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AXA Annual Report 2015

Jul 22, 2016

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Annual Report

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Konzernabschluss und Jahresabschluss zum 31.12.2015

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Thomas Buberl (bis 30. April 2016)

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie / Digitalisierung

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

P & C Industrie- und Firmenkunden (kommissarisch bis 30. Juni 2015)

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Thierry Daucourt (ab 1. Juli 2015)

P & C Industrie- und Firmenkunden

Wolfgang Hanssmann (bis 31. März 2015)

P & C Privat und Vertrieb

Frank Hüppelshäuser (ab 1. Juli 2015)

Schaden / Leistung

Jens Hasselbächer

SUHK Privat und Vertrieb (ab 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service (bis 31. März 2015)

Schaden / Leistung (kommissarisch bis 30. Juni 2015)

Dr. Thilo Schumacher

Kranken

Dr. Astrid Stange

Strategie / Personal / Organisation

Jens Warkentin (ab 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy (bis 30. April 2016)

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Dr. Thomas Buberl (ab 1. Mai 2016)

Vorsitzender

Mitglied des Management Committee der AXA S.A.,

Köln

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der AXA Konzern AG

Pfinztal

Manuela Better (bis 25. November 2015)

Vorstand DekaBank Deutsche Girozentrale

München

Dina Bösch*)

Geschäftsführerin DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH

Hamburg

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Klaus Dauderstädt

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Dr. Michael Frenzel

Präsident Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Burgdorf

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Christiane Kölsch-Bisanzio

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Küsnacht, Schweiz

Oliver Koll*) (ab 3. Februar 2015)

Angestellter

Bedburg

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Uwe Müller*) (ab 1. Januar 2015 bis 19. Januar 2015)

Angestellter

Sankt Augustin

Angela Titzrath (ab 25. November 2015)

Angestellter

Köln

Klaus Weber*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*)

Angestellte

Sankt Augustin

*) Vertreter der Arbeitnehmer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2015 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 12. März 2015 die Tantiemezahlungen für 2014, die weitere variable Vergütung (Performance Shares und Stock Options) sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. In seiner Sitzung am 21. Mai 2015 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2014 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2015 vor, die vertiefend erörtert wurde. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Umsetzung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen im deutschen AXA Konzern befasst und die Beschlüsse über den zu erreichenden Mindestanteil von Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat gefasst. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Abschluss von Beherrschungsverträgen mit Tochtergesellschaften beschlossen. Darüber hinaus berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die Themen Solvency II sowie IT-Sicherheit.

In der Sitzung vom 25. November 2015 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2016. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Überblick über die im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II angepassten bzw. neu erstellten unternehmensinternen schriftlichen Leitlinien. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über die für 2016 geplante Verschmelzung der Tochtergesellschaft DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG sowie das Strategieprojekt Ambition 2020.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Audit Committee hat in 2015 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium ist ein vorbereitender Ausschuss, der in 2015 nicht getagt hat. Der Vermittlungsausschuss musste ebenfalls nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Thierry Daucourt und Herr Frank Hüppelshäuser sind jeweils mit Wirkung zum 1. Juli 2015 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt worden. Frau Manuela Better ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin wurde Frau Angela Titzrath mit Wirkung zum 25. November 2015 neu in den Aufsichtsrat gewählt. Im Wege der gerichtlichen Bestellung wurde zudem Herr Oliver Koll als Arbeitnehmervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Weiterhin ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Jacques de Vaucleroy mit Wirkung zum 30. April 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden . Zu seinem Nachfolger als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde mit Wirkung ab dem 1. Mai 2016 Herr Dr. Thomas Buberl gewählt, der mit Wirkung zum 30. April 2016 aus seinem Amt als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands ausgeschieden ist. Als Nachfolger für Herrn Dr. Thomas Buberl wurde Herr Dr. Alexander Vollert - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht - zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands bestellt, der sein Amt am 16. September 2016 antreten wird. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre erfolgreiche Tätigkeit und insbesondere bei Herrn de Vaucleroy für seine aktive Unterstützung des deutschen AXA Konzerns in den vergangenen Jahren.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 19. Mai 2016

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Buberl, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht

Der Konzernlagebericht ist mit dem Lagebericht der AXA Konzern AG zusammengefasst. Bezüglich den über den Konzernlagebericht hinausgehenden Angaben, welche sich auf den Geschäftsverlauf der AXA Konzern AG nach deutschem Handelsrecht (HGB) beziehen, verweisen wir auf Seite 171.

AXA - eine der führenden Versicherungen in Deutschland

Der deutsche AXA Konzern hat sich durch die Zugehörigkeit zur internationalen AXA Gruppe sowie die Breite seiner Aktivitäten in Sparten, Vertriebswegen und Kundengruppen erfolgreich im deutschen Versicherungsmarkt positioniert. In Deutschland gehört der Konzern mit einem Marktanteil nach bisher vorliegenden Daten von 5,5% zu den Top 5 der Erstversicherer. Beiträge von rund 10,2 Mrd. Euro machen AXA Deutschland darüber hinaus zu einem bedeutenden Teil der internationalen AXA Gruppe. Mehr als 10 % des Umsatzes der AXA Gruppe entfallen auf den deutschen AXA Konzern.

Mit einer umfassenden und attraktiven Produktpalette und einem der größten Exklusivvertriebe der deutschen Assekuranz hebt sich der AXA Konzern von seinen Wettbewerbern ab. Rund 4.400 Vertriebspartner und 9.418 Mitarbeiter haben den Anspruch, sowohl für Privat- als auch Firmenkunden der Ansprechpartner erster Wahl zu sein. So sind Produkte und Dienstleistungen auf die vielfältigen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Zudem profitieren Kunden von einer Vielzahl an Synergien, die von globalen Anlagemöglichkeiten über internationales Produkt-Know-how bis hin zu exzellenten Kapitalausstattungen reichen. Mit diesen Leistungen konnte AXA in Deutschland das Vertrauen von rund 8 Millionen Kunden gewinnen.

Einen großen Erfolgsfaktor für den Konzern stellen zudem zwei bedeutende Spezialversicherer dar: die DBV Deutsche Beamtenversicherung und die Deutsche Ärzteversicherung. Mit 1,7 Millionen Versicherten im Öffentlichen Dienst und rund 150.000 Kunden der akademischen Heilberufe aus dem Segment Ärzte/Heilwesen gehören beide zu den führenden Versicherungen ihrer jeweiligen Zielgruppe.

Ein Konzern mit über 175 Jahren Geschichte

Die ersten Anfänge der AXA Deutschland liegen im Jahr 1839. Zu dieser Zeit gründeten Kaufleute und Bankiers die Kölnische Versicherungs-Gesellschaft genannt Colonia. Einen ersten Partner sollte die Colonia in der 1853 gegründeten Lebensversicherung Concordia finden. Gemeinsam mit Nordstern, die 1866 in Berlin entstand, bildete die Concordia die Basis für die heutige Lebensversicherung der AXA Deutschland. Neben der Concordia und der Nordstern fusionierte im Laufe der Geschichte auch die Hamburger Transport- und Unfallversicherung Albingia mit der Colonia. Das war ein weiterer Schritt der Entwicklung in der Kölner Feuerversicherung zu einem der großen deutschen Versicherungskonzerne.

Ende der 80-er/Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts stellte die deutsche Wiedervereinigung und das zusammenwachsende Europa die Colonia vor neue Herausforderungen. Auf die veränderten Markterfordernisse reagierte der Konzern 1991 mit der Bildung einer Holdingstruktur mit der Colonia Konzern AG an der Spitze. Deren Mehrheitsaktionärin wurde 1993 die staatliche französische Union des Assurances de Paris (UAP). 1996 fusionierte die UAP mit der AXA Gruppe. Damit trat die Colonia in eines der größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt ein.

Die Wurzeln der DBV Deutsche Beamtenversicherung reichen bis ins Jahr 1871 zurück. 2007 übernahm der deutsche AXA Konzern die DBV-Winterthur. Bis heute ist sie unter dem Namen DBV dem Öffentlichen Dienst verbunden. Auch die Geschichte der Deutschen Ärzteversicherung geht ähnlich weit zurück: Sie wurde 1881 von Ärzten für Ärzte gegründet und arbeitet eng mit wichtigen berufsständischen Organisationen zusammen.

Teil einer starken weltweiten Gruppe

Als Teil der AXA Gruppe gehört der deutsche AXA Konzern zu einem der führenden Versicherer und Vermögensverwalter weltweit. 2015 erwirtschaftete die AXA Gruppe einen Umsatz von 98,5 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (Underlying Earnings) von 5,6 Mrd. Euro und ein Nettoergebnis von ebenfalls 5,6 Mrd. Euro. 103 Millionen Kunden aus insgesamt 59 Ländern mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum vertrauen der AXA. Die Kapitalanlagen (Assets under Management) der Gruppe lagen Ende 2015 bei 1,36 Billionen Euro.

Gegründet wurde die AXA Gruppe von dem Franzosen Claude Bebear. Er übernahm Ende der 70er Jahre in Rouen die Führung des kleinen Gegenseitigkeitsversicherers Ancienne Mutuelle. Mit der Umbenennung in AXA im Jahr 1984 war das Unternehmen der erste Versicherungskonzern, der sich weltweit einen einheitlichen Markennamen gab. AXA ist ein Name, der sich auf der ganzen Welt gut aussprechen lässt.

Die Expansion des Unternehmens begann innerhalb von Frankreich, weitete sich dann auf die Länder Europas und später in die ganze Welt aus. In den 90-er Jahren erlangte AXA durch große Akquisitionen viel Aufmerksamkeit. Zu den größten Akquisitionen gehörte im Jahr 2006 die Übernahme der Winterthur Gruppe. Henri de Castries übernahm im Jahr 2000 die Nachfolge von Claude Bebear. Die Ziele seines Vorgängers verfolgt er weiterhin: AXA soll wo immer möglich Vorreiter der Branche werden.

Aktuelle Entwicklungen im Konzern 2015

Erneute Bestätigung der wettbewerbsfähigen Position für AXA

AXA ist wie bereits in 2014 erneut gewachsen, steigerte die Gewinne und positionierte sich mit neuen Produkten erfolgreich im Markt.

Grundlage dafür war, dass AXA im Rahmen des Effizienzprogramms "focus to perform" (f2p) auf ein konsequentes Kostenmanagement setzte. Das Programm hatte der Konzern im Jahr 2011 eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen und seine Kosten nachhaltig zu senken.

Der Fokus in 2015 lag dabei zum einen auf der Optimierung ressortübergreifender Prozesse und Schnittstellen und zum anderen auf der Erhöhung des Wirkungsgrades von bestehenden Maßnahmen. Dabei konnten im gesamten Konzern spürbar die Kostensituation mit gezielten Effizienz- und Kostenmaßnahmen verbessert und die Marktposition weiterhin gestärkt werden.

Die Digitalisierung verändert die Interaktion zwischen Kunde und Versicherer wesentlich. Es bestehen grundsätzlich andere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme, ebenso wie zu Interaktionsgeschwindigkeit und den aufgrund der Erfahrungen aus anderen Branchen vom Kunden daran gestellten Erwartungen. Des Weiteren herrscht Transparenz, denn der Kunde kann in kürzester Zeit vergleichen, wo er welches Produkt zu welchem Preis erhält und darauf basierend seine Kaufentscheidung treffen.

AXA optimiert daher die Ansprache der Kunden über das Internet, beispielsweise durch Verbesserung und Ausweitung des Angebots an Online-Tarifrechnern inklusive Möglichkeiten zum Direktabschluss. Doch auch der stationäre Vertrieb interagiert digitaler mit dem Kunden, indem er beispielsweise stärker in den sozialen Medien vertreten ist oder in die Lage versetzt wird, mittels IPad zu beraten.

Auch im Kundenservicebetrieb werden die Prozesse digitaler, unter anderem können Kunden online den Bearbeitungsstatus von KFZ- und Sachschäden verfolgen. Zudem werden innovative Präventionsservices bereitgestellt wie z.B. die in Kooperation mit RWE angebotene SmartHome-Komponente zum Schutz vor Leitungswasserschäden.

Die IT-Infrastruktur wird an die neuen Anforderungen angepasst. Hier sind unter anderem Implementierung und Ausbau der Life Factory für die Sparte Lebensversicherung zu nennen. Ebenso werden die Arbeitsplätze der Mitarbeiter mit moderner Infrastruktur ausgerüstet und auch neue Methoden wie z.B. agiles Arbeiten angewendet. Über Seminarangebote und Vortragsreihen wird die Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Digitalisierungsthemen sichergestellt.

Einführung einfacher, modularer Produkte und Erhöhung der Profitabilität durch zunehmende Digitalisierung

Im Bereich der Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen für Privatkunden wurde die Entwicklung eines vereinfachten und attraktiven Produktangebots weiter vorangetrieben. Mit BOXflex wurde in der Haftpflichtversicherung ein neues Produkt eingeführt, das sich um innovative Bausteine ergänzen lässt und somit dem Kunden individuelle Lösungen bietet. Zudem stellt die Entwicklung eines online-fähigen Produktes für die private Haftpflichtversicherung einen wichtigen Schwerpunkt dar.

Auch in der Kraftfahrtversicherung werden die bestehenden Produkte weiterentwickelt, um erstmals ein einfaches, modulares Produkt anbieten zu können, das in allen Vertriebswegen gleichermaßen eine gute Marktpositionierung erreicht.

Der Markt im Bereich der Schadenversicherung für Industrie- und Firmenkunden ist wie im vergangenen Jahr umkämpft. Das Industrie- und Firmenkundengeschäft der AXA konnte dennoch ein positives Wachstum der Beitragseinnahmen erzielen.

Durch das breite Produktportfolio können alle Industrie- und Firmenkundensegmente bedient werden. Die Produktlinie ProfiSMART für Kleinstunternehmen wurde erfolgreich eingeführt und wird in 2016 auf weitere Branchen ausgebaut. Das modulare Produkt "ProfiSchutz" bietet branchenspezifischen Versicherungsschutz für den Mittelstand und wird stetig durch Produktanpassungen verbessert. Mit der Industrie Select Sachversicherung wurde 2015 das zweite Produkt der Industrie Select Familie auf den Markt gebracht. Große Fortschritte wurden außerdem im Bereich Cyber mit der eigenständigen Cyber-Versicherung "ByteProtect" gemacht. Für die Anzahl der Cyber-Anfragen, zu deren Bearbeitung und zur Vertriebsunterstützung im letzten Jahr ein Cyber-Kompetenz-Center gegründet wurde, wird ein weiterer Anstieg erwartet. Auch das Angebot für internationale Kunden wird durch AXA International Services (AIS) stetig vorangetrieben.

Darüber hinaus gewinnt das Thema Digitalisierung immer mehr an Bedeutung. Mit "Universal" wurde ein elektronisches Angebots- und Policierungstool im Industriekundengeschäft eingeführt, welches sowohl standardisierte als auch flexible Produktlösungen ermöglicht. In 2016 wird die Nutzung weiter ausgebaut. Im Firmenkundengeschäft werden mit dem digitalen Underwriting die Interaktion mit Makler und Kunde und der Vertragsabschluss beschleunigt.

In der Krankenversicherung lag der Fokus weiter auf der Zusatzversicherung. Hier wurde 2015 der Marktanteil von AXA weiter ausgebaut, insbesondere bei dem sehr gut positionierten Zahnprodukt und der neuen Stationären Zusatzversicherung in ihrem ersten vollen Vertriebsjahr nach Einführung. Das Produktportfolio in der Zusatzversicherung wird perspektivisch noch im Bereich der Ambulanten Zusatzversicherung erweitert. Auch stehen weiterhin das Geschäft der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und die Versicherung für Expatriates im Fokus, mit einem Wachstum über dem Marktdurchschnitt. In der Vollversicherung konnte AXA in einem erneut stark rückläufigen Markt die Anzahl der Versicherten nahezu stabil halten und damit seine starke Position ausbauen.

Die Lebensversicherung setzt die strategische Ausrichtung des profitablen Wachstums auch in diesem Jahr kontinuierlich fort. Mit der zwischen der konventionellen und fondsgebundenen Altersvorsorge positionierten "Relax Rente" konnte eine innovative Altersvorsorgelösung nachhaltig erfolgreich im Markt positioniert werden. Darüber hinaus ist AXA weiterhin als Vollsortimenter erfolgreich am Markt positioniert und bietet neben der "Relax Rente" konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten und fondsgebundene Produkte an. Die starke Marktpositionierung für Berufsunfähigkeitsprodukte und Risikolebensversicherungen konnte ein weiteres Jahr beibehalten werden. Basierend auf dieser Ausrichtung konnten deutliche Marktanteile im laufenden Beitrag gewonnen werden.

Die Digitalisierung der Kundenservices und Geschäftsprozesse wurde weiter ausgebaut. Mit der Einführung eines neuen IT-Systems zur Bestandsführung wurde die Basis der weiteren Automatisierung und Digitalisierung des Lebensversicherungsgeschäftes gelegt.

Starke Positionierung im Vertrieb, sowie in den Segmenten Ärzte und Öffentlicher Dienst

AXA verfolgt weiterhin die seit Jahren gelebte Multikanalstrategie. Im Direktvertriebsmarkt wird auch zukünftig keine Zweitmarke eingeführt. Stattdessen wird weiterhin ein einheitlicher Auftritt sowohl im Exklusiv- als auch im Direktvertrieb beibehalten, um die Kundenpotenziale über alle Kanäle bestmöglich auszuschöpfen. Diese Strategie erfüllt die Kundenanforderungen nach situativer Kanalwahl und ermöglicht AXA die Durchführung von Direktmaßnahmen in Vermittlerbeständen nach den Multikanalregeln, die sich in der Vergangenheit bereits sehr gut bewährt haben. Gleichermaßen erfordert die Multikanalstrategie aber auch eine engere Verzahnung der Vertriebskanäle, um dem Kunden an allen Kontaktpunkten mit AXA ein einheitliches, qualitativ hochwertiges Erlebnis bieten zu können.

Darüber hinaus gilt es für den Exklusivvertrieb die entwickelten Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit praxisorientiert erlebbar zu machen und die Effektivität unserer Vertriebspartner weiter zu verbessern. Nach der flächendeckenden Einführung des elektronischen Unterschriften-Pad wurden in 2015 weitere Maßnahmen vorbereitet, die die Agenturen für die digitale Zukunft rüsten werden. Neben der Digitalisierung des Exklusivvertriebs lag ein weiterer Schwerpunkt auf dem Firmengeschäft. Dieses Geschäftsfeld verspricht zukünftig großes Potenzial, weshalb den Agenturen im Rahmen der Initiative FokusFirmen das passende Werkzeug für den Umgang mit Firmenkunden an die Hand gegeben wird.

Im Maklerkanal gilt es vornehmlich, die sehr gute Positionierung im Bereich der online-basierten Prozesse weiter auszubauen und nachhaltig zu stärken. Im Rahmen der Umsetzung der neuen Organisationsstruktur des Konzerns wurde der Komposit-Teil des Makler- und Partnervertriebs aus diesem herausgelöst und an das Ressort P&C Industrie- und Firmenkunden angegliedert. Dadurch wurde im Sinne der Kundenorientierung eine bessere Vernetzung zwischen Sparte, Vertriebspartner und Kunden geschaffen.

Die Deutsche Ärzte Finanz hat bezogen auf ihre Exklusivorganisation die zentrale und dezentrale Unterstützung noch stärker darauf konzentriert, die Repräsentanten zu kompetenten Begleitern in allen Berufs- und Lebensphasen der Zielgruppe zu entwickeln. Neben dem starken Geschäft mit dem ärztlichen Nachwuchs konnten die Potentiale im Bereich der angestellten und etablierten Angehörigen der Heilberufe besser ausgeschöpft werden. In den Vertriebswegen apoBank und apoFinanz konnte durch die Intensivierung der vertrieblichen Betreuung eine deutliche Steigerung im Lebensversicherungsabsatz erreicht werden.

Das Kundensegment Öffentlicher Dienst ist weiterhin eines der am stärksten wachsenden Segmente. Die DBV ist damit unter den Top 3 der Versicherer für den Öffentlichen Dienst positioniert. Auch zukünftig sprechen maßgeschneiderte Produkte, zielgruppenspezifische Beratungs- und Vertriebsansätze sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Spitzenorganisationen im Öffentlichen Dienst für ein weiterhin starkes Wachstum. Die Task Force "Vorsorge Öffentlicher Dienst" entwickelt nun schon im dritten Jahr Lösungen, die Kunden dieses Segments immer besser und bedarfsgerechter erreichen und versorgen.

Abgerundet wird das Konzept durch ein dichtes Netz an speziell ausgebildeten Ansprechpartnern. Um deren Beratungskompetenz zu gewährleisten, werden fortlaufend Onlineschulungen und aktuelle Informationen über eine Onlinewissensdatenbank angeboten.

Kundenorientierte Optimierung in den Geschäftsprozessen

In 2015 erweitert AXA die etablierten Formate der Lean Transformation zur Effizienzsteigerung um eine Lean end-to-end Betrachtung. Prozesse werden hierbei gesamtheitlich analysiert. Die Orientierung an der Ablauforganisation vereint somit Effizienzverbesserungen und Kundenorientierung.

Der erfolgreiche Ausbau der Prozesse beim Dienstleistungspartner AXA Logistik & Service GmbH wurde im Rahmen des Outsourcing in 2015 fortgeführt. Produktivität und Bearbeitungsqualität werden durch eine laufende Kontrolle der Servicelevel überprüft und stellen die von den Fachbereichen geforderten Ergebnisse sicher.

In einem Pilotprojekt beantwortete erstmalig ein Avatar auf der AXA Website vollautomatisch die Fragen der Kunden rund um die KFZ-Versicherung. Dies war der gelungene Auftakt zum weiteren Ausbau unserer digitalen Interaktionskanäle.

AXA unterstützt innovative Gründer und Startups in allen Entwicklungsphasen

Der in 2014 gegründete AXA Innovation Campus (www.axa-campus.de) ist Vorreiter für die Erarbeitung und Umsetzung von innovativen und versicherungsnahen Geschäftsideen. Zielgruppe sind kreative Köpfe und junge, unternehmerisch agierende Gründer von Startups, die gemeinsam mit unserem starken Netzwerk aus internen und externen Partnern, nachhaltige Innovationen für die Versicherungsbranche entwickeln. Startups in allen Entwicklungsphasen können durch den AXA Innovation Campus mit Kapital, Versicherungsschutz oder Kooperationsmöglichkeiten unterstützt werden, um gemeinsam außerhalb der Grenzen eines Großkonzerns mutige und neue Wege zu beschreiten. Hierfür bringt sich der AIC mit dem notwendigen Branchenwissen, weltweit über 100 Millionen Kunden sowie dem Zugriff zu einem 200 Millionen Euro Venture Capital Fond in die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ein.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Die in 2015 neu gegründeten Investment KG's: Ganymed GmbH & Co. Cappella 02, Köln, Ganymed GmbH & Co. Cappella 08, Köln, Ganymed GmbH & Co. Cappella 25, Köln und Ganymed GmbH & Co. Cappella 71, Köln wurden erstmalig im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Zudem erweiterte sich der Konsolidierungskreis um die folgenden drei Investmentfonds: AXA Euro Dividend L, AXA Euro Dividend D und AXA Euro Aggregate W. Die VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs-, und Service GmbH Bayreuth wurde im Jahr 2014 veräußert und gehört somit nicht mehr zum Konsolidierungskreis.

Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2015

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung des deutschen AXA Konzerns fand im Geschäftsjahr 2015 in nachfolgend beschriebenem Umfeld statt:

Deutsche Wirtschaft weiter auf Wachstumskurs

Die Weltwirtschaft wurde 2015 durch eine nachlassende Konjunkturdynamik in China - immerhin die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde - sowie schwere Rezessionen in Russland und Brasilien belastet. Demgegenüber befand sich die deutsche Wirtschaft weiterhin auf einem soliden Wachstumskurs. Ungeachtet der enttäuschenden Weltkonjunktur stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes von Mitte Januar im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 %. Das war nach dem Einbruch im Jahr 2009 die sechste Steigerung in Folge.

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war im vergangenen Jahr erneut der Konsum. Die privaten Konsumausgaben nahmen preisbereinigt um 1,9 % zu. Durch die deutlich gesunkenen Rohölpreise hatten viele Haushalte einen größeren Spielraum für ihren privaten Konsum. Die Konsumausgaben des Staates erhöhten sich sogar um 2,8 %. Hier wirkten sich vor allem vermehrte staatliche Ausgaben durch die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und den afrikanischen Ländern aus. Auch die Investitionen legten deutlich zu. Im Inland investierten Unternehmen und Staat insgesamt 3,6 % mehr in Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - als ein Jahr zuvor. Anders als im Vorjahr trug der Export von Waren und Dienstleistungen in geringerem Maße zum Bruttoinlandsprodukt bei, da den hohen Exporten preisbereinigt auch Importe in ähnlicher Größenordnung gegenüber standen.

Die starke Wirtschaftsleistung in Deutschland wurde im Jahresdurchschnitt 2015 erstmals von etwas mehr als 43 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht, das sind rund 329.000 oder 0,8 % mehr als im Vorjahr. Damit setzte sich der seit zehn Jahren anhaltende Aufwärtstrend fort und die Zahl der Erwerbstätigen erreichte den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung vor 26 Jahren. Bei einer Einwohnerzahl, die nach Schätzung des Statistischen Bundesamtes auf mindestens 81,9 Millionen Menschen (+ 700.000) gestiegen ist, bedeutet dies, dass im vergangenen Jahr 52,5 % der Bevölkerung einer Erwerbstätigkeit nachgingen. Gleichzeitig verringerte sich nach Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 104.000 auf 2,8 Millionen und die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozentpunkte auf 6,4 %. Die Unterbeschäftigung, die auch Personen in Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik und in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit mitzählt, belief sich 2015 durchschnittlich auf 3,6 Millionen Personen. Das waren 169.000 weniger als vor einem Jahr.

Die tariflichen Monatsverdienste stiegen 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % und damit weniger stark als im Vorjahr (+ 3,1 %) an. Da sich jedoch im gleichen Zeitraum die Verbraucherpreise um lediglich 0,3 % nach 0,9 % im Vorjahr erhöhten, nahm die Kaufkraft deutlich zu.

Am Ende des 3. Quartals 2015 belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5,2 Billionen Euro und fiel um 17 Mrd. Euro oder 0,3 % niedriger aus als ein Vierteljahr zuvor. Ursache hierfür waren erhebliche Bewertungsverluste, die in einem schwachen Börsenumfeld vor allem Aktien und Anteile an Investmentfonds betrafen. Auf der anderen Seite nahmen die Ansprüche der privaten Haushalte gegenüber Versicherungs- und Alterssicherungssystemen in den ersten drei Quartalen 2015 um 62 Milliarden Euro auf knapp 2,0 Billionen Euro zu.

Deutsche Versicherungswirtschaft: Niedrigstes Wachstum seit 2011

Für die deutschen Versicherer war 2015 ein durchwachsenes Jahr. Nach Erhebungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) stiegen die Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2015 insgesamt lediglich um 0,6 % auf 193,8 Mrd. Euro. Das war zwar das geringste Wachstum seit 2011, stellt in einem unverändert herausfordernden Umfeld aber erneut eine zufriedenstellende Entwicklung dar.

In der mit 92,7 Mrd. Euro größten Sparte Lebensversicherungen einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds ging das Beitragsvolumen branchenweit um 1,1 % zurück. Während das auf Einmalbeiträgen beruhende Geschäft um 4,2 % auf 27,8 Mrd. Euro zurückging, weist das Neugeschäft mit laufenden Beiträgen einen Rückgang von 3,2 % auf.

Die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung steigerten ihre Beitragseinnahmen 2015 um 2,7 % auf 64,3 Mrd. Euro. Deutlich stärker nahmen allerdings mit +5,2 % auf 47,7 Mrd. Euro die Leistungen zu. Einer der Gründe hierfür war Sturm Niklas, der im März 2015 über Deutschland hinwegfegte. Nicht zuletzt dadurch erhöhte sich die Schaden-Kostenquote nach aktuellen Schätzungen branchenweit um 1,4 Prozentpunkte auf 96 % und verringerte sich der versicherungstechnische Gewinn der deutschen Schaden- und Unfallversicherer auf 2,5 Mrd. nach 3,3 Mrd. Euro im Vorjahr.

Die Beitragseinnahmen der privaten Krankenversicherer legten um 1,4 % auf 36,8 Mrd. Euro zu. Davon entfielen 34,6 Mrd. Euro (+ 0,9 %) und 2,2 Mrd. Euro (+ 9,4 %) auf die Pflegeversicherung. Die ausgezahlten Leistungen erhöhten sich um 4,1 % und stiegen damit deutlich stärker als die Beitragseinnahmen.

Darüber hinaus prägten 2015 vor allem die anhaltenden Niedrigzinsen, die politische Regulierung und die Digitalisierung die deutsche Versicherungswirtschaft. So zwang das Niedrigzinsumfeld die meisten Lebensversicherer zu weiteren Zuführungen zur Zinszusatzreserve, um auch künftig die in früheren Jahren zugesagten Garantiezinsen bedienen zu können.

Im Berichtsjahr wurde das Gesetz zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen (VAG-Novelle) verabschiedet, das die EU-Richtlinie Solvency II in deutsches Recht umsetzt. Für die Versicherungsunternehmen gilt damit seit 1. Januar 2016 ein neues Regelwerk, das weltweit Maßstäbe für finanzielle Stabilität setzt. Mit der Verabschiedung im Europaparlament im November nahm auch die die neue europäische Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD (Insurance Distribution Directive) die letzte Hürde. Sie soll nach der Umsetzung in deutsches Recht 2018 in Kraft treten und regelt die Rahmenbedingungen für den Vertrieb unter anderem von Versicherungsprodukten.

Das Thema, das die öffentlichen Debatten in der Versicherungswirtschaft 2015 beherrschte, war Digitalisierung. Nahezu alle Versicherer arbeiten in unterschiedlicher Form an Konzepten, wie sie den digitalen Umwälzungen begegnen und diese für sich nutzen. Sichtbar wurde dies unter anderem an Telematik-Tarifen, die einige Kraftfahrtversicherer im Jahr 2015 einführten.

Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns

Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich um 124 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Segmente Kranken und Schaden- und Unfallversicherung zurückzuführen. Die Umsatzerlöse aus der AXA Bank konnten leicht gesteigert werden. Gegenläufig entwickelten sich die gebuchten Bruttobeiträge im Segment Leben.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gebuchte Bruttobeiträge 10.342.013 10.217.830
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 46.454 44.055
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 10.963 10.436
Gesamte Umsatzerlöse(a) 10.399.430 10.272.321
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -29.001 -22.518
Finanzanlageergebnis 2.670.682 3.205.552
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.258.348 -12.760.724
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 782.763 694.631
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.532 5.081
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 785.925 699.712
Ertragsteuern -256.354 -210.256
Konzernergebnis nach Steuern 528.941 489.456

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

Das gesamte Ergebnis aus Finanzanlagen hat sich von 3,2 Mrd. Euro auf 2,7 Mrd. Euro (-16,7%) verschlechtert. Die negative Entwicklung ist insbesondere durch gesunkene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten zurückzuführen.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen, sowie die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen, haben sich um 502 Mio. Euro auf 12,3 Mrd. Euro vermindert.

Diese Entwicklung stammt im Wesentlichen aus geringeren Aufwendungen im Segment Leben mit 613 Mio. Euro und resultiert insbesondere aus der Absenkung der latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung deren Anteil im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde. Gegenläufig hierzu erhöhten sich die Aufwendungen bedingt durch Abschreibungen aktivierter Abschlusskosten sowie die des erworbenen Versicherungsbestandes aufgrund aktualisierter Zinsannahmen.

Im Segment Kranken sind die versicherungstechnischen Aufwendungen und die sonstigen betrieblichen Erträge um 4,2% gestiegen, Hauptgrund sind vor allem höhere Schadenzahlungen.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen und die sonstigen Erträge und Aufwendungen im Segment Sach erhöhten sich geringfügig um 17 Mio. Euro auf 3.738 Mio. Euro. Der Anstieg konnte durch eine Verbesserung der Kostenquote auf Grund nachhaltiger Einsparungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm "Focus to Perform" sowie der positiven Entwicklung der Schadenaufwendungen auf lediglich 0,5% begrenzt werden.

Die Brutto-Leistungen aus dem Versicherungsgeschäft haben sich im Konzern insgesamt um 5,5% auf 10,3 Mrd. Euro vermindert. Die Leistungsquote im Verhältnis zu den gebuchten Beiträgen beträgt 99% (Vorjahr 107%).

Die gesamten Abschlusskosten im Jahr 2015 haben sich um 173 Mio. Euro auf 961 Mio. Euro erhöht, was hauptsächlich auf die Abschreibung aktivierter Abschlusskosten aufgrund aktualisierter Zinsannahmen im Leben-Segment zurückzuführen ist. Die Verwaltungskosten im Konzern haben sich um 106 Mio. Euro (11,1%) im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogrammes auf 846 Mio. Euro vermindert. Weiterführende Angaben zu den Kosten sind dem Abschnitt Gesamtkosten zu entnehmen.

Das Konzernergebnis vor Steuern liegt mit 785 Mio. Euro um 12,2% über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Ertragsteuern sind im Vergleich zum Vorjahr um 21,9 % höher ausgefallen, sodass im Jahr 2015 ein Konzernüberschuss in Höhe von 529 Mio. Euro verbleibt.

Angaben bezüglich Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Anhang 26 dargestellt.

Beitragsentwicklung: Einnahmen leicht gestiegen

Der AXA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2015 Beitragseinnahmen in Höhe von 10,3 Mrd. Euro, die damit im Vergleich zum Vorjahr um +1,2% leicht gestiegen sind. Während die Beiträge in der Schaden und Unfallversicherung sowie im Krankenversicherungsgeschäft gesteigert werden konnten, war die Entwicklung in der Lebensversicherung rückläufig.

(In Mio. Euro) 2015 2014
Direkt
- Schaden- und Unfallversicherung 3.326 3.253
- Lebensversicherung 3.600 3.650
- Krankenversicherung 2.787 2.717
Indirekt 628 598
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt 10.342 10.218

Die gebuchten Bruttobeiträge im direkten Geschäft haben sich für die einzelnen Segmente wie folgt entwickelt:

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung haben sich die Beiträge insgesamt um 73 Mio. Euro auf 3.326 Mio. Euro erhöht. Auch die Beitragseinnahmen in der übernommenen Rückversicherung konnten leicht gesteigert werden.

Im Segment Lebensversicherung verminderten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 50 Mio. Euro auf 3.600 Mio. Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das laufende Beitragsgeschäft aufgrund des sinkenden Bestandes bei klassischen Kapitallebensversicherungen in Verbindung mit sinkenden Beiträgen bei konventionellen Rentenversicherungen zurückzuführen.

Im Segment Krankenversicherung sind die gebuchten Bruttobeiträge um 2,6% auf 2.787 Mio. Euro gestiegen. Neben den Beitragsanpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung trug auch eine hohe Bestandsfestigkeit zu der Beitragsentwicklung bei. und relativ erfolgreiches Neugeschäft.

Rückgang des Finanzanlageergebnisses um 535 Mio. Euro

Der AXA Konzern verzeichnete im Berichtsjahr einen Rückgang des gesamten Finanzanlageergebnisses um 535 Mio. Euro auf 2.671 Mio. Euro. Der Rückgang ist auf die stark rückläufige Entwicklung des übrigen Finanzanlageergebnisses sowie auf ein leicht gesunkenes laufendes Finanzanlageergebnis zurückzuführen.

Das laufende Finanzanlageergebnis, bestehend aus laufenden Erträgen abzüglich Verwaltungsaufwendungen und planmäßigen Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude, fiel im Geschäftsjahr 2015 mit 2.450 Mio. Euro etwas niedriger aus als im Vorjahr (2014: 2.483 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert aus den geringeren Wiederanlagerenditen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt.

Das übrige Finanzanlageergebnis sank gegenüber dem Vorjahr um 503 Mio. Euro auf 220 Mio. Euro (2014: 723 Mio. Euro). Die Veränderung ist insbesondere auf den Rückgang des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen zurückzuführen. Der negative Effekt resultierte im Wesentlichen aus gesunkenen beizulegenden Zeitwerten von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des in 2015 gestiegenen Niveaus von Zinsen und Kreditaufschlägen (Credit Spreads) an den Kapitalmärkten. Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung erzielten ein Ergebnis von 189 Mio. Euro (2014: 321 Mio. Euro), das vollständig den Versicherungsnehmern gutgeschrieben wurde.

Das Ergebnis aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder "zu fortgeführten Anschaffungskosten" bilanziert werden oder als "zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral bewertet werden, stieg um 90 Mio. Euro auf 288 Mio. Euro.

Die im Jahresergebnis erfassten Wertminderungen auf Finanzanlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 78 Mio. Euro auf 123 Mio. Euro.

Gesamtkosten: Wiederum gesunkene Gesamtkosten gegenüber Vorjahr, vornehmlich aufgrund von Einsparungen in den Kosten ohne Provisionen bei nahezu stabilen Provisionsausgaben

Die Gesamtkosten des AXA Konzerns liegen im Geschäftsjahr 2015 mit 2,24 Mrd. Euro um 78 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2014: 2,32 Mrd. Euro). Dies konnte maßgeblich dank weiterer nachhaltiger Einsparungen des f2p-Programms zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns, erreicht werden. Darüber hinaus trugen die Entkonsolidierung der VVS und der damit verbundene Wegfall ihrer Kosten sowie die deutlich geringeren Kapitalanlagekosten aufgrund hoher Rückstellungen in 2014 zu dieser Entwicklung bei.

Die enthaltenen Provisionsausgaben bleiben im Geschäftsjahr mit 999 Mio. Euro nahezu auf Vorjahresniveau.

Ertragsteuern: Aufwand von 256,4 Mio. Euro

Bei einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 782,8 Mio. Euro ergibt sich ein effektiver Ertragsteueraufwand von 256,4 Mio. Euro. Der effektive Ertragsteueraufwand von 256,4 Mio. Euro liegt über dem zu erwartenden Ertragsteueraufwand von 250,5 Mio. Euro.

Aus der entsprechenden Überleitungsrechnung im Anhang 18.1.2 auf der Seite 129 geht hervor, dass der im Vergleich zum erwarteten Ertragsteueraufwand um 5,9 Mio. Euro höhere tatsächliche Ertragsteueraufwand insbesondere aus Aufwand im Zusammenhang mit Vorjahressteuern resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2014: 210,3 Mio. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant gestiegenen Vorsteuerergebnis, sowie aus Nachreservierungen von Vorjahressteuern in Höhe von 7.462 Tsd. Euro, denen im Vorjahr ein Ertrag von 17.900 Tsd. Euro gegenüberstand.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Schaden- und Unfallversicherung:

Rückgang des Ergebnisses aufgrund geringerer Kapitalanlageergebnisse

Anhang (in Tsd Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gebuchte Bruttobeiträge 3.949.119 3.843.274
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile 2.365 18.932
20 Finanzanlageergebnis 231.721 335.352
Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.737.608 -3.720.861
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 445.596 476.697
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 445.596 476.697
18 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG -137.351 -142.929
Ergebnis nach Steuern 308.245 333.768
Kapitalanlagenbestand 10.244.350 10.277.647
Netto-Schaden-Kostenquote 94,0% 95,7%
Netto-Schadenquote (aktuelles Jahr) 68,4% 67,9%
Netto-Schadenquote (über alle Jahre) 66,2% 67,2%
Brutto-Kostenquote 27,8% 28,5%

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung hat sich das Ergebnis im Geschäftsjahr 2015 um 26 Mio. Euro auf 308 Mio. Euro vermindert (2014: 334 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus den negativen Marktwertveränderungen der erfolgswirksam, zum Marktwert bilanzierten festverzinslichen Wertpapiere und Rentenfonds getrieben durch das Zinsniveau das im Vergleich zum Geschäftsjahr 2014 leicht gestiegen ist. Das Zinsniveau befindet sich weiterhin auf einem extrem niedrigen Niveau. Gegenläufig wirkt das versicherungstechnische Ergebnis, das sich leicht verbessert hat. Für das Geschäftsjahr 2015 sind die Steueraufwendungen gesunken, im Wesentlichen aus dem gesunkenen Kapitalanlageergebnis.

Die Gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich zum Jahresende 2015 auf 3.949 Mio. Euro (+106 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr).

Die Sparte Schaden, Unfall, Haftpflicht und Kraftfahrt Privat ist hauptsächlich durch eine positive Entwicklung in Kraftfahrt, resultierend aus dem Jahreswechslergeschäft und dem unterjährigen Neugeschäft sowie aufgrund von Preisanpassungen, getrieben. In der verbundenen Wohngebäudeversicherung steigen die Beiträge aufgrund von Tarifanpassungen, aber auch aus dem Neugeschäft mit Wohnungsbaugesellschaften. Rückläufig waren insbesondere Unfall aufgrund einer bewussten Reduzierung in UBR (Unfall mit Beitragsrückgewähr) und in Haftpflicht durch das geringere Neugeschäft.
Der leichte Anstieg in der Sparte Industrie- und Firmenkunden ist getrieben durch das Gewerbesegment (Firmenkundenversicherungen), resultierend aus den Wachstumsstrategien in Industrie und im SME-Geschäft (Small & Medium Enterprises) sowie aus Preisanpassungen. Daneben zeigt sich aufgrund der Sanierungen der letzten Jahre in Feuer-Industrie ein Anstieg der Beiträge.
Die Beitragseinnahmen der AXA ART stiegen vor allem durch den Einfluss positiver Währungskurseffekte und durch das Geschäftswachstum in UK & US.

Das Finanzanlageergebnis ist im Geschäftsjahr 2015 um 104 Mio. Euro auf 232 Mio. Euro gesunken. (2014: 335 Mio. Euro). Das Kapitalmarktumfeld war im Geschäftsjahr 2015 vom weltweit anhaltend geringen Wachstum gekennzeichnet. Die negative Entwicklung des Finanzanlageergebnisses ist im Wesentlichen durch gesunkene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten zurückzuführen.

Bei den Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist ein leichter Anstieg um 17 Mio. Euro auf -3.738 Mio. Euro zu verzeichnen.

Verschlechterung Schadenquote " aktuelles Jahr" (netto) um 0,5 Prozentpunkte auf 68,4%:

Die Verschlechterung der Schadenquote "aktuelles Jahr" (netto) ist durch den Anstieg der Normalschadenquote begründet, die durch gestiegene Durchschnittskosten (Reparaturkosten) und eine marktweit beobachtbare Schadenhäufigkeit (Anstieg Fahrleistung infolge gesunkener Kraftstoff-Preise) getrieben ist. Ferner aufgrund von höheren Auswirkungen durch Großschäden, insbesondere in der industriellen Sachversicherung und Vermögensschadenhaftpflichtversicherung (2014 war insgesamt ein gutes Jahr im Bereich Großschäden). Ebenfalls gestiegen sind die Aufwendungen für Naturereignisse durch die Stürme Niklas und Siegfried und weitere kleinere Ereignisse in 2015 gegenüber dem Jahr 2014 (Sturm Ela und weitere kleinere Ereignisse).

Verbesserung Schadenquote " Gesamtjahr" (netto) um 1,0 Prozentpunkte auf 66,2%:

Entgegen der negativen Entwicklung der Schadenquote "aktuelles Jahr", wirken gegenläufig die geringeren Schadenaufwendungen und Belastungen der Rückversicherung für Vorjahre und ließen die Schadenquote Gesamtjahr (netto) sinken. Die Schadenquote "Gesamtjahr" (netto) verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 1,0 Prozentpunkte auf 66,2%.

Verbesserung der Kostenquote (brutto) um 0,7 Prozentpunkte auf 27,8%:

Aufgrund der geringeren Aufwendungen für den Versicherungsvertrieb sowie den Verwaltungskostenaufwand hat sich die Bruttokostenquote um 0,7 Prozentpunkte auf 27,8% verbessert. Dies resultiert im Wesentlichen aus weiteren, nachhaltigen Einsparungen durch das Effizienzsteigerungsprogramm "Focus to Perform" in Kombination mit einer positiven Wachstumsentwicklung. Darüber hinaus geringere Altersversorgungskosten und geringere Marketingkosten. Gegenläufig wirkten Gehaltssteigerungen und Inflation in 2015.

Lebensversicherung:

Ergebnissteigerung (vor Steuern) aufgrund geringerer versicherungstechnischer Aufwendungen

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gebuchte Bruttobeiträge 3.606.213 3.658.093
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 35.598 31.839
21 Gesamte Umsatzerlöse (a) 3.641.811 3.689.932
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -31.510 -41.896
20 Finanzanlageergebnis 1.817.733 2.380.042
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -5.208.108 -5.821.003
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 219.926 207.075
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - -
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 219.926 207.075
18 Ertragsteuern -73.620 -58.809
Ergebnis nach Steuern 146.306 148.266
(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.
Kapitalanlagebestand 53.114.946 53.449.026
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) 270.742 262.936
Stornoquote 2,10% 2,20%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 14,48% 15,00%

Das Neugeschäft (APE) erhöhte sich um 7,8 Mio. Euro auf 270,7 Mio. Euro. Dies ist hauptsächlich auf das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag (+10,7 Mio. Euro) zurückzuführen.

Die gesamten Umsatzerlöse reduzierten sich im Berichtsjahr um 48,1 Mio. Euro auf 3.641,8 Mio. Euro. Dies stammt zum einen durch den Rückgang beim laufenden Beitragsgeschäft aufgrund des sinkenden Bestandes bei klassischen Kapitallebensversicherungen in Verbindung mit sinkenden Beiträgen bei konventionellen Rentenversicherungen. Ebenfalls rückläufig entwickelte sich das Einmalbeitragsgeschäft insbesondere bei Kapitalisierungsprodukten und klassischen Rentenversicherungen. Umsatzsteigerungen konnten vor allem bei Berufsunfähigkeitsversicherungen gegen laufenden Beitrag sowie bei fondsgebundenen Rentenversicherungen gegen laufenden- als auch beim Einmalbeitragsgeschäft verzeichnet werden.

Der Kapitalanlagebestand verringerte sich im Berichtsjahr um -0,6% auf 53,1 Mrd. Euro. Das Finanzanlageergebnis verringerte sich um 562,3 Mio. Euro. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus dem im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegenen Marktzinsen. Die erfolgswirksame Erfassung der Marktwertänderung spiegelt sich insbesondere durch gesunkene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten negativ in der Gewinn- und Verlustrechnung wider.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen verringerten sich um 612,9 Mio. Euro auf 5.208,1 Mio. Euro. Neben dem Rückgang der gezahlten Leistungen stammt dies insbesondere aus der Absenkung der latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung, deren Anteil im Vergleich zum Vorjahr reduziert wurde.

Der Steueraufwand erhöhte sich bei einem gesteigerten Vorsteuerergebnis um 14,8 Mio. Euro.

Krankenversicherung:

Wachstum der Brutto-Beitragseinnahmen und des Finanzanlageergebnisses können höhere Versicherungstechnische Aufwendungen nicht kompensieren

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gebuchte Bruttobeiträge 2.786.996 2.716.793
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile 149 453
20 Finanzanlageergebnis 548.223 490.717
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.274.586 -3.143.548
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 60.783 64.415
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 60.783 64.415
18 Ertragsteuern -22.263 -22.697
Ergebnis nach Steuern 38.521 41.718
Kapitalanlagebestand 18.264.868 17.835.175
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) inkl. gesetzlichem Beitragszuschlag 116.732 122.023
Schadenquote 81,4% 79,3%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 8,5% 8,8%

Das Neugeschäft im Segment Krankenversicherung verzeichnete im Geschäftsjahr 2015 einen Rückgang um 4,3 % auf 116,7 Mio. Euro Jahresbeitrag. Während unsere Ausschließlichkeitsorganisation das Neugeschäft moderat steigern und unser direktes Firmengeschäft (Expatriates und Betriebliche Krankenversicherung) sogar deutlich zulegen konnte, beendete der Maklervertriebskanal das Berichtsjahr mit einem Rückgang im Neugeschäft.

Weiterhin positiv entwickelten sich die neuen Zahn-Ergänzungsprodukte, deren Bestand erneut deutlich ausgebaut werden konnte.

Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 2,6 % auf 2,79 Mrd. Euro. Neben den Beitragsanpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung trug auch das Neugeschäft bei einer gleichzeitig weiterhin hohen Bestandsfestigkeit zu der Beitragsentwicklung bei. Die Anzahl der vollversicherten Personen nahm um 1 Tsd. auf 790 Tsd. ab. Einen deutlichen Zuwachs aufgrund der vertrieblichen Erfolge verzeichnete die Anzahl der Zusatzversicherten mit einem Anstieg von 22 Tsd. auf 895 Tsd.

Das Finanzanlageergebnis stieg um 58 Mio. Euro auf 548 Mio. Euro insbesondere als Folge des Wachstums des Kapitalanlagebestandes im Berichtsjahr um 2,5% auf 18 Mrd. Euro und zusätzlich durch leichte Ergebnisverbesserung im Wesentlichen aufgrund höherer außerordentlicher Erträge.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen stiegen um 4,2% auf 3.275 Mio. Euro (2014: 3.144 Mio. Euro). Die höheren Aufwendungen wurden vor allem durch einen Anstieg der gezahlten Leistungen verursacht.

Die Steuern sanken um 0,4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Die Schadenquote stieg gegenüber Vorjahr, ursächlich hierfür sind die im Berichtsjahr stärker gestiegenen Aufwendungen für Versicherungsfälle aufgrund des Bestandswachstums, der Alterung des Bestandes und einer höheren Zuführung zur Schadenrückstellung, so dass sich die Schadenquote um 2,1 Prozentpunkte erhöhte.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb reduzierten sich um 0,3% Punkte auf 8,5%. Durch eine sachgerechtere Zuordnung der Aufwendungen auf die Funktionsbereiche Abschluss und Verwaltung ergab sich ein Rückgang der Verwaltungsaufwendungen und ein Anstieg der Abschlussaufwendungen.

Bank:

Ausweitung des Geschäftsvolumens, weitere Expansion des Kreditgeschäfts und Steigerung des Zins- und Provisionsergebnisses

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 22.024 21.104
20 Finanzanlageergebnis 1 1
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -16.437 -16.673
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 5.588 4.432
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 5.588 4.432
19 Ertragsteuern -1.923 727
Ergebnis nach Steuern 3.665 5.159
Cost-Income Ratio 77,00% 78,10%
Forderungen an Kunden 428.376 366.682
Kundeneinlagen 683.016 569.792
Vermögensmanagement 28.521 30.773
Depotverwaltung 119.681 124.611

Die AXA Bank hat ihre Ertragssituation im Jahr 2015 durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens, die anhaltenden Fokussierung auf ertragreiches Geschäft, weiterhin konsequentes Kostenmanagement und einen Rückgang der Risikovorsorge weiter stabilisiert. Wegen den höheren Netto-Erträgen aus Zins- und Provisionsgeschäften konnte erneut ein positives Ergebnis in Höhe von 3,7 Mio. Euro (2015: 5,2 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft sind um 0,9 Mio. Euro von 21,1 Mio. Euro auf 22,0 Mio. Euro gestiegen. Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 1,0 Mio. Euro von 14,9 Mio. Euro auf 15,9 Mio. Euro gestiegen. Der Steigerung resultiert im Wesentlichen aus höherem Zinsaufwand für die vorzeitige Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens in 2014, aus den gestiegenen Zinserträge aus dem Baufinanzierungsgeschäft und dem Rückgang der Zinsaufwände bei den Kundeneinlagen, als auch bei Refinanzierung durch Schuldscheindarlehen. Die Erträge aus dem Vertrieb von Investmentfondsanteilen sind um 0,6 Mio. Euro auf 5,4 Mio. Euro gestiegen. Das allgemeine Provisionsergebnis aus dem eigenen Kreditgeschäft hat sich durch die Zahlung von Vermittlerprovisionen aus dem stark angestiegenen Kreditneugeschäft deutlich von -2,0 Mio. Euro auf -3,4 Mio. Euro reduziert. Durch den Verkauf von Papieren vor dem Erreichen der Endfälligkeit liegt das Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um 0,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert.

Das Finanzanlageergebnis beinhaltet die Erträge aus Beteiligungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge haben sich um 0,3 Mio. Euro von 16,7 Mio. Euro auf 16,4 Mio. Euro reduziert. Dies resultiert zum einen aus leicht gesunkenen Personalkosten und anderen Verwaltungsaufwendungen und zum anderen aus einer Verbesserung im Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft.

Im Gegensatz zum Vorjahr, in dem ein positiver Steueraufwand durch die Aktivierung einer latenten Steuer in Höhe von 2,9 Mio. Euro ausgewiesen wurde, sind in 2015 die üblichen Ertragssteuern verbucht.

Mit der Cost-Income-Ratio messen wir unseren operativen Erfolg aus dem Bankgeschäft. Dabei wird insbesondere der im Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den wesentlichen Ertragsgrößen der AXA Bank gesetzt. Die Cost-Income-Ratio liegt durch die höheren Netto-Erträge und die reduzierten Kosten mit 77,0% unter dem VJ-Wert (2014: 78,1%).

Zum Jahresende 2015 beliefen sich die Forderungen an Kunden wegen der Ausweitung der Baufinanzierungskredite auf 428 Mio. Euro (2014: 367 Mio. Euro).

Trotz des niedrigen Zinsumfeldes und der damit verbundenen reduzierten Anlagebereitschaft der Kunden sind die Kundeneinlagen auf 683 Mio. Euro (2014: 570 Mio. Euro) gestiegen. Darin enthalten ist eine kurzfristige Geldanlage der AXA Konzern AG über 97 Mio. Euro.

