Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

Bauer AG Annual Report 2015

Jul 6, 2016

47_rns_2016-07-06_5eef0804-2594-40c4-9ef1-6d715ed4e385.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

BAUER Aktiengesellschaft

Schrobenhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

I. Unternehmensgruppe

Konzernstruktur

Die BAUER Gruppe ist führender Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Mit seinen über 110 Tochterfirmen verfügt Bauer über ein weltweites Netzwerk auf allen Kontinenten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei zukunftsorientierte Segmente mit hohem Synergiepotential aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.

Im Segment Maschinen ist Bauer als Weltmarktführer der Anbieter für die gesamte Palette an Geräten für den Spezialtiefbau sowie für die Erkundung, Erschließung und Gewinnung natürlicher Ressourcen. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China, Malaysia, Russland, Italien, Türkei und den USA.

Im Segment Resources konzentriert sich Bauer auf hochinnovative Produkte und Services für die Bereiche Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des Geschäftsfeldes, unter deren Dach die Tochterunternehmen als Full-Service-Dienstleister mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze für Industriekunden agieren.

Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

Unternehmensführung und Steuerungssystem

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente - die BAUER Spezialtiefbau GmbH, die BAUER Maschinen GmbH und die BAUER Resources GmbH - jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig.

Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die vom Konzern und den einzelnen Gesellschaften festgelegt worden sind. Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten, einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards, werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.

Zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat und anderen Themen der Unternehmensführung wird in der Erklärung zur Unternehmensführung auf den Seiten 64 bis 67 des Geschäftsberichts Stellung genommen, welcher im Internet unter http://www.bauer.de/ in der Rubrik Investor Relations - Berichte & Abschlüsse veröffentlicht wird.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentlicher und bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Steuerung des Konzerns wird die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung verwendet. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Leistungsanteil an Arbeitsgemeinschaften sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Entwicklung der Gesamtkonzernleistung sowie der jeweilige Anteil der Segmente an der Gesamtkonzernleistung werden im Wirtschaftsbericht dargestellt.

Neben der Gesamtkonzernleistung werden das operative Ergebnis (EBIT) und das Periodenergebnis als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren zur internen Steuerung herangezogen. Über die Entwicklung von EBIT und Periodenergebnis des Konzerns und der einzelnen Segmente finden sich Angaben im Wirtschaftsbericht.

Im Rahmen der Führung der Unternehmensgruppe werden viele weitere finanzielle Kennzahlen erhoben und einbezogen, die bei der internen Steuerung hinsichtlich der mittel- und langfristigen Weiterentwicklung des Konzerns jeweils einzeln von vergleichsweise untergeordneter Bedeutung sind. Dies umfasst vor allem Kennzahlen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie daraus abgeleitete Kapitalstruktur-, Rentabilitäts- und Liquiditätskennzahlen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Rahmen eines umfassenden Berichtswesens werden für den Konzern auch viele nicht finanzielle Kennzahlen ermittelt, die jedoch einzeln für die interne Steuerung und darüber hinaus keine wesentliche Bedeutung haben. Die Berichterstattung über die Entwicklung dieser Kennzahlen im Kapitel Nachhaltigkeit dient vorwiegend der Vermittlung eines umfassenden Eindrucks über die Tätigkeiten der BAUER Gruppe.

Die einbezogenen Kennzahlen stammen unter anderem aus dem Bereich des Personalwesens, wie die Anzahl der Mitarbeiter. Weiterhin werden Fort- und Weiterbildungskennzahlen sowie Kennzahlen aus dem Bereich Forschung und Entwicklung berichtet.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Es gab kaum ein Jahr, in dem es derart viele Krisen und Problemfelder in der Welt gab, wie 2015. Trotz zahlreicher Errungenschaften der Gesellschaft in der Kommunikation und Mobilität, die eigentlich die Völker zusammenbringen müssten, hat sich die Welt nicht positiv weiterentwickelt - im Gegenteil. Alle Veränderungen wirken sich auch auf die wirtschaftliche Entwicklung aus, die mit immer mehr negativen Erscheinungen belastet wird. Dagegen stehen auch viele positive Impulse aus der Globalisierung. In Summe können so die eigentlich möglichen Erwartungen jedoch nicht eintreten.

Noch vor kurzer Zeit erwarteten alle großen Forschungsinstitute Wachstumsraten zwischen 3,5 und 4 %. Die Prognosen wurden nun kontinuierlich in Richtung 3 % korrigiert - Tendenz weiter fallend.

Ein Wachstum von gut 3 % ist für die Bauwirtschaft aber weiterhin eine gute Basis für ihr internationales Geschäft, da die Weltwirtschaft nur wachsen kann, wenn durch Bauen die nötigen Voraussetzungen bei Gebäuden und in der Infrastruktur geschaffen werden. Für Unternehmen im Bereich des Spezialtiefbaus ergeben sich noch bessere Wachstumserwartungen, da das Bauen in immer engeren urbanen Räumen stattfindet. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt. Viele Gebäude und Infrastrukturmaßnahmen werden zudem nicht mehr neu gebaut, sondern umgebaut oder erweitert. Die nötigen Vorbereitungsarbeiten im Baugrund nehmen hier in erheblichem Maße zu, da ungewöhnliche Bauformen zu schaffen sind und die Arbeiten in sehr beengten Verhältnissen stattfinden müssen. Grundsätzlich kann deshalb von einer guten Entwicklung ausgegangen werden, die durch die negativen Ereignisse in der Welt lediglich gebremst wird.

Die derzeitige Entwicklung ist eine Mischung aus positiven und negativen Einflüssen. Positiv wirkt weiterhin der enorme Nachholbedarf an Infrastrukturleistungen in der Welt, der in den Entwicklungsländern genauso vorhanden ist wie in den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industriestaaten. In weit mehr als der Hälfte der Länder der Welt hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein gewaltiger Nachholprozess begonnen. Die Rahmenbedingungen dafür sind sehr gut, da die neuen Möglichkeiten der Kommunikation und Mobilität den Marktteilnehmern diese Aufholjagd zu immer geringeren Kosten ermöglichen. Daher kann für die nächsten Jahre grundsätzlich von einem guten Wachstum ausgegangen werden.

Diesem an sich grundlegend positiven Ausblick stehen die negativen Einflüsse der politischen, wirtschaftlichen und kriegerischen Wirren gegenüber:

Die Auswirkungen der Finanzmarktkrise vor sieben Jahren sind noch immer zu spüren. Damals kam das gesamte weltwirtschaftliche Finanzsystem ins Wanken. Nur mit massiven staatlichen Maßnahmen konnte ein Zusammenbruch der Finanzmärkte verhindert werden. Viele Länder gerieten in die Rezession. Seither hat sich die Lage zwar wieder einigermaßen stabilisiert, aber viele Länder konnten ihre alte Stärke nicht wieder erlangen. Viele Banken leiden noch heute unter dem massiven Kapitalverzehr aus der damaligen Zeit. Immer noch findet ein Anpassungsprozess mit viel Auf und Ab statt, der eine nachhaltige Stabilität der Wirtschaft verhindert. Diese Entwicklung wird uns noch eine ganze Weile begleiten.
Etliche Länder in Europa sind durch die Finanzmarktkrise mit ihren staatlichen Haushalten in erhebliche Bedrängnis geraten. Hier kamen verstärkt Probleme zum Vorschein, die vor vielen Jahren durch falsche Haushaltsführung entstanden waren. Zusätzlich mussten Staaten für die Bankenrettung und zur Stabilisierung der Wirtschaft einspringen. In Ländern wie Griechenland, Irland oder Spanien führte dies zu Krisenerscheinungen, die nur durch finanzielle Hilfen und äußerste Sparsamkeit aufgefangen werden konnten. In Griechenland drohte im Jahr 2015 beinahe der Staatsbankrott, da die Probleme nicht mehr aus eigener Kraft gelöst werden konnten.
Die Russland-Ukraine-Krise löste 2014 einen Konflikt aus, der weltweit große wirtschaftliche Konsequenzen nach sich zog. Der Waren- und Dienstleistungsaustausch mit Russland ist seither deutlich zurückgegangen. Im Baubereich und in der Baumaschinenbranche liegen die Rückgänge noch erheblich höher. Auch wenn die Politik hier Wege zur schrittweisen Annäherung finden sollte, wird die Wirtschaft noch etliche Jahre benötigen, um den entstandenen Schaden wieder auszugleichen.
Der erhebliche Rückgang des Ölpreises hat verschiedene Ursachen. Zum einen ist er Folge eines Überangebots, das durch neue Fördertechniken wie dem Fracking entstanden ist. Zum anderen ist er das Ergebnis der Konflikte in der arabischen Welt. Die ressourcenreichen Länder versuchen durch den Verkauf von immer mehr Öl und Gas ihre Konflikte, aber auch ihre umfangreichen Baumaßnahmen zu finanzieren. Dies musste zu einer Schwemme auf den Märkten und damit zum Preisverfall führen. Die Folgen sind bisher nur wenig in der Wirtschaft zu spüren, da die Länder ihre Ausbauziele noch mit den finanziellen Reserven vorantreiben. Dies kann jedoch nicht lange so weitergehen, so dass speziell in der arabischen Welt bald mit großen Sparanstrengungen und einem entsprechenden Wirtschaftsrückgang zu rechnen sein wird. Diese Probleme betreffen auch weitere Länder, die stark von den Exporterlösen für Öl abhängig sind: Angola, Malaysia, Mexiko, Brasilien und einige mehr.
Große Sorgen bereiten die vielen religiösen und politischen Konflikte im Nahen und Mittleren Osten. Völlig unklar ist weiterhin der Ausgang des Konflikts mit dem Islamischen Staat. Niemand kann heute sagen, welche Auswirkungen es hier noch geben wird. Erfreulich ist, dass mit dem Iran eine Übereinkunft zur Nutzung von Atomenergie gefunden wurde. Dies bringt neue wirtschaftliche Chancen.
China ist durch die Größe seiner Wirtschaft zu einem Haupttreiber oder - bei negativer Entwicklung - zu einer Bremse der Wirtschaftsentwicklung in der Welt geworden. Die Wirtschaft wächst derzeit nur noch mit etwas mehr als 6 %. Im Vergleich zur Bauwirtschaft und der damit verbundenen Baumaschinenindustrie im Land, ist dies immer noch sehr viel. Die lokale Baumaschinenindustrie musste im vergangenen Jahr erhebliche Rückgänge verzeichnen. Die völlig überdimensionierten Produktionskapazitäten mussten mit radikalen Maßnahmen reduziert werden. Sollte diese Entwicklung ein Beispiel für andere Überhitzungserscheinungen sein, wird sich das Wachstum der Weltwirtschaft wegen China in den kommenden Jahren weiter verlangsamen.
Vor einigen Jahren waren die BRIC-Staaten noch das Synonym für die aufstrebenden Wirtschaftsnationen. Heute ist nur noch sehr wenig von diesen Aussichten übrig geblieben. China ist auf dem Weg zur Normalität, Indien lähmt sich selbst durch seine Bürokratie, Russland ist durch seine Konflikte blockiert und Brasilien muss wegen eines großen Korruptionsskandals mit einer Rezession zurechtkommen.
In Europa hat sich im zweiten Halbjahr 2015 ein völlig neues Problem entwickelt, das nicht direkt negativ auf die Wirtschaftsentwicklung wirkt, sondern sie sogar voranbringen kann: die Flüchtlingswelle. Wenn aber immer mehr Länder ihre Grenzen schließen und damit den Warenverkehr behindern, und wenn die mit der Flüchtlingskrise verbundenen politischen Konflikte die Stabilität Europas gefährden, dann kann daraus eine Gefahr für die Wirtschaft Europas entstehen.

Betrachtet man die Summe der positiven und negativen Einflüsse, so kann niemand prognostizieren, wie die Gesamtwirkung aussehen wird. Von einem soliden Wachstum der Weltwirtschaft kann man aber weiter ausgehen. Für unser Unternehmen bedeutet das, dass wir mit größtmöglicher Flexibilität auf die Veränderungen reagieren und die Chancen ergreifen müssen. Durch unsere weltweite Präsenz ist dies gut möglich.

Unsere Märkte im Überblick

Die Baumärkte sind weiter gut wachsende Märkte: In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen dabei zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft viele interessante Projektchancen bieten. In den etablierten Volkswirtschaften wurde über viele Jahre hinweg deutlich zu wenig gebaut. Heute stellt man fest, dass auch Bauwerke immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen und der Wirtschaft angepasst werden müssen. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen.

Die Unternehmen der BAUER Gruppe können die allgemeine Entwicklung an ihrem sehr guten Auftragsbestand ablesen, der sich gleichmäßig über alle Regionen der Welt verteilt. Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen; somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen.

Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die aktuellen Entwicklungen und Perspektiven auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt sehr unterschiedlich:

Deutschland

Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen, aber auch durch staatliche Förderungen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen.

Gerade Deutschland hat erkannt, dass wieder vermehrt gebaut werden muss. Die deutsche Bundesregierung hat deshalb für die kommenden Jahre das Baubudget erheblich ausgeweitet, was zu einer Erhöhung der Bauleistung beitragen wird. Diese Situation wird durch den mit dem Flüchtlingszustrom ausgelösten Bedarf noch verstärkt. Auch hier reagiert der Staat durch die Freigabe erheblicher zusätzlicher Mittel.

Europa

In Westeuropa werden die Baumärkte in den kommenden Jahren weiterhin relativ verhalten sein. Dies liegt im Wesentlichen an den immer noch niedrigen Investitionsbudgets der Staaten. In einzelnen Ländern gibt es jedoch große Infrastrukturvorhaben, so in der Schweiz oder in Frankreich mit dem Metro-Ring in Paris. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur.

Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen.

Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung weiter erheblich beeinträchtigt. Die Ukraine ist kaum mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre an den Folgen der Krise zu tragen hat. Der Maschinenvertrieb wird daher ebenfalls auf niedrigem Niveau verbleiben.

Nahost & Zentralasien

In den öl- und gasreichen Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten, wird derzeit noch sehr intensiv gebaut. Neue U-Bahnlinien, Eisenbahnstrecken, Stadien und weitere Großbauvorhaben sind in vollem Gang. Sollte der Ölpreis jedoch noch länger auf niedrigem Niveau verbleiben, werden die Investitionen zurückgehen und Sparmaßnahmen notwendig werden, was auch die Bauwirtschaft treffen würde. Auf diese Situation müssen sich die Baufirmen einstellen.

Weiterhin sehr problematisch ist die Lage im Irak und in Syrien. Die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat haben die Wirtschaftsentwicklung und speziell den Bau fast vollständig zum Erliegen gebracht. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In Libyen war das letzte Jahr vom Bürgerkrieg geprägt. Zuletzt einigten sich die Konfliktparteien auf eine gemeinsame Regierung, was zumindest etwas Hoffnung auf Stabilität mit sich bringt.

In Ägypten hat sich die Regierung mit einem starken Militär im Rücken fest etabliert. Im Land herrscht ein regelrechter Bauboom, der die Wirtschaft ankurbelt. Die Erweiterung des Suez-Kanals wurde in Rekordzeit realisiert und führt zu vielen weiteren Bauprojekten, da Tunnel und Häfen im Umfeld gebaut werden müssen. In Kairo wird neben vielen anderen Baumaßnahmen die U-Bahn erweitert. Es ist noch nicht absehbar, ob die Entwicklung nachhaltig ist.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Die Erweiterung des Flughafens steht an und lässt uns in den kommenden Jahren auf neue Großprojekte hoffen. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle verlegt. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.

Amerika

Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren erwarten wir große Anstrengungen, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.

Afrika

In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau dieser Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands.

Durch die aktuellen Probleme in der Welt sind wichtige Zukunftsthemen wie Umwelt, Demographie und Energie in den Hintergrund gerückt. Diese Themenfelder werden aber mit zunehmender Stabilisierung wieder an Bedeutung gewinnen und dann den Baubedarf entsprechend anregen.

Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In einigen Ländern der Welt haben wir bereits erfolgreiche Projekte abgewickelt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.

Geschäftsverlauf

Die BAUER Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 1.656 Mio. EUR, die um 6,2 % über dem Vorjahreswert von 1.560 Mio. EUR lag. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese und gleichartige Effekte im Vorjahr (36,5 Mio. EUR) heraus, beträgt die Steigerung 3,6 %. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 90,7 Mio. EUR (Vorjahr: 76,4 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR).

Die BAUER Gruppe war im Jahr 2015 von einigen Problemen mit großer finanzieller Wirkung und von schwierigen Märkten beeinflusst. Andererseits haben wir auch schöne Erfolge erzielt. In Summe konnten das Ergebnis nach Steuern sowie das EBIT im Wesentlichen durch nicht-operative Gewinne erzielt werden. Erfreulich ist, dass mit den Sonderergebnissen die Prognose deutlich übertroffen werden konnte. Unter Vernachlässigung dieser Sonderergebnisse wäre die mit dem Geschäftsbericht 2014 gegebene Ergebnisprognose nicht erreicht worden. Wir hatten eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,6 Mrd. EUR, ein Ergebnis nach Steuern von etwa 18 bis 23 Mio. EUR und ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR prognostiziert.

