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Bauer AG Management Reports 2017

Apr 25, 2018

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Management Reports

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BAUER Aktiengesellschaft Schrobenhausen Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017 Zusammengefasster Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

KONZERNSTRUKTUR

Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.

Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.

Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Full-Service-Dienstleister in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Zu den Kompetenzen zählen Wasseraufbereitung, Umweltsanierung und Abfallmanagement, Bohrdienstleistungen sowie Brunnenbau.

Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, strategischer Einkauf, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente -die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH -jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind.

Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert.

Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 71 bis 75 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations veröffentlicht wird.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt.

Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Ergebnis nach Steuern als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und dem Ergebnis nach Steuern des Konzerns finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Auf Segmentebene werden nur die Gesamtkonzernleistung und das EBIT als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.

Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2017 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben. Die zentrale Entwicklungsabteilung arbeitet an den Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein.

Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus vermeintlich einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.

Ein Kernthema der Entwicklungsarbeit ist seit einiger Zeit die zunehmende Digitalisierung, die sowohl den Maschinenbereich als auch den Bau betrifft. Unter der Überschrift "Bauen digital" arbeiten wir intensiv daran, unterschiedlichste Baustellendaten mit diversen Prozessen und Anwendungen so mit unseren zentralen Datenbanken zu vernetzen, dass Abläufe effizienter werden, Erfahrungswerte vergangener Baustellen für uns weltweit verfügbar sind und folglich Herausforderungen zukünftiger Projekte besser abgeschätzt werden können. Auch für unsere Geräte entwickeln wir neue Anwendungen und Assistenzsysteme, um unseren Kunden eine optisch ansprechende Visualisierung, eine überall verfügbare effiziente Datenhaltung sowie Unterstützung bei den Arbeiten zu ermöglichen. Dazu gehören eine Joystickhilfe, ein intuitives Bedienkonzept sowie einheitliche Displays für bis zu 15 verschiedene Spezialtiefbauverfahren inklusive Datenaufzeichnung und Diagnose.

Besondere Herausforderungen bieten vermehrt innerstädtische Baustellen in der ganzen Welt. Wenig Platz zum Arbeiten und hohe Anforderungen an Lärmschutz und Sicherheit sind dabei die Rahmenbedingungen. Im letzten Jahr haben wir mit unseren kompakten Spezialträgergeräten für Fräsen MBC 30 und MBC 40 auf unserer Hausaustellung zwei Entwicklungen vorgestellt, die genau diese Anforderungen erfüllen. Die Low Headroom-Geräte kommen zum Einsatz, wenn die Höhe beispielsweise durch Stromleitungen beschränkt ist.# BAUER Gruppe

Forschung und Entwicklung

Zudem sind die Maschinen sehr leise und benötigen wenig Platz zum Arbeiten. Gerade bei der Reduzierung der Lärmemissionen, des Dieselverbrauchs sowie der Effizienzsteigerung wurden in den letzten Jahren zahlreiche Neuerungen in den Markt eingeführt. Das Energie-Effizienz-Paket (EEP), optional als Professional-Paket, bündelt zahlreiche dieser Technologien und ist für die meisten Bauer-Geräte verfügbar. Auch bei der Technologie der Fräsgetriebe wird stetig an Leistungsverbesserungen gearbeitet. Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt. Das Segment Resources ist im Umweltbereich Vorreiter für die Reinigung belasteten Wassers, insbesondere mit biologischen Verfahren, wie beispielsweise Schilfkläranlagen. Zur Weiterentwicklung und zur Erforschung neuer Technologien dienen Kooperationen mit Hochschulen, aber auch mit Industriepartnern wie jüngst der Beitritt zum Sustainable Bioenergy Research Consortium des Masdar Institute in Abu Dhabi. Ziel des Konsortiums ist es, Technologien und neue Ansätze für die Erzeugung nachhaltiger Bioenergie zu entwickeln und zu unterstützen. Im Maschinenbau wenden wir gut 3,0 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) der entsprechenden Gesamtkonzernleistung für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 195 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.

Forschung und Entwicklung in der BAUER Gruppe

2016 2017 2017 2017 2017
Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR)*
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 3,2 20,2 1,3 24,7 819,5
in % der Gesamtkonzernleistung 0,5 3,4 0,5 1,6 705,0
Konzernmitarbeiter 6.412 2.753 1.282 10.771 247,6
Mitarbeiter F&E 41 190 13 244 1.772,0
2017 2017
Resources BAUER Gruppe
Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR)* 247,6 1.772,0
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 1,6 26,2
in % der Gesamtkonzernleistung 0,6 1,5
Konzernmitarbeiter 1.287 10.913
Mitarbeiter F&E 17 252
  • nach Abzug Konsolidierung ** Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 0,6 % der entsprechenden Gesamtkonzernleistung. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen führen vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how-Basis der Segmente.

QUALITÄT

Qualität ist die Grundlage für den weltweiten Erfolg der BAUER Gruppe und gehört deshalb zu den fundamentalen Anliegen der obersten Führung unserer Unternehmen. Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen. Das über viele Jahre erworbene Vertrauen unserer Kunden in unsere Unternehmen und in die Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Geräte gilt es zu bewahren und, wo immer möglich, auszubauen. Dabei gehen wir mit großer Bereitschaft auf die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden ein, um diese schnell, verlässlich und kosteneffektiv erfüllen zu können. Voraussetzungen hierfür sind eine eindeutige Organisation, eine hohe Bereitschaft zur Kooperation sowie der uneingeschränkte Wille zur Fehlervermeidung, Verbesserung und Innovation. Wir sind davon überzeugt, dass Fehler und Abweichungen bei der Ausführung unserer Produkte und Dienstleistungen vermeidbar sind. Durch die Einführung eines Qualitätsmanagementsystems im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses arbeiten wir an einer stetigen Steigerung der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen mit dem Ziel: Null- Fehler. Maßstäbe für unseren Erfolg sind dabei, neben dem wirtschaftlichen Erfolg unserer Unternehmen, vor allem die Zufriedenheit unserer Kunden und Mitarbeiter. Das Erreichen der geplanten Qualitätsziele wird anhand von Kennzahlen und Audits regelmäßig überprüft. Abweichungen werden analysiert und zeitnah abgestellt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in die regelmäßigen Schulungen unserer Mitarbeiter. Durch das Managementreview festgestellte Mängel oder Verbesserungspotentiale fließen im nächsten Planungslauf zur weiteren Systemverbesserung ein. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, indem wir durch die Vorgesetzten den Einsatz für Qualität vorleben, ihnen herausfordernde Ziele setzen, ausreichend Verantwortung übertragen und gute Leistungen anerkennen. Nur durch eine aktive Mitarbeit können Qualitätsziele in kurzer Zeit erreicht werden.

MITARBEITER

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.913 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.771). Diese teilen sich wie folgt auf:
― Segment Bau: 6.467 Mitarbeiter (Vorjahr: 6.412)
― Segment Maschinen: 2.833 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.753)
― Segment Resources: 1.287 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.282)
― Segment Sonstiges: 326 Mitarbeiter (Vorjahr: 324)

Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen sind im Wesentlichen im Ausland aber auch aufgrund des starken Anstiegs der Gesamtkonzernleistung und wegen Restrukturierungen zu verzeichnen. Im Ausland sind durch die zu bearbeitenden Bauprojekte oft größere Veränderungen möglich.

Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis

Mitarbeiter nach Regionen

Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die stärkste Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Indonesien (106 Mitarbeiter), Vietnam (80 Mitarbeiter) und Malaysia (73 Mitarbeiter). Nach Beendigung größerer Projekte in Ägypten war dort ein Rückgang um 108 Mitarbeiter zu verzeichnen. In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. In Summe stieg die Mitarbeiterzahl im Bau leicht an, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden. Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl aufgrund des Leistungsanstiegs etwas erhöht. Die BAUER Maschinen GmbH selbst hat 15 Mitarbeiter hinzugewonnen. In den USA, zurückzuführen auf das Joint Venture mit Schlumberger, kamen 51 Mitarbeiter hinzu, bei unseren Werken im Fernen Osten 27 Mitarbeiter. Bei einzelnen Tochterfirmen in Deutschland ist die Mitarbeiterzahl leicht zurückgegangen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist. Im Segment Resources gab es vor allem aufgrund einzelner Projekte einen Anstieg bei den Mitarbeitern. Im Wesentlichen ist dies auf die Tochterfirma in Jordanien zurückzuführen, die 27 Mitarbeiter hinzugewonnen hat. Bei unserer deutschen Tochterfirma zur Herstellung von Brunnenausbaumaterialien in Peine gab es einen Rückgang um 18 Mitarbeiter. Bei den weiteren Firmen des Segments gab es nur kleinere Veränderungen. Im Segment Sonstiges, das im Wesentlichen die BAUER AG mit ihren zentralen Funktionsbereichen umfasst, gab es einen leichten Zuwachs an Mitarbeitern. Weitere Angaben zum Thema Mitarbeiter sind in der Nichtfinanziellen Konzernerklärung ab Seite 62 zu finden.

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft befindet sich trotz anhaltend schwieriger politischer Rahmenbedingungen und Krisenherde weiter auf einem soliden Wachstumspfad. Der Konflikt in der Ukraine, die Sanktionen gegen Russland, der immer noch zu niedrige Ölpreis -um nur einige Beispiele zu nennen -sind inzwischen zur Normalität geworden. Auch neu aufkeimende Krisen wie in Katar, die Kriegsrhetorik zwischen Nordkorea und den USA, die wieder zunehmende Spaltung Israels und der Palästinenser durch das Verhalten der amerikanischen Führung, der politische Umbruch in Saudi-Arabien, die von Protektionismus geleitete amerikanische Steuerpolitik sowie der offene Ausgang der Brexit-Verhandlungen sorgen dafür, dass die Weltwirtschaft immer wieder mit großen Unsicherheitsfaktoren konfrontiert ist und sich immer schneller auf kurzfristige Veränderungen einstellen muss. In den vergangenen Jahren ist das erstaunlich gut gelungen, es ist aber nicht zu erwarten, dass sich in naher Zukunft eine neue Kontinuität und Stabilität der weltweiten wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen einstellt. Es bleibt also eine Unsicherheit bestehen, ob die Weltwirtschaft ihren soliden Wachstumspfad weiter so fortsetzen kann. Beobachtet man die unterschiedlichen Geschwindigkeiten, ist anzunehmen, dass sich die politischen und wirtschaftlichen Führungsrollen zwischen China, den USA, der EU, Russland und den Ländern des Nahen Ostens neu ordnen werden. Zudem werden die Digitalisierung, der Klimawandel und die Ressourcenknappheit dies entscheidend mitbestimmen. Gerade die Digitalisierung und die Datenhoheit werden nahezu alle Wirtschaftszweige stark beeinflussen. Für die Unternehmen besteht die größte Herausforderung darin, den richtigen Umgang mit den Megatrends der Zukunft, insbesondere der Digitalisierung, und der damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderung zu finden und rechtzeitig entsprechende Strategien zu entwickeln.Vielerorts wird die Geschwindigkeit dieser Veränderung noch unterschätzt und Unternehmensstrukturen werden nicht schnell genug angepasst, was für manche Unternehmen schnell einen Wettbewerbsnachteil bedeuten kann. Die BAUER Gruppe hat intensiv begonnen sich darauf einzustellen und passende Strategien entwickelt. Mit der Zusammenführung von Digitalisierung, Entwicklungskoordination und Unternehmenskultur als Ressorts unter dem neuen Vorstandsmitglied Florian Bauer wird die bereits über viele Jahre im Unternehmen stattfindende Arbeit nochmals gestärkt.

Die Krisen der vergangenen Jahre konnten ein kontinuierliches Wachstum der Welt nicht verhindern – die Wirtschaft hat sich darauf eingestellt. Prognosen und passende Entscheidungen bleiben in diesem Umfeld jedoch weiter sehr schwierig: Welche Krise ist die nächste? Welcher Markt bricht als nächstes zusammen und welche Chancen bieten sich demnächst? Wie lange bleibt China ein zuverlässiger Treiber für die Weltwirtschaft und welche Chancen und Risiken bietet "America First"? Die Antworten auf diese Fragen sind sehr wichtig für die weitere Weltwirtschafts- und Unternehmensentwicklung, aber durch die Vielfalt der Themen auch immer schwieriger zu finden. Nach Einschätzung der großen Forschungsinstitute wird die Welt weiter um die 3 % wachsen. Dies ist nur möglich, wenn die Baumärkte die Voraussetzungen dafür schaffen und selbst noch etwas mehr zulegen. Für die internationalen Baumärkte ist deshalb ein Wachstum von 3,5 bis 4 % zu erwarten. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert immer höhere Gebäude, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu einem Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die sich durch kurzfristige Ereignisse in der Welt regional sehr unterschiedlich zeigen kann.

Baustatistik Deutschland – Veränderung 2016 /2017 (scroll in %)

Umsatz Auftragseingang Beschäftigte
Wohnungsbau 11,6 5,0
Wirtschaftsbau 8,4 6,9
Öffentlicher Bau 6,5 7,2
Insgesamt 8,5 6,6 5,9

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Für ein global aufgestelltes Spezialunternehmen wie das unsere, bieten die globalen Trends trotz der sich schnell verändernden Märkte langfristig ein positives Marktumfeld.

UNSERE MARKTE IM ÜBERBLICK

Die Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. In den letzten Jahren haben sich zudem die Anforderungen hinsichtlich Tiefe und Beschaffenheit der unterirdischen Bauwerke an die benötigten Geräte und Technologien deutlich erhöht. Wir sehen uns hier gut gewappnet. Die Unternehmen der BAUER Gruppe können diese allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über die Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen. Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt jedoch unterschiedlich:

Deutschland

Die positive Entwicklung des deutschen Baumarktes im Jahr 2017 wird sich auch in den Folgejahren weiter fortsetzen. Der Wohnungsbau wird durch weiter niedrige Zinsen, staatliche Förderungen und einem anhaltend hohen Nachholbedarf in Ballungsräumen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Defizit im Bereich Infrastruktur, für den im Staatshaushalt nochmals deutlich mehr Geld zur Verfügung steht. Durch die Errichtung einer "Infrastrukturgesellschaft Verkehr" sollen mittelfristig die Investitionen des Bundes verstetigt und noch etwas gesteigert werden. Eine endgültige Trendwende bei den Verzögerungen in der Umsetzung durch mangelnde Planungskapazitäten und bei den Genehmigungen zeigt sich noch nicht. Teilweise hat der schlechte Zustand der Infrastruktur schon große Auswirkungen auf den Güterverkehr, so dass hier enorme Aufwendungen notwendig sind. Die anhaltende Diskussion über die Schadstoffbelastung der Innenstädte könnte beim Ausbau des Personennahverkehrs zudem weitere erhebliche Investitionen notwendig machen. Beim Wirtschaftsbau ist davon auszugehen, dass der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung zu steigenden Investitionen führt, die sich auch in zunehmender Baunachfrage widerspiegeln.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung in Mio. EUR

Gesamt
1.772 Europa

In Westeuropa wird die wirtschaftliche Erholung der südeuropäischen Länder die Baumärkte in den kommenden Jahren wieder ansteigen lassen. Unabhängig davon gibt es große Infrastrukturvorhaben zur Verbesserung und zum weiteren Ausbau der europäischen Ballungszentren – wie in London oder Paris. Im Osten Europas konnten sich einige Märkte, wie zum Beispiel Polen und Ungarn, gut von der Krise der letzten Jahre erholen. In vielen anderen Staaten bewegen sich die Bauinvestitionen aufgrund fehlender Finanzmittel weiter auf sehr niedrigem Niveau. Die anhaltende Krise in der Ukraine führt weiter zu erheblichen Beeinträchtigungen der dortigen Wirtschaft und damit stehen auch für den Bau nur geringe Mittel zur Verfügung. Russland versucht trotz anhaltender Sanktionen den Bausektor mit geringerem Budget weiter zu finanzieren. Es bleibt abzuwarten, ob eine stärkere Orientierung Russlands Richtung Osten, insbesondere China, zu neuem Wachstum verhilft.

Nahost & Zentralasien

Die Länder des Nahen Ostens sind unverändert durch die anhaltenden Krisen der Region geprägt. Dies erfordert von allen Staaten in der Region weiter Sparmaßnahmen. In den letzten zwei Jahren ist es dadurch zu einer Abkühlung der Bauinvestitionen gekommen. Im Wohnungsbau werden Projekte nur noch etappenweise umgesetzt oder ganz zurückgestellt. Ein steigender Leerstand von Wohn- und Büroimmobilien unterstützt diesen Trend. Wirtschaftszweige im Bereich Öl und Gas haben ihre Investitionen aufgrund des niedrigen Ölpreises deutlich zurückgefahren. Auch Infrastrukturprojekte werden in der Folge langsamer umgesetzt oder verschoben. Für die Bauwirtschaft führt dies zu einem verstärkten Wettbewerb, auf den sich die Firmen einstellen müssen. Ungeachtet eines wieder gestiegenen Ölpreises ist nicht mit einem schnellen Wachstum zu rechnen. Die politische Instabilität in der Region hat mit der Krise in Katar, der Ankündigung der USA Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und der militärischen Offensive der Türkei gegen die Kurden im Norden Syriens einen weiteren Höhepunkt erreicht. Ebenso ist die politische Entwicklung Saudi-Arabiens nach dem Machtwechsel noch unklar – der jetzige Weg bietet sicherlich Chancen. Die anhaltend schwierige Lage in Syrien, dem Irak und im Jemen und die damit verbundene Flüchtlingssituation sowie die Spannungen mit dem Iran führen in allen Ländern der Region zur Zurückhaltung bei Investitionen – auch mit Auswirkungen für die Bauwirtschaft. Ein möglicher zukünftiger Friedensprozess in Syrien bietet Chancen beim nötigen Wiederaufbau des Landes. In Ägypten entwickelt sich die Wirtschaft in eine ungewisse Zukunft. Die enormen Staatsausgaben der vergangenen Jahre, die nun nicht mehr ausreichend durch ausländische Unterstützung gedeckt werden können, haben zu erheblichen Problemen für den Staat geführt. Dennoch gibt es im Land etliche große öffentliche Bauprojekte – so etwa der Ausbau der U-Bahn in Kairo – die stark durch ausländische Finanzierung getragen werden. Im privaten Bereich wird der Wohnungsbau durch die für Investoren währungsbedingt sehr günstigen Baupreise angeregt.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Singapur und Malaysia werden neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien, die Philippinen oder Thailand verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht erfreulich. Die Bauwirtschaft in China befindet sich weiter auf hohem Niveau, bietet aber durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen kaum Möglichkeiten, um dort tätig zu werden. Das von der chinesischen Regierung ausgerufene Projekt der "neuen Seidenstraße" löst viele Initiativen für neue Aufträge aus. Der Baumaschinenmarkt in China hat sich nach einem erheblichen Kapazitätsabbau in den Vorjahren im letzten Jahr mit einem Wachstum von über 50 % deutlich schneller erholt als erwartet. Davon konnten alle Baumaschinenhersteller profitieren. Auch für das Jahr 2018 wird mit einer anhaltend positiven Nachfragesituation gerechnet.

Amerika

Die USA sind in ihrer gesamtwirtschaftlichen Entwicklung wieder zu einem der Zugpferde in der Welt geworden – allein der Baumarkt war weiterhin eher unbefriedigend.# Geschäftsverlauf

Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir weiter große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine bessere Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt eher schwach mit einzelnen größeren Projekten. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Aufträge. Afrika In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Eine leichte Erholung der Rohstoffpreise lässt auf einen geringen Anstieg der Investitionen speziell im Mining-Bereich hoffen, was die Wirtschaft insgesamt beleben würde. Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen, wie Umwelt, Demographie, Energie und Wasser, in den Hintergrund gerückt. Diese Herausforderungen gewinnen wegen der zunehmenden sozialen Probleme in vielen Ländern, die zum Teil Auslöser der Flüchtlingsbewegung sind, wieder an Bedeutung. Die Lösung dieser Themen ist nur durch größere Anstrengungen im Bau denkbar. Auch für uns ergeben sich dadurch vielfältige Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Aufgabenfeldern Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreich Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtkonzernleistung von 1.772,0 Mio. EUR, die um 14,0 % über dem Vorjahreswert von 1.554,7 Mio. EUR lag. Das EBIT betrug 89,6 Mio. EUR (Vorjahr: 70,3 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern betrug 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Mit dem Jahresabschluss 2017 wurde die Bilanzierung der Währungseffekte verändert. Bislang wurden die realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften unter den sonstigen Erträgen sowie die realisierten und unrealisierten Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Nun wird das Währungsergebnis in den Finanzerträgen bzw. -aufwendungen ausgewiesen, da dieses Finanzierungs- und nicht operativen Charakter hat. Der Saldo der Währungsgewinne zu den -verlusten hat sich von -1,9 Mio. EUR im Vorjahr auf -22,5 Mio. EUR spürbar verändert und somit das Ergebnis nach Steuern im abgeschlossenen Geschäftsjahr deutlich belastet. Die BAUER Gruppe startete operativ positiv in das Geschäftsjahr 2017. Der erhebliche Anstieg der Gesamtkonzernleistung war zurückzuführen auf den deutlichen Anstieg bei den Verkäufen im Segment Maschinen und der Abarbeitung des hohen Auftragsbestands im Bau. Als Folge konnte mit Veröffentlichung des Halbjahresfinanzberichts am 11. August 2017 die Prognose für die Gesamtkonzernleistung von etwa 1,7 Mrd. EUR auf etwa 1,8 Mrd. EUR angehoben werden. Die Ergebnisprognose blieb dabei unverändert. Wir hatten ursprünglich eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,7 Mrd. EUR, ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 23 bis 28 Mio. EUR prognostiziert.

Entwicklung der Gesamtkonzernleistung nach Segmenten in Mio. EUR (Segmente nach Abzug Sonstiges/Konsolidierung)

Bis zum Jahresende lag das Segment Maschinen erheblich über den Erwartungen hinsichtlich Leistung und Ergebnis. Mit dem Wachstum der Märkte in Europa und Asien, dabei insbesondere China, sowie Verbesserungen bei einigen Tochterfirmen, konnten die Verkäufe deutlich gesteigert werden. Der Baubereich blieb die erste Zeit des Jahres hinter den Erwartungen zurück, was vor allem an negativen Ergebnisbeiträgen in Deutschland und Australien lag. Zudem wurde das Ergebnis deutlich von Währungsverlusten beeinflusst. Bis Jahresende wurden die operativen Planzahlen jedoch nahezu erreicht, was an vielen positiven Projekten, unter anderem in Ägypten, Kanada und im Fernen Osten, lag. Das Segment Resources war geprägt von größeren Verlusten bei Tochterfirmen bzw. Projekten in den Bereichen Brunnenausbaumaterialien, Brunnenbohren sowie der Brauerei- und Getränketechnologie. Zudem belasteten weitere notwendige Restrukturierungsmaßnahmen, die der positiv laufende Umweltbereich nicht ausgleichen konnte. Bis zum Jahresende verzeichneten wir eine, aus operativer Sicht im Vergleich zu den Vorjahren, deutlich bessere Entwicklung. Leider konnte die BAUER Gruppe letztlich nicht mit dem geplanten Ergebnis nach Steuern abschließen. Im Januar 2018 wurde durch den unerwarteten Ausgang eines langjährigen Schiedsgerichtsverfahrens eine Neubewertung der bilanzierten Forderungen notwendig. Dies führte zu einem zusätzlichen Verlust bei der lokalen Tochterfirma in Hongkong in Höhe von etwas mehr als 20 Mio. EUR. Das Verfahren bezog sich auf das Projekt Hongkong Guangzhou Express Rail Link, bei dem unsere dortige Tochterfirma in den Jahren 2011 und 2012 große Baumaßnahmen zur Errichtung eines unterirdischen Bahnhofs durchgeführt hatte. Die Menge und die Härte des auszubohrenden Felsens im Boden stellte sich deutlich anders dar, als dies Gutachten im Rahmen der Ausschreibung erwarten ließen. Dadurch war ein vielfacher Mehraufwand zur Abwicklung des Projekts notwendig. Obwohl das Urteil zu unseren Gunsten ausfiel, lag das zugesprochene Ergebnis sehr deutlich unter unseren Forderungen. (Anmerkung: Im weiteren Verlauf des Berichts sprechen wir bei Nennung des Vorgangs aus Gründen der Lesefreundlichkeit vom " Schiedsgerichtsverfahren Hongkong".) In der Folge musste die Konzernprognose für das Gesamtjahr 2017 nach unten korrigiert werden, da dieser Einfluss bei der Aufstellung der Bilanz bereits zu berücksichtigen ist. Mit der am 8. Januar 2018 veröffentlichten Ad-hoc-Meldung wurde die Ergebnisprognose auf ein EBIT von etwa 65 Mio. EUR sowie ein Ergebnis nach Steuern, das sich knapp im positiven Bereich bewegen sollte, angepasst. Die Prognose für die Gesamtkonzernleistung -etwa 1,8 Mrd. EUR -blieb unverändert. Der Unterschied vom zuletzt prognostizierten zum ausgewiesenen EBIT ist im Wesentlichen auf die eingangs beschriebene Veränderung beim Ausweis der Währungseffekte zurückzuführen. Der Auftragsbestand des Konzerns ging durch die Abarbeitung einiger, zum Teil großer Projekte auf 977,8 Mio. EUR leicht zurück und lag damit 3,0 % unter dem Vorjahreswert von 1.008,1 Mio. EUR. Dennoch verteilt sich der Auftragsbestand im Bau über alle Regionen der Welt und befindet sich weiter auf einem für die Zukunft guten Niveau. Im Maschinenbau lag der Auftragsbestand trotz zahlreicher Auslieferungen im vierten Quartal auf ähnlichem Niveau wie in den Vorquartalen. Im Segment Resources erhöhte sich der Auftragsbestand aufgrund der Erteilung des Großprojekts zur Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman deutlich.

Prognose-Ist-Vergleich 2017

Prognosen (in Mio. EUR) Ist 2017
13.04.2017 11.08.2017
Gesamtkonzernleistung ~ 1.700 ~ 1.800
EBIT ~ 75 ~ 75
Ergebnis nach Steuern ~ 23- 28 ~ 23- 28
Prognosen (in Mio. EUR) Ist 2017
08.01.2018
Gesamtkonzernleistung ~ 1.800 1.772
EBIT ~ 65 89,6
Ergebnis nach Steuern knapp im positiven Bereich 3,7

Gesamtaussage

Das Jahr 2017 war aus operativer Sicht ein positives Geschäftsjahr mit deutlicher Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Weitere Neuausrichtungen von Geschäftsbereichen, Reorganisationsmaßnahmen sowie die Beendigung kleinerer Märkte tragen zur Stabilisierung für die Zukunft bei. Die zusätzlich begonnenen Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, Wertanalyse, Produktion oder zur Reduzierung des Working Capital zeigen Erfolge und bleiben dauerhaft im Unternehmen installiert, um zur weiteren Verbesserung des Ergebnisses beizutragen. Leider wurde die positive operative Entwicklung durch das negative Ergebnis aus dem Schiedsgerichtsverfahren Hongkong und durch Währungseffekte nahezu vollständig aufgezehrt. Unabhängig davon sind wir mit der Gesamtergebnissituation des Konzerns noch nicht zufrieden. Viele Maßnahmen haben unsere Ausgangslage jedoch weiter verbessert. Unterstützt von den aktuell weiter guten Markterwartungen können wir der Zukunft positiv entgegensehen.

SEGMENT BAU

2016* (in Tausend EUR) 2017 (in Tausend EUR) Veränderung
Gesamtkonzernleistung 713.141 835.001 17,1 %
Umsatzerlöse 614.456 783.782 27,6 %
Auftragseingang 707.354 742.410 5,0 %
Auftragsbestand 585.272 492.681 -15,8 %
EBIT 29.722 19.630 -34,0 %
Ergebnis nach Steuern 9.463 -15.236 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 6.412 6.467 0,9 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Baumärkte weltweit sind auch im Jahr 2017 wieder positiv gewachsen. Der große Bedarf an Infrastruktur, wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum unverändert an. Da hierbei in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt, so dass wir in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind. Deutschland ist weiterhin ein sehr aktiver Baumarkt, allerdings mit aktuell zu wenigen großen öffentlichen Infrastrukturmaßnahmen. Auch in den anderen Ländern Europas besteht in Summe ein Wachstum, mit jedoch sehr unterschiedlich verlaufenden Einzelmärkten. Im Gegensatz zu anderen südosteuropäischen Ländern verzeichnet Ungarn ein robustes Bauwachstum. Die USA konnten die hohen Erwartungen an neue Bauinvestitionen nicht erfüllen. Der Ferne Osten ist unverändert geprägt von sehr vielen Bauaktivitäten. Eher schwach und zum Teil rückläufig zeigten sich dagegen der Nahe Osten und die Länder Mittelamerikas. Die Blockade Katars durch mehrere Nachbarländer führte zu erheblichen Behinderungen und zu einem Einbruch des lokalen Baumarktes.# Segmente

Segment Bau

Der Baumarkt in Russland befindet sich ebenso weiter auf niedrigem Niveau.

Wesentliche Ereignisse

Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtkonzernleistung von 835,0 Mio. EUR, die mit 17,1 % ein sehr deutliches Wachstum gegenüber dem Vorjahr mit 713,1 Mio. EUR aufweist. Das EBIT lag mit 19,6 Mio. EUR unterhalb der Erwartungen und dem Vorjahr von 29,7 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern war mit -15,2 Mio. EUR deutlich negativ -im Vorjahr stand ein positives Ergebnis von 9,5 Mio. EUR zu Buche. Insgesamt ist es gelungen die Gesamtkonzernleistung durch die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände und die sehr gute Marktlage in einigen Ländern deutlich zu erhöhen. Die Ergebniskennzahlen waren von unterschiedlichsten Einflussfaktoren betroffen. Einigen sehr guten Ergebnisbeiträgen aus Projekten und Tochterfirmen, wie Kanada, England, Ägypten, Thailand, Indonesien und Russland, standen Verluste in Deutschland, Australien, den USA und dem Nahen Osten gegenüber. Einen großen Einfluss hatten zudem auch negative Währungseffekte und ein hoher Steueraufwand, die das Ergebnis nach Steuern zusätzlich belasteten. Im Januar 2018 wurde durch den unerwarteten Ausgang des im Abschnitt Geschäftsverlauf ausführlich beschriebenen Schiedsgerichtsverfahrens Hongkong eine Neubewertung der bilanzierten Forderungen in Höhe von etwas mehr als 20 Mio. EUR notwendig. Dies wirkte entsprechend mindernd auf die Umsatzerlöse und die Gesamtkonzernleistung des Segments und führte dazu, dass die Ergebniskennzahlen deutlich unter den Erwartungen ausfielen.