Der Bestand der fondsgebundenen Vermögensverwaltung sank um 7,3 % auf 28,5 Mio. Euro (2014: 30,8 Mio. Euro); im klassischen Depotgeschäft verminderten sich die verwalteten Bestände um 4,0 % auf 119,7 Mio. Euro (2014: 124,6 Mio. Euro).

Holding:

Deutliche Ergebnisverbesserung

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
20 Finanzanlageergebnis 74.850 2.604
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -23.981 -60.592
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 50.869 -57.988
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.532 5.081
24 Aufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten -897 -705
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 53.401 -52.907
19 Ertragsteuern -21.196 13.452
Ergebnis nach Steuern 32.205 -39.455

Das Segmentergebnis der Holdinggesellschaften erhöht sich um 72 Mio. auf 32 Mio. Euro.

Das Finanzanlageergebnis stieg um rund 72 Mio. Euro auf 75 Mio. Euro.

Hierzu trägt mit rund 44 Mio. Euro insbesondere die im Vorjahresvergleich positive Marktwertentwicklung von Derivaten zur Absicherung des Inflationsrisikos auf Pensionsrückstellungen bei. Der Gesamtsaldo aus Zu- und Abschreibungen, der Abwicklung finanzanlagenbezogener Rückstellungen und Veräußerungen von Wertpapieren verbessert sich um 44 Mio. Euro. Hiervon betreffen 15 Mio. Euro die Zuschreibung im Zusammenhang mit dem Liquiditätsfall Lehman, 19 Mio. Euro als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und mit 12 Mio. Euro Beteiligungen.

Das laufende Finanzanlagenergebnis vermindert sich um 16 Mio. Euro auf 41 Mio. Euro.

Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betrifft mit 3 Mio. Euro die Roland Rechtsschutz Versicherung AG.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen entwickeln sich positiv. Der Gesamtsaldo vermindert sich um 37 Mio. Euro auf -24 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf geringere Zinszuführungen im Rahmen der Pensionsverpflichtungen sowie die im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Mio. Euro verminderten Aufwendungen auf Grund der zum Jahresende 2014 veräußerten VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH zurückzuführen.

Auf Grund des um 106 Mio. Euro gestiegenen Vorsteuerergebnisses erhöht sich der Steueraufwand um 34 Mio. Euro auf -21 Mio. Euro.

Vermögenslage: Kapitalanlagebestand leicht gestiegen

Das Kapitalmarktumfeld war im Geschäftsjahr 2015 vom weltweit anhaltend geringen Wachstum gekennzeichnet. Mit 3,1% wuchs das weltweite Bruttoinlandsprodukt real so schwach wie zuletzt auf dem Tiefpunkt der Finanzmarktkrise und blieb hinter den ursprünglichen Wachstumsprognosen zurück. Sinkende Rohstoffpreise führten in 2015 einerseits zu sinkender Inflation und zu Konjunkturimpulsen in den rohstoffimportierenden Volkswirtschaften. Andererseits hatten die fallenden Rohstoffpreise negative Auswirkungen auf verschiedene Schwellenländer sowie Rohstoffproduzenten und Versorger.

Die Entwicklung der Kapitalmärkte in 2015 war zunächst von der Ankündigung der Europäischen Zentralbank geprägt, vom März 2015 bis September 2016 Anleihen im Volumen von 60 Mrd. Euro zu erwerben. Im April 2015 sank die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen auf einen historischen Tiefstand von 0,075% und der DAX erreichte mit 12.375 Punkten einen Allzeithöchststand.

Im Sommer rückten die Unsicherheiten bezüglich der europäischen Staatsschuldenkrise wieder in den Vordergrund. Zeitweise erschien ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion möglich. Zudem stiegen die Sorgen um das Wachstum in China. Der Kurseinbruch am chinesischen Aktienmarkt zog weltweite Kurseinbrüche nach sich.

Der Dezember war geprägt von den Zentralbankentscheidungen. Zunächst senkte die Europäische Zentralbank den Einlagezins um 0,1% auf -0,3%. Mit diesem Zinsschritt allein blieb die Europäische Zentralbank jedoch hinter den Erwartungen des Kapitalmarktes zurück. Die US-Notenbank erhöhte hingegen den Leitzins erstmals seit 2006 um 0,25% auf 0,25% bis 0,5%. Diese vom Kapitalmarkt lang erwartete Leitzinswende in den USA war auch einer der maßgeblichen Treiber der Aufwertung des US-Dollar um 11,4% gegenüber dem Euro im Jahresverlauf.

Mit 0,63% lag die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen am Jahresende lediglich 0,09%-Punkte über dem Vorjahresniveau. Auch die Verzinsung südeuropäischer Staatsanleihen verblieb im Wesentlichen auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen haben sich im Jahresverlauf hingegen ausgeweitet.

Das unverändert extreme Niedrigzinsumfeld in der Eurozone und die damit verbundene "Suche nach Rendite" haben die europäischen Aktienmärkte weiter angetrieben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende des Jahres bei 10.743 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 9,6 %. Der europäische Aktienmarkt - gemessen am EuroStoxx 50 - stieg bis zum Jahresende um 3,8 %. Der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500-Index verlor im Jahresverlauf hingegen 0,7%. Somit schloss der S&P 500 erstmals seit 2008 wieder ein Börsenjahr mit Verlusten.

Die Gesellschaften des AXA Konzerns haben die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierten die Gesellschaften des AXA Konzerns von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden in den Gesellschaften des AXA Konzerns Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen vorgenommen. Zudem wurden verstärkt Investitionen in Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen, Immobilien und alternative Kreditstrategien getätigt sowie die Aktienquote erhöht.

Der Buchwert der Kapitalanlagen des AXA Konzerns - einschließlich der gesondert ausgewiesenen Kapitalanlagen aus den fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 4,0 Mrd. Euro (2014: 3,8 Mrd. Euro) - belief sich Ende 2015 auf 83,3 Mrd. Euro gegenüber 82,9 Mrd. Euro zum Vorjahreszeitpunkt. Die Erhöhung des Kapitalanlagebestandes ist auf Neuinvestitionen aufgrund des Geschäftswachstums zurückzuführen, welches den zins- und spreadbedingten Marktwertrückgang der Rentenpapiere mehr als kompensierte.

Insgesamt dominieren im Kapitalanlagebestand weiter die Rentenpapiere mit einem Anteil von 77,9% (2014: 79,6%).

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Anteile (IFRS-Buchwerte) Bestand Anteil

in %
Bestand Anteil

in %
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 64.895.561 77,9 65.966.477 79,6
Darlehen und Ausleihungen 7.214.407 8,7 7.173.505 8,7
Eigenkapitalinstrumente 2.979.253 3,6 2.323.774 2,8
Fremdgenutzter Grundbesitz 1.518.100 1,8 1.492.654 1,8
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.780.160 2,1 1.415.573 1,7
Fondsgebundene Lebensversicherung 4.022.898 4,8 3.756.176 4,5
Sonstige 906.685 1,1 748.807 0,9
Summe 83.317.064 100 82.876.966 100

Rückgang der Neubewertungsrücklage

Der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste (Brutto) der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere und Investmentfonds (exklusive Derivate die im Rahmen des Cash Flows Hedge Accounting eingesetzt werden) ist um 1.549 Mio. Euro auf 9.239 Mio. Euro (2014: 10.789 Mio. Euro) gesunken. Insbesondere das gestiegene Zins- und Spread-Niveau hat zu einem Marktwertverlust von Rententiteln geführt, die einen Rückgang der saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste um 1.602 Mio. Euro auf 8.898 Mio. Euro per Ende 2015 verzeichnen. Im Bereich der Aktien ist ein leichter Anstieg (+66 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren, assoziierten Unternehmen und Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedges) wurden als Bestandteil des Eigenkapitals in der Neubewertungsrücklage erfasst. Unter Berücksichtigung von latenten Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und latenten Steuern führte die Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste im Berichtsjahr insgesamt zu einem Rückgang der Neubewertungsrücklage um 97 Mio. Euro auf 1.624 Mio. Euro (2014: 1.721 Mio. Euro inclusive Cash Flow Hedges; 1.598 M€ ohne Cash Flow Hedges).

Finanzlage: Eigenkapitalbasis nochmals verbessert

Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2015 mehr als 5,5 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2015 für das Geschäftsjahr 2014 rund 337 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne bei Pensionsplänen erhöhten sich die nicht ausgeschütteten Gewinne und sonstige Rücklagen um 115 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage verminderte sich hingegen aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus bei Fremdkapitalinstrumenten um 97 Mio. Euro (2014: +1.007 Mio. Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von 529 Mio. Euro (2014: 490 Mio. Euro) erhöhte sich um 39 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wirkten sich die versicherungsmathematischen Gewinne aus Pensionsplänen negativ auf das Konzerneigenkapital aus während sich das Konzernergebnis und die Veränderung der Neubewertungsrücklage deutlich positiv auf das Konzerneigenkapital auswirkten. Aus dem Ergebnis der AXA Konzern AG 2015 wird der Hauptversammlung 2016 vorgeschlagen eine Dividendenzahlung in Höhe von 278,9 Mio. Euro auszuzahlen.

Die AXA Gruppe mit Hauptsitz in Frankreich gehört zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen ihr seit langem eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten gleichzeitig für die Kerngesellschaften der deutschen AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hat am 23. Dezember 2015 seine A+ Financial Strength Rating-Entscheidung sowie den positiven Ausblick für AXA bestätigt. Auch Fitch Ratings hat am 6. Oktober 2015 sein AA- Insurer Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick bekräftigt. Moody's Investors Service bewertet AXA in ihrer Insurance Financial Strength Rating-Entscheidung vom 20. Januar 2016 weiterhin mit Aa3, ebenfalls mit stabilem Ausblick.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften, nach altem Recht, wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquote - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen zum Aufstellungszeitpunkt über den Mindestanforderungen. Weitere Ausführungen zur Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften siehe Kapitel -Zusammenfassende Darstellung der Risikolage.

Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2015 eine nochmals gestiegene Überdeckung im Vergleich zum Vorjahr. Diese beruht einerseits auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Andererseits resultiert die verbesserte Überdeckung auch aus dem nochmaligen Anstieg des Konzernergebnisses. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögenswerte vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.

Die Solvency II Regelungen sind durch die nationale Umsetzung zum 1. Januar 2016 durch die Neufassung des VAG in Kraft getreten. Das interne Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung der AXA Gruppe wurde am 7. Dezember 2015 von den Aufsichtsbehörden genehmigt. Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus wurden Veröffentlichungspflichten definiert, die nun ab 2016 gemeldet werden (Säule III).

Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die zugehörige Kapitalanlagenplanung darstellt. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.

Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 67 und 78.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AXA Konzerns kann somit für das Geschäftsjahr 2015 im Ergebnis als zufriedenstellend bezeichnet werden. Welche Ziele und Erwartungen mit den kommenden Geschäftsjahren verbunden sind, beschreiben wir im Ausblick ab Seite 52.

Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sind im Anhang 27 auf den Seiten 157 ff. dargestellt.

Mitarbeiter: Fokus auf Mitarbeiterentwicklung, neue Talente und Diversität

Per 31. Dezember 2015 waren insgesamt 10.139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2014: 10.504) für den AXA Konzern tätig. Davon waren 586 in einem Auszubildendenverhältnis (2014: 604), 74 als Praktikant beschäftigt (2014: 79) und 61 als Stipendiat angestellt (2014: 69). Im abgelaufenen Jahr wurden 192 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 514 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Zudem bot der AXA Konzern im Jahresverlauf 234 Praktikanten und 84 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln. Die natürliche Fluktuationsrate lag weiterhin mit 2,2% auf niedrigem Niveau (2014: 2,2%).

Die Mitarbeiter/innen des AXA Konzerns sind entscheidend für den Erfolg des Unternehmens. Aus diesem Grund legt AXA einen besonderen Wert auf die Entwicklung und Rekrutierung von Talenten sowie auf die Förderung von Diversität im Unternehmen.

Im Bereich Entwicklung standen insbesondere digitale Themen im Fokus. So wurde die interaktive Lernplattform "do you speak digital" gestartet sowie ein Reverse Mentoring Programm, um das Verständnis für Social Media, andere digitale Medien und auch deren Nutzer zu unterstützen.

Der AXA Konzern hat zudem seine Förderkreise weitergeführt, deren Ziel besonders der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmer/innen untereinander sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen ist. Während der Konzernförderkreis auf die 2. Führungsebene des Konzerns ausgerichtet ist, richtet sich der Nachwuchsförderkreis an Mitarbeiter/innen mit Führungspotenzial und wenig oder keiner Führungserfahrung. Zusätzlich gibt es mehrere Potenzialkreise in den verschiedenen Regionen, die insbesondere diejenigen unterstützen, die am Anfang ihrer Karriere stehen. Insgesamt waren 2015 ca. 60 Mitarbeiter/innen Teil der Förderkreise. Das Vorstandsassistenten-Programm richtet sich an junge ambitionierte Talente, die neben der Unterstützung des Vorstands auch einen umfassenden Einblick in den Konzern erhalten.

Um neue Talente zu gewinnen, bedarf es zielgerichteter Employer Branding Aktivitäten. Mit der Produktion von 18 Whatchado-Videos von Mitarbeitern und Führungskräften aus ganz unterschiedlichen Bereichen, die von ihren individuellen Werdegängen berichten, gelingt es AXA, ein authentisches Bild von sich als Arbeitgeber zu vermitteln. Zudem wurde - basierend auf einem internen Mitarbeiteraufruf - ein HR-Imagefilm produziert und veröffentlicht. Darüber hinaus wurde aufgrund der Vielseitigkeit der Mitarbeiterbewerbungen für das Projekt eine Fotokampagne angeschlossen, die Mitarbeiter/innen bei ihrer persönlichen Leidenschaft zeigt. Auf den verschiedenen Social Media Kanälen hat AXA deutlich mehr Follower als im Vorjahr generiert und gehört laut der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu zu den Top 10 der besten Arbeitgeber der Versicherungsbranche.

AXA misst der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) sehr hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige Innovationsquelle betrachtet wird. Im Rahmen von D&I setzt AXA u.a. auf Frauenförderung, gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT) sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Am 25.11.2015 fand der erste AXA Diversity Tag statt, was die Relevanz des Themas für AXA noch einmal unterstreicht.

Um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern, setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur Entwicklungsförderung speziell von Frauen. Seit 2010 wird das "Gender Mentoring Programm" angeboten, in dessen Rahmen potenzialstarken weiblichen Führungskräften jeweils ein Mentor aus der Bereichsleitungs- oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt wird. Seit 2015 können auch Männer an diesem Programm teilnehmen. Seit 2014 gibt es außerdem das Tandem-Programm, bei dem Ziel ist, die Teilnehmerinnen jeweils fit für die nächste Karrierestufe Richtung Bereichsleitung zu machen. 2015 wurde mit der Sponsoring Offensive ein zusätzliches Programm für Frauen ins Leben gerufen, die Potenzial für Führungsaufgaben mitbringen, aber solche noch nicht innehaben. Damit baut AXA nachhaltig einen Pool an talentierten Nachwuchskräften auf. Insgesamt haben 80 Frauen an diesem Programm teilgenommen.

Ein weiterer Fokus von D&I liegt auf der Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender. Im letzten Jahr hat AXA sich gezielt auf der zielgruppenspezifischen Messe Sticks & Stones präsentiert und Events wie z.B. den Christopher Street Day in Köln unterstützt.

Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten. Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Zudem gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover einen Laptop-Pool, der es Eltern ermöglicht, ihrer Arbeit in Telearbeit nachzugehen und gleichzeitig ihr erkranktes Kind zu versorgen.

Im Jahr 2014 wurde zudem eine betriebseigene Kindertagesstätte in Kooperation mit der AWO Köln in der Hauptverwaltung eröffnet. Insgesamt werden derzeit 41 Kinder in 3 verschiedenen Gruppen betreut. 21 Kinder davon sind unter 3 Jahren und 20 Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder, in Kooperation mit externen Anbietern, Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. Im letzten Jahr haben 112 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 537 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für bis zu fünf Tage pro Jahr und Kind.

Zur Unterstützung seiner Mitarbeiter und deren Angehörigen bietet der AXA Konzern seit dem 1. Oktober 2015 mit dem "Employee Assistance Program" von der Firma INSITE-Interventions eine kostenlose externe Beratung in privaten und beruflichen Krisensituationen an. Diese ist anonym und kann telefonisch oder persönlich stattfinden.

Bereits seit 1998 bittet AXA alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um ein detailliertes Feedback zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, so dass die Befragung ein langjähriger und fest etablierter Bestandteil der Feedbackkultur bei AXA ist. Auch in 2015 konnte wieder eine Beteiligungsquote von über 70% erzielt werden. Auf noch höherem Niveau liegt mit 80% die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der direkten Führungskraft; ein im Vergleich mit anderen befragten Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche überdurchschnittliches Ergebnis. Ziel von Scope ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Die Ergebnisse von Scope werden im Konzern intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitszufriedenheit abzuleiten.

Der AXA Shareplan ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 1998 zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2015 haben 3.017 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2014: 2.418) ist die Teilnahme wieder gestiegen und hat mit einer Beteiligungsquote von rund 26,5% ein höheres Niveau als die AXA Gruppe erreicht. Die Teilnehmer investierten insgesamt 5.433.825 Euro (2014: 4.004.686 Euro) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus.

Auch 2015 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Hohe Kundenzufriedenheit und Markenbekanntheit

Die AXA Deutschland führt jährlich eine Messung der Kundenzufriedenheit und der ungestützten Markenbekanntheit durch. Die Kundenzufriedenheit lag im Berichtsjahr mit 87,1% auf einem guten Wert und erreichte damit das gesteckte Ziel. Bei der Messung der ungestützten Markenbekanntheit wird eine Personengruppe ohne Vorgabe einer Markenliste befragt, welche Versicherungsunternehmen sie kennen. Innerhalb dieser Markenbekanntheit liegt AXA mit 22,2% unter den ersten drei Versicherungen, die von den Befragten genannt wurden, und erreicht damit ebenfalls die selbst auferlegten Vorgaben.

Suche und Entwicklung neuer Geschäftsideen

Um schneller und innovativer an neuen Geschäftskonzepten arbeiten zu können, hat AXA im vergangenen Jahr das Programm Transactional ins Leben gerufen. Dessen Team, das mit Praktiken arbeitet, die normalerweise in Start-ups genutzt werden, konnte schon im Startjahr ein erstes Pilotprojekt realisieren. smartPARKING heißt die von Transactional entwickelte App, die dem Benutzer hilft, in Großstädten einen Parkhausplatz zu finden und zusätzlich die Parkgebühr bargeldlos zu zahlen.

Im November hatte der AXA Innovation Campus, der junge Gründer mit innovativen Geschäftsideen sucht, zur ersten AXA Start-up Night eingeladen. Die Veranstaltung bot den Jungunternehmern die Chance, ihre Geschäftsideen einem größeren Publikum der AXA und Vertretern von Microsoft zu präsentieren. Die Premiere war ein Erfolg: Mit einem Start-up gab es unmittelbar erste Gespräche über eine Kooperation.

Den eigenen Mitarbeitern gab AXA durch den Innovationswettbewerb Freiraum@AXA die Möglichkeit, eigene Ideen zur digitalen Innovation zu entwickeln. Die Gewinnerideen waren eine AXA Baby-App und ein Konzept zur systematischen Vertriebssteuerung in der betrieblichen Altersversorgung. Die Gewinner haben nun einen Tag in der Woche Zeit, mit einem Team an der Realisierung ihrer Idee zu arbeiten.

Bereits seit 12 Jahren unterstützt der AXA Konzern das Projekt business@school der Boston Consulting Group. Ziel der Initiative ist es, wirtschaftliches Praxiswissen und unternehmerisches Denken zu vermitteln. Jedes Jahr analysieren Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 innerhalb eines Schuljahres verschiedene Unternehmen und entwickeln zum Schluss eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan. In diesem Jahr haben erneut von AXA betreute Oberstufenschüler der Erzbischöflichen Liebfrauenschule in Köln das Deutschlandfinale der Bildungsinitiative gewonnen. Die Schüler hatten einen innovativen Stoppmechanismus für Autotüren entwickelt.

Unternehmen und Mitarbeiter engagieren sich gesellschaftlich

Jährlich zeigt AXA anhand zahlreicher Projekte, dass es seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt. Ein wichtiger Teil der Corporate Responsibility (CR) des deutschen Konzerns ist AXA von Herz zu Herz e.V. Der gemeinnützige Verein wurde in Deutschland im Jahr 2000 nach dem Vorbild der französischen Initiative AXA Atout Coeur ins Leben gerufen. Seitdem werden Mitarbeiter, die sich ehrenamtlich für sozial Benachteiligte engagieren, durch den Verein in ihrem Engagement finanziell und organisatorisch unterstützt.

Zum neunten Mal hatte AXA von Herz zu Herz im Berichtsjahr zur Kunstauktion geladen. Hierfür hatte die AXA Art Versicherung wiederrum Objekte aus Schadensabwicklungen an den Verein gespendet. Insgesamt kamen im Rahmen der Auktion 13.680 Euro zusammen. Der Erlös der Versteigerung fließt diesmal in soziale Projekte zur Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit psychischen Problemen.

Im Rahmen der Corporate Responsibility-Wochen der AXA Deutschland, die im Geschäftsjahr 2015 zum fünften Mal stattfanden, stellten sich sechs Mitarbeiter wieder einer besonderen sportlichen Herausforderung. Nachdem sie im Jahr zuvor schon die Strecke von Köln nach Paris für den guten Zweck auf dem Rennrad zurückgelegt hatten, stand im vergangenen Jahr das Ziel Basingstoke bei London auf dem Programm. In nur vier Tagen fuhren die AXA Mitarbeiter die Strecke von 670 Kilometern. Durch Sponsorengelder konnten sie 1.500 Euro für AXA von Herz zu Herz sammeln, die der Fahrradwerkstatt des Kinderdorfs Bethanien zu Gute gekommen sind.

Mehr Sicherheit für Internetnutzer

AXA möchte für bestmöglichen Schutz der Menschen sorgen und dazu beitragen, dass sie sich sicher im Internet bewegen. Deshalb bietet AXA Kunden und Interessenten in Zusammenarbeit mit renommierten Partnern über die neue Informations- und Ratgeberseite "Mein Leben Online" Orientierung bei wichtigen Fragen zur Sicherheit und Privatsphäre im Internet. Hilfestellungen liefert das Portal vor allem zu den Themenbereichen Soziale Netzwerke, Mobile & Apps, Kinder schützen, Online-Shopping und Datensicherheit.

Dritter AXA Kindersicherheitsreport

Mit der Veröffentlichung des ersten Kindersicherheitsreports startete der Konzern im November 2013 die Kindersicherheitsinitiative als Teil seiner gesellschaftlichen Verantwortung. Im Rahmen der Initiative klärt AXA über Gefahren auf, die für Kinder eine besondere Rolle spielen und empfiehlt Präventionsmaßnahmen.

2015 wurde der dritte Kindersicherheitsreport veröffentlicht, Schwerpunktthema der Studie waren Feuer- und Hitzegefahren. Mit der eigenen Facebook-Seite startete zudem im vergangenen Jahr ein weiteres Projekt der Kindersicherheitsinitiative. Dort werden mehrmals wöchentlich Tipps für einen sicheren Alltag mit Kindern veröffentlicht, außerdem haben Eltern dort Gelegenheit, sich mit anderen Eltern zum Thema auszutauschen.

Erneute Auszeichnungen für Produkte

Auch 2015 hat der AXA Konzern wiederum zahlreiche Auszeichnungen für seine Produkte bekommen. So hat das unabhängige Analysehaus Morgen & Morgen erneut Berufsunfähigkeitsversicherungen bewertet; besonderer Fokus ihrer Analyse lag auf der Qualität des Bedingungswerks. In der Gesamtwertung wurden die Berufsunfähigkeitsversicherungen von AXA, DBV und Deutsche Ärzteversicherung mit fünf Sternen ausgezeichnet. Die AXA Lebensversicherung hat diese Auszeichnung bereits zum elften Mal in Folge bekommen.

Das neue Rentenkonzept Performance Flex wurde vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) mit dem Gütesiegel "Erstklassiges Verrentungskonzept" prämiert.

Morgen & Morgen und das Versicherungsmagazin haben im Rahmen des "Innovationspreis der Assekuranz" zum zweiten Mal Auszeichnungen für innovative und transparente Produkte verliehen, die für Kunden eine besondere Relevanz und einen hohen Nutzen besitzen. In der Kategorie "Krankenversicherung" erhielt AXA die Silbermedaille für den privaten Ergänzungstarif im Öffentlichen Dienst BN Heilfürsorge.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unseres Konzerns basiert auf der Grundlage des § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) a.F. in Verbindung mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) bzw. der §§ 23 und 26 des Gesetzes zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen. Kernziel unseres Risikomanagements ist die Unterstützung und Absicherung der Geschäftsstrategie durch die Sicherstellung der jederzeitigen Erfüllbarkeit der Verpflichtungen gegenüber den Kunden sowie den Erhalt der Kapitalbasis, Herstellung von Transparenz über alle wesentlichen Risiken sowie die Bereitstellung eines umfassenden Risikomanagementsystems mit Methoden und Modellen zur Quantifizierung und übergreifenden Steuerung der Risiken.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationelle und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation entsprechend des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) wird konzernweit einheitlich angewendet.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion der AXA Konzern AG auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unseres Konzerns sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Investment Committee und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und
der Verantwortliche Aktuar (für die Versicherungsgesellschaften exklusive AXA easy AG und AXA Art AG).

Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist seit Mitte 2014 in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden integriert. Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement der AXA erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden seit 2013 im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.

Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. In der Übergangsphase zu Solvency II (2014 und 2015) wird der ORSA durch die Preparatory Guidelines als FLAOR (Forward Looking Assessment of Own Risk) bezeichnet. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung des Segments Schaden- und Unfallversicherung betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert statt an den Einzelgesellschaften AXA Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und AXA easy Versicherung AG, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes, mit Ausnahme des Versicherungszweigs Beistandsleistung, auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses Vorgehen unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikocontrollingsfunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich ermöglicht diese 100%-Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung sowie des Risikomanagements unseres Konzerns. Die AXA Art Versicherung AG betreibt eigene Einheiten für die Geschäftssteuerung des Segments Schaden- und Unfallversicherung.

Prämien- und Schadenrisiken

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. Für Produkte mit nachteiliger Ergebnisentwicklung und beschränkten Möglichkeiten zur Kündigung oder Neubepreisung ist ausreichend Risikovorsorge durch Reservierung getroffen.

Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Die Risikosteuerung unseres Konzerns erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen, und seit 2013 werden die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherung und Transport in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben).

Andere kumulierende Risiken wie zum Beispiel in der Haftpflichtversicherung werden ebenfalls durch eine Bestandserhebung ermittelt und analysiert. Die Erkenntnisse auf Basis der gewonnen Werte und unter Zuhilfenahme möglicher Schadenszenarien werden zum einen für den Einkauf von Rückversicherungskapazitäten für Kumulereignisse und zum anderen zur Risikokapitalbestimmung und Risikosteuerung verwendet. Möglichen entstehenden Kumulen der Transportversicherung wird ebenfalls durch den Einschluss einer Ereignisdeckung in den Rückversicherungsvertrag ausreichend Rechnung getragen.

Zur Reduktion des Kumul- und Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation, Nutzung der Software KISS (Kommunikations- und Informationssystem Sach-Schadenverhütung) des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Großschadenrisiko weiter minimiert. Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung in der Arzt-Haftpflichtversicherung. Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig unsere Tarife, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können. Aktuell wird beispielsweise die Entwicklung im Schadenfall um verunreinigte Brustimplantate intensiv von unseren Experten verfolgt, um Folgen neuer Rechtsprechungen einzuschätzen und bei Bedarf in unseren Schadenreserven zu berücksichtigen. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen identifiziert, bewertet und gesteuert werden.Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert. Insgesamt sind die gebuchten Bruttobeiträge leicht zurückgegangen.

Gebuchte Brutto-Beiträge*
(in Tsd. Euro) 2015 2014
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Versicherungszweige Privatkunden Industrie- und Firmenkunden Gesamt Gesamt
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Unfall 245.141 40 245.181 258.183
Haftpflicht 186.383 406.064 592.447 596.079
Kraftfahrt 1.201.476 218.887 1.420.363 1.352.423
Sach/Feuer 615.509 541.124 1.156.633 1.112.300
Transport/Luftfahrt 0 130.521 130.521 129.494
Kredit und Kaution 0 30.713 30.713 31.218
Sonstige 0 175.677 175.677 156.053
Gesamtsumme aus dem s.a. Geschäft 2.248.509 1.503.026 3.751.535 3.635.750
in Rückdeckung übernommens Geschäft 622.374 590.008
Gesamtsumme aus dem nicht s.a. Geschäft 4.373.909 4.225.758
Effekte aus der Konsolidierung -425.104 -382.814
Gesamtsumme 3.948.805 3.842.944

* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG.

Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2006 2007(a) 2008(b) 2009(c) 2010(c) 2011(d) 2012(d)
75,8% 80,9% 77,4% 77,8% 77,0% 81,1% 75,9%
2013(d) 2014(d) 2015(d)
79,5% 78,3% 78,6%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Arzteversicherung Allgemeine VersicherungsAG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-versicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-versicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Bei einem Schadenaufwand von 116,6 Mio, Euro (2014: 82,6 Mio. Euro) für Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken beträgt die Geschäftsjahresschadenquote ohne Berücksichtigung dieser Ereignisse 74,0% (2014: 75,0 %; 2013: 73,2 %).

Sowohl bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung als auch bei der AXA easy werden seit 2011 die Risiken vollständig - mit Ausnahme des Versicherungszweigs Beistandsleistung - in die AXA Versicherung AG zediert.

Die Veränderung der Schadenrückstellung in Form einer Schadenabwicklungstabelle wird im Anhang 14 dargestellt.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeten Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannten Spätschadenteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse in Prozent nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2006 2007(a) 2008(b) 2009(c) 2010(c) 2011(d) 2012(d)
5,0% 3,7% 3,6% 6,8% 3,7% 4,8% 5,5%
2013(d) 2014(d) 2015(d)
5,1% 4,9% 6,0%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative".ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-versicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-versicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird in Abhängigkeit des Tarifs für 93 -100 % des Sparanteils der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 1,75% und 3,50% vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko,, getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung. Weiterhin werden die Ansprüche der Kunden durch die sukzessiv gebildete Zinszusatzreserve für die Zinsgarantie gesichert.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken können sich aus Rentenrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrthaftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Langlebigkeitsrisiko ist durch eine vorsichtige Berechnung der Rentenrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und Betriebskosten werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.

Lebensversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtsprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge. Andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück.

Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer beziehungsweise Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet, und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken Rückversicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich - erstmals für das Jahr 2013 - mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert wird dann in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2014 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Für den kleinen Bestand an Pflegerentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Tafel DAV 2008 P kalkuliert sind, wurde die Deckungsrückstellung in Anlehnung an die Empfehlungen der DAV verstärkt. Die von uns zur Berechnung der Deckungsrückstellung verwendeten biometrischen Rechnungsgrundlagen sind nach Einschätzung des Verantwortlichen Aktuars angemessen. Sie enthalten ausreichende Sicherheitsspannen.

Die Deckungsrückstellung des Bestandes an Berufsunfähigkeitsversicherung und -zusatzversicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden weiter laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen.

Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine positive Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen. Das Liquiditätsrisiko wird gesondert betrachtet.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden getrennt nach Produktlinien permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Für den Fall eines veränderten Kundenverhaltens bei stark steigenden Zinsen ist ein Programm mit Absicherungsinstrumenten aufgelegt worden. Ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß kann bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erhalten wir bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen von Fondsgesellschaften teilweise Vergütungen von Verwaltungsgebühren. Diese beeinflussen die Höhe des Rohüberschusses und damit im Endeffekt auch die Höhe der deklarierten Überschussanteile. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos würden die Fondsguthaben niedriger ausfallen und die geringeren Vergütungen von Verwaltungsgebühren den Rohüberschuss vermindern.

Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird entsprechend den Empfehlungen der DAV die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechtes berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben und schätzen seine Bedeutung bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit als gering ein.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Durch den Angemessenheitstest der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten wird regelmäßig überprüft, ob die bilanzierte Verpflichtung noch ausreicht, um die Ansprüche der Versicherungsnehmer - damit auch die ausgesprochenen Zinsgarantien - zu decken. Im Falle einer Unterdeckung würde umgehend eine Nachreservierung erfolgen. In diesem Zusammenhang spielt insbesondere die erwartete Nettoverzinsung eine Rolle, da diese erheblichen Einfluss auf die Ermittlung des Barwertes der erwarteten Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer hat. Da die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes liegen, ergab sich bislang kein Nachreservierungsbedarf.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Versicherungssummen(a) Brutto-Deckungsrückstellung
(In Mio. Euro)(b) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
--- --- --- --- ---
Kapitalversicherungen 28.827 30.776 16.101 16.535
Risikoversicherungen 11.317 10.321 100 95
Rentenversicherungen 50.815 48.369 11.870 11.426
Sonstige Einzelversicherungen 13.700 12.541 5.283 4.646
Kollektivversicherungen 25.738 25.713 6.775 6.406
Zusatzversicherungen 85.077 85.502 2.165 2.086
Selbst abgeschlossene Versicherungen 215.474 213.222 42.295 41.194

(a) bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.

(b) dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG (incl. DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG), Deutsche Ärzteversicherung AG und Piro bAV Pensionskasse AG (incl. Winsecura Pensionskasse AG)

Risiken aus Gesetzesänderungen

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand, soweit diese Beträge den Kunden nicht in anderer Form, wie durch Auszahlung oder Umwandlung in Überschussguthaben der verzinslichen Ansammlung gut gebracht worden sind.

Die Höhe der Deckungsrückstellung wird durch das erwartete Kundenverhalten beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F (a. F. = alte Fassung). Der EuGH hat mit Urteil vom 19. Dezember 2013 entschieden, dass die Jahresfrist des § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. nicht mit Europarecht vereinbar ist. Die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerrufen werden kann, ist vom BGH (Grundsatzurteil vom 7. Mai 2014) für Lebensversicherungen für unwirksam erklärt worden, das heißt alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, sind "ewig" widerruflich.

Gleichzeitig hat der BGH geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer in diesen Fällen ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht. Zur Berechnung des Rückabwicklungsanspruchs sind weitere BGH-Entscheidungen ergangen, wonach der Versicherungsnehmer im Falle der Rückabwicklung nur tatsächlich gezogene Nutzungen herausverlangen dürfe und er seinen Tatsachenvortrag nicht ohne Bezug zur Ertragslage des jeweiligen Versicherers auf eine tatsächliche Vermutung einer Gewinnerzielung in bestimmter Höhe stützen könne. Gleichwohl sind einige Berechnungsparameter noch offen geblieben.

Wir haben daher eine gesonderte Rückstellung für die Thematik § 5 a VVG a.F. über die Prozesskostenrückstellung hinaus in Höhe von 7,7 Mio. Euro gebildet. Die weitere Entwicklung wird beobachtet.

Am 7. August 2014 ist das Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz - LVRG) in Kraft getreten. Es bewirkte u.a. eine Änderung der Mindestzuführungsverordnung. Die Beteiligung der Versicherten am Risikoergebnis wurde von bisher 75 % auf 90 % erhöht. Sollte das Kapitalergebnis nicht zur Deckung der rechnungsmäßigen Verzinsung ausreichen, so darf dieses negative Ergebnis jetzt mit den übrigen Ergebnisquellen (Risiko und Sonstiges) verrechnet und die Mindestzuführung um diesen Betrag reduziert werden. Die Auswirkungen auf die Ergebnissituation der Gesellschaft werden aufmerksam beobachtet, um rechtzeitig Auswirkungen auf die Höhe der Mindestzuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu erkennen.

Zudem wurde für das Neugeschäft ab dem 1. Januar 2015 der Höchstzillmersatz von bisher 40 %o auf 25 %o der Beitragssumme reduziert. Bei unveränderten Provisionsregelungen würde das bilanziell zu einem Vorfinanzierungsbedarf bei den Gesellschaften führen, der nachhaltig kaum finanziert werden könnte. Hinzu kommt das Risiko eines Selbstfinanzierungseffektes (Schmidt-Tobler-Effekt) bei der Produktgestaltung. Für 2016 erfolgten Anpassungen der Provisionsregelungen. Wir beobachten aufmerksam die weiteren Entwicklungen im Markt. In 2018 soll eine Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes erfolgen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es hiernach noch gesetzliche Anpassungen geben kann.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen in Verbindung mit der Veränderung g der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für das Neugeschäft und für Vertragsänderungen im Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Mit unseren Maßnahmen reduzieren wir unserer Überzeugung nach die nicht vollständig vermeidbaren versicherungstechnischen Risiken auf ein vertretbares Niveau.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen und nicht nur vorübergehenden Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen hinaus kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer steigenden Lebenserwartung, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft und in der neuen PKV-Sterbetafel dokumentiert. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus beobachten wir aufmerksam die Auswirkungen unserer Beitragsanpassungen auf das Kundenverhalten.

Durch die letzte Gesundheitsreform wurden die privaten Krankenversicherungsunternehmen verpflichtet, trotz Nichtzahlung von Beiträgen den versicherten Kunden Notfallleistungen zuzusagen und außerdem die Alterungsrückstellung tariflich aufzufüllen. Durch die Einführung des Notlagentarifs wurde das Risiko, dadurch Verluste zu erleiden, für die privaten Krankenversicherungsunternehmen abgemildert. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Damit stehen wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Grundsätzlich besteht das Risiko, dass durch Wechselströme in die neu eingeführten Unisex-Tarife eine Verzerrung der in der Kalkulation angesetzten Bestandmischung erfolgt. Bislang wurden Tarifwechsel in die Unisex-Welt erst in geringem Maße vorgenommen. Ob im Zusammenhang mit zukünftigen Beitragsanpassungen Wechselbewegungen in diese Tarife ausgelöst werden, gilt es zu beobachten.

Reserverisiken

Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträgen zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben (siehe oben). In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014, PKV 2015, PKV 2016 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV PKV 2013 und für den Basistarif eine Modifikation der PKV 2015 bzw. PKV 2016. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den letzten Beitragsanpassungen zum 1. Januar 2014, 1. Januar 2015 und 1. Januar 2016 in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger, eine Verzinsung zu erzielen, die oberhalb des Höchstrechnungszinses von 3,5 % liegt. Im Hinblick darauf haben wir bei einem leicht unter der Grenze von 3,5 % liegenden Projektionswert den Rechnungszins so weit abgesenkt, dass eine hinreichende Sicherheit gegeben ist. Alle Tarifneueinführungen seit Einführung der Unisex-Tarife wurden von vornherein mit einem deutlich niedrigerem Zinssatz (bis zu 2,75 %) kalkuliert. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 3,9% noch deutlich über dem gesetzlichen Höchstrechnungszins, so dass für alle Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter zurückgestellt wurden. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.

Risikoverteilung nach Versicherungsarten

Die folgenden Tabellen zeigen die Verteilung der Beiträge und die Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:

Gebuchte Bruttobeiträge(a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 2.209.204 2.149.011
Krankentagegeldversicherungen 92.267 96.530
Krankenhaustagegeldversicherungen 33.971 34.739
Krankheitskostenteilversicherungen 180.178 175.658
Pflegepflichtversicherungen 193.042 177.885
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 72.326 66.127
Sonstige Versicherungen 14.336 13.946
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2.795.324 2.713.896
Pauschalwertberichtigung -8.417 2.837
Gesamt 2.786.907 2.716.733
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 89 61
Gesamtes Versicherungsgeschäft 2.786.996 2.716.794

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen laufenden Beitrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Krankheitskostenvollversicherungen 789,8 791,2
Krankentagegeldversicherungen 206,6 214,6
Krankenhaustagegeldversicherungen 456,8 457,0
Krankheitskostenteilversicherungen 693,7 659,2
Pflegepflichtversicherungen 850,0 851,8
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 222,0 217,7
Selbst abgeschlossene Versicherungen 1.682,3 1.661,7

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen Einmalbetrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Krankentagegeldversicherungen 0,6 1,1
Krankheitskostenteilversicherungen 1,8 1,0
Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung 0 0
Spezielle Ausschnittsversicherung 1 1
Auslandsreisekrankenversicherung 825,7 857,3
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2,41 2,14

* Anpassung der Zuordnung aus dem Bestandsführungssystem

Risiken aus Gesetzesänderungen

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde gesetzlich zudem eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Durch Einführung des Notlagentarifs mit Beiträgen, die vielfach weniger als ¼ der bisher für die Vollversicherung gezahlten Beiträge betragen, soll diesen Kunden die Möglichkeit gegeben werden, dauerhaft keine unbezahlbaren Beitragsschulden aufzubauen, sondern durch Beitragszahlung für die Notfallleistungen und Rückzahlung der Schulden wieder in ihren bisher gewohnten Versicherungsschutz zurückzukommen. Für den Fall der Nichtzahlung der Beiträge für den Notlagentarif schmälern diese Leistungen den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet und die Auswirkungen abgeschätzt und wenn erforderlich diese Themen in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag vor Wertberichtigungen 310,2 Mio. Euro (2014: 372 Mio. Euro, jeweils ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 86 Mio. Euro (2014: 115 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die Forderungen an Kunden und Vermittler um pauschale Wertberichtigungen von 1 Mio. Euro (2014: 48 Mio. Euro) vermindert.

Die durchschnittliche Ausfallquote der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft beträgt 0,72% (2014: 0,73%; 2013: 0,82%). Ab 2015 ermitteln wir die durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen drei Jahre (auch für die Vergleichsjahre) als Verhältnis der Wertberichtigungen zu den gebuchten Bruttobeiträgen für das selbst abgeschlossene Geschäft.

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsvermittlern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert und überwacht. Darüber hinaus werden im Rahmen von Linienkontrollen zur Prävention von Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern risikoorientierte Prüfungen durchgeführt sowie mit den relevanten Schnittstellen der Sparten und Vertriebe zeitnahe Abstimmungen vorgenommen.

Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie dem Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (jeweils vor Wertberichtigungen) beträgt 727 Mio. Euro (2014: 735 Mio. Euro).

Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft:

S&P-Rating
(In Mio. Euro) NR A bis Api BB bis BBB+
--- --- --- ---
Abrechnungsforderungen 16 67 0
Rückstellungen 59 585 1

Der wesentliche Rückversicherer für die gruppeninterne Rückversicherung ist die AXA Versicherung, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Der AXA Konzern verwaltet rund 79,3 Mrd. Euro (2014: 79,1 Mrd. Euro) Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherung).. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dies wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar. So können auch im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:

(In Mio. Euro) bzw. Veränderung des Marktwertes Veränderung des European Embedded
in % des Embedded Value am 31.12. der Kapitalanlagen Value (EEV)
--- --- --- --- --- --- ---
des Geschäftsjahres 2015 2014 2015 % 2014 %
--- --- --- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 405,8 340,8 58,2 1,6 24,6 0,0
Sinken um 10% -405,8 -340,8 -60,8 -1,7 -29,3 0,0
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -5.549,6 -5.712,5 68,7 1,9 186,2 0,1
Sinken um 100 Basispunkte 5.815,1 5.818,8 -93,2 -2,6 -389,5 -0,1
Anstieg um 50 Basispunkte -2.887,3 -2.977,6 68,8 1,9 77,7 0,0
Sinken um 50 Basispunkte 2.975,4 3.108,8 -40,9 -1,1 -164,0 -0,1
Änderung Aktienvolatilität +25% 0,0 0,0 -29,5 -0,8 -84,1 0,0
Änderung Zinsvolatilität +25% 94,8 50,8 -273,3 -7,5 -358,0 -0,1

Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).

Bei den übrigen Gesellschaften unseres Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung und AXA Easy Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
vor Steuern nach Steuern
--- --- --- --- ---
(In Mio. Euro) 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 69,86 42,1 62,84 39,1
Sinken um 10% -80,39 -91,8 -73,36 -88,8
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -808,04 -596,3 -549,46 -405,5
Sinken um 100 Basispunkte 545,56 538,2 370,98 366

Insgesamt ergeben sich Zinsrisiken durch einen Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt wiederum durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit unserer Gesellschaften. Dabei wird zum Beispiel das Risiko eines dauerhaften Niedrigzinsniveaus, welches bei der Wiederanlage zu einer Belastung der zukünftigen Ertragslage führt, quantifiziert und über gezielte Hedging-Programme abgesichert.

Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).

Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Der AXA Konzern verfolgt die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben und beträgt im Geschäftsjahr 72,4 Mrd. Euro (2014: 73,1 Mrd. Euro). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 47ff.).

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente verteilen sich auf die Ratingklassen wie folgt:

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
--- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 11.457.280 12.973.190 741.740 3.261.558 284.101 274.157
Unternehmensanleihen 9.045.916 6.324.064 5.877.640 4.517.479 527.076 1.663.434
Asset Backed Securities (ABS) 410.101 161.645 173.760,00 110.901 189.713 361.240
Gesamtsumme am 31. Dezember 2015 20.913.297 19.458.899 6.793.140 7.889.938 1.000.890 2.298.831
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 20.132.606 14.769.675 1.614.104 3.937.931 534.528 284.028
Unternehmensanleihen 4.802.437 1.518.274 5.355.615 4.080.764 765.500 455.055
Asset Backed Securities (ABS) 204.500 246.251 100.404 138.531 267.992 421.956
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 25.139.543 16.534.200 7.070.123 8.157.226 1.568.020 1.161.039
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) Gesamt
--- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 28.992.026
Unternehmensanleihen 27.955.609
Asset Backed Securities (ABS) 1.407.360
Gesamtsumme am 31. Dezember 2015 58.354.995
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 41.272.872
Unternehmensanleihen 16.977.645
Asset Backed Securities (ABS) 1.379.634
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 59.630.151
Erfolgswirksam zum Zeitwert

bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
--- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 153.236 - - 1.458 181 -
Unternehmensanleihen 46.730 320.380 1.197.346 1.901.281 1.166.129 3.518
Asset Backed Securities (ABS) 1.268 - - - - 21.332
Gesamtsumme am 31. Dezember 2015 201.234 320.380 1.197.346 1.902.739 1.166.310 24.850
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 185.978 53.016 79.539 5.343 1.110 -
Unternehmensanleihen 41.932 199.170 1.195.543 1.423.361 875.780 537.755
Asset Backed Securities (ABS) 2.959 - - - - 39.639
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 230.869 252.186 1.275.082 1.428.704 876.890 577.394
Erfolgswirksam zum Zeitwert

bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) Gesamt
--- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 154.875
Unternehmensanleihen 4.635.384
Asset Backed Securities (ABS) 22.600
Gesamtsumme am 31. Dezember 2015 4.812.859
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 324.986
Unternehmensanleihen 4.273.541
Asset Backed Securities (ABS) 42.598
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 4.641.125

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Im Rahmen der zum 15. März 2013 in Kraft getretenen Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister, bekannt unter EMIR (European Market Infrastructure Regulation), wird der außerbörsliche Derivatehandel reguliert. Während die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivategeschäfte über eine Central Counterparty künftig gelten wird, sind die Meldung dieser OTC-Geschäfte an ein Transaktionsregister und die Risikominderungstechniken bereits verpflichtend. AXA stellt die Einhaltung dieser Anforderungen aus EMIR sicher.

Der AXA Konzern ist zu einem Anteil von 35% der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert wurden, machen einen Anteil von 4,3 % aus. Griechische Staatsanleihen sind nicht im Bestand. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Das Staatsanleihenexposure (inkl. Kreditderivate) der sogenannten PIIGS-Staaten stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(in Tsd. Euro) Rating* Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- ---
Griechenland 0 - - - -
Irland A+ 161.929 130.654 212.204 178.501
Italien BBB- 1.500.908 1.183.340 1.416.721 1.182.977
Portugal BB+ 277.080 243.239 345.878 315.304
Spanien BBB+ 1.486.689 1.250.522 1.158.127 900.549
Zypern 0 - - - -
Gesamt n/a 3.426.606 2.807.755 3.132.930 2.577.331

* Standard & Poor's Rating

Der AXA Konzern hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities, "US-RMBS", Anteil unter 1% auf Marktwertbasis). Diese waren in der jüngsten Finanzkrise von hohen Wertverlusten und Abschreibungen betroffen. Aufgrund signifikanter Markterholung dieser Kapitalanlagen in den letzten Jahren weisen diese Fonds jedoch mittlerweile positive stille Reserven auf. Im Falle von nachhaltigen Marktverschlechterungen können weitere außerplanmäßige Abschreibungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (29 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds und strukturierte Produkte gehalten und enthält zum Teil auch besicherte Anleihen (Covered Bonds) und zu einem geringen Teil Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen und Genussscheine. Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen weist einen Nominalwert von 371 Mio. Euro (2014: 507 Mio. Euro) auf. Der größte Teil der Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis.

Bei unserer Liquiditätsplanung werden die laufenden Zahlungsströme aus den Kapitalanlagen mit den Zahlungsverpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft abgestimmt. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass wir auch bei extremen Stressannahmen keinen Liquidtätsengpass zu erwarten hätten.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb unseres Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management Committee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Die bis zum Bilanzstichtag gültigen aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden zum 31. Dezember 2015 eingehalten. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie für alle Kapitalanlagen. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell begrenzt verfolgt.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability-Managment Committee und des Investment Committee wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.

Das ARC wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationellen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt über ein Gordy Modell. Die hierfür notwendigen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Ausfallquoten werden intern ermittelt oder aus dem externen Rating der Geschäftspartner abgeleitet. Die Marktpreisrisiken werden mit Value-at-Risk Ansätzen barwertig ermittelt. Die Ermittlung der Risiken erfolgt auf Basis historischer Schwankungen der Geld- und Kapitalmarktzinssätze und kann somit unabhängig von einer Zinsprognose durchgeführt werden.

Im Rahmen der jährlichen Kapitalallokation werden Risikolimite für die einzelnen Risiken aus der Planung abgeleitet. Über ein Ampelsystem von Frühwarnwerten, kritischen Werten und Limiten werden diese Limite gesteuert. Bei Überschreiten der definierten Grenzen können sowohl Maßnahmen zur Risikoreduzierung vorgeschlagen werden als auch bei Planabweichungen eine Reallokation der einzelnen Risikolimite als Maßnahme erfolgen.

Durch ein aktives Asset-Liability-Management unterliegen die Marktpreisrisiken höheren Schwankungen als die Adressrisiken. Aus diesem Grund sind unterjährige Reallokationen bei den Risikolimiten für Marktpreisrisiken häufiger anzutreffen. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund hat die AXA Bank dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuert die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken. Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationelle Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus Mitarbeiterverhalten und aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund der unzureichenden Betrachtung der aktuellen Rechtslage umfassen.

AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Insbesondere die Bewertungsmethode ist als Bestandteil des internen Modells im Rahmen von Solvency II genehmigt worden. Das interne Modell für operationelle Risiken beruht auf einem Szenario-basierten Ansatz auf Einzelrisikoebene, der auf Expertenschätzungen sowie internen und externen Verlustdaten und Benchmarks fußt. Die Quantifizierung der operationellen Risiken zielt auf den finanziellen Verlust aufgrund des Eintritts eines solchen Risikos, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5% in einem Zeithorizont von einem Jahr droht. Das so ermittelte Risikokapital des AXA Konzern für die operationellen Risiken betrug zum 31. Dezember 2015 226,8 Mio. Euro.

Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert, werden quantifiziert und qualitativ beurteilt und fließen in die Unternehmenssteuerung ein.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) seit 2014 Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Die Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechts -sowie Complianceabteilung. Steigend sind IT-Risiken inklusive Cyber Risk, daher wurde in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert, Anfang 2014 gestartet und das Jahr 2015 über weiter ausgestaltet, um kontinuierliche Verbesserungen umzusetzen.. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA),
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können,
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen,
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen.

Ferner wurde der Leiter operationelle Risiken in 2015 in das zentrale Krisenmanagement-Team aufgenommen, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.

Risiken aus Pensionsrückstellungen

Die AXA hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite, aber auch über eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses, möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.

Seit dem Jahresabschluss 2014 werden die Risiken für die Pensionsverpflichtungen in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Die in den nächsten Jahren zu leistenden Zuführungen zu den Rückstellungen sind in den Planungen bereits berücksichtigt und auch im Fall von anhaltend niedrigen Zinsen sind geeignete Maßnahmen zur Finanzierung identifiziert.

Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.

Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.

Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet.

Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto- Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 57 Mio. Euro (2014: 54 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 463 Mio. Euro (2014: 482 Mio. Euro).

Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Zu diesem wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2% der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftsjahr würde das einem Betrag in Höhe von 32 Mio. Euro (2014: 30 Mio. Euro) entsprechen.

Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag unverändert 149 Mio. Euro (2014: 149 Mio. Euro) betrugen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindung und Ausgleich resultierend aus dem in 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG bzw. dem in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2005 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der AXA Versicherung AG wurden vom LG Köln in 2 Beschlüssen im Jahr 2011 die Barabfindung und Ausgleichszahlung neu festgesetzt. Die LG-Beschlüsse wurden im Dezember 2012 durch Zurückweisung der von den Antragstellern beim OLG Düsseldorf eingelegten Beschwerden rechtskräftig. In 2013 erfolgte die Nachbesserung von Barabfindung und Ausgleich gemäß den festgesetzten Erhöhungsbeträgen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Umtauschverhältnisse aufgrund der in 1999 erfolgten Verschmelzungen der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG bzw. der Nordstern Lebensversicherungs-AG wurden die Anträge vom LG Köln jeweils abgewiesen, da in beiden Fällen eine Anpassung des Umtauschverhältnisses nicht gerechtfertigt ist. Die gegen die Entscheidungen eingelegten Beschwerden sind zwischenzeitlich zurückgenommen.

Zum 31. Dezember 2014 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außen stehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG/ AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Zum Bilanzstichtag bestehen Bankbürgschaften in Höhe von 2,9 Mio. Euro (2014: 2,1 Mio. Euro).