Einen negativen Einfluss auf unsere Geschäfte hatten wir im Wesentlichen durch unsere Bautochter in Amerika und durch zahlreiche Umstrukturierungsmaßnahmen, die vor allem das Segment Resources, aber auch das Segment Maschinen sowie die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH betrafen. Des Weiteren konnten wir aufgrund der darniederliegenden Rohstoffmärkte und des niedrigen Ölpreises unsere Bohranlagen in Afrika und bei unserer Tochterfirma in Jordanien kaum auslasten. In Summe führten diese Einflüsse zu erheblichen finanziellen Aufwendungen.

Auf der anderen Seite konnten wir mit dem vereinbarten Joint Venture mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, einen großen Schritt für unsere Aktivitäten im Bereich Tiefbohranlagen vollziehen. Durch dieses Joint Venture sowie durch den Anteilsverkauf an einer Tochterfirma im Maschinenbereich konnten wir das prognostizierte Jahresergebnis sicherstellen. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten im Konzern darüber hinaus auch Restrukturierungsaufwendungen bei verlustbringenden Tochterfirmen.

Äußerst positiv entwickelte sich auch der Auftragsbestand des Konzerns, der bis Ende 2015 auf 995,6 Mio. EUR anwuchs und damit 30,5 % über dem Vorjahreswert von 762,7 Mio. EUR lag. Neben dem Bausegment, das einige Großprojekte akquirieren konnte, wuchs der Auftragsbestand durch den bislang größten Auftrag des Konzerns, den das Segment Resources mit einem Projekt in Deutschland gewinnen konnte.

Gesamtaussage

Die zahlreichen positiven und negativen Sondereinflüsse erschweren natürlich die Betrachtung des operativen Geschäfts erheblich. Gerade in den Segmenten haben sich die Kennzahlen sehr stark verändert. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass das operative Geschäft unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereffekte im positiven Bereich gelegen hat. Somit hat der Konzern auch für die Zukunft insgesamt eine gute Perspektive.

Wir können mit den Ergebnissen des Jahres 2015 dennoch nicht zufrieden sein. Nur mit den Sondergewinnen konnten wir ein gutes positives Ergebnis erwirtschaften. Die Geschäftsentwicklung sehen wir weiter positiv, denn auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns wieder gelungen, die Gesamtkonzernleistung zu steigern. Das Geschäftsjahr 2016 wird darauf aufbauen können.

Segment Bau

Allgemeine Rahmenbedingungen

Insgesamt entwickelten sich die Baumärkte in der Welt auch im Jahr 2015 positiv, so dass ein gutes Wachstum zu verzeichnen war. Der enorme Bedarf an Infrastruktur wie Straßen, Brücken, Dämmen oder Energieversorgung, sowie die zunehmende Urbanisierung schieben dieses Wachstum weiter an. Da in immer komplexeren und schwierigeren Verhältnissen gebaut werden muss, werden auch vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigt, so dass wir hier in einem zukunftsträchtigen Markt aktiv sind.

Die positive Entwicklung im vergangenen Jahr war geprägt von den Baumärkten im Nahen und Fernen Osten sowie in den USA und Deutschland. In Europa zeigten sich die Märkte sehr unterschiedlich. In Russland, geprägt durch die Sanktionen, wurden die Bauaktivitäten deutlich zurückgefahren. In Summe können wir jedoch auf eine gute Entwicklung der Märkte im Jahr 2015 zurückblicken.

Wesentliche Ereignisse

Das Segment Bau erzielte im Geschäftsjahr 2015 eine Gesamtkonzernleistung von 742,9 Mio. EUR, die mit 2,4 % über der des Vorjahres von 725,6 Mio. EUR lag. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 26,0 Mio. EUR im Vorjahr um 46,5 % auf 13,9 Mio. EUR zurück. Das Periodenergebnis war mit -7,3 Mio. EUR negativ - im Vorjahr lag es bei 2,5 Mio. EUR.

Positiv zeigten sich im Jahr 2015 vor allem die Tochterfirmen im Nahen Osten. Hier konnten deutliche Leistungszuwächse in Saudi-Arabien, Katar und Ägypten verzeichnet werden - in Doha, in Riad und auch in Kairo sind wir an großen U-Bahnbaustellen beteiligt, ebenso an Projekten rund um den Suez-Kanal. In den Märkten des Fernen Ostens konnten wir auch 2015 einen wichtigen Beitrag zur Leistung des Segments erzielen, obwohl sich die Auftragslage im Vergleich zu den sehr guten Vorjahren etwas abgeschwächt hat. Der deutsche Baumarkt war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt gut, so dass wir das hohe Niveau des Vorjahres halten konnten. Die Tochterfirma in Österreich konnte die Leistung deutlich steigern, da sie neben Projekten in ihrem Heimatmarkt ein Großprojekt in Montenegro bearbeitete.

Eine schwache Entwicklung und Verluste verzeichneten wir dagegen in Russland, da dort die Bauaktivitäten aufgrund der Sanktionen und des Rubelverfalls erheblich zurückgefahren wurden. Bei den Tochterfirmen in der Schweiz, England und den Niederlanden hatten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Aufträge, so dass wir hier unsere Planungen nicht erreichen konnten.

Den bestimmenden Einfluss auf die unbefriedigende Ergebnisentwicklung im Segment hatte unsere Tochterfirma in den USA. Die Abnahme des Großprojekts Center Hill Damm verzögerte sich unerwartet um mehrere Monate und brachte daher, wie bereits im Vorjahr, weitere erhebliche finanzielle Belastungen. Die schwierigen Rahmenbedingungen beim Projekt führten bei der Tochterfirma selbst zu erheblichen Problemen im weiteren Geschäftsverlauf und auch in der Organisation. Daher wurden Restrukturierungsmaßnahmen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit am amerikanischen Markt wieder zu steigern. Diese Maßnahmen bedeuteten zusätzliche erhebliche finanzielle Belastungen.

In der vorwiegend in Deutschland tätigen SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, die Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns erbringt, wurden 2015 aufgrund der Geschäftsentwicklung einige Umstrukturierungen vorgenommen. Der Bereich Umwelttechnik, der vor allem im Biogas- und Kläranlagenbau tätig ist, wurde aufgrund veränderter politischer Rahmenbedingungen aufgegeben. Der Maschinenbau wird zukünftig organisatorisch in das Produktionsnetz der BAUER Maschinen GmbH eingegliedert, wodurch Synergiepotentiale erzielt werden sollen.

Auftragslage

Der Auftragseingang hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und lag zum Jahresende mit 878,4 Mio. EUR um 28,7 % über dem Vorjahreswert von 682,4 Mio. EUR. Der Auftragsbestand lag mit 591,1 Mio. EUR um 29,8 % über dem Vorjahr (455,5 Mio. EUR). Es ist uns gelungen in allen Regionen der Welt neue Aufträge zu gewinnen. Neben zahlreichen kleinen und mittleren Baustellen konnten wir auch wieder einige Großprojekte in den Bestand nehmen. Dazu zählen Aufträge in der Schweiz, in England und Australien. In Kanada wurden wir mit der Erstellung einer Dichtwand für die Mine Diavik mit einem Volumen von rund 65 Mio. EUR beauftragt. Das Projekt läuft bereits und wird bis 2017 andauern. In Indien erhielten wir in einem Joint Venture den Auftrag zur Erstellung einer Schlitzwand für den Polavaram Damm mit einer Auftragssumme von rund 60 Mio. EUR. Die Fertigstellung der Arbeiten soll bis Ende 2017 erfolgen.

Durch einen Auftragsbestand auf Rekordniveau, gehen wir mit einer sehr guten Basis in das laufende Geschäftsjahr. Erfreulich ist, dass weitere Auftragschancen in der Welt bestehen -darunter sind auch wieder einige Großprojekte wie in Hongkong.

Ausblick

Insgesamt zeigen sich die Regionen der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns, die Chancen in den Regionen mit guter Baukonjunktur zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Der weltweite Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angewachsen, da wir neben kleineren und mittleren Projekten auch wieder einige Großprojekte akquirieren konnten.

Sollte der Ölpreis dauerhaft auf einem niedrigen Niveau verbleiben, wird sich dies sehr wahrscheinlich negativ auf die Baumärkte im arabischen Raum auswirken. Die Einnahmen aus dem Ölverkauf bestimmen maßgeblich die Investitionsbudgets vieler Länder in der Region. In Russland erwarten wir im laufenden Jahr nur wenig Verbesserung. In den weiteren Regionen der Welt gehen wir von einer stabilen bzw. besseren Entwicklung als im abgelaufenen Jahr aus. Durch die Fertigstellung des Projekts Center Hill Damm im letzten Jahr werden die Verluste aus dem Projekt zukünftig wegfallen und die Ergebnissituation insgesamt spürbar verbessern.

Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung leicht oberhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT gehen wir von einer deutlichen Verbesserung aus. Zudem erwarten wir ein gutes positives Ergebnis nach Steuern.

Segment Maschinen

Allgemeine Rahmenbedingungen

Im Jahr 2015 entwickelten sich die Baumaschinenmärkte sehr uneinheitlich. Während die Nachfrage in Europa und den USA anstieg - im Nahen Osten sogar deutlich - verzeichneten Russland, China sowie Afrika und Lateinamerika teilweise erhebliche Rückgänge aufgrund der Wirtschaftslage.

Die Wettbewerbssituation am chinesischen Markt hat sich im Laufe des Jahres 2015 stark verändert. Die überzogenen Markterwartungen der lokalen Wettbewerber haben in den vergangenen Jahren zu großen Überkapazitäten in der Produktion geführt. Daher haben im vergangenen Jahr etliche dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten - vor allem das Personal - in erheblichem Maße zu reduzieren. Wir erwarten daher in den nächsten Jahren eine Marktbereinigung und wieder eine Normalisierung der Wettbewerbssituation.

Einen Einfluss auf unser Geschäft hatte auch die Entwicklung der Rohstoffpreise. Durch den erheblichen Rückgang ging die Nachfrage nach Brunnenbohrgeräten, die auch zur Exploration von Rohstoffen eingesetzt werden, zurück. Der Vertrieb unserer Tiefbohranlagen war von dieser Marktsituation ebenfalls betroffen.

In diesem schwierigen Marktumfeld ist es uns gelungen, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis zu steigern. Durch unsere großen Anstrengungen hinsichtlich Produktqualität, weltweitem Service und das Anbieten kundenspezifischer Lösungen konnten wir uns erfolgreich im Markt behaupten und Umsatzrückgänge in schwachen Regionen mit anderen Gebieten gut ausgleichen.

Wesentliche Ereignisse

Die Kennzahlen des Segments - und letztlich auch des Gesamtkonzerns - sind sehr stark von Sonderergebnissen beeinflusst. Zum einen war dies der Verkauf von 50 % der Anteile und der Neubewertung der verbliebenen 40 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH. Ein weiterer Sonderertrag ist durch das mit Schlumberger, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie, integriertem Projektmanagement und Informationslösungen für Kunden in der Öl- und Gasindustrie, vereinbarte Joint Venture entstanden. Schlumberger hat sich im Rahmen einer Barkapitalerhöhung mit jeweils 49 % an der BAUER Deep Drilling GmbH, Deutschland, und der BAUER Manufacturing LLC, USA, beteiligt. Diese Geschäfte führten in Summe zu einem Sonderergebnis nach Steuern in Höhe von 71,6 Mio. EUR. Der Effekt auf die Leistung und das operative Ergebnis betrug 77,8 Mio. EUR, inklusive einem Steuereffekt von 6,2 Mio. EUR.

Die Sondergewinne resultierten aus unseren Anstrengungen der letzten Jahre, besonderes Know-how für Tiefbohrgeräte zu entwickeln und aus dem gut gelungenen Aufbau unseres Geschäfts mit Anker- und Spanntechnik. Da die SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH den überwiegenden Teil ihrer Leistung durch Verkauf von Materialien an unsere Baukonkurrenten in Deutschland erwirtschaftet, war die Abgabe der Mehrheitsbeteiligung an unseren Partner ein notwendiger strategischer Schritt, um dem Unternehmen hier mehr Bewegungsfreiheit für die Zukunft zu geben.

Belastet haben das Segment Maschinen dagegen im abgelaufenen Geschäftsjahr neben Restrukturierungsaufwendungen auch Verluste bei unserer Tochterfirma, die Brunnenbohrgeräte herstellt, und sich einer geringen Nachfrage aufgrund der schwachen Märkte im Explorationsbereich gegenübersah. Auch das Maschinenwerk in den USA verzeichnete weiter eine Unterauslastung. Zusätzliche Aufwendungen sind auch im Zuge der Vorbereitung des Joint Ventures entstanden, da neben juristischen Themen auch die beiden eingebrachten Tochterfirmen organisatorisch und bilanziell vorbereitet werden mussten. Die positiven Sonderergebnisse ermöglichten zudem weitere Restrukturierungsmaßnahmen.

Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen mit 17,8 % deutlich von 639,2 Mio. EUR auf 753,1 Mio. EUR. Die Leistungssteigerung beinhaltet Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 77,8 Mio. EUR. Rechnet man diese heraus, beträgt die Steigerung 8,3 %. Die Umsatzerlöse legten mit 2,9 % von 532,7 Mio. EUR auf 548,0 Mio. EUR zu. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg von 36,0 Mio. EUR auf 99,4 Mio. EUR erheblich an. Rechnet man aus dem Jahr 2015 die positiven Sonderergebnisse von 77,8 Mio. EUR heraus, so reduzierte sich das operative Ergebnis (EBIT) um 40,0 % auf 21,6 Mio. EUR. Das Periodenergebnis erhöhte sich deutlich von 8,8 Mio. EUR auf 65,4 Mio. EUR.

Unter Vernachlässigung der von der Gesellschaft identifizierten Sondereinflüsse auf die Kennzahlen des Segments, bleibt festzuhalten, dass es im Maschinenvertrieb gelungen ist, den Umsatz bei einem guten operativen Ergebnis leicht zu steigern. Wir sehen dies als großen Erfolg in einem schwierigen Marktumfeld.

Dazu beigetragen haben vor allem die Märkte im Nahen Osten, in Afrika und den USA. Auch in Europa hatten wir gute Verkäufe. Bei den Tochterfirmen lief im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem der Vertrieb von Ankerbohrgeräten und Drehgetrieben besonders gut. Auch unsere neuen Geräte, die Seilbagger-Serie und die Neuentwicklungen in der Rammtechnik, haben sich gut im Markt etabliert. Das Service- und Ersatzteilgeschäft hat sich weiter zu einem wichtigen Geschäftsbereich entwickelt. Die Produktions- und Vertriebsorganisation im Fernen Osten lieferte wieder einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. In China selbst ist der Baumaschinenmarkt deutlich zurückgegangen, was die lokalen Wettbewerber erheblich belastet hat. Uns ist es dennoch gelungen, die Verkäufe stabil zu halten. Dies bedeutet, dass wir effektiv Marktanteile gewinnen konnten.

Auf der anderen Seite führten die Sanktionen gegen Russland und der Einbruch des Rubels dazu, dass die Geräteverkäufe hier fast vollständig zum Erliegen gekommen sind. Unser Engagement in Russland führte in der Folge zu einem deutlichen Verlust. In den Ländern Zentralasiens, wie Aserbaidschan und Kasachstan, war die Entwicklung sehr schwach. Auch die Verkäufe in Südamerika sind aufgrund von Projektverzögerungen deutlich zurückgegangen.

In den USA wurden die Produktion von Spezialtiefbaugeräten in Conroe und die Vertriebsgesellschaft in der Tochterfirma BAUER-Pileco Inc. zusammengeführt. Unabhängig von der guten Vertriebssituation brachte dies einen negativen Ergebnisbeitrag. Im Zuge der Standortkonsolidierung wurden die Organisationen und die Prozesse angepasst sowie der Bestand an Mietgeräten abgebaut. Die Maschinenproduktion im Werk ist weiterhin noch nicht auf ausreichendem Niveau.

Durch das Joint Venture mit Schlumberger im Bereich Tiefbohrtechnik ist dieses Geschäft nun mit neuen positiven Perspektiven für die Zukunft aufgestellt und bietet eine stabile Basis für die Aktivitäten in diesem, von den Rohölpreisen abhängigen und damit sehr zyklischen Markt. Im Joint Venture werden große Bohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Zwei Bohranlagen wurden bereits für Schlumberger gefertigt und für das Jahr 2016 ist der Bau von weiteren Anlagen vorgesehen.

Auftragslage

Trotz unterjähriger Schwankungen lag der Auftragseingang zum Jahresende ziemlich genau auf Höhe der Planung. Der Auftragsbestand lag mit 128,1 Mio. EUR um 16,9 % unter dem Vorjahr (154,2 Mio. EUR). Die Reduzierung des Auftragsbestands war im Wesentlichen Folge des Geschäfts mit Tiefbohrgeräten. Der Auftragseingang verringerte sich von 676,8 Mio. EUR auf 649,1 Mio. EUR.

