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AXA Annual Report 2012

Jul 9, 2013

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Annual Report

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Publication

AXA Konzern Aktiengesellschaft

Köln

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Vorstand

Mitglieder des Vorstandes

Dr. Thomas Buberl (seit 1. Mai 2012)

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Strategie und Organisation

Recht & Compliance (seit 1. Oktober 2012)

Kapitalanlagen, Asset Liability Management (seit 1. Januar 2013)

Dr. Andrea van Aubel (seit 26. November 2012)

Informationstechnologie und Prozesse

Etienne Bouas-Laurent (seit 5. Oktober 2012)

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement

Dr. Patrick Dahmen

Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat (seit 1. Oktober 2012)

Rechnungswesen, Planung, Controlling, Steuern, Risikomanagement (bis 30. September 2012)

Manfred Engelking (seit 15. Oktober 2012)

Personal / Zentrale Dienste

Wolfgang Hanssmann

Vertrieb, Marketing

Thomas Michels (seit 26. November 2012)

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Dr. Heinz-Jürgen Schwering

Krankenversicherung (seit 1. Oktober 2012)

Kapitalanlagen, Asset Liability Management (bis 31. Dezember 2012)

Dr. Frank Keuper (bis 31. Januar 2012)

Vorsitzender

Konzernkommunikation, Konzernrevision, Konzernstrategie und Portfoliosteuerung

Thomas Gerber (bis 30.September 2012)

Vorsorge, Produktmanagement, Aktuariat

Dr. Markus Hofmann (bis 30. September 2012)

Industrie- und Firmenkundengeschäft, Schaden, Rückversicherung

Ulrich C. Nießen (bis 30. September 2012)

Personal, Recht & Compliance, Zentrale Dienste

Jens Wieland (bis 30. Juni 2012)

Informationstechnologie, Organisation und Prozesse

Aufsichtsrat

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstandes entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2012 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte und in fünf Sitzungen sowie zwei schriftlichen Abstimmungen wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 des Aktiengesetzes über die allgemeine Geschäftsentwicklung, über grundlegende Angelegenheiten sowie die strategischen Ziele der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstandes, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden.

In einer außerordentlichen Sitzung am 11. Januar 2012 bestellte der Aufsichtsrat Herrn Dr. Thomas Buberl als Nachfolger für Herrn Dr. Frank Keuper zum Mitglied des Vorstandes und zum Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat hat in einer weiteren außerordentlichen Sitzung am 8. März 2012 die Tantiemezahlungen für 2011, die Equity Grant Zuteilung 2011 sowie anstehende Anpassungen der Vorstandsvergütung beschlossen. Weiterhin hat sich der Aufsichtsrat in dieser Sitzung mit den Anforderungen der Versicherungsvergütungsverordnung und dabei insbesondere auch mit den bestehenden Vergütungssystemen für den Vorstand sowie für leitende Mitarbeiter und Mitarbeiter mit variabler Vergütung befasst. In seiner Sitzung am 31. Mai 2012 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstandes über den Geschäftsverlauf 2011 und dem vorgelegten Jahresabschluss sowie dem Konzernabschluss. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für 2012 vor, die vertiefend erörtert wurde. Im Rahmen einer außerordentlichen Sitzung am 12. September 2012 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit der neuen Governance für den deutschen AXA Konzern. In seiner Sitzung am 15. November 2012 informierte der Vorstand den Aufsichtsrat über den bisherigen Geschäftsverlauf im laufenden Jahr und gab einen Kurzbericht über die vorläufige Planung 2013. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im Dezember 2012 stimmte der Aufsichtsrat der Veräußerung der Beteiligung an der AXA Investment Managers S.A. zum Marktwert an die AXA S.A. zu.

In allen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat ausführlich über besondere Projekte und Entwicklungen der Gesellschaft informiert. Der Aufsichtsrat wurde ebenfalls ausführlich über die Sitzungen des Audit Committee informiert.

Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrates mit dem Vorstand in zahlreichen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat neben dem gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz vorgeschriebenen Vermittlungsausschuss zwei weitere Ausschüsse eingerichtet. Das aus drei Mitgliedern bestehende Präsidium befasst sich vornehmlich mit den dienstvertraglichen Angelegenheiten der Mitglieder des Vorstandes und ist ein vorbereitender Ausschuss. Das aus fünf Mitgliedern bestehende Audit Committee widmet sich im Wesentlichen der Überwachung des Risikomanagements des Vorstandes und der Kontrollmechanismen der Gesellschaft, der Behandlung des Jahresabschlusses, Fragen zur Abschlussprüfung, dem Bericht des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und legt die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres fest. Das Präsidium tagte in 2012 fünfmal. Das Audit Committee hat in 2012 viermal getagt. Hierüber hat es den Aufsichtsrat umfassend unterrichtet. Der Vermittlungsausschuss musste nicht einberufen werden.

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sowie der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind von der in der Hauptversammlung gewählten PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrates beantwortet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte und die weiteren Erläuterungen des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinns geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist, und schloss sich dem Vorschlag für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat billigte weiterhin den Konzernabschluss.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand gemäß § 312 AktG aufgestellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen, der allen Mitgliedern rechtzeitig vorgelegen hat, ebenfalls geprüft und hat keinerlei Beanstandungen erhoben.

Der Abschlussprüfer hat nach Prüfung des Berichts des Vorstandes über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2012 den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaften nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind,

3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Der Aufsichtsrat schließt sich dem Urteil des Abschlussprüfers an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärungen des Vorstandes am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Im vergangenen Jahr sind in Vorstand und Aufsichtsrat Personalveränderungen eingetreten. Herr Dr. Frank Keuper hat sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Vorstandes der Gesellschaft mit Wirkung zum 31. Januar 2012 niedergelegt. In der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 11. Januar 2012 wurde Herr Dr. Thomas Buberl zum Mitglied und Vorsitzenden des Vorstandes bestellt. Herr Dr. Buberl hat zum 1. Mai 2012 seine Tätigkeit für die Gesellschaft aufgenommen. Herr Jens Wieland hat mit Wirkung zum 30. Juni 2012 sein Amt als Vorstand niedergelegt. Weiterhin haben die Herren Thomas Gerber, Dr. Markus Hofmann und Ulrich C. Nießen mit Wirkung zum 30. September 2012 ihre Ämter als Vorstand niedergelegt.

In der Sitzung des Aufsichtsrates am 31. Mai 2012 wurden Frau Dr. Andrea van Aubel und Herr Etienne Bouas-Laurent unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu Mitgliedern des Vorstandes bestellt. Die Zustimmungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind am 26. November 2012 bzw. 5. Oktober 2012 bei der Gesellschaft eingegangen. Weiterhin wurden in der außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates am 12. September 2012 die Herren Manfred Engelking und Thomas Michels unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zu Mitgliedern des Vorstandes bestellt. Die Zustimmungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sind am 15. Oktober 2012 und am 26. November 2012 bei der Gesellschaft eingegangen.

Herr Dr. Patrick Dahmen hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 das Ressort gewechselt und die Verantwortung für das Ressort Vorsorge übernommen. Herr Dr. Heinz-Jürgen Schwering hat ab 1. Oktober 2012 die Verantwortung für das neu geschaffene Ressort Kranken übernommen. Herr Dr. Thomas Buberl hat mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich die Verantwortung für das Ressort Kapitalanlagen/Asset Liability Management übernommen.

Der Aufsichtsrat wurde in der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 31. Mai 2012 neu gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden als Vertreter der Anteilseigner Frau Christiane Kölsch-Bisanzio und Frau Dr. Petra Roth. Die Vertreter der Arbeitnehmer im Aufsichtsrat wurden nach den Vorschriften der 3. Wahlordnung zum Mitbestimmungsgesetz gewählt. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden dabei Frau Andrea Wolf und Herr Hans Nasshoven.

Aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden sind die Herren Uwe Beckmann, Peter Freyaldenhoven, Leonhard Fischer und Dr. Ekkehard D. Schulz.

Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Frank Keuper nochmals seinen Dank für die geleistete Tätigkeit und insbesondere die erfolgreich durchgeführte Integration der DBV-Winterthur aus. Der Aufsichtsrat bedankt sich zudem bei den aus dem Vorstand und dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre jahrelange erfolgreiche Tätigkeit für die Gesellschaft.

Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die durch ihre tatkräftige Unterstützung mit zum Erfolg der Gesellschaft beigetragen haben, seinen Dank aus.

Unser Dank gilt auch den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für die sehr engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Köln, den 6. Juni 2013

Für den Aufsichtsrat

Jacques de Vaucleroy, Vorsitzender

Mitglieder des Aufsichtsrates

Claas Kleyboldt

Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates

Vorsitzender des Vorstandes i.R. der AXA Konzern AG

Köln

Jacques de Vaucleroy

Vorsitzender

Chief Executive Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Herbert Mayer*)

stellv. Vorsitzender

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrates der AXA Konzern AG

Pfinztal

Uwe Beckmann*) (bis 31. Mai 2012)

Angestellter

Sarstedt

Harry Clemens*)

Leitender Angestellter

Köln

Kurt Döhmel

Vorsitzender der Geschäftsführung i.R. der Deutsche Shell Holding GmbH

Hamburg

Leonhard Fischer (bis 31. Mai 2012)

Geschäftsführer der RHJI Swiss Management LLC

Zürich, Schweiz

Dr. Michael Frenzel

Vorsitzender des Vorstandes TUI AG

Burgdorf

Peter Freyaldenhoven*) (bis 31. Mai 2012)

Mitglied des Betriebsrates der Hauptverwaltung der AXA Konzern AG

Bergisch Gladbach

Michael Garrecht*)

Angestellter

Maikammer

Peter Heesen

ehem. Bundesvorsitzender des dbb beamtenbund und tarifunion

Berlin

Christiane Kölsch-Bisanzio (seit 31. Mai 2012)

Head of Human Resources for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Küsnacht, Schweiz

Patrick Lemoine

Chief Financial Officer for Northern, Central and Eastern Europe der AXA

Brüssel, Belgien

Hans-Peter Lenssen*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Glienicke/Nordbahn

Friedrich Merz

Rechtsanwalt Mayer Brown LLP

Arnsberg

Frank D. Meyer*)

Angestellter

Saulheim

Hans Nasshoven*) seit 31. Mai 2012)

Angestellter

Köln

Dr. Petra Roth (seit 31. Mai 2012)

Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main a.D.

Frankfurt am Main

Dr. Ekkehard D. Schulz (bis 31. Mai 2012)

ehem. Vorsitzender des Vorstands ThyssenKrupp AG

Krefeld

Klaus Weber*)

Gewerkschaftssekretär ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft

Berlin

Andrea Wolf*) (seit 31. Mai 2012)

Angestellte

Sankt Augustin

*) Vertreter der Arbeitnehmer

Konzernlagebericht

AXA - eine der führenden Versicherungen in Deutschland

Der AXA Konzern gehört in Deutschland zu den führenden Versicherern: 8,4 Millionen Kunden vertrauen auf die Leistungen der AXA, mit einem Marktanteil von 5,8 Prozent belegt er den fünften Platz der deutschen Erstversicherer. Das Beitragsvolumen von rund 10,2 Mrd. Euro macht den Konzern zudem zu einem bedeutenden Teil der internationalen AXA Gruppe. So entfallen mehr als 11 Prozent des Umsatzes der AXA Gruppe auf die AXA Deutschland.

Sowohl für Privat- als auch für Firmenkunden bietet AXA Deutschland eine breite Produktpalette. Auch zwei bedeutende Spezialversicherer gehören zum Konzern: die DBV Deutsche Beamtenversicherung und die Deutsche Ärzteversicherung. Mit 1,7 Millionen Versicherten im Öffentlichen Dienst und rund 150.000 Kunden der akademischen Heilberufe aus dem Segment Ärzte/Heilwesen zählen beide zu den führenden Versicherungen ihrer jeweiligen Zielgruppe und stellen somit einen großen Erfolgsfaktor für den Konzern dar.

Über 170 Jahre Geschichte

Die Geschichte der AXA Deutschland geht bis ins Jahr 1839 zurück: Kaufleute und Bankiers gründeten die Kölnische Feuer-Versicherungs-Gesellschaft, kurz Colonia genannt. Ebenfalls in Köln entstand 1853 die Lebensversicherung Concordia, sie war von Beginn an eng mit der Colonia verknüpft. Gemeinsam mit der 1866 in Berlin gegründeten Nordstern bildet sie den Grundstein für die heutige Lebensversicherung der AXA Deutschland. Um die Jahrhundertwende kam die Transport- und Unfallversicherung Albingia mit Sitz in Hamburg dazu. Alle drei Gesellschaften fusionierten im Laufe der Geschichte mit der Colonia und spielten eine wichtige Rolle in der Entwicklung einer Kölner Feuerversicherung zu einem der großen deutschen Versicherer.

Einen wichtigen Wendepunkt gab es 1989: Die Beteiligungen des Bankhauses Oppenheim jr. & Cie an der Colonia und an der Nordstern gingen in diesem Jahr an die französische Groupe Victoire über. Bereits 1992 löste sich die Colonia wieder aus der Gruppe, als die staatliche französische UAP das Auslandsgeschäft der Victoire übernahm und damit Großaktionärin der Colonia wurde. Im Jahr darauf wurde die UAP privatisiert, 1996 fusionierte sie mit der AXA Gruppe. Die Colonia wird damit Teil einer Versicherungsgruppe, die weltweit einen führenden Rang einnimmt.

Die Geschichte der DBV geht ähnlich weit zurück: 1871 wurde die DBV-Winterthur als Lebensversicherung für die Armee und die Marine gegründet, erst 2007 wurde sie in den deutschen AXA Konzern integriert. Bis heute ist sie dem Öffentlichen Dienst verbunden, das Kerngeschäft führt AXA unter dem Namen DBV fort. Und auch die Deutsche Ärzteversicherung hat eine lange Tradition: Sie wurde 1881 von Ärzten für Ärzte gegründet und kooperiert eng mit den wichtigen berufsständischen Organisationen.

Teil einer starken weltweiten Gruppe

Unter dem Dach der AXA Gruppe ist der deutsche AXA Konzern seit 1997 Teil einer der führenden Versicherer und Vermögensverwalter weltweit. Im vergangenen Jahr erzielte die AXA Gruppe einen Umsatz von 90,1 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis (Underlying Earnings) von 4,3 Mrd. Euro sowie ein Nettoergebnis von 4,2 Mrd. Euro. Weltweit vertrauen 102 Millionen Kunden in 57 Ländern der AXA, Schwerpunkte der Gruppe liegen in Europa, Nordamerika und dem asiatisch-pazifischen Raum. Das verwaltete Vermögen (Assets under Management) der Gruppe lag Ende 2012 bei 1,1 Billionen Euro.

Die AXA Gruppe ist das Lebenswerk des Franzosen Claude Bébéar. Ende der 70er Jahre übernahm er in Rouen die Führung des kleinen Gegenseitigkeitsversicherers Ancienne Mutuelle. Schon kurze Zeit später fusionierte sein Unternehmen mit mehreren regionalen Versicherern und Ancienne Mutuelle erwarb die fast doppelt so große Unternehmensgruppe Drouot. Mit der Umbenennung in AXA im Jahr 1984 war Bébéars Unternehmen der erste Versicherungskonzern, der sich weltweit einen einheitlichen Markennamen gab. Der Name lässt sich nicht nur auf der ganzen Welt gut aussprechen. Bébéar wollte mit ihm die Größe und Stärke des Unternehmens unterstreichen und den Mitarbeitern und Kunden weltweit ein Zeichen zur Identifikation geben.

Schon bald begann das Unternehmen zu expandieren, erst innerhalb von Frankreich, dann in andere Länder Europas, später dann in die ganze Welt. Große Akquisitionen sorgten in den Neunzigern für Aufmerksamkeit: Erst stieg AXA in die amerikanische Equitable-Gruppe ein, dann fusionierte sie mit der UAP und übernahm schließlich die britische Guardian Royal Exchange und die japanische Nippon Dantai Life. Die Übernahme der Winterthur im Jahr 2006 gehört zu den größten Akquisitionen. Als Bébéar 2000 die Führung des Unternehmens an seinen Nachfolger Henri de Castries übergab, war die AXA Gruppe bereits global aufgestellt. De Castries folgt den Zielen seines Vorgängers: Wo immer AXA vertreten ist, will sie Maßstab der Branche werden.

Aktuelle Entwicklungen im Konzern 2012

Unsere Strategie: Unternehmen erster Wahl - profitabler und effizienter

Im Jahr 2012 setzte der AXA Konzern im Rahmen der Ambition AXA den Fokus auf nachhaltig erfolgreiche Produkte und die Stärkung der erfolgreichen Kundensegmente Ärzte/Heilwesen und Öffentlicher Dienst. In Vorsorge wurde der Fokus auf profitables Wachstum gelegt, z. B. in der Risikoabsicherung und in ausgewählten Altersvorsorgeprodukten wie z. B. im Bereich der fondsgebundenen Renten. In der Schaden- und Unfallversicherung setzte AXA auf die Profitabilisierung des Privatkundengeschäfts und stärkeres Wachstum im Industrie- und insbesondere im Firmenkunden-Bereich. In der Krankenversicherung stand der Ausbau unserer hervorragenden Positionierung im Beamtengeschäft sowie bei Zusatzversicherungen im Fokus.

Des Weiteren zeigten sich Erfolge bei der Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten im Rahmen des Effizienzprogramms "focus to perform". Hierbei verfolgte der AXA Konzern ein striktes Kostenmanagement, konsequent schlanke und kundenzentrierte Prozesse sowie eine weitreichende Digitalisierung entlang der Wertschöpfungskette.

Unverändert ist der Kunde Maßstab für unsere geschäftlichen Aktivitäten, um zum Unternehmen "erster Wahl" zu werden.

Die Staatsschulden- und Eurokrise sorgt für Verunsicherung in weiten Teilen der Bevölkerung. Die auf ein Langzeittief gesunkenen Zinsen sind in diesem Zusammenhang eine echte Herausforderung für die Lebensversicherung, aber auch für die private Krankenversicherung (PKV). Diese Faktoren, aber auch die mediale Kritik an der Versicherungswirtschaft und die zunehmende Kostentransparenz, führen dazu, dass Kunden immer kritischer bei der Entscheidungsfindung werden, wem sie ihre Altersvorsorge, Krankenversicherung oder ihre Absicherung gegen Schäden und Unfälle anvertrauen. In diesem Umfeld zeigte sich, dass wir durch unsere Strategie der konsequenten Fokussierung auf die Kundenbedürfnisse sowie unsere finanzielle Stärke als Teil einer weltweit führenden Versicherungsgruppe bereits heute für viele Kunden das Unternehmen erster Wahl sein können. Der bisherige Erfolg dieser Strategie bestärkt AXA darin, den eingeschlagenen Weg weiter konsequent zu verfolgen und dabei diese Strategie kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Ausbau unserer Rundum-Beratung sowie der ganzheitlichen Serviceansätze

Der plan360°, das ganzheitliche Rundumberatungskonzept des AXA Konzerns wurde 2012 für die Kundengruppen Familien und Berufstätige weiterentwickelt. Im Zentrum von plan360° steht die maßgeschneiderte Absicherung der unterschiedlichen Versicherungsbedürfnisse unserer Zielgruppen. Inzwischen sind 2/3 der Exklusivvermittler des AXA Konzerns für plan360° Kundenberatung bereits geschult oder zertifiziert.

Komplettiert wird das Konzept zur ganzheitlichen Kundenbetreuung durch die ganzheitlichen Servicebausteine schadenservice360° und gesundheitsservice 360°. So steht der schadenservice360° von AXA für eine kompetente Hilfe und schnelle Bearbeitung sowie für den günstigen Einkauf von Reparaturdienstleistungen. Der gesundheitsservice360° begleitet den Patienten bei schweren Krankheiten, koordiniert therapeutische Maßnahmen und bietet Unterstützung bei Behandlung und Nachsorge.

Focus to perform adressiert die Herausforderungen im Kostenmanagement

Im Rahmen des Effizienzprogramms "focus to perform" (f2p) setzt der AXA Konzern auf ein konsequentes Kostenmanagement. Bei f2p geht es im Kern darum, wie wir eine nachhaltige Reduktion unserer Kostenbasis durch intelligentes Sparen schaffen. Die Konsequenz bei der Umsetzung trägt bereits im ersten Jahr Früchte. So konnten die Economic Expenses (als zentrale Kostengröße) zwischen 2011 und 2012 weiter reduziert werden. Die Haupthebel zur Vertiefung dieser Erfolge sind die Elemente Lean Management und Digitalisierung. Im Rahmen von Lean Management werden entlang der Wertschöpfungskette Prozesse vereinfacht, standardisiert und modularisiert. Der Lean-Gedanke beinhaltet, Werte ohne Verschwendung zu schaffen und stammt ursprünglich aus der Automobilbranche, in der er in den letzten Jahrzehnten eine erfolgreiche Umsetzung erfuhr. Die Implementierung dieser Anwendung in die Finanzbranche hat den klaren Fokus auf die Kernelemente des Kundennutzens, um die Zufriedenheit von Kunden und Vertriebspartnern weiter zu erhöhen. Prozessverbesserungen sollen insbesondere durch konsequente Anwendung von best practices bei den Arbeitsmethoden erreicht werden. Insbesondere die Führungskräfte stehen in der Verantwortung, Mitarbeiter entsprechend einzubeziehen. Im Rahmen von Lean Management werden kontinuierliche Verbesserungen durch Erfahrungsaustausch und der Etablierung eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses erreicht, welcher aus unserer Mitarbeiterschaft heraus getrieben wird. Im Themenfeld Digitalisierung liegt der Fokus dagegen auf der Automatisierung von Prozessen, der Digitalisierung von Transaktionen und der Erweiterung der Möglichkeiten für Vertriebspartner und Endkunden notwendige Verwaltungsvorgänge online durchführen zu können.

Durch umfangreiche Investitionen in Prozessverbesserungen, Automatisierung, optimierte Strukturen - und wo notwendig auch Anpassungen am Geschäftsmodell - wollen wir den Kundenservice weiter verbessern und gleichzeitig bis zum Jahr 2015 unsere jährlichen Kosten um rund 220 Mio. Euro senken. Zur Erreichung dieses anspruchsvollen Zieles sind insgesamt Maßnahmen zur Einsparung von 328 Mio. Euro notwendig, um gegenläufige Effekte, wie die jährlichen Tarifsteigerungen, auszugleichen.

Klarer Fokus auf die Stärken in den Geschäftsfeldern

In den Geschäftsfeldern setzt der Konzern auf eine eindeutige Verbesserung der Profitabilität und selektives Wachstum in den Zukunftsfeldern.

So wird in P&C Corporate eine Stärkung des Angebots für ausgewählte Segmente angestrebt. Hier sind z. B. die Einführung einer IT-Police (Haftpflicht und Elektronik-Deckung), Imagekampagnen und maßgeschneiderte Qualifizierungsprogramme für Vertriebskräfte zentrale Meilensteine. Ein weiteres Zukunftsfeld ist der Bereich "Green Energy". Insbesondere bei erneuerbaren Energien und im Bereich Offshore Windparks kann AXA dabei bereits jetzt eine herausgehobene Position aufweisen. Hierzu nutzt der Konzern die Kapazitäten des Technical Innovation Pools der AXA Gruppe.

In der Schaden- und Unfall- und Haftpflichtversicherung mit Privatkunden wird ein vereinfachtes und attraktives Produktkonzept entwickelt. Des Weiteren wird die Effektivität unserer Vertriebspartner weiter verbessert. So können Vertriebspartner künftig ein elektronisches Unterschriften-Pad nutzen und Kunden-Unterschriften elektronisch einholen. Eine effiziente Verarbeitung und Einsparungen bei Porto und Druckkosten sind hier das angestrebte Ergebnis. Ein entsprechender Pilot läuft bereits erfolgreich.

In der Lebensversicherung überarbeitet der AXA Konzern die Tarifwelt. Insbesondere den neuen Unisex-Anforderungen wurde Rechnung getragen. In den Neugeschäftstarifen erfolgt dabei gleichzeitig eine deutliche Reduktion der Tarifkomplexität. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer kontinuierlichen Stärkung des Geschäftsfelds der Risikolebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung und einer weiteren Verbesserung des Bestandsmanagements. In Vorsorge hat der AXA Konzern bewusst auf ein nicht nachhaltiges Einmalbeitragsgeschäft verzichtet. Hierbei wird auch ein deutlicher Rückgang des Einmalbeitragsgeschäfts in Kauf genommen. Dagegen sind die laufenden Beiträge weitestgehend stabil geblieben.

Auch in der Krankenversicherung wurde im Rahmen der Arbeiten an Unisex die Tarifwelt des Konzerns überarbeitet. Ein neuer Fokus liegt auf der Zusatzversicherung. Hier wurde 2012 ein neues, sehr gut positioniertes Zahnprodukt eingeführt. Das Absicherungsniveau kann dabei dreistufig ("DENT", "DENT Komfort", "DENT Premium") gewählt werden. Des Weiteren erfolgte ein weiterer Push im Zukunftsfeld der Pflegezusatzversicherung. Auch wird weiterhin das Geschäft der betrieblichen Krankenversicherung (bKV) und die Versicherung für Expatriates ein Wachstumsfokus bilden. Unsere Private Krankenversicherung wächst weiter über dem Marktdurchschnitt.

Im Kundensegment Öffentlicher Dienst konnte zwischen 2008 und Mitte 2012 ein Wachstum von über 20 % erreicht werden, insbesondere bei Dienstanfängern wurden dabei besonders starke Wachstumsraten erreicht.

Bausteine des Erfolgs: Multikanalvertrieb und Mitarbeiterengagement

Der AXA Konzern baut weiterhin auf starke Vertriebspartner und engagierte Mitarbeiter. Auch für unsere Vertriebspartner, unseren starken Exklusivvertrieb und unsere Partner bei den Maklern und Drittvertrieben, möchte AXA das Unternehmen erster Wahl sein. Wir sind überzeugt davon, dass nur eine exzellente Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern auch optimale Lösungen für unsere Kunden ermöglicht. Über die strategische Initiative "Multi Access" streben wir eine Optimierung des Zusammenspiels von personalem und Direkt-Vertrieb an. Den Kunden stehen damit alle Zugänge zu AXA und damit zu den Vertriebspartnern offen. So wird den Kunden über die zentralen Kontaktkanäle eine individuelle Beratung und Betreuung garantiert.

Um unser strategisches Ziel Unternehmen erster Wahl zu sein, erreichen zu können, ist ein hohes Mitarbeiterengagement unverzichtbar. Hierfür investiert AXA dezidiert in Mitarbeiterförderung und setzt dabei weiterhin auf die Verankerung unserer Kerneigenschaften "aufmerksam, erreichbar und zuverlässig" bei allen Mitarbeitern.

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Auf die AXA Konzern AG, Köln wurde die AXA Beteiligungsgesellschaft GmbH, Köln verschmolzen. Die Felicitas Direktwerbungs GmbH, Wiesbaden wurde in 2012 veräußert. Des Weiteren wurden die AXA Customer Care GmbH, Köln und die AXA Logistic Services GmbH, Köln entkonsolidiert.

Wirtschaft und Versicherungsmarkt 2012

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Entwicklung unserer Gesellschaft fand im Geschäftsjahr 2012 in nachfolgend beschriebenem gesamtwirtschaftlichen und Branchenumfeld statt:

Deutsche Wirtschaft trotzt europäischer Krise

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Jahr 2012 als sehr widerstandsfähig erwiesen. Während die Konjunktur in einigen europäischen Ländern und insbesondere in Südeuropa auf Talfahrt ging, ist die deutsche Wirtschaft weiter gewachsen. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,7 % zu. In den beiden Vorjahren war es mit 3,0 % (2011) und 4,2 % (2010) allerdings sehr viel kräftiger gestiegen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte 2012 hat sich die deutsche Konjunktur deutlich abgekühlt.

Einmal mehr erwies sich der Export als wichtigster Wachstumsmotor der Wirtschaft. Deutschland exportierte im vergangenen Jahr preisbereinigt 4,1 % mehr Waren und Dienstleistungen; gleichzeitig stiegen die Importe lediglich um 2,3 %. Im Inland nahmen der private Verbrauch um 0,8 % und die staatlichen Konsumausgaben um 1,0 % zu. Dagegen konnten die Investitionen keinen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum liefern und gingen zum Teil sogar deutlich zurück.

Der Arbeitsmarkt blieb ebenfalls robust. Nach den ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen um 422.000 - und damit das sechste Jahr in Folge - auf einen neuen Höchststand von 41,6 Millionen gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2012 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2.897.000 Menschen arbeitslos gemeldet, 79.000 weniger als vor einem Jahr. Das entspricht einer um 0,3 Prozentpunkte auf 6,8 % gesunkenen Arbeitslosenquote.

Darüber hinaus hatten die meisten Arbeitnehmer mehr Geld im Portemonnaie. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse betrug der Anstieg der nominalen Tariflöhne und -gehälter 2012 im Durchschnitt 2,6 %. Da sich die Verbraucherpreise im vergangenen Jahr nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 2,0 % erhöhten, ergab sich im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt preisbereinigt ein reales Plus bei den Tariflöhnen und -gehältern von 0,6 %.

Deutsche Versicherungswirtschaft wieder mit Wachstum

Die deutsche Versicherungswirtschaft erzielte im Jahr 2012 wieder ein Wachstum, nachdem sie im Vorjahr zum ersten Mal seit mehr als sechs Jahrzehnten einen Beitragsrückgang in Höhe von 0,4 % hatte hinnehmen müssen. Nach vorläufigen Berechnungen steigerten die im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Versicherer im vergangenen Jahr spartenübergreifend ihre Beitragseinnahmen um 2,0 % auf 181,7 Mrd. Euro (2011: 178,1 Mrd. Euro). Damit blieb die Geschäftsentwicklung unserer Branche auch im fünften Jahr der Finanzmarkt-, Schulden- und Eurokrise stabil.

Allerdings war die Entwicklung in den Versicherungszweigen unterschiedlich. Die Schaden- und Unfallversicherer erzielten ein Beitragsplus von voraussichtlich 3,7 % auf 58,7 Mrd. Euro und damit ihr kräftigstes Wachstum seit 1994. Auch in der privaten Krankenversicherung steht mit voraussichtlich + 2,9 % auf 35,7 Mrd. Euro ein deutliches Wachstum zu Buche. Demgegenüber fiel das Beitragswachstum in der Lebensversicherung einschließlich Pensionskassen und -fonds mit insgesamt + 0,6 % auf 87,3 Mrd. Euro bescheiden aus. Während das Geschäft mit laufenden Beiträgen um 1,1 % auf 64,6 Mrd. Euro zunahm, gingen die Einmalbeiträge um 0,7 % auf 22,7 Mrd. Euro (2011: 22,9 Mrd. Euro) zurück.

Einführungstermin von Solvency II verzögert sich

Im Laufe des Jahres 2012 zeichnete sich ab, dass sich die Einführung der künftigen Aufsichtsregeln der Europäischen Union (EU) für die Versicherungswirtschaft, Solvency II, weiter verzögern wird. So sprach sich die EU-Kommission im September 2012 für eine weitere Studie aus, um die Auswirkungen der im Solvency II-Modell festgelegten Eigenkapitalvorschriften auf langfristige Versicherungsgarantien europaweit zu testen. Dies bedeutet eine Einführung der neuen Eigenkapitalvorschriften für die europäischen Versicherer nicht vor 2015. Die Präsidentin der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hielt Anfang Januar 2013 sogar einen Start des neuen Regelwerks erst 2016 oder gar 2017 für möglich.

Einheitliche Tarife für Männer und Frauen

Seit dem 21. Dezember 2012 bieten die deutschen Versicherer im Neugeschäft nur noch sogenannte Unisextarife an. Hintergrund ist eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus März 2011, dass Versicherer ab diesem Stichtag keine Tarife mehr anbieten dürfen, die nach dem Geschlecht unterscheiden. Davon sind insbesondere private Renten-, Risikolebens-, Berufsunfähigkeitsversicherungen und private Krankenversicherungen betroffen, aber auch weitere Versicherungen wie die Kfz- oder Unfallversicherung, die zuvor auch das Geschlecht als Risikomerkmal herangezogen haben.

Durch Verzögerungen im Gesetzgebungsverfahren konnte das europäische Unisex-Urteil zwar nicht fristgerecht in deutsches Recht umgesetzt werden, ist aber dennoch aufgrund des sogenannten Anwendungsvorrangs des Europarechts nunmehr in Deutschland gültig.

Geschäftsentwicklung des AXA Konzerns

Ergebnisanstieg bedingt durch Kapitalanlageergebnis

AXA Konzern

in Mio. Euro
2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 10.202 10.351
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 9.084 9.297
2. Kapitalanlageergebnis 3.849 2.363
3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung -10.237 -9.544
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -1.638 -1.602
5./6. Sonstige Aufwendungen / Erträge -231 -186
7. Steuern -194 -29
8. Konzernergebnis 633 299

Das Konzernergebnis des AXA Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 112 % auf 633 Mio. Euro deutlich angestiegen. Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf ein stark verbessertes Kapitalanlageergebnis zurückzuführen. Trotz anhaltender Staatschuldenkrise haben sich die Kapitalmärkte zum Teil deutlich erholt, so dass der Abschreibungsbedarf gegenüber dem Vorjahr wesentlich geringer ausfiel. Zudem führten das im Vergleich zum Vorjahr niedrige Zinsniveau sowie das Absinken vereinzelter Risikoaufschläge zu erheblichen Marktwertsteigerungen der festverzinslichen Wertpapiere.

Das gestiegene Ergebnis positiv beeinflusst hat die Schaden- und Unfallversicherung, die ihr Segmentergebnis von rund 291 Mio. Euro (2011: 238 Mio. Euro) insbesondere aufgrund des gestiegenen Kapitalanlageergebnisses sowie rückläufiger Schaden-Kosten-Quote um 53 Mio. Euro und damit um 22 % verbessert hat. Die Lebensversicherung hat mit einem Ergebnis in Höhe von 151 Mio. Euro (2011: 105 Mio. Euro) zum Gesamtergebnis beigetragen. Das Segmentergebnis der Krankenversicherung ist ebenfalls gestiegen und hat mit 46 Mio. Euro (2011: 28 Mio. Euro) zum Konzernergebnis beigetragen. Insbesondere die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung hat im Holding-Bereich zu einem Gewinn von rund 141 Mio. Euro (2011: Verlust von rund 80 Mio. Euro) geführt und das Gesamtergebnis positiv beeinflusst.

Neben dem Konzernergebnis beinhaltet die Gesamtergebnisrechnung gemäß IAS 1 (siehe Seite 86 im Anhang) die aus der Veränderung der Neubewertungsrücklage resultierenden erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen - insbesondere aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren. Im Gesamtergebnis ebenfalls enthalten sind erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste aus Pensionsverpflichtungen, die in diesem Jahr resultierend aus einer deutlichen Absenkung des Rechnungszinssatzes, deutlich angestiegen sind.

Beitragsentwicklung: Einnahmen leicht rückläufig

Der AXA Konzern erzielte im Geschäftjahr 2012 Beitragseinnahmen in Höhe von 10,2 Mrd. Euro, die damit im Vergleich zum Vorjahr um -1,4 % (2011: 10,4 Mrd. Euro) leicht gefallen sind. Während die Beiträge in der Schaden- und Unfallversicherung sowie in der Krankenversicherung gesteigert werden konnten war die Entwicklung im Lebensversicherungsgeschäft rückläufig. Damit erfolgte die Entwicklung der Beiträge analog zum Markttrend.

Konzernbeiträge

in Mio. Euro
2012 2011 +/- (%)
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt 10.202 10.351 -1,4
Inland direkt
- Schaden- und Unfallversicherung 3.543 3.367 5,2
- Lebensversicherung 3.797 4.247 -10,6
- Krankenversicherung 2.530 2.418 4,6
Ausland direkt 82 115 -28,7
Indirekt (Inland und Ausland) 250 204 22,5
TwinStar-Geschäft 293 306 -4,2
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt (inklusive TwinStar) 10.495 10.657 -1,5

Den stärksten Beitragszuwachs erzielte AXA Deutschland im Segment Schaden- und Unfallversicherung. Das inländische Beitragsvolumen wuchs um 5,2 % auf 3,5 Mrd. Euro (2011: 3,4 Mrd. Euro) und resultierte überwiegend aus der Sparte Kraftfahrt im Privatkundengeschäft. Wesentlich für den Erfolg in dieser besonders wettbewerbsintensiven Sparte waren das erfolgreiche Jahreswechselgeschäft sowie eine verbesserte Preispositionierung im Markt, verbunden mit leistungsstarken Tarifen. Daneben erzielten wir in diesem Berichtsjahr auch einen Anstieg der Beiträge im Industrie- und Firmenkundengeschäft. Die Erhöhung der Rückversicherungsquote für Roland Rechtsschutz sowie das Rückversicherungsgeschäft mit Asien und Polen wirkte sich positiv auf das indirekte Geschäft aus.

Im Segment Lebensversicherung gingen die Beiträge um -10,6 % auf 3,8 Mrd. Euro zurück (2011: 4,2 Mrd. Euro). Dies ist im Wesentlichen auf den Rückgang des Einmalbeitragsgeschäft zurückzuführen.

AXA Deutschland erzielte wieder einen Beitragszuwachs im Segment Krankenversicherung. Hier stiegen die Einnahmen um 4,6 % auf 2,5 Mrd. Euro (2011: 2,4 Mrd. Euro). Das Wachstum der gebuchten Bruttobeiträge im Berichtsjahr wurde trotz einer nur moderaten Beitragsanpassung in der Voll- und Zusatzversicherung erzielt dank einer positiven Neugeschäftsentwicklung und hoher Bestandsfestigkeit.

Im direkten Auslandsgeschäft sank das Beitragsvolumen um -28,7 %, was auf die rückläufigen Beitragsentwicklung der ausländischen Tochtergesellschaften und Zweigniederlassungen des Kunstversicherers AXA Art Versicherung zurück zu führen ist.

Verbesserung des Kapitalanlageergebnisses um 1.486 Mio. Euro

Nach einem Rückgang um 827 Mio. Euro (26 %) im Vorjahr verzeichnete der AXA Konzern im Berichtsjahr einen Anstieg des gesamten Kapitalanlageergebnisses um 1.486 Mio. Euro (63 %) von 2.363 Mio. Euro auf 3.849 Mio. Euro.

Das ordentliche Kapitalanlageergebnis, bestehend aus laufenden Erträgen abzüglich Verwaltungsaufwendungen und planmäßigen Abschreibungen auf fremdgenutzten Grundbesitz, liegt mit 2.631 Mio. Euro um 65 Mio. Euro unter dem Vorjahresergebnis (2011: 2.696 Mio. Euro). Insbesondere das niedrige Wiederanlagezinsniveau führte zu einem Rückgang der Erträge aus Rentenpapieren.

Das Ergebnis aus Zu-/Abschreibungen, Abgangsgewinnen/-verlusten und erfolgswirksam erfassten Marktwertänderungen hat sich gegenüber dem Vorjahr um 1.146 Mio. Euro auf 947 Mio. Euro deutlich verbessert. (2011: -199 Mio. Euro). Diese positive Entwicklung ist unter Anderem auf ergebniswirksame Marktwertänderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente zurückzuführen, die gegenüber dem Vorjahr um 458 Mio. Euro auf 561 Mio. Euro gestiegen sind. Bedingt durch das gesunkene Zinsniveau in 2012 und das Absinken vereinzelter Risikoaufschläge konnten insbesondere im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere entsprechende Wertsteigerungen verzeichnet werden. Des Weiteren fielen deutlich geringere Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere als im Vorjahr an, in dem das Kapitalanlageergebnis durch hohe Abschreibungen auf Staatsanleihen aus dem europäischen Währungsraum und durch Verluste aus dem Abgang von Anleihen aus dem GIIPS-Portfolio geprägt war. Durch den Verkauf einzelner festverzinslicher Wertpapiere konnten in 2012 sogar deutliche Gewinne erzielt werden. Der Saldo von Abgangsgewinnen/-verlusten erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 283 Mio. Euro auf 453 Mio. Euro.

Aus Kapitalanlagen der fondsgebundenen Lebensversicherung erzielten wir im Geschäftsjahr 2012 ein nicht realisiertes Ergebnis von 271 Mio. Euro (2011: -133 Mio. Euro), das vollständig den Versicherungsnehmern zugerechnet wurde.

Kosten: Weitere Schritte zu höherer Effizienz wurden erfolgreich umgesetzt - Kosten ohne Sondereffekte in etwa auf Vorjahresniveau

Die Gesamtkosten des AXA Konzerns 2012 liegen mit 2,43 Mrd. Euro über dem Vorjahr (2011: 2,33 Mrd. Euro). Die hierin enthaltenen Provisionen haben sich im Wesentlichen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklungen im Privatkundengeschäft sowie im Maklervertrieb der AXA Krankenversicherung gegenüber dem Vorjahr (2011: 1,05 Mrd. Euro) auf 1,11 Mrd. Euro erhöht.

Die gebuchten Kosten ohne Provisionen liegen mit 1,32 Mrd. Euro um 41 Mio. Euro über dem Vorjahr von 1,28 Mrd. Euro. Der Anstieg gegenüber 2011 resultiert im Wesentlichen aus höheren Kosten zur Finanzierung von Restrukturierungsmaßnahmen sowie aus höheren Projektkosten aufgrund gezielter Investitionen, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns weiter zu steigern.

Die um Einmaleffekte bereinigten Kosten (ohne Provisionen) liegen, trotz inflations- und tarifbedingter Steigerungen von Personal- und Sachkosten, nur um ca. 1 % über den vergleichbaren Kosten des Vorjahres, da der AXA Konzern im Jahr 2012, wie geplant, weitere nachhaltige Einsparungen im Rahmen seines Programms zur Steigerung der Effizienz und der Wettbewerbsfähigkeit "focus to perform" erzielen konnte.

Ertragsteuern: Aufwand von 195,8 Mio. Euro

Bei einem Konzernjahresüberschuss vor Steuern von 829,6 Mio. Euro ergibt sich ein tatsächlicher Ertragsteueraufwand von 195,8 Mio. Euro.

Die sonstigen Steuern führten zu einem Ertrag von 2,0 Mio. Euro, der im Wesentlichen aus der Erstattung von Versicherungsteuer aus Vorjahren resultiert. Damit beträgt der Gesamtsteueraufwand 193,8 Mio. Euro.

Der effektive Ertragsteueraufwand von 195,8 Mio. Euro liegt unter dem zu erwartenden Ertragsteueraufwand von rund 265,5 Mio. Euro.

Aus der entsprechenden Überleitungsrechnung im Anhang auf der Seite 152 geht hervor, dass der geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand in Höhe von rund 51,2 Mio. Euro insbesondere aus steuerfreien Erträgen sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern von rund 24,8 Mio. Euro resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2011: 12,0 Mio. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant höheren Vorsteuerergebnis. Weiterhin führen die geringeren Erträge im Zusammenhang mit Vorjahressteuern zu einer Erhöhung der Steuerquote gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Schaden- und Unfallversicherung: Deutliche Verbesserung des versicherungstechnischen Ergebnisses bei gleichzeitig höherem Kapitalanlageergebnis

Segment Schaden- und Unfallversicherung

in Mio. Euro
2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 3.864 3.671
1 .Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2.816 2.698
2. Kapitalanlageergebnis 463 401
3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung -1.871 -1.878
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -870 -877
5./6. Sonstige Aufwendungen / Erträge -111 -60
7. Steuern -136 -46
8. Segmentergebnis 291 238
Kapitalanlagebestand 9.765 8.990
Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) 100,4 % 103,7 %
Brutto-Schadenquote 63,4 % 65,3 %
Brutto-Kostenquote 31,0 % 30,7 %

Im Geschäftsfeld Schaden- und Unfallversicherung ist das Segmentergebnis im Geschäftsjahr 2012 um 53 Mio. auf 291 Mio. Euro gestiegen (2011: 238 Mio. Euro). Der Anstieg beruht im Wesentlichen auf einem deutlich verbesserten versicherungstechnischen Ergebnis und einem höheren Kapitalanlageergebnis. Daraus resultiert allerdings auch ein erheblicher höherer Steueraufwand von 136 Mio Euro (2011: 46 Mio. Euro) als im Vorjahr.

Die Bruttobeitragseinnahmen erreichten zum Jahresende 2012 ein Niveau von 3.864 Mio. Euro (+193 Mio. Euro). Diese Entwicklung resultiert überwiegend aus der Sparte Kraftfahrt im Privatkundengeschäft. Wesentliche Ergebnistreiber waren hier vor allem Preiserhöhungen im Neugeschäft und im Jahreswechsel (verstärkte Infopflicht im Bestand). Positiv trägt ebenso ein Anstieg im Industrie- und Firmenkundengeschäft bei, im Wesentlichen bedingt durch die Sparte Sach Industrie (Erneuerbare Energien) sowie Profischutz. Auch das Rückversicherungsgeschäft mit Asien und Polen sowie die Erhöhung der Rückversicherungsquote von 87,5 % auf 100 % für Roland Rechtsschutz wirken sich positiv auf das indirekte Geschäft aus.

Das Kapitalanlageergebnis des Segmentes stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 62 Mio. Euro auf 463 Mio. Euro (2011: 401 Mio. Euro). Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich die Lage an den Kapitalmärkten zwar deutlich, jedoch dauerten die Unsicherheiten und die damit verbundene Staatsschuldenkrise weiterhin an. Bedingt durch das gesunkene Zinsniveau in 2012 und das Absinken vereinzelter Risikoaufschläge konnten im Bereich der festverzinslichen Wertpapiere entsprechende Wertsteigerungen verzeichnet werden. Demzufolge ist der Abschreibungsbedarf festverzinslicher Wertpapiere gegenüber dem Vorjahr signifikant gesunken, gleichzeitig jedoch bewirkte das Niedrigzinsniveau einen Rückgang der Erträge aus Rentenpapieren. Durch den Verkauf einzelner Vermögenswerte konnten in 2012 sogar deutliche Gewinne erzielt werden, insbesondere im Bereich der Namensschuldverschreibungen.

Die Aktienmärkte entwickelten sich im vergangenen Geschäftsjahr positiv, was sich ebenfalls in einem gesunkenen Abschreibungsbedarf für 2012 im Bereich der Aktien widerspiegelte.

Die Brutto-Schadenquote sank für das laufende Geschäftsjahr im Segment Schaden- und Unfallversicherung um 1,9 Prozentpunkte auf 63,4 % (2011: 65,3 %). Diese Veränderung war im Wesentlichen durch Tarifsteigerungen und dem Ausbleiben von größeren Naturereignissen im Privatkundengeschäft beinflusst.

Die Brutto-Kostenquote stieg leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 31,0 % (2011: 30,7 %) an. Die Kostenentwicklung war maßgeblich getrieben durch die höhere Vertriebskostenallokation und die Kosten der Versicherungsvermittlung, sowie durch höhere Aufwendungen für die Altersversorgung. Die im Segment erzielten Kostensenkungen aus unserem konzernweiten Programm zur Effizienzsteigerung "focus to perform" wurden dadurch überkompensiert.

Insgesamt lag die Schaden-Kostenquote (Net Combined Ratio) mit 100,4 % um 3,3 Prozentpunkte unter dem Vorjahresniveau (2011: 103,7 %). Diese positive Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gegenüber dem Vorjahr verbesserte Brutto-Schadenquote und sinkende Aufwendungen für die Schadenregulierung durch verminderte Zuführung zur Rückstellungen für interne Schadenregulierung zurückzuführen. Zudem wirkten sich die gestiegenen Boni bei höherer Abwicklung in der Sachsparte Industrie- und Firmenkunden und Privatkunden sowie das verminderte Reservenniveau durch die veränderte Risikosituation auf die Schaden-Kostenquote positiv aus.

Ergebnis in der Lebensversicherung stark verbessert

Segment Lebensversicherung

in Mio. Euro
2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 3.808 4.262
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 3.738 4.181
2 . Kapitalanlageergebnis 2.576 1.586
3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung -5.623 -5.175
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -458 -453
5./6. Sonstige Aufwendungen / Erträge -41 -22
7. Steuern -41 -12
8. Segmentergebnis 151 105
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) 295 337
Kapitalanlagebestand 46.545 43.450
Stornoquote 2,5 % 2,4 %
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 12,0 % 10,6 %

Der Gewinn des Geschäftsbereiches Lebensversicherung ist im Jahr 2012 mit einem Segmentergebnis von 151 Mio. um 46 Mio. Euro gegenüber 2011 deutlich gestiegen. Dieser Anstieg resultierte aus dem erheblich verbesserten Kapitalanlageergebnis bei infolgedessen gestiegenen Versicherungsleistungen für eigene Rechnung.

Die gebuchten Bruttobeiträge gingen um -10,7 % auf 3,8 Mrd. Euro merklich zurück, was in erster Linie auf den Rückgang der Einmalbeiträge um -432 Mio. Euro zurückzuführen ist. Die laufenden Beiträge blieben mit einem Rückgang um -0,7 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Neugeschäft, gemessen in Annual Premium Equivalent (APE = Neugeschäft an laufenden Beiträgen plus 10 % der Einmalbeiträge), sank im Jahr 2012 auf 295 Mio. Euro (-12,7 %). Der Rückgang war ausschließlich durch das reduzierte Neugeschäft gegen Einmalbeitrag getrieben. Das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag konnte entgegen der Marktentwicklung (-3,2 %) auf dem Niveau des Vorjahres stabilisiert werden (+0,2 %). Während wir mit neu positionierten Produkten vor allem im Bereich der Berufsunfähigkeitsversicherung aber auch in der klassischen Rentenversicherung Zuwächse erzielen konnten, ging das Neugeschäft mit fondsgebundenen Rentenversicherungen leicht zurück. Auch im Kollektivgeschäft ergab sich ein leichter Anstieg im Neugeschäft gegen laufenden Beitrag. Das über die Vertriebswege des AXA Konzerns generierte Neugeschäft im Segment Lebensversicherung (einschließlich TwinStar mit einem Volumen von 16 Mio. Euro) zeigte einen Rückgang um 66 Mio. Euro (-17,5 %).

