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Bauer AG Annual Report 2020

Jun 21, 2021

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Annual Report

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Publication

BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Zusammengefasster Lagebericht

I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

KONZERNSTRUKTUR

Die BAUER Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und konzernweite Standards gesetzt.

Im Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.

Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.

Die BAUER Aktiengesellschaft (BAUER AG) ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und ihre Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Group Accounting and Controlling, Internal Audit and Risk Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente -die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe unterliegen den Unternehmensleitlinien, Regelungen und den übergreifenden Strategien der BAUER Gruppe. Diese werden vom Vorstand des Konzerns festgelegt und sind für die jeweiligen Gesellschaften verbindlich. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaften sind eigenverantwortlich für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig, solange sie sich innerhalb des oben beschriebenen Regelwerkes bewegen.

Diese selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gebunden. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung der Unternehmensleitlinien, des Ethikmanagements sowie von Gesetzen und sonstigen Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche und bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns werden die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet. Für die BAUER AG werden anstelle der Gesamtkonzernleistung die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet.

Die Gesamtkonzernleistung ist der in der Baubranche übliche Leistungsindikator und stellt dabei die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Umsatzerlöse werden hingegen nicht als Leistungsindikator herangezogen. Diese geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr im Konzern erbrachten Leistung wider. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Über die Berechnung sowie die Entwicklung des EBIT sowie des Ergebnisses nach Steuern des Konzerns finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Auf Segmentebene werden die Gesamtkonzernleistung und das EBIT als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.

Zudem hat sich der Vorstand dazu entschieden, ab dem Geschäftsjahr 2021 das Ergebnis nach Steuern nicht mehr als Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns sowie der BAUER AG zu nutzen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass das Ergebnis nach Steuern in relevantem Maße von äußeren Einflussfaktoren abhängig ist. Hierzu zählen insbesondere die Währungsentwicklungen in den unterschiedlichen Ländern sowie die Marktwertveränderungen der Derivate und die Steuerbelastung. Diese Faktoren können einen nicht abschließend planbaren, wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis und damit auf das Ergebnis nach Steuern im jeweiligen Geschäftsjahr haben.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.

Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2020, trotz der COVID-19-Pandemie, erneut erhebliche Beträge zur Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den drei Segmenten sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie die passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zum Segment Maschinen gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben. Die zentrale Entwicklungsabteilung arbeitet an den Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung findet. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt.

Im Maschinenbereich stand im Bereich der Forschung vor allem die Arbeit an der Automatisierung, der Vernetzung und der Digitalisierung der Geräte im Mittelpunkt. Im Rahmen der Teilnahme an Forschungsprojekten wurden die im vorherigen Jahr entwickelten Konzepte und Ideen zur Teilautomatisierung und Digitalisierung der Prozesse in erste Demonstratoren überführt. So wurde 2020 die Entwicklung der Kommunikation vom Schreibtisch zum Bohrgerät weiter ausgebaut. Eine erste Baustelle konnte so ohne gedruckten Pfahlplan, dafür mit einem digitalen Modell der Baustelle und einer daran gekoppelten Aufgabenliste für den Gerätefahrer zur Verfügung gestellt werden. Damit wurde der Informationsfluss von der Planung bis zur Dokumentation eines Bohrpfahls durchgängig und ohne manuelle Übertragungen möglich.

Im Bereich der Technologien für die Offshore-Gründung wurde die Maschinen- und Verfahrenstechnik des Dive Drill, der ursprünglich zur Herstellung von Entlastungsbohrungen für gerammte Gründungen von Offshore-Windfarmen entwickelt wurde, zu einem hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit universell einsetzbaren, kontinuierlichen Bohrverfahren weiterentwickelt. Aufgrund seiner vibrationsarmen und lärmreduzierten Arbeitsweise ist der Dive Drill DD 40 U ein geeignetes System, um Gründungen für Offshore-Windfarmen in sensiblen maritimen Ökosystemen herzustellen.

Im Segment Bau gibt es ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Im Jahr 2020 lag der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Verfahrenstechnik. Hier ist es das Ziel, bei der Herstellung der Produkte im Spezialtiefbau die vorhandenen Ressourcen noch effizienter einzusetzen sowie die Materialströme von und zur Baustelle deutlich zu reduzieren, was auch zu einer Schonung der Umwelt beiträgt. Im Bereich des Mixed-in-Place (MIP)-Verfahrens ermöglicht dies die gezielte Vergrößerung des hergestellten Wandquerschnittes durch eine innovative Weiterentwicklung der Mischwerkzeuge. Damit können zukünftig deutlich tragfähigere Wände hergestellt werden. Zudem ist der Einsatz von industriell gefertigten Fertigteilelementen bei der Herstellung von Baugrubenwänden bzw. Schlitzwänden bereits erfolgreich in einem Baustellentest umgesetzt worden. Fertigteilelemente bieten den Vorteil eine vergleichsweise hohe Tragfähigkeit bei geringem Materialeinsatz zu erreichen.

Im Segment Resources liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf Lösungen für den Umweltbereich, die Altlastensanierung sowie die Entsorgung. Beispielsweise gibt es die Herausforderung, dass flüssige Abfälle oder Bohrsuspensionen immer schwieriger zu entsorgen sind. Dafür hat der Bereich Umwelt der BAUER Resources GmbH im Jahr 2020 Versuche durchgeführt, um verschiedene flüssige mineralische Abfälle bzw. Suspensionen zu entwässern, mit dem Ziel zukünftig Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Zudem wurde eine Versuchsanlage für alternative Filtermaterialien für die PFC-Immobilisation geplant. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) stellen heute ein großes Umweltproblem dar. Auch wurde am Einsatz von Verfahren zur Wärmespeicherung für den Spezialtiefbau geforscht.

Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus vermeintlich einfachen Ideen neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen.

Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.

Im Segment Maschinen waren 195 Mitarbeiter in der Forschung und der Entwicklung tätig, dazu kommen Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung wurden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.

Im Segment Bau waren 2020 28 Mitarbeiter und im Segment Resources 13 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir regelmäßig weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen haben in der Vergangenheit vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how-Basis der Segmente geführt.

Für die BAUER Gruppe waren insgesamt 237 Mitarbeiter in der Forschung und der Entwicklung tätig. Die aufwandswirksamen verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2020 25,4 Mio. EUR (Vorjahr: 22,8 Mio. EUR).

II. WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die Weltwirtschaft war im Jahr 2020 durch die globale COVID-19-Pandemie geprägt, die zu einer der größten Rezessionen der letzten Jahrzehnte geführt hat. In vielen Sektoren der Wirtschaft kam es zu noch nie dagewesenen Einbrüchen, wie beispielsweise in der Luftverkehrs-, der Tourismus- oder der Gastronomiebranche. Dazu sind viele weitere bedeutende Herausforderungen weiterhin vorhanden. Im Fokus sind dabei unverändert die Beziehungen der westlichen Welt zu China, anhaltende Sanktionen und Spannungen mit Russland sowie die Herausforderungen des Klimawandels. Weiter Sorge bereiten die durch die COVID-19-Pandemie in den Hintergrund gerückten Konfliktherde mit dem Iran, die Kriege in Syrien, dem Jemen und Libyen sowie die Spannungen an der indisch-chinesischen Grenze. Auch die weltweite Flüchtlingskrise, die auf unterschiedlichsten Ursachen beruht, ist weiterhin ungelöst. Dahingehend wird sich auch zeigen, ob sich der zunehmende Protektionismus weiter verstärkt.

Ungeachtet dessen sind mit der Wahl in den USA und dem vollzogenen Brexit Unsicherheiten und Spannungen aufgelöst worden und sorgen für neue Perspektiven. Positiv ist ebenfalls, dass man sich auf die Beendigung der Sanktionen gegen Katar einigen konnte. Auch die neue Regierung in den USA hat erste deutlich positivere Zeichen gegenüber der restlichen Welt gesendet, wie beispielsweise den Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen oder in die Weltgesundheitsorganisation.

Ungeachtet des coronabedingten deutlichen Einbruchs konnte die Weltwirtschaft in vielen Bereichen durch immense staatliche Eingriffe und Fördermaßnahmen in fast allen Ländern der Welt bis heute vor dramatischen Folgen wie Massenarbeitslosigkeit, Insolvenzen, Börsencrashs und Währungsverlusten bewahrt werden. Die tatsächlichen Folgen der COVID-19-Pandemie werden wir vermutlich frühestens mit Beginn des zweiten Halbjahres 2021 erleben - vieles wird sich auch erst später zeigen.

UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK

Die Einschätzung der Marktentwicklungen sowie der allgemeinen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konzern und für die Geschäftssegmente in diesem Lagebericht basiert auf den Informationen aus den einzelnen Tochtergesellschaften, sowie den Einschätzungen der Regionalleiter sowie der obersten Führungsebene.

Die Folgen der COVID-19-Pandemie auf unsere Märkte haben sich im Jahr 2020 regional sehr unterschiedlich bemerkbar gemacht. Europa, die USA und China waren hier deutlich weniger beeinflusst als die Märkte in Asien. Insgesamt war der Bau durch die Pandemie weniger stark betroffen als viele andere Industrien. Der Markt für Baumaschinen musste hingegen einen deutlichen Rückgang verkraften. Negativ beeinflusst wurden alle Sektoren durch die zum Teil umfassenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, was auch Folgen für die Baustellenlogistik hinsichtlich Personal und Geräten hatte. Durch immer wieder auftretende Lockdowns in einzelnen Ländern kam es ungeachtet der generell weiter guten Nachfrage zu deutlichen Verzögerungen bei der Vergabe neuer Aufträge wie auch bei der Durchführung laufender Projekte.

Der generelle Nachholbedarf an Infrastruktur, der sowohl in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen als auch in den etablierten Industrieländern vorhanden ist, wurde 2020 auch durch die Pandemie nicht gebremst. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur förderten die Baumärkte weltweit. Im Gegenzug war eine Zurückhaltung im Industriebau bereits zu spüren.

Neben dem Bau- und dem Maschinenbaumarkt, als für uns wichtigste Märkte, sehen wir auch in den Bereichen Umwelttechnik, Wasser, Bergbau und erneuerbare Energien ungeachtet der Pandemie eine grundsätzlich positive Entwicklung, die durch den generell steigenden Bedarf an diesen Themen vorangetrieben wird.

Deutschland

In Deutschland waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bauwirtschaft nicht so erheblich. Weiter niedrige Zinsen, staatliche Förderungen und ein anhaltend hoher Nachholbedarf in Ballungsräumen, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus, trieben die Baukonjunktur an. Der öffentliche Bau profitierte von einem erheblichen Defizit im Bereich Infrastruktur, für den im Staatshaushalt finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Teilweise hat der schlechte Zustand der Infrastruktur große Auswirkungen auf den Güterverkehr, so dass hier enorme Aufwendungen notwendig sind. Die anhaltende Debatte über den CO2-Verbrauch und die Folgen des Klimawandels machen zusätzliche Investitionen notwendig, die zum Teil der Bauwirtschaft zugutekommen. Aufgrund der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie und die Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte der Länder und Gemeinden kam es insgesamt zu einer Investitionszurückhaltung. Dies galt ebenso für den Industriebau. Während die Ausschreibungsaktivitäten zunächst merklich zurückgingen, zeigte sich bereits im vierten Quartal wieder eine Belebung.

Baustatistik Deutschland - Veränderung 2019 /2020

in % Umsatz Auftragseingang Beschäftigte
Wohnungsbau 11,4 7,6 -
Wirtschaftsbau 4,5 -4,9 -
Öffentlicher Bau 5,7 2,2 -
Insgesamt 6,6 0,4 3,7

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Europa

Die Baumärkte in Westeuropa haben sich trotz der Pandemie weitestgehend robust gezeigt. Neben Deutschland konnten Frankreich, England und auch die Schweiz im vergangenen Jahr einen Anstieg der Bauleistung verzeichnen. Positiv entwickelten sich auch die Märkte in Nordeuropa, wie Dänemark, Schweden und Norwegen. Die südeuropäischen Länder, die stärker von der Pandemie betroffen waren, verzeichneten eine schwächere Entwicklung bei der Baunachfrage.

In vielen Staaten Osteuropas bewegten sich die Bauinvestitionen aufgrund fehlender Finanzmittel weiter auf sehr niedrigem Niveau. Russlands Bausektor war durch die anhaltenden Sanktionen schwach und die Bemühungen des Staats hier entgegenzuwirken waren nicht ausreichend.

Nahost & Zentralasien

Auch im Nahen Osten wirkte sich die COVID-19-Pandemie negativ aus und verstärkte zusätzlich die bereits bestehenden Probleme, die durch die anhaltenden Konflikte sowie den speziell im ersten Halbjahr niedrigen Ölpreis entstanden sind. Eine Erholung des Ölpreises und die Beilegung des Konflikts mit Katar konnten die Folgen der Pandemie nicht ausgleichen. Daher waren auch die Investitionen in den Bausektor sehr verhalten. Die staatlichen Budgets bewegten sich weiter auf niedrigerem Niveau, so dass Investitionen auf das nötigste begrenzt wurden. Eine Folge dieser Entwicklung waren auch anhaltende Überkapazitäten im Bausektor und ein merklich zurückgegangener Bedarf an Neugeräten für diesen Markt.

In Saudi-Arabien gab es erste Anzeichen für eine Erholung. Im arabischen Raum hatte alleine Ägypten eine durchgehend stabile Baukonjunktur. In Summe waren und sind die Marktbedingungen für den Bau und Maschinenbau in dieser Region schwierig.

In den Märkten Südasiens, wie Indien, Bhutan oder Bangladesch, ergaben sich durch den allgemeinen Bedarf nach Infrastruktur und Energieversorgung immer wieder interessante Projekte für die Bauindustrie und speziell den Spezialtiefbau. Insbesondere im Bereich der Dammstabilisierung und bei der Errichtung von Wasserkraftwerken gab es regelmäßig gute Projektchancen.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Märkte in Asien waren von der Pandemie mit am stärksten betroffen. Langanhaltende und strikte Lockdowns wie in Malaysia, Australien und auch auf den Philippinen haben teilweise über Monate zum Stillstand in den jeweiligen Ländern geführt. Insgesamt hat sich die Hoffnung, dass sich die generell weiter hohe Nachfrage nach großen Infrastrukturvorhaben im zweiten Halbjahr 2020 positiv auswirkt, nicht bestätigt.

Die mittelfristigen Perspektiven für den Baumarkt im Fernen Osten sind aber weiter gut.

Die Bauwirtschaft in China konnte sich nach dem Einbruch zu Beginn des Jahres 2020 schnell wieder erholen und fand zu altem Niveau zurück. Durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen ergeben sich kaum Möglichkeiten, um dort in der Bauausführung tätig zu werden. Der Verkauf von Baumaschinen lag in China im abgelaufenen Jahr sogar höher als im Vorjahr.

Amerika

Der anhaltend große Nachholbedarf in vielen Infrastrukturbereichen des Landes, unter anderem auch im Bereich des Hochwasserschutzes, ist durch die Pandemie nicht wesentlich beeinflusst worden. Die US-amerikanische Wirtschaft konnte sich insgesamt gut behaupten und auch das Wahljahr in den USA hatte keine negativen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft. Dieser positive Trend war auch beim Verkauf von Baumaschinen zu sehen.

In Kanada zeigte sich der Baumarkt positiv. In den Ländern Mittel- und Südamerikas hatte die Pandemie deutliche Folgen für die dortige Wirtschaftsleistung, was sich auch auf die Bau- und Maschinenbaumärkte ausgewirkt hat. Hier sind die Aktivitäten sehr deutlich zurückgegangen. Panama befand sich fast das gesamte Jahr im Lockdown.

Afrika

Eine Wiederbelebung und leichte Erholung der Rohstoffmärkte hat die Investitionstätigkeit der Rohstoffindustrie in Afrika ansteigen lassen, auch mit positiven Auswirkungen auf Investitionen in für den Bergbau benötigte Dienstleistungen. Insgesamt ist das wirtschaftliche Niveau vieler Länder weiter sehr niedrig, so dass die Baunachfrage auch 2020 entsprechend niedrig war. Wichtige Zukunftsthemen für den Kontinent wie Wasser, Umwelt, Energie oder Bodenschätze, nehmen an Bedeutung zu und werden wieder verstärkt durch Fördermaßnahmen unterstützt. Die weltweite COVID-19-Pandemie hat aber auch hier die Prioritäten verschoben. Mit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie auf dem Kontinent sind die Zukunftsperspektiven nochmal schwieriger.

Gesamtaussage Märkte

Neben den grundlegenden Herausforderungen, wie der anhaltenden Volatilität der Weltmärkte mit sich immer wieder kurzfristig ändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, auf die wir uns als Firma immer wieder schnell und flexibel einstellen müssen, sind die bereits spürbaren und auch die noch unklaren weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie als zusätzliche Herausforderungen dazugekommen. Insbesondere gilt dies für uns für die Bau- und Maschinenbaumärkte.

Gleichzeitig konnte die Pandemie den anhaltenden weltweiten Bedarf nach Bauleistungen und damit auch nach Baumaschinen bisher nicht grundlegend ändern, sondern nur zeitlich verzögern. Auch in und nach der Pandemie bietet die anhaltende Dynamik einzelner Märkte immer wieder neues Potential für kurzfristige Marktchancen. In den nächsten Monaten ist aber mit weiteren negativen Einflüssen durch die COVID-19-Pandemie zu rechnen. Mittel- und langfristig erwarten wir jedoch wieder stabile Bau- und Rohstoffmärkte und eine positive Gesamtentwicklung, die uns gute Chancen bietet. Im Bereich der Bekämpfung und Bewältigung des Klimawandels ergeben sich neue Wachstumschancen für unser Unternehmen.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtkonzernleistung von 1.453,6 Mio. EUR, die um 8,8 % unter dem Vorjahreswert von 1.594,7 Mio. EUR lag. Das EBIT stieg von 33,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR deutlich an. Das Ergebnis nach Steuern war mit -8,2 Mio. EUR negativ.

Im Vorjahr stand hier ein deutlicher Verlust von -36,6 Mio. EUR zu Buche.

Mit dem vorliegenden Jahresabschluss wurde auf Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen innerhalb der GuV umgegliedert und ist nunmehr Bestandteil des EBITDA sowie des EBIT. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Die Gesamtkonzernleistung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen, was insbesondere auf die Segmente Maschinen und Resources zurückzuführen war. In der Kennzahl sind für 2020 rund 50 Mio. EUR erhöhende Effekte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in Hongkong und einer Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger enthalten. Bei den Ergebniskennzahlen konnte eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, wobei in den Geschäftszahlen 2019 eine erhebliche Wertberichtigung von etwa 40 Mio. EUR enthalten war, die aufgrund eines Urteils aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018 vorzunehmen war. Dabei ging es um ein Bauprojekt, das 2011 und 2012 in Hongkong ausgeführt wurde und bei dem ein erheblicher Mehraufwand geleistet werden musste. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 konnte trotz des Leistungsrückgangs im Wesentlichen durch zahlreiche positive Bauprojekte, ein stabiles Umweltgeschäft sowie den Maßnahmen der Kurzarbeit, ein zufriedenstellendes EBIT erzielt werden. Damit hielt sich der Verlust beim Nachsteuerergebnis im Rahmen.

Auch Zinssicherungsgeschäfte hatten einen negativen Einfluss auf das Nachsteuerergebnis, da diese entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im Vergleich zu Ende Dezember 2019 weiter rückläufig waren, blieb es bei einem negativen Effekt auf das Nachsteuerergebnis. Dieser reduzierte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr von -10,6 Mio. EUR auf -5,3 Mio. EUR.

Mit dem Geschäftsbericht 2019 hatte der Konzern am 9. April 2020 eine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abgegeben.

Diese sah eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung, eine deutliche Steigerung des EBIT sowie eine deutliche Steigerung beim Ergebnis nach Steuern in den positiven Bereich vor. Aufgrund der COVID-19-Pandemie nahm der Konzern per Ad-hoc Meldung am 17. Juni diese Prognose zurück, da zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war, wie die weiteren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns sein würden.

Am 3. November veröffentlichte der Konzern per Ad-hoc Meldung seine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020: Eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,5 Mrd. EUR, ein EBIT in etwa auf Höhe des Vorjahres sowie ein negatives Ergebnis nach Steuern, das deutlich besser als im Vorjahr und besser als -20 Mio. EUR erwartet wurde. Diese zuletzt gegebene Prognose konnte hinsichtlich der Ergebniskennzahlen, insbesondere beim EBIT, deutlich übertroffen werden, was dem Kapitalmarkt per Ad-hoc Meldung am 1. März 2021 mitgeteilt wurde. Dies lag vor allem daran, dass im Segment Maschinen zum Jahresende eine bessere Ergebnisentwicklung stattgefunden hat, als erwartet. Die zuletzt prognostizierte Gesamtkonzernleistung konnte aufgrund einer zum Jahresende schwächeren Leistungsentwicklung in den Segmenten Bau und Resources nicht erreicht werden.

Der Auftragsbestand des Konzerns lag zum Jahresende 2020 mit 1.162,5 Mio. EUR mit 13,1 % deutlich über dem bereits hohen Vorjahreswert von 1.027,6 Mio. EUR. Obwohl sich die Märkte durch die COVID-19-Pandemie sehr volatil und deutlich schwieriger zeigten als 2019, ist es im Segment Bau gelungen, einige sehr große Aufträge zu gewinnen und den Auftragsbestand deutlich zu steigern. Im Maschinenbau lag der Auftragsbestand merklich unter dem Vorjahr. Im Segment Resources ging er gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurück. Der Auftragseingang lag mit

Prognose-Ist-Vergleich 2020

in Mio. EUR Prognosen Ist 2020
09.04.2020 17.06.2020 03.11.2020
--- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung leichte Steigerung zurückgenommen ~ 1.500 1.454
EBIT deutliche Steigerung zurückgenommen etwa in Höhe des Vorjahres 55,5
Ergebnis nach Steuern deutliche Steigerung in den positiven Bereich zurückgenommen deutlich Steigerung und besser als -20 Mio. EUR -8,2

1.588,5 Mio. EUR um 1,3 % unter dem Vorjahreswert von 1.608,7 Mio. EUR.

Auswirkungen der COVID-19-Pandemie

Betrachtet man den Einfluss auf die Märkte des Segments Bau, so konnten in den meisten Ländern Europas, des Nahen Ostens, Amerikas und Afrikas, die Bauprojekte nach teilweise Unterbrechungen weitergeführt werden. In manchen Ländern jedoch, vor allem im Fernen Osten, gab es großräumige Ausgangsbeschränkungen und eine komplette, teilweise monatelange Stilllegung der Wirtschaft, wie etwa in Malaysia, Thailand, auf den Philippinen oder auch in Panama. Aber auch in den Ländern, in denen der Baubetrieb kaum unterbrochen war, erschwerten vor allem die Reisebeschränkungen die Baustellenlogistik. Benötigte Maschinen oder Expertenteams gelangten nur schwer und mit deutlich längerer Anreise oder quarantänebedingten Verspätungen auf die Baustellen. Dies stellte gerade international agierende Bauunternehmen vor erhebliche Herausforderungen, die Projekte weiterhin planmäßig abzuwickeln. In vielen Ländern kam es zu einem erheblichen Rückgang von Ausschreibungen und laufende Aufträge wurden storniert oder verzögert.

Das Segment Maschinen war am deutlichsten von der Investitionszurückhaltung der Kunden betroffen. Die Baumaschinenmärkte weltweit wurden durch die Folgen der COVID-19-Pandemie sehr deutlich beeinflusst. Vor allem die Unwägbarkeit des künftigen Verlaufs der COVID-19-Pandemie verstärkte monatelang die Unsicherheiten bei den Maschinenkunden, die merklich zurückhaltender in neue Geräte investierten. Dies führte in nahezu allen Regionen der Welt zu starken Rückgängen bei den Verkaufszahlen. Eine Ausnahme bildete China, dessen Wirtschaft sich nach einer relativ kurzen Phase des harten Lockdowns schnell erholte und zum Jahresende eine erhebliche Steigerung des Wachstums gegenüber Vorjahr erzielte. Auch Deutschland zeigte sich relativ stabil, während es in den anderen Regionen deutliche Rückgänge gab. In Russland konnte bei einer sehr niedrigen

Ausgangsbasis ein Wachstum verzeichnet werden. In Nordamerika zeigte sich der Maschinenmarkt dagegen robuster, während es in den Ländern Latein- und Südamerikas starke Rückgänge gab. Ebenso auf extrem niedrigem Niveau zeigten sich die Märkte im Nahen Osten, in denen die Maschinenverkäufe neben der COVID-19-Pandemie durch den anhaltend niedrigen Ölpreis und die weiterhin herrschenden politischen Unsicherheiten belastet waren. Afrika war ebenfalls schwach. In den übrigen asiatischen Ländern, außer China, waren die Märkte von den Folgen der Pandemie belastet, so dass die Nachfrage erheblich niedriger war.

Das Segment Resources war in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 hingegen kaum von der COVID-19-Pandemie beeinflusst, bevor sich durch weniger Auftragsvergaben, gerade im Umweltbereich, eine leichte Abschwächung des Marktes zeigte.

Gesamtaussage Geschäftsverlauf

Das Jahr 2020 war für den Konzern aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sehr wechselhaft. Im Segment Bau konnten in vielen Ländern sehr gute Ergebnisse bei Bauprojekten erzielt werden. Auf der anderen Seite waren viele Märkte, dabei insbesondere der Ferne Osten, massiv von den Ausgangs- und Reisebeschränkungen betroffen. Nach einem guten Start ins Jahr machten sich ab dem zweiten Quartal auch im Segment Maschinen die Auswirkungen der Pandemie bemerkbar. Die Kunden reagierten mit einer deutlichen Investitionszurückhaltung auf die Unsicherheit über die weitere Entwicklung. Dies hielt das Jahr über an. Die Reorganisationsmaßnahmen im Segment Resources konnten zum sehr großen Teil abgeschlossen werden, so dass dieses Geschäftssegment nun deutlich besser für die nächsten Jahre aufgestellt ist und zahlreiche Chancen bietet. Insgesamt ist es durch unsere zeitnahen und stringenten Maßnahmen gelungen den Konzern gut und stabil durch dieses schwierige Jahr zu bringen und dabei aus unserer Sicht für die Zukunft wieder besser aufzustellen.

SEGMENT BAU

in Tausend EUR 2019 * 2020 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 628.848 668.964 6,4 %
Umsatzerlöse 589.152 610.350 3,6 %
Auftragseingang 692.664 813.659 17,5 %
Auftragsbestand 611.088 755.783 23,7 %
EBIT -17.356 24.302 n/a
Ergebnis nach Steuern -52.845 -4.963 n/a
Mitarbeiter (Stichtag) ** 7.744 6.209 -19,8 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70 und S. 102

** siehe Erläuterungen auf S. 163

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die wesentlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Segment Bau wurden bereits im Geschäftsverlauf beschrieben.

Der Baumarkt in Deutschland war im vergangenen Jahr insgesamt gut, es kam aber auch hier zu einem Rückgang an neuen Ausschreibungen - vor allem im öffentlichen Bau und bei Gewerbeneubauten. In Westeuropa haben sich die Baumärkte in Summe in etwa mit dem Vorjahr vergleichbar entwickelt, während diese sich vor allem in Südosteuropa und Russland eher schwach entwickelten. In Nordamerika zeigten sich die Märkte in Kanada und den USA positiv. Die Länder Mittelamerikas verzeichneten eine schwache Marktlage. Schwierig war das Jahr 2020 besonders im Fernen Osten und Australien. Die Märkte des Nahen Ostens waren aufgrund der politischen Unsicherheiten und des niedrigen Ölpreises schwach aber stabil. Die Märkte in Afrika waren weiterhin schwach.

Der weltweite Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung ist trotz der COVID-19-Pandemie unverändert groß. Speziell wegen der Urbanisierung muss in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden. Dies lässt erwarten, dass vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt werden, so dass Spezialtiefbau unverändert einen zukunftsträchtigen Markt darstellt.

Wesentliche Ereignisse

Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtkonzernleistung von 669,0 Mio. EUR, die mit 6,4 % über dem Vorjahr von 628,8 Mio. EUR lag. Das EBIT war mit 24,3 Mio. EUR wieder deutlich positiv (Vorjahr: -17,4 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -5,0 Mio. EUR -2019 stand ein deutlich negatives Ergebnis von -52,8 Mio. EUR zu Buche.

Im Vorjahr hatte das Urteil aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018 eine erhebliche Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR in der Bilanz zur Folge. Dies wirkte sich entsprechend in dieser Höhe negativ auf die Gesamtkonzernleistung sowie die Ergebniskennzahlen des Segments Bau aus. Im ersten Halbjahr 2020 wurde die Tochterfirma in Hongkong dann entkonsolidiert, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag von etwa 8 Mio. EUR geführt hat, der in den Ergebniskennzahlen 2020 enthalten ist.

Die unterjährig vorgenommene Umgliederung der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment Resources verringerte die Gesamtkonzernleistung für das Gesamtjahr 2020 um 31,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR). Die Ergebnisauswirkungen waren unwesentlich.

Die Leistungs- und Ergebniskennzahlen des Jahres 2020 waren insbesondere durch die Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Dies betraf vor allem die Länder des Fernen Ostens. Unsere Tochterfirmen in Malaysia, Thailand und auf den Philippinen mussten aufgrund der dortigen harten Lockdowns erhebliche Verluste verzeichnen, da dort kaum Projekte umgesetzt werden konnten. Entsprechend verhinderten die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, insbesondere in diesen Ländern, dass wir ein positives Nachsteuerergebnis erreichen konnten. Wir können jedoch insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden sein, haben wir doch trotz der widrigen Bedingungen und dem aufgrund der Reisebeschränklungen notwendigen Mehraufwand an Planung und Logistik, in vielen Ländern gute Ergebnisse erzielt und unsere Projekte gut abgewickelt.

Die einzelnen Baumärkte zeigten sich entsprechend der Rahmenbedingungen auch für uns sehr unterschiedlich. In Deutschland ist die Leistung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Trotzdem konnte erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. In Europa hatten wir 2020 vor allem in den Niederlanden, in Ungarn und in Skandinavien ein gutes Geschäftsjahr. In Österreich, Großbritannien sowie den weiteren Ländern Osteuropas war die Auslastung insgesamt etwas zu gering.

Die Märkte im Nahen Osten waren weiter durch niedrige Ölpreise und Konflikte belastet. Insgesamt waren wir mit der Entwicklung aber zufrieden. Durch die Abwicklung größerer Aufträge, darunter auch ein Großprojekt in Jordanien am Toten Meer, konnte unsere Tochterfirma in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein gutes Ergebnis erzielen. Der Auftrag in Jordanien konnte im Jahr 2020 nochmals deutlich erweitert werden. In Katar mussten wir einen Verlust verzeichnen.

Erfreulich war erneut die Leistung unserer Tochterfirma in Ägypten, die durch einige gute Projekte einen sehr guten Ergebnisbeitrag liefern konnte. Sonst waren in Afrika die Leistungsbeiträge unserer Aktivitäten nur sehr gering.

Unsere größeren Projekte in Bangladesch und in Bhutan verliefen positiv. In Indien haben wir begonnen, unsere Aktivitäten auszuweiten. Hier konnten wir erste größere Aufträge gewinnen.

Im Fernen Osten herrschte 2020 für uns das schwierigste Marktumfeld. Die umfangreichen Coronamaßnahmen, wie komplette Ausgangsbeschränkungen, beeinflussten den Bau sehr deutlich. Teilweise dauerten die Einschränkungen über Monate an, so dass kaum gearbeitet werden konnte. Auch konnten geplante Umstrukturierungen aufgrund lokaler Vorgaben nicht umgesetzt werden. Unsere Tochterfirmen in Malaysia, Thailand und auf den Philippinen mussten so erhebliche Verluste verzeichnen. Auch in Australien und Vietnam gab es zu wenig Aufträge und folglich Verluste. In Malaysia werden wir unsere Kapazitäten deutlich reduzieren. In Australien ist dies bereits abgeschlossen. Auch die Kostenstrukturen in unsere Firmen in Thailand und den Philippinen werden reduziert.

Nach einer erheblichen Umstrukturierung und guten Auftragseingängen im Vorjahr, hatte unsere Tochterfirma in den USA eine deutlich bessere Entwicklung. Die meisten Projekte konnten mit nur wenigen Einschränkungen abgewickelt werden, unter anderem umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten für drei Abschnitte am Herbert Hoover Dike in Florida. Aber auch andere Projekte im Bereich der Dammsanierung für den Hochwasserschutz verliefen erfolgreich. Insgesamt konnte in den USA ein sehr positives Ergebnis erzielt werden. In Kanada gab es im Vergleich zum Vorjahr eine bessere Entwicklung. Die Märkte Mittelamerikas, insbesondere in Panama, waren schwach.

Wir arbeiten unverändert und kontinuierlich am weltweiten Rollout des Bauer Construction Process (BCP), also der systematischen Einführung von strukturierten Lean Management-Methoden übertragen auf den Spezialtiefbauprozess. Hier konnten wir bereits gute Erfolge erzielen und die Abwicklung unserer Projekte an vielen Stellen verbessern sowie die Prozesse und Risikoreduktionsmaßnahmen nachhaltig vereinheitlichen.

Auftragslage

Der Auftragsbestand ist um 23,7 % von 611,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 755,8 Mio. EUR erheblich angestiegen. Hauptgrund hierfür waren vor allem im ersten Halbjahr 2020 erhaltene sehr große Aufträge in Europa. Der Auftragseingang lag entsprechend mit 813,7 Mio. EUR um 17,5 % über dem Vorjahreswert von 692,7 Mio. EUR.

Wir hatten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gute Auftragseingänge. Obwohl sich die Märkte durch die COVID-19-Pandemie sehr volatil zeigten, ist es uns gelungen, einige sehr große Aufträge, insbesondere in Europa zu gewinnen. Dennoch zeigen sich regionale Unterschiede, so dass die Auftragslage gerade in den Ländern des Nahen und Fernen Ostens noch nicht für das gesamte Geschäftsjahr ausreichend ist. Dennoch sehen wir durch den vorhandenen Auftragsbestand und aufgrund weiterer Chancen in der Welt eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr.

SEGMENT MASCHINEN

in Tausend EUR 2019 * 2020 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 713.652 610.735 -14,4 %
Umsatzerlöse 610.190 491.462 -19,5 %
Auftragseingang 672.062 621.284 -7,6 %
Auftragsbestand 108.307 118.856 9,7 %
EBIT 58.745 30.060 -48,8 %
Ergebnis nach Steuern 39.496 10.967 -72,2 %
Mitarbeiter (Stichtag) ** 3.148 3.125 -0,1 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70

** siehe Erläuterungen auf S. 163

Allgemeine Rahmenbedingungen

Die wesentlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Segment Maschinen wurden bereits im Geschäftsverlauf beschrieben.

Unverändert gilt dabei, dass es nach unserer Einschätzung weltweit einen erheblichen Bedarf an Spezialtiefbauleistungen gibt. Auch wenn sich die Baumärkte im Jahr 2020 insgesamt abgeschwächt haben, konnte doch in vielen Regionen weiterhin gearbeitet werden. Entsprechend gibt es einen unverminderten Bedarf an Spezialtiefbaugeräten, auch wenn eine coronabedingte Delle entstanden ist.

Die für einige unserer Sonderproduktgruppen wichtigen Rohstoffmärkte waren aufgrund der relativ niedrigen Rohstoff- und Ölpreise tendenziell schwach. Auch hier hatte die COVID-19-Pandemie einen zusätzlich belastenden Einfluss und hat zu Auftragsverschiebungen geführt.

Wesentliche Ereignisse

Im Segment Maschinen lag die Gesamtkonzernleistung im vergangenen Geschäftsjahr mit 610,7 Mio. EUR um 14,4 % deutlich unterhalb des Vorjahres von 713,7 Mio. EUR. Entsprechend reduzierte sich das EBIT von 58,7 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern ging von 39,5 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR deutlich zurück.

Das Segment Maschinen war im Jahr 2020 am deutlichsten von der Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund der Unsicherheit bedingt durch die COVID-19-Pandemie betroffen. Nachdem das erste Quartal noch wenige Spuren zeigte, sind die Umsatzerlöse und Auftragseingänge im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen. Im zweiten Halbjahr zeigte sich keine wesentliche Belebung der Auftragssituation, auch wenn die Ergebnisentwicklung im letzten Quartal besser als erwartet war. Am Hauptstandort in Schrobenhausen wurde seit April 2020 die Produktion zurückgefahren und entsprechend mit Kurzarbeit reagiert.

Unter diesen Rahmenbedingungen gingen Gesamtkonzernleistung und Umsatz deutlich zurück. Durch unsere zahlreichen getroffenen Maßnahmen lag das Nachsteuerergebnis noch im positiven Bereich. Dabei zeigten sich die Märkte in Deutschland, den USA und China am robustesten. In Russland konnten die Verkäufe bedeutend gesteigert werden, lagen jedoch noch weiter unter dem Niveau vor der Krim-Krise. In den anderen Ländern Europas gingen die Verkaufszahlen zurück. Dies galt auch für die Länder des Nahen Ostens sowie die weiteren asiatischen Länder und auch für Afrika.

Bei den Tochterfirmen und den einzelnen Produktgruppen stellte sich das Geschäftsjahr wie folgt dar: Der Vertrieb von Ankerbohrgeräten lief sehr positiv und nahezu unbeeinflusst. Rammgeräte, Mischanlagen, Drehantriebe und Bohrrohre zeigten einen Rückgang gegenüber Vorjahr mit schwächeren Ergebnissen. Beim Geschäft mit Brunnenbohrgeräten wurde im Geschäftsjahr 2020 der Produktionsstandort in Peine geschlossen. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten konnte den Rückstand aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 nicht aufholen. Zwar legte das Chinageschäft zu, doch fehlte in den weiteren asiatischen Ländern der Umsatz. Insgesamt gingen Leistung und Ergebnis zurück, letzteres war aber positiv. Das Geschäft mit Ersatzteilen, Bohrwerkzeugen und weiteren After-Sales-Services lieferte erneut einen guten Beitrag zum Gesamtergebnis, wenn auch hier der Umsatz merklich zurückging.

Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte in den USA hatte ein gutes Marktumfeld und konnte mit einer Leistungssteigerung ein gutes Ergebnis erzielen. Im dritten Quartal 2020 wurde das im Jahr 2015 gemeinsam mit Schlumberger begonnene Joint Venture zur Entwicklung und zum Bau von größeren landbasierten Tiefbohranlagen für den Öl- und Gasbereich beendet. Eine Bewertung at-equity erfolgt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr, da die betroffenen Gesellschaften nun vollkonsolidiert werden. Die Effekte sind in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weitergehend beschrieben.

Insgesamt wurden alle Aktivitäten in der Tiefbohrtechnik im Geschäftsbereich Water, Energy & Mining der BAUER Maschinen GmbH zusammengeführt. Zukünftig sollen für Kunden passgenaue Anwendungen entwickelt und gemeinsam Projekte, unter anderem im Bereich der Tiefengeothermie, realisiert werden. Der Fokus liegt auf den Märkten in Europa und Asien.

Ein weiterer strategischer Schritt wurde mit dem Ausbau des Brunnenbohrgeschäfts in den USA getan. Um hier einen Eintritt in den Markt zu vollziehen hat die amerikanische Tochterfirma BAUER Equipment America Inc. im Oktober 2020 per Asset-Deal das in den USA etablierte Geschäft mit Brunnenbohrgeräten der Marke GEFCO übernommen. Die Produktion und der Vertrieb der Geräte in den USA wird weitergeführt.

Auftragslage

Der Auftragseingang entwickelte sich deutlich schwächer als im Vorjahr. In Summe ging er von 672,1 Mio. EUR im Vorjahr um 7,6 % auf 621,3 Mio. EUR zurück. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2020 mit 118,9 Mio. EUR über dem Vorjahr von 108,3 Mio. EUR.

Die Unsicherheiten aufgrund der COVID-19-Pandemie führten bei den Maschinenkunden zu einem sehr zurückhaltenden Bestellverhalten und entsprechend zum Rückgang im Auftragseingang. Unverändert bestellen Kunden ihre Maschinen im Spezialtiefbau relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt.

SEGMENT RESOURCES

in Tausend EUR 2019 * 2020 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 314.809 268.807 -14,6 %
Umsatzerlöse 269.992 240.126 -11,1 %
Auftragseingang 306.574 248.461 -19,0 %
Auftragsbestand 308.243 287.897 -6,6 %
EBIT -5.065 1.869 n/a
Ergebnis nach Steuern -13.637 -7.218 n/a
Mitarbeiter (Stichtag) ** 1.440 1.289 -10,5 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70 und S. 102

** siehe Erläuterungen auf S. 163

Allgemeine Rahmenbedingungen

Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die Geschäftsfelder Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau sowie Sanierung.

Eine leichte Erholung war bei der Nachfrage für Bohrdienstleistungen nach Wasser und Bodenschätzen zu beobachten. In Afrika gab es vereinzelte Projekte für Tiefbrunnen sowie Bohrungen für die Miningindustrie. Im Nahen Osten zeigte sich der Markt eher schwach. Im Bereich Brunnenbau war die Nachfrage für Ausbaumaterialien in Deutschland aufgrund der zunehmenden Trockenheit gut. In den Märkten Osteuropas war diese ausreichend.