Bei den Maschinen für den Spezialtiefbau bestellen die Kunden weiterhin relativ kurzfristig. Nur vereinzelt werden Geräte für besondere Projekte oder spezielle Maschinen etwas länger im Voraus bestellt. Dadurch wird auch sehr schnell an die Kunden ausgeliefert, so dass die Reichweite des Auftragsbestands unterjährig zwischen zwei und drei Monaten beträgt. Zum Jahresende 2015 konnten wieder viele Maschinen ausgeliefert werden, so dass der Auftragsbestand im Dezember entsprechend zurückging.

Im Bereich Tiefbohranlagen waren im Jahr 2015 zwei Anlagen für Schlumberger im Auftragsbestand, die Anfang 2016 ausgeliefert wurden.

Ausblick

Das Jahr 2015 war durch die wirtschaftlichen und politischen Themen für das Maschinengeschäft kein einfaches Jahr. Dennoch sehen wir eine insgesamt gute Nachfrage durch die in Summe steigenden Baumärkte in der Welt. Wir sehen weiter stabile bis positive Märkte in Europa, den USA, Afrika und dem Fernen Osten. In China gehen wir von einer für uns stabilen Entwicklung aus, wobei sich die Normalisierung der Marktverhältnisse fortsetzen sollte.

Im Nahen Osten erwarten wir durch die bekannten Projekte am Markt ebenso eine stabile Entwicklung. Es kann sich jedoch durch den niedrigen Ölpreis im Laufe des Jahres 2016 ein Rückgang einstellen. Russland erwarten wir ähnlich schwach wie 2015.

Besondere Chancen sehen wir für das Maschinengeschäft durch die Aufhebung der Sanktionen im Iran. Durch das Joint Venture mit Schlumberger haben wir für das Tiefbohrgeschäft eine solide Basis erreicht. Damit werden wir zudem das Werk in den USA besser auslasten, was wegen der Marktlage bei Spezialtiefbaugeräten in den vergangenen Jahren nicht möglich war.

Für das Jahr 2016 erwarten wir für das Segment, dass wir bei der Gesamtkonzernleistung wegen dem Wegfall der beschriebenen Sondereinflüsse des Jahres 2015 unterhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT und beim Ergebnis nach Steuern wird dies ebenso der Fall sein. Im operativen Geschäft erwarten wir bei der Gesamtkonzernleistung eine leichte Steigerung und bei den Ergebniskennzahlen eine deutliche Verbesserung, was ein positives Ergebnis nach Steuern bedeutet.

Segment Resources

Allgemeine Rahmenbedingungen

Der Fokus des Segments Resources liegt auf den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Im Bereich Wasser konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr eine steigende Nachfrage für Brauerei- und Getränketechnologie sowie für Anlagen zur Wasseraufbereitung verzeichnen.

Besonders schwierig stellte sich der Markt für tiefe Bohrungen nach Öl, Gas, Wasser und Bodenschätzen dar. Die Rohstoffpreise standen deutlich unter Druck, so dass es kaum Projekte für unsere Firmen gab. Diese Situation hat uns im vergangenen Jahr stark belastet - vor allem unsere Tochterfirmen in Jordanien und Südafrika waren hiervon betroffen.

Der Umweltbereich zeigte sich dagegen sehr positiv. In Deutschland gibt es vermehrt Aufträge im Sanierungsbereich, wie dem Flächenrecycling, der Grundwasseraufbereitung oder der Entsorgung kontaminierter Böden und Flächen. Im Nahen Osten konnten wir mit unseren Angeboten zum Abfallmanagement neue Aufträge gewinnen.

Wesentliche Ereignisse

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources lag mit 221,6 Mio. EUR um 12,3 % unter dem Vorjahreswert von 252,8 Mio. EUR. Im Vorjahr waren Leistungen aus der Veräußerung und Neubewertung von Geschäften in Höhe von 36,5 Mio. EUR aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma im Oman enthalten. Rechnet man diese aus der Vorjahresleistung heraus, so ergibt sich eine Steigerung von 2,5 %. Das operative Ergebnis (EBIT) ging von 15,9 Mio. EUR auf -19,8 Mio. EUR zurück. Rechnet man hier das Sonderergebnis im Vorjahr heraus, ergibt sich eine leichte Verbesserung des EBIT. Das Periodenergebnis war mit -29,4 Mio. EUR deutlich im negativen Bereich (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR).

Das Segment Resources hat uns im abgelaufenen Geschäftsjahr viele Anstrengungen abverlangt. Die 2014 begonnene Reorganisation des Segments mit der Überführung in eine regionale Vertriebsorganisation zeigte sich bereits von Vorteil. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Restrukturierungen mit erheblichem Umfang durchgeführt, um das Segment strategisch neu und zukunftsorientiert aufzustellen. Diese Einflussfaktoren und Maßnahmen führten im Jahr 2015 zu erheblichen finanziellen Belastungen und in der Konsequenz zu einem erheblichen Verlust.

Betroffen von den Umstrukturierungen war die GWE-Gruppe, die die Produktion von Standard-PE-Rohren aufgegeben hat und sich nun auf die Geschäftsbereiche Brunnenbau und Geothermie konzentriert. Dies machte eine Konsolidierung der Standorte und auch einen Abbau von Mitarbeitern notwendig. Weitere kleinere Tochterfirmen im Segment wurden beendet oder befinden sich noch in Abwicklung.

Unter den fehlenden Projekten für Tiefbohrungen hatte vor allem die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien zu leiden. Die niedrigen Rohstoffpreise sowie die Flüchtlingssituation in Jordanien führten zu einem Einbruch der Investitionen in diesem Markt. Daher lag die Leistung weit unter den Erwartungen und das Ergebnis war aufgrund der Belastungen durch nicht eingesetzte Bohranlagen signifikant negativ. Nach dem Verlust 2013 wurden die begonnenen Restrukturierungen im Jahr 2015 weitgehend abgeschlossen. Unsere Bohrfirmen in Afrika hatten aufgrund der Marktsituation ebenfalls kaum Aufträge und verzeichneten daher Verluste.

Eine positive Entwicklung zeigten vor allem die Tochterunternehmen im Umwelt- und Wasserbereich. Die BAUER Umwelt GmbH in Deutschland lag bei der Leistung über den Erwartungen. Ein maßgeblicher Erfolg war die Beauftragung des Unternehmens mit der Sanierung zweier Abschnitte der Altablagerung Kesslergrube in Grenzach-Wyhlen durch die Roche Pharma AG. Der Auftrag mit einem Volumen von über 100 Mio. EUR ist der bislang größte Einzelauftrag der BAUER Gruppe. Die Beteiligung im Oman lieferte ebenfalls wieder einen positiven Ergebnisbeitrag. Das Unternehmen betreibt vor allem die großflächige Pflanzenkläranlage zur Aufbereitung von ölkontaminiertem Wasser für die regionale Ölgesellschaft.

In das Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen, der vor allem Leistungen zur Instandsetzung und Verwahrung von Bergwerken ausführt. Aufgrund des weiterhin positiven Marktes lag die Leistung erneut auf gutem Niveau. Neben vielen Projekten in Deutschland wird ein umfangreicher Auftrag in Kasachstan abgewickelt. Der Bereich brachte einen guten positiven Ergebnisbeitrag.

Auftragslage

Der Auftragseingang lag 2015 mit 345,0 Mio. EUR um 57,3 % erheblich über dem Vorjahreswert von 219,3 Mio. EUR. Der Auftragsbestand war mit 276,5 Mio. EUR entsprechend um 80,7 % höher als im Vorjahr (153,0 Mio. EUR). Der wesentliche Grund für die Steigerung ist das erwähnte Großprojekt in Deutschland. Daneben konnte der Umweltbereich zum Jahresende einen größeren Auftrag für das Abfallmanagement eines Ölkonzerns im Oman gewinnen. Auch die Tochterfirmen, die Wasseraufbereitungsanlagen und Anlagen für die Brauerei- und Getränketechnologie herstellen, konnten neue Aufträge hereinnehmen und den Bestand gut erhöhen.

Ausblick

Im Segment Resources wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhebliche Anstrengungen zur bereits 2014 begonnen Neuausrichtung unternommen. Es wurde konsequent an den Kostenstrukturen gearbeitet, unprofitable Geschäfte und Tochterfirmen wurden beendet und Standorte aufgegeben oder zusammengelegt. Die umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen führten zu erheblichen finanziellen Belastungen.

Leider entwickelten sich auch die Rohrstoffmärkte und -preise weiterhin negativ, so dass wir gerade bei unseren Bohrfirmen zu wenige Aufträge hatten. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich die Marktsituation schnell verbessern wird, auch wenn weiterhin viele Projekte geplant sind, die uns Chancen eröffnen.

Sehr positiv läuft weiterhin der Umweltbereich, der insgesamt eine sehr gute Auftragslage und Auslastung hat. Noch bis voraussichtlich 2020 wird am Großprojekt Grenzach-Wyhlen in Deutschland gearbeitet. Auch im Bereich Wasser ist die Auftragslage insgesamt gut und es gibt hier weitere Chancen für die Zukunft. Alle diese Themen werden das laufende Geschäftsjahr beeinflussen.

Wir erwarten für das Jahr 2016 eine Gesamtkonzernleistung, die deutlich über dem Vorjahr liegen wird. Das EBIT sollte positiv sein, wogegen das Ergebnis nach Steuern aus heutiger Sicht noch negativ sein wird.

Segmente Sonstiges / Konsolidierung

In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt.

Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 4,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Das Periodenergebnis betrug 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 4,9 Mio. EUR). Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.

Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Im negativen operativen Ergebnis (EBIT) von -7,4 Mio. EUR (Vorjahr: -4,8 Mio. EUR) sind im Wesentlichen die zuvor genannten Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG enthalten. Das Periodenergebnis betrug -6,5 Mio. EUR (Vorjahr: -4,9 Mio. EUR).

III. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Konzernertragslage

Die Ertragslage des Konzerns war im Jahr 2015 von deutlich gegensätzlichen Entwicklungen beeinflusst. Das rein operative Ergebnis ohne die von der Gesellschaft identifizierten Restrukturierungsaufwendungen und negativen Sondereffekte war positiv, hätte aber deutlich unterhalb der für das Geschäftsjahr gegebenen Prognose gelegen. Viele Restrukturierungen, die in unterschiedlichen Bereichen notwendig waren, führten zu erheblichen Aufwendungen und damit zu einem deutlichen negativen Ergebnisbeitrag. Dazu kamen Sonderverluste, wie in den USA oder in Jordanien aufgrund fehlender Bohraufträge. Auf der anderen Seite konnten durch den Verkauf von 50 % der Anteile an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH und durch das Joint Venture mit Schlumberger im Tiefbohrgerätebereich erhebliche Sonderergebnisse (auf EBIT-Ebene) von in Summe 77,8 Mio. EUR erzielt werden.

Die Wirkung aller Effekte führte zu einem Periodenergebnis von 29,0 Mio. EUR (Vorjahr: 15,7 Mio. EUR).

Beim Vorjahresvergleich der Ertragskennzahlen ist zu beachten, dass 2014 ein Veräußerungs- und Konsolidierungsgewinn von 36,5 Mio. EUR beinhaltet ist, der aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma BAUER Nimr LLC im Oman resultierte.

Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 76,4 Mio. EUR auf 90,7 Mio. EUR. Das EBITDA steigerte sich von 171,0 Mio. EUR um 8,2 % auf 185,1 Mio. EUR und erreichte einen Wert von 11,7 % (Vorjahr: 11,4 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung.

Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis von Gewinn vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verbesserte sich - insbesondere durch die Sondereffekte - gegenüber dem Vorjahr deutlich von 9,0 % auf 13,5 %. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern 6,9 % (Vorjahr: 3,7 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von 1,0 % auf 1,8 %. Diese Renditewerte werden wir im kommenden Jahr, da ähnliche Sondereffekte nicht zu erwarten sind, nicht wieder ganz erreichen können.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich in den einzelnen Positionen erkennbar verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge der oben beschriebenen Sondereinflüsse, die in den letzten beiden Geschäftsjahren beinhaltet sind.

Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:

Die konsolidierte Leistung ist mit 1.587,9 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.506,0 Mio. EUR) um 5,4 % angewachsen. Ohne die beschriebenen Sondereffekte im Vorjahr und im Berichtsjahr wäre die Steigerung 2,8 % gewesen.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.375,7 Mio. EUR) um 0,2 % auf 1.379,0 Mio. EUR leicht angewachsen.

Die Bestandsveränderungen erhöhten sich um 8,9 % von 26,6 Mio. EUR auf 29,0 Mio. EUR.

Die anderen aktivierten Eigenleistungen stiegen um 54,8 % von 14,7 Mio. EUR auf 22,7 Mio. EUR, was auf höhere Investitionen in Geräte aus eigener Produktion im Jahr 2015 zurückzuführen ist.

Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 89,0 Mio. EUR auf 157,2 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Die bereits beschriebenen Sondererträge hatten die Position im Jahr 2014 (Oman) und im abgelaufenen Geschäftsjahr (Joint Venture und Spantec) nochmals deutlich erhöht. Außerdem sind die Buchgewinne aus Anlagenabgang (16,4 Mio. EUR) um 11,0 Mio. EUR angestiegen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich in der Summe auf 50,8 Mio. EUR um 16,2 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr erhöhten. Realisierte und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 58,5 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsverlust in Höhe von 7,7 Mio. EUR verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen im Laufe des Jahres 2015 - mit je nach Währung erheblichen positiven und negativen Auswirkungen - waren die Ursache für dieses Ergebnis.

Der Materialaufwand ist im Berichtsjahr um 0,4 % auf 752,5 Mio. EUR gestiegen. Im Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich.

Der Personalaufwand hat sich mit einer Steigerung von 5,9 % auf 376,1 Mio. EUR stärker als die konsolidierte Leistung entwickelt. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen bei unseren Großprojekten und durch Sozialplanaufwendungen aufgrund von Restrukturierungen zu erklären.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen sind um 3,0 % auf 81,1 Mio. EUR leicht angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf die höhere Gerätezahl im Baubereich zurückzuführen.

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 16,4 % auf 13,2 Mio. EUR zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 19,0 % von 230,5 Mio. EUR auf 274,2 Mio. EUR angestiegen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei den sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste enthalten, die mit 29,3 Mio. EUR wesentlich zum Anstieg der Position beitrugen. Ohne die währungsbedingten Kostenveränderungen wäre der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen 6,2 %.

Die Finanzerträge sind von 7,1 Mio. EUR auf 5,0 Mio. EUR zurückgegangen. Die Finanzaufwendungen sind von 45,1 Mio. EUR auf 42,0 Mio. EUR gesunken. In Summe ergibt dies einen Rückgang beim Finanzergebnis, was auf bessere Zinskonditionen zurückzuführen ist.

Das Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen liegt mit 2,7 Mio. EUR um 3,2 Mio. EUR über Vorjahr. Der wesentliche positive Ergebnisbeitrag ist auf die Beteiligung im Oman zurückzuführen.

Der Ertragsteueraufwand betrug 27,4 Mio. EUR und lag um 5,3 Mio. EUR über Vorjahr. In dieser Position sind 6,2 Mio. EUR latenter Steueraufwand auf Bewertungen in Zusammenhang mit der Gründung des Joint Ventures mit Schlumberger enthalten. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden können. Dies ist in einigen Fällen im letzten Jahr nicht möglich gewesen. In Zukunft gehen wir von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 % und 40 % aus.

Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern betrug im Berichtsjahr -0,7 Mio. EUR (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR).

Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 29,7 Mio. EUR (Vorjahr: 14,5 Mio. EUR).

Konzernfinanz- und vermögenslage

Bei einer im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % angewachsenen konsolidierten Leistung ist die Bilanzsumme des Konzerns um 5,2 % von 1.575,1 Mio. EUR auf 1.656,9 Mio. EUR gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt mit 27,2 % gut über Vorjahr (26,6 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 war die Eigenkapitalquote unter 30 % gesunken. In den kommenden Jahren streben wir wieder einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet.

Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr nach einem Rückgang im Vorjahr wieder um 3,0 % erhöht. Wir werden in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert:

Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur teilweise möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass bei uns sehr selten ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge - wie wir sie zum Großteil bearbeiten - benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her.

Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette und dazu weltweit Ersatzteile für unsere Kunden vorhalten müssen, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend.

Dennoch müssen wir feststellen, dass das Working Capital der BAUER Gruppe derzeit in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht zu hoch ist. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens.

Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 184,2 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden.

Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2015 konnte die Relation Net Debt zu EBITDA mit einem gegenüber Vorjahr (3,78) verbesserten Wert von 3,59 auf ein etwas besseres Niveau gebracht werden. Bei den beiden weiteren vereinbarten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2015 mit 193,5 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 3,75 und 5,0.

