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Bauer AG Annual Report 2014

May 19, 2015

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Annual Report

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BAUER Aktiengesellschaft Schrobenhausen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Geschäftsbericht 2014

Die BAUER Gruppe ist ein international tätiger Bau- und Maschinenbau-Konzern mit Sitz in Schrobenhausen. Unter der börsengelisteten Holding BAUER Aktiengesellschaft agieren über 110 Tochterfirmen in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources. Bauer ist führend in der Herstellung komplexer Baugruben, Gründungen und vertikaler Abdichtungen sowie in der Entwicklung und Fertigung geeigneter Maschinen für diesen dynamischen Markt. Darüber hinaus nutzt der Konzern seine Kompetenzen für die Exploration, Förderung und Sicherung wertvoller Ressourcen. Die Unternehmen der BAUER Gruppe verzeichneten im Jahr 2014 mit etwa 10.400 Mitarbeitern in rund 70 Ländern eine Gesamtkonzernleistung von 1,56 Milliarden Euro. Begeistert für Fortschritt - das 1790 gegründete Unternehmen Bauer steht für die äußerst flexible Anwendung des langjährig aufgebauten Spezialwissens. Als Innovationsträger und Technologieführer prägte Bauer den internationalen Spezialtiefbau sowie verwandte Geschäftsfelder. Heute ist Bauer auch Weltmarktführer im entsprechenden Baumaschinenbau. Mit ebensolcher Innovationskraft und mit Fokus auf die Herausforderungen der Zukunft entwickelt der Konzern sein jüngstes Segment Resources kontinuierlich weiter.

Der Konzern auf einen Blick

KONZERNKENNZAHLEN 2011 - 2014

IFRS in Mio. EUR 2011 2012 2013** 2014 Veränderung 2013/2014
Gesamtkonzernleistung 1.371,8 1.435,8 1.504,2 1.560,2 3,7 %
davon Inland 370,3 378,6 410,4 440,2 7,3 %
Ausland 1.001,5 1.057,2 1.093,8 1.120,0 2,4 %
Ausland in % 73,0 73,6 72,7 71,8 n/a
davon Bau 606,6 655,2 741,7 713,0 -3,9 %
Maschinen 636,5 589,1 628,6 651,8 3,7 %
Resources 211,5 262,8 188,9 252,8 33,9 %
Sonstiges/Konsolidierung -82,8 -71,3 -55,0 -57,4 n/a
Konsolidierte Leistung 1.327,1 1.376,1 1.447,5 1.506,0 4,0 %
Umsatzerlöse 1.219,6 1.344,4 1.402,2 1.375,7 -1,9 %
Auftragseingang 1.506,9 1.470,8 1.484,5 1.557,7 4,9 %
Auftragsbestand 750,0 785,0 765,2 762,7 -0,3 %
EBITDA 164,5 163,8 124,0 171,0 37,9 %
EBITDA-Marge in % (von Umsatzerlösen) 13,5 12,2 8,8 12,4 n/a
EBIT 82,3 72,0 30,1 76,4 n/a
EBIT-Marge in % (von Umsatzerlösen) 6,7 5,4 2,1 5,6 n/a
Periodenergebnis 34,1 25,8 -19,4 15,7 n/a
Investitionen in Sachanlagen 96,6 96,4 91,9 64,1 -30,3 %
Eigenkapital 461,0 462,5 419,8 418,9 -0,2 %
Eigenkapitalquote in % 30,9 30,2 26,5 26,6 n/a
Bilanzsumme 1.491,1 1.529,4 1.585,8 1.575,1 -0,7 %
Ergebnis je Aktie 1,86 1,44 -0,99 0,85 n/a
Ausschüttung 8,57 5,14 0,00 2,57* n/a
Dividende je Aktie in EUR 0,50 0,30 0,00 0,15* n/a
Eigenkapitalrendite nach Steuern in % 7,7 5,6 -4,2 3,7 n/a
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 9.646 10.253 10.264 10.405 1,4 %
davon Inland 4.065 4.090 4.144 4.158 0,3 %
Ausland 5.581 6.163 6.120 6.247 2,1 %

* vorgeschlagen, vorbehaltlich Zustimmung Hauptversammlung am 25. Juni 2015
** Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Die hier dargestellte Gesamtkonzernleistung umfasst gegenüber der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten konsolidierten Leistung Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

ENTWICKLUNG GESAMTKONZERNLEISTUNG NACH SEGMENTEN

KENNZAHLEN SEGMENT BAU

in Tausend EUR 2013* 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 741.673 713.005 -3,9 %
Umsatzerlöse 657.456 634.096 -3,6 %
Auftragseingang 727.287 665.244 -8,5 %
Auftragsbestand 498.701 450.940 -9,6 %
EBIT 21.209 25.068 18,2 %
Periodenergebnis 5.472 1.858 -66,0 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 5.531 5.675 2,6 %

KENNZAHLEN SEGMENT MASCHINEN

in Tausend EUR 2013* 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 628.612 651.772 3,7 %
Umsatzerlöse 561.615 545.223 -2,9 %
Auftragseingang 632.053 693.967 9,8 %
Auftragsbestand 116.525 158.720 36,2 %
EBIT 32.223 36.917 14,6 %
Periodenergebnis 5.055 9.513 88,2 %
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 2.998 3.038 1,3 %

KENNZAHLEN SEGMENT RESOURCES

in Tausend EUR 2013* 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 188.861 252.830 33,9 %
Umsatzerlöse 182.579 195.860 7,3 %
Auftragseingang 180.054 255.837 42,1 %
Auftragsbestand 150.020 153.027 2,0 %
EBIT -23.965 15.932 n/a
Periodenergebnis -31.444 4.347 n/a
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 1.449 1.400 -3,4 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Vorstand der Gesellschaft

PROF. DR.-ING. E.H. DIPL.-KFM. THOMAS BAUER (VORSITZENDER)

Prof. Thomas Bauer, Jahrgang 1955, verantwortet bei der BAUER Aktiengesellschaft die Ressorts Beteiligungen an Tochterfirmen, Bilanzierung, Planung und Controlling. Nach einem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität in München war er in den USA tätig. 1982 trat er ins Familienunternehmen ein. Seit 1986 war er alleiniger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH und ist seit 1994 Vorsitzender des Vorstands der BAUER Aktiengesellschaft. Prof. Thomas Bauer ist Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie e.V., Vizepräsident beim Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. und Vizepräsident der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. An der Technischen Universität München hat Prof. Thomas Bauer eine Honorarprofessur inne.

Aufsichtsratsmandate:
* BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender)¹
* BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender)¹
* BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen¹
* SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen (Vorsitzender)¹
* BAUER EGYPT S.A.E., Kairo (Vorsitzender)¹

DIPL.-BETRIEBSWIRT (FH) HARTMUT BEUTLER

Hartmut Beutler, Jahrgang 1957, ist bei der BAUER Aktiengesellschaft für die Ressorts Finanzen, Recht und Versicherung und Facility Management verantwortlich. Er studierte an der Fachhochschule Biberach Betriebswirtschaftslehre (Bau) und trat 1983 als Trainee in die BAUER Spezialtiefbau GmbH ein. Dort war er später stellvertretender Leiter des Rechnungswesens und Assistent der Geschäftsführung. Nach Tätigkeiten als Leiter EDV, Facility Management, Recht und Versicherung sowie als Prokurist bei der BAUER Spezialtiefbau GmbH wurde Hartmut Beutler 2001 in den Vorstand der BAUER Aktiengesellschaft berufen.

Aufsichtsratsmandate:
* BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen¹
* Schrobenhausener Bank e.G. (Vorsitzender)²

DIPL.-ING. HEINZ KALTENECKER

Heinz Kaltenecker, Jahrgang 1951, ist bei der BAUER Aktiengesellschaft zuständig für die Ressorts Beteiligungen an Tochterfirmen, Personal und Informationstechnologie. Er übt zudem die Funktion des Arbeitsdirektors aus. Nach einem Bauingenieurstudium an der Technischen Universität Karlsruhe trat er 1978 in die BAUER Spezialtiefbau GmbH ein. Er war in leitenden Funktionen, unter anderem von 2001 bis 2007 als Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH tätig. Als Geschäftsführer leitete Heinz Kaltenecker von 2007 bis 2010 die BAUER Resources GmbH. Seit 1997 gehört er dem Vorstand der BAUER Aktiengesellschaft an. Heinz Kaltenecker ist Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Geotechnik e.V. und Mitglied des Ausschusses großer Unternehmen der Bauindustrie im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.

Aufsichtsratsmandate:
* BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen¹
* BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen¹
* BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen (Vorsitzender)¹
* SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen¹

¹ Konzerninternes Aufsichtsratsmandat
² Mitgliedschaft gemäß § 285 Nr. 10 HGB in Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen

Vorwort

Sehr geehrte Aktionäre, Partner und Freunde unseres Unternehmens, sehr geehrte Damen und Herren,

2014 haben wir es trotz der vielfältigen Turbulenzen auf unseren Märkten geschafft, unsere Leistungsziele zu erreichen. Mit einer Gesamtkonzernleistung von 1,56 Mrd. EUR wurde der Vorjahreswert um 3,7 % übertroffen. Dies war aufgrund der zahlreichen Störungen für unser Geschäft nicht einfach. Umso mehr danken wir unseren Mitarbeitern für ihre großartige Arbeit, die zur Erreichung dieses Ziels geführt hat. Unsere Unternehmensgruppe hat sich in den vergangenen Jahrzehnten strategisch immer weiter internationalisiert und sich damit einen großen Vorteil geschaffen: Wir sind in der Welt zu Hause. So können wir Schwankungen der oft volatilen Baumärkte in einzelnen Regionen ausgleichen und den Konzern gleichmäßig entwickeln. Leider häufen sich manchmal Problemfelder in unterschiedlichen Regionen derart, dass wir zeitweise im Übermaß davon betroffen sind. Dann kann sich die breite Aufstellung auch vorübergehend nachteilig auswirken. Dennoch sind wir fest davon überzeugt, dass unsere internationale Präsenz mittel- und langfristig ein sehr großer Vorteil ist.

Was waren nun die Turbulenzen des vergangenen Jahres? An erster Stelle ist sicher der Konflikt in der Ukraine zu nennen, der ein neues Zerwürfnis zwischen Russland und der westlichen Welt ausgelöst hat. Die Geschehnisse in der Ostukraine, die Sanktionen und Gegensanktionen, haben zu einer erheblichen Einschränkung der Wirtschaftsbeziehungen geführt. Für unsere Unternehmen bedeutete dies einen starken Rückgang bei der Nachfrage - speziell nach unseren Maschinen in Russland. In Syrien und im Irak hat sich die Terrorgruppe Islamischer Staat ausgebreitet. Zeitweise schien es so, als ob die westliche Welt dieser neuen Bedrohung nicht Herr werden könnte. Diese Situation löste in den umliegenden Ländern Verunsicherung aus, was deren weitere Entwicklung behinderte. Eine Verbesserung ist noch nicht in Sicht, so dass einzelne Märkte für unsere Bauaktivitäten nicht mehr zur Verfügung stehen. Ab Mitte 2014 geriet dann der Ölpreis stark unter Druck. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland wird dies Probleme bringen. Zwar können die Menschen billiger tanken, doch der dadurch ausgelöste Konsumzuwachs dürfte die zu erwartenden Absatzprobleme in die betroffenen ölproduzierenden Staaten nicht kompensieren können.# Die Welt ist unser Markt

Die geschäftlichen Chancen für die deutschen Industrieunternehmen, wie auch für uns, würden zurückgehen, wenn in diesen Ländern weniger investiert würde. In China ist der Markt für Baugeräte in den letzten Jahren völlig aus dem Gleichgewicht geraten. Wegen der überzogenen Wachstumserwartungen für den dortigen Baumarkt haben die lokalen Hersteller von Baumaschinen riesige Überkapazitäten aufgebaut. Die produzierten Geräte wurden dann durch fragwürdige Finanzierungslösungen in die Märkte gedrückt. Etliche Baufirmen konnten die Zahlungen nun nicht mehr leisten, sodass durch Rückläufer große Läger entstanden sind. Wir waren dagegen mit unserer Produktion und den Verkäufen in China zufrieden, haben wir uns dort doch auf Groß- und Sondergeräte spezialisiert. Erfreulicherweise zeigten viele Märkte weiter einen guten Verlauf, wie im Fernen Osten, oder sind wieder zurückgekommen, wie im Nahen Osten. So ist es uns trotz der Widrigkeiten gelungen, die Leistung zu steigern. Beim Ergebnis nach Steuern konnten wir unsere im April 2014 gesteckten Ziele dagegen nicht erreichen. In den USA gelang es uns nicht, die erwartete Verbesserung beim Großprojekt Center Hill Damm zu realisieren. Durch weitere Verzögerungen mussten nochmals erhebliche Verluste verbucht werden. Im Segment Resources haben wir die Strukturen und einige Tochterfirmen neu ausgerichtet sowie Standorte geschlossen und Geschäfte beendet. Dies hat das Ergebnis zusätzlich belastet. Zu diesen Themen kam noch ein Bußgeld des Bundeskartellamts für eine der großen Tochterfirmen hinzu. In der Summe entstand so ein deutlich negatives Ergebnis. Durch einen nicht-operativen Sondergewinn konnte das zuletzt prognostizierte Ergebnis nach Steuern mit 15,7 Mio. EUR dennoch erreicht werden. Der Sondergewinn stammt aus dem Verkauf von Anteilen an unserer Tochterfirma im Oman, die in den letzten Jahren aufgebaut wurde und mit langfristigen Projekten im Umweltbereich aktiv ist. Neben großen Anstrengungen beim Umgang mit all diesen Themen haben wir im vergangenen Jahr viel Aufwand betrieben, das Unternehmen noch besser für die Zukunft aufzustellen. In allen Unternehmensteilen wurde ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt, das sich auch in Zukunft positiv auswirken wird. Alle größeren Investitionen in unsere Werke konnten abgeschlossen werden, so dass die volle Aufmerksamkeit unserer Führungsmannschaft auf Märkte, Produkte und kaufmännische Prozesse ausgerichtet ist. Dies gibt uns für die Zukunft Stabilität in einem weiter volatilen Umfeld. Die Erfolge des abgelaufenen Jahres lassen uns zuversichtlich in die Zukunft blicken. Im Bereich der Tiefbohranlagen führte der im Mai 2014 vereinbarte Entwicklungsauftrag mit Saxon Energy Services Inc. im Dezember zur Bestellung zweier 375-Tonnen-Anlagen. Für die weitere Zukunft ergeben sich daraus große Chancen. Darüber hinaus konnte für zwei bereits fertiggestellte Anlagen ein Kaufvertrag unterzeichnet werden. Im Baubereich haben wir mit den Gründungsarbeiten der zukünftig höchsten Gebäude der Welt und Europas sowie eines Abschnitts der Brücke zwischen Hongkong und Macau einzigartige Referenzprojekte erfolgreich abgewickelt. Im Maschinenbereich stärken viele Neu- und Weiterentwicklungen unsere Chancen auf Geräteverkäufe. Ohne Zweifel sind Jahre wie 2013 und 2014 für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter nicht einfach. Dennoch wissen wir um unsere Stärken, die wir in Zukunft wieder deutlicher hervorbringen wollen. Die Erfolge, die im vergangenen Jahr trotz vieler Turbulenzen erzielt werden konnten, bestärken uns in unseren Plänen für die Zukunft. Unser Unternehmen ist in über 70 Ländern der Welt fest im Markt verankert. Die Bauverfahren, Geräte sowie viele weitere Leistungen sind sehr gut entwickelt und unsere Unternehmensinfrastruktur ist auf höchstem Niveau ausgebaut. Alle Läger und Service Center weltweit sind miteinander vernetzt und können durch ihre Funktionalität und Flexibilität die komplexen Bedürfnisse unseres Baubetriebs und unserer Maschinenkunden bestens bewältigen. Die derzeit starken Marktschwankungen sind für uns nicht erfreulich. Wir können sie aber durch die weltweite Präsenz gut ausgleichen und immer wieder interessante Projekte in unterschiedlichsten Regionen der Welt ausführen. Insgesamt sehen wir am Markt viele Chancen, so dass wir für 2015 mit weiteren Zuwächsen planen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, allen unseren Mitarbeitern, Aktionären, Kunden und Partnern für die Treue und Unterstützung im abgelaufenen Jahr zu danken. 2014 hatte neben den Erfolgen viele enttäuschende Themen, speziell auch die Entwicklung unseres Aktienkurses. Wir bemühen uns intensiv, den Wert des Unternehmens wieder zu steigern. Unsere Mitarbeiter aus etwa 80 Ländern der Welt und die gesamte Führungsmannschaft arbeiten mit vollem Engagement daran, die Stärken des Unternehmens wieder voll zur Geltung zu bringen. Ihr Prof. Thomas Bauer

Meilensteine der Firmengeschichte

1790 - 1948

  • 1790 ― Sebastian Bauer erwirbt eine Kupferschmiede im Stadtzentrum; im 19. Jahrhundert waren die folgenden Generationen Bauer mit Kupferarbeiten vornehmlich für Brauereien und Haushalte tätig
  • 1840 ― Kupferdeckung für das Turmdach der Stadtpfarrkirche St. Jakob in Schrobenhausen
  • 1900 ― Beginn von Brunnenbohrungen durch Andreas Bauer
  • 1902 ― Bohrung eines artesischen Brunnens für den Schrobenhausener Bahnhof
  • 1928 ― Dipl.-Ing. Karl Bauer baut die Wasserversorgung von Schrobenhausen; Bau von Brunnen und Wasserleitungen in Bayern
  • 1948 ― Erster Betrieb an der Wittelsbacherstraße

1956 - 1984

  • 1956 ― Dr.-Ing. Karlheinz Bauer, seit 1952 Gesellschafter, wird alleiniger Geschäftsführer; Bau eines ersten Bürogebäudes an der Wittelsbacherstraße
    Dipl.-Ing. Karl Bauer (links) machte die Firma zu einem in ganz Bayern bekannten industriellen Brunnenbaubetrieb. Dr.-Ing. Karlheinz Bauer (Mitte) führte das Unternehmen mit dem Spezialtiefbau und dem Beginn des Maschinenbaus in internationale Dimensionen. Prof. Dr. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer gestaltete den heute weltweit operierenden Konzern mit einem Netzwerk auf allen Kontinenten.
  • 1958 ― Erfindung des Injektionszugankers auf der Baustelle Bayerischer Rundfunk in München
  • 1969 ― Erstes Ankerbohrgerät UBW 01
  • 1972 ― Neubau des Verwaltungsgebäudes
  • 1975 ― Erste Aufträge in Libyen, Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten
  • 1976 ― Erstes Großdrehbohrgerät BG 7
  • 1984 ― Werksanlage West geht in Betrieb; Bau und Einsatz der ersten Schlitzwandfräse

1986 - 2006

  • 1986 ― Prof. Thomas Bauer wird alleiniger Geschäftsführer der BAUER Spezialtiefbau GmbH und treibt die Internationalisierung des Konzerns voran
  • 1990 ― Gründung BAUER und MOURIK Umwelttechnik GmbH und SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH
  • 1992 ― Übernahme SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH
  • 1994 ― Gründung der BAUER Aktiengesellschaft
  • 1998 ― Übernahme der KLEMM Bohrtechnik GmbH
  • 2001 ― BAUER Maschinen GmbH wird eigenständige Firma
  • 2002 ― Kauf großer Maschinenbauhallen in Aresing
  • 2003 - 2005 ― In verschiedenen Bereichen werden Spezialfirmen erworben und in die BAUER Gruppe integriert: FWS Filter- und Wassertechnik GmbH; PRAKLA Bohrtechnik GmbH; TracMec Srl, Imola, Italien; Pileco, Inc., Houston, Texas, USA
  • 2006 ― Die BAUER AG geht an die Börse

2007 - 2014

  • 2007 ― Gründung der BAUER Resources GmbH und damit Neuausrichtung im Mining- und Umweltbereich; Marktauftritt in den drei neuen Segmenten Bau, Maschinen und Resources
  • 2008 ― Erweiterung der Maschinenbaukapazitäten in Aresing und Nordhausen sowie in Tianjin und Shanghai, China
  • 2009 ― Die BAUER Gruppe schließt das größte Investitionsprogramm der Firmengeschichte ab: Neues Verwaltungsgebäude in Schrobenhausen, Werk Edelshausen, Maschinenbauwerk Conroe, Texas, USA
  • 2011 ― Die erste Tiefbohranlage geht nach Südamerika; Konstruktion einer Unterwasserbohranlage und erfolgreicher Einsatz nahe Schottland für eine Gezeitenkraftwerksturbine
  • 2012 ― Der Konzern hat erstmals mehr als 10.000 Mitarbeiter
  • 2013 ― Bauma-Innovationspreis für ein Unterwasserbohrverfahren
  • 2014 ― In Unterfranken wurde das Bahnprojekt Umfahrung Schwarzkopftunnel ausgeführt, der größte bislang unterschriebene Inlandsauftrag

Highlights 2014

Umfahrung Schwarzkopftunnel

Heigenbrücken/Hain i. Spessart, Deutschland - Mitten im Spessart arbeitete die BAUER Spezialtiefbau GmbH von Januar bis Dezember 2014 an ihrer bislang größten deutschen Baustelle. In einer Arbeitsgemeinschaft führt sie die Spezialtiefbauarbeiten für einen neuen Abschnitt der Bahnstrecke zwischen Würzburg und Frankfurt aus. Damit soll die Passage durch den sogenannten Schwarzkopftunnel ersetzt werden. Der 160 Jahre alte Schwarzkopftunnel ist mittlerweile in die Jahre gekommen. ICEs können dort nur mit einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h fahren. Für den Güterverkehr wird aufgrund des steilen Anstiegs sogar eine zweite Lok benötigt. Daher wird die Strecke nun abgeflacht, was den Bau von vier neuen Tunneln erfordert. Die Arbeiten von Bauer Spezialtiefbau für den etwa 43 Mio. EUR großen Auftrag umfassen unter anderem den Teil der Tunnelerstellung, der nicht bergmännisch sondern in offener Bauweise in mehreren Abschnitten auf eine Länge von 2.800 m erfolgt. Um die bergmännischen Tunnelarbeiten vorzubereiten, erstellte Bauer für insgesamt zehn Tunnelein- bzw. -ausfahrten Portalbaugruben und Spritzbetonwände mit einer Höhe von bis zu 30 m. Dazu kommen Arbeiten wie Bodenvernagelungen entlang der Bestandsgleise oder Pfahlgründungen für Bahndämme. Im Einsatz sind mehrere BG 28 und BG 40 sowie Ankerbohrgeräte. Die wesentlichen Arbeiten von Bauer Spezialtiefbau sind im Herbst 2015 abgeschlossen.

Längste Meeresbrücke der Welt

Hongkong, China - Die Spezialtiefbautochter BAUER Hong Kong Ltd. war von April 2013 bis Dezember 2014 am Bau der Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke beteiligt. Sie ist die weltweit längste Brücke über Wasser, die derzeit im Pearl Delta entsteht.# Die 50 km lange Verbindung zwischen den Städten Hongkong, Macau und Zhuhai bildet den südlichen Ringschluss einer gigantischen Infrastrukturmaßnahme. Das Joint Venture Dragages-China Harbour-VSL beauftragte Bauer Hong Kong mit der Herstellung von Offshore-Bohrpfählen für das Teilstück Hong Kong Link Road, einem zehn km langen Abschnitt von der Staatsgrenze zwischen China und Hongkong bis zum internationalen Flughafen Hongkong. Die Pfähle mit 2.300 und 2.500 mm Durchmesser sind bis zu 115 m lang und wurden zwei bis fünf m in Fels eingebunden. Sämtliche Arbeiten des 72 Mio. EUR umfassenden Projekts für Bauer Hong Kong mussten vom Wasser aus erledigt werden - eine besondere Herausforderung. Eingesetzt wurden fünf Drehbohrgeräte BG 40 - vier davon waren Spezialanfertigungen mit verlängertem Mast und größeren Hauptwinden. Sie wurden mit Schiffen zu Stahlplattformen gebracht, die gerade für ein Gerät ausreichen. Dazu kamen Pontons für vier Bentonitanlagen, für 300-Tonnen-Kräne und Zubehör.

Austauschbohrung in Coswig

Coswig, Deutschland - Die BAUER Umwelt GmbH führte von November 2013 bis Mai 2014 für einen Kunden in Coswig, nahe Dresden, eine Austauschbohrung durch. Auf dem Grundstück einer ehemaligen Teerpappenfabrik wurde dort eine starke Verunreinigung von Boden und Grundwasser festgestellt. Der mittels Großbohrlochverfahren ausgebohrte, kontaminierte Boden wurde in gasdichten Containern zur Behandlung in das Bodenreinigungszentrum Hirschfeld sowie zu Entsorgungsstellen transportiert. Insgesamt wurden ca. 45.000 t Bodenmaterial entsorgt. Zudem wurde das geförderte Wasser in einer eigens installierten Wasserreinigungsanlage behandelt. Zum Einsatz kam eine BG 40 mit einem großen Bohrdurchmesser von 2.000 mm. Es wurden über 400 Bohrungen bis 17 m Bohrtiefe durchgeführt. Das Großbohrlochverfahren ist beinahe erschütterungsfrei und kann deshalb in unmittelbarer Umgebung von sensibler Bebauung eingesetzt werden. Diese Tatsache und die kurze Bauzeit brachten den Vorteil, dass die Produktion des Unternehmens am Standort und auch die der benachbarten Unternehmen nur wenig beeinträchtigt wurden.

Hausausstellung 2014

Schrobenhausen, Deutschland - Ein absolutes Highlight war die Hausausstellung, die vom 10. bis 13. Mai in Schrobenhausen stattgefunden hat. Vier Tage lang waren über 1.700 Gäste aus über 70 Ländern zu Besuch, um sich über die Neuheiten und Geräte der BAUER Maschinen GmbH und ihrer Tochterunternehmen zu informieren. Im Innenhof der Hauptverwaltung präsentierten sich die großen Maschinen: Die PremiumLine der Großdrehbohrgeräte war mit drei BGs vertreten. Für die ValueLine stand neben dem Bestseller BG 26 eine neue BG 11 H. Mit ihren kompakten Abmessungen und geringem Gewicht ermöglicht sie einen unkomplizierten Transport und ist daher für die Öl- und Gasindustrie von besonderem Interesse. Mit dem MC 96 - in Kombination mit einer massiven Leffer Verrohrungsanlage VRM 3000 - stellte Bauer Maschinen ihren 100. MC-Seilbagger aus. Auch die Tochterfirmen waren mit vielen interessanten Neuheiten vertreten. In der "Alten Schweißerei" konnten sich die Besucher über weitere Angebote und Serviceleistungen informieren. Besonderer Anziehungspunkt waren die Live-Vorführungen im Werksgelände in Aresing. Bewährte Maschinentechnik und neue Entwicklungen konnten im Einsatz beobachtet werden. Höhepunkt war auch dieses Mal der Bayerische Abend, den die Kunden aus fernen Ländern seit Jahren schätzen.

Tiefbohranlagen verkauft

Edelshausen, Deutschland - Die BAUER Deep Drilling GmbH, die auf Tiefbohrtechnik spezialisierte Tochterfirma in der BAUER Gruppe, hat im Dezember 2014 mit Saxon Energy Services Inc. einen Auftrag über die Fertigung und den Verkauf von zwei Tiefbohranlagen mit der Bezeichnung ATD 750 unterzeichnet. Saxon Energy Services Inc. ist ein international agierendes Bohrunternehmen und hundertprozentige Tochtergesellschaft von Schlumberger, dem weltweit größten Unternehmen für Erdölexplorations- und Ölfeldservices. Die Anlagen sind das Ergebnis des gemeinsamen Entwicklungsprozesses für eine neue Serie von Tiefbohranlagen, der im Mai 2014 auf Grundlage des damals abgeschlossenen Engineering-Vertrags begonnen wurde. Darüber hinaus konnte für die beiden bereits fertiggestellten Tiefbohranlagen TBA 300/440 M1 und TBA 440 M2 ein Kaufvertrag unterzeichnet werden. Bereits im Jahr 2009 hat sich die BAUER Maschinen GmbH dazu entschlossen, mit dem Bereich Tiefbohren den Schritt in ein neues Geschäftsfeld zu gehen. Im Jahr 2011 konnte die erste Tiefbohranlage TBA 300 an einen Kunden in Venezuela ausgeliefert werden. Diese Produktpalette wurde bereits um mehrere Entwicklungen erweitert. Mehr Informationen: http://www.bauer.de/de/bauer_group/world

Mission und Strategie

UNSERE MISSION ― DIENSTLEISTUNGEN, MASCHINEN UND PRODUKTE FÜR BODEN UND GRUNDWASSER

UNSERE STRATEGIE ― Die Welt ist unser Markt. ― Weltmarktführer für Spezialtiefbau-Technologien. ― Kraftvolle Entwicklung von Bohrverfahren und Anwendungen für angrenzende Märkte wie Umwelt, Wasser und Bodenschätze. ― Optimierung der weltweiten Organisationsstrukturen und der selbststeuernden Einheiten des Konzerns. ― Jährliches Wachstum von 3 bis 8 %.

BAUER MASCHINEN

  • Ziel: ~ 40 % der Gesamtkonzernleistung
  • Marktführer bei Maschinen und Geräten für den Spezialtiefbau
  • Neue Produkte für Mining, Tiefbohren und Offshore-Bohrungen
  • 80 % Umsatzanteil im Ausland
  • Multi-branding Strategie

BAUER SPEZIALTIEFBAU

  • Ziel: ~ 40 % der Gesamtkonzernleistung
  • Global tätiger Anbieter für Spezialtiefbauleistungen
  • Spezialbauleistungen
  • Fokus auf komplexe, internationale Projekte

BAUER RESOURCES

  • Ziel: ~ 20 % der Gesamtkonzernleistung
  • Aktivitäten in den Bereichen Umwelttechnik, Mining, Tiefbohrungen, Brunnenbau, Materialien

Zusammengefasster Lagebericht

I. UNTERNEHMENSGRUPPE

KONZERNSTRUKTUR

Die BAUER Gruppe mit Sitz in Schrobenhausen fokussiert sich mit ihren Dienstleistungen, Maschinen und Produkten auf die Themengebiete Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources mit über 110 Tochterfirmen in rund 70 Ländern der Welt tätig.

Das Segment Bau führt weltweit alle gängigen Verfahren des Spezialtiefbaus aus. Hierzu gehören die Erstellung von komplexen Baugruben, Gründungen für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude, Dichtwände sowie Baugrundverbesserungen. Im Bereich Spezialbau werden weitere Bauleistungen, wie Ingenieurbau oder Sanierungstechnik, ausgeführt.

Das Segment Maschinen entwickelt und baut Geräte, Werkzeuge und Maschinen für den Spezialtiefbau sowie für andere Bohrarbeiten im Untergrund, wie für Minen, Wasserbrunnen, Geothermie, Öl und Gas. Neben dem Stammsitz in Schrobenhausen verfügt der Maschinenbereich über ein weltweites Vertriebsnetz und hat weitere Fertigungsstätten, unter anderem in Deutschland, China (Shanghai und Tianjin), Malaysia, Russland (zwei Standorte), Italien, Türkei und den USA. Mit einem Auslandsvertriebsanteil von rund 80 % ist die BAUER Maschinen GmbH Weltmarktführer für Spezialtiefbaugeräte.

Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft des Geschäftsfeldes, unter deren Dach die Tochterunternehmen als Full-Service-Dienstleister mit Fokus auf Umwelttechnik, Wasser und Bodenschätze für Industriekunden agieren.

Die BAUER Aktiengesellschaft ist die Holdinggesellschaft der Unternehmensgruppe und an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die BAUER AG erbringt als Dienstleister zentrale Verwaltungs- und Servicefunktionen für die verbundenen Unternehmen. Sie ist insbesondere in den Bereichen Personalverwaltung, Rechnungswesen, Finanzierung, Recht und Steuern, IT, Facility Management sowie Health Safety Environment (HSE) tätig.

UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND STEUERUNGSSYSTEM

Die Hauptaufgabe des Vorstands der BAUER AG ist die strategische Führung einer weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Im Rahmen zentraler Strategien, Ziele und Regelungen entwickeln die Hauptfirmen der drei Segmente Bau, Maschinen und Resources jeweils eigene Detailstrategien, die in die strategische Unternehmensplanung integriert und auf der Ebene der Holding zusammengeführt werden.

Die Entwicklung und Implementierung einer selbststeuernden Organisationsstruktur mit dezentralen Einheiten, die nicht durch komplexe Entscheidungshierarchien belastet sind, ist das primäre Steuerungsmerkmal in der BAUER Gruppe. Die Geschäftsführer und die Geschäftsleitung der jeweiligen Gesellschaften der Unternehmensgruppe sind eigenverantwortlich und weitgehend unabhängig im Rahmen der Unternehmensstrategie für die Entwicklung ihrer Bereiche zuständig. Begrenzt wird das eigenverantwortliche Handeln der einzelnen operativen Unternehmensbereiche durch Rahmenleitlinien und Regelungen, die in den Unternehmenshandbüchern der einzelnen Gesellschaften und des Konzerns festgelegt sind.

Die Grundsätze zum regelkonformen Verhalten einschließlich unserer ethischen und moralischen Standards werden unter anderem in einem Ethikmanagement und Werteprogramm für die Unternehmen der BAUER Gruppe definiert und von Unternehmensleitlinien sowie Führungsgrundsätzen für unsere Mitarbeiter flankiert. Systeme und Abteilungen, die zentrale Funktionen übernehmen, erleichtern die Abwicklung von Standardprozessen und unterstützen als Dienstleister die Arbeit der einzelnen Einheiten. Die selbstverwaltende Struktur ist an ein zentrales Risikomanagement- und Kontrollsystem und an eine zentrale Konzernrechnungslegung gekoppelt. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien in der Unternehmensgruppe überprüft.# II. WIRTSCHAFTSBERICHT

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Deutschland geht es gut - das suggeriert der Blick auf die nackten Zahlen. Die Steuern sprudeln, es gibt Wachstum und einen Staatshaushalt, der ohne neue Schulden auskommen soll. Auf den zweiten Blick jedoch relativiert sich die Aussage durch die vielen Probleme in der Welt, deren dunkle Wolken ihre Schatten auch auf Deutschland werfen. Die Nachwirkungen der Finanzmarkt- und Finanzierungskrisen etlicher europäischer Länder lassen das Gesamtsystem weiter nicht zur Ruhe kommen. Deutschland ist Teil dieses Systems und muss wegen seiner vermeintlichen Stärke einen großen Teil der Last tragen. Neben den bekannten Problemfeldern sind neue Krisenherde entstanden, die ebenso starke Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung von Ländern und Regionen in der Welt haben.

― Russland und die Ukraine werden nicht als die bedeutendsten Länder für die deutsche Exportwirtschaft gesehen. Dies hat es den Politikern vielleicht leichter gemacht nach den Geschehnissen auf der Krim Russland - in der Hoffnung auf ein Einlenken - mit Sanktionen zu belegen. Leider zeigt die Vergangenheit, dass derartige Strafmaßnahmen keine schnelle Verbesserung bringen, sondern zu einer Verhärtung und einem Aufschaukeln durch Gegenmaßnahmen führen. In solch einer Spirale befindet sich der Konflikt und die Hoffnung auf ein schnelles Ende ist verflogen. Für die deutsche Wirtschaft wird dies größere Auswirkungen haben als viele glauben. Russland hat für Deutschland eine große Bedeutung - mehr als nackte Zahlen belegen können.

― Kaum einer hätte sich vorstellen können, dass eine Gruppe von Extremisten innerhalb weniger Wochen große Teile des Iraks und Syriens einnehmen und terrorisieren kann. Einige Monate hatte es den Eindruck, als ob die westliche Welt nicht in der Lage sei, den Islamischen Staat wenigstens teilweise zurückzuschlagen. Heute scheint es, dass die Bedrohung für die arabische Welt noch lange andauern wird. Wirtschaftlich bringt dies große Verunsicherung. Auch die angrenzenden Länder wie Jordanien, Libanon oder die Türkei haben dadurch geringere Chancen auf eine stabile Wirtschaftsentwicklung. Diese fragile Lage kann sich jederzeit verschlechtern, was die Chancen für westliche Unternehmen spürbar reduziert. Zumindest verfolgen manche Länder in der Region ihre Bauvorhaben weiter, was ein positives Zeichen ist.

― Auf den ersten Blick scheint es logisch, dass der Verfall des Ölpreises eine positive Wirkung auf die deutsche Wirtschaft haben wird. Der Bevölkerung bleibt dank des niedrigeren Benzinpreises mehr Geld für andere Konsumgüter. Dies wird jedoch den Ausfall von Aufträgen für deutsche Unternehmen bei weitem nicht ausgleichen können. Sind die Auftragsbücher der Baufirmen in den arabischen Ländern aktuell gefüllt, so ist dennoch unklar, welche Projekte aufgrund des niedrigen Ölpreises verschoben werden könnten. Und betroffen sind nicht nur die arabischen Länder. Auch Malaysia, Mexiko, Brasilien, Russland, Angola, Venezuela und Aserbaidschan sind vom Öl abhängig. Davon betroffen sind auch die Konzerne, die mit Öl ihr Geld verdienen. Die Situation ist daher nicht positiv einzuschätzen.

― China hat in den vergangenen Jahren die Weltwirtschaft am deutlichsten beschleunigt, zeigt aber nun Schwäche. Viele Unternehmen sind heute stark vom dortigen Markt abhängig. Darunter die großen deutschen Automobilhersteller sowie deren Zulieferer und viele Investitionsgüterhersteller. Im Maschinenbau sehen wir bereits, welche Probleme in diesem Land entstehen können. Angeregt durch die stark gestiegene Baukonjunktur ist in China der Baumaschinenbereich um ein Vielfaches gewachsen. Es war klar, dass bei einer Normalisierung des Baumarkts die Blase der Baumaschinenkonjunktur platzen würde. Die chinesischen Maschinenbauer haben dies nicht erkannt, weswegen heute die Werke auf Lager produzieren und die Geräte vorwiegend durch waghalsige Finanzierungsmodelle an die Kunden gegeben werden. Nun kommen diese Geräte jedoch zurück, da sich viele Baufirmen mit Investitionen übernommen haben. Unsere Strategie, uns in China auf Groß- und Spezialgeräte zu fokussieren, geht aber auf. Wir sind mit unserem Erfolg zufrieden.

― Die Bemühungen der Länder des Euroraums, die wirtschaftlichen Probleme wieder in den Griff zu bekommen, sind mühsam, können aber noch keine Hoffnung auf baldige Stabilität geben. Die Währungsturbulenzen sind durch viele Unternehmen nicht mehr auszusteuern. Eine verlässliche Politik wäre notwendig, um wieder eine stetige Entwicklung zu erreichen. Dies ist derzeit nicht absehbar. Die vielen Krisen und Problemfelder bergen Gefahren für die kommenden Jahre. Selten haben sich in einer Zeit so viele Themen in der Welt gehäuft, wie es derzeit der Fall ist. Dagegen gibt es glücklicherweise auch sehr positive Entwicklungen. Die wichtigste ist sicherlich der Wirtschaftsaufschwung in den USA. Die Vereinigten Staaten haben wieder dahin zurückgefunden, die Lokomotive der Weltwirtschaft zu sein. Auch in vielen Ländern des Fernen Ostens herrscht eine starke Dynamik, so in Indonesien, Malaysia oder auf den Philippinen. Viele Märkte sind zudem sehr stabil und gehen gut in die Zukunft. Der Bau in Deutschland ist ein solcher Markt, der sich sehr gut entwickelt. Die anhaltend niedrigen Zinsen und die positive Wirtschaftslage führen dazu, dass die Menschen in Immobilien investieren. Auch der Staat ist endlich bemüht, die gewaltigen Defizite in der deutschen Infrastruktur zu beseitigen. Daher sollte das gute Umfeld noch einige Jahre anhalten.

Baustatistik Deutschland - Veränderung 2014/2013

Deutschland gesamt Alte Bundesländer Neue Bundesländer
Umsatz 4,4 5,0 2,1
Geleistete Arbeitsstunden 4,6 5,2 2,8
Beschäftigte 1,1 1,5 -0,1
Auftragseingang -0,5 -0,6 -0,1

Quelle: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Die Notwendigkeit und Nachfrage nach Bauleistungen sind auch international sehr groß. Überall gibt es gewaltige Defizite bei der Erneuerung der Infrastruktur und beim Bau von neuen Verkehrswegen und Versorgungssystemen. Auch die notwendigen Bauleistungen für Wirtschaftsunternehmen und für den Wohnungsbau sind groß. Hemmschuh sind auch hier die Krisen und Probleme in der Welt. Für Bauunternehmen kann es unter diesen Gegebenheiten besser sein, nur auf wenigen Märkten präsent zu sein, wenn gerade in diesen Märkten der Aufschwung herrscht. Sobald die Entwicklung in diesen Märkten aber rückläufig wird, kann diese Strategie sehr schnell zu erheblichen Problemen führen. Ist man aber, wie die BAUER Gruppe, in sehr vielen Märkten tätig, so muss man in volatilen Zeiten mit vielen Problemen rechnen. Jedoch sind bei einer weltweiten Aufstellung immer Märkte vorhanden, die sich positiv entwickeln. Wir sehen unsere Strategie in dieser Hinsicht als größten Vorteil für unsere Entwicklung. Neben den anzutreffenden länderspezifischen Problemen, eröffnen sich hierdurch häufig strategische Optionen, die uns immer wieder nach vorne bringen können.# Trotz der Störungen sind wir bei diesem baukonjunkturellen Umfeld davon überzeugt, dass sich die BAUER Gruppe einen weiter positiven Auftragseingang erarbeiten kann, so dass auch in den kommenden Jahren ein gutes Wachstum möglich wird.

Der Absatz an Baumaschinen hängt unmittelbar mit der Situation auf den Baumärkten zusammen, somit ist auch hier in den kommenden Jahren mit guten Verkaufschancen zu rechnen. Auch im Bereich der tiefen Bohrungen werden die Märkte wieder wachsen, da für die Exploration von Öl und Gas in der Zukunft in immer engeren Abständen gebohrt werden muss, was steigende Bohrkapazitäten zur Folge hat. Neben den allgemeinen Trends zeigen sich die zukünftigen Entwicklungen auf den Baumärkten in den einzelnen Regionen der Welt teilweise unterschiedlich:

Deutschland

Der deutsche Baumarkt wird sich in den kommenden Jahren weiter positiv entwickeln. Der Wohnungsbau wird vor allem durch die niedrigen Zinsen angetrieben. Der öffentliche Bau profitiert von einem gewaltigen Nachholbedarf im Bereich der Infrastruktur, für den in den Staatshaushalten nun deutlich mehr Geld zur Verfügung stehen wird. Beim Wirtschaftsbau wird die Entwicklung von den Zukunftsaussichten der Industrie abhängen. Die mit vielen Hoffnungen erwarteten positiven Auswirkungen der Energiewende in Deutschland erfüllen sich dagegen nicht. Nur bei der Onshore-Windkraft sind noch gute Auftragseingänge zu verzeichnen. Die nötigen Stromtrassen vom Norden in den Süden werden bisher nicht realisiert und der Ausbau der Offshore-Windkraft ist weitgehend ins Stocken geraten. Auch der dringend nötige Ausbau der konventionellen Kraftwerkskapazitäten findet mangels klarer politischer Rahmenbedingungen noch nicht statt. Diese Aussagen bergen einen positiven Aspekt: Wenn die Arbeiten beginnen, dann wird es eine schnelle Umsetzung geben müssen.

Europa

Westeuropa sehen wir in den kommenden Jahren als verhaltenen Baumarkt. Etliche Länder sind durch ihre Budgetprobleme in ihren Möglichkeiten erheblich eingeschränkt, um die Infrastruktur im notwendigen Maße weiterzuentwickeln. Dennoch gibt es auch hier Chancen, unter anderem in der Schweiz. In Frankreich ist ein neuer Metro-Ring um Paris im Bau, der umfangreiche Bauleistungen benötigt. Auch andere Großstädte planen einen Ausbau ihrer Infrastruktur. Im Osten Europas waren die Märkte in den kleineren Staaten mit der Finanzmarktkrise weitgehend zusammengebrochen. Auf sehr niedrigem Niveau ist nun ein kleiner Aufschwung festzustellen. Durch die Russland-Ukraine-Krise sind diese beiden Länder in ihrer Entwicklung derzeit massiv beeinträchtigt. Die Ukraine ist nahezu nicht mehr in der Lage, eine Bauwirtschaft aufrechtzuerhalten - es fehlen die finanziellen Mittel. Russland versucht zwar den Bausektor weiter zu finanzieren, aber die finanziellen Ausfälle durch die Sanktionen und den niedrigen Ölpreis zwingen das Land zu äußerster Sparsamkeit. Der Wirtschaftsbau ist nahezu vollständig zum Erliegen gekommen. Es ist davon auszugehen, dass Russland über Jahre von den Folgen der Krise beeinflusst sein wird - und dies auch, wenn sich der Konflikt schnell lösen lassen würde. Der Maschinenvertrieb wird daher ebenfalls deutlich zurückgehen.

Nahost & Zentralasien

Die öl- und gasreichen Länder des Nahen Ostens, wie Abu Dhabi, Saudi-Arabien und Katar, haben derzeit viele große Bauvorhaben in der Planung und Ausführung. In Doha und in Riad werden U-Bahnen gebaut und in der ganzen Region findet ein intensiver Ausbau der Eisenbahnlinien statt. Die Fußballweltmeisterschaft in Katar wird ein zusätzliches Bauvolumen auslösen. Auch in Dubai wird wieder viel gebaut. Sehr problematisch dagegen sind die Gegebenheiten im Irak und in Syrien. Die militärischen Auseinandersetzungen mit dem Islamischen Staat haben die Wirtschaftsentwicklung und speziell den Bau nahezu zum Erliegen gebracht. Auch die Nachbarstaaten, wie Jordanien und Libanon, werden von der Situation beeinträchtigt, so dass sich die wirtschaftliche Entwicklung dort deutlich verlangsamt hat. In den arabischen Ländern, die in den vergangenen Jahren von revolutionären politischen Veränderungen geprägt waren, ist die weitere Entwicklung ungewiss. In Libyen und Ägypten gibt es weiterhin viele Auseinandersetzungen und immer wieder Ausschreitungen. Dennoch erlebt die Bauwirtschaft in Ägypten derzeit einen erstaunlichen Aufschwung. Der innerhalb kürzester Zeit gestartete Ausbau des Suez-Kanals benötigt erhebliche Bauleistungen. In Kairo werden in den kommenden Jahren Erweiterungen für das U-Bahnnetz in Angriff genommen. Unser lokales Tochterunternehmen hat bereits interessante Aufträge bekommen und wird in dieser Marktsituation den Umsatz deutlich erhöhen können.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Baumärkte im Fernen Osten sind weiter erfreulich stabil. In nahezu allen Ländern werden große Infrastrukturvorhaben umgesetzt. In Hongkong führen umfangreiche Eisenbahn- und Straßenbauprojekte zu einer guten Auslastung der Bauwirtschaft. Gleiches gilt für Singapur und Malaysia. In Singapur werden beispielsweise neue U-Bahnlinien und Stadtautobahnen gebaut. Der Hafen, einer der bedeutendsten und größten in der Welt, wird an eine andere Stelle umgezogen. Auch Volkswirtschaften wie Indonesien oder die Philippinen verzeichnen eine gute Entwicklung. In Australien läuft die Wirtschaft dagegen nicht mehr ganz so positiv. Hier hat sich die Bauleistung etwas verlangsamt.

Amerika

Die USA sind in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung wieder zum Zugpferd in der Welt geworden. Aufgrund der zu geringen Bauaktivitäten der vergangenen Jahrzehnte ist hier in vielen Infrastrukturbereichen ein sehr großer Nachholbedarf entstanden. In den kommenden Jahren wird es große Anstrengungen geben, um dieses Defizit aufzuholen, was als positiven Nebeneffekt eine weitere Ankurbelung der Konjunktur mit sich bringen wird. In der Summe sehen wir eine stabile Situation, die unseren Geschäften im Bau- und auch im Maschinensegment eine weiterhin gute Entwicklung eröffnet. In Kanada zeigt sich der Baumarkt ebenfalls solide. Im mittelamerikanischen Raum gibt es immer wieder interessante Projekte.

Afrika

In Afrika lohnt es sich, aktiv zu akquirieren, auch wenn das wirtschaftliche Niveau der Länder insgesamt keinen sehr großen Beitrag zu unserer Gesamtkonzernleistung erlaubt. Einige Länder haben durch ihre gewaltigen Rohstoffvorkommen eine sehr gute Chance auf eine Verbesserung ihres Wohlstands.

Durch die beschriebenen politischen Risiken und wirtschaftlichen Themen sind in den vergangenen Jahren enorm wichtige Aufgaben in den Hintergrund gerückt, die auch gelöst werden müssen. In Deutschland und vielen anderen Ländern bedeutet die demographische Entwicklung eine große wirtschaftliche Herausforderung. Die Umweltprobleme, speziell die Luftverschmutzung, nehmen weiter zu. Auch hier werden derzeit nötige Maßnahmen nicht mit demselben Engagement verfolgt und umgesetzt wie noch vor wenigen Jahren, als diese Themen als die größten Gefahren für die wirtschaftliche Entwicklung der Welt gesehen wurden. Der Dialog mit großen Verursachern wie China muss verstärkt werden. Die finanziellen Lasten, die in den nächsten Jahren in diesem Bereich auf uns zukommen, sind erheblich. Im Übrigen bietet das natürlich auch eine große Chance für Unternehmen, die sich auf diese Themen konzentrieren. Auch für uns ergeben sich durch diese Aufgaben vielfältige neue Chancen. Seit einigen Jahren widmen wir uns den Themen Umwelt, Wasser und Bodenschätze mit unserem Geschäftssegment Resources in besonderem Maße. In vielen Ländern der Welt haben wir hier bereits Erfolge erzielt und gehen davon aus, dass die Nachfrage nach diesen Leistungen noch deutlich ansteigen wird.

Die Entwicklung der Weltkonjunktur wird sich mittelfristig wieder stabilisieren. Die derzeit aktuellen Ursachen der Destabilisierung werden in den kommenden Jahren auch wieder wegfallen. Die heute noch enormen Kostenunterschiede und Ungleichgewichte in vielen Ländern werden sich ebenfalls sehr stark reduzieren. Denn auch die Menschen in China wissen, was qualifizierte Arbeit in anderen Ländern Wert ist und werden dies für sich einfordern. Dafür gibt es bereits mehrere Anzeichen; beispielsweise haben gute Gerätefahrer heute in den meisten Ländern ein ähnliches Lohnniveau wie in den alten Industrieländern. Dies wird alle Unternehmen betreffen, auch unsere Konkurrenz. Das Ergebnis der Veränderungen in der Welt werden deutlich größere Märkte sein, auf denen wieder mit ähnlichen Voraussetzungen um Aufträge gekämpft wird. Die deutschen Unternehmen können sich dabei auf die Spezialitäten konzentrieren und im größeren Markt ein gutes Auskommen finden. Auch die BAUER Gruppe wird sich weiter darauf konzentrieren.

GESCHÄFTSVERLAUF

Die BAUER Gruppe war im Jahr 2014 von einigen Problemen mit großer finanzieller Wirkung und von schwierigen Märkten beeinflusst. Andererseits haben wir auch schöne Erfolge erzielt. In Summe konnte jedoch nur durch einen Sondergewinn ein positives Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet werden.

Im Segment Bau sind wir auf allen internationalen Märkten gut etabliert. Speziell in Deutschland konnte unser Spezialtiefbau eine positive Entwicklung nehmen. Durch die vielen Störungen in der Welt war es notwendig, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Dennoch war unser Geschäft gut auf die Regionen der Welt verteilt. Gegenüber dem Vorjahr ist die Leistung leicht zurückgegangen, was darauf zurückzuführen ist, dass im Vorjahr eine größere Zahl sehr großer Projekte ausgeführt wurde. Im Berichtsjahr waren es eher die kleineren und mittleren Projekte die unsere Leistung bestimmten.

Am stärksten getroffen hat uns die Entwicklung unseres Dammsanierungsprojekts Center Hill Damm in den USA. Bereits im Vorjahr musste hier ein Verlust ausgewiesen werden. Bei der Baustelleneinrichtung und bei den technischen Vorbereitungsarbeiten für das Projekt waren erhebliche Probleme aufgetreten, die zu einer starken Verzögerung geführt hatten.# Da jedoch ab Ende 2013 die Schlitzwandarbeiten ausgezeichnet liefen, waren wir Anfang 2014 davon ausgegangen, dass es gelingen wird, den Rest des Projekts deutlich besser ausführen zu können. Leider zeigte sich die Prognose als zu optimistisch. Beim zweiten Durchörtern der Wand im Dammbereich fielen die Bohrleistungen wieder auf ein niedrigeres Niveau zurück. Die eingesetzte Betonmischung erwies sich als zu hart, um den geplanten Leistungsfortschritt zu erreichen. Auch viele andere Vorgänge auf der Baustelle, wie die permanente Überwachung der Qualität, dauerten länger als geplant, so dass die Bauzeit und damit die Kosten deutlich über den erwarteten Wert hinaus stiegen. Dadurch brachte das Projekt im Jahr 2014 einen Verlust in geringfügig zweistelliger Millionenhöhe. Das Projekt wird im zweiten Quartal 2015 mit einer technisch hervorragenden Leistung abgeschlossen. Sehr erfreulich waren die Geschäfte in Russland, Ägypten, Indonesien, Hongkong und in Thailand. In Hongkong wurde das Großprojekt, die Gründungsarbeiten für einen Teilabschnitt der neuen Brücke zwischen Hongkong und Macau, Anfang 2015 abgeschlossen. Das Segment Maschinen musste im Berichtszeitraum weiter mit den erheblichen Verwerfungen auf den Märkten zurechtkommen. Das größte Problem war das Verhalten der chinesischen Hersteller, ihre weiterhin große Überproduktion und die Methoden, mit riskanten Finanzierungen Geräte in die Märkte zu drücken. Auch unsere europäischen Konkurrenten waren von dieser Situation beeinflusst. Durch unsere Strategie, uns auf Spezialgeräte, auf höchste Qualität und perfekte Kundenbetreuung zu konzentrieren, konnten wir trotz der erheblichen Konkurrenz unseren Vertrieb weiter ausbauen. Wir konnten 2014 auch wieder vermehrt Großgeräte verkaufen. Ein Problem war für uns die Entwicklung in Russland und der Ukraine. In Russland sind die Bestellungen in Folge der Sanktionen und der dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Probleme gegen Ende des Jahres nahezu vollständig zurückgegangen. Für unsere Unternehmen ist dadurch ein wichtiger Markt weggefallen. Im Jahr 2014 hatten wir in Russland und der Ukraine einen Umsatz von etwa 80 Mio. EUR für den Konzern geplant, den wir nur etwa zur Hälfte realisieren konnten. Für die Zukunft rechnen wir mit noch weniger Verkäufen, daher müssen wir uns einen Ausgleich suchen, was nicht einfach ist.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Sehr erfreulich entwickelte sich 2014 unser Tiefbohrbereich. Im Mai konnte der Auftrag für die Entwicklung eines neuen Tiefbohrgeräts für Saxon Energy Services Inc. vereinbart werden. Nach gemeinsamer Entwicklungsarbeit wurde uns am Jahresende der Auftrag zur Herstellung von zwei Geräten erteilt. Darüber hinaus konnte im Dezember der Kaufvertrag für zwei bereits fertiggestellte Tiefbohranlagen unterzeichnet werden. Im Segment Resources hat sich der Umweltbereich sehr gut weiterentwickelt. Speziell in Deutschland gab es viele interessante Projekte. Die Tochterfirma im Oman hatte ein erfolgreiches Jahr und sie hat viele interessante neue Chancen in der Zukunft. Durch Verkauf von 21 % der Anteile an dieser Gesellschaft konnte ein Sondergewinn realisiert werden. Die Unternehmen im Segment, die Brunnenausbaumaterialien herstellen, wurden nach einem schwierigen Vorjahr neu aufgestellt. 2014 stand hier noch ein Verlust zu Buche. Wir sind zuversichtlich, dass sich die Geschäfte nun gut weiterentwickeln. Äußerst unbefriedigend war das Jahr für unsere Explorationsfirmen. Nach Auslaufen des Großprojekts in Jordanien hatten wir gehofft, dass es ohne Unterbrechung gelingen kann, die dort frei gewordenen Kapazitäten in andere Regionen verschieben zu können. Aber wegen des im letzten Jahr schwachen Miningmarktes waren Explorationsbohrungen nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Wegen der politischen Störungen in der Region konnten auch andere Arbeiten nicht ausreichend unter Vertrag genommen werden. Daher mussten wir große Verluste aus den Überkapazitäten hinnehmen. Im Segment Resources wurden viele Reorganisationsmaßnahmen durchgeführt. Aktivitäten wurden zusammengeführt oder teilweise beendet. Aus manchen Regionen haben wir uns zurückgezogen. Alle diese Themen haben einen finanziellen Aufwand verursacht. Ein Verlust im Segment konnte daher nur durch einen Sondergewinn aus dem erwähnten Anteilsverkauf vermieden werden. Das Jahr 2014 war außerordentlich herausfordernd. Wir mussten mit sich enorm schnell verändernden Märkten umgehen und gleichzeitig auch eigene Fehler korrigieren und interne Strukturen wieder besser auf die Zukunft ausrichten. Das Kostensenkungsprogramm in Höhe von rund 20 Mio. EUR wurde zur Sicherstellung des Gesamtergebnisses erfolgreich umgesetzt und wird auch im kommenden Jahr weitergeführt. Die positiven Wirkungen werden uns nachhaltig erhalten bleiben.

