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AXA Annual Report 2014

Jun 25, 2015

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Annual Report

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Konzernabschluss und Jahresabschluss 2014

AXA Konzern AG

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Thomas Buberl Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie / Digitalisierung

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

P & C Industrie- und Firmenkunden (kommissarisch)

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Manfred Engelking (bis 31. Dezember 2014)

Personal / Zentrale Dienste

Wolfgang Hanssmann (bis 31. März 2015)

P & C Privat und Vertrieb

Jens Hasselbächer (ab 1. Januar 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service (bis 31. März 2015)

P & C Privat und Vertrieb (ab 1. April 2015)

Schaden / Leistung (kommissarisch)

Thomas Michels (bis 30. September 2014)

Schaden- und Unfallversicherung

Dr. Heinz-Jürgen Schwering (bis 28. Februar 2014)

Kranken

Dr. Astrid Stange (ab 1. Oktober 2014)

Personal, Strategie & Organisation (ab 1. Januar 2015)

Dr. Thilo Schumacher (ab 1. Oktober 2014)

Kranken (ab 1. Januar 2015)

Jens Warkentin (ab 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Konzernbetriebsrates der AXA Konzern AG

Pfinztal

Manuela Better (ab 24. Juni 2014)

München

Dina Bösch (ab 27. Mai 2014)

Mitglied des Bundesvorstands ver.di

Hamburg

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Klaus Dauderstädt

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion Meckenheim

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Dr. Michael Frenzel

Vorsitzender des Aufsichtsrats TUI Deutschland GmbH

Burgdorf

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Christiane Kölsch-Bisanzio

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Besazio, Schweiz

Oliver Koll*) (ab 3. Februar 2015)

Angestellter

Bedburg

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Hans-Peter Lenssen*) (bis 27. Mai 2014)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Glienicke/Nordbahn

Dr. Eva Lohse (ab 1. Juli 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen

Friedrich Merz (bis 30. Juni 2014)

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Uwe Müller*) (ab 1. Januar 2015 bis 19. Januar 2015)

Angestellter

Sankt Augustin

Hans Nasshoven*) (bis 31.Dezember 2014)

Angestellter

Köln

Dr. Petra Roth (bis 23. Juni 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main a.D.

Frankfurt am Main

Klaus Weber*)

Bereichsleiter Bundesfachbereich Bund + Länder ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*)

Angestellte

Sankt Augustin

*) Vertreter der Arbeitnehmer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2014 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in vier Sitzungen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13. März 2014 die Tantiemezahlungen für 2013, die weitere variable Vergütung (Performance Shares und Stock Options) sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 27. Mai 2014 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2013 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2014 vor, die vertiefend erörtert wurde. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Frauenförderung befasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Verschmelzungen der AXA Vermittlungs-Service GmbH und der AXA Schadenexperten GmbH auf die AXA Konzern AG als aufnehmende Gesellschaft zugestimmt. In seiner Sitzung vom 19. September 2014 hat sich der Aufsichtsrat mit diversen Vorstandsangelegenheiten befasst. In der Sitzung vom 20. November 2014 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2015. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Konzernabschluss 2013. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat durch den Vorstand die ab dem 1. Januar 2015 geplante neue Konzern-Struktur vorgestellt und ausführlich diskutiert.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2014 dreimal. Das Audit Committee hat in 2014 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Die Herren Dr. Heinz-Jürgen Schwering (mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014) und Thomas Michels (mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2014) haben ihre Mandate als Vorstand niedergelegt und sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden ist Herr Manfred Engelking (zum 31. Dezember 2014) sowie Herr Wolfgang Hanssmann (zum 31. März 2015). Zu neuen Mitgliedern des Vorstands wurden Frau Dr. Astrid Stange (zum 1. Oktober 2014), die Herren Dr. Thilo Schumacher (zum 1. Oktober 2014), Jens Hasselbächer (zum 1. Januar 2015) sowie Jens Warkentin (zum 1. April 2015) bestellt. Die Herren Hans-Peter Lenssen, Friedrich Merz und Hans Nasshoven sowie Frau Petra Roth sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Anteilseigner Frau Manuela Better und Frau Dr. Eva Lohse. Das Mandat des Arbeitnehmervertreters Herrn Lenssen wurde im Wege der gerichtlichen Bestellung durch Frau Dina Bösch übernommen. Für den ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter Herrn Nasshoven ist das gewählte Ersatzmitglied Herr Uwe Müller nachgerückt, der leider kurz nach Beginn seiner Mitgliedschaft im Aufsichtsrat nach schwerer Krankheit unerwartet verstorben ist. Das Mandat von Herrn Müller wurde im Wege der gerichtlichen Bestellung durch Herrn Oliver Koll übernommen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat für deren erfolgreiche Tätigkeit und spricht den Angehörigen von Herrn Müller sein Mitgefühl aus.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 21. Mai 2015

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender

Zusammengefasster Lagebericht

Der Konzernlagebericht ist mit dem Lagebericht der AXA Konzern AG zusammengefasst. Bezüglich den über den Konzernlagebericht hinausgehenden Angaben, welche sich auf den Geschäftsverlauf der AXA Konzern AG nach deutschem Handelsrecht (HGB) beziehen, verweisen wir auf Seite 163.

AXA - eine der führenden Versicherungen in Deutschland

Der deutsche AXA Konzern hat sich durch die Zugehörigkeit zur internationalen AXA Gruppe sowie die Breite seiner Aktivitäten in Sparten, Vertriebswegen und Kundengruppen erfolgreich im deutschen Versicherungsmarkt positioniert. In Deutschland gehört der Konzern mit einem Marktanteil nach bisher vorliegenden Daten von 5,5% zu den Top 5 der Erstversicherer. Beiträge von rund 10,2 Mrd. Euro machen AXA Deutschland darüber hinaus zu einem bedeutenden Teil der internationalen AXA Gruppe. Rund 11% des Umsatzes der AXA Gruppe entfallen auf den deutschen AXA Konzern.

Mit einer umfassenden und attraktiven Produktpalette und einem der größten Exklusivvertriebe der deutschen Assekuranz hebt sich der AXA Konzern von seinen Wettbewerbern ab. Rund 4.700 Vertriebspartner und 9.752 Mitarbeiter haben den Anspruch, sowohl für Privat- als auch Firmenkunden der Ansprechpartner erster Wahl zu sein. So sind Produkte und Dienstleistungen auf die vielfältigen Bedürfnisse der Kunden abgestimmt. Zudem profitieren Kunden von einer Vielzahl an Synergien, die von globalen Anlagemöglichkeiten über internationales Produkt-Know-how bis hin zu exzellenten Kapitalausstattungen reichen. Mit diesen Leistungen konnte AXA in Deutschland das Vertrauen von rund 8 Millionen Kunden gewinnen.

Einen großen Erfolgsfaktor für den Konzern stellen zudem zwei bedeutende Spezialversicherer dar: die DBV Deutsche Beamtenversicherung und die Deutsche Ärzteversicherung. Mit 1,7 Millionen Versicherten im Öffentlichen Dienst und rund 150.000 Kunden der akademischen Heilberufe aus dem Segment Ärzte/Heilwesen gehören beide zu den führenden Versicherungen ihrer jeweiligen Zielgruppe.

Ein Konzern mit über 175 Jahren Geschichte

Die ersten Anfänge der AXA Deutschland liegen im Jahr 1839. Zu dieser Zeit gründeten Kaufleute und Bankiers die Kölnische Versicherungs-Gesellschaft genannt Colonia. Einen ersten Partner sollte die Colonia in der 1853 gegründeten Lebensversicherung Concordia finden. Gemeinsam mit Nordstern, die 1866 in Berlin entstand, bildete die Concordia die Basis für die heutige Lebensversicherung der AXA Deutschland. Neben der Concordia und der Nordstern fusionierte im Laufe der Geschichte auch die Hamburger Transport- und Unfallversicherung Albingia mit der Colonia. Das war ein weiterer Schritt der Entwicklung in der Kölner Feuerversicherung zu einem der großen deutschen Versicherungskonzerne.

Ende der 80-er/Anfang der 90-er Jahre des vorigen Jahrhunderts stellte die deutsche Wiedervereinigung und das zusammenwachsende Europa die Colonia vor neue Herausforderungen. Auf die veränderten Markterfordernisse reagierte der Konzern 1991 mit der Bildung einer Holdingstruktur mit der Colonia Konzern AG an der Spitze. Deren Mehrheitsaktionärin wurde 1993 die staatliche französische Union des Assurances de Paris (UAP). 1996 fusionierte die UAP mit der AXA Gruppe. Damit trat die Colonia in eines der größten Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen der Welt ein.

Die Wurzeln der DBV Deutsche Beamtenversicherung reichen bis ins Jahr 1871 zurück. 2007 übernahm der deutsche AXA Konzern die DBV-Winterthur Versicherungen. Bis heute ist sie unter dem Namen DBV dem Öffentlichen Dienst verbunden. Auch die Geschichte der Deutschen Ärzteversicherung geht ähnlich weit zurück: Sie wurde 1881 von Ärzten für Ärzte gegründet und arbeitet eng mit wichtigen berufsständischen Organisationen zusammen.

Teil einer starken weltweiten Gruppe

Als Teil der AXA Gruppe gehört der deutsche AXA Konzern zu einem der führenden Versicherer und Vermögensverwalter weltweit. 2014 erwirtschaftete die AXA Gruppe einen Umsatz von 92 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (Underlying Earnings) von 5,1 Mrd. Euro und ein Nettoergebnis von 5,0 Mrd. Euro. 103 Millionen Kunden aus insgesamt 59 Ländern mit Schwerpunkten in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum vertrauen der AXA. Die Kapitalanlagen (Assets under Management) der Gruppe lagen Ende 2014 bei 1,3 Billionen Euro.

Gegründet wurde die AXA Gruppe von dem Franzosen Claude Bébéar. Er übernahm Ende der 70er Jahre in Rouen die Führung des kleinen Gegenseitigkeitsversicherers Ancienne Mutuelle. Es folgten zahlreiche Fusionen mit regionalen Versicherern und die Übernahme der fast doppelt so großen Unternehmensgruppe Drouot. Mit der Umbenennung in AXA im Jahr 1984 war Bébéar Unternehmen der erste Versicherungskonzern, der sich weltweit einen einheitlichen Markennamen gab. Bébéar wählte diesen Namen, um die Größe und Stärke des Unternehmens zu unterstreichen und Mitarbeitern und Kunden weltweit ein Zeichen zur Identifikation zu geben. AXA ist darüber hinaus ein Name, der sich auf der ganzen Welt gut aussprechen lässt.

Die Expansion des Unternehmens begann innerhalb von Frankreich, weitete sich dann auf die Länder Europas und später in die ganze Welt aus. In den 90-er Jahren erlangte AXA durch große Akquisitionen viel Aufmerksamkeit. Zunächst stieg AXA in die amerikanische Equitable-Gruppe ein, fusionierte mit der UAP und übernahm schließlich die britische Guardian Royal Exchange und die japanische Nippon Dantai Life. Zu den größten Akquisitionen gehörte im Jahr 2006 die Übernahme der Winterthur Gruppe. Henri de Castries übernahm im Jahr 2000 die Nachfolge von Claude Bébéar. Die Ziele seines Vorgängers verfolgt er weiterhin: Wo immer AXA vertreten ist, will sie Maßstab der Branche werde.

Aktuelle Entwicklungen im Konzern 2014

Stabile wettbewerbsfähige Position für AXA

AXA ist 2014 erstmals wieder gewachsen, konnte die Gewinne nochmals steigern und hat erfolgreich neue Produkte im Markt positioniert. Damit befindet sich AXA in einer stabilen und wettbewerbsfähigen Position.

Dies gelang u.a. dadurch, dass AXA im Rahmen des Effizienzprogramms "focus to perform" (f2p) auf ein konsequentes Kostenmanagement setzte. Bei f2p geht es im Kern darum, wie AXA eine nachhaltige Reduktion der Kostenbasis durch intelligentes Sparen schafft. So konnten die Economic Expenses (als zentrale Kostengröße) zwischen 2011 und 2014 weiter reduziert werden.

Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung, optimierte Strukturen - und wo notwendig auch Anpassungen am Geschäftsmodell - will AXA den Kundenservice weiter verbessern und gleichzeitig bis zum Jahr 2015 die jährlichen Kosten um rund 220 Mio. Euro senken. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles sind insgesamt Maßnahmen zur Einsparung von 328 Mio. Euro notwendig, um gegenläufige Effekte, wie die jährlichen Tarifsteigerungen, auszugleichen.

Die Digitalisierung nimmt Einfluss auf alle Elemente der Wertschöpfungskette. Dies beginnt bei Produkten, welche über das Internet abschließbar sind und der Ausstattung der Vertriebe mit digitalen Instrumenten zur Kundenberatung, wie z.B. Kommunikation über Lync, die Präsenz in sozialen Medien sowie Beratung mittels IPad. Im Bereich der Kundenservices liegt der Fokus auf der Automatisierung von Prozessen, dem Ausbau der Funktionalitäten um Verwaltungsvorgänge online mittels Self-Service durchführen zu können sowie der Schaffung weiterer innovativer Kommunikationsmöglichkeiten. Generell sollen die Digitalisierungsaktivitäten dazu dienen, den Kunden in den Mittelpunkt zu stellen sowie Prozesse schneller und effizienter zu gestalten. Auch das Kundendatenmanagement wird weiter professionalisiert werden. Hierzu ist Big Data ein wichtiger Erfolgsfaktor.

Die IT spielt für alle vorgenannten Punkte eine bedeutsame Rolle, denn nur mittels einer modernen Infrastruktur lassen sich die aus der Digitalisierung resultierenden Anforderungen realisieren. Ein wesentlicher Meilenstein im Zuge der Modernisierung der Anwendungslandschaft ist die Implementierung der Life Factory. Auch bezogen auf andere Systeme und Querschnittsfunktionen wird in den nächsten Jahren die Modernisierung der Anwendungslandschaft weiter vorangetrieben.

Verbesserung der Profitabilität und selektives Wachstum in den Produktzukunftsfeldern

In der Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherung mit Privatkunden wurde die Entwicklung eines vereinfachten und attraktiven Produktkonzepts weiter verfolgt. Der Kunde profitiert hierbei von innovativen Produktbausteinen wie beispielsweise dem Internetschutz und der Absicherung für erneuerbare Energien.

Auch in der Kraftfahrtversicherung werden die bestehenden Produkte überarbeitet, so dass aufgrund der innovativen Produktmodifikationen, welche auf detaillierten Kunden- und Wettbewerbsanalysen basieren, eine gute Marktpositionierung erreicht werden kann.

Die Schadenversicherung im Bereich der Industrie- und Firmenkunden bewährt sich in einem immer mehr umkämpften Markt. Das profitable Beitragsniveau bei gleicher Markt- und Preispositionierung konnte erhalten werden.

Die Fokussierung auf ausgewählte Wachstumssegmente und Vertriebsaktivitäten zeigt erste Erfolge. Die Zeichnung von Windparks bleibt eine Kernkompetenz der technischen Versicherung. Daneben gewinnt das Konzept, internationale Kunden über das globale Netzwerk effizient zu betreuen, immer mehr an Bedeutung. Auch für kleine Unternehmen und Selbstständige bietet AXA die richtigen Versicherungspakete. ProfiSmart ist ein attraktives, vorgefertigtes Bündel mit den Leistungen, die in der jeweiligen Branche relevant sind. Das Produkt kommt im Sommer 2015 auf den Markt.

In der Krankenversicherung lag der Fokus weiterhin u.a. auf der Zusatzversicherung. Hier wurde 2014 der Marktanteil von AXA stark ausgebaut, insbesondere bei dem sehr gut positionierten Zahnprodukt. Unser Produktportfolio in der Zusatzversicherung wurde um unser hervorragendes Stationär Produkt und die Abrundung unserer erfolgreichen Produktgruppe Pflegezusatz erweitert. Auch stehen weiterhin das Geschäft der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und die Versicherung für Expatriates im Fokus mit einem Wachstum über dem Marktdurchschnitt. In der Vollversicherung konnte AXA sogar erneut in einem rückläufigen Markt die Anzahl der Versicherten steigern und damit seine starke Position ausbauen.

Die Lebensversicherung setzt die strategische Ausrichtung des profitablen Wachstums fort. Mit der zwischen der konventionellen und fondsgebundenen Altersvorsorge positionierten "Relax Rente" konnte eine innovative Altersvorsorgelösung, begleitet vom positiven Feedback externer Experten, erfolgreich im Markt eingeführt werden. Darüber hinaus ist AXA weiterhin als Vollsortimenter erfolgreich am Markt positioniert und bietet neben der "Relax Rente" konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten und fondsgebundene Produkte an. Die starke Marktpositionierung für Berufsunfähigkeitsprodukte und Risikolebensversicherungen konnte ein weiteres Jahr beibehalten werden.

Die Digitalisierung der Kundenservices und Geschäftsprozesse wurde weiter ausgebaut. Als eines der ersten Unternehmen der Branche bietet die Lebensversicherung ihren Kunden- und Vertriebspartnern eine vollmaschinelle Risikoprüfung für die Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung direkt am point of sale an.

Weiterhin sehr gute Positionierung im Vertrieb, sowie in den Segmenten Ärzte und Öffentlicher Dienst

AXA bleibt bei der formulierten Multikanalstrategie. Das heißt, dass im Direktvertriebsmarkt auch weiterhin keine Zweitmarke eingeführt wird, sondern auf die gemeinsame Ausschöpfung der Kundenpotentiale mit dem Exklusivvertrieb gesetzt wird. Diese Strategie sichert die optimale Austarierung der Vertriebswege und ermöglicht AXA die Durchführung von Direktmaßnahmen in Vermittlerbeständen nach den Multikanalregeln. Darüber hinaus gilt es für den Exklusivvertrieb die entwickelten Möglichkeiten zur digitalen Zusammenarbeit praxisorientiert erlebbar zu machen und die Effektivität unserer Vertriebspartner weiter zu verbessern. Nach der flächendeckenden Einführung des elektronischen Unterschriften-Pad können alle Exklusiv-Vermittler nun Kunden-Unterschriften elektronisch einholen. Hierdurch werden eine effiziente Verarbeitung und Einsparungen bei Porto und Druckkosten erreicht. Unter ökologischen Gesichtspunkten leistet AXA zusätzlich einen positiven Beitrag durch Reduktion des Papierverbrauchs und des Transports.

Im Maklerkanal wird AXA vom Markt derzeit eine Benchmark-Positionierung bzw. Technologieführerschaft im Bereich der online-basierten Prozesse zugesprochen. Diese erreichte Position gilt es zu verteidigen und nachhaltig weiter auszubauen und zudem die Nutzung durch den Vertriebspartner zu forcieren.

Die Deutsche Ärzte Finanz hat bezogen auf ihre Exklusivorganisation in diesem Jahr einen starken Fokus auf die konsequente Weiterentwicklung der bestehenden Repräsentanten im Hinblick auf die von ihnen erschlossenen Geschäftsfelder gelegt und damit begonnen, die Weichen zur Absicherung des mittel- bis langfristigen Wachstums zu stellen. Die im letzten Jahr vorgenommene Zusammenführung von vormals drei Kundenprogrammen zu einem Kundenprogramm "puls" hat zu den erwarteten positiven Effekten im Hinblick auf eine effektivere Ansprache der Kunden bei gleichzeitiger Verbesserung der Prozess- und Kosteneffizienz geführt. Das Potential im Segment der Jungmediziner sowie Zahnmediziner konnte im Rahmen der Kooperation mit dem MEDI-LEARN Club weiter ausgebaut werden.

Das Kundensegment Öffentlicher Dienst ist weiterhin eines der am stärksten wachsenden Segmente. Die DBV ist damit unter den Top 3 der Versicherer für den Öffentlichen Dienst positioniert.

Auch zukünftig sprechen maßgeschneiderte Produkte, zielgruppenspezifische Beratungs- und Vertriebsansätze sowie die intensive Zusammenarbeit mit den Spitzenorganisationen im Öffentlichen Dienst für ein weiterhin starkes Wachstum. Die Task Force "Vorsorge Öffentlicher Dienst" entwickelt bereits im zweiten Jahr Lösungen, die Kunden dieses Segments immer besser und bedarfsgerechter erreichen und versorgen.

Abgerundet wird das Konzept durch ein dichtes Netz an speziell ausgebildeten Ansprechpartnern. Um deren Beratungskompetenz zu gewährleisten, werden fortlaufend Onlineschulungen und aktuelle Informationen über eine Onlinewissensdatenbank angeboten.

AXA bietet innovativen jungen Unternehmer Freiraum

Die AXA Konzern AG hat gemeinsam mit dem Global Innovation Campus den AXA Innovation Campus (www.axa-campus.de) ins Leben gerufen. Junge, unternehmerisch agierende Gründer werden dazu aufgerufen, kreative Ideen zu versicherungsnahen Themenfeldern einzureichen und diese innerhalb des Campus - mit Unterstützung von AXA-internen Experten und dem Innovation Campus Netzwerk - in marktreife Geschäftsmodelle zu transformieren. Zielsetzung ist es, die besten Ideen umzusetzen und Start-ups zu gründen, um aus ihnen fruchtbare Geschäfte zu entwickeln. Mit dem AXA Innovation Campus geht AXA bewusst neue Wege um Ideen außerhalb der Grenzen eines Großkonzerns unternehmerisch zu entwickeln. Während AXA den Gründern das nötige Branchenwissen zur Verfügung stellen, liefert der Global Innovation Campus das gesamte Know-how bezüglich Unternehmensaufbau, Skalierung eines Geschäftsmodells sowie ein unternehmerisches Umfeld. Der so ausschlaggebenden Kreativität der jungen Unternehmer ist damit der erforderliche Freiraum gegeben.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Die AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Köln ist auf die AXA Konzern AG, Köln angewachsen. Die GANYMED Erste Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln ist auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln angewachsen. Die VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth wurde im Jahr 2014 veräußert. Infolgedessen wurden auch die AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, die BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth, die ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth und die FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln entkonsolidiert und die BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel nicht mehr at-equity einbezogen. Aufgrund der Verschmelzung der CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs GmbH, Köln auf die Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln wird letztgenannte Gesellschaft seit 2014 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2014

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung des deutschen AXA Konzerns fand im Geschäftsjahr 2014 in nachfolgend beschriebenem Umfeld statt:

Deutsche Wirtschaft weiter in solider Verfassung

Die deutsche Wirtschaft nahm im Jahr 2014 erneut eine positive Entwicklung. Nach einem schwungvollen Jahresauftakt trat zwar im Sommer eine Schwächephase ein, der zum Jahresende allerdings wieder ein Aufschwung folgte. Insgesamt konnte sich die deutsche Wirtschaft in einem schwierigen weltwirtschaftlichen Umfeld behaupten und Einbußen aufgrund der gedämpften globalen Konjunktur vor allem durch eine starke Binnennachfrage ausgleichen. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) fiel nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 1,5 % höher als im Jahr 2013 aus und lag damit über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 1,2 %.

Wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft war 2014 der Konsum. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 % und die des Staates um 1,0 %. Doch auch die Investitionen legten deutlich zu. Im Inland investierten Unternehmen und Staat insgesamt 3,7 % mehr als im Vorjahr. Zugleich konnte der Export gesteigert werden. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr preisbereinigt 3,7 % mehr Waren und Dienstleistungen als im Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Importe um 3,3 %.

Der Arbeitsmarkt hat ebenfalls positive Zeichen gesetzt. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg die Zahl der Erwerbstätigen - das achte Jahr in Folge - um 372.000 Personen oder 0,9 % auf einen neuen Höchststand von 42,6 Millionen an. Gleichzeitig verringerte sich nach Mitteilung der Bundesagentur für Arbeit die Zahl der Arbeitslosen um 52.000 auf 2,9 Millionen und die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 %. Dieser Rückgang entstand, obwohl laut Statistischem Bundesamt die Einwohnerzahl, vornehmlich bedingt durch Zuwanderung aufgrund der seit 2014 geltenden Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren, von 80,8 Millionen auf knapp 81,1 Millionen Menschen zunahm.

Die monatlichen Tarifverdienste stiegen 2014 im Vergleich zum Vorjahr um 3,1 % an. Dieser Anstieg ist zugleich der höchste seit 2011. Demgegenüber erhöhten sich die Verbraucherpreise lediglich um 0,9 % und damit erneut weniger stark als im Vorjahr.

Trotz hoher Konsumausgaben mehrten die Deutschen ihr Vermögen weiter. Das Geldvermögen der privaten Haushalte nahm im dritten Quartal 2014 um 28 Mrd. Euro zu und überstieg erstmals die 5 Billionen Euro, so die Deutsche Bundesbank. Trotz niedriger Zinsen investierten private Haushalte vor allem in kurzfristige und als sicher geltende Bankeinlagen. Die Ansprüche gegenüber Versicherungen und Pensionseinrichtungen stockten die privaten Haushalte um netto rund 13 Milliarden Euro auf 1,9 Billionen Euro auf.

Weiteres Wachstum für die deutsche Versicherungswirtschaft

Die deutschen Versicherer konnten ihre Beitragseinnahmen im Geschäftsjahr 2014 nach vorläufigen Zahlen um 2,7 % auf 192,3 Mrd. Euro steigern. Damit zeigt sich die Branche in einer stabilen Verfassung. Der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sprach Mitte März in Berlin von einem guten Geschäftsjahr in einem schwierigen Umfeld. Größte Herausforderung für die Branche ist nach wie vor die anhaltende Niedrigzinspolitik, die durch die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB), Staatsanleihen für über 1 Billion Euro anzukaufen, noch verstärkt wird.

Vom Beitragsvolumen entfielen im vergangenen Jahr 93,7 Mrd. Euro oder nahezu die Hälfte auf die Lebensversicherung einschließlich Pensionskassen und Pensionsfonds. Deren Wachstum von insgesamt 3,1 % wurde erneut wesentlich vom Geschäft mit Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag getragen. Auch das wieder positive Neugeschäft gegen laufende Beiträge von + 3,8 % spricht für das große Vertrauen der Bevölkerung in die Lebens- und private Rentenversicherung.

Die Unternehmen der Schaden- und Unfallversicherung steigerten ihre Beitragseinnahmen 2014 um 3,2 % auf 62,5 Mrd. Euro. Besonders die Kraftfahrtversicherung erzielte mit 4,6 % ein deutliches Beitragsplus. Gleichzeitig gingen nach den vorläufigen Zahlen die Schadenaufwendungen gegenüber dem Vorjahr mit seinen extremen Wetterereignissen um 7,6 % und damit die Schaden-Kostenquote wieder auf unter 100 % zurück.

Die Private Krankenversicherung weist nach den vorläufigen Zahlen einen nur moderaten Beitragszuwachs von 0,7 % auf 36,2 Mrd. Euro auf. Insgesamt haben 32,8 Millionen Personen eine private Voll- oder Zusatzversicherung. Während die Zahl der Vollversicherten leicht auf 8,8 Millionen zurückging, nahm im gleichen Zeitraum die Zahl der Zusatzversicherten um 1,7 % auf 23,9 Millionen zu.

Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns

Die gebuchten Bruttobeiträge haben sich um 122 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr erhöht. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf das Segment Kranken zurückzuführen. Die Umsatzerlöse aus dem Segment Leben sowie die der AXA Bank konnten leicht gesteigert werden. Gegenläufig entwickelten sich die gebuchten Bruttobeiträge im Segment Sach.

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gebuchte Bruttobeiträge 10.217.830 10.095.733
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 44.055 38.289
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 10.436 8.710
21 Gesamte Umsatzerlöse(a) 10.272.321 10.142.732
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -22.518 -39.727
22 Finanzanlageergebnis 3.205.552 3.056.015
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.760.724 -12.596.586
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 694.631 562.434
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.081 2.339
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 699.712 564.773
19 Ertragsteuern -210.256 -137.657
Konzernergebnis nach Steuern 489.456 427.116

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

Das gesamte Ergebnis aus Finanzanlagen hat sich von 3,1 Mrd. Euro auf 3,2 Mrd. Euro (+4,9%), insbesondere aufgrund gestiegener Marktwerte und des im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunkenen Zinsniveaus, verbessert.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen, sowie die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen, haben sich um 164 Mio. Euro auf 12,8 Mrd. Euro erhöht.

Diese Entwicklung stammt im Wesentlichen aus höheren Aufwendungen im Segment Leben mit 230 Mio. Euro und resultiert insbesondere aus der höheren Zuführung zur latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung als Folge des gestiegenen Finanzanlageergebnisses, teilweise kompensiert durch eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Erhöhung der Deckungsrückstellung.

Im Segment Kranken sind die versicherungstechnischen Aufwendungen und die sonstigen betrieblichen Erträge um 0,9% gestiegen, Hauptgrund sind höhere Schadenzahlungen, die höhere Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung sowie gestiegene Abschlusskosten im Vergleich zum Vorjahr. Gegenläufig wirken Erträge aus der Auflösung der latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung aufgrund des rückläufigen Finanzanlageergebnisses.

Gegenläufig haben sich die versicherungstechnischen Aufwendungen und die sonstigen Erträge und Aufwendungen im Segment Sach reduziert. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine verbesserte Geschäftsjahresschadenquote "aktuelles Jahr", eine rückläufige Brutto-Kostenquote und eine geringere Zuführung zur Schadenrückstellung zurückzuführen, insbesondere aufgrund geringerer Schäden aus Naturereignissen.

Die Brutto-Leistungen aus dem Versicherungsgeschäft haben sich im Konzern insgesamt geringfügig um 0,2% auf 10,9 Mrd. Euro vermindert. Die Leistungsquote im Verhältnis zu den gebuchten Beiträgen beträgt 107% (Vorjahr 108%).

Die gesamten Abschlusskosten im Jahr 2014 haben sich um 120 Mio. Euro auf 788 Mio. Euro erhöht, was hauptsächlich auf einen positiven Einmaleffekt in 2013 (Verlängerung des Projektionszeitraumes und Aktualisierung der Zinsannahmen im Rahmen der Abschreibung von aktivierten Abschlusskosten) im Leben- und Kranken-Segment zurückzuführen ist.

Die Verwaltungskosten im Konzern haben sich um 48 Mio. Euro (3,8%) im Rahmen des laufenden Kostensenkungsprogrammes auf 952 Mio. Euro vermindert. Weiterführende Angaben zu den Kosten sind dem Abschnitt Gesamtkosten zu entnehmen.

Das Konzernergebnis vor Steuern liegt mit 700 Mio. Euro um 23,9% über dem Ergebnis des Vorjahres. Die Ertragsteuern sind im Vergleich zum Vorjahr um 52,7% höher ausgefallen, sodass im Jahr 2014 ein Konzernüberschuss in Höhe von 490 Mio. Euro verbleibt.

Angaben bezüglich Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen werden im Anhang 26 dargestellt.

Beitragsentwicklung: Einnahmen leicht gestiegen

Der AXA Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2014 Beitragseinnahmen in Höhe von 10,2 Mrd. Euro, die damit im Vergleich zum Vorjahr um +1,2% leicht gestiegen sind. Während die Beiträge in der Krankenversicherung sowie im Lebensversicherungsgeschäft gesteigert werden konnten, war die Entwicklung in der Schaden- und Unfallversicherung rückläufig.

(In Mio. Euro) 2014 2013
Direkt
- Schaden- und Unfallversicherung 3.253 3.293
- Lebensversicherung 3.650 3.608
- Krankenversicherung 2.717 2.433
Indirekt 598 762
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt 10.218 10.096

Die gebuchten Bruttobeiträge im direkten Geschäft haben sich für die einzelnen Segmente wie folgt entwickelt:

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung haben sich die Beiträge insgesamt um 40 Mio. Euro auf 3.253 Mio. Euro reduziert. Höhere Beitragseinnahmen in der übernommenen Rückversicherung stehen einem Rückgang im selbstabgeschlossenen Geschäft gegenüber.

Im Segment Lebensversicherung erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge um 42 Mio. Euro auf 3.650 Mio. Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das Einmalbeitragsgeschäft in der fondsgebundenen Rentenversicherung zurückzuführen. Gegenläufig wirken geringe laufende Beiträge wegen des sinkenden Bestandes konventioneller Kapitallebensversicherungen.

Im Segment Krankenversicherung sind die gebuchten Bruttobeiträge um 11,7% auf 2.717 Mio. Euro gestiegen, bedingt durch das erfolgreiche Neugeschäft in 2013 und eine niedrige Stornoquote in 2014.

Anstieg des Finanzanlageergebnisses um 150 Mio. Euro

Der AXA Konzern verzeichnete im Berichtsjahr einen Anstieg des gesamten Finanzanlageergebnisses um 150 Mio. Euro auf 3.206 Mio. Euro. Der Anstieg ist ausschließlich auf die Veränderung des übrigen Finanzanlageergebnisses zurückzuführen, während sich das laufende Finanzanlageergebnis rückläufig entwickelte.

Das laufende Finanzanlageergebnis, bestehend aus laufenden Erträgen abzüglich Verwaltungsaufwendungen und planmäßigen Abschreibungen auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude, fiel im Geschäftsjahr 2014 mit 2.483 Mio. Euro deutlich niedriger aus als im Vorjahr (2013: 2.634 Mio. Euro). Der Rückgang ist auf die geringeren Wiederanlagerenditen aufgrund des niedrigen Zinsniveaus am Kapitalmarkt zurückzuführen.

Das übrige Finanzanlageergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 301 Mio. Euro auf 723 Mio. Euro (2013: 422 Mio. Euro). Die Veränderung ist auf den Anstieg des Ergebnisses aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen zurückzuführen. Die realisierten Gewinne und Verluste sowie die erfolgswirksam erfassten Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte dieser Finanzanlagen erhöhten sich im Geschäftsjahr von 250 Mio. Euro auf 603 Mio. Euro. Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen durch gestiegene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten bedingt.

Das Ergebnis aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder "Zu fortgeführten Anschaffungskosten" bilanziert werden oder als "Zur Veräußerung verfügbar" erfolgsneutral bewertet werden, sank um 64 Mio. Euro auf 198 Mio. Euro.

Die im Jahresergebnis erfassten Wertminderungen der "Zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen" reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 91 Mio. Euro auf 78 Mio. Euro.

Aus Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung erzielten wir im Geschäftsjahr 2014 ein Ergebnis von 321 Mio. Euro (2013: 424 Mio. Euro), das vollständig den Versicherungsnehmern gutgeschrieben wurde.

Gesamtkosten: Erneute Reduktion gegenüber Vorjahr sowohl aufgrund von Einsparungen in den Kosten ohne Provisionen als auch aufgrund geringerer Provisionsausgaben

Die Gesamtkosten des AXA Konzerns liegen im Geschäftsjahr 2014 mit 2,32 Mrd. Euro um 49 Mio. Euro unter dem Vorjahr (2013: 2,36 Mrd. Euro). Dieser Rückgang resultiert zum Teil aus dem Rückgang der enthaltenen Provisionen von 1,02 Mrd. Euro im Vorjahr auf 1,00 Mrd. Euro im Geschäftsjahr. Diese sinken im Wesentlichen wegen des rückläufigen Neugeschäfts im Krankenversicherungsbereich.

Dank weiterer nachhaltiger Einsparungen des f2p-Programms zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und aufgrund von im Vergleich zum Vorjahr geringeren Kosten zur Finanzierung von Restrukturierungsmaßnahmen liegen die gebuchten Kosten ohne Provisionen ebenfalls mit 1,31 Mrd. Euro um 30 Mio. Euro unter dem Vorjahr von 1,34 Mrd. Euro.

Ertragsteuern: Aufwand von 210,3 Mio. Euro

Bei einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 699,7 Mio. Euro ergibt sich ein effektiver Ertragsteueraufwand von 210,3 Mio. Euro. Der effektive Ertragsteueraufwand von 210,3 Mio. Euro liegt unter dem zu erwartenden Ertragsteueraufwand von 222,3 Mio. Euro.

Aus der entsprechenden Überleitungsrechnung im Anhang 18.1.2 auf der Seite 128 geht hervor, dass der im Vergleich zum erwarteten Ertragsteueraufwand um 12 Mio. Euro geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand insbesondere aus steuerfreien Erträgen sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2013: 137,6 Mio. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant gestiegenen Vorsteuerergebnis. Daneben bewirken die gesunkenen steuerfreien Erträge, eine Erhöhung der Steuerquote um 5,8% gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Schaden- und Unfallversicherung

Anstieg des Ergebnisses aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gebuchte Bruttobeiträge 3.843.274 3.855.507
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile 18.932 -8.308
22 Finanzanlageergebnis 335.352 328.217
Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.720.861 -3.817.511
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 476.697 357.905
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 476.697 357.905
19 Ertragsteuern -142.929 -86.173
Ergebnis nach Steuern 333.768 271.732
Kapitalanlagebestand 10.277.647 9.700.785
Netto-Schaden-Kostenquote 95,7% 98,3%
Netto-Schadenquote (aktuelles Jahr) 67,9% 71,2%
Netto-Schadenquote (über alle Jahre) 67,2% 69,2%
Brutto-Kostenquote 28,5% 29,1%

Im Segment Schaden- und Unfallversicherung hat sich das Ergebnis im Geschäftsjahr 2014 um 62 Mio. Euro auf 334 Mio. Euro verbessert (2013: 272 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den positiven Marktwertveränderungen der festverzinslichen Wertpapiere. Das deutlich gesunkene Zinsniveau führt zu einem positiven Ergebnis aus den erfolgswirksam, zum Marktwert bilanzierten Papieren und Rentenfonds. Der Steueraufwand erhöht sich im Wesentlichen auf Grund des gestiegenen Kapitalanlageergebnisses.

Die Gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich zum Jahresende 2014 auf 3.843 Mio. Euro (-12 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr). Der leichte Rückgang ist im Wesentlichen auf die Eliminierung der Bruttobeiträge mit Konzernunternehmen im direkten Geschäft zurückzuführen. (Brokervertrag mit der AXA ART NY)

Der leichte Rückgang in der Sparte Industrie- und Firmenkunden ist im Wesentlichen auf die niedrigeren Einnahmen der Sparte Kraftfahrt aufgrund der strengeren Zeichnungspolitik und auf die Wachstumsschwäche im Gewerbesegment zurückzuführen.
Gegenläufig wirken die gestiegenen Beitragseinnahmen in der Sparte Schaden, Unfall, Haftpflicht und Kraftfahrt Privat aus dem Privatkundengeschäft durch steigende Durchschnittsprämien aufgrund von Tarifsteigerungen, insbesondere im privaten Kraftfahrtgeschäft sowie in Hausrat und Wohngebäude. Gegenläufig entwickeln sich die niedrigeren Betragseinnahmen in Haftpflicht und Unfall.
Der Anstieg der Beitragseinnahmen im indirekten Geschäft resultiert aus den höheren Übernahmen aus dem Rückversicherungs-Pool der AXA-Gruppe (Prime Pool).

Das Finanzanlageergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2014 um 7 Mio. Euro auf 335 Mio. Euro (2013: 328 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2014 war das Kapitalmarktumfeld durch das weltweit weiter anhaltende niedrige Wachstum geprägt. Das wirtschaftliche Umfeld in der Eurozone blieb, im Gegensatz zur konjunkturellen Erholung in den USA, weiterhin schwach. Ebenso sind Unsicherheiten aufgrund der europäischen Staatsschuldenkrise vorhanden, diese sind aber aufgrund der zunehmenden globalen Deflationsdebatte etwas in den Hintergrund gerückt. Die großen Notenbanken (USA, Eurozone, GB, Japan) haben ihre sehr expansive Geldpolitik fortgeführt. Insbesondere als Folge dieser expansiven Geldpolitik haben sich die Zinsen massiv reduziert, wodurch die Kurse für Staats- und Unternehmensanleihen in der Eurozone sowie in den USA signifikant gestiegen sind.

Die globalen Notenbanken hielten an ihrer sehr lockeren Geldpolitik fest. Die EZB hat u. a. auf Grund der niedrigen Inflationsdaten den Leitzins in 2014 noch zweimal auf nun 0,05 % gesenkt. Die Gesellschaften des Sach-Segments haben die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Im Geschäftsjahr 2014 wurden Investitionen im Wesentlichen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Die positive Entwicklung des Finanzanlageergebnisses ist im Wesentlichen durch gestiegene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten infolge des im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Zinsniveaus an den Kapitalmärkten zurückzuführen.

Bei den Versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung und sonstige betrieblichen Erträge und Aufwendungen ist ein Rückgang um 97 Mio. Euro auf -3.721 Mio. Euro zu verzeichnen.

Verbesserung Schadenquote "aktuelles Jahr" (netto) um 3,3 Prozentpunkte auf 67,9%:

Die Verbesserung der Schadenquote "aktuelles Jahr" (netto) ist getrieben durch eine Verbesserung der Normalschäden resultierend durch eine Erhöhung der Tarife und eines milden Winters, ferner aufgrund von geringeren Auswirkungen durch Großschäden, insbesondere in der industriellen Sachversicherung. (2013 war geprägt durch einen Großschaden in der industriellen Sachversicherung) Das Ergebnis aus Naturereignissen (in 2014 durch den Sturm "Ela" und weitere Sommerereignisse) hat sich verbessert, da das Vorjahr durch die Flutereignisse Elbe/Donau stark negativ beeinflusst war.
Verbesserung Schadenquote "Gesamtjahr" (netto) um 2,0 Prozentpunkte auf 67,2%:

Die positive Entwicklung der Schadenquote "aktuelles Jahr" wird durch die Schadenaufwendungen und die Belastung der Rückversicherung für Vorjahre positiv beeinflusst. Die Schadenquote "Gesamtjahr" verbessert sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Prozentpunkte auf 67,2 %.
Verbesserung der Kostenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 28,5%:

Aufgrund der geringeren Aufwendungen für den Versicherungsvertrieb sowie den Verwaltungskostenaufwendungen hat sich die Kostenquote um 0,6 Prozentpunkte auf 28,5 % verbessert. Dies resultiert zum einen aus weiteren, nachhaltigen Einsparungen des Effizienzsteigerungs-Programms "Focus to Perform" und der Verbesserung des Geschäftsportfolios.

Lebensversicherung

Ergebnissteigerung aufgrund höherer Beiträge und sinkenden Marktzinsen

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gebuchte Bruttobeiträge 3.658.093 3.617.313
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 31.839 24.355
21 Gesamte Umsatzerlöse(a) 3.689.932 3.641.668
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -41.896 -30.834
22 Finanzanlageergebnis 2.380.042 2.143.607
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -5.821.003 -5.590.543
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 207.075 163.898
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen - -
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 207.075 163.898
19 Ertragsteuern -58.809 -44.213
Ergebnis nach Steuern 148.266 119.685
(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.
Kapitalanlagebestand 53.449.026 47.846.626
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) 262.936 251.206
Stornoquote 2,20% 2,30%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 15,00% 14,91%

Das Neugeschäft (APE) erhöhte sich um 11,7 Mio. Euro auf 262,9 Mio. Euro. Dies ist zum einen auf das Einmalbeitragsgeschäft (+12,8 Mio. Euro), im Wesentlichen fondsgebundene Rentenversicherungen, zurückzuführen. Zum anderen reduzierten sich die APE gegen laufenden Beitrag, insbesondere bei klassischen Kapitallebensversicherungen um 19,0 Mio. Euro und bei Berufsunfähigkeitsversicherungen um 3,2 Mio. Euro, die jedoch insgesamt durch den Anstieg fondsgebundener Rentenversicherungen überkompensiert wurden (+25,3 Mio. Euro).

Die gesamten Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr um 48,3 Mio. Euro auf 3.689,9 Mio. Euro, überwiegend (+108,6 Mio. Euro) durch das Einmalbeitragsgeschäft fondsgebundener Rentenversicherungen. Darüber hinaus reduzierten sich, vor allem wegen des sinkenden Bestandes konventioneller Kapitallebensversicherungen, die laufenden Beiträge.

Der Kapitalanlagebestand erhöhte sich im Berichtsjahr um 11,7% auf 53,4 Mrd. Euro. Das Finanzanlageergebnis stieg um 236,4 Mio. Euro. Diese Entwicklung resultiert hauptsächlich aus dem im Vergleich zum Vorjahr weiter gesunkenen Marktzinsen. Die erfolgswirksame Erfassung der Marktwertänderung spiegelt sich insbesondere durch gestiegene beizulegende Zeitwerte von festverzinslichen Finanzinstrumenten positiv in der Gewinn- und Verlustrechnung wider.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen erhöhten sich um 230,5 Mio. Euro auf 5.821,0 Mio. Euro. Bei einem moderaten Anstieg der gezahlten Leistungen stammt dies insbesondere aus der Erhöhung der latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung, deren Zuführung sich an dem gestiegenen Finanzanlageergebnis orientiert.

Der Steueraufwand erhöhte sich bei einem gesteigerten Vorsteuerergebnis um 14,6 Mio. Euro.

Krankenversicherung

Wachstum der Brutto-Beitragseinnahmen

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gebuchte Bruttobeiträge 2.716.793 2.623.277
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile 453 -583
22 Finanzanlageergebnis 490.717 563.589
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -3.143.548 -3.114.745
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 64.415 71.538
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 64.415 71.538
19 Ertragsteuern -22.697 -18.486
Ergebnis nach Steuern 41.718 53.052
Kapitalanlagebestand 17.819.935 15.014.636
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) inkl. gesetzlichem Beitragszuschlag 122.023 173.103
Schadenquote 79.3% 79.5%
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 9.9% 11.7%

Das Geschäftsjahr 2014 zeichnete sich durch gestiegene Brutto-Beitragseinnahmen um 3,6% als Folge des hohen Neugeschäfts im Vorjahr, das sich in den Beiträgen zeitverzögert bemerkbar macht, aus. Aufgrund des deutlich über dem Marktdurchschnitt liegenden Beitragswachstums konnte der Marktanteil von 7,3% auf 7,5% gesteigert werden.

Das Neugeschäft im Segment Krankenversicherung verzeichnete im Geschäftsjahr 2014 einen Rückgang um 29,5 % auf 122,0 Mio. Euro Jahresbeitrag, aufgrund von Sondereffekten im Vorjahr. Diese resultierten zum einen aus dem Abschluss eines Großvertrages in 2013 und zum anderen aus dem hohen Neugeschäft im 1. Quartal 2013 durch die Einführung der Unisex-Tarife. Darüber hinaus hatte im Geschäftsjahr die Liquidation der win Health Consulting GmbH, ein Spezialvertrieb für die Vermittlung von Krankenversicherungen, einen negativen Einfluss.

Weiterhin positiv entwickelten sich die neuen Zahn-Ergänzungsprodukte und die in 2010 eingeführten ergänzenden Pflege-Produkte. Dadurch konnte der Bestand der Zahnzusatzversicherten um 73 Tsd. auf 191 Tsd. und der Bestand der ergänzenden Pflegeversicherten im Berichtsjahr um 17 Tsd. auf 231 Tsd. Versicherte ausgebaut werden.

Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 3,6% auf 2,72 Mrd. Euro. Neben den Beitragsanpassungen in der Voll - und Zusatzversicherung trug vor allem auch der erfolgreiche Bestandsausbau bei einer weiterhin hohen Bestandsfestigkeit zum Beitragswachstum bei. Die Anzahl der vollversicherten Personen nahm um 1,5 Tsd. auf 791 Tsd. zu. Einen deutlichen Zuwachs, aufgrund der vertrieblichen Erfolge, verzeichnete die Anzahl der Zusatzversicherten mit einem Anstieg von 58 Tsd. auf 873 Tsd.

Trotz des Anstiegs des Kapitalanlagebestandes im Berichtsjahr um 18,7% auf 18 Mrd. Euro ging das Finanzanlageergebnis um 73 Mio. Euro auf 491 Mio. Euro zurück, zum einen durch einmalige positive Sondereffekte im Vorjahr aus der Restrukturierung eines Equity Fonds und zum anderen aufgrund gesunkener Neuanlagenrendite.

Die versicherungstechnischen Aufwendungen stiegen um 0,9% auf 3.144 Mio. Euro (2013: 3.115 Mio. Euro). Die höheren Aufwendungen wurden insbesondere durch einen Anstieg der gezahlten Leistungen und der rechnungsmäßigen Verzinsung der Deckungsrückstellung verursacht.

Die Steuern steigen um 4 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr trotz des geringeren Ergebnisses vor Steuern aufgrund einer Rückerstattung in 2013.

Die Schadenquote sank insbesondere durch den moderaten Anstieg der Versicherungsleistungen um 0,2 Prozentpunkte auf 79,3 %.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % reduzierten sich um 1,8% Punkte auf 9,9% maßgeblich aufgrund geringerer Abschlussprovisionen, im Einklang mit dem Rückgang des Neugeschäftes.

Bank:

Steigerung des Geschäftsvolumens, weitere Ausweitung des Kreditgeschäfts und stabiles Ergebnis in einem schwierigen Zinsumfeld

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 21.104 21.724
Finanzanlageergebnis 1 1
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -16.673 -15.542
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 4.432 6.183
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 4.432 6.183
Ertragsteuern 727 -1.736
Ergebnis nach Steuern 5.159 4.447
Cost-Income Ratio 78,10% 69,50%
Forderungen an Kunden 366.682 357.444
Kundeneinlagen 569.792 549.184
Vermögensmanagement 30.773 35.642
Depotverwaltung 124.611 133.823

Die AXA Bank hat ihre Ertragssituation im Jahr 2014 durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens, die anhaltende Fokussierung auf ertragreiches Geschäft, weiterhin konsequentes Kostenmanagement und einen abermals deutlichen Rückgang der Risikovorsorge stabilisiert. Trotz niedrigeren Netto-Erträgen aus Zins- und Provisionsgeschäften konnte ein positives Ergebnis in Höhe von 5,2 Mio. Euro (2013: 4,4 Mio. Euro) erwirtschaftet werden.

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft sind um 0,6 Mio. Euro von 21,7 Mio. Euro auf 21,1 Mio. Euro gesunken. Das Zinsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. Euro von 15,3 Mio. Euro auf 14,9 Mio. Euro leicht abgeschmolzen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höherem Zinsaufwand für die vorzeitige Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens und aus einem gesunkenen Zinsergebnis im Baufinanzierungs- sowie Policendarlehensgeschäft sowie niedrigeren Zinsaufwendungen im Einlagengeschäft. Das Provisionsergebnis ist um 0,9 Mio. Euro von 7,0 Mio. Euro auf 6,1 Mio. Euro zurückgegangen. Die Erträge aus dem Vertrieb von Investmentfondsanteilen sind um 0,5 Mio. Euro gesunken. Das allgemeine Provisionsergebnis aus dem eigenen Kreditgeschäft hat sich durch die Zahlung von Vermittlerprovisionen aus dem Kreditneugeschäft deutlich reduziert. Darüber hinaus hat sich der Nettoprovisionsaufwand im Einlagengeschäft leicht erhöht. Durch den Verkauf von Papieren vor dem Erreichen der Endfälligkeit liegt das Bewertungsergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um 0,7 Mio. Euro über dem Vorjahreswert.

Das Finanzanlageergebnis beinhaltet die Erträge aus Beteiligungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge haben sich um 1,2 Mio. Euro von 15,5 Mio. Euro auf 16,7 Mio. Euro erhöht. Dies resultiert zum einen aus leicht gestiegenen Personalkosten und anderen Verwaltungsaufwendungen und zum anderen aus einer Verbesserung im Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft. Diese Verbesserung ist unter anderem auf den Rückgang der Kundenforderungen und die damit verbundene Risikoreduktion zurückzuführen.

Der im Gegensatz zum Vorjahr positive Steueraufwand, trotz eines gestiegenen Gewinns, ist im Wesentlichen auf die Aktivierung einer latenten Steuer in Höhe von 2,9 Mio. Euro, insbesondere durch die Kündigung des Gewinnabführungsvertrages zum 31.12.2014 zurückzuführen.

Mit der Cost-Income-Ratio messen wir unseren operativen Erfolg aus dem Bankgeschäft. Dabei wird insbesondere der im Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den wesentlichen Ertragsgrößen der AXA Bank gesetzt. Die Cost-Income-Ratio liegt durch die niedrigeren Netto-Erträge und die höheren Kosten mit 78,1% über dem VJ-Wert (2013: 69,5%).

Zum Jahresende 2014 beliefen sich die Forderungen an Kunden auf 367 Mio. Euro (2013: 357 Mio. Euro).

Trotz des niedrigen Zinsumfeldes und der damit verbundenen reduzierten Anlagebereitschaft der Kunden sind die Kundeneinlagen leicht auf 570 Mio. Euro (2013: 549 Mio. Euro) gestiegen.

Der Bestand der fondsgebundenen Vermögensverwaltung sank um 13,7% auf 31 Mio. Euro (2013: 36 Mio. Euro); im klassischen Depotgeschäft verminderten sich die verwalteten Bestände um 6,9% auf 125 Mio. Euro (2013: 134 Mio. Euro).

Holding

Deutliche Ergebnisreduzierung aufgrund Sondererträge im Vorjahr

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Finanzanlageergebnis 2.604 22.681
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -60.592 -59.770
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern -57.988 -37.089
Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.081 2.339
Aufwendungen aus Finanzverbindlichkeiten -705 -926
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern -52.907 -34.750
Ertragsteuern 13.452 12.951
Ergebnis nach Steuern -39.455 -21.799

Das Segmentergebnis der Holdinggesellschaften sinkt um 18 Mio. auf -39 Mio. Euro.

Das Finanzanlageergebnis reduzierte sich um -20 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro. Ergebnismindernd wirkten sich um 9 Mio. Euro gestiegene Zinsaufwendungen nach §233 AO, die sich aus der Verzinsung der Steuerrückstellung ergeben.

Positiv entwickelten sich die um 6 Mio. Euro gestiegenen Beteiligungserträge sowie die um 4 Mio. verbesserten laufenden Erträge aus Rentenpapieren. Die Marktwertwicklung eines Derivats im Zusammenhang mit der Absicherung des Inflationsrisikos auf Pensionsrückstellungen wirkte sich mit -22 Mio. aus. Der Gesamtsaldo aus Abschreibungen und Veräußerungen von Wertpapieren und Entkonsolidierungseffekten verbesserte sich um 2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Das Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen betrifft mit 5 Mio. Euro die Roland Rechtsschutz Vers. AG.

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen entwickelten sich stabil. Sie erhöhten sich geringfügig um 1 Mio. auf -61 Mio. Euro.

Trotz gesunkenem Vorsteuerergebnis ist der Gesamtsteuerertrag in Höhe von 13 Mio. Euro im Verhältnis zu Vorjahr nahezu identisch. Hierzu trug im Wesentlichen die in 2013 vorgenommene Auflösung einer Steuerrückstellung nach abgeschlossener Betriebsprüfung bei.

Vermögenslage: Kapitalanlagebestand stark gestiegen

Das Kapitalmarktumfeld war im Geschäftsjahr 2014 vom weltweit anhaltend schwachen Wachstum gekennzeichnet. Die konjunkturelle Erholung in den USA ist zwar weiter fortgeschritten, in der Eurozone blieb das wirtschaftliche Umfeld hingegen schwach. Die Unsicherheiten bezüglich der europäischen Staatschuldenkrise bleiben bestehen, sind jedoch durch die zunehmende globale Deflationsdebatte etwas in den Hintergrund gerückt. Die großen Notenbanken (USA, Eurozone, GB, Japan) haben ihre sehr expansive Geldpolitik fortgeführt.

Insbesondere als Folge dieser expansiven Geldpolitik haben sich die Zinsen massiv reduziert, wodurch die Kurse für Staats- und Unternehmensanleihen in der Eurozone sowie in den USA signifikant gestiegen sind. Die 10-jährigen Bundrenditen sind im Jahresverlauf 2014 um 1,39%- Punkte gefallen und erreichten mit 0,54% Ende 2014 einen historischen Tiefpunkt. Auch die Zinsen auf südeuropäische Staatsanleihen sowie die Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen haben sich reduziert. Das extreme Niedrigzinsumfeld und die damit verbundene "Suche nach Rendite" haben die globalen Aktienmärkte weiter angetrieben. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende des Jahres bei 9.806 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 2,65%. Der europäische Aktienmarkt gemessen am EuroStoxx 50 stieg bis zum Jahresende um 1,20%, während der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500 Index um 11,39% höher als zu Jahresbeginn notierte. Sowohl der deutsche als auch der amerikanische Leitindex erreichten zwischenzeitlich "Allzeit-Hochpunkte".

Die globalen Notenbanken hielten an ihrer sehr lockeren Geldpolitik fest. Die EZB hat u.a. auf Grund der niedrigen Inflationsdaten den Leitzins in 2014 noch zweimal auf nun 0,05% gesenkt. Zudem wurde der Einlagenzins mit -0,2% erstmals in den negativen Bereich gesenkt. Die US-Notenbank hat den Leitzins in 2014 unverändert bei Null bis 0,25% gelassen.

Die Gesellschaften des AXA Konzerns haben die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierten die Gesellschaften des AXA Konzerns von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden in den Gesellschaften des AXA Konzerns Investitionen in Hypothekenpfandbriefe, Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen, Kommunaldarlehen sowie in Unternehmensanleihen in Euro und US-Dollar vorgenommen. Zudem wurden verstärkt Investitionen in Infrastrukturfinanzierungen, gewerbliche Immobilienfinanzierungen, Mittelstandsfinanzierungen und alternative Kreditstrategien getätigt. Im Rahmen der Durationssteuerung wurden Vorkäufe auf Anleihen getätigt. Des Weiteren wurden zur Absicherung gegen steigende Zinsen Optionen auf Zinsswaps gekauft.

Der Buchwert der Kapitalanlagen des AXA Konzerns - einschließlich der gesondert ausgewiesenen Kapitalanlagen aus den fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 3,8 Mrd. Euro (2013: 3,3 Mrd. Euro) - belief sich Ende 2014 auf 82,9 Mrd. Euro gegenüber 73,5 Mrd. Euro zum Vorjahreszeitpunkt. Die Erhöhung des Kapitalanlagebestandes ist insbesondere auf stark gestiegene Marktwerte der festverzinslichen Wertpapiere aufgrund des deutlich gesunkenen Zinsniveaus zurückzuführen.

Insgesamt dominieren im Kapitalanlagebestand weiter die Rentenpapiere mit einem Anteil von 79,6% (2013: 78,5%).

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Anteile (IFRS-Buchwerte) Bestand Anteil

in %
Bestand Anteil

in %
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 65.966.477 79,6 57.713.691 78,5
Darlehen und Ausleihungen 7.173.505 8,7 6.953.586 9,5
Eigenkapitalinstrumente 2.323.774 2,8 2.190.029 3,0
Fremdgenutzter Grundbesitz 1.492.654 1,8 1.528.273 2,1
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.415.573 1,7 1.190.221 1,6
Fondsgebundene Lebensversicherung 3.756.176 4,5 3.339.593 4,5
Sonstige 748.807 0,9 633.348 0,9
Summe 82.876.966 100 73.548.741 100

Anstieg der Neubewertungsrücklage

Der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste (Brutto) der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere (exklusive Derivate die im Rahmen des Cash Flows Hedge Accounting eingesetzt werden) ist um 6.424 Mio. Euro auf 10.741 Mio. Euro (2013: 4.317 Mio. Euro) gestiegen. Insbesondere das niedrigere Zinsniveau hat zu einem Marktwertanstieg von Rententiteln geführt, die eine Erhöhung der saldierten unrealisierten Gewinne und Verluste um +6.348 Mio. Euro auf 10.500 Mio. Euro per Ende 2014 verzeichnen. Im Bereich der Aktien ist ein leichter Anstieg (+77 Mio. Euro) zu verzeichnen.

Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren, assoziierten Unternehmen und Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedges) wurden als Bestandteil des Eigenkapitals in der Neubewertungsrücklage erfasst. Unter Berücksichtigung von latenten Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und latenten Steuern führte die Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste im Berichtsjahr insgesamt zu einem Anstieg der Neubewertungsrücklage um +918 Mio. Euro auf 1.598 Mio. Euro (2013: 680 Mio. Euro).

Finanzlage: Eigenkapitalbasis unverändert stark

Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2013 mehr als 5,3 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2014 für das Geschäftsjahr 2013 rund 479 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne bei Pensionsplänen verminderten sich die nicht ausgeschütteten Gewinne und sonstige Rücklagen um 355 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage erhöhte sich hingegen aufgrund gestiegener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren um 1.007 Mio. Euro (2013: -247 Mio. Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von 490 Mio. Euro (2013: 426 Mio. Euro) erhöhte sich um 65 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt wirkten sich die versicherungsmathematischen Gewinne aus Pensionsplänen negativ auf das Konzerneigenkapital aus während sich das Konzernergebnis und die Veränderung der Neubewertungsrücklage deutlich positiv auf das Konzerneigenkapital auswirkten. Aus dem Ergebnis der AXA Konzern AG 2014 wird der Hauptversammlung 2015 vorgeschlagen eine Dividendenzahlung in Höhe von 300,1 Mio. Euro auszuzahlen.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich verfügt weiterhin - auch im Wettbewerbsvergleich - über sehr gute Ratings im Bereich AA-, A+ bzw. Aa3. Damit gehört die AXA Gruppe auch weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Diese Einstufung gilt ebenso für die deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG (AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG). Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 04. November 2014 das Insurers Financial Strength Rating AA- (sehr stark) der AXA, mit dem die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmens bewertet wird, bestätigt. Der Ausblick für das Rating von AXA ist stabil. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat das Insurance Financial Strength Rating A+ der AXA Gruppe am 15. Oktober 2014 bestätigt. Gleichzeitig wurde der Ausblick aufgrund des verbesserten finanziellen Risikoprofils der AXA von stabil auf positiv hochgestuft. Die Ratingagentur Moody's hat das Insurance Financial Strength Rating Aa3 der AXA Gruppe am 09.Mai 2014 bestätigt. Der Ausblick wurde von negativ auf stabil hochgestuft.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquote - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen zum Aufstellungszeitpunkt über den Mindestanforderungen. Weitere Ausführungen zur Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften siehe Kapitel -Zusammenfassende Darstellung der Risikolage.

Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2014 eine nochmals gestiegene Überdeckung im Vergleich zum Vorjahr. Diese beruht einerseits auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Andererseits resultiert die deutlich verbesserte Überdeckung auch aus dem enormen Anstieg der Neubewertungsrücklage im Konzerneigenkapital. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögenswerte vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.

Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen werden zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II erfolgt durch eine Neufassung des VAG, welche bereits durch Bundestag und Bundesrat verabbschiedet wurde. Einige Komponenten von Solvency II wurden bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

In der AXA Gruppe steht die Entwicklung des internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung kurz vor dem Abschluss und der Antrag zur Verwendung des internen Modell zur Kapitalanforderung unter Solvency II wird in 2015 gestellt. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, alle Anforderungen durch Solvency II an die AXA-Gruppe sowie an AXA Deutschland rechtzeitig zum Startpunkt von Solvency II umgesetzt zu haben.

Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die zugehörige Kapitalanlagenplanung darstellt. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.

Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 65 und 66.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AXA Konzerns kann somit für das Geschäftsjahr 2014 im Ergebnis als zufriedenstellend bezeichnet werden. Welche Ziele und Erwartungen mit den kommenden Geschäftsjahren verbunden sind, beschreiben wir im Ausblick ab Seite 50.

Angaben zu Eventualforderungen und -verbindlichkeiten sind im Anhang 27 auf den Seiten 156 ff. dargestellt.

Mitarbeiter: Fokus auf Mitarbeiterentwicklung und Investitionen in die Zukunft

Per 31. Dezember 2014 waren insgesamt 9.752 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2013: 10.113) für den AXA Konzern tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 2,2% leicht unter dem Vorjahresniveau (2013: 2,5%). Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 604 Auszubildende (2013: 558). Allein im abgelaufenen Jahr 2014 wurden 225 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 520 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Zudem bot der AXA Konzern 175 Praktikanten und 57 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als zentral für den Unternehmenserfolg und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Weiterentwicklung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern besonders der Erfahrungsaustausch und die Vernetzung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.

Der Konzernförderkreis (KFK) umfasst ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 2. Führungsebene des Konzerns. Im Nachwuchsförderkreis (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit nachgewiesenem Führungspotenzial, die bislang entweder keine Führungserfahrung haben oder maximal eine Gruppenleiter-Funktion besetzen. Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des KFK und des NFK speziell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und Fachexperten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig persönliches Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher abgeschlossenen Konzern- und Nachwuchsförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund 80 Prozent der NFK-Teilnehmer eine neue, in der Regel weiterführende Aufgabe übernommen haben.

Komplettiert wird das Förderkreis-Angebot durch die Potenzialkreise der Hauptverwaltung (PTK HVw) und der Regionen (PTK Nord, West, Mitte, Süd). Teilnehmer sind Potenzialträger, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelles Feedback früh im Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen.

Zusammenfassend betrachtet, bewähren sich die Förder- und Potenzialkreise als effektives Instrument zur Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter und leisten mit ihrer Projektarbeit einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung.

Zusätzlich bietet der AXA Konzern ein Vorstandsassistenten-Programm für junge ambitionierte, international ausgebildete Talente. Neben der Unterstützung ihres Vorstands, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Rahmen von individuellen Entwicklungsgesprächen, Informationsveranstaltungen, Seminaren sowie einer Vertriebshospitation weiterentwickelt. So haben sie die Möglichkeit, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.

AXA misst der Thematik "Diversity & Inclusion" (D&I) sehr hohe Bedeutung bei, da die Vielfalt der Mitarbeiter als wichtige Innovationsquelle betrachtet wird. Im Rahmen von D&I setzt AXA u.a. auf Frauenförderung, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie gezielte Maßnahmen zur Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender.

Um langfristig den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern, setzt AXA weiterhin auf bewährte Programme zur Entwicklungsförderung speziell von Frauen. Seit 2010 wird das "Gender Mentoring Programm" angeboten, in dessen Rahmen potenzialstarken weiblichen Führungskräften jeweils ein Mentor aus der Bereichsleitungs- oder Geschäftsleitungsebene zur Seite gestellt wird. Seit 2014 gibt es außerdem das Tandem-Programm, bei dem der Schwerpunkt auf der Vermittlung konkreten Know-hows liegt. Ziel ist es, die Teilnehmerinnen jeweils fit für die nächste Karrierestufe Richtung Bereichsleitung zu machen. Ab 2015 wird mit der Sponsoring Offensive zusätzlich ein Programm für Frauen angeboten, die Potenzial für Führungsaufgaben mitbringen, aber solche noch nicht innehaben. Alle Programme werden durch maßgeschneiderte Rahmenaktivitäten abgerundet.

Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten. Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Zudem gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover einen Laptop-Pool, der es Eltern ermöglicht, ihrer Arbeit in Telearbeit nachzugehen und gleichzeitig ihr erkranktes Kind zu versorgen.

Im Jahr 2014 wurde zudem eine betriebseigene Kindertagesstätte in Kooperation mit der AWO Köln in der Hauptverwaltung eröffnet. Insgesamt werden derzeit 30 Kinder im Alter von 4 Monaten bis zu 6 Jahren in der Kindertagesstätte betreut.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder, in Kooperation mit externen Anbietern, Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten fünf Jahren haben 327 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 1.635 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem ElternService AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für bis zu fünf Tage pro Jahr und Kind.

Bereits seit 1998 bittet AXA alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um ein detailliertes Feedback zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, so dass die Befragung ein langjähriger und fest etablierter Bestandteil der Feedbackkultur bei AXA ist. Auch in 2014 konnte wieder eine Beteiligungsquote von über 70% erzielt werden. Auf noch höherem Niveau liegt mit 79% die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der direkten Führungskraft; ein im Vergleich mit anderen befragten Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche überdurchschnittliches Ergebnis. Ziel von Scope ist es, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Wie in den vergangenen Jahren werden die Ergebnisse von Scope 2014 im Konzern intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit abzuleiten.

Der AXA Shareplan ermöglicht es Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seit 1998 zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2014 haben 2418 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2013: 2.376) ist die Teilnahme wieder gestiegen und hat mit einer Beteiligungsquote von rund 21% wieder das Niveau der AXA Gruppe erreicht. Die Teilnehmer investierten insgesamt 4.004.686 Euro (2013: 3.795.227 Euro) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus.

Auch 2014 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Verleihung des ersten Kindersicherheitspreises

Mit der Gründung der AXA Kindersicherheitsinitiative 2013 möchte der Versicherungskonzern dazu beitragen, dass Kinder in Deutschland sicher aufwachsen können. Gleichzeitig übernimmt das Unternehmen damit gesellschaftliche Verantwortung. Am 18. November 2014 wurde zum ersten Mal der Kindersicherheitspreis verliehen. Mit dem Preis werden Initiativen und Projekte ausgezeichnet, die sich vorbildlich für die Sicherheit von Kindern engagieren.

Insgesamt hatten sich 51 Projekte aus ganz Deutschland für den AXA Kindersicherheitspreis in zwei verschiedenen Kategorien beworben. Unter den Teilnehmenden waren Einzelpersonen wie Gruppen, Institutionen wie Gemeinden, Vereine, Schulen und Kindergärten. Die Vielfalt der Ideen erstreckte sich von der Unfallverhütung für Kinder über Nachwuchsförderung bei der Feuerwehr bis hin zur spielerischen Wassergewöhnung von Kleinkindern. Der mit 5.000 Euro ausgelobte AXA Kindersicherheitspreis 2014 in der Hauptkategorie ging an das Projekt der "Blaulichtzwerge" der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. aus Lübeck. Kindergarten- und Grundschulkinder werden dabei auf spielerische Weise für das Thema Erste Hilfe sensibilisiert. Um Gefahrensituationen richtig zu erkennen und im Notfall selber Hilfe leisten zu können, erlernen die Kinder Empathie sowie Ersthelfer-Maßnahmen.

Den mit 2.500 Euro dotierten AXA Kindersicherheitspreis 2014 in der Sonderkategorie "Sicher im und am Wasser" erhielt die Deutsche Kinderhilfe e.V. aus Berlin. Mit der Finanzierung von Schwimmkursen unterstützen die Kindervertreter mit ihrem Projekt "Schwimmen für ALLE" Kinder aus finanziell schwachen Familien.

Mit Kindertagesstätte Familie und Beruf besser vereinen

Der AXA Konzern hat auf dem Gelände seiner Hauptverwaltung in Köln-Holweide im Sommer 2014 eine eigene Kindertagesstäte (Kita) eröffnet. Die Kita ermöglicht es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Familie und Beruf besser zu vereinen. Unter der Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (AWO) stehen 30 Plätze für Mitarbeiterkinder im Vorschulalter zur Verfügung. Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren erhalten dort für mindestens 45 Stunden pro Woche eine professionelle Betreuung. Für die Einrichtung wurde der Erdgeschossflügel eines der elf Bürohäuser nach modernsten pädagogischen Konzepten umgebaut. Die 450 Quadratmeter Fläche bietet den drei Kindergruppen Gruppenräume, Ruheräume, einen Bewegungsbereich, einen Wickelbereich sowie notwendige Nebenräume. Zudem sorgt ein an die Gruppenräume angrenzendes Außengelände von 600 Quadratmetern für zahlreiche Spiel und -Erfahrungsmöglichkeiten. Die jeweiligen Gruppenräume bieten den Kindern mehrere Rückzugsnischen. Die Kita ist ebenfalls mit einem Schlafraum für Kinder unter drei Jahren ausgestattet sowie einem Ruhebereich. Bei der Namensgebung duften die AXA Mitarbeiter mitwirken. Die Wahl fiel dabei auf "AXA Pänz".

Die Eröffnung der Kindertagesstätte auf dem Betriebsgelände bietet den Mitarbeitern große Vorteile: separate Anfahrtswege und der damit verbundene Zeitaufwand fallen weg, im Notfall sind die Eltern schnell bei ihren Kindern. Vor allem Frauen wird somit der Wiedereinstieg in die Arbeit und in die berufliche Entwicklung erleichtert.

Erneut Bestnoten für Produkte und Services

Im Geschäftsjahr 2014 wurde AXA erneut für Produkte und Services ausgezeichnet. Im Auftrag der Wirtschaftszeitung Handelsblatt hat die Ratingagentur Franke & Bornberg private Haftpflichtversicherungen bewertet. Besonderer Fokus lag dabei auf umfassendem Versicherungsschutz. Die Haftpflichtversicherung BOXPlus überzeugte in der Gesamtwertung und wurde mit Platz 1 gekürt.

Focus-Money hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Finanz-Service Institut (DFSI) den Gesundheitsservice von Privaten Krankenversicherungs-Anbietern getestet. Bereits zum vierten Mal in Folge belegt AXA den ersten Platz. Unter allen getesteten Versicherern bietet AXA in den Vollkostentarifen der Privaten Krankenversicherung den besten Gesundheitsservice.

Von Herz zu Herz: Mitarbeiter engagieren sich für den guten Zweck

Jährlich zeigt AXA anhand zahlreicher Projekte, dass es seine gesellschaftliche Verantwortung ernst nimmt und verantwortungsvoll handelt. Der gemeinnützige Verein AXA von Herz zu Herz e.V. ist ein wichtiger Teil der Corporate Responsibility (CR). Er wurde in Deutschland im Jahr 2000 nach dem Vorbild der französischen Initiative AXA Atout Coeur gegründet. Seitdem engagieren sich AXA Mitarbeiter ehrenamtlich für hilfsbedürftige und kranke Menschen und leisten somit einen Beitrag für mehr Solidarität und Menschlichkeit.

Bei der CR-Woche im Frühsommer 2014 kamen insgesamt fast 20.000 Euro an Spendengeldern zusammen und 2.430 geleistete Stunden Engagement der Belegschaft. Mehr als 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzten sich für den guten Zweck ein und nahmen deutschlandweit an 40 großen Aktionen teil. Dabei wurden Spenden gesammelt, Kuchen verkauft, Tombolas veranstaltet, für Kinder- und Seniorenheime gebastelt, Ausflüge mit Senioren und Kindern unternommen, Parkanlagen und Spielplätze von Müll befreit oder Vorträge und Workshops zu Präventionsthemen ausgerichtet.

Mit einer Spende von 4.000 Euro honorierte die AXA Gruppe die 2.430 Stunden an Engagement, die die Mitarbeiter während der CR-Woche leisteten. Weitere gut 1.000 Euro kamen durch eine Aktion der Vorstandsmitglieder zusammen, die einen Mittag lang Kuchen im Foyer der Hauptverwaltung verkauften und den Betrag im Anschluss verdoppelten. Mit einer Gesamtsumme von mehr als 6.000 Euro wurden Schwimmkurse für Kinder von AXA von Herz zu Herz-Partnerinstitutionen finanziert. Des Weiteren fand während der CR-Woche die Kunstauktion der AXA Art statt, bei der guterhaltene Werke aus Schadensabwicklungen versteigert wurden. Der Erlös von 8.110 Euro kam Partnerinstitutionen von AXA von Herz zu Herz sowie weiteren sozialen Institutionen zugute. Fünf Kollegen haben sich außerdem während der CR-Woche einer sportlichen Herausforderung gestellt: In nur drei Tagen fuhren sie mit dem Rennrad von Köln nach Paris und legten dabei 500 km zurück, um mit ihrer Tour Spenden für die Tandemgruppe Weiße Speiche in Köln zu sammeln, in der Blinde und Sehende gemeinsam Fahrrad fahren. Mit ihrer Spendentour konnten 3.145 Euro gesammelt werden - genug, um ein neues Tandem für den Verein zu finanzieren. Durch die zahlreichen weiteren Aktionen bundesweit kamen nochmals mehr als 2.200 Euro und jede Menge Sach- und Lebensmittelspenden für soziale Institutionen zusammen.

AXA fördert Nachwuchs: Betreutes Team gewinnt bundesweiten Schülerwettbewerb

Die Initiative business@school der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) setzt sich zum Ziel, Oberstufenschülern wirtschaftliches Praxiswissen und unternehmerisches Denken zu vermitteln. Dabei haben mehr als 2.000 Oberstufenschüler die Gelegenheit, sich ein Schuljahr lang praxisnah mit Wirtschaftsthemen zu beschäftigen. Bei der Initiative engagieren sich seit elf Jahren auch Vorstandsassistenten und weitere Mitarbeiter von AXA ehrenamtlich und betreuen Schülerinnen und Schüler der Erzbischöflichen Liebfrauenschule in Köln. Die Betreuer treffen sich mehrmals während des Schuljahrs mit dem Team und bieten Unterstützung in den Bereichen praktisches Finanz- oder Betriebswirtschaftswissen.

Mit der Geschäftsidee "Fruity Fresh" belegte das Team "Innovaces" der Liebfrauenschule beim traditionellen Wettbewerb im vergangenen Jahr den ersten Platz. Die Schüler haben eine Obstschale entwickelt, die mittels UV-Licht das Schimmeln von Früchten verhindert.

Neue Wege gehen: AXA gründet den AXA Innovation Campus

AXA Deutschland hat gemeinsam mit dem Global Innovation Campus, einem Netzwerk aus erfolgreichen Gründern, Managern und Investoren, den AXA Innovation Campus ins Leben gerufen. Junge Gründer werden dazu aufgerufen, kreative Ideen zu versicherungsnahen Themenfeldern einzureichen und erhalten die Chance, diese in gemeinsamer Unterstützung mit AXA Experten und dem Innovation Campus Netzwerk in marktreife Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ziel der Initiative ist es, die besten Ideen umzusetzen und Start-Ups zu gründen.

Auf regelmäßig stattfindenden Campus Days können Gründer dem verantwortlichen Campus-Team ihre Ideen für digitale Innovationen präsentieren. Schafft es eine Idee alle Entscheider zu überzeugen, kann das Gründerteam gemeinsam mit dem Global Innovation Campus mit der Ausarbeitung und Umsetzung beginnen. Bei dem Projekt werden die Gründer zusätzlich von einem in Berlin ansässigen Team von Entwicklern und Designern unterstützt und können sich ebenfalls die erforderliche Branchenexpertise bei Experten der AXA holen. Damit sich das Gründerteam vollends auf die Geschäftsentwicklung konzentrieren kann, werden die Kosten der Gründungsphase gemeinsam vom Innovation Campus und der AXA getragen.

Die Innovationstudie der AXA hat zudem herausgefunden, dass sich eine große Mehrheit von 81 Prozent der Deutschen eine stärkere Zusammenarbeit zwischen bestehenden Firmen und jungen Unternehmen bei der Förderung von Innovationen in Deutschland wünscht. Bei der Frage, wobei etablierte Firmen neuen Unternehmen am besten helfen könnten, hat die Mehrheit der 25- bis 34-Jährigen mit "Kontakte und Netzwerke eröffnen" geantwortet. Der AXA Innovation Campus kommt diesem Wunsch entgegen, indem die Initiative Netzwerke und Kontakte eröffnet, Gründungskapital bereitstellt sowie fachliche Beratung bietet.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Das Risikomanagement unseres Konzerns basiert auf der Grundlage des § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) in Verbindung mit den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA). Kernziel unseres Risikomanagements ist die Unterstützung und Absicherung der Geschäftsstrategie durch die Sicherstellung der jederzeitigen Erfüllbarkeit der Verpflichtungen gegenüber den Kunden sowie den Erhalt der Kapitalbasis, Herstellung von Transparenz über alle wesentlichen Risiken sowie die Bereitstellung eines umfassenden Risikomanagementsystems mit Methoden und Modellen zur Quantifizierung und übergreifenden Steuerung der Risiken.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationelle und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation entsprechend des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Das Risikomanagement der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) wird konzernweit einheitlich angewendet.

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion der AXA Konzern AG auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als das den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unseres Konzerns sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt den Vorstand bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat der Vorstand Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts (ebenfalls dezentrales Risikomanagement) und
der Verantwortliche Aktuar (für die Versicherungsgesellschaften exklusive AXA easy AG und AXA Art AG).

Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist seit Mitte 2014 in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden integriert. Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:

Risikomanagement-Funktion,
Compliance-Funktion,
Interne Revision,
Versicherungsmathematische Funktion.

Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb der CRO-Organisation angesiedelt. AXA hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig).

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement der AXA erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation:

Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert.

Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Investment Approval Process (IAP) und Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements.

Risikoanalyse und -bewertung:

Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Konzerns identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie zum Beispiel Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden seit 2013 im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt.

Risikosteuerung und -überwachung:

Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/ Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht.

Risikokommunikation und -berichterstattung:

Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II-Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. In der Übergangsphase zu Solvency II (2014 bis 2016) wird der ORSA durch die Preparatory Guidelines als FLAOR (Forward Looking Assessment of Own Risk) bezeichnet. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung des Segments Schaden- und Unfallversicherung betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert statt an den Einzelgesellschaften AXA Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und AXA easy Versicherung AG, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses Vorgehen unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikocontrollingsfunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich ermöglicht diese 100%-Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung sowie des Risikomanagements unseres Konzerns. Die AXA Art Versicherung AG betriebt eigene Einheiten für die Geschäftssteuerung des Segments Schaden- und Unfallversicherung.

Prämien- und Schadenrisiken

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln.

Durch die Analyse und Bewertung der unternehmerischen Entscheidungsoptionen werden Risiken aus dem Kundenverhalten wie zum Beispiel vermehrtes Storno bereits im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Die Risikosteuerung unseres Konzerns erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen, und seit 2013 werden die Sparten Feuer/Feuer BU, Technische Versicherung und Transport in jeweils eigenständigen Quoten-Rückversicherungsverträgen rückgedeckt. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisiken, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben).

Andere kumulierende Risiken wie zum Beispiel in der Haftpflichtversicherung werden ebenfalls durch eine Bestandserhebung ermittelt und analysiert. Die Erkenntnisse auf Basis der gewonnen Werte und unter Zuhilfenahme möglicher Schadenszenarien werden zum einen für den Einkauf von Rückversicherungskapazitäten für Kumulereignisse und zum anderen zur Risikokapitalbestimmung und Risikosteuerung verwendet. Möglichen entstehenden Kumulen der Transportversicherung wird ebenfalls durch den Einschluss einer Ereignisdeckung in den Rückversicherungsvertrag ausreichend Rechnung getragen.

Zur Reduktion des Kumul- und Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation, Nutzung der Software KISS (Kommunikations- und Informationssystem Sach-Schadenverhütung) des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken beziehungsweise Regionen wird das Großschadenrisiko weiter minimiert. Aktuell wird beispielsweise die Entwicklung im Schadenfall um verunreinigte Brustimplantate intensiv von unseren Experten verfolgt, um Folgen neuer Rechtsprechungen einzuschätzen und bei Bedarf in unseren Schadenreserven zu berücksichtigen. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen identifiziert, bewertet und gesteuert werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung in der Arzt-Haftpflichtversicherung.

Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig den Tarif, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert. Insgesamt sind die gebuchten Bruttobeiträge leicht zurückgegangen.

Gebuchte Brutto-Beiträge(a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- ---
Versicherungszweige Privatkunden Industrie- und Firmenkunden Gesamt Gesamt
--- --- --- --- ---
Unfall 258.172 11 258.183 271.431
Haftpflicht 191.811 404.268 596.079 601.638
Kraftfahrt 1.135.537 216.886 1.352.423 1.337.533
Sach/Feuer 589.257 523.043 1.112.300 1.093.931
Transport/Luftfahrt 0 129.494 129.494 130.976
Kredit und Kaution 0 31.218 31.218 31.633
Sonstige 0 156.053 156.053 151.052
Gesamtsumme aus dem s.a. Versicherungsgeschäft 2.174.777 1.460.973 3.635.750 3.618.194
In Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 590.008 562.874
Gesamtsumme aus dem Versicherungsgeschäft 4.225.758 4.181.068
Effekte aus der Konsolidierung -382.814 -325.900
Gesamtsumme gebuchte Brutto-Beiträge 3.842.944 3.855.168

(a) Einbezogene Gesellschaften wie Vorjahr

(b) Die Darstellung zeigt die gebuchten Bruttobeiträge vor segmentübergreifender Konsolidierung

Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2005 2006 2007(a) 2008(b) 2009(c) 2010(c) 2011(d) 2012(d) 2013(d) 2014(d)
72,1% 75,8% 80,9% 77,4% 77,8% 77,0% 81,1% 75,9% 79,5% 78,3%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Bei einem Schadenaufwand von 82,6 Mio. Euro (2013: 145,0 Mio. Euro) für Naturkatastrophen und sonstige Kumulrisken beträgt die Geschäftsjahresschadenquote ohne Berücksichtigung dieser Ereignisse 75,0% (2013: 73,2 %).

Die verdienten Beiträge sind im Berichtsjahr um 1,8 % gestiegen, hauptsächlich bedingt durch Beitragszuwächse im indirekten Geschäft und eine erfreuliche Entwicklung im selbst abgeschlossenen Privatkundengeschäft. Gleichzeitig sind die Schadenaufwendungen aufgrund des milden Winters und rückläufigen Aufwendungen für Großschäden gesunken.

Sowohl bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung als auch bei der AXA easy werden seit 2011 die Risiken vollständig in die AXA Versicherung AG zediert.

Die Veränderung der Schadenrückstellung in Form einer Schadenabwicklungstabelle wird im Anhang 14 dargestellt.

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeten Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand im Rahmen der Einzelschadenreservierungen sowie anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannten Spätschadenteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse in Prozent nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

2005 2006 2007(a) 2008(b) 2009(c) 2010(c) 2011(d) 2012(d) 2013(d) 2014(d)
4,4% 5,0% 3,7% 3,6% 6,8% 3,7% 4,8% 5,5% 5,1% 4,9%

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

(a) ab 2004: AXA Versicherung AG und AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

(b) 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

(c) ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

(d) ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 1,0% und 3,50% vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung.

Weiterhin werden die Ansprüche der Kunden durch die sukzessiv gebildete Zinszusatzreserve für die Zinsgarantie gesichert.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken können sich aus Rentenrückstellungen der Unfall- sowie der Haftpflicht- und Kraftfahrthaftpflichtversicherung ergeben. Das wesentliche Langlebigkeitsrisiko ist durch eine vorsichtige Berechnung der Rentenrückstellungen bilanziell abgesichert. Die Bewertung im internen Risikokapitalmodell zeigt nur eine untergeordnete Rolle der biometrischen Risiken.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten nicht dauerhaft durch die einkalkulierten Kosten finanziert werden können. Die Kosten für Provisionen und Betriebskosten werden durch Beitragszuschläge auf Basis eines umfassenden Kostencontrollings in der Produktkalkulation berücksichtigt. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben.

Lebensversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapitallebens- und Rentenversicherungen sowie Risiko-Lebensversicherungen und Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft aus Unternehmenssicht sind biometrische Risiken, Zinsgarantierisiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kostenrisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtsprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge. Andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück.

Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer beziehungsweise Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken Rückversicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich - erstmals für das Jahr 2013 - mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert wird dann in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2014 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Für den kleinen Bestand an Pflegerentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Tafel DAV 2008 P kalkuliert sind, wurde die Deckungsrückstellung in Anlehnung an die Empfehlungen der DAV verstärkt.

Die Deckungsrückstellung des Bestandes an Berufsunfähigkeitsversicherung und -zusatzversicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden weiter laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes bei Rentenversicherungen.

Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine positive Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen. Das Liquiditätsrisiko wird gesondert betrachtet.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden getrennt nach Produktlinien permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war in der Vergangenheit jedoch gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Für den Fall eines veränderten Kundenverhaltens bei stark steigenden Zinsen ist ein Programm mit Absicherungsinstrumenten aufgelegt worden. Ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß kann bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erhalten wir bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen von Fondsgesellschaften teilweise Vergütungen von Verwaltungsgebühren. Diese beeinflussen die Höhe des Rohüberschusses und damit im Endeffekt auch die Höhe der deklarierten Überschussanteile. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos würden die Fondsguthaben niedriger ausfallen und die geringeren Vergütungen von Verwaltungsgebühren den Rohüberschuss vermindern.

Bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen, bei denen eine Verstärkung der Deckungsrückstellung erfolgt, wird entsprechend den Empfehlungen der DAV die Inanspruchnahme des Kapitalwahlrechtes berücksichtigt. Diese kann sich im Laufe der Zeit verändern und wird deshalb regelmäßig überwacht.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling. Damit sind wir überzeugt, dieses Risiko in angemessener Weise zu handhaben und schätzen seine Bedeutung bei der Bewertung unserer Risikotragfähigkeit als gering ein.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Durch den Angemessenheitstest der versicherungstechnischen Verbindlichkeiten wird regelmäßig überprüft, ob die bilanzierte Verpflichtung noch ausreicht, um die Ansprüche der Versicherungsnehmer - damit auch die ausgesprochenen Zinsgarantien - zu decken. Im Falle einer Unterdeckung würde umgehend eine Nachreservierung erfolgen. In diesem Zusammenhang spielt insbesondere die erwartete Nettoverzinsung eine Rolle, da diese erheblichen Einfluss auf die Ermittlung des Barwertes der erwarteten Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer hat. Da die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes liegen, ergab sich bislang kein Nachreservierungsbedarf.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Versicherungssummen(a) Brutto-Deckungsrückstellung
(In Mio. Euro)(b) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- ---
Kapitalversicherungen 30.776 33.058 16.535 17.302
Risikoversicherungen 10.321 9.364 95 92
Rentenversicherungen 48.369 46.137 11.426 11.710
Sonstige Einzelversicherungen 12.541 12.213 4.646 3.912
Kollektivversicherungen 25.713 25.888 6.406 5.241
Zusatzversicherungen 85.502 86.462 2.086 2.020
Selbst abgeschlossene Versicherungen 213.222 213.122 41.194 40.277

(a) bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.

(b) dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG (inkl. DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG), Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG (inkl. Winsecura Pensionskasse AG)

Risiken aus Gesetzesänderungen

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand, soweit diese Beträge den Kunden nicht in anderer Form, wie durch Auszahlung oder Umwandlung in Überschussguthaben der verzinslichen Ansammlung gut gebracht worden sind.

Die Höhe der Deckungsrückstellung wird durch das erwartete Kundenverhalten beeinflusst. Es ist nicht auszuschließen, dass sich aus Gesetzgebung und Rechtsprechung eine extensive Interpretation der vom Bundesgerichtshof zu den Rückkaufswerten in den Jahren 2005 bis 2013 ergangenen Urteile entwickeln könnte, woraus zusätzliche, bisher nicht berücksichtigte Leistungen resultieren würden. Es wird regelmäßig überprüft, ob eine gesonderte Rückstellung zu bilden ist.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F (a. F. = alte Fassung). Es handelt sich um die Frage, ob die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerruflich ist, Bestand hat, oder ob alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind. Mit Urteil vom 19. Dezember 2013 hat der EuGH entschieden, dass die Jahresfrist des § 5 a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. nicht mit Europarecht vereinbar ist.

Der BGH hat am 7. Mai 2014 im Nachgang zu dieser Entscheidung geurteilt, dass dem Versicherungsnehmer grundsätzlich ein Anspruch auf Rückabwicklung des Vertrages zusteht, wenn die Widerspruchsbelehrung nicht oder nicht ordnungsgemäß erfolgt ist. Der Versicherungsnehmer müsse sich allerdings insbesondere den gewährten Versicherungsschutz anrechnen lassen. Gegen dieses Urteil des BGH hat der beklagte Versicherer Verfassungsbeschwerde erhoben. Wir beziehungsweise unsere Gesellschaften AXA Lebensversicherung AG und Deutsche Ärzteversicherung AG sind auch betroffen. Derzeit führen wir insgesamt ca. 110 Gerichtsverfahren zu diesem Themenkomplex in unterschiedlichen Instanzen. Zur Frage der Europarechtsmäßigkeit des Policenmodells an sich hat sich der EuGH nicht geäußert. Der BGH hält das Policenmodell laut seinem weiteren Urteil vom 16. Juli 2014 für europarechtskonform.

Eine gesonderte Rückstellung für die Thematik § 5 a VVG a.F. über die Prozesskostenrückstellung hinaus wurde bisher nicht gebildet. Die weitere Entwicklung wird beobachtet.

Am 7. August 2014 ist das Gesetz zur Absicherung stabiler und fairer Leistungen für Lebensversicherte (Lebensversicherungsreformgesetz - LVRG) in Kraft getreten.

Es regelt u.a., dass Versicherungsnehmer bei Festverzinslichen Papieren nur noch an den Bewertungsreserven zu beteiligen sind, die den sogenannten Sicherungsbedarf übersteigen. Damit wurde erheblich zur Stabilisierung der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften beigetragen, Weiterhin wurde für Neuabschlüsse ab 2015 der Höchstrechnungszins von 1,75 % auf 1,25 % reduziert. Auch das stellt eine Verbesserung der Risikosituation der Gesellschaft dar.

Eine Änderung der Mindestzuführungsverordnung bewirkt eine Erhöhung der Beteiligung der Versicherten am Risikoergebnis von bisher 75 % auf 90 %. Sollte das Kapitalergebnis nicht zur Deckung der rechnungsmäßigen Verzinsung ausreichen, so darf dieses negative Ergebnis mit den übrigen Ergebnisquellen (Risiko und Sonstiges) verrechnet und die Mindestzuführung um diesen Betrag reduziert werden. Wir beobachten, wie sich das auf die Situation der Gesellschaft auswirkt.

Insgesamt werden insbesondere in der Ergebnisplanung die Bestandsentwicklung sowie die einzelnen Ergebnisquellen aufmerksam beobachtet, um rechtzeitig Auswirkungen auf die Höhe der Mindestzuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung zu erkennen.

Die technische Umsetzung der Anforderungen des Gesetzes war insbesondere wegen der erst zu Ende des Gesetzgebungsverfahrens aufgenommenen Regelungen eine organisatorische Herausforderung, die unsere Gesellschaft aber inzwischen weitestgehend bewältigt hat.

Das Gesetz sieht außerdem eine Reduzierung des Höchstzillmersatzes von bisher 40 ‰ auf 25 ‰ der Beitragssumme vor. Bei unveränderten Provisionsregelungen würde das bilanziell zu einem Vorfinanzierungsbedarf bei den Gesellschaften führen, der nachhaltig kaum finanziert werden könnte. Hinzu kommt das Risiko eines Selbstfinanzierungseffektes (Schmidt-Tobler Effekt) bei der Produktgestaltung. Es werden deshalb Anpassungen der Provisionsregelungen im Markt erwartet. Wir beobachten, in welchem Umfang diese stattfinden werden und wie sich dies auf die Vermittler auswirken wird.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für das Neugeschäft und für Vertragsänderungen im Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Mit unseren Maßnahmen reduzieren wir unserer Überzeugung nach die nicht vollständig vermeidbaren versicherungstechnischen Risiken auf ein vertretbares Niveau.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen hinaus oder im Falle einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, so dass frühzeitig eine Veränderung erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird.

Das durch die letzte Gesundheitsreform den privaten Krankenversicherungsunternehmen auferlegte Risiko trotzt Nichtzahlung von Beiträgen den versicherten Kunden Notfallleistungen zusagen und außerdem die Alterungsrückstellung tariflich auffüllen zu müssen, ist durch die Einführung des Notlagentarifs etwas abgemildert worden. Während der Versicherung in diesem Tarif ist nur der für Notfallleistungen erforderliche Beitrag zu zahlen und es erfolgt kein weiterer Aufbau von Alterungsrückstellung. Damit stehen wieder mehr Mittel als Zuführung zur Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Die neu eingeführten Unisex-Tarife haben bislang keine Wechselströme in diese Tarife ausgelöst, durch die eine Verzerrung der in der Kalkulation angesetzten Bestandmischung erfolgen würde. Dieses liegt sicher auch an zumeist höheren Beiträgen, durch die zusätzlich die sogenannten GKV-Mindestleistungen und der abgesenkte Rechnungszins finanziert werden müssen. Ob im Zusammenhang mit zukünftigen Beitragsanpassungen Wechselbewegungen in diese Tarife ausgelöst werden, gilt es zu beobachten.

Reserverisiken

Zur Finanzierung des mit dem Alter steigenden Krankheitsrisikos werden Alterungsrückstellungen gebildet. Aus diesen Rückstellungen werden zukünftige Leistungen an die versicherten Personen finanziert, die planmäßig nicht mehr durch die gezahlten Beiträgen zu decken sind. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben (siehe oben). In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV 2013. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase wurde in den beiden letzten Beitragsanpassungen zum 1. Januar 2014 und 1. Januar 2015 in den von den Beitragsanpassungen betroffenen Einheiten der Rechnungszins abgesenkt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses in den Bestandstarifen ist die zukünftige Zinserwartung, die mithilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger, eine Verzinsung zu erzielen, die oberhalb des Höchstrechnungszinses von 3,5 % liegt. Im Hinblick darauf haben wir bei einem leicht unter der Grenze von 3,5 % liegenden Projektionswert den Rechnungszins so weit abgesenkt, dass eine hinreichende Sicherheit gegeben ist. Die Unisex-Tarife sind von vornherein mit deutlich niedrigerem Zinssatz kalkuliert, der bis auf 2,75 % abgesenkt wurde. Die über den Rechnungszins hinausgehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag die Nettoverzinsung mit 4,0% noch deutlich über dem gesetzlichen Höchstrechnungszins, so dass für alle Kunden Mittel zur Beitragsentlastung im Alter aufgebaut wurden. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eventuell nur verzögert möglicher Rechnungszinsabsenkungen kann sich die Zinsmarge reduzieren. Wir streben durch Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft unsere Zinszusagen zu erfüllen.

Risikoverteilung nach Versicherungsarten

Die folgenden Tabellen zeigen die Verteilung der Beiträge und die Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:

Gebuchte Bruttobeiträge(a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 2.149.011 2.057.100
Krankentagegeldversicherungen 96.530 98.500
Krankenhaustagegeldversicherungen 34.739 55.700(b)
Krankheitskostenteilversicherungen 175.658 138.800(b)
Pflegepflichtversicherungen 177.885 181.200
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 66.127 65.500
Sonstige Versicherungen 13.946 10.500
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2.713.896 2.607.400
Pauschalwertberichtigung 2.837 15.700
Gesamt 2.716.733 2.623.100
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 61 200
Gesamtes Versicherungsgeschäft 2.716.794 2.623.300

(a) Laufende Beiträge sowie Einmalbeträge

(b) Anpassung der Zuordnung aus dem Bestandsführungssystem

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen laufenden Beitrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Krankheitskostenvollversicherungen 791,2 789,7
Krankentagegeldversicherungen 214,6 216,6
Krankenhaustagegeldversicherungen 457,0 458,4
Krankheitskostenteilversicherungen 659,2 589,3
Pflegepflichtversicherungen 851,8 849,7
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 217,7 209,6
Selbst abgeschlossene Versicherungen 1.661,7 1.595,3

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen Einmalbetrag

(In Tsd.) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Krankentagegeldversicherungen 1,1 2,7
Krankheitskostenteilversicherungen 1,0 6,6
Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung 0 0
Spezielle Ausschnittsversicherung 1 1
Auslandsreisekrankenversicherung 857,3 809,7
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2,14 9,3

Risiken aus Gesetzesänderungen

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG-Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben. Es gibt zurzeit keine gerichtlichen Verfahren, die signifikante Änderungen begründen könnten.

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde gesetzlich zudem eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Durch Einführung des Notlagentarifs mit Beiträgen, die vielfach weniger als ¼ der bisher für die Vollversicherung gezahlten Beiträge betragen, soll diesen Kunden die Möglichkeit gegeben werden, dauerhaft keine unbezahlbaren Beitragsschulden aufzubauen, sondern durch Beitragszahlung für die Notfallleistungen und Rückzahlung der Schulden wieder in ihren bisher gewohnten Versicherungsschutz zurückzukommen. Für den Fall der Nichtzahlung der Beiträge für den Notlagentarif schmälern diese Leistungen den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung.

Im Allgemeinen werden Veränderungen im Gesundheitssystem beobachtet und die Auswirkungen abgeschätzt und wenn erforderlich diese Themen in der Unternehmensplanung berücksichtigt.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag vor Wertberichtigungen 372 Mio. Euro (2013: 472 Mio. Euro, jeweils ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 115 Mio. Euro (2013: 96 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die Forderungen an Kunden und Vermittler um pauschale Wertberichtigungen von 48 Mio. Euro (2013: 47 Mio. Euro) vermindert..

Die durchschnittliche Ausfallquote der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft beträgt 14,5% (2013: 12,9%).

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern und gegenüber Versicherungsvermittlern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert und überwacht. Darüber hinaus werden im Rahmen von Linienkontrollen zur Prävention von Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern risikoorientierte Prüfungen durchgeführt sowie mit den relevanten Schnittstellen der Sparten und Vertriebe zeitnahe Abstimmungen vorgenommen.

Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie dem Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen (jeweils vor Wertberichtigungen) beträgt 735 Mio. Euro (2013: 1.010 Mio. Euro).

Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft:

S&P-Rating
(In Mio. Euro) NR A bis Api BB bis BBB+
--- --- --- ---
Abrechnungsforderungen 17,0 84 4
Rückstellungen 36,0 592 2

Der wesentliche Rückversicherer für die gruppeninterne Rückversicherung ist die AXA Versicherung, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Der AXA Konzern verwaltet rund 79,1 Mrd. Euro (2013: 70,2 Mrd. Euro) Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherung).. Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar. So können auch im Bereich Private Equity aufgrund einer zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge bzw. Abschreibungen der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:

(In Mio. Euro) bzw. in % des Embedded Value am 31.12. Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen Veränderung des European Embedded Value (EEV)
des Geschäftsjahres 2014 2013 2014 % 2013 %
--- --- --- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 340,8 143,8 24,6 0,0 46,8 1,5
Sinken um 10% -340,8 -143,8 -29,3 0,0 -49,6 -1,6
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -5.712,5 -4.419,6 186,2 0,1 486,3 15,6
Sinken um 100 Basispunkte 5.818,8 5.272,0 -389,5 -0,1 -600,8 -19,3
Anstieg um 50 Basispunkte -2.977,6 -2.209,8 77,7 0,0 211,7 6,8
Sinken um 50 Basispunkte 3.108,8 2.636,0 -164,0 -0,1 -281,4 -9,0
Änderung Aktienvolatilität +25% 0,0 2,0 -84,1 0,0 -45,2 -1,4
Änderung Zinsvolatilität +25% 50,8 69,0 -358,0 -0,1 -43,3 -1,4

Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).

Bei den übrigen Gesellschaften unseres Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung und AXA Easy Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
vor Steuern nach Steuern
--- --- --- --- ---
(In Mio. Euro) 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10% 42,1 20,7 39,1 20,7
Sinken um 10% -91,8 -46,5 -88,8 -46,5
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -596,3 -476,7 -405,5 -324,3
Sinken um 100 Basispunkte 538,2 470,9 366,0 320,2

Insgesamt ergeben sich Zinsrisiken durch einen Durationsmismatch zwischen Aktiv- und Passivseite der Bilanz. Die Festlegung von Durationszielen erfolgt wiederum durch regelmäßige Asset Liability Management-Analysen im Einklang mit der Risikotragfähigkeit unserer Gesellschaften. Dabei wird zum Beispiel das Risiko eines dauerhaften Niedrigzinsniveaus, welches bei der Wiederanlage zu einer Belastung der zukünftigen Ertragslage führt, quantifiziert und über gezielte Hedging-Programme abgesichert.

Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).

Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Der AXA Konzern verfolgt die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben und beträgt im Geschäftsjahr 73,1 Mrd. Euro (2013: 64,6 Mrd. Euro). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 44ff.).

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen bzw. Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente verteilen sich auf die Ratingklassen wie folgt:

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen Jederzeit veräußerbare Wertpapiere - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating Gesamt
--- --- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 20.132.606 14.769.675 1.614.104 3.937.931 534.528 284.028 41.272.872
Unternehmensanleihen 4.802.437 1.518.274 5.355.615 4.080.764 765.500 455.055 16.977.645
Asset Backed Securities (ABS) 204.500 246.251 100.404 138.531 267.992 421.956 1.379.634
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 25.139.543 16.534.200 7.070.123 8.157.226 18.889 1.161.039 59.630.151
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 8.537.705 9.044.704 5.866.425 6.431.918 119.179 5.403.982 35.403.913
Unternehmensanleihen 3.176.036 1.479.441 6.160.755 4.013.326 - 723.818 15.553.376
Asset Backed Securities (ABS) 116.992 285.650 88.062 145.232 275.719 402.600 1.314.255
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 11.830.733 10.809.795 12.115.242 10.590.476 394.898 6.530.400 52.271.544
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente - Ratingklassen
(In Tsd. Euro) AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating Gesamt
--- --- --- --- --- --- --- ---
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 185.978 53.016 79.539 5.343 1.110 - 324.986
Unternehmensanleihen 41.932 199.170 1.195.543 1.423.361 875.780 537.755 4.273.541
Asset Backed Securities (ABS) 2.959 - - - - 39.639 42.598
Gesamtsumme am 31. Dezember 2014 230.869 252.186 1.275.082 1.428.704 876.890 577.394 4.641.125
Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen 1.979 12.990 59.957 184.191 97.148 10.357 366.622
Unternehmensanleihen 10.188 76.080 334.335 2.734.237 500.042 623.007 4.277.889
Asset Backed Securities (ABS) - 3.571 - - 25 38.840 42.436
Gesamtsumme am 31. Dezember 2013 212.167 92.641 394.292 2.918.428 597.215 672.204 4.686.947

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Im Rahmen der zum 15. März 2013 in Kraft getretenen Verordnung (EU) Nr. 648/2012 über OTC-Derivate, zentrale Gegenparteien und Transaktionsregister, bekannt unter EMIR (European Market Infrastructure Regulation), wird der außerbörsliche Derivatehandel reguliert. Die Verpflichtung der Marktteilnehmer zum Clearing ihrer außerbörslichen Standard-Derivategeschäfte über eine Central Counterparty sowie die Meldung dieser OTC-Geschäfte an ein Transaktionsregister sind seit 2014 verpflichtend, während die Risikominderungstechniken bereits in 2013 etabliert werden mussten. AXA stellt die Anforderungen aus EMIR im Rahmen eines zentralen Projektes der Konzernmutter in Paris sicher.

Der AXA Konzern ist zu einem Anteil von 15% der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal und Irland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert wurden, machen einen Anteil von 3,9 % aus. Griechische Staatsanleihen sind nicht im Bestand. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir künftige Abschreibungen auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Das Staatsanleihenexposure (inkl. Kreditderivate) der sogenannten PIIGS-Staaten stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(in Tsd. Euro) Rating Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- ---
Irland A 212.204 178.501 198.707 177.325
Italien BBB- 1.416.721 1.182.977 1.141.160 1.115.934
Portugal BB 345.878 315.304 272.309 336.877
Spanien BBB 1.158.127 900.549 870.417 860.070
Gesamt n/a 3.132.930 2.577.331 2.482.593 2.490.206

Der AXA Konzern hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities, "US-RMBS", Anteil unter 1% auf Marktwertbasis). Diese waren in der jüngsten Finanzkrise von hohen Wertverlusten und Abschreibungen betroffen. Aufgrund signifikanter Markterholung dieser Kapitalanlagen in den letzten Jahren weisen diese Fonds jedoch mittlerweile positive stille Reserven auf. Bei nachhaltigen Marktverschlechterungen können weitere außerplanmäßige Abschreibungen jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (29 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds und strukturierte Produkte gehalten und enthält zum Teil auch besicherte Anleihen (Covered Bonds) und zu einem geringen Teil Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, stille Beteiligungen und Genussscheine.

Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen weist einen Nominalwert 507 Mio. Euro (2013: 548 Mio. Euro) auf. Die Mehrheit der Unternehmensanleihen ist im Bereich Investment Grade geratet.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert bzw. von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis.

Bei unserer Liquiditätsplanung werden die laufenden Zahlungsströme aus den Kapitalanlagen mit den Zahlungsverpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft abgestimmt. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass wir auch bei extremen Stressannahmen keinen Liquidtätsengpass zu erwarten hätten.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb unseres Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie für alle Kapitalanlagen. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell begrenzt verfolgt.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability-Komitees und des Kapitalanlageausschusses wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen.

Das ARC wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationalen Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Counterparty Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Marktpreisrisiken geht die AXA Bank in Form von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, Spreadrisiken und Marktliquiditätsrisiken aus der Bewertung von Wertpapieren ein.

Die Steuerung der Adressrisiken erfolgt über ein Gordy Modell. Die hierfür notwendigen Ausfallwahrscheinlichkeiten und Ausfallquoten werden intern ermittelt oder aus dem externen Rating der Geschäftspartner abgeleitet. Die Marktpreisrisiken werden mit Value-at-Risk Ansätzen barwertig ermittelt. Die Ermittlung der Risiken erfolgt auf Basis historischer Schwankungen der Geld- und Kapitalmarktzinssätze und kann somit unabhängig von einer Zinsprognose durchgeführt werden.

Im Rahmen der jährlichen Kapitalallokation werden Risikolimite für die einzelnen Risiken aus der Planung abgeleitet. Über ein Ampelsystem von Frühwarnwerten, kritischen Werten und Limiten werden diese Limite gesteuert. Bei Überschreiten der definierten Grenzen können sowohl Maßnahmen zur Risikoreduzierung vorgeschlagen werden als auch bei Planabweichungen eine Reallokation der einzelnen Risikolimite als Maßnahme erfolgen.

Durch ein aktives Asset-Liability-Management unterliegen die Marktpreisrisiken höheren Schwankungen als die Adressrisiken. Aus diesem Grund sind unterjährige Reallokationen bei den Risikolimiten für Marktpreisrisiken häufiger anzutreffen. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund hat die AXA Bank dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuert die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken. Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken hat die AXA Bank ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus. Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren. Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Operationelle und sonstige Risiken

Operationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus Mitarbeiterverhalten und aus systembedingten oder externen Vorfällen.

AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2014 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationellen Risiken in das Interne Kontrollsystem integriert, sie werden quantifiziert und sie fließen in die Unternehmenssteuerung ein.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist wie im Vorjahr durch Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben geprägt. Steigend sind IT-Risiken inklusive Cyber Risk, daher wurde in 2013 ein Projekt zur Identifizierung und Beseitigung von IT-Schwachstellen initiiert und Anfang 2014 gestartet. Interne Kontrollprozesse reduzieren Risiken im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses.

Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA),
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können,
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen,
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen.

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationalen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren.

Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein.

Risiken aus Pensionsrückstellungen

Die AXA hat früheren und teils noch aktiven Mitarbeitern Pensionen zugesagt. Im Zusammenhang mit den Pensionsplänen können Pensionsrisiken sowohl bei den Vermögenswerten der Aktivseite als auch auf der Passivseite relevant werden. Dies ist zum einen über Marktwertrückgänge des Planvermögens auf der Aktivseite aber auch eine Zunahme der Verpflichtungen auf der Passivseite, zum Beispiel durch Änderungen des Rechnungszinses möglich. Auf der Verpflichtungsseite können zudem versicherungstechnische Risiken, wie das Langlebigkeitsrisiko auftreten. In diesem Zusammenhang wird das Pensionsrisiko als dasjenige Risiko angesehen, dass das Trägerunternehmen zur Bedienung der zugesagten Rentenverpflichtungen Nachschüsse leisten muss.

Seit dem Jahresabschluss 2014 werden die Risiken für die Pensionsverpflichtungen in unserem internen Risiko-Modell berücksichtigt, berechnet und überwacht. Das niedrige Zinsniveau wird nach wie vor als Hauptbelastungsfaktor sowohl für die Höhe der ausgewiesenen Pensionsverpflichtungen, aus denen zusätzliche Aufwendungen zur Erhöhung der Rückstellungen resultieren, als auch für die Höhe der mit vertretbarem Risiko erzielbaren Erträge aus der Kapitalanlage betrachtet. Aus einem weiterhin anhaltenden Niedrigzinsumfeld resultiert eine weitere Absenkung des Rechnungszinssatzes, wodurch die Rückstellungen zu den Pensionsverpflichtungen weiter ansteigen. Geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der prognostizierten Zuführung in den kommenden Jahren sind erarbeitet.

Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.

Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.

Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet.

Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto- Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 54 Mio. Euro (2013: 55 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1% der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 482 Mio. Euro (2013: 496 Mio. Euro).

Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e. V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Zu diesem wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2% der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftsjahr würde das einem Betrag in Höhe von 30 Mio. Euro (2013: 28 Mio. Euro) entsprechen.

Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag 149 Mio. Euro (2013: 133 Mio. Euro) betrugen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindung und Ausgleich resultierend aus dem in 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG bzw. dem in der Hauptversammlung vom 12. Juli 2005 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der AXA Versicherung AG wurden vom LG Köln in 2 Beschlüssen im Jahr 2011 die Barabfindung und Ausgleichszahlung neu festgesetzt. Die LG-Beschlüsse wurden im Dezember 2012 durch Zurückweisung der von den Antragstellern beim OLG Düsseldorf eingelegten Beschwerden rechtskräftig. In 2013 erfolgte die Nachbesserung von Barabfindung und Ausgleich gemäß den festgesetzten Erhöhungsbeträgen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Umtauschverhältnisse aufgrund der in 1999 erfolgten Verschmelzungen der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG bzw. der Nordstern Lebensversicherungs-AG wurden die Anträge vom LG Köln jeweils abgewiesen, da in beiden Fällen eine Anpassung des Umtauschverhältnisses nicht gerechtfertigt ist. Die gegen die Entscheidungen eingelegten Beschwerden sind zwischenzeitlich zurückgenommen.

Zum 31. Dezember 2014 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außen stehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG/ AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2,1 Mio. Euro (2013: 2,0 Mio. Euro).

In Höhe von 55 Mio. Euro (2013: 41 Mio. Euro) wurden Festgelder verpfändet für die Bedeckung von Fremdwährungsverbindlichkeiten im Bereich der Rückversicherung. Weiter wurden Letter of Credit im Bereich der Rückversicherung in Höhe von 6 Mio. Euro (2013: 10 Mio. Euro) gegeben.

Staatsanleihen in Höhe von 147 Mio. Euro (2013: 74 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten verpfändet.

Im Rahmen des Projektes Life Factory bestehen Verpflichtungen aus begonnenen Investitionsvorhaben zur Vereinheitlichung und weiteren Digitalisierung der Vorsorgesysteme von 14,1 Mio. Euro (2013: 21,7 Mio. Euro). Eine Patronatserklärung seitens IBM zur Umsetzung des Projektes liegt der AXA Lebensversicherung AG vor (im Fall des Ausfalls durch die Subunternehmerin COR&FJA).

Im Geschäftsjahr 2014 hat die AXA eine Einzahlungsverpflichtung für den Kauf des A7 Bonds (Öffentlich-private Partnerschaft für das Großprojekt Ausbau und Betreibung eines Autobahnabschnitts der A7) abgegeben, worauf auf die AXA Konzern AG 34,7 Mio. Euro entfallen. Während der Bauphase besteht ein Konstruktionsrisiko, während der Betriebsphase ein Instandhaltungsrisiko.

Regulatorische Entwicklungen

Der Gesetzgebungsprozess auf europäischer Ebene für Solvency II ist mit Beendigung der Trilogverhandlungen abgeschlossen. Zum 1. Januar 2016 wird Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft treten. Auf nationaler Ebene wird die Umsetzung mit Hilfe des Modernisierungsgesetzes zur Versicherungsaufsicht geregelt. Die Auswirkungen auf unsere Gesellschaften werden analysiert, bewertet und eventuelle Lücken geschlossen.

Zur Vorbereitung auf Solvency II entwickelte die EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) folgende Leitlinien für die Versicherungsunternehmen und die nationalen Aufsichtsbehörden. Sie stellen seit Anfang Januar EU-weit ein konsistentes Vorgehen sicher:

Leitlinien zum Vorantragsverfahren für interne Modelle
Leitlinien zur vorausschauenden Beurteilung der eigenen Risiken (basierend auf den ORSA-Grundsätzen)
Leitlinien zum Governance-System
Leitlinien für die Informationsübermittlung an die zuständigen nationalen Behörden

Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das unter Solvency II als Internes Modell dienen soll mit dem Ziel, die Solvency II-Anforderungen zum 1. Januar 2016 zu erfüllen.

Aktuell bereitet die AXA Gruppe den Antrag für die Zertifizierung nach Solvency II vor und plant Mitte 2015 den Antrag bei der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Contrôle Prudentiel et de Résolution) einzureichen. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fanden auch im Geschäftsjahr 2014 sowie Januar 2015 umfangreiche Prüfungen durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt.

Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

In der Schadenversicherung stellen das Prämien-/Schadenrisiko und das Reserverisiko die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Zudem bestehen Biometrie- und Zinsgarantierisiken aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr (UBR). In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Die identifizierten spartenspezifischen und operationalen Risiken werden durch die Risikomanagementstrukturen des Konzerns sowohl auf zentraler Ebene als auch in den Ressorts kontinuierlich verfolgt. Ebenso werden im Audit & Risk Committee (ARC) regelmäßig Maßnahmen zu den Top-Risiken wie aktuell in der Lebensversicherung die Risiken aus dem Lebensversicherungs-Reformgesetz sowie aus dem Niedrigzinsumfeld oder die aufgrund der steigenden Digitalisierung wachsenden operationalen Risiken - Cyber Risk - besprochen und nachverfolgt.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquoten - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel werden die Bewertungsreserven nicht berücksichtigt. Die Solvabilitätsquoten, - spannen und Eigenmittel der Einzelgesellschaften entwickelten sich wie folgt:

Bedeckungsquote

in %
Solvabilitätsspanne

in Mio. Euro
Eigenmittel in Mio. Euro
Gesellschaften 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- --- ---
AXA Versicherung AG 128.4 128.4 474.9 474.9 609.8 609.8
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG 114.9 107.1 28.4 26.5 32.6 28.6
AXA Easy Versicherung AG 171.7 229.8 2.2 1.5 3.7 3.5
AXA Art Versicherung AG 419.3 405.8 16.7 16.7 70.0 67.7
Deutsche Ärzteversicherung AG 154.7 147.0 146.1 143.1 226.0 210.3
AXA Lebensversicherung AG 143.2 138.7 1.511.0 1.497.1 2.163.1 2.076.1
Pro bAV Pensionskasse AG 159.0 147.9 81.7 71.5 129.8 105.8
AXA Krankenversicherung AG 132.7 135.0 153.0 146.4 203.1 198.1

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht wesentlich verändert. Allerdings wirken sich wie bei allen deutschen Lebensversicherungsgesellschaften die weiter gesunkenen, historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen belastend auf das Zinsgarantierisiko unserer Lebensversicherungsgesellschaften aus. Insbesondere die Risikosituation der Pro bAV Pensionskasse AG erforderte im Geschäftsjahr 2014 wie bei allen deregulierten Pensionskassen besondere Beachtung. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach Aufstellung des Jahresabschlusses der AXA Krankenversicherung AG hat Österreichs Finanzmarktaufsicht (FMA) am 1. März 2015 gemäß "Bundesgesetz zur Sanierung und Abwicklung von Banken" (BaSAG) per Bescheid die Abwicklung der "Heta Asset Resolution AG" analog dem neuen europäischen Abwicklungsregime für Banken eingeleitet. Um einen Abwicklungsplan erstellen zu können, der den Zielen dieses neuen Regimes entspricht, hat die FMA kraft der ihr gesetzlich eingeräumten Befugnisse eine bis 31.05.2016 befristete Stundung von Verbindlichkeiten der Heta Asset Resolution AG gegenüber den Gläubigern gemäß BaSAG verhängt. Von dieser Stundung sind auch die Senior Anleihen der ehemaligen Hypo Alpe Adria Bank betroffen. Diese Senior Anleihen der Bank sind mit Gewährträgerhaftung des Bundeslandes Kärnten besichert. Diese Haftung besteht in Österreich für Verbindlichkeiten öffentlicher Banken, die innerhalb der bis 1. April 2007 vereinbarten Übergangsfristen begründet wurden und deren Laufzeit nicht über den 30.9.2017 hinausgeht. Unsere Anleihen erfüllen diese Kriterien. Vor dem geschilderten Hintergrund gehen wir im Geschäftsjahr 2015 von einer Wertminderung in einem zweistelligen niedrigen Millionenbereich aus.

Von uns betriebene Versicherungszweige

Lebensversicherung

Krankenversicherung

Schaden- und Unfallversicherung

Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Rechtsschutzversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Feuerversicherung

Einbruchdiebstahlversicherung

Leitungswasserversicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Hagelversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Technische Versicherungen

Einheitsversicherung

Transportversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungsversicherung (Extended Coverage)

Betriebsunterbrechungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Sonstige Sachschadenversicherungen

Sonstige Vermögensschadenversicherungen

Prognoseabgleich

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse zum 31. Dezember 2014 im Vergleich zu Prognoseangaben für den 31. Dezember 2014 im Ausblick des Geschäftsberichtes 2013:

Prognosen
31. Dezember 2014 31. Dezember 2014
--- --- ---
Gebuchte Bruttobeiträge Anstieg um +1,2% Anstieg im Rahmen von 1,0 bis 1,5%
Netto-Schaden-Kostenquote Verbesserung um -2,6%-Pkt. auf 95,7% moderate Verbesserung der Schadenquote
Kosten Gesamtkosten mit 2,32 Mrd. Euro um 49 Mio. Euro unter Vorjahr; Rückgang Brutto Kostenquote Schaden/Unfall um -0,6% Rückgang Kostenquote von ca. -1,0%
Finanzanlageergebnis Anstieg des Finanzanlageergebnisses um 150 Mio. Euro auf 3.206 Mio. Euro (+ 4,9%) Anstieg um 5,5 bis 7,0%
Konzernergebnis nach Steuern Anstieg um 14,6% auf 489,5 Mio. Euro Anstieg um ca. 8,0 bis 9,0%

Der Grund für die positive Abweichung ergibt sich aus den explizit genannten Indikatoren, die insgesamt positiver eingetreten sind. Eine Ausnahme hat sich bei nicht geplanten Sonderabschreibungen mit Auswirkung auf das Kapitalanlageergebnis ergeben.

Ausblick und Chancen

Positive Wirtschaftsentwicklung vor Fortsetzung

Die deutsche Wirtschaft wird ihre positive Entwicklung im laufenden Jahr fortsetzen. Darin sind sich sowohl Bundesregierung als auch Deutsche Bundesbank einig. Während die Bundesregierung in ihrem Ende Januar 2015 veröffentlichten Jahreswirtschaftsbericht 2015 von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 % ausgeht, ist die Deutsche Bundesbank in ihrer im Dezember 2014 veröffentlichten Prognose etwas zurückhaltender: Sie erwartet für 2015 einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 1,0 %, kalenderbereinigt sogar um lediglich 0,8 %.