Aus rein operativer Sicht hätten wir das Jahr in der Nähe unserer Erwartungen abschließen können. Insgesamt konnten wir das positive Marktumfeld, insbesondere in Europa und dem Fernen Osten, gut für uns nutzen. In Deutschland belasteten uns einzelne Projekte im Ergebnis, wobei die Leistung deutlich gesteigert werden konnte. In Europa verzeichneten wir gute Ergebnisse vor allem in England, aber auch in Russland. In einem schwachen Markt wickelten wir dort Aufträge, unter anderem ein Anschlussprojekt für das Lakhta Center in Sankt Petersburg positiv ab. Im Fernen Osten herrschte ein positives Marktumfeld, so dass wir besonders in Indonesien und Thailand einen sehr guten Geschäftsverlauf hatten. Malaysia konnte Leistung und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr, wo zahlreiche Projekte aufgeschoben wurden, deutlich erhöhen. Erfreulich waren erneut auch die Tochterfirmen in Ägypten und Kanada, wo das Großprojekt Diavik erfolgreich abgeschlossen wurde. Eine schwierige Entwicklung hatte dagegen unsere Tochterfirma in den USA, deren Neuaufbau noch nicht vollständig gelungen ist und die daher weiterhin einen Verlust verzeichnete. In Australien belastete ein größeres Projekt das Ergebnis. Der Nahe Osten war insgesamt rückläufig im Vergleich zu den Vorjahren und die Tochterfirmen brachten einen negativen Ergebnisbeitrag. Wir sehen die Marktlage in Katar auch weiterhin schwierig, wogegen wir durch Aufträge in den Vereinigten Arabischen Emiraten eine Verbesserung erwarten. Mit der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH und der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH erbringen wir in Deutschland Leistungen im Ingenieurbau und im Bereich Sanierung. Obwohl sich die Leistung erhöht hat, stand noch ein Verlust zu Buche.

Auftragslage

Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gut entwickelt und war mit 742,4 Mio. EUR um 5,0 % höher als im Vorjahr mit 707,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 492,7 Mio. EUR um 15,8 % unter dem Vorjahr von 585,3 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf die Abarbeitung großer Projekte zurückzuführen. Wir verzeichnen jedoch weiterhin gute Auftragseingänge und gehen durch das positive Marktumfeld nicht von einer merklichen Veränderung in den nächsten Monaten aus. Die Projekte verteilen sich derzeit in Summe gut über die vorhandenen Kapazitäten in den einzelnen Regionen. Durch den vorhandenen Auftragsbestand und aufgrund weiterer Chancen in der Welt haben wir eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr.

Ausblick

Insgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Unser globales Netzwerk ermöglicht es, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. In Deutschland und in Europa erwarten wir in Summe erneut eine gute Entwicklung. Den Markt in den USA sehen wir weiterhin herausfordernd. Im Nahen Osten gehen wir in Summe von einer stabilen Entwicklung aus, wogegen wir im Fernen Osten durch die Auftragslage in ein positiv zu erwartendes Geschäftsjahr gehen. Für das Jahr 2018 erwarten wir für das Segment einen leichten Rückgang bei der Gesamtkonzernleistung aufgrund des sehr starken Anstiegs im Vorjahr. Das EBIT sollte sich deutlich verbessern.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Bau in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Geographische Aufteilung 2017* 2016* Veränderung
Europa 479,5 395,5 21,2 %
Nordamerika 51,6 60,3 -14,4 %
Asien/Australien 214,6 217,8 -1,5 %
Afrika/Naher Osten 89,3 39,5 126,1 %
Gesamt 835,0 713,1 17,1 %
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Segment Maschinen

scroll in Tausend EUR

2016* 2017 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 634.401 754.545 18,9 %
Umsatzerlöse 542.688 660.893 21,8 %
Auftragseingang 650.335 759.859 16,8 %
Auftragsbestand 144.030 149.344 3,7 %
EBIT 38.423 80.574 n/a
Ergebnis nach Steuern 10.946 40.950 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.753 2.833 2,9 %
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die Baumaschinenmärkte zeigten im Jahr 2017 in Summe ein deutliches Wachstum. Nach eher schwachen bzw. volatilen Entwicklungen in den Vorjahren wuchsen die einzelnen Regionen zum Teil wieder deutlich. Insbesondere China und die asiatischen Märkte legten spürbar zu; auch Europa zeigte sich sehr positiv. Russland konnte auf niedrigem Niveau leicht wachsen, blieb aber insgesamt schwach. Der Baumaschinenmarkt in Nordamerika blieb nahezu unverändert und war insgesamt enttäuschend. Der Nahe Osten blieb hinter den positiven Erwartungen zurück, zeigte sich aber besser als im Vorjahr. Bei unserer jährlich stattfindenden Hausausstellung, zu der wir 2017 rund 2.000 Gäste aus aller Welt begrüßen konnten, bestätigte sich in den Gesprächen mit unseren Kunden die merklich positivere Stimmung und höhere Investitionsbereitschaft. Das Wettbewerbsumfeld, das in den letzten Jahren vor allem von den Überkapazitäten in China geprägt war, hat sich im Laufe des Jahres 2017 mehr und mehr normalisiert. Es sind weniger chinesische Hersteller in den Märkten wahrzunehmen, so dass wir uns wieder in einem normalisierten Wettbewerb mit den europäischen und chinesischen Herstellern befinden. Von den guten Zuwächsen bei den Baumaschinenmärkten konnten wir dabei vergleichsweise gut profitieren. Die für einige unserer Sonderproduktgruppen -wie Brunnenbohrgeräte -wichtigen Rohstoffmärkte legten im Jahr 2017 ebenfalls zu.

Wesentliche Ereignisse

Das Segment Maschinen konnte die Gesamtkonzernleistung im vergangenen Geschäftsjahr um 18,9 % von 634,4 Mio. EUR auf 754,5 Mio. EUR deutlich steigern. Ebenso wuchsen die Umsatzerlöse um 21,8 % von 542,7 Mio. EUR auf 660,9 Mio. EUR. Entsprechend erhöhte sich das EBIT von 38,4 Mio. EUR auf 80,6 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von 10,9 Mio. EUR auf 41,0 Mio. EUR. In einem insgesamt wachsenden Marktumfeld ist es uns gelungen, Leistung und Umsatz sehr deutlich zu steigern. Bereits in den ersten Monaten entwickelte sich das Geschäft besser als erwartet. Haupttreiber waren im Gesamtjahr die Vertriebsmärkte in Europa und Asien, dabei insbesondere China. Afrika und Südamerika lagen gut im Plan. Enttäuschend dagegen waren die Vertriebszahlen in Nordamerika und im Nahen Osten, die unter den Erwartungen lagen. Die Umsätze in Russland waren aufgrund fehlender Finanzmittel bei den Kunden weiterhin schwach. Die angrenzenden Staaten Osteuropas und Zentralasiens waren leicht positiv, befanden sich aber weiter auf niedrigem Niveau. Bei den Tochterfirmen und den einzelnen Produktgruppen konnten wir in Summe eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erreichen. Insbesondere bei den Brunnenbohrgeräten und den Mischanlagen zeigten die Restrukturierungsmaßnahmen und die teilweise Neuausrichtung des Produktportfolios ihre Wirkung. Der Vertrieb von Ankerbohrgeräten, Drehantrieben und Bohrrohren zeigte sich auch im Jahr 2017 positiv, ebenso wie die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten, die erneut einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag lieferte und besonders von den dort stark wachsenden Märkten profitieren konnte. Das Geschäft mit Ersatzteilen, Bohrwerkzeugen und weiteren After-Sales-Services lieferte erneut einen guten Beitrag zum Gesamtergebnis. Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte in den USA wird von ihrem derzeitigen Standort in ein neues Büro mit Lagerplatz umziehen und das bisherige Gelände vollständig dem Joint Venture mit Schlumberger für die Produktion von Tiefbohranlagen überlassen. Das Joint Venture ist den Planungen entsprechend noch nicht im positiven Bereich. Nach Erprobung der neu entwickelten Geräte sehen wir hier gute Chancen für eine positive Nachfrage. Die im Einsatz befindlichen Anlagen zeigten bei ersten Bohrungen bereits eine gute Leistung. Insgesamt waren die Verkäufe von Groß- und Spezialgeräten spürbar höher als im Vorjahr. Der sehr deutliche Anstieg bei der Leistung führte zudem zu einer besseren Auslastung der Werke und wirkte sich damit zusätzlich positiv auf das Ergebnis aus. Auch konnten wir mit vielen Einzelmaßnahmen bei den Tochterfirmen und in der BAUER Maschinen GmbH die Ergebnissituation jeweils verbessern.

Auftragslage

Der Auftragseingang entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als erwartet und lag seit Jahresbeginn kontinuierlich über unseren Planungen. Er erhöhte sich von 650,3 Mio. EUR im Vorjahr deutlich um 16,8 % auf 759,9 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2017 mit 149,3 Mio. EUR in etwa auf Höhe des Vorjahres von 144,0 Mio. EUR. Durch die deutlich erhöhte Produktion und zeitnahe Auslieferung konnte der Auftragsbestand immer wieder schnell abgearbeitet werden.# MASCHINEN

Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Auftragseingänge im Vergleich zu den letzten Jahren gut erhöht haben. Dennoch gilt unverändert, dass bei den Maschinen für den Spezialtiefbau die Kunden weiterhin relativ kurzfristig bestellen. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig nur zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Obwohl zum Jahresende 2017 wieder viele Maschinen ausgeliefert wurden, lag der Auftragsbestand im Dezember im Vergleich zum üblichen unterjährigen Bestand auf ähnlichem Niveau, da auch im vierten Quartal gute Auftragseingänge verzeichnet werden konnten. Im Joint Venture mit Schlumberger sind neue Aufträge zum Bau von Tiefbohranlagen zu erwarten.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Maschinen in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Ausblick

Das Jahr 2017 war für unser Segment Maschinen sehr erfreulich. Das Geschäft profitierte vom guten Wachstum der Märkte in Europa und Asien, von mehr Auslieferungen von Spezial- und Großgeräten sowie von Restrukturierungsmaßnahmen bei Tochterfirmen. Wir gehen davon aus, dass sich im Jahr 2018 die positive Marktentwicklung in den Regionen fortsetzen sollte. Russland sowie den Nahen Osten erwarten wir auch für das laufende Jahr etwas schwächer. Die Normalisierung des Wettbewerbs sollte sich ebenso fortsetzen, so dass wir hier keine großen Marktverwerfungen in naher Zukunft erwarten. Für 2018 erwarten wir für das Segment eine Gesamtkonzernleistung in etwa auf Höhe des Vorjahres sowie einen leichten Rückgang beim EBIT.

SEGMENT RESOURCES

scroll in Tausend EUR

2016* 2017 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 262.411 248.209 -5,4 %
Umsatzerlöse 238.199 221.522 -7,0 %
Auftragseingang 264.743 305.185 15,3 %
Auftragsbestand 278.795 335.771 20,4 %
EBIT -3.718 -10.023 n/a
Ergebnis nach Steuern -8.452 -22.422 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.282 1.287 0,4 %
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die drei Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Umwelt zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gibt es anhaltend viele Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Im Nahen Osten gibt es zwar großen Bedarf, jedoch zeigte sich der Markt insgesamt im letzten Jahr sehr volatil. Im Bereich Wasser gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine stabile Nachfrage nach Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung. Im Bereich Brunnenausbaumaterialien zeigte sich der Markt in Deutschland sehr stabil, wogegen Europa und Afrika insgesamt relativ schwach blieben. Besonders schwierig stellten sich nach wie vor die Märkte für Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Obwohl die Rohstoffpreise wieder angezogen haben, gab es zu wenig Projekte am Markt. Dadurch bestanden weiterhin Überkapazitäten, so dass auch im vergangenen Jahr deutliche Belastungen entstanden sind.

Wesentliche Ereignisse

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 248,2 Mio. EUR um 5,4 % unter dem Vorjahreswert von 262,4 Mio. EUR. Das EBIT verringerte sich von -3,7 Mio. EUR auf -10,0 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von -8,5 Mio. EUR auf -22,4 Mio. EUR. Das Segment Resources blieb im Jahr 2017 deutlich hinter unseren Erwartungen zurück. Obwohl viele Umstrukturierungen bereits greifen, sind einige Bereiche und Firmen noch nicht im Plus, so dass weitere Maßnahmen implementiert wurden. Erneut positiv zeigte sich der Umweltbereich, der in stabilen Märkten einen sehr guten Auftragsbestand hat. Die Abwicklung der großen Projekte, wie die Altlastensanierung Kesslergrube, verläuft positiv. Lediglich eines der Bodenreinigungszentren in Deutschland brachte eine Belastung. Die Geschäfte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi-Arabien wurden aufgrund der volatilen Marktlage zurückgefahren. Sehr erfreulich war die im Oktober beauftragte Erweiterung der größten Schilfkläranlage der Welt im Oman mit einem Volumen von etwa 160 Mio. EUR. Die Bauphase, die etwa ein Viertel der Auftragssumme ausmacht, wird bis Ende 2019 andauern. Einen wesentlichen negativen Einfluss hatte weiterhin die Unterauslastung im Bereich Brunnenbohren. Die Tochterfirma in Jordanien konnte im letzten Jahr zwar einen Auftrag für die Instandsetzung von Brunnen im Land gut abarbeiten, jedoch führten die vorhandenen Überkapazitäten des Unternehmens weiterhin zu größeren finanziellen Belastungen. Zusätzlich musste hier eine Neubewertung einer bilanzierten Forderung aus einem im Jahr 2013 abgeschlossenen Brunnenbauprojekt vorgenommen werden, da unser Auftraggeber ein Schiedsgerichtsverfahren verloren hatte. Auch die Firmen in Afrika hatten weiterhin kaum Aufträge, obwohl die Steigerung der Rohstoffpreise für Minen ein Marktwachstum andeutet. Unsere Tochterfirma, die Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellt, wurde im letzten Jahr von einem negativen Auftrag sehr deutlich belastet. Das Projekt wurde bereits abgeschlossen, so dass wir hier keine weiteren Auswirkungen erwarten und wieder positiver in die Zukunft gehen. Im Bereich der Anlagen zur Wasseraufbereitung wurden einige Projekte erst spät vergeben, so dass sich hier das Geschäft im Jahr 2018 verbessern sollte. Bei der GWE-Gruppe, die Brunnenausbaumaterialien herstellt, wurden in den letzten Jahren viele Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt. Jedoch konnte noch kein positives Ergebnis erreicht werden, so dass hier weiterhin intensiv an Verbesserungen gearbeitet werden muss. In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland und der positiven Entwicklung unseres Unternehmens in Kasachstan, brachte der Bereich wieder einen positiven Leistungs- und Ergebnisbeitrag, der gut über dem Vorjahr lag.

Auftragslage

Der Auftragseingang lag 2017 mit 305,2 Mio. EUR um 15,3 % deutlich über dem Vorjahreswert von 264,7 Mio. EUR, was vor allem auf die Erteilung des Großauftrags zur Erweiterung der Schilfkläranlage im Oman mit einem Volumen von etwa 160 Mio. EUR zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand zum Jahresende war entsprechend mit 335,8 Mio. EUR um 20,4 % höher als im Vorjahr mit 278,8 Mio. EUR. Aufgrund der langen Laufzeit des Auftrags im Oman ist dieser nicht vollständig in den Auftragsbestand eingerechnet. Gute Auftragszuwächse verzeichnet daher vor allem der Umweltbereich, der neben dem beschriebenen Großprojekt auch weitere größere Projekte gewinnen konnte. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen sowie Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und haben daher einen guten Bestand. Im Bereich des Brunnenbohrens sind die Auftragsbestände zurückgegangen. Dies lag vor allem an der Abarbeitung des genannten Auftrags in Jordanien. Wir erwarten jedoch wieder eine Verbesserung, da neue Projekte in den Markt kommen.

Ausblick

Das Segment Resources konnte im abgelaufenen Jahr die ursprünglichen Erwartungen noch nicht erfüllen. Neben dem Bohrgeschäft belasteten zusätzlich ein Projekt im Brauereigeschäft sowie weiterhin noch nicht im positiven Bereich befindliche Tochterfirmen. Daher wurden einige zusätzliche Maßnahmen implementiert, um die Ergebnissituation zu verbessern.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Resources in Mio. EUR (nach Abzug Konsolidierung)

Positiv sehen wir unverändert den Umweltbereich, der gute Aufträge im Bestand hat. Die Arbeiten zur Erweiterung der Schilfkläranlage bringen in den kommenden Jahren einen zusätzlichen positiven Beitrag. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Im Bereich der Brauereianlagen ist der 2017 belastende Auftrag abgeschlossen, so dass wir ein normales Geschäftsjahr 2018 erwarten. Die schwierige Marktsituation im Bereich Brunnenbohren wird sich aus heutiger Sicht nur leicht verbessern. Die finanziellen Belastungen durch die Überkapazitäten bei unserer Tochterfirma in Jordanien werden 2018 noch anhalten. Insgesamt können wir das Segment Resources daher noch nicht schnell in den positiven Bereich bringen. Jedoch gehen wir davon aus, dass sich aufgrund der Auftragslage und der getroffenen Maßnahmen die Ergebnissituation im Vergleich zu 2017 deutlich verbessert. Daher erwarten wir für das Jahr 2018 im Segment eine gute Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung und eine deutliche Verbesserung beim EBIT.

SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG

In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt. Das Segment Sonstiges weist ein EBIT von 14,2 Mio. EUR (Vorjahr: 8,1 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 13,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 14,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns. Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -14,8 Mio. EUR (Vorjahr: -2,3 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -14,5 Mio. EUR (Vorjahr: -2,4 Mio. EUR).# Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen

scroll in Mio. EUR

2016 Leistung* 2017 Leistung Anteil Jahr 2017 Veränderung zum Vorjahr
Auftragsbestand
BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST)
BST Inland 137,3 140,3 7,9 % 2,2 % +
Töchter Inland 33,3 2,3 0,1 % -93,0 % •
BST Ausland 75,8 100,8 5,7 % 33,0 % +
Töchter Ausland 487,3 641,0 36,2 % 31,5 % +
Bau Summe BST - Gruppe 733,7 884,4 49,9 % 20,5 % +
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
Töchter (SBN) 63,1 58,9 3,3 % -6,7 % •
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -83,7 -108,3 -6,1 %
Summe Bau 713,1 835,0 47,1 % 17,1 % +
BAUER Maschinen GmbH (BMA)
BAUER Maschinen GmbH (BMA) 416,5 509,1 28,7 % 22,2 % +
Töchter Maschinen 437,9 521,1 29,4 % 19,0 % +
Maschinen Summe BMA - Gruppe 854,4 1.030,2 58,1 % 20,6 % +
SBN 38,1 43,9 2,5 % 15,2 % •
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -258,1 -319,6 -18,0 %
Summe Maschinen 634,4 754,5 42,6 % 18,9 % +
BAUER Resources GmbH (BRE)
BAUER Resources GmbH (BRE) 110,7 114,7 6,5 % 3,6 % +
Töchter Resources 128,5 115,0 6,5 % -10,5 % +
Resources Summe BRE - Gruppe 239,2 229,7 13,0 % -4,0 % +
SBN 40,8 47,6 2,7 % 16,5 % +
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -17,6 -29,1 -1,6 %
Summe Resources 262,4 248,2 14,0 % -5,4 % +
BAUER Aktiengesellschaft (BAG)
BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 42,7 52,5 3,0 % 22,8 % +
Sonstige Töchter 3,0 3,3 0,2 % 12,4 % +
Sonstiges Summe Sonstige/Dienstleistungen 45,7 55,8 3,2 % 22,2 % +
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -101,0 -121,5 -6,9 %
Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 1.554,7 1.772,0 100,0 % 14,0 % +
davon: Inland 472,9 477,8 27,0 % 1,1 %
Ausland 1.081,8 1.294,2 73,0 % 19,6 %

Hinweise zur Tabelle:
■ Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen

Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe

scroll in Mio. EUR

Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt

2016* 2017
BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BST) 213,1 241,1
Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland - (Teilkonzernabschluss) 29,8 -
BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande 5,2 3,8
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien 24,4 41,7
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz 24,6 22,1
BAUER Magyarorszag Specialis Melyepitö Kft., Budapest, Ungarn 9,7 12,5
BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien 1,6 0,3
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 1,7 1,8
BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 22,8 26,9
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation 16,9 37,3
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten 42,0 32,9
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALIST S.a.r.L., Beirut, Libanon 9,3 9,9
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia 1,6 2,9
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 30,8 62,8
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 34,8 40,0
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 25,6 14,3
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien 12,8 13,7
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia - (Teilkonzernabschluss) 45,7 84,7
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 15,8 -7,1
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 10,0 18,8
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen 15,6 20,8
PT BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 17,0 31,4
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand 21,9 30,1
BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien 10,7 30,5
BAUER FOUNDATION CORP, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika 16,8 24,0
BAUER Fondations Canada Inc., Calgary, Kanada 35,2 48,8
BAUER FUNDACIONES PANAMÄ S.A., Panama City, Panama 11,4 13,3
BAUER Fundaciones America Latina S.A., Panama City, Panama 7,5 7,0
BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik 4,4 2,7
Sonstige Beteiligungen der BST 12,0 13,5
ARGEN Inland - (nur BST-Anteil) 3,0 1,9
Interne Konzernumsätze -78,3 -103,4
Summe BST - Gruppe 655,4 781,0
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland (SBN) 70,6 79,1
Beteiligungen der SBN 46,5 49,6
ARGEN SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - (nur SBN-Anteil) 2,5 2,0
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 16,6 15,1
ARGEN SPESA - (nur SPESA-Anteil) 5,8 4,6
Interne Konzernumsätze -46,6 -50,8
Summe SBN - Gruppe 95,4 99,6
BAUER Maschinen GmbH - Gruppe
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMA) 416,5 509,1
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland 46,0 46,5
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland 7,7 13,6
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland 16,2 17,7
BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 0,0 6,5
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 30,0 31,0
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland 6,6 6,7
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 8,1 7,5
BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 3,6 1,4
TracMec Srl, Mordano, Italien 11,0 11,5
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED Rotherham, Großbritannien 14,2 6,9
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien 11,0 13,7
BAUER MASZYNY POLSKA Sp.z.o.o., Warschau, Polen 5,4 6,1
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 3,6 6,8
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation 2,2 2,3
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Förderation 1,6 1,7
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 7,0 9,5
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 5,0 7,4
BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien 2,4 3,1
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur - (Teilkonzernabschluss) 121,4 184,4
NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan 10,1 13,3
BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien 8,0 12,2
BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 92,4 66,5
BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 0,5 0,0
BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 21,2 39,5
Sonstige Beteiligungen der BMA 2,7 5,3
Interne Konzernumsätze -223,1 -279,1
Summe BMA - Gruppe 631,3 751,1
BAUER Resources GmbH - Gruppe
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BRE) 110,7 114,7
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland 38,5 41,0
Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 24,2 13,2
GWE POL-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen 2,7 3,6
GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich 1,7 2,2
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn 3,1 3,3
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz 1,6 1,3
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich 2,4 2,4
BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien - (Teilkonzernabschluss) 30,3 20,8
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 2,0 1,4
BAUER Nimr LLC, Maskat-Al Mina, Sultanat Oman 8,7 10,3
BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko 2,5 3,0
BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal 2,5 1,2
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika - (Teilkonzernabschluss) 2,1 3,4
GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile 4,5 5,6
Sonstige Beteiligungen der BRE 1,5 1,4
ARGEN BAUER Resources GmbH - (nur BRE-Anteil) 0,2 0,9
Interne Konzernumsätze -11,4 -23,7
Summe BRE - Gruppe 227,8 206,0
BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (BAG) 42,7 52,5
Sonstige Beteiligung der BAG 3,0 3,3
Interne Konzernumsätze -100,9 -121,5
SUMME BAUER Gruppe 1.554,7 1.772,0
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff. Im Vergleich zur Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen ist in der Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen die Summe der einzelnen Gruppen nach Konsolidierung dargestellt.

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERNERTRAGSLAGE

Die im Jahr 2016 erzielte Trendwende konnte 2017 erfolgreich fortgesetzt werden und die Ertragslage hat sich gerade im Hinblick auf die operativen Ergebnisse im Vergleich sehr deutlich verbessert. Hierzu hat vor allem eine sehr gute Steigerung der Gesamtkonzernleistung im Maschinenbau beigetragen, aber auch viele positive Ergebnisse in Tochterfirmen der Segmente Bau und Resources. Leider gab es auch im Jahr 2017 Einflüsse, die das Ergebnis deutlich negativ beeinflusst haben. Im Wesentlichen sind dies das Schiedsgerichtsverfahren Hongkong, deutliche Währungsverluste sowie sehr unterschiedliche negative Ergebnisse im Segment Resources. Einige haben sich dabei insbesondere auf unser Ergebnis nach Steuern ausgewirkt. Obwohl die Gesamtentwicklung sehr deutlich positiv ist, entspricht die Ertragslage unter anderem aufgrund dieser Effekte nicht unseren Erwartungen.

Beim Vergleich der Einzelpositionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ist folgendes zu beachten: Wie bereits im Geschäftsverlauf beschrieben, wurde mit dem Jahresabschluss 2017 die Bilanzierung der Währungseffekte verändert. Der Saldo der Währungsgewinne zu den -verlusten hat sich von -1,9 Mio. EUR im Vorjahr auf -22,5 Mio. EUR aufgrund erheblicher Währungsveränderungen im Jahr 2017 deutlich verschlechtert. Die Vorjahreszahlen der Positionen konsolidierte Leistung, sonstige Erträge, sonstige betriebliche Aufwendungen, EBITDA, EBIT sowie Finanzerträge und -aufwendungen wurden entsprechend angepasst. Die wesentlichen Ergebniskennzahlen haben sich wie folgt verändert: Das EBITDA stieg um 13,9 % von 160,3 Mio. EUR auf 182,6 Mio. EUR an und erreichte einen Wert von 10,8 % (Vorjahr: 11,0 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung. Das EBIT stieg gegenüber Vorjahr von 70,3 Mio. EUR auf 89,6 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern von 3,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR) enthält 2017 saldierte Währungseffekte von -22,5 Mio. EUR (Vorjahr: -1,9 Mio. EUR). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) stieg gegenüber 2016 von 5,3 % auf 8,1 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern betrug 0,8 % (Vorjahr: 3,2 %).# Konzernlagebericht

Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verringerte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,0 % auf 0,2 %. Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:

Die konsolidierte Leistung ist von 1.457,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.688,1 Mio. EUR um 15,8 % deutlich gestiegen. Die Umsatzerlöse sind von 1.396,9 Mio. EUR um 19,4 % auf 1.667,9 Mio. EUR sehr deutlich angewachsen. Der Anstieg entstand im Wesentlichen in den Segmenten Bau und Maschinen. Die Neubewertung der bilanzierten Forderung aus dem Schiedsgerichtsverfahren Hongkong wirkte sich 2017 hier entsprechend reduzierend aus.

Die Bestandsveränderungen veränderten sich von 15,4 Mio. EUR auf -10,8 Mio. EUR sehr deutlich. Dies lag im Wesentlichen an den sehr guten Verkäufen im Segment Maschinen.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen gingen von 13,5 Mio. EUR auf 8,5 Mio. EUR zurück.

Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 32,2 Mio. EUR auf 22,6 Mio. EUR sehr deutlich zurückgegangen. Im Vorjahr waren Entkonsolidierungserträge in Höhe von 15,6 Mio. EUR enthalten.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 28,1 % auf 919,6 Mio. EUR gestiegen. Der Zuwachs lag deutlich über dem Anstieg der konsolidierten Leistung. Wesentlich hierfür waren Veränderungen in der Auftragsstruktur im Segment Bau, wo bei einigen Projekten ein deutlich erhöhter Materialeinsatz zum Tragen kam. Am Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich.

Der Personalaufwand hat sich mit einem Anstieg von 3,7 % auf 383,5 Mio. EUR deutlich unterdurchschnittlich zur konsolidierten Leistung entwickelt. Dies ist auf das leichte Mitarbeiterwachstum sowie vor allem auf die Tariferhöhung im Baugewerbe zurückzuführen. Mit unserem Ergebnisabsicherungsprogramm sind wir bemüht den Personalaufwand bestmöglich zur Leistungsentwicklung zu steuern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 3,6 % von 209,9 Mio. EUR auf 202,5 Mio. EUR zurückgegangen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. Die nachhaltige Arbeit an unseren Kostenstrukturen macht sich hier bemerkbar.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 5,1 % auf 78,3 Mio. EUR gestiegen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 5,7 % auf 14,6 Mio. EUR gesunken.

Die Finanzerträge sind von 36,2 Mio. EUR auf 37,6 Mio. EUR gestiegen. Nach der Entkonsolidierung der Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH im Vorjahr sind deren Erträge in Höhe von 2,7 Mio. EUR erstmalig in der Position enthalten.

Die Finanzaufwendungen lagen mit 90,8 Mio. EUR über dem Vorjahr von 79,4 Mio. EUR. Enthalten waren die Währungsverluste, die 2017 50,1 Mio. EUR betrugen und damit deutlich höher waren als im Vorjahr mit 32,6 Mio. EUR. Bereinigt um diesen Effekt ging die Position um 6,0 Mio. EUR zurück. Im Vorjahr waren unter anderem außerplanmäßige Wertminderungen auf Finanzanlagen in Höhe von 4,2 Mio. EUR enthalten.

Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt.

Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen verbesserte sich von -3,0 Mio. EUR auf -1,1 Mio. EUR. Wesentlicher Grund hierfür war eine außerplanmäßige Wertminderung von Anteilen in Höhe von 5,3 Mio. EUR, dem positive Ergebnisse in Höhe von 7,1 Mio. EUR gegenüberstehen.

Der Ertragsteueraufwand lag mit 31,6 Mio. EUR deutlich über Vorjahr mit 9,6 Mio. EUR. Zu dieser hohen Steuerquote kam es durch die sehr positive Ergebnisentwicklung im Segment Maschinen sowie durch die Muttergesellschaft im Baubereich. Ein steuermindernder Einfluss durch aktive latente Steuern war zumeist nicht möglich. Im Vorjahr waren zusätzliche positive Effekte durch gesellschaftsrechtliche Veränderungen enthalten. Wir erwarten für das kommende Jahr erneut eine höhere Steuerquote als üblich. Mittelfristig gehen wir wieder von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus.

Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 11,3 Mio. EUR).

Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 0,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) niedriger als im Vorjahr.

Konzernfinanz- und -vermögenslage

Beim Vergleich der Einzelpositionen der Bilanz ist folgendes zu beachten:

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 13,9 Mio. EUR) wurden im Vorjahr auf der Passivseite unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten als eigene Position ausgewiesen. Mit dem vorliegenden Abschluss wird die Position auf der Aktivseite unter den Vorräten bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren ausgewiesen. Entsprechend wurden auch die Vorjahreszahlen beider Positionen angepasst. Dies gilt entsprechend bei einer Anzahlung für eine Projektinvestition des Segments Resources in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR), die im Vorjahr auf der Passivseite unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurde und nun auf der Aktivseite unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) saldiert wird. Beide Anpassungen haben bilanzverkürzenden Charakter und führten entsprechend zu einer Anpassung der Bilanzsumme des Vorjahrs, was wiederum einzelne Bilanzrelationen, wie die Eigenkapitalquote, verändert.

Die Bilanzsumme des Konzerns ist um 3,8 % von 1.681,8 Mio. EUR auf 1.617,7 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Positionen Forderungen aus Lieferungen und Leistung, Vorräte sowie At-Equity-bewertete Anteile zurückzuführen war.

Die Eigenkapitalquote lag mit 25,9 % auf Höhe des Vorjahres von 25,8 %. Durch das niedrige Ergebnis nach Steuern konnte ungeachtet der gesunkenen Bilanzsumme keine Verbesserung der Eigenkapitalquote erreicht werden. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet.

Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens ist im Berichtsjahr sehr deutlich um 12,3 % zurückgegangen und liegt mit 593,7 Mio. EUR auf einem Niveau, das wir zuletzt im Jahr 2012 hatten. Die Gesamtkonzernleistung ist seitdem um 23,4 % angestiegen. Ungeachtet der deutlichen Reduzierung werden wir in den kommenden Jahren noch weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Vergleich zur Bilanzsumme sowie zur Leistungsentwicklung zu verbessern. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann.

Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur in sehr geringem Umfang möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge -wie wir sie zum Großteil bearbeiten -benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her. Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.

Es ist gelungen, das Working Capital im Berichtsjahr deutlich zu verringern, was wesentlich zur Reduzierung der Nettoverschuldung beigetragen hat. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen konnten deutlich abgebaut werden, was auf zusätzliche Verkäufe im Rahmen des Umsatzanstiegs, aber auch auf unsere eigenen Maßnahmen zurückzuführen ist. Dies ist sehr erfreulich und wir werden uns weiter bemühen das Working Capital auf einem für unser Geschäft vernünftigen Niveau zu halten.

Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der grundsätzlich höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Zu geringe Erträge in den letzten Jahren, Veränderungen bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie Währungseffekte haben dafür gesorgt, dass die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden ist. Wir sind uns bewusst, dass diese in den kommenden Jahren wieder gesteigert werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher.# Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 174,3 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden.

Wechselkursentwicklung

EUR entspricht Durchschnittskurs 2016 Durchschnittskurs 2017
USD 1,1040 1,1393
GBP 0,8227 0,8753
RUB 73,1804 66,2766
CNY 7,3488 7,6715

Da die GuV des Konzerns im Jahr 2017 durch höhere Finanzaufwendungen belastet wurde, konnte die bei den wesentlichen Krediten vereinbarte Relation EBITDA zu Net Interest Coverage mit dem erzielten Wert von 3,28 nicht voll erfüllt werden. Für die betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Für das Geschäftsjahr 2018 gehen wir davon aus, die vereinbarten Werte wieder einhalten zu können. Bei den beiden weiteren festgelegten Covenants, Net Debt zu EBITDA und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern, neben den beiden Konsortialkrediten, für mehrere langfristige Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2017 mit 193,8 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten zum Jahresende 2018 hinsichtlich der Relation EBITDA zu Net Interest Coverage Schwellenwerte zwischen größer 2,8 und größer 3,5. Insgesamt sehen wir bei den zugesagten, aber nicht ausgenutzten Kreditlinien einen ausreichenden Spielraum, um unseren Liquiditätsbedarf zu decken.

Entwicklung Covenants

2016* 2017
Net Debt / EBITDA 4,27 3,25
EBITDA / Net Interest Coverage 4,24 3,28
Eigenkapitalquote in % 25,8 25,9
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Im Jahr 2017 wurde die "Increase Option" im Rahmen des bestehenden Konsortialkreditvertrags genutzt, um das Volumen von 430 Mio. EUR auf 455 Mio. EUR zu erhöhen. Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit läuft bis Juli 2019 mit Verlängerungsoption um weitere zwei Jahre. Zudem wurde ein weiterer Konsortialkredit mit einem Volumen von 53 Mio. EUR abgeschlossen, dessen Facilitäten Laufzeiten bis September 2022 bzw. September 2027 haben.

Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:

  • Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten mit etwas mehr als die Hälfte den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind mit etwa zwei Drittel dem Bau zuzuordnen.
  • Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 40 % durch das Maschinengeschäft gebunden.
  • Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu über 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources.

Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine wesentliche Kapitalbindung dar.

  • Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist mit etwas mehr als der Hälfte dem Bau und mit etwa einem Viertel dem Maschinenbau zuzuordnen. Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.

In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:

Auf der Aktivseite:

  • Die Immateriellen Vermögenswerte sind von 25,6 Mio. EUR nur leicht auf 21,0 Mio. EUR zurückgegangen.
  • Die At-Equity-bewerteten Anteile sind von 129,3 Mio. EUR auf 121,3 Mio. EUR zurückgegangen. Grund hierfür ist im Wesentlichen die Abwertung der Anteile an der BAUER Deep Drilling GmbH sowie die Verschmelzung der NDHE Entsorgungsgesellschaft GmbH mit der DEUSA International GmbH.
  • Die aktiven latenten Steuern erhöhten sich um 2,7 Mio. EUR auf 45,6 Mio. EUR, was mit 1,3 Mio. EUR im Wesentlichen auf die Nutzbarkeit von steuerlichen Verlustvorträgen und Bewertungsunterschiede zurückzuführen ist.
  • Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 4,0 Mio. EUR auf 14,4 Mio. EUR verringert.
  • Die Vorräte haben sich um 16,7 Mio. EUR auf 416,7 Mio. EUR verringert. Ein weiter verbessertes Management der Vorräte sowie der Umsatzanstieg im Segment Maschinen waren wesentliche Gründe für den Rückgang. In dieser Position enthalten sind im Unterschied zum Vorjahr die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte, die 2016 eine eigene Position gebildet hatten.
  • Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) sind um 0,9 Mio. EUR auf 148,2 Mio. EUR gesunken. Dem steht ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Passivseite um 11,9 Mio. EUR gegenüber. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende. Ebenfalls enthalten ist wie beschrieben eine Anzahlung für eine Projektinvestition des Segments Resources in Höhe von 10,8 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR), die im Vorjahr in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten war.
  • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 22,5 Mio. EUR auf 317,5 Mio. EUR verringert. Zusätzliche Anstrengungen beim Forderungsmanagement haben hierzu beigetragen.
  • Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 6,0 Mio. EUR auf 12,3 Mio. EUR reduziert.
  • Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen im Vorjahr 19,6 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich um Tiefbohranlagen für Öl und Gas der Resources-Tochter in Jordanien, die im Laufe der ersten Jahreshälfte 2017 hätten veräußert werden sollen. Aufgrund schlechter Marktbedingungen konnte dies nicht erreicht werden. Der Konzern hat sich deshalb entschlossen diese Geräte in das Segment Maschinen zu übernehmen, um dort die Verkaufsbemühungen fortzusetzen. Der Wert der Anlagen ist nun in den Vorräten enthalten.

Auf der Passivseite:

  • Das Eigenkapital verringerte sich um 15,4 Mio. EUR auf 418,7 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (3,7 Mio. EUR) positiv beigetragen. Reduzierend wirkten Währungsveränderungen (20,0 Mio. EUR) sowie Dividendenzahlungen (2,4 Mio. EUR). Erhöhend wirkten die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen -saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (2,4 Mio. EUR) und die Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (0,9 Mio. EUR).
  • Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 176,8 Mio. EUR auf 155,6 Mio. EUR. Durch das Überschreiten des festgelegten Covenants (EDITDA zu Net Interest Coverage) bei Kreditverträgen zum Bilanzstichtag hat nach IFRS eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. Die gleiche Vorgehensweise ergab sich auch zum Ende des Geschäftsjahres 2016. Wie bereits beschrieben, konnte für alle betroffenen Kredite bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Dieser Effekt wird sich daher zum ersten Quartal 2018 bereits wieder umkehren.
  • Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 479,7 Mio. EUR auf 429,6 Mio. EUR erheblich. Grund hierfür war ein deutlicher Rückgang der Nettoverschuldung um 83,2 Mio. EUR. Auch in dieser Position wirkt sich die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten aus den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus, die aufgrund des Überschreitens eines festgelegten Covenants notwendig wurde. Auch dieser Effekt wird sich bereits im ersten Quartal 2018 wieder umkehren.
  • Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) sind um 11,9 Mio. EUR auf 51,1 Mio. EUR gesunken. Dem steht der bereits beschriebene Rückgang der Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) auf der Aktivseite gegenüber.
  • Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 30,6 Mio. EUR auf 233,5 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf den Leistungsanstieg und ein verbessertes Management der Zahlungsbedingungen mit unseren Lieferanten zurückzuführen.
  • Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind von 83,0 Mio. EUR auf 79,7 Mio. EUR zurückgegangen.

Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung ging von 115,4 % auf 95,8 % deutlich zurück.

Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 124,9 Mio. EUR auf 183,3 Mio. EUR deutlich erhöht. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:

  • Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen 37,8 Mio. EUR (Vorjahr: -23,8 Mio. EUR).
  • Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr um 17,6 Mio. EUR verändert.
  • Die Zunahme der Forderungen aus Fertigungsaufträgen verursachte eine Mittelbindung von 6,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,6 Mio. EUR).
  • Die Veränderung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 23,2 Mio. EUR belastet.
  • Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um -10,9 Mio. EUR verändert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -64,8 Mio. EUR und lag um 1,8 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Anstieg der Erlöse aus Anlageverkäufen zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -102,7 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 277,1 Mio. EUR, Zinszahlungen in Höhe von 35,4 Mio.# EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 217,8 Mio. EUR.

INVESTITIONEN

Angesichts der unbefriedigenden Ergebnisse der letzten Jahre haben wir die Investitionen im Jahr 2017 nochmals in etwa auf Höhe der Abschreibungen gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird. Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert. In den nächsten Jahren werden wir zusätzlich in die Verjüngung unserer Geräteausstattung investieren. Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Größere Investitionen in unsere Werke und Produktionsstätten sind derzeit nicht notwendig. Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2017 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen.

Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2017 107,5 Mio. EUR (Vorjahr: 95,8 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 78,3 Mio. EUR (Vorjahr: 74,5 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 14,6 Mio. EUR (Vorjahr: 15,5 Mio. EUR). Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2017 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,6 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,5 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) gegenüber. Auch im Jahr 2018 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten.

IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.

Die BAUER AG hat im Jahr 2017 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 11,2 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) ausgewiesen. Im Vorjahr wurden wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 7,0 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2017 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 25,1 Mio. EUR durchgeführt, die ursächlich für den ausgewiesenen Verlust waren.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

  • Die Finanzanlagen haben sich von 129,3 Mio. EUR auf 132,3 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an einer Kapitalerhöhung bei der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH lag.
  • Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 240,1 Mio. EUR auf 187,0 Mio. EUR zurückgegangen. Dies lag im Wesentlichen an der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 53,6 Mio. EUR. Aus strategischen Gründen wird die Finanzierung nun vermehrt von den Mutterfirmen der Segmente an die operativen Tochterfirmen abgewickelt als von der BAUER AG selbst.
  • Das Eigenkapital hat sich von 129,5 Mio. EUR auf 116,6 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür war der Jahresfehlbetrag in Höhe von 11,2 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende im Jahr 2017 in Höhe von 1,7 Mio. EUR.
  • Die Verbindlichkeiten haben sich von 248,5 Mio. EUR auf 208,5 Mio. EUR reduziert. Wesentlichen Einfluss hatte der Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 75,5 Mio. EUR, was durch die oben beschriebene strategische Reduzierung der Finanzierungstätigkeit der BAUER AG für den Konzern verursacht ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind als Gegenposition um 35,4 Mio. EUR angewachsen.

Wesentliche Veränderungen in der GuV:

  • Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 2,7 Mio. EUR auf 36,5 Mio. EUR gestiegen.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 17,7 Mio. EUR angestiegen. Wesentlicher Grund sind, sowohl in 2016 als auch 2017, die eingangs beschriebenen Leistungen der BAUER AG für die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Tochterfirmen im Segment Resources.
  • Das betriebliche Ergebnis war daher mit -26,2 Mio. EUR (Vorjahr: -8,7 Mio. EUR) erneut negativ.
  • Die Erträge aus Beteiligungen haben sich von 4,5 Mio. EUR auf 13,0 Mio. EUR erhöht, was auf höhere Dividendenausschüttungen der BAUER Maschinen GmbH an die BAUER AG zurückzuführen ist.
  • Der Jahresfehlbetrag lag mit 11,3 Mio. EUR (Vorjahr: 1,4 Mio. EUR) ebenfalls im negativen Bereich.

Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden 12,9 Mio. EUR entnommen. Der Bilanzgewinn blieb mit 1,7 Mio. EUR unverändert.

Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen. Obwohl wir unser ursprünglich gesetztes Ziel für das Ergebnis nach Steuern im Jahr 2017 nicht erreichen konnten, lag das aus dem operativen Geschäft des Konzerns erwirtschaftete Ergebnis eindeutig über der Planung. Wir halten es daher für angemessen, die Anteilseigner entsprechend daran zu beteiligen und wollen daher erneut eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine gleichbleibende Dividende von 0,10 EUR (Vorjahr: 0,10 EUR) an die Aktionäre auszuschütten. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Die vorgeschlagene Dividende dient auch der Schonung des Eigenkapitals des Konzerns, das wir in den nächsten Jahren wieder deutlich verbessern wollen. Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2018 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften leicht höher als im Jahr 2017 ausfallen, wobei aus heutiger Sicht keine zusätzlichen Effekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen.

V. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKOBERICHT

GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u. a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten.

Die Aufgaben des Risikomanagements sind es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken, als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.

Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen.

Die Prozessschritte des Risikomanagements sind Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung. Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt.# Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala. Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert. Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen. Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt. Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE RISIKEN

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen. Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.

Strategische Partnerschaften, Kooperationspartner

Insbesondere im Segment Maschinen unterstützen uns in ausgewählten Regionen geprüfte Vertriebspartner. Im Falle eines Ausfalls oder Missmanagements unseres Partners könnte ein Absatzrückgang entstehen. Durch ein regelmäßiges Sales Partner Audit sowie der Analyse von Finanzdaten bei größeren Vertriebspartnern soll das Risiko aus Kooperationen frühzeitig erkannt werden, um mithilfe eigener Vertriebsmitarbeiter oder alternativer Händler gegenzusteuern. Das Risiko schätzen wir als gering ein.

Relevanzskala der BAUER Gruppe Definition Identifizierte Risiken
1 Unbedeutendes bis geringes Risiko Risiken dieser Relevanz sind in unserem Geschäft
2 Mittleres Risiko
3 Bedeutendes Risiko
4 Schwerwiegendes Risiko Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht
5 Kritisches Risiko

Marke, Image, PR

Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko.

MARKTRISIKEN

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.

Wettbewerbsumfeld

Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Durch die entstandenen Überkapazitäten in China stehen Preise und Margen phasenweise noch spürbar unter Druck. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Dieses Risiko wird als geringes Risiko eingeschätzt.

Risiken der Marktentwicklung

Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet.

FINANZMARKTRISIKEN

Finanzielle Stabilität und Liquidität

Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und, falls notwendig, die Produktionsmenge gesenkt. Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch die Verlängerung des Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den Turbulenzen auf den Finanzmärkten zu begegnen. Das Risiko im Bereich finanzielle Stabilität und Liquidität wird als mittleres Risiko eingestuft.# Währungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als mittleres Risiko ein.

Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets

In den Wertansätzen der Anteile an assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, kann sich die Notwendigkeit zur Vornahme von Wertminderungen ergeben. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko.

POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN

Compliance

Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.

Politisches und rechtliches Umfeld

Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen. Die aktuelle politische Lage in der Türkei könnte zu einem Absatzrückgang in dieser Region führen. Die Risiken aus unserem politischen und rechtlichen Umfeld bewerten wir als mittleres Risiko.

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.

Laufende Rechtsfälle

Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle laufenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren. Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.

Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen sowie Kalkulation

Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als mittleres Risiko angesehen werden.

Materialwirtschaft und Beschaffung

Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und die Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein.

Produktion und Auftragsausführung

Technisches Versagen aus Konstruktions- oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene. Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten.

Nachträge und Claim-Management

Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.

RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE

Qualitätsrisiken

In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und einem viele Jahre etablierten Qualitätsmanagementsystem hohe Aufmerksamkeit zuteil. Im Segment Maschinen werden durch eine gezielte Qualitätskontrolle beim Wareneingang, Teile mit minderer Qualität aussortiert. Viele unserer Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regel-mäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.

Debitorenmanagement

Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rah-men der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes Risiko.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilan-zierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu be-gegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschi-nen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerbe-ratern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungs-controllern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unter-stützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.# Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.

Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet. Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets.

Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems. Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.

Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.

GESAMTRISIKO

Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2018 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.

Qualitätsrisiken

unserer Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.

Debitorenmanagement

Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rahmen der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes Risiko.

CHANCENBERICHT

Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE CHANCEN

Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen. Für die Internationalisierung von Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.

Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft.

MARKTCHANCEN

Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft - und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau -viele interessante Chancen bieten. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.

Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen entwickelt und gebaut. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird.

Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen.

WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN

Entwicklung und Innovation

Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt.

Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Beloh- nung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden im Gegenzug von diesen mit Ideen belohnt.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung sowie Entsorgung von industriellen Prozesswässern.Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen sowie durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.

Nachträge und Claim-Management

Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren.

GESAMTCHANCEN

Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2018 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.

VI. PROGNOSEBERICHT

Die BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachhol- und Neubedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. Die wirtschaftliche Neuausrichtung der bisher stark von Öl und Gas abhängigen Länder wird noch einige Jahre andauern. In den etablierten Industrienationen sollten die Baumärkte und die Nachfrage nach Geräten ansteigen, da diese aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Projekte investieren können. Die aktuell starke Nachfrage in Asien, insbesondere in China, erfordert einen besonnenen Umgang bei Investitionen und dem Aufbau von Kapazitäten. Die Entwicklungsländer werden in den kommenden Jahren weiter die größten Steigerungsraten am Bau aufweisen, um die eigenen Ziele realisieren zu können -allen voran Indien.

Unser guter Auftragsbestand zum Jahresende 2017 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen. Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht -vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren.

Lieferzeiten für Teile werden in Zukunft wieder eine große Herausforderung für Maschinenbaufirmen und deren Zulieferer darstellen. Schon heute sind Lieferzeiten wieder auf über zwölf Monate für einige Teile gestiegen. Mit etlichen Initiativen im Einkauf und der Materialwirtschaft versuchen wir hier gegenzusteuern. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird.

Die vergangenen Jahre waren für unsere Unternehmensgruppe sehr schwierig. Im Bau und im Brunnenbohrgeschäft mussten wir in den letzten Jahren einige sehr schwierige Projekte bewältigen und 2017 durch den unerwarteten Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens Hongkong sowie durch weitere negative Einflüsse finanzielle Rückschläge hinnehmen. Zusätzlich waren erhebliche Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen speziell im Segment Resources notwendig, da die bisherigen Reorganisationsmaßnahmen noch nicht den gewünschten Erfolg erzielen. Zusätzlich belastete hier ein Verlust im Bereich der Brauerei- und Getränketechnologie. Das insgesamt noch zu niedrige Ertragsniveau im Konzern konnte Einzelprobleme nicht entsprechend ausgleichen. Andererseits können wir aber auch viele positive Aspekte aufzählen: Es ist uns gelungen, unseren guten Auftragsbestand stabil zu halten. Unsere Investitionen in unseren Fertigungsstandort China in den letzten Jahren haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir dort vom über 50 % angestiegenen Baumaschinenmarkt profitieren konnten. Auch unser konsequent verfolgter kontinuierlicher Verbesserungsprozess im Segment Maschinen zeigt deutliche Wirkung. Die getätigten Anstrengungen bei Forschung und Entwicklung sichern uns hier unseren Spitzenplatz in diesem Marktsegment. Eine gute Entwicklung im Umweltbereich und ein sich stabilisierendes Brunnenbaugeschäft sind der Grundstein für eine positive Zukunftsentwicklung im Segment Resources. Mit vielen Reorganisationsmaßnahmen haben wir in den vergangenen Jahren unsere Geschäfte besser auf die völlig neuen Marktgegebenheiten ausgerichtet.

Das Nachsteuerergebnis des Jahres 2017 war, im Wesentlichen beeinflusst durch den Ausgang des Schiedsgerichtsverfahrens Hongkong und weitere deutlich negative Einflüsse, niedriger als erwartet. Wir werden daher weiter intensiv an einer Verbesserung des Ergebnisses arbeiten. Unsere Schwerpunkte liegen auf der kontinuierlichen Verbesserung unseres Working Capital, den Prozessen zur Abwicklung von Projekten sowie dem Einkauf. Wir sehen hier bei allen Themen noch gute Möglichkeiten zur Optimierung. Aufgrund der guten Marktsituation, der großen Anstrengungen unserer Mitarbeiter sowie der beschriebenen Maßnahmen sind wir sehr zuversichtlich unsere Ziele erreichen zu können. Dazu kommt, dass die Umsatzentwicklung im Maschinenbau wieder zu einer deutlich besseren Auslastung unserer Fertigungskapazitäten führt und einer damit verbundenen Fixkostendegression.

Einen besonderen Schwerpunkt unserer Anstrengungen für die Zukunft legen wir auf die Möglichkeiten, die die Digitalisierung unseren Produkten und Dienstleistungen bietet. Wir werden die Ausstattung unserer Maschinen mit elektronischen Systemen weiter vorantreiben, so dass wir für uns und unsere Kunden weitere wirtschaftliche Vorteile generieren können. "Bauen Digital", der interne Datenaustausch auf unseren Bauprojekten sowie mit unseren Partnern und Kunden werden zur wirtschaftlicheren Abwicklung von Baustellen beitragen. Die Vernetzung unserer eigenen Standorte und Projekte hat weiter oberste Priorität. Auch für unsere Unternehmen bietet "Big Data" viele neue Chancen. Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2018 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2018 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente sowie für den Konzern insgesamt. Das Jahr 2017 war operativ bereits deutlich besser als die beiden Vorjahre und wir bewegen uns wieder auf einem positiven Trend, den wir nutzen und weiter verstärken werden.

Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann -den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Probleme, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden. Hierzu arbeiten wir intensiv an der Systematisierung unseres Angebots- und Ausführungsprozesses. Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden.

Eine Änderung der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen. Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2018 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,8 Mrd. EUR und ein EBIT von etwa 90 Mio. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern erwarten wir deutlich über dem Vorjahr. Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung.

Vergleich: Ist 2017 / Prognose 2018
scroll in Mio. EUR Ist 2017 Prognose 2018
Gesamtkonzernleistung 1.772 ~ 1.800
EBIT 89,6 ~ 90
Ergebnis nach Steuern 3,7 deutliche Steigerung

Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen.# VII. RECHTLICHE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Der Vorstand der BAUER AG bestand während des Berichtszeitraums 2017 nach Ausscheiden von Herrn Heinz Kaltenecker mit Jahresbeginn aus drei Mitgliedern. Mit Wirkung zum 1. Januar 2018 wurde der Vorstand um eine Person erweitert und Herr Florian Bauer vom Aufsichtsrat zum Vorstandsmitglied bestellt.

Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht.

Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.

Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich).

Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.274 TEUR (Vorjahr: 1.542 TEUR). Davon sind 1.104 TEUR (Vorjahr: 1.392 TEUR) erfolgsunabhängige und 170 TEUR (Vorjahr: 150 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 136 TEUR (Vorjahr: 137 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 5.025 TEUR (Vorjahr: 6.485 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht. Im Geschäftsjahr 2017 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 255 TEUR (Vorjahr: 261 TEUR).

Sonstiges

Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und es wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen.# Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)

scroll in Tausend EUR
| | 2016 | 2017 |
|---|---|---|
| Vorsitzender Dr Klaus Reinhardt | 40 | 38 |
| Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger | 27 | 27 |
| Anteilseignervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer | 20 | 20 |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 10 | - |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 20 | 18 |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 20 | 18 |
| Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg | 10 | 20 |
| Arbeitnehmervertreter Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 10 | - |
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 18 | 18 |
| Regina Andel | 18 | 18 |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 10 | - |
| Reinhard Irrenhauser | 19 | 20 |
| Rainer Burg | 9 | 18 |
| Maria Engfer-Kersten | 10 | 20 |
| Gesamt | 261 | 255* |

  • gerundet

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 315 a Abs. 1,289 a Abs. 1 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2017 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG -je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
  • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
  • zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 waren drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2018 wurde die Anzahl der Vorstandsmitglieder durch Bestellung von Herrn Florian Bauer von drei auf vier erhöht. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen.# VIII. NON-FINANCIAL GROUP DECLARATION

BUSINESS MODEL

The BAUER Group is a leading provider of services, machinery, and products for soil and groundwater. The Group's business activities are divided into three future-oriented segments with high synergy potential: Construction, Machinery, and Resources. Further information and a more detailed description of the business model are provided in the chapter "Fundamentals of the Group" of the consolidated management report, which is hereby referenced.

SUSTAINABILITY IN THE BAUER GROUP

Sustainability in the BAUER Group, like other central strategies, objectives, and regulations, is subject to the fundamental principles of corporate governance and the steering system within the Group. These are described in the chapter "Fundamentals of the Group" of the consolidated management report and are hereby referenced. The BAUER Group has summarized key areas of action, which also represent the central aspects of sustainability management, under the maxim "BAUER's Triple A": Health, Safety, and Environment, Quality and Ethics, and Performance. The slogan is based on the top rating that rating agencies assign in their evaluations. The ultimate responsibility for the sustainable development of the company and for the orientation towards these topics lies with the Executive Board and the managing directors of the holding companies.

SIGNIFICANCE OF NON-FINANCIAL ASPECTS AND EXPLANATORY NOTES

The following section reports on environmental, employee, and social concerns, respect for human rights, and the fight against corruption and bribery as non-financial aspects. As described, the framework guidelines of the BAUER Group form the basis for the central strategies, objectives, and regulations within the Group. These also define corresponding definitions and concepts for the aforementioned aspects that apply to all subsidiaries and form the basis for the following explanations.

Independently, the listed non-financial aspects are not required for understanding the business development, business results, financial position of the company, or the impact of the company's activities on individual non-financial concerns. The concepts, processes, and the non-financial performance indicators considered are also not of significant importance for internal control or beyond. Furthermore, no significant risks can be attributed to the aspects that could very likely have negative effects on the aspects themselves or on the company. Therefore, no reference is made to amounts disclosed in the annual financial statements, as this is not necessary for understanding.

No framework was used for the non-financial declaration in this management report, as the Sustainability Report, which is published separately but independently of the Non-Financial Group Declaration, is oriented towards the GRI framework, and it is therefore considered sufficient for the present Non-Financial Group Declaration to merely meet the minimum requirements of the German Commercial Code for a non-financial group declaration.

EMPLOYEE CONCERNS

Our employees are the foundation of our corporate success. Therefore, personnel development is of great importance in the BAUER Group. We know that only healthy, independent, well-trained, and satisfied employees can deliver high-quality performance. We demand great personal commitment from our employees. In return, we ensure safe and well-designed workplaces and place particular emphasis on the physical and health integrity of every employee. Therefore, the safety, health, and satisfaction of our employees is one of the four goals of our corporate policy. Employee development is described in the chapter "Fundamentals of the Group" of the consolidated management report.

Training and Further Education

Whether in the skilled trades, technical, or commercial fields – our apprentices can expect a varied apprenticeship that is practical and future-oriented. Year after year, we train numerous young people in around 20 different apprenticeship occupations. In 2017, there were 243 (previous year: 238). And because we know that our employees are our greatest potential, further training is already a priority for us during the apprenticeship. The targeted qualification of our employees is gaining increasing importance, as in the context of digitalization, our production processes are becoming increasingly complex and the demands on the functionality of our machines are becoming ever higher. BAUER Training Center GmbH serves as a competent contact for all matters of training and further education for our employees, customers, and partners, as well as for external interested parties. The primary goal is the continuous improvement and professionalization of training measures, as well as a needs-oriented increase in offerings. In 2017, the budget of BAUER Training Center GmbH was approximately EUR 2.8 million (previous year: EUR 2.6 million). A total of 602 (previous year: 594) internal and external seminars as well as external conferences were attended.