Der 2014 vereinbarte Konsortialkredit in Höhe von 450 Mio. EUR, für den ebenfalls die genannten Schwellenwerte gelten, läuft noch bis April 2017. Den Refinanzierungsprozess werden wir im laufenden Jahr durchführen.

Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:

Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten mit etwa zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind mit etwa zwei Drittel dem Bau zuzuordnen.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 40 % durch das Maschinengeschäft gebunden.
Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu über 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine sehr wesentliche Kapitalbindung dar.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf.

Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.

In Bezug auf die Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:

Auf der Aktivseite:

Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 7,0 Mio. EUR. Die wesentliche Reduzierung betrifft Entwicklungskosten, die in das Joint Venture mit Schlumberger überführt wurden. Die entsprechenden Entwicklungskosten für große Tiefbohranlagen sind nun nicht mehr im Konsolidierungskreis.
Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten reduzierten sich um 22,3 Mio. EUR auf 184,2 Mio. EUR. Der wesentliche Einflussfaktor war das Einbringen der BAUER Manufacturing LLC, USA, und damit des Werks in Conroe in das Joint Venture. Im Geschäftsjahr wurden ansonsten nur kleinere Bauvorhaben durchgeführt oder Bauten veräußert.
Die technischen Anlagen und Maschinen reduzierten sich um 18,9 Mio. EUR auf 187,3 Mio. EUR. Die Reduzierung ist im Wesentlichen auf Desinvestitionen in Jordanien zurückzuführen. Grundsätzlich sind durch die Veränderung der internationalen Baunachfrage für unsere Bauleistungen immer größere Maschinen und Geräte notwendig. Aus diesem Grund werden die kleineren Maschinen zunehmend durch bedeutend größere Geräte ersetzt, was grundsätzlich zu einer Erhöhung des Anlagenbestands führt.

In Summe konnten die Sachanlagen und Investment Property um 42,6 Mio. EUR auf 404,0 Mio. EUR reduziert werden.

Die At-Equity bewerteten Anteile stiegen um 89,6 Mio. EUR auf 132,6 Mio. EUR. Hier erfolgte die Bilanzierung der im Joint Venture mit Schlumberger zusammengefassten Firmen nach der Equity-Methode und unseres Restanteils in Höhe von 40 % an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH mit in der Summe 90,9 Mio. EUR. Die Ermittlung der entsprechenden Verkehrswerte ergab sich aus den Kapitaleinzahlungen und Kaufpreisen unserer jeweiligen Partner.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) reduzierten sich um 2,7 Mio. EUR auf 129,5 Mio. EUR. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 32,5 Mio. EUR auf 343,9 Mio. EUR erhöht.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte sind um 8,8 Mio. EUR auf 28,9 Mio. EUR gestiegen. Wesentlicher Grund ist die Umgliederung einer Forderung aus den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich um 5,6 Mio. EUR auf 47,4 Mio. EUR. Zum Jahresende wird versucht, diesen Wert durch geeignetes Liquiditätsmanagement so niedrig wie möglich zu halten.

Auf der Passivseite:

Das Eigenkapital erhöhte sich deutlich um 32,3 Mio. EUR auf 451,2 Mio. EUR. Zur Veränderung haben das Periodenergebnis (29,0 Mio. EUR), Währungsveränderungen (7,8 Mio. EUR) und die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen, saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (4,7 Mio. EUR), positiv beigetragen. Reduzierend wirkten Veränderungen im Konsolidierungskreis (4,3 Mio. EUR) und Dividendenzahlungen (3,1 Mio. EUR).
Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 7,2 Mio. EUR auf 12,4 Mio. EUR. Wesentlich waren die Veränderungen durch den Anteilsverkauf an der SPANTEC Spann- und Ankertechnik GmbH und eine Umgliederung in das Mehrheitskapital, die die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. betraf.
Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 364,8 Mio. EUR auf 376,6 Mio. EUR.
Die langfristigen Pensionsrückstellungen haben sich um 4,1 Mio. EUR auf 112,3 Mio. EUR reduziert. Die Reduktion ist im Wesentlichen auf den wieder höheren Abzinsungssatz von 2,35 % (Vorjahr: 2,0 %), zurückzuführen. Die jährliche Zuführung aus laufenden Pensionszusagen wirkte dieser Reduktion entgegen.
Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten verringerten sich von 10,0 Mio. EUR auf 4,4 Mio. EUR.
Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 266,5 Mio. EUR auf 297,7 Mio. EUR. Die Finanzierung aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich insgesamt um 43,0 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 16,0 Mio. EUR auf 185,0 Mio. EUR. Wir nutzen, soweit sinnvoll, alle Skontierungsmöglichkeiten.
Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 13,6 Mio. EUR auf 12,1 Mio. EUR vermindert. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften zurückzuführen.

Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung vermindert sich geringfügig von 104,6 % auf 104,3 %.

Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 115,4 Mio. EUR auf 32,4 Mio. EUR deutlich vermindert. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:

Das Ergebnis vor Steuern betrug aufgrund der in der Ertragslage genannten Effekte 56,4 Mio. EUR gegenüber einem Ergebnis von 37,8 Mio. EUR im Vorjahr.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich leicht um 2,4 Mio. EUR erhöht und tragen mit 81,1 Mio. EUR zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei.
Die sonstigen zahlungsunwirksamen Transaktionen sowie Ergebnisse aus Entkonsolidierungen enthalten Effekte aus Entkonsolidierungen von 77,9 Mio. EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR).
Die Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führte zu einer Mittelbindung von 38,8 Mio. EUR.
Die Erhöhung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 38,0 Mio. EUR belastet.
Die sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr um -34,8 Mio. EUR verändert.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -37,5 Mio. EUR und liegt um 10,0 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf höhere Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen zurückzuführen ist.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt 9,1 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren die Darlehensrückführungen in Höhe von 159,2 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 38,6 Mio. EUR sowie Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 213,4 Mio. EUR.

IV. Einzelabschluss BAUER Aktiengesellschaft

Im Geschäftsbericht sind der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert.

Die BAUER AG hat im Jahr 2015 einen erheblichen Verlust in Höhe von 25,2 Mio. EUR ausgewiesen. Wegen der umfangreichen Restrukturierungsmaßnahmen im Segment Resources mussten durch die BAUER AG Gesellschafterzuschüsse an Tochterfirmen in Höhe von 29,7 Mio. EUR vorgenommen werden. Diese Maßnahme diente der Zukunftssicherung für die Geschäfte des Segments und war deshalb nicht vermeidbar. Außerdem wurde die BAUER AG durch eine hohe Zuführung (1,6 Mio. EUR) bei den Pensionsrückstellungen belastet. Durch eine Ausschüttung der BAUER Maschinen GmbH (4,0 Mio. EUR) und durch eigene positive Ergebnisbeiträge konnte der Verlust auf 25,2 Mio. EUR reduziert werden.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich folgende Positionen von Bilanz und GuV zum Vorjahr maßgeblich verändert:

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 7,2 Mio. EUR vermindert. Dies lag an der Veränderung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 7,0 Mio. EUR.
Das Eigenkapital hat sich von 161,2 Mio. EUR auf 133,5 Mio. EUR reduziert. Ursächlich hierfür war der Jahresverlust in Höhe von 25,2 Mio. EUR und die Zahlung der Dividende im Jahr 2015 in Höhe von 2,6 Mio. EUR.
Die Verbindlichkeiten haben sich von 161,9 Mio. EUR auf 184,2 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen verantwortlich war der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 17,9 Mio. EUR, was durch die Finanzierungstätigkeit der BAUER AG für den Konzern verursacht ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um 3,6 Mio. EUR gestiegen.

Wesentliche Veränderungen in der G&V:

Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 2,0 Mio. EUR auf 32,1 Mio. EUR gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 31,0 Mio. EUR angestiegen. Wesentlicher Grund für diesen erheblichen Anstieg sind die Leistungen der BAUER AG für die Restrukturierungsmaßnahmen bei den Tochterfirmen der BAUER Resources GmbH.
Das betriebliche Ergebnis hat sich um 30,9 Mio. EUR auf -31,1 Mio. EUR verschlechtert.
Der Jahresüberschuss liegt mit -25,2 Mio. EUR um 31,1 Mio. EUR unterhalb des Vorjahres. Der Bilanzgewinn hat sich von 33,3 Mio. EUR auf 5,6 Mio. EUR deutlich vermindert.

Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen.

Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das geplante Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Zudem wird die Verbesserung der Eigenkapitalquote des Konzerns weiterhin intensiv verfolgt.

Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2016 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften in etwa wie im Jahr 2015 ausfallen, wobei keine Sondereffekte zu erwarten sind. Daher sollte die BAUER AG wieder einen Gewinn erzielen.

V. Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit in der BAUER Gruppe

Unter der Maxime "BAUER's Triple A" hat die BAUER Gruppe ihre wichtigsten Handlungsschwerpunkte definiert: Gesundheit, Sicherheit und Umwelt, Qualität und Ethik sowie Performance. Angelehnt ist der Slogan an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt haben wir viele Maßnahmen zum Wohle unserer Mitarbeiter und Kunden umgesetzt. Daneben möchten wir mit einer immer perfekteren Produktpalette und Leistungen in höchster Qualität den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden. Dabei gehen wir respektvoll miteinander um und kommunizieren offen und partnerschaftlich mit den verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens, ist Voraussetzung für die zukünftige Weiterentwicklung des Unternehmens. Ziel ist es, drei Bestnoten - also A's - zu erreichen. Die unter BAUER's Triple A definierten Handlungsschwerpunkte sind für uns auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements.

Mitarbeiter

Die Mitarbeiter machen das Unternehmen zu dem, was es ist. Jeder einzelne von ihnen trägt mit seiner Leistung und mit seinem Engagement zum gemeinsamen Erfolg der BAUER Gruppe bei. Unseren Mitarbeitern haben wir es zu verdanken, dass wir 2015 auf 225 Jahre Erfahrung bei Bauer zurückblicken konnten.

Mitarbeiterentwicklung

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt 10.738 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.405). Diese teilen sich wie folgt auf:

Segment Bau: 6.243 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.777)
Segment Maschinen: 2.919 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.936)
Segment Resources: 1.276 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.400)
BAUER AG und Töchter: 300 Mitarbeiter (Vorjahr: 292)

Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen und auf die dort zu bearbeitenden Bauprojekte zurückzuführen. Durch einzelne Aufträge sind oft größere Veränderungen möglich.

Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die größte Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (273 Mitarbeiter), den Vereinigten Arabischen Emiraten (273 Mitarbeiter) und auf den Philippinen (90 Mitarbeiter). In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Malaysia oder Indonesien, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Der hohe Auftragsbestand führte in Summe zu einem Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden.

Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl leicht reduziert. Der überwiegende Teil des Rückgangs ist auf die Werke im Fernen Osten (9 Mitarbeiter) und bei unserer deutschen Tochterfirma in Peine (13 Mitarbeiter) zurückzuführen. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist.

Im Segment Resources wurden aufgrund von Restrukturierungen, der Neuausrichtung des Segments und wegen der schwachen Marktlage im Miningbereich weiter Mitarbeiter reduziert. Einen wesentlichen Anteil am Rückgang hatten die Tochterfirmen in Jordanien (73 Mitarbeiter) und in den Vereinigten Arabischen Emiraten (25 Mitarbeiter). Auch in Deutschland mussten Mitarbeiter abgebaut werden.

Aus- und Weiterbildung

Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe sehen wir darin, den Start junger Menschen ins Berufsleben aktiv mitzugestalten. Im Jahr 2015 waren 245 (Vorjahr: 248) Azubis bei Bauer in Deutschland beschäftigt. Der Großteil erlernte den Beruf des Industrie- bzw. Konstruktionsmechanikers, des Elektronikers, des Industriekaufmanns oder des Baugeräteführers. Insgesamt bilden wir junge Menschen in rund 20 verschiedenen Berufen aus.

Schon während der Studienzeit bieten wir Möglichkeiten wichtige Praxisluft zu schnuppern. Wir betreuen Bachelor- oder Masterstudenten bei der Erstellung ihrer Abschlussarbeiten und geben durch Praktika spannende Einblicke in unsere unternehmerische Tätigkeit. Darüber hinaus bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt den dualen Studiengang im Fach Maschinenbau an.

Die BAUER Training Center GmbH steht sowohl unseren Mitarbeitern, Kunden und Partnern als auch externen Interessierten in allen Fragen der Fort- und Weiterbildung als kompetenter Ansprechpartner zur Seite. Maßgebliches Ziel ist die stetige Verbesserung und Professionalisierung der Schulungsmaßnahmen wie auch eine bedarfsorientierte Erhöhung des Angebots. 2015 betrug das Budget der BAUER Training Center GmbH rund 2,5 Mio. Euro (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR). Es wurden insgesamt 562 (Vorjahr: 475) interne und externe Seminare sowie externe Tagungen besucht.

Vielfalt

Die Mitarbeiter der BAUER Gruppe kommen buchstäblich aus aller Welt. Im Jahr 2015 waren Mitarbeiter aus 77 unterschiedlichen Nationen bei uns beschäftigt - Menschen verschiedenster Kulturen und Ethnien, die sich auf allen Kontinenten für die Erreichung unserer gemeinsamen Ziele einsetzen. Mit ihren unterschiedlichen Weltanschauungen und Sichtweisen, Erfahrungen und Eigenschaften prägen sie unsere Unternehmenskultur. Deshalb ist die Förderung von Vielfalt seit vielen Jahren fest in unseren Unternehmenszielen verankert. Wir bieten allen Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion, Alter, Geschlecht oder sexueller Orientierung, dieselben Möglichkeiten, zum Unternehmenserfolg beizutragen.

Sowohl bei der Einstellung als auch bei der Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter legen wir großen Wert auf eine Beurteilung, die ausschließlich auf Persönlichkeit und Qualifikation beruht. Im Konzern lag der Frauenanteil im Jahr 2015 bei etwa 11 %, was im Wesentlichen auf die technische Ausrichtung unseres Geschäfts und die niedrigen Bewerberzahlen von Frauen für diese Berufe zurückzuführen ist.

Investitionen

Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2015 gegenüber früheren Jahren relativ niedrig, in etwa auf Höhe der Abschreibungen, gehalten. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung ist in unserem Geschäft schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird.

Im Segment Bau haben wir weiter in unsere Geräteausstattung investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Maschinen für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen. Im Speziellen haben wir uns auch auf Investitionen zur Ausstattung unserer Baustellen mit moderner Kommunikationstechnik konzentriert.

Im Maschinenbau dienten die Investitionen im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten.

Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2015 nur auf niedrigem Niveau investiert. Die Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen.

Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2015 91,0 Mio. EUR (Vorjahr: 72,7 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 81,1 Mio. EUR (Vorjahr: 78,8 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 13,2 Mio. EUR (Vorjahr: 15,8 Mio. EUR).

Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2015 6,5 Mio. EUR (Vorjahr: 2,3 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) gegenüber.

Auch im Jahr 2016 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten.

Forschung und Entwicklung

Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2015 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen sowie für Forschungszwecke auf. Im Mittelpunkt stehen dabei die Neu- und Weiterentwicklung der unterschiedlichen Geräte für den Spezialtiefbau, der passenden Bohrwerkzeuge und Anbaugeräte sowie der Tiefbohrtechnik. Dazu kommen die Neuentwicklung sowie die Optimierung von Anwendungen und Verfahren auf den Baustellen.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie beispielsweise Drehbohrgeräte oder Ankerbohrgeräte, konzentriert. Innerhalb der BAUER Maschinen GmbH ist das vielfältige Produktportfolio auf Geschäftsbereiche aufgeteilt, die ihre Gerätefamilien ständig weiterentwickeln und in ihrem Segment für Innovation sorgen. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein.

Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Insbesondere unterhält die BAUER Spezialtiefbau GmbH eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundlagenforschung betreibt.

Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Manchmal entstehen aus einfachen Ideen herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen.

Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.

In der Maschinenentwicklung ist im vergangenen Jahr besonders an der ValueLine, den für das Kellybohren optimierten Drehbohrgeräten, gearbeitet worden. Es wurde eine neue Generation von Drehbohrgeräten aufgelegt: Die mittlere Plattformreihe, die für Bohrpfähle mit einem Durchmesser von bis zu 2,5 Metern und einer Bohrtiefe von bis zu 70 Metern ausgelegt ist, umfasst die BG 26 und die BG 30. Die Fokussierung auf diese beiden Geräte bietet den Vorteil, dass die Maschinen technisch eng aufeinander abgestimmt und die Bauteile damit modellübergreifend austauschbar sind.