Prognose-Ist-Vergleich 2014

Prognosen Ist 2014
11.04.2014 14.08.2014
Gesamtkonzernleistung ~ 1.550 ~ 1.550
EBIT ~ 75 ~ 75
Periodenergebnis ~ 20 - 25 ~ 15 - 20
14.11.2014
Gesamtkonzernleistung ~ 1.550 1.560
EBIT ~ 75 76,4
Periodenergebnis ~ 15 - 20 15,7

Ein wichtiges Ziel des Jahres war außerdem, die Financial Covenants unserer Finanzierungsvereinbarungen bei leicht steigender Leistung wieder einzuhalten. Zudem sollte eine langfristige Verbesserung der Finanzkennzahlen realisiert werden. Obwohl wir auf diesem Weg noch einige Arbeit vor uns haben, konnte das Ziel erreicht werden. Die Relation Net Debt zu EBITDA liegt wieder unter 4,0. Auch die Relation EBITDA zu Net Interest Coverage konnte verbessert werden. Leider waren wir durch die genannten Themen gezwungen, die Prognose für das Ergebnis nach Steuern im Laufe des Jahres 2014 einmal nach unten zu korrigieren. Mit dem Geschäftsbericht 2013 hatten wir eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,55 Mrd. EUR, ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR und ein Ergebnis nach Steuern von etwa 20 bis 25 Mio. EUR prognostiziert. Aufgrund von Sondereffekten, darunter vor allem unser Dammprojekt in den USA, das mit einem erheblichen Verlust belastete, musste mit dem Halbjahresbericht die Prognose für das Ergebnis nach Steuern auf etwa 15 bis 20 Mio. EUR angepasst werden. Mit dem Neunmonatsbericht wurde bei unverändertem Ausblick für Gesamtkonzernleistung und EBIT die Prognose für das Ergebnis nach Steuern konkretisiert. Dieses sollte zum Jahresende 2014 nun am unteren Ende der Spanne von etwa 15 bis 20 Mio. EUR liegen. Das Endergebnis des Jahres 2014 zeigt sich nun wie folgt: Die Gesamtkonzernleistung stieg um 3,7 % auf 1,56 Mrd. EUR. Die Umsatzerlöse reduzierten sich leicht um 1,9 % auf 1,38 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) betrug 76,4 Mio. EUR (Vorjahr: 30,1 Mio. EUR). Das Periodenergebnis betrug 15,7 Mio. EUR (Vorjahr: -19,4 Mio. EUR).

Gesamtaussage

Insgesamt können wir mit den Ergebnissen des Jahres 2014 nicht zufrieden sein. Nur mit dem Sondergewinn aus dem Anteilsverkauf im Oman konnten wir ein positives Ergebnis erwirtschaften. Die Geschäftsentwicklung sehen wir weiter positiv, denn auch in einem schwierigen Umfeld ist es uns wieder gelungen, die Gesamtkonzernleistung leicht zu steigern. Das Geschäftsjahr 2015 wird darauf aufbauen können.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Aufteilung der Gesamtkonzernleistung nach Teilbereichen

2013 Leistung* 2014 Leistung Anteil Jahr 2014 Veränderung zum Vorjahr Auftragsbestand
Bau
BAUER Spezialtiefbau GmbH (BST)
BST Inland 119,4 133,2 8,6 % 11,6 % +
Töchter Inland 24,0 16,7 1,1 % -30,4 % +
BST Ausland 67,3 98,9 6,3 % 47,0 %
Töchter Ausland 547,3 502,5 32,2 % -8,2 %
Summe BST - Gruppe 758,0 751,3 48,2 % -0,9 %
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH Töchter (SBN) 73,9 66,1 4,2 % -10,6 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -90,2 -104,4 -6,7 %
Summe Bau 741,7 713,0 45,7 % -3,9 %
Maschinen
BAUER Maschinen GmbH (BMA) 391,7 383,3 24,6 % -2,1 %
Töchter Maschinen 453,3 468,7 30,0 % 3,4 %
Summe BMA - Gruppe 845,0 852,0 54,6 % 0,8 %
SBN 62,3 62,0 4,0 % -0,5 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -278,7 -262,2 -16,8 %
Summe Maschinen 628,6 651,8 41,8 % 3,7 %
Resources
BAUER Resources GmbH (BRE) 9,6 29,5 1,9 % n/a
Töchter Resources 193,2 231,1 14,8 % 19,6 % -
Summe BRE - Gruppe 202,8 260,6 16,7 % 28,5 %
SBN 19,8 33,9 2,2 % 71,2 % ++
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -33,7 -41,7 -2,7 %
Summe Resources 188,9 252,8 16,2 % 33,9 %
Sonstiges
BAUER Aktiengesellschaft (BAG) 37,0 37,1 2,4 % 0,3 %
Sonstige Töchter 2,3 2,3 0,1 %
Summe Sonstige/Dienstleistungen 39,3 39,4 2,5 % 0,3 %
abzüglich interne Konzernleistungen und IFRS-Anpassungen -94,3 -96,8 -6,2 %
Summe Konzern (inkl. Fremdanteile) 1.504,2 1.560,2 100,0 % 3,7 %
davon: Inland 410,4 440,2 28,2 % 7,3 %
Ausland 1.093,8 1.120,0 71,8 % 2,4 %

Hinweise zur Tabelle:
― Liste beinhaltet auch nicht konsolidierte Beteiligungen
― Bewertung Auftragsbestand im Verhältnis zur Planleistung
-- schwach; - leicht schwach; • ausreichend; + gut ausreichend; ++ sehr gut ausreichend;
― Prozentwerte und Summen sind mit nicht gerundeten Ausgangswerten gerechnet
― Aufteilung in Inland/Ausland erfolgte nach Verrechnungsland. Die Werte sind wegen der Komplexität in ihrer Ermittlung nicht absolut exakt.
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

III. ENTWICKLUNG IN DEN GESCHÄFTSSEGMENTEN

SEGMENT BAU

Kennzahlen Bau

2013* 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 741.673 713.005 -3,9 %
Umsatzerlöse 657.456 634.096 -3,6 %
Auftragseingang 727.287 665.244 -8,5 %
Auftragsbestand 498.701 450.940 -9,6 %
EBIT 21.209 25.068 18,2 %
Periodenergebnis 5.472 1.858 -66,0 %
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 5.531 5.675 2,6 %
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Das Segment Bau erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2014 eine Gesamtkonzernleistung von 713,0 Mio. EUR, die mit -3,9 % leicht unter der des Vorjahrs von 741,7 Mio. EUR lag. Dies ist darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr mehr Großprojekte abgewickelt wurden als im Jahr 2014.# Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich mit 25,1 Mio. EUR gegenüber dem Niveau des Vorjahrs von 21,2 Mio. EUR. Das Periodenergebnis ging von 5,5 Mio. EUR auf 1,9 Mio. EUR deutlich zurück. Im Wesentlichen ist der Rückgang beim Periodenergebnis auf die wirtschaftlichen Probleme bei unserem Dammprojekt Center Hill in Tennessee, USA, zurückzuführen. Da dem Projektverlust keine aktiven latenten Steuern gegenübergestellt werden konnten, erhöhte sich der Ertragsteueraufwand gegenüber dem Vorjahr deutlich. Das Jahr 2014 war von einer insgesamt guten Baukonjunktur in der Welt geprägt, die vor allem für unsere Unternehmen in Deutschland und dem Fernen Osten positiv war. Zudem haben sich auch die Märkte im Mittleren Osten wieder deutlich belebt. Die insgesamt gute Geschäftssituation wurde durch die Probleme beim Projekt Center Hill Damm derart negativ beeinflusst, dass wir unsere Ergebnisziele deutlich verfehlt haben.

Deutschland

Wie bereits in den Vorjahren entwickelte sich unser Geschäft am deutschen Baumarkt erneut besser als erwartet. Leistung und Ergebnis lagen deutlich über Plan. Allerdings waren die beauftragten Arbeiten regional sehr unterschiedlich verteilt. Die Region Süd hatte eine sehr gute und die Region Nordost eine gute Auslastung. Die Region West hingegen lag mit nur wenigen Aufträgen unter Plan. In Summe konnte aber das geplante Ergebnis und die geplante Leistung gut überschritten werden. Besonders hervorzuheben ist das Großprojekt Schwarzkopftunnel, bei dem umfangreiche Spezialtiefbauarbeiten für die Bahnumfahrungsstrecke zwischen Hanau und Nantenbach mit einem Gesamtvolumen von über 40 Mio. EUR ausgeführt wurden. Die wesentlichen Arbeiten am Projekt laufen für uns noch bis in den Herbst 2015. Darüber hinaus wurde im November das Großprojekt Schleuse Zerben erfolgreich abgeschlossen. Für das kommende Jahr erwarten wir für den Inlandsbereich des Spezialtiefbaus einen Rückgang bei der Leistung, da insgesamt weniger Großprojekte am Markt vorhanden sind.

Die vorwiegend in Deutschland tätige SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH erbringt Leistungen in allen drei Geschäftssegmenten des Konzerns. Insgesamt konnte das Unternehmen mit seinen Töchtern die Leistung gegenüber Vorjahr steigern, das Ergebnis jedoch lag unter Plan. Für 2015 wird eine Verbesserung erwartet. Da das Unternehmen in allen drei Segmenten tätig ist, werden die Auswirkungen der einzelnen Bereiche im jeweiligen Segmentbericht beschrieben.

Der Baubereich lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Leistung auf Höhe des Vorjahres. Die Umwelttechnik, die vor allem im Biogas- und Kläranlagenbau tätig ist, wird ebenfalls dem Segment Bau zugeordnet. Obwohl die Leistung gesteigert werden konnte, blieb das negative Ergebnis auf Vorjahresniveau. Die organisatorisch zur Schachtbau zugeordnete SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH konnte im Berichtsjahr bei einem leichten Leistungsrückgang das Ergebnis verbessern.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung

Segment Bau

Die Beteiligung Wöhr + Bauer GmbH, die City-Immobilien wie Bürogebäude und Parkgaragen entwickelt und realisiert, konnte im Berichtsjahr etliche größere Projekte abwickeln und neue beginnen.

Europa

In den europäischen Baumärkten war die regionale Entwicklung weiterhin sehr unterschiedlich. In Osteuropa konnte die Leistung in Ungarn, Georgien und Bulgarien gesteigert werden, wogegen Rumänien etwas unter Plan lag. Insgesamt haben sich die Perspektiven nach einigen schwachen Jahren aber wieder etwas verbessert. Auch Aserbaidschan bietet für uns gute Chancen für neue Projekte. In Russland wurden nach Abschluss der Arbeiten am Lakhta Tower in St. Petersburg, dem zukünftig höchsten Gebäude Europas, Anschluss- und Folgeaufträge abgewickelt. Leistung und Ergebnis waren insgesamt auf gutem Niveau. Aufgrund der Sanktionen erwarten wir eine deutliche Eintrübung der Geschäftslage im Jahr 2015.

In den Märkten Westeuropas zeigte sich die Situation ebenfalls sehr unterschiedlich. Die Tochter in den Niederlanden lag bei der Leistung und beim Ergebnis unterhalb der Erwartungen. In England war das letzte Jahr sehr schwach. Nach großen U-Bahnaufträgen in den Vorjahren gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr kaum Projekte am Markt. Die geplante Leistung wurde daher deutlich verfehlt und das Ergebnis war negativ. Für 2015 zeichnet sich wieder eine Verbesserung ab. In der Schweiz konnte die Leistung dank einer guten Marktlage gesteigert werden. Die Tochter in Österreich lag aufgrund weniger Projekte in den Sommermonaten unter Plan. Die Märkte Südeuropas sind insgesamt weiterhin schwach.

Nahost & Zentralasien

Nachdem die Märkte im Nahen Osten in den letzten Jahren von politischen Unruhen geprägt waren, hat sich die Baukonjunktur im Laufe des Jahres 2014 wieder deutlich verbessert. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, allen voran in Abu Dhabi und Dubai, sind unsere Unternehmen wieder voll ausgelastet und konnten Leistung und Ergebnis deutlich steigern, ebenso in Katar, wo gerade im zweiten Halbjahr 2014 einige Aufträge begonnen wurden. Auch unsere Tochterfirma im Libanon lag bei Leistung und Ergebnis weitgehend im Plan. In Saudi-Arabien ist die Leistung zurückgegangen, was jedoch vor allem daran lag, dass im Vorjahr das Großprojekt Kingdom Tower, die Gründungsarbeiten für das zukünftig höchste Gebäude der Welt, abgeschlossen wurden. Die Auftragslage ist hier weiter positiv und anstehende größere Projekte - besonders für die U-Bahn in der Hauptstadt Riad -bieten eine gute Perspektive. Insgesamt sehen wir für die Region wieder eine bessere Entwicklung.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Märkte im Fernen Osten zeigen weiterhin eine erfreuliche Baukonjunktur. In Indonesien und Thailand hatten unsere Tochterfirmen eine sehr gute Auftragslage mit erfreulichen Ergebnissen. Die Aussichten sind auch weiter recht positiv. Hongkong war geprägt von den Gründungsarbeiten für einen Teilabschnitt der Hongkong-Zhuhai-Macau-Brücke, die Anfang 2015 abgeschlossen wurden. Das Projekt konnte erfolgreich abgewickelt werden. In Malaysia gab es etwas weniger Aufträge als erwartet, daher lag die Leistung etwas unter Plan, wenn auch in Summe auf sehr hohem Niveau. Auf den Philippinen belasteten Projektverzögerungen etwas die Leistung, wobei der Auftragsbestand hier insgesamt gut ist. Der Markt in Vietnam zeigt nach schwachen Vorjahren erste Anzeichen der Erholung. Im Jahr 2014 wurden in Bhutan wie auch auf Mauritius umfangreiche Schlitzwandarbeiten für mehrere Dämme bearbeitet. Die Arbeiten werden sich auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen. Die Projekte zeigen einen erfreulichen Verlauf. Der Markt in Australien war 2014 sehr ruhig. Dies wird sich voraussichtlich auch 2015 weiter fortsetzen. Insgesamt erwarten wir im laufenden Geschäftsjahr für die Region eine weiterhin gute Entwicklung.

Amerika

Unsere Tochterfirma in den USA war auch 2014 vor allem mit dem Großprojekt Center Hill Damm beschäftigt. Die Anlaufschwierigkeiten des Projekts führten zu einem Leistungsrückstand. Zu Beginn des Jahres hatten wir erwartet, diesen Rückstand durch bessere Leistungen noch teilweise aufholen zu können. Leider war dies wegen weiterer Verzögerungen und Probleme, die im Laufe des Jahres auftauchten, nicht möglich, so dass erneut ein deutlicher Verlust entstand. Aus technischer Sicht ist das Projekt ausgezeichnet abgewickelt worden. Die Arbeiten werden im zweiten Quartal 2015 abgeschlossen. In den USA wurden daneben auch wieder vermehrt andere Spezialtiefbauaufträge bearbeitet. In Kanada gab es über das Jahr nur wenige Aufträge am Markt, so dass die Leistung hier zurückging. Für das laufende Jahr sind die Aussichten wieder besser. In Lateinamerika fokussieren wir unsere Aktivitäten vor allem auf Panama. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag unsere Tochterfirma hier etwas unter den Erwartungen. In den weiteren Märkten werden vereinzelt Aufträge ausgeführt - so in der Dominikanischen Republik. Für das laufende Jahr gehen wir für die Region von einer Verbesserung aus.

Afrika

Die Entwicklung unserer Beteiligung in Ägypten war auch 2014 wieder mehr als erfreulich. In diesem schwierigen Umfeld ist es gelungen, das Geschäftsjahr mit einer über Vorjahr liegenden Leistung und einem guten positiven Ergebnis abzuschließen. Die Auftragslage ist weiterhin sehr gut, da zahlreiche Bauprojekte umgesetzt werden. So zum Beispiel umfangreiche Arbeiten an der U-Bahn in Kairo. Wir gehen davon aus, dass wir im laufenden Geschäftsjahr unsere Leistung hier weiter steigern können. Auch in anderen Ländern ergeben sich immer wieder vereinzelt Projektchancen.

Ausblick

Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist die Leistung im Segment Bau leicht zurückgegangen. Dies lag vor allem daran, dass im Vorjahr einige Großprojekte bearbeitet und abgeschlossen wurden. In einigen Regionen wurden die Kapazitäten mehr gebündelt und auch Länder, wie Algerien, aufgegeben. Die ansonsten positive Entwicklung im Segment wurde durch den Verlust beim Großprojekt Center Hill Damm deutlich negativ beeinflusst. Insgesamt zeigen sich die Regionen in der Welt trotz all der vorhandenen politischen und wirtschaftlichen Störungen weiterhin positiv. Die weltweite Präsenz ermöglicht es uns sehr gut, die Chancen in den Regionen, die eine gute Baukonjunktur haben, zu nutzen und schwächere Märkte auszugleichen. Der Auftragsbestand ist insgesamt im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, was darauf zurückzuführen ist, dass derzeit mehr kleinere und mittlere Projekte am Markt vorhanden sind. In den letzten beiden Jahren wurden die Großprojekte abgearbeitet. Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass wir bei der Leistung leicht oberhalb des Vorjahres liegen werden. Beim EBIT gehen wir von einer leichten und beim Ergebnis nach Steuern von einer deutlichen Verbesserung aus.# SEGMENT MASCHINEN

Kennzahlen Maschinen (in Tausend EUR)

2013 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 628.612 651.772 3,7 %
Umsatzerlöse 561.615 545.223 -2,9 %
Auftragseingang 632.053 693.967 9,8 %
Auftragsbestand 116.525 158.720 36,2 %
EBIT 32.223 36.917 14,6 %
Periodenergebnis 5.055 9.513 88,2 %
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 2.998 3.038 1,3 %

Im vergangenen Geschäftsjahr erhöhte sich die Gesamtkonzernleistung im Segment Maschinen um 3,7 % leicht von 628,6 Mio. EUR auf 651,8 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse gingen dagegen um 2,9 % von 561,6 Mio. EUR auf 545,2 Mio. EUR zurück. Das operative Ergebnis (EBIT) legte um 14,6 % von 32,2 Mio. EUR auf 36,9 Mio. EUR spürbar zu. Das Periodenergebnis erhöhte sich deutlich von 5,1 Mio. EUR auf 9,5 Mio. EUR. Im Jahr 2014 gelang es trotz des starken Wettbewerbsumfeldes die Umsätze annähernd auf Vorjahrsniveau zu halten. Besonders positiv entwickelten sich die Märkte im Nahen und Fernen Osten sowie die Verkäufe bei den Großgeräten und Fräsen. Dies führte zu einer Ergebnissteigerung, die zusätzlich von der Entwicklung des US-Dollar positiv beeinflusst wurde. Die noch zu geringe Auslastung der Werke sowie Verluste bei einzelnen Tochterfirmen standen einer größeren Steigerung entgegen.

Deutschland & Europa

Die Verkäufe in Deutschland lagen entsprechend unserer Erwartungen etwas unter Vorjahr. Die Werke am Stammsitz in Schrobenhausen hatten 2014 wie bereits im Vorjahr eine ausreichende Auslastung. Durch die Produktion zweier Tiefbohranlagen für Saxon Energy Services Inc. erwarten wir im laufenden Jahr eine Verbesserung. In West- und Südeuropa lagen die Umsätze über den Planungen. Neben einem guten Markt in Italien konnten vor allem nach Frankreich einige Geräte, darunter mehrere Fräsen für den Ausbau der Metro in Paris, verkauft werden. In den baltischen Staaten konnten ebenso gute Verkäufe erzielt werden, wogegen sich die Märkte in Osteuropa weiter auf niedrigem Niveau befanden. Hier fehlen die finanziellen Mittel für größere Investitionen. Spanien und Portugal waren weiterhin schwach. In Russland lagen die Verkäufe bis Jahresmitte 2014 voll im Plan. Im zweiten Halbjahr beeinflussten zunächst die Sanktionen und anschließend der starke Verfall des Rubels den Markt. Zu Beginn des Embargos war die Auslieferung mehrerer Geräte nach Russland unsicher, was nach einigen Wochen gelöst werden konnte. Im zweiten Halbjahr brach die Nachfrage jedoch deutlich ein. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir mit einem weiterhin spürbaren Umsatzrückgang gegenüber 2014.

Nahost & Zentralasien

Die Märkte des Mittleren Ostens entwickelten sich deutlich besser als im Vorjahr. Trotz der weiterhin bestehenden Unsicherheiten in der Region erhöhte sich die Nachfrage spürbar, da wieder verstärkt Infrastrukturprojekte umgesetzt wurden. Unsere Verkäufe lagen deutlich über Plan und lieferten einen guten Ergebnisbeitrag. In den Vereinigten Arabischen Emiraten, darunter auch Dubai, fand eine Belebung des Baumarktes statt. In Katar wurden zahlreiche Infrastrukturprojekte begonnen. In Saudi-Arabien erforderte besonders die Erweiterung der Heiligen Moschee in Mekka zusätzliche Geräte. Im Irak waren die Verkäufe dagegen schwach. Insgesamt bieten die Märkte der Region wieder eine gute Perspektive.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Maschinen

In der Türkei und in Aserbaidschan hatten wir aufgrund von Verzögerungen bei Großprojekten einen Umsatzrückgang gegenüber Vorjahr. Die weiteren Länder in Zentralasien, wie Kasachstan, waren von den Unsicherheiten rund um die Russland-Ukraine-Krise beeinflusst. Hier lagen wir mit den Verkäufen unter unseren Erwartungen. Indien zeigte sich wie bereits in den Vorjahren schwach.

Asien-Pazifik, Fernost & Australien

Die Märkte im Fernen Osten zeigten sich weiter sehr positiv. Wir konnten unsere Umsätze nochmals etwas steigern und es wurde ein guter Ergebnisbeitrag erzielt. Hongkong ist ein sehr guter Markt für unsere Seilbagger-Serie geworden. In Malaysia konnten wir ebenso gute Umsätze erzielen wie in Singapur. Hier konnten im Besonderen einige Geräte verkauft werden, die bei der umfangreichen Erweiterung des Flughafen Changi eingesetzt werden. Auch die Philippinen und Indonesien entwickelten sich weiter positiv. Der chinesische Markt ist nach wie vor von großen Überkapazitäten geprägt, so dass weiterhin eine starke Wettbewerbssituation besteht. Trotz dieses schwierigen Umfelds ist es uns gelungen, einen zufriedenstellenden Ergebnisbeitrag zu erzielen. Dazu beigetragen hat auch der problemlose Umzug in das neue Werk in Tianjin, der bis Oktober 2013 vollzogen wurde. Das neue Werk war 2014 bereits gut ausgelastet, bietet aber Möglichkeiten für weiteres Wachstum. Der Markt in Japan war insgesamt zufriedenstellend. Für die Zukunft stehen wieder größere Infrastrukturprojekte an, die gute Chancen bieten. Australien zeigte sich eher schwach, was auch an der geringen Nachfrage aus der Minenindustrie lag.

Amerika

In den USA konnten wir trotz der besseren Marktlage im Jahr 2014 unsere Ziele nicht ganz erreichen, auch wenn sich Umsatz und Ergebnis gegenüber Vorjahr leicht verbessert haben. In den USA ist das Geschäft überwiegend von Vermietungen an Kunden geprägt. Eine wichtige Weichenstellung für die Zukunft war die Zusammenlegung von BAUER-Pileco Inc. und BAUER Manufacturing Inc. an unserem Standort in Conroe, nahe Houston. Hierdurch erwarten wir Synergieeffekte, die zu deutlichen Kosteneinsparungen führen werden. Auch die Mietflotte konnte durch Abverkäufe reduziert werden. Die Produktion in Conroe war 2014 noch nicht ausreichend ausgelastet, so dass hier weiterhin ein kleinerer Verlust zu verzeichnen war. In Südamerika lagen unsere Umsätze auf Vorjahresniveau. Der Markt in Brasilien zeigte sich weiterhin schwach. Hier haben sich viele Projekte verschoben.

Afrika

In Afrika konnten wir unsere Verkäufe vom Vorjahr nicht ganz erreichen. Ägypten entwickelte sich durch den zunehmenden Baumarkt positiv. Die restlichen Länder Afrikas waren dagegen schwach. In Westafrika gab es aufgrund von Ebola eine deutliche Zurückhaltung und auch die Minenindustrie hat kaum Geräte nachgefragt. Die Produktion in Botswana, wo in unserem Joint Venture Sprenglochbohrgeräte und Brunnenbohranlagen für das südliche Afrika hergestellt werden, lag 2014 durch die schwachen Märkte unter unseren Erwartungen.

Parts & Service

Das Geschäftsfeld Parts & Service hat sich in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt und lieferte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen guten Leistungs- und Ergebnisbeitrag. Das Geschäft mit Ersatzteilen war weiterhin positiv, wogegen die Nachfrage nach Bohrwerkzeugen und Anbaugeräten etwas schwächer war. Leistung und Ergebnis lagen daher etwas unter Vorjahr.

Tiefbohrtechnik

Im Mai 2014 konnte die BAUER Deep Drilling GmbH mit Saxon Energy Services Inc. einen Engineering-Vertrag über die Entwicklung und Herstellung von Onshore-Tiefbohranlagen mit einer Hakenlast von 375 Tonnen abschließen. Saxon Energy Services Inc. ist eine Tochtergesellschaft von Schlumberger, dem weltweit größten Unternehmen für Erdölexplorations- und Ölfeldservices. Nach gemeinsamer Entwicklungsarbeit konnte im Dezember der Auftrag über die Fertigung und den Verkauf von zwei Anlagen mit der Bezeichnung ATD 750 unterzeichnet werden. Diese werden in den Werken der BAUER Maschinen GmbH in Deutschland gefertigt und zum Teil im US-Werk in Conroe, nahe Houston, zusammengestellt. Dadurch erwarten wir besonders für den Stammsitz in Schrobenhausen eine höhere Auslastung der Werke im laufenden Jahr. Darüber hinaus konnte Ende 2014 ein Kaufvertrag für die beiden bereits fertiggestellten Anlagen TBA 300/440 M1 und TBA 440 M2 unterzeichnet werden. Zudem wird 2015 eine 100-Tonnen-Anlage nach China ausgeliefert. Damit konnte in der Tiefbohrtechnik ein großer Schritt nach vorne gemacht werden. An der Zertifizierung durch das American Petroleum Institute (API) wird weiter gearbeitet und diese soll 2015 abgeschlossen werden. Dies würde neue Vertriebschancen eröffnen.

Produkte & Tochterfirmen

Die BAUER Maschinen GmbH produziert in mehreren Werken Drehbohrgeräte (BG-Serie), Seilbagger (MC-Reihe) und Fräsen (BC-Reihe). Die BG-Serie ist die wichtigste und umfangreichste Maschinenreihe und unterteilt sich in zwei Produkttypen: Die Geräte der ValueLine sind optimiert für das Verfahren des Kellybohrens und die PremiumLine-Geräte sind Multifunktionsgeräte für verschiedenste Anwendungen im Spezialtiefbau. Im Jahr 2014 konnten vermehrt Umsätze bei den Großgeräten erzielt sowie bessere Verkäufe bei den Fräsen abgewickelt werden, was zum höheren Ergebnis im Segment beitrug. Bei einigen Tochterfirmen war das abgelaufene Geschäftsjahr unbefriedigend. Die PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Spezialist für Brunnenbohrgeräte, sah sich einer sehr schwachen Nachfrage gegenüber, was zu einem deutlichen Leistungsrückgang führte und ein negatives Ergebnis brachte. Auch die MAT Mischanlagentechnik GmbH, die Produkte für die Bereiche Misch- und Trenntechnik herstellt, hatte durch eine schwache Nachfrage ein negatives Ergebnis. Dagegen hatten die RTG Rammtechnik GmbH, mit ihren Ramm- und Mäklergeräten, die SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, die Ankerprodukte für den Spezialtiefbau herstellt, und die EURODRILL GmbH, die Bohrantriebe produziert, ein gutes Geschäftsjahr mit sehr positiven Ergebnissen. Die KLEMM Bohrtechnik GmbH, Hersteller im Bereich der Ankerbohrtechnik, konnte 2014 bei der Leistung wieder leicht zulegen.

Ausblick

Insgesamt konnte sich das Segment Maschinen im Jahr 2014 in einem Umfeld, das von starkem Wettbewerb und einigen schwierigen Märkten geprägt war, gut behaupten. Der annähernd stabile Umsatz mit einem Zuwachs beim Ergebnis sowie die Entwicklungen im Bereich Tiefbohrtechnik waren sehr erfreulich. Belastet haben dagegen die Ergebnisse einiger Tochterfirmen sowie die zu geringe Auslastung bei den Werken.# SEGMENT RESOURCES

Das Geschäft ist weiterhin sehr stark von Kurzfristigkeit bei Kundenbestellungen geprägt, was für die Produktionsplanung, die aufgrund von Lieferzeiten im Einkauf viele Monate im Voraus stattfinden muss, weiter eine große Herausforderung ist. Die Märkte im Nahen Osten sollten eine weiterhin ansteigende Entwicklung und Nachfrage verzeichnen, wogegen der russische Markt deutlich zurückgehen wird. Für das Jahr 2015 erwarten wir, dass die Leistung, das EBIT sowie das Ergebnis nach Steuern leicht über Vorjahr liegen.

Kennzahlen Resources

2013* 2014 Veränderung
Gesamtkonzernleistung 188.861 252.830 33,9 %
Umsatzerlöse 182.579 195.860 7,3 %
Auftragseingang 180.054 255.837 42,1 %
Auftragsbestand 150.020 153.027 2,0 %
EBIT -23.965 15.932 n/a
Periodenergebnis -31.444 4.347 n/a
Mitarbeiter (jeweils im Jahresdurchschnitt) 1.449 1.400 -3,4 %

* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Die Gesamtkonzernleistung im Segment Resources erhöhte sich deutlich um 33,9 % von 188,9 Mio. EUR auf 252,8 Mio. EUR. Die Umsatzerlöse stiegen um 7,3 % von 182,6 Mio. EUR auf 195,9 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) lag nach dem Verlust im Vorjahr (-24,0 Mio. EUR) mit 15,9 Mio. EUR wieder deutlich im positiven Bereich. Das Periodenergebnis betrugt 4,3 Mio. EUR (Vorjahr: -31,4 Mio. EUR). Die Ergebniskennzahlen des Segments wurden wesentlich von einem Sondergewinn beeinflusst. Die Steigerung der Gesamtkonzernleistung beinhaltet einen Veräußerungs- und Konsolidierungsgewinn von 36,5 Mio. EUR, der aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der Tochterfirma BAUER Nimr LLC im Oman resultiert. Zuvor wurden 70 % der Anteile gehalten. Das Unternehmen bearbeitet vor allem die großräumige Pflanzenkläranlage, deren Betrieb für weitere 15 Jahre beauftragt ist. Ohne den Verkauf der Anteile wären das EBIT und das Periodenergebnis aufgrund negativer Ergebnisbeiträge - speziell der Tochterfirmen im Bereich Exploration and Mining Services - und aufgrund von Aufwendungen für die Neuausrichtung des Segments negativ gewesen.

Das Segment Resources befindet sich nach dem erlittenen Verlust im Jahr 2013 in der Neuausrichtung und Anpassung an die veränderte Marktsituation. Der Verlust war vor allem durch ein Großprojekt in Jordanien, aber auch durch eine schwache Nachfrage für Brunnenausbaumaterialien und aus dem Miningbereich verursacht. Der auch ohne Berücksichtigung des Anteilsverkaufs deutliche Leistungsanstieg im Jahr 2014 ist vor allem auf eine gute Auftragslage in den Bereichen Umwelt und Wasseraufbereitung zurückzuführen.

Die Reorganisation des Segments Resources wurde 2014 weiter intensiv vorangetrieben. Die bisherige Aufteilung in die Geschäftsbereiche Materials, Exploration and Mining Services und Environment wurde von einer regionalen Vertriebsorganisation abgelöst, die fachlich von Kompetenzzentren unterstützt wird. In den Regionen Amerika, Europa, Afrika sowie Naher Osten & Asien treten die Tochterfirmen nun als Komplettanbieter für alle Produkte und Dienstleistungen des Segments Resources auf. Die Kompetenzzentren Wasserbehandlung, Prozess- und Biotechnologie, Umweltsanierung und Abfallmanagement, Drilling Technologies sowie Brunnenbau und Geothermie bündeln das Know-how und unterstützen die Tochterfirmen bei der Projektausführung.

Deutschland & Europa

Die GWE-Gruppe bietet Lösungen für Brunnenbau und Geothermie und stellt dazu Produkte zur Erschließung, Förderung und Verteilung von Wasser und Erdwärme her. Nach einem schwachen Vorjahr wurden einige Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die sich noch weiter fortsetzen werden. Diese Maßnahmen sowie stagnierende Märkte in Europa beeinflussten das Ergebnis, das weiterhin negativ blieb. Die Leistung konnte vor allem durch Zuwächse in Deutschland, Österreich und der Schweiz und neuer Kunden im Bereich Energie leicht gesteigert werden. Insgesamt haben sich die Geschäfte verbessert, es wird aber weiterhin an Kostenoptimierungen gearbeitet.

Die Tochterfirma, die in Polen Brunnenausbaumaterialien produziert und vertreibt, konnte in einem stagnierenden Marktumfeld die Leistung gegenüber Vorjahr leicht steigern und verbesserte so auch das Ergebnis. In Ungarn lagen Leistung und Ergebnis auf Plan und auf Höhe des Vorjahres. Die Vertriebsgesellschaft in Frankreich verbesserte bei einer schwierigen Marktlage zwar Leistung und Ergebnis leicht, lag jedoch unter Plan.

Geographische Aufteilung der Gesamtkonzernleistung Segment Resources

Die BAUER Umwelt GmbH ist in Deutschland zentraler Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Umwelttechnik. Im Jahr 2014 konnte die Leistung deutlich erhöht werden und übertraf damit die Planungen. Auch das Ergebnis verbesserte sich und war gut positiv. Es konnten zahlreiche Projekte, vor allem in den Bereichen Altlastensanierung und Entsorgung, ausgeführt werden. Da der Auftragsbestand weiter auf hohem Niveau ist, wird mit einer weiterhin positiven Entwicklung gerechnet.

Die BAUER Water GmbH plant, baut und installiert Wasseraufbereitungsanlagen für Kunden in aller Welt. Nach einem schwachen ersten Halbjahr 2014 konnte in der zweiten Jahreshälfte die Leistung deutlich gesteigert werden. Das Ergebnis hat sich nach einem Verlust im Vorjahr deutlich verbessert und liegt nun im positiven Bereich. In den letzten Jahren konnten vor allem Projekte bei Kunden aus der Automobilindustrie ausgebaut und erfolgreich abgewickelt werden. Hier bestehen weitere gute Chancen für die Zukunft.

Die Esau & Hueber GmbH, Spezialist für Brauerei-, Getränke- und Biotechnologie, lag 2014 dank einer guten Nachfrage nach Brauereitechnologie und Anlagen für die Pharmaindustrie mit ihrer Leistung über Plan und Vorjahr. Auch das Ergebnis hat sich deutlich verbessert. Eine bereits fertiggestellte Erweiterung der Kapazitäten wird weitere Verbesserungen bei der Produktion mit sich bringen. In den ausländischen Tochterfirmen stellte sich die Auftragslage sehr unterschiedlich dar. In Italien lag die Leistung trotz Projektverzögerungen auf Vorjahreshöhe. Das Ergebnis hat sich verbessert. In Spanien wurden zwei Resources-Firmen fusioniert. Dort ist eine leichte Marktbelebung im Umwelt- und Wasserbereich zu verzeichnen. Einige Aktivitäten, darunter Ungarn, werden nach unbefriedigender Entwicklung nicht fortgeführt.

Die FORALITH Drilling Support AG, Spezialist für tiefe und abgelenkte Erkundungsbohrungen mit Sitz in der Schweiz, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einige Projekte in Europa erfolgreich ausführen und so Leistung und Ergebnis steigern. Die BAUER Foralith GmbH musste hohe Belastungen durch nichtausgelastete Bohranlagen hinnehmen. Die Aktivitäten beider Unternehmen werden zukünftig enger zusammengeführt, um Synergie- und Kosteneffekte besser zu nutzen.

Im Segment Resources wird auch der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH einbezogen. Aufgrund des sehr lebhaften Marktes konnte die Leistung erneut gesteigert werden. Neben vielen Projekten in Deutschland wird auch ein umfangreicher Auftrag in Kasachstan abgewickelt. Trotz eines Bußgeldes, das den Bereich deutlich belastete, konnte ein positives Ergebnis ausgewiesen werden.

Naher Osten & Asien

Die Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co. in Jordanien befindet sich nach dem Verlust auf dem Großprojekt Disi-Amman im Jahr 2013 noch im Zuge der Restrukturierung. Nach Fertigstellung dieses Projekts konnten die dort verwendeten Bohrgeräte nicht anderweitig genutzt werden, da sich bei sehr interessanten Projekten die Entscheidungen aufgrund der politischen Lage in der Region verzögert hatten. Daher blieben Leistung und Ergebnis deutlich unter Plan. Für das laufende Jahr erwarten wir neue Projekte und eine bessere Auslastung.

Die Tochterfirma in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die vor allem im Umweltbereich aktiv ist, hat sich gut entwickelt und führt vermehrt Projekte für die Öl- und Gasindustrie aus. Die Leistung lag über Vorjahr. In Saudi-Arabien stehen die Aktivitäten noch am Anfang, jedoch bestehen gute Chancen in diesem Markt. Die Bohraktivitäten in Australien wurden beendet.

Das operative Geschäft der BAUER Nimr LLC im Oman fokussierte sich vor allem auf den Betrieb der großflächigen Pflanzenkläranlage, die ölkontaminiertes Wasser für die lokale Ölgesellschaft aufbereitet. Nach einer Erweiterung im vergangenen Jahr werden dort nun täglich 115.000 m3 Wasser gereinigt. Zum Jahresende 2014 wurden 21 % der Anteile an der Tochterfirma BAUER Nimr LLC im Oman verkauft. Dies führte im Konzernabschluss zu einem hohen Sondergewinn für das Segment Resources.

Afrika

Aufgrund der über lange Zeit schwachen Miningmärkte und der geringen Nachfrage nach Explorationsarbeiten verlief 2014 für unsere Bohrfirmen nicht zufriedenstellend. Erst zum Jahresende zeigte sich eine leicht Belebung. In Afrika wurden daher die Aktivitäten neu gegliedert und eine neue Strategie zur Bearbeitung der Märkte initiiert.

In Marokko wurde die Tochtergesellschaft auf die Ausführung von Bewässerungsprojekten spezialisiert und konnte so die Leistung gegenüber Vorjahr steigern. In diesem Bereich zeigen sich weitere Chancen. Das Ergebnis lag noch unter Plan. In Südafrika lag die Leistung deutlich unter Vorjahr und das Ergebnis war entsprechend negativ. Die Aktivitäten in Senegal werden zukünftig von Ghana aus betreut. Die Tochter in Ghana konnte durch gute Aufträge am Jahresende die Leistung gegenüber Vorjahr steigern und auch das Ergebnis verbessern.

Amerika

Unsere Tochterfirma, die in Chile Brunnenausbaumaterialien produziert und vertreibt, litt unter der schwachen Nachfrage aus dem Miningbereich. Die Leistung lag unter Vorjahr und das Ergebnis war leicht negativ. Die Aktivitäten in Peru wurden beendet und die Tochterfirmen in Kanada geschlossen.

Reorganisation

Die 2014 begonnene Neuausrichtung des Segments brachte einige grundsätzliche Veränderungen mit sich. Dabei wird zukünftig die Strategie verfolgt, sich noch mehr auf die Kernkompetenzen zu konzentrieren und dabei auf die größten Potentialmärkte zu fokussieren.# SEGMENTE SONSTIGES/KONSOLIDIERUNG

In den Segmenten Sonstiges und Konsolidierung sind die Leistungen und Ergebnisse des Konzerns zusammengefasst, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet werden können. Im Wesentlichen zeigt das Segment Sonstiges die Leistung der BAUER AG selbst, die ihren Konzerntöchtern unterschiedlichste Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung gegen Verrechnung erbringt. Das Segment Sonstiges weist ein operatives Ergebnis (EBIT) von 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,1 Mio. EUR) aus. Dieses beinhaltet mit 5,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die Konzernmuttergesellschaft. Hier wurde zudem ein Teil des Bußgelds aus einem Verfahren gegen eine unserer Tochterfirmen verbucht. Das Periodenergebnis von 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 6,0 Mio. EUR) beinhaltet mit 1,6 Mio. EUR das Periodenergebnis der BAUER AG unter Herausrechnung der genannten Ausschüttungen. Die Leistungen des Segments sind vor allem Verrechnungen innerhalb des Konzerns.

Im Segment Konsolidierung wurden die Konsolidierungen vorgenommen. Das negative operative Ergebnis (EBIT) von -4,8 Mio. EUR (Vorjahr: -4,5 Mio. EUR) entspricht weitgehend den 5,0 Mio. EUR Ausschüttungen der Konzerntöchter an die BAUER AG. Das Periodenergebnis betrug -4,9 Mio. EUR (Vorjahr: -4,5 Mio. EUR).

Aufteilung der Gesamtkonzernleistung auf die Unternehmen der BAUER Gruppe

Anteile < 50 % sind mit Leistungsanteil aufgeführt

scroll in Mio. EUR

2013* 2014
BAUER Spezialtiefbau GmbH - Gruppe
BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BST) 186,7 232,1
Wöhr + Bauer GmbH, München, Deutschland (33 %-Anteil) 17,5 14,5
BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande 4,8 4,7
BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien 43,2 2,6
BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz 15,2 28,6
TERRABAUER, S.L., Madrid, Spanien (30 %-Anteil) 1,0 0,4
BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn 6,0 7,7
BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien 1,9 2,1
BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien 1,8 4,5
BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich 15,0 14,4
OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation 36,7 31,3
BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten 20,8 22,9
BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALIST S.a.r.l., Beirut, Libanon 11,3 16,5
BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia 3,0 3,3
BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 35,5 37,0
BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 8,3 20,7
BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar 8,0 13,8
Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien 25,3 10,8
BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD., Petaling Jaya, Malaysia 95,4 84,7
BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China 41,6 45,3
BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam 3,1 2,9
BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen 15,9 10,2
P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien 26,0 30,2
Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand 17,6 21,2
BAUER Foundation Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien 13,8 6,7
BAUER FOUNDATION CORP., Odessa Vereinigte Staaten von Amerika 48,9 42,2
BAUER Fondations Canada Inc., Calgary, Kanada 19,1 9,1
BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama 11,9 11,7
Sonstige Beteiligungen der BST 16,3 17,2
ARGEN Inland - (nur BST-Anteil) 6,4 2,0
Interne Konzernumsätze -84,3 -93,9
Summe BST - Gruppe 673,7 657,4
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - Gruppe
SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland (SBN) 102,1 107,3
Beteiligungen der SBN 30,1 33,8
ARGEN SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH - (nur SBN-Anteil) 1,7 0,0
SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 17,0 14,2
ARGEN SPESA - (nur SPESA-Anteil) 5,1 6,7
Interne Konzernumsätze -61,3 -59,0
Summe SBN - Gruppe 94,7 103,0
BAUER Maschinen GmbH - Gruppe
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMA) 391,7 383,3
KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland 39,9 42,9
EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland 13,1 12,4
RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 28,4 26,4
MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Deutschland 12,3 11,8
PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland 27,9 13,0
Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland 7,4 7,9
SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 18,5 21,5
BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 0,0 1,3
TracMec Srl, Mordano, Italien 12,1 11,4
BAUER EQUIPMENT UK LIMITED Rotherham, Großbritannien 7,9 7,4
BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien 8,3 13,1
OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation 15,5 7,8
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation 7,8 5,6
OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Förderation 2,9 1,6
BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate 5,5 8,4
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei 5,5 3,9
BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana 2,6 2,1
BAUER Technologies Far East Pte. Ltd., Singapur, Singapur 120,9 152,9
NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan 7,9 7,3
BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 68,9 76,3
BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika 22,9 22,2
Sonstige Beteiligungen der BMA 17,1 11,5
Interne Konzernumsätze -229,2 -220,5
Summe BMA - Gruppe 615,8 631,5
BAUER Resources GmbH - Gruppe
BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BRE) 9,6 29,6
GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland 51,0 56,0
GWE Prakla Services GmbH - verschmolzen auf GWE pumpenboese GmbH 2,2 0,0
BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Deutschland (BMU) 42,7 54,8
BAUER Water GmbH, Dunningen, Deutschland 13,5 13,5
Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 11,5 15,4
BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland 5,9 5,1
GWE POL-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen 2,9 3,1
FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz 2,9 5,1
BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien 1,4 1,4
GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn 3,1 3,2
BAUER Resources GmbH/Jordan Ltd. Co., Amman, Jordanien 20,7 29,9
BAUER Nimr LLC, Maskat-Al Mina, Sultanat Oman 11,8 17,4
BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 3,3 4,8
BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd, Johannesburg, Südafrika 4,2 2,4
BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana 1,4 2,5
GWE Tubomin S.A., City of Santiago, Chile 3,5 3,3
BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada 3,1 1,2
Sonstige Beteiligungen der BRE 8,1 7,3
ARGEN BAUER Umwelt GmbH - (nur BMU-Anteil) 0,0 4,6
Interne Konzernumsätze -27,9 -34,9
Summe BRE - Gruppe 174,9 225,7
BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, Deutschland (BAG) 37,0 37,1
Sonstige Beteiligung der BAG 2,3 2,3
Interne Konzernumsätze -94,2 -96,8
SUMME KONZERN 1.504,2 1.560,2
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

IV. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Auftragsbestand/Auftragseingang nach Segment

scroll in Tausend EUR

2013 2014 Reichweite Bestand bezogen auf Gesamtkonzernleistung in Monaten
Bestand Eingang Bestand Eingang
Bau 498.701 727.287 450.940 665.244 7,6
Maschinen 116.525 632.053 158.720 693.967 2,9
Resources 150.020 180.054 153.027 255.837 7,3
Interne Konzernleistung und IFRS-Anpassungen 0 -54.915 0 -57.387 ---
Summe 765.246 1.484.479 762.687 1.557.661 5,9

AUFTRAGSENTWICKLUNG

Die BAUER Gruppe hatte Ende 2014 einen Auftragsbestand in Höhe von 762,7 Mio. EUR, der etwa auf Höhe des Vorjahres von 765,2 Mio. EUR lag. Insgesamt liegt der Auftragsbestand auf gutem Niveau, aber einige Ereignisse im Jahr 2014 haben diesen auch negativ beeinflusst. Ohne die Russland-Ukraine-Krise, die Unsicherheiten im Irak aufgrund der Terrororganisation Islamischer Staat und den Verfall des Ölpreises, wäre der Auftragsbestand zum Jahresende höher ausgefallen. Im Segment Bau standen im vergangenen Jahr noch sehr große Aufträge in den Büchern. Diese sind nun vollständig abgearbeitet. Der Auftragsbestand ist daher um 9,6 % von 498,7 Mio. EUR auf 450,9 Mio. EUR deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2014 waren kaum große Aufträge am Markt, aber in allen Regionen der Welt konnten viele kleinere und mittlere Projekte gewonnen werden. Auch die gleichmäßige regionale Verteilung in der Welt ist positiv, so dass dies eine gute Grundlage bildet, um die Ziele für das Jahr 2015 erreichen zu können. Im Inland ist im Spezialtiefbau mit der Abarbeitung des Großprojekts an der Bahnumfahrungsstrecke zwischen Hanau und Nantenbach der Auftragsbestand deutlich zurückgegangen. Derzeit gibt es auch in Deutschland kaum Großprojekte am Markt.Dennoch ist das gesamte Umfeld weiter positiv, so dass die Kapazitäten durch viele kleinere und mittlere Projekte ausgelastet werden können. Insgesamt ist hier der Auftragsbestand um 34,5 % auf 62,2 Mio. EUR zurückgegangen. Im Ausland hat sich der Auftragsbestand im Spezialtiefbau wegen der abgearbeiteten Großprojekte um 24,8 % auf 271,0 Mio. EUR verringert. Die Gründungen für die Brücke zwischen Hongkong und Macau und die weiteren Arbeiten an den Gebäudekomplexen neben dem bald höchsten Gebäude Europas, dem Lakhta Tower in St. Petersburg, Russland, wurden mit Erfolg abgeschlossen. Die Schlitzwandarbeiten am Center Hill Damm in den USA werden im zweiten Quartal 2015 beendet. Ein großes Schlitzwandprojekt auf Mauritius ist sehr weit fortgeschritten und kann gegen Mitte 2015 abgeschlossen werden. Besonders positiv ist die Situation unserer Tochterfirma in Ägypten, die trotz der schwierigen Lage im Land einige sehr schöne größere Projekte hereinnehmen konnte, so dass wir von einer Erhöhung der Leistung ausgehen können.

Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat in ihrem Bau- und Umweltbereich einen Auftragsbestand von 47,5 Mio. EUR, der 10,5 % über Vorjahr liegt. Die Geschäfte profitieren derzeit von der allgemein guten Entwicklung am Bau in Deutschland.

Im Segment Maschinen liegt der Auftragsbestand mit 158,7 Mio. EUR um 36,2 % über dem Niveau des Vorjahres von 116,5 Mio. EUR. In der BAUER Maschinen GmbH, die die Großgeräte fertigt und vertreibt, wurde zum Jahresende ein Großteil der Bestellungen ausgeliefert, so dass der Auftragsbestand von 50,1 Mio. EUR auf 37,2 Mio. EUR zurückging. Insgesamt bleibt das Geschäft sehr kurzfristig. Ein Großteil der Maschinen wird innerhalb eines Monats nach Bestellung ausgeliefert. Daher ist es nötig, einen Lagerbestand an Geräten vorzuhalten, um die Erwartungen der Kunden nach einer schnellen Lieferung zu erfüllen.

Deutliche Zuwächse verzeichneten dagegen die Tochterfirmen im Segment. Die BAUER Deep Drilling GmbH, die Tiefbohrgeräte vertreibt, konnte durch die im Dezember erhaltenen Aufträge den Auftragsbestand um 53,7 Mio. EUR steigern. Es ist sehr erfreulich, dass es uns gelungen ist, hier einen wesentlichen Durchbruch zu erreichen. Wir gehen trotz der Turbulenzen auf den Ölmärkten davon aus, dass wir diesen Erfolg in den kommenden Jahren ausbauen können.

Insgesamt kommen die vielen Anstrengungen unseres Unternehmens zur Verbesserung und Spezialisierung von Produkt und Service bei unseren Kunden gut an, so dass wir für das laufende Jahr zuversichtlich sind, die notwendigen Auftragseingänge erreichen zu können.

Im Segment Resources stieg der Auftragsbestand um 2,0 % von 150,00 Mio. EUR auf 153,0 Mio. EUR leicht an. Der Bergbaubereich der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH hat mit 40,9 Mio. EUR daran einen bedeutenden Anteil. In Kasachstan, aber auch in Deutschland, haben wir hier interessante Projekte, die uns noch über Jahre gut beschäftigen können. In der BAUER Resources Gruppe selbst ist der Auftragsbestand auf 112,1 Mio. EUR um 7,3 % angewachsen. Speziell im Bereich der Umwelttechnik haben wir einen sehr guten Auftragsbestand. Unser Großprojekt, der Betrieb der Pflanzenkläranlage im Oman, an dem wir weiter beteiligt sind, wird uns noch über Jahre gut beschäftigen. Auch in Deutschland sind wir hier gut ausgelastet. Das Geschäft für Brunnenausbaumaterialien ist dagegen sehr kurzfristig, so dass es nie große Auftragsbestände gibt. Hier erwarten wir einen gleichmäßigen Verlauf.

Unerfreulich ist weiter das Explorations- und Mininggeschäft für Kunden in den unterschiedlichsten Ländern der Welt. Die Minenbetreiber haben mit wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, wodurch nur sehr wenige Aufträge vergeben werden. Dieses Geschäft hat aber nur einen sehr geringen Anteil an unserer Gesamtleistung. Für das Segment Resources gibt es weltweit immer wieder größere Projekte, um die wir uns bemühen. Wir sind deshalb weiterhin davon überzeugt, dass gerade dieses Geschäft uns in der Zukunft interessante Möglichkeiten bieten wird.

Für den Gesamtkonzern entsprechen die Auftragsbestände unserer Prognose für ein leichtes Wachstum im laufenden Jahr.

KONZERNERTRAGSLAGE

Die Ertragslage des Konzerns im Jahr 2014 war gegenüber dem Vorjahr von gegensätzlichen Entwicklungen beeinflusst. Deutliche Verluste in Höhe von 19,0 Mio. EUR verzeichnete unsere Bautochter BAUER Foundation Corp. in den USA. Diese entstanden durch das Großprojekt Center Hill Damm und durch die Nichtauslastung von Kapazitäten, da aufgrund des Projekts nicht ausreichend weitere Aufträge abgewickelt werden konnten. Darüber hinaus haben eine schwache Auftragslage in England sowie eine zu geringe Auslastung unserer Bohrkapazitäten im Bereich Resources - dabei besonders in Jordanien - die Ertragslage negativ beeinflusst. Dazu belasteten die Restrukturierungen in vielen Bereichen unserer weltweiten Tätigkeit.

Es gab aber auch viele positive Entwicklungen, dabei speziell die Baugeschäfte in Deutschland, Russland, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, Indonesien und Thailand. Im Maschinengeschäft konnten durch den vermehrten Verkauf von Groß- und Spezialgeräten wieder bessere Margen erzielt werden. Auch der Umweltbereich war sehr positiv.

