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Bauer AG — Interim / Quarterly Report 2022
Aug 11, 2022
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Interim / Quarterly Report
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Publication

BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 30.06.2022
Halbjahresfinanzbericht
zum 30. Juni 2022
Auf einen Blick
KONZERNKENNZAHLEN
| in Mio. EUR | 6M/2021 | 6M/2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 767,4 | 841,4 | 9,6 % |
| Umsatzerlöse | 685,5 | 762,1 | 11,2 % |
| Auftragseingang | 884,3 | 985,3 | 11,4 % |
| Auftragsbestand | 1.279,4 | 1.508,4 | 17,9 % |
| EBITDA | 66,4 | 69,0 | 4,0 % |
| EBIT | 15,3 | 12,4 | -18,9 % |
| Ergebnis nach Steuern | -5,6 | 12,4 | n/a |
| Bilanzsumme | 1.650,5 | 1.783,9 | 8,1 % |
| Eigenkapital | 450,4 | 536,2 | 19,1 % |
| Mitarbeiter (Stichtag) | 11.728 | 11.821 | 0,8 % |
Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.
AUSBLICK
| in Mio. EUR | Ist 2021 | Prognose 2022 |
| Gesamtkonzernleistung | 1.538 | deutliche Steigerung |
| EBIT | 36 | deutliche Steigerung |
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Das Jahr 2022 ist aus wirtschaftlicher Sicht positiv gestartet. Es bestand insgesamt die berechtigte Hoffnung, dass es nach zwei Jahren, in denen die COVID-19-Pandemie zahlreiche wirtschaftliche Verwerfungen ausgelöst hatte, wieder zu einer Stabilisierung und Verbesserung kommen würde. Zwar waren die Lieferketten noch gestört und weiterhin durch die anhaltende Zero-Covid-Politik Chinas belastet, aber in fast allen anderen Länder der Welt normalisierte sich die Lage. Mit Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar dieses Jahres wurde die Welt jedoch vor eine neue große Herausforderung gestellt, die eine schnelle Stabiliserung der Weltwirtschaft zunichtegemacht hat. Eine ansteigende Inflation, die Rohstoffknappheit, volatile Materialpreise, Zinserhöhungen, Währungsschwankungen, anhaltende und verstärkte Lieferengpässe und vieles mehr sind nun die Folgen.
Dies alles führt dazu, dass die Weltwirtschaft derart verunsichert ist, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Erste Auswirkungen auf den Immobilienmarkt und die Börsen in Europa sind spürbar. Erste Unternehmen bereiten sich auf eine anhaltende Phase der Abschwächung vor. Verstärkt durch den Krieg in der Ukraine stehen Fragen hinsichtlich einer geopolitischen wie wirtschaftlichen Neuordnung im Mittelpunkt. China als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hält weiter an seiner strikten Zero-Covid-Strategie fest, erlebt einen dramatischen Rückgang des Immobilien- und Baumarktes und wird insgesamt immer mehr zum Risiko der weltwirtschaflichen Entwicklung. Zusätzlich bestehen die Konflikte und Herausforderungen in Syrien, dem Yemen, Afghanistan und Afrika insgesamt fort, rücken aber weitgehend in den Hintergrund. Abhängigkeiten von Märkten und Produkten werden neu bewertet, ebenso wie politische Partnerschaften. Dies stellt die Wirtschaft vor große Entscheidungen hinsichtlich ihrer zukünftigen strategischen Ausrichtung. Zusätzlich herrscht in der westlichen Welt ein enormer Bedarf an Fachkräften, der schon heute nicht mehr gedeckt werden kann. Schnelle Lösungen für diese Herausforderungen sind derzeit nicht zu erkennen.
Zudem sind Themen wie der Klimawandel, ESG, EU-Taxonomie, die Reduzierung von CO2-Emissionen sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien wieder in den Vordergrund gerückt und erfordern von Unternehmen und der Weltwirtschaft eine erhebliche strategische Neuausrichtung bzw. -anpassung, um die für 2050 angestrebte Klimaneutralität zu erreichen. Ergänzt um das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und vielen anderen neuen und zusätzlichen regulatorischen Maßnahmen wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft auf dem Weltmakt zu einer immer größeren Herausforderung.
Unter diesen Rahmenbedingungen ist eine genauere Vorhersage der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den nächsten Monaten kaum möglich. Wann mit einer nachhaltigen Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen ist, bleibt ungewiss. Es bestehen berechtigte Sorgen, dass sowohl die USA als auch die Europäische Union in eine Rezession steuern. Die Auswirkungen von Zinsanstiegen, Inflation, Lieferkettenproblemen und die weitere Entwicklung der COVID-19-Pamdemie sind kaum abschätzbar.
Die Bauwirtschaft wird sich diesen Entwicklungen nicht entziehen können und es ist damit zu rechnen, dass es insbesondere in den westlichen Regionen der Welt zu verhalteneren Investitionen im Bausektor kommt. Dies gilt auch für China, wo eine deutliche Abkühlung der Baukonjunktur bereits eingetreten ist. Inwieweit dieser Entwicklung durch staatliche Investitionen in Infrastruktur entgegengewirkt werden kann, bleibt abzuwarten.
Mittel- und langfristig bieten der anhaltende Trend zur Urbanisierung und notwendige Investitionen in die Infrastruktur eine positive Perspektive für die Bauwirtschaft und die Hersteller von Maschinen für diesen Markt. Baumaßnahmen zur Erschließung erneuerbarer Energien sowie zur Anpassung an den Klimawandel werden eine verstärkte Rolle spielen. Die vor uns liegenden Herausforderungen zur CO2-Reduzierung schaffen zudem gute Rahmenbedingungen für Firmen mit Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Umwelttechnik, Geothermie und der effizienten Nutzung von Ressourcen.
Unsere Märkte im Überblick
Ungeachtet aller aktuellen Herausforderungen die Europa durch den Krieg Russlands gegen die Ukraine in besonderer Weise treffen, haben sich die europäischen Märkte im ersten Halbjahr weitestgehend robust und stabil gezeigt. Dies zeigt sich insbesondere in Deutschland und England, wo Investitionen in Infrastruktur, Projektentwicklungen und Bauaufträge der Industrie im ersten Halbjahr für einen guten und stabilen Baumarkt gesorgt haben. Auch Ungarn und Österreich entwickelten sich positiv. In Skandinavien und dem restlichen Westeuropa sind die Baumärkte ebenfalls auf niedrigem Niveau stabil.
