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Bauer AG — Management Reports 2013
May 7, 2013
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Management Reports
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BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Jahresabschluss zum 31.12.2012
Lagebericht der BAUER AG für das Geschäftsjahr 2012
Die BAUER AG mit der BAUER Gruppe
Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
Die BAUER Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen fokussiert sich mit ihren Dienstleistungen, Maschinen und Produkten auf die Themengebiete Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources mit über 110 Tochterfirmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.
Das Segment Maschinen entwickelt und baut Geräte, Werkzeuge und Maschinen für den Spezialtiefbau sowie für andere Bohrarbeiten im Untergrund, wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China (Shanghai und Tianjin), Malaysia, Russland (drei Standorte), Italien und den USA. Mit einem Auslandsvertriebsanteil von rund 80 % ist die BAUER Maschinen GmbH Weltmarktführer für Spezialtiefbaugeräte.
Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelttechnik. Es entwickelte sich aus bestehenden Geschäften der Stammsegmente Bau und Maschinen. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des jüngsten Geschäftsfeldes, unter deren Dach die drei Kompetenzfelder Materials, Exploration and Mining Services und Environment gebündelt sind.
Unternehmensführung
Die Unternehmensgruppe wird durch den Vorstand der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft strategisch geführt. Daneben entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente Bau, Maschinen und Resources jeweils ihre eigenen Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.
Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten, die nicht durch komplexe Entscheidungshierarchien belastet sind, ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.
Die erfolgreiche Weiterentwicklung des Konzerns setzt auf eine noch stärkere, weltweite Vernetzung dieser dezentralen Einheiten - beispielsweise durch die Einführung von segmentübergreifenden regionalen Leitungsbesprechungen. Für das eigenverantwortliche Handeln der operativen Unternehmensbereiche wurden die Grundprinzipien und Rahmenbedingungen definiert und im zentralen Steuerungsinstrument - dem Unternehmenshandbuch (UHB) - festgehalten. Es enthält unter anderem die Führungsgrundsätze, die die Basis für das ethische und moralische Verhalten der Führungskräfte im Rahmen ihrer Aufgaben bilden. In Rahmenleitlinien sind schriftlich Verhaltensregeln festgelegt, die in den einzelnen Firmen und Bereichen durch die Führungskräfte der BAUER Gruppe zu implementieren sind.
Systeme und Abteilungen, die zentrale Funktionen übernehmen, erleichtern die Abwicklung von Standardprozessen und unterstützen als Dienstleister die Arbeit der einzelnen Einheiten. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.
Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 84 bis 87 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/de/investor relations/reports/ in der Rubrik Investor Relations - Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.
Übernahmerechtliche Angaben
Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2012 dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme.
Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.146 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, |
| ― | zum Ausgleich von Spitzenbeträgen. |
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.
Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien, kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den am Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.
Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.
Change-of-Control-Klauseln
Mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 225,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, sehen für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.
Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Weltwirtschaft und Märkte
Es bereitet derzeit wenig Freude, die Entwicklung der Weltwirtschaft, speziell auch einzelner Regionen, zu beobachten. Nach den zahlreichen Störungen durch die Finanzmarktkrise entstehen immer wieder neue Krisenherde, teilweise als Folgen der ursprünglichen Krise, zum Teil aber auch aus anderen Gründen. Das Ergebnis sind nicht zweidimensionale Auf- und Abbewegungen, wie die Wirtschaftsentwicklung oft vereinfacht beschrieben wird, sondern Bewegungen, die eher der Überlagerung von unterschiedlichen Wellensystemen wie bei einer "Kreuzsee" im Ozean entsprechen. Die Unternehmen müssen sich deshalb auf sehr schnelle positive und negative Veränderungen einstellen, was für die Führung und alle Mitarbeiter eine große Herausforderung darstellt.
Damit verflüchtigt sich auch die Vorstellung, dass sich in Deutschland ein langfristig stabiler Trend zum Positiven eingestellt hat. Natürlich ist es richtig, dass Deutschland im vergangenen Jahrzehnt seine Hausaufgaben besser erledigt hat als die meisten anderen Länder in Europa. Die Lohnstückkosten wurden auf ein niedrigeres Niveau gebracht und auch die industrielle Struktur des Landes hat sich sehr gut entwickelt. Die Abhängigkeit vom Dienstleistungssektor, der in anderen Ländern viel zu stark forciert wurde, ist damit nicht so markant.
Jedoch hat auch Deutschland weiterhin große Defizite und zudem Lasten der Vergangenheit zu tragen. Beispielhaft sind das erhebliche demographische Problem oder die enormen Verbindlichkeiten aus dem Generationenvertrag bei der Rentenversicherung zu nennen. Auch fehlt vielen Bürgern noch die Einsicht, dass uns gerade bei Bildung und technischem Fortschritt andere Ländern zu überholen beginnen. Diese Risiken begleiten uns in die Zukunft.
In den vergangenen Jahren konnte sich Deutschland gerade in der Metallwirtschaft von den anderen europäischen Ländern deutlich absetzen. Besonders die Automobilkonzerne erfreuten sich in den vergangenen Jahren stetig steigender Zahlen. Daimler, Audi, BMW und VW haben dies durch ein ausgezeichnetes Management und eine perfekte Strategie erreicht. In ihrem Sog befanden sich die vielen Zulieferbetriebe, die Stahlwirtschaft und auch die Ausrüstungsunternehmen, die Deutschland insgesamt in eine ausgezeichnete Wachstumssituation brachten.
Auch die Bauwirtschaft hatte in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland eine sehr positive Entwicklung und trug damit ebenso zur guten wirtschaftlichen Lage im Land bei. Bedingt durch die Sorgen der Bevölkerung, dass ihr Geld durch die wirtschaftlichen Störungen in Europa an Wert verlieren könnte sowie durch die niedrigen Zinsen und den Mangel an alternativen rentablen Geldanlageformen, entwickelte sich der Wohnungsbau ausgezeichnet. Die Preise für Immobilien stiegen daher deutlich an. Von einer Blase kann man aber noch nicht sprechen, da die Zahl der neu gebauten Wohnungen immer noch unter dem von Prognosen gestützten Langzeitbedarf liegt. Das Wachstum der Bauwirtschaft war im Jahr 2011 ausgezeichnet. Im Jahr 2012 dagegen konnte man bereits eine deutliche Abschwächung erkennen, was angesichts der guten Basis des Vorjahres nicht problematisch, aber dennoch ein Zeichen für die Zukunft ist.
Die einzelnen Sektoren des Baumarkts in Deutschland stellen sich zurzeit sehr unterschiedlich dar. Der Wohnungsbau ist das Zugpferd, Wirtschaftsbau und öffentlicher Bau dagegen werden in der näheren Zukunft spürbar an Schwung verlieren. Da die BAUER Gruppe gerade in diesen beiden Sektoren tätig ist, erwarten wir für unsere Bauleistung im Inland eine eher verhaltene Entwicklung. Der Wirtschaftsbau war 2012 noch gut positiv, da sich die Wirtschaft in einem Aufwärtstrend befand. Mit dem Rückgang der Wirtschaftsentwicklung wird auch der Wirtschaftsbau in Zukunft rückläufig sein. Der öffentliche Bau verzeichnet durch das Auslaufen der Konjunkturprogramme nach der Finanzmarktkrise und durch die Budgetprobleme vieler öffentlicher Haushalte in Deutschland eine negative Entwicklung.
Weltweit ist die Konjunktur der Bauwirtschaft einerseits durch eine insgesamt sehr positive Bedürfnissituation, andererseits durch viele politische Störungen geprägt. Die Nachfrage nach Bauleistungen ergibt sich durch den gewaltigen Nachholbedarf in allen Regionen der Welt. In den westlichen Volkswirtschaften, der Europäischen Union, den USA und Kanada wurde in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zu wenig investiert. Ein erheblicher Nachholbedarf in der Erneuerung von Infrastruktur sowie beim Neubau und der Sanierung von Gebäuden ist entstanden. Die derzeitige Bauleistung kann in nahezu allen Ländern die entstandenen Defizite in absehbarer Zeit nicht ausgleichen.
Die Volkswirtschaften der früher kommunistisch und sozialistisch geprägten Länder hatten einst nicht die nötigen Mittel, um eine passende Infrastruktur und ausreichend Wohnungen zu bauen. Heute muss dies mit großen Mühen nachgeholt werden, was noch viele Jahre in Anspruch nehmen wird. In den Ländern des Mittleren Ostens bestand vor der Zeit des Öl- und Gasreichtums kein Anlass zu investieren, wogegen der Reichtum und ein gewaltiges Bevölkerungswachstum einen weiterhin andauernden Bauboom ausgeläst haben. Auch in der Dritten Welt entstehen immer größere Baubedarfe, da hier in etlichen Ländern durch Rohstoffreichtum oder zum Teil auch durch eine geschickt handelnde politische Führung erhebliche Wachstumspotentiale entstehen.
Die grundsätzlich positive Nachfragesituation nach Bauleistungen wird aber durch unterschiedliche Störungen in vielen Ländern negativ beeinflusst. Hier sind die massiven Auswirkungen durch politische Unruhen zu nennen, die speziell in der arabischen Welt zu erheblichen Verwerfungen und zu Ängsten auch in den nicht betroffenen Ländern führen. Die Konflikte in Ägypten, Libyen und Syrien sind hierfür Beispiele.
Die Europäische Währungsunion hat große Probleme, die zu hohe Verschuldung der meisten ihrer Länder in den Griff zu bekommen und so wieder eine positive wirtschaftliche Grundstimmung zu erzeugen. Auch leiden einige europäische Länder noch stark unter den Folgen der Finanzmarktkrise. In den USA mit ihrer deutlich zu hohen Verschuldung haben die beiden großen Parteien, die sich gegenseitig in den demokratischen Strukturen blockieren, ihre Probleme damit, sich zu einer positiven gemeinsamen Strategie zusammenzufinden. In Japan wird trotz der gewaltigen Verschuldung des Landes ein gigantisches Investitionsprogramm aufgelegt. Ebenso in China, wo durch staatliche Programme versucht wird, das Wirtschaftswachstum auf frühere Dimensionen zu bringen.
Versucht man aus all diesen vielfältigen positiven wie negativen Einflüssen und aus dem grundsätzlichen Bedarf eine Einschätzung für die zukünftige Entwicklung der Bauwirtschaft in der Welt abzuleiten, so kann das kaum gelingen. Jedes Land trifft andere Schlussfolgerungen aus den zahlreichen Einflüssen und auch die Investoren in den einzelnen Regionen verhalten sich in dem permanenten Auf und Ab sehr unterschiedlich. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Baukonjunktur in jedem Land anders entwickelt. Sehen wir in einigen Ländern der Welt, so in Spanien, Irland oder in England, eine deutliche Rezession am Bau, so kann in anderen Ländern, wie in Malaysia, Hongkong oder auch in Deutschland, eine sehr positive Entwicklung festgestellt werden.
Unternehmen, die in Regionen mit guter Konjunktur tätig sind, erleben somit eine sehr positive Zeit. In den Ländern mit schwachem Umfeld geht es den Unternehmen aber auch sehr schlecht. Da die Zyklen sehr kurz geworden sind, ändert sich die Situation immer schneller. Nur Unternehmen, die in der Welt sehr breit aufgestellt sind, können den Veränderungen auch schnell folgen und Nutzen aus den Entwicklungen ziehen.
Die BAUER Gruppe gehört zu diesen Unternehmen. Dennoch müssen wir feststellen, dass uns unsere Strategie zwar einerseits Stabilität bringt, aber in diesen Zeiten auch manche Probleme bereitet. Denn die Vielzahl der Länder mit negativen Entwicklungen, in denen wir zum Großteil aktiv sind, betreffen uns so stark, dass 2012 auch ein unbefriedigendes Gesamtergebnis zur Folge hatte. Wir sind aber der Auffassung, dass Stabilität für die gesamte Unternehmensgruppe wichtiger ist, so dass wir vorübergehend mit einem etwas schwächeren Ergebnis leben können.
Die Situation auf den Baumärkten beeinflusst natürlich auch den Absatz im Maschinenbau. Sind Märkte rückläufig, trifft dies den Maschinenbau mehr als den Bau, da Sekundärmärkte deutlich stärker auf Schwankungen in den Primärmärkten reagieren. Geht beispielsweise der Baumarkt in einem Land zurück, so können die dort ansässigen Bauunternehmen oft über Jahre mit den alten Maschinenkapazitäten ihre Arbeiten erledigen, was den Maschinenmarkt in einigen Ländern vollkommen zum Erliegen bringt. Bei Wachstum im Baumarkt verhält es sich umgekehrt. Dies erklärt die erheblichen weltweiten Schwankungen der Baumaschinenmärkte und unsere etwas schwächere Absatzlage im vergangenen Jahr.
Die derzeit bedeutendste Wirkung auf den Baumaschinenmarkt kommt aus China. Ausgelöst durch das enorme Wachstum auf dem dortigen Baumarkt in den vergangenen Jahren gab es einen noch stärkeren Boom bei Maschinenverkäufen. Die chinesischen Baufirmen nahmen in den vergangenen Jahren von den unterschiedlichen Geräten über die Hälfte der Weltproduktion ab. Viele lokale Hersteller gingen daher davon aus, dass sich die Entwicklung in der Zukunft so fortsetzen würde, weshalb große Produktionskapazitäten für Baumaschinen aufgebaut wurden.
Da der chinesische Baumarkt 2012 nicht mehr oder nur noch unwesentlich gewachsen ist, ging auch der Bedarf nach neuen Geräten auf ein normales Niveau zurück. Die Kapazitäten für Geräte liegen nun aber weit über dem Bedarf. Diese Situation wird sich in den kommenden Jahren nur langsam auflösen. Die Hersteller von Standardbaugeräten werden sich noch einige Zeit einem starken Wettbewerb gegenüber sehen.
Nur Unternehmen, die eine Nische bedienen oder Geräte mit besonderen Spezifikationen herstellen, werden sich diesem Wettbewerb in gewissem Maße entziehen können. Wir in der BAUER Gruppe haben in den vergangenen Jahrzehnten im Maschinengeschäft immer eine Nischenpolitik verfolgt. Die Produkte sind nicht für den Massenmarkt, sondern für schwierige Bedingungen bei Arbeiten im Boden konzipiert. Aus diesem Grund sind wir zuversichtlich, dass es gelingen wird, uns weiterhin am Rande des Wettbewerbs zu positionieren. Wir wissen aber auch um die großen Anstrengungen, die wir unternehmen müssen, damit die Maschinen unserer Unternehmen eine sehr hohe Qualität und einen technischen Vorsprung bei der Anwendung von Bauverfahren haben. Daran arbeiten wir stetig und mit viel Engagement.
Eine besondere Entwicklung auf den Baumärkten stellen die Veränderungen in Folge der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima dar. In Deutschland, aber auch in anderen Ländern der Welt wurden fundamentale Neuregelungen hin zu erneuerbaren Energien beschlossen. Weitere Länder haben erhebliche Ausbauprogramme für erneuerbare Energien aufgelegt. Für die Bauwirtschaft bedeutet dies eine neue Nachfrage, die durch oftmals völlig neue technologische Verfahren befriedigt werden muss. Dies ist grundsätzlich eine tolle Chance, birgt aber auch gewisse Risiken.
In den vergangenen Jahren haben etliche große Bauunternehmen in Erwartung dieser substanziellen neuen Aufgaben erhebliche Investitionen in neue Technologien und in neue Geräte getätigt, um auf die erwarteten Aufträge gut vorbereitet zu sein. Da die politischen Vorgaben und Planungen weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan liegen, sind nun viele dieser Neuentwicklungen noch nicht einsetzbar - mit negativen Folgen für die beteiligten Unternehmen. An den deutschen Küsten werden nach und nach neue Errichterschiffe für Windparks fertiggestellt, die aber noch nicht zum Einsatz kommen. Auch die Stahlbaukapazitäten für die Herstellung der Windtürme in der Nord- und Ostsee liegen brach.
Die Investitionen unserer Unternehmen auf diesem Gebiet richteten sich nicht auf die großen Bauwerke, sondern eher auf kleinere Strukturen, so dass wir hier keine besonderen Risiken sehen. Wir sind sogar der Überzeugung, dass unsere Geräte, die für kleinere Gründungselemente bei Windkraftanlagen und Gezeitenkraftwerken geeignet sind, schneller am Markt eingesetzt werden könnten. Insgesamt bleibt zu hoffen, dass die Politik zügig die Voraussetzungen schafft, damit die Bauwirtschaft ihre Leistungen erbringen kann.
Eine interessante weitere Veränderung könnte in den kommenden Jahrzehnten die Wirtschaftsentwicklung und das Gleichgewicht auf den Weltmärkten stark verändern. Bis vor kurzem herrschte die Meinung vor, dass das Vorkommen fossiler Rohstoffe nur wenige Länder der Welt in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung bevorzugt. In den vergangenen Jahren wurden jedoch völlig neue Vorkommen entdeckt, die es ermöglichen sollten, die weltweit bestehenden Abhängigkeiten deutlich zu reduzieren. So erhalten neue Länder Chancen auf Erträge aus der Förderung der Rohstoffe. Als Beispiele für diese neuen Möglichkeiten gelten die Erdgasgewinnung durch Fracking-Verfahren oder durch Bohrungen freigesetztes Flözgas - im Englischen als coal bed methane bezeichnet. Dies wird auch den USA eine erhebliche Hilfe sein, die Konjunktur wieder auf ein gutes Niveau zu bringen.
In den einzelnen Regionen der Welt zeigen sich so die zukünftigen Entwicklungen auf den Baumärkten sehr unterschiedlich:
| ― | In Deutschland erwarten wir einen Baumarkt, der sich etwa auf dem Niveau des Vorjahres weiterentwickeln wird. |
| ― | Westeuropa wird noch etliche Jahre mit den Auswirkungen der Krise zu kämpfen haben. Nahezu alle Länder haben in den vergangenen Jahrzehnten Schulden angehäuft, die sie in den kommenden Jahren zu Sparmaßnahmen zwingen werden. |
| ― | Die Länder Osteuropas haben durch die Krise ein derart niedriges Bauniveau erreicht, dass jede Veränderung eine Verbesserung darstellt. Dennoch wird sich eine positive Entwicklung nur langsam realisieren. Russland wird sich dagegen deutlich schneller erholen, da es über große öl- und Gasvorkommen verfügt und sehr reich an weiteren unterschiedlichsten Rohstoffen ist. Bereits im vergangenen Jahr kamen viele neue Bauprojekte auf den Markt. |
| ― | Die Länder des Mittleren Ostens werden weiter davon profitieren, dass sie die Welt mit Öl und Gas versorgen und so ihre Entwicklung nahezu ungebremst fortsetzen können. Dies gilt, obwohl in den Jahren 2011 und 2012 eine deutlich gedämpfte Baukonjunktur festzustellen war, die sich aber auf die politischen Unruhen in der Region zurückführen lässt. |
| ― | In den zentralasiatischen Ländern gibt es insgesamt eine positive Entwicklung. Volkswirtschaften wie Kasachstan profitieren von den gewaltigen Bodenschätzen, die die Basis für eine positive Wirtschaftsentwicklung sind. In Indien, das eigentlich auch eine positive Entwicklung vor sich hat, war im vergangenen Jahr der Baumarkt eine große Enttäuschung. Es gab zwar eine ausreichende Zahl an Projekten, doch konnten diese aus vielerlei bürokratischen Gründen nicht ausreichend nach vorne gebracht werden. Autobahnen wurden nicht gebaut, da die Grundstücke nicht erworben werden konnten. Bürogebäude wurden nicht gebaut, weil die Infrastruktur nicht zur Verfügung stand. Indien verdeutlicht, dass ein Boom über ein nicht mehr beherrschbares Maß hinaus sich auch negativ auswirken kann. Es bleibt zu hoffen, dass die Hindernisse im laufenden Jahr beseitigt werden und die Bauwirtschaft wieder Fahrt aufnehmen kann. |
| ― | Im Fernen Osten setzt sich durch einen enormen Nachholbedarf die schnelle Wirtschaftsentwicklung fort. In Ländern wie Malaysia, Hongkong, aber auch Indonesien werden erhebliche Anstrengungen unternommen, um die Infrastruktur auf ein hohes Niveau zu bringen. Dies führt teilwiese bereits zu Überhitzungserscheinungen. China hat nach einem massiven Einbruch auf den Baumärkten gewaltige neue Infrastrukturprojekte auf den Weg gebracht, so dass ein neuerlicher Aufschwung möglich erscheint. |
| ― | In den USA ist die Lage sehr unbestimmt. Dem Zwang zum Sparen steht die Erkenntnis gegenüber, dass staatliche Ausgaben im Bausektor dringend geboten sind, um die Gesamtkonjunktur in ihrer leicht positiven Entwicklung zu stabilisieren. Außerdem sind die USA das Land der westlichen Welt, das den größten Nachholbedarf bei der Erneuerung der Infrastruktur hat. Die politischen Kontrahenten streiten sich heftig darüber, wie ein radikales Sparprogramm in die Praxis umgesetzt werden kann. Trotzdem gehen wir für unser Geschäft davon aus, dass es auch in der Zukunft genügend Bauaufgaben geben wird. |
| ― | Afrika hat - mehr als in der Vergangenheit - gute Chancen, an positiven Entwicklungen teilzuhaben, da viele Länder mit ihren bedeutenden Rohstoffvorkommen über gutes Wachstumspotential verfügen. |
Bei all den beschriebenen Themen sind in den vergangenen Jahren enorm wichtige Aufgaben in den Hintergrund gerückt, die aber auch gelöst werden müssen. In Deutschland und vielen anderen Ländern bringt die demographische Entwicklung eine große wirtschaftliche Herausforderung. Die Umweltprobleme, speziell die Luftverschmutzung, nehmen weiter zu. Auch hier werden derzeit nötige Maßnahmen nicht mit demselben Engagement verfolgt und umgesetzt wie noch vor wenigen Jahren, als diese Themen als die größten Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt gesehen wurden. Der Dialog mit großen Verursachern, wie China, muss verstärkt werden. Die finanziellen Lasten, die in den kommenden Jahren in diesem Bereich auf uns zukommen, sind erheblich. Im übrigen bietet dies natürlich auch eine große Chance für Unternehmen, die sich auf diese Themen konzentrieren.
Auch für unsere Unternehmen ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Ressourcen mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In vielen Ländern der Welt wurden hier bereits Erfolge erzielt und wir gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.
Die BAUER Gruppe ist in diesen unruhigen Zeiten gut aufgestellt - regional wie auch in den drei Segmenten. Nach jahrelanger Aufbauarbeit sind wir mit Bau, Maschinen und Resources in allen Weltmärkten gut vertreten und können unterschiedliche Marktentwicklungen ausgleichen. Speziell die starke Präsenz im Fernen Osten eröffnet für die kommenden Jahre interessante Wachstumschancen. Auch die strategische Ausrichtung der Produkte und Dienstleistungen zeigt in der derzeitigen Situation ihre Stärke.