Nach Einschätzung der Bundesregierung stimulieren vor allem die privaten Konsumausgaben die Entwicklung. Der neu eingeführte Mindestlohn, die Anhebung und Ausweitung der gesetzlichen Rentenleistungen sowie höhere verfügbare Einkommen der privaten Haushalte werden die Konsumnachfrage stärken. Positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung erwartet die Bundesregierung außerdem durch eine weiterhin hohe Investitionsbereitschaft der Unternehmen, eine solide Baukonjunktur und spürbar gesunkene Rohstoff- und Energiepreise. Bundesregierung und Deutsche Bundesbank gehen übereinstimmend davon aus, dass die Zahl der Erwerbstätigen nochmals steigt.

Branche für 2015 verhalten optimistisch

Angesichts der guten Verfassung der deutschen Wirtschaft dürfte auch die hiesige Versicherungswirtschaft vor einem weiteren leichten Wachstum im Jahr 2015 stehen. Nach der alles in allem günstigen Geschäftsentwicklung im Jahr 2014 zeigt sich die Branche für die laufende Jahr verhalten optimistisch. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft erwartet in einer Mitte März veröffentlichten Einschätzung, dass die Branche 2015 auf einem stabilen, wenn auch sehr moderaten Wachstumspfad bleiben wird.

Größte Herausforderung bleiben die weiterhin niedrigen Zinsen. Neben der Geldpolitik wird das laufende Geschäftsjahr von der Vorbereitung der Unternehmen auf das neue europäische Aufsichtsrecht Solvency II geprägt sein. Hier befinden sich die Unternehmen in den kommenden Monaten auf der Zielgeraden, bevor die Regelungen dann 2016 in Kraft treten.

Günstige Prognosen für die Schaden- und Unfallversicherer des Konzerns

Bezogen auf die Schaden- und Unfallversicherung geht die AXA Versicherung AG für das Industrie - und Firmenkundengeschäft nach Stagnation beziehungsweise sogar Beitragsrückgang in 2014 in den kommenden Jahren wieder von einem kleinen Beitragsplus aus. Grund für diese insgesamt positive Prognose ist ein gut diversifiziertes Portfolio sowie innovative und lösungsorientierte Konzepte in Verbindung mit einer anerkannten Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten bietet die AXA Versicherung AG Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, an. Auch wenn in 2014 das Nachfragevolumen aufgrund geringerer baulicher Aktivitäten zurückging, konnte der Marktanteil gehalten werden. Im Firmenkundengeschäft wird das Produktangebot um marktgerechte, branchenspezifische Versicherungslösungen für Kleinbetriebe und Gewerbetreibende ergänzt. Auf Grundlage dieser konsequenten Ausrichtung der Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler wird auch für 2015 mit einer weiteren Stärkung der Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland gerechnet.

Im Privatkundengeschäft kann - trotz der verbesserten wirtschaftlichen Lage der Privathaushalte - für 2015 nur ein moderates Marktwachstum erwartet werden. Wesentlicher Grund für diese im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Wachstumsrate sind geringere Summen- und Beitragsanpassungen in den privaten Sach-, Haftpflicht- und Kraftfahrtversicherungen.

Für die AXA Versicherung AG erwarten wir im Privatkundengeschäft insgesamt erneut ein leichtes Beitragsplus, wobei wir den Fokus weiter auf ertragreiche Segmente legen. Diese Entwicklung soll durch ein Stückzahlwachstum vorwiegend im Kraftfahrtgeschäft sowie durch Beitragsanpassungen mit Augenmaß erreicht werden. Darüber hinaus stützen sich diese Wachstumsprognosen auf den sehr erfolgreichen Absatz aus einer flexiblen auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichteten Produktpalette. Hier ist insbesondere die neue Produktgeneration der Box - Produkte zu erwähnen, die über ein Bausteinsystem an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst werden können.

Die AXA Versicherung AG wird in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld die ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse nachhaltig verbessern. Aufgrund einer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie wird für 2015 trotz des niedrigen Zinsniveaus ein ordentliches Kapitalanlageergebnis in etwa auf Vorjahresniveau und aufgrund einer erneut verbesserten Schaden-Kostenquote insgesamt ein nochmals leicht steigender Jahresüberschuss erwartet.

Die Deutsche Beamtenversicherung AG erwartet auch in diesem Jahr einen Beitragszuwachs deutlich über Marktniveau, wobei der Fokus weiter auf ertragreichen Segmenten liegt. Diese Prognose wird durch ein Stückzahlwachstum vorwiegend im Kraftfahrtgeschäft sowie zusätzlich durch moderate Beitragsanpassungen in den Sach- und Kraftfahrtversicherungen gestützt. Darüber hinaus basiert diese Wachstumsprognose ebenfalls auf dem sehr erfolgreichen Absatz flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichteten Produkten. Hier ist insbesondere die neue Produktgeneration der Box-Produkte zu erwähnen, die über ein Bausteinsystem sehr flexibel an die spezifischen Kundenbedürfnisse angepasst werden können. Deutlich positive Effekte werden darüber hinaus aus der weiteren gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den öffentlichen Dienst erwartet. Mit speziellen Ansprachekonzepten, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, ist die Gesellschaft gut aufgestellt.

Auch die Deutsche Beamtenversicherung AG wird in dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld eine ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortsetzen und zugleich die Qualität und Effizienz der Prozesse nachhaltig verbessern. Wir erwarten deshalb eine weitere Verbesserung der Brutto-Schaden-Kostenquote, womit der Beitrag der Gesellschaft zum operativen Ergebnis der Gruppe nochmal steigen wird. Aufgrund des geringeren Kapitalanlagebestandes als Folge der durch die Änderung des Rückversicherungsvertrages rückgeführten Depots wird für 2015 ein entsprechend reduziertes ordentliches Kapitalanlageergebnis erwartet, so dass insgesamt gegenüber 2014 mit einer deutlich reduzierten Gewinnabführung gerechnet werden muss.

Bei der AXA easy Versicherung AG erwarten wir in diesem Jahr erneut einen deutlichen Stückzahl- und Beitragszuwachs, wobei auch in dieser Gesellschaft der Fokus auf ertragreichen Segmenten liegen wird. Die Wachstumsprognosen stützen sich auf einen erweiterten Internetauftritt sowie auf preislich attraktive und flexible Produktangebote.

In dem weiterhin schwierigen Wettbewerbsumfeld wird die ertragsorientierte Zeichnungspolitik unverändert fortgesetzt und die Gesellschaft kann zugleich von der nachhaltigen Verbesserung der Qualität und Effizienz der Prozesse profitieren. Nicht nur deshalb wird auch eine weitere Absenkung der Schaden-Kostenquote erwartet und auch in dieser Gesellschaft der Ergebnisbeitrag zum operativen Erfolg der Gruppe nochmal ansteigen. Aufgrund der Restrukturierung des Quotenrückversicherungsvertrages mit der AXA Versicherung AG erfolgt wegen des Wegfalls der Depotstellung eine Übertragung entsprechender Kapitalanlagen. Hieraus resultiert ein rückläufiges ordentliches Kapitalanlageergebnis, welches aber ein zumindest ausgeglichenes Ergebnis erwarten lässt.

Belastung der Lebensversicherungsunternehmen und Pensionskassen durch niedrige Kapitalmarktzinsen

Die weiter gesunkenen, historisch niedrigen Kapitalmarktzinsen stellen für alle Lebensversicherungsgesellschaften, aber auch die staatlichen Altersversorgungssysteme, eine zunehmende Herausforderung dar. Zur Sicherstellung künftiger Garantiezinsverpflichtungen sind bei Lebensversicherungsunternehmen Zinszusatzreserven bzw. Zinsverstärkungen im regulierten Bestand zu stellen, deren Finanzierung überwiegend, aber nicht nur, durch die Realisierung von Bewertungsreserven auf Kapitalanlagen erfolgen wird. Aktuelle Planrechnungen zeigen, dass im Szenario leicht steigender Zinsen gem. Unternehmensplanung die notwendige Zinszusatzreserve bzw. eine entsprechende Zinsverstärkung im regulierten Bestand finanziert werden kann. Dieses gilt auf Basis heutiger Erkenntnisse auch im Flachzinsszenario, in dem die Aufwände deutlich höher ausfallen würden. All dies stellt den deutschen Vorsorgemarkt weiterhin vor große Herausforderungen.

Trotz des nach wie vor anspruchsvollen Zins-Umfelds hält die AXA Lebensversicherung AG für 2015 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für die klassischen Renten- und Lebensversicherungen stabil bei 3,4%. Dazu kommen ein Schlussüberschuss sowie eine Sockelbeteiligung an den Bewertungsreserven. Damit bestätigt AXA die Verlässlichkeit und Stabilität in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Gleichermaßen steht auch die verantwortungsvolle Anlage der Kundengelder unter Sicherheits- und Renditeaspekten im Fokus. Aufgrund der Auswirkungen des Lebensversicherungsreformgesetzes wird die Gesamtverzinsung in 2015 mit im Schnitt 3,9% unter dem Vorjahresniveau von 4,2% liegen. Eine konsequente Anlagepolitik zur Vermeidung zu großer Durationsunterschiede auf der Aktiv- und Passivseite der Bilanz bildet die Grundlage für ein langfristig stabiles Kapitalanlagemanagement. Durch die Zugehörigkeit zur international starken AXA Gruppe profitiert die AXA Lebensversicherung AG vom globalen Know-how in der Kapitalanlage, weltweit breit diversifizierten Investments und einem ausgezeichneten Risikomanagement. Mit der wie in den Vorjahren über dem Marktschnitt liegenden finanziellen Stabilität der AXA Gruppe als Basis bleibt die Gesellschaft auch in schwierigen Kapitalmarktzeiten ein zuverlässiger und vertrauenswürdiger Partner für die Kunden.

Auch 2015 positioniert sich die AXA Lebensversicherung mit ihrer breiten Produktpalette als Vollsortimenter. Nach der erneuten Absenkung des Garantiezinses im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes auf nunmehr 1,25% gilt es, den Kunden auch unter diesen Voraussetzungen attraktive Produkte und Konditionen anzubieten, die den Kundenerwartungen nach Sicherheit einerseits und Renditechancen andererseits gerecht werden. In diesem Zusammenhang wird die AXA Lebensversicherung in der Altersvorsorge 2015 weiter auf das neue Produkt "Relax Rente" setzen. Diese Lösung wird auch künftig regelmäßig an Kundenerwartungen angepasst und weiter ausgestaltet. Neben der "Relax Rente" stehen in der Altersvorsorge weiterhin auch konventionelle Produkte mit hohen Sicherheiten sowie fondsgebundene Produkte zur Verfügung.

Ein weiterer Schwerpunkt wird 2015 auf dem Ausbau der Angebote zur Absicherung biometrischer Risiken liegen. Die hohe Expertise der AXA Lebensversicherung beim Pricing solcher Risiken ermöglicht es, dem Kunden attraktive Konditionen zu bieten. Die hervorragende Qualität der Berufsunfähigkeitsversicherungen von AXA wurde 2014 erneut durch Bestnoten im BU-Rating von Morgen&Morgen bestätigt.

Mit der Marke DBV Deutsche Beamten Lebensversicherung als Spezialist für den öffentlichen Dienst steht diese Kundengruppe weiterhin im Fokus der Vorsorge-Strategie des AXA Konzerns. Daneben wird aufgrund der weiter wachsenden Zielgruppe 50+ auch der Ruhestandsplanung vor allem durch Einmalbeiträge eine wichtige Bedeutung zukommen. Hier gilt es, den Kunden attraktive Angebote z. B. zur Wiederanlage fälliger Lebensversicherungen zu unterbreiten. Dabei wird bewusst Geschäft forciert, das für den Kunden und die Gesellschaft einen Mehrwert bietet. Produktseitig wird auch hier insbesondere auf die Relax Rente als Einmalbeitrags-Angebot gesetzt ebenso aber auch auf fondsgebundene Rentenversicherungen und auf die Kombination von Lebensversicherungs- mit Bankprodukten. Zur Schließung der wachsenden Versorgungslücke von Beschäftigen im Rentenalter gibt es attraktive Produkte für Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung.

Im Rahmen der Digitalisierungsaktivitäten des Konzerns steht im Jahr 2015 die Einführung eines neuen IT-Systems zur Bestandsführung im Mittelpunkt der Aktivitäten. Ebenso wird die digitale Unterstützung im Dialog mit Vertriebspartnern und Kunden weiter voran getrieben, zum Beispiel die Weiterentwicklung der 2014 erfolgreich eingeführten vollmaschinellen Risikoprüfung für die Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung direkt vor Ort. Diese Investitionen zeigen klar das Bekenntnis von AXA zum Lebensversicherungsmarkt in Deutschland und passen zur Strategie des Ausbaus der Digitalisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu Gunsten unserer Kunden und Vertriebspartner.

Die eingeschlagene Strategie des profitablen Neugeschäftswachstums bei gleichzeitiger Verbesserung des Kundenservice und eine Verringerung der Komplexität werden konsequent fortgeführt. So kann die Gesellschaft für 2015 ein leichtes Neugeschäftswachstum und eine Steigerung des Unternehmensergebnisses erreichen. Abgerundet wird die Strategie durch eine risikoorientierte und auf Diversifikation setzende Kapitalanlagestrategie verbunden mit einem vorausschauenden Management der Versicherungsbestände im Kontext niedriger Zinsen. Als Folge des profitablen Neugeschäftswachstums bei allerdings rückläufigem Bestand der klassischen Kapitallebensversicherungen wird 2015 ein leichter Rückgang der Beitragseinnahmen erwartet.

Das Kapitalanlageergebnis wird in den nächsten Jahren als Folge höherer außerordentlicher Erträge zur Gegenfinanzierung der weiter stark ansteigenden Zinszusatzreserve auf einem deutlich höheren Niveau liegen. Bei den Kosten wird 2015 und in den nächsten Jahren ein moderater Anstieg als Folge der Investitionen in ein neues IT-Systems zur Bestandsführung erwartet.

Insgesamt wird für 2015 durch Sondereffekte noch eine moderate Steigerung des Unternehmensergebnisses erwartet. Allerdings kann bei anhaltend niedrigem Zinsniveau und dann notwendigen hohen Zuführungen zur Zinszusatzreserve dieses Niveau voraussichtlich nicht gehalten werden.

Durch die aktuellen Entwicklungen des Marktumfeldes sieht die Deutsche Ärzteversicherung AG als spezialisierter Qualitätsversicherer für das Kundensegment akademische Heilberufe weiteres zukünftiges Wachstumspotenzial. Nicht zuletzt infolge der demografischen Entwicklung in Deutschland und der damit einhergehenden Alterung der Gesellschaft wird der Bedarf nach professioneller, medizinischer Versorgung weiter zunehmen und somit Wachstum sowie Beschäftigung dieser Zielgruppe sichern. Durch die klare Fokussierung auf die akademischen Heilberufe ist es möglich auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte und Beratungsdienstleistungen anzubieten und die Positionierung als der Standesversicherer am Markt weiter stärken zu können. Durch eine konsequente Weiterentwicklung der Service- und Beratungsdienstleistungen für alle Berufs- und Lebensphasen unserer Zielgruppen verfolgen wir das Ziel, zusätzliche Potenziale in den Segmenten der akademischen Heilberufe zu erschließen.

Die Deutsche Ärzteversicherung bietet ein vollumfängliches Produktangebot für alle Berufs- und Lebensphasen eines Arztes an, welches in 2014 erfolgreich um die Relax Rente erweitert wurde. Die Relax Rente ist als innovatives Altersvorsorgeprodukt 2014 mit dem goldenen Bullen ausgezeichnet worden und bietet den Kunden die Möglichkeit bei garantiertem Erhalt der eingezahlten Bruttobeiträge zu 100% gleichzeitig an den Renditechancen des Kapitalmarkts zu partizipieren. Die Kombination von Sicherheit und Renditechancen sowie die Flexibilität die Relax Rente auf die unterschiedlichen Bedürfnisse des Kunden anpassen zu können, haben dazu geführt, dass die Relax Rente bereits im ersten Jahr eine starke Positionierung im Markt einnehmen konnte.

Mit der Tarifgeneration 2015, welche maßgeblich durch die Anforderungen aus dem Lebensversicherungsreformgesetz bestimmt wurde, konnte die Positionierung der Relax Rente bei Erhalt der Bruttobeitragsgarantie und das ausgezeichnete Preis- und Leistungsverhältnis unserer vielfach prämierten Berufsunfähigkeitsversicherung erfolgreich bestätigt werden, sodass wir von zusätzlichen Wachstumsimpulsen im Neugeschäft für 2015 ausgehen. Im Zuge der Umstellung der Rechnungsgrundlagen konnten zum Teil Verbesserungen in der Profitabilität und somit auch eine weitere Stärkung der Solidität der Gesellschaft erreicht werden. In Verbindung mit der fortgesetzten Empfehlung der neuen Tarifgeneration durch unsere starken berufsständischen Partner sind wir überzeugt, weiterhin ein sehr attraktives Produktangebot anbieten zu können.

Die Herausforderung wird auch in 2015 darin liegen, die Wachstumsimpulse vertrieblich aufzugreifen und umzusetzen. Als erste Säule werden wir die kontinuierliche Weiterentwicklung der Exklusivorganisation der Deutsche Ärzte Finanz voranbringen. Die Exklusivorganisation bietet eine Beratungsqualität auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau an, welche als Grundvoraussetzung dient, die qualitativ hochwertigen Produkte bedarfsgerecht zu vermitteln. Daneben wird die Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Kooperationspartner, der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank, sowie der gemeinsamen Vertriebstochter apoFinanz, als zweite vertriebliche Säule weiter ausgebaut. In 2014 konnte nach einer erfolgreichen strategischen Neuausrichtung der Vertriebsorganisation der Deutschen Ärzte- und Apothekerbank sowie der vertrieblichen Unterstützung durch die Deutsche Ärzteversicherung eine Stabilisierung im Neugeschäftsvolumen erreicht werden. Für 2015 werden im Bankenvertrieb insbesondere durch die am Markt einzigartigen Produktspezifika der Relax Rente im Einmalbeitragsgeschäft weitere Wachstumschancen gesehen. Im Geschäft gegen laufenden Beitrag erwarten wir über alle Vertriebswege ein leicht zunehmendes Neugeschäftsvolumen.

Das bilanzielle Ergebnis der Deutschen Ärzteversicherung wird neben der Entwicklung des Neugeschäfts maßgeblich durch Veränderungen des Kapitalmarktes beeinflusst. Die Zinsen, insbesondere für Anlagen hoher und höchster Bonität, bewegen sich auf der gesamten Zinsstrukturkurve auf einem historisch niedrigen Niveau. Vor dem Hintergrund der anhaltenden Refinanzierungsprobleme einzelner Staaten im Euroraum sowie der Unsicherheit des zukünftigen Verhaltens der Zentralbanken lassen sich jedoch keine validen Prognosen über die Entwicklung des Zinsumfeldes in 2015 treffen. Die Aktienmärkte sind in 2014 sehr volatil gewesen und auch für 2015 besteht Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Deshalb werden wir weiterhin in einem sehr engen Austausch mit der AXA Deutschland eine sicherheitsorientierte Kapitalanlagestrategie verfolgen.

Als Folge des Niedrigzinsumfeldes erwartet auch die Deutsche Ärzte Versicherung in den Folgejahren einen spürbaren Rückgang des ordentlichen Kapitalergebnisses und wird daher trotz konstanter Beiträge das hohe Ergebnisniveau nicht halten können. Bei den Kosten wird 2015 und in den nächsten Jahren ein moderater Anstieg als Folge der Investitionen in ein neues IT-Systems zur Bestandsführung erwartet.

Die prognostizierte, konjunkturelle Entwicklung mit generell positiven Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gibt Anlass, dass die betriebliche Altersversorgung weiter Verbreitung in Deutschland findet, so dass sich die Pro bAV als eine der größten Wettbewerbspensionskassen in Deutschland weiter gut im Markt positionieren sollte. Anders als die Lebensversicherungsunternehmen verfügen aber die deregulierten, erst ab 2002 gegründeten Pensionskassen, jedoch nicht über weitere Finanzierungsquellen wie Kosten- und Risikogewinne oder hohe freie Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

Das Niedrigzinsumfeld bestimmt zunehmend auch das Produktangebot. Mit der Absenkung des Höchstrechnungszinses für ab 1. Januar 2015 abgeschlossene Verträge von 1,75 % auf 1,25 % durch das LVRG bietet die Pro bAV Pensionskasse das fondsgebundene Produkt für das Neugeschäft nicht mehr an. Im Bestand wird das fondsgebundene Produkt weiterhin angeboten, um das Produktangebot für kollektivvertragliche Regelungen aufrecht zu erhalten.

Mit der konventionellen Rentenversicherung und der fondsgebundenen Rentenversicherung für das Bestandsneugeschäft ist das Produktspektrum weiterhin breit aufgestellt und durch die Wahl von zusätzlichem Versicherungsschutz wie Berufsunfähigkeits- und/ oder Hinterbliebenenabsicherung variabel. Durch Zuzahlungsmöglichkeiten lässt sich die Beitragszahlung flexibel auf die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen.

Auch in der preislichen Positionierung ist die Pro bAV Pensionskasse im Markt der Wettbewerbspensionskassen weiterhin in einer guten Position. In 2015 gilt für die aktuelle Tarifgeneration eine Deklaration der laufenden Überschussbeteiligung von 3,0% (diese gilt auch für Versicherungsbestände im Bestandsneugeschäft der ehemaligen winsecura Pensionskasse AG).

Die Pro bAV Pensionskasse geht für das Jahr 2015 und die Folgejahre von abnehmenden Versicherungsbeständen und dementsprechend zurückgehenden Beitragseinnahmen aus. Das Kapitalergebnis wird in den nächsten Jahren als Folge höherer außerordentlicher Erträge zur Gegenfinanzierung der weiter stark ansteigenden Zinszusatzreserve deutlich zunehmen. Bei den Kosten erwarten wir für 2015 einen moderaten Anstieg basierend auf Aufwendungen der Systemmigration eines neuen Bestandsführungssystems. Für die Folgejahre gehen wir von einem sukzessiven spürbaren Rückgang der Kosten, getrieben durch rückläufige Belastung aus der Systemmigration des neuen Bestandsführungssystems sowie durch Einsparungen im Rahmen der konzernweiten Kostensenkungsmaßnahmen aus. Vor dem Hintergrund der Kapitalmarktentwicklung und des weiteren Aufbaus der Zinszusatzreserve wird für die nächsten zwei bis drei Jahre von ausgeglichenen Ergebnissen ausgegangen. Danach wären weitere finanzielle Mittel durch die Gesellschaft bzw. die Eigentümer zu generieren.

Private Krankenversicherer vor neuen Herausforderungen

Angesichts ausgesprochen stabiler regulatorischer Rahmenbedingungen stehen für die Privaten Krankenversicherer (PKV) mittlerweile neue Themen im Vordergrund. Insbesondere bietet die Digitalisierung neben neuen Vertriebskonzepten, verschlankten Arbeitsabläufen und kundenfokussierter Kommunikation auch enorme Chancen der Vertragsgestaltung und der Leistungserbringung für die Kunden. Im Spannungsverhältnis zum gesetzlichen Datenschutz, zur individuellen Bereitschaft zur Datenpreisgabe und zu Datensicherungsmaßnahmen eröffnen sich für den Kunden neuartige Möglichkeiten längerer Gesundheit auf höherem Niveau sowie bei Bedarf schnellerer und vollständigerer Genesung. Die gesellschaftliche Diskussion hierüber beginnt gerade. Gelingt es der PKV, für diese Nutzenpotenziale zu begeistern, wird nicht nur die Lebensqualität der Kunden spürbar verbessert, sondern es können sich auch positive Kostenentwicklungen ergeben.

Aktuell ist die Beitragsentwicklung belastet durch die angespannte Situation an den Kapitalmärkten. Auf mittlere Sicht ist für Rentenpapiere, die aus Risiko- und damit inzwischen auch aus Eigenkapitalgründen weiterhin den mit Abstand größten Teil der Kapitalanlagen ausmachen, nicht mit einer Verbesserung der Zinssituation zu rechnen. Die daraus folgende Absenkung des Rechnungszinses verteuert die Prämien. Wenn sich später die Zinssituation wieder normalisiert, entsteht allerdings hierdurch natürlich eine Entlastung. Wann dies sein wird, kann derzeit nicht seriös vorhergesagt werden.

AXA Kranken wird Chancen verantwortungsbewusst und konsequent nutzen

Die AXA Kranken nutzt bereits heute die Chancen der fortschreitenden Digitalisierung zum Vorteil der Patienten. So bietet der Krankenversicherer Patienten digitale Lösungen zum Gesundheitsmanagement. Damit erweitert AXA sein bereits auch extern bestens bewertetes Leistungs- und Gesundheitsmanagement gesundheitsservice360°. Zum Beispiel übernimmt AXA als erste private Krankenversicherung die Kosten für ein "digitales Medikament" - einer internetbasierten Therapie für Kinder mit Sehschwäche. Darüber hinaus nutzt AXA etablierte Praxis-Software-Lösungen, um die Kommunikation zwischen Arzt und Patient zu verbessern. Sie unterstützt Ärzte in der Begleitung chronisch erkrankter Patienten, unter anderem durch gezielte Informationen zur sicheren Medikamentenvergabe und -einnahme. Patienten profitieren davon, dass gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden.

Ferner hoffen die Privaten Krankenversicherer weiterhin auf die Bereitschaft der Bundesregierung, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer, nachhaltiger und damit zukunftsfähiger wird das deutsche Gesundheitssystem werden.

Die traditionelle Stärke bei Vollversicherungen, insbesondere im öffentlichen Dienst sowie für Ärzte und Heilberufe, wird fortgeführt und ausgebaut. Das Segment der Zusatzversicherungen bildet aber weiterhin das strategische Wachstumsfeld, insbesondere bei den erfolgreichen innovativen Pflege- und Zahn-Ergänzungsprodukte. Dies gilt auch hinsichtlich der zunehmenden Nachfrage nach maßgeschneiderter betrieblicher Krankenversicherung. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. Gerade in diesem Segment profitiert die AXA Krankenversicherung als Teil eines veritablen Weltkonzerns.

Auch in der Krankversicherung belegen flexible und umfassende Angebote die gesellschaftliche Verantwortung der AXA Gruppe, Menschen die Möglichkeit zur individuellen Absicherung ihrer finanziellen Lebensrisiken zu geben.

Aufgrund einer risiko- und ertragsoptimierten Kapitalanlagestrategie wird in der AXA Kranken für 2015 trotz des weiterhin niedrigen Zinsniveaus ein Kapitalanlageergebnis auf Vorjahresniveau erwartet. Als Folge der genannten Wachstumspotenziale können auch für 2015 und die Folgejahre erneut ein moderater Beitragsanstieg erwartet. Bei konstanter Entwicklung der Kosten führt dies zu einem Unternehmensergebnis, das leicht über dem Niveau des Jahres 2014 liegen wird. Für die Folgejahre gehen wir davon aus, dieses Ergebnisniveau zumindest halten zu können.

AXA Bank mit Ergebnisverbesserung in 2015

Im Einklang mit der AXA-Gruppe rechnet die AXA Bank mit gleichbleibenden bis leicht sinkenden kurzfristigen Zinsen und leicht steigenden langfristigen Zinsen bis 2016. Ab 2017 wird ein leicht steigendes Zinsumfeld angenommen. Auf Basis der relevanten Leistungsindikatoren erwartet die AXA Bank ein abermals deutlich höheres Volumen an Kreditneugeschäft und eine leichte Zunahme des Bilanzvolumens. Hieraus wird ein moderates Wachstum des Zins- und Provisionsergebnisses sowie eine leichte Verringerung der Verwaltungsaufwendungen prognostiziert. Unter der Voraussetzung gleicher Rahmenbedingungen ist mit einem leicht verbesserten Ergebnis nach Steuern in Höhe von ca. 5,2 Mio. Euro zu rechnen. Die Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt könnten auf das Gesamtergebnis der Bank jedoch wesentlichen Einfluss nehmen.

Die Wachstumsraten im letzten Geschäftsjahr haben gezeigt, dass innerhalb der Exklusiv-Vertriebsorganisation der AXA Deutschland weiterhin ein hohes Wachstumspotenzial für die AXA Bank besteht. Hierzu sollen in Zukunft noch mehr Agenturen gewonnen werden, aktiv Bankgeschäft zu betreiben. Nach der erfolgreichen Einführung des Online-Portals für Kundeneinlagen sollen weitere Digitalisierungsschritte etwa für Kredite und Depotgeschäft folgen. Diese zusätzlichen Online-Funktionalitäten sollen helfen, Neugeschäft zu akquirieren und Geschäftsprozesse weiter zu vereinfachen.

AXA Konzern insgesamt mit positiven operativen Ergebnisaussichten

Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir für den AXA Konzern erneut eine positive Entwicklung der operativen Ergebnisse. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, sind wir zuversichtlich, unsere Marktanteile insgesamt zu halten bzw. in selektierten Segmenten weiter auszubauen. Bei den "Gebuchten Bruttobeiträgen" gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von einem moderaten Wachstum von etwa 1 % aus.

Ein weiterer Hebel für den Erfolg unserer Gesamt-Strategie ist das Effizienzsteigerungsprogramm "focus to perform". Dieses Programm hatten wir im Jahr 2011 eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen unsere Ergebnisziele zu erreichen. Wir wollen durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice ständig verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern von 2011 bis 2015 um insgesamt 328 Mio. Euro senken. Dieses Ziel zu erreichen ist eine für alle Mitarbeiter und Führungskräfte gültige Maxime geworden.

Für 2015 erwarten wir bei den Schaden- und Unfallversicherern insgesamt eine stabile bis leicht verbesserte Kostenquote von 15,4 %. Außerdem gehen wir davon aus, dass sich die Versicherungstechnischen Netto-Aufwendungen - konkret die sogenannte Net Combined Ratio - angesichts konsequent selektiver Bestandentwicklung im Normalschadenbereich sowie notwendigen Tarifanpassungen in Verbindung mit leichten Kostenreduzierungen nochmals um ca. 2 %-Punkte reduzieren wird.

Für die Lebensversicherer, die Pensionskasse und auch die Krankenversicherung unserer Gruppe stellt sich die anhaltende Zinsentwicklung als enorme Herausforderung aber zugleich auch als Chance für ein erfolgreiches Bestandsmanagement und innovative Produktentwicklungen dar.

Aufgrund der Zinsentwicklung, welche einerseits die ordentlichen Kapitalanlageergebnisse drückt andererseits aber die stillen Reserven in den Kapitalanlagen weiter anwachsen lässt, wird der Anstieg des "Konzernergebnisses nach Steuern" moderat im einstelligen Prozentbereich liegen. Auch für die Folgejahre muss angesichts des Finanzierungsbedarfs für Zinsgarantien und Pensionsverpflichtungen eher von lediglich stabilen Konzernergebnissen ausgegangen werden.

Köln, den 28. April 2015

Der Vorstand

Konzernjahresabschluss 2014 Konzern-Bilanz

AKTIVA

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
5 Geschäfts- oder Firmenwert 1.024.239 1.024.239
6 Erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken)(a) 342.465 350.127
7 Sonstige immaterielle Vermögenswerte 126.557 107.647
Immaterielle Vermögenswerte 1.493.261 1.482.013
8 Aktivierte Abschlusskosten 3.664.157 3.470.001
Fremdgenutzte Grundstücke 1.492.654 1.527.984
Finanzinstrumente 76.238.684 67.622.051
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 3.339.593
9 Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft 81.487.514 72.489.628
9 Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft 1.389.448 1.059.111
10 Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 34.778 33.276
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 761.992 943.351
Sachanlagevermögen 47.947 43.185
18 Latente Steueransprüche 2.883 265.546
Sonstige Vermögenswerte 50.830 308.731
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 635.505 629.010
Abrechnungsforderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 32.681 41.530
Steuerforderungen 122.259 200.677
Sonstige Forderungen 966.962 895.994
11 Forderungen 1.757.407 1.767.210
12 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.163.737 1.161.325
GESAMTSUMME DER AKTIVA 91.803.125 82.714.646
Passiva
Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 1.348.432 1.344.607
Sonstige Rücklagen 3.492.464 2.891.523
Konzernergebnis, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 491.362 426.159
Eigenkapital, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 5.332.258 4.662.289
Eigenkapital, den nicht beherrschenden Anteilseignern / Minderheitsgesellschaftern zustehend 15.983 19.515
13 GESAMTES EIGENKAPITAL 5.348.241 4.681.804
Versicherungstechnische Rückstellungen aus dem Versicherungsgeschäft 59.249.632 58.250.387
Versicherungstechnische Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 3.339.593
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen 63.005.808 61.589.980
Verbindlichkeiten aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen 302.198 342.802
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 308.464 261.898
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 16.217.499 9.808.632
Derivative Finanzinstrumente verbunden mit Versicherungs- und Investmentverträgen 25.027 7.198
14 VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGS- UND INVESTMENTVERTRÄGEN 79.858.996 72.010.510
15 Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft 580.483 538.310
16 Sonstige Rückstellungen 2.998.269 2.446.119
18 Latente Steuerschulden 502.355 443.382
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen(a) 12.210 85.600
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und übernommenen Rückversicherungsgeschäft 380.725 463.222
Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 484.589 543.691
Steuerverbindlichkeiten 455.996 375.972
Sonstige Verbindlichkeiten 1.181.262 1.126.035
17 Verbindlichkeiten 2.514.782 2.594.521
GESAMTSUMME DER PASSIVA 91.803.125 82.714.646

Alle Kapitalanlageinstumente werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

(a) Bruttobetrag, vor Abzug von Steuern.

(a) Beträge werden ohne die Auswirkung von derivativen Finanzinstrumenten ausgewiesen.

Konzern- Gesamtergebnisrechnung

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang (In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gebuchte Bruttobeiträge 10.217.830 10.095.733
Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft 44.055 38.289
Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten 10.436 8.710
Gesamte Umsatzerlöse(a) 10.272.321 10.142.732
Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdiente Beitragsbestandteile -22.518 -39.727
Finanzanlageerträge(b) 2.482.693 2.634.403
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten, bilanziert zu Anschaffungskosten sowie zur Veräußerung verfügbar(c) 198.251 262.312
Realisierte Gewinne und Verluste sowie Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente(d) 603.033 250.274
davon: Marktwertveränderung von Finanzinstrumenten für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen(e) 320.718 424.325
Wertminderung von Finanzinstrumenten(f) -78.424 -90.974
20 Finanzanlageergebnis 3.205.552 3.056.015
Versicherungstechnische Aufwendungen(g) -10.854.612 -10.880.388
21 Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -147.241 -22.688
Aufwendungen aus dem Bankgeschäft -3.807 -2.758
22 Aufzinsungen und Aufwendungen aus aktivierten Abschlusskosten (netto) -788.224 -667.549
Abschreibungen auf erworbene Versicherungsbestände (Leben und Kranken) -7.661 -27.615
22 Verwaltungsaufwendungen -951.739 -999.561
Abgangsbedingte Auflösung der Abschreibung des Anlagevermögens - -
Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts sowie Abschreibungen von erworbenen Versicherungsbeständen (Schaden-Unfall) -6.371 -6.368
Sonstige Erträge und Aufwendungen -1.069 10.341
Versicherungstechnische Aufwendungen und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -12.760.724 -12.596.586
Ergebnis aus betrieblicher Geschäftstätigkeit vor Steuern 694.631 562.434
10 Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.081 2.339
Gesamtergebnis aus betrieblicher Tätigkeit vor Steuern 699.712 564.773
18 Ertragsteuern -210.256 -137.657
Konzernergebnis nach Steuern 489.456 427.116
davon: - -
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 491.362 426.159
den nicht beherrschenden Anteilen /Minderheitsgesellschaftern zustehend -1.906 957

(a) Vor abgegebenem Rückversicherungsgeschäft.

(b) Inklusive Verwaltungskosten für Finanzanlagen.

(c) Enthält Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(d) Enthält realisierte und unrealisierte Währungsgewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten bilanziert zu Anschaffungskosten u. zur Veräußerung verfügbar.

(e) Marktwertveränderungen von Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen werden durch eine Gegenbuchung unter den versicherungstechnischen Aufwendungen ausgeglichen.

(f) Ohne Wertaufholungen auf veräußerte Finanzanlagen.

(g) Inklusive Erträge und Aufwendungen aus derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten, jedoch ohne Marktwertveränderungen dieser Derivate.

Verkürzte Gesamtergebnisrechnung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gewinne und Verluste aus direkt im Eigenkapital erfaßten Finanzinstrumenten (inklusive nicht beherrschende Anteile) 1.006.856 -246.699
Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung (inklusive nicht beherrschende Anteile) 6.272 2.985
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen (inklusive nicht beherrschende Anteile) -355.353 184.470
Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden 657.775 -59.244
Konzernergebnis nach Steuern 489.456 427.116
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 491.362 426.159
den nicht beherrschenden Anteilen/Minderheitsgesellschaftern zustehend -1.906 957
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 1.147.231 367.872
davon:
den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 1.149.137 367.170
den nicht beherrschenden Anteilen/Minderheitsgesellschaftern zustehend -1.906 702

Beträge sind nach Überschussbeteiligung und Steuern dargestellt. Angaben zur Überschussbeteiligung und Steuern sind in den Anhängen 14 und 18 dargestellt.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2014 31.231 2,56 79.840 1.264.767 - 679.721
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - 3.995 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 3.995 - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 918.468
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - 918.468
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2014 31.231 2,56 79.840 1.268.762 - 1.598.190
Anteil der Aktionäre Anteil der Aktionäre
Sonstige Rücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzern-

ergebnis
Eigenkapital, den Anteils-

eignern zustehen
Nicht beherr-

schende Anteile
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Eigenkapital Stand 1. Januar 2014 34.199 - -4.531 2.182.134 426.159 4.662.290 19.515
Gezeichnetes Kapital - - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung - - - - - 3.995 -
Eigene Anteile - - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - -4.096 - -4.096 -945
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 426.159 -426.159 - -
Gezahlte Dividende - - - -479.068 - -479.068 -681
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - -57.005 -426.159 -479.169 -1.626
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - 918.468 -
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen 88.388 - - - - 88.388 -
Währungsschwankungen - - 6.272 - - 6.272 -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - -355.353 - -355.353 -
Konzernergebnis - - - - 491.362 491.362 -1.906
Gesamtergebnis des Periode 88.388 - 6.272 -355.353 491.362 1.149.137 -1.906
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2014 122.587 - 1.741 1.769.776 491.362 5.332.258 15.983
Anteil der Aktionäre
Grundkapital und Kapitalrücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Anzahl Aktien in Tausend Nennwert

in Euro
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten
--- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2013 31.231 2,56 79.840 1.261.491 - 915.858
Gezeichnetes Kapital - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung und Performance Shares - - - 3.276 - -
Eigene Anteile - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - - - -
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - - - -
Gezahlte Dividende - - - - - -
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 3.276 - -
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -236.137
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen - - - - - -
Währungsschwankungen - - - - - -
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - - - -
Konzernergebnis - - - - - -
Gesamtergebnis des Periode - - - - - -236.137
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2013 31.231 2,56 79.840 1.264.767 - 679.721
Anteil der Aktionäre Anteil der Aktionäre
Sonstige Rücklagen Sonstige Rücklagen
--- --- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro außer Aktien-Anzahl und -Nennwert) Rücklagen aus der Änderung des Marktwertes von Hedge Accounting Derivativen (Cash Flow Hedge) Sonstiges Rücklage aus der Währungs-

umrechnung
Nicht ausgeschüttete Gewinne und sonstige Rücklagen Konzern-

ergebnis
Eigenkapital, den Anteils-

eignern zustehen
Nicht beherr-

schende Anteile
--- --- --- --- --- --- --- ---
Eigenkapital Stand 1. Januar 2013 44.570 - -7.576 1.695.869 672.786 4.662.839 20.707
Gezeichnetes Kapital - - - - - - -
Kapitalrücklage - - - - - - -
Anteilsbasierte Vergütung und Performance Shares - - - - - 3.276 -
Eigene Anteile - - - - - - -
Sonstige Rücklagen mit Bezug zu eigenen Anteilen - - - - - - -
Eigenkapitalkomponente von zusammengesetzten Finanzinstrumenten - - - - - - -
Nachrangige Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit - - - - - - -
Sonstiges (inklusive Veränderung des Konsolidierungskreises) - - - 7.197 - 7.197 -1.242
Einstellung in die Gewinnrücklagen - - - 672.786 -672.786 - -
Gezahlte Dividende - - - -378.192 - -378.192 -652
Auswirkung aus Transaktionen mit Aktionären - - - 301.791 -672.786 -367.719 -1.894
Veränderung der Neubewertungsrücklage - - - - - -236.137 -190
Veränderung der Cash Flow Hedge Rücklagen -10.371 - - - - -10.371 -1
Währungsschwankungen - - 3.045 - - 3.045 -60
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen - - - 184.474 - 184.474 -4
Konzernergebnis - - - - 426.159 426.159 957
Gesamtergebnis des Periode -10.371 - 3.045 184.474 426.159 367.170 702
Eigenkapital Stand 31. Dezember 2013 34.199 - -4.531 2.182.134 426.159 4.662.290 19.515

(a) Vor Umstellung des Bilanzformates: Ausweis zum 01. Januar 2012 in den Gewinnrücklagen unter "Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste" i.H.v. -220.324 Tsd. Euro und "Sonstige" i.H.v. 2.297.037 Tsd. Euro

Die Aktien haben einen Nennwert von 2,56 Euro. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht ausgestattet. Im Gegenzug dafür erhalten die Inhaber dieser Aktiengattung gegenüber den Stammaktien, eine um 0,06 Euro höhere Dividende pro Stück, mindestens jedoch eine Dividende von 0,11 Euro pro Stück. Die Aktien sind voll einbezahlt. Bezüglich Erläuterungen zum Kapitalmanagement wird auf Seite 21 ff. im Lagebericht verwiesen.

Anzahl der Aktien Dividende je Aktie Ausschüttungssumme

in TSD. EURO
(In Tsd. Stück) 2014 2013 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Stammaktien 26.231 26.231 10,77 15,33 282.505 402.118
Vorzugsaktien 5.000 5.000 10,83 15,39 54.150 76.950
Gesamt 31.231 31.231 336.655 479.068

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. Euro 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit, inklusive der aufgegebenen Geschäftsbereiche vor Steuern 700 565
(+) Abschreibungsaufwendungen (netto)(a) 78 80
(+) Veränderung der aktivierten Abschlusskosten (netto) -194 -344
(+) Erhöhung/ (Auflösung) der Wertminderung von Finanzanlagen, Sachanlagevermögen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 78 91
(+) Veränderung des Zeitwerts von zur Veräußerung verfügbarer Finanzanlagen -758 -322
(+) Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto)(c) 2.104 1.923
(+) Erhöhung /(Auflösung) der sonstigen Rückstellungen (netto)(d) 20 14
Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -5 -2
Anpassung des Ergebnisses aus betrieblichen Geschäftstätigkeit um nicht zahlungswirksame Sachverhalte 1.324 1.440
Realisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen (netto) -43 -191
Anpassung aus der Umgliederung zu Investitions- und Finanzierungstätigkeiten -43 -191
(-) Erfolgswirksame Dividendenzahlungen im Geschäftsjahr -391 -499
(-) erfolgswirksames Finanzanlageergebnis -2.343 -2.331
Anpassung von periodisch abgegrenzten zu nicht abgegrenzten Transaktionen -2.734 -2.830
(+) Einzahlung aus Dividenden 388 531
(+) zahlungswirksames Finanzanlageergebnis 2.479 2.428
(-) Aufwendungen für Finanzanlagen (ohne Zinsen aus Finanzverbindlichkeiten und nachrangigen Verbindlichkeiten mit unbegrenzter Laufzeit, Nachbesicherungsverpflichtungen und Sonstiges) -110 -70
Zahlungsmittel aus dem Bankgeschäft (netto) 30 13
(+/-) Veränderung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit -130 -6
(+) Kapitalfluss aus sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto)(e) -158 175
(-) Steueraufwendungen im Geschäftsjahr gezahlt -16 -180
Sonstige Auswirkungen aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit und zahlungsunwirksame Anpassungen 20 78
Sonstige Anpassungen des Ergebnisses aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 2.503 2.963
KAPITALFLUSS AUS DER BETRIEBLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1.749 1.947
(-) Erwerb von Tochterunternehmen abzüglich erworbener Barreserve 127 -
(+) Veräußerung von Tochterunternehmen abzüglich veräußerter Barreserve -69 -
Kapitalfluss aus Veränderungen im Konsolidierungskreis 58 -
(+) Verkauf von Fremdkapitalinstrumenten(e) 6.316 6.078
(+) Verkauf von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds(e) (f) 1.380 4.019
(+) Verkauf von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten(e) 32 83
(+) Verkauf und/oder Rückzahlung von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) 1.477 1.067
Kapitalfluss aus Verkäufen und Rückzahlungen von Finanzanlagen(e) (f) (g) 9.206 11.247
(-) Erwerb von Fremdkapitalinstrumenten(e) -6.805 -10.036
(-) Erwerb von Eigenkapitalinstrumenten und nicht konsolidierten Investmentfonds(e) (f) -1.801 -1.916
(-) Erwerb von unmittelbar oder mittelbar gehaltenen, fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten(e) -49 -170
(-) Erwerb und/oder Emission von Darlehen und sonstigen Vermögenswerten(e) (g) -1.784 -1.513
Kapitalfluss aus Erwerben und Emissionen von Finanzanlagen(e) (f) (g) -10.440 -13.635
(+) Veräußerung von materiellen oder immateriellen Vermögenswerten - 6
(-) Erwerb von materiellen oder immateriellen Vermögenswerten -37 30
Kapitalfluss aus Veräußerungen und Erwerben von Anlagevermögen und immateriellen Vermögenswerten -37 36
KAPITALFLUSS AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT -1.213 -2.352
(-) Dividendenzahlungen -480 -379
Kapitalfluss aus Transaktionen mit Anteilseignern (netto) -480 -379
(+) Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung 2 2
(-) Gezahlte Zinsen aus der Fremdfinanzierung(h) -1 -1
Kapitalfluss aus Fremdfinanzierung (netto) 1 1
Effekte aus Finanzierungszahlungen und zahlungsunwirksamen Anpassungen - -
KAPITALFLUSS AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -480 -378
KAPITALFLUSS AUS AUFGEGEBENEN GESCHÄFTSBEREICHEN - -
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 1. JANUAR(i) 1.106 1.888
Kapitalfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 1.749 1.947
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit -1.213 -2.352
Kapitalfluss aus der Finanzierungstätigkeit -480 -378
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE AM 31. DEZEMBER(i) 1.163 1.106

(a) Beinhaltet die Aktivierung von Agien/Disagien und dazugehörige Abschreibungen sowie Abschreibungen von fremdgenutzten und eigengenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten (unmittelbar gehalten).

(b) Beinhaltet Wertminderungen und Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen bilanziert worden sind.

(c) Beinhaltet die Effekte aus der Rückversicherung und die Veränderungen der Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit Verträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(d) Beinhaltet vor allem die Veränderung der Drohverlustrückstellungen, der Rückstellungen für uneinbringliche / zweifelhafte Forderungen und die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte.

(e) Beinhaltet dazugehörige Derivate.

(f) Beinhaltet direkt oder von beherrschenden sowie nicht beherrschenden Investmentfonds gehaltene Eigenkapitalinstrumente.

(g) Beinhaltet Veräußerungen/Erwerbe von Vermögenswerten im Zusammenhang mit Versicherungs- und Investmentverträgen, bei denen der Versicherungsnehmer das Risiko selbst trägt.

(h) Beinhaltet Netto-Auswirkung der Zinsmarge von zu Sicherungszwecken gehaltenen Derivaten verbunden mit Finanzverbindlichkeiten.

(i) Nach Überziehungen.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind im Anhang 12 dargestellt.

Die Kapitalflussrechnung des AXA Konzerns erläutert den Stand der Zahlungsmittel und -äquivalente (laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände) zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres; die Ermittlung erfolgt somit wie in den Vorjahren nach der indirekten Methode.

Im Geschäftsjahr 2014 erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 57 Mio. Euro auf 1.163 Mio. (2013: 1.106 Mio.) Euro. Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 446 Mio. Euro dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf.

Der Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (1) verminderte sich auf 1.749 Mio. Euro (2013: 1.947 Mio. Euro).

Der mit der Investitionstätigkeit verbundene Zahlungsmittelabfluss beträgt 1.213 Mio. Euro (2013: 2.352 Mio. Euro).

Die Dividendenzahlung an die Anteilseigner (2014: 480 Mio. Euro / 2013: 378 Mio. Euro) wird als Kapitalabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Die erhaltenen Zins- und Dividendenzahlungen sowie die bezahlten Zinsen und Ertragssteuern sind unverändert zum Vorjahr vollständig dem Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit zugeordnet.

Die erhaltenen Zinsen betragen 2014: 2.479 Mio. Euro (2013: 2.428 Mio. Euro).

Die gezahlten Zinsen 2014 belaufen sich auf 110 Mio. Euro (2013: 70 Mio. Euro).

Die erhaltenen Dividenden betragen 2014: 388 Mio. Euro (2013: 531 Mio. Euro).

Die im Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigten gezahlten Ertragsteuern betragen 2014: 16 Mio. Euro (2013: 180 Mio. Euro).

Konzern-Anhang

Anhang 1: Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.1. Allgemeine Informationen

Die AXA Konzern AG und ihre Konzernunternehmen betreiben Geschäfte in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung, Pensionskassengeschäft, Bankgeschäft und Asset Management. Die Hauptverwaltung des deutschen AXA Konzerns befindet sich in Köln, Deutschland. Der Sitz der AXA Konzern AG ist Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 672. Muttergesellschaft des Konzerns ist die AXA S.A., Paris. Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln ist mit 25,63% an der AXA Konzern AG beteiligt.

1.2. Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

Der Konzernabschluss wird von der AXA Konzern AG gemäß der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315a HGB nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Vorstand der AXA Konzern AG hat am 28. April 2015 den Konzernabschluss aufgestellt. Es ist vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG mit Datum vom 21. Mai 2015 den Konzernabschluss billigt. Die Möglichkeit der Änderung des Konzernabschlusses durch die Hauptversammlung der AXA Konzern AG besteht nicht.

Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom IASB verabschiedeten Standards. Die bisher vorhandenen Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden alle Standards und Interpretationen angewendet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend ist und wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann es zu geringen Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Beträgen kommen.

Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 27 bis 47 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.

Folgende neu erlassene bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen sind erst für zukünftige Geschäftsjahre anzuwenden und wurden daher noch nicht berücksichtigt. Teilweise bedarf es noch der Übernahme durch die EU.

• IFRS 9 - Finanzinstrumente:

Das IASB hat am 24. Juli 2014 den endgültigen Standard IFRS 9 Finanzinstrumente veröffentlicht. Dieser löst den derzeit gültigen IAS 39 ab und ist für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Januar 2018 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Der Standard wurde noch nicht von der EU übernommen. Der IFRS 9 ist in drei Bestandteile unterteilt. Er beinhaltet die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Wertminderung und Hedge Accounting. Die Einführung des vollständig vorliegenden Standards IFRS 9 wird nach dem jetzigen Stand wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der AXA haben, die allerdings im Rahmen der Projektarbeiten zu IFRS 9 noch näher analysiert und quantifiziert werden müssen.

• IFRIC 21 - Abgaben:

Das IASB hat am 20. Mai 2013 die Interpretation IFRIC 21 Abgaben veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 14. Juni 2014 in europäisches Recht übernommen. Die Interpretation stellt für öffentliche Abgaben, die nicht in den Anwendungsbereich eines anderen IFRS fallen und die keine Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 darstellen, klar, wie und insbesondere wann solche Verpflichtungen im Abschluss als Verbindlichkeiten zu erfassen sind. Danach ist eine entsprechende Verpflichtung im Abschluss zu erfassen, sobald das Ereignis, welches die Zahlungspflicht gemäß der zugrundeliegenden gesetzlichen Vorschrift auslöst, eintritt. Hauptanwendungsfall für eine solche Abgabe im deutschen Rechtsraum ist die sog. Bankenabgabe. Die Interpretation tritt für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen. Für den deutschen AXA Konzern werden sich keine Anwendungsfälle ergeben. Insbesondere die Bankenabgabe wurde wegen Unterschreitung der Materialitätsgrenze in 2013 und 2014 von der in den Konzernabschluss einbezogenen AXA Bank AG nicht gezahlt. Es ist zu erwarten, dass diese Abgabe auch in 2015 nicht anfallen wird. Weitere Änderungen ergeben sich nicht.

• IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Erträgen mit Kunden:

Der IASB hat am 28. Mai 2014 zeitgleich mit dem FASB den neuen Standard zur Umsatzrealisierung IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden veröffentlicht. Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden. Der IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme. IFRS 15 ist erstmals in der ersten Berichtsperiode eines am 1. Januar 2017 oder danach beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine frühzeitige Anwendung zulässig ist. Die AXA beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Anwendung des IFRS 15 auf seinen Konzernabschluss haben kann.

Die nachstehenden neuen oder geänderten Standards haben voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss:

IFRS 14 - Regulatory Deferral Account

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IFRS 11: Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IAS 16 und IAS 38: Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen an IAS 27, Einzelabschlüsse - Anwendung der Equity-Methode im Einzelabschluss

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen an IAS 16, Sachanlagen, und IAS 41, Landwirtschaft - Landwirtschaft: Produzierende Pflanzen

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen)
Änderungen zu IAS 19: Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge

Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen)
"Annual Improvements to IFRSs" 2010-2012

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen)
"Annual Improvements to IFRSs" 2011-2013

(Erstanwendung für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen)

1.3. Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften sind einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses der AXA Konzern AG (31. Dezember) erstellt und in Abschlüsse transformiert worden, die dem konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen gemäß den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.

Die im Rahmen von IFRS 1 zulässigen Befreiungsvorschriften bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen wurden angewendet. Demnach erfolgte die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Um das Eigenkapital zu ermitteln, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren Zeitwerten angesetzt.

Die für die 1999 erworbene ehemalige Albingia-Gruppe ermittelten Unterschiedsbeträge wurden wegen ihrer erheblichen Größenordnung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und bis zum 31. Dezember 2003 nach HGB ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Januar 2004 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft und falls erforderlich außerplanmäßig abgeschrieben.

Der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust wird grundsätzlich von dem jeweiligen Ergebnis der konsolidierten IFRS-Bilanz entsprechend ihrer Beteiligungsquote ermittelt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Zwischenergebnisse sowie Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung in Euro erfolgte für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit den Kursen zum Bilanzstichtag.

In den Konzernabschluss sind neben der AXA Konzern AG wesentliche verbundene Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften einbezogen worden, über die eine Beherrschung besteht. Die Wesentlichkeit als Ermessenspielraum wurden in Anlehnung an das von der AXA Gruppe weltweit angewendete Verfahren (Erträge, Ergebnis, Aktiva, Eigenkapital und langfristige Verbindlichkeiten gegenüber konzernfremden Dritten der Tochterunternehmen im Verhältnis zum Vorjahreskonzernabschluss) ermittelt. Gemäß IFRS 10, beherrscht der Konzern ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Konzernergebnis erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.

Unternehmen, auf die die AXA Konzern AG oder ein verbundenes konsolidiertes Tochterunternehmen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen, Stimmrechte zwischen 20% und 50%), wurden gemäß IFRS 11 mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der AXA Konzern AG wurden die im Anhang 2 ausgewiesenen Tochtergesellschaften voll konsolidiert. Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2014 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Die AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Köln ist auf die AXA Konzern AG, Köln angewachsen. Die GANYMED Erste Beteiligungsverwaltungs Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln ist auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln angewachsen. Die VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth wurde im Jahr 2014 veräußert. Infolgedessen wurden auch die AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, die BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth, die ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth und die FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln entkonsolidiert und die BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel nicht mehr at-equity einbezogen. Aufgrund der Verschmelzung der CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs GmbH, Köln auf die Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln wird letztgenannte Gesellschaft seit 2014 im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

1.4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1.4.1. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In den Jahren 2011 bis 2013 veröffentlichte das IASB folgende Standards bzw. Änderungen zu bestehenden Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2014 verpflichtend ist.

IFRS 10 - Konzernabschlüsse
IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen
IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Änderungen zu IAS 27 - Einzelabschlüsse
Änderungen zu IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Änderungen zu IAS 32 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden
Änderungen zu IAS 36 - Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht -finanziellen Vermögenswerten
Änderungen zu IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Änderungen zu IFRS 7 - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Am 12. Mai 2011 wurde vom IASB IFRS 10 Konzernabschlüsse veröffentlicht. Der Standard wurde am 29. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, in Kraft.

Im Mittelpunkt von IFRS 10 steht die Einführung eines einheitlichen Konsolidierungsmodells für sämtliche Unternehmen, welches auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Dieses ist sowohl auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die auf Stimmrechten basieren, als auch auf Mutter-Tochter-Verhältnisse, die sich aus anderen vertraglichen Vereinbarungen ergeben, anzuwenden. Folglich sind hiernach auch Zweckgesellschaften zu beurteilen, deren Konsolidierung gegenwärtig nach dem Risiko-/Chancen-Konzept (Risk and Reward-Concept) des SIC-12 erfolgt. Das Beherrschungskonzept gemäß IFRS 10 umfasst dabei folgende drei Elemente, die kumulativ erfüllt sein müssen: Verfügungsgewalt, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt. Die Änderungen des Konsolidierungskreises aufgrund der Neuregelung sind grundsätzlich retrospektiv abzubilden. Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis des AXA Konzerns ergeben sich nicht.

Im Zuge der Veröffentlichung des IFRS 10 wurde der alte Standard IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse in IAS 27 Einzelabschlüsse umbenannt und ebenfalls vom IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard wurde am 29. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Dieser regelt nur noch die unveränderten, auf separate IFRS Einzelabschlüsse anzuwendende Vorschriften.

IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen wurde ebenfalls als Ergebnis des Konsolidierungsprojekts des IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht und regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung (joint control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (joint venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) ausübt. Der neue Standard ersetzt die Standards IAS 31 Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten - nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Gleichzeitig wurde IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen geändert und an die neuen Vorschriften angepasst. Der Standard wurde am 29. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Die wesentliche Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen: Gemeinschaftsunternehmen sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bei Vorliegen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit sind Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbar sind, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Im AXA Konzern gibt es derzeit keinen Anwendungsfall für eine Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen, so dass diese Änderungen sich nach der derzeitigen Lage nicht auswirken werden.

Die Anhangangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements ergeben sich aus IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen. Dieser Standard wurde ebenfalls am 12. Mai 2011 vom IASB veröffentlicht und wurde am 29. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der IFRS 12 führt die Angabepflichten zu sämtlichen Beteiligungen an Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen sowie nicht konsolidierten strukturierten Gesellschaften in einem Standard zusammen. Gemäß dem neuen Standard müssen Unternehmen quantitative und qualitative Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei diesen Beteiligungsunternehmen verbunden sind, zu beurteilen. Die Angabepflichten wurden beim AXA-Konzern entsprechend umgesetzt.

Das IASB hat am 29. Mai 2013 Änderungen an dem Standard IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 19. Dezember 2013 in europäisches Recht übernommen.

Die Änderungen verlangen, anders als ursprünglich in den Standard durch IFRS 13 (Bemessung des beizulegenden Zeitwerts) eingebracht, eine Angabe für nur die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (oder Gruppen von Einheiten), für die in der laufenden Berichtsperiode eine Wertminderung oder Wertaufholung erfasst wurde. Der IASB nimmt mit dem Änderungsstandard somit eine entsprechende Korrektur der zu weit geratenen Anhangangabe des IAS 36 vor. Bei Vorliegen einer Wertminderung oder Wertaufholung eines Vermögenswerts oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit führt der Änderungsstandard neue Angabepflichten ein, wenn der erzielbare Betrag auf Grundlage des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Kosten der Veräußerung bestimmt wurde. Der Standard ist retrospektiv anzuwenden, jedoch nur auf Berichtsperioden, in denen bereits IFRS 13 zur Anwendung kommt. Die AXA wendet den Standard bereits in 2013 an. Da keine Wertminderungen im Rahmen des Goodwill Impairment Tests vorliegen, hat diese Änderung die Auswirkung, dass keine Angaben zu dem erzielbaren Betrag und weitere Anhangangaben bezüglich Wertminderung oder Wertaufholungen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten im deutschen Konzernabschluss der AXA dazu zu machen sind.

Der IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten überarbeitet und die Ergebnisse am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen an IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung sowie zu IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben veröffentlicht. Beide Änderungen wurden am 13. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Bei unveränderten Voraussetzungen bezüglich der Saldierung wurden zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Hierin wird u.a. betont, dass ein unbedingter, rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsanspruch auch bei Insolvenz einer beteiligten Partei vorliegen muss. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den AXA Konzernabschluss in 2014 haben mangels relevanter Sachverhalte.

Der IASB hat am 27. Juni 2013 Änderungen an IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung zur Novation von Derivaten und der Fortsetzung von Sicherungsgeschäften veröffentlicht. Die Änderung wurde am 19. Dezember 2013 in europäisches Recht übernommen. Aufgrund der Änderungen von Transparenz und Regulierungsaufsicht außerbörslicher Derivate im Rahmen der erforderlichen Änderungen durch die EU Verordnung "EMIR" sind Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen gezwungen, Derivate auf zentrale Gegenparteien umzustellen (Novation). Durch die Änderung des IAS 39 führt eine Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei unter bestimmten Voraussetzungen nicht zu einer Auflösung einer Sicherungsbeziehung. Dadurch ergeben sich keine Auswirkungen für den AXA-Konzern.