In Höhe von 32 Mio. Euro (2014: 55 Mio. Euro) wurden Festgelder verpfändet für die Bedeckung von Fremdwährungsverbindlichkeiten im Bereich der Rückversicherung. Weiter wurden Letter of Credit im Bereich der Rückversicherung in Höhe von 8 Mio. Euro (2014: 6 Mio. Euro) gegeben.

Staatsanleihen in Höhe von 192 Mio. Euro (2014: 147 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten verpfändet.

Eine weitere Zahlungsverpflichtung der AXA Versicherung in Höhe von 4,6 Mio. Euro resultiert aus einer von einem US-amerikanischen Gericht verhängten Sicherheitsleistung für ein laufendes Verfahren.

Aus der Migrationsphase des Projektes Life Factory (Vereinheitlichung und weiteren Digitalisierung der Vorsorgesysteme) bestehen vertragliche Verpflichtungen in Höhe von 2,2 Mio. Euro (2014: 14,1 Mio. Euro in der Einführungsphase). Eine Patronatserklärung seitens IBM zur Umsetzung des Projektes liegt der AXA Lebensversicherung vor (im Falle des Ausfalls durch die Subunternehmerin COR&FJA).

Im Rahmen eines Joint-Venture-Vertrages mit der CompuGroup Medical AG zu der im August 2015 neu gegründeten Gesellschaft "MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH" (Digitaler Leitstand) hat die AXA Konzern AG eine Nachschussverpflichtung i.H.v. 1,2 Mio. Euro (sog. 2. Tranche). Diese wurde am 18. März 2016 geleistet.

Für den Kauf des A7 Bonds (Öffentlich-private Partnerschaft für das Großprojekt Ausbau und Betreibung eines Autobahnabschnitts der A7) hat AXA eine Einzahlungsverpflichtung abgegeben, worauf auf die AXA Konzern AG 25,7 Mio. Euro (2014: 34,7 Mio. Euro) entfallen. Während der Bauphase besteht ein Konstruktionsrisiko, während der Betriebsphase ein Instandhaltungsrisiko.

Regulatorische Entwicklungen

Der Gesetzgebungsprozess auf europäischer Ebene für Solvency II ist abgeschlossen. Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene ist die Umsetzung mit Hilfe des Gesetzes zur Modernisierung der Finanzaufsicht über Versicherungen geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation angewendet. Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das ab dem 1. Januar 2016 unter Solvency II als Internes Modell dient.

Ende Mai hat die AXA Gruppe den Antrag für die Zertifizierung nach Solvency II bei der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) eingereicht. Dieser wurde am 26. November 2015 genehmigt. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2015 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

In der Schadenversicherung stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Die identifizierten spartenspezifischen und operationellen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen des Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Niedrigzinsumfeld oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationellen Risiken - Cyber Risk - besprochen und nachverfolgt.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden die zum Stichtag 31. Dezember 2015 noch gültigen aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquoten - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel werden die Bewertungsreserven nicht berücksichtigt. Die Solvabilitätsquoten, -spannen und Eigenmittel der Einzelgesellschaften entwickelten sich wie folgt:

Solvabilitätsquote

in %
Solvabilitätsspanne

in Mio. Euro
Eigenmittel in Mio. Euro
Gesellschaften 31. Dez 15 31. Dez 14 31. Dez 15 31. Dez 14 31. Dez 15 31. Dez 14
--- --- --- --- --- --- ---
AXA Versicherung AG 128,4 128,4 474,9 474,9 609,8 609,8
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG 110,4 114,9 30,1 28,4 33,3 32,6
AXA Easy Versicherung AG 161,8 171,7 2,4 2,2 3,9 3,7
AXA Art Versicherung AG 433,3 419,3 16,7 16,7 72,3 70,0
Deutsche Ärzteversicherung AG 161,2 154,7 153,9 146,1 248,0 226,0
AXA Lebensversicherung AG 144,5 143,2 1.545,6 1.511,0 2.231,3 2.163,1
Pro bAV Pensionskasse AG 123,8 159,0 91,5 81,7 126,9 129,8
AXA Krankenversicherung AG 130,0 132,7 156,7 152,5 203,1 203,1

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht wesentlich verändert. Allerdings wirken sich wie bei allen deutschen Lebensversicherungsgesellschaften die weiterhin historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen belastend auf das Zinsgarantierisiko unserer Lebensversicherungsgesellschaften aus. Insbesondere die Risikosituation der Pro bAV Pensionskasse AG erforderte im Geschäftsjahr 2015 besondere Beachtung - gerade mit Blick auf den weiteren Aufbau der Zinszusatzreserve. Die noch jungen deregulierten Pensionskassen in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, wie unsere Gesellschaft, sind dabei wesentlich stärker von der Niedrigzinssituation betroffen als die Lebensversicherungsunternehmen. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns sowie der AXA Konzern AG gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind bei unseren Gesellschaften keine Vorgänge eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage -unseres Konzerns haben. Zurzeit ist in Vorbereitung die Tochtergesellschaft DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG zu verschmelzen. Darüber hinaus beabsichtigt die AXA Versicherung in 2016 eine weitere Optimierung ihrer Eigenkapitalstruktur. Der Vorstand der AXA Lebensversicherung AG hat am 7. April 2016 beschlossen, zur Stärkung der Solvabilität die ausstehenden Einlagen auf das Grundkapital in Höhe von 19.180 Tsd. Euro sowie die weitere schuldrechtliche Forderung in Höhe von 25.399 Tsd. Euro von der AXA Konzern AG einzufordern. Die Einzahlung durch die AXA Konzern AG ist Mitte April erfolgt. Vorstand und Aufsichtsrat der AXA Art Versicherung haben am 25. November 2015 beschlossen, dass die beiden selbständigen Gesellschaften AXA Art UK Ltd. und AXA Art Versicherung AG (Schweiz) in rechtlich unselbständige Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG (DE) umgewandelt werden sollen ("one balance sheet Ansatz"). Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat der AXA Art Versicherung AG beschlossen, dass die AXA Art zukünftig ihr weltweites Geschäftsmodell auf drei Assekuradeure ("Managed General Agencies") stützen soll (Europa (London), USA (New York) und Asien (Hongkong), die von einer gemeinsamen, neu zu gründenden Holding-Gesellschaft gehalten werden sollen. Die Implementierung soll nach dem erfolgreichen Abschluss einer Machbarkeitsstudie erfolgen.

Von uns betriebene Versicherungszweige

Lebensversicherung

Krankenversicherung

Schaden- und Unfallversicherung

Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Rechtsschutzversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Feuerversicherung

Einbruchdiebstahlversicherung

Leitungswasserversicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Hagelversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Technische Versicherungen

Einheitsversicherung

Transportversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage)

Betriebsunterbrechungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Sonstige Sachschadenversicherungen

Sonstige Vermögensschadenversicherungen

Prognoseabgleich

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse zum 31. Dezember 2015 im Vergleich zu Prognoseangaben für den 31. Dezember 2015 im Ausblick des Geschäftsberichtes 2014 und bestätigt die erwarteten Trendwerte:

Prognosen
31. Dezember 2015 31. Dezember 2015
--- --- ---
Gebuchte Bruttobeiträge Anstieg um +1,2% moderates Wachstum von etwa 1%
Netto-Schaden-Kostenquote Verbesserung um -1,7%-Pkt. auf 94,0% nochmalige Reduzierung um ca. 2%-Punkte
Kosten Gesamtkosten mit 2,24 Mrd. Euro um 78 Mio. Euro unter Vorjahr; Rückgang Brutto Kostenquote Schaden/Unfall um - 0,7% Kostensenkung von 2011 bis 2015 um insgesamt 328 Mio. Euro stabile bis leicht verbesserte Kostenquote von 15,4% bei Schaden/Unfall
Konzernergebnis nach Steuern Anstieg um 8,1% auf 528,9 Mio. Euro moderater Anstieg im einstelligen Prozentbereich

Ausblick und Chancen

Positive Wirtschaftsentwicklung setzt sich fort

Die deutsche Wirtschaft wird aller Voraussicht nach ihre positive Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen. In ihrem Ende Januar 2016 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht 2016 geht die Bundesregierung im Jahresdurchschnitt von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um real 1,7 % aus. Nach ihrer Einschätzung bildet der sich fortsetzende Beschäftigungsaufbau zusammen mit merklichen Einkommenssteigerungen das Fundament für die anhaltende binnenwirtschaftliche Dynamik in Deutschland. Wie auch in den vergangenen Jahren wird die zusätzliche Beschäftigung vor allem in den Dienstleistungsbereichen entstehen.

Bei ihrer Prognose unterstellt die Bundesregierung, dass der Finanzsektor stabil bleibt und es im Euroraum sowie in der Weltwirtschaft zu keinen negativen Entwicklungen kommt, die zu Verunsicherung in der inländischen Wirtschaft führen. Der anhaltende hohe Zustrom von Flüchtlingen wird nach ihrer Einschätzung gewaltige Herausforderungen auch finanzieller Art mit sich bringen, auf den Arbeitsmarkt aber zunächst nur wenige Auswirkungen haben.

Zurückhaltender äußert sich demgegenüber das Münchener ifo Institut. Nach dessen Erhebungen ist der Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland am Jahresbeginn 2016 um 1,3 Prozentpunkte zurückgegangen. Zahlreiche Unternehmen nahmen ihre insgesamt gute Einschätzung ihrer aktuellen Geschäftslage ein wenig zurück. Wegen schlechterer Exportaussichten durch die schwächelnde Weltkonjunktur trübten sich die Erwartungen der deutschen Wirtschaft für das laufende Jahr hingegen sogar merklich ein.

Versicherungsbranche vor neuem herausforderndem Jahr

Die Geschäftsentwicklung der Versicherungsbranche war 2015 von einem sehr gebremsten Wachstum geprägt. Eine ähnliche Entwicklung ist auch im laufenden Geschäftsjahr zu erwarten. So sagte der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, im Februar vor Pressevertretern in Berlin, dass die Branche im laufenden Jahr mit einer ähnlich mageren Beitragsentwicklung rechnen müsse wie 2015. Er bezeichnete 2015 als ein "herausforderndes Jahr, das nicht einfacher als das zurückliegende" sein werde. Größte Herausforderung bleiben die weiterhin niedrigen Zinsen.

Für die Lebensversicherung erwartet der GDV im laufenden Jahr nochmals einen Beitragsrückgang von rund 1 %. Demgegenüber ist in der Schaden- und Unfallversicherung von einem weiteren Wachstum von rund 2,5 % auszugehen.

Weiteres Wachstum der Schaden- und Unfallversicherer des Konzerns

Im Industrie- und Firmenkundengeschäft der AXA Versicherung AG erwarten wir erneut einen Beitragszuwachs über Vorjahresniveau. Unsere Prognosen stützen sich auf die Erfolge der Weiterführung unserer Wachstumsinitiativen im Industriekundengeschäft und auf die Stabilisierung und den Ausbau unseres neuen Produktes "ProfiSMART" für Kleinbetriebe. Nachdem die Produktlinie "ProfiSMART" 2015 erfolgreich eingeführt wurde, werden wir diese in 2016 in weiteren Branchen einführen. Zusätzlich werden wir die Vertriebsförderung für Vermittler mit dem Fokus auf das Firmenkundengeschäft ausbauen. Um noch besser auf die Bedürfnisse unserer Kunden einzugehen, werden wir unsere Produktpalette um "Cyber" für Industrie- und Firmenkunden erweitern, unter anderem als zusätzlichen Baustein in die Produktlinie Profi-Schutz. Die kürzlich als zweites Produkt der Industrie Select-Familie eingeführte Industrie Select Sachversicherung, die auch im internationalen Vergleich erstklassig ist, soll 2016 verstärkt vermarktet werden.

Unsere Erwartungen für das Privatkundengeschäft der AXA Versicherung AG sind für 2016 weiterhin verhalten optimistisch. Wir gehen von einem moderaten Beitragsplus aus, wobei unser Schwerpunkt in der Entwicklung unserer modularen Kraftfahrtproduktpalette liegen wird. Unser Ziel ist, den erfolgreichen Kraftfahrtversicherungstarif mit Fokus auf die Mobilitätsgarantie weiter auszubauen und damit eine gute Positionierung im Markt zu erlangen.

Auch die sehr gute Marktposition der AXA Versicherung in der Wohngebäude- und Hausratversicherung möchten wir weiter festigen. Unser Anspruch liegt in der Bereitschaft und Fähigkeit, mit den Kunden digital zu interagieren. Durch die flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichtete Produktpalette - besonders zu erwähnen ist hier die neue Produktgeneration der "Box-Produkte" - , die mit einem Bausteinsystem sehr flexibel auf die Kundenwünsche eingeht, möchten wir dem zu beobachtendem Markttrend rückläufiger Stückzahlen entgegenwirken. Zur Verbesserung der Entwicklung sowohl in der Sach- und Haftpflicht- als auch der Unfallversicherung soll im kommenden Jahr der Fokus der vertrieblichen Maßnahmen auf diese Sparten gelegt werden.

Im Geschäftsjahr 2016 werden wir mit unserer Initiative "SmartHome" den Fokus auf Prävention, Unterstützung und Service vorantreiben. Im Fokus dieser Kooperation mit dem Energieversorger RWE steht die Nutzung der intelligenten, digitalen Haussteuerung zur Vermeidung von Leckage-Schäden, ebenso wie die Prävention gegen Einbruch und Feuer.

Unsere Strategie der ertragsorientierten Zeichnungspolitik verbunden mit hoher Qualität und Effizienz unserer Prozesse wollen wir auch im Geschäftsjahr 2016 weiterhin fortsetzen. Allerdings gehen wir von einem leichten Anstieg der Schadenaufwendungen nach den milden Wintern und wenigen Naturereignissen der vergangenen Jahre aus. Aufgrund von erforderlichen Investitionen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern und um unsere geschäftspolitischen Ziele zu erreichen, werden die Kosten im Geschäftsjahr 2016 gegenüber 2015 leicht ansteigen.

Weiterhin ist geplant, unsere Schwestergesellschaft DBV Deutsche Beamtenversicherung AG rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf die AXA Versicherung AG zu verschmelzen. Durch die Zusammenführung der gut diversifizierten Bestände und dem Erhalt der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst erwarten wir positive Impulse auf die Entwicklung unseres Geschäfts. Zusätzlich wird für das Jahr 2016 durch die Verschmelzung eine einmalige, deutliche Erhöhung des Jahresüberschusses vor Gewinnabführung erwartet.

Insgesamt gehen wir von einem merklichen Rückgang des Jahresergebnisses aus, auch getrieben durch eine weiterhin negative Erwartung bzgl. der Entwicklung der erfolgswirksam zum Marktwert bilanzierten festverzinslichen Wertpapiere.

Die Deutsche Beamtenversicherung AG erwartet auch in diesem Jahr einen Beitragszuwachs über Marktniveau. Der Ausblick für das Kundesegment Öffentlicher Dienst ist sehr positiv. Durch die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst müssen in den kommenden Jahren weit überproportional Ersatzeinstellungen getätigt werden, um die anstehenden Pensionierungsschübe auszugleichen. Zusätzlich ist durch die Flüchtlingskrise ein sechsstelliges Wachstum der Beschäftigtenzahl im Öffentlichen Dienst zu erwarten; mit Neueinstellungen im Schwerpunkt der DBV-Fokussegmente Bildung und Innere Sicherheit. Dadurch wächst das Neukundenpotenzial noch einmal erheblich.

Insbesondere in der Kraftfahrt- und der Wohngebäudeversicherung konnte die DBV Deutsche Beamtenversicherung wegen des erfolgreichen Neugeschäfts ihren Bestand an Versicherungsverträgen im Jahr 2015 deutlich steigern und zusätzlich die erforderlichen Preisanpassungen durchsetzen. Daher erwarten wir für diese Gesellschaft auch im laufenden Jahr ein Beitragswachstum leicht über Marktniveau. Darüber hinaus stützen sich unsere Wachstumsprognosen auf den sehr erfolgreichen Absatz der flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichteten Produktpalette. Hier sind insbesondere die Box-Produkte zu erwähnen, die über ein Bausteinsystem sehr flexibel an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst werden können und vom Markt sehr gut angenommen worden sind. Wir erwarten eine Steigerung von Effizienz und Profitabilität durch weitere Komplexitätsreduktion und Produktvereinfachung. Dies wird das Fundament für nachhaltiges Wachstum und die digitale Transformation in den nächsten Jahren bilden. Positive Effekte erwarten wir weiter durch spezielle Ansprachekonzepte, einem Programm zur Intensivierung der Kundenbeziehungen, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten. Wir werden in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld die ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse nachhaltig verbessern.

Die Brutto-Schaden-Kostenquote und somit auch das versicherungstechnische Bruttoergebnis erwarten wir in etwa auf Vorjahresniveau. Ebenso ist bei einem gleichbleibend niedrigen Zinsniveau mit einem stabilen ordentlichen Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau zu rechnen. Unter Berücksichtigung von sonstigen Aufwendungen muss auch in 2016 mit einem negativen Unternehmensergebnis unter Vorjahr gerechnet werden, welches aber im Rahmen des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages mit der AXA Konzern AG ausgeglichen wird.

Für die AXA easy Versicherung AG erwarten wir in diesem Jahr erneut eine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Steigerung der Beitragseinnahmen, da wir weiter von einem hohen Stückzahlwachstum ausgehen. Die Forcierung des mobilonline-Tarifes im AXA Customer Care Center und weitere Optimierungen der Verkaufsprozesse im Online-Marketing werden das Wachstum positiv beeinflussen. Durch die vollständige Produktüberarbeitung von mobilonline im laufenden Jahr werden wir noch besser als zuvor auf ein an Dynamik zunehmendes Marktumfeld reagieren können. Zusätzlich rechnen wir mit sinkenden Stornoquoten, da die Bestandsfestigkeit der Verträge erfreulich ansteigt und somit auch das Beitragswachstum stützt.

Aufgrund der niedrigen Benzinpreise steigt derzeit die durchschnittliche Fahrleistung und somit auch voraussichtlich die Unfallhäufigkeit, weshalb wir mit einer leicht steigenden Schadenquote rechnen. Die Kostenquote wird dagegen leicht sinken. Somit erwarten wir einen moderaten Rückgang des versicherungstechnischen Bruttoergebnisses.

Das ordentliche Kapitalanlageergebnis wird wegen eines geringeren Kapitalanlagevolumens und anhaltend niedriger Zinsen nochmals leicht zurückgehen, so dass wir bei der AXA easy Versicherung mit einem ausgeglichenen Geschäftsergebnis vor Gewinnabführung rechnen.

Strategie profitablen Neugeschäftswachstums in Vorsorge

Die weiter gesunkenen, historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen stellen für alle Lebensversicherungsgesellschaften, aber auch die staatlichen Altersversorgungssysteme, eine zunehmende Herausforderung dar. Zur Sicherstellung künftiger Garantiezinsverpflichtungen sind bei Lebensversicherungsunternehmen Zinszusatzreserven beziehungsweise Zinsverstärkungen im regulierten Bestand zu stellen, deren Finanzierung überwiegend, aber nicht nur, durch die Realisierung von Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen erfolgen wird. Aktuelle Planrechnungen zeigen, dass im Szenario leicht steigender Zinsen gemäß Unternehmensplanung die notwendige Zinszusatzreserve beziehungsweise eine entsprechende Zinsverstärkung im regulierten Bestand finanziert werden kann. Dieses gilt auf Basis heutiger Erkenntnisse auch in einem Flachzinsszenario, in dem die Aufwände deutlich höher ausfallen würden.

All dies stellt den deutschen Vorsorgemarkt weiterhin vor große Herausforderungen. Für die AXA Lebensversicherung liegt die laufende Verzinsung für die klassischen Renten- und Lebensversicherungen für das Jahr 2016 bei 3,1% (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil;). Dazu kommen ein Schlussüberschuss sowie eine Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit bietet die AXA nach wie vor eine attraktive Verzinsung im Marktvergleich. Die Gesamtverzinsung wird 2016 bei durchschnittlich 3,6% (Vorjahr: 3,9%) liegen.

Im Hinblick auf das Produktportfolio wird die AXA Lebensversicherung AG auch im Jahr 2016 als Vollsortimenter mit einer breiten Produktpalette auftreten. Im Bereich Altersvorsorge steht dabei die "RelaxRente" im Fokus. Wie im vergangenen Jahr angekündigt haben wir dieses Produkt weiter ausgestaltet und gezielt an Kundenbedürfnissen ausgerichtet. Mit "Performance Flex" (Einführung im Januar 2016) haben wir eine neue Produktlösung für die Rentenphase der "RelaxRente" an den Markt gebracht. Als erster Versicherer bietet AXA mit "Performance Flex" ein Rentenauszahlkonzept, das durch flexible Gestaltungsmöglichkeiten unterschiedlichen finanziellen Bedarf im Rentenbezug abdecken kann. Durch eine Indexbeteiligung profitiert der Kunde auch im Rentenbezug von Renditechancen an den Kapitalmärkten und kann so deutlich höhere Renten erzielen. Vor Einbrüchen an den Kapitalmärkten schützt ihn die Sicherheit einer garantierten Rente. Gleichzeitig bleibt der Kunde finanziell sehr beweglich: Er kann den Geldfluss während des Rentenbezugs sowohl durch individuelle Rentenhöhen- als auch Entnahme- und Zuzahlungsmöglichkeiten an persönliche Situationen und Bedürfnisse anpassen. Durch diese innovative Lösung für die Ruhestandsphase wollen wir auch das Kundensegment 50+ ansprechen, eine Zielgruppe, die zunehmend an Bedeutung gewinnen wird.

Neben der "RelaxRente" stehen in der Altersvorsorge weiterhin konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten sowie fondsgebundene Produkte (darunter auch ein in 2016 neu eingeführtes Produkt im Bereich Einmalbeitrag) zur Verfügung.

Ein weiterer Schwerpunkt wird auch 2016 auf dem Ausbau unserer Angebote zur Absicherung biometrischer Risiken liegen. So haben wir zu Jahresbeginn ein neues Produkt insbesondere für die junge Zielgruppe eingeführt, die Starter-BU. Die hohe Expertise der AXA Lebensversicherung beim Pricing biometischer Risiken ermöglicht es uns, für den Kunden attraktive Konditionen zu bieten. Auch dies bestätigen externe Bestbewertungen, wie etwa im Berufsunfähigkeits-Rating von Morgen&Morgen.

Mit der Marke DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung als Spezialanbieter für den Öffentlichen Dienst steht diese Kundengruppe weiterhin im Fokus der Vorsorgestrategie des AXA Konzerns. Zudem verfolgen wir nach wie vor einen starken strategischen Schwerpunkt im Bereich der betrieblichen Altersversorgung bei Arbeitgebern und Arbeitnehmern - wir betrachten diesen Bereich als ein interessantes Wachstumsfeld.

Das Jahr 2016 wird geprägt sein durch die Vorbereitung auf die per Januar 2017 in Kraft tretenden regulatorischen Änderungen: Zu diesem Zeitpunkt werden für die geförderten Altersvorsorgeprodukte sogenannte Chance-Risiko-Klassifizierungen und neue Produktinformationsblätter eingeführt, deren Ziel es ist, für den Kunden transparente und passgenaue Produktlösungen zu finden. Somit gilt es im Jahr 2016, die Produktsystematik auf diese neuen Rahmenbedingungen anzupassen.

Insgesamt wollen wir unsere in den vergangenen Jahren eingeschlagene Strategie des profitablen Neugeschäftswachstums bei gleichzeitiger Verbesserung des Kundenservice und einer Verringerung der Komplexität konsequent fortführen. Abgerundet wird unsere Strategie durch eine risikoorientierte und auf Diversifikation setzende Kapitalanlagestrategie verbunden mit einem vorausschauenden Management unserer Versicherungsbestände im Kontext niedriger Zinsen.

Wir erwarten für 2016 durch unsere Strategie des profitablen Neugeschäftswachstums bei einem rückläufigen Bestand klassischer Kapitallebensversicherungen im Wesentlichen konstante Beitragseinnahmen im Vorsorgebereich.

Das ordentliche Kapitalanlageergebnis wird im nächsten Jahr zinsbedingt voraussichtlich merklich zurückgehen. Dabei ist in der Planung auch berücksichtigt, dass die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Die weiterhin erhebliche Zuführung zur Zinszusatzreserve wird aus dem Kapitalanlageergebnis finanziert werden - Bei den Kosten erwarten wir einen nicht nachhaltigen moderaten Anstieg unter anderem aus Einmaleffekten sowie weiter laufender Investitionen für die Einführung und Migration eines neuen IT-Systems zur Bestandsführung. Der Steueraufwand wird aufgrund von Sondereffekten deutlich niedriger ausfallen.

Aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen wird für das Jahr 2016 ein leichter Rückgang des Unternehmensergebnisses der AXA Lebensversicherung erwartet.

Die Deutsche Ärzteversicherung AG hat sich in 2015 bereits deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt und auch für das kommende Jahr gehen wir davon aus, dass wir in dem angespannten Umfeld durch unsere klare Fokussierung auf das Kundensegment der akademischen Heilberufe profitieren werden. Zum einen führt die zunehmende Alterung der deutschen Bevölkerung zu einem kontinuierlich steigenden Bedarf nach professioneller, medizinischer Versorgung und damit einhergehend mit guten Berufsaussichten für Mediziner. So hat die Zahl an akademischen Heilberuflern in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich um rund 2% pro Jahr zugenommen und für die kommenden Jahre wird ein noch größerer Bedarf seitens der Bundesärztekammer angegeben. Zum anderen erleben wir ein hohes Bewusstsein der Angehörigen der akademischen Heilberufe, sich mit der Absicherung ihrer Arbeitskraft sowie der Planung der Altersvorsorge auseinanderzusetzen. Als Standesversicherer bietet die Deutsche Ärzteversicherung auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte und Beratungsdienstleistungen an. Durch die starke Positionierung im Jungarztgeschäft hat sie einen sehr guten Zugang zu diesem Kundensegment. Verbunden mit der konsequenten Weiterentwicklung der Service- und Beratungsdienstleistungen für alle Berufs- und Lebensphasen sehen wir gute Chancen, zusätzliche Potenziale in den Segmenten der akademischen Heilberufe zu erschließen und das Geschäft auch in 2016 positiv weiterzuentwickeln.

Die Deutsche Ärzteversicherung bietet weiterhin ein vollumfängliches Produktangebot für alle Berufs- und Lebensphasen eines Arztes an. Mit der Tarifgeneration 2016 wurde das neue Provisionsmodell in der Kalkulation der Produkte berücksichtigt. Die gute Marktpositionierung der Relax Rente konnte durch zusätzliche Produkterweiterungen, die es ermöglichen, noch flexibler auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Lebensphasen unserer Kunden zu reagieren, weiter gestärkt werden. Zudem ist es gelungen, auch im anhaltenden Niedrigzinsumfeld weiter eine konventionelle Rentenversicherung am Markt anzubieten und sich damit von einigen Mitbewerbern abzuheben. Die hervorragende Positionierung der vielfach ausgezeichneten Berufsunfähigkeitsversicherung konnte im Jungarztsegment beibehalten werden. Die angestrebte Ausschöpfung von zusätzlichen Wachstumspotenzialen im Segment der etablierten Ärzte wird durch eine deutliche Verbesserung der Berufsunfähigkeitsabsicherung für niedergelassene Ärzte unterstützt. In Verbindung mit der fortgesetzten Empfehlung der neuen Tarifgeneration durch die starken Kooperationspartner, insbesondere die großen Berufsverbände, sind wir der festen Auffassung, weiterhin ein sehr attraktives Produktangebot für die akademischen Heilberufe anbieten zu können.

Das bilanzielle Ergebnis der Deutschen Ärzteversicherung wird neben dem operativen Geschäft maßgeblich von der Entwicklung der Kapitalmärkte beeinflusst. Die Zinsen, insbesondere für Anlagen hoher und höchster Bonität, haben sich auch 2015 auf einem anhaltend niedrigen Niveau bewegt. Daneben unterliegen die Aktienmärkte, bedingt durch die aktuelle geopolitische Situation, einer hohen Volatilität. Aus diesem Grund wird die Deutsche Ärzteversicherung weiterhin eine sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie verfolgen und dabei auf das umfassende Know-how der AXA Deutschland bei der Anlage im In- und Ausland zurückgreifen.

Wir erwarten für 2016 bei der Deutschen Ärzteversicherung einen leichten Rückgang der Beiträge und einen geringfügigen Anstieg der Kosten unter anderem aus Investitionen für die Einführung eines IT-Systems zur Bestandsführung. Als Folge des Niedrigzinsumfeldes wird das ordentliche Kapitalergebnis moderat zurückgehen, wobei in der Planung auch berücksichtigt ist, dass die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Die weiterhin erhebliche Zuführung zur Zinszusatzreserve wird durch das Kapitalanlageergebnis finanziert. Bei deutlich geringerer Zuführung zur Rückstellung zur Beitragsrückerstattung erwarten wir für die Deutsche Ärzteversicherung ein Ergebnis annährend auf Vorjahresniveau.

Um den eingeschlagenen Wachstumspfad auch vertriebsseitig zu unterstützen, planen wir eine kontinuierliche Fortsetzung des Ausbaus unseres Exklusivvertriebes Deutsche Ärzte Finanz. Die Exklusivorganisation zeichnet sich durch eine Beratungsqualität auf einem überdurchschnittlichen Niveau aus, das es ihr ermöglicht, den Kunden als kompetenter Ansprechpartner in allen Berufs- und Lebensphasen die qualitativ hochwertigen Produkte bedarfsgerecht zu vermitteln. Daneben wird die Zusammenarbeit mit dem langjährigen Kooperationspartner, der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, sowie dem gemeinsamen Unternehmen apoFinanz weiterhin intensiv vorangebracht. In 2015 konnte durch eine strategische Neuausrichtung der Vertriebsunterstützung durch die Deutsche Ärzteversicherung eine signifikante Steigerung des Neugeschäftsvolumens bei der Deutschen Apotheker- und Ärztebank erreicht werden. Für 2016 sind bereits gemeinsame Maßnahmen und Aktionen geplant, um im Vorsorgegeschäft weiter zu wachsen. Im Maklervertrieb werden wir an der Fokussierung auf ausgewählte Maklerverbindungen, die durch die nachgewiesene, hohe Beratungsqualität bereits gezeigt haben, dass sie ein wertvoller Partner für die Deutsche Ärzteversicherung sind, festhalten.

Die Pro bAV Pensionskasse befindet sich in der preislichen Positionierung innerhalb der Wettbewerbspensionskassen weiterhin in einer guten Position. In 2016 gilt für die aktuelle Tarifgeneration eine Deklaration der laufenden Überschussbeteiligung von 2,5 % (diese gilt auch für Versicherungsbestände im Bestandsneugeschäft der ehemaligen winsecura Pensionskasse AG). Im Vergleich zu den Lebensversicherungen besteht jedoch ein preislicher Wettbewerbsnachteil, in Höhe der differierenden Überschussbeteiligungen, die eine erfolgreiche Teilhabe am gesamten Markt der betrieblichen Altersversorgung erschwert.

Allgemein kann auch für die nähere Zukunft mit einem Führungs- und Fachkräftemangel in Deutschland aufgrund der demografischen Entwicklung gerechnet werden. Aus diesem Grund werden Arbeitgeber mit einem stärkeren Wettbewerb um Beschäftigte rechnen müssen. Neben der Entlohnung werden weitere Differenzierungsmerkmale in den Vordergrund rücken, um im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter bestehen zu können. Die betriebliche Altersversorgung kann hierbei einen erheblichen Beitrag leisten.

Wir gehen davon aus, dass sich der Trend im bAV-Markt hin zur Direktversicherung auch in den Folgejahren fortsetzen wird. Der Durchführungsweg Pensionskasse wird an Bedeutung zugunsten der Direktversicherung verlieren.

Zur Vereinheitlichung der Systemlandschaft im AXA Konzern bereiten wir in 2016 die Migration des Bestandes der Pro bAV Pensionskasse AG auf ein neues konzerneinheitliches Bestandsführungssystem vor. Diese in die Zukunft gerichtete Maßnahme wird den Service für unsere Kunden weiter verbessern und langfristig spürbare Kostenentlastungen erzeugen.

Eine Herausforderung stellen die weiter gesunkenen, historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen für alle Lebensversicherungsgesellschaften und Pensionskassen, aber auch die staatlichen Altersversorgungssysteme, dar. Zur Sicherstellung künftiger Garantiezinsverpflichtungen sind bei Lebensversicherungsunternehmen und Pensionskassen Zinszusatzreserven bzw. im regulierten Bestand Zinsverstärkungen zu stellen, deren Finanzierung überwiegend, aber nicht nur, durch die Realisierung von Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen erfolgen wird. Anders als die Lebensversicherungsunternehmen verfügen die deregulierten, erst ab 2002 gegründeten Pensionskassen, jedoch nicht über weitere Finanzierungsquellen wie Kosten- und Risikogewinne oder hohe freie Rückstellungen für Beitragsrückerstattung. Aktuelle Planrechnungen für die Pro bAV zeigen, dass selbst im Szenario leicht steigender Zinsen gemäß Unternehmensplanung die notwendige Zinszusatzreserve bzw. eine entsprechende Zinsverstärkung im regulierten Bestand in den kommenden Jahren nicht von der Gesellschaft alleine finanziert werden kann. Es sind zusätzlich auch durch die Aktionäre bzw. im Rahmen aufsichtsrechtlicher Möglichkeiten erhebliche Mittel zu generieren. Diese Aussage gilt im besonderen Maße in einem Flachzinsszenario, in dem die Aufwände deutlich höher ausfallen.

Die Pro bAV Pensionskasse geht für das Jahr 2016 und die Folgejahre von abnehmenden Versicherungsbeständen und dementsprechend zurückgehenden Beitragseinnahmen aus. Das Kapitalanlageergebnis wird in den nächsten Jahren als Folge benötigter höherer Erträge zur Finanzierung der weiter stark ansteigenden Zinszusatzreserve zunehmen. Dabei ist in der Planung auch berücksichtigt, dass die nach den erfolgten Gewinnrealisierungen freigewordenen Mittel nur mit einer geringeren Effektivverzinsung wieder angelegt werden können. Bei den Kosten erwarten wir für 2016 einen moderaten Anstieg basierend auf Aufwendungen der Systemmigration eines neuen Bestandsführungssystems. Für die Folgejahre gehen wir von einem sukzessiven spürbaren Rückgang der Kosten, getrieben durch rückläufige Belastungen aus der Systemmigration des neuen Bestandsführungssystems sowie durch Einsparungen im Rahmen der konzernweiten Kostensenkungsmaßnahmen aus. Vor dem Hintergrund der Kapitalmarktentwicklung und des weiteren Aufbaus der Zinszusatzreserve müssen voraussichtlich frühestens ab 2017 finanzielle Mittel durch den Aktionär oder im Rahmen des Beherrschungsvertrages durch die AXA Konzern AG zur Verfügung gestellt werden.

AXA Kranken mit Wachstumspotenzial

Die AXA Krankenversicherung AG nutzt bereits seit Längerem die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung zum Vorteil der Patienten. Damit erweitert AXA sein bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement, den ´Gesundheitsservice360°`. Zum Beispiel übernimmt AXA als erste private Krankenversicherung die Kosten für ein "digitales Medikament" - einer internetbasierten Therapie für Kinder mit Sehschwäche. Sie unterstützt Ärzte in der Begleitung chronisch erkrankter Patienten, unter anderem durch gezielte Informationen zur sicheren Medikamentenvergabe und -einnahme. Patienten profitieren davon, dass gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden.

Ferner hoffen wir weiterhin auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer, nachhaltiger und damit zukunftsfähiger kann das deutsche Gesundheitssystem werden.

Unsere traditionelle Stärke bei Kranken-Vollversicherungen, insbesondere auch im Öffentlichen Dienst sowie für Ärzte und Heilberufe, wird fortgeführt und ausgebaut. Das Segment der Zusatzversicherungen bildet weiterhin unser strategisches Wachstumsfeld. Hier erwarten wir insbesondere die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen Ergänzungsprodukte in den Bereichen stationäre Versorgung, Pflege und Zahn. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. Gerade in diesem Segment profitieren wir davon, Teil eines Weltkonzerns zu sein.

Als Folge der zuvor genannten Wachstumspotenziale erwarten wir bei der AXA Krankenversicherung auch für 2016 und die Folgejahre einen sukzessiven moderaten Beitragsanstieg. Das versicherungstechnische Ergebnis wird deutlich über dem Vorjahr erwartet, obwohl ein leicht ansteigender Leistungsaufwand geplant wird. Der Kostenanstieg wird aufgrund der Geschäftsausweitung und einmaliger Kosten in 2016 voraussichtlich oberhalb des Beitragsanstiegs liegen. Aufgrund unserer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie gehen wir für 2016 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus von einem Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau aus. Insgesamt erwarten wir in der Krankenversicherung ein Unternehmensergebnis, das deutlich über dem Niveau des Jahres 2015 liegt.

AXA Bank mit nochmaliger Ergebnisverbesserung in 2016

Im Einklang mit der AXA-Gruppe rechnet die AXA Bank mit gleichbleibenden bis leicht sinkenden kurzfristigen Zinsen und leicht steigenden langfristigen Zinsen bis 2016. Ab 2017 wird ein leicht steigendes Zinsumfeld angenommen. Auf Basis der relevanten Leistungsindikatoren erwartet die AXA Bank ein abermals deutlich höheres Volumen an Kreditneugeschäft und eine leichte Zunahme des Bilanzvolumens. Hieraus wird ein moderates Wachstum des Zins- und Provisionsergebnisses sowie eine leichte Verringerung der Verwaltungsaufwendungen prognostiziert. Unter der Voraussetzung gleicher Rahmenbedingungen ist mit einem leicht verbesserten Ergebnis nach Steuern in Höhe von ca. 5,2 Mio. Euro zu rechnen. Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt könnten auf das Gesamtergebnis der Bank jedoch wesentlichen Einfluss nehmen.

Die Wachstumsraten im vergangenen Geschäftsjahr haben gezeigt, dass innerhalb der Exklusiv-Vertriebsorganisation der AXA Deutschland weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial für die AXA Bank besteht. Hierzu sollen in Zukunft noch mehr Agenturen gewonnen werden, aktiv Bankgeschäft zu betreiben. Nach der erfolgreichen Einführung des Online-Portals für Kundeneinlagen sollen weitere Digitalisierungsschritte etwa für Kredite und Depotgeschäft folgen. Diese zusätzlichen Online-Funktionalitäten sollen helfen, Neugeschäft zu akquirieren und Geschäftsprozesse weiter zu vereinfachen.

AXA Konzern weiterhin auf Wachstumspfad

Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir für den AXA Konzern erneut eine positive Entwicklung der "Gebuchten Bruttobeiträge" mit einem moderaten Wachstum von etwa 1%. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, sind wir zuversichtlich, unsere Marktanteile insgesamt zu halten bzw. in selektierten Segmenten weiter auszubauen.

AXA setzte im Rahmen des in 2011 initiierten Effizienzsteigerungsprogramms "focus to perform" (f2p) auf ein konsequentes Kostenmanagement, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen und seine Kosten nachhaltig zu senken. Der Fokus lag dabei zum einen auf der Optimierung ressortübergreifender Prozesse und Schnittstellen und zum anderen auf der Erhöhung des Wirkungsgrades von bestehenden Maßnahmen. Dabei konnten im gesamten Konzern spürbar die Kostensituation mit gezielten Effizienz- und Kostenmaßnahmen verbessert und die Marktposition weiterhin gestärkt werden.

Die zunehmende Digitalisierung bewirkt, dass sich das Kundenverhalten immer schneller und nachhaltiger verändert. Kunden übertragen ihre Erfahrungen aus anderen Branchen auf die Versicherungsbranche, insbesondere in Bezug auf schnellere und einfachere Lösungen. Der AXA Konzern wird sich daher in ein weitgehend digitales Unternehmen transformieren, in dem Interaktionen und Prozesse einfacher funktionieren und Kunden die von ihnen erwarteten bedarfsgerechten Lösungen erhalten. Hierzu sind auch Investitionen notwendig, die unter anderem Prozesseffizienzen und damit auch langfristige Kostenverbesserungen ermöglichen.

Für 2016 erwarten wir bei den Schaden- und Unfallversicherern insgesamt eine stabile bis gering um etwa 0,3-Prozentpunkte ansteigende -Kostenquote. Weiterhin gehen wir davon aus, dass sich die sogenannte Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) auch als Folge leicht steigender Leistungsaufwendungen wieder auf dem Niveau des Jahres 2014 einpendeln wird.

Für die Lebensversicherer, die Pensionskasse und auch die Krankenversicherung unserer Gruppe stellt sich die anhaltende Zinsentwicklung als enorme Herausforderung, aber zugleich auch als Chance für ein erfolgreiches Bestandsmanagement und innovative Produktentwicklungen dar.

Insgesamt erwarten wir ein Konzernergebnis nach Steuern, das voraussichtlich aufgrund des Ergebnisrückganges bei der AXA Versicherung AG leicht unter dem Vorjahresniveau liegen wird. Für die Folgejahre gehen wir trotz des weiteren Finanzierungsbedarfs für Zinsgarantien und Pensionsverpflichtungen bei den Lebensversicherungen und der Pensionskasse von stabilen Konzernergebnissen aus.

Köln, den 27. April 2016

Der Vorstand

Konzernabschluss 2015

Konzern-Bilanz

AKTIVA

(In Tsd. Euro)

Anhang 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
5 Geschäfts- oder Firmenwert 1.024.239 1.024.239
6 Erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken)(a) 308.703 342.465
7 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 129.629 126.557
Immaterielle Vermögenswerte 1.462.571 1.493.261
8 Aktivierte Abschlusskosten 3.728.073 3.664.157
Fremdgenutzte Grundstücke 1.518.100 1.492.654
Finanzinstrumente 76.008.147 76.238.684
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 3.756.176
9 Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft 81.549.145 81.487.514
9 Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft 1.767.917 1.389.448
10 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 36.234 34.778
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 729.326 761.992
Sachanlagevermögen 46.164 47.947
18 Latente Steueransprüche 1.838 2.883
Sonstige Vermögenswerte 48.002 50.830
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 560.810 635.505
Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 14.104 32.681
Steuerforderungen 60.703 122.259
Sonstige Forderungen 718.170 966.962
11 Forderungen 1.353.787 1.757.407
12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.370.253 1.163.737
GESAMTSUMME DER AKTIVA 92.045.308 91.803.125

Alle Kapitalanlageinstumente werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

(a) Bruttobetrag, vor Abzug von Steuern.

PASSIVA

(In Tsd. Euro)

Anhang 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.353.909 1.348.432
Sonstige Rücklagen 3.675.841 3.492.464
Konzernergebnis, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 527.878 491.362
Eigenkapital, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 5.557.628 5.332.258
Eigenkapital, den nicht beherrschenden Anteilseignern / Minderheitsgesellschaftern zustehend 16.465 15.983
13 GESAMTES EIGENKAPITAL 5.574.093 5.348.241
Versicherungstechnische Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft 60.646.647 59.249.632
Versicherungstechnische Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 3.756.176
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen 64.669.545 63.005.808
Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen 235.551 302.198
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 349.696 308.464
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 14.967.263 16.217.499
Derivative Finanzinstrumente verbunden mit Versicherungs- und Investmentverträgen 24.108 25.027
14 VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGS- UND INVESTMENTVERTRÄGEN 80.246.163 79.858.996
15 Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 572.934 580.483
16 Sonstige Rückstellungen 2.795.281 2.998.269
18 Latente Steuerschulden 400.482 502.355
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen(a) 83.583 12.210
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und übernommenen Rückversicherungsgeschäft 321.219 380.725
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 412.934 484.589
Steuerverbindlichkeiten 676.194 455.996
Sonstige Verbindlichkeiten 962.427 1.181.262
17 Verbindlichkeiten 2.456.356 2.514.782
GESAMTSUMME DER PASSIVA 92.045.308 91.803.125

(a) Beträge werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(In Tsd. Euro)

Anhang 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gebuchte Bruttobeiträge 10.342.013 10.217.830
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 46.454 44.055
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 10.963 10.436
Gesamte Umsatzerlöse(a) 10.399.430 10.272.321
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -29.001 -22.518
Finanzanlageerträge(b) 2.450.624 2.482.693
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten, bilanziert zu Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbar(c) 288.388 198.251
Realisierte Gewinne und Verluste sowie Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente(d) 54.614 603.033
davon: Marktwertveränderung von Finanzinstrumenten für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen(e) 189.135 320.718
Wertminderung von Finanzinstrumenten(f) -122.944 -78.424
20 Finanzanlageergebnis 2.670.682 3.205.552
Versicherungstechnische Aufwendungen(g) -10.261.906 -10.854.612
21 Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -143.751 -147.241
Aufwendungen aus dem Bankgeschäft -4.358 -3.807
22 Aufzinsungen und Aufwendungen aus aktivierten Abschlusskosten (netto) -960.971 -788.224
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken) -33.762 -7.661
22 Verwaltungsaufwendungen -845.700 -951.739
Abgangsbedingte Auflösung der Abschreibung des Anlagevermögens - -
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie Abschreibungen von erworbenen Versicherungsbeständen (Schaden-Unfall) -7.237 -6.371
Sonstige Erträge und Aufwendungen -665 -1.069
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.258.348 -12.760.724
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 782.763 694.631
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 2.532 5.081
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 785.295 699.712
18 Ertragsteuern -256.354 -210.256
Konzernergebnis nach Steuern 528.941 489.456
davon: - -
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 527.878 491.362
den nicht beherrschenden Anteilen /Minderheitsgesellschaftern zustehend 1.063 -1.906

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

(b) Inklusive Verwaltungskosten für Finanzanlagen.

(c) Enthält Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(d) Enthält realisierte und unrealisierte Währungsgewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten bilanziert zu Anschaffungskosten u. zur Veräußerung verfügbar.

(e) Marktwertveränderungen von Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen werden durch eine Gegenbuchung unter den versicherungstechnischen Aufwendungen ausgeglichen.

(f) Ohne Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(g) Inklusive Erträge und Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten, jedoch ohne Marktwertveränderungen dieser Derivate.

Verkürzte Gesamtergebnisrechnung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gewinne und Verluste aus direkt im Eigenkapital erfaßten Finanzinstrumenten (inklusive nicht beherrschende Anteile) -97.339 1.006.856
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung (inklusive nicht beherrschende Anteile) 7.225 6.272
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen (inklusive nicht beherrschende Anteile) 115.218 -355.353
Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden 25.104 657.775
Konzernergebnis nach Steuern 528.941 489.456
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 527.878 491.362
den nicht beherrschenden Anteilen/Minderheitsgesellschaftern zustehend 1.063 -1.906
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 554.045 1.147.231
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 552.982 1.149.137
den nicht beherrschenden Anteilen/Minderheitsgesellschaftern zustehend 1.063 -1.906

Beträge sind nach Überschussbeteiligung und Steuern dargestellt. Angaben zur Überschussbeteiligung und Steuern sind in den Anhängen 14 und 18 dargestellt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapital-

rücklage
Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2015 31.231 2,56 79.840 1.268.762 - 1.598.190
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - -170 - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - 5.477 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 5.477 - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -108.753
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - -108.753
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2015 31.231 2,56 79.840 1.274.069 - 1.489.437
Sonstige Rücklagen
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzern-

ergebnis
Eigenkapital, den Anteilseignern zustehen
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2015 122.587 - 1.741 1.769.776 491.362 5.332.258
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - 170 - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - 5.477
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - 3.566 - 3.566
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 491.362 -491.362 -
Gezahlte Dividende - - - -336.655 - -336.655
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 158.273 -491.362 -327.612
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -108.753
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen 11.415 - - - - 11.415
Währungsschwankungen - - 7.225 - - 7.225
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - 115.218 - 115.218
Konzernergebnis - - - - 527.878 527.878
Gesamtergebnis des Periode 11.415 - 7.225 115.217 527.878 552.982
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2015 134.002 - 8.966 2.043.436 527.878 5.557.628
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital Stand 1. Januar 2015 15.983
Gezeichnetes Kapital -
Kapitalrücklage -
Anteilsbasierte Vergütung -
Eigene Anteile -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) -272
Einstellung in die Gewinnrücklagen -
Gezahlte Dividende -309
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären -581
Veränderung der Neubewertungsrücklage
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen
Währungsschwankungen
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen
Konzernergebnis 1.063
Gesamtergebnis des Periode 1.063
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2015 16.465
Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2014 31.231 2,56 79.840 1.264.767 - 679.721
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - 3.995 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 3.995 - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 918.468
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - 918.468
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2014 31.231 2,56 79.840 1.268.762 - 1.598.190
Sonstige Rücklagen
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzern-

ergebnis
Eigenkapital, den Anteilseignern zustehen
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2014 34.199 - -4.531 2.182.134 426.159 4.662.290
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - 3.995
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - -4.096 - -4.096
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 426.159 -426.159 -
Gezahlte Dividende - - - -479.068 - -479.068
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - -57.005 -426.159 -479.169
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 918.468
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen 88.388 - - - - 88.388
Währungsschwankungen - - 6.272 - - 6.272
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - -355.353 - -355.353
Konzernergebnis - - - - 491.362 491.362
Gesamtergebnis des Periode 88.388 - 6.272 -355.353 491.362 1.149.137
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2014 122.587 - 1.741 1.769.776 491.362 5.332.258
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Nicht beherrschende Anteile
Eigenkapital Stand 1. Januar 2014 19.515
Gezeichnetes Kapital -
Kapitalrücklage -
Anteilsbasierte Vergütung -
Eigene Anteile -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) -945
Einstellung in die Gewinnrücklagen -
Gezahlte Dividende -681
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären -1.626
Veränderung der Neubewertungsrücklage -
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen -
Währungsschwankungen -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen -
Konzernergebnis -1.906
Gesamtergebnis des Periode -1.906
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2014 15.983

Die Aktien haben einen Nennwert von 2,56 Euro. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht ausgestattet. Im Gegenzug dafür erhalten die Inhaber dieser Aktiengattung gegenüber den Stammaktien, eine um 0,06 Euro höhere Dividende pro Stück, mindestens jedoch eine Dividende von 0,11 Euro pro Stück. Die Aktien sind voll einbezahlt. Bezüglich Erläuterungen zum Kapitalmanagement wird auf Seite 24 ff. im Lagebericht verwiesen.

Anzahl der Aktien Dividende je Aktie Ausschüttungssumme

in Tsd. Euro
(In Tsd. Stück) 2015 2014 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Stammaktien 26.231 26.231 8,92 10,77 233.978 282.505
Vorzugsaktien 5.000 5.000 8,98 10,83 44.900 54.150
Gesamt 31.231 31.231 278.878 336.655

Konzern-Kapitalflussrechnung

In Mio. Euro 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit, vor Steuern 785 700
(+) Abschreibungsaufwendungen (netto)(a) 131 78
(+) Veränderung der aktivierten Abschlusskosten (netto) -64 -194
(+) Erhöhung/ (Auflösung) der Wertminderung von Finanzanlagen, Sachanlagevermögen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 140 78
(+) Veränderung des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbarer Finanzanlagen -384 -758
(+) Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto)(c) 1.757 2.104
(+) Erhöhung /(Auflösung) der sonstigen Rückstellungen (netto)(d) -3 20
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -3 -5
Anpassung des Ergebnisses aus betrieblichen Geschäftstätigkeit um nicht zahlungswirksame Sachverhalte 1.574 1.324
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen (netto) 41 -43
Anpassung aus der Umgliederung zu Investitions- und Finanzierungstätigkeiten 41 -43
(-) Erfolgswirksame Dividendenzahlungen im Geschäftsjahr -375 -391
(-) erfolgswirksames Finanzanlageergebnis -2.305 -2.343
Anpassung von periodisch abgegrenzten zu nicht abgegrenzten Transaktionen -2.680 -2.734
(+) Einzahlung aus Dividenden 373 388
(+) Zahlungswirksames Finanzanlageergebnis 2.427 2.479
(-) Aufwendungen für Finanzanlagen (ohne Zinsen aus Finanzverbindlichkeiten und nachrangigen Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit, Nachbesicherungsverpflichtungen und Sonstiges) -93 -110
Zahlungsmittel aus dem Bankgeschäft (netto) -84 30
(+/-) Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit -100 -130
(+) Kapitalfluss aus sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto)(e) 54 -158
(-) Steueraufwendungen im Geschäftsjahr gezahlt -71 -17
Sonstige Auswirkungen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit und zahlungsunwirksame Anpassungen 40 20
Sonstige Anpassungen des Ergebnisses aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 2.546 2.503
KAPITALFLUSS AUS DER BETRIEBLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 2.268 1.749
(-) Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Barreserve 0 127
(+) Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich veräußerter Barreserve -69
Kapitalfluss aus Veränderungen im Konsolidierungskreis 0 58
(+) Verkauf von Fremdkapitalinstrumenten(e) 7.292 6.316
(+) Verkauf von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds(e) (f) 1.208 1.380
(+) Verkauf von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten(e) 150 32
(+) Verkauf und/oder Rückzahlung von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) 624 1.477
Kapitalfluss aus Verkäufen und Rückzahlungen von Finanzanlagen(e) (f) (g) 9.274 9.206
(-) Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten(e) -7.163 -6.805
(-) Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds(e) (f) -2.624 -1.801
(-) Erwerb von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten(e) -198 -49
(-) Erwerb und/oder Emission von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) -1.104 -1.784
Kapitalfluss aus Erwerben und Emissionen von Finanzanlagen(e) (f) (g) -11.089 -10.440
(-) Erwerb von materiellen oder immateriellen Vermögenswerten -12 -37
Kapitalfluss aus Veräußerungen und Erwerben von Anlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten -12 -37
KAPITALFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -1.826 -1.213
(-) Dividendenzahlungen -337 -480
Kapitalfluss aus Transaktionen mit Anteilseignern (netto) -337 -480
(+) Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung 3 2
(-) Gezahlte Zinsen aus der Fremdfinanzierung(h) -1 -1
Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung (netto) 2 1
Effekte aus Finanzierungszahlungen und zahlungsunwirksamen Anpassungen - -
KAPITALFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -335 -480
KAPITALFLUSS AUS AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN - -
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 1. JANUAR(i) 1.163 1.106
Kapitalfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 2.268 1.749
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit -1.826 -1.213
Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit -335 -480
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 17 -
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 31. DEZEMBER(i) 1.287 1.163

(a) Beinhaltet die Aktivierung von Agien/Disagien und dazugehörige Abschreibungen sowie Abschreibungen von fremdgenutzten und eigengenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten (unmittelbar gehalten).

