AG.

1.2. Ziele und Strategien

Vorrangiges Ziel der Bio-Gate AG ist es, möglichst zügig die Profitabilität auf Konzernebene zu erreichen und den Unternehmenswert für die Eigenkapitalgeber zu erhöhen. In den vergangenen Jahren vereinbarte die Gesellschaft zahlreiche Kooperationen mit international agierenden

Partnern. Durch diese Partnerschaften gelangten wir auch in die Märkte, die wir aufgrund fehlender Größe und hoher Vorlaufkosten alleine nicht hätten erschließen können. Diese Strategie werden wir unverändert fortsetzen und so das langfristige Absatzpotenzial für Bio-Gate weiter verbessern. Im Beschichtungsbereich fokussieren wir uns auf international aufgestellte Mittelständler und Großkunden, um so die Marktdurchdringung sukzessive zu erhöhen.

Das Management hat zuletzt den Vertrieb nochmals verstärkt und sich auf weitere, chancenreiche Branchen konzentriert. Im Fokus stehen beispielsweise die Veterinärmedizin, die Wundbehandlung und Wundpflege sowie der Bereich Krankenhaushygiene. Im Veterinärgeschäft bieten wir sowohl antimikrobielle Beschichtungen, vorrangig für Implantate, als auch Pflegeprodukte für Tiere. Die Bio-Gate AG hat bereits frühzeitig das Veterinärgeschäft als einen strategischen Zukunftsmarkt identifiziert und überwiegend zusammen mit Partnern mehrere Produkte hierfür entwickelt. Mittlerweile liefert die Gesellschaft eine Vielzahl von Produkten, die von Kunden in Nordamerika und Westeuropa vertrieben werden.

Über alle Geschäftsfelder hinweg wollen wir zusammen mit aktuellen Kunden weiter wachsen, neue Abnehmer und Projekte akquirieren sowie unsere Produkte und Technologien weltweit anbieten. Die Übertragung unserer Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt unsere Strategie, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.

1.3. Steuerungssystem

Das Steuerungssystem der Bio-Gate AG ist darauf ausgerichtet, einen Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Es reicht von standardisierten Planungsrechnungen für die einzelnen Projekte bis hin zu einer integrierten Budgetplanung auf Unternehmensebene für die Ergebnis-, Vermögens- und Cashflow-Planung. Monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeigen zeitnah eventuelle Planabweichungen, anhand derer Handlungsalternativen erarbeitet werden können. Dazu werden regelmäßige Projektbesprechungen und monatliche Managementmeetings durchgeführt.

1.4. Forschung und Entwicklung

Erfolg mit Entwicklungspartnerschaften

Die Bio-Gate AG zielt mit ihren Produkten, Anwendungen

und Technologien auf schnell wachsende Märkte mit großem Volumen. Um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, ist eine effektive und kundengerechte Anwendungstechnik eine der wichtigsten Voraussetzungen. Obwohl hier in den vergangenen Jahren schon große Fortschritte erreicht wurden, gibt es noch Verbesserungspotenziale, die wir schrittweise ausschöpfen werden.

Im Geschäftsjahr 2015 standen Entwicklungsprojekte für zahlreiche kundenspezifische Produkte im Vordergrund, die überwiegend im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften ausgeführt wurden. Dabei ist es gelungen, wichtige Projekte abzuschließen oder entscheidend voranzubringen sowie vielversprechende neue Projekte zu akquirieren und zu starten.

Schutzrechte

Im Medizintechnik-Sektor sichern Patente und Schutzrechte den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Dieser Schutz gilt nicht nur für Bio-Gate, sondern auch für unsere Kunden, die auf diese Weise ihre mit Bio-Gate-Silber verbesserten Produkte exklusiv vermarkten können. Daher hat das Patentmanagement im Bio-Gate-Konzern einen hohen Stellenwert. Zum Jahresende 2015 hielt Bio-Gate 101 Patente und Länderzulassungen in den wachstumsstarken Märkten Nordamerika, Europa und Asien. Das bestehende Patentportfolio wird regelmäßig daraufhin überprüft, inwieweit sich neue Verwertungsmöglichkeiten ergeben. Darüber hinaus wird der Markt gezielt nach Wettbewerbsprodukten untersucht, die die Patente von Bio-Gate verletzen könnten.

Marketing, Vertrieb und Organisation

Die zunehmende Verbreitung von Infektionen durch Keime und Bakterien ist zu einer globalen Herausforderung geworden. Um die sich weltweit bietenden Geschäftschancen zu nutzen, adressiert Bio-Gate internationale Märkte und arbeitet eng mit global aufgestellten Vertriebspartnern zusammen. Hierbei ist es gelungen, weitere, auf einzelne Märkte und Anwendungen fokussierte Kooperationen abzuschließen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Halbfertigwaren und Fertigprodukte zur Weiterverarbeitung an. Dazu gehören beispielsweise antibakteriell ausgestattete Polymer-Compounds.

Im Kosmetikgeschäft gewinnen Eigenentwicklungen, die im Kundenauftrag bei einem Lohnfertiger hergestellt werden, immer stärker an Bedeutung. Der Vertrieb erfolgt sowohl über Partner als auch über andere Absatzkanäle. Bio-Gate arbeitet zudem stets daran, die vorhandenen Technologien auf zusätzliche Anwendungen und neue Produktgruppen

zu übertragen. Im Geschäftsjahr 2015 ist uns dies vor allem in der Veterinärmedizin und der Wundpflege gelungen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Deutsche Wirtschaft weiter im Aufschwung

Die Wirtschaft in Deutschland ist im Jahr 2015 weiter gewachsen. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Jahressicht um 1,7 Prozent. Im Vorjahr hatte der Zuwachs 1,6 Prozent betragen. Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft waren abermals die privaten und staatlichen Konsumausgaben. Doch auch die Investitionen in Ausrüstungen – das sind Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – begünstigten die positive Entwicklung. Die robuste Binnenkonjunktur trotzte damit den anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten weltweit. Neben dem Konflikt zwischen Russland und der Ukraine sowie der militärischen Auseinandersetzung im Nahen Osten kamen 2015 auch erste Störfeuer aus China: Im Reich der Mitte sank die Wachstumsrate mit 6,9 Prozent erstmals seit 25 Jahren unter die 7-Prozent-Marke. In den USA, die für Bio-Gate unverändert einen relevanten Zielmarkt darstellen, legte die Konjunktur weiter zu. Gemäß dem Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg das Bruttoinlandsprodukt der USA um 2,5 Prozent, nach 2,4 Prozent im Jahr zuvor.

Durchschnittspreise für Öl im freien Fall – Silber gibt weiter nach

Durch die im Jahresverlauf 2015 ungebremste Ölförderung in Russland und vielen Staaten der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) herrschte auf den Weltmärkten ein Überangebot an Rohöl. Der Ölpreis gab folglich im Jahr 2015 nochmals deutlich nach. Nach Angaben der OPEC reduzierte sich die Notierung für Rohöl der Marke Brent im Jahresverlauf um rund 39 Prozent auf 38,16 US-Dollar. Im Jahresdurchschnitt sanken die Preise über 47 Prozent auf 52,41 US-Dollar je Barrel. Im Vorjahr lag der Durchschnittspreis bei 99,08 US-Dollar je Barrel. Ein wichtiger Faktor für das Geschäft der Bio-Gate AG ist zudem die Entwicklung beim Silberpreis. In der Berichtsperiode reduzierte sich der durchschnittliche Silberpreis deutlich um knapp 18 Prozent auf 15,72 US-Dollar je Unze, nachdem er im Vorjahr bereits um rund 20 Prozent gefallen war. Der Mittelwert lag 2014 noch bei 19,09 US-Dollar je Unze.

Medizintechnikindustrie legt 2015 kräftig zu

Der Markt für Medizintechnik in Deutschland ist im Jahr 2015 mit mindestens sechs Prozent gewachsen und hat damit die Prognosen führender Branchenverbände übertroffen. Wie der Industrieverband SPECTARIS e.V. schätzt, wird der Gesamtumsatz der inländischen Medizintechnikunternehmen damit im Berichtsjahr bei rund 27 Mrd. Euro liegen. Mehr als zwei Drittel der Erlöse werden im Auslandsgeschäft generiert, die Exportquote beträgt demnach 68 Prozent. Knapp 8,7 Mrd. Euro entfallen auf das Inlandsgeschäft, so der Branchenverband. Auch für 2016 prognostiziert SPECTARIS weiteres Wachstum, voraussichtlich aber auf einem schwächeren Niveau. Durch Verabschiedung der europäischen Medizinprodukteverordnung ab Mitte 2016 erwartet der Verband höhere Zulassungshürden in Europa, die sich wachstumshemmend auswirken könnten. Die Aussichten für Asien werden trotz der schwächeren Marktentwicklung in China insgesamt gut bewertet.