Im Bereich Umwelttechnik zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gab es anhaltend viele Aufträge im Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Schlämmen. Auch in China, aus unserer Sicht ein Markt mit großem Potential, war unvermindert eine steigende Nachfrage nach Umweltdienstleistungen zu erkennen, die wir aufgrund der coronabedingten Einreisebeschränkungen noch nicht bearbeiten konnten. Der Bereich Pflanzenkläranlagen fokussiert sich bei der Vermarktung auf einzelne große Projekte im Nahen Osten und arbeitet an der regionalen Erweiterung des Geschäftes.

Der Geschäftsbereich Bergbau ist im Wesentlichen in Deutschland aktiv. Neben fortgesetzten Tätigkeiten im Endlagerbergbau lagen im Jahr 2020 die Ausführungsschwerpunkte im Verwahrungs- und Entsorgungsbergbau, in der Sanierung von Altbergbaustandorten und in technischen Dienstleistungen für Bergbauunternehmen, die Rohstoffe fördern oder Reststoffentsorgung betreiben. Der Bereich Sanierung mit Schwerpunkt in Deutschland hatte einen guten Markt in einem intensiven Wettbewerbsumfeld.

Wesentliche Ereignisse

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 268,8 Mio. EUR um 14,6 % unter dem Vorjahreswert von 314,8 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich von -5,1 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern lag nach -13,6 Mio. EUR im Vorjahr bei -7,2 Mio. EUR.

Insgesamt war das Jahr 2020 nochmals von den in den Vorjahren begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. So wurde zum Ende des dritten Quartals der Verkauf der ESAU & HUEBER GmbH, die ihren Schwerpunkt in der Brauerei- und Getränketechnologie hatte, vollzogen. Die negativen Ergebnisauswirkungen aus dem Verkauf betrugen etwa -1,7 Mio. EUR. Das Unternehmen hatte in den letzten beiden Jahren Verluste verzeichnet. Die Tochterfirma in Jordanien, die in den letzten Jahren vor allem aufgrund von Überkapazitäten erhebliche Verluste realisiert hatte, wurde finanziell besser ausgestattet, um eine vernünftige Ausgangssituation für das Jahr 2021 zu haben. Die Wertberichtigungen auf Forderungen im Segment im Jahr 2020 waren mit 4,4 Mio. EUR deutlich niedriger als im Vorjahr mit 9,4 Mio. EUR, wodurch sich die Ergebniskennzahlen im Vergleich verbessert haben.

Das Segment Resources hat sich am Ende der Restrukturierungsphase auch strategisch neu ausgerichtet. Die bisherigen Bereiche Wasser, Umwelt, Bodenschätze wurden von den neuen Bezeichnungen der Geschäftsbereiche Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau sowie Sanierung abgelöst.

Sehr positiv zeigte sich erneut der Bereich Umwelttechnik, der auch 2020 ein Marktumfeld mit guter Nachfrage bearbeiten konnte. Die Abschwächung im zweiten Halbjahr führte zu einem leichten Leistungsrückgang bei einem guten Ergebnis. In der zweiten Jahreshälfte hat die BAUER Resources GmbH die Fertigstellung des Großprojekts - Sanierung des Perimeters 1/3-NW der Kesslergrube - an die Roche Pharma AG übergeben. Die Geschäfte in Saudi-Arabien sowie in Marokko sollen im Jahresverlauf eingestellt werden. Eine neue große Projektchance in der Altlastensanierung hat sich in Kuwait entwickelt, welche im Laufe des Jahres 2021 zur Vergabe ansteht. In China verhinderte die COVID-19-Pandemie die intensivere Bearbeitung des Marktes und die Akquisition erster Projekte.

Im Geschäftsbereich Bohrdienstleistungen und Brunnenbau hatten unsere Bohrfirmen in Afrika, die vor allem für die Rohstoffindustrie tätig sind, eine stabile Entwicklung. Die Tochterfirma in Jordanien hatte mit einem Rückgang bei den Aufträgen und Verzögerungen aufgrund von Lockdowns zu kämpfen. Weiterhin führten hier die vorhandenen Überkapazitäten zu größeren finanziellen Belastungen, so dass am Ende nochmals ein deutlicher Verlust verzeichnet werden musste. Durch entsprechende finanzielle Maßnahmen sollte sich die Ergebnissituation für das laufende Jahr erheblich verbessern lassen.

Bei der GWE Gruppe, die Brunnenausbaumaterialien in Deutschland und Osteuropa sowie in Chile herstellt, waren die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre erfolgreich und es konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Dies lag vor allem an einem guten deutschen Markt, obwohl es einen leichten Rückgang bei Großprojekten und im Auslandsgeschäft gab. Während die Tochterfirmen in Polen und Ungarn im Plan lagen, gab es in Chile coronabedingt einen leichten Rückgang mit einem trotzdem noch positiven Ergebnis.

Erfreulich verlief das Geschäftsjahr erneut für unsere Beteiligung im Oman im Bereich Pflanzenkläranlagen. Neben dem Betrieb der Anlage liefert inzwischen der Verkauf von CO2-Zertifikaten, die aus dem Projekt generiert werden, einen zusätzlichen konstanten Ergebnisbeitrag (at-Equity). Für 2021 besteht die Chance auf weitere Aufträge für Pflanzenkläranlagen im Nahen Osten, speziell in Bahrain sind die Verhandlungen über ein neues Projekt weit fortgeschritten.

Der Bergbaubereich brachte aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland und der positiven Entwicklung unseres Unternehmens in Kasachstan, wieder einen sehr positiven Leistungs- und Ergebnisbeitrag.

Die Umgliederung der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment erhöhte die Gesamtkonzernleistung im Gesamtjahr 2020 um 31,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR). Die Ergebnisauswirkungen waren unwesentlich. Die Umgliederung wurde vorgenommen, da das Geschäftsfeld Sanierung zukünftig im Segment gebündelt und dort mit mehr Synergiepotentialen zu den anderen Geschäftsfeldern weiterentwickelt werden soll.

Auftragslage

Der Auftragseingang lag 2020 mit 248,5 Mio. EUR um 19,0 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 306,6 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende war mit 287,9 Mio. EUR um 6,6 % geringer als im Vorjahr mit 308,2 Mio. EUR.

Der Rückgang ist auch darauf zurückzuführen, dass die Restarbeiten des Großprojekts Kesslergrube nicht mehr enthalten sind. Der Umweltbereich verzeichnete coronabedingt auch einen Rückgang bei den erhaltenen Aufträgen, dies gilt ebenso für den Bereich Bohrdienstleistungen. Dagegen stieg der Auftragsbestand im Bergbau, unter anderem durch größere Projekte, deutlich an und bietet aus unserer Sicht eine komfortable Grundlast für die Folgejahre.

SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG

In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.

Das Segment Sonstiges weist 2020 ein EBIT von 21,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 20,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.

Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -22,1 Mio. EUR (Vorjahr: -27,6 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -22,1 Mio. EUR (Vorjahr: -27,8 Mio. EUR).

III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

KONZERNERTRAGSLAGE

Die Ertragslage war im Jahr 2020 von den erheblichen Einflüssen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zu den in den Jahren 2019 und 2020 enthaltenen Sondereffekten verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt Geschäftsverlauf. Die wichtigsten Kennzahlen haben sich wie folgt verändert:

Die Gesamtkonzernleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % von 1.594,7 Mio. EUR auf 1.453,6 Mio. EUR deutlich verringert. Das EBIT erhöhte sich gegenüber Vorjahr deutlich von 33,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern war mit -8,2 Mio. EUR leicht im Minus - im Vorjahr lag dieses bei -36,6 Mio. EUR.

Mit dem vorliegenden Jahresabschluss wurde auf Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen innerhalb der GuV umgegliedert und ist nunmehr Bestandteil des EBITDA sowie des EBIT. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV für das Jahr 2020 erläutert:

Die konsolidierte Leistung ist von 1.537,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.401,3 Mio. EUR um 8,9 % zurückgegangen. Darin enthalten sind rund 50 Mio. EUR aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in Hongkong im Segment Bau und einer Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger im Segment Maschinen, was bei der Position sonstige Erträge erläutert ist.

Die Umsatzerlöse sind von 1.470,9 Mio. EUR um 8,7 % auf 1.343,2 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang entstand im Wesentlichen in den Segmenten Maschinen und Resources.

Die Bestandsveränderungen veränderten sich deutlich von 32,4 Mio. EUR auf -16,8 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den Bestandsabbau im Segment Maschinen zurückzuführen war.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind von 9,5 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR leicht zurückgegangen.

Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 24,9 Mio. EUR auf 66,8 Mio. EUR deutlich angestiegen, was im Wesentlichen auf den Erwerb und der damit verbundenen Neubewertung der restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH zurückzuführen war. Hintergrund ist die Beendigung des Joint Ventures in der Tiefbohrtechnik mit Schlumberger. Die Übernahme der restlichen Anteile von 51 % führte zu einem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 41,9 Mio. EUR der in den sonstigen Erträgen enthalten ist. Darüber hinaus wurde im Segment Bau die Tochterfirma in Hongkong im ersten Halbjahr 2020 entkonsolidiert, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag von etwa 8 Mio. EUR geführt hat.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 20,1 % von 783,1 Mio. EUR auf 626,1 Mio. EUR erheblich zurückgegangen. Wesentlich hierfür waren Veränderungen in der Auftragsstruktur im Segment Bau, wo bei einigen Projekten ein deutlich geringerer Materialeinsatz zum Tragen kam sowie der Produktmix im Segment Maschinen.

Der Personalaufwand ist um 5,7 % von 418,8 Mio. EUR auf 394,9 Mio. EUR etwas weniger als die konsolidierte Leistung zurückgegangen. Dies ist zum einen auf den Mitarbeiterrückgang im Auslandsgeschäft im Segment Bau, aber auch auf die Kurzarbeitsmaßnahmen zurückzuführen. Wir sind weiterhin bemüht den Personalaufwand im Verhältnis zur konsolidierten Leistung in den nächsten Jahren zu verbessern.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 5,7 % von 212,7 Mio. EUR auf 224,8 Mio. EUR angestiegen. In der Position ist der bei den sonstigen Erträgen beschriebene Effekt aus der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger in Höhe von 41,4 Mio. EUR enthalten. Ohne diesen Effekt wäre die Position zurückgegangen, was im Wesentlichen auf Rückgange bei den Vertriebsaufwendungen - insbesondere Reisekosten - sowie Verwaltungs- und Leasingaufwendungen zurückzuführen war.

Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen ging von 11,2 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR zurück. Wesentlicher Bestandteil der Position sind positive Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften sowie aus der Resources-Beteiligung im Oman.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 9,9 % von 84,8 Mio. EUR auf 93,2 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Gründe hierfür waren Investitionen in technische Anlagen und Maschinen aufgrund großer Aufträge, langfristig geplante Investitionen in Grundstücke und Gebäude.

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Die Position hat sich im Berichtsjahr um 4,6 % von 15,8 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR erhöht.

Die Finanzerträge sind von 33,7 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Die darin enthaltenen Währungsgewinne und Gewinne aus Sicherungsgeschäften sind um 3,5 Mio. EUR angestiegen.

Die Finanzaufwendungen lagen mit 72,3 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres von 78,8 Mio. EUR. Hierbei stiegen Währungsverluste von 22,5 Mio. EUR auf 33,7 Mio. EUR an. Bereinigt um diesen Effekt ist die Position um 17,7 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen auf die Gewinne aus Marktwertveränderungen der Derivate zurückzuführen war, die aufgrund wieder gestiegener Zinsen entstanden sind sowie aus einem Rückgang bei den Zinsaufwendungen

Der Ertragsteueraufwand lag mit 24,6 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr von 25,2 Mio. EUR.

Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug -8,4 Mio. EUR (Vorjahr: -37,1 Mio. EUR).

Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) niedriger als im Vorjahr.

KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE

Die Bilanzsumme des Konzerns ist 2020 um 5,2 % von 1.628,5 Mio. EUR auf 1.544,0 Mio. EUR zurückgegangen. Reduzierend wirkten auf der Aktivseite im Wesentlichen die deutlichen Rückgänge bei den Vorräten (-33,7 Mio. EUR) sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-22,3 Mio. EUR). Auf der Passivseite haben im Wesentlichen die Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital (-21,2 Mio. EUR), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-53,9 Mio. EUR), die Vertragsverbindlichkeiten (-15,7 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-40,8 Mio. EUR) zum Rückgang der Bilanzsumme beigetragen. Erhöhend wirkten auf der Passivseite die Kapitalerhöhung (+16,0 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen (+12,0 Mio. EUR). Die Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger führte auf der Aktivseite im Wesentlichen zu einem Rückgang bei den at-Equity bewerten Anteilen (-42,0 Mio. EUR) sowie zu einer Erhöhung durch die erstmalig aufgenommene Position "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" (+34,8 Mio. EUR).

Die Eigenkapitalquote lag mit 23,7 % auf Vorjahreshöhe von 23,8 %. Unverändertes Ziel ist eine Eigenkapitalquote von über 30 %.

Die Nettoverschuldung ist im Berichtsjahr mit 528,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 563,7 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Dies lag vor allem am Rückgang bei den Vorräten sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich weiter reduziert, was zeigt, dass unsere zahlreichen Maßnahmen vorankommen. Ungeachtet dessen werden wir auch in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Vergleich zur Bilanzsumme sowie zur Leistungsentwicklung zu verbessern. Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Im Baubereich haben wir nur vergleichsweise kurze Laufzeiten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle, sondern erst nach Fertigstellung generiert wird. Daher benötigen wir über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht.

Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.

Bei den festgelegten Covenants, Net Debt zu EBITDA, EBITDA zu Net Interest Coverage und der Eigenkapitalquote, wurden die vereinbarten Schwellenwerte eingehalten. Covenants wurden im Konzern, neben den beiden Konsortialkrediten mit einem Volumen von 430 Mio. EUR (Inanspruchnahme: 200,3 Mio. EUR) und 53 Mio. EUR (ausstehender Darlehensbetrag: 33,7 Mio. EUR), für mehrere langfristige Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2020 mit 125,5 Mio. EUR valutierten. Zum Jahresende 2020 wurden die Konsortialkreditverträge bis Juni 2022 verlängert.

In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:

Auf der Aktivseite:

Die Sachanlagen sind von 460,5 Mio. EUR auf 452,5 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen aus den Verkauf von Geräten und Anlagen nach Übergabe des Projekts Kesslergrube im Segment Resources an den Kunden zurückzuführen war.
Die at-Equity-bewerteten Anteile haben sich von 118,2 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR deutlich verringert. Im dritten Quartal 2020 wurde das Joint Venture mit Schlumberger in der Tiefbohrtechnik beendet und dabei die Anteile von Schlumberger (jeweils 49 %) an der BAUER Manufacturing LLC sowie der BAUER Deep Drilling GmbH wieder vollständig übernommen, so dass diese Anteile nicht mehr in dieser Position enthalten sind.
Die aktiven latenten Steuern gingen leicht von 67,3 Mio. EUR auf 66,9 Mio. EUR zurück, was im Wesentlichen auf Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen und dem deutlichen Rückgang der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen war.

Wechselkursentwicklung

1 EUR entspricht Durchschnittskurs 2019 Durchschnittskurs 2020
USD 1,11948 1,14220
GBP 0,87783 0,88970
RUB 72,45296 82,72480
CNY 7,73588 7,87470

Entwicklung Covenants

2019 2020
Net Debt / EBITDA 4,58 3,20
EBITDA / Net Interest Coverage 2,72 4,08
Eigenkapitalquote in % 23,8 23,7
Die Vorräte haben sich von 458,3 Mio. EUR auf 424,6 Mio. EUR verringert. Wesentlicher Grund war die Bestandsreduzierung an fertigen Geräten im Segment Maschinen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte sind dabei von 8,9 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR angestiegen.
Die Vertragsvermögenswerte sind von 108,1 Mio. EUR auf 88,0 Mio. EUR deutlich gesunken. Dies ist auf den Leistungsrückgang im Segment Resources, aber auch auf das Segment Bau zurückzuführen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 271,3 Mio. EUR auf 249,0 Mio. EUR zurückgegangen. Vor allem in den Segmenten Maschinen und Resources hat sich der Forderungsbestand aufgrund des Rückgangs bei den Umsatzerlösen sehr deutlich reduziert.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind stichtagsbedingt von 37,6 Mio. EUR auf 46,0 Mio. EUR angestiegen.
Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betrugen erstmalig 34,8 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um ein Grundstück in den USA, das bislang für das Joint Venture in der Tiefbohrtechnik mit Schlumberger genutzt wurde und aufgrund der Beendigung des Joint Ventures zur Veräußerung steht.

Auf der Passivseite:

Das Eigenkapital reduzierte sich von 386,9 Mio. EUR auf 365,5 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (-8,2 Mio. EUR) negativ beigetragen. Reduzierend wirkten sich zudem versicherungsmathematische Bewertungen bei den Pensionen (-7,1 Mio. EUR) und die Veränderungen im Währungsausgleichsposten (-23,1 Mio. EUR) aus. Erhöhend wirkten die Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen (1,2 Mio. EUR) sowie Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente und erfolgsneutral verrechnete latente Steuern. Zudem hatten sich aufgrund der im Dezember 2020 durchgeführten Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital das gezeichnete Kapital von 73,0 Mio. EUR auf 80,3 Mio. EUR und die Kapitalrücklage von 38,4 Mio. EUR auf 47,1 Mio. EUR erhöht.
Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 73,7 Mio. EUR auf 234,0 Mio. EUR. Hier erfolgte die Verschiebung eines großen Anteils der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von der kurzfristigen in die langfristige Position im Vergleich zum Konzernabschluss 2019. Durch ein Überschreiten der bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants zum Jahresende 2019 hatte eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. In Summe haben sich unsere Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten im vergangenen Geschäftsjahr vor allem durch den Abbau von Vorräten und Forderungen auf der Aktivseite weiter deutlich reduziert.
Die Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen betrugen 2020 erstmalig 12,0 Mio. EUR. Diese Position betraf ein Darlehen der Familie Bauer an die BAUER AG.
Die Pensionsrückstellungen sind von 158,6 Mio. EUR auf 167,5 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatz von 0,75 % (Vorjahr: 1,05 %) zurückzuführen. Die Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen haben sich um netto 9,0 Mio. EUR erhöht.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich von 23,7 Mio. EUR auf 34,5 Mio. EUR deutlich erhöht. Grund hierfür waren die Bewertungen von Derivaten und Zinsswaps.
Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging von 431,6 Mio. EUR auf 217,4 Mio. EUR zurück. Auch in dieser Position wirkt sich die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten in die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus, die aufgrund des Überschreitens von Covenants notwendig wurde.
Die Vertragsverbindlichkeiten sind von 76,8 Mio. EUR auf 61,1 Mio. EUR im Wesentlichen im Segment Bau zurückgegangen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 220,3 Mio. EUR auf 179,6 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Im Wesentlichen lag dies an geringeren Materialverbräuchen im Segment Bau aufgrund von Verzögerungen auf Baustellen, sowie im Segment Maschinen aufgrund des Rückgangs bei den Umsatzerlösen.
Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind von 19,6 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR angestiegen.

Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit liegen mit 168,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres von 168,9 Mio. EUR. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:

Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen 39,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,4 Mio. EUR). Die Veränderung ist unter anderem auf Effekte aus der Währungsumrechnung sowie auf die Übergangskonsolidierung der BAUER Deep Drilling GmbH und der BAUER Manufacturing LLC zurückzuführen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr um 80,5 Mio. EUR verändert.
Die Veränderungen der Forderungen aus Vertragsvermögenswerten betrugen 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 40,6 Mio. EUR).
Die Veränderung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 72,2 Mio. EUR) belastet.
Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben den operativen Cashflow um 23,4 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund hierfür war unter anderem die Erhöhung der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften, die einen positiven Effekt auf den operativen Cashflow haben.
Die gezahlten Ertragsteuern haben den operativen Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 29,0 Mio. EUR entlastet.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -96,5 Mio. EUR und lag um 21,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich deren erworbener Nettozahlungsmittel zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -61,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 229,6 Mio. EUR, Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen in Höhe von 16,0 Mio. EUR, Einzahlungen aus Nachrangdarlehen in Höhe von 12,0 Mio. EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 188,5 Mio. EUR

INVESTITIONEN

Ungeachtet der COVID-19-Pandemie haben Investitionen, die bereits in den Vorjahren beschlossen und begonnen wurden, sowie Investitionen in größere Aufträge dazu geführt, dass die Neuinvestitionen im Geschäftsjahr 2020 über den Abschreibungen lagen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden neue Investitionsentscheidungen zum Teil deutlich in die Zukunft verschoben. Dies betrifft zum größten Teil Investitionen in neue Gebäude, wie in Werkshallen oder Büroflächen. Ungeachtet dessen fordert insbesondere der sehr hohe Auftragsbestand im Segment Bau weitere projektbezogene Investitionen. Dies gilt ebenso für unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Digitalisierung, wo die Investitionen über den Vorjahren liegen. Dies ist für uns ein wichtiges Zukunftsfeld.

Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Zusätzliche Investitionen wurden für den Ausbau und die Erneuerung von Lagerplätzen und Werkstätten verwendet. Dies ist nötig um eine noch bessere Baustellenversorgung zu ermöglichen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, wodurch wir aber auch neue Marktchancen erwarten. In den nächsten Jahren werden wir zusätzlich in die Verjüngung unserer Geräteausstattung investieren müssen. Auch in die Digitalisierung unserer Baustellen wurde weiter intensiv investiert, was auch in den Folgejahren fortgesetzt werden soll.

Im Segment Maschinen wurde - neben den Investitionen zur Modernisierung des Geräteparks und der Fertigungsstätten - mit dem Kauf der Marke GEFCO in den USA in die Ausweitung des Produktportfolios investiert. Investitionen in eine verbesserte Logistik und in die Automatisierung wurden im Jahr 2020 gestartet, aber aufgrund der COVID-19-Pandemie in die Zukunft verschoben.

Im Segment Resources wurde im Wesentlichen in die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsanlagen und Entsorgungszentren investiert. Eine deutliche Desinvestition hat mit Beendigung eines Großprojektes stattgefunden, bei dem der Kunde die Ausrüstung und den Maschinenpark übernommen hat.

Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2020 138,4 Mio. EUR (Vorjahr: 151,0 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 93,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,8 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 16,5 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR).

Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2020 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) gegenüber.

IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.

Die BAUER AG hat im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,05 Mio. EUR) ausgewiesen und lag damit unter den Erwartungen. Im Vorjahr wurden durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 58,0 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2020 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 59,5 Mio. EUR durchgeführt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

Die Finanzanlagen haben sich von 180,4 Mio. EUR auf 285,0 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an Gesellschafterzuschüssen für die BAUER Spezialtiefbau GmbH sowie die BAUER Maschinen GmbH lag.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 87,7 Mio. EUR auf 35,8 Mio. EUR zurückgegangen. Dies lag im Wesentlichen an der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 52,0 Mio. EUR. Die Gegenposition findet sich bei den Verbindlichkeiten auf der Passivseite.
Das Eigenkapital betrug 130,7 Mio. EUR (Vorjahr: 114,8 Mio. EUR) und hat sich im Wesentlichen durch die im Dezember 2020 durchgeführte Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erhöht, wodurch sowohl das gezeichnete Kapital, von 73,0 Mio. EUR auf 80,3 Mio. EUR, als auch die Kapitalrücklage, von 39,8 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR, angestiegen sind.
Die Verbindlichkeiten haben sich von 147,0 Mio. EUR auf 180,2 Mio. EUR deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dabei um 47,6 Mio. EUR angestiegen. Die Finanzierung wurde vermehrt von der BAUER AG selbst als von den Mutterfirmen der Segmente abgewickelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind als Gegenposition um 25,3 Mio. EUR zurückgegangen.

Wesentliche Veränderungen in der GuV:

Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen und Finanzierungskosten entstehen, sind entsprechend den Erwartungen leicht um 1,6 Mio. EUR auf 43,6 Mio. EUR gestiegen.
Der Personalaufwand hat sich von 21,9 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR reduziert, was unter anderem auf die Kurzarbeitsmaßnahmen zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 46,7 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Wesentlicher Bestandteil der Position sind Gesellschafterzuschüsse der BAUER AG an Tochterfirmen.
Das betriebliche Ergebnis war daher mit -13,1 Mio. EUR (Vorjahr: -38,9 Mio. EUR) erneut deutlich negativ.
Die Erträge aus Beteiligungen lagen mit 20,0 Mio. EUR unterhalb der Vorjahreszahl von 43,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Dividendenausschüttung der BAUER Maschinen GmbH an die BAUER AG zurückzuführen.
Der Jahresfehlbetrag lag bei 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,05 Mio. EUR). Der Bilanzverlust betrug 0,06 Mio. EUR (Vorjahr: Bilanzverlust von 0,05 Mio. EUR).

Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für diese.

Im Jahr 2020 reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns aufgrund des vor allem wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie negativen Nachsteuerergebnisses und wegen deutlicher Währungseinflüsse. Um die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern, wird der Vorstand dem Aufsichtsrat daher empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende auszuschütten. Mittelfristig halten wir jedoch unverändert an unserer Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern vorsieht.

V. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKOBERICHT

GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Nicht planbare Ereignisse können sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u. a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten.

Unser Risikomanagement - welches sowohl Risiken als auch Chancen bewertet - basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren.

Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.

Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelnen Risikofeldern zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Die Bewertung von Risiken bezieht sich auf die mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern. Risikoberichterstattung und -bewertung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, nach Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen. Die Risiken werden in den nachfolgend aufgeführten Risikokategorien mit dem maximalem Schadensausmaß klassifiziert.

Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Interviews mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften sowie gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer zum Vorjahr unveränderten Relevanzskala.

Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien bewertet. Planungsrisiken werden mittels Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen aggregiert.

Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Schadenbegrenzungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, werden für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu minimieren oder vollständig zu vermeiden. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen.

Relevanzskala der BAUER Gruppe

Relevanz Schadenausmaß (in TEUR) Definition
1 bis 8.000 Geringes Risiko
2 bis 20.000 Mittleres Risiko
3 bis 50.000 Bedeutendes Risiko
4 bis 100.000 Schwerwiegendes Risiko
5 über 100.000 Kritisches Risiko

Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).

Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.

Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt.

Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. Der Kommunikations- und Freigabeprozess erfolgt zum Teil IT-gestützt durch standardisierte "Workflows".

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.

Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.

Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet.

Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.

Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.

Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Organisation und Führung sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.

Das Risiko "Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets" wird im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr berichtet. Durch die Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger ist dieses Risiko entfallen. Im Berichtsjahr wurde das Risiko "Informationstechnologie und Datenschutz" neu aufgenommen und bewertet.

STRATEGISCHE RISIKEN

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns und der Ausrichtung am Baumarkt begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit von der Bauwirtschaft und regionalen Investitionszyklen zu erzielen. Unsere drei Segmente bieten neben der Risikodiversifikation auch deutliche Synergieeffekte. So fließen zum Beispiele Erkenntnisse des Maschineneinsatzes und der Verfahrensentwicklung im Segment Bau regelmäßig in die Weiterentwicklung der Maschinen ein. Mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Segmente Bau und Resources werden erfolgreich Gesamtleistungen von Spezialtiefbauarbeiten inklusive Entsorgung oder Altlastensanierung angeboten.

Das Segment Maschinen wird durch die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit von der allgemeinen Bauwirtschaft weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.

Strategische Partnerschaften, Kooperationspartner Insbesondere im Segment Maschinen unterstützen uns in ausgewählten Regionen geprüfte Vertriebspartner. Im Falle eines Ausfalls oder Missmanagements unseres Partners könnte ein Absatzrückgang entstehen. Durch ein regelmäßiges Sales Partner Audit sowie die Analyse von Finanzdaten bei größeren Vertriebspartnern soll das Risiko aus Kooperationen frühzeitig erkannt werden, um mithilfe eigener Vertriebsmitarbeiter oder alternativer Händler gegenzusteuern. Das Risiko schätzen wir wie im Vorjahr als gering ein.

Marke, Image, PR

Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir wie im Vorjahr als geringes Risiko.

MARKTRISIKEN

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine diversifizierte Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau grundsätzlich in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch im Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.

Wettbewerbsumfeld

Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Außerdem verbessern wir die Wettbewerbssituation durch Lokalisierung.

Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der aktuellen Corona-Situation im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. In den Segmenten Bau und Resources nutzen wir eine Mischung aus internationalen Experten und lokalem Personal. Dadurch sichern wir sowohl Qualität und Methodenkompetenz als auch eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Das Wettbewerbsrisiko wird wie im Vorjahr als geringes Risiko eingeschätzt.

Risiken der Marktentwicklung

Der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, das sinkende Wirtschaftswachstum Chinas sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung im Nahen Osten und deren Folgeschäden beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage.

Zudem stellt die COVID-19-Pandemie das Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen, was sich hauptsächlich auf die Segmente Bau und Maschinen auswirkt. Die Investitionszurückhaltung der Kunden im Segment Maschinen führt aufgrund der bestehenden Unsicherheit bedingt durch die COVID-19-Pandemie zu einem Marktentwicklungsrisiko in einigen Regionen. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als bedeutendes (Vorjahr: mittleres) Risiko bewertet.

FINANZMARKTRISIKEN

Finanzielle Stabilität und Liquidität

Für mehrere langfristige Darlehen ist mit Banken die Einhaltung von Finanzkennzahlen vereinbart. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote.

Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Risiko der Verletzung von mit Banken vereinbarten Finanzkennzahlen führen, was eine Reduzierung oder Beendigung von Kreditlinien zur Folge haben kann.

Mit der Verlängerung unseres Konsortialkreditvertrages wurde die Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sichergestellt und die finanzielle Stabilität der BAUER Gruppe verbessert. Zudem wurde durch die Barkapitalerhöhung im Dezember 2020 die Eigenkapitalbasis gestärkt.

Das Risiko im Bereich finanzielle Stabilität und Liquidität wird wie im Vorjahr als mittleres Risiko eingestuft.

Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente.

Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil variabel verzinslichen Finanzschulden (kurz- und langfristige Kredite). Es existieren Zinssicherungsvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von steigenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Marktzinsentwicklungen haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns. Die verbleibenden Währungsrisiken, die im wesentlichen Translationsrisiken sind, sowie die Zinsunsicherheit bewerten wir als mittleres (Vorjahr: geringes) Risiko für unser operatives Geschäft.

POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN

Compliance

Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes sowie ethisch korrektes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen werden durchgeführt, um dieses Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes und effektives System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken als mittlere (Vorjahr: geringe) Risiken zu bewerten.

Politisches und rechtliches Umfeld

Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen. Politische Änderungen, wie z. B. Regierungswechsel, können zur Belebung aber auch zur Abschwächung der lokalen Baumärkte führen. Die Risiken aus unserem politischen und rechtlichen Umfeld bewerten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Soweit möglich, verwenden wir standardisierte, internationale Standards der Bauwirtschaft (z. B. FIDIC). Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering (Vorjahr: gering) bewertet werden können.

Laufende Rechtsfälle

Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle laufenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde und bewerten dieses Risiko als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.

WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn das Wachstum im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.

Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.

Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung als mittleres (Vorjahr: mittleres) Risiko.

Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen sowie Kalkulation

Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip und etablierten Standards bei der Kalkulation minimiert (siehe Projektrisiken) und können als mittleres (Vorjahr: mittleres) Risiko angesehen werden.

Materialwirtschaft und Beschaffung

Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch die Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als mittleres (Vorjahr: geringes) Risiko ein.

Produktion und Auftragsausführung

Die anhaltende COVID-19-Pandemie führt dazu, dass global unterschiedliche Ausgangs- und Reisebeschränkungen die Baustellenlogistik erschwert und zur Folge hat, dass es zu Verzögerungen in der Projektausführung kommt.

Technisches Versagen aus Konstruktions- oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen führen. Die Risiken daraus sind im Konzern immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt.

Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene (siehe Projektrisiken). Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittel (Vorjahr: mittel) zu bewerten.

RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE

Debitorenmanagement

Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rahmen der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.

Informationstechnologie und Datenschutz

Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Systemen ist durch zunehmende Cyberkriminalität gefährdet. Zudem steigen die regulatorischen Anforderungen für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Aus diesem Grund bauen wir unsere vorbeugenden Informationssicherheitsmaßnahmen für den Schutz vor unbeabsichtigtem Datenverlust, Datendiebstahl und allen Formen der Cyberkriminalität kontinuierlich aus. Außerdem werden Mitarbeiter in Schulungen dazu sensibilisiert, sorgfältig mit personenbezogenen Daten umzugehen. Trotz umfangreicher Maßnahmen können Risiken in diesem Umfeld aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wir stufen das Risiko des Datenverlusts und der Cyberkriminalität als mittleres Risiko ein.

GESAMTRISIKO

Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe existenziell schaden könnten. Das bilanzielle Risikoprofil des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr, im Wesentlichen auch aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger, verbessert. Jedoch hat sich das Risiko der Marktentwicklung aufgrund der COVID-19-Pandemie erhöht. Das Management sieht in Summe auch auf Basis der Geschäftsaussichten eine leichte Verbesserung des Gesamtrisikos.

CHANCENBERICHT

Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE CHANCEN

Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trink- und Prozesswasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen der Bauwirtschaft.

Für die Internationalisierung des Segment Resources nutzen wir auch die Erfahrungen unserer Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten sowie die internationale Bekanntheit der Marke Bauer.

Im Bereich der erneuerbaren Energien eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten. So erfordern einige Offshore-Windkraftanlagen oder Gezeitenkraftwerke anspruchsvolle Unterwasserbohrungen, die im Segment Bau mit speziellen Bohranlagen ausgeführt werden können. Die dazu benötigten Geräte werden im Segment Maschinen gefertigt.

MARKTCHANCEN

Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Chancen bieten. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.

Im Segment Resources bieten die hohen Umweltauflagen bei der Ölproduktion hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Pflanzenkläranlagen. Außerdem gewinnen auch die Altlastensanierungen in den ölfördernden Ländern an Bedeutung.

WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN

Entwicklung und Innovation

Weiterhin liegt unser Fokus darauf, langfristig nicht nur am Markt zu bestehen, sondern als Technologieführer Maßstäbe zu setzen. Daher ist eines der Themen, die der Konzern künftig verstärkt vorantreiben wird, die Digitalisierung. Ein wichtiger Impulsgeber für die Digitalisierung im Bauwesen ist dabei Building Information Modeling (BIM). Aber auch im Maschinenbau wird sich dieser Trend weiter verstärken und viele der Geschäftsprozesse beeinflussen. Mit Hilfe einer übergreifenden Strategie über alle Teile des Konzerns ist die Digitalisierung eine Chance für Bauer.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, passend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur Erschließung und Erweiterung von Bergbauarbeiten.

Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen sowie durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.

Nachträge und Claim-Management

Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir diese Chancen zu realisieren.

GESAMTCHANCEN

Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2021 eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.

VI. PROGNOSEBERICHT

Für das Jahr 2021 gehen wir für das erste Halbjahr, bedingt durch die aktuelle Entwicklung der Pandemie, von einem herausfordernden Umfeld, insbesondere für den Baumaschinenmarkt, aus. Aussagen zur Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte lassen sich heute nur sehr schwer treffen. Daher ist es noch nicht abschließend abschätzbar, inwiefern die weitere Entwicklung der Pandemie und damit des wirtschaftlichen Umfelds die derzeit anhaltende Investitionszurückhaltung der Maschinenkunden beeinflussen wird.

Im Bau bieten Infrastrukturprojekte aufgrund staatlicher Investitionen immer wieder interessante Chancen für einzelne Großprojekte. Der aktuell sehr gute Auftragsbestand in diesem Segment signalisiert grundsätzlich einen positiven Geschäftsverlauf, jedoch werden die weiteren Auswirkungen der Pandemie sowie insbesondere die in den einzelnen Ländern getroffenen Maßnahmen hinsichtlich Reise- und Ausgangsbeschränkungen die entscheidenden Faktoren für die Abwicklung von Bauprojekten sein.

In den Märkten unseres Segments Resources mit Umwelttechnik, Wasseraufbereitung und Bergbau erwarten wir ungeachtet der Pandemie eine positive Entwicklung für das Jahr 2021, da diese sich auch im vergangenen Jahr sehr robust und stabil gezeigt haben.

Insgesamt ist aber mit einem langsameren Wachstum der Weltwirtschaft über die nächsten Jahre zu rechnen.

Unabhängig von den konjunkturellen Einflüssen, sehen wir aber grundsätzliche Trends, von denen wir profitieren können. Die anhaltende Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum führen nach wie vor zu einem Bedarf an neuer, ebenso wie zum Erhalt und Ausbau bestehender Infrastruktur. Der Klimawandel ist ein weiterer Treiber für unsere Märkte. Alternative Energiequellen benötigen auch entsprechende Infrastruktur. Mit der voranschreitenden Digitalisierung bieten sich Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und die Weiterentwicklung eigener Prozesse und Dienstleistungen. Davon können wir profitieren. Die rasante Veränderungsgeschwindigkeit und die anhaltende Volatilität der Märkte fordern schnelles Handeln und Entscheiden, um sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren.

Mit unserem insgesamt guten Auftragsbestand, den Investitionen in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Technologien sowie unseren großen Anstrengungen im Bereich Digitalisierung, sehen wir uns für das laufende Jahr und darüber hinaus daher gut aufgestellt. Durch Digitalisierungsprojekte wie "Bauen Digital" erschließen wir neue Märkte und stärken unsere Position im Spezialtiefbau. Mit neuen Technologien, Produkten und Verfahren im Bereich der erneuerbaren Energien, wie zur Gründung von Offshore-Windparks, sehen wir uns sowohl im Bau als auch im Maschinenbau gut und zukunftsorientiert aufgestellt. Zusätzlich profitiert der Maschinenbau insbesondere durch die Möglichkeiten prädiktiver Instandhaltung und bei Assistenzsystemen. Das Segment Resources ist mit Technologien für den Bereich Bergbau in einer Welt mit knapper werdenden Rohstoffen zukunftsorientiert aufgestellt. Die Bereiche Umwelttechnik und Wasseraufbereitung adressieren mit Ihren Innovationen den Trend der Nachhaltigkeit sowie des Klima- und Umweltschutzes.

Weiter arbeiten wir an der Verbesserung unserer Kostenstrukturen und am Ausbau von Synergien innerhalb des Konzerns. Die Verbesserung unseres Working Capital und unserer Kostenbasis wird durch ein langfristig aufgesetztes Maßnahmenprogramm unterstützt. Insbesondere gilt dies für die Produktion unserer Maschinen und die Entwicklung neuer Produkte als auch für die flexiblere Anpassung unserer Kapazitäten auf Schwankungen der Weltmärkte.

Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell im Jahr 2021 als robust erweisen wird. Bei unseren Planungen haben wir alle bekannten Chancen und Risiken bewertet und dabei positive wie negative Szenarien bestmöglich antizipiert. Grundsätzlich stellt im Spezialtiefbau und unseren weiteren Geschäften die Beschaffenheit des Baugrunds beziehungsweise des Bodens jedoch auch immer ein Element dar, bei dem trotz aufwändiger Voruntersuchungen unvorhergesehene Faktoren auftreten können. Diese können bei der Bauausführung zu Störungen und im Einzelfall auch zu Verlusten führen.

Von der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns sind wir unverändert überzeugt. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir weiter unsere Kapitalbasis stärken wollen.

Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese hat am 31. März 2021 stattgefunden und die Aktionäre stimmten mit der erforderlichen Mehrheit für die zur Beschlussfassung stehenden Punkte der Tagesordnung. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.

PROGNOSE GESAMTKONZERN

Die COVID-19-Pandemie wird auch 2021 erheblichen Einfluss auf die allgemeine Wirtschaftslage haben. Im Segment Bau werden die unterschiedlichen Maßnahmen in den Ländern weiter die Baustellenlogistik und -abwicklung beeinflussen. Im Segment Maschinen gehen wir von einer Erholung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2021 aus, auch wenn die COVID-19-Pandemie als Unsicherheitsfaktor bleibt. Das Segment Resources sollte nach unserer Einschätzung auch im Jahr 2021 nicht merklich von den Folgen der Pandemie betroffen sein. Diese Einschätzungen bilden die Grundlage unserer Szenarien für das laufende Geschäftsjahr. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und den schwer abzuschätzenden weiteren Auswirkungen im laufenden Geschäftsjahr sind auch die Spannen für unsere Leistungsindikatoren definiert.

Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts und unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung zwischen 1.550 und 1.650 Mio. EUR sowie ein EBIT zwischen 75 und 85 Mio. EUR.