Kernelement ist die mittlere Plattformreihe des gemeinsamen Grundgerätes BT, das komplett von Bauer konstruiert und gebaut wurde. Mit diesem durchdachten Baukastenkonzept können kostengünstig verschiedene Gerätegrößen der Maschinen aus unterschiedlichen Geschäftsbereichen konfiguriert werden. Der moderne und hochfunktionelle Träger punktet nicht nur mit höchsten Sicherheitsstandards und sehr niedrigen Lärmemissionswerten. Große Querschnitte in den Hydraulikleitungen sorgen für einen optimalen Wirkungsgrad, was sich direkt auf den Kraftstoffverbrauch niederschlägt. Eine integrierte Serviceplattform ermöglicht einen einfachen und sicheren Zugang für alle Wartungsarbeiten am Oberwagen. Durch das Öffnen der Verkleidung wird ein Trittrost aus dem Oberwagen herausgezogen, der ein Bestandteil des Türsystems ist. Die seitliche Verkleidung dient dabei als Absturzsicherung. Dieses Sicherheitssystem ist weltweit einzigartig und setzt im Bereich Health, Safety & Environment einen neuen Standard. Vom Verband der Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik e.V. wurde es mit dem VDBUM-Förderpreis 2016 ausgezeichnet.

Im Forschungsbereich wurde die BAUER Maschinen GmbH mit der MIDOS-Technologie, die bei diversen Offshore-Gründungen eingesetzt werden kann, für den Bauma-Innovationspreis 2016 nominiert. MIDOS (Mixed Drilled Offshore Steel) basiert auf dem Mixed-in-Place-Verfahren, das herkömmlich im Spezialtiefbau verwendet wird. Hierbei wird ein Stahlrohr in den Boden eingeführt, in dessen Innerem zeitgleich ein Mischwerkzeug den anstehenden Boden mit Zement vermischt. So wird der Pfahl in einen stabilen Mischkörper aus Sand und Zement eingebettet. Aufgrund seiner hohen Tragfähigkeit und seiner schnellen Herstellung bietet sich diese Technologie als eine wirtschaftliche Gründungsmethode für Offshore-Plattformen auch bei schwierigen geologischen Voraussetzungen in kalkhaltigen Sanden an. Die Lärmentwicklung ist dabei gegenüber der Rammtechnik nahezu vernachlässigbar. Das Verfahren eignet sich somit vor allem für den Einsatz in lärmsensiblen Küstenregionen. Mit MIDOS bietet Bauer somit die Zukunftslösung für Offshore-Gründungen aller Art.

Zur Steigerung der Sicherheit und Effizienz von tiefen Geothermiebohrungen wurde in dem 2015 erfolgreich abgeschlossenen Forschungsprojekt AUTIG (Automatisierte Bohrtechnik für tiefe Geothermie) ein Konzept zum Bau einer vollautomatisierten Tiefbohranlage erarbeitet. Hierbei kann die Anzahl der Personen im Arbeitsbereich der Maschine reduziert werden, um die Sicherheit, aber auch die Wirtschaftlichkeit der Bohrungen zu erhöhen. Viele Konzepte und Innovationen aus dem Projekt, wie die hochmoderne Steuerungstechnik und der hohe Automatisierungsgrad der Anlagen, waren auch die Voraussetzung dafür, dass Bauer mit Schlumberger ein Joint Venture für den Bau von Tiefbohranlagen gründen konnte.

Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt.

Im Maschinenbau wenden wir gut 3,3 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 186 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.

Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 0,6 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf.

Health Safety Environment (HSE)

Für die BAUER Gruppe ist Health, Safety & Environment (HSE) ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe. Durch weltweit gültige Standards im Bereich HSE haben wir für alle Unternehmen ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung unserer Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen. Die Umsetzung unserer Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltpolitik ist zentrale Aufgabe der jeweiligen Führungskräfte und wird im Rahmen von Audits innerhalb des Konzerns regelmäßig überprüft.

Die Wirksamkeit von Arbeitsschutzmaßnahmen in unserem Unternehmen wird im hohen Maße vom Verhalten unserer Mitarbeiter bestimmt. Wir engagieren uns deshalb in vielfältiger Weise, um das Bewusstsein für das Thema Arbeitssicherheit im gesamten Konzern zu stärken. So bieten wir regelmäßige Schulungen im Bereich HSE an. Auf unseren Baustellen sowie allen unseren Produktionsstätten finden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen statt. Damit erreichen wir ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern unserer Unternehmen.

Als weltweit agierendes Unternehmen tragen wir eine besondere Verantwortung für unsere Umwelt. In allen Bereichen unseres Unternehmens legen wir deshalb großen Wert darauf, sie zu schützen und schonend mit den natürlichen Ressourcen umzugehen. Das Umweltmanagement bei Bauer ist neben den Themen Gesundheit und Sicherheit wesentlicher Bestandteil der übergreifenden HSE-Politik. Im Rahmen von internen HSE-Audits überprüfen wir laufend die Umsetzung unserer Umweltpolitik.

Qualität

Qualitativ hochwertige Produkte, Dienstleistungen und Geräte sind die Voraussetzung für die Zufriedenheit unserer Kunden und der Schlüssel unseres Erfolgs. Um die vielfältigen Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden bestmöglich erfüllen zu können, legen wir großen Wert darauf, den hohen Qualitätsstandard in unseren Unternehmen zu bewahren und, wo immer möglich, auszubauen. Besonderes Augenmerk legen wir auf die Themen Ethik, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Unser Qualitätsmanagementsystem basiert auf der ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen. Das Erreichen der geplanten Qualitätsziele wird anhand von Kennzahlen und Audits regelmäßig überprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, indem wir durch die Vorgesetzten den Einsatz für Qualität vorleben, ihnen herausfordernde Ziele setzen, ausreichend Verantwortung übertragen und gute Leistungen anerkennen. Nur durch eine aktive Mitarbeit können Arbeitsziele in kurzer Zeit erreicht werden.

Anfang 2015 hat sich die BAUER Maschinen GmbH einem Audit durch das American Petroleum Institute (API), dem größten Interessensverband der Öl- und Gasindustrie einschließlich der petrochemischen Industrie in den USA, unterzogen. Hierfür hat die BAUER Maschinen GmbH die gesamte Managementdokumentation aktualisiert und die Norm ISO 9001 um die Forderungen der API Q1 ergänzt. Die Zertifizierung nach API Q1 konnte somit erfolgreich erlangt werden.

VI. Rechtliche Angaben

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr unverändert drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorprüfung im Präsidial- und Personalausschuss.

Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden.

Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe.

Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung.

Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation.

Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich). Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt.

Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.274 TEUR (Vorjahr: 1.150 TEUR). Davon sind 1.124 TEUR (Vorjahr: 1.090 TEUR) erfolgsunabhängige und 150 TEUR (Vorjahr: 60 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 155 TEUR (Vorjahr: 159 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 5.537 TEUR (Vorjahr: 5.531 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss. Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

Im Geschäftsjahr 2015 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).

Sonstiges

Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht. Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.

Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Übernahmerechtliche Angaben

Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2015 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,
bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmensteile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.

Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.

Change-of-Control

Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 450 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.

Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 178,5 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung.

Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.

VII. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

VIII. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Grundprinzip des Risikomanagements

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind die Absicherung unserer Unternehmensziele, die Steigerung unseres Unternehmenswerts und die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.

Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem basiert auf der vom Vorstand festgelegten Risikopolitik und regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.

Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems und dient, wie alle unsere Managementsysteme, als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung.

Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt.

Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt zweimal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue und bekannte Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.

Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert.

Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der jeweiligen Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen aus den operativen Bereichen.

Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert. Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation).

Die Risikoanalyse, bestehend aus Identifikation, Bewertung und Maßnahmenfestlegung, wird mindestens halbjährlich durchgeführt. Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungs-Berichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Bei laufenden Projekten werden die Risiken im Rahmen des kontinuierlichen Projektcontrollings und Projektmanagements analysiert, das heißt identifiziert, bewertet und mit Maßnahmen hinterlegt.

Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und, entsprechend seiner Risikoklasse, in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt.

Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können, und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.

Strategische Risiken

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen.

Das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.

Marken, Image, PR

Die Marke Bauer ist insbesondere im Segment Maschinen ein Kaufkriterium, da sie für hohe Qualität bekannt ist. Negative Einflüsse auf unser Image, sei es durch veröffentlichte Arbeitsunfälle oder Qualitäts- und Servicemängel, können zu einer sinkenden Nachfrage unserer Maschinen führen. Dieses Risiko minimieren wir unter anderem durch unser ausgeprägtes Qualitäts- und HSE-Managementsystem. Das Risiko eines Imageschadens betrachten wir als mittleres Risiko.

Marktrisiken

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.

Wettbewerbsumfeld

Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Der chinesische Baumarkt und entsprechend überproportional auch der chinesische Baumaschinenmarkt sind in der Vergangenheit entsprechend der Politik des Landes extrem dynamisch gewachsen. In der Folge entstanden große Produktionskapazitäten für Baumaschinen. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde vor allem die Fertigung, aber auch das Sourcing in hohem Maße lokalisiert und unter Beibehaltung der gewohnt hohen Qualität weiter professionalisiert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut.

Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen, konnten wir unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Lande und dem damit einhergehenden Margendruck behaupten. Die geringe Markterfahrung der chinesischen Hersteller und die immer noch deutlich niedrigere Qualität ihrer Produkte sowie auch der in der Regel unterentwickelte After-Sales-Service haben den massenweisen Export chinesischer Baumaschinen in die für uns relevanten Märkte bisher verhindern können. Im Laufe des Jahres 2015 haben einige dieser Unternehmen begonnen, ihre Kapazitäten und auch Personal in erheblichem Maße zu reduzieren. Einige chinesische Wettbewerber mussten sich bereits aus dem Markt zurückziehen. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt.

Risiken der Marktentwicklung

Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkte in China und den weiteren BRIC-Staaten beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus.

Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich ebenso negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken wie auf die Infrastrukturausgaben der ölproduzierenden Länder. In Folge des stark gesunkenen Ölpreises und der angespannten Situation im Osten der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kam es zu einem Kursverfall des russischen Rubels gegenüber dem Euro. In Summe erschwert uns dies den Maschinenvertrieb nach Russland.

Aus diesen Themen ergeben sich sowohl Währungs- als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten. Im Gegensatz dazu führt die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Situation im Fernen Osten zu einer strukturell größeren Abhängigkeit des Konzerns von diesem Wirtschaftsraum.

Der Vorstand und die Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien zur Abschätzung der Auswirkungen etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Risiken der Marktentwicklung werden momentan als mittleres Risiko bewertet.

Finanzmarktrisiken

Finanzielle Stabilität und Liquidität

Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Die für die Schuldscheindarlehen und den im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit vereinbarten Kennzahlen wurden zum Jahresende eingehalten.

Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt. Daneben kann ein hoher Forderungsbestand ebenfalls dazu führen, dass vereinbarte Bezugsgrößen nicht eingehalten werden können.

Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.

Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde durch den Abschluss eines Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den größeren Finanzmarktrisiken zu begegnen.

Währungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als geringes Risiko ein.

Beteiligungen, Akquisitionen, Financial Assets

In den Wertansätzen der Anteile aus assoziierten Unternehmen sind Goodwills enthalten, deren Werthaltigkeit dem Risiko der zukünftigen Unternehmensentwicklungen unterliegen. Sollten diese zukünftigen Erwartungen nicht wie geplant eintreten, besteht der Bedarf einer Wertminderung. Den Goodwill-Abschreibungsbedarf bewerten wir als mittleres Risiko.

Politische und rechtliche Risiken

Compliance

Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen.

Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.

Laufende Rechtsfälle

Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

Wertschöpfungsrisiken

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren.

Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert.

Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.

Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen

Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden.

Materialwirtschaft und Beschaffung

Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen. Die Abhängigkeit von Nachunternehmern beziehungsweise einzelnen Lieferanten in den Segmenten Bau und Resources schätzen wir ebenfalls als geringes Risiko ein.

Produktion und Auftragsausführung

Technisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Die hieraus resultierenden Risiken können deshalb als gering bewertet werden.

Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Trotz aller Vorkehrungen in der Auftragsausführung, besteht das Risiko von Managementfehlern bei Großprojekten. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene.

Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten.

Nachträge und Claim-Management

Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.

Risiken durch Unterstützungsprozesse

Informationstechnologie (IT)

Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als gering eingestuft werden.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der Muttergesellschaft sowie der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen.

Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von den Beteiligungscontrollern der BAUER Spezialtiefbau GmbH, der BAUER Maschinen GmbH und der BAUER Resources GmbH unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse in Übereinstimmung mit dem jeweiligen landesrechtlichen bzw. internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse nach Maßgabe der jeweiligen landesrechtlichen Regelungen einer Abschlussprüfung unterzogen.

Zur Erstellung der monatlichen Konzernberichterstattung sowie der Quartalsabschlüsse und des Konzernabschlusses nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) wird ein einheitlicher Konzernkontenrahmen durch die Tochtergesellschaften verwendet. Die einbezogenen Einzelabschlüsse werden entweder nach Maßgabe einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie erstellt oder durch die Konzernrechnungslegung im Rahmen von Anpassungsbuchungen von den jeweiligen landesrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften auf die Regelungen der Bilanzierungsrichtlinie übergeleitet.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und die Einrichtung von Vier-Augen-Prinzipien sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems.

Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Diese Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der Konzernrechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt.

Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.

Gesamtrisiko

Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2016 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.

Chancenbericht

Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.

Strategische Chancen

Über die Jahre hat der Konzern durch die Abwicklung von Projekten in dem Kerngeschäft naheliegenden Geschäften Know-how aufgebaut und daraus Synergien entwickelt, die heute das Segment Resources bilden.

Dazu gehört der Bereich Umwelttechnik, der sich mit der Behandlung kontaminierter Böden und Grundwasser beschäftigt und sich nach ersten Anfängen vor über 25 Jahren immer mehr internationalisiert hat. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen. Heute werden Bohrungen nach den unterschiedlichsten Bodenschätzen ausgeführt. Im Bereich Wasser werden ebenso hochwertige Produkte zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie entwickelt, wie auch Anlagen zur Aufbereitung und Reinigung von Trinkwasser, Prozesswasser und Industrieabwasser.

Durch Zusammenführung dieser drei Bereiche zum Geschäftssegment Resources werden einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts bedient. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen.

Für die Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.

Durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau sind wir in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Dies führt zu Geschwindigkeits- und Kostenvorteilen in unserem Projektgeschäft.

Marktchancen

Die immer stärkere Urbanisierung und der wachsende Bedarf an Infrastruktur führen zu immer größeren Bauvorhaben, die der Bauwirtschaft - und insbesondere den Unternehmen im Bereich Spezialtiefbau - viele interessante Chancen bietet. In den aufstrebenden Wirtschaftsnationen, aber auch in den etablierten Industrieländern gibt es gerade in der Bauwirtschaft einen enormen Nachholbedarf. Das gilt nicht nur für die Verkehrsinfrastruktur, sondern auch für Wohnanlagen, öffentliche Gebäude, Dämme oder Hochwasserschutzmaßnahmen. Zudem findet Bauen in immer engeren urbanen Räumen statt. Dies erfordert Gebäude, die immer höher werden, was umfangreiche Gründungsarbeiten voraussetzt. Auch der ruhende und fließende Verkehr muss immer stärker in den Untergrund gebracht werden, was ebenfalls zu Wachstum des Spezialtiefbaus führt.

Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit der Gründung eines Joint Ventures mit Schlumberger weiter erhöht. In dem Joint Venture wird eine neue Generation hochmoderner Tiefbohranlagen für Schlumberger und für Dritte zum Einsatz bei Öl- und Gasbohrungen sowie bei geothermischen Bohrungen entwickelt und gebaut. Die beteiligten Partner, Bauer und Schlumberger, gehen davon aus, dass das Joint Venture bald mehr als 100 Millionen EUR Umsatz erreichen kann und sich damit große Chancen für die Zukunft eröffnen. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass die Tiefbohrtechnik zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leisten wird.

Im Segment Resources ist es uns gelungen, neben dem angestammten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung zu erreichen und damit Kunden in der Automobil-, Chemie-, Öl- und Gasindustrie zu gewinnen. Die hohen Qualitätsauflagen sowie die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unsere Produkte und Dienstleistungen.

Wertschöpfungschancen

Entwicklung und Innovation

Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt.

Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern.

Die daraus resultierenden Projekte erreichen teilweise sehr große Loseinheiten und können im Auftragsfall durch das Zusammenschließen unserer weltweiten Ressourcen und durch unsere langjährige Erfahrung mit Großprojekten erfolgreich bewältigt werden.

Nachträge und Claim-Management

Die Durchsetzung von Forderungen und Nachträgen birgt nicht nur Risiken, sondern auch die Chance, aus Änderungen der bestellten Bauleistung oder durch den Auftraggeber nachträglich bestellte Zusatzleistungen, bessere Ergebnisse erzielen zu können als die für den ursprünglichen Auftrag festgelegten Konditionen. Bei Projekten mit hohem Änderungspotential kann sich daraus eine deutliche Verbesserung der Ergebnisse ergeben. Durch ein baubegleitendes professionelles Nachtragsmanagement versuchen wir, diese Chancen zu realisieren.

Gesamtchancen

Durch die zunehmende Etablierung des Segments Resources sowie durch neue innovative Produkte sehen wir eine stetige Zunahme unserer Marktchancen auf dem Weltmarkt. Unsere Strategie, die überwiegend kleineren und mittleren weltweit agierenden Gesellschaften systematisch zu effizienten Netzwerken zu verknüpfen, ermöglicht es uns immer besser, aus den damit einhergehenden Skalierungseffekten Geschwindigkeits- und Kostenvorteile zu generieren. Zusammengefasst sehen wir für unseren Konzern im Jahr 2016 wieder eine Zunahme der Chancen für unser weltweites Geschäft.

