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Bauer AG — Annual Report 2020
Jun 21, 2021
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Annual Report
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Publication

BAUER Aktiengesellschaft
Schrobenhausen
Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020
Zusammengefasster Lagebericht
I. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
KONZERNSTRUKTUR
Die BAUER Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und konzernweite Standards gesetzt.
Im Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.
Die BAUER Aktiengesellschaft (BAUER AG) ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und ihre Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Group Accounting and Controlling, Internal Audit and Risk Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr existierten keine für den Geschäftsverlauf bedeutsamen bzw. wesentlichen Zweigniederlassungen im Konzern.
UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM
Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente -die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.
Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe unterliegen den Unternehmensleitlinien, Regelungen und den übergreifenden Strategien der BAUER Gruppe. Diese werden vom Vorstand des Konzerns festgelegt und sind für die jeweiligen Gesellschaften verbindlich. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaften sind eigenverantwortlich für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig, solange sie sich innerhalb des oben beschriebenen Regelwerkes bewegen.
Diese selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gebunden. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung der Unternehmensleitlinien, des Ethikmanagements sowie von Gesetzen und sonstigen Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen.
Finanzielle Leistungsindikatoren
Als wesentliche und bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns werden die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung, das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet. Für die BAUER AG werden anstelle der Gesamtkonzernleistung die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis nach Steuern verwendet.
Die Gesamtkonzernleistung ist der in der Baubranche übliche Leistungsindikator und stellt dabei die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Umsatzerlöse werden hingegen nicht als Leistungsindikator herangezogen. Diese geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr im Konzern erbrachten Leistung wider. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt. Über die Berechnung sowie die Entwicklung des EBIT sowie des Ergebnisses nach Steuern des Konzerns finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht. Auf Segmentebene werden die Gesamtkonzernleistung und das EBIT als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren herangezogen.
Zudem hat sich der Vorstand dazu entschieden, ab dem Geschäftsjahr 2021 das Ergebnis nach Steuern nicht mehr als Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns sowie der BAUER AG zu nutzen. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass das Ergebnis nach Steuern in relevantem Maße von äußeren Einflussfaktoren abhängig ist. Hierzu zählen insbesondere die Währungsentwicklungen in den unterschiedlichen Ländern sowie die Marktwertveränderungen der Derivate und die Steuerbelastung. Diese Faktoren können einen nicht abschließend planbaren, wesentlichen Einfluss auf das Finanzergebnis und damit auf das Ergebnis nach Steuern im jeweiligen Geschäftsjahr haben.
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch nichtfinanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.
Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2020, trotz der COVID-19-Pandemie, erneut erhebliche Beträge zur Neu- und Weiterentwicklung ihrer Produkte und Dienstleistungen in den drei Segmenten sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau sowie die passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zum Segment Maschinen gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH selbst ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und Innovationen vorantreiben. Die zentrale Entwicklungsabteilung arbeitet an den Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung findet. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt.
Im Maschinenbereich stand im Bereich der Forschung vor allem die Arbeit an der Automatisierung, der Vernetzung und der Digitalisierung der Geräte im Mittelpunkt. Im Rahmen der Teilnahme an Forschungsprojekten wurden die im vorherigen Jahr entwickelten Konzepte und Ideen zur Teilautomatisierung und Digitalisierung der Prozesse in erste Demonstratoren überführt. So wurde 2020 die Entwicklung der Kommunikation vom Schreibtisch zum Bohrgerät weiter ausgebaut. Eine erste Baustelle konnte so ohne gedruckten Pfahlplan, dafür mit einem digitalen Modell der Baustelle und einer daran gekoppelten Aufgabenliste für den Gerätefahrer zur Verfügung gestellt werden. Damit wurde der Informationsfluss von der Planung bis zur Dokumentation eines Bohrpfahls durchgängig und ohne manuelle Übertragungen möglich.
Im Bereich der Technologien für die Offshore-Gründung wurde die Maschinen- und Verfahrenstechnik des Dive Drill, der ursprünglich zur Herstellung von Entlastungsbohrungen für gerammte Gründungen von Offshore-Windfarmen entwickelt wurde, zu einem hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit universell einsetzbaren, kontinuierlichen Bohrverfahren weiterentwickelt. Aufgrund seiner vibrationsarmen und lärmreduzierten Arbeitsweise ist der Dive Drill DD 40 U ein geeignetes System, um Gründungen für Offshore-Windfarmen in sensiblen maritimen Ökosystemen herzustellen.
Im Segment Bau gibt es ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt. Im Jahr 2020 lag der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung der Verfahrenstechnik. Hier ist es das Ziel, bei der Herstellung der Produkte im Spezialtiefbau die vorhandenen Ressourcen noch effizienter einzusetzen sowie die Materialströme von und zur Baustelle deutlich zu reduzieren, was auch zu einer Schonung der Umwelt beiträgt. Im Bereich des Mixed-in-Place (MIP)-Verfahrens ermöglicht dies die gezielte Vergrößerung des hergestellten Wandquerschnittes durch eine innovative Weiterentwicklung der Mischwerkzeuge. Damit können zukünftig deutlich tragfähigere Wände hergestellt werden. Zudem ist der Einsatz von industriell gefertigten Fertigteilelementen bei der Herstellung von Baugrubenwänden bzw. Schlitzwänden bereits erfolgreich in einem Baustellentest umgesetzt worden. Fertigteilelemente bieten den Vorteil eine vergleichsweise hohe Tragfähigkeit bei geringem Materialeinsatz zu erreichen.
Im Segment Resources liegt der Entwicklungsschwerpunkt auf Lösungen für den Umweltbereich, die Altlastensanierung sowie die Entsorgung. Beispielsweise gibt es die Herausforderung, dass flüssige Abfälle oder Bohrsuspensionen immer schwieriger zu entsorgen sind. Dafür hat der Bereich Umwelt der BAUER Resources GmbH im Jahr 2020 Versuche durchgeführt, um verschiedene flüssige mineralische Abfälle bzw. Suspensionen zu entwässern, mit dem Ziel zukünftig Entsorgungssicherheit zu gewährleisten. Zudem wurde eine Versuchsanlage für alternative Filtermaterialien für die PFC-Immobilisation geplant. Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFC) stellen heute ein großes Umweltproblem dar. Auch wurde am Einsatz von Verfahren zur Wärmespeicherung für den Spezialtiefbau geforscht.
Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus vermeintlich einfachen Ideen neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen.
Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.
Im Segment Maschinen waren 195 Mitarbeiter in der Forschung und der Entwicklung tätig, dazu kommen Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung wurden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.
Im Segment Bau waren 2020 28 Mitarbeiter und im Segment Resources 13 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir regelmäßig weitere erhebliche Mittel auf. Diese Aufwendungen haben in der Vergangenheit vielfach zu einer generellen Erhöhung der Know-how-Basis der Segmente geführt.
Für die BAUER Gruppe waren insgesamt 237 Mitarbeiter in der Forschung und der Entwicklung tätig. Die aufwandswirksamen verrechneten Forschungs- und Entwicklungskosten betrugen 2020 25,4 Mio. EUR (Vorjahr: 22,8 Mio. EUR).
II. WIRTSCHAFTSBERICHT
GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG
Die Weltwirtschaft war im Jahr 2020 durch die globale COVID-19-Pandemie geprägt, die zu einer der größten Rezessionen der letzten Jahrzehnte geführt hat. In vielen Sektoren der Wirtschaft kam es zu noch nie dagewesenen Einbrüchen, wie beispielsweise in der Luftverkehrs-, der Tourismus- oder der Gastronomiebranche. Dazu sind viele weitere bedeutende Herausforderungen weiterhin vorhanden. Im Fokus sind dabei unverändert die Beziehungen der westlichen Welt zu China, anhaltende Sanktionen und Spannungen mit Russland sowie die Herausforderungen des Klimawandels. Weiter Sorge bereiten die durch die COVID-19-Pandemie in den Hintergrund gerückten Konfliktherde mit dem Iran, die Kriege in Syrien, dem Jemen und Libyen sowie die Spannungen an der indisch-chinesischen Grenze. Auch die weltweite Flüchtlingskrise, die auf unterschiedlichsten Ursachen beruht, ist weiterhin ungelöst. Dahingehend wird sich auch zeigen, ob sich der zunehmende Protektionismus weiter verstärkt.
Ungeachtet dessen sind mit der Wahl in den USA und dem vollzogenen Brexit Unsicherheiten und Spannungen aufgelöst worden und sorgen für neue Perspektiven. Positiv ist ebenfalls, dass man sich auf die Beendigung der Sanktionen gegen Katar einigen konnte. Auch die neue Regierung in den USA hat erste deutlich positivere Zeichen gegenüber der restlichen Welt gesendet, wie beispielsweise den Wiedereintritt in das Pariser Klimaabkommen oder in die Weltgesundheitsorganisation.
Ungeachtet des coronabedingten deutlichen Einbruchs konnte die Weltwirtschaft in vielen Bereichen durch immense staatliche Eingriffe und Fördermaßnahmen in fast allen Ländern der Welt bis heute vor dramatischen Folgen wie Massenarbeitslosigkeit, Insolvenzen, Börsencrashs und Währungsverlusten bewahrt werden. Die tatsächlichen Folgen der COVID-19-Pandemie werden wir vermutlich frühestens mit Beginn des zweiten Halbjahres 2021 erleben - vieles wird sich auch erst später zeigen.
UNSERE MÄRKTE IM ÜBERBLICK
Die Einschätzung der Marktentwicklungen sowie der allgemeinen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konzern und für die Geschäftssegmente in diesem Lagebericht basiert auf den Informationen aus den einzelnen Tochtergesellschaften, sowie den Einschätzungen der Regionalleiter sowie der obersten Führungsebene.
Die Folgen der COVID-19-Pandemie auf unsere Märkte haben sich im Jahr 2020 regional sehr unterschiedlich bemerkbar gemacht. Europa, die USA und China waren hier deutlich weniger beeinflusst als die Märkte in Asien. Insgesamt war der Bau durch die Pandemie weniger stark betroffen als viele andere Industrien. Der Markt für Baumaschinen musste hingegen einen deutlichen Rückgang verkraften. Negativ beeinflusst wurden alle Sektoren durch die zum Teil umfassenden Ausgangs- und Reisebeschränkungen, was auch Folgen für die Baustellenlogistik hinsichtlich Personal und Geräten hatte. Durch immer wieder auftretende Lockdowns in einzelnen Ländern kam es ungeachtet der generell weiter guten Nachfrage zu deutlichen Verzögerungen bei der Vergabe neuer Aufträge wie auch bei der Durchführung laufender Projekte.
Der generelle Nachholbedarf an Infrastruktur, der sowohl in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen als auch in den etablierten Industrieländern vorhanden ist, wurde 2020 auch durch die Pandemie nicht gebremst. Staatliche Investitionen in die Infrastruktur förderten die Baumärkte weltweit. Im Gegenzug war eine Zurückhaltung im Industriebau bereits zu spüren.
Neben dem Bau- und dem Maschinenbaumarkt, als für uns wichtigste Märkte, sehen wir auch in den Bereichen Umwelttechnik, Wasser, Bergbau und erneuerbare Energien ungeachtet der Pandemie eine grundsätzlich positive Entwicklung, die durch den generell steigenden Bedarf an diesen Themen vorangetrieben wird.
Deutschland
In Deutschland waren die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Bauwirtschaft nicht so erheblich. Weiter niedrige Zinsen, staatliche Förderungen und ein anhaltend hoher Nachholbedarf in Ballungsräumen, insbesondere im Bereich des Wohnungsbaus, trieben die Baukonjunktur an. Der öffentliche Bau profitierte von einem erheblichen Defizit im Bereich Infrastruktur, für den im Staatshaushalt finanzielle Mittel zur Verfügung standen. Teilweise hat der schlechte Zustand der Infrastruktur große Auswirkungen auf den Güterverkehr, so dass hier enorme Aufwendungen notwendig sind. Die anhaltende Debatte über den CO2-Verbrauch und die Folgen des Klimawandels machen zusätzliche Investitionen notwendig, die zum Teil der Bauwirtschaft zugutekommen. Aufgrund der Unsicherheit über die Folgen der Pandemie und die Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte der Länder und Gemeinden kam es insgesamt zu einer Investitionszurückhaltung. Dies galt ebenso für den Industriebau. Während die Ausschreibungsaktivitäten zunächst merklich zurückgingen, zeigte sich bereits im vierten Quartal wieder eine Belebung.
Baustatistik Deutschland - Veränderung 2019 /2020
| in % | Umsatz | Auftragseingang | Beschäftigte |
|---|---|---|---|
| Wohnungsbau | 11,4 | 7,6 | - |
| Wirtschaftsbau | 4,5 | -4,9 | - |
| Öffentlicher Bau | 5,7 | 2,2 | - |
| Insgesamt | 6,6 | 0,4 | 3,7 |
Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie
Europa
Die Baumärkte in Westeuropa haben sich trotz der Pandemie weitestgehend robust gezeigt. Neben Deutschland konnten Frankreich, England und auch die Schweiz im vergangenen Jahr einen Anstieg der Bauleistung verzeichnen. Positiv entwickelten sich auch die Märkte in Nordeuropa, wie Dänemark, Schweden und Norwegen. Die südeuropäischen Länder, die stärker von der Pandemie betroffen waren, verzeichneten eine schwächere Entwicklung bei der Baunachfrage.
In vielen Staaten Osteuropas bewegten sich die Bauinvestitionen aufgrund fehlender Finanzmittel weiter auf sehr niedrigem Niveau. Russlands Bausektor war durch die anhaltenden Sanktionen schwach und die Bemühungen des Staats hier entgegenzuwirken waren nicht ausreichend.
Nahost & Zentralasien
Auch im Nahen Osten wirkte sich die COVID-19-Pandemie negativ aus und verstärkte zusätzlich die bereits bestehenden Probleme, die durch die anhaltenden Konflikte sowie den speziell im ersten Halbjahr niedrigen Ölpreis entstanden sind. Eine Erholung des Ölpreises und die Beilegung des Konflikts mit Katar konnten die Folgen der Pandemie nicht ausgleichen. Daher waren auch die Investitionen in den Bausektor sehr verhalten. Die staatlichen Budgets bewegten sich weiter auf niedrigerem Niveau, so dass Investitionen auf das nötigste begrenzt wurden. Eine Folge dieser Entwicklung waren auch anhaltende Überkapazitäten im Bausektor und ein merklich zurückgegangener Bedarf an Neugeräten für diesen Markt.
In Saudi-Arabien gab es erste Anzeichen für eine Erholung. Im arabischen Raum hatte alleine Ägypten eine durchgehend stabile Baukonjunktur. In Summe waren und sind die Marktbedingungen für den Bau und Maschinenbau in dieser Region schwierig.
In den Märkten Südasiens, wie Indien, Bhutan oder Bangladesch, ergaben sich durch den allgemeinen Bedarf nach Infrastruktur und Energieversorgung immer wieder interessante Projekte für die Bauindustrie und speziell den Spezialtiefbau. Insbesondere im Bereich der Dammstabilisierung und bei der Errichtung von Wasserkraftwerken gab es regelmäßig gute Projektchancen.
Asien-Pazifik, Fernost & Australien
Die Märkte in Asien waren von der Pandemie mit am stärksten betroffen. Langanhaltende und strikte Lockdowns wie in Malaysia, Australien und auch auf den Philippinen haben teilweise über Monate zum Stillstand in den jeweiligen Ländern geführt. Insgesamt hat sich die Hoffnung, dass sich die generell weiter hohe Nachfrage nach großen Infrastrukturvorhaben im zweiten Halbjahr 2020 positiv auswirkt, nicht bestätigt.
Die mittelfristigen Perspektiven für den Baumarkt im Fernen Osten sind aber weiter gut.
Die Bauwirtschaft in China konnte sich nach dem Einbruch zu Beginn des Jahres 2020 schnell wieder erholen und fand zu altem Niveau zurück. Durch die starke lokale Konkurrenz und staatliche Regelungen für ausländische Unternehmen ergeben sich kaum Möglichkeiten, um dort in der Bauausführung tätig zu werden. Der Verkauf von Baumaschinen lag in China im abgelaufenen Jahr sogar höher als im Vorjahr.
Amerika
Der anhaltend große Nachholbedarf in vielen Infrastrukturbereichen des Landes, unter anderem auch im Bereich des Hochwasserschutzes, ist durch die Pandemie nicht wesentlich beeinflusst worden. Die US-amerikanische Wirtschaft konnte sich insgesamt gut behaupten und auch das Wahljahr in den USA hatte keine negativen Auswirkungen auf die Bauwirtschaft. Dieser positive Trend war auch beim Verkauf von Baumaschinen zu sehen.
In Kanada zeigte sich der Baumarkt positiv. In den Ländern Mittel- und Südamerikas hatte die Pandemie deutliche Folgen für die dortige Wirtschaftsleistung, was sich auch auf die Bau- und Maschinenbaumärkte ausgewirkt hat. Hier sind die Aktivitäten sehr deutlich zurückgegangen. Panama befand sich fast das gesamte Jahr im Lockdown.
Afrika
Eine Wiederbelebung und leichte Erholung der Rohstoffmärkte hat die Investitionstätigkeit der Rohstoffindustrie in Afrika ansteigen lassen, auch mit positiven Auswirkungen auf Investitionen in für den Bergbau benötigte Dienstleistungen. Insgesamt ist das wirtschaftliche Niveau vieler Länder weiter sehr niedrig, so dass die Baunachfrage auch 2020 entsprechend niedrig war. Wichtige Zukunftsthemen für den Kontinent wie Wasser, Umwelt, Energie oder Bodenschätze, nehmen an Bedeutung zu und werden wieder verstärkt durch Fördermaßnahmen unterstützt. Die weltweite COVID-19-Pandemie hat aber auch hier die Prioritäten verschoben. Mit einer weiteren Ausbreitung der Pandemie auf dem Kontinent sind die Zukunftsperspektiven nochmal schwieriger.
Gesamtaussage Märkte
Neben den grundlegenden Herausforderungen, wie der anhaltenden Volatilität der Weltmärkte mit sich immer wieder kurzfristig ändernden politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, auf die wir uns als Firma immer wieder schnell und flexibel einstellen müssen, sind die bereits spürbaren und auch die noch unklaren weiteren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie als zusätzliche Herausforderungen dazugekommen. Insbesondere gilt dies für uns für die Bau- und Maschinenbaumärkte.
Gleichzeitig konnte die Pandemie den anhaltenden weltweiten Bedarf nach Bauleistungen und damit auch nach Baumaschinen bisher nicht grundlegend ändern, sondern nur zeitlich verzögern. Auch in und nach der Pandemie bietet die anhaltende Dynamik einzelner Märkte immer wieder neues Potential für kurzfristige Marktchancen. In den nächsten Monaten ist aber mit weiteren negativen Einflüssen durch die COVID-19-Pandemie zu rechnen. Mittel- und langfristig erwarten wir jedoch wieder stabile Bau- und Rohstoffmärkte und eine positive Gesamtentwicklung, die uns gute Chancen bietet. Im Bereich der Bekämpfung und Bewältigung des Klimawandels ergeben sich neue Wachstumschancen für unser Unternehmen.
GESCHÄFTSVERLAUF
Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtkonzernleistung von 1.453,6 Mio. EUR, die um 8,8 % unter dem Vorjahreswert von 1.594,7 Mio. EUR lag. Das EBIT stieg von 33,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR deutlich an. Das Ergebnis nach Steuern war mit -8,2 Mio. EUR negativ.
Im Vorjahr stand hier ein deutlicher Verlust von -36,6 Mio. EUR zu Buche.
Mit dem vorliegenden Jahresabschluss wurde auf Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen innerhalb der GuV umgegliedert und ist nunmehr Bestandteil des EBITDA sowie des EBIT. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die Gesamtkonzernleistung ist gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückgegangen, was insbesondere auf die Segmente Maschinen und Resources zurückzuführen war. In der Kennzahl sind für 2020 rund 50 Mio. EUR erhöhende Effekte aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in Hongkong und einer Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger enthalten. Bei den Ergebniskennzahlen konnte eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erreicht werden, wobei in den Geschäftszahlen 2019 eine erhebliche Wertberichtigung von etwa 40 Mio. EUR enthalten war, die aufgrund eines Urteils aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018 vorzunehmen war. Dabei ging es um ein Bauprojekt, das 2011 und 2012 in Hongkong ausgeführt wurde und bei dem ein erheblicher Mehraufwand geleistet werden musste. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 konnte trotz des Leistungsrückgangs im Wesentlichen durch zahlreiche positive Bauprojekte, ein stabiles Umweltgeschäft sowie den Maßnahmen der Kurzarbeit, ein zufriedenstellendes EBIT erzielt werden. Damit hielt sich der Verlust beim Nachsteuerergebnis im Rahmen.
Auch Zinssicherungsgeschäfte hatten einen negativen Einfluss auf das Nachsteuerergebnis, da diese entsprechend der Entwicklung der Marktzinsen in der Bilanz zu bewerten sind. Da die Marktzinsen im Vergleich zu Ende Dezember 2019 weiter rückläufig waren, blieb es bei einem negativen Effekt auf das Nachsteuerergebnis. Dieser reduzierte sich jedoch gegenüber dem Vorjahr von -10,6 Mio. EUR auf -5,3 Mio. EUR.
Mit dem Geschäftsbericht 2019 hatte der Konzern am 9. April 2020 eine Prognose für das Geschäftsjahr 2020 abgegeben.
Diese sah eine leichte Steigerung bei der Gesamtkonzernleistung, eine deutliche Steigerung des EBIT sowie eine deutliche Steigerung beim Ergebnis nach Steuern in den positiven Bereich vor. Aufgrund der COVID-19-Pandemie nahm der Konzern per Ad-hoc Meldung am 17. Juni diese Prognose zurück, da zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war, wie die weiteren Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des Konzerns sein würden.
Am 3. November veröffentlichte der Konzern per Ad-hoc Meldung seine neue Prognose für das Geschäftsjahr 2020: Eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,5 Mrd. EUR, ein EBIT in etwa auf Höhe des Vorjahres sowie ein negatives Ergebnis nach Steuern, das deutlich besser als im Vorjahr und besser als -20 Mio. EUR erwartet wurde. Diese zuletzt gegebene Prognose konnte hinsichtlich der Ergebniskennzahlen, insbesondere beim EBIT, deutlich übertroffen werden, was dem Kapitalmarkt per Ad-hoc Meldung am 1. März 2021 mitgeteilt wurde. Dies lag vor allem daran, dass im Segment Maschinen zum Jahresende eine bessere Ergebnisentwicklung stattgefunden hat, als erwartet. Die zuletzt prognostizierte Gesamtkonzernleistung konnte aufgrund einer zum Jahresende schwächeren Leistungsentwicklung in den Segmenten Bau und Resources nicht erreicht werden.
Der Auftragsbestand des Konzerns lag zum Jahresende 2020 mit 1.162,5 Mio. EUR mit 13,1 % deutlich über dem bereits hohen Vorjahreswert von 1.027,6 Mio. EUR. Obwohl sich die Märkte durch die COVID-19-Pandemie sehr volatil und deutlich schwieriger zeigten als 2019, ist es im Segment Bau gelungen, einige sehr große Aufträge zu gewinnen und den Auftragsbestand deutlich zu steigern. Im Maschinenbau lag der Auftragsbestand merklich unter dem Vorjahr. Im Segment Resources ging er gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zurück. Der Auftragseingang lag mit
Prognose-Ist-Vergleich 2020
| in Mio. EUR | Prognosen | Ist 2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| 09.04.2020 | 17.06.2020 | 03.11.2020 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung | leichte Steigerung | zurückgenommen | ~ 1.500 | 1.454 |
| EBIT | deutliche Steigerung | zurückgenommen | etwa in Höhe des Vorjahres | 55,5 |
| Ergebnis nach Steuern | deutliche Steigerung in den positiven Bereich | zurückgenommen | deutlich Steigerung und besser als -20 Mio. EUR | -8,2 |
1.588,5 Mio. EUR um 1,3 % unter dem Vorjahreswert von 1.608,7 Mio. EUR.
Auswirkungen der COVID-19-Pandemie
Betrachtet man den Einfluss auf die Märkte des Segments Bau, so konnten in den meisten Ländern Europas, des Nahen Ostens, Amerikas und Afrikas, die Bauprojekte nach teilweise Unterbrechungen weitergeführt werden. In manchen Ländern jedoch, vor allem im Fernen Osten, gab es großräumige Ausgangsbeschränkungen und eine komplette, teilweise monatelange Stilllegung der Wirtschaft, wie etwa in Malaysia, Thailand, auf den Philippinen oder auch in Panama. Aber auch in den Ländern, in denen der Baubetrieb kaum unterbrochen war, erschwerten vor allem die Reisebeschränkungen die Baustellenlogistik. Benötigte Maschinen oder Expertenteams gelangten nur schwer und mit deutlich längerer Anreise oder quarantänebedingten Verspätungen auf die Baustellen. Dies stellte gerade international agierende Bauunternehmen vor erhebliche Herausforderungen, die Projekte weiterhin planmäßig abzuwickeln. In vielen Ländern kam es zu einem erheblichen Rückgang von Ausschreibungen und laufende Aufträge wurden storniert oder verzögert.
Das Segment Maschinen war am deutlichsten von der Investitionszurückhaltung der Kunden betroffen. Die Baumaschinenmärkte weltweit wurden durch die Folgen der COVID-19-Pandemie sehr deutlich beeinflusst. Vor allem die Unwägbarkeit des künftigen Verlaufs der COVID-19-Pandemie verstärkte monatelang die Unsicherheiten bei den Maschinenkunden, die merklich zurückhaltender in neue Geräte investierten. Dies führte in nahezu allen Regionen der Welt zu starken Rückgängen bei den Verkaufszahlen. Eine Ausnahme bildete China, dessen Wirtschaft sich nach einer relativ kurzen Phase des harten Lockdowns schnell erholte und zum Jahresende eine erhebliche Steigerung des Wachstums gegenüber Vorjahr erzielte. Auch Deutschland zeigte sich relativ stabil, während es in den anderen Regionen deutliche Rückgänge gab. In Russland konnte bei einer sehr niedrigen
Ausgangsbasis ein Wachstum verzeichnet werden. In Nordamerika zeigte sich der Maschinenmarkt dagegen robuster, während es in den Ländern Latein- und Südamerikas starke Rückgänge gab. Ebenso auf extrem niedrigem Niveau zeigten sich die Märkte im Nahen Osten, in denen die Maschinenverkäufe neben der COVID-19-Pandemie durch den anhaltend niedrigen Ölpreis und die weiterhin herrschenden politischen Unsicherheiten belastet waren. Afrika war ebenfalls schwach. In den übrigen asiatischen Ländern, außer China, waren die Märkte von den Folgen der Pandemie belastet, so dass die Nachfrage erheblich niedriger war.
Das Segment Resources war in den ersten neun Monaten des abgelaufenen Geschäftsjahres 2020 hingegen kaum von der COVID-19-Pandemie beeinflusst, bevor sich durch weniger Auftragsvergaben, gerade im Umweltbereich, eine leichte Abschwächung des Marktes zeigte.
Gesamtaussage Geschäftsverlauf
Das Jahr 2020 war für den Konzern aufgrund der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sehr wechselhaft. Im Segment Bau konnten in vielen Ländern sehr gute Ergebnisse bei Bauprojekten erzielt werden. Auf der anderen Seite waren viele Märkte, dabei insbesondere der Ferne Osten, massiv von den Ausgangs- und Reisebeschränkungen betroffen. Nach einem guten Start ins Jahr machten sich ab dem zweiten Quartal auch im Segment Maschinen die Auswirkungen der Pandemie bemerkbar. Die Kunden reagierten mit einer deutlichen Investitionszurückhaltung auf die Unsicherheit über die weitere Entwicklung. Dies hielt das Jahr über an. Die Reorganisationsmaßnahmen im Segment Resources konnten zum sehr großen Teil abgeschlossen werden, so dass dieses Geschäftssegment nun deutlich besser für die nächsten Jahre aufgestellt ist und zahlreiche Chancen bietet. Insgesamt ist es durch unsere zeitnahen und stringenten Maßnahmen gelungen den Konzern gut und stabil durch dieses schwierige Jahr zu bringen und dabei aus unserer Sicht für die Zukunft wieder besser aufzustellen.
SEGMENT BAU
| in Tausend EUR | 2019 * | 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 628.848 | 668.964 | 6,4 % |
| Umsatzerlöse | 589.152 | 610.350 | 3,6 % |
| Auftragseingang | 692.664 | 813.659 | 17,5 % |
| Auftragsbestand | 611.088 | 755.783 | 23,7 % |
| EBIT | -17.356 | 24.302 | n/a |
| Ergebnis nach Steuern | -52.845 | -4.963 | n/a |
| Mitarbeiter (Stichtag) ** | 7.744 | 6.209 | -19,8 % |
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70 und S. 102
** siehe Erläuterungen auf S. 163
Allgemeine Rahmenbedingungen
Die wesentlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Segment Bau wurden bereits im Geschäftsverlauf beschrieben.
Der Baumarkt in Deutschland war im vergangenen Jahr insgesamt gut, es kam aber auch hier zu einem Rückgang an neuen Ausschreibungen - vor allem im öffentlichen Bau und bei Gewerbeneubauten. In Westeuropa haben sich die Baumärkte in Summe in etwa mit dem Vorjahr vergleichbar entwickelt, während diese sich vor allem in Südosteuropa und Russland eher schwach entwickelten. In Nordamerika zeigten sich die Märkte in Kanada und den USA positiv. Die Länder Mittelamerikas verzeichneten eine schwache Marktlage. Schwierig war das Jahr 2020 besonders im Fernen Osten und Australien. Die Märkte des Nahen Ostens waren aufgrund der politischen Unsicherheiten und des niedrigen Ölpreises schwach aber stabil. Die Märkte in Afrika waren weiterhin schwach.
Der weltweite Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämme oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung ist trotz der COVID-19-Pandemie unverändert groß. Speziell wegen der Urbanisierung muss in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden. Dies lässt erwarten, dass vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt werden, so dass Spezialtiefbau unverändert einen zukunftsträchtigen Markt darstellt.
Wesentliche Ereignisse
Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2020 eine Gesamtkonzernleistung von 669,0 Mio. EUR, die mit 6,4 % über dem Vorjahr von 628,8 Mio. EUR lag. Das EBIT war mit 24,3 Mio. EUR wieder deutlich positiv (Vorjahr: -17,4 Mio. EUR). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -5,0 Mio. EUR -2019 stand ein deutlich negatives Ergebnis von -52,8 Mio. EUR zu Buche.
Im Vorjahr hatte das Urteil aus einem Berufungsverfahren gegen ein Schiedsgerichtsurteil aus dem Jahr 2018 eine erhebliche Wertberichtigung in Höhe von etwa 40 Mio. EUR in der Bilanz zur Folge. Dies wirkte sich entsprechend in dieser Höhe negativ auf die Gesamtkonzernleistung sowie die Ergebniskennzahlen des Segments Bau aus. Im ersten Halbjahr 2020 wurde die Tochterfirma in Hongkong dann entkonsolidiert, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag von etwa 8 Mio. EUR geführt hat, der in den Ergebniskennzahlen 2020 enthalten ist.
Die unterjährig vorgenommene Umgliederung der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment Resources verringerte die Gesamtkonzernleistung für das Gesamtjahr 2020 um 31,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR). Die Ergebnisauswirkungen waren unwesentlich.
Die Leistungs- und Ergebniskennzahlen des Jahres 2020 waren insbesondere durch die Folgen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Dies betraf vor allem die Länder des Fernen Ostens. Unsere Tochterfirmen in Malaysia, Thailand und auf den Philippinen mussten aufgrund der dortigen harten Lockdowns erhebliche Verluste verzeichnen, da dort kaum Projekte umgesetzt werden konnten. Entsprechend verhinderten die Maßnahmen zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie, insbesondere in diesen Ländern, dass wir ein positives Nachsteuerergebnis erreichen konnten. Wir können jedoch insgesamt mit dem Ergebnis zufrieden sein, haben wir doch trotz der widrigen Bedingungen und dem aufgrund der Reisebeschränklungen notwendigen Mehraufwand an Planung und Logistik, in vielen Ländern gute Ergebnisse erzielt und unsere Projekte gut abgewickelt.
Die einzelnen Baumärkte zeigten sich entsprechend der Rahmenbedingungen auch für uns sehr unterschiedlich. In Deutschland ist die Leistung im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen. Trotzdem konnte erneut ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. In Europa hatten wir 2020 vor allem in den Niederlanden, in Ungarn und in Skandinavien ein gutes Geschäftsjahr. In Österreich, Großbritannien sowie den weiteren Ländern Osteuropas war die Auslastung insgesamt etwas zu gering.
Die Märkte im Nahen Osten waren weiter durch niedrige Ölpreise und Konflikte belastet. Insgesamt waren wir mit der Entwicklung aber zufrieden. Durch die Abwicklung größerer Aufträge, darunter auch ein Großprojekt in Jordanien am Toten Meer, konnte unsere Tochterfirma in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein gutes Ergebnis erzielen. Der Auftrag in Jordanien konnte im Jahr 2020 nochmals deutlich erweitert werden. In Katar mussten wir einen Verlust verzeichnen.
Erfreulich war erneut die Leistung unserer Tochterfirma in Ägypten, die durch einige gute Projekte einen sehr guten Ergebnisbeitrag liefern konnte. Sonst waren in Afrika die Leistungsbeiträge unserer Aktivitäten nur sehr gering.
Unsere größeren Projekte in Bangladesch und in Bhutan verliefen positiv. In Indien haben wir begonnen, unsere Aktivitäten auszuweiten. Hier konnten wir erste größere Aufträge gewinnen.
Im Fernen Osten herrschte 2020 für uns das schwierigste Marktumfeld. Die umfangreichen Coronamaßnahmen, wie komplette Ausgangsbeschränkungen, beeinflussten den Bau sehr deutlich. Teilweise dauerten die Einschränkungen über Monate an, so dass kaum gearbeitet werden konnte. Auch konnten geplante Umstrukturierungen aufgrund lokaler Vorgaben nicht umgesetzt werden. Unsere Tochterfirmen in Malaysia, Thailand und auf den Philippinen mussten so erhebliche Verluste verzeichnen. Auch in Australien und Vietnam gab es zu wenig Aufträge und folglich Verluste. In Malaysia werden wir unsere Kapazitäten deutlich reduzieren. In Australien ist dies bereits abgeschlossen. Auch die Kostenstrukturen in unsere Firmen in Thailand und den Philippinen werden reduziert.
Nach einer erheblichen Umstrukturierung und guten Auftragseingängen im Vorjahr, hatte unsere Tochterfirma in den USA eine deutlich bessere Entwicklung. Die meisten Projekte konnten mit nur wenigen Einschränkungen abgewickelt werden, unter anderem umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten für drei Abschnitte am Herbert Hoover Dike in Florida. Aber auch andere Projekte im Bereich der Dammsanierung für den Hochwasserschutz verliefen erfolgreich. Insgesamt konnte in den USA ein sehr positives Ergebnis erzielt werden. In Kanada gab es im Vergleich zum Vorjahr eine bessere Entwicklung. Die Märkte Mittelamerikas, insbesondere in Panama, waren schwach.
Wir arbeiten unverändert und kontinuierlich am weltweiten Rollout des Bauer Construction Process (BCP), also der systematischen Einführung von strukturierten Lean Management-Methoden übertragen auf den Spezialtiefbauprozess. Hier konnten wir bereits gute Erfolge erzielen und die Abwicklung unserer Projekte an vielen Stellen verbessern sowie die Prozesse und Risikoreduktionsmaßnahmen nachhaltig vereinheitlichen.
Auftragslage
Der Auftragsbestand ist um 23,7 % von 611,1 Mio. EUR im Vorjahr auf 755,8 Mio. EUR erheblich angestiegen. Hauptgrund hierfür waren vor allem im ersten Halbjahr 2020 erhaltene sehr große Aufträge in Europa. Der Auftragseingang lag entsprechend mit 813,7 Mio. EUR um 17,5 % über dem Vorjahreswert von 692,7 Mio. EUR.
Wir hatten auch im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr gute Auftragseingänge. Obwohl sich die Märkte durch die COVID-19-Pandemie sehr volatil zeigten, ist es uns gelungen, einige sehr große Aufträge, insbesondere in Europa zu gewinnen. Dennoch zeigen sich regionale Unterschiede, so dass die Auftragslage gerade in den Ländern des Nahen und Fernen Ostens noch nicht für das gesamte Geschäftsjahr ausreichend ist. Dennoch sehen wir durch den vorhandenen Auftragsbestand und aufgrund weiterer Chancen in der Welt eine gute Ausgangslage für das laufende Geschäftsjahr.
SEGMENT MASCHINEN
| in Tausend EUR | 2019 * | 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 713.652 | 610.735 | -14,4 % |
| Umsatzerlöse | 610.190 | 491.462 | -19,5 % |
| Auftragseingang | 672.062 | 621.284 | -7,6 % |
| Auftragsbestand | 108.307 | 118.856 | 9,7 % |
| EBIT | 58.745 | 30.060 | -48,8 % |
| Ergebnis nach Steuern | 39.496 | 10.967 | -72,2 % |
| Mitarbeiter (Stichtag) ** | 3.148 | 3.125 | -0,1 % |
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70
** siehe Erläuterungen auf S. 163
Allgemeine Rahmenbedingungen
Die wesentlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Segment Maschinen wurden bereits im Geschäftsverlauf beschrieben.
Unverändert gilt dabei, dass es nach unserer Einschätzung weltweit einen erheblichen Bedarf an Spezialtiefbauleistungen gibt. Auch wenn sich die Baumärkte im Jahr 2020 insgesamt abgeschwächt haben, konnte doch in vielen Regionen weiterhin gearbeitet werden. Entsprechend gibt es einen unverminderten Bedarf an Spezialtiefbaugeräten, auch wenn eine coronabedingte Delle entstanden ist.
Die für einige unserer Sonderproduktgruppen wichtigen Rohstoffmärkte waren aufgrund der relativ niedrigen Rohstoff- und Ölpreise tendenziell schwach. Auch hier hatte die COVID-19-Pandemie einen zusätzlich belastenden Einfluss und hat zu Auftragsverschiebungen geführt.
Wesentliche Ereignisse
Im Segment Maschinen lag die Gesamtkonzernleistung im vergangenen Geschäftsjahr mit 610,7 Mio. EUR um 14,4 % deutlich unterhalb des Vorjahres von 713,7 Mio. EUR. Entsprechend reduzierte sich das EBIT von 58,7 Mio. EUR auf 30,1 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern ging von 39,5 Mio. EUR auf 11,0 Mio. EUR deutlich zurück.
Das Segment Maschinen war im Jahr 2020 am deutlichsten von der Investitionszurückhaltung der Kunden aufgrund der Unsicherheit bedingt durch die COVID-19-Pandemie betroffen. Nachdem das erste Quartal noch wenige Spuren zeigte, sind die Umsatzerlöse und Auftragseingänge im zweiten Quartal deutlich zurückgegangen. Im zweiten Halbjahr zeigte sich keine wesentliche Belebung der Auftragssituation, auch wenn die Ergebnisentwicklung im letzten Quartal besser als erwartet war. Am Hauptstandort in Schrobenhausen wurde seit April 2020 die Produktion zurückgefahren und entsprechend mit Kurzarbeit reagiert.
Unter diesen Rahmenbedingungen gingen Gesamtkonzernleistung und Umsatz deutlich zurück. Durch unsere zahlreichen getroffenen Maßnahmen lag das Nachsteuerergebnis noch im positiven Bereich. Dabei zeigten sich die Märkte in Deutschland, den USA und China am robustesten. In Russland konnten die Verkäufe bedeutend gesteigert werden, lagen jedoch noch weiter unter dem Niveau vor der Krim-Krise. In den anderen Ländern Europas gingen die Verkaufszahlen zurück. Dies galt auch für die Länder des Nahen Ostens sowie die weiteren asiatischen Länder und auch für Afrika.
Bei den Tochterfirmen und den einzelnen Produktgruppen stellte sich das Geschäftsjahr wie folgt dar: Der Vertrieb von Ankerbohrgeräten lief sehr positiv und nahezu unbeeinflusst. Rammgeräte, Mischanlagen, Drehantriebe und Bohrrohre zeigten einen Rückgang gegenüber Vorjahr mit schwächeren Ergebnissen. Beim Geschäft mit Brunnenbohrgeräten wurde im Geschäftsjahr 2020 der Produktionsstandort in Peine geschlossen. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten konnte den Rückstand aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 nicht aufholen. Zwar legte das Chinageschäft zu, doch fehlte in den weiteren asiatischen Ländern der Umsatz. Insgesamt gingen Leistung und Ergebnis zurück, letzteres war aber positiv. Das Geschäft mit Ersatzteilen, Bohrwerkzeugen und weiteren After-Sales-Services lieferte erneut einen guten Beitrag zum Gesamtergebnis, wenn auch hier der Umsatz merklich zurückging.
Die Vertriebsgesellschaft für Spezialtiefbaugeräte in den USA hatte ein gutes Marktumfeld und konnte mit einer Leistungssteigerung ein gutes Ergebnis erzielen. Im dritten Quartal 2020 wurde das im Jahr 2015 gemeinsam mit Schlumberger begonnene Joint Venture zur Entwicklung und zum Bau von größeren landbasierten Tiefbohranlagen für den Öl- und Gasbereich beendet. Eine Bewertung at-equity erfolgt seit diesem Zeitpunkt nicht mehr, da die betroffenen Gesellschaften nun vollkonsolidiert werden. Die Effekte sind in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage weitergehend beschrieben.
Insgesamt wurden alle Aktivitäten in der Tiefbohrtechnik im Geschäftsbereich Water, Energy & Mining der BAUER Maschinen GmbH zusammengeführt. Zukünftig sollen für Kunden passgenaue Anwendungen entwickelt und gemeinsam Projekte, unter anderem im Bereich der Tiefengeothermie, realisiert werden. Der Fokus liegt auf den Märkten in Europa und Asien.
Ein weiterer strategischer Schritt wurde mit dem Ausbau des Brunnenbohrgeschäfts in den USA getan. Um hier einen Eintritt in den Markt zu vollziehen hat die amerikanische Tochterfirma BAUER Equipment America Inc. im Oktober 2020 per Asset-Deal das in den USA etablierte Geschäft mit Brunnenbohrgeräten der Marke GEFCO übernommen. Die Produktion und der Vertrieb der Geräte in den USA wird weitergeführt.
Auftragslage
Der Auftragseingang entwickelte sich deutlich schwächer als im Vorjahr. In Summe ging er von 672,1 Mio. EUR im Vorjahr um 7,6 % auf 621,3 Mio. EUR zurück. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2020 mit 118,9 Mio. EUR über dem Vorjahr von 108,3 Mio. EUR.
Die Unsicherheiten aufgrund der COVID-19-Pandemie führten bei den Maschinenkunden zu einem sehr zurückhaltenden Bestellverhalten und entsprechend zum Rückgang im Auftragseingang. Unverändert bestellen Kunden ihre Maschinen im Spezialtiefbau relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt.
SEGMENT RESOURCES
| in Tausend EUR | 2019 * | 2020 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 314.809 | 268.807 | -14,6 % |
| Umsatzerlöse | 269.992 | 240.126 | -11,1 % |
| Auftragseingang | 306.574 | 248.461 | -19,0 % |
| Auftragsbestand | 308.243 | 287.897 | -6,6 % |
| EBIT | -5.065 | 1.869 | n/a |
| Ergebnis nach Steuern | -13.637 | -7.218 | n/a |
| Mitarbeiter (Stichtag) ** | 1.440 | 1.289 | -10,5 % |
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 70 und S. 102
** siehe Erläuterungen auf S. 163
Allgemeine Rahmenbedingungen
Das Segment Resources konzentriert sich mit seinen Produkten und Dienstleistungen auf die Geschäftsfelder Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau sowie Sanierung.
Eine leichte Erholung war bei der Nachfrage für Bohrdienstleistungen nach Wasser und Bodenschätzen zu beobachten. In Afrika gab es vereinzelte Projekte für Tiefbrunnen sowie Bohrungen für die Miningindustrie. Im Nahen Osten zeigte sich der Markt eher schwach. Im Bereich Brunnenbau war die Nachfrage für Ausbaumaterialien in Deutschland aufgrund der zunehmenden Trockenheit gut. In den Märkten Osteuropas war diese ausreichend.
Im Bereich Umwelttechnik zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positiver Markt. In Deutschland gab es anhaltend viele Aufträge im Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Schlämmen. Auch in China, aus unserer Sicht ein Markt mit großem Potential, war unvermindert eine steigende Nachfrage nach Umweltdienstleistungen zu erkennen, die wir aufgrund der coronabedingten Einreisebeschränkungen noch nicht bearbeiten konnten. Der Bereich Pflanzenkläranlagen fokussiert sich bei der Vermarktung auf einzelne große Projekte im Nahen Osten und arbeitet an der regionalen Erweiterung des Geschäftes.
Der Geschäftsbereich Bergbau ist im Wesentlichen in Deutschland aktiv. Neben fortgesetzten Tätigkeiten im Endlagerbergbau lagen im Jahr 2020 die Ausführungsschwerpunkte im Verwahrungs- und Entsorgungsbergbau, in der Sanierung von Altbergbaustandorten und in technischen Dienstleistungen für Bergbauunternehmen, die Rohstoffe fördern oder Reststoffentsorgung betreiben. Der Bereich Sanierung mit Schwerpunkt in Deutschland hatte einen guten Markt in einem intensiven Wettbewerbsumfeld.
Wesentliche Ereignisse
Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 268,8 Mio. EUR um 14,6 % unter dem Vorjahreswert von 314,8 Mio. EUR. Das EBIT verbesserte sich von -5,1 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR und das Ergebnis nach Steuern lag nach -13,6 Mio. EUR im Vorjahr bei -7,2 Mio. EUR.
Insgesamt war das Jahr 2020 nochmals von den in den Vorjahren begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. So wurde zum Ende des dritten Quartals der Verkauf der ESAU & HUEBER GmbH, die ihren Schwerpunkt in der Brauerei- und Getränketechnologie hatte, vollzogen. Die negativen Ergebnisauswirkungen aus dem Verkauf betrugen etwa -1,7 Mio. EUR. Das Unternehmen hatte in den letzten beiden Jahren Verluste verzeichnet. Die Tochterfirma in Jordanien, die in den letzten Jahren vor allem aufgrund von Überkapazitäten erhebliche Verluste realisiert hatte, wurde finanziell besser ausgestattet, um eine vernünftige Ausgangssituation für das Jahr 2021 zu haben. Die Wertberichtigungen auf Forderungen im Segment im Jahr 2020 waren mit 4,4 Mio. EUR deutlich niedriger als im Vorjahr mit 9,4 Mio. EUR, wodurch sich die Ergebniskennzahlen im Vergleich verbessert haben.
Das Segment Resources hat sich am Ende der Restrukturierungsphase auch strategisch neu ausgerichtet. Die bisherigen Bereiche Wasser, Umwelt, Bodenschätze wurden von den neuen Bezeichnungen der Geschäftsbereiche Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau sowie Sanierung abgelöst.
Sehr positiv zeigte sich erneut der Bereich Umwelttechnik, der auch 2020 ein Marktumfeld mit guter Nachfrage bearbeiten konnte. Die Abschwächung im zweiten Halbjahr führte zu einem leichten Leistungsrückgang bei einem guten Ergebnis. In der zweiten Jahreshälfte hat die BAUER Resources GmbH die Fertigstellung des Großprojekts - Sanierung des Perimeters 1/3-NW der Kesslergrube - an die Roche Pharma AG übergeben. Die Geschäfte in Saudi-Arabien sowie in Marokko sollen im Jahresverlauf eingestellt werden. Eine neue große Projektchance in der Altlastensanierung hat sich in Kuwait entwickelt, welche im Laufe des Jahres 2021 zur Vergabe ansteht. In China verhinderte die COVID-19-Pandemie die intensivere Bearbeitung des Marktes und die Akquisition erster Projekte.
Im Geschäftsbereich Bohrdienstleistungen und Brunnenbau hatten unsere Bohrfirmen in Afrika, die vor allem für die Rohstoffindustrie tätig sind, eine stabile Entwicklung. Die Tochterfirma in Jordanien hatte mit einem Rückgang bei den Aufträgen und Verzögerungen aufgrund von Lockdowns zu kämpfen. Weiterhin führten hier die vorhandenen Überkapazitäten zu größeren finanziellen Belastungen, so dass am Ende nochmals ein deutlicher Verlust verzeichnet werden musste. Durch entsprechende finanzielle Maßnahmen sollte sich die Ergebnissituation für das laufende Jahr erheblich verbessern lassen.
Bei der GWE Gruppe, die Brunnenausbaumaterialien in Deutschland und Osteuropa sowie in Chile herstellt, waren die Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre erfolgreich und es konnte ein positives Ergebnis erzielt werden. Dies lag vor allem an einem guten deutschen Markt, obwohl es einen leichten Rückgang bei Großprojekten und im Auslandsgeschäft gab. Während die Tochterfirmen in Polen und Ungarn im Plan lagen, gab es in Chile coronabedingt einen leichten Rückgang mit einem trotzdem noch positiven Ergebnis.
Erfreulich verlief das Geschäftsjahr erneut für unsere Beteiligung im Oman im Bereich Pflanzenkläranlagen. Neben dem Betrieb der Anlage liefert inzwischen der Verkauf von CO2-Zertifikaten, die aus dem Projekt generiert werden, einen zusätzlichen konstanten Ergebnisbeitrag (at-Equity). Für 2021 besteht die Chance auf weitere Aufträge für Pflanzenkläranlagen im Nahen Osten, speziell in Bahrain sind die Verhandlungen über ein neues Projekt weit fortgeschritten.
Der Bergbaubereich brachte aufgrund des weiterhin guten Marktes in Deutschland und der positiven Entwicklung unseres Unternehmens in Kasachstan, wieder einen sehr positiven Leistungs- und Ergebnisbeitrag.
Die Umgliederung der SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie der SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH in das Segment erhöhte die Gesamtkonzernleistung im Gesamtjahr 2020 um 31,6 Mio. EUR (Vorjahr: 39,9 Mio. EUR). Die Ergebnisauswirkungen waren unwesentlich. Die Umgliederung wurde vorgenommen, da das Geschäftsfeld Sanierung zukünftig im Segment gebündelt und dort mit mehr Synergiepotentialen zu den anderen Geschäftsfeldern weiterentwickelt werden soll.
Auftragslage
Der Auftragseingang lag 2020 mit 248,5 Mio. EUR um 19,0 % deutlich unter dem Vorjahreswert von 306,6 Mio. EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende war mit 287,9 Mio. EUR um 6,6 % geringer als im Vorjahr mit 308,2 Mio. EUR.
Der Rückgang ist auch darauf zurückzuführen, dass die Restarbeiten des Großprojekts Kesslergrube nicht mehr enthalten sind. Der Umweltbereich verzeichnete coronabedingt auch einen Rückgang bei den erhaltenen Aufträgen, dies gilt ebenso für den Bereich Bohrdienstleistungen. Dagegen stieg der Auftragsbestand im Bergbau, unter anderem durch größere Projekte, deutlich an und bietet aus unserer Sicht eine komfortable Grundlast für die Folgejahre.
SEGMENTE SONSTIGES / KONSOLIDIERUNG
In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die für ihre Konzerntöchter unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.
Das Segment Sonstiges weist 2020 ein EBIT von 21,4 Mio. EUR (Vorjahr: 25,0 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 20,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Ergebnis nach Steuern betrug 15,1 Mio. EUR (Vorjahr: 18,2 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.
Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen EBIT von -22,1 Mio. EUR (Vorjahr: -27,6 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Ergebnis nach Steuern betrug -22,1 Mio. EUR (Vorjahr: -27,8 Mio. EUR).
III. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
KONZERNERTRAGSLAGE
Die Ertragslage war im Jahr 2020 von den erheblichen Einflüssen der COVID-19-Pandemie geprägt. Zu den in den Jahren 2019 und 2020 enthaltenen Sondereffekten verweisen wir auf die Darstellungen im Abschnitt Geschäftsverlauf. Die wichtigsten Kennzahlen haben sich wie folgt verändert:
Die Gesamtkonzernleistung hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 % von 1.594,7 Mio. EUR auf 1.453,6 Mio. EUR deutlich verringert. Das EBIT erhöhte sich gegenüber Vorjahr deutlich von 33,7 Mio. EUR auf 55,5 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern war mit -8,2 Mio. EUR leicht im Minus - im Vorjahr lag dieses bei -36,6 Mio. EUR.
Mit dem vorliegenden Jahresabschluss wurde auf Grundlage einer Empfehlung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung DPR e.V. das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen innerhalb der GuV umgegliedert und ist nunmehr Bestandteil des EBITDA sowie des EBIT. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV für das Jahr 2020 erläutert:
Die konsolidierte Leistung ist von 1.537,7 Mio. EUR im Vorjahr auf 1.401,3 Mio. EUR um 8,9 % zurückgegangen. Darin enthalten sind rund 50 Mio. EUR aus der Entkonsolidierung einer Tochtergesellschaft in Hongkong im Segment Bau und einer Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger im Segment Maschinen, was bei der Position sonstige Erträge erläutert ist.
Die Umsatzerlöse sind von 1.470,9 Mio. EUR um 8,7 % auf 1.343,2 Mio. EUR zurückgegangen. Der Rückgang entstand im Wesentlichen in den Segmenten Maschinen und Resources.
Die Bestandsveränderungen veränderten sich deutlich von 32,4 Mio. EUR auf -16,8 Mio. EUR, was im Wesentlichen auf den Bestandsabbau im Segment Maschinen zurückzuführen war.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind von 9,5 Mio. EUR auf 8,1 Mio. EUR leicht zurückgegangen.
Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 24,9 Mio. EUR auf 66,8 Mio. EUR deutlich angestiegen, was im Wesentlichen auf den Erwerb und der damit verbundenen Neubewertung der restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH zurückzuführen war. Hintergrund ist die Beendigung des Joint Ventures in der Tiefbohrtechnik mit Schlumberger. Die Übernahme der restlichen Anteile von 51 % führte zu einem negativen Unterschiedsbetrag in Höhe von 41,9 Mio. EUR der in den sonstigen Erträgen enthalten ist. Darüber hinaus wurde im Segment Bau die Tochterfirma in Hongkong im ersten Halbjahr 2020 entkonsolidiert, was zu einem positiven Ergebnisbeitrag von etwa 8 Mio. EUR geführt hat.
Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 20,1 % von 783,1 Mio. EUR auf 626,1 Mio. EUR erheblich zurückgegangen. Wesentlich hierfür waren Veränderungen in der Auftragsstruktur im Segment Bau, wo bei einigen Projekten ein deutlich geringerer Materialeinsatz zum Tragen kam sowie der Produktmix im Segment Maschinen.
Der Personalaufwand ist um 5,7 % von 418,8 Mio. EUR auf 394,9 Mio. EUR etwas weniger als die konsolidierte Leistung zurückgegangen. Dies ist zum einen auf den Mitarbeiterrückgang im Auslandsgeschäft im Segment Bau, aber auch auf die Kurzarbeitsmaßnahmen zurückzuführen. Wir sind weiterhin bemüht den Personalaufwand im Verhältnis zur konsolidierten Leistung in den nächsten Jahren zu verbessern.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 5,7 % von 212,7 Mio. EUR auf 224,8 Mio. EUR angestiegen. In der Position ist der bei den sonstigen Erträgen beschriebene Effekt aus der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger in Höhe von 41,4 Mio. EUR enthalten. Ohne diesen Effekt wäre die Position zurückgegangen, was im Wesentlichen auf Rückgange bei den Vertriebsaufwendungen - insbesondere Reisekosten - sowie Verwaltungs- und Leasingaufwendungen zurückzuführen war.
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen ging von 11,2 Mio. EUR auf 9,8 Mio. EUR zurück. Wesentlicher Bestandteil der Position sind positive Ergebnisse aus Arbeitsgemeinschaften sowie aus der Resources-Beteiligung im Oman.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 9,9 % von 84,8 Mio. EUR auf 93,2 Mio. EUR gestiegen. Wesentliche Gründe hierfür waren Investitionen in technische Anlagen und Maschinen aufgrund großer Aufträge, langfristig geplante Investitionen in Grundstücke und Gebäude.
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Die Position hat sich im Berichtsjahr um 4,6 % von 15,8 Mio. EUR auf 16,5 Mio. EUR erhöht.
Die Finanzerträge sind von 33,7 Mio. EUR auf 33,0 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Die darin enthaltenen Währungsgewinne und Gewinne aus Sicherungsgeschäften sind um 3,5 Mio. EUR angestiegen.
Die Finanzaufwendungen lagen mit 72,3 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahres von 78,8 Mio. EUR. Hierbei stiegen Währungsverluste von 22,5 Mio. EUR auf 33,7 Mio. EUR an. Bereinigt um diesen Effekt ist die Position um 17,7 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen auf die Gewinne aus Marktwertveränderungen der Derivate zurückzuführen war, die aufgrund wieder gestiegener Zinsen entstanden sind sowie aus einem Rückgang bei den Zinsaufwendungen
Der Ertragsteueraufwand lag mit 24,6 Mio. EUR leicht unter dem Vorjahr von 25,2 Mio. EUR.
Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug -8,4 Mio. EUR (Vorjahr: -37,1 Mio. EUR).
Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern war mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) niedriger als im Vorjahr.
KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme des Konzerns ist 2020 um 5,2 % von 1.628,5 Mio. EUR auf 1.544,0 Mio. EUR zurückgegangen. Reduzierend wirkten auf der Aktivseite im Wesentlichen die deutlichen Rückgänge bei den Vorräten (-33,7 Mio. EUR) sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (-22,3 Mio. EUR). Auf der Passivseite haben im Wesentlichen die Währungsumrechnungsrücklage im Eigenkapital (-21,2 Mio. EUR), die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (-53,9 Mio. EUR), die Vertragsverbindlichkeiten (-15,7 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-40,8 Mio. EUR) zum Rückgang der Bilanzsumme beigetragen. Erhöhend wirkten auf der Passivseite die Kapitalerhöhung (+16,0 Mio. EUR) sowie die Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen (+12,0 Mio. EUR). Die Übergangskonsolidierung aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger führte auf der Aktivseite im Wesentlichen zu einem Rückgang bei den at-Equity bewerten Anteilen (-42,0 Mio. EUR) sowie zu einer Erhöhung durch die erstmalig aufgenommene Position "zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" (+34,8 Mio. EUR).
Die Eigenkapitalquote lag mit 23,7 % auf Vorjahreshöhe von 23,8 %. Unverändertes Ziel ist eine Eigenkapitalquote von über 30 %.
Die Nettoverschuldung ist im Berichtsjahr mit 528,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr von 563,7 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Dies lag vor allem am Rückgang bei den Vorräten sowie bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich weiter reduziert, was zeigt, dass unsere zahlreichen Maßnahmen vorankommen. Ungeachtet dessen werden wir auch in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Vergleich zur Bilanzsumme sowie zur Leistungsentwicklung zu verbessern. Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Im Baubereich haben wir nur vergleichsweise kurze Laufzeiten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle, sondern erst nach Fertigstellung generiert wird. Daher benötigen wir über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht.
Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.
Bei den festgelegten Covenants, Net Debt zu EBITDA, EBITDA zu Net Interest Coverage und der Eigenkapitalquote, wurden die vereinbarten Schwellenwerte eingehalten. Covenants wurden im Konzern, neben den beiden Konsortialkrediten mit einem Volumen von 430 Mio. EUR (Inanspruchnahme: 200,3 Mio. EUR) und 53 Mio. EUR (ausstehender Darlehensbetrag: 33,7 Mio. EUR), für mehrere langfristige Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2020 mit 125,5 Mio. EUR valutierten. Zum Jahresende 2020 wurden die Konsortialkreditverträge bis Juni 2022 verlängert.
In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:
Auf der Aktivseite:
| ― | Die Sachanlagen sind von 460,5 Mio. EUR auf 452,5 Mio. EUR zurückgegangen, was im Wesentlichen aus den Verkauf von Geräten und Anlagen nach Übergabe des Projekts Kesslergrube im Segment Resources an den Kunden zurückzuführen war. |
| ― | Die at-Equity-bewerteten Anteile haben sich von 118,2 Mio. EUR auf 76,2 Mio. EUR deutlich verringert. Im dritten Quartal 2020 wurde das Joint Venture mit Schlumberger in der Tiefbohrtechnik beendet und dabei die Anteile von Schlumberger (jeweils 49 %) an der BAUER Manufacturing LLC sowie der BAUER Deep Drilling GmbH wieder vollständig übernommen, so dass diese Anteile nicht mehr in dieser Position enthalten sind. |
| ― | Die aktiven latenten Steuern gingen leicht von 67,3 Mio. EUR auf 66,9 Mio. EUR zurück, was im Wesentlichen auf Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen und dem deutlichen Rückgang der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zurückzuführen war. |
Wechselkursentwicklung
| 1 EUR entspricht | Durchschnittskurs 2019 | Durchschnittskurs 2020 |
|---|---|---|
| USD | 1,11948 | 1,14220 |
| GBP | 0,87783 | 0,88970 |
| RUB | 72,45296 | 82,72480 |
| CNY | 7,73588 | 7,87470 |
Entwicklung Covenants
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Net Debt / EBITDA | 4,58 | 3,20 |
| EBITDA / Net Interest Coverage | 2,72 | 4,08 |
| Eigenkapitalquote in % | 23,8 | 23,7 |
| ― | Die Vorräte haben sich von 458,3 Mio. EUR auf 424,6 Mio. EUR verringert. Wesentlicher Grund war die Bestandsreduzierung an fertigen Geräten im Segment Maschinen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Vorräte sind dabei von 8,9 Mio. EUR auf 10,3 Mio. EUR angestiegen. |
| ― | Die Vertragsvermögenswerte sind von 108,1 Mio. EUR auf 88,0 Mio. EUR deutlich gesunken. Dies ist auf den Leistungsrückgang im Segment Resources, aber auch auf das Segment Bau zurückzuführen. |
| ― | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind von 271,3 Mio. EUR auf 249,0 Mio. EUR zurückgegangen. Vor allem in den Segmenten Maschinen und Resources hat sich der Forderungsbestand aufgrund des Rückgangs bei den Umsatzerlösen sehr deutlich reduziert. |
| ― | Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind stichtagsbedingt von 37,6 Mio. EUR auf 46,0 Mio. EUR angestiegen. |
| ― | Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte betrugen erstmalig 34,8 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um ein Grundstück in den USA, das bislang für das Joint Venture in der Tiefbohrtechnik mit Schlumberger genutzt wurde und aufgrund der Beendigung des Joint Ventures zur Veräußerung steht. |
Auf der Passivseite:
| ― | Das Eigenkapital reduzierte sich von 386,9 Mio. EUR auf 365,5 Mio. EUR. Zur Veränderung hat das Ergebnis nach Steuern (-8,2 Mio. EUR) negativ beigetragen. Reduzierend wirkten sich zudem versicherungsmathematische Bewertungen bei den Pensionen (-7,1 Mio. EUR) und die Veränderungen im Währungsausgleichsposten (-23,1 Mio. EUR) aus. Erhöhend wirkten die Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen (1,2 Mio. EUR) sowie Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente und erfolgsneutral verrechnete latente Steuern. Zudem hatten sich aufgrund der im Dezember 2020 durchgeführten Kapitalerhöhung aus genehmigten Kapital das gezeichnete Kapital von 73,0 Mio. EUR auf 80,3 Mio. EUR und die Kapitalrücklage von 38,4 Mio. EUR auf 47,1 Mio. EUR erhöht. |
| ― | Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 73,7 Mio. EUR auf 234,0 Mio. EUR. Hier erfolgte die Verschiebung eines großen Anteils der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von der kurzfristigen in die langfristige Position im Vergleich zum Konzernabschluss 2019. Durch ein Überschreiten der bei wesentlichen Krediten festgelegten Covenants zum Jahresende 2019 hatte eine Umgliederung der betroffenen Darlehen in die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zu erfolgen. In Summe haben sich unsere Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten im vergangenen Geschäftsjahr vor allem durch den Abbau von Vorräten und Forderungen auf der Aktivseite weiter deutlich reduziert. |
| ― | Die Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen betrugen 2020 erstmalig 12,0 Mio. EUR. Diese Position betraf ein Darlehen der Familie Bauer an die BAUER AG. |
| ― | Die Pensionsrückstellungen sind von 158,6 Mio. EUR auf 167,5 Mio. EUR gestiegen. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den niedrigeren Abzinsungssatz von 0,75 % (Vorjahr: 1,05 %) zurückzuführen. Die Bewertungsunterschiede bei den Pensionsrückstellungen haben sich um netto 9,0 Mio. EUR erhöht. |
| ― | Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich von 23,7 Mio. EUR auf 34,5 Mio. EUR deutlich erhöht. Grund hierfür waren die Bewertungen von Derivaten und Zinsswaps. |
| ― | Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ging von 431,6 Mio. EUR auf 217,4 Mio. EUR zurück. Auch in dieser Position wirkt sich die beschriebene Umgliederung von Verbindlichkeiten in die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus, die aufgrund des Überschreitens von Covenants notwendig wurde. |
| ― | Die Vertragsverbindlichkeiten sind von 76,8 Mio. EUR auf 61,1 Mio. EUR im Wesentlichen im Segment Bau zurückgegangen. |
| ― | Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind von 220,3 Mio. EUR auf 179,6 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Im Wesentlichen lag dies an geringeren Materialverbräuchen im Segment Bau aufgrund von Verzögerungen auf Baustellen, sowie im Segment Maschinen aufgrund des Rückgangs bei den Umsatzerlösen. |
| ― | Die effektiven Ertragsteuerverpflichtungen sind von 19,6 Mio. EUR auf 26,0 Mio. EUR angestiegen. |
Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit liegen mit 168,1 Mio. EUR auf dem Niveau des Vorjahres von 168,9 Mio. EUR. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:
| ― | Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen betrugen 39,4 Mio. EUR (Vorjahr: 16,4 Mio. EUR). Die Veränderung ist unter anderem auf Effekte aus der Währungsumrechnung sowie auf die Übergangskonsolidierung der BAUER Deep Drilling GmbH und der BAUER Manufacturing LLC zurückzuführen. |
| ― | Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr um 80,5 Mio. EUR verändert. |
| ― | Die Veränderungen der Forderungen aus Vertragsvermögenswerten betrugen 13,9 Mio. EUR (Vorjahr: 40,6 Mio. EUR). |
| ― | Die Veränderung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 9,9 Mio. EUR (Vorjahr: 72,2 Mio. EUR) belastet. |
| ― | Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben den operativen Cashflow um 23,4 Mio. EUR erhöht. Wesentlicher Grund hierfür war unter anderem die Erhöhung der kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften, die einen positiven Effekt auf den operativen Cashflow haben. |
| ― | Die gezahlten Ertragsteuern haben den operativen Cashflow im Vergleich zum Vorjahr um 29,0 Mio. EUR entlastet. |
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug -96,5 Mio. EUR und lag um 21,3 Mio. EUR über dem Vorjahreswert, was im Wesentlichen auf den Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich deren erworbener Nettozahlungsmittel zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug -61,2 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren Darlehensrückführungen in Höhe von 229,6 Mio. EUR, Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen in Höhe von 16,0 Mio. EUR, Einzahlungen aus Nachrangdarlehen in Höhe von 12,0 Mio. EUR sowie die Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 188,5 Mio. EUR
INVESTITIONEN
Ungeachtet der COVID-19-Pandemie haben Investitionen, die bereits in den Vorjahren beschlossen und begonnen wurden, sowie Investitionen in größere Aufträge dazu geführt, dass die Neuinvestitionen im Geschäftsjahr 2020 über den Abschreibungen lagen. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden neue Investitionsentscheidungen zum Teil deutlich in die Zukunft verschoben. Dies betrifft zum größten Teil Investitionen in neue Gebäude, wie in Werkshallen oder Büroflächen. Ungeachtet dessen fordert insbesondere der sehr hohe Auftragsbestand im Segment Bau weitere projektbezogene Investitionen. Dies gilt ebenso für unterschiedliche Maßnahmen im Bereich Digitalisierung, wo die Investitionen über den Vorjahren liegen. Dies ist für uns ein wichtiges Zukunftsfeld.
Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Zusätzliche Investitionen wurden für den Ausbau und die Erneuerung von Lagerplätzen und Werkstätten verwendet. Dies ist nötig um eine noch bessere Baustellenversorgung zu ermöglichen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, wodurch wir aber auch neue Marktchancen erwarten. In den nächsten Jahren werden wir zusätzlich in die Verjüngung unserer Geräteausstattung investieren müssen. Auch in die Digitalisierung unserer Baustellen wurde weiter intensiv investiert, was auch in den Folgejahren fortgesetzt werden soll.
Im Segment Maschinen wurde - neben den Investitionen zur Modernisierung des Geräteparks und der Fertigungsstätten - mit dem Kauf der Marke GEFCO in den USA in die Ausweitung des Produktportfolios investiert. Investitionen in eine verbesserte Logistik und in die Automatisierung wurden im Jahr 2020 gestartet, aber aufgrund der COVID-19-Pandemie in die Zukunft verschoben.
Im Segment Resources wurde im Wesentlichen in die Instandhaltung und Erweiterung der Produktionsanlagen und Entsorgungszentren investiert. Eine deutliche Desinvestition hat mit Beendigung eines Großprojektes stattgefunden, bei dem der Kunde die Ausrüstung und den Maschinenpark übernommen hat.
Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2020 138,4 Mio. EUR (Vorjahr: 151,0 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 93,2 Mio. EUR (Vorjahr: 84,8 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 16,5 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR).
Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2020 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,8 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 3,1 Mio. EUR (Vorjahr: 3,7 Mio. EUR) gegenüber.
IV. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT
Der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft sind zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.
Die BAUER AG hat im Jahr 2020 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,05 Mio. EUR) ausgewiesen und lag damit unter den Erwartungen. Im Vorjahr wurden durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 58,0 Mio. EUR vorgenommen. Im Jahr 2020 wurden Maßnahmen gleicher Art in Höhe von 59,5 Mio. EUR durchgeführt.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:
Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:
| ― | Die Finanzanlagen haben sich von 180,4 Mio. EUR auf 285,0 Mio. EUR erhöht, was im Wesentlichen an Gesellschafterzuschüssen für die BAUER Spezialtiefbau GmbH sowie die BAUER Maschinen GmbH lag. |
| ― | Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind von 87,7 Mio. EUR auf 35,8 Mio. EUR zurückgegangen. Dies lag im Wesentlichen an der Reduzierung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 52,0 Mio. EUR. Die Gegenposition findet sich bei den Verbindlichkeiten auf der Passivseite. |
| ― | Das Eigenkapital betrug 130,7 Mio. EUR (Vorjahr: 114,8 Mio. EUR) und hat sich im Wesentlichen durch die im Dezember 2020 durchgeführte Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital erhöht, wodurch sowohl das gezeichnete Kapital, von 73,0 Mio. EUR auf 80,3 Mio. EUR, als auch die Kapitalrücklage, von 39,8 Mio. EUR auf 48,4 Mio. EUR, angestiegen sind. |
| ― | Die Verbindlichkeiten haben sich von 147,0 Mio. EUR auf 180,2 Mio. EUR deutlich erhöht. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind dabei um 47,6 Mio. EUR angestiegen. Die Finanzierung wurde vermehrt von der BAUER AG selbst als von den Mutterfirmen der Segmente abgewickelt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind als Gegenposition um 25,3 Mio. EUR zurückgegangen. |
Wesentliche Veränderungen in der GuV:
| ― | Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen und Finanzierungskosten entstehen, sind entsprechend den Erwartungen leicht um 1,6 Mio. EUR auf 43,6 Mio. EUR gestiegen. |
| ― | Der Personalaufwand hat sich von 21,9 Mio. EUR auf 20,0 Mio. EUR reduziert, was unter anderem auf die Kurzarbeitsmaßnahmen zurückzuführen ist. |
| ― | Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 46,7 Mio. EUR auf 27,2 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Wesentlicher Bestandteil der Position sind Gesellschafterzuschüsse der BAUER AG an Tochterfirmen. |
| ― | Das betriebliche Ergebnis war daher mit -13,1 Mio. EUR (Vorjahr: -38,9 Mio. EUR) erneut deutlich negativ. |
| ― | Die Erträge aus Beteiligungen lagen mit 20,0 Mio. EUR unterhalb der Vorjahreszahl von 43,3 Mio. EUR. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine reduzierte Dividendenausschüttung der BAUER Maschinen GmbH an die BAUER AG zurückzuführen. |
| ― | Der Jahresfehlbetrag lag bei 0,01 Mio. EUR (Vorjahr: Jahresfehlbetrag von 0,05 Mio. EUR). Der Bilanzverlust betrug 0,06 Mio. EUR (Vorjahr: Bilanzverlust von 0,05 Mio. EUR). |
Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für diese.
Im Jahr 2020 reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns aufgrund des vor allem wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie negativen Nachsteuerergebnisses und wegen deutlicher Währungseinflüsse. Um die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern, wird der Vorstand dem Aufsichtsrat daher empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende auszuschütten. Mittelfristig halten wir jedoch unverändert an unserer Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern vorsieht.
V. RISIKO- UND CHANCENBERICHT
RISIKOBERICHT
GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS
Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Nicht planbare Ereignisse können sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind u. a. die Absicherung unserer Unternehmensziele, frühzeitiges Einleiten von Maßnahmen sowie die Reduzierung von Risikokosten.
Unser Risikomanagement - welches sowohl Risiken als auch Chancen bewertet - basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren.
Risikomanagementsystem
Unser Risikomanagementsystem regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.
Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelnen Risikofeldern zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Die Bewertung von Risiken bezieht sich auf die mögliche Auswirkung auf das Ergebnis vor Steuern. Risikoberichterstattung und -bewertung dienen der Quantifizierung von Risiken hinsichtlich ihres Schadenspotenzials und ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit, nach Berücksichtigung bereits getroffener Maßnahmen. Die Risiken werden in den nachfolgend aufgeführten Risikokategorien mit dem maximalem Schadensausmaß klassifiziert.
Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt mindestens zweimal jährlich im Rahmen von Interviews mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften sowie gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken sowie Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer zum Vorjahr unveränderten Relevanzskala.
Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien bewertet. Planungsrisiken werden mittels Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen aggregiert.
Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Schadenbegrenzungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, werden für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu minimieren oder vollständig zu vermeiden. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen.
Relevanzskala der BAUER Gruppe
| Relevanz | Schadenausmaß (in TEUR) | Definition |
|---|---|---|
| 1 | bis 8.000 | Geringes Risiko |
| 2 | bis 20.000 | Mittleres Risiko |
| 3 | bis 50.000 | Bedeutendes Risiko |
| 4 | bis 100.000 | Schwerwiegendes Risiko |
| 5 | über 100.000 | Kritisches Risiko |
Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).
Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungsberichterstattung ergänzt.
Behandlung von Projektrisiken
Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.
Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt.
Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet. Der Kommunikations- und Freigabeprozess erfolgt zum Teil IT-gestützt durch standardisierte "Workflows".
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.
Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit den jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.
Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet.
Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.
In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.
Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.
Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.
Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.
Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt.
Risiken
Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Organisation und Führung sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.
Das Risiko "Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets" wird im Vergleich zum Vorjahr nicht mehr berichtet. Durch die Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger ist dieses Risiko entfallen. Im Berichtsjahr wurde das Risiko "Informationstechnologie und Datenschutz" neu aufgenommen und bewertet.
STRATEGISCHE RISIKEN
Geschäftsfeldstruktur
Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns und der Ausrichtung am Baumarkt begegnen wir durch eine internationale Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit von der Bauwirtschaft und regionalen Investitionszyklen zu erzielen. Unsere drei Segmente bieten neben der Risikodiversifikation auch deutliche Synergieeffekte. So fließen zum Beispiele Erkenntnisse des Maschineneinsatzes und der Verfahrensentwicklung im Segment Bau regelmäßig in die Weiterentwicklung der Maschinen ein. Mit einer gemeinsamen Zusammenarbeit der Segmente Bau und Resources werden erfolgreich Gesamtleistungen von Spezialtiefbauarbeiten inklusive Entsorgung oder Altlastensanierung angeboten.
Das Segment Maschinen wird durch die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit von der allgemeinen Bauwirtschaft weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.
Strategische Partnerschaften, Kooperationspartner Insbesondere im Segment Maschinen unterstützen uns in ausgewählten Regionen geprüfte Vertriebspartner. Im Falle eines Ausfalls oder Missmanagements unseres Partners könnte ein Absatzrückgang entstehen. Durch ein regelmäßiges Sales Partner Audit sowie die Analyse von Finanzdaten bei größeren Vertriebspartnern soll das Risiko aus Kooperationen frühzeitig erkannt werden, um mithilfe eigener Vertriebsmitarbeiter oder alternativer Händler gegenzusteuern. Das Risiko schätzen wir wie im Vorjahr als gering ein.
Marke, Image, PR
Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage nach unseren Maschinen führen. Zudem besteht in einigen Ländern das Risiko der Produktfälschung, welches Einfluss auf das Qualitäts-Image der Marke Bauer hat. Wir minimieren das Risiko unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir wie im Vorjahr als geringes Risiko.
MARKTRISIKEN
Absatzmarktrisiken
Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine diversifizierte Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau grundsätzlich in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch im Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.
Wettbewerbsumfeld
Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Außerdem verbessern wir die Wettbewerbssituation durch Lokalisierung.
Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen konnten wir unsere Marktposition in China trotz der aktuellen Corona-Situation im Land und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. In den Segmenten Bau und Resources nutzen wir eine Mischung aus internationalen Experten und lokalem Personal. Dadurch sichern wir sowohl Qualität und Methodenkompetenz als auch eine wettbewerbsfähige Kostenstruktur. Das Wettbewerbsrisiko wird wie im Vorjahr als geringes Risiko eingeschätzt.
Risiken der Marktentwicklung
Der Handelsstreit zwischen den USA und China, die Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, das sinkende Wirtschaftswachstum Chinas sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung im Nahen Osten und deren Folgeschäden beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage.
Zudem stellt die COVID-19-Pandemie das Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen, was sich hauptsächlich auf die Segmente Bau und Maschinen auswirkt. Die Investitionszurückhaltung der Kunden im Segment Maschinen führt aufgrund der bestehenden Unsicherheit bedingt durch die COVID-19-Pandemie zu einem Marktentwicklungsrisiko in einigen Regionen. Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Marktentwicklungsrisiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als bedeutendes (Vorjahr: mittleres) Risiko bewertet.
FINANZMARKTRISIKEN
Finanzielle Stabilität und Liquidität
Für mehrere langfristige Darlehen ist mit Banken die Einhaltung von Finanzkennzahlen vereinbart. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote.
Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Risiko der Verletzung von mit Banken vereinbarten Finanzkennzahlen führen, was eine Reduzierung oder Beendigung von Kreditlinien zur Folge haben kann.
Mit der Verlängerung unseres Konsortialkreditvertrages wurde die Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sichergestellt und die finanzielle Stabilität der BAUER Gruppe verbessert. Zudem wurde durch die Barkapitalerhöhung im Dezember 2020 die Eigenkapitalbasis gestärkt.
Das Risiko im Bereich finanzielle Stabilität und Liquidität wird wie im Vorjahr als mittleres Risiko eingestuft.
Währungsrisiken und Zinsänderungsrisiken
Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente.
Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der zum großen Teil variabel verzinslichen Finanzschulden (kurz- und langfristige Kredite). Es existieren Zinssicherungsvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von steigenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Marktzinsentwicklungen haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen des Konzerns. Die verbleibenden Währungsrisiken, die im wesentlichen Translationsrisiken sind, sowie die Zinsunsicherheit bewerten wir als mittleres (Vorjahr: geringes) Risiko für unser operatives Geschäft.
POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN
Compliance
Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes sowie ethisch korrektes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen werden durchgeführt, um dieses Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.
Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes und effektives System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken als mittlere (Vorjahr: geringe) Risiken zu bewerten.
Politisches und rechtliches Umfeld
Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Sinkende Absatzmengen im Bereich Maschinen und Leistungsrückgänge in den Segmenten Bau und Resources sind die Folgen. In einigen Ländern besteht zudem das Risiko, dass die Regierung verstärkt in die Unternehmensangelegenheiten eingreift. Das wiederum kann zu einem erhöhten finanziellen und zeitlichen Aufwand führen. Politische Änderungen, wie z. B. Regierungswechsel, können zur Belebung aber auch zur Abschwächung der lokalen Baumärkte führen. Die Risiken aus unserem politischen und rechtlichen Umfeld bewerten wir wie im Vorjahr als mittleres Risiko.
Vertragsrisiken
In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Soweit möglich, verwenden wir standardisierte, internationale Standards der Bauwirtschaft (z. B. FIDIC). Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering (Vorjahr: gering) bewertet werden können.
Laufende Rechtsfälle
Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle laufenden Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde und bewerten dieses Risiko als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.
WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN
Risiken aus Forschung und Entwicklung
Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn das Wachstum im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.
Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.
Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung als mittleres (Vorjahr: mittleres) Risiko.
Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen sowie Kalkulation
Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip und etablierten Standards bei der Kalkulation minimiert (siehe Projektrisiken) und können als mittleres (Vorjahr: mittleres) Risiko angesehen werden.
Materialwirtschaft und Beschaffung
Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch die Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in unseren Segmenten schätzen wir ebenfalls als mittleres (Vorjahr: geringes) Risiko ein.
Produktion und Auftragsausführung
Die anhaltende COVID-19-Pandemie führt dazu, dass global unterschiedliche Ausgangs- und Reisebeschränkungen die Baustellenlogistik erschwert und zur Folge hat, dass es zu Verzögerungen in der Projektausführung kommt.
Technisches Versagen aus Konstruktions- oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen führen. Die Risiken daraus sind im Konzern immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt.
Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung besteht das Risiko von Managementfehlern, welche insbesondere bei Großprojekten zu erhöhten Kosten führen. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene (siehe Projektrisiken). Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittel (Vorjahr: mittel) zu bewerten.
RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE
Debitorenmanagement
Durch ein effizientes Forderungsmanagement wird dem Risiko des Forderungsausfalls entgegengewirkt. Zudem ist die Prüfung der Bonität neuer Kunden eine wesentliche Kontrolle im Rahmen der Prüfung unserer Vertragspartner. Eine Sicherung unserer Forderungen wird zum Teil durch Versicherungen abgedeckt. Forderungsausfälle bewerten wir als geringes (Vorjahr: geringes) Risiko.
Informationstechnologie und Datenschutz
Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen, Daten und Systemen ist durch zunehmende Cyberkriminalität gefährdet. Zudem steigen die regulatorischen Anforderungen für den Umgang mit personenbezogenen Daten. Aus diesem Grund bauen wir unsere vorbeugenden Informationssicherheitsmaßnahmen für den Schutz vor unbeabsichtigtem Datenverlust, Datendiebstahl und allen Formen der Cyberkriminalität kontinuierlich aus. Außerdem werden Mitarbeiter in Schulungen dazu sensibilisiert, sorgfältig mit personenbezogenen Daten umzugehen. Trotz umfangreicher Maßnahmen können Risiken in diesem Umfeld aber nicht vollständig ausgeschlossen werden. Wir stufen das Risiko des Datenverlusts und der Cyberkriminalität als mittleres Risiko ein.
GESAMTRISIKO
Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe existenziell schaden könnten. Das bilanzielle Risikoprofil des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr, im Wesentlichen auch aufgrund der Beendigung des Joint Ventures mit Schlumberger, verbessert. Jedoch hat sich das Risiko der Marktentwicklung aufgrund der COVID-19-Pandemie erhöht. Das Management sieht in Summe auch auf Basis der Geschäftsaussichten eine leichte Verbesserung des Gesamtrisikos.
CHANCENBERICHT
Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.
STRATEGISCHE CHANCEN
Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden. Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trink- und Prozesswasser. Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Segment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen der Bauwirtschaft.
Für die Internationalisierung des Segment Resources nutzen wir auch die Erfahrungen unserer Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten sowie die internationale Bekanntheit der Marke Bauer.
Im Bereich der erneuerbaren Energien eröffnen sich neue Geschäftsmöglichkeiten. So erfordern einige Offshore-Windkraftanlagen oder Gezeitenkraftwerke anspruchsvolle Unterwasserbohrungen, die im Segment Bau mit speziellen Bohranlagen ausgeführt werden können. Die dazu benötigten Geräte werden im Segment Maschinen gefertigt.
MARKTCHANCEN
Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Chancen bieten. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern, gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.
Im Segment Resources bieten die hohen Umweltauflagen bei der Ölproduktion hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen, wie zum Beispiel die Pflanzenkläranlagen. Außerdem gewinnen auch die Altlastensanierungen in den ölfördernden Ländern an Bedeutung.
WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN
Entwicklung und Innovation
Weiterhin liegt unser Fokus darauf, langfristig nicht nur am Markt zu bestehen, sondern als Technologieführer Maßstäbe zu setzen. Daher ist eines der Themen, die der Konzern künftig verstärkt vorantreiben wird, die Digitalisierung. Ein wichtiger Impulsgeber für die Digitalisierung im Bauwesen ist dabei Building Information Modeling (BIM). Aber auch im Maschinenbau wird sich dieser Trend weiter verstärken und viele der Geschäftsprozesse beeinflussen. Mit Hilfe einer übergreifenden Strategie über alle Teile des Konzerns ist die Digitalisierung eine Chance für Bauer.
Projektchancen
Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, passend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur Erschließung und Erweiterung von Bergbauarbeiten.
Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen sowie durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.
Nachträge und Claim-Management
Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir diese Chancen zu realisieren.
GESAMTCHANCEN
Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2021 eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.
VI. PROGNOSEBERICHT
Für das Jahr 2021 gehen wir für das erste Halbjahr, bedingt durch die aktuelle Entwicklung der Pandemie, von einem herausfordernden Umfeld, insbesondere für den Baumaschinenmarkt, aus. Aussagen zur Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte lassen sich heute nur sehr schwer treffen. Daher ist es noch nicht abschließend abschätzbar, inwiefern die weitere Entwicklung der Pandemie und damit des wirtschaftlichen Umfelds die derzeit anhaltende Investitionszurückhaltung der Maschinenkunden beeinflussen wird.
Im Bau bieten Infrastrukturprojekte aufgrund staatlicher Investitionen immer wieder interessante Chancen für einzelne Großprojekte. Der aktuell sehr gute Auftragsbestand in diesem Segment signalisiert grundsätzlich einen positiven Geschäftsverlauf, jedoch werden die weiteren Auswirkungen der Pandemie sowie insbesondere die in den einzelnen Ländern getroffenen Maßnahmen hinsichtlich Reise- und Ausgangsbeschränkungen die entscheidenden Faktoren für die Abwicklung von Bauprojekten sein.
In den Märkten unseres Segments Resources mit Umwelttechnik, Wasseraufbereitung und Bergbau erwarten wir ungeachtet der Pandemie eine positive Entwicklung für das Jahr 2021, da diese sich auch im vergangenen Jahr sehr robust und stabil gezeigt haben.
Insgesamt ist aber mit einem langsameren Wachstum der Weltwirtschaft über die nächsten Jahre zu rechnen.
Unabhängig von den konjunkturellen Einflüssen, sehen wir aber grundsätzliche Trends, von denen wir profitieren können. Die anhaltende Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum führen nach wie vor zu einem Bedarf an neuer, ebenso wie zum Erhalt und Ausbau bestehender Infrastruktur. Der Klimawandel ist ein weiterer Treiber für unsere Märkte. Alternative Energiequellen benötigen auch entsprechende Infrastruktur. Mit der voranschreitenden Digitalisierung bieten sich Möglichkeiten für neue Geschäftsmodelle und die Weiterentwicklung eigener Prozesse und Dienstleistungen. Davon können wir profitieren. Die rasante Veränderungsgeschwindigkeit und die anhaltende Volatilität der Märkte fordern schnelles Handeln und Entscheiden, um sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren.
Mit unserem insgesamt guten Auftragsbestand, den Investitionen in die Neu- und Weiterentwicklung unserer Technologien sowie unseren großen Anstrengungen im Bereich Digitalisierung, sehen wir uns für das laufende Jahr und darüber hinaus daher gut aufgestellt. Durch Digitalisierungsprojekte wie "Bauen Digital" erschließen wir neue Märkte und stärken unsere Position im Spezialtiefbau. Mit neuen Technologien, Produkten und Verfahren im Bereich der erneuerbaren Energien, wie zur Gründung von Offshore-Windparks, sehen wir uns sowohl im Bau als auch im Maschinenbau gut und zukunftsorientiert aufgestellt. Zusätzlich profitiert der Maschinenbau insbesondere durch die Möglichkeiten prädiktiver Instandhaltung und bei Assistenzsystemen. Das Segment Resources ist mit Technologien für den Bereich Bergbau in einer Welt mit knapper werdenden Rohstoffen zukunftsorientiert aufgestellt. Die Bereiche Umwelttechnik und Wasseraufbereitung adressieren mit Ihren Innovationen den Trend der Nachhaltigkeit sowie des Klima- und Umweltschutzes.
Weiter arbeiten wir an der Verbesserung unserer Kostenstrukturen und am Ausbau von Synergien innerhalb des Konzerns. Die Verbesserung unseres Working Capital und unserer Kostenbasis wird durch ein langfristig aufgesetztes Maßnahmenprogramm unterstützt. Insbesondere gilt dies für die Produktion unserer Maschinen und die Entwicklung neuer Produkte als auch für die flexiblere Anpassung unserer Kapazitäten auf Schwankungen der Weltmärkte.
Wir sind bei den gegebenen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell im Jahr 2021 als robust erweisen wird. Bei unseren Planungen haben wir alle bekannten Chancen und Risiken bewertet und dabei positive wie negative Szenarien bestmöglich antizipiert. Grundsätzlich stellt im Spezialtiefbau und unseren weiteren Geschäften die Beschaffenheit des Baugrunds beziehungsweise des Bodens jedoch auch immer ein Element dar, bei dem trotz aufwändiger Voruntersuchungen unvorhergesehene Faktoren auftreten können. Diese können bei der Bauausführung zu Störungen und im Einzelfall auch zu Verlusten führen.
Von der grundlegenden strategischen Zielsetzung des Konzerns sind wir unverändert überzeugt. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir weiter unsere Kapitalbasis stärken wollen.
Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese hat am 31. März 2021 stattgefunden und die Aktionäre stimmten mit der erforderlichen Mehrheit für die zur Beschlussfassung stehenden Punkte der Tagesordnung. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.
PROGNOSE GESAMTKONZERN
Die COVID-19-Pandemie wird auch 2021 erheblichen Einfluss auf die allgemeine Wirtschaftslage haben. Im Segment Bau werden die unterschiedlichen Maßnahmen in den Ländern weiter die Baustellenlogistik und -abwicklung beeinflussen. Im Segment Maschinen gehen wir von einer Erholung der Nachfrage im zweiten Halbjahr 2021 aus, auch wenn die COVID-19-Pandemie als Unsicherheitsfaktor bleibt. Das Segment Resources sollte nach unserer Einschätzung auch im Jahr 2021 nicht merklich von den Folgen der Pandemie betroffen sein. Diese Einschätzungen bilden die Grundlage unserer Szenarien für das laufende Geschäftsjahr. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie und den schwer abzuschätzenden weiteren Auswirkungen im laufenden Geschäftsjahr sind auch die Spannen für unsere Leistungsindikatoren definiert.
Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts und unter Berücksichtigung der genannten Einflussfaktoren erwarten wir im Geschäftsjahr 2021 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung zwischen 1.550 und 1.650 Mio. EUR sowie ein EBIT zwischen 75 und 85 Mio. EUR.
Vergleich: Ist 2020 / Prognose 2021
| in Mio. EUR | Ist 2020 | Prognose 2021 |
|---|---|---|
| Gesamtkonzernleistung | 1.454 | 1.550 - 1.650 |
| EBIT | 55,5 | 75 - 85 |
Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass im Segment Bau der hohe Auftragsbestand abgearbeitet werden kann und sich aufgrund von Konjunkturprogrammen weitere Auftragschancen realisieren. Im Segment Maschinen erwarten wir insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2021 weltweit einen positiven Nachfrageimpuls. Für die Jahre nach 2021 erwarten wir jedoch nicht, dieses aufgrund von Nachholeffekten aus der Pandemie erwartete Wachstum bei der Gesamtkonzernleistung fortzusetzen. Wir setzen in den Folgejahren einen klaren Fokus auf die Steigerung unserer Profitabilität. Hierfür haben wir zahlreiche Ansatzpunkte identifiziert, die wir nutzen wollen. Details hierzu und die damit angestrebten Mittelfristziele werden wir im weiteren Jahresverlauf konkretisieren.
Im Jahr 2020 reduzierte sich das Eigenkapital des Konzerns aufgrund des vor allem wegen der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie negativen Nachsteuerergebnisses und wegen deutlicher Währungseinflüsse. Um die Eigenkapitalquote wieder nachhaltig zu verbessern, wird der Vorstand dem Aufsichtsrat daher empfehlen, der ordentlichen Hauptversammlung vorzuschlagen, keine Dividende auszuschütten. Mittelfristig halten wir jedoch unverändert an unserer Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern vorsieht.
PROGNOSE GESCHÄFTSSEGMENTE & BAUER AG
Segment Bau
Obwohl der sehr große Bedarf an Infrastruktur in der Welt weiterhin die Baukonjunktur prägen wird, werden die COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden gesetzlichen Maßnahmen und Regelungen in den einzelnen Ländern den Bau auch im Jahr 2021 beeinflussen. Es wird weiterhin notwendig sein, erhebliche Anstrengungen in der Baustellenlogistik und -abwicklung zu unternehmen. Im vergangenen Jahr haben wir uns dabei aber bereits gut gewappnet.
Für Deutschland erwarten wir eine leichte Abschwächung gegenüber dem guten Vorjahr, aber weiterhin einen stabilen Baumarkt. In Europa gehen wir von einer gemischten Entwicklung in den einzelnen Märkten aus, die aber in Summe positiv sein sollte. Unsere Großprojekte unterstützen dies. Im Nahen Osten wird wohl auch 2021 das politische Umfeld zur allgemeinen Unsicherheit beitragen. Mit unserem Auftragsbestand in der Region können wir damit aus heutiger Sicht aber gut umgehen. In den USA erwarten wir durch die Auftragslage ein erneut gutes Geschäftsjahr. Die Märkte Mittelamerikas werden herausfordernd bleiben. In den Ländern des Fernen Ostens erwarten wir einen Nachholeffekt und dadurch eine bessere Auslastung. Wir wollen aber unsere laufenden Kapazitätsanpassungen bis Jahresende 2021 abschließen.
Für das Jahr 2021 erwarten wir daher und auf Grundlage des hohen Auftragsbestands für das Segment Bau wieder einen deutlichen Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung sowie beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr.
Segment Maschinen
Das Jahr 2020 war geprägt von der COVID-19-Pandemie und den daraus resultierenden Unsicherheiten in den Märkten, was zu geringeren Maschinenbestellungen führte. Mit Ausnahme von China zeigten nahezu alle Regionen Rückgänge bei den Maschinenverkäufen. Für das Jahr 2021 erwarten wir ab Jahresmitte eine Belebung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr, jedoch bleibt der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, der sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich zeigt, als Unsicherheitsfaktor bestehen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die Märkte erst über die nächsten zwei bis drei Jahre wieder vollständig erholen werden.
Unabhängig davon haben wir durch unsere Maßnahmen, wie der Beendigung des Joint Ventures in der Tiefbohrtechnik, der Neuausrichtung des Geschäfts in den USA und dessen Ergänzung um das Geschäft mit Brunnenbohrgeräten, vieles für die Zukunft auf den Weg gebracht. Dazu zählen auch zahlreiche Innovationen im Gerätebereich - seien es Elektroantriebe, Energieeinsparungen im Betrieb der Maschinen oder digitale Anwendungen. Auch an der Optimierung unseres Supply Chain Managements wird intensiv gearbeitet, um unseren Kunden noch schnellere Lieferzeiten zu bieten und das Working Capital weiter zu verbessern. Daher sehen wir uns im Maschinenbereich gut für die nächsten Jahre gerüstet.
Unter der Annahme einer Erholung der Investitionsbereitschaft im zweiten Halbjahr des laufenden Jahres erwarten wir für das Segment, dass die Gesamtkonzernleistung 2021 deutlich und das EBIT leicht bis deutlich über dem Vorjahr liegen werden.
Segment Resources
Das Segment Resources war im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals von den Restrukturierungsmaßnahmen geprägt. Mit den wesentlichen Maßnahmen des Jahres 2020, dem Verkauf der Tochterfirma für Brauerei- und Getränketechnologie sowie der finanziellen Neuausrichtung der Tochterfirma in Jordanien, sehen wir die Basis für eine zukunftsorientierte Ausrichtung des Segments für die kommenden Jahre gelegt.
Positive Aussichten hat unverändert der Umweltbereich, der trotz einer leichten Abschwächung eine gute Nachfrage verzeichnet. Eine zusätzliche Chance bieten mögliche weitere Projekte im Nahen Osten für unsere Pflanzenkläranlagen sowie ein Großprojekt im Altlastenbereich. Diese Projekte, für die wir uns gute Chancen versprechen, befinden sich noch in der Ausschreibungs- bzw. Entscheidungsphase. Die Vergabe wird für 2021 erwartet.
Die COVID-19-Pandemie und die entsprechenden Maßnahmen und Einschränkungen werden auch 2021 noch ein Unsicherheitsfaktor bleiben. Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass das Segment in größerem Umfang davon betroffen sein wird. Dies war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht der Fall.
Daher erwarten wir für das Jahr 2021 im Segment einen leichten Anstieg bei der Gesamtkonzernleistung sowie eine deutliche Steigerung beim EBIT im Vergleich zum Vorjahr.
BAUER AG
Im Jahr 2021 erwartet die BAUER AG eine leichte Steigerung bei den Umsatzerlösen.
VII. RECHTLICHE ANGABEN
VERGÜTUNGSBERICHT
Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Der Vorstand der BAUER AG bestand während des Berichtszeitraums 2020 aus vier Mitgliedern. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss.
Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Vor dem Hintergrund der neuen Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex und den Regelungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) befasste sich der Aufsichtsrat jedoch im Berichtsjahr grundlegend mit dem Vergütungssystem für den Vorstand, so dass der nächsten ordentlichen Hauptversammlung ein neugefasstes Vergütungssystem für den Vorstand zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden soll.
Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird nach dem alten Vergütungssystem auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme sowohl aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.
Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.
Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere bei der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.
Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.
Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.
Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.
Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat für die Geschäftsjahre 2016 bis 2020 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht.
Die Gesamtbezüge der amtierenden Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.721 TEUR (Vorjahr: 1.549 TEUR). Davon sind 1.319 TEUR (Vorjahr: 1.344 TEUR) erfolgsunabhängige und 402 TEUR (Vorjahr: 205 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Einige Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 74 TEUR (Vorjahr: 61 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 1.902 TEUR (Vorjahr: 1.660 TEUR). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich auf 233 TEUR (Vorjahr: 289 TEUR).
Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Bei Arbeitsunfähigkeit erhält der Vorstand Fortzahlung der fixen Vergütungsbestandteile für bis zu drei Monate und danach einen Zuschuss zu den Entgeltersatzleistungen bis zur Beendigung des Vorstandsvertrages, maximal jedoch bis zum Entstehen eines Anspruchs auf Rente. Scheidet der Vorstand als Vorstandsmitglied aus den aktiven Diensten der Gesellschaft durch Tod oder dauernde Arbeitsunfähigkeit aus, so wird die fixe Vergütung für den Monat des Ausscheidens und für die Dauer von drei Monaten hiernach fortgezahlt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Nach der Vergütungsregelung in der Satzung erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von 25 TEUR. Der Vorsitzende erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Grundvergütung. Je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats erhält das jeweilige Mitglied einen Zuschlag von 10 % der Grundvergütung. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens einmal (als Sitzung oder Telefonkonferenz) getagt hat. Soweit ein Mitglied des Ausschusses an mehr als zwei Sitzungen oder Telefonkonferenzen eines Ausschusses des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr teilgenommen hat, erhält das jeweilige Mitglied zusätzlich ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 EUR je Sitzung bzw. Telefonkonferenz.
Für die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss wird kein Vergütungszuschlag bezahlt. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Weiter erstattet die Gesellschaft den Aufsichtsratsmitgliedern die durch die Ausübung des Amtes entstehenden Auslagen und die auf die Vergütung und den Auslagenersatz entfallende Umsatzsteuer. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.
Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Vorsitzender Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer |
52,5 | 55,0 |
| Stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger |
37,5 | 37,5 |
| Anteilseignervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer |
27,5 | 27,5 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 25,0 | 27,5 |
| Gerardus N. G. Wirken | 29,5 | 29,0 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 25,0 | 27,5 |
| Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg | 29,5 | 29,0 |
| Arbeitnehmervertreter Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl |
25,0 | 25,0 |
| Regina Andel | 25,0 | 25,0 |
| Reinhard Irrenhauser | 27,5 | 27,5 |
| Rainer Burg | 25,0 | 25,0 |
| Maria Engfer-Kersten | 29,0 | 29,0 |
| Gesamt | 358,0 | 364,5 |
Im Geschäftsjahr 2020 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 365 TEUR (Vorjahr: 358 TEUR).
SONSTIGES
Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und es wurden keine Haftungsverhältnisse zu ihren Gunsten eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart. Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften durch die Vorstandsmitglieder erfolgt keine Vergütung.
ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach §§ 315 a, 289 a HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2020 dargestellt.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG wurde am 09. Dezember 2020 um 7.299.997,16 EUR erhöht und beträgt 80.301.417,61 EUR. Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie. Eigene Aktien hält die Gesellschaft nicht. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung -mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 44 WpHG - je eine Stimme. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, wurden nicht ausgegeben. Arbeitnehmer, die am Kapital der BAUER AG beteiligt sind, üben ihre Kontrollrechte wie andere Aktionäre nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften und der Satzung aus.
Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG halten, was einer Beteiligung von 43,81 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weiter hat die Doblinger Beteiligung GmbH am 14. Dezember 2020 mitgeteilt, dass sie 3.738.004 Stückaktien an der BAUER AG hält, was einer Beteiligung von 19,84 % entspricht. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
BEFUGNISSE DES VORSTANDS, AKTIEN AUSZUGEBEN ODER ZURÜCKZUKAUFEN
§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthielt eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Unter nahezu vollständiger Ausnutzung des bestehenden Genehmigten Kapitals 2020 wurde am 09. Dezember 2020 das Grundkapital der BAUER Aktiengesellschaft um nominal 7.299.997,16 EUR auf 80.301.417,61 EUR erhöht. Die Erhöhung erfolgt gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, so dass das Genehmigte Kapital 2020 seitdem nur noch in Höhe von 2,84 EUR besteht. Der Vorstand ist im Rahmen des Genehmigten Kapitals 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen, |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Geldeinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, |
| ― | zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Geld- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2020 in die Gesellschaft einzulegen. |
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Soweit der Erwerb über die Börse erfolgt, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Soweit der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots erfolgt, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.
Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen im Rahmen von Aktienoptions- bzw. Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER, SATZUNGSÄNDERUNGEN
Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 waren vier Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.
Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 6, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.
CHANGE-OF-CONTROL
Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 430 Mio. EUR und einen weiteren Konsortialkreditvertrag in Höhe von aktuell 33,7 Mio. EUR abgeschlossen, die für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieser Konsortialverträge einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.
Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 111,4 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel in der Regel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt.
In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. In Folge können auch Cross-Default- oder Cross-Acceleration-Klauseln in anderen Kreditverträgen zu weiteren Kündigungen von Kreditlinien hieraus führen.
Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.
Die BAUER AG hat keine Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots mit Mitgliedern des Vorstands oder mit Arbeitnehmern getroffen.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289F HGB I.V.M. § 315D HGB
Der Vorstand der BAUER AG hat mit Wirkung zum 25. März 2021 die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB abgegeben und diese auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/bauer group/investor relations/publications/annual report/ öffentlich zugänglich gemacht. Sie beinhaltet die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG, relevante Angaben zu Unternehmensführungspraktiken, eine Beschreibung der Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie der Zusammensetzung und Arbeitsweise von dessen Ausschüssen, die Zielgrößen für den Frauenanteil im Vorstand und in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands, Informationen über die Einhaltung der Mindestanteile von Frauen und Männern im Aufsichtsrat sowie Angaben zum Diversitätskonzept.
NICHTFINANZIELLER KONZERNBERICHT 2020
Die BAUER AG hat zeitgleich mit dem Geschäftsbericht einen gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b HGB auf der Internetseite unter https://www.bauer.de/ bauer group/investor relations/publications/annual report/ veröffentlicht. Darin wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet.
Schrobenhausen, den 31. März 2021
BAUER Aktiengesellschaft
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg | Dipl.-Ing. (FH) | Dipl.-Betriebswirt (FH) | Peter Hingott |
| Vorsitzender des Vorstands | Florian Bauer, MBA | Hartmut Beutler |
Nichtfinanzieller Konzernbericht 2020
GESCHÄFTSMODELL
Die BAUER Gruppe sieht sich als einer der führenden Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Einerseits werden die Baumärkte durch lokale Tochtergesellschaften bearbeitet, die sich in einem Netzwerk unterstützen, und andererseits werden Großprojekte in Ländern ohne lokale Gesellschaft durch Bündelung von Kapazitäten aus aller Welt durchgeführt. Aus Deutschland heraus werden Unterstützungsleistungen mithilfe zentraler Servicefunktionen bereitgestellt und konzernweite Standards gesetzt.
Im Segment Maschinen hat Bauer den Anspruch, als Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen der Weltmarktführer zu sein. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.
Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf die Entwicklung, Produktion und Ausführung innovativer Produkte und Services und agiert mit mehreren Geschäftsbereichen und Tochterfirmen als Dienstleister in den Bereichen Bohrdienstleistungen und Brunnenbau, Umwelttechnik, Pflanzenkläranlagen, Bergbau und Sanierung. Zu den Kompetenzen zählen Wassergewinnung und Drilling Technologies, Altlastensanierung und Abfallmanagement sowie Wasseraufbereitung und Bauwerkssanierung.
Die BAUER Aktiengesellschaft (BAUER AG) ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und ihre Aktien sind an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Group Accounting and Controlling, Internal Audit and Risk Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.
UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM
Die Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe unterliegt, wie auch die weiteren zentralen Strategien, Ziele und Regelungen, den Grundprinzipien der Unternehmensführung und des Steuerungssystems im Konzern.
Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptunternehmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.
Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe unterliegen den Unternehmensleitlinien, Regelungen und den übergreifenden Strategien der BAUER Gruppe. Diese werden vom Vorstand des Konzerns festgelegt und sind für die jeweiligen Gesellschaften verbindlich. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die Geschäftsführer der jeweiligen Gesellschaften sind eigenverantwortlich für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig, solange sie sich innerhalb des oben beschriebenen Regelwerkes bewegen.
Diese selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung der Unternehmensleitlinien, des Ethikmanagements sowie von Gesetzen und sonstigen Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft. Mit der strategischen Führung durch den Vorstand wird das Ziel verfolgt, den langfristigen Erfolg der Unternehmensgruppe zu sichern und die Synergien zwischen den Segmenten optimal zu nutzen.