Vergleich: Ist 2020 / Prognose 2021

in Mio. EUR Ist 2020 Prognose 2021
Gesamtkonzernleistung 1.454 1.550 - 1.650
EBIT 55,5 75 - 85

Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass im Segment Bau der hohe Auftragsbestand abgearbeitet werden kann und sich aufgrund von Konjunkturprogrammen weitere Auftragschancen realisieren. Im Segment Maschinen erwarten wir insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 weltweit einen positiven Nachfrageimpuls. Für die Jahre nach 2021 erwarten wir jedoch nicht, dieses aufgrund von Nachholeffekten aus der Pandemie erwartete Wachstum bei der Gesamtkonzernleistung fortzusetzen. Wir setzen in den Folgejahren einen klaren Fokus auf die Steigerung unserer Profitabilität. Hierfür haben wir zahlreiche Ansatzpunkte identifiziert, die wir nutzen wollen. Details hierzu und die damit angestrebten Mittelfristziele werden wir im weiteren Jahresverlauf konkretisieren.

Im Jahr 2020 reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns aufgrund des vor allem wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie negativen Nachsteuerergebnisses und wegen deutlicher Währungseinflüsse. Um die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern, wird der Vorstand dem Aufsichtsrat daher empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende auszuschütten. Mittelfristig halten wir jedoch unverändert an unserer Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern vorsieht.

PROGNOSE GESCHÄFTSSEGMENTE & BAUER AG

Segment Bau

Obwohl der sehr große Bedarf an Infrastruktur in der Welt weiterhin die Baukonjunktur prägen wird, werden die COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden gesetzlichen Maßnahmen und Regelungen in den einzelnen Ländern den Bau auch im Jahr 2021 beeinflussen. Es wird weiterhin notwendig sein, erhebliche Anstrengungen in der Baustellenlogistik und -abwicklung zu unternehmen. Im vergangenen Jahr haben wir uns dabei aber bereits gut gewappnet.

Für Deutschland erwarten wir eine leichte Abschwächung gegenüber dem guten Vorjahr, aber weiterhin einen stabilen Baumarkt. In Europa gehen wir von einer gemischten Entwicklung in den einzelnen Märkten aus, die aber in Summe positiv sein sollte. Unsere Großprojekte unterstützen dies. Im Nahen Osten wird wohl auch 2021 das politische Umfeld zur allgemeinen Unsicherheit beitragen. Mit unserem Auftragsbestand in der Region können wir damit aus heutiger Sicht aber gut umgehen. In den USA erwarten wir durch die Auftragslage ein erneut gutes Geschäftsjahr. Die Märkte Mittelamerikas werden herausfordernd bleiben. In den Ländern des Fernen Ostens erwarten wir einen Nachholeffekt und dadurch eine bessere Auslastung. Wir wollen aber unsere laufenden Kapazitätsanpassungen bis Jahresende 2021 abschließen.

Für das Jahr 2021 erwarten wir daher und auf Grundlage des hohen Auftragsbestands für das Segment Bau wieder einen deutlichen Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung sowie beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr.

Segment Maschinen

Das Jahr 2020 war geprägt von der COVID-19-Pandemie und den daraus resultierenden Unsicherheiten in den Märkten, was zu geringeren Maschinenbestellungen führte. Mit Ausnahme von China zeigten nahezu alle Regionen Rückgänge bei den Maschinenverkäufen. Für das Jahr 2021 erwarten wir ab Jahresmitte eine Belebung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr, jedoch bleibt der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, der sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich zeigt, als Unsicherheitsfaktor bestehen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die Märkte erst über die nächsten zwei bis drei Jahre wieder vollständig erholen werden.

Unabhängig davon haben wir durch unsere Maßnahmen, wie der Beendigung des Joint Ventures in der Tiefbohrtechnik, der Neuausrichtung des Geschäfts in den USA und dessen Ergänzung um das Geschäft mit Brunnenbohrgeräten, vieles für die Zukunft auf den Weg gebracht. Dazu zählen auch zahlreiche Innovationen im Gerätebereich - seien es Elektroantriebe, Energieeinsparungen im Betrieb der Maschinen oder digitale Anwendungen. Auch an der Optimierung unseres Supply Chain Managements wird intensiv gearbeitet, um unseren Kunden noch schnellere Lieferzeiten zu bieten und das Working Capital weiter zu verbessern. Daher sehen wir uns im Maschinenbereich gut für die nächsten Jahre gerüstet.

Unter der Annahme einer Erholung der Investitionsbereitschaft im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres erwarten wir für das Segment, dass die Gesamtkonzernleistung 2021 deutlich und das EBIT leicht bis deutlich über dem Vorjahr liegen werden.

Segment Resources

Das Segment Resources war im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals von den Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. Mit den wesentlichen Maßnahmen des Jahres 2020, dem Verkauf der Tochterfirma für Brauerei- und Getränketechnologie sowie der finanziellen Neuausrichtung der Tochterfirma in Jordanien, sehen wir die Basis für eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Segments für die kommenden Jahre gelegt.

Positive Aussichten hat unverändert der Umweltbereich, der trotz einer leichten Abschwächung eine gute Nachfrage verzeichnet. Eine zusätzliche Chance bieten mögliche weitere Projekte im Nahen Osten für unsere Pflanzenkläranlagen sowie ein Großprojekt im Altlastenbereich. Diese Projekte, für die wir uns gute Chancen versprechen, befinden sich noch in der Ausschreibungs- bzw. Entscheidungsphase. Die Vergabe wird für 2021 erwartet.

Die COVID-19-Pandemie und die entsprechenden Maßnahmen und Einschränkungen werden auch 2021 noch ein Unsicherheitsfaktor bleiben. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass das Segment in größerem Umfang davon betroffen sein wird. Dies war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht der Fall.

Daher erwarten wir für das Jahr 2021 im Segment einen leichten Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung sowie eine deutliche Steigerung beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr.

BAUER AG

Im Jahr 2021 erwartet die BAUER AG eine leichte Steigerung bei den Umsatzerlösen.

VII. RECHTLICHE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Der Vorstand der BAUER AG bestand während des Berichtszeitraums 2020 aus vier Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss.

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Vor dem Hintergrund der neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und den Regelungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) befasste sich der Aufsichtsrat jedoch im Berichtsjahr grundlegend mit dem Vergütungssystem für den Vorstand, so dass der nächsten ordentlichen Hauptversammlung ein neugefasstes Vergütungssystem für den Vorstand zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden soll.

Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird nach dem alten Vergütungssystem auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.

Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.

Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere bei der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.

Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der amtierenden Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.721 TEUR (Vorjahr: 1.549 TEUR). Davon sind 1.319 TEUR (Vorjahr: 1.344 TEUR) erfolgsunabhängige und 402 TEUR (Vorjahr: 205 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Einige Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 1.902 TEUR (Vorjahr: 1.660 TEUR). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 233 TEUR (Vorjahr: 289 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Bei Arbeitsunfähigkeit erhält der Vorstand Fortzahlung der fixen Vergütungsbestandteile für bis zu drei Monate und danach einen Zuschuss zu den Entgeltersatzleistungen bis zur Beendigung des Vorstandsvertrages, maximal jedoch bis zum Entstehen eines Anspruchs auf Rente. Scheidet der Vorstand als Vorstandsmitglied aus den aktiven Diensten der Gesellschaft durch Tod oder dauernde Arbeitsunfähigkeit aus, so wird die fixe Vergütung für den Monat des Ausscheidens und für die Dauer von drei Monaten hiernach fortgezahlt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Nach der Vergütungsregelung in der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von 25 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Grundvergütung. Je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats erhält das jeweilige Mitglied einen Zuschlag von 10 % der Grundvergütung. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens einmal (als Sitzung oder Telefonkonferenz) getagt hat. Soweit ein Mitglied des Ausschusses an mehr als zwei Sitzungen oder Telefonkonferenzen eines Ausschusses des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen hat, erhält das jeweilige Mitglied zusätzlich ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR je Sitzung bzw. Telefonkonferenz.

Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss wird kein Vergütungszuschlag bezahlt. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Weiter erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amtes entstehenden Auslagen und die auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)

in Tausend EUR 2019 2020
Vorsitzender

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer
52,5 55,0
Stellvertretender Vorsitzender

Robert Feiger
37,5 37,5
Anteilseignervertreter

Dr.-Ing. Johannes Bauer
27,5 27,5
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 25,0 27,5
Gerardus N. G. Wirken 29,5 29,0
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 25,0 27,5
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 29,5 29,0
Arbeitnehmervertreter

Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl
25,0 25,0
Regina Andel 25,0 25,0
Reinhard Irrenhauser 27,5 27,5
Rainer Burg 25,0 25,0
Maria Engfer-Kersten 29,0 29,0
Gesamt 358,0 364,5

Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 365 TEUR (Vorjahr: 358 TEUR).

SONSTIGES

Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und es wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften durch die Vorstandsmitglieder erfolgt keine Vergütung.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 315 a, 289 a HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2020 dargestellt.

ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG wurde am 09. Dezember 2020 um 7.299.997,16 EUR erhöht und beträgt 80.301.417,61 EUR. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 44 WpHG - je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.

Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG halten, was einer Beteiligung von 43,81 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weiter hat die Doblinger Beteiligung GmbH am 14. Dezember 2020 mitgeteilt, dass sie 3.738.004 Stückaktien an der BAUER AG hält, was einer Beteiligung von 19,84 % entspricht. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthielt eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Unter nahezu vollständiger Ausnutzung des bestehenden Genehmigten Kapitals 2020 wurde am 09. Dezember 2020 das Grundkapital der BAUER Aktiengesellschaft um nominal 7.299.997,16 EUR auf 80.301.417,61 EUR erhöht. Die Erhöhung erfolgt gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, so dass das Genehmigte Kapital 2020 seitdem nur noch in Höhe von 2,84 EUR besteht. Der Vorstand ist im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,
bei Kapitalerhöhungen gegen Geldeinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Geld- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2020 in die Gesellschaft einzulegen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Soweit der Erwerb über die Börse erfolgt, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Soweit der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots erfolgt, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen im Rahmen von Aktienoptions- bzw. Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 waren vier Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.

Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 6, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.

CHANGE-OF-CONTROL

Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 430 Mio. EUR und einen weiteren Konsortialkreditvertrag in Höhe von aktuell 33,7 Mio. EUR abgeschlossen, die für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieser Konsortialverträge einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.

Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 111,4 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel in der Regel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt.

In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. In Folge können auch Cross-Default- oder Cross-Acceleration-Klauseln in anderen Kreditverträgen zu weiteren Kündigungen von Kreditlinien hieraus führen.

Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.

Die BAUER AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F HGB I.V.M. § 315D HGB

Der Vorstand der BAUER AG hat mit Wirkung zum 25. März 2021 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB abgegeben und diese auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/bauer group/investor relations/publications/annual report/ öffentlich zugänglich gemacht. Sie beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Ausschüssen, die Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands, Informationen über die Einhaltung der Mindestanteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat sowie Angaben zum Diversitätskonzept.

NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT 2020

Die BAUER AG hat zeitgleich mit dem Geschäftsbericht einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/ bauer group/investor relations/publications/annual report/ veröffentlicht. Darin wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet.

Schrobenhausen, den 31. März 2021

BAUER Aktiengesellschaft

Dipl.-Phys. Michael Stomberg Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Betriebswirt (FH) Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands Florian Bauer, MBA Hartmut Beutler

Nichtfinanzieller Konzernbericht 2020

GESCHÄFTSMODELL

Die BAUER Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und konzernweite Standards gesetzt.

Im Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.

Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.

Die BAUER Aktiengesellschaft (BAUER AG) ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und ihre Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Group Accounting and Controlling, Internal Audit and Risk Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM

Die Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe unterliegt, wie auch die weiteren zentralen Strategien, Ziele und Regelungen, den Grundprinzipien der Unternehmensführung und des Steuerungssystems im Konzern.

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe unterliegen den Unternehmensleitlinien, Regelungen und den übergreifenden Strategien der BAUER Gruppe. Diese werden vom Vorstand des Konzerns festgelegt und sind für die jeweiligen Gesellschaften verbindlich. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaften sind eigenverantwortlich für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig, solange sie sich innerhalb des oben beschriebenen Regelwerkes bewegen.

Diese selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung der Unternehmensleitlinien, des Ethikmanagements sowie von Gesetzen und sonstigen Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen.

NACHHALTIGKEITSPOLITIK DER BAUER GRUPPE

Als eine der weltweit führenden Unternehmensgruppen für Dienstleistungen, Maschinen und Produkte für Boden und Grundwasser, messen wir unsere Firmenpolitik im Wesentlichen an vier Zielen:

Optimale Wirtschaftlichkeit (Rentabilität)
Vertrauen unserer Kunden (Qualität)
Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter (Sicherheit)
Umweltfreundlichkeit unseres Tuns und unserer Produkte (Umweltschutz)

Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung der BAUER Gruppe und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz liegt beim Vorstand des Konzerns und den Geschäftsführern der Hauptunternehmen der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources.

Unser Unternehmen fühlt sich allen Aspekten der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dazu gehören die Themen der Erhaltung einer gesunden Unternehmung, die Gewinne erzielt und ihre Grundlagen auf einem Niveau erhält, das auch in der Zukunft ein erfolgreiches Wirtschaften ermöglicht. Die vielen Aspekte der Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensumwelt sind in gleichem Maße zu beachten.

Die Unternehmensleitlinien sollen unseren Mitarbeitern die Grundlagen und Ziele unseres Handelns näherbringen. Im Mittelpunkt steht die Philosophie, unsere Kunden und Partner durch unsere Kompetenz und unsere Leistung in höchstem Maße zufriedenzustellen. Ebenso wichtig ist es uns, eine gesunde Organisation zu erhalten und damit unseren Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Die BAUER Führungsgrundsätze sollen unseren Mitarbeitern eine Hilfestellung für die tägliche Zusammenarbeit geben. Zentrale Aspekte der Führung sind neben dem richtigen Verhalten und guter Kommunikation, den Mitarbeitern geeignete Ziele zu setzen, den Sinn der Arbeit zu verdeutlichen und die Zusammenarbeit untereinander zu fördern. Durch diese Führung wollen wir eine positive Einstellung und Stolz bei den Mitarbeitern und damit Freude an der Aufgabe entwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass die Freude an der Aufgabe jedes einzelnen am Ende auch zum Erfolg des Unternehmens als Ganzes führt.

STAKEHOLDER

Ein Unternehmen hat es durch seine Tätigkeit mit den verschiedensten Anspruchsgruppen zu tun. Zu diesen zählen wir zum einen Kunden und Partner, Anteilseigner, Mitarbeiter und Lieferanten, aber auch Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie die Region und Gesellschaft, in der wir agieren. Unser Ziel ist es, die Interessen all unserer Stakeholder angemessen zu berücksichtigen.

BAUER'S TRIPLE A

Die wichtigsten Handlungsschwerpunkte innerhalb der BAUER Gruppe werden in drei grundlegenden Aspekten festgehalten, die unter dem Namen "BAUER's Triple A" vereint sind.

Die BAUER Gruppe ist stets und in hohem Maße um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter bemüht. Leitlinien, Sicherheitsregeln und Schulungen helfen, die Arbeitssicherheit auf den Baustellen und in den Produktionsstätten zu verbessern. Dazu wurde ein Managementsystem etabliert, das für alle Unternehmen der BAUER Gruppe gilt. Jeder Teilkonzern, jeder einzelne Geschäftsführer und der Vorstand stehen für die Umsetzung von Health, Safety, Environment (HSE) ein.

Eine genauso hohe Bedeutung nehmen die Themen Kultur, Qualität und Ethik ein. Wir haben Kultur zum Fokusthema für die Zukunft gemacht und wollen damit zeigen, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus steht das Unternehmen weltweit im Wettbewerb, daher ist es besonders wichtig, sich von der Konkurrenz durch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen abzusetzen. Bei unseren Geschäften orientieren wir uns außerdem an nationalen sowie internationalen Werten und Grundsätzen und sind davon überzeugt, dass ein anständiges und korrektes Verhalten die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist.

Schließlich ist auch die ökonomische Leistung - die Performance - ein herausragender Anspruch der Firmenpolitik. Ein gleichmäßiges Wachstum mit angemessenem Gewinn ist für die verschiedensten Interessensgruppen von hoher Wichtigkeit.

Daher bemühen wir uns permanent darum, dass in unseren Handlungen das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis optimal ist. Es gilt die Leistung zu erhöhen, indem wir Prozesse optimieren, dadurch effektiver arbeiten und die Produktivität steigern.

BEDEUTUNG DER NICHTFINANZIELLEN ASPEKTE UND ERLÄUTERNDE ANGABEN

Im Folgenden wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet. Wie beschrieben ist die Rahmenleitlinie der BAUER Gruppe die Grundlage für die zentralen Strategien, Ziele und Regelungen im Konzern. Hierin werden auch für die genannten Aspekte entsprechende Definitionen und Konzepte festgelegt, die für alle Tochterfirmen gelten, und die Grundlage für folgende Erläuterungen sind.

Unabhängig davon sind die aufgeführten nichtfinanziellen Aspekte weder für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens noch für das Verständnis der Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die einzelnen nichtfinanziellen Belange erforderlich. Die Konzepte, Prozesse und die betrachteten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben auch für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung. Zudem sind den Aspekten keine wesentlichen Risiken zuzuordnen, die sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Aspekte selbst bzw. auf das Unternehmen haben können. Somit erfolgt auch kein Hinweis auf im Jahresabschluss ausgewiesene Beträge, da dies für das Verständnis nicht erforderlich ist.

Für die nichtfinanzielle Erklärung in diesem Lagebericht wurde kein Rahmenwerk verwendet, da sich der separat veröffentlichte, aber unabhängig von der nichtfinanziellen Konzernerklärung stehende Nachhaltigkeitsbericht am Rahmenwerk der GRI orientiert und es somit als ausreichend erachtet wird, wenn die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung lediglich die Mindestanforderungen des Handelsgesetzbuches zur nichtfinanziellen Konzernerklärung erfüllt.

ARBEITNEHMERBELANGE

Unsere Mitarbeiter sind die Basis für den Unternehmenserfolg. Die Personalentwicklung hat deshalb in der BAUER Gruppe einen hohen Stellenwert. Wir wissen, dass nur gesunde, selbstständige, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter eine qualitativ hochwertige Leistung ermöglichen. Wir verlangen von unseren Mitarbeitern großen persönlichen Einsatz. Dafür sorgen wir für sichere und gut gestaltete Arbeitsplätze und legen ganz besonderen Wert auf die körperliche und gesundheitliche Unversehrtheit eines jeden Mitarbeiters. Daher ist die Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter eines der vier Ziele der Firmenpolitik.

Mitarbeiterentwicklung

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten 2020 weltweit 11.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 12.701).

Aus- und Weiterbildung

Ob im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich - unsere Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, die praxisnah und zukunftsorientiert ist. Jahr für Jahr bilden wir zahlreiche junge Menschen in rund 20 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Im Jahr 2020 waren es 292 (Vorjahr: 296). Und weil wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser größtes Potenzial sind, wird Weiterbildung bei uns bereits während der Ausbildung großgeschrieben. Die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden auch die Produktionsprozesse in unserem Unternehmen immer komplexer und die Anforderungen an die Funktionalität unserer Maschinen immer höher.

Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2020 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 685 (Vorjahr: 1.087) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht. Aufgrund der Coronapandemie konnten deutliche weniger Schulungsmaßnahmen umgesetzt werden als geplant.

Vielfalt

Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2020 waren Mitarbeiter aus 95 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert.

Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2020 bei etwa 11 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.

Health Safety Environment (HSE)

Die BAUER Gruppe hat HSE als zentrale Elemente ihrer Arbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest verankert. Bereits im Jahr 2011 wurde durch die Einführung weltweit gültiger Standards für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung der Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen.

Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sie nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützt, sondern auch ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärkt. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und dem Vorstand werden Standards und Leitlinien für Arbeitssicherheit in der BAUER Gruppe festgelegt. Um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, werden außerdem regelmäßige HSE-Schulungen durchgeführt.

Ein Programm zur Durchführung von unternehmensinternen Arbeitssicherheitsaudits, das von der HSE-Abteilung entwickelt wurde, hilft auch den Tochterunternehmen der BAUER Gruppe, ihre HSE-Politik auf den Konzernstandard auszubauen. In Deutschland wird jährlich ein Sicherheitswettbewerb zwischen den Unternehmen veranstaltet, bei dem durch wertvolle Sachpreise ein zusätzlicher Ansporn gegeben wird, dass Mitarbeiter sich mit dem Thema auseinandersetzen.

Aufgrund der weltweiten Coronapandemie war seit Beginn des Jahres 2020 das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nochmals besonders im Fokus. Zum einem ging es dabei um den akuten Infektionsschutz der Mitarbeiter, zum anderen um die Resilienz aller Unternehmenseinheiten. Ein eigens gebildeter Corona-Krisenstab tagte regelmäßig, um entsprechende Hygienekonzepte und Maßnahmen zu entwickeln und diese stetig je nach Änderungen des Pandemiegeschehens oder der gesetzlichen Regelungen anzupassen. Über alle Maßnahmen wurden die Mitarbeiter permanent informiert und zu den Maßnahmen geschult. Dadurch gelang es, die Corona-Fallzahlen bei den Mitarbeitern sehr niedrig zu halten, Übertragungen innerhalb des Unternehmens weitestgehend zu vermeiden und stets die Arbeitsfähigkeit aller Organisationseinheiten zu gewährleisten. Aufgrund der weltweit in Kraft getretenen Reiserestriktionen und Quarantänemaßnahmen mussten viele Mitarbeiter besonders anstrengende Einsätze und längere Einsatzzeiten vor Ort leisten.

Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen, wie OHRIS, OHSAS 18001, AMS-Bau sowie SCC, stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt.

SOZIALBELANGE

Wir wollen mit der BAUER Gruppe ein "guter Bürger" in den Orten und Regionen unserer Tätigkeit sein. Dabei hat unser Engagement für die Gemeinschaft auch positive Rückwirkung auf das Unternehmen. Wir verstehen uns als aktives Mitglied der Gesellschaft und sind uns dessen bewusst, dass wir neben unseren ökonomischen Aufgaben auch eine soziale Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft haben. Wir engagieren uns in unserer Region und in unseren Branchen. Wir sind dazu auch in zahlreichen regionalen und branchenrelevanten Vereinen und Verbänden aktiv.

Bei ihren Entscheidungen müssen Unternehmen immer die Auswirkungen ihres Handelns auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft berücksichtigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir unser Unternehmen nur dauerhaft erfolgreich führen können, wenn wir unser unternehmerisches Handeln mit den Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen in Einklang bringen. Dieser Verantwortung können wir nur gerecht werden, wenn wir die Anforderungen unserer Stakeholder verstehen und wissen, was sie bewegt. Deshalb setzen wir auf einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Anteilseignern und Lieferanten, dem gesellschaftlichen Umfeld sowie mit Forschung und Wissenschaft, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu finden.

UMWELTBELANGE

Wir üben durch unsere Tätigkeit unvermeidlich einen Einfluss auf die Umwelt aus, im Bereich der Luft, des Bodens und des Wassers, im Hinblick auf Lärm und Erschütterung oder im Verbrauch von Rohstoffen und Primärenergie. Bei unserer Arbeit sind wir bestrebt, die Umwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und alle Maßnahmen nach den modernsten Gesichtspunkten auszurichten. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen sehen wir dabei als Mindeststandard an. Darüber hinaus wollen wir besonders durch vorbeugende Maßnahmen unser Umweltschutzniveau stetig verbessern.

Als weltweit agierendes Unternehmen begegnen wir den Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes rund um den Globus. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, Lärm zu vermeiden, Wasser einzusparen und Energie effizienter zu nutzen. Die Umweltpolitik ist dabei Bestandteil des konzernweit gültigen HSE-Managements.

ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE

Grundlage unseres Unternehmenserfolges sind Menschen -unsere Mitarbeiter ebenso wie unsere Kunden und Partner. Deshalb gehört es zu unserer Grundauffassung von sozialer Verantwortung, die Menschenrechte zu respektieren und zu schützen. Im Rahmen unseres Ethikmanagementsystems haben wir uns zur Respektierung der Menschenrechte bekannt. Kinder- und Zwangsarbeit werden in der BAUER Gruppe nicht toleriert. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte besteht darin, bei den regelmäßigen Besuchen unsere Mitarbeiter vor Ort für diese Themen zu sensibilisieren. Es entspricht unserem Werteverständnis, dass Diskriminierung, insbesondere aufgrund von Geschlecht, Religion, Alter, Herkunft oder sexueller Orientierung, keinen Platz in unserem Unternehmen hat. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Subunternehmern, dass sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen achten und nicht in Menschenrechtsverletzungen involviert werden.

COMPLIANCE

In allen Ländern, in denen wir mit unseren Produkten und Leistungen am Markt tätig sind, sind unsere jeweiligen Unternehmen verpflichtet, sich und ihren Mitarbeitern ethische Maßstäbe aufzuerlegen, die den Anforderungen in diesen Ländern genügen. Insbesondere werden aktiv korruptes Verhalten und passive Bestechlichkeit weltweit nicht toleriert.

Wir glauben nicht daran, dass "der Unanständige am Schluss siegt", wir sind vielmehr davon überzeugt, dass anständiges und korrektes Verhalten auf Dauer die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg sind. Diese grundsätzliche Überzeugung ergänzen wir durch die Definition unserer Werte.

Compliance bedeutet gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Jeder Mitarbeiter der BAUER Gruppe hat die Pflicht, bei seinem beruflichen Handeln die gesetzlichen, behördlich oder gerichtlich angeordneten und unternehmensintern geltenden Regeln einzuhalten.

Das Compliance Management System wird in der BAUER Gruppe als Ethikmanagementsystem bezeichnet und wurde durch den Vorstand in der Rahmenleitlinie im Unternehmenshandbuch für die BAUER Gruppe implementiert. Hiernach sind in den Tochterfirmen angemessene Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der für die Unternehmensgruppe geltenden Regeln zu gewährleisten. Durch die Geschäftsführungen der Konzernunternehmen ist zudem bei den Mitarbeitern das Bewusstsein zu schärfen, dass Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Grundsätze für das einzelne Unternehmen und den Konzern weitreichende Auswirkungen haben können.

Für die BAUER Gruppe wurde ein Werteprogramm und Ethikmanagementsystem entwickelt und verbindlich eingeführt. Die Anweisung im Unternehmenshandbuch zum Werteprogramm und Ethikmanagement erhalten die Mitarbeiter bei der Einstellung. Grundlage des Ethikmanagementsystems ist ein auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichter Verhaltenskodex der BAUER Gruppe. Als besonders wichtige Grundwerte werden darin Selbstverantwortung, Zuverlässigkeit und korrektes Verhalten herausgestellt und die Verhaltensgrundsätze zu Einzelthemen nach ausgewählten Risikofeldern festgelegt.

Besondere Aufmerksamkeit wird im Rahmen des Ethikmanagementsystems auf regelgerechtes Verhalten durch die Geschäftsführungen und Mitarbeiter in den Bereichen Anti-Korruption und Kartellrecht gelegt. Das Ethikmanagementsystem umfasst jedoch als Schwerpunktthemen auch die Sicherstellung der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Geschäftsethik im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden, die Produktsicherheit, Gefahren für die Gesundheit von Menschen und für die Umwelt aus unseren Leistungen, Exportbeschränkungen, Steuer- und Sozialabgabepflichten, Rechnungslegung, Datenschutz und Anti-Diskriminierung.

Zur Implementierung des Ethikmanagementsystems sind in den Organisationseinheiten, soweit erforderlich, Ethik-Beauftragte zu bestellen und die Inhalte des Ethikmanagementsystems sind aktiv durch die Geschäftsleitungen und das Management zu kommunizieren. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung werden im Rahmen einer Risikobetrachtung die Maßnahmen im Ethikmanagement durch den Ethik-Beauftragten analysiert. Soweit sinnvoll werden die Einzelthemen des Ethikmanagementsystems durch spezielle Unternehmensbeauftragte sowie durch Spezialabteilungen bearbeitet, die die Einhaltung geltender Regeln und Verhaltensanforderungen organisieren. Die wesentlichen für die Unternehmen der BAUER Gruppe geltenden Regeln werden im Unternehmenshandbuch niedergelegt. Im Bereich der Anti-Korruption wird zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip als wesentliches Instrument für die relevanten Funktionen im Unternehmen festgeschrieben.

Über die Tochterfirma BAUER Training Center GmbH werden Schulungen und Trainings für die Unternehmensgruppe organisiert. Für die Schwerpunktthemen Anti-Korruption und Kartellrecht sowie für den Bereich des Schutzes personenbezogener Daten werden insbesondere spezielle Präsenzschulungen durchgeführt und für baunahe Firmen wird das vom EMB-Wertemanagement Bau e.V. entwickelte Compliance E-Learning Programm allen relevanten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.

Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Ethikmanagementsystems wird durch interne Prüfungen seitens der Internen Revision sowie in den baunahen Firmen in Deutschland zusätzlich bei den Mitgliedsfirmen des EMB-Wertemanagement Bau e.V. durch externe Audits überprüft und aus Prüfungsfeststellungen heraus gegebenenfalls Systemverbesserungen veranlasst. Zudem wirken die bestellten Ethikmanagement-Beauftragten auf Verbesserungen des Ethikmanagementsystems hin.

Zur Aufdeckung von Verstößen wurde zudem ein Hinweisgebersystem im Unternehmenshandbuch implementiert. Die Kontaktdaten zur Internen Revision sowie zum externen Ombudsmann sind auf der Internetseite der BAUER Aktiengesellschaft www.bauer.de unter der Rubrik ,BAUER Gruppe' - ,Ethikmanagement' - ,Ombudsmann' veröffentlicht. Das Hinweisgebersystem räumt sowohl den Beschäftigten als auch Dritten - insbesondere Kunden und Lieferanten - die Möglichkeit ein, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.

Schrobenhausen, den 29. März 2021

BAUER Aktiengesellschaft

Dipl.-Phys. Michael Stomberg Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Betriebswirt (FH) Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands Florian Bauer, MBA Hartmut Beutler

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Tausend EUR Anhang 12M/2019 * 12M/2020
Umsatzerlöse (7) 1.470.922 1.343.241
Bestandsveränderungen 32.378 -16.789
Andere aktivierte Eigenleistungen (8) 9.523 8.052
Sonstige Erträge (9) 24.868 66.779
Konsolidierte Leistung 1.537.691 1.401.283
Materialaufwand (10) -783.126 -626.112
Personalaufwand (11) -418.805 -394.898
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -212.713 -224.822
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen (13) 11.225 9.796
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 134.272 165.247
Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (14) -84.760 -93.176
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (15) -15.806 -16.534
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 33.706 55.537
Finanzerträge (16) 33.742 33.047
Finanzaufwendungen (17) -78.766 -72.256
Ergebnis vor Steuern (EBT) -11.318 16.328
Ertragsteueraufwand (18) -25.232 -24.550
Ergebnis nach Steuern -36.550 -8.222
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG -37.146 -8.397
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 596 175
in EUR 12M/2019 12M/2020
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (19) -2,17 -0,48
Verwässertes Ergebnis je Aktie (19) -2,17 -0,48
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.273.756
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.273.756

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

in Tausend EUR 12M/2019 12M/2020
Ergebnis nach Steuern -36.550 -8.222
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses -21.963 -7.112
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung 6.130 2.113
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 422 1.150
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) -3.568 1.837
In den Gewinn und Verlust übernommen 3.468 -1.478
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) -1.889 445
In den Gewinn und Verlust übernommen 2.026 -385
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente -10 -117
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 9.087 -23.136
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -6.297 -26.683
Gesamtergebnis -42.847 -34.905
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen -45.714 -33.124
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen 2.867 -1.781

* Vorjahr angepasst; das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen wird zukünftig als Bestandteil des EBITDA unterhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tausend EUR 12M/2019 12M/2020
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern (EBT) -11.318 16.328
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 84.760 93.176
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.806 16.534
Finanzerträge -33.742 -33.047
Finanzaufwendungen 78.766 68.940
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen 16.353 39.392
Erhaltene Dividenden 1.859 7.507
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.551 -4.137
Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen 11.225 9.796
Veränderung der Rückstellungen -2.455 -307
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 53.886 -26.622
Veränderung der Vertragsvermögenswerte 40.567 13.929
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens -4.872 -5.720
Veränderung der Vorräte -72.206 -9.849
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.892 -13.535
Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten 23.402 -12.952
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten 5.291 23.449
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 212.663 182.882
Gezahlte Ertragsteuern -43.781 -14.734
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 168.882 168.148
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel 0 -17.649
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -101.765 -113.254
Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 26.858 34.845
Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) 0 -43
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes -306 -434
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -75.213 -96.535
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 309.881 188.524
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -373.730 -229.549
Einzahlungen von Nachrangdarlehen der Aktionäre 0 12.000
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen -22.047 -23.066
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 15.965
Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen 0 -200
Gezahlte Dividenden -2.972 -2.190
Gezahlte Zinsen -34.519 -28.127
Erhaltene Zinsen 3.048 5.430
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -120.339 -61.213
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel -26.670 10.400
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 1.658 -1.960
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt -25.012 8.440
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 62.587 37.575
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 37.575 46.015
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -25.012 8.440

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020

AKTIVA

in Tausend EUR Anhang 31.12.2019 31.12.2020
Immaterielle Vermögenswerte (20) 16.946 14.598
Sachanlagen (20) 460.470 452.487
At-Equity bewertete Anteile (20) 118.185 76.189
Beteiligungen (20) 8.806 10.761
Aktive latente Steuern (21) 67.273 66.916
Sonstige langfristige Vermögenswerte (22) 7.175 7.425
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (23) 13.923 13.165
Langfristige Vermögenswerte 692.778 641.541
Vorräte (24) 405.401 387.498
Mietmaschinen (24) 61.838 47.468
Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte (24) -8.921 -10.340
Vorräte gesamt 458.318 424.626
Vertragsvermögenswerte (25) 108.122 87.983
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (25) 271.300 248.957
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (25) 1.912 847
Geleistete Anzahlungen (25) 5.904 6.240
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (25) 35.844 36.594
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte (25) 11.526 14.040
Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 5.270 2.356
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (26) 37.575 46.015
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (27) 0 34.786
Kurzfristige Vermögenswerte 935.771 902.444
1.628.549 1.543.985

PASSIVA

in Tausend EUR Anhang 31.12.2019 * 31.12.2020
Gezeichnetes Kapital 73.001 80.301
Kapitalrücklage 38.404 47.069
Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 270.399 237.352
Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 381.804 364.722
Minderheitsgesellschafter 5.112 801
Eigenkapital (28) 386.916 365.523
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (29) 73.743 234.043
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen (29) 0 12.000
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (29) 37.892 37.444
Pensionsrückstellungen (30) 158.641 167.457
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (29) 6.028 6.027
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten (29) 23.665 34.452
Passive latente Steuern (21) 27.149 20.599
Langfristige Schulden 327.118 512.022
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (31) 431.645 217.419
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen (31) 20.745 21.538
Vertragsverbindlichkeiten (31) 76.829 61.084
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (31) 220.330 179.562
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen (31) 21.649 24.066
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (31) 83.510 82.760
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (31) 13.563 17.924
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 19.566 25.997
Rückstellungen (32) 23.677 32.890
Pensionsrückstellungen (30) 3.001 3.200
Kurzfristige Schulden 914.515 666.440
1.628.549 1.543.985

* Vorjahr angepasst; die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften wurden rückwirkend aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen umgegliedert.

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020

in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Währungsumrechnung
--- --- --- --- ---
Stand am 01.01.2019 73.001 38.404 332.201 -13.285
Ergebnis nach Steuern 0 0 -37.146 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 6.814
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -21.960 0
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 6.129 0
Gesamtergebnis 0 0 -52.977 6.814
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 919 0
Dividendenzahlungen 0 0 -1.713 0
Übrige Veränderungen 0 0 0 0
Stand am 31.12.2019 73.001 38.404 278.430 -6.471
Stand am 01.01.2020 73.001 38.404 278.430 -6.471
Ergebnis nach Steuern 0 0 -8.397 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 -21.180
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -7.112 0
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 2.113 0
Gesamtergebnis 0 0 -13.396 -21.180
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -63 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0
Kapitalerhöhung 7.300 8.665 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 140 0
Stand am 31.12.2020 80.301 47.069 265.111 -27.651
in Tausend EUR Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten)
--- --- ---
Stand am 01.01.2019 -201 -145
Ergebnis nach Steuern 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente -100 137
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 28 -38
Gesamtergebnis -72 99
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2019 -273 -46
Stand am 01.01.2020 -273 -46
Ergebnis nach Steuern 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 359 60
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern -100 -17
Gesamtergebnis 259 43
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Übrige Veränderungen 0 0
Stand am 31.12.2020 -14 -3
in Tausend EUR
Eigenkapitalinstrumente Minderheitsgesellschafter Gesamt
--- --- --- ---
Stand am 01.01.2019 -1.663 3.504 431.816
Ergebnis nach Steuern 0 596 -36.550
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 2.273 9.087
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 -3 -21.963
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 422 0 422
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 37
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 1 6.120
Gesamtergebnis 422 2.867 -42.847
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 919
Dividendenzahlungen 0 -1.259 -2.972
Übrige Veränderungen 0 0 0
Stand am 31.12.2019 -1.241 5.112 386.916
Stand am 01.01.2020 -1.241 5.112 386.916
Ergebnis nach Steuern 0 175 -8.222
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 -1.956 -23.136
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -7.112
Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen 1.150 0 1.150
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 419
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 1.996
Gesamtergebnis 1.150 -1.781 -34.905
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -63
Dividendenzahlungen 0 -2.190 -2.190
Kapitalerhöhung 0 0 15.965
Übrige Veränderungen 0 -340 -200
Stand am 31.12.2020 -91 801 365.523

Sonstige Angaben zur Eigenkapitalentwicklung können Abschnitt 28 entnommen werden.

Konzernanhang

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße 1, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.

Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.

AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE AUF DIE BILANZIERUNG

Die Geschäftsentwicklung des BAUER-Konzerns war im Geschäftsjahr 2020 deutlich durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Abmildernde Effekte haben sich hierbei sowohl durch die eingeleiteten Maßnahmen der Regierungen weltweit als auch durch die eigenen vom Management initiierten Maßnahmen ergeben. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unterschieden sich dabei je nach Segment deutlich. Im Segment Bau konnte trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage sowohl die Gesamtkonzernleistung als auch das EBIT gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dagegen verzeichnete das Segment Maschinen einen deutlichen Rückgang in der Konzerngesamtleistung und eine deutliche Verschlechterung des EBIT. Im Segment Resources kam es trotz einem deutlichen Rückgang in der Konzerngesamtleistung zu einer Verbesserung des EBIT Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die vom Management umgehend eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnis- und Liquiditätssituation des BAUER-Konzerns sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht beschrieben.

Die Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben im Geschäftsjahr eine Überprüfung der getroffenen Annahmen und Schätzungen zur Bewertung von Vermögenswerten und Schulden sowie von Erträgen und Aufwendungen erforderlich gemacht. Für den BAUER-Konzern war dabei insbesondere die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten von besonderer Relevanz.

Die deutlichen Umsatzrückgänge im ersten Halbjahr 2020 und die deutlich verringerten Wachstumserwartungen aufgrund der COVID-19-Pandemie erforderten eine Überprüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Buchwerte zum 30. Juni 2020. Zu diesem Zweck wurde die letzte und vom Aufsichtsrat genehmigte Unternehmensplanung, die der Bewertung zum 31. Dezember 2019 zugrunde gelegen hat, auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Daten und den Erwartungen des Managements angepasst. Unter Berücksichtigung der aktualisierten Annahmen und Schätzungen ergaben sich zum 30. Juni 2020 insgesamt keine wesentlichen Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der At-Equity-Beteiligungen, der finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte. Aufgrund der anhaltenden Pandemielage wurde zum 31. Dezember 2020 ein erneuter Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dieser führte ebenfalls zu keinen Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, der At-Equity-Beteiligungen, finanziellen Vermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten.

1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, dem Handelsgesetzbuch (HGB) und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.

In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS

In den Konsolidierungskreis werden neben der obersten Muttergesellschaft BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.

Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert und fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 9. Für diese Gesellschaften wird regelmäßig ein beizulegender Zeitwert ermittelt und die entsprechende Anpassung ergebnisneutral über das Other Comprehensive Income vorgenommen.

In den Konzernabschluss 2020 wurden 113 Unternehmen (Vorjahr: 114) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 3 (Vorjahr: 3) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2020 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 4 (Vorjahr: 2) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.

Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN):

Hauptgeschäft Sitz Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile
31.12. 2019 31.12. 2020 31.12. 2019 31.12. 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Segment Bau Spezialtiefbau Weltweit 39 38 3 3
Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 28 30 4 3
Segment Resources Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze Weltweit 22 23 4 3
Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 4 4 0 0
Gesamt 93 95 11 9
Anzahl der assoziierten Unternehmen Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen Gesamt
31.12. 2019 31.12. 2020 31.12. 2019 31.12. 2020 31.12. 2019 31.12. 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Segment Bau 1 1 1 1 44 43
Segment Maschinen 3 1 2 2 37 36
Segment Resources 1 1 2 3 29 30
Segment Sonstiges 0 0 0 0 4 4
Gesamt 5 3 5 6 114 113

Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben.

In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.

Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 2020 3 Gesellschaften (Vorjahr: 5) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert.

Die BAUER Gruppe hält vereinzelt mehr als 50 Prozent an Unternehmen, die als Gemeinschaftsunternehmen oder assoziiertes Unternehmen berücksichtigt werden. Diese Bewertung ist durch gesellschaftsindividuelle Vertragsgestaltung begründet, die eine Beherrschung aus Sicht der BAUER Gruppe ausschließt.

Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die BAUER Corporate Services Private Limited, die BAUER Equipment India Private Limited sowie die BAUER Specialized Foundation Contractor India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März.

Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB

Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:

BAUER Foralith GmbH

BAUER Deep Drilling GmbH

BAUER Maschinen GmbH

BAUER Resources GmbH

BAUER Spezialtiefbau GmbH

EURODRILL GmbH

GWE pumpenboese GmbH

KLEMM Bohrtechnik GmbH

PRAKLA Bohrtechnik GmbH

RTG Rammtechnik GmbH

SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH

SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH

SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH

Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB

Die BAUER Maschinen GmbH, die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Resources GmbH und die PRAKLA Bohrtechnik GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.

Veränderungen bei Tochterunternehmen

Segment Bau

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurde die BAUER Hong Kong Limited wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Ergebniseffekt von TEUR 8.046, der unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen ist.

Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020 wurde die First Asian Ltd. wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Darüber hinaus wurden die BAUER DK A/S sowie die BAUER Fondations SAS erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Aus den Ent- und Erstkonsolidierungen dieser drei Gesellschaften ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf weitere Angaben wurde daher verzichtet.

Segment Maschinen

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurde die ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH mit der BAUER Foralith GmbH verschmolzen und unter dem Namen BAUER Foralith GmbH weitergeführt. Des Weiteren wurden die restlichen 15 % der Anteile an der Olbersdorfer Guß GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 200 erworben. Diese Änderung bei der Beteiligungsquote wurde als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.

Unternehmenserwerbe

Mit Datum vom 31. Juli 2020 wurden von der BAUER Equipment America, Inc. die restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Manufacturing LLC und von der BAUER Maschinen GmbH die restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Deep Drilling GmbH (beide Segment Maschinen) zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 20.425 (TUSD 24.200) von der Schlumberger GmbH sowie der Schlumberger Technologies Corp. erworben. Hintergrund des Anteilskaufs ist ein Strategiewechsel der BAUER Gruppe sowie der Schlumberger Gruppe aufgrund der Entwicklung des Ölmarktes. Damit sind diese Gesellschaften wieder hundertprozentige Tochtergesellschaften in der BAUER Gruppe.

Durch den Übergang der Anteile werden die bisher als at-Equity bilanzierten Tochtergesellschaften wieder vollkonsolidiert.

Die mit Datum vom 31. Juli 2020 übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt im Rahmen einer Kaufpreisallokation zu bewerten. Der Anteilskauf wird nachfolgend aggregiert als ein Geschäftsvorfall betrachtet, da diese Transaktion nur unter der Bedingung des Erwerbes der Anteile beider Gesellschaften stattfinden konnte.

Die Auswirkungen der Ausbuchung und Neubewertung auf Basis der finalisierten Kaufpreisallokation sind im Folgenden näher dargestellt:

in Tausend EUR
Kaufpreis für die erworbenen Anteile: 20.425
Neubewertung der Altanteile (51 %) 1.933
Gesamt 22.358
in Tausend EUR Fair Value
Immaterielle Vermögenswerte 7.120
Sachanlagen 31.516
Aktive latente Steuern 1.525
Langfristige Vermögenswerte 40.161
Vorräte 3.209
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 23.875
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.776
Kurzfristige Vermögenswerte 29.860
Summe Vermögenswerte 70.021
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 75
Pensionsrückstellungen 209
Passive latente Steuern 597
Kurzfristige Schulden 881
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 52
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 889
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 679
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.986
Rückstellungen 248
Langfristige Schulden 4.854
Summe Schulden 5.735
Gesamt erworbene Vermögenswerte und Schulden 64.286
in Tausend EUR Fair Value
Negativer Unterschiedsbetrag 41.928
Effekt aus der Ausbuchung der at-Equity Anteile -41.373
Effekt aus der Neubewertung der Altanteile 1.933
Gesamteffekt aus dem Erwerb 2.488

Der negative Unterschiedsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Der Effekt aus Ausbuchung und Neubewertung der at-Equity Anteile wird im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Neubewertung der Altanteile wurde durch die Neuausrichtung des Geschäfts und den Strategiewechsel notwendig. Die Ermittlung des Fair Values der bereits gehaltenen Anteile orientiert sich am Nettokaufpreis (vereinbarter Kaufpreis abzüglich Ausgleichszahlung). Dadurch ergab sich ein neuer Unternehmenswert, der geringer ist als der, der im Geschäftsbericht 2019 berichtet wurde. Dieser Vorgang hatte keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der at-Equity Anteile zum 31. Dezember 2019. Die BAUER Deep Drilling GmbH hat ihren operativen Geschäftsbetrieb eingestellt. Für die BAUER Manufacturing LLC ist eine Fortführung des operativen Geschäftes vorgesehen.

Segment Resources

Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020 wurde die hydesco24 GmbH wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultierten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf Angaben gemäß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet.

Veräußerungen

Mit Vertrag vom 9. September 2020 hat die BAUER Resources GmbH 100 % der Anteile an der ESAU & HUEBER GmbH an die Schulz Unternehmensfamilie e.K. mit Wirkung zum 30. September 2020 veräußert und die Gesellschaft damit entkonsolidiert. Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden näher dargestellt.

a) Erhaltene Gegenleistung

in Tausend EUR 30.09.2020
Erhaltene Gegenleistung 0

b) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schulden

in Tausend EUR 30.09.2020
Langfristige Vermögenswerte 420
Immaterielle Vermögenswerte 131
Sachanlagen 288
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 0
Kurzfristige Vermögenswerte 2.340
Vorräte 15
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.976
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 349
Langfristige Schulden 167
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 97
Passive latente Steuern 70
Kurzfristige Schulden 805
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 337
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 468
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 0
Veräußertes Nettovermögen 1.788

c) Gesamteffekt aus der Veräußerung der ESAU & HUEBER GmbH

in Tausend EUR 30.09.2020
Erhaltene Gegenleistung 0
Aufgegebenes Nettovermögen 1.788
Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung -1.788

Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt.

d) Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung der ESAU & HUEBER GmbH

in Tausend EUR 30.09.2020
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis 0
Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -349
Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung -349

Segment Sonstiges

Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich keine Änderungen im Segment Sonstiges.

Effekte aus Erst- und Entkonsolidierungen werden in den folgenden Erläuterungen unter den Veränderungen im Konsolidierungskreis subsummiert.

3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

4. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN SOWIE WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Ermessensentscheidungen des Managements als Basis für die Ausübung entsprechender Bilanzierungsregeln sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:

Für die Segmente Bau und Resources:

Ermittlung des Fertigstellungsgrads,
Schätzung der gesamten Auftragskosten,
Schätzung der gesamten Vertragserlöse; dies beinhaltet auch, nur solche Erlöse aus Vertragserweiterungen und Nachträgen auszuweisen, bei denen es hochwahrscheinlich ist, dass es in Zukunft nicht zu einer signifikanten Stornierung in Höhe des erfassten Betrags kommen wird,
Schätzung, inwieweit ein Kunde bereit ist, Vertragsänderungen und Nachträge anzunehmen,
Schätzung des Fertigstellungszeitpunkts des Projekts,
Schätzung der Produktivität bei der Projektausführung.

Für sämtliche Segmente:

Schätzung der Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle bei finanziellen Vermögenswerten,
Feststellung, ob Leasingverhältnisse bestehen,
Prüfung, ob eine Übertragung der wesentlichen mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von Leasingtransaktionen auf den Leasingnehmer erfolgt,
Finanzielle Vermögenswerte können unabhängig von der Bewertungskategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden,
Anwendung der Risikomanagementstrategie bei Sicherungsgeschäften,
Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie sofort veräußerbar sind und ob die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls die mit diesen in einer Transaktion abzugebenden Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" beziehungsweise als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" auszuweisen sowie entsprechend zu bewerten.

Im Konzernabschluss müssen vom Management Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Ansatz und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben.

Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:

die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen,
die Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests,
die Schätzung von Restwertgarantien und Optionen zum Ankauf von Leasingverbindlichkeiten,
die Schätzung von Mietverlängerungsoptionen,
die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Vertragsmodifikationen sowie den Zeitpunkt und die Höhe der Gewinnrealisierung,
die Bemessung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Losses),
die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen,
die Beurteilung des Ansatzes von latenten Steuern unter Berücksichtigung der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung im Einklang mit der Konzernstrategie sowie
dem Ausmaß der Beherrschung an Tochterunternehmen.

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft und prospektiv angepasst.

Aufgrund der weiterhin schwer absehbaren Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen einer erhöhten Unsicherheit. Das Management hat alle zur Verfügung stehenden Informationen im Rahmen möglicher wirtschaftlicher Entwicklungen bei der Ausübung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen berücksichtigt. Diese Informationen wurden auch bei der Beurteilung über mögliche Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden, Ertrags- und Aufwandsposten sowie Cashflows herangezogen. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher oder länderspezifischer Entwicklungen aktualisiert. Sämtliche zur Verfügung stehenden Informationen wurden auch im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Bewertung von Schulden einbezogen. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen und wesentliche Auswirkung auf die BAUER Gruppe haben. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht des zusammengefassten Lageberichts.

5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der nachfolgenden beibehalten:

Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen wird zukünftig als Bestandteil des EBITDA unterhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Hintergrund dieser Änderung ist die Einbeziehung von Bau-Arbeitsgemeinschaften und anderen at-Equity bewerteten Unternehmen, bei denen der operative Charakter mittlerweile im Vordergrund steht. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 9.769 (Vorjahr: 11.225).

Im Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen" umgegliedert, da es sich hierbei um keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23.710 (Vorjahr: 19.950). Zum 1. Januar 2019 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 9.960.

Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" - Definition eines Geschäftsbetriebs

Um als Geschäftsbetrieb zu gelten, muss ein Erwerb Ressourcen (inputs) und einen substanziellen Prozess (substantive process) umfassen, die zusammen wesentlich zu der Fähigkeit beitragen, Ergebnisse (outputs) hervorzubringen. Die neuen Regelungen bieten ein Rahmenwerk zur Beurteilung, wann ein substanzieller Prozess vorliegt. So ist z. B. bei Start-Ups, die noch keine Umsätze erzielt haben, die Übernahme einer organisierten Belegschaft erforderlich, um die Definition eines Geschäftsbetriebs zu erfüllen. Die Definition des Begriffs "Outputs" wird enger gefasst und betrifft nur noch Waren und Dienstleistungen für Kunden, die Erzielung von Kapitalerträgen und sonstigen Erträgen; Renditen in Form von Kosteneinsparungen und sonstigem wirtschaftlichen Nutzen sind somit künftig ausgeschlossen.

Darüber hinaus ist eine Beurteilung, ob Marktteilnehmer in der Lage sind, nicht übernommene Inputs und Prozesse zu ersetzen oder die erworbenen Tätigkeiten und Vermögenswerte zu integrieren, nicht mehr notwendig.

Unternehmen dürfen optional einen sog. "concentration test" durchführen. Dabei wird geprüft, ob sich im Wesentlichen der gesamte Fair Value der erworbenen Bruttovermögenswerte in einem Vermögenswert oder einer Gruppe gleichartiger Vermögenswerte konzentriert. Ist dies der Fall, wird gefolgert, dass kein Geschäftsbetrieb erworben wurde. Eine weitere Prüfung ist dann nicht notwendig. Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 22. April 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die Änderungen an diesem Standard hatten für die BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2020 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" - Definition von "wesentlich"

Durch die Änderungen wird die Definition von Wesentlichkeit in allen IFRS sowie dem Rahmenkonzept der IFRS vereinheitlicht. Die neue Definition lautet: "Informationen sind wesentlich, wenn vernünftigerweise zu erwarten ist, dass ihr Weglassen, ihre falsche Darstellung oder ihre Verschleierung in Abschlüssen für allgemeine Zwecke, die Finanzinformationen über ein Berichtsunternehmen enthalten, die Entscheidungen der primären Abschlussadressaten beeinflusst."

Die Änderungen stellen klar, dass sich der Verweis auf die Verschleierung von Informationen auf Situationen bezieht, bei denen die Auswirkungen mit dem Weglassen oder der falschen Darstellung dieser Informationen vergleichbar sind. Sie besagt außerdem, dass ein Unternehmen Wesentlichkeit in Zusammenhang mit dem Abschluss als Ganzes zu bewerten hat.

Zusätzlich wird die Bedeutung von "primären Abschlussadressaten von Abschlüssen für allgemeine Zwecke" klargestellt, indem diese als "bestehende und potentielle Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger" definiert werden, die im Hinblick auf von ihnen benötigte Finanzinformationen mehrheitlich auf die in den Abschlüssen gegebenen Informationen zurückgreifen müssen.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 10. Dezember 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die Änderungen an diesem Standard hatten für die BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2020 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Änderungen an IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 - Reform der Referenzzinssätze (IBOR-Reform)

Die Änderungen an IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 gewähren bestimmte Erleichterungen i. Z. m. der Reform der Referenzzinssätze.

Die Erleichterungen beziehen sich auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und haben zur Folge, dass die Reform nicht in allen Fällen dazu führt, dass das Hedge Accounting beendet werden muss. Etwaige Ineffektivitäten sind jedoch weiterhin im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Angesichts der weiten Verbreitung von Sicherungsbeziehungen mit IBOR-basierten Verträgen, werden die Erleichterungen Unternehmen aller Branchen betreffen.

Im Einzelnen ergeben sich folgende wesentliche Änderungen:

"highly probable-Kriterium": Sowohl nach IFRS 9 als auch nach IAS 39 ist es erforderlich, dass die abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme "hochwahrscheinlich" sind.

Die durch die Änderungen gewährte Erleichterung verlangt, dass ein Unternehmen davon ausgeht, dass sich der Zinssatz, auf dem die gesicherten Cashflows basieren, durch die Reform nicht ändert. Wenn sich die abgesicherten Cashflows infolge der IBOR-Reform ändern, führt dies, solange die Erleichterungen anzuwenden sind, nicht dazu, dass das "highly probable-Kriterium" verletzt wird.
Prospektive Beurteilungen (wirtschaftliche Beziehung und hochwirksames Sicherungsgeschäft): Sowohl IAS 39 als auch IFRS 9 verlangen eine zukunftsgerichtete prospektive Beurteilung, um Hedge Accounting anwenden zu können. IAS 39 verlangt, dass das Sicherungsgeschäft erwartungsgemäß hochwirksam sein muss, während IFRS 9 eine wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument fordert.

Gemäß den Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 hat ein Unternehmen zu unterstellen, dass der Referenzzinssatz, auf dem die Cashflows des Grundgeschäfts, des Sicherungsinstruments oder des abgesicherten Risikos basieren, durch die IBOR-Reform nicht verändert wird.
Ausnahme von retrospektiven Effektivitätstest nach IAS 39: Die bestehenden Unsicherheiten könnten sich auch auf die retrospektive Effektivitätsanforderung des IAS 39 auswirken. Insbesondere könnte die IBOR-Reform dazu führen, dass eine Sicherungsbeziehung außerhalb der erforderlichen Bandbreite von 80 - 125 % liegt. IAS 39 wurde daher geändert und enthält nun eine Ausnahme vom retrospektiven Effektivitätstest, so dass eine Sicherungsbeziehung während der Dauer der IBOR-bezogenen Unsicherheit nicht nur deshalb zu beenden ist, weil die retrospektive Effektivität außerhalb der erforderlichen Bandbreite von 80 - 125 % liegt.
Risikokomponenten: Bei einigen Sicherungsbeziehungen ist das abgesicherte Grundgeschäft oder das abgesicherte Risiko eine nicht vertraglich spezifizierte IBOR-Risikokomponente. Sowohl IFRS 9 als auch IAS 39 verlangen für die Anwendung des Hedge Accountings, dass die designierte Risikokomponente separat identifizierbar und zuverlässig bewertbar ist. Nach den Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 muss die Risikokomponente nur bei der anfänglichen Designation der Sicherungsbeziehung und nicht fortlaufend separat identifizierbar sein. Im Rahmen eines Makro-Hedges, bei dem ein Unternehmen eine Sicherungsbeziehung regelmäßig zurücksetzt, gilt die Erleichterung ab dem Zeitpunkt, zu dem ein gesichertes Grundgeschäft erstmals als Teil dieser Sicherungsbeziehung designiert wurde.
Angaben: Die Änderungen an IFRS 7 verlangen die Angabe des Nominalbetrags der Sicherungsinstrumente, auf die die Erleichterungen angewendet werden, aller wesentlichen Annahmen oder Beurteilungen, die bei der Anwendung der Erleichterungen getroffen wurden sowie qualitative Angaben darüber, wie sich die IBOR-Reform auf das Unternehmen auswirkt und dieses den Übergangsprozess steuert.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 16. Januar 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die BAUER Gruppe nimmt die Erleichterung bereits seit dem Geschäftsjahr 2019 vorzeitig in Anspruch. Bezüglich weiterführender Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt "Zinsrisiko".

Überarbeitetes Rahmenkonzept der IFRS

Der IASB hat eine Überarbeitung seines Rahmenkonzepts zur Rechnungslegung veröffentlicht, die bei der Erarbeitung neuer Standards und Interpretationen unmittelbar zugrunde gelegt wird. Wesentliche Änderungen sind:

Erhöhung der Bedeutung der Rechenschaft oder Verantwortlichkeit des Managements (stewardship) für die Zielsetzung der Finanzberichterstattung (Bereitstellung von entscheidungsnützlichen Informationen für die Ressourcenverteilung),
Betonung des Vorsichtsprinzips (prudence), definiert als Ausübung von Umsicht bei der Vornahme von Ermessensentscheidungen angesichts eines unsicheren Umfelds, als Beitrag zur Neutralität,
Definition eines berichtspflichtigen Unternehmens, das eine juristische Person oder Teil einer juristischen Person sein kann,
Überarbeitung der Definition eines Vermögenswertes als gegenwärtige vom Unternehmen beherrschte wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit,
Überarbeitung der Definition einer Schuld als gegenwärtige Verpflichtung eines Unternehmens, eine wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit zu übertragen,
Beseitigung von Wahrscheinlichkeitsschwellen beim Ansatz und Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zum Abgang von Vermögenswerten und Schulden,
Aufnahme zusätzlicher Erläuterungen zu unterschiedlichen Bewertungskonzepten und zu berücksichtigender Faktoren bei ihrer Auswahl,
Festlegung von Gewinn bzw. Verlust (profit or loss) als primäre Leistungskennziffer und Feststellung, dass im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income) erfasste Erträge und Aufwendungen grundsätzlich in den Gewinn oder Verlust umzugliedern sind (recycling), wenn hierdurch die Relevanz (relevance) bzw. die glaubwürdige Darstellung (faithful representation) des Abschlusses erhöht wird.

Durch die Überarbeitung des Rahmenkonzepts werden keine bestehenden IFRS geändert. Allerdings müssen Unternehmen, die bei fehlenden IFRS-Regelungen mit Bezug auf das Rahmenkonzept eigene Rechnungslegungsgrundsätze entwickeln, ab dem 1. Januar 2020 das geänderte Rahmenkonzept zugrunde legen und überlegen, ob ihre bisherigen Rechnungslegungsgrundsätze weiterhin anwendbar sind.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 6. Dezember 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Durch die Änderungen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Gruppe.

Folgende Änderungen sind spätestens ab dem 1. Juni 2020 für am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden:

Änderungen an IFRS 16: COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse

Infolge der COVID-19-Pandemie wurde Leasingnehmern Mietzugeständnisse in unterschiedlicher Form (z. B. Zahlungsbefreiungen und Stundung von Leasingzahlungen) gewährt. Im Mai 2020 veröffentlichte der IASB eine Änderung des IFRS 16, die eine optionale Erleichterung für Leasingnehmer enthält, die es diesen erlaubt, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit COVID-19 nach IFRS 16 eine Modifikation des Leasingverhältnisses darstellt, zu verzichten. Stattdessen können Leasingnehmer solche Mietzugeständnisse so behandeln, als handle es sich nicht um eine Modifikation des Leasingverhältnisses. In vielen Fällen dürfte dies dazu führen, dass das Mietzugeständnis in den Perioden, in denen das Ereignis oder die Bedingung, dass die niedrigere Zahlung auslöst, eintritt, als variable Leasingzahlung bilanziert wird.

Unternehmen, die von der Erleichterungsregel Gebrauch machen, müssen diesen Fakt angeben, sowie die Tatsache, ob die Erleichterung auf sämtliche qualifizierende Leasingverträge angewendet wurde bzw. falls nicht, auf welche Art von Verträgen es angewendet wurde. Darüber hinaus ist der im Gewinn oder Verlust erfasste Betrag aus Mietkonzessionen offenzulegen. Eine vergleichbare Erleichterung für Leasinggeber besteht nicht.

Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 12. Oktober 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.

Die BAUER Gruppe hat diese Option im Geschäftsjahr 2020 nicht angewendet.

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 ff. verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind:

Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Endorsement erfolgt
Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform der Referenzzinssätze (IBOR-Reform) Phase 2 2021 Ja
Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderung der bisher gültigen Definitionen von Vermögenswerten und Schulden) 2022 Nein; geplant 2. HJ 2021
Änderungen an IAS 16: Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung einer Sachanlage 2022 Nein; geplant 2. HJ 2021
Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung 2022 Nein; geplant 2. HJ 2021
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018 - 2020):

• Änderungen an IFRS 1: Tochterunternehmen als erstmaliger Anwender

• Änderungen an IFRS 9: 10 %-Test bei Modifikationen

• Änderungen an den erläuternden Beispielen zu IFRS 16

• Änderungen an IAS 41 - Berücksichtigung von Steuern
2022 Nein; geplant 2. HJ 2021
IFRS 17 "Versicherungsverträge" 2023 Nein
Änderung an IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig 2023 Nein
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen n/a n/a

Zum 31. Dezember 2020 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

Die zukünftige Anwendung dieser Standards wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe haben.

5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Fremdwährungsumrechnungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Transaktionen in Fremdwährung werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. In Fremdwährung gebundene monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Andere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, wenn sie nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert werden. Wenn diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt die Umrechnung mit dem Kurs zum jeweiligen Bewertungszeitpunkt. Entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs und die Posten im Eigenkapital mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:

1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert Stichtagswert
2019 2020 2019 2020
--- --- --- --- --- ---
Ägypten EGP 18,82985 18,06133 18,01000 19,25600
Argentinien ARS 53,92740 81,04471 67,19490 102,90230
Australien AUD 1,61091 1,65492 1,59950 1,58960
Bulgarien BGL 1,95580 1,95580 1,95580 1,95580
Chile CLP 787,10502 902,46420 843,91000 869,65000
China CNY 7,73588 7,87470 7,82050 8,02250
Georgien GEL 3,15553 3,54908 3,21120 4,03230
Ghana GHS 5,99909 6,54834 6,29880 7,20540
Großbritannien GBP 0,87783 0,88970 0,85080 0,89903
Hong Kong HKD 8,77145 8,85870 8,74730 9,51420
Indien INR 78,83808 84,63916 80,18700 89,66050
Indonesien IDR 15.834,37327 16.627,36872 15.595,60000 17.240,76000
Japan JPY 122,00221 121,84576 121,94000 126,49000
Jordanien JOD 0,79363 0,80977 0,79610 0,86730
Kanada CAD 1,48538 1,52999 1,45980 1,56330
Katar QAR 4,07674 4,16006 4,08800 4,46930
Libanon LBP 1.691,61294 1.726,66992 1.697,90000 1.856,00000
Malaysia MYR 4,63738 4,79590 4,59530 4,93400
Marokko MAD 10,76664 10,82413 10,73960 10,90400
Mexiko MXP 21,22020 24,51935 21,55699 24,41600
Neuseeland NZD 1,69982 1,75610 1,66530 1,69840
Oman OMR 0,43096 0,43969 0,43201 0,47095
Panama PAB 1,11958 1,14190 1,12280 1,22750
Peru PEN 3,73670 3,99206 3,72370 4,44610
Philippinen PHP 57,98312 56,61495 56,90000 59,12500
Polen PLN 4,29763 4,44305 4,25680 4,55970
Rumänien RON 4,74528 4,83828 4,78300 4,86830
Russland RUB 72,45296 82,72480 69,95630 91,46710
Saudi-Arabien SAR 4,19831 4,28547 4,21010 4,59200
Schweden SEK 10,58826 10,48475 10,44680 10,03430
Schweiz CHF 1,11234 1,07052 1,08540 1,08020
Singapur SGD 1,52729 1,57424 1,51110 1,62180
Südafrika ZAR 16,17619 18,76548 15,77730 18,02190
Taiwan TWD 34,60970 33,59438 33,57970 34,48770
Thailand THB 34,75352 35,70806 33,41500 36,72700
Türkei TRY 6,35534 8,05472 6,68430 9,11310
Ungarn HUF 325,30448 351,24938 330,53000 363,89000
Vereinigte Arabische Emirate AED 4,11170 4,19490 4,12460 4,49340
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,11948 1,14220 1,12340 1,22710
Vietnam VND 26.005,41177 26.528,36328 26.018,00000 28.331,00000

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.

Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.

Ein Wertminderungsaufwand wird dann erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten).

Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes,
die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen,
die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen,
der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, • die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können,
die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten.

Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten - vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Proratatemporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Die Erstbewertung von Sachanlagen erfolgt nach IFRS mit den Anschaffungs- oder Herstellkosten. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis zuzüglich direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten, wie z. B. Kosten der Standortvorbereitung, Kosten der Lieferung, Montagekosten, geschätzte Kosten für einen späteren Abbruch und Abräumen des Vermögenswerts oder ähnliches, abzüglich Anschaffungspreisminderungen, wie unter anderem Rabatte, Boni oder Skonti. Zu den Herstellkosten zählen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbedingten Gemeinkosten. In letzteres sind Sozialkosten und Verwaltungskosten nur einzubeziehen, wenn diese direkt dem Produktionsvorgang zugeordnet werden können oder dazu dienen, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand für die vorhergesehene Verwendung zu versetzen. Finanzierungskosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellkosten aktiviert, sofern ein beachtlicher Zeitraum erforderlich ist um den Vermögenswert in einen gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:

Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer
Grundstücke unbegrenzt
Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.

Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. Die BAUER Gruppe überprüft die Methoden und Nutzungsdauern zum Bilanzstichtag regelmäßig und passt diese bei Bedarf prospektiv an.

Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Die BAUER Gruppe überprüfte zum 30. Juni 2020 sowie zum 31. Dezember 2020 die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte von TEUR 15.889 (Vorjahr TEUR 16.946), Sachanlagen von TEUR 458.892 (Vorjahr TEUR 474.392), at-Equity bewertete Finanzanlagen von TEUR 21.964 (Vorjahr TEUR 57.487), ob Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorlagen. Aus der Überprüfung haben sich zum Bilanzstichtag keine Wertminderungen ergeben.

Bei den grundsätzlichen Analysen zur Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten bestimmt die BAUER Gruppe als erzielbaren Betrag den höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und vergleicht diesen mit dem entsprechenden Buchwerten. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe. Der Nutzungswert wird durch Diskontierung erwarteter zukünftiger Cashflows aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem risikoangepassten Zinssatz (WACC) ermittelt. Die zukünftigen Zahlungsströme werden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen, vom Management verabschiedeten Business Planung bestimmt. Die Planungsrechnung umfasst regelmäßig einen Zeitraum über fünf Jahre. Sie basiert auf Erwartungen der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Segmentmärkte sowie der Profitabilität der angebotenen Produkte.

Bei der Ableitung des Nutzungswertes findet darüber hinaus eine Risikobewertung statt. So werden die Effekte projekt- und gesellschaftsbezogener Risiken sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie über die Zahlungsströme in der Berechnung abgebildet. Länderrisiken werden als gesellschaftsübergreifende Effekte demgegenüber im Zinssatz berücksichtigt. Die für die Planungsrechnung herangezogenen Prämissen werden sowohl mit der historischen Entwicklung als auch mit externen Informationsquellen auf Plausibilität geprüft.

Der für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelte, risikoangepasste Zinssatz (WACC - Weighted Average Cost of Capital) betrug zum 31. Dezember 2020 8,04 % nach Steuern zuzüglich Länderrisikozuschlag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung des Zinssatzes werden spezifische Peer-Group-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie den Fremdkapitalkostensatz verwendet. Die gesellschaftsspezifischen Zahlungsströme wurden unter Verwendung der jeweiligen Steuersätze der Gesellschaften im Inland von 28,08 % bis 32,14 % sowie im Ausland von 0 % bis 38% ermittelt. Für die Perioden nach der Detailplanungsphase werden die Cashflows der letzten Planperiode unter Berücksichtigung von Wachstumsraten fortgeschrieben, die sich an der langfristigen Inflationserwartung orientieren. Die für die Berechnung verwendeten Wachstumsraten liegen grundsätzlich bei 1%. Die Unternehmensplanung wird ausgehend von Vergangenheitserfahrungen unter Berücksichtigung aktueller Prognosen erstellt. In den Segmenten Bau und Resources orientieren sich die Planungen an den bereits im Auftragsbestand befindlichen Projekten sowie an Kundenanfragen. Für das Jahr 2021 wird aufgrund des insgesamt stabilen Auftragsbestands einen Anstieg der Gesamtleistung erwartet. Dennoch werden die COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Maßnahmen das Geschäft in 2021 weiterhin beeinflussen. Im Segment Maschinen basieren wesentliche Planungsannahmen auf den der Vertriebsplanung zugrundeliegenden Branchenprognosen zur weltweiten Baumaschinenkonjunktur, konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten sowie unternehmensspezifischen Anpassungen, die auch geplante Produktinnovationen und Kosteneinsparungen beinhalten. Für das Jahr 2021 wird im Segment Maschinen ab Jahresmitte eine Belebung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr erwartet, jedoch bleibt der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, der sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich zeigt, als Unsicherheitsfaktor bestehen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die Märkte erst über die nächsten zwei bis drei Jahre wieder vollständig erholen werden. Darüber hinaus werden Szenarien bei den Gesellschaften im Segment Bau und Resources berechnet (worst case mit Planergebnisabschlägen in Höhe von 20%, middle case mit Planergebnisabschlägen in Höhe von 10%, realistic case) und Sensitivitätsanalysen bei den Gesellschaften im Segment Maschinen (Wachstumsabschlag alternativ 0,00%). Diese zeigen auf, dass auch in einem worst case Szenario und in der vorgenommenen Sensitivität kein Wertminderungsbedarf besteht.

Leasing

Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber.

a) Bilanzierung als Leasingnehmer

Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts das Recht zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.

Ein Leasingnehmer hat grundsätzlich bei allen Leasingverhältnissen ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren.

Die Leasingverbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Barwerts der zum Bereitstellungszeitraum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen erfasst, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses anfallen.

Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:

Feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltener Leasinganreize.
Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zinssatz zum Bereitstellungsdatum.
Erwartete Zahlungen des Konzerns aus der Inanspruchnahme von Restwertgarantien.
Der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch die BAUER Gruppe hinreichend sicher ist.
Strafzahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung eines Leasingverhältnisses sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die BAUER Gruppe die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird.
In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt.

Die Abzinsung erfolgte mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 5,00 %.

Falls jedoch ein implizierter Zinssatz bestimmbar ist, werden die Leasingzahlungen mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst.

Die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.

Nutzungsreche werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:

der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit,
sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaiger erhaltener Leasinganreize,
alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und
geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen.

In der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht abzüglich der kumulierten Abschreibungen und falls relevant, unter Berücksichtigung von Wertminderungen erfasst, berichtigt um jede, in Paragraph 16.36 (c) aufgeführte Neubewertung der Leasingverbindlichkeit.

Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Vermögenswerte ausgewiesen worden wären, wenn sie im Eigentum der BAUER Gruppe stehen würden. Die Nutzungsrechte werden daher zum Stichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, im Wesentlichen in der Position Sachanlagen ausgewiesen.

Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der BAUER Gruppe hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts.

Am Stichtag sind im Rahmen der Folgebewertungen zudem notwendige Anpassungen von Nutzungsrecht und Verbindlichkeit zu prüfen. Es werden Anpassungen notwendig, die aus der Neubeurteilung der getroffenen Annahmen ohne eine Änderung des Vertrags resultieren oder es kann auch zu Änderungen des Vertrags kommen.

Die Neubeurteilung der getroffenen Annahmen betrifft Anpassungen von Zahlungserwartungen, den anzuwendenden Diskontierungszins, bezogen auf die Restlaufzeit, wenn die Veränderung auf einer Veränderung der Laufzeit oder der Beurteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit einer Kaufoption basiert, sowie die veränderte Erwartung bezüglich der Ausübung einer Verlängerungs- oder Beendigungsoption.

Der ursprünglich angewendete Zins ist dagegen beizubehalten, wenn sich z. B. erwartete Zahlungen ändern.

Die Leasingverbindlichkeit wird mit den geänderten Parametern neu berechnet und mit diesem Betrag in der Bilanz angesetzt. Der dabei anfallende Anpassungsbetrag der Leasingverbindlichkeit wird komplett gegen das Nutzungsrecht gebucht. Damit erfolgt grundsätzlich eine erfolgsneutrale, rein bilanzielle Erfassung. Die erfolgswirksame Berücksichtigung der Anpassung erfolgt erst in den Folgejahren durch verringerte bzw. erhöhte Abschreibungen auf den Nutzungswert.

Für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse bestehen nach IFRS 16.60 Anwendungserleichterungen. Diese nimmt die BAUER Gruppe in Anspruch und setzt daher für solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit an. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert beinhalten z. B. IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel mit einem Objektneupreis von unter TEUR 5.

Die BAUER Gruppe mietet verschiedene Büro und Lagergebäude sowie technische Anlagen und Fahrzeuge an.

Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten.

Die BAUER Gruppe nimmt - mit Ausnahme von Immobilien-Leasingverhältnissen - das Wahlrecht in Anspruch, Leasing- und Nichtleasingkomponenten zusammenzufassen und einheitlich in der Bilanz als Leasingverhältnisse zu erfassen. Darüber hinaus werden die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 16 nicht auf die Leasingverhältnisse angewendet, die immaterielle Vermögenswerte betreffen. Auf Leasingverhältnisse für immaterielle Vermögenswerte wird grundsätzlich unverändert IAS 38 angewendet. Die Sale-and-Leaseback-Transaktionen haben vorwiegend kurzfristigen Charakter und sind für die BAUER Gruppe nicht wesentlich.

b) Bilanzierung als Leasinggeber

Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.

Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse ausgewiesen. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt der Ausweis als Operating-Leasingverhältnis. Umsatzerlöse aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. In der BAUER Gruppe sind diese Leasingverhältnisse meist sehr kurzfristiger Natur und umfassen einen Zeitraum von wenigen Monaten. Der Ausweis erfolgt unter den zeitpunktbezogenen Umsatzerlösen.

Zuwendungen öffentlicher Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).

Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte IFRS 16, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.

At-Equity bewertete Anteile

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).

Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.

Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at-Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.

Gemeinschaftsunternehmen

Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die at-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11.

Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Geräten der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den at-Equity bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen.

Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert insofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus.

Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:

seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten,
seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden,
seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, • seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und • seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen.

Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.

Finanzinstrumente

Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.

Nach IFRS 9 wird bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten zwischen Schuldinstrumenten, Eigenkapitalinstrumenten gemäß IAS 32 und Derivaten unterschieden.

a) Originäre Finanzinstrumente

In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:

"zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder Amortised Cost (AC)
"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)
"erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Schuldinstrumente, wobei die kumulierten Gewinne und Verluste bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. Recycling)
"erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Eigenkapitalinstrumente, wobei die Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis bleiben (ohne Recycling)

Die Fair-Value-Option für finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten nach IFRS 9 wurde nicht ausgeübt.

Die erstmalige Bilanzierung erfolgt grundsätzlich, sobald die BAUER Gruppe Vertragspartei wird. Bei üblichem Kauf oder Verkauf ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung der Erfüllungstag relevant, das heißt der Tag, an dem der Vermögenswert und die Schuld an oder durch die BAUER Gruppe geliefert wird. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt zum Fair Value. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß den Vorschriften des IFRS 9 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der Derivate, grundsätzlich unter die Kategorie "Amortised Cost".

Die Einstufung finanzieller Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Schuldinstrumente darstellen, in die Bewertungskategorien "Amortised Cost (AC)", "Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)" und "Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) (mit Recycling)" erfolgt anhand des jeweils zugrundeliegenden Geschäftsmodells und den Zahlungsstrombedingungen des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, werden zu Amortised Cost bewertet. Schuldinstrumente, die zwar die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, jedoch in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dass sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vorsieht, werden zum Fair Value through Other Comprehensive Income bewertet.

Zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig zum Fair Value unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Wertaufholungen.

Bei finanziellen Vermögenswerten, die der Kategorie "Fair Value through Other Comprehensive Income" (mit Recycling) zugeordnet werden, sind ebenfalls die direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten anzusetzen. Veränderungen des Buchwerts werden allerdings im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die zuvor im Eigenkapital angesetzten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keinem Ansatz von zu FVOCI bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die gleichzeitig Schuldinstrumente darstellen.

Finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), welche die Kriterien der Kategorien "Amortised Cost" oder "Fair Value through Other Comprehensive Income" nicht erfüllen, werden als "Fair Value through Profit or Loss" klassifiziert. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zu FVTPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden zu Amortised Cost bewertet, da sie im Rahmen des Geschäftsmodells mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Aus Unwesentlichkeitsgründen wurden jedoch keine Wertberichtigungen erfasst.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis zu erfassen. Sofern sie signifikante Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Die BAUER Gruppe hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu Amortised Cost abzüglich Wertberichtigungen. Bei den für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen liegen aufgrund der Factoring-Vereinbarungen die Kriterien für das Geschäftsmodell "Verkaufen" vor und sind somit der Bewertungskategorie FVTPL zuzuordnen. Für diese Forderungen sind keine Wertminderungen gemäß IFRS 9 zu erfassen.

Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Eigenkapitalinstrumente darstellen, als "Fair Value through Profit or Loss" zu klassifizieren und erfolgswirksam zu bewerten. Dabei besteht für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ein unwiderrufliches Wahlrecht im Rahmen der erstmaligen Kategorisierung, die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die BAUER Gruppe übt dieses Wahlrecht für die hiervon betroffenen Beteiligungen aus, da die ergebniswirksame Darstellung der Gewinne und Verluste aus Wertänderungen des Fair Value für die Entwicklung der Beteiligungen nicht aussagekräftig ist. Dabei erfolgt nach Ausbuchung der Beteiligung keine spätere Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividenden werden weiterhin erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Dividende ist eindeutig als Rückzahlung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments anzusehen.

Die Erfassung von Wertminderungen basiert sowohl auf eingetretenen Verlusten, als auch auf Schätzungen erwarteter Kreditausfälle (Expected-Loss-Modell). Dabei werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 für sämtliche zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für Fair Value through Other Comprehensive Income bewertete Schuldinstrumente erfasst. Grundsätzlich ist für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem Erstansatz wesentlich verschlechtert hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für die gemäß IFRS 15 erfassten Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach die über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertminderung berücksichtigt werden.

Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste und Einzelwertberichtigungen bei finanziellen Vermögenswerten mit beeinträchtigter Bonität wird in der BAUER Gruppe auf interne Bonitätsbeurteilungen sowie externe Ratings zurückgegriffen. Ebenso fließen bei Vorliegen von entsprechenden einzelfallbezogenen Umständen individuelle und makroökonomische Gegebenheiten in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen mit ein. Eine wesentliche Kreditrisikoverschlechterung der Gegenpartei wird dann unterstellt, wenn sich ihr Rating um eine festgelegte Anzahl von Stufen verringert hat. Die Bonitätseinstufung basiert auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit der Kunden. Die Anwendung der Überfälligkeitsannahme von 30 Tagen ist in der Branche nicht aussagekräftig unter anderem aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten erfolgt die Bemessung der erwarteten Kreditverluste mithilfe einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BAUER Gruppe in den drei unterschiedlichen Segmenten Bau, Maschinen und Resources und der damit einhergehenden diversifizierten Kundenstruktur werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Ebene der Segmente zusammengefasst und die erwarteten Kreditverluste auf Portfolioebene für jedes Segment berechnet.

Eine individuelle Wertberichtigung auf finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität wird erfasst, wenn objektive Hinweise wie zum Beispiel Zahlungsversäumnisse oder Insolvenzen vorliegen. Dabei wird ein Ausfall eines finanziellen Vermögenswertes auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, so dass nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderung ganz oder teilweise realisierbar ist. Sofern keine angemessene Erwartung für eine Rückzahlung besteht, wird der finanzielle Vermögenswert abgeschrieben. Bei einer Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten unternimmt die BAUER Gruppe weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, um zu versuchen, die fälligen Forderungen einzuziehen.

Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist.

Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden wird nur dann vorgenommen, wenn eine Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und auch die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren.

b) Derivative Finanzinstrumente

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IFRS 9, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:

das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist,
das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist,
das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.

In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:

"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) Freistehende derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
"erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)

Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Fair Value through Profit or Loss bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten; diese sind sofort erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt.

Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" gehören Zinsswaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionsgeschäfte.

Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Hedge Accounting designiert sind, wird im Falle der Absicherung des Risikos aus Schwankungen von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Die BAUER Gruppe designiert bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken nur die Kassakomponente der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Auf die Terminkomponente und Cross-Currency-Basis-Spread (CCBS)-Komponente entfallende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für Sicherungskosten berücksichtigt. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2020 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow-Hedges) angewendet.

Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet.

Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet.

Vorräte und erhaltene Anzahlungen

Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, die keine Fertigungsaufträge darstellen, werden aktivisch und offen von den Vorräten abgesetzt, soweit für den jeweiligen Auftrag bereits Herstellungskosten angefallen sind. Alle anderen erhaltenen Anzahlungen werden passiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:

Dauer der Vermietung
Nutzungsdauer der Maschinen
Beschädigung und Ungängigkeit

Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.

Auftragsfertigung

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigstellungsgrad bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird im Wesentlichen nach dem Fertigstellungsgrad zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um den Leistungsfortschritt eines Projekts zu bestimmen, wird die Methode angewendet, die am zuverlässigsten die erbrachten Leistungen misst. Sowohl input- als auch outputbasierte Methoden können konsistent auf ähnliche Leistungsverpflichtungen und in ähnlichen Umständen angewendet werden. In der BAUER Gruppe kommen, insbesondere zur Ermittlung von Erlösen aus Fertigungsaufträgen, im Wesentlichen inputbasierte Methoden (zum Beispiel Cost-to-Cost-Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) zur Anwendung. Erlöse sowie Vertragsmodifikationen (Vertragsänderungen und Nachträge) werden in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es bei diesen Vertragsmodifikationen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird. Ausschreibungskosten werden dann aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie abgerechnet werden können und bei ausbleibendem Auftrag nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten, die vor Vertragsbeginn anfallen, werden aktiviert, soweit ein Ausgleich erwartet wird und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die BAUER AG hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung des geschuldeten Werkes auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Demzufolge erfolgt keine Anpassung des Transaktionspreises um den Zeitwert des Geldes. Die BAUER AG bewertet Beschränkungen in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Schätzung der variablen Gegenleistung die in den Transaktionspreis einzubeziehen ist. Die Schätzung basiert dabei auf allen zum Stichtag verfügbaren Informationen und Erfahrungswerten aus vergangenen Projekten. Wurde der Preis der Änderung nicht bestätigt, erfolgt eine Anpassung des auszuweisenden Umsatzes unter Berücksichtigung etwaiger Beschränkungen. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Vertragsvermögenswerten beziehungsweise unter den Vertragsverbindlichkeiten. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst.

In diesen Umsatzerlösen können auch periodenfremde Umsätze enthalten sein, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:

entweder dasselbe Steuerobjekt oder
unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Ansatz der Ertragsteuern und latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 28,08 % bis 32,14 % (Vorjahr: 28,08 % und 32,14 %). Im Ausland werden Ertragsteuersätze zwischen 0,00 % und 38,00 % (Vorjahr: 0,00 % und 35,00 %) zugrunde gelegt.

Bei der bilanziellen Abbildung von etwaigen ertragsteuerlichen Unsicherheiten wird im Regelfall auf die einzelne ertragsteuerliche Behandlung abgestellt. Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass eine ertragsteuerliche Behandlung von den lokalen Steuerbehörden akzeptiert werden wird, verwendet die BAUER Gruppe den Betrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei der Bestimmung des zu versteuernden Gewinns beziehungsweise der steuerlichen Basis.

Die Steuererklärungen der Gesellschaften der BAUER Gruppe werden regelmäßig von inländischen und ausländischen Steuerbehörden geprüft. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren - unter anderem der Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie der Erfahrungen aus der Vergangenheit - werden, soweit ersichtlich und wahrscheinlich, in ausreichendem Umfang Rückstellungen für zukünftig mögliche Steuerverpflichtungen gebildet.

Rückstellungen

a) Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland.

Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist.

Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.

Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.

b) Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

c) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung wird auf Basis bestmöglicher Schätzungen vorgenommen und berücksichtigt künftige erwartete Kostensteigerungen.

Erträge und Aufwendungen

Die Realisierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden erfolgt nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern, gekürzt um erwartete Erlösminderungen. Erlöse aus dem Verkauf von Maschinen und Geräten wie auch entsprechendes Zubehör sowie sonstige Erträge werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen eine Leistung erbracht hat bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert wurde. Dies fällt in die Kategorie der zeitpunktbezogenen Umsatzerlöse. Für Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen verweisen wir auf den Abschnitt "Auftragsfertigung". Umsatzerlöse aus der Vermietung von Gebrauchtmaschinen betreffen Operating-Leasingverhältnisse mit Kunden. Hinsichtlich der Bilanzierung wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung als Leasinggeber in diesem Abschnitt verwiesen. In der BAUER Gruppe bestehen für den Transaktionspreis länderindividuelle Zahlungsbedingungen. In Deutschland betragen diese überwiegend 30 Tage. Für voraussichtlich eintretende Gewährleistungsverpflichtungen werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet.

Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.

6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.

Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist in den Segmenten Maschinen und Resources tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. Im Geschäftsjahr wurden die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN BAU GmbH vom Segment Bau in das Segment Resources umgegliedert, da die strategische Ausrichtung beider Gesellschaften künftig diesem Segment zuzuordnen ist. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Sonstiges

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Im Geschäftsjahr 2020 waren TEUR 20.005 (Vorjahr: 42.251) an Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft in diesem Segment enthalten.

Konsolidierung

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Die im Segment Sonstiges genannten Ausschüttungen sind in den Bereinigungen der Zwischenergebnisse enthalten.

Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.

Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet.

Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.

Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

Konzern-Segmentberichterstattung

SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Bau Maschinen Resources
in Tausend EUR 2019 * 2020 2019 2020 2019 * 2020
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Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 628.848 668.964 713.652 610.735 314.809 268.807
Umsatzerlöse mit Dritten 589.152 610.350 610.190 491.462 269.992 240.126
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 14.506 2.827 45.934 67.375 5 2.561
Bestandsveränderungen -23 0 30.401 -17.202 2.000 413
Andere aktivierte Eigenleistungen 798 536 4.706 3.898 1.322 541
Sonstige Erträge 15.923 20.748 2.743 48.881 6.486 122
Konsolidierte Leistung 620.356 634.461 693.974 594.414 279.805 243.763
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen 3.083 1.821 -2.444 1.139 10.586 6.836
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 27.428 74.569 99.467 73.970 7.868 15.763
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -44.784 -50.267 -24.916 -27.376 -12.933 -13.894
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -15.806 -16.534 0 0
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -17.356 24.302 58.745 30.060 -5.065 1.869
Finanzerträge 11.433 17.846 12.846 9.286 7.611 2.568
Finanzaufwendungen -28.855 -30.980 -26.684 -22.123 -14.144 -8.653
Ertragsteueraufwand -18.067 -16.131 -5.411 -6.256 -2.039 -3.002
Ergebnis nach Steuern -52.845 -4.963 39.496 10.967 -13.637 -7.218
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen 0 0 610.190 491.462 59.211 57.566
Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen 589.152 610.350 0 0 210.781 182.560
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -8 -486 -634 -669 -108 -709
Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 0 0
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -43 -103 -12.472 -15.553 -304 -198
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -25.307 -8.471 -2.711 -2.812 -9.752 -4.595
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 5.715 718 1.934 797 945 343
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ
SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 604.408 593.373 762.660 744.043 287.510 221.224
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 10.924 2.040 56.194 11.955 51.067 62.194
davon Investitionen ins Anlagevermögen 87.906 86.976 44.254 40.512 14.103 8.975
SEGMENTSCHULDEN 31.12. 502.884 467.719 447.155 424.700 216.457 128.103
SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN Sonstiges Konsolidierung Konzern
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 2019 2020
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Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 90.503 69.134 -153.094 -164.005 1.594.718 1.453.635
Umsatzerlöse mit Dritten 1.588 1.303 0 0 1.470.922 1.343.241
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 42.104 43.580 -102.549 -116.343 0 0
Bestandsveränderungen 0 0 0 0 32.378 -16.789
Andere aktivierte Eigenleistungen 0 0 2.697 3.077 9.523 8.052
Sonstige Erträge 43.336 20.087 -43.620 -23.059 24.868 66.779
Konsolidierte Leistung 87.028 64.970 -143.472 -136.325 1.537.691 1.401.283
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen 0 0 0 0 11.225 9.796
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 28.959 24.634 -29.450 -23.689 134.272 165.247
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -3.957 -3.264 1.830 1.625 -84.760 -93.176
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -15.806 -16.534
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 25.002 21.370 -27.620 -22.064 33.706 55.537
Finanzerträge 7.222 4.895 -5.370 -1.548 33.742 33.047
Finanzaufwendungen -14.453 -12.048 5.370 1.548 -78.766 -72.256
Ertragsteueraufwand 452 861 -167 -22 -25.232 -24.550
Ergebnis nach Steuern 18.223 15.078 -27.787 -22.086 -36.550 -8.222
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen 1.588 1.303 0 0 670.989 550.331
Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen 0 0 0 0 799.933 792.910
Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen 0 0 0 0 -750 -1.864
Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 0 0
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -12.819 -15.854
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -37.770 -15.878
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 8.594 1.858
ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ
SEGMENTVERMÖGEN 31.12. 408.094 337.427 -434.123 -352.082 1.628.549 1.543.985
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 118.185 76.189
davon Investitionen ins Anlagevermögen 4.224 2.204 517 -299 151.004 138.368
SEGMENTSCHULDEN 31.12. 178.957 210.499 -103.820 -52.559 1.241.633 1.178.462
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Deutschland Übrige EU Übriges Europa
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 2019 2020
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Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 518.668 416.873 260.035 186.768 70.143 112.594
Umsatzerlöse mit Dritten 477.371 385.588 243.822 217.5071 65.985 73.345
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 228.319 216.316 32.922 40.009 18.130 27.829
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Nahost und Zentralasien Asien-Pazifik Fernost und Australien Amerika
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 2019 2020
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Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 208.410 199.048 265.684 193.168 192.101 271.481
Umsatzerlöse mit Dritten 177.634 180.918 257.684 181.989 172.889 230.759
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 49.343 44.914 102.740 90.027 29.314 34.835
SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN Afrika Konzern
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020
--- --- --- --- ---
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 79.677 73.703 1.594.718 1.453.635
Umsatzerlöse mit Dritten 75.537 73.135 1.470.922 1.343.241
Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. 16.648 13.155 477.416 467.085

* Vorjahr angepasst; die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN BAU GmbH wurden vom Segment Bau in das Segment Resources umgegliedert.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

7. UMSATZERLÖSE

Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.343.241 (Vorjahr: 1.470.922) enthalten zeitraumbezogene Erlöse, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör.

Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.997 (Vorjahr: 20.946).

Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen sowie der Aufteilung in zeitraumbezogene und zeitpunktbezogene Erlöse verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6).

Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet:

in Tausend EUR 2019 2020
Umsatzerlöse 1.470.922 1.343.241
Bestandsveränderungen 32.378 -16.789
Andere aktivierte Eigenleistungen 9.523 8.052
Sonstige Erträge 24.868 66.779
Konsolidierte Leistung 1.537.691 1.401.283
Nachunternehmeranteil ARGEN 11.019 5.731
Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 40.602 40.354
Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen 19.130 28.963
Interne Konzernleistung -13.724 -22.696
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 1.594.718 1.453.635

In den Umsatzerlösen sind auch periodenfremde Umsätze in Höhe von netto TEUR 6.160 (Vorjahr: 5.720) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben. Zudem waren im Vorjahr aufgrund einer Einzelwertberichtigung aufgrund eines Gerichtsurteils TEUR 40.327 umsatzmindernd als periodenfremdes Ergebnis erfasst worden. Bei der Umsatzkorrektur handelte es sich im Vorjahr um variable Transaktionsbestandteile, die in der Vergangenheit realisiert wurden. Von einer möglichen Umkehr der Umsätze ging man im Rahmen der Projektabwicklung nicht aus. Der Sachverhalt stellte eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert.

Die folgende Tabelle gibt die begonnenen, aber noch nicht vollständig erfüllten Leistungsverpflichtungen und deren erwartete Erlösrealisierung daraus wieder:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen 600.473 730.575
Erwartete Realisierung bis 1 Jahr 428.591 455.503
Erwartete Realisierung 1 bis 5 Jahre 171.284 275.072
Erwartete Realisierung nach 5 Jahren 598 0

8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

in Tausend EUR 2019 2020
Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen 9.523 8.052

9. SONSTIGE ERTRÄGE

in Tausend EUR 2019 2020
Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 5.354 5.517
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 3.456 2.585
Sonstige Erträge aus Vermietungen 85 229
Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen 124 48.195
Sonstige betriebliche Erträge 15.849 10.253
Gesamt 24.868 66.779

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.

10. MATERIALAUFWAND

in Tausend EUR 2019 2020
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 508.740 396.860
Aufwendungen für bezogene Leistungen 274.386 229.252
Gesamt 783.126 626.112

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind kurzfristige Fremdgerätemieten in Höhe von TEUR 26.472 (Vorjahr: 23.024) enthalten. Hierbei handelt es sich um Großgeräte für den kurzfristigen Baustelleneinsatz, mit einer wesentlichen Laufzeit von 3 bis 6 Monaten.

11. PERSONALAUFWAND

Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. Zuführungen zu Jubiläumsrückstellungen sind ebenfalls ohne Zinsanteil unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen.

in Tausend EUR 2019 2020
Löhne und Gehälter 356.557 331.509
Soziale Abgaben 54.794 54.147
Aufwendungen für Altersversorgung 7.454 9.242
Gesamt 418.805 394.898

Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 22.874 (Vorjahr: 24.002). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern" erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 19.325 (Vorjahr: 19.180) auf das Inland und TEUR 3.549 (Vorjahr: 4.822) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.842 (Vorjahr: 1.612) enthalten. Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden vom Personalaufwand abgezogen und betrugen im Jahr 2020 TEUR 5.364 (Vorjahr: 0).

12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR 2019 2020
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen 3.803 1.380
Leasingaufwendungen 19.456 17.122
Energie, Heizung, Wasser 5.528 3.712
Kraftfahrzeugkosten 4.790 5.042
Sach-, Kfz- und Transportversicherung 11.362 11.578
Übrige Betriebsaufwendungen 13.537 11.316
Verwaltungsaufwendungen 41.530 37.848
Vertriebsaufwendungen 45.946 30.152
Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen 16.011 16.124
Ergebnis aus Wertberichtigungen auf Forderungen 14.842 15.929
Bankspesen 2.934 2.224
Zölle 5.165 5.062
Kostenabgrenzung 7.160 5.309
Verlust aus dem Abgang von at-Equity bewerteten Anteilen 0 41.373
Sonstige Steuern 7.295 4.768
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 13.354 15.883
Gesamt 212.713 224.822

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 18.847 (Vorjahr: 13.697) aus Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie aus ausgebuchten Forderungen enthalten. Für weiterführende Erläuterungen zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf Abschnitt 37.

Die Leasingaufwendungen enthalten die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 16.663 (Vorjahr: 19.346) und Leasingaufwendungen von geringem Wert in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr: 110). Variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit mit einbezogen wurden, sind nicht enthalten.

13. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN

Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 9.796 (Vorjahr: 11.225) und enthält die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurde keine Abwertung vorgenommen.

Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umgliederung des Postens Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen und wurde erstmals Bestandteils des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Eine Darstellung im "Finanzergebnis" impliziert ein reines Interesse, die Anteile als Finanzbeteiligung zu halten. Hintergrund der Änderung ist die Einbeziehung von Bau-Arbeitsgemeinschaften und anderen at-Equity bewerteten Unternehmen, bei denen der operative Charakter mittlerweile im Vordergrund steht. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 9.796 (Vorjahr: 11.225). Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 4.594.

in Tausend EUR 2019 2020 *
Erträge aus Equity-Beteiligungen 7.904 7.752
Aufwendungen aus Equity-Beteiligungen -4.367 -772
Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften 7.828 3.306
Verluste aus Arbeitsgemeinschaften -140 -490
Gesamt 11.225 9.796

* Ergebnisse der Gesellschaften, die zum 31.07.2020 vollkonsolidiert wurden, nur zeitanteilig bis zur Übergangskonsolidierung enthalten

14. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2019 2020
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 6.329 7.310
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 78.431 85.866
Gesamt 84.760 93.176

Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 20.2 "Sachanlagen" erläutert.

15. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 16.534 (Vorjahr: 15.806). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2020 abgegangenen Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.

FINANZERGEBNIS

16. FINANZERTRÄGE

Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 2019 2020
Erträge aus operativen Beteiligungen 132 1.311
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.500 4.136
Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 2.998 1.882
Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 21.112 25.718
Gesamt 33.742 33.047

17. FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:

in Tausend EUR 2019 2020
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 35.771 27.277
Außerplanmäßige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 0
Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 17.769 9.317
Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.747 1.954
Verluste aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit 22.479 33.708
Gesamt 78.766 72.256

Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Leasinggeschäften betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.976 (Vorjahr: 2.032). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 4.119 (Vorjahr: 9.438) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25.276 (Vorjahr: 34.987) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

18. ERTRAGSTEUERAUFWAND

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2019 2020
Tatsächliche Steuern 33.234 28.416
Latente Steuern -8.002 -3.866
Gesamt 25.232 24.550

Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %). In den tatsächlichen Steuern sind erfasste Anpassungen für periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern in Höhe von TEUR -205 (Vorjahr: -1.682) enthalten.

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand

Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:

in Tausend EUR 2019 2020
Ergebnis vor Steuern (EBT) -11.318 16.328
Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) -3.178 4.585
Überleitung
Steuersatzunterschiede 6.254 1.698
Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge 8.296 -1.875
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 1.609 5.101
Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen -2.881 -2.751
Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre 1.563 5.492
Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen 13.347 12.500
Sonstiges 222 -200
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 25.232 24.550

In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -1.981 (Vorjahr: -35) enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2019 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: 342).

19. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnisses nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:

2019 2020
Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR -37.146 -8.397
Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 08.12. 17.131.000 17.131.000
Anzahl der Aktien vom 09.12. bis 31.12. 17.131.000 18.844.066
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.273.756
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.273.756
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -2,17 -0,48
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -2,17 -0,48

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

20. ANLAGEVERMÖGEN

20.1 Immaterielle Vermögenswerte

in Tausend EUR Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2019 37.225 2.186 0 40.239 79.650
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 1.209 0 0 4.027 5.236
Abgänge 1.728 0 0 304 2.032
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 13 0 0 2 15
31.12.2019 36.719 2.186 0 43.964 82.869
in Tausend EUR Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Kumulierte Abschreibung Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2019 32.079 2.186 0 27.308 61.573
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Zugänge 2.351 0 0 3.397 5.748
Abgänge 1.717 0 0 288 2.005
Wertminderungsaufwendungen 141 0 0 440 581
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung 26 0 0 0 26
31.12.2019 32.880 2.186 0 30.857 65.923
Buchwert 31.12.2019 3.839 0 0 13.107 16.946
in Tausend EUR Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2020 36.719 2.186 0 43.964 82.869
Veränderung im Konsolidierungskreis -776 0 0 6.400 5.624
Zugänge 1.025 0 0 3.915 4.940
Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 339 0 0 20.062 20.401
Umbuchungen 37 0 0 -11 26
Währungsanpassung -412 0 0 0 -412
31.12.2020 36.254 2.186 0 34.206 72.646
in Tausend EUR Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- und Firmenwert Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Summe
Kumulierte Abschreibung Aktivierte Softwarekosten Aktivierte Entwicklungskosten
--- --- --- --- --- ---
01.01.2020 32.880 2.186 0 30.857 65.923
Veränderung im Konsolidierungskreis -767 0 0 -514 -1.281
Zugänge 2.086 0 0 4.559 6.645
Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 323 0 0 13.192 13.515
Wertminderungsaufwendungen 161 0 0 505 666
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungsanpassung -390 0 0 0 -390
31.12.2020 33.647 2.186 0 22.215 58.048
Buchwert 31.12.2020 2.607 0 0 11.991 14.598

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis stammen hauptsächlich aus dem Statuswechsel der BAUER Deep Drilling GmbH sowie der Entkonsolidierung der ESAU & HUEBER GmbH.

Von den im Jahr 2020 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.132 (Vorjahr: 4.187) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:

in Tausend EUR 2019 2020
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 18.779 20.231
Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 3.991 5.175
Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 22.770 25.406

20.2 Sachanlagen

in Tausend EUR

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2019 wie berichtet 303.783 567.570 87.224 10.823 969.400
Transition Effekt aus Erstanwendung IFRS 16 13.692 6.302 2.587 0 22.581
01.01.2019 korrigiert 317.475 573.872 89.811 10.823 991.981
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 34 0 34
Zugänge 15.131 77.247 14.330 16.479 123.187
Abgänge 4.490 48.623 7.534 317 60.964
Umbuchungen 1.394 8.009 238 -9.641 0
Währungsanpassung 1.994 15.656 1.148 433 19.231
31.12.2019 331.504 626.161 98.027 17.777 1.073.469
in Tausend EUR

Kumulierte Abschreibung
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2019 125.737 373.657 58.435 0 557.829
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 9 0 9
Zugänge 11.375 55.272 11.615 0 78.262
Abgänge 809 29.245 6.303 0 36.357
Wertminderungsaufwendungen 0 169 0 0 169
Umbuchungen 3 -32 29 0 0
Währungsanpassung 327 11.976 784 0 13.087
31.12.2019 136.633 411.797 64.569 0 612.999
Buchwert 31.12.2019 194.871 214.364 33.458 17.777 460.470
davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2019 17.888 38.312 10.670 0 66.870
in Tausend EUR

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2020 331.504 626.161 98.027 17.777 1.073.469
Veränderung im Konsolidierungskreis 32.278 11.535 -97 169 43.885
Zugänge 25.703 76.703 10.567 20.455 133.428
Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 42.347 78.105 7.459 664 128.575
Umbuchungen 3.105 6.435 174 -9.740 -26
Währungsanpassung -5.854 -34.548 -2.993 -840 -44.235
31.12.2020 344.389 608.181 98.219 27.157 1.077.946

Die Zugänge von Nutzungsrechten betragen für das Geschäftsjahr 2020 TEUR 27.091 (Vorjahr: 28.691). Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr für Grundstücke und Gebäude TEUR 5.605 (Vorjahr: 3.444), für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 11.383 (Vorjahr: 10.411) sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.303 (Vorjahr: 3.377).

in Tausend EUR

Kumulierte Abschreibung
Grundstücke und Bauten Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
01.01.2020 136.633 411.797 64.569 0 612.999
Veränderung im Konsolidierungskreis 8.113 8.772 -38 0 16.847
Zugänge 14.017 59.085 11.566 0 84.668
Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 10.403 47.964 5.069 -528 62.908
Wertminderungsaufwendungen 1.034 164 0 0 1.198
Umbuchungen 266 -203 -63 0 0
Währungsanpassung -1.259 -23.768 -2.317 -1 -27.345
31.12.2020 148.401 407.883 68.648 527 625.459
Buchwert 31.12.2020 195.988 200.298 29.571 26.630 452.487
davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2020 23.553 33.888 9.050 0 66.491

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis des laufenden Geschäftsjahres im Bereich des Sachanlagevermögens resultieren im Wesentlichen aus den Statusänderungen der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH sowie den Entkonsolidierungen der ESAU & HUEBER GmbH sowie der BAUER Hong Kong Limited. In 2019 waren die Veränderungen im Konsolidierungskreis von untergeordneter Bedeutung.

Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 52.032 (Vorjahr: 69.707) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen.

Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenwerte, die gemäß IFRS 16 dem Konzern zuzurechnen sind, geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 66.491 (Vorjahr: 66.870).

Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 1.864 (Vorjahr: 750) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: 8) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 669 (Vorjahr: 634) dem Segment Maschinen, in Höhe von TEUR 709 (Vorjahr: 108) dem Segment Resources und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) dem Segment Sonstiges zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 666 (Vorjahr: 582) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 1.198 (Vorjahr: 168). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten im Segment Maschinen in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: 440). Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 1.034 die Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: 0) sowie mit TEUR 164 (Vorjahr: 168) die Technischen Anlagen und Maschinen. Die Wertminderungen wurden auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Für dessen Ermittlung wurde ein Abzinsungssatz von 8,04 % (Vorjahr: 6,57 %) verwendet. Bei den Wertminderungen auf Grundstücke und Gebäude handelt es sich um die Wertminderung zweier Grundstücke. Als erzielbarer Betrag wurde der beizulegende Zeitwert herangezogen. Dieser betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 786. Bei den aktivierten Entwicklungskosten entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert und belief sich auf TEUR 0. Effekte auf andere nicht finanzielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. Dieses Verfahren fällt unter die Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

20.3 At-Equity bilanzierte Anteile

Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen 68.923 27.527
At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 49.262 48.662
Gesamt 118.185 76.189

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den at-Equity bewerteten Anteilen:

in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 2019 2020 2019 2020
--- --- --- --- ---
01.01. 46.838 51.401 78.584 79.187
Zugänge 0 0 0 531
Abgänge 0 0 4.964 1.337
Ergebnisanteil 4.563 4.100 6.662 5.696
Dividendenzahlungen 0 -4.700 -1.859 -2.807
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 -50.688
Währungsanpassung 0 0 764 -3.055
31.12. 51.401 50.801 79.187 27.527
in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
Kumulierte Abschreibung 2019 2020 2019 2020
--- --- --- --- ---
01.01. 2.139 2.139 10.264 10.264
Zugänge 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 -10.264
Währungsanpassung 0 0 0 0
31.12. 2.139 2.139 10.264 0
Buchwert 31.12. 49.262 48.662 68.923 27.527

Die unter der Positon "Veränderung im Konsolidierungskreis" aufgeführten Beträge beinhalten nur Werte bis zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung.

a) Gemeinschaftsunternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00 %.

Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2019:

Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40,00 % At-Equity
BAUER Manufacturing LLC Produktion Conroe, USA 51,00 % At-Equity
BAUER Deep Drilling GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 51,00 % At-Equity

Geschäftsjahr 2020:

Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital Bewertungsmethode
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH Produktion Schrobenhausen, Deutschland 40,00 % At-Equity

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

BILANZ SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC * BAUER Deep Drilling GmbH *
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 5.615 5.837 28.517 - 11.976 -
Kurzfristige Vermögenswerte 8.259 8.872 8.301 - 5.841 -
(davon Zahlungsmittel) (540) (168) (1.171) - (4.496) -
Summe Vermögenswerte 13.874 14.709 36.818 - 17.817 -
Langfristige Schulden 540 604 109 - 970 -
(davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (0) (109) - (0) -
Kurzfristige Schulden 1.550 1.351 1.998 - 1.199 -
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (0) (0) (64) - (982) -
Summe Schulden 2.090 1.955 2.107 - 2.169 -

* Statuswechsel zum 31.07.2020, daher am Bilanzstichtag keine Gemeinschaftsunternehmen mehr

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

ERGEBNISRECHNUNG SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 * 2019 2020 *
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 26.189 26.961 17.971 4.262 1.792 1.439
planmäßige Abschreibung -179 -181 -1.838 -1.053 -2.006 -1.172
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 6.661 6.128 -7.203 -416 -1.833 -457
Zinserträge 99 94 44 0 0 644
Zinsaufwendungen -48 -47 -13 -2 -6 -342
Ertragsteueraufwand -1.904 -1.751 0 -227 514 -2.173
Ergebnis nach Steuern 4.808 4.424 -7.172 -645 -1.319 -2.328
Sonstiges Ergebnis 13 18 0 0 0 0
Gesamtergebnis 4.821 4.443 -7.172 -645 -1.319 -2.328
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 1.600 1.900 0 0 0 0

* Ergebnisrechnung der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH zum 31.07.2020

Im Konzern werden Bau-Arbeitsgemeinschaften als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und deren Ergebnisse im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2019 enthält die nachstehende Tabelle die in Bezug auf die Leistung fünf größten Arbeitsgemeinschaften.

Anteil in % 2019
Arbeitsgemeinschaft
ARGE ETS Schacht Konrad 50,00
Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke 50,00
Verfüllung Grube Obermantelkirchen 40,00
VE10 Oberirdisch West 10,00
VE30 Oberirdisch West 10,00

Die Finanzinformationen zu diesen Arbeitsgemeinschaften für das Geschäftsjahr 2019 sind jeweils zu 100,00 % und vor Konsolidierung dargestellt.

in Tausend EUR 2019
Umsatzerlöse Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte davon liquide Mittel Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
--- --- --- --- --- --- ---
ARGE ETS Schacht Konrad 17.708 105 32.641 8.099 0 14.517
Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke 951 27 6.909 36 0 6.700
Verfüllung Grube Obermantelkirchen 1.568 0 936 68 0 59
VE10 Oberirdisch West 11.493 2.927 7.748 3.737 0 9.392
VE30 Oberirdisch West 11.527 7.459 45.257 10.807 0 51.570

Im Konzern werden Bau-Arbeitsgemeinschaften als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und deren Ergebnisse im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2020 enthält die nachstehende Tabelle die in Bezug auf die Leistung fünf größten Arbeitsgemeinschaften.

Anteil in % 2020
Arbeitsgemeinschaft
ARGE ETS Schacht Konrad 50,00
Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke 50,00
WBA Helmsdorf 50,00
VE10 Oberirdisch West 10,00
VE30 Oberirdisch West 10,00

Die Finanzinformationen zu diesen Arbeitsgemeinschaften für das Geschäftsjahr 2020 sind jeweils zu 100,00 % und vor Konsolidierung dargestellt.

in Tausend EUR 2020
Umsatzerlöse Langfristige Vermögenswerte Kurzfristige Vermögenswerte davon liquide Mittel Langfristige Schulden Kurzfristige Schulden
--- --- --- --- --- --- ---
ARGE ETS Schacht Konrad 12.702 432 34.940 9.906 0 15.179
Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke 1.688 2 8.584 195 0 8.235
WBA Helmsdorf 3.839 0 877 452 0 879
VE10 Oberirdisch West 34.117 3.292 13.420 13.224 0 11.074
VE30 Oberirdisch West 57.330 17.476 141.290 37.013 0 151.911

Im Geschäftsjahr 2020 sind aus den oben genannten Arbeitsgemeinschaften im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen unter den Ergebnissen aus at-Equity bilanzierten Unternehmen TEUR 2.047 (Vorjahr: 2.647) enthalten.

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

BILANZ Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 3.475 2.271
Kurzfristige Vermögenswerte 32.065 49.389
(davon Zahlungsmittel) (4.994) (3.887)
Summe Vermögenswerte 35.540 51.660
Langfristige Schulden 0 0
(davon langfristige finanzielle Schulden) (0) (0)
Kurzfristige Schulden 27.879 38.502
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (24.078) (12.750)
Summe Schulden 27.879 38.502

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
in Tausend EUR 2019 2020
--- --- ---
Umsatzerlöse 35.237 27.208
planmäßige Abschreibung -775 -2.141
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 4.887 5.780
Zinserträge 675 1.214
Zinsaufwendungen -635 -715
Ertragsteueraufwand -728 -1.107
Ergebnis nach Steuern 4.199 5.172
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 259 907

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen

Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2019:

in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 11.784 34.711 15.648 29.432
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 4.714 17.703 7.980 13.641
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 6.442 18.443 0 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 11.156 36.146 7.980 13.641

Geschäftsjahr 2020:

in Tausend EUR SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH BAUER Manufacturing LLC BAUER Deep Drilling GmbH Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 12.754 - - 46.194
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 5.102 - - 16.495
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 5.930 - - 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 11.032 - - 16.495

Fair Values der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH 65.890 70.332
BAUER Manufacturing LLC 63.918 -
BAUER Deep Drilling GmbH 16.355 -

Auf eine Angabe des Fair Values unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist.

b) Assoziierte Unternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00 %.

Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2019:

Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 %
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Masket, Al Mina, Sultanat Oman 52,50 %
AO Mostostrojindustria Metallverarbeitung Moskau, Russland 20,70 %

Geschäftsjahr 2020:

Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Umwelttechnik Masket, Al Mina, Sultanat Oman 52,50 %

Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.

Zusammengefasste Finanzinformationen für die BAUER Nimr LLC werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Aufgrund von Größenmerkmalen werden die beiden assoziierten Unternehmen AO Mostostrojindustria und TERRABAUER S. L. zum Bilanzstichtag nicht mehr als wesentliche assoziierte Unternehmen klassifiziert. Die Beträge in der folgenden Tabelle werden vor Konsolidierungen dargestellt.

BILANZ BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 75.607 67.149
Kurzfristige Vermögenswerte 24.875 19.703
(davon Zahlungsmittel) (14.844) (11.310)
Summe Vermögenswerte 100.482 86.852
Langfristige Schulden 50.279 41.658
(davon langfristige finanzielle Schulden) (13.655) (12.526)
Kurzfristige Schulden 11.938 10.340
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (5.296) (5.059)
Summe Schulden 62.217 51.998
ERGEBNISRECHNUNG BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Umsatzerlöse 33.345 17.609
planmäßige Abschreibung -505 -567
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 10.937 8.806
Zinserträge 4.292 5.526
Zinsaufwendungen -3.683 -3.965
Ertragsteueraufwand -1.743 -1.534
Ergebnis nach Steuern 9.803 8.833
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen 5.146 4.637
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis 5.146 4.637
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 4.700

Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):

BILANZ Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 68 45
Kurzfristige Vermögenswerte 408 403
(davon Zahlungsmittel) (1) (96)
Summe Vermögenswerte 476 448
Langfristige Schulden 41 46
(davon langfristige finanzielle Schulden) (41) (46)
Kurzfristige Schulden 326 306
(davon kurzfristige finanzielle Schulden) (31) (49)
Summe Schulden 367 352
ERGEBNISRECHNUNG Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Umsatzerlöse 764 808
planmäßige Abschreibung -31 -28
Ergebnis vor Zinsen und Steuern -105 41
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen -2 -7
Ertragsteueraufwand 7 -1
Ergebnis nach Steuern -100 33
Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen -30 10
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0 0

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen

Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

Geschäftsjahr 2019:

in Tausend EUR AO Mostostrojindustria BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 4.338 38.265 108
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 898 20.089 14
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 0 22.287 0
Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 5.974 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 898 48.350 14

Geschäftsjahr 2020:

in Tausend EUR BAUER Nimr LLC Unwesentliche Assoziierte Unternehmen
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 34.853 4.434
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 18.298 922
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 24.015 0
Barwert der Konzessionsvereinbarung 5.427 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 47.740 922

Die sonstigen Anpassungen beinhalten im Wesentlichen Währungsanpassungen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.

Infolge der angespannten Marktsituation aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden die at-Equity bewerteten Anteile zum Stichtag Werthaltigkeitstests unterzogen. Dazu wurde dem Buchwert der Anteile dem erzielbaren Betrag im Sinne des IAS 36.18 gegenübergestellt. Dieser ergibt sich als höherer Betrag zwischen dem Nutzungswert und dem beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für die at-Equity bewerteten Anteile wurde dem folgend der Nutzungswert herangezogen.

Zum 31. Dezember 2020 ergab sich daraus kein Wertminderungsbedarf.

Der erzielbare Betrag der BAUER Nimr LLC betrug am 31. Dezember 2020 TEUR 49.318 (Vorjahr: 51.785). Auf die Betrachtung weitergehender Sensitivitäten wurde verzichtet, da die Gesellschaft über ein nachhaltig stabiles und durch langjährige Verträge abgesichertes Geschäft verfügt.

20.4 Beteiligungen

Ergänzende Finanzinformationen für Beteiligungen

Geschäftsjahr 2019:

in Tausend EUR Wöhr + Bauer GmbH Deusa International GmbH Unwesentliche Beteiligungen
Beizulegender Zeitwert 6.588 2.067 151
Während der Periode erfasste Dividenden 0 133 0

Geschäftsjahr 2020:

in Tausend EUR Wöhr + Bauer GmbH Deusa International GmbH Unwesentliche Beteiligungen
Beizulegender Zeitwert 8.500 2.067 194
Während der Periode erfasste Dividenden 684 250 0

In der Berichtsperiode wurden keine Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente ausgebucht, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet waren.

21. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
--- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 65 234 11.319 5.832
Sachanlagen 863 982 9.499 7.931
Vorräte 1.768 3.193 13.157 8.577
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.293 2.010 3.431 4.024
Pensionsrückstellungen 30.560 32.953 1.658 1.933
Verbindlichkeiten 16.875 17.193 2.500 1.955
Verlustvorträge 26.583 16.015 0 0
Konsolidierung 11.326 12.919 7.645 8.930
Saldierung -22.060 -18.583 -22.060 -18.583
Nettobetrag 67.273 66.916 27.149 20.599

In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: 49) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: 174) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 27.624 (Vorjahr: 25.512) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst.

Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 13.834 (Vorjahr: 12.213), der der passiven latenten Steuern TEUR 9.622 (Vorjahr: 17.691).

Für Gesellschaften wurden in der Berichtsperiode latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 42.407 (Vorjahr: 36.489) aktiviert, die aufgrund der steuerlichen Planungsrechnung in Zukunft realisiert werden können. Darin sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 27.352 (Vorjahr: 19.776) von Unternehmen enthalten, die in der Vorperiode oder der laufenden Periode Verluste erlitten haben.

Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Inländische Verlustvorträge (KSt) 106.314 94.136
Ausländische Verlustvorträge 240.446 147.058
Gesamt 346.760 241.194
Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge 112.786 84.139

Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 183.438 (Vorjahr: 246.070) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Im Vorjahr war die BAUER Hong Kong Limited mit nicht nutzbaren Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 80.263 enthalten.

Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 4.629 (Vorjahr: 6.421).

Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall.

Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden für temporäre Unterschiede latente Steuern in Höhe von TEUR 2.507 (Vorjahr: 3.199) nicht angesetzt.

22. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.879 5.164
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 2.296 2.262
Gesamt 7.175 7.426

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen.

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.

Innerhalb der BAUER Gruppe wurden im Geschäftsjahr keine zusätzlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 475) im Rahmen von Einzelforderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages weitestgehend vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Für die BAUER Gruppe verbleibt hierbei ein vereinbarter Selbstbehalt gegenüber dem Forderungskäufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der BAUER Gruppe getragen. Das aus dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die BAUER Gruppe aus den zum 31. Dezember 2020 verkauften und ausgebuchten Forderungen beträgt TEUR 158 (Vorjahr: 174) und wird unter den übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten als anhaltendes Engagement ausgewiesen.

Die damit korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 317 (Vorjahr: 348) und wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: 174) spiegelt den beizulegenden Zeitwert aus den verbliebenen Risiken wider und wird aufwandswirksam erfasst.

23. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 11.424 9.283
Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften 2.499 3.882
Gesamt 13.923 13.165

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 37 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine endfällige und unbesicherte Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 9.365 (Vorjahr: 10.229) enthalten. Die Verzinsung des Darlehens ist fix und beträgt 8 %. Auf das Darlehen ist kein Rangrücktritt vereinbart. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 763 (Vorjahr: 0) an Abwertungen auf nicht konsolidierte Tochterunternehmen vorgenommen.

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

24. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 168.961 155.529
Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 236.440 231.969
Mietmaschinen 61.838 47.468
467.239 434.966
Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte -8.921 -10.340
Gesamt 458.318 424.626

Von den Vorräten sind TEUR 151.883 (Vorjahr: 214.788) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 32.388 (Vorjahr: 28.625).

Diese teilen sich wie folgt auf:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 15.806 16.534
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 12.819 15.854
Gesamt 28.625 32.388

Im Geschäftsjahr wurden viele Mietgeräte aus der Miete verkauft und damit unsere Mietgeräteflotte verjüngt. Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres geringfügig erhöht als im Vorjahr. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen stieg von TEUR 15.806 auf TEUR 16.534 an.

In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter die Stufen 2 und 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Im Rahmen von verkaufsfördernden Maßnahmen werden Maschinen vermietet. Diese Erlöse werden als Umsätze aus Vermietung realisiert.

Die BAUER Gruppe unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):

Neue Maschinen

Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.

Gebrauchtmaschinen

Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine.

Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte.

Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.

Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.

Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Buchwert der Gebrauchtmaschinen 61.838 47.468
davon vermietet 36.171 23.374
davon nicht vermietet 25.667 24.094

Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden Vorräte als Kreditsicherheit gestellt.

25. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 908.711 629.451
abzüglich der Teilabrechnungen 877.418 611.119
Saldo 31.293 18.332
davon: Vertragsvermögenswerte 108.122 87.983
davon: Vertragsverbindlichkeiten 76.829 61.084
davon: Drohverlustrückstellungen auf Fertigungsaufträge 0 8.567

Im Geschäftsjahr waren TEUR 513 Vertragsvermögenswerte (Vorjahr: 892) wertberichtigt. Diese Wertberichtigungen wurden aufgrund erwarteter Kreditverluste gebildet.

Bedingt durch die COVID-19-Pandemie traten im Geschäftsjahr Verzögerungen auf Baustellen der Segmente Bau und Resources auf. Dies führte zu einem entsprechenden Leistungsrückgang, da geplante Auftragskosten nicht wie erwartet angefallen sind. Dies führte dazu, dass die Vertragsvermögenswerte im Geschäftsjahr deutlich zurückgegangen sind.

Die Vertragsverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr ebenfalls rückläufig entwickelt. Hintergrund für den Rückgang sind die Entkonsolidierung der BAUER Hong Kong Ltd. sowie größeren im Jahr 2019 erhaltenen Vorauszahlungen für Bauprojekte.

Erlöse aus Verträgen mit Kunden

Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von in der Berichtsperiode erfassten Erlösen aus Vertragsverbindlichkeiten des Vorjahres sowie Erlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in den vergangenen Jahren erfüllt wurden:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren 36.398 40.190
Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden 12.903 6.586

Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Vertragsvermögenswerte 108.122 87.983
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 271.300 248.957
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.912 847
Geleistete Anzahlungen 5.904 6.240
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 35.844 36.594
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 11.526 14.040
Gesamt 434.608 394.661

In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 11.840 (Vorjahr: 8.063) enthalten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.

Für die Veränderungen der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr gem. den Vorschriften des IFRS 9 verweisen wir auf Abschnitt 37 "Finanzinstrumente".

Die Wertberichtigungen zur Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 37.494 (Vorjahr: 42.500) wurden unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und auf Basis historischer Zahlungsausfälle berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln (bei Vorliegen von objektiven Hinweisen) als auch aufgrund erwarteter Kreditverluste wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.

Im Geschäftsjahr waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: 208) aufgrund erwarteter Kreditverluste wertgemindert.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.

Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 1.794 (Vorjahr: 3.116) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.243 (Vorjahr: 1.127).

26. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 46.015 (Vorjahr: 37.575) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Zum 31. Dezember 2020 bestanden keine (Vorjahr: keine) Verfügungsbeschänkungen auf Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente.

27. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Grundstücke und Gebäude der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 28.286 sowie um Intellectual Property der BAUER Maschinen GmbH in Höhe von TEUR 6.500. Die entsprechenden Vermögenswerte sind Bestandteil einer Absichtserklärung seitens eines externen Geschäftspartners, diese von der BAUER Gruppe im Rahmen eines Asset Deals zu erwerben. Die Veräußerung ist für das zweite Quartal 2021 vorgesehen. Die Vermögenswerte sind im Segment Maschinen ausgewiesen.

28. EIGENKAPITAL

Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
% TEUR % TEUR
--- --- --- --- ---
Familie Bauer 48,19 35.183 43,81 35.183
Doblinger Beteiligung GmbH n/a n/a 19,84 15.929
Streubesitz 51,81 37.818 36,35 29.189
Gesamt 100,00 73.001 100,00 80.301

Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen gemäß § 40 WpHG an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG zum 31. Dezember 2020 verwiesen.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft wurde das Grundkapital der BAUER AG von 73.001.420,45 EUR um 7.299.997,16 EUR auf 80.301.417,61 EUR gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 9. Dezember 2020 erhöht. Seitdem beträgt das gezeichnete und vollständig eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft 80.301.417,61 EUR und ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung, mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG, je eine Stimme.

Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 43,81 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Die BAUER AG wurde weiter darüber informiert, dass Herr Alfons Doblinger am 9. Dezember 2020 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 18.844.066 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil gem. §§ 33, 34 WpHG von 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) hält. 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) werden ihm nach § 34 WpHG über die DIB Industriebeteiligung GmbH & Co. Holding KG, die DIB Industriebeteiligung GmbH und die Doblinger Beteiligung GmbH nach § 34 WpHG zugerechnet. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Durch Beschluss der Hauptversammlung der BAUER Aktiengesellschaft vom 25. Juni 2020 ist der Vorstand der Gesellschaft im Wege der Satzungsänderung ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7.300.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Das Genehmigte Kapital 2020 beträgt nach nahezu vollständiger Ausnutzung der Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von 7.299.997,16 EUR durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 9. Dezember 2020 noch 2,84 EUR. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen,
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben,
zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2020 in die Gesellschaft einzulegen.

Der Aufsichtsrat ist ermächtigt § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Erwerbspreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen auch im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden.

Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
I. Kapitalrücklage 38.404 47.069
II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 270.399 237.352
308.803 284.421
III. Minderheitsgesellschafter 5.112 801
Gesamt 313.915 285.222

Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurde keine Dividende an die Aktionäre ausgezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien.

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Die Anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.

In den Gewinnrücklagen sind Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie darauf entfallende erfolgsneutrale Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr beträgt der kumulierte Umbewertungsbetrag brutto TEUR -98.185 (Vorjahr: -91.072). Latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 27.625 (Vorjahr: 25.512) ausgewiesen. Außerdem wird darin der IFRS-Ausgleichsposten ausgewiesen, der kumulierte Effekte aus dem Erstanwendungszeitpunkt der IFRS beinhaltet. Die kumulierten Ergebnisse betragen zum Stichtag TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387).

Währungsdifferenzen aus der Umrechnung eines beherrschten ausländischen Geschäftsbetriebs werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Der kumulierte Betrag wird in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, sobald die Nettoinvestition veräußert wird. Die kumulierte Differenz aus den Währungsumrechnungen beträgt TEUR -27.651 (Vorjahr: -6.471).

Ebenfalls enthalten ist die Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte. Diese Veränderungen werden in der sogenannten Fair-Value-through-OCI-Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Die kumulierten Effekte betragen TEUR -91 (Vorjahr: -1.241) und werden aus dieser Rücklage in die Gewinnrücklagen übertragen, wenn die entsprechenden Eigenkapitalinstrumente ausgebucht werden.

Die Hedging-Rücklage und Rücklage für Sicherungskosten umfassen die Cashflow-Sicherungsrücklage und die Kosten der Sicherungsrücklage. Die Cashflow-Sicherungsrückalge dient der Erfassung des wirksamen Teils der Gewinne oder Verluste aus Derivaten, die als Cashflow-Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Beträge werden in der Folge in den Gewinn- oder Verlust umgegliedert. Die kumulierten Ergebnisse betragen TEUR -17 (Vorjahr: -319).

28.1 Minderheitsgesellschafter

Einzelheiten zu den nicht 100%-igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen

Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnisanteil in TEUR Kapitalanteil in % Kapital anteil in TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 15.308 3.738 44,05 15.711
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 1.621 539 40,00 1.678
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand 26,01 3.381 -1.311 126,01 842
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,67 -17.094 -2.539 16,67 -18.742
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 1.896 169 1.312
Gesamt 5.112 596 801
in Tausend EUR 31.12.2020
Konzerngesellschaft Ergebnisanteil in TEUR
--- ---
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten 3.617
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 766
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand -2.377
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien -1.636
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen -195
Gesamt 175

Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen:

BILANZ BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 1.454 1.032 14.165 10.628 8.639 5.361
Kurzfristige Vermögenswerte 4.303 4.311 30.574 39.812 37.831 28.027
Langfristige Schulden 671 568 438 258 219 72
Kurzfristige Schulden 1.093 595 9.569 14.392 50.597 14.774
BILANZ Thai BAUER Co. Ltd.
in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
--- --- ---
Langfristige Vermögenswerte 20.949 21.846
Kurzfristige Vermögenswerte 13.992 12.716
Langfristige Schulden 4.290 2.475
Kurzfristige Schulden 22.729 30.432
ERGEBNISRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 2019 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse 7.402 7.8021 46.100 46.6671 15.985 11.262
Ergebnis vor Zinsen und Steuern 1.656 2.271 12.394 9.4341 -13.093 -8.430
Ergebnis vor Steuern 1.706 2.4391 12.382 10.5761 -15.489 -9.975
Ergebnis nach Steuern 1.349 1.9141 8.447 8.211 -15.543 -10.0091
Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 539 7661 3.738 3.6171 -2.539 -1.636
Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 810 1.148 4.709 4.5941 -13.004 -8.373
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -216 -201 -1.027 1.936 0 -25
ERGEBNISRECHNUNG Thai BAUER Co. Ltd.
in Tausend EUR 2019 2020
--- --- ---
Umsatzerlöse 25.470 11.990
Ergebnis vor Zinsen und Steuern -4.437 7.280
Ergebnis vor Steuern -5.079 -9.212
Ergebnis nach Steuern -5.079 -9.212
Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern -1.311 -2.377
Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG -3.768 -6.835
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter 0 0
KAPITALFLUSSRECHNUNG BAUER Casings BAUER EGYPT S.A.E Site Group
in Tausend EUR 2019 2020 2019 2020 2019 * 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 1.021 525 6.277 9.025 -7.162 1.5961
Cashflow aus Investitionstätigkeit -241 -61 -3.133 -990 -991 -421
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -592 -579 -1.868 -4.007 1.810 1.521
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -53 50 1.200 -727 120 0
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 135 -65 2.476 3.301 -6.223 33
KAPITALFLUSSRECHNUNG Thai BAUER Co. Ltd.
in Tausend EUR 2019 2020
--- --- ---
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -2.433 2.546
Cashflow aus Investitionstätigkeit -337 -1.274
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 2.854 -1.504
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 57 -60
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 141 -292

* Vorjahreszahlen angepasst; die nicht zahlungswirksame Gesellschafterzuschüsse wurden vom Cashflow aus Investitionstätigkeit in die nicht zahlungswirksamen Transaktionen des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit umgegliedert.

28.2 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement

Zielsetzung des Kapitalmanagements der BAUER Gruppe ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen.

Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Eigenkapital 386.916 365.523
Eigenkapitalquote 23,76 % 23,67 %
Ergebnis nach Steuern -36.550 -8.222
Nettoverschuldung (Net Debt) 563.679 528.805
Finanzschulden 601.254 574.820
Liquide Mittel 37.575 46.015
Net Debt/EBITDA 4,58 3,20
EBITDA/Net Interest Coverage 2,72 4,08

Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen.

Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben.

29. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2019 * Restlaufzeit 31.12.2020
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 70.551 3.192 210.397 23.646
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 0 0 12.000 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 35.003 2.889 30.239 7.205
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.028 0 6.027 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 4.358 19.307 14.114 20.338
Gesamt 115.940 25.388 272.777 51.189

* Vorjahr angepasst; langfristige Verbindlichkeiten aus Derivaten aufgeteilt

in Tausend EUR Fair Value Zinssatzspanne
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 100.530 241.066 0,80 - 11,05 % 0,80 - 9,75 %
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 0 12.252 - 3,50 %
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 42.371 38.736 0,68 - 8,03 % 0,04 - 7,16 %
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 24.309 34.672 1,99 - 6,50 % 0,23 - 5,00 %
Gesamt 167.210 326.726 - -

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumverpflichtungen.

Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 37).

Zum Jahresende 2019 wurden festgelegte Covenants bei wesentlichen Krediten überschritten. Ende April konnte mit den Finanzpartnern der Konsortialkreditverträge eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Diese wurde im Laufe des zweiten Quartals auch mit allen weiteren betroffenen Finanzpartnern, insbesondere den Schuldscheingläubigern, umgesetzt. Demnach wurden betroffene Posten unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wieder als langfristig eingestuft.

30. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.

Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.

Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:

in % 31.12.2019 31.12.2020
Deutschland Indonesien Philippinen Indien * Deutschland Indonesien
--- --- --- --- --- --- ---
Abzinsungsfaktor 1,05 8,00 5,12 - 0,75 6,75
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,00 10,00 5,00 - 3,00 10,00
Zukünftige Rentensteigerungen 2,00 - - - 2,00 -
in % 31.12.2020
Philippinen Indien *
--- --- ---
Abzinsungsfaktor 3,96 -
Zukünftige Gehaltssteigerungen 5,00 -
Zukünftige Rentensteigerungen - -

* Für Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr lagen keine Informationen vor.

Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt.

Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.

Änderung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe hat erstmals zum 30. Juni 2020 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Inland auf 1,30 % erhöht (Vorjahr: 1,05 %). Zum 31. Dezember 2020 betrug der Zinssatz 0,75 % (Vorjahr: 1,05 %). Verfeinerungen der Selektionsmöglichkeiten bei dem Datenprovider Bloomberg, den unser Versicherungsmathematiker Heubeck AG nutzt, versetzt die Heubeck AG in die Lage, die Datenbasis für die Ableitung des Rechnungszinses künftig noch präziser zu bestimmen. Dies führt in der derzeitigen Ausnahmesituation an den Kapitalmärkten zu einem deutlichen Anstieg des von Heubeck veröffentlichten Rechnungszinssatzes für internationale Bewertungen in der Größenordnung von bis zu 0,70 Prozentpunkten. Der ursprünglich anzusetzende Zinssatz hätte zum 31. Dezember 2020 0,45 % betragen. Der Zinsanstieg bewirkt wiederum eine entsprechende Verminderung des Verpflichtungsumfangs. Diese wurde nach Maßgabe von IAS 8 als Schätzungsänderung (change in accounting estimate) in der Gesamtergebnisrechnung (other comprehensive income - OCI) erfolgsneutral erfasst und betrug TEUR 10.368. Die Schätzungsänderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Perioden.

Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 233 287
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -233 -287
Defizit der finanzierten Pläne 0 0
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 161.642 170.656
Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 161.642 170.656
Auswirkung der Vermögensobergrenze - -
Bilanzierte Rückstellung 161.642 170.656

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:

in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 01.01.2019 138.017 -727 137.290 - 137.290
Laufender Dienstzeitaufwand 2.719 - 2.719 - 2.719
Zinsaufwand/-ertrag 2.747 -63 2.684 - 2.684
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 143.483 -790 142.693 - 142.693
Neubewertungen:
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 12 12 - 12
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 24.085 - 24.085 - 24.085
Erfahrungswertbedingte Anpassungen -2.073 - -2.073 - -2.073
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - -
Summe 22.012 12 22.024 - 22.024
Wechselkursänderungen 141 -42 99 - 99
Beiträge:
Arbeitgeber - -75 -75 - -75
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
laufende Zahlungen - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -3.760 662 -3.098 - -3.098
Sonstige Effekte -1 - -1 - -1
Stand: 31.12.2019 161.875 -233 161.642 - 161.642

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 01.01.2020 161.875 -233 161.642 - 161.642
Laufender Dienstzeitaufwand 3.046 - 3.046 - 3.046
Zinsaufwand/-ertrag 1.954 -18 1.936 - 1.936
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 166.875 -251 166.624 - 166.624
Neubewertungen:
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 9 9 - 9
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen -2 - -2 - -2
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 9.504 - 9.504 - 9.504
Erfahrungswertbedingte Anpassungen -2.101 - -2.101 - -2.101
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - -
Summe 7.401 9 7.410 - 7.410
Wechselkursänderungen -199 23 -176 - -176
Beiträge:
Arbeitgeber - -68 -68 - -68
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
laufende Zahlungen - - - - -
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -3.285 - -3.285 - -3.285
Sonstige Effekte 151 - 151 - 151
Stand: 31.12.2020 170.943 -287 170.656 - 170.656

Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Qualifizierende Versicherungsverträge 0 0
Geldmarktfonds und Rentenfonds 233 287
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0
Summe 233 287

Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen.

Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen.

Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:

in Tausend EUR Auswirkung auf die Verpflichtung
Veränderung der Annahme Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
--- --- --- ---
Abzinsungssatz +/- 0,5 % 155.188 189.166
Zukünftige Gehaltssteigerungen +/- 0,5 % 175.429 166.997
Zukünftige Rentensteigerung +/- 0,5 % 183.667 159.434
Erhöhung der Annahme um 1 Jahr Verminderung der Annahme um 1 Jahr
Sterbewahrscheinlichkeit 180.838 160.973

Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 31.12.2019
Deutschland Indonesien Philippinen Indien Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Barwert der Verpflichtungen 159.507 1.702 631 35 161.875
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 -233 0 0 -233
Gesamt 159.507 1.469 631 35 161.642
Auswirkung der Vermögensobergrenze 0 0 0 0 0
Gesamt 159.507 1.469 631 35 161.642
in Tausend EUR 31.12.2020
Deutschland Indonesien Philippinen Indien Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Barwert der Verpflichtungen 168.731 1.371 800 41 170.943
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens 0 -287 0 0 -287
Gesamt 168.731 1.084 800 41 170.656
Auswirkung der Vermögensobergrenze 0 0 0 0 0
Gesamt 168.731 1.084 800 41 170.656

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Aktive Anwärter 95.029 98.040
Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer 8.129 8.396
Pensionäre 58.717 64.507
Gesamt 161.875 170.943

Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,85 Jahre (Vorjahr: 19,91 Jahre).

Für das Geschäftsjahr 2021 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 3.521 (Vorjahr: 3.271) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 3.521 (Vorjahr: 3.271) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: 75) für das Jahr 2021 erwartet.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:

in Tausend EUR Bis zu einem Jahr 1 bis 5 Jahre 6 bis 10 Jahre 31.12.2020 Gesamt
Pensionsleistungen 3.521 16.027 24.290 43.838

31. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

in Tausend EUR 31.12.2019 * 31.12.2020
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 431.645 217.419
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 20.745 21.538
Vertragsverbindlichkeiten 76.829 61.084
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220.330 179.562
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen 21.649 24.066
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 83.510 82.760
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13.563 17.924
Gesamt 868.271 604.353

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 73

In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 604 (Vorjahr: 778) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.

Im Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen" umgegliedert, da es sich hierbei um keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23.710 (Vorjahr: 19.950). Zum 1. Januar 2019 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 9.960.

Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,38 % bis 9,90 % (Vorjahr: 0,80 % bis 13,65 %).

32. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in Tausend EUR 2019
Bau Maschinen Resources Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 01.01. 8.302 11.225 974 20.501
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Währungsanpassung 252 -4 1 249
Zuführung 2.799 10.830 726 14.355
Auflösung 4.005 2.631 68 6.704
Verbrauch 873 3.722 128 4.724
Stand 31.12. 6.475 15.698 1.504 23.677
in Tausend EUR 2020
Bau Maschinen Resources Gesamt
--- --- --- --- ---
Stand 01.01. 6.475 15.698 1.504 23.677
Veränderung im Konsolidierungskreis -392 0 369 -23
Währungsanpassung -71 -105 0 -176
Zuführung 9.742 11.493 241 21.476
Auflösung 1.290 4.501 78 5.869
Verbrauch 155 5.334 706 6.195
Stand 31.12. 14.309 17.251 1.330 32.890

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2019
Bau Maschinen Resources Gesamt
--- --- --- --- ---
Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 5.821 15.333 1.339 22.493
Prozessrisiken 654 365 145 1.164
Drohverluste 0 0 20 20
Restrukturierungen 0 0 0 0
Gesamt 6.475 15.698 1.504 23.677
in Tausend EUR 2020
Bau Maschinen Resources Gesamt
--- --- --- --- ---
Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen 4.847 14.751 1.187 20.785
Prozessrisiken 895 393 143 1.431
Drohverluste 8.567 1.767 0 10.334
Restrukurierungen 0 340 0 340
Gesamt 14.309 17.251 1.330 32.890

In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind einige Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt.

Im Geschäftsjahr waren Drohverlustrückstellungen erstmalig mit TEUR 10.334 (Vorjahr: 20) wesentlich. Im Wesentlichen resultieren diese aus einmaligen Verluste bei einem Bauprojekt durch Anwendung einer neuen Bohrtechnologie.

Es wird erwartet, dass ca. TEUR 1.240 (Vorjahr: 0) des Bestandes an sonstigen Rückstellungen voraussichtlich in den einer Zeitspanne von 1 - 5 Jahren verbraucht wird. Für alle anderen sonstigen Rückstellungen wird mit einem Verbrauch im Jahr 2021 gerechnet. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Forderungen.

33. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 52.435 140.526

In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.

Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Abflüsse aus Haftungsverhältnissen werden nicht erwartet.

34. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.

35. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese hat am 31. März 2021 stattgefunden und die Aktionäre stimmten mit der erforderlichen Mehrheit für die zur Beschlussfassung stehenden Punkte der Tagesordnung. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

36. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.

Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.

Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.

Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen enthalten nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, wie z. B. Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, nicht zahlungswirksame Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens.

37. FINANZINSTRUMENTE

Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen.

MARKTRISIKEN

Währungsrisiko

Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten die Wechselkurse zwischen funktionaler und nicht funktionaler Währung, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht.

Die bestehenden Devisentermingeschäfte dienen der Sicherstellung der Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder es werden zu einem wesentlichen Teil die aus dem Wechselkursrisiko resultierenden Schwankungen durch den Einsatz von Derivaten eliminiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.

Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.

Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %:

in Tausend EUR zum 31.12.2019 USD/EUR CNY/EUR GBP/EUR
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 2.625 0 104
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -3.209 0 -127
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 4.294 961 -112
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -5.301 -1.174 132
in Tausend EUR zum 31.12.2020 USD/EUR CNY/EUR GBP/EUR
Gesamtauswirkung +10 % auf OCI 1.705 0 -303
Gesamtauswirkung -10 % auf OCI -2.084 0 370
Gesamtauswirkung +10 % auf GuV 1.651 510 -442
Gesamtauswirkung -10 % auf GuV -1.948 -624 528

Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2020 im Wesentlichen die Währungspaare USD/EUR, CNY/EUR und GBP/EUR.

Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Zinsrisiko

Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen in Anspruch genommenen Kreditlinien). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt zu reduzieren. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.

Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.

Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI 558 0
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI -56 0
Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV 17.364 15.743
Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV -18.355 -16.500

Zinssicherungsinstrumente werden im Rahmen der IBOR-Reform diversen Unsicherheiten wie Art und Zeitpunkt der Änderung hinsichtlich des gesicherten Risikos des Grundgeschäfts ausgesetzt. Die BAUER AG nimmt mögliche Erleichterungen aus den sich ergebenden Standardänderungen des IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 unabhängig von der Restlaufzeit seit dem Geschäftsjahr 2019 für alle betroffenen Sicherungsbeziehungen vorzeitig in Anspruch. Dadurch wird die Effektivität nicht beeinträchtigt. Die Unsicherheit bezieht sich auf die hochwahrscheinliche Erwartung von gesicherten und variablen Zahlungsströmen (Referenzzinssatz EURIBOR) im Rahmen der Anwendung von Cashflow-Hedge Accounting. Zusätzlich wird die BAUER AG die Auswirkungen der IBOR-Reform auf die Zinssicherungsinstrumente beobachten und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten.

Rohstoffpreisrisiko

Rohstoffpreisrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffpreisrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. Aufgrund der Festpreisvereinbarungen wird keine Sensitivität angegeben.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.

Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich:

in Tausend EUR Buchwert 31.12.2019 * Cashflows 2020 Cashflows 2021 bis 2024 Cashflows 2025 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 505.388 253.867 261.523 13.532
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 58.637 21.727 33.943 8.473
Sonstige Verbindlichkeiten 87.156 81.115 1.831 4.210
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 16.807 13.271 3.870 339
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 220.330 219.552 778 0
Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen 21.649 21.649 0 0

* Vorjahr angepasst; Buchwerte und Cashflows von Positionen ohne Finanzinstrument-Charakter werden nicht einbezogen. Zusätzlich erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen.

in Tausend EUR Buchwert 31.12.2020 Cashflows 2021 Cashflows 2022 bis 2025 Cashflows 2026 ff.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 451.462 226.538 230.289 24.621
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 12.000 420 12.280 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 58.982 22.763 34.114 7.558
Sonstige Verbindlichkeiten 86.628 80.584 1.731 4.313
Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) 29.207 17.765 12.142 153
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 179.562 178.562 604 0
Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen 24.066 24.066 0 0

Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.

Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar:

in Tausend EUR zum 31.12.2019 Buchwert 2020 2021 bis 2024 ab 2025
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 270 -337 0 0
Zahlungsmittelabflüsse - -14.008 0 0
Zahlungsmittelzuflüsse - 13.671 0 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 20.151 -4.132 -14.818 -7.274
Zahlungsmittelabflüsse - -4.132 -14.818 -7.274
in Tausend EUR zum 31.12.2020 Buchwert 2021 2022 bis 2025 ab 2026
Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften 137 -318 0 0
Zahlungsmittelabflüsse - -18.855 0 0
Zahlungsmittelzuflüsse - 18.537 0 0
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 23.032 -4.607 -16.932 -5.925
Zahlungsmittelabflüsse - -4.626 -16.974 -5.925
Zahlungsmittelzuflüsse - 19 42 0

Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2020 verwendet. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um ein Bruttosettlement und bei den Zinsswaps um ein Nettosettlement.

In der Berichtsperiode bestanden freie Linien für kurzfristige Darlehen und Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 314.793 (Vorjahr: 379.864) sowie für Avale in Höhe von TEUR 186.363 (Vorjahr: 163.191).

Ausfallrisiko

Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich sowohl aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, als auch aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Vertragsvermögenswerte. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten.

Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in den Tabellen ab Seite 154 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko für abgeschlossene Devisentermingeschäfte zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2019 wird auf der Folgeseite auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung zum 31. Dezember 2020 übergeleitet:

in Tausend EUR Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Stufe 2 (vereinfachter Ansatz) Stufe 3 (bonitätsbeeinträchtigt) Vertragsvermögenswerte
--- --- --- ---
Wertberichtigung am 01.01.2019 2.192 29.758 571
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 2 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 301 0
Zuführung 710 24.841 321
Auflösung 569 4.508 0
Verbrauch 0 10.227 0
Wertberichtigung am 31.12.2019 2.333 40.167 892
Wertberichtigung am 01.01.2020 * 2.333 21.140 892
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 1.093 0
Zuführung 2.477 14.465 0
Auflösung 321 1.636 379
Verbrauch 0 2.057 0
Wertberichtigung am 31.12.2020 4.489 33.005 513

* Zum 31. Dezember 2019 befanden sich im Betrag der Wertberichtigungen der Stufe 3 in Höhe von TEUR 40.167 veritätsbedingte Umsatzkorrekturen in Höhe von TEUR 19.027, die keine Wertberichtigungen im Sinne des IFRS 9 darstellen. Seit 2020 werden diese veritätsbedingten Korrekturen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht mehr unter den Wertberichtigungen erfasst. Der Anfangsbestand 1. Januar 2020 weist einen entsprechend niedrigeren Betrag aus.

In den Zuführungen und Auflösungen sind die Ergebnisse aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Abschnitt 12 abzüglich der dort ausgewiesenen Wertminderungen auf uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: 4.781) enthalten.

Nachfolgenden Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte und das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:

in Tausend EUR Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix
Kreditausfallrate Bruttobuchwert Gesamtlaufzeit ECL Bruttobuchwert der bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
--- --- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vertragsvermögenswerte
--- --- --- --- --- ---
Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2019
nicht überfällig 0,66 % 127.961 108.122 1.564 -
überfällig bis 30 Tage 0,91 % 37.676 - 341 -
überfällig bis 60 Tage 1,30 % 14.079 - 183 -
überfällig bis 90 Tage 1,31 % 7.938 - 104 -
überfällig mehr als 90 Tage 1,98 % 52.060 - 1.033 -
Gesamt - 239.714 108.122 3.225 74.086
Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2020
nicht überfällig 0,98 % 140.738 88.497 2.246 -
überfällig bis 30 Tage 2,88 % 26.634 - 768 -
überfällig bis 60 Tage 3,87 % 12.645 - 490 -
überfällig bis 90 Tage 6,09 % 3.359 - 205 -
überfällig mehr als 90 Tage 2,84 % 45.578 - 1.293 -
Gesamt - 228.954 88.497 5.002 57.551

Die Überfälligkeiten entstehen einerseits aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis, andererseits wird sehr häufig für öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber gebaut, deren Prozesse zur internen Zahlungsfreigabe zwar langwierig sind, in der Regel aber eine vollständige Zahlung nach sich ziehen.

In der folgenden Tabelle sind die Bruttobuchwerte finanzieller Vermögenswerte nach den ECL-Stufen zum 31. Dezember 2020 dargestellt:

in Tausend EUR Stufe 1 12-Monats-ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) Summe
zum 31.12.2019
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 22.030 0 0 22.030
zum 31.12.2020
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 21.637 0 0 21.637

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu Amortised Cost bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", weshalb die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt wurde. Dabei sind Schuldinstrumente als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet" einzustufen, wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Schuldner jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte werden der Stufe 2 zugeordnet, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, aber noch kein Ausfall vorliegt. Dementsprechend befinden sich unter der Stufe 3 sämtliche einzelwertberichtigte finanzielle Vermögenswerte. In der BAUER Gruppe umfassen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Ausleihungen und kurzfristige Darlehen an nahestehende Unternehmen, Kautionsforderungen sowie sonstige Forderungen. Die Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 9.365 (Vorjahr: 10.229) stellt dabei die größte Einzelposition innerhalb der finanziellen Vermögenswerte dar. Das Ausfallrisiko der BAUER Nimr LLC ist aufgrund der positiven Ergebnisprognosen aus der Planung als sehr gering einzuschätzen. Bei den anderen Kreditnehmern ist das Rating ebenfalls bekannt, sodass ein laufendes Monitoring ermöglicht wird.

Die Wertberichtigung für zu Amortised Cost bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird wie folgt auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung übergeleitet:

in Tausend EUR Stufe 1 12-Monats-ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) Summe
Wertberichtigung am 31.12.2018 59 0 0 59
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0
Zuführung 149 0 0 149
Auflösung 0 0 0 0
Verbrauch 0 0 0 0
Wertberichtigung am 31.12.2019 208 0 0 208
in Tausend EUR Stufe 1 12-Monats-ECL Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) Summe
Wertberichtigung am 31.12.2019 208 0 0 208
Veränderung im Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Währungsumrechnungsdifferenzen 0 0 0 0
Zuführung 15 0 0 15
Auflösung 25 0 0 25
Verbrauch 0 0 0 0
Wertberichtigung am 31.12.2020 198 0 0 198

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Financial Assets measured at Amortised Cost -15.056 -23.627
Financial Liabilities measured at Amortised Cost -35.907 -27.469
Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling 133 1.311
Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss -17.211 -3.608
Gesamt -68.041 -53.393

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets measured at Amortised Cost enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertminderungen und -aufholungen auf uneinbringliche Forderungen, Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Zinserträge.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen, Avalprovisionen sowie Ergebnisse aus Bankgebühren.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling enthält die Dividendenerträge aus den Sonstigen Beteiligungen.

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps. In den Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost sind im Gegensatz zur Überleitungsrechnung für Wertberichtigungen auch die Ergebnisse aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: 4.781) enthalten.

Aus der folgenden Tabelle sind die darin enthaltenen Wertminderungen ersichtlich:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost -25.575 -15.929
Wertminderungen für Fair Value through OCI ohne Recycling - -
Gesamt -25.575 -15.929

Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus at Amortised Cost bewerteten Finanzinstrumenten wird nachfolgend dargestellt:

in Tausend EUR 31.12.2019 31.12.2020
Zinserträge 9.433 4.119
Zinsaufwendungen -34.987 -25.276
Gesamt -25.554 -21.157

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Eine Gegenüberstellung der Buchwerte und Fair Value der Finanzinstrumente sowie eine Überleitung auf die Kategorien des IFRS 9 findet sich in den Tabellen auf Seite 154 ff.

Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.

Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Inputparametern ermittelt:

Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar:

in Tausend EUR 01.01.2019 Zugänge Abgänge Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen 31.12.2019
Beteiligungen 8.350 34 0 422 0 8.806
Anteile nicht konsolidierter Unternehmen 1.787 920 208 0 0 2.499
Gesamt 10.137 954 208 422 0 11.305
in Tausend EUR 01.01.2020 Zugänge Abgänge Erfolgsneutrale Veränderungen Erfolgswirksame Veränderungen 31.12.2020
Beteiligungen 8.806 43 0 1.912 0 10.761
Anteile nicht konsolidierter Unternehmen 2.499 2.819 673 -763 0 3.882
Gesamt 11.305 2.862 673 1.149 0 14.643

Hierbei handelt es sich um die zum Fair Value through OCI bewerteten Beteiligungen sowie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen.

Im Geschäftsjahr ergab sich bei den Anteilen nicht konsolidierter Unternehmen Abwertungsbedarf i.H.v. TEUR 763 (Vorjahr: 0), der erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Wesentliche Aufwertungsbedarf ergab sich bei diesem Posten keiner.

Als bedeutende nicht beobachtbare Eingangsparameter gehen hierbei die Annahmen bezüglich der Unternehmensplanung, die Wachstumsrate für die Schätzung der Cashflows nach Beendigung der Planungsperiode sowie der Diskontierungssatz in der Bewertung ein. Basierend auf gegenwärtig vorliegende Informationen wird eine wesentliche Veränderung der Unternehmensplanungen als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die verwendeten Cashflow-Prognosen werden aus diesem Grund als geeignete Grundlage für die Fair Value Ermittlung erachtet. Bei einer Variation des auf der Nachsteuer-Basis ermittelten. Kapitalkostensatzes von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 136 (Vorjahr: 321) niedriger bzw. TEUR 151 (Vorjahr: 355) höher ausfallen. Zwischen den bedeutenden, nicht beobachtbaren Eingangsparametern bestehen keine signifikanten Beziehungszusammenhänge.

Es gab keine Umgliederung zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften

Im Rahmen der konzerninternen Darlehensvergabe ist die BAUER Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die zum Großteil durch Cashflow-Hedges mittels Devisentermingeschäfte gesichert werden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Devisentermingeschäfte stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Gewinne und Verluste aus den Intercompany-Darlehen in Fremdwährung zum 31. Dezember 2020, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität und die wirtschaftliche Beziehung wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt. Die Bestimmung von etwaigen Ineffektivitäten erfolgt anhand der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode. Bei der Absicherung von Fremdwährungsgeschäften entstehen Ineffektivitäten möglicherweise dann, wenn sich die Bonität der Gruppe oder der Gegenpartei des Derivats ändern. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.

Weiterhin ist das zinsbedingte Cashflow-Risiko der variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen durch Zinsswaps abgesichert und die Schuldscheindarlehen somit in festverzinsliche Finanzschulden konvertiert worden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Zinsswaps stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Die Schuldscheindarlehen und der Zinsswap sind als Sicherungsbeziehung designiert. Buchhalterisch zu erfassende Ineffektivitäten sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalvolumina und Marktwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente:

in Tausend EUR Nominalvolumen Marktwert
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Positiv Negativ Positiv Negativ
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsswaps *
davon im Hedge-Accounting 41.000 18.500 0 -393 0 -22
davon nicht im Hedge-Accounting 280.252 297.149 0 -19.758 0 -23.010
Devisentermingeschäfte
davon im Hedge-Accounting 32.528 31.242 303 -114 89 -88
davon nicht im Hedge-Accounting 85.195 56.011 824 -156 1.154 -49
Devisenoptionsgeschäfte
davon im Hedge-Accounting 0 0 0 0 0 0
davon nicht im Hedge-Accounting 0 104.584 0 0 584 0

* Bei den Zinsswaps handelt es sich um die Marktwerte inklusive der Stückzinsen.

Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit künftiger Zahlungsströme

Die folgende Tabelle stellt die quantitativen Informationen je Risikokategorie dar. Darin enthalten sind das zeitliche Profil für den Nominalbetrag des Sicherungsinstruments sowie der Durchschnittskurs des Sicherungsinstruments:

31.12.2019 Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos
2020 2021 > 2022
--- --- --- ---
Fremdwährungsrisiko
Nominalvolumen (in Tausend EUR)
davon USD/EUR 29.170 0 0
davon AUD/EUR 1.140 0 0
davon CAD/EUR 2.218 0 0
davon HUF/EUR 0 0 0
Durchschnittlicher Sicherungskurs
Durchschnittskurs USD/EUR 1,1260 0 0
Durchschnittskurs AUD/EUR 0,8504 0 0
Durchschnittskurs CAD/EUR 16,9910 0 0
Durchschnittskurs HUF/EUR 0 0 0
Zinsrisiko
Nominalvolumen (in Tausend EUR) 3.500 18.500 19.000
Durchschnittlicher Zinssicherungskurs 0,6400 % 0,2300 % 0,5355 %
31.12.2020 Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos
2021 2022 > 2023
--- --- --- ---
Fremdwährungsrisiko
Nominalvolumen (in Tausend EUR)
davon USD/EUR 20.209 0 0
davon GBP/EUR 3.328 0 0
davon ZAR/EUR 1.942 0 0
davon AUD/EUR 3.523 0 0
davon CAD/EUR 2.240 0 0
Durchschnittlicher Sicherungskurs
Durchschnittskurs USD/EUR 1,2257 0 0
Durchschnittskurs GBP/EUR 0,9050 0 0
Durchschnittskurs ZAR/EUR 18,3127 0 0
Durchschnittskurs AUD/EUR 1,6177 0 0
Durchschnittskurs CAD/EUR 1,5811 0 0
Zinsrisiko
Nominalvolumen (in Tausend EUR) 18.500 0 0
Durchschnittlicher Zinssicherungskurs 0,2300 % - -

Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Sicherungsinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten getrennt) sowie die Bilanzposten der Sicherungsinstrumente dar:

in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten
zum 31.12.2019 Nominale Buchwerte der Sicherungsinstrumente Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten Bilanzposten
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
Fremdwährungsrisiken 32.528 303 -114 -3.181 Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Zinsrisiken 41.000 0 -393 -387 Sonstige Finanzverbindlichkeiten
in Tausend EUR Angaben zu Sicherungsinstrumenten
zum 31.12.2020 Nominale Buchwerte der Sicherungsinstrumente Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten Bilanzposten
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte Verbindlichkeiten
--- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
Fremdwährungsrisiken 31.242 89 -88 1.795 Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Zinsrisiken 18.500 0 -22 43 Sonstige Finanzverbindlichkeiten

In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der abgesicherten Grundgeschäfte sowie die Salden der Cashflow-Hedge Rücklage abgebildet:

in Tausend EUR Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges
31.12.2019 Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte Verbindlichkeiten Aktive Hedges Beendete Hedges
--- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
Fremdwährungsrisiken 32.528 0 3.181 0 0
Zinsrisiken 0 40.882 387 -273 0
in Tausend EUR Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges
31.12.2020 Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage
--- --- --- --- --- ---
Vermögenswerte Verbindlichkeiten Aktive Hedges Beendete Hedges
--- --- --- --- --- ---
Cashflow-Hedges
Fremdwährungsrisiken 27.205 4.037 -1.795 0 0
Zinsrisiken 0 18.451 -43 -15 0
in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges
In die GuV umgegliederte Beträge
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2019 Marktwertänderungen aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
Hedging Rücklage
Fremdwährungsrisiken 0 -3.181 0 3.181 0 0
Zinsrisiken -201 -387 0 287 28 -273
Rücklage für Sicherungskosten
Fremdwährungsrisiken -145 -1.889 0 2.026 -38 -46
in Tausend EUR Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges
In die GuV umgegliederte Beträge
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2020 Marktwertänderungen aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung 31.12.2020
--- --- --- --- --- --- ---
Hedging Rücklage
Fremdwährungsrisiken 0 1.795 0 -1.795 0 0
Zinsrisiken -273 43 0 317 -102 -15
Rücklage für Sicherungskosten
Fremdwährungsrisiken -46 445 0 -385 -16 -2

Die ergebniswirksame Umgliederung erfolgte im Geschäftsjahr in den Posten Finanzerträge und Finanzaufwendungen.

Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

a) Finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Vermögenswerte entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.

in Tausend EUR Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden
Finanzinstrumente Erhaltene Barsicherheiten Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Stand: 31.12.2019
Derivative finanzielle

Vermögenswerte
1.127 0 1.127 -956 - 171
Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
37.575 0 37.575 -7.870 - 29.705
Gesamt 38.702 0 38.702 -8.826 - 29.876
Stand: 31.12.2020
Derivative finanzielle

Vermögenswerte
1.827 0 1.827 -1.082 - 745
Zahlungsmittel und

Zahlungsmitteläquivalente
46.015 0 46.015 -10.305 - 35.710
Gesamt 47.842 0 47.842 -11.387 - 36.455

b) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Verbindlichkeiten entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.

in Tausend EUR Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden
Finanzinstrumente Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag
--- --- --- --- --- --- ---
Stand: 31.12.2019
Derivative finanzielle

Verbindlichkeiten
20.421 0 20.421 -956 - 19.465
Kontokorrentkredite 504.080 0 504.080 -7.870 - 496.210
Gesamt 524.501 0 524.501 -8.826 - 515.675
Stand: 31.12.2020
Derivative finanzielle

Verbindlichkeiten
23.169 0 23.169 -1.082 - 22.087
Kontokorrentkredite 452.751 0 452.751 -10.305 - 442.446
Gesamt 475.920 0 475.920 -11.387 - 464.533

In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen.

Im Konzern werden Finanzinstrumente entsprechend der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 Bilanzposten zugeordnet. Für kurzfristige Finanzinstrumente, die zu Amortised Cost bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29a keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IFRS 9 und die jeweiligen Marktwerte:

in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewertungsmaßstab Buchwert Amortised Cost Fair Value through OCI (ohne Recycling)
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen 8.806 10.761
at Cost 0 0 0 0 0
at Fair Value 8.806 10.761 0 0 8.806
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 13.923 13.165
at Fair Value 0 3.882 0 0 0
at Amortised Cost 11.424 9.283 11.424 9.283 0
at Cost 0 0 0 0 0
n/a 2.499 0 0 0 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vertragsvermögenswerte n/a 108.122 87.983 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 271.300 248.957
at Amortised Cost 269.800 247.680 269.800 247.680 0
at Fair Value 1.500 1.277 0 0 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at Amortised Cost 1.912 847 1.912 847 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 11.526 14.040
at Fair Value 1.127 1.827 0 0 0
at Amortised Cost 10.399 12.213 10.399 12.213 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente at Amortised Cost 37.575 46.015 37.575 46.015 0
Summe finanzielle Vermögenswerte 453.164 421.768 331.110 316.038 8.806
in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Fair Value through OCI (ohne Recycling) Fair Value through Profit or Loss Derivate im Hedge Accounting Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen
0 0 0 0 0 0
10.761 0 0 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
3.882 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vertragsvermögenswerte 0 0 0 0 0 108.122
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0 0 0 0 0 0
0 1.500 1.277 0 0 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
0 824 1.738 303 89 0
0 0 0 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0 0 0 0
Summe finanzielle Vermögenswerte 14.643 2.324 3.015 303 89 108.122
in Tausend EUR Bewertungsstufe gemäß IFRS 13
Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13
--- --- --- --- ---
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen
0 n/a n/a n/a
0 8.806 10.761 3
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
0 0 3.882 3
0 13.702 10.672 3
0 n/a n/a n/a
0 n/a n/a n/a
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vertragsvermögenswerte 87.983 n/a n/a n/a
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
0 n/a n/a n/a
0 1.500 1.277 2
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 0 n/a n/a n/a
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
0 1.127 1.827 2
0 n/a n/a n/a
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 n/a n/a n/a
Summe finanzielle Vermögenswerte 87.983 25.135 28.419
in Tausend EUR Bewertungsmaßstab Buchwert Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Amortised Cost Fair Value through OCI (ohne Recycling)
--- --- --- --- --- --- ---
31.12.2019 * 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 73.743 234.043 73.743 234.043 0
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen at Amortised Cost 0 12.000 0 12.000 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 37.892 37.444 0 0 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 23.665 34.452
at Fair Value 20.129 23.010 0 0 0
at Amortised Cost 3.536 11.442 3.536 11.442 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at Amortised Cost 431.645 217.419 431.645 217.419 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen n/a 20.745 21.538 0 0 0
Vertragsverbindlichkeiten n/a 76.829 61.084 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at Amortised Cost 220.330 179.562 220.330 179.562 0
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen at Amortised Cost 21.649 24.066 21.649 24.066 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 13.563 17.924
at Fair Value 292 159 0 0 0
at Amortised Cost 13.271 17.765 13.271 17.765 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 920.061 839.532 764.174 696.297 0
in Tausend EUR Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Fair Value through OCI (ohne Recycling) Fair Value through Profit or Loss Derivate im Hedge Accounting Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet
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31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 0 0 0 0 0 37.892
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
0 19.758 23.010 371 0 0
0 0 0 0 0 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 0 0 0 0 0 20.745
Vertragsverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 76.829
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
0 156 49 136 110 0
0 0 0 0 0 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 0 19.914 23.059 507 110 135.466
in Tausend EUR Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13
Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet
--- --- --- --- ---
31.12.2020 31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- --- ---
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 100.530 241.066 3
Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen 0 0 12.252 3
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 37.444 42.371 38.736 3
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten
0 20.129 23.010 2
0 4.180 11.617 3
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen 21.538 n/a n/a n/a
Vertragsverbindlichkeiten 61.084 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 n/a n/a n/a
Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen 0 n/a n/a n/a
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
0 292 158 2
0 n/a n/a n/a
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 120.066 167.502 326.839

* Vorjahr angepasst; Positionen ohne Finanzinstrument-Charakter werden nicht mit einbezogen.

Zur grundsätzlichen Einordnung der unterschiedlichen Bewertungskategorien und -maßstäbe verweisen wir auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Finanzinstrumente" auf Seite 93.

Nettoverbindlichkeiten

Die Entwicklung der Nettoverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:

in Tausend EUR Kreditaufnahmen Leasingverhältnisse Zwischen summe Zahlungsmittel und -äquivalente Summe
Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2019 565.214 53.317 618.531 62.587 -555.944
Cashflows -63.849 -22.047 -85.896 -26.670 59.226
Erwerbe - Leasingverhältnisse 0 28.691 28.691 0 -28.691
Sonstige Veränderungen 4.024 -1.324 2.700 1.658 -1.042
Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2019 505.389 58.637 564.026 37.575 -526.451
Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2020 505.389 58.637 564.026 37.575 -526.451
Cashflows -29.025 -23.066 -52.091 10.400 62.491
Erwerbe - Leasingverhältnisse 0 27.091 27.091 0 -27.091
Sonstige Veränderungen -12.902 -3.680 -16.582 -1.960 14.622
Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2020 463.462 58.982 522.444 46.015 -476.429

Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen.

38. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Anteilseignervertreter

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender

freiberuflicher Managementberater

Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender

Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied

Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender

Beirat BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (bis 31.07.2020)
Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen

Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München

Bauingenieur im Ruhestand

Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen

freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin

Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin (bis 11.11.2020)

Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied
Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande

freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen

Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

Robert Feiger, Neusäß, stellvertretender Vorsitzender

Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied
Regina Andel, Ellrich

stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
Rainer Burg, Gerolsbach

Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
Maria Engfer-Kersten, Langenhagen

Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen

Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen

Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen

Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Vorstand

Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender

Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender
Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen

Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen

Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign

Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender
Peter Hingott, Schrobenhausen

Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender

Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender (seit 01.09.2020)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.721 (Vorjahr: 1.549). Davon sind TEUR 1.319 (Vorjahr: 1.344) erfolgsunabhängige und TEUR 402 (Vorjahr: 205) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Alt-Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: 61) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.902 (Vorjahr: 1.660). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 233 (Vorjahr: 289). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigungen individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmenangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.733 (Vorjahr: 6.535) passiviert.

Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2020 betrug TEUR 365 (Vorjahr: 358) und setzte sich wie folgt zusammen:

in Tausend EUR 2019 2020
Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer 52,5 55,0
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 37,5 37,5
Anteilseignervertreter
Dr.-Ing. Johannes Bauer 27,5 27,5
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 25,0 27,5
Gerardus N. G. Wirken 29,5 29,0
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 25,0 27,5
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 29,5 29,0
Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 25,0 25,0
Regina Andel 25,0 25,0
Reinhard Irrenhauser 27,5 27,5
Rainer Burg 25,0 25,0
Maria Engfer-Kersten 29,0 29,0
Gesamt 358,0 364,5

39. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.

Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.

Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Für die bestehenden Pachtverträge mit nahen Angehörigen wurde zum 31. Dezember 2020 nach IFRS 16 ein Nutzungsrecht von TEUR 1.676 aktiviert (Vorjahr: 1.518) und eine Verbindlichkeit TEUR 1.697 (Vorjahr: 1.534) passiviert.

Die BAUER Anteilspool GbR, Schorbenhausen, hat der BAUER Aktiengesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 12.000 (Vorjahr: 0) gewährt. Bei der BAUER Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person. Darüber hinaus bestanden gegenüber der BAUER Stiftung Verbindlichkeiten aus einem grundschuldbesicherten Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: 1.500), für das fixe Zinsen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: 74) gezahlt wurden. Die BAUER Stiftung ist ein sonstiges nahestehendes Unternehmen. Bezüglich des Darlehens gegen das assoziierte Unternehmen BAUER Nimr LLC, Maskat, Sultanat Oman, verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt 23 "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte".

Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Nicht-konsolidierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2019 * 2020 2019 2020 2019 ** 2020
--- --- --- --- --- --- ---
Erträge 3.531 3.125 10.088 18.243 4.362 2.943
Bezogene Leistungen 3.384 3.655 5.655 4.061 1.414 3.887
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) 10.317 9.573 6.093 24.095 19.260 10.401
Verbindlichkeiten (31.12.) 243 196 2.398 1.961 25.972 27.025
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 17 3.933 13.939 12.292
Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen 0 0 0 4.952 0 0

* Vorjahr angepasst; die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) wurden um das in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Darlehen der BAUER Nimr LLC, Maskat, Sulatanat Oman, ergänzt.

** Vorjahr angepasst; die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden rückwirkend in den Verbindlichkeiten (31.12.) gegenüber Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.

Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Von assoziierten Unternehmen wurden Dividenden in Höhe von TEUR 4.700 (Vorjahr: 0) und von Gemeinschaftsunternehmen TEUR 2.807 (Vorjahr: 1.859) erhalten.

Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.

Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen haben die in der folgenden Tabelle aufgeführten Vergütungen erhalten:

in Tausend EUR 2019 2020
Kurzfristig fällige Leistungen 3.317 3.418
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 1.949 2.186
Andere Langfristig fällige Leistungen 0 0
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0
Anteilsbasierte Vergütungen 0 0
Gesamt 5.266 5.604

Neben den in Abschnitt 38 "Organe der Gesellschaft" beschriebenen Gesamtbezügen der Mitglieder des Vorstandes sowie der Aufsichtsratsvergütungen beinhalten die kurzfristig fälligen Leistungen an Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Vergütungen des Aufsichtsrates in ihrer Funktion als Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: 680) sowie mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehende Anstellungs- und Dienstverträge, für die Vergütungen in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr: 730) geleistet wurden.

Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzten sich aus den in Abschnitt 38 "Organe der Gesellschaft" erwähnten Pensionszusagen gegenüber den amtierenden Mitgliedern des Vorstandes sowie den Rentenbezügen nahestehender Personen aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe in Höhe von TEUR 289 (Vorjahr: 284) zusammen.

40. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:

Geschäftsjahr 2019:

Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50,00 %
Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel Spezialtiefbau Melbourne, Australien 50,00 %

Geschäftsjahr 2020:

Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel Spezialtiefbau Sydney, Australien 50,00 %
Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel Spezialtiefbau Melbourne, Australien 50,00 %

41. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

PricewaterhouseCoopers GmbH:

in Tausend EUR 2019 2020
Abschlussprüfungsleistungen 871 985
Andere Bestätigungsleistungen 24 0
Steuerberatungsleistungen 39 26
Sonstige Leistungen 175 16
Gesamt 1.109 1.027

Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen schließen auch Aufwendungen für die Unterstützung bei der diesjährigen DPR-Prüfung mit ein. In den Honoraren für sonstige Leistungen und für andere Bestätigungsleistungen sind sowohl prüfungsnahe Beratungsleistungen, projektbegleitende Prüfungen bei Einsatz von Informationstechnologie als auch Dienstleistungen im Rahmen der Offenlegungspflichten enthalten. Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig.

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:

in Tausend EUR 2019 2020
Honorare für Abschlussprüfungen 42 44
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 0 0
Honorare für Steuerberatungsleistungen 0 0
Honorare für sonstige Leistungen 2 2
Gesamt 44 46

42. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 8. Dezember 2020 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 8. April 2021 statt) freigegeben.

44. ANZAHL DER MITARBEITER

Durchschnitt Stichtag
2019 * 2020 2019 2020
--- --- --- --- ---
Angestellte 3.502 3.694 3.656 3.572
Inland 1.982 1.977 1.978 1.946
Ausland 1.520 1.717 1.678 1.626
Gewerbliche Arbeitnehmer 8.659 7.898 8.749 7.163
Inland 1.973 1.895 1.960 1.830
Ausland 6.686 6.003 6.789 5.333
Auszubildende 256 262 296 292
Mitarbeiter gesamt 12.417 11.854 12.701 11.027

* Vorjahr angepasst; die Berechnungsgrundlage der Gesamtzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt wurde neu festgelegt. Zusätzlich wird beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter angegeben.

45. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Der festgestellte Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2020 weist einen Bilanzverlust aus. Daher wird der Hauptversammlung kein Vorschlag über die Verwendung eines Bilanzgewinns vorgelegt.

46. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES

NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital in %
1. Vollkonsolidierte Unternehmen
BAUER Aktiengesellschaft EUR
A. Deutschland
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
B. Übrige EU
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00
BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 100,00
BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich EUR 100,00
BAUER Magyarorszâg Speciális Méyépito Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00
BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00
BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 100,00
GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00
BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 100,00
TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00
GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00
C. Übriges Europa
BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 100,00
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00
BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 100,00
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz HF 100,00
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Tbilisi, Georgia GEL 100,00
D. Nahost & Zentralasien
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 100,00
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00 *
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 *
BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,33
Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00
Technical Dimension Co. for Maintenance Services Ltd., Amman, Jordanien USD 60,00
Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00
BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 *
BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 100,00
BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien INR 100,00
BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien SAR 100,00
BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00
BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 100,00
E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00
BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00
First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00
P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00
BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 100,00
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88
BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 100,00
BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00
Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 100,00
P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00
NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00
Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,02 *
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,81
BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 100,00
F. Amerika
BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama USD 100,00
BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00
BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S. R. L., Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 100,00
BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00
BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00
GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00
BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00
G. Afrika
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,95
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Midrand, Südafrika ZAR 100,00
MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00
MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 100,00
BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo USD 49,00 *
BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 100,00
BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 100,00
BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 100,00
2. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis
A. Inland
Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland EUR 50,00
pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
fielddata.io GmbH, München, Deutschland EUR 99,00
Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Deutschland EUR 100,00
rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
B. Ausland
BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 100,00
BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 100,00
BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica CRC 100,00
BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 36,00
TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 100,00
BAUER Fundaciones Colombia S. A. S., Bogota, Kolumbien COP 100,00
BAUER Fundaciones America Latina, S. A., Panama City, Panama USD 100,00
BAUER Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Iraq IQD 100,00
BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei EUR 100,00
Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden SEK 100,00
BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien INR 100,00
BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha USD 100,00
EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 100,00
BRASBAUER Equipamientos de Perfuracâo Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 60,00
BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 100,00
BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama City, Panama PAB 100,00
BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Kanada CAD 100,00
BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 100,00
BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 51,00
BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 100,00
OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 100,00
BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan BTN 74,00
BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea PGK 100,00
BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00 *
BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00
3. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
A. Inland
TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland EUR 50,00
Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 30,00
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 40,00
B. Ausland
TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien EUR 30,00
Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich EUR 50,00
BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 52,50
BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain BHD 53,00
BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 50,00
TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 50,00
AO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 20,70
4. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
A. Inland
Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland EUR 16,66
Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00
Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland EUR 10,00
Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland EUR 4,18
Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland EUR 2,00

Die vollständige Anteilsbesitzliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Schrobenhausen, den 7. April 2021

Der Vorstand

Dipl.-Phys. Michael Stomberg Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Betriebswirt (FH) Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands Florian Bauer, MBA Hartmut Beutler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk umfasst auch einen "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Abschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB" ("ESEF-Vermerk"). Der dem ESEF-Vermerk zugrunde liegende Prüfungsgegenstand (zu prüfende ESEF-Unterlagen) ist nicht beigefügt. Die geprüften ESEF-Unterlagen können im Bundesanzeiger eingesehen bzw. aus diesem abgerufen werden."

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit

2 Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen

3 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

4 Bilanzierung latenter Steuern

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1 Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit

1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "At-Equity bewertete Anteile" € 76,2 Mio ausgewiesen. Nach Anwendung der Equity Methode hat die BAUER Aktiengesellschaft gemäß IAS 28 zu überprüfen, ob es erforderlich ist, Wertberichtigungen im Hinblick auf ihre Beteiligung am Nettovermögen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen vorzunehmen. Dabei wird der gesamte Buchwert der Beteiligung als ein Vermögenswert auf Wertminderung gem. IAS 36 überprüft, d. h. der darin enthaltene Geschäfts- und Firmenwert wird nicht getrennt überprüft. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer nach der Equity-Bewertung bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen überprüft. Zur Ermittlung der Werte wesentlicher Beteiligungsansätze wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Anteile. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2020 kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Prozessverständnis über die Methodik der Equity-Fortschreibung verschafft. In einer Stichprobe von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen haben wir unter anderem die Equity-Fortschreibung hinsichtlich ihrer rechnerischen Richtigkeit und hinsichtlich der Abstimmbarkeit der verwendeten Finanzinformationen mit den geprüften Jahres- bzw. Konzernabschlüssen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben uns durch Einsicht in die Gesellschaftsverträge davon überzeugt, dass die BAUER Aktiengesellschaft bei den assoziierten Unternehmen in ihrer Funktion als Gesellschafter maßgeblichen Einfluss hat und die Voraussetzungen für die Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen erfüllt sind.

Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Prüfung unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die Werte der wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beurteilt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht vorzunehmen.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sind im Abschnitt 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 20.3 "At-Equity bilanzierte Anteile" des Konzernanhangs enthalten.

2 Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen

1 Die BAUER Gruppe ist an teilweise großen und komplexen Bauprojekten beteiligt, bei denen Umsätze über einen Zeitraum hinweg erfasst werden. Bei der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum werden die Umsatzerlöse auf Basis des Fertigstellungsgrads erfasst, der sich als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den voraussichtlichen Gesamtkosten ermittelt. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Verträgen in Höhe von € 792,9 Mio realisiert. In der Bilanz zum 31. Dezember 2020 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von € 88,0 Mio und Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von € 61,1 Mio erfasst. Die Umsatzrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen erfolgt über einen Zeitraum, wenn ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die BAUER Gruppe aufweist und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Auch wenn ein Vermögenswert erstellt oder verbessert wird und der Kunde währenddessen die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt, werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen realisiert. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfordert angesichts komplexer Herstellungsabläufe insbesondere ein wirksames internes Budgetierungs- und Berichtssystem einschließlich einer mitlaufenden Projektkalkulation sowie ein funktionierendes internes Kontrollsystem.

Die Höhe der Erlöse und Gewinne, die in einem Jahr bei Projekten erfasst werden, hängt unter anderem von den tatsächlich angefallenen Kosten, der Bewertung des Fertigstellungsgrades von Verträgen und den prognostizierten Auftragserlösen und den Kosten für jedes Projekt ab. Darüber hinaus wird die Höhe von Umsatz und Gewinn durch die Bewertung von Nachtragsaufträgen und Schadensersatzforderungen beeinflusst.

Aufgrund der Komplexität der Projekte, der Unsicherheit über die Kosten für die Fertigstellung, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, und der Unsicherheit über das Ergebnis von Gesprächen mit Kunden über Änderungsaufträge und -ansprüche ist dies oft mit einem hohen Maß an Ermessen verbunden. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung der Rechnungslegungsstandards als komplex zu betrachten und basiert in Teilen auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Daher war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit des bei der BAUER Gruppe eingerichteten internen Kontrollsystems und die Wirksamkeit relevanter Kontrollen beurteilt sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads von Bauprojekten anhand unterstützender Dokumente auf Übereinstimmung mit der Bilanzierungspolitik bei BAUER überprüft. Dabei haben wir auch die Angemessenheit der Bilanzierungsrichtlinien bei BAUER und ihre Interpretation der relevanten Rechnungslegungsstandards gewürdigt und insbesondere die Konkretisierung der Bilanzierungsrichtlinien hinsichtlich der Bedingungen beurteilt, die erfüllt sein müssen, um eine Forderung und Nachtragsaufträge als Teil der Auftragserlöse zu erfassen.

Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen. Dabei haben wir vor allem das Kostenrechnungssystem sowie andere relevante Systeme zur Unterstützung der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen beurteilt. Weiterhin haben wir auf Basis von Stichproben die ordnungsmäßige Erfassung und Verrechnung der Einzelkosten, die Höhe und Verrechnung der Gemeinkostenzuschläge, die den Bauprojekten zugrundeliegenden Projektkalkulationen sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads einzelner Projekte, auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Krise auf diese, beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die uns vorgelegten Stellungnahmen von externen Parteien wie Anwälten oder Sachverständigen hinsichtlich der bilanziellen Behandlung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen gewürdigt und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Durchsetzung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen mit historischen Erfahrungswerten abgestimmt.

Bei den Verträgen haben wir zudem einen Vergleich der im Konzernabschluss erfassten Positionen mit dem Vorjahr durchgeführt, um die Konsistenz der Bewertung zu beurteilen und Rückvergleiche auf diese Schätzung durchzuführen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 15 beurteilt.

Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen insgesamt angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um eine sachgerechte Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen zu gewährleisten.

3 Die Angaben der Gesellschaft zur Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 25. "Forderungen und Sonstige Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten.

3 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

1 Die Gesellschaften der BAUER Gruppe schließen eine Vielzahl unterschiedlicher derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ab. Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus gewährten gruppeninternen Darlehen und angenommenen Anlagen von Gesellschaften der BAUER Gruppe in Fremdwährung. Mit der Zinssicherung wird das Ziel verfolgt, das Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Begrenzung dieser Risiken erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, Devisenswaps, Devisenoptionen, und Zinsswaps. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen durch die Abteilung Konzernfinanzen der BAUER Gruppe durchgeführt bzw. koordiniert.

Derivative Finanzinstrumente werden am Bilanzstichtag zum Fair Value bilanziert. Die positiven Fair Values der insgesamt zur Sicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag € 1,8 Mio., die negativen Fair Values betragen insgesamt € 23,2 Mio. Soweit die von der BAUER Gruppe eingesetzten derivativen Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte künftiger Zahlungsströme im Rahmen von Sicherungsbeziehungen nach den Vorschriften des IFRS 9 sind, werden Änderungen des Fair Value bis zur Fälligkeit des gesicherten Zahlungsstroms (effektiver Teil) über die Dauer der Sicherungsbeziehung GuV-neutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) als nicht realisierte Gewinne/Verluste erfasst (Cash-Flow Hedges). Hierbei werden die kassakursinduzierten Wertveränderungen von derivativen Sicherungsgeschäften unter der Hedging-Reserve gezeigt. Die BAUER Gruppe hat die durch IFRS 9 eingeräumte Möglichkeit zur Erfassung von terminkursbedingten Wertveränderungen der Sicherungsgeschäfte sowie Wertänderungen aus dem sogenannten Cross-Currency-Basis-Spread in der "Rücklage für Sicherungskosten" umgesetzt.

Zum Bilanzstichtag betrug der Stand der erfolgsneutral im Eigenkapitel ("Hedging-Reserve") erfassten kumulierten effektiven Fair-Value-Änderungen € -0,02 Mio. nach Ertragsteuern. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derselben Periode oder denselben Perioden vom Sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen.

Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte aufgrund der komplexen Anforderungen an die Bilanzierung sowie umfangreichen Angabepflichten durch den IFRS 9 und IFRS 7 von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus dem Bereich Corporate Treasury Solutions unter anderem die fachlichen Anforderungen des IFRS 9 beurteilt. Darüber hinaus haben wir die vertraglichen und finanztechnischen Grundlagen gewürdigt und die Bilanzierung einschließlich der Eigenkapital- und Ergebniseffekte aus den diversen Sicherungsgeschäften nachvollzogen. Dabei haben wir uns insbesondere mit den Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting auseinandergesetzt. Ferner haben wir bei der Prüfung der Bewertung der Finanzinstrumente zum Fair Value auch die Berechnungsmethodik auf Basis von Marktdaten nachvollzogen. Weiterhin haben wir zur Beurteilung der Vollständigkeit und zur Prüfung der Fair Values der erfassten Geschäfte Bankbestätigungen eingeholt. Hinsichtlich der Effektivitätsbeurteilung von Sicherungsgeschäften haben wir im Wesentlichen rückblickend die Sicherungsgrade in der Vergangenheit beurteilt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 37. "Finanzinstrumente" des Konzernanhangs enthalten.

4 Bilanzierung latenter Steuern

1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2020 aktive latente Steuern in Höhe von € 66,9 Mio. bilanziert. Nach Saldierungen mit kongruenten passiven latenten Steuern verbleibt ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von rund € 46,3 Mio. Die Bilanzierung erfolgte in dem Umfang, in dem es nach den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft zu versteuernde Ergebnisse anfallen, durch die die abzugsfähigen temporären Differenzen und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Dazu werden, soweit nicht ausreichend relevante passive latente Steuern vorhanden sind, Prognosen über die künftigen steuerlichen Ergebnisse ermittelt, die sich aus der verabschiedeten Planungsrechnung einschließlich der erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise ergeben. Insgesamt wurden auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von € 183,4 Mio. keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da eine steuerliche Nutzung aus der Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen nicht wahrscheinlich ist.

Aus unserer Sicht war die Bilanzierung latenter Steuern im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da sie in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig und daher auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise mit Unsicherheiten behaftet ist.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die internen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Steuersachverhalten und das methodische Vorgehen zur Ermittlung, Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern beurteilt. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation der Gesellschaft beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt. Dabei haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der zukünftigen Ertragssituation nachvollzogen.

Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen insgesamt begründet und hinreichend dokumentiert sind.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu den latenten Steuern sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 21. "Latente Steuern" des Konzernanhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:

die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB

Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei Bauer_AG_KA_LB_ESEF-2020-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften Konzernlagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juni 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Konzernabschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schwehr.

Stuttgart, den 9. April 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Schwehr ppa. Bernd Adamaszek
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 7. April 2021

Der Vorstand

Dipl.-Phys. Michael Stomberg Dipl.-Ing. (FH) Dipl.-Betriebswirt (FH) Peter Hingott
Vorsitzender des Vorstands Florian Bauer, MBA Hartmut Beutler

Bilanz zum 31. Dezember 2020

Aktiva

31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.774.783,12 1.312.760,89
2. Geleistete Anzahlungen 261.257,25 706.979,83
II. Sachanlagen 2.036.040,37 2.019.740,72
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.825.516,53 2.707.217,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.028.932,07 3.243.000,27
6.854.448,60 5.950.217,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.346.761,87 276.376.261,87
2. Beteiligungen 87.000,00 8.630.100,00
180.433.761,87 285.006.361,87
189.324.250,84 292.976.320,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 118.083,65 99.973,45
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18.341,50 32.576,50
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 86.429.391,25 34.441.369,80
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 154.885,09 610.979,69
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.108.505,32 677.583,55
87.711.123,16 35.762.509,54
III. Guthaben bei Kreditinstituten 891.870,90 99.804,01
88.721.077,71 35.962.287,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.129.673,79 2.640.452,49
D. Aktive latente Steuern 5.277.791,11 6.517.296,69
285.452.793,45 338.096.356,36

Passiva

31.12.2019 31.12.2020
--- --- --- ---
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 73.001.420,45 80.301.417,61
II. Kapitalrücklage 39.780.829,55 48.446.607,51
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.000,00 12.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 2.043.023,29 2.043.023,29
2.055.023,29 2.055.023,29
IV. Bilanzverlust -49.612,91 -63.756,13
114.787.660,38 130.739.292,28
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 13.809.240,00 15.255.305,00
2. Sonstige Rückstellungen 9.870.001,63 11.859.125,31
23.679.241,63 27.114.430,31
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 91.469.539,38 139.031.232,50
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.399.772,60 1.290.154,18
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 48.586.597,58 23.323.868,73
4. Sonstige Verbindlichkeiten 4.529.981,88 16.597.378,36
146.985.891,44 180.242.633,77
285.452.793,45 338.096.356,36

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

2019 2020
--- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 41.915.831,63 43.564.354,61
2. Sonstige betriebliche Erträge 544.405,93 1.915.285,86
42.460.237,56 45.479.640,47
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 404.182,46 420.883,23
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.779.734,13 8.166.638,13
9.183.916,59 8.587.521,36
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.442.769,83 16.670.835,37
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.484.616,83 3.283.312,76
21.927.386,66 19.954.148,13
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.537.540,12 2.859.875,62
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 46.757.938,25 27.185.422,71
Betriebliches Ergebnis -38.946.544,06 -13.107.327,35
7. Erträge aus Beteiligungen 43.250.000,00 20.000.000,00
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.977.503,17 1.082.195,78
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11.987.015,44 9.270.767,23
Finanzergebnis 36.240.487,73 11.811.428,55
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.656.443,42 1.281.755,58
11. Ergebnis nach Steuern -49.612,91 -14.143,22
12. Jahresfehlbetrag -49.612,91 -14.143,22
13. Verlustvortrag 0,00 -49.612,91
14. Bilanzverlust -49.612,91 -63.756,13

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020

I. Allgemeine Angaben

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Im Berichtsjahr wurde der gesonderte Ausweis der "sonstigen Steuern" im Rahmen der konzerneinheitlichen Vorgehensweise in die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst und ein Davon-Vermerk für "Sonstige Steuern" im Anhang aufgenommen.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung

Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 21 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 800 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Abschreibungen der Finanzanlagen werden ausschließlich aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Von dem Wahlrecht i.S.d. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht Gebrauch gemacht.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden zum Nennwert bewertet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,2 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.

Bilanzierung und Bewertung der Passivposten

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2020 2,30 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.

Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.066 der für die Ausschüttung gesperrt ist.

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.

Haftungsverhältnisse

Die in den Haftungsverhältnissen dargestellten Beträge entsprechen dem vertraglichen Haftungsumfang.

IV. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 12 und 13) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Aufstellung zum Anteilsbesitz im Kapitel "VI. Sonstige Angaben" dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 8.299 (Vorjahr: T€ 41.554), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.392 (Vorjahr: T€ 1.642) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 322 (Vorjahr: T€ 314), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 322 (Vorjahr: T€ 314). Diese betreffen die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Aufwendungen aus Wartungsverträgen über T€ 2.629 (Vorjahr: T€ 2.118) sowie der Nürnberger Lebensversicherung in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 12).

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten Abschreibungen
01.01.2020 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2020 01.01.2020
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.554 560 0 36 20.150 17.779
2. Geleistete Anzahlungen 261 482 0 -36 707 0
19.815 1.042 0 0 20.857 17.779
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.282 0 140 0 3.142 456
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.182 979 489 0 13.672 9.153
16.464 979 629 0 16.814 9.609
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 180.347 96.029 0 0 276.376 0
2. Beteiligungen 87 8.543 0 0 8.630 0
180.434 104.572 0 0 285.006 0
216.713 106.593 629 0 322.677 27.388
Abschreibungen Restbuchwerte
Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2020 31.12.2020 31.12.2019
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.058 0 0 18.837 1.313 1.775
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 707 261
1.058 0 0 18.837 2.020 2.036
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 78 99 0 435 2.707 2.826
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.724 448 0 10.429 3.243 4.029
1.802 547 0 10.864 5.950 6.855
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0 276.376 180.347
2. Beteiligungen 0 0 0 0 8.630 87
0 0 0 0 285.006 180.434
2.860 547 0 29.701 292.976 189.325

Aktive latente Steuern

Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt:

31.12.2019 Zugang Abgang 31.12.2020
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen (aktive latente Steuern) 1.887 353 0 2.240
Aktive latente Steuern aus Verlustvortrag 899 277 0 1.176
Rückstellungen für drohende Verluste (aktive latente Steuern) 2.492 609 0 3.101
5.278 1.239 0 6.517

Gezeichnetes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der BAUER Aktiengesellschaft vom 25. Juni 2020 ist der Vorstand der Gesellschaft im Wege der Satzungsänderung ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Diese Ermächtigung ist am 29. Juni 2020 in das beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HRB 101375 geführte Handelsregister der Gesellschaft eingetragen worden. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.

In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 73.001.420,45 um EUR 7.299.997,16 auf EUR 80.301.417,61 gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 09. Dezember 2020 erhöht. Seitdem beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 80.301.417,61 und ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Zum 31. Dezember 2020 beträgt das gezeichnete Kapital T€ 80.301 (Vorjahr: T€ 73.001).

Das Genehmigte Kapital 2020 beträgt nach dieser Kapitalerhöhung noch EUR 2,84.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.

Die BAUER Aktiengesellschaft hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 48.447 (Vorjahr: T€ 39.781). Die Zunahme entspricht dem Differenzbetrag des den Nennwert des Beteiligungserwerbs übersteigenden Betrages in Höhe von T€ 8.666 im Zuge des Anteilserwerbs durch den Aktionär (Agio).

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr: T€ 12) bzw. T€ 2.043 (Vorjahr: T€ 2.043).

Bilanzgewinn

Stand 01.01.2020 -49.612,91
Jahresfehlbetrag 2020 -14.143,22
Stand 31.12.2020 -63.756,13

Rückstellungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2020 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr: T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 562.

Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 2,30 % beträgt T€ 2.066. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 11.045, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 480, für Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 160 sowie für Urlaubsverpflichtungen mit T€ 63.

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

Gesamtbetrag 2020 Davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge Art der Sicherung
<1 Jahr >1 Jahr davon >5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 139.031 124.869 14.162 1.523 128.695 Gesamtschuldnerische Haftung
(91.470) (83.773) (7.697) (1.560) (80.728)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.290 1.290 0 0 0 -
(2.400) (2.400) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -
23.324 23.324 0 0 0
(48.586) (48.586) (0) (0) 0
davon aus Lieferungen und Leistungen 860 860 0 0 0 -
(551) (551) (0) (0) 0
Sonstige Verbindlichkeiten 16.597 4.597 12.000 0 0 -
(4.530) (4.530) (0) (0) (0)
(davon aus Steuern) 1.141 1.141 0 0 0 -
(627) (627) (0) (0) 0
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 49 49 0 0 0 -
(27) (27) (0) (0) 0
(davon gegenüber Kreditinstituten) 386 386 0 0 0 -
(477) (477) (0) (0) 0
180.242 154.080 26.162 1.523 128.695
Vorjahr (146.986) (139.289) (7.697) (1.560) (80.728)

Für an die BAUER Aktiengesellschaft gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 386 (Vorjahr: T€ 477) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 22.464 (Vorjahr: T€ 48.036). In dem Posten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 860 (Vorjahr: T€ 551) enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Nachrangdarlehen der Bauer Anteilspool GbR, Schrobenhausen, in Höhe von € 12 Mio. enthalten. Bei der Bauer Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person.

Haftungsverhältnisse

2019 2020
T€ T€
--- --- ---
Fremde Verbindlichkeiten / Konsortialkredit 187.047 125.761
(davon für verbundene Unternehmen) (187.047) (125.761)
Schuldscheindarlehen 47.000 40.000
(davon für verbundene Unternehmen) (47.000) (40.000)
Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien 317.317 504.887
(davon für verbundene Unternehmen) (317.317) (504.887)
Summe 551.364 670.648

Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, wurde die Valutierung zum 31. Dezember 2020 angegeben.

Mit Datum vom 17. April 2014 hatten die BAUER Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Der Vertrag besaß eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 17. April 2017. Mit Datum vom 21. Februar 2018 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und der Commerzbank, der Deutsche Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie der UniCredit Bank vorzeitig ein Änderungsvertrag zu diesem Konsortialvertrag abgeschlossen. Danach besitzt der geänderte Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 465,0 Mio. und eine feste Laufzeit von zwei Jahren bis zum 29. Juli 2021. Am 01. Oktober 2018 wurde durch die Erhöhung des Engagements einiger Konsortialbanken das Gesamtvolumen des Konsortialkredits auf € 470 Mio. angehoben. Mit Datum vom 22. Dezember 2020 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und Ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und unter der Führung der Commerzbank, der Deutschen Bank und der UniCredit Bank andererseits, vorzeitig ein weiterer Änderungsvertrag abgeschlossen. Seitdem besitzt der geänderte Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 430,0 Mio. und eine Laufzeit von 18 Monaten.

Vom Gesamtvolumen des Konsortialkredits wurde an die BAUER Aktiengesellschaft ein Betrag in Höhe von € 171,0 Mio. (Vorjahr: € 128,7 Mio.) ausgereicht, davon an Kreditlinien 171,0 Mio. € (Vorjahr: € 128,7 Mio.) und an Avallinien € 0 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.). Zum Jahresende lag die Ausnutzung dieses Volumens bei € 74,6 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.). Dabei beläuft sich die Ausnutzung des Kreditlinienvolumens auf € 74,6 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.) und die Ausnutzung des Avallinienvolumens auf € 0 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.).

Hinsichtlich des restlichen in Anspruch genommenen Gesamtkredit- und Avalvolumens in Höhe von € 125,8 Mio. (Vorjahr: € 187,3 Mio.) haftet die BAUER Aktiengesellschaft zusammen mit weiteren sieben Kreditnehmern und Garanten aus der BAUER Gruppe gesamtschuldnerisch.

Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAUER Aktiengesellschaft oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen.

Mit Datum vom 13. Dezember 2018 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften ("Schuldner") einerseits und der IKB Deutsche Industriebank AG, der Bremer Kreditbank Aktiengesellschaft, der Hypo Vorarlberg Bank AG, sowie der KBC Bank NV, Niederlassung Deutschland ("Kreditgeber") ein zweiter Konsortialvertrag (KKV II) abgeschlossen. Danach besitzt der zweite Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 53,0 Mio. mit einer festen Laufzeit von fünf Jahren bis zum 30. September 2022 für die Fazilität A (Tilgungsdarlehen € 24 Mio.) und Fazilität C (Endfälliges Darlehen € 14 Mio) sowie mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren bis zum 30. September 2027 für die Fazilität B mit einer Gesamtsumme von € 15 Mio. Die Fazilitäten A und B dienen der Finanzierung von Investitionen im Bereich Maschinen/Anlagen/Prozesstechnik für Gesellschaften, die am Standort Schrobenhausen und am Standort Nordhausen ansässig sind. Die Fazilität C kann zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet werden.

Das verfügbare Gesamtvolumen von € 53,0 Mio. wurde seitens der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, in voller Höhe in Anspruch genommen. Zum Stichtag betrug die Restschuld € 33,7 Mio., für die die BAUER Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch mit den übrigen Vertragsparteien haftet. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAUER Aktiengesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.212 (Vorjahr: T€ 669).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 43.564 (Vorjahr: T€ 41.916) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 1.915 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.469 (Vorjahr: T€ 93) sowie Erträgen aus Kursgewinnen in Höhe von T€ 377.

Personalaufwand

In dem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von T€ 401 (Vorjahr: T€ 380) sowie Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung für Kurzarbeit in Höhe von T€ 373 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Durchschnitt
2019 2020
--- --- ---
Anzahl Anzahl
--- --- ---
Lohnempfänger 9 9
Gehaltsempfänger 327 319
336 328
Auszubildende 30 36
Leitende Angestellte 3 3
369 367

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.366 (Vorjahr: T€ 750) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 25).

Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i. H. v. T€ 13.489 (T€ 35.117) gewährt.

Erträge aus Beteiligungen

2019 2020
--- --- ---
Erträge aus Beteiligungen 43.250.000,00 20.000.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (43.250.000,00) (20.000.000,00)
43.250.000,00 20.000.000,00

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 1.044 (Vorjahr: T€ 4.978) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 39 (Vorjahr: T€ 0).

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 491 (Vorjahr: T€ 286) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 1.438 (Vorjahr: T€ 1.569).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2019 2020
--- --- ---
Steuern laufendes Geschäftsjahr (Ertrag (-) / Aufwand (+)) 1.590,26 11.470,60
Steuern Vorjahre (Ertrag (-) / Aufwand (+)) 82.688,60 -53.720,60
Latente Steuern (Ertrag (-) / Aufwand (+)) -2.740.722,28 -1.239.505,58
-2.656.443,42 -1.281.755,58

VI. Sonstige Angaben

Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:

www.bauer.de/bauer group/investor relations/corporategovernance/

Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)

Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:

Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittssatz) 17.883.768,00
abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittssatz) -15.255.305,00
zuzüglich aktiver latenter Steuern 2.232.175,23
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I 4.860.638,23
Übrige aktive latente Steuern 4.285.121,46
abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern 0,00
Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II 4.285.121,46
Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge 9.145.759,69

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.

Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:

Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen
Bezug/Erbringung von Dienstleistungen
Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen
Finanzierungen
Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten
Abreden im Ein- oder Verkauf

Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.

Die Bauer Anteilspool GbR, Schrobenhausen, hat der BAUER Aktiengesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 12.000 gewährt. Bei der Bauer Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person.

Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAUER Aktiengesellschaft wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 18.500 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 1.942) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten designiert wurden.

Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.

Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.

Zum 31. Dezember 2020 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte derivativen Finanzinstrumente entsprechen) der- bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank (für Zinsswaps) sowie aus der Treasury Management Software tm5 (für Devisentermingeschäfte) ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps, -caps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.

Nominalvolumen 31.12.2019 31.12.2020
T€ T€
--- --- ---
Devisentermingeschäfte 21.268 1.942
- davon Grundgeschäfte 0 0
- davon in Bewertungseinheiten 21.268 1.942
- davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0
Zinsswaps 151.000 147.500
- davon in Bewertungseinheiten 41.000 18.500
- davon nicht in Bewertungseinheiten 110.000 129.000
Zinscaps 10.000 0
- davon in Bewertungseinheiten 0 0
- davon nicht in Bewertungseinheiten 10.000 0
Summe 182.268 149.442
Marktwerte 31.12.2019 31.12.2020
Positive Marktwerte Negative Marktwerte Positive Marktwerte Negative Marktwerte
--- --- --- --- ---
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 213 114 2 20
- davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
- davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 213 114 2 20
- davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
Zinsswaps 0 9.253 0 11.066
- davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 378 0 21
- davon nicht in Bewertungseinheiten 0 8.875 0 11.045
Zinscaps 0 0 0 0
- davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
- davon nicht in Bewertungseinheiten 0 0 0 0
Summe 213 9.367 2 11.086

Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31. Dezember 2020 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente.

Die Derivate haben die nachstehenden maximalen Fälligkeiten:

• Devisentermingeschäfte 27. Mai 2021
• Zinsswaps 31. Dezember 2028

Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit im kommenden Jahr 2021 vollständig ausgleicht. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich bis Ende 2021 für nächstes Jahr erwartet.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf T€ 1.942 (Vorjahr: T€ 21.268) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 2 und negativen Zeitwerten von T€ 20 (Vorjahr: positiv T€ 213, negativ T€ 114). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2020 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 147.500 (Vorjahr: T€ 151.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 11.045 (Vorjahr: T€ 9.262) aus.

Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 11.045 (T€ 8.875) und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 154 erfasst (Vorjahr: T€ 122).

Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 2 (Vorjahr: T€ 213) und negativ T€ 20 (Vorjahr: T€ 114), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 21 (Vorjahr: T€ 378). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 73.001.420,45 um EUR 7.299.997,16 auf EUR 80.301.417,61 gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 09. Dezember 2020 erhöht. Seitdem ist das Grundkapital der Gesellschaft eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Dies entspricht einem rechnerischen Wert von T€ 15.966. Mit Durchführung der Kapitalerhöhung hat sich die Beteiligung der im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehaltenen Aktien von 48,19% bei 17.131.000 Stimmrechten auf 43,81% bei 18.844.066 Stimmrechten reduziert. Zum Bilanzstichtag 2020 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG (§ 21 Abs. 1 WpHG a.F.) mitgeteilt und wie folgt nach § 40 WpHG (§ 26 Abs. 1 WpHG a.F.) veröffentlicht worden sind:

Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:

dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:

dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Die Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 29.01.2020, am 28.02.2020, am 01.04.2020, am 03.04.2020, am 14.04.2020, am 14.07.2020, am 16.07.2020, am 17.07.2020, am 21.07.2020 und am 22.07.2020 jeweils die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft berührt hat.

Bei der letzten Schwellenberührung wurde mitgeteilt, dass sich bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten ein Gesamtstimmrechtsanteil von 3,08 % aus Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG mit einem Anteil von 2,9992% (513.797 Stimmrechte) und aus Instrumenten nach § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mit einem Anteil von 0,08 % (13.432 Stimmrechte) errechnet und bei den Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG die Schwelle von 3 % unterschritten wurde. 2,9992 % (513.797 Stimmrechte) werden der Dimensional Holdings Inc. bei den Stimmrechten nach § 34 WpHG zugerechnet. 0,08 % (13.432 Stimmrechte) verleihen dem Inhaber aufgrund einer Wertpapierleihe ein Rückholrecht im Sinne § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG. Folgende von dem Mitteilenden beherrschte Unternehmen wurden mitgeteilt: Dimensional Fund Advisors LP, Dimensional Fund Advisors Ltd., DFA Canada LLC, Dimensional Fund Advisors Canada ULC, DFA Australia Limited, Dimensional Advisors Ltd., Dimensional Fund Advisors Pte. Ltd..

Die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 23.04.2019 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten einen Stimmrechtsanteil von 3,008 % (515.254 Stimmrechte) gem. § 33 WpHG direkt hält.

Sabine Doblinger hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 02.04.2020 die Schwelle 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft unterschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 0,00 % (0 Stimmrechte) hält.

Alfons Doblinger hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass er am 18.03.2020, am 02.04.2020, am 14.04.2020 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat. Weiter teilte Herr Alfons Doblinger mit, dass er am 09. Dezember 2020 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 18.844.066 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil gem. §§ 33, 34 WpHG von 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) hält. 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) werden ihm nach § 34 WpHG über die DIB Industriebeteiligung GmbH & Co. Holding KG, die DIB Industriebeteiligung GmbH und die Doblinger Beteiligung GmbH nach § 34 WpHG zugerechnet.

Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Anteilseignervertreter

Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen

Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender

freiberuflicher Managementberater

Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender

Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied

Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender

Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München

Bauingenieur im Ruhestand

Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender

Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen

freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung

Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin

Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied

Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande

freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen

Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender

Arbeitnehmervertreter

Robert Feiger, Neusäß

stellvertretender Vorsitzender, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main, Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden

Regina Andel, Ellrich

stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen

Rainer Burg, Gerolsbach

Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Maria Engfer-Kersten, Langenhagen

Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover

Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen

Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied

Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen

Personalleiter BAUER AKTIENGESELLSCHAFT, Schrobenhausen

Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 364,5 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:

2019 2020
T€ T€
--- --- ---
Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer 52,5 55,0
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 37,5 37,5
Anteilseigner
Dr.-Ing. Johannes Bauer 27,5 27,5
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 25,0 27,5
Gerardus N G. Wirken 29,5 29,0
Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer 25,0 27,5
Dipl.-Kfr. Andrea Teutenberg 29,5 29,0
Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 25,0 25,0
Regina Andel 25,0 25,0
Reinhard Irrenhauser 27,5 27,5
Rainer Burg 25,0 25,0
Maria Engfer-Kersten 29,0 29,0
358,0 364,5

Vorstand:

Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen

Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen

Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign

Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender
• Peter Hingott, Schrobenhausen

Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender

Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender
Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender

Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellvertr. Vorsitzender

Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat gem. § 286 Abs. 5 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass der individualisierte Ausweis der Vorstandsbezüge gem. §§ 285 Nr. 9 a) S. 5 - 8, 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB für das Geschäftsjahr 2016 und die ihm nachfolgenden vier Geschäftsjahre unterbleibt.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2020 T€ 1.721 (Vorjahr: T€ 1.549) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.319 (Vorjahr: T€ 1.344) fixe und T€ 402 (Vorjahr: T€ 205) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 233 (Vorjahr: T€ 221).

Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2020 auf T€ 233 (Vorjahr: T€ 289).

Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 5.410 (Vorjahr: T€ 5.163) passiviert.

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

2019 2020
T€ T€
--- --- ---
Abschlussprüfungsleistungen 320 342
Steuerberatungsleistungen 0 2
Andere Bestätigungsleistungen 28 3
Sonstige Leistungen 150 14
498 361

Bei den anderen Bestätigungsleistungen sowie den sonstigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um prüfungsnahe Dienstleistungen.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des Bauer-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese findet am 31. März 2021 statt. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.

Aufstellung zum Anteilsbesitz

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Kurs PDK Anteil am Kapital in % Eigenkapital (Landeswährung)
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 58.224.842
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 114.16
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich EUR 1,0000 100,00 2.776.554
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 1,1240 100,00 6.161.507
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 1,1240 100,00 517.339
1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) MYR 0,2085 100,00 48.649.257
1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 0,6043 100,00 952.133
1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1129 100,00 13.000
1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 0,2333 100,00 27.468.575
1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0,8755 76,00 4.313.911
1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 0,0554 55,95 715.254.977
1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien LYD 0,6446 65,00 -
1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0,0001 95,00 132.446.708.989
1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn HUF 0,0028 100,00 924.545.884
1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 329.178
1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0,8755 12,00 4.313.911
1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0,0001 5,00 132.446.708.989
1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 0,01 122.351.511
1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0,0280 0,39 -8.259.869
1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 0,0015 10,00 145.248.387
1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 0,0118 1,00 -625.534.623
1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1129 100,00 -43.780.151
1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 0,00004 100,00 8.057.123.390
1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 0,0177 100,00 -430.216.334
1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 0,5113 100,00 1.509.113
1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 1,0000 100,00 1.389.184
1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0,9341 100,00 3.021.577
1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien EUR 1,0000 100,00 55.595
1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama USD 0,8755 100,00 303.549
1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 0,0155 5,00 5.083.001
1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 100,00 93.031.230
1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 0,2404 49,00 515.266
1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation RUB 0,0121 100,00 78.216.894
1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola AOA 0,0015 90,00 145.248.387
1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 0,6536 100,00 3.203.398
1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0,0280 48,63 -8.259.869
1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 50,99 122.351.51
1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 0,0069 100,00 10.527.010
1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien INR 0,0118 99,00 -625.534.623
1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8755 100,00 7.639.304
1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 49,00 122.351.51
1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien GEL 0,2818 100,00 510.368
1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 100,00 118.176
1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 0,0103 99,00 338.181.40
1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica CRC 0,0015 100,00 2.272.749
1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik DOP 0,0155 95,00 5.083.001
1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 0,0021 100,00 -
1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien COP 0,0002 100,00 121.334.071
1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama USD 0,8755 100,00 9.574
1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak IQD 0,0007 100,00 -92.664.294
1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 49,00 3.795.354
1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana GHS 0,1527 100,00 1.050.259
1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei EUR 1,0000 100,00 -
1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden SEK 0,0954 100,00 1.214.693
1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark DKK 0,1342 100,00 2.525.006
1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha USD 0,8755 100,00 51.472
1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien INR 0,0118 100,00 -17.334.698
1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan BTN 0,0118 74,00 17.200.768
1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea PGK 0,2499 100,00 -
1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich EUR 1,0000 100,00 159.354
1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 191.268.53
1.1.2.1 Inland:
1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 15,00 22.926.870
1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 15,00 9.338.546
1.1.2.1.2.1 Inland
1.1.2.1.2.2 Ausland
1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur SGD 0,6352 100,00 -
1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 6.865.305
1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 20.907.937
1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 85,00 22.926.870
1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 512.750
1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 15.489.872
1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 85,00 9.338.546
1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 -
1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 840.525
1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 34.097.488
1.1.2.2 Ausland
1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 26.586.005
1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 3.324.880
1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 1,0000 0,10 2.900.993
1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 0,0298 99,88 8.016.843
1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 0,1270 100,00 185.860.80
1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China EUR 1,0000 99,90 2.900.993
1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 0,2085 100,00 70.548.060
1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 0,04 23.002.339
1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1270 100,00 71.973.703
1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1270 100,00 14.306.84
1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 99,92 23.002.339
1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 0,0001 100,00 1.086.022.687
1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan YEN 0,0082 100,00 562.413.299
1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 1.420.262
1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 100,00 6.284.142
1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 49,00 -
1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8755 100,00 15.731.507
1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8755 51,00 46.018.77
1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8755 100,00 20.053.615
1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,8755 49,00 46.018.77
1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 0,0121 65,00 -81.711.56
1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 0,0121 55,00 88.999.231
1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 3.873.051
1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 1,1240 100,00 5.119.831
1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 0,1242 59,00 43.302.211
1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 0,0121 100,00 469.887.385
1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien INR 0,0118 99,00 188.050.595
1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0,0324 100,00
1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 0,6043 100,00 525.893
1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0,1697 60,00 1.893.548
1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0,1697 99,00 -210.094
1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 0,0758 51,00
1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen PLN 0,2251 100,00 10.179.824
1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama PAB 0,8757 100,00 -138.622
1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada CAD 0,6536 100,00 1.406.403
1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 38.183
1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich EUR 1,0000 100,00 1.070.312
1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 0,000021 99,00 -
1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 14.981.029
1.1.3.1 Inland:
1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 111.542
1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 340.745
1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 -
1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 50,00 -
1.1.3.2 Ausland:
1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 0,0121 100,00 -3.619.835
1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 841.821
1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 119.722
1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 127.025
1.1.6.1. Inland
1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 633.000
1.1.6.2. Ausland
1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 0,0118 0,02 139.881.183
1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0,8755 12,00 4.313.911
1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch BDT 0,0103 1,00 338.181.407
1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 0,1242 1,00 43.302.211
1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien INR 0,0118 1,00 188.050.595
1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0,1697 1,00 -210.094
1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand THB 0,0280 0,04 23.002.339
1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran IRR 0,0000 1,00
1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 9.448.304
1.1.7.1 Inland
1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 3.810.273
1.1.7.1.1.1 Inland
1.1.7.1.1.2 Ausland
1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen PLN 0,2251 100,00 7.306.238
1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile CLP 0,0011 0,01 1.599.538.577
1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 65.614
1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 16.053
1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 422.278
1.1.7.2 Ausland
1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0,6536 100,00 1.529
1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika ZAR 0,0533 100,00 1.209.38
1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia NAD 0,0533 100,00 1.386.95
1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika ZAR 0,0533 100,00 2.756.360
1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo USD 0,8755 49,00 66.022
1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 1,1240 100,00 0
1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0,9341 100,00 37.986
1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 49,00 1.188.19
1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 0,0028 100,00 793.490.000
1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien USD 0,8755 100,00 18.005.003
1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 0,8755 83,33 22.228.957
1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper i USD 0,8755 100,00 0
1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien USD 0,8755 60,00 523.075
1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2384 100,00 13.644
1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile CLP 0,0011 99,99 1.599.538.577
1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 0,0011 60,00 1.923.385.000
1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 1,0000 100,00 106.379
1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 0,0924 100,00 -12.212.368
1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 0,0015 100,00 1.851.282.732
1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien SAR 0,2333 100,00 195.645
1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1270 100,00 2.982.829
1.2 Ausland
1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind INR 0,0118 99,98 139.881.183
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
2.1 Inland
2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik EUR 1,0000 50,00 -
2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 30,00 142.320
2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 40,00 12.874.632
2.2 Ausland
2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien EUR 1,0000 30,00 -
2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich EUR 1,0000 50,00 546.404
2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 2,2743 52,50 16.414.245
2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain BHD 2,3215 53,00 10.000
2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1270 50,00 -849.656
2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 0,0121 20,70 -
2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan KZT 0,0021 50,00 2.644.860.656
3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh
3.1 Inland
3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 16,66 -
3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 20,00 -
3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 10,00 -
3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 4,18 -
3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 2,00 -
Kommentare:
Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtergebnis (Landeswährung) Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 665.966 666
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 3 749 1
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich -1.471.204 -1.47
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien 757.128 851
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien -13.685 -15
1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) -38.206.732 -7.967
1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien -4.579.859 -2.767
1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China -467.785 -53
1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien 127.481 30
1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon 63.413 42
1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten 163.954.154 5.079
1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien - -
1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 258.191.996 15
1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn 284.398.542 810
1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur 14.865 15
1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon 63.413 7
1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 258.191.996 1
1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand -328.950.059 -1
1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand -10.119.627 -1
1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola -16.730.246 -3
1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien -286.172.406 -34
1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China -283.172.841 -31.966
1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam -52.061.498.243 -1.962
1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen -630.479.620 -11.136
1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien -211.083 -108
1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande 498.529 499
1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz 197.552 185
1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien 374 0
1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama -3.013.958 -2.639
1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik -2.105.335 -2
1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 7.471.404 1.781
1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 9.538.324 2.293
1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation -537.283.164 -6.495
1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola -16.730.246 -23
1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada 299.855 196
1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand -10.119.627 -283
1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand -328.950.059 -4.697
1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien -460.201 -3
1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien -286.172.406 -3.347
1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika 5.605.599 4.908
1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand -328.950.059 -4.514
1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien -512.657 -144
1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate -8.304 -2
1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch 20.905.682 214
1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica -14.399.545 -22
1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik -2.105.335 -31
1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan - -
1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien -13.332.315 -3
1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama 3.581 3
1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak -3.547.377 -3
1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 889.301 212
1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana -4.167.387 -636
1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei - -
1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden i-2.485.944 -237
1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark 2.597.910 349
1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha -31.873 -28
1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien -17.434.698 -206
1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan -627.232 -5
1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea - -
1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich 109.354 109
1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 2.544.741 2.545
1.1.2.1 Inland:
1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland -14.557 -2
1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland 0 0
1.1.2.1.2.1 Inland
1.1.2.1.2.2 Ausland
1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur - -
1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 584.884 585
1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland 1.786.940 1.787
1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland -14.557 -12
1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland -999.734 -1.000
1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 322.401 322
1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland 0 0
1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland - -
1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 240.525 241
1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland 8.661.611 6.168
1.1.2.2 Ausland
1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur 4.364.728 4.365
1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur -111.331 -11
1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China 256.474 0
1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan -144.838 -4
1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China 11.491.873 1.459
1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China 256.474 256
1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia 1.566.693 327
1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand -208.260 -6
1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China -161.471 -45
1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China 1.138.85 145
1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand -208.260 -6
1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien -448.186.019 -45
1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan 111.829.923 917
1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien -1.133.161 -1.133
1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate -2.354.040 -561
1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate - -
1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika -20.807.449 -18.217
1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 2.380.806 1.063
1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika 682.776 598
1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 2.380.806 1.021
1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation -102.961.209 -810
1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation 23.428.536 156
1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien 704.284 704
1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien 2.000.176 2.248
1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 19.573.813 1.434
1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 53.039.13 642
1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien 16.948.276 198
1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine - -
1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien -904.090 -546
1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien 229.685 23
1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien -1.916.772 -322
1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana - -
1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen 1.091.32. 246
1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama -30.871 -27
1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada 762.454 498
1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur -11.638 -12
1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich -407.669 -408
1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran - -
1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 364.706 365
1.1.3.1 Inland:
1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 8.622 9
1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 0 0
1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland - -
1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland - -
1.1.3.2 Ausland:
1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation 308.054 4
1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 243.774 244
1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 7.481 7
1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 9.824 10
1.1.6.1. Inland
1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland -1.514.036 -1.499
1.1.6.2. Ausland
1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien 40.529.489 0
1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon 63.413 7
1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch 20.905.682 2
1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 19.573.813 24
1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien 16.948.276 2
1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien -1.916.772 -3
1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand -208.260 0
1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran - -
1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland -16.365.005 -16.365
1.1.7.1 Inland
1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland 1.664.247 1.664
1.1.7.1.1.1 Inland
1.1.7.1.1.2 Ausland
1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen 69.544 16
1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile 179.165.452 0
1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland -1.498 -1
1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland -1.605 -2
1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 52.112 52
1.1.7.2 Ausland
1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada -221 0
1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika 1.479.677 79
1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia 46.052 2
1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika 58.036 3
1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo 77.342 68
1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien 0 0
1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz -9.048 -8
1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate -1.039.753 -248
1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn -136.888.000 -390
1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien -11.778 -10
1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien -11.568.117 -8.440
1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper 0 0
1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien 147.471 77
1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 0 0
1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile 179.165.452 197
1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile 304.663.000 201
1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich 16.646 17
1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko -4.313.017 -399
1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal -113.588.590 -170
1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien -282.584 -66
1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China -1.544.68 -196
1.2 Ausland
1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind 40.529.489 478
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
2.1 Inland
2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik - -
2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland 33.608 10
2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 4.423.689 1.769
2.2 Ausland
2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien - -
2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich 282.728 141
2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman 3.883.739 4.637
2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain 0 0
2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China -2.849.656 -181
2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation - -
2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan 1.666.395.633 1.750
3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh
3.1 Inland
3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland - -
3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland - -
3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland - -
3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland - -
3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland - -
Kommentare:
Name und Sitz der Gesellschaft
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien
1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten)
1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien
1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China
1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien
1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon
1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten
1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien 7)
1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien
1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn
1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur
1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon
1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien
1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand
1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola
1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien
1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China
1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam
1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen
1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien
1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande
1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz
1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien
1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama
1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik
1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 3)
1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation
1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola
1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada
1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand 4)
1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien
1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien
1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika
1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien
1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch
1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica
1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik
1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan 8)
1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien
1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama
1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak 9)
1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 1)
1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana
1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei 7)
1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden
1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark
1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha
1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien
1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan
1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea 7)
1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich
1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1 Inland:
1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.2.1 Inland
1.1.2.1.2.2 Ausland
1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur 7)
1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland 7)
1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland
1.1.2.2 Ausland
1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur
1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur
1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China
1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan
1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China
1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China
1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia
1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China
1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China
1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien
1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan
1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien
1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 5) 7)
1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika
1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika
1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika
1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika
1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation
1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation
1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien
1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien
1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei
1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation
1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien
1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine 7)
1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien
1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien
1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien
1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana 7)
1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen
1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama
1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada
1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur
1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich
1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran 7)
1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.3.1 Inland:
1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland 7)
1.1.3.2 Ausland:
1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation
1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.6.1. Inland
1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland
1.1.6.2. Ausland
1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien
1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon
1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch
1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei
1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien
1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien
1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand
1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran
1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.7.1 Inland
1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland
1.1.7.1.1.1 Inland
1.1.7.1.1.2 Ausland
1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen
1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile
1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland
1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland
1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland
1.1.7.2 Ausland
1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada
1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika
1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia
1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika
1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo 6)
1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien
1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz
1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 2)
1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn
1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien
1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien
1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper
1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien
1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile
1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile
1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich
1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko
1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal
1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien
1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China
1.2 Ausland
1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind
2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
2.1 Inland
2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik 7)
2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland
2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland
2.2 Ausland
2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien 7)
2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich
2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman
2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain
2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China
2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation 7)
2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan
3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh
3.1 Inland
3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland 7)
3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 7)
3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland 7)
3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 7)
3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland 7)
Kommentare:

1) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Verein

2) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

3) Die BAUER International FZE hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

5) Die BAUER Equipment Gulf FZE hält 49% an BAUER Equipment Gulf LLC, das Ergebnis steht der BMA aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

6) Die BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd hält 49% an BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertraglich

7) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor

8) Gesellschaft still gelegt

9) Geschäftsbetrieb eingestellt

Aufstellung zum Anteilsbesitz - Arbeitsgemeinschaften

Name und Sitz der Arbeitsgemeinschaft Anteil am Kapital
in %
--- ---
Abbruch/Spezialtiefbau SIEMENS Headquarter, München, Bundesrepublik Deutschland 25,61
ABS-Hanau-Nantenbach Umfahrung Schwarzkopftunnel, Hain i. S. 20,59
Arge 2. S-Bahn Stammstrecke VE10 Oberirdisch West, München, Bundesrepublik Deutschland 10,00
Arge 2. S-Bahn Stammstrecke VE30 Robbau Tunnel West und Hauptbahnhof Bahnhofplatz Oberirdisch West, München, Bundesrepublik Deutschland 10,00
ARGE A26/A7 Untergrundverbesserung Bl 3.2, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland 46,75
Arge A72 Borna - Rötha, Borna, Bundesrepublik Deutschland 23,60
Arge A72 RRB 1+5, Borna, Bundesrepublik Deutschland 9,20
Arge A72 RRB 2-4 + Regenklärbecken, Borna, Bundesrepublik Deutschland 8,87
Arge Abbruch und Baugrube Schwabinger Carré II München, München, Bundesrepublik Deutschland 58,43
Arge Abbruch und Baugrube Schwanthalerstr. 70 München, München, Bundesrepublik Deutschland 67,92
ARGE Abbruch und Tiefbau T1 München, München, Bundesrepublik Deutschland 45,05
ARGE Baugrube ÄKN Hannover, Hannover, Bundesrepublik Deutschland 62,36
ARGE Baugrube Haardtring Darmstadt, Darmstadt, Bundesrepublik Deutschland 28,61
ARGE Baugrube HTW Dresden, Dresden, Bundesrepublik Deutschland 56,46
ARGE Baugrube iCampus Rhenania München, München, Bundesrepublik Deutschland 100,00
ARGE Baugrube JoGu Mainz CfP-MAMI, Mainz, Bundesrepublik Deutschland 57,54
ARGE Baugrube Johannisgasse Leipzig, Leipzig, Bundesrepublik Deutschland 63,60
ARGE Baugrube Kaiserlei Offenbach, Offenbach, Bundesrepublik Deutschland 100,00
ARGE Baugrube Koppstraße 4 München, München, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Baugrube Neubau Messehalle 5 Frankfurt, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland 38,45
ARGE Baugrube Pergamonmuseum Berlin, Berlin, Bundesrepublik Deutschland 14,67
ARGE Baugrube Schrobenhausener Str. 15 München, München, Bundesrepublik Deutschland 51,96
ARGE Baugrube Südstadtbogen Neu-Ulm, Neu-Ulm, Bundesrepublik Deutschland 51,02
ARGE Baugrube Tafelhofpalais Nürnberg, Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland 36,63
ARGE Baugrube Upper-Nord Tower Düsseldorf, Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland 81,03
ARGE Bodenaustausch Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland 100,00
Arge Bosch Block 1 Stuttgart-Feuerbach, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Arge Braunlage Hasselkopftunnel, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE CEFAM Uniklinik Köln, Köln, Bundesrepublik Deutschland 69,34
ARGE Entsorgung QMBA Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland 4,41
Arge EÜ Bega, Westerkappe-Velpe, Bundesrepublik Deutschland 42,40
ARGE GA Neukirchen-Vilseck, Vilseck, Bundesrepublik Deutschland 27,87
ARGE Gateway Gardens Los 1, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland 27,18
ARGE Gepäcktunnel Fraport, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland 26,18
ARGE GMA HKW Jena, Jena, Bundesrepublik Deutschland 42,72
Arge Große Elsteflutbrücke - RiFa Halle, Halle/Saale, Bundesrepublik Deutschland 24,00
Arge GWW B30 Ravensburg, Ravensburg, Bundesrepublik Deutschland 38,05
ARGE HPW CHA 1, Berlin, Bundesrepublik Deutschland 34,93
ARGE Huyssenquartier Essen, Essen, Bundesrepublik Deutschland 53,47
ARGE Kaufland Esslingen, Esslingen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Kaufland Gröbenzell, Gröbenzell, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Kaufland Helmstedt, Helmstedt, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Kaufland Rheinfelden, Rheinfelden, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Kaufland Schrobenhausen, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Arge KBW Lage, Westerkappe-Velpe, Bundesrepublik Deutschland 18,60
ARGE Kö-Bogen II Düsseldorf 1.BA, Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland 25,51
ARGE München Lerchenfeldstraße 4,5 und 6, München, Bundesrepublik Deutschland 63,15
ARGE Nachverdichtung "Reifen-Rauch-Areal" Mainz, Mainz, Bundesrepublik Deutschland 73,97
Arge Nachverdichtung Platensiedlung Ginnheim, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland 78,19
Arge NBS Ulm Merklingen, Merklingen, Bundesrepublik Deutschland 4,64
ARGE Neubau 2. Schleuse Zerben, Zerben, Bundesrepublik Deutschland 27,35
ARGE Postsdam Babelsberger Straße, Potsdam, Bundesrepublik Deutschland 47,05
ARGE RÜB Willigisbrücke Aschaffenburg, Aschaffenburg, Bundesrepublik Deutschland 37,87
ARGE RÜB4 Weißenfels, Weißenfels, Bundesrepublik Deutschland 18,67
Arge Rückbau und Baugrube Leo 204 München, München, Bundesrepublik Deutschland 19,74
ARGE Rückhaltebecken Feldolling BA8-11, Feldolling, Bundesrepublik Deutschland 30,69
Arge Rütgers Brauchwasserbecken, Castrop-Rauxel, Bundesrepublik Deutschland 41,59
Arge S2 Nord - ENB von 4EÜ, Berlin, Bundesrepublik Deutschland 14,67
ARGE Sanierung ehem. Kettenfabrik Barchfeld, Barchfeld, Bundesrepublik Deutschland 100,00
Arge Spezialtiefbau Aicherpark WTRO, Rosenheim, Bundesrepublik Deutschland 67,69
ARGE Spezialtiefbau BW 8.2 Rosenheim, Rosenheim, Bundesrepublik Deutschland 50,24
Arge SPT WBA Plessa, Plessa, Bundesrepublik Deutschland 50,00
ARGE Stuttgart S21 Interregiokurve PFA 1.6a, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland 9,47
ARGE Tunnel Diez B417, Diez, Bundesrepublik Deutschland 12,44
ARGE Umgehung B427 Bad Bergzabern, Bad Bergzabern, Bundesrepublik Deutschland 40,00
Arge Venner-Moor-Brücke, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland 32,62
ARGE Verbau und Erdarbeiten Neubau C20 Neckarsulm, Neckarsulm, Bundesrepublik Deutschland 44,13
Arge VTRA und Bodenaustausch Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland 47,26
Arge Wasseraufbereitungsanlage Plessa, Los Baufeldumschließung, Plessa, Bundesrepublik Deutschland 35,67
ARGE WBA Helmsdorf, Helmsdorf, Bundesrepublik Deutschland 100,00
ARGE Westtangente Freising BA2 Tunnel Vötting, Freising, Bundesrepublik Deutschland 21,93
ARGE Zollhafen Mainz Rheinallee 1, Mainz, Bundesrepublik Deutschland 44,70
Baugrube Siemens Headquarter, München, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Erde/Ausrüstung Neubau Schleuse Wusterwitz, Wusterwitz, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Ersatzneubau Salvador-Allende-Brücke, Berlin, Bundesrepublik Deutschland 31,41
ETS Schacht Konrad, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
EÜ Cherbourger Straße, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland 26,00
EÜ Rüdesheim, Bebra, Bundesrepublik Deutschland 40,90
EÜ Sterndamm, Markkleeberg, Bundesrepublik Deutschland 28,22
Frankfurt Palais Quartier, Frankfrut a. M., Bundesrepublik Deutschland 25,00
Haldensleben, Beber-Düker, Osterweddingen, Bundesrepublik Deutschland 37,95
Katzenberg, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Müngstener Brücke Los 2, Stadtlohn, Bundesrepublik Deutschland 30,76
Neubau Schleuse Wusterwitz, Wusterwitz, Bundesrepublik Deutschland 27,45
Nord-Süd Stadtbahn Köln Los Nord, Köln, Bundesrepublik Deutschland 11,34
OU Pinneberg, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland 40,10
Reiche Zeche, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland 100,00
Saalebrücke Schkopau, Halle/Saale, Bundesrepublik Deutschland 30,81
Schleuse Büssau, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland 19,81
Sebaldsbrücker Heerstraße, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland 13,17
Spreetal, Schiffschleuse, Lauchhammer, Bundesrepublik Deutschland 39,32
Spreetal, Wirtschaftswegbrücke, Lauchhammer, Bundesrepublik Deutschland 32,90
Stahlbau Arge Müngstener Brücke, Duisburg, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Tunnel Luise-Kiesselbach-Platz, München, Bundesrepublik Deutschland 23,49
Verfüllung Grube Obermantelkirchen, Obermantelkirchen, Bundesrepublik Deutschland 50,00
Weserbrücke Beverungen, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland 37,00
WKA Bremen Hemelingen, Bremen, Bundesrepublik Deutschland 100,00

Vorschlag zur Gewinnverwendung

Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft schließt ab mit einem Jahresfehlbetrag von -14.143,22 €.

Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von -49.612,91 € ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von -63.756,13 €. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.

Schrobenhausen, 31. März 2021

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Phys. Michael Stomberg

Vorsitzender des Vorstand
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 114 Abs. 2 WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 31. März 2021

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Dipl.-Phys. Michael Stomberg

Vorsitzender des Vorstand
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Peter Hingott Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:

1 Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:

1 Sachverhalt und Problemstellung

2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

3 Verweis auf weitergehende Informationen

Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:

1 Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen

1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von T€ 285.006 (84,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen überprüft. Zur Ermittlung der beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und der wesentlichen Beteiligungen wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2020 kein Abwertungsbedarf.

Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen und ein Prozessverständnis gewonnen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.

Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht vorzunehmen.

3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in dem Kapitel "III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung" sowie Kapitel "IV. Bilanzerläuterungen", im Abschnitt "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist:

die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB" des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB
den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung

durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei Bauer_AG_EA_LB_ESEF-2020-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF- Unterlagen

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.

Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Jahresabschluss und geprüften Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF- Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, ermöglichen.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juni 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Abschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Sehwehr.

Stuttgart, den 9. April 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jürgen Schwehr ppa. Bernd Adamaszek
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats 2020

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt, hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert und sich zu strategischen Themen und zur Risikolage ausgetauscht.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, haben sich nicht ergeben.

SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM

Im Berichtsjahr fanden sechs Plenumssitzungen und zwei Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren statt. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources waren Gegenstand in allen quartalsweisen Aufsichtsratssitzungen. Dabei bezieht der Aufsichtsrat die Berichte aus den Ausschüssen ein.

In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers geprüft. Die Formulierung der Bestätigungsvermerke zu den Prüfberichten wurden mit den Wirtschaftsprüfern vor dem Hintergrund der Verletzung von Finanzkennzahlen zum Jahresende eingehend behandelt. Ebenso wurden die Erklärung zur Unternehmensführung und der nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Wahl der Abschlussprüfer, mit dem Vergütungssystem und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Einladung der Hauptversammlung befasst. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung wurde in der Sitzung ebenso beraten. Im Mai kam der Aufsichtsrat nochmals gesondert zu Beratungen zur COVID-19-Pandemie zusammen und ließ sich vom Vorstand in diesem Zusammenhang über die Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung und die Finanzzahlen sowie über den Stand der Liquidität/ Finanzierung informieren. Der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung als virtuelle Veranstaltung wurde durch den Aufsichtsrat in einem schriftlichen Umlaufverfahren zugestimmt.

Im Juni hat sich der Aufsichtsrat mit der Verstärkung des Managements im Segment Resources befasst und die Berichterstattung zur Geschäftsentwicklung in den Segmenten stand unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Maßnahmen zur Einsparung von Kosten. Weiter wurden die Finanzierungssituation und die Verfügbarkeit von Avalrahmen behandelt und der Beendigung des Joint Ventures mit der Schlumberger Gruppe in der Herstellung von Tiefbohranlagen wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat ließ sich zudem den Umgang im Baubereich mit Unterauslastungen im Projektgeschäft und über die Möglichkeiten zur Verschiebung von Kapazitäten über die Ländergrenzen hinweg durch die zuständige Geschäftsführung berichten.

In der September-Sitzung wurde erneut der Umgang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie eingehend besprochen und Veränderungen in der Geschäftsentwicklung wurden vom Vorstand berichtet. Als weitere Schwerpunkte wurden die mittelfristige Konzernbilanzplanung sowie das Recruiting und die Entwicklung von Fach- und Führungskräften behandelt.

Anfang Dezember kam der Aufsichtsrat zusammen, um die Ausnutzung des genehmigten Kapitals und die Ausgabe von Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts zu beschließen. In der regulären Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde neben der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Bereichen, die Vorstandsvergütung behandelt und ein neues Vergütungssystem für den Vorstand zur Vorlage an die nächste ordentliche Hauptversammlung sowie eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen und der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2021 zugestimmt. Weiter wurde die Effizienzprüfung durchgeführt und die Amtszeit und der Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds Peter Hingott wurden um weitere fünf Jahre verlängert.

ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN

Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss nicht zusammentreten musste. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben deren Vorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet.

Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie eine Neufassung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Tantiemenrahmen vorbereitet. Der Ausschuss hat sich weiter mit der Erklärung zur Unternehmensführung zum Geschäftsjahr 2019 befasst.

Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats behandelt sowie die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Peter Hingott befürwortet.

Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr fünfmal zusammen. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts, der Quartalsmitteilungen, des Halbjahresfinanzberichts und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses, des zusätzlichen Berichts des Abschlussprüfers, des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie mit der Wahl und Bestellung des Abschlussprüfers befasst und die Qualität der Abschlussprüfung beurteilt. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und die Honorarvereinbarung getroffen. Prüfungsschwerpunkte zu besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalten wurden in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Weiter hat der Ausschuss in einer Schwerpunktsitzung die Berichte zum Risikomanagement und zur Internen Revision entgegengenommen und die Hochrechnung zum Jahresende geprüft. Weiter wurde die Refinanzierung des Konsortialkredits überprüft und mit den Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung hat man sich regelmäßig befasst.

Der Nominierungsausschuss hat sich in einer Sitzung mit den Kandidatenvorschlägen zur Wahl des Aufsichtsrats im Jahr 2021 befasst.

Sitzungsteilnahmen der Aufsichtsratsmitglieder

Aufsichtsratsplenum Präsidial- und Personalausschuss Prüfungsausschuss Nominierungsausschuss
Anzahl durchgeführter Sitzungen 6 2 5 1
Regina Andel 6
Dr.-Ing. Johannes Bauer 6 2
Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer 6 2 1
Rainer Burg 6
Maria Engfer-Kersten 6 5
Robert Feiger 6
Reinhard Irrenhauser 6 2
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 6 1
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 6
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 6 1
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg 6 5
Gerardus N.G. Wirken 6 5

PRÄSENZ

Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2020 eine konstant hohe Teilnahmequote bei den Beratungen des Aufsichtsratsplenums sowie seiner Ausschüsse verzeichnet werden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse haben im Geschäftsjahr 2020 an allen Sitzungen des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen teilgenommen, so dass bei allen Beratungen die Mitglieder vollständig anwesend waren.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2020

Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2020 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen, den nichtfinanziellen Konzernbericht und die Berichte der Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen.

Die Abschlussunterlagen mit dem nichtfinanziellen Konzernbericht und die Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt und von diesen geprüft. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben und der Veröffentlichung des nichtfinanziellen Konzernberichts wurde zugestimmt. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 8. April 2021 behandelt und durch nachfolgende Beschlussfassung gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen. Mangels Bilanzgewinn kann den Aktionären kein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gemacht werden. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.

Schrobenhausen, April 2021

Der Aufsichtsrat

Prof. Thomas Bauer

Aufsichtsratsvorsitzender

Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft

zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2019 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 (nachfolgend auch "Kodex 2017") bis zum Inkrafttreten des Kodex in der von der Regierungskommission am 16. Dezember 2019 beschlossenen Fassung am 20. März 2020 (nachfolgend "Kodex 2020") mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:

1. Abweichend von Ziffer 3.8 des Kodex 2017 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.

2. Die in Ziff. 4.2.5 des Kodex 2017 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2016 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 des Kodex 2017 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde. Ebenso werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen aus Datenschutzgründen nicht wie in Ziff. 5.4.6 gefordert individualisiert angegeben.

3. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des Kodex 2017 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.

4. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.

Ferner erklären Vorstand und Aufsichtsrat hiermit, dass den Empfehlungen des Kodex 2020 seit seinem Inkrafttreten am 20. März 2020 mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1. Abweichend von Empfehlung B.3 erfolgt die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern nicht für längstens drei Jahre, sondern entsprechend der gesetzlichen Höchstfrist gemäß § 84 Abs. 1 AktG in der Regel für fünf Jahre. Soweit Vorstandsmitglieder aus den Führungskräften der Unternehmensgruppe gewonnen werden und somit die Zusammenarbeit bereits längere Zeit beurteilt werden konnte, besteht keine Notwendigkeit die Erstbestellung zu verkürzen. Soweit Vorstandsmitglieder am Markt gewonnen werden, wird eine generell verkürzte Erstbestellung aufgrund des Wettbewerbs am Personalmarkt nicht befürwortet.

2. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu den Empfehlungen B.5 und C.2 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.

3. Abweichend von Empfehlung C.10 ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zugleich Vorsitzender des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses ist, nicht unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand. Die Kenntnisse und Fähigkeiten des Aufsichtsratsvorsitzenden, der auch lange Vorstandsmitglied der BAUER Aktiengesellschaft war und der auch für keine andere Position im Aufsichtsrat zu gewinnen gewesen wäre, werden für die Aufsichtsratsarbeit als vorteilhaft eingeschätzt. Im Übrigen setzt sich der Aufsichtsrat aus 12 Mitgliedern und nach Einschätzung des Aufsichtsrats aus genügend unabhängigen Mitgliedern zusammen, so dass eine genügende Kontrolle der Unabhängigkeit durch das Gremium gewährleistet ist.

4. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 war abweichend von Empfehlung F.2 nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.

5. Die Empfehlungen G.1 - G.11 enthalten zahlreiche neue Empfehlungen zur Ausgestaltung des Vergütungssystems und der individuellen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Für die Vergangenheit wurden die Empfehlungen G1, G6 bis G.11 nicht vollständig entsprochen. Dies betrifft insbesondere die Empfehlungen zur Bestimmung der Ziel-Gesamtvergütung, der Festlegung der relativen Anteile der Festvergütung einerseits und der variablen Vergütungsbestandteile andererseits, zum Zusammenwirken der Leistungskriterien, zur aktienbasierten variablen Vergütung und zur Rückforderung einer variablen Vergütung. Auf Basis der maßgeblichen gesetzlichen Regelungen sah der Aufsichtsrat das angewandte Vergütungssystems dennoch als angemessen und im Interesse der Gesellschaft stehend an. Vor dem Hintergrund der neuen Empfehlungen des DCGK und den Regelungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) befasste sich der Aufsichtsrat grundlegend mit dem Vergütungssystem für den Vorstand, welches der nächsten ordentlichen Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden soll. Nach der aktuellen Fassung des neuen Vergütungssystems sollen die Empfehlungen in G.10 nicht eingehalten werden. Es ist nicht vorgesehen, dass die gewährten variablen Netto-Vergütungsbeträge überwiegend in Aktien angelegt oder aktienbasiert gewährt werden und der Vorstand über die komplette langfristige variable Vergütung erst nach vier Jahren verfügen können soll. Stattdessen soll die aktienbasierte Vergütung lediglich etwa ein Viertel der variablen Zielvergütung ausmachen und nur der aktienbasierte Teil der variablen Vergütung einer Haltefrist von vier Jahren unterliegen. Dies wird in der Gesamtschau des Vergütungssystems für den Vorstand der BAUER Aktiengesellschaft als eine angemessenere Regelung als die Kodex-Empfehlung erachtet.

Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.

Schrobenhausen, den 08. Dezember 2020

Michael Stomberg Prof. Thomas Bauer
Vorstandsvorsitzender Aufsichtsratsvorsitzender