Antimikrobielle Beschichtungen weltweit gefragt

Der globale Markt für Oberflächenbeschichtungen soll gemäß den Branchenexperten von Transparency Market Research im Zeitraum 2013 bis 2019 um durchschnittlich knapp 25 Prozent pro Jahr auf dann 6,7 Mrd. US-Dollar wachsen. Für das Teilsegment der antimikrobiellen Beschichtungen schätzen die Marktforscher von MarketsandMarkets, dass das Marktvolumen weltweit von 1,5 Milliarden US-Dollar im Jahr 2012 auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar bis 2018 steigen wird. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 11,8 Prozent.

Moderates Wachstum im Markt für Schönheitspflegemittel

Die Entwicklung im Markt für Schönheitspflegemittel ist für den Bio-Gate Konzern grundsätzlich von großer Bedeutung. Im Jahr 2015 wurden knapp zwei Drittel der Gesamterlöse im Geschäftsfeld Kosmetik erzielt. Die Schönheitspflegemittelbranche in Deutschland zeichnet sich traditionell durch ein hohes Marktvolumen mit moderaten Wachstumsraten aus. Auf Basis einer Hochrechnung des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) auf Basis der ersten neun Monate soll der Umsatz bei Schönheitspflegemitteln in Deutschland im Jahr 2015 um 2,4 Prozent auf knapp 13,4 Milliarden Euro zugelegt haben. Bei den für Bio-Gate ebenfalls wichtigen Teilmärkten der Haut- und Gesichtspflegemittel sowie der Mund- und Zahnpflegemittel wurden im Berichtsjahr Wachstumsraten von schätzungsweise 4,9 und 2,3 Prozent erreicht. Das Marktvolumen erhöhte sich in diesen Segmenten demnach auf knapp 3,0 Mrd. Euro bzw. fast 1,5 Mrd. Euro.

Veterinärmarkt wächst weiter

Das Veterinärgeschäft ist ein strategischer Zielmarkt, für den Bio-Gate bereits mehrere Produkte entwickelt hat. Dazu gehören beispielsweise antibakterielle Sprays für Wund- und dermatologische Anwendungen, ein Tier-Shampoo, Hautpflegeprodukte zur Behandlung von Ekzemen bei Pferden sowie ein antibakterieller Knochenzement. Darüber hinaus beschichtet Bio-Gate im Kundenauftrag künstliche Gelenke und Implantate für Tiere, speziell für Hunde und Katzen. Durch die geringeren Zulassungshürden können die Produkte für den Veterinärmarkt schneller vermarktet werden.

Der Markt für Heimtierbedarf wächst seit vielen Jahren auf hohem Niveau. Laut dem Statistik-Portal Statista stieg das Marktvolumen im Jahr 2015 alleine in Deutschland um rund 1,3 Prozent auf über 4,1 Mrd. Euro. In Großbritannien wurden in diesem Zeitraum sogar knapp sechs Mrd. Euro für Heimtiere ausgegeben. Das entspricht einem Zuwachs von 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für das Teilsegment Tierpflege hat die Universität Göttingen in einer Studie vom November 2014 die Ausgaben für Heimtiergesundheit auf rund 2,1 Mrd. Euro beziffert. Davon entfallen etwa die Hälfte auf Hundehaltung und mehr als ein Drittel auf Katzenhaltung.

2.2. Geschäftsverlauf

Die Bio-Gate AG hat im Berichtsjahr von einer starken Nachfrage für ihre Anwendungen profitiert und das Produktportfolio weiterentwickelt. Besonders in den strategischen Zielmärkten Veterinär, Wundbehandlung und Wundpflege sowie bei der Veredelung von Konsumund Industriegütern wurden große Fortschritte erzielt. Auf der Basis erfolgreich abgeschlossener Projekte konnten lukrative Folgeaufträge gewonnen werden. Außerdem gelang es, vorhandene Technologien auf angrenzende Geschäftsbereiche zu übertragen und vielversprechende Projekte bei neuen und bestehenden Kunden zu starten. Die positive operative Entwicklung spiegelte sich auch spürbar in den Finanzkennzahlen wider.

Wichtige Projekte und Produkte

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit einem international tätigen Medizintechnikunternehmen akquirierten wir zum Jahreswechsel 2015/2016 einen neuen Beschichtungsauftrag im Bereich der Endoprothetik. Unser Kunde wird in Kürze die Vorstudie dazu starten. Weitere Tierstudien auf Basis unserer Beschichtungen sollen folgen. Unser Ziel ist es hier weiterhin, neben festen Erlösen aus der Lohnbeschichtung der Prothetik-Implantate noch Zahlungen zu erhalten, die sich am Markterfolg der Produkte orientieren. Bei einem weiteren Kunden im Bereich der Orthopädie wurden Vorversuche erfolgreich abgeschlossen. Da auch das Design der Implantate fertig gestellt ist, rechnen wir in Kürze mit dem Start der Tierstudien.

Zusammen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Fraunhofer Gesellschaft starteten wir für einen neuen Kunden aus der Kontaktoptik ein Förderprojekt mit implantierbaren Kontaktlinsen. Dabei setzten wir das Plasmaverfahren HyProtect™ erstmals so ein, dass eine transparente Beschichtung geboten werden konnte. Auf der Grundlage von vielversprechenden Studienergebnissen gewannen wir im Dentalgeschäft einen Entwicklungsauftrag für einen weltweit tätigen Kunden aus der dentalen Implantologie. Zur weiteren Akquise nutzten wir ebenfalls diese Studie, die ein exzellentes Einwachsverhalten der von uns beschichteten Dentalimplantate im Kieferknochen belegt.

Bei der Beschichtung von Medizintechnikprodukten für den Veterinärmarkt hat unser Kunde Biomedtrix, ein führender Hersteller von Tierimplantaten aus Nordamerika, 2015 deutlich höhere Stückzahlen von uns abgerufen. Das Unternehmen investierte bereits im Vorfeld in neue Anlagen für weitere gemeinsame Projekte und verstärkte die vertriebsunterstützenden Maßnahmen für die von uns beschichteten Produkte. Auch im heimischen Markt gelangen große Fortschritte: Für eine führende deutsche Tierklinik in Deutschland erhielten wir einen ersten Auftrag zur Beschichtung von Implantaten. Unser Ziel ist es, mittelfristig unsere HyProtect™ Beschichtung weiteren Tierkliniken als Dienstleistung anzubieten.

Darüber hinaus befindet sich die Bio-Gate AG permanent in Gesprächen mit Kooperationspartnern über weitere Beschichtungsprojekte in der Medizintechnik. Diese Verhandlungen befinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium, so dass eine detaillierte Darstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist.

Im Bereich der antibakteriellen Pflegeprodukte für den Veterinärmarkt profitierten wir von dem im ersten Quartal 2015 geschlossenen Lizenzvertrag mit VetBiotek, einem auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von dermatologischen und ernährungstechnischen Produkten spezialisierten Unternehmen. Neben Hautpflegeprodukten vertreibt VetBiotek zudem noch ein Ohrpflege-System für uns, das bei chronischen Ohrentzündungen von Haustieren verwendet wird. Als positiv für die weitere Absatzentwicklung werten wir, dass in aktuellen Vertriebsbroschüren, auf Messen und auf Kongressen großes Gewicht auf Mikrosilber-Produkte von Bio-Gate gelegt wird.

Die Firma alfavet startete im ersten Quartal 2015 mit dem Vertrieb von Hautpflegeprodukten zur Behandlung von Ekzemen bei Pferden. Dabei wurden mit der Pflegeserie "Hexocare" verschiedene Produkte mit Mikrosilber von Bio-Gate auf den Markt gebracht. Es folgten überdies noch ein Hautreinigungsspray und ein feuchtigkeitsspendendes und pflegendes Gel. Der Vertrieb erfolgt direkt über die Tierärzte.