(b) Beinhaltet Wertminderungen und Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen bilanziert worden sind.

(c) Beinhaltet die Effekte aus der Rückversicherung und die Veränderungen der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Verträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(d) Beinhaltet vor allem die Veränderung der Drohverlustrückstellungen, der Rückstellungen für uneinbringliche / zweifelhafte Forderungen und die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte.

(e) Beinhaltet dazugehörige Derivate.

(f) Beinhaltet direkt oder von beherrschenden sowie nicht beherrschenden Investmentfonds gehaltene Eigenkapitalinstrumente.

(g) Beinhaltet Veräußerungen/Erwerbe von Vermögenswerten im Zusammenhang mit Versicherungs- und Investmentverträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(h) Beinhaltet Netto-Auswirkung der Zinsmarge von zu Sicherungszwecken gehaltenen Derivaten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten.

(i) Nach Überziehungen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind im Anhang 12 dargestellt.

Die Kapitalflussrechnung des AXA Konzerns erläutert den Stand der Zahlungsmittel und -äquivalente (laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände) zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres; die Ermittlung erfolgt somit wie in den Vorjahren nach der indirekten Methode.

Im Geschäftsjahr 2015 erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 124 Mio. Euro auf 1.287 Mio. (2014: 1.163 Mio.) Euro. Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 440 Mio. (2014: 446 Mio.) Euro dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf.

Der Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (1) erhöhte sich auf 2.268 Mio. Euro (2014: 1.749 Mio. Euro).

Der mit der Investitionstätigkeit verbundene Zahlungsmittelabfluss beträgt 1.826 Mio. Euro (2014: 1.213 Mio. Euro).

Die im Anhang 1.3 beschriebenen Veränderungen in Bezug auf den Konsolidierungskreis haben keine unmittelbaren Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung.

Die Dividendenzahlung an die Anteilseigner (2015: 337 Mio. Euro / 2014: 480 Mio. Euro) wird als Kapitalabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die erhaltenen Zins- und Dividendenzahlungen sowie die bezahlten Zinsen und Ertragssteuern sind unverändert zum Vorjahr vollständig dem Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit zugeordnet.

Bei den als zahlungswirksames Finanzanlageergebnis ausgewiesenen 2.427 Mio. Euro (2014 2.479 Mio. Euro) handelt es sich um erhaltene Zinszahlungen.

Die gezahlten Zinsen 2015 belaufen sich auf 93 Mio. Euro (2014: 110 Mio. Euro).

Die erhaltenen Dividenden betragen 2015: 373 Mio. Euro (2014: 388 Mio. Euro).

Die im Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigten gezahlten Ertragsteuern betragen 2015: 71 Mio. Euro (2014: 17 Mio. Euro).

Konzern-Anhang

Anhang 1: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Allgemeine Informationen

Die AXA Konzern AG und ihre Konzernunternehmen betreiben Geschäfte in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung, Pensionskassengeschäft, Bankgeschäft und Asset Management. Die Hauptverwaltung des deutschen AXA Konzerns befindet sich in Köln, Deutschland. Der Sitz der AXA Konzern AG ist Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 672. Muttergesellschaft des Konzerns ist die AXA S.A., Paris. Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln ist mit 25,63% an der AXA Konzern AG beteiligt.

1.2. Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

Der Konzernabschluss wird von der AXA Konzern AG gemäß der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315a HGB nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Vorstand der AXA Konzern AG hat am 27. April 2016 den Konzernabschluss aufgestellt. Es ist vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG mit Datum vom 19. Mai 2016 den Konzernabschluss billigt. Die Möglichkeit der Änderung des Konzernabschlusses durch die Hauptversammlung der AXA Konzern AG besteht nicht.

Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom IASB verabschiedeten Standards. Die bisher vorhandenen Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden alle Standards und Interpretationen angewendet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend ist und wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann es zu geringen Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Beträgen kommen.

Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 29 bis 49 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.

Folgende neu erlassene bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen sind erst für zukünftige Geschäftsjahre anzuwenden und wurden daher noch nicht berücksichtigt. Teilweise bedarf es noch der Übernahme durch die EU.

• IFRS 9 - Finanzinstrumente:

Das IASB hat am 24. Juli 2014 den endgültigen Standard IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht. Dieser löst den derzeit gültigen IAS 39 ab und ist für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der Standard wurde noch nicht von der EU übernommen. Derzeit sind für Versicherungsunternehmen eine Harmonisierung der Erstanwendungszeitpunkte von IFRS 4 und IFRS 9 in Diskussion. Ein entsprechendes Exposure Draft des IASB wurde 9. Dezember 2015 veröffentlicht. Die Bekanntgabe der finalen Anpassungen werden für die zweite Jahreshälfte in 2016 erwartet. Der IFRS 9 ist in drei Bestandteile unterteilt. Er beinhaltet die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Wertminderung und Hedge Accounting. Die Einführung des vollständig vorliegenden Standards IFRS 9 wird nach dem jetzigen Stand wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der AXA haben, die allerdings im Rahmen der Projektarbeiten zu IFRS 9 noch näher analysiert und quantifiziert werden müssen.

• IFRS 16 - Leasingverhältnisse:

Das IASB hat am 13. Januar 2016 den endgültigen Standard IFRS 16 Leasingverhältnisse veröffentlicht. Kerngedanke des neuen Standards ist es, beim Leasingnehmer generell alle Leasingverhältnisse und die damit verbundenen vertraglichen Rechte und Verpflichtungen in der Bilanz zu erfassen. Die bisher unter IAS 17 erforderliche Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating-Leasingverträgen entfällt damit künftig für den Leasingnehmer. Die neuen Regelungen sind verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach 1. Januar 2019 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Die Auswirkungen des IFRS 16 werden derzeit bei AXA näher analysiert.

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

IFRS 14 - Regulatory Deferral Account

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen an IAS 27, Einzelabschlüsse - Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen an IAS 16, Sachanlagen, und IAS 41, Landwirtschaft - Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28: Investmentgesellschaften - Anwendung der Konsolidierungsausnahme

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen an IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer - Mitarbeiterbeiträge

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen)
"Annual Improvements to IFRSs" 2010-2012

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2015 beginnen)
"Annual Improvements to IFRSs" 2012-2014

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IAS 1: Angabeninitiative

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen - Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, dennoch wurde verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit wegen eines unbeabsichtigten Konflikts mit der bestehenden Regelung des IAS 28.32 verschoben. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist jedoch weiterhin zulässig)
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen)

1.3. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften sind einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses der AXA Konzern AG (31. Dezember) erstellt und in Abschlüsse transformiert worden, die dem konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen gemäß den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.

Die im Rahmen von IFRS 1 zulässigen Befreiungsvorschriften bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen wurden angewendet. Demnach erfolgte die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Um das Eigenkapital zu ermitteln, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren Zeitwerten angesetzt.

Die für die 1999 erworbene ehemalige Albingia-Gruppe ermittelten Unterschiedsbeträge wurden wegen ihrer erheblichen Größenordnung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und bis zum 31. Dezember 2003 nach HGB ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Januar 2004 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft und falls erforderlich außerplanmäßig abgeschrieben.

Der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust wird grundsätzlich von dem jeweiligen Ergebnis der konsolidierten IFRS-Bilanz entsprechend ihrer Beteiligungsquote ermittelt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Zwischenergebnisse sowie Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung in Euro erfolgte für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit den Kursen zum Bilanzstichtag.

In den Konzernabschluss sind neben der AXA Konzern AG wesentliche verbundene Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften einbezogen worden, über die eine Beherrschung besteht. Die Wesentlichkeit als Ermessenspielraum wurden in Anlehnung an das von der AXA Gruppe weltweit angewendete Verfahren (Erträge, Ergebnis, Aktiva, Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten der Tochterunternehmen im Verhältnis zum Vorjahreskonzernabschluss) ermittelt. Gemäß IFRS 10, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Konzernergebnis erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.

Unternehmen, auf die die AXA Konzern AG oder ein verbundenes konsolidiertes Tochterunternehmen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen, Stimmrechte zwischen 20% und 50%), wurden gemäß IFRS 11 mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der AXA Konzern AG wurden die im Anhang 2 ausgewiesenen Tochtergesellschaften voll konsolidiert. Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Die in 2015 neu gegründeten Investment KG's: Ganymed GmbH & Co. Cappella 02, Köln, Ganymed GmbH & Co. Cappella 08, Köln, Ganymed GmbH & Co. Cappella 25, Köln und Ganymed GmbH & Co. Cappella 71, Köln wurden erstmalig im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Zudem erweiterete sich der Konsolidierungskreis um die folgenden drei Investmentfonds: AXA Euro Dividend L, AXA Euro Dividend D und AXA Euro Aggregate W.

1.4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.4.1. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In den Vorjahren veröffentlichte das IASB folgende Standards bzw. Änderungen zu bestehenden Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2015 verpflichtend ist und keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

IFIC 21: Abgaben
Änderungen zu IAS 19: Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
"Annual Improvements to IFRSs" 2011-2013

1.4.2. Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen bei der Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten zu treffen. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die anhand vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet wurden. Dabei können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Posten, die unter Berücksichtigung von Annahmen und Schätzungen bewertet werden, sind:

beizulegende Zeitwerte bestimmter Finanzinstrumente

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den Bewertungsannahmen beeinflusst.
erzielbare Beträge zur Bestimmung von Wertminderungen von Vermögenswerten (soweit nicht öffentlich festgestellte Marktpreise zur Verfügung stehen)

Bestimmte Vermögenswerte werden regelmäßig auf Hinweise für mögliche Wertminderungen untersucht. Es bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des zeitlichen Anfalls des wertmindernden Ereignisses.
versicherungstechnische Rückstellungen

Unsicherheiten bei der Bemessung der Deckungsrückstellung basieren auf Annahmen über den Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen. Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des Zeitpunkts der zukünftigen Schadenzahlungen.
latente Steuern

Bei der Bilanzierung von latenten Steuern werden Annahmen über die zeitliche Umkehrung der Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz sowie Annahmen über den erwarteten Steuersatz getroffen.
immaterielle Vermögenswerte (VBI und URR) und aktivierte Abschlusskosten (DAC)

Die Amortisation der erworbenen Versicherungsbestände (VBI), der aktivierten Abschlusskosten und der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile (URR) erfolgt anhand des Barwertes der erwarteten Bruttogewinne. Im Rahmen der Ermittlung spielen insbesondere Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zins und Kosten eine Rolle. Diese Annahmen sowie die Annahmen über zukünftiges Storno werden jährlich überprüft und angepasst. Die sich daraus ergebenden Effekte spiegeln sich als True Up-Werte in den entsprechenden Bilanzposten wider.
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Bei der Ermittlung der Werte für die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden Schätzannahmen bezüglich der Bewertungsparameter wie z.B. Sterblichkeit, Gehaltssteigerungen und Rechnungszins getroffen.
Sonstige Rückstellungen (z. B. Restrukturierungsrückstellungen, Prozesskostenrückstellungen) und Eventualverbindlichkeiten

Der Wertansatz der Sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird in Höhe des Barwertes der erwarteten Inanspruchnahme diskontiert. Sofern die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllt sind, erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien für den Ausweis einer entsprechenden Eventualverbindlichkeit Anwendung finden.

Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. direkt in den Erläuterungen zu den Werten dargestellt. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft und die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Änderung der Schätzung erfolgt.

1.4.3. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Vermögenswerten- und Schulden gemäß den Regelungen des IFRS 13 zur Fair Value Bewertung, sofern ein anderer Standard Bewertungen oder Angaben zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet. IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhält oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Für die Anhangangaben nach IFRS 13 sind die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten und bestimmte nicht-finanzielle Vermögenswerte in eine dreistufige Fair Value Hierarchie einzuordnen. Die Zuordnung in eines der drei Level ist abhängig von den im Rahmen der Bewertung verwendeten Inputfaktoren. Die im Folgenden beschriebenen Prinzipien betreffen im AXA Konzern hauptsächlich Vermögenswerte.

Marktpreise auf aktiven Märkten

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird von unveränderten notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen von Händlern abgeleitet, die am letzten Handelstag vor dem Bilanzstichtag sowie am Stichtag festgestellt werden, sofern Letzterer ein Handelstag ist. Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungs-Service oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert durch unangepasste notierte Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ermittelt werden kann, werden im AXA Konzern dem Level 1 zugeordnet.

Aktiver Markt versus inaktiver Markt bei Finanzinstrumenten

Börsengehandelte Eigenkapitalinstrumente und öffentlich auf liquiden Märkten gehandelte Fremdkapitalinstrumente werden mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis leicht verfügbar ist und repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Ein liquider Markt ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Vermögenswert im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit innerhalb einer begrenzten Zeitspanne zu dem Preis verkauft werden kann, zu dem das Finanzinstrument bewertet wurde. Bei Fremdkapitalinstrumenten wird die Liquidität mittels eines auf mehreren Kriterien basierenden Ansatzes bestimmt, der unter anderem die Anzahl verfügbarer Preisnotierungen, den Emissionsort und die Veränderung der Geld-Briefspanne berücksichtigt.

Ein Finanzinstrument gilt als nicht an einem aktiven Markt notiert, wenn nur wenige Transaktionspreise zur Verfügung stehen, wenn es einen signifikanten Rückgang des Volumens oder des Ausmaßes der Aktivität für diesen Vermögenswert im Verhältnis zur normalen Marktaktivität für diesen Vermögenswert gegeben hat oder im Falle signifikanter Illiquidität des Marktes, wenn beobachtbare Preise nicht als repräsentativer Fair Value gelten können.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Vermögenswerte und Schulden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, erfolgt auf Grundlage von marktgerechten Preisinformationen externer und unabhängiger Preisservice-Agenturen beziehungsweise. marktgängigen Bewertungsmodellen unter der Berücksichtigung von angemessenen Bewertungsparametern. Der AXA Konzern ist bestrebt, sich bei der Ermittlung der Fair Values auf möglichst viele beobachtbare Inputfaktoren zu stützen. Hierzu werden vornehmlich externe Preisservice-Agenturen einbezogen, wie beispielsweise Fondsvermögensverwalter im Falle von nicht konsolidierten Investmentfonds.

Beizulegende Zeitwerte werden in Level 2 klassifiziert, falls der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist oder der Fair Value anhand von Bewertungsverfahren, die auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruhen, ermittelt wird. Solche Marktinputgrößen umfassen Verweise auf ehemals notierte Preise für identische Instrumente auf aktiven und nicht aktiven Märkten sowie notierte Preise für ähnliche Instrumente auf aktiven und inaktiven Märkten. Auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen umfassen auch Zinsstrukturkurven, Volatilitäten von Optionen und Währungsumrechnungskurse.

Falls für die Bewertung relevante Inputfaktoren nicht am Markt beobachtbar sind, wird der Fair Value mit anerkannten Bewertungsverfahren unter Verwendung von nicht-beobachtbaren Inputfaktoren ermittelt, die im Wesentlichen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens soll der Transaktionspreis festgestellt werden, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Für die Fair Value Ermittlung kommen drei Bewertungsverfahren in Betracht:

Marktpreisorientierter Ansatz: Berücksichtigung von Preisen und anderen relevanten Daten, die durch Markttransaktionen mit identischen oder vergleichbaren Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entstanden sind
Kapitalwertorientierter Ansatz: Ableitung eines aktuellen diskontierten Betrags aus künftigen Beträgen unter Anwendung von Barwertverfahren (z.B. Discounted Cash Flow-Modelle) und Optionspreismodellen
Kostenorientierter Ansatz: Ermittlung von Wiederbeschaffungskosten, die gegenwärtig erforderlich wären, um die Leistungskapazität eines Vermögenswerts zu ersetzen

Die beizulegenden Zeitwerte, die im Wesentlichen auf nicht am Markt beobachtbaren Bewertungsparametern basieren, werden in der Fair Value-Hierarchie dem Level 3 zugeordnet.

AKTIVA

1.5. Immaterielle Vermögenswerte

1.5.1. Geschäfts- oder Firmenwert und Test über die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird definiert als der positive Unterschiedsbetrag zwischen der Summe der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem Zeitwert des erworbenen Netto-Vermögens am Erwerbsstichtag.

Falls der Kaufpreis geringer ist als die zum Zeitpunkt des Erwerbes identifizierten Vermögenswerte abzgl. übernommenen Verbindlichkeiten, ist die Differenz erfolgswirksam zu vereinnahmen.

Anpassungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert können innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbsstichtag vorgenommen werden, falls neue Informationen verfügbar wurden, die dabei helfen, die Anfangsbilanzierung zu vervollständigen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mit unbestimmter Nutzungsdauer angesetzt und deshalb nicht planmäßig abgeschrieben. Der Ausweis erfolgt zum Bruttobuchwert vermindert um den kumulierten Wertminderungsaufwand. Ein Test über die Werthaltigkeit des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts (Impairment-Test) wird jährlich durchgeführt. Er wird für jede einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten durchgeführt. Dabei entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Segmenten, da diese jeweils weitgehend unabhängig voneinander Zahlungsmittel erwirtschaften. Ein Wertminderungs- bzw. Impairmentbedarf ergibt sich, wenn der Nutzungswert unter dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals des Segments liegt. Der Nutzungswert beruht auf dem Netto-Vermögen sowie auf den erwarteten zukünftigen Gewinnen aus dem laufenden Geschäft, die durch die zahlungsmittelgenerierende Einheit erwirtschaftet werden. Der Nutzungswert wird auf Basis des für Lebens- und Krankenversicherungsverträge relevanten Embedded Value-Modells bzw. durch ähnliche Berechnungen für das Segment Schaden- und Unfall ermittelt.

Nähere Erläuterungen zum bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert und des durchgeführten Werthaltigkeitstests sind im Anhang 5 dargelegt.

1.5.2. Erworbene Versicherungsbestände (VBI) in den Segmenten Leben und Kranken

Der Wert der erworbenen Versicherungsbestände wird über die gesamte Vertragslaufzeit entsprechend der erwarteten Bruttogewinne amortisiert. Die Werthaltigkeit wird jährlich auf Basis aktueller Entwicklungen und Aktualisierung der Annahmen überprüft. Darüber hinaus fließt der Wert der erworbenen Versicherungsbestände in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer ein (Liability Adaquacy Test).

1.5.3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um selbst erstellte und erworbene Software, erworbene Versicherungsbestände im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung sowie übrige sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte. Die selbst erstellte Software wird zu fortgeführten Herstellungskosten bilanziert. Die erworbene Software bzw. die nachträglich aktivierten Anschaffungskosten auf die Software sowie die erworbenen übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Abschreibungen der Software erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über maximal 10 Jahre linear. Das aktivierte Recht aus der Ausschließlichkeitskooperation mit einem Vertriebspartner wird planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 6 Jahre abgeschrieben. Der erworbene Versicherungsbestand des Segments Schaden- und Unfallversicherung wird aufgrund seines deutlich kurzfristigeren Charakters im Vergleich zu dem erworbenen Versicherungsbestand der Segmente Leben und Kranken unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Abschreibung des erworbenen Versicherungsbestands erfolgt planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 17 Jahre.

1.6. Aktivierte Abschlusskosten

Abschlusskosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss von Versicherungsverträgen und Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden als Vermögenswert abgegrenzt. Hierzu zählen insbesondere gezahlte Abschlussprovisionen an den Vermittler sowie Kosten der Antragsprüfung und Policierung.

Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten proportional zu den Beitragseinnahmen amortisiert. Im Bereich Lebens- und Krankenversicherung hingegen erfolgt die Amortisation über die gesamte Vertragslaufzeit des Versicherungsbestandes entsprechend der erwarteten Bruttogewinne.

Die Werthaltigkeit des Vermögenswertes "aktivierte Abschlusskosten" wird jährlich überprüft. Sofern die aktivierten Abschlusskosten den Barwert der zukünftigen erwarteten Gewinne übersteigen, wird der nicht gedeckte Betrag sofort erfolgswirksam abgeschrieben. Darüber hinaus fließt der Vermögenswert in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer ein.

Der Ausweis erfolgt brutto, das heißt vor Abzug der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile. Die Amortisation dieser Rückstellung erfolgt analog der aktivierten Abschlusskosten über die Vertragslaufzeit anhand der erwarteten Bruttogewinne.

1.7. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Fremdgenutzte Grundstücke, die als langfristige Kapitalanlagen zu Investitionszwecken gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Zur Bestimmung der Wertminderung werden externe Gutachten auf Basis von Ertragswertverfahren herangezogen, die anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachterträgen den Zeitwert der Grundstücke und Gebäude ermitteln, der dem erzielbaren Betrag entspricht. Kurzfristige Verkaufsabsichten werden bei der Wertermittlung berücksichtigt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden die externen Gutachten in regelmäßigen Abständen sowie bei besonderem Bedarf angefordert. Eine Zuordnung zum fremdgenutzten beziehungsweise eigengenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Erbbaurechte werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen und über die Laufzeit des Rechts amortisiert.

1.8. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Ausleihungen, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind nicht im Bestand. Die Klassifizierung erfolgt gemäß IAS 39 bei Zugang in Abhängigkeit von Art und Verwendungszweck der Finanzinstrumente. Die Einteilung der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 entspricht der Kategorisierung nach IAS 39 wie unten dargestellt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Falle eines finanziellen Vermögenswertes, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt dies unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission zuzurechnen sind. Finanzinstrumente werden grundsätzlich am Handelstag angesetzt und ausgebucht mit Ausnahme einiger personenbezogener Darlehen. Die Ausbuchung erfolgt, wenn vertragliche Rechte auf die Vereinnahmung der Zahlungsströme auslaufen, wenn wesentliche Risiken oder Chancen in Bezug auf das Eigentum auf Dritte übertragen werden oder wenn bei Vorliegen einer finanziellen Verbindlichkeit diese getilgt wird.

• Kredite und Forderungen

Die Kategorie Kredite und Forderungen beinhaltet einige festverzinsliche Wertpapiere, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Die unter diese Kategorie fallenden Darlehen und Ausleihungen werden überwiegend zum Handelstag erfasst und mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente wie Aktien und sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere, nicht konsolidierte Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere) werden grundsätzlich zum Handelstag erfasst. Die Folgebewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste, die sich aus dem Vergleich zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten beziehungsweise fortgeführten Anschaffungskosten ergeben, werden nach Abzug von latenten Steuern und gegebenenfalls latenter Beitragsrückerstattung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente verrechnet. Agien und Disagien werden bei festverzinslichen Wertpapieren laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Kapitalanlagen, die durch Ausübung der Fair Value Option gemäß IAS 39 in diese Kategorie eingestuft wurden oder zum Zwecke des Handels und der kurzfristigen Gewinnerzielung erworben wurden, sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen. Die Wertpapiere werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aufgrund von Marktwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.

Beim erstmaligen Ansatz kann eine Designation als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente von Vermögenswerten durch die Fair Value Option gemäß IAS 39 erfolgen. Die Fair Value Option wird im AXA Konzern insbesondere bei den folgenden Sachverhalten in Anspruch genommen:

Nutzung der Fair Value Option zur Reduktion von Bewertungsinkongruenzen:

Finanzinstrumente, die Teil der Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind
Finanzinstrumente, die aus ökonomischen Gründen Gegenstand einer Sicherungsbeziehung sind, sich jedoch nicht gemäß den Anforderungen von IAS 39 als Grundgeschäft im Rahmen des Hedge Accounting qualifizieren

Durch die Ausübung der Fair Value Option bei strukturierten Finanzinstrumenten erfolgt keine Trennung der eingebetteten Derivate vom Grundgeschäft

Nutzung der Fair Value Option bei Portfolien, die sich aus aktiv gemanagten Finanzinstrumenten zusammensetzen und deren Rentabilität im Rahmen der Investmentstrategie auf Total Return Basis gesteuert werden. Bei diesen Investments stehen die Marktwertveränderungen und weniger die realisierten Kapitalanlageerträge im Vordergrund. Dies betrifft insbesondere Wertpapiere, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden und die im Einklang mit den Risikomanagement Richtlinien verwaltet werden ("Satellite Investment Portfolio").

In der Praxis werden die Vermögenswerte, die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, unterschieden nach:

Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios" (inklusive Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherung) und Investmentkontrakte, die im Einklang mit der Asset und Liability Management Strategie des AXA Konzerns gemanagt werden
Vermögenswerte des "Satellite Investment Portfolios", die die strategische Asset Allocation mittels eines dynamischen Asset Managements und unter der Maßgabe einer Renditemaximierung wiederspiegeln

Die Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios", die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, sind grundsätzlich als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" einkategorisiert. Ausnahmen bestehen nur, wenn die Wertpapiere Bestandteil einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 (Hedge Accounting) sind oder wenn aufgrund von Bewertungsinkongruenzen bei diesen Wertpapieren die Fair Value Option ausgeübt wird. Die Vermögenswerte innerhalb des "Satellite Investment Portfolios" werden ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzinstrumente aus den Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere", "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" sowie jegliche Derivate werden im Rahmen der Folgebewertung mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13 (siehe Anhang 9). Dabei werden öffentlich gehandelte Wertpapiere soweit möglich mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Bei Wertpapieren, für die kein aktiver Markt existiert, werden die Zeitwerte grundsätzlich unter Zuhilfenahme von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern ermittelt. Der Zeitwert von Derivaten ergibt sich aus dem Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte und aus anderen Marktparametern. Öffentlich gehandelte Derivate werden auf der Grundlage öffentlich festgestellter Marktpreise bewertet. Außerbörslich gehandelte Derivate werden mit anerkannten Bewertungsmodellen (z.B. Optionspreismodell) auf Grundlage von aktuellen Marktparametern (z.B. Zinstrukturkurve, Volatilitäten, etc.) bewertet. Der Zeitwert entspricht den finanziellen Mitteln, die zur vollen Abdeckung zukünftiger Rechte und Verpflichtungen aus den betreffenden Finanzverträgen notwendig sind. Die Bewertung eines Kreditderivats, das zur Abbildung einer synthetischen Collateralized-Debt-Obligation abgeschlossen wurde, erfolgt auf Grundlage von Modellberechnungen der emittierenden Bank.

Wertpapiere und Darlehen der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt für Finanzinstrumente in dieser Bewertungskategorie grundsätzlich unter Anwendung von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurven).

Wertminderung von Finanzinstrumenten

An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Prüfung, ob bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von Finanzanlagen, der / die entweder als zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanziert wird oder der / die als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" eingestuft wird, eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine dauerhafte Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von Finanzanlagen wird grundsätzlich angenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines oder mehrerer Ereignisse vorliegen und dieses Ereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cash Flows des Vermögenswertes beziehungsweise der Vermögenswerte hat.

Bei Wertpapieren, die in die Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" eingestuft werden, erfolgt bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung grundsätzlich eine erfolgswirksame Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert.

Festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn der Gesamtbetrag der aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervorgehenden Ansprüche - gewöhnlich aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten - als ganz oder teilweise uneinbringlich betrachtet werden muss. Bei Genussrechten und stillen Einlagen wird von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen, soweit die Herabsetzung des Nominalbetrages erfolgt ist beziehungsweise auf Grundlage unserer Erwartung wahrscheinlich ist und unserer Einschätzung nach der Kapitalnehmer den Nominalbetrag nicht bis zur Endfälligkeit wieder auffüllen wird oder wenn sich Auswirkungen auf die erwarteten geschätzten Cash Flows des Schuldtitels ergeben, die dazu führen, dass der Net Present Value geringer ist als die fortgeführten Anschaffungskosten. Nach bereits erfolgten Abschreibungen werden weitere Wertminderungen, die in nachfolgenden Berichtsperioden auf eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten zurückzuführen sind, zudem erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibungen erfasst. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn ihr Zeitwert am Bilanzstichtag signifikant (i.d.R. 20 %) oder länger (i.d.R. sechs Monate) anhaltend unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Reduziert sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertaufholung erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst. Erhöht sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertminderung erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibung erfasst.

Die Prüfung einer dauerhaften Wertminderung von Vermögenswerten, die zu historischen Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt grundsätzlich bezogen auf das einzelne Investment. Bei einem dauerhaften Absinken des Marktwertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten (z.B. bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten) wird außerplanmäßig erfolgswirksam abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird die Wertaufholung ebenfalls erfolgswirksam erfasst, allerdings höchstens bis zu dem Wert der fortgeführten Anschaffungskosten.

Währungsumrechnung von Finanzinstrumente in fremder Währung

Die Währungsumrechnung bei den in Fremdwährung gehaltenen Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung der Kapitalanlagen zu monetären oder nicht monetären Positionen.

Monetäre Positionen sind Geldmittel, Vermögenswerte und Schulden, für die das Unternehmen einen festen oder bestimmbaren Betrag erhält oder Geld bezahlen muss. Hierzu zählen die Darlehen und Ausleihungen sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Bei nicht monetären Positionen handelt es sich um Realwerte wie Aktien und Beteiligungen.

Bei den monetären Positionen werden die aus dem Stichtagskurs ermittelten Währungskursschwankungen erfolgswirksam verbucht soweit sie auf die Anschaffungskosten entfallen. Bei den nicht monetären Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, wird nach der Klassifizierung der Wertpapiere unterschieden. Die gemäß Stichtagskurs ermittelten Währungsunterschiede werden bei einer Klassifizierung als Handelsbestand beziehungsweise als Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente erfolgswirksam verbucht und bei einer Klassifizierung als jederzeit veräußerbare Wertpapiere erfolgsneutral in die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital eingestellt.

1.9. Pensions- und Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte werden ausschließlich zur Ertragsmehrung abgeschlossen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Das Marktpreisrisiko verbleibt beim AXA Konzern als Leihgeber. Da kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt, werden die verliehenen Wertpapiere unverändert in der Bilanz des AXA Konzerns erfasst und nach den Anforderungen von IAS 39 bewertet. Die dem AXA Konzern als Sicherheit gestellten Wertpapiere werden nicht in der Konzern-Bilanz erfasst.

Die oben beschriebenen Darlehen und Ausleihungen beinhalten zudem ein umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft. Hierbei werden Wertpapiere erworben und gleichzeitig vereinbart, die Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs an den ursprünglichen Veräußerer zurückzuveräußern. Da die Chancen und Risiken aus einer Marktpreisänderung der Wertpapiere beim ursprünglichen Veräußerer verbleiben, weist der AXA Konzern die erworbenen Wertpapiere nicht in der Bilanz aus. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Darlehen und Ausleihungen ausgewiesen. Zinsen aus dem umgekehrten Wertpapierpensionsgeschäft werden ertragswirksam abgegrenzt.

1.10. Derivative Finanzinstrumente

Derivate werden bei ihrer erstmaligen Erfassung sowie in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam als unrealisierte Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausnahmen betreffen lediglich Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting designiert werden.

Grundsätzlich ist eine Designation von Sicherungsinstrumenten beziehungsweise von Sicherungsgeschäften im Rahmen des Hedge Accounting gemäß den Anforderungen von IAS 39 bei drei unterschiedlichen Arten zulässig. Der AXA Konzern nutzt beziehungsweise nutzte die Designation von Sicherungsinstrumenten im Rahmen des Hedge Accounting lediglich bei der folgenden Art:

Absicherung von Zahlungsströmen eines bereits bilanzierten Vermögenswertes in Fremdwährung (Cash Flow Hedge)
Absicherung einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion (Cash Flow Hedge)

Zu Beginn der Absicherung werden vom AXA Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und - strategien formal designiert und dokumentiert. Diese Dokumentation beinhaltet neben der Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts beziehungsweise der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos eine Beschreibung der zu Beginn auftretenden und zudem der fortlaufenden Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation des abzusichernden Risikos.

Cash Flow Hedges beseitigen das Risiko von Schwankungen in erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen, das einem bestimmten Risiko in Zusammenhang mit einem bereits bilanzierten Vermögenswert, einer Verbindlichkeit oder einer geplanten Transaktion zugeordnet werden kann. Der Teil der Wertänderung der Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedging erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame beziehungsweise ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- beziehungsweise ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Bei Fälligkeit oder Veräußerung des Sicherungsinstrumentes sowie wenn das Sicherungsinstrument nicht mehr die Voraussetzungen zur Designation erfüllt, verbleibt der kumulierte Gewinn und Verlust aus dem Sicherungsinstrument im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion in den zukünftigen Perioden eintritt.

Derivative Finanzinstrumente schließen eingebettete Derivate ein, die als Bestandteil von strukturierten Finanzinstrumenten getrennt vom Basisvertrag bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Unabhängig davon, ob Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden oder Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind, zeigt der AXA Konzern Derivate in der entsprechenden Bilanz-Position, in der die zugrundeliegenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt werden.

Eine detaillierte Beschreibung zur Bestimmung und den Voraussetzungen im Rahmen des konzernweiten Einsatzes von Derivaten wird in Anhang 19 gegeben.

1.11. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt und über die Veränderung der entsprechenden Deckungsrückstellung ausgeglichen.

1.12. Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft

Die Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft setzen sich im Wesentlichen aus dem eigenen Wertpapierbestand sowie den Forderungen an Kunden zusammen. Die Forderungen an Kunden bestehen überwiegend aus der Vergabe von Hypothekendarlehen, Policendarlehen sowie Konsumentenkrediten.

1.13. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

1.14. Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.

1.15. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst technische Anlagen und Maschinen (EDV), Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie eigengenutzter Grundbesitz. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Finanzleasinggeschäfte existieren nicht. Eigengenutzter Grundbesitz wird wie fremdgenutzter Grundbesitz bewertet. Eine Zuordnung zum eigengenutzten beziehungsweise fremdgenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung.

1.16. Latente Steueransprüche

Die aktive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz. Die Werthaltigkeit wird jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests nachgewiesen.

1.17. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen, Sonstige Forderungen

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen und notwendigen Wertberichtigungen sowie Abschreibungen angesetzt. Der Wertminderungs- bzw. Abschreibungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Unter den Sonstigen Forderungen werden unter anderem Vorräte und aggregierte Zins- und Mietforderungen ausgewiesen.

1.18. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Barmittel und täglich fällige Guthaben bei Banken. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

PASSIVA

1.19. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage beinhalten die von den Aktionären der AXA Konzern AG eingezahlten Beträge für die ausgegebenen Stamm- und Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital entspricht dem rechnerischen Nennwert pro Aktie; die Kapitalrücklage enthält die darüber hinaus erhaltenen Beträge (Agien), insbesondere den Gegenwert der zum 1. Januar 2007 in die AXA Konzern AG eingelegten Anteile des Konzerns DBV-Winterthur.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in der Kapitalrücklage auch die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfasst.

1.20. Sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die bisher nicht ausgeschütteten Gewinne des Konzerns. Darüber hinaus wurden bis auf die Neubewertungsrücklage von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Umstellung von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 entstandenen Unterschiedsbeträge sowie die im Rahmen der Einbringung der WMBH entstandenen Unterschiedsbeträge auf die Anpassung der versicherungstechnischen Position der DBV-Winterthur in dieser Position ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der jährlichen Überprüfung der aktuariellen Annahmen der Pensionsverpflichtungen resultieren (Sterblichkeit, Zins), werden ebenfalls direkt in den Gewinnrücklagen verbucht. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

In der (fortgeführten) Rücklage aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten bzw. Hedge Accounting Derivaten (Cash Flow Hedge) werden die Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus dem Vergleich zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus werden Wertveränderungen aus Cash Flow Hedges in dieser Position erfasst. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet die im Rahmen der Umrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften seit dem 1. Januar 2004 angefallenen Währungskursdifferenzen.

1.21. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

1.21.1. Klassifizierung von Versicherungsverträgen

Alle abgeschlossenen Verträge von Versicherungsgesellschaften des AXA Konzerns erfüllen die Definition von Versicherungsverträgen oder Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung nach IFRS 4. Bei Versicherungsverträgen übernimmt der AXA Konzern ein signifikantes Versicherungsrisiko vom Versicherungsnehmer. Sofern kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen wird, wird der Vertrag als Investmentvertrag klassifiziert. Die vorhandenen Investmentverträge wiederum enthalten alle eine ermessensabhängige Überschussbeteiligung. Im Rahmen der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge wird ebenfalls signifikantes Versicherungsrisiko vom Zedenten übernommen bzw. an einen Rückversicherer übertragen.

1.21.2. Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2013 gemäß IFRS 4.22 i.V.m. IAS 8 nach französischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (French GAAP) bewertet, um damit eine größtmögliche Konsistenz zu den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden im IFRS-Konzernabschluss der Muttergesellschaft, AXA S.A., herzustellen. Bezogen auf Versicherungsverträge entspricht French GAAP im Wesentlichen den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden nach US-amerikanischen Grundsätzen (US-GAAP).

Die Grundsätze für die Bewertung der Versicherungstechnik sind dabei:

Die versicherungstechnische Rückstellung muss ausreichend sein, um die zukünftigen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer zu begleichen.
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung dürfen nicht mit einem Rechnungszins diskontiert werden, der höher ist als der zukünftige erwartete Zinsertrag zu Vertragsbeginn.
Aktivierte Abschlusskosten werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit anhand der zukünftigen erwarteten Gewinne abgeschrieben, solang Werthaltigkeit gegeben ist.
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden grundsätzlich nicht diskontiert.

Darüber hinaus gelten gemäß IFRS 4.14 Sondervorschriften für nicht unter IFRS ansatzfähige Schwankungs- und Großrisikorückstellungen sowie für Rückversicherungsbeziehungen, die im Abschluss brutto dazustellen sind (separater Ausweis von Anteilen der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen).

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden periodengerecht ermittelt. Ein Abzug für nicht übertragsfähige Teile wird nicht vorgenommen. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer gestellt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden aus den Bruttowerten ermittelt.

Die Deckungsrückstellungen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften einzelvertraglich, mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung und der Kapitalisierungsprodukte, nach der prospektiven Methode und für beitragspflichtige Lebensversicherungen und Unfallversicherungen mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung und die Kapitalisierungsprodukte erfolgte die Berechnung nach der retrospektiven Methode. In der Lebensversicherung wurden bei Einmalbeitragsversicherungen, tariflich beitragsfreien und beitragsfreigestellten Versicherungen die künftigen Kosten explizit berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Versicherungsjahre wurde ebenfalls in die Deckungsrückstellung eingestellt. Bei allen Berechnungen handelt es sich dabei grundsätzlich um ungezillmerte Deckungsrückstellungen. Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr jedoch unter sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Im Einzelnen wird für den Altbestand die Deckungsrückstellung nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan in der geltenden Fassung bestimmt. Für den Neubestand wird die Deckungsrückstellung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt mitgeteilt worden sind, soweit diese unter IFRS anwendbar sind. Dabei werden die seit 2005 ergangenen BGH-Urteile zu Mindestrückkaufswerten und Stornoabzügen in der Lebensversicherung berücksichtigt, soweit diese nicht bereits durch Auszahlung oder durch Umwandlung in Überschussguthaben erfüllt wurden. Für mögliche finanzielle Konsequenzen des EuGH-Urteils aus 2013 ("Policenmodell") und der zugehörigen BGH-Urteile wurde eine Rückstellung gebildet. Zur Berücksichtigung der gestiegenen Lebenserwartung wird für den Bestand an Rentenversicherungen, die nach der Sterbetafel DAV 1994 R oder einer älteren Sterbetafel kalkuliert wurden, die Deckungsrückstellung jährlich überprüft und soweit notwendig verstärkt, um der veränderten Lebenserwartung Rechnung zu tragen. Zur Ermittlung dieser zusätzlichen Deckungsrückstellung erfolgt für die betroffenen Unternehmen einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung mit dem Wert, der sich aus einer aktuariell angemessenen Interpolation der Deckungsrückstellungen entsprechend der Sterbetafel für Rentenversicherungen "DAV 2004 R - Bestand", und "DAV 2004 R - B20" bzw. unter Ansatz eines aktuariell angemessenen Sterblichkeitstrends ergibt. Positive Differenzen zwischen Vergleichsreserve und ursprünglicher Reserve werden unter Verwendung von Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten aufgefüllt. Für den Bestand an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI bzw. IT AXA 2013 I (Unisex) kalkuliert werden, erfolgt seit dem Jahr 1997 für die Deckungsrückstellung ebenfalls eine Vergleichsrechnung. Der sich ergebende Anpassungsbedarf wird in voller Höhe in der Deckungsrückstellung berücksichtigt. Für die Pflegerenten-(zusatz-)versicherungen wird gemäß den Empfehlungen der DAV (Tafel DAV 2008 P) die Deckungsrückstellung durch eine einzelvertragliche Vergleichsrechnung erhöht und so an die gestiegenen Pflegewahrscheinlichkeiten angepasst. Die Deckungsrückstellung für Bonusversicherungssummen und Bonusrenten wird nach denselben Grundlagen berechnet, wie sie zur Berechnung der Deckungsrückstellung der zugehörigen garantierten Leistung herangezogen werden. Bei fremdgeführten Konsortialverträgen sind die anteiligen Deckungsrückstellungen von den Konsortialführern nach deren Geschäftsplänen bzw. deren Grundsätzen berechnet worden. In den Fällen, in denen die Angaben für das Geschäftsjahr noch nicht vorlagen, wurden die anteiligen Deckungsrückstellungen von uns auf Basis der Bilanzangaben der Konsortialführer der Vorjahre unter Berücksichtigung der uns im Geschäftsjahr bekannt gegebenen Geschäftsvorfälle hochgerechnet. Eine Zinszusatzreserve wird nicht gebildet.

In der Krankenversicherung wurde für die vor 1997 abgeschlossenen Tarife die Alterungsrückstellung aus dem Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) übernommen, welche unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet wurde. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014, PKV 2015 und PKV 2016 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV 2013 mit einem Rechnungszins von 2,43 bis 3,5 % und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Die Errechnung der Reserve erfolgte nach der prospektiven Methode. Für die übrigen Tarife wurde bei ansonsten ebenfalls gegenüber dem HGB-Einzelabschluss unveränderten Rechnungsgrundlagen eine ungezillmerte Reserve berechnet (d.h. ohne Einrechnung von Abschlusskosten) und als Alterungsrückstellung bilanziert. Die Errechnung der Reserve erfolgte jeweils nach der prospektiven Methode.

Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31.12. des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert).

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle, die Spätschadenrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Diese Rückstellungen werden möglichst realitätsnah bewertet. Dazu werden Schätzungen, aktuelle Trends sowie Erfahrungswerte herangezogen. Die Auskömmlichkeit wird durch regelmäßige aktuarielle Untersuchungen überprüft. Bei der Ermittlung wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war. Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden grundsätzlich nicht diskontiert.

In der Lebensversicherung enthält die in Einzelreservierung gebildete Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle die voraussichtlichen Leistungen für die zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung gemeldeten, aber noch nicht ausgezahlten Versicherungsfälle. Für diejenigen Versicherungsfälle, die vor dem Abschlussstichtag eingetreten sind, aber erst nach der Bestandsfeststellung bekannt werden, wurde eine pauschale Spätschadenrückstellung gebildet, orientiert an Erfahrungswerten über die Höhe der fällig gewordenen Leistung, vermindert um die jeweils vorhandene Deckungsrückstellung.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. In der Lebensversicherung wurden die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussbeteiligungen (Schlussüberschüsse, Schlusszahlungen sowie Nachdividenden) entsprechend den Bestimmungen des § 28 Absatz 7 RechVersV und den für den Altbestand genehmigten Geschäftsplänen ermittelt. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Krankenversicherung richtet sich nach der auf Basis des § 12 c Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung (Überschussverordnung). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen. In der Unfallversicherung wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet. Resultierend aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS wird darüber hinaus im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung sowie in der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung in Höhe der zukünftig erwarteten Überschussbeteiligung gebildet.

Darüber hinaus werden die zugeteilten Überschussanteile in Form der aus der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entstehenden Ansammlungsguthaben unter dem Posten Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgewiesen.

Die Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile umfasst Beitragsbestandteile, die nicht für Dienstleistungen der laufenden Periode erhoben werden. Die Beitragsbestandteile werden wie aktivierte Abschlusskosten abgegrenzt und abgeschrieben.

Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen

Zu jedem Bilanzstichtag wird die Angemessenheit der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cash Flows überprüft (Liability Adequacy Test).

Im Rahmen des Liability Adequacy Tests wird die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung sowie die Schattenbilanzierung der Beitragsrückerstattung einbezogen. Sofern ein aktivischer Überhang in Bezug auf die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung vorliegt, ist zusätzlich ein Test erforderlich, um die Werthaltigkeit des aktiven Überhangs zu prüfen.

Eingebettete Derivate, die die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen, werden nicht separat bewertet. Trennungspflichtige, nicht die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllende, Derivate sind nicht vorhanden.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, den vertraglichen Vereinbarungen und den Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Im Wesentlichen werden dort allerdings die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus dem Bereich Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen, deren Ermittlung bereits im Abschnitt Deckungsrückstellung erläutert wurde.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung) wird das Deckungskapital jeder einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt worden sind.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen der ausländischen Tochterunternehmen werden, soweit diese auf lokalen versicherungsspezifischen Wertansätzen beruhen, unverändert übernommen.

1.22. Rückversicherung

Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden separat auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Bilanzausweis auf der Passivseite erfolgt somit brutto, das heißt vor Abzug der Anteile der Rückversicherer.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgen wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.

1.23. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, die Steuerverbindlichkeiten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

1.24. Sonstige Rückstellungen

In der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen sind insbesondere Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Inflationsraten sowie eines laufzeitkongruenten Marktzinses für hochwertige Unternehmensanleihen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Für die ehemaligen Mitarbeiter der DBV-Winterthur-Gesellschaften bestehen Vermögenswerte in Form von konzerninternen Rückdeckungsversicherungen und liquiden Mittel gehalten durch die DBV-Winterthur Vorsorge e.V., die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Planvermögen). Daher sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsrückstellungen abgezinst werden, orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden.

Die Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung werden vermindert um die kalkulatorischen Erträge aus dem Planvermögen ausgewiesen. Die Zinserträge werden mit dem Zinssatz ermittelt, der auch zur Bewertung der Pensionsrückstellung herangezogen wird.

Für Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung wurden Rückdeckungsversicherungen bei konzerninternen Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen. Da die Erstattungsansprüche gegenüber diesen Gesellschaften nicht von einer rechtlich eigenständigen Einheit gehalten werden, handelt es sich bei diesen Rückdeckungsversicherungen um nicht zu saldierendes Vermögen. Daher werden sowohl eine Verpflichtung als auch ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.

In der Bilanzposition sind außer Pensionsrückstellungen unter anderem noch sonstige Rückstellungen für Restrukturierung sowie für anteilsbasierte Vergütung enthalten. Die Restrukturierungsrückstellung wird für Maßnahmen des Managements gebildet, die zu erheblichen Änderungen in der strategischen Aufstellung des Unternehmens führen. Die entsprechenden Restrukturierungspläne müssen verbindlich beschlossen, umgesetzt und überwacht werden. Die Bewertung basiert auf Annahmen über den zukünftigen Personalbedarf sowie auf den mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarten Sozialplänen. Der Wertansatz der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird diskontiert. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge werden, sofern erforderlich, interne und externe Rechtsgutachten berücksichtigt.

1.25. Latente Steuerschulden

Die passive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz.

1.26. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft

Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft sowie dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.27. Gesamte Umsatzerlöse

1.27.1. Gebuchte Bruttobeiträge

Unter gebuchte Bruttobeiträge werden insbesondere die für das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Geschäftsjahr fällig gewordenen Beiträge und Beitragsraten (einschließlich der Ratenzuschläge) sowie die Einmalbeiträge ausgewiesen.

1.27.2. Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft setzen sich aus dem Zinsergebnis und dem Provisionsergebnis sowie Erlösen durch Veräußerungen von Wertpapieren vor Erreichen der Endfälligkeit zusammen.

1.27.3. Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten

Unter diesem Posten werden Erträge aus der Abgabe der Verwaltung des Unit-Linked-Geschäfts im Segment Leben ausgewiesen.

1.27.4. Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdienter Beitragsbestandteile

Die Veränderung der Rückstellung für Beitragsüberträge wird unter Hinzunahme der Veränderung der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile ausgewiesen. Bei den nicht verdienten Beitragsbestandteilen handelt es sich um Beitragsbestandteile, die für Dienstleistungen zukünftiger Perioden erhoben werden.

1.28. Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis umfasst folgende Sachverhalte:

Laufende Erträge aus Finanzanlagen (ohne Bankgeschäfte) abzüglich planmäßiger Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude. Die laufenden Erträge beinhalten Zinserträge, die anhand der Effektivzinsmethode ermittelt werden und erhaltene Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten.
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen.
Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (unter Berücksichtigung von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente).
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden
Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen.

Zinserträge und Aufwendungen aus Finanzanlagen im Bank-Segment werden in den entsprechenden Ergebnis-Positionen aus Bankgeschäften dargestellt.

Anhang 2: Konsolidierungskreis

2.1. Konsolidierte Gesellschaften

2.1.1. Vollkonsolidierte Gesellschaften

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gesellschaften Änderung Stimmrechtsanteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
Stimmrechtsanteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens in %
--- --- --- --- --- ---
Holding
AXA Konzern AG, Köln - Mutterunternehmen Mutterunternehmen
Lebensversicherung
AXA Lebensversicherung AG, Köln 100,00 100,00 100,00 100,00
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED Zweite Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Krankenversicherung
AXA Krankenversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94,90 94,90 94,90 94,90
Schaden- und Unfallversicherung
AXA Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, Wiesbaden - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Easy Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Zürich - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Corporation, New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Holdings Inc., New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Ltd., London - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Nordstern France S.A., Paris - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln, a) 90,00 90,00 90,00 90,00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG - 94,90 94,90 94,90 94,90
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln 100,00 100,00 100,00 100,00
Bank
AXA Bank AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00

a) Direkte Anteilseigner sind AXA Versicherung AG mit 90% und AXA Assurances IARD Mutuelles mit 10% der Stimmrechte.

Konsolidierte Finanzinstrumente und Investmentfonds

Die Finanzanlagen zum 31. Dezember 2015 beinhalteten 31 vollkonsolidierte (2014: 16) Investmentvermögen in Höhe von 24.759 Mio.. Euro (2014: 20.508 Mio. Euro), insbesondere in den Segmenten Lebens-, Kranken- und Schaden- und Unfallversicherung.

Die zwei konsolidierten Immobilienfonds machten dabei einen Betrag in Höhe von 504.109 Tsd. Euro (2014: 375.300 Tsd. Euro) aus.

2.1.2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (bilanziert nach der Equity-Methode)

Die nachstehend genannten und gemäß der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen umfassen keine Investmentfonds und Immobiliengesellschaften:

Änderung 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Gesellschaften Stimmrechts- anteil Anteil des Mutterunternehmens Stimmrechts- anteil Anteil des Mutterunternehmens Stimmrechts- anteil Anteil des Mutterunternehmens
--- --- --- --- --- --- ---
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln - - 39,88 39,88 39,88 39,88

Investmentfonds und Immobiliengesellschaften bilanziert nach der Equity Methode

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Immobiliengesellschaften beliefen sich zum 31. Dezember 2015 auf 32.330 Tsd. Euro (2014: 93.000 Tsd. Euro), die Investmentfonds auf 177.294 Tsd. Euro (2014: 147.000 Tsd. Euro). Diese Fonds bzw. Gesellschaften dienen ausschließlich der Investition in Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft und werden daher in dieser Bilanzposition ausgewiesen.

2.1.3. Strukturierte Unternehmen

Gemäß IFRS 12 sind bei einem strukturierten Unternehmen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte bei Bestimmung der Beherrschung nicht der dominierende Faktor. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt werden. Strukturierte Unternehmen haben oftmals einen engen und genau definierten Zweck.

Der AXA-Konzern betreibt Geschäftsaktivitäten, die die Nutzung von Unternehmen erfordert, die die Definition von strukturierten Unternehmen nach IFRS 12 erfüllen. In erster Linie ergeben sich Geschäftsbeziehungen zu strukturierten Unternehmen aus der Investmentaktivität im Rahmen des Versicherungsgeschäftes, insbesondere aus Investmentfonds. Die Erträge bestehen im Wesentlichen aus Ertragsausschüttungen sowie aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Verkauf der Fondsanteile. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können und die Zeitwerte in Kapitel 9.8. repräsentieren das maximale Verlustrisiko für den AXA-Konzern.

Daneben bestehen Investitionen in Kapitalanlagen für Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Es wird auf die Ausführungen in Kapitel 9.11. verwiesen. Das maximale Verlustrisiko aus diesen Investitionen ist durch die Finanzpassiva aus fondsgebundenen Verträgen abgedeckt.