Insgesamt konnte das positive Gesamtergebnis nur ausgewiesen werden, da wir die Sonderverluste des Jahres durch einen Sondergewinn in Höhe von 36,5 Mio. EUR ausgleichen konnten. Der Sondergewinn entstand durch den Verkauf von 21 % der Anteile an unserer Tochterfirma im Oman. Der Verkauf führte dazu, dass unser Anteil auf 49 % fiel, in Folge dessen entkonsolidiert wurde und die Beteiligung daher zum Jahresende nach der Equity-Methode zum Fair-Value einzubuchen war. Das Unternehmen hatte sich in den letzten Jahren ausgezeichnet entwickelt und hat sehr gute Chancen für die Zukunft. Der Rückzug auf 49 % der Anteile ist sinnvoll, da mehrheitlich lokale Gesellschaften im Oman bessere Auftragschancen haben.

Als Resultat des Sondergewinns konnten die Ergebniszahlen gegenüber 2013 verbessert werden. Das Periodenergebnis erhöhte sich gegenüber Vorjahr von -19,4 Mio. EUR auf 15,7 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) erhöhte sich von 30,1 Mio. EUR auf 76,4 Mio. EUR. Das EBITDA steigerte sich von 124,0 Mio. EUR um 37,9 % auf 171,0 Mio. EUR und erreichte einen Wert von 11,4 % (Vorjahr: 8,6 %) im Verhältnis zur konsolidierten Leistung. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern als Verhältnis von Gewinn vor Steuern zum Eigenkapital (Eigenkapital zu Beginn der Periode) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von -1,3 % auf 9,0 %. Nach Steuern betrug die Eigenkapitalrendite 3,7 % (Vorjahr: -4,2 %). Die Leistungsrendite nach Steuern (im Verhältnis zur konsolidierten Leistung der Gewinn- und Verlustrechnung) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahreswert von -1,3 % auf 1,0 %. Wir gehen davon aus, die Renditewerte in den kommenden Jahren weiter verbessern zu können.

Die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) hat sich im Berichtsjahr in den einzelnen Positionen deutlich verändert. Dies ist im Wesentlichen Folge des negativen Vorjahresergebnisses und der Sondereinflüsse im Geschäftsjahr. Im Folgenden werden die Einzelpositionen der GuV erläutert:

Die konsolidierte Leistung ist mit 1.506,0 Mio. EUR gegenüber Vorjahr (1.447,5 Mio. EUR) um 4,0 % angewachsen. Sie beinhaltet einen Veräußerungs- und Konsolidierungsgewinn aus der Bilanzierung nach der Equity-Methode der BAUER Nimr LLC im Oman mit 36,5 Mio. EUR. Ohne diesen Sondereinfluss wäre die konsolidierte Leistung um 1,5 % gestiegen.

Die Umsatzerlöse sind gegenüber Vorjahr (1.402,2 Mio. EUR) um 1,9 % auf 1.375,7 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Die anderen aktivierten Eigenleistungen reduzierten sich um 23,4 % von 19,2 Mio. EUR auf 14,7 Mio. EUR. Die Reduzierung ist Folge unserer verhaltenen Investitionspolitik im Jahr 2014.

Die sonstigen Erträge sind gegenüber Vorjahr von 30,6 Mio. EUR auf 89,0 Mio. EUR sehr deutlich angestiegen. Die wesentlichste Veränderung bei den sonstigen Erträgen ist auf den Gesamteffekt aus dem Verkauf von 21 % der Anteile an der BAUER Nimr LLC in Höhe von 36,5 Mio. EUR und der damit verbundenen Fair-Value-Bilanzierung der verbleibenden Anteile zurückzuführen. Weitere wesentliche Veränderungen in dieser Position betrafen realisierte und unrealisierte Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften, die sich in der Summe auf 34,6 Mio. EUR um 23,1 Mio. EUR gegenüber Vorjahr erhöhten.

Realisiert und unrealisierte Währungsergebnisse sowie Ergebnisse aus Devisentermingeschäften sind Folge unseres Währungssicherungsmanagements. Schwankungen bei abgesicherten und nicht abgesicherten Währungen können die entsprechenden GuV-Positionen je nach Entwicklung über die Jahre sehr stark verändern. Der nicht saldierte Ausweis der Währungseffekte ergibt sich aus dem Umstand, dass Kurssicherungen nicht immer exakt den Grundgeschäften gegenübergestellt werden können, obwohl sie in der betrieblichen Realität möglichst genau aufeinander abgestimmt sind. Ziel des Konzerns ist eine Kurssicherung, die Währungsergebnisse möglichst weitgehend ausschließt. Die Gegenposition befindet sich mit 29,8 Mio. EUR (realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften) unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Die Differenz der Gewinne und Verluste zeigt, dass wir im Berichtsjahr in Summe einen Währungsgewinn in Höhe von 4,8 Mio. EUR verzeichnet haben. Die erheblichen Währungsschwankungen gegen Ende des Jahres waren die wesentliche Ursache für dieses positive Ergebnis. Die weiteren wesentlichen Posten der sonstigen Erträge sind Erträge aus Versicherungsentschädigung (1,8 Mio. EUR), Buchgewinne aus Anlagenabgang (5,4 Mio. EUR) und übrige sonstige betriebliche Erträge, die sich auf die Gesellschaften verteilen.

Entwicklung Gesamtkonzernleistung nach Quartalen scroll in Mio.# EUR Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Gesamtjahr 2014

Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Gesamtjahr 2014
BAUER Gruppe 378.076 371.139 413.948 397.057 1.560.220
Bau 176.504 174.944 181.805 179.752 713.005
Maschinen 165.806 155.534 186.148 144.284 651.772
Resources 48.409 52.547 59.615 92.259 252.830
Sonstiges/Konsolidierung -12.643 -11.886 -13.620 -19.238 -57.387

Der Materialaufwand hat sich im Berichtsjahr mit 749,2 Mio. EUR kaum verändert. Im Bau sind die Aufträge hinsichtlich Materialaufwand sehr unterschiedlich, daher sind Vergleiche von einzelnen Jahren nur sehr bedingt möglich. Der Personalaufwand hat sich mit einer Steigerung von 3,6 % auf 355,3 Mio. EUR etwas weniger als die konsolidierte Leistung entwickelt. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Personalaufwendungen bei unseren Großprojekten in Hongkong, USA und in der Schweiz zu erklären. Der Rückgang der Abschreibungen auf das Anlagevermögen um 1,2 % auf 78,8 Mio. EUR ist auf den Wegfall der Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte und auf einen leichten Zuwachs der Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Grundstücke und Gebäude zurückzuführen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte spiegeln die Nutzung der Mietgeräte wider, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Diese sind nicht Teil des Anlagevermögens, sondern werden unter den Vorräten bilanziert. Grund für diese Vorgehensweise ist, dass der Großteil der entsprechenden Geräte nur für relativ kurze Zeit im Unternehmen verbleibt. Ziel der Vermietung ist der spätere Verkauf unter Vertragsmustern, die wir als "Mietkauf" bezeichnen. Da die Geräte auf der Passivseite der Bilanz entsprechend zu finanzieren sind, sind die Abschreibungen für diese Geräte Teil des EBITDA des Unternehmens. Als Folge der Marktveränderungen nach der Finanzmarktkrise werden diese Mietgeschäfte durch unsere Kunden vermehrt in Anspruch genommen. Die nutzungsbedingten Abschreibungen sind im Berichtsjahr um 11,2 % auf 15,8 Mio. EUR angewachsen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,5 % auf 230,5 Mio. EUR angestiegen. Die vielen Bestandteile der Position entwickeln sich je nach Geschäftslage und Zusammensetzung des Auftragsportfolios sehr unterschiedlich. In dieser Position sind die bereits bei sonstigen Erträgen beschriebenen realisierten und unrealisierten Währungsverluste enthalten, die mit 8,6 Mio. EUR zum Anstieg der Position beitrugen. Die Finanzerträge sind von 7,7 Mio. EUR auf 7,1 Mio. EUR um 8,2 % zurückgegangen. Die Finanzaufwendungen sind von 45,5 Mio. EUR um 0,9 % auf 45,1 Mio. EUR gesunken. Die etwas höheren Konditionen aus dem im April 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit konnten durch eine etwas niedrigere Beanspruchung der weiteren Linien im Jahresverlauf und auch aus einigen Zinsreduktionen kompensiert werden. Das Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen liegt mit -0,6 Mio. EUR um 2,3 Mio. EUR unter Vorjahr, was im Wesentlichen auf eine Wertminderung bei einer Beteiligung in Spanien (-2,3 Mio. EUR) zurückzuführen ist. Der Ertragsteueraufwand betrug 22,1 Mio. EUR und lag um 8,6 Mio. EUR über Vorjahr. Der Hauptgrund für den starken Anstieg ist Folge des Verlustes am Projekt Center Hill Damm in den USA. Es war hier nicht möglich, entsprechende aktive latente Steuern zu bilanzieren, da aus heutiger Sicht nicht zu erwarten ist, dass der Verlust in angemessener Zeit durch Gewinne vor Ort kompensiert werden kann. Negative Ergebnisbeiträge von Tochterfirmen in einzelnen Ländern haben auf die Steuerbelastung des Konzerns nur dann steuermindernden Einfluss, wenn aktive latente Steuern aufgrund einer positiven steuerlichen Ergebnisplanung gebildet werden konnten. In der Zukunft gehen wir wieder von einer Ertragsteuerbelastung zwischen 30 und 40 % aus. Der Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern betrug im Berichtsjahr 1,2 Mio. EUR (Vorjahr: -2,5 Mio. EUR). Wesentlich waren die Gesellschaften im Oman und in Ägypten.

Entwicklung EBIT nach Quartalen

scroll in Mio. EUR

Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Gesamtjahr 2014
BAUER Gruppe 4.919 8.684 24.689 38.134 76.426
Bau 1.418 6.000 12.900 4.750 25.068
Maschinen 5.647 7.527 12.720 11.023 36.917
Resources -2.118 -1.163 -2.378 21.591 15.932
Sonstiges/Konsolidierung -0.028 -3.680 1.447 0.770 -1.491

Der Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG betrug 14,5 Mio. EUR.

KONZERNFINANZ- UND -VERMÖGENSLAGE

Bei einer im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % angewachsenen konsolidierten Leistung ist die Bilanzsumme des Konzerns um 0,7 % von 1.585,8 Mio. EUR auf 1.575,1 Mio. EUR gesunken. Die Eigenkapitalquote liegt mit 26,6 % leicht über Vorjahr (26,5 %). Durch den Verlust des Jahres 2013 war die Eigenkapitalquote im vergangenen Jahr unter 30 % gesunken. Die erheblichen Auswirkungen aus der zinsbedingten Erhöhung der Pensionsrückstellungen zulasten des Eigenkapitals hat es uns im Jahr 2014 nicht möglich gemacht, die Eigenkapitalquote stärker zu erhöhen. In den kommenden Jahren streben wir einen Wert von über 30 % an. Alle Investitions- und Wachstumspläne des Unternehmens sind darauf ausgerichtet. Die Nettoverschuldung unseres Unternehmens hat sich im Berichtsjahr um 3,9 % reduziert. Wir werden in den kommenden Jahren weiter intensiv daran arbeiten, die Nettoverschuldung im Verhältnis zur Bilanzsumme zu reduzieren. Wir müssen aber herausstellen, dass dies bei der Natur unseres Geschäfts und bei der derzeitigen Wirtschaftslage nur bis zu einem gewissen Maße gelingen kann. Die Gründe für die erhebliche Steigerung der vergangenen Jahre nach der Finanzmarktkrise sind im Folgenden näher erläutert: Die Höhe der Nettoverschuldung ist im Konzern im Wesentlichen von der Höhe des Working Capital abhängig, da die immateriellen Vermögenswerte sowie die Sachanlagen und Investment Property weitestgehend durch das Eigenkapital und die Pensionsrückstellungen abgedeckt sind. Bedingt durch unser Geschäftsmodell und den speziellen Markt, in dem wir tätig sind, ist das Working Capital bei unseren Unternehmen naturgemäß relativ hoch. Unsere Projekte im Baubereich haben nur vergleichsweise kurze Laufzeiten. Im Gegensatz zu im Hochbau tätigen Unternehmen, die Projekte mit langer Bauzeit bearbeiten, ist es uns nur teilweise möglich, Vorauszahlungen für das jeweilige Bauvorhaben zu erhalten, so dass ein positiver Cashflow über die Laufzeit der Baustelle generiert wird. Kurzlaufende Bauaufträge - wie wir sie zum Großteil bearbeiten - benötigen über die vielen Baustellen des Konzerns gesehen eine Finanzierung, die etwa drei Monatsumsätzen im Baubereich entspricht. Die Abrechnung läuft somit immer hinter der Leistung her; zudem muss auch noch ein Sicherheitseinbehalt finanziert werden. Ähnlich verhält es sich im Maschinenbau. Die Vorlaufzeiten in der Produktion betragen bei unseren spezialisierten Maschinen etwa zwölf Monate. Da die Kunden Geräte im Normalfall erst bestellen, wenn sie einen entsprechenden Auftrag haben und folglich auch kurze Lieferzeiten von uns erwarten, sind wir gezwungen, einen Bestand an Fertiggeräten vorzuhalten. Da wir zudem eine sehr breite Produktpalette anbieten, was der Markt ebenso fordert, erhöht sich die Finanzierungsnotwendigkeit entsprechend. Des Weiteren werden im Working Capital die Maschinen eingerechnet, die an Kunden vermietet beziehungsweise in Form von Mietkaufverträgen von den Kunden erst nach einer gewissen Mietzeit übernommen werden. Bei einem weltweiten Bestand von inzwischen mehreren tausend Bauer-Geräten sind an vielen Standorten erhebliche Ersatzteillagerbestände vorzuhalten, um den Service für unsere Kunden sicherstellen zu können. Dennoch müssen wir feststellen, dass das Working Capital der BAUER Gruppe derzeit in Relation zum Geschäft aus unserer Sicht zu hoch ist. Die Positionen Lagerbestand, Fertigerzeugnisse und Forderungen sind über das normal übliche Maß angewachsen. Dies ist nicht erfreulich, auf der anderen Seite aber erklärbar, da die Gründe hierfür bekannt sind und sich auf die Marktentwicklungen sowie Sondereffekte zurückführen lassen. Weiter belasten größere Beträge, da für abgeschlossene Bauprojekte im Ausland Nachträge auf juristischem Weg eingefordert werden müssen. Auch wenn die Beträge kaufmännisch vorsichtig in die Bilanz eingestellt wurden, belasten sie dennoch die Verschuldung des Unternehmens.

Wechselkursentwicklung 2014

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Durchschnittskurs 2013 Q1 2014 Q2 2014 Q3 2014 Q4 2014 Durchschnittskurs 2014
USD 1,3301 1,3782 1,3692 1,2632 1,2166 1,3219
GBP 0,8497 0,8266 0,8008 0,7792 0,7818 0,8028
RUB 42,5912 48,4270 46,5654 50,0110 67,5895 51,5000
CNY 8,1686 8,5735 8,4918 7,7596 7,5550 8,1575

Wir sind uns bewusst, dass aufgrund der höheren Finanzierungserfordernisse des Konzerns unsere Eigenfinanzierung einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Nach dem Verlustjahr 2013 ist die Eigenkapitalquote zu niedrig geworden, so dass diese in den kommenden Jahren wieder erhöht werden muss. Unter Einbeziehung der stillen Reserven wäre diese deutlich höher. Bei den Grundstücken und Gebäuden nutzen wir seit der Umstellung auf IFRS das Anschaffungskostenmodell. Bei einem Buchwert der Grundstücke und Gebäude von 206,6 Mio. EUR ist hier eine erhebliche Reserve vorhanden. Die mit Kreditgebern als Covenants vereinbarten Relationen Net Debt zu EBITDA und EBITDA zu Net Interest Coverage haben sich seit der Finanzmarktkrise und speziell durch den Verlust im Geschäftsjahr 2013 verschlechtert. 2014 konnte die Relation Net Debt zu EBITDA mit einem gegenüber Vorjahr (5,42) deutlich verbesserten Wert von 3,78 auf ein akzeptables Niveau gebracht werden. Bei den beiden weiteren vereinbarten Covenants, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote, besteht ein ausreichender Abstand zum vereinbarten Schwellenwert. Covenants wurden im Konzern bei mehreren langfristigen Darlehen festgelegt, die zum Jahresende 2014 mit 156,0 Mio. EUR valutierten. Für diese gelten hinsichtlich der Relation Net Debt zu EBITDA Schwellenwerte zwischen 4,0 und 5,0.# Entwicklung Covenants

2013 2014
Net Debt/EBITDA 5,42 3,78
EBITDA/Net Interest Coverage 3,28 4,49
Eigenkapitalquote in % 26,5 26,6

Im April 2014 konnte mit einem Bankenkonsortium, bestehend aus unseren wesentlichen Hausbanken, ein Konsortialkredit in Höhe von 450 Mio. EUR und einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen werden. Dieser enthält ebenfalls Schwellenwerte für die Relationen Net Debt zu EBITDA, EBITDA zu Net Interest Coverage und Eigenkapitalquote. Damit konnten wir dem Unternehmen eine neue Finanzierungsstruktur geben, die die Planungen für die kommenden Jahre untersetzt. Mit dem Konsortialkredit wurden auch vom Covenant-Bruch des Vorjahres betroffene Darlehen abgelöst. Die neue Finanzierungsstruktur bringt etwas höhere Finanzierungskosten für den Konzern mit sich.

In Bezug auf einzelne Bilanzpositionen ist auf folgende wesentliche Veränderungen hinzuweisen:

Auf der Aktivseite:

― Die immateriellen Vermögenswerte verringerten sich um 0,9 Mio. EUR. Dabei gingen die Konzessionen und gewerblichen Schutzrechte um 0,9 Mio. EUR zurück.
― Die Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten reduzierten sich um 5,0 Mio. EUR auf 206,6 Mio. EUR. Im Geschäftsjahr wurden nur kleine Bauvorhaben durchgeführt. In den USA wurde das Gelände der BAUER-Pileco Inc. veräußert und das Unternehmen ist in das Werk der BAUER Manufacturing Inc. in Conroe bei Houston umgezogen. Dafür wurden dort eine Halle und ein Büro errichtet.
― Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau erhöhten sich um 2,9 Mio. EUR. Die Erhöhung ist im Zusammenhang mit der Position Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten zu sehen, da einige der Bauten zum Jahresende teilweise noch nicht fertiggestellt waren.
― Die technischen Anlagen und Maschinen reduzierten sich um 8,3 Mio. EUR auf 206,2 Mio. EUR. Dies ist Folge der vorsichtigen Investitionsstrategie, die wir derzeit verfolgen. Grundsätzlich sind aber durch die Veränderung der internationalen Baunachfrage für unsere Bauleistungen immer größere Maschinen und Geräte notwendig. Aus diesem Grund werden die kleineren Maschinen zunehmend durch bedeutend größere Geräte ersetzt, was grundsätzlich zu einer Erhöhung des Anlagenbestands führt. Im Geschäftsjahr konnte dennoch eine Verringerung erreicht werden.
― Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen reduzierten sich um 2,2 Mio. EUR auf 25,1 Mio. EUR. In Summe konnten die Sachanlagen und Investment Property um 12,6 Mio. EUR auf 446,9 Mio. EUR reduziert werden.
― Die At-Equity bewerteten Anteile stiegen um 29,7 Mio. EUR auf 42,9 Mio. EUR. Die wesentlichen Veränderungen sind die Erhöhung von Anteilen an Joint Ventures um 0,9 Mio. EUR, die Wertminderung bei einer spanischen Beteiligung in Höhe von 2,3 Mio. EUR und die neue Bilanzierung nach der Equity-Methode der BAUER Nimr LLC im Oman mit 31,1 Mio. EUR.
― Die aktiven latenten Steuern haben sich um 4,7 Mio. EUR auf 31,0 Mio. EUR erhöht. Die größte Veränderung ergab sich hier aus der zinssatzbedingten Neubewertung der Pensionsrückstellungen, die zu zusätzlichen aktiven latenten Steuern in Höhe von 9,0 Mio. EUR führte.
― Die Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen sind aufgrund des erläuterten Anteilsverkaufs an der BAUER Nimr LLC zum 31. Dezember 2014 entfallen.
― Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte erhöhten sich um 23,0 Mio. EUR auf 28,4 Mio. EUR. Wesentliche Veränderung ist hier ein Darlehen der BAUER Resources GmbH an die BAUER Nimr LLC in Höhe von 9,4 Mio. EUR, das der Finanzierung der Wasserreinigungsanlage im Oman dient sowie die ausstehende Kaufpreisforderung aus dem Verkauf der Anteile an der BAUER Nimr LLC in Höhe von 13,3 Mio. EUR.
― Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erhöhten sich um 5,9 % gegenüber Vorjahr um 8,7 Mio. EUR auf 155,3 Mio. EUR. Etwa 40 % dieser Position betreffen die Segmente Bau und Resources.
― Die Position fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren hat sich um 4,1 % von 272,7 Mio. EUR auf 283,9 Mio. EUR erhöht. Im Geschäftsjahr ist es nicht gelungen, die Bestände im Maschinengeschäft weiter zu reduzieren, was auch an einem etwas schwächeren Jahresendgeschäft im Maschinenbereich lag. An der Reduzierung dieser Position wird jedoch weiter mit Engagement gearbeitet.
― Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) reduzierten sich um 11,0 Mio. EUR auf 132,2 Mio. EUR. Veränderungen in dieser Position ergeben sich durch den stichtagsbezogenen Stand unserer Projekte zum Jahresende.
― Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um 8,9 Mio. EUR auf 311,4 Mio. EUR reduziert.
― Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind um 2,1 Mio. EUR auf 28,6 Mio. EUR gesunken.
― Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte haben sich um 0,5 Mio. EUR auf 20,1 Mio. EUR erhöht.
― Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente reduzierten sich um 15,4 Mio. EUR auf 41,8 Mio. EUR. Zum Jahresende wird versucht, diesen Wert durch geeignetes Liquiditätsmanagement so niedrig wie möglich zu halten.

Bei der Beurteilung der Aktivseite der Konzernbilanz ist es wichtig zu sehen, dass sich die Bilanz aus einer Bau- (dies betrifft die Segmente Bau und Resources) und einer Maschinenbaubilanz zusammensetzt. Einzelne Positionen betreffen dabei überwiegend den Baubereich und andere Positionen dagegen den Maschinenbaubereich. Im Folgenden sind die wichtigsten derartigen Positionen aufgeführt:

― Bei den Sachanlagen betreffen die Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte und Bauten zu deutlich über zwei Drittel den Maschinenbau. Die technischen Anlagen und Maschinen dagegen sind zu etwa drei Viertel dem Bau zuzuordnen.
― Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu etwa 60 % durch das Maschinengeschäft gebunden.
― Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren betreffen zu etwa 90 % den Maschinenbau und zu einem kleinen Teil die Segmente Bau und Resources. Im Maschinengeschäft ist es für den Vertriebserfolg notwendig, im Umlaufvermögen eine Mietflotte vorzuhalten, so dass die Kunden die Geräte vor ihrer endgültigen Kaufentscheidung testen können. Auch können aus dem Gerätelager Maschinen für kurzfristige Kapazitätsengpässe auf Baustellen zur Verfügung gestellt werden. Die Maschinen, die sich zum Bilanzstichtag in der Fertigung befinden, stellen ebenso eine sehr wesentliche Kapitalbindung dar.
― Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) entfallen auf die Segmente Bau und Resources. Die Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen teilt sich entsprechend der Anteile der Segmente an der Gesamtkonzernleistung auf. Beim Bilanzvergleich von Periode zu Periode spielen diese unterschiedlichen Gewichtungen dann kaum eine Rolle, wenn die positive oder auch negative Wachstumsgeschwindigkeit der Bereiche etwa gleich schnell verläuft.

Auf der Passivseite:

― Das Eigenkapital reduzierte sich leicht um 0,9 Mio. EUR auf 418,9 Mio. EUR. Zur Veränderung haben das Periodenergebnis (15,7 Mio. EUR), Währungsveränderungen (10,5 Mio. EUR) und die zinsbedingte Anpassung der Pensionsrückstellungen, saldiert mit den dazugehörigen aktiven latenten Steuern (-23,2 Mio. EUR), beigetragen.
― Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitsgesellschafter) verringerten sich um 3,2 Mio. EUR auf 19,6 Mio. EUR, was im Wesentlichen durch die Entkonsolidierung von BAUER Nimr LLC verursacht war.
― Der langfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhte sich von 247,8 Mio. EUR auf 364,8 Mio. EUR. Die Erhöhung ist im Wesentlichen Folge von Ziehungen des vereinbarten Konsortialkredits.
― Die langfristigen Pensionsrückstellungen haben sich um 34,7 Mio. EUR auf 116,4 Mio. EUR erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch den geringeren Abzinsungssatz, der nun 2,0 % beträgt, zurückzuführen. Die jährliche Zuführung aus laufenden Pensionszusagen hatte nur einen geringen Anteil an der Steigerung. Dies wirkt sich insgesamt negativ auf die Eigenkapitalquote aus.
― Die passiven latenten Steuern reduzierten sich um 1,8 Mio. EUR.
― Der kurzfristige Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich von 427,6 Mio. EUR auf 266,5 Mio. EUR, was Folge des Anstiegs bei der langfristigen Finanzierung und der insgesamt geringeren Inanspruchnahme an Finanzierungen ist. Die Finanzierung aus kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verringerte sich um 44,1 Mio. EUR. Berücksichtigt man die Reduzierung bei der Position Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (15,4 Mio. EUR), ergibt sich eine Verringerung um 28,7 Mio. EUR. Die Verschuldung konnte trotz des schwierigen Marktumfelds reduziert werden.
― Die Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen betreffen im Wesentlichen Bauprojekte, bei denen die Zahlungseingänge die erbrachte Leistung überstiegen oder noch keine Leistung erbracht wurde. Sie sind um 15,6 Mio. EUR auf 48,5 Mio. EUR angestiegen.
― Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um 25,5 Mio. EUR auf 169,0 Mio. EUR zurückgegangen. Wir nutzen soweit sinnvoll alle Skontierungsmöglichkeiten.
― Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich um 1,2 Mio. EUR auf 68,6 Mio. EUR verringert.
― Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten haben sich um 13,6 Mio. EUR auf 25,7 Mio. EUR erhöht. Dies ist im Wesentlichen auf Verbindlichkeiten aus Devisentermingeschäften zurückzuführen, welche aufgrund der Währungsveränderungen am Jahresende vermehrt abgeschlossen wurden.

Die Relation der Bilanzsumme zur konsolidierten Leistung reduzierte sich von 109,6 % auf 104,6 %.

Die im Rahmen der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit haben sich von 38,4 Mio. EUR auf 115,4 Mio. EUR deutlich erhöht. Folgende Faktoren trugen hierzu bei:

― Das Ergebnis vor Steuern betrug aufgrund der in der Ertragslage genannten Effekte 37,8 Mio. EUR gegenüber einem negativen Ergebnis von 6,0 Mio. EUR im Vorjahr.
― Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen haben sich leicht um 0,9 Mio. EUR reduziert und tragen mit 78,8 Mio.EUR zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit bei. ― Die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Forderungen aus Fertigungsaufträgen führte zu einer Mittelfreisetzung von insgesamt 44,9 Mio. EUR im Gegensatz zu einer Mittelbindung im Vorjahr von insgesamt 87,3 Mio. EUR. ― Die Erhöhung der Vorräte hat den operativen Cashflow mit 37,3 Mio. EUR belastet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -47,5 Mio. EUR und liegt um 19,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert, was vor allem auf die verminderte Investitionstätigkeit zurückzuführen ist. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit beträgt -86,9 Mio. EUR. Wesentliche Faktoren hierfür waren die Darlehensrückführungen in Höhe von 237,8 Mio. EUR und Zinszahlungen in Höhe von 43,0 sowie Neuverschuldung bei Banken in Höhe von 202,3 Mio. EUR.

V. EINZELABSCHLUSS BAUER AKTIENGESELLSCHAFT

Im Geschäftsbericht sind der Konzernlagebericht und der Lagebericht der BAUER AG als Muttergesellschaft zusammengefasst. Die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER AG (nach HGB) werden daher an dieser Stelle erläutert und haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in folgenden Positionen zum Vorjahr maßgeblich verändert.

Wesentliche Veränderungen in der Bilanz:

  • Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich um 31,9 Mio. EUR erhöht. Dies liegt vor allem am Anstieg der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um 32,0 Mio. EUR, der sich aus der vermehrten Ausgabe von Darlehen an die Tochtergesellschaften ergibt.
  • Das Eigenkapital hat sich von 155,3 Mio. EUR auf 161,2 Mio. EUR erhöht. Ursächlich hierfür war der Bilanzgewinn, der um 5,9 Mio. EUR über dem Vorjahr lag.
  • Die Verbindlichkeiten haben sich von 137,1 Mio. EUR auf 161,9 Mio. EUR erhöht. Im Wesentlichen verantwortlich war der Zuwachs bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 43,5 Mio. EUR, was hauptsächlich auf den neuen Konsortialkredit zurückzuführen ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind dagegen um 18,9 Mio. EUR zurückgegangen.

Wesentliche Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung:

  • Die Umsatzerlöse, die hauptsächlich aus Verrechnungen an Tochterfirmen für Verwaltungsleistungen entstehen, sind um 0,5 Mio. EUR leicht zurückgegangen. Dagegen sind die sonstigen Erträge um 3,6 Mio. EUR deutlich angestiegen, was im Wesentlichen auf Erträge aus Devisentermingeschäften zurückzuführen ist.
  • Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 2,9 Mio. EUR angestiegen. Im Geschäftsjahr sind deutlich höhere Aufwendungen im Bereich des Währungsmanagements entstanden. Zusätzlich ergaben sich Sonderaufwendungen als Folge des Konsortialkredits.
  • Das betriebliche Ergebnis hat sich um 0,5 Mio. EUR auf -0,2 Mio. EUR verbessert.
  • Der Jahresüberschuss liegt mit 5,9 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR über dem Vorjahr. Da im Geschäftsjahr 2014 keine Dividende ausgeschüttet wurde, hat sich der Bilanzgewinn von 27,4 Mio. EUR auf 33,3 Mio. EUR deutlich erhöht.

Grundlage für eine Gewinnausschüttung an die Aktionäre bildet der Bilanzgewinn der BAUER AG als Konzernmuttergesellschaft unter Berücksichtigung des Ergebnisses des Konzerns. Die Dividendenpolitik der BAUER AG ist auf Kontinuität ausgerichtet, so dass grundsätzlich auch in schwierigen Jahren eine Dividende ausgeschüttet werden sollte, sofern dies wirtschaftlich vertretbar ist. Die BAUER AG ist als Konzernholding von den Beteiligungserträgen ihrer Tochterfirmen abhängig und erfüllt zudem eine Finanzierungsfunktion für Ihre Tochterfirmen. Nach einem schwierigen Geschäftsjahr konnte das geplante Ergebnis nach Steuern im Konzern nur durch einen Sondergewinn erzielt werden. Wir halten es für angemessen, die Anteilseigner daran zu beteiligen und wollen daher wieder eine kleine Dividende ausschütten. Die Verbesserung der Eigenkapitalquote wird dabei weiter intensiv verfolgt. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat deshalb empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 33.349.700,22 EUR eine Dividende von 0,15 EUR an die Aktionäre auszuschütten. 30.780.050,22 EUR sollen auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Als Holdinggesellschaft des Konzerns erhält die BAUER AG Erträge insbesondere von ihren Beteiligungsgesellschaften. Im Jahr 2015 werden die Gewinnausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften etwas niedriger ausfallen als im Berichtsjahr. Bei den Tochterfirmen soll die Kapitalbasis weniger belastet werden. Aus diesem Grund wird das Ergebnis im Einzelabschluss der BAUER AG etwas rückläufig sein.

VI. NACHHALTIGKEIT

NACHHALTIGKEIT IM BAUER KONZERN

Die BAUER Gruppe hat ihre wichtigsten Handlungsschwerpunkte unter der Maxime BAUER's Triple A vereint. Der Slogan ist angelehnt an die Bestnote, die Ratingagenturen bei ihren Bewertungen vergeben. Damit wird festgehalten, welche Themen im Konzern allgemein als besonders wichtig gelten. Das ist zum einen der Bereich Health, Safety & Environment, der ganz besonders in den letzten Jahren durch diverse Maßnahmen ausgebaut wurde und der noch weiter vorangebracht werden soll. Daneben geht es um Qualität und Ethik. Wir wollen unseren Kunden höchste Qualität bieten und einen fairen Umgang mit unseren Interessensgruppen pflegen. Das dritte "A" steht für Performance, also die ökonomische Leistung des Unternehmens. Die Zielsetzung ist es, drei Bestnoten - also A's - zu erreichen. Die unter BAUER's Triple A definierten Handlungsschwerpunkte sind für uns auch die zentralen Aspekte des Nachhaltigkeitsmanagements. Beim Konzernvorstand und bei den Geschäftsführern der Holdinggesellschaften liegt die oberste Verantwortung in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und auf die Ausrichtung der Themen Qualität, Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz. In den gemeinsamen monatlichen Besprechungen wird sich dabei auch der genannten Themen angenommen. Der einmal pro Jahr tagende Corporate Social Responsibility (CSR)-Kreis, bei dem neben dem Konzernvorstand die Abteilungen bzw. Bereiche Personal, HSE, Weiterbildung und Konzernkommunikation der BAUER AG beteiligt sind, beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen und legt Maßnahmen und Ziele fest. Der jährlich erscheinende Nachhaltigkeitsbericht, der seit 2011 den Anforderungen der Global Reporting Initiative (GRI) entspricht, informiert über die Aktionen und die gesetzten Ziele.

Wertschöpfung 2014

MITARBEITER

Für die Erreichung der gemeinsamen Ziele der BAUER Gruppe ist jeder einzelne unserer Mitarbeiter von größter Bedeutung. Dank ihres Engagements und ihrer Erfahrung können wir nun im Jahr 2015 auf 225 Jahre Erfolgsgeschichte zurückblicken. Gerade deshalb hat die Entwicklung und Betreuung unserer Mitarbeiter bei uns oberste Priorität.

Mitarbeiterentwicklung

Die Unternehmen der BAUER Gruppe beschäftigten weltweit im Jahresdurchschnitt10.405 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 10.264). Diese teilen sich wie folgt auf:

  • Segment Bau: 5.675 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.531)
  • Segment Maschinen: 3.038 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.998)
  • Segment Resources: 1.400 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.449)
  • BAUER AG und Töchter: 292 Mitarbeiter (Vorjahr: 286)

Die Mitarbeiterzahl im Konzern entwickelte sich entsprechend unserer Erwartungen. Veränderungen bei den Tochterfirmen sind im Wesentlichen im Ausland zu verzeichnen und auf die dort zu bearbeitenden Bauprojekte zurückzuführen. Durch einzelne Aufträge sind oft größere Veränderungen möglich. Im Segment Bau gibt es in Abhängigkeit von der Zahl zu bearbeitender größerer Projekte in einzelnen Ländern naturgemäß die größte Fluktuation. Die größten Zuwächse gab es daher bei den Tochterunternehmen in Ägypten (124 Mitarbeiter), Indonesien (104 Mitarbeiter) und den Vereinigten Arabischen Emiraten (44 Mitarbeiter). In einzelnen Ländern wurden im Berichtsjahr aufgrund des schwächeren Marktes, wie in Malaysia oder Algerien, weniger Mitarbeiter beschäftigt als noch im Vorjahr. Die insgesamt gute Auftragslage führte in Summe zu einem leichten Anstieg der Mitarbeiterzahl im Bau, wobei der Zuwachs vor allem bei den Beschäftigten stattfand, die projektbezogen eingestellt wurden. Im Segment Maschinen hat sich die Mitarbeiterzahl nur leicht erhöht. Der überwiegende Teil des geringen Anstiegs ist auf neue Mitarbeiter in den Produktionen im Fernen Osten (17 Mitarbeiter) und Botswana (12 Mitarbeiter) zurückzuführen. In Summe ging die Beschäftigung bei den deutschen Gesellschaften leicht zurück. Weiterhin ist es ein wichtiges Ziel, die Stammbelegschaft an das Unternehmen zu binden, was uns auch im vergangenen Jahr gut gelungen ist. Im Segment Resources wurden aufgrund einiger Umstrukturierungen, der Neuausrichtung und wegen der schwachen Marktlage im Miningbereich Mitarbeiter reduziert. Wesentlichen Anteil am Rückgang im Berichtsjahr hatten die Tochterfirmen in Jordanien (35 Mitarbeiter) und Südafrika (30 Mitarbeiter).

Ausbildung

Es ist uns wichtig, junge Menschen schon früh für unser Unternehmen zu begeistern und ihr Potenzial bestmöglich zu fördern. Deshalb bieten wir ihnen vielfältige Möglichkeiten, um Bauer als Arbeitgeber näher kennenzulernen und einen Einblick in unsere unternehmerische Tätigkeit zu erlangen. Im Jahr 2014 waren 248 Azubis bei Bauer in Deutschland beschäftigt. Der Großteil erlernte den Beruf des Industriemechanikers, des Baugeräteführers oder des Büro- bzw. Industriekaufmanns. Für den studentischen Nachwuchs bieten wir in Kooperation mit der Hochschule Ingolstadt zwei duale Studiengänge in den Fächern Maschinenbau und Informatik an. Daneben können Studenten auch im Rahmen von Praktika oder Bachelor- bzw. Masterarbeiten erste Kontakte zu unserem Unternehmen knüpfen.

Mitarbeiter nach Segmenten 2015 2014
Segment Bau 5.675 5.531
Segment Maschinen 3.038 2.998
Segment Resources 1.400 1.449
BAUER AG und Töchter 292 286
Gesamt 10.405 10.264
Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnis 2015 2014
Stammbelegschaft 6.500 6.600
Projektbezogen/Zeitlich befristet 3.905 3.664
Gesamt 10.405 10.264

Weiterbildung

Die BAUER Training Center GmbH ist die konzerneigene Bildungseinrichtung und bietet sowohl für unsere Mitarbeiter als auch für externe Zielgruppen zugeschnittene Maßnahmen an. Mit einem umfassenden Seminar- und Kursprogramm in den unterschiedlichsten Bereichen werden dabei vielfältige Themengebiete angesprochen.# BAUER Gruppe

INVESTITIONEN

Angesichts der allgemeinen Wirtschaftslage haben wir die Investitionen im Jahr 2014 gegenüber früheren Jahren zurückgefahren. Sie lagen seit Jahren erstmals wieder unter den Abschreibungen. Dies war aufgrund der umfangreichen Investitionen in unsere Werke in den Vorjahren möglich. Die Technologieentwicklung in unserem Geschäft ist jedoch schneller geworden, so dass eine Steigerung der Leistung in der Zukunft wieder höhere Investitionen verlangen wird. Für den Maschinenbau wurde im Jahr 2014 unser US-Werk in Conroe bei Houston so erweitert, dass unsere Tochterfirma BAUER-Pileco Inc. mit allen ihren Aktivitäten im Bereich Service, Vertrieb und Ersatzteilversorgung dort einziehen konnte. Der alte Standort in Houston wurde verkauft, so dass der Neubau mit den Erlösen finanziert werden konnte. Des Weiteren wurde die Produktionskapazität für unsere Ankerfertigung in Edelshausen erweitert, da aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung dringend größere Kapazitäten benötigt wurden. Alle weiteren Investitionen dienten im Wesentlichen der Modernisierung des Geräteparks der Fertigungsstätten. Auch im Segment Resources wurde im Jahr 2014 nur auf niedrigem Niveau investiert. Am Standort Schrobenhausen wurde für die Edelstahlproduktion für Wasserreinigungs- und Brauereianlagen eine kleine Halle errichtet. Die weiteren Investitionen dienten der Modernisierung der bestehenden Produktionsanlagen. Bei der Geräteausstattung haben wir speziell im Segment Bau weiter investiert, um den Anforderungen des Marktes nach immer leistungsfähigeren Geräten für Spezialprojekte nachzukommen. Seit Jahren spüren wir den Trend, dass internationale Infrastrukturprojekte immer größere Volumina erreichen und vermehrt Spezialtiefbauleistungen benötigen, die nur mit immer größeren Maschinen hergestellt werden können. Dies verlangt höhere Einzelinvestitionen, bietet uns aber auch neue Marktchancen.

Die BAUER Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2014 72,7 Mio. EUR (Vorjahr: 103,4 Mio. EUR) in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen. Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen beliefen sich im Konzern auf 78,8 Mio. EUR (Vorjahr: 79,7 Mio. EUR). Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Konzern 15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,2 Mio. EUR). Bei der BAUER AG betrug der Anlagenzugang im Geschäftsjahr 2014 2,3 Mio. EUR (Vorjahr: 3,5 Mio. EUR). Dem stehen Abschreibungen von 2,9 Mio. EUR (Vorjahr: 3,3 Mio. EUR) gegenüber. Finanziert wurden die laufenden Investitionen überwiegend aus Zahlungsmitteln aus dem betrieblichen und dem Finanzierungsbereich. Auch im Jahr 2015 werden wir die Investitionen im Rahmen der Abschreibungen halten.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die BAUER Gruppe wandte im Geschäftsjahr 2014 erneut erhebliche Beträge zur Entwicklung neuer Bauverfahren und Maschinen auf. Schwerpunkte lagen dabei auf den Großdrehbohrgeräten, Kränen für den Spezialtiefbau, der Bohrwerkzeugtechnologie, den Maschinen für Kleinbohrungen im Bereich Verankerung und Hochdrucktechnologie, der Schlitzwandtechnologie, der Tiefbohrtechnik, dem Unterwasserbohren sowie in der Messtechnik für die Qualitätssicherung am Bau. Viele elektronische Anwendungen und Verfahren wurden zur Optimierung der Abläufe auf den Baustellen neu- oder weiterentwickelt.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der BAUER Gruppe ist dezentral organisiert. In den zur BAUER Maschinen GmbH gehörenden Unternehmen, hat jede größere Produktgruppe einen eigenen Entwicklungsbereich, der sich voll auf die entsprechenden Geräte, wie Drehbohrgeräte oder Kräne, konzentriert. Die zentrale Entwicklungsabteilung entwickelt die Technologien und Komponenten einer Maschine, die in mehreren Produktgruppen Anwendung finden. So wird einerseits für eine möglichst hohe Standardisierung der Komponenten, andererseits für Synergien hinsichtlich deren Weiterentwicklung gesorgt. Zu diesen zentralen Komponenten zählen unter anderem die Hydraulik und die Antriebstechnik, die Elektronik und Maschinensoftware oder auch das Getriebe. Auch die grundlegende Forschungsarbeit ist in der zentralen Entwicklung angesiedelt. Die Entwicklungsarbeit der Tochterfirmen der BAUER Maschinen GmbH ordnet sich in das beschriebene System ein, wobei jede Tochterfirma die Verantwortung für ihre spezielle Produktgruppe trägt. Auch unsere internationalen Fertigungsstätten haben Entwicklungsbereiche, die sich auf die Bedürfnisse unserer Kunden vor Ort, aber auch auf spezielle, vor Ort hergestellte Maschinen, konzentrieren. Ein Entwicklungsbüro in Indien unterstützt bei Bedarf alle Entwicklungsgruppen. Unsere Baubereiche haben ebenfalls eigene Entwicklungskapazitäten. Speziell die BAUER Spezialtiefbau GmbH unterhält eine Abteilung für Bautechnik, die neue Verfahren entwickelt und Grundsatzforschung betreibt. Für Forschungstätigkeiten, die konzernübergreifend von Bedeutung sein können, werden über die BAUER Forschungsgemeinschaft interne und externe Aufträge zu Forschungsthemen vergeben. Hier haben auch utopisch erscheinende Ideen eine Chance auf praktische Nutzbarkeit untersucht zu werden. Manchmal entstehen daraus herausragende neue Techniken, die unsere Unternehmen technologisch voranbringen. Diese Art der Gesamtorganisation der Forschungs- und Entwicklungsarbeit hat sich sehr bewährt. Durch schnelle Entscheidungen und hohe Flexibilität können alle Produkte auf dem neuesten Stand gehalten sowie neue Ideen und Marktanforderungen schnell umgesetzt werden.

Auch im Jahr 2014 gab es einige herausragende Entwicklungsprojekte. So wurde im Bereich der Tiefbohrtechnik gemeinsam mit unserem Auftraggeber Saxon Energy Services Inc. ein völlig neues Tiefbohrgerät der 375-Tonnen-Klasse entwickelt. Ende des Jahres erfolgte die Bestellung für zwei Geräte. Auch unsere Maschinen für Unterwasserbohrungen zur Gründung von Windrädern und für Unterwasserturbinen wurden intensiv weiterentwickelt. Leider liegen Aufträge für derartige Geräte wegen der schleppenden Entwicklung der entsprechenden Projekte noch in der Zukunft. Wir sind aber davon überzeugt, dass die großen Vorteile unserer Maschinen, gerade hinsichtlich der Lärmemissionen und der Möglichkeit unter starken Strömungen arbeiten zu können, hervorragende Chancen bieten. Im Bereich der Premium- und ValueLine-Bohrgeräte wurden Teile der Gerätepalette einem Relaunch unterzogen und eine neue Oberwagenplattform entwickelt. Durch eine konsequente Modularisierung der Produkte konnten auch wesentliche Vorteile hinsichtlich Produktion, Disposition und einer vereinfachten weltweiten Ersatzteilhaltung geschaffen werden. Aus den Erkenntnissen eines Forschungsprojekts wurde im vergangenen Jahr ein optionales Energieeffizienzpaket für unsere Drehbohrgeräte zur Marktreife gebracht. Dieses findet bei Kunden in aller Welt große Anerkennung. Weitere Entwicklungen des Jahres waren neue Brunnenbohrgeräte, Komponenten für Tiefbohranlagen, Verbesserungen an Schlitzwandgeräten, Geräte und Verfahren für Bodenverbesserungsarbeiten unter beschränkter Höhe, Verbesserungen an den Seilbaggern zur Lärmminderung und ein Hydraulikhammer für das Einrammen von Pfählen mit erhöhter Frequenz.

Unsere Leistungen beschränken sich seit etlichen Jahren nicht mehr nur auf den Bereich des Spezialtiefbaus. Die BAUER Gruppe versteht sich heute als Produzent von Geräten und als Dienstleister für alle Themen, die mit Boden und Grundwasser zu tun haben. So wurden in vielen Bereichen des Konzerns noch etliche weitere Entwicklungen getätigt, die sich beispielsweise mit neuen Rohren für den Leitungsbau, mit Wasserreinigung durch unterschiedlichste Methoden oder mit modernen Materialien für den Einsatz in der Geotechnik befassen. Einem modernen Innovationsmanagement wird in allen Konzernbereichen größte Aufmerksamkeit geschenkt. Im Maschinenbau wenden wir gut 3,8 % (inkl. innerbetrieblichem und projektbezogenem Aufwand) des entsprechenden Gesamtkonzernleistungsanteils für Forschung und Entwicklung auf. In diesem Bereich sind 183 Mitarbeiter tätig, dazu kommen Mitarbeiter von Ingenieurbüros und Praktikanten. Die Anstrengungen für Forschung und Entwicklung werden planmäßig auf hohem Niveau weitergeführt, um den Anforderungen der sich immer schneller verändernden Märkte gerecht werden zu können.# Im Ausland bauen wir ebenfalls unsere Entwicklungsabteilungen aus, beispielsweise in Indien und in China.

So können wir von den dortigen Arbeitsmärkten profitieren, in denen sehr viele gut ausgebildete Ingenieure zur Verfügung stehen. Im Bausegment liegt der Aufwand für Forschung und Entwicklung bei 0,4 %, im Segment Resources bei 0,8 % des Gesamtkonzernleistungsanteils. Zur Vorbereitung und Konzipierung von Baustellen wenden wir weitere erhebliche Mittel auf. Profitable Bauaufträge werden sehr häufig über Sondervorschläge am Markt gewonnen. Die Erarbeitung derartiger Sondervorschläge ist Entwicklungsarbeit und bildet einen Wettbewerbsvorteil auch für zukünftige Projekte, deren Kosten nicht von der allgemeinen Bauleistung getrennt erfasst werden können. Von den gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten 2014 in Höhe von 27,9 Mio. EUR wurden 6,2 Mio. EUR aktiviert (Aktivierungsquote: 22,2 %). Die Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten und Patente betrugen 6,5 Mio. EUR.

Forschung und Entwicklung im BAUER Konzern

2013 2014 Bau Maschinen Resources BAUER Gruppe Bau Maschinen Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 717,3 590,5 196,4 1.504,2 699,0 612,6
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 3,1 26,0 3,7 32,8 2,9 23,1
in % der Gesamtkonzernleistung 0,4 4,4 1,9 2,2 0,4 3,8
Konzernmitarbeiter 5.531 2.998 1.449 10.264 5.675 3.038
Mitarbeiter F&E 45 190 33 268 41 183
Patentfamilien - - - 259 - -
Anmeldungen, Patente, etc. - - - 1.473 - -
2014 Resources BAUER Gruppe Gesamtkonzernleistung (in Mio. EUR) 248,6 1.560,2
Aufwendungen für F&E (in Mio. EUR) 1,9 27,9
in % der Gesamtkonzernleistung 0,8 1,8
Konzernmitarbeiter 1.400 10.405
Mitarbeiter F&E 22 246
Patentfamilien - 260
Anmeldungen, Patente, etc. - 1.480

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung finden ihren Niederschlag in 244 (Vorjahr: 259) derzeit gültigen Patentfamilien, die weltweit durch 1.392 (Vorjahr: 1.473) Anmeldungen, Patente und Gebrauchsmuster geschützt sind.

HEALTH SAFETY ENVIRONMENT (HSE)

Für die BAUER Gruppe ist HSE ein unverzichtbarer Bestandteil bei der Herstellung und Entwicklung all ihrer Produkte, Dienstleistungen und Betriebsabläufe. Bereits im Jahr 2011 haben wir durch die Einführung weltweit gültiger Standards im Bereich Health, Safety & Environment (HSE) für alle Unternehmen der BAUER Gruppe ein einheitliches HSE-Managementsystem geschaffen. Durch ständige Überprüfung unserer Leistungen und durch den Vergleich mit den gesetzten Zielen und Vorgaben wollen wir eine stetige Verbesserung unseres HSE-Systems und somit die konsequente Minimierung unserer Unfall- und Schadensquoten erreichen. Hauptverantwortlich für die Einhaltung und Durchführung der Leitlinien sind die jeweiligen Führungskräfte. Ein Hauptaugenmerk legen wir darauf, unsere Mitarbeiter für das Thema Arbeitssicherheit zu sensibilisieren. Deshalb werden regelmäßig Schulungen im Bereich HSE durchgeführt. Auf unseren Baustellen sowie allen unseren Produktionsstätten finden wöchentliche Sicherheitsbesprechungen statt. Damit erreichen wir ein besseres Verständnis und eine größere Akzeptanz bei den Mitarbeitern unserer Unternehmen. Regelmäßige Überprüfungen und Audits bescheinigen uns die konsequente Umsetzung unserer Sicherheitsstandards. Über Zertifizierungen wie OHRIS, OHSAS, AMS-Bau und SCC stellen wir sicher, dass unser Arbeitsschutz die Anforderungen der International Labour Organisation (ILO) erfüllt. Wir arbeiten daran, weitere Unternehmen im Konzern zu zertifizieren. Das Umweltmanagement ist in die übergreifende HSE-Politik eingebunden. Hier wurden Standards und Leitlinien definiert, die für alle Unternehmen im Konzern gelten und deren Umsetzung und Einhaltung stetig geprüft wird. Diverse Standorte und Unternehmen des Konzerns, darunter der Standort Schrobenhausen, sind bereits nach Umweltmanagementsystemen, wie beispielsweise EMAS, zertifiziert. Die BAUER Spezialtiefbau GmbH war erster Teilnehmer der BAUER Gruppe am Umweltpakt Bayern, einer Kooperation zwischen Bayerischer Staatsregierung und der Bayerischen Wirtschaft.

QUALITÄT

Qualität gehört zu den fundamentalen Anliegen der obersten Leitung unserer Unternehmen. Das über viele Jahre erworbene Vertrauen unserer Kunden zu unseren Unternehmen und in die Qualität unserer Produkte, Dienstleistungen und Geräte gilt es zu bewahren und wo immer möglich auszubauen. Dabei gehen wir mit großer Bereitschaft auf die Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden ein, um diese dann rasch, verlässlich und kosteneffektiv erfüllen zu können. Besonders die Themen Ethik, Sicherheit und Gesundheitsschutz, Umweltverträglichkeit sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind hier von besonderer Bedeutung. Seit Jahrzehnten unterhält Bauer ein innerbetriebliches Vorschlagswesen, das nach traditionellen Abläufen arbeitet. In der kürzeren Vergangenheit gibt es durch ein intensiv ausgebautes System für den Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) neue Impulse. Das Qualitätsmanagementsystem basiert auf der ISO 9001 sowie den relevanten Rechts- und Industrienormen. Die Erreichung der geplanten Qualitätsziele wird anhand von Kennzahlen und Audits regelmäßig überprüft. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse finden Eingang in regelmäßige Schulungen. Wir motivieren unsere Mitarbeiter, indem wir durch die Vorgesetzten den Einsatz für Qualität vorleben, ihnen herausfordernde Ziele setzen, ausreichend Verantwortung übertragen und gute Leistungen anerkennen. Nur durch eine aktive Mitarbeit können Arbeitsziele in kurzer Zeit erreicht werden. Unser Anspruch ist es, neben einem Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 auch andere Managementsysteme in den einzelnen Unternehmen zu etablieren. Um Kundenzufriedenheit zu gewährleisten, streben wir gerade in neuen Geschäftsfeldern die Einführung branchenüblicher Managementsysteme an. Beispielsweise die API-Richtlinien bei Unternehmen, die unsere Kunden in der Öl- und Gasbranche erwarten.

VII. RECHTLICHE ANGABEN

VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht stellt das Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Gesamtbezüge des Vorstands dar und erläutert Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Dem Vorstand der BAUER AG gehörten im Berichtsjahr unverändert drei Mitglieder an. Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Präsidial- und Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest. Das Aufsichtsratsplenum beschließt und überprüft das Vergütungssystem für den Vorstand nach Vorberatung im Präsidial- und Personalausschuss. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder wird auf der Grundlage einer Leistungsbeurteilung festgelegt. Dabei wird berücksichtigt, dass die Gesamtvergütung in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des Vorstandsmitglieds sowie zur Lage der Gesellschaft steht. Die Vergütung jedes Vorstandsmitglieds setzt sich aus erfolgsunabhängigen Komponenten, dabei im Wesentlichen einem fixen Grundgehalt, das in Monatsraten ausbezahlt wird, und einer erfolgsabhängigen Komponente in der Form einer jährlichen variablen Tantieme zusammen. Nach dem Ermessen des Aufsichtsrats bemisst sich die variable Tantieme aufgrund kurzfristiger als auch langfristiger Bewertungskriterien, wobei die kurzfristigen Bewertungskriterien bei der variablen Vergütung im Verhältnis zu den langfristigen Bewertungskriterien gleich gewichtet werden. Kriterien für die Festlegung der fixen Vorstandsvergütung bilden die Aufgabenverteilung, die Leistungen des Vorstands, die wirtschaftliche Lage sowie der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe. Insgesamt sind für die Vergütung Höchstgrenzen festgelegt. Die variable Vergütung ist für jedes Vorstandsmitglied durch eine individuell festgelegte Maximaltantieme beschränkt. Diese Maximaltantieme stellt die Tantiemenobergrenze bei normalem Geschäftsgang dar und wird bei Erreichung aller Ziele ausbezahlt. Bei außergewöhnlichem Geschäftsgang können diese Werte bis zum 1,8-fachen überschritten werden. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels kurzfristiger Bewertungskriterien bilden die Leistungen des Vorstandsmitglieds im vergangenen Geschäftsjahr und die wirtschaftliche Lage der Unternehmensgruppe auf der Basis der Planerreichung im Berichtsjahr, insbesondere der Erreichung der Ergebnis- und Leistungsziele unter Berücksichtigung der Konjunkturentwicklung. Grundlage der Ermittlung des variablen Vergütungsbestandteils mittels langfristiger Bewertungskriterien bilden der Erfolg und die Zukunftsaussichten der Unternehmensgruppe und die Leistungen des Vorstands bezogen auf diese Kriterien. Hierbei werden die Entscheidungen des Vorstands in Bezug auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung in den vergangenen drei Geschäftsjahren und deren Auswirkungen auf die Erreichung einer langfristigen Unternehmensstabilität bewertet. Kriterien hierfür sind die langfristigen Ergebnis- und Umsatzchancen, eine nachhaltige Personalentwicklung entsprechend der Zukunftsperspektiven der Unternehmensgruppe, die Entwicklung der Firmenkultur, die Entwicklung der Zusammenarbeit im Unternehmen, die Sicherung des Unternehmensfriedens, die strategische Markt- und Produktentwicklung, das Risiko- und Sicherheitsmanagement, die langfristige finanzielle Stabilität und die Qualität der Finanzkennzahlen bezogen auf die jeweilige Wirtschaftssituation. Zur Beurteilung der Angemessenheit der Vorstandsvergütung wird der Anteil der variablen Vergütung in Relation zum fixen Grundgehalt gesetzt und verglichen. Weiter wird die Vorstandsvergütung mit ihrem fixen Gehaltsbestandteil, mit ihrem variablen Anteil sowie insgesamt mit der üblichen Vergütung der Vorstände anderer börsennotierter und branchengleicher bzw. -ähnlicher Unternehmen in Deutschland verglichen (horizontaler Vergleich).# Der vertikale Vergleich erfolgt in zwei Stufen: Zum einen werden die Vorstandsgehälter mit den Geschäftsführergehältern der großen Tochterunternehmen der BAUER Gruppe verglichen, zum anderen werden die Vorstandsgehälter mit der Gehaltsgruppe A VIII des in der Firmengruppe anwendbaren Tarifvertrages zur Regelung der Gehälter und Ausbildungsvergütungen für die Angestellten und Poliere des Baugewerbes in Relation gesetzt. Außerdem wird die Vergütung so bemessen, dass sie am Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist.