Trotz hoher Inflation und Zinserhöhungen durch die US-Notenbank zeigt sich der Baumarkt in den USA im ersten Halbjahr sehr stabil. Aufträge der öffentlichen Hand in Infrastrukturmaßnahmen und Investitionen der Industrie beleben den Markt. Lediglich die hohe Nachfrage nach nicht ausreichend vorhandenem Personal erschwert die Leistungserbringung für viele Bauunternehmen. Ähnlich stabil zeigte sich der kanadische Markt. Die Baumärkte Mittel- und Lateinamerikas sind unverändert von einer schwachen Wirtschaftsentwicklung in den meisten Ländern beeinflusst. Vereinzelt gibt es größere Infrastrukturprojekte in der Region.
Der Nahe Osten hat sich als eine der ersten Regionen in der Welt von den Folgen der COVID-19-Pandemie erholt, und die Wirtschaft ist bereits sehr frühzeitig in den Normalmodus zurückgekehrt. Dennoch gab es keinen richtigen Aufschwung für die Baumärkte in der Region, die sich auf niedrigem aber stabilem Niveau entwickeln. Die deutlich höheren Rohstoffpreise für Öl und Gas lassen erwarten, dass in Zukunft die Investitionstätigkeiten wieder ansteigen werden. Saudi-Arabien verzeichnet in der Region eine Sonderkonjunktur durch gezielte staatliche Investitionen in eine größere Anzahl von Mega-Infrastrukturprojekten.
Die Region Asien-Pazifik leidet am längsten an den Folgen der COVID-19-Pandemie und den Einschränkungen, welche erst im ersten Halbjahr 2022 schrittweise in den meisten Ländern gelockert wurden. Entsprechend spät und langsam erholt sich die Region, was auch für die Baumärkte gilt. Thailand, Singapur, Australien und die Philippinen konnten sich dabei schneller und stärker erholen als andere Märkte der Region, was sich auch positiv auf die dortige Baunachfrage ausgewirkt hat. China hält weiter an der Zero-Covid-Politik fest, was den Markt in Ergänzung zur dortigen Immobilienkrise weiter schwächt und für eine sehr niedrige Bautätigkeit sorgt. Indien hingegen ließ die Pandemie verhältnissmässig schnell hinter sich und Investitionen in große Infrastrukturprojekte sorgen für eine rege Nachfrage nach Bauleistungen mit auch mittelfristig guten Perspektiven. Grundsätzlich kann mit einer insgesamt wieder steigenden Baunachfrage in den Märkten Asiens gerechnet werden.
Baumärkte im Überblick
| Markt/Region | Marktumfeld | Auftragslage Bauer |
|---|---|---|
| Deutschland | - Insgesamt noch gute Marktsituation | - Guter Auftragsbestand, aber erste Anzeichen einer Abschwächung |
| Europa | - Westeuropa stabil, aber mit Abschwächungstendenzen - In Osteuropa langsame Entwicklung - Russland sehr schwach |
- Gute Auftragslage, vor allem durch Großprojekte |
| Nahost | - Langsame Erholung insbesondere durch wieder hohe Rohstoffpreise; Sonderkonjunktur in Saudi-Arabien | - Großprojekt in Jordanien erweitert - Gute Chancen in Saudi-Arabien |
| Asien-Pazifik | - Langsame Erholung, erste positive Entwicklungen in Ländern wie z.B. Thailand oder Singapur | - Sehr schwache Auftragslage in Malaysia; die weiteren Märkte erholen sich langsam bis deutlich |
| Amerika | - In USA großer Bedarf an Infrastruktur - In Südamerika vereinzelt größere Projekte |
- Hoher Auftragsbestand an öffentlichen Projekten in den USA - In Südamerika stabile Auftragslage |
| Afrika | - Vereinzelte Projekte - In Ägypten noch große Infrastrukturprojekte, aber mögliche Verlangsamung |
- Gute Auslastung in Ägypten - Insgesamt Fokus auf Einzelprojekte |
Die Baunachfrage in Afrika befindet sich weiter auf einem sehr niedrigen Niveau. Durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, des Krieges Russlands gegen die Ukraine sowie der Konflikte in der Region selbst, hat sich die Situation weiter verschlechtert. Auch perspektivisch ist keine Verbesserung der Baunachfrage auf dem afrikanischen Kontinent zu erkennen. Einzig Ägypten bildet hier eine Ausnahme, da erhebliche Investitionen der Regierung noch zu einer hohen Bautätigkeit führen.
Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und des Krieges Russlands gegen die Ukraine, wie die Inflation, Zinserhöhungen, Lieferengpässe, volatile Materialpreise und Logistikprobleme, ebenso wie der grundsätzliche Managel an Personal, stellen die Wirtschaft vor enorme Herausforderungen - zusätzlich zu der auch vorher schon bestehenden hohen Volatilität in den einzelnen Märkten der Welt. Eine Einschätzung über die weitere Entwicklung einzelner Märkte ist aktuell so schwierig wie selten zuvor. Aufgrund des anhaltend hohen Bedarfs für den Ausbau der Infrastruktur auf der ganzen Welt und der erhöhten Nachfrage nach Infrastruktur zur Erzeugung erneuerbarer Energien, sehen wir mittelfristig weiter wachsende Baumärkte, die uns gute Chancen bieten.
Wesentliche Ereignisse und Geschäfte
KONZERN
Die Gesamtkonzernleistung der BAUER Gruppe hat sich zum Ende des ersten Halbjahres 2022 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,6 % von 767,4 Mio. EUR auf 841,4 Mio. EUR erhöht. Dies war vor allem auf das Segment Maschinen zurückzuführen. Das EBIT lag mit 12,4 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 15,3 Mio. EUR.
Insgesamt verzeichnete die BAUER Gruppe ein erstes Halbjahr 2022, das in den einzelnen Segmenten sehr unterschiedlich verlief. Im Segment Maschinen setzte sich der positive Trend hinsichtlich Leistung, Ergebnis und Auftragseingang fort. Im Segment Bau konnte die Leistung zwar wie geplant leicht gesteigert werden, jedoch lag die Ergebnisentwicklung unter den Erwartungen. Das Segment Resources lag im ersten Halbjahr ebenfalls hinter den Planungen zurück.