1.4.2. Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen bei der Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten zu treffen. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die anhand vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet wurden. Dabei können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Posten, die unter Berücksichtigung von Annahmen und Schätzungen bewertet werden, sind:

beizulegende Zeitwerte bestimmter Finanzinstrumente

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den Bewertungsannahmen beeinflusst.
erzielbare Beträge zur Bestimmung von Wertminderungen von Vermögenswerten (soweit nicht öffentlich festgestellte Marktpreise zur Verfügung stehen)

Bestimmte Vermögenswerte werden regelmäßig auf Hinweise für mögliche Wertminderungen untersucht. Es bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des zeitlichen Anfalls des wertmindernden Ereignisses.
versicherungstechnische Rückstellungen

Unsicherheiten bei der Bemessung der Deckungsrückstellung basieren auf Annahmen über den Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen. Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des Zeitpunkts der zukünftigen Schadenzahlungen.
latente Steuern

Bei der Bilanzierung von latenten Steuern werden Annahmen über die zeitliche Umkehrung der Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz sowie Annahmen über den erwarteten Steuersatz getroffen.
immaterielle Vermögenswerte (VBI und URR) und aktivierte Abschlusskosten (DAC)

Die Amortisation der erworbenen Versicherungsbestände (VBI), der aktivierten Abschlusskosten und der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile (URR) erfolgt anhand des Barwertes der erwarteten Bruttogewinne. Im Rahmen der Ermittlung spielen insbesondere Annahmen hinsichtlich Sterblichkeit, Zins und Kosten eine Rolle. Diese Annahmen sowie die Annahmen über zukünftiges Storno werden jährlich überprüft und angepasst. Die sich daraus ergebenden Effekte spiegeln sich als True Up-Werte in den entsprechenden Bilanzposten wider.
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Bei der Ermittlung der Werte für die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden Schätzannahmen bezüglich der Bewertungsparameter wie z.B. Sterblichkeit, Gehaltssteigerungen und Rechnungszins getroffen.
Sonstige Rückstellungen (z. B. Restrukturierungsrückstellungen, Prozesskostenrückstellungen) und Eventualverbindlichkeiten

Der Wertansatz der Sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird in Höhe des Barwertes der erwarteten Inanspruchnahme diskontiert. Sofern die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllt sind, erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien für den Ausweis einer entsprechenden Eventualverbindlichkeit Anwendung finden.

Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. direkt in den Erläuterungen zu den Werten dargestellt. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft und die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Änderung der Schätzung erfolgt.

1.4.3. Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Vermögenswerten- und Schulden gemäß den Regelungen des IFRS 13 zur Fair-Value Bewertung, sofern ein anderer Standard Bewertungen oder Angaben zum beizulegenden Zeitwert vorschreibt oder gestattet. IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" definiert den beizulegenden Zeitwert als den Preis, den man in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag beim Verkauf eines Vermögenswertes erhalten oder bei der Übertragung einer Schuld zu zahlen hätte. Für die Anhangangaben nach IFRS 13 sind die beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte, finanziellen Verbindlichkeiten und bestimmte nicht-finanzielle Vermögenswerte in eine dreistufige Fair Value Hierarchie einzuordnen. Die Zuordnung in eines der drei Level ist abhängig von den im Rahmen der Bewertung verwendeten Inputfaktoren. Die im folgenden beschriebenen Prinzipien betreffen im AXA Konzern hauptsächlich Vermögenswerte.

Marktpreise auf aktiven Märkten

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die an einem aktiven Markt gehandelt werden, wird von unveränderten notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen von Händlern abgeleitet, die am letzten Handelstag vor dem Bilanzstichtag sowie am Stichtag festgestellt werden, sofern Letzterer ein Handelstag ist. Ein Finanzinstrument gilt als an einem aktiven Markt notiert, wenn notierte Preise an einer Börse, von einem Händler, Broker, einer Branchengruppe, einem Preisberechnungs-Service oder einer Aufsichtsbehörde leicht und regelmäßig erhältlich sind und diese Preise aktuelle und regelmäßig auftretende Markttransaktionen wie unter unabhängigen Dritten darstellen. Finanzinstrumente, deren beizulegender Zeitwert durch unangepasste notierte Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ermittelt werden kann, werden im AXA Konzern dem Level 1 zugeordnet.

Aktiver Markt versus inaktiver Markt bei Finanzinstrumenten

Börsengehandelte Eigenkapitalinstrumente und öffentlich auf liquiden Märkten gehandelte Fremdkapitalinstrumente, werden mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis leicht verfügbar ist und repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Ein liquider Markt ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Vermögenswert im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit innerhalb einer begrenzten Zeitspanne zu dem Preis verkauft werden kann, zu dem das Finanzinstrument bewertet wurde. Bei Fremdkapitalinstrumenten wird die Liquidität mittels eines auf mehreren Kriterien basierenden Ansatzes bestimmt, der u.a. die Anzahl verfügbarer Preisnotierungen, den Emissionsort und die Veränderung der Geld-Briefspanne berücksichtigt.

Ein Finanzinstrument gilt als nicht an einem aktiven Markt notiert, wenn nur wenige Transaktionspreise zur Verfügung stehen, wenn es einen signifikanten Rückgang des Volumens oder des Ausmaßes der Aktivität für diesen Vermögenswert im Verhältnis zur normalen Marktaktivität für diesen Vermögenswert gegeben hat oder im Falle signifikanter Illiquidität des Marktes, wenn beobachtbare Preise nicht als repräsentativer Fair Value gelten können.

Nicht an einem aktiven Markt notierte Vermögenswerte und Schulden

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Vermögenswerten und Schulden, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden, erfolgt auf Grundlage von marktgerechten Preisinformationen externer und unabhängiger Preisservice-Agenturen bzw. marktgängigen Bewertungsmodellen unter der Berücksichtigung von angemessenen Bewertungsparametern. Der AXA Konzern ist bestrebt, sich bei der Ermittlung der Fair Values auf möglichst viele beobachtbare Inputfaktoren zu stützen. Hierzu werden vornehmlich externe Preisservice-Agenturen einbezogen, wie beispielsweise Fondsvermögensverwalter im Falle von nicht konsolidierten Investmentfonds.

Beizulegende Zeitwerte werden in Level 2 klassifiziert, falls der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist oder der Fair Value anhand von Bewertungsverfahren, die auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruhen, ermittelt wird. Solche Marktinputgrößen umfassen Verweise auf ehemals notierte Preise für identische Instrumente auf aktiven und nicht aktiven Märkten sowie notierte Preise für ähnliche Instrumente auf aktiven und inaktiven Märkten. Auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen umfassen auch Zinsstrukturkurven, Volatilitäten von Optionen und Währungsumrechnungskurse.

Falls für die Bewertung relevante Inputfaktoren nicht am Markt beobachtbar sind, wird der Fair Value mit anerkannten Bewertungsverfahren unter Verwendung von nicht-beobachtbaren Inputfaktoren ermittelt, die im Wesentlichen auf Annahmen und Schätzungen beruhen. Durch Anwendung eines Bewertungsverfahrens soll der Transaktionspreis festgestellt werden, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Für die Fair-Value Ermittlung kommen drei Bewertungsverfahren in Betracht:

Marktpreisorientierter Ansatz: Berücksichtigung von Preisen und anderen relevanten Daten, die durch Markttransaktionen mit identischen oder vergleichbaren Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten entstanden sind.
Kapitalwertorientierter Ansatz: Ableitung eines aktuellen diskontierten Betrags aus künftigen Beträgen unter Anwendung von Barwertverfahren (z.B. Discounted Cash Flow-Modelle) und Optionspreismodellen.
Kostenorientierter Ansatz: Ermittlung von Wiederbeschaffungskosten, die gegenwärtig erforderlich wären, um die Leistungskapazität eines Vermögenswerts zu ersetzen.

Die beizulegenden Zeitwerte, die im Wesentlichen auf nicht am Markt beobachtbaren Bewertungsparametern basieren, werden in der Fair-Value-Hierarchie dem Level 3 zugeordnet.

AKTIVA

1.5. Immaterielle Vermögenswerte

1.5.1. Geschäfts- oder Firmenwert und Test über die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird definiert als der positive Unterschiedsbetrag zwischen der Summe der übertragenen Gegenleistung (Kaufpreis) und dem Zeitwert des erworbenen Netto-Vermögens am Erwerbsstichtag (Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwertes).

Falls der Kaufpreis geringer ist als die zum Zeitpunkt des Erwerbes identifizierten Vermögenswerte abzgl. übernommenen Verbindlichkeiten, ist die Differenz erfolgswirksam zu vereinnahmen.

Anpassungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert können innerhalb von zwölf Monaten nach dem Erwerbsstichtag vorgenommen werden, falls neue Informationen verfügbar wurden, die dabei helfen, die Anfangsbilanzierung zu vervollständigen.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mit unbestimmter Nutzungsdauer angesetzt und deshalb nicht planmäßig abgeschrieben. Der Ausweis erfolgt zum Bruttobuchwert vermindert um den kumulierten Wertminderungsaufwand. Ein Test über die Werthaltigkeit des bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerts (Impairment-Test) wird jährlich durchgeführt. Er wird für jede einzelne zahlungsmittelgenerierende Einheiten durchgeführt. Dabei entsprechen die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den Segmenten, da diese jeweils weitgehend unabhängig voneinander Zahlungsmittel erwirtschaften. Ein Wertminderungs- bzw. Impairmentbedarf ergibt sich, wenn der Nutzungswert unter dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals des Segments liegt. Der Nutzungswert beruht auf dem Netto-Vermögen sowie auf den erwarteten zukünftigen Gewinnen aus dem laufenden Geschäft, die durch die zahlungsmittelgenerierende Einheit erwirtschaftet werden. Der Nutzungswert wird auf Basis des für Lebens- und Krankenversicherungsverträge relevanten Embedded Value-Modells bzw. durch ähnliche Berechnungen für das Segment Schaden- und Unfall ermittelt.

Nähere Erläuterungen zum bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwert und des durchgeführten Werthaltigkeitstests sind im Anhang 5 dargelegt.

1.5.2. Erworbene Versicherungsbestände (VBI) in den Segmenten Leben und Kranken

Der Wert der erworbenen Versicherungsbestände wird über die gesamte Vertragslaufzeit entsprechend der erwarteten Bruttogewinne amortisiert. Die Werthaltigkeit wird jährlich auf Basis aktueller Entwicklungen und Aktualisierung der Annahmen überprüft. Darüber hinaus fließt der Wert der erworbenen Versicherungsbestände in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtung gegenüber dem Versicherungsnehmer ein (Liability Adaquacy Test).

1.5.3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um selbst erstellte und erworbene Software, erworbene Versicherungsbestände im Bereich der Schaden- und Unfallversicherung sowie übrige sonstige erworbene immaterielle Vermögenswerte. Die selbst erstellte Software wird zu fortgeführten Herstellungskosten bilanziert. Die erworbene Software bzw. die nachträglich aktivierten Anschaffungskosten auf die Software sowie die erworbenen übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten ausgewiesen. Die Abschreibungen der Software erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über maximal 10 Jahre linear. Das aktivierte Recht aus der Ausschließlichkeitskooperation mit einem Vertriebspartner wird planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 6 Jahre abgeschrieben. Der erworbene Versicherungsbestand des Segments Schaden- und Unfallversicherung wird aufgrund seines deutlich kurzfristigeren Charakters im Vergleich zu dem erworbenen Versicherungsbestand der Segmente Leben und Kranken unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Abschreibung des erworbenen Versicherungsbestands erfolgt planmäßig entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear über 17 Jahre.

1. 6. Aktivierte Abschlusskosten

Abschlusskosten, die in direktem Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss von Versicherungsverträgen und Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung stehen und variabel zu dem akquirierten Neugeschäft sind, werden als Vermögenswert abgegrenzt. Hierzu zählen insbesondere gezahlte Abschlussprovisionen an den Vermittler sowie Kosten der Antragsprüfung und Policierung.

Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden die aktivierten Abschlusskosten proportional zu den Beitragseinnahmen amortisiert. Im Bereich Lebens- und Krankenversicherung hingegen erfolgt die Amortisation über die gesamte Vertragslaufzeit des Versicherungsbestandes entsprechend der erwarteten Bruttogewinne.

Die Werthaltigkeit des Vermögenswertes "aktivierte Abschlusskosten" wird jährlich überprüft. Sofern die aktivierten Abschlusskosten den Barwert der zukünftigen erwarteten Gewinne übersteigen, wird der nicht gedeckte Betrag sofort erfolgswirksam abgeschrieben. Darüber hinaus fließt der Vermögenswert in den Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer ein.

Der Ausweis erfolgt brutto, das heißt vor Abzug der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile. Die Amortisation dieser Rückstellung erfolgt analog der aktivierten Abschlusskosten über die Vertragslaufzeit anhand der erwarteten Bruttogewinne.

1.7. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Fremdgenutzte Grundstücke, die als langfristige Kapitalanlagen zu Investitionszwecken gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung vorliegt. Zur Bestimmung der Wertminderung werden externe Gutachten auf Basis von Ertragswertverfahren herangezogen, die anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachterträgen den Zeitwert der Grundstücke und Gebäude ermitteln, der dem erzielbaren Betrag entspricht. Kurzfristige Verkaufsabsichten werden bei der Wertermittlung berücksichtigt. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts werden die externen Gutachten in regelmäßigen Abständen sowie bei besonderem Bedarf angefordert. Eine Zuordnung zum fremdgenutzten bzw. eigengenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Erbbaurechte werden unter den sonstigen Forderungen ausgewiesen und über die Laufzeit des Rechts amortisiert.

1.8. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Ausleihungen, zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente sind nicht im Bestand. Die Klassifizierung erfolgt gem. IAS 39 bei Zugang in Abhängigkeit von Art und Verwendungszweck der Finanzinstrumente. Die Einteilung der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 entspricht der Kategorisierung nach IAS 39 wie unten dargestellt. Der erstmalige Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Im Falle eines finanziellen Vermögenswertes, der nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, erfolgt dies unter Einschluss von Transaktionskosten, die direkt dem Erwerb oder der Emission zuzurechnen sind. Finanzinstrumente werden grundsätzlich am Handelstag angesetzt und ausgebucht mit Ausnahme einiger personenbezogener Darlehen. Die Ausbuchung erfolgt, wenn vertragliche Rechte auf die Vereinnahmung der Zahlungsströme auslaufen, wenn wesentliche Risiken oder Chancen in Bezug auf das Eigentum auf Dritte übertragen werden oder wenn bei Vorliegen einer finanziellen Verbindlichkeit diese getilgt wird.

• Kredite und Forderungen

Die Kategorie Kredite und Forderungen beinhaltet einige festverzinsliche Wertpapiere, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt werden. Die unter diese Kategorie fallenden Darlehen und Ausleihungen werden überwiegend zum Handelstag erfasst und mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere

Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente wie Aktien und sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere, nicht konsolidierte Investmentfonds und festverzinsliche Wertpapiere) werden grundsätzlich zum Handelstag erfasst. Die Folgebewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne oder Verluste, die sich aus dem Vergleich zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten ergeben, werden nach Abzug von latenten Steuern und ggf. latenter Beitragsrückerstattung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinstrumente verrechnet. Agien und Disagien werden bei festverzinslichen Wertpapieren laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

• Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Kapitalanlagen, die durch Ausübung der Fair Value Option gemäß IAS 39 in diese Kategorie eingestuft wurden oder zum Zwecke des Handels und der kurzfristigen Gewinnerzielung erworben wurden, sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen. Die Wertpapiere werden grundsätzlich zum Handelstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Nicht realisierte Gewinne und Verluste aufgrund von Marktwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.

Beim erstmaligen Ansatz kann eine Designation als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente von Vermögenswerten durch die Fair Value Option gemäß IAS 39 erfolgen. Die Fair Value Option wird im AXA Konzern insbesondere bei den folgenden Sachverhalten in Anspruch genommen:

Nutzung der Fair Value Option zur Reduktion von Bewertungsinkongruenzen:

Finanzinstrumente, die Teil der Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind
Finanzinstrumente, die aus ökonomischen Gründen Gegenstand einer Sicherungsbeziehung sind, sich jedoch nicht gemäß den Anforderungen von IAS 39 als Grundgeschäft im Rahmen des Hedge Accounting qualifizieren

Durch die Ausübung der Fair Value Option bei strukturierten Finanzinstrumenten erfolgt keine Trennung der eingebetteten Derivate vom Grundgeschäft

Nutzung der Fair Value Option bei Portfolien, die sich aus aktiv gemanagten Finanzinstrumenten zusammensetzen und deren Rentabilität im Rahmen der Investmentstrategie auf Total Return Basis gesteuert werden. Bei diesen Investments stehen die Marktwertveränderungen und weniger die realisierten Kapitalanlageerträge im Vordergrund. Dies betrifft insbesondere Wertpapiere, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden und die im Einklang mit den Risikomanagement Richtlinien verwaltet werden ("Satellite Investment Portfolio")

In der Praxis werden die Vermögenswerte, die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, unterschieden nach:

Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios" (inkl. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherung) und Investmentkontrakte, die im Einklang mit der Asset- und Liability Management Strategie des AXA Konzerns gemanagt werden
Vermögenswerte des "Satellite Investment Portfolios", die die strategische Asset Allocation mittels eines dynamischen Asset Managements und unter der Maßgabe einer Renditemaximierung wiederspiegeln

Die Vermögenswerte des "Core Investment Portfolios", die durch konsolidierte Investmentfonds gehalten werden, sind grundsätzlich als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" einkategorisiert. Ausnahmen bestehen nur, wenn die Wertpapiere Bestandteil einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 (Hedge Accounting) sind oder wenn aufgrund von Bewertungsinkongruenzen bei diesen Wertpapieren die Fair Value Option ausgeübt wird. Die Vermögenswerte innerhalb des "Satellite Investment Portfolios" werden ausschließlich zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus der Bewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzinstrumente aus den Kategorien "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere", "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente" sowie jegliche Derivate werden im Rahmen der Folgebewertung mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt gemäß den Vorschriften des IFRS 13 (siehe Anhang 9). Dabei werden öffentlich gehandelte Wertpapiere soweit möglich mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Bei Wertpapieren, für die kein aktiver Markt existiert, werden die Zeitwerte grundsätzlich unter Zuhilfenahme von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern ermittelt. Der Zeitwert von Derivaten ergibt sich aus dem Wert der zugrunde liegenden Vermögenswerte und aus anderen Marktparametern. Öffentlich gehandelte Derivate werden auf der Grundlage öffentlich festgestellter Marktpreise bewertet. Außerbörslich gehandelte Derivate werden mit anerkannten Bewertungsmodellen (z.B. Optionspreismodell) auf Grundlage von aktuellen Marktparametern (z.B. Zinstrukturkurve, Volatilitäten, etc.) bewertet. Der Zeitwert entspricht den finanziellen Mitteln, die zur vollen Abdeckung zukünftiger Rechte und Verpflichtungen aus den betreffenden Finanzverträgen notwendig sind. Die Bewertung eines Kreditderivats, das zur Abbildung einer synthetischen Collateralized-Debt-Obligation abgeschlossen wurde, erfolgt auf Grundlage von Modellberechnungen der emittierenden Bank.

Wertpapiere und Darlehen der Bewertungskategorie "Kredite und Forderungen" werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt für Finanzinstrumente in dieser Bewertungskategorie grundsätzlich unter Anwendung von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurven).

Wertminderung von Finanzinstrumenten

An jedem Bilanzstichtag erfolgt eine Prüfung, ob bei einem finanziellen Vermögenswert oder einer Gruppe von Finanzanlagen, der / die entweder als zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanziert wird oder der / die als "Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere" eingestuft wird, eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Eine dauerhafte Wertminderung eines finanziellen Vermögenswertes oder einer Gruppe von Finanzanlagen wird grundsätzlich angenommen, wenn objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines oder mehrerer Ereignisse vorliegen und dieses Ereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des Vermögenswertes bzw. der Vermögenswerte hat.

Bei Wertpapieren, die in die Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" eingestuft werden, erfolgt bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung grundsätzlich eine erfolgswirksame Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert.

Festverzinsliche Wertpapiere der Kategorie "Jederzeit veräußerbare Wertpapiere" werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn der Gesamtbetrag der aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervorgehenden Ansprüche - gewöhnlich aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten - als ganz oder teilweise uneinbringlich betrachtet werden muss. Bei Genussrechten und stillen Einlagen wird von einer dauerhaften Wertminderung ausgegangen, soweit die Herabsetzung des Nominalbetrages erfolgt ist bzw. auf Grundlage unserer Erwartung wahrscheinlich ist und unserer Einschätzung nach der Kapitalnehmer den Nominalbetrag nicht bis zur Endfälligkeit wieder auffüllen wird oder wenn sich Auswirkungen auf die erwarteten geschätzten Cash Flows des Schuldtitels ergeben, die dazu führen, dass der Net Present Value geringer ist als die fortgeführten Anschaffungskosten. Nach bereits erfolgten Abschreibungen werden weitere Wertminderungen, die in nachfolgenden Berichtsperioden auf eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten zurückzuführen sind, zudem erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibungen erfasst. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn ihr Zeitwert am Bilanzstichtag signifikant (i.d.R. 20 %) oder länger (i.d.R. sechs Monate) anhaltend unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Reduziert sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertaufholung erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst. Erhöht sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertminderung erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibung erfasst.

Die Prüfung einer dauerhaften Wertminderung von Vermögenswerten, die zu historischen Anschaffungskosten bilanziert werden, erfolgt grundsätzlich bezogen auf das einzelne Investment. Bei einem dauerhaften Absinken des Marktwertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten (z.B. bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten) wird außerplanmäßig erfolgswirksam abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird die Wertaufholung ebenfalls erfolgswirksam erfasst, allerdings höchstens bis zu dem Wert der fortgeführten Anschaffungskosten.

Währungsumrechnung von Finanzinstrumente in fremder Währung

Die Währungsumrechnung bei den in Fremdwährung gehaltenen Finanzinstrumenten erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung der Kapitalanlagen zu monetären oder nicht monetären Positionen.

Monetäre Positionen sind Geldmittel, Vermögenswerte und Schulden, für die das Unternehmen einen festen oder bestimmbaren Betrag erhält oder Geld bezahlen muss. Hierzu zählen die Darlehen und Ausleihungen sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Bei nicht monetären Positionen handelt es sich um Realwerte wie Aktien und Beteiligungen.

Bei den monetären Positionen werden die aus dem Stichtagskurs ermittelten Währungskursschwankungen erfolgswirksam verbucht soweit sie auf die Anschaffungskosten entfallen. Bei den nicht monetären Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, wird nach der Klassifizierung der Wertpapiere unterschieden. Die gemäß Stichtagskurs ermittelten Währungsunterschiede werden bei einer Klassifizierung als Handelsbestand bzw. als Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designierte Finanzinstrumente erfolgswirksam verbucht und bei einer Klassifizierung als jederzeit veräußerbare Wertpapiere erfolgsneutral in die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital eingestellt.

1.9. Pensions- und Wertpapierleihgeschäfte

Wertpapierleihgeschäfte werden ausschließlich zur Ertragsmehrung abgeschlossen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Das Marktpreisrisiko verbleibt beim AXA Konzern als Leihgeber. Da kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt, werden die verliehenen Wertpapiere unverändert in der Bilanz des AXA Konzerns erfasst und nach den Anforderungen von IAS 39 bewertet. Die dem AXA Konzern als Sicherheit gestellten Wertpapiere werden nicht in der Konzern-Bilanz erfasst.

Die oben beschriebenen Darlehen und Ausleihungen beinhalten zudem ein umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft. Hierbei werden Wertpapiere erworben und gleichzeitig vereinbart, die Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs an den ursprünglichen Veräußerer zurückzuveräußern. Da die Chancen und Risiken aus einer Marktpreisänderung der Wertpapiere beim ursprünglichen Veräußerer verbleiben, weist der AXA Konzern die erworbenen Wertpapiere nicht in der Bilanz aus. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Darlehen und Ausleihungen ausgewiesen. Zinsen aus dem umgekehrten Wertpapierpensionsgeschäft werden ertragswirksam abgegrenzt.

1.10. Derivative Finanzinstrumente

Derivate werden bei ihrer erstmaligen Erfassung sowie in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden erfolgswirksam als unrealisierte Gewinne und Verluste in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Ausnahmen betreffen lediglich Derivate, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting designiert werden.

Grundsätzlich ist eine Designation von Sicherungsinstrumenten bzw. von Sicherungsgeschäften im Rahmen des Hedge Accounting gemäß den Anforderungen von IAS 39 bei drei unterschiedlichen Arten zulässig. Der AXA Konzern nutzt bzw. nutzte die Designation von Sicherungsinstrumenten im Rahmen des Hedge Accounting lediglich bei der folgenden Art:

Absicherung von Zahlungsströmen eines bereits bilanzierten Vermögenswertes in Fremdwährung (Cash Flow Hedge)
Absicherung einer erwarteten und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden künftigen Transaktion (Cash Flow Hedge)

Zu Beginn der Absicherung werden vom AXA Konzern sowohl die Sicherungsbeziehung als auch die Risikomanagementzielsetzungen und - strategien formal designiert und dokumentiert. Diese Dokumentation beinhaltet neben der Festlegung des Sicherungsinstruments, des Grundgeschäfts bzw. der abgesicherten Transaktion und die Art des abzusichernden Risikos eine Beschreibung der zu Beginn auftretenden und zudem der fortlaufenden Wirksamkeit des Sicherungsinstruments bei der Kompensation des abzusichernden Risikos.

Cash-Flow Hedges beseitigen das Risiko von Schwankungen in erwarteten zukünftigen Zahlungsströmen, das einem bestimmten Risiko in Zusammenhang mit einem bereits bilanzierten Vermögenswert, einer Verbindlichkeit oder einer geplanten Transaktion zugeordnet werden kann. Der Teil der Wertänderung der Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedging erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame bzw. ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- bzw. ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Bei Fälligkeit oder Veräußerung des Sicherungsinstrumentes sowie wenn das Sicherungsinstrument nicht mehr die Voraussetzungen zur Designation erfüllt, verbleibt der kumulierte Gewinn und Verlust aus dem Sicherungsinstrument im sonstigen Ergebnis, bis die erwartete Transaktion in den zukünftigen Perioden eintritt.

Derivative Finanzinstrumente schließen eingebettete Derivate ein, die als Bestandteil von strukturierten Finanzinstrumenten getrennt vom Basisvertrag bilanziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Unabhängig davon, ob Derivate als Sicherungsinstrumente im Rahmen des Hedge Accounting eingesetzt werden oder Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind, zeigt der AXA Konzern Derivate in der entsprechenden Bilanz-Position, in der die zugrundeliegenden Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten dargestellt werden.

Eine detaillierte Beschreibung zur Bestimmung und den Voraussetzungen im Rahmen des konzernweiten Einsatzes von Derivaten wird in Anhang 19 gegeben.

1.11. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt und über die Veränderung der entsprechenden Deckungsrückstellung ausgeglichen.

1.12. Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft

Die Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft setzen sich im Wesentlichen aus dem eigenen Wertpapierbestand sowie den Forderungen an Kunden zusammen. Die Forderungen an Kunden bestehen überwiegend aus der Vergabe von Hypothekendarlehen, Policendarlehen sowie Konsumentenkrediten.

1.13. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

1.14. Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.

1.15. Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen umfasst technische Anlagen und Maschinen (EDV), Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie eigengenutzter Grundbesitz. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Finanzleasinggeschäfte existieren nicht. Eigengenutzter Grundbesitz wird wie fremdgenutzter Grundbesitz bewertet. Eine Zuordnung zum eigengenutzten bzw. fremdgenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung.

1.16. Latente Steueransprüche

Die aktive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz. Die Werthaltigkeit wird jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests nachgewiesen.

1.17. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen, Sonstige Forderungen

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen und notwendigen Wertberichtigungen sowie Abschreibungen angesetzt. Der Wertminderungs- bzw. Abschreibungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst. Unter den Sonstigen Forderungen werden unter anderem Vorräte und aggregierte Zins- und Mietforderungen ausgewiesen.

1.18. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel umfassen Barmittel und täglich fällige Guthaben bei Banken. Zahlungsmitteläquivalente sind kurzfristige hochliquide Finanzinvestitionen, die jederzeit in festgelegte Zahlungsmittelbeträge umgewandelt werden können und nur unwesentlichen Wertschwankungen unterliegen.

PASSIVA

1.19. Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage beinhalten die von den Aktionären der AXA Konzern AG eingezahlten Beträge für die ausgegebenen Stamm- und Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital entspricht dem rechnerischen Nennwert pro Aktie; die Kapitalrücklage enthält die darüber hinaus erhaltenen Beträge (Agien), insbesondere den Gegenwert der zum 1. Januar 2007 in die AXA Konzern AG eingelegten Anteile des Konzerns DBV-Winterthur.

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in der Kapitalrücklage auch die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfasst.

1.20. Sonstige Rücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten die bisher nicht ausgeschütteten Gewinne des Konzerns. Darüber hinaus wurden bis auf die Neubewertungsrücklage von Finanzinstrumenten, die im Rahmen der Umstellung von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 entstandenen Unterschiedsbeträge sowie die im Rahmen der Einbringung der WMBH entstandenen Unterschiedsbeträge auf die Anpassung der versicherungstechnischen Position der DBV-Winterthur in dieser Position ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der jährlichen Überprüfung der aktuariellen Annahmen der Pensionsverpflichtungen resultieren (Sterblichkeit, Zins), werden ebenfalls direkt in den Gewinnrücklagen verbucht. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

In der (fortgeführten) Rücklage aus der Änderung des Marktwertes von zur Veräußerung gehaltenen Finanzinstrumenten bzw. Hedge Accounting Derivaten (Cash Flow Hedge) werden die Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus dem Vergleich zwischen beizulegendem Zeitwert und Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus werden Wertveränderungen aus Cash Flow Hedges in dieser Position erfasst. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet die im Rahmen der Umrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften seit dem 1. Januar 2004 angefallenen Währungskursdifferenzen. Die zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS vorhandene Rücklage aus der Währungsumrechnung wurde erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

1.21. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

1.21.1. Klassifizierung von Versicherungsverträgen

Alle abgeschlossenen Verträge von Versicherungsgesellschaften des AXA Konzerns erfüllen die Definition von Versicherungsverträgen oder Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung nach IFRS 4. Bei Versicherungsverträgen übernimmt der AXA Konzern ein signifikantes Versicherungsrisiko vom Versicherungsnehmer. Sofern kein signifikantes Versicherungsrisiko übertragen wird, wird der Vertrag als Investmentvertrag klassifiziert. Die vorhandenen Investmentverträge wiederum enthalten alle eine ermessensabhängige Überschussbeteiligung. Im Rahmen der abgeschlossenen Rückversicherungsverträge wird ebenfalls signifikantes Versicherungsrisiko vom Zedenten übernommen bzw. an einen Rückversicherer übertragen.

1.21.2. Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung

Die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden beginnend mit dem Geschäftsjahr 2013 gemäß IFRS 4.22 i.V.m. IAS 8 nach französischen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften (French GAAP) bewertet, um damit eine größtmögliche Konsistenz zu den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden im IFRS-Konzernabschluss der Muttergesellschaft, AXA S.A., herzustellen. Bezogen auf Versicherungsverträge entspricht French GAAP im Wesentlichen den Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden nach US-amerikanischen Grundsätzen (US-GAAP).

Die Grundsätze für die Bewertung der Versicherungstechnik sind dabei:

Die versicherungstechnische Rückstellung muss ausreichend sein, um die zukünftigen Verpflichtungen gegenüber dem Versicherungsnehmer zu begleichen.
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich Lebensversicherung dürfen nicht mit einem Rechnungszins diskontiert werden, der höher ist als der zukünftige erwartete Zinsertrag zu Vertragsbeginn.
Aktivierte Abschlusskosten werden aktiviert und über die Vertragslaufzeit anhand der zukünftigen erwarteten Gewinne abgeschrieben, solang Werthaltigkeit gegeben ist.
Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden grundsätzlich nicht diskontiert.

Darüber hinaus gelten gemäß IFRS 4.14 Sondervorschriften für nicht unter IFRS ansatzfähige Schwankungs- und Großrisikorückstellungen sowie für Rückversicherungsbeziehungen, die im Abschluss brutto dazustellen sind (separater Ausweis von Anteilen der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen).

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft werden periodengerecht ermittelt. Ein Abzug für nicht übertragsfähige Teile wird nicht vorgenommen. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer gestellt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden aus den Bruttowerten ermittelt.

Die Deckungsrückstellungen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen und unter Berücksichtigung der gesetzlichen Vorschriften einzelvertraglich, mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung und der Kapitalisierungsprodukte, nach der prospektiven Methode und für beitragspflichtige Lebensversicherungen und Unfallversicherungen mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung und die Kapitalisierungsprodukte erfolgte die Berechnung nach der retrospektiven Methode. In der Lebensversicherung wurden bei Einmalbeitragsversicherungen, tariflich beitragsfreien und beitragsfreigestellten Versicherungen die künftigen Kosten explizit berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Versicherungsjahre wurde ebenfalls in die Deckungsrückstellung eingestellt. Bei allen Berechnungen handelt es sich dabei grundsätzlich um ungezillmerte Deckungsrückstellungen. Im Bereich Schaden- und Unfallversicherung werden die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr jedoch unter sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen in der Bilanz ausgewiesen. Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Im Einzelnen wird für den Altbestand die Deckungsrückstellung nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan in der geltenden Fassung bestimmt. Für den Neubestand wird die Deckungsrückstellung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt mitgeteilt worden sind, soweit diese unter IFRS anwendbar sind. Dabei wird die seit 2005 ergangenen BGH-Urteile zu Mindestrückkaufswerten und Stornoabzügen in der Lebensversicherung berücksichtigt, soweit diese nicht bereits durch Auszahlung oder durch Umwandlung in Überschussguthaben erfüllt wurden. Zur Berücksichtigung der gestiegenen Lebenserwartung wird für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert wurden, die Deckungsrückstellung jährlich überprüft und soweit notwendig verstärkt, um der veränderten Lebenserwartung Rechnung zu tragen. Zur Ermittlung dieser zusätzlichen Deckungsrückstellung erfolgt für die betroffenen Unternehmen einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung mit dem Wert, der sich aus einer aktuariell angemessenen Interpolation der Deckungsrückstellungen entsprechend der Sterbetafel für Rentenversicherungen "DAV 2004 R - Bestand", und "DAV 2004 R - B20" bzw. unter Ansatz eines aktuariell angemessenen Sterblichkeitstrends ergibt. Positive Differenzen zwischen Vergleichsreserve und ursprünglicher Reserve werden unter Verwendung von Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten aufgefüllt. Für den Bestand an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert werden, erfolgt seit dem Jahr 1997 für die Deckungsrückstellung ebenfalls eine Vergleichsrechnung. Der sich ergebende Anpassungsbedarf wird in voller Höhe in der Deckungsrückstellung berücksichtigt. Für die Pflegerenten-(zusatz-)versicherungen wird gemäß den Empfehlungen der DAV (Tafel DAV 2008 P) die Deckungsrückstellung durch eine einzelvertragliche Vergleichsrechnung erhöht und so an die gestiegenen Pflegewahrscheinlichkeiten angepasst. Die Deckungsrückstellung für Bonusversicherungssummen und Bonusrenten wird nach denselben Grundlagen berechnet, wie sie zur Berechnung der Deckungsrückstellung der zugehörigen garantierten Leistung herangezogen werden. Bei fremdgeführten Konsortialverträgen sind die anteiligen Deckungsrückstellungen von den Konsortialführern nach deren Geschäftsplänen bzw. deren Grundsätzen berechnet worden. In den Fällen, in denen die Angaben für das Geschäftsjahr noch nicht vorlagen, wurden die anteiligen Deckungsrückstellungen von uns auf Basis der Bilanzangaben der Konsortialführer der Vorjahre unter Berücksichtigung der uns im Geschäftsjahr bekannt gegebenen Geschäftsvorfälle hochgerechnet. Eine Zinszusatzreserve wird nicht gebildet

In der Krankenversicherung wurde für die vor 1997 abgeschlossenen Tarife die Alterungsrückstellung aus dem Einzelabschluss nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) übernommen, welche unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet wurde. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011, PKV 2012, PKV 2013, PKV 2014 und PKV 2015 sowie für die geförderte Pflegezusatzversicherung eine Modifikation der PKV 2013 mit einem Rechnungszins von 2,75 bis 3,5 % und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Die Errechnung der Reserve erfolgte nach der prospektiven Methode. Für die übrigen Tarife wurde bei ansonsten ebenfalls gegenüber dem HGB-Einzelabschluss unveränderten Rechnungsgrundlagen eine ungezillmerte Reserve berechnet (d.h. ohne Einrechnung von Abschlusskosten) und als Alterungsrückstellung bilanziert. Die Errechnung der Reserve erfolgte jeweils nach der prospektiven Methode.

Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31.12. des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert).

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle, die Spätschadenrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Diese Rückstellungen werden möglichst realitätsnah bewertet. Dazu werden Schätzungen, aktuelle Trends sowie Erfahrungswerte herangezogen. Die Auskömmlichkeit wird durch regelmäßige aktuarielle Untersuchungen überprüft. Bei der Ermittlung wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war. Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle werden grundsätzlich nicht diskontiert.

In der Lebensversicherung enthält die in Einzelreservierung gebildete Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle die voraussichtlichen Leistungen für die zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung gemeldeten, aber noch nicht ausgezahlten Versicherungsfälle. Für diejenigen Versicherungsfälle, die vor dem Abschlussstichtag eingetreten sind, aber erst nach der Bestandsfeststellung bekannt werden, wurde eine pauschale Spätschadenrückstellung gebildet, orientiert an Erfahrungswerten über die Höhe der fällig gewordenen Leistung, vermindert um die jeweils vorhandene Deckungsrückstellung. Für die von den BGH-Urteilen seit 2012 betroffenen und inzwischen aus dem Bestand ausgeschiedenen Versicherungen wurde, sofern die Ansprüche nicht bereits reguliert wurden, unter Berücksichtigung einer voraussichtlichen Quote der Inanspruchnahme ein pauschaler Betrag zurückgestellt.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. In der Lebensversicherung wurden die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussbeteiligungen (Schlussüberschüsse, Schlusszahlungen sowie Nachdividenden) entsprechend den Bestimmungen des § 28 Absatz 7 RechVersV und den für den Altbestand genehmigten Geschäftsplänen ermittelt. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Krankenversicherung richtet sich nach der auf Basis des § 12 c Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung (Überschussverordnung). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen. In der Unfallversicherung wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet. Resultierend aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS wird darüber hinaus im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung in Höhe der zukünftig erwarteten Überschussbeteiligung gebildet.

Darüber hinaus werden die zugeteilten Überschussanteile in Form der aus der Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer entstehenden Ansammlungsguthaben unter dem Posten Rückstellung für Beitragsrückerstattung ausgewiesen.

Die Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile umfasst Beitragsbestandteile, die nicht für Dienstleistungen der laufenden Periode erhoben werden. Die Beitragsbestandteile werden wie aktivierte Abschlusskosten abgegrenzt und abgeschrieben.

Angemessenheitstest der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen

Zu jedem Bilanzstichtag wird die Angemessenheit der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cash Flows überprüft (Liability Adequacy Test).

Im Rahmen des Liability Adequacy Tests wird die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung einbezogen. Sofern ein aktivischer Überhang in Bezug auf die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung vorliegt, ist zusätzlich ein Test erforderlich, um die Werthaltigkeit des aktiven Überhangs zu prüfen.

Eingebettete Derivate, die die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen, werden nicht separat bewertet. Trennungspflichtige, nicht die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllende, Derivate sind nicht vorhanden.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften, den vertraglichen Vereinbarungen und den Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Im Wesentlichen werden dort allerdings die Deckungsrückstellungen für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus dem Bereich Schaden- und Unfallversicherung ausgewiesen, deren Ermittlung bereits im Abschnitt Deckungsrückstellung erläutert wurde.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung) wird das Deckungskapital jeder einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt worden sind.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen der ausländischen Tochterunternehmen werden, soweit diese auf lokalen versicherungsspezifischen Wertansätzen beruhen, unverändert übernommen.

1.22. Rückversicherung

Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden separat auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Bilanzausweis auf der Passivseite erfolgt somit brutto, das heißt vor Abzug der Anteile der Rückversicherer.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgen wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.

1.23. Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, Steuerverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft, die Steuerverbindlichkeiten sowie die sonstigen Verbindlichkeiten sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

1.24. Sonstige Rückstellungen

In der Bilanzposition Sonstige Rückstellungen sind insbesondere Pensionsrückstellungen enthalten.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Inflationsraten sowie eines laufzeitkongruenten Marktzinses für hochwertige Unternehmensanleihen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Für die ehemaligen Mitarbeiter der DBV-Winterthur-Gesellschaften bestehen Vermögenswerte in Form von konzerninternen Rückdeckungsversicherungen und liquiden Mittel gehalten durch die DBV-Winterthur Vorsorge e.V., die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Planvermögen). Daher sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen. Der Zinssatz, mit dem die Pensionsrückstellungen abgezinst werden, orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für hochwertige, festverzinsliche Unternehmensanleihen am Markt erzielt werden.

Die Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung werden vermindert um die kalkulatorischen Erträge aus dem Planvermögen ausgewiesen. Die Zinserträge werden mit dem Zinssatz ermittelt, der auch zur Bewertung der Pensionsrückstellung herangezogen wird.

Für Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung wurden Rückdeckungsversicherungen bei konzerninternen Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen. Da die Erstattungsansprüche gegenüber diesen Gesellschaften nicht von einer rechtlich eigenständigen Einheit gehalten werden, handelt es sich bei diesen Rückdeckungsversicherungen um nicht zu saldierendes Vermögen. Daher werden sowohl eine Verpflichtung als auch ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.

In der Bilanzposition sind außer Pensionsrückstellungen unter anderem noch sonstige Rückstellungen für Restrukturierung sowie für anteilsbasierte Vergütung enthalten. Die Restrukturierungsrückstellung wird für Maßnahmen des Managements gebildet, die zu erheblichen Änderungen in der strategischen Aufstellung des Unternehmens führen. Die entsprechenden Restrukturierungspläne müssen verbindlich beschlossen, umgesetzt und überwacht werden. Die Bewertung basiert auf Annahmen über den zukünftigen Personalbedarf sowie auf den mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarten Sozialplänen. Der Wertansatz der übrigen sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird diskontiert. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge werden, sofern erforderlich, interne und externe Rechtsgutachten berücksichtigt.

1.25. Latente Steuerschulden

Die passive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz.

1.26. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft sowie Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft

Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft sowie dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1.27. Gesamte Umsatzerlöse

1.27.1. Gebuchte Bruttobeiträge

Unter gebuchte Bruttobeiträge werden insbesondere die für das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Geschäftsjahr fällig gewordenen Beiträge und Beitragsraten (einschließlich der Ratenzuschläge) sowie die Einmalbeiträge ausgewiesen.

1.27.2. Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft

Die Umsatzerlöse aus dem Bankgeschäft setzen sich aus dem Zinsergebnis, dem Provisionsergebnis sowie Erlösen durch Veräußerungen von Wertpapieren vor Erreichen der Endfälligkeit zusammen.

1.27.3. Umsatzerlöse aus anderen Geschäftsaktivitäten

Unter diesem Posten werden Erträge aus der Abgabe der Verwaltung des Unit-Linked-Geschäfts im Segment Leben ausgewiesen.

1.27.4. Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich nicht verdienter Beitragsbestandteile

Die Veränderung der Rückstellung für Beitragsüberträge wird unter Hinzunahme der Veränderung der Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile ausgewiesen. Bei den nicht verdienten Beitragsbestandteilen handelt es sich um Beitragsbestandteile, die für Dienstleistungen zukünftiger Perioden erhoben werden.

1.28. Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis umfasst folgende Sachverhalte:

Laufende Erträge aus Finanzanlagen (ohne Bankgeschäfte) abzüglich planmäßiger Abschreibung auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude. Die laufenden Erträge beinhalten Zinserträge, die anhand der Effektivzinsmethode ermittelt werden und erhaltene Dividenden aus Eigenkapitalinstrumenten.
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen.
Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen (unter Berücksichtigung von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertberichtigungen auf Finanzinstrumente).
Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Finanzanlagen, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden
Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen.

Zinserträge und Aufwendungen aus Finanzanlagen im Bank-Segment werden in den entsprechenden Ergebnis-Positionen aus Bankgeschäften dargestellt.

Anhang 2: Konsolidierungskreis

2.1. Konsolidierte Gesellschaften

2.1.1. Vollkonsolidierte Gesellschaften

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gesellschaften Änderung Stimmrechtsanteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
Stimmrechtsanteil

in %
Anteil des Mutterunternehmens

in %
--- --- --- --- --- ---
Holding
AXA Konzern AG, Köln - Mutterunternehmen Mutterunternehmen
AXA Beteiligungs-Gesellschaft mbH & Co. Beteiligungs-Gesellschaft KG, Köln a) 0,00 0,00 94,90 94,90
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth b) 0,00 0,00 61,30 61,30
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth b) 0,00 0,00 100,00 61,30
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth b) 0,00 0,00 100,00 61,30
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln b) 0,00 0,00 100,00 61,30
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth b) 0,00 0,00 100,00 61,30
Lebensversicherung
AXA Lebensversicherung AG, Köln 100,00 100,00 100,00 100,00
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED Erste Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln c) 0,00 0,00 100,00 100,00
GANYMED Zweite Beteiligungsverwaltungs-Gesellschaft mbH & Co. KG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
Krankenversicherung
AXA Krankenversicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94,90 94,90 94,90 94,90
Schaden- und Unfallversicherung
AXA Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, Wiesbaden - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Easy Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Versicherung AG, Zürich - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Corporation, New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Holdings Inc., New York - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Art Insurance Ltd., London - 100,00 100,00 100,00 100,00
AXA Nordstern France S.A., Paris - 100,00 100,00 100,00 100,00
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln, d) 90,00 90,00 90,00 90,00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG - 94,90 94,90 94,90 94,90
CKA Unternehmensverwaltung und Beteiligungs GmbH, Köln e) 0,00 0,00 100,00 100,00
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln 100,00 100,00 100,00 100,00
Bank
AXA Bank AG, Köln - 100,00 100,00 100,00 100,00

a) Gesellschaft ist in 2014 erloschen.

b) Diese Gesellschaft wurde in 2014 verkauft und entkonsolidiert.

c) Anwachsung auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln in 2014.

d) Direkte Anteilseigner sind AXA Versicherung AG mit 90% und AXA Assurances IARD Mutuelles mit 10% der Stimmrechte.

e) Verschmelzung auf die Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln in 2014.

Konsolidierte Finanzinstrumente und Investmentfonds

Die Finanzanlagen zum 31. Dezember 2014 beinhalteten 16 vollkonsolidierte (2013: 16) Investmentfonds in Höhe von 20.508 Tsd. Euro (2013: 17.705,3 Tsd. Euro), insbesondere in den Segmenten Lebens-, Kranken- und Schaden- und Unfallversicherung.

Die zwei konsolidierten Immobilienfonds machten dabei einen Betrag in Höhe von 375.300 Tsd. Euro (2013: 352.000 Tsd. Euro) aus.

2.1.2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen (bilanziert nach der Equity-Methode)

Die nachstehend genannten und gemäß der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen umfassen keine Investmentfonds und Immobiliengesellschaften:

Änderung 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Gesellschaften Stimmrechts-

anteil
Anteil des Mutterunternehmens Stimmrechts-

anteil
Anteil des Mutterunternehmens Stimmrechts-

anteil
Anteil des Mutterunternehmens
--- --- --- --- --- --- ---
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln - - 39,88 39,88 39,88 39,88
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassela) -50,00 -30,65 0,00 0,00 50,00 30,65

a) Die Gesellschaft ist eine Beteiligung der VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, welche in 2014 verkauft und entkonsolidiert wurde.

Investmentfonds und Immobiliengesellschaften bilanziert nach der Equity Methode

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Immobiliengesellschaften beliefen sich zum 31. Dezember 2014 auf 93.000 Tsd. Euro (2013: 120.500 Tsd. Euro), die Investmentfonds auf 147.000 Tsd. EUR (2013: 128.200 Tsd. Euro). Diese Fonds bzw. Gesellschaften dienen ausschließlich der Investition in Finanzanlagen aus dem Versicherungsgeschäft und werden daher in dieser Bilanzposition ausgewiesen.

2.1.3. Strukturierte Unternehmen

Gemäß IFRS 12 sind bei einem strukturierten Unternehmen die Stimmrechte oder vergleichbare Rechte bei Bestimmung der Beherrschung nicht der dominierende Faktor. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn sich die Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die maßgeblichen Tätigkeiten durch Vertragsvereinbarungen geregelt werden. Strukturierte Unternehmen haben oftmals einen engen und genau definierten Zweck.

Der AXA-Konzern betreibt Geschäftsaktivitäten, die die Nutzung von Unternehmen erfordert, die die Definition von strukturierten Unternehmen nach IFRS 12 erfüllen. In erster Linie ergeben sich Geschäftsbeziehungen zu strukturierten Unternehmen aus der Investmentaktivität im Rahmen des Versicherungsgeschäftes, insbesondere aus Investmentfonds. Die Erträge bestehen im Wesentlichen aus Ertragsausschüttungen sowie aus realisierten Gewinnen und Verlusten aus dem Verkauf der Fondsanteile. Die Investmentfonds finanzieren sich überwiegend durch die Ausgabe von Anteilscheinen, die jederzeit zurückgegeben werden können und die Zeitwerte in Kapitel 9.8. repräsentieren das maximale Verlustrisiko für den AXA-Konzern.

Daneben bestehen Investitionen in Kapitalanlagen für Versicherungsnehmer aus fondsgebundenen Lebensversicherungen. Es wird auf die Ausführungen in Kapitel 9.11. verwiesen. Das maximale Verlustrisiko aus diesen Investitionen ist durch die Finanzpassiva aus fondsgebundenen Verträgen abgedeckt.

Anhang 3: Anteilsbesitzliste

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB Liste des Anteilsbesitzes der AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2014:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 30.00 5.406.391 EUR 2013 3.761.391 EUR 0.00 30.00
ARA GmbH Auto und Reise ASSISTANCE, Bad Windsheim 50.08 930.817 EUR 2013 119.358 EUR 50.08 0.00
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 99.69 45.663.290 EUR 2014 -1.308.814 EUR 0.00 99.69
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 94.00 45.118 EUR 2014 -16.406 EUR 0.00 94.00
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 99.69 37.800.789 EUR 2014 -1.653.968 EUR 0.00 99.69
Arnulfpark Wohnbau Verwaltungs-GmbH, Köln 94.00 37.458 EUR 2014 -21.349 EUR 0.00 94.00
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 100.00 31.762.243 EUR 2013 4.777.156 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg 100.00 254.049.027 EUR 2014 27.329.645 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg 100.00 605.208.153 EUR 2014 71.519.005 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg 100.00 138.947.502 EUR 2014 16.451.947 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg 100.00 43.481.389 EUR 2014 5.971.743 EUR 0.00 100.00
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg 100.00 15.907.398 EUR 2014 1.557.077 EUR 0.00 100.00
1.700.307 USD 2014 1.719.736 USD
AXA Art Americas Ltd., New York 100.00 1.405.154 EUR 1.421.211 EUR 0.00 100.00
35.995.440 USD 2014 0 USD
AXA Art Holdings Inc., New York 100.00 29.747.068 EUR 0 EUR 0.00 100.00
31.204.802 USD 2014 1.679.728 USD
AXA Art Insurance Corporation, New York 100.00 25.788.027 EUR 1.388.148 EUR 0.00 100.00
23.413.000 GBP 2014 7.142.000 GBP
AXA Art Insurance Ltd., London 100.00 30.169.448 EUR 9.203.015 EUR 0.00 100.00
467.027 GBP 2014 151.046 GBP
AXA Art Services Ltd., London 100.00 601.800 EUR 194.634 EUR 0.00 100.00
AXA Art Versicherung AG, Köln(a) (c ) 100.00 75.067.780 EUR 2014 12.710.111 EUR 100.00 0.00
14.310.311 CHF 2014 1.316.365 CHF
AXA Art Versicherung AG, Zürich 100.00 11.901.951 EUR 1.094.827 EUR 0.00 100.00
AXA Bank AG, Köln(a) (c ) 100.00 56.099.857 EUR 2014 4.574.054 EUR 100.00 0.00
AXA Customer Care GmbH, Köln(a) 100.00 733.333 EUR 2013 22.905 EUR 100.00 0.00
AXA easy Versicherung AG, Köln(a) (c) 100.00 3.700.000 EUR 2014 -103.138 EUR 100.00 0.00
AXA Finanz Service GmbH, Köln(a) 100.00 144.589 EUR 2014 106.450 EUR 100.00 0.00
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 33.33 9.467.840 EUR 2013 -278.679 EUR 0.00 33.33
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co. KG 42.71 188.360.756 EUR 2014 7.406.307 EUR 0.00 42.71
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 20.00 219.728.414 EUR 2013 12.677.554 EUR 0.00 20.00
AXA Krankenversicherung AG, Köln(a) 100.00 183.086.318 EUR 2014 54.031.000 EUR 100.00 0.00
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln 100.00 51.129 EUR 2014 0 EUR 0.00 100.00
AXA Lebensversicherung AG, Köln(a) (c ) 100.00 573.559.198 EUR 2014 90.000.000 EUR 100.00 0.00
AXA Logistic Services GmbH, Köln(a) 100.00 155.768 EUR 2014 30.900 EUR 100.00 0.00
AXA Nordstern France S.A., Paris 100.00 6.970.093 EUR 2014 248.899 EUR 0.00 100.00
AXA Republique S.A., Courbevoie 25.00 199.429.574 EUR 2013 13.848.463 EUR 0.00 25.00
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 100.00 49.205 EUR 2013 18.646 EUR 0.00 100.00
AXA Versicherung AG, Köln(a) (c ) 100.00 609.826.667 EUR 2014 241.845.160 EUR 100.00 0.00
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 25.00 0 EUR 2013 -77.056 EUR 25.00 0.00
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 94.90 38.048.766 EUR 2014 1.219.938 EUR 0.00 94.90
Cleritas GmbH, Köln 100.00 50.000 EUR 2014 -32.157 EUR 100.00 0.00
Core Italian Property Fund, Mailand 21.43 60.982.592 EUR 2013 -2.164.668 EUR 0.00 21.43
CREL Issuance S.à.r.l., Luxemburg 100.00 12.500 EUR 2013 0 EUR 0.00 100.00
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden(a) (c ) 100.00 33.276.188 EUR 2014 9.902.858 EUR 100.00 0.00
DBV Advisory Company S.A., Luxembourg 100.00 155.750 EUR 2014 1.222.729 EUR 75.00 25.00
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 40.00 17.730 EUR 2013 -60.363 EUR 0.00 40.00
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln(a) (c ) 100.00 51.888.631 EUR 2014 18.800.000 EUR 100.00 0.00
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75.00 10.054.506 EUR 2014 5.729.342 EUR 75.00 0.00
Development German Feeder III S.C.A. Luxemburg 100.00 5.953.567 EUR 2013 1.959.436 EUR 0.00 100.00
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 100.00 507.880 EUR 2013 -32.421 EUR 100.00 0.00
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40.00 53.561 EUR 2013 -40.104 EUR 40.00 0.00
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 50.00 1.933.373 EUR 2014 405.412 EUR 0.00 50.00
325.622 USD 273 USD
Fine Art Services International Inc., New York 100.00 236.318 EUR 2012 226 EUR 0.00 100.00
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100.00 332.019 EUR 2014 6.866 EUR 0.00 100.00
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 100.00 465.000 EUR 2014 24.684 EUR 0.00 100.00
GANYMED GmbH & Co. Dritte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94.90 77.041.550 EUR 2014 14.797.941 EUR 0.00 94.90
GANYMED GmbH & Co. Vierte Grundstücksgesellschaft KG, Köln 94.90 54.472.133 EUR 2014 -625.323 EUR 0.00 94.90
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100.00 775.899 EUR 2014 84.394 EUR 100.00 0.00
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG, Grünwald 49.99 22.843.523 EUR 2014 1.390.505 EUR 0.00 49.99
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 47.20 0 EUR 2013 -53.404 EUR 0.00 47.20
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald 20.00 199.866.396 EUR 2013 11.847.982 EUR 0.00 20.00
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 100.00 2.473.482 EUR 2013 278.917 EUR 0.00 100.00
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23,01 141.749.875 EUR 2014 74.805.654 EUR 23,01 0,00
503.417 DKK 2013 72.263 DKK
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 100,00 67.479 EUR 9.686 EUR 0,00 100,00
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 100,00 0 EUR 2013 -2.637.254 EUR 0,00 100,00
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln 100,00 145.363.538 EUR 2014 6.984.501 EUR 0,00 100,00
Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 94,90 19.873.341 EUR 2014 -202.721 EUR 0,00 94,90
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln(a) 90,00 70.616.650 EUR 2014 5.016.880 EUR 0,00 90,00
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 100,00 98.949.564 EUR 2014 0 EUR 0,00 100,00
Pro Versorgung AG, Köln 25,10 466.069 EUR 2013 -242.968 EUR 0,00 25,10
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 39,88 82.050.269 EUR 2014 3.486.803 EUR 39,88 0,00
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 22,88 146.792.177 EUR 2013 -14.461.066 EUR 0,00 22,88
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 48,00 53.632 EUR 2013 28.067 EUR 0,00 48,00
Tertia Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln 20,00 12.574.074 EUR 2014 5.116.992 EUR 0,00 20,00
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln(a) 100,00 37.472.320 EUR 2014 13.581 EUR 100,00 0,00
ver.di Service GmbH, Berlin 50,00 41.250 EUR 2013 3.583 EUR 50,00 0,00
Win Expertisa Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 100,00 1.853.611 EUR 2014 31.196 EUR 0,00 100,00
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden 100,00 -414.098 EUR 2012 -1.726.876 EUR 0,00 100,00

(a) Vor Gewinnabführung

(b) Nach Gewinnabführung

(c) Diese im Konzernabschluss vollkonsolidierte Tochtergesellschaft nutzt in Teilen oder ganz die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB für ihren Einzelabschluss.

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungs-

unternehmens in Währung
Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
Partenreederei MT "Multitank Badenia", Hamburg 30,00 151.195 EUR 2014 -536 EUR 0,00 30,00
Partenreederei MT "Multitank Bolognia", Hamburg 30,00 0 EUR 2014 -15.363 EUR 0,00 30,00
Partenreederei MT "Multitank Elbegas", Hamburg 25,00 72.213 EUR 2014 -5.732 EUR 0,00 25,00

Anhang 4: Risikomanagement

Die Angaben zum Risikomanagement sind ein integraler Bestandteil unserer Risikoberichterstattung im Konzernlagebericht.

Der Risikobericht auf den Seiten 27 bis 47 umfasst Angaben zu den Organisationseinheiten des Risikomanagements, zum Risikomanagementprozess, zum versicherungstechnischen Risiko, zu den Risiken aus Kapitalanlagen (Marktrisiken, Kreditrisiken, Konzentrationsrisiken & Liquiditätsrisiken) sowie zu operationalen und sonstigen Risiken.

Anhang 5: Geschäfts- oder Firmenwert

5.1. Geschäfts- oder Firmenwert

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Brutto-

buchwert
Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert Brutto-

buchwert
Kumulierte Abschreibungen Nettobuchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Schaden und Unfall 991.598 114.942 876.656 991.598 114.942 876.656
Leben 100.986 14.206 86.780 100.986 14.206 86.780
Kranken 60.803 - 60.803 60.803 - 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387 129.148 1.024.239 1.153.387 129.148 1.024.239

Der Geschäfts- oder Firmenwert in dieser Tabelle bezieht sich nicht auf Geschäfts- oder Firmenwerte aus Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden (siehe Anhang 10).

Konsistent zum IAS 36, repräsentiert jede Einheit oder Gruppe von Einheiten, auf die ein Geschäfts- oder Firmenwert aufgeteilt ist, die niedrigstmögliche Ebene, auf der ein Geschäfts- oder Firmenwert für interne Managementzwecke in der Gruppe beobachtet wird und nicht größer als ein operatives Segment ist.

Bei dem ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwert handelt es sich zum einen um den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der im Jahr 1999 erworbenen ehemaligen Albingia-Gruppe. Nach dem zu diesem Zeitpunkt geltende Gesetzesgebung wurde der Unterschiedsbetrag ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der hieraus zum 31. Dezember 2003 entstandene Buchwert wurde in der IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Zum anderen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts der DBV-Winterthur im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen (Buchwertfortführung).

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert hat sich im Geschäftsjahr 2014 nicht verändert.