Weitere Verkaufserfolge gelangen uns mit eigenentwickelten Pflegeprodukten für Nutztiere. Hierbei handelt es sich um eine Huf- und eine pflegende Eutercreme. Bereits kurz nach der Markteinführung meldeten unsere Vertriebspartner hohe Abverkäufe, so dass wir im Geschäftsjahr 2016 mit entsprechenden Nachlieferungen rechnen. Mit zahlreichen Eigenentwicklungen erweiterten wir unsere Angebotspalette im Jahr 2015 deutlich. Wir verfügen nun über eine gut gefüllte Pipeline. Von im Berichtsjahr neu hinzugewonnenen Kunden werden im Geschäftsjahr 2016 neue Tierpflegeprodukte aus diesem Sortiment auf den Markt gebracht.

Im Geschäft mit antibakteriellen Additiven für die Wundbehandlung und Wundversorgung im Humanbereich wurden die im Jahr 2014 verzögerten Auslieferungen – die durch Restrukturierungen bei unserem Kunden entstanden waren – im Berichtsjahr erwartungsgemäß nachgeholt. Die zusätzlichen Marketingmaßnahmen und die Ausweitung des Vertriebs auf Apotheken wirkten sich auch auf unseren Absatz positiv aus. Neben dem Wundspray vertreiben weitere Kunden von uns noch ein Wundgel.

Für die zusätzliche Vermarktung von antibakteriellen Additiven an Pharma- und Industrieunternehmen arbeiten wir erfolgreich mit einem Distributor zusammen. Unser Vertriebspartner Azelis ist global aufgestellt und vertreibt Spezialchemikalien für Life Science und industrielle Anwendungen. Azelis verfügt über ein Netz von rund 20.000 Kunden und besitzt überdies eine hohe Expertise in den Zielbranchen Pharma und Industrie. Die Zusammenarbeit ist Teil unserer Strategie, mit Distributoren und Direktkunden in allen für uns relevanten Märkten global zu wachsen.

Durch erfolgreiche Eigenentwicklungen stärkten wir zudem unser Produktangebot in der Wundbehandlung und der Wundversorgung. Dieses Anwendungsgebiet bleibt damit unverändert ein strategischer Schwerpunkt für uns. Für einen Medizinproduktehersteller aus Osteuropa entwickelten wir erfolgreich Wundauflagen, die mit unserem Mikrosilber antibakteriell ausgestattet sind. Nachdem das Zulassungsverfahren der Gesundheitsbehörden bislang positiv verlaufen ist, stehen die Wundauflagen im Heimatmarkt unseres Kunden kurz vor der Zulassung. Zusammen mit einer renommierten Universität arbeiten wir außerdem an Produkten für den Diabetikermarkt. Denn Diabetiker leiden häufig unter Problemen bei der Fußpflege und Wundheilung, für die es bislang keine zufriedenstellenden Alternativen gab.

Im Kosmetikgeschäft profitierten wir von der Zusammenarbeit mit dem führenden deutschen Direktvertrieb LR Health & Beauty Systems. Derzeit vertreibt LR in über 30 Ländern insgesamt 13 Produkte, die mit Mikrosilber von Bio-Gate veredelt sind. Gleichzeitig expandiert unser Partner mit seinen innovativen Produkten in neue regionale Märkte. Im Berichtsjahr 2015 wurden ergänzend zum Kosmetiksortiment außerdem ein Zahnpflegekaugummi und ein hygienisches Reinigungstuch für ein Kosmetikgerät auf den Markt gebracht. Auch diese Neuheiten sind mit unserem Mikrosilber ausgestattet. LR plant, die Produktpalette für antimikrobielle Körperpflegeprodukte weiter auszubauen. Daher erwarten wir 2016 weitere Produkteinführungen, die unser Mikrosilber enthalten.

Gute Wachstumsraten erzielten wir zudem im Geschäft mit eigenentwickelten, auf Mikrosilber basierenden Kosmetikprodukten. Der Absatz mit Cremes der Marken "SOS" und "Das Beste" stieg deutlich. Eine Intensivpflegecreme, die bei Neurodermitis verwendet wird, erreichte im Jahr 2015 ebenfalls hohe Absatzzahlen beim Vertrieb über eine führende Drogeriemarktkette. Dazu brachte Bio-Gate über diesen Kunden noch eine pflegende Lotion in den Verkauf.

Im Segment für antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte arbeiteten wir überwiegend an Projekten zur Reduzierung von Keimen in hygienesensitiven Bereichen wie beispielsweise Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen oder Seniorenwohnheime. Der Sanitärausrüster Heinrich Wilke GmbH (Hewi) hat von uns veredelte Baubeschläge und Griffe für den Sanitärbereich im Angebot, die sich für diese hygienesensitiven Bereiche eignen. Bei der Veredelung von Fensterprofilen und Türgriffen, die in Krankenhäusern eingesetzt werden können, schlossen wir die Entwicklung für unseren Kunden Schüco ab. Der Produktstart erfolgte noch im Geschäftsjahr 2015. Bio-Gate erhält hieraus kontinuierlich Lizenzerlöse.

Für den führenden europäischen Bürositzmöbelhersteller Friedrich-W. Dauphin veredelten wir Stühle, die für den

Wartebereich von Krankenhäusern bestimmt sind. Eine Feldstudie im St. Theresien-Krankenhaus in Nürnberg zeigte herausragende Ergebnisse: Die Keimbelastung der antimikrobiell veredelten Sitzmöbel war erheblich geringer als bei normalen Stühlen. Durch die sehr positiven Resultate wird unser Kunde die Zusammenarbeit mit uns auf weitere Projekte ausdehnen. Im ersten Quartal 2016 kommt zudem ein weiterer Stuhl von Dauphin mit der Bio-Gate Veredelung auf den Markt.

Im Auftrag von Kunden starteten wir die Entwicklung eines Oberflächensprays, welches Desinfektion und lang anhaltenden antimikrobiellen Schutz bietet. Das Spray kann für nahezu alle Oberflächen verwendet werden und eignet sich zum Einsatz an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten und somit eine hohe Keimbelastung vorherrscht. Für einen Hersteller von Instrumenten für die Körperpflege veredelten wir Produkte mit unserer Technologie. Diese wurden bereits produziert und im Februar 2016 auf einer Konsumgütermesse vorgestellt. Unser Kunde will die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen und unsere Veredelung auch für neue Produktgruppen verwenden.

Aufgrund bestehender Geheimhaltungsvereinbarungen mit Kunden und aus Wettbewerbsgründen können keine weitergehenden Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten veröffentlicht werden.

2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Umsatz- und Ertragslage

Im Berichtsjahr 2015 stieg der Umsatz im Bio-Gate Konzern um 43,6 Prozent auf 3.081 TEUR, nach 2.145 TEUR im Jahr zuvor. Maßgeblich für diese Entwicklung waren vor allem gestiegene Verkäufe bei Fertigprodukten im Bereich Kosmetik und Pflege sowie starke Zuwächse im Veterinärgeschäft. 31 Prozent (Vorjahr: 20 Prozent) der Erlöse entfielen auf das Auslandsgeschäft. Trotz eines starken Umsatzanstiegs gelang es noch nicht vollständig die Kosten für Personal und Material sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu decken. Im Rahmen des straffen Kostenmanagements sank der Personalaufwand um 1,4 Prozent auf 1.416 TEUR (Vj.: 1.437 TEUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um 7,8 Prozent auf 1.236 TEUR (Vj.: 1.341 TEUR). Durch die konzernweit deutlich erhöhte Nachfrage stieg der Materialaufwand um 51,4 Prozent auf 801 TEUR (Vj.: 529 TEUR). Die positive Geschäftsentwicklung führte zu einem um rund 777 TEUR auf -220 TEUR (Vj.: -997 TEUR) verbesserten EBITDA.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen lagen mit 331 TEUR erneut leicht unter dem Vorjahresniveau von 335 TEUR. Hierin sind planmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert von 121 TEUR enthalten. Das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg deutlich um fast 58,7 Prozent auf -550 TEUR (Vj.: -1.332 TEUR). Durch den Abbau von Verbindlichkeiten verbesserte sich das Zinsergebnis um 12,9 Prozent auf -58 TEUR (Vj.: -67 TEUR). Nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter am Gewinn konnte der Konzernjahresfehlbetrag im Geschäftsjahr 2015 um mehr als die Hälfte auf 714 TEUR (Vj.: -1.474 TEUR) reduziert werden.

Finanz- und Vermögenslage

Maßgeblich durch den deutlich eingegrenzten Periodenverlust sank der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf -315 TEUR, nach -527 TEUR im Jahr zuvor. Positiv wirkte sich zudem die Abnahme der Vorräte um 26 TEUR aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag bei -44 TEUR (Vj.: -62 TEUR). Einnahmen aus der Platzierung einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts führten – saldiert mit im Wesentlichen der planmäßigen Tilgung von Finanzkrediten – zu einem Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit von 378 TEUR (Vj.: 518 TEUR). Zum Bilanzstichtag 31.12.2015 stiegen die liquiden Mittel, die sich aus dem Kassenbestand und den Guthaben bei Kreditinstituten zusammensetzen, auf 74 TEUR (Vj.: 55 TEUR).

Auf der Aktivseite der Bilanz per 31.12.2015 reduzierte sich das Anlagevermögen überwiegend durch planmäßige Abschreibungen um 18,3 Prozent auf 1.239 TEUR (Vj.: 1.517 TEUR). Dagegen erhöhte sich das Umlaufvermögen um 10,2 Prozent auf 651 TEUR (Vj.: 591 TEUR). Maßgeblich hierfür waren die um 26,3 Prozent auf 322 TEUR (Vj.: 255 TEUR) gestiegenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände. Darüber hinaus verbesserte sich der Kassenbestand um 35 Prozent auf 74 TEUR (Vj.: 55 TEUR). Durch ein aktives Management beim Working Capital sanken die Vorräte um 9,3 Prozent auf 255 TEUR (Vj.: 281 TEUR).

Auf der Passivseite lag das Eigenkapital mit 518 TEUR nahezu auf dem Vorjahresniveau von 527 TEUR. Da der Fremdkapitalanteil an der Bilanzsumme jedoch spürbar reduziert werden konnte, erhöhte sich die Eigenkapitalquote auf 27,3 Prozent (Vj.: 24,9 Prozent). Die Verbindlichkeiten fielen insgesamt um 13,7 Prozent auf 1.215 TEUR, nach 1.409 TEUR im Jahr zuvor. Dabei sanken die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten planmäßig um 37,5 Prozent und die sonstigen Verbindlichkeiten um

38,8 Prozent auf 148 TEUR (Vj.: 242 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen fielen stichtagsbezogen um 10,8 Prozent auf 232 TEUR (Vj.: 261 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen dagegen um 28,7 Prozent auf 523 TEUR (Vj.: 406 TEUR). Dies ist unter anderem bedingt durch Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, die im Vorjahr aufgrund verminderter Beteiligungsverhältnisse unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen waren. Die Bilanzsumme reduzierte sich um 10,3 Prozent auf 1.896 TEUR (Vj.: 2.114 TEUR).

2.4. Vorjahresvergleich und Gesamtaussage

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Bio-Gate AG ihre Finanzziele vollumfänglich erreicht. Somit wurde der Umsatz deutlich gesteigert und der Fehlbetrag auf operativer Ebene (EBITDA) erheblich reduziert. Maßgeblich für die positive Entwicklung waren gestiegene Verkäufe bei Fertigprodukten im Bereich Kosmetik und Pflege, höhere Umsätze im Bereich der Wundbehandlung und Wundversorgung sowie starke Zuwächse im Veterinärgeschäft. Neben dem deutlichen Erlösanstieg konnten die Verwaltungskosten weiter gesenkt werden, so dass sich insgesamt die Kostenstruktur im Konzern spürbar verbesserte. Durch die erfolgreiche Platzierung einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im Juni 2015 flossen dem Unternehmen ausreichend liquide Mittel zu, um die Vertriebs- und Entwicklungskosten zu decken und das starke operative Wachstum zu finanzieren.

Der Vorstand geht davon aus, auch im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz deutlich zu steigern und das Konzernergebnis weiter zu verbessern. Auf operativer Ebene (EBITDA) wird ein positives Ergebnis angestrebt. Basis für diese Einschätzung sind die im Vorjahr nochmals ausgebauten Vertriebskanäle für Veterinärprodukte im Beschichtungsund Pflegebereich. Darüber hinaus werden steigende Umsätze bei der Wundbehandlung und Wundversorgung sowie im Kosmetikgeschäft erwartet. Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2016 stützen diese Einschätzung.

2.5. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2015 neue Projekte gestartet sowie bestehende fortgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie, mit den Bio-Gate Partnern zu wachsen,

unterstützten wir viele Kunden bei der Erweiterung ihrer Produktpalette. Vorrangig durch erfolgreiche Projekte im Bereich Wundbehandlung und Wundpflege, dem Geschäft mit der antimikrobiellen Veredelung von Industrieprodukten und Konsumgütern sowie im Veterinärbereich wurde die Grundlage für deutliche Absatzsteigerungen in für Bio-Gate wichtigen Märkten gelegt. Die auf Messdienstleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft QualityLabs ist dabei für alle Geschäftsfelder der Muttergesellschaft von hoher strategischer Bedeutung. Auf Basis eines akkreditierten Testverfahrens können alle Kunden ab der Anwendungsentwicklung vom ersten Test und der Rezepturerstellung bis zur Zertifizierung und Markteinführung der Produkte unterstützt werden.

Nachhaltigkeit im Kampf gegen mikrobiellen Befall

Die Bio-Gate AG will mit antimikrobiell veredelten Produkten Infektionen durch Bakterien und Keime entgegentreten, die mittlerweile zu einer großen Herausforderung in vielen Lebensbereichen geworden sind. Besonders in der Medizintechnik, einem äußerst hygienesensitiven Umfeld, bieten die von uns behandelten Produkte einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Damit leisten wir schon heute einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Infektionen mit multiresistenten Keimen, die beispielsweise in Krankenhäusern lauern und für die betroffenen Patienten mitunter lebensbedrohend sind.

Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Rolle in unserer Geschäftstätigkeit ist die Erfüllung höchster Gütestandards bei der Bio-Gate AG und ihren Tochtergesellschaften BioEpiderm und QualityLabs. Durch unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiter, die ein branchenweit anerkannt hohes Niveau in der Durchführung komplexer Entwicklungsprojekte besitzen, gewährleisten wir eine überzeugende Qualität bei unseren Produkten. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch externe Auditoren. Der verantwortungsvolle und schonende Umgang mit der Natur und den dort vorhandenen Ressourcen ist ein wesentlicher Aspekt in der öffentlichen Wahrnehmung. Wir sind uns bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg nur mit dem Schutz der Umwelt und einer gesellschaftlichen Verantwortung einhergehen kann. Für uns beginnt der Schutz der Umwelt bei der kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse.

Personal

Im Geschäftsjahr 2015 beschäftigte der Bio-Gate-Konzern inklusive der Vorstandsmitglieder durchschnittlich 23 (Vorjahr: 22) Mitarbeiter. Darüber hinaus bestehen

Vereinbarungen mit freiberuflichen Mitarbeitern. Der Pro-Kopf-Umsatz je Mitarbeiter lag 2015 bei 134 TEUR (Vj.: 98 TEUR).

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres/Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (31.12.2015)

Im Zuge der strukturellen Optimierung der Gruppe erfolgte Ende März die Umsetzung einer Maßnahme zur Vereinheitlichung des bis dato ausstehenden Anteilsbesitzes bei einer Tochtergesellschaft. Darüber hinaus sind keine weiteren Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die eine erhebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz und Vermögenslage haben.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Risiken der künftigen Entwicklung

Risikomanagement im Bio-Gate Konzern

Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Es unterstützt die Beurteilung und die Steuerung von Risiken und fördert im Gegenzug, dass Chancen erkannt und wahrgenommen werden. Der Erfolg wirtschaftlichen Handelns hängt davon ab, dass der zu erwartende Ertrag die eingegangenen und möglichen Risiken übertrifft. Um Chancen und Risiken abwägen zu können, verfügt Bio-Gate über ein mehrstufiges Risiko-Management-System, das in das bestehende Unternehmenssteuerungssystem integriert ist. Ziel des Risiko-Management-Systems ist es, frühzeitig Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, zu erkennen und diese mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten sowie mögliche Gegenmaßnahmen zu definieren.

Die finanziellen Risiken werden bis in die Projektebene über monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeitnah erfasst und analysiert. Gerade bei langen Projektlaufzeiten im Bereich der medizintechnischen Lösungen können zum Beispiel im Rahmen von Tierstudien, Zulassungsverfahren und gesetzlichen Neuregelungen zeitliche oder finanzielle Abweichungen vom ursprünglichen Projektplan auftreten. Durch den permanenten und intensiven Austausch mit den Projektpartnern soll sichergestellt werden, dass derartige Abweichungen rechtzeitig erkannt, diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.