Das Ergebnis nach Steuern des Konzerns verbesserte sich jedoch deutlich auf 12,4 Mio. EUR (Vorjahr: -5,6 Mio. EUR). Dies lag zum einen an der spürbaren Steigerung im Segment Maschinen, zum anderen hat sich das Finanzergebnis des Konzerns erheblich erhöht. Dabei hatten Zinssicherungsgeschäfte einen deutlich positiven Einfluss, da diese entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im Vergleich zum Jahresende 2021 sehr deutlich angestiegen sind, ergab sich im ersten Halbjahr ein erheblicher positiver Effekt auf das Nachsteuerergebnis in Höhe von 15,5 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: positiver Effekt von 1,6 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand im Konzern ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 17,9 % von 1.279,4 Mio. EUR auf 1.508,4 Mio. EUR angestiegen und liegt damit nochmals über dem zum Ende des ersten Quartals ausgewiesenen Rekordwert von 1.478,5 Mio. EUR. Dabei konnten die Auftragsbestände in allen drei Segmenten erheblich gesteigert werden. Der Auftragseingang erhöhte sich dabei um 11,4 % von 884,3 Mio. EUR auf 985,3 Mio. EUR.
SEGMENT BAU
| in Tausend EUR | 6M/2021 | 6M/2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 358.581 | 366.962 | 2,3 % |
| Umsatzerlöse | 336.298 | 345.368 | 2,7 % |
| Auftragseingang | 429.151 | 427.559 | -0,4 % |
| Auftragsbestand | 791.906 | 906.090 | 14,4 % |
| EBIT | 2.503 | -4.546 | n/a |
| Ergebnis nach Steuern | -5.475 | -4.144 | n/a |
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Bau lag mit 367,0 Mio. EUR um 2,3 % leicht über dem Vorjahr von 358,6 Mio. EUR. Das EBIT lag gegenüber der Vorjahresperiode von 2,5 Mio. EUR mit -4,5 Mio. EUR im negativen Bereich. Das Ergebnis nach Steuern betrug -4,1 Mio. EUR (Vorjahr: -5,5 Mio. EUR).
Insgesamt verzeichnete das Segment Bau ein durchwachsenes erstes Halbjahr. Die Leistungsentwicklung lag im Rahmen der Planungen, jedoch blieben die Ergebnisse hinter den Erwartungen zurück. Insgesamt war die operative Entwicklung in den meisten Märkten eher verhalten. Dazu belasteten insbesondere die Tochterfirmen in Kanada, Katar und Malaysia das Ergebnis durch eine deutliche Unterauslastung bzw. eine schwache operative Entwicklung. Auch fielen höhere Abschreibungen und Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Projekt zur Gründung eines Offshore-Windparks an.
Aufgrund der verhaltenen operativen Entwicklung wird stringent an der Optimierung der internationalen Aufstellung und der Ertragssteigerung gearbeitet. So wurden einige Märkten aufgegeben, die bei Bedarf von bestehenden Einheiten in der Region auf Einzelprojektbasis bearbeitet werden können. Beispiele hierfür sind Bulgarien, Vietnam, Bangladesch, Libanon oder Georgien.
Der Anstieg der Rohstoffpreise, insbesondere als Folge des russischen Kriegs gegen die Ukraine, macht bei manchen bestehenden Aufträgen Nachverhandlungen notwendig. Nach Möglichkeit werden Preisgleitklauseln zur Absicherung genutzt. Insgesamt können wir aber keinen wesentlichen Einfluss der Materialkostensteigerungen auf unser Geschäft im ersten Halbjahr 2022 feststellen.
Der Auftragsbestand ist im Segment Bau um 14,4 % von 791,9 Mio. EUR im Vorjahr auf 906,1 Mio. EUR deutlich angestiegen. Der Zuwachs ist vor allem auf neue Projekte in den USA sowie im Nahen Osten zurückzuführen. Der Auftragseingang lag mit 427,6 Mio. EUR auf Höhe des Vorjahreswerts von 429,2 Mio. EUR.
SEGMENT MASCHINEN
| in Tausend EUR | 6M/2021 | 6M/2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 314.438 | 376.736 | 19,8 % |
| Umsatzerlöse | 227.344 | 293.900 | 29,3 % |
| Auftragseingang | 363.164 | 422.509 | 16,3 % |
| Auftragsbestand | 167.582 | 223.572 | 33,4 % |
| EBIT | 8.438 | 19.389 | n/a |
| Ergebnis nach Steuern | 1.260 | 14.077 | n/a |
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen erhöhte sich zum Ende des ersten Halbjahres gegenüber Vorjahr um 19,8 % von 314,4 Mio. EUR auf 376,7 Mio. EUR. Das EBIT ist gegenüber dem Vorjahr von 8,4 Mio. EUR auf 19,4 Mio. EUR erheblich angestiegen, ebenso wie das Ergebnis nach Steuern, das sich von 1,3 Mio. EUR auf 14,1 Mio. EUR verbesserte.
Das Segment Maschinen verzeichnete ein sehr positives erstes Halbjahr 2022 und konnte den im vierten Quartal 2021 begonnenen positiven Trend hinsichtlich Leistung, Ergebnis und Auftragseingängen fortsetzen. Im ersten Halbjahr waren noch keine wesentlichen Auswirkungen auf das Bestellverhalten der Kunden infolge des russischen Kriegs gegen die Ukraine zu verzeichnen. Insgesamt zeigten sich die Absatzmärkte in Summe sehr stabil. Eine Ausnahme bildet nach wie vor China. Die strikte Zero-Covid-Politik erschwert allen ausländischen Unternehmen sowohl die Einreise als auch die Vertriebsaktivitäten in erheblichem Maße. Die Absatzzahlen lagen daher bislang auf sehr niedrigem Niveau und wir erwarten keine Verbesserung bis Jahresende.
Dennoch werden die aktuellen Auftragsbestände die Produktion auch in den nächsten Monaten gut auslasten. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Vorprodukten wurde durch deutliche Preiserhöhungen bei den Endprodukten entgegengewirkt. Inzwischen ist eine leichte Entspannung bei der Verfügbarkeit von Materialien und Teilen für die Produktion zu verspüren. Dennoch bleibt die Situation nach wie vor angespannt. In Summe gehen wir aus heutiger Sicht aber davon aus, dass wir die Lieferfähigkeit auch im zweiten Halbjahr aufrecht erhalten können.
Der Auftragsbestand ist um 33,4 % von 167,6 Mio. EUR im Vorjahr auf 223,6 Mio. EUR deutlich angestiegen.
Der Auftragseingang lag mit 422,5 Mio. EUR um 16,3 % über dem Vorjahreswert von 363,2 Mio. EUR.
SEGMENT RESOURCES
| in Tausend EUR | 6M/2021 | 6M/2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 138.166 | 133.804 | -3,2 % |
| Umsatzerlöse | 121.171 | 122.183 | 0,8 % |
| Auftragseingang | 135.731 | 171.343 | 26,2 % |
| Auftragsbestand | 319.909 | 378.695 | 18,4 % |
| EBIT | 4.771 | 163 | -96,6 % |
| Ergebnis nach Steuern | 2.927 | -1.432 | n/a |
Im Segment Resources lag die Gesamtkonzernleistung nach dem ersten Halbjahr mit 133,8 Mio. EUR um 3,2 % unter dem Vorjahr von 138,2 Mio. EUR. Das EBIT ist von 4,8 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern von 2,9 Mio. EUR auf -1,4 Mio. EUR gesunken.
Das Segment Resources ist planmäßig in das laufende Jahr gestartet, liegt jedoch nach dem ersten Halbjahr hinter den Erwartungen zurück. Beeinflusst wird die Ergebnisentwicklung vor allem durch den Bereich Bohrdienstleistungen. In Jordanien wurden zwei größere Projekte aufgrund fehlender Fördermittel in das nächste Jahr verschoben. Darüber hinaus haben wir entschieden, die lokale Präsenz in Südafrika aufzugeben, da sich die Marktchancen deutlich eingetrübt haben. In Summe erklärt sich die Ergebnisabweichung aus diesen beiden Effekten.
In den weiteren Geschäftsbereichen Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung zeigt sich eine gute operative Entwicklung mit teilweise sehr guten Ergebnissen. Materialengpässe und Preissteigerungen hatten dabei im ersten Halbjahr keinen wesentlichen Einfluss auf das Geschäft.
Der Auftragsbestand ist zum Ende des ersten Halbjahres um 18,4 % von 319,9 Mio. EUR auf 378,7 Mio. EUR angestiegen, was im Wesentlichen auf den Bereich Sanierung zurückzuführen war. Der Auftragseingang ist dabei um 26,2 % von 135,7 Mio. EUR auf 171,3 Mio. EUR gestiegen.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage wurden bereits im vorherigen Abschnitt beschrieben.
Die Bilanzsumme des Konzerns zum Ende des ersten Halbjahres 2022 betrug 1.783,9 Mio. EUR und lag damit um 8,1 % über dem Vorjahreswert von 1.650,5 Mio. EUR. Erhöhend wirkten auf der Aktivseite insbesondere die Steigerungen bei den Vertragsvermögenswerten (+35,7 Mio. EUR) sowie den Vorräten (+46,9 Mio. EUR).
Auf der Aktivseite hat sich die Position der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte auf Null reduziert. Den wesentlichen Anteil der Position im Vorjahr betraf ein Grundstück in den USA. Da der Verkauf bis Ende des Geschäftsjahres 2021 nicht erfolgte, wurde dieser Anteil wieder in die Sachanlagen umgegliedert, was diese Position um 34,8 Mio. EUR erhöhte. Den restlichen Wert der Position betraf ein kleines Grundstück der PRAKLA Bohrtechnik GmbH in Deutschland, dessen Verkauf im zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgte.
Das Eigenkapital hat sich von 450,4 Mio. EUR auf 536,2 Mio. EUR deutlich erhöht und lag sogar erheblich über dem Jahresendwert 2021 von 481,1 Mio. EUR. Erhöhend wirkten im Wesentlichen die Veränderungen bei der Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital (+23,8 Mio. EUR) sowie der Rücklage aus Pensionsverpflichtungen (+36,2 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote des Konzerns lag damit zum Ende des ersten Halbjahres 2022 bei 30,1 % (Vorjahr: 27,3 %).
Die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Summe um 17,8 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte sowie der Vorräte auf der Aktivseite der Bilanz zurückzuführen ist.
Chancen und Risiken
Wesentliche Chancen und Risiken wurden in diesem Bericht in den einzelnen Kapiteln aufgezeigt.
Im Übrigen ist keine wesentliche Veränderung der Risiken seit dem Geschäftsbericht zum 31. Dezember 2021 eingetreten.
Wir verweisen insofern auf den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021.
Ausblick auf das Jahresende
Der Ausblick für das Geschäftsjahr 2022 hat sich seit der Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2021 im April nicht verändert. Wir gehen weiter davon aus, dass die COVID-19-Pandemie ein potenzieller Einflussfaktor bleiben wird und unser Geschäft gegebenenfalls beeinflussen kann. Jedoch erwarten wir, dass sich die Pandemie mit ihren Einschränkungen und Auswirkungen auf die Weltwirtschaft nicht mehr deutlich verschlechtert.
Der Krieg Russlands gegen die Ukraine ist ein deutlicher Unsicherheitsfaktor für den weiteren Geschäftsverlauf des Jahres 2022. Die zum Zeitpunkt der Geschäftsberichtserstellung erwarteten Auswirkungen des Kriegs auf unser direktes Geschäft mit und in Russland sowie der Ukraine sind in unserer Prognose eingeflossen.
Auch anhaltende Lieferengpässe, was sich vor allem auf die Produktion und den Verkauf im Segment Maschinen auswirken würde, könnte ein geplantes Wachstum gegebenenfalls negativ beeinflussen. Aus heutiger Sicht gehen wir jedoch auch hier davon aus, dass wir unsere Lieferfähigkeit aufrecht erhalten können. Zusätzliche Unsicherheiten für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres in allen drei Segmenten ergeben sich durch steigende Zinsen, eine insgesamt gebremste Weltwirtschaft und eine hohe Inflation.
Unsere Planungen und Prognosen für das Jahr 2022 basieren auf den im Geschäftsbericht 2021 ausführlich beschriebenen Annahmen. Die Entwicklung im ersten Halbjahr zeigt eine Verschiebung bei unseren Erwartungen für die einzelnen Segmente. Das Segment Maschinen entwickelt sich dabei besser als geplant und unsere Aussichten für das zweite Halbjahr sind etwas optimistischer als noch vor drei Monaten.
In Summe bedeutet dies jedoch keine Änderung unserer Annahmen für den Konzern. Wir erwarten daher, wie im Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht, unverändert für den Konzern eine deutliche Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung sowie beim EBIT.
Für das Segment Bau erwarten wir für das Jahr 2022 unverändert einen deutlichen Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung und beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Maschinen erwarten wir unverändert, dass die Gesamtkonzernleistung deutlich und das EBIT leicht über dem Vorjahr liegen wird. Im Segment Resources erwarten wir nun eine Gesamtkonzernleistung in etwa auf Höhe des Vorjahres sowie nun einen deutlichen Rückgang beim EBIT.
