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Bertrandt AG — Management Reports 2012
Feb 10, 2012
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Management Reports
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Bertrandt Aktiengesellschaft
Ehningen
Konzernabschluss zum 30. September 2011
Lagebericht
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Wirtschaftliche Entwicklung
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/2011 war die Weltwirtschaft in Fahrt. Es konnte ein deutlicher Aufwärtstrend verzeichnet werden, die Wachstumswerte befanden sich auf einem hohen Niveau. Laut einer Studie des ifo Instituts erreichte der Indikator für das Wirtschaftsklima zu Beginn 2011 den höchsten Stand seit Ende 2007. Das Herbstgutachten für das Jahr 2011 prognostiziert für die Weltproduktion in diesem Jahr ein Wachstum von 2,6 Prozent. Vor allem die Schwellenländer verzeichneten bisher einen deutlichen Aufschwung. Die Industrieländer entwickelten sich von Region zu Region unterschiedlich, jedoch meistens verhalten. Im direkten Vergleich zu den fortgeschrittenen Volkswirtschaften blieb die Nachfrage in den meisten Schwellenländern auf hohem Niveau. Vor allem China verzeichnete ein starkes Wachstum. In den USA sind die strukturellen Probleme noch nicht überwunden. Der Verschuldungsgrad ist nach wie vor hoch, der Konsum bleibt auf einem moderaten Niveau und die Arbeitslosigkeit hält an.
Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010/2011 wurden die Wachstumsprognosen nach unten korrigiert. Dies ist vor allem auf die europäische Finanzkrise, die Herabstufung der Bonitäten von Ländern und Banken durch die Rating-Agenturen und die damit einhergehenden Rezessionsängste zurückzuführen.
Laut Herbstgutachten 2011 deuten rückläufige Frühindikatoren auf einen geringeren Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 5,1 Prozent im Jahr 2010 auf voraussichtlich 3,8 Prozent im Jahr 2011 hin. Das Wachstum des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts wird voraussichtlich von drei Prozent in 2010 auf 1,6 Prozent in 2011 fallen. Das Bruttoinlandsprodukt 2011 in der gesamten Euro-Zone wird nach 1,8 Prozent in 2010 um voraussichtlich 1,5 Prozent zunehmen.

Die deutsche Wirtschaft erlebte in den ersten neun Monaten des Jahres 2011 einen erfreulichen Aufschwung und agierte in der Europäischen Union als Wachstumslokomotive. Laut Herbstgutachten 2011 der Wirtschaftsforschungsinstitute wird mit einem Wachstum des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 um 2,9 Prozent gerechnet. Für das Jahr 2012 wird ein Anstieg von 0,8 Prozent prognostiziert. Vor allem die Exporte bleiben ein wichtiges Standbein der deutschen Industrie. Im Jahr 2011 stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um acht Prozent. Die Beschäftigung nahm weiter zu, die Zahl der Arbeitslosen betrug laut Bundesagentur für Arbeit im September 2011 rund 2,8 Millionen. Damit fiel die Arbeitslosenquote erstmals seit 20 Jahren unter die Marke von sieben Prozent.
Entwicklung Automobilindustrie
Weltweit verzeichnete die Automobilbranche eine positive Entwicklung. Der Pkw-Absatz stieg im Jahr 2010 um acht Prozent auf 61,7 Millionen Autos. China war nach wie vor Wachstumsmarkt und verzeichnete laut VDA (Verband der Automobilindustrie) einen Nachfrageanstieg von 34 Prozent. Insgesamt wurden in China im Jahr 2010 6,8 Millionen Kraftfahrzeuge abgesetzt. In den USA stieg die Nachfrage nach Pkw im Jahr 2010 um vier Prozent. Das Pkw-Geschäft in den großen westeuropäischen Märkten entwickelte sich im Jahr 2010 verhalten. Die kleineren Absatzmärkte in Westeuropa verbuchten 2010 einen deutlichen Anstieg. In den ersten neun Monaten von 2011 konnte die europäische Automobilindustrie weiterhin wachsen und unter herausfordernden Rahmenbedingungen weitere Marktanteile gewinnen.

Für Deutschland ist die Automobilindustrie nach wie vor einer der wichtigsten Wirtschaftszweige im Land. Im Jahr 2010 leistete die Automobilbranche nicht nur über 20 Prozent des Gesamtumsatzes der deutschen Industrie, sondern ist nach wie vor größter Arbeitgeber im Land. Der VDA berichtet, dass von den deutschen Herstellern im Gesamtjahr 2010 insgesamt über 12,6 Millionen Fahrzeuge hergestellt wurden. Dies entspricht einem Wachstum von rund 22 Prozent. Der Gesamtumsatz der deutschen Automobilindustrie stieg laut VDA auf 318 Milliarden Euro. Hiervon wurden rund 118 Milliarden Euro im Inland erwirtschaftet (Vorjahr 112 Milliarden Euro). In den ersten neun Monaten von 2011 wurden über 2,4 Millionen Autos in Deutschland verkauft. Dies entspricht einem Anstieg von rund elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Auslandsumsätze verzeichneten mit 200 Milliarden Euro (Vorjahr 151 Milliarden Euro) einen deutlichen Anstieg in Höhe von 32 Prozent. Insgesamt wurde aber noch nicht wieder das Niveau von 2007 beziehungsweise 2008 erreicht.

Im Laufe des Jahres 2011 entwickelten sich die Automobilhersteller heterogen, wobei die Hersteller von Premium-Marken Absatzzahlen auf Rekordniveau verzeichneten. Die Fahrzeugproduzenten profitierten insbesondere von der Nachfrage aus den Schwellenländern, wie zum Beispiel China. In Indien nahmen die Pkw-Neuzulassungen um 8,8 Prozent auf 1,9 Millionen zu. Die USA entwickelten sich mit 9,5 Millionen Neuzulassungen ebenfalls positiv und verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 10,3 Prozent. In Europa hingegen ist insgesamt ein leicht rückläufiger Trend zu erkennen. Die Pkw-Neuzulassungen gingen im Vergleichszeitraum zum Vorjahr um 0,8 Prozent auf 10,5 Millionen Fahrzeuge zurück.
Mehr denn je wird die Branche seitens der Gesetzgebung und der Kunden gefordert, verbrauchsgünstigere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln. Ab 2012 soll der durchschnittliche CO2-Ausstoß schrittweise auf 120 Gramm/Kilometer reduziert werden. Die deutsche Bundesregierung hat das Ziel vorgegeben, den Ausstoß klimaschädigender Emissionen bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken.
Da die Anzahl der Fahrzeuge auf der Straße stetig zunimmt und die zurückgelegten Strecken tendenziell länger werden, sind effizientere Antriebstechnologien mit einem geringen Emissionsausstoß gefragt. Die Europäische Gemeinschaft verfolgt außerdem das Ziel, bis 2020 rund zehn Prozent des Energiebedarfs im Straßenverkehr durch erneuerbare Energien abzudecken. Alternative Antriebskonzepte, wie zum Beispiel der Elektroantrieb, spielen in diesem Zusammenhang eine große Rolle. Im Mittelpunkt der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien stehen die Themen Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit und Komfort. Zugleich entwickeln die Fahrzeughersteller konventionelle Motorenkonzepte weiter, um sie verbrauchsärmer und leistungsfähiger zu machen. Weitere Faktoren, die zur Emissionsreduktion beitragen und die im Fokus der Fahrzeugentwicklung stehen, sind Leichtbaulösungen sowie ein erhöhter Elektronikanteil im Fahrzeug. Erste Lösungen, Konzepte und Ideen für diese Herausforderungen präsentierte die Automobilindustrie auf der diesjährigen IAA (Internationale Automobil-Ausstellung) in Frankfurt.
Die deutschen Automobilhersteller legen neben der Entwicklung umweltfreundlicher Fahrzeuge ihren Schwerpunkt auf die Ausweitung ihrer Modellpalette. Damit werden länderspezifische und individuelle Kundenbedürfnisse bestmöglich befriedigt. Im Wettbewerbsvergleich verfügen die großen europäischen Automobilhersteller über starke Marken und effiziente Wertschöpfungsketten. Um ihre weltweit führende Marktstellung weiter voranzutreiben, arbeiten die Hersteller intensiv an Innovationen im Bereich Sicherheit, Komfort und Kommunikation. Sie investieren verstärkt in die Erforschung und Entwicklung neuer Technologien. Der Bedarf an Ingenieuren und qualifiziertem Personal ist dabei hoch. Die Hersteller setzen auf strategische Partnerschaften, um die zahlreichen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen. Bei der Entwicklung neuer Technologien und der Umsetzung wegweisender Ideen werden vor allem der Mittelstand und kleinere Unternehmen mit einer anhaltend erschwerten Kreditvergabe konfrontiert. Dies stellt Lieferanten bei der Finanzierung ihrer Vorhaben vor große Herausforderungen.
Entwicklung Luftfahrtindustrie
Auch die Luftfahrtindustrie startete positiv in das Jahr 2011 und setzte diesen Trend in der Berichtsperiode fort. Laut BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e. V.) stiegen die Gesamtumsätze dieser Branche im Vergleich zum Vorjahr um 4,5 Prozent auf 24,7 Milliarden Euro (Vorjahr 23,7 Milliarden Euro). Die Passagierzahlen nahmen weiter zu und die Aufträge in der Luftfahrtindustrie sind gestiegen. In fast allen Bereichen entwickeln sich neue Herausforderungen. Vor allem der Bereich der zivilen Luftfahrtindustrie ist gefordert. Er bietet Chancen auf weiteres Wachstum und neue Arbeitsplätze.
Auch seitens der Gesetzgebung erhöht sich der Druck und eröffnet dadurch zusätzliches Potenzial für Ingenieurdienstleister. Bis zum Jahr 2020 sollen laut BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) der Treibstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um jeweils 50 Prozent reduziert, Stickoxidemissionen um 80 Prozent verringert und die Lärmbelästigung vermindert werden. Die Entwicklung von modernen Technologien – wie beispielsweise leistungsfähigen Verbundstoffen und neuen Treibstoffen – ist dabei von großer Bedeutung. Zugleich stehen die Hersteller vor der Entscheidung, wie ihre zukünftigen Modellpaletten aussehen sollen. Zur Diskussion stehen komplett neue Baureihen oder nur Teilmodernisierungen. Um ihre Technologieführerschaft zu bewahren, versuchen die Hersteller unter Beibehaltung ihrer hohen Sicherheits- und Zertifizierungsanforderungen Innovationszyklen zu verkürzen. Dies bedeutet, dass sie ihre Entwicklungsarbeit verstärken und gleichzeitig die Rentabilität einer Modellreihe erhöhen müssen. Bei der Entwicklung neuer Technologien und Modelle setzen die Hersteller auf zuverlässige Partnerschaften.
Entwicklung Engineering-Markt
Vielfältigere Produktpaletten der Automobilhersteller und stetig wachsende Herausforderungen durch zukünftige technologische Anforderungen erfordern Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte und führen zu erhöhtem Kapazitätsbedarf. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen stellen in der Branche einen wichtigen Erfolgsfaktor dar, denn Innovationen und attraktives Design führen zu einem Wettbewerbsvorteil und sichern Marktanteile. Im Jahr 2010 hat die deutsche Automobilindustrie laut Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft rund 19,6 Milliarden Euro an Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ausgegeben. Die Investitionen der deutschen Automobilindustrie in Forschung und Entwicklung sind aufgrund des hohen Technologie- und Wettbewerbsdrucks nach wie vor auf hohem Niveau. Diese Entwicklung führte im Jahr 2011 zu einem steigenden Bedarf an Entwicklungsdienstleistungen und qualifiziertem Personal. Insgesamt hat sich der Engineering-Markt positiv entwickelt.

Die Hersteller verfolgen mehr denn je das Ziel der Technologie- und Modellvielfalt. Zahlreiche technologische Neuerungen müssen entwickelt und getestet werden, um den steigenden Anforderungen seitens der Gesetzgebung und Kunden im Hinblick auf die Themen Nachhaltigkeit, Sicherheit, Komfort und Zuverlässigkeit Rechnung zu tragen. Branchen wie Energie, Medizintechnik und Elektrotechnik profitieren ebenfalls von den attraktiven Rahmenbedingungen. Die Nachfrage nach erfahrenen Projektpartnern steigt an. Auch für Bertrandt ergeben sich aus diesen Entwicklungen neue Chancen. Dies spiegelt sich in der gesteigerten Umsatz- und Ergebnisentwicklung wider. Das Unternehmen konnte seine Marktposition im Geschäftsjahr 2010/2011 weiter ausbauen und festigen.
Geschäftsmodell
Als einer der führenden Engineering-Partner erarbeitet Bertrandt an 37 Standorten in Europa und in den USA mit dem Kunden direkt vor Ort individuelle Lösungen. Das Leistungsspektrum in der Automobil- und Luftfahrtindustrie reicht von der Entwicklung einzelner Komponenten über komplexe Module bis hin zu kompletten Derivaten mit angrenzenden Dienstleistungen wie Projekt- oder Qualitätsmanagement. Zu den Kunden zählen nahezu alle europäischen Hersteller sowie bedeutende Systemlieferanten. Darüber hinaus werden mit der Tochtergesellschaft Bertrandt Services technische und kaufmännische Dienstleistungen außerhalb der Mobilitätsindustrien in Zukunftsbranchen wie beispielsweise Energie, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau deutschlandweit angeboten. Beständigkeit und Vertrauen lassen Kundenbeziehungen wachsen und sind für Bertrandt maßgebliche Erfolgsfaktoren.
Basis des Geschäftsmodells
Aufgrund der hohen Modell- und Variantenvielfalt, verkürzten Entwicklungszeiten und neuen Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobil- und Luftfahrtbranche kontinuierlich zu. Trends wie beispielsweise mehr Komfort, Sicherheit und umweltfreundliche Fortbewegung erfordern übergreifendes technisches Know-how und vernetztes Denken in der Produktentwicklung. Als Mitgestalter zukünftiger Mobilität passt Bertrandt sein Leistungsspektrum stets den Bedürfnissen der Kunden sowie den sich ändernden Marktbedingungen an. Um komplexe Anforderungen an neue Materialien, intelligente Elektroniksysteme oder moderne Antriebe zu erfüllen, hat Bertrandt wichtige Themen in Fachbereichen gebündelt. Durch die fachbereichsübergreifende Vernetzung und Weiterentwicklung von Wissen sichert sich das Unternehmen seinen Status als einer der führenden europäischen Partner auf dem Markt für Entwicklungsdienstleistungen. Für Bertrandt Services bildet das langjährige Engineering-Know-how aus den Mobilitätsindustrien eine solide Basis, um individuelle Entwicklungslösungen in neuen Branchen umzusetzen und weiterzuentwickeln. Nachfolgend beschriebene Markttrends sind für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung maßgeblich:
Sicherheit
Die Sicherheit im Straßenverkehr ist ein zentrales Thema für Hersteller, Systemlieferanten und Ingenieurdienstleister. Um Fahrzeuginsassen besser zu schützen und Unfälle zu vermeiden, gibt es immer mehr zusätzliche Verordnungen der EU-Sicherheitsgesetzgebung. So sollen beispielsweise bis 2014 alle in der europäischen Union eingeführten Fahrzeuge mit Reifendruck-Überwachungssystemen ausgestattet sein.
Grüne Mobilität
Um eine höhere Effizienz von Fahrzeugsystemen zu erreichen und aktuellen Umweltauflagen nachzukommen, arbeitet die Automobilindustrie fortlaufend an neuen Entwürfen für zukünftige Modelle. Optimierte Benzin- und Dieselmotoren sowie die fortschreitende Hybridisierung stehen genauso auf der Agenda wie die Reduzierung des Fahrzeuggewichts. Im Rahmen der Fahrzeugentwicklung leistet der Leichtbau einen wesentlichen Anteil zur nachhaltigen CO2-Emissionsreduzierung. Der Entwicklungstrend liegt dabei auf effizienten Mischbaustrukturen mit anforderungsgerechten und gewichtsoptimierten Materialien wie Aluminium, Magnesium und faserverstärkten Kunststoffen. Weiterentwickelte und neue Materialien stehen genauso im Fokus wie moderne Technologien, um innovative Entwicklungen von der Idee bis zur Serienreife umsetzen zu können.
Elektronik
Der Elektronikanteil im Automobil nimmt weiterhin zu. Vernetzte Kommunikationssysteme spielen bei der Unfallreduktion im Straßenverkehr eine entscheidende Rolle. Sensoren erkennen dabei unfallträchtige Situationen und melden diese Gefahren an Assistenz- oder Schutzsysteme. Kurze Wege für eine schnelle Kommunikation tragen vor allem in Verknüpfung mit anderen Verkehrsteilnehmern, wie beispielsweise Fußgängern, entscheidend zur Sicherheit bei. Des Weiteren findet sich Elektronik zunehmend auch außerhalb der Mobilitätsindustrie. Daher baut Bertrandt durch die Zusammenarbeit des Fachbereichs Elektronik mit Bertrandt Services gezielt den Elektronikbereich in weiteren Zukunftsbranchen aus.
Leistungsspektrum
Das umfangreiche Leistungsspektrum von Bertrandt bietet jedem Kunden maßgeschneiderte und ganzheitliche Lösungen entlang des gesamten Produkt-Entstehungs-Prozesses an. Als einer der führenden europäischen Ingenieurdienstleister ist Bertrandt ein zuverlässiger und stabiler Partner für aktuelle und zukünftige Projekte, in allen Projektphasen des Engineerings. Von der Kompetenz des gesamten Konzerns kann der Kunde dank der konzernübergreifenden Fachbereichsstruktur sowie der niederlassungsorientierten Marktbearbeitung direkt vor Ort profitieren. Das vielfältige Leistungsspektrum lässt sich im Wesentlichen in die Bereiche Dienstleistungen, fachspezifische Leistungen und Entwicklung von Komponenten, Modulen und Fahrzeugderivaten unterteilen.
Dienstleistungen
Parallel zum Entwicklungsprozess fällt entlang der gesamten Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Aufgaben an. Sei es Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Lieferantensteuerung oder die Dokumentation des gesamten Projekts – Bertrandt bietet einen umfassenden Service. Dadurch wird der Kunde unterstützt und kann sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren.
Fachspezifische Leistungen
Um Kunden ein bestmögliches Ergebnis bieten zu können, ist für jeden Schritt des Entwicklungsprozesses fachspezifisches Know-how entscheidend. Durch das hohe Maß an Spezialwissen, langjährige Erfahrung sowie fachübergreifende Schnittstellen lassen sich die unterschiedlichen Bereiche optimal bearbeiten. Sämtliche Disziplinen können entweder in die Modul- und Systementwicklung integriert sein oder aber als Einzelleistung gebucht werden.
Entwicklung Module und Derivate
Bertrandt richtet sein Leistungsspektrum kontinuierlich an den sich verändernden Ansprüchen der Auftraggeber aus. Da die Hersteller ihre Kernkompetenzen zunehmend für andere Themenstellungen benötigen, vergeben sie komplexere Entwicklungsaufgaben. Das erforderliche Know-how zur Bearbeitung von der Komponenten- über die Modul- bis hin zur ganzheitlichen Derivatentwicklung deckt Bertrandt durch seine Erfahrung und seine Spezialisten ab. Die Projektverantwortung für die Entwicklungsaufgaben beinhaltet beispielsweise die Schnittstellenbetreuung zwischen Kunden, Systemlieferanten und Bertrandt sowie die Überwachung von Qualität, Kosten und Terminen.

Konzernweite Fachbereiche
Gruppenweites Fachwissen sowie die über 35 Jahre gesammelten Erfahrungen stehen dem Kunden direkt vor Ort durch eigenständige Bertrandt-Niederlassungen zur Verfügung. In Fachbereichen werden Themen gebündelt und koordiniert. Sie stellen die Vernetzung und Weiterentwicklung des Know-hows innerhalb des Konzerns sicher. Kundenwünsche können so individuell bedient werden.
Elektrik/Elektronik
Sicherheit und Komfort sind wesentliche Zukunftstrends für die Automobilindustrie und führen zu einer Steigerung der Elektronikanwendungen im gesamten Fahrzeug. Die Entwicklung von Systemen für eine vernetzte Kommunikation, wie beispielsweise der Car-to-Car-Kommunikation, eröffnet neue Dimensionen der Fahrzeugsicherheit. Zudem werden Navigations- und Infotainment-Funktionen für einen größtmöglichen Komfort des Fahrers kontinuierlich ausgebaut. Als zuverlässiger Partner mit langjähriger Erfahrung unterstützt Bertrandt seine Kunden durch qualifizierte Ingenieure und Techniker. Um Trends und Gesetzesanforderungen bestmöglich umzusetzen, baut Bertrandt sein Leistungsspektrum fortlaufend aus und nutzt seine Schnittstellenkompetenz und Integrationsfähigkeit für optimale Kundenlösungen.
Entwicklung Karosserie
Ob Stoßfänger, Licht und Sicht oder Toleranzmanagement – im Fachbereich Entwicklung Karosserie vereinen sich Rohbau und Exterieur. Bertrandt unterstützt seine Kunden entlang des gesamten Karosserie-Entstehungsprozesses: bei der Werkstoffauswahl, bei den kinetischen Anforderungen sowie bei Funktionsentwicklungen für den Fußgängerschutz. Wesentlicher Treiber sind Materialinnovationen zur Gewichtsreduktion sowie verbesserte Fertigungsverfahren. Priorität haben dabei stets kostenoptimierte, designorientierte und gesetzeskonforme Lösungen.
Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen
Der Fachbereich Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen unterstützt den Kunden in vielen Querschnittsfunktionen, die parallel oder vor- beziehungsweise nachgelagert zur eigentlichen Entwicklung und Produktion ablaufen. Insbesondere das Qualitätsmanagement hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Bertrandt hat in diesem Umfeld fundierte Erfahrungen und kann kurzfristig Experten aus unterschiedlichen Entwicklungsbereichen aus dem Bertrandt-Netzwerk einbinden. Zusammen mit dem Kunden optimiert Bertrandt zum Beispiel kritische Serienabläufe. Klarer Kundenvorteil: Entwicklungsressourcen werden nachhaltig entlastet.