Der Spezialtiefbau hat nicht mehr die Wachstumsdynamik des überdimensionalen Booms der Jahre vor der Finanzmarktkrise. Dennoch wird dessen Anteil am gesamten Bauvolumen weiter ansteigen. Die großen Städte der Welt benötigen immer mehr Infrastrukturbauwerke, um den Infarkt der Verkehrsströme zu verhindern. Wegen des enormen Platzmangels in den Zentren müssen immer mehr Verkehrswege in den Untergrund oder auf Hochstraßen und Brücken verlagert werden. Der Spezialtiefbau hat hier ein immer größeres Feld zu bedienen. Auch beim Bau innerstädtischer Gebäude oder von Industrieanlagen zwingt der Mangel an Grundstücksflächen dazu, häufiger Areale zu bebauen, die im Vorfeld einer technischen Bodenverbesserung bedürfen. Auch der Maschinenvertrieb in unseren Unternehmen wird in den kommenden Jahren von dieser Entwicklung profitieren.
Besonders stark können wir, wie bereits erwähnt, für die Zukunftsentwicklung des Konzerns auf unser Segment Resources setzen. Im BAUER Konzern haben wir insgesamt viele Leistungen und Produkte anzubieten, so dass wir sehr zuversichtlich sind, hier ein gutes Wachstum zu erreichen. Auch den Maschinenbau haben wir in den vergangenen Jahren in diesem Feld durch neue Produktentwicklungen gestärkt. Wir bieten dort heute eine komplette Serie an Tiefbohrgeräten für Geothermie-, Öl-, Gas- und Wasserbohrungen. Die neu entwickelten Spezialgeräte zur Gründung von Kraftwerksanlagen im Meer - für Windräder und Gezeitenkraftwerke - stoßen am Markt auf großes Interesse. Leider kommt dieser Markt wegen regulatorischer Hemmnisse noch nicht ausreichend in Schwung.
Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass sich die Welt in einem gewaltigen Umbruch befindet. Sowohl Störungen als auch Chancen bestimmen das Bild für unternehmerische Entscheidungen. Die BAUER Gruppe hat die Veränderungen im Blick und unternimmt große Anstrengungen, um durch Flexibilität und schnelles Handeln die Chancen zu nutzen und den Risiken auszuweichen. Insgesamt sehen wir uns weiter auf einem Wachstumspfad. Wir werden bald die Leistung des Boomjahres 2008 wieder überschreiten können.
Geschäftsverlauf
Die BAUER AG hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatz von 28,8 Mio. EUR (Vorjahr: 27,6 Mio. EUR) abgeschlossen. Der Jahresüberschuss beträgt 13,4 Mio. EUR nach 9,4 Mio. EUR im Vorjahr. Der Jahresumsatz ist zum überwiegenden Teil durch Verrechnungen für Leistungen an die Tochtergesellschaften entstanden.
Das wesentliche Geschäft wurde bei der BAUER AG durch deren Tochterunternehmen in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources getätigt.
Im Segment Bau erhöhte sich die Konzernleistung um 8,3 % auf 656,8 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich in der Folge auf 21,8 Mio. EUR (21,9 %), während das Periodenergebnis um 65,0 % von 5,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 8,4 Mio. EUR anstieg.
Im Segment Maschinen sank die Konzernleistung gegenüber dem Vorjahr deutlich um 6,3 % auf 596,1 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) ging wegen der Fixkostenschere entsprechend um 36,4 % von 53,0 Mio. EUR auf 33,7 Mio. EUR zurück. Das Periodenergebnis sank um 62,6 % auf 8,7 Mio. EUR.
Das Segment Resources verbesserte die Konzernleistung deutlich um 24,8 % auf 263,9 Mio. EUR, das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 39,2 % auf 15,2 Mio. EUR. Das Periodenergebnis wuchs entsprechend um 52,3 % auf 5,6 Mio. EUR.
Im Berichtsjahr ergaben sich leichte Veränderungen bei der Zuordnung von Geschäften zu den einzelnen Segmenten. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Entwicklung in den Geschäftssegmenten
Segment Bau
Das Segment Bau konnte im Geschäftsjahr 2012 nach dem Rückgang im Vorjahr wieder deutlich zulegen. Die Gesamtkonzernleistung stieg um 8,3% von 606,6 Mio. EUR auf 656,8 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 17,9 Mio. EUR auf 21,8 Mio. EUR. Das Periodenergebnis wuchs von 5,1 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR. Einen besonderen Ergebnisbeitrag lieferte dabei der Verkauf eines Immobilienentwicklungsprojekts.
Im Jahr 2011 war die Leistung und das Ergebnis aufgrund von Störungen, wie in den arabischen Ländern, der Schuldenkrise und den Folgen der Flutkatastrophe und des Atomunfalls in Japan zurückgegangen. Zusätzlichen Einfluss hatten Probleme bei Großprojekten, u. a. in Hongkong und Panama. Diese Projekte wurden im Jahr 2012 abgeschlossen. Die deutliche Steigerung der Gesamtkonzernleistung im Geschäftsjahr 2012 ist vor allem auf die Abarbeitung großer Projekte, besonders in Malaysia, Hongkong, Australien und England, zurückzuführen. Die bessere Relation zwischen Fixkosten und Leistung führte, neben dem Sondereffekt des Immobilienentwicklungsprojekts, entsprechend zu einer guten Ergebnisverbesserung.
Deutschland
Der deutsche Baumarkt zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr besser als erwartet. Die geplanten Ziele für Leistung und Ergebnis konnten daher übertroffen werden. Weiterhin gibt es aber relativ wenig große Bauvorhaben, so dass die Wettbewerbskonzentration und das damit verbundene niedrige Preisniveau nach wie vor bestehen.
Der Leistungszuwachs ist unter anderem auf das Projekt Sylvensteindamm zurückzuführen, das bei einem Volumen von etwa 11,5 Mio. EUR erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Daneben wurde auch das Großprojekt Mittlerer Ring in München positiv weitergeführt. Die Arbeiten werden hier voraussichtlich im September 2013 abgeschlossen sein. Im zweiten Halbjahr 2012 konnten weitere größere Aufträge hereingenommen werden. Für den Inlandsbereich wird daher mit einer stabilen Leistungs- und Ergebnisentwicklung im nächsten Jahr geplant.
Die vorwiegend in Deutschland tätige SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH erbringt Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns. Insgesamt blieb das Unternehmen mit seinen Töchtern bei der Leistung unter Vorjahr, konnte aber das Ergebnis verbessern. Für 2013 wird ein gut positiver Trend erwartet. Die Auswirkungen der einzelnen Bereiche sind im jeweiligen Segmentbericht beschrieben. Der im Berichtsjahr völlig neu strukturierte Baubereich konnte das Geschäftsjahr mit einer annähernd stabilen Leistung beenden. Der Brückenbau wurde weitgehend aufgegeben, wogegen die Leistungen im Bereich Sanierung deutlich ausgeweitet wurden. In Summe war das Ergebnis negativ, aber die Neuausrichtung erwies sich bereits als profitabel. Der Bereich Umwelttechnik, der seit dem Geschäftsjahr 2012 ebenfalls dem Segment Bau zugeordnet ist, war mit negativem Ergebnis rückläufig, da es weniger Projekte für Biogasanlagen am Markt gab.
Die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH konnte im abgeschlossenen Geschäftsjahr die Leistung steigern, musste aber einen Rückgang beim Ergebnis verzeichnen. Hauptgrund hierfür waren unprofitable Projekte im Geschäftsfeld Sanierung. In den Geschäftsfeldern Generalbau und Spezialbau lief das Geschäftsjahr nach Plan. Hier bestehen gute Chancen für die Zukunft. Die Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH, die City-Immobilien, wie Bürogebäude oder Parkgaragen, entwickelt und realisiert, verzeichnete eine gute Leistung auf Vorjahresniveau. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Verkauf eines vor Jahren fertiggestellten Immobilienprojekts realisiert werden, der insgesamt einen sehr guten Beitrag zum Segmentergebnis leistete.
Europa
Die Märkte in Europa zeigten sich sehr unterschiedlich. Die Länder Osteuropas sind weiterhin von der Wirtschaftskrise und deren Folgen stark beeinflusst. Die Leistungen in Rumänien, Bulgarien und Ungarn haben sich aufgrund der sehr schwachen Auftragslage verringert. Eine schnelle Verbesserung erwarten wir hier auch im laufenden Jahr nicht. Die Marktsituation in Russland war eher verhalten, so dass der Umsatz hier ebenfalls rückläufig war. Die Aussichten für 2013 sind dagegen positiv, da im Oktober 2012 den Auftrag für die Gründungsarbeiten des Lakhta Tower in St. Petersburg, dem zukünftig höchsten Gebäude Europas, hereingenommen werden konnte.
In den Märkten Westeuropas war es in Summe ein gutes Geschäftsjahr. Besonders in England konnten durch die Aufträge in London zum Ausbau der U-Bahn Leistung und Ergebnis sehr deutlich gesteigert werden. Weitere Projekte konnten hier gewonnen werden, die auch zukünftig gut auslasten. Einen leichten Leistungsrückgang gab es in den Niederlanden. Die Auftragssituation ist hier jedoch auf gutem Niveau. Positiv zeigte sich die Schweiz. Hier wurde ein größeres Schlitzwandprojekt in Genf bearbeitet, das in den nächsten beiden Jahren eine gute Auslastung bietet. Schwach sind dagegen weiterhin Irland, Spanien und Österreich.
Insgesamt sehen unsere Unternehmen Europa weiterhin als verhaltenen Markt. Durch die bestehenden Aufträge wird eine leichte Verbesserung von Leistung und Ergebnis im Jahr 2013 erwartet.
Nahost & Zentralasien
Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigten sich die Märkte durch die Folgen des "Arabischen Frühlings" weiter schwach. Leistung und Ergebnis in Abu Dhabi, Saudi-Arabien und im Libanon waren rückläufig. In Katar haben sich die anstehenden Projekte für die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 noch nicht realisiert. Für die nächsten Jahre wird dadurch eine Steigerung erwartet. In Saudi-Arabien konnten die Gründungsarbeiten für das neue höchste Gebäude der Welt, den Kingdom Tower in Jeddah, gewonnen werden. Der Auftrag hat ein Volumen von etwa 25 Mio. EUR, so dass hier für 2013 ein gutes Geschäftsjahr zu erwarten ist. Insgesamt war der Nahe Osten weiter unbefriedigend. Durch die erhaltenen Aufträge erwarten unsere Unternehmen in Summe eine Steigerung im Jahr 2013.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Wie bereits in den Vorjahren waren die Baumärkte im Fernen Osten sehr positiv. In Malaysia wurden zahlreiche Projekte erfolgreich ausgeführt. So konnte sich der Umsatz mehr als verdoppeln und ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Auftragsbestände lassen für 2013 ein weiterhin hohes Leistungsniveau erwarten. Ebenso positiv verlief das Geschäftsjahr in Australien. In Hongkong wurden die bestehenden Aufträge aus dem Vorjahr abgeschlossen. Bei einer guten Leistung blieb das Ergebnis unter den Erwartungen, da es bei den Projekten noch offene Abrechnungsthemen gibt. Im September 2012 konnte der Auftrag für die umfangreichen Gründungsarbeiten für einen Teilabschnitt der Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke mit einem Auftragsvolumen von etwa 65 Mio. EUR gewonnen werden. Die Arbeiten werden bis Mitte 2014 dauern.
Nach einem schwächeren ersten Halbjahr hat sich die Auftragssituation auf den Philippinen bis zum Jahresende wieder verbessert. Leistung und Ergebnis bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Die Tochter in Indonesien hatte dagegen ein sehr erfolgreiches Jahr. In Bhutan konnten die Schlitzwandarbeiten für einen Damm erfolgreich abgeschlossen werden. Hier bestehen weitere Chancen. Dagegen ist der Baumarkt in Vietnam zusammengebrochen. Dies führte zu einem deutlich negativen Ergebnis.
Insgesamt erwarten unsere Unternehmen im Fernen Osten weiterhin eine gute Entwicklung. Die Märkte sind unterschiedlich stabil und große Infrastrukturvorhaben werden weiterhin realisiert. Der Auftragsbestand und weitere Projektchancen bilden eine sehr gute Ausgangssituation für das laufende Geschäftsjahr.
Amerika
In Amerika wurde die gute Leistung des Vorjahrs weiter erhöht. Die Tochterfirma in den USA steigerte ihre Leistung. Das Ergebnis war wegen des Anlaufens unseres Großauftrags Center Hill Damm nur leicht positiv. Im Jahr 2013 werden die Arbeiten für die Sanierung dieses Damms nach umfangreichen Vorbereitungen vollständig beginnen. Das bis 2014 laufende Projekt ist mit ca. 106,6 Mio. USD der bislang größte Einzelauftrag des Konzerns.
Auch die Geschäftsentwicklung in Kanada war positiv. Die Leistung lag auf Höhe des Vorjahres und das Ergebnis konnte nochmals leicht gesteigert werden. In Panama wurden die Arbeiten am Metro-Projekt erfolgreich abgeschlossen. Die Leistung blieb bei einem leicht verbesserten Ergebnis stabil. In Südamerika sind unsere Unternehmen vereinzelt in Kolumbien, Costa Rica und der Dominikanischen Republik tätig. Hier werden zukünftig Chancen für unsere Unternehmen gesehen. Durch die Auftragssituation wird in Amerika insgesamt eine stabile Weiterentwicklung im Jahr 2013 erwartet.
Afrika
In Ägypten musste unsere Beteiligung auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals deutliche Leistungseinbußen hinnehmen. Dennoch konnte erneut ein gutes positives Ergebnis erzielt werden. Für das Jahr 2013 wird eine Verbesserung erwartet, da ein Auftrag für Schlitz- und Dichtwandarbeiten an einen Damm am Nil gewonnen werden konnte. In Libyen fanden keine Aktivitäten statt. Das Tochterunternehmen in Angola konnte nach einem schwierigen Start ins Jahr den Umsatz zum Vorjahr noch steigern. In Algerien war die Auslastung zu niedrig.
Im Jahr 2012 ist es gelungen mehrere Großprojekte in allen Teilen der Welt zu akquirieren. Auch zukünftig gibt es weitere Chancen. Bereits im November 2011 konnte für den geplanten Großauftrag zur Sanierung des Mosul-Damm im Irak, der ein Volumen von 1,9 Mrd. EUR bei einer Bauzeit von sechs Jahren hat, ein Letter of Understanding unterschrieben werden. Ein Vertragsschluss konnte seitdem noch nicht erreicht werden, da andere Prioritäten der Regierung vor Ort den Fortschritt der Verhandlungen sehr verzögern. Das Projekt wurde in den Planungen und Prognosen weiterhin nicht berücksichtigt.
Insgesamt bedeutete das abgelaufene Geschäftsjahr für das Segment Bau ein deutliches Leistungs- und Ergebniswachstum. Die weltweite Präsenz mit zahlreichen lokalen Tochterfirmen, ermöglichte es, die sich bietenden Chancen in den einzelnen Märkten zu nutzen. Und dies obwohl viele Märkte und Regionen noch von Nachwirkungen der Krisen beeinflusst sind. Der Auftragsbestand befindet sich zum Jahresende 2012 auf Rekordniveau, so dass für 2013 ein leichter Zuwachs bei der Leistung und ein konstantes Ergebnis erwartet wird.
Segment Maschinen
Das Segment Maschinen verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang bei der Leistung. Die Gesamtkonzernleistung ging um 6,3 % auf 596,1 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr mit 636,5 Mio. EUR zurück. Die Umsatzerlöse sind dagegen um 1,8 % von 511,4 Mio. EUR auf 520,6 Mio. EUR leicht angestiegen. Das operative Ergebnis (EBIT) sank von 53,0 Mio. EUR im Vorjahr um 36,4 % auf 33,7 Mio. EUR. Das Periodenergebnis verringerte sich von 23,3 Mio. EUR um 62,6 % auf 8,7 Mio. EUR. Die erhebliche Ergebnisverschlechterung ist im Wesentlichen auf die relativ höhere Fixkostenbelastung durch die gesunkene Leistung zurückzuführen, da in den Werken eine geringere Auslastung gegeben war. Die Produktion musste reduziert werden, da im Vorjahr die Bestände durch die Marktentwicklung zu sehr angewachsen waren. Zusätzlich belasteten die Fixkosten der Tiefbohrtechnik, weil hier noch keine ausreichenden Umsatzerlöse erzielt werden konnten.
Nachdem im Vorjahr ein gutes Wachstum erreicht werden konnte, entwickelte sich im Jahr 2012 das Maschinengeschäft enttäuschend. Etliche größere Märkte, wie beispielsweise China oder Indien, haben sich deutlich unter den Erwartungen entwickelt. Die politischen Umwälzungen und deren Folgen in den Ländern des Mittleren Ostens und die schwierigen ökonomischen Bedingungen in großen Teilen Europas führten weiterhin zu einer anhaltenden Investitionszurückhaltung bei den Kunden. Verzögerungen bei geplanten Schlitzwandprojekten verringerten zusätzlich den Absatz der Fräsen. Auch sind in einigen Bereichen zu große Kapazitäten aus den Boomjahren zu beobachten. Insgesamt können wir angesichts dieser zahlreichen Einflüsse trotzdem nicht unzufrieden sein, sind doch in einigen Ländern und Regionen und durch Sonderprojekte auch gute Erfolge gelungen.
Deutschland & Europa
Der deutsche Markt zeigte sich auch 2012 sehr stabil. Dazu verliefen Sonderprojekte, wie die Auslieferung einer zweiten mit Elektromotor angetriebenen Fräse für einen Energieversorger, sehr erfreulich.
Westeuropa war in Summe ebenfalls positiv. In England wurden weiterhin viele Infrastrukturarbeiten in London ausgeführt. In Italien und Österreich konnten die Ziele erreicht werden. Portugal und Spanien waren wie erwartet sehr ruhig. Osteuropa verlief mit Ausnahme Polens weiterhin schwach. Die Budgetprobleme in den dortigen Ländern und die Zurückhaltung in der EU verhindern weiter größere Infrastrukturmaßnahmen. Nachdem nahezu das ganze Jahr 2012 auch in Russland eher auf niedrigem Niveau verlief, entwickelten sich die Verkäufe im letzten Quartal deutlich besser, so dass die Erwartungen noch übertroffen werden konnten. Hier gibt es weiterhin einen sehr großen Bedarf an Infrastrukturmaßnahmen.
Nahost & Zentralasien
Die Länder des Mittleren Ostens sind weiterhin geprägt von den Unruhen und den politischen Umbrüchen. In Katar verzögerten sich zudem die anstehenden Projekte für die Fußballweltmeisterschaft 2022. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate waren eher ein schwacher Markt. Lediglich in Saudi-Arabien sind die Absatzzahlen zufriedenstellend und auch im Irak gab es wieder erste Verkaufserfolge.
In Indien wurden die von der Regierung geplanten Vorhaben im Infrastrukturbau nicht ausreichend vorangetrieben. Bei der Vergabe und der Umsetzung der erwarteten Projekte gab es zahlreiche Störungen, die einen deutlichen Rückgang im Baumaschinengeschäft zur Folge hatten. Der Bedarf ist jedoch weiterhin sehr groß. Die Türkei und auch Aserbaidschan waren gute Märkte. Zudem gab es in Usbekistan einen großen Einzelauftrag, an dem mehrere Unternehmen des Segments beteiligt waren.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Der Ferne Osten lag zum Jahresende deutlich unter den Planungen. Vor allem China verlief nahezu das gesamte Jahr auf sehr niedrigem Niveau. Nachdem der Baumarkt durch den Stopp zahlreicher Projekte stark zurückgegangen war, hatte dies auch großen Einfluss auf den Absatz von Baumaschinen. Im September 2012 verkündete die Regierung in Peking ein neues großes Infrastrukturprogramm, was auch im vierten Quartal wieder bessere Verkäufe mit sich brachte. In der Folge wird von einem positiveren Geschäftsverlauf im Jahr 2013 ausgegangen. Die Absatzmärkte in Singapur, Indonesien und auch Malaysia verliefen gut, mit einem entsprechenden Ergebnis. Die Aussichten sind weiterhin positiv.
Korea war im letzten Jahr ein ebenso schwacher Markt wie Japan, wo die Folgen der Atomkatastrophe weiterhin negativ spürbar sind. In Australien ist der Absatz zurückgegangen, da durch den starken Baumarkt der Vorjahre Überkapazitäten vorhanden sind.
Amerika
Die USA waren insgesamt ein guter Markt. Der Baumarkt zeigte sich dort zwar eher stagnierend, was dazu führte, dass die Kunden mit Investitionen weiter sehr zurückhaltend waren. Hier konnten das Geschäft aber vor allem über Vermietungen erzielt werden. Das geplante Ergebnis konnte nicht ganz erreicht werden. Kanada verlief stabil, wobei unsere Unternehmen hier vor allem im Osten des Landes tätig sind. Durch den Ausbau des Vertriebs- und Servicenetzes gibt es daher weitere Chancen für die nächsten Jahre.
In Südamerika lag man unter den Erwartungen, konnte aber in einzelnen Ländern gute Verkäufe erzielen. Es gibt hier weiterhin gute Chancen durch den großen Nachholbedarf beim Infrastrukturausbau in etlichen Ländern.
Afrika
In Afrika wurden 2012 die Planungen übertroffen. In etlichen Ländern konnten gute Einzelgeschäfte abgeschlossen werden. Die Aktivitäten sollen hier auch zukünftig ausgebaut werden, da es weiterhin viele Chancen gibt. Auch die Serviceleistungen sollen noch verstärkt werden.
Parts & Service
Insgesamt eine gute Entwicklung mit höherem Umsatz als im Vorjahr nahm das Geschäftsfeld Parts & Service, das mit besonderen Anstrengungen im Geschäftsjahr in Europa und den USA die Ersatzteilversorgung der Kunden sicherstellt. Der Bereich lieferte auch einen guten Ergebnisbeitrag. Dies verdeutlicht, dass die Geräte in allen Teilen der Welt gut im Einsatz sind.
Tiefbohrtechnik
Im Jahr 2012 ging es beim Vertrieb der neuen Produkte im Bereich der Tiefbohranlagen nur schleppend voran. Die erste Großanlage TBA 300, die im Jahr 2011 nach Venezuela ging, war durch die guten Arbeiten beim Kunden eine erste Referenz. Im September konnte das Tochterunternehmen PRAKLA Bohrtechnik GmbH sechs RB-T 90-Tiefbohrgeräte nach China verkaufen, die im Laufe des Jahres 2013 ausgeliefert werden. Für diese 100 Tonnen-Anlagen, die in der Grundversion das untere Spektrum der Tiefbohranlagenserie abdecken, werden in der Zukunft besonders gute Vertriebschancen gesehen.
Nach Verzögerungen im letzten Jahr wird nun in 2013 die zweite große Anlage TBA 300/440 M1 an einen Ölbohrkunden nach Nigeria ausgeliefert. Die Nachfolgeanlage TBA 440 M2, ebenfalls für Bohrtiefen über 6.000 m ausgelegt, wird im Sommer 2013 fertiggestellt. Diese ersten schönen Vertriebserfolge werden unsere Unternehmen in der Zukunft weiter ausbauen können. Weiterhin bestehen große Herausforderungen bei der Weiterentwicklung der Produkte, die mit großen Anstrengungen verfolgt werden.