Die Hauptversammlung vom 30. Juni 2011 hat für die Geschäftsjahre 2011 bis 2015 beschlossen, dass im Jahres- und Konzernabschluss der BAUER AG keine individualisierten Angaben über die Bezüge der Vorstandsmitglieder gemacht werden und hat insofern von der gesetzlichen Ermächtigung in den §§ 286 Abs. 5, 314 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr 1.150 TEUR (Vorjahr: 1.361 TEUR). Davon sind 1.090 TEUR (Vorjahr: 1.056 TEUR) erfolgsunabhängige und 60 TEUR (Vorjahr: 305 TEUR) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten.

Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Versorgungsaufwand (Service Costs) in Höhe von 159 TEUR (Vorjahr: 118 TEUR) entstanden. Das festgelegte Basisgehalt zur Berechnung der Altersversorgungsleistungen ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende 5.531 TEUR (Vorjahr: 3.868 TEUR).

Die Vorstandsverträge enthalten im Falle vorzeitiger Vertragsbeendigung individuelle Abfindungsklauseln, die sich hinsichtlich des Abrechnungsmodus an der Beschäftigungszeit des jeweiligen Vorstandsmitglieds orientieren und bezogen auf ein Vorstandsmitglied so bemessen sind, dass ein Betrag von zwei Jahresvergütungen nicht überschritten wird. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots sind mit den Mitgliedern des Vorstands nicht getroffen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus zwölf Mitgliedern. Die Bemessung der Aufsichtsratsvergütung ist in der Satzung der BAUER AG im Einzelnen festgelegt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz seiner baren Auslagen und seiner ihm für die Aufsichtsratstätigkeit etwa zur Last fallenden Umsatzsteuer eine im Monat Dezember des Geschäftsjahres zahlbare Jahresgrundvergütung in Höhe von 18 TEUR.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, dessen Stellvertreter das 1,5-fache dieser Vergütung. Die Grundbeträge erhöhen sich um 10 % je Mitgliedschaft in einem Ausschuss des Aufsichtsrats. Dies setzt voraus, dass der jeweilige Ausschuss in dem Geschäftsjahr mindestens zweimal getagt hat. Ausgenommen von dieser Vergütungsregelung ist die Mitgliedschaft im Vermittlungsausschuss.

Veränderungen im Aufsichtsrat und/oder seinen Ausschüssen werden bei der Vergütung im Verhältnis der Amtsdauer berücksichtigt; dabei erfolgt eine Auf- oder Abrundung auf volle Monate nach kaufmännischer Regel. Eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten die Aufsichtsratsmitglieder nicht.

Im Geschäftsjahr 2014 betrug die Gesamtvergütung aller Aufsichtsratsmitglieder netto 254 TEUR (Vorjahr: 254 TEUR).

Sonstiges

Kredite oder Vorschüsse wurden im Berichtsjahr an Organmitglieder nicht gewährt und zu ihren Gunsten wurden keine Haftungsverhältnisse eingegangen. Wertpapierorientierte Anreizsysteme für Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder der BAUER AG oder für Mitarbeiter der Unternehmensgruppe in Deutschland bestehen grundsätzlich nicht.

Für die Mitglieder von Organen der BAUER AG sowie aller verbundenen Unternehmen im In- und Ausland, an denen eine Mehrheitsbeteiligung besteht, wird von der BAUER AG eine D&O-Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung unterhalten. Darin ist ein angemessener Selbstbehalt für die Versicherten vereinbart. Für die Mitglieder des Vorstands wurde in der D&O-Versicherung der gesetzlich vorgesehene Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des 1,5-fachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds im Berichtsjahr vereinbart.

Die Vorstandsmitglieder sollen Aufsichtsratsmandate und sonstige administrative oder ehrenamtliche Funktionen außerhalb des Unternehmens nur in begrenztem Umfang übernehmen. Die Vorstandsmitglieder dürfen ohne Einwilligung des Aufsichtsrats weder ein Handelsgewerbe betreiben noch im Geschäftszweig der Gesellschaft für eigene oder fremde Rechnung Geschäfte tätigen. Sie dürfen ohne Einwilligung auch nicht Mitglied des Vorstands oder Geschäftsführer oder persönlich haftender Gesellschafter einer anderen Handelsgesellschaft sein. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben des Vorstands führt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Vergütung Aufsichtsrat (ohne Umsatzsteueranteil und Auslagenersatz)

scroll in Tausend EUR

2013 2014
Vorsitzender Dr. Klaus Reinhardt 38 38
stellvertretender Vorsitzender Robert Feiger 27 27
Arbeitgebervertreter Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20
Arbeitnehmervertreter Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 9 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl 9 0
Reinhard Irrenhauser 18 18
Gesamt* 254 254
  • Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2013 und 2014 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR.

ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 315 Abs. 4, 289 Abs. 4 HGB geforderten Angaben zum 31. Dezember 2014 dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt unverändert 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme.

Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und die BAUER Stiftung, Schrobenhausen, halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie Beschränkungen der Übertragbarkeit der Aktien der Poolbeteiligten.

Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
  • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse.

Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Die Aktien können zudem gegen Sachleistung veräußert werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen oder Unternehmen, Unternehmens teile, Unternehmensbeteiligungen oder andere Vermögensgegenstände zu erwerben. Die vorbezeichneten Aktien können eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Regelungen zur Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands der BAUER AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG und §§ 30 ff. MitbestG in Verbindung mit § 5 und § 6 der Satzung der Gesellschaft. Der Vorstand hat gemäß der Satzung aus mindestens zwei Personen, die vom Aufsichtsrat für eine Amtszeit von höchstens fünf Jahren bestellt werden, zu bestehen. Derzeit sind drei Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestellt und ein Vorsitzender des Vorstands sowie ein Arbeitsdirektor sind ernannt. Eine wiederholte Bestellung oder Verlängerung der Amtszeit von Vorstandsmitgliedern jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Die Bestellung und die Wiederbestellung bedürfen eines Aufsichtsratsbeschlusses, der grundsätzlich frühestens ein Jahr vor Ablauf der Amtszeit gefasst werden darf. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstand und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Der Präsidial- und Personalausschuss des Aufsichtsrats bereitet die Entscheidungen des Aufsichtsrats über die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands vor und befasst sich mit der langfristigen Nachfolgeplanung im Vorstand.

Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung gemäß §§ 119 Abs. 1 Nr. 5, 179 AktG mit einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen. Nach § 12 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung der Satzung betreffen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, die Fassung des § 4 der Satzung (Höhe und Einteilung des Grundkapitals) nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend der jeweiligen Ausnutzung des genehmigten Kapitals anzupassen.

Change-of-Control

Die BAUER AG hat zusammen mit weiteren Konzernunternehmen einen Konsortialkreditvertrag ausnutzbar bis zu einem Betrag in Höhe von 450 Mio. EUR abgeschlossen, der für den Fall eines Kontrollwechsels oder einer Kontrollerlangung die Kreditgeber zur Kündigung der Kreditzusagen berechtigt. Ein Kontrollwechsel bezeichnet im Sinne dieses Konsortialvertrages einen Zustand, in dem die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer in Summe direkt über weniger als 40 % der Kapitalanteile oder der Stimmrechte der BAUER AG verfügen. Eine Kontrollerlangung tritt ein, wenn in Summe direkt oder indirekt mehr als 50 % der Kapitalanteile oder Stimmrechte an der BAUER AG von einer oder mehreren gemeinschaftlich handelnden Personen (ausgenommen die poolgebundenen Mitglieder der Familie Bauer) gehalten werden.

Des Weiteren sehen mehrere langfristige Darlehen mit einem Darlehensstand zum Bilanzstichtag von insgesamt 146,0 Mio. EUR, die die BAUER AG zusammen mit anderen Konzernunternehmen als Darlehensnehmerin bzw. Garantin vereinbart hat, für den Fall eines Kontrollwechsels an der BAUER AG ein außerordentliches Kündigungsrecht des jeweiligen Darlehensgebers vor. Dabei liegt ein Kontrollwechsel vor, wenn ein Dritter, der nicht dem Kreis der bestehenden Hauptaktionäre zuzurechnen ist, mittelbar oder unmittelbar die Kontrolle über mindestens 30 % der Stimmrechte oder die Mehrheit des ausstehenden Grundkapitals der BAUER AG erwirbt. In Anspruch genommene Kreditbeträge müssten im Falle der Kündigung getilgt werden. Für neue Inanspruchnahmen stünde die jeweils gekündigte Kreditlinie nicht mehr zur Verfügung. Darüber hinaus bestehen in der Firmengruppe weitere kurzfristige und langfristige Kreditverträge, die im Falle eines Kontrollwechsels ein außerordentliches Kündigungsrecht unter den vereinbarten marktüblichen Bedingungen vorsehen.

VIII. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.

IX. RISIKO- UND CHANCENBERICHT

RISIKOBERICHT

GRUNDPRINZIP DES RISIKOMANAGEMENTS

Im Rahmen unserer geschäftlichen Aktivitäten sind wir Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit unserem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unternehmerisches Handeln ist ohne das Eingehen von Risiken nicht denkbar. Echte Risiken resultieren aus nicht planbaren Ereignissen, die sowohl Gefährdungen als auch Chancen mit sich bringen können. Für uns bedeutet Risikomanagement daher nicht nur einseitig die Reduzierung von Gefahren, sondern zugleich das bewusste Umgehen mit Chancen. Ziele des Risikomanagements sind die Absicherung unserer Unternehmensziele, die Steigerung unseres Unternehmenswerts und die Reduzierung von Risikokosten. Die Aufgaben des Risikomanagements sind, über die gesamte Wertschöpfungskette vorhandene und zu erwartende Risiken zu erkennen, zu analysieren, zu bewerten und zu überwachen sowie Maßnahmen abzuleiten. Dabei werden sowohl Risiken betrachtet, die von außen auf unsere Unternehmen einwirken als auch Risiken, die intern entstehen. Unser Risikomanagement basiert auf einem eher risikoscheuen Grundverständnis, das heißt es zielt darauf ab, eher gegen drohende Risiken abzusichern, als kurzfristige Gewinnchancen zu realisieren. Existenzgefährdende Risiken gehen wir grundsätzlich nicht ein.

Risikomanagementsystem

Unser Risikomanagementsystem basiert auf der vom Vorstand festgelegten Risikopolitik und regelt den Umgang mit Risiken innerhalb der BAUER Gruppe. Es definiert eine einheitliche Methodik, die für alle Segmente und deren Gesellschaften gültig ist. Es wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst. Unser Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres Managementsystems, und dient wie alle unsere Managementsysteme als Instrument der wert- und erfolgsorientierten Unternehmenssteuerung. Im Rahmen von Audits wird seine Umsetzung regelmäßig geprüft und im Rahmen von Management Reviews seine Wirksamkeit kontinuierlich verbessert. Darüber hinaus überprüfen unsere Abschlussprüfer jährlich, inwieweit unser Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ihre Anregungen werden zur Verbesserung des Systems aufgenommen. Die Prozessschritte des Risikomanagements sind: Identifikation, Bewertung, Steuerung von Maßnahmen und Überwachung. Für die Identifikation von Risiken wurden Risikokategorien definiert und einzelne Risikofelder zugeordnet. Dadurch werden Schwerpunkte gesetzt. Risikokategorien in der BAUER Gruppe sind: Strategische Risiken, Marktrisiken, Finanzmarktrisiken, politische und rechtliche Risiken, Organisations- und Führungsrisiken, Risiken aus der Wertschöpfungskette und Risiken durch Unterstützungsprozesse. Diese Risiken werden zur Gruppe der latenten Risiken zusammengefasst und in einem gemeinsamen Prozess im Rahmen unseres Risikomanagements behandelt. Im Gegensatz dazu werden Projektrisiken, ihrer Natur und Bedeutung entsprechend, in einem weiteren und hiervon unabhängigen Prozess behandelt. Der Identifizierungs- und Bewertungsprozess der latenten Risiken erfolgt einmal jährlich im Rahmen von Arbeitstreffen mit dem jeweiligen Management unserer relevanten Gesellschaften und wird gemeinsam mit den Abteilungs- und Zentralfunktionsleitern sowie einzelnen Spezialisten durchgeführt. Dieser Prozess stellt sicher, dass potenzielle neue Risiken und Chancen auf Managementebene zur Diskussion gestellt und bei Relevanz in die Folgeberichterstattung aufgenommen werden. Nach der strukturierten Risikoidentifikation erfolgt die Bewertung der Risiken anhand einer Relevanzskala.

Relevanz Schadenausmaß (in TEUR) Definition
1 bis 8.000 Unbedeutendes bis geringes Risiko
2 bis 20.000 Mittleres Risiko
3 bis 50.000 Bedeutendes Risiko
4 bis 100.000 Schwerwiegendes Risiko
5 über 100.000 Kritisches Risiko

Risiken dieser Relevanz sind in unserem Geschäft identifiziert. Risiken dieser Relevanz sehen wir in unserem Geschäft nicht. Relevante Risiken oberhalb eines bestimmten Schwellenwerts werden anhand von Szenarien quantifiziert. Planungsrisiken werden basierend auf Erfahrungswerten anhand von Standardabweichungen eingeschätzt. Auf Konzernebene werden die Risiken aus den Teilkonzernen konsolidiert. Nach erfolgter Bewertung werden risikospezifische Bewältigungsmaßnahmen festgelegt. Soweit möglich und sinnvoll, haben wir für potenzielle Schadensfälle und Haftungsrisiken angemessene Versicherungen abgeschlossen, um unseren Gefährdungsgrad zu vermindern und mögliche Verluste zu vermeiden beziehungsweise zu minimieren. Die Überwachung der Risiken obliegt den Risikoverantwortlichen. Die Wirkungen der Einzelrisiken werden im Kontext der Unternehmensplanung mittels der Risikosimulation aggregiert.Dies bedeutet, dass in unabhängigen Simulationsläufen mit Hilfe von Zufallszahlen die Gewinn- und Verlustrechnung eines Geschäftsjahres mehrere tausend Mal durchgespielt wird (Monte-Carlo-Simulation). Die Risikoanalyse wird mindestens einmal jährlich durchgeführt. Jährlich erfolgt eine Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat. Das System wird kontinuierlich gepflegt und sowohl qualitativ als auch strukturell im Rahmen der Einbindung weiterer Konzernunternehmen ständig verbessert. Um akute Risiken zu kommunizieren, wird die reguläre Risikoanalyse durch eine Sofortmeldungs-Berichterstattung ergänzt. Unser Risikomanagementsystem erfasst sowohl Risiken als auch Chancen.

Behandlung von Projektrisiken

Projektrisiken sind die wesentlichen Leistungsrisiken und damit untrennbarer Bestandteil der Segmente Bau und Resources, also überall dort, wo Baudienstleistungen oder Anlagenbau auf dem Gelände des Kunden erbracht werden. Damit einhergehende Risiken, wie Baugrundrisiko und aufgrund des Individualcharakters jedes Einzelprojektes auch Vertrags-, Termin- und Schadensrisiken, können in Einzelfällen so unglücklich kumulieren, dass sie zwar nicht für den Konzern, wohl aber für kleinere Tochterfirmen bestandsgefährdend sein können. Für alle relevanten Projekte oberhalb niedriger Schwellenwerte werden vor Angebotslegung systematisch alle denkbaren Risiken und Chancen identifiziert, analysiert, bewertet und geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken und zur Verfolgung der Chancen festgelegt. Jedes Projekt wird einer Risikoklasse zugeordnet und entsprechend seiner Risikoklasse in der Organisation eskaliert und ist somit einem strikten Genehmigungsprozess unterworfen. Die Einteilung der Risikoklassen erfolgt zum einen auf Basis von definierten Checklisten nach dem K.O.-Prinzip, um Fehleinstufungen in eine zu niedrige Risikoklasse zu verhindern. Zum anderen erfolgt sie auf Basis des für das Projekt ermittelten Schadenspotentials, wobei das jeweils ungünstigere Ergebnis maßgeblich ist. Die dabei ermittelten Risikoklassen werden auch bei den Kalkulationszuschlägen zur Abdeckung der ermittelten Risiken berücksichtigt. Das System wurde für die Unternehmensteile über Jahre hinweg mit entsprechenden Projektrisiken weiterentwickelt und in seiner Anwendung auf die relevanten Unternehmungen ausgeweitet.

Risiken

Nachfolgend beschreiben wir potentielle Risiken, die bedeutende Auswirkungen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie unsere Reputation haben können und geben eine Einschätzung der Relevanz für unser Geschäft. Die Aufgliederung erfolgt nach den gleichen Risikokategorien, die wir auch in unserem Risikomanagementsystem verwenden. Die Risikofelder wurden aggregiert. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen alle nachfolgend beschriebenen Risiken alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE RISIKEN

Geschäftsfeldstruktur

Den strategischen Risiken aus der Geschäftsfeldstruktur des Konzerns begegnen wir durch die Aufteilung unseres Geschäfts in die Segmente Bau, Maschinen und Resources und verfolgen damit das Ziel, eine bessere konjunkturelle Unabhängigkeit vom Bau zu erzielen. Durch häufigere Unternehmensakquisitionen und -gründungen im Segment Resources resultiert das Risiko von Fehleinschätzungen von Partnern sowie Schwierigkeiten bei der Integration der Unternehmen in die BAUER Gruppe. Wir begegnen diesem Risiko durch eine sorgfältige Due Diligence und eine intensive Begleitung während der Integrationsphase. Auch das Segment Maschinen wird durch den Einstieg in die Tiefbohrtechnik und durch den Bau von Maschinen für den Bergbau seine Abhängigkeit vom Geschäftsbereich Bau weiter reduzieren können. Die Struktur unserer Geschäftsfelder betrachten wir als mittleres Risiko.

Strategieentwicklung und -umsetzung

Die Ziele für die strategischen Handlungsfelder sowie die Umsetzung der darauf basierenden Maßnahmen werden in regelmäßigen Abständen überprüft. Daher erachten wir die Risiken im Bereich der Strategieentwicklung und -umsetzung als gering.

MARKTRISIKEN

Absatzmarktrisiken

Seit jeher gehört es zu unseren strategischen Grundlagen, den Risiken der Absatzmärkte durch eine mehrgliedrige Aufstellung zu begegnen. Während der Maschinenbau auf Konjunkturzyklen im Bau zwar phasenverschoben, aber eben noch stark beeinflusst reagiert, ist mit der Gründung des Segments Resources die konjunkturelle Abkopplung von den Bauzyklen deutlich besser gelungen. Unsere Strategie, die Geschäfte in jedem Segment weltweit auf viele Märkte zu verteilen, reduziert das gesamte Risiko nochmals, so dass für den Konzern bei Schwächung oder Ausfall einzelner regionaler Märkte kein gravierendes Gesamtrisiko besteht. Darüber hinaus sind wir durch unsere Netzwerkstrategie im Segment Bau in der Lage, die Kapazitäten im Falle eines regionalen Marktrückgangs zügig von einem Land in das nächste zu verlegen und dort weiter zu arbeiten. Diese Strategie hat sich bei verschiedenen regionalen Krisensituationen der Vergangenheit bewährt und negative Auswirkungen auf das Gesamtergebnis kompensiert bzw. abgemildert. Auch in unserem Segment Resources konnte die Internationalisierung bereits deutlich vorangetrieben werden. Die Absatzmarktrisiken bewerten wir als mittleres Risiko.

Wettbewerbsumfeld

Gerade im Segment Maschinen agieren wir in wettbewerbsintensiven und preissensiblen Märkten. Der chinesische Baumarkt und entsprechend überproportional auch der chinesische Baumaschinenmarkt, sind in der Vergangenheit entsprechend der Politik des Landes extrem dynamisch gewachsen. In der Folge entstanden große Produktionskapazitäten für Baumaschinen. Da der chinesische Baumarkt seit 2012 immer wieder stagniert, geht der Bedarf nach neuen Geräten zum Teil überproportional stark zurück. Durch die entstandenen Überkapazitäten im Land stehen Preise und Margen phasenweise spürbar unter Druck. Um unsere Wettbewerbssituation in China nachhaltig zu verbessern, wurden intensive Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet. So wurde vor allem die Fertigung aber auch das Sourcing in hohem Maße lokalisiert und unter Beibehaltung der gewohnt hohen Qualität weiter professionalisiert. Darüber hinaus wurde der After-Sales-Service als stabilisierender Faktor zum Neugeschäft in allen Märkten weiter ausgebaut. Durch die anerkannt hohe Qualität und den noch immer deutlichen technischen Vorsprung unserer Maschinen, konnte unsere Marktposition in China trotz der Überkapazitäten im Lande und dem damit einhergehenden Margendruck behauptet werden. Die geringe Markterfahrung der chinesischen Hersteller und die immer noch deutlich niedrigere Qualität ihrer Produkte sowie auch der in der Regel unterentwickelte After-Sales-Service, haben den massenweisen Export chinesischer Baumaschinen in die für uns relevanten Märkte bisher verhindern können. Aus diesen Gründen mussten sich einige kleinere chinesische Wettbewerber bereits aus dem Markt zurückziehen. Dieses Risiko wird kurzfristig noch als geringes, mittelfristig jedoch als mittleres Risiko eingeschätzt.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die hohe Verschuldung der öffentlichen Haushalte der USA sowie einiger Länder der EU, die teilweise erheblichen Eingriffe der Zentralbanken sowie die Unsicherheit hinsichtlich der Stabilität der Märkte bestimmter Länder und die sich phasenweise deutlich abschwächenden Märkt in China und den weiteren BRIC-Staaten, beeinflussen unsere Einschätzungen zur gesamtwirtschaftlichen Lage. Anhaltende politische Unruhen im Nahen und Mittleren Osten belasten die Investitionsbereitschaft in den unmittelbar betroffenen Ländern und nicht selten darüber hinaus. Der starke Ölpreisverfall entlastet zwar die Handelsbilanzen der Importländer, belastet aber langfristig die Kaufkraft und Investitionsbereitschaft der Förderländer des Mittleren Ostens sowie Russlands. Ein längerfristig niedriger Ölpreis könnte sich negativ auf die Nachfrage nach Tiefbohrgeräten und Dienstleistungen für die Ölindustrie auswirken. In Folge des stark gesunkenen Ölpreises und der angespannten Situation im Osten der Ukraine und der daraus resultierenden Sanktionsmaßnahmen gegen Russland kam es zum Jahresende 2014 zu einem erheblichen Kursverfall des russischen Rubels gegenüber dem Euro. Dies erschwert unseren Maschinenvertrieb nach Russland und wird momentan als mittleres Risiko bewertet. Aus diesen Themen ergeben sich sowohl Währungs- als auch Nachfragerisiken in den betroffenen Märkten. Im Gegensatz dazu führt die insgesamt gute gesamtwirtschaftliche Situation im Fernen Osten zu einer strukturell größeren Abhängigkeit des Konzerns von diesem Wirtschaftsraum. Vorstand und Geschäftsführer der drei Segmente beschäftigen sich laufend mit Hochrechnungen einzelner Szenarien für die Auswirkung etwaiger Risiken auf das jeweilige Konzernunternehmen sowie auf den Gesamtkonzern. Gegebenenfalls notwendige und relevante Maßnahmen werden daraus abgeleitet und konsequent umgesetzt. Die gesamtwirtschaftlichen Risiken bewerten wir in der Summe aber noch als gering.

Beschaffungsmarktrisiken

Den Schwankungen auf dem Beschaffungsmarkt steuern wir durch Vereinbarung von langfristigen Verträgen entgegen. Dieses Risiko wird als unbedeutendes Risiko eingeschätzt.

FINANZMARKTRISIKEN

Covenants-Risiken

Für mehrere langfristige Darlehen gelten Kreditklauseln, die sich an festgelegten finanziellen Bezugsgrößen orientieren. Diese sind vornehmlich das Verhältnis von Net Debt zu EBITDA, das Verhältnis EBITDA zu Net Interest Coverage sowie die Eigenkapitalquote. Die für die Schuldscheindarlehen und den im Jahr 2014 abgeschlossenen Konsortialkredit vereinbarten Kennzahlen wurden zum Jahresende eingehalten. Neben der Ergebnissituation des Gesamtkonzerns kann insbesondere ein erhöhter Finanzierungsbedarf zu einem erhöhten Covenants-Risiko führen. Dies gilt zum Beispiel für Bestandsveränderungen im Segment Maschinen. Um dieses Risiko zu reduzieren, wird ein aktiver Absatz des Mehrbestands angestoßen und falls notwendig die Produktionsmenge gesenkt.# RISIKEN UND UNTERNEHMENSSTEUERUNG

RISIKOMANAGEMENTSYSTEM

Das Risikomanagementsystem der BAUER AG ist ein integraler Bestandteil der Unternehmenssteuerung. Es dient der frühzeitigen Erkennung, Bewertung und Steuerung von Risiken, die den Unternehmenserfolg gefährden könnten. Unser Ziel ist es, Risiken zu identifizieren und zu bewerten, die den Wert des Unternehmens, die Erreichung der strategischen Ziele oder die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben beeinträchtigen könnten. Hierzu haben wir ein Risikomanagementsystem implementiert, das auf den Prinzipien des deutschen Corporate Governance Kodex basiert. Grundsätzlich können Risiken in folgende Kategorien unterteilt werden:
1. Finanzielle Risiken
2. Politische und rechtliche Risiken
3. Wertschöpfungsrisiken
4. Risiken durch Unterstützungsprozesse

In den folgenden Abschnitten werden die einzelnen Risikokategorien detaillierter beschrieben und bewertet.

FINANZIELLE RISIKEN

Die Finanzierung unserer Aktivitäten und die Steuerung der damit verbundenen Risiken erfolgt zentral durch die BAUER AG. Die Finanzabteilung ist verantwortlich für die Verwaltung der liquiden Mittel und die Steuerung der Finanzrisiken.

Liquiditätsrisiken

Ein wichtiger Faktor für die finanzielle Stabilität sind ausreichende liquide Mittel. Um jederzeit unseren Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, verfügen wir über eine solide Finanzierungsstruktur, die sowohl aus Eigenkapital als auch aus Fremdkapital besteht. Daneben kann ein hoher Forderungsbestand ebenfalls dazu führen, dass vereinbarte Bezugsgrößen nicht eingehalten werden können. Mit vorausschauender Planung und gutem Controlling richten wir größtes Augenmerk darauf, die vereinbarten Grenzwerte einzuhalten. Dieses Risiko wird als mittleres Risiko eingestuft.

Finanzielle Stabilität und Liquidität

Dem Risiko von finanzieller Instabilität und Versorgungsengpässen auf den internationalen Finanzmärkten wurde im vergangenen Jahr durch den Abschluss eines Konsortialkreditvertrages begegnet. Dieser Vertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren stellt die mittelfristige Liquiditätsversorgung der Unternehmensgruppe sicher und ist ein wichtiges Mittel, um den größeren Finanzmarktrisiken zu begegnen.

Zinsänderungsrisiken

Durch Abschluss möglichst langer Zinsbindungen und von Zinsderivaten reduzieren wir Risiken aus Zinsschwankungen auf ein geringes Maß.

Währungsrisiken

Soweit möglich und verfügbar, begegnen wir Währungsrisiken durch die lokale Finanzierung unserer internationalen Beteiligungsgesellschaften in ihrer jeweiligen Landeswährung. Transaktionsrisiken (Fremdwährungsrisiken aus dem laufenden Cash-Flow) minimieren wir in allen Geschäftsbereichen mit der Anwendung geeigneter Kurssicherungsinstrumente. Die verbleibenden Währungsrisiken stufen wir als geringes Risiko ein.

POLITISCHE UND RECHTLICHE RISIKEN

Compliance

Für die BAUER Gruppe ist verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln ein Grundprinzip für erfolgreiches, wirtschaftliches Agieren, für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen sowie für eine nachhaltige Unternehmensentwicklung. Wir legen größten Wert darauf, dass gesellschaftliche Konventionen, rechtliche Vorgaben und Unternehmensregeln eingehalten werden, um das Risiko von Verstößen gegen geltendes Recht zu reduzieren. Compliance bedeutet für uns gesetzmäßiges und regelkonformes Verhalten. Rechtmäßiges, ethisches und soziales Handeln sind wesentliche Bausteine unseres Wertemanagementsystems. So werden unsere Mitarbeiter schon bei der Einstellung mit unseren Grundwerten vertraut gemacht. Spezielle Schulungen ermöglichen ihnen, ihr Wissen zu vertiefen. Durch den Einsatz einer speziellen Software wird sichergestellt, dass wir keine Geschäfte mit Kunden betreiben, die auf einer EU- oder US-Sanktionsliste stehen. Zusammenfassend sind wir der Meinung, dass wir mit unserem vorhandenen Wertemanagementsystem ein effizientes System geschaffen haben, das es uns erlaubt, unsere Compliance-Risiken auf einem geringen Niveau zu halten.

Politisches und rechtliches Umfeld

Aufgrund der breiten Aufstellung des Konzerns sowie der zurückhaltenden Investitionen in potentiell instabilen Ländern, spielen die politischen Risiken von Einzelländern für den Gesamtkonzern eine eher untergeordnete Rolle. Wir beurteilen daher das Risiko als gering.

Vertragsrisiken

In den Segmenten Bau und Resources werden überwiegend Bau-, Bohr- und Umweltdienstleistungen erbracht. Bei den zugrundeliegenden Projekten handelt es sich nahezu immer um Prototypen, die in jedem Fall auf der Basis von Individualverträgen abgewickelt werden. Die daraus resultierenden Risiken unterliegen strengen Routinen, so dass sie als gering bewertet werden können.

Laufende Rechtsfälle

Rechtsstreitigkeiten entstehen fast ausschließlich aus unserer Leistungserbringung insbesondere im Projektgeschäft. Juristische Auseinandersetzungen bestehen mit Auftraggebern, Lieferanten und Geschäftspartnern und beziehen sich zumeist auf die Vergütung, behauptete Mängel der Leistungen oder Verzögerungen in der Fertigstellung eines Projekts. Der Ausgang von Gerichts- bzw. Schiedsverfahren, an denen wir beteiligt sind, lässt sich naturgemäß nicht mit Sicherheit vorhersagen. Dennoch gehen wir nach sorgfältiger Prüfung davon aus, dass für alle Rechtsstreitigkeiten ausreichende bilanzielle Vorsorge getroffen wurde.

WERTSCHÖPFUNGSRISIKEN

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Als Technologieführer, speziell im Segment Maschinen, begegnen wir einer möglichen Schwächung unserer Marktposition mit laufender Forschung und Entwicklung. Auch wenn die boomenden Märkte im Fernen Osten und die daraus entstehenden neuen Konkurrenten den Innovationsdruck verstärken, ist es uns gelungen, den notwendigen Abstand als Technologieführer bis heute zu wahren. Dennoch ist uns bewusst, dass dieser Druck weiter zunehmen wird. Deshalb nutzen wir in zunehmendem Maße auch kostengünstige lokale Entwicklungsressourcen in Indien und China zur raschen und wirtschaftlichen Steigerung unserer Innovationsgeschwindigkeit. Zudem besteht in diesem Bereich das Risiko der Mehrkosten aufgrund von Fehlentwicklungen und -konstruktionen, welche zu Nachbesserungen führen. Dieses Risiko wird durch einen strukturierten und mehrstufigen Produktentstehungsprozess minimiert. Aufgrund unserer hohen Innovationskraft und dem transparenten Produktentstehungsprozess beurteilen wir das Risiko im Bereich Forschung und Entwicklung derzeit als mittleres Risiko.

Produktion und Auftragsausführung

Technisches Versagen aus Konstruktionsfehlern oder Statikfehlern im Projektgeschäft können zu erheblichen Bauverzögerungen sowohl bei eigenen Bauprojekten als auch bei Projekten unserer Kunden führen. Die Risiken daraus sind in der BAUER Gruppe immanenter Bestandteil des Projektgeschäfts. Konstruktionen und Statiken werden deshalb überwiegend in eigenen Konstruktionsbüros von erfahrenen Mitarbeitern erstellt. Die hieraus resultierenden Risiken können deshalb als gering bewertet werden. Ein weiteres Risiko in der Auftragsausführung ist die Auswahl und Anwendung von Bohrverfahren. Eine Fehlbeurteilung von Bodenverhältnissen kann ebenfalls zu erhöhten Risikokosten führen. Störungen im Projektablauf sind durch den verantwortlichen Projektleiter zu identifizieren und frühzeitig zu kommunizieren. Das Management ist sich dieser Risiken bewusst und baut auf ein erfahrenes Projekt- und Produktionsmanagement in allen Segmenten. Alle aufgeführten Risiken sind in den Segmenten Bau und Resources Bestandteil einer Chancen- und Risikoanalyse auf Projektebene. Ein weiteres Risiko im Bereich der Produktion und Auftragsausführung sind die steigenden Fertigungskosten in China, die unter anderem aufgrund wachsender Arbeitslöhne entstehen. Künftig sollen im neuen Werk in Tianjin Synergien in der Fertigung generiert und eine Optimierung der Maschinenauslastung erzielt werden. Die Risiken in der Produktion und Auftragsausführung sind als mittlere Risiken zu bewerten.

Projektrisiken

Projektrisiken sind grundsätzlich die wesentlichen Leistungsrisiken der Segmente Bau und Resources, zumal jedes Einzelprojekt Individualcharakter hat. Obwohl wir davon ausgehen, dass die Leistungsermittlung bei unseren Projekten mit der gebotenen Vorsicht getätigt wurde, ist es nicht endgültig auszuschließen, dass bei der Endabrechnung mit dem Kunden ein niedrigeres Ergebnis akzeptiert werden muss. Infolge der tendenziell zunehmenden Größe und Komplexität der Projekte sind die daraus resultierenden Risiken als mittelgroß zu bewerten.

Nachträge und Claim-Management

Gerade bei komplexen Bauleistungen ist festzustellen, dass bei Uneinigkeit hinsichtlich der Vertragsauslegung sowie bei Mehrleistungen und Nachträgen vermehrt der Rechtsweg durch die beteiligten Akteure beschritten wird. Auf Seiten des Auftraggebers haben die handelnden Personen immer seltener die Bevollmächtigung, Konflikte einer einvernehmlichen Lösung zuzuführen. Dadurch werden finale Projektabwicklungen vermehrt durch Gerichtsverfahren verzögert und es entstehen zusätzliche Kosten. Dieses Risiko bewältigen wir mit einem baubegleitenden professionellen Nachtragsmanagement und einer durchgängigen Dokumentation der ausgeführten Bauleistung. Trotz aller Bemühungen bleibt der Ausgang mancher Nachtragsverhandlungen ein Risiko für das Unternehmen. Die Risiken aus Nachträgen sind als mittlere Risiken zu bewerten.

Akquisition, Vertrieb und Vertragsverhandlungen

Die Risiken der Fehlkalkulation bei Angebotserstellung und einer Zusage technischer Eigenschaften, die nicht eingehalten werden können, werden durch ein strenges Vier-Augen-Prinzip minimiert und können als grundsätzlich geringes Risiko angesehen werden.

Materialwirtschaft und Beschaffung

Durch unsere langjährig erfolgreiche Politik im Maschinenbau, Engpassteile langfristig und weitsichtig zu disponieren, sowie durch zusätzliche Maßnahmen und der Möglichkeit, terminkritische Engpassteile innerhalb der eigenen Organisation fertigen zu können, sind die Risiken aus Sicht der Beschaffung derzeit weiterhin als gering einzustufen.

RISIKEN DURCH UNTERSTÜTZUNGSPROZESSE

Debitorenmanagement

Zur Beschränkung unseres Zahlungsausfallrisikos steht uns in Deutschland ein erprobtes System aus Kreditversicherungen, Zahlungsausfallbürgschaften, Vorauszahlungen und in Sonderfällen auch Handwerkersicherungsbürgschaften zur Verfügung, so dass wir dieses Risiko als gering einschätzen.

Qualitätsrisiken

In allen Bereichen wird der Ausführungsqualität durch gut ausgebildete Mitarbeiter und ein viele Jahre etabliertes Qualitätsmanagement hohe Aufmerksamkeit zuteil. Alle wesentlichen Firmen im Konzern sind zertifiziert und werden regelmäßig auditiert. Qualitätsrisiken beurteilen wir daher als gering.

Personalentwicklung, -struktur und Schlüsselpersonal

Die Begleitung unserer Mitarbeiter von der Auswahl und Einstellung über die Einarbeitung, Qualifizierung und Weiterbildung sowie die laufende persönliche Betreuung, wurden stetig verbessert. Die Fluktuation ist seit vielen Jahren sehr gering und bestätigt unsere Personalpolitik. Risiken aus dem Personalbereich bewerten wir als unbedeutend.

IT

Die Sicherung gegen Datenverlust oder unberechtigten Zugriff wird genauso wie die System- und Datenverfügbarkeit durch aktuelle Hard- und Softwaretechnologie sowie durch modernste Gebäudetechnologie gewährleistet, so dass Risiken im Bereich der IT als unbedeutend eingestuft werden.# Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Die Risiken in der Konzernrechnungslegung umfassen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken. Um Ihnen zu begegnen, wird das Rechnungswesen der großen übergeordneten Tochterfirmen in Deutschland überwiegend zentral am Hauptsitz in Schrobenhausen geführt. Dies ermöglicht eine Spezialisierung bei besonderen Geschäften, wie zum Beispiel Arbeitsgemeinschaften, sowie die einheitliche Behandlung von Geschäftsvorfällen. Die Buchhaltung der übrigen Tochterfirmen - praktisch aller ausländischen und der wesentlichen deutschen Tochterfirmen - wird in der Regel in eigenen kaufmännischen Abteilungen dezentral geführt. Unsere ausländischen Tochterfirmen werden dabei von externen Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern sowie von unseren Beteiligungscontrollern unterstützt, um qualifizierte Einzelabschlüsse nach dem jeweiligen Landesrecht oder nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften zu gewährleisten. Darüber hinaus werden die Abschlüsse der wesentlichen Gesellschaften nach IFRS geprüft und die Abschlussprüfung durch den Prüfer nach den International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt.

Die monatliche Konzernberichterstattung, die Erstellung der Quartals- und Jahresabschlüsse und die Zusammenführung der Einzelabschlüsse nach IFRS, werden unter Verwendung einer konzernweit geltenden Bilanzierungsrichtlinie auf der Basis eines einheitlichen Konzernkontenrahmens durch die Tochtergesellschaften und für den Konzernabschluss durch die Konzernrechnungslegung durchgeführt. Die Anpassung der lokalen Buchhaltungen auf IFRS erfolgt mittels entsprechender Anpassungsbuchungen.

In den größeren Gesellschaften wird der Erfolg jeder einzelnen Abteilung über einen Betriebsabrechnungsbogen (BAB) als zentrales Instrument abgebildet, Abweichungen gegenüber der Jahresplanung werden aufgezeigt. Auf Projektebene erfolgt ein monatlicher Abgleich der Ist-Zahlen mit den Kalkulations- und Bauleiterbudgets. Selbstkontrolle und gegenseitige Kontrolle sind nach unserer Einschätzung und Erfahrung wirksame Elemente unseres internen Kontrollsystems. Die Kontrolle und Steuerung der Einzelfirmen sowie der Abteilungen erfolgt monatlich über die zentral eingerichteten kaufmännischen Abteilungen der jeweiligen Segmente und anschließend durch die Konzernrechnungslegung, was die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweisrisiken weiter reduziert.

Die konsolidierten Zahlen werden wiederum monatlich mit den Zahlen aus dem jährlich über die Unternehmensgruppe hinweg durchgeführten Planungsprozess abgeglichen und anhand von Konzernkennzahlen analysiert. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen auf Planabweichungen werden durch die Geschäftsführungen der betroffenen Bereiche zeitnah umgesetzt.

Die wesentlichen Jahresabschlüsse sowie der Konzernabschluss zum Jahresende werden von Wirtschaftsprüfern nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorschriften und Prüfungsstandards geprüft sowie den in den jeweiligen Bereichen eingerichteten Aufsichtsräten im Rahmen ihrer Zuständigkeit zur Prüfung vorgelegt. Die wesentlichen Zahlen und Informationen werden dem Vorstand und dem Aufsichtsrat der BAUER AG aus der zentralen Rechnungslegung regelmäßig als Monatsberichte zur Verfügung gestellt. Die dabei eingesetzten EDV-Systeme sind durch entsprechende Sicherheitseinrichtungen gegen unbefugten Zugriff und gegen Datenverlust geschützt. Aufgrund des systematischen mehrgliedrigen Aufbaus des Konzernrechnungslegungsprozesses mit seinen redundanten Kontrollinstanzen können wir die Risiken daraus als gering einstufen.

GESAMTRISIKO

Es sind derzeit keine einzelnen oder aggregierten Risiken erkennbar, die der BAUER Gruppe im Geschäftsjahr 2015 existenziell schaden könnten. Das Management sieht auf diesem Niveau auch auf Basis der Geschäftsaussichten keine Veränderung des Gesamtrisikos.

CHANCENBERICHT

Parallel zur Risikobeschreibung erfolgt die Gliederung unserer Chancen. Auch hier wurde eine Aggregation der Chancenfelder vorgenommen. Sofern nicht anderslautend angegeben, betreffen die nachfolgend beschriebenen Chancen alle unsere Segmente.

STRATEGISCHE CHANCEN

Unser Konzern hat im Laufe der Zeit immer wieder Einzelprojekte in Randmärkten abgewickelt. Über die Jahre konnten so eigenständige Geschäfte aufgebaut werden, wie zum Beispiel unsere Aktivitäten im Bereich der Umwelttechnik, die sich nach ersten Anfängen vor über 20 Jahren zu einem international agierenden Bereich in unserem Segment Resources entwickelt haben. Ein ähnliches Geschäft ist aus dem ersten Einsatz von Spezialtiefbaugeräten für die Exploration von Diamanten erwachsen, das sich zwischenzeitlich zum Kompetenzzentrum Drilling Technologies im Segment Resources entwickelt hat. Zusammen mit der im Jahr 2007 erfolgten Akquisition der GWE-Gruppe, die sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von hochwertigen Produkten zum Ausbau von Brunnen sowie für die oberflächennahe Geothermie konzentriert, waren wir in der Lage, durch Zusammenführung dieser drei Geschäfte das Geschäftssegment Resources aufzubauen. Dieser 2007 gegründete Kernbereich konzentriert sich auf die Themen Wasser, Umwelt und Bodenschätze und damit auf einige der wichtigsten Themenbereiche des 21. Jahrhunderts. Darüber hinaus ist das Segment Resources unabhängiger von den Konjunkturzyklen unserer angestammten Segmente Bau und Maschinen. Für die zügige Internationalisierung des Segments Resources nutzen wir die Erfahrungen unserer angestammten Organisationseinheiten in den beiden anderen Segmenten.

MARKTCHANCEN

Durch die rasante Motorisierung in einigen Schwellenländern und die zu erwartende vermehrte Förderung von Öl und Gas durch neue Verfahren, wie beispielsweise Fracking, ist eine Tendenz feststellbar, auch schwer zu erschließende und damit bohrintensive Lagerstätten zu erschließen. Auch wenn diese Tendenz immer wieder durch Schwankungen des Ölpreises beeinflusst wird, bleibt dieser Trend nachhaltig. Die Nachfrage nach modernen Tiefbohrgeräten wird dadurch mittel- und langfristig weiter steigen. Daher hat das Segment Maschinen das Geräteportfolio mit Tiefbohranlagen erweitert, die bis zu 6.000 Meter Tiefe für Geothermie, zur Öl- und Gasexploration und für Produktionsbohrungen eingesetzt werden können. Die Chancen in der Tiefbohrtechnik haben sich mit Unterzeichnung des Vertrags zwischen unserer Tochterfirma BAUER Deep Drilling GmbH und Saxon Energy Services Inc. über die Lieferung von zwei 375-Tonnen-Anlagen weiter erhöht. Es besteht die Chance, dass die Tiefbohrtechnik insgesamt zukünftig einen bedeutenden positiven Beitrag zu unserem Ergebnis leistet. Wir sind in der Lage, Explorations- und Produktionsbohrungen für Wasser, Öl und Gas sowie darüber hinaus auch für Kohlegas und für Geothermie erfolgreich auszuführen. In Australien, Afrika und Indonesien werden umfangreiche Flächen als Claims für die Erschließung von Kohlegas ausgewiesen. Die Ernsthaftigkeit für eine konsequente Erschließung wird durch Planung und Bau von großen Gasverflüssigungsanlagen untermauert.

Mit dem Atomunglück in Fukushima wurde eine neue Diskussion im Bereich der Energieerzeugung entfacht, die zu weitreichenden Konsequenzen in der Energiepolitik führt. Derzeit werden die geeigneten zukunftsträchtigen Alternativen zur Atomenergie gesucht. Die BAUER Gruppe versucht mit der Entwicklung von Unterwasserbohrgeräten, die von einem Schiff aus betrieben werden und für die Gründung von Gezeitenturbinen oder Windkraftanlagen eingesetzt werden können, einen Beitrag zu leisten. Hierdurch eröffnet sich sowohl unserem Bau- wie auch dem Maschinenbereich ein völlig neues Produktspektrum mit langfristig großen Erfolgsaussichten.

Über den Aufbau neuer Töchter im Segment Resources ist es unserem Umweltbereich gelungen, vom angestammten und begrenzten Altlastenbereich den Einstieg in die industrielle Prozesswasserreinigung und damit in die Öl- und Gasindustrie zu erreichen. Die bei der Ölproduktion anfallenden großen Mengen industrieller Prozesswässer bieten bei immer strengeren Umweltauflagen zusätzlich hervorragende Marktchancen für unseren Umweltbereich.

Aufgrund jahrelanger Vernachlässigung von Dämmen, sind Dammsanierungen eine weltweit gefragte Bauleistung. Mit unserer fundierten Erfahrung in diesem Bereich, die wir bei verschiedenen Dammsanierungsprojekten sammeln konnten, sehen wir eine hervorragende Marktchance für unser Segment Bau.

WERTSCHÖPFUNGSCHANCEN

Entwicklung und Innovation

Entwicklung und Innovation sind systematisch in zahlreiche Standardprozesse im Konzern eingebunden. Ihre Effizienz wird im Rahmen des Qualitätsmanagements und über das Unternehmenscontrolling überwacht. Darüber hinaus ist sichergestellt, dass Kundenwünsche als Chancen verstanden und zeitnah in Innovationen für unsere Produkte und Dienstleistungen umgesetzt werden. Die Kapazitäten unserer Ingenieurbüros werden systematisch durch Ressourcen aus Ländern mit hohem Bildungsniveau bei gleichzeitig niedrigen Löhnen, wie in Indien, verstärkt. Innovation ist an praktisch allen Stellen unserer Unternehmensprozesse möglich. Unsere Mitarbeiter wissen am besten, wo in ihrem Arbeitsumfeld Verbesserungen erreichbar sind. Um die zahlreichen guten Ideen gewinnen und nutzen zu können, haben wir ein System zur systematischen und unbürokratischen Erfassung, Bewertung, Umsetzung und Belohnung der Verbesserungsvorschläge unserer Mitarbeiter entwickelt und werden von diesen mit Ideen belohnt.

Projektchancen

Unabhängig von nationalen und globalen Marktzyklen entwickeln sich oft in eher schwachen Märkten Aufgabenstellungen, für die wir als Konzern, gerade aus der Zusammensetzung unseres Dienstleistungs- und Produktportfolios heraus, hervorragend aufgestellt sind. Ein Beispiel dafür sind Verfahren zur nachträglichen Installation von Kerndichtungen in Erddämmen oder Verfahren zur langfristigen und umweltgerechten Reinigung und Entsorgung von industriellen Prozesswässern aus der Erdölindustrie.# X. PROGNOSEBERICHT

Für die zukünftige Entwicklung unserer Unternehmen sind einige Faktoren von zentraler Bedeutung, die im Folgenden näher erläutert werden sollen.

Märkte

Wie eingangs im Wirtschaftsbericht beschrieben, sind die Märkte für Leistungen im Spezialtiefbau und für die dafür notwendigen Maschinen insgesamt positiv zu bewerten. Überall in der Welt ist ein erheblicher Nachholbedarf am Bau gegeben. Speziell die Infrastruktur muss den neuen Bedürfnissen der Menschen und den Anforderungen einer globalen Industriegesellschaft angepasst werden. Die zunehmende Urbanisierung in vielen Ländern bedingt erhebliche Anstrengungen bei den innerstädtischen Verkehrsstrukturen. Gerade das Bauen in die Tiefe ermöglicht es, die vor uns stehenden Herausforderungen zu lösen. Viele Anfragen aus allen Märkten und unser guter Auftragsbestand im Bausegment in den Regionen der Welt bestätigen diese Einschätzung. Die Leistungen unseres Segments Resources entsprechen den zentralen Bedürfnissen unserer Welt, in der die Themen Umwelt und Wasser in den kommenden Jahrzehnten zu den wichtigsten überhaupt aufsteigen werden. Auch die Verfügbarkeit der für die Industrie notwendigen Ressourcen bleibt eine dauerhafte und dringliche Herausforderung.

Wettbewerb

Im Baubereich hat sich die Konkurrenz in den vergangenen Jahren insgesamt nur wenig verändert. Der Baumarkt ist und bleibt ein Markt mit sehr vielen Teilnehmern. Unsere weltweiten Unternehmen haben sich in dieser Konkurrenz gut etabliert, wobei es Märkte gibt - wie beispielsweise Ägypten - in denen wir eine herausragende Stellung im Markt erreichen konnten. In manchen Märkten haben wiederum andere Bauunternehmen eine Vorreiterrolle inne. Wir sehen diese Mischung positiv, da sie uns die Chance gibt, strategisch gut auf Veränderungen zu reagieren.

In Deutschland sind in den letzten beiden Jahrzehnten sehr viele Unternehmen aus dem Markt ausgeschieden - auch im Spezialtiefbau. Heute gibt es deshalb nur relativ wenige Spezialtiefbauunternehmen die Großprojekte ausführen können. Dies eröffnet unserem Inlandsbereich zusätzliche Chancen.

Im Maschinengeschäft hat sich die Konkurrenzsituation in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich verändert. Durch das enorme Bauwachstum in China wurde der dortige Markt für einige Jahre bedeutender als alle anderen in der Welt zusammen. Viele chinesische Unternehmen begannen Spezialtiefbaugeräte zu produzieren und errichteten Kapazitäten, mit denen der chinesische Markt vollständig bedient werden konnte. Nachdem das Wachstum des chinesischen Baumarkts beendet war, gingen auch die Maschinenmärkte deutlich zurück. In der Folge hat sich der Wettbewerb spürbar verstärkt. Andere europäische Hersteller von Baugeräten kommen deshalb mit ihren Standardgeräten ebenfalls unter Druck und versuchen im Spezialtiefbaugeschäft einen Ausgleich zu finden. Dies kann nicht gelingen, da der Markt nicht groß genug ist. Jedoch beeinflusst dieses Verhalten für einige Zeit zusätzlich die Konkurrenzsituation unseres Unternehmens. In dieser neuen Wettbewerbssituation kann unser Unternehmen nur mit hochwertigen Produkten und mit ausgezeichneter Serviceleistung seine Vorrangstellung behaupten. Durch große Anstrengungen haben wir hier in den vergangenen Jahren unseren Vorsprung wieder gut ausbauen können, was die im Jahr 2014 gestiegene Leistung verdeutlicht. Wir sind überzeugt, dass es auch in Zukunft gelingen wird, eine positive Entwicklung zu erreichen. Es wird uns darüber hinaus möglich sein, die Margen wieder etwas zu verbessern, was auch auf die erhöhte Auslastung der Kapazitäten zurückzuführen sein wird.

In den Märkten für Tiefbohrgeräte spielte Bauer bisher nur eine kleine Rolle. Dennoch konnten wir mit unseren vollhydraulischen Geräten mit modernster elektronischer Steuerung das Interesse der Kunden wecken. Gerade die Erfolge des Jahres 2014 sind Bestätigung der geleisteten Anstrengungen. Im Bereich Resources sehen wir uns zahlreichen Konkurrenten in den jeweiligen Bereichen gegenüber. Wir sehen es als großen Vorteil an, dass wir als einziges Unternehmen alle Leistungen rund um das Thema Wasser und andere Ressourcen in einem Geschäftssegment gebündelt haben, so dass wir unseren Kunden eine sehr umfangreiche Produkt- und Leistungspalette anbieten können. Dies wird sich in Zukunft bezahlt machen.

Produkte

Durch die Konzentration auf Produkte und Dienstleistungen, die sich mit Boden und Grundwasser beschäftigen, sind wir in der Lage sowohl in unserem Baugeschäft als auch im Maschinenbau technologisch führend zu sein. Das Zusammenspiel von Bau und Maschinenbau - zum einen die Anwendung von anspruchsvollen Bauverfahren und zum anderen die Konstruktion und Fertigung hochwertiger Geräte mit modernster Technik - ermöglicht uns viele Synergien bei der Entwicklungsarbeit. Dadurch können wir mit unseren Verfahren eine Vorreiterrolle einnehmen.

Im Maschinengeschäft mussten wir in den vergangenen Jahren wegen der Veränderungen am Markt besondere Anstrengungen unternehmen. Durch die dezentrale, produktionsnahe Organisation unserer Entwicklungsarbeit ist es uns gelungen, die Dynamik bei der Entwicklung einzelner Produkte deutlich zu erhöhen. Die Möglichkeiten der modernen elektronischen Steuerung haben wir intensiv genutzt, um unsere Geräte noch vielseitiger und verlässlicher zu machen. Speziell haben wir große Anstrengungen unternommen, um durch die Aufnahme und Auswertung großer Datenmengen die Leistung der Geräte sehr gut nachweisen zu können. Das Produkt ist im Maschinenbau nicht nur das Gerät selbst. Für unsere Kunden hat die Versorgung mit Ersatz- und Verschleißteilen sowie der Geräteservice immer größere Bedeutung. Mit vielen Maßnahmen haben wir diese Bereiche erheblich ausgebaut. Alle unsere weltweiten Läger sind elektronisch vernetzt, so dass eine sehr hohe Verfügbarkeit von Teilen erreicht wurde. In allen Regionen der Welt haben wir Service Center eingerichtet, die mit kurzer Reaktionszeit für unsere Kunden verfügbar sind - was diese sehr zu schätzen wissen. Die trotz sehr schwieriger Märkte guten Vertriebserfolge sind stark auf diese Anstrengungen zurückzuführen. Wir sind überzeugt, dass wir mit ausgezeichneten Produkten am Markt sind und diese eine gute Basis für Erfolge der Zukunft darstellen.

Im Bereich Resources konnten wir in den letzten Jahren vielfach zeigen, dass wir Leistungen anbieten, die am Markt großes Interesse wecken. Speziell unsere Lösungen im Bereich der Umwelttechnik, wie die Pflanzenkläranlage zur Reinigung von ölverschmutztem Wasser im Oman, fanden vielfach öffentliche Anerkennung.

Das Jahr 2015 wird wieder ein Jahr mit vielen Herausforderungen. Grundsätzlich sehen wir in den Baumärkten weltweit ein Wachstum. Auch von den chinesischen Wettbewerbern im Maschinenbau erwarten wir ein vernünftigeres Verhalten als in der Vergangenheit, da sie sich auch auf die Regeln des Marktes einstellen müssen. Trotz der grundsätzlich positiven Erwartungen sind die Risiken auf den Märkten nicht zu übersehen. Sie können unsere Unternehmen in unterschiedlichem Ausmaß beeinflussen, je nachdem wie sich die Themen weiterentwickeln. Dazu gehören die derzeitigen Probleme in Russland und der Ukraine, die Terrororganisation Islamischer Staat in Syrien und im Irak. Auch ist sehr schwer absehbar, ob die Bemühungen um politische Stabilität in den nordafrikanischen Ländern Erfolg haben werden oder ob neue Unruhen die Märkte herausfordern. Auch die wirtschaftlichen Herausforderungen in einigen Staaten, wie Griechenland, sind noch lange nicht gelöst.

Wir sind bei diesen Rahmenbedingungen der Auffassung, dass sich unser Geschäftsmodell auch im Jahr 2015 als robust erweisen wird. Wir haben versucht, bei unseren Planungen alle bekannten Chancen und Risiken zu bewerten und dabei positive wie negative Szenarien so gut wie möglich durchdacht.# Am Ende sind wir davon überzeugt, dass unsere Planungen für 2015 realistisch sind. Dies gilt für alle Segmente, wie für den Konzern insgesamt. Dennoch müssen wir darauf hinweisen, dass Spezialtiefbau und unsere weiteren Geschäfte ein höheres Risiko haben, als die Geschäfte der meisten anderen Unternehmen. Unsere Tätigkeit beinhaltet immer ein Element, das man nicht im Voraus perfekt analysieren kann - den Baugrund beziehungsweise den Boden. Auch bei aufwändigsten Voruntersuchungen des Bodens werden immer wieder Faktoren auftreten, die man nicht erkennen konnte. Diese können bei der Bauausführung zu vielfältigen Störungen führen und im Einzelfall auch zu spürbaren Verlusten. Wir arbeiten hart daran, unser Risikoverhalten immer mehr zu optimieren, um in der Zukunft Themen, wie sie uns in den letzten beiden Jahren getroffen haben, zu vermeiden. Natürlich ergibt sich auch eine Chance, wenn der Boden in der Vorphase der Bauleistungen zu negativ eingeschätzt wurde. Dann können auf unseren Baustellen auch zusätzliche Gewinne erzielt werden. Erfolge in einem größeren Konzern haben auch viel mit der grundlegenden Organisation zu tun. In den vergangenen Jahren haben wir an diesem Thema viel gearbeitet und sind davon überzeugt, dass wir hier sehr gut aufgestellt sind. Wir haben größten Wert auf die internationale Vernetzung gelegt, so dass heute nahezu alle Tochterfirmen über eine zentrale IT weltweit verbunden sind und gemeinsame Softwareplattformen nutzen. Dies ermöglicht uns eine perfekte Steuerung, was speziell im Bereich der Logistik und der Ersatzteilversorgung massive Vorteile bringt. Alle großen Standorte sind mit modernsten Videokonferenzsystemen ausgestattet, wodurch Reisekosten eingespart werden können. Auch bei den Managementsystemen haben wir große Fortschritte erzielt. Beim Thema HSE (Health, Safety & Environment) konnten viele positive Veränderungen erreicht werden und durch die weltweite IT-Vernetzung haben wir eine gute Internationalisierung erzielt. Insgesamt sehen wir uns für die Zukunft gut aufgestellt. Wir arbeiten weiter hart am Kostensenkungsprogramm und mit wachsender Auslastung unserer Kapazitäten werden sich die Kostenrelationen zusätzlich verbessern. Auch wenn wir immer noch Überkapazitäten haben, benötigen wir diese, um die neuen Geschäfte bei Tiefbohrungen oder im Unterwasserbohren voranzutreiben. Gerade hier können wir bald einen guten Beitrag für die Zukunftsentwicklung erzielen. Eine Änderung strategischer Zielsetzungen ist derzeit nicht notwendig. Die Aufstellung mit den drei Segmenten Bau, Maschinen und Resources wird auch in den kommenden Jahren die Richtung des Konzerns bestimmen. Größere Akquisitionen planen wir derzeit nicht, da wir in den folgenden Jahren speziell unsere Kapitalbasis stärken wollen. Nach Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Lageberichts gehen wir davon aus, dass wir im Geschäftsjahr 2015 für den Konzern eine Gesamtkonzernleistung in Höhe von etwa 1,6 Mrd. EUR erreichen werden. Das Ergebnis nach Steuern prognostizieren wir mit etwa 18 bis 23 Mio. EUR. Rechnerisch bedeutet dies ein EBIT in Höhe von etwa 75 Mio. EUR.

Vergleich Ist 2014/Prognose 2015 scroll in Mio. EUR Ist 2014 Prognose 2015
Gesamtkonzernleistung 1.560 1.600
EBIT 76,4 ~ 75
Periodenergebnis 15,7 ~ 18 - 23

Für das erste Quartal erwarten wir saisonbedingt noch einen Verlust, den wir aber in den Folgequartalen ausgleichen werden. Die Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf wird damit früheren Mustern in unserem Unternehmen entsprechen. Diese sind dadurch geprägt, dass zu Beginn des Jahres weniger Maschinen verrechnet werden können, da die Kunden erst mit Beginn der Bausaison Geräte abnehmen. Im Baubereich schlägt trotz der guten Witterung in einigen Ländern die Winterperiode in etlichen unserer Märkte durch. Die Bilanzrelationen haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert. Am deutlichsten ist dies am Anstieg des Working Capital zu sehen, was auch eine starke Erhöhung der Nettoverschuldung zur Folge hatte. Der Grund für diese Entwicklung lag größtenteils in der Normalisierung unseres Maschinengeschäfts, in dem durch die wieder niedrigeren Vordispositionszeiten die Lagerbestände erheblich gestiegen sind. Es ist nicht zu erwarten, dass sich die Bilanzstruktur im kommenden Jahr erheblich verändern wird, da unser Geschäftsmodell mit hohen Vorfinanzierungen verbunden ist. Bei einer stärkeren Maschinennachfrage werden sich die Relationen aber wieder verbessern. Wir werden in den kommenden Jahren große Anstrengungen unternehmen, um unsere Eigenkapitalquote wieder auf über 30 % zu erhöhen. Für den Konzern erwarten wir für die Jahre 2015 und 2016 eine positive Entwicklung. Wir planen ein Wachstum zwischen 3 % und 8 % gemäß unseren Langfristplanungen. Auch gehen wir davon aus, dass wir ein höheres Ergebnis erzielen können. Der Konzern hat sich weitgehend auf das veränderte Marktumfeld eingestellt, so dass wieder eine insgesamt positive Entwicklung erreicht werden kann. Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat empfehlen, der Hauptversammlung vorzuschlagen, für das Geschäftsjahr 2014 eine Dividende in Höhe von 0,15 EUR pro Aktie auszuschütten. Obwohl das Ergebnis im Jahr 2014 nur durch einen Sondergewinn erzielt werden konnte, möchten wir doch unsere Anteilseigner daran beteiligen. Daher möchten wir wieder eine Dividende ausschütten - auch wenn sich diese noch auf niedrigem Niveau befindet. Mittelfristig soll die Ausschüttungsquote wieder bei etwa 25 bis 30 % des ausgewiesenen Ergebnisses nach Steuern liegen. Bestandsgefährdende Risiken und entsprechende Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir in unserem Umfeld nicht. Grundsätzlich ist die Weltwirtschaft aber noch durch viele Veränderungen geprägt, die auch unsere Lage wieder negativ beeinflussen können. Wir weisen darauf hin, dass die in die Zukunft gerichteten Aussagen auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren, die immer gewisse Unsicherheiten und Risiken enthalten. Das kann dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen.

Schrobenhausen, den 31. März 2015

BAUER Aktiengesellschaft

Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Die Bauer-Aktie

Fallende Zinsen und neue Krisenfelder

Viele Probleme sind 2014 zwar geblieben - so hat sich die Lage in Spanien, Portugal oder Griechenland kaum verändert - doch konnte die Wirtschaft im Euroraum mit 0,8 % wieder etwas zulegen. Die Europäische Zentralbank senkte aus Sorge um eine einsetzende Deflation den Leitzins im Juni 2014 zunächst von 0,25 % auf 0,15 % und im September sogar auf 0,05 %. Für Bankeinlagen führte die EZB Strafzinsen ein, um die Banken zur vermehrten Kreditvergabe zu bewegen. Diese Politik trieb 2014 vor allem die Börsen an. Im Januar 2015 beschloss die EZB durch den Aufkauf von Staatsanleihen weitere Maßnahmen zur Bekämpfung der geringen Inflation. Die Weltwirtschaft zeigte sich 2014 insgesamt verbessert. Das Bruttoinlandsprodukt der USA wuchs um 2,2 %. China dagegen verfehlte mit 7,4 % Wachstum die eigenen Ziele. Die deutsche Wirtschaft konnte um 1,4 % zulegen. Durch die gute Beschäftigungslage, Einkommenszuwächse und die geringe Inflation war vor allem die Binnennachfrage ein Treiber für die gute Konjunktur. Jedoch eröffneten sich 2014 auch wieder neue Problemfelder. Im Frühjahr verschärfte sich der Russland-Ukraine-Konflikt. Europa führte Sanktionen ein, die die europäische und russische Wirtschaft beeinflussten. Der Rubel verlor gegenüber dem Euro im Jahresverlauf rund ein Drittel seines Werts. Zudem brach der Ölpreis im Jahresverlauf um fast 50 % ein. Welche Auswirkungen diese Entwicklungen haben werden, wird sich wohl erst 2015 endgültig zeigen.

Bauer-Aktie verzeichnete deutlichen Rückgang

Im Jahr 2014 musste die Bauer-Aktie einen deutlichen Kursrückgang hinnehmen. Während die Vergleichsindizes DAX (+5,1 %) und SDAX (+4,3 %) im Plus lagen, verlor die Bauer-Aktie bis zum Jahresende 28,8 % an Wert. Die ersten Handelstage im Jahr 2014 waren positiv, sodass die Aktie vom Eröffnungskurs bei 18,81 EUR ausgehend Mitte Januar ihr Jahreshoch bei 20,04 EUR erreichte. Im weiteren Verlauf des ersten Quartals entwickelte sich der Kurs entsprechend der deutschen Indizes relativ unverändert mit leichten Ausschlägen nach oben und unten. Nach Veröffentlichung des Geschäftsberichts am 11. April sowie des Zwischenberichts zum ersten Quartal am 14. Mai ging der Kurs bis auf 18,12 EUR zurück, wogegen die Märkte leicht zulegten. Bis Ende Juni konnte die Bauer-Aktie wieder leicht aufholen, ehe der Kurs gegenüber den leicht nachlassenden Aktienmärkten stark zurückfiel. Ein erstes Zwischentief wurde am 8. August bei 14,44 EUR erreicht. Nach Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am 14. August, mit denen die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr etwas nach unten angepasst wurde, und aufgrund des sich weiter abschwächenden Aktienmarkts geriet die Bauer-Aktie stark unter Druck, bis sie am 16. Oktober ihr Jahrestief bei 11,75 EUR erreichte.

Kursentwicklung der Bauer-Aktie 2014

Mit der Erholung der Märkte konnte sich der Kurs wieder etwas verbessern und überstieg im November zwischenzeitlich die 14 EUR-Marke. Am letzten Handelstag des Jahres lag der Kurs bei 13,35 EUR. Im ersten Quartal 2015 konnte die Aktie deutlich zulegen und lag Ende März bei 17,91 EUR.

Kontinuierlicher Dialog mit den Anteilseignern

Es ist Ziel von Vorstand und Investor Relations die Anteilseigner umfassend und kontinuierlich über den Geschäftsverlauf zu informieren. Neben den Finanzberichten bietet der Newsletter BAUERcompact weitere Themen und Neuigkeiten über die BAUER Gruppe. Mit der BAUER App können alle Meldungen, der Aktienkurs und vieles mehr mobil abgerufen werden. Mit Roadshows in Skandinavien, USA oder Deutschland sowie der Teilnahme an Kapitalmarktkonferenzen informiert der Vorstand deutsche und ausländische Investoren gleichermaßen über die Geschäftslage.# Corporate Governance Bericht UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Nachfolgend berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziff. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex über die Corporate Governance des Unternehmens. Der Corporate Governance Bericht enthält auch die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB, die Bestandteil des Lageberichts für das Geschäftsjahr 2014 ist.

Entsprechenserklärung 2014

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Berichtsjahr mit Vorbehandlung im Präsidial- und Personalausschuss mit der Erfüllung der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Am 5. Dezember 2014 wurde nachfolgende Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen:

"Seit der letzten Entsprechenserklärung vom Dezember 2013 wurde und wird den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers jeweils bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit den nachstehend aufgeführten Ausnahmen entsprochen:

  1. Abweichend von Ziff. 3.8 ist ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung in Bezug auf die Aufsichtsratsmitglieder in der D&O-Versicherung nicht vereinbart. Aufgrund der maßvollen Vergütungsregelung für den Aufsichtsrat in der Satzung wird ein entsprechender Selbstbehalt für den Aufsichtsrat nicht befürwortet. Auch ohne einen entsprechenden Selbstbehalt werden die Aufsichtsratsmitglieder ihre Aufgaben verantwortungsbewusst wahrnehmen.

  2. Abweichend von Ziff. 4.1.5, Ziff. 5.1.2 und Ziff. 5.4.1 wird bei der Besetzung von Führungsfunktionen, bei der Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats keine angemessene Berücksichtigung bzw. Beteiligung von Frauen vorgesehen. Insbesondere wird die Einführung einer Frauenquote aus Gründen der Chancengleichheit nicht befürwortet. Die Besetzung dieser Funktionen soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, sodass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Zudem soll keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.

  3. Die in Ziff. 4.2.5 geforderten individualisierten Angaben zu den gewährten Zuwendungen, Vergütungen und Versorgungsleistungen für jedes Vorstandsmitglied werden im Vergütungsbericht nicht für jedes Vorstandsmitglied dargestellt, da die Hauptversammlung der Gesellschaft am 30. Juni 2011 beschlossen hat, dass die Angaben nach §§ 285 Nr. 9 a) S. 5-8, 315a Abs. 1 und 314 Abs. 1 Nr. 6 a) S. 5-8 HGB zu unterbleiben haben und somit eine Offenlegung der in Ziff. 4.2.5 geforderten Angaben diesen Hauptversammlungsbeschluss konterkarieren würde.

  4. Eine Altersgrenze für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wird abweichend zu Ziff. 5.1.2 bzw. 5.4.1 nicht festgelegt. Kompetenz und Leistungsfähigkeit können nicht anhand starrer Altersgrenzen bestimmt werden. Bei der Neubestellung von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern liegt die Verantwortung hinsichtlich der Auswahl von geeigneten Mitgliedern bei den beteiligten Personen, die das Alter bei der Beurteilung der Fähigkeiten der ausgewählten Person in ihrer Entscheidung berücksichtigen. Sollte ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglied während der Amtszeit aufgrund des Alters nicht mehr fähig sein, das Amt in angemessenem Umfang wahrzunehmen, so wird auf die Vernunft der handelnden Personen vertraut.

  5. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 war abweichend von Ziff. 7.1.2 nicht binnen 90 Tagen sondern binnen 101 Tagen nach Ende des Geschäftsjahres öffentlich zugänglich. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen die Fertigstellung und die Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Im Sinne einer gewissenhaften Rechnungslegung wird weiter an einer Verbesserung der Rechnungslegungsprozesse gearbeitet.

Darüber hinaus folgt die BAUER Aktiengesellschaft bereits heute weitgehend den zusätzlichen Anregungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex."

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Der BAUER AG ist durch das deutsche Aktienrecht ein duales Führungssystem gesetzlich vorgegeben, das von einer strikten personellen Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet ist. In der Satzung der Gesellschaft sowie den Geschäftsordnungen für Vorstand und Aufsichtsrat sind zudem die Grundstrukturen der Zusammenarbeit festgelegt.

Der Vorstand der BAUER AG besteht derzeit aus drei Mitgliedern. Ihm obliegt die eigenverantwortliche Leitung der Gesellschaft. Die Mitglieder des Vorstands arbeiten kollegial zusammen. Unbeschadet der Gesamtverantwortung des Vorstands handelt jedes Vorstandsmitglied in den ihm zugewiesenen Ressorts eigenverantwortlich. Maßnahmen und Geschäfte eines Vorstandsbereichs, die für die Gesellschaft oder einen Unternehmensbereich von außergewöhnlicher Bedeutung sind oder mit denen ein außergewöhnliches wirtschaftliches Risiko verbunden ist, bedürfen der vorherigen Zustimmung des Gesamtvorstands. Der Vorstandsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Vorstand. Die Vorstandsmitglieder unterrichten den Vorstandsvorsitzenden laufend über alle wesentlichen Vorgänge und den Gang der Geschäfte in ihren Ressorts. Ein Mitglied des Vorstands ist zum Arbeitsdirektor ernannt, der sich verstärkt um personal- und sozialpolitische Themen im Unternehmen kümmert.

Der Vorstand entwickelt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, stimmt sie mit dem Aufsichtsrat ab und sorgt für ihre Umsetzung. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat und dessen Ausschüsse zeitnah und umfassend in Textform mit monatlichen Berichten, in Telefonkonferenzen und in regelmäßig stattfindenden Sitzungen, sowie bei Bedarf in außerordentlichen Sitzungen, über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage, der Risikolage, des Risikomanagements, der Internen Revision und der Compliance.

Der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand und achtet bei der Zusammensetzung des Vorstands zusätzlich zur maßgeblichen fachlichen Qualifikation unter Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens auch auf Vielfalt (Diversity). Der Aufsichtsrat legt ferner das System der Vorstandsvergütung fest, überprüft es regelmäßig und bestimmt die individuelle Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder. Er überwacht und berät den Vorstand und ist in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. In der Satzung der Gesellschaft sind hierzu zustimmungspflichtige Geschäfte festgelegt. Der Aufsichtsrat prüft den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft und des Konzerns sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen wahr. Der Aufsichtsrat prüft regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der BAUER AG besteht aus insgesamt zwölf Mitgliedern. Sechs Mitglieder werden von den Arbeitnehmern der deutschen Betriebe des Konzerns gewählt und die weiteren sechs Mitglieder im Aufsichtsrat sind von der Hauptversammlung gewählte Vertreter der Anteilseigner. Dem Aufsichtsrat gehört eine ausreichende Zahl von unabhängigen Mitgliedern an, die in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann. Zudem ist jedes Aufsichtsratsmitglied verpflichtet, Interessenkonflikte dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen.# Interessenkonflikte, Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

Interessenkonflikte wurden dem Aufsichtsrat von dessen Mitgliedern im Berichtsjahr nicht offengelegt.

Ziele des Aufsichtsrats hinsichtlich seiner Zusammensetzung

Die nachfolgenden Zielsetzungen sind seitens des Nominierungsausschusses und des Aufsichtsrats bei den Kandidatenvorschlägen zu den Aufsichtsratswahlen in der Hauptversammlung zu berücksichtigen:

  • Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
  • Bei der Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner ist die Prägung der Unternehmensgruppe als Familienunternehmen und die Auswirkungen dieser Prägung auf die Unternehmenskultur zu berücksichtigen, so dass zwei Mitglieder aus der Familie Bauer stammen sollen, sofern die Kandidaten geeignet sind.
  • Mindestens zwei der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner sollen große Erfahrungen im Management von Unternehmen des Bau- bzw. Baumaschinenbaus aufweisen.
  • Mindestens eines der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner soll über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen.
  • Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer werden nach den Bestimmungen des Gesetzes über die Mitbestimmung der Arbeitnehmer gewählt.
  • Dem Aufsichtsrat sollen insgesamt nicht mehr als vier Mitglieder angehören, die in einer persönlichen oder geschäftlichen Beziehung zur BAUER AG, deren Organen, einem kontrollierenden Aktionär oder einem mit diesem verbundenen Unternehmen stehen, die einen wesentlichen und nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikt begründen kann.
  • Die Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder soll unabhängig vom Geschlecht erfolgen, so dass weder das Geschlecht der Frau noch das Geschlecht des Mannes bevorzugt oder benachteiligt werden soll. Bei der Besetzung der Aufsichtsratsmitglieder soll zudem keine Benachteiligung eines Kandidaten aus Gründen der Rasse, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung erfolgen.

In der derzeitigen Zusammensetzung des Aufsichtsrats sind die Zielsetzungen vollständig eingehalten.

Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat hat aus seinen Mitgliedern insgesamt vier ständige Ausschüsse gebildet, die die Arbeit im Plenum unterstützen. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie deren Aufgaben und Verfahrensregeln sind in der Geschäftsordnung für den Aufsichtsrat niedergelegt. Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten dem Aufsichtsratsplenum regelmäßig über die Arbeit ihrer Ausschüsse und bereiten im Rahmen ihrer Aufgabenstellungen Entscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor.

Präsidial- und Personalausschuss

Dem Präsidial- und Personalausschuss gehören der Aufsichtsratsvorsitzende an sowie je ein von den Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner und von den Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer gewähltes Mitglied. Er bereitet unter anderem Entscheidungen des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder und zur Festlegung des Vergütungssystems für den Vorstand vor und ist zuständig für den Abschluss, die Änderung und Beendigung der Anstellungsverträge mit den Mitgliedern des Vorstands. Darüber hinaus befasst er sich mit Fragen der Corporate Governance und ist zur Vornahme von Satzungsänderungen ermächtigt, die nur die Fassung betreffen.

Prüfungsausschuss

Der Prüfungsausschuss besteht aus drei Mitgliedern, wobei zwei Mitglieder auf Vorschlag der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und ein Mitglied auf Vorschlag der Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer vom Aufsichtsrat mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählt werden. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses wird auf Vorschlag der Anteilseignervertreter vom Aufsichtsrat gewählt. Der Vorsitzende dieses Ausschusses verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen sowie internen Kontrollverfahren und ist weder ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft noch zugleich der Aufsichtsratsvorsitzende.

Der Prüfungsausschuss befasst sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems einschließlich der Compliance. Der Prüfungsausschuss bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Bestellung des Abschlussprüfers vor und holt dabei jedes Jahr im Vorfeld eine Unabhängigkeitserklärung des Wirtschaftsprüfers ein. Er unternimmt die Vorprüfung des Jahres- und des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lageberichts sowie des Vorschlags zur Verwendung des Bilanzgewinns und erörtert die Prüfungsberichte mit dem Abschlussprüfer. Er prüft darüber hinaus die Quartalsfinanzberichte.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss besteht aus drei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner. Der Vorsitzende und der Stellvertreter des Nominierungsausschusses werden auf Vorschlag der Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner durch diese gewählt. Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat für die Hauptversammlung Wahlvorschläge geeigneter Kandidaten zum Aufsichtsrat zu unterbreiten.

Vermittlungsausschuss

Dem nach dem Mitbestimmungsgesetz zu bildenden Vermittlungsausschuss gehören je zwei Mitglieder der Anteilseigner und der Arbeitnehmer an. Der Vermittlungsausschuss würde nur aktiv werden, falls bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern nicht die nach Mitbestimmungsgesetz erforderlichen Mehrheiten zustande kommen würden.

Der Aufsichtsratsvorsitzende fasst in seinem Bericht an die Hauptversammlung jährlich die Arbeit im Aufsichtsrat und in den Ausschüssen im vergangenen Geschäftsjahr zusammen. Der Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2014 wird im Geschäftsbericht auf den Seiten 88 bis 89 veröffentlicht. Dieser Bericht wird hiermit in Bezug genommen.

Leitung des Unternehmens und Compliance

Das deutsche Recht, insbesondere das Aktien-, das Mitbestimmungs- und das Kapitalmarktrecht, sowie die Satzung der Gesellschaft bilden den Gestaltungsrahmen für die Corporate Governance des Unternehmens. Die Satzung der Gesellschaft wird der Öffentlichkeit auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.bauer.de im Bereich Investor Relations unter der Rubrik Corporate Governance zur Verfügung gestellt.

Durch den Vorstand wird das in der Unternehmensgruppe eingeführte Unternehmenshandbuch als zentrales Steuerungsinstrument zur Unternehmensführung verwendet. Darin wurden auch für die Unternehmensgruppe geltende Rahmenleitlinien und Führungsgrundsätze sowie das Grundwerteprogramm verankert, die die Basis für das ethische und moralische Verhalten der Mitarbeiter und das regelgerechte Verhalten im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit bilden. Ein Verhaltenskodex zum regelkonformen Verhalten der Mitarbeiter der BAUER Gruppe, worin vor allem die Themen Anti-Korruption, Wettbewerbs- und Kartellrecht, Health, Safety & Environment (HSE) sowie der Umgang mit Geschäftspartnern angesprochen werden, ist zudem auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht.

Ein angemessenes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem sind im Unternehmen eingerichtet. Die wesentlichen Merkmale des Kontroll- und Risikomanagementsystems werden im Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts erläutert. Das eingerichtete Risikomanagementsystem unterstützt die Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen in der Unternehmensgruppe. Im Rahmen der Internen Revision wird die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien im Unternehmen überprüft. Über bestehende Risiken und deren Entwicklung sowie über Maßnahmen im Bereich der Internen Revision wird der Aufsichtsrat regelmäßig vom Vorstand unterrichtet.

Aktionäre und Transparenz

Alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung stehen den Aktionären frühzeitig auf der Internetseite der Gesellschaft zur Verfügung. Durch die Möglichkeit der Bevollmächtigung von Vertretern sowie durch die Bestellung eines Stimmrechtsvertreters der Gesellschaft zur weisungsgebundenen Ausübung des Stimmrechts werden die Aktionäre in der Stimmrechtsausübung unterstützt. Zudem wird eine elektronische Übertragungsmöglichkeit für die Übermittlung der Stimmrechtsvollmachten angeboten.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme der Gesellschaft bestanden während des Geschäftsjahres nicht. Die Gesellschaft unterrichtet kontinuierlich und zeitnah über die Lage des Unternehmens sowie über wesentliche geschäftliche Veränderungen. Umfangreiche Unterlagen und Informationen sind auf der Internetseite der Gesellschaft zu finden. Darüber hinaus werden elektronische Verbreitungssysteme und der elektronische Bundesanzeiger zur zeitnahen Kommunikation mit unseren Aktionären sowie der Öffentlichkeit genutzt. Viermal im Geschäftsjahr berichtet die BAUER AG über die Geschäftsentwicklung durch Veröffentlichung der Quartalsfinanzberichte, des Halbjahresfinanzberichts und der Jahresabschlussunterlagen. Stimmrechtsmitteilungen und Insiderinformationen, die die Gesellschaft unmittelbar betreffen, werden vom Vorstand unverzüglich veröffentlicht.

Die Hauptversammlung hat mit der erforderlichen Dreiviertelmehrheit beschlossen, die Vorstandsvergütung nicht individuell offenzulegen, sodass es bei der Offenlegung nur der Gesamtvergütung des Vorstands sowie des Vergütungssystems im Vergütungsbericht auf den Seiten 61 bis 63 des Geschäftsberichts bleibt.

Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Mitglieder, die dem Vorstand am Jahresende angehörten, hielten am 31. Dezember 2014 insgesamt 1.742.022 (Vorjahr: 1.741.022) Stück Aktien der Gesellschaft, dies entspricht 10,17 % (Vorjahr: 10,16 %) des Grundkapitals der BAUER AG. Mitglieder, die dem Aufsichtsrat angehörten, hielten zum selben Tag 1.310.531 (Vorjahr: 1.310.431) Stück Bauer-Aktien, dies entspricht 7,65 % (Vorjahr: 7,65 %) des Grundkapitals der Gesellschaft.# Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 auf Grundlage der ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte des Vorstands regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Zwischen den Sitzungsterminen berichtete der Vorstand grundsätzlich monatlich in Textform über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und Finanzzahlen der Unternehmensgruppe und der Gesellschaft. Weiter stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und hat sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich in den Ausschüssen und im Plenum mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere hat der Aufsichtsrat alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Im vergangenen Geschäftsjahr waren keine personellen Änderungen im Aufsichtsrat zu verzeichnen.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsratsplenum

Im Berichtsjahr fanden vier turnusmäßige Plenumssitzungen statt. Bis auf zwei Sitzungen, in denen jeweils ein Aufsichtsratsmitglied fehlte, nahmen jeweils alle Aufsichtsratsmitglieder an den Aufsichtsratssitzungen teil. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat im vergangenen Jahr mit der Ergebnisentwicklung bei Großprojekten, dem Stand eines Kostensenkungsprogramms und der Liquiditätsplanung auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat den angemessenen Umgang des Vorstands mit diesen Themen sowie die strategische Ausrichtung des Konzerns überprüft und beratend begleitet. Die aktuelle Geschäftsentwicklung in den Segmenten Bau, Maschinen und Resources war Gegenstand in allen Aufsichtsratssitzungen.

In der Bilanzsitzung im April zum Jahres- und Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2013 wurden der Jahres- und Konzernabschluss und die zugehörigen Lage- und Prüfberichte unter Berücksichtigung des Ergebnisberichts des Prüfungsausschusses sowie der Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung unter Anwesenheit des Abschlussprüfers eingehend geprüft. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit der Einhaltung von Finanzierungs-Covenants sowie den Vorbereitungen eines Konsortialkredits befasst. Aktuelle Rechtsfälle, die Vorstandsvergütung und die Verlängerung der Amtszeit des Vorstandsmitglieds Heinz Kaltenecker wurden behandelt.

In der zweiten Sitzung des Geschäftsjahres hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit dem Zwischenbericht zum ersten Quartal des Jahres 2014, mit der Finanzierungssituation des Konzerns einschließlich des Kostensenkungsprogramms und der Auftragslage in den Segmenten beschäftigt. Im Zusammenhang mit der Septembersitzung hat sich der Aufsichtsrat über die Baustellenabwicklung eines Großprojektes informiert. Schwerpunkte der Sitzung waren die erwartete Ergebnisentwicklung, die Liquiditätsbindung bei Großprojekten, die Verschuldungssituation im Konzern sowie Themen der Compliance. Zudem wurde der mittelfristigen Konzernbilanzplanung zugestimmt.

In der letzten Sitzung des Aufsichtsrats im Dezember des Berichtsjahres wurde auf die erwartete Ergebnisentwicklung und die Planung für das Geschäftsjahr 2015 besonders eingegangen. Eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex wurde beschlossen und dem Tantiemerahmen für die Mitarbeiter wurde zugestimmt.

Arbeit in den Ausschüssen

Im Geschäftsjahr 2014 gab es vier Ausschüsse des Aufsichtsrats, wobei der Vermittlungsausschuss und der Nominierungsausschuss nicht zusammentreten mussten. Über wesentliche Inhalte der Ausschusssitzungen haben die Ausschussvorsitzenden regelmäßig in den Plenumssitzungen berichtet. Die Sitzungen der Ausschüsse im Geschäftsjahr fanden jeweils unter Beteiligung aller Mitglieder statt.

Der Präsidial- und Personalausschuss kam zu zwei Präsenzsitzungen zusammen. Darin wurden die Entscheidung des Aufsichtsrats zur Festsetzung der Gehälter und Tantiemen der Vorstandsmitglieder zusammen mit dem Vergütungssystem für den Vorstand sowie die Tantiemerahmen vorbereitet. Ebenso wurden die Entsprechenserklärung nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Verlängerung der Amtszeit und des Vorstandsvertrages von Heinz Kaltenecker behandelt.

Der Prüfungsausschuss hat im Berichtsjahr eine Telefonkonferenz und vier Präsenzsitzungen abgehalten. Der Ausschuss hat sich mit der Prüfung der Zwischenberichte und in Anwesenheit der Abschlussprüfer mit der Prüfung des Konzern- und Jahresabschlusses sowie mit der Prüfung des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands befasst. Darüber hinaus wurde die Bestellung des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung der Prüfung von dessen Unabhängigkeit vorbereitet. Weiter wurden die Prognoseberichterstattung, die Liquiditätsbindung und Nachtragsdurchsetzung bei Großprojekten sowie die Finanzierung der Unternehmensgruppe und ein Beteiligungsverkauf überprüft. Die Einhaltung geltender Gesetze und Richtlinien im Rahmen des eingerichteten Risikomanagementsystems sowie die Prüfungshandlungen der Internen Revision wurden in einer eigenen Sitzung behandelt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2014

Der Jahresabschluss der BAUER AG zum 31. Dezember 2014 und der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht wurden durch den von der Hauptversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers AG und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, unter Einbeziehung der Konzernrechnungslegung geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.

Der Prüfungsausschuss hat die Abschlussunterlagen und die Berichte einer Prüfung unterzogen. Über die Prüfung hat der Ausschuss dem Aufsichtsrat berichtet. Der Abschlussprüfer hat sowohl an den entsprechenden Sitzungen des Prüfungsausschusses als auch an der Bilanzsitzung des Gesamtaufsichtsrats teilgenommen. Die Abschlussunterlagen und Berichte des Wirtschaftsprüfers wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Einsicht ausgehändigt. Das Ergebnis der Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts durch den Abschlussprüfer, hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat sind keine Einwendungen zu erheben.

Der Jahresabschluss der BAUER AG sowie der Konzernabschluss wurden vom Aufsichtsrat in seiner Bilanzsitzung am 8. April 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss der BAUER AG wurde damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns hat sich der Aufsichtsrat nach Vorbehandlung im Prüfungsausschuss angeschlossen.

Den Vorständen, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen aller Konzerngesellschaften danke ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für ihre engagierten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr.

Schrobenhausen, April 2015

Der Aufsichtsrat
Dr. Klaus Reinhardt, Aufsichtsratsvorsitzender

Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER Aktiengesellschaft nach HGB

Gewinn- und Verlustrechnung der BAUER Aktiengesellschaft

scroll in Tausend EUR

01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2014
1. Umsatzerlöse 30.495 30.046
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 0 8
3. Sonstige betriebliche Erträge 2.124 5.749
32.619 35.803
4. Materialaufwand -1.733 -1.052
5. Personalaufwand -14.613 -15.450
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.191 -2.874
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -13.776 -16.667
-33.313 -36.043
Betriebliches Ergebnis -694 -240
8. Erträge aus Beteiligungen 4.356 4.950
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.029 7.950
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.804 -5.914
Finanzergebnis 6.581 6.986
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 5.887 6.746
11. Außerordentliche Aufwendungen -141 -141
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -609 -666
13. Sonstige Steuern -17 -18
14. Jahresüberschuss 5.120 5.921
15. Gewinnvortrag 22.309 27.429
16. Bilanzgewinn 27.429 33.350

Bilanz zum 31. Dezember 2014 der BAUER Aktiengesellschaft

Aktiva

scroll in Tausend EUR

31.12.2013 31.12.2014
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.982 2.616
II. Sachanlagen 3.822 3.557
III. Finanzanlagen 115.696 116.646
122.500 122.819
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74 71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 174.049 205.920
(davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen) (172.622) (204.598)
III. Guthaben bei Kreditinstituten 1.517 960
175.640 206.951
C. Rechnungsabgrenzungsposten 586 641
D. Aktive latente Steuern 352 603
299.078 331.014

Passiva

in Tausend EUR

31.12.2013 31.12.2014
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 73.001 73.001
II. Kapitalrücklage 39.781 39.781
III. Gewinnrücklagen 15.100 15.100
IV. Bilanzgewinn (davon Gewinnvortrag TEUR 27.429; Vorjahr TEUR 22.309) 27.429 33.350
155.311 161.232
B. Rückstellungen 6.716 7.841
(davon Rückstellungen für Pensionen) (5.575) (6.600)
C. Verbindlichkeiten 137.051 161.941
(davon Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen) (53.830) (34.942)
299.078 331.014

Konzernabschluss nach IFRS

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll in Tausend EUR

01.01. - 31.12.2013* 01.01.
Anhang
scroll in EUR
01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2014
1. Umsatzerlöse (6) 1.402.173 1.375.679
2. Bestandsveränderungen -4.423 26.622
3. Andere aktivierte Eigenleistungen (7) 19.196 14.696
4. Sonstige Erträge (8) 30.579 89.022
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 1.447.525 1.506.019
5. Materialaufwand (9) -755.906 -749.247
6. Personalaufwand (10) -342.815 -355.250
7. Abschreibungen
a) Abschreibungen auf das Anlagevermögen (11) -79.696 -78.781
b) Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte (12) -14.196 -15.789
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen (13) -224.827 -230.526
OPERATIVES ERGEBNIS 30.085 76.426
9. Finanzerträge (14) 7.729 7.096
10. Finanzaufwendungen (15) -45.541 -45.149
11. Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen 1.770 -572
ERGEBNIS VOR STEUERN -5.957 37.801
12. Ertragsteueraufwand (16) -13.474 -22.075
PERIODENERGEBNIS -19.431 15.726
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG -16.927 14.481
davon Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern -2.504 1.245
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (17) -0,99 0,85
Verwässertes Ergebnis je Aktie (17) -0,99 0,85
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Gesamtergebnisrechnung

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01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2014
Periodenergebnis -19.431 15.726
Erträge und Aufwendungen, die nicht in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 970 -32.264
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf diese Umbewertung -226 9.046
Erträge und Aufwendungen, die in den Gewinn und Verlust umgegliedert werden
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 2.094 -5.323
In den Gewinn und Verlust übernommen -310 6.497
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern auf Finanzinstrumente -642 54
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -15.678 10.545
Sonstiges Ergebnis nach Steuern -13.792 -11.445
Gesamtergebnis -33.223 4.281
davon Aktionären der BAUER AG zuzurechnen -28.924 2.360
davon Minderheitsgesellschaftern zuzurechnen -4.299 1.921

Konzern-Kapitalflussrechnung

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01.01. - 31.12.2013* 01.01. - 31.12.2014
Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit:
Ergebnis vor Steuern -5.957 37.801
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 79.696 78.781
Nutzungsabhängige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 14.196 15.789
Erhaltene Finanzerträge -4.610 -4.463
Gezahlte Finanzaufwendungen 39.358 40.567
Sonstige zahlungsunwirksame Transaktionen 6.088 -49.476
Erhaltene Dividenden 2.951 450
Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.175 -4.773
Veränderung der Rückstellungen -3.029 314
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -55.342 20.634
Veränderung der Forderungen aus Fertigungsaufträgen -31.950 24.309
Veränderung der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen 2.279 2.309
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und des Rechnungsabgrenzungspostens 7.717 -10.506
Veränderung der Vorräte -22.687 -37.316
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.451 -21.114
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen 4.424 18.551
Veränderung der sonstigen kurzfristigen und langfristigen Verbindlichkeiten -4.968 22.776
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 45.442 134.633
Gezahlte Ertragsteuern -7.026 -19.235
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit 38.416 115.398
Cashflows aus Investitionstätigkeit:
Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -89.240 -69.119
Erlöse aus Verkauf von Anlagevermögen 22.053 26.854
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelbestandes 34 -5.187
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -67.153 -47.452
Cashflows aus Finanzierungstätigkeit:
Aufnahme von Darlehen und Bankverbindlichkeiten 111.650 202.306
Tilgung von Darlehen und Bankverbindlichkeiten -17.317 -237.761
Tilgung der Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen -11.012 -11.074
Gezahlte Dividenden -6.589 -2.872
Gezahlte Zinsen -39.342 -42.952
Erhaltene Zinsen 6.186 5.462
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel 43.576 -86.891
Zahlungswirksame Veränderungen der flüssigen Mittel 14.839 -18.945
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel -2.854 3.563
Veränderung der flüssigen Mittel insgesamt 11.985 -15.382
Zahlungsmittel zu Beginn der Berichtsperiode 45.232 57.217
Zahlungsmittel am Ende der Berichtsperiode 57.217 41.835
Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 11.985 -15.382
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

scroll in Tausend EUR

Anhang 31.12.2013* 31.12.2014
A. LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Immaterielle Vermögenswerte (18)
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.038 10.156
2. Aktivierte Softwarekosten 90 39
3. Aktivierte Entwicklungskosten 24.260 24.245
35.388 34.440
II. Sachanlagen und Investment Property (18)
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 211.577 206.576
2. Investment Property 863 804
3. Technische Anlagen und Maschinen 214.496 206.209
4. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.319 25.107
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.282 8.213
459.537 446.909
III. At-Equity bewertete Anteile 13.249 42.906
IV. Beteiligungen 3.613 3.613
V. Aktive latente Steuern (19) 26.299 30.973
VI. Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen (20) 36.762 0
VII. Sonstige langfristige Vermögenswerte (21) 7.564 7.492
VIII. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (22) 5.420 28.420
587.832 594.753
B. KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
I. Vorräte (23)
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 146.666 155.334
2. Fertige und Unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 272.686 283.850
419.352 439.184
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte (24)
1. Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 143.234 132.159
2. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 320.301 311.417
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 444 67
4. Geleistete Anzahlungen 3.725 4.304
5. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 30.695 28.603
6. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 19.551 20.100
517.950 496.650
III. Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 3.437 2.661
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (25) 57.217 41.835
997.956 980.330
1.585.788 1.575.083

Passiva

in Tausend EUR

Anhang 31.12.2013* 31.12.2014
A. EIGENKAPITAL (26)
I. Gezeichnetes Kapital 73.001 73.001
II. Kapitalrücklage 38.404 38.404
III. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 285.601 287.903
Eigenkapital der Aktionäre der BAUER AG 397.006 399.308
IV. Minderheitsgesellschafter 22.809 19.617
419.815 418.925
B. LANGFRISTIGE SCHULDEN (27)
I. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 247.775 364.771
II. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 17.265 13.032
III. Pensionsrückstellungen (28) 81.637 116.358
IV. Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.483 5.959
V. Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 14.397 10.013
VI. Passive latente Steuern (19) 14.954 13.123
382.511 523.256
C. KURZFRISTIGE SCHULDEN (29)
I. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 427.589 266.533
2. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 10.185 7.453
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 9.801 19.579
4. Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 32.839 48.471
5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 194.471 168.974
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 219 205
7. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 69.873 68.632
8. Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 12.102 25.712
757.079 605.559
II. Rückstellungen
1. Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 9.606 9.317
2. Rückstellungen (30) 14.809 15.880
3. Kurzfristiger Anteil der Pensionsrückstellungen (28) 1.968 2.146
26.383 27.343
783.462 632.902
1.585.788 1.575.083
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2014

scroll in Tausend EUR

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn Währungsumrechnung Ausgleichsposten IFRS Rücklage aus Sicherungsgeschäften
Stand am 01.01.2013 73.001 38.404 303.892 7.373 10.387
Periodenergebnis 0 0 -16.927 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 -13.865 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 964 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 1.767
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 -225 0 -638
Gesamtergebnis 0 0 -16.188 -13.865 1.129
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 -2.887 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 -5.139 0 0
Übrige Veränderungen* 0 0 4.621 0 0
Stand am 31.12.2013 73.001 38.404 284.299 -6.492 10.387
Stand am 01.01.2014 73.001 38.404 284.299 -6.492 10.387
Periodenergebnis 0 0 14.481 0 0
Unterschiede aus der Währungsumrechnung 0 0 0 9.641 0
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 0 0 -31.956 0 0
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente 0 0 0 0 1.184
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern 0 0 8.959 0 51
Gesamtergebnis 0 0 -8.516 9.641 1.235
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 0 0 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 0
Übrige Veränderungen 0 0 -58 0 0
Stand am 31.12.2014 73.001 38.404 275.725 3.149 10.387

scroll in Tausend EUR

Minderheitsgesellschafter Gesamt
Stand am 01.01.2013 33.205 462.540
Periodenergebnis -2.504 -19.431
Unterschiede aus der Währungsumrechnung -1.813 -15.678
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 6 970
Marktbewertung der derivativen
Finanzinstrumente 17 1.784
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern -5 -868
Gesamtergebnis -4.299 -33.223
Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 -2.887
Dividendenzahlungen -1.450 -6.589
Übrige Veränderungen* -4.647 -26

Stand am 31.12.2013 | 22.809 | 419.815
Stand am 01.01.2014 | 22.809 | 419.815
Periodenergebnis | 1.245 | 15.726
Unterschiede aus der Währungsumrechnung | 904 | 10.545
Umbewertung von Verpflichtungen aus Leistungen an Arbeitnehmer nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | -308 | -32.264
Marktbewertung der derivativen Finanzinstrumente | -10 | 1.174
Erfolgsneutral verrechnete latente Steuern | 90 | 9.100
Gesamtergebnis | 1.921 | 4.281
Veränderungen im Konsolidierungskreis | -3.199 | -3.199
Dividendenzahlungen | -2.872 | -2.872
Übrige Veränderungen | 958 | 900
Stand am 31.12.2014 | 19.617 | 418.925

  • Vorjahr angepasst; im Zuge der Ermittlung des Anteils an Gemeinschaftsunternehmen gem. IFRS 11 und des retrospektiv geänderten Bilanzausweises (siehe S. 106) ergab sich eine unwesentliche Wertänderung

Konzernanhang

ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN

ALLGEMEINE ANGABEN ZUM KONZERN

Die BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen (im Folgenden BAUER AG genannt), besteht in der Rechtsform der deutschen Aktiengesellschaft. Sie hat ihren Sitz in Schrobenhausen, BAUER-Straße, und ist im Handelsregister Ingolstadt (HRB 101375) eingetragen. Die BAUER Gruppe ist Anbieter von Dienstleistungen, Maschinen und Produkten für Boden und Grundwasser. Der Konzern ist mit seinen Leistungen und Produkten auf den weltweiten Märkten vertreten. Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist in drei Geschäftsfelder aufgeteilt: Bau, Maschinen und Resources. Die BAUER AG ist seit September 2006 im SDAX gelistet. Im Zeitraum September 2008 bis September 2010 war die BAUER AG im MDAX gelistet.

1. GRUNDLAGEN FÜR DIE AUFSTELLUNG DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Konzernabschluss der BAUER AG wurde unter Anwendung von § 315a HGB im Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie Sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktwertbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive derivativer Finanzinstrumente). Die Vorjahreszahlen wurden nach denselben Grundsätzen ermittelt. In der BAUER Gruppe entspricht das Geschäftsjahr dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden.

2. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND -GRUNDSÄTZE

Konsolidierungskreis

In den Konsolidierungskreis werden neben der BAUER AG alle wesentlichen Tochtergesellschaften einbezogen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, bei denen der Konzern die Beherrschung über die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Bei der Beurteilung, ob Beherrschung vorliegt, werden Existenz und Auswirkung potenzieller Stimmrechte, die aktuell ausübbar oder umwandelbar sind, berücksichtigt. In den Konzernabschluss 2014 wurden 120 Unternehmen (Vorjahr: 122) einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden keine (Vorjahr: 3) Gesellschaften erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Seit Anfang des Jahres 2014 sind durch Verschmelzung und Verkauf 4 (Vorjahr: 2) Gesellschaften aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Arbeitsgemeinschaften wurden aufgrund der projektbezogenen Kurzlebigkeit nicht bei der Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen berücksichtigt.

Die folgende Übersicht zeigt die Anzahl der Tochtergesellschaften aufgeteilt nach Segmenten:

Hauptgeschäft Sitz Anzahl der 100%igen Tochterunternehmen Anzahl der nicht 100%igen Tochterunternehmen
31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Segment Bau Spezialtiefbau, Bergbau, Projektentwicklung Weltweit 30
Segment Maschinen Maschinenherstellung und -vertrieb Weltweit 26
Segment Resources Umwelt und Umwelttechnik Weltweit 28
Segment Sonstiges Zentrale Dienste Weltweit 3
Gesamt 87
Anzahl der assoziierten Unternehmen
31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Segment Bau 11 12 46
Segment Maschinen 1 1 35
Segment Resources 1 2 38
Segment Sonstiges 0 0 3
Gesamt 13 15 122

Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, wenn sie aus der Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich sind: Wenn die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts bei Bilanzsumme, konsolidierter Leistung sowie Periodenergebnis beträgt, wird unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Konsolidierungseffekten geprüft, welches Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Wesentlichkeitsbeurteilung für assoziierte Unternehmen beschränkt sich lediglich auf das Jahresergebnis. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends verschleiert werden. In wenigen Fällen werden Gesellschaften voll in den Konzernabschluss der BAUER AG mit einbezogen, obwohl weniger als 50 % ihrer Stimmrechtsanteile gehalten werden. Dies ist auf staatliche Beschränkungen zurückzuführen, nach denen ausländische Investoren nicht mehr als 50 % der Stimmrechte an inländischen Gesellschaften halten dürfen. Die BAUER AG bedient sich in diesen Fällen sog. Agency-Konstruktionen, mithilfe derer wirtschaftlich mehr als 50 % der Stimmrechte an der jeweiligen Gesellschaft gehalten werden und damit zu einer Vollkonsolidierung berechtigen. Tochterunternehmen werden von dem Zeitpunkt an in den Konzernabschluss einbezogen (Vollkonsolidierung), an dem die Beherrschung oder die Möglichkeit zur Beherrschung auf den Konzern übergegangen ist. Sie werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, an dem die Beherrschung endet. Gesellschaften, bei denen die BAUER AG direkt oder indirekt die finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen maßgeblich beeinflusst (assoziierte Unternehmen), werden nach der Equity-Methode konsolidiert. Davon waren zum 31. Dezember 16 Gesellschaften (Vorjahr: 15) betroffen. Der konsolidierte Teilkonzern der Wöhr + Bauer GmbH wurde im Vorjahr als eine Gesellschaft ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden sämtliche Gesellschaften des Teilkonzerns aufgeführt. Die Vorjahreszahl wurde entsprechend geändert. Gemeinschaftsunternehmen wurden ebenfalls nach der Equity-Methode konsolidiert. Die wesentlichen, in den Konzernabschluss einbezogenen Teilkonzerne und Unternehmen, sind in der Aufstellung über die wesentlichen Beteiligungen aufgeführt. Die Angaben nach § 313 Abs. 2 HGB sind in einer gesonderten Aufstellung des Anteilsbesitzes zusammengefasst. Dieser wird als Bestandteil des Anhangs der BAUER Aktiengesellschaft im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Tochtergesellschaften mit abweichendem Abschlussstichtag stellen einen Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag auf. Die NuBa Equipment Ltd., Kanada, erstellt ihren Jahresabschluss auf den 30. September, da die Nuna Logistics Limited, Edmonton, Kanada, als weiterer Anteilseigner ihren Konzernabschluss ebenfalls zum 30. September aufstellt. Die BAUER Corporate Services Private Limited, Indien, erstellt aufgrund der lokalen gesetzlichen Vorschriften ihren Abschluss auf den 31. März.

Veränderungen bei Tochterunternehmen

Segment Maschinen

Erwerbe

Zum 30. April 2014 brachte die Celler Brunnenbau Holding GmbH, Celle, Vermögenswerte mit einem Zeitwert von TEUR 900 in die PRAKLA Bohrtechnik GmbH im Rahmen eines "Asset-Deals" ein. Der Zeitwert wurde durch einen externen Wirtschaftsprüfer bescheinigt. Im Gegenzug wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung der PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, ein Kapitalanteil (10 % bzw. TEUR 114) ausgegeben, der anhand eines DCF-Verfahrens ermittelt wurde. Die Einbringung gegen Sacheinlage war zudem mit einem Aufgeld von TEUR 786 verbunden. Die eingebrachten Vermögenswerte betreffen den Geschäftsbereich zur Produktion von Bohranlagen, Verrohrungsmaschinen und Spannköpfe nebst Ersatzteilen, insbesondere für Wasseraufschlüsse, baugrund- und bautechnische Zwecke wie auch geologische Aufschluss- und Untersuchungsbohrungen.

Zum Erwerbszeitpunkt erfasste Beträge:

in Tausend EUR
Zahlungsmittel 0
Eigenkapitalanteile 900
Gesamtanschaffungskosten 900
Langfristige Vermögenswerte 900
Kurzfristige Vermögenswerte 0
Aktiva 900
Langfristige Schulden 0
Kurzfristige Schulden 0
Passiva 0
Reinvermögen 900
Anteile Minderheitsgesellschafter 900

Da es sich um eine Anteilsveränderung bei Tochterunternehmen handelt, durch die sich die Beteiligungsquote des Konzerns ohne Verlust der Beherrschung vermindert bzw. erhöht, wird die Anteilsveränderung als erfolgsneutrale Transaktion zwischen Eigenkapitalgebern abgebildet. Aus der Einbringung ergab sich kein Geschäfts- oder Firmenwert.

Segment Resources

Verschmelzungen

Am 25. August 2014 wurde die GWE Prakla Services GmbH, Peine, Deutschland und am 29. August 2014 die GWE GF-Tec GmbH, Rödermark, Deutschland, rückwirkend zum 1. Januar 2014 auf die GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland, verschmolzen. Am 30. Oktober 2014 wurden die PESA ENGINEERING S.A., Madrid, Spanien und die BAUER Ingeneria Medioambiental S.A., Madrid, Spanien, verschmolzen und die Firmierung auf die BAUER RESOURCES SPAIN S.A., Madrid, Spanien, geändert.

Veräußerungen

Die BAUER Resources GmbH hat am 19. November 2014 21 % seiner Anteile an der BAUER Nimr LLC veräußert.
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Die Auswirkungen der Veräußerung sind im Folgenden dargestellt:

a) Vereinnahmte Gegenleistung
scroll in Tausend EUR | 19.11.2014
------- | --------
Vereinnahmte Gegenleistung | 13.324

b) Aufgrund Kontrollverlusts abgegangene Vermögenswerte und Schulden
scroll in Tausend EUR | 19.11.2014
------- | --------
Langfristige Vermögenswerte |
Immaterielle Vermögenswerte | 11
Sachanlagen und Investment Property | 2.042
Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen | 38.290
Sonstige langfristige Vermögenswerte | 11
Kurzfristige Vermögenswerte |
Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 7.997
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 5.187
Langfristige Schulden |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -24.103
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | -435
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten | -12.290
Passive latente Steuern | -200
Kurzfristige Schulden |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | -2.046
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.937
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | -265
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen | -181
Veräußertes Nettovermögen | 11.081

c) Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung der BAUER Nimr LLC
scroll in Tausend EUR | 19.11.2014
------- | --------
Erhaltene Gegenleistungen | 13.324
Aufgegebenes Nettovermögen | -11.081
Nicht beherrschende Anteile | 3.199
Zeitwert der behaltenen At-Equity-Beteiligung von 49 % | 31.089
Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung | 36.531

Der Gesamteffekt ist in den sonstigen Erträgen enthalten und gesondert unter Ziffer 8 aufgeführt.

d) Nettozahlungsmittelabfluss aus der anteiligen Veräußerung der BAUER Nimr LLC
scroll in Tausend EUR | 19.11.2014
------- | --------
Durch Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beglichener Veräußerungspreis | 0
Abzüglich: mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -5.187
Gesamter Nettozahlungsmittelabfluss aus der Veräußerung | -5.187

Aufgrund der anteiligen Veräußerung der BAUER Nimr LLC wurde die behaltene At-Equity-Beteiligung zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert wurde aus dem abgezinsten Transaktionspreis für die verkauften Anteile zum Veräußerungszeitpunkt ermittelt. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 3 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Der Gesamteffekt dieser Bemessung wird auf Seite 104 erläutert.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen und ausländischen Unternehmen werden nach den für den BAUER Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt. Zwischen konsolidierten Gesellschaften bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge werden eliminiert. Die Konzernvorräte und das Anlagevermögen werden um vorhandene Zwischenergebnisse bereinigt. Ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge unterliegen der Bildung latenter Steuern, wobei aktive und passive latente Steuern aufgerechnet werden, wenn Zahlungsfrist und Steuergläubiger übereinstimmen. Bei erstmalig konsolidierten Tochterunternehmen wurden die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden der erworbenen Unternehmen mit deren beizulegenden Zeitwerten zum Zeitpunkt des Erwerbs angesetzt. Bei der Erstkonsolidierung entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterworfen; passivische Unterschiedsbeträge werden sofort zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung gemäß IFRS 3 erfolgswirksam erfasst. Für die Konsolidierung nach der Equity-Methode gelten die gleichen Grundsätze. Entspricht bzw. übersteigt der Verlustanteil an einem assoziierten Unternehmen den Beteiligungsbuchwert, werden keine weiteren Verluste mehr erfasst, es sei denn, ein einbezogenes Konzernunternehmen ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht beherrschende Anteile stellen den Anteil am Ergebnis und am Reinvermögen dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Auf diese Anteile entfallendes Ergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung folglich separat vom Anteil am Ergebnis, der den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzuordnen ist, ausgewiesen. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Der Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen und Änderungen der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens an einem Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, werden als Eigenkapitaltransaktionen bilanziert.

3. WESENTLICHE ANNAHMEN UND SCHÄTZUNGEN

Im Konzernabschluss müssen Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Impairment-Tests, der Beurteilung der Realisierbarkeit aktiver latenter Steuern, der Einbringbarkeit von Forderungen, der Schätzung des Fertigstellungsgrades bei Fertigungsaufträgen und Bestimmung des Fair-Values bei einigen Finanzinstrumenten sowie der Bildung von Rückstellungen für Rechtsverfahren, Pensionen und anderen Leistungszusagen, Steuern, Gewährleistungen und Garantien. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

4. ALLGEMEINE BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

4.1. Allgemeine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die nachfolgend dargestellten Standards und Interpretationen waren im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwenden:

  • IFRS 10 - Konzernabschlüsse
    IFRS 10 ändert den Begriff der "Beherrschung" dahin gehend, dass zur Beurteilung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewandt werden. Diese Definition wird durch umfassende Anwendungsbeispiele gestützt, die verschiedene Arten der Beherrschung aufzeigen. Die Auswirkungen des IFRS 10 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

  • IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen
    Durch die durch IFRS 11 geänderten Definitionen gibt es nunmehr zwei Arten gemeinsamer Vereinbarungen: Gemeinschaftliche Tätigkeit und Gemeinschaftsunternehmen. Ferner wurde das Wahlrecht für die Quotenkonsolidierung bei gemeinschaftlich geführten Unternehmen abgeschafft. Partnerunternehmen eines Gemeinschaftsunternehmen sind verpflichtet, ihren Anteil gemäß der Equity-Methode nach IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, in der Bilanz anzusetzen. Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit erfassen gemäß ihres Anteils Vermögenswerte und Schulden der gemeinschaftlichen Tätigkeit. Ein Partnerunternehmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit weist daher in seinem Konzernabschluss folgende Posten aus:

    • Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten
    • Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden
    • Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen der gemeinschaftlichen Tätigkeit
    • Seinen Anteil an den Umsatzerlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse durch die gemeinschaftliche Tätigkeit
    • Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an jeglichen gemeinschaftlich entstandenen Aufwendungen

Der Hauptfachausschuss des IDW (Institut der Wirtschaftsprüfer) ist der Auffassung, dass die typische deutsche Bau-Arbeitsgemeinschaft die Voraussetzungen für eine Klassifizierung als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) erfüllt. Wie zuvor erwähnt, sind gemäß IFRS 11 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) gemäß der Equity-Methode anzusetzen. In der BAUER Gruppe betreffen die Änderungen Ausweis in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung. Anteilige Ergebnisse werden nicht mehr wie bisher unter den Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften und den Umsatzerlösen mit Arbeitsgemeinschaften, sondern unter den At-Equity bewerteten Anteilen sowie im Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen ausgewiesen. Zur besseren Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte angepasst. Die Auswirkungen des IFRS 11 haben mit Ausnahme der Ausweisänderungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

  • IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
    IFRS 12 fordert Angaben, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen zu beurteilen, die mit dem Engagement bei Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen, gemeinsamen Vereinbarungen und nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (Zweckgesellschaften) verbunden sind. Die Auswirkungen des IFRS 12 sind im Anhang des Konzernabschluss der BAUER AG dargestellt.

  • IAS 27 - Einzelabschlüsse (revised 2011)
    Durch neu in IFRS 10, Konzernabschlüsse, eingefügte Regelungen wurden die im bisherigen IAS 27, Konzern- und Einzelabschlüsse, sowie SIC-12, Konsolidierung - Zweckgesellschaften, enthaltenen Konsolidierungsleitlinien ersetzt. Da IAS 27 somit nunmehr nur noch die Vorschriften enthält, die auf separate Einzelabschlüsse anzuwenden sind, wurde der Standard in IAS 27, Einzelabschlüsse (revised 2011), umbenannt. Die Auswirkungen des IAS 27 (revised 2011) haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

  • IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
    Diese Änderung ersetzt IAS 28, Anteile an assoziierten Unternehmen, und gibt die Voraussetzungen für die Anwendung der Equity-Methode bei assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen an.

  • IAS 32 - Finanzinstrumente: Darstellung
    Die Änderung umfasst im Wesentlichen Klarstellungen einiger Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten.
    ```# Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
    Ein finanzieller Vermögenswert darf mit einer finanziellen Verbindlichkeit nur saldiert werden, wenn der Anspruch gegenwärtig besteht, das heißt, er darf nicht von einem zukünftigen Ereignis abhängig sein. Darüber hinaus klären die Änderungen, dass Bruttoaufrechnungsmechanismen (wie beispielsweise über Clearing-Stellen), die sowohl Kredit- und Liquiditätsrisiken eliminieren als auch Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Abrechnungsprozess verarbeiten, der Nettoaufrechnung gleichzusetzen sind. Die Auswirkungen des IAS 32 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

IAS 36 - Wertminderung von Vermögenswerten

Im Zuge der Folgeänderung an IFRS 13, Bemessung zum beizulegenden Zeitwert, wurden einige Angabevorschriften in IAS 36, Wertminderung von Vermögenswerten, hinsichtlich Bemessung des erzielbaren Betrags von wertgeminderten Vermögenswerten geändert. Die Auswirkungen des IAS 36 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

IAS 39 - Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung

Mit der Änderung zu IAS 39 ist es möglich, Hedge-Accounting von Derivaten bei einem Wechsel der Vertragspartei, weiterzuführen. Diese Möglichkeit ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Die Auswirkungen des IAS 39 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27

Das Projekt des IASB, das die Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 bewirkt, entsprang dem Konsultationsprozess rund um die Herausgabe von IFRS 10, Konzernabschlüsse. Die Auswirkungen daraus haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12

Mit der Sammeländerung an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 wird deren Übergangsbestimmung klargestellt. Eine vorzeitige Anwendung ist ausschließlich für alle Standards gemeinsam zulässig.

IFRIC 21 - Abgaben

IFRIC 21 regelt die Bilanzierung öffentlicher Abgaben die nicht unter IAS 12 fallen. Hierbei wird festgelegt, wann eine derartige Verpflichtung als Verbindlichkeit anzusetzen ist. Die Auswirkungen des IFRIC 21 haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der BAUER AG.

Ferner haben das IASB und das IFRIC weitere nachfolgend aufgeführte Standards, Interpretationen und Änderungen verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014 teilweise noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. von der EU noch nicht anerkannt sind. Zum 31. Dezember 2014 erfolgte keine frühzeitige Anwendung dieser Standards durch die BAUER Gruppe. Die Erstanwendung der Standards ist für den Zeitpunkt geplant, an dem sie durch die EU anerkannt und übernommen sind.

Standard/Interpretation/Änderungen Anzuwenden ab dem Geschäftsjahr Übernahme durch EU
Änderung des IAS 19, Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge 2015 Ja
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2010 - 2012) 2015 Ja
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2011 - 2013) 2015 Ja
Änderung des IFRS 11, Erwerb von Anteilen an einer Gemeinschaftlichen Tätigkeit 2016 Nein
Änderung des IAS 16 und IAS 38, Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden 2016 Nein
Änderung des IAS 16 und IAS 41, Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen 2016 Nein
IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 2017 Nein
Änderung des IAS 27, Einzelabschlüsse (Equity-Methode) 2016 Nein
Änderung des IFRS 10 und IAS 28, Veräußerung von Vermögenswerten eines Investors an bzw. Einbringung in sein assoziiertes Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen 2016 Nein
Jährliche Verbesserungen der IFRS (Zyklus 2012 - 2014) Nein
Änderung an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28, Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme 2016 Nein
Änderung an IAS 1, Disclosure Initiative 2016 Nein
IFRS 14, Regulatorische Abgrenzungsposten 2016 Nein
IFRS 9, Finanzinstrumente 2018 Nein

Mögliche Auswirkungen der Erstanwendung des IFRS 15, Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, werden derzeit analysiert. Für alle anderen Standards wird von der BAUER AG kein wesentlicher Einfluss auf den Konzernabschluss erwartet.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern

Fremdwährungsumrechnungen

Fremdwährungsgeschäfte werden in den Einzelabschlüssen der BAUER AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften mit den Kursen zum Zeitpunkt der Geschäftsvorfälle umgerechnet. Die Abschlüsse der zum BAUER Konzern gehörenden ausländischen Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden danach mit dem Stichtagskurs und die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs umgerechnet. Die sich dadurch ergebenden Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung werden ergebnisneutral in der Währungsumrechnungsrücklage als Teil des Eigenkapitals erfasst.

Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergaben sich aus der folgenden Tabelle:

1 EUR entspricht Jahresdurchschnittswert 2013 Jahresdurchschnittswert 2014 Stichtagswert 2013 Stichtagswert 2014
Singapur SGD 1,6661 1,6778 1,7392 1,6074
Thailand THB 41,0558 42,9860 45,2177 40,0245
Mexiko MXP 17,1181 17,6560 18,0282 17,9234
Chile CLP 664,3491 757,8911 724,4884 736,1344
Argentinien ARS 7,3833 10,8648 8,9744 10,4039
Peru PEN 3,6211 3,7598 3,8506 3,6351
Japan JPY 130,3063 140,5059 144,5122 145,2439
Vereinigte Staaten von Amerika USD 1,3301 1,3219 1,3767 1,2166
Südafrika ZAR 12,9709 14,3577 14,5035 14,0575
Großbritannien GBP 0,8497 0,8028 0,8331 0,7818
Malaysia MYR 4,2178 4,3329 4,5204 4,2622
Saudi Arabien SAR 4,9982 4,9585 5,1632 4,5653
Libanon LBP 2.005,2622 1.995,3273 2.068,4917 1.838,8153
Ägypten EGP 9,1766 9,3713 9,5661 8,6984
Indonesien IDR 14.047,7904 15.669,6389 16.754,4389 15.139,9647
Ungarn HUF 298,0405 309,9893 297,0230 314,9587
Rumänien RON 4,4164 4,4386 4,4739 4,4845
Vereinigte Arabische Emirate AED 4,8855 4,8553 5,0565 4,4685
Philippinen PHP 56,7348 58,7377 61,1186 54,4041
Neuseeland NZD 1,6295 1,6001 1,6747 1,5506
Taiwan TWD 39,6265 40,1344 41,0539 38,5999
Hongkong HKD 10,3173 10,2525 10,6753 9,4373
China CNY 8,1686 8,1575 8,3314 7,5550
Schweiz CHF 1,2288 1,2124 1,2267 1,2024
Australien AUD 1,3937 1,4708 1,5396 1,4841
Kanada CAD 1,3759 1,4634 1,4636 1,4117
Russland RUB 42,5912 51,5000 45,2582 67,5895
Indien INR 78,5205 80,7777 85,2246 77,4729
Bulgarien BGL 1,9558 1,9559 1,9560 1,9559
Schweden SEK 8,6664 9,1184 8,8263 9,4275
Polen PLN 4,2159 4,1955 4,1508 4,2902
Panama PAB 1,3301 1,3219 1,3767 1,2166
Katar QAR 4,8418 4,8133 5,0133 4,4307
Türkei TRY 2,5646 2,8937 2,9450 2,8327
Vietnam VND 27.999,3993 28.039,4804 29.062,1368 26.031,7369
Jordanien JOD 0,9421 0,9357 0,9753 0,8611
Oman OMR 0,5121 0,5090 0,5301 0,4684
Ghana GHS 2,7791 4,0594 3,2559 3,9112
Georgien GEL 2,2134 2,3352 2,3887 2,2604

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren linear abgeschrieben. Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie der Goodwill, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden jährlich oder bei Vorliegen eines Hinweises auf Wertminderungen hin geprüft. Der Goodwill stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs über den beizulegenden Zeitwert der Anteile des Konzerns am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar. Ein durch Unternehmenserwerb entstandener Goodwill wird unter den immateriellen Vermögenswerten bilanziert. Ein Goodwill, der aus dem Erwerb eines assoziierten Unternehmens resultiert, ist im Buchwert der Beteiligung an assoziierten Unternehmen enthalten und infolgedessen wird er nicht separat, sondern als Bestandteil des gesamten Buchwerts auf Wertminderung geprüft. Der bilanzierte Goodwill wird einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit seinen ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen bewertet. Wertaufholungen sind unzulässig. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens umfassen den Buchwert des Goodwills, der dem abgehenden Unternehmen zugeordnet ist.

Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwertes erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswertes abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Goodwills wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.

Kosten für Forschung und Entwicklung werden gemäß IAS 38 in dem Geschäftsjahr als Aufwand verrechnet, in dem sie angefallen sind. Eine Ausnahme bilden dabei bestimmte Entwicklungskosten, die aktiviert werden, wenn es wahrscheinlich ist, dass aus dem Entwicklungsprojekt ein künftiger Nutzen erzielt wird und die anfallenden Kosten verlässlich ermittelbar sind.# Immaterialvermögenswerte

Die Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Die in Entwicklung befindlichen Vermögenswerte werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und mit ihren ursprünglichen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear ab dem Produktionsbeginn über die vorgesehene Laufzeit der entwickelten Modelle. Die voraussichtliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 6 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte werden auf den höheren Betrag aus Nutzungswert und Nettoveräußerungspreis vorgenommen. Liegen die Voraussetzungen für eine Wertminderung nicht mehr vor, werden Zuschreibungen - außer bei Firmenwerten -vorgenommen.

Sachanlagen

Sachanlagen sind gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßig linear nach der Pro-rata-temporis-Methode bemessene Abschreibungen, bewertet, sofern nicht in Ausnahmefällen ein anderer Abschreibungsverlauf dem Nutzungsverlauf besser gerecht wird. Einen Überblick über die Nutzungsdauern gibt die folgende Tabelle:

Anlagenobjekt Wirtschaftliche Nutzungsdauer
Gebäude und sonstige Bauten 3 bis 60 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 21 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 21 Jahre

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen werden gemäß IAS 36 vorgenommen, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungspreis des betreffenden Vermögenswertes unter den Buchwert gesunken ist. Sollten die Gründe für eine in den Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, wird eine entsprechende Zuschreibung vorgenommen. Sowohl außerplanmäßige Abschreibungen als auch planmäßige Abschreibungen werden unter den Abschreibungen auf das Anlagevermögen erfasst. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen wird gemäß IAS 36 unter den langfristigen Vermögenswerten erläutert.

Leasing

Der BAUER Konzern fungiert sowohl als Leasingnehmer als auch als Leasinggeber. Die Klassifizierung der Leasingverhältnisse erfolgt nach IAS 17 nach der Verteilung der Chancen und Risiken zwischen Leasinggeber und Leasingnehmer. Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Trägt der Leasingnehmer hingegen den wesentlichen Anteil der Chancen und Risiken, handelt es sich um ein Finanzierungsleasing-Verhältnis.

a) Bilanzierung als Leasingnehmer
Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet wurden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe wird eine Leasingverbindlichkeit unter den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, so dass die Leasingverbindlichkeit konstant verzinst wird. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.

b) Bilanzierung als Leasinggeber
Ein Leasingverhältnis ist eine Vereinbarung, in der der Leasinggeber dem Leasingnehmer gegen eine Zahlung oder eine Reihe von Zahlungen das Recht an der Nutzung eines Vermögenswertes für einen bestimmten Zeitraum überträgt. Vermögenswerte, die im Rahmen von Operating-Leasing-Verhältnissen vom Kunden angemietet werden, werden aufgrund ihrer Beschaffenheit in der Bilanz zugeordnet. Erträge aus Leasingverhältnissen werden linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Im BAUER Konzern werden Leasingverhältnisse als Leasinggeber abgeschlossen, die überwiegend als Operating-Leasing zu klassifizieren sind.

Zuwendungen öffentlicher Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte einschließlich nicht monetärer Zuwendungen zum beizulegenden Zeitwert werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten (Investzulage) dargestellt oder bei der Feststellung des Buchwertes des Vermögenswerts aktivisch abgesetzt (Investzuschuss).

Unternehmenserwerbe

Die Bilanzierung erworbener Tochterunternehmen erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode. Die Anschaffungskosten des Erwerbs entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Vermögenswerte, der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente und der entstandenen bzw. übernommenen Schulden zum Transaktionszeitpunkt. Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierbare Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden bei der Erstkonsolidierung mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Der Überschuss der Anschaffungskosten des Erwerbs über den Anteil des Konzerns an dem zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird als Goodwill angesetzt. Die Bewertung der nicht beherrschenden Anteile erfolgt entweder zu Anschaffungskosten (partielle Goodwill-Methode) oder zum Fair Value (Full-Goodwill-Methode). Das gegebene Wahlrecht kann einzelfallweise ausgeübt werden. In der BAUER Gruppe ist grundsätzlich die partielle Goodwill-Methode anzuwenden. Sind die Anschaffungskosten geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten, die im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss stehen, werden ergebniswirksam erfasst. Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbs werden die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam erfasst. Für zum Erwerbszeitpunkt beim erworbenen Unternehmen bestehende Vertragsverhältnisse, ausgenommen Sachverhalte nach IAS 17 und IFRIC 4, wird eine Analyse und ggf. eine Neuklassifizierung dieser vorgenommen.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten, die gemäß IAS 23 in direktem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten stehen, werden für den Zeitraum bis zur Inbetriebnahme des Vermögenswerts in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte einbezogen. Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Im Vorjahr lag der Finanzierungskostensatz zwischen 6,76 % und 8,0 %. Grundsätzlich erfolgt die Überprüfung des Vorliegens eines qualifizierten Vermögenswerts nach intern festgelegten Wesentlichkeitsgrenzen für Projekte und Anlagen. Bei Überschreitung dieser Wesentlichkeitsgrenzen werden Fremdkapitalkosten für qualifizierte Vermögenswerte aktiviert. Andere Finanzierungskosten werden als laufender Aufwand unter den Finanzaufwendungen erfasst.

Investment Property

Zur Erzielung von Mieterträgen gehaltene Grundstücke und Gebäude werden gemäß IAS 40 zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert, wobei die für die Abschreibungen (linear nach der Pro-rata-temporis-Methode) zugrunde gelegten Nutzungsdauern denen der selbst genutzten Sachanlagen entsprechen. Die Bewertung erfolgt aus Ableitung aktueller Marktpreise vergleichbarer Immobilien. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13.

At-Equity bewertete Anteile

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen sind gemäß IAS 28 solche Unternehmen, auf die der Konzern maßgeblichen Einfluss ausübt, über die er aber keine Beherrschung hat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 %. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert und anfänglich mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Der Anteil des Konzerns an assoziierten Unternehmen beinhaltet den beim Erwerb entstandenen Goodwill (nach Berücksichtigung kumulierter Wertminderungen). Der Anteil des Konzerns an Gewinnen und Verlusten von assoziierten Unternehmen wird vom Zeitpunkt des Erwerbs an in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, der Anteil an Veränderungen der Rücklagen in den Konzernrücklagen. Die kumulierten Veränderungen nach Erwerb werden gegen den Beteiligungsbuchwert verrechnet. Wenn der Verlustanteil des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen dem Anteil des Konzerns an diesem Unternehmen, inklusive anderer ungesicherter Forderungen, entspricht bzw. diesen übersteigt, erfasst der Konzern keine weiteren Verluste, es sei denn, er ist für das assoziierte Unternehmen Verpflichtungen eingegangen oder hat für das assoziierte Unternehmen Zahlungen geleistet. Nicht realisierte Gewinne aus Transaktionen zwischen Konzernunternehmen und assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.Nicht realisierte Verluste werden ebenfalls eliminiert, es sei denn, die Transaktion deutet auf eine Wertminderung des übertragenen Vermögenswerts hin.

Gemeinschaftsunternehmen

Gemeinschaftsunternehmen sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinsam Beherrschung ausüben, Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Unter die At-Equity bilanzierten Gemeinschaftsunternehmen fallen neben Joint Ventures auch die typischen deutschen Arbeitsgemeinschaften ("ARGE"), wobei hier Beistellungs-ARGEN und Dach-ARGEN zu unterscheiden sind. Beide Arbeitsgemeinschaften fallen unter die Regelung des IFRS 11.

Bei Beistellungs-ARGEN werden Vermögenswerte in Form von Personal, Material oder Gerät der ARGE bei- und in Rechnung gestellt. Die von der Arbeitsgemeinschaft erzielten Ergebnisse werden gemäß IAS 28 nach der Equity-Methode bilanziert. Entsprechend erfolgt der Ausweis in der Bilanz unter den At-Equity-bewerteten Anteilen und in der Gewinn- und Verlustrechnung im Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen.

Die Dach-ARGE dagegen arbeitet grundsätzlich ergebnisneutral. Die Vergütungsansprüche zwischen Dach-ARGE und Auftraggeber sind identisch mit den Vergütungsansprüchen der Einzellose gegenüber der Dach-ARGE. Alle eingehenden Auftraggeberzahlungen werden von der Dach-ARGE in voller Höhe an die Einzellose weitergeleitet. Bauer als Partner einer Dach-ARGE bilanziert in soferen die in seiner Verfügungsmacht stehenden Vermögenswerte und die selbst eingegangenen Schulden sowie die getätigten eigenen Aufwendungen und weist die anteiligen Erträge aus diesen Aktivitäten in den Umsatzerlösen aus. Laufende Verrechnungen von und gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen.

Gemeinschaftliche Tätigkeiten

Gemeinschaftliche Tätigkeiten sind gemeinsame Vereinbarungen, bei der die Parteien, die gemeinschaftliche Führung ausüben, Rechte an den Vermögenswerten besitzen und Verpflichtungen für die Schulden der Vereinbarung haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich vereinbarte gemeinsam ausgeübte Führung der Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Sofern die BAUER Gruppe Tätigkeiten im Rahmen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit durchführt, so erfasst der Konzern als gemeinschaftlich Tätiger im Zusammenhang mit seinem Anteil an der gemeinschaftlichen Tätigkeit folgende Posten:

  • Seine Vermögenswerte, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich gehaltenen Vermögenswerten
  • Seine Schulden, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Schulden
  • Seine Erlöse aus dem Verkauf seines Anteils an den Erzeugnissen oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit
  • Seinen Anteil an den Erlösen aus dem Verkauf der Erzeugnisse oder Leistungen der gemeinschaftlichen Tätigkeit und
  • Seine Aufwendungen, einschließlich seines Anteils an gemeinschaftlich eingegangenen Aufwendungen

Bei Transaktionen, wie dem Kauf von Vermögenswerten durch ein Konzernunternehmen, werden Gewinne und Verluste in dem Umfang des Konzernanteils ander gemeinschaftlichen Tätigkeit erst bei der Weiterveräußerung der Vermögenswerte an Dritte erfasst.

Finanzinstrumente

a) Originäre Finanzinstrumente

In der BAUER Gruppe werden originäre Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Kredite und Forderungen (Loans and Receivables) oder "LaR"
  • zur Veräußerung verfügbar (Available-for-Sale) oder "AfS"

Die Kategorie "Loans and Receivables" umfasst kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte.

Der Kategorie "Available-for-Sale" werden Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Eigenkapitalanteile zugeordnet, die nicht konsolidiert oder nicht nach der Equity-Methode bilanziert werden. Für jene Eigenkapitalanteile besteht kein aktiver Markt sowie die Möglichkeit der verlässlichen Fair-Value-Ermittlung, so dass die Anteile zu Anschaffungskosten bewertet wurden. Eine Veräußerungsabsicht liegt nicht vor.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, und solche, die nicht in eine der anderen genannten Kategorien finanzieller Vermögenswerte eingestuft sind. Sie werden sowohl bei der Erstbilanzierung als auch in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Vermögenswerte die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert sind, werden zu jedem Bilanzstichtag auf objektive Anhaltspunkte (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswerte) für eine Wertminderung überprüft. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden.

Originäre Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:

  • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost or Other Financial Liabilities) oder "FLAC"

Die Kategorie "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" umfasst Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurz- und langfristige Verbindlichkeiten und kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten.

Forderungen und Verbindlichkeiten der Kategorien "Financial Liabilities Measured at Amortised Cost" und "Loans and Receivables" werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert unter Einschluss der Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts oder der Emission der finanziellen Verbindlichkeit zuzurechnen sind, erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit ergeben sich gemäß der Effektivzinsmethode aus den historischen Anschaffungskosten abzüglich der vorgenommenen Tilgungen, zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag sowie abzüglich etwaiger Abschreibungen und Wertminderungen beziehungsweise zuzüglich Zuschreibungen und Wertaufholungen. Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag beziehungsweise dem Rückzahlungsbetrag.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Guthaben bei Kreditinstituten als auch Kassenbestände und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Bei finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, erfolgt die Erstbewertung zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung der Transaktionskosten.

Eine Ausbuchung von finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt dann, wenn diese getilgt sind oder die Verpflichtung erloschen ist. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Erfüllungstag.

Bei finanziellen Vermögenswerten werden Ausbuchungen von möglichen Ausfallrisiken durch Wertberichtigungen auf separaten Wertberichtigungskonten Rechnung getragen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat oder die wesentlichen Chancen und Risiken weder übertragen noch zurückbehalten wurden, aber die Verfügungsmacht übertragen wurde.

Bestehen an der Einbringbarkeit von Forderungen Zweifel, werden diese zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich angemessener Einzelwertberichtigungen oder pauschalierter Einzelwertberichtigung angesetzt. Eine Wertminderung bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dann erfasst, wenn objektive Hinweise (z. B. strittige Nachträge, Zahlungsversäumnisse, Insolvenzen) vorliegen, so dass die fälligen Forderungsbeträge nicht vollständig einbringlich sind. Die Wertminderung wird über ein Wertberichtigungskonto erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Alle anderen Wertminderungen werden direkt abgeschrieben und ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gemäß konzerninternen Vorgaben werden Wertberichtigungen auf Forderungen grundsätzlich auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. Sie werden zum selben Zeitpunkt wie die entsprechend wertberichtigte Forderung ausgebucht.

Die Fair-Value-Option nach IAS 39 wurde nicht ausgeübt.# b) Derivative Finanzinstrumente

Ein Derivat ist ein Finanzinstrument oder ein Vertrag im Anwendungsbereich von IAS 39, der die folgenden drei Kriterien kumulativ erfüllt:
― das/der seinen Wert infolge einer Änderung eines bestimmten Zinssatzes, Preises eines Finanzinstrumentes, Rohstoffpreises, Wechselkurses, Preis- oder Zinsindexes, Bonitätsratings oder Kreditindexes oder einer ähnlichen Variablen ändert, sofern im Fall einer nicht finanziellen Variablen die Variable nicht spezifisch für eine Partei des Vertrags ist
― das/der keine Anschaffungsauszahlung erfordert oder eine, die im Vergleich zu anderen Vertragsformen, von denen zu erwarten ist, dass sie in ähnlicher Weise auf Änderungen der Marktbedingungen reagieren, geringer ist
― das/der zu einem späteren Zeitpunkt beglichen wird.

In der BAUER Gruppe werden freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Vermögenswerte folgender Kategorie zugeordnet:
― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets Held for Trading) oder "FAHfT"

Freistehende derivative Finanzinstrumente als finanzielle Verbindlichkeiten werden folgender Kategorie zugeordnet:
― erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities Held for Trading) oder "FLHfT"

Wertänderungen von Derivaten, die nicht Teil eines Cashflow-Hedges sind, werden im Falle von Devisentermin- oder Devisenoptionsgeschäften unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen, im Falle von Zinsswaps erfolgswirksam unter den Finanzaufwendungen oder -erträgen, berücksichtigt.

Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente der Stufe 2 werden auf Basis der am Bilanzstichtag bestehenden Konditionen, z. B. Zinssätze oder Devisenkurse und mithilfe anerkannter Modelle z. B. Discounted Cashflow-Modellen oder Optionspreismodellen, berechnet. Zu den freistehenden derivativen Finanzinstrumenten der Kategorien "Financial Assets Held for Trading" und "Financial Liabilities Held for Trading" gehören Marktwerte der Zinsswaps, Devisenoptionsgeschäfte, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte, die nicht im Hedge Accounting sind oder nicht die Bedingungen des Hedge Accounting erfüllen.

Derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps, Devisenoptionen, Cross Currency Swaps und Devisentermingeschäfte) werden in der BAUER Gruppe ausschließlich zur Absicherung gegen Zins- und Währungsrisiken eingesetzt. Reine Handelsgeschäfte ohne ein entsprechendes Grundgeschäft werden nicht eingegangen.

Bei Derivaten, die im Hedge Accounting sind, wird im Falle der Absicherung von erwarteten künftigen Transaktionen (Cash-flow-Hedges) der effektive Teil des Gewinns oder Verlustes aus einem Sicherungsinstrument zunächst unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung des abgesicherten Grundgeschäfts erfolgswirksam erfasst. Der ineffektive Teil des Sicherungsgeschäfts wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Die derivativen Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten als Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten bilanziert.

Die Marktwerte der Devisentermingeschäfte werden auf der Basis von aktuellen Referenzkursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und Terminabschlägen bestimmt. Die Marktwerte der Zinsswaps werden auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Zahlungsströme ermittelt. Dabei werden die für die jeweilige Restlaufzeit der Derivate geltenden Marktzinssätze verwendet. Die erstmalige Bilanzierung erfolgt zum Handelstag. Im Geschäftsjahr 2014 wurde Hedge Accounting angewendet.

Vorräte

Vorräte an fertigen und unfertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren und Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden gemäß IAS 2 mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Zur Ermittlung des Bilanzansatzes von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen wird überwiegend die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet.

Sofern die unter den fertigen Erzeugnissen sowie Handelswaren enthaltenen und primär zum Verkauf bestimmten Maschinen und Zubehörteile als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme kurzfristig vermietet sind, werden zur Bestimmung der Nettoveräußerungswerte folgende Faktoren berücksichtigt:
― Dauer der Vermietung
― Nutzungsdauer der Maschinen
― Beschädigung und Ungängigkeit

Soweit bei früher abgewerteten Vorräten der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen. Die Herstellungskosten umfassen alle direkten Kosten des Herstellungsprozesses. Die Höhe der außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte wird gemäß IAS 2 unter den Vorräten erläutert.

Auftragsfertigung

Fertigungsaufträge werden gemäß IAS 11 nach dem Fertigungsfortschritt (Percentage-of-Completion-Methode) bilanziert. Die Umsätze werden nach der Percentage-of-Completion-Methode dem Leistungsfortschritt entsprechend erfasst. Der anzusetzende Fertigstellungsgrad wird entsprechend den angefallenen Kosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt.

Sofern die kumulierte Leistung (Auftragskosten und anteiliges Ergebnis) die Zahlungen im Einzelfall übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC). Verbleibt nach Abzug der Zahlungen ein negativer Saldo, wird dieser als Verpflichtung aus Fertigungsaufträgen passivisch unter den Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) ausgewiesen.

Zu erwartende Auftragsverluste werden zum Zeitpunkt ihres Bekanntwerdens in voller Höhe durch die Wertberichtigung eventuell bestehender Forderungen oder durch Bildung einer Rückstellung berücksichtigt.

Die Fertigungsaufträge, die in Arbeitsgemeinschaften abgewickelt werden, werden entsprechend der PoC-Methode bewertet. Die Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften enthalten auch das anteilige Auftragsergebnis. Zu erwartende Verluste werden durch Abwertungen beziehungsweise Verbindlichkeiten gedeckt und im Auftragsergebnis berücksichtigt.

Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen

Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen, die gemäß IFRIC 12 ein unbedingtes vertragliches Recht auf den Erhalt einer Zahlung einräumen, werden gesondert unter dem Posten Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen dargestellt. Die kurzfristigen Anteile der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen werden unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Forderungen sind der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet und mit dem Barwert der zu leistenden Vergütungen angesetzt. Die jährlich entsprechend der Effektivzinsmethode ermittelten Aufzinsungsbeträge werden in den Finanzerträgen erfasst.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und Sichteinlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von unter drei Monaten.

Latente Steuern

Latente Steuern werden gemäß IAS 12 auf Abweichungen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung bzw. -entlastung berücksichtigt. Daneben werden aktive latente Steuern für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung hinreichend gerechnet wird.

Latente Steuern, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.

Gemäß IAS 12.74 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden zu saldieren, wenn ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht. Des Weiteren ist zu saldieren, wenn sich die latenten Steueransprüche und die latenten Steuerschulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden für:
― entweder dasselbe Steuerobjekt oder
― unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich der tatsächlichen Steuerschulden und Erstattungsansprüche auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung der Ansprüche die Verpflichtungen abzulösen.

Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der Ansatz der latenten Steuern im Inland erfolgt auf der Basis der Körperschaftsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Gewerbesteuer innerhalb einer Bandbreite von 27,82 % bis 30,92 % (Vorjahr: 27,82 % und 30,92 %). Im Ausland werden Steuersätze zwischen 0,00 % und 38,15 % (Vorjahr: 0,00 % und 39,00 %) zugrunde gelegt.

Rückstellungen

a) Pensionsrückstellungen

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist.# Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag, abzüglich des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten zu. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Ergebnis im Eigenkapital erfasst. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzaufwand. Bei den beitragsorientierten Versorgungsplänen zahlt das betreffende Unternehmen Beiträge an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen, die im Personalaufwand ausgewiesen werden.

b) Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen enthalten Verpflichtungen aus laufenden Ertragsteuern. Ertragsteuerrückstellungen werden mit entsprechenden Steuererstattungsansprüchen saldiert, wenn sie in demselben Steuerhoheitsgebiet bestehen und hinsichtlich Art und Fristigkeit gleichartig sind.

c) Übrige Rückstellungen

Die übrigen Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, sofern sich aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung ergibt, die Höhe der Inanspruchnahme eher wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist und diese zuverlässig geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit positiven Erfolgsbeiträgen saldiert. Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt. Rückstellungen werden nur für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet.

Erträge und Aufwendungen

Umsatzerlöse bzw. sonstige Erträge werden gemäß IAS 18 mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden realisiert. Dividendenerträge werden zu dem Zeitpunkt erfasst, an dem das Recht auf den Empfang der Zahlung entsteht. Erhaltene Dividenden werden als Erträge aus operativen Beteiligungen unter den Finanzerträgen erfasst. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam. Finanzerträge und -aufwendungen werden periodengerecht erfasst. Erträge aus Dienstleistungsverträgen werden ihrem Fertigstellungsgrad entsprechend erfasst.

5. KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Berichterstattung über die Segmente des BAUER Konzerns wurde wie im Vorjahr gemäß IFRS 8 aufgestellt. Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlagen zur Bestimmung der Segmente des BAUER Konzerns. Der BAUER Konzern ist in die Segmente Bau, Maschinen und Resources aufgeteilt. Geschäftsvorfälle zwischen den Segmenten werden zu marktgerechten Preisen durchgeführt. Die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH ist als einzige Gesellschaft in allen drei Segmenten tätig. Das Vermögen, die Schulden sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH wurden den entsprechenden Segmenten zugeordnet.

Bau

Kerngeschäft des Segments Bau ist der Spezialtiefbau. Für große Infrastrukturmaßnahmen und Gebäude werden komplette Baugruben und Gründungen auf oft schwierigem Baugrund erstellt. Um den Kunden auch eine komplette Leistung anbieten zu können, bieten die Unternehmen der BAUER Gruppe zusätzlich andere Bauleistungen, die oft wesentliche Spezialtiefbauanteile beinhalten, an. Beispiele dafür sind Brücken, umwelttechnische Baumaßnahmen, Sanierungsleistungen sowie Bauen im Bestand. Durch die enge Verzahnung aller Bautätigkeiten ergibt sich das Segment Bau.

Maschinen

Im Segment Maschinen werden für die weltweite Vermarktung Baumaschinen für alle Verfahren des Spezialtiefbaus sowie für Tiefenbohrungen entwickelt und hergestellt. Mit den Geräten für den Spezialtiefbau können Bohrungen großer und kleiner Durchmesser für Pfähle, Schlitzwände, Anker, Injektionen und Brunnen hergestellt werden. Mit den Geräten für Tiefenbohrungen können Bohrungen für den Geothermie-, Öl- und Gasbereich vorgenommen werden. Des Weiteren werden Geräte für Rammarbeiten und Bodenverbesserungen produziert. Eine große Auswahl an Zusatzgeräten und Zusatzeinrichtungen ergänzt das Vertriebsprogramm zu Komplettverfahren für alle Anwendungen im Spezialtiefbau.

Resources

Im Segment Resources sind alle Unternehmen des Konzerns gebündelt, die sich mit Leistungen zur Sanierung und Gewinnung natürlicher Grundlagen des menschlichen Lebens befassen. Dies sind die Unternehmen der Umwelttechnik zur Reinigung von Böden und Grundwasser, die Unternehmen für Aufschlussbohr- und Abbauarbeiten zur Gewinnung von Rohstoffen in Minen und zum Bohren von Brunnen und Geothermieanlagen. Darüber hinaus gehören zu diesem Segment Unternehmen, die Materialien zum Ausbau von Bohrungen, speziell für Brunnen und Geothermie, herstellen und vertreiben.

Sonstiges

Unter Sonstiges sind die zentralen Dienste (Rechnungswesen, Personal, IT etc.) der BAUER AG für die Konzerngesellschaften sowie andere, nicht den gesondert dargestellten Segmenten zuordenbare Gesellschaften enthalten, welche z. B. in- und externe Aus-, Fort- und Weiterbildungen sowie zentrale Entwicklungsleistungen übernehmen oder anbieten.

Konsolidierung

Unter Konsolidierung werden hier die intersegmentären Konsolidierungseffekte dargestellt. Diese beinhalten die Bereinigung von Innenumsatzerlösen zwischen den Geschäftsfeldern sowie Aufwendungen und Erträge und Zwischenergebnisse. Die intrasegmentären Konsolidierungseffekte, also Effekte innerhalb des Geschäftsfelds, wurden bereits dort bereinigt. Das als Periodenergebnis ausgewiesene Segmentergebnis enthält die Finanzerträge und -aufwendungen sowie das Ergebnis aus at-Equity bewerten Anteilen und den Ertragsteueraufwand. Das Segmentvermögen und die Segmentschulden der Geschäftsbereiche enthalten alle Vermögenswerte und Schulden des Konzerns. Die langfristigen Vermögenswerte im Segmentbericht nach Regionen enthalten immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sowie Investment Property.

Gesamtkonzernleistung, konsolidierte Leistung sowie Umsatzerlöse mit Dritten

Die konsolidierte Leistung spiegelt die Leistungen aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften wider. Die Gesamtkonzernleistung stellt die Leistungen aller in unserem Konzern befindlichen Gesellschaften dar. Die Differenz von konsolidierter Leistung zur Gesamtkonzernleistung ergibt sich aus den Leistungen der assoziierten Unternehmen, unserem Nachunternehmeranteil an ARGEN sowie den Leistungen nicht konsolidierter Gesellschaften. Die Umsatzerlöse mit Dritten werden den Geschäftssegmenten entsprechend dem Standort des Kunden zugeordnet. Es bestehen keine Kunden mit einem Umsatzanteil von mehr als 10 %. Eine Verteilung der Umsatzerlöse auf jedes Produkt und jede Dienstleistung bzw. auf jede Gruppe vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen war zum Bilanzstichtag nicht verfügbar.

Konzern-Segmentberichterstattung

SEGMENTBERICHT NACH GESCHÄFTSFELDERN

Bau Maschinen Resources
2013* 2014 2013 2014 2013* 2014
in Tausend EUR
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) 741.673 713.005 628.612 651.772 188.861 252.830
Umsatzerlöse mit Dritten 657.456 634.096 561.615 545.223 182.579 195.860
Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern 15.660 16.327 47.928 42.831 2.413 3.141
Bestandsveränderungen -172 -105 -4.184 27.898 -67 -1.171
Andere aktivierte Eigenleistungen 486 407 6.955 6.234 1.548 1.606
Sonstige Erträge 16.809 24.861 10.117 21.724 2.910 41.968
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 690.239 675.586 622.431 643.910 189.383 241.404
OPERATIVES ERGEBNIS 21.209 25.068 32.223 36.917 -23.965 15.932
Finanzerträge 2.989 2.993 2.562 1.882 2.268 2.159
Finanzaufwendungen -13.389 -15.875 -22.196 -21.153 -11.885 -10.518
Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen 1.132 -1.330 1 -57 637 815
Ertragsteueraufwand -6.469 -8.998 -7.535 -8.076 1.501 -4.041
PERIODENERGEBNIS 5.472 1.858 5.055 9.513 -31.444 4.347

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Abschreibungen

Bau Maschinen Resources
2013* 2014 2013 2014 2013* 2014
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -47.504 -46.098 -17.266 -19.259 -11.940 -10.885
darin außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen -526 0 -996 -1.768 -2.191 -7
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 -14.196 -15.789 0 0

Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten

Bau Maschinen Resources
2013* 2014 2013 2014 2013* 2014
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten -40 -631 0 -9 -2.546 -65
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -112 -282 -3.808 -8.052 -4.329 -263
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen -26.876 -10.597 -4.671 -4.611 -6.651 -5.360
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 31.227 14.726 3.396 3.881 495 950

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ

31.12. 2013* 31.12. 2014 31.12. 2013 31.12. 2014 31.12. 2013* 31.12. 2014
SEGMENTVERMÖGEN 566.816 577.401 803.467 768.487 265.633 264.276
darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen 10.898 10.687 99 42 2.252 32.177
davon Investitionen ins Anlagevermögen 48.168 40.837 40.166 20.904 11.539 8.885
SEGMENTSCHULDEN

5. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach Geschäftsfeldern und Regionen. Die Berichterstattung nach Geschäftsfeldern spiegelt die interne Organisation und die operative Steuerung des Konzerns wider. Die Berichterstattung nach Regionen dient der Darstellung der geografischen Märkte.

Segmente

Die folgenden Tabellen zeigen die Leistung der Segmente "Gesamtkonzernleistung (Gruppe)", "Konzern" und "Sonstiges Konsolidierung".

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
|
Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 39.319 | 39.407 | -94.234 | -96.794 | 1.504.231 | 1.560.220 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 523 | 500 | 0 | 0 | 1.402.173 | 1.375.679 |
| Umsatzerlöse zwischen den Geschäftsfeldern | 31.146 | 30.729 | -97.147 | -93.028 | 0 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.423 | 26.622 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 9 | 10.207 | 6.440 | 19.196 | 14.696 |
| Sonstige Erträge | 6.624 | 7.028 | -5.881 | -6.559 | 30.579 | 89.022 |
|
KONSOLIDIERTE LEISTUNG | 38.293 | 38.266 | -92.821 | -93.147 | 1.447.525 | 1.506.019 |
| OPERATIVES ERGEBNIS | 5.117 | 3.326 | -4.499 | -4.817 | 30.085 | 76.426 |
| Finanzerträge | 7.044 | 13.702 | -7.134 | -13.640 | 7.729 | 7.096 |
| Finanzaufwendungen | -5.205 | -11.243 | 7.134 | 13.640 | -45.541 | -45.149 |
| Ergebnis aus At-Equity bewerteten Anteilen | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.770 | -572 |
| Ertragsteueraufwand | -961 | -886 | -10 | -74 | -13.474 | -22.075 |
|
PERIODENERGEBNIS | 5.995 | 4.899 | -4.509 | -4.891 | -19.431 | 15.726* |

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Abschreibungen

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013* | 2014 |
| :------------------------------------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | -3.371 | -3.023 | 385 | 484 | -79.696 | -78.781 |
| darin außerplanmäßige Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 0 | 0 | 0 | 0 | -3.713 | -1.775 |
| Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte | 0 | 0 | 0 | 0 | -14.196 | -15.789 |

Wesentliche zahlungsunwirksame Segmentposten

2013 2014 2013 2014 2013* 2014
Außerplanmäßige Abschreibung von finanziellen Vermögenswerten 0 0 0 0 -2.586 -705
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 0 0 0 0 -8.249 -8.597
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 -38.198 -20.568
Auflösung Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 0 0 35.118 19.557

ZUSATZINFORMATIONEN ZUR BILANZ

SEGMENTVERMÖGEN

31.12.
| | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| | 303.121 | 338.993 | -353.249 | -374.074 | 1.585.788 | 1.575.083 |
| darin Anteile an nach der Equity-Methode bilanzierten assoziierten Unternehmen | 0 | 0 | 0 | 0 | 13.249 | 42.906 |
| davon Investitionen ins Anlagevermögen | 13.552 | 2.555 | -10.000 | -485 | 103.425 | 72.696 |

SEGMENTSCHULDEN

31.12.
| | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ | :------ |
| | 149.980 | 182.939 | -234.700 | -254.634 | 1.165.807 | 1.156.158 |

SEGMENTBERICHT NACH REGIONEN

Deutschland

in Tausend EUR
| | 2013* | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 410.390 | 440.205 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 355.289 | 367.779 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 255.613 | 244.151 |

Übriges Europa

in Tausend EUR
| | 2013* | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 167.830 | 151.958 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 163.143 | 140.534 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 21.414 | 18.132 |

Europa ohne EU

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 155.028 | 124.886 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 145.381 | 127.782 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 19.578 | 16.383 |

Nahost und Zentralasien

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 163.036 | 232.037 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 158.749 | 180.313 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 52.630 | 56.025 |

Asien-Pazifik

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 363.305 | 376.645 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 356.877 | 337.587 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 82.364 | 86.106 |

Fernost und Australien

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 186.392 | 172.288 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 170.648 | 158.411 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 56.751 | 53.259 |

Afrika

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 58.250 | 62.201 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 52.086 | 63.273 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 6.575 | 7.293 |

Konzern

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 | 2013* | 2014 |
| :---------------------- | :------ | :------ | :------ | :------ |
| Gesamtkonzernleistung (Gruppe) | 1.504.231 | 1.560.220 | 1.504.231 | 1.560.220 |
| Umsatzerlöse mit Dritten | 1.402.173 | 1.375.679 | 1.402.173 | 1.375.679 |
| Langfristige Vermögenswerte 31.12. | 494.925 | 481.349 | 494.925 | 481.349 |

  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

6. UMSATZERLÖSE

Die erzielten Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.375.679 (Vorjahr: 1.402.173) enthalten Erlöse aus der Anwendung der Percentage-of-Completion-Methode, Erlöse aus Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften sowie Umsatzerlöse aus dem Verkauf und der Vermietung von Geräten und Zubehör. Die Umsatzerlöse aus der Percentage-of-Completion-Methode betrugen im Geschäftsjahr TEUR 649.625 (Vorjahr: 680.963). Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Geräten und Zubehör betrugen im Geschäftsjahr TEUR 29.428 (Vorjahr: 26.031). Zur Darstellung und Zusammensetzung der Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern und Regionen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Segmentberichterstattung (siehe Textziffer 5). In den Umsatzerlösen ist ein Wertberichtigungsergebnis von netto TEUR 5.381 (Vorjahr: 7.393) enthalten. Das Wertberichtigungsergebnis ist auf das Segment Bau zurückzuführen. Im Baubereich können bei Schlussrechnungen z. B. Nachtragspositionen enthalten sein, die noch nicht mit dem Auftraggeber endverhandelt bzw. beauftragt wurden. Diese können sich teilweise als zweifelhaft darstellen. Auf diese zweifelhaften Forderungen werden Wertberichtigungen gebildet, die unter den Umsatzerlösen ausgewiesen werden. Sollte sich die zweifelhafte Forderung als werthaltig herausstellen, wird die Wertberichtigung aufgelöst. Diese Auflösung wird ebenfalls unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Saldo aus Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen ergibt das zuvor erwähnte Wertberichtigungsergebnis. Die Zuführungen und Auflösungen von Wertberichtigungen auf Forderungen der übrigen Segmente sind unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

7. ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :------------------------------- | :----- | :----- |
| Erträge aus anderen aktivierten Eigenleistungen | 19.196 | 14.696 |

8. SONSTIGE ERTRÄGE

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :--------------------------------------------- | :----- | :----- |
| Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 4.435 | 5.447 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsgewinne | 8.682 | 32.097 |
| Erträge aus Versicherungsentschädigungen | 2.958 | 1.849 |
| Erträge aus sonstigen Vermietungen | 373 | 272 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Devisentermingeschäften | 2.818 | 2.548 |
| Gesamteffekt aus der anteiligen Veräußerung | 0 | 36.531 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 11.313 | 10.278 |
| Gesamt | 30.579 | 89.022 |

Die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungsgewinne sowie Gewinne aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 34.645 (Vorjahr: 11.500) sind im Zusammenhang mit der globalen Währungssicherungsstrategie und der zugrundeliegenden Währungsverbuchung entstanden. In diesem Zusammenhang stehen den Erträgen realisierte und unrealisierte Währungsverluste sowie Verluste aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 29.767 (Vorjahr: 21.194) gegenüber, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten darüber hinaus im Wesentlichen Erträge aus geldwerten Vorteilen, andere Aufwandserstattungen sowie sonstige Erträge, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind.

9. MATERIALAUFWAND

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :----------------------------------------------------- | :------ | :------ |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 511.419 | 504.877 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 244.487 | 244.370 |
| Gesamt | 755.906 | 749.247 |

10. PERSONALAUFWAND

Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen den Aufwand für Versorgungsleistungen sowie die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen ohne den Zinsanteil, der unter der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen wird.

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :-------------------- | :------ | :------ |
| Löhne und Gehälter | 289.944 | 299.785 |
| Soziale Abgaben | 47.654 | 49.632 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 5.217 | 5.833 |
| Gesamt | 342.815 | 355.250 |

Die Arbeitgeberanteile zur Rentenversicherung betrugen im Geschäftsjahr TEUR 20.653 (Vorjahr: 18.926). Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Pläne, die unter 4.2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzern erläutert wurden. Davon entfallen TEUR 17.411 (Vorjahr: 16.801) auf das Inland und TEUR 3.242 (Vorjahr: 2.125) auf das Ausland. In den Löhnen und Gehältern sind Abfindungszahlungen in Höhe von TEUR 735 (Vorjahr: 1.019) enthalten.

11. ABSCHREIBUNGEN AUF DAS ANLAGEVERMÖGEN

Die Abschreibungen stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :--------------------------------------- | :----- | :----- |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | 11.290 | 9.956 |
| Abschreibungen auf Sachanlagevermögen | 68.406 | 68.825 |
| Gesamt | 79.696 | 78.781 |

Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen werden unter Textziffer 18.2 Sachanlagen und Investment Property erläutert.

12. NUTZUNGSBEDINGTE ABSCHREIBUNGEN ZUR WERTMINDERUNG DER VORRÄTE

Die nutzungsbedingten Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 15.789 (Vorjahr: 14.196). Dabei handelt es sich um nutzungsbedingte Abschreibungen auf Gebrauchtmaschinen, die kurzfristig an Kunden zur Verkaufsförderung vermietet waren. Die nutzungsbedingten Abschreibungen auf im Geschäftsjahr 2014 abgegangene Gebrauchtmaschinen sind in diesen Zahlen enthalten.

13. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :------------------------------------ | :------ | :------ |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagevermögen | 1.260 | 675 |
| Mieten und Pachten | 18.187 | 21.360 |
| Energie, Heizung, Wasser | 8.295 | 6.291 |
| Kraftfahrzeugkosten | 6.360 | 6.755 |
| Sach,- Kfz- und Transportversicherung | 9.658 | 10.096 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 34.675 | 35.766 |
| Verwaltungsaufwendungen | 40.991 | 41.513 |
| Vertriebsaufwendungen | 37.221 | 33.304 |
| Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen | 17.396 | 17.208 |
| Realisierte und unrealisierte Währungsverluste | 18.941 | 19.948 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | -794 | 6.392 |
| Bankspesen | 2.827 | 3.284 |
| Zölle | 3.930 | 3.411 |
| Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen | 25.880 | 24.523 |
| Gesamt | 224.827 | 230.526 |

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen erfolgswirksame Zuführungen und Auflösungen von Rückstellungen, Verluste aus Devisentermingeschäften sowie übrige sonstige betriebliche Aufwendungen, die sich auf die im Konsolidierungskreis befindlichen Gesellschaften verteilen und im Einzelnen von untergeordneter Bedeutung sind. Die sonstigen mitarbeiterbezogenen Aufwendungen umfassen u. a. Aus- und Fortbildungskosten, Beihilfen und Geschenke, Reise- und Umzugskosten und weitere projektbezogene Personalkosten.

FINANZERGEBNIS

14. FINANZERTRÄGE

Die Finanzerträge stellen sich wie folgt dar:

in Tausend EUR
| | 2013 | 2014 |
| :--------------------------------------- | :----- | :----- |
| Erträge aus operativen Beteiligungen | 26 | 14 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5.418 | 5.287 |
| Erträge aus Marktwertänderungen von Zinsswaps | 2.285 | 1.795 |
| Gesamt | 7.729 | 7.096 |

15.# FINANZAUFWENDUNGEN

Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt:

2013 2014
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 41.944 41.273
Verluste aus Marktwertänderungen von Zinsswaps 656 796
Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.941 3.080
Gesamt 45.541 45.149

Die unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthaltenen Zinsen aus Finance-Leasing betrugen im Geschäftsjahr TEUR 988 (Vorjahr: 1.122). Im Finanzergebnis sind Zinserträge aus finanziellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 5.278 (Vorjahr: 5.410) sowie Zinsaufwendungen aus finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 40.285 (Vorjahr: 40.822) enthalten, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden. In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 705 (Vorjahr: 2.586) enthalten. Davon sind TEUR 631 (Vorjahr: 40) dem Segment Bau, TEUR 9 (Vorjahr: 0) dem Segment Maschinen und TEUR 65 (Vorjahr: 2.546) dem Segment Resources zuzuordnen.

16. ERTRAGSTEUERAUFWAND

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2013 2014
Tatsächliche Steuern 15.705 19.721
Latente Steuern -2.231 2.354
Gesamt 13.474 22.075

Der theoretische Steuersatz beträgt 28,08 % (Vorjahr: 28,08 %).

Überleitung vom erwarteten zum ausgewiesenen Ertragsteueraufwand

Der erwartete Steueraufwand liegt unter (Vorjahr: unter) dem ausgewiesenen Steueraufwand. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem erwarteten und dem ausgewiesenen Steueraufwand begründen sich in der Überleitungsrechnung wie folgt:

2013 2014
Ergebnis vor Ertragsteuern -5.957 37.801
Theoretischer Steueraufwand -1.673 10.615
Steuersatzunterschiede 714 -1.534
Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Ausgaben und steuerfreien Erträge 10.022 -4.869
Effekte aus Abweichungen in der steuerlichen Bemessungsgrundlage 2.054 2.000
Equity-Bilanzierung assoziierter Unternehmen -63 160
Steuernachzahlungen/-erstattungen Vorjahre -273 -68
Effekte aus aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge und temporären Differenzen 2.675 15.701
Sonstiges 18 70
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 13.474 22.075

Aus internen Ausschüttungen ergeben sich nach dem 31. Dezember 2014 steuerliche Auswirkungen in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: 34).

17. ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des den Aktionären der BAUER AG zurechenbaren Periodenergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Stammaktien. Das Ergebnis je Aktie beläuft sich auf nachstehende Werte:

2013 2014
Den Aktionären der BAUER AG zurechenbares Periodenergebnis in TEUR -16.927 14.481
Anzahl der Aktien vom 01.01. bis 31.12. 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 17.131.000 17.131.000
Gewichtete durchschnittlich im Geschäftsjahr im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 17.131.000 17.131.000
Unverwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -0,99 0,85
Verwässertes Ergebnis je Aktie in EUR -0,99 0,85

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Die Aufgliederung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen und ihre Entwicklung sind im Anlagespiegel auf den folgenden Seiten dargestellt.

LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

18. ANLAGEVERMÖGEN

18.1 Immaterielle Vermögenswerte

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2013* Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2013
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 30.725 220 3.124 453 -9 -529 33.078
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 2.203 0 0 0 0 -17 2.186
Geschäfts- und Firmenwert 589 0 0 232 0 0 357
Aktivierte Softwarekosten 30.148 377 8.395 72 516 -10 39.354
Aktivierte Entwicklungskosten 63.665 597 11.519 757 507 -556 74.975
Summe 63.665 1.194 23.038 1.514 1.014 -1.112 74.975
  • Vorjahreszahlen geändert; es handelt sich um eine systembedingte Korrektur der Vorträge.

Kumulierte Abschreibung

01.01.2013* Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2013
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 18.474 100 4.046 442 21 -159 22.040
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 0 0 2.186 0 0 0 2.186
Geschäfts- und Firmenwert 415 0 84 232 0 0 267
Aktivierte Softwarekosten 10.209 14 4.974 72 -21 -10 15.094
Aktivierte Entwicklungskosten 29.098 114 11.290 746 0 -169 39.587
Summe 29.098 228 22.580 1.492 0 -338 39.587

Buchwert

31.12.2013
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 11.038
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 0
Geschäfts- und Firmenwert 90
Aktivierte Softwarekosten 24.260
Aktivierte Entwicklungskosten 35.388

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2014 Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2014
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 33.078 -17 2.422 2.392 -6 452 33.537
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 2.186 0 0 0 0 0 2.186
Geschäfts- und Firmenwert 357 0 0 68 0 0 289
Aktivierte Softwarekosten 39.354 0 6.186 0 22 6 45.568
Aktivierte Entwicklungskosten 74.975 0 8.608 2.460 16 458 81.580
Summe 74.975 -17 17.216 2.920 32 916 81.580

Kumulierte Abschreibung

01.01.2014 Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2014
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 22.040 -6 3.681 2.619 4 281 23.381
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 2.186 0 0 0 0 0 2.186
Geschäfts- und Firmenwert 267 0 51 68 0 0 250
Aktivierte Softwarekosten 15.094 0 6.224 0 0 5 21.323
Aktivierte Entwicklungskosten 39.587 0 9.956 2.687 4 286 47.140
Summe 39.587 -6 19.912 5.374 8 572 47.140

Buchwert

31.12.2014
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 10.156
Lizenzen, Software und ähnliche Rechte und Werte 0
Geschäfts- und Firmenwert 39
Aktivierte Softwarekosten 24.245
Aktivierte Entwicklungskosten 34.440

Von den im Jahr 2014 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Patentkosten erfüllten TEUR 6.247 (Vorjahr: 8.594) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:

2013 2014
Forschungskosten und nicht aktivierte Entwicklungskosten 20.900 18.567
Abschreibungen auf Entwicklungskosten und Patente 5.212 6.473
Aufwandswirksam verrechnete Forschungs- und Entwicklungskosten 26.202 25.040

18.2 Sachanlagen und Investment Property

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2013* Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2013
Grundstücke und Bauten 287.311 0 3.179 2.853 17.692 -3.045 302.284
Investment Property 1.882 0 13 118 0 -14 1.763
Technische Anlagen und Maschinen 468.428 9.689 65.050 41.512 11.319 -24.119 488.855
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.995 376 10.565 5.248 142 -1.798 73.032
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 23.014 42 13.099 557 -29.661 -655 5.282
Summe 849.630 10.107 91.906 50.288 -508 -29.631 871.216
  • Vorjahreszahlen geändert; es handelt sich um eine systembedingte Korrektur der Vorträge.

Kumulierte Abschreibung

01.01.2013* Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2013
Grundstücke und Bauten 84.396 0 9.080 2.399 0 -370 90.707
Investment Property 921 0 40 54 0 -7 900
Technische Anlagen und Maschinen 257.736 4.235 49.440 22.491 -11 -14.550 274.359
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.261 225 9.846 4.372 11 -1.258 45.713
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe 384.314 4.460 68.366 29.316 0 -16.185 411.679

Buchwert

31.12.2013
Grundstücke und Bauten 211.577
Investment Property 863
Technische Anlagen und Maschinen 214.496
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.319
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.282
Gesamt 459.537

davon Finanzierungsleasing

31.12.2013
Buchwert 31.014

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

01.01.2014 Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2014
Grundstücke und Bauten 302.284 -563 3.926 6.022 765 5.802 306.192
Investment Property 1.763 0 6 0 -35 0 1.734
Technische Anlagen und Maschinen 488.855 -2.063 43.524 49.712 5.255 27.331 513.190
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 73.032 -678 7.310 6.374 -112 2.119 75.297
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.282 0 9.322 193 -5.889 -309 8.213
Summe 871.216 -3.304 64.088 62.301 -16 34.943 904.626

Kumulierte Abschreibung

01.01.2014 Veränderung im Konsolidierungskreis Zugänge Abgänge Umbuchungen Währungsanpassung 31.12.2014
Grundstücke und Bauten 90.707 -5 10.042 2.000 6 866 99.616
Investment Property 900 0 36 0 -6 0 930
Technische Anlagen und Maschinen 274.359 -773 49.829 32.386 168 15.784 306.981
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.713 -485 8.918 5.366 -17 1.582 50.190
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe 411.679 -1.263 68.825 39.752 -4 18.232 457.717

Buchwert

31.12.2014
Grundstücke und Bauten 206.576
Investment Property 804
Technische Anlagen und Maschinen 206.209
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.107
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.213
Gesamt 446.909

davon Finanzierungsleasing

31.12.2014
Buchwert 27.207

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis umfassen die Vermögenswerte aus der Entkonsolidierung der BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina. Dabei entfallen TEUR -2.041 ausschließlich auf Sachanlagen. Für mittels Finance-Lease-Verträgen geleaste Gebäude und Anlagen bestehen überwiegend Kaufoptionen, die auch ausgeübt werden sollen. Die Zinssätze, die den Verträgen zugrunde liegen, variieren je nach Markt und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zwischen 2,38 % und 7,89 % (Vorjahr: 2,31 % und 8,13 %). Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:

Restlaufzeit 2013 Restlaufzeit 2014
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Mindestleasingzahlungen 11.182 18.779 0 29.961 8.470 13.707 0 22.177
Zinsanteile 997 1.514 0 2.511 1.017 675 0 1.692
Barwert 10.185 17.265 0 27.450 7.453 13.032 0 20.485

Das Investment Property hat einen Marktwert von TEUR 804 (Vorjahr: 1.143) und war in 2014 durchgängig vermietet. Dabei handelt es sich um ein Hotel im Besitz der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, das an Dritte vermietet und über einen Zeitraum von 48 Jahren abgeschrieben wird.# 18.3 At-Equity bilanzierte Anteile und Beteiligungen

Die Bilanzansätze der Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
At-Equity bewertete Anteile an Gemeinschaftsunternehmen* 3.302 4.175
At-Equity bewertete Anteile an assoziierten Unternehmen 9.947 38.731
Gesamt 13.249 42.906

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Veränderung bei den At-Equity bewerteten Anteilen:

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2013 2014
01.01. 13.133 9.947
Zugänge 0 31.089
Abgänge 1 0
Ergebnisanteil -234 330
Dividendenzahlungen -2.951 -450
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 9.947 40.916

Kumulierte Abschreibung

scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2013 2014
01.01. 0 0
Zugänge 0 2.185
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 0 2.185

Buchwert 31.12. | 9.947 | 38.731 | 3.302 | 4.175

  • Vorjahr angepasst, siehe Erläuterungen auf S. 106

a) Gemeinschaftsunternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Zusammengefasste Finanzinformationen zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen (vor Konsolidierungen):

BILANZ

scroll Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 180 317
Kurzfristige Vermögenswerte 65.022 63.796
davon Zahlungsmittel 3.089 2.445
Summe Vermögenswerte 65.202 64.113
Langfristige Schulden 0 0
davon langfristige finanzielle Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 58.758 55.646
davon kurzfristige finanzielle Schulden 33.782 43.607
Summe Schulden 58.758 55.646

Die lang- und kurzfristigen finanziellen Schulden enthalten keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Rückstellungen.

ERGEBNISRECHNUNG

scroll Gemeinschaftsunternehmen in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Umsatzerlöse 48.996 41.008
planmäßige Abschreibung -234 -373
Operatives Ergebnis 2.700 3.529
Zinserträge 40 1
Zinsaufwendungen -3 -4
Ertragsteueraufwand 0 0
Periodenergebnis 2.737 3.526
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 10 0

Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für unwesentliche Gemeinschaftsunternehmen

Der anteilige Buchwert an den Gemeinschaftsunternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Nettovermögen der Gemeinschaftsunternehmen 6.444 8.467
Anteil an den Gemeinschaftsunternehmen gemäß Beteiligungsquote 3.302 4.175
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 0 0
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 3.302 4.175

Auf eine Angabe des beizulegenden Zeitwertes wurde verzichtet, da für unsere Gemeinschaftsunternehmen (i. W. Bau-ARGEN) kein notierter Marktpreis vorhanden ist. Das sich aus der gesamtschuldnerischen Haftung ergebende Risiko beim Ausfall eines Gesellschafters wird innerhalb des Gemeinschaftsunternehmens durch gegenseitige Bürgschaften abgesichert. Darüberhinaus bestehen keine weiteren Verpflichtungen oder maßgebliche Beschränkungen.

b) Assoziierte Unternehmen

Bei den dargestellten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen handelt es sich um Beträge, die Gegenstand des Abschlusses nach lokaler Rechnungslegung sind, korrigiert um etwaige Anpassungen an IFRS.

Die wesentlichen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

Geschäftsjahr 2013:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital in %
Wöhr + Bauer GmbH Projektentwicklung München, Deutschland 33,33 %
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 %
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 %

Geschäftsjahr 2014:

scroll Name Tätigkeit des Unternehmens Sitz Anteil am Kapital in %
Wöhr + Bauer GmbH Projektentwicklung München, Deutschland 33,33 %
NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH Entsorgung Bleicherode, Deutschland 25,00 %
TERRABAUER S. L. Spezialtiefbau Madrid, Spanien 30,00 %
BAUER Nimr LLC Wasseraufbereitung und Bodensanierung Maskat, Al Mina, Sultanat Oman 49,00 %

Zusammengefasste Finanzinformationen für jedes wesentliche assoziierte Unternehmen (Beträge vor Konsolidierungen):

BILANZ

scroll Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L.
in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 60.472 60.132 19.090
Kurzfristige Vermögenswerte 43.209 48.073 25.869
davon Zahlungsmittel 8.309 526 21.936
Summe Vermögenswerte 103.681 108.205 44.959
Langfristige Schulden 10.816 22.279 0
davon langfristige finanzielle Schulden 10.685 21.897 0
Kurzfristige Schulden 74.556 66.775 40.065
davon kurzfristige finanzielle Schulden 8.803 0 3.375
Summe Schulden 85.372 89.054 40.065
scroll BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 31.12.2013
Langfristige Vermögenswerte 0
Kurzfristige Vermögenswerte 0
davon Zahlungsmittel 0
Summe Vermögenswerte 0
Langfristige Schulden 0
davon langfristige finanzielle Schulden 0
Kurzfristige Schulden 0
davon kurzfristige finanzielle Schulden 0
Summe Schulden 0
  • Es handelt sich um hochgerechnete Werte; Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar

ERGEBNISRECHNUNG

scroll Wöhr + Bauer GmbH NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH TERRABAUER S. L.
in Tausend EUR 2013 2014 2013
Umsatzerlöse 50.865 21.531 22.952
planmäßige Abschreibung -1.170 -1.774 -2.744
Operatives Ergebnis 1.330 2.550 1.624
Zinserträge 261 15 98
Zinsaufwendungen -503 -414 -287
Ertragsteueraufwand -587 -667 -474
Periodenergebnis 501 1.484 961
Periodenergebnis entsprechend den Anteilen 167 494 240
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 2.640 210 135
scroll BAUER Nimr LLC
in Tausend EUR 2013
Umsatzerlöse 0
planmäßige Abschreibung 0
Operatives Ergebnis 0
Zinserträge 0
Zinsaufwendungen 0
Ertragsteueraufwand 0
Periodenergebnis 0
Periodenergebnis entsprechend den Anteilen 0
Gezahlte Dividenden an die BAUER Gruppe 0
  • Es handelt sich um hochgerechnete Werte; Finanzinformationen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar

Zusammengefasste Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind (Beträge vor Konsolidierungen):

BILANZ

scroll Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 90 67
Kurzfristige Vermögenswerte 245 239
davon Zahlungsmittel 47 33
Summe Vermögenswerte 335 306
Langfristige Schulden 26 22
davon langfristige finanzielle Schulden 26 22
Kurzfristige Schulden 135 132
davon kurzfristige finanzielle Schulden 0 0
Summe Schulden 161 154

ERGEBNISRECHNUNG

scroll Assoziierte Unternehmen in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Umsatzerlöse 853 825
planmäßige Abschreibung -33 -29
Operatives Ergebnis 6 -22
Zinserträge 0 0
Zinsaufwendungen -1 -1
Ertragsteueraufwand -2 0
Periodenergebnis 3 -23
Periodenergebnis entsprechend den Anteilen 1 -7
Gezahlte Dividenden an die BAUER# Gruppe 10
## Überleitungsrechnung zu den zusammengefassten Finanzinformationen für assoziierte Unternehmen

Der anteilige Buchwert an den assoziierten Unternehmen lässt sich wie folgt überleiten:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Nettovermögen der assoziierten Unternehmen 30.945 35.792
Anteil an den assoziierten Unternehmen gemäß Beteiligungsquote 9.651 13.331
Geschäfts- oder Firmenwert und sonstige Anpassungen 296 16.908
Barwert der Konzessionsvereinbarung 0 8.709
Währungsanpassung 0 -217
In der Bilanz ausgewiesener Buchwert 9.947 38.731

Die sonstigen Anpassungen betreffen zeitliche Buchungsunterschiede. Der Marktwert der BAUER Nimr LLC beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 63.447. Die Marktwerte der übrigen wesentlichen assoziierten Unternehmen waren zum Bilanzstichtag nicht verfügbar. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Verpflichtungen und maßgeblichen Beschränkungen sowie Risiken in Bezug auf die Anteile an assoziierten Unternehmen.

c) Beteiligungen

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten

scroll in Tausend EUR Beteiligungen 2013 2014
01.01. 4.454 4.429
Zugänge 0 0
Abgänge 25 0
Ergebnisanteil 0 0
Dividendenzahlungen 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 4.429 4.429

Kumulierte Abschreibung

scroll in Tausend EUR Beteiligungen 2013 2014
01.01. 816 816
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Umbuchungen 0 0
Währungsanpassung 0 0
31.12. 816 816

Buchwert 31.12. | | 3.613 | 3.613

19. LATENTE STEUERN

Die aktiven und passiven latenten Steuern verteilen sich auf folgende Bilanzpositionen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013* 31.12.2014
Aktive latente Steuern
Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 33 401 6.437 7.202
Sachanlagen 324 119 9.468 13.926
Vorräte 2.509 3.763 2.424 2.498
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.228 1.474 2.093 1.410
Pensionsrückstellungen 10.275 19.652 4 208
Verbindlichkeiten 9.811 10.201 5.937 4.800
Verlustvorträge 14.560 12.559 0 0
Konsolidierung 4.841 3.999 5.873 4.274
Saldierung -17.282 -21.195 -17.282 -21.195
Nettobetrag 26.299 30.973 14.954 13.123
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

In der vorstehenden Tabelle sind in der Position Verbindlichkeiten aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 2.025 (Vorjahr: 835) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.708 (Vorjahr: 8) enthalten, die Teil der Sicherungsrücklage (Hedge-Accounting sind.) Des Weiteren sind in der Position Pensionsrückstellungen aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 16.772 (Vorjahr: 7.889) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: 4) auf die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern ohne Verlustvorträge beträgt TEUR 10.039 (Vorjahr: 9.080), der der passiven latenten Steuern TEUR 7.280 (Vorjahr: 9.585).

Die steuerlichen Verlustvorträge am Jahresende setzen sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Inländische Verlustvorträge (KSt) 76.262 75.553
Ausländische Verlustvorträge 31.758 46.953
Gesamt 108.020 122.506
Davon zeitlich begrenzt nutzbare Verlustvorträge 21.069 25.461

Auf nicht nutzbare Verlustvorträge in Höhe von TEUR 78.059 (Vorjahr: 47.672) wurden aufgrund der mittelfristigen steuerlichen Ergebnisplanung keine latenten Steuern angesetzt. Der Anteil der kurzfristigen aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge betrug im Geschäftsjahr TEUR 1.028 (Vorjahr: 1.708). Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen bestehen temporäre Unterschiede in Höhe von TEUR 1.170 (Vorjahr: 1.172), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden.

20. FORDERUNGEN AUS KONZESSIONSVEREINBARUNGEN

Die BAUER Nimr LLC ("Bauer") hat mit der Petroleum Development Oman LLC ("Auftraggeber") am 28. November 2008 einen Vertrag über die Aufbereitung von Wasser ("Dienstleistung") geschlossen. Bauer errichtet zur Erfüllung der Dienstleistung eine Anlage und betreibt diese anschließend. Für den Betrieb der Anlage erhält Bauer einen fest vereinbarten Einheitspreis je m3. Dieser Preis enthält eine variable Komponente zum Ausgleich von Preissteigerungen während der Vertragslaufzeit. Bauer ist gemäß der Vereinbarung verpflichtet, soweit im Vertrag nichts anderes angegeben ist, sich bei Errichtung und Betrieb der Anlage an die allgemeinen Standards, die in der Öl- und Gasindustrie gelten, anzupassen. Darüber hinaus ist Bauer dazu verpflichtet, etwaige Inspektionen und Tests durch den Auftraggeber zuzulassen. Die Kosten hierfür hat der Auftraggeber zu tragen. Am Ende der Dienstleistung ist Bauer auf Anweisung des Auftraggebers zum Rückbau der Anlage und zur Rekultivierung des Grundstücks (gegen Entgelt) verpflichtet. Die Vereinbarung sieht darüber hinaus ein Ankaufsrecht des Auftraggebers zu einem noch zu vereinbarenden Preis vor. Der Vertrag hat eine Laufzeit von 20 Jahren sowie eine Verlängerungsoption von weiteren 5 Jahren. Bauer hat das Recht, jederzeit den Vertrag durch schriftliche Information an den Auftraggeber aufzulösen. Falls der Vertrag durch den Auftraggeber vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit aufgelöst wird, vorausgesetzt die Vertragsauflösung ist nicht durch z. B. Schlecht- oder Nichterfüllung oder Insolvenz des Betreibers verursacht, ist der Auftraggeber zu Ausgleichs- bzw. Entschädigungszahlungen verpflichtet. Der Auftraggeber verpflichtet sich, Bauer täglich mind. 45.000 m3 Wasser zur Reinigung zur Verfügung zu stellen. Sollte der Auftraggeber weniger Wasser zur Verfügung stellen, erhält Bauer eine Ausgleichszahlung, die in den Folgemonaten mit Mehrlieferungen ausgeglichen werden kann. Am 10. Mai 2011 hat Bauer mit dem Auftraggeber eine Ergänzung im Vertrag vorgenommen, dass der Auftraggeber zusätzliche 45.000 m3 Wasser zur Verfügung stellen wird.

Die Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Stand zum 01.01. 40.770 36.762
Zinsertrag aus finanziellen Vermögenswert 1.931 1.721
Währungsanpassung -1.581 3.886
Bezahlung der Auftragskosten -4.358 -4.079
Abgang 0 -38.290
Stand 31.12. 36.762 0
Davon Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 9.122 0
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre 27.640 0

Zum 19. November 2014 wurden 21 % der Anteile an der BAUER Nimr LLC verkauft. Wir verweisen hierzu auf Seite 104. Der kurzfristige Anteil der Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen beträgt nach Abgang TEUR 0 (Vorjahr: 2.280). Der kurzfristige Anteil wurde bisher unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Finanzerträge aus Konzessionsvereinbarungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 1.721 (Vorjahr: 1.931). Der Diskontierungssatz betrug im Geschäftsjahr 4,26 % (Vorjahr: 4,67 %). Die Finanzerträge sind in den Zinserträgen aus finanziellen Vermögenswerten enthalten.

21. SONSTIGE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 4.743 4.787
Übrige sonstige langfristige Vermögenswerte 2.821 2.705
Gesamt 7.564 7.492

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr nicht zu verzinsen. Die Vorjahresangabe wurde angepasst. Darüber hinaus sind Vermögenswerte aus Continuing Involvements in Höhe von TEUR 1.068 (Vorjahr: 1.170) enthalten. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.

Innerhalb der BAUER Gruppe wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Dienstleistungen in Höhe von TEUR 18.425 (Vorjahr: 17.378) im Rahmen von Forderungsverkaufsvereinbarungen an Dritte verkauft. Es umfasst den Betrag, den die BAUER Gruppe aus den verbliebenen Risiken maximal an den Erwerber zahlen müsste. Die korrespondierende Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 1.175 (Vorjahr: 1.287) und wird unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Differenzbetrag spiegelt den beizulegenden Zeitwert der aus den verbliebenen Risiken und dem Servicing resultierenden Garantien wider und wird aufwandswirksam erfasst.

22. SONSTIGE LANGFRISTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 31.12.2013 Restlaufzeit 31.12.2014
1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Übrige sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.420 0
Gesamt 5.420 0

Die übrigen sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten Forderungen aus Derivaten sowie sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte. Die Derivate werden unter Textziffer 36 der sonstigen Erläuterungen dargestellt. Im Geschäftsjahr 2014 ist zusätzlich eine Forderung aus Kaufpreiszahlung und Darlehen gegenüber der BAUER Nimr LLC in Höhe von TEUR 20.059 (Vorjahr: 0) enthalten. Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr, wie im Vorjahr, weder wertgemindert noch überfällig.

KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE

23. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich aus folgenden Positionen zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 146.666 155.334
Fertige und unfertige Erzeugnisse sowie Handelswaren 272.866 283.850
Gesamt 419.352 439.184

Von den Vorräten sind TEUR 121.319 (Vorjahr: 116.787) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Die im Geschäftsjahr aufwandswirksam gebuchten Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert betrugen TEUR 24.386 (Vorjahr: 22.445). Diese teilen sich wie folgt auf:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 14.196 15.789
Außerplanmäßige Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte 8.249 8.597
Gesamt 22.445 24.386

Der Vermietungsstatus war vor allem bei der BAUER Maschinen GmbH höher als im Vorjahr. Die nutzungsbedingten Abschreibungen der Gebrauchtmaschinen stiegen in der Folge von TEUR 14.196 auf TEUR 15.789.In den außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte sind sowohl außerplanmäßige Abschreibungen auf Neu- und Gebrauchtmaschinen (Ausweis unter den Bestandsveränderungen) als auch auf Lagerbestände (Ausweis im Materialaufwand) enthalten. Der überwiegende Teil der außerplanmäßigen Abschreibungen betrifft den nicht vermieteten Maschinenbestand und ist dem Segment Maschinen zuzuordnen. Die außerplanmäßige Abschreibung wurde auf Basis des erzielbaren Betrages vorgenommen. Dieser entsprach regelmäßig dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Dieses Verfahren fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. In den fertigen Erzeugnissen und Handelswaren sind vom Segment Maschinen eigengefertigte Maschinen und Zubehörteile enthalten, die primär zum Verkauf bestimmt sind. Wir unterscheiden grundsätzlich zwei Formen von Maschinen und Zubehörteilen (im Folgenden: "Maschinen"):

Neue Maschinen
Hierbei handelt es sich um Maschinen, die im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren gefertigt wurden und zum Verkauf bereitstehen, aber noch nicht vermietet waren. Diese Maschinen werden zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren, am Bilanzstichtag realisierbaren Nettoveräußerungswert angesetzt.

Gebrauchtmaschinen
Als Gebrauchtmaschinen werden die Maschinen bezeichnet, die primär zum Verkauf stehen und als sekundäre Verkaufsfördermaßnahme im Geschäftsjahr oder früheren Geschäftsjahren bereits kurzfristig vermietet waren. Dabei wechseln neue Maschinen bei erstmaliger Vermietung automatisch in den Status einer Gebrauchtmaschine. Bei Vermietung ermittelt sich der Nettoveräußerungswert aus den Herstellkosten vermindert um die nutzungsbedingten sowie außerplanmäßigen Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte. Falls es sich um neue Maschinen handelt oder Gebrauchtmaschinen, die nicht vermietet sind, wird der Wertminderung auf den Nettoveräußerungswert durch eine außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Der Verkauf und die Vermietung der Maschinen beziehen sich ausschließlich auf das Segment Maschinen.

Die folgende Übersicht zeigt den Buchwert vor Wertminderung der gebrauchten Maschinen und Zubehörteile sowie den Vermietungsstatus zum Stichtag:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Buchwert der Gebrauchtmaschine 94.392 86.744
davon vermietet 33.588 32.236
davon nicht vermietet 60.804 54.508

Im Geschäftsjahr waren neben den üblichen Eigentumsvorbehalten Vorräte in Höhe von TEUR 119 (Vorjahr: 2.507) als Kreditsicherheiten mit einer Laufzeit bis 2016 gestellt. Die geleisteten Sicherheiten können nur bei einer dauerhaften Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten, z. B. ausbleibende Zins- und Tilgungsleistungen oder Unterschreitung vereinbarter Finanzkennzahlen, durch die finanzierenden Banken in Anspruch genommen werden. Eine Inanspruchnahme der gestellten Sicherheiten ist nicht absehbar.

24. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Fertigungsaufträge

Die nach der Percentage-of-Completion-Methode bewerteten Fertigungsaufträge haben sich wie folgt entwickelt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Angefallene Auftragskosten (zuzüglich der Gewinne, abzüglich der Verluste) noch nicht fertiggestellter Projekte 493.944 674.169
abzüglich der Teilabrechnungen 383.549 590.481
Saldo 110.395 83.688
davon: Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 143.234 132.159
davon: Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) 32.839 48.471

Entwicklung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) 143.234 132.159
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen* 320.301 311.417
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 444 67
Geleistete Anzahlungen 3.725 4.304
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 30.695 28.603
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 19.551 20.100
Gesamt* 517.950 496.650
  • Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

In der Bilanzposition Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Forderungen in Höhe von TEUR 10.504 (Vorjahr: 15.077) enthalten.

Die folgende Tabelle gibt die Veränderungen in den Wertberichtigungen auf den Bestand an kurzfristigen Forderungen wieder:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Wertberichtigungen zu Beginn des Geschäftsjahres 63.504 59.938
Veränderung im Konsolidierungskreis 14 0
Währungsanpassung -353 842
Zuführung 32.207 20.568
Auflösung 34.003 19.557
Verbrauch 1.431 7.815
Wertberichtigungen zum Ende des Geschäftsjahres 59.938 53.976

Die Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 53.976 (Vorjahr: 59.938) wurde unter Berücksichtigung von Einzelrisiken und aufgrund von Vergangenheitserfahrungen mit Zahlungsausfällen berechnet. Hierbei wurden Forderungen sowohl einzeln als auch aufgrund eines Portfolioansatzes pauschaliert wertberichtigt. Die pauschalierten Einzelwertberichtigungen wurden prozentual auf die Altersstruktur der Forderungen verteilt. Innerhalb der Einzelwertberichtigung wurden Forderungen in der Regel zu 100 % wertberichtigt. Die Ermittlung von Wertberichtigungen zweifelhafter Forderungen beruht in erheblichem Maß auf Einschätzungen und Beurteilungen einzelner Forderungen, bei denen neben Kreditwürdigkeit und Zahlungsverzug des jeweiligen Kunden auch die aktuellen Konjunkturentwicklungen und historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt werden.

Im Geschäftsjahr wurden Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 3.993 (Vorjahr: 2.998) und sonstige kurzfristige Vermögenswerte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: 2.993) wertberichtigt.

Eine Fälligkeitsanalyse der Bruttobuchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zeigt die folgende Tabelle:

scroll in Tausend EUR Buchwert 31.12.2013* Buchwert 31.12.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Brutto-Buchwert) 382.946 365.393
Wertberichtigungen auf Lieferungen und Leistungen 59.938 53.976
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Netto-Buchwert) 320.301 311.417
davon zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 114.938 110.640
davon zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig: 205.363 200.777
- weniger als 30 Tage 68.462 75.046
- zwischen 30 und 60 Tagen 27.881 13.599
- zwischen 60 und 90 Tagen 10.627 10.886
- mehr als 90 Tage 98.393 101.246
  • Vorjahr angepasst; ein Teil der überfälligen Forderungen der SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH war nicht erfasst

Die vorstehende Tabelle beinhaltet neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auch Forderungen aus Arbeitsgemeinschaften. Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuteten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Dabei basiert die Bonitätseinstufung auf einem aktiv betriebenen Forderungsmanagement unter Bezugnahme auf die Kredithistorie und auf einer laufend durchgeführten Überwachung der Kreditwürdigkeit unserer Kunden anhand intern sowie extern eingeholter Informationen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte waren im Geschäftsjahr weder wertgemindert noch überfällig (Vorjahr: TEUR 2.993). Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen sonstige Steuererstattungsansprüche, Forderungen gegen Mitarbeiter und Forderungen gegen Sozialkassen sowie abgegrenzte Zinsen, abgegrenzte Versicherungsbeiträge und sonstige Abgrenzungen. Insgesamt waren im Geschäftsjahr TEUR 6.846 (Vorjahr: 15.400) an monetären Vermögenswerten als Sicherheiten für potentielle, zukünftige Gewährleistungen aus Bauleistungen hinterlegt. Der unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesene kurzfristige Anteil der Forderungen aus Devisentermingeschäften beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 141 (Vorjahr: 3.169). Die in den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten enthaltenen, geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: 4). Im Geschäftsjahr 2014 wurden insgesamt Wertminderungen in Höhe von TEUR 20.568 (Vorjahr: 38.198) vorgenommen.

25. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 41.835 (Vorjahr: 57.217) beinhalten Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände.

26. EIGENKAPITAL

Die Aktionärsstruktur der BAUER AG stellt sich wie folgt dar:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
% TEUR %
Familie Bauer 48,19 35.182
Streubesitz 51,81 37.819
Gesamt 100,0 73.001

Bezüglich der Mitteilungen über Beteiligungen an der BAUER AG wird auf den Anhang der BAUER AG (veröffentlicht im Bundesanzeiger) zum 31. Dezember 2014 verwiesen.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete und vollständig eingezahlte Kapital (Grundkapital) der BAUER AG beträgt 73.001.420,45 EUR und ist in 17.131.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von rund 4,26 EUR je Stückaktie eingeteilt. Die Aktien sind nennwertlos. Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung - mit Ausnahme von gesetzlichen Stimmverboten wie in § 136 AktG und § 28 WpHG - je eine Stimme. Der Streubesitz lag, ebenso wie im Vorjahr, bei 51,81 %. Die Mitglieder der Familie Bauer und eine Stiftung halten im Rahmen eines Poolvertrages insgesamt 8.256.246 Stückaktien an der BAUER AG, was einer Beteiligung von 48,19 % an der Gesellschaft entspricht. Der Poolvertrag enthält eine Stimmbindungsvereinbarung sowie ein Vorkaufsrecht der übrigen Poolbeteiligten im Falle eines Verkaufs von Anteilen an Dritte. Weitere direkte oder indirekte Beteiligungen am Grundkapital der BAUER AG, welche 10 % der Stimmrechte überschreiten, sind der Gesellschaft nicht bekannt. Keiner der Aktionäre hat Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.Ferner gibt es keine Stimmrechtskontrolle der am Kapital beteiligten Arbeitnehmer.

Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

§ 4 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft enthält eine Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital bis zum 27. Juni 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 7,3 Mio. EUR durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stammaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Der Vorstand ist hierzu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen:

  • bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen,
  • bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet und die unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegebenen Aktien insgesamt 10 % des vorhandenen Grundkapitals weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung überschreiten. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung bis zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung aufgrund anderer Ermächtigungen unter Bezugsrechtsausschluss veräußert oder ausgegeben wurden bzw. auszugeben sind,
  • zum Ausgleich von Spitzenbeträgen.

Durch Beschlussfassung in der ordentlichen Hauptversammlung vom 26. Juni 2014 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 25. Juni 2019 befristet eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Der Erwerb erfolgt nach Wahl des Vorstands mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots oder über die Börse.

Erfolgt der Erwerb über die Börse, darf der Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion am Handelstag ermittelten Kurs für Aktien der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten.

Erfolgt der Erwerb mittels eines öffentlichen Erwerbsangebots, dürfen der Kaufpreis oder die Grenzwerte der Kaufpreisspanne je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den Durchschnitt der Schlusskurse je Aktie der Gesellschaft im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei Börsenhandelstagen vor dem Tag der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots um nicht mehr als 10 % überschreiten und um nicht mehr als 20 % unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung des öffentlichen Erwerbsangebots nicht unerhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so kann der Kaufpreis angepasst werden.

Die aufgrund der vorstehenden Ermächtigungen erworbenen Aktien kann der Vorstand zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken verwenden. Insofern können die erworbenen Aktien insbesondere auch in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an die Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis (ohne Erwerbsnebenkosten) veräußert werden, der den Börsenkurs der Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung im Xetra-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet.

Die Aktien können zudem an Dritte übertragen werden, soweit dies zu dem Zweck erfolgt, Unternehmen, Unternehmensteile oder Beteiligungen an Unternehmen oder sonstige Vermögensgegenstände zu erwerben oder Unternehmenszusammenschlüsse durchzuführen. Die vorbezeichneten Aktien können ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss eingezogen werden. Hinsichtlich der Verwendung der zurückgekauften Aktien sieht die Ermächtigung für bestimmte Fälle den Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre vor.

Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde bisher nicht genutzt. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals oder nach Ablauf der Ermächtigungsfrist entsprechend zu ändern.

Das übrige Eigenkapital des BAUER Konzerns hat sich wie folgt entwickelt:

31.12.2013 31.12.2014
I. Kapitalrücklage 38.404 38.404
II. Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn 285.601 287.903
324.005 326.307
III. Minderheitsgesellschafter 22.809 19.617
Gesamt 346.814 345.924

Im Geschäftsjahr wurde eine Dividende in Höhe von 0,00 Euro (Vorjahr: 0,30 Euro) je Aktie an die Aktionäre ausgezahlt.

26.1 Minderheitsgesellschafter

a) Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochterunternehmen, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen

Die Minderheitsgesellschafter, die in der BAUER Gruppe wesentlich sind, stellen sich wie folgt dar:

Konzerngesellschaft Minderheitsgesellschafter Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnis- anteil in TEUR Kapitalanteil in % Kapitalanteil in TEUR Ergebnis- anteil in TEUR
31.12.2013 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2014 31.12.2014
BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland BAUER Anteilspool GbR 1,00 1.855 74 1,00 2.014 122
BAUER EGYPT S.A.E, Kairo, Ägypten verschiedene natürliche Personen 44,25 9.827 671 44,25 11.268 939
OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Russische Föderation Paryscheva Valentina, Kokota Ivan 35,00 1.556 37 35,00 841 -372
BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei Emiroglu Makina 40,00 1.102 359 40,00 1.185 184
BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman* Synergy Petroleum International LLC, Merit International LLC 30,00 4.201 852 - - 939
Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien Familie Oweis 16,70 -558 -4.048 16,70 -183 104
Einzeln unwesentliche Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen 4.826 -449 4.492 -671
Gesamt 22.809 -2.504 19.617 1.245

Nachfolgend sind zusammengefasste Finanzinformationen für jede Konzerngesellschaft mit wesentlichen Minderheitsgesellschaftern angegeben und entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen:

BILANZ

BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E OOO BAUER Maschinen -Kurgan BAUER Casings BAUER Nimr LLC Site Group
in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
Langfristige Vermögenswerte 144.774 156.332 2.776 4.339 1.961 3.089
Kurzfristige Vermögenswerte 290.197 317.141 23.673 26.326 7.636 5.732
Langfristige Schulden 118.848 198.527 144 0 3.314 4.967
Kurzfristige Schulden 172.740 133.321 6.192 6.827 2.549 2.164

* bis 19. November 2014; siehe Erläuterungen auf S. 104

ERGEBNISRECHNUNG

BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E OOO BAUER Maschinen -Kurgan BAUER Casings BAUER Nimr LLC Site Group
in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014
Umsatzerlöse 393.011 357.925 20.084 22.758 6.663 7.567
Operatives Ergebnis 19.129 23.788 2.468 3.064 564 -818
Ergebnis vor Steuern 9.759 15.819 2.773 3.559 161 -1.316
Periodenergebnis 7.426 12.165 1.696 2.122 105 -1.063
Ergebnisanteil von Minderheitsgesellschaftern 74 122 671 939 37 -372
Ergebnisanteil der Aktionäre der BAUER AG 7.352 12.043 1.025 1.183 68 -691
Gezahlte Dividenden an Minderheitsgesellschafter -40 -50 -69 -227 0 0

* bis 19. November 2014; siehe Erläuterungen auf S. 104

KAPITALFLUSSRECHNUNG

BAUER Maschinen GmbH BAUER EGYPT S.A.E OOO BAUER Maschinen -Kurgan BAUER Casings BAUER Nimr LLC Site Group
in Tausend EUR 2013 2014 2013 2014 2013 2014
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 5.614 15.001 3.007 4.636 3.354 1.968
Cashflow aus Investitionstätigkeit -9.398 -16.205 -406 -2.929 -1.097 -1.607
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 6.995 -1.631 144 -19 -2.396 -478
Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel 0 0 -993 1.117 -61 155
Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel 3.211 -2.835 1.752 2.805 -200 38

* bis 19. November 2014; siehe Erläuterungen auf S. 104

b) Änderungen an der Beteiligungsquote von Tochterunternehmen des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2013 wurden von der BAUER Resources GmbH/Jordan Ltd. Co. 23,3 % der Anteile an der Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien, zu einem Kaufpreis von 1 USD erworben. Dadurch hat sich der Anteil auf 83,30 % erhöht. Dabei sind Anteile im Wert von TEUR 4.647 (Anteil am Buchwert des Nettoreinvermögens der Site Group) auf die BAUER Resources GmbH/Jordan Ltd. Co. übertragen worden. Die übertragenen Anteile wurden in den Gewinnrücklagen erfasst.

Zum 30. April 2014 brachte die Celler Brunnenbau Holding GmbH, Celle, Vermögenswerte mit einem Zeitwert von TEUR 900 in die PRAKLA Bohrtechnik GmbH im Rahmen eines "Asset-Deals" ein. Der Zeitwert wurde durch einen externen Wirtschaftsprüfer bescheinigt.# Im Gegenzug wurde im Rahmen einer Kapitalerhöhung der PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, ein Kapitalanteil (10 % bzw. TEUR 114) ausgegeben, der anhand eines DCF-Verfahrens ermittelt wurde. Die Einbringung gegen Sacheinlage war zudem mit einem Aufgeld von TEUR 786 verbunden. Durch die Einbringung verringerte sich der Anteil an der PRAKLA Bohrtechnik GmbH auf 90 %, der Anteil der Minderheitsgesellschafter erhöhte sich durch die Einbringung um TEUR 900.

ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KAPITALMANAGEMENT

Zielsetzung des Kapitalmanagements von Bauer ist es, ein starkes Finanzprofil zu gewährleisten. Insbesondere sollen für die Aktionäre angemessene Dividendenzahlungen sowie für die Fremdkapitalgeber der Kapitaldienst sichergestellt werden. Darüber hinaus will man ausreichende finanzielle Spielräume zur Fortsetzung des Wachstumskurses erhalten. Das Risikoprofil wird aktiv gesteuert und überwacht. Hierfür wird vor allem auf die Kennzahlen wie Eigenkapitalquote, Nettoverschuldung und Ergebnis nach Steuern (Periodenergebnis) zurückgegriffen. Die Kennzahlen sind in folgender Übersicht dargestellt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Eigenkapital* 419.815 418.925
Eigenkapitalquote 26,5 % 26,6 %
Periodenergebnis -19.431 15.726
Nettoverschuldung (Net Debt) 672.096 645.679
Finanzschulden 729.313 687.514
Liquide Mittel 57.217 41.835
Net Debt/EBITDA* 5,42 3,78
EBITDA/Net Interest Coverage* 3,28 4,49
  • Vorjahr angepasst; im Zuge der Ermittlung des Anteils an Gemeinschaftsunternehmen gem. IFRS 11 und des retrospektiv geänderten Bilanzausweises (siehe S. 106) ergab sich eine unwesentliche Wertänderung

Im Rahmen der Kapitalmanagementstrategie für die Tochterfirmen der BAUER Gruppe wird darauf geachtet, dass die Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Unser Ziel ist es dabei, den notwendigen Finanz- und Liquiditätsspielraum zur Verfügung zu haben. Im Berichtsjahr wurden alle extern auferlegten Kapitalanforderungen (Covenants) erfüllt.

LANGFRISTIGE SCHULDEN

27. LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Anteile an den Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
31.12.2013 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 247.775 0 364.771 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 17.265 0 13.032 0
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 6.483 0 5.959 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 14.397 0 10.013 0
Gesamt 285.920 0 393.775 0
scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014 Zinssatzspanne 31.12.2013 Zinssatzspanne 31.12.2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 256.361 378.016 0,50 - 9,12 % 0,50 - 11,2 %
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen 17.265 13.032 2,38 - 7,75 % 2,38 - 7,89 %
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten 15.396 9.904 1,59 - 9,21 % 0,85 - 12,5 %
Gesamt 289.022 400.952 - -

Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten enthalten langfristige Anteile an Verbindlichkeiten aus Altersteilzeit- und Jubiläumsverpflichtungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Continuing Involvements. Die sonstigen langfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Marktwerte der Derivate sowie sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungsgesellschaften und Wandelschuldverschreibungen (siehe dazu die Erläuterungen zu den Finanzinstrumenten unter Textziffer 36).

28. RÜCKSTELLUNGEN FÜR PENSIONEN

Die BAUER Gruppe betreibt verschiedene leistungsorientierte Pläne im In- und Ausland. Die in der Konzernbilanz angesetzten Rückstellungen für Pensionen der Gesellschaften in Schrobenhausen decken den Großteil (96 %) des Bilanzwertes ab. Für diese Gesellschaften gilt die Versorgungsordnung der BAUER Spezialtiefbau GmbH vom 01. Juli 1992 in der Fassung der Betriebsvereinbarung vom 18. November 1998. Darin gewährt die Gesellschaft allen Mitarbeitern, die bis zum 31. März 1998 in die Firma eingetreten sind sowie deren Hinterbliebenen eine Altersrente, eine Invalidenrente sowie eine Hinterbliebenenrente an den Ehegatten.

Die Altersrente wird nach Erreichen der Regelaltersgrenze bzw. bei einer vorherigen Inanspruchnahme von Altersruhegeld aus der gesetzlichen Rentenversicherung zugesagt. Diese beträgt für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,225 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,075 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,375 % zuzüglich 0,125 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.

Bei Versorgungsanwärtern, die nicht der Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes angehören: Für jedes rentenfähige Dienstjahr 0,3 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes zuzüglich 0,1 % des rentenfähigen Arbeitsverdienstes für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr zuzüglich für den Teil des rentenfähigen Arbeitsverdienstes oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung 0,3 % zuzüglich 0,1 % für jedes vor dem 01. Januar 1999 zurückgelegte rentenfähige Dienstjahr.

Die Hinterbliebenenrente an den Ehegatten beträgt 50 % des jeweils erreichten Anspruchs; daneben sind noch Waisenrenten in verschiedenen Formen zugesagt. Daneben bestehen Besitzstands- und Übergangsregelungen. Die mit den Versorgungssystemen verbundenen Risiken betreffen im Wesentlichen die üblichen Risiken von leistungsorientierten Pensionsplänen in Bezug auf mögliche Änderungen des Abzinsungssatzes und in kleinem Maße der Inflationsentwicklung sowie der Langlebigkeit.

Den Berechnungen liegen im Wesentlichen folgende Annahmen zu Grunde:

scroll in % 31.12.2013
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Abzinsungsfaktor 3,7 8,8 4,7 2,0
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,0 10,0 3,0 3,0
Zukünftige Rentensteigerungen 2,0 - - -
scroll in % 31.12.2014
Deutschland Indonesien Philippinen Taiwan
Abzinsungsfaktor 2,0 8,0 7,8 2,0
Zukünftige Gehaltssteigerungen 3,0 10,0 3,0 3,0
Zukünftige Rentensteigerungen 2,0 - - -

Die Pensionszusagen im Inland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck ermittelt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsverpflichtungen verwendete Zinssatz wurde bei der Mehrheit der Gesellschaften aus der Mercer Yield Curve abgeleitet. Im Ausland basieren die zugrunde gelegten biometrischen Sterbewahrscheinlichkeiten auf publizierten landesspezifischen Statistiken und Erfahrungswerten.

Der Rückstellungsbetrag in der Bilanz für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ermittelte sich wie folgt:

scroll in Tausend EUR 31.12.2013 31.12.2014
Barwert der fondsfinanzierten Verpflichtungen 2.688 3.801
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -504 -657
Defizit der finanzierten Pläne 2.184 3.144
Barwert der nicht fondsfinanzierten Verpflichtungen 81.421 115.360
Gesamtdefizit der Leistungsorientierten Verpflichtungen 83.605 118.504
Auswirkung der Vermögensobergrenze - -
Bilanzierte Rückstellung 83.605 118.504

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelte sich im Vorjahr wie folgt:

scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 1. Januar 2013 82.825 -502 82.323 - 82.323
Laufender Dienstzeitaufwand 1.850 - 1.850 - 1.850
Zinsaufwand/-ertrag 2.933 -21 2.912 - 2.912
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 87.608 -523 87.085 - 87.085
Neubewertungen:
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 35 35 - 35
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen -1.410 - -1.410 - -1.410
Erfahrungswertbedingte Anpassungen 405 - 405 - 405
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - -
Summe -1.005 35 -970 - -970
Wechselkursänderungen -272 61 -211 - -211
Beiträge:
Arbeitgeber - -88 -88 - -88
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:
laufende Zahlungen - 11 11 - 11
Versorgungsleistungen (nicht fondsfinanziert) -2.222 - -2.222 - -2.222
Sonstige Effekte - - - - -
Stand: 31. Dezember 2013 84.109 -504 83.605 - 83.605

Die leistungsorientierte Verpflichtung und das Planvermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:

scroll in Tausend EUR Barwert der Verpflichtung Beizulegender Zeitwert des Planvermögens Gesamt Auswirkung der Vermögensobergrenze Gesamt
Stand: 1. Januar 2014 84.109 -504 83.605 - 83.605
Laufender Dienstzeitaufwand 1.817 - 1.817 - 1.817
Zinsaufwand/-ertrag 3.080 -32 3.048 - 3.048
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand, Gewinne und Verluste aus Abgeltungen - - - - -
Summe 89.006 -536 88.470 - 88.470
Neubewertungen:
Ertrag aus Planvermögen unter Ausschluss von Beträgen, die in den oben aufgeführten Zinsen enthalten sind - 18 18 - 18
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen 32.274 - 32.274 - 32.274
Erfahrungswertbedingte Anpassungen -6 - -6 - -6
Veränderungen der Auswirkung einer Begrenzung eines leistungsorientierten Versorgungsplans auf die Vermögensobergrenze unter Ausschluss von Beträgen, die in den Zinsen enthalten sind - - - - -
Summe 32.268 18 32.286 - 32.286
Wechselkursänderungen 140 -52 88 - 88
Beiträge:
Arbeitgeber - -89 -89 - -89
begünstigter Arbeitnehmer - - - - -
Aus dem Plan geleistete Zahlungen:

29. KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN

scroll
in Tausend EUR | 31.12.2013 | 31.12.2014
---|---|---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 427.589 | 266.533
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen | 10.185 | 7.453
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9.801 | 19.579
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen (PoC) | 32.839 | 48.471
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 194.471 | 168.974
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 219 | 205
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 69.873 | 68.632
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 12.102 | 25.712
Gesamt | 757.079 | 605.559

In der Bilanzposition Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 979 (Vorjahr: 949) enthalten. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen, Gleitzeit- und Urlaubsguthaben, Berufsgenossenschaften, Schwerbehindertenabgaben, Tantiemen sowie sonstige Steuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit. Die sonstigen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Leasing- und Finanzierungsgesellschaften. Die Marktwerte entsprechen nahezu den Buchwerten. Die Zinssatzspanne bei den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beträgt 0,75 % bis 11,20 % (Vorjahr: 1,10 % bis 9,60 %).

30. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die sonstigen Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

scroll
in Tausend EUR | 31.12.2013 | 31.12.2014
---|---|---
Stand 01.01. | 14.893 | 14.809
Veränderung im Konsolidierungskreis | 0 | 0
Währungsanpassung | -33 | 153
Zuführung | 6.461 | 6.633
Auflösung | 3.454 | 3.432
Verbrauch | 3.058 | 2.283
Stand 31.12. | 14.809 | 15.880

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tausend EUR | 31.12.2013 | 31.12.2014
---|---|---
Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen | 14.605 | 14.670
Prozessrisiken | 204 | 1.210
Gesamt | 14.809 | 15.880

In den Rückstellungen für Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen sind alle Risiken enthalten, die bei der Ausführung von Spezialtiefbauarbeiten und dem Verkauf von Maschinen, Geräten und Werkzeugen für den Spezialtiefbau mit dazugehörenden Serviceleistungen anfallen. Im Wesentlichen sind dies Gewährleistungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verpflichtungen. Die Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistungen werden projekt- bzw. baustellenbezogen ermittelt. Der Bestand an Rückstellungen aus Risiken aus Auftragsabwicklung und Gewährleistung und der wesentliche Bestand an Rückstellungen für Prozessrisiken wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2015 verbraucht. Für Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 427 (Vorjahr: 0) erfolgt der Verbrauch voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017.

31. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE

Haftungsverhältnisse sind nicht bilanzierte Eventualverbindlichkeiten, die in Höhe der am Bilanzstichtag maximal möglichen Inanspruchnahme ausgewiesen werden.

scroll
in Tausend EUR | 31.12.2013 | 31.12.2014
---|---|---
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften | 4.386 | 5.112

In der Bauindustrie ist die Ausstellung von verschiedenen Bürgschaften zur Absicherung der bauvertraglichen Verpflichtungen üblich und notwendig. Diese Bürgschaften werden üblicherweise von Banken bzw. Kreditversicherungsunternehmen (Bürgen) ausgestellt und umfassen im Wesentlichen Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsbürgschaften. Im Fall der Bürgschaftsbeziehung bestehen vertragliche Regressansprüche der Bürgen gegenüber dem Konzern. Ein Risiko einer Bürgschaftsinanspruchnahme besteht nur dann, wenn den zugrunde liegenden vertraglichen Verpflichtungen nicht ordnungsgemäß nachgekommen wird. Die Haftungsverhältnisse waren überwiegend zur Sicherung von Vertragserfüllungen, Gewährleistungsverpflichtungen und Vorauszahlungen gegeben. Verbindlichkeiten aus Bürgschaften bestehen gegenüber Dritten. Im Übrigen haften wir gesamtschuldnerisch für alle Arbeitsgemeinschaften, an denen wir beteiligt sind. Angaben hinsichtlich der Fälligkeiten von Abflüssen aus Haftungsverhältnissen wurden aus Gründen der Praktikabilität nicht gemacht.

32. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

scroll
in Tausend EUR | Restlaufzeit bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre
---|---|---|---
| 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014
Minimumleasingzahlungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen | 15.139 | 9.663 | 15.688 | 22.048 | 89 | 77
Weitere finanzielle Verpflichtungen | 8.616 | 6.715 | 4.893 | 3.677 | 5.724 | 6.749

Bei den Operating-Leasing-Verhältnissen handelt es sich im Wesentlichen um Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie um technische Anlagen und Maschinen, die im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind und als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert wurden. Im BAUER Konzern bestehen unbefristete Mietverhältnisse in Höhe von monatlich TEUR 685 (Vorjahr: 1.686). Unter den weiteren finanziellen Verpflichtungen befinden sich im Wesentlichen befristete Miet- und Pachtverhältnisse von Immobilien.

33. AUFGEGEBENE GESCHÄFTSBEREICHE

Es ist nicht geplant, Geschäftsbereiche im Sinne des IFRS 5 einzustellen oder aufzugeben.

34. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es ergaben sich nach dem 31. Dezember 2014 keine Ereignisse, über die nach IAS 10 berichtet werden muss.

35. KAPITALFLUSSRECHNUNG

Der Fonds der Kapitalflussrechnung umfasst ausschließlich die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel. In der Kapitalflussrechnung werden Zahlungsströme erläutert, und zwar getrennt nach Mittelzu- und Mittelabflüssen aus dem laufenden Geschäft sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Ausgehend vom Ergebnis vor Steuern wird der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Das Ergebnis vor Steuern wird um nicht zahlungswirksame Transaktionen bereinigt. Unter Berücksichtigung der Veränderungen im Working Capital ergibt sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Die Investitionstätigkeit umfasst neben Zugängen im Sach- und Finanzanlagevermögen auch die Zugänge immaterieller Vermögenswerte sowie die Erlöse aus dem Verkauf von Anlagevermögen. In der Finanzierungstätigkeit ist neben Zahlungsmittelabflüssen aus Dividendenzahlungen die Veränderung der übrigen Finanzschulden enthalten.# 36. FINANCIAL INSTRUMENTS

The changes in balance sheet items used for the development of the cash flow statement are not directly derivable from the balance sheet, as effects from currency translation and changes in the scope of consolidation, as well as the creation and release of allowances for trade receivables and provisions, are non-cash items and are eliminated.

MARKET RISKS

Currency Risk

Currency risks within the meaning of IFRS 7 arise from financial instruments that are denominated in a currency other than the functional currency and are monetary in nature; exchange rate differences from the translation of financial statements into the Group currency are disregarded. All non-functional currencies in which the BAUER Group enters into financial instruments are generally considered relevant risk variables. Existing forward exchange transactions, currency options and cross-currency swaps serve to secure our currency hedging strategy. In the BAUER Group, the essential original monetary financial instruments are either directly denominated in the functional currency or are largely transferred to the functional currency through the use of derivatives. Due to the generally short maturity of the instruments, possible exchange rate changes have only very minor effects on profit or equity. For sensitivity analysis purposes, currency risks from monetary financial instruments that were not concluded in the functional currencies of the individual companies of the BAUER Group are included in the analysis.