Wie im Anhang 1.5.1 bereits dargelegt wird der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit geprüft und falls notwendig erfolgswirksam wertberichtigt. Dabei wird der erzielbare Betrag mit dem Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen. Für jedes Segment, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird der Nutzungswert als erzielbarer Betrag bestimmt. Die Ermittlung der Nutzungswerte für die Segmente erfolgt jährlich und berücksichtigt somit bewertungsrelevante Veränderungen. Zu den für die Berechnungen notwendigen Annahmen zählen im Wesentlichen die gewählten Diskontierungszinssätze sowie erwartete künftige Geschäftsergebnisse, die aus den Ergebnissen der internen Planungsprozesse abgeleitet sind. Im Rahmen dieser Prozesse werden sowohl interne Veränderungen wie auch Veränderungen des Marktumfelds und deren Einfluss auf die operative Entwicklung der betrachteten Segmente berücksichtigt.

Der Nutzungswert für die Segmente Leben und Kranken entspricht dabei den diskontierten Zahlungsströmen, die dem Anteilseigner aus dem Betrieb des Versicherungsgeschäftes verbleiben. Die Berechnungen dieses Nutzungswertes basieren auf internen, langfristigen Annahmen. Der gesamte Projektionszeitraum beträgt dabei für die Segmente Leben und Kranken zwischen 40 und 60 Jahren, wobei die erwartete Abwicklung des Versicherungsbestandes berücksichtigt wird. Wachstum durch Neugeschäft wird hierbei nicht angenommen. Die Berechnung des Nutzwertes für das Segment Schaden- und Unfall anhand des Ertragswertverfahrens basiert auf erwarteten diskontierten Zahlungsströmen der folgenden drei Jahre unter Berücksichtigung einer ewigen Rente. Die angenommene langfristige Wachstumsrate im Segment Leben und Kranken liegt zwischen 0,5-1%.

Die bei der Berechnung zugrunde gelegte Marktrisikoprämie beträgt 6,50%, der Diskontzins 9,15% und der risikofreie Zins 2%. Für das Segment Leben und Kranken wird die verwendete Diskontrate sowie Kapitalanlagerendite für das jeweils modellierte Geschäft je nach Laufzeit festgelegt und entspricht dem einjährigen risikofreien Zins von 0,21%. Risiken werden stochastisch bzw. deterministisch simuliert.

5.2. Änderung des Geschäfts- oder Firmenwertes

5.2.1. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung des Bruttobuchwertes

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2014 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen 31. Dezember 2014
Schaden und Unfall 991.598 - - - - - 991.598
Leben 100.986 - - - - - 100.986
Kranken 60.803 - - - - - 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - - 1.153.387
(In Tsd. Euro) 1. Januar 2013 Zugänge Abgänge Anpassungen des Geschäfts- oder Firmenwertes Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen 31. Dezember 2013
Schaden und Unfall 991.598 - - - - - 991.598
Leben 100.986 - - - - - 100.986
Kranken 60.803 - - - - - 60.803
GESAMTSUMME 1.153.387 - - - - - 1.153.387

5.2.2. Geschäfts- oder Firmenwert - Veränderung der Wertminderung

(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 1. Januar 2014 Wertmin-

derungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 31. Dezember 2014
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148
(In Tsd. Euro) Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 1. Januar 2013 Wertmin-

derungen
Zuschreibungen wegen Abgängen Währungs-

schwankungen
Sonstige Änderungen Kumulierte Abschreibungen/ Wertminderungen 31. Dezember 2013
Schaden und Unfall 114.942 - - - - 114.942
Leben 14.206 - - - - 14.206
Kranken - - - - - -
GESAMTSUMME 129.148 - - - - 129.148

Anhang 6: Erworbene Versicherungsbestände in den Segmenten Leben und Kranken

6.1. Segment Leben

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 119.521 143.291
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 5.089 6.512
Abschreibungen und Wertminderungen -3.946 -30.282
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen 1.143 -23.770
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 120.664 119.521

6.2. Segment Kranken

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 1. Januar 230.606 234.448
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Aufzinsung 9.105 9.438
Abschreibungen und Wertminderungen -17.910 -13.281
Summe der Aktivierung, Aufzinsung und Abschreibung von erworbenen Versicherungsbeständen -8.805 -3.843
Erwerbe und Veräußerungen von Tochtergesellschaften und Portfolien - -
Buchwert der erworbenen Versicherungsbestände zum 31. Dezember 221.801 230.606

Anhang 7: Sonstige immaterielle Vermögenswerte

7.1. Entwicklung der sonstigen immateriellen Vermögenswerte

(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert 31. Dezember 2014 Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert 31. Dezember 2014 Nettobuchwert 31. Dezember 2013
Aktivierte Software 159.978 139.116 - 20.861 20.020
Erworbene Versicherungsbestände (Schaden und Unfall) 91.569 24.771 - 66.798 73.169
Übrige sonstige immaterielle Vermögenswerte 43.920 5.022 - 38.898 14.458
Gesamte sonstige immaterielle Vermögenswerte 295.467 168.909 - 126.557 107.647

Die übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen aktivierte Software-Lizenzen sowie nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software.

Wesentliche Zugänge bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten sind nachträglich aktivierte Anschaffungskosten auf die Software-Lizenz (25.292 Tsd. Euro für Life-Factory). Die Zugänge bei der erworbenen Software betragen im aktuellen Geschäftsjahr 9.978 Tsd. Euro (1.405 Tsd. Euro für Coin-Collection und 1.451 Tsd. Euro für DVP 360°). Die Summe aller Zugänge beträgt im aktuellen Geschäftsjahr 35.270 Tsd. Euro. Die laufenden Abschreibungen betragen bei der Software 6.136 Tsd. Euro, 6.371 Tsd. Euro bei den erworbenen Versicherungsbeständen sowie 852 Tsd. Euro bei den übrigen sonstigen immateriellen Vermögenswerten.

7.2. Entwicklung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
91.569 -24.771 - 66.798
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Kumulierte Abschreibungen Kumulierte Wertminderungen Nettobuchwert
--- --- --- --- ---
91.569 -18.400 - 73.169

7.3. Veränderung der erworbenen Versicherungsbestände im Segment Schaden- und Unfallversicherung

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Nettobuchwert 1. Januar 73.169 79.537
Aktivierung von erworbenen Versicherungsbeständen - -
Erhöhungen als Folge von Anpassungen nach Erwerben / Zusammenschlüssen - -
Abschreibung -6.371 -6.368
Wertminderung - -
Veräußerungen während der Periode ohne Rückbuchungen der Abschreibungen - -
Veräußerungen während der Periode - -
Minderungen als Folge von Anpassungen nach Veräußerungen - -
Rückbuchung der Abschreibung nach Veräußerungen - -
Rückbuchung der Wertminderung nach Veräußerungen - -
Währungskursschwankungen - -
Sonstige Veränderungen - -
Nettobuchwert 31. Dezember 66.798 73.169

Anhang 8: Aktivierte Abschlusskosten

8.1. Überblick über aktivierte Abschlusskosten (DAC)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Aktivierte Abschlusskosten in der Schaden- und Unfallversicherung 87.586 83.936
Aktivierte Abschlusskosten in der Lebensversicherung(a) 2.237.086 2.097.090
Aktivierte Abschlusskosten in der Krankenversicherung 1.339.485 1.288.975
Aktivierte Abschlusskosten 3.664.157 3.470.001

(a) Anwendbar auf Versicherungsverträge und Investmentverträge mit ermessenabhängiger Überschussbeteiligung gemäß IFRS 4. Beträge sind nach kumulierten Abschreibungen dargestellt.

8.1.1. Aktivierte Abschlusskosten - Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 2.097.090 1.884.487
Abschreibungen und Wertminderungen -140.797 -61.845
Aufzinsung 95.740 100.720
Aktivierte Abschlusskosten 185.053 173.728
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung 139.996 212.603
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 2.237.086 2.097.090

8.1.2. Aktivierte Abschlusskosten - Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 1. Januar 1.288.975 1.156.463
Abschreibungen und Wertminderungen -80.689 -24.275
Aufzinsung 52.702 48.709
Aktivierte Abschlusskosten 78.497 108.078
Summe der Abschreibung, Aufzinsung und Aktivierung 50.510 132.512
Buchwert der aktivierten Abschlusskosten zum 31. Dezember 1.339.485 1.288.975

8.2. Aktivierte Abschlusskosten abzüglich Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile

8.2.1. Lebensversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Aktivierte Abschlusskosten 2.237.086 2.097.090
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile -308.464 -261.898
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.928.622 1.835.192

8.2.2. Krankenversicherung

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Aktivierte Abschlusskosten 1.339.485 1.288.975
Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile - -
Aktivierte Abschlusskosten nach Rückstellung für nicht verdiente Beitragsbestandteile 1.339.485 1.288.975

Anhang 9: Finanzanlagen

9.1. Überblick über Finanzanlagen

Die folgende Tabelle zeigt die Finanzanlagen auf Nettobasis, das heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Da bei Makro-Hedges das Sicherungsgeschäft nicht den einzelnen Grundgeschäften zugeordnet werden kann, werden diese Derivate separat ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2014
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.825.509 1.492.654 1,83% - - -
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.825.509 1.492.654 1,83% - - -
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapital-

instrumente
60.113.274 60.113.274 73,73% 514.728 514.728 37,05%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(a)
4.522.130 4.522.130 5,62% 119.325 119.325 8,59%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 633.606 607.026 0,76% 90.563 89.994 6,48%
Fremdkapitalinstrumente 65.269.010 65.242.430 80,11% 724.616 724.047 52,11%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapital-

instrumente
1.141.107 1.141.107 1,40% 55.179 55.179 3,97%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.127.488 1.127.488 1,39% - - -
Eigenkapitalinstrumente 2.268.595 2.268.595 2,79% 55.179 55.179 3,97%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 243.513 243.513 0,30% 14.765 14.765 1,06%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 1.038.058 1.038.058 0,89% 119.237 119.237 8,58%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.281.571 1.281.571 1,19% 134.002 134.002 9,64%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 229.356 229.356 0.28% 29.714 29.714 2,14%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 540.214 540.214 0,66% -50.476 -50.476 -3,63%
Finanzinstrumente 69.588.745 69.562.165 85,35% 893.035 892.466 64,23%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) - - - - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.551.108 6.676.520 8,21% 553.739 496.985 35,77%
Darlehen und Ausleihungen 7.551.108 6.676.520 8,21% 553.739 496.985 35,77%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungs-

policen
3.756.176 3.756.176 4,61% - - -
FINANZANLAGEN 82.721.538 81.487.517 100,00% 1.446.774 1.389.449 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 77.139.853 76.238.684 93,56% 1.446.774 1.389.451 100,00%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 82.721.538 81.487.514 100,00% 1.446.774 1.389.448 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 10.416.385 10.277.648 12,61% - - -
Lebensversicherung 54.326.011 53.389.932 65,52% - - -
Krankenversicherung 17.979.142 17.819.935 21,87% - - -
31. Dezember 2014
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.825.509 1.492.654 1,80%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.825.509 1.492.654 1,80%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapital-

instrumente
60.628.002 60.628.002 73,15%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(a)
4.641.455 4.641.455 5,60%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 724.169 697.020 0,84%
Fremdkapitalinstrumente 65.993.626 65.966.477 79,60%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapital-

instrumente
1.196.286 1.196.286 1,44%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.127.488 1.127.488 1,36%
Eigenkapitalinstrumente 2.323.774 2.323.774 2,80%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 258.278 258.278 0,31%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 1.157.295 1.157.295 1,40%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.415.573 1.415.573 1,71%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 259.070 259.070 0.31%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 489.738 489.738 0,59%
Finanzinstrumente 70.481.780 70.454.631 85,01%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 8.104.847 7.173.505 8,66%
Darlehen und Ausleihungen 8.104.847 7.173.505 8,66%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungs-

policen
3.756.176 3.756.176 4,53%
FINANZANLAGEN 84.168.312 82.876.966 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 78.586.627 77.628 93,67%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 80.412.136 79.120.790 95,47%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

31. Dezember 2013
Versicherungsgeschäft Sonstige Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.840.109 1.527.984 2,11% 289 289 0,03%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.840.109 1.527.984 2,11% 289 289 0,03%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapital-

instrumente
52.320.864 52.320.864 72,18% 387.633 387.633 36,60%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(a)
4.648.126 4.648.126 6,41% - - -
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 379.632 357.068 0,49% - - -
Fremdkapitalinstrumente 57.348.622 57.326.058 79,08% 387.633 387.633 36,60%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.092.785 1.092.785 1,51% 54.984 54.984 5,19%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.042.260 1.042.260 1,44% - - -
Eigenkapitalinstrumente 2.135.045 2.135.045 2,95% 54.984 54.984 5,19%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 248.868 248.868 0,34% 46.224 46.224 4,36%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 798.755 798.755 1,10% 96.374 96.374 9,10%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.047.623 1.047.623 1,45% 142.598 142.598 13,46%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 362.758 362.758 0,50% - - -
Makro-Hedges und sonstige Derivate 284.528 284.528 0,39% -13.937 -13.937 -1,32%
Finanzinstrumente 61.178.575 61.156.011 84,37% 571.278 571.278 53,94%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) 408 408 0,00% - - -
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 6.941.805 6.465.632 8,92% 517.406 487.546 46,03%
Darlehen und Ausleihungen 6.942.213 6.466.040 8,92% 517.406 487.546 46,03%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 3.339.593 4,61% - - -
FINANZANLAGEN 73.300.490 72.489.628 100,00% 1.088.973 1.059.111 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 68.120.788 67.622.051 93,29% 1.088.684 1.058.824 99,97%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 69.960.897 69.150.035 95,39% 1.088.973 1.059.111 100,00%
Schaden- und Unfallversicherung 9.798.770 9.701.821 13,38% - - -
Lebensversicherung 45.063.627 44.433.578 61,30% - - -
Krankenversicherung 15.098.500 15.014.636 20,71% - - -
31. Dezember 2013
Gesamt
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert % (Bilanzwert)
--- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.840.398 1.528.273 2,08%
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 1.840.398 1.528.273 2,08%
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapital-

instrumente
52.708.497 52.708.497 71,66%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapital-

instrumente(a)
4.648.126 4.648.126 6,32%
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind(b) 379.632 357.068 0,49%
Fremdkapitalinstrumente 57.736.255 57.713.691 78,47%
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.147.769 1.147.769 1,56%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(a)
1.042.260 1.042.260 1,42%
Eigenkapitalinstrumente 2.190.029 2.190.029 2,98%
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 295.092 295.092 0,40%
Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds(a) 895.129 895.129 1,22%
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.190.221 1.190.221 1,62%
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 362.758 362.758 0,49%
Makro-Hedges und sonstige Derivate 270.591 270.591 0,37%
Finanzinstrumente 61.749.853 61.727.289 83,93%
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen(a) 408 408 0,00%
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.459.211 6.953.178 9,45%
Darlehen und Ausleihungen 7.459.619 6.953.586 9,45%
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 3.339.593 4,54%
FINANZANLAGEN 74.389.463 73.548.741 100,00%
Finanzinstrumente und Darlehen(a) 69.209.472 68.680.875 93,38%
Finanzanlagen (ohne Versicherungsverträge für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen) 71.049.870 70.209.148 95,46%
Schaden- und Unfallversicherung - - -
Lebensversicherung - - -
Krankenversicherung - - -

(a) Ausübung der Fair Value-Option nach IAS 39.

(b) Zuordnung in die Bewertungskategorie Kredite und Forderungen gemäß IAS 39.

(c) Beinhaltet hauptsächlich Hypothekendarlehen und Policendarlehen.

9.2. Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude

Die Bilanzposition umfasst direkt gehaltene Grundstücke und Gebäude sowie Grundbesitz von konsolidierten Immobiliengesellschaften bzw. -fonds.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Buch- und Zeitwerte von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden, ohne Effekte aus Derivaten:

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert Bruttobuchwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft 1.831.988 -207.776 -131.558 1.492.654 1.825.509 1.868.342
Sonstige Aktivitäten - - - - - 502
Alle Aktivitäten 1.831.988 -207.776 -131.558 1.492.654 1.825.509 1.868.844
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Planmäßige Abschreibung Wertminderung Nettobuchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Grundstücke und Gebäude
Versicherungsgeschäft -192.735 -147.623 1.527.984 1.840.109
Sonstige Aktivitäten -213 - 289 289
Alle Aktivitäten -192.948 -147.623 1.528.273 1.840.398

Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen (Wertminderungen) von zu Anschaffungskosten bilanzierten fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden (alle Aktivitäten):

Wertminderung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude Planmäßige Abschreibung - Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- ---
Anfangsbestand 147.623 116.157 192.948 185.808
Zugang der Periode 2.521 12.906 18.167 17.086
Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung - -5.555 -1.344 -7.855
Wertaufholungen -6.304 -2.402 - -
Sonstiges(a) -12.282 26.518 -1.998 -2.091
Endbestand 131.558 147.623 207.773 192.948

(a) Beinhaltet Änderungen im Konsolidierungskreis und die Effekte aus der Veränderung der Währungsumrechnung.

Im Geschäftsjahr reduzierten sich die kumulierten außerplanmäßigen Abschreibungen um 16 Mio. Euro auf 132 Mio. Euro. Die kumulierten planmäßigen Abschreibungen beliefen sich auf 208 Mio. Euro (2013: 193 Mio. Euro).

9.3. Unrealisierte Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten

Die folgenden Tabellen geben einen detaillierten Überblick der unrealisierten Gewinne und Verluste von Finanzinstrumenten, die nicht bereits erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst wurden, ohne Effekte aus Derivaten:

9.3.1. Versicherungsgesellschaften

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungskosten(a) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 48.648.085 59.115.423 59.115.423 10.597.543 -130.205 47.738.257
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 601.556 628.136 601.556 28.587 -2.005 350.215
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 949.283 1.155.093 1.155.093 211.033 -5.223 961.843
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 209.952 243.513 243.513 33.573 -12 219.329
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.675.431 7.550.019 6.675.431 878.331 -3.744 6.466.802
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 51.883.913 51.883.913 4.719.778 -574.121
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 372.779 350.215 25.061 -2.495
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.091.435 1.091.435 142.781 -13.189
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 248.868 248.868 29.539 -1
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 6.942.975 6.466.802 487.440 -11.269

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.2. Bank- und Holdinggesellschaften

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungskosten(a) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 482.469 514.728 514.728 32.314 -55 381.456
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 19.405 55.179 55.179 35.773 - 19.614
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 683 14.765 14.765 14.082 - 41.115
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 496.985 553.739 496.985 56.754 - 487.546
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 387.633 387.633 6.329 -152
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 54.984 54.984 35.369 -
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 46.224 46.224 5.196 -87
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 517.406 487.546 29.904 -44

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

9.3.3. Gesamtüberblick

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Fortgeführte Anschaffungskosten(a) Zeitwert Buchwert (b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste Fortgeführte Anschaffungskosten(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 49.130.554 59.630.151 59.630.151 10.629.857 -130.260 48.119.713
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 691.550 718.699 691.550 29.156 -2.005 350.215
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 968.688 1.210.272 1.210.272 246.806 -5.223 981.457
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 210.635 258.278 258.278 47.655 -12 260.444
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 7.172.416 8.103.758 7.172.416 935.085 -3.744 6.954.348
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert(b) Unrealisierte Gewinne Unrealisierte Verluste
--- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 52.271.546 52.271.546 4.726.107 -574.273
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Anleihen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 372.779 350.215 25.061 -2.495
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.146.419 1.146.419 178.150 -13.189
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 295.092 295.092 34.735 -88
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 7.460.381 6.954.348 517.344 -11.313

(a) Nach Abschreibung - inklusive Agio/Disagio und kumulierter Amortisierung

(b) Nach Abschreibung

Siehe auch Anhang 9.9.1 "Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)".

9.4. Festverzinsliche Wertpapiere und Darlehen

9.4.1. Anleihen nach Emittenten

Die folgende Tabelle zeigt das Portfolio von Anleihen aufgeteilt nach Emittenten. Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen, werden separat in der Zeile "Derivate" ausgewiesen. Detaillierte Angaben zu Derivaten sind Anhang 19 zu entnehmen.

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Staatsanleihen 12.028.187 12.028.187 9.825.352 9.825.352
Staatsnahe Anleihen 29.569.671 29.569.671 25.945.213 25.945.213
Unternehmensanleihen(a) 23.392.118 23.364.969 21.560.712 21.538.147
Derivate(b) 1.003.651 1.003.651 404.980 404.980
GESAMT ANLEIHEN 65.993.626 65.966.477 57.736.257 57.713.692

(a) Beinhaltet Anleihen, die von Unternehmen emittiert wurden, an denen der Staat als Folge der Finanzkrise in 2008 beteiligt ist.

(b) IAS 39 Hedge Accounting Derivate und freistehende Derivate

Weitere Informationen zum Kreditrisiko von festverzinslichen Wertpapieren sind im Risikobericht zu finden.

9.4.2. Darlehen und Ausleihungen

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Zeitwert Buchwert Zeitwert Buchwert
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Hypothekendarlehen 6.993.482 6.192.973 6.279.989 5.844.675
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Policendarlehen 186.652 177.100 210.738 196.447
Zu Anschaffungskosten bilanzierte sonstige Darlehen und Ausleihungen 923.624 802.343 969.654 913.226
Derivate - IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen 1.089 1.089 -1.170 -1.170
GESAMTSUMME 8.104.847 7.173.505 7.459.211 6.953.178

9.5. Vertragliche Restlaufzeiten und Zinsänderungsrisiko

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die vertraglichen Restlaufzeiten unserer festverzinslichen Wertpapiere. Die tatsächlichen Fälligkeiten können von den hier dargestellten vertraglichen Restlaufzeiten abweichen, weil bestimmte Emittenten das Recht haben, mit oder ohne Kündigungs- bzw. Vorfälligkeitsstrafen bestimmte Wertpapiere zu kündigen oder vorzeitig zurückzuzahlen. In manchen Fällen verändern Derivate das Fälligkeitsprofil der hier dargestellten Vermögenswerte.

Anleihen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, Effekte aus Derivaten (die im Anhang 19 dargestellt sind) und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der unten stehenden Tabelle enthalten. Der überwiegende Teil der Anleihen und Darlehen des Konzerns sind festverzinsliche Papiere, die dem Zinsänderungsrisiko unterliegen.

Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT
--- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 3.442.833 14.858.464 45.969.980 64.271.277
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen - 289.311 402.236 691.547
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 441.584 1.807.094 4.923.740 7.172.418
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen - 17.990 - 17.990
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 3.884.417 16.972.859 51.295.956 72.153.232
Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2013 Buchwert nach Fälligkeiten 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre SUMME BUCHWERT
--- --- --- --- ---
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Anleihen 2.171.171 14.955.082 39.832.237 56.958.490
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Anleihen - 303.051 47.162 350.213
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Darlehen und Ausleihungen 252.767 897.383 5.804.198 6.954.348
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Darlehen und Ausleihungen 408 29.006 - 29.414
Gesamte Finanzanlagen, die Zinsrisiken unterliegen 2.424.346 16.184.522 45.683.597 64.292.465

9.6. Preisänderungsrisiko von Eigenkapitalinstrumenten

Die folgende Tabelle zeigt die Eigenkapitalinstrumente des Konzerns aufgegliedert nach Industriezweigen, ohne Derivate (siehe hierzu Anhang 19) und ohne Immobilienbeteiligungen. Weitere Risiken aus Kapitalanlagen sind im Risikobericht beschrieben.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienst-

leistungen
Energie Kommu-

nikation
Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 124.327 435.820 57.064 67.425 132.763 45.054
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 1.036.636 5.059 40.906 1.070 - -
Eigenkapitalinstrumente 1.160.963 440.879 97.970 68.495 132.763 45.054
31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 75.931 271.888 1.210.272
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente - 43.817 1.127.488
Eigenkapitalinstrumente 75.931 315.705 2.337.760
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Finanz Konsumgüter und Dienst-

leistungen
Energie Kommu-

nikation
Industrie Rohstoffe
--- --- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 123.817 370.504 73.821 82.052 121.122 43.848
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 143.547 471.711 124.937 80.200 138.663 17.888
Eigenkapitalinstrumente 267.364 842.215 198.758 162.252 259.785 61.736
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Technologie Sonstige GESAMT
--- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 58.345 272.907 1.146.416
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente 22.030 43.284 1.042.260
Eigenkapitalinstrumente 80.375 316.191 2.188.676

9.7. Übertragene, nicht ausgebuchte Wertpapiere

Zur Ertragsmehrung werden Wertpapierleihgeschäfte durchgeführt. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Entleihgebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Da die mit den finanziellen Vermögenswerten verbundenen Chancen und Risiken während der gesamten Laufzeit des Geschäfts im Wesentlichen beim AXA Konzern verbleiben, werden die betreffenden finanziellen Vermögenswerte nicht ausgebucht. Barsicherheiten im Zusammenhang mit Wertpapierleihgeschäften wurden nicht hereingenommen. Übertragene finanzielle Vermögenswerte aus Wertpapierleihgeschäften sind ausschließlich jederzeit veräußerbare Wertpapiere:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 Buchwert 31. Dezember 2013 Buchwert
Fremdkapitalinstrumente 589.427 710.011
Eigenkapitalinstrumente - 20.361

9.8. Nicht konsolidierte Investmentfonds

Die folgende Tabelle zeigt die Zeitwerte von nicht konsolidierten Investmentfonds aufgeteilt nach Anlageschwerpunkt. Die Tabelle umfasst erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Investmentfonds sowie als zur Veräußerung verfügbare Investmentfonds.

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Versicherungsgeschäft Zeitwert Sonstige Aktivitäten Zeitwert(a) Gesamtsumme Zeitwert(a) Versicherungsgeschäft Zeitwert Sonstige Aktivitäten Zeitwert(a) Gesamtsumme Zeitwert(a)
--- --- --- --- --- --- ---
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind 99.765 - 99.765 81.667 38.430 120.097
Nicht konsolidierte Investmentfonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind 678.752 56.280 735.032 730.182 72.937 803.119
Sonstige nicht konsolidierte Investmentfonds 503.056 77.722 580.778 235.774 31.231 267.005
GESAMTSUMME 1.281.573 134.002 1.415.573 1.047.623 142.598 1.190.221

(a) Exklusive Makro-Hedges und sonstiger Derivate, inklusive der Effekte aus IAS 39 Hedge-Accounting und ökonomische Sicherungsbeziehungen.

Die fortgeführten Anschaffungskosten von nicht konsolidierten Investmentfonds, die als zur Veräußerung verfügbar bilanziert werden, stellen sich wie folgt dar:

Fonds, die hauptsächlich in Aktien investiert sind: 82 Mio. Euro in 2014 im Vergleich zu 77 Mio. Euro in 2013;
Fonds, die hauptsächlich in festverzinsliche Wertpapiere investiert sind: 12 Mio. Euro in 2014 im Vergleich zu 18 Mio. Euro in 2013;
Andere Fonds: 117 Mio. Euro in 2014 im Vergleich zu 165 Mio. Euro in 2013.

9.9. Wertminderungen auf Finanzanlagen

9.9.1. Überblick über finanzielle Vermögenswerte, die Wertminderungen unterliegen (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

Die folgende Tabelle zeigt alle Finanzinstrument, die aufgrund von Wertminderungen abgeschrieben wurden. Dabei wird jede Position auf Nettobasis dargestellt, das heißt saldiert um Effekte der mit dem jeweiligen Finanzinstrument zur Absicherung abgeschlossenen Derivate. Hierbei werden Derivate berücksichtigt, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden und freistehende Derivate, die eine ökonomische Sicherungsbeziehung begründen. Die in der Tabelle angegebenen Abschreibungen werden kumuliert dargestellt und entsprechen nicht der Geschäftsjahresänderung. Die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value-Bewertung) wird ebenfalls auf kumulierter Basis angegeben.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Anschaffungskosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung(a) Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungskosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung(b) Fair Value-Bewertung (d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 49.571.124 -435.215 49.135.909 11.492.093 60.628.002
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 693.320 - 693.320 3.700 697.020
Fremdkapitalinstrumente 50.264.444 -435.215 49.829.229 11.495.793 61.325.022
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.116.328 -147.640 968.688 227.598 1.196.286
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 283.177 -72.542 210.635 47.643 258.278
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 7.187.006 -13.501 7.173.505 - 7.173.505
Darlehen und Ausleihungen 7.187.006 -13.501 7.173.505 - 7.173.505
GESAMTSUMME 58.850.955 -668.898 58.182.057 11.771.034 69.953.091

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Anschaffungskosten vor Abschreibung wegen Wertminderung und Fair Value-Bewertung(a) Abschreibung wegen Wertminderung Anschaffungskosten nach Abschreibung wegen Wertminderung, aber vor Fair Value-Bewertung(b) Fair Value-Bewertung (d) Buchwert
--- --- --- --- --- ---
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 48.591.782 -466.826 48.124.956 4.583.541 52.708.497
Fremdkapitalinstrumente (zu Anschaffungskosten bilanziert), die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 352.000 - 352.000 5.068 357.068
Fremdkapitalinstrumente 48.943.782 -466.826 48.476.956 4.588.609 53.065.565
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 1.170.164 -188.707 981.457 166.312 1.147.769
Zur Veräußerung verfügbare, nicht konsolidierte Investmentfonds 374.001 -113.556 260.444 34.647 295.092
Zu Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen(c) 6.968.473 -15.295 6.953.178 - 6.953.178
Darlehen und Ausleihungen 6.968.473 -15.295 6.953.178 - 6.953.178
GESAMTSUMME 57.456.419 -784.384 56.672.035 4.789.568 61.461.603

(a) Inklusive Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, aber vor Abschreibung wegen Wertminderung und erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(b) Inklusive Abschreibung wegen Wertminderung, Agien/Disagien und abgegrenzten Stückzinsen, vor erfolgsneutraler Bewertung zum Fair Value von zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen.

(c) Inklusive Policendarlehen.

(d) Bei Finanzinstrumenten, die zu Anschaffungskosten bilanziert werden, beinhaltet diese Spalte die Bewertung zum Marktwert von Makro-Hedges und sonstigen Derivaten.

9.9.2. Veränderung der Wertminderungen auf Finanzanlagen im Geschäftsjahr (ohne fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude)

(In Tsd. Euro) 01. Jan. 14 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftsjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges (a) 31. Dez. 14
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 466.826 58.552 -49.332 -9.380 -31.572 435.215
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 188.707 26.101 -63.718 - -3.448 147.640
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 113.556 3.595 -3.693 - -40.916 72.542
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 15.295 3.722 -2.278 -712 -2.518 13.501
GESAMTSUMME 784.384 91.970 -119.021 -10.092 -78.453 668.898

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

(In Tsd. Euro) 01. Jan. 13 Zusätzliche Wertminderungen im lfd. Geschäftsjahr Auflösung nach Veräußerung oder Rückzahlung Zuschreibung aufgrund von Wertaufholung Sonstiges (a) 31. Dez. 13
Wertminderung - Fremdkapitalinstrumente 525.765 3.378 -27.630 -3.026 -16.418 466.826
Wertminderung - Eigenkapitalinstrumente 230.640 38.557 -100.302 - 19.813 188.707
Wertminderung - Nicht konsolidierte Investmentfonds 76.047 39.140 -1.126 - -505 113.556
Wertminderung - Darlehen und Ausleihungen 17.632 6.345 -673 -3.707 -4.301 15.295
GESAMTSUMME 850.084 87.419 -129.731 -6.733 -1.411 784.384

(a) Beinhaltet im Wesentlichen Veränderungen im Konsolidierungskreis und Effekte aus der Währungsumrechnung.

9.10. Fair Value Hierarchie

9.10.1. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die folgende Tabelle enthält eine Aufstellung der Zeitwerte der Finanzinstrumente, die je Bewertungshierarchie gemäß IFRS 13 (Level 1, 2 oder 3) zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden. Für die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Level wurden die zugrundeliegenden Bewertungsparameter für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen. Derivate und Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen sind nicht in der Tabelle enthalten. Details zu Derivaten sind im Anhang 19 zu finden.

31. Dezember 2014
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 2) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 3) GESAMTSUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 20.057.548 39.572.605 - 59.630.153
Eigenkapital-

instrumente
1.027.312 29.715 153.245 1.210.272
Nicht konsolidierte Investmentfonds 12.389 245.855 33 258.277
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 21.097.249 39.848.175 153.278 61.098.701
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - - - -
Fremdkapitalinstrumente 1.823.884 2.801.323 15.915 4.641.122
Eigenkapitalinstrumente 79.986 4.142 1.043.361 1.127.489
Nicht konsolidierte Investmentfonds 20 1.124.112 33.164 1.157.296
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 165.663 75.415 17.991 259.069
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 2.069.553 4.004.992 1.110.431 7.184.976
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Nicht konsolidierte Investmentfonds - - - -
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente und Darlehen - - - -
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 23.166.802 43.853.167 1.263.709 68.283.677
31. Dezember 2013
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 2) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 3) GESAMTSUMME
--- --- --- --- ---
Fremdkapitalinstrumente 16.808.684 35.462.863 - 52.271.547
Eigenkapital-

instrumente
967.929 19.842 158.647 1.146.418
Nicht konsolidierte Investmentfonds 11.692 277.909 5.491 295.092
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente 17.788.305 35.760.613 164.138 53.713.056
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - - - -
Fremdkapitalinstrumente 2.167.483 2.470.506 48.962 4.686.951
Eigenkapitalinstrumente 84.247 - 958.013 1.042.260
Nicht konsolidierte Investmentfonds 4 862.199 32.926 895.129
Sonstige erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden 135.093 198.451 29.006 362.550
Darlehen und Ausleihungen - 408 - 408
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente und Darlehen 2.386.827 3.531.564 1.068.907 6.987.298
Fremdkapitalinstrumente - - - -
Eigenkapitalinstrumente - - - -
Nicht konsolidierte Investmentfonds - - - -
Darlehen und Ausleihungen - - - -
Zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente und Darlehen - - - -
GESAMTSUMME - Finanzanlagen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden 20.175.132 39.292.177 1.233.045 60.700.354

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.4) beschrieben. IFRS 13 fordert, dass die zum Zeitwert in der Konzernbilanz bewerteten Finanzinstrumente entsprechend einer 3-Stufen-Hierarchie ("Fair Value Hierarchie") klassifiziert werden, abhängig von den verwendeten Bewertungsmethoden und davon, ob die zur Ableitung der Zeitwerte verwendeten Parameter auf Märkten beobachtbar sind.

Die Kategorisierung in Level 1 erfolgt für Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte von notierten Marktpreisen oder Preisquotierungen der Händler abgeleitet werden können. Diese Preise spiegeln aktuelle und regelmäßige Transaktionen zwischen Marktteilnehmern wider.

Die Einstufung in Level 2 oder 3 erfolgt für Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt gehandelt werden oder für die kein aktiver Markt existiert. Eingangsparameter der Stufe 2 und 3 sind:

Preise, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden, die

ohne weiteres verfügbar sind und aktuelle Transaktionskurse beinhalten, aber der Markt für die entsprechenden Vermögenswerte nicht jederzeit aktiv ist oder
auf Anfrage des Konzerns von Preisservice-Agenturen geliefert werden und welche nicht einfach öffentlich verfügbar sind;

Vermögenswerte, die auf Basis anerkannter Bewertungsmethoden bewertet werden, denen verschiedene Annahmen zugrundeliegen, inklusive am Markt beobachtbarer Bewertungsparameter und Markttransaktionen.

Charakteristisch für Vermögenswerte der Stufen 2 und 3 ist die Inaktivität des Marktes. Grundsätzlich basieren die beizulegenden Zeitwerte auf Marktdaten, es sei denn es gibt keinen Markt oder der Markt ist illiquide. Werden die beizulegenden Zeitwerte durch anerkannte Bewertungsmethoden, deren Bewertungsparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtet werden könne, ermittelt, so erfolgt die Kategorisierung in Level 2. Finanzinstrumente, deren beizulegenden Zeitwerte auf der Grundlage von Bewertungsmodellen ermittelt werden, deren Basis überwiegend nicht direkt beobachtbare Marktdaten sind, werden Level 3 zugeordnet. Die Klassifizierung zwischen Level 2 und 3 hängt also davon ab, in welchem Umfang marktbasierte Daten in die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts einfließen.

Aktiver Markt (Level 1)

Seit der Finanzmarktkrise in 2008 ist eine enorme Volatilität der Risikoaufschläge für Unternehmensanleihen zu verzeichnen, die zu Umklassifizierungen zwischen Level 1 und 2 führte.

Seit 2010 ist diese Volatilität ebenfalls bei europäischen Staatsanleihen zu beobachten. Die Ausweitung der Risikoaufschläge und Geld-Brief-Spannen hat in den Vorjahren zu Transfers von Level 1 in Level 2 für bestimmte Staatsanleihen im Wesentlichen aus Irland, Portugal, Spanien und Italien geführt. Diese Staatsanleihen werden zum 31.12.2014 weiterhin als Level 2 klassifiziert. Im Allgemeinen werden Finanzaktiva von Level 1 in Level 2 umgegliedert, wenn die Liquidität, die Handelsfrequenz und die Handelsaktivität nicht mehr länger auf einen aktiven Markt schließen lassen. Die umgekehrte Vorschrift gilt, wenn Instrumente von Level 2 in Level 1 umgegliedert werden.

Im Geschäftsjahr 2014 wurden 315 Mio. Euro netto zwischen Level 1 und 2 umgegliedert. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 1.279 Mio. Euro Umgliederungen von Level 2 in Level 1, hauptsächlich Anleihen südeuropäischer Banken, und 964 Mio. Euro Umgliederungen von Level 1 in Level 2, hauptsächlich Anleihen der Europäischen Union.

Kein aktiver Markt (Level 2 und 3)

Für die Abgrenzung eines aktiven von einem nicht-aktiven Markt gibt es keine klare Trennungslinie, die Beurteilung erfolgt anhand von Definitionskriterien, die wiederum markt- oder produktabhängig sein können. Folgende Indikatoren lassen auf einen inaktiven Markt schließen: Keine laufende Verfügbarkeit von Preisen, signifikanter Rückgang des Handelsvolumen, signifikante Ausweitung der Geld-Brief-Spanne, signifikante Reduzierung der Marktaktivität für einen Vermögenswert.

Die Identifikation von Vermögenswerten der Stufe 3 erfordert ein hohes Maß an Ermessensentscheidungen. Insbesondere wenn auf dem Markt beobachtbare Inputgrößen nicht zur Verfügung stehen, wird die Bewertung wesentlich von der Verwendung von Schätzungen und Annahmen beeinflusst. Inputgrößen von externen Preisservice-Agenturen, Rating-Agenturen oder anderen spezialisierten Datenlieferanten sowie Daten aus externen Gutachten gelten als beobachtbare Marktdaten.

Einige Vermögenswerte werden grundsätzlich als nicht an einem aktiven Markt notiert eingeordnet, wie beispielsweise Private-Equity-Investments, Private Placements oder Darlehen an Privatpersonen (Schuldscheindarlehen über Banken, Hypothekendarlehen, Beamtendarlehen). Private-Equity-Fonds-Investments werden üblicherweise von Fondsmanagern auf Basis des Net Asset Values bewertet, zu dessen Ermittlung wesentliche nicht veröffentlichte Informationen über die jeweiligen Private-Equity-Gesellschaften verwendet werden. Die Bewertung basiert entweder auf Zulieferungen von externen Preisservice-Agenturen oder anerkannten Bewertungsmodellen. Der AXA Konzern ist bestrebt, möglichst viele beobachtbare Marktdaten und Transaktionspreise zu verwenden.

Umgliederungen in und aus Level 3

Der Betrag der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerte in Level 3 ist im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr um 31 Mio. Euro auf 1.264 Mio. Euro gestiegen. Die in Level 3 klassifizierten Vermögenswerte betragen 2% am Gesamtbestand der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um Eigenkapitalinstrumente (inklusive einiger Private Equity Investments). Der Anstieg des Betrags der in dieser Level-Kategorie ausgewiesenen Vermögenswerte ist hauptsächlich auf eine Investition in einen als Level 3 klassifizierten Private Equity Fonds zurückzuführen sowie auf eine positive Marktwertveränderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Vermögenswerten.

Die gesamte Entwicklung des Level 3 - Bestands in 2014 stellt sich wie folgt dar:

+35 Mio. Euro Marktwertveränderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumenten, hauptsächlich Eigenkapitalinstrumente;
-5 Mio. Euro Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste von zur Veräußerung verfügbaren Eigenkapitalinstrumenten;
+47 Mio. Euro aus Neuinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, hauptsächlich in einen Private Equity Fonds;
-35 Mio. Euro aus Verkäufen und Tilgungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten sowie von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten;
-11 Mio. Euro aus dem Transfer von Fremdkapitalinstrumenten aus Level 3 in Level 2

9.10.2. Hierarchie der Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

31. Dezember 2014
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 2) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 3) Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - 1.825.509 - 1.825.509
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente - 606.338 112.361 718.699
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen - 7.420.780 682.978 8.103.758
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente und Darlehen - 9.852.627 795.339 10.647.966
GESAMTSUMME - BEIZULEGENDER ZEITWERT VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZANLAGEN - 9.852.627 795.339 10.647.966

Diese Tabelle beinhaltet keine Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen.

31. Dezember 2013
Vermögenswerte, die an einem aktiven Markt notiert sind Vermögenswerte, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise auf aktiven Märkten (Level 1) Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 2) Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden (Level 3) Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
Zu Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude - 1.840.398 - 1.840.398
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente - 372.779 - 372.779
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen - 7.168.828 291.553 7.460.381
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Finanzinstrumente und Darlehen - 9.382.005 291.553 9.673.558
GESAMTSUMME - BEIZULEGENDER ZEITWERT VON ZU FORTGEFÜHRTEN ANSCHAFFUNGSKOSTEN BILANZIERTEN FINANZANLAGEN - 9.382.005 291.553 9.673.558

Der AXA Konzern bestimmt den beizulegenden Zeitwert (Fair Value) von Finanzinstrumenten gemäß den Regelungen des IFRS 13. Die Methoden zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Anhang 1.4) beschrieben. Besonderheiten in der Bewertung von Finanzinstrumenten sind Anhang 9.10.1 zu entnehmen. Die dort beschriebenen Prinzipien gelten ebenfalls für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzinstrumenten.

Der beizulegende Zeitwert von fremdgenutztem Grundstücken und Gebäuden (als Finanzinvestition gehaltene Immobilien) wird durch externe Gutachter mittels Ertragswertverfahren ermittelt. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im AXA Konzern sind meist Teil liquider Märkte, die identische oder vergleichbare Vermögenswerte beinhalten. Daher basieren die wesentlichen Inputparameter zur Ermittlung des Fair Value auf beobachtbaren Marktdaten, so dass eine Kategorisierung der fremdgenutzten Grundstücke und Gebäude in Level 2 angemessen ist.

Der beizulegende Zeitwert von Fremdkapitalinstrumenten und Darlehen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die nicht an einem aktiven Markt notiert sind, wird mittels Bewertungsmethoden bestimmt. Dies geschieht unter Verwendung möglichst vieler Marktparameter wie beispielsweise Zinsstrukturkurven.

9.11. Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen

Zeitwert(a)
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 599 712
Eigenkapitalinstrumente & nicht konsolidierte Investmentfonds 3.755.577 3.338.881
Fremdkapitalinstrumente - -
Sonstiges - -
GESAMT - Versicherungsgeschäft 3.756.176 3.339.593

(a) Der Zeitwert entspricht dem Buchwert.

Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Wie bereits im Risikobericht dargestellt, bemisst sich bei fondsgebundenen Versicherungsverträgen ohne Garantieteile die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Das daraus resultierende Kapitalanlagerisiko trägt der Versicherungsnehmer.

Anhang 10: Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2014 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen(a) 31. Dezember 2014
Aragon AG - - - - - -
Roland Rechtsschutz Versicherung AG 33.140 - 3.037 - -1.399 34.778
BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH 136 -142 6 - - 0
ver.di Service GmbH - - - - - -
Gesamt 33.276 -142 3.043 - -1.399 34.778

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

(In Tsd. Euro) 1. Januar 2013 Zugänge & Abgänge Erfolgswirksame Veränderung Währungsumrechnung Sonstige Veränderungen(a) 31. Dezember 2013
Aragon AG 6.367 -6.367 - - - -
Roland Rechtsschutz Versicherung AG 30.870 - -522 - 2.792 33.140
BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH 126 - 10 - - 136
ver.di Service GmbH 16 - - - -16 -
Gesamt 37.379 -6.367 -512 - 2.776 33.276

(a) Berücksichtigt Ausschüttungen, Änderungen der Konsolidierungsmethode sowie Effekte aus der erfolgsneutralen Umbewertung der Vermögenswerte direkt im Eigenkapital.

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich um Anteile an der Roland Rechtsschutz Versicherungs AG.

Die Roland Rechtsschutz Versicherungs AG erzielte 2014 verdiente Brutto-Beiträge in Höhe von 229.564 Tsd. Euro (2013: 220.445 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von 1.306 Tsd. Euro (2013: 16.684 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Roland Konzerns zum 31. Dezember 2014 beträgt 890.815 Tsd. Euro (2013: 864.869 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 142.840 Tsd. Euro (2013: 137.113 Tsd. Euro).

Die BSC Bruderhilfe ServiceCard GmbH ist eine Beteiligung der VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth, welche im Jahr 2014 verkauft und entkonsolidiert wurde.

Dieser Anhang berücksichtigt nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Investmentfonds und Immobiliengesellschaften. Diese werden unter Finanzinstrumente im Anhang 9 dargestellt.

Anhang 11: Forderungen

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 93.457 - 93.457 93.457
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 158.031 -359 157.672 157.672
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 414.221 -29.845 384.376 384.376
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 665.709 -30.204 635.505 635.505
Forderungen gegen Rückversicherer 37.172 -4.491 32.681 32.682
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 37.172 -4.491 32.681 32.681
Steuerforderungen 122.259 - 122.259 122.259
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 62.517 - 62.517 62.517
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 1.209 - 1.209 1.209
Sonstige Steuern und Abgaben 23.296 - 23.296 23.296
Sonstige Depotforderungen -5 - -5 -5
Sonstige 881.660 -1.715 879.945 879.945
Sonstige Forderungen 968.677 -1.715 966.962 966.962
Gesamtforderungen 1.793.817 -36.410 1.757.407 1.757.407
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bruttobuchwert Wertminderungen Buchwert Zeitwert
--- --- --- --- ---
Depotforderungen und Garantien 59.309 - 59.309 59.309
Laufende Forderungen gegen andere Unternehmen 192.928 -387 192.541 192.541
Forderungen gegen Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler 393.128 -15.968 377.160 377.160
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 645.365 -16.355 629.010 629.010
Forderungen gegen Rückversicherer 46.644 -5.114 41.530 41.530
Forderungen aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 46.644 -5.114 41.530 41.530
Steuerforderungen 200.677 - 200.677 200.677
Erstattungsansprüche aus Rückdeckungsversicherungsverträge 57.933 - 57.933 57.933
Forderungen gegen Arbeitnehmer und damit verbundene Steuern und Abgaben 12.154 - 12.154 12.154
Sonstige Steuern und Abgaben 19.463 - 19.463 19.463
Sonstige Depotforderungen 6.873 - 6.873 6.873
Sonstige 800.652 -1.081 799.571 799.571
Sonstige Forderungen 897.075 -1.081 895.994 895.994
Gesamtforderungen 1.789.760 -22.550 1.767.210 1.767.210

Anhang 12: Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 Buchwert 31. Dezember 2013 Buchwert(a)
Aus dem Versicherungsgeschäft 957.617 1.117.882
Aus dem Bankgeschäft 8.733 4.988
Aus sonstigen Geschäftsaktivitäten 197.387 38.455
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.163.737 1.161.325

(a) Angesichts der Art der Vermögenswerte entspricht der Zeitwert dem Buchwert.

Wie im Anhang 1.9. definiert, erfolgt die obige Darstellung ohne Zahlungsmittel aus dem "Satellite Investment Portfolio".

Die nachfolgende Tabelle gleicht Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in den Aktiv- und Passivposten der Konzernbilanz mit der Konzern-Kapitalflussrechnung ab.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.163.737 1.161.325
Bankverbindlichkeiten(a) -1.210 -55.599
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember(b) 1.162.527 1.105.725

(a) Enthalten in Bilanzposition "Sonstige selbstemittierte Fremdfinanzierungen und Bankverbindlichkeiten".

(b) Die Salden der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel der "Satelliten-Investmentfonds" (Siehe Anhang 1.2.2). Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Konzern-Kapitalflussrechnung berücksichtigen nicht die Zahlungsmittel aus Verträgen, bei denen das finanzielle Risiko von den Versicherungsnehmern getragen wird (Fondsgebundene Lebensversicherung).

Die konsolidierten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 2014 betrugen 1.164 Mio. Euro, abzüglich Bankverbindlichkeiten in Höhe von 1 Mio. Euro, die unter "Sonstige selbstemittierte Fremdfinanzierungen und Bankverbindlichkeiten" in der Konzernbilanz dargestellt werden.

Die Erhöhung der Netto Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente um 57 Mio. Euro gegenüber 2013 ist hauptsächlich auf folgende Punkte zurückzuführen:

Der aus der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Konzernbilanz abgeleitete Mittelzufluss aus operativer Geschäftstätigkeit beträgt in 2014 1.749 Mio. Euro (2013: 1.947 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeiten beträgt in 2014 1.213 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf den Erwerb von Anleihen in Höhe von 489 Mio. Euro und Darlehen mit 307 Mio. Euro sowie gegenläufig von Mittelzuflüssen aus der Veräußerung von Aktien und Beteiligungen mit 363 Mio. Euro zurückzuführen. Bei den vorgenannten Werten wurden die jeweiligen Veräußerungserlöse mit den Mittelabflüssen aus dem Erwerb saldiert.

Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeiten resultiert weitestgehend aus der Auszahlung der Dividende an Muttergesellschaften. In 2014 betrug die Ausschüttung 480 Mio. Euro.

Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 446 Mio. Euro (2013: 405 Mio. Euro) dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf. Die vorgenannten Beträge betreffen weitestgehend Termin- und Festgelder.

Anhang 13: Eigenkapital und Minderheitsanteile

13.1. Auswirkung der Transaktionen mit Anteilseignern

Die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung wird, wie im Anhang 1 beschrieben wurde, gemäß der Änderung zum IAS 1 als ein eigener Abschlussbestandteil dargestellt.

13.1.1. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2014

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2014 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 4,0 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten bzw. Finanzverbindlichkeiten des AXA Konzerns bestehen zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

Der Vorstand der AXA Konzern AG schlägt der Hauptversammlung eine Dividendenausschüttung in Höhe von 336,7 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2015 vor.

13.1.2. Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehende Eigenkapitalveränderung in 2013

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

In 2013 haben sich die folgenden Transaktionen auf das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklagen der AXA ausgewirkt:

Anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro.

Nachrangdarlehen ohne Laufzeitbeschränkung und damit verbundene Finanzierungsaufwendungen

Nachrangige Verbindlichkeiten des AXA Konzerns bestanden zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

Gezahlte Dividende

In der Hauptversammlung vom 23. Juni 2014 stimmten die Aktionäre einer Dividendenausschüttung in Höhe von 479,1 Mio. Euro bezüglich des Geschäftsjahres 2013 zu.

13.2. Gesamtergebnis der Periode

Die Gesamtergebnisrechnung beinhaltet den das Konzernergebnis nach Steuern der Periode, die Veränderung der Neubewertungsrücklage der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, die Währungsumrechnungsrücklage und die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen.

13.2.1. Gesamtergebnis für 2014

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Der Anstieg der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste der als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente belief sich insgesamt auf 6.436 Mio. Euro und ist hauptsächlich auf das deutlich gesunkene Zinsniveau bei Fremdkapitalinstrumenten zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung zwischen nicht realisierten Bruttogewinnen und -verlusten aus den zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten und den entsprechenden im Eigenkapital erfassten Rücklagen:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 10.789.901 4.353.834
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf ... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -8.505.259 -3.399.668
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 2.284.642 954.166
Latente Steuer 686.330 -274.692
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 1.598.312 679.474
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 1.598.312 679.474
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL - 679.722
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) - -190
Rücklage aus der Währungsumrechnung -122 -60(d)
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 1.598.190 679.722

(a) Unrealisierte Gewinne auf zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Zum 31. Dezember 2014 betraf die Mehrheit der nicht realisierten Gewinne aus zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten das Segment Leben, was zu bedeutenden Bewegungen in der Schattenbilanzierung der Beitragsrückerstattung führte.

Für das Geschäftsjahr 2014 verteilen sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 7.309.043 2.376.959 1.020.706 83.193 10.789.901
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf ... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -6.651.231 -1.854.028 - - -8.505.259
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 657.812 522.931 1.020.706 83.193 2.284.642
Latente Steuer -210.503 -167.339 -293.658 -14.830 -686.330
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 447.309 355.592 727.048 68.363 1.598.312
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 447.309 355.592 727.048 68.363 1.598.312
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 447.309 355.592 726.926 68.363 1.598.190
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) - - - - -
Rücklage aus der Währungsumrechnung - - -122 - -122(d)
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 447.309 355.592 726.926 68.363 1.598.190

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Für das Geschäftsjahr 2013 verteilten sich die unrealisierten Gewinne und Verluste wie folgt auf die Segmente:

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Sach Sonstiges Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Unrealisierte Bruttogewinne und -verluste(a) 2.954.549 911.627 438.392 49.266 4.353.834
Abzüglich der unrealisierten Gewinne und Verluste, die auf ... entfallen
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -2.688.583 -711.085 - - -3.399.668
Nicht zugeordnete unrealisierte Gewinne und Verluste vor Steuer 265.966 200.542 438.392 49.266 954.166
Latente Steuer -85.088 -64.180 -121.834 -3.590 -274.692
Unrealisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) - zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente inkl. assoziierter Unternehmen nach der Equity-Methode bilanziert 180.878 136.362 316.559 45.676 679.474
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (NACH STEUERN) - 100% - GESAMT 180.878 136.362 316.559 45.676 679.474
Unrealisierte Gewinne und Verluste - TOTAL 181.546 136.411 317.007 44.759 679.722
Anteile der Minderheitsgesellschafter an unrealisierten Gewinnen und Verlusten(c) -668 -49 -390 917 -190
Rücklage aus der Währungsumrechnung(d) - - -60 - -60
UNREALISIERTE GEWINNE UND VERLUSTE (den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend - netto)(b) 181.546 136.411 317.007 44.759 679.722

(a) Unrealisierte Gewinne der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente.

(b) Einschliesslich unrealisierter Gewinne und Verluste auf Vermögenswerte aus aufgegebenen Geschäftsbereichen.

(c) Inklusive der Effekte aus der Währungsumrechnung der Minderheitsbeteiligungen.

(d) Auf Anteilseigner der Minderheitsgesellschafter entfallend.

Die Veränderung der Neubewertungsrücklage von zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente zum 31. Dezember 2014 und 31. Dezember 2013 stellt sich wie folgt dar:

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 1. Januar 679.474 916.029
Umwidmung in die Gewinn- und Verlustrechnung der Periode(a) 5.376 -14.111
Finanzanlagen, die im Geschäftsjahr erworben wurden und Veränderungen des Zeitwerts 886.245 -225.722
Effekte aus der Währungsumrechnung 27.217 3.278
Nicht realisierte Gewinne und Verluste (nach Steuern) 100%, Stand 31. Dezember 1.598.312 679.474

(a) Umwidmung aufgrund von Abgängen von Finanzinstrumenten, Wertminderungen und Wertaufholungen, Amortisierung von Agien und Disagien.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2014 betrug 1,7 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von 1,7 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch Währungsumrechnungen von Landeswährung in Euro der AXA Töchter in USA, Großbritannien und in der Schweiz.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen

Der Gesamteffekt der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsplänen im auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2014 746,7 Mio. Euro, die zu 100% auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallen

Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.2.2. Gesamtergebnis für 2013

Neubewertungsrücklage, die die Marktwertveränderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente im Eigenkapital erfasst

Der Rückgang der nicht realisierten Bruttogewinne und -verluste der als zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente belief sich insgesamt auf 1.908 Mio. Euro und ist hauptsächlich auf das gestiegene Zinsniveau bei Fremdkapitalinstrumenten zurückzuführen.

Rücklage aus der Währungsumrechnung

Die Gesamtauswirkung der Währungskursänderungen zum 31. Dezember 2013 betrug -4,531 Mio. Euro, die zu 100% den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuzurechnen sind.

Der auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallende Anteil der Veränderung der Rücklage aus Währungsumrechnung in Höhe von -4,531 Mio. Euro war hauptsächlich getrieben durch USA, Großbritannien und die Schweiz.

Neubewertung der Nettopensionsverpflichtungen

Der Gesamteffekt der Neubewertung der Nettopensionsverpflichtung im auf den Konzern entfallenden Nettoergebnis betrug zum 31. Dezember 2013 - 391,3 Mio. Euro (davon auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend -391,3 Mio. Euro und auf Minderheitsgesellschafter -4 Tsd. Euro).

Zusätzliche Informationen zu Pensionsplänen werden im Anhang 23.2 dargestellt.

13.3. Veränderung der Minderheitsanteile

13.3.1. Veränderung der Minderheitsanteile in 2014

Der Rückgang der Minderheitsanteile um 3,532 Mio. Euro auf 15,983 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug -1,906 Mio. Euro
Rückgang der Minderheitenanteile in Höhe von 0,945 Mio. Euro

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaften, die hauptsächlich Folgendes beinhalten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,681 Mio. Euro.

13.3.2. Veränderung der Minderheitsanteile in 2013

Der Rückgang der Minderheitsanteile um 1,192 Mio. Euro auf 19,515 Mio. Euro ist auf das Gesamtergebnis und Transaktionen mit den Minderheitsgesellschaftern zurückzuführen:

Das Gesamtergebnis der Periode beinhaltete insbesondere Folgendes:

Der Anteil der Minderheitsgesellschafter am Jahresüberschuss betrug 0,957 Mio. Euro
Veränderung der Neubewertungsrücklage in Höhe von -0,190 Mio. Euro
Veränderung der Minderheitenanteile der Deutsche Beamten Lebensversicherung AG -1,242 Mio. Euro

Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern, die hauptsächlich Folgendes beinhalteten:

Dividendenauszahlung an die Minderheitsgesellschafter in Höhe von 0,652 Mio. Euro

Anhang 14: Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

14.1. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (brutto und Anteil der Rückversicherer)

Versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungsverträgen (inkl. versicherungstechnischer Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (Fondsgebundene Lebensversicherung)) teilen sich pro Segment wie folgt auf:

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.663.477 14.463.677 - 51.127.154
Rückstellungen für Beitragsüberträge 206.635 3.566 583.767 793.968
Schadenrückstellung(a) 335.158 497.276 5.729.996 6.562.430
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 55.252 - 1.147.249 1.202.501
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen(b) - 8.344 757.735 766.079
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.205.270 14.972.863 7.071.499 59.249.632
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 3.756.176 - - 3.756.176
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 345.496 - - 345.496
Anteile der Rückversicherer an Rückstellungen für Beitragsüberträge 26.685 - 8.448 35.133
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen(a) 13.261 5.968 330.828 350.057
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - 31.306 31.306
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 385.442 5.968 370.582 761.992
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 40.576.004 14.966.895 6.700.917 62.243.816
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung Gesamt
--- --- --- --- ---
Deckungsrückstellung 36.694.627 13.473.120 - 50.167.747
Rückstellungen für Beitragsüberträge 213.369 4.019 600.609 817.997
Schadenrückstellung(a) 340.769 491.254 5.681.423 6.513.446
davon Rückstellungen für unbekannte Spätschäden 52.012 - 1.064.172 1.116.184
Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen(b) - 9.307 741.891 751.198
Versicherungstechnische Rückstellungen 37.248.765 13.977.700 7.023.922 58.250.387
Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebunden Lebensversicherung 3.339.593 - - 3.339.593
Anteile der Rückversicherer an Deckungsrückstellungen 430.529 - - 430.529
Anteile der Rückversicherer an Rückstellungen für Beitragsüberträge 30.089 100 25.386 55.575
Anteile der Rückversicherer an Schadenrückstellungen(a) 16.936 4.478 403.859 425.273
Anteile der Rückversicherer an sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen - - 31.974 31.974
Anteile der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen 477.554 4.578 461.219 943.351
Gesamte versicherungstechnische Rückstellungen, abzüglich abgegebener Rückversicherung 40.110.804 13.973.122 6.562.703 60.646.629

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten verbunden mit Versicherungsverträgen (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

b) Beinhaltet die Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr und in der Schaden- und Unfallversicherung.

14.2. Versicherungstechnische Rückstellungen aus Investmentverträgen mit ermessenabhängigen Überschussbeteiligungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Deckungsrückstellung 302.189 342.796
Schadenrückstellung(a) 9 6
Rückstellungen aus Investmentverträgen ermessensabhängigen Überschussbeteiligungen 302.198 342.802

Zu beachten: Beträge werden ohne die Auswirkung von nicht verdienten Beitragsbestandteilen (siehe Anhang 8.2), Rückstellungen für Beitragsrückerstattung (siehe Anhang 14.6) und derivativen Finanzinstrumenten (siehe Anhang 19.4) ausgewiesen.

a) Berücksichtigt Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3. Entwicklung der Schadenrückstellung in der Schaden- und Unfallversicherung

14.3.1. Veränderung der Schadenrückstellung vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Schadenrückstellung Stand 1. Januar 5.645.068 5.500.600
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 1. Januar 36.355 30.184
Brutto Schadenrückstellung Stand 1. Januar(a) 5.681.423 5.530.784
Schadenaufwand (für Geschäftsjahresschäden) 2.393.715 2.651.219
Veränderung der Schadenrückstellung (für Vorjahresschäden) -63.813 -140.174
Gesamte Schadenaufwendungen(b) 2.329.902 2.511.044
Schadenzahlungen (für Geschäftsjahresschäden) -1.117.803 -1.252.193
Schadenzahlungen (für Vorjahresschäden) -1.181.495 -1.105.943
Gesamte Schadenzahlungen(b) 2.299.298 -2.358.136
Sonstige Veränderungen 10.395 147
Währungskursschwankungen 7.577 -2.829
Schadenrückstellung Stand 31. Dezember 5.693.311 5.645.068
Rückstellung für Schadenregulierungskosten Stand 31. Dezember 36.685 36.355
Brutto Schadenrückstellung Stand 31. Dezember(a) 5.729.996 5.681.423

(a) Ohne Deckungsrückstellung für Renten und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr aus der Schaden- und Unfallversicherung.