Tochterfirmen
Die deutschen Tochterfirmen entwickelten sich unterschiedlich. Die KLEMM Bohrtechnik GmbH lag deutlich unter Plan, da sich Europa als Hauptabsatzmarkt schwach zeigte. Die RTG Rammtechnik GmbH erreichte die geplante Leistung nicht ganz, konnte aber das Ergebnis deutlich verbessern. Die EURODRILL GmbH lag im Plan. Die PRAKLA Bohrtechnik GmbH hatte ein gutes Geschäftsjahr und steigerte Leistung und Ergebnis. Die MAT Mischanlagentechnik GmbH konnte das geplante Ergebnis auch aufgrund eines stärkeren Wettbewerbs nicht erreichen. Die Olbersdorfer Guß GmbH lag ebenfalls hinter den Erwartungen zurück. Die Neuausrichtung der HAUSHERR System Bohrtechnik GmbH sowie ein Großauftrag brachten eine deutliche Verbesserung der Zahlen im Vergleich zum Vorjahr. Die SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH konnte wie im Vorjahr ein sehr gutes Ergebnis und eine entsprechende Leistung erreichen. Die Kapazitäten werden in den nächsten beiden Jahren erweitert, da diese nun ausgeschöpft sind.
Die Tochterfirmen TracMec Srl. in Italien, Zulieferer für Unterwägen an die BAUER Maschinen GmbH, die FAMBO Sweden AB, Hersteller von Hydraulikhämmern, sowie BAUER-Pileco, Inc. in den USA konnten Umsatz und Ergebnis planmäßig erreichen. Die Beteiligung BAUER Casings Makina in der Türkei, die für den Konzern Bohrrohre produziert, hatte ein sehr gutes Jahr und schloss über Plan ab.
Werke
In den Werken am Stammsitz in Schrobenhausen wurde ab Sommer 2012 mit einem Abbau von Überstunden und Urlaub auf die schwache Marktsituation reagiert. Der Auftrag für die sechs RB-T 90-Tiefbohrgeräte, die in Schrobenhausen gefertigt werden, wird sich im laufenden Jahr für die Auslastung positiv auswirken. Die Produktion in Conroe, USA, wurde weiter auf niedrigem Niveau gefahren. Der Neubau des Werks in Malaysia brachte im ersten vollen Geschäftsjahr eindeutige Effizienzverbesserungen. Dort wird auch der Geräteservice für unsere Kunden in der Region durchgeführt. Die Standorte in Russland entwickelten sich im Plan. Die Werke in China hatten aufgrund des schwachen lokalen Geschäftsjahres deutlich weniger Auslastung. Der Neubau des Werks in Tianjin soll zur Jahresmitte 2013 fertiggestellt sein. Der Umzug des Werks auf ein neues Grundstück war aufgrund eines abgelaufenen Pachtvertrags nötig geworden. In Singapur wurde der Servicestützpunkt für unsere Kunden aus gleichem Grund neu errichtet. Die Produktion in Botswana, wo in einem Joint Venture Sprenglochbohrgeräte sowie Brunnen- und Tiefbohranlagen für das südliche Afrika hergestellt werden, ist gut angelaufen.
Trotz des Leistungsrückgangs wurden Kapazitätsanpassungen nicht durchgeführt, da diese vor allem die Bereiche Entwicklung und Vertrieb betroffen hätten. Diese durften jedoch in einem stärkeren Wettbewerbsumfeld nicht zurückgefahren werden. Die gewerblichen Kapazitäten sind durch Leiharbeitskräfte und Arbeitsstundenspeicher so flexibel, dass hier Anpassungen nicht nötig waren. Zudem werden die Kapazitäten für das geplante Wachstum bei unseren neuen Produkten, wie den Tiefbohranlagen, benötigt.
Insgesamt war die Leistung unter den gegebenen Umständen noch akzeptabel, da Einbrüche in einigen Ländern durch Erfolge in anderen zum Teil ausgeglichen werden konnten. Gute Verkäufe konnten speziell bei den größeren Geräten und beim Ersatzteilgeschäft erzielt werden. Jedoch musste das Segment Maschinen aufgrund einiger schwacher Märkte dennoch einen Rückgang hinnehmen. Gute Fortschritte konnten bei den neu vorgestellten Produkten erzielt werden, die sich nun auch zum Teil bereits in Aufträgen niederschlagen. Für das laufende Geschäftsjahr wird eine Verbesserung der Leistung und des Ergebnisses erwartet.
Segment Resources
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources wuchs um 24,8 % von 211,5 Mio. EUR auf 263,9 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 39,2 % von 10,9 Mio. EUR auf 15,2 Mio. EUR zulegen. Das Periodenergebnis erhöhte sich um 52,3 % von 3,7 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR. Den größten Einfluss hatten sehr große Projekte in Jordanien und im Oman sowie im Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH. Bei Brunnenprojekten in Jordanien führten massive Störungen zu erheblichen Verlusten. Dagegen konnten im Oman und im Bergbau sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Mit den vielen weiteren Aktivitäten des Segments hatten wir in Summe eine erfreuliche Entwicklung.
Das Segment erbringt Leistungen in den Kompetenzfeldern Materials, Exploration and Mining Services und Environment.
Materials
Im Bereich Materials werden weltweit Produkte zur Erschließung, Förderung und Verteilung von Wasser, Gas und Erdwärme hergestellt und vertrieben. Er erwirtschaftete etwa 24 % der Gesamtkonzernleistung im Segment Resources.
Die GWE-Gruppe musste nach einem guten ersten Halbjahr in der zweiten Jahreshälfte einen Rückgang bei Umsatz und Ergebnis verzeichnen. Der europäische Markt zeigte sich aufgrund des gesamtwirtschaftlichen Umfelds eher schwach. In Afrika wurden im Geschäftsjahr 2012 weniger Projekte für den Brunnenbau realisiert als noch in den Vorjahren. Auch in Deutschland wurden geplante Aufträge im öffentlichen Bau wie auch im Industriebau verschoben. In Spanien konnte durch die Nischenstrategie bei den Produkten trotz des schwierigen Marktes ein positives Ergebnis erzielt werden. Die Tochterfirma in Polen wurde im Geschäftsjahr 2012 unter anderem durch die Einführung von Neuprodukten weiter aufgebaut. Umsatz und Ergebnis lagen leicht über Vorjahr. Ebenso wurde die Produktion in Ungarn weiter vorangetrieben, was zu einem verbesserten Umsatz und Ergebnis geführt hat.
In Pakistan wurde die Tochterfirma in einem schwierigen Markt weiterhin auf niedrigem Niveau aufgebaut. Die Einrichtung einer Produktion in Togo konnte im Jahr 2012 noch nicht abgeschlossen werden. Die Beteiligung in Chile wickelte dagegen erste Aufträge erfolgreich ab und bietet zukünftig gute Chancen für den südamerikanischen Markt.
Gute Chancen werden durch weitere Vertriebsaktivitäten in Frankreich, Marokko und Kolumbien erwartet. Auch der Internetvertrieb der Produkte, gerade an Geschäftskunden, wird zukünftig verstärkt.
Insgesamt verlief das Geschäftsjahr für Materials aufgrund fehlender Großprojekte schwach. Leistung und Ergebnis lagen hinter den Planungen und dem Vorjahr. Für das laufende Geschäftsjahr wird eine Verbesserung erwartet.
Exploration and Mining Services
Exploration and Mining Services hat seine Ursprünge im Einsatz von Bauer-Großgeräten für die Minenindustrie. Heute sind hier die Kompetenzen für die Erkundung von Lagerstätten, für die Produktionsbohrungen nach Wasser, Öl, Gas und Geothermie, sowie für unterschiedlichste Erschließungsmaßnahmen für Minentagebaue und Bergwerke gebündelt. Der Bereich trug etwa 38 % zur Segmentleistung bei.
Das Geschäftsjahr war maßgeblich geprägt von der Entwicklung der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien und deren Großprojekte. Durch die Abwicklung der umfangreichen Aufträge, wie dem Projekt Disi-Amman, bei dem Brunnen für die Wasserversorgung der Stadt Amman abgeteuft werden mussten, lag die Leistung deutlich über Plan. Die vielfältigen Probleme bei diesem Projekt, konnten durch eine Neuorganisation in der zweiten Jahreshälfte einer Lösung zugeführt werden. Das Projekt wird gegen Ende des ersten Halbjahrs 2013 abgeschlossen sein. Die Brunnenbauprojekte führten zu einem deutlich negativen Ergebnis.
In Saudi-Arabien konnten im Jahr 2012 weitere Aufträge gewonnen werden; zudem bestehen für das Unternehmen auch in anderen Ländern der Region gute Chancen.
Die FORALITH Holding AG, Spezialist für tiefe und abgelenkte Erkundungsbohrungen mit Sitz in der Schweiz, konnte Umsatz und Ergebnis deutlich steigern und lag zum Jahresende über Plan. In Serbien und Südtirol wurden Projekte erfolgreich ausgeführt; in Serbien konnte ein Folgeauftrag gewonnen werden. Im Laufe des Jahres wurde die vormalige BAUER Drilling Services GmbH zur BAUER Foralith GmbH umfirmiert, um hier neben der Schweiz die Dienstleistungen auch in den anderen europäischen Ländern besser vermarkten zu können.
Die Tochterfirma in Südafrika konnte das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz über Plan und Vorjahr abschließen. Das Ergebnis lag vor allem aufgrund von Währungseffekten etwas hinter den Erwartungen zurück. Durch die Bearbeitung der Märkte für Wasser und Schiefergas gibt es weitere gute Chancen in einigen Ländern Afrikas. Auch in Ghana lag die Leistung über dem Vorjahr.
In Kanada konnten Leistung und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. In Australien verlief das Geschäft auf Vorjahresniveau, was aufgrund ursprünglich höherer Erwartungen nicht zufriedenstellend war. Hier wird an einer Neuausrichtung des Produktangebots gearbeitet.
In Summe war das Jahr 2012 für Exploration and Mining Services positiv und es bestehen gute Chancen für die nächsten Jahre. Das Ergebnis wird sich nach dem negativen Effekt durch die Projekte in Jordanien zukünftig wieder verbessern.
Im Segment wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH geführt. Hier konnte im Berichtsjahr bei Leistung und Ergebnis eine sehr erfolgreiche Entwicklung erreicht werden, da in Deutschland im Altbergbau viele interessante Sanierungsprojekte abgewickelt wurden. Besonders die laufenden Arbeiten im Schacht Konrad, einem Bergwerk zur Entsorgung von radioaktivem Material, stechen hervor. Erstmals wird man auch in größerem Umfang im Ausland bei einem Auftrag in Kasachstan tätig werden. Die Chancen im Bereich sind weiterhin sehr gut.
Environment
Environment bietet Komplettlötungen rund um die Sanierung von Altlastenstandorten, die Reinigung und Aufbereitung von Trinkwasser, Prozess- und Abwasser sowie Abluft. Dazu kommt der Anlagenbau im Bereich der Wasserreinigung, der Trinkwasseraufbereitung, der Reinstmedientechnologie und der Brautechnik. Der Bereich hatte einen Anteil von etwa 38 % an der Leistung des Segments.
Insgesamt betrachtet schloss Environment mit Umsatz und Ergebnis deutlich über Plan ab. Entgegen der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage in einigen europäischen Ländern, zeigte sich die Nachfrage nach Umwelttechnik und Wasserreinigung stabil.
Die BAUER Umwelt GmbH beendet ein gutes Geschäftsjahr mit einer Leistung auf Vorjahresniveau und einem verbesserten Ergebnis. Die Dienstleistungen rund um die Altlastenentsorgung wurden ausgebaut. Die Auftragssituation zeigte sich zum Jahresende positiv mit weiteren größeren Chancen. Die BAUER Water GmbH, die neu ausgerichtet wurde, und sich jetzt speziell mit der industriellen Aufbereitung von Prozess- und Abwässern beschäftigt, hatte ein schwieriges Jahr hinter sich. Die Leistung lag hinter der Planung zurück und das Jahr wurde mit einem negativen Ergebnis beendet. Erst zum Jahresende konnte durch gute Auftragseingänge, unter anderem aus der Automobilbranche, eine Verbesserung erzielt werden. Die Aussichten und Projektchancen für das laufende Jahr sind positiv.
Die Esau & Hueber GmbH hat das Geschäftsjahr mit einem Umsatz auf Plan, der deutlich über Vorjahr lag, abgeschlossen. Im Bereich der Brauerei- und Getränketechnologie verlief das Jahr sehr positiv. Einige Aufträge hatten sich jedoch verzögert, was im abgelaufenen Jahr zu einem Ergebnis unter Plan geführt hat. Der aktuelle Auftragsbestand führt zu einer hohen Auslastung und einem positiven Ausblick für 2013. Der Bereich Life Science -Reinstmedientechnik für die Pharma- und Hightech-Industrie - entwickelte sich stabil. Hier werden die Vertriebsaktivitäten noch ausgeweitet.
Die Entwicklung in den ausländischen Tochtergesellschaften im Umweltbereich war sehr unterschiedlich. In Italien lagen Leistung und Ergebnis aufgrund fehlender Projekte und der wirtschaftlichen Lage des Landes unter den Erwartungen. In Spanien konnte durch langfristige Projekte eine gute Grundauslastung erreicht werden, was zu einer verbesserten Leistung im Vergleich zum Vorjahr führte. Zudem bestehen hier gute Chancen für weitere Aufträge. Die Tochterfirma in Großbritannien lag beim Umsatz deutlich hinter Plan. Hier gab es nur vereinzelt Projekte am Markt. Trotz des schwierigen Marktes in Ungarn konnte sich unser Tochterunternehmen durch einige Aufträge behaupten. Die Leistung lag zum Jahresende über Vorjahr und Planung. Unser Unternehmen in Abu Dhabi, das die Märkte in der Region bearbeitet, hatte sich im ersten Quartal 2012 gut behauptet. Der Auftragsbestand nahm jedoch gegen Ende des Jahres ab, so dass die geplanten Ziele bei Leistung und Ergebnis nicht ganz erreicht werden konnten. Durch eine Ausweitung der Vertriebsaktivitäten werden hier für 2013 vermehrt gute Chancen gesehen.
Die BAUER Nimr LLC im Oman baut und betreibt das Großprojekt vor Ort, eine großräumige Pflanzenkläranlage zur Reinigung von belastetem Wasser aus der Erdölgewinnung. Die Schilfkläranlage ist sowohl in ihrer Größe wie auch in ihrer technischen Ausrichtung weltweit einmalig und inzwischen ein voller Erfolg: Bereits wenige Monate nach Inbetriebnahme im Jahr 2011 beauftragte Petroleum Development Oman (PDO) die Erweiterung der Anlage auf eine Reinigungsleistung von 95.000 m3 Wasser - in etwa das Doppelte der ursprünglichen Leistung. Diese Erweiterung wurde Ende des Jahres 2012 vor Termin fertiggestellt. Durch diese Arbeiten konnte das Unternehmen eine Leistung über Plan und einen sehr guten Ergebnisbeitrag für das Segment Resources erzielen. Das Projekt wurde seit Beginn mit mehreren nationalen und internationalen Auszeichnungen versehen.
Environment lag zum Jahresende vor allem durch das Projekt im Oman bei Leistung und Ergebnis über Plan und Vorjahr. Hier wird auch für das laufende Jahr eine positive Fortentwicklung erwartet.
Insgesamt beendete das Segment Resources das abgelaufene Geschäftsjahr mit einer Leistung über Plan und Vorjahr. Das Ergebnis lag hinter den Erwartungen zurück und setzte sich im Wesentlichen aus einem sehr positiven Beitrag des Oman-Projekts und einem negativen Effekt aus den Großprojekten in Jordanien zusammen. Durch die gute Auftragssituation wird eine stabile Entwicklung bei der Leistung, die durch Auslaufen einiger Großprojekte nur leicht wachsen wird, erwartet. Das Ergebnis sollte sich verbessern.
Segmente Sonstiges / Konsolidierung
In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.
Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 12,1 Mio. EUR aus. Dieses beinhaltet mit 10,3 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft und mit 3,1 Mio. EUR im Wesentlichen das Periodenergebnis der BAUER AG unter Herausrechnung der genannten Ausschüttungen. Die Leistungen des Segments sind im Wesentlichen Verrechnungen innerhalb des Konzerns.
Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Das negative operative Ergebnis (EBIT) von -11,3 Mio. EUR entspricht nahezu vollständig den 10,3 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG.
Auftragsentwicklung
Die BAUER AG erbringt ausschließlich Leistungen für die Tochterfirmen, so dass die Leistung des Jahres nahezu vollständig zu Beginn des Jahres vereinbart ist.
Die Unternehmensgruppe hatte Ende 2012 einen Auftragsbestand in Höhe von 785,0 Mio. EUR und lag damit um 4,7 % über dem Niveau des Vorjahres von 750,0 Mio. EUR.
Angaben zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG
Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einigen Positionen zum Vorjahr maßgeblich verändert.
Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:
| ― | Der Anstieg bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 45,4 Mio. EUR ist auf die vermehrte Ausgabe von Darlehen an die Tochtergesellschaften zurückzuführen. |
| ― | Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch die Aufnahme weiterer Bankdarlehen - besonders von Schuldscheinen - um 30,5 Mio. EUR angestiegen. |
| ― | Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind durch die vermehrte Anlage von Guthaben durch Tochterunternehmen bei der BAUER AG um 11,8 Mio. EUR angestiegen. |
Wesentliche Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung:
| ― | Die Umsatzerlöse, die im Wesentlichen aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 1,2 Mio. EUR angestiegen. |
| ― | Das betriebliche Ergebnis ist um 1,3 Mio. EUR angewachsen. |
| ― | Der Anstieg des Jahresüberschusses um 4,1 Mio. EUR lässt sich zum einen durch die Erhöhung der Erträge aus Beteiligungen um 2,5 Mio. EUR erklären, die zum großen Teil aus Ausschüttungen von Tochterunternehmen resultieren. Zum anderen trug auch der Anstieg bei den Sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen um 2,4 Mio. EUR dazu bei, der sich aus der vermehrten Vergabe von Darlehen an die Tochterunternehmen ergibt. |
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 27.448.332,51 EUR eine Dividende von 0,30 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie und somit insgesamt 5.139.300,00 EUR an die Aktionäre auszuschütten. Der Rest in Höhe von 22.309.032,51 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.
VI. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der BAUER AG Anwendung finden und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.
Vergütung des Vorstands
Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorberatung im Präsidial- und Personalausschuss.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer jährlichen variablen Tantieme zusammen, welche sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemessen wird. Die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung werden im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet.
Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.
Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, die langfristige Investitionsplanung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Unternehmensgruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.
Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.389 TEUR (Vorjahr: 1.420 TEUR). Davon sind 1.019 TEUR (Vorjahr: 980 TEUR) erfolgsunabhängige und 370 TEUR (Vorjahr: 440 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Die auf die Vorstandsmitglieder entfallende Zuführung in die Pensionsrückstellungen hat sich aufgrund von Parameteränderungen in der Ermittlung der Rückstellungshöhe gegenüber dem Vorjahr auf -7 TEUR (Vorjahr: 245 TEUR) reduziert. Der rentenfähige Altersverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 3.596 TEUR (Vorjahr: 2.953 TEUR).
Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
Im Geschäftsjahr 2012 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).
Nachfolgend wird die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder individualisiert aufgelistet (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz):
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| in Tausend EUR ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz | 2011 | 2012 | |
|---|---|---|---|
| Vorsitzender | Dr. Klaus Reinhardt | 38 | 38 |
| stellvertretender Vorsitzender | Robert Feiger | 27 | 27 |
| Arbeitgebervertreter | Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Karlheinz Bauer | 10 | 0 |
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 10 | 20 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 18 | 18 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 18 | 18 | |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 | |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 20 | 20 | |
| Arbeitnehmervertreter | Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 20 | 20 |
| Ronald Hühne | 9 | 0 | |
| Regina Andel | 9 | 18 | |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 20 | 20 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl | 18 | 18 | |
| Reinhard Irrenhauser | 9 | 18 | |
| Gerhard Piske | 9 | 0 | |
| Gesamt* | 254 | 254 |
* Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2011 und 2012 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR.
Sonstiges
Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.
Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte machen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.
Nachhaltigkeit
Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz liegt beim Vorstand des Konzerns und den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources.
Ein einmal pro Jahr tagender Corporate Social Responsibility (CSR)-Kreis, bei dem neben dem Konzernvorstand auch die Abteilungen bzw. Bereiche Personal, HSE, Weiterbildung und Investor Relations der BAUER AG beteiligt sind, beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen zum Thema Nachhaltigkeit und legt Maßnahmen und Ziele für das kommende Jahr fest. Der jährlich erscheinende Nachhaltigkeitsbericht, der seit dem Jahr 2011 den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht, informiert anschaulich über Aktionen und Entwicklung der gesetzten Ziele.
Bauers Triple A
Um den Mitarbeitern immer wieder die wichtigsten Themen des Unternehmens nahezubringen, wurde, angelehnt an die Bestnote die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben, der Slogan Bauern Triple A entwickelt, der in allen wichtigen Besprechungen fester Bestandteil ist.
Die Themen sind zum einen der Bereich HSE (Health Safety Environment) der in den letzten Jahren, insbesondere durch die Festlegung eines konzernweiten Standards, weiter ausgebaut wurde. Daneben sind Qualität und Ethik wichtig. Den Kunden soll höchste Qualität angeboten und ein fairer Umgang mit den Interessensgruppen betrieben werden. Als drittes geht es um Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens. In jedem Bereich sollen Bestnoten - also drei A - erreicht werden.
Stakeholder-Dialog
Als international tätiger Konzern hat es die BAUER Gruppe mit diversen Stakeholdern zu tun. Kunden, Partner, Mitarbeiter, Aktionäre, Analysten, aber auch die Region und die Gesellschaft als Ganzes - alle haben unterschiedlichste Interessen am Unternehmen, an dessen Erfolgen oder Projektbeteiligungen.
In erster Linie ist entscheidend, die Kunden, Mitarbeiter und Aktionäre bestmöglich zufrieden zu stellen. Sie sind die wesentlichen Zielgruppen und maßgeblich mit dem Erfolg des Unternehmens verbunden. Zudem tragen unsere Unternehmen aber auch Verantwortung für Region und Gesellschaft, suchen eine gute Partnerschaft mit unseren Lieferanten oder arbeiten eng mit Forschung und Wissenschaft zusammen.
Mitarbeiter
Mit ihrem Einsatz, ihrem Know-how und ihren neuen, innovativen Ideen leisten die Mitarbeiter einen entscheidenden Beitrag zum Erfolg des Unternehmens. Die Personalentwicklung hat deshalb obersten Stellenwert in der Führung der BAUER Gruppe.
Die BAUER AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 238 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 225).
Ausbildung
Die Ausbildung junger Menschen spielt für unsere Unternehmen eine wichtige Rolle. Mitarbeiter von morgen im eigenen Unternehmen auszubilden sehen wir als Investition in die Zukunft. Besonders stolz sind wir darauf, dass auch oberste Führungspositionen mit Mitarbeitern besetzt sind, die schon ihre Ausbildung bei uns begonnen haben.
Um junge Leute früh mit unserem Unternehmen in Kontakt zu bringen und zu begeistern, beteiligen sich unsere Unternehmen an diversen Schulaktionen und bieten Klassen die Möglichkeit die Unternehmenskultur bei einem Betriebsbesuch kennenzulernen. Wir wollen die Jugendlichen nicht nur im Rahmen einer Ausbildung im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich fördern, sondern nehmen uns auch gezielt des studentischen Nachwuchses an. Studenten aus dem In- und Ausland geben unsere Unternehmen die Möglichkeit Praxiserfahrung zu sammeln, ihre Kompetenzen durch Praktika zu erweitern oder ihre Bachelor- bzw. Masterarbeit zu schreiben.