IX. Prognosebericht

Die BAUER Gruppe ist, wie bereits im Wirtschaftsbericht erläutert wurde, in Märkten unterwegs, die grundsätzlich gute Wachstumsraten verzeichnen. Wegen des enormen Nachholbedarfs an Bauleistungen in der Welt gehen wir davon aus, dass sich dies in den kommenden Jahren trotz der vielen Turbulenzen auf den Weltmärkten nicht verändern wird. Dennoch wird es notwendig sein, sehr flexibel auf die Verschiebungen von Marktschwerpunkten zu reagieren. So ist zu erwarten, dass sich in den kommenden Jahren die Bauaktivitäten und entsprechend die Nachfrage nach Maschinen in den öl- und gasabhängigen Märkten reduzieren wird. In den etablierten Industrienationen sollte beides ansteigen, da hier positive Effekte durch die niedrigen Ölpreisen zu erwarten sind. Diese Länder können aufgrund der wieder besseren Finanzlage in neue Bauvorhaben investieren.

Unser ausgezeichneter Auftragsbestand zum Jahresende 2015 zeigt, dass es uns gelingt, die Chancen der Märkte zu nutzen. Weiterhin gibt es viele interessante Großprojekte rund um die Welt, die es uns ermöglichen, das hohe Niveau zu halten. In den Segmenten Bau und Resources können wir aufgrund längerer Projektlaufzeiten relativ hohe Auftragsbestände erreichen.

Dagegen sind diese im Maschinensegment eher niedrig. Dies wird sich in den kommenden Jahren auch nicht ändern. Maschinenkunden für Spezialbaumaschinen tendieren dazu erst dann Maschinen zu bestellen, wenn sie ein entsprechendes Projekt haben. Zusätzlich führen die immer noch großen Überkapazitäten im Markt - speziell der chinesischen Hersteller -dazu, dass fertige Maschinen zum Verkauf vorgehalten werden müssen. Es ist bei den kurzen Bestellvorläufen schwierig, eine Geräteplanung zu realisieren, die der späteren Nachfrage entspricht - vor allem da Komponenten und Teile mehrere Monate vor Produktion bestellt werden müssen. Durch eine entsprechende Plattformstrategie und geeignete Standardisierungsmaßnahmen reagieren wir auf diese Entwicklung und versuchen so, die Produktion zu flexibilisieren und den Lagerbestand zu reduzieren. Wir gehen davon aus, dass diese Situation unsere Geschäfte noch länger begleiten wird - auch wenn die chinesischen Hersteller nun begonnen haben, ihre Strategie zu korrigieren und Kapazitäten zu reduzieren.

Eine wichtige Frage zur Prognose ist natürlich, ob die Misserfolge der vergangenen Jahre auch die Erfolgschancen in der Zukunft beeinflussen werden. Die Verluste, die in einigen Bereichen aufgetreten sind, hatten allesamt Ursachen, die das Geschäft nicht dauerhaft belasten - ebenso wie die zahlreichen Aufwendungen für die Neuausrichtung. Insbesondere bei zwei Projekten führten eigene Fehler sowie die Rahmenbedingungen zu erheblichen Verlusten, die uns über mehrere Jahre belastet haben. Um mit der Finanzmarktkrise zurechtzukommen, wurden nach 2008 etliche kleinere Geschäfte gestartet und lange aufrechterhalten, die sich leider teilweise als nicht erfolgsträchtig erwiesen haben und die wir nun mit erheblichen Kosten beenden mussten.

Durch die Boomjahre 2007 und 2008 waren wir gezwungen in eine Ausweitung unserer Kapazitäten zu investieren. Die Fertigstellung der neuen Werke fiel genau in den Beginn der Finanzmarktkrise. Seitdem ist es uns durch die Marktlage und den größeren Wettbewerb noch nicht gelungen, die Kapazitäten ausreichend auszulasten. Die Umsatzentwicklung der letzten Jahre hat die Situation jedoch bereits gut verbessert und das Joint Venture mit Schlumberger zur Herstellung von Tiefbohrgeräten birgt hier eine erhebliche Chance, dass dies in Zukunft gelingen wird.

Unsere Geschäfte im Bau sowie im Maschinen- und Anlagenbau haben in einer solch schwierigen Phase den Vorteil, dass jedes Projekt für sich wieder eine neue Erfolgschance darstellt. Vergangene Einzelproblemfälle ziehen sich nicht in die Zukunft, sie können sogar eine Chance sein, da die Erfahrungen in neue Projekte einfließen. Mit unseren vielen Anstrengungen die Kostenstrukturen in unseren Unternehmen so schlank wie möglich zu halten, mit unserer weltumspannenden IT-Struktur sowie mit den internationalen Erfahrungen unserer Führungsmannschaft sehen wir uns gut gerüstet, das Unternehmen mit einer wieder stabilen Ertragsentwicklung in die Zukunft zu führen. Im Mittelpunkt stehen dabei unsere innovative Produktpalette und unsere zukunftsorientierten Spezialdienstleistungen.

Wir sind bei diesen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2016 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht. In Summe sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2016 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente wie für den Konzern insgesamt.

Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann -den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigen Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Themen, wie sie uns in den letzten Jahren getroffen haben, zu vermeiden.

Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden.

Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen.

Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2016 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,65 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 20 bis 25 Mio. EUR und das EBIT mit etwa 75 Mio. EUR.

Wir planen für die kommenden Jahre unverändert mit einem Wachstum zwischen 3 % und 8 % bei der Gesamtkonzernleistung.

Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch.

Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der Normalisierung unseres Maschinengeschäfts, in dem durch die wieder niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen sind. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Bilanzstruktur im kommenden Jahr erheblich verändern wird, da unser Geschäftsmodell mit hohen Vorfinanzierungen verbunden ist. Bei einer stärkeren Maschinennachfrage werden sich die Relationen aber wieder verbessern. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen.

Nach dem schwierigen Geschäftsjahr 2015 konnte das Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch Sonderergebnisse erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher eine kleine Dividende ausschütten. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, eine Dividende von 0,15 EUR (Vorjahr: 0,15 EUR) an die Aktionäre zu bezahlen. Um die Kapitalbasis der ausschüttenden BAUER AG zu schonen, ist keine Steigerung der Dividende möglich, obwohl ein höheres Ergebnis nach Steuern im Konzern erzielt wurde. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen.

Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.

Schrobenhausen, den 31. März 2016

BAUER Aktiengesellschaft

Prof. Thomas Bauer, Vorstandsvorsitzender

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

31.12.2014

31.12.2015

A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.174.114,97 3.412.990,39
2. Geleistete Anzahlungen 442.018,13 279.724,86
2.616.133,10 3.692.715,25
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.302.659,96 3.115.837,27
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.243.593,85 2.692.089,30
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.785,00 0,00
3.557.038,81 5.807.926,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 116.644.672,82 116.744.672,82
2. Beteiligungen 1.000,00 1.000,00
116.645.672,82 116.745.672,82
122.818.844,73 126.246.314,64
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 70.879,29 44.287,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 42.098,45 145.679,94
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 204.598.174,99 197.556.475,56
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.501,66 41.692,39
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.274.718,98 937.678,44
205.920.494,08 198.681.526,33
III. Guthaben bei Kreditinstituten 960.119,05 272.953,46
206.951.492,42 198.998.767,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 640.583,33 1.061.012,76
D. Aktive latente Steuern 603.419,18 1.079.749,15
331.014.339,66 327.385.843,55
Passiva
31.12.2014

31.12.2015

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 73.001.420,45 73.001.420,45
II. Kapitalrücklage 39.780.829,55 39.780.829,55
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 12.000,00 12.000,00
2. Andere Gewinnrücklagen 15.088.000,00 15.088.000,00
15.100.000,00 15.100.000,00
IV. Bilanzgewinn 33.349.700,22 5.615.809,55
161.231.950,22 133.498.059,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 6.599.626,00 8.165.107,00
2. Steuerrückstellungen 130.860,00 121.252,00
3. Sonstige Rückstellungen 1.110.226,44 1.375.996,96
7.840.712,44 9.662.355,96
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 123.691.744,40 141.625.000,42
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 476.822,26 1.156.713,17
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 34.942.206,21 38.543.149,07
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.830.904,13 2.900.565,38
161.941.677,00 184.225.428,04
331.014.339,66 327.385.843,55

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

2014

2015

1. Umsatzerlöse 30.045.499,27 32.064.699,78
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 8.436,53 0,00
3. Sonstige betriebliche Erträge 5.748.699,29 5.013.562,43
35.802.635,09 37.078.262,21
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 367.814,79 384.155,30
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 684.704,97 672.159,97
1.052.519,76 1.056.315,27
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.805.997,46 13.741.860,68
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.644.119,32 2.810.934,12
15.450.116,78 16.552.794,80
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.873.554,91 2.875.390,33
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 16.666.760,23 47.693.242,15
Betriebliches Ergebnis -240.316,59 -31.099.480,34
8. Erträge aus Beteiligungen 4.950.000,00 3.960.000,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.950.237,75 9.948.947,05
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.913.779,74 6.987.454,26
Finanzergebnis 6.986.458,01 6.921.492,79
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.746.141,42 -24.177.987,55
11. Außerordentliche Aufwendungen / Außerordentliches Ergebnis 140.568,00 140.568,00
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 666.698,79 826.445,90
13. Sonstige Steuern 18.112,05 19.239,22
14. Jahresfehlbetrag (-) /Jahresüberschuss 5.920.762,58 -25.164.240,67
15. Gewinnvortrag 27.428.937,64 33.349.700,22
16. Gewinnausschüttung 0,00 -2.569.650,00
17. Bilanzgewinn 33.349.700,22 5.615.809,55

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

I. Allgemeine Angaben

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist zum Bilanzstichtag 31.12.2015 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264d und 267 Abs. 3 HGB.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Der Jahresabschluss der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den besonderen Rechnungslegungsvorschriften des Aktiengesetzbuches aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung.

II. Gliederung, Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen und Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB sowie § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, insgesamt im Anhang aufgeführt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden/Währungsumrechnung

Bilanzierung und Bewertung der Aktivpositionen

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände sind mit ihrem Auszahlungsbetrag aktiviert.

Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen nach ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung fähig sind und € 410 (vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag) für das einzelne Wirtschaftsgut nicht übersteigen (geringwertige Wirtschaftsgüter), werden im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung in voller Höhe abgeschrieben.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Soweit der am Bilanzstichtag beizulegende Wert unter den Anschaffungskosten liegt, wird dieser angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Langfristige Steuererstattungsansprüche i.S.d. § 37 KStG (Körperschaftsteuerguthaben) werden zum Barwert angesetzt.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bzw. Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Bilanzierung und Bewertung der Passivpositionen

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Januar 2016 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Dieser Zinssatz beträgt zum 31. Dezember 2015 3,89 %. Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden jährliche Lohn- und Gehaltssteigerungen von 3,0 % und Rentensteigerungen von jährlich 2,0 % zugrunde gelegt sowie eine Fluktuation in Höhe von durchschnittlich 1,0 % p.a. unterstellt.

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 246.

In den sonstigen Rückstellungen wurden alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in Fremdwährung werden mit dem zum Zeitpunkt der Transaktion geltenden Hauskurs erfasst. Die Bewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer voraussichtlichen Laufzeit von über einem Jahr erfolgt zu dem jeweiligen Transaktionskurs oder dem jeweils ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag. Für die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr sowie für flüssige Mittel wird der Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag verwendet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleichen. Vom Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB zum Ansatz einer sich insgesamt ergebenden Steuerentlastung wird Gebrauch gemacht.

Der Prozentsatz für die Berechnung von latenten Steuern aus den Bewertungsunterschieden beträgt 28,0 % (Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer).

IV. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens während des Geschäftsjahres ist in dem nachfolgenden Anlagenspiegel (Seiten 12 und 13) dargestellt.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen (Anteilsbesitz) - d. h. die Unternehmen, von denen die Gesellschaft direkt oder indirekt mindestens 20 % der Anteile besitzt - werden in der Anteilsbesitzliste als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten wie im Vorjahr keine Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Darlehensforderungen in Höhe von T€ 192.988 (Vorjahr: T€ 197.363), die im Wesentlichen mit Zinssätzen zwischen 4,50 % und 5,00 % p.a. verzinst werden, da ab April 2015 ein negativer 3-Monats-Euribor besteht. Des Weiteren sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 4.569 (Vorjahr: T€ 7.235) enthalten.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen das Finanzamt sowie die Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T€ 283 (Vorjahr: T€ 266), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Es bestehen sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von T€ 332 (Vorjahr T€ 337). Diese betreffen im Wesentlichen Aktivwerte aus Rückdeckungsversicherungen.

Alle übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet aktivierte Disagien in Höhe von T€ 9 (Vorjahr T€ 11,5).

Anlagenspiegel

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

Entwicklung des Anlagevermögens 2015

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2015

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
Umbuchungen

T€
31.12.2015

T€
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.808 2.382 14 437 15.613
2. Geleistete Anzahlungen 442 275 0 -437 280
13.250 2.657 14 0 15.893
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.374 1.907 0 0 3.281
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.271 1.655 248 11 9.689
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 11 0 0 -11 0
9.656 3.562 248 0 12.970
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 116.645 100 0 0 116.745
2. Beteiligungen 1 0 0 0 1
116.646 100 0 0 116.746
139.552 6.319 262 0 145.609
Abschreibungen
01.01.2015

T€
Zugänge

T€
Abgänge

T€
31.12.2015

T€
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.634 1.578 11 12.201
2. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0
10.634 1.578 11 12.201
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 71 94 0 165
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.029 1.203 235 6.997
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
6.100 1.297 235 7.162
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Beteiligungen 0 0 0 0
0 0 0 0
16.734 2.875 246 19.363
Restbuchwerte
31.12.2015

T€
31.12.2014

T€
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.412 2.174
2. Geleistete Anzahlungen 280 442
3.692 2.616
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.116 1.303
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.692 2.243
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 11
5.808 3.557
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 116.745 116.645
2. Beteiligungen 1 1
116.746 116.646
126.246 122.819

Aktive latente Steuern

Hinsichtlich latenter Steuern sind folgende Abweichungen zu steuerlichen Bewertungsvorschriften bilanziert:

Rückstellung für Pensionen T€ 3.061
Sonstige Rückstellungen T€ 795

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der BAUER AG beträgt € 73.001.420,45 und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme.

Die Stückaktien der Gesellschaft befinden sich mit 48,19 % im Besitz der Familie Bauer, die übrigen Stückaktien befinden sich im Streubesitz.

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch die Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2012). Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Im Berichtsjahr wurden keine neuen Aktien ausgegeben.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse. Die aufgrund dieser Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die BAUER AG hat keinen Bestand an eigenen Aktien, im Geschäftsjahr wurden weder eigene Aktien erworben noch verkauft.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr T€ 39.781.

Gewinnrücklagen

Die gesetzliche Rücklage sowie die anderen Gewinnrücklagen betragen jeweils unverändert zum Vorjahr T€ 12 bzw. T€ 15.088.

Bilanzgewinn

Stand 01.01.2015 33.349.700,22
Ausschüttung für 2014 2.569.650,00
Gewinnvortrag 30.780.050,22
Jahresfehlbetrag 2015 -25.164.240,67
Stand 31.12.2015 5.615.809,55

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2015 eine Dividende von € 2.569.650,00 (€ 0,15 pro Aktie) vorzuschlagen.

Rückstellungen

Aus der Umstellung der Pensionsrückstellungen im Rahmen des BilMoG zum 1. Januar 2010 ergab sich ein Zuführungsbetrag im Vergleich zum bisherigen Ansatz zum 31. Dezember 2009 von T€ 2.108.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB Gebrauch und verteilt den Aufwand aus der Umstellung linear über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren. Im Geschäftsjahr 2015 wurden hierfür T€ 141 als außerordentlicher Aufwand erfasst.

Die zum 31.Dezember 2015 verbleibende Unterdeckung beläuft sich danach auf T€ 1.262.

Rückstellungspflichtige Altersteilzeitverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 45. Diese wurden mit einem Deckungsvermögen in Höhe von T€ 30 gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen mit T€ 606, Rückstellungen für Tantiemen mit T€ 300, Urlaubsverpflichtungen mit T€ 158 sowie Beratungs- und Prüfungskosten mit T€ 150.