NACHHALTIGKEITSPOLITIK DER BAUER GRUPPE
Als eine der weltweit führenden Unternehmensgruppen für Dienstleistungen, Maschinen und Produkte für Boden und Grundwasser, messen wir unsere Firmenpolitik im Wesentlichen an vier Zielen:
| ― | Optimale Wirtschaftlichkeit (Rentabilität) |
| ― | Vertrauen unserer Kunden (Qualität) |
| ― | Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter (Sicherheit) |
| ― | Umweltfreundlichkeit unseres Tuns und unserer Produkte (Umweltschutz) |
Die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung der BAUER Gruppe und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz liegt beim Vorstand des Konzerns und den Geschäftsführern der Hauptunternehmen der jeweiligen Segmente Bau, Maschinen und Resources.
Unser Unternehmen fühlt sich allen Aspekten der Nachhaltigkeit verpflichtet. Dazu gehören die Themen der Erhaltung einer gesunden Unternehmung, die Gewinne erzielt und ihre Grundlagen auf einem Niveau erhält, das auch in der Zukunft ein erfolgreiches Wirtschaften ermöglicht. Die vielen Aspekte der Nachhaltigkeit in unserer Unternehmensumwelt sind in gleichem Maße zu beachten.
Die Unternehmensleitlinien sollen unseren Mitarbeitern die Grundlagen und Ziele unseres Handelns näherbringen. Im Mittelpunkt steht die Philosophie, unsere Kunden und Partner durch unsere Kompetenz und unsere Leistung in höchstem Maße zufriedenzustellen. Ebenso wichtig ist es uns, eine gesunde Organisation zu erhalten und damit unseren Mitarbeitern einen guten Arbeitsplatz zu bieten. Die BAUER Führungsgrundsätze sollen unseren Mitarbeitern eine Hilfestellung für die tägliche Zusammenarbeit geben. Zentrale Aspekte der Führung sind neben dem richtigen Verhalten und guter Kommunikation, den Mitarbeitern geeignete Ziele zu setzen, den Sinn der Arbeit zu verdeutlichen und die Zusammenarbeit untereinander zu fördern. Durch diese Führung wollen wir eine positive Einstellung und Stolz bei den Mitarbeitern und damit Freude an der Aufgabe entwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass die Freude an der Aufgabe jedes einzelnen am Ende auch zum Erfolg des Unternehmens als Ganzes führt.
STAKEHOLDER
Ein Unternehmen hat es durch seine Tätigkeit mit den verschiedensten Anspruchsgruppen zu tun. Zu diesen zählen wir zum einen Kunden und Partner, Anteilseigner, Mitarbeiter und Lieferanten, aber auch Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie die Region und Gesellschaft, in der wir agieren. Unser Ziel ist es, die Interessen all unserer Stakeholder angemessen zu berücksichtigen.
BAUER'S TRIPLE A
Die wichtigsten Handlungsschwerpunkte innerhalb der BAUER Gruppe werden in drei grundlegenden Aspekten festgehalten, die unter dem Namen "BAUER's Triple A" vereint sind.
Die BAUER Gruppe ist stets und in hohem Maße um die Gesundheit und Sicherheit ihrer Mitarbeiter bemüht. Leitlinien, Sicherheitsregeln und Schulungen helfen, die Arbeitssicherheit auf den Baustellen und in den Produktionsstätten zu verbessern. Dazu wurde ein Managementsystem etabliert, das für alle Unternehmen der BAUER Gruppe gilt. Jeder Teilkonzern, jeder einzelne Geschäftsführer und der Vorstand stehen für die Umsetzung von Health, Safety, Environment (HSE) ein.
Eine genauso hohe Bedeutung nehmen die Themen Kultur, Qualität und Ethik ein. Wir haben Kultur zum Fokusthema für die Zukunft gemacht und wollen damit zeigen, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht. Darüber hinaus steht das Unternehmen weltweit im Wettbewerb, daher ist es besonders wichtig, sich von der Konkurrenz durch die Qualität der Produkte und Dienstleistungen abzusetzen. Bei unseren Geschäften orientieren wir uns außerdem an nationalen sowie internationalen Werten und Grundsätzen und sind davon überzeugt, dass ein anständiges und korrektes Verhalten die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg ist.
Schließlich ist auch die ökonomische Leistung - die Performance - ein herausragender Anspruch der Firmenpolitik. Ein gleichmäßiges Wachstum mit angemessenem Gewinn ist für die verschiedensten Interessensgruppen von hoher Wichtigkeit.
Daher bemühen wir uns permanent darum, dass in unseren Handlungen das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis optimal ist. Es gilt die Leistung zu erhöhen, indem wir Prozesse optimieren, dadurch effektiver arbeiten und die Produktivität steigern.
BEDEUTUNG DER NICHTFINANZIELLEN ASPEKTE UND ERLÄUTERNDE ANGABEN
Im Folgenden wird über die Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelange, die Achtung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als nichtfinanzielle Aspekte berichtet. Wie beschrieben ist die Rahmenleitlinie der BAUER Gruppe die Grundlage für die zentralen Strategien, Ziele und Regelungen im Konzern. Hierin werden auch für die genannten Aspekte entsprechende Definitionen und Konzepte festgelegt, die für alle Tochterfirmen gelten, und die Grundlage für folgende Erläuterungen sind.
Unabhängig davon sind die aufgeführten nichtfinanziellen Aspekte weder für das Verständnis des Geschäftsverlaufs, des Geschäftsergebnisses, der Lage des Unternehmens noch für das Verständnis der Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit auf die einzelnen nichtfinanziellen Belange erforderlich. Die Konzepte, Prozesse und die betrachteten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren haben auch für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung. Zudem sind den Aspekten keine wesentlichen Risiken zuzuordnen, die sehr wahrscheinlich negative Auswirkungen auf die Aspekte selbst bzw. auf das Unternehmen haben können. Somit erfolgt auch kein Hinweis auf im Jahresabschluss ausgewiesene Beträge, da dies für das Verständnis nicht erforderlich ist.
Für die nichtfinanzielle Erklärung in diesem Lagebericht wurde kein Rahmenwerk verwendet, da sich der separat veröffentlichte, aber unabhängig von der nichtfinanziellen Konzernerklärung stehende Nachhaltigkeitsbericht am Rahmenwerk der GRI orientiert und es somit als ausreichend erachtet wird, wenn die vorliegende nichtfinanzielle Konzernerklärung lediglich die Mindestanforderungen des Handelsgesetzbuches zur nichtfinanziellen Konzernerklärung erfüllt.
ARBEITNEHMERBELANGE
Unsere Mitarbeiter sind die Basis für den Unternehmenserfolg. Die Personalentwicklung hat deshalb in der BAUER Gruppe einen hohen Stellenwert. Wir wissen, dass nur gesunde, selbstständige, gut ausgebildete und zufriedene Mitarbeiter eine qualitativ hochwertige Leistung ermöglichen. Wir verlangen von unseren Mitarbeitern großen persönlichen Einsatz. Dafür sorgen wir für sichere und gut gestaltete Arbeitsplätze und legen ganz besonderen Wert auf die körperliche und gesundheitliche Unversehrtheit eines jeden Mitarbeiters. Daher ist die Sicherheit, Gesundheit und Zufriedenheit unserer Mitarbeiter eines der vier Ziele der Firmenpolitik.
Mitarbeiterentwicklung
Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten 2020 weltweit 11.027 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 12.701).
Aus- und Weiterbildung
Ob im gewerblichen, technischen oder kaufmännischen Bereich - unsere Azubis erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, die praxisnah und zukunftsorientiert ist. Jahr für Jahr bilden wir zahlreiche junge Menschen in rund 20 verschiedenen Ausbildungsberufen aus. Im Jahr 2020 waren es 292 (Vorjahr: 296). Und weil wir wissen, dass unsere Mitarbeiter unser größtes Potenzial sind, wird Weiterbildung bei uns bereits während der Ausbildung großgeschrieben. Die zielgerichtete Qualifizierung unserer Mitarbeiter gewinnt dabei zunehmend an Bedeutung, denn vor dem Hintergrund der Digitalisierung werden auch die Produktionsprozesse in unserem Unternehmen immer komplexer und die Anforderungen an die Funktionalität unserer Maschinen immer höher.
Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2020 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 685 (Vorjahr: 1.087) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht. Aufgrund der Coronapandemie konnten deutliche weniger Schulungsmaßnahmen umgesetzt werden als geplant.
Vielfalt
Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2020 waren Mitarbeiter aus 95 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für das Erreichen unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert.
Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2020 bei etwa 11 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.
Health Safety Environment (HSE)
Die BAUER Gruppe hat HSE als zentrale Elemente ihrer Arbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette fest verankert. Bereits im Jahr 2011 wurde durch die Einführung weltweit gültiger Standards für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung der Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen.
Die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter steht für uns an erster Stelle. Unser Ziel ist es, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das sie nicht nur vor arbeitsbedingten Gefahren schützt, sondern auch ihre gesundheitlichen Ressourcen und ihre Leistungsfähigkeit stärkt. In Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern und dem Vorstand werden Standards und Leitlinien für Arbeitssicherheit in der BAUER Gruppe festgelegt. Um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Unternehmen zu stärken, werden außerdem regelmäßige HSE-Schulungen durchgeführt.
Ein Programm zur Durchführung von unternehmensinternen Arbeitssicherheitsaudits, das von der HSE-Abteilung entwickelt wurde, hilft auch den Tochterunternehmen der BAUER Gruppe, ihre HSE-Politik auf den Konzernstandard auszubauen. In Deutschland wird jährlich ein Sicherheitswettbewerb zwischen den Unternehmen veranstaltet, bei dem durch wertvolle Sachpreise ein zusätzlicher Ansporn gegeben wird, dass Mitarbeiter sich mit dem Thema auseinandersetzen.
Aufgrund der weltweiten Coronapandemie war seit Beginn des Jahres 2020 das Thema Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz nochmals besonders im Fokus. Zum einem ging es dabei um den akuten Infektionsschutz der Mitarbeiter, zum anderen um die Resilienz aller Unternehmenseinheiten. Ein eigens gebildeter Corona-Krisenstab tagte regelmäßig, um entsprechende Hygienekonzepte und Maßnahmen zu entwickeln und diese stetig je nach Änderungen des Pandemiegeschehens oder der gesetzlichen Regelungen anzupassen. Über alle Maßnahmen wurden die Mitarbeiter permanent informiert und zu den Maßnahmen geschult. Dadurch gelang es, die Corona-Fallzahlen bei den Mitarbeitern sehr niedrig zu halten, Übertragungen innerhalb des Unternehmens weitestgehend zu vermeiden und stets die Arbeitsfähigkeit aller Organisationseinheiten zu gewährleisten. Aufgrund der weltweit in Kraft getretenen Reiserestriktionen und Quarantänemaßnahmen mussten viele Mitarbeiter besonders anstrengende Einsätze und längere Einsatzzeiten vor Ort leisten.
Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen, wie OHRIS, OHSAS 18001, AMS-Bau sowie SCC, stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt.
SOZIALBELANGE
Wir wollen mit der BAUER Gruppe ein "guter Bürger" in den Orten und Regionen unserer Tätigkeit sein. Dabei hat unser Engagement für die Gemeinschaft auch positive Rückwirkung auf das Unternehmen. Wir verstehen uns als aktives Mitglied der Gesellschaft und sind uns dessen bewusst, dass wir neben unseren ökonomischen Aufgaben auch eine soziale Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft haben. Wir engagieren uns in unserer Region und in unseren Branchen. Wir sind dazu auch in zahlreichen regionalen und branchenrelevanten Vereinen und Verbänden aktiv.
Bei ihren Entscheidungen müssen Unternehmen immer die Auswirkungen ihres Handelns auf Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft berücksichtigen. Wir sind davon überzeugt, dass wir unser Unternehmen nur dauerhaft erfolgreich führen können, wenn wir unser unternehmerisches Handeln mit den Erwartungen der verschiedenen Anspruchsgruppen in Einklang bringen. Dieser Verantwortung können wir nur gerecht werden, wenn wir die Anforderungen unserer Stakeholder verstehen und wissen, was sie bewegt. Deshalb setzen wir auf einen offenen und vertrauensvollen Dialog mit unseren Kunden, Partnern, Mitarbeitern, Anteilseignern und Lieferanten, dem gesellschaftlichen Umfeld sowie mit Forschung und Wissenschaft, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu finden.
UMWELTBELANGE
Wir üben durch unsere Tätigkeit unvermeidlich einen Einfluss auf die Umwelt aus, im Bereich der Luft, des Bodens und des Wassers, im Hinblick auf Lärm und Erschütterung oder im Verbrauch von Rohstoffen und Primärenergie. Bei unserer Arbeit sind wir bestrebt, die Umwelt so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und alle Maßnahmen nach den modernsten Gesichtspunkten auszurichten. Die Einhaltung der gesetzlichen Umweltschutzvorschriften und Auflagen sehen wir dabei als Mindeststandard an. Darüber hinaus wollen wir besonders durch vorbeugende Maßnahmen unser Umweltschutzniveau stetig verbessern.
Als weltweit agierendes Unternehmen begegnen wir den Herausforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes rund um den Globus. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren, Lärm zu vermeiden, Wasser einzusparen und Energie effizienter zu nutzen. Die Umweltpolitik ist dabei Bestandteil des konzernweit gültigen HSE-Managements.
ACHTUNG DER MENSCHENRECHTE
Grundlage unseres Unternehmenserfolges sind Menschen -unsere Mitarbeiter ebenso wie unsere Kunden und Partner. Deshalb gehört es zu unserer Grundauffassung von sozialer Verantwortung, die Menschenrechte zu respektieren und zu schützen. Im Rahmen unseres Ethikmanagementsystems haben wir uns zur Respektierung der Menschenrechte bekannt. Kinder- und Zwangsarbeit werden in der BAUER Gruppe nicht toleriert. Eine wichtige Aufgabe unserer Führungskräfte besteht darin, bei den regelmäßigen Besuchen unsere Mitarbeiter vor Ort für diese Themen zu sensibilisieren. Es entspricht unserem Werteverständnis, dass Diskriminierung, insbesondere aufgrund von Geschlecht, Religion, Alter, Herkunft oder sexueller Orientierung, keinen Platz in unserem Unternehmen hat. Wir erwarten von unseren Lieferanten und Subunternehmern, dass sie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen achten und nicht in Menschenrechtsverletzungen involviert werden.
COMPLIANCE
In allen Ländern, in denen wir mit unseren Produkten und Leistungen am Markt tätig sind, sind unsere jeweiligen Unternehmen verpflichtet, sich und ihren Mitarbeitern ethische Maßstäbe aufzuerlegen, die den Anforderungen in diesen Ländern genügen. Insbesondere werden aktiv korruptes Verhalten und passive Bestechlichkeit weltweit nicht toleriert.
Wir glauben nicht daran, dass "der Unanständige am Schluss siegt", wir sind vielmehr davon überzeugt, dass anständiges und korrektes Verhalten auf Dauer die beste Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg sind. Diese grundsätzliche Überzeugung ergänzen wir durch die Definition unserer Werte.
Compliance bedeutet gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Jeder Mitarbeiter der BAUER Gruppe hat die Pflicht, bei seinem beruflichen Handeln die gesetzlichen, behördlich oder gerichtlich angeordneten und unternehmensintern geltenden Regeln einzuhalten.
Das Compliance Management System wird in der BAUER Gruppe als Ethikmanagementsystem bezeichnet und wurde durch den Vorstand in der Rahmenleitlinie im Unternehmenshandbuch für die BAUER Gruppe implementiert. Hiernach sind in den Tochterfirmen angemessene Maßnahmen zu treffen, um die Einhaltung der für die Unternehmensgruppe geltenden Regeln zu gewährleisten. Durch die Geschäftsführungen der Konzernunternehmen ist zudem bei den Mitarbeitern das Bewusstsein zu schärfen, dass Verstöße gegen geltendes Recht und ethische Grundsätze für das einzelne Unternehmen und den Konzern weitreichende Auswirkungen haben können.
Für die BAUER Gruppe wurde ein Werteprogramm und Ethikmanagementsystem entwickelt und verbindlich eingeführt. Die Anweisung im Unternehmenshandbuch zum Werteprogramm und Ethikmanagement erhalten die Mitarbeiter bei der Einstellung. Grundlage des Ethikmanagementsystems ist ein auch auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichter Verhaltenskodex der BAUER Gruppe. Als besonders wichtige Grundwerte werden darin Selbstverantwortung, Zuverlässigkeit und korrektes Verhalten herausgestellt und die Verhaltensgrundsätze zu Einzelthemen nach ausgewählten Risikofeldern festgelegt.
Besondere Aufmerksamkeit wird im Rahmen des Ethikmanagementsystems auf regelgerechtes Verhalten durch die Geschäftsführungen und Mitarbeiter in den Bereichen Anti-Korruption und Kartellrecht gelegt. Das Ethikmanagementsystem umfasst jedoch als Schwerpunktthemen auch die Sicherstellung der Einhaltung von Rechtsvorschriften und Geschäftsethik im Umgang mit Geschäftspartnern und Kunden, die Produktsicherheit, Gefahren für die Gesundheit von Menschen und für die Umwelt aus unseren Leistungen, Exportbeschränkungen, Steuer- und Sozialabgabepflichten, Rechnungslegung, Datenschutz und Anti-Diskriminierung.
Zur Implementierung des Ethikmanagementsystems sind in den Organisationseinheiten, soweit erforderlich, Ethik-Beauftragte zu bestellen und die Inhalte des Ethikmanagementsystems sind aktiv durch die Geschäftsleitungen und das Management zu kommunizieren. Gemeinsam mit der Geschäftsleitung werden im Rahmen einer Risikobetrachtung die Maßnahmen im Ethikmanagement durch den Ethik-Beauftragten analysiert. Soweit sinnvoll werden die Einzelthemen des Ethikmanagementsystems durch spezielle Unternehmensbeauftragte sowie durch Spezialabteilungen bearbeitet, die die Einhaltung geltender Regeln und Verhaltensanforderungen organisieren. Die wesentlichen für die Unternehmen der BAUER Gruppe geltenden Regeln werden im Unternehmenshandbuch niedergelegt. Im Bereich der Anti-Korruption wird zum Beispiel das Vier-Augen-Prinzip als wesentliches Instrument für die relevanten Funktionen im Unternehmen festgeschrieben.
Über die Tochterfirma BAUER Training Center GmbH werden Schulungen und Trainings für die Unternehmensgruppe organisiert. Für die Schwerpunktthemen Anti-Korruption und Kartellrecht sowie für den Bereich des Schutzes personenbezogener Daten werden insbesondere spezielle Präsenzschulungen durchgeführt und für baunahe Firmen wird das vom EMB-Wertemanagement Bau e.V. entwickelte Compliance E-Learning Programm allen relevanten Mitarbeitern zur Verfügung gestellt.
Die Angemessenheit und Wirksamkeit des Ethikmanagementsystems wird durch interne Prüfungen seitens der Internen Revision sowie in den baunahen Firmen in Deutschland zusätzlich bei den Mitgliedsfirmen des EMB-Wertemanagement Bau e.V. durch externe Audits überprüft und aus Prüfungsfeststellungen heraus gegebenenfalls Systemverbesserungen veranlasst. Zudem wirken die bestellten Ethikmanagement-Beauftragten auf Verbesserungen des Ethikmanagementsystems hin.
Zur Aufdeckung von Verstößen wurde zudem ein Hinweisgebersystem im Unternehmenshandbuch implementiert. Die Kontaktdaten zur Internen Revision sowie zum externen Ombudsmann sind auf der Internetseite der BAUER Aktiengesellschaft www.bauer.de unter der Rubrik ,BAUER Gruppe' - ,Ethikmanagement' - ,Ombudsmann' veröffentlicht. Das Hinweisgebersystem räumt sowohl den Beschäftigten als auch Dritten - insbesondere Kunden und Lieferanten - die Möglichkeit ein, geschützt Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben.
Schrobenhausen, den 29. März 2021
BAUER Aktiengesellschaft
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg | Dipl.-Ing. (FH) | Dipl.-Betriebswirt (FH) | Peter Hingott |
| Vorsitzender des Vorstands | Florian Bauer, MBA | Hartmut Beutler |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
| in Tausend EUR | Anhang | 12M/2019 * | 12M/2020 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (7) | 1.470.922 | 1.343.241 |
| Bestandsveränderungen | 32.378 | -16.789 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | (8) | 9.523 | 8.052 |
| Sonstige Erträge | (9) | 24.868 | 66.779 |
| Konsolidierte Leistung | 1.537.691 | 1.401.283 | |
| Materialaufwand | (10) | -783.126 | -626.112 |
| Personalaufwand | (11) | -418.805 | -394.898 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (12) | -212.713 | -224.822 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen | (13) | 11.225 | 9.796 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 134.272 | 165.247 | |
| Abschreibungen | |||
| a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen | (14) | -84.760 | -93.176 |
| b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | (15) | -15.806 | -16.534 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 33.706 | 55.537 | |
| Finanzerträge | (16) | 33.742 | 33.047 |
| Finanzaufwendungen | (17) | -78.766 | -72.256 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -11.318 | 16.328 | |
| Ertragsteueraufwand | (18) | -25.232 | -24.550 |
| Ergebnis nach Steuern | -36.550 | -8.222 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | -37.146 | -8.397 | |
| davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 596 | 175 |
| in EUR | 12M/2019 | 12M/2020 | |
|---|---|---|---|
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | (19) | -2,17 | -0,48 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | (19) | -2,17 | -0,48 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.273.756 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.273.756 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
| in Tausend EUR | 12M/2019 | 12M/2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -36.550 | -8.222 |
| Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -21.963 | -7.112 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung | 6.130 | 2.113 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 422 | 1.150 |
| Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden | ||
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | -3.568 | 1.837 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | 3.468 | -1.478 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | -1.889 | 445 |
| In den Gewinn und Verlust übernommen | 2.026 | -385 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente | -10 | -117 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 9.087 | -23.136 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -6.297 | -26.683 |
| Gesamtergebnis | -42.847 | -34.905 |
| davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen | -45.714 | -33.124 |
| davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen | 2.867 | -1.781 |
* Vorjahr angepasst; das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen wird zukünftig als Bestandteil des EBITDA unterhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in Tausend EUR | 12M/2019 | 12M/2020 |
|---|---|---|
| Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit: | ||
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -11.318 | 16.328 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | 84.760 | 93.176 |
| Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.806 | 16.534 |
| Finanzerträge | -33.742 | -33.047 |
| Finanzaufwendungen | 78.766 | 68.940 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen | 16.353 | 39.392 |
| Erhaltene Dividenden | 1.859 | 7.507 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -1.551 | -4.137 |
| Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen | 11.225 | 9.796 |
| Veränderung der Rückstellungen | -2.455 | -307 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 53.886 | -26.622 |
| Veränderung der Vertragsvermögenswerte | 40.567 | 13.929 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens | -4.872 | -5.720 |
| Veränderung der Vorräte | -72.206 | -9.849 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.892 | -13.535 |
| Veränderung der Vertragsverbindlichkeiten | 23.402 | -12.952 |
| Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten | 5.291 | 23.449 |
| Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel | 212.663 | 182.882 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -43.781 | -14.734 |
| Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit | 168.882 | 168.148 |
| Cashflows aus Investitionstätigkeit: | ||
| Erwerb von konsolidierten Unternehmen abzüglich erworbener Nettozahlungsmittel | 0 | -17.649 |
| Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -101.765 | -113.254 |
| Erlöse aus Verkauf von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 26.858 | 34.845 |
| Erwerb von Finanzanlagen (Beteiligungen) | 0 | -43 |
| Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes | -306 | -434 |
| Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -75.213 | -96.535 |
| Cashflows aus Finanzierungstätigkeit: | ||
| Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | 309.881 | 188.524 |
| Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten | -373.730 | -229.549 |
| Einzahlungen von Nachrangdarlehen der Aktionäre | 0 | 12.000 |
| Tilgung der Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | -22.047 | -23.066 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens | 0 | 15.965 |
| Auszahlungen für den Erwerb von zusätzlichen Anteilen an Tochterunternehmen | 0 | -200 |
| Gezahlte Dividenden | -2.972 | -2.190 |
| Gezahlte Zinsen | -34.519 | -28.127 |
| Erhaltene Zinsen | 3.048 | 5.430 |
| Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel | -120.339 | -61.213 |
| Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel | -26.670 | 10.400 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 1.658 | -1.960 |
| Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt | -25.012 | 8.440 |
| Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode | 62.587 | 37.575 |
| Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode | 37.575 | 46.015 |
| Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -25.012 | 8.440 |
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020
AKTIVA
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | (20) | 16.946 | 14.598 |
| Sachanlagen | (20) | 460.470 | 452.487 |
| At-Equity bewertete Anteile | (20) | 118.185 | 76.189 |
| Beteiligungen | (20) | 8.806 | 10.761 |
| Aktive latente Steuern | (21) | 67.273 | 66.916 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | (22) | 7.175 | 7.425 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (23) | 13.923 | 13.165 |
| Langfristige Vermögenswerte | 692.778 | 641.541 | |
| Vorräte | (24) | 405.401 | 387.498 |
| Mietmaschinen | (24) | 61.838 | 47.468 |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | (24) | -8.921 | -10.340 |
| Vorräte gesamt | 458.318 | 424.626 | |
| Vertragsvermögenswerte | (25) | 108.122 | 87.983 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (25) | 271.300 | 248.957 |
| Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | (25) | 1.912 | 847 |
| Geleistete Anzahlungen | (25) | 5.904 | 6.240 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | (25) | 35.844 | 36.594 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (25) | 11.526 | 14.040 |
| Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche | 5.270 | 2.356 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (26) | 37.575 | 46.015 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | (27) | 0 | 34.786 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 935.771 | 902.444 | |
| 1.628.549 | 1.543.985 |
PASSIVA
| in Tausend EUR | Anhang | 31.12.2019 * | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 73.001 | 80.301 | |
| Kapitalrücklage | 38.404 | 47.069 | |
| Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 270.399 | 237.352 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG | 381.804 | 364.722 | |
| Minderheitsgesellschafter | 5.112 | 801 | |
| Eigenkapital | (28) | 386.916 | 365.523 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (29) | 73.743 | 234.043 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | (29) | 0 | 12.000 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | (29) | 37.892 | 37.444 |
| Pensionsrückstellungen | (30) | 158.641 | 167.457 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (29) | 6.028 | 6.027 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | (29) | 23.665 | 34.452 |
| Passive latente Steuern | (21) | 27.149 | 20.599 |
| Langfristige Schulden | 327.118 | 512.022 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (31) | 431.645 | 217.419 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | (31) | 20.745 | 21.538 |
| Vertragsverbindlichkeiten | (31) | 76.829 | 61.084 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (31) | 220.330 | 179.562 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | (31) | 21.649 | 24.066 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (31) | 83.510 | 82.760 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (31) | 13.563 | 17.924 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 19.566 | 25.997 | |
| Rückstellungen | (32) | 23.677 | 32.890 |
| Pensionsrückstellungen | (30) | 3.001 | 3.200 |
| Kurzfristige Schulden | 914.515 | 666.440 | |
| 1.628.549 | 1.543.985 |
* Vorjahr angepasst; die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften wurden rückwirkend aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen umgegliedert.
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2019 bis 31. Dezember 2020
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |||
|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Gewinnrücklagen | Währungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2019 | 73.001 | 38.404 | 332.201 | -13.285 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -37.146 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 6.814 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | -21.960 | 0 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | 6.129 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -52.977 | 6.814 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 919 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.713 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2019 | 73.001 | 38.404 | 278.430 | -6.471 |
| Stand am 01.01.2020 | 73.001 | 38.404 | 278.430 | -6.471 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | -8.397 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | -21.180 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | -7.112 | 0 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | 2.113 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | -13.396 | -21.180 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -63 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 7.300 | 8.665 | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 140 | 0 |
| Stand am 31.12.2020 | 80.301 | 47.069 | 265.111 | -27.651 |
| in Tausend EUR | Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente (Hedging Rücklage) | Derivative Finanzinstrumente (Rücklage für Sicherungskosten) | |
| --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2019 | -201 | -145 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | -100 | 137 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 28 | -38 |
| Gesamtergebnis | -72 | 99 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2019 | -273 | -46 |
| Stand am 01.01.2020 | -273 | -46 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 0 | 0 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 359 | 60 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | -100 | -17 |
| Gesamtergebnis | 259 | 43 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2020 | -14 | -3 |
| in Tausend EUR | |||
|---|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | Minderheitsgesellschafter | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 01.01.2019 | -1.663 | 3.504 | 431.816 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 596 | -36.550 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | 2.273 | 9.087 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | -3 | -21.963 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 422 | 0 | 422 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 37 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 1 | 6.120 |
| Gesamtergebnis | 422 | 2.867 | -42.847 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 919 |
| Dividendenzahlungen | 0 | -1.259 | -2.972 |
| Übrige Veränderungen | 0 | 0 | 0 |
| Stand am 31.12.2019 | -1.241 | 5.112 | 386.916 |
| Stand am 01.01.2020 | -1.241 | 5.112 | 386.916 |
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 175 | -8.222 |
| Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 0 | -1.956 | -23.136 |
| Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 | -7.112 |
| Marktbewertung von sonstigen Beteiligungen | 1.150 | 0 | 1.150 |
| Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | 0 | 0 | 419 |
| Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 0 | 0 | 1.996 |
| Gesamtergebnis | 1.150 | -1.781 | -34.905 |
| Veränderungen im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | -63 |
| Dividendenzahlungen | 0 | -2.190 | -2.190 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | 15.965 |
| Übrige Veränderungen | 0 | -340 | -200 |
| Stand am 31.12.2020 | -91 | 801 | 365.523 |
Sonstige Angaben zur Eigenkapitalentwicklung können Abschnitt 28 entnommen werden.
Konzernanhang
ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN
ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße 1, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen.
Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.
Die BAUER AG ist im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.
AUSWIRKUNGEN DER COVID-19-PANDEMIE AUF DIE BILANZIERUNG
Die Geschäftsentwicklung des BAUER-Konzerns war im Geschäftsjahr 2020 deutlich durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie beeinflusst. Abmildernde Effekte haben sich hierbei sowohl durch die eingeleiteten Maßnahmen der Regierungen weltweit als auch durch die eigenen vom Management initiierten Maßnahmen ergeben. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie unterschieden sich dabei je nach Segment deutlich. Im Segment Bau konnte trotz der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage sowohl die Gesamtkonzernleistung als auch das EBIT gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dagegen verzeichnete das Segment Maschinen einen deutlichen Rückgang in der Konzerngesamtleistung und eine deutliche Verschlechterung des EBIT. Im Segment Resources kam es trotz einem deutlichen Rückgang in der Konzerngesamtleistung zu einer Verbesserung des EBIT Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die vom Management umgehend eingeleiteten Maßnahmen zur Sicherung der Ergebnis- und Liquiditätssituation des BAUER-Konzerns sind ausführlich im zusammengefassten Lagebericht beschrieben.
Die Entwicklungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie haben im Geschäftsjahr eine Überprüfung der getroffenen Annahmen und Schätzungen zur Bewertung von Vermögenswerten und Schulden sowie von Erträgen und Aufwendungen erforderlich gemacht. Für den BAUER-Konzern war dabei insbesondere die Werthaltigkeitsprüfung von Vermögenswerten von besonderer Relevanz.
Die deutlichen Umsatzrückgänge im ersten Halbjahr 2020 und die deutlich verringerten Wachstumserwartungen aufgrund der COVID-19-Pandemie erforderten eine Überprüfung der Werthaltigkeit der bilanzierten Buchwerte zum 30. Juni 2020. Zu diesem Zweck wurde die letzte und vom Aufsichtsrat genehmigte Unternehmensplanung, die der Bewertung zum 31. Dezember 2019 zugrunde gelegen hat, auf Basis der zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Daten und den Erwartungen des Managements angepasst. Unter Berücksichtigung der aktualisierten Annahmen und Schätzungen ergaben sich zum 30. Juni 2020 insgesamt keine wesentlichen Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen, der At-Equity-Beteiligungen, der finanziellen Vermögenswerte und sonstigen Vermögenswerte. Aufgrund der anhaltenden Pandemielage wurde zum 31. Dezember 2020 ein erneuter Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dieser führte ebenfalls zu keinen Wertminderungen bei den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, der At-Equity-Beteiligungen, finanziellen Vermögenswerten und sonstigen Vermögenswerten.
1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315e HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, dem Handelsgesetzbuch (HGB) und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt.
In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden und umfasst jeweils den Zeitraum vom 1.1. bis 31.12. eines Jahres.
2. KONSOLIDIERUNGSKREIS
In den Konsolidierungskreis werden neben der obersten Muttergesellschaft BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt.
Tochtergesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Cashflows der BAUER Gruppe sowohl einzeln und als auch gesamt von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert und fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 9. Für diese Gesellschaften wird regelmäßig ein beizulegender Zeitwert ermittelt und die entsprechende Anpassung ergebnisneutral über das Other Comprehensive Income vorgenommen.
In den Konzernabschluss 2020 wurden 113 Unternehmen (Vorjahr: 114) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden 3 (Vorjahr: 3) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2020 sind durch Verschmelzung, Verkauf und Auflösung 4 (Vorjahr: 2) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.
Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten (ohne Bau-ARGEN):
| Hauptgeschäft | Sitz | Anzahl der Unternehmen mit 100 % der Anteile | Anzahl der Unternehmen mit weniger als 100 % der Anteile | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2019 | 31.12. 2020 | 31.12. 2019 | 31.12. 2020 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Bau | Spezialtiefbau | Weltweit | 39 | 38 | 3 | 3 |
| Segment Maschinen | Maschinenherstellung und -vertrieb | Weltweit | 28 | 30 | 4 | 3 |
| Segment Resources | Wasser, Umwelttechnik und Bodenschätze | Weltweit | 22 | 23 | 4 | 3 |
| Segment Sonstiges | Zentrale Dienste | Weltweit | 4 | 4 | 0 | 0 |
| Gesamt | 93 | 95 | 11 | 9 |
| Anzahl der assoziierten Unternehmen | Anzahl der Gemeinschaftsunternehmen | Gesamt | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12. 2019 | 31.12. 2020 | 31.12. 2019 | 31.12. 2020 | 31.12. 2019 | 31.12. 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Segment Bau | 1 | 1 | 1 | 1 | 44 | 43 |
| Segment Maschinen | 3 | 1 | 2 | 2 | 37 | 36 |
| Segment Resources | 1 | 1 | 2 | 3 | 29 | 30 |
| Segment Sonstiges | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 | 4 |
| Gesamt | 5 | 3 | 5 | 6 | 114 | 113 |
Ergibt die Beurteilung einer neuen Tochtergesellschaft nach qualitativen Kriterien, dass die Gesellschaft aus Sicht des operativen Segments oder des Konzerns unwesentlich ist, wird sie gegebenenfalls nicht in den Konzernabschluss einbezogen.
Es dürfen sich jedoch durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben, noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben.
In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und die damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen.
Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 2020 3 Gesellschaften (Vorjahr: 5) betroffen. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert.
Die BAUER Gruppe hält vereinzelt mehr als 50 Prozent an Unternehmen, die als Gemeinschaftsunternehmen oder assoziiertes Unternehmen berücksichtigt werden. Diese Bewertung ist durch gesellschaftsindividuelle Vertragsgestaltung begründet, die eine Beherrschung aus Sicht der BAUER Gruppe ausschließt.
Die wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die BAUER Corporate Services Private Limited, die BAUER Equipment India Private Limited sowie die BAUER Specialized Foundation Contractor India Private Limited erstellen aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März.
Anwendung von § 264 Abs. 3 HGB
Für folgende Gesellschaften wird von § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht:
BAUER Foralith GmbH
BAUER Deep Drilling GmbH
BAUER Maschinen GmbH
BAUER Resources GmbH
BAUER Spezialtiefbau GmbH
EURODRILL GmbH
GWE pumpenboese GmbH
KLEMM Bohrtechnik GmbH
PRAKLA Bohrtechnik GmbH
RTG Rammtechnik GmbH
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH
SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH
Anwendung von § 291 Abs. 1 HGB
Die BAUER Maschinen GmbH, die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Resources GmbH und die PRAKLA Bohrtechnik GmbH haben von der Befreiungsmöglichkeit des § 291 Abs. 1 HGB Gebrauch gemacht und auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verzichtet.
Veränderungen bei Tochterunternehmen
Segment Bau
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurde die BAUER Hong Kong Limited wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung ergab sich ein Ergebniseffekt von TEUR 8.046, der unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen ist.
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2020 wurde die First Asian Ltd. wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Darüber hinaus wurden die BAUER DK A/S sowie die BAUER Fondations SAS erstmalig in den Konsolidierungskreis aufgenommen. Aus den Ent- und Erstkonsolidierungen dieser drei Gesellschaften ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf weitere Angaben wurde daher verzichtet.
Segment Maschinen
Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 wurde die ESAU & HUEBER Verwaltungs GmbH mit der BAUER Foralith GmbH verschmolzen und unter dem Namen BAUER Foralith GmbH weitergeführt. Des Weiteren wurden die restlichen 15 % der Anteile an der Olbersdorfer Guß GmbH zu einem Kaufpreis von TEUR 200 erworben. Diese Änderung bei der Beteiligungsquote wurde als Eigenkapitaltransaktion bilanziert.
Unternehmenserwerbe
Mit Datum vom 31. Juli 2020 wurden von der BAUER Equipment America, Inc. die restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Manufacturing LLC und von der BAUER Maschinen GmbH die restlichen 49 % der Anteile an der BAUER Deep Drilling GmbH (beide Segment Maschinen) zu einem Gesamtkaufpreis von TEUR 20.425 (TUSD 24.200) von der Schlumberger GmbH sowie der Schlumberger Technologies Corp. erworben. Hintergrund des Anteilskaufs ist ein Strategiewechsel der BAUER Gruppe sowie der Schlumberger Gruppe aufgrund der Entwicklung des Ölmarktes. Damit sind diese Gesellschaften wieder hundertprozentige Tochtergesellschaften in der BAUER Gruppe.
Durch den Übergang der Anteile werden die bisher als at-Equity bilanzierten Tochtergesellschaften wieder vollkonsolidiert.
Die mit Datum vom 31. Juli 2020 übernommenen Vermögenswerte und Schulden sind zu ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt im Rahmen einer Kaufpreisallokation zu bewerten. Der Anteilskauf wird nachfolgend aggregiert als ein Geschäftsvorfall betrachtet, da diese Transaktion nur unter der Bedingung des Erwerbes der Anteile beider Gesellschaften stattfinden konnte.
Die Auswirkungen der Ausbuchung und Neubewertung auf Basis der finalisierten Kaufpreisallokation sind im Folgenden näher dargestellt:
| in Tausend EUR | |
|---|---|
| Kaufpreis für die erworbenen Anteile: | 20.425 |
| Neubewertung der Altanteile (51 %) | 1.933 |
| Gesamt | 22.358 |
| in Tausend EUR | Fair Value |
|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 7.120 |
| Sachanlagen | 31.516 |
| Aktive latente Steuern | 1.525 |
| Langfristige Vermögenswerte | 40.161 |
| Vorräte | 3.209 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 23.875 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 2.776 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 29.860 |
| Summe Vermögenswerte | 70.021 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 75 |
| Pensionsrückstellungen | 209 |
| Passive latente Steuern | 597 |
| Kurzfristige Schulden | 881 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 52 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 889 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 679 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 2.986 |
| Rückstellungen | 248 |
| Langfristige Schulden | 4.854 |
| Summe Schulden | 5.735 |
| Gesamt erworbene Vermögenswerte und Schulden | 64.286 |
| in Tausend EUR | Fair Value |
|---|---|
| Negativer Unterschiedsbetrag | 41.928 |
| Effekt aus der Ausbuchung der at-Equity Anteile | -41.373 |
| Effekt aus der Neubewertung der Altanteile | 1.933 |
| Gesamteffekt aus dem Erwerb | 2.488 |
Der negative Unterschiedsbetrag wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Der Effekt aus Ausbuchung und Neubewertung der at-Equity Anteile wird im sonstigen betrieblichen Aufwand ausgewiesen. Die Neubewertung der Altanteile wurde durch die Neuausrichtung des Geschäfts und den Strategiewechsel notwendig. Die Ermittlung des Fair Values der bereits gehaltenen Anteile orientiert sich am Nettokaufpreis (vereinbarter Kaufpreis abzüglich Ausgleichszahlung). Dadurch ergab sich ein neuer Unternehmenswert, der geringer ist als der, der im Geschäftsbericht 2019 berichtet wurde. Dieser Vorgang hatte keine Auswirkung auf die Werthaltigkeit der at-Equity Anteile zum 31. Dezember 2019. Die BAUER Deep Drilling GmbH hat ihren operativen Geschäftsbetrieb eingestellt. Für die BAUER Manufacturing LLC ist eine Fortführung des operativen Geschäftes vorgesehen.
Segment Resources
Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2020 wurde die hydesco24 GmbH wegen Einstellung des Geschäftsbetriebs entkonsolidiert. Aus der Entkonsolidierung resultierten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe. Auf Angaben gemäß IFRS 10 und IAS 7 wurde daher verzichtet.
Veräußerungen
Mit Vertrag vom 9. September 2020 hat die BAUER Resources GmbH 100 % der Anteile an der ESAU & HUEBER GmbH an die Schulz Unternehmensfamilie e.K. mit Wirkung zum 30. September 2020 veräußert und die Gesellschaft damit entkonsolidiert. Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden näher dargestellt.
a) Erhaltene Gegenleistung
| in Tausend EUR | 30.09.2020 |
|---|---|
| Erhaltene Gegenleistung | 0 |
b) Aufgrund Beherrschungsverlust abgegangene Vermögenswerte und Schulden
| in Tausend EUR | 30.09.2020 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | 420 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 131 |
| Sachanlagen | 288 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 1 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.340 |
| Vorräte | 15 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.976 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 349 |
| Langfristige Schulden | 167 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 97 |
| Passive latente Steuern | 70 |
| Kurzfristige Schulden | 805 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 337 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 468 |
| Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | 0 |
| Veräußertes Nettovermögen | 1.788 |
c) Gesamteffekt aus der Veräußerung der ESAU & HUEBER GmbH
| in Tausend EUR | 30.09.2020 |
|---|---|
| Erhaltene Gegenleistung | 0 |
| Aufgegebenes Nettovermögen | 1.788 |
| Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung | -1.788 |
Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 9 als Effekt aus Ent- und Übergangskonsolidierungen aufgeführt.
d) Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung der ESAU & HUEBER GmbH
| in Tausend EUR | 30.09.2020 |
|---|---|
| Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis | 0 |
| Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -349 |
| Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung | -349 |
Segment Sonstiges
Im Geschäftsjahr 2020 ergaben sich keine Änderungen im Segment Sonstiges.
Effekte aus Erst- und Entkonsolidierungen werden in den folgenden Erläuterungen unter den Veränderungen im Konsolidierungskreis subsummiert.
3. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE
Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für die BAUER Gruppe einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.
4. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN SOWIE WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN
Ermessensentscheidungen des Managements als Basis für die Ausübung entsprechender Bilanzierungsregeln sind im Wesentlichen bei folgenden Sachverhalten erforderlich:
Für die Segmente Bau und Resources:
| ― | Ermittlung des Fertigstellungsgrads, |
| ― | Schätzung der gesamten Auftragskosten, |
| ― | Schätzung der gesamten Vertragserlöse; dies beinhaltet auch, nur solche Erlöse aus Vertragserweiterungen und Nachträgen auszuweisen, bei denen es hochwahrscheinlich ist, dass es in Zukunft nicht zu einer signifikanten Stornierung in Höhe des erfassten Betrags kommen wird, |
| ― | Schätzung, inwieweit ein Kunde bereit ist, Vertragsänderungen und Nachträge anzunehmen, |
| ― | Schätzung des Fertigstellungszeitpunkts des Projekts, |
| ― | Schätzung der Produktivität bei der Projektausführung. |
Für sämtliche Segmente:
| ― | Schätzung der Wertberichtigung für erwartete Kreditausfälle bei finanziellen Vermögenswerten, |
| ― | Feststellung, ob Leasingverhältnisse bestehen, |
| ― | Prüfung, ob eine Übertragung der wesentlichen mit dem wirtschaftlichen Eigentum verbundenen Chancen und Risiken im Rahmen von Leasingtransaktionen auf den Leasingnehmer erfolgt, |
| ― | Finanzielle Vermögenswerte können unabhängig von der Bewertungskategorie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, |
| ― | Anwendung der Risikomanagementstrategie bei Sicherungsgeschäften, |
| ― | Vermögenswerte, die veräußert werden sollen, müssen daraufhin überprüft werden, ob sie sofort veräußerbar sind und ob die Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Wenn das der Fall ist, sind die Vermögenswerte und gegebenenfalls die mit diesen in einer Transaktion abzugebenden Schulden als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" beziehungsweise als "Mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten verbundene Schulden" auszuweisen sowie entsprechend zu bewerten. |
Im Konzernabschluss müssen vom Management Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Ansatz und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben.
Die Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf:
| ― | die Festlegung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen, |
| ― | die Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, |
| ― | die Schätzung von Restwertgarantien und Optionen zum Ankauf von Leasingverbindlichkeiten, |
| ― | die Schätzung von Mietverlängerungsoptionen, |
| ― | die Beurteilung von Projekten bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Vertragsmodifikationen sowie den Zeitpunkt und die Höhe der Gewinnrealisierung, |
| ― | die Bemessung erwarteter Kreditverluste (Expected Credit Losses), |
| ― | die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, |
| ― | die Beurteilung des Ansatzes von latenten Steuern unter Berücksichtigung der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung im Einklang mit der Konzernstrategie sowie |
| ― | dem Ausmaß der Beherrschung an Tochterunternehmen. |
Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den jeweils aktuellen Verhältnissen und Einschätzungen. Bei den zukunftsbezogenen Annahmen und Schätzungen zum Bilanzstichtag werden in Bezug auf die erwartete künftige Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Konzernabschlusserstellung vorliegenden Umstände sowie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und des branchenbezogenen Umfelds berücksichtigt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich tatsächlich ergebenden Beträge von den geschätzten Werten abweichen. Schätzungen und zugrundeliegende Annahmen werden laufend überprüft und prospektiv angepasst.
Aufgrund der weiterhin schwer absehbaren Folgen der COVID-19-Pandemie unterliegen Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen einer erhöhten Unsicherheit. Das Management hat alle zur Verfügung stehenden Informationen im Rahmen möglicher wirtschaftlicher Entwicklungen bei der Ausübung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen berücksichtigt. Diese Informationen wurden auch bei der Beurteilung über mögliche Auswirkungen auf Vermögenswerte, Schulden, Ertrags- und Aufwandsposten sowie Cashflows herangezogen. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen werden regelmäßig unter Berücksichtigung wirtschaftlicher oder länderspezifischer Entwicklungen aktualisiert. Sämtliche zur Verfügung stehenden Informationen wurden auch im Rahmen der Beurteilung der Werthaltigkeit von Vermögenswerten und Bewertung von Schulden einbezogen. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Beurteilungen und Schätzungen des Managements abweichen und wesentliche Auswirkung auf die BAUER Gruppe haben. Für weitere Informationen verweisen wir auf den Wirtschaftsbericht des zusammengefassten Lageberichts.
5. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
5.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der nachfolgenden beibehalten:
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen wird zukünftig als Bestandteil des EBITDA unterhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Hintergrund dieser Änderung ist die Einbeziehung von Bau-Arbeitsgemeinschaften und anderen at-Equity bewerteten Unternehmen, bei denen der operative Charakter mittlerweile im Vordergrund steht. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr 2020 TEUR 9.769 (Vorjahr: 11.225).
Im Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen" umgegliedert, da es sich hierbei um keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23.710 (Vorjahr: 19.950). Zum 1. Januar 2019 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 9.960.
Änderungen an IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" - Definition eines Geschäftsbetriebs
Um als Geschäftsbetrieb zu gelten, muss ein Erwerb Ressourcen (inputs) und einen substanziellen Prozess (substantive process) umfassen, die zusammen wesentlich zu der Fähigkeit beitragen, Ergebnisse (outputs) hervorzubringen. Die neuen Regelungen bieten ein Rahmenwerk zur Beurteilung, wann ein substanzieller Prozess vorliegt. So ist z. B. bei Start-Ups, die noch keine Umsätze erzielt haben, die Übernahme einer organisierten Belegschaft erforderlich, um die Definition eines Geschäftsbetriebs zu erfüllen. Die Definition des Begriffs "Outputs" wird enger gefasst und betrifft nur noch Waren und Dienstleistungen für Kunden, die Erzielung von Kapitalerträgen und sonstigen Erträgen; Renditen in Form von Kosteneinsparungen und sonstigem wirtschaftlichen Nutzen sind somit künftig ausgeschlossen.
Darüber hinaus ist eine Beurteilung, ob Marktteilnehmer in der Lage sind, nicht übernommene Inputs und Prozesse zu ersetzen oder die erworbenen Tätigkeiten und Vermögenswerte zu integrieren, nicht mehr notwendig.
Unternehmen dürfen optional einen sog. "concentration test" durchführen. Dabei wird geprüft, ob sich im Wesentlichen der gesamte Fair Value der erworbenen Bruttovermögenswerte in einem Vermögenswert oder einer Gruppe gleichartiger Vermögenswerte konzentriert. Ist dies der Fall, wird gefolgert, dass kein Geschäftsbetrieb erworben wurde. Eine weitere Prüfung ist dann nicht notwendig. Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 22. April 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Die Änderungen an diesem Standard hatten für die BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2020 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" - Definition von "wesentlich"
Durch die Änderungen wird die Definition von Wesentlichkeit in allen IFRS sowie dem Rahmenkonzept der IFRS vereinheitlicht. Die neue Definition lautet: "Informationen sind wesentlich, wenn vernünftigerweise zu erwarten ist, dass ihr Weglassen, ihre falsche Darstellung oder ihre Verschleierung in Abschlüssen für allgemeine Zwecke, die Finanzinformationen über ein Berichtsunternehmen enthalten, die Entscheidungen der primären Abschlussadressaten beeinflusst."
Die Änderungen stellen klar, dass sich der Verweis auf die Verschleierung von Informationen auf Situationen bezieht, bei denen die Auswirkungen mit dem Weglassen oder der falschen Darstellung dieser Informationen vergleichbar sind. Sie besagt außerdem, dass ein Unternehmen Wesentlichkeit in Zusammenhang mit dem Abschluss als Ganzes zu bewerten hat.
Zusätzlich wird die Bedeutung von "primären Abschlussadressaten von Abschlüssen für allgemeine Zwecke" klargestellt, indem diese als "bestehende und potentielle Investoren, Kreditgeber und andere Gläubiger" definiert werden, die im Hinblick auf von ihnen benötigte Finanzinformationen mehrheitlich auf die in den Abschlüssen gegebenen Informationen zurückgreifen müssen.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 10. Dezember 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Die Änderungen an diesem Standard hatten für die BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2020 keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Änderungen an IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 - Reform der Referenzzinssätze (IBOR-Reform)
Die Änderungen an IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 gewähren bestimmte Erleichterungen i. Z. m. der Reform der Referenzzinssätze.
Die Erleichterungen beziehen sich auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und haben zur Folge, dass die Reform nicht in allen Fällen dazu führt, dass das Hedge Accounting beendet werden muss. Etwaige Ineffektivitäten sind jedoch weiterhin im Gewinn oder Verlust zu erfassen. Angesichts der weiten Verbreitung von Sicherungsbeziehungen mit IBOR-basierten Verträgen, werden die Erleichterungen Unternehmen aller Branchen betreffen.
Im Einzelnen ergeben sich folgende wesentliche Änderungen:
| ― | "highly probable-Kriterium": Sowohl nach IFRS 9 als auch nach IAS 39 ist es erforderlich, dass die abgesicherten zukünftigen Zahlungsströme "hochwahrscheinlich" sind. Die durch die Änderungen gewährte Erleichterung verlangt, dass ein Unternehmen davon ausgeht, dass sich der Zinssatz, auf dem die gesicherten Cashflows basieren, durch die Reform nicht ändert. Wenn sich die abgesicherten Cashflows infolge der IBOR-Reform ändern, führt dies, solange die Erleichterungen anzuwenden sind, nicht dazu, dass das "highly probable-Kriterium" verletzt wird. |
| ― | Prospektive Beurteilungen (wirtschaftliche Beziehung und hochwirksames Sicherungsgeschäft): Sowohl IAS 39 als auch IFRS 9 verlangen eine zukunftsgerichtete prospektive Beurteilung, um Hedge Accounting anwenden zu können. IAS 39 verlangt, dass das Sicherungsgeschäft erwartungsgemäß hochwirksam sein muss, während IFRS 9 eine wirtschaftliche Beziehung zwischen dem gesicherten Grundgeschäft und dem Sicherungsinstrument fordert. Gemäß den Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 hat ein Unternehmen zu unterstellen, dass der Referenzzinssatz, auf dem die Cashflows des Grundgeschäfts, des Sicherungsinstruments oder des abgesicherten Risikos basieren, durch die IBOR-Reform nicht verändert wird. |
| ― | Ausnahme von retrospektiven Effektivitätstest nach IAS 39: Die bestehenden Unsicherheiten könnten sich auch auf die retrospektive Effektivitätsanforderung des IAS 39 auswirken. Insbesondere könnte die IBOR-Reform dazu führen, dass eine Sicherungsbeziehung außerhalb der erforderlichen Bandbreite von 80 - 125 % liegt. IAS 39 wurde daher geändert und enthält nun eine Ausnahme vom retrospektiven Effektivitätstest, so dass eine Sicherungsbeziehung während der Dauer der IBOR-bezogenen Unsicherheit nicht nur deshalb zu beenden ist, weil die retrospektive Effektivität außerhalb der erforderlichen Bandbreite von 80 - 125 % liegt. |
| ― | Risikokomponenten: Bei einigen Sicherungsbeziehungen ist das abgesicherte Grundgeschäft oder das abgesicherte Risiko eine nicht vertraglich spezifizierte IBOR-Risikokomponente. Sowohl IFRS 9 als auch IAS 39 verlangen für die Anwendung des Hedge Accountings, dass die designierte Risikokomponente separat identifizierbar und zuverlässig bewertbar ist. Nach den Änderungen an IFRS 9 und IAS 39 muss die Risikokomponente nur bei der anfänglichen Designation der Sicherungsbeziehung und nicht fortlaufend separat identifizierbar sein. Im Rahmen eines Makro-Hedges, bei dem ein Unternehmen eine Sicherungsbeziehung regelmäßig zurücksetzt, gilt die Erleichterung ab dem Zeitpunkt, zu dem ein gesichertes Grundgeschäft erstmals als Teil dieser Sicherungsbeziehung designiert wurde. |
| ― | Angaben: Die Änderungen an IFRS 7 verlangen die Angabe des Nominalbetrags der Sicherungsinstrumente, auf die die Erleichterungen angewendet werden, aller wesentlichen Annahmen oder Beurteilungen, die bei der Anwendung der Erleichterungen getroffen wurden sowie qualitative Angaben darüber, wie sich die IBOR-Reform auf das Unternehmen auswirkt und dieses den Übergangsprozess steuert. |
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 16. Januar 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Die BAUER Gruppe nimmt die Erleichterung bereits seit dem Geschäftsjahr 2019 vorzeitig in Anspruch. Bezüglich weiterführender Erläuterungen verweisen wir auf den Abschnitt "Zinsrisiko".