Die Zusammenarbeit mit Hochschulen ist für unsere Unternehmensgruppe sehr wichtig. Dadurch erhalten wir Einblicke in neue Forschungsergebnisse, sind vernetzt mit Wissenschaftlern in ganz Deutschland und erlangen Wissen und Know-how für unsere Forschungsprojekte. Durch die Teilnahme an Messen und Recruitingveranstaltungen kommen wir in Kontakt mit Studenten und können sie für unser Unternehmen gewinnen. Die BAUER Gruppe steht mit über 80 Hochschulen in Deutschland in Verbindung.
Seit 2011 bieten unsere Unternehmen am Stammsitz in Schrobenhausen in Zusammenarbeit mit der Hochschule Ingolstadt duale Studiengänge in den Fächern Maschinenbau und Informatik an. Das Studium dauert etwa sieben Semester. In der vorlesungsfreien Zeit sind die Studenten im Unternehmen tätig und können in verschiedenen Abteilungen Praxiserfahrung sammeln. Außerdem ist ein Praxissemester vorgesehen, in dem die Studierenden die Möglichkeit haben auch im Ausland zu arbeiten.
Weiterbildung
Nach der Ausbildung oder dem Studium ist für die meisten das Lernen noch lange nicht abgeschlossen. Die persönliche Weiterbildung gewinnt in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung. Die ständig wachsenden Herausforderungen machen Lernen zu einem lebenslangen Prozess. Nur wer sich stetig weiterentwickelt, Neues dazu lernt und weiter Erfahrungen sammelt, kann sich auf Dauer im Job behaupten. Deshalb fördern wir innerhalb der BAUER Gruppe aktiv eigenverantwortliches sowie praxisnahes Lernen und investieren viel in die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter.
Die BAUER Training Center GmbH hat sich als eigenständige Tochtergesellschaft des Konzerns der Fort- und Weiterbildung unserer Mitarbeiter angenommen. Jedes Jahr wird ein umfangreiches Schulungsprogramm veröffentlicht, das die Mitarbeiter für ihre weitere Qualifizierung nutzen können. Ein zweiter wichtiger Schwerpunkt liegt in den Schulungen für unsere Kunden und Partner. Das Unternehmen ist außerdem als Bildungsträger durch die TÜV SÜD zertifiziert und bietet berufliche Weiterbildungsmaßnahmen auch für den freien Arbeitsmarkt an. Kooperationen mit Verbänden sollen in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.
Der Führerschein "Geprüfter Fahrer von Drehbohrgeräten und Rammen", der seit 2010 auch Teil des Schulungsprogramms ist, findet bei den Mitarbeitern regen Anklang. Viele eigene Mitarbeiter, die Großdrehbohrgeräte bedienen, haben den Führerschein erfolgreich absolviert. Auch Mitarbeiter von Kunden und Partnern des Unternehmens können sich zur Führerscheinprüfung und zum Gerätefahrertraining anmelden.
Mittlerweile werden auch internationale Tochterunternehmen in das Schulungsprogramm miteinbezogen. Eine Ausweitung dieser Zusammenarbeit ist in Planung. In Lateinamerika sollen für interne Mitarbeiter Schulungsmaßnahmen im Bereich der Bautechnik eingeführt werden. Zusätzlich werden unter anderem Vertriebsschulungen angeboten, die insbesondere auch in Asien und den USA stattfinden. Die BAUER Training Center GmbH ist auch steuerndes Element, wenn es um die Auswahl von Trainern und Instituten geht.
Das Thema Weiterbildung wird innerhalb des Konzerns immer intensiver kommuniziert und ausgebaut. Die BAUER Training Center GmbH erhält ständig neue Anfragen für Seminare oder Schulungen direkt bei den deutschen Tochterunternehmen vor Ort. Ein Arbeitskreis berät über Maßnahmen und Instrumente der Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung, um die Konzerntöchter vermehrt einzubinden und dadurch unter anderem auch Potenziale zu erkennen und zu fördern.
Weitere Instrumente, wie die Teilnahme am firmeneigenen Auslandsprogramm, individuelles Coaching oder Mentoring tragen dazu bei, die Mitarbeiter und Führungskräfte bei deren weiteren Entwicklung sowie der Umsetzung ihrer Aufgaben aktiv zu unterstützen.
Im Jahr 2012 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR) für die Fort- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Knapp 2.817 eigene Mitarbeiter (Vorjahr: 2.662) nutzten dabei das Seminarangebot der BAUER Training Center GmbH. Es wurden insgesamt 534 (Vorjahr: 526) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht.
Work-Life-Balance
Vor allem für diejenigen Mitarbeiter, die auf den Baustellen arbeiten, sind flexible Arbeitszeiten enorm wichtig. Die Jahreszeiten und die verschiedenen Wetterbedingungen beeinflussen das Leben auf der Baustelle. Als eines der ersten Unternehmen in der Baubranche führte die BAUER Gruppe deshalb schon früh eine Jahresarbeitszeitregelung ein. Dadurch konnte den Arbeitern ein konstantes Einkommensniveau und ein planbarer Lebensstandard ermöglicht werden. Auch in den Werken in Schrobenhausen gibt es seit vielen Jahren flexible Arbeitszeiten, die es den Mitarbeitern erlauben, Pausen und Arbeitsende besser auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen.
Mithilfe des 2011 eingeführten Angebots 57plus bietet Bauer seinen Mitarbeitern einen flexiblen Übergang vom Erwerbsleben in den Ruhestand. Die Angestellten können zwischen zwei Varianten wählen. Beim ersten Modell können sie ab Vollendung des 57. Lebensjahres bei Lohnausgleich zusätzliche freie Tage zu ihrem regulären Erholungsurlaub beantragen oder die Wochenarbeitszeit reduzieren. In der zweiten Variante können sie ihre Lebensarbeitszeit bis maximal zur Vollendung des 67. Lebensjahres verlängern.
Die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben ist ein Thema, das mehr und mehr an Bedeutung gewinnt. Viele Mütter und Väter suchen nach besseren Wegen, Arbeit und Familie unter einen Hut zu bringen. Auch in der Personalpolitik wird dieses Thema intensiv behandelt und nach bestmöglichen Lößungswegen gesucht. Die Mitarbeiter können, je nach Funktion und im Rahmen der länderspezifischen Möglichkeiten, zwischen den verschiedensten Teilzeitmodellen wählen. So wird ihnen eine möglichst familienfreundliche Arbeitsgestaltung ermöglicht.
Eine weitere Voraussetzung für eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist eine umfassende, bezahlbare und hochwertige Kinderbetreuung. An unserem Konzernstandort Schrobenhausen unterstützen unsere Unternehmen daher als größter Arbeitgeber der Region bereits seit vielen Jahren Kindergärten und -krippen.
Diversity
Das Verhältnis von Männern und Frauen in Führungspositionen sowie im Vorstand und Aufsichtsrat wird in der Öffentlichkeit immer wieder viel diskutiert. Bauer beschäftigt sich ebenso mit diesem Thema, auch wenn wir unter Diversity primär etwas anderes verstehen. Vielfalt im Unternehmen ergibt sich durch viele Dinge, wie Herkunft, Religion, Alter oder auch Geschlecht. Im Jahr 2012 waren im Konzern Mitarbeiter aus 87 unterschiedlichen Nationen für uns tätig.
Als Bau- und Maschinenbaukonzern und damit vorwiegend technisch orientiertes Unternehmen stehen wir vor der Problematik, dass sich nicht ausreichend Frauen auf offene Stellen bewerben. Durch unterschiedlichste Maßnahmen versuchen wir diese Situation zu verbessern. Bauer beteiligt sich beispielsweise jährlich am Girls' Day, um bei Schülerinnen Interesse an technischen Berufen zu wecken, oder am mentorING Careerbuilding-Programm für Ingenieurinnen und Nachwuchswissenschaftlerinnen der TU München. In der Summe bewerben sich aber dennoch nur etwa 7 % Frauen auf technische Berufe. Daher sind in der BAUER Gruppe nur etwas mehr als 10 % der Mitarbeiter weiblichen Geschlechts. Dies verdeutlicht, dass eine Diskussion um eine starre Frauenquote für Vorstand, Aufsichtsrat oder höhere Führungsebenen nicht zielführend sein kann.
Seit 2011 gibt es in der Unternehmensgruppe den Arbeitskreis "Frauen und Männer im Unternehmen. Dieser besteht aus drei Männern und drei Frauen mit jeweils unterschiedlichen familiären Hintergründen. Bei den Treffen, die zwei Mal im Jahr stattfinden, geht es vor allem um Themen wie Chancengleichheit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Im Jahr 2012 wurden Leitlinien verabschiedet, die darauf abzielen, im Unternehmen den Umgang mit den Themen Chancengleichheit und Work-Life Balance zu festigen. Diese Leitlinien können im Internet im Bereich Karriere abgerufen werden.
Investitionen
Bei der BAUER AG betrug der Zugang an immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen im Geschäftsjahr 2012 3,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,2 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,0 Mio. EUR (Vorjahr: 3,1 Mio. EUR) gegenüber.
Forschung und Entwicklung
In der BAUER AG selbst werden aufgrund der Holdingfunktion keine wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten durchgeführt. Die weiteren Unternehmen der BAUER Gruppe wandten im Geschäftsjahr 2012 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen auf. Schwerpunkte lagen dabei auf den Großdrehbohrgeräten, der Bohrwerkzeugtechnologie, den Maschinen für Kleinbohrungen im Bereich Verankerung und Hochdrucktechnologie, der Schlitzwandtechnologie, der Tiefbohrtechnik, dem Unterwasserbohren sowie in der Messtechnik für die Qualitätssicherung am Bau. Außerdem wurde die Kranserie intensiv weiterentwickelt, so dass heute für alle Verfahren des Spezialtiefbaus Bauer-Geräte dieses Typs zur Verfügung stehen.
Die Neuorganisation der Forschungs- und Entwicklungsstrukturen in der BAUER Maschinen GmbH im Jahr 2011 hat sich sehr gut bewährt, so dass eine deutliche Verstärkung der Entwicklungsdynamik in den einzelnen Bereichen festgestellt werden konnte. Die verschiedenen Gerätegruppen haben eigene produktbezogene Geschäftsbereiche mit eigenverantwortlicher Entwicklungskapazität bekommen. Somit entsteht eine größere Nähe zwischen Entwicklung, Produktmanagement und Vertrieb, wodurch schnellere Entwicklungszyklen möglich sind, um den Vorsprung am Markt auszubauen.
Große Fortschritte wurden bei der Weiterentwicklung unserer Tiefbohranlagen erzielt. Speziell die Markteinführung der kleineren Geräte dieser Serie war erfolgreich. Die ersten sechs Anlagen mit 100 t Hakenlast, die mit einem Partner in Botswana entwickelt wurden, konnten Ende 2012 nach China verkauft werden. Der Prototyp wurde in Botswana bereits erfolgreich zum Einsatz gebracht.
Im Bereich der Unterwasserbohranlagen wurde die Entwicklungsarbeit weiter forciert. Im Jahr 2011 wurde ein erstes Gerät entwickelt und vor der Küste Schottlands erfolgreich getestet. Es ist in der Lage, Bohrungen im härtesten Fels und bei starken Strömungen durchzuführen. Damit können Gründungen für Gezeitenkraftwerke hergestellt werden. Im Jahr 2012 wurde sich den Gründungen für Offshore-Windkraftanlagen gewidmet. Grundsätzlich ist es sehr schwierig Bohrverfahren zu entwickeln, die Pfähle in sehr weichen Meeresböden herstellen können. Das Problem liegt darin, die Bohrungen bis zum Betonieren zu stabilisieren.
Mit einem völlig neuen Verfahren, das den anstehenden Boden mit einer Zementsuspension mischt, wird dieses Problem gelöst werden können. Somit könnten in Zukunft die lärmintensiven und für das Ökosystem belastenden Rammverfahren vermieden werden. Die Entwicklungen werden bereits am Markt angeboten. Durch die vielen Verzögerungen bei den Projekten für Windparks und Strömungskraftwerke wird erst in den kommenden Jahren von größeren Vermarktungserfolgen ausgegangen.
Die Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.
Im Maschinenbau werden gut 4,6 % (inkl. innerbetrieblichem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung aufgewendet. In diesem Bereich sind 184 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig stetig ausgebaut, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können. Auch die Entwicklungsabteilungen im Ausland werden weiter ausgebaut, beispielsweise in Indien und in China. So kann von den dortigen Arbeitsmärkten profitiert werden, in denen sehr viele gut ausgebildete Techniker zur Verfügung stehen.
Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,5 %, im Segment Resources bei 1,0 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen werden weiter erhebliche Mittel aufgewendet. Profitable Bauaufträge werden sehr häufig über Sondervorschläge am Markt gewonnen. Die Erarbeitung derartiger Sondervorschläge ist Entwicklungsarbeit und bildet einen Wettbewerbsvorteil auch für zukünftige Projekte, deren Kosten nicht von der allgemeinen Bauleistung getrennt erfasst werden können.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung finden ihren Niederschlag in 251 (Vorjahr: 242) derzeit gültigen Patentfamilien, die weltweit durch 1.340 (Vorjahr: 1.285) Anmeldungen, Patente und Gebrauchsmuster geschützt sind.
Health Safety Environment (HSE)
Die BAUER Gruppe beschreibt in ihren HSE-Leitlinien die Vorgehensweise, um einen konzernübergreifenden, internationalen Standard für die Bereiche Gesundheit, Sicherheit und Umwelt zu planen, umzusetzen und kontinuierlich auf seine Wirksamkeit zu prüfen. Diese Leitlinien orientieren sich an den Standards ILO, OHSAS 18001 und ISO 14001. Für die BAUER Gruppe ist Health Safety Environment ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe.
Soweit bestehende HSE-Systeme in unseren Tochterfirmen den Standard dieser Leitlinien erfüllen oder in einzelnen Positionen übertreffen, können sie unverändert eingesetzt werden. Ist dies nicht der Fall, ist der Standard dieses Systems entsprechend anzuheben.
Die HSE-Leitlinien beschreiben die Mindestanforderungen an alle HSE-Systeme in der BAUER Gruppe und sind weltweit gültig. Ihnen zugrunde liegt die HSE-Unternehmenspolitik der BAUER Gruppe. Durch ständige Überprüfung der Leistungen im Bereich HSE und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wird eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems erreicht und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten, mit dem klaren Ziel einer Quote "Null:.
Die Geschäftsführer sowie die Abteilungs- und Projektleiter der Unternehmen der BAUER Gruppe sind für die Umsetzung unserer Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltpolitik in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen direkt und uneingeschränkt verantwortlich. Sie werden hierbei von ihrem zuständigen Verantwortlichen (HSE-Manager) fachlich unterstützt. Darüber hinaus wird von jedem Mitarbeiter erwartet, dass er seine Selbstverantwortung für sicheres Arbeiten sowie für die Einhaltung der im Unternehmen gültigen Regeln und vorgeschriebenen Arbeitsweisen akzeptiert und einhält.
In allen Unternehmen der BAUER Gruppe gelten folgende allgemeine Sicherheitsgrundsätze:
| ― | Für alle wesentlichen Prozesse in den Unternehmen der BAUER Gruppe müssen alle möglichen HSE-Gefahren und -Gefährdungen ermittelt, bewertet und dokumentiert werden. |
| ― | Für alle wesentlichen Prozesse in den Unternehmen der BAUER Gruppe müssen alle gültigen rechtlichen und technischen HSE-Vorschriften und -Vorgaben ermittelt und dokumentiert werden. |
| ― | Alle ermittelten HSE-Gefahren und -Gefährdungen sind hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Gesundheit und Sicherheit von Mensch und Umwelt zu beurteilen (Risikobeurteilung/Gefährdungsbeurteilung) und zu bewerten. |
| ― | Es sind geeignete Anweisungen, Vorgaben und Programme zu entwickeln, um die ermittelten Gefährdungen zu beseitigen. Falls dies nicht vollständig möglich ist, sind die Gefährdungen zumindest auf ein akzeptables Maß zu verringern. |
| ― | Präventive und korrektive Maßnahmen zur Gefahrenvermeidung sind nach der TOP-Maßnahmenhierarchie (Technisch/Organisatorisch/Persönlich) umzusetzen. |
| ― | Bei Veränderungen der Vorschriften oder Arbeitsabläufe muss die Beurteilung überprüft und entsprechend angepasst werden. |
| ― | Alle Beurteilungen und Maßnahmen sind schriftlich zu dokumentieren |
Für jedes Unternehmen ist einmal jährlich im Rahmen der Jahresplanung ein HSE-Plan aufzustellen. Dieser muss mindestens folgende Punkte beinhalten:
| ― | Maßnahmen aus der Auswertung der letzten HSE-Audits und Management Reviews |
| ― | Maßnahmen zur Einhaltung geänderter gesetzlicher oder technischer HSE-Vorschriften |
| ― | Messbare HSE-Ziele und -Vorgaben |
| ― | Geplante Aktivitäten zum Erreichen der HSE-Ziele und Vorgaben |
| ― | Termine für HSE-Audits und Inspektionen im Unternehmen |
Erfolg und Wirksamkeit der weltweit gültigen HSE-Managementsystemleitlinien werden jährlich durch die oberste Unternehmensführung der BAUER Gruppe überprüft.
Sicherheit und Gesundheit
Durch die immer größer werdende und weltweit immer schneller voranschreitende Globalisierung steht auch das Gebiet Arbeitssicherheit, Umwelt & Gesundheit vor immer neuen Herausforderungen. Die global agierende BAUER Gruppe mit Werken und umfangreichen Bauprojekten - sowohl "onshore" als auch "offshore"- in zahlreichen Ländern der Welt, muss sich diesen Herausforderungen stellen. Eine der wichtigsten Aufgaben ist hier den Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter sowie sichere Arbeitsbedingungen für jeden Beschäftigten im Konzern sicherzustellen. Die BAUER Gruppe hat sich durch die Einführung hoher HSE-Standards und HSE-Leitlinien für alle Unternehmen im Konzern ihrer Verantwortung gestellt.
Die Einhaltung der nationalen und internationalen Vorschriften ist hier nur ein Aspekt, den wir in allen unseren Unternehmen erwarten. In einem weltweit agierenden Konzern ist es notwendig eigene, hohe HSE-Standards und -Vorgaben zu setzen sowie deren Durchführung zu prüfen und kontinuierlich zu verbessern.
Dies stellt Bauer sowohl durch Inspektionen auf unseren Projekten und in unseren Produktionsstätten wie auch auf Baustellen und Projekten unserer Kunden sicher. Diese Inspektionen werden durch die HSE-Spezialisten zusammen mit dem leitenden Management durchgeführt. Dadurch wird eine feste Einbindung des Managements in den Bereich HSE erreicht und damit ein sichtbares Zeichen an alle Mitarbeiter gesetzt, dass Arbeitssicherheit im Konzern an erster Stelle steht. Weiterhin werden durch regelmäßige interne HSE-Audits innerhalb des Konzerns die Einhaltung der HSE-Standards und -Vorgaben überprüft und sichergestellt.
Selbstverständlich erwarten wir von allen unseren Unternehmen, dass sie eine Risikobeurteilung für die von ihnen ausgeführten Tätigkeiten durchführen und so alle relevanten Gefährdungen, die sich aus den von ihnen durchgeführten Tätigkeiten ergeben, ermitteln. Daraus werden dann die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Umwelt abgeleitet. Die Vorgaben der HSE-Standards, etwa zum Tragen persönlicher Schutzausrüstung (PSA) oder der Lagerung von wassergefährdenden Stoffen sind selbstverständlich für alle Unternehmen immer und überall bindend.
Alle Mitarbeiter erhalten regelmäßige Schulungen im Bereich HSE. Auf den Baustellen sowie in allen Produktionsstätten werden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen zum Thema HSE mit allen Mitarbeitern durchgeführt. Damit erreicht Bauer ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern seiner Unternehmen.
Umwelt
Das Umweltmanagementsystem der BAUER Gruppe ist konzernübergreifend gültig und definiert Umweltschutz als ganzheitlichen Bestandteil der HSE-Politik des Konzerns. Entscheidend dabei ist, dass Umweltschutz in allen Phasen, Bereichen und Abschnitten der betrieblichen Abläufe - insbesondere in der Produktion und auf der Baustelle - stetig im Bewusstsein des Handelns zugegen ist. Dies kann nur erreicht werden, wenn die grundsätzliche Philosophie des Unternehmens mit seinen selbststeuernden Einheiten auch bei diesem Thema Anwendung findet.
Jeder Vorgesetzte ist daher dafür verantwortlich, dass Umweltschutz in seinem Bereich bei angemessenem wirtschaftlichem Aufwand optimal gewährleistet ist und stetig verbessert wird. Die zentralen Personen hinsichtlich des Umwelt- und Klimaschutzes sind die Geschäftsführer der einzelnen Bauer-Firmen. Sie definieren verbindliche Zielvorgaben. Die Firmen sind angehalten einen Verantwortlichen zu benennen, der deren Einhaltung überwacht. In monatlichen Meetings mit dem Vorstand des Gesamtkonzerns werden auch Umweltbelange behandelt. Hierzu gehört es Strategien festzulegen, die sich aus dem Klimawandel und seinen Folgen ergeben.
Als weltweit agierender Konzern mit über 110 Tochterunternehmen sowie als Hersteller von Geräten für den Spezialtiefbau und für angrenzende Bereiche sind wir uns bewusst, dass wir durch unsere Geschäftstätigkeit einen Einfluss auf die Umwelt (Luft, Wasser, Boden, etc.) haben. In der Umweltpolitik des Konzerns ist daher klar festgelegt, dass bei allen Tätigkeiten der Einfluss auf die Umwelt so gering wie möglich zu halten ist. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen betrachten wir dabei als Mindeststandard. Durch vorbeugende Maßnahmen wollen wir aber darüber hinausgehend unser Umweltschutzniveau stetig verbessern.
Diverse Standorte und Unternehmen des Konzerns, darunter der Standort Schrobenhausen mit den ansässigen Firmen BAUER AG, BAUER Maschinen GmbH und BAUER Spezialtiefbau GmbH, sind bereits nach Umweltmanagementsystemen, wie beispielsweise EMAS, zertifiziert. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH war erster Teilnehmer der BAUER Gruppe am Umweltpakt Bayern, einer Kooperation zwischen Bayerischer Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft.
Die BAUER Gruppe nutzt ihre Kompetenzen des Spezialtiefbaus und des Maschinenbaus, um die drängenden Herausforderungen der Zukunft, wie Zugang zu sauberem Trinkwasser oder Schutz und Wiederherstellung einer sauberen Umwelt, zu lösen. Das Segment Resources widmet sich den Themen Wasser, Umwelt, Energie und Bodenschätze - mit der aktiven Bearbeitung dieser Geschäftsfelder kommt die BAUER Gruppe ihrer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt im besonderen Maße nach.
In Zusammenarbeit mit der lokalen Tochterfirma BAUER Nimr LLC entstand 700 km von Muscat entfernt im Oman eine riesige Pflanzenkläranlage, die mit Hilfe von Schilfpflanzen den Ölgehalt im Wasser auf nahezu Null reduziert. 45.000 m3 Prozesswasser aus Ölbohrungen können täglich damit gereinigt werden. Phase I ist seit Anfang 2011 in Betrieb und hat eine Größe von 235 Hektar. Nach dem großen Erfolg der ersten Phase wurde Bauer mit der Erweiterung der bestehenden Anlage beauftragt. Nach Abschluss der Arbeiten für Phase II Ende 2012, reinigt die Pflanzenkläranlage mit 95.000 m3 nun täglich die doppelte Menge an Wasser. Durch den neuen Lebensraum wurden bereits über 100 verschiedene Vogelarten auf dem Areal der Pflanzenkläranlage gesichtet.
Die BAUER Umweltgruppe wurde für dieses Projekt bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Eine der wohl wichtigsten Anerkennungen war der "Global Water Award in der Kategorie "Industrial Water Project of the Year im April 2011 aus den prominenten Händen von Kofi Annan. Innerhalb kurzer Zeit reihten sich weitere Preise in die Liste ein, wie der "Green Innovation Award" von den Oman Green Awards, der "Global Water Award - Oil & Gas oder der "MEED Quality Award of Projects".
Qualität
Bei aller Verschiedenheit der unterschiedlichen Länder und Marksegmente, in denen Bauer tätig ist, ist doch die Qualität eine der zentralen Kundenanforderungen. Der Anspruch sind zufriedene Kunden, die Produkte und Dienstleistungen erhalten, die sie benötigen. Die Dauerhaftigkeit der Produkte ist für Bauer auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.
Qualität ist für die BAUER Gruppe nicht allein der Leistung einzelner geschuldet, sondern das Ergebnis strukturierten Handelns aller Beteiligten.
Qualitätsmanagement bedeutet für unsere Unternehmen, die einzelnen Prozesse zu erfassen und Anforderungen zu definieren, die erforderlichen personellen und materiellen Ressourcen bereit zu stellen sowie Verfahren zu entwickeln, um alle Beteiligten auf dem aktuellsten Stand zu halten. Ebenso gehören dazu die Nachverfolgbarkeit der Produktentstehung und die vorsorgliche Fehlervermeidung.
Nach dem Motto: "Wer aufhört besser zu werden, hört auf, gut zu sein ist für Bauer Qualitätsmanagement kein statisches System. Audits und die Berichte der Beauftragten werden ausgewertet, durch das Management bewertet und die Ergebnisse fließen in die neuen Zielsetzungen ein. Die Mitarbeiter beteiligen sich jährlich mit vielen hundert Verbesserungsvorschlägen am Unternehmenserfolg. In einigen Fällen konnten daraus Produkte oder Entwicklungen zum Patent angemeldet werden.
Die Umsetzung von Veränderungen orientiert sich am PDCA-Zyklus (Plan, Do, Check, Act), einem strukturierten Verfahren, Verbesserungen einzuführen und umzusetzen. Wichtig ist dabei, die Verbesserung zu bewerten (Check) bevor sie in die tägliche Praxis eingeführt wird (Act). Das Besondere hieran ist, dass der Verbesserungsprozess nicht abgeschlossen, sondern als Basis für weitere Verbesserungen angesehen wird. So ist sichergestellt, dass das Qualitätsmanagement nicht nur den bisherigen Standard erhält, sondern darüber hinaus einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess bewirkt.
Immer mehr unserer Gesellschaften haben diese Qualitätsgrundsätze nicht nur eingeführt, sondern haben sich diese durch eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder entsprechende nationale Normen bestätigen lassen - mit weiter steigender Tendenz. Damit belegen wir gegenüber den Kunden die qualitätsfähige Organisation.
Der Anspruch ist es, neben einem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 auch andere Managementsysteme in den einzelnen Unternehmen zu etablieren. Hierzu gehören beispielsweise Managementsysteme für Arbeitsschutz, Umwelt, Ethik oder Risiko. So sind viele Tochterunternehmen bereits nach ISO 14001 zertifiziert. Darüber hinaus soll in neuen Geschäftsfeldern die Kundenzufriedenheit auch dadurch sichergestellt werden, dass die branchenüblichen Managementsysteme eingeführt werden, beispielsweise die API-Richtlinien bei Unternehmen, die einige Kunden in der Gas und Öl-Branche erwarten.
Organisatorisch ist diese Vielzahl von Managementsystemen am besten durch einen integrierten Ansatz zu beherrschen. Schließlich sind bei vielen Tätigkeiten verschiedene Aspekte zugleich zu beachten. Bauer hat sich deshalb entschieden, alle Managementsysteme in einem gemeinsamen Unternehmenshandbuch darzustellen. So ist es den Mitarbeitern möglich, sich aus einer Quelle über alle zu beachtenden Aspekte ihrer Tätigkeit zu informieren.
Der Aufbau der BAUER Gruppe mit unterschiedlich großen, rechtlich selbständigen Tochtergesellschaften im In- und Ausland, welche nach und nach zur BAUER Gruppe hinzu gekommen sind, hat dazu geführt, dass sich die Managementsysteme zunächst unabhängig voneinander entwickelt haben. Dabei wurden primär die Kundenanforderungen und die spezifischen Anforderungen des Landes berücksichtigt. Eine stetige Angleichung der Managementsysteme untereinander sowie zwischen den Unternehmen wird inzwischen stark durch neue Technologien unterstützt. Das IT-Netzwerk ermöglicht es inzwischen, weltweit auf ein gemeinsames Unternehmenshandbuch zuzugreifen. Den Mitarbeitern wird eine Datenbanklösung zur Verfügung gestellt, die durch umfassende Suchfunktionen und Strukturelemente eine schnelle Informationsrecherche erlaubt. Dokumente mit anweisendem Charakter können je nach Bedarf unterschiedliche Gültigkeitsbereiche haben.
So weit sinnvoll, werden einheitliche konzernweite Regelungen angestrebt. Bei Bedarf können aber auch Regelungen geschaffen werden, die nur in einzelnen Firmengruppen oder Tochterunternehmen gültig sind. Diese Dokumente stehen auch allen anderen Nutzern zur Information zur Verfügung.
Diese neuen technischen Möglichkeiten werden jetzt genutzt, um die Managementsysteme transparenter und einheitlicher zu gestalten und so Synergien nutzbar zu machen. Die BAUER Resources GmbH hat dazu die Funktion des zentralen Leiters des Beauftragtenwesens geschaffen. Dieser soll die Tochtergesellschaften im Segment bei Aufbau und Weiterentwicklung ihrer Managementsysteme unterstützen und dabei die Vernetzung und Vereinheitlichung innerhalb des Konzerns vorantreiben.
Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
Risiko- und Chancenbericht
Risikobericht
Risikomanagementsystem
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar.
Ziele
Oberstes Ziel unseres Risikomanagements ist es, unser unternehmerisches Handeln systematisch im Rahmen eines umfassenden Risikobewusstseins zu fördern und zu unterstützen. Dazu geben wir unseren Entscheidern auf allen Ebenen einheitliche Methoden an die Hand, um Transparenz über die Risikosituation unserer Unternehmen zu erhalten. Dies dient als Voraussetzung für eine Optimierung des Verhältnisses aus Risiko und Ertrag und damit auch der Steigerung des Unternehmenswerts.
Aufgabe des Risikomanagements ist es, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten, ihnen renditeoptimiert zu begegnen und sie zu überwachen. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken (Marktrisiken) als auch Risiken, die aus den Wertschöpfungsaktivitäten unserer Unternehmen heraus entstehen (Leistungsrisiken).
Da die Geschäfte in unseren Segmenten Bau, Maschinen und Resources unterschiedlicher Natur sind, setzt unser Risikomanagement auch mit unterschiedlichen Elementen und an unterschiedlichen Stellen der Einzelprozesse in den jeweiligen Unternehmungen an.
Risikokultur
Auf Basis einer intensiven Kommunikation zum Thema Risiko in allen Unternehmensteilen, wie etwa bei Tagungen oder Schulungen sowie als fester Tagesordnungspunkt in praktisch allen Leitungsbesprechungen, arbeiten wir an einer stetigen Verbesserung des Risikobewusstseins und damit an der Ausbildung einer hochentwickelten Risikokultur.
Arbeitsanweisungen
Unser Risikomanagement ist integraler Bestandteil unserer Managementsysteme und dient als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. An zahlreichen Stellen in den Auftragsabwicklungsprozessen der Einzelunternehmungen greift das Risikomanagement unmittelbar in relevante Arbeitsanweisungen ein. Spezifische Einzelrisiken, wie etwa in den Bereichen Forderungsausfall, Gesundheit, Sicherheit oder Compliance können damit ohne nennenswerte Minderung der Effizienz der Prozesse beherrscht werden. Im Rahmen von Audits wird die Anwendung der Arbeitsanweisungen regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews deren Wirksamkeit kontinuierlich verbessert.
Behandlung von Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Projekte oberhalb eines niedrigen Schwellenwertes werden deshalb systematisch und vor Angebotsabgabe bezüglich ihrer Risiken analysiert, bewertet und schließlich einer Risikoklasse zugeordnet. Entsprechend ihrer Risikoklasse werden sie dann mit Kalkulationszuschlägen versehen und darüber hinaus einem strikten Genehmigungsprozedere unterworfen.
Die Einteilung in die Risikoklassen erfolgt auf Basis der potentiellen Schadenshöhe und zusätzlich auf Basis bewährter Checklisten nach einem K.O.-System, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Das System wurde über Jahre hinweg für die Unternehmensteile mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.
Risikoaggregation
Im Rahmen einer Voruntersuchung werden die relevanten Risikofelder ermittelt, nach Unternehmensprozessen strukturiert und unter Berücksichtigung von Ursachen-/Wirkungs-Prinzipien zu einem Gesamtinventar zusammengeführt. In einem zweiten Durchgang werden diese dann einer detaillierten Analyse unterzogen und nach einer vordefinierten Relevanzskala bewertet und priorisiert.
Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwertes werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Bandbreiten eingeschätzt.
Zur Einschätzung von Eigenkapital-, Liquiditäts- und Versicherungsbedarf werden die Risiken schließlich sowohl für die Einzelunternehmen als auch für den Gesamtkonzern mit Hilfe einer dafür spezialisierten Software nach dem Monte-Carlo-Verfahren aggregiert.
Präventive und reaktive Risikobewältigungsmaßnahmen werden für die einzelnen Risiken festgelegt und deren Umsetzung nachgehalten. Die Prozessbeschreibung umfasst die Risikopolitik, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie das periodische Berichtswesen. Der Risikoprozess ist integraler Bestandteil des Planungsprozesses.
Zum Ende eines Geschäftsjahres erfolgt die Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Die Risikovalidierung erfolgt mindestens einmal jährlich nach einer individuellen Durchsprache mit den jeweiligen Risikoverantwortlichen. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert.
Sofortmeldungen
Durch regelmäßig stattfindende Besprechungen, in denen immer wieder über risikorelevante Themen gesprochen wird, sowie durch Risiko-Monitorings erhalten wir stets einen aktuellen Überblick über die Risikosituation innerhalb der Unternehmensgruppe. Dennoch kann es durchaus sein, dass unerwartete bzw. nicht vorhersehbare Ereignisse plötzlich ein neues, akutes Risiko für die Unternehmensgruppe oder einzelne Bestandteile von ihr darstellen. Darüber hinaus kann ein bereits identifiziertes, jedoch in seiner Relevanz als unbedeutend eingestuftes Risiko plötzlich zu einem relevanten und bedrohenden Risiko werden. In einer solchen Situation muss gewährleistet sein, dass dieses Risiko unmittelbar in das Risikomanagement der Unternehmensgruppe einfließt und Beachtung findet. Deswegen haben wir das Risikoberichtswesen so flexibel gestaltet, dass bei Eilbedürftigkeit umgehend - unter Umgehung förmlicher Berichtsstrukturen und -zyklen - Sofortmeldungen an die zuständigen Entscheidungsträger gelangen.
Mit Hilfe dieser Sofortmeldungen werden der Risikomanager, die Geschäftsleitung eines Teilkonzerns oder einer Unternehmung sowie gegebenenfalls der Vorstand der BAUER Gruppe über neue, vorher definierte Meldegrenzen überschreitende Risiken außerhalb der Regelberichterstattung umgehend informiert, um fallbezogen unverzüglich handeln zu können.
Überwachung
Die Dokumentation und Überwachung der einzelnen Elemente unseres Risikomanagementsystems erfolgt über unsere Controlling-Abteilungen. Alle integralen Bestandteile unserer Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen sind in unsere konzernweiten Planungs- und Controllingprozesse eingebettet. Darüber hinaus werden die konzernweiten Planungs-, Steuerungs- und Berichtsprozesse kontinuierlich auf Effektivität und Effizienz überprüft. Prozesse, die gesetzlich vorgegeben sind, zentral vom Vorstand bzw. von den Geschäftsführern unserer Einzelfirmen bestimmt oder als genehmigungspflichtig ausgewiesen wurden, sind in unserem Unternehmenshandbuch verbindlich dokumentiert und stehen unseren Mitarbeitern über das Intranet ständig in aktueller Form zur Verfügung.
Wir haben Führungskräfte zu Risikobeauftragten benannt, deren Aufgabe es ist, unser Risikomanagementsystem inhaltlich auszubauen und es gemeinsam mit den Geschäftsführungen der jeweiligen Einzelfirmen in der Organisation im Rahmen unserer Risikokultur für alle erfassbar zu machen. Sie unterstützen aus diesem Blickwinkel damit auch die Einhaltung der Prozesse sowie die Funktionalität des internen Kontrollsystems. Darüber hinaus ist unser Risikofrüherkennungssystem im Hinblick auf die vom Vorstand gemäß § 91 Abs. 2 AktG zu treffenden Maßnahmen regelmäßig Gegenstand der Prüfung unserer Wirtschaftsprüfer. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen.
Strategische Risiken
Strategieentwicklung und Umsetzung
Für den Konzern sowie für die operativen Teilkonzerne wurden in aufwendigen Strategieentwicklungsprozessen und unter intensiver Beteiligung des Managements Unternehmensstrategien definiert und implementiert. Die Ziele für die jeweiligen strategischen Handlungsfelder sowie die Umsetzung der darauf basierenden Maßnahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft und die Ergebnisse dementsprechend kommuniziert und die Maßnahmen gegebenenfalls nachjustiert.
Aufgrund der sorgfältigen Strategieentwicklung, der intensiven Beteiligung des Managements und der regelmäßigen Überprüfung, nicht zuletzt auch mit Blick auf ein möglicherweise kurzfristig verändertes Geschäftsumfeld, erachten wir die Risiken in diesem Bereich als gering.
Geschäftsfeldstruktur
Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Unternehmens begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources. Insbesondere das Segment Resources ist dabei konjunkturell wesentlich unabhängiger von den Segmenten Bau und Maschinen. Und auch das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Bau weiter reduzieren können. Durch die internationale Ausrichtung des Konzerns mit seinen über 110 Einzelunternehmen in derzeit rund 70 Ländern der Welt sind wir im Bereich unserer Geschäftsfeldstruktur gut aufgestellt.
Compliance-Risiken
Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen höchsten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. Bereits 1996 war die BAUER Spezialtiefbau GmbH Gründungsmitglied des Vereins Ethikmanagement der Bauwirtschaft e.V. Heute stellen wir ein Mitglied des Vorstands des Vereins EMB-Wertemanagement Bau e.V. und beteiligen uns hierdurch aktiv an der Ausarbeitung eines wertegetriebenen Compliance Managementsystems, welches gleichzeitig auch in unserer Unternehmensgruppe implementiert wird. So werden unsere Mitarbeiter schon zu Einstellungsbeginn mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen und mit dem abschließenden Test in einer Compliance-Software ihre Kenntnisse unter Beweis zu stellen.
Aus politischen Gründen und aus Gründen der Terrorbekämpfung wurden von einigen Ländern Europas und den USA Embargobestimmungen erlassen, die die Geschäftsbeziehungen mit einzelnen Firmen oder Personen in bestimmten Ländern verbieten. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten, so dass hiervon keine wesentliche Gefahr für unsere Unternehmensgruppe ausgeht.
Marktbezogene Risiken
Gesamtwirtschaftliche Risiken
Die wesentlichen Risiken, denen die Weltwirtschaft und auch der BAUER Konzern aktuell ausgesetzt sind, können speziell als Folge der Finanzmarktkrise gesehen werden. Die Verschuldung der USA sowie die Haushaltskrise einiger Länder der EU beeinflusst die gesamtwirtschaftliche Lage. Politische Unruhen im Nahen Osten erschweren zudem die Auftragssituation. Daraus ergeben sich sowohl Währungsrisiken als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten.
Im Gegensatz dazu führt die rasche wirtschaftliche Erholung im Fernen Osten zu einer strukturellen Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft, aber auch des BAUER Konzerns von diesem Wirtschaftsraum.
Durch die internationale Aufstellung, die gewählte und durch das Segment Resources seit 2007 erweiterte Geschäftsfeldstruktur sowie durch die gute Eigenkapitalquote ist der Konzern aber gut gerüstet für etwaige zusätzliche Auswirkungen aus der andauernden Krise.
Vorstand und Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien für die Auswirkung etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Gegensteuerungserfordernisse werden daraus hergeleitet und konsequent umgesetzt.
Absatzmarktrisiken
Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen weitestgehend gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits deutlich vorangetrieben werden.
Beschaffungsrisiken
Auch wenn die Folgen der Wirtschaftskrise in den Märkten Europa und USA noch nicht überwunden sind, hat sich die Beschaffungssituation in einzelnen Segmenten des Maschinenbaus durch eine große Nachfrage aus Fernost etwas verschärft. Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen.
Politische Risiken
Mit Beginn des Jahres 2011 und ausgehend von Tunesien zeichnete sich ab, dass die jungen und besser ausgebildeten Bevölkerungsschichten mehrerer arabischer Länder, so auch in Ägypten oder im Jemen, nicht mehr bereit waren, die wenig demokratischen und mehr oder weniger totalitären Regime ihrer Länder länger zu akzeptieren. Derzeit ist noch nicht absehbar, wie lange es dauern wird, bis in den betroffenen Ländern wieder Stabilität und Vertrauen der Investoren einkehren werden.
Die internationale Ausrichtung des BAUER Konzerns erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass politische Veränderungen in einzelnen Ländern gegebenenfalls deutlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung der jeweiligen Tochterfirma haben können. Im Extremfall kann das für die einzelne Tochterfirma auch einmal existenzgefährdend werden. Aufgrund der breiten Aufstellung des Konzerns sowie der eher zurückhaltenden Investitionen in potentiell instabilen Ländern spielen die politischen Risiken von Einzelländern für den Gesamtkonzern aber eine eher untergeordnete Rolle.
Finanzrisiken
Liquiditätsrisiken
Die Liquiditätsversorgung des Konzerns ist wegen der vorhandenen Kassen- und Bankguthaben und vor allem durch ausreichende und langfristige Kreditlinien sichergestellt. Die laufenden Geschäfte sowie das mittelfristige Konzernwachstum wurden durch die geschaffene Finanzierungsbasis langfristig gesichert. Die Liquidität wird im Konzern zentral durch ein intensives Controlling überwacht und gesteuert. Etwaige Liquiditätsrisiken werden somit frühzeitig erkannt, so dass ihnen mit geeigneten Maßnahmen begegnet werden kann.
Zinsänderungsrisiken
Risiken aus Zinsschwankungen reduzieren wir durch Abschlüsse möglichst langer Zinsbindungen. Zur Minimierung von Zinsschwankungen und zur möglichst langen Nutzung von Niedrigzinsphasen wurden die Kreditlinien zu einem großen Teil auf langfristige Finanzierungsinstrumente umgestellt. Darüber hinaus werden Zinsderivate eingesetzt. In der Konsequenz kann das sich hieraus ergebende Risiko als gering eingestuft werden.
Währungsrisiken
Soweit möglich und verfügbar begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Sollte dies nicht möglich sein, werden auf Ebene der Muttergesellschaften Devisentermingeschäfte und Devisenoptionen abgeschlossen.
Zahlungsausfallrisiken
Zur Beschränkung unseres Zahlungsausfallrisikos steht uns in Deutschland ein erprobtes System aus Kreditversicherung, Zahlungsausfallbürgschaften, Vorauszahlungen und in Sonderfällen auch Handwerkersicherungsbürgschaften zur Verfügung. Die entsprechenden Risiken werden für jedes Projekt ermittelt, die anwendbaren Sicherungsinstrumente festgelegt sowie die Umsetzung auf der Basis des Vier-Augen-Prinzips zwischen Techniker und Kaufmann überwacht.
Da im Ausland nicht in jedem Fall die für Deutschland gültigen Sicherungsinstrumente zur Verfügung stehen, werden unsere potentiellen Kunden dort nach strengen Bonitätskriterien ausgewählt und möglichst kurze Zahlungsziele vereinbart. Im Maschinenbau kommen Eigentumsvorbehalte sowie Akkreditive zum Einsatz, die die Zahlung bei Auslieferung der Geräte absichern.
Durch diese Maßnahmen sind wir in der Lage, unvermeidliche Zahlungsausfälle auf einem stabilen niedrigen Niveau zu halten. Preisänderungsrisiken, Zahlungsausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, denen unser Geschäft ausgesetzt ist, sind in unserer Berichterstattung dargelegt.
Covenants-Risiken
Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Bei Überschreiten von wenigstens einem der vereinbarten Grenzwerte besteht für die Darlehensgeber ein Kündigungsrecht. Aufgrund der dargestellten gesamtwirtschaftlichen Risiken und den sich daraus ergebenden Änderungen in verschiedenen GuV-Positionen verschlechtern sich auch die Kennzahlen verschiedener Bezugsgrößen. Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten, um den Eintritt des Covenants-Risikos mit seinen Konsequenzen zu vermeiden.
Risiken der Geschäftstätigkeit
Vertragsrisiken
In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich praktisch immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen.
So werden für praktisch alle Projekte oberhalb eines sehr niedrigen Schwellenwerts die damit verbundenen Risiken vor Vertragsabschluss systematisch analysiert, dokumentiert und entsprechend ihrer potentiellen Schadenshöhe klassifiziert. Die einzelnen Risikoklassen wiederum sind die Grundlage für Kalkulationszuschläge und den weiteren Genehmigungsweg.
Für die Beratung und Schulung der bei der Vertragsgestaltung beteiligten Mitarbeiter unseres Hauses sowie für die Begleitung der Vertragsverhandlungen bei größeren Projekten stehen uns in Deutschland und im Ausland langfristig verbundene Anwaltskanzleien zur Verfügung. Für den Maschinenbau können Vertragsrisiken durch Standardisierung der Verträge sowie durch den Eigentumsvorbehalt minimiert werden.
Qualitätsrisiken
In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagement hohe Aufmerksamkeit zuteil. Alle wesentlichen Firmen im BAUER Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert.
Das hochentwickelte Qualitätsbewusstsein, unterstützt durch langjährig erprobte Qualitätssicherungsmaßnahmen, erlaubt in den Bereichen das systematische Lernen aus auftretenden Qualitätsabweichungen im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.
Schadensrisiken
Risiken, die versichert werden können, wie Haftpflichtrisiken, Risiken durch Brand oder Maschinenbruch, werden durch entsprechende Versicherungen abgedeckt. Darüber hinaus wurden für alle denkbaren Fälle geeignete Maßnahmen sowie organisatorische Vorkehrungen getroffen, um die Zahl derartiger Schäden zu vermeiden bzw. zu minimieren. Verbliebene Schadensereignisse werden im Rahmen des Qualitätsmanagements systematisch analysiert und zur weiteren Optimierung der Systeme genutzt. Dennoch können Produkthaftungsfälle niemals gänzlich ausgeschlossen werden. Das Management der BAUER Gruppe begegnet dieser Gefahr mit höchster Vorsicht.