Verbindlichkeiten

Zusammensetzung und Angaben zu den Restlaufzeiten (Vorjahr in Klammern):

Gesamtbetrag 2015 Davon mit einer Restlaufzeit Gesicherte Beträge Art der Sicherung
T€ <1 Jahr

T€
1 - 5 Jahre

T€
>5 Jahre

T€
T€
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 141.625 18.810 121.128 1.687 139.846 Gesamtschuldnerische Haftung
(123.692) (21.192) (102.500) (0) (123.500)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.157 1.157 0 0
(477) (477) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 38.543 38.543 0 0
(34.942) (34.942) (0) (0)
davon aus Lieferungen und Leistungen 308 308 0 0
(200) (200) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.901 2.901 0 0
(2.831) (2.831) (0) (0)
(davon aus Steuern) 544 544 0 0
(558) (558) (0) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) 24 24 0 0
(25) (25) (0) (0)
(davon gegenüber Kreditinstituten) 626 626 0 0
(723) (723) (0) (0)
184.226 61.411 121.128 1.687 139.846
Vorjahr (161.942) (59.442) (102.500) (0) (123.500)

Für an die BAG gewährte Schuldscheindarlehen und Konsortialdarlehen wurden im Berichtsjahr T€ 1.327 (Vorjahr: T€ 1.317) Zinsen abgegrenzt und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Finanzverbindlichkeiten in Höhe von T€ 38.235 (Vorjahr: T€ 34.740). In der Position sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 308 (Vorjahr: T€ 202) enthalten.

Haftungsverhältnisse

2014

T€
2015

T€
Patronatserklärungen und Garantien 211.004 216.085
(davon für verbundene Unternehmen) (205.921) (190.891)
Schuldscheindarlehen 45.000 46.000
(davon für verbundene Unternehmen) (45.000) (46.000)
Konsortialdarlehen 212.400 226.715
(davon für verbundene Unternehmen) (212.400) (226.715)
468.404 488.800

Der mit Datum vom 17. April 2014 von der BAG und wesentlichen Tochtergesellschaften abgeschlossene Konsortialvertrag in Höhe von € 450 Mio. hat eine Laufzeit von 3 Jahren und endet am 16. April 2017. Zum 31. Dezember 2015 beläuft sich die Ausschöpfung des Kreditvolumens auf insgesamt € 437,5 Mio., hiervon entfallen € 97,5 Mio. auf Ziehungen unter Fazilität B, € 81,3 Mio. (davon beansprucht € 71,3 Mio.) auf Ziehungen unter Fazilität A sowie € 268,7 Mio. auf an Tochtergesellschaften der BAG zur Verfügung gestellte Abzweiglinien unter Fazilität A. Von den Abzweiglinien wurden zum Bilanzstichtag € 137,0 Mio. in Anspruch genommen. Insgesamt wurden zum Bilanzstichtag somit € 305,8 Mio. des möglichen Gesamtvolumens des Konsortialkredits von € 447,5 Mio. beansprucht. Hiervon entfallen auf die BAG € 79,1 Mio. (Vorjahr: € 67,5 Mio.). Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 wurden die für die Konsortialkredite relevanten Financial Covenants eingehalten.

Zum 29. Januar 2016 wurde eine Patronatserklärung zu Gunsten der Site Group abgegeben. Darin verpflichtet sich die BAG bis zu einem Betrag von € 20,0 Mio. die Site Group in der Weise finanziell auszustatten, dass sie in der Lage ist, ihren sämtlichen Verpflichtungen ordnungsgemäß nachzukommen, wie dies zur Beseitigung einer Überschuldung und/oder Zahlungsunfähigkeit notwendig ist.

Soweit es sich um Höchstbetragsbürgschaften handelt, sind die Valutierungen zum 31. Dezember 2015 angegeben.

Haftungsverhältnisse werden nur im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der BAG oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen eingegangen. Auf Basis der bis zum Aufstel-lungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die BAG derzeit davon aus, dass die den Haf-tungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den aufgeführten Haftungsver-hältnissen wird als nicht wahrscheinlich angesehen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- bzw. Leasingverträgen betragen zum Bilanzstichtag T€ 573 (Vorjahr T€ 372).

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen in Höhe von T€ 32.065 (Vorjahr: T€ 30.045) handelt es sich um Vergütungen für das Erbringen von Leistungen gegenüber den Tochterunternehmen laut Vereinbarungen vom 10. Januar 2001 einschließlich Ergänzungen. Es wurden überwiegend Leistungen an die BMA, BST, SBN und BRE erbracht. Die Umsatzerlöse beschränken sich ausschließlich auf das Inland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich auf T€ 5.014 und betreffen im Wesentlichen Erträge aus Derivaten in Höhe von T€ 3.542 sowie Bonusgutschriften von T€ 155. Die Bonusgutschriften sind periodenfremd. Die Position beinhaltet Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.301.

Personalaufwand

In der Position sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von T€ 130 (Vorjahr: T€ 121) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Kursverluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.513 (Vorjahr T€ 422). Darüber hinaus sind in dem Posten periodenfremde Aufwendungen i.H.v. T€ 139 enthalten.

Im Berichtsjahr wurden an Tochterunternehmen Ertragszuschüsse i.H.v. T€ 29.997 gewährt.

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Durchschnitt
2014 Anzahl 2015 Anzahl
--- --- ---
Lohnempfänger 11 10
Gehaltsempfänger 265 268
276 278
Auszubildende 26 24
Leitende Angestellte 3 3
305 305

Erträge aus Beteiligungen

2014

2015

Erträge aus Beteiligungen 4.950.000,00 3.960.000,00
(davon aus verbundenen Unternehmen) (4.950.000,00) (3.960.000,00)
4.950.000,00 3.960.000,00

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge enthalten in Höhe von T€ 10.217 (Vorjahr T€ 7.801) solche aus verbundenen Unternehmen. Ihnen stehen Aufwendungen aus Zinsswaps i.H.v. T€ 283 gegenüber.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Position beinhaltet in Höhe von T€ 367 (Vorjahr T€ 283) Zinsaufwendungen aus Darlehen von verbundenen Unternehmen.

Auf die Aufzinsung der Rückstellungen entfällt ein Betrag von T€ 1.344 (Vorjahr T€ 828).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2014

2015

Steuern laufendes Geschäftsjahr 966.233,63 1.226.412,61
Steuern Vorjahre -47.911,02 76.363,26
latente Steuern -251.623,82 -476.329,97
666.698,79 826.445,90

Außerordentlicher Aufwand

Der außerordentliche Aufwand resultiert aus der Anwendung des Wahlrechts zur Zuführung des fünfzehnten Teils des Unterschiedsbetrags aus BilMoG-Umstellung zu den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB.

VI. Sonstige Angaben

Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) wurde abgegeben und auf dem Internetauftritt der BAG öffentlich zugänglich gemacht:

http://www.bauer.de/de/investor relations/corporate governance/declaration/index2.html

Ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB

Zum Abschlussstichtag unterliegen die aktiven latenten Steuern mit T€ 1.080 gemäß § 268 Abs. 8 S. 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten

Im Rahmen der Finanzierungstätigkeit (Grundgeschäfte) der BAG wird unter anderem auch auf variabel verzinsliche Fazilitäten (T€ 52.500 Nominalvolumen) zurückgegriffen und es wurden Darlehen (T€ 67.760) in fremder Währung gewährt, die als Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten überwiegend designiert wurden.

Zur Begrenzung der aus Veränderungen von Marktzinssätzen entstehenden Zinsrisiken werden in beschränktem Rahmen Festzinszahlerswaps als Sicherungsinstrumente eingesetzt.

Die aus den Wechselkursschwankungen entstehenden Währungsrisiken werden regelmäßig geprüft und gegebenenfalls Devisentermingeschäfte zur Absicherung des Währungsrisikos abgeschlossen.

Zum 31.12.2015 bestanden die in der folgenden Tabelle aufgeführten Sicherungsgeschäfte zur Begrenzung der Zins- und Währungsrisiken. Die Nominalvolumina werden dabei unsaldiert angegeben und spiegeln damit die Beträge aller Einzelgeschäfte wieder. Die Marktwerte (beizulegende Zeitwerte) der derivativen Finanzinstrumente entsprechen -bezogen auf den Bilanzstichtag - jeweils dem von der Bank ermittelten Preis, zu dem ein unabhängiger Dritter die Rechte und/oder Pflichten aus den Instrumenten übernehmen würde. Der beizulegende Zeitwert von Zinsswaps und Devisentermingeschäften wird auf Basis der Barwerte der zukünftigen Zahlungsflüsse berechnet.

Nominalvolumen 31.12.2014

T€
31.12.2015

T€
Devisentermingeschäfte 76.467 69.252
- davon Grundgeschäfte 20 746
- davon in Bewertungseinheiten 75.559 68.506
- davon nicht in Bewertungseinheiten 888 0
Zinsswaps 60.000 52.500
- davon in Bewertungseinheiten 33.000 3.500
- davon nicht in Bewertungseinheiten 27.000 49.000
Summe 136.467 121.752
Marktwerte 31.12.2014 31.12.2015
Positive Marktwerte

T€
Negative Marktwerte

T€
Positive Marktwerte

T€
Negative Marktwerte

T€
--- --- --- --- ---
Devisentermingeschäfte 1.280 4.943 2.038 828
- davon Grundgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 2 263 0
- davon Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 990 4.941 1.775 828
- davon nicht in Bewertungseinheiten 290 0 0 0
Zinsswaps 0 957 0 825
- davon als Sicherungsgeschäfte in Bewertungseinheiten 0 552 0 39
- davon nicht in Bewertungseinheiten 0 405 0 786
Summe 1.280 5.900 2.038 1.653

Die in der Tabelle genannten Werte beziehen sich auf alle zum 31.12.2015 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente.

Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB werden zwischen Festzinszahlerswaps und Devisentermingeschäften einerseits und den oben genannten Grundgeschäften sowie einem Devisentermingeschäft andererseits gebildet (Mikro-Hedge), sofern die hierfür zu berücksichtigenden Kriterien erfüllt sind. Soweit den Wertänderungen im Rahmen der Bewertungseinheiten i.S.d. § 254 HGB kompensierende Wertänderungen gegenüberstehen, werden diese daher bilanziell nicht erfasst (Einfrierungsmethode). Die gegenläufigen Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen wird quartalsweise prospektiv anhand der Critical Terms Match Methode und retrospektiv anhand der Dollar-Offset Methode festgestellt. Es wird erwartet, dass sich die Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte zur Zinssicherung somit über die nächsten 5 Jahre vollständig ausgleichen. Für die Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte zur Devisensicherung wird ein vollständiger Ausgleich über die nächsten 3 Jahre erwartet.

Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Währungsschwankungen aus Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Finanzderivate beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf T€ 69.252 (Vorjahr: T€ 76.467) bei beizulegenden positiven Zeitwerten von T€ 2.038 und negativen Zeitwerten von T€ 828 (Vorjahr: positiv T€ 1.280, negativ T€ 4.943). Des Weiteren bestanden zum 31. Dezember 2015 Festzinszahlerswaps mit einem Nominalvolumen in Höhe von T€ 52.500 (Vorjahr: T€ 60.000) zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos von variabel verzinsten Darlehen. Diese weisen einen beizulegenden negativen Zeitwert von T€ 825 (Vorjahr: T€ 957) aus.

Für die nicht als Bewertungseinheit geführten Zinsswaps wurden folglich Drohverlustrückstellungen in Höhe von T€ 606 und Zinsabgrenzungen in Höhe von T€ 180 erfasst (Vorjahr: T€ 82).

Die Höhe der mit Mikro-Bewertungseinheiten insgesamt abgesicherten Währungsrisiken beträgt positiv T€ 1.775 (Vorjahr: T€ 990) und negativ T€ 828 (Vorjahr: T€ 4.941), d.h. in dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Wechselkursschwankungen vermieden. Die durch die gebildeten Mikro-Bewertungseinheiten abgesicherten Zinsrisiken betragen negativ T€ 39 (Vorjahr: T€ 552). In dieser Höhe wurden bis zum Abschlussstichtag Zahlungsstromänderungen aus Zinsschwankungen vermieden.

Angaben nach § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Die Stückaktien der Gesellschaft werden zu 48,19 % im Rahmen eines Poolvertrages im Eigentum der Familie Bauer gehalten. Zum Bilanzstichtag 2015 bestehen im Übrigen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und wie folgt nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind:

Die Henderson Global Investors Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Investors (Holdings) Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Plc, London, United Kingdom haben die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 16. Januar 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:
dass die Henderson Global Investors Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Global Investors (Holdings) Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Investors (Holdings) Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Group plc am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group plc gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Ebenso haben die HGI Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Holdings Group Limited, London, United Kingdom, die Henderson Global Group Limited, London, United Kingdom, die HGI Asset Management Group Limited, London, United Kingdom und die Henderson Group Holdings Asset Management Limited, London, United Kingdom die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (ISIN DE0005168108) mit Faxschreiben vom 01. September 2015 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG darüber informiert:

dass die HGI Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Holdings Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Holdings Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Global Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Global Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die HGI Asset Management Group Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 3,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). 3,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden HGI Asset Management Group Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.
dass die Henderson Group Holdings Asset Management Limited am 15. Januar 2015 die Schwelle von S % der Stimmrechte an der BAUER Aktiengesellschaft überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von S,04 % hält (dies entspricht 520.676 Stimmrechten). S,04 % der Stimmrechte (dies entspricht 520.676 Stimmrechten) werden Henderson Group Holdings Asset Management Limited gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 i.V.m. S. 2 WpHG zugerechnet.

Organe der Gesellschaft

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

Vorsitzender

Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg

Stellvertretender Vorsitzender

Robert Feiger, Neusäß

Vorsitzender des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied

Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VvaG, Wiesbaden, Vorsitzender (bis 30.06.2015)

Anteilseigner

Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen

Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen

Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising

Bauingenieur im Ruhestand

Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen

1. Vorsitzende des Vorstands des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e.V., Neuburg

Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande

freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen

Aufsichtsrat Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande, Vorsitzender (bis 01.09.2015)

Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender

Prof. Dr.-Ing E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc., Leonberg

Bauingenieur im Ruhestand

Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied

Arbeitnehmervertreter

Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel

Vorstandsmitglied der Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden

Dipl.-Ing. Gerold Schwab, Kernen

Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen

Regina Andel, Ellrich

Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen

Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Betriebsratsvorsitzender BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen

Dipl. Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen

Personalleiter BAUER AG, Schrobenhausen

Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen T€ 254 und verteilen sich auf die Aufsichtsräte wie folgt:

2014

T€
2015

T€
Vorsitzender
Dr. Klaus Reinhardt 38 38
Stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 27 27
Anteilseigner
Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18
Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer 20 20
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18
Arbeitnehmervertreter
Reinhard Irrenhauser 18 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20
Stefan Reindl 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20
254 254

Vorstand:

Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Controlling, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Egypt S.A.E., Kairo, Ägypten, Vorsitzender
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Investor Relations, Facility Management, Schrobenhausen

Aufsichtsrat Raiffeisenbank Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt, Schrobenhausen

Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender

Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender

Die Hauptversammlung vom S0. Juni 2011 hat von ihrem Recht nach § 286 Abs. 5 HGB Gebrauch gemacht und sich einstimmig gegen den individuellen Ausweis der Vorstandsbezüge ausgesprochen. Der Beschluss gilt gemäß § 286 Abs. 5 und § S14 Abs. 2 Satz HGB für höchstens fünf Jahre (bis 2015).

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 2015 T€ 1.995 (Vorjahr: T€ 1.556) einschließlich der Vergütung von Tochterunternehmen. Davon sind T€ 1.124 (Vorjahr: T€ 1.090) fixe und T€ 150 (Vorjahr: T€ 60) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. Auf die betriebliche Altersvorsorge entfielen T€ 721 (Vorjahr: T€ 406).

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer des Einzel- und des Konzernabschlusses der BAG (PricewaterhouseCoopers AG) für das Geschäftsjahr berechnete Honorar gliedert sich wie folgt:

2014

T€
2015

T€
Abschlussprüfungsleistungen 171 198
Steuerberatungsleistungen 0 2
Andere Bestätigungsleistungen 2 S
Sonstige Leistungen 98 57
271 260

Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen des BAUER Konzerns und erstellt den Konzernabschluss nach IFRS für den größten und für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Dieser wird im Bundesanzeiger elektronisch offengelegt.

Schrobenhausen, 31. März 2016

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Thomas Bauer

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler

Aufstellung zum Anteilsbesitz

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

Name und Sitz der Gesellschaft Währung Kurs PDK Anteil am Kapital

in %
Eigenkapital (Landeswährung) Gesamtergebnis (Landeswährung) Bauer AG Anteil am Ergebnis

in T€
1. Verbundene Unternehmen
1.1 Inland
1.1.1 BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 46.106.960 964.453 955
1.1.1.1 Inland
1.1.1.1.1 BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 2.400.471 176.700 177
1.1.1.1.2 BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 110.752 343 0
1.1.1.2 Ausland
1.1.1.2.1 BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschalt m.b.H, Wien, Österreich EUR 1,0000 100,00 1.955.009 410.630 411
1.1.1.2.1.1 BAUER Spezialtiefbau CR s.r.o., Prag, Tschechien CZK 0,0367 100,00 - - -5)
1.1.1.2.2 BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 1,3820 100,00 574.117 -1.095.497 -1.514
1.1.1.2.3 BAUER RENEWABLES LIMITED, Beverley, Großbritannien GBP 1,3820 100,00 42.518 -102.685 -142
1.1.1.2.4 BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia (inkl. Betriebsstätten) MYR 0,2304 100,00 46.457.313 -8.581.185 -1.977
1.1.1.2.4.1 BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 0,6763 100,00 6.519.279 -2.103.546 -1.423
1.1.1.2.4.2 First Asian Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1169 100,00 1.765.004 -206.034 -24
1.1.1.2.5 Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 0,2265 100,00 33.472.893 6.195.218 1.403
1.1.1.2.6 BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 0,9059 100,00 5.860.692 -545.754 -494
1.1.1.2.7 BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 0,1172 55,75 248.631.023 51.185.822 3.346
1.1.1.2.7.1 BAUER Lybian Egyptian Specialized Corporate For Technical Enginnering Works, Tripolis, Lybien LYD 0,6611 36,00 -1.209.440 -262.030 -62
1.1.1.2.8 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (unmittelbar) IDR 0,0001 95,00 111.444.554.517 15.388.461.471 984
1.1.1.2.9 BAUER Magyarország Specialis Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 0,0032 100,00 239.566.552 47.010.591 152
1.1.1.2.10 BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 0,2252 100,00 3.258.156 4.099 1
1.1.1.2.11 BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 557.432 281.649 282
1.1.1.2.11.1 P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien (mittelbar) IDR 0,0001 5,00 111.444.554.517 15.388.461.471 52
1.1.1.2.11.2 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (mittelbar) AOA 0,0075 10,00 149.058.108 2.003.676 2
1.1.1.2.11.3 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (mittelbar) INR 0,0141 1,00 - - -5)
1.1.1.2.12 BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 0,1169 100,00 170.041.217 6.766.516 791
1.1.1.2.12.1 BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam (mittelbar) VND 0,0000 100,00 4.871.709.171 -56.882.879.661 -2.347
1.1.1.2.13 BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 0,0199 100,00 174.970.232 27.957.704 555
1.1.1.2.14 BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 0,5113 100,00 1.686.870 59.851 31
1.1.1.2.15 BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 1,0000 100,00 914.536 -248.888 -249
1.1.1.2.16 BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 0,9406 100,00 1.301.765 108.234 102
1.1.1.2.17 BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland EUR 1,0000 100,00 56.820 -2.272 -2
1.1.1.2.18 BAUER Latvia SIA, Riga, Lettland EUR 1,0000 100,00 6.235 -3.303 -3
1.1.1.2.19 BAUER Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0,0411 100,00 - - -5)
1.1.1.2.20 BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama USD 0,9059 100,00 1.607.626 246.278 223
1.1.1.2.20.1 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L, Santo Domingo, Dominikanische Republik (mittelbar) DOP 0,0202 5,00 7.332.026 2.651.118 3
1.1.1.2.21 BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 100,00 106.516.681 5.532.602 1.365
1.1.1.2.21.1 BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 0,2488 49,00 7.836.824 9.478.501 2.3583)
1.1.1.2.22 OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Föderation RUB 0,0146 100,00 286.136.538 -223.312.199 -3.253
1.1.1.2.23 BAUER Angola Lda., Luanda, Angola (unmittelbar) AOA 0,0075 90,00 149.058.108 2.003.676 14
1.1.1.2.24 BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 0,7023 100,00 7.365.472 1.560.695 1.096
1.1.1.2.25 Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 0,0263 49,00 25.403.754 11.378.189 3004)
1.1.1.2.25.1 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THB 0,0263 51,00 246.738.941 52.889.108 710
1.1.1.2.25.2 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (mittelbar) THB 0,0263 50,04 -5.337.850 -233.225 -3
1.1.1.2.26 BAUER Fondations Spéciales EURL, Alger, Algerien DZD 0,0090 100,00 -3.747.135 29.843.075 267
1.1.1.2.27 BAUER Specialized Foundation Contractor India Pvt. Ltd., Neu-Delhi, Indien (unmittelbar) INR 0,0141 99,00 - - -5)
1.1.1.2.28 BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,9059 100,00 13.096.102 -19.140.349 -17.339
1.1.1.2.29 Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) THB 0,0263 49,00 246.738.941 52.889.108 682
1.1.1.2.30 BAUER Georgia Foundation Specialists LLC, Batumi, Georgien GEL 0,3955 100,00 2.406.121 -1.993.327 -788
1.1.1.2.31 BAUER Cimentaciones Costa Rica S. A., San Jose, Costa Rica CRC 0,0017 100,00 69.661.564 1.427.308 2
1.1.1.2.32 BAUER Dam Contractors International Ltd., Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 100,00 0 0 0
1.1.1.2.33 BAUER FUNDACIONES DOMINICANA, S.R.L., Santo Domingo, Dominikanische Republik (unmittelbar) DOP 0,0202 95,00 7.332.026 2.651.118 51
1.1.1.2.34 TOO BAUER KASACHSTAN, Almaty, Kasachstan KZT 0,0040 100,00 1.991.911 16.758.638 67
1.1.1.2.35 BAUER Special Foundations FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 100,00 206.012 2.267 1
1.1.1.2.36 BAUER Fundaciones Colombia S.A.S., Bogota, Kolumbien COP 0,0003 100,00 251.621.508 5.655.420 2
1.1.1.2.37 BAUER Fundaciones America Latina, S.A., Panama City, Panama USD 0,9059 100,00 108.870 66.606 60
1.1.1.2.38 BAUER-Iraq for Construction Contracting LLC, Bagdad, Irak IQD 0,0008 100,00 -58.136.111 -16.821.266 -13
1.1.1.2.39 BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 49,00 10.507.191 4.100.817 1.011
1.1.1.2.40 BAUER Leasing Services LLC, Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,9059 100,00 427.329 46.997 43
1.1.2 BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 153.811.474 4.086.023 4.045
1.1.2.1 Inland:
1.1.2.1.1 KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 21.244.127 1.355.764 1.356
1.1.2.1.2 EURODRILL GmbH, Drolshagen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 7.766.082 1.368.011 1.368
1.1.2.1.3 RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 2.816.253 90.497 90
1.1.2.1.4 PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 90,00 0 -4.992.195 -4.493
1.1.2.1.5 Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 75,00 3.437.273 -457.072 -343
1.1.2.2 Ausland
1.1.2.2.1 BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 24.563.255 5.213.909 5.214
1.1.2.2.1.1 BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 2.221.139 514.968 515
1.1.2.2.1.1.1 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (mittelbar) EUR 1,0000 0,10 1.817.680 424.671 0
1.1.2.2.1.2 BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 0,0285 99,88 6.083.073 -2.104.475 -60
1.1.2.2.1.3 BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 0,1440 100,00 108.539.498 -4.760.792 -686
1.1.2.2.1.4 BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China (unmittelbar) EUR 1,0000 99,90 1.817.680 424.671 424
1.1.2.2.1.5 BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 0,2304 100,00 52.792.354 14.523.481 3.346
1.1.2.2.1.6 Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1440 100,00 75.623.939 6.199.412 893
1.1.2.2.1.7 BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 0,1440 100,00 9.034.892 59.069 9
1.1.2.2.2 NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan YEN 0,0075 100,00 36.271.694 3.874.468 29
1.1.2.2.3 TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 2.035.436 366.150 366
1.1.2.2.4 BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 100,00 9.186.395 4.250.000 1.048
1.1.2.2.5 BAUER Machinery USA Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,9059 100,00 41.289.937 17.205.530 15.586
1.1.2.2.6 BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 0,9059 100,00 7.827.614 -1.108.982 -1.005
1.1.2.2.7 OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 0,0146 65,00 78.819.725 -35.607.259 -337
1.1.2.2.8 OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation RUB 0,0146 100,00 -11.163.879 -5.747.373 -84
1.1.2.2.9 OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 0,0146 55,00 51.895.577 1.094.887 9
1.1.2.2.10 FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden SEK 0,1071 100,00 110.340 -208.387 -22
1.1.2.2.11 BAUER Macchine Italia s.r.l., Mordano, Italien EUR 1,0000 100,00 1.014.477 -981.044 -981
1.1.2.2.12 BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 1,3820 100,00 1.778.435 585.208 809
1.1.2.2.13 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (unmittelbar) TRY 0,3294 59,00 10.343.579 2.449.022 476
1.1.2.2.14 OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 0,0146 100,00 400.216.353 -32.540.317 -474
1.1.2.2.15 BAUER Equipment India Private Limited, Delhi, Indien (unmittelbar) INR 0,0141 99,00 66.787.517 4.585.146 64
1.1.2.2.16 BAUER Maschinen Ukraine TOV, Kiew, Ukraine UAH 0,0411 100,00 - - -5)
1.1.2.2.17 BAUER Equipment Australia Pty. Ltd., Baulkham Hills, Australien AUD 0,6763 100,00 -3.949.464 -2.796.712 -1.891
1.1.2.2.18 BRASBAUER Equipamentos de Perfuracào Ltda., Sao Paulo, Brasilien BRL 0,2673 60,00 9.246.788 -480.620 -77
1.1.2.2.19 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (unmittelbar) BRL 0,2673 99,00 -830.407 -313.139 -83
1.1.2.2.20 BAUER - De Wet Equipment (Proprietary) Limited, Rasesa, Botswana BWP 0,0889 51,00 -18.583.978 -25.138.337 -1.140
1.1.2.2.21 BAUER MASZYNY POLSKA Sp.z.o.o., Warschau, Polen PLN 0,2392 100,00 1.832.860 1.082.987 259
1.1.2.2.22 BAUER Equipamientos de Panama S.A., Panama City, Panama PAB 0,9059 100,00 -101.275 1.861 2
1.1.2.2.23 BAUER Maschinen Canada Ltd., Acheson, Canada CAD 0,7023 100,00 24.935 -75.065 -53
1.1.2.2.24 BAUER Parts HUB (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Singapur EUR 1,0000 100,00 20.273 -29.727 -30
1.1.3. SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 15.759.570 -4.150.268 -4.109
1.1.3.1 Inland:
1.1.3.1.1 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 -451.601 -685.584 -686
1.1.3.1.2 MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 72.235 5.817 6
1.1.3.1.3 SCHACHTBAU NORDHAUSEN Stahlbau GmbH, Nordhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 340.745 0 0
1.1.3.2 Ausland:
1.1.3.2.1 OOO TRAKMECHANIKA, Yaroslavl, Russische Föderation RUB 0,0146 100,00 -2.323.606 -4.043.360 -59
1.1.3.2.2 SCHACHTBAU Espana, Madrid, Spanien EUR 1,0000 100,00 -84.662 -15.941 -16
1.1.3.2.3 SCHACHTBAU (Thailand) Co., Ltd., Bangkok, Thailand (unmittelbar) THB 0,0263 49,96 -5.337.850 -233.225 -3
1.1.3.2.4 BAUER Recources Romania S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 0,2252 100,00 -695.006 124.775 28
1.1.4. SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 873.157 160.592 159
1.1.4.1 Inland:
1.1.5. BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 580.060 -10.942 -11
1.1.6. WW Beteiligung GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 105.608 -370 0
1.1.6.1. Inland
1.1.6.2. Ausland
1.1.6.2.1 BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei (mittelbar) TRY 0,3294 1,00 10.343.579 2.449.022 8
1.1.6.2.2 BAUER Equipment India Private Limited, Delhi, Indien (mittelbar) INR 0,0141 1,00 66.787.517 4.585.146 1
1.1.6.2.3 BAUER Equipamentos do Brasil - Comércio e Importacao Ltda.; Sao Paulo; Brasilien (mittelbar) BRL 0,2673 1,00 -830.407 -313.139 -1
1.1.7. BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 99,00 1.216.727 -10.306.028 -10.203
1.1.7.1 Inland:
1.1.7.1.1 GWE pumpenboese GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 53.533 -2.968.802 -2.969
1.1.7.1.1.1 Inland
1.1.7.1.1.2 Ausland
1.1.7.1.1.2.1 GWE Pol-Bud Sp.z.o.o., Lodz, Polen PLN 0,2392 100,00 7.892.382 23.844 6
1.1.7.1.1.2.2 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (mittelbar) CLP 0,0014 0,01 880.745.792 -76.684.316 0
1.1.7.1.2 pumpenboese Beteiligungs- und Verwaltungs GmbH, Peine, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 73.030 -739 -1
1.1.7.1.3 HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 1.185 -74.950 -75
1.1.7.1.4 PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 14.179 77 0
1.1.7.1.5 BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 157.265 96.087 96
1.1.7.1.6 BAUER Water GmbH, Oberndorf a. N., Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 334.240 104.203 104
1.1.7.1.7 Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 100,00 564.107 313.052 313
1.1.7.1.8 hydesco24 GmbH, Hamburg, Bundesrepublik Deutschland EUR 1,0000 60,00 33.455 39.017 23
1.1.7.2 Ausland
1.1.7.2.1 BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 0,7023 100,00 118.728 -2.562 -2
1.1.7.2.2 BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Kapstadt, Südafrika ZAR 0,0701 100,00 -31.818.292 -27.697.396 -1.942
1.1.7.2.2.1 MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhoek, Namibia NAD 0,0703 100,00 2.899.724 153.636 11
1.1.7.2.2.2 MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika ZAR 0,0701 100,00 2.004.677 67.412 5
1.1.7.2.3 BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 1,0000 100,00 5.107 -297.546 -298
1.1.7.2.4 BAUER Resources UK Ltd., Beverley, Großbritannien GBP 1,3820 100,00 0 0 0
1.1.7.2.5 FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 0,9406 100,00 227.529 -574.247 -540
1.1.7.2.5.1 Foralith Bohrtechnik D.O.O., Belgrad-Vozdovac, Serbien RSD 0,0083 100,00 -15.000 1.051.000 9
1.1.7.2.6 BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 0,2466 49,00 2.406.264 286.361 712)
1.1.7.2.7 GERMAN WATER & ENERGY PAKISTAN (PRIVATE) LIMITED, Islamabad, Pakistan PKR 0,0088 100,00 -1.262.155 -4.492.689 -40
1.1.7.2.8 GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 0,0032 100,00 235.575.000 132.000 0
1.1.7.2.9 BAUER Resources GmbH / Jordan Ltd. CO, Amman, Jordanien USD 0,9059 100,00 9.269.340 -449.830 -407
1.1.7.2.9.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 0,9059 83,30 17.059.022 -12.232.833 -9.231
1.1.7.2.9.1.1 Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina USD 0,9059 100,00 -3.085.495 -172.956 -157
1.1.7.2.9.1.2 Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 0,9059 100,00 -7.393.976 14.037.017 12.716
1.1.7.2.10 BAUER RESOURCES SPAIN, Madrid, Spanien EUR 1,0000 100,00 50.143 -760.337 -760
1.1.7.2.11 BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana GHS 0,2365 100,00 -507.168 -1.380.936 -327
1.1.7.2.12 GWE Togo S.A., Lomé, Togo XOF 0,0015 85,00 50.000.000 0 0
1.1.7.2.13 BAUER Resources Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile (unmittelbar) CLP 0,0014 99,99 880.745.792 -76.684.316 -105
1.1.7.2.13.1 GWE Tubomin, S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 0,0014 60,00 694.839.087 -92.746.663 -76
1.1.7.2.14 GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 1,0000 100,00 15.856 17.965 18
1.1.7.2.15 BAUER Resources Maroc S.A.R.L., Kenitra, Marokko MAD 0,0925 100,00 395.541 13.384.805 1.238
1.1.7.2.16 BAUER Senegal SARL, Dakar, Senegal XOF 0,0015 100,00 -31.064.929 332.036.129 506
1.1.7.2.17 BAUER Resources Saudi LLC, Al Khobar, Saudi Arabien SAR 0,2415 70,00 -6.911.559 -2.655.218 -449
1.1.2.2.18 BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko MXP 0,0567 100,00 3.685.090 -170.337 -10
1.2 Ausland
1.2.1. BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 0,0141 100,00 64.101.785 7.197.991 101

Kommentare:

2) Die BAUER Resources GMBH hält 49% an BAUER Emirates Techn. & Services LLC, das Ergebnis steht der BRE aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

3) Die BAUER International hält 49% an BAUER International Quatar LLC, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

4) Die BAUER Spezialtiefbau GmbH hält 49% an Inner City (Thailand) Company Limited, das Ergebnis steht der BST aber zu 100% zu (vertragliche Vereinbarung)

5) Abschluss der Gesellschalt liegt noch nicht vor

Versicherung des gesetzlichen Vertreters gemäß § 37 v Abs. 2 WpHG

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 31. März 2016

BAUER Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Prof. Thomas Bauer

Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 31. März 2016

**PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Udo Bäder, Wirtschaftsprüfer

Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer

Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns

BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen

- ISIN DE 0005168108 - WKN 516810 -

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung der BAUER Aktiengesellschaft hat am 23. Juni 2016 beschlossen:

Der Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 5.615.809,55 EUR wird wie folgt verwandt:

Ausschüttung an die Aktionäre von 0,15 EUR Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien 2.569.650,00 EUR
Gewinnvortrag 3.046.159,55 EUR

Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Schrobenhausen, im Juni 2016

Der Vorstand