Die Bio-Gate AG ist nach den internationalen Qualitätsmanagementnormen ISO 9001 und – speziell für

Medizinprodukte – nach ISO 13485 zertifiziert. Das Überwachungs-Audit im Jahr 2015 führte zu keinerlei Beanstandungen. Das der Zertifizierung zugrunde liegende Management-Handbuch regelt weitere Maßnahmen der Risikosteuerung, die auch regelmäßig bei Re-Zertifizierungs-Audits von externen Auditoren überprüft werden.

Nachfolgend sind die derzeit identifizierten Risiken in einer Rangfolge entsprechend ihrer relativen Bedeutung für Bio-Gate dargestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass darüber hinaus weitere Risiken existieren, die derzeit vom Management nicht erkannt sind oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit für vernachlässigbar gering eingeschätzt wird. Für alle identifizierten möglichen Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen.

Risiken aus zukünftigen Projektverschiebungen

Verzögerungen bei den Projekten können sich negativ auf den Geschäftsverlauf der Bio-Gate AG auswirken und in der Folge Umsatz, Ergebnis und Liquidität unplanmäßig belasten. Mit einer entsprechenden Vorsorge im Rahmen des Risiko-Management-Systems gelang es dem Vorstand, durch die Platzierung geeigneter Finanzinstrumente stets die Liquidität zu sichern. Um Abweichungen rechtzeitig während des laufenden Produktionsprozesses zu erkennen, wird seit dem Jahr 2012 auf ein geeignetes und erprobtes System zur Überwachung der Abläufe in den Anlagen von Bio-Gate zurückgegriffen. Das Überwachungssystem wird regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt.

Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen

Bio-Gate ist in erheblichem Umfang von regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa, in den USA und in Japan abhängig, die das Unternehmen naturgemäß nicht beeinflussen kann. Bedingungen für Produkt- und Verfahrenszulassungen können geändert oder verschärft werden. Bei hieraus resultierenden Verzögerungen in technischen oder bevorstehenden klinischen Evaluierungen können Umsatz- und Ertragseinbußen drohen. Innerhalb eines Entwicklungsprojekts können zudem Probleme auftreten, die nicht während eines vernünftigen Zeitrahmens oder mit vertretbarem finanziellem Aufwand zu lösen sind. Im Falle des Projektabbruchs wären die bisher aufgewendeten Entwicklungskosten verloren und zukünftige Umsatzerwartungen beeinträchtigt. Die Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen betreffen überwiegend den Bereich der Beschichtungen in der Medizintechnik. Durch eine enge Zusammenarbeit bei Entwicklungsprojekten mit international tätigen Partnern und Kunden, die über

eine hohe Expertise mit Medizintechnikanwendungen verfügen, konzentriert sich Bio-Gate nur auf langfristig aussichtsreiche Projekte.

Risiken aus wesentlichen Kooperationsverträgen

Bei Kooperationen ist Bio-Gate auf den Erfolg und die Unterstützung der Partner angewiesen. Hieraus können sich Risiken ergeben, die nicht im Einflussbereich des Bio-Gate-Konzerns liegen. Sowohl die Umsetzung von Projekten innerhalb der definierten Zeitpläne als auch die erfolgreiche Vermarktung der daraus resultierenden Produkte sind Gemeinschaftsaufgaben. Der Gesellschaft und dem jeweiligen Projektpartner muss es durch enge Kooperation und Abstimmung gelingen, die Projekte wie geplant umzusetzen. Es besteht das Risiko, dass bei Entwicklungsprojekten einer der Partner sein vertraglich vereinbartes Kündigungsrecht wahrnimmt. Meilensteinzahlungen können somit hinfällig werden. Bio-Gate reduziert die Risiken aus Kooperationen durch eine sehr intensive Zusammenarbeit mit den Partnern. Dennoch können bei komplexen Entwicklungsprojekten Verzögerungen auftreten, die dann auch zu verspäteten Meilensteinzahlungen führen. Darüber hinaus versucht die Gesellschaft durch die Vereinbarung einer großen Zahl von Kooperationen, die sich auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche beziehen, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Projekten zu verringern.

Risiken aus mangelndem Markterfolg von Produkten

Der anhaltende technologische Wandel und ein sich ständig änderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Produktpalette. Das verursacht Kosten und kann fehlschlagen. Trotz der innovativen Technologien und der hohen Qualität der Bio-Gate-Produkte ist nicht gewährleistet, dass die zukünftig geplanten Produkte zum Zeitpunkt der Markteinführung auch den erwarteten Markterfolg erzielen, was die Kalkulation umsatzabhängiger Lizenzzahlungen erschwert. Eigene und von global agierenden Partnern permanent durchgeführte Marktrecherchen sollen die Gefahr von Fehlschlägen reduzieren.

Risiken aus der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern

Eine weltweit alleinige Markterschließung ist für den Bio-Gate-Konzern isoliert betrachtet nicht wirtschaftlich. Daher kooperiert das Unternehmen in langjähriger Zusammenarbeit mit Partnern, die über ein international strukturiertes Vertriebsnetz verfügen. Damit hängt die Umsatzentwicklung des Bio-Gate-Konzerns wesentlich vom Markterfolg der Vertriebs- und Kooperationspartner ab. Zudem liegt es nicht im Einflussbereich des Unternehmens, wenn

etwa aus Marketinggesichtspunkten geplante Produkteinführungen beim Kunden verzögert werden. Bio-Gate reduziert die Vertriebsrisiken durch eine starke Unterstützung der Vertriebs- und Kooperationspartner. Damit werden auch die Vertriebsaktivitäten intensiviert und für das Bio-Gate Management transparent.

Risiken aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen

Bei zahlreichen Anwendungen verwendet Bio-Gate den Rohstoff Silber. Wenngleich die Rohstoffmärkte permanent beobachtet werden, ist das Unternehmen beim Einkauf von Silber von der aktuellen Preisentwicklung abhängig. Dabei ist nicht auszuschließen, dass stark steigende Rohstoffkosten erst mit einem zeitlichen Verzug an die Kunden weitergegeben werden können. Bio-Gate minimiert dieses Risiko durch eine flexible Vertragsgestaltung, innerhalb derer sich der Rohstoffpreis jeweils an die aktuellen Preisentwicklungen anpasst.

Zusammenfassung der Risikolage

Die Risikolage im Bio-Gate Konzern hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Risiken im Zusammenhang mit der Akzeptanz der Produkte, der Zusammenarbeit mit Partnern und des regulatorischen Umfelds sind grundsätzlich unverändert geblieben. Zur Finanzierung der Vertriebs- und Entwicklungskosten zeichneten Ankeraktionäre neue Aktien, die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Durch die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2015 hat sich die Liquiditätslage entspannt und die Abhängigkeit von Kapitalmaßnahmen ist gesunken. Der Vorstand geht davon aus, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht wird. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die Unternehmung beeinträchtigen.

4.2. Chancen der künftigen Entwicklung

Neben den dargestellten Risiken sieht der Vorstand große Chancen für den Bio-Gate-Konzern. Mit innovativen Technologien ist Bio-Gate gut positioniert, um für das Problem der weltweit zunehmenden Infektionen, antimikrobielle Lösungen zu entwickeln und zu vermarkten. Die Gesellschaft ist hierbei auf volumen- und wachstumsstarke Branchen fokussiert. Dazu gehören beispielsweise die Medizintechnik, der Veterinärmarkt, der Bereich Kosmetik, Wundbehandlung und Wundpflege sowie die Konsum- und Industriegüterindustrie. Durch die Zusammenarbeit mit international agierenden Partnern ist Bio-Gate auf nahezu allen wichtigen Weltmärkten vertreten. In den von Bio-Gate adressierten Branchen und Märkten

20

besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial.

101 erteilte Patente und Länderanmeldungen in Bereichen mit großem Marktpotenzial stellen eine solide Basis für langfristiges Wachstum dar. Ziel der Patentstrategie ist es, das Portfolio weiter auszubauen, um die Marktstellung von Bio-Gate zu verbessern und damit einen wichtigen Grundstein für künftiges Wachstum zu legen.

Chancen aus der Erschließung neuer Marktsegmente

Der Bio-Gate-Konzern hat im Berichtsjahr weitere Machbarkeitsstudien für neue Geschäftsbereiche erstellt. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, neue Marktsegmente, Kunden und Anwendungsgebiete zu erschließen, die das Umsatz- und Ertragspotenzial vergrößern und das Risiko verringern. In der Veterinärmedizin sowie bei der Wundbehandlung und der Wundpflege konnten nennenswerte Erfolge erzielt werden. Dazu wurden durch neue Vertriebspartnerschaften mit global aufgestellten Distributoren weitere Absatzmärkte für Mikrosilber und auf Mikrosilber basierende Produkte erschlossen.

4.3. Prognosebericht (Ausblick)

Die erfreulichen Vorjahresumsätze beim Absatz von Kosmetik- und Pflegeprodukten sowie die überaus positive Entwicklung im Veterinärgeschäft stimmen den Vorstand für das aktuelle Geschäftsjahr 2016 zuversichtlich. Hinzu kommt, dass das Unternehmen im Bereich der Konsumund Industriegüter, aber auch bei Medizintechnikprojekten im Humanbereich, bestehende Projekte erfolgreich fortführen und neue starten konnte. Die Bio-Gate AG möchte zusammen mit ihren aktuellen Kunden weiter wachsen. Darüber hinaus will das Unternehmen neue Kunden und Projekte akquirieren sowie ihre Produkte und Technologien weltweit anbieten. Dafür soll die strategische Zusammenarbeit mit weltweit agierenden Partnern mittelfristig ausgebaut werden. Die Übertragung der vorhandenen Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt das strategische Ziel, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.

Nach dem starken Umsatzanstieg 2015 rechnet Bio-Gate auch im Geschäftsjahr 2016 mit einem deutlichen Wachstum. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll dabei positiv ausfallen. Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.

5. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Das interne Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist ein wesentlicher Bestandteil des generellen Unternehmenssteuerungssystems der Bio-Gate AG. Vorrangiges Ziel der externen Konzernrechnungslegung ist die sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Konzernrechnungslegung ist in das mehrstufige Risikomanagementsystem von Bio-Gate integriert. Das konzernrechnungslegungsbezogene Risikomanagement zielt darauf ab, die im Hinblick auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht identifizierten und bewerteten Risiken zu reduzieren. Darin miteinbezogen sind die zum Konsolidierungskreis zählenden Tochterunternehmen BioEpiderm GmbH und QualityLabs BT GmbH. Die zur Aufstellung des Konzernabschlusses anzuwendende Vorgehensweise ist in einem Handbuch schriftlich fixiert und wird fortlaufend aktualisiert.

Nürnberg, den 5. April 2016

gez. der Vorstand

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Angaben in EUR 01.01.-31.12.2015 01.01.-31.12.2014
Umsatzerlöse 3.080.564,17 2.145.436,36
Verminderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen 15.742,93 25.645,03
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 0,00
Sonstige betriebliche Erträge
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.748,83
(Vj.: EUR 22,92)
138.950,08 140.386,01
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und bezogene Waren -800.941,17 -529.109,66
Personalaufwand -1.416.340,81 -1.436.975,48
a. Löhne und Gehälter -1.201.285,05 -1.218.514,39
b. Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und Unterstützung
- dafür für Altersversorgung: EUR 4.894,52 (Vj.: EUR 5.749,31) -215.055,76 -218.461,09
Abschreibung Anlagevermögen -330.786,37 -334.928,06
Sonstige betriebliche Aufwendungen
- davon aus Währungsumrechnung: EUR 1.318,43 (Vj.: EUR 236,97) -1.236.016,04 -1.340.977,08
Betriebsergebnis -548.827,21 -1.330.522,88
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -58.332,08 -66.961,74
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -607.159,29 -1.397.484,62
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2.110,00 0,00
Sonstige Steuern -1.548,00 -1.742,00
Jahresfehlbetrag vor Fremdanteilen -610.817,29 -1.399.226,62
Anteile anderer Geselllschafter am Gewinn/Verlust -103.210,10 -75.011,19
Konzernjahresfehlbetrag -714.027,39 -1.474.237,81
Konzernverlustvortrag -4.079.111,48 -2.604.873,67
Konzernbilanzverlust -4.793.138,87 -4.079.111,48

Geschäftsbericht 2015

Konzern-Kapitalflussrechnung

Angaben in TEUR 01.01.-31.12.2015 01.01.-31.12.2014
Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -611 -1.399
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 331 335
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -20 -29
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte 26 -21
-/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
-59 -117
-/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände -8 -15
+
Abnahme der sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten
-4 3
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen sowie Verbund
78 480
+
Zunahme der sonstigen Verbindlichkeiten
-100 170
+/- Zunahme/Abnahme erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0 0
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen
des Anlagevermögens
-8 0
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 58 66
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 2 0
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit -315 -527
+
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Anlagevermögens
8 0
-
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen
-38 -61
-
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle
Anlagevermögen
-14 -1
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit -44 -62
+
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen
602 763
-
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten
-188 -188
-
gezahlte Zinsen
-36 -57
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 378 518
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 19 -71
+
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode
55 126
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 74 55

Konzernbilanz

AKTIVA
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
24.095,00
48.190,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
38.910,00
45.291,00
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3. Geschäfts- oder Firmenwert
597.151,00
718.606,00
4. Geleistete Anzahlungen
7.050,00
500,00
667.206,00
812.587,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen
415.791,00
527.600,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
156.054,50
177.142,00
571.845,50
704.742,00
Summe Anlagevermögen
1.239.051,50
1.517.329,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
39.741,60
69.677,52
2. Unfertige Erzeugnisse
22.588,69
28.845,43
3. Fertige Erzeugnisse und Waren
192.347,07
182.266,01
254.677,36
280.788,96
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
297.341,55
238.163,28
2. Sonstige Vermögensgegenstände
24.646,07
16.855,15
321.987,62
255.018,43
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
73.917,27
54.763,41
Summe Umlaufvermögen
650.582,25
590.570,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten
6.691,66
6.230,44
Bilanzsumme
1.896.325,41
2.114.130,24
Angaben in EUR 31.12.2015 31.12.2014

Geschäftsbericht 2015

Angaben in EUR 31.12.2015 31.12.2014
PASSIVA
A. Eigenkapital
1. Grundkapital 4.734.040,00 4.303.673,00
2. Kapitalrücklagen 501.423,00 329.276,00
3. Konzernbilanzverlust -4.793.138,87 -4.079.111,48
4. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz 76.107,63 -27.102,47
Summe Eigenkapital 518.431,76 526.735,05
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 8.610,00 6.500,00
2. Sonstige Rückstellungen 153.918,00 172.375,00
Summe Rückstellungen 162.528,00 178.875,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 312.500,00 500.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 232.283,85 260.545,36
3. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen 418.000,00 406.000,00
4. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
104.500,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern: EUR 20.545,55 (Vj.: EUR 17.878,60)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.192,45
(Vj.: EUR 2.863,36)
148.081,80 241.974,83
Summe Verbindlichkeiten 1.215.365,65 1.408.520,19
Bilanzsumme 1.896.325,41 2.114.130,24

25

Konzern-Eigenkapitalveränderung

zum 31. Dezember 2015

Angaben in EUR Gezeichnetes Kapital
Grundkapital
Stand am 31.12.13 3.769.729
Barkapitalerhöhung 376.972
Agio aus Kapitalerhöhung
Kapitalerhöhung aus Wandelanleihen 156.972
Agio aus Kapitalerhöhung
Konzern-Jahresfehlbetrag
Stand am 31.12.14 4.303.673
Barkapitalerhöhung 430.367
Agio aus Kapitalerhöhung
Konzern-Jahresfehlbetrag
Stand am 31.12.15 4.734.040

Zum 31.12.2015 ist ein Betrag in Höhe von EUR 24.095 gemäß § 268 Abs. 8 HGB zur Ausschüttung gesperrt.

Entwicklung des Anlagevermögens

vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

Anschaffungs-, Herstellungskosten
Stand
Angaben in EUR 01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte
118.330,94 0,00 0,00 0,00
2. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte
und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten 371.175,86 6.970,00 0,00 500,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.817.636,45 0,00 0,00 0,00
4. Geleistete Anzahlungen 500,00 7.050,00 0,00 -500,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 2.307.643,25 14.020,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.517.687,60 16.640,54 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäftsausstattung
1.143.110,53 21.851,33 37.422,93 0,00
Summe Sachanlagen 2.660.798,13 38.491,87 37.422,93 0,00
Summe Anlagevermögen 4.968.441,38 52.511,87 37.422,93 0,00
Eigenkapital
des Konzerns
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
der Anteilseigner
Bilanzverlust Kapitalrücklage
1.162.742 -102.114 1.264.856 -2.604.873 100.000
376.972 376.972
150.790 150.790 150.790
156.972 156.972
78.486 78.486 78.486
-1.399.227 75.011 -1.474.238 -1.474.238
526.735 -27.103 553.838 -4.079.111 329.276
430.367 430.367
172.147 172.147 172.147
-610.817 103.210 -714.027 -714.027
518.432 76.107 442.325 -4.793.138 501.423
Anschaffungs-, Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwert
Stand
Stand
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2015
01.01.2015
Zugänge
Abgänge
Stand
Stand
31.12.2015
31.12.2015
Stand
31.12.2014
0,00
0,00
118.330,94
70.140,94
24.095,00
0,00
94.235,94
24.095,00
48.190,00
500,00
378.645,86
325.884,86
13.851,00
0,00
339.735,86
38.910,00
45.291,00
0,00
0,00
1.817.636,45
1.099.030,45
121.455,00
0,00
1.220.485,45
597.151,00
718.606,00
-500,00
7.050,00
0,00
0,00
0,00
0,00
7.050,00
500,00
0,00
2.321.663,25
1.495.056,25
159.401,00
0,00
1.654.457,25
667.206,00
812.587,00
0,00
1.534.328,14
990.087,60
128.449,54
0,00
1.118.537,14
415.791,00
527.600,00
0,00
1.127.538,93
965.968,53
42.935,83
37.419,93
971.484,43
156.054,50
177.142,00
0,00
2.661.867,07
1.956.056,13
171.385,37
37.419,93
2.090.021,57
571.845,50
704.742,00
0,00
4.983.530,32
3.451.112,38
330.786,37
37.419,93
3.744.478,82
1.239.051,50
1.517.329,00

KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag

    1. Die Bio-Gate AG hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes einen Einzelabschluss und als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.
    1. Die Ausweiswahlrechte wurden dahingehend ausgeübt, dass eine Angabe im Konzernanhang erfolgt.
    1. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
    1. Die Geschäftsjahre für den Konzern, das Mutterunternehmen und die konsolidierten Unternehmen entsprechen dem Kalenderjahr.
    1. Die Einzelabschlüsse der Mutter- und der Tochtergesellschaften wurden in Euro gebucht und erstellt. Entsprechend wurde auch der Konzernabschluss in Euro erstellt.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Der zum Vorjahr unveränderte Konsolidierungskreis besteht neben der Bio-Gate AG, Nürnberg, aus folgenden Unternehmen:

Name des
Unternehmens
Sitz Anteil am
Kapital
Konsolidie
rungsgrund
QualityLabs BT
GmbH
Nürnberg 100,0% Mehrheit der
Stimmrechte
BioEpiderm
GmbH
Nürnberg 70,0% Mehrheit der
Stimmrechte

Weitere Tochterunternehmen existieren zum Konzernabschlussstichtag nicht. Es wurden bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses keine weiteren Tochterunternehmen gegründet oder erworben.

III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

  1. Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Buchwertmethode angewandt (Vollkonsolidierung mit Minderheitenausweis). Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum

Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss am 1. Januar 2006.

    1. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
    1. Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB war nicht notwendig, da im Vorratsvermögen des Konzerns keine aus konzerninternen Lieferungen stammenden Bestandteile enthalten waren. Es sind somit keine unrealisierten Erfolge in den Konzerngesellschaften zu verzeichnen und das Vorratsvermögen ist vollständig zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet.
    1. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnliche Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.
    1. Für das Tochterunternehmen BioEpiderm GmbH, an welchem die Muttergesellschaft mit 70% beteiligt ist, wird aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte eine Vollkonsolidierung bei gleichzeitigem Ausweis eines Anteils anderer Gesellschafter gem. § 307 HGB durchgeführt. Danach wird der Ausgleichsposten bilanziell gem. § 307 Abs. 1 HGB in dem entsprechenden Anteil am Kapital unter der zutreffenden Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird der auf die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn unterhalb des Jahresfehlbetrages unter der entsprechenden Bezeichnung gesondert ausgewiesen.

IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) erfolgen im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften und wurden gegenüber dem Vorjahr beibehalten.

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss

einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Bio-Gate AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

  1. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Der im Jahr 2005 durch die Verschmelzung entstandene und aktivierte Firmenwert wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegenstände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.

Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten (Pool) über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert EUR 150,00 nicht übersteigt, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

    1. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt. In den Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind Fremdkapitalzinsen enthalten.
    1. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Sie sind zum Nennwert angesetzt.
    1. Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Soweit Abwertungen notwendig waren, wurden die liquiden Mittel mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.
    1. Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
    1. Hinsichtlich der Abgrenzung latenter Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der im Rahmen der Verschmel-

zung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert bleibt bei der steuerlichen Gewinnermittlung außer Ansatz, wodurch sich passive latente Steuern ergeben. Diesen stehen jedoch aktive latente Steuern wegen des vorhandenen steuerlichen Verlustvortrags gegenüber, der aufgrund der internen Planung teilweise nutzbar ist. Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der aufgrund des Aktivierungswahlrechts nicht angesetzt wird. Der kombinierte Ertragsteuersatz, mit dem die Bewertung erfolgt ist, beträgt 31,5 %.

    1. Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.
    1. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
    1. Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.
    1. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

V. Angaben zur Konzernbilanz

1. Geschäfts- oder Firmenwert

Für Zwecke der Verschmelzung durch Aufnahme mit der Bio-Gate Bioinnovative Materials GmbH, Nürnberg, wurde im Jahr 2005 eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 2.303.000,00 auf nunmehr EUR 2.940.000,00 vorgenommen. Den Gesellschaftern der übertragenden Gesellschaft wurden für die Übertragung des Vermögens als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten Aktien der Nano-Silber-AG gewährt. Der Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme des übertragenden Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden übersteigt, wurde in einen Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt (§ 255 Abs. 4 Satz 1 HGB). Dieser wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegenstände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung sind zurzeit nicht vorhanden.

2. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände sowie des oben erläuterten Firmenwerts ist im beigefügten Konzernanlagespiegel dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Anhangs.

Sämtliche Abschreibungen werden linear vorgenommen. Dabei werden Maschinen und maschinelle Anlagen in der Regel über acht bis zehn, in Ausnahmefällen über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Laboreinrichtungen werden über drei bis fünf und Büroeinrichtungen über acht bis fünfzehn Jahre abgeschrieben.

3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Ausbuchung i. H. v. 15 TEUR vorgenommen. Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die restlichen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4. Liquide Mittel

In den liquiden Mitteln werden Fremdwährungskonten in US-Dollar geführt. Diese wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

5. Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2015 EUR 4.734.040 und ist eingeteilt in 4.734.040 nennwertlose auf den Inhaber lautenden Stückaktien.

In der Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 wurde das bedingte Kapital 2006/I sowie das bedingte Kapital 2014/VI aufgehoben.

Darüber hinaus hat die Hauptversammlung vom 20. Mai 2015 beschlossen ein neues Bedingtes Kapital (Bedingtes Kapital VIII) zu schaffen und eine neue Ziffer 4.14 im § 4 der Satzung einzufügen. Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt mit der Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Mai 2020 auf den Inhaber lautende Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 5.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben und den Inhabern bzw. Gläubigern dieser

Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte für auf den Inhaber lautende Stückaktien der Bio-Gate AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 1.789.364,00 zu gewähren.

Desweiteren wurde die Änderung des § 4 Ziffer 4.6. (Genehmigtes Kapital) der Satzung beschlossen. Durch den Beschluss wird der Vorstand ermächtigt, mit der Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 19. Mai 2020 durch Ausgabe von bis zu 2.151.836 neuen nennwertlosen auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals das Grundkapital um bis zu insgesamt EUR 2.151.836,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I).

Das bedingte Kapital 2008/I beträgt zum Bilanzstichtag EUR 14.175,00.

In der Hauptversammlung vom 23. Mai 2014 wurde die Schaffung eines Bedingten Kapitals VII beschlossen (Aktienoptionsprogramm 2014). Der Vorstand wird ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 31. Dezember 2019 die Aktienoptionen auszugeben, die insgesamt zum Bezug von bis zu 348.297 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von jeweils EUR 1,00 je Aktie berechtigen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie die Inhaber der ausgegebenen Aktienoptionen ihr Bezugsrecht ausüben.

Die Aktienoptionen dürfen erstmals im ersten vollständigen Ausübungszeitraum nach Ablauf von vier Jahren ("Wartezeit") nach dem Ausgabezeitpunkt ausgeübt werden. Letztmals können die Aktienoptionen sechs Jahre nach dem Ausgabetag der jeweiligen Bezugsrechte im folgenden Jahr ausgeübt werden. Danach verfallen die Aktienoptionen ersatzlos.

Die Ausübung von Aktienoptionen ist nur zulässig, wenn die Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen das Erfolgsziel zum jeweiligen Ausübungszeitraum erreicht haben. Dieses gilt als erreicht, wenn der Wert der Aktie der Gesellschaft den Ausübungszeitraum um mindestens 20 % übersteigt. Maßgeblicher Wert ist der volumengewichtete durchschnittliche Schlussauktionskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse während der letzten 10 Börsenhandelstage vor dem Beginn des jeweiligen

30

Ausübungszeitraums ("Vergleichspreis"). Sollte die Aktie der Gesellschaft nicht mehr im XETRA-Handel gehandelt, im XETRA-Handel kein Schlusskurs mehr festgestellt oder der XETRA-Handel eingestellt werden, ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw. – soweit Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands betroffen sind - der Aufsichtsrat berechtigt, ein anderes, vergleichbares Nachfolgesystem, an dem die Aktie gehandelt wird bzw. eine vergleichbare Kursfeststellung als Ersatz festzulegen.

Am 22. Juni 2015 wurde das genehmigte Kapital I (2015) teilweise genutzt und durch die Ausgabe von neuen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital erhöht. Insgesamt wurden 430.367 neue Aktien zu einem Preis von EUR 1,40 je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung begeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich im Zuge der Kapitalmaßnahme um EUR 430.367 auf EUR 4.734.040.

6. Kapitalrücklage

Durch die Kapitalerhöhung vom 22. Juni 2015, wurden 430.367 neue Aktien zu einem Preis von EUR 1,40 je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung begeben. Damit beläuft sich das Agio auf EUR 172.147,00 und die Kapitalrücklage im Berichtsjahr auf EUR 501.423,00.

7. Ausschüttungsgesperrte Beträge

Jahresüberschüsse in Höhe von TEUR 24 sind für die Ausschüttung gesperrt, da selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in diesem Umfang aktiviert wurden.

8. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz

Der Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz wurde erstmals im Rahmen der Kapitalkonsolidierung zum 1. Januar 2006 ermittelt und beträgt zum 31. Dezember 2015 EUR 76.107,63.

9. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten eine Rückstellung für eine drohende Umsatzsteuernachzahlung aufgrund von Betriebsprüfungen in Höhe von TEUR 7 sowie eine Gewerbesteuerrückstellung in Höhe von TEUR 2.

10.Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:

Angaben in EUR 31.12.2015 31.12.2014
Personalrückstellungen 77.680 56.190
Rückstellung für Haupt
versammlung/Geschäftsbericht 37.500 37.500
Aufsichtsrat 5.000 45.000
Rückstellung für Jahresab
schlusserstellung und -prüfung 20.000 20.000
Sonstige 13.738 13.685
153.918 172.375
31.12.2015 Vj. 1 Jahr Vj. 1-5 J. Vj. 5 Jahre Vj.
313 500 63 188 250 250 0 62
232 261 232 261 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 418 406 0 0 418 406 0 0
104 0 0 0 104 0 0 0
148 242 44 39 104 203 0 0
(23) (18) (23) (18) (0) (0) (0) (0)
(2) (3) (2) (3) (0) (0) (0) (0)
Restlaufzeit mehr als

11. Verbindlichkeiten

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 313 durch Sicherungsübereignung von Inventar der Betriebstätte Bremen und durch eine Verpflichtungserklärung der Gesellschaft in Bezug auf Patente und Gebrauchsmuster besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr in voller Höhe Darlehen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten TEUR 104 (Vj. TEUR 0) für ein Darlehen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis aufgrund der Beteiligungshöhe unter den sonstigen Verbindlichkeiten.

12.Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen jährliche finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 256.

Die Leasingverpflichtungen stellen sich, bezogen auf die Gesamtlaufzeiten wie folgt dar:

2016 2017 2018
TEUR 35 TEUR 34 TEUR 14

VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf:

Angaben in TEUR 2015 2014
Deutschland 2.129 1.726
EU ohne Deutschland 398 295
Ausland ohne EU 553 124
Summe 3.080 2.145

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:

Angaben in TEUR 2015 2014
Beschichtungsumsätze 98 64
Silber & Polymere 607 180
Kosmetische Produkte 1.949 1.596
Messdienstleistungen 422 305
Sonstige Umsatzerlöse 4 0
Summe 3.080 2.145

2. Abschreibungen

Die Abschreibungen des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

Angaben in TEUR 2015 2014
Abschreibung auf immat.
Vermögensgegenstände
-37.946,00 -50.930,50
Abschreibung auf Geschäfts
oder Firmenwert
-121.455,00 -121.454,00
Abschreibungen auf Sach
anlagen und GWG
-171.385,47 -162.543,56
-330.786,47 -334.928,06

3. Entwicklung des Konzernergebnisses

Konzernjahresfehlbetrag -714.027,39
am Gewinn/Verlust -103.210,10
Anteile anderer Gesellschafter
Jahresfehlbetrag -610.817,29
Angaben in EUR 2015

4. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Periodenfremde Erträge wurden i. H. v. TEUR 62 (Vj. TEUR 68) verzeichnet. Diese resultierten i. H. v. TEUR 41 (Vj. TEUR 19) aus der Auflösung von Rückstellungen sowie im Vorjahr i. H. v. TEUR 33 aus Erstattungen vorangegangene Jahre betreffend. Die periodenfremden betrieblichen Aufwendungen i. H. v. TEUR 15 (Vj. TEUR 0) resultieren aus Forderungsverlusten.

VII. Sonstige Angaben

1. Arbeitnehmerzahl

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beschäftigten im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 durchschnittlich 23 Arbeitnehmer.

2. Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und Aufsichtsrat

Vorstandsmitglieder waren

Karl Richter, Geschäftsführer, Nürnberg Vorstandvorsitzender

Marc Lloret-Grau, Diplom-Betriebswirt, MBA, Nürnberg Finanzvorstand

Die Vorstandsbezüge betrugen im Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 TEUR 160,7.

Aufsichtsratsmitglieder sind die Herren

Dr. Knud Klingler, Kaufmann, Nürnberg (Aufsichtsratsvorsitzender)

Volker Rofalski, Diplom-Kaufmann, München (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Prof. Dr. Dr. Volker Alt, Facharzt für Chirurgie, Bad Nauheim (Aufsichtsrat)

Der Aufsichtsrat erhielt in 2015 eine Vergütung in Höhe von TEUR 5 von der Aktiengesellschaft.

3. Honorare für den Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB sind im Geschäftsjahr 2015 folgende Aufwendungen angefallen:

  • a) Abschlussprüfung: TEUR 20,0
  • b) Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen: TEUR 0
  • c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 0
  • d) sonstige Leistungen: TEUR 20,5

Nürnberg, den 5. April 2016

Bio-Gate AG - Der Vorstand -

33

Karl Richter Marc Lloret-Grau

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bio-Gate AG, Nürnberg:

Wir haben den von der Bio-Gate AG, Nürnberg aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinnund Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung

des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "Risiken der künftigen Entwicklung" ausgeführt, dass der Vorstand davon ausgeht, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht wird. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die Unternehmung beeinträchtigen.

Nürnberg, den 5. April 2016

Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Morgenroth Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

KONTAKT UND IMPRESSUM

Kontakt Bio-Gate AG Neumeyerstraße 28-34 90411 Nürnberg Telefon +49 (0) 911 59 72 4-8300 Telefax +49 (0) 911 59 72 4-8301 www.bio-gate.de

Ansprechpartner für Investor Relations Cortent Kommunikation AG Gerd Rückel Telefon +49 (0) 69 - 577 0 300-31 Telefax +49 (0) 69 - 577 0 300-10 [email protected]

Impressum Redaktion: Cortent Kommunikation AG, Frankfurt am Main Gestaltung: Sandra Raetzer Grafikdesign, Limburg/Lahn