Personalrisiken
Personelle Risiken verfolgen wir mit größter Aufmerksamkeit. Dabei haben wir insbesondere die Personalqualifikation, die Altersstruktur sowie die Motivation unserer Mitarbeiter im Blick. Die Begleitung unserer Mitarbeiter von der Auswahl und Einstellung über die Einarbeitung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie die laufende persönliche Betreuung wurden immer weiter verbessert. Die Fluktuation ist seit vielen Jahren sehr gering und bestätigt unsere Personalpolitik.
Darüber hinaus sind wir auch extern durch Börsenpräsenz, Größe und Ruf am Markt international als attraktiver Arbeitgeber anerkannt. Durch Jobrotation im Konzern entsteht eine intensive Vernetzung unserer Mitarbeiter, so dass Engpässe und Überhänge auch länder- und firmenübergreifend gut ausgeglichen werden können. Somit schätzen wir unsere Risiken im Personalsektor als relativ niedrig ein.
IT-Risiken
Die operative und strategische Konzernführung ist weitgehend abhängig von funktionierenden IT-Systemen. Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet.
Ein durchgängiges Notfallkonzept begegnet dem Ausfallrisiko durch mechanische Einwirkungen. Die Angreifbarkeit unserer Systeme wurde in der Vergangenheit durch einen großangelegten Penetrationstest überprüft und konnte überwiegend positiv beurteilt werden.
Trotz größter Sicherheitsvorkehrungen werden allerdings immer gewisse Restrisiken bestehen bleiben, denen sich der Vorstand bewusst ist.
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns doch gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.
Trotzdem ist uns bewusst, dass dieser Druck weiter zunehmen wird. Deshalb nutzen wir in zunehmendem Maße auch kostengünstige lokale Entwicklungsressourcen in Indien und China zur raschen und wirtschaftlichen Steigerung unserer Innovationsgeschwindigkeit. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft sehen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als beherrschbar an.
Risiken aus technischem Versagen und Zusagen technischer Eigenschaften
Technisches Versagen und technische Fehler, wie Falschberechnung der Statik, können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Solche Risiken sind in der BAUER Gruppe ein Bestandteil des Geschäfts. Ein weiteres Risiko ist die Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können. Hierbei handelt es sich sowohl um neu entwickelte Maschinen als auch um Bauprodukte, deren hohe Anforderungen an ihre Vertikalität, Permeabilität oder Stetigkeit noch erprobt werden müssen. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und hat entsprechende Vorkehrungen getroffen, die im Eintrittsfall die Durchschlagskraft derartiger Risiken minimieren.
Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten - derzeit speziell auch wegen der Größenordnung in Hongkong und Jordanien - mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess
Die Risiken in der (Konzern-) Rechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wurden Elemente des Risikomanagements in den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess integriert.
Das Rechnungswesen der großen Tochterfirmen und der BAUER AG in Deutschland wird überwiegend zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine Spezialisierung auf besondere Geschäfte, wie zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften, als auch die einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.
Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen - praktisch aller ausländischen und der wesentlichen deutschen Tochterfirmen - wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere ausländischen Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht oder nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse der wesentlichen Gesellschaften nach IFRS geprüft und die Abschlussprüfung durch den Prüfer nach den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.
Die monatliche Konzernberichterstattung, die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse und die Zusammenführung der Einzelabschlüsse nach IFRS werden unter Verwendung einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie auf der Basis eines einheitlichen Konzernkontenrahmens durch die Tochtergesellschaften und für den Konzernabschluss durch die Konzernrechnungslegung durchgeführt. Die Anpassung der lokalen Buchhaltungen auf IFRS erfolgt mittels entsprechender Anpassungsbuchungen.
In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und gegenseitige Kontrolle sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.
Die Kontrolle der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und wird dort zusammengeführt und analysiert, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert. Die rechnungslegungsrelevanten Prozesse werden dort regelmäßig überprüft und bei Bedarf optimiert.
Auf Konzernebene wird das Zahlenwerk aus den konsolidierten Unternehmen zunächst durch die Beteiligungscontroller und anschließend durch die Konzernrechnungslegung nach dem Vier-Augen-Prinzip überprüft und gegebenenfalls in Abstimmung mit den Tochtergesellschaften korrigiert.
Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.
Die wesentlichen Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Die wesentlichen Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der zentralen Rechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.
Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des (Konzern-) Rechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.
Gesamtrisiko
Im Berichtzeitraum waren bisher trotz der deutlich spürbaren Auswirkungen der gesamtwirtschaftlichen Krise, speziell auf unser Segment Maschinenbau, keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die dem BAUER Konzern existenziell schaden können. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten im laufenden Geschäftsjahr keine Veränderung des Gesamtrisikos.
Chancenbericht
Chancenmanagement
Chancenmanagement verstehen wir zum einen als Teil unseres Risikomanagements. Das heißt, die Identifikation und Behandlung von Chancen erfolgt zeitgleich mit den Risiken im Rahmen des Risikomanagements mit dem Ziel einer Förderung von Abweichungen zum Positiven. Darüber hinaus verstehen wir Chancenmanagement aber auch als Förderung einer stetigen und gegebenenfalls auch systematischen Suche nach Chancen im Sinne von Gelegenheiten, neuen Veränderungen oder Trends in unserem Geschäftsumfeld.
Ziele
Oberstes Ziel unseres Chancenmanagements ist es, unser unternehmerisches Handeln systematisch im Rahmen eines umfassenden Chancenbewusstseins zu fördern und zu unterstützen. Dazu motivieren wir unsere Entscheider und geben ihnen, soweit möglich, Methoden an die Hand, um Chancen in ihrem Markt- oder Arbeitsumfeld möglichst frühzeitig erkennen und bewerten zu können. Dies ist wiederum Voraussetzung für eine Optimierung des Verhältnisses zwischen Chance und Aufwand und damit für die Steigerung des Unternehmenswerts.
Chancenkultur
Auf allen Ebenen der Kommunikation zum Thema Risiko, wie bei Tagungen oder Schulungen sowie in Leitungsbesprechungen, betonen wir die Dualität von Chancen und Risiken verbunden mit dem Ziel, die Anstrengungen auf der Suche nach Chancen als lohnenswert zu begreifen. Darüber hinaus bemühen wir uns im Konzern um eine Kultur der Selbstverantwortung und Zielorientierung verbunden mit den Prinzipien einer selbststeuernden Organisation als notwendige Voraussetzung für eine hochentwickelte Chancenkultur.
Entwicklung und Innovation
Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien oder China, verstärkt.
Verbesserungsvorschläge
Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden mit einer stetig steigenden Zahl guter Ideen belohnt.
Interne Revision
Die Interne Revision hat zum Ziel, vorhandene Strukturen, Prozesse und Abläufe auf ihre Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen und gleichzeitig darauf zu achten, dass geltende Regelungen, Vorschriften und Gesetze ordnungsgemäß eingehalten werden. Darüber hinaus wirft sie ein Augenmerk darauf, ob die spezifischen Ziele des Geprüften und die übergeordneten Ziele der jeweiligen Leitung umgesetzt werden.
Als prozessunabhängiger Bestandteil unseres internen Kontrollsystems (IKS) arbeitet die Interne Revision weisungsfrei und berichtet direkt an den Vorstand, dem sie auch unterstellt ist. Ihr Aufgabenbereich erstreckt sich zum einen auf routinierte, sich wiederholende Handlungsprüfungen, die den Zweck haben, das interne Kontrollsystem jährlich zu beurteilen. Darüber hinaus werden anlassbezogene Sonderprüfungen durchgeführt.
Mit der Etablierung der Internen Revision sehen wir die große Chance, kontinuierlich an unseren Prozessen zu arbeiten. Wir nutzen die Erkenntnisse der Internen Revision, um Prozesse effizienter und effektiver zu gestalten und somit unsere Organisation für die wettbewerbsbedingten Herausforderungen optimal aufzustellen.
Strategische Chancen
Unser Konzern hat im Laufe der Zeit immer wieder Einzelprojekte in Randmärkten abgewickelt. Über die Jahre konnten so eigenständige Geschäfte aufgebaut werden. So zum Beispiel unsere Aktivitäten im Bereich der Umwelttechnik, die sich nach ersten Anfängen vor über 20 Jahren zu einem international agierenden Bereich in unserem Segment Resources entwickelt haben.
Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen, das sich zwischenzeitlich zum Themengebiet Exploration and Mining Services im Segment Resources entwickelt hat.
Zusammen mit der im Jahre 2007 erfolgten Akquisition der GWE-Gruppe, die sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Produkten zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie konzentriert, waren wir in der Lage, durch Zusammenführung dieser drei Geschäfte das Geschäftssegment Resources aufzubauen. Dieser 2007 gegründete Kernbereich konzentriert sich auf die Themen Wasser, Energie, Bodenschätze und Umwelt und damit auf einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts.
Durch das schnelle Bevölkerungswachstum, die stark zunehmende Nachfrage nach Energie und Bodenschätzen und das rasante Wirtschaftswachstum in den BRICS-Staaten ergibt sich ein weiter zunehmendes Wachstumspotential für dieses Segment. Darüber hinaus ist das Segment Resources wesentlich unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen.
Weitere strategische Chancen ergeben sich auch im Bereich der Entwicklung und der Fertigung von Tiefbohranlagen, in welchem der Maschinenbau seit einiger Zeit tätig ist und dort erhebliches Know-how aufbauen konnten. Die Entwicklung und Konstruktion weiterer Tiefbohrgeräte zur Komplettierung unserer Angebotspalette ist erfolgreich fortgeschritten. Erste Geräte wurden bereits verkauft.
Damit bieten sich für den Gesamtkonzern nicht nur zusätzliche strategische Chancen, sondern auch ein erheblicher Zugewinn im Risikoausgleich. Für die zügige Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.
Marktchancen
Durch die rasante Motorisierung in den BRICS-Staaten und die zu erwartende vermehrte Förderung von Öl und Gas durch neue Verfahren, wie beispielsweise Fracking, lohnt es sich immer mehr, auch schwer zu erschließende und damit bohrintensive Quellen zu erschließen. Die Nachfrage nach Tiefbohrungen und Tiefbohrgeräten wird dadurch weiter steigen.
Darüber hinaus werden in Australien, Afrika und Indonesien gigantische Flächen als Claims für die Erschließung von Kohlegas ausgewiesen. Die Ernsthaftigkeit für eine konsequente Erschließung wird durch Planung und Bau von riesigen Gasverflüssigungsanlagen eindrucksvoll unterstrichen.
Weitere Marktchancen ergeben sich auch im Bereich der Ausführung von Tiefbohrungen. Durch die mehrheitliche Übernahme der FORALITH Holding AG in der Schweiz und der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien in den letzten Jahren sowie durch unsere konzerneigenen Bohrgeräte, sind wir in der Lage, Explorations- und Produktionsbohrungen für Wasser, Öl und Gas sowie darüber hinaus auch für Kohlegas und für Geothermie erfolgreich auszuführen.
Mit dem Atomunglück in Fukushima wurde eine neue Diskussion im Bereich der Energieerzeugung entfacht, die zu weitreichenden Konsequenzen in der Energiepolitik führt. Zukünftig wird man Alternativen zur Atomenergie suchen müssen. Die BAUER Gruppe versucht mit der Entwicklung eines Unterwasserbohrgeräts, das von einem Schiff aus betrieben wird und für die Gründung von Gezeitenturbinen oder Windkraftanlagen eingesetzt werden kann, einen Beitrag zu leisten. Ein erster Einsatz vor der Küste Schottlands ist abgeschlossen und sehr positiv verlaufen. Hierdurch eröffnet sich sowohl unserem Bau- wie auch dem Maschinenbereich ein völlig neues Produktspektrum mit großen Erfolgsaussichten für die Zukunft.
Über den Aufbau neuer Töchter im Segment Resources ist es unserem Umweltbereich gelungen, vom angestammten und begrenzten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung und damit in die Öl- und Gasindustrie zu erreichen. Die bei der Ölproduktion anfallenden gigantischen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unseren Umweltbereich.
Die auch in den USA wieder anziehende Nachfrage nach Baudienstleistungen, hier vor allem im Bereich der Dammsanierungen, wird positive Impulse sowohl für den Maschinenbau als auch für den Bau bringen, der derzeit vor allem von der guten Nachfrage im Fernen Osten profitiert.
Projektchancen
Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern aus der Erdölindustrie.
Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.
IT-Chancen
Auch wenn die Informationstechnologie heute untrennbarer Teil unserer Unternehmensprozesse geworden ist, sind die Möglichkeiten der IT-Durchdringung unserer Geschäftsprozesse noch nicht voll ausgeschöpft. Verbesserungen bei Hardware und Software sowie die flächendeckende Anbindung unserer Tochterunternehmen über das Internet bieten noch gutes Optimierungspotential.
Mit der zunehmenden Standardisierung und Vernetzung der Geschäftsprozesse lassen sich immer neue Synergien erschließen. Weltweiter Abgleich der Läger und damit Minimierung der Lagerbestände, weltweite Standardisierung und damit Kostenreduzierung der Hard- und Softwarebasis, weltweite Einsetzbarkeit der IT-Servicemitarbeiter in unterschiedlichen Zeitzonen bergen weiteres interessantes Potenzial zur Effizienzsteigerung und Kosteneinsparung.
Gesamtchancen
Durch die zunehmende Etablierung unseres noch jungen Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Berichtszeitraum eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.
Ausblick
Die internationalen Märkte sind weiter in Unruhe und von gewaltigen Veränderungen geprägt. Dies führt auch in unseren Unternehmen zu vielen negativen, aber auch zu positiven Einflüssen. Wenn es gelingt, mit den Schwierigkeiten geschickt umzugehen und die sich bietenden Chancen für die weitere Entwicklung der Unternehmen zu nutzen, dann sind derart turbulente Zeiten auch die Basis für eine gute Zukunftsentwicklung eines Konzerns. Aus neuen Innovationen können sich vielfältige positive Impulse für das Geschäft entwickeln.
Unsere Unternehmen waren in den vergangenen Jahren immer wieder von Veränderungen überrascht worden, was sowohl positiv als auch negativ auf das Ergebnis gewirkt hat. Dies wird aufgrund der Unruhe in den Märkten in den kommenden Jahren nicht anders sein. Viele Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen müssen mit diesen schnellen Veränderungen umgehen.
Immer wieder gibt es in diesen Zeiten auch ganz erstaunliche Entwicklungen. In den vergangenen Jahren war man der Meinung, dass die Entwicklung von Dubai durch die Finanzmarktkrise nachhaltig gestört sein wird und dass es lange kaum möglich sein würde, dort Immobilien zu verkaufen. Im Januar 2013 löste sich diese Einschätzung auf, als ein großes Neubauprojekt eines Immobilienentwicklers innerhalb von wenigen Stunden verkauft wurde. Auch auf den weltberühmten künstlich angelegten Inseln werden wieder neue Immobilien errichtet. Die wohlhabende Bevölkerung im arabischen Raum sucht wieder nach Möglichkeiten ihr Geld anzulegen. Da es in einigen Regionen des Mittleren Ostens Konflikte gibt und im fernen Ausland zu investieren nicht mehr attraktiv ist, rückt Dubai wieder in den Fokus, um sich den Traum vom eigenen Feriendomizil zu erfüllen.
Erstaunlich sind auch das geringere Wirtschaftswachstum in Brasilien oder der erhebliche Infrastrukturboom in Malaysia. Auch in Indonesien bahnt sich eine starke Baukonjunktur an, da dieses große Land mit steigender Wirtschaftskraft einen riesigen Nachholbedarf hat.
Dies alles zeigt, dass es zahlreiche Veränderungen und Erwartungen in den Baumärkten gibt. Wer dabei sehr international aufgestellt ist und in vielen Regionen agiert, kann die vielen sich bietenden Chancen nutzen und den Risiken einigermaßen aus dem Weg gehen. Dies ist die Strategie der BAUER Gruppe, die wir konsequent weiterverfolgen werden.
In der Summe sehen unsere Unternehmen so bei allen Störungen auch in der Zukunft ausreichend Chancen, um die weiter ambitionierten Wachstumsziele umsetzen zu können. Das wird auch mit Schwankungen verbunden sein, aber insgesamt ist die BAUER Gruppe auf eine Erhöhung der Leistung eingestellt.
Um stetig neue Chancen zu generieren, müssen auch unsere Unternehmen immer wieder Wagnisse bei Neuentwicklungen eingehen. Es ist dabei zunächst unsicher, ob man schnell, mit Zeitverzögerung oder auch gar nicht erfolgreich sein wird. Die Themen, die sich für neue Leistungen auf unserem Arbeitsgebiet derzeit anbieten, sind vielfältig. Immer gewaltigere Infrastrukturbauten benötigen Bauverfahren, die größere und tiefere Elemente qualitativ hochwertig erstellen können. Dazu müssen neue und größere Maschinen hergestellt und immer genauere Messverfahren entwickelt werden, mit denen man in der Lage ist, die Qualität der erstellten Produkte nachzuprüfen.
In Deutschland wird die Energiewende in den kommenden Jahren eine große Rolle für den Bausektor spielen. Alte Kraftwerke müssen erneuert, neue Kraftwerke gebaut werden. Speziell die vielen Möglichkeiten der Erzeugung erneuerbarer Energien durch Windkraft-, Biogas- oder Geothermieanlagen werden dem Bau viele Projektchancen eröffnen. Zusätzlich müssen Speichersysteme errichtet und Stromtrassen umfassend ausgebaut werden. Auch für unsere Unternehmen ergeben sich zahlreiche Chancen, da für viele Anlagen umfangreiche Gründungsmaßnahmen notwendig werden.
Insgesamt erwarten wir für die kommenden Jahre eine weltweit sehr wechselhafte Entwicklung, die aber in der Summe für den Bau ein stetiges Wachstum bedeuten wird. Der Spezialtiefbauanteil wird dabei, wie in den vergangenen Jahren, relativ stärker zunehmen, da die neuen Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen in immer anspruchsvollerem Umfeld, wie beengten Innenstadtverhältnissen, errichtet werden müssen.
Im Maschinengeschäft stellen die chinesischen Hersteller eine immer stärker werdende Konkurrenz dar. Bei den Standardpfahlbohrgeräten haben sie durch den riesigen Heimatmarkt und den dort verkauften Stückzahlen bereits eine dominierende Stellung erreicht. Den Vorteilen dieser Unternehmen durch geringere Kosten und staatliche Unterstützung können wir unsere langjährige internationale Erfahrung und Netzwerke entgegensetzen. Die Kostenvorteile werden im Übrigen nicht dauerhaft sein, denn das Gehaltsniveau der Arbeiter wird sich auch in China in Zukunft sicherlich erhöhen. Wir deutschen Hersteller müssen weiterhin mit herausragender Qualität und mit bestem Service die Kunden von der Leistungsfähigkeit von Bauer überzeugen. Bei großen Anstrengungen wird das gelingen, da unsere Unternehmen für besonders schwierige Baustellenverhältnisse überzeugendere Lösungen anbieten können.
Mit Blick auf die internationalen Märkte konnten unsere Unternehmen in vielen Bereichen der Welt bereits eine sehr gute Basis für das Jahr 2013 schaffen. So haben diese im Fernen Osten, den USA und auch in den arabischen Ländern sehr gute Auftragsbestände. Die Kurzfristigkeit der Bestellungen erfordern vom Gerätevertrieb große Anstrengungen zur Gewinnung der Aufträge. Wir erwarten aber, wie in den letzten Monaten, eine weitere Stabilität der Märkte auf schwach steigendem Niveau.
Zu der in der Summe positiven Entwicklung der Märkte kommen viele Stärken aus der Organisationsarbeit der vergangenen Jahre. In allen Bereichen unseres Konzerns haben wir eine stabile und starke Führungsmannschaft, die es gewohnt ist, mit den Unwägbarkeiten unseres Geschäfts umzugehen. Bei der Aufbauorganisation wurde in den letzten Jahren noch mehr Wert darauf gelegt, die Verantwortung so nah wie möglich an den jeweiligen Märkten zu orientieren und speziell im Entwicklungsbereich Gerätegruppen zu definieren, die gezielt mit hoher Innovationskraft betreut werden können.
Unsere IT-Strukturen haben wir weltweit weiter ausgebaut und die Software vereinheitlicht. So sind die Informationen jederzeit auf dem neuesten Stand und für eine effektive Steuerung verfügbar. Moderne Kommunikationssysteme, wie Videokonferenzanlagen und die Verknüpfung aller Kommunikationsprozesse, haben in den letzten Jahren geholfen, schnellere Entscheidungen mit breiterer Beteiligung unserer Fach- und Führungskräfte zu treffen.
In der Krise waren auch wir manchmal etwas unsicher, ob der Ausbau der Kapazitäten im Maschinenbau in den Boomjahren richtig war. Bei den heutigen Marktanforderungen sind wir davon aber voll überzeugt. Nur mit den Möglichkeiten, die uns der Ausbau der Werke bietet, können wir wieder ein weiter positives Wachstum vorantreiben. Wir können uns heute nun voll auf die Optimierung der Produktivität konzentrieren. Mit der erhöhten Auslastung der Kapazitäten entsteht kostenseitig ein wertvoller Hebelarmeffekt.
Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Im Bereich Resources werden wir erhebliche Anstrengungen unternehmen, um die Geschäfte weiter zu internationalisieren und deren Leistungsanteil zu erhöhen. Größere Akquisitionen sind derzeit nicht geplant, da wir nach den schwierigen Jahren unsere Kapitalbasis wieder stärken werden.
In der Summe blicken wir mit Zuversicht auf die künftige Entwicklung. Im Segment Bau sind wir in den meisten Regionen der Welt gut mit Aufträgen versorgt, so dass wir sowohl bei Leistung als auch beim Ergebnis eine Verbesserung der Zahlen planen. Im Maschinengeschäft erwarten wir, bei einem nur geringen Nachfrageanstieg, durch unsere neuen Produkte ebenfalls zulegen zu können. Im Segment Resources sind die Auftragsbestände sehr gut. Bei der Leistung erwarten wir gegenüber dem Vorjahr keinen Anstieg, da Großprojekte auslaufen. Das Ergebnis wird sich leicht verbessern, wobei die Endabwicklung eines Problemprojekts in Jordanien auch 2013 noch eine Belastung darstellen wird.
Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir für das Geschäftsjahr 2013 im Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von über 1,5 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit gut 30 Mio. EUR. Wegen der immer noch bestehenden Risiken aus volatilen Märkten und bei Großprojekten gehen wir nicht davon aus, das Ergebnis in der Summe im Konzern wesentlich steigern zu können. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 85 Mio. EUR.
Die Erwartungen für die BAUER AG spiegeln sich aufgrund der Holdingfunktion in der Prognose des Konzerns wider.
Wir gehen im Vergleich zum Vorjahr davon aus, dass es weniger Störungen geben wird, so dass wir uns deutlich besser auf die positive Weiterentwicklung unseres Geschäfts fokussieren können. Wir erwarten, dass das erste Quartal noch einen deutlichen Verlust für den Gesamtkonzern zeigen wird, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.
Für den Konzern erwarten wir für die Jahre 2013 und 2014 eine positive Entwicklung. Wir planen ein Wachstum zwischen 5 % und 10 % gemäß unserer Langfristplanungen. Beim Ergebnis gehen wir von einem entsprechenden Verlauf aus. Der Konzern ist breit genug aufgestellt, um auch weitere zu erwartende Störungen der Märkte austarieren zu können.
Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung gemeinsam die Zahlung einer gegenüber dem Vorjahr von 0,50 EUR auf 0,30 EUR je Aktie abgesenkten Dividende vorzuschlagen. In der Summe werden damit 5,1 Mio. EUR ausgeschüttet. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote - bezogen auf das Periodenergebnis nach Abzug der Ergebnisanteile von Minderheitsgesellschaftern der BAUER Gruppe - von etwa 21 %. In einem Jahr mit einem durch die zahlreichen Störungen deutlich niedrigeren als ursprünglich geplanten Gewinn sehen wir es als unumgänglich, die Ausschüttung an die Anteilseigner zu reduzieren. Da die derzeitige Wirtschaftssituation großen Einfluss auf die Finanzierung des Konzerns hat, ist dies auch zur Sicherung der Stabilität der BAUER Gruppe geboten. Wir wollen damit den Interessen unserer Aktionäre, aber auch denen des Unternehmens in verantwortlicher Weise nachkommen.
Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.
Schrobenhausen, den 28. März 2013
BAUER Aktiengesellschaft
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Bilanz zum 31. Dezember 2012
Aktiva
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| 31.12.2011 € |
31.12.2012 € |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.625.441,29 | 3.012.445,96 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 88.038,63 | 0,00 |
| 2.713.479,92 | 3.012.445,96 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 553.060,07 | 1.242.643,46 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.460.832,59 | 2.313.470,32 |
| 3.013.892,66 | 3.556.113,78 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 105.694.631,07 | 105.694.631,07 |
| 2. Beteiligungen | 1.000,00 | 1.000,00 |
| 105.695.631,07 | 105.695.631,07 | |
| 111.423.003,65 | 112.264.190,81 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 26.323,92 | 27.245,39 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.751,55 | 18.190,40 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 120.632.467,28 | 166.063.488,42 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.184,97 | 5.268,42 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.217.175,03 | 2.436.326,39 |
| 122.853.578,83 | 168.523.273,63 | |
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 236.299,50 | 1.628.802,26 |
| 123.116.202,25 | 170.179.321,28 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 823.196,21 | 1.007.651,55 |
| D. Aktive latente Steuern | 258.119,10 | 218.106,58 |
| 235.620.521,21 | 283.669.270,22 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2011 € |
31.12.2012 € |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 73.001.420,45 | 73.001.420,45 |
| II. Kapitalrücklage | 39.780.829,55 | 39.780.829,55 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1 Gesetzliche Rücklage | 12.000,00 | 12.000,00 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 15.088.000,00 | 15.088.000,00 |
| 15.100.000,00 | 15.100.000,00 | |
| IV. Bilanzgewinn | 22.590.906,89 | 27.448.332,51 |
| 150.473.156,89 | 155.330.582,51 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 4.604.652,00 | 4.913.261,00 |
| 2 Steuerrückstellungen | 0,00 | 325.692,00 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 1.599.793,26 | 918.829,16 |
| 6.204.445,26 | 6.157.782,16 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 49.506.112,26 | 80.000.012,28 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.047.786,27 | 845.018,40 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 26.987.095,35 | 38.833.188,93 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.359.749,34 | 2.502.685,94 |
| 78.900.743,22 | 122.180.905,55 | |
| D. Passive latente Steuern | 42.175,84 | 0,00 |
| 235.620.521,21 | 283.669.270,22 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
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| 2011 € |
2012 € |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 27.572.410,49 | 28.752.287,29 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 631.675,21 | 860.841,93 |
| 3. Materialaufwand | 28.204.085,70 | 29.613.129,22 |
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 378.407,66 | 400.599,13 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.390.227,99 | 801.138,72 |
| 4. Personalaufwand | 1.768.635,65 | 1.201.737,85 |
| a) Löhne und Gehälter | 10.883.402,76 | 11.618.663,57 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 2.267.755,03 | 2.214.317,71 |
| 13.151.157,79 | 13.832.981,28 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.093.329,83 | 2.990.424,49 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10.062.785,51 | 10.150.119,79 |
| Betriebliches Ergebnis | 128.176,92 | 1.437.865,81 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen | 7.821.000,00 | 10.296.000,00 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.679.212,53 | 8.056.743,48 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3.184.900,92 | 4.532.312,11 |
| Finanzergebnis | 10.315.311,61 | 13.820.431,37 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 10.443.488,53 | 15.258.297,18 |
| 10. Außerordentliche Aufwendungen | 140.568,00 | 140.568,00 |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 927.583,54 | 1.673.772,34 |
| 12. Sonstige Steuern | 16.819,00 | 21.031,22 |
| 13. Jahresüberschuss | 9.358.517,99 | 13.422.925,62 |
| 14. Gewinnvortrag | 23.579.463,98 | 22.590.906,89 |
| 15. Gewinnausschüttung | -10.278.600,00 | -8.565.500,00 |
| 16. Einstellung in Gewinnrücklagen | -68.475,08 | 0,00 |
| 17. Bilanzgewinn | 22.590.906,89 | 27.448.332,51 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012
I. Allgemeine Angaben
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (BAG), ist zum Bilanzstichtag 31.12.2012 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (BAG) ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.
II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung
Bilanzierung und Bewertung der Aktivpositionen
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 410 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe als Betriebsausgaben erfasst.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die flüssigen Mittel sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.
Bilanzierung und Bewertung der Passivpositionen
Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Januar 2013 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2012 5,04 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 4 % bis 5 % p.a. unterstellt.
Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 198.
In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.
Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen.
Der Prozentsatz für die Berechnung von latenten Steuern aus den Bewertungsunterschieden beträgt 28,0 % (Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer).
IV. Bilanzerläuterungen
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 12 und 13) dargestellt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 161.020 (Vorjahr: T€ 118.390), die mit Zinssätzen zwischen 4,25 % und 6,5 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 5.043 (Vorjahr: T€ 2.243) enthalten. Die Position enthält Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr von T€ 16.000 (Vorjahr T€ 0).
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt sowie die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 322 (Vorjahr: T€ 302), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 440 (Vorjahr T€ 440). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen.
Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sowie Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Anlagenspiegel
Entwicklung des Anlagevermögens 2012
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| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
Umbuchungen T€ |
31.12.2012 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 10.517 | 1.943 | 758 | 88 | 11.790 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 88 | 0 | 0 | -88 | 0 |
| 10.605 | 1.943 | 758 | 0 | 11.790 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 569 | 704 | 0 | 0 | 1.273 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7.833 | 1.195 | 1.695 | 0 | 7.333 |
| 8.402 | 1.899 | 1.695 | 0 | 8.606 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 105.695 | 0 | 0 | 0 | 105.695 |
| 2. Beteiligungen | 1 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| 105.696 | 0 | 0 | 0 | 105.696 | |
| 124.703 | 3.842 | 2.453 | 0 | 126.092 |
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| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2012 T€ |
Zugänge T€ |
Abgänge T€ |
31.12.2012 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.892 | 1.644 | 758 | 8.778 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7.892 | 1.644 | 758 | 8.778 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 16 | 14 | 0 | 30 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.372 | 1.332 | 1.684 | 5.020 |
| 5.388 | 1.346 | 1.684 | 5.050 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 13.280 | 2.990 | 2.442 | 13.828 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.012 | 2.625 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 88 |
| 3.012 | 2.713 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 1.243 | 553 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.313 | 2.461 |
| 3.556 | 3.014 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 105.695 | 105.695 |
| 2. Beteiligungen | 1 | 1 |
| 105.696 | 105.696 | |
| 112.264 | 111.423 |
Aktive latente Steuern
Hinsichtlich latenter Steuern sind folgende Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften bilanziert:
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| Rückstellung für Pensionen | T€ 702 |
| Rückstellung für Altersteilzeit | T€ 8 |
| Rückstellung für Jubiläumszuwendung | T€ -7 |
| Rückstellung für drohende Verluste aus Zinsderivaten | T€ 75 |
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital der BAUER AG beträgt unverändert zu Vorjahr € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt.
Die Stückaktien der Gesellschaft sind mit 48,19 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz.
Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 28. Juni 2012 beschlossen, die Satzung in Bezug auf § 4 Abs. 4 zu ändern. Durch die Änderung erhält der Vorstand die Ermächtigung, dass Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012/I). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Geschäftsjahr wurden aus dem genehmigten Kapital keine neuen Aktien ausgegeben.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juni 2010 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 23. Juni 2015 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die BAUER AG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781.
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils unverändert zum Vorjahr T€ 12 bzw. T€ 15.088.
Bilanzgewinn
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| € | |
|---|---|
| Stand 01.01.2012 | 22.590.906,89 |
| Ausschüttung für 2011 | -8.565.500,00 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0,00 |
| Gewinnvortrag | 14.025.406,89 |
| Jahresüberschuss 2012 | 13.422.925,62 |
| Stand 31.12.2012 | 27.448.332,51 |
Der Vorstand schlägt vor, eine Dividende für 2012 von € 0,30 je Aktie (€ 5.139.300,00) an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll in Höhe von € 22.309.032,51 auf neue Rechnung vorgetragen werden.
Rückstellungen
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.
Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2012 wurden T€ 141 als außerordentlicher Aufwand erfasst.
Die zum 31.Dezember 2012 verbleibende Unterdeckung beläuft sich auf T€ 1.685.
Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 227. Diese wurden mit einem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 197 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Tantiemen und Abfindungen mit T€ 450, Urlaubsverpflichtungen mit T€ 128 sowie Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 150.
Verbindlichkeiten
Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
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| Gesamtbetrag 2012 T€ |
Davon mit einer Restlaufzeit | Gesicherte Beträge T€ |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| <1 Jahr T€ |
1 - 5 Jahre T€ |
>5 Jahre T€ |
Art der Sicherung | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 80.000 | 0 | 80.000 | 0 | 80.000 | Gesamtschuldnerische Haftung |
| (49.506) | (21.006) | (21.000) | (7.500) | (49.500) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 845 | 845 | 0 | 0 | ||
| (1.048) | (1.048) | (0) | (0) | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 38.833 | 38.833 | 0 | 0 | ||
| (26.987) | (26.987) | (0) | (0) | |||
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 189 | 189 | 0 | 0 | ||
| (147) | (147) | (0) | (0) | |||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.503 | 2.503 | 0 | 0 | ||
| (1.360) | (1.360) | (0) | (0) | |||
| (davon aus Steuern) | 516 | 516 | 0 | 0 | ||
| (400) | (400) | (0) | (0) | |||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | 24 | 24 | 0 | 0 | ||
| (22) | (22) | (0) | (0) | |||
| Vorjahr | 122.181 | 42.181 | 80.000 | 0 | 80.000 | |
| (78.901) | (50.401) | (21.000) | (7.500) | (49.500) |
Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 1.141 (Vorjahr: T€ 883) Zinsen abgegrenzt und in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen, die erst nach dem Abschlussstichtag fällig sind.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 38.644 (Vorjahr: T€ 26.840).
Haftungsverhältnisse
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| 2011 T€ |
2012 T€ |
|
|---|---|---|
| Patronatserklärungen und Garantien | 200.521 | 151.099 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (195.887) | (146.757) |
| Schuldscheindarlehen | 142.500 | 111.500 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (142.500) | (111.500) |
| 343.021 | 262.599 |
Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, sind die Valutierungen zum 31. Dezember 2012 angegeben.
Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAG derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 395 (Vorjahr T€ 80).
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 28.752 (Vorjahr: T€ 27.572) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BMA, BST, SBN und BRE erbracht.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 861 und betreffen im Wesentlichen Kursgewinne mit T€ 407, Bonusgutschriften mit T€ 170 und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von T€ 274. Sowohl die Bonusgutschriften als auch die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt T€ 441.
Personalaufwand
In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 223) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste in Höhe von T€ 1.100 (Vorjahr T€ 678).
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
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| Durchschnitt | ||
|---|---|---|
| 2011 Anzahl | 2012 Anzahl | |
| --- | --- | --- |
| Lohnempfänger | 11 | 10 |
| Gehaltsempfänger | 236 | 256 |
| 247 | 266 | |
| Auszubildende | 26 | 23 |
| Leitende Angestellte | 3 | 3 |
| 276 | 292 |
Erträge aus Beteiligungen
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| 2011 € |
2012 € |
|
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 7.821.000,00 | 10.296.000,00 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (7.821.000,00) | (10.296.000,00) |
| 7.821.000,00 | 10.296.000,00 |
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 8.054 (Vorjahr T€ 5.674) solche von verbundenen Unternehmen.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die Position beinhaltet in Höhe von T€ 1.218 (Vorjahr T€ 398) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 449 (Vorjahr T€ 325).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
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| 2011 € |
2012 € |
|
|---|---|---|
| Steuern laufendes Geschäftsjahr | 972.262,18 | 1.671.056,85 |
| Steuern Vorjahre | -3.425,86 | 4.878,81 |
| latente Steuern | -41.252,78 | -2.163,32 |
| 927.583,54 | 1.673.772,34 |
Außerordentlicher Aufwand
Der außerordentliche Aufwand resultiert aus der Anwendung des Wahlrechts zur Zuführung des fünfzehnten Teils des Unterschiedsbetrags aus BilMoG-Umstellung zu den Pensionsrückstellungen im Geschäftsjahr 2012 nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.
VI. Sonstige Angaben
Corporate Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:
http://www.bauer.de/de/investor relations/corporate governance/declaration/index2.html
Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB
Zum Abschlussstichtag unterliegen die aktiven latenten Steuern mit T€ 218 gemäß § 268 Abs. 8 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 60.000 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 66.214) in fremder Währung gewährt sowie (T€ 763) in fremder Währung erhalten, welche als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten überwiegend designiert wurden.
Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.
Zum 31.12.2012 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen - bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüße berechnet.
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| Nominalvolumen | Marktwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
31.12.2011 T€ |
31.12.2012 T€ |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte (Verkauf Fremdwährung) | 42.304 | 66.214 | -2.163 | 622 |
| Devisentermingeschäfte (Kauf Fremdwährung) | 0 | -763 | 0 | -3 |
| Zinsswaps | 33.000 | 60.000 | -266 | -1.184 |
| Summe | 75.304 | 125.451 | -2.429 | -565 |
Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle Sicherungsgeschäfte.
Im Folgenden werden nur die Geschäfte dargestellt, die Teil von effektiven Bewertungseinheiten sind.
Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und - soweit möglich - Devisentermingeschäften und den oben genannten Grundgeschäften gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S. d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 5 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich über die nächsten 2 Jahre erwartet.
Alle zum Bilanzstichtag bei der BAG bestehenden Sicherungsinstrumente sind Teil von effektiven Bewertungseinheiten bis auf drei Devisentermingeschäfte (Nominalvolumen T€ 379 für den Verkauf von Fremdwährung, T€ 763 für den Kauf von Fremdwährung; Vorjahr: T€ 2.589 für den Verkauf von Fremdwährung), für welche die Grundgeschäfte wegfielen bzw. aufgrund zu kurzer Laufzeit keine Bewertungseinheiten gebildet wurden. Hierfür wurden Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 20 gebildet.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2012 auf T€ 65.834 (Vorjahr: T€ 39.715) bei beizulegenden Marktwerten von T€ 639 (Vorjahr: T€ -1.959). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2012 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 60.000 (Vorjahr: T€ 33.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden Marktwert von T€ -1.184 (Vorjahr: T€ -266) aus.
Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Risiken beträgt insgesamt T€ 545 (Vorjahr: T€ 2.429), d. h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag negative Wert- bzw. Zahlungsstromänderungen vermieden.
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich zu 48,19 % im Eigentum der Familie Bauer. Zum Bilanzstichtag 2012 bestehen im übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:
| ― | Die Henderson Global Investors Limited hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 24. Januar 2012 in Vertretung für die Meldepflichtigen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert: 1. dass die Henderson Global Investors Limited am 23. Januar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft unterschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 2,95 % hält (dies entspricht 505.881 Stimmrechten). 2,95 % der Stimmrechte (dies entspricht 505.881 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. 2. dass die Henderson Global Investors (Holdings) Plc am 23. Januar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft unterschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 2,95 % hält (dies entspricht 505.881 Stimmrechten). 2,95 % der Stimmrechte (dies entspricht 505.881 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. 3. dass die Henderson Group Plc am 23. Januar 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft unterschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 2,95 % hält (dies entspricht 505.881 Stimmrechten). 2,95 % der Stimmrechte (dies entspricht 505.881 Stimmrechten) werden Henderson Group Plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | Die Deutsche Bank AG London, London, United Kingdom hat der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 25. April 2012 gemäß § 21 Abs. 1, § 24 WpHG ("Wertpapierhandelsgesetz") mitgeteilt, dass der Prozentsatz der Stimmrechte von deren Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland an der BAUER Aktiengesellschaft die Schwelle von 3 % am 23. April 2012 unterschritten hat und nunmehr 2,91 % zu diesem Datum beträgt (dies entspricht 499.085 Stimmrechten). |
Organe der Gesellschaft
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Vorsitzender
Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Vorsitzender, Starnberg
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger, Neusäß
Mitglied des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main
Aufsichtsrat HeidelbergCement AG, Heidelberg, Mitglied
Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied
Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VvaG, Wiesbaden, Vorsitzender
Anteilseigner
Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen
Bauingenieur BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising
freiberuflicher Berater der Bilfinger Berger AG, Mannheim
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Diplom-Ingenieur (FH) Architektur,
freiberufliche Immobilienverwaltung und Bauberatung, Schrobenhausen
Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande
freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen
Aufsichtsratsvorsitzender Batenburg Beheer N.V., Rotterdam/Niederlande, Vorsitzender bis 20.05.2011
Aufsichtsratsvorsitzender Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande
Aufsichtsratsvorsitzender Winters Bouwen Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande
Aufsichtsratsvorsitzender Rabobank Breda, Breda/Niederlande
Aufsichtsratsvorsitzender Egeria Investments B.V., Amsterdam/Niederlande
Aufsichtsratsvorsitzender Holonite B.V., Tholen/Niederlande
Mitglied im Board des Rabobank Pensioenfonds, Utrecht/Niederlande
Aufsichtsratsvorsitzender ICTS Europe Holding B.V., Amsterdam/Niederlande
Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München
Bauingenieur im Ruhestand
Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel
Vorstandsmitglied der Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden
Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen
Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl, Schrobenhausen
Mitglied der Geschäftsleitung BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Regina Andel, Ellrid
Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen
Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 254 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:
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| 2011 T€ |
2012 T€ |
||
|---|---|---|---|
| Vorsitzender | |||
| Dr. Klaus Reinhardt | 38 | 38 | |
| Stellvertretender Vorsitzender | |||
| Robert Feiger | 27 | 27 | |
| Anteilseigner | |||
| Dr.-Ing. Dr.-Ing E.h. Karlheinz Bauer | 10 | 0 | |
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 10 | 20 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 18 | 18 | |
| Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer | 20 | 20 | |
| Gerardus N. G. Wirken | 20 | 20 | |
| Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster | 18 | 18 | |
| Arbeitnehmervertreter | |||
| Reinhard Irrenhauser | 9 | 18 | |
| Regina Andel | 9 | 18 | |
| Gerhard Piske | 9 | 0 | |
| Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald | 20 | 20 | |
| Ronald Hühne | 9 | 0 | |
| Dipl.-Ing. Walter Sigl | 18 | 18 | |
| Dipl.-Ing. Gerold Schwab | 19 | 20 | |
| 254 | 254 |
Vorstand:
| ― | Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten Aufsichtsrat Mannheimer Holding AG, Mannheim |
| ― | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Ressorts: Finanzen, Recht, Investor Relations, Facility Management, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt, Schrobenhausen Aufsichtsratsvorsitzender BAUER Resources GmbH Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsratsvorsitzender German Water & Energy (Private) Limited, Islamabad, Pakistan |
Die Hauptversammlung vom 28. Juni 2012 hat von ihrem Recht nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sich einstimmig gegen den individuellen Ausweis der Vorstandsbezüge ausgesprochen. Der Beschluss gilt gemäß § 286 Abs. 5 und § 314 Abs. 2 Satz HGB für höchstens fünf Jahre.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2012 T€ 1.389 (Vorjahr: T€ 1.420) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.019 (Vorjahr: T€ 980) fixe und T€ 370 (Vorjahr: T€ 440) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ -7 (Vorjahr: T€ 245).
Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das für den Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG (PricewaterhouseCoopers AG) für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
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| 2011 T€ |
2012 T€ |
|
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 202 | 198 |
| Steuerberatungsleistungen | 11 | 26 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 2 | 2 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 64 |
| 215 | 290 |
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des BAUER Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.
Schrobenhausen, 28. März 2013
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Dipl.-Betriebswirt Hartmut Beutler
Aufstellung zum Anteilsbesitz zum 31.12.2012
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| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Kurs PDK |
Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital (Landeswährung) |
Gesamtergebnis (Landeswährung) |
Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€ |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | |||||||
| 1.1 Inland | |||||||
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 43.638.266 | 239.747 | 237 | |
| 1.1.1.1 Inland | |||||||
| 1.1.1.1.1 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.813.568 | 285.524 | 286 | |
| 1.1.1.1.2 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 109.425 | 1.019 | 1 | |
| 1.1.1.2 Ausland | |||||||
| 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H, Wien, Österreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.520.394 | -1.101.339 | -1.101 | |
| 1.1.1.2.1.1 BAUER Spezialtiefbau CR s.r.o., Prag, Tschechien | CZK | 0,0397 | 100,00 | -8.572.000 | 40.000 | 2 | |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Beverley, Großbritannien | GBP | 1,2326 | 100,00 | 2.677.205 | 742.018 | 915 | |
| 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Warrington, Großbritannien | GBP | 1,2326 | 100,00 | 28.833 | 4.219 | 5 | |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia | MYR | 0,2514 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 0,8035 | 100,00 | 7.676.206 | 452.154 | 363 | |
| 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,0998 | 100,00 | 852.765 | -133.576 | -13 | |
| 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 0,2064 | 100,00 | 31.991.412 | 449.805 | 93 | |
| 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 0,7741 | 100,00 | 7.810.784 | 1.864.118 | 1.443 | |
| 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 0,1271 | 55,75 | 180.047.110 | 8.372.573 | 593 | |
| 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate For Technical Enginnering Works, Tripolis, Lybien | LYD | 0,6206 | 65,00 | -273.639 | -279.954 | -113 | |
| 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (unmittelbar) | IDR | 0,0001 | 95,00 | 71.441.516.837 | 32.961.615.385 | 2.569 | |
| 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 0,0035 | 100,00 | 190.252.000 | 1.208.000 | 4 | |
| 1.1.1.2.10 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien | RON | 0,2242 | 100,00 | 3.175.755 | -2.519.011 | -565 | |
| 1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.459.441 | 77.981 | 78 | |
| 1.1.1.2.11.1 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (mittelbar) | IDR | 0,0001 | 5,00 | 71.441.516.837 | 32.961.615.385 | 135 | |
| 1.1.1.2.11.2 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (mittelbar) | AOA | 0,0081 | 10,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.11.3 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pyt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (mittelbar) | INR | 0,0145 | 1,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.11.4 BAUER Contractors Ltd., Khartoum, Sudan (mittelbar) | SDG | 0,2186 | 1,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.12 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,0998 | 100,00 | 103.616.169 | 31.509.448 | 3.145 | |
| 1.1.1.2.12.1 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi M inh City, Vietnam (unmittelbar) | VND | 0,0000 | 100,00 | 4.246.687.409 | -69.281.122.475 | -2.569 | |
| 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 0,0184 | 100,00 | 61.317.578 | 972.982 | 18 | |
| 1.1.1.2.14 BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED, Auckland, Neuseeland | NZD | 0,6304 | 100,00 | 3.362 | -10.082 | -6 | |
| 1.1.1.2.15 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGL | 0,5113 | 100,00 | 1.750.000 | -548.000 | -280 | |
| 1.1.1.2.16 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.808.621 | 51.366 | 51 | |
| 1.1.1.2.17 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden, Schweiz | CHF | 0,8306 | 100,00 | 644.346 | 140.751 | 117 | |
| 1.1.1.2.18 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 264.477 | 200 | 0 | |
| 1.1.1.2.19 BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland | LVL | 1,4333 | 100,00 | 11.777 | -2.437 | -3 | |
| 1.1.1.2.20 BAUER Ukraine Ltd., Kiew, Ukraine | UAH | 0,0958 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.21 BAUER Contractors Co. Ltd., Khartuom, Sudan | SDG | 0,2186 | 99,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.22 BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama | USD | 0,7741 | 100,00 | 1.250.861 | 100.709 | 78 | |
| 1.1.1.2.22.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (mittelbar) | DOP | 0,0198 | 5,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.23 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2108 | 100,00 | 167.129.891 | 7.341.532 | 1.547 | |
| 1.1.1.2.23.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 0,2127 | 49,00 | 865.315 | -127.227 | -27 | 2) |
| 1.1.1.2.24 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 100,00 | 21.902.000 | 5.883.000 | 147 | |
| 1.1.1.2.25 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (unmittelbar) | AOA | 0,0081 | 90,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.26 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 0,7749 | 100,00 | 6.255.690 | 1.244.057 | 964 | |
| 1.1.1.2.27 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 0,0250 | 49,00 | 7.371.147 | -141.123 | -4 | 3) |
| 1.1.1.2.27.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) | THB | 0,0250 | 51,00 | 118.851.729 | 183.317 | 2 | |
| 1.1.1.2.27.2 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) | THB | 0,0250 | 50,04 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.28 BAUER Fondations Spéciales EURL, Rouiba-Alger, Algerien | DZD | 0,0100 | 100,00 | 6.806.436 | -20.859.639 | -208 | |
| 1.1.1.2.29 BAUER Specialised Foundation Contractor India Pyt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (unmittelbar) | INR | 0,0145 | 99,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.30 BAUER Special Foundations (Pty) Ltd., Johannesburg, Südafrika | ZAR | 0,0945 | 100,00 | 1.603.773 | 597.206 | 56 | |
| 1.1.1.2.31 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,7741 | 100,00 | 14.463.708 | 203.757 | 158 | |
| 1.1.1.2.32 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) | THB | 0,0250 | 49,00 | 118.851.729 | 183.317 | 2 | |
| 1.1.1.2.33 OOO BAUER SOCHI, Sotschi, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.34 BAUER Georgia Foundation Specialist LLC, Tiflis, Georgien | GEL | 0,4682 | 100,00 | 3.994.732 | -214.935 | -101 | |
| 1.1.1.2.35 BAUER Cimentaciones Costa Rica Suciedad Anomina, San Jóse, Costa Rica | CRC | 0,0015 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.36 BAUER Dam Contractors International LIMITED, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2108 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.37 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (unmittelbar) | DOP | 0,0198 | 95,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.38 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0052 | 100,00 | 2.619.894 | 1.083.371 | 6 | |
| 1.1.1.2.39 BAUER Dam Rehabilitation Contractor FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2108 | 100,00 | - | - | - | 5) |
| 1.1.1.2.40 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien | COP | 0,0004 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.1.2.41 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama | PAB | 0,7741 | 100,00 | - | - | - | 5) |
| 1.1.1.2.42 Mosul for Dam Maintenance LLC, Baghdad, Irak | IQD | 0,0007 | 100,00 | 5) | |||
| 1.1.1.2.43 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC | IQD | 0,0007 | 100,00 | 5) | |||
| 1.1.1.2.44 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC | AED | 0,2108 | 49,00 | 1.485.774 | 887.197 | 92 | |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 147.566.930 | 19.930.771 | 19.731 | |
| 1.1.2.1 Inland: | |||||||
| 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 20.717.191 | 1.011.196 | 1.011 | |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 5.558.922 | 515.664 | 516 | |
| 1.1.2.1.3 BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 195.068 | 3.190 | 3 | |
| 1.1.2.1.3.1 Inland | |||||||
| 1.1.2.1.3.2 Ausland | |||||||
| 1.1.2.1.3.2.1 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (mittelbar) | TRY | 0,4321 | 1,00 | 3.924.275 | 1.013.734 | 4 | |
| 1.1.2.1.3.2.2 BAUER Equipment India Private Limited, Mumbai, Indien (mittelbar) | INR | 0,0145 | 1,00 | 41.072.095 | -204.506 | 0 | |
| 1.1.2.1.3.2.3 BAUER Brasil Comèrcio de Equipamentos Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (mittelbar) | BRL | 0,3954 | 1,00 | 299.587 | -63.692 | 0 | |
| 1.1.2.1.4 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.928.455 | 113.722 | 114 | |
| 1.1.2.1.5 MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 74,00 | 828.576 | -1.056.121 | -782 | |
| 1.1.2.1.6 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.757.111 | 554.976 | 555 | |
| 1.1.2.1.7 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 75,00 | 4.157.582 | -435.892 | -327 | |
| 1.1.2.1.8 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 90,00 | 6.487.556 | 2.387.556 | 2.149 | |
| 1.1.2.1.9 ABS Trenchless GmbH, Olpe, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | -100.837 | -281.980 | -282 | |
| 1.1.2.1.10 Hausherr System Bohrtechnik GmbH, Unna, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 24.649 | -304.207 | -304 | |
| 1.1.2.2 Ausland | |||||||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 21.786.000 | 5.705.000 | 5.705 | |
| 1. 1.2.2.1. 1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.358.515 | 390.630 | 391 | |
| 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (mittelbar) | HKD | 0,0998 | 0,12 | 7.437.855 | 1.468.359 | 0 | |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 0,0262 | 99,88 | 6.054.878 | 1.614.875 | 42 | |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 0,1229 | 100,00 | 112.494.560 | 9.080.592 | 1.116 | |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (unmittelbar) | HKD | 0,0998 | 99,88 | 7.437.855 | 1.468.359 | 146 | |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Kuala Lumpur, Malaysia | MYR | 0,2514 | 100,00 | 32.699.596 | 10.468.898 | 2.632 | |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1229 | 100,00 | 68.245.021 | 2.915.077 | 358 | |
| 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1229 | 100,00 | 8.933.810 | 339.393 | 42 | |
| 1. 1.2.2.2 BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko | MXP | 0,0589 | 100,00 | 1.302.330 | 1.268.463 | 75 | |
| 1.1.2.2.3 BAUER America Latina S.A., Lima, Peru | PEN | 0,2939 | 100,00 | 13.482 | 0 | 0 | |
| 1.1.2.2.4 BAUER Cimentaciones Y Equipos, S.A., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 467.214 | -16.702 | -17 | |
| 1. 1.2.2.5 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | YEN | 0,0097 | 100,00 | 3.969.588 | -34.852.898 | -337 | |
| 1.1.2.2.6 TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.369.517 | 11.375 | 11 | |
| 1.1.2.2.7 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2108 | 100,00 | 2.243.563 | -555.828 | -117 | |
| 1.1.2.2.8 BAUER-Pileco Inc., Houston, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,7741 | 100,00 | 12.060.866 | 238.040 | 184 | |
| 1.1.2.2.9 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 65,00 | 164.700.000 | 21.517.535 | 349 | |
| 1.1.2.2.10 OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 100,00 | 515.000 | 311.000 | 8 | |
| 1.1.2.2.11 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 55,00 | 55.292.704 | 15.392.433 | 211 | |
| 1.1.2.2.12 FAMBO Sweden AB, Esllöv, Schweden | SEK | 0,1152 | 100,00 | 2.326.828 | 400 | 0 | |
| 1.1.2.2.13 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 884.874 | -99.522 | -100 | |
| 1.1.2.2.14 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 1,2326 | 100,00 | 1.129.139 | 282.218 | 348 | |
| 1.1.2.2.15 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (unmittelbar) | TRY | 0,4321 | 59,00 | 3.924.275 | 1.013.734 | 258 | |
| 1.1.2.2.16 BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,7741 | 100,00 | 6.814.095 | -1.391.496 | -1.077 | |
| 1.1.2.2.17 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 0,0250 | 100,00 | 39.390.150 | -30.096.545 | -752 | |
| 1.1.2.2.18 BAUER Masinlari Aserbaycan MMC, Baku, Aserbaidschan | AZN | 0,9865 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.2.2.19 BAUER Equipment India Private Limited, Mumbai, Indien (unmittelbar) | INR | 0,0145 | 99,00 | 41.072.095 | -204.506 | -3 | |
| 1.1.2.2.20 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 0,0958 | 100,00 | - | - | - | 4) |
| 1.1.2.2.21 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Mitchelton, Australien | AUD | 0,8035 | 75,00 | 22.004 | -230.040 | -139 | |
| 1.1.2.2.22 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,3954 | 60,00 | 383.840 | -103.828 | -25 | |
| 1.1.2.2.23 BAUER Brasil Comèrcio de Equipamentos Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (unmittelbar) | BRL | 0,3954 | 99,00 | 299.587 | -63.692 | -25 | |
| 1.1.2.2.24 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | BWP | 0,1018 | 51,00 | 29.709.196 | -3.290.804 | -171 | |
| 1.1.2.2.25 BAUER MASZYNY POLSKA Sp.z.o.o., Warschau, Polen | PLN | 0,2397 | 100,00 | 1.490.457 | 1.161.857 | 279 | |
| 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 17.033.540 | -749.165 | -742 | |
| 1.1.3.1 Inland: | |||||||
| 1.1.3.1.1 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 305.756 | 24.950 | 25 | |
| 1.1.3.1.2 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 103.609 | 13.593 | 14 | |
| 1.1.3.2 Ausland: | |||||||
| 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | RUB | 0,0250 | 49,00 | 11.717.743 | 2.590.937 | 32 | |
| 1.1.3.2.2 SCHACHTBAU Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien | RON | 0,2242 | 100,00 | -553.662 | -252.234 | -57 | |
| 1.1.3.2.3 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0052 | 50,00 | -47.182.550 | -27.962.684 | -73 | |
| 1.1.3.2.4 SCHACHTBAU Espana, Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 100,00 | -19.823 | -16.627 | -17 | |
| 1. 1.3.2.4 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) | THB | 0,0250 | 49,96 | -4.016.755 | -2.609.541 | -33 | |
| 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 1.063.436 | -590.074 | -584 | |
| 1.1.4.1 Inland: | |||||||
| 1.1.4.1.1 SPESA Korrosionsschutz und Beschichtungen GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 65.214 | 4.679 | 5 | |
| 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 581.481 | -15.757 | -16 | |
| 1.1.6. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 32.619.327 | 1.319.768 | 1.307 | |
| 1.1.6.1 Inland: | |||||||
| 1.1.6.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 10.545.348 | 310.446 | 310 | |
| 1.1.6.1.1.1 Inland | |||||||
| 1.1.6.1.1.2 Ausland | |||||||
| 1.1.6.1.1.2.1 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (mittelbar) | CLP | 0,0016 | 0,01 | 1.014.960.562 | -1.406.515 | 0 | |
| 1.1.6.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 76.224 | -1.246 | -1 | |
| 1.1.6.1.3.1 Inland | |||||||
| 1.1.6.1.3.2 Ausland | |||||||
| 1.1.6.1.32.1 GWE Pol-Sud Sp.z.o.o.. Lodz, Polen | PLN | 0,2397 | 100,00 | 8.541.408 | -1.366.562 | -328 | |
| 1.1.6.1.3.2.2 GWE PESA ENGINEERING, S.A., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 874.188 | -43.391 | -43 | |
| 1.1.6.1.4 GWE Prakla Servces GmbH, Peine-Stederdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 244.901 | 64.915 | 65 | |
| 1.1.6.1.5 HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 282.695 | 22.736 | 23 | |
| 1.1.6.1.6 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 12.850 | 1.117 | 1 | |
| 1.1.6.1.7 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 233.376 | 440.581 | 441 | |
| 1.1.6.1.8 BAUER Water GmbH, Dunningen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 837.512 | -1.702.651 | -1.703 | |
| 1.1.6.1.9 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 75,50 | 834.092 | -706.128 | -533 | |
| 1.1.6.1.10 GWE GF-Tec GmbH, Rödermark, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 80,00 | 165.255 | 1.437 | 1 | |
| 1.1.6.1.11 hydesco24 GmbH, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 60,00 | 18.432 | -22.268 | -13 | |
| 1.1.6.2 Ausland | |||||||
| 1.1.6.2.1 BAUER Resources Australia Pty Limited, Sydney, Australien | AUD | 0,8035 | 100,00 | -811.850 | -171.917 | -138 | |
| 1.1.6.2.2 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 0,7749 | 100,00 | 4.073.975 | 139.260 | 108 | |
| 1.1.6.2.3 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Johannesburg, Südafrika | ZAR | 0,0945 | 100,00 | 9.413.318 | -830.051 | -78 | |
| 1.1.6.2.3.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 0,0957 | 100,00 | 2.349.264 | 251.617 | 24 | |
| 1. 1.6.2.3.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika | ZAR | 0,0945 | 100,00 | 1.804.254 | 71.919 | 7 | |
| 1.1.6.2.4 BAUER Resources Hungary Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 0,0035 | 100,00 | 36.064.000 | 2.470.000 | 9 | |
| 1.1.6.2.5 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 145.280 | 3.952 | 4 | |
| 1.1.6.2.6 BAUER Resources UK Ltd., Wigan, Großbritannien | GBP | 1,2326 | 100,00 | 22.000 | 0 | 0 | |
| 1.1.6.2.7 FORALITH Holding AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 0,8306 | 100,00 | 614.103 | 383.625 | 319 | |
| 1.1.6.2.7.1 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) | CHF | 0,8306 | 100,00 | 65.001 | 51.847 | 43 | |
| 1.1.6.2.7.2 FORALITH Equipment AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) | CHF | 0,8306 | 100,00 | -972.063 | 293.630 | 244 | |
| 1.1.6.2.7.2.1 FORALITH Bohrtechnik AG, St. Gallen, Schweiz (unmittelbar) | CHF | 0,8306 | 100,00 | 771.286 | 766.561 | 637 | |
| 1.1.6.2.7.2.1.1. Foralith Bohrtechnik d.o.o., Serbien | RSD | 0,0088 | 100,00 | -3.627.900 | -3.628.000 | -32 | |
| 1.1.6.2.8 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2108 | 49,00 | 6.516.193 | 1.611 | 0 | 1) |
| 1. 1.6.2.9 GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan | PKR | 0,0083 | 90,00 | 184.649.800 | -37.836.914 | -281 | |
| 1.1.6.2.10 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 2,0096 | 70,00 | 8.037.507 | 6.027.930 | 8.480 | |
| 1.1.6.2.11 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 0,0035 | 93,00 | 253.624.000 | 10.015.000 | 32 | |
| 1.1.6.2.12 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien | USD | 0,7741 | 100,00 | 10.369.521 | -476.849 | -369 | |
| 1.1.6.2.12.1 Site Group for Servces and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 0,7741 | 60,00 | 21.823.270 | -8.279.339 | -3.845 | |
| 1.1.6.2.12.1.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina | USD | 0,7741 | 100,00 | -2.481.655 | -2.709.691 | -2.098 | |
| 1.1.6.2.12.1.2 Site Drilling Ltd. Co., Nikosia, Zypern | USD | 0,7741 | 100,00 | 1.369.119 | 749.015 | 580 | |
| 1.1.6.2.13 BAUER Ingenieria Medioambiental S.A., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 100,00 | -84.924 | 18.879 | 19 | |
| 1.1.6.2.14 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana | GHS | 0,4163 | 100,00 | 137.683 | -146.488 | -61 | |
| 1.1.6.2.15 GWE Togo S.A., Lomé Togo | XOF | 0,0015 | 85,00 | 50.000.000 | 0 | 0 | |
| 1.1.6.2.16 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (unmittelbar) | CLP | 0,0016 | 99,99 | 1.014.960.562 | -1.406.515 | -2 | |
| 1.1.6.2.16.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0016 | 60,00 | 938.778.577 | 45.220.127 | 43 | |
| 1.1.6.2.17 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 98.980 | -17.135 | -17 | |
| 1.1.6.2.18 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Casablanca, Marokko | MAD | 0,0901 | 100,00 | -3.017.583 | -3.297.583 | -297 | |
| 1.2 Ausland | |||||||
| 1.2.1. BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 0,0145 | 100,00 | 24.480.616 | 5.525.755 | 80 | |
| 2. Assoziierte Unternehmen | |||||||
| 2.1 Inland | |||||||
| 2.1.1 Wöhr + Bauer GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 33,33 | 26.868.596 | 15.846.785 | 5.282 | |
| 2.1.1.1 Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 10.000 | 27.807.237 | 27.807 | |
| 2.1.1.2 Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 30.954 | 890 | 1 | |
| 2.1.1.3 WöHR + BAUER PARKING GmbH, Ettlingen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 80,00 | - | - | - | 4) |
| 2.1.2 NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft m.b.H., Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 25,00 | 3.391.816 | 1.069.354 | 267 | |
| 2.1.3 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 30,00 | 142.790 | 35.911 | 11 | |
| 2.2 Ausland | |||||||
| 2.2.1 TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 30,00 | 9.234.779 | 163.115 | 49 | |
| 2.2.2 NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 0,7749 | 50,00 | 22.805 | -83.817 | -32 | |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | |||||||
| 3.1 Inland | |||||||
| 3.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 33,33 | - | - | - | 4) |
| 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | 76.846 | 2.588 | 1 | |
| 3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | 14.569 | 2.858 | 1 | |
| 3.1.3.1 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen GmbH & Co. KG, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | 1.006 | 665 | 0 | |
| 3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 4,67 | - | - | - | 4) |
| 3.2 Ausland | |||||||
| 3.2.1 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Flöderation | RUB | 0,0250 | 15,00 | - | - | - | 4) |
Kommentare:
1) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
2) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
3) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
4) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
5) Gesellschaft befindet sich noch in Gründung
Erklärung des Vorstands (Rechnungslegung)
Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 37 v Abs. 2 WpHG
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 28. März 2013
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Prof. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker
Dipl.-Betriebswirt Hartmut Beutler
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, den 28. März 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dagmar Liphardt, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats 2012
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2012 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und ihn bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Er hat sich intensiv mit der Lage und den Perspektiven des Unternehmens befasst und dabei die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.
Der Vorstand ist seinen Informationspflichten in unseren Sitzungen sehr ausführlich, zeitnah und umfassend nachgekommen. Er hat den Aufsichtsrat schriftlich und mündlich über den Gang der Geschäfte, die Lage der Gesellschaft und des Konzerns sowie über die Strategie und Planung des Unternehmens unterrichtet. Dies beinhaltete auch Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planungen. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.
Auf diese Weise war der Aufsichtsrat stets über die beabsichtigte Geschäftspolitik, die Unternehmensplanung einschließlich Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die Rentabilität der Gesellschaft und den Gang der Geschäfte sowie die Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsratsvorsitzende begleitete den Vorstandsvorsitzenden erneut bei Reisen zu Tochterfirmen ins Ausland, um sich vor Ort einen Eindruck über die Geschäftsentwicklung und die angewendeten Abwicklungsprozesse zu verschaffen.
Seit den Neuwahlen im Jahr 2011 gab es keine Veränderungen in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse.
Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum
Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen statt. Bis auf eine Sitzung, in der ein Aufsichtsratsmitglied fehlte, nahmen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teil. Zur Vorbereitung auf die jeweiligen Sitzungen wurden die Teilnehmer anhand einer umfangreichen Berichtsunterlage seitens des Vorstands über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die bilanzielle Entwicklung und die Unternehmensplanung informiert. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis der schriftlichen und mündlichen Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nutzten stets die Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen.
In der Bilanzsitzung zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2011 wurden der Jahres- und Konzernabschluss, die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Weitere Schwerpunkte der Sitzung waren neben der Liquiditätssituation bei einzelnen Großprojekten die Vorbereitung der anstehenden Hauptversammlung, die Geschäftsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr sowie das Vergütungssystem und die Vergütung für die Vorstandsmitglieder. In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Zwischenbericht zum ersten Quartal des Jahres 2012, mit der Geschäftsentwicklung des Konzerns im laufenden Jahr und mit der Vergütung von Nachtragsleistungen bei einzelnen größeren Bauprojekten befasst sowie die Entwicklung der Verschuldungsquote im Zusammenhang mit den Financial Covenants behandelt. Weiter ließ sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die Interne Revision in der Unternehmensgruppe Bericht erstatten. In seiner Septembersitzung, welche mit einem Besuch einer Werksanlage in Schrobenhausen verknüpft wurde, hat sich der Aufsichtsrat detaillierter mit der Geschäftsentwicklung zweier Konzerngesellschaften befasst. Weiter wurden der Halbjahresfinanzbericht und die Einhaltung der Financial Covenants behandelt und der mittelfristigen Konzernbilanzplanung wurde zugestimmt. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde im Schwerpunkt auf die Ergebnis- und Finanzierungssituation sowie die Ergebnisplanung des Konzerns eingegangen. Der Jahresplanung für das Jahr 2013 haben wir zugestimmt. Zudem wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Tantiemerahmen behandelt.
Arbeit in den Ausschüssen
Im Geschäftsjahr 2012 gab es vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss entsprechend seiner Aufgabenstellung nicht zusammentreten mussten. Die Ausschussvorsitzenden haben in den Plenumssitzungen regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse berichtet. Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Anwesenheit aller Mitglieder statt.
Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Tantiemerahmen behandelt.
Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr zwei Telefonkonferenzen und drei Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit für das Geschäftsjahr 2012 vorbereitet. Außerdem hat der Prüfungsausschuss die Finanzierungssituation des Konzerns sowie die Risikobeurteilung und Liquiditätssituation bei einzelnen Großprojekten hinterfragt und die Maßnahmen zur Reduktion der Verschuldung beratend begleitet. Weiter wurden dem Prüfungsausschuss in einer Schwerpunktsitzung die Aufnahmen und Dokumentationen zum internen Kontrollsystem und durchgeführte Prüfungshandlungen zur Compliance in der Unternehmensgruppe vorgestellt. Der Ausschuss hat sich mit der Beurteilung von Risiken anhand eines Risiko-Kompasses und mit dem Risikomanagementsystem befasst.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2012
Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2012 und der Konzernabschluss sowie die zugehörigen Lageberichte wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an den entsprechenden Sitzungen des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats teilgenommen.
Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Konzernlageberichts haben wir das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Es bestanden keine Einwände. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 9. April 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Lagebericht sowie dem Konzernlagebericht stimmte der Aufsichtsrat inhaltlich zu. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.
Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihren großen Einsatz und die im abgelaufenen Geschäftsjahr geleistete Arbeit.
Schrobenhausen, April 2013
Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender
Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns 2012
Das Geschäftsjahr der BAUER AG schließt mit einem Bilanzgewinn von € 27.448.332,51 (Vorjahr € 22.590.906,89).
Der Vorstand schlägt in Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, eine Dividende für 2012 von € 0,30 je Aktie (€ 5.139.300,00) an die Aktionäre auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn in Höhe von € 22.309.032,51 soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.