Anhang 3: Anteilsbesitzliste

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB Liste des Anteilsbesitzes der AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2015:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 30,00 5.840.177 EUR 2014 2.233.787 EUR
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim 50,08 1.221.780 EUR 2014 390.964 EUR
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 99,69 46.958.830 EUR 2015 -1.129.092 EUR
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 94,00 58.687 EUR 2015 -13.568 EUR
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 99,69 38.293.526 EUR 2015 -1.479.458 EUR
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln 94,00 44.909 EUR 2015 -603 EUR
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 100,00 14.051.639 EUR 2014 1.178.996 EUR
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg(f) 100,00 284.700.389 EUR 2015 17.902.345 EUR
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg(f) 100,00 650.677.458 EUR 2015 77.004.584 EUR
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg(f) 100,00 202.428.231 EUR 2015 20.719.301 EUR
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg(f) 100,00 58.208.898 EUR 2015 6.559.399 EUR
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg(f) 100,00 32.710.025 EUR 2015 2.879.807 EUR
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment C), Luxemburg(f) 100,00 4.910.750 EUR 2015 10.751 EUR
16.399.518 USD 2015 545.878 USD
AXA Art Americas Ltd., New York 100,00 15.010.451 EUR 499.641 EUR
714.513 GBP 2015 247.486 GBP
AXA Art Europe Ltd., London 100,00 969.581 EUR 335.834 EUR
29.995.440 USD 2015 0 USD
AXA Art Holdings Inc., New York 100,00 27.454.775 EUR 0 EUR
27.774.982 USD 2015 3.495.640 USD
AXA Art Insurance Corporation, New York 100,00 25.422.394 EUR 3.199.553 EUR
22.672.360 GBP 2015 6.635.497 GBP
AXA Art Insurance Ltd., London 100,00 30.765.961 EUR 8.550.348 EUR
AXA Art Versicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 75.067.780 EUR 2015 9.660.689 EUR
16.244.540 CHF 2015 3.300.157 CHF
AXA Art Versicherung AG, Zürich 100,00 15.004.979 EUR 3.048.334 EUR
AXA Bank AG, Köln(a) (c) 100,00 59.031.426 EUR 2015 2.931.570 EUR
AXA Customer Care GmbH, Köln(a) 100,00 733.333 EUR 2015 -2.653 EUR
AXA easy Versicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 3.948.891 EUR 2015 248.891 EUR
AXA Finanz Service GmbH, Köln(a) 100,00 144.589 EUR 2015 -554.079 EUR
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 33,33 7.487.809 EUR 2014 -492.400 EUR
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG(f) 42,71 10.578.965 EUR 2015 -1.258.307 EUR
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 20,00 165.656.122 EUR 2014 36.657.188 EUR
AXA Krankenversicherung AG, Köln(a) 100,00 183.086.318 EUR 2015 33.500.000 EUR
AXA Lebensversicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 573.559.198 EUR 2015 112.500.000 EUR
AXA Logistik & Service GmbH, Köln(a) 100,00 155.768 EUR 2015 35.851 EUR
AXA Nordstern France S.A., Paris 100,00 15.783.671 EUR 2015 9.062.477 EUR
AXA Republique S.A., Courbevoie 25,00 199.015.084 EUR 2014 15.765.260 EUR
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 100,00 30.234 EUR 2014 -331 EUR
AXA Versicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 609.826.667 EUR 2015 177.883.922 EUR
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 25,00 0 EUR 2014 -77.643 EUR
Bishopsgate B.V., Amsterdam(e) 100,00 - EUR 2015 - EUR
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 94,90 38.048.766 EUR 2015 526.299 EUR
Cleritas GmbH, Köln 100,00 817.843 EUR 2015 -446.258 EUR
Core Italian Property Fund, Mailand 21,43 58.635.224 EUR 2014 203.433 EUR
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg 100,00 12.500 EUR 2014 0 EUR
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden(a) (c) 100,00 33.276.188 EUR 2015 -3.411.437 EUR
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg 100,00 155.750 EUR 2015 918.052 EUR
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 40,00 17.908 EUR 2014 178 EUR
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 51.888.631 EUR 2015 18.800.000 EUR
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75,00 11.388.178 EUR 2015 6.572.672 EUR
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg 100,00 617.128 EUR 2014 4.330.302 EUR
Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxembourg(e) 100,00 - EUR 2015 - EUR
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 100,00 577.206 EUR 2014 69.327 EUR
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40,00 46.088 EUR 2014 -7.473 EUR
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 50,00 1.933.373 EUR 2014 405.412 EUR
452.268 USD 30.327 USD
Fine Art Services International Inc., New York 100,00 373.760 EUR 2015 25.063 EUR
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,00 346.593 EUR 2015 14.575 EUR
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 100,00 442.329 EUR 2015 -22.602 EUR
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94,90 87.370.607 EUR 2015 9.576.921 EUR
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94,90 55.101.057 EUR 2015 6.075.722 EUR
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100,00 814.148 EUR 2014 -159.281 EUR
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 49,99 22.844.606 EUR 2014 1.391.588 EUR
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 47,20 902.171 EUR 2014 915.936 EUR
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald 20,00 199.513.291 EUR 2014 10.146.895 EUR
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln(a) 100,00 51.129 EUR 2014 -823.333 EUR
Kiwi Consulting Services UG, Berlin(d) 30,00 - EUR 2015 - EUR
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 100,00 2.424.095 EUR 2014 -49.387 EUR
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23,01 135.463.354 EUR 2015 68.161.480 EUR
555.803 DKK 2014 52.386 DKK
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 100,00 74.501 EUR 7.022 EUR
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 100,00 0 EUR 2014 -3.543.242 EUR
MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, Koblenz(e) 49,90 - EUR 2015 - EUR
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln 100,00 139.841.819 EUR 2015 7.478.281 EUR
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 94,90 19.859.468 EUR 2015 -272.015 EUR
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln(a) 90,00 69.816.650 EUR 2015 1.899.473 EUR
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 100,00 98.949.564 EUR 2015 0 EUR
Pro Versorgung AG, Köln 25,10 476.353 EUR 2014 10.285 EUR
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 39,88 86.257.640 EUR 2015 3.907.371 EUR
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 22,88 61.335.330 EUR 2014 3.043.153 EUR
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 48,00 52.885 EUR 2014 27.320 EUR
Tertia Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 20,00 12.394.497 EUR 2015 4.937.416 EUR
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln (a) 100,00 35.524.440 EUR 2015 52.120 EUR
Venus GmbH & Co. Polaris 20 KG, Köln (e) 100,00 - EUR 2015 - EUR
ver.di Service GmbH, Berlin 50,00 81.955 EUR 2014 40.705 EUR
Win Expertisa Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 100,00 1.155.635 EUR 2015 52.024 EUR
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden (d) 100,00 -414.098 EUR 2012 -1.726.876 EUR
Name und Sitz des Unternehmens Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 0,00 30,00
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim 50,08 0,00
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 0,00 99,69
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 0,00 94,00
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 0,00 99,69
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln 0,00 94,00
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment C), Luxemburg(f) 0,00 100,00
AXA Art Americas Ltd., New York 0,00 100,00
AXA Art Europe Ltd., London 0,00 100,00
AXA Art Holdings Inc., New York 0,00 100,00
AXA Art Insurance Corporation, New York 0,00 100,00
AXA Art Insurance Ltd., London 0,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 0,00
AXA Art Versicherung AG, Zürich 0,00 100,00
AXA Bank AG, Köln(a) (c) 100,00 0,00
AXA Customer Care GmbH, Köln(a) 100,00 0,00
AXA easy Versicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 0,00
AXA Finanz Service GmbH, Köln(a) 100,00 0,00
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 0,00 33,33
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG(f) 0,00 42,71
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 0,00 20,00
AXA Krankenversicherung AG, Köln(a) 100,00 0,00
AXA Lebensversicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 0,00
AXA Logistik & Service GmbH, Köln(a) 100,00 0,00
AXA Nordstern France S.A., Paris 0,00 100,00
AXA Republique S.A., Courbevoie 0,00 25,00
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 0,00 100,00
AXA Versicherung AG, Köln(a) (c ) 100,00 0,00
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 25,00 0,00
Bishopsgate B.V., Amsterdam(e) 0,00 100,00
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 0,00 94,90
Cleritas GmbH, Köln 100,00 0,00
Core Italian Property Fund, Mailand 0,00 21,43
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg 0,00 100,00
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden(a) (c) 100,00 0,00
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg 75,00 25,00
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 0,00 40,00
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln(a) (c) 100,00 0,00
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75,00 0,00
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg 0,00 100,00
Development Venture IV German Feeder S.C.A. Luxembourg(e) 0,00 100,00
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 100,00 0,00
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40,00 0,00
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 0,00 50,00
Fine Art Services International Inc., New York 0,00 100,00
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 0,00 100,00
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 0,00 100,00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 0,00 94,90
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 0,00 94,90
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100,00 0,00
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 0,00 49,99
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 0,00 47,20
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald 0,00 20,00
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln(a) 100,00 0,00
Kiwi Consulting Services UG, Berlin(d) 0,00 30,00
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 0,00 100,00
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23,01 0,00
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 0,00 100,00
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 0,00 100,00
MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH, Koblenz(e) 49,90 0,00
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln 0,00 100,00
Neue Düsseldorfer Stadtquartiere zweite Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,00 94,90
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln(a) 0,00 90,00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 0,00 100,00
Pro Versorgung AG, Köln 0,00 25,10
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 39,88 0,00
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 0,00 22,88
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 0,00 48,00
Tertia Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 0,00 20,00
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln(a) 100,00 0,00
Venus GmbH & Co. Polaris 20 KG, Köln(e) 100,00 0,00
ver.di Service GmbH, Berlin 50,00 0,00
Win Expertisa Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 0,00 100,00
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden(d) 0,00 100,00

(a) Vor Gewinnabführung

(b) Nach Gewinnabführung

(c) Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte Tochtergesellschaft nutzt in Teilen oder ganz die Befreiung nach § 264Abs. 3 HGB für ihren Einzelabschuss.

(e) Gründung in 2015 - noch keine Werte vorliegend

(f) Vorläufige Werte

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Partenreederei MT "Multitank Badenia", Hamburg(d) 30,00 151.195 EUR 2014 -536 EUR 0,00
Partenreederei MT "Multitank Bolognia", Hamburg(d) 30,00 0 EUR 2014 -15.363 EUR 0,00
Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg 25,00 72.213 EUR 2014 -5.732 EUR 0,00
Name und Sitz des Unternehmens Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Partenreederei MT "Multitank Badenia", Hamburg(d) 30,00
Partenreederei MT "Multitank Bolognia", Hamburg(d) 30,00
Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg 25,00

Anhang 4: Risikomanagement

Die Angaben zum Risikomanagement sind ein integraler Bestandteil unserer Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht.

Der Risikobericht auf den Seiten 29 bis 49 umfasst Angaben zu den Organisationseinheiten des Risikomanagements, zum Risikomanagementprozess, zum versicherungstechnischen Risiko, zu den Risiken aus Kapitalanlagen (Marktrisiken, Kreditrisiken, Konzentrationsrisiken & Liquiditätsrisiken) sowie zu operationalen und sonstigen Risiken.

Anhang 5: Geschäfts- oder Firmenwert

5.1. Geschäfts- oder Firmenwert

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Schaden und Unfall 991.598 114.942 876.656 991.598 114.942 876.656
Leben 100.986 14.206 86.780 100.986 14.206 86.780
Kranken 60.803 - 60.803 60.803 - 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387 129.148 1.024.239 1.153.387 129.148 1.024.239

Der Geschäfts- oder Firmenwert in dieser Tabelle bezieht sich nicht auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (siehe Anhang 10).

Konsistent zum IAS 36, repräsentiert jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, auf die ein Geschäfts- oder Firmenwert aufgeteilt ist, die niedrigstmögliche Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke in der Gruppe beobachtet wird und nicht größer als ein operatives Segment ist.

Bei dem ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich zum einen um den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der im Jahr 1999 erworbenen ehemaligen Albingia-Gruppe. Nach dem zu diesem Zeitpunkt geltende Gesetzgebung wurde der Unterschiedsbetrag ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der hieraus zum 31. Dezember 2003 entstandene Buchwert wurde in der IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Zum anderen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts der DBV-Winterthur im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen (Buchwertfortführung).

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr 2015 nicht verändert.

Wie im Anhang 1.5.1 bereits dargelegt wird der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft und falls notwendig erfolgswirksam wertberichtigt. Dabei wird der erzielbare Betrag mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Für jedes Segment, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird der Nutzungswert als erzielbarer Betrag bestimmt. Die Ermittlung der Nutzungswerte für die Segmente erfolgt jährlich und berücksichtigt somit bewertungsrelevante Veränderungen. Zu den für die Berechnungen notwendigen Annahmen zählen im Wesentlichen die gewählten Diskontierungszinssätze sowie erwartete künftige Geschäftsergebnisse, die aus den Ergebnissen der internen Planungsprozesse abgeleitet sind. Im Rahmen dieser Prozesse werden sowohl interne Veränderungen wie auch Veränderungen des Marktumfelds und deren Einfluss auf die operative Entwicklung der betrachteten Segmente berücksichtigt.

Der Nutzungswert für die Segmente Leben und Kranken entspricht dabei den diskontierten Zahlungsströmen, die dem Anteilseigner aus dem Betrieb des Versicherungsgeschäftes verbleiben. Die Berechnungen dieses Nutzungswertes basieren auf internen, langfristigen Annahmen. Der gesamte Projektionszeitraum beträgt dabei für die Segmente Leben und Kranken zwischen 40 und 60 Jahren, wobei die erwartete Abwicklung des Versicherungsbestandes berücksichtigt wird. Wachstum durch Neugeschäft wird hierbei nicht angenommen. Die Berechnung des Nutzwertes für das Segment Schaden- und Unfall anhand des Ertragswertverfahrens basiert auf erwarteten diskontierten Zahlungsströmen der folgenden fünf Jahre unter Berücksichtigung einer ewigen Rente. Die angenommene langfristige Wachstumsrate im Segment Leben und Kranken beträgt 1%.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegte Marktrisikoprämie beträgt 6,50%, der Diskontzins für den Planungszeitraum 7,4% und der risikofreie Zins 1,5%. Für das Segment Leben und Kranken wird die verwendete Diskontrate sowie Kapitalanlagerendite für das jeweils modellierte Geschäft je nach Laufzeit festgelegt und entspricht dem einjährigen risikofreien Zins von 0,06%. Risiken werden stochastisch bzw. deterministisch simuliert.

5.2. Änderung des Geschäfts- oder Firmenwertes

5.2.1. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung des Bruttobuchwertes

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2015 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen
Schaden und Unfall 991.598 - - - - -
Leben 100.986 - - - - -
Kranken 60.803 - - - - -
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - -
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015
Schaden und Unfall 991.598
Leben 100.986
Kranken 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387
(In Tsd. Euro) 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen
Schaden und Unfall 991.598 - - - - -
Leben 100.986 - - - - -
Kranken 60.803 - - - - -
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - -
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014
Schaden und Unfall 991.598
Leben 100.986
Kranken 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387

5.2.2. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung der Wertminderung

(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wert-

minderungen

1. Januar 2015
Wert-

minderungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen

31. Dezember 2015
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148
(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wert-

minderungen

1. Januar 2014
Wert-

minderungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen

31. Dezember 2014
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148

Anhang 6: Erworbene Versicherungsbestände in den Segmenten Leben und Kranken

6.1. Segment Leben

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 120.664 119.521
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 4.550 5.089
Abschreibungen und Wertminderungen -38.874 -3.946
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen -34.324 1.143
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 86.340 120.664

6.2. Segment Kranken

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 221.801 230.606
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 8.045 9.105
Abschreibungen und Wertminderungen -7.482 -17.910
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen 563 -8.805
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 222.364 221.801

Anhang 7: Sonstige immaterielle Vermögenswerte

7.1. Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert

31. Dezember 2015
Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert

31. Dezember 2015
Nettobuchwert

31. Dezember 2014
Aktivierte Software 227.740 161.470 - 66.271 20.861
Erworbene Versicherungsbestände (Schaden und Unfall) 92.555 32.008 - 60.547 66.798
Übrige sonstige immaterielle Vermögenswerte 7.852 5.041 - 2.812 38.898
Gesamte sonstige immaterielle Vermögenswerte 328.148 198.518 - 129.629 126.557

Die übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen aktivierte Software-Lizenzen sowie nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software.

Die Zugänge bei der erworbenen Software setzen sich im aktuellen Geschäftsjahr zusammen aus 24.912 Tsd. erworbene Software (5.148 Tsd. Euro für p4d "print for digital" und 5.233 Tsd. Euro für DVP 360°) und 42.850 Tsd. aus Umgliederung von "übrigen sonstige Vermögensgegenstände" (nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software-Lizenz der Life Factory). Die Summe aller Zugänge beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 67.762 Tsd. Euro. Die laufenden Abschreibungen betragen bei der Software 22.354 Tsd. Euro, 7.237 Tsd. Euro bei den erworbenen Versicherungsbeständen sowie 19 Tsd. Euro bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten.

7.2. Entwicklung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

31. Dezember 2015
(ln Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
92.555 -32.008 - 60.547
31. Dezember 2014
(ln Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
91.569 -24.771 - 66.798

7.3. Veränderung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Nettobuchwert 1. Januar 66.798 73.169
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen 986 -
Erhöhungen als Folge von Anpassungen nach Erwerben / Zusammenschlüssen - -
Abschreibung -7.237 -6.371
Wertminderung - -
Veräußerungen während der Periode ohne Rückbuchungen der Abschreibungen - -
Veräußerungen während der Periode - -
Minderungen als Folge von Anpassungen nach Veräußerungen - -
Rückbuchung der Abschreibung nach Veräußerungen - -
Rückbuchung der Wertminderung nach Veräußerungen - -
Währungskursschwankungen - -
Sonstige Veränderungen - -
Nettobuchwert 31. Dezember 60.547 66.798

Anhang 8: Aktivierte Abschlusskosten

8.1. Überblick über aktivierte Abschlusskosten (DAC)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Aktivierte Abschlusskosten in der Schaden- und Unfallversicherung 87.734 87.586
Aktivierte Abschlusskosten in der Lebensversicherung(a) 2.200.227 2.237.086
Aktivierte Abschlusskosten in der Krankenversicherung 1.440.112 1.339.485
Aktivierte Abschlusskosten 3.728.073 3.664.157

(a) Anwendbar auf Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessenabhängiger Überschussbeteiligung gemäß IFRS 4. Beträge sind nach kumulierten Abschreibungen dargestellt.

8.1.1. Aktivierte Abschlusskosten - Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 2.237.086 2.097.090
Abschreibungen und Wertminderungen -314.951 -140.797
Aufzinsung 85.642 95.740
Aktivierte Abschlusskosten 192.449 185.053
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung -36.860 139.996
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 2.200.227 2.237.086

8.1.2. Aktivierte Abschlusskosten - Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 1.339.485 1.288.975
Abschreibungen und Wertminderungen -24.557 -80.689
Aufzinsung 50.162 52.702
Aktivierte Abschlusskosten 75.023 78.497
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung 100.627 50.510
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 1.440.112 1.339.485

8.2. Aktivierte Abschlusskosten abzüglich Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile

8.2.1. Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Aktivierte Abschlusskosten 2.200.227 2.237.086
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile -349.696 -308.464
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.850.531 1.928.622

8.2.2. Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Aktivierte Abschlusskosten 1.440.112 1.339.485
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile - -
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.440.112 1.339.485

Anhang 9: Finanzanlagen

9.1. Überblick über Finanzanlagen

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzanlagen auf Nettobasis, das heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Da bei Makro-Hedges das Sicherungsgeschäft nicht den einzelnen Grundgeschäften zugeordnet werden kann, werden diese Derivate separat ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2015
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.927.201 1.518.100 1,86% - - -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.927.201 1.518.100 1,86% - - -
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 58.577.886 58.577.886 71,83% 605.214 605.214 34,18%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente (a)
4.580.241 4.580.241 5,62% 235.016 235.016 13,27%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 826.113 806.787 0,99% 88.137 89.992 5,08%
Fremdkapitalinstrumente 63.984.665 63.965.339 78,44% 928.367 930.222 52,53%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.668.541 1.668.541 2,05% 70.378 70.378 3,97%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente (a)
1.240.335 1.240.335 1,52% - - -
Eigenkapitalinstrumente 2.908.876 2.908.876 3,57% 70.378 70.378 3,97%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 179.700 179.700 0,22% 109.524 109.524 6,18%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 1.377.758 1.377.758 1,69% 113.178 113.178 6,39%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.557.458 1.557.458 1,91% 222.702 222.702 12,58%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 296.562 296.562 0,36% 33.911 33.911 1,91%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 621.102 621.102 0,76% -44.889 -44.889 -2,53%
Finanzinstrumente 69.368.662 69.349.336 85,04% 1.210.468 1.212.323 68,46%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen (a) - - - - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen (c) 7.332.948 6.655.811 8,16% 594.852 558.596 31,54%
Darlehen und Ausleihungen 7.332.948 6.655.811 8,16% 594.852 558.596 31,54%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 4.022.898 4,93% - - -
FINANZANLAGEN 82.651.709 81.546.145 100,00% 1.805.320 1.770.917 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 76.701.610 76.005.147 93,21% 1.805.320 1.770.919 100,00%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 78.628.811 77.523.247 95,07% 1.805.320 1.770.917 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 10.386.693 10.244.350 12,56% - - -
Lebensversicherung 53.865.393 53.052.164 65,06% - - -
Krankenversicherung 18.399.623 18.249.632 22,38% - - -
31. Dezember 2015
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.927.201 1.518.100 1,82%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.927.201 1.518.100 1,82%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 59.183.099 59.183.099 71,03%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente (a) 4.815.258 4.815.258 5,78%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind (b) 914.250 896.779 1,08%
Fremdkapitalinstrumente 64.913.031 64.895.561 77,89%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.738.918 1.738.918 2,09%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente (a) 1.240.335 1.240.335 1,49%
Eigenkapitalinstrumente 2.979.253 2.979.253 3,58%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 289.224 289.224 0,35%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds (a) 1.490.936 1.490.936 1,79%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.780.160 1.780.160 2,14%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 330.473 330.473 0,40%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 576.212 576.212 0,69%
Finanzinstrumente 70.579.130 70.561.659 84,69%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen (a) - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen (c) 7.927.800 7.214.407 8,66%
Darlehen und Ausleihungen 7.927.800 7.214.407 8,66%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 4.022.898 4,83%
FINANZANLAGEN 84.457.029 83.317.064 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen (a) 78.506.930 77.776.066 93,35%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 80.434.131 79.294.166 95,17%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

31. Dezember 2014
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.825.509 1.492.654 1,83% - - -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.825.509 1.492.654 1,83% - - -
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 60.113.274 60.113.274 73,73% 514.728 514.728 37,05%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(a)
4.522.130 4.522.130 5,62% 119.325 119.325 8,59%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 633.606 607.026 0,76% 90.563 89.994 6,48%
Fremdkapitalinstrumente 65.269.010 65.242.430 80,11% 724.616 724.047 52,11%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.141.107 1.141.107 1,40% 55.179 55.179 3,97%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.127.488 1.127.488 1,39% - - -
Eigenkapitalinstrumente 2.268.595 2.268.595 2,79% 55.179 55.179 3,97%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 243.513 243.513 0,30% 14.765 14.765 1,06%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 1.038.058 1.038.058 0,89% 119.237 119.237 8,58%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.281.571 1.281.571 1,19% 134.002 134.002 9,64%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 229.356 229.356 0.28% 29.714 29.714 2,14%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 540.214 540.214 0,66% -50.476 -50.476 -3,63%
Finanzinstrumente 69.588.745 69.562.165 85,35% 893.035 892.466 64,23%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) - - - - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.551.108 6.676.520 8,21% 553.739 496.985 35,77%
Darlehen und Ausleihungen 7.551.108 6.676.520 8,21% 553.739 496.985 35,77%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 3.756.176 4,61% - - -
FINANZANLAGEN 82.721.538 81.487.517 100,00% 1.446.774 1.389.449 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 77.139.853 76.238.684 93,56% 1.446.774 1.389.451 100,00%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 82.721.538 81.487.514 100,00% 1.446.774 1.389.448 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 10.416.385 10.277.648 12,61% - - -
Lebensversicherung 54.326.011 53.389.932 65,52% - - -
Krankenversicherung 17.979.142 17.819.935 21,87% - - -
31. Dezember 2014
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.825.509 1.492.654 1,80%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.825.509 1.492.654 1,80%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 60.628.002 60.628.002 73,15%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente(a) 4.641.455 4.641.455 5,60%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 724.169 697.020 0,84%
Fremdkapitalinstrumente 65.993.626 65.966.477 79,60%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.196.286 1.196.286 1,44%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente(a) 1.127.488 1.127.488 1,36%
Eigenkapitalinstrumente 2.323.774 2.323.774 2,80%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 258.278 258.278 0,31%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 1.157.295 1.157.295 1,40%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.415.573 1.415.573 1,71%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 259.070 259.070 0.31%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 489.738 489.738 0,59%
Finanzinstrumente 70.481.780 70.454.631 85,01%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 8.104.847 7.173.505 8,66%
Darlehen und Ausleihungen 8.104.847 7.173.505 8,66%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 3.756.176 4,53%
FINANZANLAGEN 84.168.312 82.876.966 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 78.586.627 77.628 93,67%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 80.412.136 79.120.790 95,47%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

9.2. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Die Bilanzposition umfasst direkt gehaltene Grundstücke und Gebäude sowie Grundbesitz von konsolidierten Immobiliengesellschaften bzw. -fonds. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Buch- und Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden, ohne Effekte aus Derivaten:

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert Bruttobuchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft 1.827.158 -180.673 -128.656 1.517.829 1.926.930 1.831.988
Sonstige Aktivitäten - - - - - -
Alle Aktivitäten 1.827.158 -180.673 -128.656 1.517.829 1.926.930 1.831.988
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft -207.776 -131.558 1.492.654 1.825.509
Sonstige Aktivitäten - - - -
Alle Aktivitäten -207.776 -131.558 1.492.654 1.825.509

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen) von zu Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden (alle Aktivitäten):

Wertminderung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude Planmäßige Abschreibung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
--- --- --- --- ---
Anfangsbestand 131.558 147.623 207.776 192.948
Zugang der Periode 12.237 2.521 17.592 18.167
Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung -2.979 - -9.316 -1.344
Wertaufholungen -360 -6.304 - -
Sonstiges(a) -11.799 -12.282 -35.377 -1.998
Endbestand 128.656 131.558 180.673 207.773

(a) Beinhaltet Änderungen im Konsolidierungskreis und die Effekte aus der Veränderung der Währungsumrechnung.

Im Geschäftsjahr reduzierten sich die kumulierten außerplanmäßigen Abschreibungen um 3 Mio. Euro auf 129 Mio. Euro. Die kumulierten planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 181 Mio. Euro (2014: 208 Mio. Euro).

9.3. Unrealisierte Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten

Die folgenden Tabellen geben einen detaillierten Überblick der unrealisierten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten, die nicht bereits erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst wurden, ohne Effekte aus Derivaten:

9.3.1. Versicherungsgesellschaften

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 48.882.481 57.749.791 57.749.791 9.070.142 -202.832 48.648.085
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 803.704 823.029 803.704 21.502 -2.176 601.556
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.410.513 1.671.081 1.671.081 281.994 -21.427 949.283
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 155.349 179.700 179.700 24.528 -177 209.952
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.656.524 7.333.661 6.656.524 686.160 -9.025 6.675.431
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 59.115.423 59.115.423 10.597.543 -130.205
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 628.136 601.556 28.587 -2.005
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.155.093 1.155.093 211.033 -5.223
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 243.513 243.513 33.573 -12
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 7.550.019 6.675.431 878.331 -3.744

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.2. Bank- und Holdinggesellschaften

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 574.626 605.214 605.214 30.669 -82 482.469
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 89.991 88.137 89.991 8 -1.863 89.994
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 23.110 70.378 70.378 47.267 - 19.405
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 100.178 109.524 109.524 9.345 - 683
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 559.372 595.628 559.372 39.337 -81 496.985
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 514.728 514.728 32.314 -55
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 90.563 89.994 569 -
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 55.179 55.179 35.773 -
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 14.765 14.765 14.082 -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 553.739 496.985 56.754 -

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.3. Gesamtüberblick

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungs-

kosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 49.457.107 58.355.005 58.355.005 9.100.811 -202.914 49.130.554
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 893.695 911.166 893.695 21.510 -4.039 691.550
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.433.623 1.741.459 1.741.459 329.261 -21.427 968.688
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 255.527 289.224 289.224 33.874 -177 210.635
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 7.215.896 7.929.289 7.215.896 725.498 -9.106 7.172.416
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 59.630.151 59.630.151 10.629.857 -130.260
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 718.699 691.550 29.156 -2.005
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.210.272 1.210.272 246.806 -5.223
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 258.278 258.278 47.655 -12
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 8.103.758 7.172.416 935.085 -3.744

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

Siehe auch Anhang 9.9.1 "Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)".

9.4. Festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen

9.4.1. Anleihen nach Emittenten

Die folgende Tabelle zeigt das Portfolio von Anleihen aufgeteilt nach Emittenten. Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen, werden separat in der Zeile "Derivate" ausgewiesen. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen(a) 28.197.280 28.197.280 12.028.187 12.028.187
Sonstige Fremdkapitalinstrumente von staatsnahen Institutionen(a) 949.622 949.622 29.569.671 29.569.671
Unternehmensanleihen(a) (b) 34.932.123 34.914.657 23.392.118 23.364.969
Derivate(c) 834.002 834.002 1.003.651 1.003.651
GESAMT ANLEIHEN 64.913.031 64.895.561 65.993.626 65.966.477

(a) Zum 31.12.2015basiert die Aufteilung zwischen Staatsanleihen und staatsnahen Anleihen, sonstigen Fremdkapitalinstrumenten von staatsnahen Institutionen und Unternehmensanleihen auf einer Neueinschätzung der Kreditrisiken in Abhängigkeit von der erwarteten staatlichen Unterstützung im Fall der Insolvenz einer staatsnahen Institution.

(b) Beinhaltet Anleihen, die von Unternehmen emittiert wurden, an denen ein Staat beteiligt ist.

(c) IAS 39 Hedge Accounting Derivate und freistehende Derivate

Weitere Informationen zum Kreditrisiko von festverzinslichen Wertpapieren sind im Risikobericht zu finden.

9.4.2. Darlehen und Ausleihungen

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Hypothekendarlehen 6.953.981 6.350.019 6.993.482 6.192.973
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Policendarlehen 165.987 156.263 186.652 177.100
Zu Anschaffungskosten bilanzierte sonstige Darlehen und Ausleihungen 809.321 709.614 923.624 802.343
Derivate - IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen -713 -713 1.089 1.089
Makro-Hedges und sonstige Derivate -776 -776 - -
GESAMTSUMME 7.927.800 7.214.407 8.104.847 7.173.505

9.5. Vertragliche Restlaufzeiten und Zinsänderungsrisiko

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die vertraglichen Restlaufzeiten unserer festverzinslichen Wertpapiere. Die tatsächlichen Fälligkeiten können von den hier dargestellten vertraglichen Restlaufzeiten abweichen, weil bestimmte Emittenten das Recht haben, mit oder ohne Kündigungs- bzw. Vorfälligkeitsstrafen bestimmte Wertpapiere zu kündigen oder vorzeitig zurückzuzahlen. In manchen Fällen verändern Derivate das Fälligkeitsprofil der hier dargestellten Vermögenswerte.

Anleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, Effekte aus Derivaten (die im Anhang 19 dargestellt sind) und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der unten stehenden Tabelle enthalten. Der überwiegende Teil der Anleihen und Darlehen des Konzerns sind festverzinsliche Papiere, die dem Zinsänderungsrisiko unterliegen.

Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2015 Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 3.271.860 15.428.966 44.467.035 63.167.861 3.442.833 14.858.464
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen 100.022 159.109 634.563 893.694 - 289.311
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 378.203 2.209.846 4.627.847 7.215.896 441.584 1.807.094
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen - 10.620 - 10.620 - 17.990
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 3.750.085 17.808.541 49.729.445 71.288.071 3.884.417 16.972.859
Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT
--- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 45.969.980 64.271.277
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen 402.236 691.547
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 4.923.740 7.172.418
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen - 17.990
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 51.295.956 72.153.232

9.6. Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Eigenkapitalinstrumente des Konzerns aufgegliedert nach Industriezweigen, ohne Derivate (siehe hierzu Anhang 19) und ohne Immobilienbeteiligungen. Weitere Risiken aus Kapitalanlagen sind in den "Risiken der zukünftigen Entwicklung" im Lagebericht (Seite 29 ff.) beschrieben.

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienstleistungen Energie Kommunikation Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 215.681 669.348 43.343 107.307 220.906 66.509
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 1.199.509 - 17.786 - 23.042 -
Eigenkapitalinstrumente 1.415.190 669.348 61.129 107.307 243.948 66.509
31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 116.451 301.910 1.741.456
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente - 1.240.335
Eigenkapitalinstrumente 116.451 301.910 2.981.791
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienstleistungen Energie Kommunikation Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 124.327 435.820 57.064 67.425 132.763 45.054
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 1.036.636 5.059 40.906 1.070 - -
Eigenkapitalinstrumente 1.160.963 440.879 97.970 68.495 132.763 45.054
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 75.931 271.888 1.210.272
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente - 43.817 1.127.488
Eigenkapitalinstrumente 75.931 315.705 2.337.760

9.7. Übertragene, nicht ausgebuchte Wertpapiere

Zur Ertragsmehrung werden Wertpapierleihgeschäfte durchgeführt. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Entleihgebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Da die mit den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Chancen und Risiken während der gesamten Laufzeit des Geschäfts im Wesentlichen beim AXA Konzern verbleiben, werden die betreffenden finanziellen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Barsicherheiten im Zusammenhang mit Wertpapierleihgeschäften wurden nicht hereingenommen. Übertragene finanzielle Vermögenswerte aus Wertpapierleihgeschäften sind ausschließlich jederzeit veräußerbare Wertpapiere:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 Buchwert 31. Dezember 2014 Buchwert
Fremdkapitalinstrumente 1.153.454 589.427
Eigenkapitalinstrumente 16.558 -

9.8. Nicht konsolidierte Investmentfonds

Die folgende Tabelle zeigt die Zeitwerte von nicht konsolidierten Investmentfonds aufgeteilt nach Anlageschwerpunkt. Die Tabelle umfasst erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Investmentfonds sowie als zur Veräußerung verfügbare Investmentfonds.

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

geschäft Zeitwert
Sonstige Aktivitäten Zeitwert(a) Gesamtsumme Zeitwert(a) Versicherungs-

geschäft Zeitwert
Sonstige Aktivitäten Zeitwert(a) Gesamtsumme Zeitwert(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind 62.018 100.545 162.563 99.765 - 99.765
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind 666.068 53.400 719.468 678.752 56.280 735.032
Sonstige nicht konsolidierte Investmentfonds 829.372 68.757 898.129 503.056 77.722 580.778
GESAMTSUMME 1.557.458 222.702 1.780.160 1.281.573 134.002 1.415.573

(a) Exklusive Makro-Hedges und sonstiger Derivate, inklusive der Effekte aus IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten von nicht konsolidierten Investmentfonds, die als zur Veräußerung verfügbar bilanziert werden, stellen sich wie folgt dar:

Fonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind: 148 Mio. Euro in 2015 im Vergleich zu 82 Mio. Euro in 2014;
Fonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind: 29 Mio. Euro in 2015 im Vergleich zu 12 Mio. Euro in 2014;
Andere Fonds: 79 Mio. Euro in 2015 im Vergleich zu 117 Mio. Euro in 2014.

9.9. Wertminderungen auf Finanzanlagen

9.9.1. Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

Die folgende Tabelle zeigt alle Finanzinstrumente, die aufgrund von Wertminderungen abgeschrieben wurden. Dabei wird jede Position auf Nettobasis dargestellt, das heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Die in der Tabelle angegebenen Abschreibungen werden kumuliert dargestellt und entsprechen nicht der Geschäftsjahresänderung. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value-Bewertung) wird ebenfalls auf kumulierter Basis angegeben.

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Anschaffungskosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung(a) Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungskosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung(b) Fair Value-Bewertung(d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 49.763.206 -308.696 49.454.510 9.728.590 59.183.099
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 895.479 - 895.479 1.300 896.779
Fremdkapitalinstrumente 50.658.685 -308.696 50.349.989 9.729.890 60.079.878
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.623.697 -190.074 1.433.623 305.295 1.738.918
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 319.438 -63.911 255.527 33.697 289.224
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.229.803 -14.415 7.215.388 -205 7.215.183
Darlehen und Ausleihungen 7.229.803 -14.415 7.215.388 -205 7.215.183
GESAMTSUMME 59.831.624 -577.097 59.254.527 10.068.676 69.323.203

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Anschaffungskosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung(a) Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungskosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung(b) Fair Value-Bewertung(d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 49.571.124 -435.215 49.135.909 11.492.093 60.628.002
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 693.320 - 693.320 3.700 697.020
Fremdkapitalinstrumente 50.264.444 -435.215 49.829.229 11.495.793 61.325.022
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.116.328 -147.640 968.688 227.598 1.196.286
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 283.177 -72.542 210.635 47.643 258.278
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.187.006 -13.501 7.173.505 - 7.173.505
Darlehen und Ausleihungen 7.187.006 -13.501 7.173.505 - 7.173.505
GESAMTSUMME 58.850.955 -668.898 58.182.057 11.771.034 69.953.091

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

9.9.2. Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

(In Tsd. Euro) 01. Jan 15 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftsjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges(a) 31. Dez 15
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 435.215 76.415 -213.147 -15.160 15.490 308.696
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 147.640 49.964 -7.549 - 20 190.074
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 72.542 1.564 -8.978 - -1.217 63.911
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 13.501 5.536 -240 -7.814 3.429 14.415
GESAMTSUMME 668.898 133.479 -229.914 -22.974 17.723 577.097

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

(In Tsd. Euro) 01. Jan 14 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftsjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges(a) 31. Dez 14
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 466.826 58.552 -49.332 -9.380 -31.572 435.215
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 188.707 26.101 -63.718 - -3.448 147.640
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 113.556 3.595 -3.693 - -40.916 72.542
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 15.295 3.722 -2.278 -712 -2.518 13.501
GESAMTSUMME 784.384 91.970 -119.021 -10.092 -78.453 668.898

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

9.10. Fair Value Hierarchie

9.10.1. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der Zeitwerte der Finanzinstrumente, die je Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 (Level 1, 2 oder 3) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Für die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Level wurden die zugrundeliegenden Bewertungsparameter für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen. Derivate und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der Tabelle enthalten. Details zu Derivaten sind im Anhang 19 zu finden.

31. Dezember 2015
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
GESAMTSUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 19.984.016 38.370.986 - 58.355.002
Eigenkapitalinstrumente 1.498.074 46.756 196.627 1.741.457
Nicht konsolidierte Investmentfonds 12.396 275.778 1.050 289.223
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 21.494.486 38.693.520 197.677 60.385.682
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - - - -
Fremdkapitalinstrumente 1.929.292 2.880.047 3.518 4.812.857
Eigenkapitalinstrumente 18.203 30.939 1.191.194 1.240.336
Nicht konsolidierte Investmentfonds 28 1.446.303 44.605 1.490.936
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 255.802 64.740 10.621 331.163
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 2.203.325 4.422.029 1.249.938 7.875.291
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Nicht konsolidierte Investmentfonds - - - -
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente und Darlehen - - - -
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 23.697811 43.115.549 1.447.615 68.260.974
31. Dezember 2014
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
GESAMTSUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 20.057.548 39.572.605 - 59.630.153
Eigenkapitalinstrumente 1.027.312 29.715 153.245 1.210.272
Nicht konsolidierte Investmentfonds 12.389 245.855 33 258.277
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 21.097.249 39.848.175 153.278 61.098.701
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - - - -
Fremdkapitalinstrumente 1.823.884 2.801.323 15.915 4.641.122
Eigenkapitalinstrumente 79.986 4.142 1.043.361 1.127.489
Nicht konsolidierte Investmentfonds 20 1.124.112 33.164 1.157.296
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 165.663 75.415 17.991 259.069
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 2.069.553 4.004.992 1.110.431 7.184.976
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Nicht konsolidierte Investmentfonds - - - -
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente und Darlehen - - - -
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 23.166.802 43.853.167 1.263.709 68.283.677

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.4) beschrieben. IFRS 13 fordert, dass die zum Zeitwert in der Konzernbilanz bewerteten Finanzinstrumente entsprechend einer 3-Stufen-Hierarchie ("Fair Value Hierarchie") klassifiziert werden, abhängig von den verwendeten Bewertungsmethoden und davon, ob die zur Ableitung der Zeitwerte verwendeten Parameter auf Märkten beobachtbar sind.

Die Kategorisierung in Level 1 erfolgt für Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte von notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen der Händler abgeleitet werden können. Diese Preise spiegeln aktuelle und regelmäßige Transaktionen zwischen Marktteilnehmern wider.

Die Einstufung in Level 2 oder 3 erfolgt für Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden oder für die kein aktiver Markt existiert. Eingangsparameter der Stufe 2 und 3 sind:

Preise, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden, die

ohne weiteres verfügbar sind und aktuelle Transaktionskurse beinhalten, aber der Markt für die entsprechenden Vermögenswerte nicht jederzeit aktiv ist oder
auf Anfrage des Konzerns von Preisservice-Agenturen geliefert werden und welche nicht einfach öffentlich verfügbar sind;

Vermögenswerte, die auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden bewertet werden, denen verschiedene Annahmen zugrundeliegen, inklusive am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter und Markttransaktionen.

Charakteristisch für Vermögenswerte der Stufen 2 und 3 ist die Inaktivität des Marktes. Grundsätzlich basieren die beizulegenden Zeitwerte auf Marktdaten, es sei denn es gibt keinen Markt oder der Markt ist illiquide. Werden die beizulegenden Zeitwerte durch anerkannte Bewertungsmethoden, deren Bewertungsparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtet werden könne, ermittelt, so erfolgt die Kategorisierung in Level 2. Finanzinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte auf der Grundlage von Bewertungsmodellen ermittelt werden, deren Basis überwiegend nicht direkt beobachtbare Marktdaten sind, werden Level 3 zugeordnet. Die Klassifizierung zwischen Level 2 und 3 hängt also davon ab, in welchem Umfang marktbasierte Daten in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einfließen.

Aktiver Markt (Level 1)

Seit der Finanzmarktkrise in 2008 ist eine enorme Volatilität der Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen zu verzeichnen, die zu Umklassifizierungen zwischen Level 1 und 2 führte.

Seit 2010 ist diese Volatilität ebenfalls bei europäischen Staatsanleihen zu beobachten. Die Ausweitung der Risikoaufschläge und Geld-Brief-Spannen hat in den Vorjahren zu Transfers von Level 1 in Level 2 für bestimmte Staatsanleihen im Wesentlichen aus Irland, Portugal, Spanien und Italien geführt. Die Staatsanleihen aus Irland, Portugal und Spanien werden zum 31.12.2015 weiterhin als Level 2 klassifiziert, während italienische Staatsanleihen in 2015 in Level 1 umklassifiziert wurden. Im Allgemeinen werden Finanzaktiva von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität, die Handelsfrequenz und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Die umgekehrte Vorschrift gilt, wenn Instrumente von Level 2 in Level 1 umgegliedert werden.

Im Geschäftsjahr 2015 wurden 863 Mio. Euro netto zwischen Level 1 und 2 umgegliedert. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 1.992 Mio. Euro Umgliederungen von Level 2 in Level 1, hauptsächlich italienische Staatsanleihen, und 1.129 Mio. Euro Umgliederungen von Level 1 in Level 2, hauptsächlich Unternehmensanleihen.

Kein aktiver Markt (Level 2 und 3)

Für die Abgrenzung eines aktiven von einem nicht-aktiven Markt gibt es keine klare Trennungslinie, die Beurteilung erfolgt anhand von Definitionskriterien, die wiederum markt- oder produktabhängig sein können. Folgende Indikatoren lassen auf einen inaktiven Markt schließen: Keine laufende Verfügbarkeit von Preisen, signifikanter Rückgang des Handelsvolumen, signifikante Ausweitung der Geld-Brief-Spanne, signifikante Reduzierung der Marktaktivität für einen Vermögenswert.

Die Identifikation von Vermögenswerten der Stufe 3 erfordert ein hohes Maß an Ermessensentscheidungen. Insbesondere wenn auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen nicht zur Verfügung stehen, wird die Bewertung wesentlich von der Verwendung von Schätzungen und Annahmen beeinflusst. Inputgrößen von externen Preisservice-Agenturen, Rating-Agenturen oder anderen spezialisierten Datenlieferanten sowie Daten aus externen Gutachten gelten als beobachtbare Marktdaten.

Einige Vermögenswerte werden grundsätzlich als nicht an einem aktiven Markt notiert eingeordnet, wie beispielsweise Private-Equity-Investments, Private Placements oder Darlehen an Privatpersonen (Schuldscheindarlehen über Banken, Hypothekendarlehen, Beamtendarlehen). Private-Equity-Fonds-Investments werden üblicherweise von Fondsmanagern auf Basis des Net Asset Values bewertet, zu dessen Ermittlung wesentliche nicht veröffentlichte Informationen über die jeweiligen Private-Equity-Gesellschaften verwendet werden. Die Bewertung basiert entweder auf Zulieferungen von externen Preisservice-Agenturen oder anerkannten Bewertungsmodellen. Der AXA Konzern ist bestrebt, möglichst viele beobachtbare Marktdaten und Transaktionspreise zu verwenden.

Umgliederungen in und aus Level 3

Der Betrag der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerte in Level 3 ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 184 Mio. Euro auf 1.448 Mio. Euro gestiegen. Die in Level 3 klassifizierten Vermögenswerte betragen 2% am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Eigenkapitalinstrumente (inklusive einiger Private Equity Investments). Der Anstieg des Betrags der in dieser Level-Kategorie ausgewiesenen Vermögenswerte ist hauptsächlich auf Investitionen in als Level 3 klassifizierte erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente zurückzuführen sowie auf eine positive Marktwertveränderung von zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumenten.

Die gesamte Entwicklung des Level 3 - Bestands in 2015 stellt sich wie folgt dar:

-3 Mio. Euro Marktwertveränderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten;
+20 Mio. Euro Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste von zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumenten;
+180 Mio. Euro aus Neuinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente;
-9 Mio. Euro aus Verkäufen und Tilgungen;
+1 Mio. Euro aus dem Transfer von nicht konsolidierten Investmentfonds in Level 3

9.10.2. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

31. Dezember 2015
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - 1.926.927 3 1.926.930
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente 52.996 744.672 113.498 911.166
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen - 7.175.612 753.678 7.929.290
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente und Darlehen 52.996 9.847.211 867.179 10.767.386
GESAMTSUMME - BEIZULEGENDER ZEITWERT VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZANLAGEN 52.996 9.847.211 867.179 10.767.386

Diese Tabelle beinhaltet keine Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.

31. Dezember 2014
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 2)
Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden (Level 3)
Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - 1.825.509 - 1.825.509
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente - 606.338 112.361 718.699
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen - 7.420.780 682.978 8.103.758
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente und Darlehen - 9.852.627 795.339 10.647.966
GESAMTSUMME - BEIZULEGENDER ZEITWERT VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZANLAGEN - 9.852.627 795.339 10.647.966

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.4) beschrieben. Besonderheiten in der Bewertung von Finanzinstrumenten sind Anhang 9.10.1 zu entnehmen. Die dort beschriebenen Prinzipien gelten ebenfalls für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten.

Der beizulegende Zeitwert von fremdgenutztem Grundstücken und Gebäuden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) wird durch externe Gutachter mittels Ertragswertverfahren ermittelt. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im AXA Konzern sind meist Teil liquider Märkte, die identische oder vergleichbare Vermögenswerte beinhalten. Daher basieren die wesentlichen Inputparameter zur Ermittlung des Fair Value auf beobachtbaren Marktdaten, so dass eine Kategorisierung der fremdgenutzten Grundstücke und Gebäude in Level 2 angemessen ist.

Der beizulegende Zeitwert von Fremdkapitalinstrumenten und Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, wird mittels Bewertungsmethoden bestimmt. Dies geschieht unter Verwendung möglichst vieler Marktparameter wie beispielsweise Zinsstrukturkurven.

9.11. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Zeitwert(a)
(ln Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
--- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 436 599
Eigenkapitalinstrumente & nicht konsolidierte Investmentfonds 4.022.310 3.755.577
Fremdkapitalinstrumente - -
Sonstiges 152 -
GESAMT - Versicherungsgeschäft 4.022.898 3.756.176

(a) Der Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Wie bereits im Risikobericht dargestellt, bemisst sich bei fondsgebundenen Versicherungsverträgen ohne Garantieteile die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Das daraus resultierende Kapitalanlagerisiko trägt der Versicherungsnehmer.

Anhang 10: Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2015 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungs-

umrechnung
Sonstige Veränderungen(a) 31. Dezember 2015
Roland Rechtsschutz Versicherung AG 34.778 - 1.320 - 136 36.235
Gesamt 34.778 - 1.320 - 136 36.235

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2014 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungs-

umrechnung
Sonstige Veränderungen(a) 31. Dezember 2014
Aragon AG - - - - - -
Roland Rechtsschutz Versicherung AG 33.140 - 3.037 -1.399 34.778
BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH 136 -142 6 - - -
ver.di Service GmbH - - - - - -
Gesamt 33.276 -142 3.043 - -1.399 34.778

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um Anteile an der Roland Rechtsschutz Versicherungs AG.

Die Roland Rechtsschutz Versicherungs AG erzielte 2015 verdiente Brutto-Beiträge in Höhe von 242.562 Tsd. Euro (2014: 226.684 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von 4.130 Tsd. Euro (2014: 1.991 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Roland Konzerns zum 31. Dezember 2015 beträgt 553.412 Tsd. Euro (2014: 536.564 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 86.978 Tsd. Euro (2014: 83.161 Tsd. Euro).

Der Konzernabschluss des Roland Konzerns wird seit 2015 nicht mehr nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS) sondern nach den Vorschriften des HGB und des AktG aufgestellt.

Die Vorjahreswerte zum Roland Konzern wurden entsprechend angepasst.

Die BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH ist eine Beteiligung der VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, welche im Jahr 2014 verkauft und entkonsolidert wurde.

Dieser Anhang berücksichtigt nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Investmentfonds und Immobiliengesellschaften. Diese werden unter Finanzinstrumente im Anhang 9 dargestellt.

Anhang 11: Forderungen

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 83.683 - 83.683 83.683
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 94.849 -399 94.450 94.450
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 425.242 -42.565 382.678 382.678
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 603.774 -42.964 560.810 560.810
Forderungen gegen Rückversicherer 16.038 -1.934 14.104 14.104
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 16.038 -1.934 14.104 14.104
Steuerforderungen 60.703 - 60.703 60.703
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 65.432 - 65.432 65.432
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 2.102 - 2.102 2.102
Sonstige Steuern und Abgaben 27.285 - 27.285 27.285
Sonstige Depotforderungen 66 - 66 66
Sonstige 625.190 -1.907 623.283 623.283
Sonstige Forderungen 720.076 -1.907 718.169 718.169
Gesamtforderungen 1.400.590 -46.804 1.353.787 1.353.787
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 93.457 - 93.457 93.457
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 158.031 -359 157.672 157.672
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 414.221 -29.845 384.376 384.376
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 665.709 -30.204 635.505 635.505
Forderungen gegen Rückversicherer 37.172 -4.491 32.681 32.682
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 37.172 -4.491 32.681 32.681
Steuerforderungen 122.259 - 122.259 122.259
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 62.517 - 62.517 62.517
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 1.209 - 1.209 1.209
Sonstige Steuern und Abgaben 23.296 - 23.296 23.296
Sonstige Depotforderungen -5 - -5 -5
Sonstige 881.660 -1.715 879.945 879.945
Sonstige Forderungen 968.677 -1.715 966.962 966.962
Gesamtforderungen 1.793.817 -36.410 1.757.407 1.757.407

Anhang 12: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 Buchwert 31. Dezember 2014 Buchwert(a)
Aus dem Versicherungsgeschäft 1.140.492 957.617
Aus dem Bankgeschäft 6.861 8.733
Aus sonstigen Geschäftsaktivitäten 222.900 197.387
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.370.253 1.163.737

(a) Angesichts der Art der Vermögenswerte entspricht der Zeitwert dem Buchwert.

Die nachfolgende Tabelle gleicht Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Aktiv- und Passivposten der Konzernbilanz mit der Konzern-Kapitalflussrechnung ab.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.370.253 1.163.737
Bankverbindlichkeiten(a) -83.583 -1.210
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember(b) 1.286.670 1.162.527

(a) Siehe Anhang 17.2: Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe.

(b) Die Salden der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitaflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel der "Satelliten-Investmentfonds". Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel aus Verträgen, bei denen das finanzielle Risiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (Fondsgebundene Lebensversicherung).

Die konsolidierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2015 betrugen 1.370 Mio. Euro, abzüglich Bankverbindlichkeiten in Höhe von 84 Mio. Euro, die unter "Sonstige selbstemittierte Fremdfinanzierungen und Bankverbindlichkeiten" in der Konzernbilanz dargestellt werden.

Die Erhöhung der Netto Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 124 Mio. Euro gegenüber 2014 ist hauptsächlich auf folgende Punkte zurückzuführen:

Der aus der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzernbilanz abgeleitete Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt in 2015 2.250 Mio. Euro (2014: 1.749 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten beträgt in 2015 1.808 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Aktien und Beteiligungen in Höhe von 1.416 Mio. Euro, Darlehen mit 480 Mio. Euro und Immobilien mit 48 Mio. Euro sowie gegenläufig von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Anleihen mit 129 Mio. Euro zurückzuführen. Bei den vorgenannten Werten wurden die jeweiligen Veräußerungserlöse mit den Mittelabflüssen aus dem Erwerb saldiert.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten resultiert weitestgehend aus der Auszahlung der Dividende an Muttergesellschaften. In 2015 betrug die Ausschüttung 337 Mio. Euro.

Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 440 Mio. Euro (2014: 446 Mio. Euro) dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf. Die vorgenannten Beträge betreffen weitestgehend Termin- und Festgelder.

Anhang 13: Eigenkapital und Minderheitsanteile

13.1. Auswirkung der Transaktionen mit Anteilseignern

Die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung wird, wie im Anhang 1 beschrieben wurde, gemäß der Änderung zum IAS 1 als ein eigener Abschlussbestandteil dargestellt.

13.1.1. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2015

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2015 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 5,5 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten bzw. Finanzverbindlichkeiten des AXA Konzerns bestehen zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

Der Vorstand der AXA Konzern AG schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 278,9Mio Euro für das Geschäftsjahr 2015 vor.

13.1.2. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2014

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2014 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 4,0 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten des AXA Konzerns bestanden zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

In der Hauptversammlung vom 21.Mai 2015 stimmten die Aktionäre einer Dividendenausschüttung in Höhe von 336,7 Mio. Euro bezüglich des Geschäftsjahres 2014 zu.

13.2. Gesamtergebnis der Periode

Die Gesamtergebnisrechnung beinhaltet den das Konzernergebnis nach Steuern der Periode, die Veränderung der Neubewertungsrücklage der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, die Währungsumrechnungsrücklage und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen.

13.2.1. Gesamtergebnis für 2015

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Der Rückgang der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste der als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente belief sich insgesamt auf 1.550 Mio. Euro und ist hauptsächlich auf das gestiegene Zinsniveau bei Fremdkapitalinstrumenten zurückzuführen. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen nicht realisierten Bruttogewinnen und -verlusten aus den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und den entsprechenden im Eigenkapital erfassten Rücklagen:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 9.239.435 10.789.901
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -7.127.167 -8.505.259
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 2.112.268 2.284.642
Latente Steuer -622.513 -686.330
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 1.489.755 1.598.312
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 1.489.755 1.598.312
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL - -
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) -2 -
Rücklage aus der Währungsumrechnung -316 -122
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 1.489.437 1.598.190

(a) Unrealisierte Gewinne auf zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Zum 31. Dezember 2015 betraf die Mehrheit der nicht realisierten Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten das Segment Leben, was zu bedeutenden Bewegungen in der Schattenbilanzierung der Beitragsrückerstattung führte.

Für das Geschäftsjahr 2015 verteilen sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 6.243.801 2.013.063 895.370 87.200 9.239.435
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -5.556.977 -1.570.190 - - -7.127.167
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 686.824 442.874 895.372 87.201 2.112.268
Latente Steuer -219.784 -141.720 -248.399 -12.610 -622.513
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 467.040 301.154 646.971 74.590 1.489.755
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 467.040 301.154 646.971 74.590 1.489.755
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 467.038 301.154 646.657 74.590 1.489.437
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) -2 0 0 0 -2
Rücklage aus der Währungsumrechnung - - -316 - -316
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 467.038 301.154 646.655 74.590 1.489.437

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Für das Geschäftsjahr 2014 verteilten sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 7.309.043 2.376.959 1.020.706 83.193 10.789.901
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -6.651.231 -1.854.028 - - -8.505.259
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 657.812 522.931 1.020.706 83.193 2.284.642
Latente Steuer -210.503 -167.339 -293.658 -14.830 -686.330
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 447.309 355.592 727.048 68.363 1.598.312
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 447.309 355.592 727.048 68.363 1.598.312
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 447.309 355.592 726.926 68.363 1.598.190
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) - - - - -
Rücklage aus der Währungsumrechnung(d) - - -122 - -122(d)
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 447.309 355.592 726.926 68.363 1.598.190

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Die Veränderung der Neubewertungsrücklage von zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2015 und 31. Dezember 2014 stellt sich wie folgt dar:

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 1. Januar 1.598.312 679.474
Umwidmung in die Gewinn- und Verlustrechnung der Periode(a) -171.614 5.376
Finanzanlagen, die im Geschäftsjahr erworben wurden und Veränderungen des Zeitwerts 45.773 886.245
Effekte aus der Währungsumrechnung 17.284 27.217
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 31. Dezember 1.489.755 1.598.312

(a) Umwidmung aufgrund von Abgängen von Finanzinstrumenten, Wertminderungen und Wertaufholungen, Amortisierung von Agien und Disagien.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2015 betrug 9,0 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von 9,0 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch Währungsumrechnungen von Landeswährung in Euro der AXA Töchter in USA, Großbritannien und in der Schweiz.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen

Der Gesamteffekt der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen im auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2015 631,5 Mio. Euro, die zu 100% auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallen Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.2.2. Gesamtergebnis für 2014

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Der Anstieg der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste der als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente belief sich insgesamt auf 6.436 Mio. Euro und ist hauptsächlich auf das gestiegene Zinsniveau bei Fremdkapitalinstrumenten zurückzuführen.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2014 betrug 1,7 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,7 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch USA, Großbritannien und die Schweiz.

Neubewertung der Nettopensionsverpflichtungen

Der Gesamteffekt der Neubewertung der Nettopensionsverpflichtung im auf den Konzern entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2014 746,7 Mio. Euro (davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend 746,7 Mio. Euro und auf Minderheitsgesellschafter 0 Tsd. Euro).

Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.3. Veränderung der Minderheitsanteile

13.3.1. Veränderung der Minderheitsanteile in 2015

Der Anstieg der Minderheitsanteile um 0,5 Mio. Euro auf 16,5 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug 1,0 Mio. Euro
Rückgang der Minderheitenanteile in Höhe von 0,2 Mio. Euro

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaften, die hauptsächlich Folgendes beinhalten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,3 Mio. Euro.

13.3.2. Veränderung der Minderheitsanteile in 2014

Der Rückgang der Minderheitsanteile um 3,5 Mio. Euro auf 16,0 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug -1,9 Mio. Euro
Rückgang der Minderheitenanteile in Höhe von 0,9 Mio. Euro

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern, die hauptsächlich Folgendes beinhalteten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,7 Mio. Euro

Anhang 14: Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

14.1. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (brutto und Anteil der Rückversicherer)

Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (inkl. versicherungstechnischer Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung)) teilen sich pro Segment wie folgt auf:

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.791.690 15.540.078 - 52.331.768
Rückstellungen für Beitragsüberträge 196.856 3.415 582.932 783.202
Schadenrückstellung(a) 362.467 558.401 5.816.538 6.737.406
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 69.293 - 1.089.481 1.158.774
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen(b) - 7.437 786.835 794.271
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.351.012 16.109.331 7.186.304 60.646.647
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 4.022.898 - - 4.022.898
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 329.339 - - 329.339
Anteile der Rückversicherer an Rückstelllungen für Beitragsüberträge 26.514 - 7.819 34.333
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen(a) 14.046 516 319.988 334.551
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - 31.088 31.088
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 369.899 516 358.896 729.311
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 41.004.011 16.108.814 6.827.408 63.940.234
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.663.477 14.463.677 - 51.127.154
Rückstellungen für Beitragsüberträge 206.635 3.566 583.767 793.968
Schadenrückstellung(a) 335.158 497.276 5.729.996 6.562.430
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 55.252 - 1.147.249 1.202.501
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen(b) - 8.344 757.735 766.079
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.205.270 14.972.863 7.071.499 59.249.632
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 3.756.176 - - 3.756.176
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 345.496 - - 345.496
Anteile der Rückversicherer an Rückstelllungen für Beitragsüberträge 26.685 - 8.448 35.133
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen(a) 13.261 5.968 330.828 350.057
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - 31.306 31.306
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 385.442 5.968 370.582 761.992
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 40.576.004 14.966.895 6.700.917 62.243.816

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Versicherungsverträgen (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

b) Beinhaltet die Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und in der Schaden- und Unfallversicherung.

14.2. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Deckungsrückstellung 216.318 302.189
Schadenrückstellung(a) 19.232 9
Rückstellungen aus Investmentverträgen ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen 235.551 302.198

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3. Entwicklung der Schadenrückstellung in der Schaden- und Unfallversicherung

14.3.1. Veränderung der Schadenrückstellung vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Schadenrückstellung Stand 1. Januar 5.693.311 5.645.068
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 1. Januar 36.685 36.355
Brutto Schadenrückstellung Stand 1. Januar(a) 5.729.996 5.681.423
Schadenaufwand (für Geschäftsjahresschäden) 2.455.831 2.393.715
Veränderung der Schadenrückstellung (für Vorjahresschäden) -134.775 -63.813
Gesamte Schadenaufwendungen(b) 2.321.056 2.329.902
Schadenzahlungen (für Geschäftsjahresschäden) -1.178.486 -1.117.803
Schadenzahlungen (für Vorjahresschäden) -1.064.209 -1.181.495
Gesamte Schadenzahlungen(b) 2.242.695 2.299.298
Sonstige Veränderungen - 10.395
Währungskursschwankungen 8.179 7.577
Schadenrückstellung Stand 31. Dezember 5.742.859 5.693.311
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 31. Dezember 73.679 36.685
Brutto Schadenrückstellung Stand 31. Dezember(a) 5.816.538 5.729.996

(a) Ohne Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus der Schaden- und Unfallversicherung.

(b) Ohne Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an der Schadenrückstellung

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 1. Januar 330.828 403.859
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenregulierungsaufwendungen 827.935 778.535
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenzahlungen -842.274 -863.762
Sonstige Veränderungen - 10.395
Währungskursschwankungen 3.498 1.801
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 31. Dezember 319.987 330.828

14.4. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen - Leben & Kranken

14.4.1. Entwicklung der versicherungstechnischen Risiken aus Versicherungs- und Investmentverträgen - vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

Die nachstehende Tabelle weist die versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen des Segments Leben und Kranken aus, unabhängig davon ob das Risiko von Versicherungsnehmern übernommen wird (d.h. inklusive des fondsgebundenen Geschäfts). Nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen aus Beitragsrückerstattung sowie derivative Finanzinstrumente aus Versicherungsverträgen sind nicht enthalten.

Leben

2015 2014
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 40.961.446 302.198 41.263.644 40.588.358 342.802 40.931.160
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 3.058.479 -667 3.057.811 3.047.080 50.216 3.097.296
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -3.675.372 -69.269 -3.744.641 -3.901.491 -95.845 -3.997.336
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (+/-) 189.136 - 189.136 320.718 - 320.718
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 1.269.742 3.288 1.273.030 1.288.577 5.026 1.293.603
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) -398.870 - -398.870 -351.762 - -351.762
Sonstige Veränderungen -30.649 - -30.649 -30.027 - -30.027
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 41.373.910 235.551 41.609.461 40.961.446 302.198 41.263.644

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

Kranken

2015 2014
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 14.972.863 - 14.972.863 13.977.700 - 13.977.700
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 2.375.925 - 2.375.925 2.299.845 - 2.299.845
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -1.704.804 - -1.704.804 -1.606.639 - -1.606.639
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 465.346 - 465.346 301.957 - 301.957
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) - - - - - -
Sonstige Veränderungen - - - - - -
Währungskursschwankungen - - - - - -
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 16.109.330 - 16.109.330 14.972.863 - 14.972.863

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

14.4.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Leben

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 385.442 - 385.442 477.554 - 477.554
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 56.215 - 56.215 53.489 - 53.489
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -65.095 - -65.095 -113.189 - -113.189
Anteil der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-)(b) -22.750 - -22.750 -6.121 - -6.121
Anteil der Rückversicherer an der Änderungen des Konsolidierungskreises und der Bilanzierungsmethoden 16.087 - 16.087 -26.293 - -26.293
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 369.899 - 369.899 385.442 - 385.442

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

(b) Zu beachten: Inklusive Zinszuführungen und den Rückstellungen zugeführte Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer, Kontoführungsgebühren/ Gebühren für die Verwaltung von Finanzanlagen und Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen.

Kranken

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt Versicherungs-

verträge
Investment-

verträge
Gesamt
--- --- --- --- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 5.968 - 5.968 4.578 - 4.578
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 1.771 - 1.771 15.408 - 15.408
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -7.223 - -7.223 -14.018 - -14.018
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 516 - 516 5.968 - 5.968

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

14.5. Veränderung der Rückstellung für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)

Die Schadenabwicklungstabelle weist die Veränderung der Schadenrückstellungen nach den angewendeten Rechnungslegungsvorschriften gemäß IFRS 4 zwischen 2005 und 2015 aus. Dabei bezieht sich die Darstellung auf die Schadenrückstellung inkl. der Schadenregulierungskostenreserve. Alle Verträge sind gemäß IFRS-Definition Versicherungsverträge.

Die erste Zeile "Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet" stellt die Schadenrückstellungen in der Konzernbilanz, gebildet zum relevanten Geschäftsjahr, dar. Zum Beispiel stellt der Betrag in Höhe von 4.763 Mio. Euro für das Jahr 2006 alle Schadenrückstellungen dar, die in der Konzernbilanz in den Geschäftsjahren bis einschließlich 2006 gebildet wurden und zum 31. Dezember 2006 in der Konzernbilanz berücksichtigt wurden.

Die zweite Zeile "Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen" zeigt zum jeweiligen Bilanzstichtag den anfänglichen Betrag, der sich unter Verwendung der Wechselkurse des aktuellen Jahres und unter der Annahme eines unveränderten Konsolidierungskreises ergeben hätte.

Der erste Teil der Tabelle mit dem Titel "Kumulierte Zahlungen" zeigt für eine gegebene Spalte N die kumulierten Zahlungen, die seit dem 31. Dezember des Jahres N, bezogen auf das Eintrittsjahr bis einschließlich Jahr N geleistet wurden.

Der zweite Teil der Tabelle "Neu geschätzte Rückstellungen" zeigt für eine gegebene Spalte N eine Schätzung der aktuellen Kosten der Rückstellungen zum 31. Dezember des Geschäftsjahres N für alle Eintrittsjahre vor und bis zum Jahr N, zum Ende des jeweiligen nachfolgenden Geschäftsjahres. Der endgültige Schadenaufwand schwankt von Jahr zu Jahr, da die Information über die noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle mit jedem weiteren Jahr zuverlässiger wird.

Der Abwicklungsgewinn bzw. -verlust der Anfangsbruttorückstellung in Bezug auf die aktuelle Schätzung der Schadenaufwendungen des jeweiligen Jahres ergibt sich für das Geschäftsjahr N durch einen Vergleich des Betrages in der zweiten Zeile der Tabelle ("Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen.") mit dem Betrag der "Neu geschätzte Rückstellungen".

Veränderung der Schadenrückstellungen: Schaden und Unfall

(In Tsd. Euro) 2005 2006 2007 2008 2009 2010
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 3.747.277 4.762.013 4.803.097 4.771.306 4.813.622 4.891.444
- - - - - -
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 3.620.941 4.765.024 4.807.373 4.776.691 4.818.942 4.894.479
Kumulierte Zahlungen:
1 Jahr später 867.219 912.638 878.888 882.396 937.618 919.802
2 Jahre später 1.262.609 1.261.881 1.215.012 1.242.753 1.273.290 1.280.570
3 Jahre später 1.508.108 1.486.782 1.458.224 1.472.909 1.505.227 1.520.580
4 Jahre später 1.639.366 1.679.199 1.633.662 1.645.638 1.684.224 1.636.538
5 Jahre später 1.798.725 1.818.390 1.772.542 1.789.165 1.784.363 1.766.777
6 Jahre später 1.911.030 1.939.614 1.895.280 1.863.084 1.893.314
7 Jahre später 2.014.081 2.044.438 1.955.018 1.947.687
8 Jahre später 2.103.291 2.081.210 2.027.222
9 Jahre später 2.125.078 2.154.833
10 Jahre später 2.187.081
Neu geschätzte Rückstellungen: 3.196.995 3.300.684 3.346.403 3.467.789 3.670.956 3.817.123
1 Jahr später 4.211.804 4.425.353 4.435.797 4.500.875 4.623.663 5.132.531
2 Jahre später 3.995.152 4.082.815 4.066.186 4.149.112 4.408.911 4.259.598
3 Jahre später 3.880.068 3.891.131 3.895.568 4.102.490 3.994.716 4.081.112
4 Jahre später 3.154.099 3.745.777 3.876.898 3.699.666 3.849.903 3.963.889
5 Jahre später 3.086.591 3.755.973 3.490.421 3.589.547 3.793.355 3.817.123
6 Jahre später 3.589.333 3.389.112 3.414.337 3.567.818 3.670.956
7 Jahre später 3.234.955 3.332.018 3.422.220 3.467.789
8 Jahre später 3.202.882 3.334.951 3.346.403
9 Jahre später 3.218.750 3.300.684
10 Jahre später 3.196.995
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen:(a)
Absoluter Betrag: 423.946 1.464.340 1.460.970 1.308.902 1.147.986 1.077.356
in %: 11,7% 30,7% 30,4% 27,4% 23,8% 22,0%
(In Tsd. Euro) 2011 2012 2013 2014 2015
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 5.147.154 5.054.187 5.179.701 5.230.725 5.304.995
- - -
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2015 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 5.150.821 5.062.471 5.184.174 5.229.995 5.304.995
Kumulierte Zahlungen:
1 Jahr später 973.651 976.640 963.030 865.426
2 Jahre später 1.337.028 1.273.220 1.318.158
3 Jahre später 1.498.573 1.501.777
4 Jahre später 1.668.917
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Neu geschätzte Rückstellungen: 4.025.413 4.249.493 4.502.351 5.097.821
1 Jahr später 4.701.462 4.982.696 5.172.631 5.097.821
2 Jahre später 4.358.956 4.431.602 4.502.351
3 Jahre später 4.196.006 4.249.493
4 Jahre später 4.025.413
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen:(a)
Absoluter Betrag: 1.125.408 812.978 681.823 132.174
in %: 21,8% 16,1% 13,2% 2,5% 0.0%

(a) Es wäre nicht angemessen die zukünftigen Überschüsse oder Defizite auf Basis der Schadenrückstellungen in der Entwicklungstabelle zu extrapolieren, da die Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends aus Vorperioden nicht unbedingt in der Zukunft wieder eintreten werden. Die Darstellung des Überschusses/Defizits berücksichtigt Währungsänderungen zwischen den Geschäftsjahren.

Überleitung zwischen den entwickelten und insgesamt gebildeten Rückstellungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 Bilanzwert 31. Dezember 2014 Bilanzwert
Brutto-Schadenrückstellung entwickelt
Schaden und Unfall 5.304.995 5.230.725
Gesamte entwickelte Brutto-Schadenrückstellung 5.304.995 5.230.725
Brutto-Schadenrückstellungen unentwickelt 511.543 499.271
Gesamte Brutto-Schadenrückstellungen für Schaden und Unfall 5.816.538 5.729.996

14.6. Rückstellungen für Beitragsrückerstattung

Die folgende Tabelle zeigt die Rückstellungen für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2015 bzw. 31. Dezember 2014.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 4.480.847 4.466.991
Passive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 10.486.416 11.750.508
Gesamte Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 14.967.263 16.217.499
Gesamte aktive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0 0

In der aktiven und passiven latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind Beträge enthalten, die sich hauptsächlich in Bezug auf unrealisierte Gewinne und Verluste aus Investitionen in zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen ergeben haben (vgl. Anhang 9.3.).

14.7. Zahlungs- und Rückkaufsprognosen sowie verwendete Rechnungszinsen für versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Die Tabellen im Anhang 14.7.1 und 14.7.2 werden ohne Verträge im Rahmen der fondsgebundenen Lebensversicherung dargestellt. Diese Verträge unterliegen weder einem Zinsrisiko noch einem Restlaufzeitrisiko. Davon ausgenommen sind fondsgebundene Verträge mit Leistungsgarantien.

In Bezug auf Liquiditätsrisiken werden für fondsgebundene Lebensversicherungen die Finanzanlagen zur Unterlegung der entsprechenden Rückstellungen von den Lebensversicherungsunternehmen vorgehalten. Vereinzelte Inkongruenzen sind hauptsächlich die Folge von zeitlichen Differenzen in der Vertragsverwaltung im Rahmen des täglichen Betriebs.

14.7.1. Prognose von künftigen Zahlungen und Rückkäufen

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die prognostizierten Zahlungen und Rückkäufe in Bezug auf Versicherungs- und Investmentverträge (ohne fondsgebundene Lebensversicherungen) für Leben und Kranken sowie Schaden und Unfall. Die tatsächlichen Laufzeiten können erheblich von den Prognosen abweichen, hauptsächlich weil einige Verträge laufzeitreduzierende und vom Versicherungsnehmer ausübbare Kündigungsoptionen enthalten.

Die unten ausgewiesenen Prognosen können nicht mit den Rückstellungen in der Konzernbilanz verglichen werden. Die geschätzten Werte sind höher als die Werte in der Konzernbilanz, da sie die künftigen Zahlungen undiskontiert darstellen. Zudem werden künftige laufende Beitragszahlungen der Versicherungsnehmer ebenfalls nicht berücksichtigt.

Die Zahlen in der ersten Zeile der nachstehenden Tabelle zeigen geschätzte undiskontierte Zahlungen im Zusammenhang mit Todesfällen, Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitsschäden, Rückkäufen, Rentenzahlungen, garantierten Leistungen für fondsgebundene Verträge sowie Schaden-, Unfall- und Krankenversicherungsschäden ohne die Berücksichtigung von künftig noch fällig werdenden Beiträgen der Versicherungsnehmer aus bestehenden Versicherungsverträgen. Diese Zahlungen beruhen auf Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidität und Berufsunfähigkeit, Rückkäufen und der Zahlungshäufigkeit in der Schaden- und Unfallversicherung, welche den Erfahrungen des Konzerns in der Vergangenheit entsprechen. Die Beträge sind brutto, also vor Abzug des Anteils der Rückversicherer, ausgewiesen. Durch die Verwendung von Schätzungen ist es wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Auszahlungen von den Prognosen abweichen werden.

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2.349.269 5.306.939 98.224.422 105.880.630
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 517.743 3.633.349 33.337.703 37.488.795
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2.460.779 5.981.031 90.227.184 98.668.994
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 510.239 3.648.346 33.062.873 37.221.458

14.7.2. Verwendete Rechnungszinsen

Die dargestellte Tabelle und die damit verbundenen Bemerkungen werden ohne fondsgebundene Lebensversicherungsverträge ausgewiesen.

Die allgemeinen Grundsätze zur Bildung von versicherungstechnischen Rückstellungen sind im Anhang 1 des Konzernabschlusses beschrieben. Die Rückstellungen basieren auf Schätzungen, in denen der Rechnungszins eine zentrale Annahme ist.

Wie in der nachstehenden Tabelle gezeigt, wurden zum 31. Dezember 2015 97% der Rückstellungen für Leben und 96% der Rückstellungen für Kranken diskontiert. Bei den Verträgen mit festgeschriebenem Rechnungszins handelt es sich um Lebensversicherungsverträge, wo der Rechnungszins, der dem Garantiezins entspricht, bei Vertragsbeginn festgelegt wird und solange verwendet wird, bis im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit (Liability Adequacy Test) eine Nachreservierung erforderlich ist. In der Regel werden Verträge ohne Garantiezins als undiskontiert behandelt, außer Versicherungsprodukten mit garantierten Zinssätzen, die jährlich und für jeweils ein Jahr aktualisiert werden. Diese Verträge werden unter diskontierten Rückstellungen ausgewiesen.

Bei den Verträgen mit angepasstem Rechnungszins handelt es sich um Krankenversicherungsverträge. Im Gegensatz zur Lebensversicherung werden die Rechnungsgrundlagen, welche gemäß der Kalkulationsverordnung gleichermaßen für Prämienkalkulation und Ermittlung der Alterungsrückstellung zu verwenden sind, im Rahmen von Beitragsanpassungen aktualisiert. Bei den Verträgen, deren Rückstellungen nicht diskontiert werden, handelt es sich im Segment Kranken um Versicherungsgeschäft nach Art der Sachversicherung, wie zum Beispiel Auslandsreisekrankenversicherungsverträge.

Für Schaden und Unfall sind die meisten Rückstellungen (89% zum 31. Dezember 2015) undiskontiert. Undiskontierte Rückstellungen sind gegenüber Risiken aus Zinssatzänderungen unempfindlich.

Der unten dargestellte Rechnungszins ist ein gewichteter Durchschnitt der berücksichtigten Bestände. Bei Verträgen mit garantierten Sätzen, die jährlich überprüft werden, werden die Sätze zum Abschlusszeitpunkt genommen. Die mit den Verträgen verbundenen Risikofaktoren werden im Risikobericht detailliert dargestellt.

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins
--- --- --- --- ---
Leben - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 36.454.872 3,32% 36.860.786 3,33%
Leben- aktueller Rechnungszins - - - -
Leben - undiskontierte Rückstellungen 1.131.691 - 646.682 -
Summe Leben 37.586.563 - 37.507.468 -
Kranken - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins - - - -
Kranken - aktueller Rechnungszins 15.540.078 3,23% 14.463.677 3,33%
Kranken - undiskontierte Rückstellungen 569.253 - 509.186 -
Summe Kranken 16.109.331 - 14.972.863 -
Schaden- und Unfall - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 810.466 2,80% 752.483 2,93%
Schaden- und Unfall - aktueller Rechnungszins - - - -
Schaden- und Unfall - undiskontierte Rückstellungen 6.365.959 - 6.291.142 -
Summe - Schaden und Unfall und internationale Versicherung 7.176.425 - 7.043.625 -
Gesamte Versicherungs- und Investmentverträge 60.872.319 - 59.523.955 -

Die Beträge sind ohne die Auswirkungen von Derivaten auf Versicherungs- und Investmentverträge (siehe Anhang 19.4), sowie ohne Rückstellungen aus nicht verdienten Beitragsbestandteilen, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen dargestellt.

Gemäß IFRS 7 weist der Konzern im Risikobericht quantitative Zins- und Aktienmarkt-Sensitivitäten aus: für das Leben- und Krankenversicherungsgeschäft in Bezug auf den "European Embedded Value", für die Schaden- und Unfallversicherung in Bezug auf den entsprechenden Kapitalanlagebestand.

14.8. Eingebettete Derivate die, die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen

AXA verkauft Versicherungsverträge, die vielfältige Optionen und Garantien für die Versicherungsnehmer beinhalten. Diese Vertragsmerkmale werden im Risikobericht beschrieben. Dabei handelt es sich nicht um "eingebettete Derivate", die AXA getrennt zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, da

viele der Merkmale eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, und
viele der Merkmale selbst als Versicherungsvertrag gemäß Phase 1 (IFRS 4) gelten.

Dieser Anhang beschreibt die Merkmale, die eingebettete Derivate haben und die unabhängig die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen. Die Hauptelemente können in zwei Hauptkategorien aufgeteilt werden: Garantierte Mindestleistungen im Todesfall (GMDBs) oder garantierte Rentenleistungen, die in Verbindung mit fondsgebundenen Verträgen und garantierten Rentenfaktoren angeboten werden (GMIB).

GMDB-Merkmale bieten eine Mindestleistung im Todesfall an, die höher als das Vertragsguthaben des fondsgebundenen Vertrages sein kann (je nach Wertentwicklung des fondsgebundenen Kapitals). GMIB-Merkmale bieten eine lebenslange Verrentung oder eine Rentengarantiezeit an, die ein Versicherungsnehmer nach einer vorgegebenen Wartezeit auswählen darf. Der sich daraus ergebende Betrag kann höher als die Umrechnung des Vertragsguthaben mit den aktuellen Rentenfaktoren sein.

Für AXA bestehen bei GMDB- und GMIB-Verträgen Risiken, da durch die anhaltend schwache Leistung der Finanzmärkte die ausgezahlten Leistungen höher als die kumulierten Versicherungsnehmer-Guthaben sein können. Rückstellungen werden für diese Merkmale auf Basis der mathematischen Annahmen im Zusammenhang mit erwarteten Vorteilen und verbundenen Kostenzuschlägen gebildet. Zusätzlich zur Bildung von Rückstellungen kontrolliert AXA Risiken durch eine Kombination aus Rückversicherungsprogrammen und einem aktiven Risikomanagementsystem, welches auch derivative Finanzanlagen enthält.

Garantierte Rentenfaktoren sichern, dass zu einem zukünftigen Zeitpunkt das kumulierte Guthaben der Versicherungsnehmer ausreicht, um eine lebenslange Rente zu aktuell festgelegten Rentenfaktoren zu kaufen. Die Risiken für AXA bei solchen Fällen sind folgende:

Entweder die Langlebigkeit des Versicherungsnehmers steigt deutlich, sodass diese Leistung länger in Anspruch genommen wird als für den garantierten Rentenfaktor angenommen
oder die Anlagerenditen sind während der Auszahlungsphase niedriger, als in den garantierten Rentenfaktoren berücksichtigt.

Anhang 15: Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft

15.1. Verbindlichkeiten nach Art

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Privatkunden 487.955 490.156 476.292 483.676
Institutionelle Kunden 38.546 201.738 33.532 35.576
Interbankenrefinanzierung 32.411 34.434 56.658 59.039
Refinanzierung mit Zentralbanken 14.022 13.999 14.001 13.865
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 572.934 740.327 580.483 592.156

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft setzten sich aus privaten Kundeneinlagen, der Refinanzierung bei Institutionellen Anlegern, der Interbankenrefinanzierung sowie der Refinanzierung mit Zentralbanken zusammen. Die privaten Kundeneinlagen in Höhe von 488 Tsd. Euro (2014: 476.292 Tsd. Euro) bestehen im Wesentlichen aus täglich fälligen Einlagen und Termineinlagen. Bei Institutionellen Anlegern hat die Bank sich durch Schuldscheindarlehen refinanziert. Die Verbindlichkeiten der Interbankenrefinanzierung bestehen in Höhe von 15.089 Tsd. Euro (2014: 35.552 Tsd. Euro) aus Schuldscheindarlehen und in Höhe von 17.322 Tsd. Euro (2014: 21.106 Tsd. Euro) aus Darlehen der KfW. Die Refinanzierung mit Zentralbanken umfasst ein Geschäft mit der Deutschen Bundesbank.

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Mehrzahl der Verbindlichkeiten aus Bankgeschäften (siehe unten) liegt der Marktwert der oben dargestellten Verbindlichkeiten nahe an den Buchwerten.

15.2. Verbindlichkeiten nach vertraglicher Fälligkeit

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt Buchwert nach Vertragslaufzeiten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Privatkunden 427.915 53.563 6.477 487.955 396.471 69.062
Institutionelle Kunden 5.895 18.000 14.650 38.545 5.532 21.000
Interbankenrefinanzierung 89 15.000 17.322 32.411 21.255 15.000
Refinanzierung mit Zentralbanken 22 14.000 14.022 1 14.000
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 433.921 100.563 38.449 572.933 423.259 119.062
31. Dezember 2014
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt
--- --- ---
(In Tsd. Euro) mehr als 5 Jahre
--- --- ---
Privatkunden 10.759 476.292
Institutionelle Kunden 7.000 33.532
Interbankenrefinanzierung 20.403 56.658
Refinanzierung mit Zentralbanken 14.001
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 38.162 580.483

Anhang 16: Sonstige Rückstellungen

16.1. Übersicht über die sonstigen Rückstellungen Sonstige Rückstellungen umfassen die folgenden Posten:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Rückstellung für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen sowie für Jubiläen 2.716.918 2.893.619
Anteilsbasierte Vergütungspläne 114 4.981
Rückstellungen für Restrukturierung 26.065 35.237
Übrige sonstige Rückstellungen 52.185 64.432
Gesamte sonstige Rückstellungen 2.795.281 2.998.269

Die Rückstellungen für Pensionen werden im Anhang 23 "Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter" erläutert. Die Rückstellungen für Anteilsbasierte Vergütungspläne werden im Anhang 24 "Anteilsbasierte Vergütung" erläutert.

Der für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung angewandte Rechnungszins beträgt 2,4 % (2014: 2,0 %). Der Zinsaufwand beträgt 509 Tsd. Euro (2014: 796 Tsd. Euro).

Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u.a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen; zum Bilanzstichtag sind 224 Mitarbeiter (2014: 240 Mitarbeiter) bezugsberechtigt. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.785 Tsd. Euro (2014: 3.276 Tsd. Euro).

Die Restrukturierungsrückstellung wurde aufgrund der Restlaufzeit von einem Jahr mit dem Nominalwert bilanziert. Ein Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Vorjahresrückstellung ist nicht angefallen (2014: 889 Tsd. Euro).

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen mit 40.124 Tsd. Euro (2014: 38.266 Tsd. Euro) Rückstellung für Spruchstellenverfahren sowie Zinsrückstellung für die Spruchstellenverfahren und mit 4.437 Tsd. Euro Rückstellung für Prozessrisiken ausgewiesen. Die Fälligkeit der übrigen sonstigen Rückstellungen wird in mehr als zwölf Monate erwartet.

16.2. Entwicklung der sonstigen Rückstellungen (außer Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütung)

Änderungen der sonstigen Rückstellungen (außer Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütungspläne) werden nachfolgend dargestellt:

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Buchwert 1. Januar 99.669 126.446
Zuführungen 25.042 12.756
Inanspruchnahmen -19.199 -31.539
Auflösungen -27.264 -7.994
Buchwert 31. Dezember 78.249 99.669

Anhang 17: Verbindlichkeiten

17.1. Überblick über die Verbindlichkeiten

(In Tsd. Euro) Buchwert 31. Dezember 2015 Buchwert 31. Dezember 2014
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen(a) 83.583 12.210
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 321.219 380.725
Kautionen und Bürgschaften -163 -
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Versicherungsunternehmen 61.751 101.162
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, Maklern und Generalagenten 259.630 279.563
Verbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 412.934 484.589
Kautionen und Bürgschaften 381.961 397.008
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen 30.972 87.581
Steuerverbindlichkeiten 676.194 455.996
Sonstige Verbindlichkeiten 962.427 1.181.262
VERBINDLICHKEITEN 2.456.356 2.514.782

(a) ohne Bankaktivitäten.

17.2. Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe

Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe werden nachfolgend beschrieben:

Buchwert
(ln Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dez 14
--- --- ---
Derivate auf andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente (außer Fremdfinanzierung) - 11.000
Banküberziehungen 83.583 1.210
Sonstige Fremdkapitalinstrumente , Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) 83.583 12.210

Die Buchwerte entsprechen sowohl für 2015 als auch für 2014 den jeweiligen Zeitwerten.

17.3. Zinsrisiko und vertragliche Laufzeiten

Die nachfolgende Tabelle stellt die vertraglichen Laufzeiten anderer ausgegebener Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen dar (mit Ausnahme des Effekts von Derivaten - detaillierte Beschreibung im Anhang 19.4). Die tatsächlichen Laufzeiten können von den dargestellten abweichen, hauptsächlich deshalb, weil einige Finanzinstrumente Vertragsbedingungen mit der Möglichkeit zur vorzeitigen Rückgabe, mit oder ohne Vertragsstrafe, enthalten.

Buchwert - Sonstige Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen nach Vertragsfälligkeit
(In Tsd. Euro) 12 Monate und weniger Von 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamtbuchwert
--- --- --- --- ---
2015 83.583 - - 83.583
2014 12.210 - - 12.210

Anhang 18: Steuern

18.1. Steueraufwand

18.1.1. Überblick über den Steueraufwand nach laufenden und latenten Steuern

Der Ertragssteueraufwand teilt sich wie folgt auf:

(In Tsd. Euro) 31 Dezember 2015 31 Dezember 2014
Ertragsteuern -256.354 -210.256
Laufend -352.785 -174.611
Latent 96.431 -35.645

18.1.2. Steuerliche Überleitungsrechnung

Die Überleitung von theoretischem Steueraufwand (Gewinn vor Steuern bewertet mit dem anwendbaren Steuersatz in Deutschland für die betreffende Periode) zum effektiven Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Steuernachweis

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Erträge vor Ertragssteuern (ohne Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten und nach der Equity-Methode konsolidierten Beteiligungen) 782.763 694.631
Theoretische Steuerquote 32% 32%
Theoretischer Steueraufwand -250.484 -222.282
Auswirkung der Steuersatzdifferenz auf den theoretischen Steueraufwand - -
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen -2.468 -21
Auswirkung der Steuersatzdifferenz und der nicht mit dem Einkommen vor Steuern verbundenen Steuern -4.068 -2.918
Auswirkung der Differenz in Steuersatz und Steuerbemessungsgrundlage -6.536 -2.939
Steuerliche Gewinne/Verluste aus Vorjahren, die im laufenden Jahr genutzt werden ohne bisher bilanzierte latente aktive Steuern - -1.390
Aktive latente Steuer, bilanziert auf steuerliche Verluste aus Vorjahren -2.157 -2.150
Aktive latente Steuer, nichtbilanziert auf Steuerverluste des Jahres - -
Ausbuchung der gebildeten latenten Steueransprüche auf steuerliche Verluste aus Vorjahren(a) - -
Effekt der Steuerverluste -2.157 -3.540
Wirkung permanenter Differenzen 7.101 10.693
Anpassung der Steuer, die sich auf vorherige Jahre bezieht 7.462 -17.900
Ausbuchung / Ansatz der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen der vergangenen Jahre (außer Steuerverluste)(a) - -
Sonstige 1 1.660
Effekt von Anpassungen, Wertverlust und Anderen 7.463 -16.240
Effektiver Steueraufwand -256.355 -210.256
Effektiver Steuersatz in % 32.75% 30,27%

(a) Ausbuchung der DTA (aktive latente Steuern) aus Steuerverlusten werden unter "Effekt der Steuerverluste" ausgewiesen.

Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich in 2015 auf 78.810 Tsd. Euro (2014: 16.601 Tsd. Euro). Die Erhöhung in 2015 ist insbesondere auf die in 2014 erzielten Steuererstattungen für Vorjahre aufgrund von abgeschlossen Betriebsprüfungen zurückzuführen.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 256.355 Tsd. Euro liegt über dem theoretischen Steueraufwand von 250.484 Tsd. Euro. In der Vorperiode lag der Steuersatz noch unter der erwarteten Steuerquote von 32 % was im Wesentlichen durch Steuererträge in Höhe von 17.900 Tsd Euro aus Vorjahren begründet war. Dagegen sind in der aktuellen Periode Nachreservierungen in Höhe von 7.462 Tsd. Euro erforderlich gewesen. Insbesondere dieser außerordentliche Ertragssteueraufwand führt zu einer Steuerquote die mit 32,75 % leicht über der theoretischen Steuerquote liegt.

Im Vergleich zum Vorjahr (2014: 210.256 Tsd. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich auf 256.354 Tsd. Euro. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant höheren Vorsteuerergebnis.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte Ertragsteuersatz von 32% setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 16,2%. Der Steuersatz entspricht somit dem des vorangegangenen Jahres.

18.2. Latente Steuern

Die Nettoposition der latenten Steuer teilt sich wie folgt auf:

31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Latente Steuer-

ansprüche (netto)
Latente Steuer-

ansprüche (netto)
--- --- --- --- ---
Aktive / Passive Steuern bzgl.
- Ertrags- bzw. aufwandswirksame Positionen (Gewinne bzw. Verluste) 1.012.199 1.022.493 -10.294 -106.878
- Rücklagen in Verbindung mit Marktwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 1.854.801 2.477.315 -622.514 -686.329
- Rücklagen in Verbindung mit Sicherungsbeziehungen und anderen Posten - 63.061 -63.061 -57.689
- Rücklagen in Verbindung mit Gewinnen und Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 297.363 137 297.226 351.425
Latente Steuern gesamt 3.164.363 3.563.006 -398.643 -499.472

In der obigen Tabelle entspricht die Nettoposition der latenten Steuern der Differenz zwischen aktiver latenter Steuer und passiver latenter Steuer, die in der Konzern-Bilanz dargestellt wurden. Der Aufriss der aktiven / passiven latenten Steuern in diesen Tabellen erfolgt unsaldiert pro Sachverhalt und ist daher nur in Summe mit der Bilanz abstimmbar.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015(a) Latente Steuern 31. Dezember 2014(a) Latente Steuern
Eröffnungsbilanzwert -499.472 -177.836
Erfolgswirksame Veränderungen (Gewinne und Verluste) 96.431 -35.645
Erfolgsneutrale Veränderungen im Eigenkapital(a) 4.397 -285.990
Schlussbilanzwert -398.644 -499.471

(a) Die Bewegungen des Eigenkapitals betreffen hauptsächlich Marktwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, Sicherungsbeziehungen, Umbewertung von Finanzinstrumenten im Eigenkapital und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen

Bilanzierte aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach Fälligkeit und Ablaufdatum:

Die folgenden Tabellen stellen die Aufteilung wie folgt dar:

Im ersten Teil nach Fälligkeit, zu der der Konzern die zum Jahresende gebuchte aktive latente Steuer zu nutzen gedenkt und die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge.

Im zweiten Teil nach dem "Ablaufdatum" der aktiven latenten Steuern, d.h. dem spätestmöglichen Datum, zu dem der Konzern sie nutzen könnte.

Der gesamte Betrag von 3.164.363 Tsd. Euro aktive latente Steuern enthielt aktive latente Steuern auf Verlustvorträge zum 31. Dezember 2015 in Höhe von 2.812 Tsd. Euro.

2015
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge 874 - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge 2.731 - - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2015
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit >11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge 1.938 - - 2.812
Korrespondierende Verlustvorträge - - - 2.731
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - 2.812 2.812
Korrespondierende Verlustvorträge - - 2.731 2.731
2014
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - 1.075 1.075 - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - 3.336 3.336 - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2014
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit >11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
--- --- --- --- ---
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - 2.150
Korrespondierende Verlustvorträge - - - 6.672
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - 2.150 2.150
Korrespondierende Verlustvorträge - - 6.672 6.672

Nicht bilanzierte aktive latente Steuern auf Verlustvorträgen:

Der Betrag an aktiven latenten Steuern ohne konkretes Fälligkeitsdatum, der zum Jahresende nicht angesetzt wurde, weil er als uneinbringlich eingeschätzt wird, belief sich auf 13.672 Tsd. Euro (13.245 Tsd. Euro in 2014).

Anhang 19: Derivative Finanzinstrumente

Dieser Anhang enthält alle Derivate, die in Übereinstimmung mit IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, jedoch ohne derivative Finanzinstrumente, die die Definition von Konzern-Eigenkapitalinstrumenten erfüllen und ohne derivative Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds im "Satellite-Investment-Portfolio" gehalten werden (Details zum "Satellite-Investment Portfolio" siehe Anhang 1).

19.1. Restlaufzeiten, Nominal- und Marktwerte derivativer Finanzinstrumente

Restlaufzeiten der Nominalwerte zum 31. Dezember 2015(a) Nominalwert Positiver Marktwert
(In Tsd. Euro) < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 3.859.723 6.262.653 4.128.196 14.250.572 9.652.535 1.668.734
Aktien- und Indexderivate 1.442.991 - 23.940 1.466.932 123.940 4.769
Devisenderivate 8.874.234 259.678 246.740 9.380.652 5.723.902 47.783
Kreditderivate 24.000 3.050.563 183.170 3.257.733 2.908.176 15.731
Andere Derivate - - 281.884 281.884 360.177 -
Gesamtsumme 14.200.948 9.572.894 4.863.930 28.637.773 18.768.730 1.737.017
Positiver Marktwert Negativer Marktwert Netto-Marktwert
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 1.683.875 96.304 5.936 1.572.429 1.677.939
Aktien- und Indexderivate 168 263 110 4.506 58
Devisenderivate 91.543 163.264 199.825 -115.480 -108.282
Kreditderivate 10.340 34.059 42.906 -18.328 -32.566
Andere Derivate - 41.655 50.333 -41.655 -50.333
Gesamtsumme 1.785.926 335.545 299.110 1.401.472 1.486.816

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-Hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

(a) Die Nominalwerte werden grundsätzlich in absoluten Werten dargestellt und schließen eine mögliche Verrechnung aus.

19.2. Derivative Finanzinstrumente nach Art der Absicherung

Derivate, die zu Absicherungszwecken eingesetzt werden und die Kriterien für Hedge Accounting erfüllen, werden nach ihrer Zweckbestimmung in Fair Value Hedges, Cash Flow Hedges und als Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb unterschieden. Alle anderen Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und dienen der ökonomischen Absicherung oder sind Bestandteil eines Makro-Hedges. Bei Makro-Hedges handelt es sich um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern.

Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) sowie die Nominalwerte aller freistehenden Derivate und aller derivativen Finanzinstrumente, die die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, zum 31. Dezember 2015 und 2014:

31. Dezember 2015
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 4.213.384 905.884 - -
Aktienderivate - - - - - -
Währungsderivate - - 152.792 3.003 - -
Kreditderivate - - - - - -
andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 4.366.176 908.887 - -
31. Dezember 2015
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto Marktwert Nominalwert Netto Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 10.037.189 666.546 14.250.573 1.572.430
Aktienderivate 1.466.931 4.506 1.466.931 4.506
Währungsderivate 9.227.858 -118.484 9.380.650 -115.481
Kreditderivate 3.257.733 -18.328 3.257.733 -18.328
andere Derivate 281.884 -41.655 281.884 -41.655
Gesamtsumme 24.271.595 492.585 28.637.771 1.401.472

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und macro-hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

31. Dezember 2014
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto Marktwert Nominalwert Netto Marktwert Nominalwert Netto Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 3.708.000 1.100.129 - -
Aktienderivate - - - - - -
Währungsderivate - - 202.023 35.401 - -
Kreditderivate - - - - - -
Andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 3.910.023 1.135.530 - -
31. Dezember 2014
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto Marktwert Nominalwert Netto Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 6.984.568 554.303 10.692.568 1.654.432
Aktienderivate 123.940 58 123.940 58
Währungsderivate 5.463.884 -143.683 5.665.907 -108.282
Kreditderivate 2.908.176 -32.566 2.908.176 -32.566
Andere Derivate 360.177 -50.333 360.177 -50.333
Gesamtsumme 15.840.745 327.779 19.750.768 1.463.309

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich der Nominalwert aller derivativen Finanzinstrumente auf 28,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 19,8 Mrd. Euro) mit einem entsprechenden Netto-Marktwert von 1,4 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,5 Mrd. Euro).

AXA verwendet Derivate vorwiegend, um sich gegen verschiedenartige Risiken, die aus beiden Seiten der Bilanz im Rahmen ihrer Asset-Liability-Management (ALM)-Strategie der Versicherungsgesellschaften sowie der Holdinggesellschaften und Banken resultieren, abzusichern. Die Absicherungsstrategien im Geschäftsjahr umfassten:

Die Absicherung von Zinsrisiken der Finanzanlagen mit festen Endfälligkeiten, der langfristigen Verbindlichkeiten und der garantierten Verzinsung von Versicherungsverträgen.
Die Reduzierung von Fremdwährungsrisiken aus in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten.
Liquiditätsmanagement (einschließlich der Fähigkeit, Versicherungsleistungen bei Fälligkeit an die Kunden zu zahlen) im Zusammenhang mit Asset-Liability-Management und unter Beachtung lokaler Aufsichtsvorschriften für Versicherungs- und Bankgeschäfte.
Die Begrenzung des Risikos von Investitionen in Eigenkapitaltitel.
Die Begrenzung des Kreditrisikos bestimmter Unternehmensanleihen.
Die Absicherung von Inflationsrisiken.

Derivate werden ebenfalls dazu eingesetzt, um "synthetische Positionen" aufzubauen mit dem Ziel der Erweiterung bestimmter Assetklassen. Dies kann beispielsweise durch das Halten von Bargeld und Aktien-Futures statt physischer Aktien bewirkt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Kombination von Staatsanleihen und Kreditausfallversicherungen (CDS), die als synthetische Position eine Alternative zum direkten Kauf von Unternehmensanleihen darstellt.

Der Nominalwert der Derivate, der das ausstehende Volumen der Geschäfte bestimmt und die Grundlage für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten bildet, stellt den Grad der derivativen Aktivitäten meist zu hoch dar. Da die Nominalwerte nicht die tatsächlich zwischen den Vertragsparteien getauschten Beträge darstellen, sind diese kein Indikator für eingegangene Risiken und entsprechen nicht dem Exposure derivativer Finanzinstrumente des Konzerns. Insbesondere die Kredit- und Marktrisiken aus den Geschäften können wesentlich geringer sein, beispielsweise besteht das Ausfallrisiko der Kontrahenten nicht unbedingt in voller Höhe des Nominalbetrags. Das Kontrahentenrisiko der Derivategeschäfte wird von AXA aktiv durch eine spezifische, konzernweit gültige Richtlinie gemanagt. Diese Richtlinie enthält ein Limit- und Prozessüberwachungssystem. Die Limite werden für jeden autorisierten Kontrahenten individuell bestimmt und basieren auf einem internen Scoringmodell. Ebenfalls werden Derivategeschäfte fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Weitere Informationen zur Asset-Liability-Management Governance werden im Abschnitt zur Risikosteuerung von Kapitalanlagen gegeben.

In den obigen Tabellen enthält die vierte Spalte Derivate, die nicht die Anforderungen an das Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, aber deren Ziel es dennoch ist, die wirtschaftliche Absicherung eines Risikos zu gewährleisten, mit Ausnahme von bestimmten Kreditderivaten. Ebenfalls werden in dieser Spalte "Makro-Hedging"-Derivate ausgewiesen, die als freistehende Derivate eine Gesamtrisikoposition absichern.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der derivativen Finanzinstrumente, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden (Cash-Flow-Hedge), auf 4,4 Mrd. Euro gegenüber 3,9 Mrd. Euro im Jahr 2014. Der Netto-Marktwert dieser Derivate belief sich zum 31. Dezember 2015 auf 0,9 Mrd. Euro (2014: 1,1 Mrd. Euro).

Bei den im Bestand befindlichen Derivaten, die im Rahmen des Cash Flow Hedgings designiert wurden, handelt es sich um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren, Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sowie um Forward-Bonds und Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage.

Ein Teil der Wertänderung dieser Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedgings erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame bzw. ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- bzw. ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2016 bis 2036 zufließen und sich in diesem Zeitraum auch auf das Periodenergebnis auswirken. Bei einzelnen Cash Flow Hedges sind im Geschäftsjahr Ineffektivitäten aufgetreten, die ergebniswirksam berücksichtigt wurden. Die Ineffektivitäten dieser Derivate belaufen sich insgesamt auf 0,1 Mio. Euro.

19.2.1. Zinsderivate

Das primäre Zinsrisiko des AXA Konzerns wird durch Versicherungsverträge mit garantierten Leistungen bestimmt. Insbesondere besteht das Risiko, dass der Wert der mit den von den Versicherungsnehmern eingezahlten Prämien gekauften Finanzanlagen unter Berücksichtigung der Auszahlungsleistungen an die Versicherungsnehmer nicht ausreicht, um die garantierten Leistungen zu finanzieren und die erwartete Überschussbeteiligungen zu zahlen. Um sich gegen nachteilige Marktbedingungen abzusichern, werden Derivate-Strategien angewendet, die das Risiko der Zinsgarantien verringern.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich der Nominalwert der Zinsderivate auf insgesamt 14,3 Mrd. Euro (2014: 10,7 Mrd. Euro). Der entsprechende Netto-Marktwert betrug zum Geschäftsjahresende insgesamt 1,6 Mrd. Euro (2014: 1,7 Mrd. Euro). AXA verwendet hauptsächlich (i) Zinsswaps, (ii) Zins-Optionen, (iii) Forward Bonds und (iv) Forward Swaps.

Diese Derivate werden hauptsächlich verwendet:

Zur Absicherung von Zinsrisiken und Zins-Volatilitätsrisiken als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie.
Zur Steuerung von Duration-Gaps und/oder zur Absicherung von Konvexitäts-Risiken zwischen Aktiva und Passiva in der Bilanz als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie in der Lebensversicherung.
Zur Absicherung des Reinvestitionsrisikos durch den Abschluss von Vorkäufen (Forward Bonds). Die bilanzielle Absicherung der erworbenen Vorkäufe erfolgt im Rahmen von Mikro Cash Flow Hedges gemäß IAS 39. Das abgesicherte Finanzinstrument ist dabei jeweils eine hochwahrscheinliche zukünftige Transaktion, welche den Erwerb des eigentlichen Kassainstruments in der Zukunft repräsentiert. Das Absicherungsinstrument ist jeweils der bereits getätigte Vorkauf im Bestand. Der retrospektive Effektivitätstest wird mithilfe der Dollar Offset Methode vorgenommen. Der im Rahmen des Cash Flow Hedges bestehende effektive Teil der Absicherung wird innerhalb der unrealisierten Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (CFH OCI), berücksichtigt. Darüber hinaus gehende Wertänderungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

19.2.2. Aktien- und Indexderivate

Zum 31. Dezember 2015 belief sich der Nominalbetrag der Aktien- und Indexderivate auf 1,5 Mrd. Euro (2014: 124 Mio. Euro). Deren Netto-Marktwert betrug am 31. Dezember 2015 5 Mio. Euro (2014: 0 Mio. Euro). AXA verwendet hauptsächlich Equity Puts und Calls.

Diese Instrumente werden hauptsächlich verwendet, um:

Das Aktienrisiko im Rahmen der Asset-Liability-Management-Strategie abzusichern.
Das Aktienrisiko der Vermögenswerte in der Bilanz abzusichern, zum Schutz der Versicherungsnehmer-Investitionen und ihren Haftungsgarantien die im Laufe der Zeit entstanden sind.
Das Reinvestitionsrisiko zukünftiger Geschäfte im Rahmen der Erwerbsvorbereitung abzusichern.

19.2.3. Währungsderivate

Der Konzern verwendet verschiedene Währungsderivate, um das Fremdwährungsrisiko zu reduzieren. Diese Instrumente stellen Vereinbarungen dar, um die Währung eines Landes mit der Währung eines anderen Landes zu einem vereinbarten Preis und an einem bestimmten Abrechnungstag zu tauschen.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der Währungsderivate auf 9,4 Mrd. Euro gegenüber 5,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Deren Marktwert betrug -115 Mio. Euro gegenüber -108 Mio. Euro im Jahr 2014. AXA verwendet hauptsächlich (i) Devisentermingeschäfte (Forwards), (ii) Currency Swaps und (iii) Devisenoptionen.

Das Hauptziel von Währungsderivaten ist es, Wertänderungen von Vermögenswerten, die durch eine Veränderung der Wechselkurse entstanden sind, zu begrenzen und somit die Schwankungen des konsolidierten Konzern-Eigenkapitals und anderer Kennzahlen wie Liquidität, Verschuldungsgrad und Solvabilitätsquote aufgrund von Währungskursänderungen zu minimieren. Währungsderivate werden auch eingesetzt, um das Ungleichgewicht zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in fremder Währung abzusichern. Dieses Ungleichgewicht entsteht dadurch, wenn Investitionen in Fremdwährung aufgrund von Diversifikationszwecken getätigt werden. Meist stehen den Verpflichtungen jedoch Vermögenswerte in gleichlautender Währung gegenüber.

In Übereinstimmung mit IAS 21 und IAS 39 werden Umrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dieser Effekt kompensiert größtenteils die ebenfalls erfolgswirksam erfasste Marktwertveränderung dazugehöriger Derivate.

19.2.4. Kreditderivate (CDS)

Als Teil der Anlagestrategie und im Rahmen des Kreditrisikomanagements verfolgt der Konzern Strategien, die zum Abschluss von Geschäften mit Kreditderivaten - insbesondere von Kreditausfallversicherungen (CDS) - führen. Diese Instrumente stellen in Kombination mit Staatsanleihen eine Alternative zu Unternehmensanleihen dar, dienen aber auch der Absicherung einzelner Anlagetitel oder bestimmter Portfolien.

Im Jahr 2015 belief sich der Nominalbetrag der vom Konzern gehaltenen Kreditderivate auf 3,3 Mrd. Euro im Vergleich zu 2,9 Mrd. Euro im Jahr 2014. Der entsprechende Netto-Marktwert betrug zum Geschäftsjahresende insgesamt -18 Mio. Euro (2014: -48 Mio. Euro).

Kreditderivate werden vorwiegend eingesetzt, um:

Das Kreditrisiko abzusichern, indem CDS gekauft werden, die der Absicherung einzelner Unternehmensanleihen oder spezifischen Portfolien dienen.
Die Rendite insbesondere von Staatsanleihen-Portfolien zu verbessern, indem in Staatsanleihen investiert wird und gleichzeitig Kreditausfallsversicherungen auf bonitätsstarke Rententitel verkauft werden. Diese Strategie wird als Alternative zum Kauf von Unternehmensanleihen verfolgt.

19.2.5. Andere derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2015 belief sich der Nominalwert der Derivate, die nicht als Zins-, Währungs-, Aktien- oder Kreditderivate kategorisiert werden, auf 282 Mio. Euro (2014: 360 Mio. Euro). Der Netto-Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente betrug -42 Mio. Euro (2014: -50 Mio. Euro).

In der Position andere derivative Finanzinstrumente werden insbesondere Inflations-Swaps ausgewiesen, die zur Absicherung von inflationsbedingten Risiken bei Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen verwendet werden.

19.3. Auswirkungen der Absicherung von Finanzinstrumenten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) - mit Ausnahme der Makro-Hedge Derivate - ausgewiesen. Die Makro-Hedge Derivate sichern eine Gesamtrisikoposition ab und werden daher in einer separaten Zeile gezeigt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Effekte derivativer Finanzinstrumente auf die zugrundeliegenden Vermögenswerte.

31. Dezember 2015
Versicherungsgeschäft Andere Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten(b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten(b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.517.829 271 1.518.100 - - -
Fremdkapitalinstrumente 63.131.337 834.002 63.965.339 930.222 - 930.222
Eigenkapitalinstrumente 2.911.416 -2.540 2.908.876 70.378 - 70.378
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.557.458 - 1.557.458 222.702 - 222.702
Sonstige Finanzinstrumente(d) 296.562 - 296.562 33.911 - 33.911
Makro-Hedge und andere Derivate -15.889 636.990 621.102 -3.234 -41.655 -44.889
FINANZINSTRUMENTE 67.880.884 1.468.452 69.349.336 1.253.978 -41.655 1.212.323
Darlehen 6.656.524 -715 6.655.809 559.372 -776 558.596
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 - 4.022.898 - - -
FINANZANLAGEN 80.078.135 1.468.010 81.546.145 1.813.350 -42.431 1.770.919
31. Dezember 2015
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.517.829 271 1.518.100
Fremdkapitalinstrumente 64.061.558 834.002 64.895.561
Eigenkapitalinstrumente 2.981.794 -2.540 2.979.253
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.780.160 - 1.780.160
Sonstige Finanzinstrumente(d) 330.473 - 330.473
Makro-Hedge und andere Derivate -19.123 595.335 576.212
FINANZINSTRUMENTE 69.134.862 1.426.797 70.561.659
Darlehen 7.215.896 -1.491 7.214.405
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 4.022.898 - 4.022.898
FINANZANLAGEN 81.891.485 1.425.579 83.317.064

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Stückzinsen, aber ohne Effekte aus Derivaten.

(b) Beinhaltet Effekte aus Derivaten im Rahmen einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 und Effekte aus freistehenden Derivaten, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind.

(c) Buchwert, siehe (a), und einschließlich der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsinstrumenten, Makro-Hedges und anderen Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

31. Dezember 2014
Versicherungsgeschäft Andere Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten(b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanz-

instrumenten(b)
Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.492.654 - 1.492.654 - - -
Fremdkapitalinstrumente 64.238.779 1.003.651 65.242.430 724.047 - 724.047
Eigenkapitalinstrumente 2.282.581 -13.986 2.268.595 55.179 - 55.179
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.281.571 - 1.281.571 134.002 - 134.002
Sonstige Finanzinstrumente(d) 229.356 - 229.356 29.714 - 29.714
Makro-Hedge und andere Derivate -7.701 547.915 540.214 -143 -50.333 -50.476
FINANZINSTRUMENTE 68.024.585 1.537.580 69.562.165 942.799 -50.333 892.466
Darlehen 6.675.431 1.089 6.676.520 496.985 - 496.985
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 - 3.756.176 - - -
FINANZANLAGEN 79.948.846 1.538.669 81.487.515 1.439.784 -50.333 1.389.451
31. Dezember 2014
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.492.654 - 1.492.654
Fremdkapitalinstrumente 64.962.826 1.003.651 65.966.477
Eigenkapitalinstrumente 2.337.760 -13.986 2.323.774
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.415.573 - 1.415.573
Sonstige Finanzinstrumente(d) 259.070 - 259.070
Makro-Hedge und andere Derivate -7.844 497.582 489.738
FINANZINSTRUMENTE 68.967.384 1.487.247 70.454.631
Darlehen 7.172.416 1.089 7.173.505
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 - 3.756.176
FINANZANLAGEN 81.388.630 1.488.336 82.876.966

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Stückzinsen, aber ohne Effekte aus Derivaten.

(b) Beinhaltet Effekte aus Derivaten im Rahmen einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 und Effekte aus freistehenden Derivaten, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind.

(c) Buchwert, siehe (a), und einschließlich der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsinstrumenten, Makro-Hedges und anderen Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

19.4. Auswirkungen der Absicherung von Verbindlichkeiten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) ausgewiesen. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Effekte von Derivaten auf die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten.

19.4.1. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen beinhalten wie im Vorjahr Effekte aus derivativen Finanzinstrumenten, die im Rahmen einer Sicherungsbeziehung gehalten werden. Diese Derivate werden ausschließlich eingesetzt, um das zukünftige inflationsbedingte Risiko abzusichern.

31. Dezember 2015 31. Dez 14
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungs-

beziehung
Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungs-

beziehung
Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten
--- --- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 60.646.647 24.108 60.670.755 59.249.632 25.027 59.274.659
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer 4.022.898 - 4.022.898 3.756.176 - 3.756.176
VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 64.669.545 24.108 64.693.653 63.005.808 25.027 63.030.835
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN 235.551 - 235.551 302.198 - 302.198
GESAMTSUMME 64.905.096 24.108 64.929.204 63.308.006 25.027 63.333.033

19.4.2. Verbindlichkeiten (und Finanzanlagen) aus dem Bankgeschäft

Derivate im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten und Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft lagen im Geschäftsjahr 2015 nicht vor.

19.4.3. Andere finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate im Zusammenhang mit anderen finanziellen Verbindlichkeiten lagen im Geschäftsjahr 2015 ebenfalls nicht vor.

19.5. Übersicht über derivate Finanzinstrumente nach Bewertungsmethode

31. Dezember 2015 31. Dez 14
Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs- methoden Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs- methoden GESAMT Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungs-

methoden
--- --- --- --- --- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten 530.450 895.127 - 1.425.576 597.590 890.746
- Aktiva (1)
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - 24.108 - 24.108 - 25.027
- Passiva (2)
NETTOMARKT (1)-(2) 530.450 871.019 - 1.401.472 597.590 865.719
31. Dez 14
Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- ---
(In Tsd. Euro) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden GESAMT
--- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten - 1.488.336
- Aktiva (1)
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - 25.027
- Passiva (2)
NETTOMARKT (1)-(2) - 1.463.309

Der AXA Konzern bestimmt den Fair Value nach den Vorschriften des IFRS 13 an (siehe Anhang 1). Dies gilt ebenfalls für derivative Finanzinstrumente. Zur Reduzierung des Kreditausfallrisikos der Vertragspartner von Derivategeschäften verlangt der AXA Konzern größtenteils vertraglich vereinbarte Sicherheiten.

Anhang 20: Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis aus den Finanzanlagen der Versicherungsgesellschaften und der Gesellschaften anderer Geschäftssegmente (außer Erlöse aus Finanzaktiva der Banken, die in den Umsatzerlösen aus dem Bankgeschäft enthalten sind) stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Laufendes Finanzanlage-

ergebnis(a)
Realisierte Gewinne/ Verluste von zu fortgeführten Anschaffungs-

kosten bilanzierten Finanzanlagen und Zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente
Realisierte Gewinne/ Verluste und Marktwert-

veränderung der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanzanlage-

ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 78.859 47.819 - -11.877 114.801
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.776.970 200.508 - -61.255 1.916.223
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(b)
239.660 - -199.520 - 40.140
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 24.104 -400 - - 23.704
Fremdkapitalinstrumente 2.040.733 200.108 -199.520 -61.255 1.980.066
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 68.474 24.150 - -49.964 42.660
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(c)
78.096 - 81.185 - 159.281
Eigenkapitalinstrumente 146.570 24.150 81.185 -49.964 201.941
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 9.083 16.178 - -1.564 23.697
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 53.714 - -30.141 - 23.256
Nicht konsolidierte Investmentfonds 62.480 16.178 -30.141 -1.564 46.953
Sonstige von konsolidierten Investmentfonds gehaltene und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen -11.728 - 861 - -10.867
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen - - - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 262.702 133 - 1.716 264.551
Darlehen und Ausleihungen 262.702 133 - 1.716 264.551
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 189.135 - 189.135
Derivative Finanzinstrumente 5.683 - -619.416 - -613.733
Finanzanlageverwaltungskosten -108.339 - - - -108.339
Sonstige -26.338 - 632.511 - 606.173
FINANZANLAGEERGEBNIS 2.450.623 288.388 54.615 -122.944 2.670.682

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Laufendes Finanzanlage-

ergebnis(a)
Realisierte Gewinne und Verluste von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzanlagen und Zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwert-

veränderungen der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanzanlage-

ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 41.569 11.291 - 3.783 56.643
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.786.456 103.593 - -49.172 1.840.876
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(b)
221.573 - 101.376 - 322.949
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 13.636 -65 - - 13.571
Fremdkapitalinstrumente 2.021.665 103.528 101.376 -49.172 2.177.396
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 77.318 78.496 - -26.101 129.713
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(c)
102.054 - 12.334 - 114.388
Eigenkapitalinstrumente 179.372 78.496 12.334 -26.101 244.101
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 8.429 8.610 - -3.595 13.444
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 50.671 - -39.947 - 10.724
Nicht konsolidierte Investmentfonds 59.100 8.610 -39.951 -3.595 24.164
Sonstige von konsolidierten Investmentfonds gehaltene und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen 6.077 - 2.337 - 8.414
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen 6 - - - 6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 273.261 847 - -3.339 270.769
Darlehen und Ausleihungen 273.267 847 - -3.339 270.775
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 320.718 - 320.718
Derivative Finanzinstrumente 16.488 - -182.952 - -166.464
Finanzanlageverwaltungskosten -114.910 - - - -114.910
Sonstige 65 -4.521 389.171 - 384.715
FINANZANLAGE-

ERGEBNIS
2.482.693 198.251 603.033 -78.424 3.205.552

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Das Finanzanlageergebnis wird nach Wertminderungen von direkt gehaltenen fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden sowie nach Auflösung von Agio bzw. Disagio der Fremdkapitalinstrumente dargestellt. Ebenfalls beinhaltet das Finanzanlageergebnis die Verwaltungsaufwendungen der Kapitalanlagen. Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden oder als zur Veräußerung verfügbar erfolgsneutral bewertet werden, beinhalten Auflösungen von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertminderungen.

Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwertveränderungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen bestehen hauptsächlich aus:

Anpassungen der Finanzanlagen, die Verträge für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungspolicen decken, die jedoch zugleich von einer Anpassung der korrespondierenden versicherungstechnischen Rückstellungen kompensiert werden, da die Wertentwicklung der gehaltenen Finanzanlagen vollständig an den individuellen Vertragsnehmer weitergegeben wird,
Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen, die im Wesentlichen von Fonds im Satellite-Investmentportfolio enthalten sind (siehe Anhang 1.8.),
Marktwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, mit Ausnahme der im Rahmen von Hedge Accounting bilanzierten Instrumente,
Währungskursschwankungen (Währungskursumrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln und Marktwertänderungen von Währungsderivaten, mit Ausnahme der im Rahmen von Hedge Accounting bilanzierten Instrumente).

Die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen beinhaltet Abschreibungen auf Finanzanlagen und Auflösungen von Abschreibungen (bzw. Zuschreibungen) nach Neubewertung und Ermittlung des erzielbaren Betrags. Die Auflösung von Wertminderungen nach Veräußerung der Finanzanlagen ist in den realisierten Gewinnen und Verlusten enthalten.

Anhang 21: Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft

Das Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -57.041 -2.751 -1.399.356 314 -1.458.833
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 19.755 1.370 827.739 -17 848.847
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 21.474 979 443.848 -66 466.236
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -15.812 -401 -127.769 232 -143.751
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -53.396 -17.252 -1.352.511 330 -1.422.829
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 26.278 16.268 761.258 -551 803.253
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 9.856 713 461.836 -68 472.336
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -17.262 -271 -129.417 -289 -147.241

Anhang 22: Aufwendungen

22.1. Abschlusskosten

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Internationale Versicherung Versicherung GESAMT Eliminierungen zwischen den Segmenten
--- --- --- --- --- --- ---
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto(a) 338.084 180.906 506.110 - 1.025.100 -527
Veränderung von aktivierten Abschlusskosten und vergleichbaren Positionen(b) 36.859 -100.628 166 - -63.603 -
Aufwendungen für Abschlusskosten (netto) 374.943 80.278 506.276 - 961.497 -527
31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) GESAMT GESAMT
--- --- ---
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto(a) 1.024.573 981.986
Veränderung von aktivierten Abschlusskosten und vergleichbaren Positionen(b) -63.603 -193.762
Aufwendungen für Abschlusskosten (netto) 960.970 788.224

(a) Beinhaltet sämtliche Abschlusskosten in Verbindung mit Versicherungs- und Finanzanlageverträgen vor Aktivierung / Amortisierung der aktivierten Abschlusskosten und gleichwertiger Positionen.

(b) Änderung der aktivierten Abschlusskosten (Aktivierung und Amortisierung) in Verbindung mit Versicherungsverträgen und Änderungen der Netto-Rechte auf künftige Finanzanlage-Gebühren in Verbindung mit Versicherungsverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung.

22.2. Aufwendungen nach Funktion und Art

31. Dezember 2015
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Internationale Versicherung Versicherung GESAMT Banken
--- --- --- --- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten -brutto 338.084 180.906 506.110 - 1.025.100 -
Schadenregulierungsaufwendungen 35.083 121.999 142.020 - 299.102 -
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen 51.546 15.809 10.980 - 78.335 -
Verwaltungsaufwendungen 119.343 83.458 609.842 - 812.643 12.136
Bankgebühren - - - - 4.920
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - - - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen 29 -4 -1.205 - -1.180 -57
Gesamtaufwendungen nach Funktion 544.085 402.168 1.267.747 - 2.214.000 16.999
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen 167.465 172.645 354.398 - 694.508 -
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen 1.966 1.999 - 3.965 -
IT -Aufwand 34.544 22.920 47.610 - 105.074 -
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien 14.706 15.936 32.709 - 63.351 -
Gezahlte Provisionen 233.694 111.758 654.481 - 999.933 -
Sonstige Aufwendungen 91.710 78.909 176.550 - 347.169 16.999
Gesamtaufwendungen nach Art 544.085 402.168 1.267.747 - 2.214.000 16.999
31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Holdings Eliminierungen zwischen den Segmenten GESAMT GESAMT
--- --- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten -brutto - -527 1.024.573 981.986
Schadenregulierungsaufwendungen - - 299.102 272.005
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen -10.990 - 67.345 109.542
Verwaltungsaufwendungen 22.510 -1.588 845.701 951.739
Bankgebühren - - 4.920 4.136
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen 1.141 - -96 -45
Gesamtaufwendungen nach Funktion 12.661 -2.115 2.241.545 2.319.363
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen 43.295 - 737.803 785.040
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen - - 3.965 106.722
IT -Aufwand 12.181 - 117.255 126.895
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien - - 63.351 65.442
Gezahlte Provisionen - -527 999.406 1.003.688
Sonstige Aufwendungen -42.815 -1.588 319.765 231.576
Gesamtaufwendungen nach Art 12.661 -2.115 2.241.545 2.319.363

Anhang 23: Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter

23.1. Personalaufwendungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dezember 2014
Löhne und Gehälter 632.257 665.041
Soziale Abgaben - -
Aufwendungen für die Altersversorgung und ähnliche Leistungen 101.391 116.776
Anteilsbasierte Vergütung 4.154 3.223
Sonstige Personalaufwendungen und Mitarbeitergewinnbeteiligungen(a) - -
Gesamte Personalaufwendungen 737.803 785.040

(a) Beinhaltet Abfindungen für Entlassungen und Frühpensionierungen (auslösendes Ereignis = Aufstellung des Restrukturierungsplans).

23.2. Rückstellungen für Pensionen

23.2.1. Beitragsorientierte Pensionspläne

Für AXA-Mitarbeiter haben wir vom Grundsatz her zwei betriebliche Versorgungsmodelle: Während Altzusagen leistungsorientierte Pensionspläne darstellen, handelt es sich bei Neuzusagen um beitragsorientierte Zusagen, bei denen der Arbeitgeber lediglich den Beitrag definiert, den er in das Versorgungswerk einzahlt. Die Leistung wird durch die Wertentwicklung der eingezahlten Beiträge definiert. Eigenständige Rückstellungen werden für beitragsorientierte Versorgungsmodelle nicht gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 12.106 Tsd. Euro (2014: 13.217 Tsd. Euro) für die beitragsorientierten Pensionspläne getätigt.

Der Arbeitgeberaufwand zur gesetzlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Pensionsplan) betrug im Geschäftsjahr 47.489 Tsd. Euro (2014: 53.897 Tsd. Euro).

23.2.2. Leistungsorientierte Pensionspläne

Alle leistungsorientierten Pensionspläne (mit Ausnahme des Versorgungsplans für Versicherungsvermittler) wurden für neue Anwärter zwischen 1982 und 1994 geschlossen. Die Zusagen sind gehaltsabhängig und beinhalten darüber hinaus eine Witwen- und Waisenrente sowie Berufsunfähigkeitsrente. Für Versicherungsvermittler wurde der leistungsorientierte Pensionsplan rückwirkend für Eintrittsjahre ab 2001 im Jahre 2011 wieder geöffnet.

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder die Versorgungseinrichtung eine bestimmte Leistung zugesagt; dagegen sind die zu zahlenden Beiträge des Unternehmens nicht im Vorhinein festgelegt.

Aufgrund der Einbringung der DBV-Winterthur Gesellschaften in den AXA Konzern ist ab 2007 hinsichtlich Pensionszusagen zwischen AXA- und DBV-Winterthur-Versorgungsmodellen zu unterscheiden:

Die für AXA-Mitarbeiter vorhandenen Altzusagen basieren im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter und wurden als unmittelbare Pensionszusagen erteilt. Für diese Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungen gebildet; separates Planvermögen im Sinne von IAS 19 ist nicht vorhanden.

Für ehemalige DBV-Winterthur Mitarbeiter bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen der Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren. 2001 gründeten die Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe gemeinsam den DBV-Winterthur Vorsorge e.V., Wiesbaden, zur Sicherung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus leistungsorientierten Pensionszusagen. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen.

Neben diesen arbeitgeberfinanzierten Versorgungsmodellen bestehen darüber hinaus sowohl bei AXA als auch DBV-Winterthur Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Ansprüche aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (Ausweis als "gesonderte Vermögenswerte"). Der Anspruch daraus wurde an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen. 2015 wurden hierfür 3.683 Tsd. Euro (2014: 6.655 Tsd. Euro) aufgewendet.

Die Vorgaben des Betriebsrentengesetzes werden dabei beachtet, insbesondere ist regelmäßig die Anpassung der laufenden Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu prüfen.

23.2.3. Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen

Die versicherungsmathematischen Annahmen, die für jede versicherungstechnische Rückstellung getroffen werden, sind konsistent mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des korrespondierenden Plans. Die zum Bilanzstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der Pensionsrückstellung lauten wie folgt:

Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2015
Rechnungszins 2,4%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 1,75%
Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2014
Rechnungszins 2,0%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 1,75%

Für unsere Pensionspläne ergibt sich der Rechnungszins zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Marktrendite für hochwertige Unternehmensanleihen und in Abhängigkeit von der Laufzeit der Pläne sowie dem Fälligkeitsprofil der Pensionsrückstellung. Dabei ergibt sich für die Pensionsrückstellung eine Duration von ca. 16 Jahren (2014: 16 Jahre).

Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen, wie im Vorjahr, die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

23.2.4. Informationen der Bilanz

Die Bilanzposition Pensionsrückstellungen stellt die Differenz zwischen den Pensionsverpflichtungen und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar. Bei einer Unterdeckung wird eine Pensionsrückstellung in der Bilanz gebildet.

Darüber hinaus werden bestimmte Vermögenswerte separat als gesonderte Vermögenswerte zusammengefasst und getrennt von den entsprechenden Pensionsrückstellungen in der Bilanz ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um konzerninterne Rückdeckungsversicherungen, die weder Planvermögen noch Erstattungsansprüche im Sinne des IAS 19 darstellen.

Nach den Regelungen des IAS 19 werden Neubewertungen vollständig in der Berichtsperiode erfasst, in der sie entstanden sind. Die Erfassung der Neubewertungen erfolgt außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und wird in einem gesonderten Posten der "Verkürzten Gesamtergebnisrechnung" sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Neubewertungen resultieren aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Dazu zählen erfahrungsbedingte Anpassungen (die Auswirkungen der Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Werten) und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen. Darüber hinaus umfassen Neubewertungen Unterschiede zwischen den tatsächlichen Anlageerträgen und kalkulatorischen Zinserträgen aus dem Planvermögen.

Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus Planänderungen- und kürzungen erfolgt zum Zeitpunkt des Eintritts der Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellungen und des Planvermögens zusammen mit einer Aufgliederung der gesonderten Vermögenswerte zum 31. Dezember 2015.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2015 2014
--- --- ---
Veränderung der Pensionsverpflichtungen
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 3.087.505 2.518.554
Laufender Dienstzeitaufwand 40.673 34.602
Kalkulatorischer Zinsaufwand 59.408 84.201
Arbeitnehmerbeiträge -
Planänderungen - und kürzungen -
Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste -7.439 10.019
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Annahmeänderungen -178.209 549.983
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen demographischer Annahmen - -
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen -178.209 549.983
Planänderungen 346 1.946
Planbeendigung - -
Veränderung Konsolidierungskreis -7 -407
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen und gesonderten Vermögenswerten -18.690 -20.563
Entnahme für Pensionszahlungen -91.369 -90.830
Sonstige Veränderungen - -
Währungskursschwankungen -
Pensionsverpflichtungen zum Ende des Jahres 2.892.218 3.087.505
Veränderung des Planvermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 221.463 230.048
Kalkulatorischer Zinsertrag (a) 4.243 7.743
Ertrag aus Planvermögen (ohne kalkulatorischen Zinsertrag) -5.719 1.952
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen -17.974 -18.280
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Jahres 202.013 221.463
Veränderung der gesonderten Vermögenswerte
Gesonderte Vermögenswerte zu Beginn des Jahres 61.888 57.513
Arbeitnehmerbeiträge 3.683 6.655
Veränderung Konsolidierungskreis -7 3
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -716 -2.283
Gesonderte Vermögenswerte zum Ende des Jahres 64.848 61.888
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit (ohne gesonderte Vermögenswerte) -2.690.205 -2.866.042
Nettofinanzierungsposition (inklusive gesonderte Vermögenswerte) -2.625.357 -2.804.154

Von der Pensionsverpflichtung in Höhe von 2.892,2 Mio. Euro (2014: 3.087,5 Mio. Euro) entfallen 893 Mio. Euro (2014: 992 Mio. Euro) auf Anwärter, 431 Mio. Euro (2014: 464 Mio. Euro) auf ausgeschiedene Anwärter und 1.568 Mio. Euro (2014: 1.631 Mio. Euro) auf Rentner.

23.2.5. Aufwendungen für Pensionen

Die jährlichen, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Pensionen (enthalten in den Aufwendungen für Altersversorgung und ähnliche Leistungen, vgl. Anhang 23.1) sind nachfolgend jeweils zum 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2014 aufgeführt:

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2015 2014
--- --- ---
Pensionsverpflichtungen
Laufender Dienstzeitaufwand 40.673 34.602
Arbeitnehmerbeiträge -3.683 -6.655
Planänderungen- und kürzungen 346 1.946
Gewinne und Verluste aus Planbeendigung - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen - -
Gesamter Dienstzeitaufwand 37.336 29.893
Kalkulatorischer Zinsaufwand 59.408 84.201
Kalkulatorischer Zinsertrag aus dem Planvermögen -4.243 -7.743
Netto Zinserträge/ Zinsaufwendungen 55.165 76.458
Aufwendungen für Pensionen ( Dienstzeitaufwand + Netto Zinserträge/ Aufwendungen) 92.501 106.351

In 2015 ergeben sich Aufwendungen aus Planänderungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms. Diese beinhalten, dass Anwärter ihre Rente in Höhe des bei Austritt erreichten Anspruches vor dem regulären Renteneintrittsalter ohne Rentenabschläge beziehen können.

23.2.6. Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen

Die Entwicklung der bilanziellen Verpflichtungen zwischen dem 1. Januar 2015 und dem 31. Dezember 2015 bildet die Veränderung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen ohne die Berücksichtigung der gesonderten Vermögenswerte ab. Somit gibt diese Entwicklung kein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Lage wider. In der nachstehenden Tabelle werden daher die gesonderten Vermögenswerte zum Jahresende zusätzlich berücksichtigt.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2015 2014
--- --- ---
Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen
Bilanzielle Verpflichtungen zu Beginn des Jahres 2.866.042 2.288.506
Laufender Dienstzeitaufwand 40.673 34.602
Kalkulatorischer Zinsaufwand 59.408 84.201
Kalkulatorischer Zinsertrag -4.243 -7.743
Neubewertungen -179.929 558.050
Planänderungen 346 1.946
Vom Arbeitgeber gezahlte Leistungen -91.369 -90.830
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -716 -2.283
Veränderung Konsolidierungskreis -7 -407
Planbeendigung - -
Sonstige Veränderungen - -
Bilanzielle Verpflichtungen zum Ende des Jahres 2.690.205 2.866.042
Gesonderte Vermögenswerte zum Ende des Jahres 64.848 61.888
Nettofinanzierungsposition zum Ende des Jahres 2.625.357 2.804.154

23.2.7. Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse für wichtige versicherungsmathematische Annahmen zeigt auf, welchen Einfluss die Änderungen von relevanten versicherungsmathematischen Annahmen auf die Höhe der Pensionsrückstellungen haben. Die zum 31. Dezember 2015 möglichen Änderungen werden nachfolgend dargestellt:

Die Auswirkung eines Anstiegs des Rechnungszinses um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einer Abnahme der Pensionsrückstellungen um 7,19 % (2014: 7,57%) bzw. einem Anstieg um 8,16% (2014: 8,60%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs der Gehaltsdynamik um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 1,07% (2014: 1,24%) bzw. einer Abnahme um 1,17% (2014: 1,17%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs des Rententrends um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 5,83% (2014: 5,90%) bzw. einer Abnahme um 5,33% (2014: 5,40%) führen.

Die Auswirkung eines Anstieges bzw. einer Abnahme der Lebenserwartung um ein Jahr bezogen auf das Renteneintrittsalter würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung um 3,90% (2014: 4,02%) bzw. einer Abnahme um 3,84% (2014: 3,95%) führen. Die Sensitivitätsanalysen werden je Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens durchgeführt (die gleiche Methode, die zur Berechnung der Pensionsrückstellung in der Bilanz angewendet wird) und basieren auf der Veränderung einer Annahme bei sonst gleichbleibenden Bedingungen. Für die Berechnung der Pensionsrückstellung als Grundlage für die Sensitivitätsanalyse wurde ein vorläufiger Zinssatz in Höhe von 2,2% verwendet und anschließend wurden die Ergebnisse auf Basis des finalen Zinssatzes in Höhe von 2,4% interpoliert.

23.2.8. Kurzfristige Zahlungsströme

Laufender Dienstzeitaufwand zum Pensionsplan im kommenden Geschäftsjahr

Der erwartete laufende Dienstzeitaufwand zu den Pensionsleistungen im Jahr 2016 beträgt 30.768 Euro (2015: 36.990 Tsd. Euro)

Es gibt keine rechtlichen Verpflichtungen die Pensionsverpflichtung mit Vermögen zu bedecken, so dass keine Beiträge seitens des Arbeitgebers in das Planvermögen eingezahlt werden.

Künftig erwartete Leistungen, die aus Finanzanlagen oder durch den Arbeitgeber gezahlt werden

(In Tsd. Euro) Pensionen
2016 115.280
2017 116.891
2018 118.870
2019 120.731
2020 123.102
Später als 5 Jahre 638.316
Von N+11 bis zum Datum der letzten Leistungszahlung 3.576.096

Die Schätzung der zukünftigen Beiträge und Leistungen ist mit Unsicherheit behaftet und maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der kommenden Jahre beeinflusst.

23.2.9. Zusammensetzung des Planvermögens zum Ende des Jahres 2015

Zum 31. Dezember 2015 setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen: 189,8 Mio. Euro (2014: 206,2 Mio. Euro) konzerninterne Rückdeckungsversicherungen und 12,2 Mio. Euro (2014: 15,3 Mio. Euro) flüssige Mittel. Für die Rückdeckungsversicherungen besteht kein an einem aktiven Markt notierter Marktpreis.

Erläuterung der Beziehung zwischen den gesonderten Vermögenswerten in Form von Rückerstattungsansprüchen und der zugehörigen Verpflichtung

Die gesonderten Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2015 64.848 Tsd. Euro (61.888 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2014) und stellen den Aktivwert der Rückdeckungsversicherungsverträge dar, die von dem Arbeitgeber zur Deckung der Pensionsrückstellung mit einem Lebensversicherer abgeschlossen wurden. Die Versicherungsverträge verpflichten den Lebensversicherer zu einer vollständigen Erstattung der Versicherungsleistung an die Gesellschaften, die diese Leistungen wiederum an den Versorgungsberechtigten weitergeben. Die Leistungsansprüche aus den Versicherungsverträgen sind an den Versorgungsberechtigen verpfändet. Da es sich jedoch bei den Versicherungsgesellschaften um konsolidierte Unternehmen des AXA Konzerns handelt, stellen diese Versicherungsverträge weder Planvermögen noch Erstattungsansprüche im Sinne des IAS 19 dar.

23.2.10. Steuerung von spezifischen Risiken aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Die Steuerung der Risiken erfolgt im Einklang mit den internen Risikorichtlinien.

Durch die leistungsorientierten Pensionspläne ist die AXA Konzern AG hauptsächlich Zinsrisiken, Inflationsrisiken und Langlebigkeitsrisiken ausgesetzt:

Ein Rückgang des Zinssatzes würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung führen.
Ein Anstieg der Inflationsrate oder ein Anstieg der Lebenserwartung würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen führen.

Die quantitativen Auswirkungen sind in Abschnitt 23.2.7. Sensitivitätsanalyse von versicherungsmathematischen Annahmen dargestellt.

Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen der AXA wird durch die Ertragskraft der operativen Versicherungsunternehmen bedeckt. Weitere Teile der Pensionsverpflichtungen sind durch Planvermögen sowie durch Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere gedeckt. Im Rahmen von ALM-Studien wurde die Lohn- und Gehaltsinflation als ein relevanter Risikotreiber identifiziert. Dieses Risiko hat die AXA teilweise durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Bei den Versorgungsverpflichtungen im Rahmen der Entgeltumwandlung orientiert sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen an den Erstattungsansprüchen aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen, die den Verpflichtungen wertgleich gegenüberstehen (gesonderte Vermögenswerte), so dass hier das Zinsrisiko und die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung keine negativen Auswirkungen haben.

Für die durch Planvermögen gedeckten Pensionsverpflichtungen erfolgt die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos über den Abschluss von Rückdeckungsversicherungen, bei denen das Langlebigkeitsrisiko auf konzerninterne Lebensversicherungsgesellschaften übertragen wird.

23.2.11. Überleitung zum Bilanzwert

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Nettoposition (ohne gesonderte Vermögenswerte)(a) -2.690.205 -2.866.042
Andere Verpflichtungen -1.541 -1.222
Gesamt -2.691.746 -2.867.264

(a) Nettoposition (ausgenommen gesonderte Vermögenswerte) für Pensionen und ähnliche Leistungen wie in Anhang 23.2.4 dargestellt.

23.3. Mitarbeiter

Der deutsche AXA Konzern beschäftigte 2015 durchschnittlich 9.615 Mitarbeiter (2014: 9.952). Davon waren 8.851 im Innen- und 765 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

Anhang 24: Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen

Im Rahmen der Anwendung des IFRIC 11, der in den IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütung - eingearbeitet wurde, wurden die Aufwendungen der folgenden Vergütungstransaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten im Konzernabschluss erfasst.

AXA S.A. Stock Options

Im Rahmen des Stock Option Plans des Jahres 2015 der AXA, Paris, wird eine Anzahl von Aktienoptionen an die Begünstigten zum beizulegenden Zeitwert gewährt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Optionen gewähren das Recht, nach Ablauf einer zwei- bis vierjährigen Sperrfrist AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Bei den Begünstigten handelt es sich in der Regel um Vorstände und Leitende Angestellte; der Kreis der Begünstigten wird vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt.

Die Optionen werden während des ersten Quartals eines Geschäftsjahres ausgegeben, normalerweise 20 Arbeitstage nachdem das Konzernergebnis der AXA S.A., Paris veröffentlicht wird.

Der Bezugspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA Aktie an der Pariser Börse für den Zeitraum von 20 Handelstagen vor dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird auf Grundlage des Optionspreismodells Black & Scholes ermittelt. Hierbei wird die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung berücksichtigt, indem man die erwartete Laufzeit basierend auf historischen Daten heranzieht. Die Preisvolatilität der Aktie in Höhe von 23,68% (2014: 29,24%), wird anhand der implizierten Volatilität geschätzt, was mit einer Analyse von historischen Daten verifiziert wird. Die erwartete Rendite der AXA S.A. Aktie in Höhe von 6,39% (2014: 6,51%) ermittelt sich aufgrund von Marktannahmen. Der risikolose Zinssatz in Höhe von 0,99% (2014: 1,64%) basiert auf der Euro Swap Kurve für den betreffenden Zeitraum. Aus dem Optionsprogramm 2015 wurden im Berichtsjahr 109 Tsd. Stück (2014: 153 Tsd. Stück) Aktienoptionen an Führungskräfte des AXA Konzerns ausgegeben. Am Bilanzstichtag waren noch Optionen aus den ähnlich ausgestalteten Aktienoptionsprogrammen der Vorjahre ausstehend.

Anzahl und Durchschnittsausübungspreise aller noch ausstehender Aktienoptionen ergeben sich aus folgender Tabelle:

2015 2014
Aktienoptionen Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis Stück Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis Stück
--- --- --- --- ---
Ausstehend zum 1.1. 1.904.774 18,18 1.925.698 20,14
Zugeteilte Optionen 109.246 22,5 152.670 18,68
Verwirkte Optionen 312.107 26,64 36.526 16,9
Verfallene Optionen 151.441 26,20 10.527 19,2
Ausgeübte Optionen 521.058 17,84 126.541 21,84
Ausstehend zum 31.12. 1.029.414 20,22 1.904.774 19,68
Ausübbar zum 31.12. 1.444.232 21,76 1.625.944 21,17

Für die am Ende der Berichtsperiode insgesamt noch ausstehenden Optionen ergibt sich eine Bandbreite an Ausübungspreisen von 9,36 Euro bis 32,95 Euro (2014: 9,36 Euro bis 32,95 Euro). Die einzelnen Pläne aus den Vorjahren sowie der aktuelle Plan des Geschäftsjahres haben jeweils eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Die gewichtete durchschnittliche Rest-Vertragslaufzeit der noch ausstehenden Optionen zum 31. Dezember 2015 beträgt 5,6 (2014: 5,4 Jahre).

AXA Shareplan Classic

Bei dem Shareplan Classic kann der berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, mit einem Nachlass von 20 % und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erwerben. Maßgeblich für den Zeichnungspreis ist der Referenzkurs der AXA Aktie. Der Mitarbeiter kann bis zu 25 % seines Bruttojahreseinkommens investieren, die Mindestinvestition beträgt 22,17 Euro (2014: 18,43 Euro) für 1 Aktie. Während der Laufzeit anfallende Dividenden werden an den Mitarbeiter ausgezahlt. In 2015 wurden 52 Tsd. Stück Aktienfondsanteile gezeichnet (2014: 28 Tsd. Stück).

AXA Shareplan Leveraged

Bei dem Shareplan Leveraged können berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, erwerben. Ab dem Shareplan 2009 werden die Fondsanteile mit einem Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter zeichnet dabei einen bestimmten Betrag an Fondsanteilen, von denen er selbst einen geringen Teil finanziert. Der verbleibende Teil wird von einer konzernfremden Bank finanziert. Die Fondsanteile haben eine Sperrfrist von fünf Jahren, innerhalb derer keine Dividenden an den Mitarbeiter gezahlt werden. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Anteile des Mitarbeiters an den Fonds verkauft. Der Mitarbeiter erhält dann mindestens den von ihm investierten Betrag zurück, falls der Kurs der Aktie gleich geblieben oder gefallen sein sollte. Wenn der Kurs gestiegen ist, erhält der Mitarbeiter ein Vielfaches der Wertsteigerung der Investition bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag. Alternativ kann der Mitarbeiter nach Ablauf der Sperrfrist das Investment auch in den Shareplan Classic einlegen. In 2015 wurden 192 Tsd. Stück Fondsanteile gezeichnet (2014: 191 Tsd. Stück).

Die Kosten der Pläne Shareplan Leveraged sowie Shareplan Classic werden unter Berücksichtigung der fünfjährigen Sperrfrist ermittelt, wie es vom CNC (Conseil National de la Comptabilité) empfohlen wird. Der CNC Ansatz ermittelt den Wert dieser innerhalb der Sperrfrist nicht frei verfügbaren Aktie durch einen Replikationsansatz. Demnach würde der Mitarbeiter ein Darlehen aufnehmen, um frei verfügbare Aktien zu erwerben. Das Darlehen und die Zinsen des Darlehens würde er dann mit dem Erlös aus dem Verkauf der gesperrten Aktien am Ende der Sperrfrist und der erhaltenen Dividendenrendite innerhalb der Sperrfrist zurückzahlen. Bei dem Leveraged Plan enthalten die Kosten auch Opportunitätsgewinne, die indirekt durch die AXA gewährt werden, da für die in dem Fond enthaltenen Derivate anstatt eines Preises für kleinvolumige Transaktionen (retail price) ein entsprechend günstigerer institutioneller Preis für entsprechend großvolumige Transaktionen gezahlt wird.

Die folgende Tabelle zeigt weitere Details der beiden Pläne Share Plan Classic und Share Plan Leveraged für das Geschäftsjahr 2015

Bewertungsparameter 2015 2014
Classic Leveraged Classic Leveraged
--- --- --- --- ---
Laufzeit (in Jahren) 5 5 5 5
Preisnachlass auf den Referenzkurs 20% 8,57% 20% 10,80%
Referenzkurs 22,17 22,17 18,43 18,43
Zeichnungspreis 17,74 20,27 14,75 16,44
Summe gezeichneter Betrag durch die Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 914 3.899 412 3,147
Summe gezeichneter Betrag insgesamt 914 38.994 412 31,473
Risikoloser Zinssatz (5 Jahres Durchschnitt Euro Zone) 0,36% 0,36% 0,48% 0,48%
Dividendenrendite 6,59% 6,59% 6,19% 5,94%
Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung 1,20% 1,20% 0,98% 1,14%
Zinssatz für Repo Geschäfte -0,09% -0,09% 0,20% 0,30%
Retail / institutioneller N/A 2,39% N/A 3,30%
Volatilitätsspread
Kosten der Sperrfrist 19,68% 8,54% 19,64% 10,76%
für den Mitarbeiter
Opportunitätsgewinne N/A 1,99% N/A 2,05%

AXA Miles

Durch das Programm AXA Miles wurden jedem berechtigten Mitarbeiter im März 2012 50 AXA Miles zugeteilt. Insgesamt wurden 632.000 AXA Miles an 12.640 Mitarbeiter ausgegeben.

An konsolidierte Gesellschaften innerhalb des AXA Konzerns wurden 478.538 AXA Miles an 9.571 Mitarbeiter ausgegeben. Zum Jahresende 31.12.2015 sind davon noch 463.200 Stück von 9.264 Mitarbeitern ausstehend.

Diese AXA Miles werden nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren in 2016 in gewöhnliche AXA Aktien umgewandelt.

Der Wert der AXA Miles wird analog dem Shareplan mit dem ANC Ansatz ermittelt, wobei die Annahmen an die Struktur des jeweiligen Plans angepasst sind. Die Bewertung basiert auf einem Marktpreis von 13,18 Euro am 16. März 2012 und einer angenommenen Rate von fünf Prozent für nicht ausgeübte Optionen vor Ablauf der Sperrfrist.

AXA International Performance Shares

Ab 2013 werden International Performance Shares im Rahmen des International Performance Shares Plans (PSI Plan) der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt. In 2015 wurden mit Wirkung zum 19. Juni 2015 267 Tsd. Performance Shares (2014: 307 Tsd.) ausgegeben.

Bei den AXA International Performance Shares 2015 handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit, sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2017 abhängig ist.

Die Zuteilung der Aktien in Erfüllung der Performance Shares 2015 erfolgt am 19. Juni 2019 oder, wenn dies kein Arbeitstag ist, am darauffolgenden Arbeitstag. Der Wert der tatsächlich erworbenen Performance Shares entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA Aktie (1) der 20 Handelstage - Euronext Paris - vor dem Abrechnungstag und (2) des am letzten Handelstag von der Europäischen Zentralbank veröffentlichten Wechselkurses.

Sonstiger Aufwand

Die auf die obengenannten Vergütungskomponenten entfallenden Aufwendungen werden im deutschen lokalen IFRS-Konzernabschluss mit den Beträgen erfasst, so wie sie auch in dem übergeordneten IFRS-Konzernabschluss der AXA S.A. enthalten sind. Für die im Rahmen von IFRS 2 per 31. Dezember 2015 zu erfassenden Pläne Stock Options, Shareplan, Miles und Performance Shares erfasste die AXA Gruppe im Geschäftsjahr 2015 Aufwendungen in Höhe von 5.307 Tsd. Euro (2014: 3.995 Tsd. Euro), die als Zuführung zur Kapitalrücklage im deutschen AXA Konzern gezeigt werden.

Für zum 31.12.2015 noch ausstehende Rechte aus International Performances Shares wurden Rückstellungen von insgesamt 5.903 Tsd. Euro (2014: 4.981 Tsd. Euro) gebildet.

Anhang 25: Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

25.1. Vorstandsvergütung

25.1.1. Vergütungsaufwand 2015

Für das Geschäftsjahr 2015 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften insgesamt auf 7.207 Tsd. Euro (2014: 7.964 Tsd. Euro), davon entfielen 3.952 Tsd. Euro (2014: 4.259 Tsd. Euro) auf feste und 3.255 Tsd. Euro (2014: 3.705 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. In 2015 sind Abfindungen i. H. v. 0 Tsd. Euro gezahlt worden (2014: 1.109 Tsd. Euro).

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2015 Aktienoptionen sowie Performance Shares International auf AXA S.A. Aktien gewährt.

Die in 2015 gewährten 109.246 Aktienoptionen (2014: 108.980) sehen einen Bezugspreis von 22,90 Euro pro Anteil vor (Aktienkurs zum Jahresende 2015: 25,00 Euro). Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind erstmals ab dem 19. Juni 2018, 19. Juni 2019, 19. Juni 2020 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben. Die Begünstigten können frühestens ab 19. Juni 2020 ihr letztes Drittel an Stock Options vollumfänglich ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder überstiegen hat. Liegt die Kursentwicklung der AXA Aktie unter der Kursentwicklung des Euro Stoxx Insurance Index verfallen diese Rechte ganz oder teilweise. Die Optionen verfallen auch, sofern sie nicht bis zum 18. Juni 2025 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2015 gewährten 70.121 Performance Shares International (2014: 58.700) erfolgt anhand der im Performancezeitraum erwirtschafteten Ergebnisse, die zu einem Drittel auf Basis der Ergebnisse der AXA S.A. sowie zu 2/3 auf Basis der Ergebnisse von AXA Deutschland oder der Region gewichtet werden. Der Performancezeitraum beträgt drei Geschäftsjahre (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017). Der maximal mögliche Performance-Faktor ist auf 130% begrenzt. Falls die AXA S.A. für die Geschäftsjahre 2015 bis 2017 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. In Summe erhalten die Begünstigten Aktien der AXA S.A., die sich aus der Anzahl der gemäß dem Performance-Faktor zugeteilten Performance Shares ergeben. Über die final zugeteilten Aktien kann ab dem 19. Juni 2019 frei verfügt werden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Shares Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Shares Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Aktienoptionen entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Aktienoptionen und Performance Shares) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Neben den Aktienoptionen und Performance Shares, bei denen eine Zuteilung in Aktien erfolgt, existieren aus Vorjahren bis 2012 Performance Unit Programme, die eine Vergütung in Geld vorsehen. Der Aufwand für diese Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Der auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units/Shares beträgt 879 Tsd. Euro (2014: 1.982 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Bezugsberechtigten 415 Tsd. Euro (2014: 1.361 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Shares Plänen erfolgte im Berichts- und Vorjahr nicht. Die in 2015 in Geld vergüteten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten. Im Geschäftsjahr wurden 79.040 Stück Aktienoptionen ausgeübt (2014: 62.148 Stück).

25.1.2. Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2015 aktiven Gruppenvorstandsmitglieder beliefen sich in 2015 auf 617 Tsd. Euro (2014: 2.441 Tsd. Euro).

25.2. Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.342 Tsd. Euro (2014: 3.455 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2015 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 71.233 Tsd. Euro (2014: 71.486 Tsd. Euro) passiviert.

25.3. Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates der AXA Konzern AG für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG sowie in Aufsichtsräten konsolidierter Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 2.080 Tsd. Euro (2014: 2.140 Tsd. Euro), davon 1.174 Tsd. Euro (2014: 1.203 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 906 Tsd. Euro (2014: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Anhang 26: Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die AXA S.A., Paris ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu 100 Prozent am Grundkapital der AXA Konzern AG, Köln beteiligt.

Die AXA Konzern AG, Köln und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, einbezogen, der bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des marchés financiers) unter R.C.S. (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt wird.

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen und/oder nahen Familienangehörigen dieser Personen. Personen in Schlüsselpositionen sind nahestehend, wenn diese Personen die AXA Konzern AG beherrschen oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt sind, einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder eine Schlüsselposition im Management bekleiden. Personen in Schlüsselpositionen stellen Personen dar, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung des AXA Konzerns zuständig und für deren Tätigkeiten verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen. Bezüglich der anteilsbasierten Vergütung verweisen für auf den Anhang 24, für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat auf Anhang 25.

Als nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen, die von der AXA Konzern AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die AXA Konzern AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der AXA Konzern AG stehen.

Nahestehende Unternehmen der AXA Konzern AG sind deren Mutterunternehmen, Tochterunternehmen, Schwesterunternehmen und At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen. Außerdem im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dotierte Versorgungskassen. Nahestehend sind auch die Muttergesellschaft AXA, Paris, sowie deren nahestehende Unternehmen. Nahestehende Unternehmen der AXA, Paris sind deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen. Anzumerken ist, dass in diesem Abschluss keine Geschäftsvorfälle zwischen der AXA Konzern AG und ihren konsolidierten Unternehmen erläutert werden, da diese durch die Konsolidierung eliminiert sind. Es werden Geschäfte zu beherrschten, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, erläutert. Bezüglich der Haftungsverhältnisse von nahestehenden Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht.

Innerhalb des deutschen AXA Konzerns nimmt die AXA Konzern AG die Leitungsfunktion auf Grundlage von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen wahr, die mit diversen operativen Konzerngesellschaften geschlossen wurden.

Bei den Geschäftsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kooperationsverträge, Dienstleistungs- bzw. Funktionsausgliederungsverträge, Darlehens- und Rückversicherungsverträge sowie Sicherungsgeschäfte. Die bestehenden Verträge sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden.

26.1. Darlehensverträge

Darlehensverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit 2015 2015 2014 2014
(In Tsd. Euro) Darlehenshöhe Zinserträge/ Aufwendungen (-) Darlehenshöhe Zinserträge/ Aufwendungen(-)
--- --- --- --- ---
Dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris als Darlehensnehmer 1.504.574 42.580 1.504.078 42.853
Nahstehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensgeber 46.226 -1.061 42.017 -1.817
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensnehmer 219.540 4.934 214.014 3.101
Nicht konsolidierten Tochterunternehmen als Darlehensnehmer 0 0 0 0
At-equity bewerteten assoziierten Unternehmen als Darlehensgeber/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Personen in Schlüsselpositionen als Darlehensgeber-/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Gesamt 1.770.339 46.453 1.760.109 44.137

Die AXA Bank hat in 2015 mit der AXA Bank Europe ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 30.000 Tsd. Euro (2014: 30.000 Tsd. Euro) für Geldhandelsgeschäfte geschlossen (Tagesgeldanlage). In 2015 hat die AXA Bank keine Tagesgelder bei der AXA Bank Europe angelegt und somit keinen Kredit in Anspruch genommen (2014: keine Zinserträge).

Die AXA Bank Europe hat in 2015 mit der AXA Bank ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 30.000 Tsd. Euro (2014: 30.000 Tsd. Euro) geschlossen (Tagesgeldaufnahme). Für die Inanspruchnahme des Kredits durch die AXA Bank sind dieser Zinsaufwendungen in Höhe von weniger als 1 Tsd. Euro entstanden (2014: 25 Tsd. Euro).

Die AXA Bank hat in 2015 erstmals mit der AXA Bank Europe Plain Vanila Zinsswaps in Höhe von 50.000 Tsd. Euro als sog. Payer-Swap vereinbart. Aus diesen Geschäften sind der AXA Bank kumulierte Zinsaufwendungen in Höhe von 245 Tsd. Euro entstanden.

Die AXA Bank hat in 2015 mit unterschiedlichen Konzerngesellschaften im Rahmen des Liquiditätshilfeabkommen kurzfristige Geldanlagen (Tagesgeldaufnahme) vereinbart. Am Jahresende 2015 bestand eine Geldanlage mit der AXA Konzern AG in Höhe von 97.000 Tsd. Euro. Der Bank sind im laufenden Jahr Zinsaufwendungen in Höhe von 4 Tsd. Euro entstanden mit mehreren Konzerngesellschaften entstanden.

Die AXA Art Insurance Ltd. UK, London zeichnet "US surplus lines"-Geschäfte über die AXA Corporate Solutions S.A., Paris (AXA Corporate Solutions). AXA Corporate Solutions benötigt dafür eine Sicherheit. Diese Sicherheit wird mit dem Kreditvertrag zwischen der AXA Art Insurance Ltd. UK und der AXA, Paris über eine Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro gewährleistet. Die Kosten für die Bereitstellung betragen 0,12% der Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro, in 2015: 73 Tsd. Euro. (2014: 73 Tsd. Euro) Die Kreditlinie wurde in 2015 nicht in Anspruch genommen.

Seit Jahren besteht zwischen der AXA S.A., Paris, und den Gesellschaften des AXA Konzerns ein Cash-Pooling System. Dieses System wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit AXA S.A., Paris, bzw. deren Tochtergesellschaften genutzt, soweit diese dem System angeschlossen sind. Die Verzinsung hierfür richtet sich nach dem EONIA-Zinssatz.

Seit Anfang 2007 besteht ein Liquiditätshilfe-Abkommen zwischen nahestehenden nicht konsolidierten Unternehmen des AXA Konzerns. Die Gesellschaften erklären sich bereit, sich im Einzelfall mit Liquidität auszustatten um kurzfristige Liquiditätsunterdeckungen auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2015 hat die Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH, Köln (Ehemals: AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH, Köln) Liquiditätshilfen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro von der AXA Konzern AG in Anspruch genommen. (Laufzeitende: 02.01.2015) Zusätzlich hat die DÄF kurzfristig eine Liquiditätshilfe der AXA Konzern AG in Anspruch genommen. Hieraus entstanden der DÄF Zinsaufwendungen von 1.100 Tsd. Euro. (Vorjahr: 534 Tsd. Euro).

26.2. Derivate und Sicherungsbeziehungen

Sicherungsbeziehungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und dem Mutterunternehmen AXA S.A., Paris. Credit Default Swaps (CDS) bestehen in Höhe von nominal 412.500 Tsd. Euro, ausgelaufen am 20.06.2015, (2014: 818.750 Tsd. Euro). Die CDS dienen der Absicherung des Ausfallrisikos aus einer im Geschäftsjahr 2009 erworbenen strukturierten Schuldverschreibung.

Zinsswaps bestehen in Höhe von nominal 141.122 Tsd. Euro, davon ausgelaufen 15.000 am 30.09.2015, 10.000 am 12.10.2015 (2014: 141.122 Tsd. Euro). Die Zinsswaps wurden für in 2008 ausgegebene variabel verzinste Anleihen in US-Dollar und Euro abgeschlossen.

26.3. Rückversicherungsbeziehungen

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Rückversicherungsbeziehungen:

Rückversicherungsverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit 2015 2015 2014 2014
(In Tsd. Euro) Aktiv RV Beiträge Passiv RV Beiträge Aktiv RV Beiträge Passiv RV Beiträge
--- --- --- --- ---
Dem Mutterunternehmen AXA S.A. Paris 0 0 0 0
At-Equity bewerteten assoziierten Unternehmen 120.283 0 111.700 0
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens 100.713 1.400.807 109.600 1.335.065
Gesamt 220.996 1.400.807 221.300 1.335.065

26.4. Dienstleistungs- und Versicherungsvermittlungsverträge

Dienstleistungsverträge bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und ihren nahestehenden Unternehmen. Durch Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträgen sowie Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung von Kapitalanlagen (Vermögensmanagement), der Informationstechnologie, diversen Beratungs- und Serviceleistungen, technischen Unterstützungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Logistik, der Telekommunikation sowie Lizenzvereinbarungen, hat der AXA Konzern Erträge aus erbrachten Dienstleistungen mit nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens in Höhe von 23.380 Tsd. Euro (2014: 20.069 Tsd. Euro) mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 45.287 Tsd. Euro (2014: 66.989 Tsd. Euro) und mit At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen in Höhe von 3.766 Tsd. Euro erwirtschaftet.

Aufgrund von empfangenen Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens sind dem AXA Konzern Aufwendungen in Höhe von 199.286 Tsd. Euro (2014: 196.911 Tsd. Euro) und mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 103.024 Tsd. Euro (2014: 94.820 Tsd. Euro).und mit At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen in Höhe von 310 Tsd. Euro entstanden.

Mit dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris und Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2015 keine Dienstleistungsverträge.

Zwischen nahestehenden Unternehmen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften bestehen Vertriebsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen vermittelt der AXA Konzern für nahestehende Unternehmen Versicherungsverträge. Im Jahr 2014 erhielt der AXA Konzern von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens eine Vergütung von 7.128 Tsd. Euro (2014: 5.437 Tsd. Euro), von nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG eine Vergütung von 10.070 Tsd. Euro (2014: 7.504 Tsd. Euro) und von At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen eine Vergütung in Höhe von 39.257 Tsd. Euro (2014: 33.774 Tsd. Euro).

Für die Vermittlung von Versicherungsverträgen durch nahestehende Unternehmen des Mutterunternehmens sind der AXA Konzern AG Aufwendungen in Höhe von 7.157 Tsd. Euro (2014: 5.428) entstanden, für die Vermittlung durch nahestehende nicht konsolidierte Unternehmen der AXA Konzern AG sind Aufwendungen in Höhe von 99.973 Tsd. Euro (2014: 92.507 Tsd. Euro) angefallen und für die Vermittlung durch At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen sind Aufwendungen in Höhe von 28.615 Tsd. Euro (2014: 29.022) entstanden.

Mit Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2015 keine Versicherungsvermittlungsverträge.

26.5 Sonstige Vereinbarungen

Es bestehen Beherrschungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistik & Service GmbH, Köln
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Pro bAV Pensionskasse AG
INREKA Finanz AG, Cloppenburg
cleritas GmbH, Köln
Kepheus Beteiligungs- und Vermögenswerte GmbH

Zudem besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen der AXA Versicherung AG, Köln und der Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln.

Des Weiteren besteht zwischen der Vinci B.V., Niederlande als herrschendes Unternehmen und der AXA Konzern AG als beherrschtes Unternehmen ein Beherrschungsvertrag.

Beherrschungsverträge dienen der organisatorischen Eingliederungsvoraussetzung, die die umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnisse zwischen der AXA Konzern AG und ihren Tochtergesellschaften sowie den in Deutschland ansässigen Einheiten der AXA Gruppe sicherstellen.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistik & Service GmbH, Köln
cleritas GmbH, Köln

Des Weiteren besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der AXA Versicherung AG, Köln und der Pluto Beteiligungswerte AG, Köln.

26.6. Verpflichtungen

Verpflichtungserklärungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und deren nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von nominal 70.000 Tsd. Euro. (Offene Verpflichtungen: 10.937 Tsd. Euro).

Gegenüber AXA Art UK besteht für das Jahr 2015 eine Patronatserklärung "All contracts of insurance" über 29,0 Mio. Euro.

26.7. Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige

Der AXA Konzern hat mit Personen in Schlüsselpositionen sowie mit nahen Familienangehörigen dieser Personen keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Ferner erhielten die angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses marktübliche Gehälter.

Anhang 27: Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sowie Miet- und Leasingverhältnisse

Im Folgenden werden Eventualforderungen und -verbindlichkeiten dargestellt, die aufgrund von IAS 37 nicht in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

27.1. Übersicht über die erhaltenen Zusagen und Garantien (Eventualforderungen)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2015 31. Dez 14
Finanzierungszusagen - -
Kreditinstitute - -
ungenutzte Kreditlinien - -
ohne ungenutzte Kreditlinien - -
Kunden - -
Garantiezusagen - -
Kreditinstitute - -
Kunden - -
Sonstige Zusagen 2.303.201 3.179.792
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 1.607.160 2.488.203
Sonstige Verpflichtungen 696.041 691.589
Gesamt 2.303.201 3.179.792

Durch AXA erhaltene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 2.303.201 Tsd. Euro und verringerten sich somit um 876.591 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2014, hauptsächlich durch einen Abgang der sonstigen Zusagen im Zusammenhang mit verpfändeten Wertpapieren und besicherten Engagements.

Erhaltene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 1.607.160 Tsd. Euro. Investitionen i. H. v. 100.000 Tsd. Euro bestand bei einer Bank. Als Sicherheit wurden Wertpapiere in Höhe von 121.122 Tsd. Euro gegeben. Die Gesellschaft hat 100 Millionen Euro in ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen investiert. Zur Besicherung des Darlehens werden der Gesellschaft Fondanteile ausgehändigt. Der Marktwert der Fondanteile zum 31.12.2015 betrug 97.194 Tsd. Euro.

Sonstige erhaltene Zusagen betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 696.041 Tsd. Euro.

27.2. Übersicht über die gegebenen Zusagen und Garantien (Eventualverbindlichkeiten)

Auslaufdatum
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Von über einem Jahr bis 3 Jahre Von über 3 Jahren bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre TOTAL 31. Dezember 2015 TOTAL 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzierungszusagen 397.090 328.705 76.046 - 801.841 753.415
Kreditinstitute - - - - - -
Kunden 397.090 328.705 76.046 - 801.841 753.415
Garantiezusagen 2.816 - 4.585 - 7.402 2.055
Kreditinstitute - - - - - -
Kunden 2.816 - 4.585 - 7.402 2.055
Sonstige Zusagen 239.560 559.940 65.180 1.464.350 2.329.029 1.881.048
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 203.121 - - - 203.121 180.471
Kreditbriefe 8.055 5.161 - - 13.216 14.001
Sonstige Verpflichtungen 28.384 554.779 65.180 1.464.350 2.112.692 1.686.576
Gesamt 639.466 888.645 145.811 1.464.350 3.138.272 2.636.518

Eingegangene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 3.138.272 Tsd. Euro. Dies stellt einen Anstieg von 501.754 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2014 dar, hauptsächlich bedingt durch eine Erhöhung der Finanzierungszusagen an Kunden i. H. v. 48.426 Tsd. Euro sowie einen Anstieg der sonstigen Zusagen um insgesamt 447.981 Tsd. Euro.

Abgegebene Finanzierungszusagen betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 801.841 Tsd. Euro und bestanden aus Finanzierungszusagen an Kunden (Hypothekendarlehen).

Abgegebene Garantiezusagen betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 7.402 Tsd. Euro und bestanden aus Avalen für offene Schadenprozesse und damit verbundene, vorläufige Schadenzahlungs-Zusagen sowie Mietbürgschaften für AXA Mitarbeiter.

Abgegebene sonstige Zusagen betrugen 31.12.2015 insgesamt 2.329.029 Tsd. Euro, die sich wie folgt aufteilten:

Abgegebene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 203.121 Tsd. Euro und bestanden im Wesentlichen aus:

191.625 Tsd. Euro Verpfändung von Staatsanleihen zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten,
11.496 Tsd. Euro branchenübliche Fremdwährungsbedeckung im Bereich der Rückversicherung.

Ausgegebene Kreditbriefe betrugen zum 31.12.2015 insgesamt 13.216Tsd. Euro, resultierend aus der branchenüblichen Bedeckung der Schadenreserven deutscher Gesellschaften im Amerika-Geschäft (Letter of Credit).

Sonstige gegebene Verpflichtungen beliefen sich zum 31.12.2015 auf 2.112.692 Tsd. Euro und bestanden hauptsächlich aus:

1.586.178 Tsd. Euro Investitionsverpflichtungen aus Kapitalanlagen,
462.948 Tsd. Euro in Verpflichtungen der Lebensversicherungen Deutschland gegenüber "Protektor" sowie 32.232 Tsd. Euro der Krankenversicherung gegenüber "Medicator" (deutsche Versicherungsgarantiefonds für den Fall des Konkurses von Versicherungsgesellschaften),
29.028 Tsd. Euro aus einer Patronatserklärung gegenüber AXA Art UK ("all contracts of insurance").

27.3. Miet- und Leasingverträge

(In Tsd. Euro) 2015 2014
Miet- und Leasingverträge
Bis zu 1 Jahr 56 58
1 bis 5 Jahre 136 146
Über 5 Jahre 249 269
Gesamt 441 473

Für operative Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilien, Kraftfahrzeuge und EDV) wurden im Geschäftsjahr 61.584 Tsd. Euro (2014: 66.875 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst. Es besteht im Wesentlichen ein Untermietverhältnis für ein Gebäude in München. Die Mindestleasingzahlungen hierfür betragen 9.588 Tsd. Euro (2014: 12.457 Tsd. Euro); im Geschäftsjahr wurden Erträge aus dem Untermietverhältnis in Höhe von 44 Tsd. Euro (2014: 51 Tsd. Euro) erzielt. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine bedingten Mietzahlungen sowie keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen vor. Bei den genannten Verpflichtungen bestehen, wie im Vorjahr, keine Miet- und Leasingverträge gegenüber Unternehmen, die At Equity in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG einbezogen werden.

Anhang 28: Honorare des Konzernabschlussprüfers

Abschlussprüfer des AXA Konzerns ist die PricewaterhouseCoopers AG. Die an die PricewaterhouseCoopers AG gezahlten Honorare sind nachfolgend nach vier Honorararten, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB, aufgeführt.

PricewaterhouseCoopers
Betrag (vor USt) % %
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) 2015 2014 2015 2014
--- --- --- --- ---
Prüfungsleistungen
Abschlussprüfungen 2.226 2.464 83 73
Mutterunternehmen 444 526 17 16
Tochtergesellschaften 1.782 1.938 67 58
Andere Prüfungsleistungen 136 654 5 19
Mutterunternehmen 380 0 11
Tochtergesellschaften 136 274 5 8
Zwischensumme 2.362 3.118 88 93
Andere Beratungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen, Rechtsberatungsleistungen und Personalberatungsleistungen 12 12 0 0
Sonstige(a) 295 224 11 7
Zwischensumme 307 236 12 7
Gesamt 2.669 3.354 100 100

(a) Honorare für Solvency II und EEV bezogene Prüfungs- und Beratungsleistungen werden ihrer Art nach den "Anderen Beratungsleistungen" zugeordnet.

Anhang 29: Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Bezüglich der einzelnen rechtlichen Risiken und Garantierisiken verweisen wir auf den Risikobericht (Teil des Lageberichts) ab Seite 29.

Anhang 30: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Lagebericht Seite 50.

27. April 2016

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Buberl

Bouas-Laurent

Dr. Dahmen

Daucourt

Hasselbächer

Hüppelshäuser

Dr. Schumacher

Dr. Stange

Dr. van Aubel

Warkentin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 29. April 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Jahresabschluss 2015

AXA Konzern AG

Lagebericht

Der Lagebericht der AXA Konzern AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst. Daher werden im Folgenden nur die über den Konzernlagebericht hinausgehenden Angaben gemacht, die sich auf den Geschäftsverlauf der AXA Konzern AG nach deutschem Handelsrecht (HGB) beziehen. Bezüglich der Angaben über den Konzernlagebericht verweisen wir auf Seite 8 ff.

Innerhalb der AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion für die verbundenen Unternehmen oder Tochterunternehmen wahr.

Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG
AXA Art Versicherung
AXA easy Versicherung AG
AXA Bank AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft liegt mit 274,0 Mio. Euro um rund 72,7 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies ist hauptsächlich auf deutlich gesunkene Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungen zurückzuführen. Zu den wesentlichen Einflussgrößen im Einzelnen:

Unsere Umsatzerlöse in Höhe von 1.207,1 Mio. Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 27,9 Mio. Euro erhöht und stammen insbesondere aus der Erbringung von Dienstleistungen an unsere Versicherungstochtergesellschaften.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2015 659,6 Mio. Euro. Der Anstieg der Personalkosten um 5,5 Mio. Euro ist maßgeblich auf höheren Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen verminderten sich um rund 42% auf 21,8 Mio. Euro aufgrund des um rund 10 Mio. Euro auf 17,1 Mio. Euro rückläufigen Ergebnisses der Kölnische Verwaltungs- AG. Die Deutsche Ärzte Finanz AG erzielte ein Ergebnis in Höhe von 3,9 Mio. Euro (2014: 3,7 Mio. Euro).

Um rund 79,6 Mio. Euro gingen die Erträge aus Gewinnabführungen zurück, die sich im Berichtsjahr insgesamt auf 352,4 Mio. Euro beliefen:

Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG in Höhe von 177,9 Mio. Euro wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Der Rückgang von 63,9 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus einem niedrigeren Kapitalanlageergebnis.

Der Jahresüberschuss der AXA Lebensversicherung AG stieg aufgrund der positive Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses um 22,5 Mio. Euro auf 112,5 Mio. Euro während der Jahresüberschuss der Deutsche Ärzteversicherung AG auf 18,8 Mio. Euro stabil blieb.

Die AXA Krankenversicherung AG erzielte einen deutlich niedrigeren Jahresüberschuss von 33,5 Mio. Euro (2014: 54,0 Mio. Euro), resultierend aus der Entwicklung des technisches Ergebnisses. Diese ist durch gestiegene Leistungszahlungen und eine höhere Zuführung zur Schadenrückstellung bedingt.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere der AXA Konzern AG in Höhe von 11,5 Mio. Euro (2014: 7,9 Mio. Euro) entfielen im Wesentlichen auf Rentenfonds und ein Darlehen.

Die deutliche Erhöhung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen auf 213,8 Mio. Euro (2014: 150,9 Mio. Euro) ist unter anderem auf eine Absenkung des Rechnungszinses für Pensionsverpflichtungen gemäß den Regelungen des Bilanzrichtlinienmodernisierungsgesetzes zurückzuführen, die zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr und damit entsprechend zu einem höheren Zinsaufwand von 63,5 Mio. Euro führte. Diese Position wird insgesamt maßgeblich vom Zinsänderungseffekt auf Pensionsrückstellungen in Höhe von 131,5 Mio. Euro und vom Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 60,1 Mio. Euro bestimmt.

Der Aufwand aus Verlustübernahme erhöhte sich im Berichtsjahr auf 4,4 Mio. Euro (2014: 0,1 Mio. Euro) und resultierte hauptsächlich aus der DBV Deutsche Beamte Versicherung AG (3,4 Mio. Euro).

Unter den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 11,9 Mio. Euro (2014: 41,6 Mio. Euro) sowie unter den außerordentlichen Erträgen in Höhe von 11,4 Mio. Euro (2014: 39,9 Mio. Euro) werden wie in den Vorjahren die Beträge ausgewiesen, die auf den Umstellungseffekt bei der Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aus dem Jahr 2010 entfallen und in den Folgejahren nachgeholt werden dürfen (Fünfzehntelregelung). Die außerordentlichen Erträge stammen aus der Weiterverrechnung der Aufwendungen an unsere verbundenen Unternehmen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steuerertrag in Höhe von 29,0 Mio. Euro und verminderten sich um 9,2 Mio. Euro, was insbesondere durch das leicht gestiegene Vorsteuerergebnis begründet ist.

Finanz- und Vermögenslage

Mit 3.451,1 Mio. Euro (Vorjahr: 3.513,8 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 56,2% (Vorjahr: 59,9%) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Bilanzsumme bei leicht gesunkenem Eigenkapital bedingt durch einen geringeren Bilanzgewinn zurückzuführen. Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.430,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4.136,7 Mio. Euro) beherrscht, hiervon entfallen 3.740,0 Mio. Euro (Vorjahr: 3.738,3 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und Rentenfonds dauerhaft gehalten.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Während sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag auf 222,9 Mio. Euro (Vorjahr: 198,2 Mio. Euro) erhöhten, sank die korrespondierende Position, Forderung gegen verbundene Unternehmen, deutlich von 445,9 Mio. Euro auf 349,3 Mio. Euro. Die offenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende 2014 wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2015 weitgehend ausgeglichen.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.034,0 Mio. Euro (2014: 907,4 Mio. Euro) betreffen mit 794,5 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe eine hohe Finanzkraft. Deren Einstufungen gelten gleichzeitig für die großen deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG. Standard & Poor's Ratings Services hat am 23. Dezember 2015 seine A+ Financial Strength Rating-Entscheidung sowie den positiven Ausblick bestätigt. Auch Fitch Ratings hat am 6. Oktober 2015 sein AA- Insurer Financial Strength Rating mit stabilem Ausblick bekräftigt. Moody's Investors Service bewertet AXA in seiner Insurance Financial Strength Rating-Entscheidung vom 20. Januar 2016 weiterhin mit Aa3, ebenfalls mit stabilem Ausblick.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2015 sind bei unseren Gesellschaften keine Vorgänge eingegangen, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage unserer Gesellschaft haben. Zurzeit ist in Vorbereitung die Tochtergesellschaft DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG zu verschmelzen.

Darüber hinaus beabsichtigt die AXA Versicherung in 2016 eine weitere Optimierung ihrer Eigenkapitalstruktur.

Vorstand und Aufsichtsrat der AXA Art Versicherung haben am 25. November 2015 beschlossen, dass die beiden selbständigen Gesellschaften AXA Art UK Ltd. und AXA Art Versicherung AG (Schweiz) in rechtlich unselbständige Niederlassungen der AXA Art Versicherung AG (DE) umgewandelt werden sollen ("one balance sheet Ansatz"). Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat der AXA Art Versicherung AG beschlossen, dass die AXA Art zukünftig ihr weltweites Geschäftsmodell auf drei Assekuradeure ("Managed General Agencies") stützen soll (Europa (London), USA (New York) und Asien (Hongkong), die von einer gemeinsamen, neu zu gründenden Holding-Gesellschaft gehalten werden sollen. Die Implementierung soll nach dem erfolgreichen Abschluss einer Machbarkeitsstudie erfolgen.

Der Vorstand der AXA Lebensversicherung AG hat am 7. April 2016 beschlossen, zur Stärkung der Solvabilität die ausstehenden Einlagen auf das Grundkapital in Höhe von 19.180 Tsd. Euro sowie die weitere schuldrechtliche Forderung in Höhe von 25.399 Tsd. Euro von der AXA Konzern AG einzufordern. Die Einzahlung durch die AXA Konzern AG ist Mitte April erfolgt.

Ausblick und Chancen

Die Entwicklung unseres Unternehmens wird insbesondere durch die Perspektiven der einzelnen direkt gehaltenen Versicherungstochtergesellschaften bestimmt. Für diese Unternehmen gelten eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Finanzmärkte mit den Auswirkungen der niedrigen Zinsen und den wesentlichen Entwicklungen des deutschen Versicherungsmarktes.

Aufgrund der rückläufigen Erträge aus Beteiligungen und Gewinnabführungsverträge lag unseres Jahresergebnis erwartungsgemäß unter dem Vorjahresniveau. Für das Geschäftsjahr 2016 erwarten wir im Gesamtergebnis für die AXA Konzern AG erneut eine positive Geschäftsentwicklung. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, sind wir zuversichtlich, unsere Marktanteile in allen Segmenten auszubauen und die Profitabilität über Kosteneinsparungen und eine Optimierung der Schadenentwicklung in der Schaden-/Unfallversicherung aber auch in der Krankenversicherung weiter zu verbessern. Wir werden durch weitere Investitionen in Prozessverbesserungen, Digitalisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice weiter verbessern.

Wir erwarten für 2016, ausgehend von einer valide eingeschätzten Entwicklung an den Kapitalmärkten mit weiter anhaltenden niedrigen Renditen, dennoch einen positiven Ergebnisbeitrag der AXA Konzern AG, der eine angemessene Ausschüttung an unseren Großaktionär ermöglicht , die gleichzeitig die Solvabilitätsanforderungen der Versicherungstochtergesellschaften erfüllt. Ausgehend von stabilen ordentlichen Beteiligungserträgen wird der Jahresüberschuss allerdings auf dem Niveau des Vorjahres liegen. Sollten bei Tochtergesellschaften der AXA Konzern AG - zum Beispiel aufgrund unerwarteter Kapitalmarktentwicklungen - Jahresfehlbeträge anfallen, wären diese im Rahmen der Beherrschungsverträge durch unsere Gesellschaft auszugleichen.

Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs.4 HGB

Der Vorstand der AXA Konzern AG hat sich gemäß § 76 Abs.4 AktG verpflichtet, bis zum 30.06.2017 20% der 1. Führungsebene unterhalb des Vorstands mit weiblichen Führungskräften zu besetzen. Der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands soll im selben Zeitraum auf 30% gesteigert werden. Der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG hat gemäß § 111 Abs.5 AktG beschlossen, dass bis zum 30.06.2017 mindestens 20% der Mitglieder des Vorstands und 30% der Mitglieder des Aufsichtsrats Frauen sind.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 273.953.763,76 Euro. Nach Entnahme von 5.000.000,00 Euro aus den anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 252.704,60 Euro ein Bilanzgewinn von 279.206.468,36 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

in Euro
Zahlung einer Dividende von 8,98 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 5.000.000 44.900.000,00
Zahlung einer Dividende von 8,92 Euro je Stammaktie, insgesamt 26.230.760 233.978.379,20
Gewinnvortrag 328.089,16
Bilanzgewinn 279.206.468,36

Köln, den 27. April 2016

Der Vorstand

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

in Tsd. Euro 2015 2014
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.699 19.671
2. geleistete Anzahlungen 2.761 5.976
30.459 25.647
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.217 46.637
2. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 43 228
45.260 46.865
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.462.184 3.460.491
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.000 240.000
3. Beteiligungen 37.832 37.832
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 7.000
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 522.650 229.479
6. Sonstige Ausleihungen 91.693 89.425
4.354.359 4.064.227
4.430.078 4.136.739
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte
1.Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 0 114
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 349.276 445.929
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 117 20
3. Sonstige Vermögensgegenstände 46.778 123.199
396.171 569.148
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 53.568 56.514
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 222.895 198.180
672.634 823.956
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.823 1.833
D. Aktive latente Steuer 1.034.043 907.393
6.138.578 5.869.921

Köln, den 27. April 2016

Der Vorstand

Passiva

in Tsd. Euro 2015 2014
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.813.870 1.818.871
1.813.895 1.818.896
IV. Bilanzgewinn 279.206 336.908
3.451.139 3.513.841
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.390.288 1.228.804
2. Steuerrückstellungen 566.141 421.193
3. Sonstige Rückstellungen 476.319 445.813
2.432.748 2.095.810
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 91.665 78.977
2. Sonstige Verbindlichkeiten 69.470 88.549
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 67.894 Tsd. Euro (2014: 86.740 Tsd. Euro)
davon aus Steuern: 10.447 Tsd. Euro (2014: 9.296 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 7.667 Tsd. Euro (2014: 4.694 Tsd. Euro)
161.135 167.526
D. Rechnungsabgrenzungsposten 200 270
E. Passive latente Steuern 93.356 92.474
6.138.578 5.869.921

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2015

Posten In Tsd. Euro 2015 2014
1. Umsatzerlöse 1.207.090 1.179.147
2. andere aktivierte Eigenleistungen 4.926 2.332
3. sonstige betriebliche Erträge 85.656 49.372
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 542.976 560.817
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung 116.628 93.284
zuzüglich Konzernumlage 659.604 654.102
davon für Altersversorgung 56.929 Tsd. Euro (2014: 52.026 Tsd. Euro)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 24.883 18.745
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 547.007 584.302
7. Erträge aus Beteiligungen, 21.819 37.550
davon aus verbundenen Unternehmen 21.785 Tsd. Euro (2014: 32.010 Tsd. Euro)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 352.380 432.011
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, 25.105 15.559
davon aus verbundene Unternehmen 9.080 Tsd. Euro (2014: 5.358 Tsd. Euro)
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, 11.715 11.333
davon aus verbundene Unternehmen 32 Tsd. Euro (2014: 161 Tsd. Euro)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 11.476 7.856
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, 213.773 150.947
davon an verbundene Unternehmen 2.038 Tsd. Euro (2014: 1.763 Tsd. Euro)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme, 4.414 103
davon aus verbundenen Unternehmen 4.414 Tsd. Euro (2014: 103 Tsd. Euro)
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 247.535 311.250
15. Außerordentliche Erträge 11.351 39.874
16. Außerordentlicher Aufwand 11.868 41.556
17. Außerordentliches Ergebnis -517 -1.681
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich Konzernumlage -28.983 -38.218
19. Sonstige Steuern 2.047 1.118
20. Jahresüberschuss 273.954 346.669
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 253 239
22. Entnahme andere Gewinnrücklagen 5.000 -
23. Einstellung andere Gewinnrücklagen - 10.000
24. Bilanzgewinn 279.206 336.908

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Anschaffungs-kosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die Vorräte wurden mit dem Anschaffungswert aktiviert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse wurden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Bank AG
AXA Finanz Service GmbH
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA ART Versicherung AG
AXA Logistik & Services GmbH
AXA Customer Care GmbH
AXA easy Versicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Cleritas GmbH

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen, sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits - und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht für Posten aus der Zeit vor der Umstellung in Rahmen von BilMoG zum 01.01.2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.

Die Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,3 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

in Tsd. Euro Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Software 88.626 14.252 0 5.976 108.854
geleistete Anzahlungen 5.976 2.761 0 -5.976 2.761
94.602 17.013 0 0 111.615
II. Sachanlagen:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.794 11.208 3.673 55 137.385
geleistete Anzahlungen 228 43 173 -55 43
130.022 11.251 3.846 0 137.428
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.501.579 4.543 2.000 0 3.504.122
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 244.250 4.517 0 0 248.767
3. Beteiligungen 40.188 0 0 40.188
4. Ausleihungen Beteiligungen 7.000 0 7.000 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 282.251 293.955 5.692 0 570.514
6. sonstige Ausleihungen 92.125 8 259 0 91.874
4.167.393 303.023 14.951 0 4.455.465
Anlagevermögen 4.392.017 331.287 18.797 0 4.704.508
in Tsd. Euro Abschreibungen
01.01.2015 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2015
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Software 68.955 12.200 0 0 81.155
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
68.955 12.200 0 0 81.155
II. Sachanlagen:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.157 12.683 3.673 0 92.168
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
83.157 12.683 3.673 0 92.168
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.089 850 0 0 41.939
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.250 4.517 0 0 8.767
3. Beteiligungen 2.357 0 0 0 2.357
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 0 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 52.772 3.228 0 8.136 47.864
6. sonstige Ausleihungen 2.699 0 0 2.519 180
103.167 8.595 0 10.655 101.107
Anlagevermögen 255.279 33.478 3.673 10.655 274.430
in Tsd. Euro Buchwert
31.12.2015 31.12.2014
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
Software 27.699 19.671
geleistete Anzahlungen 2.761 5.976
30.460 25.647
II. Sachanlagen:
Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.217 46.637
geleistete Anzahlungen 43 228
45.260 46.865
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.462.183 3.460.490
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.000 240.000
3. Beteiligungen 37.831 37.831
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 7.000
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 522.650 229.479
6. sonstige Ausleihungen 91.694 89.426
4.354.359 4.064.226
Anlagevermögen 4.430.078 4.136.738

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 2,8 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 11,2 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 7,6 Mio. Euro, Büroausstattungen 0,7 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 1,9 Mio. Euro sowie geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 0,6 Mio. Euro.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von insgesamt 4,5 Mio. Euro (2014: 30,7 Mio. Euro), die im Wesentlichen mit 3,7 Mio. Euro auf die MGS Meine-Gesundheit-Services GmbH und mit 0,8 Mio. Euro auf die Cleritas entfielen. Die Abgänge beliefen sich auf 2,0 Mio. Euro (2014: 38,8 Mio. Euro) und resultieren ausschließlich aus der Venus Beteiligungsgesellschaft (Entnahmen aus der Kapitalrücklage). Zudem erfolgte eine Abschreibung in Höhe von 0,8 Mio. Euro auf Cleritas.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen 240,0 Mio. Euro und betreffen ein Darlehen an unserer Muttergesellschaft AXA Paris in Höhe von 130,0 Mio. Euro, zwei Darlehen an der AXA Krankenversicherung AG in Höhe von jeweils 10,0 Mio. Euro sowie einen Contingent Convertible Bond in Höhe von 90,0 Mio. Euro von der AXA Bank Europe N.V..

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 37,8 Mio. Euro (2014: 37,8 Mio. Euro) aus. Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB erfolgt im Konzernabschluss.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betrugen im Berichtsjahr 0,0 Mio. Euro (2014: 7,0 Mio. Euro).

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 522,6 Mio. Euro (2014: 229,5 Mio. Euro) enthält hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 124,7 Mio. Euro und Rentenfonds in Höhe von 389,7 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung auf einen Rentenfonds in Höhe von 3,2 Mio. Euro sowie eine Zuschreibung auf Immobilienfonds in Höhe von 8,1 Mio. Euro.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 91,7 Mio. Euro (2014: 89,4 Mio. Euro) betreffen Namensschuldverschreibungen in Höhe von 64,9 Mio. Euro, Schuldscheindarlehen in Höhe von 11,1 Mio. Euro, Namensgenüsse in Höhe von 20,0 Mio Euro. Der Bestand enthält auch eine Zuschreibung in Höhe von 2,5 Mio. Euro.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 349,3 Mio. Euro (2014: 445,9 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich sowohl aus Ergebnisabführungen, in geringen Umfang aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten zusammen. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Von den 349,3 Mio. Euro entfielen 107,5 Mio. Euro auf AXA Versicherung AG, 97,0 Mio. Euro auf AXA Bank AG, 66,2 Mio. Euro auf AXA Lebensversicherung AG, 32,3 Mio. Euro auf AXA Krankenversicherung AG, 15,7 Mio. Euro auf die deutsche Ärzteversicherung AG und 14,0 Mio. Euro auf die AXA Technology Services SAS.

Der Saldo des Kassenbestands, der Bundesbankguthaben, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks erhöhte sich um rund 25 Mio. Euro auf 222,9 Mio. Euro (Vorjahr: 198,2 Mio. Euro). Davon entfielen 220,8 Mio. Euro auf Tagegelder und 2,1 Mio. Euro auf laufende Bankguthaben.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände ging um 76,4 Mio. Euro auf 46,8 Mio. Euro (2014: 123,2 Mio. Euro) zurück. Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 36,5 Mio. Euro (2014: 106,2 Mio. Euro). Eine Übertragung aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft ist nicht enthalten. Steuerforderungen in Höhe von 11,4 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 53,6 Mio. Euro (2014: 56,5 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen einen Rentenfonds.

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.034,0 Mio. Euro entfallen 794,5 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Passiva

Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2015 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA, Paris, ist direkt mit 34,64% und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73%, die Kölnische Verwaltungs- Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Nach Entnahme von 5,0 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen 1.813,9 Mio. Euro ausgewiesen (2014: 1.818,9 Mio. Euro).

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe - bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 58,0 Mio. Euro (Vorjahr: 54,8 Mio. Euro) - gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

2015 2014
Barwert der Pensionsverpflichtung 1.495,6 Mio. Euro 1.333,5 Mio. Euro
Zeitwert des Deckungsvermögens 105,3 Mio. Euro 104,7 Mio. Euro
Bilanzierte Nettoverpflichtung 1.390,3 Mio. Euro 1.228,8 Mio. Euro

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 190,9 Mio. Euro (Vorjahr: 128,1 Mio. Euro), der sich auf 192,1 Mio. Euro (Vorjahr: 130,0 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung, 1,2 Mio. Euro (Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) Zinserträge auf das Deckungsvermögen und 683 Tsd. Euro Aufwand aus Bestandsveränderungen des Deckungsvermögens zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht im Geschäftsjahr ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 76,0 Mio. Euro (Vorjahr: 87,9 Mio. Euro).

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2015 2014
Rechnungszins 3,88% 4,53%
Rentenanpassung 1,75% 1,75%
Gehaltsdynamik 2,5% 2,5%

Die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 18,9 Mio. Euro (2014: 19,0 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 18,3 Mio. Euro (2014: 18,1 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 16,6 Mio. Euro (2014: 16,2 Mio. Euro).

Die Steuerrückstellungen erhöhen sich im Geschäftsjahr 2015 um 144,9 Mio. Euro auf 566,1 Mio. Euro. Darin enthalten sind Steuerrückstellungen in Höhe von 319,6 Mio. Euro die von den Konzerngesellschaften aufgrund der steuerlichen Organschaft auf die Gesellschaft übertragen wurden.

Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 2,0 Mio. Euro (2014: 2,1 Mio. Euro).

Die Position sonstige Rückstellungen in Höhe von 476,3 Mio. Euro (2014: 445,8 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (33,5 Mio. Euro), Rückstellungen aus anderen vertraglichen Verpflichtungen (78,0 Mio. Euro), Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren (36,3 Mio. Euro), Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen (122,7 Mio. Euro), Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (45,1 Mio. Euro), Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (14,6 Mio. Euro), Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen (21,8 Mio. Euro), Rückstellungen für übernommene Haftungsrisiken im Immobilienbereich (4,0 Mio. Euro) sowie eine Drohverlustrückstellung zur Absicherung des Inflationsrisikos zu den Pensionsrückstellungen (Inflationswaps) in Höhe von 41,7 Mio. Euro.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 91,7 Mio. Euro (2014: 79,0 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (46,5 Mio. Euro). Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 69,5 Mio. Euro (2014: 88,5 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (40,3 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (9,4 Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beiträgen zum AXA Pensions-Aufbauplan (7,7 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (1,9 Mio. Euro). Davon haben 0,3 Mio. Euro eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 93,4 Mio. Euro aus. Die passiven latenten Steuern betreffen in voller Höhe passive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz und in Bezug auf Kapitalanlagen. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.207,1 Mio. Euro (2014: 1.179,1 Mio. Euro) wurden 1.197,8 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: mit der AXA Versicherung AG 496,6 Mio. Euro (2014: 494,6 Mio. Euro), mit der AXA Krankenversicherung AG 279,1 Mio. Euro (2014: 243,8 Mio. Euro), mit der AXA Lebensversicherung AG 259,0 Mio. Euro (2014: 233,7 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Versicherung AG 60,9 Mio. Euro (2014: 48,6 Mio. Euro) sowie mit der Deutsche Ärzteversicherung AG 24,6 Mio. Euro (2014: 19,1 Mio. Euro).

Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 9,3 Mio. Euro (2014: 8,6 Mio. Euro) erhalten. Für weitere Vertriebsaktivitäten aus der übernommenen Geschäftstätigkeit der AVS haben wir eine Vergütung von 0,2 Mio. EUR (2014: 0,8 Mio. Euro) von anderen Partnern vereinnahmt.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 4,9 Mio. Euro (2014: 2,3 Mio. Euro).

Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 85,7 Mio. Euro (2014: 49,4 Mio. Euro) enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 42,9 Mio. Euro (2014: 27,4 Mio. Euro), Erträge aus Kapitalanlagen in Höhe von 40,0 Mio. Euro (2014: 5,0 Mio. Euro) sowie sonstige Erträge in Höhe von 18,3 Mio. Euro ( 2014: 21,5 Mio. Euro).

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2015 659,6 Mio. Euro. Der Anstieg der Personalkosten um 5,5 Mio. Euro ist maßgeblich auf höheren Aufwendungen für Altersversorgung zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf 24,9 Mio. Euro (2014: 18,7 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 547,0 Mio. Euro (2014: 584,3 Mio. Euro) betreffen:

(in Mio. Euro) 2015 2014
Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften 208,7 219,4
Raumaufwand 81,9 74,9
Beratungs- und andere Fremdleistungen 10,0 22,3
Externe EDV-Aufwendungen 107,0 85,9
Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE- Produkten 9,3 9,3
Werbeaufwand 34,3 35,6
Reisekosten 28,0 28,6
Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns 19,9 16,3
Tagungs- und Repräsentationsaufwand 8,0 8,9
Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen 6,3 6,6
Büroaufwand 4,5 5,5
Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe 1,8 3,4
Aufwendungen für Kapitalanlagen 1,7 48,9
Immobilienaufwand 0,0 0,4
Aufwand Unternehmen als Ganzes 3,0 3,6
Gerichtskosten, Auskunftsgebühren 2,9 1,8
Zeitarbeitskräfte / Temporäre Arbeitnehmerüberlassung (non-IT ) 5,6 1,7
Sonstiger Aufwand 14,1 11,2
547,0 584,3

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 21,8 Mio. Euro (2014: 37,6 Mio. Euro). Vereinnahmt wurden sie im Wesentlichen von der Kölnische Verwaltungs- AG in Höhe von 17,1 Mio. Euro (2014: 27,6 Mio. Euro) und der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs- AG, Köln, in Höhe von 3,9 Mio. Euro (2014: 3,7 Mio. Euro).

Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 352,4 Mio. Euro (2014: 432,0 Mio. Euro). Diese entfielen mit 177,9 Mio. Euro (2014: 241,8 Mio. Euro) auf die AXA Versicherung AG, Köln sowie 112,5 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln, (2014: 90,0 Mio. Euro). Von der AXA Krankenversicherung AG erhielt die Gesellschaft 33,5 Mio. Euro (2014: 54,0 Mio. Euro), von der Deutsche Ärzte Lebensversicherung AG, Köln 18,8 Mio. Euro (2014: 18,8 Mio. Euro) und von der AXA ART AG, Köln 9,7 Mio. Euro (2014: 12,7 Mio. Euro).

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 25,1 Mio. Euro (2014: 15,6 Mio. Euro). Die Zinserträge wurden hauptsächlich von folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 4,5 Mio. Euro von der AXA S.A., Paris (2014: 4,8 Mio. Euro) und 4,1 Mio. Euro von der AXA Bank Europe S.A. (2014: 0,0 Mio. Euro). Ferner erhielt die Gesellschaft Erträge aus Rentenfonds in Höhe von 7,2 Mio. Euro sowie festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 5,1 Mio. Euro.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 11,5 Mio. Euro (Vorjahr: 7,9 Mio. Euro) entfielen im Wesentlichen auf Rentenfonds und Darlehen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 213,8 Mio. Euro (2014: 150,9 Mio. Euro) betrafen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen zur Pensionsrückstellung (191,6 Mio. Euro). Darin enthalten sind 131,5 Mio. Euro aus dem Zinsänderungseffekt bei den Pensionsverpflichtungen. Die übrigen Zinsen betreffen Zinsen aus der Diskontierung von Rückstellung, Zinsen für Schuldscheindarlehen sowie sonstige Schuldzinsen.

Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von Euro 4,4 Mio. (2014: 0,1 Mio. Euro) resultierte hauptsächlich aus der Verlustübernahme gegenüber der DBV Deutsche Beamtenversicherung AG in Höhe von 3,4 Mio. Euro.

Als außerordentlichen Ertrag in Höhe von 11,3 Mio. Euro (2014: 39,9 Mio. Euro) wurden wie im Vorjahr die Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB entstanden 2014 außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 11,9 Mio. Euro (2014: 41,6 Mio. Euro), die auf den Umstellungseffekt bei der Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aus dem Jahr 2010 entfallen und in den Folgejahren nachgeholt werden dürfen (Fünfzehntelregelung).

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 29,0 Mio. Euro (2014: 38,2 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Aufwand aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 9,5 Mio. Euro (2014: Steuerertrag von 0,8 Mio. Euro), einen Gewerbesteueraufwand in Höhe von 10,8 Mio. Euro (2014: Steueraufwand von 0,7 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 95,6 Mio. Euro (2014: Steuerertrag von 38,1 Mio. Euro). Der Aufwand aus Vorjahressteuern belief sich auf 46,3 Mio. Euro (2014: 0,0 Mio. Euro).

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB

AUFSICHTSRAT

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy (bis 30. April 2016)

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der

AXA

Brüssel, Belgien

Dr. Thomas Buberl (ab 1. Mai 2016)

Vorsitzender

Mitglied des Management Committee der AXA S.A.,

Köln

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der AXA Konzern AG

Pfinztal

Manuela Better (bis 25. November 2015)

Vorstand DekaBank Deutsche Girozentrale

München

Dina Bösch*)

Geschäftsführerin DAA Deutsche Angestellten-Akademie GmbH

Hamburg

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Klaus Dauderstädt

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding

GmbH

Hamburg

Dr. Michael Frenzel

Präsident Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Burgdorf

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Christiane Kölsch-Bisanzio

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe

der AXA

Küsnacht, Schweiz

* Vertreter der Arbeitnehmer

Oliver Koll*) (ab 3. Februar 2015)

Angestellter

Bedburg

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe

der AXA

Brüssel, Belgien

Dr. Eva Lohse

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Uwe Müller*) (vom 1. Januar 2015 bis 19. Januar 2015)

Angestellter

Sankt Augustin

Angela Titzrath (ab 25. November 2015)

Unternehmerin

Stuttgart

Klaus Weber*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*)

Angestellte

Sankt Augustin

VORSTAND

Dr. Thomas Buberl (bis 30. April 2016)

Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie / Digitalisierung

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

P & C Industrie- und Firmenkunden (kommissarisch bis 30. Juni 2015)

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Thierry Daucourt (seit 1. Juli 2015)

P & C Industrie- und Firmenkunden

Wolfgang Hanssmann (bis 31. März 2015)

P & C Privat und Vertrieb

Jens Hasselbächer

SUHK Privat und Vertrieb (seit 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service (bis 31. März 2015)

Schaden / Leistung (kommissarisch bis 30. Juni 2015)

Frank Hüppelshäuser (seit 17. Juli 2015)

Schaden / Leistung (seit 1. August 2015)

Dr. Thilo Schumacher

Kranken

Dr. Astrid Stange

Strategie / Personal / Organisation

Jens Warkentin (seit 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:

(in Mio. Euro) 2015 2014
Mietverpflichtungen 345,3 389,1
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (2,1) (3,1)
KFZ-Leasing 16,4 17,1
PC-Leasing 7,4 9,4
Mietverpflichtung für Software 8,9 3,8
Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen 13,3 21,9
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (13,3) (21,9)

Die Verpflichtungen aus Mieten, Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge, die bei Vertragsabschluss zu marktüblichen Konditionen getätigt wurden, haben eine Restlaufzeit von 20 Jahren (Colonia-Allee 22-30 / Colonia-Allee 10-20), also bis Ende 2034. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

AXA Deutschland hat sich beginnend in 2010 an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Hauptbuchfunktionen (Projekt COPERNIC) sowie die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP). Die AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) stellt der AXA Konzern AG und den weiteren AXA- Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform.Service Agreements aus 2010 (COPERNIC) bzw. 2012 (SHIP) mit AGS regeln die Beteiligung von AXA Deutschland an kapitalisierungsfähigen Investitionskosten, die über 10 Jahre ratierlich zu zahlen sind. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Die Verpflichtung beläuft sich auf 13,3 Mio. Euro. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieser Verträge entspricht marktüblichen Regelungen.

Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 7 HGB beschäftigte die Gesellschaft 2015 durchschnittlich 8.326 Mitarbeiter (2014: 8. 721). Davon waren 7.593 Angestellte (2014: 7.942) im Innendienst, 733 Angestellte im Außendienst (2014: 778). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.331 (2014: 4. 523) Mitarbeiterinnen und 3.995 (2014: 4.198) Mitarbeiter beschäftigt. Darüber hinaus waren in 2014 durchschnittlich 500 Auszubildende (2014: 509) in unserem Unternehmen tätig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf unseren Konzernabschluss zum 31.Dezember 2015.

Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 19 HGB befanden sich zum Bilanzstichtag derivative Finanzinstrumente in Form von 6 Inflationswaps im Bestand, die zur Absicherung des Inflationsrisikos aus der Pensionsrückstellungen abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (z.B. Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet. Die Inflationswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von -41,7 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 281,9 Mio. Euro. Die Inflationswaps wurden nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.

Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Der die Abführungssperre gem. § 285 Nr. 28 HGB begründende Betrag vor Bedeckung durch Eigenkapitalbestandteile nach § 268 Absatz 8 HGB in Höhe von 940,7 Mio. Euro resultierte aus den aktiven latente Steuern. Der unter die Abführungssperre fallende Betrag war vollständig durch Gewinnrücklagen gedeckt, sodass sich bezüglich der Gewinnabführung keine Beschränkungen durch die Ausschüttungs- und Abführungssperre nach § 301 AktG i. V. m. § 268 Absatz 8 HGB ergeben.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstandsvergütung 2015

Für das Geschäftsjahr 2015 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 803 Tsd. Euro (2014: 608 Tsd. Euro), davon entfielen 520 Tsd. Euro (2014: 327 Tsd. Euro) auf feste und 283 Tsd. Euro (2014: 281 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr.

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2015 Aktienoptionen sowie Performance Shares International auf AXA S.A. Aktien gewährt.

Die in 2015 gewährten 109.246 Aktienoptionen (2014: 108.980) sehen einen Bezugspreis von 22,90 Euro pro Anteil vor (Aktienkurs zum Jahresende 2015: 25,00 Euro). Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind erstmals ab dem 19. Juni 2018, 19. Juni 2019, 19. Juni 2020 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben. Die Begünstigten können frühestens ab 19. Juni 2020 ihr letztes Drittel an Stock Options vollumfänglich ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder überstiegen hat. Liegt die Kursentwicklung der AXA Aktie unter der Kursentwicklung des Euro Stoxx Insurance Index verfallen diese Rechte ganz oder teilweise. Die Optionen verfallen auch, sofern sie nicht bis zum 18. Juni 2025 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2015 gewährten 70.121 Performance Shares International (2014: 58.700) erfolgt anhand der im Performancezeitraum erwirtschafteten Ergebnisse, die zu einem Drittel auf Basis der Ergebnisse der AXA S.A. sowie zu 2/3 auf Basis der Ergebnisse von AXA Deutschland oder der Region gewichtet werden. Der Performancezeitraum beträgt drei Geschäftsjahre (1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2017). Der maximal mögliche Performance-Faktor ist auf 130% begrenzt. Falls die AXA S.A. für die Geschäftsjahre 2015 bis 2017 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. In Summe erhalten die Begünstigten Aktien der AXA S.A., die sich aus der Anzahl der gemäß dem Performance-Faktor zugeteilten Performance Shares ergeben. Über die final zugeteilten Aktien kann ab dem 19. Juni 2019 frei verfügt werden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Shares Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Shares Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Aktienoptionen entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Aktienoptionen und Performance Shares) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum im Anhang ausgewiesen (keine aufwandswirksame Erfassung).

Neben den Aktienoptionen und Performance Shares, bei denen eine Zuteilung in Aktien erfolgt, existieren aus Vorjahren bis 2012 Performance Unit Programme, die eine Vergütung in Geld vorsehen. Der Aufwand für diese Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Der auf das Geschäftsjahr 2015 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units/Shares beträgt 613 Tsd. Euro (2014: 2.074 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Bezugsberechtigten 255 Tsd. Euro (2014: 1.146 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Shares Plänen erfolgte im Berichts- und Vorjahr nicht. Die in 2015 in Geld vergüteten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile anteilig enthalten. Im Geschäftsjahr wurden 74.208 Stück Aktienoptionen ausgeübt (2014: 62.148 Stück).

Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2015 aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2015 auf 1.372 Tsd. Euro (2014: 610 Tsd. Euro).

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.952 Tsd. Euro (2014: 3.158 Tsd. Euro). Für diesen Personenkreis sind zum 31. Dezember 2015 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 66.387 Tsd. Euro (2014: 60.072 Tsd. Euro), passiviert worden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2015 insgesamt 1.488 Tsd. Euro (2014: 1.547 Tsd. Euro), davon 582 Tsd. Euro (2014: 610 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 906 Tsd. Euro (2014: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Nahestehende Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Weitere Erläuterungen und Angaben

Zum 31.12.2015 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG / AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA S.A., Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2015 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 529,6 Mio. Euro (2014: 569,8 Mio. Euro). Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Im Rahmen des Service Agreements zwischen AXA Life Europe Ltd. und AXA Konzern AG als Dienstleister besteht im Fall der Verletzung vertraglicher Verpflichtungen eine maximale Haftung bis zu einer Summe von 20,0 Mio. Euro p.a..

Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung ("All contracts of insurance", 29,0 Mio. Euro) gegenüber AXA Art UK, die mit dem Zeitpunkt des Vorliegen seines Ratings für AXA Art voraussichtlich in 2016 endet.

Zusammenarbeit im Konzern

Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungs-verträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.

Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung sowie Teile der Bereiche Leistungsbearbeitung und Bestandsverwaltung in der Sparte Kranken von der AXA Logistic Services GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln
Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers SA, Paris
Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA ART AG, Köln
AXA easy Versicherung AG
Cleritas GmbH

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
AXA easy Versicherung AG
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Logistik & Services GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
Venus Beteiligungs-GmbH
Inreka Finanz AG
Kepheus
Cleritas GmbH

Die AXA Konzern AG hat mit der Vinci B.V., Utrecht als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Die AXA SA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu hundert Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA SA, Paris. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.

Köln, den 27. April 2016

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Daucourt

Dr. Buberl

Dr. Dahmen

Hasselbächer

Hüppelshäuser

Dr. Schumacher

Dr. Stange

Warkentin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 29. April 2016

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

ppa. Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2015 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in drei Sitzungen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 12. März 2015 die Tantiemezahlungen für 2014, die weitere variable Vergütung (Performance Shares und Stock Options) sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. In seiner Sitzung am 21. Mai 2015 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2014 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2015 vor, die vertiefend erörtert wurde. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Umsetzung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Männern und Frauen in Führungspositionen im deutschen AXA Konzern befasst und die Beschlüsse über den zu erreichenden Mindestanteil von Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat gefasst. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat in dieser Sitzung über den Abschluss von Beherrschungsverträgen mit Tochtergesellschaften beschlossen. Darüber hinaus berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat in dieser Sitzung über die Themen Solvency II sowie IT-Sicherheit.

In der Sitzung vom 25. November 2015 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2016. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. Darüber hinaus präsentierte der Vorstand dem Aufsichtsrat einen Überblick über die im Rahmen der Vorbereitung auf Solvency II angepassten bzw. neu erstellten unternehmensinternen schriftlichen Leitlinien. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat zudem über die für 2016 geplante Verschmelzung der Tochtergesellschaft DBV Deutsche Beamtenversicherung AG auf die AXA Versicherung AG sowie das Strategieprojekt Ambition 2020.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Audit Committee hat in 2015 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium ist ein vorbereitender Ausschuss, der in 2015 nicht getagt hat. Der Vermittlungsausschuss musste ebenfalls nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfüngsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Thierry Daucourt und Herr Frank Hüppelshäuser sind jeweils mit Wirkung zum 1. Juli 2015 zu Mitgliedern des Vorstands bestellt worden. Frau Manuela Better ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Als Nachfolgerin wurde Frau Angela Titzrath mit Wirkung zum 25. November 2015 neu in den Aufsichtsrat gewählt. Im Wege der gerichtlichen Bestellung wurde zudem Herr Oliver Koll als Arbeitnehmervertreter zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Weiterhin ist der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Jacques de Vaucleroy mit Wirkung zum 30. April 2016 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Zu seinem Nachfolger als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats wurde mit Wirkung ab dem 1. Mai 2016 Herr Dr. Thomas Buberl gewählt, der mit Wirkung zum 30. April 2016 aus seinem Amt als Mitglied und Vorsitzender des Vorstands ausgeschieden ist. Als Nachfolger für Herrn Dr. Thomas Buberl wurde Herr Dr. Alexander Vollert - vorbehaltlich der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht - zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstands bestellt, der sein Amt am 16. September 2016 antreten wird.. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre erfolgreiche Tätigkeit und insbesondere bei Herrn de Vaucleroy für seine aktive Unterstützung des deutschen AXA Konzerns in den vergangenen Jahren.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmenssprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 19. Mai 2016

Für den Aufsichtsrat

Dr. Thomas Buberl, Vorsitzender