Konzern-Zwischenabschluss
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in Tausend EUR | Q2/2021 | Q2/2022 | 6M/2021 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 382.472 | 397.601 | 685.464 | 762.107 |
| Bestandsveränderungen | 7.451 | 3.172 | 35.153 | 36.864 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3.163 | 2.609 | 8.336 | 6.138 |
| Sonstige Erträge | 3.028 | 5.129 | 7.837 | 9.417 |
| Konsolidierte Leistung | 396.114 | 408.511 | 736.790 | 814.526 |
| Materialaufwand | -206.196 | -203.930 | -371.852 | -413.189 |
| Personalaufwand | -108.355 | -118.174 | -213.236 | -232.542 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -43.592 | -50.584 | -90.672 | -103.110 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 2.502 | 766 | 5.359 | 3.345 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 40.473 | 36.589 | 66.389 | 69.030 |
| Abschreibungen | ||||
| a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -24.497 | -26.054 | -45.979 | -51.931 |
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -2.449 | -2.219 | -5.086 | -4.669 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 13.527 | 8.316 | 15.324 | 12.430 |
| Finanzerträge | 6.447 | 40.441 | 23.983 | 76.102 |
| Finanzaufwendungen | -12.624 | -27.785 | -33.320 | -58.632 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 7.350 | 20.972 | 5.987 | 29.900 |
| Ertragsteueraufwand | -7.840 | -10.167 | -11.598 | -17.532 |
| Ergebnis nach Steuern | -490 | 10.805 | -5.611 | 12.368 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | -1.069 | 9.631 | -7.101 | 9.944 |
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 579 | 1.174 | 1.490 | 2.424 |
| in EUR | Q2/2021 | Q2/2022 | 6M/2021 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | -0,06 | 0,37 | -0,35 | 0,38 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | -0,06 | 0,37 | -0,35 | 0,38 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 19.990.952 | 26.091.781 | 19.990.952 | 26.091.781 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 19.990.952 | 26.091.781 | 19.990.952 | 26.091.781 |
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | Q2/2021 | Q2/2022 | 6M/2021 | 6M/2022 |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -490 | 10.805 | -5.611 | 12.368 |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 20 | 27.561 | 12.552 | 43.857 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | -5 | -7.739 | -3.524 | -12.315 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf sonstige Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||||
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | 1.384 | 2.062 | 42 | 1.446 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | -1.373 | -1.938 | -21 | -1.446 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | -312 | 119 | -167 | 103 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | 92 | -813 | 202 | -797 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente | 59 | 160 | -16 | 195 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | -1.253 | 16.343 | 6.643 | 12.114 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -1.388 | 35.755 | 15.711 | 43.157 |
| Gesamtergebnis | -1.878 | 46.560 | 10.100 | 55.525 |
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | -2.356 | 44.401 | 8.140 | 54.943 |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 478 | 2.159 | 1.960 | 582 |
KONZERNBILANZ (VERKÜRZT)
Aktiva
| in Tausend EUR | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 14.342 | 15.944 | 15.795 |
| Sachanlagen | 465.962 | 506.381 | 514.979 |
| At-Equity bewertete Anteile | 79.162 | 81.881 | 81.637 |
| Beteiligungen | 10.761 | 10.803 | 10.803 |
| Aktive latente Steuern | 63.489 | 65.421 | 53.355 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 8.540 | 7.788 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 7.224 | 9.221 | 8.044 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 13.129 | 23.920 | 37.683 |
| Langfristige Vermögenswerte | 654.069 | 722.111 | 730.084 |
| Vorräte | 477.899 | 457.489 | 522.141 |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | -18.322 | -10.770 | -15.700 |
| - | 459.577 | 446.719 | 506.441 |
| Vertragsvermögenswerte | 117.609 | 119.130 | 153.305 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 270.048 | 243.033 | 258.642 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.638 | 907 | 1.422 |
| Geleistete Anzahlungen | 7.314 | 9.267 | 17.139 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 45.135 | 37.244 | 55.209 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 14.251 | 14.128 | 16.278 |
| Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 2.927 | 4.287 | 3.693 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 42.246 | 41.297 | 41.732 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 35.707 | 1.370 | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 996.452 | 917.382 | 1.053.861 |
| 1.650.521 | 1.639.493 | 1.783.945 |
Passiva
| in Tausend EUR | 30.06.2021 | 31.12.2021 | 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG | 448.789 | 478.069 | 533.014 |
| Minderheitsgesellschafter | 1.573 | 3.007 | 3.145 |
| Eigenkapital | 450.362 | 481.076 | 536.159 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 146.290 | 229.005 | 240.221 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 39.200 | 44.941 | 41.560 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.330 | 8.001 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 155.254 | 149.054 | 105.917 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 6.348 | 7.523 | 8.346 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.486 | 25.914 | 13.733 |
| Passive latente Steuern | 23.847 | 18.409 | 27.106 |
| Langfristige Schulden | 408.755 | 482.847 | 436.883 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 356.814 | 204.780 | 280.724 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 18.367 | 19.854 | 24.763 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 24.719 | 77.971 | 74.493 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 217.392 | 198.005 | 230.787 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | 20.564 | 26.530 | 28.391 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 101.199 | 78.633 | 90.035 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13.323 | 14.046 | 25.981 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 13.462 | 22.159 | 15.482 |
| Sonstige Rückstellungen | 22.364 | 30.275 | 36.930 |
| Pensionsrückstellungen | 3.200 | 3.317 | 3.317 |
| Kurzfristige Schulden | 791.404 | 675.570 | 810.903 |
| 1.650.521 | 1.639.493 | 1.783.945 |
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2021 | 80.301 | 47.069 | 265.111 | -27.651 | -14 | -3 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -7.101 | 0 | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 6.173 | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | 12.552 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 21 | 35 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | -3.524 | 0 | -6 | -10 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 1.927 | 6.173 | 15 | 25 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 240 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 30.885 | 45.216 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | -414 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.06.2021 | 111.186 | 91.871 | 267.278 | -21.478 | 1 | 22 |
| Stand am 01.01.2022 | 111.186 | 91.717 | 278.278 | -11.629 | 1 | -2 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 9.944 | 0 | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 13.956 | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | 43.857 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -694 |
| Erfolgsneutrale verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | -12.315 | 0 | 0 | 195 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 41.486 | 13.956 | 0 | -499 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| übrige Veränderungen | 0 | 3 | 0 | 0 | -1 | 0 |
| Stand am 30.06.2022 | 111.186 | 91.720 | 319.764 | 2.327 | 0 | -501 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | Anteile der Anteilseigner der BAUER AG | Minderheitsgesellschafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2021 | -91 | 364.722 | 801 | 365.523 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | -7.101 | 1.490 | -5.611 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 6.173 | 470 | 6.643 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 12.552 | 0 | 12.552 |
| Marktbewertung der sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 56 | 0 | 56 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | -3.540 | 0 | -3.540 |
| Gesamtergebnis | 0 | 8.140 | 1.960 | 10.100 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 240 | 0 | 240 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.188 | -1.188 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 76.101 | 0 | 76.101 |
| Kosten der Kapitalerhöhung | 0 | -414 | 0 | -414 |
| übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 30.06.2021 | -91 | 448.789 | 1.573 | 450.362 |
| Stand am 01.01.2022 | 8.518 | 478.069 | 3.007 | 481.076 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 9.944 | 2.424 | 12.368 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 13.956 | -1.842 | 12.114 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 43.857 | 0 | 43.857 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | -694 | 0 | -694 |
| Erfolgsneutrale verrechnete latente Steuern | 0 | -12.120 | 0 | -12.120 |
| Gesamtergebnis | 0 | 54.943 | 582 | 55.525 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -444 | -444 |
| übrige Veränderungen | 0 | 2 | 0 | 2 |
| Stand am 30.06.2022 | 8.518 | 533.014 | 3.145 | 536.159 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
| in Tausend EUR | 6M/2021 | 6M/2022 |
|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5.987 | 29.900 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 45.979 | 51.931 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 5.086 | 4.669 |
| Finanzerträge | -23.983 | -76.102 |
| Finanzaufwendungen | 33.320 | 58.632 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen | 3.151 | 56.885 |
| Erhaltene Dividenden | 3.192 | 3.600 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -680 | -3.826 |
| Ergebnis aus at-Equity-Beteiligungen | 5.359 | 3.345 |
| Veränderung der Rückstellungen | -16.293 | 485 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -15.468 | -20.451 |
| Veränderung der Vertragsvermögenswerte | -28.208 | -36.274 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | -6.033 | -40.766 |
| Veränderung der Vorräte | -40.969 | -71.119 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 31.097 | 33.874 |
| Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten | -37.073 | -2.769 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | 41 | 8.327 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | -35.495 | 341 |
| gezahlte Ertragsteuern | -15.454 | -30.466 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | -50.949 | -30.125 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -73.259 | -56.525 |
| Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 23.276 | 21.729 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | 1 | -297 |
| Auszahlungen für den Erwerb von Anteilen an Gemeinschaftsunternehmen | -325 | 0 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -50.307 | -35.093 |
| Free Cashflow | -101.256 | -65.218 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 160.202 | 138.312 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -110.627 | -52.349 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | -6.760 | -8.006 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 64.101 | 0 |
| Auszahlungen für Transaktionskosten im Zusammenhang mit Kapitalmaßnahmen | -414 | 0 |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | 189 |
| Gezahlte Dividenden | -1.188 | -444 |
| Gezahlte Zinsen | -12.013 | -13.963 |
| Erhaltene Zinsen | 3.325 | 4.703 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | 96.626 | 68.442 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -4.630 | 3.224 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 861 | -2.789 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -3.769 | 435 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 46.015 | 41.297 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 42.246 | 41.732 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -3.769 | 435 |
KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
| in Tausend EUR | Bau | Maschinen | Resources | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar - Juni | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 358.581 | 366.962 | 314.438 | 376.736 | 138.166 | 133.804 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 336.298 | 345.368 | 227.344 | 293.900 | 121.171 | 122.183 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 7.099 | 7.383 | 57.795 | 32.840 | 816 | 1.178 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 34.354 | 35.987 | 799 | 877 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 98 | 64 | 1.791 | 1.637 | 675 | 77 |
| Sonstige Erträge | 3.618 | 4.726 | 3.095 | 4.346 | 1.204 | 711 |
| Konsolidierte Leistung | 347.113 | 357.541 | 324.379 | 368.710 | 124.665 | 125.026 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 670 | 1.111 | 794 | 959 | 3.895 | 1.275 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 30.065 | 28.720 | 26.654 | 36.681 | 9.501 | 5.603 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -27.562 | -33.266 | -13.130 | -12.623 | -4.730 | -5.438 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -5.086 | -4.669 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 2.503 | -4.546 | 8.438 | 19.389 | 4.771 | 165 |
| Finanzerträge | 10.165 | 25.881 | 7.991 | 31.490 | 1.781 | 3.923 |
| Finanzaufwendungen | -11.924 | -19.388 | -11.404 | -30.531 | -2.860 | -3.414 |
| Ertragsteueraufwand | -6.219 | -6.091 | -3.765 | -6.271 | -765 | -2.106 |
| Ergebnis nach Steuern | -5.475 | -4.144 | 1.260 | 14.077 | 2.927 | -1.432 |
| 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | |
| SEGMENTVERMÖGEN | 644.790 | 682.522 | 793.683 | 873.686 | 228.246 | 240.084 |
| in Tausend EUR | Zentrale Dienste | Summe der Segmente | Konsolidierung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Januar - Juni | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | 2022 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 26.324 | 27.795 | 837.509 | 905.297 | -70.101 | -63.912 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 651 | 656 | 685.464 | 762.107 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 22.955 | 23.363 | 88.665 | 64.764 | -88.665 | -64.764 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 35.153 | 36.864 | 0 | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.044 | 1.739 | 3.608 | 3.517 | 4.728 | 2.621 |
| Sonstige Erträge | 37 | 10 | 7.954 | 9.793 | -117 | -376 |
| Konsolidierte Leistung | 24.687 | 25.768 | 820.844 | 877.045 | -84.054 | -62.519 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 5.359 | 3.345 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 2.474 | -1.069 | 68.694 | 69.935 | -2.305 | -905 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -1.440 | -1.551 | -46.862 | -52.878 | 883 | 947 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -5.086 | -4.669 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 1.034 | -2.620 | 16.746 | 12.388 | -1.422 | 42 |
| Finanzerträge | 4.455 | 25.462 | 24.392 | 86.756 | -409 | -10.654 |
| Finanzaufwendungen | -7.541 | -15.953 | -33.729 | -69.286 | 409 | 10.654 |
| Ertragsteueraufwand | -765 | -3.062 | -11.514 | -17.530 | -84 | -2 |
| Ergebnis nach Steuern | -2.817 | 3.827 | -4.105 | 12.328 | -1.506 | 40 |
| 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | 31.12.2021 | 30.06.2022 | |
| SEGMENTVERMÖGEN | 388.768 | 408.575 | 2.055.487 | 2.204.867 | -415.994 | -420.922 |
| in Tausend EUR | Konzern | |
|---|---|---|
| Januar - Juni | 2021 | 2022 |
| --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 767.408 | 841.385 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 685.464 | 762.107 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 35.153 | 36.864 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 8.336 | 6.138 |
| Sonstige Erträge | 7.837 | 9.417 |
| Konsolidierte Leistung | 736.790 | 814.526 |
| Ergebnis aus at-Equity-bewerteten Anteilen | 5.359 | 3.345 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 66.389 | 69.030 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -45.979 | -51.931 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -5.086 | -4.669 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 15.324 | 12.430 |
| Finanzerträge | 23.983 | 76.102 |
| Finanzaufwendungen | -33.320 | -58.632 |
| Ertragsteueraufwand | -11.598 | -17.532 |
| Ergebnis nach Steuern | -5.611 | 12.368 |
| 31.12.2021 | 30.06.2022 | |
| SEGMENTVERMÖGEN | 1.639.493 | 1.783.945 |
Konzernanhang
1. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt) besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.
Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde am 9. August 2022 zur Veröffentlichung freigegeben.
Prüferische Durchsicht
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss und Konzernzwischenlagebericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
2. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Die BAUER AG erstellt ihren verkürzten Konzernzwischenabschluss nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS), des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC). Zur Anwendung kommen ausschließlich die bis zum Abschlussstichtag von der Kommission übernommenen IASB Standards und Interpretationen, die entsprechend im Amtsblatt der EU veröffentlicht wurden.
Der Halbjahresfinanzbericht zum 11. August 2022 wurde auf Basis des IAS 34 "Zwischenberichterstattung" in verkürzter Form erstellt und enthält daher nicht alle Angaben, die für einen Konzernjahresabschluss verpflichtend sind.
Der vorliegende verkürzte Zwischenabschluss basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 und sollte daher in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der BAUER AG gelesen werden.
3. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat.
Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Kontrolle vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert.
Veränderungen bei den Tochterunternehmen:
Segment Bau:
Mit Wirkung zum 18. Mai 2022 wurden 100 % der Anteile an der BAUER Bulgaria EOOD zu einem Verkaufspreis von TEUR 200 verkauft. Die Gesellschaft wurde daher entkonsolidert und ist aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aus der Entkonsolidierung ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, weil die Gesellschaft selbst als auch der Anteilsverkauf von untergeordneter Bedeutung sind. Auf Angabe gemaß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet.
Mit Wirkung zum 25. Mai 2022 hat die BAUER Spezialtiefbau GmbH ihren Anteilsbesitz durch Kauf weiterer Anteile an der BAUER Egypt S.A.E. von 55,95 % auf 56,27 % erhöht. Der Kaufpreis hierfür betrug TEUR 187. Aus dem Erwerb ergaben sich aufgrund von untergeordneter Bedeutung keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Segment Resources:
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat mit Wirkung zum 27. Januar 2022 alle Ihre Anteile an der MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH an die WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen konzernintern verkauft und abgetreten. Aus dem Anteilsverkauf ergaben sich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Darüber hinaus haben sich im Konsolidierungskreis seit dem 31. Dezember 2021 keine Änderungen ergeben.
4. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN SOWIE WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Schätzungen und Ermessensentscheidungen können Auswirkungen auf die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, die Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten am Stichtag sowie auf die ausgewiesenen Erträge und Aufwendungen für die Berichtsperiode haben. Aufgrund der derzeit unabsehbaren Folgen der COVID-19-Pandemie sowie des Krieges Russlands gegen die Ukraine unterliegen diese Schätzungen und Ermessensentscheidungen einer erhöhten Unsicherheit. Insbesondere die sich daraus ergebende ansteigende Inflation und deutliche Preissteigerungen für Rohstoffe und Energie tragen wesentlich zu Unsicherheiten bei Schätzungen und Ermessensentscheidungen bei. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen und Ermessensentscheidungen abweichen. Veränderungen können einen wesentlichen Einfluss auf den Zwischenabschluss haben. Bei der Aktualisierung der Schätzungen und Ermessensentscheidungen wurden verfügbare Informationen über die voraussichtliche wirtschaftliche Entwicklung sowie länderspezifische staatliche Maßnahmen berücksichtigt.
Die BAUER Gruppe hat aufgrund des eingetretenen Krieges Russlands gegen die Ukraine die Werthaltigkeit von Vermögenswerten, insbesondere immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, at-Equity bewertete Finanzanlagen, finanzielle Vermögenswerte und sonstige Vermögenswerte zum 30. Juni 2022 überprüft.
Aus der Überprüfung haben sich zum Stichtag keine wesentlichen außerplanmäßigen Wertminderungen für diese Vermögenswerte ergeben.
Darüber hinaus verweisen wir bezüglich der Annahmen und Schätzungen auf S. 78 des Geschäftsberichts 2021.
5. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die ab dem 1. Januar 2022 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2021 mit Ausnahme der Bewertung der Pensionsrückstellungen sowie der erstmaligen Anwendung von neuen und geänderten Standards.
a) Bewertung der Pensionsrückstellungen
Die BAUER Gruppe hat zum 30. Juni 2022 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Inland auf 3,30 % erhöht (Vorjahr: 1,30 %).
b) Von der BAUER Gruppe übernommene neue und geänderte Standards
In der aktuellen Berichtsperiode traten zahlreiche neue oder geänderte Standards in Kraft. Aus den Standardänderungen resultieren keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsgrundsätze der BAUER Gruppe.
6. ANGABEN ZU DEN FINANZINSTRUMENTEN
6.1. Finanzielle Risikofaktoren
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe einer Vielzahl von Marktrisiken (Währungsrisiko, Zinsrisiko, Rohstoffpreisrisiko, Liquiditätsrisiko, Ausfallrisiko) ausgesetzt.
Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss enthält nicht alle Angaben und Informationen zum finanziellen Risikomanagement, daher sollte der Konzernzwischenabschluss in Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 gelesen werden.
Seit dem Geschäftsjahresende haben sich keine Änderungen im Umgang mit finanziellen Risiken ergeben.
6.2. Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
| ― | Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― | Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen |
| ― | Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) |
Die Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind den folgenden Stufen zuzuordnen:
Aktiva
| in Tausend EUR | 31.12.2021 | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | Stufe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Beteiligungen | 10.803 | 10.803 | 10.803 | 10.803 | 3 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.540 | 8.233 | 7.788 | 7.529 | 3 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 23.920 | 25.746 | 26.007 | 27.299 | 3 |
| Forfaitierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Derivate nicht im Hedge Accounting | 1.166 | 1.166 | 13.199 | 13.199 | 2 |
| Derivate im Hedge Accounting | 0 | 0 | 76 | 76 | 2 |
| Gesamt | 44.429 | 45.948 | 57.873 | 58.906 |
Passiva
| in Tausend EUR | 31.12.2021 | 30.06.2022 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Fair Value | Buchwert | Fair Value | Stufe | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute | 229.005 | 231.695 | 240.221 | 242.355 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 44.941 | 45.933 | 41.560 | 42.684 | 3 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 12.023 | 12.025 | 11.226 | 11.683 | 2 |
| Derivate nicht im Hedge Accounting | 16.101 | 16.101 | 7.310 | 7.310 | 2 |
| Derivate im Hedge Accounting | 81 | 81 | 2.067 | 2.067 | 2 |
| Gesamt | 302.151 | 305.835 | 302.384 | 306.099 |
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres erfolgte keine Umgliederung zwischen den Stufen. Die Derivate der Stufe 2 umfassen Devisentermingeschäfte, Devisenoptionsgeschäfte, Zinsswaps und Zinscaps. Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps, werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Für Beteiligungen wird der beizulegende Zeitwert mithilfe des Discounted Cashflow-Modells ermittelt. Bis zum Halbjahr haben sich aus den Beteiligungen keine wesentlichen Fair Value Änderungen ergeben.
7. SAISONALITÄT
Im Segment Bau findet eine große Zahl unserer Projekte in Gegenden statt, in denen winterliche Wetterverhältnisse und andere widrige Witterungsverhältnisse die Ergebnisse auf den Baustellen im ersten und zu Beginn des zweiten Quartals negativ beeinflussen. Im Segment Maschinen ist das erste Quartal üblicherweise auch schwach, da unsere Kunden Maschinen erst abnehmen, wenn sie diese für ihre Bauleistungen benötigen. Im Segment Resources führen winterliche Wetterverhältnisse dazu, dass zu Beginn des Jahres der Absatz an Materialien für Brunnen sehr schwach ist.
Da der Großteil der Kosten fix ist, werden im ersten Quartal jeden Jahres nennenswerte Verluste erzielt. Beginnend mit dem zweiten Quartal werden diese Verluste mit steigenden Deckungsbeiträgen kompensiert. Der Break-Even wird im Regelfall zum Ende des zweiten Quartals noch nicht erreicht. Im dritten und vierten Quartal wird der Großteil des Ergebnisses erzielt. Durch den oben beschriebenen, sich jährlich wiederholenden Geschäftsverlauf, ist eine Vergleichbarkeit von Leistung, Umsatz und Ergebnis der jeweiligen Quartale - bei Vernachlässigung von Sondereffekten - mit dem entsprechenden Vergleichszeitraum gegeben.
8. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.
Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen, Resources und Zentrale Dienste aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist in den Segmenten Maschinen und Resources tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Bau
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und Standards für die Tochterfirmen des eigenen Segments gesetzt.
Maschinen
Im Segment Maschinen ist Bauer Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.
Resources
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.
Zentrale Dienste
Das Segment Zentrale Dienste umfasst Dienstleistungen (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften. Hierin sind auch andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.
Im ersten Halbjahr 2022 waren TEUR 0 (Vorjahr: 0) an Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft in diesem Segment enthalten.
Konsolidierung
Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Die im Segment Zentrale Dienste genannten Ausschüttungen sind in den Bereinigungen der Zwischenergebnisse enthalten. Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen enthält alle Vermögenswerte des Konzerns.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten
Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.
9. WESENTLICHE GESCHÄFTE MIT NAHESTEHENDEN PERSONEN
Die Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen assoziierte und Gemeinschaftsunternehmen. Geschäfte mit diesen Gesellschaften erfolgen zu marktüblichen Bedingungen. Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen getätigt.
10. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten bestehen in Höhe von TEUR 192.263 (31. Dezember 2021: TEUR 176.253). Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind.
11. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Im zweiten Quartal des laufenden Jahres erfolgte der Verkauf eines Grundstücks der PRAKLA Bohrtechnik GmbH. Der Buchgewinn aus der Veräußerung betrug TEUR 1.080.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 11. August 2022
Der Vorstand
| Dipl.-Phys. Michael Stromberg | Dipl.-Ing. (FH) | Peter Hingott |
| Vorsitzender des Vorstands | Florian Bauer, MBA |
ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGEN
Diese Quartalsmitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind alle Aussagen, die sich nicht auf historische Tatsachen und Ereignisse beziehen - beispielsweise Aussagen über die zukünftige finanzielle Ertragsfähigkeit, über Pläne und Erwartungen in Bezug auf die Geschäftsentwicklung der BAUER Gruppe sowie über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und andere Faktoren, denen der Konzern ausgesetzt ist. Die Verwendung von Worten wie "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "beabsichtigen", "prognostizieren", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussichtlich", "annehmen" und ähnliche Formulierungen deuten auf solche Aussagen hin. Zukunftsgerichtete Aussagen unterliegen Risiken und zahlreichen Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächliche Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden.
Die Leser werden darauf hingewiesen, dass aufgrund dieser Risiken und Unsicherheiten kein unangemessenes Vertrauen darin gesetzt werden kann, dass sich diese Aussagen in der Zukunft als richtig herausstellen. Die BAUER Aktiengesellschaft beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, eine Aktualisierung dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse oder Umstände nach dem Datum der Veröffentlichung dieser Quartalsmitteilung zu berücksichtigen.
FINANZKALENDER 2022
| 7. März 2022 | Vorläufige Zahlen Geschäftsjahr 2021 |
| 7. April 2022 | Veröffentlichung Geschäftsbericht 2021 Bilanzpressekonferenz Analystenkonferenz |
| 12. Mai 2022 | Quartalsmitteilung Q1 2022 |
| 23. Juni 2022 | Hauptversammlung |
| 11. August 2022 | Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2022 |
| 11. November 2022 | Quartalsmitteilung 9M/Q3 2022 |
Weitere Informationen zur BAUER Gruppe finden Sie im Internet unter www.bauer.de.
HERAUSGEBER
BAUER Aktiengesellschaft
BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
Investor Relations
Telefon: +49 8252 97-1095
E-Mail: [email protected]
Sitz der Gesellschaft:
86529 Schrobenhausen
Amtsgericht
Ingolstadt HRB 101375