Überarbeitetes Rahmenkonzept der IFRS
Der IASB hat eine Überarbeitung seines Rahmenkonzepts zur Rechnungslegung veröffentlicht, die bei der Erarbeitung neuer Standards und Interpretationen unmittelbar zugrunde gelegt wird. Wesentliche Änderungen sind:
| ― | Erhöhung der Bedeutung der Rechenschaft oder Verantwortlichkeit des Managements (stewardship) für die Zielsetzung der Finanzberichterstattung (Bereitstellung von entscheidungsnützlichen Informationen für die Ressourcenverteilung), |
| ― | Betonung des Vorsichtsprinzips (prudence), definiert als Ausübung von Umsicht bei der Vornahme von Ermessensentscheidungen angesichts eines unsicheren Umfelds, als Beitrag zur Neutralität, |
| ― | Definition eines berichtspflichtigen Unternehmens, das eine juristische Person oder Teil einer juristischen Person sein kann, |
| ― | Überarbeitung der Definition eines Vermögenswertes als gegenwärtige vom Unternehmen beherrschte wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit, |
| ― | Überarbeitung der Definition einer Schuld als gegenwärtige Verpflichtung eines Unternehmens, eine wirtschaftliche Ressource infolge von Ereignissen in der Vergangenheit zu übertragen, |
| ― | Beseitigung von Wahrscheinlichkeitsschwellen beim Ansatz und Aufnahme zusätzlicher Leitlinien zum Abgang von Vermögenswerten und Schulden, |
| ― | Aufnahme zusätzlicher Erläuterungen zu unterschiedlichen Bewertungskonzepten und zu berücksichtigender Faktoren bei ihrer Auswahl, |
| ― | Festlegung von Gewinn bzw. Verlust (profit or loss) als primäre Leistungskennziffer und Feststellung, dass im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income) erfasste Erträge und Aufwendungen grundsätzlich in den Gewinn oder Verlust umzugliedern sind (recycling), wenn hierdurch die Relevanz (relevance) bzw. die glaubwürdige Darstellung (faithful representation) des Abschlusses erhöht wird. |
Durch die Überarbeitung des Rahmenkonzepts werden keine bestehenden IFRS geändert. Allerdings müssen Unternehmen, die bei fehlenden IFRS-Regelungen mit Bezug auf das Rahmenkonzept eigene Rechnungslegungsgrundsätze entwickeln, ab dem 1. Januar 2020 das geänderte Rahmenkonzept zugrunde legen und überlegen, ob ihre bisherigen Rechnungslegungsgrundsätze weiterhin anwendbar sind.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 6. Dezember 2019 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Durch die Änderungen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAUER Gruppe.
Folgende Änderungen sind spätestens ab dem 1. Juni 2020 für am oder nach dem 1. Januar 2020 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden:
Änderungen an IFRS 16: COVID-19 bezogene Mietzugeständnisse
Infolge der COVID-19-Pandemie wurde Leasingnehmern Mietzugeständnisse in unterschiedlicher Form (z. B. Zahlungsbefreiungen und Stundung von Leasingzahlungen) gewährt. Im Mai 2020 veröffentlichte der IASB eine Änderung des IFRS 16, die eine optionale Erleichterung für Leasingnehmer enthält, die es diesen erlaubt, auf die Beurteilung, ob ein Mietzugeständnis im Zusammenhang mit COVID-19 nach IFRS 16 eine Modifikation des Leasingverhältnisses darstellt, zu verzichten. Stattdessen können Leasingnehmer solche Mietzugeständnisse so behandeln, als handle es sich nicht um eine Modifikation des Leasingverhältnisses. In vielen Fällen dürfte dies dazu führen, dass das Mietzugeständnis in den Perioden, in denen das Ereignis oder die Bedingung, dass die niedrigere Zahlung auslöst, eintritt, als variable Leasingzahlung bilanziert wird.
Unternehmen, die von der Erleichterungsregel Gebrauch machen, müssen diesen Fakt angeben, sowie die Tatsache, ob die Erleichterung auf sämtliche qualifizierende Leasingverträge angewendet wurde bzw. falls nicht, auf welche Art von Verträgen es angewendet wurde. Darüber hinaus ist der im Gewinn oder Verlust erfasste Betrag aus Mietkonzessionen offenzulegen. Eine vergleichbare Erleichterung für Leasinggeber besteht nicht.
Die Verordnung zur Übernahme der Änderungen durch die EU ("Endorsement") wurde am 12. Oktober 2020 im Amtsblatt der EU veröffentlicht.
Die BAUER Gruppe hat diese Option im Geschäftsjahr 2020 nicht angewendet.
Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die erst ab dem Geschäftsjahr 2021 ff. verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind:
| Standard/Interpretation/Änderungen | Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr | Endorsement erfolgt |
|---|---|---|
| Änderungen an IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4 und IFRS 16 - Reform der Referenzzinssätze (IBOR-Reform) Phase 2 | 2021 | Ja |
| Änderungen an IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse: Verweis auf das Rahmenkonzept (Änderung der bisher gültigen Definitionen von Vermögenswerten und Schulden) | 2022 | Nein; geplant 2. HJ 2021 |
| Änderungen an IAS 16: Erlöse vor der beabsichtigten Nutzung einer Sachanlage | 2022 | Nein; geplant 2. HJ 2021 |
| Änderungen an IAS 37: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung | 2022 | Nein; geplant 2. HJ 2021 |
| Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2018 - 2020): • Änderungen an IFRS 1: Tochterunternehmen als erstmaliger Anwender • Änderungen an IFRS 9: 10 %-Test bei Modifikationen • Änderungen an den erläuternden Beispielen zu IFRS 16 • Änderungen an IAS 41 - Berücksichtigung von Steuern |
2022 | Nein; geplant 2. HJ 2021 |
| IFRS 17 "Versicherungsverträge" | 2023 | Nein |
| Änderung an IAS 1: Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig | 2023 | Nein |
| Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 - Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen | n/a | n/a |
Zum 31. Dezember 2020 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.
Die zukünftige Anwendung dieser Standards wird voraussichtlich keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der BAUER Gruppe haben.
5.2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Fremdwährungsumrechnungen
Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Transaktionen in Fremdwährung werden in den jeweiligen Einzelabschlüssen der konsolidierten Gesellschaften mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt gültigen Wechselkurs erfasst. In Fremdwährung gebundene monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Andere Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls umgerechnet, wenn sie nach dem Anschaffungskostenprinzip bilanziert werden. Wenn diese Vermögenswerte und Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, erfolgt die Umrechnung mit dem Kurs zum jeweiligen Bewertungszeitpunkt. Entstehende Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam im Finanzergebnis erfasst. Die Abschlüsse der zur BAUER Gruppe gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs, die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs und die Posten im Eigenkapital mit dem historischen Kurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und bis zum Abgang des ausländischen Geschäftsbetriebes kumuliert im Eigenkapital in der Währungsumrechnungsrücklage ausgewiesen.
Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:
| 1 EUR entspricht | Jahresdurchschnittswert | Stichtagswert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ägypten | EGP | 18,82985 | 18,06133 | 18,01000 | 19,25600 |
| Argentinien | ARS | 53,92740 | 81,04471 | 67,19490 | 102,90230 |
| Australien | AUD | 1,61091 | 1,65492 | 1,59950 | 1,58960 |
| Bulgarien | BGL | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 | 1,95580 |
| Chile | CLP | 787,10502 | 902,46420 | 843,91000 | 869,65000 |
| China | CNY | 7,73588 | 7,87470 | 7,82050 | 8,02250 |
| Georgien | GEL | 3,15553 | 3,54908 | 3,21120 | 4,03230 |
| Ghana | GHS | 5,99909 | 6,54834 | 6,29880 | 7,20540 |
| Großbritannien | GBP | 0,87783 | 0,88970 | 0,85080 | 0,89903 |
| Hong Kong | HKD | 8,77145 | 8,85870 | 8,74730 | 9,51420 |
| Indien | INR | 78,83808 | 84,63916 | 80,18700 | 89,66050 |
| Indonesien | IDR | 15.834,37327 | 16.627,36872 | 15.595,60000 | 17.240,76000 |
| Japan | JPY | 122,00221 | 121,84576 | 121,94000 | 126,49000 |
| Jordanien | JOD | 0,79363 | 0,80977 | 0,79610 | 0,86730 |
| Kanada | CAD | 1,48538 | 1,52999 | 1,45980 | 1,56330 |
| Katar | QAR | 4,07674 | 4,16006 | 4,08800 | 4,46930 |
| Libanon | LBP | 1.691,61294 | 1.726,66992 | 1.697,90000 | 1.856,00000 |
| Malaysia | MYR | 4,63738 | 4,79590 | 4,59530 | 4,93400 |
| Marokko | MAD | 10,76664 | 10,82413 | 10,73960 | 10,90400 |
| Mexiko | MXP | 21,22020 | 24,51935 | 21,55699 | 24,41600 |
| Neuseeland | NZD | 1,69982 | 1,75610 | 1,66530 | 1,69840 |
| Oman | OMR | 0,43096 | 0,43969 | 0,43201 | 0,47095 |
| Panama | PAB | 1,11958 | 1,14190 | 1,12280 | 1,22750 |
| Peru | PEN | 3,73670 | 3,99206 | 3,72370 | 4,44610 |
| Philippinen | PHP | 57,98312 | 56,61495 | 56,90000 | 59,12500 |
| Polen | PLN | 4,29763 | 4,44305 | 4,25680 | 4,55970 |
| Rumänien | RON | 4,74528 | 4,83828 | 4,78300 | 4,86830 |
| Russland | RUB | 72,45296 | 82,72480 | 69,95630 | 91,46710 |
| Saudi-Arabien | SAR | 4,19831 | 4,28547 | 4,21010 | 4,59200 |
| Schweden | SEK | 10,58826 | 10,48475 | 10,44680 | 10,03430 |
| Schweiz | CHF | 1,11234 | 1,07052 | 1,08540 | 1,08020 |
| Singapur | SGD | 1,52729 | 1,57424 | 1,51110 | 1,62180 |
| Südafrika | ZAR | 16,17619 | 18,76548 | 15,77730 | 18,02190 |
| Taiwan | TWD | 34,60970 | 33,59438 | 33,57970 | 34,48770 |
| Thailand | THB | 34,75352 | 35,70806 | 33,41500 | 36,72700 |
| Türkei | TRY | 6,35534 | 8,05472 | 6,68430 | 9,11310 |
| Ungarn | HUF | 325,30448 | 351,24938 | 330,53000 | 363,89000 |
| Vereinigte Arabische Emirate | AED | 4,11170 | 4,19490 | 4,12460 | 4,49340 |
| Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 1,11948 | 1,14220 | 1,12340 | 1,22710 |
| Vietnam | VND | 26.005,41177 | 26.528,36328 | 26.018,00000 | 28.331,00000 |
Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und wird infolgedessen nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.
Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist.
Ein Wertminderungsaufwand wird dann erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten).
Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind. Darüber hinaus müssen die folgenden Kriterien nach IAS 38.57 erfüllt sein:
| ― | die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswertes, |
| ― | die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen sowie ihn zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― | die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen, |
| ― | der Nachweis, wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird, • die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abschließen und den immateriellen Vermögenswert nutzen oder verkaufen zu können, |
| ― | die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten. |
Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten - vorgenommen.
Sachanlagen
Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Proratatemporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Die Erstbewertung von Sachanlagen erfolgt nach IFRS mit den Anschaffungs- oder Herstellkosten. Die Anschaffungskosten umfassen den Anschaffungspreis zuzüglich direkt zurechenbare Anschaffungsnebenkosten, wie z. B. Kosten der Standortvorbereitung, Kosten der Lieferung, Montagekosten, geschätzte Kosten für einen späteren Abbruch und Abräumen des Vermögenswerts oder ähnliches, abzüglich Anschaffungspreisminderungen, wie unter anderem Rabatte, Boni oder Skonti. Zu den Herstellkosten zählen Material- und Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbedingten Gemeinkosten. In letzteres sind Sozialkosten und Verwaltungskosten nur einzubeziehen, wenn diese direkt dem Produktionsvorgang zugeordnet werden können oder dazu dienen, den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand für die vorhergesehene Verwendung zu versetzen. Finanzierungskosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellkosten aktiviert, sofern ein beachtlicher Zeitraum erforderlich ist um den Vermögenswert in einen gebrauchsfertigen Zustand zu versetzen. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:
| Anlagenobjekt | Wirtschaftliche Nutzungsdauer |
|---|---|
| Grundstücke | unbegrenzt |
| Gebäude und sonstige Bauten | 3 bis 60 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 bis 21 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 bis 21 Jahre |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Buchwert seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Dabei ist der erzielbare Betrag der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Kosten der Veräußerung und Nutzungswert. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen.
Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert. Die BAUER Gruppe überprüft die Methoden und Nutzungsdauern zum Bilanzstichtag regelmäßig und passt diese bei Bedarf prospektiv an.
Wertminderung von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten
Die BAUER Gruppe überprüfte zum 30. Juni 2020 sowie zum 31. Dezember 2020 die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte von TEUR 15.889 (Vorjahr TEUR 16.946), Sachanlagen von TEUR 458.892 (Vorjahr TEUR 474.392), at-Equity bewertete Finanzanlagen von TEUR 21.964 (Vorjahr TEUR 57.487), ob Anhaltspunkte für Wertminderungen von Vermögenswerten oder zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorlagen. Aus der Überprüfung haben sich zum Bilanzstichtag keine Wertminderungen ergeben.
Bei den grundsätzlichen Analysen zur Werthaltigkeit zahlungsmittelgenerierender Einheiten bestimmt die BAUER Gruppe als erzielbaren Betrag den höheren Wert aus Nutzungswert und Fair Value abzüglich Veräußerungskosten und vergleicht diesen mit dem entsprechenden Buchwerten. Die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen den einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe. Der Nutzungswert wird durch Diskontierung erwarteter zukünftiger Cashflows aus der fortgeführten Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit einem risikoangepassten Zinssatz (WACC) ermittelt. Die zukünftigen Zahlungsströme werden auf Basis der zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests gültigen, vom Management verabschiedeten Business Planung bestimmt. Die Planungsrechnung umfasst regelmäßig einen Zeitraum über fünf Jahre. Sie basiert auf Erwartungen der zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklung der jeweiligen Segmentmärkte sowie der Profitabilität der angebotenen Produkte.
Bei der Ableitung des Nutzungswertes findet darüber hinaus eine Risikobewertung statt. So werden die Effekte projekt- und gesellschaftsbezogener Risiken sowie die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie über die Zahlungsströme in der Berechnung abgebildet. Länderrisiken werden als gesellschaftsübergreifende Effekte demgegenüber im Zinssatz berücksichtigt. Die für die Planungsrechnung herangezogenen Prämissen werden sowohl mit der historischen Entwicklung als auch mit externen Informationsquellen auf Plausibilität geprüft.
Der für die jeweilige zahlungsmittelgenerierende Einheit ermittelte, risikoangepasste Zinssatz (WACC - Weighted Average Cost of Capital) betrug zum 31. Dezember 2020 8,04 % nach Steuern zuzüglich Länderrisikozuschlag. Die Ermittlung erfolgt auf Basis des Capital-Asset-Pricing-Modells (CAPM) unter Berücksichtigung der aktuellen Markterwartungen. Zur Ermittlung des Zinssatzes werden spezifische Peer-Group-Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie den Fremdkapitalkostensatz verwendet. Die gesellschaftsspezifischen Zahlungsströme wurden unter Verwendung der jeweiligen Steuersätze der Gesellschaften im Inland von 28,08 % bis 32,14 % sowie im Ausland von 0 % bis 38% ermittelt. Für die Perioden nach der Detailplanungsphase werden die Cashflows der letzten Planperiode unter Berücksichtigung von Wachstumsraten fortgeschrieben, die sich an der langfristigen Inflationserwartung orientieren. Die für die Berechnung verwendeten Wachstumsraten liegen grundsätzlich bei 1%. Die Unternehmensplanung wird ausgehend von Vergangenheitserfahrungen unter Berücksichtigung aktueller Prognosen erstellt. In den Segmenten Bau und Resources orientieren sich die Planungen an den bereits im Auftragsbestand befindlichen Projekten sowie an Kundenanfragen. Für das Jahr 2021 wird aufgrund des insgesamt stabilen Auftragsbestands einen Anstieg der Gesamtleistung erwartet. Dennoch werden die COVID-19-Pandemie und die damit zusammenhängenden Maßnahmen das Geschäft in 2021 weiterhin beeinflussen. Im Segment Maschinen basieren wesentliche Planungsannahmen auf den der Vertriebsplanung zugrundeliegenden Branchenprognosen zur weltweiten Baumaschinenkonjunktur, konkreten Kundenzusagen zu einzelnen Projekten sowie unternehmensspezifischen Anpassungen, die auch geplante Produktinnovationen und Kosteneinsparungen beinhalten. Für das Jahr 2021 wird im Segment Maschinen ab Jahresmitte eine Belebung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr erwartet, jedoch bleibt der weitere Verlauf der COVID-19-Pandemie, der sich in den einzelnen Regionen unterschiedlich zeigt, als Unsicherheitsfaktor bestehen. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die Märkte erst über die nächsten zwei bis drei Jahre wieder vollständig erholen werden. Darüber hinaus werden Szenarien bei den Gesellschaften im Segment Bau und Resources berechnet (worst case mit Planergebnisabschlägen in Höhe von 20%, middle case mit Planergebnisabschlägen in Höhe von 10%, realistic case) und Sensitivitätsanalysen bei den Gesellschaften im Segment Maschinen (Wachstumsabschlag alternativ 0,00%). Diese zeigen auf, dass auch in einem worst case Szenario und in der vorgenommenen Sensitivität kein Wertminderungsbedarf besteht.
Leasing
Die BAUER Gruppe fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber.
a) Bilanzierung als Leasingnehmer
Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der gegen Zahlung eines Entgelts das Recht zur Kontrolle der Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
Ein Leasingnehmer hat grundsätzlich bei allen Leasingverhältnissen ein Nutzungsrecht zu aktivieren und eine Leasingverbindlichkeit zu passivieren.
Die Leasingverbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz in Höhe des Barwerts der zum Bereitstellungszeitraum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen erfasst, die während der Laufzeit des Leasingverhältnisses anfallen.
Die Leasingverbindlichkeiten beinhalten den Barwert folgender Leasingzahlungen:
| ― | Feste Zahlungen (einschließlich de facto feste Zahlungen, abzgl. etwaiger zu erhaltener Leasinganreize. |
| ― | Variable Leasingzahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, anfänglich bewertet mit dem Index oder Zinssatz zum Bereitstellungsdatum. |
| ― | Erwartete Zahlungen des Konzerns aus der Inanspruchnahme von Restwertgarantien. |
| ― | Der Ausübungspreis einer Kaufoption, deren Ausübung durch die BAUER Gruppe hinreichend sicher ist. |
| ― | Strafzahlungen im Zusammenhang mit der Kündigung eines Leasingverhältnisses sofern in der Laufzeit berücksichtigt ist, dass die BAUER Gruppe die betreffende Kündigungsoption wahrnehmen wird. |
| ― | In der Bewertung der Leasingverbindlichkeit sind darüber hinaus Leasingzahlungen aufgrund einer hinreichend sicheren Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. |
Die Abzinsung erfolgte mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Der durchschnittliche Grenzfremdkapitalzinssatz betrug 5,00 %.
Falls jedoch ein implizierter Zinssatz bestimmbar ist, werden die Leasingzahlungen mit dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz abgezinst.
Die Leasingraten werden in Tilgungs- und Zinszahlungen aufgeteilt. Der Zinsanteil wird über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfolgswirksam erfasst, so dass sich für jede Periode ein konstanter periodischer Zinssatz auf den Restbetrag der Verbindlichkeit ergibt.
Nutzungsreche werden zu Anschaffungskosten bewertet, die sich wie folgt zusammensetzen:
| ― | der Betrag der Erstbewertung der Leasingverbindlichkeit, |
| ― | sämtliche bei oder vor der Bereitstellung geleistete Leasingzahlungen abzüglich aller etwaiger erhaltener Leasinganreize, |
| ― | alle dem Leasingnehmer entstandenen anfänglichen direkten Kosten und |
| ― | geschätzte Kosten, die dem Leasingnehmer bei Demontage oder Beseitigung des zugrundeliegenden Vermögenswerts, bei der Wiederherstellung des Standorts an dem sich dieser befindet, oder bei Rückversetzung des zugrundeliegenden Vermögenswerts in den in der Leasingvereinbarung verlangten Zustand entstehen. |
In der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht abzüglich der kumulierten Abschreibungen und falls relevant, unter Berücksichtigung von Wertminderungen erfasst, berichtigt um jede, in Paragraph 16.36 (c) aufgeführte Neubewertung der Leasingverbindlichkeit.
Die in der Bilanz angesetzten Nutzungsrechte werden in denjenigen Bilanzpositionen ausgewiesen, in denen die dem Leasingvertrag zugrundeliegenden Vermögenswerte ausgewiesen worden wären, wenn sie im Eigentum der BAUER Gruppe stehen würden. Die Nutzungsrechte werden daher zum Stichtag unter den langfristigen Vermögenswerten, im Wesentlichen in der Position Sachanlagen ausgewiesen.
Nutzungsrechte werden linear über den kürzeren der beiden Zeiträume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des zugrunde liegenden Leasingvertrags abgeschrieben. Wenn die Ausübung einer Kaufoption aus Sicht der BAUER Gruppe hinreichend sicher ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts.
Am Stichtag sind im Rahmen der Folgebewertungen zudem notwendige Anpassungen von Nutzungsrecht und Verbindlichkeit zu prüfen. Es werden Anpassungen notwendig, die aus der Neubeurteilung der getroffenen Annahmen ohne eine Änderung des Vertrags resultieren oder es kann auch zu Änderungen des Vertrags kommen.
Die Neubeurteilung der getroffenen Annahmen betrifft Anpassungen von Zahlungserwartungen, den anzuwendenden Diskontierungszins, bezogen auf die Restlaufzeit, wenn die Veränderung auf einer Veränderung der Laufzeit oder der Beurteilung der Ausübungswahrscheinlichkeit einer Kaufoption basiert, sowie die veränderte Erwartung bezüglich der Ausübung einer Verlängerungs- oder Beendigungsoption.
Der ursprünglich angewendete Zins ist dagegen beizubehalten, wenn sich z. B. erwartete Zahlungen ändern.
Die Leasingverbindlichkeit wird mit den geänderten Parametern neu berechnet und mit diesem Betrag in der Bilanz angesetzt. Der dabei anfallende Anpassungsbetrag der Leasingverbindlichkeit wird komplett gegen das Nutzungsrecht gebucht. Damit erfolgt grundsätzlich eine erfolgsneutrale, rein bilanzielle Erfassung. Die erfolgswirksame Berücksichtigung der Anpassung erfolgt erst in den Folgejahren durch verringerte bzw. erhöhte Abschreibungen auf den Nutzungswert.
Für kurzfristige und geringwertige Leasingverhältnisse bestehen nach IFRS 16.60 Anwendungserleichterungen. Diese nimmt die BAUER Gruppe in Anspruch und setzt daher für solche Leasingverhältnisse kein Nutzungsrecht und keine Verbindlichkeit an. Die diesbezüglichen Leasingzahlungen werden unverändert als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als kurzfristige Leasingverhältnisse gelten Leasingverträge mit einer Laufzeit von bis zu 12 Monaten. Vermögenswerte mit geringem Wert beinhalten z. B. IT-Ausstattung und kleinere Büromöbel mit einem Objektneupreis von unter TEUR 5.
Die BAUER Gruppe mietet verschiedene Büro und Lagergebäude sowie technische Anlagen und Fahrzeuge an.
Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten beinhalten.
Die BAUER Gruppe nimmt - mit Ausnahme von Immobilien-Leasingverhältnissen - das Wahlrecht in Anspruch, Leasing- und Nichtleasingkomponenten zusammenzufassen und einheitlich in der Bilanz als Leasingverhältnisse zu erfassen. Darüber hinaus werden die Bilanzierungsvorschriften des IFRS 16 nicht auf die Leasingverhältnisse angewendet, die immaterielle Vermögenswerte betreffen. Auf Leasingverhältnisse für immaterielle Vermögenswerte wird grundsätzlich unverändert IAS 38 angewendet. Die Sale-and-Leaseback-Transaktionen haben vorwiegend kurzfristigen Charakter und sind für die BAUER Gruppe nicht wesentlich.
b) Bilanzierung als Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum überträgt.
Diese Leasingverhältnisse werden entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnisse ausgewiesen. Werden durch die Bedingungen des Leasingverhältnisses im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen, wird der Vertrag als Finanzierungsleasing klassifiziert. Ist dies nicht der Fall, erfolgt der Ausweis als Operating-Leasingverhältnis. Umsatzerlöse aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. In der BAUER Gruppe sind diese Leasingverhältnisse meist sehr kurzfristiger Natur und umfassen einen Zeitraum von wenigen Monaten. Der Ausweis erfolgt unter den zeitpunktbezogenen Umsatzerlösen.
Zuwendungen öffentlicher Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwerts des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).
Unternehmenserwerbe
Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte IFRS 16, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.
At-Equity bewertete Anteile
Assoziierte Unternehmen
Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen).
Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Anteile an Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses des assoziierten Unternehmens werden anteilig ebenfalls im sonstigen Ergebnis des Konzerns erfasst, getrennt nach Beträgen, die in einer späteren Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden und Beträge, die nicht umgegliedert werden. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet.
Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert. Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.
Der gesamte Equity-Buchwert wird bei Vorliegen von Indikatoren, die auf eine mögliche Wertminderung hindeuten, einem Werthaltigkeitstest nach IAS 36 unterzogen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert einer at-Equity bilanzierten Finanzanlage, erfolgt eine Wertminderung in Höhe des Differenzbetrags. Spätere Wertaufholungen werden erfolgswirksam erfasst.
Gemeinschaftsunternehmen
Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern. Unter die at-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11.
Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Geräten der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den at-Equity bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen.
Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert insofern die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus.
Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Gemeinschaftliche Tätigkeiten
Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.
Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:
| ― | seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten, |
| ― | seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden, |
| ― | seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit, • seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und • seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen. |
Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils an der gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen.
Nach IFRS 9 wird bei der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten zwischen Schuldinstrumenten, Eigenkapitalinstrumenten gemäß IAS 32 und Derivaten unterschieden.
a) Originäre Finanzinstrumente
In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:
| ― | "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" oder Amortised Cost (AC) |
| ― | "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) |
| ― | "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Schuldinstrumente, wobei die kumulierten Gewinne und Verluste bei Abgang des finanziellen Vermögenswerts in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. Recycling) |
| ― | "erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert" oder Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) bewertete Eigenkapitalinstrumente, wobei die Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis bleiben (ohne Recycling) |
Die Fair-Value-Option für finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten nach IFRS 9 wurde nicht ausgeübt.
Die erstmalige Bilanzierung erfolgt grundsätzlich, sobald die BAUER Gruppe Vertragspartei wird. Bei üblichem Kauf oder Verkauf ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung der Erfüllungstag relevant, das heißt der Tag, an dem der Vermögenswert und die Schuld an oder durch die BAUER Gruppe geliefert wird. Die Erstbewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden erfolgt zum Fair Value. Die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist abhängig von der Zuordnung zu den Kategorien gemäß den Vorschriften des IFRS 9 und erfolgt entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert. Finanzielle Verbindlichkeiten fallen, mit Ausnahme der Derivate, grundsätzlich unter die Kategorie "Amortised Cost".
Die Einstufung finanzieller Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Schuldinstrumente darstellen, in die Bewertungskategorien "Amortised Cost (AC)", "Fair Value through Profit or Loss (FVTPL)" und "Fair Value through Other Comprehensive Income (FVOCI) (mit Recycling)" erfolgt anhand des jeweils zugrundeliegenden Geschäftsmodells und den Zahlungsstrombedingungen des zu beurteilenden finanziellen Vermögenswerts. Finanzielle Vermögenswerte, die zur Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme gehalten werden, und bei denen diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, werden zu Amortised Cost bewertet. Schuldinstrumente, die zwar die Zahlungsstrombedingungen erfüllen, jedoch in einem Geschäftsmodell gehalten werden, dass sowohl die Vereinnahmung der vertraglichen Zahlungsströme als auch die Veräußerung finanzieller Vermögenswerte vorsieht, werden zum Fair Value through Other Comprehensive Income bewertet.
Zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig zum Fair Value unter Berücksichtigung der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Wertaufholungen.
Bei finanziellen Vermögenswerten, die der Kategorie "Fair Value through Other Comprehensive Income" (mit Recycling) zugeordnet werden, sind ebenfalls die direkt dem Erwerb zurechenbaren Transaktionskosten anzusetzen. Veränderungen des Buchwerts werden allerdings im sonstigen Ergebnis ausgewiesen, mit Ausnahme der Wertminderungserträge oder -aufwendungen, die im Gewinn oder Verlust erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die zuvor im Eigenkapital angesetzten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Im vergangenen Geschäftsjahr kam es zu keinem Ansatz von zu FVOCI bewerteten finanziellen Vermögenswerten, die gleichzeitig Schuldinstrumente darstellen.
Finanzielle Vermögenswerte (Schuldinstrumente), welche die Kriterien der Kategorien "Amortised Cost" oder "Fair Value through Other Comprehensive Income" nicht erfüllen, werden als "Fair Value through Profit or Loss" klassifiziert. Gewinne oder Verluste aus einem Schuldinstrument, das in der Folge zu FVTPL bewertet wird, werden im Gewinn oder Verlust in der Periode ausgewiesen, in der sie entstehen.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen sowohl Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden zu Amortised Cost bewertet, da sie im Rahmen des Geschäftsmodells mit dem Ziel gehalten werden, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen und diese Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen darstellen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterliegen ebenfalls den Wertminderungsvorschriften von IFRS 9. Aus Unwesentlichkeitsgründen wurden jedoch keine Wertberichtigungen erfasst.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis zu erfassen. Sofern sie signifikante Finanzierungskomponenten enthalten, sind sie zum beizulegenden Zeitwert anzusetzen. Die BAUER Gruppe hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um die vertraglichen Cashflows, die ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, zu vereinnahmen und bewertet sie in der Folge zu Amortised Cost abzüglich Wertberichtigungen. Bei den für einen Verkauf vorgesehenen Forderungen liegen aufgrund der Factoring-Vereinbarungen die Kriterien für das Geschäftsmodell "Verkaufen" vor und sind somit der Bewertungskategorie FVTPL zuzuordnen. Für diese Forderungen sind keine Wertminderungen gemäß IFRS 9 zu erfassen.
Grundsätzlich sind finanzielle Vermögenswerte, die gemäß IAS 32 Eigenkapitalinstrumente darstellen, als "Fair Value through Profit or Loss" zu klassifizieren und erfolgswirksam zu bewerten. Dabei besteht für gehaltene Eigenkapitalinstrumente ein unwiderrufliches Wahlrecht im Rahmen der erstmaligen Kategorisierung, die Wertschwankungen des beizulegenden Zeitwerts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die BAUER Gruppe übt dieses Wahlrecht für die hiervon betroffenen Beteiligungen aus, da die ergebniswirksame Darstellung der Gewinne und Verluste aus Wertänderungen des Fair Value für die Entwicklung der Beteiligungen nicht aussagekräftig ist. Dabei erfolgt nach Ausbuchung der Beteiligung keine spätere Umgliederung der im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge in die Gewinn- und Verlustrechnung. Dividenden werden weiterhin erfolgswirksam erfasst, es sei denn, die Dividende ist eindeutig als Rückzahlung eines Teils der Kosten des Eigenkapitalinstruments anzusehen.
Die Erfassung von Wertminderungen basiert sowohl auf eingetretenen Verlusten, als auch auf Schätzungen erwarteter Kreditausfälle (Expected-Loss-Modell). Dabei werden Wertminderungen für erwartete Kreditverluste nach IFRS 9 für sämtliche zu Amortised Cost bewertete finanzielle Vermögenswerte sowie für Fair Value through Other Comprehensive Income bewertete Schuldinstrumente erfasst. Grundsätzlich ist für die Ermittlung des Umfangs der Risikovorsorge ein Drei-Stufen-Modell vorgesehen. Eine Risikovorsorge wird entweder auf Basis der erwarteten 12-Monats-Kreditverluste gebildet (Stufe 1) oder auf Basis der über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste, falls sich das Kreditrisiko seit dem Erstansatz wesentlich verschlechtert hat (Stufe 2) oder falls eine beeinträchtigte Bonität festgestellt wird (Stufe 3). Für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie für die gemäß IFRS 15 erfassten Vertragsvermögenswerte wird der vereinfachte Ansatz angewandt, wonach die über die gesamte Laufzeit erwarteten Kreditverluste als Wertminderung berücksichtigt werden.
Zur Ermittlung der erwarteten Kreditverluste und Einzelwertberichtigungen bei finanziellen Vermögenswerten mit beeinträchtigter Bonität wird in der BAUER Gruppe auf interne Bonitätsbeurteilungen sowie externe Ratings zurückgegriffen. Ebenso fließen bei Vorliegen von entsprechenden einzelfallbezogenen Umständen individuelle und makroökonomische Gegebenheiten in die Bestimmung der Höhe der Wertberichtigungen mit ein. Eine wesentliche Kreditrisikoverschlechterung der Gegenpartei wird dann unterstellt, wenn sich ihr Rating um eine festgelegte Anzahl von Stufen verringert hat. Die Bonitätseinstufung basiert auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit der Kunden. Die Anwendung der Überfälligkeitsannahme von 30 Tagen ist in der Branche nicht aussagekräftig unter anderem aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerten erfolgt die Bemessung der erwarteten Kreditverluste mithilfe einer sogenannten "Provision Matrix", die auf historischen Ausfällen und in die Zukunft gerichteter Schätzungen beruht. Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BAUER Gruppe in den drei unterschiedlichen Segmenten Bau, Maschinen und Resources und der damit einhergehenden diversifizierten Kundenstruktur werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf Ebene der Segmente zusammengefasst und die erwarteten Kreditverluste auf Portfolioebene für jedes Segment berechnet.
Eine individuelle Wertberichtigung auf finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität wird erfasst, wenn objektive Hinweise wie zum Beispiel Zahlungsversäumnisse oder Insolvenzen vorliegen. Dabei wird ein Ausfall eines finanziellen Vermögenswertes auf Basis individueller Beurteilung bestimmt, so dass nach angemessener Einschätzung nicht davon auszugehen ist, dass die Forderung ganz oder teilweise realisierbar ist. Sofern keine angemessene Erwartung für eine Rückzahlung besteht, wird der finanzielle Vermögenswert abgeschrieben. Bei einer Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten unternimmt die BAUER Gruppe weiterhin Vollstreckungsmaßnahmen, um zu versuchen, die fälligen Forderungen einzuziehen.
Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde. Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist.
Eine Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden wird nur dann vorgenommen, wenn eine Aufrechnung der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt rechtlich durchsetzbar ist und auch die Absicht besteht, tatsächlich zu saldieren.
b) Derivative Finanzinstrumente
Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IFRS 9, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:
| ― | das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist, |
| ― | das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist, |
| ― | das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird. |
Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisentermingeschäfte und Devisenoptionsgeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.
In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
| ― | "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) Freistehende derivative finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet: |
| ― | "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" oder Fair Value through Profit or Loss (FVTPL) |
Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die zum Fair Value through Profit or Loss bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten; diese sind sofort erfolgswirksam als Aufwand zu erfassen. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen berücksichtigt.
Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorie "Fair Value through Profit or Loss" gehören Zinsswaps, Devisentermingeschäfte sowie Devisenoptionsgeschäfte.
Bei Derivaten, die als Sicherungsinstrumente im Hedge Accounting designiert sind, wird im Falle der Absicherung des Risikos aus Schwankungen von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Die BAUER Gruppe designiert bei der Absicherung von Fremdwährungsrisiken nur die Kassakomponente der Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts als Bestandteil des Cashflow-Hedges. Auf die Terminkomponente und Cross-Currency-Basis-Spread (CCBS)-Komponente entfallende Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden im sonstigen Ergebnis in der Rücklage für Sicherungskosten berücksichtigt. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst. Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert. Im Geschäftsjahr 2020 wurde Hedge Accounting für Sicherungen von Zahlungsstromrisiken (Cashflow-Hedges) angewendet.
Die Marktwerte der Derivate werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet.
Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet.
Vorräte und erhaltene Anzahlungen
Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Erhaltene Anzahlungen für Aufträge, die keine Fertigungsaufträge darstellen, werden aktivisch und offen von den Vorräten abgesetzt, soweit für den jeweiligen Auftrag bereits Herstellungskosten angefallen sind. Alle anderen erhaltenen Anzahlungen werden passiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:
| ― | Dauer der Vermietung |
| ― | Nutzungsdauer der Maschinen |
| ― | Beschädigung und Ungängigkeit |
Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.
Auftragsfertigung
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach dem Fertigstellungsgrad bilanziert. Die erbrachte Leistung einschließlich des anteiligen Ergebnisses wird im Wesentlichen nach dem Fertigstellungsgrad zeitraumbezogen in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Um den Leistungsfortschritt eines Projekts zu bestimmen, wird die Methode angewendet, die am zuverlässigsten die erbrachten Leistungen misst. Sowohl input- als auch outputbasierte Methoden können konsistent auf ähnliche Leistungsverpflichtungen und in ähnlichen Umständen angewendet werden. In der BAUER Gruppe kommen, insbesondere zur Ermittlung von Erlösen aus Fertigungsaufträgen, im Wesentlichen inputbasierte Methoden (zum Beispiel Cost-to-Cost-Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad) zur Anwendung. Erlöse sowie Vertragsmodifikationen (Vertragsänderungen und Nachträge) werden in Übereinstimmung mit IFRS 15 angesetzt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es bei diesen Vertragsmodifikationen nicht zu einer signifikanten Stornierung kommen wird. Ausschreibungskosten werden dann aktiviert, wenn wahrscheinlich ist, dass sie abgerechnet werden können und bei ausbleibendem Auftrag nicht angefallen wären. Vertragserfüllungskosten, die vor Vertragsbeginn anfallen, werden aktiviert, soweit ein Ausgleich erwartet wird und über die Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die BAUER AG hat keine Verträge, bei denen der Zeitraum bis zur Übertragung des geschuldeten Werkes auf den Kunden eine Finanzierungskomponente darstellt. Demzufolge erfolgt keine Anpassung des Transaktionspreises um den Zeitwert des Geldes. Die BAUER AG bewertet Beschränkungen in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Schätzung der variablen Gegenleistung die in den Transaktionspreis einzubeziehen ist. Die Schätzung basiert dabei auf allen zum Stichtag verfügbaren Informationen und Erfahrungswerten aus vergangenen Projekten. Wurde der Preis der Änderung nicht bestätigt, erfolgt eine Anpassung des auszuweisenden Umsatzes unter Berücksichtigung etwaiger Beschränkungen. Der Ausweis der Aufträge erfolgt unter den Vertragsvermögenswerten beziehungsweise unter den Vertragsverbindlichkeiten. Soweit die kumulierte Leistung (Auftragskosten und Auftragsergebnis) die Anzahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Vertragsvermögenswerten. Im Allgemeinen beinhalten Bau- und Dienstleistungsverträge Mängel- und Gewährleistungsfristen im Anschluss an die Fertigstellung des Projekts. Diese Verpflichtungen werden nicht als separate Leistungsverpflichtungen betrachtet und daher geschätzt in die Gesamtkosten der Verträge einbezogen. Soweit erforderlich, werden Beträge im Einklang mit IAS 37 unter den Rückstellungen erfasst.
In diesen Umsatzerlösen können auch periodenfremde Umsätze enthalten sein, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.
Latente Steuern
Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.
Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
| ― | entweder dasselbe Steuerobjekt oder |
| ― | unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen. |
Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.
Der Ansatz der Ertragsteuern und latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 28,08 % bis 32,14 % (Vorjahr: 28,08 % und 32,14 %). Im Ausland werden Ertragsteuersätze zwischen 0,00 % und 38,00 % (Vorjahr: 0,00 % und 35,00 %) zugrunde gelegt.
Bei der bilanziellen Abbildung von etwaigen ertragsteuerlichen Unsicherheiten wird im Regelfall auf die einzelne ertragsteuerliche Behandlung abgestellt. Sofern es nicht wahrscheinlich ist, dass eine ertragsteuerliche Behandlung von den lokalen Steuerbehörden akzeptiert werden wird, verwendet die BAUER Gruppe den Betrag mit der höchsten Wahrscheinlichkeit bei der Bestimmung des zu versteuernden Gewinns beziehungsweise der steuerlichen Basis.
Die Steuererklärungen der Gesellschaften der BAUER Gruppe werden regelmäßig von inländischen und ausländischen Steuerbehörden geprüft. Unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Faktoren - unter anderem der Auslegung, Kommentierung und Rechtsprechung zur jeweiligen Steuergesetzgebung sowie der Erfahrungen aus der Vergangenheit - werden, soweit ersichtlich und wahrscheinlich, in ausreichendem Umfang Rückstellungen für zukünftig mögliche Steuerverpflichtungen gebildet.
Rückstellungen
a) Pensionsrückstellungen
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland.
Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist.
Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand.
Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.
b) Steuerrückstellungen
Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.
c) Übrige Rückstellungen
Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet. Die Bewertung wird auf Basis bestmöglicher Schätzungen vorgenommen und berücksichtigt künftige erwartete Kostensteigerungen.
Erträge und Aufwendungen
Die Realisierung von Erlösen aus Verträgen mit Kunden erfolgt nach Abzug von Umsatzsteuer und anderen Steuern, gekürzt um erwartete Erlösminderungen. Erlöse aus dem Verkauf von Maschinen und Geräten wie auch entsprechendes Zubehör sowie sonstige Erträge werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen eine Leistung erbracht hat bzw. der Gefahrenübergang auf den Kunden realisiert wurde. Dies fällt in die Kategorie der zeitpunktbezogenen Umsatzerlöse. Für Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen verweisen wir auf den Abschnitt "Auftragsfertigung". Umsatzerlöse aus der Vermietung von Gebrauchtmaschinen betreffen Operating-Leasingverhältnisse mit Kunden. Hinsichtlich der Bilanzierung wird auf die Erläuterungen zur Bilanzierung als Leasinggeber in diesem Abschnitt verwiesen. In der BAUER Gruppe bestehen für den Transaktionspreis länderindividuelle Zahlungsbedingungen. In Deutschland betragen diese überwiegend 30 Tage. Für voraussichtlich eintretende Gewährleistungsverpflichtungen werden Gewährleistungsrückstellungen gebildet.
Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst.
6. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente der BAUER Gruppe.
Die BAUER Gruppe ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt.
Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist in den Segmenten Maschinen und Resources tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.
Bau
Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau. Im Geschäftsjahr wurden die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN BAU GmbH vom Segment Bau in das Segment Resources umgegliedert, da die strategische Ausrichtung beider Gesellschaften künftig diesem Segment zuzuordnen ist. Das Vorjahr wurde entsprechend angepasst.
Maschinen
Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.
Resources
Im Segment Resources sind die Unternehmen des Konzerns gebündelt, die Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze anbieten. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.
Sonstiges
Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT, etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.
Im Geschäftsjahr 2020 waren TEUR 20.005 (Vorjahr: 42.251) an Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft in diesem Segment enthalten.
Konsolidierung
Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Die im Segment Sonstiges genannten Ausschüttungen sind in den Bereinigungen der Zwischenergebnisse enthalten.
Das als Ergebnis nach Steuern ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.
Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten
Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Gesamtleistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus der Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie der Leistung nicht konsolidierter Gesellschaften.
Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet.
Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %.
Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.
Konzern-Segmentberichterstattung
| SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN | Bau | Maschinen | Resources | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 * | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 * | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 628.848 | 668.964 | 713.652 | 610.735 | 314.809 | 268.807 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 589.152 | 610.350 | 610.190 | 491.462 | 269.992 | 240.126 |
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 14.506 | 2.827 | 45.934 | 67.375 | 5 | 2.561 |
| Bestandsveränderungen | -23 | 0 | 30.401 | -17.202 | 2.000 | 413 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 798 | 536 | 4.706 | 3.898 | 1.322 | 541 |
| Sonstige Erträge | 15.923 | 20.748 | 2.743 | 48.881 | 6.486 | 122 |
| Konsolidierte Leistung | 620.356 | 634.461 | 693.974 | 594.414 | 279.805 | 243.763 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen | 3.083 | 1.821 | -2.444 | 1.139 | 10.586 | 6.836 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 27.428 | 74.569 | 99.467 | 73.970 | 7.868 | 15.763 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -44.784 | -50.267 | -24.916 | -27.376 | -12.933 | -13.894 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | -15.806 | -16.534 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -17.356 | 24.302 | 58.745 | 30.060 | -5.065 | 1.869 |
| Finanzerträge | 11.433 | 17.846 | 12.846 | 9.286 | 7.611 | 2.568 |
| Finanzaufwendungen | -28.855 | -30.980 | -26.684 | -22.123 | -14.144 | -8.653 |
| Ertragsteueraufwand | -18.067 | -16.131 | -5.411 | -6.256 | -2.039 | -3.002 |
| Ergebnis nach Steuern | -52.845 | -4.963 | 39.496 | 10.967 | -13.637 | -7.218 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen | 0 | 0 | 610.190 | 491.462 | 59.211 | 57.566 |
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen | 589.152 | 610.350 | 0 | 0 | 210.781 | 182.560 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -8 | -486 | -634 | -669 | -108 | -709 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | -43 | -103 | -12.472 | -15.553 | -304 | -198 |
| Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen | -25.307 | -8.471 | -2.711 | -2.812 | -9.752 | -4.595 |
| Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen | 5.715 | 718 | 1.934 | 797 | 945 | 343 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 604.408 | 593.373 | 762.660 | 744.043 | 287.510 | 221.224 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 10.924 | 2.040 | 56.194 | 11.955 | 51.067 | 62.194 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 87.906 | 86.976 | 44.254 | 40.512 | 14.103 | 8.975 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 502.884 | 467.719 | 447.155 | 424.700 | 216.457 | 128.103 |
| SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN | Sonstiges | Konsolidierung | Konzern | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 90.503 | 69.134 | -153.094 | -164.005 | 1.594.718 | 1.453.635 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.588 | 1.303 | 0 | 0 | 1.470.922 | 1.343.241 |
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 42.104 | 43.580 | -102.549 | -116.343 | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 32.378 | -16.789 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 2.697 | 3.077 | 9.523 | 8.052 |
| Sonstige Erträge | 43.336 | 20.087 | -43.620 | -23.059 | 24.868 | 66.779 |
| Konsolidierte Leistung | 87.028 | 64.970 | -143.472 | -136.325 | 1.537.691 | 1.401.283 |
| Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.225 | 9.796 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 28.959 | 24.634 | -29.450 | -23.689 | 134.272 | 165.247 |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -3.957 | -3.264 | 1.830 | 1.625 | -84.760 | -93.176 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | 0 | 0 | -15.806 | -16.534 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 25.002 | 21.370 | -27.620 | -22.064 | 33.706 | 55.537 |
| Finanzerträge | 7.222 | 4.895 | -5.370 | -1.548 | 33.742 | 33.047 |
| Finanzaufwendungen | -14.453 | -12.048 | 5.370 | 1.548 | -78.766 | -72.256 |
| Ertragsteueraufwand | 452 | 861 | -167 | -22 | -25.232 | -24.550 |
| Ergebnis nach Steuern | 18.223 | 15.078 | -27.787 | -22.086 | -36.550 | -8.222 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG | ||||||
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitpunktbezogen | 1.588 | 1.303 | 0 | 0 | 670.989 | 550.331 |
| Umsatzerlöse mit Dritten zeitraumbezogen | 0 | 0 | 0 | 0 | 799.933 | 792.910 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 0 | 0 | 0 | 0 | -750 | -1.864 |
| Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten | ||||||
| Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | 0 | 0 | -12.819 | -15.854 |
| Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -37.770 | -15.878 |
| Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.594 | 1.858 |
| ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ | ||||||
| SEGMENTVERMÖGEN 31.12. | 408.094 | 337.427 | -434.123 | -352.082 | 1.628.549 | 1.543.985 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 118.185 | 76.189 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 4.224 | 2.204 | 517 | -299 | 151.004 | 138.368 |
| SEGMENTSCHULDEN 31.12. | 178.957 | 210.499 | -103.820 | -52.559 | 1.241.633 | 1.178.462 |
| SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN | Deutschland | Übrige EU | Übriges Europa | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 518.668 | 416.873 | 260.035 | 186.768 | 70.143 | 112.594 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 477.371 | 385.588 | 243.822 | 217.5071 | 65.985 | 73.345 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 228.319 | 216.316 | 32.922 | 40.009 | 18.130 | 27.829 |
| SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN | Nahost und Zentralasien | Asien-Pazifik Fernost und Australien | Amerika | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 208.410 | 199.048 | 265.684 | 193.168 | 192.101 | 271.481 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 177.634 | 180.918 | 257.684 | 181.989 | 172.889 | 230.759 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 49.343 | 44.914 | 102.740 | 90.027 | 29.314 | 34.835 |
| SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN | Afrika | Konzern | ||
|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 79.677 | 73.703 | 1.594.718 | 1.453.635 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 75.537 | 73.135 | 1.470.922 | 1.343.241 |
| Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen 31.12. | 16.648 | 13.155 | 477.416 | 467.085 |
* Vorjahr angepasst; die SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN BAU GmbH wurden vom Segment Bau in das Segment Resources umgegliedert.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
7. UMSATZERLÖSE
Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.343.241 (Vorjahr: 1.470.922) enthalten zeitraumbezogene Erlöse, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör.
Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 18.997 (Vorjahr: 20.946).
Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen sowie der Aufteilung in zeitraumbezogene und zeitpunktbezogene Erlöse verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 6).
Die Umsatzerlöse geben nur ein unvollständiges Bild der im Geschäftsjahr erbrachten Leistung wieder. Daher wird im Folgenden auf die Gesamtkonzernleistung übergeleitet:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1.470.922 | 1.343.241 |
| Bestandsveränderungen | 32.378 | -16.789 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 9.523 | 8.052 |
| Sonstige Erträge | 24.868 | 66.779 |
| Konsolidierte Leistung | 1.537.691 | 1.401.283 |
| Nachunternehmeranteil ARGEN | 11.019 | 5.731 |
| Leistung der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 40.602 | 40.354 |
| Leistung der nicht konsolidierten Unternehmen | 19.130 | 28.963 |
| Interne Konzernleistung | -13.724 | -22.696 |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 1.594.718 | 1.453.635 |
In den Umsatzerlösen sind auch periodenfremde Umsätze in Höhe von netto TEUR 6.160 (Vorjahr: 5.720) enthalten, die sich aufgrund der finalen Schlussrechnungsvereinbarungen und Umsatzkorrekturen im Segment Bau ergeben. Zudem waren im Vorjahr aufgrund einer Einzelwertberichtigung aufgrund eines Gerichtsurteils TEUR 40.327 umsatzmindernd als periodenfremdes Ergebnis erfasst worden. Bei der Umsatzkorrektur handelte es sich im Vorjahr um variable Transaktionsbestandteile, die in der Vergangenheit realisiert wurden. Von einer möglichen Umkehr der Umsätze ging man im Rahmen der Projektabwicklung nicht aus. Der Sachverhalt stellte eine Änderung des Transaktionspreises gemäß IFRS 15.88 dar. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese Beträge wird eine Umsatzkorrektur vorgenommen. Sollte sich der zweifelhafte Betrag als werthaltig herausstellen, wird der entsprechende Umsatz realisiert.
Die folgende Tabelle gibt die begonnenen, aber noch nicht vollständig erfüllten Leistungsverpflichtungen und deren erwartete Erlösrealisierung daraus wieder:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Noch nicht erfüllte Leistungsverpflichtungen | 600.473 | 730.575 |
| Erwartete Realisierung bis 1 Jahr | 428.591 | 455.503 |
| Erwartete Realisierung 1 bis 5 Jahre | 171.284 | 275.072 |
| Erwartete Realisierung nach 5 Jahren | 598 | 0 |
8. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen | 9.523 | 8.052 |
9. SONSTIGE ERTRÄGE
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 5.354 | 5.517 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 3.456 | 2.585 |
| Sonstige Erträge aus Vermietungen | 85 | 229 |
| Effekte aus Ent- und Übergangskonsolidierungen | 124 | 48.195 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 15.849 | 10.253 |
| Gesamt | 24.868 | 66.779 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.
10. MATERIALAUFWAND
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 508.740 | 396.860 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 274.386 | 229.252 |
| Gesamt | 783.126 | 626.112 |
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind kurzfristige Fremdgerätemieten in Höhe von TEUR 26.472 (Vorjahr: 23.024) enthalten. Hierbei handelt es sich um Großgeräte für den kurzfristigen Baustelleneinsatz, mit einer wesentlichen Laufzeit von 3 bis 6 Monaten.
11. PERSONALAUFWAND
Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird. Zuführungen zu Jubiläumsrückstellungen sind ebenfalls ohne Zinsanteil unter den Löhnen und Gehältern ausgewiesen.
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 356.557 | 331.509 |
| Soziale Abgaben | 54.794 | 54.147 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 7.454 | 9.242 |
| Gesamt | 418.805 | 394.898 |
Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 22.874 (Vorjahr: 24.002). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 5.2 "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern" erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 19.325 (Vorjahr: 19.180) auf das Inland und TEUR 3.549 (Vorjahr: 4.822) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungsaufwendungen in Höhe von TEUR 1.842 (Vorjahr: 1.612) enthalten. Zuwendungen der öffentlichen Hand im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie werden vom Personalaufwand abgezogen und betrugen im Jahr 2020 TEUR 5.364 (Vorjahr: 0).
12. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 3.803 | 1.380 |
| Leasingaufwendungen | 19.456 | 17.122 |
| Energie, Heizung, Wasser | 5.528 | 3.712 |
| Kraftfahrzeugkosten | 4.790 | 5.042 |
| Sach-, Kfz- und Transportversicherung | 11.362 | 11.578 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 13.537 | 11.316 |
| Verwaltungsaufwendungen | 41.530 | 37.848 |
| Vertriebsaufwendungen | 45.946 | 30.152 |
| Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen | 16.011 | 16.124 |
| Ergebnis aus Wertberichtigungen auf Forderungen | 14.842 | 15.929 |
| Bankspesen | 2.934 | 2.224 |
| Zölle | 5.165 | 5.062 |
| Kostenabgrenzung | 7.160 | 5.309 |
| Verlust aus dem Abgang von at-Equity bewerteten Anteilen | 0 | 41.373 |
| Sonstige Steuern | 7.295 | 4.768 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 13.354 | 15.883 |
| Gesamt | 212.713 | 224.822 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge in Höhe von TEUR 18.847 (Vorjahr: 13.697) aus Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Ausbuchung von Verbindlichkeiten sowie aus ausgebuchten Forderungen enthalten. Für weiterführende Erläuterungen zu den Wertberichtigungen verweisen wir auf Abschnitt 37.
Die Leasingaufwendungen enthalten die Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 16.663 (Vorjahr: 19.346) und Leasingaufwendungen von geringem Wert in Höhe von TEUR 459 (Vorjahr: 110). Variable Leasingzahlungen, die nicht in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit mit einbezogen wurden, sind nicht enthalten.
13. ERGEBNIS AUS AT-EQUITY BEWERTETEN ANTEILEN
Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen beträgt im Geschäftsjahr TEUR 9.796 (Vorjahr: 11.225) und enthält die Gewinn- und Verlustanteile an assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr wurde keine Abwertung vorgenommen.
Im Geschäftsjahr erfolgte eine Umgliederung des Postens Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen und wurde erstmals Bestandteils des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Eine Darstellung im "Finanzergebnis" impliziert ein reines Interesse, die Anteile als Finanzbeteiligung zu halten. Hintergrund der Änderung ist die Einbeziehung von Bau-Arbeitsgemeinschaften und anderen at-Equity bewerteten Unternehmen, bei denen der operative Charakter mittlerweile im Vordergrund steht. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 9.796 (Vorjahr: 11.225). Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 4.594.
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 * |
|---|---|---|
| Erträge aus Equity-Beteiligungen | 7.904 | 7.752 |
| Aufwendungen aus Equity-Beteiligungen | -4.367 | -772 |
| Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften | 7.828 | 3.306 |
| Verluste aus Arbeitsgemeinschaften | -140 | -490 |
| Gesamt | 11.225 | 9.796 |
* Ergebnisse der Gesellschaften, die zum 31.07.2020 vollkonsolidiert wurden, nur zeitanteilig bis zur Übergangskonsolidierung enthalten
14. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 6.329 | 7.310 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 78.431 | 85.866 |
| Gesamt | 84.760 | 93.176 |
Die Wertminderungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 20.2 "Sachanlagen" erläutert.
15. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE
Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 16.534 (Vorjahr: 15.806). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2020 abgegangenen Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.
FINANZERGEBNIS
16. FINANZERTRÄGE
Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Erträge aus operativen Beteiligungen | 132 | 1.311 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 9.500 | 4.136 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 2.998 | 1.882 |
| Gewinne aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit | 21.112 | 25.718 |
| Gesamt | 33.742 | 33.047 |
17. FINANZAUFWENDUNGEN
Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 35.771 | 27.277 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 |
| Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 17.769 | 9.317 |
| Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.747 | 1.954 |
| Verluste aus Fremdwährungsumrechnung bei Finanzierungstätigkeit | 22.479 | 33.708 |
| Gesamt | 78.766 | 72.256 |
Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Leasinggeschäften betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.976 (Vorjahr: 2.032). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 4.119 (Vorjahr: 9.438) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 25.276 (Vorjahr: 34.987) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.
18. ERTRAGSTEUERAUFWAND
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Steuern | 33.234 | 28.416 |
| Latente Steuern | -8.002 | -3.866 |
| Gesamt | 25.232 | 24.550 |
Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %). In den tatsächlichen Steuern sind erfasste Anpassungen für periodenfremde tatsächliche Ertragsteuern in Höhe von TEUR -205 (Vorjahr: -1.682) enthalten.
Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand
Der erwartete Steueraufwand liegt unter dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -11.318 | 16.328 |
| Theoretischer Steueraufwand 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %) | -3.178 | 4.585 |
| Überleitung | ||
| Steuersatzunterschiede | 6.254 | 1.698 |
| Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge | 8.296 | -1.875 |
| Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage | 1.609 | 5.101 |
| Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen | -2.881 | -2.751 |
| Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre | 1.563 | 5.492 |
| Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen | 13.347 | 12.500 |
| Sonstiges | 222 | -200 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 25.232 | 24.550 |
In den Steuerauswirkungen der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge sind Effekte aus Übergangs- und Entkonsolidierungen in Höhe von TEUR -1.981 (Vorjahr: -35) enthalten. Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2019 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 342 (Vorjahr: 342).
19. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Ergebnisses nach Steuern mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Ergebnis nach Steuern in TEUR | -37.146 | -8.397 |
| Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 08.12. | 17.131.000 | 17.131.000 |
| Anzahl der Aktien vom 09.12. bis 31.12. | 17.131.000 | 18.844.066 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 17.131.000 | 17.273.756 |
| Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 17.131.000 | 17.273.756 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -2,17 | -0,48 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR | -2,17 | -0,48 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ
Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
20. ANLAGEVERMÖGEN
20.1 Immaterielle Vermögenswerte
| in Tausend EUR | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2019 | 37.225 | 2.186 | 0 | 40.239 | 79.650 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.209 | 0 | 0 | 4.027 | 5.236 |
| Abgänge | 1.728 | 0 | 0 | 304 | 2.032 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 13 | 0 | 0 | 2 | 15 |
| 31.12.2019 | 36.719 | 2.186 | 0 | 43.964 | 82.869 |
| in Tausend EUR | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2019 | 32.079 | 2.186 | 0 | 27.308 | 61.573 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 2.351 | 0 | 0 | 3.397 | 5.748 |
| Abgänge | 1.717 | 0 | 0 | 288 | 2.005 |
| Wertminderungsaufwendungen | 141 | 0 | 0 | 440 | 581 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 26 | 0 | 0 | 0 | 26 |
| 31.12.2019 | 32.880 | 2.186 | 0 | 30.857 | 65.923 |
| Buchwert 31.12.2019 | 3.839 | 0 | 0 | 13.107 | 16.946 |
| in Tausend EUR | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | 36.719 | 2.186 | 0 | 43.964 | 82.869 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -776 | 0 | 0 | 6.400 | 5.624 |
| Zugänge | 1.025 | 0 | 0 | 3.915 | 4.940 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 339 | 0 | 0 | 20.062 | 20.401 |
| Umbuchungen | 37 | 0 | 0 | -11 | 26 |
| Währungsanpassung | -412 | 0 | 0 | 0 | -412 |
| 31.12.2020 | 36.254 | 2.186 | 0 | 34.206 | 72.646 |
| in Tausend EUR | Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- und Firmenwert | Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | Aktivierte Softwarekosten | Aktivierte Entwicklungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | 32.880 | 2.186 | 0 | 30.857 | 65.923 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -767 | 0 | 0 | -514 | -1.281 |
| Zugänge | 2.086 | 0 | 0 | 4.559 | 6.645 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 323 | 0 | 0 | 13.192 | 13.515 |
| Wertminderungsaufwendungen | 161 | 0 | 0 | 505 | 666 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -390 | 0 | 0 | 0 | -390 |
| 31.12.2020 | 33.647 | 2.186 | 0 | 22.215 | 58.048 |
| Buchwert 31.12.2020 | 2.607 | 0 | 0 | 11.991 | 14.598 |
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis stammen hauptsächlich aus dem Statuswechsel der BAUER Deep Drilling GmbH sowie der Entkonsolidierung der ESAU & HUEBER GmbH.
Von den im Jahr 2020 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 4.132 (Vorjahr: 4.187) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten | 18.779 | 20.231 |
| Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente | 3.991 | 5.175 |
| Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten | 22.770 | 25.406 |
20.2 Sachanlagen
| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 wie berichtet | 303.783 | 567.570 | 87.224 | 10.823 | 969.400 |
| Transition Effekt aus Erstanwendung IFRS 16 | 13.692 | 6.302 | 2.587 | 0 | 22.581 |
| 01.01.2019 korrigiert | 317.475 | 573.872 | 89.811 | 10.823 | 991.981 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 34 | 0 | 34 |
| Zugänge | 15.131 | 77.247 | 14.330 | 16.479 | 123.187 |
| Abgänge | 4.490 | 48.623 | 7.534 | 317 | 60.964 |
| Umbuchungen | 1.394 | 8.009 | 238 | -9.641 | 0 |
| Währungsanpassung | 1.994 | 15.656 | 1.148 | 433 | 19.231 |
| 31.12.2019 | 331.504 | 626.161 | 98.027 | 17.777 | 1.073.469 |
| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2019 | 125.737 | 373.657 | 58.435 | 0 | 557.829 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 9 | 0 | 9 |
| Zugänge | 11.375 | 55.272 | 11.615 | 0 | 78.262 |
| Abgänge | 809 | 29.245 | 6.303 | 0 | 36.357 |
| Wertminderungsaufwendungen | 0 | 169 | 0 | 0 | 169 |
| Umbuchungen | 3 | -32 | 29 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 327 | 11.976 | 784 | 0 | 13.087 |
| 31.12.2019 | 136.633 | 411.797 | 64.569 | 0 | 612.999 |
| Buchwert 31.12.2019 | 194.871 | 214.364 | 33.458 | 17.777 | 460.470 |
| davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2019 | 17.888 | 38.312 | 10.670 | 0 | 66.870 |
| in Tausend EUR Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2020 | 331.504 | 626.161 | 98.027 | 17.777 | 1.073.469 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 32.278 | 11.535 | -97 | 169 | 43.885 |
| Zugänge | 25.703 | 76.703 | 10.567 | 20.455 | 133.428 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 42.347 | 78.105 | 7.459 | 664 | 128.575 |
| Umbuchungen | 3.105 | 6.435 | 174 | -9.740 | -26 |
| Währungsanpassung | -5.854 | -34.548 | -2.993 | -840 | -44.235 |
| 31.12.2020 | 344.389 | 608.181 | 98.219 | 27.157 | 1.077.946 |
Die Zugänge von Nutzungsrechten betragen für das Geschäftsjahr 2020 TEUR 27.091 (Vorjahr: 28.691). Die Abschreibungen aus Nutzungsrechten betrugen im Geschäftsjahr für Grundstücke und Gebäude TEUR 5.605 (Vorjahr: 3.444), für Technische Anlagen und Maschinen TEUR 11.383 (Vorjahr: 10.411) sowie für Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 3.303 (Vorjahr: 3.377).
| in Tausend EUR Kumulierte Abschreibung |
Grundstücke und Bauten | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2020 | 136.633 | 411.797 | 64.569 | 0 | 612.999 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 8.113 | 8.772 | -38 | 0 | 16.847 |
| Zugänge | 14.017 | 59.085 | 11.566 | 0 | 84.668 |
| Abgänge und Umklassifizierungen gem. IFRS 5 | 10.403 | 47.964 | 5.069 | -528 | 62.908 |
| Wertminderungsaufwendungen | 1.034 | 164 | 0 | 0 | 1.198 |
| Umbuchungen | 266 | -203 | -63 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | -1.259 | -23.768 | -2.317 | -1 | -27.345 |
| 31.12.2020 | 148.401 | 407.883 | 68.648 | 527 | 625.459 |
| Buchwert 31.12.2020 | 195.988 | 200.298 | 29.571 | 26.630 | 452.487 |
| davon Buchwert der Nutzungsrechte zum 31.12.2020 | 23.553 | 33.888 | 9.050 | 0 | 66.491 |
Die Veränderungen im Konsolidierungskreis des laufenden Geschäftsjahres im Bereich des Sachanlagevermögens resultieren im Wesentlichen aus den Statusänderungen der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH sowie den Entkonsolidierungen der ESAU & HUEBER GmbH sowie der BAUER Hong Kong Limited. In 2019 waren die Veränderungen im Konsolidierungskreis von untergeordneter Bedeutung.
Gegenstände des Sachanlagevermögens unterliegen mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 52.032 (Vorjahr: 69.707) Belastungen in Form von Grundpfandrechten und Sicherungsübereignungen.
Darüber hinaus bestehen für gemietete Vermögenwerte, die gemäß IFRS 16 dem Konzern zuzurechnen sind, geschäftsübliche Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 66.491 (Vorjahr: 66.870).
Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert (Vorjahr: TEUR 0). Insgesamt wurde das Anlagevermögen im Geschäftsjahr um TEUR 1.864 (Vorjahr: 750) außerplanmäßig abgeschrieben. Diese Abschreibungen sind in Höhe von TEUR 486 (Vorjahr: 8) dem Segment Bau, in Höhe von TEUR 669 (Vorjahr: 634) dem Segment Maschinen, in Höhe von TEUR 709 (Vorjahr: 108) dem Segment Resources und in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) dem Segment Sonstiges zuzuordnen. Davon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 666 (Vorjahr: 582) und auf das Sachanlagevermögen TEUR 1.198 (Vorjahr: 168). Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte betrifft aktivierte Entwicklungskosten im Segment Maschinen in Höhe von TEUR 505 (Vorjahr: 440). Die erwartete Marktentwicklung für verschiedene eigenentwickelte Geräte war hierfür ausschlaggebend. Außerplanmäßige Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen betreffen mit TEUR 1.034 die Grundstücke und Gebäude (Vorjahr: 0) sowie mit TEUR 164 (Vorjahr: 168) die Technischen Anlagen und Maschinen. Die Wertminderungen wurden auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Für dessen Ermittlung wurde ein Abzinsungssatz von 8,04 % (Vorjahr: 6,57 %) verwendet. Bei den Wertminderungen auf Grundstücke und Gebäude handelt es sich um die Wertminderung zweier Grundstücke. Als erzielbarer Betrag wurde der beizulegende Zeitwert herangezogen. Dieser betrug zum 31. Dezember 2020 TEUR 786. Bei den aktivierten Entwicklungskosten entsprach der erzielbare Betrag dem Nutzungswert und belief sich auf TEUR 0. Effekte auf andere nicht finanzielle Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr von untergeordneter Bedeutung. Dieses Verfahren fällt unter die Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.
20.3 At-Equity bilanzierte Anteile
Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen | 68.923 | 27.527 |
| At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen | 49.262 | 48.662 |
| Gesamt | 118.185 | 76.189 |
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den at-Equity bewerteten Anteilen:
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01. | 46.838 | 51.401 | 78.584 | 79.187 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 531 |
| Abgänge | 0 | 0 | 4.964 | 1.337 |
| Ergebnisanteil | 4.563 | 4.100 | 6.662 | 5.696 |
| Dividendenzahlungen | 0 | -4.700 | -1.859 | -2.807 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -50.688 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 764 | -3.055 |
| 31.12. | 51.401 | 50.801 | 79.187 | 27.527 |
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | ||
|---|---|---|---|---|
| Kumulierte Abschreibung | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01. | 2.139 | 2.139 | 10.264 | 10.264 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -10.264 |
| Währungsanpassung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 31.12. | 2.139 | 2.139 | 10.264 | 0 |
| Buchwert 31.12. | 49.262 | 48.662 | 68.923 | 27.527 |
Die unter der Positon "Veränderung im Konsolidierungskreis" aufgeführten Beträge beinhalten nur Werte bis zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung.
a) Gemeinschaftsunternehmen
Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00 %.
Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr 2019:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|---|
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | Produktion | Schrobenhausen, Deutschland | 40,00 % | At-Equity |
| BAUER Manufacturing LLC | Produktion | Conroe, USA | 51,00 % | At-Equity |
| BAUER Deep Drilling GmbH | Produktion | Schrobenhausen, Deutschland | 51,00 % | At-Equity |
Geschäftsjahr 2020:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital | Bewertungsmethode |
|---|---|---|---|---|
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | Produktion | Schrobenhausen, Deutschland | 40,00 % | At-Equity |
Zusammengefasste Finanzinformationen zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):
| BILANZ | SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | BAUER Manufacturing LLC * | BAUER Deep Drilling GmbH * | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 5.615 | 5.837 | 28.517 | - | 11.976 | - |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 8.259 | 8.872 | 8.301 | - | 5.841 | - |
| (davon Zahlungsmittel) | (540) | (168) | (1.171) | - | (4.496) | - |
| Summe Vermögenswerte | 13.874 | 14.709 | 36.818 | - | 17.817 | - |
| Langfristige Schulden | 540 | 604 | 109 | - | 970 | - |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | (0) | (0) | (109) | - | (0) | - |
| Kurzfristige Schulden | 1.550 | 1.351 | 1.998 | - | 1.199 | - |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | (0) | (0) | (64) | - | (982) | - |
| Summe Schulden | 2.090 | 1.955 | 2.107 | - | 2.169 | - |
* Statuswechsel zum 31.07.2020, daher am Bilanzstichtag keine Gemeinschaftsunternehmen mehr
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.
| ERGEBNISRECHNUNG | SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | BAUER Manufacturing LLC | BAUER Deep Drilling GmbH | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 * | 2019 | 2020 * |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 26.189 | 26.961 | 17.971 | 4.262 | 1.792 | 1.439 |
| planmäßige Abschreibung | -179 | -181 | -1.838 | -1.053 | -2.006 | -1.172 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 6.661 | 6.128 | -7.203 | -416 | -1.833 | -457 |
| Zinserträge | 99 | 94 | 44 | 0 | 0 | 644 |
| Zinsaufwendungen | -48 | -47 | -13 | -2 | -6 | -342 |
| Ertragsteueraufwand | -1.904 | -1.751 | 0 | -227 | 514 | -2.173 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.808 | 4.424 | -7.172 | -645 | -1.319 | -2.328 |
| Sonstiges Ergebnis | 13 | 18 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 4.821 | 4.443 | -7.172 | -645 | -1.319 | -2.328 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 1.600 | 1.900 | 0 | 0 | 0 | 0 |
* Ergebnisrechnung der BAUER Manufacturing LLC und der BAUER Deep Drilling GmbH zum 31.07.2020
Im Konzern werden Bau-Arbeitsgemeinschaften als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und deren Ergebnisse im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2019 enthält die nachstehende Tabelle die in Bezug auf die Leistung fünf größten Arbeitsgemeinschaften.
| Anteil in % | 2019 |
|---|---|
| Arbeitsgemeinschaft | |
| ARGE ETS Schacht Konrad | 50,00 |
| Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke | 50,00 |
| Verfüllung Grube Obermantelkirchen | 40,00 |
| VE10 Oberirdisch West | 10,00 |
| VE30 Oberirdisch West | 10,00 |
Die Finanzinformationen zu diesen Arbeitsgemeinschaften für das Geschäftsjahr 2019 sind jeweils zu 100,00 % und vor Konsolidierung dargestellt.
| in Tausend EUR | 2019 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ARGE ETS Schacht Konrad | 17.708 | 105 | 32.641 | 8.099 | 0 | 14.517 |
| Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke | 951 | 27 | 6.909 | 36 | 0 | 6.700 |
| Verfüllung Grube Obermantelkirchen | 1.568 | 0 | 936 | 68 | 0 | 59 |
| VE10 Oberirdisch West | 11.493 | 2.927 | 7.748 | 3.737 | 0 | 9.392 |
| VE30 Oberirdisch West | 11.527 | 7.459 | 45.257 | 10.807 | 0 | 51.570 |
Im Konzern werden Bau-Arbeitsgemeinschaften als Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert und deren Ergebnisse im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen ausgewiesen. Für das Geschäftsjahr 2020 enthält die nachstehende Tabelle die in Bezug auf die Leistung fünf größten Arbeitsgemeinschaften.
| Anteil in % | 2020 |
|---|---|
| Arbeitsgemeinschaft | |
| ARGE ETS Schacht Konrad | 50,00 |
| Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke | 50,00 |
| WBA Helmsdorf | 50,00 |
| VE10 Oberirdisch West | 10,00 |
| VE30 Oberirdisch West | 10,00 |
Die Finanzinformationen zu diesen Arbeitsgemeinschaften für das Geschäftsjahr 2020 sind jeweils zu 100,00 % und vor Konsolidierung dargestellt.
| in Tausend EUR | 2020 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Langfristige Schulden | Kurzfristige Schulden | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| ARGE ETS Schacht Konrad | 12.702 | 432 | 34.940 | 9.906 | 0 | 15.179 |
| Stahlbau-ARGE Müngstener Brücke | 1.688 | 2 | 8.584 | 195 | 0 | 8.235 |
| WBA Helmsdorf | 3.839 | 0 | 877 | 452 | 0 | 879 |
| VE10 Oberirdisch West | 34.117 | 3.292 | 13.420 | 13.224 | 0 | 11.074 |
| VE30 Oberirdisch West | 57.330 | 17.476 | 141.290 | 37.013 | 0 | 151.911 |
Im Geschäftsjahr 2020 sind aus den oben genannten Arbeitsgemeinschaften im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen unter den Ergebnissen aus at-Equity bilanzierten Unternehmen TEUR 2.047 (Vorjahr: 2.647) enthalten.
Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):
| BILANZ | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 3.475 | 2.271 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 32.065 | 49.389 |
| (davon Zahlungsmittel) | (4.994) | (3.887) |
| Summe Vermögenswerte | 35.540 | 51.660 |
| Langfristige Schulden | 0 | 0 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | (0) | (0) |
| Kurzfristige Schulden | 27.879 | 38.502 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | (24.078) | (12.750) |
| Summe Schulden | 27.879 | 38.502 |
Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.
| ERGEBNISRECHNUNG | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 35.237 | 27.208 |
| planmäßige Abschreibung | -775 | -2.141 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 4.887 | 5.780 |
| Zinserträge | 675 | 1.214 |
| Zinsaufwendungen | -635 | -715 |
| Ertragsteueraufwand | -728 | -1.107 |
| Ergebnis nach Steuern | 4.199 | 5.172 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 259 | 907 |
Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen
Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:
Geschäftsjahr 2019:
| in Tausend EUR | SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | BAUER Manufacturing LLC | BAUER Deep Drilling GmbH | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 11.784 | 34.711 | 15.648 | 29.432 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 4.714 | 17.703 | 7.980 | 13.641 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 6.442 | 18.443 | 0 | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 11.156 | 36.146 | 7.980 | 13.641 |
Geschäftsjahr 2020:
| in Tausend EUR | SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | BAUER Manufacturing LLC | BAUER Deep Drilling GmbH | Unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen |
|---|---|---|---|---|
| Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen | 12.754 | - | - | 46.194 |
| Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote | 5.102 | - | - | 16.495 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 5.930 | - | - | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 11.032 | - | - | 16.495 |
Fair Values der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH | 65.890 | 70.332 |
| BAUER Manufacturing LLC | 63.918 | - |
| BAUER Deep Drilling GmbH | 16.355 | - |
Auf eine Angabe des Fair Values unserer unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen wurde verzichtet, da kein notierter Marktpreis vorhanden ist.
b) Assoziierte Unternehmen
Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS. Die Darstellung erfolgt jeweils zu 100,00 %.
Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:
Geschäftsjahr 2019:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital |
|---|---|---|---|
| TERRABAUER S. L. | Spezialtiefbau | Madrid, Spanien | 30,00 % |
| BAUER Nimr LLC | Wasseraufbereitung und Umwelttechnik | Masket, Al Mina, Sultanat Oman | 52,50 % |
| AO Mostostrojindustria | Metallverarbeitung | Moskau, Russland | 20,70 % |
Geschäftsjahr 2020:
| Name | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Anteil am Kapital |
|---|---|---|---|
| BAUER Nimr LLC | Wasseraufbereitung und Umwelttechnik | Masket, Al Mina, Sultanat Oman | 52,50 % |
Die BAUER Nimr LLC wird trotz Stimmrechtsmehrheit als assoziiertes Unternehmen geführt, da aufgrund gesellschaftsvertraglicher Regelungen kein beherrschender Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann.
Zusammengefasste Finanzinformationen für die BAUER Nimr LLC werden in den untenstehenden Tabellen dargestellt. Aufgrund von Größenmerkmalen werden die beiden assoziierten Unternehmen AO Mostostrojindustria und TERRABAUER S. L. zum Bilanzstichtag nicht mehr als wesentliche assoziierte Unternehmen klassifiziert. Die Beträge in der folgenden Tabelle werden vor Konsolidierungen dargestellt.
| BILANZ | BAUER Nimr LLC | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 75.607 | 67.149 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 24.875 | 19.703 |
| (davon Zahlungsmittel) | (14.844) | (11.310) |
| Summe Vermögenswerte | 100.482 | 86.852 |
| Langfristige Schulden | 50.279 | 41.658 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | (13.655) | (12.526) |
| Kurzfristige Schulden | 11.938 | 10.340 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | (5.296) | (5.059) |
| Summe Schulden | 62.217 | 51.998 |
| ERGEBNISRECHNUNG | BAUER Nimr LLC | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 33.345 | 17.609 |
| planmäßige Abschreibung | -505 | -567 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 10.937 | 8.806 |
| Zinserträge | 4.292 | 5.526 |
| Zinsaufwendungen | -3.683 | -3.965 |
| Ertragsteueraufwand | -1.743 | -1.534 |
| Ergebnis nach Steuern | 9.803 | 8.833 |
| Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen | 5.146 | 4.637 |
| Sonstiges Ergebnis | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 5.146 | 4.637 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 0 | 4.700 |
Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):
| BILANZ | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 68 | 45 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 408 | 403 |
| (davon Zahlungsmittel) | (1) | (96) |
| Summe Vermögenswerte | 476 | 448 |
| Langfristige Schulden | 41 | 46 |
| (davon langfristige finanzielle Schulden) | (41) | (46) |
| Kurzfristige Schulden | 326 | 306 |
| (davon kurzfristige finanzielle Schulden) | (31) | (49) |
| Summe Schulden | 367 | 352 |
| ERGEBNISRECHNUNG | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 764 | 808 |
| planmäßige Abschreibung | -31 | -28 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -105 | 41 |
| Zinserträge | 0 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -2 | -7 |
| Ertragsteueraufwand | 7 | -1 |
| Ergebnis nach Steuern | -100 | 33 |
| Ergebnis nach Steuern entsprechend den Anteilen | -30 | 10 |
| Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe | 0 | 0 |
Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen
Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:
Geschäftsjahr 2019:
| in Tausend EUR | AO Mostostrojindustria | BAUER Nimr LLC | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen |
|---|---|---|---|
| Nettovermögen der assoziierten Unternehmen | 4.338 | 38.265 | 108 |
| Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote | 898 | 20.089 | 14 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 0 | 22.287 | 0 |
| Barwert der Konzessionsvereinbarung | 0 | 5.974 | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 898 | 48.350 | 14 |
Geschäftsjahr 2020:
| in Tausend EUR | BAUER Nimr LLC | Unwesentliche Assoziierte Unternehmen |
|---|---|---|
| Nettovermögen der assoziierten Unternehmen | 34.853 | 4.434 |
| Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote | 18.298 | 922 |
| Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen | 24.015 | 0 |
| Barwert der Konzessionsvereinbarung | 5.427 | 0 |
| In der Bilanz ausgewiesener Buchwert | 47.740 | 922 |
Die sonstigen Anpassungen beinhalten im Wesentlichen Währungsanpassungen. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.
Infolge der angespannten Marktsituation aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden die at-Equity bewerteten Anteile zum Stichtag Werthaltigkeitstests unterzogen. Dazu wurde dem Buchwert der Anteile dem erzielbaren Betrag im Sinne des IAS 36.18 gegenübergestellt. Dieser ergibt sich als höherer Betrag zwischen dem Nutzungswert und dem beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Für die at-Equity bewerteten Anteile wurde dem folgend der Nutzungswert herangezogen.
Zum 31. Dezember 2020 ergab sich daraus kein Wertminderungsbedarf.
Der erzielbare Betrag der BAUER Nimr LLC betrug am 31. Dezember 2020 TEUR 49.318 (Vorjahr: 51.785). Auf die Betrachtung weitergehender Sensitivitäten wurde verzichtet, da die Gesellschaft über ein nachhaltig stabiles und durch langjährige Verträge abgesichertes Geschäft verfügt.
20.4 Beteiligungen
Ergänzende Finanzinformationen für Beteiligungen
Geschäftsjahr 2019:
| in Tausend EUR | Wöhr + Bauer GmbH | Deusa International GmbH | Unwesentliche Beteiligungen |
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 6.588 | 2.067 | 151 |
| Während der Periode erfasste Dividenden | 0 | 133 | 0 |
Geschäftsjahr 2020:
| in Tausend EUR | Wöhr + Bauer GmbH | Deusa International GmbH | Unwesentliche Beteiligungen |
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert | 8.500 | 2.067 | 194 |
| Während der Periode erfasste Dividenden | 684 | 250 | 0 |
In der Berichtsperiode wurden keine Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente ausgebucht, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet waren.
21. LATENTE STEUERN
Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 65 | 234 | 11.319 | 5.832 |
| Sachanlagen | 863 | 982 | 9.499 | 7.931 |
| Vorräte | 1.768 | 3.193 | 13.157 | 8.577 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1.293 | 2.010 | 3.431 | 4.024 |
| Pensionsrückstellungen | 30.560 | 32.953 | 1.658 | 1.933 |
| Verbindlichkeiten | 16.875 | 17.193 | 2.500 | 1.955 |
| Verlustvorträge | 26.583 | 16.015 | 0 | 0 |
| Konsolidierung | 11.326 | 12.919 | 7.645 | 8.930 |
| Saldierung | -22.060 | -18.583 | -22.060 | -18.583 |
| Nettobetrag | 67.273 | 66.916 | 27.149 | 20.599 |
In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 56 (Vorjahr: 49) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 63 (Vorjahr: 174) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge Accounting) sind. Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 27.624 (Vorjahr: 25.512) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 0) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Die aktiven und passiven latenten Steuern, die aufgrund der Sicherungsrücklage und versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste gebildet wurden, wurden im Eigenkapital erfasst.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 13.834 (Vorjahr: 12.213), der der passiven latenten Steuern TEUR 9.622 (Vorjahr: 17.691).
Für Gesellschaften wurden in der Berichtsperiode latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 42.407 (Vorjahr: 36.489) aktiviert, die aufgrund der steuerlichen Planungsrechnung in Zukunft realisiert werden können. Darin sind latente Steueransprüche in Höhe von TEUR 27.352 (Vorjahr: 19.776) von Unternehmen enthalten, die in der Vorperiode oder der laufenden Periode Verluste erlitten haben.
Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Inländische Verlustvorträge (KSt) | 106.314 | 94.136 |
| Ausländische Verlustvorträge | 240.446 | 147.058 |
| Gesamt | 346.760 | 241.194 |
| Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge | 112.786 | 84.139 |
Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 183.438 (Vorjahr: 246.070) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Im Vorjahr war die BAUER Hong Kong Limited mit nicht nutzbaren Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 80.263 enthalten.
Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 4.629 (Vorjahr: 6.421).
Passive latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, Anteilen an gemeinsamen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden nur angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen im Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden. Dies ist vorliegend nicht der Fall.
Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden für temporäre Unterschiede latente Steuern in Höhe von TEUR 2.507 (Vorjahr: 3.199) nicht angesetzt.
22. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung | 4.879 | 5.164 |
| Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.296 | 2.262 |
| Gesamt | 7.175 | 7.426 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen.
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.
Innerhalb der BAUER Gruppe wurden im Geschäftsjahr keine zusätzlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: TEUR 475) im Rahmen von Einzelforderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Das Kreditrisiko stellt im Wesentlichen alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und wird gegen Zahlung eines fixen Kaufpreisabschlages weitestgehend vollständig auf den Forderungskäufer übertragen. Für die BAUER Gruppe verbleibt hierbei ein vereinbarter Selbstbehalt gegenüber dem Forderungskäufer. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der BAUER Gruppe getragen. Das aus dem Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die BAUER Gruppe aus den zum 31. Dezember 2020 verkauften und ausgebuchten Forderungen beträgt TEUR 158 (Vorjahr: 174) und wird unter den übrigen sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten als anhaltendes Engagement ausgewiesen.
Die damit korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 317 (Vorjahr: 348) und wird unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: 174) spiegelt den beizulegenden Zeitwert aus den verbliebenen Risiken wider und wird aufwandswirksam erfasst.
23. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich im Geschäftsjahr wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.424 | 9.283 |
| Anteile an nicht konsolidierten Tochtergesellschaften | 2.499 | 3.882 |
| Gesamt | 13.923 | 13.165 |
Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 37 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Des Weiteren ist eine endfällige und unbesicherte Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 9.365 (Vorjahr: 10.229) enthalten. Die Verzinsung des Darlehens ist fix und beträgt 8 %. Auf das Darlehen ist kein Rangrücktritt vereinbart. Die nicht konsolidierten Tochterunternehmen betreffen nicht börsennotierte Gesellschaften, für die kein aktiver Markt besteht. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 763 (Vorjahr: 0) an Abwertungen auf nicht konsolidierte Tochterunternehmen vorgenommen.
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
24. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 168.961 | 155.529 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren | 236.440 | 231.969 |
| Mietmaschinen | 61.838 | 47.468 |
| 467.239 | 434.966 | |
| Abzgl. Erhaltene Anzahlungen auf Vorräte | -8.921 | -10.340 |
| Gesamt | 458.318 | 424.626 |
Von den Vorräten sind TEUR 151.883 (Vorjahr: 214.788) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 32.388 (Vorjahr: 28.625).
Diese teilen sich wie folgt auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 15.806 | 16.534 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 12.819 | 15.854 |
| Gesamt | 28.625 | 32.388 |
Im Geschäftsjahr wurden viele Mietgeräte aus der Miete verkauft und damit unsere Mietgeräteflotte verjüngt. Der Vermietungsstatus war während des Geschäftsjahres geringfügig erhöht als im Vorjahr. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen stieg von TEUR 15.806 auf TEUR 16.534 an.
In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter die Stufen 2 und 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.
In den fertigen Erzeugnissen sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Im Rahmen von verkaufsfördernden Maßnahmen werden Maschinen vermietet. Diese Erlöse werden als Umsätze aus Vermietung realisiert.
Die BAUER Gruppe unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):
Neue Maschinen
Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.
Gebrauchtmaschinen
Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine.
Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte.
Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen.
Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.
Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Buchwert der Gebrauchtmaschinen | 61.838 | 47.468 |
| davon vermietet | 36.171 | 23.374 |
| davon nicht vermietet | 25.667 | 24.094 |
Weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr wurden Vorräte als Kreditsicherheit gestellt.
25. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE
Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten
Die Vertragsvermögenswerte und Vertragsverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte | 908.711 | 629.451 |
| abzüglich der Teilabrechnungen | 877.418 | 611.119 |
| Saldo | 31.293 | 18.332 |
| davon: Vertragsvermögenswerte | 108.122 | 87.983 |
| davon: Vertragsverbindlichkeiten | 76.829 | 61.084 |
| davon: Drohverlustrückstellungen auf Fertigungsaufträge | 0 | 8.567 |
Im Geschäftsjahr waren TEUR 513 Vertragsvermögenswerte (Vorjahr: 892) wertberichtigt. Diese Wertberichtigungen wurden aufgrund erwarteter Kreditverluste gebildet.
Bedingt durch die COVID-19-Pandemie traten im Geschäftsjahr Verzögerungen auf Baustellen der Segmente Bau und Resources auf. Dies führte zu einem entsprechenden Leistungsrückgang, da geplante Auftragskosten nicht wie erwartet angefallen sind. Dies führte dazu, dass die Vertragsvermögenswerte im Geschäftsjahr deutlich zurückgegangen sind.
Die Vertragsverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr ebenfalls rückläufig entwickelt. Hintergrund für den Rückgang sind die Entkonsolidierung der BAUER Hong Kong Ltd. sowie größeren im Jahr 2019 erhaltenen Vorauszahlungen für Bauprojekte.
Erlöse aus Verträgen mit Kunden
Die folgende Tabelle zeigt den Anteil von in der Berichtsperiode erfassten Erlösen aus Vertragsverbindlichkeiten des Vorjahres sowie Erlösen aus Leistungsverpflichtungen, die in den vergangenen Jahren erfüllt wurden:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten enthalten waren | 36.398 | 40.190 |
| Erlöse aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt wurden | 12.903 | 6.586 |
Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 108.122 | 87.983 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 271.300 | 248.957 |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1.912 | 847 |
| Geleistete Anzahlungen | 5.904 | 6.240 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 35.844 | 36.594 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.526 | 14.040 |
| Gesamt | 434.608 | 394.661 |
In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 11.840 (Vorjahr: 8.063) enthalten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegenüber Mitarbeitern und Forderungen gegenüber Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen.
Für die Veränderungen der Wertberichtigungen im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr gem. den Vorschriften des IFRS 9 verweisen wir auf Abschnitt 37 "Finanzinstrumente".
Die Wertberichtigungen zur Berücksichtigung von erwarteten Kreditverlusten aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 37.494 (Vorjahr: 42.500) wurden unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und auf Basis historischer Zahlungsausfälle berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln (bei Vorliegen von objektiven Hinweisen) als auch aufgrund erwarteter Kreditverluste wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen auf Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.
Im Geschäftsjahr waren sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: 208) aufgrund erwarteter Kreditverluste wertgemindert.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.
Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 1.794 (Vorjahr: 3.116) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 1.243 (Vorjahr: 1.127).
26. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 46.015 (Vorjahr: 37.575) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände. Zum 31. Dezember 2020 bestanden keine (Vorjahr: keine) Verfügungsbeschänkungen auf Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente.
27. ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich um Grundstücke und Gebäude der BAUER Manufacturing LLC in Höhe von TEUR 28.286 sowie um Intellectual Property der BAUER Maschinen GmbH in Höhe von TEUR 6.500. Die entsprechenden Vermögenswerte sind Bestandteil einer Absichtserklärung seitens eines externen Geschäftspartners, diese von der BAUER Gruppe im Rahmen eines Asset Deals zu erwerben. Die Veräußerung ist für das zweite Quartal 2021 vorgesehen. Die Vermögenswerte sind im Segment Maschinen ausgewiesen.
28. EIGENKAPITAL
Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| % | TEUR | % | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Familie Bauer | 48,19 | 35.183 | 43,81 | 35.183 |
| Doblinger Beteiligung GmbH | n/a | n/a | 19,84 | 15.929 |
| Streubesitz | 51,81 | 37.818 | 36,35 | 29.189 |
| Gesamt | 100,00 | 73.001 | 100,00 | 80.301 |
Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen gemäß § 40 WpHG an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG zum 31. Dezember 2020 verwiesen.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft wurde das Grundkapital der BAUER AG von 73.001.420,45 EUR um 7.299.997,16 EUR auf 80.301.417,61 EUR gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 9. Dezember 2020 erhöht. Seitdem beträgt das gezeichnete und vollständig eingezahlte Grundkapital der Gesellschaft 80.301.417,61 EUR und ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung, mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG, je eine Stimme.
Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 43,81 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Die BAUER AG wurde weiter darüber informiert, dass Herr Alfons Doblinger am 9. Dezember 2020 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 18.844.066 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil gem. §§ 33, 34 WpHG von 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) hält. 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) werden ihm nach § 34 WpHG über die DIB Industriebeteiligung GmbH & Co. Holding KG, die DIB Industriebeteiligung GmbH und die Doblinger Beteiligung GmbH nach § 34 WpHG zugerechnet. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.
Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.
Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Durch Beschluss der Hauptversammlung der BAUER Aktiengesellschaft vom 25. Juni 2020 ist der Vorstand der Gesellschaft im Wege der Satzungsänderung ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7.300.000,00 EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Das Genehmigte Kapital 2020 beträgt nach nahezu vollständiger Ausnutzung der Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft in Höhe von 7.299.997,16 EUR durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 9. Dezember 2020 noch 2,84 EUR. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen oder Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft oder ihre Konzerngesellschaften oder zum Zwecke des Zusammenschlusses von Unternehmen, |
| ― | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind, |
| ― | zum Ausgleich von Spitzenbeträgen, die sich bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben, |
| ― | zur Durchführung einer sogenannten Aktiendividende (scrip dividend), bei der den Aktionären angeboten wird, ihren Dividendenanspruch wahlweise (ganz oder teilweise) als Sacheinlage gegen Gewährung neuer Aktien aus dem Genehmigten Kapital 2020 in die Gesellschaft einzulegen. |
Der Aufsichtsrat ist ermächtigt § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse von Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Erwerbspreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den arithmetischen Mittelwert der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % über- oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden. Die mittels der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Sie können zudem an Mitarbeiter und Geschäftsleitungsmitglieder der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen auch im Rahmen von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen ausgegeben werden. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden.
Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.
Das übrige Eigenkapital der BAUER Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| I. Kapitalrücklage | 38.404 | 47.069 |
| II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn | 270.399 | 237.352 |
| 308.803 | 284.421 | |
| III. Minderheitsgesellschafter | 5.112 | 801 |
| Gesamt | 313.915 | 285.222 |
Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurde keine Dividende an die Aktionäre ausgezahlt.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Beträge, die bei der Ausgabe von Anteilen über den rechnerischen Wert des Nennbetrages hinaus erzielt wurden, sowie Aufwendungen für die Ausgabe von Aktien.
Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn
Die Anderen Gewinnrücklagen und der Bilanzgewinn enthalten in der Vergangenheit erzielte Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden.
In den Gewinnrücklagen sind Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses sowie darauf entfallende erfolgsneutrale Steuern enthalten. Im Geschäftsjahr beträgt der kumulierte Umbewertungsbetrag brutto TEUR -98.185 (Vorjahr: -91.072). Latente Steuern wurden in Höhe von TEUR 27.625 (Vorjahr: 25.512) ausgewiesen. Außerdem wird darin der IFRS-Ausgleichsposten ausgewiesen, der kumulierte Effekte aus dem Erstanwendungszeitpunkt der IFRS beinhaltet. Die kumulierten Ergebnisse betragen zum Stichtag TEUR 10.387 (Vorjahr: 10.387).
Währungsdifferenzen aus der Umrechnung eines beherrschten ausländischen Geschäftsbetriebs werden im sonstigen Ergebnis ausgewiesen und in einer gesonderten Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Der kumulierte Betrag wird in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, sobald die Nettoinvestition veräußert wird. Die kumulierte Differenz aus den Währungsumrechnungen beträgt TEUR -27.651 (Vorjahr: -6.471).
Ebenfalls enthalten ist die Rücklage für erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte. Diese Veränderungen werden in der sogenannten Fair-Value-through-OCI-Rücklage im Eigenkapital kumuliert. Die kumulierten Effekte betragen TEUR -91 (Vorjahr: -1.241) und werden aus dieser Rücklage in die Gewinnrücklagen übertragen, wenn die entsprechenden Eigenkapitalinstrumente ausgebucht werden.
Die Hedging-Rücklage und Rücklage für Sicherungskosten umfassen die Cashflow-Sicherungsrücklage und die Kosten der Sicherungsrücklage. Die Cashflow-Sicherungsrückalge dient der Erfassung des wirksamen Teils der Gewinne oder Verluste aus Derivaten, die als Cashflow-Sicherungsbeziehung designiert sind. Die Beträge werden in der Folge in den Gewinn- oder Verlust umgegliedert. Die kumulierten Ergebnisse betragen TEUR -17 (Vorjahr: -319).
28.1 Minderheitsgesellschafter
Einzelheiten zu den nicht 100%-igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen
Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzerngesellschaft | Minderheitsgesellschafter | Kapitalanteil in % | Kapitalanteil in TEUR | Ergebnisanteil in TEUR | Kapitalanteil in % | Kapital anteil in TEUR |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten | verschiedene natürliche Personen | 44,25 | 15.308 | 3.738 | 44,05 | 15.711 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | Emiroglu Makina | 40,00 | 1.621 | 539 | 40,00 | 1.678 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | 26,01 | 3.381 | -1.311 | 126,01 | 842 | |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | Familie Oweis | 16,67 | -17.094 | -2.539 | 16,67 | -18.742 |
| Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen | 1.896 | 169 | 1.312 | |||
| Gesamt | 5.112 | 596 | 801 |
| in Tausend EUR | 31.12.2020 |
|---|---|
| Konzerngesellschaft | Ergebnisanteil in TEUR |
| --- | --- |
| BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten | 3.617 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | 766 |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | -2.377 |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | -1.636 |
| Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen | -195 |
| Gesamt | 175 |
Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben, die den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen entsprechen:
| BILANZ | BAUER Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Site Group | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.454 | 1.032 | 14.165 | 10.628 | 8.639 | 5.361 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 4.303 | 4.311 | 30.574 | 39.812 | 37.831 | 28.027 |
| Langfristige Schulden | 671 | 568 | 438 | 258 | 219 | 72 |
| Kurzfristige Schulden | 1.093 | 595 | 9.569 | 14.392 | 50.597 | 14.774 |
| BILANZ | Thai BAUER Co. Ltd. | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
| --- | --- | --- |
| Langfristige Vermögenswerte | 20.949 | 21.846 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 13.992 | 12.716 |
| Langfristige Schulden | 4.290 | 2.475 |
| Kurzfristige Schulden | 22.729 | 30.432 |
| ERGEBNISRECHNUNG | BAUER Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Site Group | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 7.402 | 7.8021 | 46.100 | 46.6671 | 15.985 | 11.262 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 1.656 | 2.271 | 12.394 | 9.4341 | -13.093 | -8.430 |
| Ergebnis vor Steuern | 1.706 | 2.4391 | 12.382 | 10.5761 | -15.489 | -9.975 |
| Ergebnis nach Steuern | 1.349 | 1.9141 | 8.447 | 8.211 | -15.543 | -10.0091 |
| Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | 539 | 7661 | 3.738 | 3.6171 | -2.539 | -1.636 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | 810 | 1.148 | 4.709 | 4.5941 | -13.004 | -8.373 |
| Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter | -216 | -201 | -1.027 | 1.936 | 0 | -25 |
| ERGEBNISRECHNUNG | Thai BAUER Co. Ltd. | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 25.470 | 11.990 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | -4.437 | 7.280 |
| Ergebnis vor Steuern | -5.079 | -9.212 |
| Ergebnis nach Steuern | -5.079 | -9.212 |
| Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern | -1.311 | -2.377 |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG | -3.768 | -6.835 |
| Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter | 0 | 0 |
| KAPITALFLUSSRECHNUNG | BAUER Casings | BAUER EGYPT S.A.E | Site Group | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 * | 2020 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 1.021 | 525 | 6.277 | 9.025 | -7.162 | 1.5961 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -241 | -61 | -3.133 | -990 | -991 | -421 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -592 | -579 | -1.868 | -4.007 | 1.810 | 1.521 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | -53 | 50 | 1.200 | -727 | 120 | 0 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 135 | -65 | 2.476 | 3.301 | -6.223 | 33 |
| KAPITALFLUSSRECHNUNG | Thai BAUER Co. Ltd. | |
|---|---|---|
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
| --- | --- | --- |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | -2.433 | 2.546 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -337 | -1.274 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 2.854 | -1.504 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 57 | -60 |
| Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | 141 | -292 |
* Vorjahreszahlen angepasst; die nicht zahlungswirksame Gesellschafterzuschüsse wurden vom Cashflow aus Investitionstätigkeit in die nicht zahlungswirksamen Transaktionen des Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit umgegliedert.
28.2 Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Zielsetzung des Kapitalmanagements der BAUER Gruppe ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern zurückgegriffen.
Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 386.916 | 365.523 |
| Eigenkapitalquote | 23,76 % | 23,67 % |
| Ergebnis nach Steuern | -36.550 | -8.222 |
| Nettoverschuldung (Net Debt) | 563.679 | 528.805 |
| Finanzschulden | 601.254 | 574.820 |
| Liquide Mittel | 37.575 | 46.015 |
| Net Debt/EBITDA | 4,58 | 3,20 |
| EBITDA/Net Interest Coverage | 2,72 | 4,08 |
Unter den Finanzschulden sind jeweils lang- und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen und sonstige Finanzverbindlichkeiten enthalten. Das Net Interest Coverage umfasst das Finanzergebnis, korrigiert um Erträge aus operativen Beteiligungen.
Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben.
29. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | Restlaufzeit 31.12.2019 * | Restlaufzeit 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 70.551 | 3.192 | 210.397 | 23.646 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 12.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 35.003 | 2.889 | 30.239 | 7.205 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 6.028 | 0 | 6.027 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.358 | 19.307 | 14.114 | 20.338 |
| Gesamt | 115.940 | 25.388 | 272.777 | 51.189 |
* Vorjahr angepasst; langfristige Verbindlichkeiten aus Derivaten aufgeteilt
| in Tausend EUR | Fair Value | Zinssatzspanne | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 100.530 | 241.066 | 0,80 - 11,05 % | 0,80 - 9,75 % |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 12.252 | - | 3,50 % |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 42.371 | 38.736 | 0,68 - 8,03 % | 0,04 - 7,16 % |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 24.309 | 34.672 | 1,99 - 6,50 % | 0,23 - 5,00 % |
| Gesamt | 167.210 | 326.726 | - | - |
Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Jubiläumverpflichtungen.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 37).
Zum Jahresende 2019 wurden festgelegte Covenants bei wesentlichen Krediten überschritten. Ende April konnte mit den Finanzpartnern der Konsortialkreditverträge eine einvernehmliche Lösung gefunden werden. Diese wurde im Laufe des zweiten Quartals auch mit allen weiteren betroffenen Finanzpartnern, insbesondere den Schuldscheingläubigern, umgesetzt. Demnach wurden betroffene Posten unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wieder als langfristig eingestuft.
30. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN
Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 1. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten. Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr. Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 1. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.
Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.
Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:
| in % | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien * | Deutschland | Indonesien | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 1,05 | 8,00 | 5,12 | - | 0,75 | 6,75 |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 3,00 | 10,00 | 5,00 | - | 3,00 | 10,00 |
| Zukünftige Rentensteigerungen | 2,00 | - | - | - | 2,00 | - |
| in % | 31.12.2020 | |
|---|---|---|
| Philippinen | Indien * | |
| --- | --- | --- |
| Abzinsungsfaktor | 3,96 | - |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 5,00 | - |
| Zukünftige Rentensteigerungen | - | - |
* Für Gesellschaften mit abweichendem Wirtschaftsjahr lagen keine Informationen vor.
Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wird grundsätzlich auf Basis der Renditen erstrangiger Unternehmensanleihen bestimmt.
Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.
Änderung bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen
Die BAUER Gruppe hat erstmals zum 30. Juni 2020 den Abzinsungssatz zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen im Inland auf 1,30 % erhöht (Vorjahr: 1,05 %). Zum 31. Dezember 2020 betrug der Zinssatz 0,75 % (Vorjahr: 1,05 %). Verfeinerungen der Selektionsmöglichkeiten bei dem Datenprovider Bloomberg, den unser Versicherungsmathematiker Heubeck AG nutzt, versetzt die Heubeck AG in die Lage, die Datenbasis für die Ableitung des Rechnungszinses künftig noch präziser zu bestimmen. Dies führt in der derzeitigen Ausnahmesituation an den Kapitalmärkten zu einem deutlichen Anstieg des von Heubeck veröffentlichten Rechnungszinssatzes für internationale Bewertungen in der Größenordnung von bis zu 0,70 Prozentpunkten. Der ursprünglich anzusetzende Zinssatz hätte zum 31. Dezember 2020 0,45 % betragen. Der Zinsanstieg bewirkt wiederum eine entsprechende Verminderung des Verpflichtungsumfangs. Diese wurde nach Maßgabe von IAS 8 als Schätzungsänderung (change in accounting estimate) in der Gesamtergebnisrechnung (other comprehensive income - OCI) erfolgsneutral erfasst und betrug TEUR 10.368. Die Schätzungsänderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf zukünftige Perioden.
Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen | 233 | 287 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -233 | -287 |
| Defizit der finanzierten Pläne | 0 | 0 |
| Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen | 161.642 | 170.656 |
| Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen | 161.642 | 170.656 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | - | - |
| Bilanzierte Rückstellung | 161.642 | 170.656 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Vorjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Gesamt | Auswirkung der Vermögensobergrenze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand: 01.01.2019 | 138.017 | -727 | 137.290 | - | 137.290 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 2.719 | - | 2.719 | - | 2.719 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 2.747 | -63 | 2.684 | - | 2.684 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen | - | - | - | - | - |
| Summe | 143.483 | -790 | 142.693 | - | 142.693 |
| Neubewertungen: | |||||
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind | - | 12 | 12 | - | 12 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen | - | - | - | - | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen | 24.085 | - | 24.085 | - | 24.085 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | -2.073 | - | -2.073 | - | -2.073 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind | - | - | - | - | - |
| Summe | 22.012 | 12 | 22.024 | - | 22.024 |
| Wechselkursänderungen | 141 | -42 | 99 | - | 99 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | - | -75 | -75 | - | -75 |
| begünstigter Arbeitnehmer | - | - | - | - | - |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | - | - | - | - | - |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -3.760 | 662 | -3.098 | - | -3.098 |
| Sonstige Effekte | -1 | - | -1 | - | -1 |
| Stand: 31.12.2019 | 161.875 | -233 | 161.642 | - | 161.642 |
Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| in Tausend EUR | Barwert der Verpflichtung | Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | Gesamt | Auswirkung der Vermögensobergrenze | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand: 01.01.2020 | 161.875 | -233 | 161.642 | - | 161.642 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 3.046 | - | 3.046 | - | 3.046 |
| Zinsaufwand/-ertrag | 1.954 | -18 | 1.936 | - | 1.936 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen | - | - | - | - | - |
| Summe | 166.875 | -251 | 166.624 | - | 166.624 |
| Neubewertungen: | |||||
| Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind | - | 9 | 9 | - | 9 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen | -2 | - | -2 | - | -2 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen | 9.504 | - | 9.504 | - | 9.504 |
| Erfahrungswertbedingte Anpassungen | -2.101 | - | -2.101 | - | -2.101 |
| Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind | - | - | - | - | - |
| Summe | 7.401 | 9 | 7.410 | - | 7.410 |
| Wechselkursänderungen | -199 | 23 | -176 | - | -176 |
| Beiträge: | |||||
| Arbeitgeber | - | -68 | -68 | - | -68 |
| begünstigter Arbeitnehmer | - | - | - | - | - |
| Aus dem Plan geleistete Zahlungen: | |||||
| laufende Zahlungen | - | - | - | - | - |
| Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) | -3.285 | - | -3.285 | - | -3.285 |
| Sonstige Effekte | 151 | - | 151 | - | 151 |
| Stand: 31.12.2020 | 170.943 | -287 | 170.656 | - | 170.656 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens kann folgenden Kategorien zugeordnet werden:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Qualifizierende Versicherungsverträge | 0 | 0 |
| Geldmarktfonds und Rentenfonds | 233 | 287 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 |
| Summe | 233 | 287 |
Für die qualifizierenden Versicherungsverträge existieren keine Marktpreisnotierungen.
Die maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen, die zur Ermittlung der leistungsorientierten Verpflichtung genutzt werden, sind der Abzinsungssatz, erwartete Gehaltserhöhungen und erwartete Rentensteigerungen.
Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
| in Tausend EUR | Auswirkung auf die Verpflichtung | ||
|---|---|---|---|
| Veränderung der Annahme | Erhöhung der Annahme | Verminderung der Annahme | |
| --- | --- | --- | --- |
| Abzinsungssatz | +/- 0,5 % | 155.188 | 189.166 |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | +/- 0,5 % | 175.429 | 166.997 |
| Zukünftige Rentensteigerung | +/- 0,5 % | 183.667 | 159.434 |
| Erhöhung der Annahme um 1 Jahr | Verminderung der Annahme um 1 Jahr | |
|---|---|---|
| Sterbewahrscheinlichkeit | 180.838 | 160.973 |
Die obige Sensitivitätsanlayse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dies in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Die Sensitivität für die Lebenserwartung wird durch pauschale (altersunabhängige) Faktoren für eine Referenzperson mit einer um ein Jahr höheren bzw. um ein Jahr niedrigeren Lebenserwartung erreicht. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen wurde mit dem Anwartschaftsbarwertverfahren zum Ende der Berichtsperiode berechnet.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Die leistungsorientierten Verpflichtungen und das Planvermögen setzen sich nach Ländern wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Verpflichtungen | 159.507 | 1.702 | 631 | 35 | 161.875 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | -233 | 0 | 0 | -233 |
| Gesamt | 159.507 | 1.469 | 631 | 35 | 161.642 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 159.507 | 1.469 | 631 | 35 | 161.642 |
| in Tausend EUR | 31.12.2020 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Indonesien | Philippinen | Indien | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Barwert der Verpflichtungen | 168.731 | 1.371 | 800 | 41 | 170.943 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | 0 | -287 | 0 | 0 | -287 |
| Gesamt | 168.731 | 1.084 | 800 | 41 | 170.656 |
| Auswirkung der Vermögensobergrenze | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 168.731 | 1.084 | 800 | 41 | 170.656 |
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung teilt sich wie folgt auf die Mitglieder des Plans auf:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Aktive Anwärter | 95.029 | 98.040 |
| Ausgeschiedene begünstigte Arbeitnehmer | 8.129 | 8.396 |
| Pensionäre | 58.717 | 64.507 |
| Gesamt | 161.875 | 170.943 |
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 19,85 Jahre (Vorjahr: 19,91 Jahre).
Für das Geschäftsjahr 2021 werden Rentenzahlungen in Höhe von TEUR 3.521 (Vorjahr: 3.271) erwartet. Davon werden voraussichtlich TEUR 3.521 (Vorjahr: 3.271) vom Arbeitgeber erbracht. Es werden Beiträge in das externe Planvermögen in Höhe von TEUR 68 (Vorjahr: 75) für das Jahr 2021 erwartet.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Fälligkeiten der undiskontierten Pensionsleistungen:
| in Tausend EUR | Bis zu einem Jahr | 1 bis 5 Jahre | 6 bis 10 Jahre | 31.12.2020 Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Pensionsleistungen | 3.521 | 16.027 | 24.290 | 43.838 |
31. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
| in Tausend EUR | 31.12.2019 * | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 431.645 | 217.419 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 20.745 | 21.538 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 76.829 | 61.084 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 220.330 | 179.562 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | 21.649 | 24.066 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 83.510 | 82.760 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13.563 | 17.924 |
| Gesamt | 868.271 | 604.353 |
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 73
In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 604 (Vorjahr: 778) enthalten.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit.
Im Geschäftsjahr wurden Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften innerhalb der Bilanzposition "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" in die Bilanzposition "Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen" umgegliedert, da es sich hierbei um keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen handelt. Der Betrag der Umgliederung beträgt im Geschäftsjahr TEUR 23.710 (Vorjahr: 19.950). Zum 1. Januar 2019 betrug der Umgliederungsbetrag TEUR 9.960.
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,38 % bis 9,90 % (Vorjahr: 0,80 % bis 13,65 %).
32. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| in Tausend EUR | 2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bau | Maschinen | Resources | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 8.302 | 11.225 | 974 | 20.501 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsanpassung | 252 | -4 | 1 | 249 |
| Zuführung | 2.799 | 10.830 | 726 | 14.355 |
| Auflösung | 4.005 | 2.631 | 68 | 6.704 |
| Verbrauch | 873 | 3.722 | 128 | 4.724 |
| Stand 31.12. | 6.475 | 15.698 | 1.504 | 23.677 |
| in Tausend EUR | 2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bau | Maschinen | Resources | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01. | 6.475 | 15.698 | 1.504 | 23.677 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | -392 | 0 | 369 | -23 |
| Währungsanpassung | -71 | -105 | 0 | -176 |
| Zuführung | 9.742 | 11.493 | 241 | 21.476 |
| Auflösung | 1.290 | 4.501 | 78 | 5.869 |
| Verbrauch | 155 | 5.334 | 706 | 6.195 |
| Stand 31.12. | 14.309 | 17.251 | 1.330 | 32.890 |
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 2019 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bau | Maschinen | Resources | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen | 5.821 | 15.333 | 1.339 | 22.493 |
| Prozessrisiken | 654 | 365 | 145 | 1.164 |
| Drohverluste | 0 | 0 | 20 | 20 |
| Restrukturierungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 6.475 | 15.698 | 1.504 | 23.677 |
| in Tausend EUR | 2020 | |||
|---|---|---|---|---|
| Bau | Maschinen | Resources | Gesamt | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen | 4.847 | 14.751 | 1.187 | 20.785 |
| Prozessrisiken | 895 | 393 | 143 | 1.431 |
| Drohverluste | 8.567 | 1.767 | 0 | 10.334 |
| Restrukurierungen | 0 | 340 | 0 | 340 |
| Gesamt | 14.309 | 17.251 | 1.330 | 32.890 |
In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind einige Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt.
Im Geschäftsjahr waren Drohverlustrückstellungen erstmalig mit TEUR 10.334 (Vorjahr: 20) wesentlich. Im Wesentlichen resultieren diese aus einmaligen Verluste bei einem Bauprojekt durch Anwendung einer neuen Bohrtechnologie.
Es wird erwartet, dass ca. TEUR 1.240 (Vorjahr: 0) des Bestandes an sonstigen Rückstellungen voraussichtlich in den einer Zeitspanne von 1 - 5 Jahren verbraucht wird. Für alle anderen sonstigen Rückstellungen wird mit einem Verbrauch im Jahr 2021 gerechnet. Bei den Rückstellungen für Prozessrisiken handelt es sich im Wesentlichen um Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten auf Forderungen.
33. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE
Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 52.435 | 140.526 |
In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird.
Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Abflüsse aus Haftungsverhältnissen werden nicht erwartet.
34. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE
Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.
35. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese hat am 31. März 2021 stattgefunden und die Aktionäre stimmten mit der erforderlichen Mehrheit für die zur Beschlussfassung stehenden Punkte der Tagesordnung. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
36. KAPITALFLUSSRECHNUNG
Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit.
Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit.
Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.
Die Veränderungen der Bilanzpositionen, die für die Entwicklung der Kapitalflussrechnung herangezogen werden, sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da Effekte aus der Währungsumrechnung und aus Konsolidierungskreisänderungen sowie die Zuführung und Auflösung der Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen nicht zahlungswirksam sind und ausgesondert werden. Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen enthalten nicht zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge, wie z. B. Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, nicht zahlungswirksame Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung sowie Wertminderungen und Wertaufholungen des Umlaufvermögens.
37. FINANZINSTRUMENTE
Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit und im Finanzierungsbereich ist die BAUER Gruppe insbesondere Währungskurs- und Zinsschwankungen ausgesetzt. Unternehmenspolitik ist es, diese Risiken durch den Abschluss von Sicherungsgeschäften auszuschließen bzw. zu begrenzen. Alle Sicherungsmaßnahmen werden zentral durch die BAUER AG gesteuert. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass eine ausreichende Funktionstrennung bei Handel und Abwicklung gegeben ist. Alle Derivatgeschäfte werden nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen.
MARKTRISIKEN
Währungsrisiko
Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten die Wechselkurse zwischen funktionaler und nicht funktionaler Währung, in denen die BAUER Gruppe Finanzinstrumente eingeht.
Die bestehenden Devisentermingeschäfte dienen der Sicherstellung der Kurssicherungsstrategie. In der BAUER Gruppe sind die wesentlichen originären monetären Finanzinstrumente entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder es werden zu einem wesentlichen Teil die aus dem Wechselkursrisiko resultierenden Schwankungen durch den Einsatz von Derivaten eliminiert. Auch aufgrund der in der Regel kurzfristigen Fälligkeit der Instrumente haben mögliche Währungskursänderungen nur sehr geringfügige Auswirkungen auf das Ergebnis oder das Eigenkapital.
Für Zwecke der Sensitivitätsanalyse werden Währungsrisiken aus monetären Finanzinstrumenten in die Analyse einbezogen, die nicht in den funktionalen Währungen der einzelnen Gesellschaften der BAUER Gruppe abgeschlossen wurden.
Quantifizierung der Währungsrisiken bei Kursänderungen von +/- 10 %:
| in Tausend EUR zum 31.12.2019 | USD/EUR | CNY/EUR | GBP/EUR |
|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 2.625 | 0 | 104 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | -3.209 | 0 | -127 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 4.294 | 961 | -112 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -5.301 | -1.174 | 132 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2020 | USD/EUR | CNY/EUR | GBP/EUR |
|---|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +10 % auf OCI | 1.705 | 0 | -303 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf OCI | -2.084 | 0 | 370 |
| Gesamtauswirkung +10 % auf GuV | 1.651 | 510 | -442 |
| Gesamtauswirkung -10 % auf GuV | -1.948 | -624 | 528 |
Die Sensitivitätsauswirkungen betrafen im Jahr 2020 im Wesentlichen die Währungspaare USD/EUR, CNY/EUR und GBP/EUR.
Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko des Konzerns ergibt sich aufgrund der variabel verzinslichen Finanzschulden (sowie der kurzfristigen in Anspruch genommenen Kreditlinien). Die bestehenden Zinsswaps dienen der Sicherstellung unserer Finanzierungs- und Zinssicherungsstrategie. Es existieren Swapvereinbarungen von variablen in feste Zinsen, um so ein Risiko von schwankenden Zinsen am Markt zu reduzieren. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originär variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht durch Sicherungsderivate wirtschaftlich abgesichert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten (Zinsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IFRS 9 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf die Finanzerträge und Finanzaufwendungen (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Die Auswirkungen der Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, bei denen das Hedge Accounting angewendet wird, ist im OCI erfasst.
Quantifizierung des Zinsänderungsrisikos bei Zinsänderungen von +/- 100 Basispunkten:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf OCI | 558 | 0 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf OCI | -56 | 0 |
| Gesamtauswirkung +100 Basispunkte auf GuV | 17.364 | 15.743 |
| Gesamtauswirkung -100 Basispunkte auf GuV | -18.355 | -16.500 |
Zinssicherungsinstrumente werden im Rahmen der IBOR-Reform diversen Unsicherheiten wie Art und Zeitpunkt der Änderung hinsichtlich des gesicherten Risikos des Grundgeschäfts ausgesetzt. Die BAUER AG nimmt mögliche Erleichterungen aus den sich ergebenden Standardänderungen des IFRS 7, IFRS 9 und IAS 39 unabhängig von der Restlaufzeit seit dem Geschäftsjahr 2019 für alle betroffenen Sicherungsbeziehungen vorzeitig in Anspruch. Dadurch wird die Effektivität nicht beeinträchtigt. Die Unsicherheit bezieht sich auf die hochwahrscheinliche Erwartung von gesicherten und variablen Zahlungsströmen (Referenzzinssatz EURIBOR) im Rahmen der Anwendung von Cashflow-Hedge Accounting. Zusätzlich wird die BAUER AG die Auswirkungen der IBOR-Reform auf die Zinssicherungsinstrumente beobachten und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einleiten.
Rohstoffpreisrisiko
Rohstoffpreisrisiken, denen die BAUER Gruppe hinsichtlich der Verfügbarkeit und möglicher Preisschwankungen am Markt ausgesetzt ist, werden durch Lieferzusagen und Festpreisvereinbarungen mit den Lieferanten vor Auftragsausführung ausgeschlossen oder begrenzt. Das Rohstoffpreisrisiko bezieht sich im Wesentlichen auf Stahl. Aufgrund der Festpreisvereinbarungen wird keine Sensitivität angegeben.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko wird auf Basis der Geschäftsplanung gesteuert, die sicherstellt, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung des operativen Geschäfts und der laufenden und künftigen Investitionen in allen Konzerngesellschaften zeitgerecht und in der erforderlichen Währung zu optimalen Kosten zur Verfügung stehen. Im Rahmen des Liquiditätsrisikomanagements wird der Liquiditätsbedarf aus dem operativen Geschäft, aus Investitionstätigkeiten sowie aus anderen finanziellen Maßnahmen in Form eines Bankenreports und einer Liquiditätsplanung ermittelt.
Eine auf einem festen Planungshorizont ausgerichtete Liquiditätsvorschau sowie in der BAUER Gruppe vorhandene, nicht ausgenutzte Kredit- und Avallinien, stellen die Liquiditätsversorgung sicher.
Aus den folgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten und nicht abgezinsten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten der BAUER Gruppe ersichtlich:
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2019 * | Cashflows 2020 | Cashflows 2021 bis 2024 | Cashflows 2025 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 505.388 | 253.867 | 261.523 | 13.532 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 58.637 | 21.727 | 33.943 | 8.473 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 87.156 | 81.115 | 1.831 | 4.210 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) | 16.807 | 13.271 | 3.870 | 339 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 220.330 | 219.552 | 778 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen | 21.649 | 21.649 | 0 | 0 |
* Vorjahr angepasst; Buchwerte und Cashflows von Positionen ohne Finanzinstrument-Charakter werden nicht einbezogen. Zusätzlich erfolgte eine Umgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften aus den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in die Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen.
| in Tausend EUR | Buchwert 31.12.2020 | Cashflows 2021 | Cashflows 2022 bis 2025 | Cashflows 2026 ff. |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 451.462 | 226.538 | 230.289 | 24.621 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 12.000 | 420 | 12.280 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 58.982 | 22.763 | 34.114 | 7.558 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 86.628 | 80.584 | 1.731 | 4.313 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten (ohne Derivate) | 29.207 | 17.765 | 12.142 | 153 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 179.562 | 178.562 | 604 | 0 |
| Verbindlichkeiten ggü. at-Equity Unternehmen und Beteiligungen | 24.066 | 24.066 | 0 | 0 |
Im Berichtszeitraum gab es keine Ausfälle bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Des Weiteren bestehen keine Risikokonzentrationen. Es ist nicht zu erwarten, dass für Verbindlichkeiten aus Bürgschaften (Eventualverbindlichkeiten) wesentliche tatsächliche Verbindlichkeiten und damit signifikante Cashflows entstehen werden, für die noch keine Rückstellungen gebildet wurden.
Die Fälligkeitsstruktur der derivativen Finanzinstrumente, basierend auf Zahlungsmittelabflüssen und -zuflüssen, stellt sich wie folgt dar:
| in Tausend EUR zum 31.12.2019 | Buchwert | 2020 | 2021 bis 2024 | ab 2025 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 270 | -337 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -14.008 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | - | 13.671 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | 20.151 | -4.132 | -14.818 | -7.274 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -4.132 | -14.818 | -7.274 |
| in Tausend EUR zum 31.12.2020 | Buchwert | 2021 | 2022 bis 2025 | ab 2026 |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften | 137 | -318 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -18.855 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | - | 18.537 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Zinsswaps | 23.032 | -4.607 | -16.932 | -5.925 |
| Zahlungsmittelabflüsse | - | -4.626 | -16.974 | -5.925 |
| Zahlungsmittelzuflüsse | - | 19 | 42 | 0 |
Für die Berechnung der Zahlungsmittelzuflüsse aus Zinsswaps wurden die Konditionen per 31. Dezember 2020 verwendet. Bei den Devisentermingeschäften handelt es sich um ein Bruttosettlement und bei den Zinsswaps um ein Nettosettlement.
In der Berichtsperiode bestanden freie Linien für kurzfristige Darlehen und Kontokorrentkredite in Höhe von TEUR 314.793 (Vorjahr: 379.864) sowie für Avale in Höhe von TEUR 186.363 (Vorjahr: 163.191).
Ausfallrisiko
Das Ausfallrisiko wird auf Konzernebene gesteuert. Ausfallrisiken ergeben sich sowohl aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, derivativen Finanzinstrumenten und Einlagen bei Banken und Finanzinstituten, als auch aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Vertragsvermögenswerte. Für eine Zusammenarbeit werden nur Banken und Finanzinstitute mit höchstmöglicher Bonität ausgewählt. In der Berichtsperiode wurde kein Kreditlimit überschritten.
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe des Buchwerts gegenüber dem jeweiligen Kontrahenten. Eine Darstellung der Buchwerte und des daraus resultierenden maximalen Ausfallrisikos pro Klasse ist in den Tabellen ab Seite 154 ersichtlich. Dem Risiko aus originären Finanzinstrumenten wird durch Wertberichtigungen für Forderungsausfälle sowie in Deutschland durch Kreditversicherungen Rechnung getragen. Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken höchstmöglicher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko für abgeschlossene Devisentermingeschäfte zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.
Die Wertberichtigung für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte zum 31. Dezember 2019 wird auf der Folgeseite auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung zum 31. Dezember 2020 übergeleitet:
| in Tausend EUR | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
|---|---|---|---|
| Stufe 2 (vereinfachter Ansatz) | Stufe 3 (bonitätsbeeinträchtigt) | Vertragsvermögenswerte | |
| --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigung am 01.01.2019 | 2.192 | 29.758 | 571 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 2 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 301 | 0 |
| Zuführung | 710 | 24.841 | 321 |
| Auflösung | 569 | 4.508 | 0 |
| Verbrauch | 0 | 10.227 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2019 | 2.333 | 40.167 | 892 |
| Wertberichtigung am 01.01.2020 * | 2.333 | 21.140 | 892 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 1.093 | 0 |
| Zuführung | 2.477 | 14.465 | 0 |
| Auflösung | 321 | 1.636 | 379 |
| Verbrauch | 0 | 2.057 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2020 | 4.489 | 33.005 | 513 |
* Zum 31. Dezember 2019 befanden sich im Betrag der Wertberichtigungen der Stufe 3 in Höhe von TEUR 40.167 veritätsbedingte Umsatzkorrekturen in Höhe von TEUR 19.027, die keine Wertberichtigungen im Sinne des IFRS 9 darstellen. Seit 2020 werden diese veritätsbedingten Korrekturen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nicht mehr unter den Wertberichtigungen erfasst. Der Anfangsbestand 1. Januar 2020 weist einen entsprechend niedrigeren Betrag aus.
In den Zuführungen und Auflösungen sind die Ergebnisse aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Abschnitt 12 abzüglich der dort ausgewiesenen Wertminderungen auf uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: 4.781) enthalten.
Nachfolgenden Tabellen zeigen die Bruttobuchwerte und das Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Vertragsvermögenswerte:
| in Tausend EUR | Ausfallrisiko Wertberichtigungsmatrix | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Kreditausfallrate | Bruttobuchwert | Gesamtlaufzeit ECL | Bruttobuchwert der bonitätsbeeinträchtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Vertragsvermögenswerte | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2019 | |||||
| nicht überfällig | 0,66 % | 127.961 | 108.122 | 1.564 | - |
| überfällig bis 30 Tage | 0,91 % | 37.676 | - | 341 | - |
| überfällig bis 60 Tage | 1,30 % | 14.079 | - | 183 | - |
| überfällig bis 90 Tage | 1,31 % | 7.938 | - | 104 | - |
| überfällig mehr als 90 Tage | 1,98 % | 52.060 | - | 1.033 | - |
| Gesamt | - | 239.714 | 108.122 | 3.225 | 74.086 |
| Wertberichtigungsmatrix zum 31.12.2020 | |||||
| nicht überfällig | 0,98 % | 140.738 | 88.497 | 2.246 | - |
| überfällig bis 30 Tage | 2,88 % | 26.634 | - | 768 | - |
| überfällig bis 60 Tage | 3,87 % | 12.645 | - | 490 | - |
| überfällig bis 90 Tage | 6,09 % | 3.359 | - | 205 | - |
| überfällig mehr als 90 Tage | 2,84 % | 45.578 | - | 1.293 | - |
| Gesamt | - | 228.954 | 88.497 | 5.002 | 57.551 |
Die Überfälligkeiten entstehen einerseits aufgrund von Abstrichen in der Leistungsanerkenntnis, andererseits wird sehr häufig für öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber gebaut, deren Prozesse zur internen Zahlungsfreigabe zwar langwierig sind, in der Regel aber eine vollständige Zahlung nach sich ziehen.
In der folgenden Tabelle sind die Bruttobuchwerte finanzieller Vermögenswerte nach den ECL-Stufen zum 31. Dezember 2020 dargestellt:
| in Tausend EUR | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2019 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 22.030 | 0 | 0 | 22.030 |
| zum 31.12.2020 | ||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 21.637 | 0 | 0 | 21.637 |
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zu Amortised Cost bewertet werden, gelten als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet", weshalb die in der Periode erfasste Wertberichtigung auf die erwarteten 12-Monats-Kreditverluste begrenzt wurde. Dabei sind Schuldinstrumente als "mit geringem Ausfallrisiko behaftet" einzustufen, wenn das Risiko der Nichterfüllung gering ist und der Schuldner jederzeit in der Lage ist, seine vertraglichen Zahlungsverpflichtungen kurzfristig zu erfüllen. Finanzielle Vermögenswerte werden der Stufe 2 zugeordnet, wenn sich das Ausfallrisiko seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, aber noch kein Ausfall vorliegt. Dementsprechend befinden sich unter der Stufe 3 sämtliche einzelwertberichtigte finanzielle Vermögenswerte. In der BAUER Gruppe umfassen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Wesentlichen Ausleihungen und kurzfristige Darlehen an nahestehende Unternehmen, Kautionsforderungen sowie sonstige Forderungen. Die Darlehensforderung gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 9.365 (Vorjahr: 10.229) stellt dabei die größte Einzelposition innerhalb der finanziellen Vermögenswerte dar. Das Ausfallrisiko der BAUER Nimr LLC ist aufgrund der positiven Ergebnisprognosen aus der Planung als sehr gering einzuschätzen. Bei den anderen Kreditnehmern ist das Rating ebenfalls bekannt, sodass ein laufendes Monitoring ermöglicht wird.
Die Wertberichtigung für zu Amortised Cost bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerten wird wie folgt auf den Schlussbilanzwert der Wertberichtigung übergeleitet:
| in Tausend EUR | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung am 31.12.2018 | 59 | 0 | 0 | 59 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung | 149 | 0 | 0 | 149 |
| Auflösung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbrauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2019 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| in Tausend EUR | Stufe 1 12-Monats-ECL | Stufe 2 Gesamtlaufzeit ECL (nicht bonitätsbeeinträchtigt) | Stufe 3 Gesamtlaufzeit ECL (bonitätsbeeinträchtigt) | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung am 31.12.2019 | 208 | 0 | 0 | 208 |
| Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zuführung | 15 | 0 | 0 | 15 |
| Auflösung | 25 | 0 | 0 | 25 |
| Verbrauch | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wertberichtigung am 31.12.2020 | 198 | 0 | 0 | 198 |
Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien
Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IFRS 9:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Financial Assets measured at Amortised Cost | -15.056 | -23.627 |
| Financial Liabilities measured at Amortised Cost | -35.907 | -27.469 |
| Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling | 133 | 1.311 |
| Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss | -17.211 | -3.608 |
| Gesamt | -68.041 | -53.393 |
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets measured at Amortised Cost enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wertminderungen und -aufholungen auf uneinbringliche Forderungen, Effekte aus der Währungsumrechnung sowie Zinserträge.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen, Avalprovisionen sowie Ergebnisse aus Bankgebühren.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets at Fair Value through OCI ohne Recycling enthält die Dividendenerträge aus den Sonstigen Beteiligungen.
Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities at Fair Value through Profit or Loss beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps. In den Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost sind im Gegensatz zur Überleitungsrechnung für Wertberichtigungen auch die Ergebnisse aus uneinbringlichen Forderungen in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: 4.781) enthalten.
Aus der folgenden Tabelle sind die darin enthaltenen Wertminderungen ersichtlich:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Wertminderungen für Financial Assets measured at Amortised Cost | -25.575 | -15.929 |
| Wertminderungen für Fair Value through OCI ohne Recycling | - | - |
| Gesamt | -25.575 | -15.929 |
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus at Amortised Cost bewerteten Finanzinstrumenten wird nachfolgend dargestellt:
| in Tausend EUR | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 9.433 | 4.119 |
| Zinsaufwendungen | -34.987 | -25.276 |
| Gesamt | -25.554 | -21.157 |
Buchwerte und beizulegende Zeitwerte
Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt. Eine Gegenüberstellung der Buchwerte und Fair Value der Finanzinstrumente sowie eine Überleitung auf die Kategorien des IFRS 9 findet sich in den Tabellen auf Seite 154 ff.
Für derivative Finanzinstrumente ohne Optionskomponente, dazu zählen Devisentermingeschäfte sowie Zinsswaps werden zukünftige Zahlungsströme anhand von Terminkurven ermittelt. Der Fair Value dieser Instrumente entspricht der Summe der diskontierten Zahlungsströme. Die Optionen auf Währungspaare werden auf der Basis von marktüblichen Optionspreismodellen bewertet.
Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen.
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Inputparametern ermittelt:
| ― | Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten |
| ― | Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen |
| ― | Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten) |
Die folgenden Tabellen stellen die Entwicklung der zum Fair Value bewerteten Bilanzposten der Stufe 3 dar:
| in Tausend EUR | 01.01.2019 | Zugänge | Abgänge | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 8.350 | 34 | 0 | 422 | 0 | 8.806 |
| Anteile nicht konsolidierter Unternehmen | 1.787 | 920 | 208 | 0 | 0 | 2.499 |
| Gesamt | 10.137 | 954 | 208 | 422 | 0 | 11.305 |
| in Tausend EUR | 01.01.2020 | Zugänge | Abgänge | Erfolgsneutrale Veränderungen | Erfolgswirksame Veränderungen | 31.12.2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Beteiligungen | 8.806 | 43 | 0 | 1.912 | 0 | 10.761 |
| Anteile nicht konsolidierter Unternehmen | 2.499 | 2.819 | 673 | -763 | 0 | 3.882 |
| Gesamt | 11.305 | 2.862 | 673 | 1.149 | 0 | 14.643 |
Hierbei handelt es sich um die zum Fair Value through OCI bewerteten Beteiligungen sowie Anteile an nicht konsolidierten Unternehmen.
Im Geschäftsjahr ergab sich bei den Anteilen nicht konsolidierter Unternehmen Abwertungsbedarf i.H.v. TEUR 763 (Vorjahr: 0), der erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurde. Wesentliche Aufwertungsbedarf ergab sich bei diesem Posten keiner.
Als bedeutende nicht beobachtbare Eingangsparameter gehen hierbei die Annahmen bezüglich der Unternehmensplanung, die Wachstumsrate für die Schätzung der Cashflows nach Beendigung der Planungsperiode sowie der Diskontierungssatz in der Bewertung ein. Basierend auf gegenwärtig vorliegende Informationen wird eine wesentliche Veränderung der Unternehmensplanungen als unwahrscheinlich eingeschätzt. Die verwendeten Cashflow-Prognosen werden aus diesem Grund als geeignete Grundlage für die Fair Value Ermittlung erachtet. Bei einer Variation des auf der Nachsteuer-Basis ermittelten. Kapitalkostensatzes von +/- 0,5 %-Punkten würde das Eigenkapital um TEUR 136 (Vorjahr: 321) niedriger bzw. TEUR 151 (Vorjahr: 355) höher ausfallen. Zwischen den bedeutenden, nicht beobachtbaren Eingangsparametern bestehen keine signifikanten Beziehungszusammenhänge.
Es gab keine Umgliederung zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.
Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften
Im Rahmen der konzerninternen Darlehensvergabe ist die BAUER Gruppe Fremdwährungsrisiken ausgesetzt, die zum Großteil durch Cashflow-Hedges mittels Devisentermingeschäfte gesichert werden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Devisentermingeschäfte stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Gewinne und Verluste aus den Intercompany-Darlehen in Fremdwährung zum 31. Dezember 2020, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität und die wirtschaftliche Beziehung wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt. Die Bestimmung von etwaigen Ineffektivitäten erfolgt anhand der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode. Bei der Absicherung von Fremdwährungsgeschäften entstehen Ineffektivitäten möglicherweise dann, wenn sich die Bonität der Gruppe oder der Gegenpartei des Derivats ändern. Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.
Weiterhin ist das zinsbedingte Cashflow-Risiko der variabel verzinslichen Schuldscheindarlehen durch Zinsswaps abgesichert und die Schuldscheindarlehen somit in festverzinsliche Finanzschulden konvertiert worden. Die wesentlichen Vertragsmerkmale der Zinsswaps stimmen mit den Vertragsbestandteilen des Grundgeschäfts überein. Die Schuldscheindarlehen und der Zinsswap sind als Sicherungsbeziehung designiert. Buchhalterisch zu erfassende Ineffektivitäten sind im Geschäftsjahr nicht aufgetreten.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Nominalvolumina und Marktwerte der im Konzern eingesetzten derivativen Finanzinstrumente:
| in Tausend EUR | Nominalvolumen | Marktwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Positiv | Negativ | Positiv | Negativ | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps * | ||||||
| davon im Hedge-Accounting | 41.000 | 18.500 | 0 | -393 | 0 | -22 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 280.252 | 297.149 | 0 | -19.758 | 0 | -23.010 |
| Devisentermingeschäfte | ||||||
| davon im Hedge-Accounting | 32.528 | 31.242 | 303 | -114 | 89 | -88 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 85.195 | 56.011 | 824 | -156 | 1.154 | -49 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||||
| davon im Hedge-Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 0 | 104.584 | 0 | 0 | 584 | 0 |
* Bei den Zinsswaps handelt es sich um die Marktwerte inklusive der Stückzinsen.
Höhe, Zeitpunkt und Unsicherheit künftiger Zahlungsströme
Die folgende Tabelle stellt die quantitativen Informationen je Risikokategorie dar. Darin enthalten sind das zeitliche Profil für den Nominalbetrag des Sicherungsinstruments sowie der Durchschnittskurs des Sicherungsinstruments:
| 31.12.2019 | Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos | ||
|---|---|---|---|
| 2020 | 2021 | > 2022 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsrisiko | |||
| Nominalvolumen (in Tausend EUR) | |||
| davon USD/EUR | 29.170 | 0 | 0 |
| davon AUD/EUR | 1.140 | 0 | 0 |
| davon CAD/EUR | 2.218 | 0 | 0 |
| davon HUF/EUR | 0 | 0 | 0 |
| Durchschnittlicher Sicherungskurs | |||
| Durchschnittskurs USD/EUR | 1,1260 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs AUD/EUR | 0,8504 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs CAD/EUR | 16,9910 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs HUF/EUR | 0 | 0 | 0 |
| Zinsrisiko | |||
| Nominalvolumen (in Tausend EUR) | 3.500 | 18.500 | 19.000 |
| Durchschnittlicher Zinssicherungskurs | 0,6400 % | 0,2300 % | 0,5355 % |
| 31.12.2020 | Absicherung des Währungs- und Zinsrisikos | ||
|---|---|---|---|
| 2021 | 2022 | > 2023 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Fremdwährungsrisiko | |||
| Nominalvolumen (in Tausend EUR) | |||
| davon USD/EUR | 20.209 | 0 | 0 |
| davon GBP/EUR | 3.328 | 0 | 0 |
| davon ZAR/EUR | 1.942 | 0 | 0 |
| davon AUD/EUR | 3.523 | 0 | 0 |
| davon CAD/EUR | 2.240 | 0 | 0 |
| Durchschnittlicher Sicherungskurs | |||
| Durchschnittskurs USD/EUR | 1,2257 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs GBP/EUR | 0,9050 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs ZAR/EUR | 18,3127 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs AUD/EUR | 1,6177 | 0 | 0 |
| Durchschnittskurs CAD/EUR | 1,5811 | 0 | 0 |
| Zinsrisiko | |||
| Nominalvolumen (in Tausend EUR) | 18.500 | 0 | 0 |
| Durchschnittlicher Zinssicherungskurs | 0,2300 % | - | - |
Auswirkungen der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der Sicherungsinstrumente (finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten getrennt) sowie die Bilanzposten der Sicherungsinstrumente dar:
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2019 | Nominale | Buchwerte der Sicherungsinstrumente | Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Bilanzposten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 32.528 | 303 | -114 | -3.181 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
| Zinsrisiken | 41.000 | 0 | -393 | -387 | Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
| in Tausend EUR | Angaben zu Sicherungsinstrumenten | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| zum 31.12.2020 | Nominale | Buchwerte der Sicherungsinstrumente | Kumulative Wertänderung der Sicherungsinstrumente zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Bilanzposten | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 31.242 | 89 | -88 | 1.795 | Sonstige finanzielle Vermögenswerte bzw. Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
| Zinsrisiken | 18.500 | 0 | -22 | 43 | Sonstige Finanzverbindlichkeiten |
In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der abgesicherten Grundgeschäfte sowie die Salden der Cashflow-Hedge Rücklage abgebildet:
| in Tausend EUR | Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2019 | Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte | Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | Verbindlichkeiten | Aktive Hedges | Beendete Hedges | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 32.528 | 0 | 3.181 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | 0 | 40.882 | 387 | -273 | 0 |
| in Tausend EUR | Angaben zu den Grundgeschäften von Cashflow-Hedges | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2020 | Buchwert der gesicherten Grundgeschäfte | Kumulative Wertänderung der gesicherten Grundgeschäfte zur Ermittlung von Ineffektivitäten | Saldo der Cashflow-Hedge Rücklage | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte Verbindlichkeiten | Aktive Hedges | Beendete Hedges | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow-Hedges | |||||
| Fremdwährungsrisiken | 27.205 | 4.037 | -1.795 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | 0 | 18.451 | -43 | -15 | 0 |
| in Tausend EUR | Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In die GuV umgegliederte Beträge | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2019 | Marktwertänderungen | aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme | aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts | Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Hedging Rücklage | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 0 | -3.181 | 0 | 3.181 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | -201 | -387 | 0 | 287 | 28 | -273 |
| Rücklage für Sicherungskosten | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | -145 | -1.889 | 0 | 2.026 | -38 | -46 |
| in Tausend EUR | Überleitungsrechnung Rücklage Cashflow-Hedges | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| In die GuV umgegliederte Beträge | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 01.01.2020 | Marktwertänderungen | aufgrund Nichteintritt erwarteter Zahlungsströme | aufgrund ergebniswirksamer Realisierung des Grundgeschäfts | Steuerlicher Effekt der Rücklagenveränderung | 31.12.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Hedging Rücklage | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | 0 | 1.795 | 0 | -1.795 | 0 | 0 |
| Zinsrisiken | -273 | 43 | 0 | 317 | -102 | -15 |
| Rücklage für Sicherungskosten | ||||||
| Fremdwährungsrisiken | -46 | 445 | 0 | -385 | -16 | -2 |
Die ergebniswirksame Umgliederung erfolgte im Geschäftsjahr in den Posten Finanzerträge und Finanzaufwendungen.
Während der Berichtsperiode sind keine Ineffektivitäten aufgetreten.
Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
a) Finanzielle Vermögenswerte
Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Vermögenswerte entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.
| in Tausend EUR | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Erhaltene Barsicherheiten | Nettobetrag | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand: 31.12.2019 | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
1.127 | 0 | 1.127 | -956 | - | 171 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
37.575 | 0 | 37.575 | -7.870 | - | 29.705 |
| Gesamt | 38.702 | 0 | 38.702 | -8.826 | - | 29.876 |
| Stand: 31.12.2020 | ||||||
| Derivative finanzielle Vermögenswerte |
1.827 | 0 | 1.827 | -1.082 | - | 745 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente |
46.015 | 0 | 46.015 | -10.305 | - | 35.710 |
| Gesamt | 47.842 | 0 | 47.842 | -11.387 | - | 36.455 |
b) Finanzielle Verbindlichkeiten
Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer potentiellen Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Der Bruttobetrag angesetzter finanzieller Verbindlichkeiten entspricht dem Nettobetrag, da in der Bilanz keine Saldierung vorgenommen wurde.
| in Tausend EUR | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Finanzinstrumente | Geleistete Barsicherheiten | Nettobetrag | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand: 31.12.2019 | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
20.421 | 0 | 20.421 | -956 | - | 19.465 |
| Kontokorrentkredite | 504.080 | 0 | 504.080 | -7.870 | - | 496.210 |
| Gesamt | 524.501 | 0 | 524.501 | -8.826 | - | 515.675 |
| Stand: 31.12.2020 | ||||||
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten |
23.169 | 0 | 23.169 | -1.082 | - | 22.087 |
| Kontokorrentkredite | 452.751 | 0 | 452.751 | -10.305 | - | 442.446 |
| Gesamt | 475.920 | 0 | 475.920 | -11.387 | - | 464.533 |
In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" bzw. "geleistete Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen.
Im Konzern werden Finanzinstrumente entsprechend der Klassifizierungsvorschriften des IFRS 9 Bilanzposten zugeordnet. Für kurzfristige Finanzinstrumente, die zu Amortised Cost bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29a keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IFRS 9 und die jeweiligen Marktwerte:
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bewertungsmaßstab | Buchwert | Amortised Cost | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Beteiligungen | 8.806 | 10.761 | ||||
| at Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| at Fair Value | 8.806 | 10.761 | 0 | 0 | 8.806 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 13.923 | 13.165 | ||||
| at Fair Value | 0 | 3.882 | 0 | 0 | 0 | |
| at Amortised Cost | 11.424 | 9.283 | 11.424 | 9.283 | 0 | |
| at Cost | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| n/a | 2.499 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Vertragsvermögenswerte | n/a | 108.122 | 87.983 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 271.300 | 248.957 | ||||
| at Amortised Cost | 269.800 | 247.680 | 269.800 | 247.680 | 0 | |
| at Fair Value | 1.500 | 1.277 | 0 | 0 | 0 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | at Amortised Cost | 1.912 | 847 | 1.912 | 847 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 11.526 | 14.040 | ||||
| at Fair Value | 1.127 | 1.827 | 0 | 0 | 0 | |
| at Amortised Cost | 10.399 | 12.213 | 10.399 | 12.213 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | at Amortised Cost | 37.575 | 46.015 | 37.575 | 46.015 | 0 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 453.164 | 421.768 | 331.110 | 316.038 | 8.806 |
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value through OCI (ohne Recycling) | Fair Value through Profit or Loss | Derivate im Hedge Accounting | Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Beteiligungen | ||||||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 10.761 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| 3.882 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||||
| Vertragsvermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 108.122 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||||
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 1.500 | 1.277 | 0 | 0 | 0 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| 0 | 824 | 1.738 | 303 | 89 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 14.643 | 2.324 | 3.015 | 303 | 89 | 108.122 |
| in Tausend EUR | Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 | |||
|---|---|---|---|---|
| Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Beteiligungen | ||||
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| 0 | 8.806 | 10.761 | 3 | |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| 0 | 0 | 3.882 | 3 | |
| 0 | 13.702 | 10.672 | 3 | |
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Vertragsvermögenswerte | 87.983 | n/a | n/a | n/a |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| 0 | 1.500 | 1.277 | 2 | |
| Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis | 0 | n/a | n/a | n/a |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | ||||
| 0 | 1.127 | 1.827 | 2 | |
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 0 | n/a | n/a | n/a |
| Summe finanzielle Vermögenswerte | 87.983 | 25.135 | 28.419 |
| in Tausend EUR | Bewertungsmaßstab | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Amortised Cost | Fair Value through OCI (ohne Recycling) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2019 * | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at Amortised Cost | 73.743 | 234.043 | 73.743 | 234.043 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | at Amortised Cost | 0 | 12.000 | 0 | 12.000 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 37.892 | 37.444 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | 23.665 | 34.452 | ||||
| at Fair Value | 20.129 | 23.010 | 0 | 0 | 0 | |
| at Amortised Cost | 3.536 | 11.442 | 3.536 | 11.442 | 0 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | at Amortised Cost | 431.645 | 217.419 | 431.645 | 217.419 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | n/a | 20.745 | 21.538 | 0 | 0 | 0 |
| Vertragsverbindlichkeiten | n/a | 76.829 | 61.084 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | at Amortised Cost | 220.330 | 179.562 | 220.330 | 179.562 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | at Amortised Cost | 21.649 | 24.066 | 21.649 | 24.066 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13.563 | 17.924 | ||||
| at Fair Value | 292 | 159 | 0 | 0 | 0 | |
| at Amortised Cost | 13.271 | 17.765 | 13.271 | 17.765 | 0 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 920.061 | 839.532 | 764.174 | 696.297 | 0 |
| in Tausend EUR | Wertansatz Bilanz nach IFRS 9 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Fair Value through OCI (ohne Recycling) | Fair Value through Profit or Loss | Derivate im Hedge Accounting | Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 37.892 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| 0 | 19.758 | 23.010 | 371 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 20.745 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 76.829 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||||
| 0 | 156 | 49 | 136 | 110 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 19.914 | 23.059 | 507 | 110 | 135.466 |
| in Tausend EUR | Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 | Bewertungsstufe gemäß IFRS 13 | ||
|---|---|---|---|---|
| Keiner IFRS 9 Kategorie zugeordnet | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 31.12.2020 | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| LANGFRISTIGE SCHULDEN | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 100.530 | 241.066 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Nachrangdarlehen | 0 | 0 | 12.252 | 3 |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 37.444 | 42.371 | 38.736 | 3 |
| Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||
| 0 | 20.129 | 23.010 | 2 | |
| 0 | 4.180 | 11.617 | 3 | |
| KURZFRISTIGE SCHULDEN | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen | 21.538 | n/a | n/a | n/a |
| Vertragsverbindlichkeiten | 61.084 | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | n/a | n/a | n/a |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-Equity bilanzierten Unternehmen und Beteiligungen | 0 | n/a | n/a | n/a |
| Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | ||||
| 0 | 292 | 158 | 2 | |
| 0 | n/a | n/a | n/a | |
| Summe finanzielle Verbindlichkeiten | 120.066 | 167.502 | 326.839 |
* Vorjahr angepasst; Positionen ohne Finanzinstrument-Charakter werden nicht mit einbezogen.
Zur grundsätzlichen Einordnung der unterschiedlichen Bewertungskategorien und -maßstäbe verweisen wir auf den Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Finanzinstrumente" auf Seite 93.
Nettoverbindlichkeiten
Die Entwicklung der Nettoverbindlichkeiten ist in folgender Tabelle dargestellt:
| in Tausend EUR | Kreditaufnahmen | Leasingverhältnisse | Zwischen summe | Zahlungsmittel und -äquivalente | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2019 | 565.214 | 53.317 | 618.531 | 62.587 | -555.944 |
| Cashflows | -63.849 | -22.047 | -85.896 | -26.670 | 59.226 |
| Erwerbe - Leasingverhältnisse | 0 | 28.691 | 28.691 | 0 | -28.691 |
| Sonstige Veränderungen | 4.024 | -1.324 | 2.700 | 1.658 | -1.042 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2019 | 505.389 | 58.637 | 564.026 | 37.575 | -526.451 |
| Nettoverbindlichkeit zum 01.01.2020 | 505.389 | 58.637 | 564.026 | 37.575 | -526.451 |
| Cashflows | -29.025 | -23.066 | -52.091 | 10.400 | 62.491 |
| Erwerbe - Leasingverhältnisse | 0 | 27.091 | 27.091 | 0 | -27.091 |
| Sonstige Veränderungen | -12.902 | -3.680 | -16.582 | -1.960 | 14.622 |
| Nettoverbindlichkeit zum 31.12.2020 | 463.462 | 58.982 | 522.444 | 46.015 | -476.429 |
Die sonstigen Veränderungen beinhalten im Wesentlichen Effekte aus der Währungsumrechnung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten aus Leasingverträgen.
38. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Anteilseignervertreter
| ― | Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender freiberuflicher Managementberater Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender Beirat BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Mitglied (bis 31.07.2020) |
| ― | Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München Bauingenieur im Ruhestand Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender |
| ― | Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung |
| ― | Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin Geschäftsführerin der Orange 12 GmbH, Berlin (bis 11.11.2020) Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied |
| ― | Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender |
Arbeitnehmervertreter
| ― | Robert Feiger, Neusäß, stellvertretender Vorsitzender Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied |
| ― | Regina Andel, Ellrich stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen |
| ― | Rainer Burg, Gerolsbach Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen |
| ― | Maria Engfer-Kersten, Langenhagen Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover |
| ― | Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied |
| ― | Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender |
Vorstand
| ― | Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender |
| ― | Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur |
| ― | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender |
| ― | Peter Hingott, Schrobenhausen Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender (seit 01.09.2020) |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für ihre ausgeübte Vorstandstätigkeit ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.721 (Vorjahr: 1.549). Davon sind TEUR 1.319 (Vorjahr: 1.344) erfolgsunabhängige und TEUR 402 (Vorjahr: 205) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.
Alt-Verträge mit Vorstandsmitgliedern enthalten Pensionszusagen und eine Hinterbliebenenversorgung im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Daneben wird eine Altersversorgung über den Weg der Direktversicherung mit Entgeltumwandlung ermöglicht. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: 61) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber den zum Jahresende amtierenden Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 1.902 (Vorjahr: 1.660). Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2020 auf TEUR 233 (Vorjahr: 289). Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigungen individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmenangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen. Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 6.733 (Vorjahr: 6.535) passiviert.
Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2020 betrug TEUR 365 (Vorjahr: 358) und setzte sich wie folgt zusammen:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Vorsitzender | ||
| Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer | 52,5 | 55,0 |
| Stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 37,5 | 37,5 |
| Anteilseignervertreter | ||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 27,5 | 27,5 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 25,0 | 27,5 |
| Gerardus N. G. Wirken | 29,5 | 29,0 |
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 25,0 | 27,5 |
| Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg | 29,5 | 29,0 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 25,0 | 25,0 |
| Regina Andel | 25,0 | 25,0 |
| Reinhard Irrenhauser | 27,5 | 27,5 |
| Rainer Burg | 25,0 | 25,0 |
| Maria Engfer-Kersten | 29,0 | 29,0 |
| Gesamt | 358,0 | 364,5 |
39. ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN
Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können.
Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.
Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält. Für die bestehenden Pachtverträge mit nahen Angehörigen wurde zum 31. Dezember 2020 nach IFRS 16 ein Nutzungsrecht von TEUR 1.676 aktiviert (Vorjahr: 1.518) und eine Verbindlichkeit TEUR 1.697 (Vorjahr: 1.534) passiviert.
Die BAUER Anteilspool GbR, Schorbenhausen, hat der BAUER Aktiengesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von TEUR 12.000 (Vorjahr: 0) gewährt. Bei der BAUER Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person. Darüber hinaus bestanden gegenüber der BAUER Stiftung Verbindlichkeiten aus einem grundschuldbesicherten Tilgungsdarlehen in Höhe von TEUR 1.500 (Vorjahr: 1.500), für das fixe Zinsen in Höhe von TEUR 83 (Vorjahr: 74) gezahlt wurden. Die BAUER Stiftung ist ein sonstiges nahestehendes Unternehmen. Bezüglich des Darlehens gegen das assoziierte Unternehmen BAUER Nimr LLC, Maskat, Sultanat Oman, verweisen wir auf die Ausführungen im Abschnitt 23 "Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte".
Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tausend EUR | Assoziierte Unternehmen | Nicht-konsolidierte Unternehmen | Gemeinschaftsunternehmen | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2019 * | 2020 | 2019 | 2020 | 2019 ** | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erträge | 3.531 | 3.125 | 10.088 | 18.243 | 4.362 | 2.943 |
| Bezogene Leistungen | 3.384 | 3.655 | 5.655 | 4.061 | 1.414 | 3.887 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) | 10.317 | 9.573 | 6.093 | 24.095 | 19.260 | 10.401 |
| Verbindlichkeiten (31.12.) | 243 | 196 | 2.398 | 1.961 | 25.972 | 27.025 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 0 | 0 | 17 | 3.933 | 13.939 | 12.292 |
| Aufwand für uneinbringliche und zweifelhafte Forderungen | 0 | 0 | 0 | 4.952 | 0 | 0 |
* Vorjahr angepasst; die Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) wurden um das in den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene Darlehen der BAUER Nimr LLC, Maskat, Sulatanat Oman, ergänzt.
** Vorjahr angepasst; die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden rückwirkend in den Verbindlichkeiten (31.12.) gegenüber Gemeinschaftsunternehmen ausgewiesen.
Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Von assoziierten Unternehmen wurden Dividenden in Höhe von TEUR 4.700 (Vorjahr: 0) und von Gemeinschaftsunternehmen TEUR 2.807 (Vorjahr: 1.859) erhalten.
Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.
Die Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen haben die in der folgenden Tabelle aufgeführten Vergütungen erhalten:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Kurzfristig fällige Leistungen | 3.317 | 3.418 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1.949 | 2.186 |
| Andere Langfristig fällige Leistungen | 0 | 0 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 0 | 0 |
| Anteilsbasierte Vergütungen | 0 | 0 |
| Gesamt | 5.266 | 5.604 |
Neben den in Abschnitt 38 "Organe der Gesellschaft" beschriebenen Gesamtbezügen der Mitglieder des Vorstandes sowie der Aufsichtsratsvergütungen beinhalten die kurzfristig fälligen Leistungen an Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen Vergütungen des Aufsichtsrates in ihrer Funktion als Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 653 (Vorjahr: 680) sowie mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehende Anstellungs- und Dienstverträge, für die Vergütungen in Höhe von TEUR 679 (Vorjahr: 730) geleistet wurden.
Die Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses setzten sich aus den in Abschnitt 38 "Organe der Gesellschaft" erwähnten Pensionszusagen gegenüber den amtierenden Mitgliedern des Vorstandes sowie den Rentenbezügen nahestehender Personen aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe in Höhe von TEUR 289 (Vorjahr: 284) zusammen.
40. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN
Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:
Geschäftsjahr 2019:
| Projekt | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Beteiligungsquote |
|---|---|---|---|
| Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel | Spezialtiefbau | Sydney, Australien | 50,00 % |
| Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel | Spezialtiefbau | Melbourne, Australien | 50,00 % |
Geschäftsjahr 2020:
| Projekt | Tätigkeit des Unternehmens | Sitz | Beteiligungsquote |
|---|---|---|---|
| Piling Contractors Bauer Australia -Crown Resort Hotel | Spezialtiefbau | Sydney, Australien | 50,00 % |
| Wagstaff Piling Bauer Australia -Westgate Tunnel | Spezialtiefbau | Melbourne, Australien | 50,00 % |
41. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:
PricewaterhouseCoopers GmbH:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfungsleistungen | 871 | 985 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 24 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 39 | 26 |
| Sonstige Leistungen | 175 | 16 |
| Gesamt | 1.109 | 1.027 |
Die Honorare für Abschlussprüfungsleistungen schließen auch Aufwendungen für die Unterstützung bei der diesjährigen DPR-Prüfung mit ein. In den Honoraren für sonstige Leistungen und für andere Bestätigungsleistungen sind sowohl prüfungsnahe Beratungsleistungen, projektbegleitende Prüfungen bei Einsatz von Informationstechnologie als auch Dienstleistungen im Rahmen der Offenlegungspflichten enthalten. Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig.
Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:
| in Tausend EUR | 2019 | 2020 |
|---|---|---|
| Honorare für Abschlussprüfungen | 42 | 44 |
| Honorare für andere Bestätigungsleistungen | 0 | 0 |
| Honorare für Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Honorare für sonstige Leistungen | 2 | 2 |
| Gesamt | 44 | 46 |
42. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX
Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 8. Dezember 2020 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES
Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 8. April 2021 statt) freigegeben.
44. ANZAHL DER MITARBEITER
| Durchschnitt | Stichtag | |||
|---|---|---|---|---|
| 2019 * | 2020 | 2019 | 2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Angestellte | 3.502 | 3.694 | 3.656 | 3.572 |
| Inland | 1.982 | 1.977 | 1.978 | 1.946 |
| Ausland | 1.520 | 1.717 | 1.678 | 1.626 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 8.659 | 7.898 | 8.749 | 7.163 |
| Inland | 1.973 | 1.895 | 1.960 | 1.830 |
| Ausland | 6.686 | 6.003 | 6.789 | 5.333 |
| Auszubildende | 256 | 262 | 296 | 292 |
| Mitarbeiter gesamt | 12.417 | 11.854 | 12.701 | 11.027 |
* Vorjahr angepasst; die Berechnungsgrundlage der Gesamtzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt wurde neu festgelegt. Zusätzlich wird beginnend mit dem Geschäftsjahr 2020 die stichtagsbezogene Anzahl der Mitarbeiter angegeben.
45. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS
Der festgestellte Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2020 weist einen Bilanzverlust aus. Daher wird der Hauptversammlung kein Vorschlag über die Verwendung eines Bilanzgewinns vorgelegt.
46. AUFSTELLUNG DES ANTEILSBESITZES
| NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT | Währung | Anteil am Kapital in % |
|---|---|---|
| 1. Vollkonsolidierte Unternehmen | ||
| BAUER Aktiengesellschaft | EUR | |
| A. Deutschland | ||
| BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00 |
| Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00 |
| BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| B. Übrige EU | ||
| GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 100,00 |
| BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark | DKK | 100,00 |
| BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Magyarorszâg Speciális Méyépito Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 100,00 |
| BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGN | 100,00 |
| BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 100,00 |
| BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau, Polen | PLN | 100,00 |
| GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 100,00 |
| BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 100,00 |
| TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien | EUR | 100,00 |
| GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen | PLN | 100,00 |
| C. Übriges Europa | ||
| BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 100,00 |
| BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien | EUR | 100,00 |
| BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | HF | 100,00 |
| FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz | CHF | 100,00 |
| OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 65,00 |
| OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 55,00 |
| OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 100,00 |
| OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation | RUB | 100,00 |
| BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Tbilisi, Georgia | GEL | 100,00 |
| D. Nahost & Zentralasien | ||
| Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 100,00 |
| BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 100,00 |
| BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 49,00 * |
| BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00 * |
| BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien | USD | 100,00 |
| Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 83,33 |
| Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern | USD | 100,00 |
| Technical Dimension Co. for Maintenance Services Ltd., Amman, Jordanien | USD | 60,00 |
| Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 60,00 |
| BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00 * |
| BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien | SAR | 100,00 |
| BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 100,00 |
| BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 100,00 |
| E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien | ||
| BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia | MYR | 100,00 |
| BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 100,00 |
| First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 |
| P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 |
| BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 100,00 |
| BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | VND | 100,00 |
| BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 100,00 |
| BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 99,88 |
| BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | EUR | 100,00 |
| BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | MYR | 100,00 |
| Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| BAUER Technologies Thailand Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 100,00 |
| P.T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 100,00 |
| NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | JPY | 100,00 |
| Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 49,02 * |
| Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 73,81 |
| BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | AUD | 100,00 |
| F. Amerika | ||
| BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama | USD | 100,00 |
| BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S. R. L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | DOP | 100,00 |
| BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile | CLP | 100,00 |
| GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 60,00 |
| BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 100,00 |
| G. Afrika | ||
| BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 55,95 |
| BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Midrand, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia | NAD | 100,00 |
| MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika | ZAR | 100,00 |
| BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo | USD | 49,00 * |
| BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana | GHS | 100,00 |
| BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | MAD | 100,00 |
| BAUER Resources Senegal SARL, Dakar, Senegal | XOF | 100,00 |
| 2. Unternehmen im erweiterten Konsolidierungskreis | ||
| A. Inland | ||
| Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Deutschland | EUR | 50,00 |
| pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Deutschland | EUR | 100,00 |
| fielddata.io GmbH, München, Deutschland | EUR | 99,00 |
| Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Deutschland | EUR | 100,00 |
| rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 100,00 |
| B. Ausland | ||
| BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 100,00 |
| BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien | DZD | 100,00 |
| BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | CRC | 100,00 |
| BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | LYD | 36,00 |
| TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | KZT | 100,00 |
| BAUER Fundaciones Colombia S. A. S., Bogota, Kolumbien | COP | 100,00 |
| BAUER Fundaciones America Latina, S. A., Panama City, Panama | USD | 100,00 |
| BAUER Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Iraq | IQD | 100,00 |
| BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei | EUR | 100,00 |
| Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | SEK | 100,00 |
| BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 100,00 |
| BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha | USD | 100,00 |
| EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 100,00 |
| BRASBAUER Equipamientos de Perfuracâo Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 60,00 |
| BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 100,00 |
| BAUER Equipamientos de Panama S. A., Panama City, Panama | PAB | 100,00 |
| BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Kanada | CAD | 100,00 |
| BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 100,00 |
| BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | BWP | 51,00 |
| BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | IRR | 100,00 |
| OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | RUB | 100,00 |
| BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan | BTN | 74,00 |
| BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea | PGK | 100,00 |
| BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 49,00 * |
| BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 100,00 |
| 3. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| A. Inland | ||
| TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland | EUR | 50,00 |
| Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland | EUR | 30,00 |
| SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 40,00 |
| B. Ausland | ||
| TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien | EUR | 30,00 |
| Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich | EUR | 50,00 |
| BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 52,50 |
| BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain | BHD | 53,00 |
| BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 50,00 |
| TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 50,00 |
| AO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation | RUB | 20,70 |
| 4. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | ||
| A. Inland | ||
| Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland | EUR | 16,66 |
| Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland | EUR | 20,00 |
| Deusa International GmbH, Bleicherode, Deutschland | EUR | 10,00 |
| Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland | EUR | 4,18 |
| Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Deutschland | EUR | 2,00 |
Die vollständige Anteilsbesitzliste gemäß den Anforderungen des § 313 HGB ist im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Schrobenhausen, den 7. April 2021
Der Vorstand
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg | Dipl.-Ing. (FH) | Dipl.-Betriebswirt (FH) | Peter Hingott |
| Vorsitzender des Vorstands | Florian Bauer, MBA | Hartmut Beutler |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk umfasst auch einen "Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Abschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB" ("ESEF-Vermerk"). Der dem ESEF-Vermerk zugrunde liegende Prüfungsgegenstand (zu prüfende ESEF-Unterlagen) ist nicht beigefügt. Die geprüften ESEF-Unterlagen können im Bundesanzeiger eingesehen bzw. aus diesem abgerufen werden."
"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2020, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Konzernlageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2020 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit
2 Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen
3 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
4 Bilanzierung latenter Steuern
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
1 Equity-Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen und deren Werthaltigkeit
1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "At-Equity bewertete Anteile" € 76,2 Mio ausgewiesen. Nach Anwendung der Equity Methode hat die BAUER Aktiengesellschaft gemäß IAS 28 zu überprüfen, ob es erforderlich ist, Wertberichtigungen im Hinblick auf ihre Beteiligung am Nettovermögen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen vorzunehmen. Dabei wird der gesamte Buchwert der Beteiligung als ein Vermögenswert auf Wertminderung gem. IAS 36 überprüft, d. h. der darin enthaltene Geschäfts- und Firmenwert wird nicht getrennt überprüft. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer nach der Equity-Bewertung bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen überprüft. Zur Ermittlung der Werte wesentlicher Beteiligungsansätze wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Anteile. Auf Basis der vorliegenden Berechnungen der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2020 kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir uns zunächst ein Prozessverständnis über die Methodik der Equity-Fortschreibung verschafft. In einer Stichprobe von assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen haben wir unter anderem die Equity-Fortschreibung hinsichtlich ihrer rechnerischen Richtigkeit und hinsichtlich der Abstimmbarkeit der verwendeten Finanzinformationen mit den geprüften Jahres- bzw. Konzernabschlüssen der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben uns durch Einsicht in die Gesellschaftsverträge davon überzeugt, dass die BAUER Aktiengesellschaft bei den assoziierten Unternehmen in ihrer Funktion als Gesellschafter maßgeblichen Einfluss hat und die Voraussetzungen für die Einstufung als Gemeinschaftsunternehmen erfüllt sind.
Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer Prüfung unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nachvollzogen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die Werte der wesentlichen Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf umfangreiche Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir auch die bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beurteilt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sachgerecht vorzunehmen.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen sind im Abschnitt 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 20.3 "At-Equity bilanzierte Anteile" des Konzernanhangs enthalten.
2 Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen
1 Die BAUER Gruppe ist an teilweise großen und komplexen Bauprojekten beteiligt, bei denen Umsätze über einen Zeitraum hinweg erfasst werden. Bei der Umsatzrealisierung über einen Zeitraum werden die Umsatzerlöse auf Basis des Fertigstellungsgrads erfasst, der sich als Verhältnis der tatsächlich angefallenen Auftragskosten zu den voraussichtlichen Gesamtkosten ermittelt. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 werden in der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse aus kundenspezifischen Verträgen in Höhe von € 792,9 Mio realisiert. In der Bilanz zum 31. Dezember 2020 werden Vertragsvermögenswerte in Höhe von € 88,0 Mio und Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von € 61,1 Mio erfasst. Die Umsatzrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen erfolgt über einen Zeitraum, wenn ein Vermögenswert erstellt wird, der keine alternativen Nutzungsmöglichkeiten für die BAUER Gruppe aufweist und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen besteht. Auch wenn ein Vermögenswert erstellt oder verbessert wird und der Kunde währenddessen die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt, werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen realisiert. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung erfordert angesichts komplexer Herstellungsabläufe insbesondere ein wirksames internes Budgetierungs- und Berichtssystem einschließlich einer mitlaufenden Projektkalkulation sowie ein funktionierendes internes Kontrollsystem.
Die Höhe der Erlöse und Gewinne, die in einem Jahr bei Projekten erfasst werden, hängt unter anderem von den tatsächlich angefallenen Kosten, der Bewertung des Fertigstellungsgrades von Verträgen und den prognostizierten Auftragserlösen und den Kosten für jedes Projekt ab. Darüber hinaus wird die Höhe von Umsatz und Gewinn durch die Bewertung von Nachtragsaufträgen und Schadensersatzforderungen beeinflusst.
Aufgrund der Komplexität der Projekte, der Unsicherheit über die Kosten für die Fertigstellung, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, und der Unsicherheit über das Ergebnis von Gesprächen mit Kunden über Änderungsaufträge und -ansprüche ist dies oft mit einem hohen Maß an Ermessen verbunden. Vor diesem Hintergrund ist die zutreffende Anwendung der Rechnungslegungsstandards als komplex zu betrachten und basiert in Teilen auf Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter. Daher war der Sachverhalt von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die Angemessenheit des bei der BAUER Gruppe eingerichteten internen Kontrollsystems und die Wirksamkeit relevanter Kontrollen beurteilt sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads von Bauprojekten anhand unterstützender Dokumente auf Übereinstimmung mit der Bilanzierungspolitik bei BAUER überprüft. Dabei haben wir auch die Angemessenheit der Bilanzierungsrichtlinien bei BAUER und ihre Interpretation der relevanten Rechnungslegungsstandards gewürdigt und insbesondere die Konkretisierung der Bilanzierungsrichtlinien hinsichtlich der Bedingungen beurteilt, die erfüllt sein müssen, um eine Forderung und Nachtragsaufträge als Teil der Auftragserlöse zu erfassen.
Unser konkretes Prüfungsvorgehen beinhaltete die Prüfung von Kontrollen und substanzielle Prüfungshandlungen. Dabei haben wir vor allem das Kostenrechnungssystem sowie andere relevante Systeme zur Unterstützung der Bilanzierung von Fertigungsaufträgen beurteilt. Weiterhin haben wir auf Basis von Stichproben die ordnungsmäßige Erfassung und Verrechnung der Einzelkosten, die Höhe und Verrechnung der Gemeinkostenzuschläge, die den Bauprojekten zugrundeliegenden Projektkalkulationen sowie die Ermittlung des Fertigstellungsgrads einzelner Projekte, auch unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Krise auf diese, beurteilt. In diesem Zusammenhang haben wir auch die uns vorgelegten Stellungnahmen von externen Parteien wie Anwälten oder Sachverständigen hinsichtlich der bilanziellen Behandlung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen gewürdigt und die Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Durchsetzung von Nachtragsaufträgen und Schadenersatzansprüchen mit historischen Erfahrungswerten abgestimmt.
Bei den Verträgen haben wir zudem einen Vergleich der im Konzernabschluss erfassten Positionen mit dem Vorjahr durchgeführt, um die Konsistenz der Bewertung zu beurteilen und Rückvergleiche auf diese Schätzung durchzuführen. In diesem Zusammenhang haben wir auch die Ausgestaltung der eingerichteten Prozesse zur Abbildung der Transaktionen in Einklang mit IFRS 15 beurteilt.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass die eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen insgesamt angemessen sind und dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen hinreichend dokumentiert und begründet sind, um eine sachgerechte Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen zu gewährleisten.
3 Die Angaben der Gesellschaft zur Erlösrealisierung aus kundenspezifischen Verträgen sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 25. "Forderungen und Sonstige Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten.
3 Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
1 Die Gesellschaften der BAUER Gruppe schließen eine Vielzahl unterschiedlicher derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung gegen Währungs- und Zinsänderungsrisiken aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb ab. Das Währungsrisiko resultiert im Wesentlichen aus gewährten gruppeninternen Darlehen und angenommenen Anlagen von Gesellschaften der BAUER Gruppe in Fremdwährung. Mit der Zinssicherung wird das Ziel verfolgt, das Risiko von schwankenden Zinsen am Markt auszuschließen. Die Begrenzung dieser Risiken erfolgt unter anderem durch den Abschluss von Devisentermingeschäften, Devisenswaps, Devisenoptionen, und Zinsswaps. Die notwendigen Sicherungsmaßnahmen werden im Wesentlichen durch die Abteilung Konzernfinanzen der BAUER Gruppe durchgeführt bzw. koordiniert.
Derivative Finanzinstrumente werden am Bilanzstichtag zum Fair Value bilanziert. Die positiven Fair Values der insgesamt zur Sicherung eingesetzten derivativen Finanzinstrumente betragen zum Bilanzstichtag € 1,8 Mio., die negativen Fair Values betragen insgesamt € 23,2 Mio. Soweit die von der BAUER Gruppe eingesetzten derivativen Finanzinstrumente wirksame Sicherungsgeschäfte künftiger Zahlungsströme im Rahmen von Sicherungsbeziehungen nach den Vorschriften des IFRS 9 sind, werden Änderungen des Fair Value bis zur Fälligkeit des gesicherten Zahlungsstroms (effektiver Teil) über die Dauer der Sicherungsbeziehung GuV-neutral über das Sonstige Ergebnis (OCI) als nicht realisierte Gewinne/Verluste erfasst (Cash-Flow Hedges). Hierbei werden die kassakursinduzierten Wertveränderungen von derivativen Sicherungsgeschäften unter der Hedging-Reserve gezeigt. Die BAUER Gruppe hat die durch IFRS 9 eingeräumte Möglichkeit zur Erfassung von terminkursbedingten Wertveränderungen der Sicherungsgeschäfte sowie Wertänderungen aus dem sogenannten Cross-Currency-Basis-Spread in der "Rücklage für Sicherungskosten" umgesetzt.
Zum Bilanzstichtag betrug der Stand der erfolgsneutral im Eigenkapitel ("Hedging-Reserve") erfassten kumulierten effektiven Fair-Value-Änderungen € -0,02 Mio. nach Ertragsteuern. Die im Eigenkapital erfassten Beträge werden in derselben Periode oder denselben Perioden vom Sonstigen Ergebnis in die GuV umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme den Gewinn oder Verlust beeinflussen.
Aus unserer Sicht waren diese Sachverhalte aufgrund der komplexen Anforderungen an die Bilanzierung sowie umfangreichen Angabepflichten durch den IFRS 9 und IFRS 7 von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir mit Unterstützung unserer internen Spezialisten aus dem Bereich Corporate Treasury Solutions unter anderem die fachlichen Anforderungen des IFRS 9 beurteilt. Darüber hinaus haben wir die vertraglichen und finanztechnischen Grundlagen gewürdigt und die Bilanzierung einschließlich der Eigenkapital- und Ergebniseffekte aus den diversen Sicherungsgeschäften nachvollzogen. Dabei haben wir uns insbesondere mit den Voraussetzungen zur Anwendung von Hedge Accounting auseinandergesetzt. Ferner haben wir bei der Prüfung der Bewertung der Finanzinstrumente zum Fair Value auch die Berechnungsmethodik auf Basis von Marktdaten nachvollzogen. Weiterhin haben wir zur Beurteilung der Vollständigkeit und zur Prüfung der Fair Values der erfassten Geschäfte Bankbestätigungen eingeholt. Hinsichtlich der Effektivitätsbeurteilung von Sicherungsgeschäften haben wir im Wesentlichen rückblickend die Sicherungsgrade in der Vergangenheit beurteilt. Hierbei konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 37. "Finanzinstrumente" des Konzernanhangs enthalten.
4 Bilanzierung latenter Steuern
1 Im Konzernabschluss der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2020 aktive latente Steuern in Höhe von € 66,9 Mio. bilanziert. Nach Saldierungen mit kongruenten passiven latenten Steuern verbleibt ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von rund € 46,3 Mio. Die Bilanzierung erfolgte in dem Umfang, in dem es nach den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter wahrscheinlich ist, dass in absehbarer Zukunft zu versteuernde Ergebnisse anfallen, durch die die abzugsfähigen temporären Differenzen und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können. Dazu werden, soweit nicht ausreichend relevante passive latente Steuern vorhanden sind, Prognosen über die künftigen steuerlichen Ergebnisse ermittelt, die sich aus der verabschiedeten Planungsrechnung einschließlich der erwarteten Auswirkungen der anhaltenden Corona-Krise ergeben. Insgesamt wurden auf noch nicht genutzte steuerliche Verluste in Höhe von € 183,4 Mio. keine aktiven latenten Steuern angesetzt, da eine steuerliche Nutzung aus der Verrechnung mit steuerlichen Gewinnen nicht wahrscheinlich ist.
Aus unserer Sicht war die Bilanzierung latenter Steuern im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung, da sie in hohem Maße von Einschätzungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter abhängig und daher auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise mit Unsicherheiten behaftet ist.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem die internen Prozesse und Kontrollen zur Erfassung von Steuersachverhalten und das methodische Vorgehen zur Ermittlung, Bilanzierung und Bewertung der latenten Steuern beurteilt. Weiterhin haben wir die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern auf abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste auf Basis unternehmensinterner Prognosen über die zukünftige Ertragssituation der Gesellschaft beurteilt und die Angemessenheit der zugrunde liegenden Einschätzungen und Annahmen gewürdigt. Dabei haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der zukünftigen Ertragssituation nachvollzogen.
Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen insgesamt begründet und hinreichend dokumentiert sind.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den latenten Steuern sind in den Abschnitten 5.2. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" und 21. "Latente Steuern" des Konzernanhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts:
| ― | die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB" des Konzernlageberichts enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| ― | den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 315b Abs. 3 HGB |
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses, des geprüften Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei Bauer_AG_KA_LB_ESEF-2020-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Konzernabschluss und geprüften Konzernlagebericht sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Konzernabschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― | beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen. |
| ― | beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juni 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Konzernabschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Schwehr.
Stuttgart, den 9. April 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Jürgen Schwehr | ppa. Bernd Adamaszek |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 7. April 2021
Der Vorstand
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg | Dipl.-Ing. (FH) | Dipl.-Betriebswirt (FH) | Peter Hingott |
| Vorsitzender des Vorstands | Florian Bauer, MBA | Hartmut Beutler |
Bilanz zum 31. Dezember 2020
Aktiva
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. | Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.774.783,12 | 1.312.760,89 | |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 261.257,25 | 706.979,83 | |
| II. Sachanlagen | 2.036.040,37 | 2.019.740,72 | |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten | 2.825.516,53 | 2.707.217,32 | |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.028.932,07 | 3.243.000,27 | |
| 6.854.448,60 | 5.950.217,59 | ||
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 180.346.761,87 | 276.376.261,87 | |
| 2. Beteiligungen | 87.000,00 | 8.630.100,00 | |
| 180.433.761,87 | 285.006.361,87 | ||
| 189.324.250,84 | 292.976.320,18 | ||
| B. | Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | |||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 118.083,65 | 99.973,45 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.341,50 | 32.576,50 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 86.429.391,25 | 34.441.369,80 | |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 154.885,09 | 610.979,69 | |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.108.505,32 | 677.583,55 | |
| 87.711.123,16 | 35.762.509,54 | ||
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 891.870,90 | 99.804,01 | |
| 88.721.077,71 | 35.962.287,00 | ||
| C. | Rechnungsabgrenzungsposten | 2.129.673,79 | 2.640.452,49 |
| D. | Aktive latente Steuern | 5.277.791,11 | 6.517.296,69 |
| 285.452.793,45 | 338.096.356,36 |
Passiva
| 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| --- | --- | --- | --- |
| A. | Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 73.001.420,45 | 80.301.417,61 | |
| II. Kapitalrücklage | 39.780.829,55 | 48.446.607,51 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 12.000,00 | 12.000,00 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.043.023,29 | 2.043.023,29 | |
| 2.055.023,29 | 2.055.023,29 | ||
| IV. Bilanzverlust | -49.612,91 | -63.756,13 | |
| 114.787.660,38 | 130.739.292,28 | ||
| B. | Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 13.809.240,00 | 15.255.305,00 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 9.870.001,63 | 11.859.125,31 | |
| 23.679.241,63 | 27.114.430,31 | ||
| C. | Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 91.469.539,38 | 139.031.232,50 | |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2.399.772,60 | 1.290.154,18 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 48.586.597,58 | 23.323.868,73 | |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 4.529.981,88 | 16.597.378,36 | |
| 146.985.891,44 | 180.242.633,77 | ||
| 285.452.793,45 | 338.096.356,36 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
| 2019 | 2020 | ||
|---|---|---|---|
| € | € | ||
| --- | --- | --- | --- |
| 1. | Umsatzerlöse | 41.915.831,63 | 43.564.354,61 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 544.405,93 | 1.915.285,86 |
| 42.460.237,56 | 45.479.640,47 | ||
| 3. | Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 404.182,46 | 420.883,23 | |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 8.779.734,13 | 8.166.638,13 | |
| 9.183.916,59 | 8.587.521,36 | ||
| 4. | Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 18.442.769,83 | 16.670.835,37 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 3.484.616,83 | 3.283.312,76 | |
| 21.927.386,66 | 19.954.148,13 | ||
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 3.537.540,12 | 2.859.875,62 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | 46.757.938,25 | 27.185.422,71 |
| Betriebliches Ergebnis | -38.946.544,06 | -13.107.327,35 | |
| 7. | Erträge aus Beteiligungen | 43.250.000,00 | 20.000.000,00 |
| 8. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 4.977.503,17 | 1.082.195,78 |
| 9. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 11.987.015,44 | 9.270.767,23 |
| Finanzergebnis | 36.240.487,73 | 11.811.428,55 | |
| 10. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.656.443,42 | 1.281.755,58 |
| 11. | Ergebnis nach Steuern | -49.612,91 | -14.143,22 |
| 12. | Jahresfehlbetrag | -49.612,91 | -14.143,22 |
| 13. | Verlustvortrag | 0,00 | -49.612,91 |
| 14. | Bilanzverlust | -49.612,91 | -63.756,13 |
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
I. Allgemeine Angaben
Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HR B 101375 eingetragen.
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.
II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze
Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt. Im Berichtsjahr wurde der gesonderte Ausweis der "sonstigen Steuern" im Rahmen der konzerneinheitlichen Vorgehensweise in die "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" umgegliedert. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst und ein Davon-Vermerk für "Sonstige Steuern" im Anhang aufgenommen.
III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung
Bilanzierung und Bewertung der Aktivposten
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.
Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Sachanlagen werden über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer zwischen drei und 21 Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 800 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt. Abschreibungen der Finanzanlagen werden ausschließlich aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Von dem Wahlrecht i.S.d. § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird nicht Gebrauch gemacht.
Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Sie werden zum Nennwert bewertet.
Latente Steuern
Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht.
Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28 % zugrunde (15,8 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 12,2 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 350 %.
Bilanzierung und Bewertung der Passivposten
Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Dezember 2020 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2020 2,30 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt.
Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes werden im Finanzergebnis erfasst.
Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 2.066 der für die Ausschüttung gesperrt ist.
In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Fremdwährungsumrechnung
Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Wechselkurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.
Haftungsverhältnisse
Die in den Haftungsverhältnissen dargestellten Beträge entsprechen dem vertraglichen Haftungsumfang.
IV. Bilanzerläuterungen
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 12 und 13) dargestellt.
Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Aufstellung zum Anteilsbesitz im Kapitel "VI. Sonstige Angaben" dargestellt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 8.299 (Vorjahr: T€ 41.554), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 3.392 (Vorjahr: T€ 1.642) enthalten. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 322 (Vorjahr: T€ 314), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 322 (Vorjahr: T€ 314). Diese betreffen die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Rechnungsabgrenzungsposten
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet im Wesentlichen Abgrenzungen für Aufwendungen aus Wartungsverträgen über T€ 2.629 (Vorjahr: T€ 2.118) sowie der Nürnberger Lebensversicherung in Höhe von T€ 12 (Vorjahr: T€ 12).
Anlagenspiegel
Entwicklung des Anlagevermögens vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten | Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2020 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 31.12.2020 | 01.01.2020 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 19.554 | 560 | 0 | 36 | 20.150 | 17.779 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 261 | 482 | 0 | -36 | 707 | 0 |
| 19.815 | 1.042 | 0 | 0 | 20.857 | 17.779 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 3.282 | 0 | 140 | 0 | 3.142 | 456 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.182 | 979 | 489 | 0 | 13.672 | 9.153 |
| 16.464 | 979 | 629 | 0 | 16.814 | 9.609 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 180.347 | 96.029 | 0 | 0 | 276.376 | 0 |
| 2. Beteiligungen | 87 | 8.543 | 0 | 0 | 8.630 | 0 |
| 180.434 | 104.572 | 0 | 0 | 285.006 | 0 | |
| 216.713 | 106.593 | 629 | 0 | 322.677 | 27.388 |
| Abschreibungen | Restbuchwerte | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zugänge | Abgänge | Zuschreibungen | 31.12.2020 | 31.12.2020 | 31.12.2019 | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.058 | 0 | 0 | 18.837 | 1.313 | 1.775 |
| 2. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 707 | 261 |
| 1.058 | 0 | 0 | 18.837 | 2.020 | 2.036 | |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 78 | 99 | 0 | 435 | 2.707 | 2.826 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.724 | 448 | 0 | 10.429 | 3.243 | 4.029 |
| 1.802 | 547 | 0 | 10.864 | 5.950 | 6.855 | |
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 276.376 | 180.347 |
| 2. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.630 | 87 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | 285.006 | 180.434 | |
| 2.860 | 547 | 0 | 29.701 | 292.976 | 189.325 |
Aktive latente Steuern
Die latenten Steuern beruhen auf folgenden Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften und haben sich wie folgt entwickelt:
| 31.12.2019 | Zugang | Abgang | 31.12.2020 | |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Rückstellungen für Pensionen und sonstige Personalrückstellungen (aktive latente Steuern) | 1.887 | 353 | 0 | 2.240 |
| Aktive latente Steuern aus Verlustvortrag | 899 | 277 | 0 | 1.176 |
| Rückstellungen für drohende Verluste (aktive latente Steuern) | 2.492 | 609 | 0 | 3.101 |
| 5.278 | 1.239 | 0 | 6.517 |
Gezeichnetes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung der BAUER Aktiengesellschaft vom 25. Juni 2020 ist der Vorstand der Gesellschaft im Wege der Satzungsänderung ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Diese Ermächtigung ist am 29. Juni 2020 in das beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer HRB 101375 geführte Handelsregister der Gesellschaft eingetragen worden. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.
In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 73.001.420,45 um EUR 7.299.997,16 auf EUR 80.301.417,61 gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 09. Dezember 2020 erhöht. Seitdem beträgt das Grundkapital der Gesellschaft EUR 80.301.417,61 und ist eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Zum 31. Dezember 2020 beträgt das gezeichnete Kapital T€ 80.301 (Vorjahr: T€ 73.001).
Das Genehmigte Kapital 2020 beträgt nach dieser Kapitalerhöhung noch EUR 2,84.
Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Juni 2019 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 26. Juni 2024 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.
Die BAUER Aktiengesellschaft hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt T€ 48.447 (Vorjahr: T€ 39.781). Die Zunahme entspricht dem Differenzbetrag des den Nennwert des Beteiligungserwerbs übersteigenden Betrages in Höhe von T€ 8.666 im Zuge des Anteilserwerbs durch den Aktionär (Agio).
Gewinnrücklagen
Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils T€ 12 (Vorjahr: T€ 12) bzw. T€ 2.043 (Vorjahr: T€ 2.043).
Bilanzgewinn
| € | |
|---|---|
| Stand 01.01.2020 | -49.612,91 |
| Jahresfehlbetrag 2020 | -14.143,22 |
| Stand 31.12.2020 | -63.756,13 |
Rückstellungen
Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.
Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2020 wurden hierfür T€ 141 (Vorjahr: T€ 141) als sonstiger betrieblicher Aufwand erfasst. Zum Abschlussstichtag beläuft sich die verbleibende Unterdeckung der Pensionsrückstellungen danach auf T€ 562.
Für die Berechnung der Pensionsrückstellung wurde der Durchschnittszinssatz der letzten zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Der sich nach § 253 Abs. 6 S. 3 HGB ergebende Unterschiedsbetrag bei Anwendung des Durchschnittszinssatzes der letzten sieben Jahre von 2,30 % beträgt T€ 2.066. Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt.
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 11.045, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 480, für Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 160 sowie für Urlaubsverpflichtungen mit T€ 63.
Verbindlichkeiten
Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):
| Gesamtbetrag 2020 | Davon mit einer Restlaufzeit | Gesicherte Beträge | Art der Sicherung | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| <1 Jahr | >1 Jahr | davon >5 Jahre | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 139.031 | 124.869 | 14.162 | 1.523 | 128.695 | Gesamtschuldnerische Haftung |
| (91.470) | (83.773) | (7.697) | (1.560) | (80.728) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.290 | 1.290 | 0 | 0 | 0 | - |
| (2.400) | (2.400) | (0) | (0) | (0) | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | - | |||||
| 23.324 | 23.324 | 0 | 0 | 0 | ||
| (48.586) | (48.586) | (0) | (0) | 0 | ||
| davon aus Lieferungen und Leistungen | 860 | 860 | 0 | 0 | 0 | - |
| (551) | (551) | (0) | (0) | 0 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 16.597 | 4.597 | 12.000 | 0 | 0 | - |
| (4.530) | (4.530) | (0) | (0) | (0) | ||
| (davon aus Steuern) | 1.141 | 1.141 | 0 | 0 | 0 | - |
| (627) | (627) | (0) | (0) | 0 | ||
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | 49 | 49 | 0 | 0 | 0 | - |
| (27) | (27) | (0) | (0) | 0 | ||
| (davon gegenüber Kreditinstituten) | 386 | 386 | 0 | 0 | 0 | - |
| (477) | (477) | (0) | (0) | 0 | ||
| 180.242 | 154.080 | 26.162 | 1.523 | 128.695 | ||
| Vorjahr | (146.986) | (139.289) | (7.697) | (1.560) | (80.728) |
Für an die BAUER Aktiengesellschaft gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 386 (Vorjahr: T€ 477) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 22.464 (Vorjahr: T€ 48.036). In dem Posten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 860 (Vorjahr: T€ 551) enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten ist ein Nachrangdarlehen der Bauer Anteilspool GbR, Schrobenhausen, in Höhe von € 12 Mio. enthalten. Bei der Bauer Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person.
Haftungsverhältnisse
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Fremde Verbindlichkeiten / Konsortialkredit | 187.047 | 125.761 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (187.047) | (125.761) |
| Schuldscheindarlehen | 47.000 | 40.000 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (47.000) | (40.000) |
| Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften, Patronatserklärungen und Garantien | 317.317 | 504.887 |
| (davon für verbundene Unternehmen) | (317.317) | (504.887) |
| Summe | 551.364 | 670.648 |
Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, wurde die Valutierung zum 31. Dezember 2020 angegeben.
Mit Datum vom 17. April 2014 hatten die BAUER Aktiengesellschaft und ihre wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Der Vertrag besaß eine Laufzeit von drei Jahren bis zum 17. April 2017. Mit Datum vom 21. Februar 2018 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und der Commerzbank, der Deutsche Bank, HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie der UniCredit Bank vorzeitig ein Änderungsvertrag zu diesem Konsortialvertrag abgeschlossen. Danach besitzt der geänderte Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 465,0 Mio. und eine feste Laufzeit von zwei Jahren bis zum 29. Juli 2021. Am 01. Oktober 2018 wurde durch die Erhöhung des Engagements einiger Konsortialbanken das Gesamtvolumen des Konsortialkredits auf € 470 Mio. angehoben. Mit Datum vom 22. Dezember 2020 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und Ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften einerseits und unter der Führung der Commerzbank, der Deutschen Bank und der UniCredit Bank andererseits, vorzeitig ein weiterer Änderungsvertrag abgeschlossen. Seitdem besitzt der geänderte Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 430,0 Mio. und eine Laufzeit von 18 Monaten.
Vom Gesamtvolumen des Konsortialkredits wurde an die BAUER Aktiengesellschaft ein Betrag in Höhe von € 171,0 Mio. (Vorjahr: € 128,7 Mio.) ausgereicht, davon an Kreditlinien 171,0 Mio. € (Vorjahr: € 128,7 Mio.) und an Avallinien € 0 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.). Zum Jahresende lag die Ausnutzung dieses Volumens bei € 74,6 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.). Dabei beläuft sich die Ausnutzung des Kreditlinienvolumens auf € 74,6 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.) und die Ausnutzung des Avallinienvolumens auf € 0 Mio. (Vorjahr: € 0 Mio.).
Hinsichtlich des restlichen in Anspruch genommenen Gesamtkredit- und Avalvolumens in Höhe von € 125,8 Mio. (Vorjahr: € 187,3 Mio.) haftet die BAUER Aktiengesellschaft zusammen mit weiteren sieben Kreditnehmern und Garanten aus der BAUER Gruppe gesamtschuldnerisch.
Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAUER Aktiengesellschaft oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen.
Mit Datum vom 13. Dezember 2018 wurde zwischen der BAUER Aktiengesellschaft und ihren wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften ("Schuldner") einerseits und der IKB Deutsche Industriebank AG, der Bremer Kreditbank Aktiengesellschaft, der Hypo Vorarlberg Bank AG, sowie der KBC Bank NV, Niederlassung Deutschland ("Kreditgeber") ein zweiter Konsortialvertrag (KKV II) abgeschlossen. Danach besitzt der zweite Konsortialkreditvertrag ein Gesamtvolumen von € 53,0 Mio. mit einer festen Laufzeit von fünf Jahren bis zum 30. September 2022 für die Fazilität A (Tilgungsdarlehen € 24 Mio.) und Fazilität C (Endfälliges Darlehen € 14 Mio) sowie mit einer festen Laufzeit von 10 Jahren bis zum 30. September 2027 für die Fazilität B mit einer Gesamtsumme von € 15 Mio. Die Fazilitäten A und B dienen der Finanzierung von Investitionen im Bereich Maschinen/Anlagen/Prozesstechnik für Gesellschaften, die am Standort Schrobenhausen und am Standort Nordhausen ansässig sind. Die Fazilität C kann zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet werden.
Das verfügbare Gesamtvolumen von € 53,0 Mio. wurde seitens der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, in voller Höhe in Anspruch genommen. Zum Stichtag betrug die Restschuld € 33,7 Mio., für die die BAUER Aktiengesellschaft gesamtschuldnerisch mit den übrigen Vertragsparteien haftet. Auf Basis der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAUER Aktiengesellschaft derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrundeliegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsverhältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 1.212 (Vorjahr: T€ 669).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nicht.
V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 43.564 (Vorjahr: T€ 41.916) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, und SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland.
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 1.915 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.469 (Vorjahr: T€ 93) sowie Erträgen aus Kursgewinnen in Höhe von T€ 377.
Personalaufwand
In dem Posten sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von T€ 401 (Vorjahr: T€ 380) sowie Erstattungen der vom Arbeitgeber zu tragenden Aufwendungen zur Sozialversicherung für Kurzarbeit in Höhe von T€ 373 (Vorjahr: T€ 0) enthalten.
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
| Durchschnitt | ||
|---|---|---|
| 2019 | 2020 | |
| --- | --- | --- |
| Anzahl | Anzahl | |
| --- | --- | --- |
| Lohnempfänger | 9 | 9 |
| Gehaltsempfänger | 327 | 319 |
| 336 | 328 | |
| Auszubildende | 30 | 36 |
| Leitende Angestellte | 3 | 3 |
| 369 | 367 |
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 2.366 (Vorjahr: T€ 750) sowie sonstige Steuern in Höhe von T€ 23 (Vorjahr: T€ 25).
Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i. H. v. T€ 13.489 (T€ 35.117) gewährt.
Erträge aus Beteiligungen
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Erträge aus Beteiligungen | 43.250.000,00 | 20.000.000,00 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (43.250.000,00) | (20.000.000,00) |
| 43.250.000,00 | 20.000.000,00 |
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 1.044 (Vorjahr: T€ 4.978) solche aus verbundenen Unternehmen sowie Erträge aus Zinsswaps in Höhe von T€ 39 (Vorjahr: T€ 0).
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Posten beinhaltet in Höhe von T€ 491 (Vorjahr: T€ 286) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.
Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 1.438 (Vorjahr: T€ 1.569).
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| Steuern laufendes Geschäftsjahr (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | 1.590,26 | 11.470,60 |
| Steuern Vorjahre (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | 82.688,60 | -53.720,60 |
| Latente Steuern (Ertrag (-) / Aufwand (+)) | -2.740.722,28 | -1.239.505,58 |
| -2.656.443,42 | -1.281.755,58 |
VI. Sonstige Angaben
Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:
www.bauer.de/bauer group/investor relations/corporategovernance/
Ausschüttungsgesperrte Beträge (§§ 253 Abs. 6, 268 Abs. 8 HGB n.F.)
Zum Abschlussstichtag unterliegen der Ausschüttungssperre:
| € | € | |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen (7-Jahres-Durchschnittssatz) | 17.883.768,00 | |
| abzüglich Rückstellungen für Pensionen (10-Jahres-Durchschnittssatz) | -15.255.305,00 | |
| zuzüglich aktiver latenter Steuern | 2.232.175,23 | |
| Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag I | 4.860.638,23 | |
| Übrige aktive latente Steuern | 4.285.121,46 | |
| abzüglich sonstiger passiver latenter Steuern | 0,00 | |
| Ausschüttungsgesperrter Teilbetrag II | 4.285.121,46 | |
| Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge | 9.145.759,69 |
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2020 übersteigen die frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags den Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge.
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhält die Gesellschaft Geschäftsbeziehungen zu zahlreichen Unternehmen, darunter auch verbundene Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen gelten.
Die Gesellschaft unterhält Beziehungen zu verbundenen Unternehmen in den Bereichen:
| ― | Kauf/Verkauf von Vermögensgegenständen |
| ― | Bezug/Erbringung von Dienstleistungen |
| ― | Nutzung/Nutzungsüberlassung von Vermögensgegenständen |
| ― | Finanzierungen |
| ― | Gewährung/Erhalt von Bürgschaften oder anderen Sicherheiten |
| ― | Abreden im Ein- oder Verkauf |
Da alle Geschäfte mit und zwischen mittel- oder unmittelbar in hundertprozentigem Anteilsbesitz stehenden, in den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft einbezogenen Unternehmen getätigt werden, entfällt gemäß § 285 Nr. 21 HGB eine weitere Angabe.
Die Bauer Anteilspool GbR, Schrobenhausen, hat der BAUER Aktiengesellschaft ein Nachrangdarlehen in Höhe von T€ 12.000 gewährt. Bei der Bauer Anteilspool GbR handelt es sich um eine nahestehende Person.
Als nahestehende Personen gelten die Mitglieder der Geschäftsführung und die Mitglieder des Aufsichtsrats sowie deren nahe Angehörige.
Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten
Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAUER Aktiengesellschaft wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 18.500 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 1.942) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten designiert wurden.
Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.
Zum 31. Dezember 2020 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte derivativen Finanzinstrumente entsprechen) der- bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank (für Zinsswaps) sowie aus der Treasury Management Software tm5 (für Devisentermingeschäfte) ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps, -caps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.
| Nominalvolumen | 31.12.2019 | 31.12.2020 |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 21.268 | 1.942 |
| - davon Grundgeschäfte | 0 | 0 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 21.268 | 1.942 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 151.000 | 147.500 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 41.000 | 18.500 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 110.000 | 129.000 |
| Zinscaps | 10.000 | 0 |
| - davon in Bewertungseinheiten | 0 | 0 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 10.000 | 0 |
| Summe | 182.268 | 149.442 |
| Marktwerte | 31.12.2019 | 31.12.2020 | ||
|---|---|---|---|---|
| Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | Positive Marktwerte | Negative Marktwerte | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Devisentermingeschäfte | 213 | 114 | 2 | 20 |
| - davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 213 | 114 | 2 | 20 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 0 | 9.253 | 0 | 11.066 |
| - davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 378 | 0 | 21 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 8.875 | 0 | 11.045 |
| Zinscaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| - davon nicht in Bewertungseinheiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 213 | 9.367 | 2 | 11.086 |
Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31. Dezember 2020 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente.
Die Derivate haben die nachstehenden maximalen Fälligkeiten:
| • Devisentermingeschäfte | 27. Mai 2021 |
| • Zinsswaps | 31. Dezember 2028 |
Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode zu jedem Stichtag festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit im kommenden Jahr 2021 vollständig ausgleicht. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich bis Ende 2021 für nächstes Jahr erwartet.
Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2020 auf T€ 1.942 (Vorjahr: T€ 21.268) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 2 und negativen Zeitwerten von T€ 20 (Vorjahr: positiv T€ 213, negativ T€ 114). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2020 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 147.500 (Vorjahr: T€ 151.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 11.045 (Vorjahr: T€ 9.262) aus.
Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 11.045 (T€ 8.875) und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 154 erfasst (Vorjahr: T€ 122).
Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 2 (Vorjahr: T€ 213) und negativ T€ 20 (Vorjahr: T€ 114), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 21 (Vorjahr: T€ 378). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden.
Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
In nahezu vollständiger Ausnutzung der am 25. Juni 2020 beschlossenen Ermächtigung zur Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu insgesamt EUR 7.300.000,00 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 73.001.420,45 um EUR 7.299.997,16 auf EUR 80.301.417,61 gegen Bareinlagen durch Ausgabe von 1.713.066 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der Eintragung der Durchführung der Kapitalerhöhung in das Handelsregister der Gesellschaft am 09. Dezember 2020 erhöht. Seitdem ist das Grundkapital der Gesellschaft eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien. Dies entspricht einem rechnerischen Wert von T€ 15.966. Mit Durchführung der Kapitalerhöhung hat sich die Beteiligung der im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehaltenen Aktien von 48,19% bei 17.131.000 Stimmrechten auf 43,81% bei 18.844.066 Stimmrechten reduziert. Zum Bilanzstichtag 2020 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 33 Abs. 1 WpHG (§ 21 Abs. 1 WpHG a.F.) mitgeteilt und wie folgt nach § 40 WpHG (§ 26 Abs. 1 WpHG a.F.) veröffentlicht worden sind:
―
Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:
| ― | dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
―
Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:
| ― | dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
| ― | dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 3,04% hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04% der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet. |
―
Die Dimensional Holdings Inc., Austin, Texas, USA hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 29.01.2020, am 28.02.2020, am 01.04.2020, am 03.04.2020, am 14.04.2020, am 14.07.2020, am 16.07.2020, am 17.07.2020, am 21.07.2020 und am 22.07.2020 jeweils die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft berührt hat.
―
Bei der letzten Schwellenberührung wurde mitgeteilt, dass sich bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten ein Gesamtstimmrechtsanteil von 3,08 % aus Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG mit einem Anteil von 2,9992% (513.797 Stimmrechte) und aus Instrumenten nach § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG mit einem Anteil von 0,08 % (13.432 Stimmrechte) errechnet und bei den Stimmrechten nach §§ 33 f. WpHG die Schwelle von 3 % unterschritten wurde. 2,9992 % (513.797 Stimmrechte) werden der Dimensional Holdings Inc. bei den Stimmrechten nach § 34 WpHG zugerechnet. 0,08 % (13.432 Stimmrechte) verleihen dem Inhaber aufgrund einer Wertpapierleihe ein Rückholrecht im Sinne § 38 Abs. 1 Nr. 1 WpHG. Folgende von dem Mitteilenden beherrschte Unternehmen wurden mitgeteilt: Dimensional Fund Advisors LP, Dimensional Fund Advisors Ltd., DFA Canada LLC, Dimensional Fund Advisors Canada ULC, DFA Australia Limited, Dimensional Advisors Ltd., Dimensional Fund Advisors Pte. Ltd..
―
Die MainFirst SICAV, Senningerberg, Luxemburg hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 23.04.2019 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten einen Stimmrechtsanteil von 3,008 % (515.254 Stimmrechte) gem. § 33 WpHG direkt hält.
―
Sabine Doblinger hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass sie am 02.04.2020 die Schwelle 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft unterschritten hat und einen Stimmrechtsanteil von 0,00 % (0 Stimmrechte) hält.
―
Alfons Doblinger hat die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen darüber informiert, dass er am 18.03.2020, am 02.04.2020, am 14.04.2020 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10% der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 17.131.000 Stimmrechten überschritten hat. Weiter teilte Herr Alfons Doblinger mit, dass er am 09. Dezember 2020 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft bei einer Gesamtzahl von 18.844.066 Stimmrechten überschritten hat und einen Stimmrechtsanteil gem. §§ 33, 34 WpHG von 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) hält. 19,84 % (3.738.004 Stimmrechte) werden ihm nach § 34 WpHG über die DIB Industriebeteiligung GmbH & Co. Holding KG, die DIB Industriebeteiligung GmbH und die Doblinger Beteiligung GmbH nach § 34 WpHG zugerechnet.
Organe der Gesellschaft
Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:
Anteilseignervertreter
Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen
Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender
freiberuflicher Managementberater
Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender
Verwaltungsrat Maurer SE, München, Mitglied
Aufsichtsrat DEUSA International GmbH, Bleicherode, Vorsitzender
Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., München
Bauingenieur im Ruhestand
Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Vorsitzender
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen
freiberufliche Tätigkeit im Bereich Immobilienverwaltung, Altbausanierung und Bauberatung
Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg, Berlin
Verwaltungsrat KSB Management SE, Frankenthal (Pfalz), Mitglied
Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande
freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen
Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender
Arbeitnehmervertreter
Robert Feiger, Neusäß
stellvertretender Vorsitzender, Bundesvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main, Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden
Regina Andel, Ellrich
stellvertretende Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
Rainer Burg, Gerolsbach
Technical Marketing Manager bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen
Maria Engfer-Kersten, Langenhagen
Gewerkschaftssekretärin der IG BCE Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie, Hannover
Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen
Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen
Personalleiter BAUER AKTIENGESELLSCHAFT, Schrobenhausen
Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 364,5 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Vorsitzender | ||
| Prof. Dr.-Ing. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer | 52,5 | 55,0 |
| Stellvertretender Vorsitzender | ||
| Robert Feiger | 37,5 | 37,5 |
| Anteilseigner | ||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 27,5 | 27,5 |
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 25,0 | 27,5 |
| Gerardus N G. Wirken | 29,5 | 29,0 |
| Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer | 25,0 | 27,5 |
| Dipl.-Kfr. Andrea Teutenberg | 29,5 | 29,0 |
| Arbeitnehmervertreter | ||
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 25,0 | 25,0 |
| Regina Andel | 25,0 | 25,0 |
| Reinhard Irrenhauser | 27,5 | 27,5 |
| Rainer Burg | 25,0 | 25,0 |
| Maria Engfer-Kersten | 29,0 | 29,0 |
| 358,0 | 364,5 |
Vorstand:
| ― | Dipl.-Ing. (FH), Florian Bauer, MBA, Schrobenhausen Ressorts: Digitalisierung, Entwicklungskoordination, Weiterbildung, Unternehmenskultur |
| ― | Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Konzernkommunikation, Facility Management, Mediendesign Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender |
| ― | • Peter Hingott, Schrobenhausen Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Personal, Konzerneinkauf, Arbeitsdirektor Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Nimr LLC, Maskat/Oman, Vorsitzender Verwaltungsrat Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman/Jordanien, Vorsitzender |
| ― | Dipl.-Phys. Michael Stomberg, Straßlach-Dingharting, Vorsitzender Ressorts: Beteiligungen, IT, Konzernprozessmanagement, HSE, Qualitätsmanagement Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellvertr. Vorsitzender |
Die Hauptversammlung vom 23. Juni 2016 hat gem. § 286 Abs. 5 HGB und §§ 315a Abs. 1, 314 Abs. 3 HGB beschlossen, dass der individualisierte Ausweis der Vorstandsbezüge gem. §§ 285 Nr. 9 a) S. 5 - 8, 315a Abs. 1, 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB für das Geschäftsjahr 2016 und die ihm nachfolgenden vier Geschäftsjahre unterbleibt.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2020 T€ 1.721 (Vorjahr: T€ 1.549) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.319 (Vorjahr: T€ 1.344) fixe und T€ 402 (Vorjahr: T€ 205) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 233 (Vorjahr: T€ 221).
Die Gesamtbezüge der früheren Mitglieder des Vorstands beliefen sich für das Geschäftsjahr 2020 auf T€ 233 (Vorjahr: T€ 289).
Für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sind zum Stichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 5.410 (Vorjahr: T€ 5.163) passiviert.
Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers
Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:
| 2019 | 2020 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Abschlussprüfungsleistungen | 320 | 342 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 2 |
| Andere Bestätigungsleistungen | 28 | 3 |
| Sonstige Leistungen | 150 | 14 |
| 498 | 361 |
Bei den anderen Bestätigungsleistungen sowie den sonstigen Leistungen handelt es sich im Wesentlichen um prüfungsnahe Dienstleistungen.
Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des Bauer-Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Um die Eigenkapitalbasis zu stärken, haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, eine außerordentliche Hauptversammlung einzuberufen und dieser eine reguläre Kapitalerhöhung zur Beschlussfassung vorzuschlagen. Diese findet am 31. März 2021 statt. Im Rahmen der vorgeschlagenen Kapitalerhöhung soll das Grundkapital der Gesellschaft von zurzeit 80.301.417,61 EUR, eingeteilt in 18.844.066 auf den Inhaber lautenden Stückaktien, um bis zu 30.885.149,15 EUR durch Ausgabe von bis zu 7.247.715 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien in Form von Stammaktien (mit Stimmrecht) durch einheitliche gemischte Bar- und/oder Sachkapitalerhöhung erhöht werden. Den Aktionären soll dabei das gesetzliche Bezugsrecht gewährt werden.
Aufstellung zum Anteilsbesitz
| Name und Sitz der Gesellschaft | Währung | Kurs PDK | Anteil am Kapital in % | Eigenkapital (Landeswährung) |
|---|---|---|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | ||||
| 1.1 Inland | ||||
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 58.224.842 |
| 1.1.1.1 Inland | ||||
| 1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 114.16 |
| 1.1.1.2 Ausland | ||||
| 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 2.776.554 |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 1,1240 | 100,00 | 6.161.507 |
| 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | GBP | 1,1240 | 100,00 | 517.339 |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) | MYR | 0,2085 | 100,00 | 48.649.257 |
| 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | AUD | 0,6043 | 100,00 | 952.133 |
| 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,1129 | 100,00 | 13.000 |
| 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | SAR | 0,2333 | 100,00 | 27.468.575 |
| 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 0,8755 | 76,00 | 4.313.911 |
| 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | EGP | 0,0554 | 55,95 | 715.254.977 |
| 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | LYD | 0,6446 | 65,00 | - |
| 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 0,0001 | 95,00 | 132.446.708.989 |
| 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn | HUF | 0,0028 | 100,00 | 924.545.884 |
| 1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 329.178 |
| 1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 0,8755 | 12,00 | 4.313.911 |
| 1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 0,0001 | 5,00 | 132.446.708.989 |
| 1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 0,01 | 122.351.511 |
| 1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 0,39 | -8.259.869 |
| 1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 0,0015 | 10,00 | 145.248.387 |
| 1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | INR | 0,0118 | 1,00 | -625.534.623 |
| 1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | HKD | 0,1129 | 100,00 | -43.780.151 |
| 1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | VND | 0,00004 | 100,00 | 8.057.123.390 |
| 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | PHP | 0,0177 | 100,00 | -430.216.334 |
| 1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | BGN | 0,5113 | 100,00 | 1.509.113 |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.389.184 |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | CHF | 0,9341 | 100,00 | 3.021.577 |
| 1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 55.595 |
| 1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama | USD | 0,8755 | 100,00 | 303.549 |
| 1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik | DOP | 0,0155 | 5,00 | 5.083.001 |
| 1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 100,00 | 93.031.230 |
| 1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | QAR | 0,2404 | 49,00 | 515.266 |
| 1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation | RUB | 0,0121 | 100,00 | 78.216.894 |
| 1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | AOA | 0,0015 | 90,00 | 145.248.387 |
| 1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | CAD | 0,6536 | 100,00 | 3.203.398 |
| 1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 48,63 | -8.259.869 |
| 1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 50,99 | 122.351.51 |
| 1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien | DZD | 0,0069 | 100,00 | 10.527.010 |
| 1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | INR | 0,0118 | 99,00 | -625.534.623 |
| 1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,8755 | 100,00 | 7.639.304 |
| 1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 49,00 | 122.351.51 |
| 1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | GEL | 0,2818 | 100,00 | 510.368 |
| 1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 100,00 | 118.176 |
| 1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 0,0103 | 99,00 | 338.181.40 |
| 1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | CRC | 0,0015 | 100,00 | 2.272.749 |
| 1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | DOP | 0,0155 | 95,00 | 5.083.001 |
| 1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0021 | 100,00 | - |
| 1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien | COP | 0,0002 | 100,00 | 121.334.071 |
| 1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama | USD | 0,8755 | 100,00 | 9.574 |
| 1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | IQD | 0,0007 | 100,00 | -92.664.294 |
| 1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 49,00 | 3.795.354 |
| 1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana | GHS | 0,1527 | 100,00 | 1.050.259 |
| 1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei | EUR | 1,0000 | 100,00 | - |
| 1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | SEK | 0,0954 | 100,00 | 1.214.693 |
| 1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark | DKK | 0,1342 | 100,00 | 2.525.006 |
| 1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha | USD | 0,8755 | 100,00 | 51.472 |
| 1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | INR | 0,0118 | 100,00 | -17.334.698 |
| 1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan | BTN | 0,0118 | 74,00 | 17.200.768 |
| 1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea | PGK | 0,2499 | 100,00 | - |
| 1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 159.354 |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 191.268.53 |
| 1.1.2.1 Inland: | ||||
| 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 15,00 | 22.926.870 |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 15,00 | 9.338.546 |
| 1.1.2.1.2.1 Inland | ||||
| 1.1.2.1.2.2 Ausland | ||||
| 1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | SGD | 0,6352 | 100,00 | - |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 6.865.305 |
| 1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 20.907.937 |
| 1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 85,00 | 22.926.870 |
| 1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 512.750 |
| 1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 15.489.872 |
| 1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 85,00 | 9.338.546 |
| 1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | - |
| 1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 840.525 |
| 1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 34.097.488 |
| 1.1.2.2 Ausland | ||||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 26.586.005 |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 3.324.880 |
| 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | EUR | 1,0000 | 0,10 | 2.900.993 |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | TWD | 0,0298 | 99,88 | 8.016.843 |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | CNY | 0,1270 | 100,00 | 185.860.80 |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | EUR | 1,0000 | 99,90 | 2.900.993 |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | MYR | 0,2085 | 100,00 | 70.548.060 |
| 1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 0,04 | 23.002.339 |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1270 | 100,00 | 71.973.703 |
| 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1270 | 100,00 | 14.306.84 |
| 1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 99,92 | 23.002.339 |
| 1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien | IDR | 0,0001 | 100,00 | 1.086.022.687 |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | YEN | 0,0082 | 100,00 | 562.413.299 |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.420.262 |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 100,00 | 6.284.142 |
| 1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 49,00 | - |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,8755 | 100,00 | 15.731.507 |
| 1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,8755 | 51,00 | 46.018.77 |
| 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,8755 | 100,00 | 20.053.615 |
| 1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | USD | 0,8755 | 49,00 | 46.018.77 |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | RUB | 0,0121 | 65,00 | -81.711.56 |
| 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | RUB | 0,0121 | 55,00 | 88.999.231 |
| 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | EUR | 1,0000 | 100,00 | 3.873.051 |
| 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | GBP | 1,1240 | 100,00 | 5.119.831 |
| 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 0,1242 | 59,00 | 43.302.211 |
| 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | RUB | 0,0121 | 100,00 | 469.887.385 |
| 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien | INR | 0,0118 | 99,00 | 188.050.595 |
| 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | UAH | 0,0324 | 100,00 | |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | AUD | 0,6043 | 100,00 | 525.893 |
| 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,1697 | 60,00 | 1.893.548 |
| 1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,1697 | 99,00 | -210.094 |
| 1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | BWP | 0,0758 | 51,00 | |
| 1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen | PLN | 0,2251 | 100,00 | 10.179.824 |
| 1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama | PAB | 0,8757 | 100,00 | -138.622 |
| 1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada | CAD | 0,6536 | 100,00 | 1.406.403 |
| 1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | EUR | 1,0000 | 100,00 | 38.183 |
| 1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 1.070.312 |
| 1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | IRR | 0,000021 | 99,00 | - |
| 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 14.981.029 |
| 1.1.3.1 Inland: | ||||
| 1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 111.542 |
| 1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 340.745 |
| 1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | - |
| 1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 50,00 | - |
| 1.1.3.2 Ausland: | ||||
| 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | RUB | 0,0121 | 100,00 | -3.619.835 |
| 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 841.821 |
| 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 119.722 |
| 1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 127.025 |
| 1.1.6.1. Inland | ||||
| 1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 99,00 | 633.000 |
| 1.1.6.2. Ausland | ||||
| 1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | INR | 0,0118 | 0,02 | 139.881.183 |
| 1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | USD | 0,8755 | 12,00 | 4.313.911 |
| 1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | BDT | 0,0103 | 1,00 | 338.181.407 |
| 1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | TRY | 0,1242 | 1,00 | 43.302.211 |
| 1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | INR | 0,0118 | 1,00 | 188.050.595 |
| 1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | BRL | 0,1697 | 1,00 | -210.094 |
| 1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | THB | 0,0280 | 0,04 | 23.002.339 |
| 1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | IRR | 0,0000 | 1,00 | |
| 1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 9.448.304 |
| 1.1.7.1 Inland | ||||
| 1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 3.810.273 |
| 1.1.7.1.1.1 Inland | ||||
| 1.1.7.1.1.2 Ausland | ||||
| 1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen | PLN | 0,2251 | 100,00 | 7.306.238 |
| 1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0011 | 0,01 | 1.599.538.577 |
| 1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 65.614 |
| 1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 16.053 |
| 1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 100,00 | 422.278 |
| 1.1.7.2 Ausland | ||||
| 1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | CAD | 0,6536 | 100,00 | 1.529 |
| 1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika | ZAR | 0,0533 | 100,00 | 1.209.38 |
| 1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | NAD | 0,0533 | 100,00 | 1.386.95 |
| 1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika | ZAR | 0,0533 | 100,00 | 2.756.360 |
| 1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo | USD | 0,8755 | 49,00 | 66.022 |
| 1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien | GBP | 1,1240 | 100,00 | 0 |
| 1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz | CHF | 0,9341 | 100,00 | 37.986 |
| 1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 49,00 | 1.188.19 |
| 1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | HUF | 0,0028 | 100,00 | 793.490.000 |
| 1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien | USD | 0,8755 | 100,00 | 18.005.003 |
| 1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | USD | 0,8755 | 83,33 | 22.228.957 |
| 1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper | i USD | 0,8755 | 100,00 | 0 |
| 1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien | USD | 0,8755 | 60,00 | 523.075 |
| 1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | AED | 0,2384 | 100,00 | 13.644 |
| 1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0011 | 99,99 | 1.599.538.577 |
| 1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile | CLP | 0,0011 | 60,00 | 1.923.385.000 |
| 1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | EUR | 1,0000 | 100,00 | 106.379 |
| 1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | MAD | 0,0924 | 100,00 | -12.212.368 |
| 1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal | XOF | 0,0015 | 100,00 | 1.851.282.732 |
| 1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien | SAR | 0,2333 | 100,00 | 195.645 |
| 1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1270 | 100,00 | 2.982.829 |
| 1.2 Ausland | ||||
| 1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind | INR | 0,0118 | 99,98 | 139.881.183 |
| 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| 2.1 Inland | ||||
| 2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik | EUR | 1,0000 | 50,00 | - |
| 2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 30,00 | 142.320 |
| 2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 40,00 | 12.874.632 |
| 2.2 Ausland | ||||
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | EUR | 1,0000 | 30,00 | - |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | EUR | 1,0000 | 50,00 | 546.404 |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | OMR | 2,2743 | 52,50 | 16.414.245 |
| 2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain | BHD | 2,3215 | 53,00 | 10.000 |
| 2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | CNY | 0,1270 | 50,00 | -849.656 |
| 2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation | RUB | 0,0121 | 20,70 | - |
| 2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | KZT | 0,0021 | 50,00 | 2.644.860.656 |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh | ||||
| 3.1 Inland | ||||
| 3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 16,66 | - |
| 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 20,00 | - |
| 3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 10,00 | - |
| 3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 4,18 | - |
| 3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland | EUR | 1,0000 | 2,00 | - |
| Kommentare: |
| Name und Sitz der Gesellschaft | Gesamtergebnis (Landeswährung) | Bauer AG Anteil am Ergebnis in T€ |
|---|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | ||
| 1.1 Inland | ||
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 665.966 | 666 |
| 1.1.1.1 Inland | ||
| 1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 3 749 | 1 |
| 1.1.1.2 Ausland | ||
| 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich | -1.471.204 | -1.47 |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | 757.128 | 851 |
| 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | -13.685 | -15 |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) | -38.206.732 | -7.967 |
| 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | -4.579.859 | -2.767 |
| 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | -467.785 | -53 |
| 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | 127.481 | 30 |
| 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | 63.413 | 42 |
| 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | 163.954.154 | 5.079 |
| 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | - | - |
| 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | 258.191.996 | 15 |
| 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn | 284.398.542 | 810 |
| 1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | 14.865 | 15 |
| 1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | 63.413 | 7 |
| 1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | 258.191.996 | 1 |
| 1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | -328.950.059 | -1 |
| 1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | -10.119.627 | -1 |
| 1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | -16.730.246 | -3 |
| 1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | -286.172.406 | -34 |
| 1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | -283.172.841 | -31.966 |
| 1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | -52.061.498.243 | -1.962 |
| 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | -630.479.620 | -11.136 |
| 1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | -211.083 | -108 |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | 498.529 | 499 |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | 197.552 | 185 |
| 1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien | 374 | 0 |
| 1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama | -3.013.958 | -2.639 |
| 1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik | -2.105.335 | -2 |
| 1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 7.471.404 | 1.781 |
| 1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | 9.538.324 | 2.293 |
| 1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation | -537.283.164 | -6.495 |
| 1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | -16.730.246 | -23 |
| 1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | 299.855 | 196 |
| 1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | -10.119.627 | -283 |
| 1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | -328.950.059 | -4.697 |
| 1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien | -460.201 | -3 |
| 1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | -286.172.406 | -3.347 |
| 1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | 5.605.599 | 4.908 |
| 1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | -328.950.059 | -4.514 |
| 1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | -512.657 | -144 |
| 1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | -8.304 | -2 |
| 1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | 20.905.682 | 214 |
| 1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | -14.399.545 | -22 |
| 1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | -2.105.335 | -31 |
| 1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | - | - |
| 1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien | -13.332.315 | -3 |
| 1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama | 3.581 | 3 |
| 1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | -3.547.377 | -3 |
| 1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | 889.301 | 212 |
| 1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana | -4.167.387 | -636 |
| 1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei | - | - |
| 1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | i-2.485.944 | -237 |
| 1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark | 2.597.910 | 349 |
| 1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha | -31.873 | -28 |
| 1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | -17.434.698 | -206 |
| 1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan | -627.232 | -5 |
| 1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea | - | - |
| 1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | 109.354 | 109 |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 2.544.741 | 2.545 |
| 1.1.2.1 Inland: | ||
| 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | -14.557 | -2 |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | 0 | 0 |
| 1.1.2.1.2.1 Inland | ||
| 1.1.2.1.2.2 Ausland | ||
| 1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | - | - |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 584.884 | 585 |
| 1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | 1.786.940 | 1.787 |
| 1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | -14.557 | -12 |
| 1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | -999.734 | -1.000 |
| 1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 322.401 | 322 |
| 1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | 0 | 0 |
| 1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 240.525 | 241 |
| 1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland | 8.661.611 | 6.168 |
| 1.1.2.2 Ausland | ||
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur | 4.364.728 | 4.365 |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | -111.331 | -11 |
| 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | 256.474 | 0 |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | -144.838 | -4 |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | 11.491.873 | 1.459 |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | 256.474 | 256 |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | 1.566.693 | 327 |
| 1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | -208.260 | -6 |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | -161.471 | -45 |
| 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | 1.138.85 | 145 |
| 1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | -208.260 | -6 |
| 1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien | -448.186.019 | -45 |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | 111.829.923 | 917 |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | -1.133.161 | -1.133 |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | -2.354.040 | -561 |
| 1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | - | - |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | -20.807.449 | -18.217 |
| 1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | 2.380.806 | 1.063 |
| 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika | 682.776 | 598 |
| 1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | 2.380.806 | 1.021 |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | -102.961.209 | -810 |
| 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | 23.428.536 | 156 |
| 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | 704.284 | 704 |
| 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | 2.000.176 | 2.248 |
| 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | 19.573.813 | 1.434 |
| 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | 53.039.13 | 642 |
| 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien | 16.948.276 | 198 |
| 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | - | - |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | -904.090 | -546 |
| 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | 229.685 | 23 |
| 1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | -1.916.772 | -322 |
| 1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | - | - |
| 1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen | 1.091.32. | 246 |
| 1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama | -30.871 | -27 |
| 1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada | 762.454 | 498 |
| 1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | -11.638 | -12 |
| 1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | -407.669 | -408 |
| 1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | - | - |
| 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 364.706 | 365 |
| 1.1.3.1 Inland: | ||
| 1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 8.622 | 9 |
| 1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 0 | 0 |
| 1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 1.1.3.2 Ausland: | ||
| 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | 308.054 | 4 |
| 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 243.774 | 244 |
| 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 7.481 | 7 |
| 1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 9.824 | 10 |
| 1.1.6.1. Inland | ||
| 1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | -1.514.036 | -1.499 |
| 1.1.6.2. Ausland | ||
| 1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | 40.529.489 | 0 |
| 1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | 63.413 | 7 |
| 1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | 20.905.682 | 2 |
| 1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | 19.573.813 | 24 |
| 1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | 16.948.276 | 2 |
| 1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | -1.916.772 | -3 |
| 1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | -208.260 | 0 |
| 1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | - | - |
| 1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | -16.365.005 | -16.365 |
| 1.1.7.1 Inland | ||
| 1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | 1.664.247 | 1.664 |
| 1.1.7.1.1.1 Inland | ||
| 1.1.7.1.1.2 Ausland | ||
| 1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen | 69.544 | 16 |
| 1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | 179.165.452 | 0 |
| 1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | -1.498 | -1 |
| 1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland | -1.605 | -2 |
| 1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 52.112 | 52 |
| 1.1.7.2 Ausland | ||
| 1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | -221 | 0 |
| 1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika | 1.479.677 | 79 |
| 1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | 46.052 | 2 |
| 1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika | 58.036 | 3 |
| 1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo | 77.342 | 68 |
| 1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien | 0 | 0 |
| 1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz | -9.048 | -8 |
| 1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | -1.039.753 | -248 |
| 1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | -136.888.000 | -390 |
| 1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien | -11.778 | -10 |
| 1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | -11.568.117 | -8.440 |
| 1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper | 0 | 0 |
| 1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien | 147.471 | 77 |
| 1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | 0 | 0 |
| 1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | 179.165.452 | 197 |
| 1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile | 304.663.000 | 201 |
| 1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | 16.646 | 17 |
| 1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | -4.313.017 | -399 |
| 1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal | -113.588.590 | -170 |
| 1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien | -282.584 | -66 |
| 1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | -1.544.68 | -196 |
| 1.2 Ausland | ||
| 1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind | 40.529.489 | 478 |
| 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | ||
| 2.1 Inland | ||
| 2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik | - | - |
| 2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | 33.608 | 10 |
| 2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 4.423.689 | 1.769 |
| 2.2 Ausland | ||
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | - | - |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | 282.728 | 141 |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | 3.883.739 | 4.637 |
| 2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain | 0 | 0 |
| 2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | -2.849.656 | -181 |
| 2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation | - | - |
| 2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | 1.666.395.633 | 1.750 |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh | ||
| 3.1 Inland | ||
| 3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| 3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland | - | - |
| Kommentare: |
| Name und Sitz der Gesellschaft | |
|---|---|
| 1. Verbundene Unternehmen | |
| 1.1 Inland | |
| 1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.1.1 Inland | |
| 1.1.1.1.1 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.1.2 Ausland | |
| 1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H Wien, Österreich | |
| 1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien | |
| 1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien | |
| 1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) | |
| 1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien | |
| 1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | |
| 1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien | |
| 1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | |
| 1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten | |
| 1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate for Technical Engineering Works, Tripolis, Lybien | 7) |
| 1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | |
| 1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Speciális Mélyépitó Kft., Budapest, Ungarn | |
| 1.1.1.2.10 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur | |
| 1.1.1.2.10.1 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | |
| 1.1.1.2.10.2 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien | |
| 1.1.1.2.10.3 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.1.2.10.4 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | |
| 1.1.1.2.10.5 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | |
| 1.1.1.2.10.6 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | |
| 1.1.1.2.11 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China | |
| 1.1.1.2.12 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam | |
| 1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen | |
| 1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien | |
| 1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande | |
| 1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz | |
| 1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Bishops Stortford, Großbritannien | |
| 1.1.1.2.18 BAUER FUNDACIONES PANAMÁ S.A., Panama City, Panama | |
| 1.1.1.2.18.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik | |
| 1.1.1.2.19 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | |
| 1.1.1.2.19.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar | 3) |
| 1.1.1.2.20 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation | |
| 1.1.1.2.21 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola | |
| 1.1.1.2.22 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada | |
| 1.1.1.2.23 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand | 4) |
| 1.1.1.2.23.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.1.2.24 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien | |
| 1.1.1.2.25 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien | |
| 1.1.1.2.26 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika | |
| 1.1.1.2.27 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.1.2.28 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Tbilisi, Georgien | |
| 1.1.1.2.29 BAUER Engineering International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | |
| 1.1.1.2.29.1 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | |
| 1.1.1.2.30 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., Alajuela, Costa Rica | |
| 1.1.1.2.31 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik | |
| 1.1.1.2.32 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan | 8) |
| 1.1.1.2.33 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien | |
| 1.1.1.2.34 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama | |
| 1.1.1.2.35 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak | 9) |
| 1.1.1.2.36 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | 1) |
| 1.1.1.2.37 BAUER Engineering Ghana Ltd., Accra, Ghana | |
| 1.1.1.2.38 BAUER Geoteknoloji Insaat Anonim Sirketi, Istanbul, Türkei | 7) |
| 1.1.1.2.39 Sverige BAUER GL AB, Stockholm, Schweden | |
| 1.1.1.2.40 BAUER DK A/S, Kopenhagen, Dänemark | |
| 1.1.1.2.41 BAUER Special Foundations Cambodia Co., Ltd., Daun Penh, Kambodscha | |
| 1.1.1.2.42 BAUER Engineering India Private Limited, Gurgaon (Haryana), Indien | |
| 1.1.1.2.43 BAUER Bhutan Pvt. Ltd., Thimphu-Khangkhulu, Bhutan | |
| 1.1.1.2.44 BAUER ENGINEERING PNG LIMITED, National Capital District, Papua-Neuguinea | 7) |
| 1.1.1.2.45 BAUER Fondations SAS, Paris, Frankreich | |
| 1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1 Inland: | |
| 1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.2.1 Inland | |
| 1.1.2.1.2.2 Ausland | |
| 1.1.2.1.2.2.1 EURODRILL ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | 7) |
| 1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.4.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.6 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.6.1 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.7 Obermann MAT GmbH, Michelstadt, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 1.1.2.1.8 rig.plus GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.1.9 BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen; Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.2.2 Ausland | |
| 1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur | |
| 1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur | |
| 1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | |
| 1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan | |
| 1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China | |
| 1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China | |
| 1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia | |
| 1.1.2.2.1.5.1 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | |
| 1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | |
| 1.1.2.2.1.8 BAUER Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.2.2.1.9 P. T. BAUER Equipment Indonesia, Jakarta, Indonesien | |
| 1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan | |
| 1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien | |
| 1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | |
| 1.1.2.2.4.1 BAUER Equipment Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | 5) 7) |
| 1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | |
| 1.1.2.2.5.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | |
| 1.1.2.2.6 BAUER Equipment America Inc., Woodlands, Vereinigte Staaten von Amerika | |
| 1.1.2.2.6.1 BAUER Manufacturing LLC, Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika | |
| 1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation | |
| 1.1.2.2.8 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation | |
| 1.1.2.2.9 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien | |
| 1.1.2.2.10 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien | |
| 1.1.2.2.11 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | |
| 1.1.2.2.12 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation | |
| 1.1.2.2.13 BAUER Equipment India Private Limited, Nav Mumbai, Indien | |
| 1.1.2.2.14 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine | 7) |
| 1.1.2.2.15 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien | |
| 1.1.2.2.16 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | |
| 1.1.2.2.17 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | |
| 1.1.2.2.18 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana | 7) |
| 1.1.2.2.19 BAUER Maszyny Polska Sp.z.o.o., Warschau Polen | |
| 1.1.2.2.20 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama | |
| 1.1.2.2.21 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada | |
| 1.1.2.2.22 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur | |
| 1.1.2.2.23 BAUER Machines SAS, Strasbourg, Frankreich | |
| 1.1.2.2.24 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | 7) |
| 1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.3.1 Inland: | |
| 1.1.3.1.1 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.3.1.2 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.3.1.3 Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.3.1.4 Schacht- und Bergbau Spezialgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 1.1.3.2 Ausland: | |
| 1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation | |
| 1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.6.1. Inland | |
| 1.1.6.1.1 fielddata.io GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.6.2. Ausland | |
| 1.1.6.2.1 BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien | |
| 1.1.6.2.2 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon | |
| 1.1.6.2.3 BAUER Bangladesh Limited, Dhaka, Bangladesch | |
| 1.1.6.2.4 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei | |
| 1.1.6.2.5 BAUER Equipment India Private Limited, Navi Mumbai, Indien | |
| 1.1.6.2.6 BAUER Equipamientos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda., Sao Paulo, Brasilien | |
| 1.1.6.2.7 Bauer Technologies (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand | |
| 1.1.6.2.8 BAUER Maschinen Pars LLC, Teheran, Iran | |
| 1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.7.1 Inland | |
| 1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.7.1.1.1 Inland | |
| 1.1.7.1.1.2 Ausland | |
| 1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen | |
| 1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | |
| 1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.7.1.3 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.7.1.4 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 1.1.7.2 Ausland | |
| 1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada | |
| 1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Midrand, Südafrika | |
| 1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia | |
| 1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Midrand, Südafrika | |
| 1.1.7.2.2.3 BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, Lubumbashi/Haut-Katanga, Republik Kongo | 6) |
| 1.1.7.2.3 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien | |
| 1.1.7.2.4 FORALITH Drilling Support AG, Baden-Dättwil, Schweiz | |
| 1.1.7.2.5 BAUER Emirates Environment Technologies & Seivices LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate | 2) |
| 1.1.7.2.6 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn | |
| 1.1.7.2.7 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien | |
| 1.1.7.2.7.1 Site Group for Seivices and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien | |
| 1.1.7.2.7.1.1 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zyper | |
| 1.1.7.2.7.2 Technical Dimension Co. for Maintenance Seivices and Projects Operation Ltd., Amman, Jordanien | |
| 1.1.7.2.7.3 Water Well Equipment Limited, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate | |
| 1.1.7.2.8 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile | |
| 1.1.7.2.8.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile | |
| 1.1.7.2.9 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich | |
| 1.1.7.2.10 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko | |
| 1.1.7.2.11 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal | |
| 1.1.7.2.12 BAUER Resources Saudi LLC, Riyadh, Saudi Arabien | |
| 1.1.7.2.13 BAUER (Shanghai) Resources Environmental Engineering Technology Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | |
| 1.2 Ausland | |
| 1.2.1. BAUER Corporate Seivices Private Limited, Mumbai, Ind | |
| 2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | |
| 2.1 Inland | |
| 2.1.1 TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Bundesrepublik | 7) |
| 2.1.2 Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 2.1.3 SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | |
| 2.2 Ausland | |
| 2.2.1 TERRABAUER S.L., Madrid, Spanien | 7) |
| 2.2.2 Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Nußdorf am Haunsberg, Österreich | |
| 2.2.3 BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman | |
| 2.2.4 BAUER Resources Bahrain W.L.L., Diplomatic Area, Bahrain | |
| 2.2.5 BAUER Technology (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China | |
| 2.2.6 Offene Aktiengesellschaft Mostostroijindustria, Moskau, Russische Föderation | 7) |
| 2.2.7 TOO SCHACHTBAU Kasachstan, Almaty, Kasachstan | |
| 3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteh | |
| 3.1 Inland | |
| 3.1.1 Wöhr + BAUER GmbH, München, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 3.1.2 Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 3.1.3 Deusa International GmbH, Bleicherode, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 3.1.4 Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| 3.1.5 Digitales Gründerzentrum der Region Ingolstadt GmbH, Ingolstadt, Bundesrepublik Deutschland | 7) |
| Kommentare: |
1) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Verein
2) Die BAUER Resources GmbH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
3) Die BAUER International FZE hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
5) Die BAUER Equipment Gulf FZE hält 49% an BAUER Equipment Gulf LLC, das Ergebnis steht der BMA aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)
6) Die BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd hält 49% an BAUER TECHNOLOGIES RDC LTD SARL, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertraglich
7) Abschluss der Gesellschaft liegt noch nicht vor
8) Gesellschaft still gelegt
9) Geschäftsbetrieb eingestellt
Aufstellung zum Anteilsbesitz - Arbeitsgemeinschaften
| Name und Sitz der Arbeitsgemeinschaft | Anteil am Kapital |
|---|---|
| in % | |
| --- | --- |
| Abbruch/Spezialtiefbau SIEMENS Headquarter, München, Bundesrepublik Deutschland | 25,61 |
| ABS-Hanau-Nantenbach Umfahrung Schwarzkopftunnel, Hain i. S. | 20,59 |
| Arge 2. S-Bahn Stammstrecke VE10 Oberirdisch West, München, Bundesrepublik Deutschland | 10,00 |
| Arge 2. S-Bahn Stammstrecke VE30 Robbau Tunnel West und Hauptbahnhof Bahnhofplatz Oberirdisch West, München, Bundesrepublik Deutschland | 10,00 |
| ARGE A26/A7 Untergrundverbesserung Bl 3.2, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland | 46,75 |
| Arge A72 Borna - Rötha, Borna, Bundesrepublik Deutschland | 23,60 |
| Arge A72 RRB 1+5, Borna, Bundesrepublik Deutschland | 9,20 |
| Arge A72 RRB 2-4 + Regenklärbecken, Borna, Bundesrepublik Deutschland | 8,87 |
| Arge Abbruch und Baugrube Schwabinger Carré II München, München, Bundesrepublik Deutschland | 58,43 |
| Arge Abbruch und Baugrube Schwanthalerstr. 70 München, München, Bundesrepublik Deutschland | 67,92 |
| ARGE Abbruch und Tiefbau T1 München, München, Bundesrepublik Deutschland | 45,05 |
| ARGE Baugrube ÄKN Hannover, Hannover, Bundesrepublik Deutschland | 62,36 |
| ARGE Baugrube Haardtring Darmstadt, Darmstadt, Bundesrepublik Deutschland | 28,61 |
| ARGE Baugrube HTW Dresden, Dresden, Bundesrepublik Deutschland | 56,46 |
| ARGE Baugrube iCampus Rhenania München, München, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| ARGE Baugrube JoGu Mainz CfP-MAMI, Mainz, Bundesrepublik Deutschland | 57,54 |
| ARGE Baugrube Johannisgasse Leipzig, Leipzig, Bundesrepublik Deutschland | 63,60 |
| ARGE Baugrube Kaiserlei Offenbach, Offenbach, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| ARGE Baugrube Koppstraße 4 München, München, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Baugrube Neubau Messehalle 5 Frankfurt, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland | 38,45 |
| ARGE Baugrube Pergamonmuseum Berlin, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | 14,67 |
| ARGE Baugrube Schrobenhausener Str. 15 München, München, Bundesrepublik Deutschland | 51,96 |
| ARGE Baugrube Südstadtbogen Neu-Ulm, Neu-Ulm, Bundesrepublik Deutschland | 51,02 |
| ARGE Baugrube Tafelhofpalais Nürnberg, Nürnberg, Bundesrepublik Deutschland | 36,63 |
| ARGE Baugrube Upper-Nord Tower Düsseldorf, Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland | 81,03 |
| ARGE Bodenaustausch Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| Arge Bosch Block 1 Stuttgart-Feuerbach, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Arge Braunlage Hasselkopftunnel, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE CEFAM Uniklinik Köln, Köln, Bundesrepublik Deutschland | 69,34 |
| ARGE Entsorgung QMBA Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland | 4,41 |
| Arge EÜ Bega, Westerkappe-Velpe, Bundesrepublik Deutschland | 42,40 |
| ARGE GA Neukirchen-Vilseck, Vilseck, Bundesrepublik Deutschland | 27,87 |
| ARGE Gateway Gardens Los 1, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland | 27,18 |
| ARGE Gepäcktunnel Fraport, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland | 26,18 |
| ARGE GMA HKW Jena, Jena, Bundesrepublik Deutschland | 42,72 |
| Arge Große Elsteflutbrücke - RiFa Halle, Halle/Saale, Bundesrepublik Deutschland | 24,00 |
| Arge GWW B30 Ravensburg, Ravensburg, Bundesrepublik Deutschland | 38,05 |
| ARGE HPW CHA 1, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | 34,93 |
| ARGE Huyssenquartier Essen, Essen, Bundesrepublik Deutschland | 53,47 |
| ARGE Kaufland Esslingen, Esslingen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Kaufland Gröbenzell, Gröbenzell, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Kaufland Helmstedt, Helmstedt, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Kaufland Rheinfelden, Rheinfelden, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Kaufland Schrobenhausen, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Arge KBW Lage, Westerkappe-Velpe, Bundesrepublik Deutschland | 18,60 |
| ARGE Kö-Bogen II Düsseldorf 1.BA, Düsseldorf, Bundesrepublik Deutschland | 25,51 |
| ARGE München Lerchenfeldstraße 4,5 und 6, München, Bundesrepublik Deutschland | 63,15 |
| ARGE Nachverdichtung "Reifen-Rauch-Areal" Mainz, Mainz, Bundesrepublik Deutschland | 73,97 |
| Arge Nachverdichtung Platensiedlung Ginnheim, Frankfurt a. M., Bundesrepublik Deutschland | 78,19 |
| Arge NBS Ulm Merklingen, Merklingen, Bundesrepublik Deutschland | 4,64 |
| ARGE Neubau 2. Schleuse Zerben, Zerben, Bundesrepublik Deutschland | 27,35 |
| ARGE Postsdam Babelsberger Straße, Potsdam, Bundesrepublik Deutschland | 47,05 |
| ARGE RÜB Willigisbrücke Aschaffenburg, Aschaffenburg, Bundesrepublik Deutschland | 37,87 |
| ARGE RÜB4 Weißenfels, Weißenfels, Bundesrepublik Deutschland | 18,67 |
| Arge Rückbau und Baugrube Leo 204 München, München, Bundesrepublik Deutschland | 19,74 |
| ARGE Rückhaltebecken Feldolling BA8-11, Feldolling, Bundesrepublik Deutschland | 30,69 |
| Arge Rütgers Brauchwasserbecken, Castrop-Rauxel, Bundesrepublik Deutschland | 41,59 |
| Arge S2 Nord - ENB von 4EÜ, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | 14,67 |
| ARGE Sanierung ehem. Kettenfabrik Barchfeld, Barchfeld, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| Arge Spezialtiefbau Aicherpark WTRO, Rosenheim, Bundesrepublik Deutschland | 67,69 |
| ARGE Spezialtiefbau BW 8.2 Rosenheim, Rosenheim, Bundesrepublik Deutschland | 50,24 |
| Arge SPT WBA Plessa, Plessa, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| ARGE Stuttgart S21 Interregiokurve PFA 1.6a, Stuttgart, Bundesrepublik Deutschland | 9,47 |
| ARGE Tunnel Diez B417, Diez, Bundesrepublik Deutschland | 12,44 |
| ARGE Umgehung B427 Bad Bergzabern, Bad Bergzabern, Bundesrepublik Deutschland | 40,00 |
| Arge Venner-Moor-Brücke, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland | 32,62 |
| ARGE Verbau und Erdarbeiten Neubau C20 Neckarsulm, Neckarsulm, Bundesrepublik Deutschland | 44,13 |
| Arge VTRA und Bodenaustausch Schwarze Pumpe, Schwarze Pumpe, Bundesrepublik Deutschland | 47,26 |
| Arge Wasseraufbereitungsanlage Plessa, Los Baufeldumschließung, Plessa, Bundesrepublik Deutschland | 35,67 |
| ARGE WBA Helmsdorf, Helmsdorf, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| ARGE Westtangente Freising BA2 Tunnel Vötting, Freising, Bundesrepublik Deutschland | 21,93 |
| ARGE Zollhafen Mainz Rheinallee 1, Mainz, Bundesrepublik Deutschland | 44,70 |
| Baugrube Siemens Headquarter, München, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Erde/Ausrüstung Neubau Schleuse Wusterwitz, Wusterwitz, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Ersatzneubau Salvador-Allende-Brücke, Berlin, Bundesrepublik Deutschland | 31,41 |
| ETS Schacht Konrad, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| EÜ Cherbourger Straße, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland | 26,00 |
| EÜ Rüdesheim, Bebra, Bundesrepublik Deutschland | 40,90 |
| EÜ Sterndamm, Markkleeberg, Bundesrepublik Deutschland | 28,22 |
| Frankfurt Palais Quartier, Frankfrut a. M., Bundesrepublik Deutschland | 25,00 |
| Haldensleben, Beber-Düker, Osterweddingen, Bundesrepublik Deutschland | 37,95 |
| Katzenberg, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Müngstener Brücke Los 2, Stadtlohn, Bundesrepublik Deutschland | 30,76 |
| Neubau Schleuse Wusterwitz, Wusterwitz, Bundesrepublik Deutschland | 27,45 |
| Nord-Süd Stadtbahn Köln Los Nord, Köln, Bundesrepublik Deutschland | 11,34 |
| OU Pinneberg, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland | 40,10 |
| Reiche Zeche, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
| Saalebrücke Schkopau, Halle/Saale, Bundesrepublik Deutschland | 30,81 |
| Schleuse Büssau, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland | 19,81 |
| Sebaldsbrücker Heerstraße, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland | 13,17 |
| Spreetal, Schiffschleuse, Lauchhammer, Bundesrepublik Deutschland | 39,32 |
| Spreetal, Wirtschaftswegbrücke, Lauchhammer, Bundesrepublik Deutschland | 32,90 |
| Stahlbau Arge Müngstener Brücke, Duisburg, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Tunnel Luise-Kiesselbach-Platz, München, Bundesrepublik Deutschland | 23,49 |
| Verfüllung Grube Obermantelkirchen, Obermantelkirchen, Bundesrepublik Deutschland | 50,00 |
| Weserbrücke Beverungen, Westerkappeln, Bundesrepublik Deutschland | 37,00 |
| WKA Bremen Hemelingen, Bremen, Bundesrepublik Deutschland | 100,00 |
Vorschlag zur Gewinnverwendung
Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft schließt ab mit einem Jahresfehlbetrag von -14.143,22 €.
Zusammen mit dem Verlustvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von -49.612,91 € ergibt sich ein Bilanzverlust in Höhe von -63.756,13 €. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen.
Schrobenhausen, 31. März 2021
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg Vorsitzender des Vorstand |
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler |
| Peter Hingott | Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 114 Abs. 2 WpHG
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Schrobenhausen, den 31. März 2021
BAUER Aktiengesellschaft
Der Vorstand
| Dipl.-Phys. Michael Stomberg Vorsitzender des Vorstand |
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler |
| Peter Hingott | Dipl.-Ing. (FH) Florian Bauer |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts " unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht war folgender Sachverhalt am bedeutsamsten in unserer Prüfung:
1 Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
Unsere Darstellung dieses besonders wichtigen Prüfungssachverhalts haben wir wie folgt strukturiert:
1 Sachverhalt und Problemstellung
2 Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse
3 Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir den besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar:
1 Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen
1 Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Finanzanlagen" Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von T€ 285.006 (84,3 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die BAUER Aktiengesellschaft hat zum Abschlussstichtag die Werthaltigkeit ihrer Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen überprüft. Zur Ermittlung der beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und der wesentlichen Beteiligungen wurden durch die BAUER Aktiengesellschaft eigene Unternehmensbewertungen durchgeführt, bei denen die Barwerte der erwarteten künftigen Zahlungsströme, die sich aus den von den gesetzlichen Vertretern erstellten Planungsrechnungen ergeben, mittels Discounted-Cashflow-Modellen ermittelt wurden. Hierbei wurden auch Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung und Annahmen über die Entwicklung makroökonomischer Einflussfaktoren sowie die erwarteten Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, berücksichtigt. Die Diskontierung erfolgte mittels der individuell ermittelten Kapitalkosten der jeweiligen Finanzanlage. Auf Basis der ermittelten Werte der Gesellschaft sowie weiterer Dokumentationen ergab sich für das Geschäftsjahr 2020 kein Abwertungsbedarf.
Das Ergebnis dieser Bewertung ist in hohem Maße abhängig davon, wie die gesetzlichen Vertreter die künftigen Zahlungsströme einschätzen, sowie von den jeweils verwendeten Diskontierungszinssätzen und Wachstumsraten. Die Bewertungen sind daher, auch vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Corona-Krise, mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Vor diesem Hintergrund und aufgrund der hohen Komplexität der Bewertung und der wesentlichen Bedeutung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft war dieser Sachverhalt im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.
2 Im Rahmen unserer Prüfung haben wir unter anderem das methodische Vorgehen zur Bewertung nachvollzogen und ein Prozessverständnis gewonnen. Wir haben insbesondere beurteilt, ob die beizulegenden Werte der wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht mittels Discounted-Cashflow-Modellen unter Beachtung der relevanten Bewertungsstandards ermittelt wurden. Dabei haben wir uns unter anderem auf einen Abgleich mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen sowie auf Erläuterungen der gesetzlichen Vertreter zu den wesentlichen Werttreibern gestützt, die den erwarteten Zahlungsströmen zugrunde liegen. Zudem haben wir die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäftstätigkeit der verbundenen Unternehmen und der Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gewürdigt und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung der erwarteten Zahlungsströme nachvollzogen. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ geringe Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten Unternehmenswerts haben können, haben wir uns intensiv mit den bei der Bestimmung des verwendeten Diskontierungszinssatzes herangezogenen Parameter beschäftigt und das Berechnungsschema nachvollzogen.
Die von den gesetzlichen Vertretern angewandten Bewertungsparameter und zugrunde gelegten Bewertungsannahmen sind unter Berücksichtigung der verfügbaren Informationen aus unserer Sicht insgesamt geeignet, um die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sachgerecht vorzunehmen.
3 Die Angaben der Gesellschaft zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind in dem Kapitel "III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung" sowie Kapitel "IV. Bilanzerläuterungen", im Abschnitt "Anlagevermögen" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist:
| ― | die in Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB i.V.m. § 315d HGB" des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, enthaltene Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB und § 315d HGB |
| ― | den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach § 289b Abs. 3 HGB und § 315b Abs. 3 HGB |
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN
Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts nach § 317 Abs. 3b HGB
Prüfungsurteil
Wir haben gemäß § 317 Abs. 3b HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der beigefügten Datei Bauer_AG_EA_LB_ESEF-2020-12-31.zip enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen.
Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Jahresabschluss und zum beigefügten Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab.
Grundlage für das Prüfungsurteil
Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten beigefügten Datei enthaltenen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3b HGB unter Beachtung des Entwurfs des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3b HGB (IDW EPS 410) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätssicherungssystem des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) angewendet.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die ESEF- Unterlagen
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Jahresabschlusses und des Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB.
Ferner sind die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind zudem verantwortlich für die Einreichung der ESEF-Unterlagen zusammen mit dem Bestätigungsvermerk und dem beigefügten geprüften Jahresabschluss und geprüften Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, sowie weiteren offenzulegenden Unterlagen beim Betreiber des Bundesanzeigers.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF- Unterlagen
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt. |
| ― | beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Jahresabschlusses und des geprüften Lageberichts, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, ermöglichen. |
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU- APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Juni 2020 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. Juni 2020 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 1999 als Abschlussprüfer der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Jürgen Sehwehr.
Stuttgart, den 9. April 2021
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Jürgen Schwehr | ppa. Bernd Adamaszek |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Bericht des Aufsichtsrats 2020
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2020 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand und insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt, hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert und sich zu strategischen Themen und zur Risikolage ausgetauscht.
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, haben sich nicht ergeben.
SCHWERPUNKTE DER BERATUNGEN IM AUFSICHTSRATSPLENUM
Im Berichtsjahr fanden sechs Plenumssitzungen und zwei Beschlussfassungen im schriftlichen Umlaufverfahren statt. Die Geschäfts- und Ergebnisentwicklung, die Entwicklung des Auftragsbestands sowie die Entwicklungen auf den Märkten in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources waren Gegenstand in allen quartalsweisen Aufsichtsratssitzungen. Dabei bezieht der Aufsichtsrat die Berichte aus den Ausschüssen ein.
In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2019 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Berichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit und mit Berichterstattung des Abschlussprüfers geprüft. Die Formulierung der Bestätigungsvermerke zu den Prüfberichten wurden mit den Wirtschaftsprüfern vor dem Hintergrund der Verletzung von Finanzkennzahlen zum Jahresende eingehend behandelt. Ebenso wurden die Erklärung zur Unternehmensführung und der nichtfinanzielle Konzernbericht für das Geschäftsjahr 2019 bestätigt. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Wahl der Abschlussprüfer, mit dem Vergütungssystem und der Vergütung des Vorstands sowie mit der Einladung der Hauptversammlung befasst. Die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Geschäftsentwicklung wurde in der Sitzung ebenso beraten. Im Mai kam der Aufsichtsrat nochmals gesondert zu Beratungen zur COVID-19-Pandemie zusammen und ließ sich vom Vorstand in diesem Zusammenhang über die Auswirkungen auf die geschäftliche Entwicklung und die Finanzzahlen sowie über den Stand der Liquidität/ Finanzierung informieren. Der Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung als virtuelle Veranstaltung wurde durch den Aufsichtsrat in einem schriftlichen Umlaufverfahren zugestimmt.
Im Juni hat sich der Aufsichtsrat mit der Verstärkung des Managements im Segment Resources befasst und die Berichterstattung zur Geschäftsentwicklung in den Segmenten stand unter besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und der Maßnahmen zur Einsparung von Kosten. Weiter wurden die Finanzierungssituation und die Verfügbarkeit von Avalrahmen behandelt und der Beendigung des Joint Ventures mit der Schlumberger Gruppe in der Herstellung von Tiefbohranlagen wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat ließ sich zudem den Umgang im Baubereich mit Unterauslastungen im Projektgeschäft und über die Möglichkeiten zur Verschiebung von Kapazitäten über die Ländergrenzen hinweg durch die zuständige Geschäftsführung berichten.
In der September-Sitzung wurde erneut der Umgang mit den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie eingehend besprochen und Veränderungen in der Geschäftsentwicklung wurden vom Vorstand berichtet. Als weitere Schwerpunkte wurden die mittelfristige Konzernbilanzplanung sowie das Recruiting und die Entwicklung von Fach- und Führungskräften behandelt.
Anfang Dezember kam der Aufsichtsrat zusammen, um die Ausnutzung des genehmigten Kapitals und die Ausgabe von Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts zu beschließen. In der regulären Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde neben der Geschäftsentwicklung in den einzelnen Bereichen, die Vorstandsvergütung behandelt und ein neues Vergütungssystem für den Vorstand zur Vorlage an die nächste ordentliche Hauptversammlung sowie eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen und der Jahresplanung für das Geschäftsjahr 2021 zugestimmt. Weiter wurde die Effizienzprüfung durchgeführt und die Amtszeit und der Anstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds Peter Hingott wurden um weitere fünf Jahre verlängert.
ARBEIT IN DEN AUSSCHÜSSEN
Es gibt vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss nicht zusammentreten musste. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben deren Vorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet.
Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder sowie eine Neufassung des Vergütungssystems für den Vorstand sowie die Tantiemenrahmen vorbereitet. Der Ausschuss hat sich weiter mit der Erklärung zur Unternehmensführung zum Geschäftsjahr 2019 befasst.
Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Effizienzprüfung des Aufsichtsrats behandelt sowie die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Peter Hingott befürwortet.
Der Prüfungsausschuss kam im Berichtsjahr fünfmal zusammen. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung des nichtfinanziellen Konzernberichts, der Quartalsmitteilungen, des Halbjahresfinanzberichts und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses, des zusätzlichen Berichts des Abschlussprüfers, des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sowie mit der Wahl und Bestellung des Abschlussprüfers befasst und die Qualität der Abschlussprüfung beurteilt. Der Prüfungsausschuss hat die erforderliche Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers eingeholt und die Honorarvereinbarung getroffen. Prüfungsschwerpunkte zu besonders bedeutsamen Prüfungssachverhalten wurden in Abstimmung mit dem Abschlussprüfer festgelegt. Weiter hat der Ausschuss in einer Schwerpunktsitzung die Berichte zum Risikomanagement und zur Internen Revision entgegengenommen und die Hochrechnung zum Jahresende geprüft. Weiter wurde die Refinanzierung des Konsortialkredits überprüft und mit den Chancen und Risiken der Geschäftsentwicklung hat man sich regelmäßig befasst.
Der Nominierungsausschuss hat sich in einer Sitzung mit den Kandidatenvorschlägen zur Wahl des Aufsichtsrats im Jahr 2021 befasst.
Sitzungsteilnahmen der Aufsichtsratsmitglieder
| Aufsichtsratsplenum | Präsidial- und Personalausschuss | Prüfungsausschuss | Nominierungsausschuss | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl durchgeführter Sitzungen | 6 | 2 | 5 | 1 |
| Regina Andel | 6 | |||
| Dr.-Ing. Johannes Bauer | 6 | 2 | ||
| Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer | 6 | 2 | 1 | |
| Rainer Burg | 6 | |||
| Maria Engfer-Kersten | 6 | 5 | ||
| Robert Feiger | 6 | |||
| Reinhard Irrenhauser | 6 | 2 | ||
| Prof. Dr. Manfred Nußbaumer | 6 | 1 | ||
| Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl | 6 | |||
| Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher | 6 | 1 | ||
| Dipl.-Kffr. Andrea Teutenberg | 6 | 5 | ||
| Gerardus N.G. Wirken | 6 | 5 |
PRÄSENZ
Wie auch in den vorangegangenen Jahren konnte im Geschäftsjahr 2020 eine konstant hohe Teilnahmequote bei den Beratungen des Aufsichtsratsplenums sowie seiner Ausschüsse verzeichnet werden. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats bzw. seiner Ausschüsse haben im Geschäftsjahr 2020 an allen Sitzungen des Aufsichtsrats und dessen Ausschüssen teilgenommen, so dass bei allen Beratungen die Mitglieder vollständig anwesend waren.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG 2020
Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2020 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen, den nichtfinanziellen Konzernbericht und die Berichte der Abschlussprüfer einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an der Sitzung des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats hierzu teilgenommen.
Die Abschlussunterlagen mit dem nichtfinanziellen Konzernbericht und die Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt und von diesen geprüft. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben und der Veröffentlichung des nichtfinanziellen Konzernberichts wurde zugestimmt. Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 8. April 2021 behandelt und durch nachfolgende Beschlussfassung gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen. Mangels Bilanzgewinn kann den Aktionären kein Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns gemacht werden. Der Bilanzverlust wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.
Schrobenhausen, April 2021
Der Aufsichtsrat
Prof. Thomas Bauer
Aufsichtsratsvorsitzender
Erklärung gemäß § 161 Aktiengesetz
des Vorstandes und des Aufsichtsrates der BAUER Aktiengesellschaft
zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2019 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" (nachfolgend auch "Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 (nachfolgend auch "Kodex 2017") bis zum Inkrafttreten des Kodex in der von der Regierungskommission am 16. Dezember 2019 beschlossenen Fassung am 20. März 2020 (nachfolgend "Kodex 2020") mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:
1. Abweichend von Ziffer 3.8 des Kodex 2017 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.
2. Die in Ziff. 4.2.5 des Kodex 2017 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Juni 2016 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S.5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S.5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 des Kodex 2017 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde. Ebenso werden die vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats gezahlten Vergütungen oder gewährten Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen aus Datenschutzgründen nicht wie in Ziff. 5.4.6 gefordert individualisiert angegeben.
3. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu Ziffer 5.1.2 bzw. 5.4.1 des Kodex 2017 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.
4. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 war abweichend von Ziffer 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.
Ferner erklären Vorstand und Aufsichtsrat hiermit, dass den Empfehlungen des Kodex 2020 seit seinem Inkrafttreten am 20. März 2020 mit den nachstehenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
1. Abweichend von Empfehlung B.3 erfolgt die Erstbestellung von Vorstandsmitgliedern nicht für längstens drei Jahre, sondern entsprechend der gesetzlichen Höchstfrist gemäß § 84 Abs. 1 AktG in der Regel für fünf Jahre. Soweit Vorstandsmitglieder aus den Führungskräften der Unternehmensgruppe gewonnen werden und somit die Zusammenarbeit bereits längere Zeit beurteilt werden konnte, besteht keine Notwendigkeit die Erstbestellung zu verkürzen. Soweit Vorstandsmitglieder am Markt gewonnen werden, wird eine generell verkürzte Erstbestellung aufgrund des Wettbewerbs am Personalmarkt nicht befürwortet.
2. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sowie eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat wird abweichend zu den Empfehlungen B.5 und C.2 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit sowie Unabhängigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen oder Zugehörigkeitsdauern bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern oder bei deren Amtszeitverlängerung mit Ablauf der gesetzlich vorgesehenen Amtsperiode liegt die Verantwortung hinsichtlich der Beurteilung von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen im Aufsichtsrat und in der Hauptversammlung, die das Alter und die Unabhängigkeit bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen.
3. Abweichend von Empfehlung C.10 ist der Aufsichtsratsvorsitzende, der nach der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat zugleich Vorsitzender des mit der Vorstandsvergütung befassten Ausschusses ist, nicht unabhängig von der Gesellschaft und vom Vorstand. Die Kenntnisse und Fähigkeiten des Aufsichtsratsvorsitzenden, der auch lange Vorstandsmitglied der BAUER Aktiengesellschaft war und der auch für keine andere Position im Aufsichtsrat zu gewinnen gewesen wäre, werden für die Aufsichtsratsarbeit als vorteilhaft eingeschätzt. Im Übrigen setzt sich der Aufsichtsrat aus 12 Mitgliedern und nach Einschätzung des Aufsichtsrats aus genügend unabhängigen Mitgliedern zusammen, so dass eine genügende Kontrolle der Unabhängigkeit durch das Gremium gewährleistet ist.
4. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019 war abweichend von Empfehlung F.2 nicht binnen 90 Tagen, sondern binnen 100 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.
5. Die Empfehlungen G.1 - G.11 enthalten zahlreiche neue Empfehlungen zur Ausgestaltung des Vergütungssystems und der individuellen Vergütung der Vorstandsmitglieder. Für die Vergangenheit wurden die Empfehlungen G1, G6 bis G.11 nicht vollständig entsprochen. Dies betrifft insbesondere die Empfehlungen zur Bestimmung der Ziel-Gesamtvergütung, der Festlegung der relativen Anteile der Festvergütung einerseits und der variablen Vergütungsbestandteile andererseits, zum Zusammenwirken der Leistungskriterien, zur aktienbasierten variablen Vergütung und zur Rückforderung einer variablen Vergütung. Auf Basis der maßgeblichen gesetzlichen Regelungen sah der Aufsichtsrat das angewandte Vergütungssystems dennoch als angemessen und im Interesse der Gesellschaft stehend an. Vor dem Hintergrund der neuen Empfehlungen des DCGK und den Regelungen des Gesetzes zur Umsetzung der zweiten Aktionärsrechterichtlinie (ARUG II) befasste sich der Aufsichtsrat grundlegend mit dem Vergütungssystem für den Vorstand, welches der nächsten ordentlichen Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorgeschlagen werden soll. Nach der aktuellen Fassung des neuen Vergütungssystems sollen die Empfehlungen in G.10 nicht eingehalten werden. Es ist nicht vorgesehen, dass die gewährten variablen Netto-Vergütungsbeträge überwiegend in Aktien angelegt oder aktienbasiert gewährt werden und der Vorstand über die komplette langfristige variable Vergütung erst nach vier Jahren verfügen können soll. Stattdessen soll die aktienbasierte Vergütung lediglich etwa ein Viertel der variablen Zielvergütung ausmachen und nur der aktienbasierte Teil der variablen Vergütung einer Haltefrist von vier Jahren unterliegen. Dies wird in der Gesamtschau des Vergütungssystems für den Vorstand der BAUER Aktiengesellschaft als eine angemessenere Regelung als die Kodex-Empfehlung erachtet.
Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Schrobenhausen, den 08. Dezember 2020
| Michael Stomberg | Prof. Thomas Bauer |
| Vorstandsvorsitzender | Aufsichtsratsvorsitzender |