Interieur
Der Innenraum eines Fahrzeugs rückt als zentrales Element der Markendifferenzierung zunehmend in den Mittelpunkt. Im Fokus des Endkunden stehen neben Komfort und Funktionalität auch Design und Qualität. Um diesen steigenden Anforderungen der Insassen gerecht zu werden, bedarf es innovativer Ideen und einer hohen Interieur-Kompetenz. Der Fachbereich Interieur unterstützt bei der Entwicklung künftiger Fahrzeug-Innenräume als Ideengeber, Lösungsfinder und Umsetzer. Dabei zieht Bertrandt alle Parameter in Betracht: vom Zusammenspiel der Komponenten über aktive und passive Sicherheit bis hin zu Funktionalität.
Modellbau und Rapid Technologies
„Daten nehmen Gestalt an“ ist das zentrale Motto im Bereich Modellbau und Rapid Technologies. Neben virtuellen Konstruktionsmethoden ist ein dreidimensionales Modell zur Verifizierung der Bauteile ein wichtiger Faktor im Produkt-Entstehungs-Prozess. Somit dienen die Prototypen bereits im frühen Entwicklungsstadium der Datenkontrolle, Design- und Funktionsbeurteilung. Die Produktentwicklung wird nachhaltig unterstützt und der Kunde spart wertvolle Zeit.
Powertrain
Umweltfreundliche Mobilität dominiert den Markt. Maßgeblich stehen dabei die Entwicklung neuer und alternativer Antriebstechnologien sowie die Weiterentwicklung konventioneller Motorenkonzepte im Vordergrund. Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch sowie Emissionen zu reduzieren, die Leistung jedoch auf hohem Niveau beizubehalten. Der Fachbereich Powertrain begleitet den Kunden während des gesamten Produkt-Entstehungs-Prozesses. Die interne Vernetzung der Fachbereiche ermöglicht eine schnelle Umsetzung neuer Ideen und Entwicklungen für zukunftsfähige Lösungen, vom Konzept bis hin zur Berechnung und Erprobung.
Simulation
Um innovative Ideen erfolgreich und effizient umsetzen zu können, sind virtuelle Konstruktionsmethoden im heutigen Engineering fest verankert. Ob im Fachbereich Rohbau, Powertrain oder bei der Entwicklung des Gesamtfahrzeugs – durch die Simulation werden innovative Ideen im frühen Entwicklungsstadium berechenbar und funktionale Ziele wie beispielsweise Insassenschutz oder Steifigkeitsverhalten zuverlässig erreichbar.
Versuch
Die Belastbarkeit einzelner Komponenten und Module ist entscheidend für Sicherheit und Komfort der Insassen. Daher werden während des gesamten Entwicklungsprozesses kontinuierlich Testabläufe unter realitätsnahen Bedingungen durchgeführt. Bertrandt möchte jedoch nicht nur den Anforderungen seitens der Gesetzgeber nachkommen, sondern darüber hinaus gemeinsam mit dem Kunden aktuelle Standards beständig und nachhaltig verbessern. Die Steigerung der aktiven und passiven Sicherheit sowie die Gewährleistung umweltschonender Mobilität sind dabei zentrale Themen.
Diversifizierung
Bertrandt positioniert sich mit seinem Geschäftsmodell bewusst auch außerhalb der Automobilindustrie. Mit einem umfangreichen Leistungsportfolio werden sowohl Kunden aus der Luftfahrtindustrie als auch aus dem Energiesektor, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Medizin- und Elektrotechnik mit Entwicklungsdienstleistungen unterstützt.
Luftfahrt
Die Vergabe von Entwicklungsprojekten an externe Dienstleister hat auch in der Luftfahrtbranche zugenommen. Parallel steigt der Komplexitätsgrad in Projekten und damit der Anspruch an Entwicklungspartner wie Bertrandt. Das Leistungsspektrum umfasst dabei unter anderem die Struktur- und Interieur-Entwicklung, Hardwareumfänge sowie Entwicklungsbegleitende Dienstleistungen.
Bertrandt Services
Um individuelle Kundenbedürfnisse auch außerhalb der Mobilitätsindustrie zu bedienen, wurde im Jahr 2007 die Tochtergesellschaft Bertrandt Services GmbH gegründet. Mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen erschließt sie an 18 Standorten neue Geschäftsfelder aus den Branchen Energie, Elektrotechnik, Medizintechnik oder Maschinen- und Anlagenbau. Die langjährige Projekterfahrung und die hohe Schnittstellenkompetenz des Konzerns kommen der Bertrandt Services zugute. Fachleute und Spezialisten – Ziel ist die optimale Kombination von Kundenanforderungen und Mitarbeiter-Know-how.
Konzernorganisation und -steuerung
Internationale Konzern-Struktur
Die Bertrandt AG ist die Muttergesellschaft des Bertrandt-Konzerns, der international mit rechtlich selbstständigen Gesellschaften oder in Form von Betriebsstätten in Deutschland, England, Frankreich, Schweden, Spanien, der Türkei und den USA agiert. Der Vorstand der Bertrandt AG leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt, überwacht und berät den Vorstand und ist insbesondere in Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, mit eingebunden.
Die Tochtergesellschaften der Bertrandt AG werden grundsätzlich von ihrer Geschäftsleitung in eigener Verantwortung geführt. In regelmäßigen Geschäftsleitungssitzungen zwischen Vorstand und der jeweiligen Geschäftsleitung werden die Interessen der Tochtergesellschaft mit den Konzern-Interessen abgestimmt. Konjunkturelle und branchenspezifische Veränderungen werden laufend überwacht und rechtzeitig in die operative Steuerung der Geschäftsfelder einbezogen.
Wertsteigerung im Fokus
Den Unternehmenswert unter Berücksichtigung ökonomischer, sozialer und ökologischer Aspekte nachhaltig zu steigern, steht im Zentrum jedes Handelns. Im Bertrandt-Konzern gibt es ein Steuerungssystem, das auf die Wertsteigerung des Gesamtkonzerns abzielt. Daraus abgeleitet ergeben sich Zielsetzungen für die Segmente und die Tochtergesellschaften. Die Steuerung von Bertrandt erfolgt pyramidal vom Konzern über Segmente und Tochtergesellschaften bis auf Profitcenter-Ebene. Die periodische Steuerung wird unter Berücksichtigung der durch die internationale Rechnungslegung definierten Bilanzierungs- und Bewertungsregeln durchgeführt. Als Kennzahlen für diese Steuerung nutzt Bertrandt neben dem Betriebsergebnis bestimmte segment- und niederlassungsspezifische Renditegrößen.
Erklärung zur Unternehmensführung
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter www.bertrandt.com/Corporate-Governance.html.
Personalmanagement
Über 8.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeiten für Kunden im In- und Ausland individuell zugeschnittene Entwicklungslösungen auf höchstem Niveau. Die zentralen Leitmotive der Bertrandt-Unternehmenskultur sind eine bestmögliche Kundenorientierung, hohe Qualitätsstandards, ausgeprägte Leistungsbereitschaft und ein motivierendes Arbeitsklima. Werte wie Loyalität, Vertrauen und unternehmerisches Denken prägen das Miteinander ebenso wie die Zusammenarbeit mit den Kunden. Sie sind Garant für ein kontinuierlich hohes Qualitätsniveau und überzeugende Leistungen.
Beschäftigungszahlen
Weltweit waren zum Stichtag 8.603 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 6.523) bei Bertrandt beschäftigt. Dies ist der höchste Mitarbeiterstand in der Unternehmensgeschichte. Zum 30. September 2011 waren 7.601 Mitarbeiter (Vorjahr 5.826) in Deutschland und 1.002 (Vorjahr 697) im Ausland tätig. Der Mitarbeiterzuwachs erfolgte über alle Segmente und Standorte hinweg.

Bertrandt als attraktiver Arbeitgeber
Bereits seit einigen Jahren zählt Bertrandt zu den 100 begehrtesten Arbeitgebern in Deutschland. Dies ist Anerkennung und Herausforderung für die Zukunft zugleich. Es dokumentiert, dass Bertrandt seinen Mitarbeitern Raum für vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten gibt. Erfahrene Fachkräfte und motivierte Absolventen finden in diesem Arbeitsumfeld eine interessante, abwechslungsreiche und anspruchsvolle Tätigkeit.
Personal-Recruiting
Personal-Recruiting nimmt bei Bertrandt eine zentrale Rolle ein. Ziel ist es, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern und zu gewinnen. Neben dem fachlichen Know-how sind soziale Kompetenzen und die Persönlichkeit von großer Bedeutung. Als zukunftsfähiges Unternehmen spricht Bertrandt potenzielle Mitarbeiter mit einer neuen Employer-Branding-Kampagne auf zahlreichen Veranstaltungen gezielt an. Hierbei möchte das Unternehmen nicht nur auf den ersten Blick Interesse wecken, sondern nachhaltig überzeugen. Engagierten und qualifizierten Bewerbern bietet Bertrandt vielfältige Einstiegsmöglichkeiten: vom Praktikum über die Werkstudententätigkeit und Abschlussarbeit bis hin zum Direkteinstieg.
Weiterbildung
Zahlreiche technologische Neuerungen und ein hoher Qualitätsanspruch seitens der Kunden fordern eine kontinuierliche Weiterentwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bertrandt ist sich dieser Herausforderung bewusst. Um die hohen Anforderungen bestmöglich bedienen zu können, wird das Know-how der Mitarbeiter stetig weiterentwickelt und jeder Einzelne gefördert. Vor diesem Hintergrund führt das Unternehmen kontinuierlich Weiterbildungsmaßnahmen durch. Im Sinne von lebenslangem Lernen wird eine breite Palette an technischen Trainings, Führungskräfte-Programmen und spezifischen Projektmanagement-Lehrgängen im Bertrandt-Wissensportal, dem Bertrandt-eigenen Seminarprogramm, angeboten. Insgesamt hat Bertrandt im abgelaufenen Geschäftsjahr 8,7 Millionen Euro (Vorjahr 4,1 Millionen Euro) in Form von Weiterbildungsmaßnahmen in Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte investiert.
Ausbildung
Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat bei Bertrandt seit jeher einen hohen Stellenwert. Durch zahlreiche Ausbildungsprogramme und -formen oder beispielsweise die Kooperation mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sowie der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Braunschweig/Wolfenbüttel, fördert Bertrandt den Nachwuchs. Zum 30. September 2011 absolvierten 174 Kolleginnen und Kollegen eine Ausbildung oder ein Studium in technischen oder kaufmännischen Bereichen.
Geschäftsverlauf
Ertragslage
Durch die positiven konjunkturellen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen startete Bertrandt gut in das Geschäftsjahr 2010/2011. Infolgedessen konnte das Unternehmen seinen Umsatz und Ertrag im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr erneut steigern. Basis für das starke Wachstum sind unter anderem eine erhöhte Kundennachfrage, der Aufbau von Kapazitäten sowie eine auf hohem Niveau befindliche Auslastung, die strategische Ausrichtung des Bertrandt-Konzerns und eine kundenorientierte Marktbearbeitung mit konzernübergreifenden Fachbereichen. Eine optimale Kapazitätssteuerung, ein gezieltes Kostenmanagement sowie Programme zur Effizienzsteigerung tragen darüber hinaus zur guten Ertragslage von Bertrandt bei.
Steigende Umsatzentwicklung
Im Vorjahresvergleich steigerten sich die Umsatzerlöse um 34,4 Prozent auf 576.238 TEUR (Vorjahr 428.834 TEUR). Das Wachstum erstreckte sich über alle Segmente hinweg. Die Tochtergesellschaften im Ausland verzeichneten ebenfalls einen deutlichen Umsatzzuwachs von 70,3 Prozent auf 67.984 TEUR (Vorjahr 39.928 TEUR).

Aufwandskennzahlen
Im Geschäftsjahr 2010/2011 stellten sich die Aufwandskennzahlen im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar: Der Materialaufwand steigerte sich aufgrund des starken Wachstums deutlich auf 55.395 TEUR (Vorjahr 35.746 TEUR). Im Zuge der gestiegenen Mitarbeiterzahl erhöhte sich der Personalaufwand um 31,8 Prozent auf 399.120 TEUR (Vorjahr 302.731 TEUR). Die Personalaufwandsquote betrug 69,2 Prozent (Vorjahr 70,6 Prozent). Im Geschäftsjahr 2010/2011 erhöhten sich wegen der gestiegenen Investitionen von 31.769 TEUR (Vorjahr 12.408 TEUR) die Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr von 10.473 TEUR auf 11.353 TEUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf 59.067 TEUR (Vorjahr 45.780 TEUR). Sie nahmen im Berichtszeitraum um 29 Prozent zu, sind in Relation zum Umsatz jedoch gesunken.
Verbessertes Betriebsergebnis
Bertrandt konnte im Geschäftsjahr 2010/2011 ein Betriebsergebnis in Höhe von 60.331 TEUR (Vorjahr 43.958 TEUR) und eine Marge von 10,5 Prozent (Vorjahr 10,2 Prozent) erzielen. Das erhöhte Betriebsergebnis lässt sich im Wesentlichen auf den erweiterten Geschäftsumfang verbunden mit einem konsequenten Kostenmanagement zurückführen. Die ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschafteten ein Betriebsergebnis in Höhe von 6.690 TEUR (Vorjahr 2.989 TEUR).

Positives Finanzergebnis
Das Finanzergebnis von Bertrandt war erneut positiv, aber aufgrund niedriger Anlagevolumen leicht rückläufig und belief sich auf 609 TEUR (Vorjahr 672 TEUR). Trotz erhöhter Mittelbindung durch das Wachstum und die gestiegenen Investitionen stellt sich die Liquiditätssituation zufriedenstellend dar. Das übrige Finanzergebnis reduzierte sich auf 634 TEUR (Vorjahr 679 TEUR).
Ergebnis nach Ertragsteuern
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit steigerte sich im Berichtszeitraum auf 60.940 TEUR (Vorjahr 44.630 TEUR). Dies entspricht einem Wachstum von 36,5 Prozent. Bei einem Ertragsteueraufwand von 18.055 TEUR (Vorjahr 12.686 TEUR) belief sich die Steuerquote im Berichtszeitraum auf 30,1 Prozent (Vorjahr 28,9 Prozent). Die Steuerquote stieg an, weil sich der im Ausland steuerfrei gewährte Zuschuss verringerte und ausländische Steuern in Form von ausländischen Quellensteuern sich erhöhten. Das Ergebnis nach Ertragsteuern betrug 41.955 TEUR (Vorjahr 31.237 TEUR). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 4,18 Euro (Vorjahr 3,11 Euro).

Entwicklung in den Segmenten
Bertrandt gliedert seine Geschäftsfelder in die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Alle Segmente erzielten im Geschäftsjahr 2010/2011 eine positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung.
Das Segment Digital Engineering, das im Wesentlichen die Konstruktion von Modulen und Komponenten umfasst, steigerte seinen Umsatz von 259.258 TEUR im Vorjahr auf 361.010 TEUR. Dies entspricht einem Anstieg von 39,2 Prozent. Das Betriebsergebnis in diesem Segment trägt einen großen Teil zum Gesamtbetriebsergebnis bei. Im Berichtszeitraum betrug es 34.883 TEUR (Vorjahr 24.435 TEUR).
Im Segment Physical Engineering werden werkstattnahe Bereiche wie beispielsweise Modellbau, Versuch, Fahrzeugbau sowie Rapid Prototyping gebündelt. Im Geschäftsjahr 2010/2011 steigerte sich der Umsatz des Segments um 28,7 Prozent auf 101.470 TEUR (Vorjahr 78.848 TEUR). Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Betriebsergebnis um 3.134 TEUR auf 12.574 TEUR.
Das Segment Elektrik/Elektronik konnte einen Umsatz von 113.758 TEUR (Vorjahr 90.728 TEUR) erzielen. Dies entspricht einem Wachstum von 25,4 Prozent. Ebenfalls positiv entwickelte sich das Betriebsergebnis. Es belief sich auf 12.874 TEUR (Vorjahr 10.083 TEUR).
Vermögenslage
Das Unternehmen verfügt über eine fristenkongruente Bilanzstruktur. Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rund 23 Prozent auf 294.735 TEUR (Vorjahr 239.624 TEUR) erhöht. Das Wachstum spiegelt sich in einer gestiegenen Bilanzsumme wieder und ist im Wesentlichen in folgende Positionen unterteilt: Auf der Aktiv-Seite nahmen im Vergleich zum Vorjahr die langfristigen Vermögenswerte durch ein gesteigertes Investitionsvolumen um 12.540 TEUR auf 83.638 TEUR zu. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich aufgrund des gesteigerten Geschäftsvolumens von 168.526 TEUR im Vorjahr auf 211.097 TEUR erhöht. In diesem Zusammenhang nahmen die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 17.546 TEUR auf 37.927 TEUR zu. Ebenso stiegen die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände von 98.794 TEUR im Vorjahr auf 135.717 TEUR an. Auf der Passiv-Seite erhöhten sich die kurzfristigen Schulden aufgrund der gesteigerten Geschäftstätigkeit auf 110.710 TEUR (Vorjahr 90.471 TEUR).
Solide Eigenkapitalbasis
Die Erhöhung des Eigenkapitals auf der Passiv-Seite um 30.297 TEUR auf 166.246 TEUR ist auf die positive Ergebnislage zurückzuführen. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 56,4 Prozent (Vorjahr 56,7 Prozent). Mit dieser Kennzahl gehört Bertrandt erneut zu den substanzstarken Unternehmen der Automobilbranche.

Finanzlage
Das Finanzmanagement bei Bertrandt umfasst das Kapitalstrukturmanagement sowie das Cash- und Liquiditätsmanagement. Grundsätzlich verfolgt das Finanzmanagement das Ziel, die Liquidität des Unternehmens jederzeit sicherzustellen.
Free Cashflow
Der Free Cashflow wird im Wesentlichen durch die erhöhten Investitionen, das Wachstum und die damit einhergehende Mittelbindung in den kurzfristigen Vermögenswerten beeinflusst. Dennoch konnte zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 ein positiver Free Cashflow in Höhe von 167 TEUR (Vorjahr 13.205 TEUR) erwirtschaftet werden.

Investitionen
Die Investitionen in Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 11.800 TEUR und beliefen sich im Berichtszeitraum auf insgesamt 22.769 TEUR. Der deutliche Anstieg der Investitionen ist vor allem auf die Erweiterung der Infrastruktur und die Anpassungen an das Wachstum zurückzuführen. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände stiegen um 1.147 TEUR auf 2.204 TEUR an. Die Investitionen in Finanzanlagen beliefen sich auf 6.796 TEUR (Vorjahr 382 TEUR). Das erhöhte Investitionsvolumen spiegelt die unternehmerischen Möglichkeiten und Perspektiven des Unternehmens wider.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf
Bertrandt verzeichnete ein erfreuliches Geschäftsjahr 2010/2011. Der Vorstand von Bertrandt beurteilt die wirtschaftliche Lage und die zukünftigen Perspektiven des Unternehmens positiv. Die Umsatzerlöse und Ertragslage des Unternehmens konnten im Vergleich zum Vorjahr erneut verbessert werden. Mit einer Eigenkapitalquote von 56,4 Prozent steht Bertrandt auf einer soliden finanziellen Basis. Durch die gute Kapitalbasis und mit den getätigten Investitionen sind die Voraussetzungen für eine weiter erfolgreiche Zukunft geschaffen.
Vergütungsbericht
Vergütungsstruktur des Vorstands
Die Vorstandsvergütung setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Als Fixum erhält jedes Vorstandsmitglied Jahresfestbezüge, die in zwölf gleichen Monatsraten am Ende eines jeden Monats zahlbar sind. Die variable Komponente ist an die Entwicklung der Ergebnissituation des Bertrandt-Konzerns im abgelaufenen Geschäftsjahr gekoppelt und wird im darauffolgenden Geschäftsjahr ausgezahlt. Die Vergütung betrug im Geschäftsjahr 2010/2011 für beide Vorstandsmitglieder insgesamt 2.399 TEUR (Vorjahr 2.353TEUR), wobei der variable Anteil über dem Fixum lag. Die Offenlegung der Vergütung der Vorstandsmitglieder erfolgt aus Wettbewerbsgründen nicht individualisiert.
Beiden Vorstandsmitgliedern wird ein Fahrzeug zur dienstlichen und privaten Nutzung gestellt. Darüber hinaus sind beide Vorstandsmitglieder über eine Gruppenunfallversicherung versichert. Pensionszusagen zum Bezug einer Altersrente bestehen gegenüber einem aktiven sowie einem ehemaligen Vorstandsmitglied.
Vergütungsstruktur der Aufsichtsräte
Die Vergütungsstruktur des Aufsichtsrats wurde in der Hauptversammlung im Jahr 2003 beschlossen und ist so in der Satzung verankert. Demnach erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats neben dem Ersatz seiner Auslagen nach Ablauf des Geschäftsjahres eine feste Vergütung. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das Eineinhalbfache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss angehören, erhalten zusätzlich ein Viertel der festen Vergütung, Vorsitzende des Ausschusses erhalten zusätzlich ein weiteres Viertel der festen Vergütung. Insgesamt erhalten Aufsichtsratsmitglieder jedoch höchstens das Zweieinhalbfache der festen Vergütung. Der Aufsichtsrat erhält darüber hinaus eine veränderliche Vergütung, die sich an der Höhe der Dividende orientiert. Die Vergütung ist nach der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung über die Gewinnverwendung zahlbar. Die Aufsichtsratsvergütung belief sich im Geschäftsjahr 2010/2011 auf insgesamt 212 TEUR (Vorjahr 182 TEUR).
Angaben zum gezeichneten Kapital und Offenlegung von möglichen Übernahmehemmnissen (§ 315 Abs. 4 HGB)
Das Grundkapital beträgt 10.143.240,00 Euro und ist unterteilt in 10.143.240 Inhaberaktien. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, ausgenommen die von der Bertrandt AG gehaltenen eigenen Anteile.
Mehr als zehn Prozent der Stimmrechte halten die nachfolgend aufgeführten Anteilseigner:
| • | Dr. Ing. h. c. F. Porsche Aktiengesellschaft: per 30. November 2009 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 25,01 Prozent |
| • | Friedrich Boysen Holding GmbH: per 21. Februar 2011 zuletzt mitgeteilter Stimmrechtsanteil 14,90 Prozent |
Für Inhaber von Aktien gelten keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnis verleihen.
Die Bestellung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands orientiert sich an den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) in Verbindung mit § 6 der Satzung.
Satzungsänderungen bedürfen gemäß § 179 AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 der Satzung eines Beschlusses der Hauptversammlung, der grundsätzlich mit einfacher Mehrheit gefasst werden muss.
Der Vorstand ist von der Hauptversammlung am 16. Februar 2011 ermächtigt worden, bis zum 31. Januar 2016 eigene Aktien mit einem Anteil am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.000.000 Euro zu erwerben. Der Vorstand ist ferner von der Hauptversammlung am 18. Februar 2009 ermächtigt worden, gemäß Satzung mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Bertrandt AG bis zum 31. Januar 2014 durch Ausgabe neuer Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch insgesamt höchstens um 4.000.000 Euro zu erhöhen.
Die Bertrandt AG hat folgende wesentliche Vereinbarung getroffen, die Regelungen für den Fall eines Kontrollwechsels (Change-of-Control) beinhaltet: Unbeanspruchte Kreditrahmenvereinbarungen sehen ein außerordentliches Kündigungsrecht der Kreditgeber vor. Mit Mitgliedern des Vorstands beziehungsweise Arbeitnehmern bestehen keine Vereinbarungen über Entschädigungen für den Fall eines Kontrollwechsels.
Nachtragsbericht
In einem Nachtragsbericht sind Vorgänge von besonderer Bedeutung zu nennen, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind. Derartige Vorgänge haben nach dem 30. September 2011 nicht stattgefunden.
Risikobericht
Zunächst werden in diesem Kapitel das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem und das Risikomanagementsystem beschrieben. Im weiteren Verlauf werden die volkswirtschaftlichen sowie Einzelrisiken betrachtet, die die Geschäftstätigkeit von Bertrandt beeinflussen können.
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungs- und Konzern-Rechnungslegungsprozess
Das Rechnungswesen und Controlling von Bertrandt arbeiten mit einem rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem, das die vollständige, richtige und zeitnahe Übermittlung von Informationen gewährleistet. Das Ziel ist, potenzielle Risiken frühestmöglich zu identifizieren, zu minimieren beziehungsweise vollständig zu vermeiden. Dadurch sollen mögliche Schäden vom Unternehmen und eine potenzielle Bestandsgefährdung abgewendet werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Bertrandt-Konzerns identifiziert und dokumentiert ergebnis- und bestandsgefährdende Risiken. Es bezieht alle in- und ausländischen Gesellschaften des Bertrandt-Konzerns ein.
Die Einzelabschlüsse der Bertrandt AG und der Tochtergesellschaften werden nach dem jeweiligen Landesrecht erstellt und in einen Abschluss gemäß IFRS übergeleitet. Konzern-Bilanzierungsrichtlinien gewährleisten dabei eine einheitliche Bilanzierung und Bewertung. Die Einzelabschlüsse der Tochtergesellschaften werden geprüft oder einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Zudem werden sie unter Beachtung des vorgelegten Berichts der Abschlussprüfer plausibilisiert. Eine klare Abgrenzung der Verantwortungsbereiche, die Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, der Einsatz von zahlreichen IT-Berechtigungskonzepten, die verschlüsselte Versendung von Informationen sowie die Durchführung von Plausibilitätskontrollen sind ebenfalls wichtige Kontrollelemente, die bei der Erstellung von Jahresabschlüssen Anwendung finden. Die Mitarbeiter werden laufend über bilanzrechtliche Themenstellungen informiert und kontinuierlich geschult.
Regelmäßige sowie Ad-hoc-Risikoerhebungen bewerten alle Risiken, die unsere Geschäftsentwicklung beeinflussen könnten, hinsichtlich ihrer Höhe, Eintrittswahrscheinlichkeit und Bedeutung. Dabei werden ähnliche beziehungsweise gleiche Risiken bei in- und ausländischen Gesellschaften zusammengefasst und so in ihrer Bedeutung für den Konzern transparent gemacht. Abhängig vom Ergebnis werden geeignete Maßnahmen zur Gegensteuerung mit hoher Priorität erarbeitet, mit Best-Practice-Maßnahmen verglichen und zeitnah umgesetzt. Das Risikoprofil von Bertrandt wird laufend aktualisiert und zeigt nachfolgende potenzielle Einzelrisiken. Darüber hinaus wurden Risiken von untergeordneter Bedeutung plausibilisiert, jedoch wegen deren geringer Eintrittswahrscheinlichkeit und aus Gründen der Wesentlichkeit nicht gesondert dargestellt.
Volkswirtschaftliche Risiken
Die europäische Finanzkrise und die damit verbundenen Rezessionsängste führten dazu, dass sich die wirtschaftlichen Rahmen- und Branchenbedingungen zum Ende des Geschäftsjahres 2010/2011 eingetrübt haben. Hinzu kommt, dass die USA in eine erneute Rezession geraten könnten. Die Auswirkungen der Krise auf die Weltwirtschaft sind derzeit noch nicht abschätzbar. Das Risiko eines tatsächlichen konjunkturellen Rückschlags wird größer, je länger die Unsicherheiten an den Finanzmärkten anhalten und die Sorge besteht, dass die Politik keine nachhaltigen Antworten auf die Verschuldungsprobleme hat. Diese potenziellen Risiken könnten sich negativ auf den Welthandel und auf die exportorientierte deutsche Wirtschaft auswirken. Verschiedene Lösungsansätze werden diskutiert, die tatsächlichen Maßnahmen sind jedoch noch unklar.
Finanzrisiken
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Diese Finanzrisiken umfassen Ausfallrisiken für Kundenforderungen, Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zins- und Währungskursschwankungen. Die Absicherung dieser Risiken erfolgt zentral durch das Konzern-Treasury. Eine auf einen festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau, im Bertrandt-Konzern vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher. Bei Bedarf ermöglicht der Einsatz von Finanzderivaten die Steuerung in den einzelnen Zinsbindungsfrist- und Währungssegmenten. Aufgrund der verbesserten Branchensituation hat sich das Risiko eines möglichen Forderungsausfalls reduziert. Präventive Bonitätsprüfungen werden weiterhin durchgeführt und Ausfallrisiken durch Kreditversicherungen weitestgehend ausgegrenzt.
Veränderung der Outsourcing-Strategie
In den letzten Jahren hat die Automobilindustrie durch die steigende Anzahl von Antriebstechnologien, zunehmende Modellvielfalt und eine Verkürzung der Modellzyklen das Outsourcing von Entwicklungsdienstleistungen forciert. Bertrandt profitiert grundsätzlich von dieser Entwicklung. Es kann allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass die Hersteller in Teilbereichen Entwicklungsdienstleistungen selbst erbringen. Dies hätte für Bertrandt eine Reduzierung des aktuellen und des zukünftigen Geschäftsvolumens zur Folge, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken könnte. Aufgrund des hohen Bedarfs an Fachkräften, der zahlreichen technologischen Herausforderungen und der Tatsache, dass viele Hersteller eine Ausweitung ihrer Modellpaletten planen, wird das Risiko jedoch als gering eingestuft.
Zeitliche Verschiebungen beziehungsweise Einstellung von Entwicklungsaufträgen
Die temporäre Verschiebung von Entwicklungsaufträgen kann in einzelnen Geschäftsbereichen zu Unterauslastungen führen, die möglicherweise nur bedingt kompensierbar sind. Managementwechsel und Veränderungen in den Konzernstrukturen können bei den Automobil- und Flugzeugherstellern zu einer Überprüfung der Modellpalette und einer veränderten Projektstruktur führen. Wir sehen hier derzeit kein erhöhtes Risiko, da die Hersteller eine zusätzliche Derivatisierung der Modellreihen und weitere Wachstumsziele für ihre Marken angekündigt haben.
Personalmanagement
Die Rekrutierung qualifizierten Personals sowie die stetige Fortbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sichern die Verfügbarkeit des notwendigen Know-hows und das Unternehmenswachstum. Eine unzureichende Verfügbarkeit sowie die Fluktuation von qualifiziertem Personal könnten sich hemmend auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Des Weiteren könnten mangelnde Qualifizierungsmaßnahmen negative Auswirkungen auf die erfolgreiche Abwicklung von Projekten haben.
Preisentwicklung
Die Preise sind noch nicht wieder auf dem Niveau des Zeitraums vor der Finanz- und Wirtschaftskrise aus dem Jahr 2008. Der Bertrandt-Konzern begegnet diesen Umständen mit einer optimierten Kostenstruktur und einem hohen Maß an Qualität. Ein preislicher Wettbewerb wird jedoch dauerhaft bestehen.
Großprojekte
Bei der Bearbeitung von und im Umgang mit Großprojekten entsteht eine mit Risiken behaftete Dreiecksbeziehung zwischen Kunde, Lieferant und Bertrandt. Mangelhafte Prozess- und Qualitätssicherung sowie das Verfehlen vorgegebener Termine können einen reibungslosen Projektablauf gefährden. Durch den Einsatz eines effizienten Projektmanagements und die Einhaltung vereinbarter Meilensteine und Quality Gates reduziert Bertrandt dieses Risiko.
Gesamtrisiko
Mithilfe eines bei Bertrandt implementierten Frühwarnsystems kann das Management bestehende Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Das Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem wurde wie jedes Jahr im Rahmen der diesjährigen Abschlussprüfung einer Pflichtprüfung unterzogen. Zusammenfassend ergibt die Risikoanalyse auf Basis der uns heute bekannten Informationen ein zufriedenstellendes Ergebnis: Danach sind Risiken mit einem existenzgefährdenden Schadens- oder Gefährdungspotenzial für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns derzeit nicht erkennbar. Das tatsächliche Volumen des Gesamtrisikos ist zwar gestiegen, in Relation zum Wachstum des Unternehmens ist das Risiko jedoch gesunken. Die Auswirkungen der europäischen Finanzkrise können jedoch nicht final eingeschätzt werden.
Prognosebericht
Prognose zu den Rahmenbedingungen
Seit dem Sommer haben sich laut Herbstgutachten für das Jahr 2011 der Wirtschaftsforschungsinstitute die Aussichten für die Weltwirtschaft deutlich eingetrübt. Die Wachstumsprognosen für 2012 wurden nach unten korrigiert. Es kam zu spürbaren Turbulenzen an den Weltmärkten, als zeitgleich die USA die Ausweitung der Obergrenzen für öffentliche Schulden beantragten und Griechenland in der Europäischen Union ein neues Hilfspaket benötigte. Hinzu kamen die gestiegenen Energie- und Rohstoffpreise. USA und Europa schauen daher eher pessimistisch in die Zukunft. Ein Rückfall in die Rezession scheint jedoch nicht sehr wahrscheinlich. Laut Herbstgutachten 2011 wird insgesamt von einem Anstieg des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 2,6 Prozent im Jahr 2011 ausgegangen, im Jahr 2012 wird ein Anstieg um 2,5 Prozent prognostiziert. Für die USA und Europa wird im laufenden Jahr ein Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 Prozent beziehungsweise 1,8 Prozent erwartet. Die USA versuchen ihre Wirtschaft mit finanzpolitischen Instrumenten weiter anzukurbeln.
Die Schulden- und Vertrauenskrise könnte auch die deutsche Konjunktur belasten. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt soll in diesem Jahr laut Herbstgutachten für das Jahr 2011 um 2,9 Prozent und im nächsten Jahr nur noch um 0,8 Prozent wachsen. Die großen Unsicherheiten könnten die inländische Nachfrage in Deutschland spürbar dämpfen. Der Export wird aufgrund der steigenden Nachfrage in den meisten Schwellenländern stark bleiben.
Der Arbeitsmarkt hat sich in 2011 weiter erfreulich entwickelt und wird nach Einschätzung des Herbstgutachtens für das Jahr 2011 von der erwarteten kurzen wirtschaftlichen Stagnation zunächst auch nicht zurückgeworfen werden. Im September 2011 lag die Zahl der Erwerbslosen laut Bundesagentur für Arbeit bei rund 2,8 Millionen. Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote von rund sieben Prozent im Jahr 2011 auf 6,7 Prozent in 2012 weiter sinken wird.
Branchensituation
Die Rahmen- und Branchenbedingungen von Entwicklungsdienstleistern haben sich weiter positiv entwickelt. Als einer der wichtigsten Wachstumstreiber in der europäischen Wirtschaft bietet die Automobilindustrie zahlreiche Potenziale. Nach Schätzungen von Experten könnte die weltweite Pkw-Nachfrage in 2011 auf rund 59,4 Millionen Fahrzeuge ansteigen. Besonders groß ist die Nachfrage aus Ländern wie Brasilien, Russland, Indien und China. Um weiterhin ihre führende Marktstellung beizubehalten, ist davon auszugehen, dass die europäischen Hersteller verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien investieren. Seit Jahresbeginn wurden laut VDA auf dem deutschen Markt über 2,4 Millionen Pkw verkauft. Dies entspricht einem Anstieg von fast elf Prozent. Das Ergebnis zeigt, dass der deutsche Automobilmarkt trotz schwieriger Umstände auf den Finanzmärkten in sehr guter Verfassung ist. Diese erfreuliche Lage ist vor allem auf die positive Entwicklung der Exporte zurückzuführen. Laut einer Studie von PricewaterhouseCoopers werden die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung in der Automobilindustrie im kommenden Jahr auf 24,3 Milliarden Euro ansteigen. Die Branche ist im Hinblick auf die vereinbarten Klimaschutzziele zahlreicher Staaten seitens der Gesetzgebung gefordert, verbrauchsgünstigere und umweltfreundlichere Fahrzeuge zu entwickeln. Vor diesem Hintergrund kommt der Entwicklung alternativer Antriebstechnologien sowie der Optimierung konventioneller Motorenkonzepte eine wichtige Rolle zu. Wirtschaftlichkeit, Effizienz und Zuverlässigkeit sind bei der Entwicklung der unterschiedlichen Antriebstechnologien von großer Bedeutung. Zudem haben Automobilhersteller eine Erweiterung der Modellpalette angekündigt, um länderspezifische und individuelle Kundenbedürfnisse noch besser befriedigen zu können. Auch der Trend zu mehr Kommunikation, Sicherheit und Komfort im Fahrzeug setzt sich fort. Für Bertrandt bieten sich vor den genannten Hintergründen zahlreiche Potenziale, sich erfolgreich am Markt zu positionieren.
Die Luftfahrtindustrie zeigt ebenfalls einen Aufwärtstrend. Laut BMWi wird in der Branche ein Wachstum des globalen Luftverkehrs von fünf bis sieben Prozent pro Jahr erwartet. In Deutschland ergeben sich bei einem prognostizierten Wachstum rund vier Prozent pro Jahr im Luftverkehr ebenfalls bedeutende Wachstums- und Beschäftigungspotenziale. Die Herausforderungen für Flugzeughersteller sind groß. Aufgrund der anhaltenden CO2-Diskussion und der Klimaschutzdebatte fordert der Markt effiziente und umweltfreundliche Lösungen. Der Einsatz neuer Technologien und Materialien spielt auch hier eine wesentliche Rolle. Darüber hinaus gibt es nach wie vor eine Vielzahl von individuellen Anforderungen an Flugzeuge in Bezug auf Reichweite, Fassungsvermögen und Passagiervolumen. Die Zunahme der Modellvielfalt wird auch in der Luftfahrtindustrie bestätigt. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass zukünftig ein erhöhter Entwicklungsbedarf in diesem Marktsegment besteht.
Der Engineering-Markt profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage nach neuen Produkten, den gestiegenen individuellen Anforderungen und dadurch dem Bedarf an Ingenieuren und Spezialisten. Neben der Automobil- und Luftfahrtindustrie benötigen auch Branchen wie Energie, Medizin- und Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau spezielle Fachkräfte und qualifizierte Ingenieurleistungen. Durch die Bertrandt Services werden diese Branchen gezielt betreut und unterstützt. Der Bertrandt-Konzern verfügt über ein breites und tiefes Leistungsspektrum. Das Unternehmen gehört europaweit zu den größten Ingenieurdienstleistern. Durch die intakten Markttreiber bietet der Engineering-Markt kurz- bis mittelfristig gute Wachstumschancen.
Potenziale
Bertrandt steht seinen Kunden als zuverlässiger Partner mit überzeugenden Lösungen zur Seite. Ziel ist, das Unternehmen durch eine nachhaltige Unternehmensführung erfolgreich am Markt zu positionieren und seine führende Marktstellung durch ein breites und tiefes Leistungsspektrum weiter auszubauen. Das Angebot in der Automobilindustrie deckt die gesamte Wertschöpfungskette der Produktentstehung ab. Bertrandt positioniert sich dabei als Partner für ganzheitliche Fahrzeugentwicklung und versteht sich als Innovationstreiber in richtungsweisenden Themen wie beispielsweise der Elektronik. Die Kundenbasis von Bertrandt ist breit gefächert. Das Unternehmen fungiert sowohl in der Automobil- als auch in der Luftfahrtindustrie als kompetenter Berater und praxisorientierter Umsetzer in der Entwicklung von technologischen Zukunftstrends. Aufgrund der steigenden Anforderungen im Mobilitätsbereich seitens der Konsumenten und des Gesetzgebers sowie der hohen Varianten- und Modellvielfalt sieht Bertrandt in den kommenden Jahren Potenzial, seine Marktstellung nachhaltig zu festigen und auszubauen. Auch außerhalb der Mobilitätsindustrie gibt es für das Unternehmen gute Perspektiven, sich mit technischen und kaufmännischen Dienstleistungen in Branchen wie beispielsweise Energie, Elektro- und Medizintechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau am Markt zu positionieren. Durch die dezentrale Struktur ist Bertrandt als vertrauensvoller Partner in unmittelbarer Nähe der Kunden vertreten. Die Wünsche des Kunden können somit direkt aufgenommen und weltweit in Projekten umgesetzt werden. Mit gezielten Investitionen optimiert Bertrandt kontinuierlich sein Leistungsspektrum. Auf einer soliden wirtschaftlichen Basis wird dadurch der Unternehmenswert dauerhaft und nachhaltig gesteigert. Wesentliche Erfolgsfaktoren sind eine bestmögliche Kundenorientierung, engagierte Mitarbeiter und ein effizientes Kosten- und Kapazitätsmanagement.
Auslandsaktivitäten
Mit seinen Auslandsstandorten in Europa und den USA sowie projektbezogener Präsenz auch in den BRIC-Staaten verfolgt Bertrandt die Strategie, eine hohe Kundenorientierung sicherzustellen. In enger organisatorischer Verzahnung mit den deutschen Niederlassungen bietet Bertrandt seinen Kunden das komplette Leistungsspektrum an, um schnell und effizient Lösungen zu erarbeiten. Darüber hinaus unterstützt Bertrandt seine Kunden je nach Anforderung und Bedarf weltweit in unterschiedlichen Projekten.
Personal
Die Qualifikationen und Kompetenzen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen für Bertrandt eine wichtige Ressource dar. Mit zahlreichen Recruiting-Aktivitäten und kontinuierlichen Weiterbildungsmaßnahmen stellt das Unternehmen sicher, dass es den hohen Kundenanforderungen gerecht und als interessanter Arbeitgeber wahrgenommen wird. Verantwortungsvolles Handeln, Umsetzungsstärke und Kreativität werden nicht nur gefordert, sondern auch gefördert. Bertrandt versucht, auch zukünftig erfahrene Fach- und Führungs- sowie junge Nachwuchskräfte für sich zu begeistern. Das Personalmanagement zielt darauf ab, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell ins Bertrandt-Netzwerk zu integrieren und weiterzuentwickeln.
Mittelfristiger Ausblick
Führende Prognoseinstitute gehen davon aus, dass sich das weltweite Wirtschaftswachstum zwar abschwächen, jedoch insgesamt fortsetzen wird. Das Herbstgutachten 2011 prognostiziert für das laufende Jahr 2011 einen Anstieg der Weltproduktion von 2,6 Prozent und für das Jahr 2012 von 2,5 Prozent. Die deutsche Wirtschaft wird 2011 beziehungsweise 2012 voraussichtlich um 2,9 beziehungsweise 0,8 Prozent wachsen. Die Automobilhersteller werden sich allem Anschein nach heterogen entwickeln, wobei die Prognosen für die Premiumhersteller weiterhin überproportional gut bleiben. Um ihre weltweit führende Marktstellung beizubehalten, werden diese Hersteller vermutlich verstärkt in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren. Dadurch könnten die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen ansteigen. Es wird erwartet, dass die Binnennachfrage aufgrund der höheren Beschäftigung gestärkt und Deutschland weiterhin ein wichtiger Wachstumstreiber in der europäischen Wirtschaft sein wird.
Sofern die Hersteller daran festhalten, einen Teil ihrer Entwicklungsleistungen an Zulieferer zu vergeben, ist davon auszugehen, dass der Engineering-Markt wachsen wird.
Gesamtaussage über die voraussichtliche Entwicklung
Unter der Prämisse, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, die Hersteller nachhaltig in die Forschung und Entwicklung neuer Technologien und Modelle investieren, Entwicklungsleistungen weiterhin an Dienstleister vergeben werden sowie qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, geht Bertrandt für das nächste und das darauffolgende Geschäftsjahr von einer steigenden Umsatz- und Ergebnisentwicklung aus. Das Wachstum wird voraussichtlich über alle Segmente hinweg erfolgen. Der gestiegene Elektronikanteil in Fahrzeugen sowie die Anforderungen an die CO2-Reduzierung könnten zu einem erfreulichen Wachstum im Segment Elektrik/Elektronik und den Fachbereichen Rohbau und Powertrain führen. Aufgrund der guten Eigenkapitalausstattung erwartet das Unternehmen auch zukünftig eine positive Entwicklung der Finanzlage.
Ehningen, 22. November 2011
Der Vorstand
Rechtlicher Hinweis
Dieser Geschäftsbericht enthält unter anderem gewisse vorausschauende Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Solche Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Sollte einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir haben weder die Absicht, noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren, da diese ausschließlich von den Umständen am Tag ihrer Veröffentlichung ausgehen.
Soweit dieser Geschäftsbericht Äußerungen Dritter, namentlich Analystenschätzungen, in Bezug nimmt, macht sich die Gesellschaft diese weder zu eigen, noch werden diese hierdurch in anderer Weise gewertet oder kommentiert, noch wird insoweit der Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.
Konzern-Bilanz in TEUR
Aktiva
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| Anhang | 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | [18] | 11.486 | 10.579 |
| Sachanlagen | [19] | 56.339 | 44.133 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | [20] | 1.869 | 4.676 |
| Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | [21] | 824 | 818 |
| Übrige Finanzanlagen | [21] | 7.127 | 4.611 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | [22] | 2.860 | 2.594 |
| Ertragsteuerforderungen | [23] | 720 | 850 |
| Latente Steuern | [24] | 2.413 | 2.837 |
| Langfristige Vermögenswerte | 83.638 | 71.098 | |
| Vorräte | [25] | 528 | 470 |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | [26] | 37.927 | 20.381 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | [22] | 135.717 | 98.794 |
| Ertragsteuerforderungen | [23] | 248 | 800 |
| Liquide Mittel | [27] | 36.677 | 48.081 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 211.097 | 168.526 | |
| Aktiva gesamt | 294.735 | 239.624 | |
| Passiva | |||
| Anhang | 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
| Gezeichnetes Kapital | [28] | 10.143 | 10.143 |
| Kapitalrücklagen | [29] | 26.625 | 26.625 |
| Gewinnrücklagen | [30] | 106.905 | 78.064 |
| Konzern-Bilanzgewinn | 22.571 | 21.115 | |
| Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter | 166.244 | 135.947 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | [31] | 2 | 2 |
| Eigenkapital | 166.246 | 135.949 | |
| Rückstellungen | [32] / [33] | 6.616 | 5.986 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [34] | 495 | 527 |
| Latente Steuern | [24] | 10.668 | 6.691 |
| Langfristige Schulden | 17.779 | 13.204 | |
| Steuerrückstellungen | [35] | 3.839 | 4.670 |
| Sonstige Rückstellungen | [33] | 43.921 | 36.162 |
| Finanzschulden | [36] | 466 | 271 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | [37] | 10.491 | 7.475 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | [34] | 51.993 | 41.893 |
| Kurzfristige Schulden | 110.710 | 90.471 | |
| Passiva gesamt | 294.735 | 239.624 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Gesamtergebnisrechnung in TEUR
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| 01.10. bis 30.09. | Anhang | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|---|
| I. Gewinn- und Verlustrechnung | |||
| Umsatzerlöse | [6] | 576.238 | 428.834 |
| andere aktivierte Eigenleistungen | [7] | 379 | 257 |
| Gesamtleistung | 576.617 | 429.091 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | [8] | 8.649 | 9.597 |
| Materialaufwand | [9] | -55.395 | -35.746 |
| Personalaufwand | [10] | -399.120 | -302.731 |
| Abschreibungen | [11] | -11.353 | -10.473 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [12] | -59.067 | -45.780 |
| Betriebsergebnis | 60.331 | 43.958 | |
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 6 | 14 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -31 | -21 | |
| Übriges Finanzergebnis | 634 | 679 | |
| Finanzergebnis | [13] | 609 | 672 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 60.940 | 44.630 | |
| Sonstige Steuern | [14] | -930 | -707 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 60.010 | 43.923 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | [15] | -18.055 | -12.686 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 41.955 | 31.237 | |
| - davon Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 0 | 0 | |
| - davon Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG | 41.955 | 31.237 | |
| Anzahl der Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.049 | 10.040 | |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | [16] | 4,18 | 3,11 |
| II. Gesamtergebnis | |||
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 41.955 | 31.237 | |
| Unterschiede aus Währungsumrechnung | 7 | 172 | |
| Fair Value Änderungen von Sicherungsinstrumenten | -170 | 0 | |
| Steuereffekte auf Fair Value Änderungen | 51 | 0 | |
| Gesamtergebnis | 41.843 | 31.409 | |
| - davon Gesamtergebnis anderer Gesellschafter | 0 | 0 | |
| - davon Gesamtergebnis der Aktionäre der Bertrandt AG | 41.843 | 31.409 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung in TEUR
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| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | |
|---|---|---|
| Stand 01.10.2010 | 10.143 | 26.625 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Gesamtergebnis | ||
| Dividendenausschüttung | ||
| Sonstige neutrale Veränderungen | ||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | ||
| Stand 30.09.2011 | 10.143 | 26.625 |
| Vorjahr | ||
| Stand 01.10.2009 | 10.143 | 26.625 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | ||
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Gesamtergebnis | ||
| Dividendenausschüttung | ||
| Sonstige neutrale Veränderungen | ||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | ||
| Stand 30.09.2010 | 10.143 | 26.625 |
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| Gewinnrücklagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Thesaurierte Gewinne | Währungs- umrechnungs- rücklage |
Eigene Anteile | Sicherungs- instrumente |
Gewinnrücklagen gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.10.2010 | 81.697 | -2.156 | -1.477 | 0 | 78.064 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 7 | -119 | -112 | ||
| Gesamtergebnis | 7 | -119 | -112 | ||
| Dividendenausschüttung | |||||
| Sonstige neutrale Veränderungen | 28.451 | 28.451 | |||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 502 | 502 | |||
| Stand 30.09.2011 | 110.148 | -2.149 | -975 | -119 | 106.905 |
| Vorjahr | |||||
| Stand 01.10.2009 | 66.638 | -2.328 | -1.927 | 0 | 62.383 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | |||||
| Sonstiges Ergebnis | 172 | 172 | |||
| Gesamtergebnis | 172 | 172 | |||
| Dividendenausschüttung | |||||
| Sonstige neutrale Veränderungen | 15.059 | 15.059 | |||
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 450 | 450 | |||
| Stand 30.09.2010 | 81.697 | -2.156 | -1.477 | 0 | 78.064 |
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| Bilanzgewinn | Eigenkapital vor Anteilen anderer Gesellschafter | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2010 | 21.115 | 135.947 | 2 | 135.949 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 41.955 | 41.955 | 41.955 | |
| Sonstiges Ergebnis | -112 | -112 | ||
| Gesamtergebnis | 41.955 | 41.843 | 41.843 | |
| Dividendenausschüttung | -12.048 | -12.048 | -12.048 | |
| Sonstige neutrale Veränderungen | -28.451 | 0 | 0 | |
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 502 | 502 | ||
| Stand 30.09.2011 | 22.571 | 166.244 | 2 | 166.246 |
| Vorjahr | ||||
| Stand 01.10.2009 | 14.960 | 114.111 | 3 | 114.114 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 31.237 | 31.237 | 31.237 | |
| Sonstiges Ergebnis | 172 | 172 | ||
| Gesamtergebnis | 31.237 | 31.409 | 31.409 | |
| Dividendenausschüttung | -10.023 | -10.023 | -10.023 | |
| Sonstige neutrale Veränderungen | -15.059 | 0 | -1 | -1 |
| Zugang/Abgang eigene Anteile | 450 | 450 | ||
| Stand 30.09.2010 | 21.115 | 135.947 | 3 | 135.950 |
Konzern-Kapitalflussrechnung in TEUR
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| 01.10. bis 30.09. | 2010/2011 | 2009/2010 |
|---|---|---|
| 1. Periodenergebnis (einschließlich Ergebnisanteilen von Minderheitsgesellschaftern) vor außerordentlichen Posten | 41.955 | 31.237 |
| 2. Ertragsteueraufwand/-ertrag | 18.055 | 12.686 |
| 3. Finanzierungsaufwendungen | 31 | 21 |
| 4. Übriges Finanzergebnis | -634 | -679 |
| 5. Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | -6 | -14 |
| 6. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 11.353 | 10.473 |
| 7. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 7.063 | 9.969 |
| 8. Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge | 6 | -36 |
| 9. Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 136 | 75 |
| 10. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -54.625 | -35.133 |
| 11. Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 13.279 | 9.512 |
| 12. Erhaltene/gezahlte Ertragsteuer | -13.431 | -13.781 |
| 13. Gezahlte Zinsen | -6 | -2 |
| 14. Erhaltene Zinsen | 552 | 718 |
| 15. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (1.-14.) | 23.728 | 25.046 |
| 16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 3.190 | 211 |
| 17. Einzahlungen aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen | 5.018 | 356 |
| 18. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -22.769 | -10.969 |
| 19. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -2.204 | -1.057 |
| 20. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -6.796 | -382 |
| 21. Cashflow aus Investitionstätigkeit (16.-20.) | -23.561 | -11.841 |
| 22. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 502 | 450 |
| 23. Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitengesellschafter | -12.048 | -10.023 |
| 24. Auszahlungen für den Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
| 25. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 0 | 0 |
| 26. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten | 0 | 0 |
| 27. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (22.-26.) | -11.546 | -9.573 |
| 28. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (15.+21.+27.) | -11.379 | 3.632 |
| 29. Wechselkursbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | -25 | 94 |
| 30. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 48.081 | 44.355 |
| 31. Finanzmittelfonds am Ende der Periode (28.-30.) | 36.677 | 48.081 |
Die Konzern-Kapitalflussrechnung ist unter der Anhangsangabe [38] erläutert.
Konzern-Anhang
[1] Grundlagen und Methoden
Die Bertrandt AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland mit Sitz in 71139 Ehningen, Birkensee 1, Deutschland (Registernummer HRB 245259, Amtsgericht Stuttgart). Der Konzern-Abschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Unternehmensgegenstand der Bertrandt AG und ihrer Tochtergesellschaften sind alle Ingenieur- und Serviceleistungen, insbesondere Design, Entwicklung, Konstruktionen, Realisation, Fertigung von Prototypen beziehungsweise Prototypenteilen, Erprobung, Planung und Projektmanagement sowie CAD-Leistungen aller Art für die Branchen Automobil, Luftfahrt, Transport und Nahverkehr, Energie, Maschinenbau, Elektro- und Medizintechnik.
Der vorliegende Konzern-Abschluss der Bertrandt AG zum 30. September 2011 wurde gemäß der EU-Verordnung (EG) Nummer 1606/2002 nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Rechnungslegungsgrundsätzen, den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Ergänzend wurden die nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften berücksichtigt.
Alle für das Geschäftsjahr 2010/2011 verpflichtend anzuwendenden Standards wurden einbezogen. Der Konzern-Abschluss wurde, mit Ausnahme bestimmter, zum beizulegenden Zeitwert bewerteter finanzieller Vermögenswerte, auf Basis der historischen Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten erstellt.
Die Aufstellung des Konzern-Abschlusses erfolgte in Euro. Soweit nicht anders vermerkt, sind sämtliche Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben.
Darstellung des Abschlusses
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren ermittelt. Die Positionen der Konzern-Bilanz sind gemäß den International Accounting Standards (IAS) 1 in langfristige und kurzfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden aufgegliedert. Die Darstellung gegenüber dem Vorjahr ist unverändert.
Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig eingestuft, wenn sie eine Restlaufzeit von einem Jahr und darunter haben. Entsprechend werden Vermögenswerte und Schulden als langfristig klassifiziert, wenn sie länger als ein Jahr im Unternehmen sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen weisen wir in der Bilanz generell unter den kurzfristigen Posten aus. Rückstellungen für Pensionen zeigen wir ihrem Charakter entsprechend unter den langfristigen Schulden. Latente Steueransprüche beziehungsweise -verbindlichkeiten sind als langfristig darzustellen.
Seit dem Geschäftsjahr 2010/2011 verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgende Tabelle zeigt die ab dem Geschäftsjahr 2010/2011 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards und Interpretationen.
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| Standard / Interpretation Anwendungspflicht | ||
|---|---|---|
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS - Fassung vom 27. November 2008 | 01.01.2010 |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS - zusätzliche Erleichterung für Erstanwender | 01.01.2010 |
| IFRS 1 | Änderung des IFRS 1, begrenzte Ausnahme für Vergleichsangaben nach IFRS 7 für erstmalige Anwender | 01.07.2010 |
| IFRS 2 | Änderung anteilsbasierte Vergütungen | 01.01.2010 |
| IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten und ähnlichen Rechten | 01.02.2010 |
| IFRIC 15 | Verträge über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 |
| IFRIC 17 | Sachausschüttungen an Eigentümer | 01.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden | 01.11.2009 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten mit Eigenkapitalinstrumenten | 01.07.2010 |
| Verbesserung der IFRS Einzelfallregelungen | Einzelfallregelungen |
Die neu anzuwendenden Standards und Interpretationen haben keine Auswirkungen auf den Jahresabschluss.
Veröffentlichte, aber noch nicht verpflichtend anzuwendende International Financial Reporting Standards und Interpretationen
Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2010/2011 nicht verpflichtend anzuwenden. Die Bertrandt AG wird diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen.
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Voraussichtliche Auswirkungen | |
|---|---|---|---|
| IFRS 1* | Änderungen IRFS 1: schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten | 01.07.2011 | keine |
| IFRS 7* | Änderungen des IFRS 7: Anhangsangaben | 01.07.2011 | Anhangsangaben |
| IFRS 9* | Finanzinstrumente | 01.01.2013 | Klassifizierung/ Bewertung** |
| IFRS 10* | Konzern-Abschlüsse | 01.01.2013 | keine |
| IFRS 11* | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2013 | keine |
| IFRS 12* | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.07.2012 | keine |
| IFRS 13* | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 | Anhangsangaben |
| IAS 1* | Darstellung des Abschlusses - Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.01.2013 | keine |
| IAS 12* | Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte | 01.01.2012 | keine |
| IAS 19* | Leistungen an Arbeitnehmer | 01.01.2013 | Anhangsangaben |
| IAS 24 | Angaben zu nahestehenden Personen | 01.01.2011 | Anhangsangaben |
| IAS 27* | Einzelabschlüsse | 01.01.2013 | keine |
| IAS 28* | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 01.01.2013 | Anhangsangaben |
| IFRIC 14 | Beitragsvorauszahlungen bei bestehenden Mindestdotierungsverpflichtungen | 01.01.2011 | keine |
| Verbesserung der IFRS | Einzelfallregelungen | Einzelfallregelungen | Einzelfallprüfung |
* noch nicht von der EU genehmigt
** eine verlässliche Schätzung der Auswirkungen ist zum momentanen Zeitpunkt nicht möglich
[2] Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Bertrandt AG sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen und faktischen Kontrolle der Bertrandt AG stehen. Im Einzelnen sind dies im Inland die Bertrandt Ingenieurbüro GmbHs in Gaimersheim, Ginsheim-Gustavsburg, Hamburg, Köln, München, Neckarsulm, Tappenbeck sowie die Bertrandt Technikum GmbH, die Bertrandt Projektgesellschaft mbH und die Bertrandt Services GmbH in Ehningen; des Weiteren wurde die ZR-Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Der Konsolidierungskreis umfasst darüber hinaus die ausländischen Gesellschaften Bertrandt France S.A. in Paris/Bièvres, die Bertrandt S.A.S. in Paris/Bièvres, die Bertrandt UK Ltd. in Dunton, die Bertrandt Sweden AB in Trollhättan, die Bertrandt US Inc. in Detroit und die Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Ltd. Sti. in Istanbul.
Gesellschaften, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden als assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode ebenfalls in den Konzern-Abschluss einbezogen. Dies sind die Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH sowie die Bertrandt Aeroconseil GmbH.
Detaillierte Angaben zum Anteilsbesitz der Bertrandt AG sind in diesem Bericht unter Ziffer [49] ausgewiesen.
[3] Konsolidierungsgrundsätze
Die Jahresabschlüsse der vollkonsolidierten Gesellschaften werden entsprechend IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Stichtag der Einzelabschlüsse der einbezogenen Konzern-Gesellschaften entspricht grundsätzlich dem Geschäftsjahr der Bertrandt AG.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch eine Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen neu bewerteten Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs. Soweit der Kaufpreis der Beteiligung den Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte abzüglich Schulden übersteigt, entsteht ein Goodwill; dieser wird im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung aktiviert. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet wenn die Möglichkeit nicht mehr gegeben ist.
Beteiligungen werden nach der Equity-Methode einbezogen, wenn ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann (IAS 28). Dies ist grundsätzlich bei einem Stimmrechtsanteil von 20 bis 50 Prozent der Fall und wird somit auch bei Gemeinschaftsunternehmen im Sinne des IAS 31 angewandt. Die Buchwerte von nach der Equity-Methode einbezogenen Beteiligungen werden jährlich um die auf den Bertrandt-Konzern entfallenden Veränderungen des Eigenkapitals des assoziierten Unternehmens erhöht beziehungsweise vermindert. Auf die Zuordnung und Fortschreibung eines in dem Beteiligungsansatz enthaltenen Unterschiedsbetrags zwischen den Anschaffungskosten der Beteiligung und dem anteiligen Eigenkapital der Gesellschaft werden die für die Vollkonsolidierung geltenden Grundsätze entsprechend angewendet.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge zwischen vollkonsolidierten Unternehmen wurden gegeneinander aufgerechnet. Die Konsolidierungsgrundsätze sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
[4] Währungsumrechnung
Bei Tochtergesellschaften, die ihren Jahresabschluss in einer anderen funktionalen Währung als dem Euro aufstellen, erfolgt die Umrechnung nach IAS 21 auf der Grundlage des Konzepts der funktionalen Währung. Die Tochtergesellschaften führen ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig. Daher ist die funktionale Währung grundsätzlich identisch mit der Währung des Landes, in dem die jeweilige Gesellschaft tätig ist.
Im Konzern-Abschluss wurden daher Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Sich hieraus und aus der Umrechnung von Vorjahresvorträgen ergebende Währungsdifferenzen sind ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.
Fremdwährungsgeschäfte werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden ergebniswirksam erfasst.
Die für die Währungsumrechnung wichtigsten Währungen haben sich im Verhältnis zu einem Euro wie folgt verändert:
Währungsumrechnung im Verhältnis zu einem Euro
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| Mittlerer Stichtagskurs | Jahresdurchschnittskurs | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | 2010/2011 | 2009/2010 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Großbritannien | GBP | 0,8650 | 0,8600 | 0,8689 | 0,8693 |
| Schweden | SEK | 9,2680 | 9,1421 | 9,0627 | 9,8343 |
| Türkei | TRY | 2,5124 | 1,9806 | 2,2140 | 2,0523 |
| USA | USD | 1,3494 | 1,3648 | 1,3955 | 1,3560 |
[5] Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der zugrunde liegenden Schätzannahmen
Bei der Aufstellung des Konzern-Abschlusses sind bis zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und Schätzungen vorzunehmen, die sich auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern für Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die Realisierbarkeit von Forderungen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sowie die Parameter für die Berechnung der jeweiligen Fertigstellungsgrade und der daraus resultierenden Umsatzrealisierung. Die Annahmen und Schätzungen werden so getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Bertrandt-Konzerns zu vermitteln. Hierbei werden Prämissen zugrunde gelegt, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere wurden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzern-Abschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte künftige Entwicklung des wirtschaftlichen Umfelds zugrunde gelegt. Dies gilt unter anderem für die verwendeten Diskontierungssätze.
Durch unvorhersehbare und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglichen geschätzten Werten abweichen. In diesem Fall werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse beziehungsweise sonstige betriebliche Erträge werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit dem Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Bei kundenbezogener Fertigung sind die Umsätze nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Drohende Verluste werden zum Zeitpunkt des Bekanntwerdens berücksichtigt. Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt der Verursachung ergebniswirksam. Rückstellungen für Gewährleistungen werden zum Zeitpunkt der Realisierung der entsprechenden Umsatzerlöse gebildet. Staatliche Zuwendungen werden nur erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit besteht, dass die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind und die Zuwendungen gewährt werden. Sie werden grundsätzlich in den Perioden verrechnet, in denen die Aufwendungen anfallen, die durch die Zuwendungen kompensiert werden sollen. Zinserträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst, Erträge und Aufwendungen mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert.
Immaterielle Vermögenswerte
Erworbene beziehungsweise selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 aktiviert, wenn mit der Nutzung des Vermögenswerts ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil zu erwarten ist und die Anschaffungs- und Herstellungskosten des Vermögenswerts zuverlässig bestimmt werden können.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und entsprechend ihrer Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, mit Ausnahme der Firmenwerte, erfolgt über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren, ab Beginn der wirtschaftlichen Nutzung.
Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 nicht mehr linear abgeschrieben, sondern im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Diese Prüfung wird mindestens einmal jährlich, immer aber bei Eintritt wesentlicher Ereignisse oder veränderter Verhältnisse durchgeführt. Grundlage dieses Impairmenttest-Verfahrens ist die detaillierte Unternehmensplanung über einen Zeitraum von drei Jahren, der zur Bestätigung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ausreichend ist. Außerdem wird je nach Beurteilung der Beta-Faktoren ein Abzinsungssatz zwischen 10,4 Prozent (Vorjahr 10,4 Prozent) und 11,4 Prozent (Vorjahr 11,4 Prozent) zugrunde gelegt. Bei einer Veränderung des Abzinsungssatzes um +/- 5 Prozent ist die Werthaltigkeit des Firmenwerts gewährleistet.
Bei der Unternehmensplanung werden sowohl aktuelle Erkenntnisse als auch historische Entwicklungen berücksichtigt. Mittels der Discounted-Cashflow-Methode werden aus den abgeleiteten zukünftigen Cashflows der Cash-Generating-Units Nutzungswerte ermittelt. Die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik stellen die Cash-Generating-Units dar. Liegen die Nutzungswerte unter dem Buchwert, wird eine entsprechende außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.
Wesentliche Planungsannahmen basieren dabei für die Segmente Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik sowohl auf den in der Vertriebs- und Kapazitätsplanung zugrunde liegenden Branchenprognosen zum weltweiten Forschungs- und Entwicklungsbedarf als auch auf konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten und unternehmensspezifischen Anpassungen, in denen geplante Kostenentwicklungen mit berücksichtigt sind.
Sachanlagen
Sachanlagen, die im Geschäftsbetrieb länger als ein Jahr genutzt werden, sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet. Die Herstellungskosten umfassen alle dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Den planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitliche Nutzungsdauern zugrunde.
Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 17 und 40 Jahren, für technische Anlagen und Maschinen von drei bis zu 20 Jahren angesetzt. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird bei normaler Beanspruchung über drei bis 19 Jahre abgeschrieben. Die Nutzungsdauern der Sachanlagen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Neuzugänge werden nach der linearen Methode pro rata temporis abgeschrieben.
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
Die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die nicht von Bertrandt für Dienstleistungs- oder Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Sie sind zu Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung bewertet. Für Gebäude werden Nutzungsdauern zwischen 25 und 40 Jahren angesetzt.
Aufwendungen aus Wertminderungen
Wertminderungen (außerplanmäßige Abschreibungen) auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert beziehungsweise Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene Wertminderung entfallen, wird mit Ausnahme der Firmenwerte eine Wertaufholung vorgenommen.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre (zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen) als auch derivative Finanzinstrumente (zum Beispiel Geschäfte zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken).
Nach IAS 39 liegen bei der Bertrandt AG folgende Kategorien von Finanzinstrumenten vor:
| • | erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden, |
| • | Kredite und Forderungen, |
| • | zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden, |
| • | zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. |
Die Zuordnung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben beziehungsweise die finanziellen Verbindlichkeiten aufgenommen wurden.
Die Überleitung in Ziffer [42 ] zeigt die Zuordnung der Klassen zu diesen Kategorien auf.
Eine erstmalige Erfassung und Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt am Erfüllungstag zum beizulegenden Zeitwert, gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise zum beizulegenden Zeitwert. Finanzinstrumente werden nicht mehr erfasst, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, bei denen Bertrandt keinen beherrschenden, aber einen maßgeblichen Einfluss ausübt, werden nach der Equity-Methode bewertet. Des Weiteren werden Gemeinschaftsunternehmen ebenfalls nach der Equity-Methode bilanziert.
Übrige Finanzanlagen
Sonstige Beteiligungen und Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, soweit sie nicht zum Fair Value zu bewerten sind oder der Fair Value nicht bestimmt werden kann.
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte
Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte (ausgenommen Derivate) werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken und allgemeine Kreditrisiken sind durch entsprechende Wertkorrekturen berücksichtigt.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Fertige und unfertige Leistungen werden als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten sowie mit einem dem Fertigungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlag, soweit das Ergebnis des Fertigungsauftrags verlässlich bestimmt werden kann. Erhaltene Anzahlungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden saldiert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode bewertet. Allen erkennbaren Risiken wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Liquide Mittel
Die in den liquiden Mitteln enthaltenen Bankguthaben sowie erhaltene, noch nicht gutgeschriebene Schecks und Kassenbestände sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.
Derivative Finanzinstrumente
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister im Wesentlichen Zins- und Währungsrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden bei Bedarf durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt. Die Zinsderivate dienen der Steuerung und Optimierung des Finanzergebnisses für kurzfristige variable Verbindlichkeiten des Konzerns und stellen zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente nach IAS 39 dar. Hierbei werden Bewertungsänderungen ergebniswirksam erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Die Bewertung von Devisentermingeschäften zur Sicherung zukünftiger Zahlungsströme in Fremdwährung erfolgt zum Fair Value. Der effektive Teil der Bewertungsänderungen von Sicherungsinstrumenten wird erfolgsneutral bilanziert und erst bei Realisierung des Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil wird sofort erfolgswirksam angesetzt.
Die Bewertung weiterer Derivate erfolgt zum Fair Value, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam verbucht.
Die Marktwerte werden mittels anerkannter finanzmathematischer Verfahren ermittelt. Für diese Ermittlung werden Mittelkurse verwendet. Derivate werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn deren beizulegender Wert positiv und als Verbindlichkeit, wenn deren beizulegender Zeitwert negativ ist.
Vorräte
Unter dieser Position sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie bezogene Waren zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich erfolgt ein Ansatz mit dem niedrigeren Nettoveräußerungswert.
Aktive und passive latente Steuern
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Ansätzen und den Wertansätzen nach IFRS sowie auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die aktiven latenten Steuern umfassen auch Steuerminderungsansprüche, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben und deren Realisierung mit ausreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Eine Abzinsung der aktiven und passiven latenten Steuern wird nicht vorgenommen.
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen gebildet. Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern sowohl beitragsorientierte als auch leistungsorientierte Pensionspläne.
Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung des Korridoransatzes gemäß IAS 19 gebildet.
Die beitragsorientierten Zusagen zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen.
Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Die laufenden Ertragsteuern werden entsprechend den jeweiligen nationalen Steuervorschriften berechnet.
Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen werden passiviert, soweit eine aus einem vergangenen Ereignis resultierende Verpflichtung gegenüber Dritten oder eine faktische Verpflichtung besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führen wird und zuverlässig geschätzt werden kann.
Sonstige Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Leistungsabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen Marktzinssätze zugrunde.
Öffentliche Zuwendungen
Öffentliche Zuwendungen für Investitionen werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Sie werden auf linearer Basis über die erwartete Nutzungsdauer der betreffenden Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.
Aufwands- oder Ertragszuschüsse werden von den entsprechenden Aufwendungen abgezogen, soweit der Zuschuss in demselben Wirtschaftsjahr gewährt wird (Nettoausweis).
Leasing
Auf der Basis von Chancen und Risiken der Leasingpartner wird beurteilt, ob unter den Prämissen von IAS 17 das wirtschaftliche Eigentum eines Leasinggegenstands dem Leasingnehmer oder dem Leasinggeber zuzurechnen ist. Wird das wirtschaftliche Eigentum dem Bertrandt-Konzern zugerechnet, so erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Zugangs mit dem Barwert der Leasingraten.
Die Abschreibungen erfolgen planmäßig linear über die Nutzungsdauer beziehungsweise die kürzere Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter der Bilanzposition Finanzschulden passiviert.
Der Bertrandt-Konzern ist Leasingnehmer von Sachanlagen, darunter auch Gebäude. Das wirtschaftliche Eigentum und damit der überwiegende Anteil der Chancen und Risiken dieser Leasingverträge liegt ausschließlich beim Leasinggeber (operating lease). Die Leasingraten beziehungsweise Mietzahlungen werden direkt als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Erläuterungen zu den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
[ 6 ] Umsatzerlöse
Umsatzerlöse werden mit Erbringung der Leistung beziehungsweise mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Des Weiteren werden nach der PoC-Methode bewertete Leistungen als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt exklusive Umsatzsteuer sowie abzüglich sämtlicher Skonti und Boni.
Die Konzern-Umsatzerlöse in Höhe von 576.238 TEUR (Vorjahr 428.834 TEUR) verteilen sich auf die inländischen Gesellschaften mit 508.254 TEUR (Vorjahr 388.906 TEUR) und mit 67.984 TEUR auf die ausländischen Gesellschaften (Vorjahr 39.928 TEUR). Diese Aufteilung spiegelt die regionale Segmentierung der Bertrandt-Standorte wider. Der Anteil der nach der PoC-Methode ermittelten Umsätze beträgt 127.273 TEUR (Vorjahr 76.968 TEUR). Insgesamt erzielte Bertrandt mit zwei Kunden mehr als zehn Prozent der Gesamtumsätze, die sich auf alle Segmente verteilen.
[ 7 ] Andere aktivierte Eigenleistungen
Bei dieser Position handelt es sich um selbst erstellte materielle und immaterielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 16 und 38 aktiviert und über deren erwartete Nutzungsdauer linear abgeschrieben werden.
[ 8 ] Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Geschäftsjahres 2010/2011 gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Leistungsbezogene Erträge | 4.319 | 5.071 |
| davon Sachbezüge Arbeitnehmer | 2.383 | 2.036 |
| davon Erträge aus Vermietung und Verpachtung | 1.936 | 3.035 |
| Neutrale Erträge | 2.185 | 2.202 |
| davon Erträge aus Anlagenabgang | 98 | 9 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.936 | 2.163 |
| davon Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen | 151 | 30 |
| Übrige sonstige betriebliche Erträge | 2.145 | 2.324 |
| davon Schadensersatzleistungen | 114 | 115 |
| davon Erträge aus Währungskursdifferenzen | 53 | 117 |
| davon sonstige | 1.978 | 2.092 |
| Gesamt | 8.649 | 9.597 |
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen ist ein Zuschuss für innovative Projekte in Höhe von 911 TEUR (Vorjahr 1.433 TEUR) enthalten.
[ 9 ] Materialaufwand
Der Materialaufwand unterteilt sich wie folgt:
Materialaufwand in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.736 | 4.534 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 50.659 | 31.212 |
| davon CAD-Kosten | 8.903 | 8.168 |
| davon Fremdleistungen | 41.627 | 22.914 |
| davon Eingangsfrachten | 129 | 130 |
| Gesamt | 55.395 | 35.746 |
Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr um 19.649 TEUR erhöht.
[ 10 ] Personalaufwand
Im Bertrandt-Konzern waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 7.504 Mitarbeiter (Vorjahr 5.955 Mitarbeiter) beschäftigt:
Mitarbeiter im Durchschnitt Anzahl
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Arbeiter | 583 | 445 |
| Angestellte | 6.393 | 5.139 |
| Auszubildende/Studenten | 150 | 153 |
| Praktikanten/Dipomanden | 223 | 122 |
| Aushilfen | 155 | 96 |
| Gesamt | 7.504 | 5.955 |
Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 334.434 TEUR (Vorjahr 254.099 TEUR) sowie Aufwendungen für soziale Abgaben in Höhe von 64.686 TEUR (Vorjahr 48.632 TEUR) einschließlich des Arbeitgeberanteils zur gesetzlichen Rentenversicherung und weiterer beitragsorientierter Aufwendungen von 30.169 TEUR (Vorjahr 22.810 TEUR) enthalten:
Personalaufwand in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 334.434 | 254.099 |
| Aufwendungen für soziale Abgaben | 64.686 | 48.632 |
| davon Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung | 34.280 | 25.720 |
| davon Aufwendungen Altersversorgung | 30.406 | 22.912 |
| Gesamt | 399.120 | 302.731 |
In den Personalaufwendungen sind öffentliche Zuwendungen in Höhe von 91 TEUR (Vorjahr 1.019 TEUR) enthalten, die im Rahmen der staatlichen Konjunkturpakete gewährt wurden.
[ 11 ] Abschreibungen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
Abschreibungen in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.301 | 1.899 |
| Sachanlagen | 9.887 | 8.359 |
| als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 165 | 215 |
| Gesamt | 11.353 | 10.473 |
Eine detaillierte Aufteilung der Abschreibungen der einzelnen Vermögenspositionen ist den jeweiligen Anlagespiegeln unter den entsprechenden Anhangsangaben zu entnehmen (Ziffern [18- 21 ]).
[ 12 ] Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Aufwendungen in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Sonstige Fertigungsaufwendungen | 3.384 | 2.808 |
| Geschäftsräume und Inventar | 20.143 | 17.779 |
| Sonstige Personalaufwendungen | 13.122 | 7.971 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 1.917 | 1.476 |
| Vertriebsaufwendungen | 9.957 | 7.270 |
| Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen | 71 | 79 |
| Neutrale Aufwendungen | 2.346 | 1.014 |
| Übrige Aufwendungen | 8.127 | 7.383 |
| Gesamt | 59.067 | 45.780 |
Die übrigen sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fuhrpark-, Rechts- sowie Beratungskosten. Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen entstanden im Geschäftsjahr 2010/2011 in Höhe von 378 TEUR (Vorjahr 0 TEUR).
[ 13 ] Finanzergebnis
Das erneut positive Finanzergebnis in Höhe von 609 TEUR (Vorjahr 672 TEUR) setzt sich wie folgt zusammen:
Finanzergebnis in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Equity bewerteten Anteilen | 6 | 14 |
| Finanzierungsaufwendungen | -31 | -21 |
| Übriges Finanzergebnis | 634 | 679 |
| Finanzergebnis | 609 | 672 |
Die Finanzierungsaufwendungen in Höhe von 31 TEUR (Vorjahr 21 TEUR) beinhalten Aufzinsungsaufwendungen von Rückstellungen in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr 19 TEUR).
Zinsaufwendungen für langfristige Bankverbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2010/2011 nicht angefallen (Vorjahr 0 TEUR).
Im übrigen Finanzergebnis wurden im Berichtszeitraum Zinserträge in Höhe von 645 TEUR (Vorjahr 468 TEUR) sowie Marktwertveränderungen der derivativen Finanzinstrumente mit -11 TEUR (Vorjahr -39 TEUR) erfasst. Erträge aus Beteiligungen ergaben sich im laufenden Geschäftsjahr nicht (Vorjahr 250 TEUR).
[ 14 ] Sonstige Steuern
Der Steueraufwand im Ausland betrifft im Wesentlichen die Tochtergesellschaften in Frankreich.
Sonstige Steuern in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Steueraufwand Inland | 172 | 158 |
| Steueraufwand Ausland | 758 | 549 |
| Sonstige Steuern | 930 | 707 |
[ 15 ] Steuern vom Einkommen und Ertrag
Als Steuern vom Einkommen und Ertrag werden wie im Vorjahr im Inland die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 Prozent zuzüglich des Solidaritätszuschlags von 5,5 Prozent, die Gewerbeertragsteuer von 14 Prozent und im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen. Zudem werden in dieser Position gemäß IAS 12 latente Steuern auf temporär unterschiedliche Wertansätze zwischen der nach den IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen und voraussichtlich realisierbare Verlustvorträge erfasst.
Die Ertragsteuern setzen sich demnach wie folgt zusammen:
Ertragsteuern in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand Inland | 13.179 | 11.458 |
| Tatsächlicher Steueraufwand Ausland | 427 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand | 13.606 | 11.458 |
| Latenter Steueraufwand | 4.449 | 1.228 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 18.055 | 12.686 |
Der Aufwand aus Ertragsteuern des Geschäftsjahres 2010/2011 in Höhe von 18.055 TEUR ist um 52 TEUR höher als der erwartete Aufwand aus Ertragsteuern von 18.003 TEUR, der sich bei der Anwendung eines Steuersatzes von 30 Prozent (Vorjahr 30 Prozent) auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben hätte.
Die Überleitung des erwarteten auf den ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellt sich wie folgt dar:
Ertragsteuer-Überleitungsrechnung in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 60.010 | 43.923 |
| Erwarteter Steuersatz | 30,0% | 30,0% |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand | 18.003 | 13.177 |
| Besteuerungsunterschiede Ausland | 310 | 97 |
| Steuereffekte aus Ausschüttungen und Vorjahresveranlagungen | 111 | -534 |
| Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen | -351 | -61 |
| Übrige Effekte | -18 | 7 |
| Tatsächlicher Ertragsteueraufwand | 18.055 | 12.686 |
| Effektiver Steuersatz | 30,1% | 28,9% |
Der Verbrauch der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr 1.424 TEUR (Vorjahr 109 TEUR). Zuschreibungen bei den latenten Steuern auf Verlustvorträge betrugen 152 TEUR (Vorjahr 740 TEUR). In der Position „Steuereffekte aus nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben und weiteren steuerlichen Modifikationen“ sind Steuereffekte aufgrund eines steuerfreien Zuschusses von 467 TEUR (Vorjahr 20 TEUR) enthalten.
[ 16 ] Ergebnis je Aktie
Gemäß IAS 33 beträgt das Ergebnis je Aktie:
Berechnung Ergebnis je Aktie gemäß IAS 33
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Ertragsteuern in TEUR | 41.955 | 31.237 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter in TEUR | 0 | 0 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der Bertrandt AG in TEUR | 41.955 | 31.237 |
| - Anzahl Aktien in tausend Stück | 10.143 | 10.143 |
| - Anzahl eigener Aktien in tausend Stück | -94 | -103 |
| Anzahl dividenenberechtigter Aktien in tausend Stück - verwässert/unverwässert, durchschnittlich gewichtet | 10.049 | 10.040 |
| Ergebnis je Aktie in EUR - verwässert/unverwässert | 4,18 | 3,11 |
[ 17 ] Weitere Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)
Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach den Bewertungskategorien des IAS 39 in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete finanzielle Vermögenswerte und Schulden | -11 | -39 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 569 | 250 |
| Kredite und Forderung | -764 | 61 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Schulden | 2 | -4 |
| Gesamt | -204 | 268 |
Die Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten setzen sich zusammen aus Zinsen, der Fair Value Bewertung von Finanzinstrumenten, Währungsumrechnungs- sowie Beteiligungs- und Veräußerungsergebnissen, Wertberichtigungen und deren Folgebewertung.
Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Derivate zur Zinssicherung. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten sonstige Beteiligungen. Der Kategorie „Kredite und Forderungen“ sind die sonstigen Ausleihungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Vermögenswerte sowie liquide Mittel zugeordnet. Die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Schulden beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten.
Gesamtzinserträge und -aufwendungen der nicht erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Zinserträge | 605 | 423 |
| Zinsaufwendungen | -6 | -2 |
| Gesamt | 599 | 421 |
Wertminderungsaufwendungen für Kredite und Forderungen betrugen im Geschäftsjahr 1.467 TEUR (Vorjahr 315 TEUR).
Erläuterungen zu den Positionen der Bilanz
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
[ 18 ] Immaterielle Vermögenswerte
Bei den Zugängen der immateriellen Anlagegüter handelt es sich im Wesentlichen um CAD- und andere technische Softwarelizenzen.
Die Firmenwerte werden einem regelmäßigen Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Hieraus resultierten im Geschäftsjahr 2010/2011 keine Aufwendungen aus Wertminderungen.
Die Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente Digital Engineering in Höhe von 6.093 TEUR (Vorjahr 6.093 TEUR) und Physical Engineering in Höhe von 2.909 TEUR (Vorjahr 2.909 TEUR).
Immaterielle Vermögenswerte in TEUR
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| Konzessionen und Lizenzen | Selbst erstellte Software | Firmenwerte | Selbst erstellte Software im Bau | Summe Immaterielle Vermögenswerte | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2010 | 21.446 | 590 | 9.002 | 0 | 31.038 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 2.118 | 49 | 0 | 37 | 2.204 |
| Abgänge | 149 | 0 | 0 | 0 | 149 |
| Umbuchungen | 6 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Stand 30.09.2011 | 23.421 | 639 | 9.002 | 37 | 33.099 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2010 | 19.885 | 574 | 0 | 0 | 20.459 |
| Währungsdifferenzen | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Zugänge | 1.293 | 8 | 0 | 0 | 1.301 |
| Abgänge | 148 | 0 | 0 | 0 | 148 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 21.031 | 582 | 0 | 0 | 21.613 |
| Restbuchwert 30.09.2011 | 2.390 | 57 | 9.002 | 37 | 11.486 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 1.561 | 16 | 9.002 | 0 | 10.579 |
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| Vorjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2009 | 20.635 | 572 | 8.973 | 0 | 30.180 |
| Währungsdifferenzen | 7 | 0 | 0 | 0 | 7 |
| Zugänge | 1.010 | 18 | 29 | 0 | 1.057 |
| Abgänge | 206 | 0 | 0 | 0 | 206 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 21.446 | 590 | 9.002 | 0 | 31.038 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2009 | 18.191 | 572 | 0 | 0 | 18.763 |
| Währungsdifferenzen | 3 | 0 | 0 | 0 | 3 |
| Zugänge | 1.897 | 2 | 0 | 0 | 1.899 |
| Abgänge | 206 | 0 | 0 | 0 | 206 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 19.885 | 574 | 0 | 0 | 20.459 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 1.561 | 16 | 9.002 | 0 | 10.579 |
| Restbuchwert 30.09.2009 | 2.444 | 0 | 8.973 | 0 | 11.417 |
[ 19 ] Sachanlagen
Die Werte des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- und Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, entsprechend der Nutzungsdauer angesetzt. Wertminderungen aufgrund Werthaltigkeitsprüfungen gemäß IAS 36 ergaben sich im Geschäftsjahr 2010/2011 in Höhe von 160 TEUR (Vorjahr 247 TEUR). Für Grundstücke und Bauten wurden keine Sicherheiten bestellt.
Bei den technischen Anlagen und Maschinen sowie bei der sonstigen Betriebs- und Geschäftsausstattung handelt es sich im Wesentlichen um CAD-Maschinen, Maschinen im Prototypenbau sowie um Versuchseinrichtungen.
Sachanlagen in TEUR
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| Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe Sachanlagen | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2010 | 19.855 | 38.951 | 49.068 | 1.665 | 109.539 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -2 | 0 | -2 |
| Zugänge | 1.182 | 4.806 | 11.541 | 5.240 | 22.769 |
| Abgänge | 17 | 4.987 | 3.629 | 0 | 8.633 |
| Umbuchungen | 82 | 1.340 | 169 | -1.597 | -6 |
| Stand 30.09.2011 | 21.102 | 40.110 | 57.147 | 5.308 | 123.667 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2010 | 4.165 | 26.578 | 34.663 | 0 | 65.406 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -2 | 0 | -2 |
| Zugänge | 682 | 3.193 | 6.012 | 0 | 9.887 |
| Abgänge | 0 | 4.922 | 3.041 | 0 | 7.963 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 4.847 | 24.849 | 37.632 | 0 | 67.328 |
| Restbuchwert 30.09.2011 | 16.255 | 15.261 | 19.515 | 5.308 | 56.339 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 15.690 | 12.373 | 14.405 | 1.665 | 44.133 |
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| Vorjahr | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 01.10.2009 | 19.592 | 34.559 | 46.735 | 1.158 | 102.044 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 35 | 0 | 35 |
| Zugänge | 237 | 4.068 | 5.269 | 1.665 | 11.239 |
| Abgänge | 3 | 787 | 2.989 | 0 | 3.779 |
| Umbuchungen | 29 | 1.111 | 18 | -1.158 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 19.855 | 38.951 | 49.068 | 1.665 | 109.539 |
| Abschreibungen | |||||
| Stand 01.10.2009 | 3.499 | 24.894 | 32.030 | 0 | 60.423 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | 31 | 0 | 31 |
| Zugänge | 668 | 2.410 | 5.281 | 0 | 8.359 |
| Abgänge | 3 | 725 | 2.679 | 0 | 3.407 |
| Umbuchungen | 1 | -1 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 4.165 | 26.578 | 34.663 | 0 | 65.406 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 15.690 | 12.373 | 14.405 | 1.665 | 44.133 |
| Restbuchwert 30.09.2009 | 16.093 | 9.665 | 14.705 | 1.158 | 41.621 |
[ 20 ] Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Zum 30. September 2011 entspricht der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien näherungsweise dem Buchwert. Die Ermittlung erfolgt auf Basis der Discounted-Cashflow-Methode. Auf eine Bewertung durch einen externen, unabhängigen Gutachter wurde verzichtet. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 511 TEUR (Vorjahr 695 TEUR) erzielt.
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien in TEUR
scroll
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | |
|---|---|
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2010 | 9.541 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 4.915 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 4.626 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2010 | 4.865 |
| Zugänge | 165 |
| Abgänge | 2.273 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 2.757 |
| Restbuchwert 30.09.2011 | 1.869 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 4.676 |
| Vorjahr | |
| Anschaffungskosten | |
| Stand 01.10.2009 | 9.541 |
| Zugänge | 0 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 9.541 |
| Abschreibungen | |
| Stand 01.10.2009 | 4.650 |
| Zugänge | 215 |
| Abgänge | 0 |
| Umbuchungen | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 4.865 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 4.676 |
| Restbuchwert 30.09.2009 | 4.891 |
[ 21 ] Nach der Equity-Methode bewertete und übrige Finanzanlagen
Die Equity-Methode wurde in dieser Berichtsperiode für alle Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen angewandt.
Der Ergebnisanteil der Bertrandt AG an diesen Beteiligungen belief sich im Geschäftsjahr auf 6 TEUR (Vorjahr 14 TEUR). Die Abgänge des laufenden Jahres betreffen den Verkauf der Beteiligung an der Aeroconseil S.A., der daraus resultierende Ertrag von 569 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Bei den langfristigen Ausleihungen handelt es sich um Arbeitgeber-Darlehen, die mit einem Zinssatz von bis zu fünf Prozent verzinst werden. Diese haben eine Laufzeit von zwei bis acht Jahren. Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten.
Nach der Equity-Methode bewertete und übrige Finanzanlagen in TEUR
scroll
| Equity- Beteiligungen | Sonstige Beteiligungen | Langfristige Ausleihungen | Summe Finanzanlagen | |
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.10.2010 | 818 | 3.750 | 861 | 5.429 |
| Zugänge | 6 | 0 | 6.796 | 6.802 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 3.750 | 530 | 4.280 |
| Stand 30.09.2011 | 824 | 0 | 7.127 | 7.951 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.10.2010 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2011 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2011 | 824 | 0 | 7.127 | 7.951 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 818 | 3.750 | 861 | 5.429 |
| Vorjahr | ||||
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 01.10.2009 | 804 | 3.750 | 789 | 5.343 |
| Zugänge | 14 | 0 | 382 | 396 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 310 | 310 |
| Stand 30.09.2010 | 818 | 3.750 | 861 | 5.429 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 01.10.2009 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 30.09.2010 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Restbuchwert 30.09.2010 | 818 | 3.750 | 861 | 5.429 |
| Restbuchwert 30.09.2009 | 804 | 3.750 | 789 | 5.343 |
[ 22 ] Lang- und kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte gliedern sich entsprechend ihrer Laufzeit wie folgt:
Forderungen und sonstige Vermögenswerte in TEUR
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| 30.09.2011 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 129.315 | 129.315 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9.262 | 6.402 | 1.140 | 1.720 |
| Gesamt | 138.577 | 135.717 | 1.140 | 1.720 |
| Vorjahr | ||||
| 30.09.2010 | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 94.397 | 94.397 | 0 | 0 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.991 | 4.397 | 1.098 | 1.496 |
| Gesamt | 101.388 | 98.794 | 1.098 | 1.496 |
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Forderungen gegenüber Arbeitnehmern, Forderungen gegenüber Finanzämtern und Sozialversicherungsträgern, sonstige kurzfristige Forderungen sowie Vorauszahlungen für Leistungen, bei denen der dazugehörige Aufwand den Folgeperioden zuzuordnen ist.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte beinhalten unter anderem Rückdeckungsversicherungen in Höhe von 1.720 TEUR (Vorjahr 1.496 TEUR) und derivative Finanzinstrumente in Höhe von 11 TEUR (Vorjahr 22 TEUR). Der Buchwert stellt das maximale Ausfallrisiko für die derivativen Finanzinstrumente dar.
Wertberichtigungen wurden in Höhe von 3.427 TEUR (Vorjahr 2.143 TEUR) berücksichtigt.
[ 23 ] Lang- und kurzfristige Ertragsteuerforderungen
Der Erstattungsanspruch des Körperschaftsteuerguthabens gemäß dem Gesetz über steuerliche Begleitmaßnahmen zur Einführung der Europäischen Gesellschaft und zur Änderung weiterer steuerrechtlicher Vorschriften (SEStEG) ist in Höhe von 720 TEUR (Vorjahr 850 TEUR) unter den langfristigen und in Höhe von 170 TEUR (Vorjahr 170 TEUR) unter den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen ausgewiesen. Darüber hinaus sind in den kurzfristigen Ertragsteuerforderungen Steuererstattungsansprüche in Höhe von 78 TEUR (Vorjahr 630 TEUR) enthalten.
[ 24 ] Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus temporär unterschiedlichen Wertansätzen der nach IFRS erstellten Bilanz und der Steuerbilanz, sowie aus voraussichtlich realisierbaren Verlustvorträgen. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgte dabei nach den Vorschriften des IAS 12. Danach wurden die latenten Steuern auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden.
Aktive und passive latente Steuern verteilen sich auf folgende Positionen:
Aktive und passive latente Steuern in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 28 | 2.310 | 39 | 2.148 |
| künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 5.800 | 48 | 2.287 |
| Pensionsrückstellungen | 32 | 0 | 4 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 986 | 0 | 974 | 0 |
| Verlustvorträge | 1.033 | 0 | 1.461 | 0 |
| Konsolidierungen | 0 | 2.311 | 0 | 1.995 |
| Sonstige Posten | 334 | 247 | 311 | 261 |
| Gesamt | 2.413 | 10.668 | 2.837 | 6.691 |
Die sonstigen Posten enthalten aktive latente Steuern in Höhe von 51 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), die auf Fair Value Änderungen von Sicherungsinstrumenten entfallen und ergebnisneutral im sonstigen Ergebnis erfasst werden. Von den aktivisch latenten Steuern haben 758 TEUR (Vorjahr 2.016 TEUR) eine Fristigkeit von über einem Jahr. Von den passivisch latenten Steuern sind 5.820 TEUR (Vorjahr 2.287 TEUR) kurzfristig und 4.848 TEUR (Vorjahr 4.404 TEUR) langfristig.
Über die aktiven latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge hinaus bestehen ausländische Verlustvorträge in Höhe von 6.674 TEUR (Vorjahr 6.708 TEUR), deren Vortragsfähigkeit im Regelfall unbegrenzt ist. In länderspezifischen Einzelfällen gibt es Begrenzungen auf 15 Jahre.
Kurzfristige Vermögenswerte
[ 25 ] Vorräte
Die Vorräte des Bertrandt-Konzerns stellen sich zum Stichtag wie folgt dar:
Vorräte in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 528 | 470 |
[ 26 ] Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, die sich aus unfertigen Leistungen sowie fertigen, noch nicht abgenommenen Leistungen zusammensetzen, enthalten eine Gewinnrealisierung nach Maßgabe des Fertigungsfortschritts. Bei der Berechnung des Fertigungsgrads werden die angefallenen Kosten zu den Gesamtkosten ins Verhältnis gesetzt (Cost-to-Cost-Methode). Fertige, noch nicht abgenommene Leistungen wurden zu Auftragswerten bewertet.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Noch nicht abgeschlossene Fertigungsaufträge | 48.254 | 25.120 |
| Abgeschlossene Fertigungsaufträge | 20.600 | 7.986 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Fertigungsaufträge | -30.927 | -12.725 |
| Gesamt | 37.927 | 20.381 |
[ 27 ] Liquide Mittel
Liquide Mittel umfassen im Wesentlichen Kassenbestände, Bankguthaben und Schecks. Für die Umrechnung bestehender Währungsguthaben in die Konzern-Währung wurde der Stichtagsmittelkurs zum 30. September 2011 zugrunde gelegt. Die liquiden Mittel haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten. Die Entwicklung der liquiden Mittel ist aus der Kapitalflussrechnung nachzuvollziehen.
Passiva
Eigenkapital
[ 28 ] Gezeichnetes Kapital
Zum 30. September 2011 betrug das gezeichnete Kapital der Bertrandt AG wie im Vorjahr 10.143.240 Euro und war voll einbezahlt. Das gezeichnete Kapital teilt sich somit in 10.143.240 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 Euro auf.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31. Januar 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrfach, jedoch höchstens um einen Betrag von 4.000 TEUR mit der Möglichkeit des Bezugsrechtsausschlusses zu erhöhen.
Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
| a) | das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 1.000 TEUR, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den durchschnittlichen Kurs der Aktie der Bertrandt AG während der fünf Börsenhandelstage, die dem Tag des Beschlusses des Vorstands über die Ausgabe der neuen Stückaktien vorausgehen, um höchstens fünf Prozent unterschreitet. Als maßgebliche Kurse gelten hierbei jeweils die Schlusskurse im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) der Aktie der Bertrandt AG; |
| b) | das Bezugsrecht der Aktionäre einmalig oder mehrmalig auszuschließen, jedoch insgesamt nur bis zu einer Höhe von 3.000 TEUR, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen erfolgt; |
| c) | Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. |
[ 29 ] Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält ausschließlich das Agio aus Kapitalerhöhungen.
[ 30 ] Gewinnrücklagen
Währungsdifferenzen aus Konsolidierungsvorgängen des Eigenkapitals von Tochterunternehmen wurden erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Zum Bilanzstichtag befanden sich 93.939 eigene Aktien im Depot der Gesellschaft (Vorjahr 103.029 Stück). Die Veränderung resultiert aus einem im Geschäftsjahr 2010/2011 durchgeführten Belegschaftsaktienprogramm. Die eigenen Anteile werden in Höhe ihrer Anschaffungskosten von 975 TEUR (Vorjahr 1.477 TEUR) mit den Gewinnrücklagen saldiert und bilden einen Anteil am Grundkapital von 0,9 Prozent (Vorjahr 1,0 Prozent).
[ 31 ] Anteile anderer Gesellschafter
Die Anteile anderer Gesellschafter werden als Bestandteil des Eigenkapitals dargestellt. Sie entfallen auf Minderheitsgesellschafter.
Langfristige Schulden
[ 32 ] Rückstellungen für Pensionen
Pensionsrückstellungen für Leistungszusagen auf Altersversorgung werden gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) und unter Berücksichtigung der künftigen vorhersehbaren Entwicklungen ermittelt. Zur Ermittlung der Pensionsverpflichtungen wurden die folgenden Prämissen getroffen:
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| Prämissen zur Ermittlung von Pensionsverpflichtungen | diverse Angaben | |
|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
| --- | --- | --- |
| Zinssatz | 4,80% | 4,20% |
| Gehaltssteigerungstrend | 0 - 2,50% | 0 - 2,50% |
| Rentensteigerungstrend | 1,75% - 2,50% | 1,75% - 2,50% |
| Sterbe- und Invalidisierungswahrscheinlichkeit nach Heubeck | 2005 G | 2005 G |
| Bewertung von Witwen-/Witwenrenten-Anwartschaften | Kollektiv | Kollektiv |
| Pensionierungsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Durchschnittliche Restlebensarbeitszeit aktiver Berechtigter | 1 - 11 Jahre | 1 - 12 Jahre |
Zum 30. September 2011 erhöhten sich die Pensionsrückstellungen um 237 TEUR (Vorjahr 114 TEUR) auf 2.337 TEUR (Vorjahr 2.100 TEUR).
Die Nettoaufwendungen für Pensionspläne während des Geschäftsjahres 2010/2011 gliedern sich wie folgt:
Nettoaufwendungen für Pensionspläne in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 48 | 35 |
| Zinsaufwand | 121 | 114 |
| Amortisation versicherungsmathematischer Gewinne (-) / Verluste (+) | 68 | 0 |
| Plankürzungen | 0 | -35 |
| Gesamt | 237 | 114 |
Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen entwickelte sich wie folgt:
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtungen in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Barwert zum 01.10. | 2.886 | 2.159 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 48 | 35 |
| Zinsaufwand | 121 | 114 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | -356 | 613 |
| Plankürzungen | 0 | -35 |
| Barwert zum 30.09. | 2.699 | 2.886 |
Zum 30. September 2009 betrug der versicherungsmathematische Barwert der Verpflichtungen der Vorjahre 2.159 TEUR, zum 30. September 2008 1.532 TEUR und zum 30. September 2007 belief er sich auf 1.850 TEUR.
Im Geschäftsjahr 2010/2011 betrugen die versicherungsmathematischen Gewinne (-)/Verluste (+) aus erfahrungsbedingten Anpassungen -14 TEUR, in 2009/2010 -14 TEUR, in 2008/2009 -14 TEUR und in 2007/2008 -14 TEUR.
Die Finanzierung von Pensionsverpflichtungen unterteilt sich zum 30. September 2011 folgendermaßen:
Finanzierung von Pensionsverpflichtungen in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Barwert der nicht fondsfinanzierten Versorgungsansprüche | 2.699 | 2.886 |
| Anpassungsbetrag nicht verrechneter versicherungsmathematischer Gewinne | -362 | -786 |
| Nettoverpflichtung der Pensionspläne nach IAS 19 | 2.337 | 2.100 |
[ 33 ] Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen wurden gebildet, soweit eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten beziehungsweise eine faktische Verpflichtung bestand, die künftig wahrscheinlich zu einem Mittelabfluss führt, der zuverlässig geschätzt werden konnte.
Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar:
Lang- und kurzfristige sonstige Rückstellungen in TEUR
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| Personalrückstellungen | Rückstellungen aus laufendem Geschäftsbetrieb | Übrige Rückstellungen | Summe sonstige Rückstellungen | davon unter 1 Jahr | davon über 1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 01.10.2010 | 24.801 | 2.711 | 12.536 | 40.048 | 36.162 | 3.886 |
| Währungsdifferenzen | 0 | 0 | -1 | -1 | ||
| Verbrauch | 20.294 | 2.523 | 3.306 | 26.123 | ||
| Auflösung | 1.304 | 16 | 616 | 1.936 | ||
| Zuführung | 27.225 | 2.614 | 6.373 | 36.212 | ||
| Stand 30.09.2011 | 30.428 | 2.786 | 14.986 | 48.200 | 43.921 | 4.279 |
In den Personalrückstellungen sind im Wesentlichen Beträge für Erfolgsbeteiligungen und Tantiemen, Schwerbehinderten-Abgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten.
Die Rückstellungen für Verpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb enthalten überwiegend solche für Garantieverpflichtungen und aus schwebenden Geschäften. Die übrigen Rückstellungen betreffen eine Vielzahl erkennbarer Einzelrisiken. In den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind insgesamt Restrukturierungsverpflichtungen von 885 TEUR enthalten (Vorjahr 209 TEUR).
[34] Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten
Die Buchwerte der kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und setzen sich wie folgt zusammen:
Lang- und kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten in TEUR
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| 30.09.2011 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| Steuern | 11.910 | 11.910 | 0 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 4.784 | 4.784 | 0 | 0 |
| Sozialversicherung | 1.204 | 1.204 | 0 | 0 |
| Lohn und Gehalt | 974 | 974 | 0 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 23.763 | 23.763 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen | 6.218 | 6.218 | 0 | 0 |
| Übrige Sonstige | 3.635 | 3.140 | 495 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 52.488 | 51.993 | 495 | 0 |
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| Vorjahr | 30.09.2010 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| Steuern | 7.666 | 7.666 | 0 | 0 |
| Lohn- und Kirchensteuer | 3.524 | 3.524 | 0 | 0 |
| Sozialversicherung | 1.300 | 1.300 | 0 | 0 |
| Lohn und Gehalt | 546 | 546 | 0 | 0 |
| Personalverpflichtungen | 19.000 | 19.000 | 0 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen für ausstehende Leistungen | 7.163 | 7.163 | 0 | 0 |
| Übrige Sonstige | 3.221 | 2.694 | 527 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 42.420 | 41.893 | 527 | 0 |
In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Investitionszuschuss in Höhe von 527 TEUR (Vorjahr 559 TEUR) enthalten, der als Zuwendung der öffentlichen Hand für eine realisierte Investition gewährt wurde. In Anwendung des IAS 20 wurde der Investitionszuschuss im Berichtszeitraum in Höhe von 32 TEUR (Vorjahr 32 TEUR) über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagenwerte erfolgswirksam aufgelöst.
Kurzfristige Schulden
[3 5 ] Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen betreffen im Wesentlichen Ertragsteuern. Latente Steuern werden in gesonderten Positionen der Bilanz ausgewiesen.
[3 6 ] Kurzfristige Finanzschulden
Zum Bilanzstichtag bestanden keine langfristigen Finanzschulden, die ausgewiesenen Finanzschulden beinhalten ausgegebene und noch nicht eingelöste Schecks.
Die zur Verfügung stehenden Rahmenkreditlinien wurden nicht in Anspruch genommen. Laufende Investitionen wurden wie im Vorjahr aus dem Cashflow finanziert.
Kurzfristige Finanzschulden in TEUR
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| 30.09.2011 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 466 | 466 | 0 | 0 |
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| Vorjahr | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2010 | < 1 Jahr | 1-5 Jahre | > 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 271 | 271 | 0 | 0 |
Die Zinssätze für kurzfristige Finanzschulden im In- und Ausland bewegen sich zum 30. September 2011 zwischen 1,5 und 6,25 Prozent (Vorjahr 1,5 und 6 Prozent). Der ausgewiesene Buchwert der dargestellten kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten entspricht dem Marktwert.
[3 7 ] Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten und haben eine Fristigkeit von unter einem Jahr.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.491 | 7.475 |
[3 8 ] Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Bertrandt-Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben, unabhängig von der Gliederung der Bilanz. Gemäß IAS 7 wird in Mittelzu- und -abflüsse aus operativer Geschäftstätigkeit und solche aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Der betrachtete Finanzmittelfonds enthält ausschließlich die in der Konzern-Bilanz ausgewiesenen liquiden Mittel.
Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus der Konzern-Bilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung abgeleitet.
Ausgehend vom Ergebnis nach Ertragsteuern wurde die Kapitalflussrechnung nach der indirekten Methode erstellt. Das Ergebnis nach Ertragsteuern wurde um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich ein Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von 23.728 TEUR (Vorjahr 25.046 TEUR). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -23.561 TEUR (Vorjahr -11.841 TEUR) und umfasst überwiegend Zahlungsabflüsse aus Zugängen im Anlagevermögen. Trotz einer stärkeren Mittelbindung im Working Capital sowie einer gestiegenen Investitionstätigkeit konnte ein positiver Free Cashflow in Höhe von 167 TEUR (Vorjahr 13.205 TEUR) erwirtschaftet werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von -11.546 TEUR (Vorjahr -9.573 TEUR) beinhaltet Zahlungsmittelabflüsse aus Dividendenzahlungen. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 36.677 TEUR (Vorjahr 48.081 TEUR).
[3 9 ] Erläuterungen zur Segmentberichterstattung
Die Steuerung des Konzerns erfolgt auf Basis der Geschäftsfelder Digital Engineering, Physical Engineering und Elektrik/Elektronik. Die langfristigen Vermögenswerte im Sinne des IFRS 8 betragen 69.694 TEUR (Vorjahr 59.388 TEUR). Davon entfallen 65.169 TEUR (Vorjahr 55.628 TEUR) auf das Inland und 4.525 TEUR (Vorjahr 3.760 TEUR) auf das Ausland.
Das Segment Digital Engineering umfasst die Konstruktion von Fahrzeugkomponenten wie Antriebssystem, Fahrwerk und Karosserie bis hin zur Komplettentwicklung von Gesamtfahrzeugen inklusive der technischen Berechnungen mit den üblichen Konstruktionsmethoden wie CAD. Des Weiteren sind diesem Segment die Bereiche Luftfahrt und die Bertrandt Services GmbH zugeordnet.
Im Segment Physical Engineering sind Aktivitäten des Modellbaus, des Versuchs, des Fahrzeugaufbaus, des Rapid Prototyping und des Rapid Tooling sowie der Bau von Blechprototypen und der Bereich Kunststofftechnik zusammengefasst.
Das Segment Elektrik/Elektronik fasst die Aktivitäten der klassischen Fahrzeugelektrik mit den Komponenten moderner Elektronikthemen im Fahrzeug zusammen. Dazu gehören unter anderem die Entwicklung von Elektronikmodulen wie Bordnetze, die Entwicklung von Software sowie die Einsatzsimulation.
Den Segmentinformationen liegen dieselben Ausweis- und Bewertungsmethoden wie dem Konzern-Abschluss zugrunde. Innenumsätze werden zu marktüblichen Preisen abgerechnet und entsprechen den im Verhältnis gegenüber Dritten getätigten Umsätzen (Arm’s-Length-Prinzip). Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den Segmenten werden eliminiert.
Segmente in TEUR
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| Digital Engineering | Physical Engineering | |||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2010/2011 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2009/2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 366.024 | 263.853 | 103.599 | 80.230 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 5.014 | 4.595 | 2.129 | 1.382 |
| Segmentumsatzerlöse | 361.010 | 259.258 | 101.470 | 78.848 |
| Betriebsergebnis | 34.883 | 24.435 | 12.574 | 9.440 |
| Planmäßige Abschreibungen | 3.316 | 3.102 | 6.267 | 5.618 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 83 | 75 | 64 | 136 |
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| Elektrik/Elektronik | Summe nach Geschäftsfeldern | |||
|---|---|---|---|---|
| 01.10. - 30.09. | 2010/2011 | 2009/2010 | 2010/2011 | 2009/2010 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse gesamt | 115.539 | 92.544 | 585.162 | 436.627 |
| Transfers zwischen den Segmenten | 1.781 | 1.816 | 8.924 | 7.793 |
| Segmentumsatzerlöse | 113.758 | 90.728 | 576.238 | 428.834 |
| Betriebsergebnis | 12.874 | 10.083 | 60.331 | 43.958 |
| Planmäßige Abschreibungen | 1.610 | 1.506 | 11.193 | 10.226 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 13 | 36 | 160 | 247 |
Eine Segmentierung des Vermögens und der Schulden ist nicht erforderlich, da diese nicht Bestandteil des internen Berichtswesens auf Ebene der Geschäftsfelder sind.
Sonstige Angaben
[ 40 ] Bestellte Sicherheiten
Zum Bilanzstichtag bestanden wie im Vorjahr keine bestellten Sicherheiten.
[ 41 ] Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Künftige finanzielle Verpflichtungen aus Miet-, Pacht-, Wartungs- und Leasingverträgen sind zu deren Nominalwerten ermittelt und werden wie folgt fällig:
Sonstige Finanzielle Verpflichtungen in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| < 1 Jahr | 35.200 | 26.014 |
| 1 - 5 Jahre | 30.025 | 26.493 |
| > 5 Jahre | 12.616 | 16.776 |
| Gesamt | 77.841 | 69.283 |
Die Gesamtsumme resultiert im Wesentlichen aus Miet- und Leasingverträgen für Immobilien in Höhe von 51.951 TEUR (Vorjahr 51.250 TEUR).
[ 42 ] Weitere Erläuterungen zur Bilanz nach IFRS 7 (Finanzinstrumente)
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente.
Überleitung der Bilanzposten zu den Kategorien von Finanzinstrumenten in TEUR
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| erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet | Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 / keine Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Bilanz- posten zum 30.09.2011 |
||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | 824 | 824 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 7.127 | 7.127 | 7.127 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 11 | 2.849 | 2.849 | 2.860 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 37.927 | 37.927 | 37.927 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 131.907 | 131.907 | 3.810 | 135.717 | |
| Liquide Mittel | 36.677 | 36.677 | 36.677 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 495 | 495 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 466 | 466 | 466 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.491 | 10.491 | 10.491 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.526 | 9.526 | 42.467 | 51.993 |
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| Vorjahr | erfolgswirksam zum Fair Value bewertet | Zu fortgeführten Anschaffungskosen bewertet | Nicht im Anwendungs- bereich des IFRS 7 / keine Bewertungs- kategorie nach IAS 39 |
Bilanz- posten zum 30.09.2010 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Buchwert | Fair Value | Buchwert | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Nach der Equity-Methode bewertete Finanzanlagen | 818 | 818 | |||
| Übrige Finanzanlagen | 4.611 | 861* | 4.611 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 22 | 2.572 | 2.572 | 2.594 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 20.381 | 20.381 | 20.381 | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 96.025 | 96.025 | 2.769 | 98.794 | |
| Liquide Mittel | 48.081 | 48.081 | 48.081 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 527 | 527 | |||
| Kurzfristige Schulden | |||||
| Finanzschulden | 271 | 271 | 271 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.475 | 7.475 | 7.475 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 9.757 | 9.757 | 32.136 | 41.893 |
*Die Abweichung betrifft die sonstigen Beteiligungen, für die kein Fair Value verlässlich ermittelt werden kann.
Gemäß IFRS 7 sind die zu Marktwerten bewerteten Finanzinstrumente den drei Levels der Fair Value Hierarchie zuzuordnen. Level eins beinhaltet Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von notierten Marktpreisen an aktiven Märkten für gleiche Vermögenswerte oder Schulden erfolgt. Finanzinstrumente des Levels zwei werden auf Basis anderer direkt oder indirekt beobachtbarer Informationen, die nicht dem Level eins zuzuordnen sind, bewertet. Level drei umfasst Finanzinstrumente, deren Bewertung auf Basis von Informationen erfolgt, die auf nichtbeobachtbaren Marktdaten basieren. Die zum Bilanzstichtag bewerteten Zinsderivate und Devisentermingeschäfte werden Level zwei, weitere Derivate Level drei zugeordnet. Im Rahmen einer jährlich durchgeführten Sensitivitätsanalyse werden interne und externe Informationen und Rahmenbedingungen mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und daraus resultierenden finanziellen Belastungen überprüft und bewertet. Diese Analyse führte nicht zu einer Veränderung des Buchwerts.
[ 43 ] Management von Finanzrisiken
Sicherungsrichtlinien und Grundsätze des Finanzrisikomanagements
Der Bertrandt-Konzern ist als international tätiger Dienstleister Finanzrisiken ausgesetzt. Bertrandt unterscheidet im Wesentlichen:
| • | Liquiditätsrisiko |
| • | Ausfall- und Kreditrisiko |
| • | Marktpreisrisiko |
Die Steuerung, Überwachung und Absicherung der Finanzrisiken liegen nach Vorgaben des Vorstands im Verantwortungsbereich der Abteilung Konzern-Treasury. Ziel ist es, Risiken rechtzeitig zu erkennen und diese durch geeignete Gegensteuerungsmaßnahmen zu begrenzen.
Liquiditätsrisiken können durch eine Verschlechterung des operativen Geschäfts und als Folge von Kredit- und Marktpreisrisiken entstehen. Der Bertrandt-Konzern steuert das Liquiditätsrisiko mithilfe einer umfassenden kurz- und langfristigen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung bestehender Kreditlinien. Diese Planung wird laufend überwacht und aktualisiert. Über die Hausbanken bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen mit inländischen Tochtergesellschaften der Bertrandt AG. Die Versorgung der ausländischen Tochtergesellschaften erfolgt über Darlehen von Banken oder Konzern-Gesellschaften. Zusätzlich verfügt der Bertrandt-Konzern über in ausreichendem Umfang vorhandene, nicht ausgenutzte Kreditlinien sowie alternative Finanzierungsinstrumente. Ein wesentlicher Teil der Rahmenkreditverträge ist dabei mittelfristig gesichert. Im Rahmen einer Optionsvereinbarung kann bei sofortiger Ausübung der Option ein theoretisch maximales Liquiditäts- und Ausfallrisiko mit einer Bruttoverpflichtung von 11.960 TEUR den Konzern belasten. Wir rechnen nicht mit einer Ausübung der Option und des Weiteren stehen dem sofort verwertbare Sicherheiten gegenüber, die zu einer Bewertung von einer Nettoverpflichtung von 0 TEUR führen.
Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten in TEUR
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| Buchwert | Zahlungsverpflichtungen | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 2011/2012 | 2012/2013 bis 2014/2015 | 2015/2016 ff. | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzschulden | 466 | 466 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 10.491 | 10.491 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 52.488 | 51.993 | 495 | 0 |
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| Vorjahr | 30.09.2010 | 2010/2011 | 2011/2012 bis 2013/2014 | 2014/2015 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Finanzschulden | 271 | 271 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.475 | 7.475 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 42.420 | 41.893 | 527 | 0 |
Finanzinstrumente, für die am Bilanzstichtag bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren, wurden in den Bestand einbezogen. Dabei wurden Zahlungsverpflichtungen aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag festgelegten Zinssätze ermittelt. Planzahlen für künftige Verbindlichkeiten wurden in dieser Darstellung nicht berücksichtigt. Die Umrechnung der Fremdwährungssachverhalte erfolgte jeweils mit dem Stichtagskassakurs. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten wurden dem frühesten Zeitraster zugeordnet.
Die Konzern-Richtlinien geben vor, dass die Vertragspartner des Bertrandt-Konzerns vor Vertragsabschluss und während der Laufzeit bestimmte Bonitätskriterien erfüllen müssen. Durch präventive Bonitätsprüfungen und laufende Überwachung der Zahlungsziele werden die Forderungsausfallrisiken weitestgehend ausgegrenzt. Bis zum Bilanzstichtag kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Aufgrund dieses aktiven Forderungsmanagements sowie einer bestehenden Kreditversicherung wird das Ausfallrisiko auch für die Zukunft als gering eingestuft. Das Ausfallrisiko der zum Bilanzstichtag bestehenden Forderungen wird durch die gebildeten Wertberichtigungen abgedeckt.Der Buchwert in Höhe von 145.704 TEUR (Vorjahr 102.249 TEUR) der in der Bilanz angesetzten Forderungen, sonstiger Vermögenswerte sowie sonstiger Ausleihungen umfasst das maximale Ausfallrisiko.
Bei den übrigen Finanzanlagen und den sonstigen Vermögenswerte ist das Risiko zu vernachlässigen. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt kurz- bis mittelfristig und im nicht risikoorientierten Bereich.
In der nachfolgenden Tabelle sind das Kredit- und das Ausfallrisiko der finanziellen Vermögenswerte nach Bruttobuchwerten dargestellt:
Ausfall- und Kreditrisiko von finanziellen Vermögenswerten in TEUR
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| Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wert- berichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Ausleihungen | 7.127 | 0 | 0 | 7.127 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 106.358 | 22.492 | 3.740 | 132.590 |
| Sonstige Vermögenswerte | 9.262 | 0 | 152 | 9.414 |
| 122.747 | 22.492 | 3.892 | 149.131 |
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| Vorjahr | Weder überfällig noch wertberichtigt | Überfällig und nicht wert- berichtigt | Wertberichtigt | 30.09.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige Ausleihungen | 861 | 0 | 0 | 861 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 80.476 | 13.662 | 2.257 | 96.395 |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.984 | 0 | 152 | 7.136 |
| 88.321 | 13.662 | 2.409 | 104.392 |
Die Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte ergibt sich aus folgender Übersicht:
Fälligkeit der Bruttobuchwerte überfälliger, nicht wertberichtigter finanzieller Vermögenswerte in TEUR
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| bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2011 | |
|---|---|---|---|---|
| Übrige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 11.090 | 8.930 | 2.472 | 22.492 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.090 | 8.930 | 2.472 | 22.492 |
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| Vorjahr | bis 30 Tage | 31 bis 90 Tage | mehr als 90 Tage | 30.09.2010 |
|---|---|---|---|---|
| Übrige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.177 | 5.102 | 383 | 13.662 |
| Sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 8.177 | 5.102 | 383 | 13.662 |
Für die überfälligen, nicht wertberichtigten finanziellen Vermögenswerte lagen zum Bilanzstichtag keine Hinweise auf eine Wertberichtigung vor.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Entwicklung der Wertberichtigungen auf finanzielle Vermögenswerte in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Stand 01.10. | 2.143 | 1.858 |
| Zuführung | 1.370 | 461 |
| Inanspruchnahme | 69 | 55 |
| Auflösung | 17 | 118 |
| Währungsdifferenz | 0 | -3 |
| Stand 30.09. | 3.427 | 2.143 |
Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus ausgebuchten Forderungen 71 TEUR (Vorjahr 56 TEUR).
Das Unternehmen unterliegt Marktpreisrisiken, bei denen es sich im Wesentlichen um Risiken aus Zins- und Währungskursänderungen handelt. Der Konzern verfolgt dabei die Strategie, Risiken in geeigneter Form abzusichern. Das Konzern-Treasury sichert mögliche Zinsänderungsrisiken mithilfe geeigneter mittelfristiger Zinsderivate ab. Währungsrisiken werden grundsätzlich dadurch gemindert, dass Geschäftstransaktionen hauptsächlich in der jeweiligen funktionalen Währung abzurechnen sind (Natural Hedges). Sollte ein Geschäftsabschluss in der jeweiligen funktionalen Währung nicht möglich sein, werden zur Risikobegrenzung in der Regel Devisentermingeschäfte sowie kombinierte Zins- und Währungsswaps eingesetzt. Der Abschluss erfolgt auch hier zentral über das Konzern-Treasury.
Aus der nachfolgenden Tabelle ist ersichtlich, welche Sicherungsinstrumente zum Stichtag bestanden:
Sicherungsinstrumente in TEUR
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| Nominalvolumen | Marktwert | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2011 | 30.09.2010 | 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Caps | 3.000 | 3.000 | 11 | 22 |
| < 1 Jahr | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1 - 5 Jahre | 3.000 | 3.000 | 11 | 22 |
| 5 - 10 Jahre | 0 | 0 | 0 | 0 |
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese zeigen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen. Bei einem um 100 Basispunkte höheren (niedrigeren) Marktzinsniveau wäre das Ergebnis um 388 TEUR höher beziehungsweise 473 TEUR niedriger gewesen (Vorjahr 516 TEUR höher beziehungsweise 483 TEUR niedriger).
Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, das heißt eine fest vereinbarte Verzinsung haben, unterliegen keinem Zinsänderungsrisiko im Sinne von IFRS 7.
Das Fremdwährungsrisiko ist im Bertrandt-Konzern eher von untergeordneter Bedeutung, da grundsätzlich in der funktionalen Währung des jeweiligen Landes abgerechnet wird. Eine Veränderung des Euros gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur geringe Auswirkungen auf das Ergebnis. Nicht in funktionaler Währung abgeschlossene Grundgeschäfte (Forderungen aus Fertigungsaufträgen) werden über Devisentermingeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag betrug deren Marktwert -170 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) und wird im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Darüber hinaus wurden bisher 19 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) über das Grundgeschäft erfasst. Die noch anfallenden Zahlungsströme werden im Geschäftsjahr 2011/2012 fließen. Abweichungen des Stichtagskurses um 10 Prozent nach oben oder unten führen zu einem Marktwert von 185 TEUR (Vorjahr 0 TEUR) beziehungsweise zu einem Marktwert von – 603 TEUR (Vorjahr 0 TEUR), der sich bilanziell nur im Eigenkapital auswirkt.
[ 44 ] Angaben zum Kapitalmanagement
Der Bertrandt-Konzern verfolgt das Ziel, langfristig die Unternehmensfortführung zu sichern und die Interessen der Anteilseigner, seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie aller weiterer Adressaten dieses Geschäftsberichts zu wahren.
Die Steuerung der Kapitalstruktur orientiert sich an den Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie den Risiken aus den zugrunde liegenden Vermögenswerten.
Der Bertrandt-Konzern verfolgt die Strategie einer kontinuierlichen und nachhaltigen Steigerung des Unternehmenswerts.
Das Eigenkapital des Bertrandt-Konzerns entspricht dem bilanzierten Eigenkapital. Das Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme (Eigenkapitalquote) betrug per 30. September 2011 56,4 Prozent (Vorjahr 56,7 Prozent).
Weitere Erläuterungen können dem Lagebericht sowie der Eigenkapitalveränderungsrechnung entnommen werden.
[ 45 ] WpHG Mitteilungen
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen, vertreten durch ihren Gesellschafter-Geschäftsführer Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass sie am 25. August 2004 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25. August 2004 stehen ihr 6,82 Prozent der Stimmrechte zu.
Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG
Herr Dietmar Bichler, Deutschland, hat uns gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG mitgeteilt, dass er am 25. August 2004 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte an der Bertrandt Aktiengesellschaft mit Sitz in Ehningen unterschritten hat. Seit dem 25. August 2004 stehen ihm 7,81 Prozent der Stimmrechte zu. Davon sind ihm 6,82 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen über die Vermögensverwaltungsgesellschaft Familie Bichler bR, Iptingen.
Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6, S. 2 WpHG
Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die CSI Asset Management Establishment, Vaduz, Liechtenstein, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der CSI Asset Management Establishment 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.
Mitteilung nach §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG
Mit Schreiben vom 15. Dezember 2005, bei uns eingegangen am 23. Dezember 2005, hat uns die Absolute Capital Management Holding Limited, Grand Cayman, Cayman Island, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. Dezember 2005 die Stimmrechtsschwelle von 5 Prozent unterschritten hat und nun 3,77 Prozent beträgt. Davon sind der Absolute Capital Management Holdings Limited 3,77 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Mitteilungen nach §§ 21 Abs. 1 S. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG
a) Die Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Stuttgart, die Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Stuttgart, die Gerhard Porsche GmbH, Stuttgart, die Wolfgang Porsche GmbH, Stuttgart, die Hans-Peter Porsche GmbH, Stuttgart, die Porsche Holding Gesellschaft m.b.H., Salzburg (Österreich), die Louise Daxer-Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Prof. Ferdinand Alexander Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Gerhard Anton Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), die Ing. Hans-Peter Porsche GmbH, Salzburg (Österreich), Frau Louise Daxer-Piëch, Wien (Österreich), Herr Mag. Josef Ahorner, Wien (Österreich), Frau Mag. Louise Kiesling, Wien (Österreich), Prof. Ferdinand Alexander Porsche, Gries/Pinzgau (Österreich), Dr. Oliver Porsche, Salzburg (Österreich), Herr Kai-Alexander Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Mark Philipp Porsche, Innsbruck (Österreich), Herr Gerhard Anton Porsche, Mondsee (Österreich), Dr. Wolfgang Porsche, München, Herr Hans-Peter Porsche, Salzburg (Österreich) und Herr Peter Daniell Porsche, Hallein/Rif (Österreich) haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am
| • | 11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug; |
| • | 29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; |
| • | 14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie |
| • | 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind. |
b) Die Familie Porsche Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am
| • | 30. Dezember 2002 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; |
| • | 19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug; |
| • | 29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; |
| • | 14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie |
| • | 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind. |
c) Die Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH, Stuttgart, hat uns am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH an der Bertrandt AG am
| • | 19. Dezember 2003 die Schwellen von 5 Prozent und 10 Prozent überschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; |
| • | 14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; sowie |
| • | 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile der Familie Porsche-Daxer-Piëch Beteiligung GmbH jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind. |
d) Die Ferdinand Piëch GmbH, Wiernsheim, die Hans-Michel Piëch GmbH, Wiernsheim, die Dipl.-Ing. Dr.h.c. Ferdinand Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), die Dr. Hans Michel Piëch GmbH, Salzburg (Österreich), Dr. Ferdinand Piëch, Salzburg (Österreich), und Dr. Hans Michel Piëch, Salzburg (Österreich), haben uns jeweils am 27. März 2006 gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil jedes der vorstehend genannten Mitteilenden an der Bertrandt AG am
| • | 11. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 26. Februar 2002 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 19. März 2003 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 26. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent erreicht hatte und dann 25,00 Prozent betrug; |
| • | 29. September 2003 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug; |
| • | 14. Januar 2004 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 1. September 2004 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 17. Februar 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 11. März 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,998 Prozent betrug; |
| • | 18. Mai 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hatte und dann 25,01 Prozent betrug; |
| • | 28. September 2005 die Schwelle von 25 Prozent unterschritten hatte und dann 24,99 Prozent betrug sowie |
| • | 24. Oktober 2005 die Schwelle von 25 Prozent überschritten hat, dann 25,01 Prozent betrug und nunmehr 25,14 Prozent beträgt und dass die vorstehend genannten Stimmrechtsanteile den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen waren bzw. sind. |
Mitteilung nach § 21 Abs. 1. WpHG
Mit dem Schreiben vom 17. November 2006 hat uns die Familie Porsche Privatstiftung mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, sowie die Familie Porsche Holding GmbH mit Sitz in Salzburg, A-5020 Salzburg, gemäß § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil beider Mitteilender an der Bertrandt AG am 13. November 2006 jeweils die Schwellen von 5 Prozent, 10 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und nunmehr 25,01 Prozent beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind den Mitteilenden jeweils nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft in Stuttgart folgende Meldung erreicht:
Die Mitteilung erfolgt aufgrund der Umstrukturierung des Porsche-Konzerns zur Vorbereitung der Beteiligung der Volkswagen AG an dem operativen Porsche-Geschäftsbetrieb. Die bislang als Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft firmierende Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 722287, die bislang 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG (ISIN DE0005232805) hielt, ist mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1 UmwG durch Übertragung ihres gesamten Vermögens auf die Porsche Zwischenholding GmbH mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter HRB 731330, verschmolzen worden. Durch die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH am 30. November 2009 sämtliche von dem übertragenden Rechtsträger an der Bertrandt AG gehaltene Anteile erworben.
Im unmittelbaren Anschluss an die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 den gesamten, im Wege der Verschmelzung erworbenen operativen Geschäftsbetrieb im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf ihre vollständige gehaltene Tochtergesellschaft, die zu diesem Zeitpunkt noch unter Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG firmierende Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, übertragen. Teil des übertragenen Vermögens waren 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG.
Der Stimmrechtsanteil der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 30. November 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zum heutigen Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (2.537.095 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) beträgt.
Sämtliche Stimmrechte werden unmittelbar von der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft gehalten.
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Porsche Zwischenholding GmbH in Stuttgart folgende Meldung erreicht:
Die Mitteilung erfolgt aufgrund der Umstrukturierung des Porsche-Konzerns zur Vorbereitung der Beteiligung der Volkswagen AG an dem operativen Porsche-Geschäftsbetrieb. Die bislang als Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft firmierende Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 722287, die bislang 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG (ISIN DE0005232805) hielt, ist mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 im Wege der Verschmelzung zur Aufnahme gemäß § 2 Nr. 1 UmwG durch Übertragung ihres gesamten Vermögens auf die Porsche Zwischenholding GmbH verschmolzen worden. Durch die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH am 30. November 2009 sämtliche von dem übertragenden Rechtsträger an der Bertrandt AG gehaltene Anteile erworben.
Im unmittelbaren Anschluss an die Verschmelzung hat die Porsche Zwischenholding GmbH mit rechtlicher Wirkung zum 30. November 2009 den gesamten, im Wege der Verschmelzung erworbenen operativen Geschäftsbetrieb im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG auf ihre vollständige gehaltene Tochtergesellschaft, die zu diesem Zeitpunkt noch unter Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG firmierende Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, übertragen. Teil des übertragenen Vermögens waren 25,01 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der Bertrandt AG.
Der Stimmrechtsanteil der Porsche Zwischenholding GmbH mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 731330, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 30. November 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zum heutigen Tag 25,01 Prozent der Stimmrechte (2.537.095 von insgesamt 10.143.240 Stimmrechten) beträgt.
Bis zum Wirksamwerden der Ausgliederung am 30. November 2009 wurden sämtliche Stimmrechte unmittelbar von der Porsche Zwischenholding GmbH gehalten. Seit dem Wirksamwerden der Ausgliederung am 30. November 2009 werden der Porsche Zwischenholding GmbH sämtliche 2.537.095 Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Sämtliche der Porsche Zwischenholding GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über die von der Porsche Zwischenholding GmbH kontrollierte Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Stuttgart, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB 730623, gehalten.
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG in Frankfurt die Meldung erreicht, dass der Stimmrechtsanteil der B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG mit Sitz in Frankfurt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 35728, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 7. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und 25,01 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 2.537.095 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG 3 Prozent oder mehr zurechnet werden: Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 41496), der Dritte Gallus Treuhandgesellschaft mbH (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 86764), der Porsche Zwischenholding GmbH (Amtsgericht Stuttgart, HRB 731330) und Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (vormals firmierend als Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG, Amtsgericht Stuttgart, HRB 730623).
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH in Frankfurt die Meldung erreicht, dass der Stimmrechtsanteil der Metzler Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 41496, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 7. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und 25,01 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 2.537.095 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 S. 1 WpHG 3 Prozent oder mehr zurechnet werden: Dritte Gallus Treuhandgesellschaft mbH (Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 86764), der Porsche Zwischenholding GmbH (Amtsgericht Stuttgart, HRB 731330) und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (vormals firmierend als Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG, Amtsgericht Stuttgart, HRB 730623).
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2009, eingegangen an demselben Tag, hat uns von der Dritte Gallus Treuhandgesellschaft mbH in Frankfurt die Meldung erreicht, dass der Stimmrechtsanteil der Dritte Gallus Treuhandgesellschaft mbH mit Sitz in Frankfurt, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt unter HRB 86764, an der Bertrandt AG mit Sitz in Ehningen am 7. Dezember 2009 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und 25,01 Prozent der Stimmrechte (insgesamt 2.537.095 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechtsanteile sind dem Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Namen der kontrollierten Unternehmen, von denen bei der Zurechnung nach § 22 Abs. 1 S. 1 WpHG 3 Prozent oder mehr zurechnet werden: Porsche Zwischenholding GmbH (Amtsgericht Stuttgart, HRB 731330) und der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft (vormals firmierend als Porsche Fünfte Vermögensverwaltung AG, Amtsgericht Stuttgart, HRB 730623).
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 1. April 2010, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die JP Morgen Chase Bank National Association, Großbritannien folgendes mitgeteilt: im Namen der JP Morgen Asset Management (UK) Limited mit Sitz in London, Großbritannien teilen wir entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der JP Morgen Asset Management (UK) Limited an der Bertrandt AG am 29. März 2010 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,06 Prozent der Stimmrechte (310.356 Stimmrechte) beträgt. Alle Stimmrechte sind entsprechend § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.
Mitteilung nach § 21 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 8. November 2010, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die Porsche Wolfgang 1. Beteiligungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Stuttgart gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Bertrandt AG am 29. September 2010 die Schwellen von 3 Prozent, 5 Prozent, 10 Prozent, 15 Prozent, 20 Prozent und 25 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 25,01 Prozent (2.537.095 Stimmrechte) beträgt.
Sämtliche vorgenannten 2.537.095 Stimmrechte sind der Mitteilenden nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG über die folgenden kontrollierten Unternehmen zuzurechnen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt: Wolfgang Porsche GmbH, Familie Porsche Beteiligung GmbH, jeweils Grünwald, Porsche Automobil Holding SE, Porsche Zwischenholding GmbH sowie Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft, jeweils Stuttgart.
Die Stimmrechte wurden nicht durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Erwerbsrechts erlangt.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 23. Februar 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart (Deutschland), erreicht:
Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Landesbank Baden-Württemberg an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 5,29 Prozent (536.500 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind uns in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die uns zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgende von uns kontrollierte Unternehmen, deren Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten:
| LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH, Stuttgart, Deutschland | |
| Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland |
Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 5,29 Prozent (536.500 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten:
| Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland |
Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 5,29 Prozent (536.500 Stimmrechte) betragen hat.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Die Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.343 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte werden von der Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, gehalten, und der Friedrich Boysen-Unternehmensstiftung gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Die Friedrich Boysen Holding GmbH mit Sitz in Altensteig, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 21. Februar 2011 die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 14,9 Prozent der Stimmrechte (1.511.342 Stimmrechte) beträgt.
Die von der Friedrich Boysen Holding GmbH erworbenen 7,45 Prozent der Stimmrechte (755.671 Stimmrechte) wurden durch Ausübung eines durch Finanzinstrumente nach § 25 Abs. 1 S. 1 WpHG verliehenen Rechts der Friedrich Boysen Holding GmbH, Aktien der Bertrandt AG zu erwerben, erlangt.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 28. Februar 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die b.invest AG mit Sitz in Ehningen, Deutschland mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 4,8 Prozent der Stimmrechte (486.876 Stimmrechte) beträgt.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 1. März 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die JPMorgan Chase Bank, National Association, Großbritannien folgendes mitgeteilt:
1. Im Namen der JPMorgan Asset Management (UK) Limited mit Sitz in London, Großbritannien, teilen wir nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der J.P. Morgan Asset Management (UK) Limited an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 Prozent der Stimmrechte (303.640 Stimmrechte) beträgt. 2,97 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (301.425 Stimmrechte) werden hierbei der Gesellschaft nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Weitere 0,02 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (2.215 Stimmrechte) werden nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.
2. Im Namen der J.P. Morgan Investment Management Inc. mit Sitz in New York, USA, teilen wir nach § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der J.P. Morgan Investment Management Inc. an der Bertrandt AG am 24. Februar 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,99 Prozent der Stimmrechte (303.640 Stimmrechte) beträgt. 0,02 Prozent der vorgenannten Stimmrechte (2.215 Stimmrechte) sind der Gesellschaft hierbei nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Weitere 2,97 Prozent der Stimmrechte (301.425 Stimmrechte) sind nach § 22 Abs. 2 WpHG zuzurechnen.
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 31. Mai 2011, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns die MainFirst SICAV mit Sitz in Senningerberg, Luxemburg, mitgeteilt, dass Ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 31. Mai 2011 die Schwelle von 3 Prozent der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tag 3,868 Prozent der Stimmrechte (392.369 Stimmrechte) beträgt und eine Ausübung von Finanzinstrumenten nicht erfolgt ist.
Mitteilung gem. § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
Mit Schreiben vom 5. September 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmitteilung der Landesbank Baden-Württemberg mit Sitz in Stuttgart erreicht:
Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Spezialprodukte-Holding GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, an der Bertrandt AG am 5. September 2011 die Schwelle von 5 Prozent und 3 Prozent unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 Prozent (keine Stimmrechte) betragen hat.
Zugleich teilen wir Ihnen gem. § 21 Abs. 1 WpHG i.V.m. § 24 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Süd Beteiligungen GmbH mit Sitz in Stuttgart, Deutschland, an der Bertrandt AG am 5. September 2011 die Schwellen von 3 Prozent und 5 Prozent überschritten hat und zu diesem Tag 5,29 Prozent (536.500 Stimmrechte) betragen hat. Diese Stimmrechte sind der Süd Beteiligungen GmbH in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen.
Die der Süd Beteiligungen GmbH zugerechneten Stimmrechte werden dabei über folgendes von ihr kontrolliertes Unternehmen, dessen Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, gehalten:
| Süd-Kapitalbeteiligungs-Gesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland |
Mitteilung nach § 26 Abs. 1 S. 1 WpHG
1. Mit Mitteilung vom 14. September 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Financial Corp. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. September 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent überschritten hat und nun 3,05 Prozent (309.500 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Financial Corp. 3,05 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.
2. Mit Mitteilung vom 14. September 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Investments Inc. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. September 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent überschritten hat und nun 3,05 Prozent (309.500 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Investments Inc. 3,05 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 in Verbindung mit S. 2 WpHG zuzurechnen.
3. Mit Mitteilung vom 14. September 2011, eingegangen an demselben Tag, hat uns die CI Global Holdings Inc. mit Sitz in Toronto, Kanada, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Bertrandt AG am 12. September 2011 die Stimmrechtsschwelle von 3 Prozent überschritten hat und nun 3,05 Prozent (309.500 Stimmrechte) beträgt. Davon sind der CI Global Holdings Inc. 3,05 Prozent der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 zuzurechnen.
[ 46 ] Erklärung zum Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der Bertrandt AG haben die Erklärung zum Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben. Diese ist auf der Bertrandt-Homepage dauerhaft zugänglich unter www.bertrandt.com/Table/Investor-Relations
[ 47 ] Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode
Wesentliche Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 lagen nicht vor.
[ 48 ] Angaben zu Organen der Gesellschaft
Vorstand
Dietmar Bichler
Vorsitzender des Vorstands
| • | Präsident des Verwaltungsrats und Direktor der Bertrandt France S.A., Bièvres |
| • | Mitglied des Beirats der Kreissparkasse Böblingen, Böblingen |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der b.invest AG, Ehningen (seit 26.11.2010) |
Ulrich Subklew
Mitglied des Vorstands
| • | Mitglied des Verwaltungsrats und stellvertretender Direktor der Bertrandt France S.A., Bièvres |
| • | Direktor der Bertrandt S.A.S., Bièvres |
| • | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt US Inc., Detroit |
| • | Mitglied des Board of Directors der Bertrandt UK Ltd., Dunton |
| • | Vorsitzender des Board of Directors der Bertrandt Sweden AB, Trollhättan |
Die Gesamtbezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2010/2011 betragen 2.399 TEUR (Vorjahr 2.353 TEUR) und enthalten ein Fixum sowie eine erfolgsabhängige Komponente. Die Zuführung zur Pensionsrückstellung der Mitglieder des Vorstands enthält einen Dienstzeitaufwand in Höhe von 48 TEUR für das laufende Geschäftsjahr (Vorjahr 35 TEUR).
Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sind Pensionsrückstellungen in Höhe von 940 TEUR (Vorjahr 845 TEUR) passiviert.
Der Bestand der von Vorstandsmitgliedern während des Geschäftsjahres 2010/2011 gehaltenen Bertrandt-Aktien ist in folgender Übersicht dargestellt:
Aktienbesitz der Vorstandsmitglieder in Stück
scroll
| Stand 30.09.2011 | Stand 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Dietmar Bichler | 801.094 | 801.094 |
| Ulrich Subklew | 0 | 0 |
| Gesamt | 801.094 | 801.094 |
Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.
Aufsichtsrat
Dr. Klaus Bleyer
Vorsitzender des Aufsichtsrats
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der MAHLE GmbH, Stuttgart |
| • | Vorsitzender des Aufsichtsrats der Ravensburger AG, Ravensburg |
| • | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Lindauer DORNIER GmbH, Lindau |
| • | Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Ulm, Ulm |
Maximilian Wölfle
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
| • | Vorsitzender des Beirats der J. WIZEMANN GmbH & Co., Stuttgart |
| • | Vorsitzender des Beirats der Heinrich von Wirth GmbH & Co. KG, Stuttgart |
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Westiform Holding AG, Bürglen |
| • | Mitglied des Beirats der Kaiser-Brauerei W. Kumpf GmbH & Co. KG, Geislingen/Steige |
| • | Mitglied des Beirats der SÜDWESTBANK AG, Stuttgart |
| • | Mitglied des Beirats der PAUL LANGE & Co. OHG, Stuttgart |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Schwabenverlag AG, Ostfildern (seit 12.05.2011) |
Horst Binnig
| • | Vorsitzender der Geschäftsführung der KS Aluminium-Technologie GmbH, Neckarsulm |
| • | Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG GmbH, Neckarsulm |
| • | Vorsitzender der Geschäftsführung der KS ATAG Beteiligungsgesellschaft mbH, Neckarsulm |
| • | Vorsitzender der Geschäftsführung der KS Kolbenschmidt GmbH, Neckarsulm |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Kolbenschmidt Pierburg Shanghai Nonferrous Components Co. Ltd. (KPSNC), Shanghai |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der KS Shanghai Piston Co. Ltd., Shanghai |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Karl Schmidt Unisia Inc., Marinette |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der Shriram Pistons & Rings Ltd., New Delhi |
Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn
| • | Universitätsprofessor für Betriebstechnik und Systemplanung am Institut für Managementwissenschaften der TU Wien, Wien |
| • | Geschäftsführer der Fraunhofer Austria Research GmbH, Wien |
| • | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der WITTENSTEIN AG, Harthausen |
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Baumer Holding AG, Frauenfeld |
| • | Mitglied des Verwaltungsrats der Glutz AG, Soloturn |
| • | Mitglied des Aufsichtsrats der MELECS AG, Wien (seit 01.11.2010) |
Daniela Brei
Arbeitnehmervertreterin
| • | Kaufmännische Sachbearbeiterin |
Martin Diepold
Arbeitnehmervertreter (bis 20. März 2011)
| • | Konstrukteur |
Astrid Fleischer
Arbeitnehmervertreterin (seit 29. Juli 2011)
| • | Technische Zeichnerin |
Auf Grundlage der vorgeschlagenen Dividende erhält der Aufsichtsrat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/2011 insgesamt 212 TEUR (Vorjahr 182 TEUR). Darin enthalten sind 96 TEUR fixe (Vorjahr 99 TEUR) und 116 TEUR variable Vergütungen (Vorjahr 83 TEUR).
Auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats entfallen die in der nachfolgenden Tabelle aufgelisteten Beträge:
Aufsichtsratsvergütung in EUR
scroll
| Fixum 2010/2011 | Variabler Bestandteil 2010/2011 | Gesamt 2010/2011 | |
|---|---|---|---|
| Dr. Klaus Bleyer | 27.500 | 32.000 | 59.500 |
| Maximilian Wölfle | 22.000 | 24.000 | 46.000 |
| Horst Binnig | 13.750 | 16.000 | 29.750 |
| Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn | 13.750 | 16.000 | 29.750 |
| Daniela Brei | 11.000 | 16.000 | 27.000 |
| Martin Diepold* | 5.500 | 8.000 | 13.500 |
| Astrid Fleischer** | 2.750 | 4.000 | 6.750 |
| Gesamt | 96.250 | 116.000 | 212.250 |
* Bis 20. März 2011.
** Seit 29. Juli 2011.
Der Bestand der von Mitgliedern des Aufsichtsrats gehaltenen Bertrandt-Aktien stellt sich wie folgt dar:
Aktienbesitz der Aufsichtsratmitglieder in Stück
scroll
| Stand 30.09.2011 Aktien | Stand 30.09.2010 Aktien | |
|---|---|---|
| Dr. Klaus Bleyer | 0 | 0 |
| Maxiliam Wölfle | 0 | 0 |
| Horst Binnig | 0 | 0 |
| Prof. Dr.-Ing. Wilfried Sihn | 0 | 0 |
| Daniela Brei | 172 | 162 |
| Martin Diepold* | (-) | 45 |
| Astrid Fleischer** | 60 | (-) |
| Gesamt | 232 | 207 |
Optionen werden nicht aufgeführt, da derzeit kein Optionsprogramm besteht.
*Bis 20. März 2011.
**Seit 29. Juli 2011.
[ 49 ] Anteilsbesitz der Bertrandt AG
Anteilsbesitz der Bertrandt AG in %
scroll
| Anteil am Eigenkapital | |
|---|---|
| Inland | |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Neckarsulm | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Gaimersheim | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Köln | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, München | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Ginsheim-Gustavsburg | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Hamburg | 100,00% |
| Bertrandt Ingenieurbüro GmbH, Tappenbeck | 100,00% |
| Bertrandt Technikum GmbH, Ehningen | 100,00% |
| Bertrandt Projektgesellschaft mbH, Ehningen | 100,00% |
| Bertrandt Services GmbH, Ehningen | 100,00% |
| ZR - Zapadtka + Ritter Geschäftsführungs GmbH, Ehningen | 100,00% |
| Bertrandt Aeroconseil GmbH, Hamburg | 50,00% |
| Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG, Stuttgart | 30,00% |
| aucip.automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 28,00% |
| aucip.automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH, Pullach i. Isartal | 28,00% |
| Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, Pullach i. Isartal | 15,00% |
| Ausland | |
| Bertrandt France S.A., Bièvres, Frankreich | 99,93% |
| Bertrandt S.A.S., Bièvres, Frankreich | 100,00% |
| Bertrandt UK Limited, Dunton, Großbritannien | 100,00% |
| Bertrandt Sweden AB, Trollhättan, Schweden | 100,00% |
| Bertrandt Otomotiv Mühendislik Hizmetleri Ticaret Limited Sirketi, Istanbul, Türkei | 100,00% |
| Bertrandt U.S. Inc., Detroit, Michigan, USA | 100,00% |
Die Verteilung der Stimmrechte stimmt mit den Kapitalverhältnissen überein.
Die Beurteilung der maßgeblichen Einflussnahme der Bertrandt AG bei der Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG erfolgt auf Basis der Bereitstellung von bedeutenden technischen Informationen sowie der Möglichkeit zur Einflussnahme auf wesentliche Geschäftsvorfälle.
Die Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen stellt sich wie folgt dar:
Vermögens- und Ertragslage assoziierter Unternehmen in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 2.805 | 11.413 |
| Schulden | 2.172 | 10.223 |
| Umsatzerlöse | 7.642 | 4.224 |
| Jahresergebnis | -18 | -4 |
Die Bertrandt Automotive GmbH & Co. KG, die aucip. automotive cluster investment platform GmbH & Co. KG und die aucip. automotive cluster investment platform Beteiligungs GmbH stellen ihren Jahresabschluss zum 31. Dezember auf. Bei der BertrandtEntwicklungen AG & Co. OHG entspricht der Bilanzstichtag dem des Bertrandt-Konzerns.
Die Liefer- und Leistungsbeziehungen zwischen der Bertrandt AG und den assoziierten Gesellschaften wurden zu marktüblichen Preisen durchgeführt. Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen bestanden zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr 309 TEUR). Das Nettoumsatzvolumen belief sich im Berichtszeitraum bei der Bertrandt Entwicklungen AG & Co. OHG auf 884 TEUR (Vorjahr 2.352 TEUR). Die Gesellschaft wurde nach der Equity-Methode in den Konzern-Abschluss einbezogen.
Die Vermögens- und Ertragslage des Gemeinschaftsunternehmens stellt sich wie folgt dar:
Vermögens- und Ertragslage des Gemeinschaftsunternehmens in TEUR
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| 30.09.2011 | 30.09.2010 | |
|---|---|---|
| Vermögenswerte | 5.958 | 6.972 |
| Schulden | 4.931 | 5.946 |
| Erträge | 14.918 | 16.350 |
| Aufwendungen | -14.917 | -16.338 |
Der Bilanzstichtag der Bertrandt Aeroconseil GmbH entspricht dem des Bertrandt-Konzerns. Zum 30. September 2011 bestanden Forderungen gegenüber Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 3.638 TEUR (Vorjahr 4.822 TEUR) und Verbindlichkeiten von 433 TEUR (Vorjahr 547 TEUR). Das Nettoumsatzvolumen belief sich im Berichtszeitraum auf 9.843 TEUR (Vorjahr 14.136 TEUR). Zum 1. Oktober 2011 erwarb die Bertrandt AG weitere 50 Prozent zu einem Kaufpreis von 500 TEUR. Die Fair Values der übernommenen Vermögenswerte und Schulden entsprechen den Buchwerten.
[ 50 ] Honorar des Abschlussprüfers
Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer nach § 319 Abs. 1 HGB setzt sich wie folgt zusammen:
Honorar für den Abschlussprüfer in TEUR
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| 2010/2011 | 2009/2010 | |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 179 | 163 |
| Steuerberatungsleistungen | 108 | 85 |
| Sonstige Leistungen | 59 | 50 |
| Gesamt | 346 | 298 |
[ 51 ] Vorschlag zur Gewinnverwendung
Die Dividendenausschüttung der Bertrandt AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 30. September 2011 der Bertrandt AG ausgewiesenen Bilanzgewinn.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der Bertrandt AG in Höhe von 22.571.049,30 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 1,70 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 5.327.541,30 Euro auf neue Rechnung vorzutragen. Sofern die Bertrandt AG zum Zeitpunkt der Beschlussfassung durch die Hauptversammlung eigene Anteile hält, sind diese nach Aktiengesetz nicht dividendenberechtigt. Der auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallende Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.
[ 52 ] Tag der Freigabe zur Veröffentlichung
Der Vorstand der Bertrandt AG hat dem Aufsichtsrat den Konzern-Abschluss vorgelegt, der am 5. Dezember 2011 darüber entscheiden wird.
Ehningen, 22. November 2011
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Ulrich Subklew, Mitglied des Vorstands
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Bertrandt Aktiengesellschaft, Ehningen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 22. November 2011
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer
ppa. Volker Engesser, Wirtschaftsprüfer
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER (BILANZEID)
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie wesentliche Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Ehningen, den 22. November 2011
Bertrandt AG
Der Vorstand
Dietmar Bichler, Vorsitzender
Ulrich Subklew, Mitglied des Vorstands
Der Konzernabschluss wurde am 05.12.2011 gebilligt.