Das Kapitalanlageergebnis des Segmentes stieg im Berichtsjahr deutlich um 990 Mio. Euro auf 2,6 Mrd. Euro. Der Anstieg resultiert in erster Linie aus ergebniswirksamen Marktwertveränderungen sowohl bei den Investmentanteilen unserer Kunden als auch bei den unter der Fair Value Option ausgewiesenen Wertpapieren. Daneben fielen deutlich geringere Abschreibungen auf festverzinsliche Wertpapiere als im Vorjahr an, in dem das Kapitalanlageergebnis geprägt war durch Abschreibungsbedarf auf Staatsanleihen aus dem europäischen Währungsraum aber auch durch entsprechende Veräußerungsverluste.

Der Bestand an Kapitalanlagen stieg im Jahr 2012 spürbar um 7,1 % auf 46,5 Mrd. Euro. Dies ist hauptsächlich auf den zinsinduzierten Anstieg der Marktwerte festverzinslicher Wertpapiere zurückzuführen.

Die gesamten Versicherungsleistungen für eigene Rechnung, die sich im Wesentlichen aus Zahlungen für Abläufe, Rückkäufe, Todesfall- und Rentenleistungen an unsere Kunden sowie den dafür zu bildenden Rückstellungen zusammensetzen, beliefen sich im Jahr 2012 auf 5,6 Mrd. Euro. Dies entspricht einem Anstieg von 8,7 %. Hier machten sich vor allem die Auswirkungen des gestiegenen Kapitalanlageergebnisses und die damit verbundene höhere Zuführung zur Deckungsrückstellung bemerkbar. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung gegenüber unseren Kunden nahm bedingt durch die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses ebenfalls stark zu.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb liegen bei 458 Mio. Euro und damit um 5 Mio. Euro (+1,1 %) nur geringfügig über dem Vorjahreswert von 453 Mio. Euro. Die Kostenquote stieg überwiegend durch das reduzierte Einmalbeitragsvolumen von 10,6 % im Vorjahr auf 12,0 % im Geschäftsjahr 2012.

Die Steuern stiegen um 29 Mio. Euro auf 41 Mio. Euro. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus dem um 77 Mio. Euro verbesserten Ergebnis vor Steuern, aber auch durch die im Vorjahr vorgenommene Auflösung von Steuerrückstellungen für frühere Jahre.

Krankenversicherung: Fortsetzung des hohen Wachstum und deutlich höheres Kapitalanlageergebnis

Segment Krankenversicherung

in Mio. Euro
2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 2.530 2.419
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 2.530 2.419
2. Kapitalanlageergebnis 602 411
3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung -2.743 -2.492
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung -310 -277
5./6. Sonstige Aufwendungen / Erträge -15 -19
7. Steuern -17 -14
8. Segmentergebnis 47 28
Neugeschäft (Annual Premium Equivalent) inkl. gesetzlichem Beitragszuschlag 172 154
Kapitalanlagebestand 14.317 12.493
Schadenquote 80,5 % 79,3 %
Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in % der Bruttobeiträge 12,3 % 11,5 %

Das Geschäftsjahr 2012 zeichnete sich durch ein weiter gestiegenes Neugeschäft und damit verbunden einem deutlich über dem Marktdurchschnitt liegendem Beitragswachstum aus. Dadurch konnte der Marktanteil von 7,0 % auf 7,1 % gesteigert werden. Zudem entwickelte sich das Kapitalanlageergebnis positiv. Das Segmentergebnis betrug 46 Mio. Euro nach 28 Mio. Euro im Vorjahr.

Das Neugeschäft unserer Gesellschaft inklusive des gesetzlichen Beitragszuschlags stieg im Geschäftsjahr 2012 um 11,8 % auf 172 Mio. Euro Jahresbeitrag und entwickelte sich damit deutlich besser als der Markt. Besonders erfolgreich war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Maklerorganisation. Insbesondere in der Vollversicherung konnte dieser Vertriebskanal mit unseren innovativen, kundensegmentspezifischen Tarifen, die auch im abgelaufenen Geschäftsjahr mehrfach ausgezeichnet wurden, sehr gute Verkaufserfolge erzielen. Positiv vermarkteten unsere Vertriebspartner und speziell der Ausschließlichkeitsvertrieb die neuen Zahn-/Ergänzungsprodukte sowie die im Jahr 2010 eingeführten ergänzenden Pflege-Produkte. Dadurch konnte der Bestand der ergänzenden Pflegeversicherten im Berichtsjahr um 20 Tsd. auf 188 Tsd. Versicherte ausgebaut werden.

Die gebuchten Brutto-Beitragseinnahmen wuchsen im Berichtsjahr um 4,6 % auf 2,53 Mrd. Euro. Wegen moderater Beitragsanpassungen in der Voll- und Zusatzversicherung - in der Pflegepflichtversicherung blieben die Beiträge 2012 ein weiteres Mal stabil - trugen hauptsächlich die positive Neugeschäftsentwicklung und die hohe Bestandsfestigkeit zum Beitragswachstum bei. In den gebuchten Bruttobeiträgen sind 173 Mio. Euro (2011: 173 Mio. Euro) aus der Pflegepflichtversicherung enthalten. Das vergleichbare Wachstum des Marktes liegt nach Verbandsschätzungen aus April 2013 bei 2,9 % und ist im Wesentlichen getrieben durch Beitragsanpassungen.

Das Kapitalanlageergebnis verbesserte sich nach den Belastungen als Folge der Staatsschuldenkrise im Vorjahr um 191 Mio. Euro auf 602 Mio. Euro. Der Bestand an Kapitalanlagen stieg im Jahr 2012 um 14,6 % auf 14,3 Mrd. Euro.

Die Versicherungsleistungen für eigene Rechnung erhöhten sich um 10,1 % auf 2,7 Mrd. Euro. Die Leistungsaufwendungen einschließlich der Zuführung zur Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 1,57 Mrd. Euro (+5,0 %) und verzeichneten einen Anstieg leicht oberhalb des Beitragswachstums (+4,6 %). Aufgrund der Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses stieg die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung an.

Die Schadenquote mit Übertragungswerten - berechnet nach der Formel des Verbandes der Privaten Krankenversicherung - stieg um 1,2 Prozentpunkte auf 80,5 %. Davon resultieren 0,9 Prozentpunkte aus der Erhöhung der Deckungsrückstellung.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb stiegen um 11,9 % auf 310 Mio. Euro an. Der Anstieg ist im Wesentlichen durch höhere Abschlussaufwendungen neugeschäftsgetrieben. Die Verwaltungskosten stiegen durch Projektkosten, die durch die Entwicklung und Einführung der Unisex-Tarife verursacht wurden, sowie höhere Vertriebsunterstützungsprovisionen, die aus dem Bestandswachstum resultierten, an. Durch Kostensenkungsmaßnahmen im Rahmen des konzernweiten Programms "focus to perform" konnte der Anstieg jedoch nahezu aufgefangen werden.

Die Steuern stiegen aufgrund der positiven Ergebnisentwicklung mit 17 Mio. Euro um 3 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr an.

AXA Bank: Positive Entwicklung der finanziellen Verhältnisse und wiederum deutlich positives Segmentergebnis

AXA Bank

in Mio. Euro
2012 2011
Kapitalanlageergebnis 31 35
Sonstige Erträge 32 33
Sonstige Aufwendungen -56 -62
Steuern -3 -2
Segmentergebnis 4 4
Cost-Income Ratio 68,4 % 71,3 %
Forderungen an Kunden 399 427
Kundeneinlagen 564 440
Vermögensmanagement 43 55
Depotverwaltung 140 146

Die AXA Bank hat ihre Ertragssituation im Jahr 2012 durch die Ausweitung des Geschäftsvolumens, die anhaltende Fokussierung auf ertragreiches Geschäft, weiterhin konsequentes Kostenmanagement und einen deutlichen Rückgang der Risikovorsorge abermals leicht verbessern können. Aus der normalen Geschäftstätigkeit erzielte die AXA Bank aufgrund der deutlich höheren Netto-Erträge aus Zinsgeschäften ein Segmentergebnis von 4 Mio. Euro. Die AXA Bank ist Bestandteil des Vorsorge- und Vermögensmanagements des AXA Konzerns und Plattform für die vom deutschen AXA Konzern angebotenen Bankprodukte. Im Berichtsjahr hat die Bank ihre Strategie der Beratung von Kunden in Anlageprodukten mit dem Ziel, diese bedarfsgerecht in langfristige Bank- und Vorsorgeprodukte umzuwandeln, weiter verfolgt.

Das Kapitalanlageergebnis lag mit 31 Mio. Euro etwas unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen durch rückläufige Zinserträge im Baufinanzierungs- und Privatdarlehensgeschäft aufgrund der Einstellung des Neugeschäftes sowie durch rückläufige Erträge aus dem Geld- und Wertpapiergeschäft. Der leichte Rückgang in den sonstigen Erträgen resultiert im Wesentlichen aus dem Abschluss eines Kooperationsvertrages mit den Konzerngesellschaften zur Förderung des Einmalbeitragsgeschäftes bzw. der daraus reduzierten Provisionserträge in Höhe von nur noch 2,0 Mio. Euro. Die sonstigen Aufwendungen lagen mit 56 Mio. Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau. Der Rückgang resultiert überwiegend aus wesentlich niedrigeren Zinsaufwendungen bedingt durch eine geringe Verzinsung bei den Kundeneinlagen in 2012 sowie aus den niedrigeren Verwaltungsaufwendungen. Insgesamt verbesserte sich dadurch die Cost-Income Ratio gegenüber dem Vorjahr von 71,3 % auf 68,4 %. Mit der Cost-Income Ratio messen wir unseren operativen Erfolg aus dem Bankgeschäft. Dabei wird insbesondere der im Geschäftsjahr angefallene Verwaltungsaufwand ins Verhältnis zu den wesentlichen Ertragsgrößen der AXA Bank wie dem Zins- und Provisionsüberschuss gesetzt.

Zum Jahresende 2012 beliefen sich die Forderungen an Kunden auf 399 Mio. Euro (2011: 427 Mio. Euro). Die Forderungen bestehen mit 176 Mio. Euro (2011: 208 Mio. Euro) im Wesentlichen aus Immobilienkrediten sowie mit 46 Mio. Euro (2011: 39 Mio. Euro) aus Privatdarlehen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die Einstellung des Neugeschäftes zurückzuführen. Der Bestand der von der Bank angekauften Policendarlehen hat sich nur unwesentlich auf insgesamt 183 Mio. Euro (2011: 188 Mio. Euro) reduziert.

Die Kundeneinlagen haben kurz- und mittelfristigen Charakter. Der Bestand lag zum Jahresende mit 564 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 440 Mio. Euro. Wesentliche Steigerungen waren dabei vor allem im Bereich der täglich fälligen Kundeneinlagen in Höhe von 63 Mio. Euro und bei den befristeten Einlagen in Höhe von 61 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Bestand der fondsgebundenen Vermögensverwaltung sank um 22,0 % auf 43 Mio. Euro; im klassischen Depotgeschäft ermäßigten sich die verwalteten Bestände um 3,6 % auf 140 Mio. Euro.

Holding: Deutliche Ergebnissteigerung wegen besonderer Umstände

Holding

in Mio. Euro
2012 2011
Kapitalanlageergebnis 178 -69
Sonstige Erträge / Aufwendungen -40 -56
Steuern 3 45
Segmentergebnis 141 -80

Das Segmentergebnis der Holding Gesellschaft AXA Konzern AG stieg insbesondere aufgrund von Sondererträgen in 2012 bzw. nicht eingetretenen Belastungen im Vergleich zum Vorjahr um 221 Mio. Euro auf 141 Mio. Euro.

Insbesondere stieg das Kapitalanlageergebnis um 247 Mio. Euro auf 178 Mio. Euro. Neben einem Anstieg bei den Dividenden um 33 Mio. Euro waren in 2011 höhere Abschreibungen auf Immobilienfonds sowie die Bildung von Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit einer Kapitalanlage notwendig. Entscheidend war aber in 2012 die Veräußerung einer Minderheitsbeteiligung, die zu einem Abgangsgewinn in Höhe von 130 Mio. Euro führte.

Der Saldo der Erträge und Aufwendungen verbesserte sich um 16 Mio. Euro auf -40 Mio. Euro. Hierin enthalten ist insbesondere der Zinsaufwand für eigene Pensionsrückstellungen.

Der Steuerertrag sank um -42 Mio. Euro auf 3 Mio. Euro. Dies resultierte insbesondere aus dem höheren Ergebnis, geringeren Vorjahressteuererstattungen sowie geringeren aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge.

Vermögenslage: Kapitalanlagenbestand wächst um 6 Mrd. Euro

Trotz der anhaltenden Staatsschuldenkrise und der damit zusammenhängenden Niedrigzinsphase kam es im Geschäftsjahr 2012 zu einer Erholung an den Kapitalmärkten. Vor allem in der zweiten Jahreshälfte führte die Ankündigung weiterer geldpolitischer Maßnahmen der EZB zu einer Entspannung der Schuldenkrise und damit zu steigenden Aktienkursen und leicht anziehenden Renditen in den Kernländern des Euroraums.

Die Aktienmärkte konnten in 2012 Kursanstiege verzeichnen. Auf kräftige Kurszuwächse zu Jahresanfang folgte im Frühjahr jedoch ein insbesondere durch die europäische Staatsschuldenkrise induzierter erster Rückgang. Über den Erwartungen liegende Unternehmensergebnisse, die Abwendung des griechischen Staatsbankrotts und weitere Leitzinssenkungen der EZB führten dann viele der bedeutendsten Aktienindizes in der zweiten Jahreshälfte neuerlich auf Jahreshöchststände, wobei die Aktienmärkte Europas und Japans zum Jahresende stärker zulegen konnten als jene der USA. Der Deutsche Aktienindex (DAX) notierte Ende Dezember 2012 bei 7.612 Punkten und verzeichnete somit im Vergleich zum Jahresanfang einen Zuwachs von 29 %. Im selben Zeitraum stieg der europäische Aktienmarkt zum Jahresende gemessen am EuroStoxx 50 um 13,8 % auf 2.636 Punkte. Ebenso zeigte der für den amerikanischen Aktienmarkt repräsentative S&P 500 Index einen Kursanstieg von 13,4 % auf 1.426 Punkte.

Im vergangenen Geschäftsjahr blieben die Leitzinsen im US-Raum wie im Vorjahr unverändert bei null bis 0,25 %. Angesichts der schwachen Konjunkturaussichten und der anhaltenden Zurückhaltung der Anleger bei gleichzeitig nachlassendem Preisdruck wurde der Leitzinssatz von der Europäischen Zentralbank in der Mitte des Jahres um 25 Basispunkte auf 0,75 % gesenkt. Der Zinssatz für 10jährige Bundesanleihen sank bis Ende Dezember auf 1,3 % und erreichte damit seinen historischen Tiefstand.

Die Gesellschaften des AXA Konzerns haben die Entwicklung an den Kapitalmärkten genutzt und durch ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen erfüllt. Zudem profitierten die Gesellschaften des AXA Konzerns von den Vorteilen als Unternehmen eines internationalen Versicherungskonzerns, um die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden verstärkt Investitionen in Staatsanleihen der Euro-Kernländer und Unternehmensanleihen der Emerging Markets vorgenommen. Des Weiteren wurde erstmalig in die Anlageklasse Commercial Real Estate Loans investiert sowie das Infrastruktur-Investmentvolumen weiter ausgebaut. Im Rahmen der Durationssteuerung wurden in Lebens- und Krankengesellschaften unter Anderem Vorkäufe auf Staatsanleihen der Euro-Kern-Länder und Anstalten des öffentlichen Rechts getätigt.

Der Buchwert der Kapitalanlagen des AXA Konzerns - einschließlich der gesondert ausgewiesenen Kapitalanlagen aus den fondsgebundenen Lebensversicherungen in Höhe von 2,8 Mrd. Euro (2011: 2,4 Mrd. Euro) - belief sich Ende 2012 auf 74,8 Mrd. Euro gegenüber 68,4 Mrd. Euro zum Vorjahreszeitpunkt. Neben Neuinvestitionen ist die Erhöhung des Kapitalanlagenbestands auf den zinsinduzierten Anstieg der Marktwerte festverzinslicher Wertpapiere zurückzuführen. Insgesamt dominieren im Kapitalanlagebestand weiter die Rentenpapiere (Renten und Rentenfonds) mit einem Anteil von 78,3 % (2011: 77,8 %).

Kapitalanlagen: Anteile (IFRS-Buchwerte) (in %) 2012 2011
Renten 78,3 77,8
Darlehen/Ausleihungen 9,2 9,6
Aktien und Beteiligungen 3,6 4,0
Fremdgenutzter Grundbesitz 1,9 2,0
Sonstige 7,0 6,6

Anstieg der Neubewertungsrücklage

Der Saldo der unrealisierten Gewinne und Verluste der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ist um 3.969 Mio. Euro auf 6.557 Mio. Euro (2011: 2.688 Mio. Euro) gestiegen. Insbesondere das niedrige Zinsniveau hat zu einer Marktwerterhöhung von Rententiteln geführt, die eine Steigerung der unrealisierten Gewinne um 3.686 Mio. Euro auf 6.020 Mio. Euro per Ende 2012 verzeichnen. Die positive Entwicklung an den Aktienmärkten zeigt sich bei Aktien und Publikumsfonds in einer Erhöhung der unrealisierten Gewinne um 69 Mio. Euro auf 252 Mio. Euro. Positive Effekte verzeichnen die Derivate (Cash Flow Hedge) mit einer Steigerung der unrealisierten Gewinne in Höhe von 172 Mio. Euro im Vorjahr auf 285 Mio. Euro im Jahr 2012.

Gewinne und Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren, assoziierten Unternehmen und Sicherungsinstrumenten (Cash Flow Hedges) wurden als Bestandteil des Eigenkapitals in der Neubewertungsrücklage erfasst. Unter Berücksichtigung von latenten Rückstellungen für Beitragsrückerstattung und latenten Steuern führte die Veränderung der unrealisierten Gewinne und Verluste im Berichtsjahr insgesamt zu einem Anstieg der Neubewertungsrücklage um 528 Mio. Euro auf 970 Mio. Euro (2011: 441 Mio. Euro).

Finanzlage: Eigenkapitalbasis unverändert stark

Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2012 knapp 4,6 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2012 für das Geschäftsjahr 2011 rund 430 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Verluste bei Pensionsverpflichtungen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 355 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage erhöhte sich hingegen aufgrund gestiegener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren um 528 Mio. Euro (2011: 71 Mio. Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von 633 Mio. Euro (2011: 299 Mio. Euro) erhöhte sich um 334 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Neubewertungsrücklage und Konzernergebnis wirkten sich demzufolge sehr positiv auf das Konzerneigenkapital aus. Aus dem Ergebnis der AXA Konzern AG 2012 wird für die Hauptversammlung 2013 eine Dividendenzahlung in Höhe von 378,2 Mio. Euro vorgeschlagen.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich verfügt weiterhin - auch im Wettbewerbsvergleich - über sehr gute Ratings im Bereich AA-, A+ bzw. Aa3. Damit gehört die AXA Gruppe auch weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Diese Einstufung gilt ebenso für die deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG (AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung -Fitch-). Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 03. Mai 2013 das AA- (sehr stark) für das Insurers Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmen ausdrückt, bestätigt. Der Ausblick wurde hier aufgrund der insgesamt skeptischen Einschätzung gegenüber dem gesamten Finanzsektor, vor allem vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise auf negativ belassen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die AXA Gruppe am 18. Dezember 2012 mit A+ (stark) und stabilem Ausblick eingestuft. Die Veränderung um eine Stufe von vorher AA- auf A+ begründet S&P insbesondere mit "unsicheren Anlagemärkten, niedrigen Zinsen und der Rezession in der Eurozone". Die Einstufung von Moody's Investors Service Aa3 (sehr stark), Ausblick negativ, wurde am 30. April 2013 bestätigt und hat weiterhin Bestand.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquote - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2012 betragen zwischen 145,5 % und 419,2 % (2011: 135,5 % und 389,7 %); dabei wurden Bewertungsreserven nicht berücksichtigt.

Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität 2012 (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen wiederum eine deutlich verbesserte Überdeckung. Diese beruht einerseits auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Andererseits resultiert die deutlich verbesserte Überdeckung auch aus dem Anstieg der Neubewertungsrücklage im Konzerneigenkapital. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögensgegenstände vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.

Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, sodass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen sollen voraussichtlich ca. 2016 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ihr internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung derart weiter, damit dieses den Anforderungen unter Solvency II genügt und als internes Modell zertifiziert werden kann. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, in 2013 als AXA-Gruppe sowie als AXA Deutschland durch die Aufsichtsbehörden zur Verwendung des internen Modells zertifiziert zu werden.

Die Liquiditätsplanung ist in unserem Konzern fest etabliert und spielt eine bedeutende Rolle bei der Liquiditätssteuerung innerhalb des Unternehmens. Zweimal jährlich findet eine mittelfristige Drei-Jahres-Liquiditätsplanung statt, die die Basis für die zugehörige Kapitalanlagenplanung darstellt. Die laufende Liquiditätsprognose findet zum jeweiligen Monatsende für die nächsten zwölf Monate statt. Eventuell auftretender Liquiditätsbedarf wird konzernintern zur Verfügung gestellt.

Bezüglich der Analyse der Kapitalflussrechnung verweisen wir auf die Seiten 88 und 89.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des AXA Konzerns kann somit für das Geschäftsjahr 2012 im Ergebnis als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden. Welche Ziele und Erwartungen mit den kommenden Geschäftsjahren verbunden sind, beschreiben wir im Ausblick ab Seite 76.

Mitarbeiter: Fokus auf Mitarbeiterentwicklung und Investitionen in die Zukunft

Per 31. Dezember 2012 waren insgesamt 10.486 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2011: 10.898) für den AXA Konzern tätig. Die natürliche Fluktuationsrate lag mit 3,2 % leicht über dem Vorjahresniveau (2011: 2,9 %). Zum Jahresende beschäftigte der AXA Konzern darüber hinaus 537 Auszubildende (2011: 545). Allein im abgelaufenen Jahr 2012 wurden 212 Azubis eingestellt; im Jahresdurchschnitt waren 451 Auszubildende für das Unternehmen tätig. Die Übernahmequote nach Abschluss der Ausbildung betrug 69 %. Zudem bot der AXA Konzern 111 Praktikanten und 75 Stipendiaten die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in der Praxis zu sammeln.

Der AXA Konzern betrachtet seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource und legt daher großen Wert auf deren kontinuierliche Weiterbildung und Entwicklung. Im Bereich der Personalentwicklung sind beispielsweise die sogenannten Förderkreise hervorzuheben, deren Ziel nicht nur die Weiterentwicklung einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist, sondern auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die Bearbeitung strategisch wichtiger Fragestellungen.

Die elf am Konzernförderkreis (KFK) 2012-2014 ausgewählten teilnehmenden Führungskräfte bearbeiten aktuell im Auftrag des Vorstandes das Projektthema "Direktvertrieb im deutschen Vorsorgemarkt: Ausgestaltung strategischer und operativer Ansätze für die Positionierung von Protection-Produkten im Kontext des Multi-Kanal-Ansatzes". Der Projektabschluss ist für das erste Quartal 2014 geplant.

Die Zielgruppe des Nachwuchsförderkreises (NFK) sind leistungsstarke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich persönlich wie beruflich weiterentwickeln möchten und über nachgewiesenes Führungspotenzial verfügen. Die Teilnehmer dieses Kreises haben im Gegensatz zu den Teilnehmern des Konzernförderkreises bislang entweder keine Führungserfahrung oder bekleiden maximal eine Gruppenleiter-Funktion. Im NFK 2012-2014 entwickeln 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bis Anfang 2014 ein Konzept zur Leadgenerierung für Vertriebspartner aus der Inbound Telefonie unter dem Titel "Service-to-Sales".

Neben der Projektarbeit werden für die Teilnehmer des NFK und des KFK individuell konzipierte Seminare und Trainings durchgeführt sowie Treffen mit Vorstandsmitgliedern und Fachexperten zu aktuellen Konzernthemen organisiert. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer regelmäßig individuelles Feedback. Bei der generellen Auswertung aller bisher abgeschlossenen Nachwuchs- und Konzernförderkreise lässt sich erfreulicherweise feststellen, dass etwa die Hälfte aller KFK-Teilnehmer und rund 80 Prozent der NFK-Teilnehmer eine neue oder in der Regel sogar weiterführende Aufgabe übernommen haben.

Komplettiert wird das Förderkreis-Angebot durch die Potenzialkreise der Hauptverwaltung (PTK HVw) und der Regionen (PTK Nord, West, Mitte, Süd). Teilnehmer der Potentialkreise sind Potenzialträger, die noch am Anfang ihrer Karriere bei AXA stehen. Ziel dieses ressortübergreifenden, einjährigen Programms ist es, die Teilnehmer durch Trainings, Projektarbeit und individuelles Feedback früh beim Ausbau ihrer persönlichen, methodischen, unternehmerischen und sozialen Kompetenzen zu unterstützen.

Zusammenfassend betrachtet, bewähren sich die Förder- und Potenzialkreise als effektives Instrument zur Förderung der Entwicklung der Mitarbeiter und leisten mit ihrer Projektarbeit einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensentwicklung.

Neben den Förder- und Potenzialkreisen bietet der AXA Konzern mit dem Vorstandsassistenten-Programm jungen ambitionierten und gut international ausgebildeten Talenten die Möglichkeit, während der zweijährigen Assistenzzeit den jeweiligen Vorstand bei seinen Aufgaben zu unterstützen. Ergänzt wird diese Tätigkeit durch eine individuell abgestimmte Entwicklungsbegleitung und -gespräche, zahlreiche Informationsveranstaltungen, Seminare sowie einer Vertriebshospitation. So soll den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, über das eigene Ressort hinaus unterschiedliche Konzernbereiche und Ressorts näher kennenzulernen.

AXA sieht die Vielfalt seiner Mitarbeiter als Bereicherung und als Treiber für den wirtschaftlichen Erfolg. Bei AXA wollen wir eine Kultur, bei der sich Mitarbeiter wertgeschätzt fühlen und ihr Potenzial voll einbringen können. Im Rahmen von Diversity & Inclusion setzt AXA zwei Schwerpunkte: neben der Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen soll auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert werden. Bereits zum zweiten Mal wird ein ,Gender Mentoring Programm' angeboten, um die persönliche und insbesondere berufliche Entwicklung von Mitarbeiterinnen zu unterstützen. Insgesamt bestehen 20 Teams aus Vorständen oder Bereichsleitern und interessierten Abteilungsleiterinnen. Mentor und Mentee treffen sich hierbei in regelmäßigen Abständen und tauschen sich im Rahmen eines hierarchie-, generationen- und geschlechterübergreifenden Dialogs aus. Seit 2012 wird das Gender Mentoring Programm auch an den Standorten angeboten. Ein zusätzliches von den Teilnehmerinnen gesteuertes Netzwerk wurde in 2012 aufgebaut und wird zukünftig den internen Erfahrungsaustausch zusätzlich fördern. Neben dem ,Gender Mentoring Programm' wurde in 2012 erstmals ein Tandem Projekt als Pilot gestartet. Insgesamt 6 Tandems wurden gebildet. Im Gegensatz zum Mentoring liegt der Schwerpunkt bei den Tandems auf der Vermittlung von konkretem Know-how.

Als familienfreundliches Unternehmen arbeitet AXA an Rahmenbedingungen, die es unseren Mitarbeitern ermöglichen, Familie und Beruf besser miteinander zu vereinbaren. Dazu gehört das Angebot von flexiblen Arbeitszeiten, die Möglichkeit Telearbeit zu nutzen oder auch in Teilzeit zu arbeiten. Für den Fall, dass die Betreuung für den Nachwuchs ausfällt, können Mitarbeiter ein speziell eingerichtetes Büro nutzen, das einen Arbeitsplatz und Spielmöglichkeiten für (Klein-)Kinder kombiniert. Falls die Betreuung nicht ausfällt, sondern das Kind erkrankt, gibt es in Köln, Berlin, Hamburg, Bremen und Hannover einen Laptop-Pool, der es Eltern ermöglicht, ihrer Arbeit in Telearbeit nachzugehen und gleichzeitig ihr Kind zu versorgen.

AXA bietet außerdem für Mitarbeiter-Kinder in Kooperation mit externen Anbietern Plätze für ein Ferienprogramm während der Schulferien an. Das Ferienprogramm für Mitarbeiter-Kinder (Kids@AXA) erfreut sich großer Beliebtheit. In den letzten vier Jahren haben 214 Kinder an verschiedenen Standorten insgesamt über 1.070 hochwertig organisierte Ferientage erlebt.

AXA bietet in Kooperation mit dem Eltern-Service AWO darüber hinaus konzernweit nicht nur schnelle und professionelle Unterstützung und Beratung bei der Organisation qualifizierter Kinderbetreuung an (z. B. Tagesmütter, Au-Pairs, Kindernotfallbetreuung), sondern hilft auch bei der Organisation von Familien- und Pflegeleistungen für ältere und pflegebedürftige Angehörige. Hierbei können Beratungs- und Vermittlungsleistungen von den Mitarbeitern kostenlos in Anspruch genommen werden. Bei der Kindernotfallbetreuung übernimmt AXA sogar die Betreuungskosten für maximal fünf Tage pro Jahr und Kind.

Im Rahmen der Konzernstrategie ,,AXA erste Wahl" ist es das erklärte Ziel der AXA Deutschland, als sog. Lösungsversicherer erste Wahl für Kunden, Aktionäre, Vermittler und Mitarbeiter zu werden. Um mit diesem Konzept im Markt erfolgreich zu sein, ist eine veränderte Verhaltenskultur erforderlich, die dazu ermutigt, in allen Bereichen neue Wege zu gehen. Eine Voraussetzung hierfür ist das konsequente Leben der sogenannten Kerneigenschaften "Erreichbarkeit", "Aufmerksamkeit" und "Zuverlässigkeit", was interne und externe Kundenorientierung gleichermaßen erlebbar werden lässt. Von den Führungskräften wird darüber hinaus erwartet, mögliche Ängste der Mitarbeiter (z. B. davor, einen Fehler zu machen) abzubauen und Entscheidungsfreiheiten zu schaffen, um so alle vorhandenen Potenziale freizusetzen. Dies wird in den drei sog. Führungserwartungen "Vertrauen", "Nachhaltigkeit" und "Empowerment" ausgedrückt. Mit diversen Maßnahmen zum Thema Kundenorientierung und den drei Kerneigenschaften wurden sämtliche Mitarbeiter des Innendienstes durch das Projekt "Change für AXA erste Wahl" von 2009 bis 2012 dabei unterstützt. Im vergangenen Jahr konnten die Teams beispielsweise zwischen E-Learnings, Workshops und Vorträgen wählen. Fast alle Teams machten von einer dieser Maßnahmen Gebrauch und steigerten somit ihr Verständnis von Kundenorientierung, denn die Umsetzung dieser Strategie lebt von der Begeisterung und dem Engagement der Mitarbeiter. Nach Durchführung der Maßnahmen wurde das Projekt Ende 2012 planmäßig abgeschlossen. Damit geht selbstverständlich nicht das Ende aller Change-Aktivitäten einher, vielmehr werden die Inhalte in die Verantwortung der Linie bzw. der Führungskräfte übergeben.

Um den Fortschritt der Strategieumsetzung zu messen, wurde wie in den vergangenen Jahren auch in 2012 die "Maßstab"-Befragung fortgeführt. Die Ergebnisse liefern wertvolle Hinweise, wie weit AXA in den Augen ihrer Mitarbeiter bereits auf dem Weg zum Lösungsversicherer und zum Unternehmen erster Wahl in Bezug auf die Umsetzung der definierten Kerneigenschaften "Erreichbarkeit", "Aufmerksamkeit" und "Zuverlässigkeit" ist. Die Befragungsergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass eine Sensibilisierung für das Thema Kundenorientierung bei unseren Mitarbeitern stattgefunden hat. Die letzte Befragung im September 2012 bestätigt, dass wir das Erreichte sichern und unsere Werte stabilisieren konnten. Mit Abschluss des Change-Projektes wird auch die Maßstab-Befragung nicht weiter fortgeführt.

Neben der Maßstab-Befragung bittet AXA bereits seit 1998 alle Mitarbeiter in der Befragung "Scope" um eine detaillierte und ehrliche Meinung zu Themen wie Arbeitszufriedenheit, Unternehmenskultur und Anerkennung. Eine große Mehrheit der Mitarbeiter nimmt diese Chance Jahr für Jahr wahr, und in 2012 konnte wieder eine gute Beteiligungsquote von über 70 Prozent erzielt werden. Auch angesichts der aktuellen Entwicklungen im Konzern, die für viele Mitarbeiter große Veränderungen mit sich bringen, gibt es erfreuliche Ergebnisse. So liegt die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit der eigenen Arbeit, der direkten Führungskraft und der Entlohnung auf einem hohen Niveau, das den Durchschnitt anderer befragter Unternehmen in Deutschland bzw. in der Finanzdienstleistungsbranche teilweise deutlich übertrifft. Neben der Abfrage der quantitativen Messergebnisse verfolgt Scope vor allem das Ziel, Möglichkeiten zur Verbesserung im Unternehmen zu identifizieren. Wie in den vergangenen Jahren werden die Ergebnisse von Scope 2012 auf allen Ebenen des Konzerns intensiv diskutiert, um Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterbindung und Arbeitszufriedenheit abzuleiten.

Auf dem Weg zum Unternehmen erster Wahl und als Teil der gruppenweiten Strategie "Ambition AXA" ist der Aufbau einer Unternehmenskultur, die von Vertrauen und Leistungsbereitschaft geprägt ist, ein zentrales Element. Basis dieser Kultur ist die so genannte blaue Führungskultur, die durch das weltweit anerkannte Befragungsinstrument Organizational Culture Inventory (OCI) gemessen wird. Die Befragung zur aktuellen Unternehmenskultur wurde erstmalig im Oktober 2011 durchgeführt. Die OCI Ergebnisse sind Ausgangspunkt für die Diskussion über die Unternehmenskultur und sind richtungweisend für die notwendigen kulturellen Veränderungen. In 2012 haben unter anderem in allen Ressorts Workshops stattgefunden, um konkrete Verhaltensänderungen anzustoßen und den blauen Führungsstil im Unternehmen weiter zu verankern.

Im Rahmen des AXA Shareplans können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits seit 1998 jedes Jahr zu besonders attraktiven Konditionen AXA Aktien erwerben. Im Jahr 2012 haben 2.454 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Chance genutzt. Im Vergleich zum Vorjahr (2011: 2.997) ist die Teilnahme gesunken. Der Rückgang betrug rund 18 % und entspricht damit dem Trend in der AXA Gruppe. Die Teilnehmer investierten insgesamt 3,8 Mio. Euro (2011: 4,7 Mio.) in den AXA Shareplan und drückten somit ihr Vertrauen in den künftigen Unternehmenserfolg aus. Dies ist angesichts der noch immer anhaltenden Finanzmarktkrise und der volatilen Kapitalmärkte ein gutes Ergebnis und ein unverändertes Zeichen, dass die Belegschaft auch in schwierigen Zeiten an den Erfolg der AXA glaubt.

Auch in 2012 hat die AXA Konzern AG wichtige Projekte abschließen können und ein stabiles Ergebnis erwirtschaftet, das ohne das große Engagement und die hohe Leistungsfähigkeit der Belegschaft nicht möglich gewesen wäre. Daher gilt unser besonderer Dank all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich durch Flexibilität, Kollegialität und hohen Arbeitseinsatz auszeichnen.

Der Dank gilt ferner den betriebsrätlichen Gremien sowie dem Unternehmens-Sprecherausschuss der Leitenden Angestellten für ihre unverändert engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit, die sich auch in diesem Jahr erneut als sehr konstruktiv erwiesen hat. Wir sind daher fest überzeugt, dass wir die zukünftigen Herausforderungen gemeinsam erfolgreich meistern werden.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Neues Angebot für Berufseinsteiger

Die erste Stelle, das erste Gehalt - für Berufseinsteiger Symbole für Unabhängigkeit. Doch zur Eigenständigkeit gehört auch, sich erstmals selbst um Absicherung und Vorsorge zu kümmern. Haftpflicht, Berufsunfähigkeit, Hausrat - was geht vor? Und brauche ich eine zusätzliche Kranken- oder Unfallversicherung? Gerade junge Leute haben ein kleines Budget und müssen Prioritäten setzen. Um ihnen dabei zu helfen, hat AXA plan360°Einsteiger entwickelt, eine Rundum-Beratung für die Versicherungs-Neulinge. Auch über die Themen Versicherung und Vorsorge hinaus möchte AXA die junge Zielgruppe unterstützen und bietet ihr auf der Facebook-Seite "startklar!" wertvolle Tipps rund um Jobsuche, Berufseinstieg und Karriereleiter.

Nicht nur Kostenerstatter, sondern Gesundheitsbegleiter

Ein weiteres Konzept der Rundum-Versorgung ist der gesundheitsservice360° für Krankenversicherungskunden - AXA möchte die Kunden nicht nur als Kostenerstatter unterstützen, sondern durchgängig in Gesundheitsfragen beraten und begleiten. Dazu gehört ebenso sehr, die gesunden Kunden durch Präventionsangebote gesund zu erhalten, wie Kranke umfassend zu versorgen. Dafür kooperiert AXA mit Fachärzten und -kliniken. Chronisch Kranke werden von medizinisch ausgebildeten Mitarbeitern begleitet, Schwerkranke im gesamten Therapieablauf und in der Nachsorge von einem persönlichen Ansprechpartner betreut. Zu dem kostenlosen Gesundheitsservice gehört auch eine medizinische Hotline, unter der sich die Kunden über Ärzte, Kliniken, Diagnosen und Medikamente informieren können; online gibt es zusätzliche Serviceangebote wie den Medikamentencheck oder die Ärztesuche.

Bequem vom Sofa: Neue Online-Tools erleichtern das Leben

Auch in anderen Bereichen hat AXA im vergangenen Jahr hilfreiche, kostenlose Online-Tools entwickelt. Zum Thema Pflege gibt es nun ein Onlineportal, auf dem sich Pflegebedürftige, Angehörige und Interessierte informieren und austauschen können - mit Tipps von Experten, einem interaktiven Forum, dem Kummerkasten und kleinen Filmen etwa zu Sturzprävention oder Hygiene. Der Onlinecheck360°ist ein Angebot an Kunden und Interessenten, online und anonym ihre Absicherungs- und Vorsorgesituation analysieren zu lassen. Zusätzlich zur Auswertung gibt es Tipps rund um die eigenen Vorsorge- und Absicherungsmöglichkeiten.

Auf den Online-Seiten "Das Plus von AXA" widmet sich AXA unter anderem der Kindersicherheit: Checklisten für das eigene Zuhause, für die Umgebung rund ums Haus und für den Schulweg zeigen mögliche Gefahren für Kinder auf. So möchte AXA Eltern dabei unterstützen, ihre Kinder auf Gefahrensituationen vorzubereiten.

AXA erhält wieder Bestnoten

Focus Money zeichnete die AXA Krankenversicherung im November als "besten Krankenversicherer 2012" aus. Im Auftrag der Zeitschrift hatte die unabhängige Ratingagentur Franke & Bornberg verschiedene Versicherer getestet. Gleich bei mehreren Tests schnitt die AXA Krankenversicherung sehr gut ab, auf Platz 1 lag sie bei Pflegetagegeldtarifen, den Klassiktarifen, den PKV-Beamtentarifen und bei Gesundheitsservices.

Topbewertet wurde 2012 auch die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) von AXA. Das Analysehaus Morgen & Morgen zeichnete die Lebensversicherungen der AXA, der DBV Deutschen Beamtenversicherung und der Deutschen Ärzteversicherung jeweils mit fünf Sternen und somit mit der Bestnote für ihre Berufsunfähigkeitsversicherungen aus. Bewertet haben die Analysten die Erfahrung des Anbieters, die Größe des BU-Bestandes, den Service und die Professionalität im Antrags- und Leistungsbereich. Die Ratingagentur Franke & Bornberg bestätigt das Urteil: alle drei Lebensversicherungen bekamen von den Analysten die Bestnote "FFF" für ihre Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen.

Mit der Gesamtnote "Exzellent" im bAV-Kompetenz-Rating kann sich AXA im Jahr 2012 erneut auf dem Markt der betrieblichen Altervorsorge behaupten. Das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) zeichnete sowohl die AXA Lebensversicherung als auch die DBV Lebensversicherung, die Pro bAV Pensionskasse und die winsecura Pensionskasse mit Höchstnoten aus. Geprüft wurden die Unternehmen in Beratung, Haftung, Service und Verwaltung. AXA konnte in drei Bereichen fünf von fünf Sternen erzielen. Insgesamt 25 Anbieter hat das IVFP in Hinblick auf 86 Kriterien geprüft und bewertet. Mit seinem Gütesiegel möchte das Institut Arbeitgebern die Suche nach einer geeigneten betrieblichen Altersversorgung erleichtern.

Von Herz zu Herz: AXA übernimmt Verantwortung

Durch verschiedene Initiativen beweist sich AXA jedes Jahr aufs Neue als gesellschaftlich verantwortungsvolles Unternehmen. Einen wichtigen Teil der Corporate Responsibility stellt die Initiative AXA von Herz zu Herz dar: der gemeinnützige Verein wurde in Deutschland im Jahr 2000 nach dem Vorbild der französischen Initiative AXA Atout Coeur ins Leben gerufen. Seither engagieren sich AXA Mitarbeiter ehrenamtlich für hilfsbedürftige und kranke Menschen in ihrer Umgebung.

Im Juni 2012 hat AXA wieder eine ganze Woche der unternehmerischen Verantwortung gewidmet, diesmal im Zeichen der Risikoforschung und -aufklärung. Unter anderem waren alle AXA Mitarbeiter weltweit aufgefordert, beim Spendenlauf unter dem Motto "Einmal um die ganze Welt" möglichst viele Kilometer für die gute Sache zurückzulegen - ob zu Fuß oder auf dem Rad. Für jeden erreichten Kilometer spendete die AXA Gruppe einen Euro für ein lokales Projekt. Rund 2.000 Mitarbeiter aus Deutschland beteiligten sich und legten insgesamt 13.741 Kilometer zurück. Mit den aufgerundeten 15.000 Euro konnte AXA von Herz zu Herz über seine Partnerinstitutionen Trainings für rund 150 Kinder anbieten, in denen sie lernten, sich selbst zu verteidigen und zu behaupten.

Im November versteigerte der Verein zudem bereits zum siebten Mal Kunstwerke für den guten Zweck und konnte 8.950 Euro sammeln. Die 40 Kunstwerke stammten aus Schadenabwicklungen und waren von der AXA Art Versicherung gespendet worden. Der Erlös der Auktion ging zu gleichen Teilen an den Blinden- und Sehbehindertenverein Köln und an das Frühförderzentrum Köln-Porz.

Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung unserer Gesellschaft allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck.

Wie durch § 64a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) gefordert, verfügen wir über ein der Größe unserer Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem.

Als Risiko wird gemäß den Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen (MaRisk VA) die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 5) ein, innerhalb dessen Risiken als die Möglichkeit einer negativen künftigen Entwicklung der wirtschaftlichen Lage im Vergleich zur Situation am Bilanzstichtag definiert sind.

Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:

versicherungstechnische Risiken,
Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft,
Risiken aus Kapitalanlagen,
operationale und sonstige Risiken.

Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozesse aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation gemäß dem Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 5-20) dargestellt.

Organisationseinheiten des Risikomanagements

Aufgrund der Komplexität des Versicherungsgeschäfts ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Der Vorstand wie auch das Audit & Risk Committee (ARC) sind zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Das ARC ist das Nachfolgegremium des Risikokomitees und tagte zum ersten Mal im vierten Quartal 2012. Die Risikorunde ist das zentrale Kommunikationsgremium für Risikothemen auf Geschäftsbereichsebene. Bei der Risikorunde liegt besondere Aufmerksamkeit auf der Förderung der Risikokultur über die zentrale Risikomanagementorganisation. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationalen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Zusätzlich werden risikorelevante Themen in diversen Spezialgremien, wie zum Beispiel dem Internal Model Committee, dem Local Risk Reinsurance Committee, dem Asset Liability Committee, dem Kapitalanlageausschuss und weiteren Gremien besprochen.

Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind

der Bereich Value & Risk Management (zentrales Risikomanagement),
die Risikoverantwortlichen für die Steuerung und Kontrolle der Risiken in ihrem jeweiligen Unternehmensbereich (dezentrales Risikomanagement),
der dezentrale Risikomanager pro Ressort für die Koordination aller risikorelevanter Themen innerhalb des Ressorts und
der verantwortliche Aktuar.

Der Chief Risk Officer der AXA Deutschland stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch regelmäßige Berichterstattung an das ARC innerhalb der Gremiensitzungen beziehungsweise ad hoc sicher.

Risikomanagementprozess

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen.

Risikoidentifikation:

Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der ARC-Sitzungen, im Rahmen der strategischen Planung, der Aktualisierung der Risikostrategie und des Materialitätsprozesses, unter anderem durch die Aktualisierung der Risikopolicen und der Dokumentation und Beschreibung operationaler Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Kapitalmarkt- und Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten New Product Process (NPP) bzw. Product Approval Process (PAP) vom Bereich Value & Risk Management unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationaler Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und des Topmanagements sowie einer Bewertung durch die jeweiligen operativen Ansprechpartner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation infolge einer Meldung eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationale Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements. Die vollständige Erfassung aller Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Hierbei werden sowohl die Bewertungen der operationalen und sonstigen Risiken als auch die Risikopolicen erfasst.

Risikoanalyse und -bewertung:

Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Somit können identifizierte Risiken ihrer Wesentlichkeit nach eingeordnet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Wirtschafts-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/strategien definiert werden können.

Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen.

Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen.

Risikosteuerung und -überwachung:

Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll-Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko-/Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limite der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß ihrer Bereitschaft, bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen jedoch das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung beziehungsweise Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt.

Risikokommunikation und -berichterstattung:

Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, sodass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen.

Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte, implementiert. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des regelmäßig zusammenkommenden ARC besprochen, nachdem sie zuvor im Rahmen der weiteren Gremien diskutiert wurden.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung der Sachversicherungssparte betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert, statt an den Einzelgesellschaften AXA Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung und der 2011 neugegründeten AXA easy Versicherung AG, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses Vorgehen unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikofunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich ermöglicht diese 100 %-Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung sowie des Risikomanagements unseres Konzerns.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. So wurde in Erwartung einer sich verstärkenden Konkurrenzsituation am Kfz-Versicherungsmarkt, verbunden mit dem Trend zum Kauf von Versicherungsprodukten mittels Internet, die neue Gesellschaft AXA easy gegründet. Sie hat ihren Betrieb Ende 2011 aufgenommen und bietet nur Kraftfahrt-Produkte ausschließlich über das Internet an.

Die Risikosteuerung unseres Konzerns erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrtversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken bzw. Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung in der Arzt-Haftpflichtversicherung.

Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig den Tarif, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert. Insgesamt haben sich die gebuchten Bruttobeiträge erhöht, im Wesentlichen weil das übernommene Versicherungsgeschäft der AXA Versicherung gestiegen ist.

Gebuchte Beiträge*
Versicherungszweige

in Mio. Euro
Privatkunden Industrie- und Firmenkunden Insgesamt 2012 Insgesamt 2011
--- --- --- --- --- ---
Unfall Brutto 231,0 33,4 264,4 258,4
Netto 196,1 32,5 228,7 226,5
Haftpflicht Brutto 196,7 411,0 607,7 609,1
Netto 163,5 393,3 556,8 562,7
Kraftfahrt Brutto 1.127,8 234,7 1.362,5 1.283,7
Netto 383,6 78,9 462,5 448,9
Sach/Feuer Brutto 548,1 382,9 930,9 889,6
Netto 457,7 352,2 809,9 789,0
Transport/Luftfahrt Brutto 0,0 119,6 119,6 115,7
Netto 0,0 116,4 116,4 112,4
Kredit und Kaution Brutto 0,0 32,5 32,5 31,1
Netto 0,0 29,9 29,9 28,4
Sonstige Brutto 155,3 152,1 307,4 294,2
Netto 100,2 137,7 237,9 224,3
Selbst abgeschlossenes Geschäft Brutto 2.258,9 1.366,2 3.625,2 3.481,8
Netto 1.301,2 1.141,1 2.442,2 2.392,2
In Rückdeckung übernommenes Geschäft Brutto 563,3 480,5
Netto 395,1 361,2
Insgesamt Brutto 4.188,5 3.962,3
Netto 2.837,3 2.753,4

* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG. Die Darstellung zeigt die gebuchten Beiträge vor Konsolidierung.

Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge

2003* 2004 2005 2006 2007* 2008** 2009***
74,4 76,5 72,1 75,8 80,9 77,4 77,8
2010*** 2011**** 2012****
77,0 81,1 75,9

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

** 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

*** ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

**** ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Bei der AXA Versicherung AG sind die verdienten Beiträge insgesamt deutlich über Markt gestiegen, hauptsächlich im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung. In Verbindung mit den intensivierten Sanierungsmaßnahmen, sowie der Optimierung der Schadenregulierung führte dies zu einer Verbesserung der Schadenquote. Ein leicht gegenläufiger Trend entstand durch vermehrte Leitungswasserschäden aufgrund der besonders winterlichen Bedingungen zu Beginn des Jahres 2012. Sowohl bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung als auch bei der AXA easy werden seit 2011 die Risiken vollständig in die AXA Versicherung AG zediert.

Der Schadenaufwand vor Rückversicherung für das selbst abgeschlossene Geschäft hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Eintrittsjahr*

in Mio. Euro
2002+früher 2003 2004 2005 2006 2007
1 Jahr später 3.712,2 3.472,2 3.510,1 4.211,9 4.425,6 4.436,0
2 Jahre später 3.490,5 3.308,8 3.777,5 3.995,4 4.083,0 4.065,9
3 Jahre später 3.404,1 3.634,0 3.751,8 3.880,3 3.891,1 3.895,3
4 Jahre später 3.699,7 3.592,0 3.640,5 3.154,6 3.745,7 3.883,2
5 Jahre später 3.666,9 3.515,5 3.027,5 3.087,1 3.760,3 3.496,8
6 Jahre später 3.601,9 3.014,7 2.983,5 3.593,6 3.393,4
7 Jahre später 3.182,4 2.978,7 3.437,3 3.239,3
8 Jahre später 3.153,3 3.379,6 3.096,0
9 Jahre später 3.521,8 3.043,8
10 Jahre später 3.189,0
Aktueller Aufwand 3.189,0 3.043,8 3.096,0 3.239,3 3.393,4 3.496,8
Kumulierte Zahlungen 2.428,7 2.162,0 2.060,7 2.018,4 1.943,9 1.778,9
Aktuelle Rückstellungen 760,3 881,8 1.035,3 1.220,9 1.449,5 1.717,9
Eintrittsjahr*

in Mio. Euro
2008 2009 2010 2011
1 Jahr später 4.500,5 4.754,0 4.980,1 4.506,7
2 Jahre später 4.148,7 4.433,4 4.315,5
3 Jahre später 4.111,4 4.019,3
4 Jahre später 3.708,6
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Aktueller Aufwand 3.708,6 4.019,3 4.315,5 4.516,3
Kumulierte Zahlungen 1.654,5 1.529,8 1.336,5 983,3
Aktuelle Rückstellungen 2.054,0 2.489,5 2.979,0 3.533,1

* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG und DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Auskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeten Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannten Spätschadenteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar

2003* 2004 2005 2006 2007* 2008** 2009***
6,0 4,1 4,4 5,0 3,7 3,6 6,8
2010*** 2011**** 2012****
3,7 4,8 5,5

Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.

* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

** 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV-WinSelect Versicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. (Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt).

*** ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

**** ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung.

Lebensversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft sind aus Unternehmenssicht biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge. Andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück.

Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer beziehungsweise Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken Rückversicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich - erstmals für das Jahr 2013 - mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert wird dann in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme folgender Teilbestände werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen und enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2012 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Die Deckungsrückstellung des Bestands an Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden weiter laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine positive Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen. Das Liquiditätsrisiko wird gesondert betrachtet.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erzielen die Lebensversicherungsunternehmen bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen Kostendeckungsbeiträge und Gewinnmargen auch aus der Vergütung von Verwaltungsgebühren der Fondsgesellschaften. Diese sind nur dann ausreichend, wenn sich die Fondsvermögen entsprechend der kalkulierten Bestandsfestigkeit entwickeln. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos könnten sich die Fondsguthaben so verringern, dass die angestrebten Gewinnmargen und Kostendeckungsbeiträge nicht mehr erreicht werden.

Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Das angenommene Kundenverhalten wird bei der Verstärkung der Deckungsrückstellung bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Jedoch würde das längere Anhalten des aktuellen Niedrigzinsniveaus dazu führen, dass der Referenzzins gemäß § 5 Absatz 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) in den nächsten Jahren weiter zurückgeht und die Deckungsrückstellung durch eine Erhöhung der Zinszusatzreserve, die unsere Gesellschaften zum Jahresende 2012 bildeten, weiter zu verstärken wäre.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Die folgende Tabelle stellt die Konzentration von versicherungstechnischen Risiken nach Versicherungsarten in Bezug auf Versicherungssummen und Brutto-Deckungsrückstellung dar:

Versicherungssummen* Brutto-Deckungsrückstellung
in Mio. Euro** 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Kapitalversicherungen 35.800 37.151 17.675 18.297
Risikoversicherungen 8.581 7.653 83 76
Rentenversicherungen 43.499 39.396 8.743 8.137
Sonstige Einzelversicherungen 12.294 14.267 3.262 2.780
Kollektivversicherungen 25.938 25.112 7.756 7.200
Zusatzversicherungen 87.707 88.382 1.966 1.886
Selbst abgeschlossene Versicherungen 213.819 211.961 39.485 38.376

* bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.

** dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Winsecura Pensionskasse AG und Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG.

Risiken aus Gesetzesänderungen

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-)Bestand.

Am 25. Juli 2012 erging ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen einen anderen Versicherer, wonach zum einen ein Stornoabzug ohne Vorliegen einer ordnungsgemäßen Stornoabzugsklausel nicht vorgenommen werden darf und zum anderen die Zillmerung als inhaltlich unangemessen angesehen wurde. Mit Beschluss vom 27. November 2012 stellte der BGH ferner klar, dass ein Stornoabzug auch dann nicht erhoben werden darf, wenn der Rückkaufswert über dem Mindestrückkaufswert liegt. Diese Urteile des BGH sind zu beachten. Es werden daher für die Tarifgenerationen 1994 bis Ende 2012 keine Stornokosten mehr erhoben und für die Tarifgenerationen 2001 bis Ende 2007 ist ein Mindestrückkaufswert in Höhe von 50 % des ungezillmerten Deckungskapitals zu berücksichtigen. Hierfür wurden gesonderte Rückstellungen gebildet.

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.

Der BGH hat am 6. Februar 2013 ferner ein Grundsatzurteil zum Themenkomplex Ratenzahlungszuschläge gesprochen. Demnach sind Ratenzahlungszuschläge nicht als Kredit im Sinne des Verbraucherkreditrechtes zu qualifizieren. Damit können Versicherungsnehmer weder bereits gezahlte Ratenzahlungszuschläge zurückverlangen, noch können Verträge auf dieser Grundlage widerrufen werden.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf die noch nicht abschließend gerichtlich geklärte Frage der Europarechtmäßigkeit von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. (a.F. = alte Fassung). Es handelt sich um die Frage, ob die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerruflich ist, Bestand hat, oder ob alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind. Hierzu hat am 24. Januar 2013 bereits eine mündliche Verhandlung vor dem EuGH stattgefunden. Ein Ergebnis hat dieser Termin aber nicht gebracht. Eine Prognose, wann das Verfahren abgeschlossen sein wird, ist nicht möglich; jedenfalls ist nicht vor Ablauf von sechs Monaten mit einem Spruch des EuGH zu rechnen. Kommt der EuGH zu dem Ergebnis, dass die Norm rechtswidrig sei, kann der BGH dennoch (im Einzelfall) entscheiden, dass Versicherungsverträge aufgrund ihres Vertragsverlaufs nicht widerruflich sind. Entscheidet sich der BGH infolge einer Europarechtswidrigkeit aber für eine generelle Widerruflichkeit der Verträge, könnte das folgende Rechtsfolgen haben:

1.) Rückabwicklung

Die Beiträge widerrufener Verträge (abgeschlossen bis zum 31. Dezember 2007 nach VVG a.F.) könnten (zumindest für die letzten drei Jahre) verzinst zurückgefordert werden.

2.) § 9, 152 VVG n.F. (n.F. = neue Fassung)

Die Übergangsvorschriften zum neuen VVG bestimmen, dass auch auf Altverträge seit dem 1. Januar 2009 das neue VVG Anwendung findet. Demnach könnten sich die Rechtsfolgen für nach diesem Datum abgegebene Widerrufserklärungen nach § 9, 152 VVG n.F. richten, das heißt Erstattung der Beiträge für die Zeit nach Widerruf (pro rata temporis-Abrechnung) und - je nach dem, was für den Versicherungsnehmer günstiger ist - Auskehrung des Rückkaufswerts oder Erstattung des Beitrags für das erste Jahr.

3.) Einzelfallentscheidung

Unseres Erachtens gibt es je nach Vertragsverlauf viele Argumente, die dafür sprechen, eine Widerruflichkeit im Einzelfall abzulehnen: Das Widerrufsrecht kann wegen vom Kunden veranlasster Geschäftsvorfälle oder schon wegen mehrjähriger unbeanstandeter Beitragszahlung verwirkt sein.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für den Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Trotz aller Maßnahmen lassen sich versicherungstechnische Risiken jedoch nicht vollständig vermeiden.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass eine Veränderung frühzeitig erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten in Zusammenhang mit der letzten Gesundheitsreform sowie der anstehenden Einführung von Unisex-Tarifen auf (siehe unten).

Reserverisiken

Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben (siehe oben). In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011 und PKV 2012. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung in den Tarifen mit geschlechtsabhängiger Kalkulation. Die Unisex-Tarife sind mit deutlich niedrigerem Zinssatz kalkuliert worden, der bis auf 2,75 % abgesenkt wurde. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 3,9 % liegt noch deutlich über dem Rechnungszins. Die über den Rechnungszins hinaus gehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses in den Bestandstarifen ist die zukünftige Zinserwartung, die mit Hilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen, die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger eine Verzinsung zu erzielen, die deutlich oberhalb des Höchstrechnungszinses von 3,5 % liegt. Wir streben aber durch die Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft die AUZ-Kriterien zu erfüllen.

Risikoverteilung nach Versicherungsarten

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Beiträge und der Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:

Gebuchte Bruttobeiträge*
in Mio. Euro 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 2.045,3 1.953,8
Krankentagegeldversicherungen 93,6 81,0
Krankenhaustagegeldversicherungen 36,2 36,2
Krankheitskostenteilversicherungen 127,6 124,2
Pflegepflichtversicherungen 172,9 173,3
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 54,7 46,6
Sonstige Versicherungen 13,3 15,3
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2.543,5 2.430,4
Pauschalwertberichtigung -13,9 -12,0
Gesamt 2.529,6 2.418,4
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 0,5 0,9
Gesamtes Versicherungsgeschäft 2.530,1 2.419,3

* laufende Beiträge sowie Einmalbeiträge

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen laufenden Beitrag
in Tausend 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 779,3 756,1
Krankentagegeldversicherungen 217,0 212,6
Krankenhaustagegeldversicherungen 459,9 458,8
Krankheitskostenteilversicherungen 536,3 501,5
Pflegepflichtversicherungen 839,3 816,5
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 187,6 167,6
Selbst abgeschlossene Versicherungen 1.536,0 1.487,8
Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen Einmalbetrag
in Tausend 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankentagegeldversicherungen 1,8 1,6
Krankheitskostenteilversicherungen 2,9 1,2
Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung 0,0 0,0
Spezielle Ausschnittsversicherung 1,0 0,9
Auslandsreisekrankenversicherung 890,2 1.020,8
Selbst abgeschlossene Versicherungen 4,8 2,8

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde gesetzlich zudem eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen werden nicht durch Beiträge gedeckt und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Weiterhin müssen auch für Nichtzahler den Alterungsrückstellungen der versicherten Tarife die vorgesehen Mittel zugeführt werden. Da die dazu benötigten Beiträge nicht gezahlt werden, erfolgt die Zuführung zulasten der Versichertengemeinschaft. Letztlich fehlen somit Mittel, um notwendige Beitragsanpassungen stärker abzumildern.

EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-Tarife (spartenübergreifende Thematik)

Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt. Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt.

In Deutschland wird das EuGH-Urteil zu den Unisex-Tarifen voraussichtlich bis Sommer 2013 durch Aufhebung des bisherigen § 20 Abs. 2 Satz 1 AGG umgesetzt. Auch wenn die Umsetzung des Unisex-Urteils nicht fristgerecht bis zum 21. Dezember 2012 durch den deutschen Gesetzgeber erfolgte, bleibt es - auch nach Einschätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - dabei, dass ab dem 21. Dezember 2012 für Neuverträge Unisex-Tarife angeboten werden müssen.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 428 Mio. Euro (2011: 411 Mio. Euro, jeweils ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 116 Mio. Euro (2011: 88 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um pauschale Wertberichtigungen von 61 Mio. Euro (2011: 50 Mio. Euro) vermindert.

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.

Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die AXA Versicherung AG, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Der AXA Konzern verwaltet rund 72 Mrd. Euro (2011: 66 Mrd. Euro) Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherung). Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:

in Mio. Euro bzw. in % des Embedded Value am 31.12. des Geschäftsjahres Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen Veränderung des European Embedded Value (EEV)
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10 % 148,1 137,9 54,1 1,9 % 41,1 1,6 %
Sinken um 10 % -143,8 -134,6 -36,9 -1,3 % -36,0 -1,4 %
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -4.749,0 -4.008,0 616,2 21,8 % 239,2 9,3 %
Sinken um 100 Basispunkte 5.656,6 4.753,2 -818,6 -29,0 % -351,9 -13,7 %
Anstieg um 50 Basispunkte -2.374,5 -2.004,0 298,3 10,6 % 164,0 6,4 %
Sinken um 50 Basispunkte 2.828,3 2.376,6 -336,4 -11,9 % -100,6 -3,9 %
Änderung Aktienvolatilität +25 % 15,3 n/a -63,2 -2,2 % -20,2 -0,8 %
Änderung Zinsvolatilität +25 % 88,1 n/a 12,1 0,4 % -103,5 -4,0 %

Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).

Bei den übrigen Gesellschaften unseres Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung und AXA Easy Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
vor Steuern nach Steuern
--- --- --- --- ---
in Mio. Euro 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10 % 52,72 102,14 51,66 79,56
Sinken um 10 % -49,77 -96,51 -48,71 -74,13
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -482,39 -396,99 -328,71 -270,75
Sinken um 100 Basispunkte 453,86 401,84 309,27 274,14

Ein großer Teil des Aktienexposures des AXA Konzerns war 2012 über Optionen gegen Marktwertverluste abgesichert. Gleichwohl können bei schwachen Aktienmärkten außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).

Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Der AXA Konzern verfolgt die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter Anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben und beträgt im Geschäftsjahr 66,7 Mrd. Euro (2011: 60,5 Mrd. Euro). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 71 ff.).

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente verteilen sich auf die Ratingklassen wie folgt:

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere

Ratingklassen

in Tsd. Euro
AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
2012 20.909.190 15.666.920 9.083.274 5.121.158 1.652.688 417.423
2011 20.400.091 12.016.542 9.193.016 3.390.088 1.564.349 876.869
Ratingklassen

in Tsd. Euro
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert)
2012 52.850.653
2011 47.440.955

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Ratingklassen

in Tsd. Euro
AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
2012 29.430 350.014 1.981.056 2.144.166 1.050.589 154.867
2011 130.480 595.256 2.107.242 1.272.619 810.655 950.631
Ratingklassen

in Tsd. Euro
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert)
2012 5.710.121
2011 5.866.883

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko signifikant erhöht. Auch der AXA Konzern hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen sind.

Der AXA Konzern ist zu einem Anteil von 11,6 % (2011: 10,6 %) der Kapitalanlagen (auf Buchwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland, Zypern und Griechenland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden, machen trotz einer Bestandsreduktion in 2012 noch einen Anteil von 2,7 % (2011: 2,5 %) am gesamten Kapitalanlagebestand aus. Dies ist auf Marktwertsteigerungen der "Als zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Anleihen zurückzuführen, die die Bestandsreduktion in 2012 kompensiert haben. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir Abschreibungen auf Anleihen der Peripherieländer auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Der AXA Konzern hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities) im Marktwert von 541 Mio. Euro (2011: 435 Mio. Euro). Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch stark steigende Kreditaufschläge und durch Ausfälle im Referenzportfolio in den Vorjähren deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Der Nominalwert beträgt wie im Vorjahr 510 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von -135 Mio. Euro (2011: -304 Mio. Euro). Die auf gesunkene Credit Spreads basierende deutliche Marktwerterholung in 2012 wurde im Konzernabschluss als erfolgswirksame Zuschreibung erfasst. Ein Verlust des Nominalbetrags kann nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des Referenzportfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLO's (Collateralized Loan Obligations) mit einem Nominalwert von 866 Mio. Euro (2011: 917 Mio. Euro) und einem Zeitwert von 727 Mio. Euro (2011: 692 Mio. Euro).

Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen.

Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen (Nominalwert von 745 Mio. Euro; 2011: 1,0 Mrd. Euro) enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen das Risiko, dass ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und gegebenenfalls das Kapital herabgesetzt werden kann. Aus diesem Grunde wurden im Geschäftsjahr 2012 bei endfälligen Genussscheinen Verluste realisiert.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften ihren Verpflichtungen gegenüber ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Ein eventuell auftretender unvorhergesehener Liquiditätsbedarf wird konzernintern ausgeglichen.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb unseres Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management (ALM)-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell begrenzt verfolgt.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management-Komitees und des Kapitalanlageausschusses wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers (CIO) und des Finanzvorstandes besprochen.

Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationale Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden. Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Kontrahenten-Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Marktpreisrisiken gehen wir in Form von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, Spreadrisiken und Marktliquiditätsrisiken aus der Bewertung von Wertpapieren ein. Durch ein aktiveres Asset-Liability-Management gewinnen die Marktpreisrisiken an Bedeutung. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund haben wir dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuern die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken.

Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken haben wir ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus.

Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren.

Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Unsere Gesellschaft bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2012 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld einer Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist bezüglich operationaler Risiken insgesamt stabil geblieben, ein leichter Anstieg resultiert aus Modellveränderungen. Dominante Themen sind wie im Vorjahr ausstehende Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.

Diese Standards hat AXA Deutschland im Geschäftsjahr 2012 aktualisiert. Der Roll-out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde gestartet. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA)
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert.

Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.

Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.

Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet. Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 50 Mio. Euro (2011: 51 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs-AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 450 Mio. Euro (2011: 456 Mio. Euro).

Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e.V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Inzwischen wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2 % der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftjahr würde das einem Betrag in Höhe von 25 Mio. Euro (2011: 23 Mio. Euro) entsprechen.

Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag 161 Mio. Euro (2011: 149 Mio. Euro) betrugen.

Zum 31.12.2012 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außen stehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Allgemeine VersicherungsAG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Lebensversicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Lebensversicherungs-AG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Lebens-versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia Versicherungs-AG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG/ AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Ergebnisabführungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2005 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Versicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2005 Überprüfung der angemessenen Barabfindung OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2,0 Mio. Euro (2011: 2,8 Mio. Euro). In Höhe von 55 Mio. Euro (2011: 58 Mio. Euro) wurden Festgelder verpfändet für die Bedeckung von Fremdwährungsverbindlichkeiten im Bereich der Rückversicherung. Weiter wurden Letter of Credit im Bereich der Rückversicherung in Höhe von 17 Mio. Euro (2011: 5,2 Mio. Euro) gegeben.

Mit Vertrag vom November 2012 hat die AXA Konzern AG die von ihr gehaltenen Anteile an der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung Aktiengesellschaft an die IDEAL Lebensversicherung a.G. verkauft. Im Rahmen dieses Vertrages hat die AXA Konzern AG eine auf 5,5 Mio. Euro beschränkte Garantieerklärung abgegeben.

Staatsanleihen in Höhe von 142 Mio. Euro (2011: 303 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten verpfändet.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die verdienten Beiträge der Sachversicherungssparte sind insgesamt deutlich über Markt gestiegen, hauptsächlich im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung. In Verbindung mit den intensivierten Sanierungsmaßnahmen, sowie der Optimierung der Schadenregulierung führte dies zu einer Verbesserung der Schadenquote. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Untersegment Arzt-Haftpflichtversicherung, da die hier vorliegenden neuen Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg infolge der Veränderung der Rechtslage beziehungsweise des Verhaltens der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquoten - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2012 betragen zwischen 121,9 % und 415,2 % (2011: 135,5 % und 389,7 %). Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 haben die Tochtergesellschaften AXA Lebensversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG und AXA Versicherung AG das sogenannte right to renew betreffend ihr Restschuldgeschäft an die AXA France Vie S.A. sowie die AXA France IARD S.A. veräußert. Der bestehende Restschuldbestand wird im Rahmen eines vollumfänglichen Rückversicherungsvertrages mit den oben genannten Parteien rückversichert. Ebenfalls im Januar 2013 erfolgte mit Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht die Auslagerung der Vertragsverwaltung und Leistungsbearbeitung der jeweiligen Restschuldbestände an einen externen Dienstleister.

Die AXA Bank wurde im Januar 2013 durch eine Vereinbarung mit der AXA Konzern AG von potenziellen Rechtsrisiken im Kontext mit der Insolvenz der Lehman Brothers Bankhaus AG, Frankfurt am Main freigestellt.

Mit Unternehmenskaufvertrag vom 9. November 2012 sind sämtliche Aktien der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG von der AXA Konzern AG an die IDEAL Lebensversicherung a.G., Berlin verkauft worden. Dieser Unternehmenskaufvertrag ist im April 2013 wirksam geworden.

Ebenfalls im April 2013 sind die beiden Pensionskassen des AXA Konzerns - die winsecura Pensionskasse AG sowie die Pro bAV Pensionskasse AG - von der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG bzw. der AXA Konzern AG an die AXA Lebensversicherung AG veräußert worden. Es ist beabsichtigt, noch im Geschäftsjahr 2013 die winsecura Pensionskasse AG auf die Pro bAV Pensionskasse AG zu verschmelzen.

Ferner ist geplant, im Geschäftsjahr 2013 die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG auf die AXA Lebensversicherung AG zu verschmelzen.

Darüber hinaus wurde im April 2013 durch den Konzernvorstand der Abschluss von neuen Beherrschungsverträgen zwischen der AXA Konzern AG, Köln und der Inreka Finanz AG, Köln sowie der Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln beschlossen.

Von uns betriebene Versicherungszweige

Lebensversicherung Krankenversicherung Schaden- und Unfallversicherung

Allgemeine Unfallversicherung

Haftpflichtversicherung

Kraftfahrtversicherung

Rechtsschutzversicherung

Feuerversicherung

Einbruchdiebstahlversicherung

Leitungswasserversicherung

Glasversicherung

Sturmversicherung

Verbundene Hausratversicherung

Verbundene Gebäudeversicherung

Hagelversicherung (nur in Rückdeckung übernommen)

Technische Versicherungen

Einheitsversicherung

Transportversicherung

Kredit- und Kautionsversicherung

Versicherung zusätzlicher Gefahren zur Feuer- bzw. Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung (Extended Coverage)

Betriebsunterbrechungsversicherung

Beistandsleistungsversicherung

Sonstige Sachschadenversicherungen

Sonstige Vermögensschadenversicherungen

Vertrauensschadenversicherung

Ausblick

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Nach Einschätzung der Bundesregierung wird sich die deutsche Wirtschaft auch 2013 positiv entwickeln. In ihrem Mitte Januar vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht geht die Regierung für das laufende Jahr von einem Anstieg des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,4 % aus. Sie erwartet, dass die inländische Wirtschaft ihre leichte Schwächephase aus dem letzten Quartal 2012 schnell überwinden und im Laufe des Jahres wieder Tritt fassen wird. Vor diesem Hintergrund ist die Bundesregierung auch für 2014 optimistisch: Nach ihrer Erwartung wird die Wirtschaft im nächsten Jahr mit erwarteten 1,6 % Wachstum wieder stärker anziehen. Damit wird sich die deutsche Wirtschaft wie schon in den vergangenen Jahren spürbar günstiger entwickeln als der Durchschnitt der Eurozone.

Auch der Arbeitsmarkt zeigt sich robust. So wird nach Einschätzung der Bundesregierung die Zahl der Erwerbstätigen, die bereits 2012 mit 41,6 Millionen Menschen einen neuen Höchststand erreicht hatte, im Jahresdurchschnitt 2013 nochmals leicht steigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird aller Voraussicht nach auf einem niedrigen Niveau bleiben.

Versicherungswirtschaft

Für die deutsche Versicherungswirtschaft kann nach dem moderaten Anstieg der Beitragseinnahmen um 2,0 % im vergangenen Jahr aller Voraussicht nach für 2013 mit einem Wachstum in ähnlicher Größenordnung gerechnet werden. Dabei ist unterstellt, dass sich die Lebensversicherung einschließlich der Pensionskassen und -fonds nach zwei Jahren mit rückläufigen Beitragseinnahmen auf dem Niveau des Jahres 2012 stabilisieren wird. In der Privaten Krankenversicherung und ebenso in der Schaden- und Unfallversicherung sind erneut Beitragssteigerungen zu erwarten, die aber voraussichtlich nicht die Wachstumsraten des Jahres 2012 erreichen werden.

Im Bereich der Lebensversicherung stiegen 2012 unter dem Einfluss der Normalisierung des Einmalbeitragsgeschäfts die Beitragseinnahmen marktweit um 0,6 %. Für 2013 prognostiziert der GDV eine stabile Beitragsentwicklung. Dabei wird - trotz der konjunkturellen Eintrübung und der erhöhten Unsicherheit bei den privaten Haushalten - ein weitgehend unverändertes Einmalbeitragsgeschäft und ebenso ein relativ stabiles Geschäft gegen laufenden Beitrag unterstellt.

Die privaten Krankenversicherung erzielten 2012 2,9 % mehr Beitragseinnahmen mehr als in 2011. Für das Jahr 2013 dürfte sich die Eintrübung des gesamtwirtschaftlichen Umfelds vorerst kaum bemerkbar machen. Der PKV-Verband rechnet für 2013 mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen um 3,0 %.

Für 2012 wurde in der Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragswachstum von 3,7 % erzielt, während für 2013 von einem moderateren Beitragsanstieg in Höhe von 2,5 % ausgegangen wird. Nach Aussage des GDV im Dezember 2012 wurde die Entwicklung der Schadenaufwendungen in 2012 auf 3,5 % hochgerechnet. Für die Kraftfahrtversicherung wird dabei von einem vergleichsweise geringeren Anstieg der Schadenaufwendungen in Höhe von 0,5 % ausgegangen.

Niedrigzinspolitik

Das aktuelle Kapitalmarktumfeld mit einer Politik künstlich niedriger Zinsen stellt eine der größten Herausforderungen für die Versicherer dar. Durch ihre gut diversifizierte, langfristige Kapitalanlage konnten die deutschen Lebensversicherer nach derzeitigen Berechnungen des GDV im Jahr 2012 im Durchschnitt eine Nettoverzinsung von etwa 4 % auf ihre Kapitalanlagen erwirtschaften. Damit konnten sie die Auswirkungen der Niedrigzinspolitik für ihre Kunden so weit wie möglich abmildern. Dies gelang unter anderem durch eine Ausweitung der Restlaufzeiten der Kapitalanlagen und die Verbreiterung des Anlagehorizonts in neue Anlageklassen wie beispielsweise in erneuerbare Energien und Infrastrukturprojekte, um die Neuanlagekonditionen zu stärken.

Aussichten und Chancen des AXA Konzerns

Die globale Unsicherheit über die real- und finanzwirtschaftliche Entwicklung sowie das anhaltend niedrige Zinsniveau stellen das Segment Lebensversicherung vor weiterhin große Herausforderungen. Der Garantiezins für Lebensversicherungen lag 2012 unverändert bei 1,75 %. Mit der Einführung von Unisex-Tarifen zum Jahresende 2012 gibt es für Neuverträge nur noch einen Unisex-Tarif mit identischen Beiträgen und Leistungen für Männer und Frauen. Durch den Wegfall der bisherigen Differenzierung von Männern und Frauen und damit dem primären Differenzierungsmerkmal der Sterblichkeit müssen alternative Kriterien der Differenzierung gesucht werden, die eine risikoadäquate Kalkulation gewährleisten. Parallel gilt es, die Attraktivität von Vorsorgeprodukten zu stärken und auf die veränderten Kundenbedürfnisse und -erwartungen einzugehen. Insgesamt ist die Entwicklung der Versicherungsbranche mit Blick auf Vorsorgeprodukte schwer vorherzusagen. Die derzeitige Verunsicherung bei den Verbrauchern und eine damit verbundene Zurückhaltung zum Abschluss langfristiger Altersvorsorgeverträge werden im Jahr 2013 andauern.

Vor dem Hintergrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus passen die AXA Lebensversicherung und die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung für 2013 die laufende Verzinsung (Garantieverzinsung plus Zinsüberschussanteil) für klassische Renten- und Lebensversicherungen moderat auf 3,65 % an. Bisher lag sie bei 3,8 %. Zudem wird unter diesen Rahmenbedingungen ein weiterer deutlicher Anstieg der Zinszusatzreserve für 2013 erwartet.

Als Versicherer ist es unsere Aufgabe, das uns von unseren Kunden in Form von gezahlten Beiträgen anvertraute Kapital langfristig und sicher zu verwalten sowie erhöhte Transparenz zu bieten. Mit der Gesamtverzinsung von bis zu 4,4 % in Kombination mit hohen Sicherheiten machen wir auch unter Verzinsungsgesichtspunkten ein attraktives Vorsorgeangebot. Wie in den Vorjahren hat die AXA Gruppe eine deutlich über dem Marktdurchschnitt liegende Kapitalkraft und Stabilität. Wir sehen das aktuelle Marktumfeld als Chance, uns bei unseren Kunden als aufmerksamer und zuverlässiger Partner zu positionieren und die Kundenbedürfnisse zu bedienen.

Die DBV setzt ihren Erfolgskurs der klaren Ausrichtung auf bedarfsgerechte Versicherungs- und Altersvorsorgelösungen der rund 12 Millionen Personen umfassenden Gruppe der Beamten und Arbeitnehmer des Öffentlichen Dienstes in Deutschland sowie ihrer Familien fort. Der kontinuierliche Dialog und die enge Verbundenheit mit den Kunden sind die Treiber für das maßgeschneiderte Angebot der DBV.

Die Altersstruktur im Öffentlichen Dienst führt mittelfristig zu einem hohen Einstellungsbedarf. Die Zielgruppe der Dienst- und Berufsanfänger wird nach wie vor eines unserer Fokussegmente bilden. Neben der einzigartigen Kombination aus Ansprache, Vertriebszugang und Service werden zielgruppenspezifische Produktlösungen wie zum Beispiel Dienstanfängerpolicen angeboten, die in diesen Kundensegmenten große Wachstumschancen eröffnen.

In dem aktuellen angespannten Marktumfeld kann die Deutsche Ärzteversicherung in zweierlei Hinsicht von ihrer klaren Fokussierung auf das Kundensegment der akademischen Heilberufe profitieren. Zum einen sind wir überzeugt, dass unsere Zielgruppe auch langfristig Wachstumspotenziale bietet. Allein die demografische Entwicklung und die damit einhergehende Alterung der Gesellschaft führen dazu, dass der Bedarf nach medizinischen Dienstleistungen in den nächsten Jahren und Jahrzehnten deutlich ansteigen wird. Zum anderen ermöglicht uns die klare Fokussierung auf die akademischen Heilberufe, genau auf diese Zielgruppe zugeschnittene Produkte und Beratungsleistungen zu entwickeln und anzubieten. Ausgehend von dieser klaren Konzentration unserer Kompetenz und unterstützt von unserer auf langfristige Solidität ausgelegten Kapitalanlagestrategie wollen wir uns in Zukunft noch starker als Qualitätsanbieter positionieren und vom Wettbewerb abgrenzen. Insgesamt sehen wir daher trotz des schwierigen Umfelds gute Chancen, das Geschäft der Deutschen Ärzteversicherung im Jahr 2013 positiv zu entwickeln. Haupttreiber wird dabei wie bisher ein starkes Geschäft mit dem ärztlichen Nachwuchs bleiben, wobei wir daran arbeiten, bislang ungenutzte Potenziale im Bereich der etablierten Heilberufe-Angehörigen zu erschließen.

Unsere Pensionskassen sind im Markt der betrieblichen Altersversorgung außerordentlich gut positioniert. Die bestehenden Annahmerichtlinien für das Kollektivgeschäft treffen bei Vertriebspartnern und Kunden auf gute Akzeptanz. Auch 2013 gehen wir davon aus, dass unsere unveränderten Annahmerichtlinien wettbewerbsfähig bleiben werden. Arbeitgeber haben in immer größer werdendem Umfang mit dem Problem des qualifizierten Führungs- sowie Fachkräftemangels zu kämpfen, welches durch die demographische Entwicklung in Deutschland noch verstärkt wird. Deutsche Arbeitgeber werden gezwungen sein, attraktive Leistungen zur Gewinnung und Bindung von qualifizierten Arbeitnehmern einzurichten. Die betriebliche Altersversorgung bietet hierfür in Form von arbeitgeber- und mischfinanzierten Versorgungsmodellen attraktive Lösungsmöglichkeiten.

AXA hat das Produktangebot für das Neugeschäft in der Pensionskasse auf die Pro bAV Pensionskasse konzentriert. Das Beitragswachstum der winsecura Pensionskasse beschränkt sich somit auf Dynamiken und Neuabschlüsse aus bestehenden (Kollektiv-)verträgen und Bestandsneugeschäft bei verbundenen Unternehmen von Bestandskunden. Durch das reduzierte Neugeschäft geht die winsecura Pensionskasse mittel- bis langfristig von einem sinkenden Prämienvolumen aus. Kurzfristig kann diese Entwicklung durch die Dynamik des Bestandsgeschäftes neutralisiert werden.

Das Produktspektrum der winsecura Pensionskasse spiegelt den Bedarf aus dem Bestand wieder. Die Produkte wurden auf die Kalkulation nach Unisex angepasst, um Bestandsneugeschäft weiterhin anbieten zu können. Die klassischen Rentenversicherungen werden auch weiterhin mit der Einschlussmöglichkeit von Hinterbliebenen- und/ oder Berufsunfähigkeitsabsicherung angeboten, so dass die bereits bekannte und passgenaue Bandbreite von Produkten zur Umsetzung einer betrieblichen Altersversorgung zur Verfügung stehen.

Unsere Pensionskassen betrachten insoweit das Geschäftsjahr 2013 mit Zuversicht und erwarten für die nächsten Jahre Steigerungen bei Bestand und Beiträgen.

Zusammenfassend erwarten wir für das Segment Lebensversicherung in 2013 einen leichten Anstieg des Neugeschäftes und eine Steigerung des operativen Segmentergebnisses; ein deutlicher Rückgang des gesamten Beitragsvolumens ist aber nicht auszuschließen. Stabile Finanzmärkte vorausgesetzt, streben wir für die kommenden Jahre ein moderates Beitragswachstum und eine nachhaltige Steigerung des Unternehmensergebnisses an. Für die betriebliche Altersversorgung erwarten wir im Jahr 2013 ein ausgeglichenes Ergebnis.

Im wichtigsten Segment der privaten Krankenversicherung, den Vollversicherungen, erwarten wir auf Basis unserer erfolgreichen Produkte, unserem Leistungsmanagement gesundheitsservice360° und weiterhin moderater Beitragsanpassungen die Fortsetzung unserer Erfolgsstory, jedes Jahr mehr Menschen bei uns versichert zu haben. Gerade das vergangene Jahr hat deutlich gezeigt, dass wir in der Lage sind, in einem schwierigen Umfeld Marktanteilsgewinne zu erzielen. Unsere Maßnahmen, dem Kunden als Patienten Unterstützung zu bieten, werden wir fortsetzen, um innerhalb des aktuellen rechtlichen Rahmens unsere Möglichkeiten zur Verbesserung der Beitragsstabilität auszuschöpfen. Durch die enge Abstimmung mit Kunden und Vertriebspartnern sowie der Ärzteschaft sind wir zuversichtlich, dabei auch die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern.

Die Rahmenbedingungen für die PKV insgesamt werden natürlich auch vom politischen Umfeld geprägt, wo allerdings 2013 wegen der Bundestagswahl mit keinen direkten wesentlichen Veränderungen gerechnet wird. Allerdings wird sicherlich die Gesundheitspolitik eines der Wahlkampfthemen sein mit Auswirkung auf die Bereitschaft der Kunden, eine private Krankenversicherung abzuschließen.

Ferner hoffen wir weiterhin auf die Bundesregierung und ihre Bereitschaft, den gesundheitspolitischen Kurs der Fairness gegenüber der PKV fortzusetzen. Je mehr Einfluss die PKV auf Qualität, Menge und Preise medizinischer Dienstleistungen bekommt, umso innovativer und damit zukunftsfähiger wird das deutsche Gesundheitssystem werden.

Im Segment der Zusatzversicherungen erwarten wir die Fortsetzung der großen Erfolge unserer innovativen neuen Pflege- und Zahn-Ergänzungsprodukte. Außerdem sind wir bestens aufgestellt, die zunehmende Nachfrage nach betrieblicher Krankenversicherung maßgeschneidert zu erfüllen. Ein wesentlicher Teil hiervon ist die Absicherung von ins Ausland entsendeten Mitarbeitern. Gerade in diesem Segment profitieren wir davon, Teil eines Weltkonzerns zu sein. In jüngerer Vergangenheit geschlossene Verträge mit namhaften Unternehmen sichern beträchtliches Wachstum in diesem Segment.

Zusammenfassend erwarten wir für die private Krankenversicherung in den nächsten Jahren ein Wachstum in den Beiträgen, einhergehend mit einem moderaten Anstieg im operativen Segmentergebnis.

In der Schaden- und Unfallversicherung sehen wir unser Industrie- und Firmenkundengeschäft auf profitablem Wachstumskurs. Gründe für die insgesamt positive Prognose sind unser gut diversifiziertes Portfolio sowie die innovativen und lösungsorientierten Konzepte in Verbindung mit unserer Lösungs- und Beratungskompetenz. Neben internationalen Deckungskonzepten bieten wir Versicherungslösungen für neue wachstumsstarke Branchen, wie zum Beispiel den Markt für regenerative Energien, an. Auf der Grundlage einer konsequenten Ausrichtung unserer Produktkonzepte und Services an den Bedürfnissen unserer Kunden und Vermittler rechnen wir auch für 2013 mit einer weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Industrie- und Firmenversicherer in Deutschland.

Aus der verbesserten wirtschaftlichen Lage der privaten Haushalte wird auch für 2013 ein weiterer Anstieg der Konsumausgaben erwartet. Ebenso wie der GDV rechnen wir daher für das Privatkundengeschäft in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen mit einem moderaten Marktwachstum von etwa 2,5 %. Für unsere Gesellschaft erwarten wir im Privatkundengeschäft einen Beitragszuwachs, wobei wir den Fokus auf ertragreiche Segmente legen. Maßgeblich gestützt wird das erwartete Wachstum durch Beitragsanpassungen im Kraftfahrtversicherungsgeschäft sowie in den Sach- und Haftpflichtversicherungssparten. Darüber hinaus stützen sich unsere Wachstumsprognosen in den Sach-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen auf den sehr erfolgreichen Absatz unserer flexibel auf die individuellen Kundenbedürfnisse ausgerichteten Produktpalette.

Schwerpunkt unserer Aktivitäten im Jahr 2013 ist die weitere Etablierung der AXA easy Versicherung als attraktiver und durchsetzungsfähiger Online-Anbieter im Kraftfahrtversicherungsmarkt. Mit unseren wettbewerbsstarken Tarifen, eingebunden in ein umfassendes Online-Service-Konzept, sehen wir uns hier sehr gut aufgestellt. Durch konsequente Risikoselektierung und schlanke Bearbeitungsprozesse haben wir die Grundlage für eine nachhaltig günstige Preispositionierung geschaffen. Daher gehen wir von einem deutlichen Stück- und Beitragswachstum im Geschäftsjahr 2013 aus.

Deutlich positive Effekte erwarten wir darüber hinaus aus der weiteren gezielten Förderung der Marke DBV als Spezialist für den Öffentlichen Dienst. Mit speziellen Ansprachekonzepten, kombiniert mit besonders auf den Öffentlichen Dienst zugeschnittenen Produktangeboten, sehen wir uns gut aufgestellt.

Im Bereich der Kunstversicherung werden interne Programme zur Effizienz- und Qualitätssteigerung sicherstellen, dass der weltweite Marktausbau effizient und zeitnah vorangetrieben werden kann. So gehen wir für das Jahr 2013 davon aus, dass wir unsere Produktivität weiter steigern können.

Insgesamt werden wir in der Schaden- und Unfallversicherung unsere Strategie eines ertragsorientierten Wachstums bei zugleich kontinuierlicher Verbesserung unserer Prozesse und Services konsequent fortsetzen. Für die Folgejahre erwarten wir daher ein moderates Wachstum sowie eine weitere Steigerung des operativen Segmentergebnisses.

Im Bankgeschäft wollen wir im Jahr 2013 das Wachstum im wiederaufgenommenen Kreditneugeschäft sowie in Einlagen, insbesondere mit mittelfristigen Laufzeiten, in den Mittelpunkt stellen. Für die Jahre 2013 und 2014 wird mit einer leichten Zunahme des Bilanzvolumens, einem deutlich höheren Anteil von Krediten sowie einem moderaten Anstieg der Verwaltungsaufwendungen gerechnet. Daraus resultierend erwarten wir für 2013 unter der Voraussetzung der gleichen Rahmenbedingungen ein deutlich verbessertes Ergebnis.

Für den AXA Konzern insgesamt wird die weitere Entwicklung an den Kapitalmärkten von entscheidender Bedeutung sein: Das Zinsniveau für Anlagen höchster Bonität hat sich 2012 gegenüber dem bereits niedrigen Niveau des Vorjahres nochmals reduziert. Eine zuverlässige Prognose der zukünftigen Zinsentwicklung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich der in Refinanzierungsnot geratenen Staaten der Euro-Zone kaum möglich. Gleiches gilt für die Aktienmärkte, die sich 2012 zwar spürbar erholen konnten, eine valide Prognose jedoch nicht zulassen. Somit bleibt der Kapitalmarkt als Ganzes ein Unsicherheitsfaktor für die Ergebnisentwicklung des Konzerns.

Ungeachtet dieser schwierigen Ausgangslage werden wir unsere auf ertragreiches Wachstum ausgerichtete Politik wie in den Vorjahren weiter fortsetzen und zugleich die kontinuierliche Verbesserung unserer Service- und Kostenstruktur konsequent weiter verfolgen.

Köln, den 08. Mai 2013

Der Vorstand

Konzernjahresabschluss

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2012

Aktiva

in Tsd. Euro Anhang 2012 2011
A. Immaterielle Vermögensgegenstände 1
I. Geschäfts- oder Firmenwert 1.024.239 1.024.239
II. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 488.265 515.381
1.512.504 1.539.620
B. Kapitalanlagen
I. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2 1.416.745 1.363.165
II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 3 37.379 37.003
III. Finanzinstrumente 4
1. Darlehen und Ausleihungen 6.860.361 6.584.832
2. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere 54.470.552 49.207.787
3. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente 7.671.363 7.521.047
IV. Einlagen bei Kreditinstituten 1.468.213 1.354.172
V. Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft 66.467 108.312
71.991.080 66.176.318
C. Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 2.771.306 2.353.012
D. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 5 660.745 617.315
II. Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft 39.552 24.118
III. Steuerforderungen 6 298.576 330.824
IV. Sonstige Forderungen 7 443.532 618.817
1.442.405 1.591.074
E. Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen 13 1.189.501 914.120
F. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Eigengenutzter Grundbesitz 8 32.741 32.638
II. Sachanlagen und Vorräte 9 46.204 54.814
III. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 10 538.027 263.475
IV. Andere Vermögensgegenstände 115.005 145.214
731.977 496.141
G. Rechnungsabgrenzungsposten 11 372.641 408.984
H. Steuerabgrenzung 20 416.835 353.219
80.428.249 73.832.488
Passiva
in Tsd. Euro Anhang 2012 2011
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 79.840 79.840
II. Kapitalrücklage 1.261.491 1.259.007
III. Gewinnrücklagen 1.589.190 2.076.713
IV. Neubewertungsrücklage 969.099 440.839
V. Rücklage aus der Währungsumrechnung -7.576 -7.672
VI. Konzernergebnis, den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 633.451 298.039
VII. Anteile anderer Gesellschafter 20.703 22.628
4.546.198 4.169.394
B. Nachrangige Verbindlichkeiten 12 0 0
C. Versicherungstechnische Rückstellungen 13
I. Beitragsüberträge 747.869 709.687
II. Deckungsrückstellung 49.079.203 47.413.312
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 6.772.767 6.409.797
IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung 8.048.571 4.861.430
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen 23.346 38.980
64.671.756 59.433.206
D. Versicherungstechnische Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung 2.771.306 2.353.012
E. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 14 2.560.589 1.980.086
II. Steuerrückstellungen 15 483.597 427.841
III. Sonstige Rückstellungen 16 575.233 523.218
3.619.419 2.931.145
F. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft 17 2.304.981 2.423.274
II. Depotverbindlichkeiten aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 552.465 567.669
III. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft 66.263 64.823
IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 18 92.857 62.551
V. Sonstige Verbindlichkeiten 19 1.220.755 1.499.441
4.237.321 4.617.758
G. Rechnungsabgrenzungsposten 2.655 3.311
H. Steuerabgrenzung 20 579.594 324.662
80.428.249 73.832.488

Konzerngesamtergebnisrechnung Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Januar bis 31. Dezember 2012

in Tsd. Euro Anhang 2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 21
a) Leben/Kranken 6.338.130 6.681.449
b) Schaden- und Unfall 3.864.063 3.669.698
10.202.193 10.351.147
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Leben/Kranken 6.268.663 6.601.420
b) Schaden- und Unfall 2.816.215 2.695.789
9.084.878 9.297.209
2. Kapitalanlageergebnis 22
a) Leben/Kranken 3.177.104 1.997.253
b) Schaden- und Unfall/Übrige 671.957 366.334
3.849.061 2.363.587
davon: Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 8.865 3.898
3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung 23
a) Leben/Kranken 8.366.127 7.668.954
b) Schaden- und Unfall 1.871.323 1.875.198
10.237.450 9.544.152
4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung 24
a) Leben/Kranken 768.001 725.092
b) Schaden- und Unfall 870.468 877.230
1.638.469 1.602.322
5. Sonstige Erträge 25 312.532 477.272
6. Sonstige Aufwendungen 26 542.956 663.633
7. Steuern 27
a) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 195.748 12.019
b) Sonstige Steuern -1.993 16.742
193.755 28.761
8. Konzernergebnis 28 633.841 299.200
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 633.451 298.039
davon Anteile anderer Gesellschafter 390 1.161

Verkürzte Gesamtergebnisrechnung

in Tsd. Euro 2012 2011
Konzernergebnis 633.841 299.200
Währungsschwankungen 96 998
Unrealisierte Gewinne/Verluste 548.073 78.661
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 548.073 80.846
- aus assoziierten Unternehmen 0 -2.185
Realisierte Gewinne/Verluste -32.023 -7.899
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren -32.023 -7.899
- aus assoziierten Unternehmen 0 0
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten 12.382 26.164
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen -355.535 -57.504
Gesamtergebnis der Periode 806.834 339.620
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zustehend 806.280 338.324
davon Anteile anderer Gesellschafter 554 1.296

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. Euro Bilanz, GuV 2012 2011
1 Betriebliche Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 29 634 299
Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen (netto) 2.146 1.433
Veränderung von Depotforderungen/-verbindlichkeiten 27 -86
Veränderung von Abrechnungsforderungen/-verbindlichkeiten -14 55
Marktwertänderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrument -561 -102
Veränderung der sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten -203 -1.124
Gewinn aus dem Abgang von Kapitalanlagen -583 -275
Verlust aus dem Abgang von Kapitalanlagen 131 105
Veränderung sonstiger Bilanzposten 271 4
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen -7 523
Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit 1.841 832
2 Investitionstätigkeit
Einzahlungen aus dem Verkauf von Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 27 167
Auszahlungen aus dem Erwerb von Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen -231 -292
Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Kapitalanlagen 10.050 8.629
Auszahlungen aus dem Erwerb von übrigen Kapitalanlagen -10.950 -9.115
Sonstige Einzahlungen -1 5
Sonstige Auszahlungen -30 -48
Kapitalfluss aus der Investitionstätigkeit -1.135 -654
3 Finanzierungstätigkeit
Dividendenzahlungen der AXA Konzern AG -431 -150
Auszahlungen aus sonstiger Finanzierungstätigkeit 0 -8
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit -431 -158
4 Zahlungsmittel und -äquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres 10 263 243
5 Liquiditätswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und -äquivalente 275 20
6 Währungskursbedingte Veränderungen der Zahlungsmittel 0 0
7 Zahlungsmittel und -äquivalente zum Ende des Geschäftsjahres 10 538 263

Die Kapitalflussrechnung des AXA Konzerns erläutert den Stand der Zahlungsmittel und -äquivalente (laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestände) zu Beginn und zum Ende des Geschäftsjahres; die Ermittlung erfolgt somit wie in den Vorjahren nach der indirekten Methode.

Im Geschäftsjahr 2012 erhöhte sich der Finanzmittelfonds um 275 Mio. Euro auf 538 Mio. Euro. Hierin enthalten ist ein Abgang in Höhe von 10 Mio. Euro aufgrund der Dekonsolidierung einiger Konzerneinheiten. Von den unter dem Finanzmittelfonds ausgewiesenen liquiden Mitteln sind zum Bilanzstichtag 395 Tsd. Euro (2011: 1,8 Mio. Euro) dem Sicherungsvermögen zugeordnet, so dass eine Verfügung über diesen Teil des Finanzmittelfonds einer Zustimmung des Treuhänders bedarf.

Der Kapitalfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (1) erhöhte sich auf 1.841 Mio. Euro.

Der mit der Investitionstätigkeit verbundene Zahlungsmittelabfluss beträgt 1.135 Mio. Euro.

Die Dividendenzahlung an die Muttergesellschaft erhöhte sich auf 431 Mio. Euro (2011: 150 Mio. Euro). Die Auszahlung aufgrund eines anteilsbasierten Vergütungsprogramms in Höhe von 8 Mio. Euro aus dem Vorjahr ist in 2012 nicht gegeben.

Die erhaltenen Zins- und Dividendenzahlungen sowie die bezahlten Zinsen und Ertragssteuern sind unverändert zum Vorjahr vollständig dem Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit zugeordnet.

Die erhaltenen Zinsen betragen 2.159 Mio. Euro (2011: 1.979 Mio. Euro).

Die gezahlten Zinsen belaufen sich auf 23 Mio. Euro (2011: 12 Mio. Euro).

Die erhaltenen Dividenden betragen 176 Mio. Euro (2011: 198 Mio. Euro).

Die im Kapitalfluss aus betrieblicher Tätigkeit berücksichtigten gezahlten Ertragsteuern betragen 28 Mio. Euro (2011: 165 Mio. Euro).