Quantification of currency risks with +/- 10% price changes:

scroll in thousands EUR as of 31.12.2013 USD RUB CAD
Total effect +10% on OCI 5,572 255 0
Total effect -10% on OCI -6,838 -309 0
Total effect +10% on P&L 2,713 49 -367
Total effect -10% on P&L -2,654 -58 449
scroll in thousands EUR as of 31.12.2014 USD RUB CAD
Total effect +10% on OCI 10,653 137 0
Total effect -10% on OCI -13,021 -167 0
Total effect +10% on P&L 8,055 64 -99
Total effect -10% on P&L -6,181 -78 122

The sensitivity effects in 2014 mainly concerned the US dollar, the Russian ruble and the Canadian dollar. There are no risk concentrations.

Interest Rate Risk

The existing interest rate swaps serve to secure our financing and interest rate hedging strategy. Swap agreements exist from variable to fixed interest rates, thereby eliminating the risk of fluctuating market interest rates. Market interest rate changes affect the interest income of original variable-interest financial instruments whose interest payments are not economically hedged by hedging derivatives, and are therefore included in the calculation of profit-related sensitivities. Market interest rate changes of interest rate derivatives (interest rate swaps, interest/currency swaps) that are not included in a hedging relationship according to IAS 39 have an impact on financial income and expenses (fair value adjustment of financial assets) and are therefore taken into account in profit-related sensitivity calculations. The effects of market interest rate changes of interest rate derivatives for which hedge accounting is applied are recognized in OCI.

Quantification of interest rate risk with +/- 100 basis point interest rate changes:

scroll in thousands EUR 31.12.2013 31.12.2014
Total effect +100 basis points on OCI 2,076 732
Total effect -100 basis points on OCI -1,806 -393
Total effect +100 basis points on P&L 2,494 4,080
Total effect -100 basis points on P&L -2,298 -3,474

When determining interest rate sensitivity, a decrease in the variable interest rate below 0% was excluded.

Commodity Risk

Commodity risks, to which the BAUER Group is exposed regarding availability and possible price fluctuations on the market, are eliminated or limited through supply commitments and fixed-price agreements with suppliers prior to order execution. Commodity risk primarily relates to steel.

Liquidity Risk

Liquidity risk is managed based on business planning, which ensures that the necessary funds for financing day-to-day operations and current and future investments are available in all Group companies in a timely manner, in the required currency, and at optimal cost. Within the scope of liquidity risk management, the liquidity requirements from operating business, investment activities, and other financial measures are determined in the form of a bank report and liquidity planning. A liquidity forecast oriented towards a fixed planning horizon, as well as unused credit lines and guarantees available within the BAUER Group, ensure liquidity at all times.

The following tables show the contractually agreed and undiscounted interest and principal payments of the original financial liabilities and the derivative financial instruments of the BAUER Group:

scroll in thousands EUR Book value 31.12.2013 Cash flows 2014 Cash flows 2015 to 2018 Cash flows 2019 ff.
Liabilities to credit institutions 675,364 443,095 239,939 30,423
Liabilities from finance lease contracts 27,450 11,070 18,324 0
Other liabilities 76,356 69,873 6,483 0
Other financial liabilities (excl. derivatives) 18,968 11,088 6,416 3,537
Liabilities from production orders (PoC) 32,839 32,839 0 0
Liabilities from supplies and services 194,471 193,522 949 0
Liabilities to affiliated companies 219 219 0 0
scroll in thousands EUR Book value 31.12.2014 Cash flows 2015 Cash flows 2016 to 2019 Cash flows 2020 ff.
Liabilities to credit institutions 631,304 276,146 393,705 10,816
Liabilities from finance lease contracts 20,485 8,201 13,712 20
Other liabilities 74,591 68,632 2,898 3,062
Other financial liabilities (excl. derivatives) 17,623 11,981 5,997 0
Liabilities from production orders (PoC) 48,471 48,471 0 0
Liabilities from supplies and services 168,974 167,995 979 0
Liabilities to affiliated companies 205 205 0 0

There were no defaults in interest and principal payments during the reporting period. Furthermore, all externally imposed capital requirements (covenants) for the loan agreements were met, see also page 148 "Additional information on capital management". There are no risk concentrations. It is not expected that significant actual liabilities and thus significant cash flows for which no provisions have yet been made will arise for liabilities from guarantees (contingent liabilities). The maturity structure of derivative financial instruments, based on cash outflows and inflows, is as follows:

scroll in thousands EUR | as of 31.12.2013 | Book value | 2014 | 2015 to 2018 | from 2019 |
---|---|---|---|---|
Liabilities from forward exchange transactions | 491 | -382 | -150 | 0 |
Cash outflows | - | -41,399 | -9,159 | 0 |
Cash inflows
| - | 41,017 | 9,009 | 0 |
Liabilities from interest rate swaps | 6,846 | -3,132 | -4,513 | -190 |
Cash outflows | - | -3,132 | -4,513 | -190 |
Cash inflows | - | 0 | 0 | 0 |
Liabilities from cross currency swaps | 194 | -122 | -95 | 0 |
Cash outflows | - | -239 | -186 | 0 |
Cash inflows | - | 117 | 91 | 0 |

  • Previous year's figure adjusted

scroll in thousands EUR | as of 31.12.2014 | Book value | 2015 | 2016 to 2019 | from 2020 |
---|---|---|---|---|
Liabilities from forward exchange transactions | 12,926 | -12,804 | -279 | 0 |
Cash outflows | - | -228,410 | -8,220 | 0 |
Cash inflows | - | 215,606 | 7,941 | 0 |
Liabilities from interest rate swaps | 5,176 | -2,598 | -2,341 | -29 |
Cash outflows | - | -2,598 | -2,341 | -29 |
Cash inflows | - | 0 | 0 | 0 |
Liabilities from cross currency swaps | 0 | 0 | 0 | 0 |
Cash outflows | - | 0 | 0 | 0 |
Cash inflows | - | 0 | 0 | 0 |

For the calculation of cash inflows from interest rate swaps, the conditions as of December 31, 2014 were used.

Default Risk

Default risk is managed at the Group level. Default risks arise from cash and cash equivalents, derivative financial instruments, and deposits with banks and financial institutions. Only banks and financial institutions with high creditworthiness are selected for cooperation. No credit limits were exceeded in the reporting period. Management does not expect any defaults due to non-fulfillment by these business partners. The default risk from financial assets consists of the danger of a contractual partner's default and therefore is at most the book value vis-à-vis the respective counterparty. A presentation of the book values and the resulting maximum default risk per class can be found in the table starting on page 166. The risk from original financial instruments is covered by value adjustments for bad debts and, in Germany, by credit insurance.# Finanzinstrumente

Da derivative Finanzinstrumente nur mit Banken hoher Bonität abgeschlossen werden und im Rahmen des Risikomanagements je Kontrahent Limits festgelegt sind, ist das tatsächliche Ausfallrisiko zu vernachlässigen. Es bestehen keine Risikokonzentrationen.

Sonstige Angaben zu Finanzinstrumenten

Die BAUER EGYPT S.A.E. hat am 2. Oktober 2001 eine Wandelschuldverschreibung zu 11 % mit einem Nominalwert von EGP 10.000.000 emittiert. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibung betrug ursprünglich 6 Jahre und wurde erneut in 2010 um weitere 3 Jahre verlängert. Nach deren Ablauf hat der Besitzer die Option, die Wandelschuldverschreibung in 200.000 Aktien zu EGP 50 zu tauschen, nicht gezogen. Die Rückzahlung der Wandelschuldverschreibung wurde auf drei Raten vereinbart, die ersten beiden Raten wurden in 2013 mit EGP 3.000.000 sowie in 2014 mit EGP 4.000.000 bezahlt, die letzte Rate erfolgt in 2015 mit dem Restbetrag in Höhe von EGP 3.000.000. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente und der Eigenkapitalumwandlungskomponente wurde zum Ausgabedatum der Wandelschuldverschreibung bestimmt. Der beizulegende Zeitwert der Schuldkomponente, der in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 0 (Vorjahr: 144). Der beizulegende Zeitwert der Eigenkapitalkomponente, der in den Minderheitenanteilen erfasst wird, beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 116 (Vorjahr: 324).

Der Konzern hat Darlehen mit variablen Zinssätzen aufgenommen und durch Swaps sein zinsbedingtes Cashflow-Risiko abgesichert. Derartige Zinsswaps haben den wirtschaftlichen Effekt, variabel verzinsliche Ausleihungen in festverzinsliche umzuwandeln. Bei diesen Zinsswaps kommt der Konzern mit anderen Parteien überein, die Differenz zwischen den festen und den variablen Zinsen, die sich von den vereinbarten Nominalbeträgen ableiten, in regelmäßigen Intervallen zu tauschen.

Nominalvolumen und Marktwert bei den derivativen Finanzinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

scroll in Tausend EUR
| | Nominalvolumen | | Marktwert | | |
|-------------------------------------|----------------|------|-----------|------|------|
| | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | |
| | | | Positiv | Negativ | Positiv | Negativ |
| Zinsswaps | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 125.464 | 64.571 | 0 | -2.765 | 0 | -1.354 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 45.550 | 67.350 | 0 | -4.081 | 0 | -3.822 |
| Devisentermingeschäfte | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 74.931 | 119.546 | 1.980 | -133 | 988 | -7.640 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 84.712 | 145.022 | 1.211 | -358 | 426 | -5.286 |
| Devisenoptionsgeschäfte | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 6.556 | 0 | 115 | 0 | 0 | 0 |
| Cross Currency Swaps | | | | | | |
| davon im Hedge-Accounting | 1.605 | 1.419 | 0 | -42 | 69 | 0 |
| davon nicht im Hedge-Accounting | 3.314 | 2.578 | 0 | -152 | 60 | 0 |

Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien

Die folgende Tabelle stellt die in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigten Nettogewinne bzw. -verluste (vor Steuern) von Finanzinstrumenten dar, gegliedert nach den Bewertungskategorien des IAS 39:

scroll in Tausend EUR

31.12.2013 31.12.2014
Loans and receivables 8.471 982
Financial Liabilities Measured at Amortised Cost -38.691 -39.075
Available for Sale Financial Assets -2.586 -705
Held for Trading 2.465 -7.875
Gesamt -30.341 -46.673

Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Loans and Receivables enthält Ergebnisse aus der Zuführung und Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zinserträge. Des Weiteren wurde 2014 die Bewertungskategorie Loans and Receivables um die Ergebnisse aus Bankgebühren in Höhe von TEUR -3.284 (Vorjahr: -2.827) und um Wertminderungen auf uneinbringliche Forderungen in Höhe von TEUR -411 (Vorjahr: -72) erweitert. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortised Cost enthält das Ergebnis aus Zinsaufwendungen gegenüber Dritten, für Kontokorrent- und Langfristdarlehen sowie Avalprovisionen. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Available for Sale Financial Assets enthält die Abschreibungen auf Finanzanlagen. Eigenkapitalanteile an Gesellschaften werden at Cost bewertet und fließen nicht ein. Das Nettoergebnis der Bewertungskategorie Financial Assets and Liabilities Held for Trading beinhaltet Ergebnisse aus Devisentermin- und Optionsgeschäften sowie Ergebnisse aus Marktwertveränderungen von Zinsswaps.

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte

Der beizulegende Zeitwert (Fair-Value) eines Finanzinstruments ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Parteien ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. Soweit Finanzinstrumente an einem aktiven Markt notiert sind, wie vor allem gehaltene Aktien und begebene Anleihen, stellt die jeweilige Notierung an diesem Markt den beizulegenden Zeitwert dar. Existiert kein aktiver Markt, wird der beizulegende Zeitwert mittels finanzmathematischer Methoden ermittelt.

Für Wertpapiere (AfS) liegen der BAUER Gruppe Notierungen eines aktiven Marktes vor. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Cross Currency Swaps werden einzeln mit ihren jeweiligen Terminkursen bewertet und auf Basis der entsprechenden Zinskurve auf den Stichtag diskontiert. Die Marktpreise von Devisenoptionen werden über anerkannte Optionsmodelle ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps entsprechen dem jeweiligen Marktwert, der durch geeignete finanzmathematische Verfahren, wie durch Diskontieren erwarteter künftiger Cashflows, bestimmt wird.

Für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Vermögenswerte, kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten, ist aufgrund der kurzen Restlaufzeit der Buchwert als realistische Schätzung des beizulegenden Zeitwertes anzunehmen. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen finanziellen Vermögenswerten sowie sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungsströme unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren.

Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten werden anhand einer der in den drei folgenden Stufen beschriebenen Methoden ermittelt:
― Stufe 1: Auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten
― Stufe 2: Für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtbare Inputdaten, die keine notierten Preise nach Stufe 1 darstellen
― Stufe 3: Herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten)

Es gab keine Umgliederungen zwischen den Stufen während des Jahres. Wenn Umstände eintreten, die eine andere Einstufung erfordern, werden diese am Ende der Berichtsperiode umgegliedert.

Sonstige Angaben zu Sicherungsgeschäften

Im Geschäftsjahr 2014 wurden Eigenkapitaländerungen aus Cash Flow Hedges in Höhe von TEUR 1.184 (Vorjahr: 1.767) vor Steuern und in Höhe von TEUR 1.235 (Vorjahr 1.129) nach Steuern erfolgsneutral als Sicherungsrücklage im Eigenkapital erfasst. Aus der erfolgsneutral eingestellten Sicherungsrücklage im Eigenkapital wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 6.497 (Vorjahr: -310) aufwandswirksam erfasst. Aus den zum 31. Dezember 2014 im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumenten wurden Fair-Value-Änderungen im Eigenkapital (eigenkapitalmindernd) in Höhe von TEUR -5.313 erfasst. Darüber hinaus wurden die Veränderungen der latenten Steuern in Höhe von TEUR 51 erfolgsneutral zugunsten des Eigenkapitals erfasst. Von den durch Sicherungsgeschäfte abgesicherten zukünftigen Transaktionen in Fremdwährung und den abgesicherten Marktzinsänderungen wird eine Realisierung bis spätestens 2020 erwartet. Gewinne und Verluste zukünftiger Verträge in Fremdwährung und Zinsen zum 31. Dezember 2014, die in der Hedging-Reserve im OCI erfasst werden, werden in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der die gesicherte, geplante Transaktion sich auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Die prospektive Effektivität wird nach der Critical Term Match-Methode ermittelt und die retrospektive Effektivität nach der Dollar-Offset-Methode auf Basis der hypothetischen Derivate-Methode berechnet.

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

a) Finanzielle Vermögenswerte

Die folgenden finanziellen Vermögenswerte unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

scroll in Tausend EUR

Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanzi- nstrumente Erhaltene Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31. Dezember 2013
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.306 3.306 -859 2.447
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57.217 57.217 -3.400 53.817
Gesamt 60.523 60.523 -4.259 56.264
Stand: 31. Dezember 2014
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.543 1.543 -1.484 59
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 41.835 41.835 -4.402 37.433
Gesamt 43.378 43.378 -5.886 37.492

b) Finanzielle Verbindlichkeiten

Die folgenden finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

scroll in Tausend EUR

Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Finanzinstrumente Geleistete Barsicherheiten Nettobetrag
Stand: 31.
Stand: 31. Dezember 2013
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 7.531 0 7.531 -859 6.672
Kontokorrentkredite 255.605 0 255.605 -3.400 252.205
Gesamt 263.136 0 263.136 -4.259 258.877

Stand: 31. Dezember 2014

Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 18.102 0 18.102 -1.484 16.618
Kontokorrentkredite 188.709 0 188.709 -4.402 184.307
Gesamt 206.811 0 206.811 -5.886 200.925

In der Spalte "Finanzinstrumente" werden die Beträge ausgewiesen, die Gegenstand einer Aufrechnungsrahmenvereinbarung sind, aber wegen Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Saldierung in der Bilanz nicht aufgerechnet wurden. In der Spalte "erhaltene Barsicherheiten" sind die bezogen auf die Gesamtsumme der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten erhaltenen Beträge von Barsicherheiten und Sicherheiten von Finanzinstrumenten ausgewiesen, welche die Kriterien für eine Aufrechnung in der Bilanz nicht erfüllen. Im Konzern werden Finanzinstrumente analog zu den jeweiligen Bilanzposten klassifizert. Für kurzfristige Finanzinstrumente bzw. Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt gemäß IFRS 7.29 keine Fair Value Angabe. Die folgende Übersicht zeigt eine Überleitung der Klassen auf die Kategorien des IAS 39 und die jeweiligen Marktwerte:

Wertansatz Bilanz nach IAS 39 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Buchwert IAS 39-Kategorie Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen at Cost 3.613 3.613 0
Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen at amortised Cost 36.762 0 36.762
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 137 1.402 0
at amortised Cost 1.325 22.671 1.325
at Cost 3.958 4.347 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Forderungen aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 143.234 132.159 143.234
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 320.301 311.417 320.301
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 444 67 444
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 3.169 141 0
at amortised Cost 16.382 19.959 16.382
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57.217 41.835 57.217
Summe finanzielle Vermögenswerte 586.542 537.611 575.665

scroll

Wertansatz Bilanz nach IAS 39 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen at Cost 3.613 0 0
Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen at amortised Cost 0 0 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 127 349
at amortised Cost 0 0 0
at Cost 4.347 0 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Forderungen aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 0 0 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 0 0 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0 1.199 136
at amortised Cost 0 0 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 0 0
Summe finanzielle Vermögenswerte 7.960 1.326 485

scroll

Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13
31.12.2013 31.12.2014
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Beteiligungen at Cost 0
Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen at amortised Cost 0
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0
at amortised Cost 0
at Cost 0
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Forderungen aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 0
Forderungen gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 0
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte at Fair Value 0
at amortised Cost 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0
Summe finanzielle Vermögenswerte 0

scroll

Wertansatz Bilanz nach IAS 39 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Buchwert IAS 39-Kategorie Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 247.775 364.771 247.775
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 17.265 13.032 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 6.516 4.371 0
at amortised Cost 7.881 5.642 7.881
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 427.589 266.533 427.589
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 10.185 7.453 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 32.839 48.471 32.839
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 194.471 168.974 194.471
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 219 205 219
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 1.015 13.731 0
at amortised Cost 11.087 11.981 11.087
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 956.842 905.164 921.861

scroll

Wertansatz Bilanz nach IAS 39 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Available for Sale Financial Assets and Liabilities Held for Trading Derivate im Hedge Accounting
31.12.2014 31.12.2013 31.12.2014 31.12.2013
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 0 0 0
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0 4.270 3.648
at amortised Cost 0 0 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 0 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 0 0 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0 321 5.460
at amortised Cost 0 0 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 0 4.591 9.108

scroll

Keiner IAS 39-Kategorie zugeordnet Fair Value nach IFRS 7 und IFRS 13 in Tausend EUR

Bewertungsmaßstab Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Bewertungsstufe gemäß IFRS 13
31.12.2013 31.12.2014
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 17.265
Sonstige langfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0
at amortised Cost 0
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten at amortised Cost 0
Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen at Fair Value 10.185
Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen at amortised Cost 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen at amortised Cost 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis at amortised Cost 0
Sonstige kurzfristige Finanzverbindlichkeiten at Fair Value 0
at amortised Cost 0
Summe finanzielle Verbindlichkeiten 27.450

37. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Im Berichtsjahr gehörten dem Aufsichtsrat an:

  • Vorsitzender ― Dr. Klaus Reinhardt, General a. D., Starnberg
  • Stellvertretender Vorsitzender ― Robert Feiger, Neusäß
    • Vorsitzender des Bundesvorstandes der IG Bauen-Agrar-Umwelt, Frankfurt am Main
    • Aufsichtsrat HeidelbergCement AG, Heidelberg, Mitglied (bis 07.05.2014)
    • Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes AG, Wiesbaden, Mitglied
    • Aufsichtsrat Zusatzversorgungskasse Gerüstbaugewerbe VVaG, Wiesbaden, Vorsitzender
  • Arbeitgebervertreter ― Dr.-Ing. Johannes Bauer, Schrobenhausen
    • Bauingenieur in der BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen
  • Arbeitgebervertreter ― Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster, Freising
    • Bauingenieur im Ruhestand
  • Arbeitgebervertreter ― Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher, geb. Bauer, Schrobenhausen
      1. Vorsitzende des Vorstands des Caritasverband Neuburg-Schrobenhausen e.V.
  • Arbeitgebervertreter ― Gerardus N. G. Wirken, Breda, Niederlande
    • freiberuflicher Berater im Bereich Strategie, Controlling & Rechnungswesen
    • Aufsichtsrat Vendor Beheer B.V., Tilburg/Niederlande, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat Winters Bouw- en Ontwikkeling B.V., Breda/Niederlande, Vorsitzender
    • Aufsichtsrat Rabobank Breda, Breda/Niederlande, Vorsitzender (bis 01.07.2014)
    • Aufsichtsrat Egeria Investments B.V., Amsterdam/Niederlande, Vorsitzender (bis 01.07.2014)
    • Mitglied im Board des Rabobank Pensioenfonds, Utrecht/Niederlande (bis 01.07.2014)
  • Arbeitgebervertreter ― Prof. Dr.-Ing. E.h. Manfred Nußbaumer M.Sc, München
    • Bauingenieur im Ruhestand
    • Aufsichtsrat Leonhardt, Andrä und Partner Beratende Ingenieure VBI AG, Stuttgart, Mitglied
  • Arbeitnehmervertreter ― Regina Andel, Ellrich
    • Betriebsratsvorsitzende SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen
  • Arbeitnehmervertreter ― Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald, Bad Vilbel
    • Vorstandsmitglied Zusatzversorgungskasse des Steinmetz- und Steinbildhauerhandwerks VVaG, Wiesbaden
  • Arbeitnehmervertreter ― Reinhard Irrenhauser, Schrobenhausen
    • Betriebsratsvorsitzender der BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen
  • Arbeitnehmervertreter ― Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl, Schrobenhausen
    • Personalleiter der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen
    • Beirat BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender
  • Arbeitnehmervertreter ― Dipl.-Ing.
    ```Gerold Schwab, Kernen Bauingenieur im Geschäftsbereich Technik der BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen Vorstand ― Prof. Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Kfm. Thomas Bauer, Schrobenhausen, Vorsitzender, Ressorts: Beteiligungen, Rechnungswesen, Planung, Werbung, Controlling Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER EGYPT S.A.E., Kairo, Vorsitzender ― Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler, Schrobenhausen, Ressorts: Finanzen, Recht und Versicherung, Investor Relations, Facility Management Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Mitglied Aufsichtsrat Schrobenhausener Bank e.G., Schrobenhausen, Vorsitzender ― Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker, Schrobenhausen, Ressorts: Beteiligungen, Informationstechnologie, Personal, Qualitätsmanagement, Risikomanagement, Sicherheit und Umwelt Aufsichtsrat BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, stellv. Vorsitzender Aufsichtsrat BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Vorsitzender Aufsichtsrat SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, stellv. Vorsitzender

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands ohne die Zuführung zu Pensionsrückstellungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 1.150 (Vorjahr: 1.361). Davon sind TEUR 1.090 (Vorjahr: 1.056) erfolgsunabhängige und TEUR 60 (Vorjahr: 305) erfolgsbezogene Gehaltsbestandteile. In der Gesamtvergütung sind Sachbezüge aus der privaten Nutzung eines Dienst-Pkw nebst Reisekosten-Aufwandsentschädigungen für jedes Mitglied des Vorstands sowie anteilige Beiträge zur Gruppenunfallversicherung und der Berufsgenossenschaft enthalten. Aufgrund der für Vorstandsmitglieder geltenden betrieblichen Altersversorgung ist ein Pensionsaufwand (Service Costs) in Höhe von TEUR 159 (Vorjahr: 118) entstanden. Der rentenfähige Arbeitsverdienst, der die Basis für die Berechnung der Altersversorgung ist, ist bei allen Verträgen deutlich niedriger als das Grundgehalt. Der nach IAS 19 ermittelte Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) sämtlicher Pensionszusagen gegenüber Mitgliedern des Vorstands betrug zum Geschäftsjahresende TEUR 5.531 (Vorjahr: 3.868). Frühere Mitglieder des Geschäftsführungsorgans des Mutterunternehmens erhielten für die Wahrnehmung der Aufgaben im Mutterunternehmen Gesamtbezüge in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 0).

Die Aufsichtsratsvergütung im Geschäftsjahr 2014 betrug TEUR 254 (Vorjahr: 254) und setzte sich wie folgt zusammen:

scroll in Tausend EUR 2013 2014
Vorsitzender
Dr. Klaus Reinhardt 38 38
stellvertretender Vorsitzender
Robert Feiger 27 27
Arbeitgebervertreter
Dr.-Ing. Johannes Bauer 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Rainer Schuster 18 18
Dipl.-Ing. (FH) Elisabeth Teschemacher 18 18
Gerardus N. G. Wirken 20 20
Prof. Dr. Manfred Nußbaumer 20 20
Arbeitnehmervertreter
Dipl.-Volkswirt Norbert Ewald 20 20
Dipl.-Kfm. (FH) Stefan Reindl 9 18
Regina Andel 18 18
Dipl.-Ing. Gerold Schwab 20 20
Dipl.-Ing. (FH) Walter Sigl 9 0
Reinhard Irrenhauser 18 18
Gesamt* 254 254

* Aufgrund von Rundungen in TEUR ergab sich 2013 und 2014 eine Rundungsdifferenz von 1 TEUR 38.

ANGABEN ÜBER DIE BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN PERSONEN UND UNTERNEHMEN

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Personen bzw. Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden können bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können. Als Geschäftsvorfall mit nahestehenden Unternehmen und Personen gilt die Übertragung von Ressourcen, Dienstleistungen oder Verpflichtungen zwischen dem berichtenden Unternehmen und einem nahestehenden Unternehmen beziehungsweise einer nahestehenden Person, unabhängig davon, ob dafür ein Entgelt in Rechnung gestellt wird.

Mitglieder des Vorstands der BAUER AG sind Mitglieder in Aufsichtsräten bzw. den Geschäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen die BAUER AG im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Beziehungen unterhält.

Aufsichtsratsmitglieder erhielten aus früheren Beschäftigungen in der BAUER Gruppe Rentenbezüge in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 54). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten in ihrer Funktion als Arbeitnehmer Vergütungen in Höhe von TEUR 468 (Vorjahr: 503). Mit Vorstandsmitgliedern einschließlich naher Angehöriger bestehen Pacht-, Dienstleistungs- und Anstellungsverträge (mit Ausnahme der ausgewiesenen Vorstandsbezüge), für die Vergütungen in Höhe von TEUR 879 (Vorjahr: 945) geleistet wurden. Gegenüber der BAUER Stiftung bestanden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: 1.000), für die Zinsen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: 55) gezahlt wurden. Zum Geschäftsjahresende bestanden keine Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Aktionären der BAUER AG.

Die wesentlichen Beziehungen zwischen vollkonsolidierten Gesellschaften des Konzerns und nahestehenden Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

scroll in Tausend EUR Assoziierte Unternehmen Nicht konsolidierte Unternehmen Gemeinschaftsunternehmen
2013 2014 2013
Erträge 2.063 1.990 16.457
Bezogene Leistungen 312 172 6.915
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (31.12.) 444 0 25.893
Verbindlichkeiten (31.12.) 133 125 1.775
Wertberichtigungen auf Forderungen 0 0 4.035

Die bezogenen Leistungen umfassen im Wesentlichen alle im Geschäftsjahr erfassten Aufwendungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. Die Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte enthalten uneinbringliche Forderungen sowie finanzielle Vermögenswerte gegenüber nahestehenden Unternehmen.

39. GEMEINSCHAFTLICHE TÄTIGKEITEN

Die wesentlichen gemeinschaftlichen Tätigkeiten sind nachfolgend aufgeführt:

Geschäftsjahr 2013:

scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Bangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 60 %
Sebuku Island Spezialtiefbau South Kalimantan, Indonesien 35 %
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 50 %

Geschäftsjahr 2014:

scroll Projekt Tätigkeit des Unternehmens Sitz Beteiligungsquote
Bangaroo Project Spezialtiefbau Sydney, Australien 60 %
Sebuku Island Spezialtiefbau South Kalimantan, Indonesien 35 %
Deep-Bauer Foundation Inc. Spezialtiefbau Calgary, Kanada 50 %

40. HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt:

PricewaterhouseCoopers AG:

scroll in Tausend EUR 2013 2014
Honorare für Abschlussprüfungsleistungen 593 668
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 2 5
Honorare für Steuerberatungsleistungen 74 21
Honorare für sonstige Leistungen 76 45
Gesamt 745 739

Darüber hinaus war die Roland Jehle GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für die Prüfung der in den Konzernabschluss einbezogenen großen deutschen Kapitalgesellschaften tätig. Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare hierfür gliedern sich gemäß §§ 285 Nr. 17, 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB wie folgt:

scroll in Tausend EUR 2013 2014
Honorare für Abschlussprüfungen 34 37
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 0 0
Honorare für Steuerberatungsleistungen 7 7
Honorare für sonstige Leistungen 0 0
Gesamt 41 44

41. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Vorstand und Aufsichtsrat der BAUER AG haben die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung am 5. Dezember 2014 abgegeben und auf der Homepage www.bauer.de den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

42. DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER MITARBEITER

scroll 2013 2014
Angestellte 3.835 3.948
Inland 1.957 1.984
Ausland 1.878 1.964
Gewerbliche Arbeitnehmer 6.189 6.209
Inland 1.947 1.926
Ausland 4.242 4.283
Auszubildende 240 248
Mitarbeiter gesamt 10.264 10.405

43. FREIGABE DES KONZERNABSCHLUSSES

Der Vorstand hat den Konzernabschluss zur Billigung an den Aufsichtsrat (Aufsichtsratssitzung findet am 8. April 2015 statt) freigegeben.

44. VORSCHLAG FÜR DIE VERWENDUNG DES BILANZGEWINNS

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor zu beschließen, aus dem Bilanzgewinn der BAUER Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 33.349.700,22 EUR an die Aktionäre eine Dividende von 0,15 EUR je dividendenberechtigter Stückaktie bei 17.131.000 dividendenberechtigten Stückaktien somit in Höhe von 2.569.650 EUR auszuschütten und den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 30.780.050,22 EUR als Gewinn vorzutragen. Ein gegebenenfalls auf nicht dividendenberechtigte Stückaktien entfallender Teilbetrag wird ebenfalls auf neue Rechnung vorgetragen.

Schrobenhausen, den 31. März 2015

Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Wesentliche Beteiligungen des BAUER Konzerns zum 31. Dezember 2014

scroll NAME UND SITZ DER GESELLSCHAFT Währung Anteil am Kapital in %
1. Vollkonsolidierte Unternehmen
BAUER Aktiengesellschaft EUR A.
## BAUER Spezialtiefbau GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00
## BAUER Maschinen GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00
## SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 99,00
## SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00
## BAUER Resources GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 99,00
## BAUER Training Center GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## BAUER Designware GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## BAUER Umwelt GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## KLEMM Bohrtechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
## EURODRILL GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 100,00
## BAUER Mietpool GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## RTG Rammtechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## MAT Mischanlagentechnik GmbH, Immenstadt, Deutschland EUR 90,00
## PRAKLA Bohrtechnik GmbH, Peine, Deutschland EUR 90,00
## Olbersdorfer Guß GmbH, Olbersdorf, Deutschland EUR 75,00
## SPANTEC Spann- & Ankertechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 90,00
## SCHACHTBAU NORDHAUSEN Bau GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
## MMG Mitteldeutsche MONTAN GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 100,00
## HGC Hydro-Geo-Consult GmbH, Freiberg, Deutschland EUR 100,00
## BAUER Water GmbH, Dunningen, Deutschland EUR 100,00
## PURE Umwelttechnik GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## BAUER Foralith GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00
## GWE pumpenboese GmbH, Peine, Deutschland EUR 100,00
## Esau & Hueber GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 75,50
## hydesco24 GmbH, Hamburg, Deutschland EUR 60,00
## BAUER Deep Drilling GmbH, Schrobenhausen, Deutschland EUR 100,00

B. Übrige EU

BAUER Resources Hungary Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00

GWE Budafilter Kft., Mezöfalva, Ungarn HUF 100,00

BAUER Ambiente S.r.l., Mailand, Italien EUR 100,00

BAUER SPEZIALTIEFBAU Gesellschaft m.b.H., Wien, Österreich EUR 100,00

BAUER Technologies Limited, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00

BAUER RENEWABLES LIMITED, Bishops Stortford, Großbritannien GBP 100,00

BAUER EQUIPMENT UK LIMITED, Rotherham, Großbritannien GBP 100,00

BAUER Magyarorszàg Speciális Mélyépitö Kft., Budapest, Ungarn HUF 100,00

BAUER ROMANIA S.R.L., Bukarest, Rumänien RON 100,00

BAUER BULGARIA EOOD, Sofia, Bulgarien BGN 100,00

BAUER Funderingstechniek B.V., Mijdrecht, Niederlande EUR 100,00

BAUER Foundations (IRL) Ltd., Dublin, Irland EUR 100,00

GWE France S.A.S., Aspiran, Frankreich EUR 100,00

BAUER Cimentaciones Y Equipos, S.A., Madrid, Spanien EUR 100,00

TracMec Srl, Mordano, Italien EUR 100,00

BAUER Macchine Italia Srl, Mordano, Italien EUR 100,00

FAMBO Sweden AB, Eslöv, Schweden SEK 100,00

GWE Pol-Bud Sp.z.o.o, Lodz, Polen PLN 100,00

BAUER RESOURCES SPAIN S.A., Leganes, Spanien EUR 100,00

BAUER Resources UK Ltd., Wigan, Großbritannien GBP 100,00

C. Übriges Europa

BAUER Spezialtiefbau Schweiz AG, Baden-Dättwil, Schweiz CHF 100,00

FORALITH Drilling Support AG, St. Gallen, Schweiz CHF 100,00

OOO BAUER Maschinen - Kurgan, Kurgan, Russische Föderation RUB 65,00

OOO BAUER Maschinen SPb, St. Petersburg, Russische Föderation RUB 100,00

OOO BG-TOOLS-MSI, Ljuberzy, Russische Föderation RUB 55,00

OOO BAUER Maschinen Russland, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00

OOO BAUER Technologie, Moskau, Russische Förderation RUB 100,00

BAUER Georgia Foundation Specialists LCC, Batumi, Georgia GEL 100,00

D. Nahost & Zentralasien

Saudi BAUER Foundation Contractors Ltd., Jeddah, Saudi Arabien SAR 100,00

BAUER LEBANON FOUNDATION SPECIALISTS S.a.r.L., Beirut, Libanon USD 100,00

BAUER International FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00

BAUER International Qatar LLC, Doha, Katar QAR 49,00*

BAUER Equipment Gulf FZE, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00

BAUER Emirates Environment Technologies & Services LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 49,00*

BAUER Resources GmbH/Jordan Ltd. Co. - (Teilkonzernabschluss), Amman, Jordanien USD 100,00

Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Amman, Jordanien USD 83,30

Site Group for Services and Well Drilling Ltd. Co., Ramallah, Palästina USD 100,00

Site Drilling Ltd. Co., Limassol, Zypern USD 100,00

BAUER Casings Makina Sanayi ve Ticaret Limited Sirketi, Ankara, Türkei TRY 60,00

BAUER Corporate Services Private Limited, Mumbai, Indien INR 100,00

BAUER Geotechnical Specialized Foundation LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate AED 100,00

E. Asien-Pazifik, Fernost & Australien

BAUER (MALAYSIA) SDN. BHD. - (Teilkonzernabschluss), Petaling Jaya, Malaysia MYR 100,00

BAUER Foundations Australia Pty Ltd, Brisbane, Australien AUD 100,00

BAUER (NEW ZEALAND) LIMITED, Auckland, Neuseeland NZD 100,00

BAUER Resources Australia Pty Ltd., Sydney, Australien AUD 100,00

P.T. BAUER Pratama Indonesia, Jakarta, Indonesien IDR 100,00

BAUER Services Singapore Pte Ltd, Singapur, Singapur EUR 100,00

BAUER Hong Kong Limited, Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00

BAUER Vietnam Ltd., Ho Chi Minh City, Vietnam VND 100,00

BAUER Foundations Philippines, Inc., Quezon City, Philippinen PHP 100,00

BAUER Technologies Far East Pte. Ltd. - (Teilkonzernabschluss), Singapur, Singapur EUR 100,00

BAUER EQUIPMENT SOUTH ASIA PTE. LTD., Singapur, Singapur EUR 100,00

BAUER Technologies Taiwan Ltd., Taipei, Taiwan TWD 99,88

BAUER Tianjin Technologies Co. Ltd., Tianjin, Volksrepublik China CNY 100,00

BAUER Equipment Hong Kong Ltd., Hong Kong, Volksrepublik China HKD 100,00

BAUER Equipment (Malaysia) Sdn. Bhd., Shah Alam, Malaysia MYR 100,00

Shanghai BAUER Technologies Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00

BAUER Equipment (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, Volksrepublik China CNY 100,00

NIPPON BAUER Y.K., Tokio, Japan JPY 100,00

Inner City (Thailand) Company Limited, Bangkok, Thailand THB 49,00*

Thai BAUER Co. Ltd., Bangkok, Thailand THB 73,99

F. Amerika

BAUER FUNDACIONES PANAMÀ S.A., Panama City, Panama USD 100,00

BAUER MEXICO, S.A. DE C.V., Mexiko City, Mexiko MXP 100,00

BAUER Resources Canada Ltd., Edmonton, Kanada CAD 100,00

BAUER Foundations Canada Inc., Calgary, Kanada CAD 100,00

BAUER-Pileco Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00

BAUER Manufacturing Inc., Conroe, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00

BAUER FOUNDATION CORP., Odessa, Vereinigte Staaten von Amerika USD 100,00

BAUER Resources Chile Limitada - (Teilkonzernabschluss), Santiago de Chile, Chile CLP 100,00

GWE Tubomin S.A., Santiago de Chile, Chile CLP 60,00

G. Afrika

BAUER EGYPT S.A.E. Specialised Foundation Contractors, Kairo, Ägypten EGP 55,75

BAUER Technologies South Africa (PTY) Ltd - (Teilkonzernabschluss), Johannesburg, Südafrika ZAR 100,00

MINERAL BULK SAMPLING NAMIBIA (PTY) LTD, Windhuk, Namibia NAD 100,00

MINERAL BULK SAMPLING SOUTH AFRICA (PTY) LTD, Kapstadt, Südafrika ZAR 100,00

BAUER RESOURCES GHANA LIMITED, Accra, Ghana GHS 100,00

BAUER-DE WET EQUIPMENT (PROPRIETARY) LIMITED, Rasesa, Botswana BWP 51,00

2. Assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

A. Inland

Wöhr + Bauer GmbH - (Teilkonzernabschluss), München, Deutschland EUR 33,33

Wöhr + Bauer Angerhof GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00

Wöhr + Bauer Angerhof Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

WÖHR + BAUER PARKING GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

Wöhr + Bauer H2O Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

Wöhr + Bauer H2O GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00

Wöhr + Bauer Projekt HTW Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

Wöhr + Bauer Projekt HTW GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00

WÖHR + BAUER Tower Riem Verwaltungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

WÖHR + BAUER Tower Riem GmbH & Co. KG, München, Deutschland EUR 100,00

Riem Vermietungs GmbH, München, Deutschland EUR 100,00

NDH Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH, Bleicherode, Deutschland EUR 25,00

Grunau und Schröder Maschinentechnik GmbH, Drolshagen, Deutschland EUR 30,00

B. Ausland

TERRABAUER S. L., Madrid, Spanien EUR 30,00

NuBa Equipment Ltd., Edmonton, Kanada CAD 50,00

Bauer + Moosleitner Entsorgungstechnik GmbH, Salzburg, Österreich EUR 50,00

BAUER Nimr LLC, Maskat - Al Mina, Sultanat Oman OMR 49,00

3. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

A. Inland

TMG Tiefbaumaterial GmbH, Emmering, Deutschland EUR 33,33

Nordhäuser Bauprüfinstitut GmbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00

Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen Beteiligungsgesellschaft mbH, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00

Harz Hotel Grimmelallee Nordhausen GmbH & Co. KG, Nordhausen, Deutschland EUR 20,00

Stadtmarketing Schrobenhausen e.G., Schrobenhausen, Deutschland EUR 4,18

B. Ausland

OAO Mostostrojindustria, Moskau, Russische Föderation RUB 15,00

* Wirtschaftliches Eigentum ist 100 %

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Schrobenhausen, den 31. März 2015

Der Vorstand
Prof. Thomas Bauer, Vorsitzender des Vorstands
Dipl.-Betriebswirt (FH) Hartmut Beutler
Dipl.-Ing. Heinz Kaltenecker

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - und den Konzernlagebericht der BAUER Aktiengesellschaft, Schrobenhausen, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs.# PRICWATERHOUSECOOPERS

Prüfungsbericht über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

An die BAUER Aktiengesellschaft

Wir haben den Konzernabschluss der BAUER Aktiengesellschaft – bestehend aus der Bilanz, der Gewinn- und Verlustrechnung, der Kapitalflussrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 sowie die dazugehörigen Anhangsangaben und den zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 geprüft.

Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) und der ergänzenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die sisältlichen Darstellung des zusammengefassten Lageberichts, der die Darstellung der tatsächlichen Entwicklung und der wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft zutreffend zu entnehmen ist. Der Vorstand ist verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – Darstellungsfehlern ist.

Verantwortung des Wirtschaftsprüfers

Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, den 31. März 2015

PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Klaus Neubarth, Wirtschaftsprüfer
ppa. Dagmar Liphardt
Wirtschaftsprüferin

Glossar

A

ABTEUFEN
Der Begriff bezeichnet die Herstellung von Schächten oder Bohrlöchern zur Erschließung von Lagerstätten oder zur Gewinnung von Ressourcen.

ASOZIIERTE UNTERNEHMEN
Über assoziierte Unternehmen kann ein maßgeblicher, aber kein beherrschender Einfluss ausgeübt werden. Die Beteiligungsquote liegt üblicherweise zwischen 20 und 50 %. Die Bilanzierung erfolgt nach der Equity-Methode.

AUFTRAGSBESTAND
Gibt den Umfang der zum Bilanzierungszeitpunkt bestehenden Aufträge eines Unternehmens an.

AUFTRAGSEINGANG
Entspricht der Summe aller erhaltenen Aufträge in einem bestimmten Betrachtungszeitraum. Der Auftragseingang ist ein Indikator für das künftige Auftragsvolumen.

B

BRUTTOINLANDSPRODUKT (BIP)
Das Bruttoinlandprodukt entspricht dem Gesamtwert aller innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft hergestellten Waren und Dienstleistungen für den Endverbrauch. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft.

C

CASHFLOW
Die Kennzahl gibt an, in welcher Höhe ein Unternehmen finanzielle Mittel aus eigener Kraft erwirtschaftet und wieder verwenden kann. Wesentliche Teile davon sind der Gewinn, Abschreibungen und Rückstellungserhöhungen.

D

DREHBOHRGERÄT (BG)
Die BAUER Maschinen GmbH hat sich auf den Bau und die Entwicklung von Drehbohrgeräten spezialisiert. Die Maschinen werden in zwei Linien gefertigt, der PremiumLine und der ValueLine. Mit diesen Geräten können verschiedenste Anwendungen des Spezialtiefbaus ausgeführt werden.

E

EBIT
Englische Abkürzung für "Earnings before interest and taxes". Das EBIT ist das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

EBIT-MARGE
Die EBIT-Marge ist eine Rentabilitätskennzahl und beschreibt das Verhältnis von EBIT zu den Umsatzerlösen des Unternehmens.

EBITDA
Englische Abkürzung für "Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization". Das EBITDA ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände).

EQUITY-METHODE/AT EQUITY
Mit der Equity-Methode werden die Anteile von assoziierten Unternehmen im Konzernabschluss bilanziert. Dabei wird der Beteiligungsbuchwert um die Entwicklung des anteiligen Eigenkapitals am beteiligten Unternehmen fortgeschrieben.

F

FINANCIAL COVENANTS
In manchen Kreditverträgen werden Klauseln vereinbart, die die Einhaltung bestimmter Schwellenwerte für festgelegte Finanzkennzahlen vorgeben.

FINANZINSTRUMENT
Jeder Vertrag, der bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und beim anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit (oder einem Eigenkapitalinstrument) führt.

G

GESAMTKONZERNLEISTUNG
Die Gesamtkonzernleistung umfasst neben der Leistung der konsolidierten Unternehmen auch die Leistungsanteile von assoziierten Unternehmen sowie die Leistungen nicht konsolidierter Tochterunternehmen und Arbeitsgemeinschaften.

H

HGB-ABSCHLUSS
Das Handelsgesetzbuch (HGB) gibt für deutsche Kapitalgesellschaften Regelungen zum Jahresabschluss und zur Berichterstattung vor.

I

IFRS-ABSCHLUSS
Die International Financial Reporting Standards (IFRS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften für kapitalmarktorientierte Unternehmen. Die Standards werden vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegeben und sollen die internationale Vergleichbarkeit von Jahres- und Konzernabschlüssen gewährleisten. Seit 2004 stellt die BAUER Gruppe einen Abschluss nach IFRS auf.

K

KONSOLIDIERTE LEISTUNG
Die konsolidierte Leistung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt und umfasst die Leistung der in den Konzernabschluss vollständig einbezogenen (konsolidierten) Unternehmen.

P

PERCENTAGE-OF-COMPLETION-METHODE (POC)
Bei längerfristigen Aufträgen werden mit Hilfe dieser Methode anhand der Auftragskosten und -erlöse (Ist-Werte und Prognose) die Gewinnrealisierung entsprechend dem Grad der Fertigstellung ermittelt und verbucht.

PERIODENERGEBNIS
Das Periodenergebnis, auch als Ergebnis nach Steuern bezeichnet, stellt den Gewinn oder Verlust in einem bestimmten Zeitraum dar.

PREMIUMLINE
Die PremiumLine umfasst die Multifunktionsgeräte der Drehbohrgeräteserie (BG), die für verschiedenste Anwendungen des Spezialtiefbaus ausgelegt sind. Auch der Anbau von Tiefenrüttlern oder Schlitzwandfräsen ist möglich.

S

SEGMENTE
Die Segmente sind die operativen Geschäftsbereiche - bei uns Bau, Maschinen und Resources - des Konzerns. Im jeweiligen Segment sind neben der Holding auch die Tochtergesellschaften mit gleichem Produkt- bzw. Leistungsportfolio enthalten. Im Konzern ist lediglich die SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH in allen drei Segmenten tätig.

STAKEHOLDER
Der Begriff bezeichnet Personen oder Gruppen, die ein berechtigtes Interesse am Verlauf eines Unternehmens haben. Das Interesse der verschiedenen Anspruchsgruppen kann dabei sehr unterschiedlich sein.

T

TIEFBOHRANLAGE (TBA)
Diese Geräteserie wurde speziell dafür entwickelt, um besonders tief gelegene Rohstofflagerstätten durch Bohrungen zu erschließen. Die Geräte können über 5.000 Meter tief bohren und werden für die Erschließung von Öl, Gas, Wasser und Geothermie eingesetzt.

U

UMSATZERLÖSE
Im Gegensatz zur Leistung, bei der alle hergestellten Güter bewertet werden, sind die Umsatzerlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung alle endgültig abgerechneten und verkauften Leistungen und Güter einer Periode. Die Differenz der beiden Werte setzt sich im Wesentlichen aus Veränderungen bei halbfertigen Leistungen, Lägern und von sonstigen Erlösen zusammen.

V

VALUELINE
Die ValueLine umfasst die Maschinen der Drehbohrgeräteserie (BG), die ausschließlich für das Verfahren des Kellybohrens optimiert sind.

W

WERTSCHÖPFUNG
Wertschöpfung ist der Beitrag, den ein Unternehmen gegenüber der Gesellschaft leistet. Die Wertschöpfung spiegelt wider, wie sich die Leistung eines Unternehmens auf die unterschiedlichsten Anspruchsgruppen verteilt.

WORKING CAPITAL
Das Working Capital ist der Teil des Umlaufvermögens, der durch den betrieblichen Produktionsprozess und durch den Verkauf der Leistungen (z. B. Forderungen) gebunden ist.

IMPRESSUM

Herausgeber
BAUER Aktiengesellschaft
BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
www.bauer.de

Sitz der Gesellschaft
86529 Schrobenhausen

Registergericht
Ingolstadt HRB 101375

Fotos
BAUER Gruppe

Druck
Kastner AG - das medienhaus, Wolnzach

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Ansprechpartner Investor Relations
BAUER Aktiengesellschaft
BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
Tel.: +49 8252 97-1215
Fax: +49 8252 97-2900
[email protected]
http://ir.bauer.de
http://www.youtube.com/BAUERGruppe

Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Der Geschäftsbericht 2014 ist auf umweltfreundlichem Papier, welches die Kriterien des Forest Steward Councils (FSC) erfüllt, gedruckt.

KONZERNKENNZAHLEN: GUV UND BILANZ

BAUER AKTIENGESELLSCHAFT

Bau

BAUER SPEZIALTIEFBAU

Die BAUER Spezialtiefbau GmbH, das Stammunternehmen der BAUER Gruppe, hat die Entwicklung des Spezialtiefbaus maßgeblich geprägt und führt in der ganzen Welt Projekte aus. Bauer Spezialtiefbau ist in Deutschland regional organisiert und arbeitet auf allen Kontinenten mit über fünfzig Tochterfirmen und Niederlassungen. Die Marktentwicklung brachte es mit sich, dass der Hauptteil im Ausland erwirtschaftet wird.# Größere Tochterfirmen und Niederlassungen
Größere Tochterfirmen und Niederlassungen hat Bauer unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Malaysia, Ägypten und in den USA. Bauer hat in mehreren Regionen der Welt Netzwerke entwickelt, die es ermöglichen, mit eigenem Maschinenpark und Ingenieurbüro selbstständig tätig zu sein und in angrenzende Länder ausgreifen zu können. Neben dem dominanten Spezialtiefbau führen die Firmen SCHACHTBAU NORDHAUSEN GmbH, SPESA Spezialbau und Sanierung GmbH und die Wöhr + Bauer GmbH auch allgemeine Bautätigkeiten wie Ingenieurbau, Umweltbau und Projektentwicklung aus.

Maschinen

BAUER MASCHINEN

Die BAUER Maschinen Gruppe ist Weltmarktführer in der Entwicklung und Herstellung von Spezialtiefbaugeräten. Die BAUER Maschinen GmbH, die Holding der Tochterfirmen, konstruiert und baut am Konzernstandort in den Werken Schrobenhausen, Aresing und Edelshausen Großdrehbohrgeräte, Schlitzwandfräsen, Greiferanlagen, Rüttelgeräte und Tiefbohranlagen sowie alle Werkzeuge dazu. Weitere Produktionsstandorte betreibt das Unternehmen in den USA und Russland, in China, Malaysia, Italien, Singapur und der Türkei. Konzerneigene Zulieferer sind Schachtbau Nordhausen und Olbersdorfer Guß. Die BAUER Maschinen Gruppe verfügt über ein weltweites Vertriebs- und Kundendienstnetz.

Resources

BAUER RESOURCES

Das Segment Resources konzentriert sich auf Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Wasser, Umwelt und Bodenschätze. Die BAUER Resources GmbH ist die Holdinggesellschaft unter deren Dach die Tochterunternehmen als Full-Service-Dienstleister agieren. Die Kompetenzzentren Wasseraufbereitung, Prozess- und Biotechnologie, Umweltsanierung und Abfallmanagement, Drilling Technologies sowie Brunnenbau und Geothermie bündeln das Know-how und unterstützen die Tochterfirmen bei der Projektausführung.

Gewinn- und Verlustrechnung des BAUER Konzerns

scroll in Tausend EUR

2013* 2014 Veränderung
UMSATZERLÖSE 1.402.173 1.375.679 -1,89 %
Bestandsveränderungen -4.423 26.622 n/a
Andere aktivierte Eigenleistungen 19.196 14.696 -23,44 %
Sonstige Erträge 30.579 89.022 n/a
KONSOLIDIERTE LEISTUNG 1.447.525 1.506.019 4,04 %
Materialaufwand -755.906 -749.247 -0,88 %
Personalaufwand -342.815 -355.250 3,63 %
Abschreibungen auf das Anlagevermögen -79.696 -78.781 -1,15 %
Nutzungsbedingte Abschreibungen zur Wertminderung der Vorräte -14.196 -15.789 11,22 %
Sonstige betriebliche Aufwendungen -224.827 -230.526 2,53 %
OPERATIVES ERGEBNIS 30.085 76.426 n/a
Finanzerträge 7.729 7.096 -8,19 %
Finanzaufwendungen -45.541 -45.149 -0,86 %
Ergebnis aus at-Equity bewerteten Anteilen 1.770 -572 n/a
ERGEBNIS VOR STEUERN -5.957 37.801 n/a
Ertragsteueraufwand -13.474 -22.075 63,84 %
PERIODENERGEBNIS -19.431 15.726 n/a

Bilanz des BAUER Konzerns

AKTIVA scroll in Tausend EUR

31.12.2013* 31.12.2014 Veränderung
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte 35.388 34.440 -2,68 %
Sachanlagen und Investment Property 459.537 446.909 -2,75 %
At-Equity bewertete Anteile 13.249 42.906 n/a
Beteiligungen 3.613 3.613 0,00 %
Aktive latente Steuern 26.299 30.973 17,77 %
Forderungen aus Konzessionsvereinbarungen 36.762 0 -100,00 %
Sonstige langfristige Vermögenswerte 7.564 7.492 -0,95 %
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.420 28.420 n/a
587.832 594.753 1,18 %
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 419.352 439.184 4,73 %
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 517.950 496.650 -4,11 %
Effektive Ertragsteuererstattungsansprüche 3.437 2.661 -22,58 %
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 57.217 41.835 -26,88 %
997.956 980.330 -1,77 %
GESAMTVERMÖGEN 1.585.788 1.575.083 -0,68 %

Passiva in Tausend EUR

31.12.2013* 31.12.2014 Veränderung
EIGENKAPITAL
Anteile des Konzerns 397.006 399.308 0,58 %
Minderheitsgesellschafter 22.809 19.617 -13,99 %
419.815 418.925 -0,21 %
LANGFRISTIGE SCHULDEN
Pensionsrückstellungen 81.637 116.358 42,53 %
Finanzverbindlichkeiten 279.437 387.816 38,78 %
Sonstige Verbindlichkeiten 6.483 5.959 -8,08 %
Passive latente Steuern 14.954 13.123 -12,24 %
382.511 523.256 36,80 %
KURZFRISTIGE SCHULDEN
Finanzverbindlichkeiten 449.876 299.698 -33,38 %
Sonstige Verbindlichkeiten 307.203 305.861 -0,44 %
Effektive Ertragsteuerverpflichtungen 9.606 9.317 -3,01 %
Rückstellungen 16.777 18.026 7,44 %
783.462 632.902 -19,22 %
GESAMTPASSIVA 1.585.788 1.575.083 -0,68 %

In der Spalte "Veränderung" können sich aufgrund von Rundungen und unterschiedlicher Darstellung in TEUR zu Mio. EUR im Vergleich zu den Konzernkennzahlen Abweichungen ergeben.
* Vorjahr angepasst; siehe Erläuterungen auf S. 106

Finanzkalender 2015

scroll

  • 10. April 2015
    • Veröffentlichung Geschäftsbericht 2014
    • Bilanzpressekonferenz
    • Analystenkonferenz
  • 13. Mai 2015
    • Zwischenbericht 31. März 2015
  • 25. Juni 2015
    • Hauptversammlung
  • 14. August 2015
    • Halbjahresfinanzbericht 30. Juni 2015
  • 13. November 2015
    • Zwischenbericht 30. September 2015

BAUER Aktiengesellschaft

BAUER-Straße 1
86529 Schrobenhausen
www.bauer.de