(b) Ohne Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen.

14.3.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an der Schadenrückstellung

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 1. Januar 403.859 357.015
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenregulierungsaufwendungen 778.535 989.555
Anteil der Rückversicherer an gesamten Schadenzahlungen -863.762 -894.804
Sonstige Veränderungen 10.395 -35.884
Währungskursschwankungen 1.801 -12.022
Anteil der Rückversicherer an Schadenrückstellungen Stand 31. Dezember 330.828 403.859

14.4. Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen -Leben & Kranken

14.4.1. Entwicklung der versicherungstechnischen Risiken aus Versicherungs- und Investmentverträgen - vor Abzug des Anteils der Rückversicherer

Die nachstehende Tabelle weist die versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen des Segments Leben und Kranken aus, unabhängig davon ob das Risiko von Versicherungsnehmern übernommen wird (d.h. inklusive des fondsgebundenen Geschäfts). Nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen aus Beitragsrückerstattung sowie derivative Finanzinstrumente aus Versicherungsverträgen sind nicht enthalten.

Leben

2014
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 40.588.358 342.802 40.931.160
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 3.047.080 50.216 3.097.296
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -3.901.491 -95.845 -3.997.336
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (+/-) 320.718 - 320.718
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 1.288.577 5.026 1.293.603
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) -351.762 - -351.762
Sonstige Veränderungen -30.027 - -30.027
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 40.961.446 302.198 41.263.644
2013
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 40.107.116 457.793 40.564.909
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 3.027.578 12.040 3.039.618
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -3.769.292 -133.600 -3.902.892
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung (+/-) 424.325 - 424.325
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 1.324.258 6.570 1.330.828
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) -327.224 - -327.224
Sonstige Veränderungen -198.406 - -198.406
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 40.588.358 342.802 40.931.160

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

Kranken

2014
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 13.977.700 - 13.977.700
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 2.299.845 - 2.299.845
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -1.606.639 - -1.606.639
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 301.957 - 301.957
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) - - -
Sonstige Veränderungen - - -
Währungskursschwankungen - - -
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 14.972.863 - 14.972.863
2013
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 12.983.332 - 12.983.332
Vereinnahmte Beiträge ohne Prämienzuschläge (+) 2.208.027 - 2.208.027
Rückkäufe, Abläufe und sonstige Leistungen ohne Kosten und Stornoabschläge (-) -1.552.854 - -1.552.854
Rechnungsmäßige Zinsen und Erhöhung der Deckungsrückstellung aus der Überschussbeteiligung 338.429 - 338.429
Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-) - - -
Sonstige Veränderungen 764 - 764
Währungskursschwankungen 2 - 2
Versicherungstechnische Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 13.977.700 - 13.977.700

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Schadenrückstellungen, Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen und sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile und Rückstellungen für Beitragsrückerstattung.

14.4.2. Entwicklung des Anteils der Rückversicherer an versicherungstechnischen Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Leben

2014
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 477.554 - 477.554
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 53.489 - 53.489
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -113.189 - -113.189
Anteil der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-)(b) -6.121 - -6.121
Anteil der Rückversicherer an der Änderungen des Konsolidierungskreises und der Bilanzierungsmethoden -26.293 - -26.293
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 385.442 - 385.442
2013
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 508.641 - 508.641
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) - - -
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -50.510 - -50.510
Anteil der Rückversicherer an der Entwicklung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen (+/-)(b) 25.523 - 25.523
Anteil der Rückversicherer an der Änderungen des Konsolidierungskreises und der Bilanzierungsmethoden -6.100 - -6.100
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 477.554 - 477.554

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

(b) Zu beachten: Inklusive Zinszuführungen und den Rückstellungen zugeführte Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer, Kontoführungsgebühren/ Gebühren für die Verwaltung von Finanzanlagen und Veränderung der Rückstellungen bezogen auf versicherungstechnische und versicherungsmathematische Positionen.

Kranken

2014
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) 4.578 - 4.578
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 15.408 - 15.408
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -14.018 - -14.018
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 5.968 - 5.968
2013
(In Tsd. Euro) Versicherungsverträge Investmentverträge Gesamt
--- --- --- ---
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 1. Januar(a) - - -
Anteil der Rückversicherer an den vereinnahmten Beiträgen ohne Prämienzuschläge (+) 14.856 - 14.856
Anteil der Rückversicherer an den Rückkäufen, Abläufen und sonstigen Leistungen ohne Kosten und Strafen (-) -10.278 - -10.278
Anteil der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen Stand 31. Dezember(a) 4.578 - 4.578

(a) Inklusive: Deckungsrückstellung, Rückstellungen für Beitragsüberträge, Rückstellungen für drohende Verluste, Schadenrückstellungen, Rückstellungen für Schadenregulierungsaufwendungen, Rückstellungen für sonstige Gewinnbeteiligungen. Ohne: Rückstellungen für nicht verdiente Beitragsbestandteile, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung/Überschussbeteiligungen der Versicherungsnehmer.

14.5. Veränderung der Rückstellung für Schäden und noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)

Die Schadenabwicklungstabelle weist die Veränderung der Schadenrückstellungen nach den angewendeten Rechnungslegungsvorschriften gemäß IFRS 4 zwischen 2004 und 2014 aus. Dabei bezieht sich die Darstellung auf die Schadenrückstellung inkl. der Schadenregulierungskostenreserve. Alle Verträge sind gemäß IFRS-Definition Versicherungsverträge.

Die erste Zeile "Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet" stellt die Schadenrückstellungen in der Konzernbilanz, gebildet zum relevanten Geschäftsjahr, dar. Zum Beispiel stellt der Betrag in Höhe von 3.747 Mio. Euro für das Jahr 2006 alle Schadenrückstellungen dar, die in der Konzernbilanz in den Geschäftsjahren bis einschließlich 2006 gebildet wurden und zum 31. Dezember 2006 in der Konzernbilanz berücksichtigt wurden.

Die zweite Zeile "Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen" zeigt zum jeweiligen Bilanzstichtag den anfänglichen Betrag, der sich unter Verwendung der Wechselkurse des aktuellen Jahres und unter der Annahme eines unveränderten Konsolidierungskreises ergeben hätte.

Der erste Teil der Tabelle mit dem Titel "Kumulierte Zahlungen" zeigt für eine gegebene Spalte N die kumulierten Zahlungen, die seit dem 31. Dezember des Jahres N, bezogen auf das Eintrittsjahr bis einschließlich Jahr N geleistet wurden.

Der zweite Teil der Tabelle "Neu geschätzte Rückstellungen" zeigt für eine gegebene Spalte N eine Schätzung der aktuellen Kosten der Rückstellungen zum 31. Dezember des Geschäftsjahres N für alle Eintrittsjahre vor und bis zum Jahr N, zum Ende des jeweiligen nachfolgenden Geschäftsjahres. Der endgültige Schadenaufwand schwankt von Jahr zu Jahr, da die Information über die noch nicht abgewickelten Versicherungsfälle mit jedem weiteren Jahr zuverlässiger wird.

Der Abwicklungsgewinn bzw. -verlust der Anfangsbruttorückstellung in Bezug auf die aktuelle Schätzung der Schadenaufwendungen des jeweiligen Jahres ergibt sich für das Geschäftsjahr N durch einen Vergleich des Betrages in der zweiten Zeile der Tabelle ("Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen.") mit dem Betrag der "Neu geschätzte Rückstellungen".

Veränderung der Schadenrückstellungen: Schaden und Unfall

(In Tsd. Euro) 2004 2005 2006 2007 2008 2009
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 3.664.978 3.747.277 4.762.013 4.803.097 4.771.306 4.813.622
- - - - - -
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 3.537.121 3.618.030 4.762.913 4.805.663 4.774.938 4.817.108
- - - - - -
Kumulierte Zahlungen: - - - - - -
1 Jahr später 765.491 867.219 912.638 878.888 882.396 937.618
2 Jahre später 1.145.312 1.262.609 1.261.881 1.215.012 1.242.753 1.273.290
3 Jahre später 1.441.025 1.508.108 1.486.782 1.458.224 1.472.909 1.505.227
4 Jahre später 1.632.737 1.639.366 1.679.199 1.633.662 1.645.638 1.684.224
5 Jahre später 1.738.834 1.798.725 1.818.390 1.772.542 1.789.165 1.784.363
6 Jahre später 1.872.496 1.911.030 1.939.614 1.895.280 1.863.084
7 Jahre später 1.967.258 2.014.081 2.044.438 1.955.018
8 Jahre später 2.057.628 2.103.291 2.081.210
9 Jahre später 2.139.557 2.125.078
10 Jahre später 2.151.891
Neu geschätzte Rückstellungen: 3.101.152 3.218.750 3.334.951 3.422.220 3.567.818 3.793.355
1 Jahr später 3.509.814 4.211.804 4.425.353 4.435.797 4.500.875 4.623.663
2 Jahre später 3.777.369 3.995.152 4.082.815 4.066.186 4.149.112 4.408.911
3 Jahre später 3.751.523 3.880.068 3.891.131 3.895.568 4.102.490 3.994.716
4 Jahre später 3.640.259 3.154.099 3.745.777 3.876.898 3.699.666 3.849.903
5 Jahre später 3.027.617 3.086.591 3.755.973 3.490.421 3.589.547 3.793.355
6 Jahre später 2.983.596 3.589.333 3.389.112 3.414.337 3.567.818
7 Jahre später 3.434.245 3.234.955 3.332.018 3.422.220
8 Jahre später 3.092.896 3.202.882 3.334.951
9 Jahre später 3.068.708 3.218.750
10 Jahre später 3.101.152
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen:(a)
Absoluter Betrag: 435.969 399.280 1.427.962 1.383.443 1.207.120 1.023.753
in %: 12,3% 11,0% 30,0% 28,8% 25,3% 21,3%
(In Tsd. Euro) 2010 2011 2012 2013 2014
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen zum jeweiligen Bilanzstichtag gebildet 4.891.444 5.147.154 5.054.187 5.179.701 5.230.725
- - - - -
Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle und Schadenregulierungsaufwendungen im Geschäftsjahr 2014 gebildet, nach Anpassungen aufgrund von Währungskursschwankungen und Konsolidierungskreisänderungen 4.892.856 5.148.624 5.057.519 5.181.881 5.230.725
- - - - -
Kumulierte Zahlungen: - - - - -
1 Jahr später 919.802 973.651 976.640 963.030
2 Jahre später 1.280.570 1.337.028 1.273.220
3 Jahre später 1.520.580 1.498.573
4 Jahre später 1.636.538
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Neu geschätzte Rückstellungen: 3.963.889 4.196.006 4.431.602 5.172.631
1 Jahr später 5.132.531 4.701.462 4.982.696 5.172.631
2 Jahre später 4.259.598 4.358.956 4.431.602
3 Jahre später 4.081.112 4.196.006
4 Jahre später 3.963.889
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Kumulierter Überschuss (Defizit) der Anfangsbruttorückstellungen gegenüber den neu geschätzten Bruttorückstellungen:(a)
Absoluter Betrag: 928.967 952.618 625.917 9.250
in %: 19,0% 18,5% 12,4% 0,0% 0.0%

(a) Es wäre nicht angemessen die zukünftigen Überschüsse oder Defizite auf Basis der Schadenrückstellungen in der Entwicklungstabelle zu extrapolieren, da die Rahmenbedingungen und Entwicklungstrends aus Vorperioden nicht unbedingt in der Zukunft wieder eintreten werden. Die Darstellung des Überschusses/Defizits berücksichtigt Währungsänderungen zwischen den Geschäftsjahren.

Überleitung zwischen den entwickelten und insgesamt gebildeten Rückstellungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 Bilanzwert 31. Dezember 2013 Bilanzwert
Brutto-Schadenrückstellung entwickelt
Schaden und Unfall 5.230.725 5.179.701
Gesamte entwickelte Brutto-Schadenrückstellung 5.230.725 5.179.701
Brutto-Schadenrückstellungen unentwickelt 499.271 501.722
Gesamte Brutto-Schadenrückstellungen für Schaden und Unfall 5.729.996 5.681.423

14.6. Rückstellungen für Beitragsrückerstattung

Die folgende Tabelle zeigt die Rückstellungen für Beitragsrückerstattung zum 31. Dezember 2014 bzw. 31. Dezember 2013.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Rückstellung für Beitragsrückerstattung 4.466.991 4.402.004
Passive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 11.750.508 5.406.628
Gesamte Rückstellungen für Beitragsrückerstattung 16.217.499 9.808.632
Gesamte aktive latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 0 0

In der aktiven und passiven latenten Rückstellung für Beitragsrückerstattung sind Beträge enthalten, die sich hauptsächlich in Bezug auf unrealisierte Gewinne und Verluste aus Investitionen in zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen ergeben haben (vgl. Anhang 9.3.).

14.7. Zahlungs- und Rückkaufsprognosen sowie verwendete Rechnungszinsen für versicherungstechnische Rückstellungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen

Die Tabellen im Anhang 14.7.1 und 14.7.2 werden ohne Verträge im Rahmen der fondsgebundenen Lebensversicherung dargestellt. Diese Verträge unterliegen weder einem Zinsrisiko noch einem Restlaufzeitrisiko. Davon ausgenommen sind fondsgebundene Verträge mit Leistungsgarantien.

In Bezug auf Liquiditätsrisiken werden für fondsgebundene Lebensversicherungen die Finanzanlagen zur Unterlegung der entsprechenden Rückstellungen von den Lebensversicherungsunternehmen vorgehalten. Vereinzelte Inkongruenzen sind hauptsächlich die Folge von zeitlichen Differenzen in der Vertragsverwaltung im Rahmen des täglichen Betriebs.

14.7.1. Prognose von künftigen Zahlungen und Rückkäufen

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die prognostizierten Zahlungen und Rückkäufe in Bezug auf Versicherungs- und Investmentverträge (ohne fondsgebundene Lebensversicherungen) für Leben und Kranken sowie Schaden und Unfall. Die tatsächlichen Laufzeiten können erheblich von den Prognosen abweichen, hauptsächlich weil einige Verträge laufzeitreduzierende und vom Versicherungsnehmer ausübbare Kündigungsoptionen enthalten.

Die unten ausgewiesenen Prognosen können nicht mit den Rückstellungen in der Konzernbilanz verglichen werden. Die geschätzten Werte sind höher als die Werte in der Konzernbilanz, da sie die künftigen Zahlungen undiskontiert darstellen. Zudem werden künftige laufende Beitragszahlungen der Versicherungsnehmer ebenfalls nicht berücksichtigt.

Die Zahlen in der ersten Zeile der nachstehenden Tabelle zeigen geschätzte undiskontierte Zahlungen im Zusammenhang mit Todesfällen, Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitsschäden, Rückkäufen, Rentenzahlungen, garantierten Leistungen für fondsgebundene Verträge sowie Schaden-, Unfall- und Krankenversicherungsschäden ohne die Berücksichtigung von künftig noch fällig werdenden Beiträgen der Versicherungsnehmer aus bestehenden Versicherungsverträgen. Diese Zahlungen beruhen auf Annahmen bezüglich Sterblichkeit, Invalidität und Berufsunfähigkeit, Rückkäufen und der Zahlungshäufigkeit in der Schaden- und Unfallversicherung, welche den Erfahrungen des Konzerns in der Vergangenheit entsprechen. Die Beträge sind brutto, also vor Abzug des Anteils der Rückversicherer, ausgewiesen. Durch die Verwendung von Schätzungen ist es wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Auszahlungen von den Prognosen abweichen werden.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2.460.779 5.981.031 90.227.184 98.668.994
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 510.239 3.648.346 33.062.873 37.221.458
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Bis 1 Jahr 1-5 Jahre > 5 Jahre Gesamt
--- --- --- --- ---
Verpflichtungen aus Versicherungs- und Investmentverträgen 2.670.763 6.565.120 102.397.451 111.633.334
davon Verpflichtungen aus Leben und Kranken für Verträge mit einer Kündigungsoption, die einen Rückkaufswert vorsehen 656.004 4.119.658 36.067.210 40.842.872

14.7.2. Verwendete Rechnungszinsen

Die dargestellte Tabelle und die damit verbundenen Bemerkungen werden ohne fondsgebundene Lebensversicherungsverträge ausgewiesen.

Die allgemeinen Grundsätze zur Bildung von versicherungstechnischen Rückstellungen sind im Anhang 1 des Konzernabschlusses beschrieben. Die Rückstellungen basieren auf Schätzungen, in denen der Rechnungszins eine zentrale Annahme ist.

Wie in der nachstehenden Tabelle gezeigt, wurden zum 31. Dezember 2014 98% der Rückstellungen für Leben und 97% der Rückstellungen für Kranken diskontiert. Bei den Verträgen mit festgeschriebenem Rechnungszins handelt es sich um Lebensversicherungsverträge, wo der Rechnungszins, der dem Garantiezins entspricht, bei Vertragsbeginn festgelegt wird und solange verwendet wird, bis im Rahmen der Überprüfung der Angemessenheit (Liability Adequacy Test) eine Nachreservierung erforderlich ist. In der Regel werden Verträge ohne Garantiezins als undiskontiert behandelt, außer Versicherungsprodukten mit garantierten Zinssätzen, die jährlich und für jeweils ein Jahr aktualisiert werden. Diese Verträge werden unter diskontierten Rückstellungen ausgewiesen.

Bei den Verträgen mit angepasstem Rechnungszins handelt es sich um Krankenversicherungsverträge. Im Gegensatz zur Lebensversicherung werden die Rechnungsgrundlagen, welche gemäß der Kalkulationsverordnung gleichermaßen für Prämienkalkulation und Ermittlung der Alterungsrückstellung zu verwenden sind, im Rahmen von Beitragsanpassungen aktualisiert. Bei den Verträgen, deren Rückstellungen nicht diskontiert werden, handelt es sich im Segment Kranken um Versicherungsgeschäft nach Art der Sachversicherung, wie zum Beispiel Auslandsreisekrankenversicherungsverträge.

Mit Ausnahme von Unfallversicherungsverträgen mit Beitragsrückgewähr sind die meisten Rückstellungen (89% zum 31 Dezember 2014) für Schaden und Unfall undiskontiert. Undiskontierte Rückstellungen sind gegenüber Risiken aus Zinssatzänderungen unempfindlich.

Der unten dargestellte Rechnungszins ist ein gewichteter Durchschnitt der berücksichtigten Bestände. Bei Verträgen mit garantierten Sätzen, die jährlich überprüft werden, werden die Sätze zum Abschlusszeitpunkt genommen. Die mit den Verträgen verbundenen Risikofaktoren werden im Risikobericht detailliert dargestellt.

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins Buchwert Durchschnittlicher Rechnungszins
--- --- --- --- ---
Leben - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 36.860.786 3,33% 37.154.013 3,36%
Leben- aktueller Rechnungszins - - - -
Leben - undiskontierte Rückstellungen 646.682 - 437.554 -
Summe Leben 37.507.468 - 37.591.567 -
Kranken - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins - - - -
Kranken - aktueller Rechnungszins 14.463.677 3,33% 13.473.120 3,37%
Kranken - undiskontierte Rückstellungen 509.186 - 504.580 -
Summe Kranken 14.972.863 - 13.977.700 -
Schaden- und Unfall - festgeschriebener ("locked-in") Rechnungszins 752.483 2,93% 693.819 3,04%
Schaden- und Unfall - aktueller Rechnungszins - - - -
Schaden- und Unfall - undiskontierte Rückstellungen 6.291.142 - 6.330.103 -
Summe - Schaden und Unfall und internationale Versicherung 7.043.625 - 7.023.922 -
Gesamte Versicherungs- und Investmentverträge 59.523.955 - 58.593.189 -

Die Beträge sind ohne die Auswirkungen von Derivaten auf Versicherungs- und Investmentverträge (siehe Anhang 19.4), sowie ohne Rückstellungen aus nicht verdienten Beitragsbestandteilen, Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und versicherungstechnischen Rückstellungen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen dargestellt.

Gemäß IFRS 7 weist der Konzern im Risikobericht quantitative Zins- und Aktienmarkt-Sensitivitäten aus: für das Leben- und Krankenversicherungsgeschäft in Bezug auf den "European Embedded Value", für die Schaden- und Unfallversicherung in Bezug auf den entsprechenden Kapitalanlagebestand.

14.8. Eingebettete Derivate die, die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen

AXA verkauft Versicherungsverträge, die vielfältige Optionen und Garantien für die Versicherungsnehmer beinhalten. Diese Vertragsmerkmale werden im Risikobericht beschrieben. Dabei handelt es sich nicht um "eingebettete Derivate", die AXA getrennt zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, da

viele der Merkmale eng mit dem Basisvertrag verbunden sind, und
viele der Merkmale selbst als Versicherungsvertrag gemäß Phase 1 (IFRS 4) gelten.

Dieser Anhang beschreibt die Merkmale, die eingebettete Derivate haben und die unabhängig die Definition eines Versicherungsvertrages erfüllen. Die Hauptelemente können in zwei Hauptkategorien aufgeteilt werden: Garantierte Mindestleistungen im Todesfall (GMDBs) oder garantierte Rentenleistungen, die in Verbindung mit fondsgebundenen Verträgen und garantierten Rentenfaktoren angeboten werden (GMIB).

GMDB-Merkmale bieten eine Mindestleistung im Todesfall an, die höher als das Vertragsguthaben des fondsgebundenen Vertrages sein kann (je nach Wertentwicklung des fondsgebundenen Kapitals). GMIB-Merkmale bieten eine lebenslange Verrentung oder eine Rentengarantiezeit an, die ein Versicherungsnehmer nach einer vorgegebenen Wartezeit auswählen darf. Der sich daraus ergebende Betrag kann höher als die Umrechnung des Vertragsguthaben mit den aktuellen Rentenfaktoren sein.

Für AXA bestehen bei GMDB- und GMIB-Verträgen Risiken, da durch die anhaltend schwache Leistung der Finanzmärkte die ausgezahlten Leistungen höher als die kumulierten Versicherungsnehmer-Guthaben sein können. Rückstellungen werden für diese Merkmale auf Basis der mathematischen Annahmen im Zusammenhang mit erwarteten Vorteilen und verbundenen Kostenzuschlägen gebildet. Zusätzlich zur Bildung von Rückstellungen kontrolliert AXA Risiken durch eine Kombination aus Rückversicherungsprogrammen und einem aktiven Risikomanagementsystem, welches auch derivative Finanzanlagen enthält.

Garantierte Rentenfaktoren sichern, dass zu einem zukünftigen Zeitpunkt das kumulierte Guthaben der Versicherungsnehmer ausreicht, um eine lebenslange Rente zu aktuell festgelegten Rentenfaktoren zu kaufen. Die Risiken für AXA bei solchen Fällen sind folgende:

Entweder die Langlebigkeit des Versicherungsnehmers steigt deutlich, sodass diese Leistung länger in Anspruch genommen wird als für den garantierten Rentenfaktor angenommen
oder die Anlagerenditen sind während der Auszahlungsphase niedriger, als in den garantierten Rentenfaktoren berücksichtigt.

Anhang 15: Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft

15.1. Verbindlichkeiten nach Art

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Buchwert Marktwert Buchwert Marktwert
--- --- --- --- ---
Privatkunden 476.292 483.676 460.767 466.852
Institutionelle Kunden 33.532 35.576 28.899 30.836
Interbankenrefinanzierung 56.658 59.039 48.644 51.587
Refinanzierung mit Zentralbanken 14.001 13.865 - -
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 580.483 592.156 538.310 549.275

Die Verbindlichkeiten aus dem Bankgeschäft setzten sich aus privaten Kundeneinlagen, der Refinanzierung bei Institutionellen Anlegern, der Interbankenrefinanzierung sowie der Refinanzierung mit Zentralbanken zusammen. Die privaten Kundeneinlagen in Höhe von 476.292 Tsd. Euro (2013: 460.767) bestehen im Wesentlichen aus täglich fälligen Einlagen und Termineinlagen. Bei Institutionellen Anlegern hat die Bank sich durch Schuldscheindarlehen refinanziert. Die Verbindlichkeiten der Interbankenrefinanzierung bestehen in Höhe von 35.552 Tsd. Euro (2013: 25.627 Tsd. Euro) aus Schuldscheindarlehen und in Höhe von 21.106 Tsd. Euro (2013: 23.017 Tsd. Euro) aus Darlehen der KfW. Die Refinanzierung mit Zentralbanken umfasst ein Geschäft mit der Deutschen Bundesbank.

Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Mehrzahl der Verbindlichkeiten aus Bankgeschäften (siehe unten) liegt der Marktwert der oben dargestellten Verbindlichkeiten nahe an den Buchwerten.

15.2. Verbindlichkeiten nach vertraglicher Fälligkeit

31. Dezember 2014
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Privatkunden 396.471 69.062 10.759 476.292
Institutionelle Kunden 5.532 21.000 7.000 33.532
Interbankenrefinanzierung 21.255 15.000 20.403 56.658
Refinanzierung mit Zentralbanken 1 14.000 - 14.001
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 423.259 119.062 38.162 580.483
31. Dezember 2013 31. Dezember 2013
Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert nach Vertragslaufzeiten Buchwert gesamt
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Privatkunden 415.665 40.005 5.097 460.767
Institutionelle Kunden 15.899 13.000 - 28.899
Interbankenrefinanzierung 833 25.423 22.388 48.644
Refinanzierung mit Zentralbanken - - - -
Gesamtverbindlichkeiten aus Bankgeschäften 432.397 78.428 27.485 538.310

Anhang 16: Sonstige Rückstellungen

16.1. Übersicht über die sonstigen Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen umfassen die folgenden Posten:

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Rückstellung für Pensionen und ähnliche langfristige Verpflichtungen sowie für Jubiläen 2.893.619 2.311.928
Anteilsbasierte Vergütungspläne 4.981 7.745
Rückstellungen für Restrukturierung 35.237 60.642
Übrige sonstige Rückstellungen 64.432 65.804
Gesamte sonstige Rückstellungen 2.998.269 2.446.119

Die Rückstellungen für Pensionen werden im Anhang 23 "Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter" erläutert. Die Rückstellungen für Anteilsbasierte Vergütungspläne werden im Anhang 24 "Anteilsbasierte Vergütung" erläutert.

Der für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung angewandte Rechnungszins beträgt 2,0% (2013: 3,5%). Der Zinsaufwand beträgt 796 Tsd. Euro (2013: 671 Tsd. Euro).

Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u.a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen; zum Bilanzstichtag sind 240 Mitarbeiter (2013: 259 Mitarbeiter) bezugsberechtigt. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 3.276 Tsd. Euro (2013: 3.547 Tsd. Euro).

Die Restrukturierungsrückstellung wurde aufgrund der Restlaufzeit von einem Jahr mit dem Nominalwert bilanziert. Der Zinsaufwand aus der Rückstellung betrug 889 Tsd. Euro (2013: 2.439 Tsd. Euro). Für die Rückstellung für Prozessrisiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten wurden Rechnungszinssätze von: 2,85 % - 3,13 % (2013: 3,37% bis 3,79%) verwendet. Die erwartete Inanspruchnahme erstreckt sich bis zum Jahr 2017.

In den übrigen sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen mit 38.266 Tsd. Euro Rückstellung für Spruchstellenverfahren sowie Zinsrückstellung für die Spruchstellenverfahren und mit 22.409 Tsd. Euro Rückstellung für Prozessrisiken ausgewiesen. Die Fälligkeit der übrigen sonstigen Rückstellungen wird in mehr als zwölf Monate erwartet.

16.2. Entwicklung der sonstigen Rückstellungen (außer Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütung)

Änderungen der sonstigen Rückstellungen (außer Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie anteilsbasierte Vergütungspläne) werden nachfolgend dargestellt:

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Buchwert 1. Januar 126.446 90.206
Zuführungen 12.756 118.922
Inanspruchnahmen -31.539 -67.019
Auflösungen -7.994 -15.664
Währungskursschwankungen - -
Buchwert 31. Dezember 99.669 126.446

Anhang 17: Verbindlichkeiten

17.1. Überblick über die Verbindlichkeiten

(In Tsd. Euro) Buchwert 31. Dezember 2014 Buchwert 31. Dezember 2013
Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen(a) 12.210 85.600
Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und dem übernommenen Rückversicherungsgeschäft 380.725 463.222
Kautionen und Bürgschaften - -347
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Versicherungsunternehmen 101.162 178.974
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsnehmern, Maklern und Generalagenten 279.563 284.595
Verbindlichkeiten aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft 484.589 543.691
Kautionen und Bürgschaften 397.008 489.342
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen 87.581 54.349
Steuerverbindlichkeiten 455.996 375.972
Sonstige Verbindlichkeiten 1.181.262 1.126.035
VERBINDLICHKEITEN 2.514.782 2.594.521

(a) ohne Bankaktivitäten.

17.2. Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe

Andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (außer Fremdfinanzierung) nach Art der Ausgabe werden nachfolgend beschrieben:

Buchwert
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- ---
Derivate auf andere ausgegebene Fremdkapitalinstrumente (außer Fremdfinanzierung) 11.000 30.001
Banküberziehungen 1.210 55.599
Sonstige Fremdkapitalinstrumente , Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen (ausser Fremdfinanzierung) 12.210 85.600

Die Buchwerte entsprechen sowohl für 2014 als auch für 2013 den jeweiligen Zeitwerten.

17.3. Zinsrisiko und vertragliche Laufzeiten

Die nachfolgende Tabelle stellt die vertraglichen Laufzeiten anderer ausgegebener Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen dar (mit Ausnahme des Effekts von Derivaten - detaillierte Beschreibung im Anhang 19.4). Die tatsächlichen Laufzeiten können von den dargestellten abweichen, hauptsächlich deshalb, weil einige Finanzinstrumente Vertragsbedingungen mit der Möglichkeit zur vorzeitigen Rückgabe, mit oder ohne Vertragsstrafe, enthalten.

Buchwert - Sonstige Fremdkapitalinstrumente, Wechselverbindlichkeiten und Banküberziehungen nach Vertragsfälligkeit
(In Tsd. Euro) 12 Monate und weniger Von 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamtbuchwert
--- --- --- --- ---
2014 12.210 - - 12.210
2013 85.600 - - 85.600

Anhang 18: Steuern

18.1. Steueraufwand

18.1.1. Überblick über den Steueraufwand nach laufenden und latenten Steuern

Der Ertragssteueraufwand teilt sich wie folgt auf:

(In Tsd. Euro) 31 Dezember 2014 31 Dezember 2013
Ertragsteuern -210.256 -137.657
Laufend -174.611 -156.240
Latent -35.645 18.583

18.1.2. Steuerliche Überleitungsrechnung

Die Überleitung von theoretischem Steueraufwand (Gewinn vor Steuern bewertet mit dem anwendbaren Steuersatz in Deutschland für die betreffende Periode) zum effektiven Steueraufwand stellt sich wie folgt dar:

Steuernachweis

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Erträge vor Ertragssteuern (ohne Ergebnis aus aufgegebenen Aktivitäten und nach der Equity-Methode konsolidierten Beteiligungen) 694.631 562.434
Theoretische Steuerquote 32% 32%
Theoretischer Steueraufwand -222.282 -179.979
Auswirkung der Steuersatzdifferenz auf den theoretischen Steueraufwand - 4
Auswirkung aufgrund von Steuersatzänderungen -21 -24
Auswirkung der Steuersatzdifferenz und der nicht mit dem Einkommen vor Steuern verbundenen Steuern -2.918 -610
Auswirkung der Differenz in Steuersatz und Steuerbemessungsgrundlage -2.939 -630
Steuerliche Gewinne/Verluste aus Vorjahren, die im laufenden Jahr genutzt werden ohne bisher bilanzierte latente aktive Steuern -1.390 406
Aktive latente Steuer, bilanziert auf steuerliche Verluste aus Vorjahren -2.150 -
Aktive latente Steuer, nichtbilanziert auf Steuerverluste des Jahres - 589
Ausbuchung der gebildeten latenten Steueransprüche auf steuerliche Verluste aus Vorjahren(a) - 1.138
Effekt der Steuerverluste -3.540 2.133
Wirkung permanenter Differenzen 10.693 -30.659
Anpassung der Steuer, die sich auf vorherige Jahre bezieht -17.900 -14.690
Ausbuchung / Ansatz der aktiven latenten Steuern auf temporäre Differenzen der vergangenen Jahre (außer Steuerverluste)(a) - -
Sonstige 1.660 1.517
Effekt von Anpassungen, Wertverlust und Anderen -16.240 -13.173
Effektiver Steueraufwand -210.256 -137.650
Effektiver Steuersatz in % 30,27% 24,47%

(a) Ausbuchung der DTA (aktive latente Steuern) aus Steuerverlusten werden unter "Effekt der Steuerverluste" ausgewiesen.

Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich in 2014 auf 16.601 Tsd. Euro (2013: 187.785 Tsd. Euro). Die Reduzierung in 2014 ist insbesondere auf Steuererstattungen auf Grund verlangter Steuererklärungen bei der AXA Konzern AG, sowie Steuererstattungen für Vorjahre nach Betriebsprüfungen zurückzuführen.

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 210.256 Tsd. Euro liegt unter dem theoretischen Steueraufwand von 222.282 Tsd. Euro. Aus der Überleitungsrechnung geht hervor, dass der geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand insbesondere in Höhe von 5.207 Tsd. Euro aus steuerfreiem Kapitalanlageergebnis sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern von rund 17.900 Tsd. Euro resultiert. Diesem standen im Wesentlichen nicht steuerlich abzugsfähige Aufwendungen und nicht steuerlich abziehbare Zinsen auf Steuern § 233 AO in Höhe von -10.871 Tsd. Euro gegenüber.

Im Vergleich zum Vorjahr (2013: 137.650 Tsd. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich auf 210.256 Tsd. Euro. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant höheren Vorsteuerergebnis.

Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte Ertragsteuersatz von 32% setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 16,2%. Der Steuersatz entspricht somit dem des vorangegangenen Jahres.

18.2. Latente Steuern

Die Nettoposition der latenten Steuer teilt sich wie folgt auf:

31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Latente Steueransprüche (netto) Latente Steueransprüche (netto)
--- --- --- --- ---
Aktive / Passive Steuern bzgl.
- Ertrags- bzw. aufwandswirksame Positionen (Gewinne bzw. Verluste) 845.379 952.257 -106.878 -71.206
- Rücklagen in Verbindung mit Marktwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumenten 2.275.993 2.962.323 -686.329 -274.692
- Rücklagen in Verbindung mit Sicherungsbeziehungen und anderen Posten - 57.689 -57.689 -16.094
- Rücklagen in Verbindung mit Gewinnen und Verlusten aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 351.425 - 351.425 184.156
Latente Steuern gesamt 3.472.797 3.972.268 -499.472 -177.836

In der obigen Tabelle entspricht die Nettoposition der latenten Steuern der Differenz zwischen aktiver latenter Steuer und passiver latenter Steuer, die in der Konzern-Bilanz dargestellt wurden. Der Aufriss der aktiven / passiven latenten Steuern in diesen Tabellen erfolgt unsaldiert pro Sachverhalt und ist daher nur in Summe mit der Bilanz abstimmbar.

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014(a) Latente Steuern 31. Dezember 2013(a) Latente Steuern
Eröffnungsbilanzwert -177.836 -228.363
Erfolgswirksame Veränderungen (Gewinne und Verluste) -35.645 18.583
Erfolgsneutrale Veränderungen im Eigenkapital (a) -285.990 31.944
Schlussbilanzwert -499.471 -177.836

(a) Die Bewegungen des Eigenkapitals betreffen hauptsächlich Martwertanpassungen von zur Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente, Sicherungsbeziehungen, Umbewertung von Finanzinstrumenten im Eigenkapital und versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen.

Bilanzierte aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge nach Fälligkeit und Ablaufdatum:

Die folgenden Tabellen stellen die Aufteilung wie folgt dar:

Im ersten Teil nach Fälligkeit, zu der der Konzern die zum Jahresende gebuchte aktive latente Steuer zu nutzen gedenkt und die entsprechenden steuerlichen Verlustvorträge.

Im zweiten Teil nach dem "Ablaufdatum" der aktiven latenten Steuern, d.h. dem spätestmöglichen Datum, zu dem der Konzern sie nutzen könnte.

Der gesamte Betrag von 3.472.797 Tsd. Euro aktive latente Steuern enthielt keine aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge zum 31. Dezember 2014.

2014
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge 1.075 1.075 - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge 3.336 3.336 - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2014
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit>11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - 2.150
Korrespondierende Verlustvorträge - - - 6.672
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - 2.150 2.150
Korrespondierende Verlustvorträge - - 6.672 6.672
2013
Laufzeit 1 Jahr Laufzeit 2 Jahre Laufzeit 3 Jahre Laufzeit 4 Jahre Laufzeit 5 Jahre Laufzeit 6 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - - - -
2013
Laufzeit zw. 7 und 11 Jahren Laufzeit>11 Jahre kein Fälligkeitsdatum GESAMT
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Erwartetes Datum der Nutzung
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - -
Letztmögliches Nutzungsdatum
Bilanzierte aktive latente Steuer auf Verlustvorträge - - - -
Korrespondierende Verlustvorträge - - - -

Nicht bilanzierte aktive latente Steuern auf Verlustvorträgen:

Der Betrag an aktiven latenten Steuern ohne konkretes Fälligkeitsdatum, der zum Jahresende nicht angesetzt wurde, weil er als uneinbringlich eingeschätzt wird, belief sich auf 13.245 Tsd. Euro (13.640 Tsd. Euro in 2013).

Anhang 19: Derivative Finanzinstrumente

Dieser Anhang enthält alle Derivate, die in Übereinstimmung mit IAS 39 zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, jedoch ohne derivative Finanzinstrumente, die die Definition von Konzern-Eigenkapitalinstrumenten erfüllen und ohne derivative Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds im "Satellite-Investment-Portfolio" gehalten werden (Details zum "Satellite-Investment Portfolio" siehe Anhang 1).

19.1. Restlaufzeiten, Nominal- und Marktwerte derivativer Finanzinstrumente

Restlaufzeiten der Nominalwerte zum 31. Dezember 2014(a) Nominalwert Positiver Marktwert
(In Tsd. Euro) < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre > 5 Jahre 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 2.026.500 4.400.935 3.225.100 9.652.535 7.876.784 1.683.875
Aktien- und Indexderivate 100.000 - 23.940 123.940 29.296 168
Devisenderivate 5.167.399 268.102 288.401 5.723.902 3.874.510 91.543
Kreditderivate 23.647 2.734.529 150.000 2.908.176 2.765.330 10.340
Andere Derivate 78.294 - 281.883 360.177 745.007 -
Gesamtsumme 7.395.840 7.403.566 3.969.324 18.768.730 15.290.927 1.785.926
Positiver Marktwert Negativer Marktwert Netto-Marktwert
(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- ---
Zinsderivate 560.435 5.936 37.658 1.677.939 522.777
Aktien- und Indexderivate 52.594 110 4.107 58 48.487
Devisenderivate 156.679 199.825 5.876 -108.282 150.803
Kreditderivate 11.840 42.906 59.521 -32.566 -47.681
Andere Derivate 524 50.333 21.005 -50.333 -20.481
Gesamtsumme 782.072 299.110 128.167 1.486.816 653.905

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-Hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

(a) Die Nominalwerte werden grundsätzlich in absoluten Werten dargestellt und schließen eine mögliche Verrechnung aus.

19.2. Derivative Finanzinstrumente nach Art der Absicherung

Derivate, die zu Absicherungszwecken eingesetzt werden und die Kriterien für Hedge Accounting erfüllen, werden nach ihrer Zweckbestimmung in Fair Value Hedges, Cash Flow Hedges und als Absicherungen einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb unterschieden. Alle anderen Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet und dienen der ökonomischen Absicherung oder sind Bestandteil eines Makro-Hedges. Bei Makro-Hedges handelt es sich um freistehende Derivate, die eine Gesamtrisikoposition bzw. ein Portfolio an Vermögenswerten absichern.

Die folgende Tabelle zeigt die beizulegenden Zeitwerte (Fair Values) sowie die Nominalwerte aller freistehenden Derivate und aller derivativen Finanzinstrumente, die die Kriterien des Hedge Accounting erfüllen, zum 31. Dezember 2014 und 2013:

31. Dezember 2014
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 3.708.000 1.100.129 - -
Aktienderivate - - - - - -
Währungsderivate - - 202.023 35.401 - -
Kreditderivate - - - - - -
Andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 3.910.023 1.135.530 - -
31. Dezember 2014
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 6.984.568 554.303 10.692.568 1.654.432
Aktienderivate 123.940 58 123.940 58
Währungsderivate 5.463.884 -143.683 5.665.907 -108.282
Kreditderivate 2.908.176 -32.566 2.908.176 -32.566
Andere Derivate 360.177 -50.333 360.177 -50.333
Gesamtsumme 15.840.745 327.779 19.750.768 1.463.309

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und Makro-hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

31. Dezember 2013
Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Fair-Value Hedges Derivative Finanzinstrumente im Rahmen eines Cash-Flow-Hedges Derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Netto-Investitionen für ausländische Transaktionen
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsderivate - - 3.203.118 289.860 - -
Aktienderivate - - - - - -
Währungsderivate - - 230.672 69.616 - -
Kreditderivate - - - - - -
andere Derivate - - - - - -
Gesamtsumme - - 3.433.790 359.476 - -
31. Dezember 2013
Makro-Hedges und andere derivative Finanzinstrumente, die in der Regel zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden Gesamtsumme
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Nominalwert Netto-Marktwert Nominalwert Netto-Marktwert
--- --- --- --- ---
Zinsderivate 4.673.666 232.916 7.876.784 522.776
Aktienderivate 29.296 48.487 29.296 48.487
Währungsderivate 3.643.839 81.187 3.874.511 150.803
Kreditderivate 2.765.330 -47.681 2.765.330 -47.681
andere Derivate 745.007 -20.481 745.007 -20.481
Gesamtsumme 11.857.138 294.428 15.290.928 653.904

Hinweis: Diese Tabelle enthält alle Derivate (Aktiv und Passiv), d.h. freistehende Derivate im Rahmen von ökonomischen Sicherungsbeziehungen und macro-hedges, Derivate im Rahmen von designierten Sicherungsbeziehungen und andere Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten wie in Anmerkung 1.9 beschrieben.

Zum 31. Dezember 2014 belief sich der Nominalwert aller derivativen Finanzinstrumente auf 19,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 15,3 Mrd. Euro) mit einem entsprechenden Netto-Marktwert von 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 0,7 Mrd. Euro).

AXA verwendet Derivate vorwiegend, um sich gegen verschiedenartige Risiken, die aus beiden Seiten der Bilanz im Rahmen ihrer Asset-Liability-Management (ALM)-Strategie der Versicherungsgesellschaften sowie der Holdinggesellschaften und Banken resultieren, abzusichern. Die Absicherungsstrategien im Geschäftsjahr umfassten:

Die Absicherung von Zinsrisiken der Finanzanlagen mit festen Endfälligkeiten, der langfristigen Verbindlichkeiten und der garantierten Verzinsung von Versicherungsverträgen.
Die Reduzierung von Fremdwährungsrisiken aus in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte und -verbindlichkeiten.
Liquiditätsmanagement (einschließlich der Fähigkeit, Versicherungsleistungen bei Fälligkeit an die Kunden zu zahlen) im Zusammenhang mit Asset-Liability-Management und unter Beachtung lokaler Aufsichtsvorschriften für Versicherungs- und Bankgeschäfte.
Die Begrenzung des Risikos von Investitionen in Eigenkapitaltitel.
Die Begrenzung des Kreditrisikos bestimmter Unternehmensanleihen.
Die Absicherung von Inflationsrisiken.

Derivate werden ebenfalls dazu eingesetzt, um "synthetische Positionen" aufzubauen mit dem Ziel der Erweiterung bestimmter Assetklassen. Dies kann beispielsweise durch das Halten von Bargeld und Aktien-Futures statt physischer Aktien bewirkt werden. Ein weiteres Beispiel ist die Kombination von Staatsanleihen und Kreditausfallversicherungen (CDS), die als synthetische Position eine Alternative zum direkten Kauf von Unternehmensanleihen darstellt.

Der Nominalwert der Derivate, der das ausstehende Volumen der Geschäfte bestimmt und die Grundlage für den Vergleich mit anderen Finanzinstrumenten bildet, stellt den Grad der derivativen Aktivitäten meist zu hoch dar. Da die Nominalwerte nicht die tatsächlich zwischen den Vertragsparteien getauschten Beträge darstellen, sind diese kein Indikator für eingegangene Risiken und entsprechen nicht dem Exposure derivativer Finanzinstrumente des Konzerns. Insbesondere die Kredit- und Marktrisiken aus den Geschäften können wesentlich geringer sein, beispielsweise besteht das Ausfallrisiko der Kontrahenten nicht unbedingt in voller Höhe des Nominalbetrags. Das Kontrahentenrisiko der Derivategeschäfte wird von AXA aktiv durch eine spezifische, konzernweit gültige Richtlinie gemanagt. Diese Richtlinie enthält ein Limit- und Prozessüberwachungssystem. Die Limite werden für jeden autorisierten Kontrahenten individuell bestimmt und basieren auf einem internen Scoringmodell. Ebenfalls werden Derivategeschäfte fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Weitere Informationen zur Asset-Liability-Management Governance werden im Abschnitt zur Risikosteuerung von Kapitalanlagen gegeben.

In den obigen Tabellen enthält die vierte Spalte Derivate, die nicht die Anforderungen an das Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen, aber deren Ziel es dennoch ist, die wirtschaftliche Absicherung eines Risikos zu gewährleisten, mit Ausnahme von bestimmten Kreditderivaten. Ebenfalls werden in dieser Spalte "Makro-Hedging"-Derivate ausgewiesen, die als freistehende Derivate eine Gesamtrisikoposition absichern.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der derivativen Finanzinstrumente, die im Rahmen des Hedge Accounting nach IAS 39 eingesetzt werden (Cash-Flow-Hedge), auf 3,9 Mrd. Euro gegenüber 3,4 Mrd. Euro im Jahr 2013. Der Netto-Marktwert dieser Derivate belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 1,1 Mrd. Euro (2013: 0,4 Mrd. Euro).

Bei den im Bestand befindlichen Derivaten, die im Rahmen des Cash Flow Hedgings designiert wurden, handelt es sich um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren, Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sowie um Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage.

Ein Teil der Wertänderung dieser Derivate, der als wirksame Absicherung ermittelt wird und somit als effektiv gilt, wird im Rahmen des Cash Flow Hedgings erfolgsneutral in einer separaten Position im Eigenkapital erfasst. Der unwirksame bzw. ineffektive Teil der Wertänderung der Sicherungsinstrumente wird aufwands- bzw. ertragswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die im Eigenkapital erfassten Gewinne und Verluste werden in den Perioden aus dem sonstigen Ergebnis aufwands- oder ertragswirksam in den Gewinn oder Verlust umgegliedert, in denen die abgesicherten erwarteten Zahlungsströme aufwands- oder ertragswirksam werden. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2015 bis 2026 zufließen und sich in diesem Zeitraum auch auf das Periodenergebnis auswirken. Bei einzelnen Forward-Zinsswaps, bei den Cash Flow Hedges mit Zinsswaps und den Währungsswaps sind im Geschäftsjahr Ineffektivitäten aufgetreten, die ergebniswirksam berücksichtigt wurden. Die Ineffektivitäten dieser Derivate belaufen sich insgesamt auf 28,3 Mio. Euro.

19.2.1. Zinsderivate

Das primäre Zinsrisiko des AXA Konzerns wird durch Versicherungsverträge mit garantierten Leistungen bestimmt. Insbesondere besteht das Risiko, dass der Wert der mit den von den Versicherungsnehmern eingezahlten Prämien gekauften Finanzanlagen unter Berücksichtigung der Auszahlungsleistungen an die Versicherungsnehmer nicht ausreicht, um die garantierten Leistungen zu finanzieren und die erwartete Überschussbeteiligungen zu zahlen. Um sich gegen nachteilige Marktbedingungen abzusichern, werden Derivate-Strategien angewendet, die das Risiko der Zinsgarantien verringern.

Zum 31. Dezember 2014 belief sich der Nominalwert der Zinsderivate auf insgesamt 10,7 Mrd. Euro (2013: 7,9 Mrd. Euro). Der entsprechende Netto-Marktwert betrug zum Geschäftsjahresende insgesamt 1,7 Mrd. Euro (2013: 0,5 Mrd. Euro). AXA verwendet hauptsächlich (i) Zinsswaps, (ii) Zins-Optionen und (iii) Forwards.

Diese Derivate werden hauptsächlich verwendet:

Zur Absicherung von Zinsrisiken und Zins-Volatilitätsrisiken als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie.
Zur Steuerung von Duration-Gaps und/oder zur Absicherung von Konvexitäts-Risiken zwischen Aktiva und Passiva in der Bilanz als Teil der Asset-Liability-Management-Strategie in der Lebensversicherung.
Zur Absicherung des Reinvestitionsrisikos durch den Abschluss von Vorkäufen (Forward Bonds). Die bilanzielle Absicherung der erworbenen Vorkäufe erfolgt im Rahmen von Mikro Cash Flow Hedges gemäß IAS 39. Das abgesicherte Finanzinstrument ist dabei jeweils eine hochwahrscheinliche zukünftige Transaktion, welche den Erwerb des eigentlichen Kassainstruments in der Zukunft repräsentiert. Das Absicherungsinstrument ist jeweils der bereits getätigte Vorkauf im Bestand. Der retrospektive Effektivitätstest wird mithilfe der Dollar Offset Methode vorgenommen. Der im Rahmen des Cash Flow Hedges bestehende effektive Teil der Absicherung wird innerhalb der unrealisierten Gewinne und Verluste, die direkt im Eigenkapital erfasst werden (CFH OCI), berücksichtigt. Darüber hinaus gehende Wertänderungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

19.2.2. Aktien- und Indexderivate

Zum 31. Dezember 2014 belief sich der Nominalbetrag der Aktien- und Indexderivate auf 124 Mio. Euro (2013: 29 Mio. Euro). Deren Netto-Marktwert betrug am 31. Dezember 2014 0 Mio. Euro (2013: 48 Mio. Euro). AXA verwendet hauptsächlich (i) Aktien-Futures und (ii) Equity Puts und Calls.

Diese Instrumente werden hauptsächlich verwendet, um:

Das Aktienrisiko im Rahmen der Asset-Liability-Management-Strategie abzusichern.
Das Aktienrisiko der Vermögenswerte in der Bilanz abzusichern, zum Schutz der Versicherungsnehmer-Investitionen und ihren Haftungsgarantien die im Laufe der Zeit entstanden sind.
Das Reinvestitionsrisiko zukünftiger Geschäfte im Rahmen der Erwerbsvorbereitung abzusichern.

19.2.3. Währungsderivate

Der Konzern verwendet verschiedene Währungsderivate, um das Fremdwährungsrisiko zu reduzieren. Diese Instrumente stellen Vereinbarungen dar, um die Währung eines Landes mit der Währung eines anderen Landes zu einem vereinbarten Preis und an einem bestimmten Abrechnungstag zu tauschen.

Im Geschäftsjahr belief sich der Nominalbetrag der Währungsderivate auf 5,7 Mrd. Euro gegenüber 3,9 Mrd. Euro im Vorjahr. Deren Marktwert betrug - 108 Mio. Euro gegenüber 151 Mio. Euro im Jahr 2013. AXA verwendet hauptsächlich (i) Devisentermingeschäfte (Forwards) und (ii) Currency Swaps.

Das Hauptziel von Währungsderivaten ist es, Wertänderungen von Vermögenswerten, die durch eine Veränderung der Wechselkurse entstanden sind, zu begrenzen und somit die Schwankungen des konsolidierten Konzern-Eigenkapitals und anderer Kennzahlen wie Liquidität, Verschuldungsgrad und Solvabilitätsquote aufgrund von Währungskursänderungen zu minimieren. Währungsderivate werden auch eingesetzt, um das Ungleichgewicht zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in fremder Währung abzusichern. Dieses Ungleichgewicht entsteht dadurch, wenn Investitionen in Fremdwährung aufgrund von Diversifikationszwecken getätigt werden. Meist stehen den Verpflichtungen jedoch Vermögenswerte in gleichlautender Währung gegenüber.

In Übereinstimmung mit IAS 21 und IAS 39 werden Umrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dieser Effekt kompensiert größtenteils die ebenfalls erfolgswirksam erfasste Marktwertveränderung dazugehöriger Derivate.

19.2.4. Kreditderivate (CDS)

Als Teil der Anlagestrategie und im Rahmen des Kreditrisikomanagements verfolgt der Konzern Strategien, die zum Abschluss von Geschäften mit Kreditderivaten - insbesondere von Kreditausfallversicherungen (CDS) - führen. Diese Instrumente stellen in Kombination mit Staatsanleihen eine Alternative zu Unternehmensanleihen dar, dienen aber auch der Absicherung einzelner Anlagetitel oder bestimmter Portfolien.

Im Jahr 2014 belief sich der Nominalbetrag der vom Konzern gehaltenen Kreditderivate auf 2,9 Mrd. Euro im Vergleich zu 2,8 Mrd. Euro im Jahr 2013 (mit Ausnahme der Instrumente, die in den Investmentfonds des "Satellite Investment Portfolio" gehalten werden"). Der entsprechende Netto-Marktwert betrug zum Geschäftsjahresende insgesamt -48 Tsd. Euro (2013: -33 Tsd. Euro).

Kreditderivate werden vorwiegend eingesetzt, um:

Das Kreditrisiko abzusichern, indem CDS gekauft werden, die der Absicherung einzelner Unternehmensanleihen oder spezifischen Portfolien dienen.
Die Rendite insbesondere von Staatsanleihen-Portfolien zu verbessern, indem in Staatsanleihen investiert wird und gleichzeitig Kreditausfallsversicherungen auf bonitätsstarke Rententitel verkauft werden. Diese Strategie wird als Alternative zum Kauf von Unternehmensanleihen verfolgt.

19.2.5. Andere derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2014 belief sich der Nominalwert der Derivate, die nicht als Zins-, Währungs-, Aktien- oder Kreditderivate kategorisiert werden, auf 360 Mio. Euro (2013: 745 Mio. Euro). Der Netto-Marktwert dieser derivativen Finanzinstrumente betrug -50 Mio. Euro (2013: -20 Mio. Euro).

In der Position andere derivative Finanzinstrumente werden insbesondere Inflations-Swaps ausgewiesen, die zur Absicherung von inflationsbedingten Risiken bei Pensionsrückstellungen und Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen verwendet werden.

19.3. Auswirkungen der Absicherung von Finanzinstrumenten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) - mit Ausnahme der Makro-Hedge Derivate - ausgewiesen. Die Makro-Hedge Derivate sichern eine Gesamtrisikoposition ab und werden daher in einer separaten Zeile gezeigt.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Effekte derivativer Finanzinstrumente auf die zugrundeliegenden Vermögenswerte.

31. Dezember 2014
Versicherungsgeschäft Andere Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.492.654 - 1.492.654 - - -
Fremdkapitalinstrumente 64.238.779 1.003.651 65.242.430 724.047 - 724.047
Eigenkapitalinstrumente 2.282.581 -13.986 2.268.595 55.179 - 55.179
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.281.571 - 1.281.571 134.002 - 134.002
Sonstige Finanzinstrumente(d) 229.356 - 229.356 29.714 - 29.714
Makro-Hedge und andere Derivate -7.701 547.915 540.214 -143 -50.333 -50.476
FINANZINSTRUMENTE 68.024.585 1.537.580 69.562.165 942.799 -50.333 892.466
Darlehen 6.675.431 1.089 6.676.520 496.985 - 496.985
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 - 3.756.176 - - -
FINANZANLAGEN 79.948.846 1.538.669 81.487.515 1.439.784 -50.333 1.389.451
31. Dezember 2014
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.492.654 - 1.492.654
Fremdkapitalinstrumente 64.962.826 1.003.651 65.966.477
Eigenkapitalinstrumente 2.337.760 -13.986 2.323.774
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.415.573 - 1.415.573
Sonstige Finanzinstrumente(d) 259.070 - 259.070
Makro-Hedge und andere Derivate -7.844 497.582 489.738
FINANZINSTRUMENTE 68.967.384 1.487.247 70.454.631
Darlehen 7.172.416 1.089 7.173.505
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.756.176 - 3.756.176
FINANZANLAGEN 81.388.630 1.488.336 82.876.966

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Stückzinsen, aber ohne Effekte aus Derivaten.

(b) Beinhaltet Effekte aus Derivaten im Rahmen einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 und Effekte aus freistehenden Derivaten, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind.

(c) Buchwert, siehe (a), und einschließlich der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsinstrumenten, Makro-Hedges und anderen Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

31. Dezember 2013
Versicherungsgeschäft Andere Aktivitäten
--- --- --- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- --- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.527.984 - 1.527.984 289 - 289
Fremdkapitalinstrumente 56.921.078 404.980 57.326.058 387.633 - 387.633
Eigenkapitalinstrumente 2.133.695 1.350 2.135.045 54.984 - 54.984
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.047.623 - 1.047.623 142.598 - 142.598
Sonstige Finanzinstrumente(d) 362.758 - 362.758 - - -
Makro-Hedge und andere Derivate 14.651 269.877 284.528 - -13.937 -13.937
FINANZINSTRUMENTE 60.479.804 676.207 61.156.011 585.215 -13.937 571.278
Darlehen 6.467.210 -1.170 6.466.040 487.546 - 487.546
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 - 3.339.593 - - -
FINANZANLAGEN 71.814.591 675.037 72.489.628 1.073.050 -13.937 1.059.113
31. Dezember 2013
Gesamtergebnis
--- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten(a) Effekte von derivativen Finanzinstrumenten(b) Buchwert einschließlich der Effekte von Derivaten(c)
--- --- --- ---
Fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 1.528.273 - 1.528.273
Fremdkapitalinstrumente 57.308.711 404.980 57.713.691
Eigenkapitalinstrumente 2.188.679 1.350 2.190.029
Nicht konsolidierte Investmentfonds 1.190.221 - 1.190.221
Sonstige Finanzinstrumente(d) 362.758 - 362.758
Makro-Hedge und andere Derivate 14.651 255.940 270.591
FINANZINSTRUMENTE 61.065.019 662.270 61.727.289
Darlehen 6.954.756 -1.170 6.953.586
Finanzanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 3.339.593 - 3.339.593
FINANZANLAGEN 72.887.641 661.100 73.548.741

(a) Buchwert, d.h. nach Abzug von Wertminderungen, Amortisierung von Agien, einschließlich aufgelaufener und abgegrenzter Stückzinsen, aber ohne Effekte aus Derivaten.

(b) Beinhaltet Effekte aus Derivaten im Rahmen einer designierten Sicherungsbeziehung nach IAS 39 und Effekte aus freistehenden Derivaten, die Bestandteil einer ökonomischen Sicherungsbeziehung sind.

(c) Buchwert, siehe (a), und einschließlich der Effekte aus Sicherungsgeschäften gem. IAS 39, ökonomischen Sicherungsinstrumenten, Makro-Hedges und anderen Derivate.

(d) Andere zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden.

19.4. Auswirkungen der Absicherung von Verbindlichkeiten

Derivate werden in der Konzernbilanz zusammen mit dem zugrundeliegenden Basisgeschäft (Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten) ausgewiesen. Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Effekte von Derivaten auf die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten.

19.4.1. Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen und Investmentverträgen

Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen beinhalten wie im Vorjahr Effekte aus derivativen Finanzinstrumenten, die im Rahmen einer Sicherungsbeziehung gehalten werden. Diese Derivate werden ausschließlich eingesetzt, um das zukünftige inflationsbedingte Risiko abzusichern.

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungsbeziehung Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 59.249.632 25.027 59.274.659
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer 3.756.176 - 3.756.176
VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 63.005.808 25.027 63.030.835
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN 302.198 - 302.198
GESAMTSUMME 63.308.006 25.027 63.333.033
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Buchwert ohne Effekte von Derivaten Effekte aus Derivaten im Rahmen einer Sicherungsbeziehung Buchwert einschließlich Effekte von Derivaten
--- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen 58.250.387 7.198 58.257.585
Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen für Rechnung und Risiko der Versicherungsnehmer 3.339.593 - 3.339.593
VERBINDLICHKEITEN AUS VERSICHERUNGSVERTRÄGEN 61.589.980 7.198 61.597.178
VERBINDLICHKEITEN AUS INVESTMENTVERTRÄGEN 342.802 - 342.802
GESAMTSUMME 61.932.782 7.198 61.939.980

19.4.2. Verbindlichkeiten (und Finanzanlagen) aus dem Bankgeschäft

Derivate im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten und Finanzanlagen aus dem Bankgeschäft lagen im Geschäftsjahr 2014 nicht vor.

19.4.3. Andere finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate im Zusammenhang mit anderen finanziellen Verbindlichkeiten lagen im Geschäftsjahr 2014 ebenfalls nicht vor.

19.5. Übersicht über derivate Finanzinstrumente nach Bewertungsmethode

31. Dezember 2014
Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden GESAMT
--- --- --- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten - Aktiva (1) 597.590 890.746 - 1.488.336
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - Passiva (2) - 25.027 - 25.027
NETTOMARKT (1)-(2) 597.590 865.719 - 1.463.309
31. Dezember 2013 31. Dezember 2013
Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert Finanzinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind oder für die kein aktiver Markt existiert
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) Notierte Marktpreise an aktiven Märkten Auf beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden Im Wesentlichen auf nicht beobachtbaren Marktdaten basierende Bewertungsmethoden GESAMT
--- --- --- --- ---
Nettowert aus derivativen Finanzinstrumenten - Aktiva (1) 120.956 540.146 - 661.102
Nettowert von derivativen Finanzinstrumenten - Passiva (2) - 7.198 - 7.198
NETTOMARKT (1)-(2) 120.956 532.948 - 653.904

Der AXA Konzern bestimmt den Fair Value nach den Vorschriften des IFRS 13 an (siehe Anhang 1). Dies gilt ebenfalls für derivative Finanzinstrumente. Zur Reduzierung des Kreditausfallrisikos der Vertragspartner von Derivategeschäften verlangt der AXA Konzern größtenteils vertraglich vereinbarte Sicherheiten.

Anhang 20: Finanzanlageergebnis

Das Finanzanlageergebnis aus den Finanzanlagen der Versicherungsgesellschaften und der Gesellschaften anderer Geschäftssegmente (außer Erlöse aus Finanzaktiva der Banken, die in den Umsatzerlösen aus dem Bankgeschäft enthalten sind) stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Laufendes Finanz-

anlage-

ergebnis(a)
Realisierte Gewinne/Verluste von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzanlagen und Zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente Realisierte Gewinne/Verluste und Marktwert-

veränderung der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanz-

anlage-

ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 41.569 11.291 - 3.783 56.643
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.786.456 103.593 - -49.172 1.840.876
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente(b) 221.573 - 101.376 - 322.949
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapital-

instrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind
13.636 -65 - - 13.571
Fremdkapitalinstrumente 2.021.665 103.528 101.376 -49.172 2.177.396
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 77.318 78.496 - -26.101 129.713
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapital-

instrumente(c)
102.054 - 12.334 - 114.388
Eigenkapitalinstrumente 179.372 78.496 12.334 -26.101 244.101
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 8.429 8.610 - -3.595 13.444
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 50.671 - -39.947 - 10.724
Nicht konsolidierte Investmentfonds 59.100 8.610 -39.951 -3.595 24.164
Sonstige von konsolidierten Investmentfonds gehaltene und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen 6.077 - 2.337 - 8.414
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen 6 - - - 6
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 273.261 847 - -3.339 270.769
Darlehen und Ausleihungen 273.267 847 - -3.339 270.775
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 320.718 - 320.718
Derivative Finanzinstrumente 16.488 - -182.952 - -166.464
Finanzanlageverwaltungskosten -114.910 - - - -114.910
Sonstige 65 -4.521 389.171 - 384.715
FINANZANLAGEERGEBNIS 2.482.693 198.251 603.033 -78.424 3.205.552

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Laufendes Finanz-

anlage-

ergebnis(a)
Realisierte Gewinne und Verluste von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Finanzanlagen und Zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwert-

veränderungen der als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen
Veränderung der Wertminderung auf Finanzanlagen Finanz-

anlage-

ergebnis
--- --- --- --- --- ---
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 56.010 10.932 - -10.504 56.438
Zur Veräußerung verfügbare Fremdkapitalinstrumente 1.806.967 113.169 - -352 1.919.784
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fremdkapitalinstrumente(b) 277.606 - -257.157 - 20.449
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Fremdkapitalinstrumente, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind 64.397 601 - - 64.998
Fremdkapital-

instrumente
2.148.970 113.770 -257.157 -352 2.005.231
Zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitalinstrumente 58.196 130.540 - -38.557 150.179
Erfolgswirksam zu beizulegenden Zeitwert bewertete Eigenkapitalinstrumente(c) - - 970 - 970
Eigenkapitalinstrumente 58.196 130.540 970 -38.557 151.149
Zur Veräußerung verfügbare nicht konsolidierte Investmentfonds 7.696 4.503 - -39.140 -26.941
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete nicht konsolidierte Investmentfonds 49.612 - -8.294 - 41.318
Nicht konsolidierte Investmentfonds 57.308 4.503 -8.294 -39.140 14.377
Sonstige von konsolidierten Investmentfonds gehaltene und als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzanlagen 101.406 - -9.744 - 91.662
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Darlehen 18 - -6 - 12
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Darlehen und Ausleihungen 271.352 500 - -2.420 269.432
Darlehen und Ausleihungen 271.370 500 -6 -2.420 269.444
Finanzanlagen zur Deckung von Verträgen für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungen - - 424.325 - 424.325
Derivative Finanzinstrumente 32.756 - 144.967 - 177.723
Finanzanlageverwaltungskosten -99.451 - - - -99.451
Sonstige 7.837 2.067 -44.787 -2 -34.885
FINANZANLAGE-

ERGEBNIS
2.634.403 262.312 250.274 -90.974 3.056.015

(a) Inklusive der Gewinne/Verluste aus Derivaten, die variabel verzinste Rentenverträge absichern.

(b) Inklusive der Fremdkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

(c) Inklusive der Eigenkapitalinstrumente, die von konsolidierten Investmentfonds gehalten werden, die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind.

Das Finanzanlageergebnis wird nach Wertminderungen von direkt gehaltenen fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden sowie nach Auflösung von Agio bzw. Disagio der Fremdkapitalinstrumente dargestellt. Ebenfalls beinhaltet das Finanzanlageergebnis die Verwaltungsaufwendungen der Kapitalanlagen.

Realisierte Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen, die entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden oder als zur Veräußerung verfügbar erfolgsneutral bewertet werden, beinhalten Auflösungen von in der Vergangenheit vorgenommenen Wertminderungen.

Realisierte Gewinne und Verluste und Marktwertveränderungen von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen bestehen hauptsächlich aus:

Anpassungen der Finanzanlagen, die Verträge für Rechnung und Risiko der Inhaber von Lebensversicherungspolicen decken, die jedoch zugleich von einer Anpassung der korrespondierenden versicherungstechnischen Rückstellungen kompensiert werden, da die Wertentwicklung der gehaltenen Finanzanlagen vollständig an den individuellen Vertragsnehmer weitergegeben wird,
Marktwertveränderungen der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzanlagen, die im Wesentlichen von Fonds im Satellite-Investmentportfolio enthalten sind (siehe Anhang 1.8.),
Marktwertveränderungen von derivativen Finanzinstrumenten, mit Ausnahme der im Rahmen von Hedge Accounting bilanzierten Instrumente,
Währungskursschwankungen (Währungskursumrechnungsdifferenzen aus Schuldtiteln und Marktwertänderungen von Währungsderivaten, mit Ausnahme der im Rahmen von Hedge Accounting bilanzierten Instrumente).

Die Veränderung der Wertminderungen der zur Veräußerung verfügbaren Finanzanlagen beinhaltet Abschreibungen auf Finanzanlagen und Auflösungen von Abschreibungen (bzw. Zuschreibungen) nach Neubewertung und Ermittlung des erzielbaren Betrags. Die Auflösung von Wertminderungen nach Veräußerung der Finanzanlagen ist in den realisierten Gewinnen und Verlusten enthalten.

Anhang 21: Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft

Das Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft stellt sich wie folgt dar:

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -53.396 -17.252 -1.352.511 330 -1.422.829
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 26.278 16.268 761.258 -551 803.253
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 9.856 713 461.836 -68 472.336
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -17.262 -271 -129.417 -289 -147.241
31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Eliminierungen zwischen den Segmenten Gesamt
--- --- --- --- --- ---
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -55.610 -16.856 -1.391.099 364 -1.463.201
Abgegebene Schadenzahlungen und Kosten (inkl. Veränderung der zedierten versicherungstechnischen Rückstellungen) 37.164 16.016 987.670 -406 1.040.444
Vom Rückversicherer erhaltene Provisionen 8.699 915 390.527 -72 400.069
Netto-Ergebnis aus dem abgegebenen Rückversicherungsgeschäft -9.747 75 -12.902 -114 -22.688

Anhang 22: Aufwendungen

22.1. Abschlusskosten

31. Dezember 2014 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Internationale Versicherung Versicherung GESAMT Eliminierungen zwischen den Segmenten GESAMT GESAMT
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto(a) 319.067 151.087 512.430 - 982.584 -598 981.986 1.011.739
Veränderung von aktivierten Abschlusskosten und vergleichbaren Positionen(b) -139.995 -50.510 -3.257 - -193.762 - -193.762 -344.190
Aufwendungen für Abschlusskosten (netto) 179.072 100.577 509.173 - 788.822 -598 788.224 667.549

(a) Beinhaltet sämtliche Abschlusskosten in Verbindung mit Versicherungs- und Finanzanlageverträgen vor Aktivierung / Amortisierung der aktivierten Abschlusskosten und gleichwertiger Positionen.

(b) Änderung der aktivierten Abschlusskosten (Aktivierung und Amortisierung) in Verbindung mit Versicherungsverträgen und Änderungen der Netto-Rechte auf künftige Finanzanlage-Gebühren in Verbindung mit Versicherungsverträgen ohne ermessensabhängige Überschussbeteiligung.

22.2. Aufwendungen nach Funktion und Art

31. Dezember 2014
(In Tsd. Euro) Leben Kranken Schaden- und Unfall Internationale Versicherung Versicherung GESAMT Banken
--- --- --- --- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto 319.067 151.087 512.430 - 982.584 -
Schadenregulierungsaufwendungen 34.665 111.589 125.751 - 272.005 -
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen 59.689 19.037 19.719 - 98.445 -
Verwaltungsaufwendungen 148.607 123.696 608.471 - 880.774 13.416
Bankgebühren - - - - - 4.136
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - - - - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen -27 -5 -533 - -565 -550
Gesamtaufwendungen nach Funktion 562.001 405.404 1.265.838 - 2.233.243 17.002
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen 169.539 168.816 394.133 - 732.488 -
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen 35.218 34.534 35.036 - 104.788 401
IT -Aufwand 29.283 27.060 62.640 - 118.983 -
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien 28.469 - 36.973 - 65.442 -
Gezahlte Provisionen 231.406 134.999 637.881 - 1.004.286 -
Sonstige Aufwendungen 68.086 39.995 99.175 - 207.256 16.601
Gesamtaufwendungen nach Art 562.001 405.404 1.265.838 - 2.233.243 17.002
31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
(In Tsd. Euro) Holdings Eliminierungen zwischen den Segmenten GESAMT GESAMT
--- --- --- --- ---
Aufriss der Aufwendungen nach Funktion
Aufwendungen für Abschlusskosten - brutto - -598 981.986 1.011.739
Schadenregulierungsaufwendungen - - 272.005 282.652
Finanzanlageverwaltungsaufwendungen 13.041 -1.944 109.542 81.321
Verwaltungsaufwendungen 58.636 -1.087 951.739 999.562
Bankgebühren - - 4.136 2.540
Zu- / Abschreibungen des Anlagevermögens - - - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen 1.070 - -45 -13.296
Gesamtaufwendungen nach Funktion 72.747 -3.629 2.319.363 2.364.518
Aufriss der Aufwendungen nach Art
Personalaufwendungen 52.552 - 785.040 744.214
Auslagerung und professionelle Dienstleistungen 1.533 - 106.722 57.561
IT -Aufwand 7.912 - 126.895 116.699
Aufwendungen aus selbstgenutzten Immobilien - - 65.442 66.458
Gezahlte Provisionen - -598 1.003.688 1.023.050
Sonstige Aufwendungen 10.750 -3.031 231.576 356.534
Gesamtaufwendungen nach Art 72.747 -3.629 2.319.363 2.364.517

Anhang 23: Personalaufwendungen, Pensionen und Mitarbeiter

23.1. Personalaufwendungen

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Löhne und Gehälter 665.041 619.841
Soziale Abgaben - -
Aufwendungen für die Altersversorgung und ähnliche Leistungen 116.776 117.542
Anteilsbasierte Vergütung 3.223 6.831
Sonstige Personalaufwendungen und Mitarbeitergewinnbeteiligungen(a) - -
Gesamte Personalaufwendungen 785.040 744.214

(a) Beinhaltet Abfindungen für Entlassungen und Frühpensionierungen (auslösendes Ereignis = Aufstellung des Restrukturierungsplans).

23.2. Rückstellungen für Pensionen

23.2.1. Beitragsorientierte Pensionspläne

Für AXA-Mitarbeiter haben wir vom Grundsatz her zwei betriebliche Versorgungsmodelle: Während Altzusagen leistungsorientierte Pensionspläne darstellen, handelt es sich bei Neuzusagen um beitragsorientierte Zusagen, bei denen der Arbeitgeber lediglich den Beitrag definiert, den er in das Versorgungswerk einzahlt. Die Leistung wird durch die Wertentwicklung der eingezahlten Beiträge definiert. Eigenständige Rückstellungen werden für beitragsorientierte Versorgungsmodelle nicht gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 13.217 Tsd. Euro (2013: 11.920 Tsd. Euro) für die beitragsorientierten Pensionspläne getätigt.

Der Arbeitgeberaufwand zur gesetzlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Pensionsplan) betrug im Geschäftsjahr 53.897 Tsd. Euro (2013: 49.162 Tsd. Euro).

23.2.2. Leistungsorientierte Pensionspläne

Alle leistungsorientierten Pensionspläne (mit Ausnahme des Versorgungsplans für Versicherungsvermittler) wurden für neue Anwärter zwischen 1982 und 1994 geschlossen. Die Zusagen sind gehaltsabhängig und beinhalten darüber hinaus eine Witwen- und Waisenrente sowie Berufsunfähigkeitsrente. Für Versicherungsvermittler wurde der leistungsorientierte Pensionsplan rückwirkend für Eintrittsjahre ab 2001 im Jahre 2011 wieder geöffnet.

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder die Versorgungseinrichtung eine bestimmte Leistung zugesagt; dagegen sind die zu zahlenden Beiträge des Unternehmens nicht im Vorhinein festgelegt.

Aufgrund der Einbringung der DBV-Winterthur Gesellschaften in den AXA Konzern ist ab 2007 hinsichtlich Pensionszusagen zwischen AXA- und DBV-Winterthur-Versorgungsmodellen zu unterscheiden:

Die für AXA-Mitarbeiter vorhandenen Altzusagen basieren im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter und wurden als unmittelbare Pensionszusagen erteilt. Für diese Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungen gebildet; separates Planvermögen im Sinne von IAS 19 ist nicht vorhanden.

Für ehemalige DBV-Winterthur Mitarbeiter bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen der Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren. 2001 gründeten die Unternehmen der ehemaligen DBV-Winterthur Gruppe gemeinsam den DBV-Winterthur Vorsorge e.V., Wiesbaden, zur Sicherung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus leistungsorientierten Pensionszusagen. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen.

Neben diesen arbeitgeberfinanzierten Versorgungsmodellen bestehen darüber hinaus sowohl bei AXA als auch DBV-Winterthur Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Ansprüche aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber (Ausweis als "gesonderte Vermögenswerte"). Der Anspruch daraus wurde an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen. 2014 wurden hierfür 6.655 Tsd. Euro (2013: 3.855 Tsd. Euro) aufgewendet.

Die Vorgaben des Betriebsrentengesetzes werden dabei beachtet, insbesondere ist regelmäßig die Anpassung der laufenden Leistungen der betrieblichen Altersversorgung zu prüfen.

23.2.3. Wesentliche versicherungsmathematische Annahmen

Die versicherungsmathematischen Annahmen, die für jede versicherungstechnische Rückstellung getroffen werden, sind konsistent mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des korrespondierenden Plans. Die zum Bilanzstichtag verwendeten versicherungsmathematischen Annahmen zur Berechnung der Pensionsrückstellung lauten wie folgt:

Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2014
Rechnungszins 2,0%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 1,75%
Pensionsverpflichtungen - Annahmen zum Ende des Jahres 2013
Rechnungszins 3,5%
Gehaltsdynamik 2,5%
Inflationsrate / Rententrend 2,0%

Für unsere Pensionspläne ergibt sich der Rechnungszins zum Bilanzstichtag unter Berücksichtigung der Marktrendite für hochwertige Unternehmensanleihen und in Abhängigkeit von der Laufzeit der Pläne sowie dem Fälligkeitsprofil der Pensionsrückstellung. Dabei ergibt sich für die Pensionsrückstellung eine Duration von ca. 16 Jahren (2013: 15 Jahre).

Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

23.2.4. Informationen der Bilanz

Die Bilanzposition Pensionsrückstellungen stellt die Differenz zwischen den Pensionsverpflichtungen und dem beizulegenden Zeitwert des Planvermögens dar. Bei einer Unterdeckung wird eine Pensionsrückstellung in der Bilanz gebildet.

Darüber hinaus werden bestimmte Vermögenswerte separat als gesonderte Vermögenswerte zusammengefasst und getrennt von den entsprechenden Pensionsrückstellungen in der Bilanz ausgewiesen. Es handelt sich hierbei um konzerninterne Rückdeckungsversicherungen, die weder Planvermögen noch Erstattungsansprüche im Sinne des IAS 19 darstellen.

Nach den Regelungen des IAS 19 werden Neubewertungen vollständig in der Berichtsperiode erfasst, in der sie entstanden sind. Die Erfassung der Neubewertungen erfolgt außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung und wird in einem gesonderten Posten der "Verkürzten Gesamtergebnisrechnung" sowie der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Neubewertungen resultieren aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Dazu zählen erfahrungsbedingte Anpassungen (die Auswirkungen der Abweichungen zwischen versicherungsmathematischen Annahmen und den tatsächlich eingetretenen Werten) und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen. Darüber hinaus umfassen Neubewertungen Unterschiede zwischen den tatsächlichen Anlageerträgen und kalkulatorischen Zinserträgen aus dem Planvermögen.

Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus Planänderungen- und kürzungen erfolgt zum Zeitpunkt des Eintritts der Änderung in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellungen und des Planvermögens zusammen mit einer Aufgliederung der gesonderten Vermögenswerte zum 31. Dezember 2014.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2014 2013
--- --- ---
Veränderung der Pensionsverpflichtungen
Pensionsverpflichtungen zu Beginn des Jahres 2.518.554 2.799.599
Laufender Dienstzeitaufwand 34.602 39.218
Kalkulatorischer Zinsaufwand 84.201 72.608
Erfahrungsbedingte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 10.019 25.078
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Annahmeänderungen 549.983 -310.680
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen demographischer Annahmen - -
- davon Gewinne und Verluste aus Änderungen finanzieller Annahmen 549.983 -310.680
Planänderungen 1.946 1.918
Planbeendigung - -
Veränderung Konsolidierungskreis -407 -1.976
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen und gesonderten Vermögenswerten -20.563 -18.627
Entnahme für Pensionszahlungen -90.830 -88.452
Sonstige Veränderungen - -132
Pensionsverpflichtungen zum Ende des Jahres 3.087.505 2.518.554
Veränderung des Planvermögens
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zu Beginn des Jahres 230.048 239.628
Kalkulatorischer Zinsertrag(a) 7.743 6.239
Ertrag aus Planvermögen (ohne kalkulatorischen Zinsertrag) 1.952 1.812
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Gezahlte Leistungen aus Planvermögen -18.280 -17.631
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum Ende des Jahres 221.463 230.048
Veränderung der gesonderten Vermögenswerte
Gesonderte Vermögenswerte zu Beginn des Jahres 57.513 55.123
Arbeitnehmerbeiträge 6.655 3.855
Veränderung Konsolidierungskreis 3 -469
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -2.283 -996
Gesonderte Vermögenswerte zum Ende des Jahres 61.888 57.513
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit (ohne gesonderte Vermögenswerte) -2.866.042 -2.288.506
Nettofinanzierungsposition (inklusive gesonderte Vermögenswerte) -2.804.154 -2.230.993

Von der Pensionsverpflichtung in Höhe von 3.087,5 Mio. Euro (2013: 2.518,6 Mio. Euro) entfallen 992,4 Mio. Euro (2013: 770,5 Mio. Euro) auf Anwärter, 464,0 Mio. Euro (2013: 335,1 Mio. Euro) auf ausgeschiedene Anwärter und 1.631,1 Mio. Euro (2013: 1.412,9 Mio. Euro) auf Rentner.

23.2.5. Aufwendungen für Pensionen

Die jährlichen, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Pensionen (enthalten in den Aufwendungen für Altersversorgung und ähnliche Leistungen, vgl. Anhang 23.1) sind nachfolgend jeweils zum 31. Dezember für die Jahre 2014 und 2013 aufgeführt:

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2014 2013
--- --- ---
Pensionsverpflichtungen
Laufender Dienstzeitaufwand 34.602 39.218
Arbeitnehmerbeiträge -6.655 -3.855
Planänderungen- und kürzungen 1.946 1.918
Gewinne und Verluste aus Planbeendigung - -
Sonstige Erträge / Aufwendungen - -132
Gesamter Dienstzeitaufwand 29.893 37.149
Kalkulatorischer Zinsaufwand 84.201 72.608
Kalkulatorischer Zinsertrag aus dem Planvermögen -7.743 -6.239
Netto Zinserträge/ Zinsaufwendungen 76.458 66.369
Aufwendungen für Pensionen ( Dienstzeitaufwand + Netto Zinserträge/ Aufwendungen) 106.351 103.518

In 2014 ergeben sich Aufwendungen aus Planänderungen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms. Diese beinhalten, dass Anwärter ihre Rente in Höhe des bei Austritt erreichten Anspruches vor dem regulären Renteneintrittsalter ohne Rentenabschläge beziehen können.

23.2.6. Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen

Die Entwicklung der bilanziellen Verpflichtungen zwischen dem 1. Januar 2014 und dem 31. Dezember 2014 bildet die Veränderung der in der Konzernbilanz erfassten Pensionsverpflichtungen ohne die Berücksichtigung der gesonderten Vermögenswerte ab. Somit gibt diese Entwicklung kein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Lage wider. In der nachstehenden Tabelle werden daher die gesonderten Vermögenswerte zum Jahresende zusätzlich berücksichtigt.

Pensionen
(In Tsd. Euro) 2014 2013
--- --- ---
Veränderung der bilanziellen Verpflichtungen
Bilanzielle Verpflichtungen zu Beginn des Jahres 2.288.506 2.559.971
Laufender Dienstzeitaufwand 34.602 39.218
Kalkulatorischer Zinsaufwand 84.201 72.608
Kalkulatorischer Zinsertrag -7.743 -6.239
Neubewertungen 558.050 -287.414
Planänderungen 1.946 1.918
Vom Arbeitgeber gezahlte Leistungen -90.830 -88.452
Gezahlte Leistungen aus gesonderten Vermögenswerten -2.283 -996
Veränderung Konsolidierungskreis -407 -1.976
Planbeendiung - -
Sonstige Veränderungen - -132
Bilanzielle Verpflichtungen zum Ende des Jahres 2.866.042 2.288.506
Gesonderte Vermögenswerte zum Ende des Jahres 61.888 57.513
Nettofinanzierungsposition zum Ende des Jahres 2.804.154 2.230.993

23.2.7. Sensitivitätsanalyse

Die Sensitivitätsanalyse für wichtige versicherungsmathematische Annahmen zeigt auf, welchen Einfluss die Änderungen von relevanten versicherungsmathematischen Annahmen auf die Höhe der Pensionsrückstellungen haben. Die zum 31. Dezember 2014 möglichen Änderungen werden nachfolgend dargestellt:

Die Auswirkung eines Anstiegs des Rechnungszinses um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einer Abnahme der Pensionsrückstellungen um 7,57% (2013: 6,80%) bzw. einem Anstieg um 8,60% (2013: 7,65%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs der Gehaltsdynamik um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 1,24% (2013: 1,20%) bzw. einer Abnahme um 1,17% (2013: 1,14%) führen.
Die Auswirkung eines Anstiegs des Rententrends um 0,5% bzw. einer Abnahme um 0,5% würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen um 5,90% (2013: 5,55%) bzw. einer Abnahme um 5,40% (2013:5,10%) führen.

Die Auswirkung eines Anstieges bzw. einer Abnahme der Lebenserwartung um ein Jahr bezogen auf das Renteneintrittsalter würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung um 4,02% (2013: 3,73%) bzw. einer Abnahme um 3,95% (2013: 3,26%) führen. Die Sensitivitätsanalysen werden je Plan unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens durchgeführt (die gleiche Methode, die zur Berechnung der Pensionsrückstellung in der Bilanz angewendet wird) und basieren auf der Veränderung einer Annahme bei sonst gleichbleibenden Bedingungen. Für die Berechnung der Pensionsrückstellung als Grundlage für die Sensitivitätsanalyse wurde ein vorläufiger Zinssatz in Höhe von 2,2% verwendet und anschließend wurden die Ergebnisse auf Basis des finalen Zinssatzes in Höhe von 2,0% interpoliert.

23.2.8. Kurzfristige Zahlungsströme

Laufender Dienstzeitaufwand zum Pensionsplan im kommenden Geschäftsjahr

Der erwartete laufende Dienstzeitaufwand zu den Pensionsleistungen im Jahr 2015 beträgt 36.990 Tsd. Euro (2014: 39.218 Tsd. Euro)

Es gibt keine rechtlichen Verpflichtungen die Pensionsverpflichtung mit Vermögen zu bedecken, so dass keine Beiträge seitens des Arbeitgebers in das Planvermögen eingezahlt werden.

Künftig erwartete Leistungen, die aus Finanzanlagen oder durch den Arbeitgeber gezahlt werden

(In Tsd. Euro) Pensionen
2015 110.609
2016 112.663
2017 114.661
2018 116.796
2019 118.743
Später als 5 Jahre 631.051
Von N+11 bis zum Datum der letzten Leistungszahlung 3.667.320

Die Schätzung der zukünftigen Beiträge und Leistungen ist mit Unsicherheit behaftet und maßgeblich von der wirtschaftlichen Entwicklung der kommenden Jahre beeinflusst.

23.2.9. Zusammensetzung des Planvermögens zum Ende des Jahres 2014

Zum 31. Dezember 2014 setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen: 206,2 Mio. Euro (2013: 213,5 Mio. Euro) konzerninterne Rückdeckungsversicherungen und 15,3 Mio. Euro (2013: 16,5 Mio. Euro) flüssige Mittel. Für die Rückdeckungsversicherungen besteht kein an einem aktiven Markt notierter Marktpreis.

Erläuterung der Beziehung zwischen den gesonderten Vermögenswerten in Form von Rückerstattungsansprüchen und der zugehörigen Verpflichtung

Die gesonderten Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2014 61.888 Tsd. Euro (57.513 Tsd. Euro zum 31. Dezember 2013) und stellen den Aktivwert der Rückdeckungsversicherungsverträge dar, die von dem Arbeitgeber zur Deckung der Pensionsrückstellung mit einem Lebensversicherer abgeschlossen wurden. Die Versicherungsverträge verpflichten den Lebensversicherer zu einer vollständigen Erstattung der Versicherungsleistung an die Gesellschaften, die diese Leistungen wiederum an den Versorgungsberechtigten weitergeben. Die Leistungsansprüche aus den Versicherungsverträgen sind an den Versorgungsberechtigen verpfändet. Da es sich jedoch bei den Versicherungsgesellschaften um konsolidierte Unternehmen des AXA Konzerns handelt, stellen diese Versicherungsverträge weder Planvermögen noch Erstattungsansprüche im Sinne des IAS 19 dar.

23.2.10. Steuerung von spezifischen Risiken aus leistungsorientierten Pensionsplänen

Die Steuerung der Risiken erfolgt im Einklang mit den internen Risikorichtlinien.

Durch die leistungsorientierten Pensionspläne ist die AXA Konzern AG hauptsächlich Zinsrisiken, Inflationsrisiken und Langlebigkeitsrisiken ausgesetzt:

Ein Rückgang des Zinssatzes würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellung führen.
Ein Anstieg der Inflationsrate oder ein Anstieg der Lebenserwartung würde zu einem Anstieg der Pensionsrückstellungen führen.

Die quantitativen Auswirkungen sind in Abschnitt 23.2.7. Sensitivitätsanalyse von versicherungsmathematischen Annahmen dargestellt.

Ein Großteil der Pensionsverpflichtungen der AXA wird durch die Ertragskraft der operativen Versicherungsunternehmen bedeckt. Weitere Teile der Pensionsverpflichtungen sind durch Planvermögen sowie durch Anlagen in festverzinsliche Wertpapiere gedeckt. Im Rahmen von ALM-Studien wurde die Lohn- und Gehaltsinflation als ein relevanter Risikotreiber identifiziert. Dieses Risiko hat die AXA teilweise durch derivative Finanzinstrumente abgesichert.

Bei den Versorgungsverpflichtungen im Rahmen der Entgeltumwandlung orientiert sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen an den Erstattungsansprüchen aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen, die den Verpflichtungen wertgleich gegenüberstehen (gesonderte Vermögenswerte), so dass hier das Zinsrisiko und die allgemeine Lohn- und Gehaltsentwicklung keine negativen Auswirkungen haben.

Für die durch Planvermögen gedeckten Pensionsverpflichtungen erfolgt die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos über den Abschluss von Rückdeckungsversicherungen, bei denen das Langlebigkeitsrisiko auf konzerninterne Lebensversicherungsgesellschaften übertragen wird.

23.2.11. Überleitung zum Bilanzwert

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Nettoposition (ohne gesonderte Vermögenswerte)(a) -2.866.042 -2.288.506
Andere Verpflichtungen -1.222 -694
Gesamt -2.867.264 -2.289.200

(a) Nettoposition (ausgenommen gesonderte Vermögenswerte) für Pensionen und ähnliche Leistungen wie in Anhang 23.2.4 dargestellt.

23.3. Mitarbeiter

Der deutsche AXA Konzern beschäftigte 2014 durchschnittlich 9.952 Mitarbeiter (2013: 10.290). Davon waren 9.146 im Innen- und 806 Mitarbeiter im Außendienst beschäftigt.

Anhang 24: Anteilsbasierte Vergütung

Anteilsbasierte Vergütungen

Im Rahmen der Anwendung des IFRIC 11, der in den IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütung - eingearbeitet wurde, wurden die Aufwendungen der folgenden Vergütungstransaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten im Konzernabschluss erfasst.

AXA S.A. Stock Options

Im Rahmen des Stock Option Plans des Jahres 2014 der AXA, Paris, wird eine Anzahl von Aktienoptionen an die Begünstigten zum beizulegenden Zeitwert gewährt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Optionen gewähren das Recht, nach Ablauf einer zwei- bis vierjährigen Sperrfrist AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Bei den Begünstigten handelt es sich in der Regel um Vorstände und Leitende Angestellte; der Kreis der Begünstigten wird vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt.

Die Optionen werden während des ersten Quartals eines Geschäftsjahres ausgegeben, normalerweise 20 Arbeitstage nachdem das Konzernergebnis der AXA S.A., Paris veröffentlicht wird.

Der Bezugspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA Aktie an der Pariser Börse für den Zeitraum von 20 Handelstagen vor dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird auf Grundlage des Optionspreismodells Black & Scholes ermittelt. Hierbei wird die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung berücksichtigt, indem man die erwartete Laufzeit basierend auf historischen Daten heranzieht. Die Preisvolatilität der Aktie in Höhe von 29,24% (2013: 31,27%), wird anhand der implizierten Volatilität geschätzt, was mit einer Analyse von historischen Daten verifiziert wird. Die erwartete Rendite der AXA S.A. Aktie in Höhe von 6,51% (2013: 7,66%) ermittelt sich aufgrund von Marktannahmen. Der risikolose Zinssatz in Höhe von 1,64% (2013: 1,39%) basiert auf der Euro Swap Kurve für den betreffenden Zeitraum. Aus dem Optionsprogramm 2014 wurden im Berichtsjahr 153 Tsd. Stück (2013: 161 Tsd. Stück) Aktienoptionen an Führungskräfte des AXA Konzerns ausgegeben. Am Bilanzstichtag waren noch Optionen aus den ähnlich ausgestalteten Aktienoptionsprogrammen der Vorjahre ausstehend.

Anzahl und Durchschnittsausübungspreise aller noch ausstehender Aktienoptionen ergeben sich aus folgender Tabelle:

2014 2013
Aktienoptionen Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis Stück Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis Stück
--- --- --- --- ---
Ausstehend zum 1.1. 1.925.698 20,14 2.018.018 19,61
Zugeteilte Optionen 152.670 18,68 161.200 13,81
Verwirkte Optionen 36.526 16,90 7.424 10,47
Verfallene Optionen 10.527 19,20 16.999 19,82
Ausgeübte Optionen 126.541 21,84 229.097 17,85
Ausstehend zum 31.12. 1.904.774 19,68 1.925.698 19,05
Ausübbar zum 31.12. 1.625.944 21,17 1.655.873 20,40

Für die am Ende der Berichtsperiode insgesamt noch ausstehenden Optionen ergibt sich eine Bandbreite an Ausübungspreisen von 9,36 Euro bis 32,95 Euro (2013: 9,36 Euro bis 32,95 Euro). Die einzelnen Pläne aus den Vorjahren sowie der aktuelle Plan des Geschäftsjahres haben jeweils eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Die gewichtete durchschnittliche Rest-Vertragslaufzeit der noch ausstehenden Optionen zum 31. Dezember 2014 beträgt 5,4 (2013: 4,9 Jahre).

AXA Performance Units (Equity Komponente und Barkomponente)

Performance Units werden im Rahmen des Performance Units Plans der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (überwiegend Vorstände und Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt, die vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt werden.

Bei den AXA Performance Units handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013 abhängig ist. Falls die AXA S.A. für 2011 und/oder 2012 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. Die Auszahlung erfolgt am 25. April 2015, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 25. April 2015 an der Pariser Börse ergibt (Barkomponente).

Für die in 2014 zur 2. Hälfte auslaufenden Performance Units des Jahres 2011 (Vorjahr 2010) wurden insgesamt 3.913 Tsd. Euro (2013: 1.145 Tsd. Euro) ausgezahlt, was 207 Tsd. (2013: 84 Tsd.) Rechten an Performance Units (Barkomponente) entspricht.

Von den bis zum Geschäftsjahr 2010 gewährten Performance Units, die eine Auszahlung teilweise in Aktien vorsahen (Equity Komponente), sind keine Bestände mehr vorhanden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten anteilsbasierten Vergütungen sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2012 bezüglich der Performance Units der Pläne aus 2010 erfolgten vollständig, so dass hieraus zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten bilanziert waren.

AXA Shareplan Classic

Bei dem Shareplan Classic kann der berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, mit einem Nachlass von 20 % und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erwerben. Maßgeblich für den Zeichnungspreis ist der Referenzkurs der AXA Aktie. Der Mitarbeiter kann bis zu 25 % seines Bruttojahreseinkommens investieren, die Mindestinvestition beträgt 18,43 Euro (2013: 14,38 Euro) für 1 Aktie. Während der Laufzeit anfallende Dividenden werden an den Mitarbeiter ausgezahlt. In 2014 wurden 28 Tsd. Stück Aktienfondsanteile gezeichnet (2013: 15 Tsd. Stück).

AXA Shareplan Leveraged

Bei dem Shareplan Leveraged können berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, erwerben. Ab dem Shareplan 2009 werden die Fondsanteile mit einem Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter zeichnet dabei einen bestimmten Betrag an Fondsanteilen, von denen er selbst einen geringen Teil finanziert. Der verbleibende Teil wird von einer konzernfremden Bank finanziert. Die Fondsanteile haben eine Sperrfrist von fünf Jahren, innerhalb derer keine Dividenden an den Mitarbeiter gezahlt werden. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Anteile des Mitarbeiters an den Fonds verkauft. Der Mitarbeiter erhält dann mindestens den von ihm investierten Betrag zurück, falls der Kurs der Aktie gleich geblieben oder gefallen sein sollte. Wenn der Kurs gestiegen ist, erhält der Mitarbeiter ein Vielfaches der Wertsteigerung der Investition bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag. Alternativ kann der Mitarbeiter nach Ablauf der Sperrfrist das Investment auch in den Shareplan Classic einlegen. In 2014 wurden 191 Tsd. Stück Fondsanteile gezeichnet (2013: 197 Tsd. Stück).

Die Kosten der Pläne Shareplan Leveraged sowie Shareplan Classic werden unter Berücksichtigung der fünfjährigen Sperrfrist ermittelt, wie es vom CNC (Conseil National de la Comptabilité) empfohlen wird. Der CNC Ansatz ermittelt den Wert dieser innerhalb der Sperrfrist nicht frei verfügbaren Aktie durch einen Replikationsansatz. Demnach würde der Mitarbeiter ein Darlehen aufnehmen, um frei verfügbare Aktien zu erwerben. Das Darlehen und die Zinsen des Darlehens würde er dann mit dem Erlös aus dem Verkauf der gesperrten Aktien am Ende der Sperrfrist und der erhaltenen Dividendenrendite innerhalb der Sperrfrist zurückzahlen. Bei dem Leveraged Plan enthalten die Kosten auch Opportunitätsgewinne, die indirekt durch die AXA gewährt werden, da für die in dem Fond enthaltenen Derivate anstatt eines Preises für kleinvolumige Transaktionen (retail price) ein entsprechend günstigerer institutioneller Preis für entsprechend großvolumige Transaktionen gezahlt wird.

Die folgende Tabelle zeigt weitere Details der beiden Pläne Share Plan Classic und Share Plan Leveraged für das Geschäftsjahr 2014:

Bewertungsparameter 2014 2013
Classic Leveraged Classic Leveraged
--- --- --- --- ---
Laufzeit (in Jahren) 5 5 5 5
Preisnachlass auf den Referenzkurs 20% 10,80% 20% 12,95%
Referenzkurs 18,43 18,43 17,97 17,97
Zeichnungspreis 14,75 16,44 14,38 15,64
Summe gezeichneter Betrag durch die Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 412 3,147 217 3,079
Summe gezeichneter Betrag insgesamt 412 31,473 217 30,792
Risikoloser Zinssatz (5 Jahres Durchschnitt Euro Zone) 0,48% 0,48% 0,77% 0,77%
Dividendenrendite 6,19% 5, 94% 5,94% 5,94%
Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung 0,98% 1,14% 1,14% 1,14%
Zinssatz für Repo Geschäfte 0,20% 0,30% 0,30% 0,30%
Retail / institutioneller Volatilitätsspread N/A 3,30% N/A 2,78%
Kosten der Sperrfrist für den Mitarbeiter 19,64% 10,76% 19,73% 12,88%
Opportunitätsgewinne N/A 2,05% N/A 2,45%

AXA Miles

Durch das Programm AXA Miles wurden jedem berechtigten Mitarbeiter im März 2012 50 AXA Miles zugeteilt. Insgesamt wurden 632.000 AXA Miles an 12.640 Mitarbeiter ausgegeben.

An konsolidierte Gesellschaften innerhalb des AXA Konzerns wurden 478.538 AXA Miles an 9.571 Mitarbeiter ausgegeben. Zum Jahresende 31.12.2014 sind davon noch 415.051 Stück von 8.301 Mitarbeitern ausstehend.

Diese AXA Miles werden nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren 2016 in gewöhnliche AXA Aktien umgewandelt.

Der Wert der AXA Miles wird analog dem Shareplan mit dem ANC Ansatz ermittelt, wobei die Annahmen an die Struktur des jeweiligen Plans angepasst sind. Die Bewertung basiert auf einem Marktpreis von 13,18 Euro am 16. März 2012 und einer angenommenen Rate von fünf Prozent für nicht ausgeübte Optionen vor Ablauf der Sperrfrist.

AXA International Performance Shares

Ab 2013 werden International Performance Shares im Rahmen des International Performance Shares Plans (PSI Plan) der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt. In 2014 wurden mit Wirkung zum 24. März 2014 307 Tsd. Performance Shares (2013: 333 Tsd.) ausgegeben. Die anfängliche Gewährung ist dabei in zwei Tranchen aufgeteilt.

Bei den AXA International Performance Shares 2014 handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit, sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2015 für die erste Tranche sowie vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2016 für die zweite Tranche abhängig ist.

Die Zuteilung der Aktien in Erfüllung der Performance Shares 2014 erfolgt am 24. März 2017 oder, wenn dies kein Arbeitstag ist, am darauffolgenden Arbeitstag, für die erste Hälfte und am 24. März 2018 für die zweite Hälfte. Die Anzahl der Aktien entspricht den tatsächlich erworbenen Performance Shares. Der Wert der tatsächlich erworbenen Performance Shares entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 22. März 2017 bzw. 24. März 2018 an der Pariser Börse.

Sonstiger Aufwand

Die auf die obengenannten Vergütungskomponenten entfallenden Aufwendungen werden im deutschen lokalen IFRS-Konzernabschluss mit den Beträgen erfasst, so wie sie auch in dem übergeordneten IFRS-Konzernabschluss der AXA S.A. enthalten sind. Für die im Rahmen von IFRS 2 per 31. Dezember 2014 zu erfassenden Pläne Stock Options, Shareplan, Miles und Performance Shares erfasste die AXA Gruppe im Geschäftsjahr 2014 Aufwendungen in Höhe von 3.995 Tsd. Euro. Euro (2013: 3.276 Tsd. Euro), die als Zuführung zur Kapitalrücklage im deutschen AXA Konzern gezeigt werden.

Für zum 31.12.2014 noch ausstehende Rechte aus Performance Units (Barkomponente) wurden Rückstellungen von insgesamt 4.981 Tsd. Euro (2013: 7.745 Tsd. Euro) gebildet.

Anhang 25: Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

25.1. Vorstandsvergütung

25.1.1. Vergütungsaufwand 2014

Für das Geschäftsjahr 2014 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften insgesamt auf 7.964 Tsd. Euro (2013: 6.029 Tsd. Euro), davon entfielen 4.259 Tsd. Euro (2013: 2.962 Tsd. Euro) auf feste und 3.705 Tsd. Euro (2013: 3.067 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. In 2014 sind Abfindungen i. H. v. 1.109 Tsd. Euro gezahlt worden (2013: 0 Tsd. Euro).

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2014 Aktienoptionen sowie Performance Shares International auf AXA S.A. Aktien gewährt.

Die in 2014 gewährten 108.980 Aktienoptionen (2013: 134.000) sehen einen Bezugspreis von 18,68 Euro pro Anteil vor (Aktienkurs zum Jahresende 2014: 19,50 Euro). Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind erstmals ab dem 24. März 2017, 24. März 2018, 24. März 2019 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben. Die Begünstigten können frühestens ab 24. März 2019 ihr letztes Drittel an Stock Options vollumfänglich ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder überstiegen hat. Liegt die Kursentwicklung der AXA Aktie unter der Kursentwicklung des Euro Stoxx Insurance Index verfallen die Rechte ganz oder teilweise. Die Optionen verfallen auch, sofern sie nicht bis zum 22. März 2024 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2014 gewährten 58.700 Performance Shares International (2013: 78.200) erfolgt, unterteilt in zwei hälftige Tranchen, anhand der jeweils zu einem Drittel gewichteten Ergebnisse der AXA S.A., AXA Deutschland und der Region NORCEE für den Performance-Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2015/2016. Der maximal mögliche Performance-Faktor ist auf 130% begrenzt. Falls die AXA S.A. für 2014 bis 2016 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. In Summe erhalten die Begünstigten Aktien der AXA S.A., die sich aus der Anzahl der gemäß dem Performance-Faktor zugeteilten Performance Shares ergeben. Über die final zugeteilten Aktien kann, je nach Tranche, ab dem 24. März 2017/2018 frei verfügt werden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Shares Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Shares Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Aktienoptionen entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten.

Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Aktienoptionen und Performance Shares) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Neben den Aktienoptionen und Performance Shares, bei denen eine Zuteilung in Aktien erfolgt, existieren aus Vorjahren bis 2012 Performance Unit Programme, die eine Vergütung in Geld vorsehen. Der Aufwand für diese Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Der auf das Geschäftsjahr 2014 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units/Shares beträgt 1.982 Tsd. Euro (2013: 1.699 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Bezugsberechtigten 1.361 Tsd. Euro (2013: 780 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Shares Plänen erfolgte im Berichts- und Vorjahr nicht. Die in 2014 in Geld vergüteten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten. Im Geschäftsjahr wurden 62.148 Stück Aktienoptionen ausgeübt (2013: 43.007 Stück).

25.1.2. Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2014 aktiven Gruppenvorstandsmitglieder beliefen sich in 2014 auf 2.441 Tsd. Euro (2013: -470 Tsd. Euro).

25.2. Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.455 Tsd. Euro (2013: 2.368 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2014 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 71.486 Tsd. Euro (2013: 53.587 Tsd. Euro) passiviert.

25.3. Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates der AXA Konzern AG für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG sowie in Aufsichtsräten konsolidierter Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 2.140 Tsd. Euro (2013: 2.090 Tsd. Euro), davon 1.203 Tsd. Euro (2013: 1.153 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2013: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Anhang 26: Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die AXA S.A., Paris ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu 100 Prozent am Grundkapital der AXA Konzern AG, Köln beteiligt.

Die AXA Konzern AG, Köln und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, einbezogen, der bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des marchés financiers) unter R.C.S. (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt wird.

Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit kommt es zwischen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften zu Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen und/oder nahen Familienangehörigen dieser Personen. Personen in Schlüsselpositionen sind nahestehend, wenn diese Personen die AXA Konzern AG beherrschen oder an dessen gemeinschaftlicher Führung beteiligt sind, einen maßgeblichen Einfluss auf diese ausüben oder eine Schlüsselposition im Management bekleiden. Personen in Schlüsselpositionen stellen Personen dar, die direkt oder indirekt für die Planung, Leitung und Überwachung des AXA Konzerns zuständig und für deren Tätigkeiten verantwortlich sind. Der Konzern zählt die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats für Zwecke des IAS 24 zu Personen in Schlüsselpositionen. Bezüglich der anteilsbasierten Vergütung verweisen für auf den Anhang 24, für die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat auf Anhang 25.

Als nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten Unternehmen, die von der AXA Konzern AG beeinflusst werden können, die einen Einfluss auf die AXA Konzern AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahe stehenden Partei der AXA Konzern AG stehen.

Nahestehende Unternehmen der AXA Konzern AG sind Tochterunternehmen und At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen sowie deren Tochterunternehmen. Außerdem im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dotierte Versorgungskassen. Nahestehend sind auch die Muttergesellschaft AXA, Paris, sowie deren nahestehende Unternehmen. Nahestehende Unternehmen der AXA, Paris sind deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen. Anzumerken ist, dass in diesem Abschluss keine Geschäftsvorfälle zwischen der AXA Konzern AG und ihren konsolidierten Unternehmen erläutert werden, da diese durch die Konsolidierung entfallen sind. Es werden Geschäfte zu beherrschten, aber aus Gründen der Wesentlichkeit nicht konsolidierten Tochterunternehmen, erläutert. Bezüglich der Haftungsverhältnisse von nahestehenden Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht.

Innerhalb des deutschen AXA Konzerns nimmt die AXA Konzern AG die Leitungsfunktion auf Grundlage von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen wahr, die mit diversen operativen Konzerngesellschaften geschlossen wurden.

Bei den Geschäftsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kooperationsverträge, Dienstleistungs- bzw. Funktionsausgliederungsverträge, Darlehens- und Rückversicherungsverträge sowie Sicherungsgeschäfte. Die bestehenden Verträge sind zu marktüblichen Konditionen geschlossen worden.

26.1. Darlehensverträge

Darlehensverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit (In Tsd. Euro) 2014 Darlehenshöhe 2014 Zinserträge/ Aufwendungen (-) 2013 Darlehenshöhe 2013 Zinserträge/ Aufwendungen(-)
Dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris als Darlehensnehmer 1.504.078 42.853 1.377.000 69.100
Nahstehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensgeber 42.017 -1.817 46.159 -1.930
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens als Darlehensnehmer 214.014 3.101 115.252 1.270
Nicht konsolidierten Tochterunternehmen als Darlehensnehmer 0 0 1.000 147
At-equity bewerteten assoziierten Unternehmen als Darlehensgeber/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Personen in Schlüsselpositionen als Darlehensgeber-/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Gesamt 1.760.109 44.137 1.539.411 68.587

Die AXA Bank hat in 2014 mit der AXA Bank Europe ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 30.000 Tsd. Euro (2013: 30.000 Tsd. Euro) für Geldhandelsgeschäfte geschlossen (Tagesgeldanlage). In 2014 hat die AXA Bank keine Tagesgelder bei der AXA Bank Europe angelegt und somit wie bereits in 2013 keinen Kredit in Anspruch genommen.

Die AXA Bank Europe hat in 2014 mit der AXA Bank ein Kreditlimit über eine Höhe von max. 30.000 Tsd. Euro (2013: 25.000 Tsd. Euro) geschlossen (Tagesgeldaufnahme). Für die Inanspruchnahme des Kredits durch die AXA Bank sind dieser Zinsaufwendungen in Höhe von 25 Tsd. Euro entstanden (2013: 14 Tsd. Euro).

Die AXA Art Insurance Ltd. UK London zeichnet "US surplus lines"-Geschäfte über die AXA Corporate Solutions S.A., Paris (AXA Corporate Solutions). AXA Corporate Solutions benötigt dafür eine Sicherheit. Diese Sicherheit wird mit dem Kreditvertrag zwischen der AXA Art Insurance Ltd. UK und der AXA, Paris über eine Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro gewährleistet. Die Kosten für die Bereitstellung betragen 0,12% der Kreditlinie von 60.000 Tsd. Euro, in 2014: 73 Tsd. Euro. (2013: 73 Tsd. Euro) Die Kreditlinie wurde in 2014 nicht in Anspruch genommen.

Seit Jahren besteht zwischen der AXA S.A., Paris, und den Gesellschaften des AXA Konzerns ein Cash-Pooling System. Dieses System wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit AXA S.A., Paris, bzw. deren Tochtergesellschaften genutzt, soweit diese dem System angeschlossen sind. Die Verzinsung hierfür richtet sich nach dem EONIA-Zinssatz.

Seit Anfang 2007 besteht ein Liquiditätshilfe-Abkommen zwischen nahestehenden nicht konsolidierten Unternehmen des AXA Konzerns. Die Gesellschaften erklären sich bereit, sich im Einzelfall mit Liquidität auszustatten um kurzfristige Liquiditätsunterdeckungen auszugleichen. Im Geschäftsjahr 2014 hat die AXA Krankenversicherung Gesellschaft für die Betreuung von Maklern und Mehrfachagenten mbH, Köln Liquiditätshilfen in Höhe von 31.400 Tsd. Euro von der AXA Konzern AG in Anspruch genommen.

26.2. Derivate und Sicherungsbeziehungen

Sicherungsbeziehungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und dem Mutterunternehmen AXA S.A., Paris. Credit Default Swaps (CDS) bestehen in Höhe von nominal 818.750 Tsd. Euro (2013: 818.750 Tsd. Euro). Die CDS dienen der Absicherung des Ausfallrisikos aus einer im Geschäftsjahr 2009 erworbenen strukturierten Schuldverschreibung.

Zinsswaps bestehen in Höhe von nominal 141.122 Tsd. Euro (2013: 141.100 Tsd. Euro). Die Zinsswaps wurden für in 2008 ausgegebene variabel verzinste Anleihen in US-Dollar und Euro abgeschlossen.

Ein Währungsswap besteht in Höhe von nominal 30.636 Tsd. Euro (2013: 30.600 Tsd. Euro). Der Währungsswap wurde in 2011 zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen einer US-Dollar Anleihe abgeschlossen.

26.3. Rückversicherungsbeziehungen

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Rückversicherungsbeziehungen:

Rückversicherungsverträge aus Sicht des AXA Konzerns mit (In Tsd. Euro) 2014 Aktiv RV Beiträge 2014 Passiv RV Beiträge 2013 Aktiv RV Beiträge 2013 Passiv RV Beiträge
Dem Mutterunternehmen AXA S.A. Paris 0 0 0 0
At-Equity bewerteten assoziierten Unternehmen 111.700 0 108.799 0
Nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens 109.600 1.335.065 108.389 1.304.932
Gesamt 221.300 1.335.065 217.188 1.304.932

26.4. Dienstleistungs- und Versicherungsvermittlungsverträge

Dienstleistungsverträge bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und ihren nahestehenden Unternehmen. Durch Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträgen sowie Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung von Kapitalanlagen (Vermögensmanagement), der Informationstechnologie, diversen Beratungs- und Serviceleistungen, technischen Unterstützungen sowie Dienstleistungen im Bereich der Logistik, der Telekommunikation sowie Lizenzvereinbarungen, hat der AXA Konzern Erträge aus erbrachten Dienstleistungen mit nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens in Höhe von 20.069 Tsd. Euro (2013: 38.350 Tsd. Euro) mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 66.989 Tsd. Euro (2013: 80.500 Tsd. Euro) erwirtschaftet. Aufgrund von empfangenen Dienstleistungen von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens sind dem AXA Konzern Aufwendungen in Höhe von 196.911 Tsd. Euro (2013: 155.600 Tsd. Euro) und mit nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG in Höhe von 94.820 Tsd. Euro (2013: 84.750 Tsd. Euro) entstanden.

Mit dem Mutterunternehmen, AXA S.A., Paris sowie mit At-Equity bewerteten assoziierten Unternehmen und Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2014 keine Dienstleistungsverträge.

Zwischen nahestehenden Unternehmen der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften bestehen Vertriebsvereinbarungen mit nahestehenden Unternehmen. Im Rahmen dieser Vereinbarungen vermittelt der AXA Konzern für nahestehende Unternehmen Versicherungsverträge. Im Jahr 2014 erhielt der AXA Konzern von nahestehenden Unternehmen des Mutterunternehmens eine Vergütung von 5.437 Tsd. Euro (2013: 6.530 Tsd. Euro), von nicht konsolidierten Tochterunternehmen der AXA Konzern AG eine Vergütung von 7.504 Tsd. Euro (2013: 5.530 Tsd. Euro) und von At-Equity-bewerteten assoziierten Unternehmen eine Vergütung in Höhe von 33.774 Tsd. Euro (2013: 29.800 Tsd. Euro). Für die Vermittlung von Versicherungsverträgen durch nahestehende Unternehmen des Mutterunternehmens sind der AXA Konzern AG Aufwendungen in Höhe von 5.428 Tsd. Euro (2013: keine) entstanden, für die Vermittlung durch nahestehende nicht konsolidierte Unternehmen der AXA Konzern AG sind Aufwendungen in Höhe von 92.507 Tsd. Euro (2013: 65.400 Tsd. Euro) angefallen und für die Vermittlung durch At-Equity-bewertete assoziierte Unternehmen sind Aufwendungen in Höhe von 1.056 Tsd. Euro (2013: keine) entstanden.

Mit Personen in Schlüsselpositionen bestehen für das Geschäftsjahr 2014 keine Versicherungsvermittlungsverträge.

26.5 Sonstige Vereinbarungen

Es bestehen Beherrschungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln
Pro bAV Pensionskasse AG
INREKA Finanz AG, Cloppenburg

Zudem besteht ein Beherrschungsvertrag zwischen der AXA Versicherung AG, Köln und der Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- und Vermögenswerte mbH, Köln.

Des Weiteren besteht zwischen der Vinci B.V., Niederlande als herrschendes Unternehmen und der AXA Konzern AG als beherrschtes Unternehmen ein Beherrschungsvertrag.

Beherrschungsverträge dienen der organisatorischen Eingliederungsvoraussetzung, die die umsatzsteuerlichen Organschaftsverhältnisse zwischen der AXA Konzern AG und ihren Tochtergesellschaften sowie den in Deutschland ansässigen Einheiten der AXA Gruppe sicherstellen.

Es bestehen Ergebnisabführungsverträge zwischen der AXA Konzern AG und den im Folgenden dargestellten Gesellschaften:

AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA Versicherung AG, Köln
Deutsche Beamtenversicherung Versicherung AG, Wiesbaden
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
AXA easy Versicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln

Des Weiteren besteht ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der AXA Versicherung AG, Köln und der Pluto Beteiligungswerte AG, Köln.

26.6. Verpflichtungen

Verpflichtungserklärungen bestehen mit der AXA Konzern AG und/oder ihren konsolidierten Gesellschaften und deren nicht konsolidierten Tochterunternehmen in Höhe von nominal 70.000 Tsd. Euro. (Offene Verpflichtungen: 10.937 Tsd. Euro)

Gegenüber AXA Art UK besteht eine Patronatserklärung ("All contracts of insurance" 28.5 Mio. Euro), die mit dem Zeitpunkt des Vorliegens eines Ratings für AXA Art in 2015 endet.

26.7. Beteiligungen

Die AXA Schaden Experten GmbH, Köln und die AXA Vermittlungs-Service GmbH, Köln wurden mit Verschmelzungsvertrag vom 18.08.2014 auf die AXA Konzern AG verschmolzen und haben keine Funktion mehr.

26.8. Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige

Der AXA Konzern hat mit Personen in Schlüsselpositionen sowie mit nahen Familienangehörigen dieser Personen keine berichtspflichtigen Geschäfte vorgenommen. Ferner erhielten die angestellten Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat im Rahmen ihres Anstellungsverhältnisses marktübliche Gehälter.

Anhang 27: Eventualforderungen und -Verbindlichkeiten sowie Miet- und Leasingverhältnisse

Im Folgenden werden Eventualforderungen und -verbindlichkeiten dargestellt, die aufgrund von IAS 37 nicht in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden.

27.1. Übersicht über die erhaltenen Zusagen und Garantien (Eventualforderungen)

(In Tsd. Euro) 31. Dezember 2014 31. Dezember 2013
Finanzierungszusagen - -
Kreditinstitute - -
ungenutzte Kreditlinien - -
ohne ungenutzte Kreditlinien - -
Kunden - -
Garantiezusagen - -
Kreditinstitute - -
Kunden - -
Sonstige Zusagen 3.179.792 1.950.351
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 2.488.203 1.657.272
Sonstige Verpflichtungen 691.589 293.079
Gesamt 3.179.792 1.966.719

Durch AXA erhaltene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 3.179.792 Tsd. Euro und erhöhten sich somit um 1.213.073 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2013, hauptsächlich durch einen Zugang der sonstigen Zusagen im Zusammenhang mit verpfändeten Wertpapieren und besicherten Engagements.

Erhaltene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 2.488.203 Tsd. Euro. Investitionen i. H. v. 166.000 Tsd. Euro bestand bei einer Bank. Als Sicherheit wurden Wertpapiere in Höhe von 186.000 Tsd. Euro gegeben. Die Gesellschaft hat 100 Millionen Euro in ein Darlehen an ein verbundenes Unternehmen investiert. Zur Besicherung des Darlehens werden der Gesellschaft Fondanteile ausgehändigt. Der Marktwert der Fondanteile zum 31.12.2014 betrug 97.821 Tsd. Euro.

Sonstige erhaltene Zusagen betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 691.589 Tsd. Euro.

27.2. Übersicht über die gegebenen Zusagen und Garantien (Eventualverbindlichkeiten)

Auslaufdatum
(In Tsd. Euro) 12 Monate oder weniger Von über einem Jahr bis 3 Jahre Von über 3 Jahren bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre TOTAL 31. Dezember 2014 TOTAL 31. Dezember 2013
--- --- --- --- --- --- ---
Finanzierungszusagen 331.136 336.666 85.613 - 753.415 813.574
Kreditinstitute - - - - - -
Kunden 331.136 336.666 85.613 - 753.415 813.574
Garantiezusagen 2.055 - - - 2.055 7.539
Kreditinstitute - - - - - 5.500
Kunden 2.055 - - - 2.055 2.039
Sonstige Zusagen 178.677 210.312 159.039 1.333.020 1.881.048 2.039.042
Verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements 172.479 - 1.100 6.892 180.471 114.257
Kreditbriefe 6.198 7.803 - - 14.001 18.596
Sonstige Verpflichtungen - 202.509 157.939 1.326.128 1.686.576 1.906.189
Gesamt 511.868 546.978 244.652 1.333.020 2.636.518 2.860.155

Eingegangene Verpflichtungen betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 2.636.518 Tsd. Euro. Dies stellt einen Rückgang um 223.637 Tsd. Euro im Vergleich zum 31.12.2013 dar, hauptsächlich bedingt durch eine Reduzierung der Finanzierungszusagen an Kunden i. H. v. 60.159 Tsd. Euro sowie einen Rückgang der sonstigen Zusagen um insgesamt 157.994 Tsd. Euro.

Abgegebene Finanzierungszusagen betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 753.415 Tsd. Euro und bestanden aus Finanzierungszusagen an Kunden (Hypothekendarlehen).

Abgegebene Garantiezusagen betrugen zum 31. Dezember 2014 insgesamt 2.055 Tsd. Euro und bestanden aus Avalen für offene Schadenprozesse und damit verbundene, vorläufige Schadenzahlungs-Zusagen sowie Mietbürgschaften für AXA Mitarbeiter.

Abgegebene sonstige Zusagen betrugen 31.12.2014 insgesamt 1.881.048 Tsd. Euro, die sich wie folgt aufteilten:

Abgegebene verpfändete Wertpapiere und besicherte Engagements betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 180.471 Tsd. Euro und bestanden im Wesentlichen aus:

125.627 Tsd. Euro Verpfändung von Staatsanleihen zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für negative Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten,
55.344 Tsd. Euro branchenübliche Fremdwährungsbedeckung im Bereich der Rückversicherung.

Ausgegebene Kreditbriefe betrugen zum 31.12.2014 insgesamt 14.001 Tsd. Euro, resultierend aus der branchenüblichen Bedeckung der Schadenreserven deutscher Gesellschaften im Amerika-Geschäft (Letter of Credit).

Sonstige gegebene Verpflichtungen beliefen sich zum 31.12.2014 auf 1.686.576 Tsd. Euro und bestanden hauptsächlich aus:

482.487 Tsd. Euro in Verpflichtungen der Lebensversicherungen Deutschland gegenüber "Protektor" sowie 29.863 Tsd. Euro der Krankenversicherung gegenüber "Medicator" (deutsche Versicherungsgarantiefonds für den Fall des Konkurses von Versicherungsgesellschaften),
1.174.226 Tsd. Euro Investitionsverpflichtung aus Kapitalanlagen.

27.3. Miet- und Leasingverträge

(In Tsd. Euro) 2014 2013
Miet- und Leasingverträge
Bis zu 1 Jahr 58 63
1 bis 5 Jahre 146 161
Über 5 Jahre 269 251
Gesamt 473 475

Für operative Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilien, Kraftfahrzeuge und EDV) wurden im Geschäftsjahr 66.875 Tsd. Euro (2013: 66.805 Tsd. Euro) aufwandswirksam erfasst. Es besteht im Wesentlichen ein Untermietverhältnis für ein Gebäude in München. Die Mindestleasingzahlungen hierfür betragen 12.458 Tsd. Euro (2013: 14.699 Tsd. Euro); im Geschäftsjahr wurden Erträge aus dem Untermietverhältnis in Höhe von 51 Tsd. Euro (2013: 59 Tsd. Euro) erzielt. Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine bedingten Mietzahlungen sowie keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen vor. Bei den genannten Verpflichtungen bestehen, wie im Vorjahr, keine Miet- und Leasingverträge gegenüber Unternehmen, die At Equity in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG einbezogen werden.

Anhang 28: Honorare des Konzernabschlussprüfers

Abschlussprüfer des AXA Konzerns ist die PricewaterhouseCoopers AG. Die an die PricewaterhouseCoopers AG gezahlten Honorare sind nachfolgend nach vier Honorararten, gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB, aufgeführt.

PricewaterhouseCoopers
Betrag (vor USt) % %
--- --- --- --- ---
(In Tsd. Euro) 2014 2013 2014 2013
--- --- --- --- ---
Prüfungsleistungen
Abschlussprüfungen 2.464 2.421 73 78
Mutterunternehmen 526 330 16 11
Tochtergesellschaften 1.938 2.091 58 67
Andere Prüfungsleistungen 654 470 19 15
Mutterunternehmen 380 303 11 10
Tochtergesellschaften 274 167 8 5
Zwischensumme 3.118 2.891 93 93
Andere Beratungsleistungen - -
Steuerberatungsleistungen, Rechtsberatungsleistungen und Personalberatungsleistungen 12 114 0 4
Sonstige(a) 224 94 7 3
Zwischensumme 236 208 7 7
Gesamt 3.354 3.099 100 100

(a) Honorare für Solvency II und EEV bezogene Prüfungs- und Beratungsleistungen werden ihrer Art nach den "Anderen Beratungsleistungen" zugeordnet.

Anhang 29: Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Bezüglich der einzelnen rechtlichen Risiken und Garantierisiken verweisen wir auf den Risikobericht (Teil des Lageberichts) ab Seite 27.

Anhang 30: Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Lagebericht Seite 48.

28. April 2015

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Buberl

Bouas-Laurent

Dr. van Aubel

Hasselbächer

Dr. Dahmen

Warkentin

Dr. Schumacher

Dr. Stange

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 30. April 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Lagebericht Jahresabschluss 2014

AXA Konzern AG

Der Lagebericht der AXA Konzern AG ist mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst. Daher werden im Folgenden nur die über den Konzernlagebericht hinausgehenden Angaben gemacht, die sich auf den Geschäftsverlauf der AXA Konzern AG nach deutschem Handelsrecht (HGB) beziehen. Bezüglich der Angaben über den Konzernlagebericht verweisen wir auf Seite 8ff.

Innerhalb der AXA Deutschland nimmt die AXA Konzern AG die Leitungs- und Steuerungsfunktion für die verbundenen Unternehmen oder Tochterunternehmen wahr.

Sie hält direkte und indirekte Mehrheitsbeteiligungen insbesondere an folgenden Gesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG
AXA Art Versicherung
AXA easy Versicherung AG
AXA Bank AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Geschäftsentwicklung, Geschäftsergebnis und Ertragslage

Der Jahresüberschuss unserer Gesellschaft liegt mit 346,7 Mio. Euro um rund 76,3 Mio. Euro unter dem entsprechenden Vorjahresergebnis. Dies ist hauptsächlich auf deutlich gestiegene Zinsaufwendungen aus der Zinsänderung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen. Zu den wesentlichen Einflussgrößen im Einzelnen:

Unsere Umsatzerlöse in Höhe von 1.179,1 Mio. Euro haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 71,9 Mio. Euro verringert und stammen insbesondere aus der Erbringung von Dienstleistungen an unsere Versicherungstochtergesellschaften.

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2014 654,1 Mio. Euro. Der Rückgang der Personalkosten um 62,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf eine geringere Zuführung zum Sozialplan (-26,9 Mio. Euro) als auch auf einen Einmaleffekt aufgrund der Annahmen zum Rententrend bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Die Erträge aus Beteiligungen erhöhten sich um rund 11% auf 37,6 Mio. Euro und stammten im Wesentlichen aus der Kölnische Verwaltungs- AG (27,6 Mio. Euro) und der Deutsche Ärzte Finanz AG (3,7 Mio. Euro).

Um rund 12,5 Mio. Euro gingen die Erträge aus Gewinnabführungen leicht zurück, die sich im Berichtsjahr insgesamt auf 432,0 Mio. Euro beliefen:

Der Jahresüberschuss der größten Konzerngesellschaft AXA Versicherung AG in Höhe von 241,8 Mio. Euro wurde im Wege des bestehenden Gewinnabführungsvertrages an unsere Gesellschaft ausgeschüttet. Der Rückgang von 31,6 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Zuführungen zur Schwankungsrückstellung.

Der Jahresüberschuss der AXA Lebensversicherung AG sank um rund 14 Mio. Euro auf 90,0 Mio. Euro während der Jahresüberschuss der Deutsche Ärzteversicherung AG um 0,3 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro stieg.

Die AXA Krankenversicherung AG erzielte einen deutlich höheren Jahresüberschuss von 54,0 M€ (2013: 32,7 Mio. Euro), resultierend aus der positiven Entwicklung aller Ergebnistreiber.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere der AXA Konzern AG in Höhe von 7,9 Mio. Euro (2013: 33,2 Mio. Euro) entfielen im Wesentlichen auf Rentenfonds. Der Abschreibungsbedarf ging deutlich zurück, da in 2013 hohe Abschreibungen auf einen Immobilienfonds und eine Beteiligungsgesellschaft vorgenommen wurden.

Die deutliche Erhöhung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen auf 150,9 Mio. Euro (2013: 95,2 Mio. Euro) ist unter anderem auf eine Absenkung des Rechnungszinses für Pensionsverpflichtungen gemäß den Regelungen des Bilanzrichtlinienmodernisierungsgesetzes zurückzuführen, die zu einem Anstieg der Pensionsverpflichtungen gegenüber dem Vorjahr und damit entsprechend zu einem höheren Zinsaufwand von 40 Mio. Euro führte. Diese Position wird insgesamt maßgeblich vom Zinsänderungseffekt auf Pensionsrückstellungen in Höhe von 67,3 Mio. Euro und vom Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von 60,7 Mio. Euro bestimmt.

Der Aufwand aus Verlustübernahme sank im Berichtsjahr auf 0,1 Mio. Euro (2013: 9,4 Mio. Euro) und resultiert ausschließlich aus der AXA easy Versicherung AG.

Unter den außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 41,6 Mio. Euro (2013: 16,4 Mio. Euro) sowie unter den außerordentlichen Erträgen in Höhe von 39,9 Mio. Euro (2013: 12,0 Mio. Euro) werden wie in den Vorjahren die Beträge ausgewiesen, die auf den Umstellungseffekt bei der Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aus dem Jahr 2010 entfallen und in den Folgejahren nachgeholt werden dürfen (Fünfzehntelregelung). Im Geschäftsjahr 2014 wurde mehr als die geforderte Mindestzuführung von 1/15 gebucht. Die außerordentlichen Erträge stammen aus der Weiterverrechnung der Aufwendungen an unsere verbundenen Unternehmen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag führten im Berichtsjahr zu einem Steuerertrag in Höhe von 38,2 Mio. Euro und erhöhte sich um 12,3 Mio. Euro, was insbesondere durch das gesunkene Vorsteuerergebnis begründet ist.

Finanz- und Vermögenslage

Mit 3.513,8 Mio. Euro (Vorjahr: 3.646,3 Mio. Euro) betrug das Eigenkapital 59,9% (Vorjahr: 64,5%) der Bilanzsumme. Der Rückgang der Eigenkapitalquote ist im Wesentlichen auf die deutlich gestiegene Bilanzsumme bei leicht gesunkenem Eigenkapital bedingt durch einen geringeren Bilanzgewinn zurückzuführen. Die Aktivseite der Bilanz wird durch das Anlagevermögen in Höhe von 4.136,7 Mio. Euro (Vorjahr: 3.798,2 Mio. Euro) beherrscht, hiervon entfallen 3.738,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3.656,4 Mio. Euro) auf Anteile bzw. Ausleihungen an verbundene Unternehmen sowie Beteiligungen. Darüber hinaus werden im Anlagevermögen Kapitalanlagen wie z.B. Schuldscheindarlehen und Rentenfonds dauerhaft gehalten.

Das Umlaufvermögen beinhaltet vor allem Forderungen gegen verbundene Unternehmen, insbesondere Forderungen aus der phasengleichen Vereinnahmung von Beteiligungserträgen und sonstige Vermögensgegenstände, hauptsächlich Steuerforderungen. Während sich die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag auf 198,2 Mio. Euro (Vorjahr: 29,3 Mio. Euro) stark erhöhten, sank die korrespondierende Position, Forderung gegen verbundene Unternehmen, deutlich von 763,6 Mio. Euro auf 445,9 Mio. Euro. Die offenen Forderungen aus erbrachten Dienstleistungen und Konzernumlagen zum Jahresende 2013 wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 weitgehend ausgeglichen.

Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 907,4 Mio. Euro (2013: 758,6 Mio. Euro) betreffen mit 760,8 Mio. Euro aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen aus Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich gehört weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Die drei großen Ratingagenturen haben ihr im vergangenen Jahr erneut eine starke oder sogar sehr starke Finanzkraft bescheinigt. Diese Einstufung gilt gleichzeitig für die großen deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG.

Moody's Investors Service hat am 9. Mai 2014 erneut sein Aa3 für die Konzerngesellschaften AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG und DBV Deutsche Beamtenversicherung AG bestätigt.

Auch Fitch Ratings hat am 4. November 2014 sein AA- Insurer Financial Strength Rating für die zuvor genannten Konzerngesellschaften sowie für die Deutsche Ärzteversicherung AG erneuert.

Beide Ratingagenturen beurteilen den Ausblick mit "stabil". Standard & Poor's hat in seiner A+ Financial Strength Rating-Entscheidung vom 15. Oktober 2014 für die AXA Versicherung, AXA Lebensversicherung, AXA Krankenversicherung und DBV Deutsche Beamtenversicherung sogar den Ausblick von "stabil" auf "positiv" angehoben.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 1.1.2015 wurde das Vertriebsgeschäft der AXA Kranken GmbH auf die AXA Kranken übertragen. Die AXA Kranken tritt diesbezüglich in alle Rechte und Pflichten der AK GmbH ein. Der verbleibende Mantel der AK GmbH wird im zweiten Quartal an die AXA Konzern AG zur Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge verkauft werden.

Ausblick und Chancen

Die Entwicklung unseres Unternehmens wird insbesondere durch die Perspektiven der einzelnen direkt gehaltenen Versicherungstochtergesellschaften bestimmt. Für diese Unternehmen gelten eine starke Abhängigkeit von der konjunkturellen Entwicklung, der Entwicklung der Finanzmärkte mit den Auswirkungen der niedrigen Zinsen und den wesentlichen Entwicklungen des deutschen Versicherungsmarktes.

Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir im Gesamtergebnis für die AXA Konzern AG erneut eine positive Geschäftsentwicklung. Trotz des schwierigen Marktumfeldes, dem unsere operativen Tochtergesellschaften ausgesetzt sind, sind wir zuversichtlich, unsere Marktanteile insgesamt auszubauen und die Profitabilität weiter zu erhöhen. Eine Grundbedingung für den Erfolg unserer Strategie ist das Effizienzsteigerungsprogramm focus2perform. Dieses Programm hatten wir im Jahr 2011 eingeleitet, um angesichts des sich grundlegend wandelnden Umfelds für Versicherungen seine strategischen Ziele effektiver und fokussierter zu erreichen. Wir wollen durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung und optimierte Strukturen den Kundenservice weiter verbessern, Produktivitätssteigerungen erzielen und die Kosten im Konzern von 2011 bis 2015 um 328 Mio. Euro senken. Die erfolgreiche Umsetzung des Programms ist die erste Voraussetzung für das Gelingen der Strategie und insofern ist 2015 auch ein wichtiges Jahr.

Wir erwarten für 2015, ausgehend von einer valide eingeschätzten Entwicklung an den Kapitalmärkten mit anhaltend niedrigen Renditen, dennoch einen positiven Ergebnisbeitrag der AXA Konzern AG, der eine angemessene Ausschüttung an unseren Großaktionär ermöglicht und gleichzeitig die Solvabilitätsanforderungen der Versicherungstochtergesellschaften erfüllt. Als Folge von - im günstigsten Fall - stabilen Beteiligungserträgen wird der Jahresüberschuss allerdings nochmal unter dem hohen Niveau der beiden Vorjahre liegen. Sollten bei Tochtergesellschaften der AXA Konzern AG - zum Beispiel aufgrund schwieriger Kapitalmarktentwicklungen - Jahresfehlbeträge anfallen, wären diese im Rahmen der Beherrschungsverträge durch unsere Gesellschaft auszugleichen.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt 346.668.584,03 Euro. Nach Einstellung von 10.000.000,00 Euro in die anderen Gewinnrücklagen ergibt sich einschließlich eines Gewinnvortrags von 239.405,77 Euro ein Bilanzgewinn von 336.907.989,80 Euro. Der Hauptversammlung schlagen wir vor, diesen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden:

in Euro
Zahlung einer Dividende von 10,83 Euro je Vorzugsaktie, insgesamt 5.000.000 54.150.000,00
Zahlung einer Dividende von 10,77 Euro je Stammaktie, insgesamt 26 230 760 282.505.285,20
Gewinnvortrag 252.704,60
Bilanzgewinn 336.907.989,80

Köln, den 28. April 2015

Der Vorstand

Jahresabschluß Bilanz zum 31. Dezember 2014

Aktiva

in TSD. EURO 2014 2013
A. Anlagevermögen:
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.671 18.635
2. geleistete Anzahlungen 5.976 6.059
25.647 24.694
II. Sachanlagen:
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.637 38.942
2. geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau 228 150
46.865 39.092
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.460.491 3.468.611
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.000 150.000
3. Beteiligungen 37.832 37.832
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 7.000 7.000
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 229.479 30.951
6. Sonstige Ausleihungen 89.425 39.939
4.064.227 3.734.333
4.136.739 3.798.119
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe 114 114
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 445.929 763.576
2. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 20 55
3. Sonstige Vermögensgegenstände 123.199 218.773
569.148 982.404
III. Wertpapiere
1. sonstige Wertpapiere 56.514 83.194
IV. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 198.180 29.339
823.956 1.095.051
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.833 0
D. Aktive latente Steuer 907.393 758.618
5.869.921 5.651.788
Passiva
in TSD. EURO 2014 2013
A. Eigenkapital:
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.278.197 1.278.197
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 25 25
2. Andere Gewinnrücklagen 1.818.871 1.808.927
1.818.896 1.808.952
IV. Bilanzgewinn 336.908 479.307
3.513.841 3.646.296
B. Rückstellungen:
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.228.804 1.125.436
2. Steuerrückstellungen 421.193 286.754
3. Sonstige Rückstellungen 445.813 387.394
2.095.810 1.799.584
C. Verbindlichkeiten:
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen davon von mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0 Tsd. Euro (2013: 7.164 Tsd. Euro) 0 7.164
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 78.977 86.201
3. Sonstige Verbindlichkeiten 88.549 61.512
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 86.740 Tsd. Euro (2013: 59.484 Tsd. Euro)
davon aus Steuern: 9.296 Tsd. Euro (2013: 9.129 Tsd. Euro)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: 4.694 Tsd. Euro (2013: 5.235 Tsd. Euro)
167.526 154.877
D. Rechnungsabgrenzungsposten 270 270
E. Passive latente Steuern 92.474 50.761
5.869.921 5.651.788

Köln, den 28. April 2015

Der Vorstand

Gewinn- und Verlustrechnung zum 31. Dezember 2014

Posten in TSD. EURO 2014 2013
1. Umsatzerlöse 1.179.147 1.251.081
2. andere aktivierte Eigenleistungen 2.332 1.503
3. sonstige betriebliche Erträge 49.372 103.714
4. Personalaufwand
a. Löhne und Gehälter 560.817 590.343
b. soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung u. Unterstützung 93.284 125.933
zuzüglich Konzernumlage davon für Altersversorgung 52.026 Tsd. Euro (2013: 51.009 Tsd. Euro) 654.101 716.276
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 18.745 16.650
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 584.302 580.116
7. Erträge aus Beteiligungen, davon aus verbundenen Unternehmen 32.010 Tsd. Euro (2013: 30.892 Tsd. Euro) 37.550 33.880
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 432.011 444.488
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens, davon aus verbundene Unternehmen 5.358 Tsd. Euro (2013: 3.939 Tsd. Euro) 15.559 11.377
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbundene Unternehmen 161 Tsd. Euro (2013: 30 Tsd. Euro) 11.333 6.287
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 7.856 33.234
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon an verbundene Unternehmen 1.763 Tsd. Euro (2013: 1.894 Tsd. Euro) 150.947 95.165
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme, davon aus verbundenen Unternehmen 103 Tsd. Euro (2013: 9.351 Tsd. Euro) 103 9.351
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 311.250 402.323
15. Außerordentliche Erträge 39.874 11.977
16. Außerordentlicher Aufwand 41.556 16.432
17. Außerordentliches Ergebnis -1.681 -4.455
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zuzüglich Konzernumlage -38.218 -25.872
19. Sonstige Steuern 1.118 0
20. Jahresüberschuss 346.669 422.955
21. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 239 152
22. Entnahme andere Gewinnrücklagen 0 56.200
23. Einstellung andere Gewinnrücklagen 10.000 0
24. Bilanzgewinn 336.908 479.307

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Bilanz ist unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gliederung der Gewinn - und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Aktiva

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Software, welche mit den um planmäßige Abschreibungen verminderten Anschaffungskosten entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bilanziert sind. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betreffen Anschaffungskosten zu entgeltlich erworbener Software, die sich noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand befindet.

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um die Abschreibungen für die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Soweit die Nutzung der Geschäftsausstattung die ursprünglich geplante Nutzungsdauer unterschreitet oder der Restbuchwert die Abgangserlöse übersteigt, fallen außerplanmäßige Abschreibungen an. Geleistete Anzahlungen und Anlage im Bau wurden ebenfalls mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben.

Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden mit den Anschaffungskosten bzw. den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die sonstigen Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Die Vorräte wurden mit dem Anschaffungswert aktiviert.

Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert aktiviert.

Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet waren, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigen Marktwerten bilanziert. Ein niedriger Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand wurde mit dem Nennbetrag in Ansatz gebracht.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch gemacht. Die aktiven latenten Steuern werden nach § 274 Abs. 1 Satz 3 HGB unsaldiert mit den passiven latenten Steuern ausgewiesen.

Aufgrund der bestehenden ertragssteuerlichen Organschaftsverhältnisse wurden die latenten Steuern der Organgesellschaften auf Ebene der AXA Konzern AG als Organträger ausgewiesen. Im Geschäftsjahr bestanden ertragsteuerliche Organschaften mit folgenden Tochtergesellschaften:

AXA Versicherung AG
AXA Lebensversicherung AG
AXA Bank AG
AXA Finanz Service GmbH
Pluto Beteiligungswerte AG
AXA ART Versicherung AG
AXA Logistic Services GmbH
AXA Customer Care GmbH
AXA easy Versicherung AG
AXA Krankenversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Passiva

Die Berechnung der Pensionsrückstellung für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen, sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits - und Invaliditätsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Der sich aufgrund der geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen wurden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte ebenfalls nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invaliditätswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienen die Richttafeln 2005 G von Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeitern einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

In Bezug auf die Steuerrückstellungen wurde das Beibehaltungswahlrecht für Posten aus der Zeit vor der Umstellung in Rahmen von BilMoG zum 01.01.2010 gemäß Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB ausgeübt.

Die Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. Unter den Verbindlichkeiten wird eine Verpflichtung gegenüber dem Pensionssicherungsverein über eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren in Höhe von 0,6 Mio. Euro ausgewiesen. Der Einmalbetrag ist gemäß § 30 i Abs. 2 BetrAVG in 15 gleichen Jahresraten fällig.

Die Rechnungsabgrenzungsposten wurden zum Nennwert angesetzt.

Fremdwährungspositionen wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet.

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2014

in TSD. EURO Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2014 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 79.660 2.907 0 6.059 88.626
geleistete Anzahlungen 6.059 5.976 0 -6.059 5.976
85.719 8.883 0 0 94.602
II. Sachanlagen:
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 111.285 18.509 0 0 129.794
geleistete Anzahlungen 150 78 0 0 228
111.435 18.587 0 0 130.022
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.517.705 30.710 46.836 0 3.501.579
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 151.500 92.750 0 0 244.250
3. Beteiligungen 40.188 0 0 0 40.188
4. Ausleihungen Beteiligungen 7.000 0 0 0 7.000
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 81.814 225.829 25.392 0 282.251
6. sonstige Ausleihungen 42.658 49.886 419 0 92.125
3.840.865 399.175 72.647 0 4.167.393
Anlagevermögen 3.840.865 399.175 72.647 0 4.167.393
in TSD. EURO Abschreibungen Abschreibungen
01.01.2014 Zugänge Abgänge Zuschreibungen 31.12.2014
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 61.025 7.930 0 0 68.955
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
61.025 7.930 0 0 68.955
II. Sachanlagen:
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 72.343 10.815 0 0 83.157
geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
72.343 10.815 0 0 83.157
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 49.095 0 8.006 0 41.089
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.500 2.750 0 0 4.250
3. Beteiligungen 2.357 0 0 0 2.357
4. Ausleihungen Beteiligungen 0 0 0 0 0
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 50.863 1.909 0 0 52.772
6. sonstige Ausleihungen 2.718 19 0 2.699
106.533 4.659 8.025 0 103.167
Anlagevermögen 106.533 4.659 8.025 0 103.167
in TSD. EURO Buchwert
31.12.2014 31.12.2013
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände:
1. Software 19.671 18.635
geleistete Anzahlungen 5.976 6.059
25.647 24.694
II. Sachanlagen:
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 46.637 38.942
geleistete Anzahlungen 228 150
46.865 39.092
III. Finanzanlagen:
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 3.460.490 3.468.611
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 240.000 150.000
3. Beteiligungen 37.831 37.831
4. Ausleihungen Beteiligungen 7.000 7.000
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 229.479 30.952
6. sonstige Ausleihungen 89.426 39.940
4.064.226 3.734.334
Anlagevermögen 4.064.226 3.734.334

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Unter der Position entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten wurde entgeltlich erworbene Software ausgewiesen. Die Abschreibungen auf die Softwareprodukte wurden gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften zeitanteilig vorgenommen.

Bei den geleisteten Anzahlungen in Höhe von 6,0 Mio. Euro handelt es sich um Anschaffungskosten für fremdbezogene Software sowie Anschaffungsnebenkosten einschließlich aktivierter Eigenleistungen.

Die Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgte zeitanteilig. Bei den Zugängen zur Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 18,6 Mio. Euro handelt es sich im Wesentlichen um Einbauten in fremde Grundstücke in Höhe von 13,8 Mio. Euro, Büroausstattungen 1,3 Mio. Euro, Werbeanlagen in Höhe von 2,0 Mio. Euro sowie geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 1,4 Mio. Euro.

Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen gab es im Berichtsjahr Zugänge in Höhe von insgesamt 30,7 Mio. Euro (2013: 24,6 Mio. Euro), die im Wesentlichen mit 19,7 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG (aus der Anwachsung der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH), mit 5,0 Mio. Euro auf die AXA Krankenversicherung AG und mit 4,0 Mio. Euro auf die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG jeweils aus Einzahlungen in die Kapitalrücklage entfielen. Die Abgänge beliefen sich auf 38,8 Mio. Euro (2013: 73,1 Mio. Euro) und resultieren mit 10 Mio. Euro aus der Deutschen Beamtenversicherung AG und mit 8,5 Mio. Euro aus der AXA Bank AG jeweils aus Entnahmen aus der Kapitalrücklage. Hinzu kommt ein Abgang in Höhe von 18,5 Mio. Euro der aus der Anwachsung der AXA Beteiligungsgesellschaft mbH resultiert.

Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen betrugen 240,0 Mio. Euro und betreffen ein Darlehen an unserer Muttergesellschaft AXA Paris in Höhe von 130,0 Mio. Euro, ein Darlehen an der AXA Krankenversicherung AG in Höhe von 20,0 Mio. Euro sowie einen Contingent Convertible Bond in Höhe von 90,0 Mio. Euro von der AXA Bank Europe N.V..

Im Geschäftsjahr wies die Gesellschaft Beteiligungen in Höhe von 37,8 Mio. Euro (2013: 37,8 Mio. Euro) aus.

Eine vollständige Aufstellung über den Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB erfolgt im Konzernabschluss.

Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen im Berichtsjahr 7,0 Mio. Euro (2013: 7,0 Mio. Euro). Dabei handelt es sich um ein Darlehen an die AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-Kommanditgesellschaft "Merkens XXIII".

Der Bestand der Wertpapiere des Anlagevermögens in Höhe von 229,5 Mio. Euro (2013: 30,9 Mio. Euro) enthält hauptsächlich festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 75,0 Mio. Euro, Rentenfonds in Höhe von 148,9 Mio. Euro und einen Immobilienfonds in Höhe von 5,6 Mio. Euro. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abschreibung auf einen Rentenfonds in Höhe von 1,9 Mio. Euro.

Die sonstigen Ausleihungen in Höhe von 89,4 Mio. Euro (2013: 39,9 Mio. Euro) betreffen Namensschuldverschreibungen in Höhe von 64,9 Mio. Euro, Schuldscheindarlehen in Höhe von 4,5 Mio. Euro sowie Namensgenüsse in Höhe von 20,0 Mio. Euro.

Unter der Position Vorräte wurden ausschließlich die Bestände an Verbrauchsgütern für die betriebliche Leistungserstellung ausgewiesen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beliefen sich auf 445,9 Mio. Euro (2013: 763,6 Mio. Euro). Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen setzten sich sowohl aus Ergebnisabführungen, in geringen Umfang aus steuerlichen Organschaftsumlagen als auch aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu Verwaltungstätigkeiten zusammen. Sämtliche Forderungen wiesen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr aus. Von den 445,9 Mio. Euro entfielen 225,2 Mio. Euro auf AXA Versicherung AG, 92,9 Mio. Euro auf AXA Krankenversicherung AG, 38,5 Mio. Euro auf AXA Lebensversicherung AG und 12,1 Mio. Euro auf die deutsche Ärzteversicherung AG.

Entgegengesetzt erhöhte sich der Saldo des Kassenbestands, der Bundesbankguthaben, der Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks stark auf 198,2 Mio. Euro (Vorjahr: 29,3 Mio. Euro). Davon entfielen 178,1 Mio. Euro auf Tagegelder und 20,1 Mio. Euro auf laufende Bankguthaben.

Die Position sonstige Vermögensgegenstände ging um 95,6 Mio. Euro auf 123,2 Mio. Euro (2013: 218,8 Mio. Euro) zurück. Die hierin enthaltenen Steuerforderungen betragen insgesamt 106,2 Mio. Euro (2013: 183,9 Mio. Euro). Davon wurden 65,5 Mio. Euro aufgrund der steuerlichen Organschaft auf unsere Gesellschaft übertragen. Steuerforderungen in Höhe von 32,2 Mio. Euro haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die restlichen sonstigen Vermögensgegenstände wiesen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus. Darunter auch die Forderung in Höhe von 7,8 Mio. Euro gegenüber dem Insolvenzverwalter der Lehman Brothers Bankhaus Aktiengesellschaft i.I.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 56,5 Mio. Euro betreffen im Wesentlichen mit 56,3 einen Rentenfonds.

Von den aktiven latenten Steuern in Höhe von 907,4 Mio. Euro entfallen 760,8 Mio. Euro auf aktive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese resultieren im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich der Pensionsrückstellungen, der Kapitalanlagen und der versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Passiva

Das gezeichnete Kapital betrug zum Jahresende 2014 unverändert 79,8 Mio. Euro, eingeteilt in 26.230.760 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien und 5.000.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Vorzugsaktien ohne Stimmrecht. Die AXA Paris, ist direkt mit 34,64% und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit insgesamt 65,36% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Vinci B.V. ist direkt mit 39,73%, die Kölnische Verwaltungs- Aktiengesellschaft für Versicherungswerte direkt mit 25,63% am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt.

Die Kapitalrücklage blieb im Berichtsjahr unverändert.

Nach Einstellung von 10,0 Mio. Euro werden unter den anderen Gewinnrücklagen 1.818,9 Mio. Euro ausgewiesen (2013: 1.808,9 Mio. Euro).

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, den DBV-Winterthur Vorsorge e.V. übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe - bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 54,8 Mio. Euro (Vorjahr: 50,3 Mio. Euro) - gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert den historischen Anschaffungskosten. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

2014 2013
Barwert der Pensionsverpflichtung 1.333,5 Mio. Euro 1.226,9 Mio. Euro
Zeitwert des Deckungsvermögens 104,7 Mio. Euro 101,5 Mio. Euro
Bilanzierte Nettoverpflichtung 1.228,8 Mio. Euro 1.125,4 Mio. Euro

Der Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 128,1 Mio. Euro (Vorjahr: 88,1 Mio. Euro), der sich auf 130,0 Mio. Euro (Vorjahr: 90,3 Mio. Euro) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,2 Mio. Euro) Zinserträge

auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht im Geschäftsjahr ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 87,9 Mio. Euro (Vorjahr: 129,4 Mio.

Euro).

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2014 2013
Rechnungszins 4,53% 4,9%
Rentenanpassung 1,75% 2,0%
Gehaltsdynamik 2,5% 2,5%

Die Rückstellung für Vorruhestandverpflichtung unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden

Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 19,0 Mio. Euro (2013: 16,9 Mio. Euro). Von diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 18,1 Mio. Euro (2013: 16,3 Mio. Euro) abgezogen. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 16,2 Mio. Euro (2013: 15,8 Mio. Euro).

Die Steuerrückstellungen erhöhen sich im Geschäftsjahr 2014 um 134,4 Mio. Euro auf 421,2 Mio. Euro. Von den Konzerngesellschaften wurden aufgrund der steuerlichen Organschaft Steuerrückstellungen in Höhe von 240,7 Mio. Euro auf die Gesellschaft übertragen.

Hinsichtlich der Abzinsung der Steuerrückstellungen hat die Gesellschaft im Jahr 2010 vom Wahlrecht nach Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB Gebrauch gemacht und keine Abzinsung vorgenommen. Die daraus resultierende Überdeckung in dieser Position beträgt gem. Art 67 Abs.1 S. 4 EGHGB zum Stichtag 2,1 Mio. Euro (2013: 2,5 Mio. Euro).

Die Position sonstige Rückstellungen in Höhe von 445,8 Mio. Euro (2013: 387,4 Mio. Euro) beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen (32,7 Mio. Euro), Rückstellungen aus anderen vertraglichen Verpflichtungen (79,1 Mio. Euro), Rückstellungen im Zusammenhang mit Spruchverfahren (35,0 Mio. Euro), Rückstellungen für die Verzinsung von Steuernachforderungen (94,4 Mio. Euro), Rückstellungen für Tantieme/Ertragsbeteiligungen (42,4 Mio. Euro). Rückstellungen für Sozialplanverpflichtungen (21,1 Mio. Euro), Rückstellungen für Jubiläumsgeldverpflichtungen (20,9 Mio. Euro), Rückstellungen für übernommene Haftungsrisiken im Immobilienbereich (15,0 Mio. Euro) sowie eine Drohverlustrückstellung zur Absicherung des Inflationsrisikos zu den Pensionsrückstellungen (Inflationswaps) in Höhe von 50,3 Mio. Euro.

Es sind keine Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2013: 7,2 Mio. Euro) vorhanden..

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 79,0 Mio. Euro (2013: 86,2 Mio. Euro) betreffen im Wesentlichen Darlehensverbindlichkeiten aus dem Schuldbeitritt zu den Pensionsrückstellungen (40,8 Mio. Euro) sowie eine noch Einzahlungsverpflichtung gegenüber der AXA Lebensversicherung AG (25,4 Mio. Euro) resultierend aus der im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Verschmelzung der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG auf die AXA Lebensversicherung AG. Weiterhin sind noch auszugleichende Beträge aus dem laufenden Verrechnungsverkehr zu berücksichtigen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 88,5 Mio. Euro (2013: 61,5 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der Aufhebung von Arbeitsverträgen (52,7 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber einer Bank aus einer Doppelzahlung der Bank an die AXA Konzern AG (11,9 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber der Finanzbehörde (9,3 Mio. Euro), Verbindlichkeiten aus abzuführenden Beiträgen zum AXA Pensions-Aufbauplan (4,7 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten für die Insolvenzversicherung nach dem Betriebsrentengesetz (2,2 Mio. Euro). Davon haben 0,6 Mio. Euro eine Laufzeit von über 5 Jahren. Alle übrigen sonstigen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr aus.

Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, waren nicht vorhanden.

Unter passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen aus früheren Geschäftsjahren ausgewiesen, soweit diese Erträge nach dem Abschlußstichtag darstellen.

Die Gesellschaft weist passive latente Steuern in Höhe von 92,5 Mio. Euro aus. Die passiven latenten Steuern betreffen mit 91,0 Mio. Euro passive latente Steuern der Organgesellschaften. Diese beruhen im Wesentlichen auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz in Bezug auf die Rücklage nach § 6b Einkommensteuergesetz und in Bezug auf Kapitalanlagen. Die Bewertung der passiven latenten Steuern erfolgte mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Von den Umsatzerlösen in Höhe von 1.179,1 Mio. Euro (2013: 1.251,1 Mio. Euro) wurden 1.169,8 Mio. Euro aus Dienstleistungserträgen im Wesentlichen mit folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: mit der AXA Versicherung AG 494,6 Mio. Euro (2013: 533,5 Mio. Euro), mit der AXA Krankenversicherung AG 243,8 Mio. Euro (2013: 268,0 Mio. Euro), mit der AXA Lebensversicherung AG 233,7 Mio. Euro (2013: 272,3 Mio. Euro), mit der DBV Deutsche Beamten Versicherung AG 48,6 Mio. Euro (2013: 53,4 Mio. Euro) sowie mit der Deutsche Ärzteversicherung AG 19,1 Mio. Euro (2013: 20,7 Mio. Euro). Darüber hinaus haben wir aufgrund des Vertriebsabkommens mit der AXA Life Europe Ltd. Provisionen in Höhe von 8,6 Mio. Euro (2013: 6,4 Mio. Euro) erhalten. Weitere Provisionen in Höhe von 0,8 Mio. Euro wurden im Rahmen der Übernahme der Geschäftstätigkeit der AVS mit anderen Abrechnungspartnern vereinnahmt.

Bei der Position andere aktivierte Eigenleistungen handelt es sich um die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Implementierung erworbener Software in Höhe von 2,3 Mio. Euro (2013: 1,5 Mio. Euro).

Die Position sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 49,4 Mio. Euro (2013: 103,7 Mio. Euro) enthält im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 27,4 Mio. Euro (2013: 29,4 Mio. Euro) sowie sonstige Erträge in Höhe von 21,5 Mio. Euro (2013: 28,4 Mio. Euro).

Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2014 654,1 Mio. Euro. Der Rückgang der Personalkosten um 62,2 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf eine geringere Zuführung zum Sozialplan ( -26,9 Mio. Euro) als auch auf einen Einmaleffekt aufgrund der Annahmen zum Rententrend bei der Berechnung der Pensionsrückstellungen zurückzuführen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich auf 18,7 Mio. Euro (2013: 16,6 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 584,3 Mio. Euro (2013: 580,1 Mio. Euro) betreffen:

(in Mio. Euro) 2014 2013
Bezogene Dienstleistungen von anderen Konzerngesellschaften 219,4 216,4
Raumaufwand 74,9 105,3
Beratungs- und andere Fremdleistungen 22,3 27,6
Externe EDV-Aufwendungen 85,9 66,1
Provisionsaufwand für den Vertrieb von ALE- Produkten 9,3 6,4
Werbeaufwand 35,6 33,6
Reisekosten 28,6 32,3
Kostenumlage Zentralfunktionen des Konzerns 16,3 13,9
Tagungs- und Repräsentationsaufwand 8,9 4,7
Schulungsaufwand u. mitarbeiterbezogene Sachaufwendungen 6,6 2,0
Büroaufwand 5,5 6,3
Allgemeiner Vertriebsaufwand, Wettbewerbe 3,4 1,4
Aufwendungen für Kapitalanlagen 48,9 15,9
Immobilienaufwand 0,4 0,1
Aufwand Unternehmen als Ganzes 3,6 3,9
Gerichtskosten, Auskunftsgebühren 1,8 2,6
Sonstiger Aufwand 12,9 41,2
584,3 580,1

Die Erträge aus Beteiligungen betrugen im Geschäftsjahr 37,6 Mio. Euro (2013: 33,9 Mio. Euro). Vereinnahmt wurden sie im Wesentlichen von der Kölnische Verwaltungs- AG in Höhe von 27,6 Mio. Euro (2013: 21,8 Mio. Euro), der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs- AG, Köln, in Höhe von 3,7 Mio. Euro (2013: 4,6 Mio. Euro) und der Roland Versicherung AG in Höhe von 2,0 Mio. Euro (2013: 2,8 Mio. Euro). Darüber hinaus stammt einen Ertrag in Höhe von 3,4 Mio. Euro von AXA Art Versicherung AG, der aus der Auflösung der Gewinnrücklagen im Vorjahr resultiert, welche erst in 2014 beschlossen wurde und an die AXA Konzern AG ausgeschüttet wurde.

Im Geschäftsjahr erhielt die Gesellschaft Erträge aus Gewinnabführungsverträgen in Höhe von 432,0 Mio. Euro (2013: 444,5 Mio. Euro). Diese entfielen mit 241,8 Mio. Euro (2013: 273,4 Mio. Euro) auf die AXA Versicherung AG, Köln sowie 90,0 Mio. Euro auf die AXA Lebensversicherung AG, Köln, (2013: 103,6 Mio. Euro). Von der AXA Krankenversicherung AG erhielt die Gesellschaft 54,0 Mio. Euro (2013: 32,7 Mio. Euro), von der Deutsche Ärzte Lebensversicherung AG, Köln 18,8 Mio. Euro (2013: 18,5 Mio. Euro), von der AXA ART AG, Köln 12,7 Mio. Euro (2013: 11,7 Mio. Euro) und von der AXA Bank AG 4,6 Mio. Euro (2013: 4,7 Mio. Euro).

Die Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betrugen im Geschäftsjahr 15,5 Mio. Euro (2013: 11,4 Mio. Euro). Die Zinserträge wurden hauptsächlich von folgenden verbundenen Unternehmen erzielt: 4,8 Mio. Euro von der AXA S.A., Paris (2013: 3,2 Mio. Euro) und 0,3 Mio. Euro von der AXA Krankenversicherung AG (2013: 0,3 Mio. Euro). Ferner erhielt die Gesellschaft Erträge aus Rentenfonds in Höhe von 4,5 Mio. Euro sowie festverzinslichen Wertpapieren in Höhe von 4,6 Mio. Euro.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 7,9 Mio. Euro (Vorjahr: 33,2 Mio. Euro) entfielen im Wesentlichen auf Rentenfonds und Darlehen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 150,9 Mio. Euro (2013: 95,2 Mio. Euro) betrafen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen zur Pensionsrückstellung (128,1 Mio. Euro). Darin enthalten sind 67,4 Mio. EUR aus dem Zinsänderungseffekt bei den Pensionsverpflichtungen. Ferner enthält die Position eine Zinszuführung zur Rückstellung möglicher Steuernachforderungen (23,1 Mio. Euro). Die übrigen Zinsen betreffen Schuldscheindarlehen und sonstige Schuldzinsen.

Der Aufwand aus Verlustübernahme in Höhe von Euro 0,1 Mio. (2013: 9,4 Mio. Euro) resultierte ausschließlich aus der Verlustübernahme gegenüber der AXA Easy Versicherung AG.

Als außerordentlichen Ertrag in Höhe von 39,9 Mio. Euro wurden wie im Vorjahr die Weiterverrechnung von Aufwendungen aus der BilMoG-Umstellung an verbundene Unternehmen ausgewiesen.

Gemäß Artikel 67 Abs. 1 EGHGB entstanden 2014 außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 41,6 Mio. Euro (2013: 16,4 Mio. Euro), die auf den Umstellungseffekt bei der Bewertung unserer Pensionsverpflichtungen im Rahmen der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) aus dem Jahr 2010 entfallen und in den Folgejahren nachgeholt werden dürfen (Fünfzehntelregelung). Im Geschäftsjahr 2014 wurde mehr als die geforderte Mindestzuführung von 1/15 gebucht.

Im Bereich der Steuern vom Einkommen und Ertrag ergab sich im Berichtsjahr ein Steuerertrag in Höhe von 38,2 Mio. Euro (2013: 25,9 Mio. Euro). Dieser Betrag enthält einen Ertrag aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von 0,8 Mio. Euro (2013: Steuerertrag von 2,6 Mio. Euro), einen Gewerbesteueraufwand in Höhe von 0,7 Mio. Euro (2013: Steuerertrag von 1,6 Mio. Euro) sowie einen Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 38,1 Mio. Euro (2013: Steuerertrag von 14,1 Mio. Euro). Der Ertrag aus Vorjahressteuern belief sich auf 0,0 Mio. Euro (2013: 7,6 Mio. Euro).

Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB

AUFSICHTSRAT

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der AXA Konzern AG

Pfinztal

Manuela Better (ab 24. Juni 2014)

München

Dina Bösch*) (ab 27. Mai 2014)

Mitglied des Bundesvorstandes ver.di,

Hamburg

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Klaus Dauderstädt

Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Meckenheim

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Dr. Michael Frenzel

Präsident Bundesverband der deutschen Tourismuswirtschaft (BTW)

Burgdorf

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Christiane Kölsch-Bisanzio

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Küsnacht, Schweiz

Oliver Koll*) (ab 3. Februar 2015)

Angestellter

Bedburg

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Hans-Peter Lenssen*) (bis 27. Mai 2014)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Glienicke/Nordbahn

Dr. Eva Lohse (ab 1. Juli 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt Ludwigshafen

Ludwigshafen

Friedrich Merz (bis 30. Juni 2014)

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Uwe Müller*) (ab 1. Januar 2015 bis 19. Januar 2015)

Angestellter

Sankt Augustin

Hans Nasshoven*) (bis 31.Dezember 2014)

Angestellter

Köln

Dr. Petra Roth (bis 23. Juni 2014)

Oberbürgermeisterin der Stadt

Frankfurt am Main a.D.

Frankfurt am Main

Klaus Weber*)

Bereichsleiter Bundesfachbereich Bund + Länder ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*)

Angestellte

Sankt Augustin

* Vertreter der Arbeitnehmer

VORSTAND

Dr. Thomas Buberl Vorsitzender

Vorstandsvorsitz

Dr. Andrea van Aubel

Informationstechnologie / Digitalisierung

Etienne Bouas-Laurent

Finanzen

P & C Industrie- und Firmenkunden (kommissarisch)

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge

Manfred Engelking (bis 31. Dezember 2014)

Personal / Zentrale Dienste

Wolfgang Hanssmann (bis 31. März 2015)

P & C Privat und Vertrieb

Jens Hasselbächer (ab 1. Januar 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

P & C Privat und Vertrieb (ab 1. April 2015)

Schaden / Leistung (kommissarisch)

Thomas Michels (bis 30. September 2014)

Schaden- und Unfallversicherung

Dr. Thilo Schumacher (ab 1. Oktober 2014)

Kranken (ab 1. Januar 2015)

Dr. Heinz-Jürgen Schwering (bis 28. Februar 2014)

Kranken

Dr. Astrid Stange (ab 1. Oktober 2014)

Personal, Strategie & Organisation (ab 1. Januar 2015)

Jens Warkentin (ab 1. April 2015)

Kunden-, Partner- und Prozess-Service

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Über die gesamte mehrjährige Vertragslaufzeit bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3 und 3a HGB:

(in Mio. Euro) 2014 2013
Mietverpflichtungen 389,1 383,4
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (3,1) (4,1)
KFZ-Leasing 17,1 20,1
PC-Leasing 9,4 11,3
Büromöbel-Leasing 0,0 0,1
Mietverpflichtung für Software 3,8 4,6
Verpflichtungen aus IT-Service Verträgen 21,9 25,2
(davon gegenüber verbundenen Unternehmen) (21,9) (25,2)

Die Verpflichtungen aus Mieten, Leasing- und Service- Verträgen resultieren im Wesentlichen aus langfristigen Verträgen, insbesondere über die Anmietung der Hauptverwaltungsgebäude (Colonia-Allee 10-20 sowie Colonia-Allee 22-30). Diese Mietverträge, die bei Vertragsabschluss zu marktüblichen Konditionen getätigt wurden, haben eine Restlaufzeit von 20 Jahren (Colonia-Allee 22-30 / Colonia-Allee 10-20), also bis Ende 2034. Hieraus ergeben sich bei unterstellter positiver Geschäftsentwicklung keine nennenswerten Risiken.

AXA Deutschland hat sich beginnend in 2010 an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Hauptbuchfunktionen (Projekt COPERNIC) sowie die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP). Die AXA Group Solutions SAS, Paris, (AGS) stellt der AXA Konzern AG und den weiteren AXA- Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung, leistet technische Unterstützung hierzu und übernimmt gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform. Service Agreements aus 2010 (COPERNIC) bzw. 2012 (SHIP) mit AGS regeln die Beteiligung von AXA Deutschland an kapitalisierungsfähigen Investitionskosten, die über 10 Jahre ratierlich zu zahlen sind. Im Falle einer Vorfälligkeitskündigung (z.B. durch Verkauf der AXA Deutschland) entsteht die Verpflichtung, die ausstehenden Raten der Investition auf einmal zu zahlen. Die Verpflichtung beläuft sich auf 21,9 Mio. Euro. Hinzu kommen Investitionen für den Aufbau eines neuen Buchhaltungssystems oder Kosten für die Integration in das System des Käufers innerhalb eines kurzfristigen Zeitraums. Die Gestaltung dieser Verträge entspricht marktüblichen Regelungen.

Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 7 HGB beschäftigte die Gesellschaft 2014 durchschnittlich 8.721 Mitarbeiter (2013: 9.159). Davon waren 7.942 Angestellte (2013: 8.314) im Innendienst, 778 Angestellte im Außendienst (2013: 845). Insgesamt wurden durchschnittlich 4.523 (2013: 4.734) Mitarbeiterinnen und 4.198 (2013: 4.425) Mitarbeiter beschäftigt.

Darüber hinaus waren in 2014 durchschnittlich 509 Auszubildende (2013: 471) in unserem Unternehmen tätig.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates und des Vorstandes sind bei den Pflichtangaben nach § 285 Nr. 10 HGB aufgeführt.

Bezüglich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HGB über das Abschlussprüferhonorar verweisen wir auf unseren Konzernabschluss zum 31.Dezember 2014.

Entsprechend dem Berichtserfordernis nach § 285 Nr. 19 HGB befanden sich zum Bilanzstichtag derivative Finanzinstrumente in Form von 7 Inflationswaps im Bestand, die zur Absicherung des Inflationsrisikos aus der Pensionsrückstellungen abgeschlossen wurden. Diese außerbörslich gehandelten Derivate wurden mit den an Finanzmärkten etablierten Bewertungsmethoden (z.B. Barwertmethode oder Optionspreismodelle) bewertet. Die Inflationswaps besaßen einen beizulegenden Zeitwert von -50,3 Mio. Euro bei einem Nominalwert von 360,2 Mio. Euro. Die Inflationswaps wurden nicht in einer Bewertungseinheit erfasst.

Nach § 285 Nr. 25 HGB wurden die Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstandsvergütung 2014

Für das Geschäftsjahr 2014 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen insgesamt auf 608 Tsd. Euro (2013: 494 Tsd. Euro), davon entfielen 327 Tsd. Euro (2013: 280 Tsd. Euro) auf feste und 281 Tsd. Euro (2013: 214 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. In den festen Vergütungsbestandteilen sind 69 Tsd. Euro (2013: 0 Tsd. Euro) an Abfindungen enthalten.

Long Term Incentive Vergütung

Im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramms "Long Term Incentive Plan" der AXA S.A. wurden in 2014 Aktienoptionen sowie Performance Shares International auf AXA S.A. Aktien gewährt.

Die in 2014 gewährten 108.980 Aktienoptionen (2013: 134.000) sehen einen Bezugspreis von 18,68 Euro pro Anteil vor (Aktienkurs zum Jahresende 2014: 19,50 Euro). Jeweils ein Drittel der an die Begünstigten vergebenen Optionen sind erstmals ab dem 24. März 2017, 24. März 2018, 24. März 2019 ausübbar und bis dahin mit einer Haltefrist versehen. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Bezugspreis) zu erwerben. Die Begünstigten können frühestens ab 24. März 2019 ihr letztes Drittel an Stock Options vollumfänglich ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder der vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder überstiegen hat. Liegt die Kursentwicklung der AXA Aktie unter der Kursentwicklung des Euro Stoxx Insurance Index verfallen die Rechte ganz oder teilweise. Die Optionen verfallen auch, sofern sie nicht bis zum 22. März 2024 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2014 gewährten 58.700 Performance Shares International (2013: 78.200) erfolgt, unterteilt in zwei hälftige Tranchen, anhand der jeweils zu einem Drittel gewichteten Ergebnisse der AXA S.A., AXA Deutschland und der Region NORCEE für den Performance-Zeitraum vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2015/2016. Der maximal mögliche Performance-Faktor ist auf 130% begrenzt. Falls die AXA S.A. für 2014 bis 2016 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. In Summe erhalten die Begünstigten Aktien der AXA S.A., die sich aus der Anzahl der gemäß dem Performance-Faktor zugeteilten Performance Shares ergeben. Über die final zugeteilten Aktien kann, je nach Tranche, ab dem 24. März 2017/2018 frei verfügt werden.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen früherer Performance Shares Programme erworbene Aktien werden durch die AXA S.A. ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Shares Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Für die ausgegebenen Aktienoptionen entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Aktienoptionen und Performance Shares) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRS 2 (Anteilsbasierte Vergütung) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Neben den Aktienoptionen und Performance Shares, bei denen eine Zuteilung in Aktien erfolgt, existieren aus Vorjahren bis 2012 Performance Unit Programme, die eine Vergütung in Geld vorsehen. Der Aufwand für diese Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A. zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Der auf das Geschäftsjahr 2014 entfallende beizulegende Zeitwert aller im Berichtszeitraum und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units/Shares beträgt 2.074 Tsd. Euro (2013: 1.361 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Bezugsberechtigten 1.146 Tsd. Euro (2013: 732 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Shares Plänen erfolgte im Berichts- und Vorjahr nicht. Die in 2014 in Geld vergüteten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile anteilig enthalten. Im Geschäftsjahr wurden 62.148 Stück Aktienoptionen ausgeübt (2013: 43.007 Stück).

Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente sowie Witwen-/Witwerrente und Waisenrente.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60% des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2014 aktiven Vorstandsmitglieder beliefen sich in 2014 auf 610 Tsd. Euro (2013: 703 Tsd. Euro).

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 3.158 Tsd. Euro (2013: 2.080 Tsd. Euro). Für diesen Personenkreis sind zum 31. Dezember 2014 Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 60.072 Tsd. Euro (2013: 53.473 Tsd. Euro), passiviert worden.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG betrug im Geschäftsjahr 2014 insgesamt 1.547 Tsd. Euro (2013: 1.562 Tsd. Euro), davon 610 Tsd. Euro (2013: 625 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2013: 937 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Nahestehende Personen

Wesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt.

Weitere Erläuterungen und Angaben

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindung und Ausgleich resultierend aus dem in 2005 abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrag zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Versicherung AG bzw. dem in der Hauptversammlung vom 12.07.2005 beschlossenen Ausschluss der Minderheitsaktionäre (Squeeze-out) der AXA Versicherung AG wurden vom LG Köln in 2 Beschlüssen im Jahr 2011 die Barabfindung und Ausgleichszahlung neu festgesetzt. Die LG-Beschlüsse wurden im Dezember 2012 durch Zurückweisung der von den Antragstellern beim OLG Düsseldorf eingelegten Beschwerden rechtskräftig. In 2013 erfolgte die Nachbesserung von Barabfindung und Ausgleich gemäß den festgesetzten Erhöhungsbeträgen.

In den Spruchverfahren zur Überprüfung der Angemessenheit der Umtauschverhältnisse aufgrund der in 1999 erfolgten Verschmelzungen der Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG bzw. der Nordstern Lebensversicherungs-AG wurden die Anträge vom LG Köln jeweils abgewiesen, da in beiden Fällen eine Anpassung des Umtauschverhältnisses nicht gerechtfertigt ist. Die gegen die Entscheidungen eingelegten Beschwerden sind zwischenzeitlich zurückgenommen.

Zum 31.12.2014 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außenstehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG / AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Für die AXA Bank AG, Köln, wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Status des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA S.A., Paris, eine sogenannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Per 31.12.2014 betrug der Wert der zu sichernden Kundengelder 569,8 Mio. Euro (2013: 549,2 Mio. Euro). Für dieses Haftungsverhältnis wurde keine Rückstellung gebildet, weil mit einer Inanspruchnahme oder Belastung der Gesellschaft nicht gerechnet wird (Angabe nach § 285 Nr. 27 HGB).

Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung ("All contracts of insurance" 28.5 Mio. Euro) gegenüber AXA Art UK, die mit dem Zeitpunkt des Vorliegens eines Ratings für AXA Art in 2015 endet.

Zusammenarbeit im Konzern

Unsere Gesellschaft erbringt im Rahmen bestehender Funktionsausgliederungs- und Dienstleistungsverträge entsprechende Verwaltungstätigkeiten zu nahezu allen Konzerngesellschaften. Darüber hinaus besteht ein Vermittlungsabkommen mit der AXA Life Europe, Dublin.

Im Rahmen bestehender Dienstleistungsverträge werden dagegen folgende Leistungen von anderen Konzerngesellschaften bezogen:

die Betreuung von SAP-basierten Anwendungsprogrammen von der AXA Group Solutions SA, Zweigniederlassung Köln;
den Betrieb des Rechenzentrums und die Inanspruchnahme von Kommunikationsdienstleistungen von der AXA Technology Services Germany GmbH, Köln;
die Postbearbeitung, Logistik und Archivierung sowie Teile der Bereiche Leistungsbearbeitung und Bestandsverwaltung in der Sparte Kranken von der AXA Logistic Services GmbH, Köln;
Teile der Bereiche Kundenservice und Unterstützung von Vertriebsaktivitäten von der AXA Customer Care GmbH, Köln
Vermögensanlage und -verwaltung für Kapitalanlagen von der AXA Investment Managers Deutschland GmbH, Köln sowie von der AXA Investment Managers SA, Paris
Serviceleistungen zur betrieblichen Altersversorgung von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH, Köln.

Mit den folgenden Gesellschaften unterhält die AXA Konzern AG als gewinnempfangende Gesellschaft Gewinnabführungs- und Verlustübernahmeverträge (Ergebnisabführungsverträge):

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln (bis 31. Dezember 2014)
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln
AXA ART AG, Köln
AXA easy Versicherung AG
Pluto Beteiligungswerte AG

Die AXA Konzern AG hat mit folgenden Gesellschaften Beherrschungsverträge abgeschlossen:

AXA Versicherung AG, Köln
AXA Lebensversicherung AG, Köln
AXA Krankenversicherung AG, Köln
AXA ART Versicherung AG, Köln
AXA Bank AG, Köln
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln
AXA easy Versicherung AG
AXA Finanz Service GmbH, Köln
AXA Logistic Services GmbH, Köln
AXA Customer Care GmbH, Köln
Venus Beteiligungs-GmbH
Inreka Finanz AG

Die AXA Konzern AG hat mit der Vinci B.V., Utrecht als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Die AXA SA, Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu hundert Prozent am Grundkapital unserer Gesellschaft beteiligt. Die AXA Konzern AG ist deshalb ein im Sinne von § 16 Abs. 1 AktG im Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen der AXA SA, Paris. Die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA SA, Paris, einbezogen, der für den größten Kreis von Unternehmen aufgestellt wird. Die AXA Konzern AG stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss der AXA SA, Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA Konzern AG wird im elektronischen Bundesanzeiger und im Unternehmensregister des Bundesministeriums für Justiz veröffentlicht.

Köln, den 28. April 2015

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Dr. Buberl

Dr. Dahmen

Hasselbächer

Dr. Schumacher

Dr. Stange

Warkentin

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 30. April 2015

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer

Sven Capousek, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2014 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in vier Sitzungen sowie einer schriftlichen Abstimmung wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand weiterhin umfassend über die Risikosituation informiert. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung am 13. März 2014 die Tantiemezahlungen für 2013, die weitere variable Vergütung (Performance Shares und Stock Options) sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 27. Mai 2014 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2013 und dem vorgelegten Jahresabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2014 vor, die vertiefend erörtert wurde. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Thema Frauenförderung befasst. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Verschmelzungen der AXA Vermittlungs-Service GmbH und der AXA Schadenexperten GmbH auf die AXA Konzern AG als aufnehmende Gesellschaft zugestimmt. In seiner Sitzung vom 19. September 2014 hat sich der Aufsichtsrat mit diversen Vorstandsangelegenheiten befasst. In der Sitzung vom 20. November 2014 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2015. Weiterhin befasste sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit dem Konzernabschluss 2013. Darüber hinaus wurde dem Aufsichtsrat durch den Vorstand die ab dem 1. Januar 2015 geplante neue Konzern-Struktur vorgestellt und ausführlich diskutiert.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2014 dreimal. Das Audit Committee hat in 2014 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an.

Im vergangenen Jahr sind im Vorstand und im Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Die Herren Dr. Heinz-Jürgen Schwering (mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2014) und Thomas Michels (mit Wirkung zum Ablauf des 30. September 2014) haben ihre Mandate als Vorstand niedergelegt und sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Ebenfalls aus dem Vorstand ausgeschieden ist Herr Manfred Engelking (zum 31. Dezember 2014) sowie Herr Wolfgang Hanssmann (zum 31. März 2015). Zu neuen Mitgliedern des Vorstands wurden Frau Dr. Astrid Stange (zum 1. Oktober 2014), die Herren Dr. Thilo Schumacher (zum 1. Oktober 2014), Jens Hasselbächer (zum 1. Januar 2015) sowie Jens Warkentin (zum 1. April 2015) bestellt. Die Herren Hans-Peter Lenssen, Friedrich Merz und Hans Nasshoven sowie Frau Petra Roth sind aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Anteilseigner Frau Manuela Better und Frau Dr. Eva Lohse. Das Mandat des Arbeitnehmervertreters Herrn Lenssen wurde im Wege der gerichtlichen Bestellung durch Frau Dina Bösch übernommen. Für den ausgeschiedenen Arbeitnehmervertreter Herrn Nasshoven ist das gewählte Ersatzmitglied Herr Uwe Müller nachgerückt, der leider kurz nach Beginn seiner Mitgliedschaft im Aufsichtsrat nach schwerer Krankheit unerwartet verstorben ist. Das Mandat von Herrn Müller wurde im Wege der gerichtlichen Bestellung durch Herrn Oliver Koll übernommen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den ausgeschiedenen Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat für deren erfolgreiche Tätigkeit und spricht den Angehörigen von Herrn Müller sein Mitgefühl aus.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 21. Mai 2015

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender