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Bayer AG Audit Report / Information 2015

Dec 28, 2016

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Audit Report / Information

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Publication

Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht 2015

der Bayer Pharma AG

Einleitung

Die Bayer Pharma AG ist eine 100% Tochtergesellschaft der Bayer AG und hat ihren Sitz in Berlin. Standorte des Unternehmens sind neben Berlin auch Bergkamen, Leverkusen und Wuppertal.

Sie gehört organisatorisch zum Teilkonzern HealthCare und betreibt ihr Gesundheitsgeschäft in den Segmenten Pharma und Consumer Health. Dazu gehören im Segment Pharma verschreibungspflichtige Produkte insbesondere in den Gebieten Frauen- und Herzgesundheit sowie in den Bereichen Onkologie, Hämatologie und Ophthalmologie und im Segment Consumer Health verschreibungsfreie Arzneimittel in den Divisionen Consumer Care und Medical Care.

Die Gesellschaft erforscht, entwickelt, produziert, kauft und verkauft ihre Produkte selbst oder mittels verbundener Bayer Gesellschaften. Der ganz überwiegende Teil des Absatzes (rd. 87%) geht an Bayer-Gesellschaften in aller Welt, die ihrerseits den weiteren Vertrieb übernehmen.

Die Lage der Bayer Pharma AG ist stark durch die engen wirtschaftlichen Verbindungen zu ihrer Muttergesellschaft Bayer AG sowie zu den verbundenen Bayer-Gesellschaften des Teilkonzerns HealthCare beeinflusst.

So ist die Gesellschaft an die zentrale Liquiditätssteuerung (Cash-pooling Vertrag) und Währungssicherungsstrategie der Bayer AG angeschlossen. Des Weiteren besteht mit der Bayer AG ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Das Geschäft des Teilkonzerns HealthCare wird über Gesellschafts- und Ländergrenzen hinweg geführt. Der Bayer Pharma AG kommt dabei als größter Gesellschaft eine zentrale Rolle zu, jedoch ergibt sich ein vollständiges Bild des Geschäfts nur aus der Sicht des global agierenden Teilkonzerns.

Die Bayer Pharma AG liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma AG als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma AG nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.

Wirtschaftliches Umfeld

Das Wachstum des Pharmamarktes lag im Jahr 2015 auf dem Niveau des Vorjahres. Insbesondere in den USA sorgten weiterhin vor allem neue Produkte für anhaltendes Wachstum. In Japan und Europa gab es leicht steigende Wachstumsraten, während die Nachfrage in den Schwellenländern gegenüber dem Vorjahr unverändert blieb.

Für den Pharmamarkt erwarten wir für 2016 einen Wachstumsrückgang gegenüber dem Vorjahr. In Europa rechnen wir mit einem Wachstum unter dem Vorjahresniveau im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Für die Schwellenländer wird eine Verlangsamung der Wachstumsdynamik erwartet und auch der Pharma-Markt in Japan dürfte stagnieren. Positive Impulse erwarten wir aus den USA, wo ein anhaltendes Wachstum, unterstützt vor allem durch Ausbietung neuer Produkte, prognostiziert wird.

Einkauf und Produktion

In einem weltweiten Produktionsnetzwerk aus eigenen Standorten und Lohnherstellern steuert die Organisationseinheit „Product Supply“ von HealthCare die gesamte Versorgungskette: vom Einkauf der Rohstoffe über die Herstellung bis hin zur Auslieferung der Produkte. Für die Herstellung von Arzneimitteln und Medizinprodukten gelten außerordentlich strenge Qualitätsanforderungen, die auf international anerkannten Standards basieren. Ihre Einhaltung bei Bayer wird in regelmäßigen Abständen von internen Fachleuten, aber auch von Aufsichtsbehörden und externen Gutachtern geprüft.

Im Bereich Pharma werden die Ausgangsstoffe für die Herstellung der Wirkstoffe für verschreibungspflichtige Arzneimittel in der Regel von externen Lieferanten bezogen.

Die Herstellung unserer Wirkstoffe erfolgt vor allem an den Produktionsstandorten Wuppertal und Bergkamen (Deutschland). Die Wirkstoffe werden weltweit zu fertigen Arzneimitteln verarbeitet und verpackt. Dabei decken wir ein breites Spektrum verschiedener Arzneiformen ab: feste Darreichungsformen wie Tabletten, Dragees oder Pulver, halbfeste wie Salben und Cremes sowie flüssige Arzneimittel, z. B. zur Anwendung in Injektionen oder Infusionen. Die hormonalen Verhütungsmittel werden u. a. zu Dragees oder Filmtabletten verarbeitet. Formulierung und Verpackung erfolgen u. a. in Berlin und Leverkusen.

Investitionen in Sachanlagen

Die Bayer Pharma AG investiert kontinuierlich in das Produktionsnetzwerk, um die Lieferzuverlässigkeit zu gewährleisten, die erforderlichen Kapazitäten bereitzustellen sowie behördliche Vorgaben zu erfüllen. Durch das aktuell größte Investitionsprogramm mit einem Gesamtinvestitionswert von mehr als 500 Mio € werden an den Standorten Wuppertal und Leverkusen weitere Produktionskapazitäten zur Herstellung von Hämophilie-A-Präparaten aufgebaut.

Produkte, Vertrieb und Märkte

In unserem Bereich Pharma bieten wir verschreibungspflichtige Arzneimittel an. Zu unserem Produktangebot gehören im Bereich der Herzgesundheit der Gerinnungshemmer Xarelto™, Adalat™ gegen Bluthochdruck und koronare Herzkrankheiten und Aspirin™ Cardio zur Herzinfarktsekundärprävention. Das Produktportfolio im Bereich Frauengesundheit umfasst Produkte zur Empfängnisverhütung wie YAZ™/Yasmin™/Yasminelle™. Darüber hinaus bieten wir Spezialpharmazeutika an, die vorwiegend von Fachärzten verordnet werden, u. a. Betaferon™ / Betaseron™ zur Behandlung der Multiplen Sklerose sowie Adempas™ zur Behandlung zweier Formen des Lungenhochdrucks. Im Bereich Medical Care verfügen wir u. a. über Produkte zur diagnostischen Bildgebung z. B. Ultravist™, Gadovist™/Gadavist™ und Magnevist™. Unser Consumer Care Geschäft beinhaltet zu einem hohen Anteil verschreibungsfreie Medikamente.

Unsere Produkte vertreiben wir primär an weltweite Bayer Gesellschaften, die den lokalen Vertrieb unserer Produkte i. d. R. an Großhändler, Apotheken und Krankenhäuser übernehmen. Co- Promotion- und Co-Marketing-Vereinbarungen dienen der Optimierung unseres Vertriebs.

Mit der Umsetzung des Projekts „Elevate“ wurde im Berichtsjahr begonnen. Es hat das Ziel, unser Geschäftsmodell effizienter, fokussierter und effektiver zu machen. Mit dessen Hilfe werden wir unsere Ressourcen gezielter einsetzen, sodass wir verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren und innovative Produkte vorantreiben können.

Forschung, Entwicklung, Innovation

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung

Unsere Gesamt-Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen 2.283 Mio. € (Vorjahr: 1.920 Mio. €), dies entspricht einer F&E-Kostenquote von 29 % (Vorjahr: 28 %). Den Forschungskosten stehen Erstattungen von 615 Mio. € (Vorjahr: 507 Mio. €) von anderen Gesellschaften gegenüber. Bereinigt um diese Erstattungen beträgt die F&E-Kostenquote 23% (Vorjahr: 22%).

Forschungsgebiete und –standorte

Bei der Wirkstofffindung konzentrieren wir uns auf die Gebiete Kardiologie, Onkologie, und Gynäkologie. Wir betreiben Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Berlin und Wuppertal und fokussieren uns darauf, neue Wirkstoffe zu finden, zu optimieren und zu entwickeln. Außerdem werden hier Untersuchungen zum Arzneimittelstoffwechsel, zur Pharmakokinetik, Toxikologie und klinischen Pharmakologie durchgeführt.

Kooperationen

Unsere eigenen Forschungskapazitäten ergänzen wir um Kooperationen und strategische Allianzen mit externen Partnern aus der industriellen und akademischen Forschung. Dadurch schaffen wir den Zugang zu komplementären Technologien und zu externem Innovationspotenzial. In der nachfolgenden Tabelle sind einige Beispiele aufgeführt:

Kooperationspartner
Partner Ziel der Kooperation
--- ---
Kardiologie
Broad Institute Strategische Partnerschaft auf dem Gebiet der Genom- und Arzneimittelforschung in der Kardiologie zur Nutzung von Erkenntnissen aus der Humangenetik für die Entwicklung neuer kardiovaskulärer Therapien
Ionis Pharmaceuticals, Inc. Entwicklung eines Antisense-Wirkstoffes zur Prävention von Thrombosen
Janssen Research & Development, LLC of Johnson & Johnson Entwicklung von Xarelto™ (Rivaroxaban)
Ludwig Boltzmann Institute Erforschung von Erkrankungen der Lungengefäße, insb. Lungenhochdruck
Onkologie
Amgen Research GmbH Zugang zu BiTETM-Antikörpern zur Entwicklung neuartiger Tumortherapien
Ardea Biosciences Inc. of Astra Zeneca Co-Entwicklung von onkologischen Produkten auf der Basis von MEK (mitogen-activated erk kinase) Inhibitoren
Broad Institute Strategische Partnerschaft im Bereich der Onkologie zur Entdeckung und Entwicklung von Wirkstoffen, die gezielt bei tumorspezifischen Genveränderungen ansetzen
Compugen Ltd. Kooperation zur Erforschung und Entwicklung neuer Ansätze im Bereich der Immuntherapie für die Onkologie
Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) Strategische Partnerschaft für die Entwicklung neuer Therapieoptionen auf dem Gebiet der Onkologie, insbesondere der Immuntherapie
Dyax Corp. Zugang zu Antikörper-Bibliothek mit Option zur Einlizenzierung von Antikörpern für die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Tumortherapien
OncoMed Pharmaceuticals Inc.1 Erforschung und Entwicklung neuartiger Therapeutika gegen Krebsstammzellen
Qiagen Manchester Ltd. Entwicklung diagnostischer Tests für die personalisierte Krebsbehandlung
Seattle Genetics Inc. Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs) für neuartige Tumortherapien
Sprint Bioscience Erforschung und Entwicklung von onkologischen Wirkstoffkandidaten
Gynäkologie
Evotec AG Forschungskooperation zur Identifizierung und Validierung von Entwicklungskandidaten in der Endometriose
University of Oxford Strategische Forschungspartnerschaft bei der Entwicklung neuartiger Therapien in der Frauenheilkunde
Allgemein
BioInvent International AB Zugang zu Antikörper-Bibliothek mit Einlizenzierung von Antikörpern

1 Auf dem Gebiet der klassischen Forschung mit humanen embryonalen Stammzellen ist Bayer nicht aktiv.

Darüber hinaus haben wir seit Mai 2014 in Berlin unter dem Namen „CoLaborator™“ ein Labor- Modell für junge Firmen aus dem Life-Science-Bereich eingerichtet. Ziel des globalen CoLaborator™- Konzepts ist es, den Firmen geeignete Labor- und Büroinfrastruktur in unmittelbarer Nähe zu den Forschungseinrichtungen von Bayer anzubieten. Im Bereich Crowdsourcing führen wir unser Programm „Grants4Targets“ weiter sehr erfolgreich fort. Das auf Kleinmoleküle ausgerichtete

„Grants4Leads“ haben wir durch „PartnerYourAntibodies“ ergänzt, bei dem die Evaluierung biologischer Wirkstoffe im Fokus steht. Darüber hinaus bietet das „Grants4Apps Accelerator-Programm“ Start-Up-Unternehmen mit innovativen gesundheits- und therapierelevanten Lösungsansätzen ein Starthilfepaket. Im Bereich Venture Capital engagieren wir uns beim Hightech Gründerfonds.

Klinische Studien

Klinische Studien machen einen wesentlichen Teil des Entwicklungsprozesses für Medikamente aus. Sie sind ein unentbehrliches Instrument zur Bestimmung der Wirksamkeit und Unbedenklichkeit neuer Entwicklungspräparate, bevor sie zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt werden können. Nutzen und potenzielle Risiken neuer Arzneimittel müssen stets wissenschaftlich belegt und gut dokumentiert werden. Alle Studien bei Bayer entsprechen strengen internationalen Richtlinien und Qualitätsstandards sowie den jeweiligen gültigen nationalen Gesetzen und Normen.

Aktivitäten im Berichtsjahr

Im Berichtsjahr konnten 12 neue Wirkstoffe aus unserer Forschungspipeline in die präklinische Entwicklung überführt werden.

Zur Entwicklung neuer Wirkstoffe für Erkrankungen mit hohem medizinischem Bedarf haben wir im Verlauf des Jahres 2015 mit mehreren Arzneimittelkandidaten aus unserer Forschungs- und Entwicklungspipeline klinische Studien durchgeführt. Unsere bereits zugelassenen Produkte stärken wir durch Lebenszyklus-Management-Aktivitäten, um deren Anwendung weiter zu verbessern bzw. das Indikationsspektrum zu erweitern.

Ein Teil unserer Entwicklungskandidaten wird zur Behandlung von seltenen Krankheiten untersucht, den sogenannten Orphan Diseases. Copanlisib erhielt im Februar 2015 von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA die Ausweisung als „Orphan-Drug“ zur Behandlung von follikulären Lymphomen, einem histologischen Subtyp von Non-Hodgkin-Lymphomen.

In der nachfolgenden Tabelle sind unsere wichtigsten Arzneimittelkandidaten der klinischen Prüfungsphasen II und III dargestellt:

Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Phase II und III)1
Indikation Status
--- --- ---
Ciprofloxacin DPI Lungeninfektionen Phase III
Copanlisib (PI3K-Inhibitor) Verschiedene Arten von Non Hodgkin's Lymphomen (NHL) Phase III
Finerenone (MR-Antagonist) Chronische Herzinsuffizienz Phase III
Finerenone (MR-Antagonist) Diabetische Nierenerkrankung Phase III
Rivaroxaban Prävention schwerer kardialer Ereignisse (MACE) Phase III
Rivaroxaban Anti-Koagulation in Patienten mit chronischem Herzversagen2 Phase III
Rivaroxaban Langzeitprävention venöser Thromboembolien Phase III
Rivaroxaban VTE-Prävention bei Hochrisikopatienten nach der Entlassung aus dem Krankenhaus2 Phase III
Rivaroxaban Embolische Schlaganfälle unklarer Ursache Phase III
Rivaroxaban Periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) Phase III
Tedizolid Lungeninfektionen Phase III
Anetumab Ravtansine (Mesothelin ADC) Krebs Phase II
BAY 1067197 (Partial Adenosine A1 Agonist) Herzinsuffizienz Phase II
BAY 1007626 (Progestin IUS) Empfängnisverhütung Phase II
BAY 1142524 (Chymase-Inhibitor) Herzinsuffizienz Phase II
BAY 2306001 (IONIS-FXIRx) Prävention von Thrombosen3 Phase II
BAY 98-7196 + Anastrozol (Intravaginalring) Endometriose Phase II
Copanlisib (PI3K-Inhibitor) Behandlung von rezidivierendem/resistentem Non Hodgkin's Lymphom (NHL) Phase II
Molidustat (HIF-PH-Inhibitor) renale Anämie Phase II
Refametinib (MEK-Inhibitor) Krebs Phase II
Rivaroxaban Sekundärprophylaxe akutes Koronarsyndrom (ACS)2 Phase II
Roniciclib (CDK-Inhibitor) Kleinzelliger Lungenkrebs (SCLC) Phase II
Vilaprisan (S-PRM) symptomatische Gebärmuttermyome Phase II
Vilaprisan (S-PRM) Endometriose Phase II

1 Stand: 15.Januar 2016

2 durchgeführt von Janssen Research & Development, LLC

3 durchgeführt von Ionis Pharmaceuticals, Inc.

Das Wesen der Arzneimittelforschung und -entwicklung bedingt, dass nicht alle Wirkstoffe das jeweils festgelegte Projektziel erreichen werden. Es besteht die Möglichkeit, dass einige oder alle der hier aufgeführten Projekte aufgrund wissenschaftlicher und / oder wirtschaftlicher Erwägungen abgebrochen werden und somit nicht zu einem marktfähigen Produkt führen. Zudem ist es möglich, dass die für diese Wirkstoffe erforderliche Zulassung als Arzneimittel durch die Food and Drug Administration (FDA), die European Medicines Agency (EMA) oder eine andere Zulassungsbehörde nicht erteilt wird.

Wir überprüfen unsere Forschungs- und Entwicklungspipeline regelmäßig, um die aussichtsreichsten Projekte mit Priorität voranzutreiben.

Für einige Arzneimittelkandidaten haben wir nach Abschluss der erforderlichen Studien Anträge auf Zulassung bzw. auf Erweiterung der bestehenden Zulassung bei einer oder mehreren Behörden gestellt.

Im Berichtsjahr erreichten wir weitere Fortschritte in verschiedenen Therapiegebieten: Kardiologie

Xarelto™ (Wirkstoff: Rivaroxaban) ist unter den nicht-Vitamin-K-abhängigen oralen Gerinnungshemmern das Medikament mit den meisten zugelassenen Indikationen im Bereich der venösen und arteriellen Thromboembolien. Über alle Indikationen hinweg ist Xarelto™ in mehr als 130 Ländern weltweit zugelassen – wobei der Zulassungsstatus von Land zu Land variieren kann. In den USA wird Xarelto™ durch Janssen Pharmaceuticals, Inc., eine Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, vermarktet.

Im Mai 2015 wurde Xarelto™ von der chinesischen Gesundheitsbehörde China Food and Drug Administration (CFDA) zur Prävention von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Patienten mit Vorhofflimmern und zur Behandlung von tiefen Venenthrombosen (DVT) zugelassen. Die Zulassung beinhaltet zusätzlich die Verwendung von Xarelto™ zur Senkung des Risikos einer wiederkehrenden tiefen Venenthrombose und Lungenembolie nach einer akuten tiefen Venenthrombose. Im September 2015 erhielt Xarelto™ von der japanischen Arzneimittelbehörde Ministry of Health, Labor and Welfare (MHLW) die Zulassung zur Behandlung und Sekundärprävention pulmonaler Thromboembolien und tiefer Venenthrombosen.

Über die bereits zugelassenen Indikationen hinaus wird die Anwendung von Rivaroxaban auch bei anderen kardiovaskulären Erkrankungen untersucht, wie zum Beispiel die Prävention schwerer kardiaer Ereignisse, embolische Schlaganfälle unklarer Ursache oder periphere arterielle Verschlusskrankheit.

Rivaroxaban wurde von Bayer erfunden und wird gemeinsam mit Janssen Research & Development, LLC, USA, einer Tochtergesellschaft von Johnson & Johnson, entwickelt. Der Wirkstoff Finerenone

(BAY 94-8862) ist ein neuartiger, oraler, nicht-steroidaler Mineralokortikoid-Rezeptorantagonist (MRA), der sich derzeit in Phase III der klinischen Entwicklung befindet.

Im September 2015 starteten zwei Phase-III-Studien, welche die Wirksamkeit und Sicherheit von Finerenone bei Patienten mit diabetischer Nierenerkrankung untersuchen. Eine weitere Phase-III- Studie in der Indikation chronische Herzinsuffizienz ist in Vorbereitung.

Der Entwicklungskandidat Molidustat wird zur Behandlung von Patienten mit Anämie und begleitender chronischer Nierenerkrankung und/oder terminalem Nierenversagen untersucht.

Im März 2015 erweiterten wir unsere Partnerschaft mit dem Broad Institute des Massachusetts Institute of Technology (MIT) sowie der Harvard University, USA, um zukünftig auch auf dem Gebiet der Genom- und Arzneimittelforschung in der Kardiologie zusammenzuarbeiten.

Darüber hinaus schlossen wir im April 2015 mit Ionis Pharmaceuticals, Inc., USA, einen exklusiven Lizenzvertrag über einen in der klinischen Entwicklung befindlichen Antisense-Wirkstoff zur Prävention von Thrombosen, IONIS-FXIRx (BAY 2306001). Gemäß der Vereinbarung werden wir BAY 2306001 in Bereichen mit hohem medizinischen Bedarf weiter entwickeln und kommerzialisieren. AntisenseWirkstoffe binden zielgerichtet an mRNA-Moleküle in der Zelle und hemmen die Produktion von Proteinen, die im Verlauf einer Krankheit von Bedeutung sind. Der neuartige Mechanismus der Hemmung der Faktor-XI-Synthese könnte eine zusätzliche Behandlungsmöglichkeit für Patienten bieten, für die derzeit keine geeigneten Therapieoptionen zur Verfügung stehen.

Onkologie

Der Wirkstoff Copanlisib ist ein neuartiger, intravenös zu verabreichender Hemmer der Phosphatidylinositol-3-Kinase (PI3K). Im Jahr 2015 haben wir unser globales klinisches Entwicklungsprogramm erweitert. Eine neue Phase II- und zwei Phase-III-Studien sollen die Sicherheit und Wirksamkeit von Copanlisib bei Patienten mit wiederauftretendem indolenten Non Hodgkin’s Lymphom (NHL) und diffusem großzelligem B-Zell-Lymphom (DLBCL), einem aggressiven Subtyp von NHL, untersuchen.

Im Juli 2015 schlossen wir mit der Sprint Bioscience AB, Schweden, eine Kooperations- und Lizenzvereinbarung über die Erforschung, Entwicklung und Kommerzialisierung onkologischer Wirkstoffkandidaten. Im Rahmen dieser Vereinbarung erhalten wir die Lizenz für ein Forschungsprogramm, das sich im präklinischen Stadium befindet und auf die Hemmung des Stoffwechsels in Tumorzellen abzielt.

Gynäkologie

Vilaprisan (sPRM) ist ein neuartiger oral einzunehmender Progesteronrezeptor-Modulator, der derzeit in Phase-II-Studien zur Behandlung von Gebärmuttermyomen und Endometriose untersucht wird. Im Juni 2015 startete eine weitere Phase-II-Studie, in der die Wirksamkeit von Vilaprisan im Vergleich zum Hauptwettbewerber untersucht wird.

Ertragslage

Der Wachstumskurs der Bayer Pharma AG hielt auch im Geschäftsjahr 2015 unvermindert an. Mit einem erzielten Umsatz von 7.766 Mio. € wurde das Vorjahresergebnis um 14% übertroffen. Weiterhin entfällt der Hauptanteil des Geschäftes (87%) auf das Innengeschäft mit Bayer Gesellschaften. Der Haupttreiber für diese außerordentlich positive Entwicklung ist ein weiterhin stark ansteigendes Geschäft des Gerinnungshemmers Xarelto™ im Bereich Kardiologie. Auch in diesem Jahr wurden unsere Umsatzerwartungen wieder deutlich übertroffen. Mit einem Zuwachs von 443 Mio. € hat Xarelto™ entscheidenden Anteil am positiven Gesamtergebnis. Aber auch Produkte aus dem Bestandsportfolio waren in 2015 überdurchschnittlich erfolgreich. So konnten die Produkte Ultravist™ und Gadovist™ aus dem Bereich Radiologie gemeinsam einen Umsatzanstieg von 125 Mio. € verzeichnen. Auch das in 2014 auf den Markt gebrachte Produkt Adempas™ zeigte einen sehr erfolgreichen Markteintritt und konnte die Umsätze um 57 Mio. € steigern.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen sind um 143 Mio. € auf 2.228 Mio. € und damit aufgrund des steigenden Anteils der margenstarken neuen Produkte unterproportional zum Umsatz gestiegen.

Die Aufwendungen für Vertrieb, Verwaltung und Forschung lagen mit insgesamt 5.268 Mio. € um 15% über denen des Vorjahrs. Bei den um 13% gestiegenen Vertriebskosten wirken sich insbesondere höhere Lizenzzahlungen an die Bayer Intellectual Property GmbH aus. Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Gesellschaft haben sich gegenüber dem Vorjahr planmäßig um 363 Mio. € auf 2.283 Mio. € erhöht.

Der um 362 Mio. € auf -192 Mio. € gesunkene Saldo der Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge resultierte hauptsächlich aus Kursverlusten aus Währungskurssicherungsgeschäften. Das Vorjahr war auch dadurch beeinflusst, dass Drohverlustrückstellungen für Lizenzvereinbarungen mit 211 Mio. € aufgelöst und eine Rückstellung für Rechtsverfahrenskosten mit 88 Mio. € gebildet worden sind.

Insgesamt ist das Operative Ergebnis auf 78 Mio. € gesunken.

Das Finanzergebnis sank um 110 Mio. € auf 1.716 Mio. €. Das Ergebnis aus der stillen Beteiligung an der Bayer Intellectual Property GmbH ist mit 1.828 Mio. € (Vorjahr: 1.613 Mio. €) enthalten.

Die Erträge aus Gewinnabführungen von Tochtergesellschaften sind um 178 Mio. € gesunken. In den gestiegenen Zinsaufwendungen (-153 Mio. €) wirkt sich vor allem der weiter gesunkene Rechnungszins für die Pensions- und Personalrückstellungen aus.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen überwiegend Quellensteuern auf Erträge aus Beteiligungen. Insgesamt lag der an die Bayer AG abzuführende Gewinn mit 1.793 Mio. € um 365 Mio. € unter dem Vorjahr.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Bayer Pharma AG stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 % auf 11.372 Mio. €.

Die Zugänge bei den Immateriellen Vermögensgegenständen stammen im Wesentlichen aus einer konzerninternen Übertragung von Produktrechten und aus dem Erwerb eines Wirkstoffs zur Thromboseprävention.

Der Anstieg bei den Sachanlagen resultiert zu einem großen Teil aus der Erweiterung der Herstellkapazitäten für Biologika in Wuppertal. Diese wird in den nächsten Jahren weiter fortgesetzt.

Der Zugang der Beteiligung an der Bayer HealthCare US Funding LLC mit 1.364 Mio. € ermöglicht eine nachhaltige Verbesserung der Kapital- und Finanzierungsstruktur des Bayer-Konzerns.

Das Anlagevermögen ist damit gegenüber dem Vorjahr um 1.730 Mio. € auf 7.166 Mio. € gestiegen. Das Umlaufvermögen sank um 377 Mio. € auf 4.159 Mio. €.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahr leicht angestiegen. Aus der Cash-Pool Vereinbarung mit der Bayer AG ergibt sich im Berichtsjahr eine Verbindlichkeit von 35 Mio. € ggü. einer Forderung von 495 Mio. € im Vorjahr. Forderungen aus Ergebnisabführungen von Tochtergesellschaften und aus Ergebnissen der stillen Beteiligung liegen insgesamt um 39 Mio. € über dem Vorjahr. Insgesamt sind die Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen um 442 Mio. € geringer als der Vorjahreswert von 2.390 Mio. €.

Das Eigenkapital blieb unverändert bei 5.723 Mio. €, so dass sich eine Eigenkapitalquote von rd. 50% (Vorjahr 57 %) ergibt.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde vollständig aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionen liegen mit 691 Mio. € um 154 Mio. € über dem Vorjahr. Insbesondere wirkt sich hier der weiter gesunkene Rechnungszins gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB aus.

Die sonstigen Rückstellungen liegen insgesamt mit 8 Mio. € leicht über dem Vorjahreswert. Die Verbindlichkeiten stiegen um 1.221 Mio. € auf 4.314 Mio. €.

Insbesondere wurde ein Darlehen von der Bayer World Investments B.V. in Höhe von 1,5 Mrd. USD zur Finanzierung des Erwerbs der Beteiligung an der Bayer HealthCare US Funding LLC aufgenommen.

Neben den höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist die Gewinnabführung an die Bayer AG um 365 Mio. € niedriger als im Vorjahr, so dass die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nun 3.259 Mio. € betragen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten wurden planmäßig um 5 Mio. € auf 93 Mio. € vermindert.

Mitarbeiter

Am 31.12.2015 beschäftigte die Bayer Pharma AG 10.225 Mitarbeiter (Vorjahr: 9.686). Die Mitarbeiterzahl hat sich gegenüber dem Vorjahr um 6% erhöht.

Der Personalaufwand ist von 989 Mio. € in 2014 auf 1.100 Mio. € gestiegen. Unter Berücksichtigung der Erhöhung der Mitarbeiterzahl sind die Entgelte im Wesentlichen aufgrund der regelmäßigen Gehaltsanpassungen gestiegen.

Vergütung und Mitarbeiterbeteiligung

Die Vergütung bei Bayer kombiniert ein leistungs- und verantwortungsbezogenes Grundgehalt mit erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteilen sowie umfangreichen Zusatzleistungen. Dadurch wollen wir für unsere Mitarbeiter ein Arbeitsumfeld schaffen, das ihnen ein hohes Maß an Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Anpassungen auf Basis kontinuierlicher Analysen sollen sicherstellen, dass unsere Vergütung jederzeit international wettbewerbsfähig ist. Außerdem legen wir großen Wert darauf, bei der Bezahlung keine Unterschiede zwischen Frauen und Männern zu machen, weltweit wettbewerbsfähig und fair zu vergüten und unsere Mitarbeiter transparent über die Zusammensetzung ihrer Gesamtvergütung zu informieren.

Aktienbeteiligungsprogramme ermöglichen unseren Mitarbeitern zudem den vergünstigten Erwerb von Unternehmensanteilen. So können die Beschäftigten zusätzlich am Unternehmen und seinem wirtschaftlichen Erfolg teilhaben. Für das obere Management besteht mit dem „Aspire“-Programm ebenfalls ein konzernweit einheitliches, langfristig an der Aktienkursentwicklung orientiertes Vergütungsprogramm. Im Falle unserer Konzernführungskräfte ist zusätzlich ein angemessenes Eigeninvestment in Unternehmensaktien Voraussetzung für die Teilnahme am „Aspire“-Programm.

Soziale Verantwortung

Unsere soziale Verantwortung wird auch im Umgang mit erforderlichen Veränderungen und Restrukturierungsmaßnahmen deutlich. In Deutschland sind betriebsbedingte Kündigungen für den Großteil der Beschäftigten durch eine Vereinbarung mit den Arbeitnehmervertretern bis Ende 2020 ausgeschlossen. Unsere nachhaltige Personalpolitik wird vervollständigt durch ein hohes Maß an sozialer Absicherung für unsere Belegschaft. Kollektive Regelungen wie Tarifverträge oder betriebliche Vereinbarungen prägen für unsere Mitarbeiter die Arbeitsbedingungen.

Zielgrößen für den Frauenanteil

Die festgelegten Zielgrößen entsprechen dem jeweiligen Frauenanteil zum 30.09.2015.

Angestrebter Frauenanteil bis Mitte 2017
Aufsichtsrat 19%
Vorstand 0%
1. Führungsebene 12%
2. Führungsebene 23%

Chancen- und Risikobericht

Als international agierendes Unternehmen mit einem diversifizierten Portfolio ist die Bayer Pharma AG permanent einer Vielzahl von internen und externen Entwicklungen oder Ereignissen ausgesetzt, die das Erreichen unserer finanziellen und nicht-finanziellen Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können.

Im Folgenden werden neben den Chancen auch Risiken berichtet. Dabei werden solche Risiken, die in unterschiedlichen Unternehmensbereichen vergleichbar auftauchen gegebenenfalls in Aggregation dargestellt. Die Reihenfolge impliziert keine Wertigkeit der Risiken. Darüber hinaus werden ebenfalls Risiken dargestellt, die eine wesentliche Tragweite für das Unternehmen besitzen, jedoch unter Umständen nicht, indirekt oder wenig belastbar finanziell quantifizierbar sind.

Umfeld

Ethisches Verhalten ist ein Thema mit essenzieller Bedeutung für die Gesellschaft. Viele Stakeholder beurteilen Unternehmen nicht nur danach, ob sie „legal“, sondern auch, ob sie „legitim“ handeln. Die Bayer Pharma AG bekennt sich zu einer nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen ihres wirtschaftlichen Handelns. Diese Selbstverpflichtung spiegelt sich in unserer verantwortungsvollen Unternehmensführung wider, die darauf abzielt, neben wirtschaftlichen auch ökologischen und gesellschaftlichen Nutzen zu generieren.

In den Wachstumsregionen wie zum Beispiel in Asien sehen wir angesichts eines steigenden Wohlstands und einer damit einhergehenden vermehrten Nachfrage beispielsweise nach pharmazeutischen Produkten Wachstumsmöglichkeiten. Folglich baut die Bayer Pharma AG ihr Geschäft insbesondere in diesen Regionen systematisch aus.

Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass unser Wachstum durch den zunehmenden weltweiten Kostendruck auf Gesundheitssysteme gebremst wird. Die Preise für pharmazeutische Produkte unterliegen auf vielen Märkten staatlicher Kontrolle und Regulierung. Preisgünstigere Generika werden aufgrund staatlicher Erstattungssysteme vielfach Markenprodukten vorgezogen. Zudem können große Anbieter im Gesundheitswesen in einigen Absatzmärkten erheblichen Druck auf die Marktpreise ausüben. Preisregulierungen und Preisdruck schmälern die Renditen unserer pharmazeutischen Produkte und können dazu führen, dass die Markteinführung eines neuen Produktes im Einzelfall wirtschaftlich unrentabel wird. Gegebenenfalls müssen in der Folge indirekte Vermarktungsoptionen gewählt werden, um die medizinische Grundversorgung sicherstellen zu können. Nach unserer Einschätzung wird das jetzige Ausmaß der Preisregulierung und des Preisdrucks weiter bestehen oder sich sogar vergrößern. Veränderungen der Rahmenbedingungen in unseren Hauptabsatzmärkten werden fortlaufend analysiert. Je nach Intensität der staatlichen Preisregulierung bzw. des Preisdrucks kann es notwendig werden, unser Geschäftsmodell anzupassen.

In einigen Ländern werden die Vermarktungsrechte für bestimmte pharmazeutische Produkte von Dritten gehalten. Eine unzureichende Leistung unserer Vertriebspartner kann sich negativ auf unsere Umsatz- und Kostenentwicklung auswirken. Wir haben daher ein „Alliance Management“ etabliert, um wesentliche Kooperationen zu überwachen und den operativen Funktionen entsprechende Hilfestellung zu bieten.

Weitere Chancen und Risiken können sich aus den Abweichungen zu unseren Einschätzungen hinsichtlich der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung der Märkte ergeben. Sollte sich diese zukünftig anders darstellen als prognostiziert, kann dies positiven oder negativen Einfluss auf unsere Umsatzund Ergebniserwartung haben.

Laufende Analysen des wirtschaftlichen Umfelds und von Konjunkturprognosen erlauben es uns, die erkannten Chancen zu verfolgen und Risiken mit einer Anpassung unserer Geschäftsstrategie zu begegnen.

Innovation

Wir analysieren globale Trends und entwickeln zu ihrer Bewältigung innovative Lösungen. Wir begegnen so den durch die Trends entstehenden Herausforderungen und nehmen gleichzeitig die sich aus ihnen ergebenden Chancen wahr.

Als Folge der steigenden Lebenserwartung rücken beispielsweise Krebs- oder chronische HerzKreislauf-Erkrankungen stärker in den Fokus. Auf den erhöhten Bedarf an innovativen Gesundheitsprodukten für altersbedingte Krankheiten reagiert die Bayer Pharma AG unter anderem mit der Fokussierung ihrer F&E-Aktivitäten auf entsprechende Therapiegebiete (z. B. Onkologie, Kardiologie).

Zur Stärkung unserer Innovationskraft setzen wir auch auf die Vernetzung und Zusammenarbeit innerhalb und außerhalb unserer Unternehmensgrenzen. Ein Beispiel ist dabei die interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Human-, Tier- und Pflanzengesundheit. Hier können Forschungssynergien erzielt und neue Wirkmechanismen erforscht werden, die langfristig neue Impulse für die Entwicklung neuer Produkte geben können. Darüber hinaus sind Forschungsvorhaben mit externen Partnern aus Wissenschaft und Industrie fester Bestandteil unserer Strategie und ermöglichen uns den Zugang zu komplementären Technologien und externem Innovationspotenzial.

Trotz aller Anstrengungen können wir nicht sicherstellen, dass alle Produkte, die sich zukünftig oder derzeit in unserer Entwicklungspipeline befinden, ihre geplante Zulassung und Registrierung erreichen bzw. sich auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden. Ein Grund hierfür kann das Verfehlen von anvisierten Studienzielen sein. Das Unternehmen verfügt über ein holistisches Portfoliomanagement zur Einschätzung der Erfolgswahrscheinlichkeit und zur Priorisierung seiner Entwicklungsprojekte. Darüber hinaus steigen die Erwartungen der Öffentlichkeit und der Aufsichtsbehörden im Hinblick auf die Sicherheit und Wirksamkeit von pharmazeutischen Produkten kontinuierlich. Vor diesem Hintergrund erwarten wir auch weiterhin verschärfte Prüfanforderungen, z. B. an klinische oder (öko-)toxikologische Studien. Dies führt zu höheren Produktentwicklungskosten und zu einer Verlängerung der Zeitspanne zwischen Forschung/Entwicklung und Zulassung/Registrierung eines Produkts. In eigens aufgesetzten Projekten wird die Umsetzung neuer Regularien koordiniert und sichergestellt.

Wenn es unter strategischen Gesichtspunkten vorteilhaft erscheint, ergänzen wir unser organisches Wachstum durch Akquisitionen von Unternehmen bzw. Unternehmensteilen. Eine nicht erfolgreiche Geschäftsintegration oder unerwartet hohe Integrationskosten können die Realisierung der geplanten qualitativen und quantitativen Ziele gefährden und das Ergebnis negativ beeinflussen. Expertenteams leiten daher sowohl den Due-Diligence-Prozess als auch die nachfolgende Integration von akquirierten Gesellschaften. Im Rahmen der Due-Diligence werden risikobehaftete Aspekte wie beispielsweise die Einhaltung der geltenden Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen an den Produktionsstandorten überprüft.

Patentschutz

Patente schützen unser geistiges Eigentum. Bei erfolgreicher Vermarktung unserer Produkte können die Gewinne u.a. dazu genutzt werden, weiterhin in Forschung und Entwicklung zu investieren. Aufgrund der langen Zeitspanne zwischen der Patentanmeldung und der Markteinführung eines Produktes hat das Unternehmen in der Regel nur wenige Jahre Zeit, um einen angemessenen Ertrag zur Deckung der Entwicklungskosten zu erwirtschaften. Umso wichtiger ist ein wirksamer und sicherer Patentschutz.

Ein Großteil unserer Produkte, unterliegt dem Patentschutz. Insbesondere Generika-Anbieter versuchen, Patente vor ihrem Ablauf anzugreifen. Teilweise wird sogar die generische Version eines Produktes auf den Markt gebracht – eine sogenannte „at-risk“-Markteinführung – bevor ein rechtskräftiges Patenturteil vorliegt. Wir sind derzeit in Gerichtsverfahren involviert, um den Patentschutz für unsere Produkte durchzusetzen. Läuft ein Patent aus oder können wir ein Patent nicht erfolgreich verteidigen, ist in der Regel mit verstärktem Wettbewerb und damit verbundenem Preisdruck durch den Markteintritt von Generika-Anbietern zu rechnen. Klagen Dritter aufgrund potenzieller Verletzung von Patenten oder sonstiger Schutzrechte durch die Bayer Pharma AG können die Entwicklung oder Herstellung bestimmter Produkte behindern oder gar stoppen und uns zu Schadenersatz- oder Lizenzzahlungen an Dritte verpflichten. Unsere Patentabteilung prüft in Zusammenarbeit mit den jeweiligen operativen Bereichen regelmäßig die aktuelle Patentlage und beobachtet mögliche Patentverletzungsversuche, um bei Bedarf rechtliche Schritte einzuleiten.

Produkte und Produktverantwortung

Mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken eines Produkts werden systematisch und kontinuierlich entlang der gesamten Wertschöpfungskette bewertet. Das reicht von der Forschung und Entwicklung über Produktion, Vermarktung und Anwendung beim Kunden bis hin zur Entsorgung.

Trotz umfassender Studien vor der Zulassung/Registrierung eines Produkts ist es möglich, dass es zu einer teilweisen oder kompletten Rücknahme unserer Produkte vom Markt kommen kann, u. a. bedingt durch das Auftreten von unerwarteten Nebenwirkungen. Ein solcher Vertriebsstopp kann freiwillig erfolgen oder auch durch rechtliche und behördliche Schritte begründet sein. Potenzielle Schadenersatzzahlungen in Verbindung mit den zuvor beschriebenen Risiken können das Ergebnis erheblich belasten. Diesen Risiken begegnet das Unternehmen mit einer ganzheitlichen Aufbau- und Ablauforganisation für die Arzneimittelsicherheit und -prüfung.

Ein weiteres Risiko für uns ist der illegale Handel mit gefälschten Medikamenten durch kriminelle Dritte. Die Zusammensetzung und Qualität der Fälschungen entspricht in den meisten Fällen nicht dem des Originalprodukts.

Zudem ist keine lokale Aufsichtsbehörde in die Qualitätssicherung des Herstellungs- oder Vertriebsprozesses involviert, sodass ein eventueller Produktrückruf nicht möglich ist. Die Produkte aus illegaler Herstellung Dritter gefährden nicht nur Patienten, Anwender, Tiere und Umwelt, sondern bedrohen auch den guten Ruf unseres Unternehmens bzw. unserer Produkte und untergraben unsere Wettbewerbsfähigkeit.

Die Bayer Pharma AG arbeitet aktiv mit Behörden im Rahmen der Fälschungsbekämpfung zusammen, sowohl präventiv als auch durch die rechtliche Verfolgung der Schädiger.

Einkauf und Produktion

Um die Nachhaltigkeit unseres Handels auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gewährleisten, wurde ein Verhaltenskodex für Lieferanten eingeführt. Der Kodex beschreibt unsere Nachhaltigkeitsgrundsätze und Anforderungen gegenüber unseren Partnern und verpflichtet diese zur Einhaltung unserer Standards. Diese umfassen unter anderem Umwelt- und Arbeitsschutzbestimmungen. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die Einhaltung der Menschenrechte und somit z. B. auch der Verzicht auf jegliche Art der Kinderarbeit. Eine Verletzung des Kodex birgt ein Reputationsrisiko für unser Unternehmen. Mit Lieferanten-Bewertungen und Lieferanten-Audits überprüfen wir, ob die Anforderungen des Verhaltenskodex in der Lieferkette umgesetzt und eingehalten werden.

Neben der Sicherheit unserer Produkte hat der Schutz unserer Mitarbeiter und der Umwelt hohe Priorität. Risiken, die mit der Herstellung, der Abfüllung, der Lagerung und dem Transport von Produkten verbunden sind, werden durch ein integriertes Qualitäts-, Gesundheits-, Umwelt- und Sicherheitsmanagement vermindert. Diese Risiken können Personen-, Sach- und Umweltschäden, Produktionsausfälle und Betriebsunterbrechungen sowie die Verpflichtung zu Schadenersatzzahlungen zur Folge haben.

An unseren Standorten kann es zu Betriebsunterbrechungen, u. a. durch Elementarereignisse, Brand/ Explosionen, Sabotage, oder Lieferunterbrechungen bei Hauptrohstoffen oder Zwischenprodukten kommen. Weitere Ursachen können aus möglichen regulatorischen oder gesetzlichen Veränderungen in den jeweiligen Ländern resultieren. Die mehrstufigen komplexen Herstellungsverfahren im Bereich der Wirkstoffproduktion oder für biotechnologische Produkte wirken hierbei verstärkend, wodurch es zu Einschränkungen in der Produktverfügbarkeit kommen kann. Können wir die Nachfrage nicht bedienen, kann es zu einem strukturellen Umsatzrückgang kommen. Diesem Risiko begegnen wir mit einer Verteilung der Produktion für bestimmte Produkte auf verschiedene Standorte bzw. mit dem Aufbau von Sicherheitsbeständen. Zudem wurde für alle unsere Produktionsstandorte als verpflichtender Bestandteil unseres HSEQ-Managements ein Sicherheits- und Krisenmanagement implementiert. Es dient dem Schutz der Mitarbeiter, von Nachbarn, der Umwelt und der Produktionsanlagen vor den o. g. Risiken. Die Grundlage hierfür bildet die Konzernregelung „Sicherheits- und Krisenmanagement“.

Informationstechnologie

Die Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die interne bzw. externe Kommunikation des Unternehmens basieren zunehmend auf globalen IT-Systemen.

Eine wesentliche technische Störung oder gar ein Ausfall der IT-Systeme kann zu einer gravierenden Beeinträchtigung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse führen. In Zusammenarbeit mit der internen IT-Organisation werden technische Vorkehrungen wie z. B. Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne definiert und laufend weiterentwickelt.

Die Vertraulichkeit von internen und externen Daten ist von elementarer Bedeutung. Ein Verlust der Vertraulichkeit, Integrität und Authentizität von Daten und Informationen kann zu Manipulationen und/oder zu einem unkontrollierten Abfluss von Daten und Know-how führen. Diesem Risiko begegnen wir durch entsprechende Maßnahmen, z. B. in Form eines Berechtigungskonzepts.

Des Weiteren wurde ein übergreifendes Gremium eingerichtet, das die grundsätzliche Strategie, Architektur und Sicherheitsmaßnahmen beschließt. Durch diese Maßnahmen wollen wir einen Schutz auf dem aktuellsten Stand der Technik erzielen.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Finanzinstrumente

Als international tätiges Unternehmen unterliegt die Bayer Pharma AG im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungsrisiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. Unternehmenspolitik ist es, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen entstehenden Währungsrisiken in einem zentralen Risikomanagementprozess zu ermitteln, zu analysieren und durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zu eliminieren bzw. zu begrenzen.

Aus sich ändernden Wechselkursen ergeben sich Risiken für die beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wie auch für zukünftige Zahlungsmittelzu- und -abflüsse. Zur Reduzierung dieser Risiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die teilweise als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accounting designiert werden.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Bayer AG, Leverkusen, den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.

Derivative Finanzinstrumente (i. W. Währungsderivate und Währungsoptionen) werden zur Absicherung von gebuchten und geplanten Transaktionen abgeschlossen. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Bayer Pharma AG sowie der damit verbundenen Finanzierungvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma AG weiter.

Die Bewertung der gebuchten Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt auf Basis währungsbezogener Bewertungseinheiten unter Beachtung der jeweiligen Fremdwährungspositionen sowie der für die entsprechende Währung eingegangenen Währungsderivate. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss unberücksichtigt. Ergibt sich aus einer Position insgesamt ein Verlust, wird eine Rückstellung gebildet. Unrealisierte Gewinne, die sich aus der Umrechnung von kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten ergeben, werden ergebniswirksam erfasst, anderenfalls bleiben sie unberücksichtigt. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 22 Mio. €.

Zur Absicherung von geplanten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Options- prämien von jeweils 6 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.

Im Bereich der Finanzanlagen sind derzeit keine über das normale Maß hinausgehenden Risiken erkennbar.

Rechtliche Risiken

Der Bayer-Konzern ist zahlreichen Risiken aus Rechtsstreitigkeiten oder -verfahren ausgesetzt, an denen wir entweder aktuell beteiligt sind oder die sich in Zukunft ergeben könnten.

Dazu gehören insbesondere Risiken aus den Bereichen Produkthaftung, Kartellrecht, Wettbewerbsrecht, Patentrecht, Steuerrecht sowie Umweltschutz.

Ermittlungen und Untersuchungen aufgrund möglicher Verletzungen von gesetzlichen Vorschriften oder regulatorischen Bestimmungen, wie z. B. potenzielle Verstöße gegen Kartellgesetze oder bestimmte Marketing- und Vertriebspraktiken, können straf- und zivilrechtliche Sanktionen zur Folge haben, einschließlich erheblicher monetärer Strafen sowie weiterer finanzieller Nachteile. Sie können der Reputation von Bayer schaden und sich letztlich nachteilig auf unseren Unternehmenserfolg auswirken.

Bei den produktbezogenen Auseinandersetzungen, unter anderem Xarelto™, YAZ™/Yasmin™ und Mirena™ ist die Bayer Pharma AG zusammen mit anderen Konzerngesellschaften direkt beklagt.

In einer Anzahl von laufenden Streitigkeiten ist die Bayer Pharma AG als Gesellschaft nicht Partei des Verfahrens. Allerdings können sich über Beteiligungen, sowie aus Liefer- wie auch anderen Wertschöpfungsketten, Rückwirkungen auf die Gesellschaft ergeben.

Die Bayer Pharma AG hat auf der Grundlage der derzeit verfügbaren Informationen angemessene bilanzielle Vorsorgemaßnahmen für zu erwartende Rechtsverfahrenskosten getroffen.

Bayer führt eine Reihe von Patentverletzungsklagen, welche dem wettbewerblichen Umfeld entsprechen. In den patentrechtlichen Auseinandersetzungen ist Bayer überzeugt, gute Argumente zu haben, und beabsichtigt, sich entschieden zur Wehr zu setzen.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Die aktuelle Bewertung zeigt auf, dass keine der zuvor berichteten Risiken bestandsgefährdend sind. Darüber hinaus konnten wir keine Interdependenzen erkennen, die sich zu einer Bestandsgefährdung unseres Unternehmens aufbauen könnten. Die Risiken- und Chancenlage hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert.

Aufgrund unseres Produktportfolios, unseres Know-hows und unserer Innovationskraft sind wir davon überzeugt, die aus unserem unternehmerischen Handeln resultierenden Chancen realisieren und den Herausforderungen, die sich aus den vorgenannten Risiken ergeben, erfolgreich begegnen zu können.

Strategie

Im Bereich Pharmaceuticals fokussieren wir uns auf die Erforschung, Entwicklung und Vermarktung von innovativen Medikamenten mit einem positiven Kosten-/Nutzen-Verhältnis in den Therapiegebieten Kardiologie, Onkologie, Gynäkologie und Hämatologie. Damit adressieren wir die wachsenden Anforderungen von Patienten, Ärzten, Kostenträgern und Behörden.

Zur Erreichung unserer mittelfristigen Wachstumsziele setzen wir weiterhin auf die Vermarktung unserer neueren Produkte Xarelto™, und Adempas™. Durch umfangreiche Studienprogramme – zum Teil auch in Kooperation mit anderen Pharmafirmen – wollen wir die Anwendungsbereiche dieser Produkte kontinuierlich erweitern und damit unsere Medikamente für weitere Patientengruppen zugänglich machen.

Um das langfristige Wachstum zu sichern, werden wir die Investitionen in Forschung und Entwicklung in Zukunft weiter erhöhen. Neben dem Ausbau der frühen Forschung konzentrieren wir uns auf die klinische Entwicklung von Wirkstoffkandidaten aus den Therapiegebieten Kardiologie, Onkologie, Hämatologie und Gynäkologie. Darüber hinaus erweitern und ergänzen wir unser Entwicklungsportfolio gezielt durch Lizenzvereinbarungen und Zukäufe.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir einen weiterhin steigenden Umsatzverlauf allerdings auf niedrigerem Niveau als im Vorjahr, da wir davon ausgehen, dass sich die Wachstumsdynamik von Xarelto™ aufgrund des derzeit schon hohen Markanteils deutlich abschwächen wird und auch die Produkte aus dem eher älteren Teil des Produktportfolios, die dieses Jahr außerordentlich erfolgreich waren, diesen Erfolg nicht in gleichem Maße wiederholen werden.

Für das operative Ergebnis der Gesellschaft vor Sondereinflüssen rechnen wir mit einem ähnlichen Ergebnis in 2016 wie im Berichtsjahr. Das überwiegend vom Beteiligungsergebnis geprägte Finanzergebnis dürfte auch in 2016 deutlich positiv ausfallen.

Mit der Ausrichtung auf die Life-Science-Geschäfte wird zum 1. Januar 2016 die Organisationsstruktur des Konzerns geändert. Der bisherige Teilkonzern Bayer HealthCare wird aufgelöst. Pharma und Radiologie werden unter Pharmaceuticals integriert. Das Segment Consumer Health beinhaltet nun ausschließlich das Consumer-Care-Geschäft. Animal Health wird zu einem eigenen Berichtssegment.

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung beruhen.

Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse der Bayer Pharma AG wesentlich von den hier gemachten Einschätzungen und den hier dargestellten Vorhaben abweichen.

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres

Wesentliche Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

Berlin, den 28. Januar 2016

Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Weinand

Dr. Bertram

Bilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Anlagevermögen 5.435.881 7.166.515
Immaterielle Vermögensgegenstände 223.025 395.398
Sachanlagen 699.351 902.946
Finanzanlagen 4.513.504 5.868.171
Summe Anlagevermögen 5.435.880 7.166.515
Umlaufvermögen 4.536.133 4.158.766
Vorräte 794.972 804.710
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 160.753 177.702
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 503.837 500.155
Fertige Erzeugnisse und Waren 130.382 126.853
Summe Vorräte 794.972 804.710
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.739.379 3.353.018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.284.389 1.322.871
davon gegen verbundene Unternehmen 945.914 1.006.093
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 2.389.697 1.947.866
davon mit einer Laufzeit > 1 Jahr 9.183 14.638
Sonstige Vermögensgegenstände 65.293 82.281
davon mit einer Laufzeit > 1 Jahr 1.752 695
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.739.379 3.353.018
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten 1.782 1.038
Summe Umlaufvermögen 4.536.133 4.158.766
Rechnungsabgrenzungsposten 17.813 34.310
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 11.110 12.119
10.000.936 11.371.710
PASSIVA
31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Eigenkapital 5.722.731 5.722.731
Gezeichnetes Kapital 194.001 194.001
Kapitalrücklage 1.245.919 1.245.919
Gewinnrücklagen 4.282.810 4.282.810
andere Gewinnrücklagen 4.282.810 4.282.810
Summe Eigenkapital 5.722.730 5.722.730
Sonderposten mit Rücklageanteil 7.244 0
Rückstellungen 1.080.072 1.241.967
Rückstellungen für Pensionen 537.343 690.746
Steuerrückstellungen 1.319 1.319
Sonstige Rückstellungen 541.411 549.902
Summe Rückstellungen 1.080.073 1.241.967
Verbindlichkeiten 3.092.256 4.313.763
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 3
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.685 2.686
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 2.685 2.686
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 835.397 979.911
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 344.275 354.652
davon gegenüber Unternehmen, mit denen ein 2.199 0
Beteiligungsverhältnis besteht 2.199 0
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 835.397 979.911
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.186.991 3.259.161
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 2.186.991 3.256.487
Sonstige Verbindlichkeiten 67.183 72.002
davon aus Steuern 52.532 52.497
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6.109 5.508
davon mit einer Laufzeit < 1 Jahr 62.048 67.535
Summe Verbindlichkeiten 3.092.256 4.313.763
Rechnungsabgrenzungsposten 98.633 93.250
10.000.936 11.371.710
Haftungsverhältnisse
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 12.859 15.521
davon gegüber verbundenen Unternehmen 20 5

Die zugrunde liegenden Verpflichtungen können von den betreffenden Gesellschaften nach unseren Erkenntnissen in allen Fällen erfüllt werden; mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

Darüber hinaus haftet die Gesellschaft für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1.737 Mio € , die im Wege eines Schuldbeitritts bzw. durch Ausgliederung auf eine Tochtergesellschaft übertragen wurden. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen.

*auf die freiwillige Angabe der Davon Vermerke gegen (gegenüber) Gesellschafter(n) wird verzichtet, um eine Anpassung an konzerneinheitliche Ausweisvorschriften zu erreichen.

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015

2014

T€
2015

T€
Umsatzerlöse 6.826.448 7.766.303
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -2.084.922 -2.228.075
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.741.526 5.538.228
Vertriebskosten -2.508.801 -2.825.093
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.919.987 -2.283.083
Allgemeine Verwaltungskosten -149.705 -159.860
Sonstige betriebliche Erträge 340.874 74.319
davon aus Währungsumrechnung 80.926 37.095
Sonstige betriebliche Aufwendungen -170.775 -266.490
davon aus Währungsumrechnung -38.883 -204.373
Operatives Ergebnis 333.132 78.021
Erträge aus Beteiligungen 75.898 80.889
davon aus verbundenen Unternehmen 75.898 80.886
Erträge aus stillen Beteiligungen 1.612.993 1.828.208
davon aus verbundenen Unternehmen 1.612.993 1.828.208
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 243.189 64.629
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -1.876 -41.459
Beteiligungsergebnis 1.930.204 1.932.267
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6 2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.442 1.389
davon aus verbundenen Unternehmen 1.419 385
davon Erträge aus Abzinsungen 772 639
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -65.695 -152.933
davon an verbundene Unternehmen -2.042 -1.159
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -63.498 -151.774
Zinsergebnis -63.247 -151.542
Sonstige finanzielle Erträge 235.450 452.828
davon an verbundene Unternehmen 236.544 375.013
davon aus Währungsumrechnung 235.450 452.774
Sonstige finanzielle Aufwendungen -276.784 -517.347
davon an verbundene Unternehmen -249.722 -459.990
davon aus Währungsumrechnung -250.514 -490.026
Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -41.334 -64.519
Finanzergebnis 1.825.623 1.716.206
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.158.755 1.794.227
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.049 -868
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne -2.157.706 -1.793.359
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0 0

Anhang

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft liefert auf ihrem Betriebsgelände Strom und Gas an Fremdunternehmen und ist damit nach § 3 Nr. 18 EnWG als Energieversorgungsunternehmen im Sinne des EnWG einzustufen. Darüber hinaus ist die Bayer Pharma Aktiengesellschaft als Energieversorgungsunternehmen mit dem vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen Currenta GmbH & Co. OHG, Leverkusen, verbunden, weshalb die Bayer Pharma Aktiengesellschaft nach § 3 Nr. 38 EnWG ebenfalls als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen einzustufen ist.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Positionen zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung zusammengefasst; sie werden im Anhang gesondert erläutert. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde durch die Posten Forschung- und Entwicklungskosten, sonstige finanzielle Erträge, sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge aus stiller Beteiligung ergänzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bayer AG, Leverkusen. Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist in den Konzernabschluss der Bayer AG, 51368 Leverkusen, einbezogen.

Der Konzernabschluss der Bayer AG wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und unter der Registernummer HRB 48248 elektronisch bekannt gemacht. Damit ist die Bayer Pharma Aktiengesellschaft von der Erstellung eines Konzernabschlusses befreit.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und planmäßig linear (pro rata temporis) über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert.

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Falle abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen.

Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Bewegliche Sachanlagen werden, soweit sie bis zum 31.12.2008 zugegangen sind, mit den steuerlichen Höchstsätzen degressiv abgeschrieben. Der Wechsel zur linearen Abschreibungsmethode erfolgt in diesen Fällen, sobald diese zu höheren jährlichen Abschreibungen führt.

Folgende Nutzungsdauern sind den Abschreibungen der einzelnen Sachanlagegruppen zugrunde gelegt worden:

Nutzungsdauer
Übrige Immaterielle Vermögensgegenstände 1 - 20 Jahre
Gebäude 10 - 50 Jahre
Infrastrukturanlagen 5 - 20 Jahre
Betriebsvorrichtungen 12 - 20 Jahre
Maschinen und Apparate 8 - 20 Jahre
Labor- und Forschungseinrichtungen 3 - 6 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 12 Jahre
Informationstechnik 3 - 15 Jahre
Transportmittel 5 - 25 Jahre

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen, soweit sie durch die Fertigung veranlasst sind.

Voraussichtlich dauernden Wertminderungen sowohl bei den immateriellen Vermögensgegenständen als auch bei den Sachanlagen wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, erfolgt eine Wertaufholung.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten. Unverzinsliche oder gering verzinsliche Ausleihungen sind mit dem Barwert, die übrigen Ausleihungen mit dem Nennwert bilanziert. Unentgeltlich zugeteilte Emissionszertifikate werden zum Erinnerungswert, entgeltlich erworbene Emissionszertifikate werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Diesen stehen in gleicher Höhe Rückstellungen für die Verpflichtung zur Abgabe gegenüber. Die Emmissionszertifikate haben zum Bilanzstichtag einen Zeitwert von 1.004 T€.

Unter den Vorräten sind die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Handelswaren grundsätzlich mit den Anschaffungskosten und die Erzeugnisse mit ihren jeweiligen Herstellungskosten angesetzt, wobei eine Verbrauchsfolge nach dem Lifo-Verfahren unterstellt wird. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der fertigungsbedingten Abschreibungen. Niedrigere beizulegende Werte werden durch Abschreibungen berücksichtigt. Die Anwendung des Lifo-Verfahrens führt zu 137 Mio. € niedrigeren Vorräten. Davon entfallen 15 Mio. € auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und 122 Mio. € auf unfertige und fertige Erzeugnisse und Handelswaren.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Unverzinsliche oder niedrigverzinsliche Forderungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind mit dem abgezinsten Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko gegenüber Dritten wird durch eine pauschale Wertberichtigung in Höhe von 2 % berücksichtigt.

Fallen die Gründe für eine Einzelwertberichtigung in späteren Jahren weg, werden Zuschreibungen vorgenommen.

Die Kassenbestände und Bankguthaben sind mit dem Nennwert bilanziert. Kassenbestände und Bankguthaben in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassakurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Mittel in Spezialfonds sowie in kurzfristig fällig werdenden Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute angelegt. Sie werden vom Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, treuhänderisch für die Bayer AG verwaltet und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Fondsanteile und Schuldverschreibungen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Das vom Bayer Pension Trust gehaltene Treuhandvermögen wird mit den jeweils zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Wertpapiere die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als „Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung“ auf der Aktivseite der Bilanz.

Latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden bei der Bayer AG, Leverkusen, als Organträger berücksichtigt.

Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde unter HFA RS 28 nachträglich im Wege einer außerplanmäßigen Abschreibung aufgelöst.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2005 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Bei den Entgelten gehen wir wie im Vorjahr von jährlichen Anpassungen von 3,00% aus. Rentensteigerungen erwarten wir in ebenfalls unveränderter Höhe von 1,75% p.a. Hiervon abweichend gilt für ab dem 01.01.2000 erfolgte Versorgungszusagen eine jährliche Rentenerhöhung von 1,00%; diese ist den Mitarbeitern fest zugesagt. Der zum 31.12.2015 zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 3,89% (Vorjahr: 4,54%); es handelt sich um den zum Zeitpunkt der Ermittlung der Pensionsrückstellungen für Dezember 2015 erwarteten Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Für längerfristige Personalrückstellungen wie solche für Mitarbeiterjubiläen findet dabei ein Zinssatz von 3,89% (Vorjahr: 4,54%) für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren Anwendung. Kurzfristigere Personalrückstellungen, beispielsweise für Verpflichtungen aus Frühruhestands- oder Altersteilzeitvereinbarungen, werden mit einem Zinssatz entsprechend ihrer Laufzeit abgezinst. Diese betrug im Jahr 2015 drei Jahre, der Rechnungszins 2,34% (Vorjahr: 3,08%). Es handelt sich jeweils um die zum Zeitpunkt der Ermittlung der Personalrückstellungen für Dezember 2015 erwarteten Zinssätze.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Handelt es sich um Rentenverpflichtungen, sind diese zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre angesetzt.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen erhaltene Meilensteinzahlungen, die überwiegend ab Marktzulassung über die voraussichtliche Nutzungsdauer aufgelöst werden.

Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sowie von Devisentermingeschäften und anderen Währungsderivaten erfolgt nach der Methode der eingeschränkten Marktbewertung. Hierzu werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit

den Kassakursen und die zu ihrer Kurssicherung abgeschlossenen Währungsderivate mit den Marktterminkursen zum Abschlussstichtag bewertet. Sich ausgleichende Wertänderungen der gesicherten Positionen bleiben im Abschluss gemäß der Einfrierungsmethode unberücksichtigt. Für Verlustüberhänge werden Drohverlustrückstellungen gebildet; Gewinne werden nur berücksichtigt, soweit sie Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr betreffen.

Zur Absicherung von erwarteten Transaktionen in fremder Währung werden Bewertungseinheiten in Form von Micro Hedges gebildet. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Wertänderungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der beizulegenden Zeitwerte von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird zu jedem Bilanzstichtag prospektiv und retrospektiv festgestellt.

Die Gewinne und Verluste aus der Währungsabsicherung von Fremdwährungsforderungen und

-verbindlichkeiten sowie die Gewinne und Verluste aus der Stichtagsbewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den sonstigen finanziellen Erträgen und Aufwendungen ausgewiesen. Die realisierten Gewinne und Verluste aus der Sicherung von Fremdwährungsumsätzen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt.

Die ausgewiesenen Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien für fremde Verbindlichkeiten entsprechen den am Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kreditbeträgen bzw. Verpflichtungen der Begünstigten.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betreffen im wesentlichen Software sowie Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Die Sachanlagen steigen insbesondere durch die Erweiterung von Produktionskapazitäten am Standort Wuppertal.

Die Finanzanlagen steigen vor allem durch den Erwerb von Anteilen an der Bayer Health Care US Funding LLC.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen aus Gewinnabführungen der Organgesellschaften und der Gewinnabführung aus einer atypischen stillen Beteiligung. Bei den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen 43.547 T€ (Vorjahr: 529.477 T€) Forderungen gegenüber Gesellschaftern.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 695 T€ (Vorjahr: 1.752 T€) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Forderungen aus Lieferung und Leistung 1.284.389 1.322.871
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.389.697 1.947.866
Sonstige Vermögensgegenstände 65.293 82.281
Summe Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.739.379 3.353.018

(3) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten, aus durch Entgeltumwandlung entstandenen Pensionsverpflichtungen (Deferred Compensation und Matching Contribution) sowie aus Pensionsverpflichtungen für die obere Führungsebene sind durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Aus der Verrechnung ergibt sich insgesamt ein aktivischer Unterschiedsbetrag von 12.119 T€, der auf Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten entfällt.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten 22.448 28.959
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 33.558 41.078
Überschuss des Vermögens über die Verpflichtungen aus Arbeitszeitkonten (Aktiver Unterschiedsbetrag) 11.110 12.119
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 30.138 38.274
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des bei BPT angelegten Sicherungsvermögens 3.420 2.804

Beim Sicherungsvermögen handelt es sich um Anteile an Spezialfonds, kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben. Der in der vorstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert wurde, soweit es sich um Fondsanteile handelt, aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

(4) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt 194.001 T€ und ist in 190.886.100 Stückaktien eingeteilt. Damit entspricht eine Aktie einem Anteil von 1,02 € am gezeichneten Kapital. Die Kapitalrücklage bleibt unverändert. Seit dem Berichtsjahr 2015 wird die Kapitalrücklage nach § 272 HGB (2) ausgewiesen, die anderen Gewinnrücklagen werden unterteilt in ausschüttungsfähige Gewinnrücklagen und ausschüttungsgesperrte Gewinnrücklagen. Die Vorjahresbeträge wurden entsprechend aufgeteilt.

Eigenkapital 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Gezeichnetes Kapital 194.001 194.001
Kapitalrücklage 1.245.919 1.245.919
aus Ausgabe von Anteilen 911.425 911.425
aus Ausgabe von Wandlungs-/Optionsrechten 0 0
aus Zuzahlung für Vorzüge 0 0
aus anderen Zuzahlungen 334.494 334.494
Andere Gewinnrücklagen 4.282.810 4.282.810
ausschüttungsfähige Gewinnrücklagen 4.282.810 4.282.810
ausschüttungsgesperrte Gewinnrücklagen 0 0
Bilanzgewinn / Bilanzverlust 0 0
Summe Eigenkapital 5.722.730 5.722.730

ANGABEN ZU AUSSCHÜTTUNGS- BZW. ABFÜHRUNGSGESPERRTEN BETRÄGEN IM SINNE DES § 268 Abs. 8 HGB

Zur Sicherung von Pensionsverpflichtungen und Guthaben aus Arbeitszeitkonten sind im Rahmen von Contractual Trust Agreements Mittel zweckgebunden und insolvenzgeschützt in den Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, eingebracht worden. Sie sind zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser beläuft sich zum Abschlussstichtag auf 355.815 T€ und liegt damit um 28.530 T€ über den Anschaffungskosten von 327.285 T€. Dem Mehrbetrag von 28.530 T€ stehen frei verfügbare Gewinnrücklagen von 4.282.810 T€ gegenüber. Eine Abführungssperre in Bezug auf den Jahresüberschuss vor Gewinnabführung in Höhe von 1.793.359 T€ besteht daher nicht.

(5) Sonderposten mit Rücklageanteil

Es handelt sich um Wertberichtigungen zum Anlagevermögen gem. § 14 BFG, § 6b EStG, § 7 EStG, § 51 EStG, § 4 FördergebietsG. Im Geschäftsjahr wurden 7.244 T€ durch eine im Wesentlichen nachträgliche Übertragung im Wege einer außerplanmäßigen Abschreibung aufgelöst.

(6) Rückstellungen für Pensionen

Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen sind teilweise durch Vermögensgegenstände gesichert, die beim Bayer Pension Trust e.V., Leverkusen, im Rahmen mehrerer Contractual Trust Agreements treuhänderisch angelegt sind (Sicherungsvermögen). Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Pensionsverpflichtungen und sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Sie wurden mit den zugrunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Es handelt sich um kurzfristig fällige Schuldverschreibungen inländischer Kreditinstitute sowie zu einem geringen Teil um Zinsforderungen und Bankguthaben.

Rückstellungen für Pensionen 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Erfüllungsbetrag der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 829.796 1.005.483
Beizulegender Zeitwert des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 292.453 314.737
Nettowert der Verpflichtungen aus Pensionszusagen 537.343 690.746
Anschaffungskosten des beim Bayer Pension Trust angelegten Sicherungsvermögens 261.929 289.011
Unterschiedsbetrag zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten des bei BPT angelegten Sicherungsvermögens 30.524 25.726

(7) Andere Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen bestehen hauptsächlich für Lohnsteuer.

Die sonstigen Rückstellungen bestehen im Wesentlichen für Verpflichtungen aus Bonuszahlungen an Mitarbeiter, Aktienvergütungen sowie Umstrukturierungsmaßnahmen. Darüber hinaus wurden Rückstellungen gebildet für Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen, Altersteilzeit, Arbeitnehmerjubiläen, Instandhaltung, ferner für Kosten der Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses, für sonstige ungewisse Verbindlichkeiten sowie Rechtskosten. Weiterhin sind drohende Verluste, beispielsweise aus Währungsderivaten und Lizenzvereinbarungen, erfasst.

Von der Rückstellung für Rechtskosten wurden 23 Mio. € in Anspruch genommen.

Andere Rückstellungen 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Steuerrückstellungen 1.319 1.319
Sonstige Rückstellungen 541.411 549.902
Summe Andere Rückstellungen 542.730 551.221

(8) Weitere Angaben zu den Verbindlichkeiten

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme von Organgesellschaften, Aufnahme eines Darlehens bei der Bayer World Investment B.V., Finanzverbindlichkeiten aus der Bereitstellung von Tagesgeldern

(Vorjahr Finanzforderung) sowie der Abführung des Ergebnisses an die Bayer AG. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist ein Betrag gegenüber dem Gesellschafter von 2.834 T€ (Vorjahr: 3.029 T€) enthalten und bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 1.833.894 T€ (Vorjahr: 2.164.312) auf den Gesellschafter.

Die Verbindlichkeiten gliedern sich nach Restlaufzeiten wie folgt:

Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr

T€
31.12.2015 über 5 Jahre

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 0
Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 2.686 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 979.911 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.256.487 0
Sonstige Verbindlichkeiten 67.535 0
Summe Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 4.306.622 0
Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten bis zu 1 Jahr

T€
31.12.2014 über 5 Jahre

T€
Erhaltene Anzahlungen aus Bestellungen 2.685 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 835.397 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.186.991 0
Sonstige Verbindlichkeiten 62.048 1.576
Summe Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten 3.087.120 1.576

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern 2014

T€
2015

T€
Pharma 6.066.960 6.821.018
Allgemeinmedizinische Produkte 4.885.227 5.607.609
Spezialpharmazeutika 1.181.733 1.213.409
Consumer Health 759.488 945.285
Consumer Care 149.334 204.386
Medical Care 610.154 740.899
Summe Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern 6.826.448 7.766.303
Umsatzerlöse je Region 2014

T€
2015

T€
Europa 2.453.883 2.739.601
Nordamerika 1.675.603 2.004.467
Asien / Pazifik 1.489.136 1.869.451
Lateinamerika / Afrika / Nahost 1.207.826 1.152.784
Summe Umsatzerlöse je Region 6.826.448 7.766.303

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

Sonstige betriebliche Erträge 2014

T€
2015

T€
Kursgewinne aus Währungskurssicherungsgeschäften 80.926 35.657
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil 332 7.244
Erträge aus Versicherungsentschädigung 3.280 6.227
Erträge Auflösung von Rückstellungen 226.069 2.585
Übrige 30.267 22.606
Summe Sonstige betriebliche Erträge 340.874 74.319

(11) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Einzelnen folgende Positionen:

Sonstige betriebliche Aufwendungen 2014

T€
2015

T€
Aufwand aus Sicherungsgeschäften -38.883 -204.373
Aufwand übrige -131.892 -62.117
Summe Sonstige betriebliche Aufwendungen -170.775 -266.490

(12) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

Beteiligungsergebnis 2014

T€
2015

T€
Erträge aus Beteiligungen – verbundene Unternehmen 75.898 80.886
Erträge aus Beteiligungen - übrige Beteiligungen 0 3
Erträge aus stillen Beteiligungen 1.612.993 1.828.208
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit verbundenen Unternehmen 243.189 64.629
Aufwendungen aus Verlustübernahmen von verbundenen Unternehmen -1.876 -41.459
Summe Beteiligungsergebnis 1.930.204 1.932.267

(13) Zinsergebnis

Zinsergebnis 2014

T€
2015

T€
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6 2
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.442 1.389
davon aus verbundenen Unternehmen 1.419 385
davon Erträge aus Abzinsungen 772 639
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -65.695 -152.933
davon an verbundene Unternehmen -2.042 -1.159
davon Aufwendungen aus Aufzinsungen -63.498 -151.774
Summe Zinsergebnis -63.247 -151.542
2014 2015
T€ T€
Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen und aus Änderungen des Rechnungszinses (brutto) -93.515 -155.486
Vermögenserträge Bayer Pension Trust 30.366 4.366
Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen (netto) -63.149 -151.120

Die beim Bayer Pension Trust angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionen und Arbeitszeitguthaben; sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.

(14)Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge

Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2014

T€
2015

T€
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung -250.514 -490.026
- Realisierte Kursverluste -232.732 -452.180
- Unrealisierte Aufwendungen aus der Bewertung -17.782 -37.846
Erträge aus der Währungsumrechnung 235.450 452.774
- Realisierte Kursgewinne 219.898 419.021
- Unrealisierte Erträge aus der Bewertung 15.552 33.753
Übrige sonstige finanzielle Aufwendungen -26.270 -27.321
Übrige sonstige finanzielle Erträge 0 54
Summe Sonstige finanzielle Aufwendungen und Erträge -41.334 -64.519

Nahezu ausschließlich handelt es sich bei den übrigen sonstigen finanziellen Aufwendungen um eine Erstattung von Aufwendungen der Bayer AG für Pensionsansprüche ehemaliger Mitarbeiter der mittlerweile rechtlich verselbständigten Arbeitsgebiete, soweit die Mitarbeiter vor dem 01. Juli 2002 als Pensionäre oder mit unverfallbaren Ansprüchen ausgeschieden sind. (Diese betrugen im Berichtsjahr 2015 27.236 T€).

(15) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Ertragsteueraufwendungen werden 868 T€ im Wesentlichen für im Ausland entrichtete Ertragsteuern ausgewiesen, für welche die Freistellungsmethode Anwendung findet.

(16) Sonstige Steuern

Die Sonstigen Steuern werden, soweit sie den betrieblichen Funktionen zuzurechnen sind, in den entsprechenden Posten verrechnet, im Übrigen unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Der Aufwand beträgt 4 Mio. €.

(17) Materialaufwand

Materialaufwand 2014

T€
2015

T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.156.698 1.278.948
Aufwendungen für bezogene Leistungen 282.728 282.957
Summe Materialaufwand 1.439.426 1.561.905

(18) Personalaufwand / Mitarbeiter

Personalaufwand 2014

T€
2015

T€
Entgelte 859.946 936.585
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 98.675 113.727
Aufwendungen für Altersversorgung 30.413 49.990
Summe Personalaufwand 989.034 1.100.302
Mitarbeiter
Produktion 4.568
Forschung und Entwicklung 3.707
Verwaltung 273
Vertrieb 1.246
Summe Mitarbeiter 9.794

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

(19) Aktienbasierte Vergütung

Als zusätzlichen Vergütungsbestandteil gewährt die Bayer AG ihren Mitarbeitern längerfristig angelegte aktienbasierte Vergütungsprogramme. Sie sind nach Mitarbeitergruppen differenziert und jeweils als Kollektivzusagen ausgestaltet.

Für die Vorstandsmitglieder und Führungskräfte besteht das Programm „Aspire“ in zwei unterschiedlichen Ausprägungen. Für alle Mitarbeiter wird zudem nach jährlich neu erfolgender Vorstandsentscheidung das Programm „BayShare“ angeboten.

Allen zum Abschlussstichtag bestehenden Verpflichtungen, die sich aus den aktienbasierten Programmen ergeben, wird durch entsprechende Rückstellungen Rechnung getragen. Ihre Höhe bemisst sich zum einen am beizulegenden Wert (Fair Value) der jeweiligen Zusagen und zum anderen an der seit Auflegung vergangenen Zeitdauer im Verhältnis zur Gesamtdauer des jeweiligen Programms. Zuführungen zu den Rückstellungen werden aufwandswirksam erfasst.

Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtungen aus den aktienbasierten Vergütungsprogrammen wurde jeweils auf der Grundlage einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt, der folgende wesentliche Parameter zugrunde lagen:

Parameter zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts 2014 2015
Dividendenrendite 1,89% 1,96%
Risikoloser Zinssatz (Laufzeit 4 Jahre) -0,08% -0,16%
Volatilität Bayer-Aktie 23,39% 25,61%
Volatilität Dow Jones EURO STOXX 50 18,11% 19,08%
Korrelation Bayer-Kurs - Dow Jones EURO STOXX 50 0,76 0,83

Aspire I

Mitglieder des Vorstands und Mitarbeiter der oberen Führungsebene sind zur Teilnahme an Aspire I berechtigt, soweit sie nach vorgegebenen Richtlinien eine individuell festgelegte Anzahl an Bayer-Aktien erwerben und dieses Eigeninvestment über die Programmlaufzeit halten. Bemessungsbasis für Aspire I ist ein individueller, positionsabhängiger Prozentwert vom jährlichen Grundgehalt (Aspire-Zielbetrag). Nach Ablauf der jeweiligen Programmtranche erhalten die Teilnehmer in Abhängigkeit von der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie sowie von der relativen Performance im Vergleich zum Aktienindex Dow Jones EURO STOXX 50 einen bestimmten in Prozent des Zielbetrags ausgedrückten Geldbetrag ausgezahlt. Dieser ist auf maximal 300% begrenzt; die einzelnen Tranchen haben eine Laufzeit von jeweils vier Jahren.

Am 01. Januar 2015 endete die im Jahr 2011 aufgelegte Aspire- Tranche; sie kam mit dem Maximalbetrag von 300% zur Auszahlung. Mit Ablauf des Geschäftsjahres endete die im Jahr 2012 aufgelegte Programmtranche. Auch hier wurde mit 300% der maximale Ausschüttungsbetrag erreicht. Dieser wird zu Beginn des Jahres 2016 ausgezahlt.

Aspire II

Für die übrigen Führungskräfte wird Aspire II angeboten. Es entspricht in seinen Grundzügen Aspire I. Im Gegensatz zu diesem ist ein Eigeninvestment in Bayer-Aktien allerdings nicht erforderlich. Zudem wird die Performance ausschließlich an der absoluten Kursentwicklung der Bayer-Aktie gemessen. Der maximal erreichbare Ertrag ist auf 250% des Aspire-Zielbetrags begrenzt.

Die Aspire-Tranche aus dem Jahr 2011 kam zu Jahresbeginn 2015 mit dem Maximalwert von 250% der jeweiligen Zielbeträge zur Auszahlung. Die Tranche aus dem Jahr 2012 erreichte gleichfalls den Maximalwert von 250%. Die Auszahlung erfolgte zu Beginn des Jahres 2016.

BayShare

Im Rahmen von BayShare gewährt Bayer den zur Teilnahme berechtigten Mitarbeitern einen Zuschuss zu einem Eigeninvestment in Bayer-Aktien.

Die Höhe des Zuschusses, der jährlich neu festgelegt wird, belief sich wie im Vorjahr auf 20% des Zeichnungsbetrags. Je nach Position des Mitarbeiters war der Gesamtbetrag für den Aktienerwerb – ebenfalls unverändert zum Vorjahr – auf 2.500 € bzw. 5.000 € begrenzt. Für Auszubildende lag der Höchstbetrag bei 1.800 €. Die erworbenen Aktien werden in gesonderten Depots verwahrt und unterliegen einer Veräußerungssperre. Diese endet jeweils am 31. Dezember des Jahres, das dem Jahr des Aktienerwerbs folgt.

Für alle aktienbasierten Vergütungsprogramme der Bayer AG sind bei der Bayer Pharma AG im Berichtsjahr 28,4 Mio. € (Vorjahr: 26,5 Mio. €) im Aufwand; der Betrag ist Bestandteil des Personalaufwands. Die Rückstellungen für diese Programme beliefen sich zum 31.12.2015 auf 49 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €).

Sonstige Erläuterungen

(20) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Rückstellungen und Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Aus künftigen Leasing- und Mietzahlungen resultiert eine Verpflichtung von insgesamt 1.304 Mio. €. Hiervon entfallen 1.274 Mio. € auf Mietverträge mit verbundenen Unternehmen. Vom Gesamtbetrag der Leasing- und Mietverpflichtungen sind 110 Mio. € im Jahr 2016, 438 Mio. € in den Jahren 2017 bis 2020 und 756 Mio. € nach 2020 fällig.

Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen sowie Investitionsverpflichtungen in einer Gesamthöhe von 3.659 Mio. €. Vom Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen sowie Investitionsverpflichtungen entfallen 923 Mio. € auf verbundene Unternehmen. Vom Gesamtbetrag fallen 1.272 Mio. € im Jahr 2016, 467 Mio. € in den Jahren 2017 bis 2020 und 1.920 Mio. € nach 2020 an.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen 1.259.791 1.304.377
Verpflichtungen aus Forschungsvereinbarungen 2.687.983 3.309.171
Genehmigte Investitionen im Anlagevermögen 235.136 349.475
Summe sonstige finanzielle Verpflichtungen 4.182.910 4.963.023
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2.006.896 2.196.386
Summe Sonstige finanzielle Verpflichtungen 4.182.910 4.963.023

(21) Derivative Finanzinstrumente / Bewertungseinheiten

Die Bayer Pharma Aktiengesellschaft ist im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit Währungsrisiken ausgesetzt. Deren Absicherung erfolgt im Wesentlichen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente. Es handelt sich meist um außerhalb der Börse gehandelte (sogenannte OTC-) Instrumente. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und bleibt mit wertmäßig geringen Ausnahmen auf die Absicherung des operativen Geschäfts der Gesellschaft sowie der damit verbundenen Finanzierungsvorgänge beschränkt. In ihrer Holdingfunktion schließt die Bayer AG, Leverkusen, alle Devisenkontrakte mit Banken ab und reicht diese intern an die Bayer Pharma Aktiengesellschaft durch. Zur Währungssicherung werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte eingesetzt.

Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist, in Bezug auf Ergebnis und Zahlungsmittelflüsse die Fluktuationen zu reduzieren, die auf Veränderungen von Wechselkursen zurückgehen.

Ein Preisänderungsrisiko derivativer Deviseninstrumente besteht aufgrund der Schwankungsmöglichkeit der zugrunde liegenden Basisgröße (Währungen). Soweit Derivate zu Sicherungszwecken eingesetzt sind, wird die Möglichkeit von Wertverlusten durch gegenläufige Effekte aus den gesicherten Grundgeschäften kompensiert.

Für Derivate mit positivem Marktwert besteht ein Bonitäts- oder Ausfallrisiko für den Fall, dass die jeweiligen Vertragspartner ihren Erfüllungsverpflichtungen nicht nachkommen können. Zur Minimierung dieses Risikos teilt die Bayer AG, Leverkusen, den Banken bonitätsmäßige Kontrahentenlimite zu.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) ermittelt. Dabei gilt der Grundsatz, dass Devisenkontrakte einzeln mit ihrem Terminkurs am Abschlussstichtag bewertet werden. Die Terminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen.

Das Nominalvolumen der von der Bayer AG, Leverkusen, an die Bayer Pharma Aktiengesellschaft weitergereichten Derivate belief sich zum 31.12.2015 auf 4.387 Mio. €. Die derivativen Finanzinstrumente setzten sich wie folgt zusammen:

Derivative Finanzinstrumente
Nominalwerte Beizulegende Zeitwerte Buchwerte
--- --- --- --- --- --- ---
2014

Mio €
2015

Mio €
2014

Mio €
2015

Mio €
2014

Mio €
2015

Mio €
--- --- --- --- --- --- ---
Devisenterminkontrakte 2.620 4.119 -46 26 0 0
- positive Marktwerte 651 2.948 55 66 0 0
- negative Marktwerte 1.969 1.171 -101 -40 0 0
Summe Devisenterminkontrakte 2.620 4.119 -46 26 0 0
Devisenoptionen 266 230 31 12 0 0
- positive Marktwerte 135 115 31 12 0 0
- negative Marktwerte 131 115 0 0 0 0
Summe Devisenoptionen 266 230 31 12 0 0
Aktienoptionen 7 38 6 11 4 12
- positive Marktwerte 7 18 6 12 4 12
- negative Marktwerte 0 20 0 -1 0 0
Summe Aktienoptionen 7 38 6 11 4 12
Summe derivative Finanzinstrumente 2.893 4.387 -9 49 4 12

Zur Absicherung mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteter Geschäfte der Konzernunternehmen in fremder Währung wurden durch die Bayer AG externe Devisenkontrakte abgeschlossen, welche die Wertveränderungen voraussichtlich vollständig ausgleichen werden. Sicherungsgrundlage sind ca. 50% der für 12 Monate geplanten Nettoposition (erwartete Umsätze und Kosten saldiert), die regelmäßig auf ihre Validität überprüft wird. Insoweit gehen wir von der Hochwahrscheinlichkeit der geplanten Transaktionen aus. Die Devisenkontrakte wurden intern von der Bayer AG mit einem Nominalwert von 1.999 Mio. € und einem positiven beizulegenden Zeitwert von 15 Mio. € an die Bayer Pharma AG weitergereicht. Die geplanten Geschäfte und die Sicherungsgeschäfte befinden sich in Bewertungseinheiten (Micro- Hedges), die sich bei Fälligkeit in 2016 bis 2018 ausgleichen werden. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird prospektiv mit der Critical Term Match Methode und retrospektiv zu jedem Bilanzstichtag mit der Dollar Offset Methode überprüft. Mit Ausnahme der intern gezahlten bzw. erhaltenen Optionsprämien von jeweils 6 Mio. € wurden die Devisenkontrakte bilanziell nicht erfasst.

Zur Abdeckung der Währungsrisiken aus Forderungen und Verbindlichkeiten der Konzernunternehmen schloss die Bayer AG Devisenkontrakte mit externen Vertragspartnern ab. Diese Geschäfte wurden in Höhe von nominal 957 Mio. € und mit einem beizulegenden Zeitwert von 9 Mio. € an die Bayer Pharma AG durchgereicht. Das bilanzielle Exposure (Buchwert 1,4 Mrd. €) wurde mit den sich gegenläufig verhaltenden Sicherungsgeschäften zu Bewertungseinheiten je Währung in sogenannte Portfolio Hedges zusammengefasst, welche im Jahr 2016 fällig werden. Durch Gegenüberstellung der Wertveränderung je Währung wurde der negative Saldo (Ineffektivität) gemäß den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen als Rückstellung aus Bewertungseinheiten unter den sonstigen Rückstellungen erfasst. Die Rückstellungen aus Bewertungseinheiten betrugen in Summe 22 Mio. €. Positive Salden in Höhe von 5 Mio. € wurden aufgrund der Kurzfristigkeit entsprechend abgegrenzt.

Devisenkontrakte wurden auch zur Absicherung von Währungsdarlehen abgeschlossen, die die Bayer Pharma AG bei einer Konzerngesellschaft aufgenommen hatte. Darlehen und Devisenkontrakte wurden jeweils in Bewertungseinheiten (Micro-Hedges) zusammengefasst. Die gesicherten Darlehen hatten zum Abschlussstichtag einen negativen Buchwert von 1.364 Mio. €. Ihr beizulegender Zeitwert war mit 1.377 Mio € um 13 Mio. € höher. Der korrespondierende interne Devisenkontrakt wies einen beizulegenden Zeitwert von 14 Mio. € aus, er ist im Jahr 2016 fällig und ist bilanziell nicht erfasst.

Die Bayer Pharma AG hat für Ihre Mitarbeiter der oberen Führungsebene über mehrere Jahre laufende Aktienprogramme aufgelegt. Während der Laufzeit der Programme erhalten die Mitarbeiter bei Erfüllung bestimmter Bedingungen den Gegenwert von Aktien der Bayer AG. Zur Absicherung des Risikos aus der Entwicklung des Aktienkurses resultierende Kursschwankungen hat die Bayer Pharma AG Kaufoptionen auf Aktien von der Bayer AG erworben. Die Aktienoptionen haben eine Laufzeit bis Ende 2018 und sind unter den Forderungen gegenüber verbunden Unternehmen nach dem Niederstwertprinzip bilanziert. Bilanziell berücksichtigt wurden lediglich die gezahlten Optionsprämien von 12 Mio. €.

(22) Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Nahe stehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Bayer Pharma Aktiengesellschaft Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Bayer Pharma Aktiengesellschaft unterliegen.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden insbesondere mit der Bayer AG, Leverkusen, sowie deren Tochterunternehmen abgeschlossen, ferner mit Versorgungsplänen. Es handelt sich vor allem um Waren-, Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sie werden regelmäßig zu auf dem jeweiligen Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

(23) Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie gewährte Vorschüsse und Kredite

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet, da sich anhand dieser Angabe die Bezüge eines Mitglieds des Vorstands feststellen lassen. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen 160 T€.

Die Bezüge der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen betrugen 4.089 T€. Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für frühere Vorstandsmitglieder und Hinterbliebene sind im Jahresabschluss der Bayer Pharma AG mit 67.832 T€ passiviert.

(24) Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktG

Zum 31.12.2015 besteht eine Beteiligung der Bayer AG am gezeichneten Kapital der Bayer Pharma AG, die ihr nach §§ 20 Absatz 1 und 21 Absatz 1 AktG sowie §§ 20 Absatz 4 und 21 Absatz 2 AktG mitgeteilt wurde.

Der nach § 20 Absatz 6 AktG veröffentlichte Inhalt der Mitteilung lautet wie folgt:

Die Bayer Aktiengesellschaft hat uns gemäß § 20 Absatz 1 AktG und § 21 Absatz 1 AktG mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört.

Weiter hat die Bayer Aktiengesellschaft uns gemäß § 20 Absatz 4 AktG und § 21 Absatz 2 AktG mitgeteilt, dass ihr eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

(25) Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Vorstands
Dieter Weinand (Vorsitzender, Leiter Division Pharmaceuticals, Mitglied des Vorstands der Bayer AG)
Dr. Christoph Bertram (ab 01.01.2016) (Arbeitsdirektor, Human Resources Business Partner)
Dr. Hartmut Klusik (bis 31.12.2015) (Mitglied des Vorstands der Bayer AG)
Manfred Vehreschild (bis 31.12.2015) (Chief Financial Officer, Leiter Central Administration & Organization)
Mitglieder des Aufsichtsrats
Michael König (bis 31.12.2015) (Vorsitzender, Mitglied des Vorstands der Bayer AG)
Dr. Hartmut Klusik (ab 01.01.2016) (Vorsitzender, Mitglied des Vorstands der Bayer AG)
Yüksel Karaaslan (Stellvertretender Vorsitzender, Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Berlin)
Werner Baumann (ab 01.03.2015) (Mitglied des Vorstands der Bayer AG)
Willy Beumann (Mitglied des Betriebsrats Bayer-Standort Elberfeld)
Dr. Tim Bielfeldt (Leiter Personalabteilung International der Bayer AG)
Dr. Olivier Brandicourt (bis 28.02.2015) (Vorsitzender des Vorstands der Bayer HealthCare AG)
Frank Fulbrecht (Teamleiter Engineering Labore der Bayer Pharma AG)
Vera Hahn (ab 01.06.2015) (Leiterin Regional Coordination der Bayer AG)
Dr. Roland Hartwig (Leiter Recht, Patente & Compliance der Bayer AG)
Oliver Heinrich (Bezirksleiter IG Bergbau, Chemie, Energie, Bezirk Berlin-Mark Brandenburg)
Dr. Armin Knors (ab 01.01.2016) (Geschäftsführer der Bayer Technology Services GmbH)
Ian Paterson (bis 31.05.2015) (Leiter Regionale Koordinierung der Bayer AG)
Dr. Claus Rau (Leiter Portfolio & Program Office der Bayer Pharma AG)
Dr. Alexander Rosar (Leiter Investor Relations der Bayer AG)
Anita Stapel (Leiterin Infrastructure & Application Operations der Bayer Business Services GmbH)
Cornelia Streich (Lebensmittelchemikerin Analytik in der Bayer Pharma AG)
Dr. Dirk Van Meirvenne (bis 31.12.2015) (Geschäftsführer der Bayer Technology Services GmbH)
Heinz Georg Webers (Vorsitzender des Betriebsrats Bayer-Standort Bergkamen)
Oliver Zühlke (Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats Bayer)

(26) Honorare des Abschlussprüfers

Die Angaben zu den Prüfungshonoraren sind im Bayer-Konzernabschluss enthalten. Insoweit wird die Befreiung von der Angabepflicht gem. § 285 Nr. 17 HGB in Anspruch genommen.

(27) Angaben gem. § 6b Abs. 2 EnWG

Ungewöhnliche Geschäfte im Bereich der Energieversorgungstätigkeit, die nicht von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Bayer Pharma Aktiengesellschaft sind und nach § 6b Abs. 2 EnWG angabepflichtig sind, lagen nicht vor.

(28) Aufstellung des Anteilsbesitzes

An den nachstehend aufgeführten Unternehmen hält die Bayer Pharma Aktiengesellschaft unmittelbar oder mittelbar mindestens 20 % der Anteile (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB). Bei den angegeben Werten für Eigenkapital und Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag handelt es sich jeweils um die Werte aus den auf Basis des jeweiligen Landesrechts erstellten Jahresabschlüssen; die Werte sind gerundet:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital

Mio.€
Ergebnis

Mio.€
Unternehmen mit einem Kapitalanteil von mindestens 20%
Deutschland
Alcafleu Management GmbH & Co. KG, Schönefeld 99,99 488,1 *) 58,0 *)
Alcafleu Management GmbH & Co. KG, Schönefeld 99,99 488,1 *) 58,0 *)
Ascensia Diabetes Service GmbH, Leverkusen 100,00 3,2 -0,2
Bayer Altersversorgung GmbH, Leverkusen 100,00 55,2 *) -31,9 *)**)
Bayer Consumer Care Deutschland GmbH, Berlin 100,00 1,1 *) 34,4 *)**)
Bayer CropScience Deutschland GmbH, Langenfeld 25,42 40,8 *) 24,9 *)
Bayer CropScience Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, Leverkusen 100,00 96,1 *) 25,7 *)
Bayer Gesellschaft für Beteiligungen mbH, Leverkusen 50,14 6.101,7 *) 7,2 *)**)
Bayer Schering Pharma AG, Berlin 100,00 257,5 *) -1,0 *)**)
Bayer Vital GmbH, Leverkusen 100,00 88,5 *) 22,6 *)**)
Bayer Weimar GmbH und Co. KG, Weimar 100,00 46,8 *) 4,7 *)
Bayer Verwaltungsgesellschaft mbH, Weimar 100,00 0,2 *) 0,0 *)
BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, Berlin 20,00 0,9 *) 0,1 *)
BGI Deutschland GmbH, Leverkusen 100,00 4.000,0 *) 7,3 *)**)
Generics Holding GmbH, Leverkusen 100,00 61,5 *) 0,0 *)**)
GP Grenzach Produktions GmbH, Grenzach-Wyhlen 100,00 25,0 *) -7,5 *)**)
Intendis GmbH, Berlin 100,00 111,0 *) 62,3 *)
Intraserv GmbH & Co. KG, Schönefeld 100,00 25,6 *) 21,7 *)
Intraserv Verwaltungs-GmbH, Schönefeld 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Jenapharm GmbH & Co. KG, Jena 100,00 63,9 *) 42,9 *)
Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Schönefeld 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Kosinus Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Gamma OHG, Schönefeld 100,00 30,0 *) 1,4 *)
Lilienthalstraße Nr. 4 GmbH, Schönefeld 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Menadier Heilmittel GmbH, Berlin 100,00 79,8 *) -0,1 *)**)
Schering-Kahlbaum GmbH, Berlin 100,00 28,3 *) 0,0 *)**)
Sechste Bayer Real Estate VV GmbH & Co. KG, Schönefeld 100,00 153,5 *) 44,1 *)
Steigerwald Arzneimittelwerk GmbH, Darmstadt 100,00 5,2 *) 22,0 *)**)
Europa (ohne Deutschland)
Algeta Innovations AS, Oslo/ Norwegen 100,00 -13,4 *) -2,3 *)
AO Bayer, Moskau/ Russische Föderation 57,41 61,9 *) 7,6 *)
Axxam S.p.A., Mailand/ Italien 23,24 2,8 *) 0,0 *)
Bayer AB, Solna/ Schweden 100,00 12,8 *) 3,0 *)
Bayer AEH Limited, Cambridge/ Großbritannien 100,00 0,0 0,0
Bayer Agriculture Limited, Cambridge/ Großbritannien 100,00 4,4 2,7
Bayer Antwerpen NV, Diegem/ Belgien 29,11 11.429,7 *) 585,7 *)
Bayer A/S, Kopenhagen/ Dänemark 100,00 52,4 *) 41,6 *)
Bayer AS, Oslo/ Norwegen 100,00 69,1 *) 31,2 *)
Bayer Austria Gesellschaft m.b.H., Wien/ Österreich 100,00 19,1 *) 5,4 *)
Bayer Bulgaria EOOD, Sofia/ Bulgarien 100,00 8,4 *) 3,3 *)
Bayer CropScience Limited, Cambridge/ Großbritannien 100,00 70,7 *) 10,7 *)
Bayer CropScience Norwich Limited, Cambridge/ Großbritannien 100,00 0,0 0,0
Bayer CropScience (Portugal)-Produtos para a Agricultura, Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 13,7 0,4
Bayer CropScience Schweiz AG, Muttenz/ Schweiz 100,00 0,1 *) 0,6 *)
Bayer CropScience S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 71,2 *) 4,8 *)
Bayer d.o.o., Belgrad/ Serbien 100,00 9,1 *) 0,4 *)
Bayer d.o.o., Ljubljana/ Slowenien 100,00 14,4 *) 3,9 *)
Bayer d.o.o., Zagreb/ Kroatien 100,00 1,1 *) -0,3 *)
Bayer d.o.o. Sarajevo, Sarajevo/ Bosnien & Herzegowina 100,00 0,6 *) 0,1 *)
Bayer Global Investments B.V., Mijdrecht/ Niederlande 75,70 12.285,4 *) 953,0 *)
Bayer HealthCare Manufacturing S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 288,2 *) 45,6 *)
Bayer HealthCare SAS, Loos/ Frankreich 100,00 91,7 *) 13,8 *)
Bayer Healthcare S.r.l., Mailand/ Italien 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Bayer Hellas AG, Athen/ Griechenland 100,00 11,5 *) 2,8 *)
Bayer Hungaria Kft., Budapest/ Ungarn 100,00 19,8 *) 6,6 *)
Bayer Ltd., Kiew/ Ukraine 100,00 25,0 *) 17,7 *)
Bayer Limited, Dublin/ Irland 100,00 6,1 3,2
Bayer Nordic SE, Espoo/ Finnland 100,00 1.298,2 *) 297,5 *)
Bayer Norway AS, Oslo/ Norwegen 100,00 677,3 *) -2,8 *)
Bayer NV, Diegem/ Belgien 86,09 67,4 *) 2,3 *)
Bayer OÜ, Tallinn/ Estland 100,00 1,2 *) 0,4 *)
Bayer OY, Turku/ Finnland 100,00 482,0 *) 413,6 *)
Bayer Portugal, SA, Carnaxide/ Portugal 99,99 26,4 1,7
Bayer Public Limited Company, Newbury/ Großbritannien 100,00 85,3 *) 20,4 *)
Bayer S.A.S., Lyon/ Frankreich 100,00 1.271,8 *) 104,5 *)
Bayer (Schweiz) AG, Zürich/ Schweiz 100,00 56,2 *) 10,9 *)
Bayer S.p.A., Mailand/ Italien 100,00 574,1 *) 108,2 *)
Bayer, spol. sr.o., Bratislava/ Slowakei 100,00 3,5 *) 1,3 *)
Bayer Sp. z o.o., Warschau/ Polen 100,00 68,2 *) 13,3 *)
Bayer s.r.o., Prag/ Tschechische Republik 100,00 9,1 *) 4,5 *)
Bayer WR LLC, Minsk/ Weißrussland 75,00 2,0 *) 0,5 *)
Bayhealth Comercializacao de Produtos Farmaceuticos Unipessoal Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Berlex – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,1 0,0
Berlifarma – Especialidades Farmaceuticas, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,1 0,0
Berlimed – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,1 0,0
Berlis AG, Zürich/ Schweiz 100,00 1,4 *) 0,5 *)
CENTROFARMA – Industria e Comercio de Prod. Farmaceuticos, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Lusalfarma – Especialidades Farmaceuticas Lda, Carnaxide/ Portugal 100,00 0,1 ***) 0,0 ***)
Lusal Producao Quimico Farmaceutica Luso-Alema, Lda., Carnaxide/ Portugal 100,00 0,0 0,0
Mediwest Norway AS, Oslo/ Norwegen 100,00 0,5 0,0
Medrad Denmark ApS, Kopenhagen/ Dänemark 100,00 0,6 0,1
Medrad Sweden AB, Mölndal/ Schweden 100,00 1,1 0,1
Medrad UK Limited, Newbury/ Großbritannien 100,00 2,8 0,3
Nunhems Hungary Kft., Szolnok/ Ungarn 100,00 0,6 *) 0,2 *)
Nunhems Italy S.r.l., St. Agata (Bolognes)/ Italien 100,00 8,9 *) 0,5 *)
Nunhems Poland Sp. z o.o., Warschau/ Polen 100,00 0,6 *) 0,1 *)
SC Bayer SRL, Bukarest/ Rumänien 99,00 13,6 *) 0,5 *)
Schering Agrochemicals Holdings, Newbury/ Großbritannien 100,00 0,0 0,0
Schering Health Care Limited, Newbury/ Großbritannien 100,00 0,0 0,0
SIA Bayer, Riga/ Lettland 100,00 0,8 *) 0,0 *)
Silver Birch Trustees Limited, London/ Großbritannien 100,00 0,0 0,0
UAB Bayer, Vilnius/ Litauen 100,00 4,2 *) 1,0 *)
Lateinarmerika
Bayer (Bermuda) Limited, Hamilton/ Bermuda 100,00 0,5 0,0
Bayer de Mexico, S.A. de C.V., Mexico City/ Mexico 74,84 341,3 *) 147,2 *)
Bayer S.A., Bogota / Kolumbien 78,17 120,6 *) 38,6 *)
Bayer S.A., El Dorado/ Panama 100,00 42,1 *) 12,1 *)
Bayer S.A., Guatemala City/ Guatemala 100,00 94,0 *) 13,5 *)
Bayer S.A., Lima/ Peru 88,20 79,8 *) 5,1 *)
Bayer S.A., Managua/ Nicaragua 100,00 8,3 *) 0,4 *)
Bayer SA, Montevideo/ Uruguay 100,00 5,0 *) -1,2 *)
Bayer S.A., San Jose/ Costa Rica 100,00 32,0 *) 5,4 *)
Bayer, S.A., San Salvador/ El Salvador 100,00 12,6 *) 1,5 *)
Bayer S.A., Santiago de Chile/ Chile 85,66 42,7 *) 7,0 *)
Bayer S.A., Santo Domingo/ Dominikanische Republik 100,00 16,4 *) 2,1 *)
Bayer S.A., Quito/ Ecuador 99,99 30,6 *) 3,8 *)
Bayer S.A. de C.V., Tegucigalpa/ Honduras 100,00 12,1 *) 2,3 *)
Comercial Interamericana, S.A., Guatemala City/ Guatemala 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Corporación Bonima S.A. de C.V., Ilopango/ El Salvador 99,64 19,6 *) 1,5 *)
Miles, S.A. Guatemala Branch, Guatemala City/ Guatemala 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Productos Quimicos Naturales S.A. de C.V., Orizaba/ Mexico 100,00 12,8 *) 2,2 *)
Schering Peruana S.A., Lima/ Peru 100,00 0,0 *) 0,0 *)
Quimicas Unidas S.A., Havanna/ Kuba 100,00 0,0 0,0
Asien
Bayer (Cambodia) Co., Ltd., Phnom Penh/ Kambodscha 100,00 0,3 *) 0,0 *)
Bayer CropScience (China) Company Ltd., Hangzhou/ China 42,19 95,3 *) 2,1 *)
Bayer CropScience K.K., Tokio/ Japan 100,00 250,3 *) 6,1 *)
Bayer CropScience Limited, Thane/ Indien 41,72 282,3 51,7
Bayer CropScience Ltd., Dhaka/ Bangladesch 59,99 -4,2 *) -2,9 *)
Bayer HealthCare Limited, Hong Kong/ China 100,00 25,2 *) 4,5 *)
Bayer Holding Ltd., Tokio/ Japan 100,00 672,3 *) 114,0 *)
Bayer Holding (Thailand) Co., Ltd., Bangkok/ Thailand 99,98 -7,4 *) -12,8 *)
Bayer Israel Ltd., Hod Hasharon/ Israel 100,00 5,7 *) 0,7 *)
Bayer Korea Ltd., Seoul/ Republik Korea 45,20 88,8 *) 6,5 *)
Bayer Pakistan (Private) Limited, Karachi/ Pakistan 41,98 8,2 *) -1,8 *)
Bayer Thai Co., Ltd., Bangkok/ Thailand 99,99 492,4 *) 52,5 *)
Bayer Vapi Private Limited, Vapi/ Indien 99,99 223,5 12,7
Bayer Vietnam Ltd., Bien Hoa City/ Vietnam 48,78 69,2 *) 16,6 *)
Bayer Yakuhin, Ltd., Osaka/ Japan 100,00 254,3 *) 107,1 *)
Dihon Pharmaceutical Group Co. Ltd., Kunming/ China 24,79 39,9 *) -32,1 *)
Medipharm (Pvt) Ltd., Karachi/ Pakistan 100,00 8,1 *) 1,2 *)
MEDRAD Medical Equipment Trading Company-Beijing, Beijing/ China 100,00 16,7 *) 6,8 *)
Myanmar Aventis CropScience Ltd., Yangon/ Myanmar 99,80 0,0 0,0
Afrika
Bayer CropScience (Ethiopia) plc, Addis Ababa/ Äthiopien 90,00 0,4 *) 0,6 *)
Bayer Life Science Tanzania Ltd., Dar es Salaam/ Tansania 75,00 0,4 *) 0,0 *)
Bayer Limited Egypt, Kairo/ Ägypten 99,00 3,9 *) 0,6 *)
Bayer Middle Africa Ltd., Lagos/ Nigeria 99,00 0,5 *) 0,0 *)
Bayer (Proprietary) Limited, Isando/ Südafrika 75,64 121,7 *) 23,5 *)
Bayer S.A., Casablanca/ Marokko 33,70 28,8 *) 0,3 *)
Bayer Schering Pharma Mocambique, Lda, Maputo/ Mosambik 100,00 0,0 0,0
Bayer West-Central Africa S.A., Abidjan/ Elfenbeinküste 100,00 0,5 *) 0,1 *)
Australien/Ozeanien
Bayer Australia Limited, Pymble/ Australien 100,00 76,0 *) -8,7 *)
Bayer CropScience Holdings Pty Ltd, East Hawthorn/ Australien 100,00 18,6 *) 0,0
Bayer CropScience Pty Limited, East Hawthorn/ Australien 100,00 82,3 *) 11,0 *)
Bayer New Zealand Limited, Auckland/ Neuseeland 100,00 11,0 *) -4,3 *)
Cotton Growers Services Pty. Limited, Wee Waa/ Australien 50,00 6,7 *) -0,3 *)
Nordamerika
Bayer CropScience Holdings Inc., Calgary/ Kanada 28,58 252,4 *) 15,4 *)
Bayer CropScience Inc., Calgary/ Kanada 100,00 115,5 *) 85,3 *)
Bayer HealthCare US Funding LLC, Pittsburgh/ USA 49,99 *) 2.671,9 -81,7
Bayer Inc., Mississauga/ Kanada 73,17 598,5 *) 35,5 *)
Berlex Canada, Inc., Toronto/ Kanada 100,00 0,0 0,0

*) vorläufige Werte

**) Ergebnis vor Übernahme

***) Vorjahreswerte

Berlin, den 28. Januar 2016

Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Weinand

Dr. Bertram

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31.12.2015

Stand 01.01.2015

T€
Zugänge

T€
Umbuchungen/ Umgliederungen

T€
Abgänge

T€
Bruttowerte Stand 31.12.2015

T€
Kumulierte Abschreibungen Stand 31.12.2015

T€
Nettowerte Stand 31.12.2015

T€
Nettowerte Stand 31.12.2014

T€
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 641.608 215.631 14.626 -1.266 870.599 -540.217 330.382 156.226
Geleistete Anzahlungen 67.488 12.343 -14.626 -189 65.016 0 65.016 66.799
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 709.096 227.974 0 -1.455 935.615 -540.217 395.398 223.025
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 95.499 1.838 -3.434 -27.566 66.337 -36.692 29.645 62.790
Technische Anlagen und Maschinen 1.560.775 64.683 63.119 -38.557 1.650.020 -1.231.317 418.703 368.447
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 216.360 15.238 5.369 -7.581 229.386 -179.219 50.167 42.527
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 225.711 243.774 -65.054 0 404.431 0 404.431 225.587
Summe Sachanlagen 2.098.345 325.533 0 -73.704 2.350.174 -1.447.228 902.946 699.351
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 5.284.417 2.734.129 0 -1.379.655 6.638.891 -802.897 5.835.994 4.481.520
Stille Beteiligungen 31.144 0 0 0 31.144 0 31.144 31.144
Beteiligungen 768 273 0 0 1.041 -240 801 528
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 13.389 0 -13.389 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 312 0 0 -80 232 0 232 312
Summe Finanzanlagen 5.316.641 2.747.791 0 -1.393.124 6.671.308 -803.137 5.868.171 4.513.504
8.124.082 3.301.298 0 -1.468.283 9.957.097 -2.790.582 7.166.515 5.435.880

Entwicklung des Anlagevermögens (Abschreibungen) zum 31.12.2015

Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2015

T€
Zugänge

T€
außerplanmäßige Zugänge

T€
Zuschreibungen

T€
Umbuchungen/ Umgliederungen

T€
Abgänge

T€
Stand 31.12.2015

T€
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -485.382 -52.581 -2.831 0 -689 1.266 -540.217
Geleistete Anzahlungen -689 0 -189 0 689 189 0
Summe immaterielle Vermögensgegenstände -486.071 -52.581 -3.020 0 0 1.455 -540.217
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -32.709 -2.734 -6.590 1 934 4.406 -36.692
Technische Anlagen und Maschinen -1.192.328 -75.295 -52 52 -1.058 37.364 -1.231.317
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -173.832 -12.441 0 0 0 7.054 -179.219
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau -124 0 0 0 124 0 0
Summe Sachanlagen -1.398.993 -90.470 -6.642 53 0 48.824 -1.447.228
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen -802.897 0 0 0 0 0 -802.897
Stille Beteiligungen 0 0 0 0 0 0 0
Beteiligungen -240 0 0 0 0 0 -240
Wertpapiere des Anlagevermögens 0 0 0 0 0 0 0
Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0
-803.137 0 0 0 0 0 -803.137
-2.688.201 -143.051 -9.662 53 0 50.279 -2.790.582

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

Essen, den 29. Januar 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Eckhard Sprinkmeier, Wirtschaftsprüfer

ppa. Oliver Köster, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats der Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2015 regelmäßig ausführlich in schriftlicher sowie mündlicher Form über die wirtschaftliche Lage und die Entwicklung des Unternehmens berichtet.

Der Jahresabschluss der Bayer Pharma Aktiengesellschaft, Berlin, für das Geschäftsjahr 2015 wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften (HGB) und dem Aktiengesetz (AktG) aufgestellt, der Lagebericht nach den Vorschriften des HGB. Der Abschlussprüfer, die PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft geprüft. Der Abschlussprüfer hat keine Einwendungen erhoben und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und Lagebericht der Bayer Pharma Aktiengesellschaft sowie der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen. Den Jahresabschluss und Lagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwendungen. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu.

Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Mit dem Lagebericht sind wir einverstanden.

Angesichts des mit der Bayer Aktiengesellschaft bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags erübrigen sich die Prüfung eines Abhängigkeitsberichtes und ein Vorschlag zur Verwendung des Gewinns.

Leverkusen, den 13. September 2016

Für den Aufsichtsrat der Bayer Pharma Aktiengesellschaft

Dr. Hartmut Klusik, Vorsitzender