Konzern-Eigenkapital

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gewinnrücklage
in Tsd. Euro Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Sonstige
--- --- --- --- ---
Stand 01. Januar 2011 79.840 1.269.376 -162.787 2.056.914
Einstellung in die Rücklagen 391.151
Veränderung Konsolidierungskreis -821
Gezahlte Dividende -150.207
Anteilsbasierte Vergütung -10.369
Konzernergebnis
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren
- aus assoziierten Unternehmen
- aus Sicherungsinstrumenten
Währungsschwankungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen -57.537
Gesamtergebnis der Periode -57.537
Stand 31. Dezember 2011 79.840 1.259.007 -220.324 2.297.037
Einstellung in die Rücklagen 298.039
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Dividende -430.035
Anteilsbasierte Vergütung 2.484
Konzernergebnis
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren
- aus assoziierten Unternehmen
- aus Sicherungsinstrumenten
Währungsschwankungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen -355.527
Gesamtergebnis der Periode -355.527
Stand 31. Dezember 2012 79.840 1.261.491 -575.851 2.165.041
Neubewertungsrücklage
in Tsd. Euro Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte und assoziierte Unternehmen Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Sicherungsgeschäften
--- --- ---
Stand 01. Januar 2011 335.811 8.204
Einstellung in die Rücklagen
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Dividende
Anteilsbasierte Vergütung
Konzernergebnis
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 72.846
- aus assoziierten Unternehmen -2.185
- aus Sicherungsinstrumenten 26.163
Währungsschwankungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen
Gesamtergebnis der Periode 70.661 26.163
Stand 31. Dezember 2011 406.472 34.367
Einstellung in die Rücklagen
Veränderung Konsolidierungskreis
Gezahlte Dividende
Anteilsbasierte Vergütung
Konzernergebnis
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 515.879
- aus assoziierten Unternehmen
- aus Sicherungsinstrumenten 12.381
Währungsschwankungen
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen
Gesamtergebnis der Periode 515.879 12.381
Stand 31. Dezember 2012 922.351 46.748
in Tsd. Euro Rücklage aus der Währungsumrechnung Konzernergebnis Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital gesamt
Stand 01. Januar 2011 -8.670 391.151 21.266 3.991.105
Einstellung in die Rücklagen -391.151
Veränderung Konsolidierungskreis 162 -659
Gezahlte Dividende -96 -150.303
Anteilsbasierte Vergütung -10.369
Konzernergebnis 298.039 1.161 299.200
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 101 72.947
- aus assoziierten und Unternehmen -2.185
- aus Sicherungsinstrumenten 1 26.164
Währungsschwankungen 998 998
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen 33 -57.504
Gesamtergebnis der Periode 998 298.039 1.296 339.620
Stand 31. Dezember 2011 -7.672 298.039 22.628 4.169.394
Einstellung in die Rücklagen -298.039
Veränderung Konsolidierungskreis -1.416 -1.416
Gezahlte Dividende -1.063 -431.098
Anteilsbasierte Vergütung 2.484
Konzernergebnis 633.451 390 633.841
Bewertungsgewinne- und Verluste, davon
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 171 516.050
- aus assoziierten Unternehmen
- aus Sicherungsinstrumenten 1 12.382
Währungsschwankungen 96 96
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen -8 -355.535
Gesamtergebnis der Periode 96 633.451 554 806.834
Stand 31. Dezember 2012 -7.576 633.451 20.703 4.546.198

Die Aktien haben einen Nennwert von 2,56 Euro. Die Vorzugsaktien sind ohne Stimmrecht ausgestattet. Im Gegenzug dafür erhalten die Inhaber dieser Aktiengattung gegenüber den Stammaktien, eine um 0,06 Euro höhere Dividende pro Stück, mindestens jedoch eine Dividende von 0,11 Euro pro Stück. Die Aktien sind voll einbezahlt. Bezüglich Erläuterungen zum Kapitalmanagement wird auf Seite 33 ff. im Lagebericht verwiesen.

Anzahl der Aktien Dividende je Aktie

Ausschüttungssumme

T€
in Tsd. Stück 2012 2011 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Stammaktien 26.231 26.231 12,10 13,76 317.392 360.935
Vorzugsaktien 5.000 5.000 12,16 13,82 60.800 69.100
Gesamt 31.231 31.231 378.192 430.035

Für das Geschäftsjahr 2012 handelt es sich um einen Gewinnverwendungsvorschlag.

Direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Beträge

Unrealisierte Gewinne/Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren

in Tsd. Euro
kumuliert 31.12.2012 kumuliert 31.12.2011 Geschäftsjahres- Änderung
Brutto 6.272.401 2.516.095 3.756.306
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -4.957.074 -1.988.700 -2.968.374
Latente Steuern -392.980 -120.756 -272.224
Minderheitsanteile 273 102 171
Netto 922.620 406.741 515.879
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus assoziierten Unternehmen

in Tsd. Euro
kumuliert 31.12.2012 kumuliert 31.12.2011 Geschäftsjahres- Änderung
Brutto -269 -269 0
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung
Latente Steuern
Minderheitsanteile
Netto -269 -269 0
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten

in Tsd. Euro
kumuliert 31.12.2012 kumuliert 31.12.2011 Geschäftsjahres- Änderung
Brutto 284.545 171.989 112.556
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung -219.153 -124.808 -94.345
Latente Steuern -18.647 -12.816 -5.831
Minderheitsanteile 3 2 1
Netto 46.748 34.367 12.381
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus Pensionsplänen

in Tsd. Euro
kumuliert 31.12.2012 kumuliert 31.12.2011 Geschäftsjahres- Änderung
Brutto -876.430 -312.575 -563.855
Latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung 29.539 -11.269 40.808
Latente Steuern 270.997 103.469 167.528
Minderheitsanteile 43 51 -8
Netto -575.851 -220.324 -355.527

Konzern-Anhang

Aufstellungsgrundsätze und Rechtsvorschriften

Die AXA Konzern AG und ihre Konzernunternehmen betreiben Geschäfte in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung, Lebens- und Krankenversicherung, Pensionskassengeschäft, Bankgeschäft und Asset Management. Die Hauptverwaltung des AXA Konzerns befindet sich in Köln, Deutschland. Der Sitz der AXA Konzern AG ist Colonia-Allee 10-20, 51067 Köln, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 672. Muttergesellschaft des Konzerns ist die AXA S.A., Paris. Die AXA S.A., Paris, ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt mit Mehrheit am Grundkapital der AXA Konzern AG beteiligt. Die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln ist mit 25,63 Prozent an der AXA Konzern AG beteiligt.

Der Konzernabschluss wird von der AXA Konzern AG gemäß der Verordnung (EG) 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards in Verbindung mit § 315a HGB nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. Der Vorstand der AXA Konzern AG hat am 08. Mai 2012 den Konzernabschluss aufgestellt. Es ist vorgesehen, dass der Aufsichtsrat der AXA Konzern AG mit Datum vom 06. Juni 2013 den Konzernabschluss billigt. Die Möglichkeit der Änderung des Konzernabschlusses durch die Hauptversammlung besteht nicht.

Seit 2002 gilt die Bezeichnung IFRS für das Gesamtkonzept der vom IASB verabschiedeten Standards. Die bisher vorhandenen Standards werden weiterhin als International Accounting Standards (IAS) bezeichnet. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses werden alle Standards und Interpretationen angewendet, deren Anwendung für das Geschäftsjahr verpflichtend ist und wie sie von der Europäischen Union (EU) übernommen wurden.

Am 31. März 2004 hat das IASB IFRS 4 (Versicherungsverträge) veröffentlicht, welcher erstmals die Bilanzierung und Bewertung von Versicherungsverträgen regelt. Die AXA hat diesen Standard wie vorgeschrieben ab dem 1. Januar 2005 angewendet. Nach IFRS 4.13 besteht für Versicherungsunternehmen während der so genannten Phase I übergangsweise das Recht, die versicherungstechnischen Posten grundsätzlich nach den vorher angewandten Rechnungslegungsvorschriften zu bilanzieren und zu bewerten. Die AXA hat von diesem Recht Gebrauch gemacht und im Einklang mit IFRS 4.25 die unter Bestimmungen des Handelsgesetzbuches (HGB) entwickelten Bilanzierungsmethoden angewandt. Daneben gelten die Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG), des Gesetzes über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG), der auf dieser Grundlage erlassenen Verordnungen und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV). Gemäß IFRS 4.14 gelten jedoch Ausnahmevorschriften für die unter IFRS nicht erlaubten Schwankungs- und Großrisikorückstellungen sowie für Rückversicherungsbeziehungen, die im Abschluss brutto darzustellen sind. Die Schwankungsrückstellungen wurden demnach in der IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung latenter Steuern aufgelöst. Rückversicherungsbeziehungen sind in der Bilanz und im Anhang separat ausgewiesen.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Aufgrund von Rundungsdifferenzen kann es zu geringen Abweichungen zwischen den ausgewiesenen Beträgen kommen.

Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 43 bis 73 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.

Folgende neu erlassene bzw. überarbeitete Standards und Interpretationen sind erst für zukünftige Geschäftsjahre anzuwenden und wurden daher noch nicht berücksichtigt. Teilweise bedarf es noch der Übernahme durch die EU.

IAS 27 - Separate Financial Statements
IAS 28 - Investments in Associates and Joint Ventures
IFRS 9 - Financial Instruments and subsequent amendments (amendments to IFRS 9 and IFRS 7)
IFRS 10 - Consolidated Financial Statements
IFRS 11 - Joint Arrangements
IFRS 12 - Disclosures of Interests in Other Entities
IFRS 13 - Fair Value Measurement
Amendments to IFRS 10, IFRS 11, and IFRS 12 (Transition Guidance)
Amendments to IFRS 10, IFRS 11, and IFRS 12 (Investment Entities)
Amendments to IAS 1 - Presentation of Items of Other Comprehensive Income
Amendments to IAS 19 - Employee Benefits
Amendments to IAS 32 - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
Amendments to IFRS 7 - Disclosures - Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities
Annual Improvements to IFRS (2011)

Vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) wurde weiter der DRS 20 - Konzernlagebericht veröffentlicht, der die Anforderungen an die Konzernlageberichterstattung konkretisiert und auch für einen nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Konzernabschluss verpflichtend anzuwenden ist.

Der IASB hat am 12. November 2009 IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht. Der neue Standard sieht künftig nur noch zwei Kategorien zur Einordnung finanzieller Vermögenswerte vor. Dabei handelt es sich um die Kategorien der Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert. Das bisherige Bewertungs- und Klassifizierungsmodell des IAS 39 soll wegfallen. Die Option, Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert und nicht wie gefordert zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewerten, besteht nur um ein Accounting Mismatch zu vermeiden. Hinsichtlich eingebetteter Derivate enthält der Standard die Neuregelung, dass der Vertrag als Ganzes nach den neuen Kriterien zu klassifizieren ist, wenn es sich um finanzielle Basisverträge innerhalb des Anwendungsbereichs des IFRS 9 handelt und somit eine Trennung nicht mehr vorzunehmen ist. Weiter sieht der Standard für Eigenkapitalinvestments, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, bei der Ersterfassung ein nicht revidierbares Wahlrecht vor, die Wertänderungen aufgrund der Bilanzierung zum beizulegenden Zeitwert nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung sondern im Eigenkapital zu erfassen. Dividenden aus diesem Eigenkapitalinvestment werden erfolgswirksam erfasst.

Am 28. Oktober 2010 wurde eine Ergänzung des IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht.

Für finanzielle Verbindlichkeiten enthält die Ergänzung mit Ausnahme der Fair Value Option keine wesentlichen Änderungen. Fair Value-Veränderungen unter der Fair Value Option aufgrund des eigenen Kreditrisikos sind im sonstigen Ergebnis, sämtliche anderen Fair Value-Veränderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen (one-step-approach). Bezüglich der Ausbuchung übernimmt die Ergänzung zu IFRS 9 die Regelung des derzeit gültigen IAS 39.

Das IASB hat am 16. Dezember 2011 eine weitere Änderung zu IFRS 9 (Financial Instruments) veröffentlicht, die den verpflichtenden Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 vom 1. Januar 2013 auf den 1. Januar 2015 verschiebt. Zusätzlich wird auf angepasste Vorjahreszahlen bei Erstanwendung von IFRS 9 verzichtet. Die Erleichterung führt zu zusätzlichen Anhangangaben nach IFRS 7 im Übergangzeitpunkt. Diese sollen es den Investoren ermöglichen, die Auswirkungen, die die Erstanwendung von IFRS 9 auf den Ansatz und die Bewertung von Finanzinstrumenten hat, zu beurteilen. Die Verschiebung des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunktes impliziert keine Änderung der bereits zur Phase 1 verabschiedeten Regelungen in IFRS 9. Eine frühere Anwendung bleibt weiterhin möglich. Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden und es werden weitere Änderungen erwartet. Die Einführung des Standards wird nach dem jetzigen Stand wesentliche Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte der AXA haben, die aufgrund der zur Zeit noch offenen Anwendungsfragen allerdings noch nicht näher quantifiziert werden können.

Am 12. Mai 2011 wurde vom IASB IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) veröffentlicht.

Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der neue IFRS 10 ist das Ergebnis des Konsolidierungsprojekts des IASB und ersetzt die Konsolidierungsleitlinien im bisherigen IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements), und SIC 12 (Consolidation - Special Purpose Entities). Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab.

IFRS 10 führt ein einheitliches Konsolidierungsmodell für sämtliche Unternehmen ein, welches wie bisher auf die Beherrschung des Tochterunternehmens durch das Mutterunternehmen abstellt. Dabei wird sowohl auf die Beherrschung durch Stimmrechte als auch auf vertragliche Vereinbarungen abgestellt, so dass Zweckgesellschaften, deren Konsolidierung gegenwärtig nach dem Risiko-/Chancen-Konzept des SIC 12 erfolgt, mit einbezogen sind. Das Beherrschungskonzept gemäß IFRS 10 enthält als Elemente Verfügungsgewalt, variable Rückflüsse und die Möglichkeit zur Beeinflussung der variablen Rückflüsse durch Ausübung der Verfügungsgewalt. Unter Verfügungsgewalt versteht man die Möglichkeit, gegenwärtig die Aktivitäten des Beteiligungsunternehmens zu lenken, die wesentlichen Einfluss auf die variablen Rückflüsse haben. Im Unterschied zu dem IAS 27 (2008) stellt der neue Standard die Einzelkriterien in einen stärkeren kausalen Zusammenhang und für die Auslegung einzelner Sachverhalte ist die wirtschaftliche Betrachtungsweise vorherrschend. Das alleinige Abstellen auf Stimmrechtsverhältnisse wird regelmäßig nicht mehr ausreichend sein. Die Änderungen des Konsolidierungskreises aufgrund der Neuregelung sind grundsätzlich retrospektiv abzubilden. Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis des AXA Konzerns, insbesondere im Bereich der Konsolidierung von Spezialfonds, werden derzeit noch analysiert.

Im Zuge der Veröffentlichung des IFRS 10 wurde der alte Standard IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) in IAS 27 (Separate Financial Statements) umbenannt und ebenfalls vom IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Dieser regelt nur noch die unveränderten, auf separate IFRS Einzelabschlüsse anzuwendende Vorschriften. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Bezüglich des verpflichtenden Erstanwendungszeitpunktes 1. Januar 2014 gilt das oben zu IFRS 10 genannte.

IFRS 11 (Joint Arrangements) wurde ebenfalls als Ergebnis des Konsolidierungsprojekts des IASB am 12. Mai 2011 veröffentlicht und regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung (joint control) über ein Gemeinschaftsunternehmen (joint venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (joint operation) ausübt. Der neue Standard ersetzt die Standards IAS 31 (Interests in Joint Ventures) und SIC 13 (Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers). Gleichzeitig wurde IAS 28 (Investments in Associates and Joint Ventures) geändert und an die neuen Vorschriften angepasst. Der Standard wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 11 (Joint Arrangements) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab.

Die wesentliche Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen: Gemeinschaftsunternehmen sind künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren. Bei Vorliegen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit sind Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen, die dem beteiligten Unternehmen direkt zurechenbar sind, unmittelbar im Konzernabschluss des beteiligten Unternehmens zu erfassen. Im AXA Konzern gibt es derzeit keinen Anwendungsfall für eine Konsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen, so dass diese Änderungen sich nach der derzeitigen Lage nicht auswirken werden.

Die Anhangangaben zu Unternehmensverbindungen im Konzernabschluss und Joint Arrangements ergeben sich aus IFRS 12 (Disclosures of Interests in Other Entities). Dieser Standard wurde ebenfalls am 12. Mai 2011 vom IASB veröffentlicht und wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard tritt für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, in Kraft. Das Accounting Regulatory Committee (ARC) hat am 1. Juni 2012 eine Richtlinie verabschiedet, die die erstmalige verpflichtende Anwendung von IFRS 12 (Disclosures of Interests in Other Entities) für am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnende Geschäftsjahre vorschreibt. Eine vorzeitige Anwendung dieser neuen Konsolidierungsstandards wäre freiwillig ab dem EU-Endorsement dieser Standards zulässig. Damit weicht der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von dem Datum des Inkrafttretens am 1. Januar 2013 ab.

Gemäß dem neuen Standard müssen Unternehmen quantitative und qualitative Angaben machen, die es dem Abschlussadressaten ermöglichen, die Art, Risiken und finanziellen Auswirkungen, die mit dem Engagement des Unternehmens bei diesen Beteiligungsunternehmen verbunden sind, zu beurteilen. Der Standard führt die überarbeiteten Angabepflichten zu IAS 27 bzw. IFRS 10, IAS 31 bzw. IFRS 11 und IAS 28 in einem Standard zusammen.

Das IASB und das Financial Accounting Standards Board (FASB) haben am 12. Mai 2011 den gemeinsamen Standard IFRS 13 (Fair Value Measurement) veröffentlicht und dieser wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Der Standard befasst sich mit der Bewertung zum "beizulegenden Zeitwert" (Fair Value) sowie mit den zugehörigen Anhangangaben. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Begriffs Fair Value und der bei der Fair Value-Ermittlung anzuwendenden Methoden; zu einer Ausweitung des Fair Value-Begriffs kommt es jedoch nicht. Bezüglich der Anhangangaben sind die beizulegenden Zeitwerte sämtlicher zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Vermögenswerte und Schulden in Klassen einzuteilen, die u.a. davon abhängen, welche Art von Bewertungsparametern in die Bewertung einfließen. Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA werden insbesondere die neuen erforderlichen Anhangangaben haben. Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 28. Juni 2012 Änderungen an den Übergangsvorschriften von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht. Die Änderungen sind noch nicht von der EU übernommen worden. Ziel der Änderung ist eine Klarstellung der Übergangsvorschriften in IFRS 10. Die Änderungen beinhalten daneben zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt, im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structured entities), die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Dies steht im Einklang mit dem Inkrafttreten von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. Für die verpflichtende Anwendung gilt das oben genannte zu den Standards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12.

Das International Accounting Standards Board (IASB) hat am 31. Oktober 2012 als Änderung zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 die Verlautbarung Investment Entities veröffentlicht. Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden. Die Änderungen nehmen Investmentgesellschaften, dessen Begriff in dem Standard definiert ist, aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 heraus.

Diese konsolidieren die von ihnen beherrschten Unternehmen nicht in ihrem Konzernabschluss, sondern bewerten die zu Investitionszwecken gehaltenen Beteiligungen zum beizulegenden Zeitwert. Die Änderungen sehen weiter verpflichtende Anhangangaben für Investment Entities vor.

Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Die Auswirkungen für den deutschen Konzernabschluss werden derzeit analysiert.

Das IASB hat am 17. Mai 2012 den Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen an den IFRS für 2011 herausgegeben (Improvements to IFRS 2009-2011). Der Standard ist noch nicht von der EU übernommen worden. Dieser Standard enthält kleinere Änderungen an fünf Standards (IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34). Die Änderungen zu IFRS 1, IAS 16 und IAS 34 betreffen die AXA nicht.

Die Änderungen zu IAS 1 beinhalten Klarstellungen zu verpflichtenden oder freiwilligen Angaben für Vergleichsinformationen. Die verpflichtend anzugebende dritte Bilanz bei rückwirkender Änderung von Rechnungslegungsmethoden oder rückwirkender Anpassung oder Umgliederung von Abschlussposten aufgrund von IAS 8 ist immer zu Beginn der verpflichtend anzugebenden Vergleichsperiode anzugeben. Weiter können freiwillig nur einzelne Vergleichsinformationen angegeben werden, ohne dass sich eine Verpflichtung zur Angabe eines vollständigen Vergleichsabschlusses ergibt. Die dazugehörenden verpflichtenden Anhangangaben bezüglich der freiwilligen Vergleichsinformationen sind dann jedoch im Anhang zwingend anzugeben.

Die Änderungen werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA haben, da es derzeit keine Anwendungsfälle von IAS 8 gibt. Bei zukünftigen Anwendungsfällen wird der Standard Beachtung finden.

Die Änderung zu IAS 32 stellt klar, dass die steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen und Transaktionskosten aus der Ausgabe oder dem Rückkauf von Eigenkapitalinstrumenten im Einklang mit IAS 12 zu bilanzieren sind. Als Folge sind in Übereinstimmung mit IAS 12 die steuerlichen Konsequenzen aus Dividendenzahlungen in der Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen, diejenigen aus den Transaktionskosten im Zusammenhang mit Eigenkapitaltransaktionen im Eigenkapital. Die Änderungen treten für Berichtsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Änderungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA, da die steuerlichen Konsequenzen bezüglich Dividendenzahlungen bereits in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Bezüglich Eigenkapitaltransaktionen werden die Regelungen berücksichtigt werden, wenn diese Fälle auftreten.

Die Änderung zu IAS 1 (Presentation of Items of Other Comprehensive Income) wurde am 16. Juni 2011 vom IASB veröffentlicht und wurde am 5. Juni 2012 in europäisches Recht übernommen. Die Änderung betrifft im Wesentlichen die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung. Es besteht weiterhin ein Wahlrecht, die Ergebnisbestandteile Gewinn- und Verlustrechnung bzw. sonstiges Ergebnis in einer einzelnen oder in zwei aufeinanderfolgenden Aufstellungen darzustellen. Weiter ist in dem sonstigen Ergebnis zu erfassen, welche der darin enthaltenen Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht (recycled) werden. IAS 1 in der geänderten Fassung ist ab dem 1. Juli 2012 anzuwenden. Diese Änderungen werden jedoch nur unwesentliche Änderungen bezüglich der Darstellung der Gesamtergebnisrechnung des AXA Konzerns nach sich ziehen, da im Vorjahr im Wesentlichen der geforderten Darstellung schon entsprochen wurde.

Das IASB hat am 16. Juni 2011 Änderungen des IAS 19 (Employee Benefits) veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 5. Juni 2012 in europäisches Recht übernommen. Die Änderungen sind verpflichtend für Geschäftjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die wesentliche Änderung des IAS 19 besteht darin, dass künftig versicherungsmathematische Gewinne und Verluste unmittelbar im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst werden müssen. Das bisherige Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis (OCI) oder der zeitverzögerten Erfassung nach der sogenannten Korridormethode wird abgeschafft. Da die AXA von dem Wahlrecht keinen Gebrauch gemacht hat, haben diese Änderungen keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Eine weitere Änderung besteht darin, dass es künftig keinen erwarteten Ertrag aus dem Planvermögen gibt. Stattdessen wird lediglich die Verzinsung der Nettopensionsverpflichtung berechnet. Zudem ist nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand sofort (unabhängig von der Verfallbarkeit) ergebniswirksam zu erfassen. Der geänderte IAS 19 führt ferner zu umfangreicheren Anhangangaben. Unternehmen müssen künftig erstmals über die Finanzierungsstrategie ihrer Pensionspläne Angaben machen und die Finanzierungsrisiken ihrer Pläne nicht nur beschreiben, sondern auch quantifizieren. Die Auswirkungen der letzt genannten Änderungen auf den AXA Konzern werden derzeit analysiert.

Der IASB hat die Vorschriften zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten überarbeitet und die Ergebnisse am 16. Dezember 2011 in Form von Änderungen an IAS 32 (Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) sowie zu IFRS 7 (Disclosures- Offsetting Financial Assets and Financial Liabilities) veröffentlicht. Beide Änderungen wurden am 13. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. Bei unveränderten Voraussetzungen bezüglich der Saldierung wurden zusätzliche Anwendungsleitlinien konkretisiert. Hierin wird u.a. betont, dass ein unbedingter, rechtlich durchsetzbarer Aufrechnungsanspruch auch bei Insolvenz einer beteiligten Partei vorliegen muss. Die ergänzten Leitlinien sind retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden.

Die in IFRS 7 eingefügten Angabepflichten im Zusammenhang mit bestimmten Aufrechnungsvereinbarungen wurden neu eingefügt. Neben der qualitativen Beschreibung der Aufrechnungsansprüche sind weitere quantitative Angaben vorgesehen. Die Änderungen des IFRS 7 sind retrospektiv für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden.

Im Bundesanzeiger Amtlicher Teil vom 4. Dezember 2012 ist der vom Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee (DRSC) am 14. September 2012 verabschiedete Rechnungslegungs Standard DRS 20 - Konzernlagebericht durch das Bundesministerium der Justiz gemäß § 342 Abs. 2 HGB bekannt gemacht worden. Verpflichtend anzuwenden ist der DRS 20 spätestens ab dem Geschäftsjahr, das nach dem 31. Dezember 2012 beginnt. Eine frühere Anwendung ist zulässig.

Die Berichtsanforderungen aus DRS 5-10 - Risikoberichterstattung von Kredit- und Finanzdienstleistungsinstituten und DRS 5-20 - Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen sind in Anlage 1 bzw. Anlage 2 zum DRS 20 aufgenommen worden. Wesentliche Änderungen zu dem bisherigen Standard betreffen u.a. die Prognoseberichterstattung. Der Prognosezeitraum wird von zwei Jahren auf ein Jahr verkürzt, wobei absehbare Sondereinflüsse auf die Lage nach dem Prognosezeitraum darzustellen und zu analysieren sind. Im Gegenzug dazu werden die Anforderungen an die Prognosegenauigkeit verschärft. Im Rahmen der Darstellung des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns in der Vorperiode abgegebene Prognosen sind mit der tatsächlichen Geschäftsentwicklung zu vergleichen. Bezüglich der Risikoberichterstattung ist bei der Beschreibung des Risikomanagementsystems dessen konzernweite Ausgestaltung darzustellen sowie eventuelle Unterschiede, falls der Risikokonsolidierungskreis von dem Konsolidierungskreis des Konzernabschlusses abweicht. Die Chancenberichterstattung soll an Bedeutung gewinnen, indem auf die Ausgewogenheit der Berichterstattung von Chancen und Risiken hingewiesen wird. Weitere Regelungen sind für kapitalmarktorientierte Unternehmen eingeführt worden, die die AXA jedoch nicht betreffen, da diese nicht kapitalmarktorientiert ist.

Die AXA wird den neuen Standard erst in 2013 anwenden, so dass sich für das Geschäftsjahr 2012 keine Änderungen ergeben werden.

Konsolidierungsgrundsätze und Konsolidierungskreis

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der in- und ausländischen Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften sind einheitlich auf den Stichtag des Jahresabschlusses der AXA Konzern AG (31. Dezember) erstellt und in Abschlüsse transformiert worden, die dem konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrahmen gemäß den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS), so wie sie in der EU anzuwenden sind, entsprechen.

Die im Rahmen von IFRS 1 zulässigen Befreiungsvorschriften bezüglich Unternehmenszusammenschlüssen wurden angewendet. Demnach erfolgte die Kapitalkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2003 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes oder zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Um das Eigenkapital zu ermitteln, werden die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens mit ihren Zeitwerten angesetzt.

Die für die 1999 erworbene ehemalige Albingia-Gruppe ermittelten Unterschiedsbeträge wurden wegen ihrer erheblichen Größenordnung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und bis zum 31. Dezember 2003 nach HGB ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Ab dem 1. Januar 2004 wird der Geschäfts- oder Firmenwert nach IFRS jährlich auf seine Werthaltigkeit geprüft und falls erforderlich außerplanmäßig abgeschrieben.

Der den anderen Gesellschaftern zustehende Gewinn bzw. der auf sie entfallende Verlust wird grundsätzlich von dem jeweiligen Ergebnis der konsolidierten IFRS-Bilanz entsprechend ihrer Beteiligungsquote ermittelt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, konzerninterne Zwischenergebnisse sowie Erträge und Aufwendungen wurden eliminiert.

Die Währungsumrechnung in Euro erfolgte für die in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen mit den Kursen zum Bilanzstichtag.

In den Konzernabschluss sind neben der AXA Konzern AG verbundene Tochterunternehmen, Investmentfonds und Zweckgesellschaften einbezogen worden, über die eine Beherrschungsmöglichkeit besteht.

Unternehmen, auf die die AXA Konzern AG oder ein verbundenes konsolidiertes Tochterunternehmen maßgeblichen Einfluss ausübt (assoziierte Unternehmen, Stimmrechte zwischen 20 % und 50 %), wurden mittels der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.

Neben der AXA Konzern AG wurden 29 (2011: 33) Tochtergesellschaften voll konsolidiert. Der Konsolidierungskreis hat sich im Jahr 2012 im Vergleich zum Vorjahr wie folgt verändert:

Auf die AXA Konzern AG, Köln wurde die AXA Beteiligungsgesellschaft GmbH, Köln verschmolzen. Die Felicitas Direktwerbungs GmbH, Wiesbaden wurde in 2012 veräußert. Des Weiteren wurden die AXA Customer Care GmbH, Köln und die AXA Logistic Services GmbH, Köln entkonsolidiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

In dem Jahr 2010 veröffentlichte das IASB Änderungen zu zwei bestehenden Standards, deren Anwendung für das Geschäftsjahr 2012 verpflichtend ist. Im Jahr 2011 wurden keine neuen Standards veröffentlicht, die für das Jahr 2012 Anwendung finden.

Amendments to IAS 12 - Income Taxes
Amendments to IFRS 7 - Disclosures - Transfers of Financial Assets

Am 7. Oktober 2010 hat das IASB Änderungen zu IFRS 7 (Disclosures - Transfers of Financial Assets) veröffentlicht. Die Änderungen wurden am 21. November 2011 in europäisches Recht übernommen. Gegenstand der Änderungen sind die Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten. Mit der Änderung des Standards sind umfassende Angaben zu möglicherweise zurückbehaltenen bzw. im Rahmen der Transaktion übernommenen Rechten und Pflichten erforderlich. Die Änderungen zu IFRS 7 sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Im ersten Jahr der Anwendung sind Vergleichszahlen nicht erforderlich. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den AXA Konzernabschluss in 2012 haben mangels relevanter Sachverhalte.

Am 20. Dezember 2010 hat das IASB eine überarbeitete Fassung des IAS 12 (Income Taxes) veröffentlicht. Die überarbeitete Fassung des IAS 12 wurde am 11. Dezember 2012 in europäisches Recht übernommen. In diesem Zusammenhang wurde SIC 21 (Income Taxes - Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets) aufgehoben. Im Zusammenhang mit der Anwendung des Zeitwertmodells von IAS 40 wird klargestellt, dass sich bestehende Differenzen in der Regel im Zuge einer Veräußerung umkehren und weniger durch die fortgeführte Nutzung. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen, retrospektiv anzuwenden. Da die AXA das Zeitwertmodell des IAS 40 nicht anwendet, wird diese Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AXA haben.

Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen

Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen, Schätzungen und Ermessensausübungen bei der Bewertung bestimmter Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Beurteilung von Eventualverbindlichkeiten zu treffen. Die Schätzungen beruhen auf Erfahrungswerten und Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die anhand vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet wurden. Dabei können die tatsächlichen Ergebnisse von den Schätzungen abweichen.

Posten, die unter Berücksichtigung von Annahmen und Schätzungen bewertet werden, sind:

beizulegende Zeitwerte bestimmter Finanzinstrumente

Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Die ermittelten Werte werden maßgeblich von den Bewertungsannahmen beeinflusst.
erzielbare Beträge zur Bestimmung von Wertminderungen von Vermögenswerten (soweit nicht öffentlich festgestellte Marktpreise zur Verfügung stehen)

Bestimmte Vermögenswerte werden regelmäßig auf Hinweise für mögliche Wertminderungen untersucht. Es bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des zeitlichen Anfalls des wertmindernden Ereignisses.
versicherungstechnische Rückstellungen

Unsicherheiten bei der Bemessung der Deckungsrückstellung basieren auf Annahmen über den Rechnungszins, Sterblichkeit und sonstige biometrische Grundlagen. Bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle bestehen Schätzunsicherheiten bezüglich der Höhe und des Zeitpunkts der zukünftigen Schadenzahlungen.
latente Steuern.

Bei der Bilanzierung von latenten Steuern werden Annahmen über die zeitliche Umkehrung der Differenzen zwischen unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz sowie Annahmen über den erwarteten Steuersatz getroffen.
Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen

Bei der Ermittlung der Werte für die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen werden Schätzannahmen bezüglich der Bewertungsparameter wie z.B. Sterblichkeit, Gehaltssteigerungen und Rechnungszins getroffen.
Sonstige Rückstellungen (z. B. Restrukturierungsrückstellungen, Prozesskostenrückstellungen) und Eventualverbindlichkeiten

Der Wertansatz der Sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird in Höhe des Barwertes der erwarteten Inanspruchnahme diskontiert. Sofern die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllt sind, erfolgt eine Überprüfung, ob die Kriterien für den Ausweis einer entsprechenden Eventualverbindlichkeit Anwendung finden.

Die der Bewertung zu Grunde liegenden Annahmen und Schätzungen sind in den nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bzw. direkt in den Erläuterungen zu den Werten dargestellt. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden kontinuierlich überprüft und die Auswirkungen von Schätzungsänderungen werden in derjenigen Periode erfasst, in der die Änderung der Schätzung erfolgt.

Aktiva

Die immateriellen Vermögensgegenstände setzen sich aus dem Geschäfts- oder Firmenwert und den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen zusammen.

Bei dem Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) handelt es sich zum einen um den Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der 1999 erworbenen ehemaligen Albingia-Gruppe. Nach dem HGB wurde der Unterschiedsbetrag ratierlich über 30 Jahre erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Der hieraus zum 31. Dezember 2003 entstandene Buchwert wurde in der IFRS-Eröffnungsbilanz übernommen. Zum anderen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts der DBV-Winterthur im Rahmen der Erstkonsolidierung übernommen (Buchwertfortführung). Beide Geschäfts- oder Firmenwerte werden nach IFRS nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich pro zahlungsmittelgenerierende Einheit auf ihre Werthaltigkeit geprüft und falls notwendig erfolgswirksam wertberichtigt. Die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechen dabei den Segmenten, da diese jeweils weitgehend unabhängig voneinander Zahlungsmittel erwirtschaften. Für jedes Segment, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, wird der Nutzungswert bestimmt. Der Nutzungswert für die Segmente Leben und Kranken entspricht dabei den diskontierten Zahlungsströmen, die dem Anteilseigner aus dem Betrieb des Versicherungsgeschäftes verbleiben. Die Berechnungen dieses Nutzungswertes basieren auf internen, langfristigen Annahmen. Der gesamte Projektionszeitraum beträgt dabei für die Segmente Leben und Kranken zwischen 40 und 60 Jahren, wobei die erwartete Abwicklung des Versicherungsbestandes berücksichtigt wird. Wachstum durch Neugeschäft wird hierbei nicht angenommen. Die Berechnung des Nutzwertes für das Segment Schaden- und Unfall anhand des Ertragswertverfahrens basiert auf erwarteten diskontierten Zahlungsströmen der folgenden fünf Jahre unter Berücksichtigung einer ewigen Rente. Die angenommene langfristige Wachstumsrate beträgt dabei 1 %. Für das Segment Leben und Kranken wird die verwendete Diskontrate sowie Kapitalanlagerendite für das jeweils modellierte Geschäft je nach Laufzeit festgelegt und entspricht dem risikofreien Zins (Swapsätze zwischen 0,7 % und 4,2 %). Risiken werden stochastisch bzw. deterministisch simuliert. Liegt der Nutzungswert über dem Wert des bilanzierten Eigenkapitals des Segments, liegt keine Wertminderung vor.

Zu den für die Berechnungen notwendigen Annahmen zählen im Wesentlichen die gewählten Diskontierungszinssätze sowie erwartete künftige Geschäftsergebnisse, die aus den Ergebnissen der internen Planungsprozesse abgeleitet sind.

Im Rahmen dieser Prozesse werden sowohl interne Veränderungen wie auch Veränderungen des Marktumfelds und deren Einfluss auf die operative Entwicklung der betrachteten Segmente berücksichtigt. Die Ermittlung der Nutzungswerte für die Segmente erfolgt jährlich und berücksichtigt somit bewertungsrelevante Veränderungen.

Bei den sonstigen immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um selbst erstellte und erworbene EDV-Software sowie um erworbene Versicherungsbestände. Sie werden zu Anschaffungskosten / Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und außerplanmäßiger Wertminderungen aufwandswirksam angesetzt. Die Abschreibungen der EDV-Software erfolgen entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer über maximal zehn Jahre linear. Bei erworbenen Versicherungsbeständen handelt es sich um den Barwert der künftigen Überschüsse des erworbenen Versicherungsbestandes nach Abzug von Überschußbeteiligung für die Versicherungsnehmer. Hier erfolgt die Abschreibung auf Basis der zukünftig erwarteten Gewinne über die nächsten 50 Jahre bei regelmäßiger Überprüfung der getroffenen Annahmen. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, die als langfristige Kapitalanlagen zu Investitionszwecken gehalten werden, sind zu fortgeführten Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, angesetzt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear über die erwartete Nutzungsdauer von maximal 50 Jahren. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn eine Wertminderung vorliegt. Zur Bestimmung der Wertminderung werden externe Gutachten auf Basis von Ertragswertverfahren herangezogen, die anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachterträgen den Zeitwert der Grundstücke und Gebäude ermitteln, der dem erzielbaren Betrag entspricht. Kurzfristige Verkaufsabsichten werden bei der Wertermittlung berücksichtigt.

Eine Zuordnung zum fremdgenutzten bzw. eigengenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung. Erbbaurechte werden unter Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und über die Laufzeit des Rechts amortisiert.

Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Finanzinstrumente umfassen Darlehen und Ausleihungen, jederzeit veräußerbare Wertpapiere sowie erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente. Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente sind nicht im Bestand. Die Klasseneinteilung der Finanzinstrumente gemäß IFRS 7 entspricht der Kategorisierung nach IAS 39. Die Ausbuchung erfolgt zum Zeitpunkt der Veräußerung bzw. der Fälligkeit.

Darlehen und Ausleihungen werden zum Erfüllungstag erfasst und mit den fortgeführten Anschaffungskosten (at amortized cost) bilanziert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert. Bei einem dauerhaften Absinken des Marktwertes unter die fortgeführten Anschaffungskosten (z. B. bei einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten) wird außerplanmäßig erfolgswirksam abgeschrieben. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird die Wertaufholung erfolgswirksam erfasst, allerdings höchstens bis zu dem Wert der fortgeführten Anschaffungskosten.

Die Darlehen und Ausleihungen beinhalten ein umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft. Hierbei wurden Wertpapiere erworben und gleichzeitig vereinbart, die Wertpapiere zu einem bestimmten Termin und Kurs an den ursprünglichen Veräußerer zurückzuveräußern. Da die Chancen und Risiken aus einer Marktpreisänderung der Wertpapiere beim ursprünglichen Veräußerer verbleiben, weist der AXA Konzern die erworbenen Wertpapiere nicht in der Konzern-Bilanz aus. Der gezahlte Kaufpreis wird unter Darlehen und Ausleihungen ausgewiesen. Zinsen aus dem umgekehrten Wertpapierpensionsgeschäft werden ertragswirksam abgegrenzt.

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere (Aktien, sonstige nicht festverzinsliche Wertpapiere, festverzinsliche Wertpapiere und Publikumsfonds) werden grundsätzlich zum Erfüllungstag erfasst. Die Folgebewertung der Wertpapiere erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Nicht realisierte Gewinne oder Verluste, die sich aus dem Vergleich zwischen Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten ergeben, werden nach Abzug von latenten Steuern und ggf. latenter Beitragsrückerstattung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) verrechnet. Agien und Disagien werden bei festverzinslichen Wertpapieren laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

Wenn Wertminderungen von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren als nicht vorübergehend betrachtet werden, erfolgen erfolgswirksame Abschreibungen auf den beizulegenden Zeitwert. Festverzinsliche Wertpapiere werden als nicht vorübergehend wertgemindert betrachtet, wenn der Gesamtbetrag der aus den Vertragsbedingungen des Wertpapiers hervorgehenden Ansprüche als ganz oder teilweise uneinbringlich betrachtet werden muss, gewöhnlich aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten. Bei Genussrechten und stillen Einlagen gehen wir von einer nicht vorübergehenden Wertminderung aus, soweit die Herabsetzung des Nominalbetrages erfolgt ist bzw. auf Grundlage unserer Erwartung wahrscheinlich ist und unserer Einschätzung nach der Kapitalnehmer den Nominalbetrag nicht bis zur Endfälligkeit wieder auffüllen wird oder wenn sich Auswirkungen auf die erwarteten geschätzten Cash Flows des Schuldtitels ergeben, die dazu führen, dass der Net Present Value geringer ist als die fortgeführten Anschaffungskosten. Darüberhinausgehende Wertänderungen werden grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst. Weitere Wertminderungen, die auf eine Verschlechterung der Kreditwürdigkeit des Emittenten zurückzuführen sind, werden hingegen erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibungen erfasst. Entfallen die Gründe für die dauerhafte Wertminderung, wird der Betrag der Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Aktien und andere Eigenkapitalinstrumente werden als wertgemindert betrachtet, wenn ihr Zeitwert am Bilanzstichtag signifikant (i.d.R. 20 %) oder länger (i.d.R. sechs Monate) anhaltend unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten liegt. Reduziert sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertaufholung erfolgsneutral im Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) erfasst. Erhöht sich der Betrag der Wertminderung in künftigen Berichtsperioden, wird die Wertminderung erfolgswirksam als zusätzliche Abschreibung erfasst.

Die erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente umfassen Kapitalanlagen, die durch Ausübung der Fair Value Option des IAS 39 in diese Kategorie eingestuft wurden oder zum Zwecke des Handels und der kurzfristigen Gewinnerzielung erworben wurden, sowie derivative Finanzinstrumente, die nicht die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen. Die im Rahmen der Fair Value Option zugeordneten Finanzinstrumente umfassen insbesondere Kapitalanlagen, die im Rahmen unserer Investmentstrategie auf Total Return Basis gesteuert werden. Bei diesen Investments stehen die Marktwertveränderungen und weniger die realisierten Kapitalanlageerträge im Vordergrund. Des Weiteren wurde die Fair Value Option für strukturierte (zusammengesetzte) Finanzinstrumente ausgeübt, deren eingebettete Derivate aus diesem Grund nicht von den nicht derivativen Basisverträgen getrennt wurden. Die Wertpapiere werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value). Nicht realisierte Gewinne und Verluste aus den Marktwertschwankungen werden erfolgswirksam erfasst.

Zur Ertragsmehrung werden Wertpapierleihgeschäfte abgeschlossen. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Gebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Das Marktpreisrisiko verbleibt beim AXA Konzern als Leihgeber. Da kein Übergang von Chancen und Risiken erfolgt, werden die verliehenen Wertpapiere unverändert in der Bilanz des AXA Konzerns erfaßt und nach IAS 39 bewertet. Die dem AXA Konzern als Sicherheit gestellten Wertpapiere werden weiterhin vom Leihnehmer bilanziert.

Einlagen bei Kreditinstituten sowie Depotforderungen aus dem in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft werden mit ihrem Nominalwert angesetzt, der den fortgeführten Anschaffungskosten entspricht.

Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen (fondsgebundene Lebensversicherung) werden mit dem beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bilanziert. Die nicht realisierten Gewinne und Verluste aus der Zeitwertermittlung werden erfolgswirksam vereinnahmt und über die Veränderung der entsprechenden Deckungsrückstellung ausgeglichen.

Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, Steuerforderungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen und notwendigen Wertberichtigungen angesetzt. Der Wertminderungsaufwand wird erfolgswirksam erfasst.

Die Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen wurden den vertraglichen Vereinbarungen entsprechend ermittelt.

Eigengenutzter Grundbesitz wird wie fremdgenutzter Grundbesitz bewertet. Eine Zuordnung zum eigengenutzten bzw. fremdgenutzten Grundbesitz erfolgt gemäß dem überwiegenden Grad der Nutzung.

Sachanlagen und Vorräte umfassen technische Anlagen und Maschinen (EDV), Betriebs- und Geschäftsausstattung, Vorräte und Büromaterial. Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer, bewertet. Finanzleasinggeschäfte existieren nicht. Vorräte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um notwendige Abschreibungen, aktiviert.

Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand, Treuhandvermögen, andere Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die aktive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz.

Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz. Die Werthaltigkeit wird jährlich anhand eines Werthaltigkeitstests nachgewiesen.

Passiva

Das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage beinhalten die von den Aktionären der AXA Konzern AG eingezahlten Beträge für die ausgegebenen Stamm- und Vorzugsaktien. Das gezeichnete Kapital entspricht dem rechnerischen Nennwert pro Aktie; die Kapitalrücklage enthält die darüber hinaus erhaltenen Beträge (Agien), insbesondere den Gegenwert der zum 1. Januar 2007 in die AXA Konzern AG eingelegten AXA Beteiligungsgesellschaft mbH (AMBH), ehemals Winterthur Beteiligungsgesellschaft mbH (WMBH).

Seit dem Geschäftsjahr 2008 werden in der Kapitalrücklage auch die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen erfasst.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die bisher nicht ausgeschütteten Gewinne des Konzerns. Darüber hinaus wurden bis auf die Neubewertungsrücklage von Finanzinstrumenten die im Rahmen der Umstellung von HGB auf IFRS zum 1. Januar 2004 entstandenen Unterschiedsbeträge sowie die im Rahmen der Einbringung der WMBH entstandenen Unterschiedsbeträge auf die Anpassung der versicherungstechnischen Positionen der DBV-Winterthur in dieser Position ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus der jährlichen Überprüfung der aktuariellen Annahmen der Pensionsverpflichtungen resultieren (Sterblichkeit, Zins), werden ebenfalls direkt in den Gewinnrücklagen verbucht. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

In der Neubewertungsrücklage werden die Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus dem Vergleich zwischen beizulegenden Zeitwert und Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere ergeben. Darüber hinaus werden Wertveränderungen aus Cash Flow Hedges in dieser Position erfasst. Der Ausweis erfolgt nach Berücksichtigung von latenter Steuer und ggf. latenter Beitragsrückerstattung.

Die Rücklage aus der Währungsumrechnung beinhaltet die im Rahmen der Umrechnung von ausländischen Tochtergesellschaften seit dem 1. Januar 2004 angefallenen Währungskursdifferenzen. Die zum Zeitpunkt der Erstanwendung von IFRS vorhandene Rücklage aus der Währungsumrechnung wurde erfolgsneutral mit den Gewinnrücklagen verrechnet.

Nachrangige Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert. Agien und Disagien werden laufzeitanteilig nach der Effektivzinsmethode amortisiert.

Die Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen werden gemäß IFRS 4.13 i.V.m. IAS 8.10-12 nach bisher angewendetem Recht berücksichtigt. Alle Verträge erfüllen die Definition von Versicherungsverträgen oder Investmentverträgen mit ermessensabhängiger Überschussbeteiligung nach IFRS 4. Aus diesem Grunde gelten für die Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen die im Konzernabschluss nach HGB angewendeten Grundsätze. Abweichend von der HGB-Rechnungslegung ist gemäß IFRS 4.14 (a) der Ansatz einer Schwankungs- oder Großrisikenrückstellung nicht zulässig. Darüber hinaus wird zu jedem Bilanzstichtag die Angemessenheit der bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen unter Verwendung aktueller Schätzungen der künftigen Cash Flows überprüft (Liability Adequacy Test). In der Krankenversicherung kann auf eine explizite Überprüfung der Angemessenheit verzichtet werden, da gemäß der Vorsichtsprinzipien unter HGB die bilanzierten versicherungstechnischen Verpflichtungen über ausreichende Sicherheiten verfügen. Im Gegensatz zur Lebensversicherung werden die Rechnungsgrundlagen, welche gemäß Kalkulationsverordnung gleichermaßen für Prämienkalkulation und Ermittlung der Alterungsrückstellung zu verwenden sind, im Rahmen von Beitragsanpassungen aktualisiert und dadurch jeweils immer wieder aufs neue mit entsprechenden Sicherheiten versehen.

Anteile der Rückversicherer an den versicherungstechnischen Rückstellungen werden separat auf der Aktivseite der Bilanz ausgewiesen. Der Bilanzausweis auf der Passivseite erfolgt somit brutto, das heißt vor Abzug der Anteile der Rückversicherer. Des Weiteren siehe Angaben im Lagebericht Seite 46 ff.

Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgen wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten.

Die Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft wurden periodengerecht ermittelt. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Brutto-Beitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer unter Berücksichtigung eines Abzuges für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Die Anteile der Rückversicherer an den Beitragsüberträgen wurden aus den Bruttowerten ermittelt. Die bereits verausgabten Kosten wurden gekürzt.

Die Deckungsrückstellungen für die Lebens-, Kranken- und Unfallversicherungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen einzelvertraglich, mit Ausnahme der fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherung, nach der prospektiven Methode und für beitragspflichtige Lebensversicherungen und Unfallversicherungen mit implizierter Berücksichtigung der künftigen Kosten ermittelt. Für die fondsgebundene Lebens- und Rentenversicherung erfolgte die Berechnung nach der retrospektiven Methode. In der Lebensversicherung wurden bei Einmalbeitragsversicherungen, tariflich beitragsfreien und beitragsfreigestellten Versicherungen die künftigen Kosten explizit berücksichtigt. Die sich daraus ergebende Verwaltungskostenrückstellung für beitragsfreie Versicherungsjahre wurde ebenfalls in die Deckungsrückstellung eingestellt.

Im Einzelnen wurde für den Altbestand die Deckungsrückstellung nach dem von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht genehmigten Geschäftsplan in der geltenden Fassung bestimmt. Für den Neubestand wurde die Deckungsrückstellung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt mitgeteilt worden sind. Dabei wurden die BGH-Urteile vom 12. Oktober 2005 und vom 25. Juli 2012 zu den Mindestrückkaufswerten in der Lebensversicherung berücksichtigt. Zur Berücksichtigung der gestiegenen Lebenserwartung wird für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert wurden, die Deckungsrückstellung jährlich überprüft und soweit notwendig verstärkt, um der veränderten Lebenserwartung Rechnung zu tragen. Zur Ermittlung dieser zusätzlichen Deckungsrückstellung erfolgt für die Unternehmen des ehemaligen AXA Konzerns einzelvertraglich eine Vergleichsrechnung mit dem Wert, der sich aus einer aktuariell angemessenen Interpolation der Deckungsrückstellungen entsprechend der Sterbetafel für Rentenversicherungen "DAV 2004 R - Bestand" und "DAV 2004 R - B20" ergibt, für die Unternehmen des ehemaligen DBV-Winterthur-Konzerns über eine einzelvertragliche Vergleichsrechnung entsprechend der Sterbetafel "DAV 2004 R-Bestand" und angepasstem Sterblichkeitstrend. Positive Differenzen zwischen Vergleichsreserve und ursprünglicher Reserve wurden unter Verwendung unternehmensindividueller Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten sowie der unternehmensunabhängigen Storno- und Kapitalwahlrechtsquoten gemäß DAV-Richtlinie aufgefüllt. Für den Bestand an Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen der deutschen Lebensversicherungsgesellschaften, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert werden, erfolgte seit dem Jahr 1997 für die Deckungsrückstellung ebenfalls eine Vergleichsrechnung. Eine über die in den Vorjahren hinausgehende Auffüllung der Deckungsrückstellung erwies sich jedoch auch für das Jahr 2012 als nicht notwendig. Bei fremdgeführten Konsortialverträgen sind die anteiligen Deckungsrückstellungen von den Konsortialführern nach deren Geschäftsplänen bzw. deren Grundsätzen berechnet worden. Für die Reservierung von Pflegerenten(zusatz)versicherungen hat die DAV Ende 2008 neue Rechnungsgrundlagen veröffentlicht. Seit dem Jahr 2008 erfolgt auch hier für die Deckungsrückstellung eine Vergleichsrechnung. Der Auffüllungsbedarf im Jahr 2012 hat sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig erhöht.

Die noch nicht getilgten rechnungsmäßigen Abschlusskosten sind in den einzelnen Deckungsrückstellungen nur insoweit verrechnet worden, als sich dadurch keine negativen Werte bei den Lebensversicherungsunternehmen ergaben bzw. die geschäftsplanmäßige Deckungsrückstellung nicht unterschritten wurde. Soweit eine Verrechnung zulässig, aber noch nicht möglich war, wurden die noch nicht getilgten Abschlusskosten als Forderungen an Versicherungsnehmer aktiviert.

In der Lebensversicherung wurde die für Versicherungsverträge, deren Rechnungszins über dem Referenzzins der Deckungsrückstellungs-Verordnung liegt, in 2011 erstmals gestellte Zinszusatzreserve deutlich verstärkt. Die Zinszusatzreserve wurde entsprechend der DeckRV in Verbindung mit § 341e Abs. 3 HGB ermittelt.

Im Vorfeld der Einführung geschlechtsunabhängig kalkulierter Tarife gab unser Unternehmen ein Zertifikat aus, nach dem unser Kunde unter bestimmten Voraussetzungen bis zum 30. Juni 2013 die Umstellung seiner ab dem 01. Juli 2012 abgeschlossenen Versicherung unter Erhalt seines Beitrages in die neuen Tarife verlangen kann. Unter Berücksichtigung von Risikoart, Geschlecht und erwarteter Umtauschquote wurde die Ende 2012 noch geschlechterspezifisch gerechnete Deckungsrückstellung um einen für die Leistungserhöhung ausreichenden Betrag erhöht.

In der Krankenversicherung wurde die Alterungsrückstellung aus dem Einzelabschluss nach HGB übernommen, welche unter Beachtung von § 341f HGB und der von einem unabhängigen Treuhänder geprüften und der Aufsichtsbehörde vorgelegten technischen Berechnungsgrundlagen errechnet wurde. Als Berechnungsgrundlagen dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011 und PKV 2012 jeweils mit einem Rechnungszins von 3,5 %, und die dem einzelnen Risiko entsprechenden Schadentafeln, Schadenparameter und Grundkopfschäden. Die Errechnung der Reserve erfolgte jeweils nach der prospektiven Methode.

Bestandteil der Deckungsrückstellung ist auch die Alterungsrückstellung, die bei Kündigung eines Vertrages für die Krankheitskostenversicherung sowie die Pflegepflichtversicherung zum 31.12. des Geschäftsjahres und dem gleichzeitigen Abschluss eines entsprechenden neuen Vertrages bei einem anderen privaten Krankenversicherer an den neuen Versicherer übertragen wird (Übertragungswert).

Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle, die Spätschadenrückstellung, die Rentendeckungsrückstellung und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen sowie für Rückkäufe und Rückgewährbeträge aus der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr. Unter Wahrung der Grundsätze der Vorsicht werden diese Rückstellungen möglichst realitätsnah bewertet. Die Auskömmlichkeit wird durch regelmäßige aktuarielle Untersuchungen überprüft. Bei der Ermittlung wurden Ansprüche aus Regressen und Provenues abgesetzt, soweit ihre Realisierbarkeit feststand oder zweifelsfrei bestimmbar war.

Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt.

In der Lebensversicherung enthält die in Einzelreservierung gebildete Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle die voraussichtlichen Leistungen für die zum Zeitpunkt der Bestandsfeststellung gemeldeten, aber noch nicht ausgezahlten Versicherungsfälle. Für die von dem BGH-Urteil vom 25. Juli 2012 Betroffenen und inzwischen aus dem Bestand ausgeschiedenen Versicherungen wurde unter Berücksichtigung einer voraussichtlichen Quote der Inanspruchnahme ein pauschaler Betrag zurückgestellt.

Die Ermittlung der Rentendeckungsrückstellung erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen.

Bei der Rückstellung für Beitragsrückerstattung handelt es sich um erzielte Überschüsse, die vertraglich für die Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer bestimmt, aber den einzelnen Versicherungsverträgen noch nicht zugeteilt worden sind. In der Lebensversicherung wurden die innerhalb dieser Rückstellung gebundenen Mittel für Schlussüberschussanteile entsprechend den Bestimmungen des § 28 Abs. 7 RechVersV für den Neubestand ermittelt. Für den Alt- und Zwischenbestand erfolgte die Ermittlung gemäß den genehmigten Geschäftsplänen. Die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung in der Krankenversicherung richtet sich nach der auf Basis des § 12 c Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung (Überschussverordnung). Der Verwendung dieser Mittel hat der unabhängige Treuhänder zugestimmt und sie erfolgte nach den vertraglichen Vereinbarungen. In der Unfallversicherung wurde die Rückstellung für Beitragsrückerstattung entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen gebildet. Resultierend aus den temporären Bewertungsunterschieden zwischen HGB und IFRS wird darüber hinaus im Bereich der Lebens- und Krankenversicherung eine Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung in Höhe der zukünftig erwarteten Überschussbeteiligung gebildet.

Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschritten, den vertraglichen Vereinbarungen und den Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die Berechnung der Rückstellung für drohende Verluste im Versicherungsgeschäft erfolgte auf Basis der durchschnittlichen technischen Verluste in einem Dreijahreszeitraum unter Berücksichtigung von Zinserträgen und Restlaufzeiten.

Bei den versicherungstechnischen Rückstellungen im Bereich der fondsgebundenen Lebensversicherung wird das Deckungskapital jeder einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherung nach den Grundsätzen bestimmt, die der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht mitgeteilt worden sind.

Die versicherungstechnischen Rückstellungen der ausländischen Tochterunternehmen wurden, soweit diese auf lokalen versicherungsspezifischen Wertansätzen beruhen, unverändert übernommen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Fluktuationswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Inflationsraten sowie eines laufzeitkongruenten Marktzinses für Anleihen bester Bonität. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.

Für die ehemaligen Mitarbeiter der DBV-Winterthur-Gesellschaften bestehen Vermögenswerte in Form von konzerninternen Rückdeckungsversicherungen und liquiden Mittel gehalten durch die DBV-Winterthur Vorsorge e.V., die ausschließlich zur Bedeckung der erteilten Pensionszusagen verwendet werden dürfen und dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Planvermögen). Daher sind die Pensionsverpflichtungen unter Abzug der Vermögenswerte auszuweisen.

Der Zinssatz, mit dem die Pensionsrückstellungen abgezinst werden, orientiert sich an Renditen, die am Bilanzstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt werden.

Die Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung werden vermindert um die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen ausgewiesen. Der erwartete Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung wurde gemäß dem Langfristzins für die Bewertung der Deckungsrückstellung bei der Lebensversicherung angenommen.

Für Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung wurden Rückdeckungsversicherungen bei konzerninternen Lebensversicherungsgesellschaften abgeschlossen. Da die Erstattungsansprüche gegenüber diesen Gesellschaften nicht von einer rechtlich eigenständigen Einheit gehalten werden, handelt es sich bei diesen Rückdeckungsversicherungen um nicht saldierbares Planvermögen. Daher werden sowohl eine Verpflichtung als auch ein Vermögenswert in gleicher Höhe ausgewiesen.

Der Wertansatz der Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfolgt zur bestmöglichen Schätzung der zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung erforderlichen Ausgaben; bei Wesentlichkeit wird diskontiert. Bei der Ermittlung der zurückzustellenden Beträge werden, sofern erforderlich, interne und externe Rechtsgutachten berücksichtigt. Die Restrukturierungsrückstellung wird für Maßnahmen des Managements gebildet, die zu erheblichen Änderungen in der strategischen Aufstellung des Unternehmens führen. Die entsprechenden Restrukturierungspläne müssen verbindlich beschlossen, umgesetzt und überwacht werden. Die Bewertung basiert auf Annahmen über den zukünftigen Personalbedarf sowie auf den mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarten Sozialplänen. Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet unter anderem Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen. Ehemaligen Mitarbeitern der Winterthur Versicherung wurde für je fünf abgeleistete Dienstjahre ein Anspruch in Höhe des Wertes von 3, 5 bzw. 10 Namensaktien der Winterthur zugesagt. An die Stelle einer Winterthur-Namensaktie sind 50,35 AXA-Aktien getreten. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst.

Die Depotverbindlichkeiten wurden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Diesen Depotverbindlichkeiten stehen Bardepots in entsprechender Höhe gegenüber, welche in Kapitalanlagen investiert wurden. Verfügungsbeschränkungen für die Bardepots bestehen nicht.

Alle übrigen Verbindlichkeiten umfassen neben den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und den sonstigen Verbindlichkeiten auch die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft sowie Derivate mit negativen Marktwerten. Diese Beträge sowie die Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit Ausnahme der Derivate mit negativen Marktwerten zu fortgeführten Anschaffungskosten passiviert.

Die passive Steuerabgrenzung beinhaltet latente Steuern aus temporären unterschiedlichen Wertansätzen eines bilanzierten Vermögenswerts oder einer Verpflichtung und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz. Die Berechnung der Steuerabgrenzung erfolgt mit dem zum Zeitpunkt der Auflösung wahrscheinlich gültigen Steuersatz.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Unter gebuchte Bruttobeiträge werden insbesondere die für das selbst abgeschlossene und in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft im Geschäftsjahr fällig gewordenen Beiträge und Beitragsraten (einschließlich der Ratenzuschläge) sowie die Einmalbeiträge ausgewiesen.

Die verdienten Beiträge für eigene Rechnung entsprechen den gebuchten Beiträgen unter Berücksichtigung der Veränderung der Beitragsüberträge abzüglich der Anteile der Rückversicherer.

Das Kapitalanlageergebnis enthält die unter den Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführten Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen.

Als Versicherungsleistungen für eigene Rechnung werden für das selbst abgeschlossene und übernommene Versicherungsgeschäft Zahlungen für Versicherungsfälle inklusive Regulierungsaufwendungen sowie die Veränderung der versicherungstechnischen Rückstellungen ausgewiesen. Der Ausweis erfolgt nach Anteilen der Rückversicherer.

Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung umfassen im Wesentlichen die durch den Abschluss von Versicherungsverträgen unmittelbar und mittelbar anfallenden Aufwendungen sowie die Aufwendungen für den Beitragseinzug, die Bestandsverwaltung und die Bearbeitung der passiven Rückversicherung. Von den Rückversicherern erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen werden hiervon abgesetzt.

Sonstige Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der beizulegende Zeitwert (Fair Value) ist der Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert veräußert werden könnte. Zur Bewertung werden entweder öffentliche Marktpreise (z. B. Börsenkurse) oder interne Berechnungen herangezogen. Interne Berechnungen werden unter Anwendung anerkannter finanzmathematischer Bewertungsverfahren erstellt. Der AXA Konzern nutzt bei der Feststellung der Zeitwerte der einzelnen Bilanzposten die folgenden Methoden, Bezugsgrößen und Annahmen:

Bei fremdgenutzten Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten wird der beizulegende Zeitwert anhand von nachhaltig erwarteten Miet- und Pachtverträgen mittels eines internen Bewertungsverfahrens, das auf der Discounted Cash Flow-Methode basiert, bestimmt. Zur Ermittlung des Zeitwerts werden zudem in regelmäßigen Abständen sowie bei besonderem Bedarf externe Gutachten herangezogen.

Bei Finanzinstrumenten werden öffentlich gehandelte Wertpapiere aus den Kategorien "jederzeit veräußerbare Wertpapiere" und "erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente" soweit möglich mit an aktiven Märkten notierten Preisen bewertet. Für Wertpapiere besteht ein aktiver Markt, falls der zum Beispiel von einer Börse oder einem Broker zur Verfügung gestellte Preis repräsentativ für regelmäßig stattfindende Transaktionen unter fremden Dritten ist. Bei Wertpapieren aus den genannten Kategorien, für die kein aktiver Markt existiert, sowie bei Wertpapieren der Kategorie "Darlehen und Ausleihungen" werden die Zeitwerte grundsätzlich unter Zuhilfenahme von anerkannten Bewertungsverfahren mit aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurven) ermittelt.

Da die Liquidität von strukturierten Kreditprodukten (Asset Backed Securities, Collateralized Debt Obligations) im Vergleich zum Vorjahr anstieg, erfolgt die Bewertung dieser Produkte aufgrund von Marktpreisen, sofern externe Preisindikationen unabhängiger Dritter zur Verfügung stehen. Für einzelne strukturierte Kreditprodukte erfolgt die Bewertung in Ermangelung eines aktiven Marktes auf der Grundlage von Barwertverfahren (Discounted Cash Flow Verfahren). Dabei werden die aus den einzelnen strukturierten Kreditprodukten zu erwartenden Zahlungsströme mit laufzeit- und risikoäquivalenten Zinssätzen unter Berücksichtigung einer Liquiditätskomponente abgezinst. In die Bewertung einfließende Schätzungen beruhen auf allgemein verfügbaren Kapitalmarktdaten. In die Bewertung der strukturierten Kreditprodukte fließen zudem die Preisindikationen externer unabhängiger Dritter ein.

Der Zeitwert von Derivaten ergibt sich aus dem Wert der zu Grunde liegenden Vermögenswerte und aus anderen Marktparametern. Öffentlich gehandelte Derivate werden auf Grundlage öffentlich festgestellter Marktpreise bewertet. Außerbörslich gehandelte Derivate werden mit anerkannten Bewertungsmodellen (z.B. Optionspreismodell) auf Grundlage von aktuellen Marktparametern (z.B. Zinsstrukturkurve, Volatilitäten, etc.) bewertet. Der Zeitwert entspricht den finanziellen Mitteln, die zur vollen Abdeckung zukünftiger Rechte und Verpflichtungen aus den betreffenden Finanzverträgen notwendig sind. Die Bewertung eines Kreditderivats, das zur Abbildung einer synthetischen Collateralized-Debt-Obligation abgeschlossen wurde, erfolgt auf Grundlage von Modellberechnungen der emittierenden Bank.

Als derivative Finanzinstrumente, die die Kriterien der Bilanzierung als anerkannte Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) erfüllen, werden Cash Flow Hedges ausgewiesen. Bei einer Cash Flow Hedge - Absicherung von zukünftigen Zahlungsströmen aus einem Vermögensgegenstand oder einer Verbindlichkeit - werden die effektiven Wertänderungen erfolgsneutral mit dem Eigenkapital (Neubewertungsrücklage Finanzinstrumente) verrechnet und erst bei Realisierung des Gewinnes oder Verlustes des abgesicherten Instrumentes erfolgswirksam berücksichtigt. Erfolgswirksam berücksichtigt wird auch der ineffektive Teil des einzelnen Sicherungsgeschäfts.

Die Währungsumrechnung bei den in Fremdwährung gehaltenen Kapitalanlagen erfolgt in Abhängigkeit von der Zuordnung der Kapitalanlagen zu monetären oder nicht monetären Positionen.

Monetäre Positionen sind Geldmittel, Vermögenswerte und Schulden, für die das Unternehmen einen festen oder bestimmbaren Betrag erhält oder Geld bezahlen muss. Hierzu zählen die Darlehen und Ausleihungen sowie die festverzinslichen Wertpapiere. Bei nicht monetären Positionen handelt es sich um Realwerte wie Anteile an Unternehmen.

Bei den monetären Positionen werden die aus dem Stichtagskurs ermittelten Währungskursschwankungen erfolgswirksam verbucht soweit sie auf die Anschaffungskosten entfallen; Währungskursschwankungen die auf die erfolgsneutrale Bewertung zum Zeitwert entfallen werden in der Neubewertungsrücklage erfasst. Bei den nicht monetären Positionen, die zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet werden, wird nach der Klassifizierung der Wertpapiere unterschieden. Die gemäß Stichtagskurs ermittelten Währungsunterschiede werden bei einer Klassifizierung als Handelsbestand erfolgswirksam verbucht und bei einer Klassifizierung als jederzeit veräußerbare Wertpapiere in die Neubewertungsrücklage eingestellt.

Erläuterungen zu den Konzern-Aktiva

(1) A. Immaterielle Vermögensgegenstände

A.I. Geschäfts- oder Firmenwert

in Tsd. Euro 2012 2011
Bruttobuchwert 1. Januar 1.153.387 1.131.916
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 129.148 129.148
Bilanzwert 1. Januar 1.024.239 1.002.768
Zugänge 0 21.471
Bilanzwert 31. Dezember 1.024.239 1.024.239
Bruttobuchwert 31. Dezember 1.153.387 1.153.387
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 129.148 129.148

Im Geschäftsjahr 2012 hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert nicht verändert. Im Jahr 2011 hat sich der Geschäfts- oder Firmenwert um 21,5 Mio. Euro erhöht. Der Anstieg resultierte aus einer nachträglichen Kaufpreiszahlung.

Die Aufteilung des Geschäfts- und Firmenwertes auf die Segmente ist unverändert zum Vorjahr und entfällt wie folgt: Schaden- und Unfall 876,7 Mio. Euro; Leben 86,8 Mio. Euro; Kranken 60,8 Mio. Euro.

A.II. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände

in Tsd. Euro Selbst erstellte Software Entgeltlich erworbene Software Entgeltlich erwobene Versicherungsbestände 2011 Insgesamt
Bruttobuchwert 1. Januar 94.718 49.347 550.016 694.601
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 92.948 20.648 45.205 159.321
Bilanzwert 1. Januar 1.770 28.699 504.811 535.280
Zugänge 11.288 11.288
Aufzinsung Versicherungsbestand 6.247 6.247
Abgänge -32 -32
Planmäßige Abschreibungen -6.069 -31.340 -37.409
Außerplanmäßige Abschreibungen
Umbuchungen/Währungskursdifferenzen -4.837 4.844 7
Bilanzwert 31. Dezember 1.770 29.049 484.562 515.381
Bruttobuchwert 31. Dezember 94.718 55.766 561.107 711.591
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 92.948 26.717 76.545 196.210
in Tsd. Euro Selbst erstellte Software Entgeltlich erworbene Software Entgeltlich erworbene Versicherungsbestände 2012 Insgesamt
Bruttobuchwert 1. Januar 94.718 55.766 561.107 711.591
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 92.948 26.717 76.545 196.210
Bilanzwert 1. Januar 1.770 29.049 484.562 515.381
Zugänge 7.083 7.083
Aufzinsung Versicherungsbestand 15.826 15.826
Abgänge -1.206 -1.206
Planmäßige Abschreibungen -13.550 -35.273 -48.823
Außerplanmäßige Abschreibungen
Umbuchungen/Währungskursdifferenzen 4 4
Bilanzwert 31. Dezember 1.770 21.380 465.115 488.265
Bruttobuchwert 31. Dezember 94.718 61.647 576.933 733.298
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 92.948 40.267 111.818 245.033

B. Kapitalanlagen

(2) B.I. Fremdgenutzte Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten

in Tsd. Euro 2012 2011
Bruttobuchwert 1. Januar 1.621.386 1.537.549
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 258.221 237.680
Bilanzwert 1. Januar 1.363.165 1.299.869
Zugänge 141.063 117.828
Abgänge -72.213 -32.558
Planmäßige Abschreibungen -14.808 -15.031
Außerplanmäßige Abschreibungen -3.666 -10.039
Zuschreibungen 0 20
Erfolgswirksame "At Equity"- Bewertung von Grundstücksgesellschaften 3.204 3.076
Bilanzwert 31. Dezember 1.416.745 1.363.165
Bruttobuchwert 31. Dezember 1.719.385 1.621.386
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 302.640 258.221
Zeitwert 31. Dezember 1.664.366 1.602.208

Die Grundschulden auf fremdgenutzten Grundbesitz betragen in 2012 68 Mio. Euro (2011: 75 Mio. Euro).

In der Bilanzposition enthalten sind Grundstückbeteiligungsgesellschaften in Höhe von 120.640 Tsd. Euro (2011: 121.917 Tsd. Euro), auf die AXA einen maßgeblichen Einfluss ausübt und daher wie assoziierte Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet werden. In 2012 betrug die ausschließlich erfolgwirksame Veränderung des Buchwerts 3.204 Tsd. Euro (2011: 3.076 Tsd. Euro).

In 2012 sind 1.456 Tsd. Euro (2011: 2.192 Tsd. Euro) nachträglich erfasste Anschaffungs-/Herstellungskosten enthalten, die auf Umbaumaßnahmen entfallen, die den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen der Gebäude erhöhen.

(3) B.II. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen

in Tsd. Euro 2012 2011
Bilanzwert 1. Januar 37.003 51.404
Zugänge 0 0
Abgänge 0 0
Erfolgswirksame Veränderung des anteiligen Eigenkapitals 5.957 3.495
Erfolgsneutrale Veränderung des anteiligen Eigenkapitals 0 -2.185
Außerplanmäßige Abschreibung -5.581 -15.711
Bilanzwert 31. Dezember 37.379 37.003
Zeitwert 31. Dezember 53.964 58.112

Bei den Beteiligungen an assoziierten Unternehmen handelt es sich hauptsächlich um Anteile an der Roland Rechtschutz-Versicherungs-AG sowie an der Aragon AG.

Die Roland Rechtschutz-Versicherungs-AG erzielte 2012 gebuchte Bruttobeiträge in Höhe von 202.259 Tsd. Euro (2011: 157.175 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von 5.962 Tsd. Euro (2011: 9.471 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Roland Konzerns zum 31. Dezember 2012 beträgt 852.130 Tsd. Euro (2011: 837.384 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 135.433 Tsd. Euro (2011: 124.643 Tsd. Euro).

Die Aragon AG erzielte 2012 Umsatzerlöse in Höhe von 108.035 Tsd. Euro (2011: 127.028 Tsd. Euro) und ein Konzernergebnis von -12.107 Tsd. Euro (2011: -5.162 Tsd. Euro). Die Bilanzsumme des Aragon Konzerns zum 31. Dezember 2012 beträgt 94.046 Tsd. Euro (2011: 121.722 Tsd. Euro), das Eigenkapital beläuft sich auf 35.286 Tsd. Euro (2011: 47.954 Tsd. Euro).

(4) B.III. Finanzinstrumente

B.III.1. Darlehen und Ausleihungen

2012 2011
Bilanzwert Zeitwert Nicht realisierter Gewinn/Verlust Bilanzwert Zeitwert Nicht realisierter Gewinn/Verlust
--- --- --- --- --- --- ---
Hypotheken, 5.639.951 5.663.785 23.834 5.295.929 5.318.058 22.129
Darlehen und Vorauszahlungen auf Versicherungsscheine 27.356 28.464 1.108 35.073 33.868 -1.205
Umgekehrtes Wertpapierpensionsgeschäft 203.018 231.039 28.021 202.969 214.719 11.750
Übrige Ausleihungen 990.036 1.034.074 44.038 1.050.861 868.602 -182.259
Gesamt 6.860.361 6.957.362 97.001 6.584.832 6.435.247 -149.585

B.III.2. Jederzeit veräußerbare Wertpapiere

2012 2011
in Tsd. Euro Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert Nicht realisierter Gewinn/Verlust Fortgeführte Anschaffungskosten Zeitwert Nicht realisierter Gewinn/Verlust
--- --- --- --- --- --- ---
Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente 774.145 999.402 225.257 954.681 1.116.676 161.995
Renten 46.830.994 52.850.653 6.019.659 45.107.438 47.440.955 2.333.517
Publikumsfonds 304.127 331.612 27.485 451.742 472.325 20.583
Derivate (Cash Flow Hedge) 4.341 288.885 284.544 5.842 177.831 171.989
Gesamt 47.913.607 54.470.552 6.556.945 46.519.703 49.207.787 2.688.084

Nicht realisierte Gewinne und Verluste, die aus der Differenz von Zeitwert und fortgeführten Anschaffungskosten der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere entstehen, werden nach Abzug von latenten Steuern und in der Lebens- und Krankenversicherung zusätzlich nach Abzug von latenter Beitragsrückerstattung im Eigenkapital erfasst. Die latente Rückstellung für Beitragsrückerstattung beträgt 5.176 Mio. Euro (2011: 2.114 Mio. Euro), die passiven latenten Steuern betragen 412 Mio. Euro (2011: 134 Mio. Euro).

Bei den hier ausgewiesenen Derivaten (Cash Flow Hedge) handelt es sich um Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren, Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sowie um Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage. Der effektive Teil der Wertänderung dieser Swaps wird erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet und erst bei Eingang der abgesicherten Zinszahlung erfolgswirksam berücksichigt. Die abgesicherten Zinszahlungen werden voraussichtlich in den Geschäftsjahren 2012 bis 2026 zufließen und sich in diesem Zeitraum auch auf das Periodenergebnis auswirken. Bei den einzelnen Forward-Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken der zukünftigen Wiederanlage lagen keine Ineffektivitäten vor. Bei den Cash Flow Hedges mit Zinsswaps zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren und den Währungsswaps zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen von Wertpapieren in fremder Währung sind im Berichtsjahr Ineffektivitäten aufgetreten, die ergebniswirksam berücksichtigt wurden. Die Ineffektivitäten belaufen sich insgesamt auf 27,2 Mio. Euro.

B.III.3. Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente

in Tsd. Euro Bilanzwert 2012 Bilanzwert 2011
Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente 1.293.311 1.108.882
Renten 4.856.388 4.585.568
Asset Backed Securities / Strukturierte Produkte 853.733 1.281.315
Derivate (Handelsbestand) 614.901 462.267
Immobilienfonds 53.030 83.015
Gesamt 7.671.363 7.521.047

Zusatzangaben Finanzinstrumente

Der Risikobericht im Konzernlagebericht auf den Seiten 43 bis 73 enthält auch die gemäß IFRS 7 und IFRS 4 zu machenden Risikoangaben.

Derivate (Cash Flow Hedge) und erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Derivate

2012 2011
in Tsd. Euro Nominalwert Positive Marktwerte Negative Marktwerte Nominalwert Positive Marktwerte Negative Marktwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Zinsgeschäfte
Swaps 987.276 93.590 10.843 1.380.918 65.883 13.953
Futures/Forwards 3.576.500 379.127 1.543 1.495.000 63.997 9.099
Swaptions 4.080.000 230.542 0 4.400.000 282.825 12.570
Devisengeschäfte
Swaps 573.935 112.974 2.941 609.350 70.773 15.346
Futures/Forwards 3.082.566 43.611 1.443 3.290.682 3.368 23.970
Aktien-/Indexgeschäfte
Optionen 1.190.513 34.799 0 1.438.513 82.406 0
Futures/Forwards 2 19 0 32.002 774 0
Andere Derivate
Kreditderivate 3.527.573 5.107 156.763 4.488.565 52.604 372.928
Total return swaps 25.000 0 2.015 114.964 213 0
Inflation swaps 1.290.981 3.722 1.716 825.579 16.059 0
Inflation caps 534.487 295 40 459.000 1.196 0
Gesamt 18.868.833 903.786 177.304 18.534.573 640.098 447.866

Fremdwährungsrisiko

In Fremdwährung gehaltene Finanzinstrumente

in Tsd. Euro
Währungskurs

in Euro
Bilanzwert 2012 Währungskurs

in Euro
Bilanzwert 2011
USD 1,32 5.105.585 1,29 4.723.094
GBP 0,82 328.405 0,84 237.561
JPY 113,51 22.024 100,20 31.965
AUD 1,27 116.747 1,27 116.030
Übrige -- 147.750 -- 159.908
Gesamt 5.720.513 5.268.558

Zinsänderungsrisiko

Vertragliche Restlaufzeit zum 31.12. 2012 2011
Bilanzwerte

in Tsd. Euro
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- ---
Festverzinsliche Instrumente:
Darlehen und Ausleihungen 160.781 611.798 5.836.748 189.074 590.896 5.704.845
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere 2.382.986 13.351.327 35.421.902 1.869.547 11.827.387 32.298.394
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente 80.029 1.280.790 160.812 145.331 771.583 631.340
Variabel verzinsliche Instrumente:
Darlehen und Ausleihungen 135.801 100.032 15.201 0 100.017 0
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere 8.081 498.904 1.187.453 0 81.029 1.364.597
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente 72.429 1.536.515 2.579.545 168.055 1.422.464 2.728.111
Gesamt 2.840.107 17.379.367 45.201.661 2.372.007 14.793.375 42.727.287

Die vertraglichen Restlaufzeiten beziehen sich auf alle Finanzinstrumente mit vertraglich vereinbarter fester Laufzeit. Bei den variabel verzinslichen Instrumenten können die Zinsanpassungstermine vor dem Fälligkeitstermin liegen.

Im Portfolio befinden sich zum 31.12.2012 Rentenpapiere mit einem Marktwert von 5.391 Mio. Euro (2011: 4.498 Mio. Euro), die ein vorzeitiges Kündigungsrecht seitens des Schuldners einräumen.

Kreditrisiko

Rentenpapiere nach Ratingklassen Jederzeit veräußerbare Wertpapiere Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Bilanzwerte

in Tsd. Euro
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
AAA 20.909.190 20.400.091 29.430 130.480
AA+ 8.525.361 5.755.078 2.569 28.223
AA 3.150.715 1.604.116 134.348 156.139
AA- 3.990.844 4.657.348 213.097 410.894
A+ 1.998.880 2.994.219 374.545 872.081
A 4.465.680 3.767.374 656.569 493.948
A- 2.618.714 2.431.423 949.942 741.213
BBB+ 2.377.063 1.205.339 1.270.399 588.938
BBB 1.604.363 1.600.088 677.251 482.715
BBB- 1.139.732 584.661 196.516 200.966
BB+ 374.559 447.600 154.861 133.551
BB 439.060 39.704 173.683 100.385
BB- 297.387 233.574 264.684 154.856
B+ 25.043 118.623 129.068 155.871
B 17.891 45.924 189.793 98.787
B- 181.552 152.633 92.562 96.798
CCC+ 119.187 14.196 31.091 28.131
CCC 117.732 142.337 11.165 30.438
CCC- 34.360 280.930 0 4.756
CC 8.650 8.819 3.681 7.081
C 37.267 80.009 0 0
D 0 0 0 0
Übrige 417.423 876.869 154.867 950.631
Gesamt 52.850.653 47.440.955 5.710.121 5.866.883

In 2012 entfallen ca. 14 % (2011: 13 %) dieser Rentenpapiere auf Staatsanleihen.

Bezüglich des Kreditrisikos für Darlehen und Ausleihungen (vgl. Angaben Seite 123) ist zu ergänzen, dass für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen Richtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität gelten. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Üblicherweise sind Ratingangaben für Hypotheken, die den größten Teil der Position Darlehen und Ausleihungen darstellen, nicht gegeben. Darüber hinaus dargestellte Übrige Ausleihungen bestehen in Höhe von rund 507 Mio. Euro aus Schuldscheindarlehen an die AXA S.A., Paris, die über ein A- Kreditrating (long-term-debt) verfügt. Die restlichen Übrigen Ausleihungen bestehen im Wesentlichen aus Schuldschein- und Refinanzierungsdarlehen an Banken sowie aus Mitarbeiterdarlehen denen kein Rating zugeordnet ist.

Hierarchie der zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente

2012 2011
Bilanzwerte

in Tsd. Euro
Level 1 Level 2 Level 3 Level 1 Level 2 Level 3
--- --- --- --- --- --- ---
Jederzeit veräußerbare Wertpapiere
Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente 754.033 71.848 173.521 739.005 88.604 289.067
Renten 13.371.341 39.479.312 0 9.229.807 38.211.148 0
Publikumsfonds 3.201 320.950 7.461 2.549 460.090 9.686
Derivate (Cash Flow Hedge) 0 288.885 0 0 177.831 0
Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente
Aktien und sonstige Eigenkapitalinstrumente 140.719 36.912 1.115.680 104.068 63.651 941.162
Renten 1.560.883 3.295.504 0 859.152 3.512.382 214.034
Asset Backed Securities/Strukturierte Produkte 0 853.733 0 74.683 1.206.632 0
Derivate* 266.813 170.787 0 -36.349 209.546 0
Immobilienfonds 0 53.030 0 0 83.025 0
Gesamt 16.096.990 44.570.961 1.296.662 10.972.915 44.012.909 1.453.949

* Inklusive Derivate mit negativem Marktwert (Bilanzausweis unter "Sonstige Verbindlichkeiten").

Die Tabelle enthält eine Aufstellung der Zeitwerte der Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden je Bewertungshierarchie (Level 1, 2 oder 3). Für die Einteilung der Finanzinstrumente in die einzelnen Level wurden die zu Grunde liegenden Bewertungsparameter für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte herangezogen. Die Kategorisierung in Level 1 erfolgt für Finanzinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte durch originäre Preise an aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten ermittelt werden können. Werden die beizulegenden Zeitwerte durch anerkannte Bewertungsmethoden, deren signifikante Bewertungsparameter direkt oder indirekt am Markt beobachtet werden können, ermittelt, so erfolgt die Kategorisierung in Level 2. Die Finanzinstrumente des Levels 3 beinhalten Vermögenswerte, deren beizulegende Zeitwerte auf Grundlage anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt werden. Die hierfür herangezogenen Grundlagen basieren jedoch überwiegend auf nicht direkt beobachtbaren Marktdaten.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente Level 3

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere Erfolgswirksam zum Fair Value bewertete Finanzinstrumente
in Tsd. Euro 2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Anfangsbestand 01.01. 298.753 320.447 1.155.196 971.638
Erfolgswirksam erfasste Erträge und Aufwendungen -107 -403 -14.711 -3.010
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -2.134 -19.787 0 0
Käufe 15.440 380 59.720 125.962
Verkäufe -139.432 -1.893 -72.465 -20.469
Emissionen 0 0 0 0
Glattstellungen 0 0 0 0
Umgliederungen in und aus Level 3 8.462 9 -12.060 81.075
Endbestand 31.12. 180.982 298.753 1.115.680 1.155.196

Der Ausweis der erfolgswirksam erfassten Erträge und Aufwendungen für die in Level 3 kategorisierten Finanzinstrumente erfolgt in der Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung im Posten "Kapitalanlageergebnis". Der Ausweis der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen für die in Level 3 kategorisierten Finanzinstrumente erfolgt in der verkürzten Gesamtergebnisrechnung in den Posten "unrealisierte Gewinne/Verluste" und "realisierte Gewinne/Verluste".

Staatsanleihenexposure ausgewählter Länder inkl. Kreditderivate per 31.12.2012

Emittent 2012 2011 2012 2011
in Tsd. Euro Marktwert Marktwert Fortgeführte Anschaffungskosten Fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- ---
Griechenland 0 59.526 0 56.121
Irland 200.246 45.202 78.504 57.297
Italien 845.601 643.464 868.619 845.349
Portugal 345.570 293.209 473.078 556.355
Spanien 563.497 622.896 653.465 736.528
Zypern 0 0 0 0
Gesamt 1.954.914 1.664.297 2.073.666 2.251.650

D. Forderungen

(5) D. I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

in Tsd. Euro 2012 2011
Versicherungsnehmer 468.654 430.163
Versicherungsvermittler 192.091 187.152
Gesamt 660.745 617.315

Auf die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden Wertberichtigungen in Höhe von 83.652 Tsd. Euro (2011: 82.625 Tsd. Euro) vorgenommen. Von den Forderungen entfallen 348.696 Tsd. Euro (2011: 331.481 Tsd. Euro) auf fällige Ansprüche mit einer Restlaufzeit von unter einem Jahr, davon sind 115.683 Tsd. Euro (2011: 87.772 Tsd. Euro) seit über 90 Tagen fällig. Die Forderungen aus nicht fälligen Ansprüchen mit einer Restlaufzeit von ein bis fünf Jahren betragen 312.050 Tsd. Euro (2011: 285.834 Tsd. Euro).

(6) D. III. Steuerforderungen

Die Steuerforderungen resultieren im Wesentlichen aus Erstattungsansprüchen gegenüber der Finanzbehörde. Die Realisierung der Ansprüche wird in Höhe von rund 240 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2013 erwartet. Die Realisierung der restlichen Forderungen (59 Mio. Euro) wird für Folgejahre erwartet.

(7) D. IV. Sonstige Forderungen

in Tsd. Euro 2012 2011
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 120.490 66.485
Zins- und Mietforderungen 65.837 51.290
Rückdeckungsvertrag Pensionsrückstellungen 55.648 52.137
Depotforderungen 21.449 17.753
Übrige* 180.108 431.152
Gesamt 443.532 618.817

* siehe Anhangangabe (14) Bilanzierte Nettoverbindlichkeit und erfahrungsbedingte Anpassungen

Auf die sonstigen Forderungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von 682 Tsd. Euro (2011: 10.317 Tsd. Euro) vorgenommen. 90.311 Tsd. Euro (2011: 80.388 Tsd. Euro) der sonstigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

F. Sonstige Vermögensgegenstände

(8) F.I. Eigengenutzter Grundbesitz

in Tsd. Euro 2012 2011
Bruttobuchwert 1. Januar 69.038 67.745
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 36.400 35.740
Bilanzwert 1. Januar 32.638 32.006
Zugänge 801 1.293
Abgänge 0 0
Planmäßige Abschreibungen -698 -660
Außerplanmäßige Abschreibungen 0 0
Umbuchungen 0 0
Bilanzwert 31. Dezember 32.741 32.638
Bruttobuchwert 31. Dezember Vorjahr 69.839 69.038
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 37.098 36.400
Zeitwert 31. Dezember 40.175 37.800

(9) F.II. Sachanlagen und Vorräte

in Tsd. Euro 2012 2011
Bruttobuchwert 1. Januar 159.501 206.745
Kumulierte Abschreibungen 1. Januar 104.687 152.094
Bilanzwert 1. Januar 54.814 54.651
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0
Zugänge 7.696 11.314
Abgänge -2.533 -652
Planmäßige Abschreibungen -13.777 -10.516
Außerplanmäßige Abschreibung 0 0
Umbuchungen 4 17
Bilanzwert 31. Dezember 46.204 54.814
Bruttobuchwert 31. Dezember 164.668 159.501
Kumulierte Abschreibungen 31. Dezember 118.464 104.687

(10) F.III. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand

Die Veränderung des Zahlungsmittelbestandes wird in der Kapitalflussrechnung erläutert.

(11) G. Rechnungsabgrenzungsposten

In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind aus dem Lebensversicherungsgeschäft 293.975 Tsd. Euro (2011: 315.239 Tsd. Euro) enthalten. Diese sind im Wesentlichen auf vorausgezahlte Versicherungsleistungen zurückzuführen.

Erläuterungen zu den Konzern-Passiva

(12) B. Nachrangige Verbindlichkeiten

Nachrangige Verbindlichkeiten des AXA Konzerns bestehen zum Abschlussstichtag wie im Vorjahr nicht.

(13) C. Versicherungstechnische Rückstellungen

in Tsd. Euro Selbst abgeschlossenes Geschäft Übernommenes Geschäft Insgesamt 2012 Selbst abgeschlossenes Geschäft Übernommenes Geschäft Insgesamt 2011
I. Beitragsüberträge
Brutto 688.533 59.336 747.869 679.963 29.724 709.687
Rückversicherungsanteil 80.208 324 80.532 50.593 521 51.114
Gesamt 608.325 59.012 667.337 629.370 29.203 658.573
II. Deckungsrückstellung
Brutto 49.069.646 9.557 49.079.203 47.399.875 13.437 47.413.312
Rückversicherungsanteil 493.032 6.411 499.443 497.562 15.593 513.155
Gesamt 48.576.614 3.146 48.579.760 46.902.313 -2.156 46.900.157
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Brutto 6.001.292 771.475 6.772.767 5.932.208 477.589 6.409.797
Rückversicherungsanteil 506.793 101.933 608.726 297.672 51.434 349.106
Gesamt 5.494.499 669.542 6.164.041 5.634.536 426.155 6.060.691
IV. Rückstellung für Beitragsrückerstattung
Brutto 8.048.571 0 8.048.571 4.861.430 0 4.861.430
Rückversicherungsanteil 0 0 0 0 0 0
Gesamt 8.048.571 0 8.048.571 4.861.430 0 4.861.430
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
Brutto 22.047 1.299 23.346 38.980 0 38.980
Rückversicherungsanteil 1300 -500 800 945 -200 745
Gesamt 20.747 1.799 22.546 38.035 200 38.235
Summe versicherungstechnische Rückstellungen
Brutto 63.830.089 841.667 64.671.756 58.912.456 520.750 59.433.206
Rückversicherungsanteil 1.081.333 108.168 1.189.501 846.772 67.348 914.120
Gesamt 62.748.756 733.499 63.482.255 58.065.684 453.402 58.519.086

Im Segment Leben sind im Jahr 2012 Investmentverträge mit ermessensabhängiger Überschußbeteiligung in Höhe von 457.793 Tsd. Euro (2011: 763.321 Tsd. Euro) enthalten.

Entwicklung der Deckungsrückstellung

in Tsd. Euro 2012 2011
Deckungsrückstellung Stand 1. Januar
Brutto 47.413.312 46.231.570
Anteil der Rückversicherer 513.155 594.406
Netto 46.900.157 45.637.164
Veränderung Konsolidierungskreis
Brutto 0 0
Anteil der Rückversicherer 0 0
Netto 0 0
Veränderung Geschäftsjahr selbst abgeschlossenes Geschäft
Brutto 1.669.185 1.209.831
Anteil der Rückversicherer -4.531 -76.382
Netto 1.673.716 1.286.213
Veränderung Geschäftsjahr übernommenes Geschäft
Brutto -3.294 -28.089
Anteil der Rückversicherer -9.181 -4.869
Netto 5.887 -23.220
Deckungsrückstellung Stand 31. Dezember
Brutto 49.079.203 47.413.312
Anteil der Rückversicherer 499.443 513.155
Netto 48.579.760 46.900.157

Aus der Bruttodeckungsrückstellung zum 31. Dezember 2012 ist für die Segmente Leben und Kranken mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: weniger als ein Jahr 437 Mio. Euro (2011: 300 Mio. Euro), ein bis fünf Jahre 3.579 Mio. Euro (2011: 3.213 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 88.960 Mio. Euro (2011: 71.596 Mio. Euro).

Entwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (Schadenrückstellung)

in Tsd. Euro 2012 2011
Schadenrückstellung Stand 1. Januar
Brutto 6.409.797 6.323.048
Anteil der Rückversicherer 349.106 355.395
Netto 6.060.691 5.967.653
Zuzüglich Veränderung nicht abgewickelte Versicherungsfälle
Brutto 2.075.007 1.614.965
Anteil der Rückversicherer 368.047 -95.397
Netto 1.706.960 1.710.362
Abzüglich Zahlungen für Schäden der Vorjahre
Brutto -1.712.133 -1.528.657
Anteil der Rückversicherer -108.328 88.994
Netto -1.603.805 -1.617.651
Währungsumrechnung
Brutto 96 441
Anteil der Rückversicherer -99 114
Netto 195 327
Schadenrückstellung Stand 31. Dezember
Brutto 6.772.767 6.409.797
Anteil der Rückversicherer 608.726 349.106
Netto 6.164.041 6.060.691

Aus der Schadenrückstellung zum 31. Dezember 2012 ist für das Segment Schaden- und Unfall mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: weniger als ein Jahr 1.987 Mio. Euro (2011: 1.974 Mio. Euro), ein bis fünf Jahre 2.137 Mio. Euro (2011: 2.311 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 1.681 Mio. Euro (2011: 1.608 Mio. Euro).

In der Lebens- und Krankenversicherung werden Leistungen aus der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle überwiegend innerhalb eines Jahres ausgezahlt.

Entwicklung der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB)

in Tsd. Euro 2012 2011
Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
Stand 1. Januar 2.686.561 2.804.048
Geschäftsjahresänderung 304.381 117.487
Stand 31. Dezember 2.382.180 2.686.561
Rückstellung für latente Beitragsrückerstattung
Stand 1. Januar 2.174.869 464.404
Veränderung aufgrund von erfolgsneutralen Zeitwertschwankungen der jederzeit veräußerbaren Wertpapiere 2.968.374 1.548.703
Veränderung aufgrund von erfolgsneutralen Zeitwertschwankungen von Sicherungsinstrumenten 94.345 113.709
Veränderung aufgrund von versicherungsmathematischen Gewinnen/ Verlusten aus Pensionsverpflichtungen -40.808 -7.519
Veränderungen aufgrund ergebniswirksamer Umbewertungen 469.611 55.572
Stand 31. Dezember 5.666.391 2.174.869
Gesamt 8.048.571 4.861.430

(14) E.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Bei leistungsorientierten Pensionsplänen wird dem Begünstigten durch das Unternehmen oder die Versorgungseinrichtung eine bestimmte Leistung zugesagt; dagegen sind die zu zahlenden Beiträge des Unternehmens nicht im Vorhinein festgelegt. Bei beitragsorientierten Pensionsplänen dagegen zahlt der Arbeitgeber festgelegte Beiträge an eine Kasse oder in eine Direktversicherung ein. Die Verpflichtung des Arbeitgebers ist mit der Zahlung der Beiträge abgegolten.

Aufgrund der Einbringung der DBV-Winterthur Gesellschaften in den AXA Konzern ist ab 2007 hinsichtlich Pensionszusagen zwischen AXA- und DBV-Winterthur Versorgungsmodellen zu unterscheiden:

Für AXA-Mitarbeiter haben wir vom Grundsatz her zwei betriebliche Versorgungsmodelle. Das eine Modell umfasst die Altzusagen, die im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren und als unmittelbare Pensionszusagen erteilt wurden. Für diese Pensionszusagen werden Pensionsrückstellungen gebildet; separates Planvermögen im Sinne von IAS 19 ist nicht vorhanden. Die Neuzusagen sind beitragsorientierte Zusagen, bei denen der Arbeitgeber lediglich den Beitrag definiert, den er ins Versorgungswerk einzahlt. Die Leistung wird durch die Wertentwicklung der eingezahlten Beiträge definiert. Eigenständige Rückstellungen werden für beitragsorientierte Versorgungsmodelle nicht gebildet. Im Geschäftsjahr wurden Aufwendungen in Höhe von 10,0 Mio. Euro (2011: 9,5 Mio. Euro) für die beitragsorientierten Pensionspläne getätigt.

Für (ehemalige) DBV-Winterthur Mitarbeiter bestehen leistungsorientierte Pensionszusagen der Unternehmen der DBV-Winterthur Gruppe, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren. 2001 gründeten die Unternehmen der (ehemaligen) DBV-Winterthur Gruppe gemeinsam den DBV-Winterthur Vorsorge e.V., Wiesbaden, zur Sicherung der Pensionsansprüche der Mitarbeiter aus leistungsorientierten Pensionszusagen. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen.

Neben diesen arbeitgeberfinanzierten Versorgungsmodellen bestehen darüber hinaus sowohl bei AXA als auch DBV-Winterthur Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe gegenüber. Der Anspruch daraus wurde an den Versorgungsberechtigten verpfändet. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen. 2012 wurden hierfür 2,8 Mio. Euro (2011: 3,0 Mio. Euro) aufgewendet.

Der Arbeitgeberaufwand zur gesetzlichen Rentenversicherung (beitragsorientierter Pensionsplan) betrug im Geschäftsjahr 54,3 Mio. Euro (2011: 55,7 Mio. Euro).

Entwicklung des Barwerts der leistungsorientierten Pensionspläne

in Tsd. Euro 2012 2011
Barwert 1. Januar 2.228.655 2.105.780
Veränderung Konsolidierungskreis -11.710 -485
Entnahme für Pensionszahlungen -103.675 -102.682
Laufender Dienstzeitaufwand 32.678 29.557
Kalkulatorischer Zinsaufwand 90.837 92.257
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 13.663
Erträge/Aufwendungen aus Plankürzungen oder Übertragungen 31 0
Bewertungsänderungen 0 0
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 565.269 92.475
Sonstige Veränderungen -1.179 -1.910
Barwert 31. Dezember 2.800.906 2.228.655

Vom Barwert am Jahresende 2012 entfallen 819,1 Mio. Euro (2011: 628,5 Mio. Euro) auf Pensionspläne mit Planvermögen. Darüber hinaus sind im Barwert zum 31.12.2012 55,1 Mio. Euro (2011: 51,6 Mio. Euro) für Verpflichtungen aus Entgeltumwandlung enthalten, für die der zugehörige Erstattungsanspruch in gleicher Höhe als Vermögenswert ausgewiesen wird. Der restliche Betrag in Höhe von 1.926,7 Mio. Euro (2011: 1.548,6 Mio. Euro) ist nicht mit Planvermögen bedeckt.

Die Übertragung der Verpflichtungen bzw. Planvermögen durch Betriebsübergänge auf die entsprechenden AXA-Gesellschaften oder konzernfremde Gesellschaften wurde unter Veränderung Konsolidierungskreis berücksichtigt. Die Veränderung im Geschäftsjahr 2012 ist jedoch im Wesentlichen auf die Entkonsolidierung der AXA Customer Care Gmbh und der AXA Logistic Services GmbH zurückzuführen.

Für das kommende Geschäftsjahr werden Pensionszahlungen in Höhe von 107,6 Mio. Euro (2011: 106,4 Mio Euro) erwartet.

Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens

in Tsd. Euro 2012 2011
Zeitwert 1. Januar 249.078 253.365
Veränderung Konsolidierungskreis -1.526 0
Entnahme für Pensionszahlungen -17.010 -15.877
Beiträge des Arbeitgebers 159 149
Erwartete Erträge des Planvermögens 10.810 11.093
Erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -671 348
Zeitwert 31. Dezember 240.840 249.078

Zum 31.12.2012 setzte sich das Planvermögen wie folgt zusammen: 222,7 Mio. Euro (2011: 230,6 Mio. Euro) Rückdeckungsversicherungen und 18,1 Mio Euro (2011: 18,5 Mio. Euro) flüssige Mittel. Der erwartete Ertrag aus der Rückdeckungsversicherung wurde gemäß dem Langfristzins für die Bewertung der Deckungsrückstellung bei der Lebensversicherung angenommen. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Geschäftsjahr 10,1 Mio. Euro (2011: 11,4 Mio. Euro).

Die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus den Pensionsrückstellungen und dem Planvermögen in Höhe von 565,9 Mio. Euro (2011: 92,1 Mio. Euro) wurden erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Die zum Jahresende im Konzerneigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste betragen kumuliert 876,4 Mio Euro (2011: 312,5 Mio. Euro). Zusätzlich ergibt sich aus der Entkonsolidierung der AXA Customer Care GmbH und der AXA Logistic GmbH eine Verminderung der kumulierten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste in Hohe von 2,1 Mio Euro.

Bilanzierte Nettoverbindlichkeit und erfahrungsbedingte Anpassungen

in Tsd. Euro 2012 2011 2010 2009 2008
Barwert der Pensionsverpflichtungen 31.12. 2.800.906 2.228.655 2.105.780 1.981.915 1.734.718
Zeitwert des Planvermögens 31.12. -240.840 -249.077 -253.365 -259.899 -264.159
Bilanzierte Nettoverbindlichkeit 31.12. 2.560.589 1.980.094 1.852.954 1.722.532 1.471.071
Anderer in der Bilanz angesetzter Betrag (Überdeckung) -523 -515 -539 -516 -512
Erstattungsansprüche 31.12. 55.123 51.623 47.801 45.269 41.779
Erfahrungsbedingte Anpassungen der Pensionsverpflichtungen 31.12. -8.872 5.283 -4.322 4.204 12.794
Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens 31.12. -671 348 -2.963 -3.271 -1.568

Die Überdeckungen resultieren daraus, dass Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt. Sie sind seit 2010 unter sonstigen Forderungen ausgewiesen.

Angewandte Berechnungsfaktoren

2012 2011
Rechnungszinsfuß 2,7 % 4,3 %
Rentenanpassung 2,0 % 2,0 %
Gehaltsdynamik 2,5 % 2,5 %
Inflationsrate 2,0 % 2,0 %
Erwartete Erträge aus Planvermögen 4,5 % 4,5 %

Gesamtaufwendungen für die Altersversorgung

in Tsd. Euro 2012 2011
Laufender Dienstzeitaufwand 32.678 29.557
Kalkulatorischer Zinsaufwand 90.837 92.257
Erwartete Erträge aus Planvermögen -10.810 -11.093
Erträge/Aufwendungen aus Plankürzungen oder Übertragungen 31 0
Realisierung von
Nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand 0 13.663
Bewertungsänderung 0 0
Gesamt (Geschäftsjahresaufwand) 112.736 124.384

Der laufende Dienstzeitaufwand für die Altersversorgung wird im Rahmen der Kostenverteilung den einzelnen Funktionsbereichen zugeordnet und damit als Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung und als Versicherungsleistungen für eigene Rechnung ausgewiesen. Der Zinsaufwand ist hingegen Bestandteil der sonstigen Aufwendungen.

(15) E.II. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen resultieren aus wahrscheinlichen Verpflichtungen gegenüber der Finanzbehörde. Es handelt sich im Wesentlichen um Verpflichtungen aus Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer. Die erwartete Fälligkeit der Verpflichtungen wird in Höhe von rund 165 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2013 erwartet. Die restlichen Verbindlichkeiten (rund 318 Mio. Euro) werden voraussichtlich in den Folgejahren fällig.

(16) E.III. Sonstige Rückstellungen

in Tsd. Euro 2012 2011
Urlaubsabgeltung, Tantiemen, Ertragsbeteiligung 63.393 64.780
Jubiläumsrückstellungen 28.996 24.296
Restrukturierungsrückstellungen 56.858 40.077
Sonderrisiken aus anhängigen bzw. bevorstehenden Rechtsstreitigkeiten 64.651 57.085
Zinsen gemäß § 233a AO 116.023 76.304
Erhaltene, noch nicht abgerechnete Leistungen 110.100 114.000
Übrige 135.212 146.676
Gesamt 575.233 523.218

Für die Restrukturierungsrückstellung wurden Rechnungszinssätze zwischen 3,81 % bis 3,94 % verwendet. Die erwartete Inanspruchnahme erstreckt sich voraussichtlich bis zum Jahr 2015. Der Zinsertrag aus der Rückstellung betrug 1.233 Tsd. Euro (in 2011 Zinsaufwand: 716 Tsd. Euro). Für die Rückstellung für Prozessrisiken aus anhängigen Rechtsstreitigkeiten wurden Rechnungszinssätze von 3,71 % bis 4,60 % verwendet. Die erwartete Inanspruchnahme erstreckt sich bis zum Jahr 2018.

Der für die Berechnung der Jubiläumsrückstellung angewandte Rechnungszins wurde von 5,13 % auf 2,7 % abgesenkt, weil ab dem Geschäftsjahr 2012 der Rechnungszins in Analogie zu der Bewertung der Pensionsrückstellungen zugrunde gelegt wird. Der Zinsaufwand beträgt 1.126 Tsd. Euro (2011: 1.092 Tsd. Euro).

Die Jubiläumsrückstellung beinhaltet u.a. Ansprüche, die sich nach dem Aktienkurs der AXA S.A., Paris, bemessen; zum Bilanzstichtag sind 286 Mitarbeiter (2011: 320 Mitarbeiter) bezugsberechtigt. Die Vergütung dieser Ansprüche erfolgt in bar und wird entsprechend dem erreichten Dienstalter als Rückstellung erfasst. Die Rückstellung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.789 Tsd. Euro (2011: 2.479 Tsd. Euro).

Entwicklung der sonstigen Rückstellungen

in Tsd. Euro 2012 2011
Bilanzwert 1. Januar 523.218 501.847
Währungsänderungen 4 20
Inanspruchnahme -182.360 -168.781
Auflösungen -9.790 -101.105
Zuführungen 244.161 291.237
Bilanzwert 31. Dezember 575.233 523.218

(17) F. I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft

in Tsd. Euro 2012 2011
Versicherungsnehmer 2.236.347 2.363.133
Versicherungsvermittler 68.634 60.141
Gesamt 2.304.981 2.423.274

Im Wesentlichen sind bei den Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft gegenüber Versicherungsnehmern gutgeschriebene Überschussanteile in Höhe von 1.984 Mio. Euro (2011: 2.068 Mio. Euro) enthalten.

Per 31. Dezember 2012 ist aus diesen Verpflichtungen für das Segment Leben mit folgenden undiskontierten Zahlungen zu rechnen: bis zu einem Jahr 179 Mio. Euro (2011: 177 Mio. Euro), ein bis fünf Jahre 667 Mio. Euro (2011: 679 Mio. Euro), mehr als fünf Jahre 1.139 Mio. Euro (2011: 1.212 Mio. Euro).

(18) F. IV. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Bei der AXA Bank bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 81,8 Mio. Euro (2011: 56,9 Mio. Euro). Diese Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr und bis fünf Jahre in Höhe von 25,1 Mio. Euro (2011: 25,9 Mio. Euro) und von mehr als fünf Jahren in Höhe von 27,0 Mio. Euro (2011: 31 Mio. Euro). Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeiten beträgt 85,8 Mio. Euro (2011: 60,8 Mio. Euro).

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 11,1 Mio. Euro (2011: 5,6 Mio. Euro) entfallen insbesondere auf Versicherungsunternehmen.

(19) F.V. Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. Euro 2012 2011
Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen/Spareinlagen 18.668 22.263
Darlehens- und Hypothekenverbindlichkeiten 581.157 453.858
Noch abzuführende Steuern 21.650 219.286
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 175.369 23.895
Derivate mit negativem Marktwert 177.305 447.865
Übrige 246.606 332.274
Gesamt 1.220.755 1.499.441

Die sonstigen Verbindlichkeiten exklusive Verbindlichkeiten aus Derivaten enthalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von 914 Mio. Euro (2011: 926 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von 19 Mio. Euro (2011: 21 Mio. Euro). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Derivaten mit negativem Marktwert enthalten Verbindlichkeiten in Höhe von 3,6 Mio. Euro (2011: 43 Mio. Euro) mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von 4,7 Mio. Euro (2011: 43 Mio. Euro) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren.

(20) H. Steuerabgrenzung

in Tsd. Euro (+) = Aktivisch, (-) = Passivisch Aktivisch Passivisch 2012 Aktivisch Passivisch 2011
Latente Steuern auf erfolgswirksame Umbewertungen 489.298 -511.427 -22.129 416.127 -357.467 58.660
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren und aus assoziierten Unternehmen -392.980 -392.980 0 -120.756 -120.756
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus Pensionsplänen 270.997 270.997 103.469 0 103.469
Unrealisierte Gewinne/Verluste aus Sicherungsinstrumenten -18.647 -18.647 0 -12.816 -12.816
Gesamt 760.295 -923.054 -162.759 519.596 -491.039 28.557

Die Aufteilung der latenten Steuern nach Sachverhalten erfolgt unsaldiert und ist daher nur in Summe mit den Bilanzwerten abstimmbar. Auf die Bildung von latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 14,2 Mio. Euro (2011: 13,6 Mio. Euro) wurde verzichtet, da ihre Realisierung nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit gewährleistet ist.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(21) Gebuchte Bruttobeiträge

a. nach Art des Versicherungsgeschäft

in Tsd. Euro 2012 2011
Selbst abgeschlossenes Geschäft
Leben 3.797.355 4.247.100
Kranken 2.529.641 2.418.398
Schaden- und Unfall
Kraftfahrt 1.362.525 1.283.774
Unfall 264.422 258.359
Haftpflicht 607.726 609.073
Transport und Luftfahrt 119.600 115.697
Sach/Feuer 930.950 889.595
Kredit und Kaution 32.506 31.134
Sonstige 307.434 294.259
Summe selbst abgeschlossenes Geschäft 9.952.159 10.147.389
Übernommenes Geschäft 250.034 203.758
Gesamtgeschäft 10.202.193 10.351.147

b. nach der Herkunft

Selbst abgeschlossenes Geschäft Übernommenes
in Tsd. Euro Inland Übrige EWR-Staaten Drittländer Geschäft Insgesamt 2011
--- --- --- --- --- ---
Leben 4.247.100 15.070 4.262.170
Kranken 2.418.398 881 2.419.279
Schaden- und Unfall 3.366.583 46.832 68.476 187.807 3.669.698
Gesamtgeschäft 10.032.081 46.832 68.476 203.758 10.351.147
Selbst abgeschlossenes Geschäft Übernommenes
in Tsd. Euro Inland Übrige EWR-Staaten Drittländer Geschäft Insgesamt 2012
--- --- --- --- --- ---
Leben 3.797.355 10.667 3.808.022
Kranken 2.529.641 468 2.530.109
Schaden- und Unfall 3.543.067 48.487 33.609 238.899 3.864.062
Gesamtgeschäft 9.870.063 48.487 33.609 250.034 10.202.193

1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung

in Tsd. Euro 2012 2011
Gebuchte Bruttobeiträge 10.202.193 10.351.147
Abgegebene Rückversicherungsbeiträge -1.108.911 -1.048.945
Gebuchte Beiträge für eigene Rechnung 9.093.282 9.302.202
Beitragsüberträge, abzgl. abgegebene Rückversicherungsbeiträge -8.404 -4.993
Verdiente Beiträge für eigene Rechnung 9.084.878 9.297.209

(22) 2. Kapitalanlageergebnis

in Tsd. Euro 2012 2011
Laufende Erträge 2.814.526 2.858.704
- aus fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden (insbes. Mieterträge) 114.707 112.498
- aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 8.865 3.898
- aus Darlehen und Ausleihungen 297.555 331.789
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 2.007.568 2.033.386
- aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten 361.828 349.615
- aus übrigen Kapitalanlagen 24.003 27.518
Laufende Aufwendungen 183.085 163.020
Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen
- und sonstige Aufwendungen für Kapitalanlagen 125.236 114.572
- Grundbesitzaufwendungen 43.041 33.417
- Planmäßige Abschreibungen von fremdgenutzten Gebäuden 14.808 15.031
- der versicherungstechnischen Rechnung zugeordneter Zins 0 0
Ordentliches Kapitalanlageergebnis 2.631.441 2.695.684
Zuschreibungen 24.985 45.206
- auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 0 19
- auf Darlehen und Ausleihungen 0 0
- auf jederzeit veräußerbare Wertpapiere 24.985 45.187
Gewinne aus dem Abgang 583.498 275.044
- aus fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden 1.531 3.107
- aus Darlehen und Ausleihungen 0 2.141
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 454.229 208.138
- aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten 127.738 61.658
Außerplanmäßige Abschreibungen 97.038 534.868
- auf fremdgenutzte Grundstücke und Gebäude 3.666 10.039
- auf Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 5.581 15.711
- auf Darlehen und Ausleihungen 4.406 3.210
- auf jederzeit veräußerbare Wertpapiere 83.385 455.908
- auf übrige Kapitalanlagen 0 50.000
Verluste aus dem Abgang 130.732 104.986
- aus verbundenen Unternehmen 0 0
- aus fremdgenutzten Grundstücken und Gebäuden 5.321 732
- aus Darlehen und Ausleihungen 218 4.190
- aus jederzeit veräußerbaren Wertpapieren 77.341 77.880
- aus erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten 47.852 22.184
Marktwertänderungen der erfolgswirksam zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumente 560.662 102.251
Währungskursgewinne/-verluste 5.532 18.706
Nicht realisierte Gewinne/Verluste aus Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Inhabern von Lebensversicherungspolicen 270.713 -133.450
Kapitalanlageergebnis 3.849.061 2.363.587

Die Aufwendungen aus Zuführungen zu Rückstellungen für nicht vermietete Grundstücke und Bauten betragen 1.840 Tsd. Euro (2011: 555 Tsd. Euro). Die unrealisierten Währungskursgewinne und -verluste auf monetäre Positionen betragen -11.788 Tsd. Euro (2011: 254 Tsd. Euro). Der (nach der Effektivzinsmethode berechnete) gesamte Zinsertrag für finanzielle Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, beträgt 2.152 Mio. Euro (2011: 2.238 Mio. Euro).

(23) 3. Versicherungsleistungen für eigene Rechnung

Versicherungsleistungen Leben / Kranken*

in Tsd. Euro (+) = Aufwand, (-) = Ertrag 2012 2011
BRUTTO
Zahlungen 5.438.678 5.929.959
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 48.160 11.301
Veränderung der Deckungsrückstellung 2.135.880 1.231.929
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen 10.037 3.573
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 573.223 304.117
Gesamtleistung 8.205.978 7.480.879
ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER
Zahlungen -99.456 -139.423
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 1.485 738
Veränderung der Deckungsrückstellung 7.345 75.632
Gesamtleistung -90.626 -63.053
NETTO
Zahlungen 5.339.222 5.790.536
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 49.645 12.039
Veränderung der Deckungsrückstellung 2.143.225 1.307.561
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen 10.037 3.573
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 573.223 304.117
Gesamtleistung 8.115.352 7.417.826
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen/Erträge (netto) 250.775 251.128
Gesamt 8.366.127 7.668.954

* Vollkonsolidierte Werte

Versicherungsleistungen Schaden- und Unfall*

in Tsd. Euro (+) = Aufwand, (-) = Ertrag 2012 2011
BRUTTO
Zahlungen 2.471.938 2.432.830
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 63.430 58.241
Veränderung der Deckungsrückstellung -4.534 -11.596
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen 3.171 260
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 23.730 23.853
Gesamtleistung 2.557.735 2.503.588
ANTEIL DER RÜCKVERSICHERER
Zahlungen -658.372 -625.623
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle -22.149 6.832
Veränderung der Deckungsrückstellung 6.756 -328
Gesamtleistung -673.765 -619.119
NETTO
Zahlungen 1.813.566 1.807.207
Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 41.281 65.073
Veränderung der Deckungsrückstellung 2.222 -11.924
Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Rückstellungen 3.171 260
Aufwendungen für Beitragsrückerstattung 23.730 23.853
Gesamtleistung 1.883.970 1.884.469
Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen / Erträge (netto) 17.963 22.350
Technischer Zinsertrag für eigene Rechnung -30.610 -31.621
Gesamt 1.871.323 1.875.198

* Vollkonsolidierte Werte

(24) 4. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung

in Tsd. Euro 2012 2011
Abschlussaufwendungen 1.175.828 1.179.922
Verwaltungsaufwendungen 753.446 732.151
davon ab: erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 290.805 309.751
Gesamt 1.638.469 1.602.322

(25) 5. Sonstige Erträge

in Tsd. Euro 2012 2011
Erträge aus der Auflösung von Pauschalwertberichtigungen 10.570 9.493
Erträge aus anteilsbasierten Vergütungen 0 10.369
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 17.185 35.263
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, soweit diese nicht aus Kapitalanlagen herrühren 31.229 20.029
Übrige Erträge, u.a. aus erbrachten Dienstleistungen für andere Unternehmen und Provisionserträge 253.548 402.118
Gesamt 312.532 477.272

(26) 6. Sonstige Aufwendungen

in Tsd. Euro 2012 2011
Zinszuführungen zu Altersversorgungs- und vergleichbaren Verpflichtungen 85.365 84.706
Aufwand aus Restrukturierungsrückstellungen 32.810 40.077
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 54.832 45.008
Sonstige Abschreibungen, Pauschalwertberichtigungen und gewährte Sanierungszuschüsse 1.457 23.926
Aufwendungen aus dem Bankgeschäft 47.135 38.227
Anteilsbasierte Vergütung 2.484 0
Aufwendungen aus eigengenutzten Grundstücken 614 592
Übrige Aufwendungen u.a. aus bezogenen Dienstleistungen für andere Unternehmen und Provisionsaufwendungen 318.259 431.097
Gesamt 542.956 663.633

Aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Im Rahmen der Anwendung des IFRIC 11, der in den IFRS 2 - Anteilsbasierte Vergütung - eingearbeitet wurde, wurden die Aufwendungen der folgenden Vergütungstransaktionen mit Eigenkapitalinstrumenten im Konzernabschluss erfasst.

AXA S.A. Stock Options

Im Rahmen des Stock Option Plans des Jahres 2012 der AXA S.A., Paris, wird eine Anzahl von Aktienoptionen an die Begünstigten zum beizulegenden Zeitwert gewährt mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Die Optionen gewähren das Recht, nach Ablauf einer zwei- bis vierjährigen Sperrfrist AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellem Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Bei den Begünstigten handelt es sich in der Regel um Vorstände und Leitende Angestellte; der Kreis der Begünstigten wird vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt. Die Optionen werden während des ersten Quartals eines Geschäftsjahres ausgegeben, normalerweise 20 Arbeitstage nachdem das Konzernergebnis der AXA S.A., Paris veröffentlicht wird.

Der Bezugspreis entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der AXA S.A. Aktie an der Pariser Börse für den Zeitraum von 20 Handelstagen vor dem Zeitpunkt der Gewährung der Optionen.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird auf Grundlage des Optionspreismodells Black & Scholes ermittelt. Hierbei wird die Möglichkeit der vorzeitigen Ausübung berücksichtigt, indem man die erwartete Laufzeit basierend auf historischen Daten heranzieht. Die Preisvolatilität der Aktie in Höhe von 39,89 % (2011: 33,68 %), wird anhand der implizierten Volatilität geschätzt, was mit einer Analyse von historischen Daten verifiziert wird. Die erwartete Rendite der AXA S.A. Aktie in Höhe von 8,36 % (2011: 7,16 %) ermittelt sich aufgrund von Marktannahmen. Der risikolose Zinssatz in Höhe von 2,11 % (2011: 3,25 %) basiert auf der Euro Swap Kurve für den betreffenden Zeitraum. Aus dem Optionsprogramm 2012 wurden im Berichtsjahr 176 Tsd. (2011: 333 Tsd. Stück) Aktienoptionen an Führungskräfte des AXA Konzerns ausgegeben. Am Bilanzstichtag waren noch Optionen aus den ähnlich ausgestalteten Aktienoptionsprogrammen der Vorjahre ausstehend.

Anzahl und Durchschnittsausübungspreise aller noch ausstehender Aktienoptionen ergeben sich aus folgender Tabelle:

2012 2011
Aktienoptionen Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis

Euro
Anzahl der Optionen Stück Durchschnittsausübungspreis

Euro
--- --- --- --- ---
Ausstehend zum 1.1. 2.480.569 19,15 2.611.392 21,34
Zugeteilte Optionen 175.989 10.98 332.571 14,73
Verwirkte Optionen 195.519 19,96 366.604 30.74
Verfallene Optionen 395.643 18,28 73.825 22,02
Ausgeübte Optionen 47.378 10,33 22.965 10,43
Ausstehend zum 31.12. 2.018.018 18,72 2.480.569 19,15
Ausübbar zum 31.12. 1.380.284 21,22 1.523.935 21,96

Für die am Ende der Berichtsperiode insgesamt noch ausstehenden Optionen ergibt sich eine Bandbreite an Ausübungspreisen von 9,36 Euro bis 32,95 Euro (2011: 9,76 Euro bis 32,95 Euro). Die einzelnen Pläne aus den Vorjahren sowie der aktuelle Plan des Geschäftsjahres haben jeweils eine Vertragslaufzeit von 10 Jahren. Die gewichtete durchschnittliche Rest-Vertragslaufzeit der noch ausstehenden Optionen zum 31. Dezember 2012 beträgt 5,4 Jahre (2011: 6,2 Jahre).

AXA Performance Units (Equity Komponente und Barkomponente)

Performance Units werden im Rahmen des Performance Units Plans der AXA Gruppe an bestimmte Begünstigte (überwiegend Vorstände und Leitende Angestellte) der AXA Deutschland erteilt, die vom Gruppenvorstand der AXA S.A. festgelegt werden.

Hierbei handelt es sich um eine mittelfristig orientierte Vergütungskomponente, deren Wertigkeit vom Erfolg der AXA in Deutschland, der Region und der AXA Gruppe weltweit sowie der Entwicklung der AXA Aktie im Performance Zeitraum vom 01. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2012 abhängig ist. Falls die AXA S.A. für 2011 und/oder 2012 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt.

Die Auszahlung erfolgt am 16. März 2015, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 16. März 2015 an der Pariser Börse ergibt (Barkomponente). Für Programme bis 2010 erfolgt eine Auszahlung teilweise in Aktien (Aktienkomponente).

Für die in 2012 zur Hälfte auslaufenden Performance Units des Jahres 2010 (Vorjahr 2009) wurden insgesamt 1.258 Tsd. Euro (2011: 2.569 Tsd. Euro) ausgezahlt, was 103 Tsd. (2011: 175 Tsd.) Rechten an Performance Units (Barkomponente) entspricht. Darüber hinaus wurden 3,4 Tsd. Stück (2011: 31 Tsd. Stück) Performance Shares (Equities) gewandelt, was einem Wert von 42,5 Tsd. Euro (2011: 448 Tsd. Euro) entspricht.

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Auszahlungen im Geschäftsjahr 2012 bezüglich der Performance Units der Pläne aus 2010 erfolgten vollständig, so dass hieraus zum Bilanzstichtag keine Verbindlichkeiten bilanziert waren.

AXA Shareplan Classic

Bei dem Shareplan Classic kann der berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, mit einem Nachlass von 20 % und einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren erwerben. Maßgeblich für den Zeichnungspreis ist der Referenzkurs der AXA Aktie. Der Mitarbeiter kann bis zu 25 % seines Bruttojahreseinkommens investieren, die Mindestinvestition beträgt 9,5 Euro (2011: 8,43 Euro)* (1 Aktie). Während der Laufzeit anfallende Dividenden werden an den Mitarbeiter ausgezahlt. In 2012 wurden 27 Tsd. Stück Aktienfondsanteile gezeichnet (2011: 50 Tsd. Stück).

AXA Shareplan Leveraged

Bei dem Shareplan Leveraged können berechtigte Mitarbeiter des AXA Konzerns Fondsanteile, die ausschließlich in AXA Aktien investieren, erwerben. Ab dem Shareplan 2009 werden die Fondsanteile mit einem Rabatt gewährt. Der Mitarbeiter zeichnet dabei einen bestimmten Betrag an Fondsanteilen, von denen er selbst einen geringen Teil finanziert. Der verbleibende Teil wird von einer konzernfremden Bank finanziert. Die Fondsanteile haben eine Sperrfrist von fünf Jahren, innerhalb derer keine Dividenden an den Mitarbeiter gezahlt werden. Nach Ablauf der Sperrfrist werden die Anteile des Mitarbeiters an den Fonds verkauft. Der Mitarbeiter erhält dann mindestens den von ihm investierten Betrag zurück, falls der Kurs der Aktie gleich geblieben oder gefallen sein sollte. Wenn der Kurs gestiegen ist, erhält der Mitarbeiter ein Vielfaches der Wertsteigerung der Investition bezogen auf den ursprünglich investierten Betrag. Alternativ kann der Mitarbeiter nach Ablauf der Sperrfrist das Investment auch in den Shareplan Classic einlegen. In 2012 wurden 313 Tsd. Stück Fondsanteile gezeichnet (2011: 406 Tsd. Stück).

Die Kosten der Pläne Shareplan Leveraged sowie Shareplan Classic werden unter Berücksichtigung der fünfjährigen Sperrfrist ermittelt, wie es vom CNC (Conseil National de la Comptabilité) empfohlen wird. Der CNC Ansatz ermittelt den Wert dieser innerhalb der Sperrfrist nicht frei verfügbaren Aktie durch einen Replikationsansatz. Demnach würde der Mitarbeiter ein Darlehen aufnehmen, um frei verfügbare Aktien zu erwerben. Das Darlehen und die Zinsen des Darlehens würde er dann mit dem Erlös aus dem Verkauf der gesperrten Aktien am Ende der Sperrfrist und der erhaltenen Dividendenrendite innerhalb der Sperrfrist zurück zahlen. Bei dem Leveraged Plan enthalten die Kosten auch Opportunitätsgewinne, die indirekt durch die AXA gewährt werden, da für die in dem Fond enthaltenen Derivate anstatt eines Preises für kleinvolumige Transaktionen (retail price) ein entsprechend günstigerer institutioneller Preis für entsprechend großvolumige Transaktionen gezahlt wird.

Die folgende Tabelle zeigt weitere Details der beiden Pläne Share Plan Classic und Share Plan Leveraged für das Geschäftsjahr 2012:

2012 2011
Bewertungsparameter Classic Leveraged Classic Leveraged
--- --- --- --- ---
Laufzeit (in Jahren) 5 5 5 5
Preisnachlass auf den Referenzkurs 20 % 17,19 % 20 % 13,6 %
Referenzkurs 11,86 11,86 10,53 10,53
Zeichnungspreis 9,50 9,82 8,43 9,10
Summe gezeichneter Betrag durch die Mitarbeiter (in Tsd. Euro) 259 3.071 419 3.695
Summe gezeichneter Betrag insgesamt 259 30.713 419 36.951
Risikoloser Zinssatz (5 Jahres Durchschnitt Euro Zone) 0,59 % 0,59 % 1,30 % 1,30 %
Dividendenrendite 8,16 % 8,16 % 10,37 % 10,37 %
Zinssatz bei vorzeitiger Kündigung 1,12 % 1,12 % 1,01 % 1,01 %
Zinssatz für Repo Geschäfte 0,25 % 0,25 % 0,25 % 0,25 %
Retail / institutioneller Volatilitätsspread N/A 4,08 % N/A 4,36 %
Kosten der Sperrfrist für den Mitarbeiter 19,81 % 17,07 % 18,49 % 13,53 %
Opportunitätsgewinne N/A 2,80 % N/A 2,84 %

AXA Miles

Durch das Programm AXA Miles wurden jedem berechtigten Mitarbeiter im März 2012 50 AXA Miles zugeteilt. Insgesamt wurden 632.000 AXA Miles an 12.640 Mitarbeiter ausgegeben.

An konsolidierte Gesellschaften innerhalb des AXA Konzerns wurden 524.600 AXA Miles an 10.492 Mitarbeiter ausgegeben.

Diese AXA Miles werden nach Ablauf einer Wartefrist von vier Jahren 2016 in gewöhnliche AXA Aktien umgewandelt.

Sonstiger Aufwand

Die auf die obengenannten Vergütungskomponenten entfallenden Aufwendungen werden im IFRS-Konzernabschluss mit den Beträgen erfasst, so wie sie auch in dem übergeordneten IFRS-Konzernabschluss der AXA S.A., Paris enthalten sind. Für die im Rahmen von IFRS 2 per 31.12.2012 zu erfassenden Pläne Stock Options, Shareplan und Miles erfasste die AXA Gruppe im Geschäftsjahr 2012 Aufwendungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (2011: 2,0 Mio. Euro), die als Zuführung zur Kapitalrücklage im deutschen AXA Konzern gezeigt werden.

Für zum 31.12.2012 noch ausstehende Rechte aus Performance Units wurden Rückstellungen von insgesamt 3.837 Tsd. Euro (2011: 2.444 Tsd. Euro) gebildet.

Aufwand aus Restrukturierungsrückstellungen

Im Rahmen des Programms "focus to perform" wurden für die Dotierung der Restrukturierungsrückstellungen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt Personal- und Sachkosten in Höhe von 32.810 Tsd. Euro für Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erfasst (in 2011 betrugen die Aufwendungen aus Restrukturierungsmaßnahmen 40.077 Tsd. Euro).

(27) 7. Steuern

Steueraufwand

Steueraufwand

in Tsd. Euro
2012 2011
Tatsächliche Steuern 111.171 53.118
davon für Geschäftsjahr 131.048 121.203
davon für Vorjahre -19.878 -68.085
Latente Steuern 84.577 -41.099
Ertragsteuern 195.748 12.019
Sonstige Steuern -1.993 16.742
davon für Geschäftsjahr 416 14.180
davon für Vorjahre -2.408 2.562
Gesamt 193.755 28.761

Überleitungsrechnung

Überleitungsrechnung

in Tsd. Euro
2012 2011
Konzernergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag 829.590 311.220
Erwarteter Ertragsteuersatz 32 % 32 %
Erwarteter Ertragsteueraufwand 265.469 99.590
Korrigiert um Steuereffekte:
+ nicht abzugsfähige Betriebsausgaben 1.400 1.363
+ nichtabzugsfähige Verluste aus Kapitalanlagen / - steuerfreie Erträge aus Kapitalanlagen -51.162 -19.482
- Aktivierung / Nutzung steuerlicher Verlustvorträge -1.125 -9.601
- Zuschreibung aktiver latenter Steuer / + Abschreibung aktiver latenter Steuer 2.167 -2.153
+ / - Anpassung Steuer Vorjahre -24.808 -63.483
+ / - Steuersatzänderung 499 -2.877
- sonstige Auswirkungen 3.308 8.662
Effektiver Ertragsteueraufwand 195.748 12.019

Die gezahlten Ertragsteuern beliefen sich in 2012 auf 28.187 Tsd. Euro (2011: 164.690 Tsd. Euro).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand von 195,8 Mio. Euro liegt unter dem zu erwartenden Ertragsteueraufwand von rund 265,5 Mio. Euro. Aus der Überleitungsrechnung geht hervor, dass der geringere tatsächliche Ertragsteueraufwand in Höhe von rund 51,2 Mio. Euro insbesondere aus steuerfreien Erträgen sowie aus Erträgen im Zusammenhang mit Vorjahressteuern von rund 24,8 Mio. Euro resultiert.

Im Vergleich zum Vorjahr (2011: 12,0 Mio. Euro) erhöht sich der Ertragsteueraufwand deutlich. Dies ergibt sich im Wesentlichen aus dem signifikant höheren Vorsteuerergebnis. Weiterhin führen die geringeren Erträge im Zusammenhang mit Vorjahressteuern zu einer Erhöhung der Steuerquote gegenüber dem Vorjahr. Der als Basis für die Überleitungsrechnung gewählte Ertragsteuersatz von 32 % setzt sich zusammen aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer und einem durchschnittlichen Steuersatz für die Gewerbesteuer von 16,2 %. Der Steuersatz entspricht somit dem des vorangegangenen Jahres.

(28) 8. Konzernergebnis

Die Überleitung vom Konzernergebnis zur Veränderung des Zahlungsmittelbestandes wird in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt.

Sonstige Erläuterungen und Angaben

Durchschnittliche Zahl der angestellten Mitarbeiter

2012 2011
Durchschnittliche Zahl der angestellten Mitarbeiter 10.759 11.032
davon:
im Innendienst 9.804 10.020
im angestellten Außendienst 955 1.012
Durchschnittliche Mitarbeiterzahl der assoziierten Unternehmen 1.172 1.106

Personalaufwand

in Tsd. Euro 2012 2011
Löhne und Gehälter 645.363 664.716
Soziale Abgaben 96.097 101.288
Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung (inkl. Zinszuführung) 130.466 140.291
Insgesamt 871.926 906.295

Honorar des Konzernabschlussprüfers gemäß § 314 Nr. 9 HGB

in Tsd. Euro 2012 2011
für Abschlussprüfungen 2.310 2.261
für andere Bestätigungsleistungen 161 358
für Steuerberatungsleistungen 81 211
für sonstige Leistungen 13 13
Insgesamt 2.565 2.843

(Beträge ohne Umsatzsteuer inclusive Auslagen)

Nicht ausgebuchte Wertpapiere

Marktwert
in Tsd. Euro 2012 2011
--- --- ---
Wertpapierleihgeschäfte
festverzinsliche Wertpapiere 1.156.830 1.135.808
nicht festverzinsliche Wertpapiere 14.468 19.469
Insgesamt 1.171.298 1.155.277

Zur Ertragsmehrung werden Werpapierleihgeschäfte durchgeführt. Bei Wertpapierleihgeschäften werden Wertpapiere an einen Dritten auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Zahlung einer Entleihgebühr übertragen. Nach Ablauf der vereinbarten Frist ist der Leihnehmer zur Rückgabe von Wertpapieren gleicher Art, Güte und Menge verpflichtet. Die Tabelle gibt eine Übersicht über die bestehenden Geschäfte.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

in Mio. Euro 2012 2011
Miet-, und Leasingverträge
Bis zu 1 Jahr 63 61
1 bis 5 Jahre 192 175
Über 5 Jahre 240 261
Kreditzusagen Bis zu 1 Jahr 691 452
1 bis 5 Jahre 434 789
Über 5 Jahre 0 0
Investitionsverpflichtungen Bis zu 1 Jahr 305 346
1 bis 5 Jahre 409 404
Über 5 Jahre 880 572
Sonstige finanzielle Verpflichtungen insgesamt 3.214 3.060

Für operative Leasingverhältnisse (insbesondere Immobilien, Kraftfahrzeuge und EDV) wurden im Geschäftsjahr 67 Mio. Euro (2011: 65 Mio. Euro) aufwandswirksam erfasst.

Es besteht im Wesentlichen ein Untermietverhältnis für ein Gebäude in München. Die Mindestleasingzahlungen hierfür betragen 17,7 Mio. Euro (2011: 20,1 Mio. Euro); im Geschäftsjahr wurden Erträge aus dem Untermietverhältnis in Höhe von 70 Tsd. Euro (2011: 66 Tsd. Euro) erzielt.

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr lagen keine bedingten Mietzahlungen sowie keine durch Leasingvereinbarungen auferlegten Beschränkungen vor. Bei den genannten Verpflichtungen bestehen wie im Vorjahr keine gegenüber Unternehmen, die at equity in den Konzernabschluss der AXA Konzern AG einbezogen werden.

Anteilsbesitzliste AXA Konzern AG zum 31. Dezember 2012

Name und Sitz des Unternehmens Anteil

in %
Eigenkapital des Beteiligungsunternehmens in Währung Geschäftsjahr Ergebnis des Beteiligungsunternehmens in Währung
AllianceBernstein Strategic Opportunities SICAV, Luxemburg 41,67 % 54.843.777 41.611.363 USD EURO 2012 12.068.676 9.156.810 USD EURO
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 30,00 % 3.912.278 EURO 2011 2.042.727 EURO
ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim 66,68 % 947.501 EURO 2011 84.754 EURO
Aragon AG, Wiesbaden****) 27,17 % 47.954.000 EURO 2011 -5.162.000 EURO
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 99,69 % 40.106.222 EURO 2012 -3.677.923 EURO
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 94,00 % 25.325 EURO 2012 -77.745 EURO
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 99,69 % 33.808.681 EURO 2012 -2.119.765 EURO
Arnulfpark Wohnbau VerwaltungsGmbH, Köln 94,00 % 22.596 EURO 2012 -46.274 EURO
AV AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden 94,90 % 80.108.164 EURO 2012 3.976.748 EURO
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth 100,00 % 1.158.960 EURO 2012 -472.158 EURO
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 100,00 % 29.241.919 EURO 2011 1.525.234 EURO
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg 100,00 % 262.380.280 EURO 2012 18.061.254 EURO
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg 100,00 % 648.750.449 EURO 2012 52.810.703 EURO
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg 100,00 % 66.312.275 EURO 2012 1.053.150 EURO
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg 100,00 % 26.552.282 EURO 2012 291.324 EURO
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg 100,00 % 5.066.468 EURO 2012 -183.532 EURO
AXA Art Holdings Inc., New York 100,00 % 33.511.160 25.425.766 USD EURO 2012 0 0 USD EURO
AXA Art Insurance Corporation, New York 100,00 % 30.365.801 23.039.303 USD EURO 2012 -118.792 -90.131 USD EURO
AXA Art Insurance Ltd. London 100,00 % 15.065.000 18.421.374 GBP EURO 2012 4.290.000 5.245.781 GBP EURO
AXA Art Services Ltd. London 100,00 % 255.498 312.421 GBP EURO 2012 57.342 70.117 GBP EURO
AXA Art Versicherung AG, Köln 100,00 % 78.895.124 EURO 2012 3.474.125 EURO
AXA ART Versicherung AG, Zürich 100,00 % 15.808.809 13.083.513 CHF EURO 2012 2.623.205 2.170.988 CHF EURO
AXA Bank AG, Köln 100,00 % 64.599.867 EURO 2012 3.409.470 EURO
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden 94,90 % 15.299.791 EURO 2012 1.244.379 EURO
AXA Customer Care GmbH, Köln 100,00 % 733.333 EURO 2012 14.526 EURO
AXA Easy AG, Köln 100,00 % 3.500.000 EURO 2012 80.662 EURO
AXA Finanz Service GmbH, Köln 100,00 % 144.589 EURO 2012 -356.870 EURO
AXA GmbH & Co. Immobilien- beteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 33,33 % 12.208.125 EURO 2011 -536.289 EURO
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG 42,71 % 210.564.744 EURO 2012 7.183.999 EURO
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 20,00 % 275.324.759 EURO 2011 13.426.400 EURO
AXA Krankenversicherung AG, Köln 100,00 % 178.086.319 EURO 2012 31.655.000 EURO
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln 100,00 % 796.085 EURO 2012 -18.786.285 EURO
AXA Lebensversicherung AG, Köln 100,00 % 330.696.037 EURO 2012 60.000.000 EURO
AXA Logistic Services GmbH, Köln 100,00 % 155.768 EURO 2012 16.215 EURO
AXA Nordstern France S.A., Paris 100,00 % 7.505.626 EURO 2012 775.613 EURO
AXA Republique S.A., Courbevoie 25,00 % 208.195.126 EURO 2012 17.172.731 EURO
AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln 100,00 % 207.772 EURO 2012 28.471 EURO
AXA Schaden Experten GmbH, Köln 100,00 % 625.565 EURO 2012 -6.062 EURO
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 100,00 % 34.738 EURO 2012 4.174 EURO
AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln 100,00 % 1.004.174 EURO 2012 78.807 EURO
AXA Versicherung AG, Köln 100,00 % 669.826.667 EURO 2012 191.375.677 EURO
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 25,00 % -919.453 EURO 2011 -706.333 EURO
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 94,90 % 45.248.766 EURO 2012 161.053 EURO
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel 50,00 % 251.488 EURO 2012 12.102 EURO
BSW Verbraucher-Service Beamten- Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth 100,00 % 800.000 EURO 2012 2.174.840 EURO
CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln 100,00 % 115.678.152 EURO 2012 10.227.753 EURO
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth 100,00 % 247.818 EURO 2012 -2.601.501 EURO
Core Italian Property Fund, Mailand 21,43 % 69.055.650 EURO 2012 947.192 EURO
CREL Issuance S.à.r.l, Luxemburg.*****) 100,00 % EURO EURO
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden 100,00 % 39.459.775 EURO 2012 856.635 EURO
DBV Winterthur Advisory Company S.A., Luxembourg 100,00 % 835.326 EURO 2012 679.513 EURO
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden 100,00 % 217.464.622 EURO 2012 34.000.000 EURO
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 40,00 % 75.818 EURO 2011 -12.692 EURO
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 100,00 % 51.888.631 EURO 2012 12.000.000 EURO
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75,00 % 9.936.759 EURO 2012 6.171.099 EURO
Development German Feeder III S.C.A., Luxembourg 100,00 % 2.538.151 EURO 2011 0 EURO
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 100,00 % 495.697 EURO 2011 44.056 EURO
DWK AG & Co. Grundstücks- gesellschaft K2 KG, Wiesbaden 94,90 % 62.101.057 EURO 2012 2.808.482 EURO
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln 100,00 % 705.609 EURO 2012 290.210 EURO
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40,00 % 51.332 EURO 2011 20.467 EURO
Financière Cajas S.à.r.l., Luxembourg 30,00 % 57.130 EURO 2012 -90.857 EURO
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 50,00 % 1.513.613 EURO 2012 -23.829 EURO
Fine Art Services International Inc., New York 100,00 % 325.622 247.058 USD EURO 2012 273 207 USD EURO
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,00 % 318.118 EURO 2012 9.434 EURO
GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 100,00 % 81.114.000 EURO 2012 3.927.515 EURO
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 100,00 % 10.025.000 EURO 2012 14.355 EURO
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100,00 % 1.917.260 EURO 2011 79.642 EURO
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald 49,99 % 29.400.045 EURO 2012 1.085.036 EURO
JALANDA Grundstücks-Verwaltungs- gesellschaft mbH, Grünwald 47,20 % 42.836 EURO 2012 1.694 EURO
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald 20,00 % 198.518.414 EURO 2012 12.075.843 EURO
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 100,00 % 2.194.565 EURO 2012 345.666 EURO
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23,01 % 160.872.840 EURO 2012 95.195.857 EURO
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 100,00 % 377.641 50.798 DKK EURO 2011 -217.983 -29.322 DKK EURO
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 100,00 % 2.557.369 EURO 2011 -37.625 EURO
Merkur Gesellschaft für Beteiligungs- werte mbH, Köln 100,00 % 22.111.495 EURO 2012 837.960 EURO
Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 94,90 % 21.100.655 EURO 2012 -295.285 EURO
PGV Maklerservice GmbH, Hamburg 100,00 % -911.438 EURO 2011 -710.540 EURO
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln 90,00 % 70.616.650 EURO 2012 2.229.085 EURO
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 100,00 % 59.645.095 EURO 2012 0 EURO
Pro Versorgung AG, Köln*****) 25,10 % EURO EURO
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen*) 100,00 % 3.190.000 EURO 2011 180.000 EURO
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs- Aktiengesellschaft, Köln 39,88 % 82.786.443 EURO 2012 8.487.230 EURO
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 22,88 % 151.911.691 EURO 2011 -2.032.693 EURO
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 48,00 % 52.067 EURO 2011 26.502 EURO
TERTIA Handelsbeteiligungs- gesellschaft mbH, Köln**) 20,00 % 12.877.012 EURO 2012 5.419.931 EURO
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,00 % 37.458.739 EURO 2012 -5.443.735 EURO
ver.di Service GmbH, Berlin 50,00 % 16.003 EURO 2011 8.003 EURO
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth 61,30 %*** 13.426.400 EURO 2012 1.349.379 EURO
wHC direkt GmbH,, Wiesbaden 51,00 % 35,57 EURO 2011 -24.964,43 EURO
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 100,00 % 1.633.520 EURO 2012 428.880 EURO
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden 100,00 % 1.312.778 EURO 2011 84.152 EURO
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden 100,00 % 20.899.564 EURO 2012 0 EURO
WVV GmbH Wirtschaftsberatungs- und Versicherungsvermittlung, Neunkirchen 40,00 % 240 EURO 2011 -3.142 EURO
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT "Badenia", Hamburg 30,00 % 109.310 EURO 2011 2.565 EURO
Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg 30,00 % 0 EURO 2011 -761 EURO
Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg 25,00 % 68.182 EURO 2011 -755 EURO
Name und Sitz des Unternehmens Unmittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung Mittelbare prozentuale Höhe der Beteiligung
AllianceBernstein Strategic Opportunities SICAV, Luxemburg 0,00 % 41,67 %
Apo Asset Management GmbH, Düsseldorf 0,00 % 30,00 %
ARA GmbH Auto und Reise Assistance, Bad Windsheim 0,00 % 66,68 %
Aragon AG, Wiesbaden****) 0,00 % 27,17 %
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 GmbH & Co. KG, Köln 0,00 % 99,69 %
Arnulfpark Gewerbebau MK 4 Verwaltungs-GmbH, Köln 0,00 % 94,00 %
Arnulfpark Wohnbau GmbH & Co. KG, Köln 0,00 % 99,69 %
Arnulfpark Wohnbau VerwaltungsGmbH, Köln 0,00 % 94,00 %
AV AG & Co. Grundstücksgesellschaft S 1 KG, Wiesbaden 0,00 % 94,90 %
AVS Allgemeine Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth 0,00 % 100,00 %
AXA Alternative Financing FCP - Subfonds Private Equity, Luxemburg 0,00 % 100,00 %
AXA Alternative Participations SICAV I, Luxemburg 0,00 % 100,00 %
AXA Alternative Participations SICAV II, Luxemburg 0,01 % 99,99 %
AXA Alternative Participations SICAV III, Luxemburg 0,00 % 100,00 %
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment A), Luxemburg 0,00 % 100,00 %
AXA Alternative Participations SICAV IV (Compartment B), Luxemburg 0,00 % 100,00 %
AXA Art Holdings Inc., New York 0,00 % 100,00 %
AXA Art Insurance Corporation, New York 0,00 % 100,00 %
AXA Art Insurance Ltd. London 0,00 % 100,00 %
AXA Art Services Ltd. London 0,00 % 100,00 %
AXA Art Versicherung AG, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA ART Versicherung AG, Zürich 0,00 % 100,00 %
AXA Bank AG, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Beteiligungsgesellschaft KG, Wiesbaden 0,00 % 94,90 %
AXA Customer Care GmbH, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Easy AG, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Finanz Service GmbH, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA GmbH & Co. Immobilienbeteiligungs-KG "Merkens XXV", Köln 0,00 % 33,33 %
AXA Immoselect HVWG Objekt Düsseldorf GmbH & Co KG 0,00 % 42,71 %
AXA Infrastructure Investissement SAS, Paris 0,00 % 20,00 %
AXA Krankenversicherung AG, Köln 43,67 % 56,33 %
AXA Krankenversicherung Ges. für die Betreuung von Maklern u. Mehrfachagenten mbH, Köln 0,00 % 100,00 %
AXA Lebensversicherung AG, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Logistic Services GmbH, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Nordstern France S.A., Paris 0,00 % 100,00 %
AXA Republique S.A., Courbevoie 0,00 % 25,00 %
AXA Risk & Claims Services GmbH, Köln 81,99 % 18,01 %
AXA Schaden Experten GmbH, Köln 100,00 % 0,00 %
AXA Unterstützungskasse für die leitenden Angestellten der AXA Gesellschaften mbH, Köln 0,00 % 100,00 %
AXA Vermittlungs - Service GmbH, Köln 0,00 % 100,00 %
AXA Versicherung AG, Köln 81,99 % 18,01 %
BBD Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Finanzdienstvermittlungs-KG, Norderfriedrichskoog 0,00 % 25,00 %
Bruckner GmbH & Co. Projektentwicklungs - KG, Köln 0,00 % 94,90 %
BSC Bruderhilfe-Service-Card GmbH, Kassel 0,00 % 50,00 %
BSW Verbraucher-Service Beamten-Selbsthilfewerk GmbH, Bayreuth 0,00 % 100,00 %
CKA Unternehmensverwaltungs und Beteiligungs-GmbH, Köln 0,00 % 100,00 %
ConCept-Dialog GmbH, Bayreuth 0,00 % 100,00 %
Core Italian Property Fund, Mailand 0,00 % 21,43 %
CREL Issuance S.a.r.l, Luxemburg.*****) 0,00 % 100,00 %
DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden 0,00 % 100,00 %
DBV Winterthur Advisory Company S.A., Luxembourg 0,00 % 100,00 %
DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Wiesbaden 0,00 % 100,00 %
Dein Plus GmbH, Frankfurt a.M. 0,00 % 40,00 %
Deutsche Ärzteversicherung AG, Köln 100,00 % 0,00 %
Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln 75,00 % 0,00 %
Development German Feeder III S.C.A., Luxembourg 0,00 % 100,00 %
DW Versicherungs Service GmbH, Wiesbaden 0,00 % 100,00 %
DWK AG & Co. Grundstücksgesellschaft K2 KG, Wiesbaden 0,00 % 94,90 %
FamilienClub-FC Betriebsgesellschaft mbH, Köln 0,00 % 100,00 %
FINANCELIFE Gesellschaft für den Bankenvertrieb mbH, Frankfurt am Main 40,00 % 0,00 %
Financière Cajas S.à.r.l., Luxembourg 0,00 % 30,00 %
Finanz-Service GmbH der APO Bank, Düsseldorf 0,00 % 50,00 %
Fine Art Services International Inc., New York 0,00 % 100,00 %
GANYMED Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 0,00 % 100,00 %
GANYMED Erste Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 0,00 % 100,00 %
GANYMED Zweite Beteiligungsgesellschaft mbH & Co.KG, Köln 0,00 % 100,00 %
INREKA Finanz AG, Cloppenburg 100,00 % 0,00 %
JALANDA Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG, Grünwald 0,00 % 49,99 %
JALANDA Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH, Grünwald 0,00 % 47,20 %
Jara Grundstücksgesellschaft mbH& Co.KG, Grünwald 0,00 % 20,00 %
Kölner Spezial Beratungs-GmbH für betriebliche Altersversorgung, Köln 0,00 % 100,00 %
Kölnische Verwaltungs-AG für Versicherungswerte, Köln 23,01 % 0,00 %
K.Rerup & Co. A/S, Kopenhagen 0,00 % 100,00 %
Lefac Leasing-Finanz-GmbH, Köln 0,00 % 100,00 %
Merkur Gesellschaft für Beteiligungswerte mbH, Köln 0,00 % 100,00 %
Neue Düsseldorfer Stadtquartier Grundstücks-GmbH & Co. KG, Düsseldorf 0,00 % 94,90 %
PGV Maklerservice GmbH, Hamburg 0,00 % 100,00 %
Pluto Beteiligungswerte AG, Köln 0,00 % 90,00 %
Pro bAV Pensionskasse AG, Köln 100,00 % 0,00 %
Pro Versorgung AG, Köln*****) 0,00 % 25,10 %
Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung AG, Essen*) 0,00 % 100,00 %
ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-Aktiengesellschaft, Köln 39,88 % 0,00 %
Schroder EuroLogistik Fonds GmbH & Co. KG, Frankfurt 0,00 % 22,88 %
Technisches Kontor für die BU-Versicherung GmbH, Düsseldorf 0,00 % 48,00 %
TERTIA Handelsbeteiligungsgesellschaft mbH, Köln**) 0,00 % 20,00 %
Venus Beteiligungsgesellschaft mbH, Köln 100,00 % 0,00 %
ver.di Service GmbH, Berlin 0,00 % 50,00 %
VVS Holding Vertriebs-, Verwaltungs- und Service GmbH, Bayreuth 0,00 % 82,28 %
wHC direkt GmbH,, Wiesbaden 0,00 % 51,00 %
WIN EXPERTISA Gesellschaft zur Förderung beruflicher Vorsorge mbH, Köln 0,00% 100,00 %
win Health Consulting GmbH, Wiesbaden 0,00 % 100,00 %
winsecura Pensionskasse AG, Wiesbaden 0,00 % 100,00 %
WVV GmbH Wirtschaftsberatungs- und Versicherungsvermittlung, Neunkirchen 0,00 % 40,00 %
Schiffsbeteiligungen
Partenreederei MT "Badenia", Hamburg 0,00 % 30,00 %
Partenreederei MT "Multitanker Bolognia", Hamburg 0,00 % 30,00 %
Partenreederei MS "Elbegas", Hamburg 0,00 % 25,00 %

* vor Gewinnabführung

** Werte zum 30.09. des Jahres

*** Die wirtschaftliche Beteiligungsquote beträgt 82,28 % aufgrund von der VVS im Geschäftsjahr 2010 erworbener eigener Anteile.

**** nach Minderheitsanteilen

***** Erst in 2012 erworben; Daten liegen noch nicht vor

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstandsvergütung

Vergütungsaufwand 2012

Für das Geschäftsjahr 2012 belief sich der Vergütungsaufwand für die Mitglieder des Vorstands der AXA Konzern AG für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften insgesamt auf 8.442 Tsd. Euro (2011: 7.647 Tsd. Euro), davon entfielen 4.646 Tsd. Euro (2011: 3.964 Tsd. Euro) auf feste und 3.796 Tsd. Euro (2011: 3.683 Tsd. Euro) auf variable Vergütungsbestandteile für das Vorjahr. Darüber hinaus sind 2.994 Tsd. Euro (2011: 0 Tsd. Euro) zusätzlich an Abfindungszahlungen aufgewendet worden.

Long Term Incentive Vergütung

Die im Rahmen des gruppenweiten Aktienoptionsprogramm -"Long Term Incentive Plan" der AXA S.A., Paris in 2012 gewährten 148.389 (2011: 162.250) Optionen auf AXA S.A.-Aktien sehen einen Bezugspreis von Euro 12,22 (Aktienkurs zum Bilanzstichtag 31.12.2012: Euro 12,90) pro Anteil vor. Die Optionen sind mit einer Haltefrist versehen, jeweils ein Drittel der an den Begünstigten vergebenen Optionen sind ab dem 16. März 2014, 16. März 2015, 16. März 2016 ausübbar. Die Optionen gewähren das Recht, AXA Aktien zu einem festgelegten Kurs (Ausübungspreis / Bezugspreis) zu erwerben bzw. sich die Differenz zwischen Ausübungspreis und aktuellen Aktienkurs in bar auszahlen zu lassen. Begünstigte mit einer Zuteilung von mindestens 5.000 Stock Options (Aktienoptionen) können frühestens ab 2016 ihr letztes Drittel an Stock Options ausüben, wenn die Performance der AXA Aktie seit dem Gewährungstag oder die vergangenen drei Jahre die Performance des Euro Stoxx Insurance Index erreicht oder übersteigt; bleibt die Sperrfrist bestehen, erfolgt jährlich eine erneute Überprüfung der Performance und ggf. eine Freigabe des letzten Drittels. Die Optionen verfallen, sofern sie nicht bis zum 15. März 2022 ausgeübt werden.

Die Zuteilung der im Geschäftsjahr 2012 gewährten 117.917 Performance Units (2011: 93.100) erfolgt anhand des Ergebnisses der AXA S.A., Paris (zu einem Drittel) sowie der Ergebnisse von AXA Deutschland und Region (Region NORCEE zu zwei Drittel) im Performance Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2013. Falls die AXA S.A. für 2012 und/oder 2013 keine Dividende ausschüttet, wird die tatsächliche Zuteilung um die Hälfte gekürzt. Die Auszahlung erfolgt am 16. März 2015, wobei an die Begünstigten ein Betrag ausgezahlt wird, der sich aus der Anzahl der zugeteilten Performance Units multipliziert mit dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der AXA S.A., Paris, während der letzten 20 Handelstage vor dem 16. März 2015 an der Pariser Börse ergibt (Barkomponente). Für Programme bis 2010 erfolgt eine Auszahlung teilweise in Aktien (Aktienkomponente).

Die weiteren Einzelheiten der in diesem Jahr und in den Vorjahren gewährten aktienbasierten Vergütungsprogramme sind von der AXA S.A., Paris, offen gelegt worden.

Die Aktienoptionen sowie ggf. im Rahmen des Performance Unit Programms erworbene Aktien werden durch die AXA S.A., Paris ausgegeben, wobei die Kosten der finalen Zuteilung für die im Rahmen des Performance Unit Programms erworbenen Aktien an die AXA Konzern AG aufwandswirksam verrechnet werden. Ab dem Performance Unit Programm 2011 ist lediglich eine Auszahlung der tatsächlich gewährten Performance Units in Geld vorgesehen. Für die ausgegebenen Stock Options entstehen der AXA Konzern AG keine Kosten. Der beizulegende Zeitwert dieser beiden Rechte (Stock Options und Aktienkomponente der Performance Units) wird am Tag der Gewährung nach anerkannten Optionspreismodellen ermittelt und gemäß IFRIC 11 (IFRS 2 - Geschäfte mit eigenen Aktien und Aktien von Konzernunternehmen) zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Der Aufwand für die Barkomponente der Performance Units wird von der AXA Konzern AG getragen. Dieser Aufwand wird auf Basis des Börsenkurses der AXA S.A., Paris zum Bilanzstichtag ermittelt und zeitanteilig über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam erfasst.

Alle von der AXA Konzern AG aufwandswirksam erfassten Rechte werden im Rahmen der Kostenverteilung an die betroffenen Versicherungsunternehmen weiterverrechnet.

Der auf das Geschäftsjahr 2012 entfallende beizulegende Zeitwert der im Geschäftsjahr und in früheren Jahren gewährten Stock Options und Performance Units beträgt 1.203 Tsd. Euro (2011: 1.241 Tsd. Euro). Im Berichtszeitraum erhielten die Mitglieder des Vorstandes der Gesellschaft 543 Tsd. Euro (2011: 770 Tsd. Euro) in Bar aus der Abrechnung von Performance Unit Plänen. Eine Zuteilung von Aktien im Rahmen der Abrechnung von Performance Unit Plänen erfolgte im Berichtjahr nicht (2011: 22.533 Stück Aktien der AXA S.A., Paris. Diese in 2011 final zugeteilten Vergütungsbestandteile sind in den obengenannten Gesamtvergütungsangaben als variable Vergütungsbestandteile mit enthalten. Erlöse aus der Ausübung von Stock Options sind in Höhe von 30 Tsd. Euro angefallen.

Versorgungszusage

Den Mitgliedern des Vorstandes der AXA Konzern AG wird eine Versorgungszusage gewährt für ihre Tätigkeiten im Mutterunternehmen sowie in den Tochtergesellschaften. Diese umfasst nach entsprechender Dienstzeit Ansprüche auf Altersrente (ab Vollendung des 65. Lebensjahres), Invaliditätsrente, Witwen/Witwerrente, Waisenrente und unter bestimmten Bedingungen Übergangsgeldzahlungen.

Die Höhe der Leistungen ist an das Festgehalt vor Ausscheiden gekoppelt und beträgt je nach Vorstandsdienstzeit 40 bis 60 % des Festgehaltes quotiert in analoger oder direkter Anwendung des § 2 BetrAVG. Mit Beginn der zweiten Bestellungsperiode werden entsprechende Ansprüche unverfallbar, sofern das Dienstverhältnis auf Veranlassung der Gesellschaft beendet wird.

Ab dem Beginn der dritten Bestellungsperiode erwerben die Vorstandsmitglieder zusätzlich einen Anspruch auf Übergangsgeld in Höhe von 40 % der Festbezüge für den Fall, dass die Gesellschaft den Dienstvertrag nicht verlängert, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt. Die Zahlung von Übergangsgeld endet mit dem Eintritt eines Versorgungsfalles (Erreichen der Altersgrenze oder Tod). Anderweitige aus selbstständiger oder nicht selbstständiger Tätigkeit für ein anderes Unternehmen erzielte Einkünfte werden in voller Höhe auf das Übergangsgeld angerechnet.

Mit Beginn der dritten Bestellungsperiode beläuft sich der unverfallbare Anspruch auf Altersrente auf mindestens 40 % der Festbezüge. Für neue Verträge ist eine zeitliche Beschränkung des Übergangsgeldes (6 Monate) sowie die Abschaffung des Mindestanspruchs nach Beginn der dritten Bestellungsperiode vorgesehen.

Die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen der am 31. Dezember 2012 aktiven Gruppenvorstandsmitglieder beliefen sich in 2012 auf 3.986 Tsd. Euro (2011: 2.448 Tsd. Euro).

Bezüge früherer Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene

Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder der AXA Konzern AG und ihrer Hinterbliebenen beliefen sich auf 2.159 Tsd. Euro (2011: 2.108 Tsd. Euro). Für diese Personengruppe sind zum 31. Dezember 2012 Rückstellungen für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen in Höhe von 60.550 Tsd. Euro (2011: 36.525 Tsd. Euro) passiviert.

Aufsichtsratsvergütung

Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrates der AXA Konzern AG für die Tätigkeit im Aufsichtsrat der AXA Konzern AG sowie in Aufsichtsräten konsolidierter Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 2.127 Tsd. Euro (2011: 2.130 Tsd. Euro), davon 1.190 Tsd. Euro (2011: 1.194 Tsd. Euro) erfolgsunabhängig und 937 Tsd. Euro (2011: 936 Tsd. Euro) erfolgsabhängig.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die AXA S.A., Paris (AXA, Paris) ist direkt und über die Vinci B.V., Utrecht, sowie die Kölnische Verwaltungs-Aktiengesellschaft für Versicherungswerte, Köln, indirekt zu 100 Prozent am Grundkapital der AXA Konzern AG, Köln (AXA Konzern AG) beteiligt. Die AXA Konzern AG, Köln und ihre Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, einbezogen, der bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des marchés financiers) unter R.C.S. (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt wird.

Die Unternehmen des AXA Konzerns unterhalten diverse geschäftliche Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen. Nahestehende Unternehmen und Personen für die AXA Konzern AG sind ihre Muttergesellschaft AXA, Paris, sowie deren verbundene Unternehmen, verbundene und assoziierte Unternehmen der AXA Konzern AG, im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge dotierte Versorgungskassen sowie Personen in Schlüsselpositionen und deren nahe Familienangehörige. Als Personen in Schlüsselpositionen gelten die Mitglieder des Vorstandes sowie des Aufsichtsrates der AXA Konzern AG aufgrund ihrer Verantwortung für die Planung, Leitung und Überwachung des Konzerns.

Bei den Geschäftsbeziehungen handelt es sich im Wesentlichen um Kooperationsverträge, Dienstleistungs- bzw. Funktionsausgliederungsverträge, Darlehens- und Rückversicherungsverträge. Die bestehenden Verträge sind zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Innerhalb des deutschen AXA Konzerns nimmt die AXA Konzern AG die Leitungsfunktion wahr auf Grundlage von Beherrschungs- und Ergebnisabführungsverträgen, die mit diversen operativen Konzerngesellschaften geschlossen wurden.

In diesem Abschluss nicht erläutert werden Geschäftsvorfälle zwischen der AXA Konzern AG und ihren konsolidierten verbundenen Unternehmen, da diese durch die Konsolidierung entfallen sind. Der Fokus der Berichterstattung liegt hierbei auf den neu im Geschäftsjahr abgeschlossenen Vereinbarungen.

Dienstleistungsverträge

Dienstleistungsverträge bestehen im Wesentlichen mit der AXA Konzern AG als Holdinggesellschaft des Konzerns. Aufgrund von Dienstleistungs- und Funktionsausgliederungsverträgen sowie Dienstleistungen im Bereich der Verwaltung von Kapitalanlagen und Informationstechnologie mit nahe stehenden Unternehmen hat die AXA Konzern AG Erträge aus erbrachten Dienstleistungen in Höhe von 64,8 Mio. Euro erwirtschaftet (2011: 92,5 Mio. Euro); aufgrund von empfangenen Dienstleistungen sind ihr Aufwendungen in Höhe von 216,8 Mio. Euro (2011: 137,8 Mio. Euro) entstanden.

Die deutsche Niederlassung der AXA Coporate Solution S.A., Paris, (AXA Corporate Solution) betreibt kein Kraftfahrtversicherungsgeschäft. Um Ihre Kunden dennoch zu bedienen, bietet sie Ihren Kunden die Versicherung der Fahrzeugflotten durch die AXA Versicherung AG, Köln (AXA Versicherung) an. Für die Vertrags- und Schadenbearbeitung erhält die AXA Versicherung eine Fronting Fee in einer Höhe, die sich nach dem jeweiligen Zeichnungsmodell richtet. Das Gesamtentgelt für 2011 betrug 4,0 Mio. Euro (2011: 3,7 Mio. Euro) und entsprach marktüblichen Konditionen.

Die AXA Krankenversicherung AG, Köln, (AXA Kranken) hat einen Generalagenturvertrag mit der Deutsche Ärzte Finanz Beratungs- und Vermittlungs-AG, Köln (DÄF) geschlossen. Hiernach übernimmt die DÄF die Generalagentur und vermittelt über ihre Vertriebswege die Versicherungsverträge der AXA Kranken. Als Vergütung erhält die DÄF Abschluss- und Bestandspflegeprovisionen, die nach den jeweiligen Tarifen aufgeschlüsselt sind. Aufgrund der VAG-Novelle wurde in 2012 ein Nachtrag zum Generalagenturvertrag abgeschlossen wonach ab dem 1. April 2012 neu vereinbarte Provisionssätze abgerechnet wurden. Der Vertrag ist auf unbestimmte Zeit geschlossen. Er kann nach Maßgabe der gesetzlichen Kündigungsfristen gekündigt werden.

Der bestehende Dienstleistungsvertrag über unterstützende Leistungen im Bereich Schadenbearbeitung zwischen der AXA Versicherung und der AXA Schaden Experten GmbH, Köln (AXA Schaden Experten) wurde in 2011 neu gefasst. In diesem Zusammenhang ist die DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, Wiesbaden (DBVS) dem Vertrag als weiterer Auftraggeber beigetreten. Darüber hinaus ist die AXA easy Versicherung AG, Köln (AXA easy) als weiterer Auftraggeber in die Rechte und Pflichten aus dem Dienstleistungsvertrag beigetreten. In 2012 wurde eine Anpassung bezüglich der Verrechnungspreise für durchgeführte Begutachtungen im Innendienst und für durchgeführte Begutachtungen im Außendienst vorgenommen. Die Verrechnungspreise können jährlich zwischen den Vertragspartnern nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu festgelegt werden. Die AXA Schaden Experten hat aus diesem Vertrag Umsatzerlöse in Höhe von 9,8 Mio. Euro (2011: 11,8 Mio. Euro) erwirtschaftet.

Zwischen der AXA Versicherung und AXA Business Services Private Limited, Indien (AXA BS) besteht eine Dienstleistungsvereinbarung, wonach AXA BS die Bearbeitung von Geschäftsvorfällen im SUHK-Bereich ohne Kundenkontakt übernimmt. Die Vergütung ist im Schedule of Charges geregelt. Die Kosten für den angenommenen Bearbeitungsumfang, die erstmalig in 2012 angefallen sind, belaufen sich auf 608 Tsd. Euro.

Zwischen der AXA Konzern AG und der AXA Logistic Services GmbH, Köln (AXA Logistic) besteht ein Rahmen-Dienstleistungsvertrag über die Auslagerung von Dienstleistungen im Bereich Dokumenten- und Informationslogistik. Mit Nachtragsvereinbarung wurden diverse Anpassungen mit Wirkung ab 2012 vorgenommen. Bei den Preisen für die Dienstleistungen handelt es sich um Vollkostenpreise, die mit Marktpreisen vergleichbar sind.

AXA Global Life S.A., Paris (AXA Global Life) und die AXA Konzern AG haben in 2012 einen Beratervertrag geschlossen, wonach AXA Global Life Beratungsleistungen und technische Unterstützung im Bereich Savings, Sub-advisory, variable Annuities, Health and Individual Protection erbringt. AXA Konzern AG vergütet der AXA Global Life die Vollkosten für die jeweils erbrachten Leistungen zuzüglich eines angemessenen Gewinnzuschlags .

Die AXA Bank AG, Köln (AXA Bank) hat die AXA Bank Europe S.A., Belgien (AXA Bank Europe) damit beauftragt, Leistungen im Bereich "Asset Liability Management" und "Short Term Liquidity Management" zu erbringen. Die Richtlinienkompetenz für die Vermögensanlage und Vermögensverwaltungspolitik ist weiterhin dem Vorstand der AXA Bank vorbehalten. Die Vergütungsabrechnung erfolgt auf Stundenbasis für die administrativen Dienstleistungen und auf Umsatzbasis für die operativen Dienstleistungen, abhängig von der Art der jeweiligen Finanztransaktion. Die Vergütung kann einmal jährlich auf Wunsch einer der Vertragsparteien überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.

Aus weiteren Dienstleistungsverträgen, bestehend mit der AXA, Paris, sowie der AXA Global P&C S.A., Paris (AXA Global P&C) ergaben sich für den AXA Konzern 2012 Aufwendungen von insgesamt 14,1 Mio. Euro (2011: 12,9 Mio. Euro). Hierbei handelt es sich um Lizenzgebühren für die Nutzung der Marke AXA in Höhe von 1,0 Mio. Euro (2011: 1,1 Mio. Euro), Prämien für die D&O-Versicherung und für eine Fraud and Professional Indemnity-Versicherung für die deutsche AXA Gruppe in Höhe von 1,4 Mio. Euro (2011: 1,5 Mio. Euro) sowie um angeforderte Beratungs-, Unterstützungs- und Serviceleistungen in Höhe von 11,6 Mio. Euro (2011: 10,2 Mio. Euro). Vertragsgemäß werden für die Dienstleistungen die Kosten einschließlich Auslagen vergütet, maximal jedoch die Marktpreise für vergleichbare Dienstleistungen.

Im Rahmen des in 2012 in Leben gerufenen Projekts "Advertising New Operating Model" werden die globalen Werbekosten der AXA Gruppe auf die einzelnen AXA-Gesellschaften verteilt. Die Angemessenheit der Belastung wird über dem gesamten Zeitraum 2012 bis 2014 beurteilt. Für 2012 wurde die AXA Konzern AG mit 800 Tsd. Euro belastet.

Darlehensverträge

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über wichtige Darlehensbeziehungen:

2012 2012 2011 2011
Darlehensverträge mit Darlehenshöhe

in Tsd. Euro
Zinserträge/ Aufwendungen (-)

in Tsd. Euro
Darlehenshöhe

in Tsd. Euro
Zinserträge/ Aufwendungen (-)

in Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
AXA S.A., Paris als Darlehensnehmer 1.507.000 76.154 1.507.000 77.423
verbundenen Unternehmen außerhalb des eigenen Konsolidierungskreises als Darlehensgeber 44.296 1.872 44.341 1.799
verbundenen Unternehmen außerhalb des eigenen Konsolidierungskreises als Darlehensnehmer 123.085 -2.066 238.910 -6.605
at equity bewerteten Unternehmen als Darlehensgeber/Darlehensnehmer 0 0 0 0
nahe stehende Personen als Darlehensgeber/Darlehensnehmer 0 0 0 0
Summe 1.674.381 76.348 1.790.251 82.229

Die AXA Bank hat in 2012 ein Kreditlimit von max. 30 Mio. Euro (2011: 60 Mio. Euro) für Geldhandelsgeschäfte mit der AXA Bank Europe beschlossen. Das Limit wird für Geldhandelsgeschäfte in Anspruch genommen. Für 2012 sind aus den Geschäften mit der AXA Bank Europe keine Gesamtzinsaufwendungen (2011: 58 Tsd. Euro) angefallen. Es fielen hierbei Zinserträge in Höhe von 13 Tsd. Euro und in gleicher Höhe Zinsaufwendungen an. . Dies betrifft auch zeitlich frühere Geschäfte, die nicht im Jahresendbestand enthalten sind.

Die AXA Art Insurance Ltd. UK, London zeichnet "US surplus lines"-Geschäft über die AXA Corporate Solutions S.A., Paris (AXA Corporate Solutions). AXA Corporate Solutions benötigt dafür eine Sicherheit. Diese Sicherheit wird mit dem Kreditvertrag zwischen der AXA Art Insurance Ltd. UK und der AXA, Paris über eine Kreditlinie von 60 Mio. Euro gewährleistet. Der Vertrag wurde zu marktüblichen Konditionen geschlossen. Die Kosten für die Bereitstellung betragen 0,12 % der Kreditlinie von 60 Mio. EUR, in 2012: 73 Tsd. Euro. Bisher wurde die Kreditlinie noch nicht in Anspruch genommen.

Seit Jahren besteht zwischen der AXA, Paris, und den Gesellschaften des AXA Konzerns ein Cash-Pooling System. Dieses System wird für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs mit AXA, Paris, bzw. deren Tochtergesellschaften genutzt, soweit diese dem System angeschlossen sind. Die Verzinsung hierfür richtet sich nach dem EONIA-Zinssatz.

Sicherungsgeschäfte

Verschiedene AXA Gesellschaften der deutschen Gruppe haben mit der AXA, Paris, Credit Default Swaps (CDS) abgeschlossen. Die AXA Kranken hat einen CDS in Höhe von nominal 93,8 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2015 abgeschlossen. Die AXA Lebensversicherung AG, Köln (AXA Leben) hat einen CDS in Höhe von nominal 156,3 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2015 abgeschlossen. Die AXA Versicherung hat einen CDS in Höhe von nominal 162,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2015 und einen CDS in Höhe von insgesamt 87,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2017 abgeschlossen. Die Deutsche Ärzte Versicherung AG (DÄV Leben) hat einen CDS in Höhe von nominal 37,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2017 abgeschlossen. Die DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG Wiesbaden (DBVL) hat einen CDS in Höhe von nominal 87,5 Mio. Euro mit einer Laufzeit bis Juni 2017 abgeschlossen. Die CDS dienen der Absicherung des Ausfallrisikos aus einer im Geschäftsjahr 2009 erworbenen strukturierten Schuldverschreibung.

Die AXA Versicherung hat in Vorjahren als Sicherungsgeschäft verschiedene Zinsswaps mit der AXA, Paris, in Höhe von nominal 41,1 Mio. Euro abgeschlossen für in 2008 ausgegebene variable verzinste Anleihen in US-Dollar und Euro. Außerdem hat die AXA Versicherung im 2011 einen Währungsswap in Höhe von nominal 30,6 Mio. Euro zur Absicherung von Zinsänderungs- und Währungsrisiken aus variablen Zinszahlungen einer US-Dollar Anleihe mit der AXA, Paris abgeschlossen. Weiter wurden durch Gesellschaften des AXA Konzerns in 2011 weitere Zinsswaps mit der AXA, Paris abgeschlossen für variabel verzinsliche Bonds der AXA Investment Managers S.A., Paris.

Rückversicherungsbeziehungen

Folgende Übersicht gibt einen Überblick über die Rückversicherungsbeziehungen:

2012 2012 2011 2011
Rückversicherungsverträge mit Aktiv RV Beiträge

in Tsd. Euro
Passiv RV Beiträge

in Tsd. Euro
Aktiv RV Beiträge

in Tsd. Euro
Passiv RV Beiträge

in Tsd. Euro
--- --- --- --- ---
AXA S.A. Paris 0 0 0 0
at equity bewerteten Unternehmen 118.000 0 100.860 0
Verbundenen Unternehmen außerhalb des eigenen Konsolidierungskreises 94.059 973.196 59.702 898.425
Summe 212.059 973.196 160.562 898.425

Sonstige Transaktionen

Vor dem Hintergrund, dass die zur Zeit in Deutschland genutzte SAP-Plattform (R3G) auf Grund ihres Releasestandes bald nicht mehr regulär seitens SAP gewartet wird, hat sich die AXA Deutschland an einem gemeinsamen europäischen Programm der AXA mit dem Namen Flyer beteiligt. Zielsetzung ist die Standardisierung von Bilanzierungs-, Konsolidierungs- und Reporting- aber auch Procurementfunktionen auf Basis einer gemeinsamen Plattform für die allgemeinen Haupt- (Projekt COPERNIC) und die Nebenbuchfunktionen für Kapitalanlagen (Projekt SHIP). In diesem Zusammenhang sollen auch die weiter zunehmenden Anforderungen an die Finanzberichterstattung erfüllt werden. Zudem sollen im Rahmen dieser beiden Projekte auch Effizienz- und Kosteneinsparmöglichkeiten realisiert werden, die gemeinsam genutzte Plattformen bzw. ein einheitlich genutztes Beschaffungssystem generieren können. Dies umfasst auch die Möglichkeit der Auslagerung bzw. Zentralisierung von Kompetenzen und standardisierten Prozessschritten (Off-Shoring), um weitere Effizienzsteigerungen zu erzielen. Die bereits in Vorjahren gestarteten Umsetzungsaktivitäten der beide im Programm FLYER subsumierten Projekte COPERNIC und SHIP wurden 2012 gemeinsam mit den zentralen Projekten und dem lokalen Umsetzungsprojekt CoMFly fortgeführt. Die AXA Konzern AG hat neben einigen weiteren europäischen AXA-Gesellschaften mit der AXA Group Solution (AGS) Vereinbarungen in Bezug auf COPERNIC und SHIP abgeschlossen wonach AGS der AXA Konzern AG und den weiteren AXA-Gesellschaften die oben genannte technische Plattform zur Verfügung stellt, die technische Unterstützung leistet gleichzeitig auch die laufende Wartung und Programmierung dieser Plattform übernimmt. Auf die AXA Konzern AG entfallen hiernach für das Jahr 2012 externe Kosten einschließlich Projektkosten und Lizenzgebühr in Höhe von 13,62 Mio. Euro.

Im Dezember 2012 hat die AXA Konzern AG eine Minderheitsbeteiligung veräußert. Der Kaufpreis wurde auf Basis einer allgemein anerkannten Methode ermittelt und beträgt 171,1 Mio. Euro.

Bezüglich der Haftungsverhältnisse zu nahestehenden Unternehmen und der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf unsere Ausführungen in den Sonstigen Erläuterungen und Angaben. Übliche Versicherungsverträge bezüglich Personen in Schlüsselpositionen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Kapitalmanagement und Solvabilität

Das Konzerneigenkapital (inklusive Minderheitenanteile) betrug zum 31. Dezember 2012 knapp 4,6 Mrd. Euro. Dabei konnten in 2012 für das Geschäftsjahr 2011 rund 430 Mio. Euro an die Anteilseigner der AXA Konzern AG als Dividende ausgeschüttet werden. Aufgrund versicherungsmathematischer Verluste bei Pensionsverpflichtungen verminderten sich die Gewinnrücklagen um 355 Mio. Euro. Die Neubewertungsrücklage erhöhte sich hingegen aufgrund gestiegener Marktwerte von jederzeit veräußerbaren Wertpapieren um 548 Mio. Euro (2011: 71 Mio. Euro). Das Konzernergebnis in Höhe von 633 Mio. Euro (2011: 299 Mio. Euro) erhöhte sich um 334 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr. Neubewertungsrücklage und Konzernergebnis wirkten sich demzufolge sehr positiv auf das Konzerneigenkapital aus. Aus dem Ergebnis der AXA Konzern AG 2012 wird für die Hauptversammlung 2013 eine Dividendenzahlung in Höhe von 378,2 Mio. Euro vorgeschlagen.

Die AXA Gruppe mit Sitz in Frankreich verfügt weiterhin - auch im Wettbewerbsvergleich - über sehr gute Ratings im Bereich AA-, A+ bzw. Aa3. Damit gehört die AXA Gruppe auch weiterhin zu den stabilsten globalen Finanzdienstleistern. Diese Einstufung gilt ebenso für die deutschen Versicherungsgesellschaften der AXA Konzern AG (AXA Versicherung AG, AXA Lebensversicherung AG, AXA Krankenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung -Fitch-). Die Ratingagentur Fitch Ratings hat am 03. Mai 2013 das AA- (sehr stark) für das Insurers Financial Strength Rating, das die Finanzkraft eines Versicherungsunternehmen ausdrückt, bestätigt. Der Ausblick wurde hier aufgrund der insgesamt skeptischen Einschätzung gegenüber dem gesamten Finanzsektor, vor allem vor dem Hintergrund der Euro-Schuldenkrise auf negativ belassen. Die Ratingagentur Standard & Poor's hat die AXA Gruppe am 18. Dezember 2012 mit A+ (stark) und stabilem Ausblick eingestuft. Die Veränderung um eine Stufe von vorher AA- auf A+ begründet S&P insbesondere mit "unsicheren Anlagemärkten, niedrigen Zinsen und der Rezession in der Eurozone". Die Einstufung von Moody's Investors Service Aa3 (sehr stark), Ausblick negativ, wurde am 30. April 2013 bestätigt und hat weiterhin Bestand.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquote - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2012 betragen zwischen 145,5 % und 419,2 % (2011: 135,5 % und 389,7 %); dabei wurden Bewertungsreserven nicht berücksichtigt.

Die auf Basis des konsolidierten Abschlusses ermittelte so genannte bereinigte Solvabilität 2012 (Gruppensolvabilität) zeigt gemäß den vorläufigen Berechnungen wiederum eine deutlich verbesserte Überdeckung. Diese beruht einerseits auf der Anerkennung der Teile des Eigenkapitals, die insbesondere aus der Schwankungsrückstellung resultieren. Nach internationalen Rechnungslegungsgrundsätzen besitzt die Schwankungsrückstellung im Gegensatz zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nach dem Handelsgesetzbuch (HGB) den Charakter von Eigenkapital, da die bilanzglättende Funktion von Schwankungsrückstellungen der Darstellung neutraler Informationen widerspricht. Andererseits resultiert die deutlich verbesserte Überdeckung auch aus dem Anstieg der Neubewertungsrücklage im Konzerneigenkapital. Im Unterschied zu der Summe der Eigenmittel aus den Solvabilitätsberechnungen der Einzelgesellschaften ist bei der Berechnung zur Gruppensolvabilität zu berücksichtigen, dass auf Konzernebene gebildete Firmenwerte als immaterielle Vermögensgegenstände vom Konzerneigenkapital abgezogen werden müssen.

Ziel des Projektes Solvency II der EU-Kommission ist es, das Versicherungsaufsichtsrecht auf europäischer Ebene neu und einheitlich zu regeln. Hierzu gehört zum einen die Neuregelung der Solvenzanforderungen auf Basis risikoorientierter Kapitalmodelle (Säule I). Zum anderen wird ein prinzipienbasierter Anforderungskatalog an das Risikomanagement der Versicherungsunternehmen definiert, so dass die neuen Regelungen zur risikobasierten Eigenmittelvorschrift durch qualitative Anforderungen ergänzt werden (Säule II). Darüber hinaus werden Veröffentlichungspflichten definiert (Säule III). Die Solvency II Regelungen sollen voraussichtlich ca. 2016 in Kraft treten. Die nationale Umsetzung von Solvency II wurde bereits durch die zum Jahresbeginn 2008 in Kraft getretene VAG Novelle (§ 64a VAG und § 55c VAG) vorangetrieben. Innerhalb § 64a VAG werden die Komponenten eines angemessenen Risikomanagements definiert. Das Rundschreiben "Mindestanforderungen an das Risikomanagement VA (MaRisk VA)" der BaFin stellt die Durchführungsverordnung des § 64a VAG dar. Mit dem Inkraftsetzen des § 55c VAG haben Versicherungsunternehmen den an den Vorstand gerichteten Risikobericht in gleicher Form und Inhalt der Aufsichtsbehörde vorzulegen.

Derzeit entwickelt die AXA Gruppe ihr internes Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung derart weiter, damit dieses den Anforderung unter Solvency II genügt und als internes Modell zertifiziert werden kann. Neben den Anforderungen aus Säule I bereitet sich die AXA Deutschland derzeit ebenfalls intensiv auf die Anforderung aus Säule II und Säule III vor. Zur Umsetzung der Anforderungen durch Solvency II wurde bereits in 2008 ein Projekt gestartet, welches zum Ziel hat, in 2013 als AXA-Gruppe sowie als AXA Deutschland durch die Aufsichtsbehörden zur Verwendung des internen Modells zertifiziert zu werden.

Versicherungstechnische Risiken

Schaden- und Unfallversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft insbesondere die Sparten Kraftfahrt-, Haftpflicht-, Unfall-, Sach-, Transport- und Luftfahrtversicherung. Diese werden im direkten wie auch teilweise im indirekten Geschäft gezeichnet.

Die primären Risiken aus der Schaden- und Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Ferner besteht in der Unfallversicherung noch das Zinsgarantierisiko.

Da der deutsche AXA Konzern eine einheitliche Geschäftssteuerung der Sachversicherungssparte betreibt, die sich an den Kundengruppen und Produkten orientiert, statt an den Einzelgesellschaften AXA Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung und der 2011 neugegründeten AXA easy Versicherung AG, wurde diesem Umstand durch eine vollständige Rückversicherung des Geschäftes auf den zentralen Risikoträger AXA Versicherung AG Rechnung getragen. Dieses Vorgehen unterstützt darüber hinaus auch die einheitliche Steuerung der Risiken aus dem Bereich Value- & Risk Management, welcher als unabhängige Risikofunktion für alle drei Gesellschaften agiert. Folglich ermöglicht diese 100 %-Rückversicherung über die Kennzahlen vor und nach Rückversicherung die notwendige Transparenz in der Konzernsteuerung sowie des Risikomanagements unseres Konzerns.

Prämien- und Schadenrisiko

Unter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher sind unsere Sachversicherungsgesellschaften in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation kurzfristig anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird durch Beitragsanpassung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption und durch vertraglich festgelegte Beitragsanpassungsklauseln risikoadäquat gehalten. Auch bei zu erwartenden Veränderungen der Marktsituation kann unser Konzern proaktiv handeln. So wurde in Erwartung einer sich verstärkenden Konkurrenzsituation am Kfz-Versicherungsmarkt, verbunden mit dem Trend zum Kauf von Versicherungsprodukten mittels Internet, die neue Gesellschaft AXA easy gegründet. Sie hat ihren Betrieb Ende 2011 aufgenommen und bietet nur Kraftfahrt-Produkte ausschließlich über das Internet an.

Die Risikosteuerung unseres Konzerns erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Die Rückversicherung orientiert sich an den unterschiedlichen Brutto-Kapazitäten der Sparten. Großrisiken und Kumulexposure werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Ausnahmeakzepte innerhalb der Zeichnungskapazitäten der Sparten, die außerhalb der obligatorischen Rückversicherungskapazitäten liegen, werden durch Einzelrückversicherung rückgedeckt. Seit 2011 wird zudem für das gesamte Kraftfahrversicherungsgeschäft eine Quoten-Rückversicherung abgeschlossen. Zur Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treiber werden stochastische Szenarien verwendet.

Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien-/Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie z. B. Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Haftpflichtversicherung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen.

Zur Bewertung dieser Risiken führen wir eine Kumulkontrolle durch, in der durch regelmäßige Erhebungen aus den Datenbankbeständen die genauen Kumulwerte (pro Sparte wie auch spartenübergreifend) ermittelt werden. Diese Werte werden unter Berücksichtigung echter Schadenszenarien der Vergangenheit zu möglichen künftigen Szenarien modelliert (z. B. Sturm, Flut, Erdbeben). Zur Reduktion des Großschadenrisikos wird der entsprechende Rückversicherungsbedarf ermittelt und eingekauft. Durch gute geografische Diversifikation und Zeichnungsverbote für bestimmte Risiken bzw. Regionen wird das Risiko weiter minimiert. Insgesamt ist somit sichergestellt, dass Einzelrisiken sowie Kumulrisiken gleichermaßen beherrscht werden.

Selbstverständlich wird auch die Entwicklung in Untersegmenten analysiert. Beispielsweise liegt ein besonderes Augenmerk auf der Schadenentwicklung in der Arzt-Haftpflichtversicherung.

Wir beobachten aufmerksam das rechtliche Umfeld und überprüfen regelmäßig den Tarif, um zeitnah eine entsprechende Anpassung wegen erhöhter Schadenbedarfe gewährleisten zu können.

Zu unserer Risikosteuerungsstrategie gehört die ausgewogene Verteilung von Versicherungsrisiken in unseren Geschäftsfeldern. Es zeigt sich in der Übersicht der gebuchten Beiträge, dass in keiner der von uns betriebenen Sparten eine auffällige Risikokonzentration besteht. Geographisch ist unser Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf Deutschland konzentriert. Insgesamt haben sich die gebuchten Bruttobeiträge erhöht, im Wesentlichen weil das übernommene Versicherungsgeschäft der AXA Versicherung gestiegen ist.

Gebuchte Beiträge*
Versicherungszweige

in Mio. Euro
Privatkunden Industrie- und Firmenkunden Insgesamt 2012 Insgesamt 2011
--- --- --- --- --- ---
Unfall Brutto 231,0 33,4 264,4 258,4
Netto 196,1 32,5 228,7 226,5
Haftpflicht Brutto 196,7 411,0 607,7 609,1
Netto 163,5 393,3 556,8 562,7
Kraftfahrt Brutto 1.127,8 234,7 1.362,5 1.283,7
Netto 383,6 78,9 462,5 448,9
Sach/Feuer Brutto 548,1 382,9 930,9 889,6
Netto 457,7 352,2 809,9 789,0
Transport/Luftfahrt Brutto 0,0 119,6 119,6 115,7
Netto 0,0 116,4 116,4 112,4
Kredit und Kaution Brutto 0,0 32,5 32,5 31,1
Netto 0,0 29,9 29,9 28,4
Sonstige Brutto 155,3 152,1 307,4 294,2
Netto 100,2 137,7 237,9 224,3
Selbst abgeschlossenes Geschäft Brutto 2.258,9 1.366,2 3.625,2 3.481,8
Netto 1.301,2 1.141,1 2.442,2 2.392,2
In Rückdeckung übernommenes Geschäft Brutto 563,3 480,5
Netto 395,1 361,2
Insgesamt Brutto 4.188,5 3.962,3
Netto 2.837,3 2.753,4

* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamten-Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG. Die Darstellung zeigt die gebuchten Beiträge vor Konsolidierung.

Die Schadenquoten nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Schadenquote Geschäftsjahr in % der verdienten Beiträge

2003* 2004 2005 2006 2007* 2008** 2009***
74,4 76,5 72,1 75,8 80,9 77,4 77,8
2010*** 2011**** 2012****
77,0 81,1 75,9

Die Darstellung bezieht sich auf verdiente Beiträge vor Konsolidierung.

* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

** 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt.

*** ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

**** ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Bei der AXA Versicherung AG sind die verdienten Beiträge insgesamt deutlich über Markt gestiegen, hauptsächlich im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung. In Verbindung mit den intensivierten Sanierungsmaßnahmen, sowie der Optimierung der Schadenregulierung führte dies zu einer Verbesserung der Schadenquote. Ein leicht gegenläufiger Trend entstand durch vermehrte Leitungswasserschäden aufgrund der besonders winterlichen Bedingungen zu Beginn des Jahres 2012.

Sowohl bei der DBV Deutsche Beamtenversicherung als auch bei der AXA easy werden seit 2011 die Risiken vollständig in die AXA Versicherung AG zediert.

Der Schadenaufwand vor Rückversicherung für das selbst abgeschlossene Geschäft hat sich in den letzten zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Eintrittsjahr* 2002+früher 2003 2004 2005 2006 2007
In Mio. Euro
--- --- --- --- --- --- ---
1 Jahr später 3.712,2 3.472,2 3.510,1 4.211,9 4.425,6 4.436,0
2 Jahre später 3.490,5 3.308,8 3.777,5 3.995,4 4.083,0 4.065,9
3 Jahre später 3.404,1 3.634,0 3.751,8 3.880,3 3.891,1 3.895,3
4 Jahre später 3.699,7 3.592,0 3.640,5 3.154,6 3.745,7 3.883,2
5 Jahre später 3.666,9 3.515,5 3.027,5 3.087,1 3.760,3 3.496,8
6 Jahre später 3.601,9 3.014,7 2.983,5 3.593,6 3.393,4
7 Jahre später 3.182,4 2.978,7 3.437,3 3.239,3
8 Jahre später 3.153,3 3.379,6 3.096,0
9 Jahre später 3.521,8 3.043,8
10 Jahre später 3.189,0
Aktueller Aufwand 3.189,0 3.043,8 3.096,0 3.239,3 3.393,4 3.496,8
Kumulierte Zahlungen 2.428,7 2.162,0 2.060,7 2.018,4 1.943,9 1.778,9
Aktuelle Rückstellungen 760,3 881,8 1.035,3 1.220,9 1.449,5 1.717,9
Eintrittsjahr* 2008 2009 2010 2011
In Mio. Euro
--- --- --- --- ---
1 Jahr später 4.500,5 4.754,0 4.980,1 4.506,7
2 Jahre später 4.148,7 4.433,4 4.315,5
3 Jahre später 4.111,4 4.019,3
4 Jahre später 3.708,6
5 Jahre später
6 Jahre später
7 Jahre später
8 Jahre später
9 Jahre später
10 Jahre später
Aktueller Aufwand 3.708,6 4.019,3 4.315,5 4.516,3
Kumulierte Zahlungen 1.654,5 1.529,8 1.336,5 983,3
Aktuelle Rückstellungen 2.054,0 2.489,5 2.979,0 3.533,1

* Einbezogene Gesellschaften: AXA Versicherung AG, AXA easy Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG und DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

Reserverisiko

Zur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von unseren Gesellschaften Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Auskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeten Schäden (Spätschäden). Die Bewertung der künftigen Schadenzahlungen erfolgt anhand aktuarieller Schätztechniken, bei welchen der in der Vergangenheit beobachtete Schadenverlauf herangezogen wird. Großschäden werden separat geschätzt. Mit Hilfe von stochastischen Szenarien erfolgt eine Analyse von Trends, Streuungen und Zyklen sowie deren Treibern.

In der Sparte Arzt-Haftpflichtversicherung haben wir die Schadenreserven in den vergangenen Jahren gestärkt, da vorliegende Erkenntnisse ergaben, dass ein trendartiger Schadenanstieg aufgrund der Veränderung der Rechtsprechung sowie der sogenannte Spätschadenteuerung unterstellt werden kann. Die Schadenreserven werden den Erfordernissen entsprechend in den Folgejahren kontinuierlich angepasst.

Die Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt:

Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar

2003* 2004 2005 2006 2007* 2008** 2009***
6,0 4,1 4,4 5,0 3,7 3,6 6,8
2010*** 2011**** 2012****
3,7 4,8 5,5

Die Darstellung zeigt die Beiträge vor Konsolidierung.

* bis 2003: AXA Versicherung AG ohne AXA "die Alternative".

ab 2007: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV WinSelect Versicherung AG.

** 2008: AXA Versicherung AG, DBV-Winterthur Versicherung AG, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG und DBV-WinSelect Versicherung AG sowie Deutsche Ärzteversicherung Allgemeine Versicherungs-AG und AXA Art Versicherung AG inklusive Tochtergesellschaften. Die Werte für das Geschäftsjahr 2008 sind an jene des Geschäftsjahres 2009 angepasst. In 2008 waren die Tochtergesellschaften der AXA Art Versicherung AG in der Darstellung nicht berücksichtigt.

*** ab 2009: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG

**** ab 2011: AXA Versicherung AG, AXA Art Versicherung AG inklusiver Tochtergesellschaften, DBV Deutsche Beamtenversicherung AG, AXA easy Versicherung AG

Zinsgarantierisiko

In der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr wird für den Sparanteil der Beiträge eine garantierte Zinsleistung zwischen 2,25 % und 3,50 % vereinbart, wobei in der Kundenerwartung keine besondere Verzinsung liegt, sondern allein die Rückgewähr der gezahlten Beiträge. Dies führt zwar zu einem Zinsgarantierisiko getrieben durch die unbekannte Entwicklung der Marktzinsen, aufgrund des vergleichsweise geringen Beitragsvolumens und der geringen Erwartung an die Verzinsung dieser Versicherungsart ist das Zinsgarantierisiko jedoch von eher untergeordneter Bedeutung.

Lebensversicherung

Der AXA Konzern betreibt im Lebensversicherungsgeschäft hauptsächlich konventionelle und fondsgebundene Kapital-, Risikolebens- und Rentenversicherungen sowie Sterbegeld-, Berufsunfähigkeits- und Berufsunfähigkeitszusatzversicherungen. Die spezifischen Risiken aus dem Lebensversicherungsgeschäft sind aus Unternehmenssicht biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten sowie Kosten- und Zinsgarantierisiken. Ferner bestehen noch spartenspezifische Risiken aus Rechtssprechung und Gesetzgebung.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen aus Abweichungen des tatsächlich beobachteten Risikoverlaufs zu den Annahmen der Kalkulation wie Sterblichkeit und Berufsunfähigkeit. Sinkende Sterblichkeit, bewirkt zum Beispiel durch verbesserte medizinische Versorgung, führt bei Kapital- und Risikoversicherungen zu einer Erhöhung der Marge. Andererseits erzwingt dieser Trend bei Rentenversicherungen zusätzliche Leistungen. Eine Erhöhung der Sterblichkeit, etwa hervorgerufen durch Epidemien, hätte wiederum einen gegenläufigen Effekt. In der Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherung führen Abweichungen von den eingerechneten zu den tatsächlichen Versicherungsereignissen zu Risiken. Diese gehen neben medizinischen und juristischen Veränderungen oft auch auf soziale und konjunkturelle Ursachen zurück.

Die AXA steuert biometrische Risiken durch ihre Produktgestaltung, Zeichnungspolitik und Rückversicherungsverträge. Im Rahmen des Prozesses zur Gestaltung neuer beziehungsweise Anpassung bestehender Produkte werden Risiken identifiziert, bewertet und es wird, sofern notwendig, eine Anpassung der Produktkalkulation vorgenommen. Durch die Zeichnungspolitik wird eine risikogerechte Tarifierung sichergestellt. Je nach Ergebnis der medizinischen und finanziellen Risikoprüfungen wird dem Kunden nur unter Akzeptanz eines Beitragszuschlages bzw. eines Risikoausschlusses ein Versicherungsvertrag angeboten. Zusätzlich werden bei hohen Einzel- und Kumulrisiken sowie konzernübergreifend bei Katastrophenrisiken Rückversicherungsverträge zur Beschränkung der Leistungsbelastung abgeschlossen. Bei Berufsunfähigkeitsversicherungen wird das biometrische Risiko durch die Leistungsprüfung auf die vertraglichen Zusagen beschränkt. Hierbei wird zum einen ausführlich geprüft, ob der Leistungsfall eingetreten ist, zum anderen werden Hilfestellungen für eine schnelle Rückkehr des Versicherungsnehmers in das Berufsleben erteilt.

Für die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen werden im Wesentlichen die bei Vertragsabschluss aktuellen von der Aufsichtsbehörde beziehungsweise der Deutschen Aktuarvereinigung (DAV) empfohlenen Sterbetafeln sowie Invalidisierungs- und Reaktivierungstafeln verwendet. Für die ab dem 21. Dezember 2012 verkauften geschlechtsunabhängigen Tarife werden Tafeln genutzt, die aus den aktuell empfohlenen Tafeln unter Berücksichtigung eines erwarteten Geschlechtermixes abgeleitet wurden. Alle in den Versicherungsverträgen zugesagten Leistungen werden dem Grundsatz der Vorsicht entsprechend berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung der Versicherungen mit geschlechtsunabhängiger Tarifierung wird jährlich - erstmals für das Jahr 2013 - mit dem Ergebnis einer Kontrollrechnung auf geschlechtsabhängigen Kalkulationsgrundlagen verglichen und der höhere Wert in die Bilanz eingestellt. Durch regelmäßige aktuarielle Analysen wird ein möglicher Anpassungsbedarf bei der Deckungsrückstellung frühzeitig erkannt. Mit Ausnahme folgender Teilbestände werden die verwendeten Wahrscheinlichkeitstafeln von der Aufsichtsbehörde und der DAV als ausreichend für die Berechnung der Deckungsrückstellung angesehen und enthalten nach Einschätzung des verantwortlichen Aktuars für die Gesellschaft angemessene Sicherheitsspannen. Für den Bestand an Rentenversicherungen, die nicht nach der aktuellen Sterbetafel DAV 2004 R kalkuliert sind, wurde unter Berücksichtigung der aktuellen Empfehlungen der DAV im Jahr 2012 die Deckungsrückstellung weiter verstärkt. Die Deckungsrückstellung des Bestands an Berufsunfähigkeits(zusatz)versicherungen, die nicht nach den aktuellen Tafeln DAV 1997 I, TI und RI kalkuliert wurden, musste nicht weiter gestärkt werden. Die Entwicklung der Sterblichkeit und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten werden weiter laufend analysiert.

Risiken aus Kundenverhalten

Risiken aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern resultieren vor allem aus dem Stornorisiko und dem Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechts bei Rentenversicherungen.

Das Stornorisiko wird vom Verhalten der Versicherungsnehmer beeinflusst, da sie zum Beispiel ihre Beitragszahlung einstellen oder den Vertrag kündigen können. Rationales Verhalten vorausgesetzt, werden Lebensversicherungskunden mit einer Kapital- oder Risikoversicherung, deren Gesundheit sich während der Vertragslaufzeit verschlechtert, mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit kündigen. Hierdurch könnte die Gefahr einer negativen Risikoselektion entstehen. Andererseits kann eine positive Kapitalmarktentwicklung zu verstärkten Rückkäufen führen, um den ausgezahlten Betrag mit einer höheren Rendite zu reinvestieren. Das sich bei unerwartet hohen Storni ergebende Risiko von Mittelabflüssen kann bei großem Volumen zu Liquiditätsengpässen, einer Beeinträchtigung der Kapitalanlagenstruktur und der Erträge aus den Kapitalanlagen führen. Das Liquiditätsrisiko wird gesondert betrachtet.

Die Stornoquoten in unseren Gesellschaften und in der Branche werden permanent beobachtet. Die Veränderung der Stornoquoten war gering, sodass das resultierende Risiko aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase am Kapitalmarkt derzeit als niedrig einzuschätzen ist. Jedoch kann ein höheres oder niedrigeres Storno in realistischem Ausmaß bei den fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen einen Einfluss auf die Jahresergebnisse haben. So erzielen die Lebensversicherungsunternehmen bei fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen Kostendeckungsbeiträge und Gewinnmargen auch aus der Vergütung von Verwaltungsgebühren der Fondsgesellschaften. Diese sind nur dann ausreichend, wenn sich die Fondsvermögen entsprechend der kalkulierten Bestandsfestigkeit entwickeln. Im Falle eines deutlich erhöhten Stornos könnten sich die Fondsguthaben so verringern, dass die angestrebten Gewinnmargen und Kostendeckungsbeiträge nicht mehr erreicht werden.

Bei anwartschaftlichen Rentenversicherungen hat der Kunde zum Zeitpunkt der Verrentung ein Kapitalwahlrecht. Dieses Risiko wird durch die Produktgestaltung beschränkt. Das angenommene Kundenverhalten wird bei der Verstärkung der Deckungsrückstellung bei Rentenversicherungen mit älteren Rechnungsgrundlagen berücksichtigt. Derzeit wird das Risiko aufgrund des Kapitalwahlrechtes als gering betrachtet. Es könnte aber steigen, falls sich herausstellt, dass sich das Kundenverhalten systematisch ändert. Aus diesem Grund erfolgt eine regelmäßige Überwachung des Kundenverhaltens.

Kostenrisiko

Das Kostenrisiko besteht darin, dass die tatsächlichen Kosten durch die einkalkulierten Kosten dauerhaft nicht finanziert werden können. Die Überwachung des Kostenrisikos erfolgt durch ein umfassendes Kostencontrolling.

Zinsgarantierisiko

Das professionelle Management der Zinsgarantien stellt eine Kernherausforderung im Rahmen des Asset Liability Managements dar. Zwar liegen die derzeitige und auch die im Rahmen der Unternehmensplanung erwartete Nettoverzinsung der Kapitalanlagen über dem durchschnittlichen garantierten Rechnungszins des Bestandes. Jedoch würde das längere Anhalten des aktuellen Niedrigzinsniveaus dazu führen, dass der Referenzzins gemäß § 5 Absatz 3 der Deckungsrückstellungsverordnung (DeckRV) in den nächsten Jahren weiter zurückgeht und die Deckungsrückstellung durch eine Erhöhung der Zinszusatzreserve, die unsere Gesellschaften zum Jahresende 2012 bildeten, weiter zu verstärken wäre.

Bei fondsgebundenen Versicherungen ohne Garantieteile bemisst sich die Versicherungsleistung an der Entwicklung des zugrundeliegenden Fonds. Hieraus ergibt sich für die Lebensversicherer kein Kapitalanlagerisiko, da die Höhe der Verpflichtung gegenüber den Versicherungsnehmern stets mit dem Wert des Fondsvermögens übereinstimmt. Soweit unsererseits Garantien bei Fondsgebundenen Produkten ausgesprochen wurden, gelten die Aussagen zu Zinsgarantien konventioneller Produkte.

Die folgende Tabelle stellt die Konzentration von versicherungstechnischen Risiken nach Versicherungsarten in Bezug auf Versicherungssummen und Brutto-Deckungsrückstellung dar:

Versicherungssummen* Brutto-Deckungsrückstellung
in Mio. Euro** 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Kapitalversicherungen 35.800 37.151 17.675 18.297
Risikoversicherungen 8.581 7.653 83 76
Rentenversicherungen 43.499 39.396 8.743 8.137
Sonstige Einzelversicherungen 12.294 14.267 3.262 2.780
Kollektivversicherungen 25.938 25.112 7.756 7.200
Zusatzversicherungen 87.707 88.382 1.966 1.886
Selbst abgeschlossene Versicherungen 213.819 211.961 39.485 38.376

* bei Rentenversicherungen: zwölffache Jahresrente.

** dargestellte Gesellschaften: AXA Lebensversicherung AG, Deutsche Ärzteversicherung AG und Pro bAV Pensionskasse AG sowie DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung AG, Winsecura Pensionskasse AG und Rheinisch-Westfälische Sterbekasse AG.

Risiken aus Gesetzesänderungen

Die Deckungsrückstellung eines Versicherungsvertrages muss mindestens der Höhe des Rückkaufswertes entsprechen. Änderungen in Gesetzgebung und Rechtsprechung, die eine Erhöhung des Rückkaufswertes bewirken, führen daher auch zu einer Erhöhung der Deckungsrückstellung für den betroffenen (Teil-) Bestand.

Am 25. Juli 2012 erging ein Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs (BGH) gegen einen anderen Versicherer, wonach zum einen ein Stornoabzug ohne Vorliegen einer ordnungsgemäßen Stornoabzugsklausel nicht vorgenommen werden darf und zum anderen die Zillmerung als inhaltlich unangemessen angesehen wurde. Mit Beschluss vom 27. November 2012 stellte der BGH ferner klar, dass ein Stornoabzug auch dann nicht erhoben werden darf, wenn der Rückkaufswert über dem Mindestrückkaufswert liegt. Diese Urteile des BGH sind zu beachten. Es werden daher für die Tarifgenerationen 1994 bis Ende 2012 keine Stornokosten mehr erhoben und für die Tarifgenerationen 2001 bis Ende 2007 ist ein Mindestrückkaufswert in Höhe von 50 % des ungezillmerten Deckungskapitals zu zahlen. Hierfür wurden gesonderte Rückstellungen gebildet.

Mögliche gegen uns lautende gerichtliche Einschätzungen unserer Umsetzung der VVG Reform könnten rückwirkende Auswirkungen auf unsere Leistungsverpflichtungen haben.

Der BGH hat am 6. Februar 2013 ferner ein Grundsatzurteil zum Themenkomplex Ratenzahlungszuschläge gesprochen: Demnach sind Ratenzahlungszuschläge nicht als Kredit im Sinne des Verbraucherkreditrechtes zu qualifizieren. Damit können Versicherungsnehmer weder bereits gezahlte Ratenzahlungszuschläge zurückverlangen, noch können Verträge auf dieser Grundlage widerrufen werden.

Ein weiteres rechtliches Risiko besteht im Hinblick auf die noch nicht abschließend gerichtlich geklärte Frage der Europarechtmäßigkeit von § 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a.F. (a.F. = alte Fassung). Es handelt sich um die Frage, ob die nationale gesetzliche Regelung, dass ein Vertrag trotz mangelnder Belehrung spätestens ein Jahr nach Vertragsschluss nicht mehr widerruflich ist, Bestand hat, oder ob alle Verträge, die unter Geltung dieser Regelung mit mangelhafter Belehrung bzw. fehlender Information geschlossen worden sind, "ewig" widerruflich sind. Hierzu hat am 24. Januar 2013 bereits eine mündliche Verhandlung vor dem EuGH stattgefunden. Ein Ergebnis hat dieser Termin aber nicht gebracht. Eine Prognose, wann das Verfahren abgeschlossen sein wird, ist nicht möglich; jedenfalls ist nicht vor Ablauf von sechs Monaten mit einem Spruch des EuGH zu rechnen. Kommt der EuGH zu dem Ergebnis, dass die Norm rechtswidrig sei, kann der BGH dennoch (im Einzelfall) entscheiden, dass Versicherungsverträge aufgrund ihres Vertragsverlaufs nicht widerruflich sind. Entscheidet sich der BGH infolge einer Europarechtswidrigkeit aber für eine generelle Widerruflichkeit der Verträge, könnte das folgende Rechtsfolgen haben:

1.) Rückabwicklung

Die Beiträge widerrufener Verträge (abgeschlossen bis zum 31. Dezember 2007 nach VVG a.F.) könnten (zumindest für die letzten drei Jahre) verzinst zurückgefordert werden.

2.) § 9, 152 VVG n.F. (n.F. = neue Fassung)

Die Übergangsvorschriften zum neuen VVG bestimmen, dass auch auf Altverträge seit dem 1. Januar 2009 das neue VVG Anwendung findet. Demnach könnten sich die Rechtsfolgen für nach diesem Datum abgegebene Widerrufserklärungen nach § 9, 152 VVG n.F. richten, das heißt Erstattung der Beiträge für die Zeit nach Widerruf (pro rata temporis-Abrechnung) und - je nach dem, was für den Versicherungsnehmer günstiger ist - Auskehrung des Rückkaufswerts oder Erstattung des Beitrags für das erste Jahr.

3.) Einzelfallentscheidung

Unseres Erachtens gibt es je nach Vertragsverlauf viele Argumente, die dafür sprechen, eine Widerruflichkeit im Einzelfall abzulehnen: Das Widerrufsrecht kann wegen vom Kunden veranlasster Geschäftsvorfälle oder schon wegen mehrjähriger unbeanstandeter Beitragszahlung verwirkt sein.

Krankenversicherung

Die AXA Krankenversicherung betreibt insbesondere die Krankenvollversicherung sowie die Pflegeversicherung und verschiedene Arten der Zusatzversicherung. Die primären versicherungstechnischen Risiken aus dem Krankenversicherungsgeschäft sind Krankheitskosten-/Leistungsrisiken, biometrische Risiken, Risiken aus Kundenverhalten und Reserverisiken. Ferner bestehen noch Zinsgarantierisiken sowie Risiken aus gesetzgeberischen Maßnahmen.

Versicherungstechnische Risiken können dazu führen, dass die zu zahlenden Leistungen und Kosten nicht mehr aus den Beitragseinnahmen, den Anlageerträgen und der planmäßigen Auflösung der Alterungsrückstellung finanziert werden können. Ein mindestens jährlich durchzuführender, gesetzlich vorgeschriebener Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Leistungen ermöglicht jedoch ein zeitnahes Erkennen von Abweichungen in den erwarteten Leistungen. Bei Bedarf erfolgt eine Beitragsanpassung. Bei der hierfür notwendigen Neukalkulation werden sämtliche Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls angepasst. Zusätzlich bestehen für den Versicherungsbestand der Krankenversicherung Zeichnungsrichtlinien, um Deckungszusagen nur zu risikogerechten Beiträgen zu geben. Darüber hinaus enthalten viele Tarife Selbstbehalte zur Steuerung der Leistungsinanspruchnahme. Trotz aller Maßnahmen lassen sich versicherungstechnische Risiken jedoch nicht vollständig vermeiden.

Krankheitskosten-/Leistungsrisiken

Unter dem Krankheitskosten-/Leistungsrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen Krankheits- und Pflegekosten die erwarteten, im Beitrag berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Im Falle eines kurzfristigen Anstiegs der Krankheits- und Pflegekosten über den kalkulierten Rahmen oder einer Pandemie kann auf die unerwartete Leistungserhöhung gegebenenfalls erst mit einer zeitlichen Verzögerung durch eine Beitragsanpassung reagiert werden. Ursachen für solche Leistungsanstiege können nach unserer Erfahrung weitere medizinische Fortschritte in Verbindung mit kostspieligeren medizinischen Einrichtungen oder die Entwicklung neuer teurerer Medikamente verbunden mit einer Kosteninflation im Gesundheitswesen sein.

Biometrische Risiken

Biometrische Risiken entstehen in der Krankenversicherung aus einer sinkenden Sterblichkeit, wodurch mit einer verlängerten Inanspruchnahme und somit einer Erhöhung der Versicherungsleistungen zu rechnen ist. Die Sterbetafeln werden jährlich von der Deutschen Aktuarvereinigung auf ausreichende Sicherheit überprüft. Soweit sich ein Aktualisierungsbedarf ergibt, verwenden wir die neuen Werte unverzüglich bei der Kalkulation neuer Tarife beziehungsweise von Beitragsanpassungen. Dieser Aktualisierungsbedarf kann auch durch den seit 2008 jährlich durchzuführenden Vergleich der erforderlichen mit den kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten ausgelöst werden.

Risiken aus Kundenverhalten

Ein Risiko aus dem Verhalten von Versicherungsnehmern stellt insbesondere das Stornorisiko dar. Die in der Tarifierung angesetzten Stornowahrscheinlichkeiten basieren sowohl auf eigenen als auch auf Verbandserfahrungen und sind aktuariell ausreichend vorsichtig bemessen. Die Stornoquoten bei der AXA Krankenversicherung und in der Branche werden permanent beobachtet, sodass eine Veränderung frühzeitig erkannt und gegebenenfalls in Beitragsanpassungen und Neukalkulationen berücksichtigt wird. Darüber hinaus treten Risiken im Kundenverhalten in Zusammenhang mit der letzten Gesundheitsreform sowie der anstehenden Einführung von Unisex-Tarifen auf (siehe unten).

Reserverisiken

Zur Abdeckung zukünftiger Krankheitskosten-/Leistungszahlungen sind Alterungsrückstellungen zu bilden. Die Höhe der Zahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, insbesondere aufgrund steigender Krankheitskosten-/Leistungszahlungen und einer sinkenden Sterblichkeit, deren Veränderung aufgrund der regelmäßigen Überprüfung jedoch in den vergangenen Jahren nicht mehr so gravierend war wie in früheren Jahren, in denen die Aktualisierung in längeren Zeiträumen erfolgte. Definitiv schon feststehende medizinische Entwicklungen sind jedoch in der Alterungsrückstellung in dem Augenblick eingepreist, in dem sie in den Beiträgen berücksichtigt sind (Kalkulationsverordnung). Insgesamt ist das Reserverisiko als gering einzuschätzen, da durch regelmäßige Beitragsanpassungen der Leistungsbedarf aktualisiert wird. Zusätzlich zum bestehenden Verfahren der jährlichen Leistungsüberprüfung hat der Gesetzgeber eine gesonderte Überprüfung der verwendeten Sterbetafeln vorgeschrieben (siehe oben). In beiden Fällen erfolgt eine vollständige Überprüfung aller Rechnungsgrundlagen. Als Berechnungsgrundlagen für die Alterungsrückstellung dienten die Sterbetafeln PKV 2001, PKV 2004, PKV 2007, PKV 2008, PKV 2009, PKV 2010, PKV 2011 und PKV 2012. Die Alterungsrückstellung wurde entsprechend den Vorschriften in den technischen Berechnungsgrundlagen ermittelt. Diese wurden für alle Tarife von einem unabhängigen Treuhänder geprüft und der Aufsichtsbehörde vorgelegt.

Zinsgarantierisiko

Der Alterungsrückstellung werden jährlich Zinserträge zugeführt, wobei der Zinssatz gesetzlich auf 3,5 % begrenzt ist. Mit diesem Zinssatz erfolgt die Verzinsung der gesamten Alterungsrückstellung der AXA Krankenversicherung in den Tarifen mit geschlechtsabhängiger Kalkulation. Die Unisex-Tarife sind mit deutlich niedrigerem Zinssatz kalkuliert worden, der bis auf 2,75 % abgesenkt wurde. Die aktuelle Nettoverzinsung der AXA Krankenversicherung von 3,9 % liegt noch deutlich über dem Rechnungszins. Die über den Rechnungszins hinaus gehenden Zinsen werden fast vollständig zur Beitragsermäßigung im Alter verwandt. Maßgeblich für die Höhe des Rechnungszinses in den Bestandstarifen ist die zukünftige Zinserwartung, die mit Hilfe des aktuariellen Unternehmenszinses (AUZ) nach einem brancheneinheitlichen Verfahren unternehmensindividuell ermittelt wird. Bei dem AUZ handelt es sich um ein mit der Deutschen Aktuarvereinigung und der Aufsichtsbehörde abgestimmtes Verfahren zur Zinsprojektion, das auf Basis der Vorjahresergebnisse und offiziellen, durch die Bundesbank veröffentlichten Zinskurven für Neuanlagen, die Zinserwartungen für das übernächste Jahr schätzt. Dieses Verfahren liefert bei einem Ergebnis über 3,5 % die Berechtigung, diesen Wert auch zukünftig für die Verzinsung der Alterungsrückstellung zu verwenden. Aufgrund der aktuell niedrigen Zinsen und der Turbulenzen auf den Kapitalmärkten ist es im Rahmen der aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Regelungen für die Kapitalanlagen zunehmend schwieriger eine Verzinsung zu erzielen, die deutlich oberhalb des Höchstrechnungszinses von 3,5 % liegt. Wir streben aber durch die Vermeidung von Neuanlagen in Ländern und bei Emittenten, für die eine erhöhte Abschreibungswahrscheinlichkeit besteht, weiterhin ausreichende Kapitalerträge an, um dauerhaft die AUZ-Kriterien zu erfüllen.

Risikoverteilung nach Versicherungsarten

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung der Beiträge und der Anzahl der Versicherten nach Versicherungsarten:

Gebuchte Bruttobeiträge*
in Mio. Euro 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 2.045,3 1.953,8
Krankentagegeldversicherungen 93,6 81,0
Krankenhaustagegeldversicherungen 36,2 36,2
Krankheitskostenteilversicherungen 127,6 124,2
Pflegepflichtversicherungen 172,9 173,3
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 54,7 46,6
Sonstige Versicherungen 13,3 15,3
Selbst abgeschlossene Versicherungen 2.543,5 2.430,4
Pauschalwertberichtigung -13,9 -12,0
Gesamt 2.529,6 2.418,4
in Rückdeckung übernommenes Versicherungsgeschäft 0,5 0,9
Gesamtes Versicherungsgeschäft 2.530,1 2.419,3

* laufende Beiträge sowie Einmalbeiträge

Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen laufenden Beitrag
in Tausend 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankheitskostenvollversicherungen 779,3 756,1
Krankentagegeldversicherungen 217,0 212,6
Krankenhaustagegeldversicherungen 459,9 458,8
Krankheitskostenteilversicherungen 536,3 501,5
Pflegepflichtversicherungen 839,3 816,5
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 187,6 167,6
Selbst abgeschlossene Versicherungen 1.536,0 1.487,8
Anzahl der versicherten natürlichen Personen gegen Einmalbetrag
in Tausend 31.12.2012 31.12.2011
--- --- ---
Krankentagegeldversicherungen 1,8 1,6
Krankheitskostenteilversicherungen 2,9 1,2
Restschuld-/Lohnfortzahlungsversicherung 0,0 0,0
Spezielle Ausschnittsversicherung 1,0 0,9
Auslandsreisekrankenversicherung 890,2 1.020,8
Selbst abgeschlossene Versicherungen 4,8 2,8

Gesundheitsreform

Die aus der als Wettbewerbsstärkungsgesetz bezeichneten Gesundheitsreform resultierenden Risiken für die Private Krankenversicherung haben weiterhin Bestand. Als Hauptrisiken sind hier der Basistarif sowie die fehlende Kündigungsmöglichkeit und die damit einhergehende (eingeschränkte) Leistungspflicht für Nichtzahler zu nennen.

Der Basistarif beinhaltet versicherungsfremde Elemente wie Kontrahierungszwang, Verbot von Risikozuschlägen und Höchstbeiträge, die eine Subventionierung durch die PKV-Kunden der anderen Vollversicherungstarife erfordern und somit zu einer erhöhten Belastung dieser Personen führen. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass sich überwiegend Personen mit vorhandenen oder akuten Erkrankungen und überdurchschnittlich schlechter Zahlungsmoral im Basistarif versichert haben. Dies trifft insbesondere auf die Versicherten zu, die aufgrund der Versicherungspflicht ins PKV-System zurückgekehrt sind.

Mit der Einführung der Versicherungspflicht wurde gesetzlich zudem eine Notfallversorgung auch für die Versicherten festgelegt, die ihre Beiträge nicht mehr zahlen. Diese Leistungen werden nicht durch Beiträge gedeckt und schmälern den Rohüberschuss der Gesellschaften und damit auch die Zuführung zur Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Weiterhin müssen auch für Nichtzahler den Alterungsrückstellungen der versicherten Tarife die vorgesehen Mittel zugeführt werden. Da die dazu benötigten Beiträge nicht gezahlt werden, erfolgt die Zuführung zulasten der Versichertengemeinschaft. Letztlich fehlen somit Mittel, um notwendige Beitragsanpassungen stärker abzumildern.

EuGH-Verfahren zur Gender Directive / Unisex-Tarife (spartenübergreifende Thematik)

Das belgische Verfassungsgericht hat dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) im Juni 2009 die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob Artikel 5 (2) der Gender-Richtlinie (2004/113/EG) mit Europäischem Primärrecht (EG-Vertrag, Europäische Menschenrechtskonvention) vereinbar ist. In diesem Artikel ist ein Wahlrecht für die Mitgliedstaaten verankert. Danach dürfen die Versicherer bei der Tarifierung zwischen Frauen und Männern differenzieren, wenn der Mitgliedstaat es zulässt. Die unterschiedliche Behandlung muss sachlich begründet sein, die Begründung statistisch belegt werden. Deutschland hat dieses Wahlrecht durch die Regelung in § 20 (2) AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) genutzt. Mit Urteil vom 1. März 2011 hat der EuGH festgestellt, dass die Berücksichtigung des Geschlechts als Risikofaktor in Versicherungsverträgen eine Diskriminierung darstellt. Da die Ausnahmevorschrift des Art. 5 (2) der Richtlinie zudem unbefristet gilt, hat der EuGH diese ab dem 21. Dezember 2012 für ungültig erklärt.

In Deutschland wird das EuGH-Urteil zu den Unisex-Tarifen voraussichtlich bis Sommer 2013 durch Aufhebung des bisherigen § 20 Abs. 2 Satz 1 AGG umgesetzt. Auch wenn die Umsetzung des Unisex-Urteils nicht fristgerecht bis zum 21. Dezember 2012 durch den deutschen Gesetzgeber erfolgte, bleibt es - auch nach Einschätzung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) - dabei, dass ab dem 21 .Dezember 2012 für Neuverträge Unisex-Tarife angeboten werden müssen.

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft

Die fälligen Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern (insbesondere Beitragsforderungen) sowie die Ansprüche gegenüber Versicherungsvermittlern (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 428 Mio. Euro (2011: 411 Mio. Euro, jeweils ohne noch nicht verdiente Provisionen aus dem Geschäft mit fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen). Davon entfielen 116 Mio. Euro (2011: 88 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um pauschale Wertberichtigungen von 61 Mio. Euro (2011: 50 Mio. Euro) vermindert.

Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegenüber Versicherungsnehmern werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden.

Der Rückversicherer für unsere wichtigsten obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die AXA Versicherung AG, die diese Verträge wiederum komplett in ihre eigenen Rückversicherungsverträge implementiert und anschließend an die französische Gruppengesellschaft AXA Global P&C retrozediert. Die AXA Global P&C platziert diese Verträge teilweise am internationalen Rückversicherungsmarkt und teilweise innerhalb der AXA Gruppe. Sowohl bei der über die AXA Global P&C retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von der AXA Global P&C permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert.

Risiken aus Kapitalanlagen

Der AXA Konzern verwaltet rund 72 Mrd. Euro (2011: 66 Mrd. Euro) Kapitalanlagen (ohne fondsgebundene Lebensversicherung). Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet.

Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst.

Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt:

Marktrisiken

Die Marktpreisrisiken unserer Konzerngesellschaften beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und festverzinslichen Anlagen. Ferner stellen Änderungen im Wert des Immobilienbestandes oder bei nicht börsennotierten Beteiligungen Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken dar.

Die Auswirkungen auf die Marktwerte der Kapitalanlagen sowie des Embedded Values beziehungsweise des marktwertbasierten Eigenkapitals werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen und verbundene Unternehmen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen und anderer derivativer Absicherungsmechanismen simuliert. Somit werden die tatsächlichen Sensitivitäten unserer Kapitalanlagen verdeutlicht.

Bei den größeren Lebens- und Krankenversicherungsgesellschaften (AXA Lebens- und Krankenversicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung, Deutsche Ärzteversicherung sowie Pro bAV Pensionskasse) würde sich der Marktwert der Kapitalanlagen sowie der European Embedded Value (EEV) um die nachstehend angegebenen Werte verändern, wenn sich die Preise von Aktien und Renten im dort angeführten Ausmaß langfristig nach oben oder unten bewegen:

in Mio. Euro bzw. in % des Embedded Value am 31.12. des Geschäftsjahres Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen Veränderung des European Embedded Value (EEV)
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10 % 148,1 137,9 54,1 1,9 % 41,1 1,6 %
Sinken um 10 % -143,8 -134,6 -36,9 -1,3 % -36,0 -1,4 %
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -4.749,0 -4.008,0 616,2 21,8 % 239,2 9,3 %
Sinken um 100 Basispunkte 5.656,6 4.753,2 -818,6 -29,0 % -351,9 -13,7 %
Anstieg um 50 Basispunkte -2.374,5 -2.004,0 298,3 10,6 % 164,0 6,4 %
Sinken um 50 Basispunkte 2.828,3 2.376,6 -336,4 -11,9 % -100,6 -3,9 %
Änderung Aktienvolatilität +25 % 15,3 n/a -63,2 -2,2 % -20,2 -0,8 %
Änderung Zinsvolatilität +25 % 88,1 n/a 12,1 0,4 % -103,5 -4,0 %

Der Embedded Value setzt sich zusammen aus dem Barwert der erwarteten künftigen Netto-Erträge aus dem Versicherungsbestand einschließlich der Kapitalerträge, dem Eigenkapital und Bewertungsreserven (Stillen Reserven) abzüglich der Kapitalkosten (Cost of Capital).

Bei den übrigen Gesellschaften unseres Konzerns (insbesondere den Schaden- und Unfallversicherungsgesellschaften AXA Versicherung, DBV Deutsche Beamtenversicherung, AXA Art Versicherung und AXA Easy Versicherung) werden die Marktwertrisiken anhand von Sensitivitätsanalysen überwacht. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich bei diesen Gesellschaften eine Änderung der Aktienkurse bzw. der Marktzinsen kurzfristig auswirken würde:

Veränderung des Marktwertes der Kapitalanlagen
in Mio. Euro vor Steuern nach Steuern
--- --- --- --- ---
2012 2011 2012 2011
--- --- --- --- ---
Änderung Aktien:
Anstieg um 10 % 52,72 102,14 51,66 79,56
Sinken um 10 % -49,77 -96,51 -48,71 -74,13
Änderung risikofreier Zins:
Anstieg um 100 Basispunkte -482,39 -396,99 -328,71 -270,75
Sinken um 100 Basispunkte 453,86 401,84 309,27 274,14

Ein großer Teil des Aktienexposures des AXA Konzerns war 2012 über Optionen gegen Marktwertverluste abgesichert. Gleichwohl können bei schwachen Aktienmärkten außerplanmäßige Abschreibungen nicht ausgeschlossen werden. Im Bereich Private Equity können aufgrund der Verschlechterung des Marktumfeldes Wertrückgänge der Beteiligungen nicht ausgeschlossen werden.

Währungsrisiken bestehen in einem begrenzten Umfang, da der AXA Konzern hauptsächlich im europäischen Raum investiert und Fremdwährungsinvestitionen begrenzt und kontrolliert werden. Dies erfolgt durch den Einsatz von Fremdwährungsderivaten (z. B. Devisentermingeschäfte). Darüber hinaus bedecken die in Fremdwährung gehaltenen Vermögenswerte entsprechende Fremdwährungsverbindlichkeiten, so dass sich potentielle Wertänderungen gegenseitig aufheben (kongruente Bedeckung).

Der Immobilienbestand des AXA Konzerns besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland.

Der AXA Konzern verfolgt die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder an künftigen Bilanzstichtagen vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter Anderem mögliche Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern.

Kreditrisiken

Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren, Darlehen, Genussrechten, stillen Beteiligungen und Derivaten.

Das maximale Kreditrisiko der Kapitalanlagen wird durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten festverzinslichen Wertpapiere, Derivate, Darlehen und Ausleihungen wiedergegeben und beträgt im Geschäftsjahr 66,7 Mrd. Euro (2011: 60,5 Mrd. Euro). Des Weiteren bestehen Kreditrisiken aus der Gewährung finanzieller Garantien (siehe Seite 194 ff.).

Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt entweder mit Hilfe von Ratingagenturen oder nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft.

Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nimmt der AXA Konzern in Zusammenarbeit mit den von ihm mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden alle im Markt vorhandenen Informationen herangezogen.

Für die Vergabe von Hypotheken- und Refinanzierungsdarlehen gelten Vergaberichtlinien und strenge Vorschriften bezüglich der Bonität. Als Sicherheit von Hypothekendarlehen bestehen Pfandrechte an Grundstücken und/oder Versicherungsverträgen. Die Vergaberichtlinien knüpfen eine Finanzierung im Regelfall an private Nutzung und erstrangige Absicherung. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgen ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen.

Das Einzelengagement unterliegt der regelmäßigen Überwachung. Mit Hilfe unserer Kontrollverfahren für den Zins- und Tilgungsdienst sowie unseres Mahnverfahrens erhalten wir einen detaillierten Überblick über ausstehende Zahlungen.

Die jederzeit veräußerbaren Wertpapiere bzw. erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente verteilen sich auf die Ratingklassen wie folgt:

Jederzeit veräußerbare Wertpapiere

Ratingklassen

in Tsd. Euro
AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
2012 20.909.190 15.666.920 9.083.274 5.121.158 1.652.688 417.423
2011 20.400.091 12.016.542 9.193.016 3.390.088 1.564.349 876.869
Ratingklassen

in Tsd. Euro
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert)
2012 52.850.653
2011 47.440.955

Erfolgswirksam zum Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

Ratingklassen

in Tsd. Euro
AAA AA A BBB BB und niedriger Kein Rating
2012 29.430 350.014 1.981.056 2.144.166 1.050.589 154.867
2011 130.480 595.256 2.107.242 1.272.619 810.655 950.631
Ratingklassen

in Tsd. Euro
Gesamtbetrag (Beizulegender Zeitwert)
2012 5.710.121
2011 5.866.883

Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert.

Durch die Krise an den Finanzmärkten und die Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage hat sich das Kreditrisiko signifikant erhöht. Auch der AXA Konzern hält Kapitalanlagen, deren Bonität vor dem Hintergrund der Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise in der Öffentlichkeit diskutiert wurde und die teilweise von signifikanten Spread-Ausweitungen betroffen sind.

Der AXA Konzern ist zu einem Anteil von 11,6 % (2011: 10,6 %) der Kapitalanlagen (auf Buchwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Anleihen von Spanien, Italien, Portugal, Irland, Zypern und Griechenland, deren Risiken im Rahmen der europäischen Schuldenkrise diskutiert werden und deren Spreads sich in den vergangenen Jahren teilweise deutlich ausgeweitet haben, machen trotz einer Bestandsreduktion in 2012 noch einen Anteil von 2,7 % (2011: 2,5 %) am gesamten Kapitalanlagebestand aus. Dies ist auf Marktwertsteigerungen der "Als zur Veräußerung verfügbar" klassifizierten Anleihen zurückzuführen, die die Bestandsreduktion in 2012 kompensiert haben. Auch wenn wir zurzeit Ausfälle aufgrund verschiedener Stützungsmaßnahmen nicht für ein wahrscheinliches Szenario halten, können wir Abschreibungen auf Anleihen der Peripherieländer auch vor dem Hintergrund politischer Unwägbarkeiten nicht ausschließen.

Der AXA Konzern hält über Spezialfonds Verbriefungen von US-Subprime-Hypotheken (Residential Mortgage Backed Securities) im Marktwert von 541 Mio. Euro (2011: 435 Mio. Euro). Neben dem US-RMBS Exposure enthalten die Spezialfonds ein synthetisches CDO (Collateralized Debt Obligation), das durch stark steigende Kreditaufschläge und durch Ausfälle im Referenzportfolio in den Vorjahren deutliche Marktwertverluste erlitten hat. Der Nominalwert beträgt wie im Vorjahr 510 Mio. Euro bei einem Marktwert des Kreditderivats von -135 Mio. Euro (2011: -304 Mio. Euro). Die auf gesunkene Credit Spreads basierende deutliche Marktwerterholung in 2012 wurde im Konzernabschluss als erfolgswirksame Zuschreibung erfasst. Ein Verlust des Nominalbetrags kann nur im Fall von mehreren weiteren Ausfällen in signifikanter Höhe innerhalb des Referenzportfolios eintreten. Ferner enthalten die Spezialfonds ein Portfolio von CLO's (Collateralized Loan Obligations) mit einem Nominalwert von 866 Mio. Euro (2011: 917 Mio. Euro) und einem Zeitwert von 727 Mio. Euro (2011: 692 Mio. Euro).

Ebenso hält der AXA Konzern ein größeres Volumen von Fremdkapitalinstrumenten, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden. Dieses Exposure wird entweder direkt oder über Fonds, Derivate und strukturierte Produkte gehalten und enthält auch Instrumente von niedriger Seniorität wie nachrangige Darlehen, Genussscheine und stille Beteiligungen.

Das Portfolio der Genussscheine und stillen Beteiligungen (Nominalwert von 745 Mio. Euro; 2011: 1,0 Mrd. Euro) enthält zu einem großen Teil Papiere von Sparkassen und Landesbanken. Aufgrund der schwierigen Situation insbesondere einiger Landesbanken besteht bei deren Genussscheinen das Risiko, dass ergebnisabhängige Kupons nicht ausgezahlt werden und gegebenenfalls das Kapital herabgesetzt werden kann. Aus diesem Grunde wurden im Geschäftsjahr 2012 bei endfälligen Genussscheinen Verluste realisiert.

Der größte Teil unserer Rentenbestände ist besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem minimalen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit wesentlicher Abschreibungsbedarf entstehen könnte.

Konzentrationsrisiken

Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht.

Liquiditätsrisiken

Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquid angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt.

Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit die Gesellschaften Ihren Verpflichtungen gegenüber Ihren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Ein eventuell auftretender unvorhergesehener Liquiditätsbedarf wird konzernintern ausgeglichen.

Risikosteuerung der Kapitalanlagen

Innerhalb unseres Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen implementiert. Das Asset Liability Management-Komitee schlägt die Kapitalanlagestrategie vor, der Vorstand entscheidet hierüber. Der Kapitalanlageausschuss implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Richtlinie (Investment Guidelines) für alle Kapitalanlagen. Die aufsichtsrechtlichen Vorschriften zur Mischung und Streuung werden eingehalten. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das gruppenweite Risikomanagement monatlich ausgewertet und überwacht.

Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management (ALM)-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset-Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagementinstrumenten zur Verfügung.

Zum Zwecke der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung, wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird (Hedging). Die Motive Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung werden aktuell begrenzt verfolgt.

Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management-Komitees und des Kapitalanlageausschusses wird das Kreditrisiko des Gesamtportfolios sowie einzelner Anlageklassen und kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers (CIO) und des Finanzvorstandes besprochen.

Das Audit Committee wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert.

AXA Bank

Die AXA Bank AG verfügt über ein eigenständiges Risikomanagement. Die Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Banken (MaRisk BA) geben den aufsichtsrechtlichen Rahmen der Prozesse vor. Die Anforderungen dieses Rundschreibens beziehen sich auf das Management der für das Institut wesentlichen Risiken. Grundsätzlich sind zumindest die Adressenausfallrisiken, Marktpreisrisiken, Liquiditätsrisiken und operationale Risiken als wesentliche Risiken einzustufen.

Die internen Umsetzungen hierzu werden in der Risikostrategie der Bank geregelt. Zielsetzung der Risikostrategie ist es, ein betriebswirtschaftlich sinnvolles und effektives Risikomanagement zu verankern. Unter dem Begriff "Risiko" ist eine Verlust- oder Schadengefahr definiert, die entsteht, wenn eine zukünftige Entwicklung im Verlauf negativ von der Planung abweicht und mit einer Vermögensminderung verbunden ist.

Die AXA Bank bezeichnet ihre Risikoneigung als konservativ. Das bedeutet für die praktische Umsetzung, dass im Grundsatz die Investitionsalternativen risiko- und renditeorientiert ausgewählt werden.

Die konservative Ausrichtung schlägt sich auch bei der Ermittlung der Risikotragfähigkeit nieder, da bei der Aggregation der Risiken auf eine Risikoreduzierung durch Korrelationen verzichtet wird.

Bei den wesentlichen Risiken stellen das Kreditrisiko und das Kontrahenten-Risiko das überwiegende Adressenausfallrisiko dar.

Marktpreisrisiken gehen wir in Form von Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch, Spreadrisiken und Marktliquiditätsrisiken aus der Bewertung von Wertpapieren ein. Durch ein aktiveres Asset-Liability-Management gewinnen die Marktpreisrisiken an Bedeutung. Die Bank verzichtet aber weiterhin auf spekulativen Geldhandel und führt kein Handelsbuch.

Im Rahmen der Finanzmarktkrise stand das Management von Liquiditätsrisiken im Fokus der Aufsicht. Aus diesem Grund haben wir dem Liquiditätsrisiko besondere Beachtung geschenkt und steuern die dispositiven und strukturellen Liquiditätsrisiken.

Für die Steuerung der dispositiven Liquiditätsrisiken haben wir ein eigenes Modell entwickelt, das die institutsspezifischen Besonderheiten berücksichtigt. Durch Annahmen für Normal-, Belastung- und Stress-Szenarien verfügt die interne Liquiditätssteuerung über ein Frühwarnsystem und einen definierten Risikoappetit. Ergänzend stellen regelmäßige Liquiditätsanalysen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicher.

Die Kapitalanforderungen für operationale Risiken werden über den für Banken aufsichtsrechtlich wählbaren Basisindikatoransatz ermittelt. Das regelmäßig durchzuführende Risikoassessment für diese Risikoart wird über den einheitlichen Assessment Prozess im AXA Konzern sichergestellt. Die wesentlichen Risiken werden im Rahmen von durchgängigen Risikomanagementprozessen laufend überwacht und durch interne Limite gesteuert und begrenzt. Die Limite werden auf Basis des Risikoappetits von der Geschäftsleitung der Bank festgelegt.

Des Weiteren steuern wir die Bank über ein Ampelsystem von Frühwarnindikatoren, diese unterteilen sich in Frühwarnwerte, kritische Werte und Limite. Überschreitungen von Frühwarnindikatoren lösen geeignete Risikosteuerungsmaßnahmen aus.

Die Ergebnisse fließen wiederum in den Managementprozess ein. Die Gesamtbanksteuerung dient hierbei als Grundlage für Managemententscheidungen und soll mögliche negative Auswirkungen auf die Finanz- und Ertragskraft der Bank vermeiden beziehungsweise minimieren.

Im Rahmen der Steuerung simulieren Szenarioanalysen mögliche zukünftige Ereignisse. Dabei werden Marktentwicklungen, volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen und Kennzahlen zur Simulation herangezogen.

Aufgrund der risikoaversen Ausrichtung gehen wir von einer stabilen Risikosituation der Bank aus.

Operationale und sonstige Risiken

Operationale Risiken beinhalten Verluste aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen sowie aus mitarbeiter-, systembedingten oder externen Vorfällen.

Unsere Gesellschaft bzw. AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien interner Betrug, externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement. Als risikobewusstes Versicherungsunternehmen hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationalen Risiken entwickelt und strebt deren Zertifizierung im Rahmen von Solvency II zum frühestmöglichen Zeitpunkt an.

Seit 2010 führt AXA Deutschland eine Sammlung von Daten aus operationalen Verlusten durch. Die Methoden und Prozesse werden ständig weiterentwickelt. 2012 wurden wesentliche Meilensteine in der Modellierung zur Erlangung der Solvency II-Zertifizierung erreicht. Bereits jetzt sind die operationalen Risiken in das interne Kontrollsystem integriert. Für die Identifizierung, Analyse und Steuerung von Risiken im Zusammenhang mit Outsourcing-Verhältnissen ist ein Standard definiert, welcher vorsieht, dass im Vorfeld einer Auslagerung auf Basis einer Risikoanalyse bewertet wird, ob Aktivitäten und Prozesse ausgelagert werden können und sollen.

Das Risikoprofil der AXA Deutschland ist bezüglich operationaler Risiken insgesamt stabil geblieben, ein leichter Anstieg resultiert aus Modellveränderungen. Dominante Themen sind wie im Vorjahr ausstehende Gerichtsentscheidungen und Änderungen von Gesetzesvorhaben.

Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationalen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der AXA jederzeit garantiert werden.

Diese Standards hat AXA Deutschland im Geschäftsjahr 2012 aktualisiert. Der Roll-out neuer Organisationsstrukturen und Prozesse wurde gestartet. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Diese Risikoeinschätzung erfüllt im Wesentlichen vier Aufgaben:

Sammlung aller Informationen zur Priorisierung der Produkte, Dienstleistungen und somit Geschäftseinheiten im Rahmen der Prozesse Business Impact Analyse und Risk Identification and Assessment (RIA)
Untersuchung und Bewertung verschiedener Strategieoptionen mit dem Ziel, wichtige Produkte und Dienstleistungen auch im Notfall bereitstellen zu können
Entwicklung und Implementierung einer Business Continuity-Reaktion, vor allem in Form von Notfallplänen
Übung und Pflege der Business Continuity Management-Vorkehrungen

Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert.

Rechtliche Risiken und Garantierisiken

Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungsgemeinschaft haben wir uns für den Fall, dass eines der übrigen Poolmitglieder ausfällt, verpflichtet, dessen Leistungsverpflichtungen im Rahmen der quotenmäßigen Beteiligung zu übernehmen.

Bei den beendeten Mitgliedschaften der Deutschen Kernreaktor-Versicherungsgemeinschaft, beim Deutschen Luftpool und bei der Continentale Valoren-Versicherungs-Gemeinschaft trifft dies nur noch für die Abwicklung früherer Jahre zu.

Zum Schutz der Ansprüche aus Versicherungsverträgen im Fall einer Unternehmenskrise sind Lebens- und Krankenversicherer zur Mitgliedschaft in einem Sicherungsfonds gesetzlich verpflichtet. Für die Lebensversicherer erhebt der Sicherungsfonds auf der Grundlage der Sicherungsfonds-Finanzierungs-Verordnung (Leben) jährliche Beiträge von maximal 0,2 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen, bis ein Sicherungsvermögen von 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen aufgebaut ist. Für die Lebensversicherer des Konzerns und die Pensionskasse des Konzerns ergeben sich hieraus keine zukünftigen Verpflichtungen.

Der Sicherungsfonds kann darüber hinaus Sonderbeiträge in Höhe von weiteren 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen erheben; dies entspricht einer Verpflichtung von 50 Mio. Euro (2011: 51 Mio. Euro). Sofern die Mittel des Sicherungsfonds bei einem Sanierungsfall nicht ausreichen, haben sich die teilnehmenden Versicherungsunternehmen verpflichtet, dem Sicherungsfonds oder alternativ der Protektor Lebensversicherungs AG weitere finanzielle Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Verpflichtung beträgt 1 % der Summe der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen unter Anrechnung der zu diesem Zeitpunkt bereits an den Sicherungsfonds geleisteten Beiträge. Unter Einschluss der oben genannten Einzahlungsverpflichtungen aus den Beitragszahlungen an den Sicherungsfonds beträgt die Gesamtverpflichtung zum Bilanzstichtag 450 Mio. Euro (2011: 456 Mio. Euro).

Die AXA Krankenversicherung AG ist nach §§ 124 ff. VAG - über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherung e.V. - dem gesetzlichen Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen angeschlossen. Inzwischen wurde die Auffanggesellschaft Medicator AG gegründet, der das Bundesministerium für Finanzen mit Verordnung vom 11. Mai 2006 die Aufgaben und Befugnisse eines Sicherungsfonds für Krankenversicherungsunternehmen übertragen hat. Im Krisenfall ist die AXA Krankenversicherung AG verpflichtet, der Medicator AG die erforderlichen Mittel bis zur Höhe von maximal 2 % der versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen zur Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung zu stellen. Im Geschäftjahr würde das einem Betrag in Höhe von 25 Mio. Euro (2011: 23 Mio. Euro) entsprechen.

Für die AXA Bank AG wurde gemäß § 5 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds seitens der AXA Konzern AG sowie der AXA, Paris, eine so genannte Freistellungserklärung gegenüber dem Bundesverband deutscher Banken e.V., Berlin, abgegeben. Die Freistellungserklärung dient zur vorsorglichen Absicherung für den eventuellen Fall einer zugunsten der Bank erfolgten Hilfestellung, falls diese wegen entstandener Verluste erforderlich sein sollte. Die Freistellung ist auf die Einlagen der Kunden bei der AXA Bank AG begrenzt, die zum Bilanzstichtag 161 Mio. Euro (2011: 149 Mio. Euro) betrugen.

Zum 31.12.2012 waren die in nachstehender Übersicht aufgeführten Spruchverfahren gem. § 306 AktG a.F. bzw. dem Spruchverfahrensgesetz anhängig, die von ehemaligen außen stehenden Aktionären der betreffenden Gesellschaften eingeleitet wurden.

Spruchverfahren Zweck zuständiges Gericht Einleitung Spruchverfahren Antragsgegner
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Allgemeine Versicherungs-AG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Lebensversicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Nordstern Lebensversicherungs-AG in 1999 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses OLG Düsseldorf 1999 AXA Lebens-versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und Albingia VersicherungsAG Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Hamburg 1999 AXA Konzern AG /AXA Versicherung AG
Verschmelzung AXA Versicherung AG (übernehmender Rechtsträger) mit Albingia Versicherungs-AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses LG Hamburg 2000 AXA Versicherung AG
Beherrschungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2000 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich LG Köln 2000 AXA Konzern AG
Ergebnisabführungsvertrag zwischen AXA Konzern AG und AXA Versicherung AG in 2005 Überprüfung der Angemessenheit von Barabfindungsangebot und Ausgleich OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Versicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2005 Überprüfung der angemessenen Barabfindung OLG Düsseldorf 2005 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der AXA Lebensversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG
Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre der Deutsche Ärzteversicherung AG auf die AXA Konzern AG ("Squeeze-out") in 2007 Überprüfung der angemessenen Barabfindung LG Köln 2007 AXA Konzern AG

Es bestanden Bankbürgschaften in Höhe von 2,0 Mio. Euro (2011: 2,8 Mio. Euro).

In Höhe von 55 Mio. Euro (2011: 58 Mio. Euro) wurden Festgelder verpfändet für die Bedeckung von Fremdwährungsverbindlichkeiten im Bereich der Rückversicherung. Weiter wurden Letter of Credit im Bereich der Rückversicherung in Höhe von 17 Mio. Euro (2011: 5,2 Mio. Euro) gegeben.

Mit Vertrag vom November 2012 hat die AXA Konzern AG die von ihr gehaltenen Anteile an der Rheinisch-Westfälische Sterbekasse Lebensversicherung Aktiengesellschaft an die IDEAL Lebensversicherung a.G. verkauft. Im Rahmen dieses Vertrages hat die AXA Konzern AG eine auf 5,5 Mio. Euro beschränkte Garantieerklärung abgegeben.

Staatsanleihen in Höhe von 142 Mio. Euro (2011: 303 Mio. Euro) wurden zugunsten des Kontrahenten als Sicherheit für die negativen Marktwerte von derivativen Finanzinstrumenten verpfändet.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage

Die verdienten Beiträge der Sachversicherungssparte sind insgesamt deutlich über Markt gestiegen, hauptsächlich im Bereich der privaten Kraftfahrtversicherung. In Verbindung mit den intensivierten Sanierungsmaßnahmen, sowie der Optimierung der Schadenregulierung führte dies zu einer Verbesserung der Schadenquote. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Untersegment Arzt-Haftpflichtversicherung, da die hier vorliegenden neuen Erkenntnisse ergeben, dass sehr wahrscheinlich ein trendartiger Schadenanstieg infolge der Veränderung der Rechtslage beziehungsweise des Verhaltens der Marktteilnehmer unterstellt werden kann. In der Lebens- und Krankenversicherung stellen das Zinsgarantierisiko und die biometrischen sowie die Schaden-/Leistungsrisiken die größten versicherungstechnischen Risiken dar. Neben den versicherungstechnischen Risiken beinhalten die Markt- und Bonitätsrisiken der Kapitalanlagen das größte Risikopotenzial.

Für die Solo-Solvabilität der Einzelgesellschaften wurden alle aufsichtsrechtlichen Anforderungen erfüllt. Die Solvabilitätsquoten - das Verhältnis der vorhandenen Eigenmittel zu den für den Geschäftbetrieb erforderlichen Eigenmitteln - der einzelnen Gesellschaften liegen über den Mindestanforderungen. Die Bedeckungssätze für 2012 betragen zwischen 121,9 % und 415,2 % (2011: 135,5 % und 389,7 %). Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand des deutschen AXA Konzerns gefährden.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bezüglich der Ereignisse nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Lagebericht Seite 74.

08. Mai 2013

AXA Konzern AG

Der Vorstand

Dr. Buberl

Hanssmann

Dr. van Aubel

Bouas-Laurent

Dr. Dahmen

Engelking

Dr. Schwering

Michels

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der AXA Konzern Aktiengesellschaft, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Düsseldorf, den 13. Mai 2013

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Alexander Hofmann, Wirtschaftsprüfer

Mathias Röcker, Wirtschaftsprüfer