Diversity

Employees of the BAUER Group come literally from all over the world. In 2017, employees from 82 different nations were employed by us – people from diverse cultures and ethnicities who are committed to achieving our common goals on all continents. With their different worldviews and perspectives, experiences, and qualities, they shape our corporate culture. Therefore, promoting diversity has been firmly anchored in our corporate goals for many years. Both in hiring and in the further development of our employees, we place great importance on an evaluation based solely on personality and qualifications. In the Group, the proportion of women in 2017 was approximately 10%, which is mainly due to the technical orientation of our business and the low number of female applicants for these professions.

Health Safety Environment (HSE)

The BAUER Group has firmly anchored HSE as a central element of its work along the entire value chain. As early as 2011, a uniform HSE management system was created by introducing globally valid standards for all companies of the BAUER Group. Through continuous review of performance and comparison with set goals and requirements, we aim for continuous improvement of our HSE system and thus for the consistent minimization of our accident and damage rates. The safety and health of our employees are our top priority. Our goal is to create a working environment that not only protects them from work-related hazards but also strengthens their health resources and performance. In cooperation with the managing directors and the Executive Board, standards and guidelines for occupational safety in the BAUER Group are established. In addition, regular HSE training is conducted to strengthen awareness of occupational safety throughout the company.# SOZIALBELANGE

Wir wollen mit der BAUER Gruppe ein "guter Bürger" in den Orten und Regionen unserer Tätigkeit sein. Dabei hat unser Engagement für die Gemeinschaft auch positive Rückwirkung auf das Unternehmen. Wir verstehen uns als aktives Mitglied der Gesellschaft und sind uns dessen bewusst, dass wir neben unseren ökonomischen Aufgaben auch eine soziale Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft haben. Wir engagieren uns in unserer Region und in unseren Branchen. Wir sind dazu auch in zahlreichen regionalen und branchenrelevanten Vereinen und Verbänden aktiv. Bei ihren Entscheidungen müssen Unternehmen immer die Auswirkungen ihres Handelns auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft berücksichtigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir unser Unternehmen nur dauerhaft erfolgreich führen können, wenn wir unser unternehmerisches Handeln mit den Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen in Einklang bringen. Dieser Verantwortung können wir nur gerecht werden, wenn wir die Anforderungen unserer Stakeholder verstehen und wissen, was sie bewegt. Deshalb setzen wir auf einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Anteilseignern und Lieferanten, dem gesellschaftlichen Umfeld sowie mit Forschung und Wissenschaft, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu finden.

UMWELTBELANGE

Wir üben durch unsere Tätigkeit unvermeidlich einen Einfluss auf die Umwelt aus, im Bereich der Luft, des Bodens und des Wassers, im Hinblick auf Lärm und Erschütterung oder im Verbrauch von Rohstoffen und Primärenergie. Bei unserer Arbeit sind wir bestrebt, die Umwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und alle Maßnahmen nach den modernsten Gesichtspunkten auszurichten. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen sehen wir dabei als Mindeststandard an. Darüber hinaus wollen wir besonders durch vorbeugende Maßnahmen unser Umweltschutzniveau stetig verbessern. Als weltweit agierendes Unternehmen begegnen wir den Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes rund um den Globus. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, Lärm zu vermeiden, Wasser einzusparen und Energie effizienter zu nutzen. Die Umweltpolitik ist dabei Bestandteil des konzernweit gültigen HSE-Managements.

ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

Grundlage unseres Unternehmenserfolges sind Menschen -unsere Mitarbeiter ebenso wie unsere Kunden und Partner. Deshalb gehört es zu unserer Grundauffassung von sozialer Verantwortung, die Menschenrechte zu respektieren und zu schützen. Kinder- und Zwangsarbeit werden in der BAUER Gruppe nicht toleriert. Oftmals sind wir als Nachunternehmer tätig, so dass bei Projekten fast ausschließlich eigene Mitarbeiter zum Einsatz kommen. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte besteht darin, bei den regelmäßigen Besuchen unsere Mitarbeiter vor Ort für diese Themen zu sensibilisieren. Es entspricht unserem Werteverständnis, dass Diskriminierung, insbesondere aufgrund von Geschlecht, Religion, Alter, Herkunft oder sexueller Orientierung, keinen Platz in unserem Unternehmen hat.

COMPLIANCE

In allen Ländern, in denen wir mit unseren Produkten und Leistungen am Markt tätig sind, sind unsere jeweiligen Unternehmen verpflichtet, sich und ihren Mitarbeitern ethische Maßstäbe aufzuerlegen, die den Anforderungen in diesen Ländern genügen. Insbesondere werden aktiv korruptes Verhalten und passive Bestechlichkeit weltweit nicht toleriert. Wir glauben nicht daran, dass "der Unanständige am Schluss siegt", wir sind vielmehr davon überzeugt, dass anständiges und korrektes Verhalten auf Dauer die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg sind. Diese grundsätzliche Überzeugung ergänzen wir durch die Definition unserer Werte. Compliance bedeutet gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Jeder Mitarbeiter der BAUER Gruppe hat die Pflicht, bei seinem beruflichen Handeln die gesetzlichen, behördlich oder gerichtlich angeordneten und unternehmensintern geltenden Regeln einzuhalten. Das Compliance Management System wird in der BAUER Gruppe als Ethikmanagementsystem bezeichnet und wurde durch den Vorstand in der Rahmenleitlinie im Unternehmenshandbuch für die BAUER Gruppe implementiert. Hiernach sind in den Tochterfirmen angemessene Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der für die Unternehmensgruppe geltenden Regeln zu gewährleisten. Durch die Geschäftsführungen der Konzernunternehmen ist zudem bei den Mitarbeitern das Bewusstsein zu schärfen, dass Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Grundsätze für das einzelne Unternehmen und den Konzern weitreichende Auswirkungen haben können. Für die BAUER Gruppe wurde ein Werteprogramm und Ethikmanagementsystem entwickelt und verbindlich eingeführt. Die Anweisung im Unternehmenshandbuch zum Werteprogramm und Ethikmanagement erhalten die Mitarbeiter bei der Einstellung. Grundlage des Ethikmanagementsystems ist ein auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichter Verhaltenskodex der BAUER Gruppe. Als besonders wichtige Grundwerte werden darin Selbstverantwortung, Zuverlässigkeit und korrektes Verhalten herausgestellt und die Verhaltensgrundsätze zu Einzelthemen nach ausgewählten Risikofeldern festgelegt. Besondere Aufmerksamkeit wird im Rahmen des Ethikmanagementsystems auf regelgerechtes Verhalten durch die Geschäftsführungen und Mitarbeiter in den Bereichen Anti-Korruption und Kartellrecht gelegt. Das Ethikmanagementsystem umfasst jedoch als Schwerpunktthemen auch die Sicherstellung der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Geschäftsethik im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden, die Produktsicherheit, Gefahren für die Gesundheit von Menschen und für die Umwelt aus unseren Leistungen, Exportbeschränkungen, Steuer- und Sozialabgabepflichten, Rechnungslegung, Datenschutz und Anti-Diskriminierung. Zur Implementierung des Ethikmanagementsystems sind in den Organisationseinheiten, soweit erforderlich, Ethik-Beauftragte zu bestellen und die Inhalte des Ethikmanagementsystems sind aktiv durch die Geschäftsleitungen und das Management zu kommunizieren. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung werden im Rahmen einer Risikobetrachtung die Maßnahmen im Ethikmanagement durch den Ethik-Beauftragten analysiert. Soweit sinnvoll werden die Einzelthemen des Ethikmanagementsystems durch spezielle Unternehmensbeauftragte sowie durch Spezialabteilungen bearbeitet, die die Einhaltung geltender Regeln und Verhaltensanforderungen organisieren. Die wesentlichen für die Unternehmen der BAUER Gruppe geltenden Regeln werden im Unternehmenshandbuch niedergelegt. Im Bereich der Anti-Korruption wird zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip als wesentliches Instrument für die relevanten Funktionen im Unternehmen festgeschrieben. Über die Tochterfirma BAUER Training Center GmbH werden Schulungen und Trainings für die Unternehmensgruppe organisiert. Für die Schwerpunkt-Themen Anti-Korruption und Kartellrecht werden insbesondere spezielle Präsenzschulungen durchgeführt und für baunahe Firmen wird das vom EMB-Wertemanagement Bau e.V. entwickelte Compliance E-Learning Programm allen relevanten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt. Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Ethikmanagementsystems wird durch interne Prüfungen seitens der Internen Revision sowie in den baunahen Firmen in Deutschland zusätzlich bei den Mitgliedsfirmen des EMB-Wertemanagement Bau e.V. durch externe Audits überprüft und aus Prüfungsfeststellungen heraus gegebenenfalls Systemverbesserungen veranlasst. Zudem wirken die bestellten Ethikmanagement-Beauftragten auf Verbesserungen des Ethikmanagementsystems hin. Zur Aufdeckung von Verstößen wurde zudem ein Hinweisgebersystem im Unternehmenshandbuch implementiert und die Kontaktdaten hieraus zur Internen Revision sowie zum externen Ombudsmann sind auf der Internetseite der BAUER Aktiengesellschaft www.bauer.de unter der Rubrik ,BAUER Gruppe' - ,Ethikmanagement' - ,Ombudsmann' veröffentlicht.

Schrobenhausen, den 29. März 2018

BAUER Aktiengesellschaft

Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Anhang 12M/2016* 12M/2017
Umsatzerlöse (7) 1.396.881 1.667.861
Bestandsveränderungen 15.359 -10.825
Andere aktivierte Eigenleistungen (8) 13.472 8.519
Sonstige Erträge (9) 32.190 22.582
Konsolidierte Leistung 1.457.902 1.688.137
Materialaufwand (10) -717.992 -919.596
Personalaufwand (11) -369.700 -383.530
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -209.913 -202.458
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 160.297 182.553
Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (13) -74.509 -78.342
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (14) -15.532 -14.644
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 70.256 89.567
Finanzerträge (15) 36.214 37.649
Finanzaufwendungen (16) -79.406 -90.784
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen (17) -3.021 -1.124
Ergebnis vor Steuern (EBT) 24.043 35.308
Ertragsteueraufwand (18) -9.629 -31.643
Ergebnis nach Steuern 14.414 3.665
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 11.302 2.740
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 3.112 925
in EUR 12M/2016 12M/2017
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (19) 0,66
Verwässertes Ergebnis je Aktie (19) 0,66
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000
scroll in Tausend EUR
12M/2016 12M/2017
----------------------- ---------- ----------
Ergebnis nach Steuern 14.414 3.665
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses -12.736 3.250
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 3.605 -873
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 793 7.549
In den Gewinn und Verlust übernommen -1.763 -6.285
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente 272 -355
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -13.770 -19.983
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -23.599 -16.697
Gesamtergebnis -9.185 -13.032
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen -5.470 -12.666
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen -3.715 -366

Konzern-Kapitalflussrechnung

scroll in Tausend EUR
| | 12M/2016 | 12M/2017 |
|-----------------------------------------------------------------------------------------------------------|----------|----------|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | | |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 24.043 | 35.308 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 74.509 | 78.342 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 4.209 | 131 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.532 | 14.644 |
| Finanzerträge | -5.540 | -10.062 |
| Finanzaufwendungen | 42.615 | 40.546 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen | -23.780 | 37.836 |
| Erhaltene Dividenden | 1.583 | 3.052 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -1.845 | -4.804 |
| Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen | -3.021 | -1.124 |
| Veränderung der Rückstellungen | -136 | -1.042 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 489 | 18.095 |
| Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen | -16.635 | -5.968 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | 11.501 | 4.212 |
| Veränderung der Vorräte
| -21.871 | -23.237 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.463 | 35.775 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | 14.042 | -9.325 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten
| 7.340 | -3.566 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 141.498 | 208.813 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -16.619 | -25.483 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 124.879 | 183.330 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | | |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -79.073 | -88.161 |
| Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 12.521 | 23.394 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | -123 | -49 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -66.675 | -64.816 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | | |
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 236.373 | 217.781 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -256.943 | -277.088 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | -8.555 | -12.583 |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | 0 |
| Gezahlte Dividenden | -3.174 | -2.362 |
| Gezahlte Zinsen | -35.573 | -35.377 |
| Erhaltene Zinsen | 3.700 | 6.897 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -64.172 | -102.732 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -5.968 | 15.782 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -7.975 | -1.979 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -13.943 | 13.803 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 47.406 | 33.463 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 33.463 | 47.266 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -13.943 | 13.803 |

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva

scroll in Tausend EUR
| | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|--------------------------------------------------------------|--------|------------|------------|
| Immaterielle Vermögenswerte (20) | | 25.640 | 21.021 |
| Sachanlagen und Investment Property (20) | | 407.977 | 407.429 |
| At-Equity bewertete Anteile (20) | | 129.252 | 121.315 |
| Beteiligungen (20) | | 9.730 | 11.733 |
| Aktive latente Steuern (21) | | 42.907 | 45.607 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte (22) | | 8.256 | 7.653 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (23) | | 18.412 | 14.389 |
| Langfristige Vermögenswerte | | 642.174| 629.147|
| Vorräte (24) | | 447.326 | 430.606 |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte (24) | | -13.893 | -13.883 |
| | | 433.433 | 416.723 |
| Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC)
(25) | | 149.064 | 148.203 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) | | 339.993 | 317.488 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (25) | | 6.473 | 4.175 |
| Geleistete Anzahlungen (25) | | 3.870 | 4.726 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (25) | | 30.574 | 33.673 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (25) | | 18.364 | 12.326 |
| Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | | 4.771 | 3.976 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (26) | | 33.463 | 47.266 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (27) | | 19.608 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | | 1.039.613| 988.556|
| | | 1.681.787| 1.617.703|

Passiva

scroll in Tausend EUR
| | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|--------------------------------------------------------------|--------|------------|------------|
| Gezeichnetes Kapital | | 73.001 | 73.001 |
| Kapitalrücklage | | 38.404 | 38.404 |
| Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | | 318.462 | 304.078 |
| Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG | | 429.867 | 415.483 |
| Minderheitsgesellschafter | | 4.264 | 3.249 |
| Eigenkapital (28) | | 434.131| 418.732|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29) | | 176.754 | 155.621 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen (29) | | 19.127 | 20.356 |
| Pensionsrückstellungen (30) | | 127.081 | 126.332 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (29) | | 7.556 | 6.883 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten (29) | | 3.983 | 4.418 |
| Passive latente Steuern (21) | | 22.296 | 20.789 |
| Langfristige Schulden | | 356.797| 334.399|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (31) | | 479.746 | 429.589 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen (31) | | 10.460 | 14.324 |
| Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) (31) | | 62.949 | 51.083 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) | | 202.913 | 233.519 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (31) | | 2.449 | 690 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (31) | | 82.958 | 79.706 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (31) | | 20.291 | 16.652 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | | 11.213 | 16.202 |
| Rückstellungen (32) | | 15.373 | 20.188 |
| Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen (30) | | 2.507 | 2.619 |
|
Kurzfristige Schulden | | 890.859| 864.572|
| | |
1.681.787| 1.617.703*|

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2017

scroll in Tausend EUR
| | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | Währungs- umrechnung | Rücklage aus Sicherungsgeschäften | Minderheits- gesellschafter |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 01.01.2016 | 73.001 | 38.404 | 317.752 | 10.909 | -1.224 | 12.368 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 11.302 | 0 | 0 | 3.112 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -6.947 | 0 | -6.823 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | -12.731 | 0 | 0 | -5 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | -970 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | 3.604 | 0 | 272 | 1 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 2.175 | -6.947 | -698 | -3.715 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -1.250 | 0 | 0 | -988 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -2.570 | 0 | 0 | -604 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 315 | 0 | 0 | -2.797 |
| Stand am 31.12.2016 | 73.001 | 38.404 | 316.422 | 3.962 | -1.922 | 4.264 |
| Stand am 01.01.2017 | 73.001 | 38.404 | 316.422 | 3.962 | -1.922 | 4.264 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 2.740 | 0 | 0 | 925 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -18.683 | 0 | -1.300 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | 3.238 | 0 | 0 | 12 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.264 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | -870 | 0 | -355 | -3 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 5.108 | -18.683 | 909 | -366 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -5 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.713 | 0 | 0 | -649 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2017 | 73.001 | 38.404 | 319.812 | -14.721 | -1.013 | 3.249 |

scroll in Tausend EUR
| | Gesamt |
|------------------------------------------------------------------------------------------------|---------|
| Stand am 01.01.2016 | 451.210 |
| Ergebnis nach Steuern | 14.414 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -13.770 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -12.736 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | -970 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 3.877 |
| Gesamtergebnis | -9.185 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | -2.238 |
| Dividendenzahlungen | -3.174 |
| Übrige Veränderungen | -2.482 |
| Stand am 31.12.2016 | 434.131 |
| Stand am 01.01.2017 | 434.131 |
| Ergebnis nach Steuern | 3.665 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -19.983 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 3.250 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 1.264 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | -1.228 |
| Gesamtergebnis | -13.032 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | -5 |
| Dividendenzahlungen | -2.362 |
| Übrige Veränderungen | 0 |
| Stand am 31.12.2017 | 418.732 |

Konzernanhang

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.

1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt.# KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert. Sie werden mit ihren jeweiligen Anschaffungskosten unter Berücksichtigung gegebenenfalls vorzunehmender Wertminderungen und Wertaufholungen im Konzernabschluss bilanziert.

In den Konzernabschluss 2017 wurden 110 Unternehmen (Vorjahr: 111) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 2 (Vorjahr: 2) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2017 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 3 (Vorjahr: 12) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.

Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN):

Hauptgeschäft Sitz Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile
31.12.2016 31.12.2017
Segment Bau Spezialtiefbau Weltweit 34 37
Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 27 25
Segment Resources Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze Weltweit 24 24
Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 4 4
Gesamt 89 90
Anzahl der assoziierten Unternehmen Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen
31.12.2016 31.12.2017
Segment Bau 1 1
Segment Maschinen 2 2
Segment Resources 2 1
Segment Sonstiges 0 0
Gesamt 5 4

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen. Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden.

In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 2017 4 Gesellschaften (Vorjahr: 5) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert.

Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die BAUER Corporate Services Private Limited und die BAUER Equipment India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März.

Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB

Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

  • PRAKLA Bohrtechnik GmbH
  • KLEMM Bohrtechnik GmbH
  • EURODRILL GmbH
  • GWE pumpenboese GmbH
  • BAUER Resources GmbH
  • ESAU & HUEBER GmbH
  • RTG Rammtechnik GmbH

Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB

Die BAUER Resources GmbH und PRAKLA Bohrtechnik GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.

Veränderungen bei Tochterunternehmen

Segment Bau

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2017 wurden die BAUER Engineering International Ltd. sowie die BAUER Bangladesh Ltd. erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Im Rahmen einer Verschiebung zwischen der Anzahl Unternehmen mit 100 % und Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile, ergab sich eine Veränderung von einer Tochtergesellschaft zum Vorjahr. Die Gesellschaften wurden bisher aufgrund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert.

Segment Maschinen

Im ersten Halbjahr 2017 wurden die FAMBO Sweden AB sowie die OOO BAUER Maschinen SPb wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultierten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf Angaben gemäß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet.

Segment Resources

Änderungen der Konzernbeteiligungsquote an assoziierten Unternehmen

Mit Wirkung zum 23. November 2017 wurde die NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH (NDHE) auf die Deusa International GmbH (DEUSA) verschmolzen. Das Geschäft der NDHE wird unter der NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft, Zweigniederlassung der Deusa International GmbH fortgeführt. Durch die Verschmelzung hat sich der Anteil der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH in Höhe von 25 % an der NDHE zu einer Beteiligung von 10 % an der DEUSA verändert.

Der beizulegende Zeitwert wurde unter Verwendung eines Discounted-Cashflow-Verfahrens sowie verschiedener Multiple-Verfahren bestimmt. Dabei wurden die gemäß Finanzplanung geschätzten Cashflows der nächsten 5 Jahre sowie ein Zinssatz von 6,8 % zugrundegelegt. Zahlungsströme für den 5 Jahre übersteigenden Zeitraum wurden unter Zugrundelegung einer konstanten jährlichen Wachstumsrate von 1 % extrapoliert. Aus der Verschmelzung ist ein Gewinn in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden, der sich wie folgt zusammensetzt:

in Tausend EUR
2017
Beizulegender Zeitwert des verbleibenden Anteils (10 %) 2.067
Abzüglich: Buchwert der Beteiligung zum Zeitpunkt des Verlustes des maßgeblichen Einflusses -1.069
Erfasster Ertrag 998

Der Gewinn ist unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Segment Sonstiges

Im Geschäftsjahr 2017 ergaben sich keine Änderungen im Segment Sonstiges.

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen.

Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst.

Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.# Nicht beherrschende Anteile

Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

4. Wesentliche Annahmen und Schätzungen

Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

5. Allgemeine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden:

Änderungen an IAS 12 "Ertragsteuern" - Ansatz aktiver latenter Steuern

Die Änderungen beinhalten Klarstellungen auf die Frage des Ansatzes aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen aus unrealisierten Verlusten. Die Änderung des IAS 12 stellt klar, dass der Bestimmung einer temporären Differenz im Sinne des IAS 12 der Grundgedanke zugrunde liegt, dass der Buchwert im Bestimmungszeitpunkt durch einen wirtschaftlichen Nutzen, der dem Unternehmen in zukünftigen Perioden zufließt, realisiert wird. Die Existenz einer temporären Differenz sei alleine durch den Vergleich des IFRS-Buchwerts zum jeweiligen Bilanzstichtag mit der steuerlichen Basis zu diesem Zeitpunkt zu bestimmen. Künftige absehbare Änderungen des Buchwerts seien nicht in Betracht zu ziehen. Weiterhin stellt der IASB klar, dass der IFRS-Buchwert nur für die Ermittlung temporärer Differenzen, nicht aber auch für die Schätzung des zukünftigen zu versteuernden Einkommens relevant ist. Bei der Ermittlung des zu versteuernden Einkommens sei auch die Realisierung eines über dem gegenwärtigen IFRS-Buchwerts liegenden Werts denkbar, sofern diese wahrscheinlich ist. In diesem Zusammenhang wird auch klargestellt, dass -sofern nach dem Steuerrecht die Nutzung abzugsfähiger temporärer Differenzen auf eine bestimmte Art von Ergebnis beschränkt ist -bei der Beurteilung ob und in welcher Höhe aktive latente Steuern anzusetzen sind, für diese Differenzen auch nur diese Art von Ergebnis zu legen ist. Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen an IAS 12 durch die EU ("Endorsement") wurde am 9. November 2017 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Änderungen an IAS 7 "Kapitalflussrechnung" - Angabeninitiative

Durch die Änderungen an IAS 7 sind Unternehmen künftig verpflichtet, erweiterte Angaben zur Entwicklung derjenigen Fremdkapitalkosten der Bilanz während der Berichtsperiode zu machen, bei denen verbundene Zahlungen in der Kapitalflussrechnung im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen wurden oder zukünftig auszuweisen sind. Entsprechende Angaben sind auch zur Entwicklung des Bilanzwerts finanzieller Vermögenswerte zu machen, bei denen verbundene Zahlungen im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit auszuweisen sind. Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen an IAS 7 durch die EU ("Endorsement") wurde am 9. November 2017 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2017 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2017 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Übernahme durch EU
IFRS 9, Finanzinstrumente 2018 Ja
Änderungen an IFRS 2, Anteilsbasierte Vergütung 2018 Ja
IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden 2018 Ja
Änderung des IFRS 4, Versicherungsverträge 2018 Ja
Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2014 - 2016 2018 Ja
Änderungen an IAS 40, Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie 2018 Nein
IFRIC 22, Fremdwährungstransaktionen und Vorauszahlungen 2018 Nein
IFRS 16, Leasing 2019 Ja
IFRIC 23, Steuerrisikopositionen aus Ertragsteuern 2019 Nein
Änderung des IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 2019 Nein
Änderung des IFRS 9, Finanzinstrumente 2019 Nein
Jährliche Verbesserungen an den IFRS, Zyklus 2015 - 2017 2019 Nein
Änderung des IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer 2019 Nein
IFRS 17, Versicherungsverträge 2021 Nein

IFRS 15, Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Im neuen Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" sind alle Regelungen zur Erfassung der Umsatzerlöse aus Kundenverträgen zusammengefasst. Alle bisherigen Standards und Interpretationen zur Umsatzrealisierung werden damit ersetzt. Dies umfasst im Wesentlichen IAS 18 "Erlöse" und IAS 11 "Fertigungsaufträge". Die Kernaussage des IFRS 15 besteht darin, dass ein Unternehmen Erlöse ab dem Zeitpunkt erfasst, ab dem die Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übergegangen sind. Dies ist dann der Fall, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es bei diesen Vertragsänderungen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird. IFRS 15 ist für Berichtsperioden ab dem 1. Januar 2018 verpflichtend anzuwenden. Seine Übernahme durch die EU erfolgte im September 2016. Die Bestimmung von Auswirkungen sind mit erheblichen Schätzungen verbunden. Beispielsweise sind bei der Beurteilung sowohl die Bereitschaft von Kunden zur Annahme von Änderungen und Zustimmung zu Nachträgen oder die Schätzung des Leistungsfortschritts bei Projektdurchführung zu berücksichtigen. Die Beurteilung eines Kundenauftrags nach IFRS 15 kann zu einer anderen zeitlichen Realisierung von Umsatzerlösen führen als nach den bisherigen Rechnungslegungsvorschriften. Im Bereich der Fertigungsaufträge existieren in der BAUER Gruppe Projekte mit nur einer Leistungsverpflichtung. Die vertraglich vereinbarten Erlöse können auch weiterhin über einen bestimmten Zeitraum erfasst werden. Im Hinblick auf die Bilanzierung von Nachträgen und Vertragsänderungen als Vertragsmodifikationen wird für die Erlöserfassung eine höhere Wahrscheinlichkeitsschwelle zugrunde gelegt. Nach einer Analyse relevanter bestehender Verträge je Segment ergeben sich für die BAUER Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen auf die Realisierung der Umsatzerlöse. Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode zum 1. Januar 2018 an.

IFRS 16, Leasing

IFRS 16 ersetzt zukünftig IAS 17 "Leasingverhältnisse", IFRIC 4 "Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält", SIC 15 "Operating-Leasingverhältnisse - Anreize" sowie SIC 27 "Beurteilung des wirtschaftlichen Gehalts von Transaktionen in der rechtlichen Form von Leasingverhältnissen". Der neue Standard nimmt beim Leasingnehmer keine Klassifizierung in Finance- und Operating-Leasingverhältnisse vor, sondern es werden grundsätzlich alle Leasingverhältnisse in Form eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit in der Bilanz erfasst. Es erfolgen keine wesentlichen Änderungen in der Leasinggeberbilanzierung im Vergleich zu IAS 17. Im Gegensatz zu IAS 17 fordert IFRS 16 umfangreichere Anhangsangaben. Mögliche Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 16, Leasingverhältnisse werden derzeit analysiert. Der Fokus liegt primär in der Ausgestaltung der zukünftigen Prozesse zur Erfassung und Verwaltung von Leasingverträgen. Es ist zu erwarten, dass anhand der übrigen Mindestleasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen mit weiteren Aktivierungen von Nutzungsrechten und dem Ansatz von Verbindlichkeiten zu rechnen ist. Die Reduzierung der neu aktivierten Vermögenswerte erfolgt linear, während sich die Schulden um den Tilgungsanteil verringern. Dies hat einen Anstieg der Bilanzsumme bei gleichzeitigem Rückgang des Nettovermögens zur Folge. Auch eine Verringerung des Nettoumlaufvermögens wird sich ergeben, da ein Teil der neu bilanzierten Schulden unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen sein wird. Operate-Lease-Aufwendungen werden durch eine Abschreibung auf Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten ersetzt. Dementsprechend werden die Zinsaufwendungen durch die Aufzinsung mit dem den Leasingverhältnis zugrunde liegenden effektiven Zinssatzes ansteigen. Nach derzeitigem Stand plant die BAUER Gruppe bei der Umsetzung von IFRS 16 die modifiziert retrospektive Methode zum 1. Januar 2019 anzuwenden.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

IFRS 9 "Finanzinstrumente" wurde in der endgültigen Fassung vom IASB im Juli 2014 veröffentlicht und enthält neue Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, grundlegende Änderungen bezüglich der Erfassung von Wertminderungen bestimmter finanzieller Vermögenswerte sowie überarbeitete Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. IFRS 9 ist anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01. Januar 2018 beginnen. Die Erstanwendung von IFRS 9 durch die BAUER Gruppe erfolgt somit zum 01. Januar 2018.# Der neue Standard sieht im Unterschied zu IAS 39, der noch vier Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte beinhaltete, nur noch die Bewertungskategorien "fortgeführte Anschaffungskosten", "beizulegender Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung (FVTPL)" und "beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (FVOCI)" für Schuldinstrumente vor. Die Zuordnung zu diesen Bewertungskategorien erfolgt künftig zum einen auf Basis des Geschäftsmodells zur Steuerung finanzieller Vermögenswerte, zum anderen hängt sie von der sogenannten Zahlungsstrombedingung ab, das heißt der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Durch die mit IFRS 9 eingeführte Geschäftsmodellbedingung kann es dazu kommen, dass finanzielle Vermögenswerte, die unter IAS 39 zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, künftig zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Auswirkungen hieraus ergeben sich bei der BAUER Gruppe bei den für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen, die im Rahmen von Forfaitierungen an eine Bank verkauft werden. Da Verkäufe nur in einem geringen Umfang vorgenommen werden, ist der Umstellungseffekt als unwesentlich einzustufen. Alle weiteren Schuldinstrumente werden weiterhin in der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bewertet. Darüber hinaus sind nach den Neuregelungen Beteiligungen grundsätzlich erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Es besteht ein zusätzliches Wahlrecht, Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis (Other Comprehensive Income) zu erfassen. Die BAUER Gruppe beabsichtigt von diesem Wahlrecht Gebrauch zu machen, sodass sich Wertänderungen von den derzeit zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen ausschließlich im sonstigen Ergebnis niederschlagen. Die Erfassung von Wertminderungen basiert künftig nicht mehr nur auf eingetretenen Verlusten (Incurred-Loss-Modell), sondern auch auf bereits erwarteten Verlusten (Expected-Loss-Modell). Für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ist ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen, nach dem ab Erstansatz grundsätzlich 12-Monats-Verlusterwartungen sowie bei wesentlicher Kreditrisikoverschlechterung die erwarteten Gesamtverluste zu erfassen sind. Für die Abbildung der erwarteten Verluste auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf die nach IFRS 15 erfassten Contract Assets ist ein vereinfachtes Verfahren zulässig, wonach die Wertminderung unter Hinzuziehung einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht, ermittelt werden kann. Davon wird die BAUER Gruppe Gebrauch machen. Auf Basis der durchgeführten Analysen wird sich für die BAUER Gruppe eine Erhöhung um maximal 25 % des aktuellen Wertberichtigungsstands ergeben. Mit der Überarbeitung der Regelungen zum Hedge Accounting wird der Zweck verfolgt, diese stärker an dem ökonomischen Risikomanagement des Unternehmens auszurichten, insbesondere was die Steuerung von nichtfinanziellen Risiken betrifft. Das hat zur Folge, dass es unter IFRS 9 zu erweiterten Designationsmöglichkeiten einzelner Risikokomponenten kommt und grundsätzlich eine größere Bandbreite von Sicherungsinstrumenten und Grundgeschäften für das Hedge Accounting zugelassen werden. Zudem geht die BAUER Gruppe davon aus, dass bei Anwendung des neuen Standards alle bestehenden Sicherungsbeziehungen unter IFRS 9 fortgeführt werden können. Neben der dargestellten Auswirkung auf Ausweis und Bewertung ergeben sich neue umfangreiche Angabepflichten, insbesondere in Bezug auf Kreditrisiken und erwartete Verluste ("expected credit losses"). Die BAUER Gruppe wendet bei der Umsetzung von IFRS 9 die modifizierte retrospektive Methode zum 1. Januar 2018 an. Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet.

5.2. Anpassung der Vorjahreszahlen

In der BAUER Gruppe werden laufend die Prozesse zur Verbuchung und Ausweis von bestimmten Geschäftsvorfällen untersucht. Im Geschäftsjahr 2017 wurde durch eingehende Analysen festgestellt, dass der überwiegende Teil der Gewinne und Verluste aus Devisentermingeschäften sowie der realisierten und unrealisierten Kursgewinne und -verluste Finanzierungscharakter haben. Dementsprechend haben wir im Geschäftsjahr diese Positionen aus den sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen in die Finanzerträge und Finanzaufwendungen umgegliedert. Darüber hinaus werden die bisher auf der Passivseite dargestellten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen auf der Aktivseite unter den Vorräte ausgewiesen und offen abgesetzt. Zudem wurde eine erhaltene Anzahlung eines Kunden, die bisher Teil des passiven Rechnungsabgrenzungspostens war, mit den Forderungen aus Fertigungsaufträgen saldiert, da die Anzahlung Teil des Fertigungsauftrages ist. Für alle Änderungen wurden entsprechend die Vorjahreszahlen angepasst. Die Änderungen sind in den folgenden Tabellen dargestellt:

Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

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01.01. - 31.12.2016 (wie berichtet) Anpassungen Sonstige 01.01. - 31.12.2016 (angepasst)
Umsatzerlöse 1.396.881 1.396.881
Bestandsveränderungen 15.359 15.359
Andere aktivierte Eigenleistungen 13.472 13.472
Sonstige Erträge 62.864 -30.674 32.190
Konsolidierte Leistung 1.488.576 -30.674 1.457.902
Materialaufwand -717.992 -717.992
Personalaufwand -369.700 -369.700
Sonstige betriebliche Aufwendungen -242.495 32.582 -209.913
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 158.389 1.908 160.297
Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen -74.509 -74.509
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -15.532 -15.532
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 68.348 1.908 70.256
Finanzerträge 5.540 30.674 36.214
Finanzaufwendungen -46.824 -32.582 -79.406
Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen -3.021 -3.021
Ergebnis vor Steuern (EBT) 24.043 24.043
Ertragsteueraufwand -9.629 -9.629
Ergebnis nach Steuern 14.414 14.414
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 11.302 11.302
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 3.112 3.112

Anpassung der Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016

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01.01. - 31.12.2016 (wie berichtet) Anpassungen Sonstige 01.01. - 31.12.2016 (angepasst)
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern (EBT) 24.043 24.043
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 74.509 74.509
Abschreibungen auf Finanzanlagen 4.209 4.209
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.532 15.532
Finanzerträge -5.540 -5.540
Finanzaufwendungen 42.615 42.615
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen -23.780 -23.780
Erhaltene Dividenden 1.583 1.583
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.845 -1.845
Ergebnis aus At-Equity-Beteiligungen -3.021 -3.021
Veränderung der Rückstellungen -136 -136
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 489 489
Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen -22.373 5.738 -16.635
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens 11.501 11.501
Veränderung der Vorräte -25.371 3.500 -21.871
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.963 -3.500 18.463
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 14.042 14.042
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten 13.078 -5.738 7.340
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 141.498 141.498
Gezahlte Ertragsteuern -16.619 -16.619
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 124.879 124.879
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -79.073 -79.073
Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 12.521 12.521
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -123 -123
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -66.675 -66.675
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 236.373 236.373
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -256.943 -256.943
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -8.555 -8.555
Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen 0 0
Gezahlte Dividenden -3.174 -3.174
Gezahlte Zinsen -35.573 -35.573
Erhaltene Zinsen 3.700 3.700
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -64.172 -64.172
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -5.968 -5.968
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -7.975 -7.975
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -13.943 -13.943
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 47.406 47.406
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 33.463 33.463
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -13.943 -13.943

Anpassung der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016

Aktiva

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31.12.2016 (wie berichtet) Anpassung Sonstige 31.12.2016 (angepasst)
Immaterielle Vermögenswerte 25.640 25.640
Sachanlagen und Investment Property 407.977 407.977
At-Equity bewertete Anteile 129.252 129.252
Beteiligungen 9.730 9.730
Aktive latente Steuern 42.907 42.907
Sonstige langfristige Vermögenswerte 8.256 8.256
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 18.412 18.412
Langfristige Vermögenswerte 642.174 642.174
Vorräte 447.326 447.326
Abzgl.
## 5.3. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:

1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert 2016 Jahresdurchschnittswert 2017 Stichtagswert 2016 Stichtagswert 2017
Ägypten EGP 11,1682 20,413 19,1589 21,3591
Argentinien ARS 16,4949 19,2041 16,8235 22,9391
Australien AUD 1,4617 1,4812 1,4873 1,5378
Bulgarien BGL 1,9559 1,9560 1,9561 1,9558
Chile CLP 742,3758 737,7068 704,9368 738,633
China CNY 7,3488 7,6715 7,3443 7,8216
Georgien GEL 2,6209 2,8605 2,8083 3,113
Ghana GHS 4,4024 5,0321 4,5018 5,4488
Großbritannien GBP 0,8227 0,8753 0,8581 0,8883
Hongkong HKD 8,5683 8,8823 8,1945 9,3867
Indien INR 74,3119 73,9390 71,8220 76,7139
Indonesien IDR 14.707,1687 15.266,2834 14.192,1525 16.297,57
Japan JPY 120,4284 127,4100 123,5816 135,2146
Jordanien JOD 0,7823 0,8078 0,7498 0,8533
Kanada CAD 1,4598 1,4763 1,4230 1,5071
Katar QAR 4,0197 4,1876 3,8480 4,3987
Libanon LBP 1.664,8954 1.719,9553 1.593,6847 1.820,7160
Malaysia MYR 4,5736 4,8697 4,7406 4,8604
Marokko MAD 10,8407 10,9895 10,6705 11,2239
Mexiko MXP 20,6246 21,4839 21,8430 23,5528
Neuseeland NZD 1,5819 1,6002 1,5169 1,6913
Oman OMR 0,4250 0,4386 0,4068 0,4624
Panama PAB 1,1040 1,1393 1,0568 1,2010
Peru PEN 3,7300 3,7048 3,5491 3,8906
Philippinen PHP 52,5996 57,41300 52,5416 59,9851
Polen PLN 4,3638 4,2463 4,4180 4,1786
Rumänien RON 4,4947 4,5757 4,5427 4,6647
Russland RUB 73,1804 66,2766 64,7667 69,1006
Saudi-Arabien SAR 4,1407 4,2725 3,9637 4,5041
Schweden SEK 9,4761 9,6461 9,5656 9,8196
Schweiz CHF 1,0894 1,1162 1,0754 1,1705
Singapur SGD 1,5245 1,5637 1,5265 1,6051
Südafrika ZAR 16,0580 15,1410 14,4954 14,8626
Taiwan TWD 35,5641 34,5205 34,0622 35,7502
Thailand THB 38,9178 38,4341 37,8475 39,1526
Türkei TRY 3,3394 4,1513 3,7288 4,5493
Ungarn HUF 311,4683 309,4514 310,1667 310,2964
Vereinigte Arabische Emirate AED 4,0549 4,1845 3,8815 4,4119
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,1040 1,1393 1,0568 1,2010
Vietnam VND 24.695,6697 25.882,4171 24.048,4597 27.269,9060

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig.

Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist. Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:

  • die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes
  • die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen
  • die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen
  • der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird
  • die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können
  • die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten

Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren.

Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen -außer bei Firmenwerten -vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:

Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer
Grundstücke unbegrenzt
Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswerts unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert.

Leasing

Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert.
```# Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis.

a) Bilanzierung als Leasingnehmer

Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

b) Bilanzierung als Leasinggeber

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. In der BAUER Gruppe werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind.

Zuwendungen öffentlicher Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).

Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.

At-Equity bewertete Anteile

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin. Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer At-Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Gemeinschaftsunternehmen

Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11. Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Geräten der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen. Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert insofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.# Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten: ― Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten ― Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden ― Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit ― Seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und ― Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.

Finanzinstrumente

a) Originäre Finanzinstrumente

In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
― Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder "LaR"
― zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder "AfS"
― zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder "FLAC"

Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt zum Fair Value. Die Folgebewertung ist abhängig von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß den Vorschriften des IAS 39 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert.

Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten sowohl dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, so dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechend wertberichtigte Forderung ausgebucht. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist.

In der BAUER Gruppe umfasst die Kategorie "Loans and Receivables" kurz- und langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Zahlungsmittel und Zalungsmitteläquivalente sowie sonstige kurz- und langfristige finanzielle Forderungen. Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.

Die nicht die Definition einer anderen Kategorie von Finanzinstrumenten erfüllenden originären finanziellen Vermögenswerte sind als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten bewertet. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor. Liegen objektive Hinweise vor, dass bei diesen Eigenkapitalinstrumenten eine Wertminderung eingetreten ist, so ergibt sich der Betrag der Wertberichtigung aus der Differenz zwischen dem Buchwert des finanziellen Vermögenswertes und dem Barwert der geschätzten künftig erwarteten Cashflows, die unter Berücksichtigung einer angemessenen Marktrendite abgezinst werden. Solche Wertberichtigungen dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der Kategorie "Available-for-Sale" werden in der BAUER Gruppe Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden.

Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden wird nur dann vorgenommen, wenn eine Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und auch die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren.

b) Derivative Finanzinstrumente

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IAS 39, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:
― das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist
― das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist
― das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.

In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading) oder "FAHfT"

Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading) oder "FLHfT"

Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt.

Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets Held for Trading" und "Financial Liabilities Held for Trading" gehören Zinsswaps, Zinscaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Zinscaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.

Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2017 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow Hedges) angewendet.# Anhang

2. Rechnungslegungsmethoden

Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet.

Vorräte und erhaltene Anzahlungen

Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, die keine Fertigungsaufträge darstellen, werden aktivisch und offen von den Vorräten abgesetzt, soweit für den jeweiligen Auftrag bereits Herstellungskosten angefallen sind. Alle anderen erhaltenen Anzahlungen werden passiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:

  • Dauer der Vermietung
  • Nutzungsdauer der Maschinen
  • Beschädigung und Ungängigkeit

Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.

Auftragsfertigung

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Zahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Zahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen. Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt. Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sowie die zugehörigen Schulden werden nach IFRS 5 bewertet und gesondert als kurzfristig ausgewiesen. Bei den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten handelt es sich um Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Die Veräußerung muss erwartungsgemäß innerhalb eines Jahres ab dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Betracht kommen. Dabei kann es sich um einzelne Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten (Veräußerungsgruppen) oder um Unternehmensbestandteile (aufgegebene Geschäftsbereiche) handeln. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden nicht mehr abgeschrieben, sondern mit ihrem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt, sofern dieser niedriger ist als der Buchwert.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird. Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:

  • entweder dasselbe Steuerobjekt oder
  • unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Der Ansatz der Ertragsteuern und latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 28,08 % bis 32,14 % (Vorjahr: 26,90 % und 32,14 %). Im Ausland werden Ertragsteuersätze zwischen 0,00 % und 38,15 % (Vorjahr: 0,00 % und 38,15 %) zugrunde gelegt. Durch eine im Jahr 2017 verabschiedete US-Steuerreform verringert sich die Unternehmenssteuer ab dem Jahr 2018 von in den USA angesiedelten Gesellschaften auf 21,00 %. Die latenten Steuern betroffener Gesellschaften wurden mit dem entsprechend niedrigeren Steuersatz bewertet.

Rückstellungen

a) Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.

b) Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

c) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw.# 6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Berichterstattung über die Segmente der BAUER Gruppe wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe. Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Sonstiges

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Konsolidierung

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldem sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN

in Tausend EUR Bau Maschinen Resources
2016* 2017 2016* 2017 2016* 2017
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 713.141 835.001 634.401 754.545 262.411 248.209
Umsatzerlöse mit Dritten 614.456 783.782 542.688 660.893 238.199 221.522
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldem 15.995 15.411 41.535 52.765 2.562 493
Bestandsveränderungen -197 19 16.194 -11.206 -638 362
Andere aktivierte Eigenleistungen 647 478 4.337 3.438 526 825
Sonstige Erträge 22.012 13.457 7.147 7.395 3.092 2.290
Konsolidierte Leistung 652.913 813.147 611.901 713.285 243.741 225.492
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 72.068 62.273 72.682 114.642 7.296 1.273
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -42.346 -42.643 -18.727 -19.424 -11.014 -11.296
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -15.532 -14.644 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 29.722 19.630 38.423 80.574 -3.718 -10.023
Finanzerträge 10.358 14.966 18.889 15.623 3.719 2.911
Finanzaufwendungen -21.280 -39.615 -38.204 -31.756 -14.233 -17.058
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen -2.530 963 -3.650 -7.084 3.159 4.997
Ertragsteueraufwand -6.807 -11.180 -4.512 -16.407 2.621 -3.249
Ergebnis nach Steuern 9.463 -15.236 10.946 40.950 -8.452 -22.422

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Bau Maschinen Resources
2016* 2017 2016* 2017 2016* 2017
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -57 -24 -967 -893 -44 0

Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten

Bau Maschinen Resources
2016* 2017 2016* 2017 2016* 2017
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten -425 -131 -3.304 0 -480 0
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -1.025 -446 -8.474 -7.820 -85 -34
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -14.338 -7.891 -7.882 -2.840 -1.641 -2.410
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 13.618 4.195 7.518 2.449 639 261

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ

31.12.** 31.12.** 31.12.**
2016 2017 2016 2017 2016 2017
SEGMENTVERMÖGEN 634.135 623.628 779.328 774.855 296.181 258.244
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 5.274 6.029 87.890 74.416 36.088 40.870
davon Investitionen ins Anlagevermögen 54.147 58.908 26.802 30.848 11.761 16.045
SEGMENTSCHULDEN 485.669 518.173 511.565 470.220 266.900 222.564

SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN

in Tausend EUR Sonstiges Konsolidierung Konzern Konzern
2016* 2017 2016 2017 2016* 2017 2016 2017
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 45.703 55.830 -100.991 -121.535 1.554.665 1.772.050
Umsatzerlöse mit Dritten 1.538 1.664 1.396.881 1.667.861
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldem 37.556 37.693 -97.648 -106.362 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 0 0 15.359 -10.825
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 5 7.962 3.773 13.472 8.519
Sonstige Erträge 5.107 14.801 -5.168 -15.361 32.190 22.582
Konsolidierte Leistung 44.201 54.163 -94.854 -117.950 1.457.902 1.688.137
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 11.430 17.727 -3.179 -13.362 160.297 182.553
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -3.284 -3.573 862 -1.406 -74.509 -78.342
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -15.532 -14.644
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 8.146 14.154 -2.317 -14.768 70.256 89.567
Finanzerträge 14.682 15.545 -11.434 -11.396 36.214 37.649
Finanzaufwendungen -17.123 -13.751 11.434 11.396 -79.406 -90.784
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 0 0 0 0 -3.021 -1.124
Ertragsteueraufwand -869 -1.121 -62 314 -9.629 -31.643
Ergebnis nach Steuern 4.836 14.827 -2.379 -14.454 14.414 3.665

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Sonstiges Konsolidierung Konzern Konzern
2016* 2017 2016 2017 2016* 2017 2016 2017
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 0 -125 0 0 -1.068 -1.042

Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten

Sonstiges Konsolidierung Konzern Konzern
2016* 2017 2016 2017 2016* 2017 2016 2017
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 -4.209 -131
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -9.584 -8.300
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -23.861 -13.141
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 21.775 6.905

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ

31.12.** 31.12.** 31.12.** 31.12.**
2016 2017 2016 2017 2016 2017 2016 2017
SEGMENTVERMÖGEN 430.804 407.162 -458.661 -446.186 1.681.787 1.617.703
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 129.252 121.315
davon Investitionen ins Anlagevermögen 3.736 2.320 -652 -654 95.794 107.467
SEGMENTSCHULDEN 268.743 230.002 -285.221 -241.988 1.247.656 1.198.971

SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN

in Tausend EUR Deutschland Übrige EU Übriges Europa
2016 2017 2016 2017 2016 2017
Gesamtkonzernleistung (Gruppe)* 472.866 477.815 212.379 258.097 91.568 118.32
Umsatzerlöse mit Dritten 394.661 427.584 217.070 267.567 68.831 105.52
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Investment Property 31.12.** 31.12.** 31.12.**

7. UMSATZERLÖSE

Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.667.861 (Vorjahr: 1.396.881) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 843.761 (Vorjahr: 714.983). Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.592 (Vorjahr: 21.898), die Umsatzerlöse aus Lieferungen und Leistungen sowie Erlösschmälerungen betrugen insgesamt TEUR 809.204 (Vorjahr: 660.357). Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6). Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet:

in Tausend EUR 2016 2017
Umsatzerlöse 1.396.881 1.667.861
Bestandsveränderungen 15.359 -10.825
Andere aktivierte Eigenleistungen 13.472 8.519
Sonstige Erträge 32.190 22.582
Konsolidierte Leistung 1.457.902 1.688.137
Nachunternehmeranteil ARGEN 11.570 9.357
Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 84.165 72.893
Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen 24.035 22.491
Interne Konzernleistung -23.007 -20.828
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 1.554.665 1.772.050

In den Umsatzerlösen sind auch periodenfremde Umsätze in Höhe von netto TEUR -15.532 (Vorjahr: 8.663) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert.

8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

in Tausend EUR 2016 2017
Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen 13.472 8.519

9. SONSTIGE ERTRÄGE

in Tausend EUR 2016* 2017
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 4.567 6.306
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 1.652 6.430
Sonstige Erträge aus Vermietungen 290 44
Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen 15.608 1.314
Sonstige betriebliche Erträge 10.073 8.488
Gesamt 32.190 22.582
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.

10. MATERIALAUFWAND

in Tausend EUR 2016 2017
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 454.224 558.294
Aufwendungen für bezogene Leistungen 263.768 361.302
Gesamt 717.992 919.596

11. PERSONALAUFWAND

Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird.

in Tausend EUR 2016 2017
Löhne und Gehälter 311.463 325.464
Soziale Abgaben 52.146 50.852
Aufwendungen für Altersversorgung 6.091 7.214
Gesamt 369.700 383.530

Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21.854 (Vorjahr: 21.406). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 17.627 (Vorjahr: 17.554) auf das Inland und TEUR 4.227 (Vorjahr: 3.852) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 2.160 (Vorjahr: 647) enthalten.

12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 2016* 2017
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 2.723 1.504
Mieten und Pachten 22.593 20.167
Energie, Heizung, Wasser 4.711 4.954
Kraftfahrzeugkosten 6.363 5.274
Sach,- Kfz- und Transportversicherung 9.657 9.958
Übrige Betriebsaufwendungen 28.391 35.306
Verwaltungsaufwendungen 42.829 37.364
Vertriebsaufwendungen 32.999 42.405
Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen 15.525 15.240
Ergebnis aus Wertberichtigungen auf Forderungen 17.609 6.842
Bankspesen 3.714 1.829
Zölle 2.663 3.636
Kostenabgrenzung 6.725 -1.767
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 13.411 19.746
Gesamt 209.913 202.458
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 12.038 (Vorjahr: 15.156) aus Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie aus abgeschriebenen Forderungen enthalten.

13. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2016 2017
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 8.209 8.589
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 66.300 69.753
Gesamt 74.509 78.342

Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 20.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert.

14. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 14.644 (Vorjahr: 15.532). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2017 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.

FINANZERGEBNIS

15. FINANZERTRÄGE

Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2016* 2017
Erträge aus operativen Beteiligungen 280 2.703
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.468 4.240
Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 1.792 3.118
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 30.674 27.588
Gesamt 36.214 37.649
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

16. FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:

in Tausend EUR 2016* 2017
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.036 32.727
Außerplanmäßige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 4.209 131
Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 3.798 5.380
Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.781 2.441
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 32.582 50.105
Gesamt 79.406 90.784
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 771 (Vorjahr: 877). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 4.187 (Vorjahr: 3.418) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 31.623 (Vorjahr: 35.545) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. Von den außerplanmäßigen Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: 4.209) sind TEUR 131 (Vorjahr: 425) dem Segment Bau, TEUR 0 (Vorjahr: 3.304) dem Segment Maschinen und TEUR 0 (Vorjahr: 480) dem Segment Resources zuzuordnen.

17. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN

Das Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen beträgt im Geschäftsjahr TEUR -1.124 (Vorjahr: -3.021) und enthält die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Im Geschäftsjahr ergab sich im Rahmen der Impairmenttests ein Abschreibungsbedarf am Gemeinschaftsunternehmen BAUER Deep Drilling GmbH auf den erzielbaren Betrag in Höhe von TEUR 5.259, der unter dieser Position ausgewiesen wurde.

18. ERTRAGSTEUERAUFWAND

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2016 2017
Tatsächliche Steuern 19.612 36.815
Latente Steuern -9.983 -5.172
Gesamt 9.629 31.643

Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %).

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand.Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:

Tausend EUR 2016 2017
Ergebnis vor Steuern (EBT) 24.043 35.308
Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) 6.751 9.914
Steuersatzunterschiede 1.747 -640
Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge -1.190 4.799
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 3.141 6.443
Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen 848 316
Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre 312 -90
Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen -1.941 10.877
Sonstiges -39 24
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 9.629 31.643

In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -369 (Vorjahr: -1.982) enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2017 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: 35).

19. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnis nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:

2016 2017
Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR 11.302 2.740
Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,66 0,16
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR 0,66 0,16

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

20. ANLAGEVERMÖGEN

20.1 Immaterielle Vermögenswerte

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Summe
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
01.01.2016 36.218 2.186 82 39.534 78.020
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.680 0 0 -170 -1.850
Zugänge 3.045 0 0 4.223 7.268
Abgänge 172 0 42 934 1.148
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 309 0 0 15 324
31.12.2016 37.720 2.186 40 42.668 82.614
Kumulierte Abschreibung Summe
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
01.01.2016 26.868 2.186 71 21.440 50.565
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.325 0 0 -151 -1.476
Zugänge 3.217 0 9 4.983 8.209
Abgänge 118 0 42 392 552
Umbuchungen 5 0 0 -5 0
Währungsanpassung 216 0 0 12 228
31.12.2016 28.863 2.186 38 25.887 56.974
Buchwert 31.12.2016 8.857 0 2 16.781 25.640
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Summe
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
01.01.2017 37.720 2.186 40 42.668 82.614
Veränderung im Konsolidierungskreis -1 0 0 0 -1
Zugänge 1.411 0 0 3.496 4.907
Abgänge 1.153 0 40 5.362 6.555
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung -542 0 0 -1 -543
31.12.2017 37.435 2.186 0 40.801 80.422
Kumulierte Abschreibung Summe
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Geschäfts- und Firmenwert Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
01.01.2017 28.863 2.186 38 25.887 56.974
Veränderung im Konsolidierungskreis -1 0 0 0 -1
Zugänge 3.528 0 2 5.059 8.589
Abgänge 1.134 0 40 4.551 5.725
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung -436 0 0 0 -436
31.12.2017 30.820 2.186 0 26.395 59.401
Buchwert 31.12.2017 6.615 0 0 14.406 21.021

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis waren im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. Im Vorjahr umfassten die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Wesentlichen Immaterielle Vermögenswerte aus der Entkonsolidierung der BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited. Von den im Jahr 2017 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 3.699 (Vorjahr: 4.401) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:

2016 2017
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 17.137 18.496
Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 5.162 5.212
Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 22.299 23.708

20.2 Sachanlagen und Investment Property

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Summe
Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
01.01.2016 287.043 1.749 523.701 80.193 5.662 898.348
Veränderung im Konsolidierungskreis -1.310 0 1.419 -551 0 -442
Zugänge 3.357 0 59.042 9.769 16.358 88.526
Abgänge 4.808 1.749 35.873 6.991 359 49.780
Umbuchungen 1.540 0 4.692 647 -6.879 0
Währungsanpassung -87 0 -8.302 -1.029 39 -9.379
31.12.2016 285.735 0 544.679 82.038 14.821 927.273
Kumulierte Abschreibung Summe
Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
01.01.2016 102.811 965 336.388 53.828 0 493.992
Veränderung im Konsolidierungskreis -235 0 -83 -410 0 -728
Zugänge 8.453 32 49.211 8.604 0 66.300
Abgänge 3.010 997 22.026 5.620 0 31.653
Umbuchungen 0 0 -412 412 0 0
Währungsanpassung -102 0 -7.782 -731 0 -8.615
31.12.2016 107.917 0 355.296 56.083 0 519.296
Buchwert 31.12.2016 177.818 0 189.383 25.955 14.821 407.977
davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2016 0 0 24.607 6.641 0 31.248
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Summe
Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
01.01.2017 285.735 0 544.679 82.038 14.821 927.273
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 -121 -2 0 -123
Zugänge 10.033 0 63.827 10.388 18.312 102.560
Abgänge 214 0 46.027 7.887 130 54.258
Umbuchungen 421 0 12.931 447 -13.799 0
Währungsanpassung -3.621 0 -34.066 -2.769 -570 -41.026
31.12.2017 292.354 0 541.223 82.215 18.634 934.426
Kumulierte Abschreibung Summe
Grundstücke und Bauten Investment Property Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
01.01.2017 107.917 0 355.296 56.083 0 519.296
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 -72 -2 0 -74
Zugänge 7.878 0 53.507 8.368 0 69.753
Abgänge 104 0 30.006 6.437 0 36.547
Umbuchungen 0 0 -236 236 0 0
Währungsanpassung 2.405 0 -25.634 -2.203 0 -25.431
31.12.2017 118.096 0 352.855 56.045 0 526.997
Buchwert 31.12.2017 174.258 0 188.368 26.169 18.634 407.429
davon Finanzierungsleasing Buchwert 31.12.2017 0 0 29.906 6.897 0 36.803

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2016 umfassen im Wesentlichen Abgänge von Sachanlagen aus der Entkonsolidierung der BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited in Höhe von TEUR 1.586, der HGC Hydro-Geo-Consult GmbH in Höhe von TEUR 127 sowie Zugänge aus der Erstkonsolidierung der BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o und der BAUER Resources Saudi LLC mit einem Zugang von Sachanlagen in Höhe von insgesamt TEUR 1.993. Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr 2017 im Bereich des Sachanlagevermögens waren von untergeordneter Bedeutung. Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 1,17 % und 7,12 % (Vorjahr: 1,17 % und 7,75 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Restlaufzeit 2016 Restlaufzeit 2017 Restlaufzeit 2017
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Mindestleasingzahlungen 11.235 19.650 332 15.067 20.815 407
Zinsanteile 775 803 52 743 854 12
Barwert 10.460 18.847 280 14.324 19.961 395
Gesamt 31.217 36.289
Gesamt
Gesamt

Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 97.438 (Vorjahr: 92.104) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen. Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenswerte, die gemäß IAS 17 dem Konzern zuzurechnen sind (Finance-Lease) in Höhe von TEUR 36.804 (Vorjahr: 31.248) geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: keine). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 1.042 (Vorjahr: 1.068) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 24 (Vorjahr: 57) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 893 (Vorjahr: 967) dem Segment Maschinen, in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 44) dem Segment Resources und in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: 0) dem Segment Sonstiges zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 1.017 (Vorjahr: 947) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 25 (Vorjahr: 121). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten im Segment Maschinen in Höhe von TEUR 664.Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 8 Grundstücke und Gebäude und mit TEUR 17 die Technischen Anlagen und Maschinen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach bei den aktivierten Entwicklungskosten dem Nutzungswert. Der dafür verwendete Abzinsungssatz betrug im Geschäftsjahr 6,80 % (Vorjahr: 7,00 %). Für andere nicht finanzielle Vermögenswerte entsprach der erzielbare Betrag regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

20.3 At-Equity bilanzierte Anteile

Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 92.489 81.008
At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 36.763 40.307
Gesamt 129.252 121.315

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen:

scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2016 2017
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01. 40.506 38.948
Zugänge 3.800 3.389
Abgänge 1.428 1.063
Ergebnisanteil -2.347 2.870
Dividendenzahlungen -1.583 -1.652
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 38.948 42.492
scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2016 2017
Kumulierte Abschreibung
01.01. 2.185 2.185
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 2.185 2.185
Buchwert 31.12. 36.763 40.307

a) Gemeinschaftsunternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2016:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 %
BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 %
BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 %

Geschäftsjahr 2017:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40 %
BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51 %
BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51 %

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

scroll BILANZ SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH
in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 4.641 5.374 28.759
Kurzfristige Vermögenswerte 9.013 7.883 68.891
(davon Zahlungsmittel) (1.115) (243) (15.287)
Summe Vermögenswerte 13.654 13.257 97.650
Langfristige Schulden 0 358 42
(davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (0) (42)
Kurzfristige Schulden 1.087 835 52.907
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (0) (0) (0)
Summe Schulden 1.087 1.193 52.949

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

scroll ERGEBNISRECHNUNG SPANTEC Spann-& Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH
in Tausend EUR 2016 2017
Umsatzerlöse 20.467 18.274 19.111
planmäßige Abschreibung -341 -184 -1.453
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 4.581 4.322 -7.058
Zinserträge 79 78 44
Zinsaufwendungen -7 -23 -2
Ertragsteueraufwand -1.323 -1.248 0
Ergebnis nach Steuern 3.330 3.129 -7.016
Sonstiges Ergebnis 0 -49 0
Gesamtergebnis 3.330 3.080 -7.016
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 1.200 1.400 0

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

scroll BILANZ Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR
Langfristige Vermögenswerte 1.246
Kurzfristige Vermögenswerte 61.723
(davon Zahlungsmittel) (2.182)
Summe Vermögenswerte 62.969
Langfristige Schulden 270
(davon langfristige finanzielle Schulden) (270)
Kurzfristige Schulden 54.478
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (33.530)
Summe Schulden 54.748

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

scroll ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR
Umsatzerlöse 87.315
planmäßige Abschreibung -507
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 4.070
Zinserträge 0
Zinsaufwendungen -53
Ertragsteueraufwand -34
Ergebnis nach Steuern 3.983
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen

Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2016:

scroll in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.567 44.700 47.628 8.735
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 5.027 22.798 24.290 4.647
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.841 19.606 10.278 2
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 10.868 42.404 34.568 4.649

Geschäftsjahr 2017:

scroll in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.064 35.283 45.859 13.232
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.826 17.994 23.388 6.649
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.893 17.253 5.005 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 10.719 35.247 28.393 6.649

Fair Values der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH 25.500 46.585
BAUER Manufacturing LLC 86.429 105.424
BAUER Deep Drilling GmbH 70.714 55.673

Auf eine Angabe des Fair Values unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist. Das sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung ergebende Risiko beim Ausfall eines Gesellschafters wird innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens durch gegenseitige Bürgschaften abgesichert. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen oder maßgebliche Beschränkungen.

b) Assoziierte Unternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2016:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Maskat, Al Mina, Sultanat Oman

Geschäftsjahr 2017:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Maskat, Al Mina, Sultanat Oman

Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Zusammengefasste Finanzinformationen für jedes wesentliche assoziierte Unternehmen (Beträge vor Konsolidierungen):

scroll BILANZ NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L. BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 15.731 - -
Kurzfristige Vermögenswerte 30.640 - -
(davon Zahlungsmittel) (23.836) - -
Summe Vermögenswerte 46.371 - -
Langfristige Schulden 0 - -
(davon langfristige finanzielle Schulden) (0) - -
Kurzfristige Schulden 41.704 - -
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (2.860) - -
Summe Schulden 41.704 - -
* Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar
scroll ERGEBNISRECHNUNG NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L. BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 2016 2017
Tausend EUR 2016 2017 2016* 2017* 2016 2017
Umsatzerlöse 21.162 - - - 17.720 19.612
planmäßige Abschreibung -3.114 - - - -423 -340
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.222 - - - 6.013 7.638
Zinserträge 14 - - - 1.961 1.784
Zinsaufwendungen -404 - - - -2.872 -2.794
Ertragsteueraufwand -315 - - - -722 -392
Ergebnis nach Steuern 517 - - - 4.380 6.236
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 129 - - - 2.416 3.274
Sonstiges Ergebnis 0 - - 0 0 0
Gesamtergebnis 517 - - - 4.380 3.274
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 146 - - 1.437 1.466
  • Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar

Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):

BILANZ

Unwesentliche Assoziierte Unternehmen

Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 55 95
Kurzfristige Vermögenswerte 259 303
(davon Zahlungsmittel) (9) (118)
Summe Vermögenswerte 314 398
Langfristige Schulden 22 39
(davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (39)
Kurzfristige Schulden 125 170
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (0) (0)
Summe Schulden 147 209

ERGEBNISRECHNUNG

Unwesentliche Assoziierte Unternehmen

Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Umsatzerlöse 785 853
planmäßige Abschreibung -25 -28
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 42 84
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen -2 0
Ertragsteueraufwand -4 -27
Ergebnis nach Steuern 36 57
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 11 17
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 11

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen

Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2016:

in Tausend EUR NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 4.667 17.922 167
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 1.167 9.409 50
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen -55 16.651 0
Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 7.615 0
Währungsanpassung 0 1.926 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 1.112 35.601 50

Geschäftsjahr 2017:

in Tausend EUR BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 19.152 189
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 10.055 56
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 20.293 0
Barwert der Konzessionsvereinbarung 7.068 0
Währungsanpassung 2.835 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 40.251 56

Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.

20.4 Beteiligungen

in Tausend EUR 2016 2017
Beteiligungen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01. 4.429 13.850
Zugänge 9.662 2.073
Abgänge 11 0
Ergebnisanteil 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Umbuchungen -230 -70
Währungsanpassung 0 0
31.12. 13.850 15.853
in Tausend EUR 2016 2017
Beteiligungen Kumulierte Abschreibung
01.01. 816 4.120
Zugänge 3.304 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 4.120 4.120
Tausend EUR Buchwert 31.12.
9.730

Der Zugang auf Beteiligungsabschreibungen betrifft Eigenkapitalanteile, für die kein aktiver Markt vorliegt und die als "Available-for-Sale" kategorisiert sind. Im Geschäftsjahr wurden keine Beteiligungen (Vorjahr: TEUR 3.304) wertberichtigt. Der Wertminderungsbedarf ergab sich aus Differenz zwischen dem Buchwert der Beteiligung und dem Barwert der künftig erwarteten Cashflows.

21. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 685 41 12.566 5.123
Sachanlagen 260 629 6.425 7.869
Vorräte 253 1.128 4.694 8.780
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 374 851 5.672 7.344
Pensionsrückstellungen 21.868 21.866 576 698
Verbindlichkeiten 8.612 10.334 2.383 1.901
Verlustvorträge 19.330 20.673 0 0
Konsolidierung 6.514 7.180 4.969 6.169
Saldierung -14.989 -17.095 -14.989 -17.095
Nettobetrag 42.907 45.607 22.296 20.789

In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 926 (Vorjahr: 1.454) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: 548) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 17.644 (Vorjahr: 18.319) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 7.675 (Vorjahr: 5.533), der der passiven latenten Steuern TEUR 12.350 (Vorjahr: 10.164). Für Gesellschaften, die im Vorjahr oder im Geschäftsjahr ein negatives Vorsteuerergebnis erzielt haben, wurde ein latenter Steueranspruch in Höhe von TEUR 11.635 (Vorjahr: 13.795) aktiviert. Eine Realisierung dieses Steueranspruchs wird aufgrund der künftig geplanten steuerlichen Ergebnisse erwartet.

Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Inländische Verlustvorträge (KSt) 100.170 109.884
Ausländische Verlustvorträge 116.089 149.577
Gesamt 216.259 259.461
Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge 77.131 95.034

Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 181.344 (Vorjahr: 142.827) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 6.438 (Vorjahr: 5.048). Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall. Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden für temporäre Unterschiede latente Steuern in Höhe von TEUR 1.311 (Vorjahr: 1.566) nicht angesetzt.

22. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.459 4.544
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 3.797 3.109
Gesamt 8.256 7.653

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Innerhalb der BAUER Gruppe wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Dienstleistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 2.419) im Rahmen von Einzelforderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages weitestgehend vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Für die BAUER Gruppe verbleibt hierbei ein vereinbarter Selbstbehalt gegenüber dem Forderungskäufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der BAUER Gruppe getragen. Das aus dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die BAUER Gruppe aus den zum 31. Dezember 2017 verkauften und ausgebuchten Forderungen beträgt TEUR 915 (Vorjahr: 1.269) und wird unter den übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerten als anhaltendes Engagement ausgewiesen. Die damit korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.725 (Vorjahr: 1.396) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 810 (Vorjahr: 127) spiegelt den beizulegenden Zeitwert aus den verbliebenen Risiken wider und wird aufwandswirksam erfasst.

23. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit 31.12.2016 Restlaufzeit 31.12.2017
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 3.403 11.288
Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften 3.721 0
Gesamt 7.124 11.288

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 38 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 9.568 (Vorjahr: 10.874) enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Sie werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Es wurden keine Veräußerungen von nicht börsennotierten Gesellschaften im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr vorgenommen. Im Geschäftsjahr wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 131 (Vorjahr: 905) vorgenommen.

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

24.# VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016* 31.12.2017
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 151.489 144.415
Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 295.837 286.191
Gesamt 447.326 430.606
Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -13.893 -13.883
Gesamt 433.433 416.723

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Von den Vorräten sind TEUR 163.353 (Vorjahr: 138.887) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 22.944 (Vorjahr: 25.116). Diese teilen sich wie folgt auf:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.532 14.644
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 9.584 8.300
Gesamt 25.116 22.944

Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres niedriger als im Vorjahr. Die nutzungsbedingte Abschreibung der Gebrauchtmaschinen sank in Folge von TEUR 15.532 auf TEUR 14.644. In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen.

Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):

Neue Maschinen

Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.

Gebrauchtmaschinen

Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine. Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte. Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.

Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Buchwert der Gebrauchtmaschinen 44.252 55.828
davon vermietet 21.409 29.148
davon nicht vermietet 22.843 26.680

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden Vorräte als Kreditsicherheit gestellt.

25. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Fertigungsaufträge

Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016* 31.12.2017
Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 855.139 941.942
abzüglich der Teilabrechnungen 769.024 844.822
Saldo 86.115 97.120
davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 149.064 148.203
davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 62.949 51.083

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016* 31.12.2017
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 149.064 148.203
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 339.993 317.488
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.473 4.175
Geleistete Anzahlungen 3.870 4.726
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 30.574 33.673
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 18.364 12.326
Gesamt 548.338 520.591

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 6.653 (Vorjahr: 5.942) enthalten.

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016* 31.12.2017
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 61.276 55.543
Veränderung im Konsolidierungskreis 858 0
Währungsanpassung -1.990 -713
Zuführung 23.861 13.141
Auflösung 21.775 6.905
Verbrauch 6.687 13.695
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 55.543 47.371

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.; Korrektur von Wertberichtigungen aus dem Segment Bau

Die Wertberichtigung für zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 47.371 (Vorjahr: 55.543) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. In den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind branchentypische Wertberichtigungen von Nachtragsforderungen im Bau enthalten. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden. Im Geschäftsjahr wurden keine Forderungen aus Fertigungsaufträgen (Vorjahr: keine) wertberichtigt.

Eine Überfälligkeitsanalyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016* 31.12.2017
überfällig bis 30 Tage 38.566 47.649
überfällig bis 60 Tage 13.376 12.357
überfällig bis 90 Tage 6.767 7.270
überfällig mehr als 90 Tage 76.346 71.096
Gesamt 135.055 138.372

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigungen beträgt zum Stichtag TEUR 364.859 (Vorjahr: 395.536). Hinsichtlich des Bestandes an nicht wertgeminderten oder überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 179.116 (Vorjahr: 135.055) deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig. Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.

Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 1.289 (Vorjahr: 87) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 3.589 (Vorjahr: 661).

Im Geschäftsjahr 2017 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 11.333 (Vorjahr: 25.774) vorgenommen. Darin sind TEUR 6.083 (Vorjahr: 15.888) Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen enthalten.

26. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 47.266 (Vorjahr: 33.463) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.

27. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE VERMÖGENSWERTE

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2017 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 19.608). Diese Vermögenswerte hätten in der ersten Jahreshälfte 2017 veräußert werden sollen. Aufgrund schlechter Marktbedingungen konnte dies nicht erreicht werden. Die BAUER Gruppe hat sich deshalb entschlossen diese Geräte in das Segment Maschinen zu übernehmen, um dort die Verkaufsbemühungen fortzusetzen. Sie sind nun unter den Vorräten ausgewiesen.

28. EIGENKAPITAL

Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
% TEUR % TEUR
Familie Bauer 48,19 35.182 48,19 35.182
Streubesitz 51,81 37.819 51,81 37.819
Gesamt 100,00 73.001 100,00 73.001

Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2017 verwiesen.# Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG -je eine Stimme.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte.

Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
  • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
  • zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2016 in die Gesellschaft einzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben.

Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse.

Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.

Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
I. Kapitalrücklage 38.404 38.404
II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 318.462 304.078
356.866 342.482
III. Minderheitsgesellschafter 4.264 3.249
Gesamt 361.130 345.731

Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro (Vorjahr: 0,15 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien.

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Die Anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden. Daneben werden Umbewertungen von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Höhe von TEUR -62.804 (Vorjahr: TEUR -66.042) sowie die darauf entfallenden erfolgsneutralen latenten Steuern in Höhe von TEUR 17.698 (Vorjahr: 18.568) in den Gewinnrücklagen ausgewiesen. Darüber hinaus sind die kumulierten Differenzen aus der erfolgsneutralgen Währungsumrechnung der Abschlüsse konsolidierter ausländischer Tochterunternehmen in Höhe von TEUR 14.721 (Vorjahr: 3.962) sowie kumulierte Ergebnisse aus der Umstellung auf IFRS in Höhe von TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387) in dieser Position enthalten. Auch die kumulierten Effekte aus der erfolgsneutralen Bewertung von derivativen Finanzinstrumenten (Rücklage aus Sicherungsgeschäften) in Höhe von TEUR -1.013 (Vorjahr: -1.922) sind in dieser Position enthalten. Die Rücklage aus Sicherungsgeschäften beinhaltet den effektiven Teil der Wertveränderungen von Derivaten, die in einem Cashflow Hedge designiert wurden.

28.1 Minderheitsgesellschafter

Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen

Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:

scroll in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in %
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen
Gesamt
scroll in Tausend EUR 31.12.2017
Konzerngesellschaft Ergebnisanteil in TEUR
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten 2.220
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 546
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. # Co., Amman, Jordanien

-2.913 Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen
1.072 Gesamt
925

Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen:

BILANZ

BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017
Langfristige Vermögenswerte 2.321 1.912 5.258 8.988 18.605 5.170
Kurzfristige Vermögenswerte 3.516 4.541 18.794 20.518 82.733 56.340
Langfristige Schulden 1.840 1.268 375 342 0 0
Kurzfristige Schulden 670 1.559 6.948 10.434 103.249 71.454

ERGEBNISRECHNUNG

BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2016 2017 2016 2017 2016 2017
Umsatzerlöse 4.864 6.945 41.898 32.860 30.218 12.454
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.189 1.999 9.963 5.933 -2.174 -11.993
Ergebnis vor Steuern 1.120 1.674 10.759 6.443 -8.032 -17.594
Ergebnis nach Steuern 895 1.331 7.618 5.017 -8.486 -17.659
Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 358 546 3.371 2.220 -1.412 -2.913
Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 537 785 4.247 2.797 -7.074 -14.746
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -86 -152 -518 -464 0 0

KAPITALFLUSSRECHNUNG

BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2016 2017 2016 2017 2016 2017
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 273 933 4.187 7.339 -82 -1.194
Cashflow aus Investitionstätigkeit -1.949 -169 -2.861 -7.240 7.086 6.605
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 1.651 -516 274 -994 -7.798 -5.202
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -17 -12 -8.855 -880 37 -55
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel -42 236 -7.255 -1.775 -757 154

28. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen. Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:

in Tausend EUR 31.12.2016 31.12.2017
Eigenkapital 434.131 418.732
Eigenkapitalquote 25,81 % 25,88 %
Ergebnis nach Steuern 14.414 3.665
Nettoverschuldung (Net Debt) 676.898 593.694
Finanzschulden 710.361 640.960
Liquide Mittel 33.463 47.266
Net Debt/EBITDA 4,27 3,25
EBITDA/Net Interest Coverage 4,24 3,28

Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanze-Lease-Verträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen. Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben.

Zum 31. Dezember 2017 wurden von der BAUER AG bei wesentlichen Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation EBITDA/Net Interest Coverage nicht erfüllt. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß hätten fällig gestellt werden können, so dass sie unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 211.306. Für alle betroffenen Kredite konnte bereits eine einvernehmliche Lösung mit den entsprechenden Finanzpartnern gefunden werden. Zum Ende des ersten Quartals 2018 werden diese Verbindlichkeiten deshalb wieder unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Wir verweisen hierzu auf die Erläuterungen im Konzernlagebericht.

29. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Restlaufzeit 31.12.2016 Restlaufzeit 31.12.2017
in Tausend EUR 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.286 12.468 151.058 4.563
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 19.127 0 20.356 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 7.556 0 6.883 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 3.983 0 4.418 0
Gesamt 194.952 12.468 182.715 4.563
Fair Value 31.12.2016 Fair Value 31.12.2017 Zinssatzspanne 31.12.2016 Zinssatzspanne 31.12.2017
in Tausend EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 228.690 286.560 0,50 - 11,2 % 0,50 - 11,89 %
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 19.127 20.356 1,17 - 7,75 % 1,17 - 7,12 %
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 3.983 4.411 3,97 - 7,93 % 3,67 - 7,93 %
Gesamt 251.800 311.327 - -

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumsverpflichtungen und die korrespondierenden Verbindlichkeiten zu den Forderungsverkäufen. Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 38).

30. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.

Die Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:

in % Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
31.12.2016
Abzinsungsfaktor 1,80 8,30 5,03 1,13
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 3,00
Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - -
in % Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
31.12.2017
Abzinsungsfaktor 1,90 7,00 5,77 1,38
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 3,00

Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt. Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.

Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:

31.12.2016 31.12.2017
in Tausend EUR
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 4.535 4.683
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -931 -1.038
Defizit der finanzierten Pläne 3.604 3.645
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 125.984 125.306
Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 129.588 128.951
Auswirkung der Vermögensobergrenze - -
Bilanzierte Rückstellung 129.588 128.951

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
in Tausend EUR
Stand: 1.

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Stand: 1. Januar 2016 Laufender Dienstzeitaufwand Zinsaufwand/-ertrag Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen Summe
Barwert der Verpflichtung 115.276 2.531 2.781 - 120.588
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 114.525 - -49 - 119.788
Gesamt 114.525 -2.531 2.732 - 119.788
Auswirkung der Vermögensobergrenze -751 - - - -800

Neubewertungen:

Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen Erfahrungswertbedingte Anpassungen Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind Summe
-2 - -12.919 648 - -12.271
Wechselkursänderungen -2 - - - - -101
Beiträge:
Arbeitgeber - - - - 102 102
begünstigter Arbeitnehmer - - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
laufende Zahlungen - - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) - - - - 2.441 2.441
Sonstige Effekte - - - - - -
Stand: 31. Dezember 2016 -2 - -12.919 648 2.543 -12.273

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

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Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 1. Januar 2017 130.519 -931 129.588 - 129.588
Laufender Dienstzeitaufwand 2.845 - 2.845 - 2.845
Zinsaufwand/-ertrag 2.441 -54 2.387 - 2.387
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 135.805 -985 134.820 - 134.820
Neubewertungen:
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - -7 -7 - -7
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen -2.320 - -2.320 - -2.320
Erfahrungswertbedingte Anpassungen -613 - -613 - -613
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - -
Summe -2.933 -7 -2.940 - -2.940
Wechselkursänderungen -234 85 -149 - -149
Beiträge:
Arbeitgeber - -131 -131 - -131
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
laufende Zahlungen - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.610 - -2.610 - -2.610
Sonstige Effekte -39 - -39 - -39
Stand: 31. Dezember 2017 129.989 -1.038 128.951 - 128.951

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden:

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31.12.2016 31.12.2017
Qualifizierende Versicherungsverträge 255 266
Geldmarktfonds und Rentenfonds 633 686
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 43 86
Summe 931 1.038

Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen. Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen. Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

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Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz +/- 0,5 % 118.545 143.086
Zukünftige Gehaltssteigerungen +/- 0,5 % 133.441 126.682
Zukünftige Rentensteigerung +/- 0,5 % 138.688 122.113

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Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme um 1 Jahr Verminderung der Annahme um 1 Jahr
Sterbewahrscheinlichkeit 136.173 123.685

Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanlayse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.

Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:

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31.12.2016 Gesamt
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Barwert der Verpflichtungen 128.627 1.465 302 125 130.519
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -255 -633 0 -43 -931
Gesamt 128.372 832 302 82 129.588
Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - -
Gesamt 128.372 832 302 82 129.588

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31.12.2017 Gesamt
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Barwert der Verpflichtungen 127.846 1.689 333 121 129.989
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -266 -686 0 -86 -1.038
Gesamt 127.580 1.003 333 35 128.951
Auswirkung der Vermögensobergrenze - - - - -
Gesamt 127.580 1.003 333 35 128.951

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:

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31.12.2016 31.12.2017
Aktive Anwärter 79.563 76.652
Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 7.538 6.955
Pensionäre 43.418 46.382
Gesamt 130.519 129.989

Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,25 Jahre (Vorjahr: 19,84 Jahre). Für das Geschäftsjahr 2018 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 3.412 (Vorjahr: 2.765) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 3.412 (Vorjahr: 2.765) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 125 (Vorjahr: 109) für das Jahr 2018 erwartet. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:

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Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre 31.12.2017 Gesamt Pensionsleistungen
3.412
13.418
21.241
38.071

31. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

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31.12.2016* 31.12.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 479.746 429.589
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 10.460 14.324
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 62.949 51.083
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.913 233.519
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 2.449 690
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 82.958 79.706
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 20.291 16.652
Gesamt 861.766 825.563

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: 1.204) enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,5 % bis 11,20 % (Vorjahr: 0,5 % bis 11,89 %).

32. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

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31.12.2016 31.12.2017
Stand 01.01. 16.113 15.373
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0
Währungsanpassung 40 -233
Zuführung 4.856 11.354
Auflösung 3.194 2.567
Verbrauch 2.442 3.739
Stand 31.12. 15.373 20.188

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2016 31.12.2017
Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 14.375 19.143
Prozessrisiken 998 1.045
Gesamt 15.373 20.188

In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung sowie der Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2018 verbraucht. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Nachforderungen.

33. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.

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31.12.2016 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 52.428 46.059

In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften.# 34. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen 8.990 10.104 10.824
Weitere finanzielle Verpflichtungen 9.481 8.878 5.539

Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. In der BAUER Gruppe bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 472 (Vorjahr: 506). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien.

35. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.

36. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Zum 31. Dezember 2017 wurden von der BAUER AG bei wesentlichen Kreditvereinbarungen die vereinbarte Relation EBITDA/ Net Interest Coverage nicht erfüllt, da die Änderungsvereinbarung am 31. Dezember 2017 noch nicht eingeholt worden war, und die Bedingung der Kreditaufnahme zu diesem Zeitpunkt war, dass sie sofort rückzahlbar wäre. Dies hat zur Folge, dass einige Schuldposten vertragsgemäß hätten fällig gestellt werden können, so dass sie unabhängig von der ursprünglichen Laufzeit unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Der Betrag der Umgliederung beträgt zum Stichtag TEUR 211.306.

Mit Änderungsvertrag vom 6. Februar 2018 haben die Kreditgeber der betroffenen Darlehen der Absenkung der Finanzkennzahl EBITDA/Net Interest Coverage zum 31. Dezember 2017, 31. März 2018, 30. Juni 2018 und 30. September 2018 auf 3,0 % zugestimmt, womit die Kennzahl damit erfüllt ist. Im Gegenzug dazu wurde die Kreditmarge um 20 Basispunkte erhöht. Zum Ende des ersten Quartals 2018 werden diese Verbindlichkeiten wieder unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Des Weiteren ergaben sich nach dem 31. Dezember 2017 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 oder DRS 20 berichtet werden muss.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

37. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten. Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden.

38. FINANZINSTRUMENTE

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Das Vier-Augen-Prinzip wird durch die Aufteilung der Funktionen über Vorstand (Abschluss) und Fachabteilungen (operative Abwicklung) realisiert. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen.

MARKTRISIKEN

Währungsrisiko

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht. Die bestehenden Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps dienen der Sicherstellung unserer Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden zu einem wesentlichen Teil durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital. Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.

Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %:

zum 31.12.2016
USD AUD GBP
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 11.669 633 0
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -13.803 -759 0
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 2.436 0 -430
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -2.916 0 526
zum 31.12.2017
USD AUD GBP
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 8.840 617 0
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -10.806 -753 0
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 3.705 0 -594
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -4.501 0 726

Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2017 im Wesentlichen den US-Dollar, den Australischen Dollar und das Britische Pfund. Der Kanadische Dollar wurde aufgrund unwesentlicher Sensitivitätsauswirkungen nicht mehr aufgeführt. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich auf Grund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen Kreditlinien). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.

Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten:

31.12.2016 31.12.2017
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI 317 59
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI -33 -159
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV -1.185 12.970
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV 1.022 -13.470

Rohstoffrisiko

Rohstoffrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt. Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen jederzeit die Liquiditätsversorgung sicher.

Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich:

Buchwert 31.12.2016 Cashflows 2017 Cashflows 2018 bis 2021 Cashflows 2022 ff.
scroll in Tausend EUR
Buchwert 31.12.2017 Cashflows 2018 Cashflows 2019 bis 2022 Cashflows 2023 ff.
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 656.500 498.576 178.145 13.200
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 29.587 11.094 19.332 628
Sonstige Verbindlichkeiten 96.252 88.696 4.462 3.093
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 15.872 15.647 233 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 62.949 62.949 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 202.913 201.709 1.202 2
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 2.449 2.449 0 0

scroll in Tausend EUR
Buchwert 31.12.2016 | 2017 | 2018 bis 2021 | ab 2022
---|---|---|---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 585.210 | 441.269 | 160.839 | 4.780
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 34.680 | 15.090 | 20.627 | 729
Sonstige Verbindlichkeiten | 86.589 | 79.705 | 3.405 | 3.504
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) | 17.078 | 16.304 | 1.004 | 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 51.083 | 51.083 | 0 | 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 233.519 | 232.866 | 653 | 0
Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 690 | 690 | 0 | 0

Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden. Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar:

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zum 31.12.2016 | Buchwert 2017 | 2018 bis 2021 | ab 2022
---|---|---|---
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 5.314 | -4.057 | -1.400 | 0
Zahlungsmittelabflüsse | - | -141.639 | -18.925 | 0
Zahlungsmittelzuflüsse | - | 137.582 | 17.525 | 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | 3.088 | -1.158 | -2.323 | -1.373
Zahlungsmittelabflüsse | - | -1.158 | -2.323 | -1.373

scroll in Tausend EUR
zum 31.12.2017 | Buchwert 2018 | 2019 bis 2022 | ab 2023
---|---|---|---
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 294 | -283 | -520 | 0
Zahlungsmittelabflüsse | - | -14.821 | -10.308 | 0
Zahlungsmittelzuflüsse | - | 14.538 | 9.788 | 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | 3.697 | -3.093 | -15.974 | 0
Zahlungsmittelabflüsse | - | -3.093 | -15.974 | 0

Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2017 verwendet.

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten. Das Management erwartet keine Ausfälle aufgrund von Nichterfüllung durch diese Geschäftspartner. Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in den Tabellen ab S. 156 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen. Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

scroll in Tausend EUR
| | Nominalvolumen 31.12.2016 | Nominalvolumen 31.12.2017 | Marktwert 31.12.2016 Positiv | Marktwert 31.12.2016 Negativ | Marktwert 31.12.2017 Positiv | Marktwert 31.12.2017 Negativ |
|------------------|--------------------------|--------------------------|-----------------------------|-----------------------------|-----------------------------|-----------------------------|
| Zinsswaps | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 23.643 | 21.500 | 0 | -226 | 0 | -118 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 54.950 | 256.750 | 0 | -2.862 | 0 | -3.579 |
| Devisentermingeschäfte | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 136.079 | 106.365 | 371 | -3.865 | 2.903 | -1 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 71.876 | 65.985 | 317 | -1.449 | 800 | -294 |
| Devisenoptionsgeschäfte | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 5.000 | 5.000 | 349 | 0 | 76 | 0 |
| Cross Currency Swaps | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 1.105 | 368 | 100 | 0 | 20 | 0 |
| Zinscaps | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 0 | 216.000 | 0 | 0 | 1 | 0 |

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:

scroll in Tausend EUR
| | 31.12.2016* | 31.12.2017 |
|-------------------------------------------|------------|------------|
| Loans and receivables | -21.423 | -34.726 |
| Financial Liabilities Measured at Amortised Cost | -30.785 | -31.623 |
| Available for Sale Financial Assets | -4.209 | -131 |
| Held for Trading | -7.424 | 1.152 |
| Gesamt | -63.841 | -65.328 |

  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 93 ff.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Ergebnisse aus Bankgebühren, Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.

Aus der folgenden Tabelle sind die darin enthaltenen Wertminderungen ersichtlich:

scroll in Tausend EUR
| | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|-------------------------------------------|------------|------------|
| Wertminderungen für Loans and Receivables | -17.605 | -8.623 |
| Wertminderungen für Available for Sale Financial Assets | -4.209 | -131 |
| Gesamt | -21.814 | -8.754 |

Das Nettozinsergebnis aus at Amortised Cost bewerteten Finanzinstrumenten wird nachfolgend dargestellt:

scroll in Tausend EUR
| | 31.12.2016 | 31.12.2017 |
|-------------------------------------------|------------|------------|
| Zinserträge | 3.418 | 4.187 |
| Zinsaufwendungen | -30.785 | -31.623 |
| Gesamt | -27.367 | -27.436 |

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird. Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:

  • Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
  • Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
  • Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Mit Wirkung zum 23. November 2017 wurde die NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH (NDHE) auf die Deusa International GmbH (DEUSA) verschmolzen. Durch die Verschmelzung hat sich der Anteil der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH in Höhe von 25 % an der NDHE zu einer Beteiligung von 10 % an der DEUSA verändert. Die neue Beteiligung ist der Kategorie AfS zuzudchnen, wobei eine Fair Value Bewertung der Stufe 3 erfolgt. Bis zum Jahresende haben sich keine weiteren Fair Value Änderungen aus der Beteiligung ergeben. Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar, welche ausschließlich die Beteiligung an der DEUSA umfasst.
```scroll in Tausend EUR | 01.01.2017 | Zugänge | Abgänge | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen | 31.12.2017
---|---|---|---|---|---|---
Finanzielle Vermögenswerte | 0 | 2.067 | 0 | 0 | 0 | 2.067

In der Vorperiode gab es keine zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3. Als bedeutetende nicht beobachtbare Eingangsparameter gehen hierbei die Annahmen bezüglich der Unternehmensplanung, die Wachstumsrate für die Schätzung der Cashflows nach Beendigung der Planungsperiode sowie der Diskontierungssatz in der Bewertung ein. Basierend auf gegenwärtig vorliegende Informationen wird eine wesentliche Veränderung der Unternehmensplanung als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die verwendeten Cashflow-Prognosen werden aus diesem Grund als geeignete Grundlage für die Fair Value Ermittlung erachtet. Bei einer Variation der langfristigen Wachstumsrate von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 139 (Vorjahr 0) höher bzw. TEUR 121 (Vorjahr 0) niedriger ausfallen. Bei einer Variation des auf der Nachsteuer Basis ermittelten Kapitalkostensatzes von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 160 (Vorjahr 0) niedriger bzw. TEUR 182 (Vorjahr 0) höher ausfallen. Zwischen den bedeutenden, nicht beobachtbaren Eingangsparametern bestehen keine signifikanten Beziehungszusammenhänge.

Weitere als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Finanzbeteiligungen werden zu Anschaffungskosten bewertet und haben einen Buchwert von TEUR 9.666 (Vorjahr 9.730). Hierbei handelt es sich hauptsächlich um Anlagen und Anteile nicht börsennotierter Unternehmen, für die keine verlässliche Fair Value Bewertung vorgenommen werden kann. Derzeit besteht keine Veräußerungsabsicht dieser Anteile.

Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Eigenkapitaländerungen aus Cashflow Hedges in Höhe von TEUR -1.264 (Vorjahr: -970) vor Steuern und in Höhe von TEUR 909 (Vorjahr: -698) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfasst. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 6.285 (Vorjahr: 1.763) aufwandswirksam erfasst. Aus den zum 31. Dezember 2017 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten wurden Änderungen des Fair Value im Eigenkapital (eigenkapitalerhöhend) in Höhe von TEUR 7.549 (Vorjahr: 793) erfasst. Darüber hinaus wurden die Veränderungen der latenten Steuern eigenkapitalmindernd in Höhe von TEUR -355 (Vorjahr: 272) erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Fremdwährung und den abgesicherten Marktzinsänderungen wird eine Realisierung bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2017, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

a) Finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanzinstrumente Erhaltene Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31. Dezember 2016
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.136 0 1.136 -438 - 698
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 33.463 0 33.463 -2.416 - 31.047
Gesamt 34.599 0 34.599 -2.854 - 31.745
Stand: 31. Dezember 2017
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.799 0 3.799 -1.724 - 2.075
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 47.266 0 47.266 -16.835 - 30.431
Gesamt 51.065 0 51.065 -18.559 - 32.506

b) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

scroll in Tausend EUR Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanzinstrumente Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31. Dezember 2016
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 8.402 0 8.402 -438 - 7.964
Kontokorrentkredite 168.922 0 168.922 -2.416 - 166.506
Gesamt 177.324 0 177.324 -2.854 - 174.470
Stand: 31. Dezember 2017
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 3.992 0 3.992 -1.724 - 2.269
Kontokorrentkredite 449.128 0 449.128 -16.835 - 432.293
Gesamt 453.120 0 453.120 -18.559 - 434.562

In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen. Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifiziert. Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29a keine Fair Value Angabe. Für zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente, die aufgrund des Fehlen eines aktiven Marktes keine Fair Value Ermittlung zulassen, erfolgt gem. IFRS 7.29b keine Fair Value Angabe.

Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte:

scroll in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Bewertungsmaßstab | Buchwert | Loans and receivable | other financial liabilities | Available for Sale | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | X | | | | | | | | | | |
Beteiligungen | at Cost | | 9.730 | 9.666 | 0 | 0 | 9.730 | | | | |
| at Fair Value | | 0 | 2.067 | 0 | 0 | 0 | | | | | |
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | at Fair Value | | 476 | 133 | 0 | 0 | 0 | | | | |
| at Amortised Cost | | 14.215 | 10.980 | 14.215 | 10.980 | 0 | | | | | |
| at Cost | | 3.721 | 3.276 | 0 | 0 | 3.721 | | | | | |
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | X | | | | | | | | | | |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | n/a | | 154.802 | 148.203 | 0 | 0 | 0 | | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | | 339.993 | 317.488 | 339.993 | 317.488 | 0 | | | | |
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | at Amortised Cost | | 6.473 | 4.175 | 6.473 | 4.175 | 0 | | | | |
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | at Fair Value | | 661 | 3.666 | 0 | 0 | 0 | | | | |
| at Amortised Cost | | 17.703 | 8.660 | 17.703 | 8.660 | 0 | | | | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | at Amortised Cost | | 33.463 | 47.266 | 33.463 | 47.266 | 0 | | | | |
Summe finanzielle Vermögenswerte | | | 581.237 | 555.580 | 411.847 | 388.569 | 13.451 | | | | |

scroll in Tausend EUR | Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet | Available for Sale | Financial Assets and Liabilities Held for Trading | Derivate im Hedge Accounting | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | | | | | | | | | | | |
Beteiligungen | 9.666 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.067 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 450 | 0 | 26 | 133 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0
| 3.276 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | | | | |
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | | | | | | | | | | | |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | | | |
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | | | |
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 317 | 897 | 344 | 2.769 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | | | | | |
Summe finanzielle Vermögenswerte | 15.009 | 767 | 897 | 370 | 2.902 | 0 | | | | | |

scroll in Tausend EUR | Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet | Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 | Bewertungsstufe | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.2017 | IFRS 13 | LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | Beteiligungen | 0 | n/a | n/a | n/a | 0 | 0 | 2.067 | 3
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 476 | 133 | 2 | 0 | 13.198 | 9.808 | 3 | 0 | n/a | n/a | n/a
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | | | | | | | | | | | |
Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | n/a | n/a | n/a | | | | | | | |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | n/a | n/a | n/a | | | | | | | |
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | n/a | n/a | n/a | | | | | | | |
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 661 | 3.666 | 2 | 0 | n/a | n/a | n/a | | | |
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | n/a | n/a | n/a | | | | | | | |
Summe finanzielle Vermögenswerte | 0 | 14.335 | 15.674 | | | | | | | | |

scroll in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | Bewertungsmaßstab | Buchwert | Loans and receivable | other financial liabilities | Available for Sale | 31.12.2016 | 31.12.2017 | 31.12.2016 | 31.12.20 31.12.2016
---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---
LANGFRISTIGE SCHULDEN | X | | | | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at Amortised Cost | | 176.754 | 155.621 | 176.754 | 155.62 | 0 | | | |
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | n/a | | 19.127 | 20.356 | 0 | 0 | | | | |
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 3.983 | 4.418 | X | | | | | | | |
| at Fair Value | | 3.758 | 3.643 | 0 | 0 | | | | |
| at Amortised Cost | | 225 | 775 | 225 | 7' | 0 | | | |
KURZFRISTIGE SCHULDEN | X | | | | | | | | | |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at Amortised Cost | | 479.746 | 429.589 | 479.746 | 429.5 | 0 | | | |
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | n/a | | 10.460 | 14.324 | 0 | 0 | | | | |
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen | n/a | | 62.949 | 51.083 | 0 | 0 | | | | |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | | | | | | | | |# 40. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Anteilseignervertreter

  • Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg, Vorsitzender
  • Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
  • Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied
  • Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung
  • Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied (seit 04.11.2017) Geschäftsführerin der Kelvion Holding GmbH, Bochum (seit 01.01.2018)
  • Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Winters Bouwen Ontwikkeling B.V, Breda/Niederlande, Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

  • Robert Feiger, Neusäß, stellv. Vorsitzender Vorsitzender des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied
  • Regina Andel, Ellrich Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
  • Rainer Burg, Gerolsbach Betontechnologe bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
  • Maria Engfer-Kersten, Langenhagen Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
  • Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
  • Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Vorstand

  • Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender
    • Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement
    • Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender Verwaltungsrat
    • MAURER SE, München, Mitglied
  • Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen (seit 01.01.2018)
    • Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur
  • Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen
    • Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign
    • Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
    • Aufsichtsrat SCHACHTBAUER NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (seit 12.01.2017)
  • Peter Hingott, Schrobenhausen
    • Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf
    • Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)
    • Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)
    • Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied
    • Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat
    • BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat
    • Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat
    • BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.274 (Vorjahr: 1.524). Davon sind TEUR 1.104 (Vorjahr: 1.392) erfolgsunabhängige und TEUR 170 (Vorjahr: 150) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: 137) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 5.025 (Vorjahr: 6.485).

Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0).

Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2017 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 261) und setzte sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR 2016 2017
Vorsitzender
Dr Klaus Reinhardt 40 38
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 27 27
Anteilseignervertreter
Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 10 -
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 20 18
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 18
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 10 20
Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 10 -
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 18 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 10 -
Reinhard Irrenhauser 19 20
Rainer Burg 9 18
Maria Engfer-Kersten 10 20
Gesamt* 261 255
  • gerundet

40. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.

Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält.

Nahestehende Personen erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: 85). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 479 (Vorjahr: 482). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 690 (Vorjahr: 833) geleistet wurden.

Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG.# 41. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:

Geschäftsjahr 2016:

Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 %
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 %

Geschäftsjahr 2017:

Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 44 %
Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50 %
Wagstaff Piling Bauer Australia -Melb Metro Early Works Spezialtiefbau Melbourne Victoria 50 %

42. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

PricewaterhouseCoopers GmbH:

in Tausend EUR 2016 2017
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 740 734
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 18 15
Honorare für Steuerberatungsleistungen 118 36
Honorare für sonstige Leistungen 10 7
Gesamt 886 792

In den Honoraren für sonstige Leistungen sind sowohl prüfungsnahe Beratungsleistung als auch Dienstleistungen im Rahmen der Offenlegungspflichten.

Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:

in Tausend EUR 2016 2017
Honorare für Abschlussprüfungen 49 40
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 2 1
Honorare für Steuerberatungsleistungen 5 6
Honorare für sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 56 47

43. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 7. Dezember 2017 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

44. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER

2016 2017
Angestellte 4.216 4.234
Inland 1.986 1.946
Ausland 2.230 2.288
Gewerbliche Arbeitnehmer 6.317 6.436
Inland 1.840 1.803
Ausland 4.477 4.633
Auszubildende 238 243
Mitarbeiter gesamt 10.771 10.913

45. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 10. April 2018 statt) freigegeben.

46. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 in Höhe von 1.713.100,00 EUR an die Aktionäre eine Dividende von 0,10 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien somit in voller Höhe von 1.713.100,00 EUR auszuschütten. Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Schrobenhausen, den 29. März 2018

Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott

Anteilsbesitzliste der BAUER Gruppe gemäß § 313 HGB zum 31. Dezember 2017

NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital in %
1. Vollkonsolidierte Unternehmen
BAUER Aktiengesellschaft EUR
A. Deutschland
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 75,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
B. Übrige EU
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00
BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 100,00
BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich EUR 100,00
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00
BAUER Magyarorszag Specialis Melyepitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00
BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 100,00
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00
BAUER Funderingstechniek B.V, Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00
BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 100,00
BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 100,00
GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00
TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00
BAUER RESOURCES SPAIN S.A., Leganes, Spanien EUR 100,00
BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 100,00
C. Übriges Europa
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 100,00
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Tbilisi, Georgia GEL 100,00
D. Nahost & Zentralasien
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L, Beirut, Libanon USD 100,00
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00 *
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 *
BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,33
Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00
Technical Dimension Co. for Maintenance Services Ltd., Amman, Jordanien USD 60,00
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00
BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien INR 100,00
BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien SAR 100,00
BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 100,00
E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00
BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00
PT. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00
BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 40,00 *
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88
BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 100,00
BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00
Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
Fortsetzung: E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien
BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00
Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,00 *
ThaiBAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,99
BAUER Equipment Australia Pty.
F. Amerika
BAUER FUNDACIONES PANAMÄ S.A., Panama City, Panama USD 100,00
BAUER MEXICO, S.A. DE C.V, Mexiko City, Mexiko MXP 100,00
BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00
BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00
BAUER FOUNDATION CORP, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00
GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00
BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER-Pileco Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
G. Afrika
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,75
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Midrand, Südafrika ZAR 100,00
MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00
MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 100,00
BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 100,00
BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 100,00
BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 100,00
  1. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis
    A. Inland
    Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00
    Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland | EUR | 50,00
    pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00

B. Ausland
First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00
BAUER Ukraine TOV Kiew, Ukraine | UAH | 100,00
BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 100,00
BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | INR | 100,00
BAUER Fondations Speciales EURL, Alger, Algerien | DZD | 100,00
BAUER Leasing Services LLC, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00
BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | CRC | 100,00
BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | LYD | 36,00
BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S. R. L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | DOP | 100,00
TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | KZT | 100,00
BAUER Fundaciones Colombia S. A. S., Bogota, Kolumbien | COP | 100,00
BAUER Fundaciones America Latina, S. A., Panama City, Panama | USD | 100,00
B. Ausland
BAUER Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Iraq | IQD | 100,00
BAUER Special Foundations FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00
BAUER Maschinen Ukraine TOV Kiew, Ukraine | UAH | 100,00
BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 60,00
BAUER Equipamentos do Brasil - Comercio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 100,00
BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama City, Panama | PAB | 100,00
BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Kanada | CAD | 100,00
BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 100,00
BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | BWP | 51,00
BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 100,00
BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | IRR | 100,00
OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | RUB | 100,00
GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan | PKR | 100,00

  1. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
    A. Inland
    TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland | EUR | 50,00
    Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 30,00
    SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 40,00
    BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 51,00

B. Ausland
TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien | EUR | 30,00
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich | EUR | 50,00
BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 52,50
BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 51,00
TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 50,00

  1. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
    A. Inland
    Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland | EUR | 16,65
    Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 20,00
    Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland | EUR | 10,00
    Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 4,18
    Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland | EUR | 2,00

B. Ausland
OAO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation | RUB | 15,00

  • Wirtschaftliches Eigentum ist 100 %

Die vollständige Anteilsbesitzliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 29. März 2018

Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer, MBA
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) -bestehend aus der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzern-Anhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.# Besondere Prüfungsfeststellungen

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

  1. Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit
  2. Erlösrealisierung aus Fertigungsaufträgen
  3. Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten
  4. Bilanzierung latenter Steuern

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

  1. Sachverhalt und Problemstellung
  2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1 Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit

1 Sachverhalt und Problemstellung

Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "At-Equity bewertete Anteile" EUR 121,3 Mio ausgewiesen. Nach Anwendung der Equity Methode hat die BAUER Aktiengesellschaft gemäß IAS 39 zu überprüfen, ob es erforderlich ist, Wertberichtigungen im Hinblick auf ihre Beteiligung am Nettovermögen der assoziierten Unternehmen vorzunehmen. Dabei wird der gesamte Buchwert der Beteiligung als ein Vermögenswert auf Wertminderung gem. IAS 36 überprüft, d.h. der darin enthaltene Geschäfts- und Firmenwert wird nicht getrennt überprüft. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer nach der Equity-Bewertung bilanzierten Anteile an assoziierten oder Gemeinschaftsunternehmen überprüft. Zur Ermittlung der Werte wesentlicher Beteiligungsansätze wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Abwertungsbedarf von insgesamt EUR 5,3 Mio. Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Prozessverständnis über die Methodik der Equity-Fortschreibung verschafft. In einer Stichprobe von assoziierten Unternehmen haben wir unter anderem die Equity-Fortschreibung hinsichtlich ihrer rechnerischen Richtigkeit und hinsichtlich der Abstimmbarkeit der verwendeten Finanzinformationen mit den geprüften Jahres- bzw. Konzernabschlüssen der assoziierten Unternehmen nachvollzogen. Wir haben uns durch Einsicht in die Gesellschaftsverträge der assoziierten Unternehmen davon überzeugt, dass die BAUER Aktiengesellschaft in ihrer Funktion als Gesellschafter maßgeblichen Einfluss hat. Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Prüfung unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die Werte der wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beurteilt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an assoziierten Unternehmen sind im Abschnitt 5.3. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 20.3 "At-Equity bilanzierte Anteile" des Konzern-Anhangs enthalten.

2 Erlösrealisierung aus Fertigungsaufträgen

1 Sachverhalt und Problemstellung

Die BAUER Gruppe ist an teilweise großen und komplexen Bauprojekten beteiligt, bei denen das Unternehmen die Percentage-of-Completion-Methode anwendet. Dabei werden die Umsatzerlöse auf Basis des Fertigstellungsgrades realisiert, der sich als Verhältnis der angefallenen Auftragskosten zu den erwarteten gesamten Auftragskosten ermittelt (Cost-Cost-Methode). Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus kundenbezogenen Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 843,8 Mio realisiert. In der Bilanz zum 31. Dezember 2017 werden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 148,2 Mio und Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen in Höhe von EUR 51,1 Mio erfasst. Die Höhe der Erlöse und Gewinne, die in einem Jahr bei Projekten erfasst werden, hängt unter anderem von den tatsächlich angefallenen Kosten, der Bewertung des Fertigstellungsgrades von Verträgen und den prognostizierten Auftragserlösen und den Kosten für jedes Projekt ab. Darüber hinaus wird die Höhe von Umsatz und Gewinn durch die Bewertung von Nachtragsaufträgen und Schadensersatzforderungen beeinflusst. Aufgrund der Komplexität der Projekte, der Unsicherheit über die Kosten für die Fertigstellung und der Unsicherheit über das Ergebnis von Gesprächen mit Kunden über Änderungsaufträge und -ansprüche ist dies oft mit einem hohen Maß an Ermessen verbunden. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung der Rechnungslegungsstandards als komplex zu betrachten und basiert in Teilen auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Daher war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit des bei der BAUER Gruppe eingerichteten internen Kontrollsystems und die Wirksamkeit relevanter Kontrollen beurteilt sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads von Bauprojekten anhand unterstützender Dokumente auf Übereinstimmung mit der Bilanzierungspolitik bei BAUER überprüft. Dabei haben wir auch die Angemessenheit der Bilanzierungsrichtlinien bei BAUER und ihre Interpretation der relevanten Rechnungslegungsstandards gewürdigt. Um die Konsistenz der konsolidierten Positionen sicherzustellen, hat die BAUER Aktiengesellschaft im Jahr 2017 diese Bilanzierungsrichtlinien für alle Komponenten hinsichtlich der Bedingungen präzisiert, die erfüllt sein müssen, um eine Forderung und Nachtragsaufträge als Teil der Auftragserlöse zu erfassen. Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen. Dabei haben wir vor allem das Kostenrechnungssystem sowie andere relevante Systeme zur Unterstützung der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen beurteilt. Weiterhin haben wir auf Basis von Stichproben die ordnungsmäßige Erfassung und Verrechnung der Einzelkosten, die Höhe und Verrechnung der Gemeinkostenzuschläge, die den Fertigungsaufträgen zugrundeliegenden Projektkalkulationen sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads einzelner Projekte beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die uns vorgelegten Stellungnahmen von externen Parteien wie Anwälten oder Sachverständigen hinsichtlich der bilanziellen Behandlung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen gewürdigt und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Durchsetzung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen mit historischen Erfahrungswerten abgestimmt. Bei den Verträgen haben wir zudem einen Vergleich der im Konzernabschluss erfassten Positionen mit dem Vorjahr durchgeführt, um die Konsistenz der Bewertung zu beurteilen und Rückvergleiche auf diese Schätzung durchzuführen. Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen insgesamt angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um eine sachgerechte Erlösrealisierung aus kundenbezogenen Fertigungsaufträgen zu gewährleisten.

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Die Angaben der Gesellschaft zur Erlösrealisierung aus Fertigungsaufträgen sind in den Abschnitten 5.3. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 25. "Forderungen und Sonstige Vermögenswerte" des Konzern-Anhangs enthalten.

2 Bilanzierung von Sicherungsinstrumenten

1 Sachverhalt und Problemstellung

Die Gesellschaften der BAUER Gruppe schließen eine Vielzahl unterschiedlicher derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ab. Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus gewährten gruppeninternen Darlehen und angenommenen Anlagen von Gesellschaften der BAUER Gruppe in Fremdwährung. Mit der Zinssicherung wird das Ziel verfolgt, das Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Begrenzung dieser Risiken erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, Devisenoptionen, Zinsswaps und Zinscaps. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen durch die Abteilung Konzernfinanzen der BAUER Gruppe durchgeführt bzw.# koordiniert.

Derivative Finanzinstrumente werden zum Fair Value am Bilanzstichtag bilanziert. Die positiven Fair Values der insgesamt zur Sicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag insgesamt EUR 2,9 Mio, die negativen Fair Values betragen insgesamt EUR -0,1 Mio. Soweit die von der BAUER Gruppe eingesetzten derivativen Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte künftiger Zahlungsströme unter Anwendung von Hedge Accounting nach den Vorschriften des IAS 39 sind, werden Änderungen des Fair Value bis zur Fälligkeit des gesicherten Zahlungsstroms (effektiver Teil) über die Dauer der Sicherungsbeziehung GuV-neutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) als nicht realisierte Gewinne/Verluste erfasst. Im Geschäftsjahr wurden insgesamt EUR 7,5 Mio. als effektive Fair-Value-Änderungen GuV-neutral im Eigenkapital aus nicht realisierten Gewinnen/Verlusten erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derselben Periode oder denselben Perioden vom Sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen. Neben den unter Anwendung von Hedge Accounting abgebildeten derivativen Finanzinstrumenten bestehen in der BAUER Gruppe auch derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungs- und Zinsänderungsrisiken, die nicht unter Anwendung von Hedge Accounting abgebildet werden. Soweit freistehende derivative Finanzinstrumente bestehen, werden die Wertänderungen erfolgswirksam in den entsprechenden GuV-Posten erfasst.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte aufgrund der hohen Komplexität und Anzahl der Geschäfte sowie der umfangreichen Anforderungen an die Bilanzierung und Berichterstattung durch IAS 39 und IFRS 7 von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

  1. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus dem Bereich Corporate Treasury Solutions unter anderem die vertraglichen und finanztechnischen Grundlagen gewürdigt und die Bilanzierung einschließlich der Eigenkapital- und Ergebniseffekte aus den diversen Sicherungsgeschäften nachvollzogen. Dabei haben wir uns insbesondere mit den Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting auseinandergesetzt. Ferner haben wir bei der Prüfung der Bewertung der Finanzinstrumente zum Fair Value auch die Berechnungsmethodiken auf Basis von Marktdaten nachvollzogen. Weiterhin haben wir zur Beurteilung der Vollständigkeit und zur Prüfung der Fair Values der erfassten Geschäfte Bankbestätigungen eingeholt. Hinsichtlich der erwarteten Zahlungsströme und der Effektivitätsbeurteilung von Sicherungsgeschäften haben wir im Wesentlichen rückblickend die Sicherungsgrade in der Vergangenheit beurteilt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
  2. Die Angaben der Gesellschaft zu der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind in den Abschnitten 5.3. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 38. "Finanzinstrumente" des Konzern-Anhangs enthalten.

Bilanzierung latenter Steuern

  1. Im Konzernabschluss der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2017 aktive latente Steuern in Höhe von EUR 45,6 Mio bilanziert. Nach Saldierungen mit kongruenten passiven latenten Steuern verbleibt ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von EUR 25,0 Mio. Die Bilanzierung erfolgte in dem Umfang, in dem es nach den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft zu versteuernde Ergebnisse anfallen, durch die die abzugsfähigen temporären Differenzen und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Dazu werden, soweit nicht ausreichend relevante passive latente Steuern vorhanden sind, Prognosen über die künftigen steuerlichen Ergebnisse ermittelt, die sich aus der verabschiedeten Planungsrechnung ergeben. Insgesamt wurden auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von EUR 181,3 Mio keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da eine steuerliche Nutzung aus der Verrechnung mit künftigem Ergebnis nicht wahrscheinlich ist.

  2. Aus unserer Sicht war die Bilanzierung latenter Steuern im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da sie in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig und daher mit Unsicherheiten behaftet ist.

  3. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die internen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Steuersachverhalten und das methodische Vorgehen zur Ermittlung, Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern beurteilt. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation der Gesellschaft beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen insgesamt begründet und hinreichend dokumentiert sind.

  4. Die Angaben der Gesellschaft zu den latenten Steuern sind in den Abschnitten 5.3. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 21. "Latente Steuern" des Konzern-Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

  • die in Abschnitt "Unternehmensführung und Steuerungssystem" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des Konzernlageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetz- lichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.# Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;
  • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;
  • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 29. Juni 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 29. Juni 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Konzernabschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHE WIRTSCHAFTSPRÜFERIN

Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Angelika Kraus.

Stuttgart, den 3. April 2018

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Angelika Kraus, Wirtschaftsprüfer
ppa. Bernd Adamaszek, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2017

Aktiva € 31.12.2016 € 31.12.2017
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.145.531,59 3.384.622,03
2. Geleistete Anzahlungen 360.265,42 36.726,11
4.505.797,01 3.421.348,14
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.013.484,29 2.984.004,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.227.944,53 1.938.917,09
3. Anlagen im Bau 0,00 56.550,00
5.241.428,82 4.979.471,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.322.011,87 132.322.011,87
2. Beteiligungen 3.000,00 19.000,00
129.325.011,87 132.341.011,87
139.072.237,70 140.741.831,17
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 45.319,42 74.475,41
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.962,75 8.432,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 238.487.471,55 184.900.367,71
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 223.521,63 111.430,70
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.365.505,43 1.942.648,38
240.079.461,36 186.962.878,90
III. Guthaben bei Kreditinstituten 6.922.429,26 6.868.206,62
247.047.210,04 193.905.560,93
C. Rechnungsabgrenzungsposten 939.576,97 854.614,40
D. Aktive latente Steuern 1.094.109,28 1.464.835,87
388.153.133,99 336.966.842,37

Passiva

€ 31.12.2016 € 31.12.2017
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 73.001.420,45 73.001.420,45
II. Kapitalrücklage 39.780.829,55 39.780.829,55
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.000,00 12.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 14.984.492,29 2.043.023,29
14.996.492,29 2.055.023,29
IV. Bilanzgewinn 1.713.100,00 1.713.100,00
129.491.842,29 116.550.373,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 8.739.964,00 9.825.193,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 152.408,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.437.504,33 1.969.631,16
10.177.468,33 11.947.232,16
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 240.414.053,06 164.947.861,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 616.792,11 1.320.514,72
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.017.702,30 37.446.714,56
4.Sonstige Verbindlichkeiten 5.435.275,90 4.754.146,28
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Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 2016 € 2017 €
1. Umsatzerlöse 33.823.789,79 36.529.815,62
2. Sonstige betriebliche Erträge 6.651.409,18 6.025.586,62
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 512.156,09 482.256,60
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.752.390,45 8.174.187,86
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 14.834.273,37 15.218.814,95
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.137.557,00 3.071.133,10
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.168.729,50 3.457.268,39
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 20.730.359,70 38.395.897,40
Betriebliches Ergebnis -8.660.267,14 -26.244.156,06
7. Erträge aus Beteiligungen 4.460.000,00 13.000.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.771.647,99 11.686.234,07
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.106.214,61 8.679.157,70
Finanzergebnis 8.125.433,38 16.007.076,37
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 863.294,39 968.998,13
11. Ergebnis nach Steuern -1.398.128,15 -11.206.077,82
12. Sonstige Steuern 38.439,11 22.291,18
13. Jahresfehlbetrag -1.436.567,26 -11.228.369,00
14. Gewinnvortrag 5.615.809,55 1.713.100,00
15. Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 103.507,71 12.941.469,00
16. Gewinnausschüttung -2.569.650,00 -1.713.100,00
17. Bilanzgewinn 1.713.100,00 1.713.100,00

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

I. Allgemeine Angaben

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31.12.2017 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieler Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 21 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 410 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen die mit Nennwerten bewertet werden.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2017 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2017 3,68 %.

Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt. Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 1.792 der für die Ausschüttung gesperrt ist. Die Verpflichtungen aus Pensionen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 265, was auch den Anschaffungskosten entspricht

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,2 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.

IV. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 13 und 14) dargestellt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) -d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt -werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 183.045 (Vorjahr: T€ 232.273), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 1.855 (Vorjahr: T€ 6.214) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 66.863 (Vorjahr: T€ 20.193) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt in Höhe von T€ 1.524 (Vorjahr T€ 982) sowie die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 305 (Vorjahr: T€ 305), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 305 (Vorjahr T€ 330). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet aktivierte Disagien in Höhe von T€ 4 (Vorjahr T€ 6).

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 01.01.2017 T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Umbuchungen T€ 31.12.2017 T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 18.118 1.155 515 279 19.037
2. Geleistete Anzahlungen 360 0 45 -279 36
18.478 1.155 560 0 19.073
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.281 0 0 0 3.281
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.075 957 503 0 10.529
3. Anlagen im Bau 0 57 0 0 57
13.356 1.014 503 0 13.867
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.322 3.000 0 0 132.322
2. Beteiligungen 3 16 0 0 19
129.325 3.016 0 0 132.341
Abschreibungen 01.01.2017 T€ Zugänge T€ Abgänge T€ Zuschreibungen T€ 31.12.2017 T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände X
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 13.972 2.192 512 0 15.652
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
13.972 2.192 512 0 15.652
II. Sachanlagen X
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 268 79 0 50 297
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.847 1.236 493 0 8.590
3. Anlagen im Bau 0 0 0 0 0
8.115 1.315 493 50 8.887
III. Finanzanlagen X
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0
Restbuchwerte 31.12.2017 T€ 31.12.2016 T€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sow ie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.385 4.146
2. Geleistete Anzahlungen 36 360
3.421 4.506
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.984 3.013
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.939 2.228
3. Anlagen im Bau 57 0
4.980 5.241
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 132.322 129.322
2. Beteiligungen 19 3
132.341 129.325

Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2016 T€ Zugang1 T€ Abgang1 T€ 31.12.2017 T€
Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen (aktive latente Steuern) 870 243 0 1.113
Rückstellungen für drohende Verluste (aktive latente Steuern) 224 232 104 352

1 Erfassung in dem Posten "Steuern vom Enkommen und Ertrag"

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der BAUER AG beträgt € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich mit 48,19 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz.

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 22. Juni 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2016). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Aktien ausgegeben.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die BAUER AG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr T€ 12) bzw. T€ 2.043 (Vorjahr T€ 14.984). Aus den anderen Gewinnrücklagen wurden Entnahmen in Höhe von T€ 12.941 getätigt, um die Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2017 unter Berücksichtigung des Jahresfehlbetrags von T€ 11.228 vornehmen zu können.

Bilanzgewinn

Stand 01.01.2017 1.713.100,00
Ausschüttung für 2016 1.713.100,00
Gewinnvortrag 0,00
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 12.941.469,00
Jahresfehlbetrag 2017 -11.228.369,00
Stand 31.12.2017 1.713.100,00

Rückstellungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108. Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 984. Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 3,68 % beträgt T€ 1.792. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 1.233, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 360, Urlaubsverpflichtungen mit T€ 102 sowie Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 160.

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

Gesamtbetrag 2017 T€ Davon mit einer Restlaufzeit <1 Jahr T€ >1 Jahr T€ davon >5 Jahre T€ Gesicherte Beträge T€ Art der Sicherung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 164.948 36.187 128.761 1.629 155.292 Gesamtschuldnerische Haftung
(240.414) (17.122) (223.292) (1.662) (240.323)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.320 1.320 0 0
(617) (617) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 37.447 37.447 0 0
(2.018) (2.018) (0) (0)
davon aus Lieferungen und Leistungen 1.080 1.080 0 0
(78) (78) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 4.754 2.754 2.000 0
(5.435) (3.435) (2.000) (0)
(davon aus Steuern) 886 886 0 0
(1.575) (1.575) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 30 30 0 0
(29) (29) (0) (0)
(davon gegenüber Kreditinstituten) 740 740 0 0
(761) (761) (0) (0)
208.469 77.708 130.761 1.629 155.292
Vorjahr (248.484) (23.192) (225.292) (1.662) (240.323)

Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 740 (Vorjahr: T€ 761) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 36.367 (Vorjahr: T€ 1.940). In dem Posten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 1.080 (Vorjahr: T€ 78) enthalten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zwei Darlehen gegenüber der Anteilspool GbR (T€ 1.800) und der Handelsgesellschaft mbH (T€ 200) enthalten. Bei den Gesellschaften handelt es sich um nahestehende Personen.

Haftungsverhältnisse

2016 T€ 2017 T€
Patronatserklärungen und Garantien 163.243 92.808
(davon für verbundene Unternehmen) (131.986) (36.120)
Schuldscheindarlehen 31.000 31.000
(davon für verbundene Unternehmen) (31.000) (31.000)
Konsortialdarlehen 158.579 223.331
(davon für verbundene Unternehmen) (158.579) (223.331)
352.822 347.139

Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, sind die Valutierungen zum 31. Dezember 2017 angegeben. Mit Datum vom 17. April 2014 hatten die BAG und wesentliche deutsche Tochtergesellschaften einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Der Vertrag besaß eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 17. April 2017. Mit Datum vom 29.# V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 36.530 (Vorjahr: T€ 33.824) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 6.025 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Weiterbelastung von Sonderkosten für den Konsortialkredit in Höhe von T€ 1.268, Erträge aus Derivaten in Höhe von T€ 3.141, Weiterbelasstungen angefallener Beratungskosten in Höhe von T€ 1.188 sowie Bonusgutschriften von T€ 36. Die Bonusgutschriften sind periodenfremd. Der Posten beinhaltet Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 318 (Vorjahr T€ 338)

Personalaufwand

In dem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 201 (Vorjahr: T€ 50) enthalten.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Durchschnitt 2016 Anzahl 2017 Anzahl
Lohnempfänger 10 10
Gehaltsempfänger 289 288 299
Auszubildende 26 28
Leitende Angestellte 3 3 328
329

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 528 (Vorjahr T€ 91). Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i. H. v. T€ 21.000 gewährt. Darüber hinaus wurde auf Forderungen gegen die BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. und die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Höhe von T€ 2.075 und T€ 2.072 verzichtet.

Erträge aus Beteiligungen

2016 € 2017 €
Erträge aus Beteiligungen 4.460.000,00 13.000.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (4.460.000,00) (13.000.000,00)
4.460.000,00 13.000.000,00

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 10.894 (Vorjahr T€ 11.181) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 791 (Vorjahr T€ 590).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 517 (Vorjahr T€ 197) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen. Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 980 (Vorjahr T€ 184).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2016 € 2017 €
Steuern laufendes Geschäftsjahr 871.656,44 1.249.968,67
Steuern Vorjahre 5.998,08 89.756,05
Latente Steuern -14.360,13 -370.726,59
863.294,39 968.998,13

VI. Sonstige Angaben

Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht: http://www.bauer.de/de/investor relations/corporate governance/declaration/index2.html

Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittssatz) 11.882.541,00
abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittssatz) -10.091.040,00
zuzüglich aktiver latenter Steuern 1.111.638,36
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 2.903.139,36
Übrige aktive latente Steuern 353.197,51
abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern 0,00
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 353.197,51
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 3.256.336,87

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten. Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

  • Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen
  • Bezug/Erbringung von Dienstleistungen
  • Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen
  • Finanzierungen
  • Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten
  • Abreden im Ein- oder Verkauf

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER AG, Schrobenhausen, einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe. Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats. Außer den Vergütungen für die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat bestehen keine Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 893.500 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 44.343) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten überwiegend designiert wurden. Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt. Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen. Zum 31.12.2017 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen -bezogen auf den Bilanzstichtag -jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps, -caps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.## Nominalvolumen Derivativer Finanzinstrumente

31.12.2016 T€ 31.12.2017 T€
Devisentermingeschäfte 59.832 50.985
-davon Grundgeschäfte 0 0
-davon in Bewertungseinheiten 59.832 44.687
-davon nicht in Bewertungseinheiten 0 6.298
Zinsswaps 25.500 89.500
-davon in Bewertungseinheiten 3.500 3.500
-davon nicht in Bewertungseinheiten 22.000 86.000
Zinscaps 76.000 0
-davon in Bewertungseinheiten 0 0
-davon nicht in Bewertungseinheiten 76.000 0
Summe 161.332 140.485

Marktwerte Derivativer Finanzinstrumente

31.12.2016 Positive Marktwerte T€ 31.12.2016 Negative Marktwerte T€ 31.12.2017 Positive Marktwerte T€ 31.12.2017 Negative Marktwerte T€
Devisentermingeschäfte 236 1.665 1.390 3
-davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
-davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 236 1.665 1.364 1
-davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0 26 2
Zinsswaps 0 853 0 1.298
-davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 69 0 55
-davon nicht in Bewertungseinheiten 0 784 0 1.243
Zinscaps 0 0 0 0
-davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
-davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
Summe 236 2.518 1.390 1.301

Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31.12.2017 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente. Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften sowie einem Devisentermingeschäft andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 3 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich bis 2019 für nächstes Jahr erwartet. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2017 auf T€ 50.985 (Vorjahr: T€ 59.832) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 1.390 und negativen Zeitwerten von T€ 3 (Vorjahr: positiv T€ 236, negativ T€ 1.665). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2017 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 89.500 (Vorjahr: T€ 25.500) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 1.298 (Vorjahr: T€ 853) aus. Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 1.233 (T€ 704) und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 10 erfasst (Vorjahr: T€ 80). Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 1.364 (Vorjahr: T€ 236) und negativ T€ 10 (Vorjahr: T€ 1.665), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 55 (Vorjahr: T€ 69). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Stückaktien der Gesellschaft werden zu 48,19% im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehalten. Zum Bilanzstichtag 2017 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:

  • Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:
  • dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
  • dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
  • dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:

  • dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
  • dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
  • dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
  • dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
  • dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Anteilseignervertreter

  • Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg, Vorsitzender
  • Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
  • Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand
  • Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied
  • Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung 1. Vorsitzende des Vorstands des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e.V.
  • Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin Geschäftsführerin der Orange12 GmbH, Berlin Kaufmännischen Geschäftsführerin der Kelvion Holding GmbH (seit Geschäftsjahr 2018)
  • KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied des Verwaltungsrats
  • Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen
  • Aufsichtsrat Winters Bouwen Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

  • Robert Feiger, Neusäß, stellvertretender Vorsitzender Vorsitzender des Bundesvorstandes der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main
  • Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied
  • Regina Andel, Ellrich Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
  • Rainer Burg, Gerolsbach Konzernbetriebsratsvorsitzender der BAUER AG, Schrobenhausen
  • Maria Engfer-Kersten, Hannover Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
  • Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
  • Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
  • Dipl. Kfm.# Vorstands- und Aufsichtsratbezüge

(FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen
Generalbevollmächtigter Personal für die BAUER Gruppe
Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 255 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:

2016 T€ 2017 T€
Vorsitzender Dr. Klaus Reinhardt 39 38
Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 27 27
Anteilseigner Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 20 18
Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer 20 18
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 10 0
Andrea Teutenberg 10 20
Arbeitnehmervertreter Reinhard Irrenhauser 18 20
Regina Andel 18 18
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 10 0
Stefan Reindl 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 10 0
Maria Engfer-Kersten 10 20
Rainer Burg 9 18
Summe 259 255

Vorstand:

  • Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender
    Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement
    Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender
    Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
    Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender Verwaltungsrat
    Maurer SE, München, Mitglied

  • Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen
    Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign
    Aufsichtsrat Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender
    Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
    Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender (seit 12.01.2017)

  • Peter Hingott, Schrobenhausen
    Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf
    Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)
    Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (seit 12.01.2017)
    Verwaltungsrat BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Mitglied
    Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat
    BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat
    Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Verwaltungsrat
    BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile/Chile, Vorsitzender

  • Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer MBA (ab 1. Januar 2018)
    Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung und Unternehmenskultur
    Mitglied der Geschäftsleitung der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat gem. § 286 Abs. 5 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass der individualisierte Ausweis der Vorstandsbezüge gem. §§ 285 Nr. 9 a) S. 5 - 8, 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB für das Geschäftsjahr 2016 und die ihm nachfolgenden vier Geschäftsjahre unterbleibt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2017 T€ 1.274 (Vorjahr: T€ 1.642) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.104 (Vorjahr: T€ 1.217) fixe und T€ 170 (Vorjahr: T€ 150) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 136 (Vorjahr: T€ 275).

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

2016 T€ 2017 T€
Abschlussprüfungsleistungen 240 334
Steuerberatungsleistungen 88 9
Andere Bestätigungsleistungen 3 3
Sonstige Leistungen 0 4
Summe 331 350

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des BAUER-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Die Dividendenausschüttung der Bauer Aktiengesellschaft richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017 der Bauer Aktiengesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 der Bauer Aktiengesellschaft in Höhe von 1.713.100,00 Euro zur Ausschüttung einer Dividende von 0,10 Euro je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag von 0,00 Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Schrobenhausen, 29. März 2018
BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand
Prof. Dr. Thomas Bauer
Hartmut Beutler
Peter Hingott
Florian Bauer

Aufstellung zum Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Kurs PDK Anteil am Kapital in % Eigenkapital (Landeswährung) Gesamtergebnis (Landeswährung)
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 46.696.839 -238.199
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 B AUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 111.810 587
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich EUR 1,0000 100,00 2.248.063 94.879
1.1.1.21.1 BAUER Spezialtiefbau CR s.r.o., Prag, Tschechien CZK 0,0380 100,00 - -5)
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GEP 1,1425 100,00 3.856.601 2.807.626
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GEP 1,1425 100,00 328.246 277.951
1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. EHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) MYR 0,2054 100,00 65.551.342 15.568.232
1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Erisbane, Australien AUD 0,6751 100,00 -6.457.719 -11.679.482
1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1126 100,00 1.389.353 -268.974
1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 0,2341 100,00 36.719.100 14.513
1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0,8777 100,00 4.782.787 201.107
1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 0,0494 55,75 400.064.286 106.157.615
1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 0,6332 36,00 8.535 -285.175
1.1.1.2.8 P.T. EAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (unmittelbar) IDR 0,0001 95,00 103.029.971.800 96.554.730.698
1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 0,0032 100,00 408.783.575 160.736.125
1.1.1.2.10 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 0,2185 100,00 3.973.732 999.456
1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 508.265 270.177
1.1.1.2.11.1 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (mittelbar) IDR 0,0001 5,00 103.029.971.800 96.554.730.698
1.1.1.2.11.2 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (mittelbar) AOA 0,0053 10,00 154.313.943 326.934
1.1.1.2.11.3 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (mittelbar) INR 0,0135 1,00 16.769.876 1.349.703
1.1.1.2.12 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1126 100,00 20.754.138 -236.203.079
1.1.1.2.12.1 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam (mittelbar) VND 0,0000 100,00 4.130.898.435 -6.756.436.792
1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 0,0174 40,00 191.421.281 8.033.2801)
1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien EGN 0,5112 100,00 1.661.689 4.368
1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek E.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 1,0000 100,00 684.303 661
1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Eaden-Dättwil, Schweiz CHF 0,8959 100,00 1.781.229 350.912
1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Eishops Stortford, Großbritannien EUR 1,0000 100,00 55.182 -28
1.1.1.2.18 BAUER Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0,0329 100,00 107.153 28.920.041
1.1.1.2.19 BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama USD 0,8777 100,00 844.247 -793.535
1.1.1.2.19.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (mittelbar) DOP 0,0186 5,00 6.461.593 -594.275
1.1.1.2.20 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 100,00 82.153.346 -16.315.088
1.1.1.2.20.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 0,2388 49,00 1.005.695 -8.041.9593)
1.1.1.2.21 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation RUE 0,0151 100,00 468.067.339 197.543.688
1.1.1.2.22 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (unmittelbar) AOA 0,0053 90,00 154.313.943 326.934
1.1.1.2.23 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 0,6774 100,00 12.133.266 11.678.904
1.1.1.2.24 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THE 0,0260 49,00 36.324.735 2.162.3384)
1.1.1.2.24.1 Thai BAUER Co. Ltd., Eangkok, Thailand (mittelbar) THE 0,0260 51,00 511.592.009 201.491.596
1.1.1.2.24.2 Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THE 0,0260 50,04 - - 5)
1.1.1.2.25 BAUER Fondations Speciales EURL, Alger, Algerien DZD 0,0079 100,00 11.937.953 -1.914.275
1.1.1.2.26 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (unmittelbar) INR 0,0135 99,00 16.769.876 1.349.703
1.1.1.2.27 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8777 100,00 8.427.851 -10.664.707
1.1.1.2.28 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) THE 0,0260 49,00 511.592.009 201.491.596
1.1.1.2.29 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien GEL 0,3496 100,00 2.233.973 -143.957
1.1.1.2.30 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 100,00 188.330 -23.786
1.1.1.2.30.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch EDT 0,0108 99,00 -17.253.595 -21.253.595
1.1.1.2.31 BAUER Cimentaciones Costa Rica S.
#BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 0,0027 100,00 -31.632.527 -34.400.029 1.1.1.2.34
#BAUER Special Foundations FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 100,00 435.525 -162.470 1.1.1.2.35
#BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien COP 0,0003 100,00 111.586.506 573.032 1.1.1.2.36
#BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama USD 0,8777 100,00 57.200 -140.509 1.1.1.2.37
#BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak IQD 0,0007 100,00 -75.010.084 -6.389.243 1.1.1.2.38
#BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 49,00 2.096.882 -9.614.931 1.1.1.2.39
#BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 0,1987 100,00 1.279.974 887 1.1.1.2.40
#BAUER Leasing Services LLC, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8777 100,00 0 -38.966 1.1.2
#BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 189.766.421 29.428.695 1.1.2.1
##Inland
###KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (unmittelbar) EUR 1,0000 15,00 21.670.736 0 1.1.2.1.1
###EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (unmittelbar) EUR 1,0000 15,00 7.938.546 0 1.1.2.1.2
####Inland
####Ausland
#####EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur (mittelbar) EUR 1,0000 100,00 - -5) 1.1.2.1.2.2.1
###RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 4.951.394 95.981 1.1.2.1.3
###PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 16.644.991 1.455.119 1.1.2.1.4
####KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (mittelbar) EUR 1,0000 85,00 21.670.736 0 1.1.2.1.4.1
###Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 75,00 2.314.344 -680.063 1.1.2.1.5
###BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 10.939.235 3.678.228 1.1.2.1.6
####EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland (mittelbar) EUR 1,0000 85,00 7.938.546 0 1.1.2.1.6.1
##Ausland
###BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 26.815.000 4.742.027 1.1.2.2.1
####BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 3.658.503 1.495.005 1.1.2.2.1.1
#####BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (mittelbar) EUR 1,0000 0,10 2.426.507 392.753 1.1.2.2.1.1.1
####BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 0,0290 99,88 10.189.414 1.472.953 1.1.2.2.1.2
####BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 0,1304 100,00 168.018.281 34.626.661 1.1.2.2.1.3
####BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (unmittelbar) EUR 1,0000 99,90 2.426.507 392.753 1.1.2.2.1.4
####BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 0,2054 100,00 65.176.476 18.079.661 1.1.2.2.1.5
####Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1304 100,00 67.688.381 -872.430 1.1.2.2.1.6
####BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1304 100,00 11.736.205 1.357.824 1.1.2.2.1.7
####Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0260 49,92 - -5) 1.1.2.2.1.8
###NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan YEN 0,0078 100,00 316.213.226 28.098.627 1.1.2.2.2
###TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 2.550.638 390.572 1.1.2.2.3
###BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 100,00 9.582.510 2.499.306 1.1.2.2.4
###BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8777 100,00 37.731.917 199.497 1.1.2.2.5
###BAUER-Pileco Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8777 100,00 11.239.205 -3.666.881 1.1.2.2.6
###OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 0,0151 65,00 71.267.613 -47.734.210 1.1.2.2.7
###OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 0,0151 55,00 57.240.099 3.089.952 1.1.2.2.8
###BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 1.523.476 408.099 1.1.2.2.9
###BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 1,1425 100,00 2.494.639 585.268 1.1.2.2.10
###BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (unmittelbar) TRY 0,2409 59,00 18.628.082 7.013.463 1.1.2.2.11
###OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 0,0151 100,00 386.243.241 -7.200.487 1.1.2.2.12
###BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien (unmittelbar) INR 0,0135 99,00 101.837.559 31.888.416 1.1.2.2.13
###BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0,0329 100,00 - -5) 1.1.2.2.14
###BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 0,6751 100,00 -8.146.593 -1.813.370 1.1.2.2.15
###BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sào Paulo, Brasilien BRL 0,2738 60,00 8.868.490 -461.247 1.1.2.2.16
###BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sào Paulo; Brasilien (unmittelbar) BRL 0,2738 99,00 -952.694 -203.698 1.1.2.2.17
###BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 0,0852 51,00 -18.593.699 -1.224.704 1.1.2.2.18
###BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 0,2355 100,00 7.685.087 4.000.635 1.1.2.2.19
###BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama PAB 0,8777 100,00 - -5) 1.1.2.2.20
###BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada CAD 0,6774 100,00 101.197 41.711 1.1.2.2.21
###BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 -53.706 3.480 1.1.2.2.22
###BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 1,0000 100,00 326.306 318.106 1.1.2.2.23
###BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 0,0000 1,00 - -5) 1.1.2.2.24
#SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 12.746.439 -3.659.737 1.1.3
##Inland:
###SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 356.350 2.049.567 1.1.3.1.1
###MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 86.503 7.686 1.1.3.1.2
###SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 340.745 0 1.1.3.1.3
###Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 17.596 106 1.1.3.1.4
###Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 50,00 - -5) 1.1.3.1.5
##Ausland:
###OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 0,0151 100,00 -3.053.986 -835.698 1.1.3.2.1
#SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 75.042 -614.493 1.1.4
##Inland:
#BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 527.777 -55.115 1.1.5
#WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 101.673 11 1.1.6
##Inland
##Ausland
###BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (mittelbar) TRY 0,2409 1,00 18.628.082 7.013.463 1.1.6.2.1
###BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien (mittelbar) INR 0,0135 1,00 101.837.559 31.888.416 1.1.6.2.2
###BAUER Equipamentos do Brasil - Comercio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (mittelbar) BRL 0,2738 1,00 -952.694 -203.698 1.1.6.2.3
###Bauer Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THB 0,0260 0,04 - -5) 1.1.6.2.4
###BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran (mittelbar) IRR 0,0000 1,00 - -5) 1.1.6.2.5
#BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 373.854 -1.265.822 1.1.7
##Inland:
###GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 -202.439 -652.695 1.1.7.1.1
####Inland
####Ausland
#####GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen PLN 0,2355 100,00 7.911.563 18.750 1.1.7.1.1.2.1
#####BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (mittelbar) CLP 0,0014 0,01 1.071.606.468 128.392.478 1.1.7.1.1.2.2
###pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 70.304 -1.225 1.1.7.1.2
###PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 16.670 1.264 1.1.7.1.3
###Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 -8.494.466 -9.092.684 1.1.7.1.4
###hydesco24 GmbH, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 27.508 -4.272 1.1.7.1.5
##Ausland
###BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0,6774 100,00 42.976 -7.929 1.1.7.2.1
###BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika ZAR 0,0660 100,00 -450.435 16.829.916 1.1.7.2.2
####MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia NAD 0,0667 100,00 1.302.446 303.418 1.1.7.2.2.1
####MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 0,0660 100,00 2.541.292 145.068 1.1.7.2.2.2
###BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 1,0000 100,00 1.757 -27.045 1.1.7.2.3
###BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 1,1425 100,00 0 0 1.1.7.2.4
###FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0,8959 100,00 116.834 -8.166 1.1.7.2.5
###BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2390 49,00 837.116 -1.683.4092) 1.1.7.2.6
###GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan PKR 0,0083 100,00 -176.035.806 -43.867.650 1.1.7.2.7
###GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 0,0032 100,00 131.225.293 -73.241.711 1.1.7.2.8
###BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien USD 0,8777 100,00 9.238.355 -12.086 1.1.7.2.9
####Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 0,8777 83,33 1.282.575 -10.675.616 1.1.7.2.9.1
#####Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 0,8777 100,00 5.352.541 -112.318 1.1.7.2.9.1.1
####Technical Dimension Co. Entity Name Location Currency Exchange Rate Percentage Held
----------------------------------------------------- ------------------------- -------- ------------- --------------- ------------ ------------
BAUER RESOURCES SPAIN Madrid, Spanien EUR 1,0000 100,00 0 -20,346
BAUER Resources Chile Limitada Santiago de Chile, Chile CLP 0,0014 99,99 1,071,606,468 128,392,478
GWE Tubomin, S.A. Santiago de Chile, Chile CLP 0,0014 60,00 994,735,188 221,312,400
GWE France S.A.S. Aspiran, Frankreich EUR 1,0000 100,00 -962 -1,718
BAUER Resources Maroc S.A.R.L. Kenitra, Marokko MAD 0,0910 100,00 2,020,546 1,516,498
BAUER Senegal SARL Dakar, Senegal XOF 0,0015 100,00 -883,626,435 -637,516,731
BAUER Resources Saudi LLC Riyadh, Saudi Arabien SAR 0,2341 100,00 608,853 -1,766,405
BAUER MEXICO, S.A. DE C.V. Mexiko City, Mexiko MXP 0,0465 100,00 2,377,715 -495,496
BAUER Corporate Services Private Limited Mumbai, Indien INR 0,0135 100,00 89,115,928 16,091,345
TMG Tiefbaumaterial GmbH Emmering, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 50,00 -5)
Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 30,00 189,304 56,930
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 40,00 12,165,033 3,097,589
BAUER Deep Drilling GmbH Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 51,00 45,937,117 -1,803,746
TERRABAUER S.L. Madrid, Spanien EUR 1,0000 30,00 -5)
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH Nußdorf am Haunsberg, Österreich EUR 1,0000 50,00 55,258 32,704
BAUER Nimr LLC Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 2,2800 52,50 8,855,827 2,735,252
BAUER Manufacturing LLC Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8777 51,00 42,375,211 -4,863,811
TOO SCHACHTBAU Kasachstan Almaty, Kasachstan KZT 0,0027 50,00 479,696,454 690,428,613
Wöhr + BAUER GmbH München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 16,65 50,931 32,4145) 6)
Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 20,00 91,853 591
Deusa International GmbH Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 10,00 14,630 4,0125) 7)
Stadtmarketing Schrobenhausen e.G. Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 4,18 -5)
Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria Moskau, Russische Föderation RUB 0,0151 15,00 -5)

1) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 40% an BAUER Foundations Philippines Inc., das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
2) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
3) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
5) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
6) Werte aus Vorjahr übernommen
7) Vorläufig

Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 37 v Abs. 2 WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 29. März 2018

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Thomas Bauer Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler Peter Hingott Florian Bauer

Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft.

Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

  • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
  • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft.

In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

  1. Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

  1. Sachverhalt und Problemstellung
  2. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
  3. Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

  1. Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen

    • Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 132.322 (39,3% der Bilanzsumme) ausgewiesen.
    • Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert.
    • Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer Anteile an verbundenen Unternehmen überprüft.
    • Zur Ermittlung der beizulegenden Werte wesentlicher Beteiligungsansätze wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden.
    • Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren berücksichtigt.
    • Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage.
    • Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 kein Abwertungsbedarf.
    • Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet.Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen. Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen sachgerecht vorzunehmen.

Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen sind in dem Abschnitt "Grundlagen" sowie dem Gliederungspunkt 1 "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:

  • die in Abschnitt "Unternehmensführung und Steuerungssystem" des Lageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
  • die in Abschnitt "Nichtfinanzielle Konzernerklärung" des Lageberichts enthaltene nichtfinanzielle Erklärung nach § 289b Abs. 1 HGB und § 315b Abs. 1 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts -ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

  • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
  • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

  • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher -beabsichtigter oder unbeabsichtigter -falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
  • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
  • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
  • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor-fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen-des Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
  • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
  • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch.# Corporate Governance

BERICHT DES AUFSICHTSRATS 2017

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Im Berichtsjahr fanden keine personellen Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats statt.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen und zwei schriftliche Umlaufverfahren zur Beschlussfassung statt. Ein Aufsichtsratsmitglied hat im Geschäftsjahr nur an der Hälfte der Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources waren Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen.

In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2016 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Wahl der Abschlussprüfer, mit dem Vergütungssystem und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Einladung der Hauptversammlung befasst. Zudem wurden die Auswertung der durchgeführten Effizienzprüfung der Aufsichtsratsarbeit vorgenommen und die in Finanzierungen vereinbarten Finanzkennzahlen sowie das Ergebnisverbesserungsprogramm behandelt.

In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat mit der Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand befasst und im Schwerpunkt eine Abstimmung zur strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe vorgenommen.

In der Septembersitzung wurden die Verbesserung des Projektmanagements, die Maßnahmen zur Reorganisation von belastenden Geschäftsbereichen und die mittelfristige Konzernbilanzplanung behandelt. Weiter hat man sich mit der Nachfolge im Vorstand befasst.

In der Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Im Schwerpunkt wurde über Währungsrisiken und das Vorgehen bei der Währungssicherung berichtet und dem Tantiemerahmen für die Mitarbeiter sowie der Jahresplanung für das Geschäftsjahr zugestimmt. Weiter wurde Herr Florian Bauer zum Mitglied des Vorstands bestellt und das Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für den Vorstand und den Aufsichtsrat beschlossen.

Arbeit in den Ausschüssen

Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss sowie der Nominierungsausschuss aufgrund der Aufgabenstellung nicht zusammentreten mussten. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Keiner der Ausschussmitglieder nahm an nur der Hälfte oder weniger als der Hälfte der Ausschusssitzungen während ihrer jeweiligen Amtszeit teil.

Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex, das Kompetenzprofil und Diversitätskonzept für Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Bestellung und Anstellung von Herrn Florian Bauer als Mitglied des Vorstands behandelt.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr drei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Quartalsmitteilungen, des Halbjahresfinanzberichts und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie mit der Wahl und Bestellung der Abschlussprüfer befasst. Die Billigung von Nichtprüfungsleistungen durch den Abschlussprüfer, die Währungssicherung im Konzern und die Prognose wurden behandelt. Prüfungsschwerpunkte zu besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalten wurden in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Weiter wurden in einer Schwerpunktsitzung die Finanzierung der Unternehmensgruppe, die Veränderungen der latenten Steuern, das Risikomanagement sowie Maßnahmen der Internen Revision behandelt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2017

Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2017 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen mit der nichtfinanziellen Konzernerklärung und die Berichte der Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen. Die Abschlussunterlagen mit der nichtfinanziellen Konzernerklärung und die Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 10. April 2017 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.

Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.

Schrobenhausen, April 2018

Der Aufsichtsrat

Dr.# Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2016 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:

  1. Abweichend von Ziffer 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.

  2. Abweichend von Ziff. 4.1.5 ist bei der Besetzung von Führungsfunktionen keine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.

  3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2016 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde.

  4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.

  5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 103 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.

Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Schrobenhausen, den 07. Dezember 2017

Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender
Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender