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Aurubis AG — Management Reports 2013
Mar 17, 2014
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Management Reports
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Publication

Aurubis AG
Hamburg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013
Konzernlagebericht
GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
Unternehmensaufstellung
KONZERNSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die Aurubis AG ist ein international führender integrierter Kupferkonzern, dessen Kernkompetenz in der Produktion von Kupfer, im Recycling von Metallen sowie in der Herstellung von Kupferprodukten liegt. Die Erzeugung von Edelmetallen und Spezialprodukten rundet das Leistungsspektrum ab. Aurubis ist damit in den wesentlichen Bereichen der Wertschöpfungskette von Kupfer vertreten.
Die Standorte des Konzerns liegen überwiegend in Westeuropa mit größeren Produktionszentren in Deutschland, Belgien und Bulgarien. Außerhalb Europas verfügt Aurubis über einen Produktionsstandort in den USA und über ein weitgespanntes Vertriebs- und Servicenetz.
Rund 6.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für Aurubis weltweit tätig.

GESCHÄFTSMODELL VEREINT PRODUKTION, RECYCLING UND VERARBEITUNG VON KUPFER
Im Geschäftsmodell des Aurubis-Konzerns sind die Bereiche Kupfererzeugung, -recycling und -verarbeitung eng miteinander verknüpft. Damit verfügt Aurubis über ein hohes Potenzial an Effizienz und Flexibilität in der Steuerung von Rohstoffbeschaffung, Produktion und Absatz sowie eine starke Marktorientierung.
Die Rohstoffversorgung des Konzerns steht auf zwei Säulen und ist damit besonders geeignet, Marktchancen zu nutzen und Versorgungsrisiken abzufedern. Als Einsatzstoff für die Kupferproduktion dienen vor allem Kupferkonzentrate, die überwiegend in außereuropäischen Ländern aus Erz gewonnen und zugekauft werden. Die zweite Rohstoffbasis bilden Zwischenprodukte sowie Altkupfer und sonstige Recyclingmaterialien, deren Herkunftsort überwiegend der europäische Raum ist. Spezielle Verarbeitungsmöglichkeiten bestehen für Reststoffe aus der Metallproduktion sowie für edelmetallhaltige Vorstoffe und Elektronikschrotte.
Die Produktpalette von Aurubis umfasst Standard- und Spezialprodukte aus Kupfer und Kupferlegierungen sowie aus anderen Metallen. Die jährliche Produktion von Kupferkathoden im Konzern erreicht über 1,1 Mio. t. Damit zählt Aurubis zu den größten Produzenten dieses Produkts in der Welt. Kupferkathoden aus der Aurubis-Produktion sind als Handelsmarke bei der London Metal Exchange registriert und können dort oder an den Handel und die Industrie verkauft werden. Im Konzern sind sie jedoch in erster Linie das Ausgangsprodukt für die Herstellung von Kupferprodukten. Der Aurubis-Konzern gewährleistet seinen Kunden damit eine hohe Liefersicherheit.
Auf dieser Weiterverarbeitungsstufe dominiert Gießwalzdraht das Angebot von Aurubis. Mit seiner gleichmäßig hohen elektrischen Leitfähigkeit ermöglicht er beste Wirkungsgrade bei der Wandlung und Übertragung von Strom und findet seine Abnehmer bei Herstellern von Kabeln, Transformatoren, Generatoren und Motoren. Eine weitere Produktgruppe sind Stranggussformate, aus denen Bänder, Folien, Bleche, Rohre und Profile hergestellt werden. Abgerundet wird das Produktportfolio durch Walzprodukte, darunter Präzisionsbänder mit engsten Toleranzen und Flachkupferbleche für architektonische Anwendungen.
Die vorhandene Anlagentechnik und die Prozessbeherrschung erlauben Aurubis, auch eine Vielzahl anderer, in den Rohstoffen enthaltener Begleitelemente zu extrahieren. Damit sind wir in der Lage, ein großes Spektrum an Rohstoffen einzusetzen, und erhalten so eine gute Versorgungsposition. Die neben Kupfer enthaltenen Elemente werden anschließend zu Spezialprodukten weiterverarbeitet, darunter insbesondere Edelmetalle, Schwefelsäure und Eisensilikat.

KONZERNSTRUKTUR: DREI OPERATIVE BUSINESS UNITS, ZENTRAL GEFÜHRT
Der Aurubis-Konzern wird vom Unternehmens- und Verwaltungssitz Hamburg aus zentral geführt. An diesem Standort sind auch wesentliche Produktionsanlagen angesiedelt.
In seiner Organisationsstruktur orientiert sich der Konzern am zugrunde liegenden Geschäftsmodell: Drei operative Business Units (BUs) bilden das organisatorische Grundgerüst. Sie sind auch die Basis für die Berichterstattung.
Die Business Unit Primärkupfer vereint im Wesentlichen die Produktionsanlagen zur Verarbeitung von Kupferkonzentraten und die Produktion von Kupferkathoden an den Standorten Hamburg und Pirdop sowie die Kupfererzeugung am Standort Olen. Hinzu kommen die Produktion und Vermarktung von Schwefelsäure, Selen und Eisensilikat.
Die Business Unit Recycling/Edelmetalle fasst die Recyclingaktivitäten im Konzern zusammen und ist auch für die Produktion von Edelmetallen verantwortlich. Zur BU zählen das Recyclingzentrum im westfälischen Lünen sowie die Sekundärhütte und die Edelmetallproduktion in Hamburg. Gesellschaften und Beteiligungen in angrenzenden Geschäftsfeldern ergänzen das Portfolio.
Zur Business Unit Kupferprodukte gehören die Herstellung und Vermarktung der Produkte aus den Kupferproduktfamilien Gießwalzdraht, Stranggussformate, Walzprodukte sowie Spezialprodukte. Organisatorisch gliedert sich die BU Kupferprodukte in die Business Line (BL) Rod & Shapes, BL Flat Rolled Products & Specialty Wire, die BL Bars & Profiles und die BL Marketing Cathodes. Hinzu kommt die Beteiligung an der Schwermetall GmbH & Co. KG.

Die wesentlichen Produktionsstandorte in Europa sind Hamburg, Stolberg und Emmerich (Deutschland), Olen (Belgien), Zutphen (Niederlande), Finspång (Schweden, bis 2013), Pori (Finnland) und Avellino (Italien). Außerhalb Europas produziert Aurubis in Buffalo (USA) Bänder aus Kupfer und Kupferlegierungen. Dienstleistungszentren in Großbritannien, Slowakei, Italien und den Niederlanden sowie ein weltweites Vertriebsnetz runden das Leistungsprofil der BU ab.
Konzernübergreifende Bereiche unterstützen die operativen Einheiten mit ihren Dienstleistungs- und Verwaltungsfunktionen.
Die Beteiligungen sind im Konzernanhang aufgelistet.
RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR UND WESENTLICHE ENTWICKLUNGSSCHRITTE
Die Aurubis AG wurde 1866 in Hamburg unter dem Namen Norddeutsche Affinerie AG gegründet. Der Beschluss zur Namensänderung erfolgte am 26.02.2009 durch die Hauptversammlung. Nach mehrfachen Änderungen in der Eigentümerstruktur wurde das Unternehmen 1998 an die Börse gebracht. Seit 2003 ist Aurubis im MDAX und zugleich im Prime Standard der Deutschen Börse vertreten.
Der Konzern ist in den vergangenen Jahren durch Akquisitionen gewachsen und verfügt heute über eine breite Basis:
| • | Zum 31.12.1999 wurde die Aktienmehrheit an der auf Kupferrecycling spezialisierten Hüttenwerke Kayser AG übernommen. Am 01.10.2003 erfolgte die Verschmelzung auf die damalige Norddeutsche Affinerie AG. Der Standort Lünen ist heute das Recyclingzentrum des Konzerns. |
| • | Mit dem Erwerb der Prymetall GmbH & Co. KG (heute Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG) und ihrer 50-prozentigen Beteiligung an der Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG (Schwermetall Halbzeugwerk), Stolberg, im Geschäftsjahr 2001/02 hat Aurubis seinen Produktbereich verstärkt und sich weiter entlang der Wertschöpfungskette aufgestellt. |
| • | Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde der europäische Wettbewerber Cumerio übernommen und damit der erste Schritt in die Internationalisierung getätigt. Das Geschäftsmodell des Unternehmens beinhaltete ebenfalls die Herstellung und Verarbeitung von Kupfer. |
| • | Mit dem Erwerb der Rolled Products Division der Luvata-Gruppe am 01.09.2011 erfolgte eine Verstärkung und Erweiterung des Walzproduktbereiches (Business Line Flat Rolled Products). Damit einhergegangen ist eine weitere Internationalisierung des Produktgeschäftes. Dieser Bereich wird zurzeit restrukturiert. |
Vergütungsbericht für den Vorstand und den Aufsichtsrat der Aurubis AG
Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts. Er erläutert die Struktur und Höhe der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung der Aurubis AG.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Der Aufsichtsrat setzt auf Vorschlag des Personalausschusses die Gesamtvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder fest, er beschließt und überprüft regelmäßig das Vergütungssystem für den Vorstand.
Das aktuelle Vergütungssystem ist seit Beginn des Geschäftsjahres 2009/10 in Kraft. Kern der Vergütungsregelung ist, die Vorstandsverträge stärker auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten.
Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist in deren Anstellungsverträgen festgelegt und besteht aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um Festbezüge, variable Bezüge sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen.
Zu den unterschiedlichen Vergütungsbestandteilen:
Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus fixen und variablen Komponenten zusammen. Die fixen Teile bestehen aus den Festbezügen, den Nebenleistungen und den Pensionszusagen. Die jährlichen Festbezüge betragen für den Vorstandsvorsitzenden 480.000 € sowie für die ordentlichen Vorstandsmitglieder 336.000 € und werden monatlich in gleichen Raten ausgezahlt. Ab 01.10.2013 erhöhen sich die Festbezüge für den Vorstandsvorsitzenden auf 540.000 € sowie 378.000 € für die ordentlichen Vorstandsmitglieder. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus dem nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Wert für Versicherungsprämien und der Dienstwagennutzung bestehen. Als Vergütungsbestandteil sind diese Nebenleistungen von jedem einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern.
Das System zur variablen Vergütung umfasst zwei Komponenten, welche jährlich zur Auszahlung kommen: Die erste Komponente (Komponente I) ist abhängig von einer jährlichen Zielerreichung bezogen auf ein bereinigtes, durchschnittliches EBT (Earnings Before Taxes) des Konzerns von drei Jahren, und zwar jeweils bezogen auf das laufende sowie die beiden dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahre. Zielwert ist ein aus einem ROCE von 15 % abgeleitetes EBT. Der Zielbonus der Komponente I beläuft sich in Relation zu dem Zielbonus der Komponente II auf ca. 60 % der variablen Bezüge und kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Wenn das EBT unterhalb von 40 % des Zielwertes liegt, entfällt eine Zahlung aus der Komponente I. Der maximal zu erreichende Betrag aus dieser Komponente beträgt 600.000 € für den Vorstandsvorsitzenden sowie 400.000 € für das ordentliche Vorstandsmitglied. Ab 01.10.2013 erhöht sich der Betrag für den Vorstandvorsitzenden auf 675.000 € sowie 450.000 € für das ordentliche Vorstandsmitglied.
Die Komponente II sieht eine jährliche Beurteilung der gesamthaften (Komponente II a) und individuellen (Komponente II b) Leistung des Vorstands durch den Aufsichtsrat vor. Beide Komponenten basieren auf einer qualitativen, kriteriengestützten Beurteilung der nachhaltigen Unternehmensführung.
Der Zielbonus der Komponente II kann zu maximal 100 % erreicht werden (Cap). Eine Auszahlung von mindestens 50 % des Zielbonus erfolgt immer, es sei denn, die Gewährung wäre unbillig im Sinne des § 87 Abs. 2 AktG. Der maximal zu erreichende Betrag aus den Komponenten II a und II b beträgt für den Vorstandsvorsitzenden jeweils 200.000 € sowie für das ordentliche Vorstandsmitglied jeweils 140.000 €. Ab 01.10.2013 erhöhen sich die Beträge für den Vorstandsvorsitzenden jeweils auf 225.000 € sowie 157.500 € für das ordentliche Vorstandsmitglied.
Außerdem bestehen für die einzelnen Vorstandsmitglieder - mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel - Pensionszusagen. Die Versorgungsbezüge bestimmen sich nach einem prozentualen Anteil der Festbezüge. Der prozentuale Anteil steigt mit der Dauer der Vorstandszugehörigkeit. Die Pension wird fällig nach Vollendung des 65. Lebensjahres sowie bei Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit. Herr Dr. Boel erhält von der Gesellschaft eine beitragsorientierte Pensionszusage, für die jährlich ein Beitrag in Höhe von 80.000 € an ein Versicherungsunternehmen gezahlt wird.
Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder enthalten keine Change of Control-Klauseln. Die Vorstandsmitglieder (mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel) erhalten für den Fall einer Nichtverlängerung ihres Vorstandsvertrages unter bestimmten Voraussetzungen eine vorzeitige Pension. Diese Voraussetzungen sind erfüllt, wenn das Vorstandsmitglied zum Zeitpunkt des Ausscheidens mindestens 5 Dienstjahre bei der Aurubis AG und das 55. Lebensjahr vollendet hat. Herr Dr. Landau schied nach Erreichen des Pensionierungsalters am 31.05.2013 aus dem Vorstand aus. Herr Dr. Drouven erhielt 2/3 seiner im Durchschnitt der letzten 12 Monate bezogenen Vergütung (246.667 €) als Entschädigung für das bis Ende 2012 bestehende Wettbewerbsverbot.
Pensionen, die vor Vollendung des 65. Lebensjahres gezahlt werden, haben den Charakter eines Übergangsgeldes. Bezüge, die ein Vorstandsmitglied nach dem Ausscheiden aufgrund einer Tätigkeit außerhalb des Aurubis-Konzerns erhält, werden bis zum 65. Lebensjahr auf die Pension angerechnet.
Neben der leistungsorientierten Pensionszusage für die Herren Faust, Dr. Schneider und Willbrandt und der beitragsorientierten Pensionszusage für Herrn Dr. Boel erhalten alle Vorstände eine zusätzliche beitragsorientierte betriebliche Altersvorsorge. Diese Altersvorsorge ist als Kapitalzusage ausgestaltet. Zum Ende eines jeden Geschäftsjahres werden für den Vorstandsvorsitzenden 120.000 € und für die weiteren drei Vorstände je 80.000 € in Rückdeckungsversicherungen eingezahlt.
Der Vorstand kann frühestens nach Vollendung des 60. Lebensjahres, jedoch nicht vor Ausscheiden aus den Diensten der Gesellschaft, über den angesammelten Kapitalbetrag verfügen.
Insgesamt betrug die Vergütung der aktiven Mitglieder des Vorstands für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2012/13 4.549.788 €.
Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:
| in € | Feste Vergütung | Variable Vergütung mehrjährig | Variable Vergütung einjährig | Nebenleistungen | Gesamt | Aufwendungen für Altersversorgung |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Peter Willbrandt | 468.000 | 580.000 | 339.063 | 70.216 | 1.457.279 | 248.864 |
| Dr. Frank Schneider* | 140.000 | 166.667 | 102.083 | 6.319 | 415.069 | 97.398 |
| Dr. Stefan Boel | 336.000 | 400.000 | 245.000 | 15.625 | 996.625 | 160.000 |
| Erwin Faust | 336.000 | 400.000 | 245.000 | 17.091 | 998.091 | 274.934 |
| Dr. Michael Landau** | 224.000 | 266.667 | 163.333 | 28.724 | 682.724 | 178.065 |
| Gesamt | 1.504.000 | 1.813.334 | 1.094.479 | 137.975 | 4.549.788 | 959.261 |
* ab 01.05.2013 ** bis 31.05.2013
Für die Pensionsansprüche der Vorstandsmitglieder, mit Ausnahme von Herrn Dr. Boel, hat die Gesellschaft auf Basis von IFRS Pensionsrückstellungen gebildet. Im Berichtsjahr betrugen die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen für die aktiven Vorstandsmitglieder 959.261 €. Dieser Betrag setzt sich aus den sogenannten Dienstzeitaufwendungen (service cost) und den Zinsaufwendungen (interest cost) zusammen. Zusätzlich wurde für die Vorstandsmitglieder ein Beitrag in Höhe von insgesamt 362.917 € an eine externe Altersversorgung geleistet.
Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.789.388 €, für ihre Pensionsansprüche sind 21.912.751 € zurückgestellt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 12 der Satzung der Aurubis AG geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.
Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält neben dem Ersatz der bei der Ausübung seines Amtes entstandenen Auslagen eine feste Vergütung von 40.000 €/Geschäftsjahr. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages. Aufsichtsratsmitglieder, die einem Ausschuss des Aufsichtsrats angehören, erhalten zusätzlich 5.000 €/Geschäftsjahr pro Ausschuss, insgesamt höchstens jedoch 10.000 €/Geschäftsjahr. Aufsichtsratsmitglieder, die in einem Ausschuss des Aufsichtsrats den Vorsitz innehaben, erhalten zusätzlich 10.000 €/Geschäftsjahr pro Vorsitz in einem Ausschuss, höchstens jedoch 20.000 €/Geschäftsjahr.
Zusätzlich zur festen Vergütung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von 250 € je 1.000.000 € bereinigtem Ergebnis vor Steuern des Konzerns („EBT“), das ein durchschnittliches, bereinigtes EBT der letzten drei Geschäftsjahre von 50.000.000 € übersteigt. Das bereinigte EBT ist das EBT nach IFRS vor Umbewertung der Lifo-Bestände nach der Durchschnittsmethode und ohne Berücksichtigung der Einflüsse aus Kupferpreisschwankungen in den Vorratsbewertungen ehemaliger Cumerio-Gesellschaften und betrug im Durchschnitt der letzten drei Geschäftsjahre 234 Mio. €. Der Vorsitzende erhält das Doppelte und sein Stellvertreter das 1,5-fache dieses Betrages.
Die feste Vergütung (ohne die Vergütung für Ausschusstätigkeiten) und die auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene Vergütung werden für jedes Mitglied des Aufsichtsrats auf 80.000 €/Geschäftsjahr begrenzt. Die Begrenzung für den Vorsitzenden beträgt 160.000 €/Geschäftsjahr und 120.000 €/Geschäftsjahr für den stellvertretenden Vorsitzenden.
Des Weiteren erhalten die Aufsichtsratsmitglieder für jede Teilnahme an einer Sitzung des Aufsichtsrats und eines seiner Ausschüsse ein Sitzungsgeld in Höhe von 500 €.
Die individualisierte Vergütung des Aufsichtsrats für das
Geschäftsjahr 2012/13 beträgt:
| in € | Feste Vergütung | Variable Vergütung | Vergütung für Ausschusstätigkeit | Sitzungsgeld | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Fuhrmann, Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg | 80.000 | 80.000 | 20.000 | 6.000 | 186.000 |
| Grundmann, Hans-Jürgen | 60.000 | 60.000 | 10.000 | 5.500 | 135.500 |
| Becker, Burkhard* | 23.562 | 23.562 | 5.890 | 2.500 | 55.514 |
| Drouven, Dr. Bernd* | 23.562 | 23.562 | 2.946 | 2.000 | 52.070 |
| Eulen, Jan | 40.000 | 40.000 | 5.000 | 5.000 | 90.000 |
| Faubel, Dr.-Ing. Joachim* | 23.562 | 23.562 | 0 | 1.500 | 48.624 |
| von Foerster, Dr. Peter** | 16.548 | 16.548 | 4.136 | 1.500 | 38.732 |
| Grohe, Rainer** | 16.548 | 16.548 | 2.068 | 2.000 | 37.164 |
| Hold, Renate | 40.000 | 40.000 | 10.000 | 4.500 | 94.500 |
| Leese, Prof. Dr.-Ing E.h. Wolfgang** | 16.548 | 16.548 | 2.068 | 2.000 | 37.164 |
| Reich, Dr. Sandra* | 23.562 | 23.562 | 2.946 | 1.000 | 51.070 |
| Schultek, Dr. med. Dipl.-Chem. Thomas | 40.000 | 40.000 | 5.000 | 4.000 | 89.000 |
| Schwertz, Rolf | 40.000 | 40.000 | 0 | 3.000 | 83.000 |
| Vahrenholt, Prof. Dr. Fritz | 40.000 | 40.000 | 7.946 | 4.500 | 92.446 |
| Wirtz, Helmut** | 16.548 | 16.548 | 0 | 1.500 | 34.596 |
| Wortberg, Dr.-Ing. Ernst J. | 40.000 | 40.000 | 15.000 | 5.500 | 100.500 |
| Insgesamt | 540.440 | 540.440 | 93.000 | 52.000 | 1.225.880 |
| * ab 28.02.2013 ** bis 28.02.2013 |
Auf dieser Basis erhalten die Aufsichtsratsmitglieder insgesamt 1.225.880 €.
Hamburg, den 09.12.2013
Der Vorstand
Peter Willbrandt, Vorstandsvorsitzender
Erwin Faust, Vorstandsmitglied
Der Aufsichtsrat
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Vorsitzender
Unternehmenssteuerung
FÜHRUNGSVERANTWORTUNG IM KONZERN
Die Mitglieder des Vorstands haben die Unternehmensstrategie 2013 konsequent umgesetzt und weiterentwickelt. Mit umfangreicher Fach- und Führungsexpertise, ihrer Kenntnis des Aurubis-Konzerns und auf Basis ihrer Erfahrungen führen die Vorstandsmitglieder ihre Ressorts. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein intensiver Austausch untereinander sind dabei selbstverständlich.
Bei Aurubis setzen sich weltweit rund 6.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Leistungen und ihrem Engagement täglich für die nachhaltige Entwicklung des Aurubis-Konzerns ein. Zwischen Vorstand und Mitarbeitern agieren die Führungskräfte. Sie steuern die Mitarbeiter im internationalen Konzernumfeld auf Basis einheitlicher Unternehmenswerte (Code of Conduct) und anhand Aurubis-spezifischer Führungsleitlinien. Über das Instrument des Führungsfeedbacks, das seit Anfang 2012 im Einsatz ist, wird ein konstruktiver Dialog zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern gefördert. Aufgrund der positiven Erfahrungen wird der intensive Austausch zwischen der jeweiligen Führungskraft und den Mitarbeitern konzernweit auf weiteren Führungsebenen umgesetzt.
Auch 2012/13 hat es zahlreiche Maßnahmen zur Entwicklung des Aurubis-Managements gegeben. Zielgruppen waren sowohl Führungskräfte als auch Nachwuchskräfte, d.h. potenzielle Führungskräfte von morgen. Nach einem erfolgreichen ersten Durchlauf des Nachwuchskräfteprogramms EXPLORE! wurde dieses im Spätsommer 2013 ein zweites Mal gestartet. Ein mehrstufiger Nominierungs- und Auswahlprozess stellt Kompetenz und das Potenzial der ausgewählten Kandidaten sicher.
Zur Weiterentwicklung der Führungspersönlichkeiten wurde eine Mentoring-Initiative bei Aurubis erfolgreich initiiert. Diverse Tandems (Mentoren und Mentees) unterstützen sich in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung und arbeiten gemeinsam an ihrer weiteren Laufbahn.
Im Bereich Management Development setzt Aurubis auf bewährte Entwicklungsprogramme und Netzwerkveranstaltungen. Neue Formate, insbesondere zur Gestaltung von „Change“ (Wandel) sowie zur Verbesserung der Dialogfähigkeit, wurden initiiert. Im Rahmen des international ausgerichteten Programms für Führungskräfte wird auf eine einheitliche Führungskultur geachtet und die Strategie konzernweit realisiert. Die internationale Vernetzung der Führungskräfte im Konzern wirkt darüber hinaus identitätsstärkend.
In diesem Zusammenhang ist auch die jährlich stattfindende internationale Führungskräftekonferenz „Melting Spot“ zu sehen. Führungskräfte kommen hier zusammen, um die Zukunft von Aurubis zu gestalten und sich gemeinsam für den weiteren Erfolg des Unternehmens zu engagieren.
Für die erfolgreiche und engagierte Arbeit sind konzernweit einheitliche Vergütungsstrukturen für das Aurubis-Management wichtig. Das 2010 eingeführte Vergütungssystem ist marktorientiert und entspricht internationalen Standards.
Die ausgewogene Zusammensetzung der Management-Teams ist für Aurubis entscheidend. Frauen und Männer, nationale und internationale Fach- und Führungskräfte, junge und erfahrene Mitarbeiter kooperieren eng und bereichsübergreifend zum Wohle des Unternehmens.
UNTERNEHMENSSTEUERUNG ANHAND DER RENDITE AUF DAS EINGESETZTE KAPITAL
Maßgebliches Ziel der Unternehmenssteuerung ist die Steigerung des Unternehmenswertes des Aurubis-Konzerns, indem ein positiver Gesamtwertbeitrag des Unternehmens über die Kapitalkosten hinaus erwirtschaftet wird. Dem unternehmensinternen Steuerungssystem liegt eine einheitliche Bewertung des operativen Geschäfts sowie der Optimierungs- und Investitionsvorhaben anhand von Ertrags-, Bilanz- und Finanzierungskennzahlen zugrunde.
Eine wesentliche Kennzahl zur Ermittlung und vergleichbaren Darstellung der Rentabilität ist der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals beschreibt. Der ROCE bezeichnet das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum eingesetzten Kapital am Bilanzstichtag (Capital Employed). Zur Beurteilung von Investitionsprojekten werden auch die effektive Verzinsung des eingesetzten Kapitals (Internal Rate of Return IRR) sowie der Nettobarwert (Net Present Value NPV) herangezogen.
Die Investitionsrichtlinien und das Projektmanagement von Aurubis bilden den Rahmen für eine einheitliche Darstellung und Bewertung unterschiedlicher Projekte über alle Konzerneinheiten hinweg. Darüber hinaus werden qualitative und strategische Kriterien berücksichtigt.
Der Aurubis-Konzern berichtet nach den International Financial Reporting Standards (IFRS). Metallpreisschwankungen führen bei Anwendung der zugrundeliegenden Durchschnittsbewertung des Vorratsvermögens nach IAS 2 systematisch zu erheblichen Diskontinuitäten in der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Aurubis-Konzerns. Dabei handelt es sich um stichtagsbedingte Bewertungseffekte, die unseres Erachtens zu einer betriebswirtschaftlich nicht zutreffenden Darstellung in der Lageberichterstattung führen. Darüber hinaus entstanden aus der Kaufpreisallokation im Zuge des Erwerbs der Rolled Products Division von Luvata Einmaleffekte, die ebenso zu einer Verzerrung in der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Aurubis-Konzerns führen würden.
Um den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von diesen Bewertungseinflüssen zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt die interne Berichterstattung und Steuerung des Konzerns auf Grundlage eines operativen Ergebnisses.
Die Herleitung des operativen Ergebnisses aus der IFRS-Ertragslage erfolgt durch die
| • | Bereinigung um Bewertungsergebnisse aus der Anwendung der Durchschnittsmethode nach IAS 2, |
| • | Bereinigung um kupferpreisbedingte Bewertungseffekte auf Vorratsbestände, |
| • | Bereinigung um Effekte aus Kaufpreisallokationen, i.W. auf Sachanlagevermögen, ab dem Geschäftsjahr 2010/11. |
Der Aurubis-Konzern erreichte auf Basis des vom Management des Konzerns für die Steuerung verwendeten operativen Ergebnisses im aktuellen Geschäftsjahr ein EBIT von 149 Mio. € gegenüber 366 Mio. € im Vorjahr und einen ROCE von 6,8 % nach 20,5 % im Vorjahr.
WESENTLICHE RECHTLICHE UND WIRTSCHAFTLICHE EINFLUSSFAKTOREN
Die Einflüsse auf das operative Geschäft des Aurubis-Konzerns ergeben sich vor allem aus der Lage an den internationalen und europäischen Rohstoff- und Kupfermärkten. Diese Märkte sind zunehmend durch makroökonomische Entwicklungen bestimmt, die auch die Preisbildung an den Metallbörsen beeinflussen. Außer dem Konjunkturverlauf in den Industrie- und Schwellenländern spielen Ereignisse an den Finanz- und Devisenmärkten eine Rolle. Veränderungen in den politischen Rahmenbedingungen, die internationale Handelspolitik, die Energiepolitik und umweltschutzbezogene Tatbestände sind ebenfalls besonders geschäftsrelevant.
Kupferpreis, Schmelz- und Raffinierlöhne, Prämien und Aufpreise
Der Preis für Kupfer bildet sich im Handel, vor allem an der London Metal Exchange (LME), die physische Geschäfte sowie Kurssicherungs- und Anlegergeschäfte ermöglicht. Er ist über den Börsenhandel hinaus Richtwert und wird international anerkannt.

Sowohl im Rohstoffgeschäft als auch im Produktgeschäft dient der Kupferpreis als Basis für die Preisermittlung. Damit ist er bei Aurubis im Wesentlichen ein durchlaufender Posten. Ein kontinuierliches Preissicherungsmanagement ist etabliert und wird konsequent angewendet.
Indirekt beeinflusst der Kupferpreis aber das Rohstoffangebot und die Nachfrage und wirkt damit auch auf das Ergebnis ein. Des Weiteren kann durch effizientes Metallausbringen in unseren Anlagen ein Ergebniseffekt entstehen. Diese sind wertmäßig durch den Metallpreis bestimmt, dessen Volatilität für entsprechende Schwankungen sorgt.
Beim Einkauf kupferhaltiger Rohstoffe sind die mit Lieferanten verhandelten Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RC) wesentliche Ertragskomponenten eines Geschäftes und sehr wichtige Ergebnisgrößen für das Unternehmen. Ihre Entwicklung hängt von der jeweiligen Angebots- und Nachfragestruktur auf den Weltmärkten ab. Im Kern sind sie das Entgelt für die Umwandlung von Rohstoffen in das Börsenprodukt Kupferkathode und andere Metalle.
Als Preisbasis für den Verkauf unserer Kupferprodukte dient die Börsen- und Marktnotierung für Kupfer. Der europäische Prämienaufschlag für Kathoden von Aurubis sowie Formataufpreise, die für die Umwandlung von Kathoden in Kupferprodukte erhoben werden, sind weitere Bestandteile des Verkaufspreises und wichtige Ergebnisgrößen im Kupferproduktabsatz. Einflüsse auf das Mengenvolumen und die Höhe der Formataufpreise gehen u.a. von Konjunkturentwicklungen aus.
Devisen
Die Rechnungslegung und Berichterstattung des Aurubis-Konzerns erfolgt in Euro. Ein Teil des Geschäfts wird jedoch in Fremdwährungen fakturiert und unterliegt entsprechenden Einflüssen aus Kursschwankungen: Während das Recyclinggeschäft überwiegend in Euro abgerechnet wird, ist das internationale Konzentratgeschäft US-Dollar-basiert.
Risiken aus Fremdwährungen ermitteln wir unmittelbar und treffen auf dieser Basis Sicherungsentscheidungen. Zur laufenden Absicherung werden hierzu Spot- und Forwardgeschäfte getätigt sowie Optionen abgeschlossen.
Energie
Wesentliche Einflüsse gingen im Geschäftsjahr auch vom Energiesektor aus. Erneut standen hier die deutsche Energiewende sowie die Vorbereitung auf die 3. Handelsperiode des europäischen Emissionshandels im Mittelpunkt.
Kostenlose Zuteilung von CO ₂ -Zertifikaten wird erst zum Jahreswechsel 2013/14 erwartet
Im Zuge des Klimaschutzes müssen Unternehmen, die Kohlendioxid ausstoßen, jetzt voll umfänglich über entsprechende Berechtigungen verfügen. Aurubis setzt sich seit 2009 intensiv mit dem System auseinander. Es kommt jedoch immer wieder zu Verzögerungen und politischen Nachjustierungen. Auch die für Februar 2013 angekündigte kostenlose Zuteilung von CO₂-Zertifikaten wird jetzt erst zum Jahreswechsel 2013/14 erwartet. Dies führt in der europäischen Industrie zu Verunsicherungen und hat Auswirkungen auf unsere Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Deutsche Konzernstandorte verfügen über zertifizierte Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001
Alle maßgeblichen deutschen Standorte des Aurubis-Konzerns haben inzwischen ein Energiemanagementsystem aufgebaut und sind nach DIN EN ISO 50001 zertifiziert. Damit erfüllen wir die Grundvoraussetzungen, um auch weiterhin eine reduzierte Belastung aus der EEG-Umlage und der Energie-/Stromsteuer zu erhalten. Des Weiteren erhoffen wir uns, über die Energiemanagementsysteme weitere Energieeffizienzpotenziale systematisch erschließen zu können.
Stromkosten tendenziell reduziert
Die Stromkosten an der EEX-Strombörse haben sich im Laufe des Geschäftsjahres tendenziell reduziert. Dies ist mit den nachlassenden Preisen für Kohle und CO₂ zu begründen. Auch hat vornehmlich in Deutschland die beschleunigte Energiewende einen erheblichen Einfluss auf das Strompreisniveau. Stark volatiler Strom aus erneuerbarer Energie stellt hier inzwischen einen Anteil von mehr als 25 % der Gesamtbruttostromproduktion dar und verdrängt so durch die vorrangige Einspeisung konventionell erzeugten Strom. Dies hat zur Folge, dass kaum mehr teure Gaskraftwerke, sondern vornehmlich Braun- und Steinkohlekraftwerke für die Preisbildung maßgeblich sind. Das heutige Marktdesign aus Grenzkostenpreisbildung und der Förderung erneuerbarer Energien steht vor dem Umbruch.
Die Börsenstrompreise in den deutschen Anrainerstaaten bleiben davon nicht unberührt. In Zeiten, in denen die Stromproduktion größer ist als die Nachfrage, wird der Strom mit Zuschüssen der deutschen Stromverbraucher exportiert.
Der Aurubis-Konzern hat sich in Deutschland an einer virtuellen Kraftwerksscheibe auf Steinkohlebasis beteiligt. Wir profitieren daher nicht von den preissenkenden Einflüssen erneuerbarer Energien, wohl aber von international sinkenden Kohle- und CO₂-Preisen. Da Kohle international eine dominante Rolle bei der Strompreisbildung spielt, wird die relative Wettbewerbsposition von Aurubis durch die Beteiligung an der auf Steinkohle basierenden Kraftwerksscheibe grundsätzlich stabilisiert. Um diese nicht zu gefährden, ist es aber unabdingbar, Aurubis nicht mit den politisch motivierten Zuschlägen auf die Strompreise, wie EEG, Stromsteuer, KWKG und Konzessionsabgabe, zu belasten.
Sorge bereiten auch die Einwände der EU und der deutschen Gerichte hinsichtlich einer EEG-Ausgleichsregelung und reduzierter Netzentgelte. Die Reduzierung der Netzentgelte für große, gleichmäßige Stromverbraucher ist aus unserer Sicht vollumfänglich gerechtfertigt. Aurubis leistet einen bedeutenden Beitrag zur Frequenz- und Spannungsstabilität sowie zur Kurzschlussfestigkeit und Regelfähigkeit des allgemeinen Stromnetzes.
Um international tätige Branchen, wie die Kupferindustrie, vor Wettbewerbsnachteilen zu schützen, hat die EU bereits eine Kompensation von CO₂-emissionshandelsbedingten Strompreiserhöhungen gestattet. Es liegt jedoch bisher nur in wenigen europäischen Ländern eine Förderrichtlinie vor, die eine staatliche Kompensationszahlung umsetzt. Selbst die in Deutschland zugesagte vollständige Kompensation wird aufgrund der EU-Regelungen in der Kupferindustrie nur zu gut 50 % wirksam.
In Bulgarien ist die wichtige Kompensationszahlung für international agierende Sektoren noch nicht einmal in Planung. Erschwerend kommt hinzu, dass dort die Ausgaben zur Förderung der erneuerbaren Energien die Einnahmen übersteigen, was zu einer erheblichen Erhöhung der Umlage im Nachhinein führen kann.
Gaspreise tendieren seitwärts
Bei Gas haben wir eine Seitwärtsbewegung der Preise erlebt, lediglich unterbrochen von einem Hoch im März 2013, das durch eine Überreaktion des Marktes aufgrund von Meldungen über Lieferschwierigkeiten hervorgerufen wurde.
Grundsätzlich orientiert sich der Erdgaspreis für Aurubis-Standorte an den internationalen Erdgasbörsen, welche jedoch zum größten Teil von der russischen Vormachtstellung auf diesem Markt beeinflusst werden. Trotz der Shale-Gas-Funde in den USA und des damit verbundenen Verfalls der amerikanischen Erdgaspreise konnte Europa bis dato kaum von dieser Entwicklung profitieren.
Das kann sich jedoch zukünftig durch einen möglichen Export von Flüssigerdgas aus den USA nach Europa ändern, wodurch die Abhängigkeit von Russland sinken und so auch die Abhängigkeit vom Ölpreis weiter abnehmen würde.
Neben den Kosten für den Energieverbrauch ist die Versorgungssicherheit ein wesentlicher Aspekt für unsere Erzeugungsprozesse. Um uns vor Folgen eines möglichen Blackouts zu schützen, haben wir auch im Geschäftsjahr 2012/13 in Hamburg die Absicherungsmaßnahmen (Notstromaggregate, Vorrichtungen an den Hochtemperaturanlagen gegen Schaden durch unplanmäßige Abkühlung etc.) bis zur Fertigstellung der für den Großraum Hamburg wichtigen Übertragungsleitung Hamburg-Schwerin aufrechterhalten, um größere irreversible Schäden aus einem solchen Ereignis zu vermeiden. Für den bevorstehenden Winter 2013/14 wird die Lage weiterhin beobachtet, um bei Bedarf entsprechende Aktivitäten einzuleiten.
Gesamt- und branchenwirtschaftliches Umfeld
WELTWIRTSCHAFTSWACHSTUM BLEIBT VERHALTEN
Die Erholung der Weltwirtschaft verlief im Geschäftsjahr 2012/13 weiterhin gedämpft, weist aber in der Einzelbetrachtung Unterschiede auf. Aus vorläufigen Schätzungen der Europäischen Zentralbank geht hervor, dass die Wirtschaftstätigkeit der G-20-Länder im zweiten Quartal 2013 um 0,7 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen ist. Im ersten Quartal 2013 hatte das Plus 0,5 % betragen, im vierten Quartal 2012 0,6 %. Der Internationale Währungsfonds (IWF) revidierte in seiner Herbstprognose das Weltwirtschaftswachstum für das Jahr 2013 gegenüber der Prognose vom Juli um 0,3 Prozentpunkte auf 2,9 %.
SCHWELLENLÄNDER DRÜCKEN WACHSTUM
Nach Auffassung des IWF haben die Treiber der Erholung gewechselt, die Entwicklung in den einzelnen Ländern sei mit unterschiedlicher Geschwindigkeit verlaufen. Während sich das Wachstum in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - z. B. in Europa, Japan und den USA - beschleunigte, kam es in den Schwellenländern zu einer Verlangsamung des Tempos. Betroffen waren hier insbesondere China und Indien, die zu den Hoffnungsträgern für eine bessere Entwicklung der Weltwirtschaft zählten.

Vor allem das Wachstum Chinas wurde in diesem Jahr kritisch gesehen, da sich in den Quartalszahlen eine leichte Abschwungtendenz offenbarte. Für das zweite Quartal 2013 lag die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nur noch bei 7,5 % nach 7,7 % in den ersten drei Monaten des Kalenderjahres. Obwohl offiziell betont wurde, dass die Wachstumsabkühlung im Einklang mit den Zielen eines strukturellen Umbaus der Wirtschaft und der Zielmarke von 7,5 % für 2013 sei, entstanden vermehrt Risikoszenarien, die den Blick auf Chinas Beitrag zum Weltwirtschaftswachstum eintrübten.
In der Gesamtbetrachtung basieren die vorhandenen Wachstumsprobleme der Weltwirtschaft auf zum Teil eng miteinander verknüpften Faktoren: Große Unsicherheiten gingen von den Haushaltsquerelen der USA und von der Ankündigung der US-Notenbank aus, das Aufkaufprogramm für Staatsanleihen zu reduzieren. Der Welthandel ist darüber hinaus im Jahr 2013 nur langsam gewachsen. Im zweiten Quartal expandierte der internationale Warenverkehr lediglich um 0,3 % nach 0,8 % im Vorquartal, für das Gesamtjahr 2013 sieht die WTO lediglich ein Plus von 2,5 %. Die Importe und Exporte in einigen Schwellenländern stiegen langsamer oder waren rückläufig. Gleichzeitig nahm der Zustrom an ausländischem Kapital, der bisher für einen Investitionsboom sorgte und damit das Wirtschaftswachstum hoch hielt, ab. Die Währungen von Schwellenländern gerieten teilweise unter Druck.
INDUSTRIELÄNDER MIT ERHOLUNGSTENDENZEN
In den führenden Industrieländern zeigten sich demgegenüber Erholungstendenzen:
In den Vereinigten Staaten legte das reale BIP nach Schätzungen des Bureau of Economic Analysis im zweiten Jahresviertel auf Jahresrate hochgerechnet um 2,5 % nach 1,1 % im ersten Quartal 2013 zu. Grund hierfür waren in erster Linie die privaten Konsumausgaben, private Anlageinvestitionen, u.a. im Wohnungsbau, und eine Belebung der Exporte. Wachstumshemmend wirkten sich die gesetzlich verordneten Sparmaßnahmen und die Unsicherheiten über die Anhebung der staatlichen Verschuldungsgrenze aus. Ohne Sondereinflüsse könnte die US-Wirtschaft laut IWF im Jahr 2013 um 1,6 % wachsen.
Die japanische Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2013 mit einer Jahresrate von 3,8 % und damit schneller als alle anderen großen Industriestaaten. Ausschlaggebend hierfür ist die expansive Geld- und Finanzpolitik des Landes, die auch zu steigenden Ersatzinvestitionen der Unternehmen führte.
Die Eurozone hat im zweiten Quartal 2013 die Rezession hinter sich gelassen und ein Wirtschaftswachstum von 0,3 % erreicht. Zugleich hat sich die Lage an den Finanzmärkten gebessert und die Sorgen vor einem Auseinanderbrechen der Währungsunion sind weitgehend verschwunden. Nach Meinung des Internationalen Währungsfonds existieren zwar noch Risiken, bei Unternehmen sei es jedoch zu einer Verbesserung der Stimmung gekommen, was wiederum zu positiven Effekten beim Konsum und der Investitionstätigkeit geführt habe. Die Wachstumsprognose 2013 wurde deshalb marginal angehoben. Sie liegt jetzt bei minus 0,4 %. Innerhalb der Eurozone existieren weiterhin deutliche Unterschiede. Während Deutschland und Frankreich mit einem Wirtschaftswachstum von plus 0,5 % und plus 0,2 % für 2013 positiv eingeschätzt werden, bleibt die Situation in Südeuropa problematisch.
MAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN HINTERLASSEN AM WELTKUPFERMARKT SPUREN
Die makroökonomischen Entwicklungen haben den Kupfermarkt erneut erheblich beeinflusst und für zum Teil deutliche Preisbewegungen gesorgt. Sie waren auch Anlass für ein sinkendes Engagement institutioneller Anleger im Rohstoffsektor. Die drei Schwerpunktländer und -regionen, deren Konjunktur im Fokus stand - China, die USA und Europa -, stehen für fast 70 % des weltweiten Bedarfs an raffiniertem Kupfer.
Die Aufmerksamkeit war vor allem auf China gerichtet, da dieses Land mit Abstand der größte Kupfernachfrager der Welt ist. Obwohl seine allgemeine Wirtschaftsentwicklung an Dynamik verlor, ist der Kupferbedarf des Landes weiter gewachsen. Die Rate, mit der dies geschehen ist, wird in Marktkreisen zwischen 5 und 7 % gesehen. Zwar lagen die Importe insgesamt niedriger als im Vorjahr, es ist jedoch zu einem deutlichen Bestandsabbau von 500.000 bis 600.000 t Kupfer in den nicht offiziell berichteten Beständen der chinesischen Zolllager gekommen. Etwa die Hälfte des chinesischen Kupferbedarfs entfällt auf die Produktion von Stromkabeln. Laufende Infrastrukturprojekte waren deshalb wesentliche Treiber der Entwicklung.
In den USA sorgte die wirtschaftliche Erholung, trotz der vorhandenen politischen Belastungen, für eine insgesamt gute Kupfernachfrage. Nach einem schwachen Start in das Jahr 2013 zeigten sich ab dem zweiten Quartal Verbesserungen. Impulse kamen aus dem Autosektor. Auch der Hausbau trug zur Erholung bei. Insgesamt wird für 2013 ein Bedarfsanstieg für raffiniertes Kupfer von bis zu 4 % erwartet.
Im Euroraum ist die konjunkturelle Lageverbesserung noch nicht im vollen Umfang auf die Kupferproduktmärkte durchgeschlagen. Die Produktion und Nachfrage der europäischen Halbzeugindustrie war im ersten Halbjahr 2013 nur verhalten, mit Besserungstendenzen in der Zeit danach. Es fehlte an einer Erholung im Bauwesen und auch der Energiesektor traf nicht die in ihn gesetzten Erwartungen. Rückläufig entwickelte sich zudem die Autoindustrie. In der EU27 sanken die Autoverkäufe im ersten Halbjahr 2013 um 7 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Prognosen zum europäischen Kupferbedarf im Jahr 2013 sehen diesen in der gleichen Größenordnung wie im Vorjahr bzw. sogar etwas darunter.
KUPFERPRODUKTION MIT DIVERGIERENDER ENTWICKLUNG
Die Minenproduktion von Kupfer nahm im Geschäftsjahr deutlich zu und stieg nach Angaben der International Copper Study Group im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 9 % auf 8,7 Mio. t. Ausschlaggebend hierfür waren insbesondere neue Projekte und eine bessere Auslastung der Kapazitäten von 82,3 % gegenüber 79,2 % im Vorjahr. Eine höhere Verfügbarkeit an Kupferkonzentraten war die Folge.
An den Märkten für Altkupfer kam es hingegen zu einem Angebotsrückgang, der seine wesentlichen Gründe in den rückläufigen Kupferpreisen und zum Teil in mangelnden Ersatzinvestitionen hatte. Dies wirkte sich weltweit auf die Versorgung der Kupferhütten aus, ließ aber auch in der chinesischen Halbzeugindustrie Rohstoffengpässe entstehen. Ihre Unternehmen sind in großem Umfang auf Altkupfer angewiesen und mussten fehlende Mengen durch Kathodenzukäufe ersetzen.

Daneben waren für raffiniertes Kupfer im Geschäftsjahr 2012/13 trotz des verbesserten Konzentratangebots unerwartete Produktionsausfälle zu verzeichnen. In Indien wurde umweltbedingt eine größere Kupferhütte für mehrere Monate außer Betrieb genommen. In Nordamerika kam es in einer bedeutenden Mine zu einem Erdrutsch, durch den auch die angeschlossene Kupferhütte deutlich an Produktion verlor. In China führte die Schrottknappheit teilweise zu temporären Schließungen. Auch wirkten sich umfangreiche Wartungsstillstände bei einigen größeren Kupferhütten produktionsmindernd aus. Zwar stiegen die globalen Produktionskapazitäten für raffiniertes Kupfer mit dem Schwerpunkt in China an, insgesamt erreichte deren Auslastung im ersten Halbjahr 2013 aber nur einen Grad von 79 %.
WELTKUPFERMARKT VON KNAPPER KATHODENVERFÜGBARKEIT GEKENNZEICHNET
In der Gesamtsicht stellte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2012/13 am Weltmarkt für raffiniertes Kupfer ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Produktion und Nachfrage ein, aus dem, unter Berücksichtigung der verbleibenden Monate und des Bestandsabbaus von bis zu 600.000 t in den Zolllagern Chinas, sogar ein Produktionsdefizit entstehen könnte.
Anders als in früheren Jahren haben die Kupferbestände in den Lagerhäusern der Metallbörsen, unabhängig von ihrer Höhe, nur begrenzt eine zeitnahe Versorgungsmöglichkeit für physische Nachfrager geboten. Ein erheblicher Teil der bei der LME eingelagerten Mengen stand durch die Bestandssituation in einzelnen Lagerhäusern und die damit wirksam werdenden Auslieferregularien nicht kurzfristig zur Verfügung. Insgesamt sind die Kupferbestände der London Metal Exchange, der New Yorker Commodity Exchange und der Shanghai Future Exchange im Geschäftsjahr zunächst von 427.251 t auf 934.654 t am 24.06.2013 gestiegen, wozu in erheblichem Maße hohe Einlagerungsprämien beigetragen haben. Danach ist es zu einem kontinuierlichen Rückgang auf 717.232 t am Geschäftsjahresende gekommen. Zu diesem Zeitpunkt war der bei weitem überwiegende Teil der Bestandsmengen in Asien und den USA eingelagert.
KUPFERPREIS VERLIERT AN BODEN, HÄLT SICH ABER AUF BEFRIEDIGENDEM NIVEAU
Die Entwicklung des Kupferpreises im Geschäftsjahr 2012/13 zeigt eine starke Orientierung an der makroökonomischen Entwicklung. Vor allem Unsicherheiten über die Wirtschaftsdynamik in China sorgten für Druck auf den Preis. Die dennoch vorhandene Verknappung an Kupferkathoden wurde nicht ausreichend berücksichtigt. Sie drückte sich stattdessen in deutlich gestiegenen Kathodenprämien aus.
Viele institutionelle Investoren zogen sich aus dem Rohstoffsektor zurück. Hiervon waren auch Kupfer und die Edelmetalle betroffen, was die Abwärtsbewegung ihrer Preise zeitweise verstärkte.
Die Schwankungsneigung des Kupferpreises war über das Geschäftsjahr gesehen hoch. Ausgehend von 8.340 US$/t (LME Settlement) am 02.10.2012, einem Preis, der gleichzeitig der höchste des Geschäftsjahres war, kam es bis Mitte November 2012 zu einem Rückgang auf 7.573 US$/t. Danach schloss sich Mitte Februar 2013 eine Preiserholung auf bis zu 8.200 US$/t an. Einer weiteren Absenkung auf ein Preisniveau von etwa 7.500 US$/t Mitte Juni folgte der Rückgang auf ein Jahrestief von 6.638 US$/t am 24.06.2013. Ab August kehrte Kupfer dann wieder zu einem Preis von über 7.000 US$/t zurück und notierte zum Ende des Geschäftsjahres bei 7.291 US$/t. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres ergab sich ein Preis von 7.513 US$/t (Vorjahr: 7.844 US$/t).

GESCHÄFTSENTWICKLUNG KONZERN 2012/13
Geschäftsverlauf BU Primärkupfer
| Business Unit Primärkupfer in Mio. € |
2012/13 operativ | 2011/12 operativ |
|---|---|---|
| Gesamtumsätze | 7.661 | 8.458 |
| EBIT | 136 | 253 |
| EBT | 127 | 241 |
| Investitionen | 104 | 86 |
| Abschreibungen | - 69 | - 69 |
| Ø Anzahl der Mitarbeiter | 2.100 | 2.329 |
In der BU Primärkupfer wird reines Kupfer (Kathoden) aus diversen Rohstoffen produziert. Hierzu gehören hauptsächlich Kupferkonzentrate, aber auch Recyclingmaterialien und Zwischenprodukte anderer Hütten. Als Nebenprodukte werden unter anderem Schwefelsäure und Eisensilikat hergestellt.
Die wesentlichen Produktionsanlagen umfassen die Hütten- und Elektrolysenbetriebe in Hamburg (Deutschland) und Pirdop (Bulgarien) sowie die Raffination und Elektrolyse in Olen (Belgien).
Das Ergebnis der BU wird im Wesentlichen durch die Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) für die Verarbeitung der Rohstoffe und die Erlöse für den Verkauf der Schwefelsäure erzielt.
SCHMELZ- UND RAFFINIERLÖHNE FÜR KUPFERKONZENTRATE AUF GUTEM NIVEAU
Trotz einiger Produktionsstörungen in Minen entwickelte sich das Konzentratangebot für Kupferhütten im Verlauf des Geschäftsjahres günstig. Die Neuproduktion aus Projekten und eine reduzierte Nachfrage durch Reparaturstillstände diverser Hütten in Europa und Asien wirkten sich positiv auf das globale Niveau der Schmelz- und Raffinierlöhne (TC/RCs) aus. Kurzzeitig auftretende Perioden niedriger TC/RCs im Spotmarkt haben wir durch den großen Anteil langfristiger Verträge an unserer Versorgung gut überbrücken können. Insgesamt war es uns möglich, die Einnahmen aus Schmelz- und Raffinierlöhnen gegenüber dem Vorjahr zu steigern.
Das Angebot in den Märkten für andere Einsatzstoffe wie Blisterkupfer und Altkupfer lag in den ersten Monaten des Geschäftsjahres ebenfalls auf einem zufriedenstellenden Niveau, nahm aber im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres erheblich ab. Unsere Anlagen blieben dennoch im gesamten Zeitraum gut mit Rohstoffen versorgt.
ENGE ZUSAMMENARBEIT MIT BETREIBERN NEUER MINENPROJEKTE
Zur weiteren Sicherung und Optimierung unserer zukünftigen Rohstoffversorgung mit Kupferkonzentraten haben wir unsere Zusammenarbeit mit den Betreibern neuer Minenprojekte weiter intensiviert. Durch frühzeitige finanzielle und technische Kooperationen konnten wir neue Partner als zukünftige Lieferanten gewinnen, die in den nächsten Jahren mit der Produktion von Kupferkonzentraten beginnen werden. Auch mit Produzenten, zu denen wir bereits Beziehungen hatten, haben wir neue Lieferverträge auf langfristiger Basis abgeschlossen.

MARKT FÜR SCHWEFELSÄURE ABGESCHWÄCHT
Der Markt für Schwefelsäure, die als Nebenprodukt bei unserer Konzentratverarbeitung entsteht, hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich abgeschwächt. Die Preise am Weltmarkt sind im Laufe des Jahres auf niedrigem Niveau verblieben und haben sich dort stabilisiert. Ausschlaggebend hierfür war eine verminderte Nachfrage im globalen Düngemittelmarkt. Die Nachfrage aus der europäischen Chemischen Industrie und für Anwendungen zur Laugung von Metallerzen blieb dagegen relativ konstant.
GUTE PRODUKTIONSLEISTUNG TROTZ ANLAGEN ‑ REVISION IM WERK HAMBURG
Die gute Versorgung mit Kupferkonzentraten und die Mengenversorgung mit Altkupfer erlaubten während des gesamten Geschäftsjahres eine gute Auslastung unserer Produktionsanlagen. Insgesamt wurden in der BU Primärkupfer 2,2 Mio. t Kupferkonzentrat (Vorjahr: 2,1 Mio. t) verarbeitet. Der Konzentratdurchsatz lag damit über dem Vorjahresergebnis.
Die Schwefelsäureproduktion stieg, entsprechend dem erhöhten Konzentratdurchsatz, leicht auf über 2,1 Mio t (Vorjahr: 2,0 Mio. t) an.
Am Standort Hamburg haben wir im September und Oktober 2013 die geplante Großrevision unserer Anlagen zur Konzentratverarbeitung und Schwefelsäureproduktion durchgeführt. Sie wurde gleichzeitig für die Umsetzung der letzten verbliebenen Maßnahmen aus dem Expansionsprojekt „Future RWO“ genutzt. Hierdurch lag die im Geschäftsjahr 2012/13 verarbeitete Kupferkonzentratmenge am Standort Hamburg nur bei rund 1,0 Mio. t (Vorjahr: 1,1 Mio. t).
In Pirdop konnte die Konzentratverarbeitung hingegen u.a. durch bereits umgesetzte Massnahmen im Projekt „Aurubis Bulgaria 2014“ gesteigert werden und erreichte mit knapp 1,2 Mio. t (Vorjahr: 1,0 Mio. t) eine deutlich über dem Vorjahr liegende Menge.

Die Versorgung der Elektrolysen mit Kupferanoden war in der BU Primärkupfer im Geschäftsjahr weitestgehend abgesichert. Dazu hat entscheidend beigetragen, dass wir die stillstandsbedingten Fehlmengen in Hamburg durch die flexible Nutzung unserer Anlagenstruktur im Konzern weitgehend ausgleichen konnten: Die Überschüsse der Anodenproduktion in Pirdop und Olen wurden zum Beispiel herangezogen, um die Elektrolysenversorgung an anderen Standorten zu sichern.
Die Kathodenproduktion in der BU Primärkupfer erhöhte sich auf 949.000 t Kupfer (Vorjahr: 943.000 t). Dazu trug vor allem die Elektrolyse in Hamburg bei, die nach Abschluss von Umbauarbeiten ihre Kathodenproduktion auf 374.000 t (Vorjahr: 365.000 t) erhöhte. Die Elektrolyse in Pirdop erreichte mit 226.000 t (Vorjahr: 227.000 t) in etwa das Vorjahresniveau. Im belgischen Olen lag die Kathodenproduktion mit 349.000 t (Vorjahr: 352.000 t) leicht unterhalb der Vorjahresmenge.
DEUTLICHE ERGEBNISEINBUSSEN IN DER BU PRIMÄRKUPFER
Das Ergebnis der BU Primärkupfer hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 gegenüber dem hervorragenden Vorjahresergebnis deutlich verschlechtert.
Ausschlaggebende Faktoren waren die unerfreuliche Entwicklung der Altkupfer- und Schwefelsäuremärkte sowie eine konstante Metallausbringung bei gesunkenen Metallpreisen. Die im Jahresverlauf rückläufige Verfügbarkeit von Altkupfer führte gegenüber dem Vorjahr zu einer Reduzierung der Raffinierlöhne. Die Schmelz- und Raffinierlöhne für Kupferkonzentrate lagen demgegenüber aufgrund der guten Verfügbarkeit über dem Vorjahr. Die weltweit reduzierte Nachfrage nach Schwefelsäure aus der Düngemittelindustrie wirkte sich negativ auf das BU-Ergebnis aus.
Neben den marktseitigen Einflüssen wurde das Ergebnis durch einen großen Wartungs- und Reparaturstillstand am Standort Hamburg im September/Oktober 2013 belastet.
Die BU Primärkupfer erzielte im Geschäftsjahr ein operatives Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) in Höhe von 127 Mio. €. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Ergebnisrückgang um 114 Mio. € bzw. 47 %. Die erzielten Umsatzerlöse der BU sanken vor allem Metallpreisbedingt im Geschäftsjahr 2012/13 um 797 Mio. € auf 7.661 Mio. €.
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten in der BU lag bei 2.100 Mitarbeitern. Die Reduzierung der Beschäftigtenzahl um 229 Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahr beruht im Wesentlichen auf der Umgliederung eines Servicebereichs, der nun zur BU Recycling/Edelmetalle gehört.
Geschäftsverlauf BU Recycling/Edelmetalle
| Business Unit Recycling/Edelmetalle in Mio. € |
2012/13 operativ | 2011/12 operativ |
|---|---|---|
| Gesamtumsätze | 4.256 | 4.948 |
| EBIT | 29 | 112 |
| EBT | 19 | 101 |
| Investitionen | 45 | 42 |
| Abschreibungen | - 20 | - 19 |
| Ø Anzahl der Mitarbeiter | 1.454 | 1.118 |
Die Kernaktivität der BU Recycling/Edelmetalle ist die Produktion von Kupferkathoden aus einer sehr großen Bandbreite von Recyclingrohstoffen. Recyclingaktivitäten erfolgen im Konzern schwerpunktmäßig vor allem im Recyclingzentrum Lünen sowie am Standort Hamburg.
Verarbeitet werden insbesondere Altkupfer und komplexe Recyclingrohstoffe, darunter Elektronikschrotte. Dies geschieht mit besonders umweltfreundlichen und effizienten Verfahren.
Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften sind in der Rohstoffaufbereitung und im Rohstoffhandel tätig. Dazu gehören die Elektro-Recycling NORD GmbH, Hamburg, die CABLO Metall-Recycling & Handel GmbH, Fehrbellin, und die C.M.R. International N.V., Antwerpen.
Zu den weiteren Geschäftsaktivitäten der BU Recycling/Edelmetalle zählt zudem die Herstellung von Produkten aus den in den Rohstoffen enthaltenen Begleitmetallen. Dazu gehören vor allem Gold, Silber und die Platinmetalle sowie Blei-, Zinn-, Nickel-, Selen- und andere Spezialprodukte.
Der Geschäftsverlauf in der BU Recycling/Edelmetalle hängt wesentlich von der Verfügbarkeit der Recyclingrohstoffe, den erzielbaren Margen und der Effizienz der Recyclingprozesse ab. Damit ist die wirtschaftliche Entwicklung dieses Bereiches den Schwankungen an den Kupfer- und Edelmetallmärkten sowie der Konjunkturentwicklung ausgesetzt. Auch spielt die Marktverfassung bei anderen Metallen eine Rolle. Das von Aurubis praktizierte Multi-Metal-Recycling, mit dem möglichst viele der Wertmetallinhalte in den Rohstoffen erschlossen werden, liefert zusätzlich Ergebnisbeiträge.
ALTKUPFERVERFÜGBARKEIT SINKT
Der Geschäftsverlauf in der BU Recycling/Edelmetalle war im Geschäftsjahr 2012/13 von einer abnehmenden Mengenverfügbarkeit im Altkupfermarkt geprägt. Mit rückläufigem Angebot verringerten sich auch die Raffinierlöhne.
Während zu Beginn des Geschäftsjahres noch verhältnismäßig hohe Kupferpreise für eine gute Abgabebereitschaft des Handels sorgten, ging mit dem einsetzenden Preisrückgang für Kupfer eine Verringerung der Verkaufsaktivitäten einher. Gleichzeitig wirkte sich die konjunkturelle Schwäche in weiten Teilen Europas aus. Eine geringere Investitionstätigkeit und der Rückgang des Verbraucherkonsums verringerten das Aufkommen aus dem Recycling von Altprodukten und Produktionsschrotten.
Die Altkupfernachfrage in Europa blieb demgegenüber auf hohem Niveau, wozu auch ein verstärktes Kaufinteresse aus der Verarbeitenden Industrie beitrug.
ANGEBOT KOMPLEXER RECYCLINGROHSTOFFE VERFEHLT ERWARTUNGEN
Außer Altkupfer verarbeitet Aurubis auch komplexere Recyclingmaterialien, die geringere Kupferanteile aufweisen und in wesentlichem Umfang weitere Nichteisen- und Edelmetalle enthalten. Die Verfügbarkeit dieser Materialien, zu denen industrielle Reststoffe, aber auch Elektro- und Elektronikschrotte gehören, war während des Geschäftsjahres insgesamt befriedigend. Sie blieb aber hinter den Erwartungen zurück: Zum einen dämpften rückläufige Edelmetallpreise das Angebot an entsprechenden Materialien. Zum anderen verringerten sich die Recyclingmengen aus industrieller Produktion durch die noch unbefriedigenden Branchenkonjunkturen.
RECYCLINGKAPAZITÄTEN TROTZ GERINGERER MATERIALVERFÜGBARKEIT GUT AUSGELASTET
Obwohl der Markt für Recyclingrohstoffe, insbesondere im Altkupferbereich, von Knappheit gekennzeichnet war, konnten wir die Recyclingkapazitäten im Konzern gut auslasten.
Der Materialdurchsatz im zentralen Schmelzbetrieb des Recyclingzentrums Lünen, dem Kayser-Recycling-System (KRS), wurde im Geschäftsjahr auf 279.000 t erhöht. Dies ist gegenüber dem Vorjahr (272.000 t) eine Steigerung um rund 2,5 %.
Die Kathodenproduktion in Lünen lag mit 199.000 t leicht unter dem Vorjahr (203.000 t).
NEUINVESTITION VERÄNDERT EINSATZSTRUKTUR EDELMETALLHALTIGER ROHSTOFFE
Mit der Inbetriebnahme des Treibkonverters Süd im August 2013 in unseren Anlagen zur Edelmetallerzeugung am Standort Hamburg wird sich die Einsatzstruktur edelmetallhaltiger Vorstoffe verändern. Der Treibkonverter erlaubt es, zukünftig alle im Konzern anfallenden Anodenschlämme zu verarbeiten.
Aufgrund der Materialstruktur der eingesetzten Rohstoffe erreichte die Produktion von Gold 39 t (Vorjahr: 37 t). Die Silberproduktion sank von 1.222 t auf 1.038 t.
ERGEBNIS
Das Ergebnis der BU Recycling/Edelmetalle im Geschäftsjahr 2012/13 war geprägt von sinkender Verfügbarkeit der Recyclingrohstoffe und von niedrigeren Raffinierlöhnen. Neben konjunkturellen Einflüssen wirkten sich insbesondere auch sinkende Metallpreise belastend aus. Trotz der schwierigen Marktgegebenheiten konnten die Recyclingkapazitäten gut ausgelastet werden.
Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 19 Mio. € (Vorjahr: 101 Mio. €). Rückläufige Schmelzlöhne und ein aufgrund veränderter Verfügbarkeit angepasster Einsatzmix belasteten das Ergebnis der BU bei geringerer Metallausbringung und gesunkenen Metallpreisen. Auswirkungen des Großstillstands in Hamburg belasteten das Ergebnis zusätzlich.
Die Umsatzerlöse sanken vor allem metallpreisbedingt auf 4.256 Mio. € (Vorjahr: 4.948 Mio. €).
Die durchschnittliche Anzahl der Beschäftigten lag bei 1.454.

Geschäftsverlauf BU Kupferprodukte
| Business Unit Kupferprodukte in Mio. € |
2012/13 operativ | 2011/12 operativ |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9.045 | 9.619 |
| EBIT | 7 | 28 |
| EBT | - 8 | 10 |
| Investitionen | 36 | 27 |
| Abschreibungen | - 31 | - 27 |
| Ø Anzahl der Mitarbeiter | 2.800 | 2.748 |
Die BU Kupferprodukte produziert und vermarktet qualitativ hochwertige Kupferprodukte, wie Gießwalzdraht, Stranggussformate, Vorwalz- und Fertigbänder sowie Spezialprofile. Hierfür werden überwiegend selbst erzeugte Kupferkathoden verwendet. Außerdem setzen wir zur Herstellung von Flachprodukten auch Altkupfer mit hohen Kupfergehalten ein.
Kupfergießwalzdraht der Marke AURUBIS ROD ist das volumenstärkste Kupferprodukt in unserem Portfolio. Er zeichnet sich durch eine hohe elektrische Leitfähigkeit aus, lässt sich sehr gut verarbeiten, weist eine ausgezeichnete Oberfläche auf und ist damit ein zentrales Vorprodukt für die Kabel- und Drahtindustrie. Aurubis verfügt in diesem Marktsegment über eine führende Position und produziert mit modernster Anlagentechnik an vier Standorten: Hamburg (Deutschland), Olen (Belgien), Avellino (Italien) und Emmerich (Deutschland).
Die Marke AURUBIS SHAPES beinhaltet ein Portfolio aus unterschiedlichen Kupferstranggussformaten als Ausgangsprodukt für Halbzeughersteller und Rohrwerke. Wir sind mit diesen Produkten ein führender Zulieferer, insbesondere dann, wenn hohe Stückgewichte, spezielle Geometrien und besondere Kupferqualitäten gefordert werden. Einen wesentlichen Teil der Produktion von AURUBIS SHAPES liefern wir direkt an unsere Tochtergesellschaft Schwermetall Halbzeugwerk GmbH, die Vorwalzbänder für Halbzeugunternehmen produziert.
Fertigbänder werden in Stolberg (Deutschland), Pori (Finnland) und Buffalo (USA) hergestellt. Das Werk in Zutphen (Niederlande) produziert mit dem innovativen vertikalen Bandgießprozess, der in dieser Form ausschließlich bei Aurubis eingesetzt wird. Ihm direkt angeschlossen ist das Walzen der Bänder. Die Bänderproduktion in unserem Werk in Finspång (Schweden) wurde im Jahresverlauf 2013 nach Zutphen verlagert, so dass die Produktion in Schweden am 30.09.2013 endete. In Stolberg stellen wir geformte Messingdrähte für die Elektroindustrie her. Außerdem produziert Aurubis Belgien in Olen Kupferstangen und -profile im Conform-Verfahren.
Ein wesentlicher Teil der Erlöse der BU Kupferprodukte besteht aus sogenannten Formataufpreisen, die für die Veredelung von Kupferkathoden zu Kupferprodukten bezahlt werden.
KUPFERPRODUKTMÄRKTE TENDIEREN INSGESAMT WEITER SCHWACH UND WEISEN STARKE REGIONALE UNTERSCHIEDE AUF
Die Kupferproduktmärkte zeigen sich üblicherweise im ersten Quartal eines Geschäftsjahres in einer schwachen Verfassung. Zusätzlich wirkte sich im Geschäftsjahr 2012/13 die konjunkturelle Schwäche in Europa, mit Schwerpunkt in Südeuropa, negativ auf die Nachfrage aus. Das Produktgeschäft in der Baubranche Nordamerikas und in Teilen des Fernen Ostens entwickelte sich besser, konnte aber die mangelnde Nachfrage in Europa nicht kompensieren. Als besonders belastend erwies sich die ausbleibende Erholung in der Automobilindustrie.
In der allgemein von Unsicherheit begleiteten weiteren Entwicklung zeigten sich starke regionale Unterschiede. In Nordeuropa zog der Markt für Kupferprodukte nach dem langen Winter 2012/13 leicht an, während die Wirtschaft in Südeuropa weiterhin nur geringe Aktivitäten aufwies. Positive Impulse kamen aus Deutschland und in einigen Fällen aus Italien und
Frankreich, in anderen nationalen Märkten blieb der Geschäftsverlauf jedoch unbefriedigend. Nordamerika konnte seine Wirtschaftsdynamik aufrechterhalten und erlaubte gute Absatzresultate. Kabelhersteller bestellten größere Mengen für den Einsatz in Infrastruktur und Bau, während der Automobilsektor sein schwaches Niveau beibehielt. Auch wenn sich das Geschäft mit Gießwalzdraht sowie Messing- und Spezialwerkstoffen im Laufe des Geschäftsjahres verbesserte, blieb die Situation instabil, was sich in einem volatilen Bestellverhalten widerspiegelte.
AURUBIS ROD behauptet sich im schwierigen Umfeld
Aurubis geht im Kundengeschäft mit seinem qualitativ hochwertigen Produktportfolio speziell auf die Wünsche der Kunden ein und hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 in den europäischen Märkten für Gießwalzdraht auch im schwierigen Umfeld behaupten können. Nach einem verhaltenen Start in den ersten Monaten des Geschäftsjahres zeigte sich gegen Ende des Geschäftsjahres im Absatz eine leichte Verbesserung.
Insgesamt hat Aurubis im Geschäftsjahr 2012/13 608.000 t AURUBIS ROD hergestellt. Dies entspricht einem Rückgang um 6 % im Vergleich zum Vorjahr (646.000 t).

AURUBIS SHAPES mit positiven Effekten aus der Fokussierung auf Spezialprodukte
Die europäische Nachfrage nach Stranggussformaten ist im Lauf des Geschäftsjahres 2012/13 deutlich gesunken. Die anhaltende Konjunkturschwäche beeinträchtigt insbesondere das Geschäft mit Standardprodukten. Auch machte sich in der Branche die Verlagerung einiger nachgeordneter Produktionsaktivitäten nach Fernost negativ bemerkbar. Mit dem hochwertigen Portfolio der AURUBIS SHAPES-Produkte sind wir diesem Trend wirksam begegnet. Ergebnisbezogen konnten die höheren Margen aus diesem Geschäft, in Verbindung mit Effekten aus Prozessverbesserungen, die Mengenreduzierungen für Standardprodukte nahezu ausgleichen.
Die Produktion der unter dem Begriff AURUBIS SHAPES zusammengefassten Stranggussprodukte erreichte im Geschäftsjahr 149.000 t. Dies ist ein Rückgang um 9 % im Vergleich zum Vorjahr (164.000 t).

Herstellung von Flachprodukten leicht angestiegen
Die Absatzmärkte für Flachwalzprodukte entwickelten sich unterschiedlich. Nach einem schwachen ersten Quartal des Geschäftsjahres stagnierte die Nachfrage am europäischen Markt. Saisonbedingt kam es danach im Sommer zu einer geringen Abschwächung. Demgegenüber entwickelte sich der Geschäftsverlauf in Nordamerika während des Kalenderjahres 2013 merklich besser.
Nach erfolgter Eingliederung der Flachwalzprodukt-Sparte in den Aurubis-Konzern lag der Schwerpunkt der Aktivitäten 2012/13 auf der Standortoptimierung der einzelnen Werke. Im zentralen Projekt ROMS (Restructuring Of Manufacturing Structure) ist die Verlagerung der Produktionskapazitäten vom schwedischen Finspång in das niederländische Zutphen fortgeführt worden. Des Weiteren haben wir in allen Werken Maßnahmen zur Verbesserung der Leistung und Qualität umgesetzt. Gleichzeitig wurden unsere Verkaufsaktivitäten in Europa, dem Nahen Osten, auf dem amerikanischen Kontinent und in Asien verstärkt.
Im Geschäftsjahr 2012/13 lag die Produktion von Flachwalzprodukten und Spezialdrähten des Aurubis-Konzerns auf einem geringfügig höheren Niveau als im Vorjahr. Die Bandproduktion im Konzern stieg trotz des sehr schwierigen Marktumfelds in unserem Kernmarkt Europa insgesamt auf rund 215.000 t an und lag damit leicht über dem Niveau des Vorjahres (207.000 t). Die Produktion von Spezialdrähten blieb mit 9.600 t stabil, obwohl der Wettbewerbsdruck in den Märkten anhaltend hoch war.
Kapazitäten für Vorwalzband insgesamt gut ausgelastet
Der Auftragseingang für Vorwalzband schwächte sich im ersten Quartal des Geschäftsjahres stark ab und nahm nur sehr langsam wieder Fahrt auf. Ab Januar stieg die Nachfrage kontinuierlich an und hielt sich bis zum Sommer auf gutem Niveau. Das Werk war in diesem Zeitraum sehr gut ausgelastet. Danach wirkten sich auch hier saisonale Effekte aus.

Im Geschäftsjahr 2012/13 verkaufte Schwermetall Halbzeugwerk insgesamt 192.000 t Bandprodukte aus Kupfer und Kupferlegierungen und damit rund 2 % mehr als im Vorjahr (188.000 t).
Geschäft mit Stangen und Profilen von interner Umstrukturierung beeinflusst
Das Geschäft mit Stangen und Profilen war auch im Geschäftsjahr 2012/13 noch von der Umstrukturierung betroffen, mit der die Produktionsanlagen von Yverdon-les-Bains (Schweiz) nach Olen (Belgien) verlegt wurden und die zu einer Zentralisierung der Produktion führten. Wirkte sich dies in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres noch negativ auf die Produktion aus, kam es in der zweiten Hälfte zu einer Verbesserung.
ERGEBNIS
Das Ergebnis der BU Kupferprodukte war im Geschäftsjahr von einem schwachen wirtschaftlichen Umfeld sowie von den Umstrukturierungen in den Business Lines Flachwalzprodukte sowie Stangen und Profile beeinflusst. Insgesamt ergab sich in der BU ein operatives Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von - 8 Mio. € (Vorjahr 10 Mio. €).
Die Umsatzerlöse der BU lagen im Geschäftsjahr bei 9.045 Mio. €, was einem Rückgang um 574 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Die BU beschäftigte durchschnittlich 2.800 Mitarbeiter.
FINANZWIRTSCHAFTLICHE SITUATION
Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage
ERTRAGSLAGE (OPERATIV)
Um den operativen Erfolg des Aurubis-Konzerns unabhängig von Bewertungseinflüssen - aus der Anwendung der Durchschnittsmethode bei der Vorratsbewertung nach IAS 2, aus kupferpreisbedingten Bewertungseffekten auf Vorratsbestände sowie aus Effekten der Kaufpreisallokationen, im Wesentlichen auf Sachanlagevermögen ab dem Geschäftsjahr 2010/11 - zur internen Steuerung abbilden zu können, erfolgt die Darstellung der Ertragslage in einem ersten Teil auf Basis eines operativen Ergebnisses und in einem zweiten Teil erweitert um die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage nach IFRS.
Die nachfolgende Tabelle gibt die Ermittlung des operativen Ergebnisses des Geschäftsjahres 2012/13 und das operative Ergebnis im Vorjahresvergleichszeitraum wieder.
Überleitung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2012/13 IFRS | 2012/13 Bereinigung* | 2012/13 operativ | 2011/12 operativ |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12.346 | 0 | 12.346 | 13.789 |
| Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | - 46 | 169 | 123 | 107 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 15 | 0 | 15 | 10 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 52 | 0 | 52 | 57 |
| Materialaufwand | - 11.755 | 155 | - 11.600 | - 12.827 |
| Rohergebnis | 612 | 324 | 936 | 1.136 |
| Personalaufwand | - 435 | 0 | - 435 | - 421 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - 139 | 20 | - 119 | - 114 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 233 | 0 | - 233 | - 235 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | - 195 | 344 | 149 | 366 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 10 | 0 | 10 | 13 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 45 | 0 | - 45 | - 54 |
| Übriges Finanzergebnis | 0 | 0 | 0 | - 29 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | - 230 | 344 | 114 | 296 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 77 | - 97 | - 20 | - 89 |
| Konzernergebnis | - 153 | 247 | 94 | 207 |
* Bereinigungseffekte zur Ermittlung des operativen Ergebnisses
Der Aurubis-Konzern hat im Geschäftsjahr 2012/13 einen operativen Konzernüberschuss in Höhe von 94 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €) erwirtschaftet. Der schwache Geschäftsverlauf war geprägt von unterschiedlichen Entwicklungen in den Märkten. Die Metallpreise lagen insgesamt unter denen des Vorjahres. Die Beschaffungsmärkte für Kupferkonzentrate zeigten eine gute Verfügbarkeit und gestiegene Schmelz- und Raffinierlöhne, während das Angebot an den Altkupfermärkten im Verlauf des Geschäftsjahres zunehmend knapper wurde und die Raffinierlöhne deutlich unter Druck gerieten. Die Absatzmärkte für Schwefelsäure standen zunehmend unter dem Einfluss der schwachen Düngemittelindustrie. Dies wirkte sich erheblich auf die Verkaufspreise aus. Die Märkte für Kupferprodukte blieben insgesamt schwach und konnten sich aufgrund der nur geringen wirtschaftlichen Erholung gegenüber dem Vorjahr nicht verbessern.
Zusätzlich belastend wirkte sich der Wartungs- und Reparaturstillstand in den Anlagen der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg sowie die anhaltende Restrukturierung unserer Flachwalzprodukte-Sparte aus.
Das IFRS-Ergebnis vor Steuern in Höhe von -230 Mio. € wurde um Bewertungseffekte im Vorratsvermögen in Höhe von 324 Mio. € (Vorjahr: -237 Mio. €) sowie um Effekte aus der Kaufpreisallokation der Luvata RPD (Rolled Products Division) in Höhe von 20 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) bereinigt, um zum operativen Ergebnis vor Steuern von 114 Mio. € (Vorjahr: 296 Mio. €) zu gelangen.
Die Umsatzerlöse im Konzern reduzierten sich im Berichtszeitraum um 1.443 Mio. € auf 12.346 Mio. € (Vorjahr: 13.789 Mio. €). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf niedrigere Metallpreise, das schwächere Produktgeschäft in Europa sowie auf geringere Edelmetallverkäufe zurückzuführen.

Aufteilung Umsatzerlöse
| in % | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Inland | 26 | 27 |
| Europäische Union | 42 | 41 |
| Übriges Europa | 6 | 4 |
| Sonstige | 26 | 28 |
| Gesamt | 100 | 100 |
Der Materialaufwand verminderte sich im laufenden Geschäftsjahr um 1.227 Mio. € von 12.827 Mio. € im Vorjahr auf 11.600 Mio. €. Nach Einbeziehung der Bestandsveränderung von 123 Mio. € gegenüber 107 Mio. € im Vorjahr, der aktivierten Eigenleistungen und der sonstigen betrieblichen Erträge verbleibt ein Rohergebnis in Höhe von 936 Mio. € (Vorjahr: 1.136 Mio. €).
Der Personalaufwand stieg von 421 Mio. € im Vorjahr auf 435 Mio. € in der Berichtsperiode. Die Erhöhung bei Löhnen und Gehälter resultiert aus Tarifsteigerungen und höheren Mitarbeiterzahlen. Diese wurden kompensiert durch niedrigere Restrukturierungsaufwendungen und geringere Rückstellungen für Erfolgsvergütungen. Die Aufwendungen für soziale Ausgaben und Altersversorgung erhöhten sich um 14 Mio. €.
Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen betrugen 119 Mio. € und lagen somit um 5 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (114 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch Wertberichtigungen auf das Sachanlagevermögen und auf einen Geschäfts- oder Firmenwert in der Business Unit Kupferprodukte (12,5 Mio. €). Gegenläufig wirkten sich die im Vorjahr enthaltenen Abschreibungen und Wertminderungen auf das Anlagevermögen der Aurubis Switzerland, SA aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich
mit 233 Mio. € auf Vorjahresniveau (235 Mio. €). Somit ergab sich insgesamt ein operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 149 Mio. € (Vorjahr: 366 Mio. €).
Das operative Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) betrug 114 Mio. € (Vorjahr: 296 Mio. €) und war durch folgende wesentliche Faktoren bestimmt:
| • | Der Durchsatz von Kupferkonzentraten lag über dem des Vorjahres. Gleichzeitig konnten höhere Schmelzlöhne vereinnahmt werden. |
| • | Der Säureabsatz wurde durchsatzbedingt gesteigert. Allerdings lagen die Absatzpreise wegen einer schwächeren Marktverfassung deutlich unter dem hohen Vorjahresniveau. |
| • | Deutlich gesunkene Raffinierlöhne für Altkupfer und ein schlechterer, den Verfügbarkeiten angepasster Rohstoff-einsatzmix, bei annähernd konstanter Durchsatzmenge. |
| • | Anhaltend schwacher Absatz für Kupferprodukte. |
| • | Eine geringere Metallausbringung bei gesunkenen Metallpreisen. |
Darüber hinaus wurde das Ergebnis durch metallpreisbedingte Abwertungen auf Edelmetallbestände belastet. Hinzu kamen Beeinträchtigungen aus dem Wartungs- und Reparaturstillstand in Hamburg sowie weitere Restrukturierungsaufwendungen in der Business Line Flat Rolled Products.
Die Nettozinsaufwendungen lagen bei 35 Mio. € gegenüber 41 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang der Nettozinsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten. Im übrigen Finanzergebnis sind im Wesentlichen Wertminderungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.
Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses erreichte das operative Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 114 Mio. € (Vorjahr: 296 Mio. €). Nach Abzug des Steueraufwands verbleibt ein operativer Konzernüberschuss in Höhe von 94 Mio. € (Vorjahr: 207 Mio. €). Das operative Ergebnis je Aktie lag bei 2,05 € (Vorjahr: 4,58 €).
KAPITALRENDITE (OPERATIV)
Der operative ROCE (EBIT rollierend letzte 4 Quartale) lag aufgrund einer deutlich geringeren Ertragslage mit 6,8 % erheblich unter dem Niveau des Vorjahres (20,5 %).
Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) operativ
| in Mio. € | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 1.617 | 1.569 |
| Rückstellungen für Pensionen | 110 | 108 |
| Finanzverbindlichkeiten | 498 | 774 |
| ./. Liquide Mittel | - 33 | - 669 |
| Eingesetztes Kapital (Capital Employed) zum Stichtag | 2.192 | 1.782 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 114 | 296 |
| Finanzergebnis | 35 | 70 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsen (EBIT) | 149 | 366 |
| Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) | 6,8 % | 20,5 % |
VERMÖGENSLAGE (OPERATIV)
Ausgehend vom Anlagevermögen nach IFRS betrug der Unterschiedsbetrag zum operativen Anlagevermögen - 55 Mio. € per 30.09.2013 (- 74 Mio. € per 30.09.2012). Der Unterschiedsbetrag, ausgehend vom Vorratsvermögen nach IFRS, zum operativen Vorratsvermögen belief sich auf - 508 Mio. € (- 832 Mio. € per 30.09.2012). Das operative Anlagevermögen betrug somit 1.379 Mio. € (1.301 Mio. € per 30.09.2012), das operative Vorratsvermögen 1.443 Mio. € (1.228 Mio. € per 30.09.2012). Ausgehend vom Eigenkapital und den Rückstellungen für latente Steuern nach IFRS wirkte sich analog der Unterschiedsbetrag mit - 382 Mio. € (- 628 Mio. € per 30.09.2012) zum operativen Eigenkapital und mit - 181 Mio. € (- 278 Mio. € per 30.09.2012) zu den operativen Rückstellungen für latente Steuern aus.
ERTRAGSLAGE (IFRS)
Der Aurubis-Konzern hat im Geschäftsjahr 2012/13 ein Konzernergebnis in Höhe von - 153 Mio. € (Vorjahr: 363 Mio. €) erzielt.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| in Mio. € | 2012/13 IFRS | 2011/12 IFRS |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 12.346 | 13.789 |
| Bestandsveränderungen/Aktivierte Eigenleistungen | - 31 | 331 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 52 | 57 |
| Materialaufwand | - 11.755 | - 12.804 |
| Rohergebnis | 612 | 1.373 |
| Personalaufwand | - 435 | - 421 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | - 139 | - 131 |
| Übriger Aufwand | - 233 | - 235 |
| Betriebsergebnis | - 195 | 586 |
| Finanzergebnis | - 35 | - 70 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | - 230 | 516 |
| Ertragsteuern | 77 | - 153 |
| Konzernergebnis | - 153 | 363 |
Die Umsatzerlöse im Konzern verringerten sich im Berichtszeitraum um 1.443 Mio. € auf 12.346 Mio. € (Vorjahr: 13.789 Mio. €).
Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf niedrigere Metallpreise, das schwächere Produktgeschäft in Europa sowie auf geringere Edelmetallverkäufe zurückzuführen. Die Bestandsveränderung verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um 367 Mio. € auf - 46 Mio. € (Vorjahr: 321 Mio. €). Die Abweichung ist im Wesentlichen auf im Vorjahr erfolgte Wertaufholungen und im laufenden Jahr erfolgte Wertminderungen aufgrund stark gesunkener Metallpreise zurückzuführen. Der Materialaufwand reduzierte sich von 12.804 Mio. € im Vorjahr auf 11.755 Mio. €.
Das Rohergebnis in Höhe von 612 Mio. € lag somit um 761 Mio. € unter dem Rohergebnis des Vorjahres (1.373 Mio. €). Der Rückgang ist neben den bereits in der Erläuterung der operativen Ertragslage beschriebenen Ergebniseffekten auch durch gesunkene Metallpreise in der aktuellen Berichtsperiode bei gestiegenen Metallpreisen in der Vorjahresvergleichsperiode begründet. Die Anwendung der Durchschnittsmethode führt zu Metallpreisbewertungen, die nah an den Marktpreisen liegen. Metallpreisvolatilitäten haben daher direkte Auswirkungen auf Bestandsveränderungen/Materialaufwendungen und damit auf das IFRS-Rohergebnis. Dies ist unabhängig von der operativen Performance und nicht Cashflow-relevant.
Der Personalaufwand stieg von 421 Mio. € im Vorjahr auf 435 Mio. € in der Berichtsperiode. Die Erhöhung bei Löhnen und Gehälter resultiert aus Tarifsteigerungen und höheren Mitarbeiterzahlen. Diese wurden kompensiert durch niedrigere Restrukturierungsaufwendungen und geringere Rückstellungen für Erfolgsvergütungen. Die Aufwendungen für soziale Ausgaben und Altersversorgung erhöhten sich um 14 Mio. €.
Die Abschreibungen auf Anlagevermögen betrugen 139 Mio. € und lagen somit um 8 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (131 Mio. €). Der Anstieg war im Wesentlichen bedingt durch Wertberichtigungen auf das Sachanlagevermögen und auf einen Geschäfts- oder Firmenwert in der Business Unit Kupferprodukte (19,8 Mio. €). Gegenläufig wirkten sich die im Vorjahr enthaltenen Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagevermögen der Aurubis Switzerland, SA aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegten sich mit 233 Mio. € auf Vorjahresniveau (235 Mio. €).
Somit ergab sich insgesamt ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von - 195 Mio. € (Vorjahr: 586 Mio. €).
Die Nettozinsaufwendungen lagen bei 35 Mio. € gegenüber 41 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang der Nettozinsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus der Rückführung von Finanzverbindlichkeiten. Im übrigen Finanzergebnis sind im Wesentlichen Wertminderungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens enthalten.
Nach Einbeziehung des Finanzergebnisses beträgt das Ergebnis vor Ertragsteuern - 230 Mio. € (Vorjahr: 516 Mio. €). Nach Abzug des Steueraufwands verbleibt ein Konzernfehlbetrag in Höhe von 153 Mio. € (Vorjahr: Konzernüberschuss in Höhe von 363 Mio. €). Das Ergebnis je Aktie lag bei - 3,42 € (Vorjahr: 8,03 €).
KAPITALRENDITE (IFRS)
Der Return on Capital Employed (ROCE) stellt die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals dar.
Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der operative ROCE wird im Abschnitt „Kapitalrendite (operativ)“ erläutert.
VERMÖGENSLAGE (IFRS)
Die Bilanzsumme verminderte sich von 4.889 Mio. € zum Ende des vergangenen Geschäftsjahres auf 4.058 Mio. € zum 30.09.2013. Ursächlich hierfür waren vor allem der Rückgang der flüssigen Mittel, insbesondere aufgrund der Rückführung von Fremdkapital, sowie der Rückgang von Vorratsvermögen, im Wesentlichen aufgrund stark gesunkener Metallpreise.
Bilanzstruktur des Konzerns (IFRS)
| in % | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Anlagevermögen | 35 | 28 |
| Vorräte | 48 | 42 |
| Forderungen etc. | 16 | 16 |
| Flüssige Mittel | 1 | 14 |
| 100 | 100 | |
| Eigenkapital | 49 | 45 |
| Rückstellungen | 14 | 14 |
| Verbindlichkeiten | 37 | 41 |
| 100 | 100 |
Das Eigenkapital des Konzerns verringerte sich von 2.197 Mio. € zum Ende des letzten Geschäftsjahres auf 2.000 Mio. € zum 30. September 2013. Ursache hierfür ist im Wesentlichen der Konzernfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012/13 in Höhe von 153 Mio. € sowie die Dividendenzahlung von 62 Mio. €. Insgesamt liegt die Eigenkapitalquote bei 49,3 % gegenüber 45,0 % zum Ende des letzten Geschäftsjahres.
Die Finanzverbindlichkeiten verminderten sich von 774 Mio. € zum 30.09.2012 auf 498 Mio. € zum 30.09.2013, im Wesentlichen bedingt durch die vorfällige Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen sowie die planmäßige Rückführung von am Kapitalmarkt aufgenommenen Fremdmitteln. Dabei betrugen die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten zum 30.09.2013 84 Mio. € (Vorjahr: 234 Mio. €) und die langfristigen Finanzverbindlichkeiten 414 Mio. € (Vorjahr: 540 Mio. €).
FINANZLAGE UND INVESTITIONEN
Finanzlage
Aufgabe des Konzern-Treasury ist die optimale Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung des Konzerns. Langfristig soll eine ausgewogene Bilanzstruktur gewährleistet werden. Die Steuerung und Kontrolle erfolgt anhand definierter Kennzahlen. Mittel- und kurzfristig werden Nettoverschuldung und Liquidität anhand von regelmäßigen Cashflow-Forecasts gesteuert.
Die wesentliche Kennzahl für die Steuerung der Verschuldung bildet die Schuldendeckung, die die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) setzt und darstellt, wie viele Perioden für eine Tilgung der bestehenden Finanzverbindlichkeiten aus den Erträgen des Unternehmens bei unveränderter Ertragslage benötigt würden.
Die Kennzahl Zinsdeckung gibt Auskunft über die Abdeckung des Zinsergebnisses durch das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA).
Für die Steuerung des Konzerns verwenden wir das operative Ergebnis, dementsprechend stellen sich die operativen Finanzkennzahlen des Konzerns wie folgt dar:
Finanzkennzahlen des Konzerns
| Operativ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Netto-Finanzverbindlichkeiten/ EBITDA | 1,7 | 0,2 |
| Zinsdeckung = EBITDA/Zinsergebnis | 7,8 | 11,7 |
Liquiditäts- und Finanzierungsanalyse
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Zahlungsströme im Konzern. Sie macht deutlich, wodurch Zahlungsmittel generiert wurden und wofür sie verwendet worden sind.
Der Netto-Cashflow lag bei - 86 Mio. € (Vorjahr: 383 Mio. €) vor allem wegen des rückläufigen Ergebnisses und des Aufbaus von Working Capital. Ursächlich für den Working Capital Aufbau war der Wartungs- und Reparaturstillstand sowie die Inbetriebnahme einer neuen Anlage zur Verarbeitung aller im Konzern anfallenden Anodenschlämme am Standort Hamburg. Dies führte zu erhöhten Vorratsbeständen bei den edelmetallhaltigen Zwischenprodukten und einem niedrigen Niveau an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Investitionen in das Anlagevermögen (inkl. Finanzanlagen) betrugen im Berichtszeitraum 185 Mio. € (Vorjahr: 169 Mio. €) und bestanden im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen. Die größten Einzelinvestitionen waren die Erweiterung der Anodenschlammverarbeitungskapazität und Investitionen im Zusammenhang mit dem Wartungs- und Reparaturstillstand am Standort Hamburg. In Pirdop wurden weitere Investitionen für die Verbesserung und Erweiterung der Produktionskapazitäten getätigt.
Nach Abzug der Investitionen in das Anlagevermögen vom Netto-Cashflow ergibt sich ein Free Cashflow von - 271 Mio. € (im Vorjahr: 215 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich insgesamt auf 174 Mio. € gegenüber 155 Mio. € im Vorjahr.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit lag bei 376 Mio. € gegenüber einem Mittelabfluss von 51 Mio. € im Vorjahr. Der höhere Mittelabfluss war im Wesentlichen bedingt durch die vorzeitige Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen sowie die planmäßige Rückführung von aufgenommenen Fremdmitteln. Es fielen Zinszahlungen von 37 Mio. € (im Vorjahr: 44 Mio. €) sowie Dividendenzahlungen an Aktionäre und nicht beherrschende Anteile in Höhe von 62 Mio. € (im Vorjahr: 55 Mio. €) an.
Der Abbau der flüssigen Mittel diente insbesondere der operativen Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit wie auch der teilweisen Tilgung der Finanzverbindlichkeiten. Zum 30.09.2013 standen dem Konzern flüssige Mittel in Höhe von 33 Mio. € (im Vorjahr: 669 Mio. €) zur Verfügung.
Die Finanzverbindlichkeiten des Konzerns verminderten sich zum 30.09.2013 auf 498 Mio. € (im Vorjahr: 774 Mio. €). Nach Abzug der liquiden Mittel in Höhe von 33 Mio. € (im Vorjahr: 669 Mio. €) betragen zum 30.09.2013 die Netto-Finanzverbindlichkeiten 465 Mio. € (im Vorjahr: 105 Mio. €).

Netto-Finanzverbindlichkeiten im Konzern
| in Mio. € | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 498 | 774 |
| ./. Liquide Mittel | - 33 | - 669 |
| Netto-Finanzverbindlichkeiten | 465 | 105 |
Neben den liquiden Mitteln verfügt der Aurubis-Konzern über ungenutzte Kreditlinien und besitzt damit ausreichende Liquiditätsreserven. Parallel dazu setzt der Konzern auch den regresslosen Verkauf von Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen als außerbilanzielles Finanzierungsinstrument ein.
Investitionsanalyse
BU Primärkupfer: Großstillstand in Hamburg, Kapazitätsausbau und Verbesserung des Umweltschutzes bilden die Eckpunkte der Investitionen
In der BU Primärkupfer wurden im vergangenen Geschäftsjahr 104 Mio. € investiert. Den maßgeblichen Schwerpunkt der Investitionen bildete der über den Geschäftsjahreswechsel durchgeführte Großstillstand der Konzentratverarbeitung am Standort Hamburg. Daneben fokussierten sich die Investitionen auf den Ausbau der Produktionskapazitäten, die Verbesserung des Umweltschutzes und die Hebung von BU-übergreifenden Synergieeffekten.
In Hamburg begann im September 2013 der planmäßige Großstillstand in der Konzentratverarbeitung der Primärkupfererzeugung, der bis in den Oktober 2013 andauerte. Dabei wurde eine Grundinstandsetzung der Hauptagreggate der Konzentratverarbeitung durchgeführt. Daneben erfolgten während des Stillstandes die letzten wesentlichen Maßnahmen für das Projekt Future RWO. Der hierin enthaltene Kapazitätsausbau der Elektrolyse wurde endgültig abgeschlossen.

Am Standort Hamburg sind im vergangenen Geschäftsjahr maßgebliche Investitionen in die Infrastruktur realisiert worden.
An unserem bulgarischen Standort in Pirdop wurden die Investitionen im Rahmen des Projektes Pirdop 2014 weiter fortgeführt. Dabei konnten erste Maßnahmen aus der Kapazitätserweiterung und der Verbesserung des Umweltschutzes bereits in Betrieb genommen werden. Das Projekt Pirdop 2014 verfügt über ein Gesamtbudget von 44,2 Mio. € und umfasst Maßnahmen zur Verbesserung des Umweltschutzes und für den Ausbau der Konzentratverarbeitungskapazität der Rohhütte. Die verbleibenden Maßnahmen aus diesem Projekt werden in den nächsten beiden Geschäftsjahren realisiert.
Am Standort Olen wurden neben Ersatz und Erhaltungsinvestitionen vor allem Investitionen in die Verbesserung des Umweltschutzes und zur Hebung von Synergieeffekten in einem BU-übergreifenden Projekt innerhalb des Konzerns realisiert.
BU Recycling/Edelmetalle: Ersatz- und Erweiterungs-investitionen stehen im Zentrum der Aktivitäten
In der BU Recycling/Edelmetalle wurden im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 45 Mio. € investiert.
Die Investitionen am Lüner Standort bezogen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere auf verschiedene Ersatz-, und Erhaltungsinvestitionen in der Infrastruktur. Dies betraf die Erneuerungen der Rohhüttenzusatzfilteranlage und den Ersatz einer der bestehenden Anodenofenfilteranlage.
Ferner wurde in die weitere Dampfnutzung zur Stromerzeugung investiert. Die neue Turbinenanlage wird bis Ende 2013 ihren Betrieb aufnehmen.
Des Weiteren wurden am Lüner Standort erste Investitionen zur konzerneigenen Elektrolytverarbeitung aus den Produktionsanlagen in Olen durchgeführt.
Das Projekt zur Eigenverarbeitung aller im Konzern anfallenden Anodenschlämme (ASV 2013) wurde 2013 planmäßig beendet und die Produktion hat begonnen.
Ein neuer Endschmelzofen zur Erweiterung der Schmelzkapazitäten in der Probenahme wurde erfolgreich in Betrieb genommen.
Die Baumaßnahmen zum Ersatz der Bleiraffination haben wir begonnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme wird im Geschäftsjahr 2014/15 erwartet.
BU Kupferprodukte: Investitionen fließen hauptsächlich in die Modernisierung von Anlagen und in Qualitätsverbesserungen
Der Investitionsaufwand der BU Kupferprodukte lag insgesamt bei 36 Mio. €, wobei die Investitionsaktivitäten vorwiegend die Restrukturierungmaßnahmen sowie Investitionen in der Business Line Flat Rolled Products betrafen. Der Investitionsaufwand hierfür machte insgesamt 22 Mio. € aus. Im Einzelnen bezog er sich auf den Standortwechsel der Kupferfertigband-Sparte von Finspång nach Zutphen und beinhaltete Investitionen in Gebäude und Infrastruktur, sowie Maßnahmen zur Verlagerung des Maschinenparks. In kleinerem Umfang war auch der Standort Buffalo hiervon betroffen, wo es um den dortigen Ausbau der Fertigung ging.
Der Investitionsaufwand der Business Line Rod & Shapes umfasste mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen in allen fünf Produktionsbetrieben zur Steigerung der Effizienz und zur Verbesserung der Produktqualität.
In der Sparte Stangen & Profile standen die Investitionen im Zusammenhang mit dem Abschluss der Produktionsverlagerung von Yverdon-les-Bains nach Olen.
GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN SITUATION
Der Aurubis-Konzern hat nach einem Rekordergebnis im Vorjahr das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt mit einem unbefriedigenden Ergebnis abgeschlossen. Alle Business Units haben ein deutlich unter dem Vorjahr liegendes Ergebnis erwirtschaftet.
Die negative Geschäftsentwicklung war von unterschiedlichen Einflussfaktoren geprägt: Die BU Primärkupfer konnte zwar von guten Konzentratmärkten profitieren, die schwachen Altkupfer- und Schwefelsäuremärkte sowie der Großstillstand in Hamburg hatten jedoch einen wesentlichen negativen Einfluss auf das Ergebnis.
Das deutlich schwächere Ergebnis der Business Unit Recycling/Edelmetalle stand unter dem Einfluß rückläufiger Raffinierlöhne aufgrund einer geringeren Materialverfügbarkeit sowie einer niedrigeren Metallausbringung und einem geänderten Rohstoff-Einsatzmix.
Ein anhaltend schwacher Geschäftsverlauf in Europa sowie zusätzliche Belastungen aus der Restrukturierung der Business Line Flat Rolled Products führten maßgeblich zu einem unter dem Vorjahr liegenden Ergebnis der BU Kupferprodukte.
Der niedrige Cash Flow zum Stichtag ergibt sich aus einer stillstandsbedingt hohen Vorratsposition, die sich im neuen Geschäftsjahr relativieren wird.
Trotz des unbefriedigenden Geschäftsergebnisses verfügt der Aurubis-Konzern über eine sehr robuste Bilanzstruktur und konnte die Eigenkapitalquote (operativ) nochmals auf nunmehr 46 % steigern.
NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
PERSONALSTRATEGIE
Der zentrale Konzernbereich Human Resources (Corporate HR) arbeitet mit den lokalen HR-Abteilungen eng zusammen, um eine einheitliche Personalstrategie umzusetzen. Die Schwerpunkte der strategischen Personalarbeit bildeten im Geschäftsjahr 2012/13 die Internationalisierung des Unternehmens, die Weiterentwicklung der Führungskompetenzen über alle Management-Ebenen hinweg sowie die Gestaltung des Wandels infolge der Expansionsschritte der vergangenen Jahre.
NACHWUCHSENTWICKLUNG
Neben unserem internen Nachwuchsprogramm EXPLORE!, das 2013 nach erfolgreicher erster Durchführung in die zweite Runde gegangen ist, liegt es uns besonders am Herzen, auch über den externen Auftritt zu zeigen, dass Aurubis ein exzellenter Arbeitgeber ist. Die Aktivitäten im Hochschulmarketing für technische und kaufmännische Berufe wurden weiter ausgebaut. Dabei blieb die Kooperation mit Partneruniversitäten, wie z.B. Aachen und Freiberg, unverändert intensiv. Ergänzend haben wir im Berichtszeitraum die Anzahl der Praktikanten-Plätze erhöht, so dass wir allein in Hamburg Studierenden jährlich rund 50 Plätze anbieten konnten. Die Vergabe von Stipendien, betreuten Abschlussarbeiten und Dissertationen runden unser Angebot für die externe Nachwuchsgewinnung ab.
FRAUENFÖRDERUNG IM KONZERN
Im Code of Conduct (Verhaltenskodex) ist die bei Aurubis selbstverständliche Chancengleichheit von Frauen und Männern festgeschrieben. Branchenbedingt bieten wir allerdings eine Vielzahl von Arbeitsplätzen, die mit hohen körperlichen Anforderungen und Schichtarbeit verbunden sind. Die Folge daraus ist, dass sich aufgrund dieser Erfordernisse erfahrungsgemäß seltener Frauen bewerben. Zudem ist die Anzahl der Bewerberinnen technischer Fachrichtungen, die für Aurubis interessant sind, leider unverändert niedrig. Die Anzahl der weiblichen Beschäftigten im Konzern liegt bei 11,8 % und ist im Vergleich zum Vorjahreswert (11,5 %) gestiegen. Aurubis verfolgt unverändert das Ziel, als Arbeitgeber verstärkt Frauen anzusprechen. Dies berücksichtigen wir im Hochschulmarketing und auch im Rahmen bestehender Kontakte zu Schulen. Am Standort Lünen wurde im regionalen Bündniskreis Unna im Rahmen eines EU-Projektes die Förderung weiblicher Führungs-Nachwuchskräfte initiiert. In diesem Projekt haben wir Ziele und Maßnahmen bis 2020 verabredet, die den Anteil der weiblichen Beschäftigten steigern sollen.
Im Rahmen des „Cross-Mentoring NRW“ hat sich das Werk Lünen an einem Mentoring-Programm beteiligt, in dem es unternehmensübergreifend darum geht, weibliche Führungskräfte im Ruhrgebiet und in Ostwestfalen-Lippe zu fördern. Aurubis ist als eins von rund 35 Unternehmen verschiedenster Branchen Programmteilnehmer. Die Unternehmen benennen Potenzialträgerinnen und Mentorinnen, die in einer individuellen Austauschbeziehung stehen und an einem übergreifenden Rahmenprogramm teilnehmen, das der fachlichen Diskussion und der Kompetenzentwicklung dient.
MITARBEITERVERGÜTUNG: LEISTUNGSANREIZE ÜBER VARIABLE KOMPONENTEN
Einheitliches Gehaltssystem für das Management
Für das Aurubis-Management gilt grundsätzlich ein einheitliches Vergütungssystem. Dieses Vergütungssystem basiert auf einer analytischen Stellenbewertung, klar festgelegten Gehaltsbändern sowie auf einem Zielbonusmodell mit definierten Ebenen der Leistungsmessung und -gewichtung. Auf dieser Basis können Manager einschätzen, welche Leistungen auf Konzernebene, Business Unit-Ebene und individueller Ebene gefordert sind und wie sie bewertet werden. Das System wird in regelmäßigen Abständen auf seine internationale Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität überprüft.
Erfolgsbeteiligung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei Aurubis
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden am Erfolg des Aurubis-Konzerns beteiligt. So ist bei der Aurubis AG die leistungs- und erfolgsorientierte Vergütung ein elementarer Bestandteil der Einkommensgestaltung. Motivierte und leistungsbewusste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen in entscheidender Weise zum Erfolg und zum Wert des Unternehmens bei. Die Leistung des Einzelnen steht dabei immer im Zusammenhang mit der Leistung des Teams, der Abteilung oder des Betriebes. Als Messgröße dienen sowohl die individuelle als auch die kollektive Teamleistung. Beides trägt maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei und wird entsprechend in der leistungs- und erfolgsorientierten Vergütung berücksichtigt.
Erneut gute Nachfrage nach Belegschaftsaktien
Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den deutschen Standorten die Möglichkeit geboten, Aktien der Aurubis AG günstig zu erwerben. Von diesem Angebot machten u.a. aufgrund des deutlich gestiegenen Aktienpreises 1.225 Beschäftigte Gebrauch (Vorjahr: 1.731 Beschäftigte). Insgesamt wurden 23.690 (Vorjahr: 33.970) Aktien gekauft.
Incentive-Programm
Seit 2004 existierte ein Incentive-Programm, das in Form eines virtuellen Stock-Option-Plans eine kapitalmarktorientierte Vergütungskomponente für Leitende und außertarifliche Mitarbeiter darstellte.
Nachdem es für den Vorstand schon 2012 auslief, begann im Frühjahr 2013 auch für das übrige Management die Ausübungsperiode der 7. und letzten Tranche dieses Programms. Teilnahmevoraussetzung war, dass die Führungskräfte eine je nach Ebene festgelegte Anzahl von Aurubis-Aktien besitzen. Da der Kurs der Aurubis-Aktie sich auch bei dieser Tranche besser entwickelte als der CDAX, haben die Teilnehmer im Zeitraum von März bis Juni 2013 insgesamt 480.350 Optionen ausüben können und erhielten damit im Rahmen der 7. Tranche eine Sonderzahlung in Höhe von insgesamt 5,327 Mio. €. Mit Ausübung der 7. Tranche ist das Incentive-Programm vollständig abgeschlossen.
MITARBEITERSTRUKTUR
In der Aurubis-Gruppe arbeiteten zum Stichtag am 30.09.2013 weltweit 6.563 Mitarbeiter. Davon sind 56 % in deutschen Werken und 44 % im Ausland beschäftigt.

Die Beschäftigten des Konzerns verteilen sich im Wesentlichen auf folgende Länder:
Deutschland (3.691), Bulgarien (808), USA (674), Belgien (517), Niederlande (262), Schweden (211), Finnland (199), Italien (132).
AUS- UND WEITERBILDUNG ALS WESENTLICHE VORAUSSETZUNG FÜR EIN ERFOLGREICHES BERUFSLEBEN
Die Gewinnung qualifizierter Fach- und Führungskräfte ist für Aurubis von zentraler Bedeutung.
Berufsinformationsveranstaltungen
Auch in diesem Jahr haben wir an vielfältigen Messen und Veranstaltungen teilgenommen wie beispielsweise an der Ideenexpo in Hannover, die über 300.000 Besucher verzeichnete. Ziel ist es, junge Menschen für technische Berufe in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zu begeistern und anzuwerben.
An unserem zweiten Berufsinformationstag „Deine Zukunft startet hier“, der im Juni 2013 in unserem Werk in Hamburg stattfand, lag der Fokus auf der Gewinnung von Nachwuchskräften. Zahlreiche Besucher (rund 15 % mehr als im Vorjahr) informierten sich über Ausbildungsplätze, Berufsangebote und Karrieremöglichkeiten bei Aurubis. Außerdem nutzten viele Interessenten unser Angebot, an einem Einstellungstest teilzunehmen, um sich für einen Ausbildungsplatz zu bewerben.
Die im September 2013 in Lünen veranstaltete zweite „Nacht der Ausbildung“ war ebenfalls ein großer Erfolg. Sie wurde mit anderen Unternehmen aus dem Raum Lünen, der Stadtverwaltung sowie der Agentur für Arbeit gemeinsam veranstaltet. Mehr als 800 Besucher haben sich an interaktiven Ständen auch über die Ausbildungsberufe bei Aurubis informiert. Bereits im Vorfeld hatten rund 10.000 Interessenten unsere Seite bei Facebook www.facebook.com/aurubis besucht.
September 2013: Start der neuen Auszubildenden in der Aurubis AG
75 junge Menschen haben ihre Ausbildung bei Aurubis aufgenommen und werden in insgesamt 19 Berufen ausgebildet.
In der Aurubis AG befanden sich zum Bilanzstichtag 224 junge Menschen in einem Ausbildungsverhältnis. Dieses entspricht einer Ausbildungsquote von rund 7,7 %. Traditionell liegt die Übernahmequote bei über 90 %.
Ausbildung in Bulgarien
14 Auszubildende konnten das 2011 in Bulgarien gestartete Ausbildungsprogramm (für technische Ausbildungsberufe) im Jahr 2013 erfolgreich abschließen. Gemeinsam mit einem Industriepartner aus der Nachbarschaft und einer entsprechenden schulischen Einbindung konnte ein neuer Standard gesetzt werden. Anfang 2014 werden weitere Auszubildende in die „zweite Runde“ gehen.

Qualifizierung der Mitarbeiter durch Weiterbildung
Die kontinuierliche persönliche Weiterentwicklung und Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat einen hohen Stellenwert. Personalentwicklung gilt im Aurubis-Konzern als Investition in die Zukunft. Bei der Aurubis AG haben über 1.500 Schulungen und Seminare stattgefunden. Unsere Mitarbeiter nutzen intensiv die Chance, sich zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten für ihre berufliche Tätigkeit anzueignen. Schwerpunkte waren Arbeitssicherheit, Führung, Team- und Persönlichkeitsentwicklung sowie Sprachen. In der Zielgruppe der oberen Führungskräfte wurden konzernweit 16 (zum Teil mehrmodulige) internationale Seminare und Veranstaltungen angeboten, an denen 162 Führungskräfte teilnahmen.
AURUBIS-FAMILIENSERVICE
Im Oktober 2012 startete der Aurubis-Familienservice mit der Zielsetzung, allen Mitarbeitern an den deutschen Standorten Unterstützung zur verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Familie anzubieten. Wenn es darum geht, Arbeit und Kinderbetreuung und auch die Pflegeverantwortung für Angehörige zu koordinieren, hilft der Aurubis-Familienservice. Der Service wurde im ersten Jahr gut angenommen. Uns ist es wichtig, unseren Mitarbeitern in schwierigen Zeiten zur Seite zu stehen und ihnen die erforderliche Unterstützung zu geben.
Der Standort Lünen wurde als familienfreundliches Unternehmen zertifiziert.
VORBEREITUNG EINER MITARBEITERBEFRAGUNG
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Vorbereitungen zu einer ersten konzernweit geplanten Mitarbeiterbefragung getroffen. Das Ziel ist, eine Rückmeldung aus der Belegschaft zu folgenden Themen zu erhalten: Integration, Change, Kultur, Arbeitsbedingungen, Arbeitgeberimage und Strategie. Die Ergebnisse sollen als Basis für mittelfristig zu initiierende Veränderungen dienen. Insgesamt sollen Mitarbeiterzufriedenheit, Motivation und Engagement der Belegschaft durch die Mitarbeiterbefragung erhöht werden. Die Befragung selbst wird im November und Dezember 2013 erfolgen.
GESUNDHEITSSCHUTZ IM KONZERN
Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank die Unfallhäufigkeit um 21,8 % nach internationaler Zählweise bezogen auf eine Ausfallschicht (LTIFR). Die absolute Anzahl der Unfälle fiel dabei von 116 auf 83, unfallbedingte Todesfälle waren im Konzern nicht zu beklagen.

Es ist unsere Verantwortung, technische und menschliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die jegliche arbeitsbedingten Unfälle und Erkrankungen vermeiden - (Ziel „Null Unfälle“). Dementsprechend sind permanente Verbesserungen und kontinuierliche Anstrengungen bezogen auf Technik, Organisation und Verhalten erforderlich sowie der ständige Vergleich mit den weltweit Besten der jeweiligen Bereiche.
Um dieses Ziel zu erreichen, wurde vom Konzernsicherheitslenkungsausschuss als Zwischenetappe eine LTIFR (1-n) von max. 3,0 für das Geschäftsjahr 2021/22 als Konzernziel verabschiedet. Darauf aufbauend werden die Verantwortlichen entsprechende Strategien für ihre Bereiche entwickeln und kurz-, mittel- und langfristig wirkende Maßnahmen ergreifen.
Der positive Trend der letzten Jahre wurde von allen Geschäftsbereichen und Standorten getragen. Die neuen Standorte konnten erfolgreich in diese Entwicklung integriert werden.
Interne Analysen haben gezeigt, dass über 90 % unserer Unfälle zumindest teilweise durch persönliches Verhalten verursacht wurden. Dieser Thematik widmen sich verschiedene Maßnahmen an den Standorten, so z.B. ein internes „Behaviour-Based Safety-Program“.
Bezugnehmend auf die Demografieentwicklung wurden bedarfsorientierte Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung entwickelt und zeitnah implementiert.
DANK DES VORSTANDES
Wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen engagierten Einsatz im Geschäftsjahr 2012/13. Nur mit der Motivation und der Leistungsorientierung unserer Belegschaft ist es möglich, den Aurubis-Konzern erfolgreich weiterzuentwickeln. Unser Dank schließt selbstverständlich auch die Arbeitnehmervertretungen ein, mit denen wir im abgelaufenen Geschäftsjahr unverändert konstruktiv und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben.
Forschung und Entwicklung
Die interdisziplinäre und bereichsübergreifende Zusammenarbeit des Forschungs- und Entwicklungsbereiches ist ein dynamischer Treiber für Innovationen bei Aurubis. Im vergangenen Berichtszeitraum wurden vor allem bestehende Prozesse und Produkte verbessert und weiterentwickelt. Daneben arbeitet der Bereich an strategisch wichtigen, zukunftsorientierten, langfristigen Projekten, die den technologischen Vorsprung sichern. Die Mitarbeiter des Forschungs- und Entwicklungsbereiches arbeiten eng mit den Produktionsbereichen, den Einkaufs- und den Strategiebereichen zusammen, um die Forschungs- und Entwicklungsprojekte stetig mit den Bereichs- und Gruppenzielen abzustimmen. Eine weitere wichtige Säule der Forschungsarbeit ist die Zusammenarbeit mit führenden Hochschulinstituten und anderen externen Partnern, um die Grundlagen für zukünftige Verfahrensentwicklungen zu legen.
Inhaltlich setzt sich ein Großteil der Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit der effizienteren Ausnutzung von Ressourcen auseinander, um für unsere Kunden und Lieferanten innovative und robuste Lösungen zu entwickeln. Ziel sind dabei nachhaltige Prozesslösungen, die die Verarbeitung eines möglichst breiten Spektrums an primären und sekundären Rohstoffen ermöglichen. Die Verbesserung der Metallausbringung im primär- und sekundärmetallurgischen Bereich sowie die zusätzliche Ausbringung von Nebenkomponenten geschehen im Einklang mit dem genannten Megatrend Ressourceneffizienz und gehören bei Aurubis zu den langfristigen Schwerpunktthemen.
Verstärkt wurden Computersimulationsverfahren wie Strömungssimulationen eingesetzt, um Prozessparameter von Verfahren zu analysieren und zu optimieren. Die Entwicklung hydrometallurgischer Laugungsprozesse zur Ausbringung von Wertstoffen und Verarbeitung von Zwischenprodukten wurde intensiv vorangetrieben. Neue Verfahrensentwicklungen zur Multielementausbringung wichtiger Rohstoffe sind im Labormaßstab bereits erfolgt und werden im nächstgrößeren Maßstab weiterentwickelt.
In den Business Lines Flat Rolled Products und Bars & Profiles werden in enger Zusammenarbeit mit den Kunden, dem Vertrieb und den technischen Abteilungen Produkte optimiert oder neu entwickelt sowie die dafür erforderlichen Prozesse konzipiert und kontinuierlich verbessert. Aufgrund der anhaltend hohen Metallpreise gab es auch im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche Projekte mit dem Ziel, die Gesamtkosten für den Kunden zu reduzieren. Einerseits wurden dafür Legierungen modifiziert oder gemeinsam mit dem Kunden die Bandabmessungen bei ggf. geänderter Legierung und/oder Technologie reduziert. Im Rahmen eines Technologietransferprojektes wurde die Luftabstreifverzinnung im Werk in Buffalo eingeführt, so dass neben der galvanischen Verzinnung und der Abstreifverzinnung als Heißverzinnung nun auch diese Technologie in den USA verfügbar ist. Durch Ausnutzung unserer Fertigungsmöglichkeiten für dünne Kupferbänder haben wir die Produktion unserer Messingdünnbänder optimiert und können nun für verschiedene Anwendungen Banddicken bis 40 µm anbieten.
Die Verbesserung der Zusammenarbeit der verschiedenen F&E-Standorte, ein effizientes Management der F&E-Projekte und des Portfolios sowie die Überarbeitung der strategischen Zukunftsfelder für F&E waren weitere Themenfelder im letzten Berichtszeitraum.
Die Aufwendungen für F&E lagen insgesamt bei 8,2 Mio. € (im Vorjahr: 8,5 Mio. €). Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr insbesondere Kosten für externe Projektpartner verringert, währenddessen der interne F&E-Aufwand gestiegen ist.
Der steigende interne Forschungsaufwand hat zu einer Zunahme der F&E-Mitarbeiter im Berichtszeitraum geführt. Konkret waren zum Stichtag am 30.09.2013 für den Bereich Forschung & Entwicklung 47 Mitarbeiter tätig.

Umweltschutz
Aurubis übernimmt Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz, die zu den Kernthemen der Unternehmensstrategie gehören. Bei Aurubis erfolgt die umweltfreundliche Produktion unter Verwendung modernster, energieeffizienter Anlagentechniken mit sehr hohen Umweltschutzstandards, um natürliche Ressourcen zu schonen und eine saubere Umwelt für zukünftige Generationen zu erhalten. Diesen Anspruch verfolgen wir für alle Produktionsstätten im Aurubis-Konzern und über alle Geschäftsprozesse hinweg.
DIALOG ZUM UMWELTSCHUTZ INTENSIVIERT
Auch im Geschäftsjahr 2012/13 hat Aurubis konzernweit einen offenen Dialog mit Behörden und Bürgern geführt und sich in zahlreichen Projekten engagiert.
So beteiligen wir uns beispielsweise zusammen mit dem europäischen Dachverband Eurometaux und dem European Copper Institute (ECI) an der dreijährigen Test- und Entwicklungsphase des Umweltfußabdrucks (Product Environmental Footprint - PEF) der EU-Kommission. Ziel dieser Kooperation ist es, die Umweltwirkung von Produkten anhand dieses Umweltfußabdrucks europaweit besser vergleichbar und einheitlich messbar zu machen.
In Hamburg sind wir seit dem Jahr 2003 Umweltpartner der Stadt. Im April 2013 haben wir diese Partnerschaft um weitere fünf Jahre verlängert. Darüber hinaus hat Aurubis zusammen mit elf weiteren Unternehmen die Partnerschaft für Luftgüte und schadstoffarme Mobilität unterzeichnet, die im September 2012 von der Freien und Hansestadt Hamburg initiiert wurde. Ziel dieser Partnerschaft ist die Reduktion der Stickstoffdioxid-Emissionen, die insbesondere durch den Verkehr verursacht werden. Zahlreiche Ideen zu den Themen Mitarbeitermobilität und effizienter Fuhrpark wurden bereits entwickelt. Im nächsten Schritt werden nun konkrete Maßnahmen für Aurubis vereinbart und umgesetzt.

UMWELTLEITLINIEN UND MANAGEMENTSYSTEME NACH HÖCHSTEN UMWELTSTANDARDS
Aurubis hat sich konzernübergreifende Ziele im Umweltschutz gesetzt, Kennzahlen zum Umweltschutz definiert und Maßnahmen zur Zielerreichung festgelegt (siehe Abbildung Ziele). Schwerpunkte sind dabei neben dem Klimaschutz insbesondere die Bereiche Gewässer- und Immissionsschutz. Die Wirksamkeit der Ziele und Maßnahmen wird kontinuierlich überprüft. So haben wir im Berichtszeitraum unsere Ziele um das Thema Bodenschutz ergänzt. Dem vorausgegangen waren das Inkrafttreten der EU-Industrieemissionsrichtlinie und die daraus resultierenden veränderten Anforderungen beim Bodenschutz.
Konzernweite Umweltmanagementsysteme (insbesondere nach ISO 14001; zusätzlich bei Aurubis Hamburg, Aurubis Lünen und bei Schwermetall Halbzeugwerk, Stolberg gemäß EMAS) unterstützen die Implementierung und Umsetzung der Ziele im Umwelt- und Klimaschutz. Zielvorgaben werden erfasst, Abweichungen bewertet, Korrekturmaßnahmen eingeleitet und in ihrer Wirksamkeit verfolgt.
Darüber hinaus wurden an mehreren Standorten Energiemanagementsysteme nach ISO 50001 implementiert. Durch eine jährliche externe Überprüfung haben wir die Möglichkeit, die erfolgreiche Implementierung des Umweltschutzes durch einen unabhängigen Dritten bestätigen zu lassen und Verbesserungspotenziale zu erkennen.

PROJEKTE UND FORTSCHRITTE IM BEREICH UMWELTSCHUTZ
Die kontinuierliche Verbesserung des Gewässerschutzes, des Bodenschutzes, des Klimaschutzes und des Immissionsschutzes ist Voraussetzung für einen nachhaltigen Umweltschutz. Daher wurden seit dem Jahr 2000 mehr als 400 Mio. € in Umweltschutzmaßnahmen in der Primär- und Sekundärkupferproduktion investiert.
Im internationalen Vergleich nimmt Aurubis eine Spitzenposition bei der Verminderung der spezifischen Schwefeldioxid-Emissionen ein.
Die spezifischen Staubemissionen für den Bereich der Primär- und Sekundärkupfererzeugung konnten um 94 % vermindert werden (Bezugsjahr 2000).

Neben der Minderung der Luftemissionen haben wir auch im Bereich des Gewässerschutzes deutliche Verbesserungen erreicht: Die Emissionen von Metallen in Gewässer im Bereich der Kupfererzeugung konnten wir seit dem Jahr 2000 von 7,2 auf 2,2 g pro Tonne erzeugten Kupfers senken. Dies entspricht einem Rückgang um rund 70 %. Damit konnten wir das Umweltschutzziel, die Gewässeremissionen bis zum Jahr 2015 um ca. 70 % zu reduzieren, bereits im Jahr 2012 erreichen. Unser Ziel ist es nun, dieses niedrige Niveau auch in Zukunft zu halten.
Folgende Maßnahmen haben wesentlich zur weiteren Verbesserung des Umweltschutzes beigetragen:
» Ein Beispiel für innovative Umweltschutztechniken ist die Entwicklung einer neuen Membranfilterpresse zur energieeffizienten Trocknung in Hamburg. Dieses Projekt wurde durch das Bundesforschungsministerium gefördert und ist Teil eines Gesamtkonzepts zur Anodenschlammaufbereitung mit dem Ziel der energetischen Optimierung, der Rückgewinnung von Ressourcen und der Emissionsminderung. Innovationen wie diese tragen dazu bei, unser umweltfreundliches Multi-Metal-Recycling weiter zu verbessern. Sie sind eine grundlegende Voraussetzung für eine zukunftsfähige und ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft.
» Darüber hinaus wurde eine neue Brecher- und Bandanlage an die Lagerhalle der Sekundärkupferproduktion angebunden. Durch dieses Projekt mit einem Investitionsvolumen von rund 7,5 Mio. € erwarten wir eine Reduzierung der diffusen Emissionen aus diesem Bereich um mehr als 70 %.
» Am Standort Pirdop wurde die Erfassung und Reinigung diffuser Emissionen im Bereich der Schmelzaggregate verbessert. Das Investitionsprojekt „Aurubis Bulgaria 2014“ befindet sich in der Umsetzungsphase. Durch das neue Abgasreinigungssystem, das sich noch im Bau befindet, rechnen wir mit einer weiteren Reduktion der Luftemissionen. Ebenfalls im Bau befindet sich eine neue Wasserbehandlungsanlage, die die Emissionen in Gewässer weiter mindern wird.
» Am Standort Lünen wurde das erneuerte Anodenofenfilter in Betrieb genommen, das die Filterkapazität von 150.000 m³/h auf 300.000 m³/h erhöht. Durch verbesserte Erfassung und effizientere Entstaubung der Anodenofenabgase erwarten wir eine weitere Verringerung der Emissionen. Darüber hinaus wurde im Bereich der Schmelzbetriebe im Jahr 2013 ein neues, hochmodernes Patronenfilter mit einer Kapazität von 500.000 m³/h installiert. Diese zusätzliche Filterkapazität soll die vollständige Schließung der Produktionshalle ermöglichen und so die diffusen Emissionen des Standorts weiter deutlich reduzieren.
AURUBIS ÜBERNIMMT VERANTWORTUNG FÜR DEN KLIMASCHUTZ
Die sukzessive Einführung zertifizierter Energiemanagementsysteme ermöglicht es uns, an allen Standorten energieeffiziente Anlagentechniken zu betreiben und Maßnahmen zur weiteren Energieeinsparung umzusetzen. Dadurch konnte Aurubis die CO₂-Emissionen erheblich verringern, wie die Klimaschutzindikatoren für die Kupferproduktion im Aurubis-Konzern belegen. Die durchgehend positive Entwicklung wurde im Jahr 2012 bestätigt.
Darüber hinaus beteiligt sich Aurubis unter anderem im Rahmen des Hamburger Klimaschutzkonzepts auch in Zukunft an der freiwilligen Selbstverpflichtung zur dauerhaften CO₂-Reduktion, die für eine zweite Phase von 2013 bis 2018 zwischen der Hamburger Wirtschaft und dem Senat vereinbart wurde. Aurubis hat sich damit verpflichtet, weitere 12.000 Tonnen CO₂ pro Jahr dauerhaft einzusparen.
Das Streben nach Energieeffizienz, Ressourceneffizienz und Umweltschutz kann jedoch auch zu Zielkonflikten führen.
So ist die Verarbeitung von komplexen Recyclingstoffen zwar sehr ressourceneffizient, aber meist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden. Um unsere Umweltauswirkungen auf ein Minimum zu reduzieren, arbeiten wir fortlaufend daran, unsere Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen kontinuierlich weiterzuentwickeln. Diesen Anspruch verfolgen wir für alle Produktionsstätten im Aurubis-Konzern und über alle Arbeitsprozesse hinweg.
Weiterhin sensibilisieren wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese Themen, denn ein hohes Umweltbewusstsein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreichen Umweltschutz.
Weitere Informationen zum Umweltschutz im Aurubis-Konzern sind in unserem Umweltreport 2012 enthalten, der im Internet unter www.aurubis.com/de/verantwortung/umweltschutz/umweltreport/ verfügbar ist.
RISIKOBERICHT
Risikomanagementsystem
Für Unternehmen wie den Aurubis-Konzern sind Risiken ein integraler Bestandteil der wirtschaftlichen Aktivitäten. Die wesentlichen Risiken steuern und kontrollieren wir mit Hilfe eines auf unsere geschäftlichen Aktivitäten abgestimmten Risikomanagementsystems (RMS).
Das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken und die Beobachtung ihrer Entwicklung sind von besonderer Bedeutung. Das Ziel besteht darin, negative Ergebniseinflüsse aus dem Eintreten dieser Risiken grundsätzlich durch geeignete Gegenmaßnahmen weitestgehend zu begrenzen. Hierzu werden die relevanten Risiken anhand ihrer Position in der Wertschöpfungskette strukturiert erfasst und anhand ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und betriebswirtschaftlichen Bedeutung klassifiziert.
Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der zentralen sowie dezentralen Planungs-, Steuerungs- und Kontrollprozesse und umfasst alle wesentlichen Standorte, Geschäftsbereiche und Stabsfunktionen des Aurubis-Konzerns. Das Planungs- und Steuerungssystem, die turnusmäßige Risikoberichterstattung, eine offene Kommunikationskultur sowie regelmäßige Risikoreviews an den Standorten schaffen Transparenz über unsere Risikosituation.
Für die Standorte, Geschäftsbereiche und Stabsfunktionen wurden Risikomanagement-Beauftragte benannt, die miteinander vernetzt sind. Die Steuerung des Netzwerks erfolgt über die Konzernzentrale. Das Konzern-Risikomanagement ist dem Finanzvorstand direkt unterstellt. Das RMS ist in einer Konzernrichtlinie dokumentiert.
Unabhängige Überwachung
Das RMS unterliegt einer regelmäßigen Überwachung und Prüfung. So überwacht die Interne Revision durch systematische Prüfungen das Risikomanagement und die Einhaltung des internen Kontrollsystems. Als prozessunabhängige Instanz trägt sie zur Integrität und Verbesserung der Geschäftsabläufe sowie zur Wirksamkeit der installierten Systeme und Kontrollen bei.
Daneben prüft der Abschlussprüfer unser RMS auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften. Er berichtet das Prüfungsergebnis an den Vorstand sowie den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats (Audit Committee).
Außerdem befasst sich das Audit Committee intensiv mit Fragen des Risikomanagements. Zusammen mit dem Vorstand informiert der Risikomanagement-Beauftragte das Gremium regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen.
Erläuterung der relevanten Risiken
VERSORGUNG, PRODUKTION UND LOGISTIK
Die Versorgung unserer Produktionsanlagen mit Rohstoffen und die Verfügbarkeit dieser Anlagen sind für den Aurubis-Konzern von größter Bedeutung. Daher werden Ereignisse, die unsere Produktionsprozesse deutlich einschränken, als wesentliche Risiken betrachtet und ihnen wird mit entsprechenden Maßnahmen begegnet.
Ein Großteil der Rohstoffe für die Produktion von Kupfer gelangt in Form von Kupferkonzentraten in den Prozess. Der verbleibende Anteil verteilt sich auf Recyclingrohstoffe und Hüttenzwischenprodukte. Diese Einsatzstoffe werden vor der Verarbeitung mit Hilfe anerkannter Analyseverfahren auf ihren Wertgehalt beprobt.
Um die Versorgung der Anlagen der BU Primärkupfer mit Kupferkonzentraten abzusichern, haben wir langfristige Verträge mit einer Vielzahl von Konzentratlieferanten aus unterschiedlichen Ländern abgeschlossen. Auf diese Weise gelingt es uns, das Risiko von Produktionsbeeinträchtigungen durch mögliche Lieferausfälle auf ein Minimum zu reduzieren. Durch den langfristigen Charakter der Verträge wird zudem das Risiko volatiler Spot-Schmelz- und Raffinierlöhne begrenzt.
Auch die Produktionsanlagen der BU Recycling/Edelmetalle konnten aufgrund unseres umfangreichen internationalen Lieferantennetzwerks insgesamt ausreichend versorgt werden. Aus heutiger Sicht erwarten wir auch weiterhin eine ausreichende Versorgung und Auslastung unserer Produktionsanlagen für Recyclingmaterial. Volatilitäten in den Schmelzlöhnen resultieren aber weiterhin insbesondere aus der allgemeinen Entwicklung der Kupferpreise und der konjunkturellen Lage sowie dem Wettbewerb um Elektronikschrotte und andere komplexe Recyclingmaterialien.
Die Versorgung der Produktionsanlagen der BU Kupferprodukte erfolgt hauptsächlich durch die im eigenen Konzern hergestellten Kupferkathoden. Dies erlaubt neben einer höheren Wertschöpfung auch die Steuerung der Qualität der Kupferprodukte während des gesamten Prozesses. Der Bedarf an Kupferkathoden für die BU Kupferprodukte konnte intern gedeckt und damit unsere Lieferzuverlässigkeit und die Qualität unserer Produkte sichergestellt werden. Kupferhaltige Vorstoffe für den Einsatz in den Produktionsanlagen der Business Line Flat Rolled Products konnten ebenfalls in ausreichender Menge beschafft werden. Auch hier gehen wir weiterhin von einer ausreichenden Versorgung aus.
Die Anlagenverfügbarkeit war insgesamt gut, jedoch phasenweise durch geplante Instandhaltungsmaßnahmen und kleinere technische Störungen reduziert. Die daraus resultierenden Einflüsse hielten sich in Grenzen. In der Hamburger Rohhütte und Schwefelsäureproduktionsanlage fand zudem über den Geschäftsjahreswechsel ein geplanter Großstillstand mit den erwarteten Produktionsausfällen statt.
Grundsätzlich haben wir zur Bewältigung potenzieller Betriebsstörungen, die beispielsweise durch Ereignisse wie Hochwasser oder Feuer entstehen können, organisatorische Maßnahmen ergriffen (wie zum Beispiel Alarmpläne, regelmäßig Übungen zur Schulung der Mitarbeiter). Außerdem begegnen wir dem Risiko von Betriebsstörungen mit regelmäßigen Wartungsarbeiten und dem Vorhalten kritischer Ersatzteile.
Logistikrisiken begegnen wir zum einen durch ein sorgfältiges, mehrstufiges Aufnahmeverfahren zur Dienstleisterauswahl und durch Vermeidung von Single Sourcing. Wir können auf ein internationales Netz qualifizierter Dienstleister zurückgreifen. Zum anderen beugen wir zum Beispiel wetterbedingten Risiken in der Transportkette vor, indem wir Ausfallrisiken durch vertragliche Regelungen zum Vorhalten entsprechender Alternativen vermeiden. So konnten bei teilweiser Vereisung der Elbe, welche zu logistischen Einschränkungen führte, die Auswirkungen durch präventive Back-up-Lösungen aufgefangen werden.
ABSATZSITUATION DER PRODUKTE
Die Absatzsituation bei Kupferprodukten, insbesondere in Europa, war im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin schwach. Für das laufende Geschäftsjahr rechnen wir allerdings mit einer Stabilisierung der Nachfrage. Dabei gehen wir von einer leichten Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen aus. Grundsätzlich besteht am Markt ein hoher Preisdruck aufgrund von Überkapazitäten.
Auch der Schwefelsäuremarkt hat sich insbesondere durch die stark gefallene Nachfrage der Düngemittelindustrie deutlich abgeschwächt. In den kommenden Monaten rechnen wir saisonbedingt mit einem weiterhin stagnierenden Trend. Eine Stabilisierung ist nach unserer Einschätzung erst im Frühjahr möglich.
Kathoden, die nicht intern verarbeitet wurden, setzt Aurubis auf dem internationalen Kupfermarkt ab.
ENERGIE
Die Energiepreise haben sich im Laufe des abgelaufenen Geschäftsjahres tendenziell reduziert. Durch den seit Anfang 2010 gültigen Stromvertrag haben wir uns langfristig gegen Kostenbelastungen aufgrund von schwer prognostizierbaren und volatilen Preisen an der Strombörse abgesichert. Diese Absicherung bezieht sich auf den wesentlichen Anteil unseres Strombedarfs und deckt die wesentlichen deutschen Standorte ab.
Aufgrund der nach wie vor unsicheren Rechtslage und sich ändernder politischer Rahmenbedingungen lassen sich grundsätzlich Belastungen durch Veränderungen bei potenziellen Kostentreibern wie zum Beispiel EEG, Emissionshandel, Netzentgelte oder Ökosteuer nur schwer verlässlich quantifizieren. Wir gehen allerdings von mittelfristig steigenden Kosten aus, die zu starken Belastungen führen könnten.
Mit Störungen in der Stromversorgung bis hin zu einem flächendeckenden Stromausfall nach Abschaltung eines Großteils der deutschen Nuklearenergieanlagen haben wir uns intensiv befasst. Durch die Fertigstellung der Übertragungsleitung Hamburg - Schwerin hat sich die Versorgungssicherheit des Großraums Hamburg deutlich verbessert.
FINANZEN UND FINANZIERUNG
Metallpreis- und Währungskursschwankungen stellen ein potenzielles Risiko beim Metallein- und -verkauf dar. Durch Devisen- und Metallpreisabsicherungen wird dieses Risiko maßgeblich reduziert. Das tägliche Aufrechnen von Metalleingängen und -ausgängen aus Grundgeschäften reduziert die zu sichernden Volumina wesentlich. Überhänge werden täglich abgesichert. Gleiches geschieht durch Finanzinstrumente wie Spot- und Forwardkontrakte für Devisenkurse und Metallpreise. Risiken aus Über- oder Unterdeckungen werden so ebenfalls täglich minimiert. Zur Minimierung des Ausfallrisikos haben wir als Partner für Sicherungsgeschäfte ausschließlich erstklassige Adressen ausgewählt.
Erwartete Mittelzuflüsse aus Fremdwährungen, insbesondere US-Dollar, sichern wir weitestgehend durch Optionen und Forwardgeschäfte ab. Wir setzen dies auch zukünftig fort und gehen davon aus, die Risiken aus Metallpreis- und Devisenkursschwankungen mit diesen Maßnahmen auf ein vertretbares Niveau reduzieren zu können. Wirtschaftlich akzeptable Währungskursabsicherungen sind allerdings nur zeitlich limitiert realisierbar.
Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden weitgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert. Eigenrisiken wurden nur sehr begrenzt und nach Prüfung zugelassen. Die Entwicklung der ausstehenden Forderungen wird wöchentlich verfolgt. Im Berichtszeitraum kam es zu keinen wesentlichen Forderungsausfällen. Wir sehen für die zukünftige Entwicklung keine bedrohlichen Entwicklungen.
Die Versorgung mit Liquidität war im abgelaufenen Geschäftsjahr sichergestellt. Die Kreditlinien seitens der Banken waren ebenfalls ausreichend. Auch für das neue Geschäftsjahr gehen wir aus heutiger Sicht von einer entsprechenden Entwicklung aus. Risiken, die aus einem Wiederaufleben der Staatsschuldenkrise im Euroraum resultieren können, werden durch die Treasury-Funktion überwacht.
UMWELTSCHUTZ, RECHT UND ORGANISATORISCHE ASPEKTE
Grundsätzlich besteht das Risiko, dass sich umweltrechtliche oder regulatorische Bestimmungen verschärfen und so entsprechende Kosten entstehen oder es zu Einschränkungen bei der Vermarktung von Produkten kommt. Umweltrisiken, die beispielsweise aus der möglichen Nichteinhaltung von Grenzwerten resultieren, können ebenso wie Verstöße gegen Auflagen zu rechtlichen Konsequenzen führen. Seit Jahren sorgen wir für einen umweltfreundlichen Betrieb unserer Produktionsanlagen. Der Umweltstandard ist international führend, was zum Beispiel die jährlichen Zertifizierungen nach ISO 14001 und EMAS belegen. Wir sehen uns hier auch für die Zukunft gut aufgestellt. Gleichwohl können betriebliche Störungen, die auch zu Beeinträchtigungen der Umwelt führen können, nicht vollständig ausgeschlossen werden.
In einem Betrieb mit komplexen Prozessen ist das Fachwissen der Mitarbeiter ein wichtiger Faktor, um die Leistungsqualität sicherzustellen. Deshalb greifen verschiedene Maßnahmen ineinander, damit Aurubis auch weiterhin auf das Know-how der Mitarbeiter zählen kann. Durch Kooperationen und Kontakte mit Hochschulen bauen wir Verbindungen zu qualifizierten Nachwuchskräften auf und durch Qualifizierungsmaßnahmen fördern wir die Entwicklung von Fach- und Führungskräften. Außerdem haben bei uns die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz einen hohen Stellenwert. Deshalb legen wir hier unser Augenmerk auf Verantwortung, detaillierte Gefährdungsbeurteilungen, ständige Fortbildung sowie kurz- und mittelfristige Ziele mit der Vision „Null Unfälle“.
Rechts-, Steuer- und Compliance-Risiken begegnen wir mit organisatorischen Maßnahmen und klaren Führungsstrukturen. Die politische Diskussion zu Steuerthemen, wie z.B. Finanztransaktion- und Vermögensteuer, sowie deren mögliche Auswirkungen werden durch uns eng verfolgt.
Risiken aus einer mangelnden Verfügbarkeit unserer IT-Systeme begrenzen wir durch laufende Überwachung, technische Vorkehrungen sowie notwendige Anpassungen. Durch die redundante Auslegung unserer IT-Infrastrukturen sowie durch Datenwiederherstellungs- und Kontinuitätspläne begegnen wir Risiken aus möglichen Störungs- oder Katastrophenfällen. Risiken aus unbefugten Zugriffen auf Unternehmensdaten begegnen wir durch restriktive Vergabe von Zugriffsberechtigungen und durch Einsatz aktueller Sicherheitssysteme.
Wesentliche Risiken sind zudem über Versicherungen weitgehend abgedeckt. Hierbei bedienen wir uns der Expertise eines externen Versicherungsmaklers.
Beurteilung der Risikosituation des Konzerns
Im Berichtszeitraum sind keine wesentlichen Risiken eingetreten. Es haben sich keine besonderen strukturellen Veränderungen in den Risiken des Konzerns ergeben. Nach unserer heutigen Einschätzung ergeben sich keine den Bestand gefährdenden Risiken.
Sowohl der Prüfungsausschuss als auch der Abschlussprüfer haben festgestellt, dass Vorstand und Aufsichtsrat die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Form getroffen haben, und dass das gesetzlich geforderte Risikofrüherkennungs- und Überwachungssystem alle Voraussetzungen erfüllt.
Wir sind davon überzeugt, dass wir über ein geeignetes System zur Beherrschung der relevanten Risiken verfügen.
Internes Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
(Bericht gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB)
Ziel des internen Kontrollsystems (IKS) für den Rechnungslegungsprozess ist es, zu gewährleisten, dass ein regelungskonformer Abschluss erstellt wird. Aurubis verfügt über ein internes Kontroll- und Risikomanagementsystem, in dem Strukturen und Prozesse bezogen auf den Rechnungslegungsprozess definiert und in der Organisation umgesetzt sind. Damit wird sichergestellt, dass die Rechnungslegung verlässlich und ordnungsmäßig ist, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah erfasst werden und gesetzliche Normen und interne Richtlinien zur Rechnungslegung eingehalten werden. Änderungen von Gesetzen und Rechnungslegungsstandards werden fortlaufend auf ihre Relevanz für den Konzernabschluss analysiert und daraus resultierende Änderungen in die internen Prozesse und Systeme aufgenommen.
GRUNDLAGEN DES RECHNUNGSLEGUNGSBEZOGENEN INTERNEN KONTROLLSYSTEMS
Die Aurubis AG stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss des Aurubis-Konzerns auf. Diesem Prozess vorgelagert ist die Finanzberichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Konzerngesellschaften, die ihre Abschlüsse lokal erstellen und über ein konzerneinheitlich definiertes Datenmodell an die Abteilung Corporate Accounting übermitteln. Die Verantwortung für die Einhaltung der konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren sowie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme liegt bei den Konzerngesellschaften.
Das interne Kontrollsystem beinhaltet folgende wesentliche Grundlagen:
| • | Sicherstellung der normgerechten Bilanzierung bei der Erstellung des Einzelabschlusses der Aurubis AG durch systemseitig implementierte Kontrollen, die ergänzt werden durch manuelle Kontrollen der Rechnungslegung und weitere Genehmigungs- und Freigabeverfahren (Funktionstrennungen, Zugriffsregelungen und -beschränkungen, Anwendung des Vier-Augen-Prinzips, Regelungen zum Zahlungsverkehr) |
| • | Sicherstellung konzerneinheitlicher Bilanzierung nach IFRS durch die Anwendung einheitlicher Bilanzierungsvorschriften und Arbeitsanweisungen, zentrale Prüfung der Reporting Packages, Abweichungsanalyse zum Budget und Berichterstattung im Rahmen der quartalsweise stattfindenden Finance-Meetings |
| • | Erfassung der externen Rechnungslegung und der internen Berichterstattung durch alle Konzerngesellschaften in einem einheitlichen Konsolidierungs- und Berichtssystem |
| • | Gesamtkonsolidierung des Konzernabschlusses durch das Corporate Accounting, das die Konsolidierungsmaßnahmen, Abstimmungsarbeiten und die Überwachung der zeitlichen und prozessualen Vorgaben zentral durchführt |
| • | Unterstützung der lokalen Gesellschaften in Fragen der Rechnungslegung durch zentrale Ansprechpartner im Corporate Accounting |
| • | Klärung von speziellen fachlichen Fragestellungen und komplexen Sachverhalten fallbezogen unter Einbeziehung externer Sachverständiger. |
INTERNE REVISION ALS PROZESSUNABHÄNGIGE RISIKOBETRACHTUNG
Die Interne Revision prüft die Zuverlässigkeit des Rechnungswesens. Dabei werden insbesondere bestehende interne Regelwerke der Prozesse und deren Einhaltung in der Praxis überprüft. Darüber hinaus informiert die Interne Revision über Risiken, die aus erkennbaren Abweichungen entstehen, und rät zu Anpassungsmaßnahmen.
NACHTRAGSBERICHT
Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht aufgetreten.
PROGNOSEBERICHT
Geschäftsjahresauftakt 2013/14 von Unsicherheiten begleitet
Zum Auftakt des Geschäftsjahres 2013/14 bot sich dem Aurubis-Konzern ein Umfeld, das von Unsicherheiten und differenzierten Entwicklungen gekennzeichnet war. Es mangelte an klaren Orientierungshilfen. Die Meinungsbildung über den Verlauf des neuen Geschäftsjahres kann deshalb nicht an klaren Fixpunkten festgemacht werden und gestaltet sich schwierig.
Das Geschäftsmodell von Aurubis hat sich allerdings in den vergangenen Jahren, die ebenfalls diese Merkmale aufwiesen, nachweislich bewährt. Durch seine Aufstellung als integrierter Kupfererzeuger und -verarbeiter und durch seine gute Positionierung in den internationalen Kupfer- und Rohstoffmärkten ist es dem Aurubis-Konzern dabei gelungen, die auf ihn zukommenden Herausforderungen zu bewältigen. Daran wird sich im neuen Geschäftsjahr nichts ändern.
Als besonders vorteilhaft für die Gesamtgeschäftsentwicklung des Konzerns hat sich die in der Prozess- und Produktionsstruktur angelegte Flexibilität erwiesen, mit der wir den Veränderungen an den Märkten begegnen können. Auch ist die Prozesseffizienz und die Effektivität in der Ausbringung von Kupfer und weiterer Metalle von entscheidender Bedeutung. Im Kundengeschäft setzt sich Aurubis durch seine breite Lieferpalette und in seiner stark kundenorientierten Geschäftspolitik vom Wettbewerb ab.
Entstehende Risiken werden durch ein umfassendes Risikomanagement frühzeitig erkannt, nutzbare Chancen erfasst und verwertet. Die Finanzierungspolitik ist konservativ angelegt.
Wesentliche Projekte wurden abgeschlossen und liefern nun im neuen Geschäftsjahr ihren Beitrag zum Unternehmensergebnis.
Damit sind die Voraussetzungen für eine positive Weiterentwicklung des Konzerns gegeben.
Erwartete Entwicklung der Rahmenbedingungen
WELTKONJUNKTUR MIT ERHOLUNGSTENDENZEN - RISIKEN BESTEHEN FORT
Die globale Erholung der Weltwirtschaft wird sich voraussichtlich 2014 fortsetzen, dies jedoch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Nach Meinung des Internationalen Währungsfonds (IWF) dürfte sich das Wachstumsbild weiterhin zugunsten der etablierten Industrieländer verschieben. In den bisher besonders dynamischen Entwicklungs- und Schwellenländern ist hingegen eine Beruhigung wahrscheinlicher, ihr Beitrag zur globalen Wirtschaftsleistung ist jedoch weiterhin wesentlich.
In seinem Herbstausblick beziffert der IWF das Weltwirtschaftswachstum für 2014 mit 3,6 %. Dies ist zwar gegenüber 2013 (plus 2,9 %) eine sichtbare Beschleunigung, gegenüber der optimistischeren Prognose vom Frühjahr 2013 allerdings ein Dämpfer.
In der Risikobewertung der Prognosen stehen die USA und China ganz vorn, also zwei Länder, die auch zu den Hauptkonsumenten von Kupfer gehören. In beiden Fällen sind es vor allem politische Entscheidungen, die die Wirtschaftsentwicklung beeinflussen werden. In den USA ist es die ungeklärte Frage, wann die Notenbank ihre Geldpolitik straffen und wie die US-Regierung mit ihrer Schuldenpolitik umgehen wird. Höhere Kapitalmarktzinsen, die aus einer Beendigung der lockeren Geldpolitik resultieren, würden global eine starke konjunkturelle Abbremswirkung entfalten. Schließt man diese Risiken aus, könnte das Wachstum in den USA 2,6 % erreichen.
In China, dessen Kupferbedarf rund 40 % der Weltnachfrage ausmacht, hatte im ersten Halbjahr 2013 ein Rückgang der Wachstumsdynamik Besorgnis hervorgerufen. Das dritte Quartal 2013 war mit plus 7,8 % aber besser als erwartet ausgefallen und die politische Führung hat auf ihrer Herbsttagung mit Verlautbarungen über mehr Markt und ein liberalisierteres Finanzsystem positive Zeichen gesetzt. Damit dürfte China die Transition zu einem geordneten, mehr nachhaltigen Wachstumsmodell fortsetzen. Für 2014 sieht der IWF den Anstieg der chinesischen Wirtschaftskraft bei 7,3 %.
Im Euroraum zeichnet sich eine Stabilisierung der Wirtschaftsaktivitäten in Südeuropa und eine Erholung in den Kernländern der Währungsunion ab. Damit ist es wahrscheinlich, dass die Eurozone 2014 mit einem Plus von 1 % in den Wachstumsbereich zurückkehrt.
Vor allem in Deutschland scheint sich der Aufschwung nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank in den kommenden Monaten zu festigen. Das Institut sieht die deutsche Wirtschaft auf einem soliden Wachstumskurs. Zwar ist der zukünftige politische Rahmen nach der Wahl zum Bundestag noch nicht endgültig festgelegt, mit gravierenden wachstumshemmenden Maßnahmen wird jedoch nicht gerechnet. Zudem hat die Kapazitätsauslastung in der deutschen Industrie zuletzt fast wieder den längerfristigen Durchschnittswert erreicht. Für das Jahr 2014 geht der IWF von einer zunehmenden Wirtschaftstätigkeit in Deutschland aus und beziffert die Wachstumsrate des Jahres 2014 mit 1,4 %.
FUNDAMENTALE MARKTFAKTOREN SPRECHEN FÜR ANHALTEND FESTEN KUPFERPREIS
Am internationalen Kupfermarkt spricht viel dafür, dass die fundamentale Situation auch 2014 feste Kupferpreise bei einer vergleichsweise moderaten Schwankungsbreite rechtfertigen wird. Die wesentlichen Einflüsse kommen sowohl von der Produktions- als auch von der Nachfrageseite des Marktes.
Der Kapazitätsausbau in der Weltproduktion von raffiniertem Kupfer dürfte sich 2014 fortsetzen. Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass neue Projekte fast ausschließlich in China angesiedelt sind. Hier ist es angesichts der abgeschwächten Wirtschaftsdynamik zu einer Revision von Projektplänen gekommen und Expansionsvorhaben sind einer realistischeren Betrachtung unterzogen worden. Auch ist die Auslastung der Kapazitäten aus einer Reihe von Gründen gering - ein Zustand, an dem sich 2014 nichts Wesentliches ändern dürfte. Zudem stufen chinesische Hütten die veröffentlichten Produktionszahlen für raffiniertes Kupfer als zu hoch ein, da es ihrer Meinung nach immer wieder zu Doppelzählungen kommt. Der statistisch ermittelte Produktionsüberschuss fände sich so in der Realität nicht wieder.
Diese Meinung bestätigt sich in der aktuellen Lage am physischen Kupfermarkt. Nach dem deutlichen Abbau der Kupfermengen in chinesischen Zolllagern 2013 und anhaltend rückläufigen Bestandsmengen bei Metallbörsen ist die Verfügbarkeit von Kupferkathoden weltweit gering, was sich auch in den hohen Kathodenprämien des Spot-Geschäftes sowie für Jahresverträge 2014 ausdrückt. Daran wird sich vorerst kaum etwas ändern. Spürbare Effekte von Kapazitätserhöhungen werden erst für die zweite Jahreshälfte 2014 gesehen.
Demgegenüber stehen eine wirtschaftliche Erholung in Kernmärkten der Kupfernachfrage und ein weiterhin guter Bedarf an raffiniertem Kupfer in China.
In Nordamerika und Westeuropa verbessern sich angesichts der langsam wieder anspringenden Konjunktur die Wachstumschancen der Kupfernachfrage, wobei Europa mit plus 1 bis 2 % noch hinter Nordamerika mit etwa plus 4 % zurückbleibt. Politische Risiken, wie sie aus der Kredit- und Schuldenpolitik der USA entstehen, sind hierbei nicht berücksichtigt.
In China dürfte die Wirtschaft nach den jüngsten politischen Beschlüssen den Weg zu einem geordneten Wachstum fortsetzen. Im Einzelnen sind die Auswirkungen auf die Kupfernachfrage jedoch schwer einzuschätzen. Unklar bleibt, ob die Investitionen in Infrastruktur unvermindert fortgesetzt werden. Ein Nachfrageanstieg von 4 bis 5 % wird dennoch für möglich gehalten. Dies entspricht immerhin einem Mengenzuwachs von rund 400.000 Tonnen.
Weitere Faktoren sind mit großen Unsicherheiten behaftet, könnten 2014 aber ebenfalls den Kupfermarkt beeinflussen. Hierzu gehört beispielsweise die Versorgung der internationalen Märkte mit Altkupfer. Sie wird nicht nur darüber entscheiden, in welchem Maße Recyclingkapazitäten in China genutzt werden können, sondern auch darüber, wie stark ein Mangel an Schrott den Kaufbedarf der Verarbeitenden Industrie für Kathoden beeinflusst. Auf der Produktionsseite muss zudem erneut mit Ausfällen gerechnet werden, beispielsweise durch Wartungsstillstände oder durch Streiks. Die Aktivitäten institutioneller Anleger an den Rohstoffmärkten sind ebenfalls von Bedeutung. Sie könnten angesichts der hohen Liquidität an den Kapitalmärkten wieder zunehmen.
Insgesamt ergibt sich ein Bild des Weltkupfermarktes, zu dem die zum Teil prognostizierten starken Produktionsüberschüsse für 2014 nicht passen. Wir gehen davon aus, dass die Überschüsse nicht in dem angenommenen Maße eintreten werden und dass sich die von physischer Knappheit gekennzeichnete Marktsituation zunächst fortsetzen wird. Erst im zweiten Halbjahr 2014 ist durch neue Produktionen in China eine leichte Entspannung der Versorgungslage mit Kupferkathoden denkbar, angesichts der Unwägbarkeiten am Markt kann dies jedoch nicht zuverlässig vorausgesagt werden.
Auch die Devisenmärkte unterliegen in starkem Maße makroökonomischen Einflüssen. Eine zuverlässige Prognose zur Entwicklung von US-Dollar und Euro kann deshalb nicht abgegeben werden. Wir haben aber die bekannten Währungsrisiken für 2014 bereits größtenteils abgesichert.
Erwartete Geschäftsentwicklung
BU PRIMÄRKUPFER ERWARTET GUTE MARKTENTWICKLUNG
Für die Geschäftsentwicklung der BU Primärkupfer im kommenden Jahr ist die Verfassung der internationalen Märkte für Kupferkonzentrate von entscheidender Bedeutung. Die Weichenstellungen hierfür sind zum Teil bereits in den vergangenen Jahren erfolgt: Viele der damals begonnenen Minenprojekte nehmen jetzt ihre Produktion auf. Deshalb wird sich am internationalen Markt für Kupferkonzentrate 2014 ein gutes Angebot zeigen, das wiederum zu höheren Schmelz- und Raffinierlöhnen (TC/RCs) führt. Dabei sind viele Kupferhütten wie Aurubis bereits gut versorgt. Allerdings können technische Probleme in den Minen oder bei Kupferhütten, Störungen im Transport oder Streiks das Konzentratangebot jederzeit beeinflussen. Erste publik gewordene Vertragsabschlüsse zwischen Minen und asiatischen Hütten über Jahresverträge 2014 bestätigen den Aufwärtstrend der TC/RCs.
Das Angebot anderer Rohstoffe, die in den Anlagen der BU verarbeitet werden, wie Blisterkupfer, Altkupfer und edelmetallhaltige Materialien, liegt derzeit auf einem niedrigen Niveau. Allgemein wird hier keine baldige Verbesserung erwartet. Ein deutlicher Anstieg des Kupferpreises und der Edelmetallpreise könnte dies jedoch ändern.
Bei der Nachfrage nach Schwefelsäure hängt vieles von der Erholung des derzeit schwachen Marktes für Düngemittel ab. Wesentliche Einflussfaktoren auf den globalen Schwefelsäuremarkt werden darüber hinaus auch weiterhin die konjunkturelle Entwicklung sowie die Höhe der Produktion sein.
Insgesamt gehen wir für das Geschäftsjahr 2013/14 von einer guten Auslastung unserer Produktionsanlagen an allen Standorten des Konzerns aus. Der im September und Oktober 2013 erfolgte, geplante Stillstand der Konzentratverarbeitung und Schwefelsäureproduktion am Standort Hamburg wird auch noch im Geschäftsjahr 2013/14 Auswirkungen auf Mengen und Ergebnis haben. Während des Stillstandes haben wir die wesentlichen Anlagen zur Primärkupferproduktion ersetzt bzw. einer Reparatur unterzogen. Dies führte zu einem verminderten Konzentratdurchsatz und zu einer geringeren Schwefelsäureproduktion. Das Kernaggregat der Primärkupfererzeugung, der Schwebeschmelzofen, wurde nach mehr als 20-jähriger Laufzeit komplett ersetzt. Dennoch erwarten wir 2013/14 wegen der umgesetzten Maßnahmen zur Durchsatzsteigerung in Hamburg und Pirdop einen leicht höheren Konzentratdurchsatz und damit verbunden eine höhere Schwefelsäureproduktion.
Auch wenn uns nach dem Großstillstand grundlegend modernisierte Anlagen zur Verfügung stehen, werden wir weiter systematisch nach Verbesserungspotenzialen suchen. Gleichzeitig sehen wir eine wesentliche Aufgabe im Ausbau unserer Wettbewerbsposition an den internationalen Konzentrat- und Rohstoffmärkten zur Sicherung unserer künftigen Versorgung mit guten Schmelz- und Raffinierlöhnen.
BU RECYCLING/EDELMETALLE GEHT VON VOLLSTÄNDIGER AUSLASTUNG DER ANLAGEN AUS
Die BU Recycling/Edelmetalle ist mit einer nicht zufriedenstellenden Marktsituation für Altkupfer in das neue Geschäftsjahr 2013/14 gestartet. Das Mengenangebot ist noch nicht wieder zu früheren Volumina zurückgekehrt, die erzielbaren Raffinierlöhne haben sich noch nicht wieder erholt. Dennoch halten wir, angesichts der erwarteten Rückkehr zu konjunkturellem Wachstum in den USA und in Europa, eine Angebotsverbesserung und damit eine Verbesserung der Raffinierlöhne für möglich. Beides wird davon abhängen, in welchem Maße Erneuerungsinvestitionen vorgenommen werden und in welchem Maße der Kupferpreis sich nach oben bewegt. Angesichts der in beiden Regionen seit langem etablierten Sammelsysteme und der auch bei stabilem Kupferpreis hohen Werthaltigkeit von Altkupfer gehen wir davon aus, dass wir uns in unseren Kern-Lieferländern weiterhin ausreichend versorgen können und eine vollständige Auslastung der Produktionsanlagen erreichen.
In der Vergangenheit hat sich der Markt für Altkupfer als sehr sensibel für Preisveränderungen erwiesen. Sollte es temporär zu einer volatilen Entwicklung des Kupferpreises kommen, wird sich dies aller Wahrscheinlichkeit nach unmittelbar im Angebotsverhalten des Handels widerspiegeln.
Die Verfügbarkeit an komplexen Recyclingmaterialien, zu denen auch Elektronikschrotte gehören, unterliegt grundsätzlich anderen Rahmenbedingungen und damit weniger kurzfristigen Schwankungen. Folgende Entwicklungen zeichnen sich ab:
Die Lebensdauer von Elektro- und Elektronikprodukten sinkt. Damit steigt auch der entsprechende Materialanfall. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich die neuen Verarbeitungskapazitäten in Europa auswirken werden.
Die Verfügbarkeit an industriellen Rückständen sollte von einer Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage und einer besseren Auslastung der Verarbeitenden Industrie profitieren. Bei gleichbleibender Nachfrage erwarten wir deshalb ein verbessertes Marktumfeld. Insgesamt gehen wir auch bei diesen Materialien davon aus, dass wir unsere Verarbeitungskapazitäten vollständig versorgen können.
Mit der Inbetriebnahme der neuen Anlage zur Verarbeitung von edelmetallhaltigen Anodenschlämmen werden wir ab 2014 die im Konzern anfallenden Mengen vollständig verarbeiten können. Dies verändert die bisherigen Versorgungsstrukturen mit edelmetallhaltigen Vorstoffen und wird vor allem zu einer erhöhten Produktion an Gold führen. Das Ergebnis der BU sollte hiervon positiv beeinflusst werden.
BU KUPFERPRODUKTE STEHT AUCH IM NEUEN GESCHÄFTSJAHR VOR HERAUSFORDERUNGEN
Die Geschäftsentwicklung der BU Kupferprodukte wird voraussichtlich auch im neuen Geschäftsjahr von einem schwierigen Umfeld und zu schwachen Nachfragemärkten in Europa bestimmt sein. Da die wirtschaftliche Entwicklung in den einzelnen Ländern unterschiedlich verlaufen dürfte, sind die Auswirkungen auf unser Produktgeschäft regional unterschiedlich. Vor allem in Südeuropa lässt die Geschäftserholung noch auf sich warten. In Nordamerika ist die Situation dagegen besser und ein weiteres Wirtschaftswachstum wahrscheinlicher.
Hinsichtlich der Nachfrage nach Gießwalzdraht sehen wir derzeit positive Signale und erwarten nach der Schwäche der letzten Jahre eine Stabilisierung auf aktuellem Niveau. Für die geplante Sanierung der Stromnetze sowie andere Infrastrukturvorhaben wird Gießwalzdraht benötigt. Auch die europäische Automobilindustrie rechnet für das nächste Jahr mit keinem weiteren Geschäftsrückgang. Ergänzend beabsichtigen wir, zur Kundenbindung und -akquise unser Service-Portfolio zu erweitern.
Im Absatz von Kupferstranggussformaten setzen wir weiterhin auf margenstarke Produkte, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Mit technischen Verbesserungen und einer Erweiterung der in diesem Bereich angebotenen Produktpalette wollen wir die Grundlage für ein stabiles und nachhaltiges Geschäft schaffen.
Die Nachfrage nach Vorwalzbändern zeigte ab dem Sommer 2013 in Europa Schwäche. Aus diesem Grund gehen wir von einem etwas langsameren Start in das neue Geschäftsjahr aus. Bei einer voraussichtlich verbesserten wirtschaftlichen Lage in Europa und Nordamerika erwarten wir im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres jedoch eine Erholung.
Der europäische Markt für Flachwalzprodukte zeichnet ein unklares Bild. Einerseits ist die Nachfrage in Deutschland auf gutem Wege und die Prognose für Italien, Frankreich, Spanien und Großbritannien ist von etwas Zuversicht geprägt. Andererseits fällt der Aufschwung aber noch nicht eindeutig genug aus. Dennoch rechnen wir damit, dass sich die Lage verbessert. In den USA rechnen wir mit einer steigenden Nachfrage.
Gleichzeitig arbeiten wir an Leistungs- und Qualitätsverbesserungen sowie an der Optimierung unserer Bandproduktion. Der Standortwechsel unserer Fertigband-Sparte von Schweden in die Niederlande wird bis zum Ende des Jahres 2013 abgeschlossen sein. Insgesamt planen wir, unsere Marktposition weiter zu verbessern.
Erwartete Ertragslage
Das Geschäftsumfeld des Aurubis-Konzerns wird in den kommenden zwei Jahren von anhaltenden Unsicherheiten begleitet sein. Die wirtschaftliche Erholung in Europa ist nach wie vor fragil und von politischen Unwägbarkeiten begleitet. Auch in den USA begegnen wir einer differenzierten Lage, die von geldpolitischen Unsicherheiten und wieder zunehmender Wirtschaftskraft gekennzeichnet ist. In China, dessen Wirtschaftsentwicklung für uns von großer Bedeutung ist, sind ebenfalls keine eindeutigen Entwicklungen vorhersehbar. Das Land spielt eine wichtige Rolle am Kupfermarkt, da es rund 40 % der globalen Kupfernachfrage auf sich vereint. Unsicherheiten über seine weitere konjunkturelle Entwicklung übertragen sich unmittelbar auf die Prognostizierbarkeit der Kupfer- und Metallpreise, sowie auf die Entwicklung der für uns wesentlichen Vorstoffmärkte.
In der BU Primärkupfer sehen wir im Einkauf von Kupferkonzentraten auch 2014 positive Einflüsse durch die gute Mengenversorgung des Marktes, die hohe Schmelz- und Raffinierlöhne wahrscheinlich macht. Aus heutiger Sicht gehen wir davon aus, dass sich diese Marktlage 2015 fortsetzen wird. Für Schwefelsäure gestaltet sich die Prognose schwieriger. Hier wäre eine weitere Erholung der Weltkonjunktur und ein Wiederaufleben der Nachfrage aus dem Düngemittelsektor Voraussetzung für eine nachhaltige Markterholung. mit einem Preisniveau, wie es in den Vorjahren zu sehen war. Ein solche Entwicklung ist im neuen Geschäftsjahr, zumindest in seiner ersten Hälfte, nicht absehbar. Für die Zeit danach bleibt die Prognose schwierig, da auch andere unklare Komponenten, wie die Preisentwicklung von Schwefel, Einfluss haben.
Für die BU Recycling/Edelmetalle ist neben der Verfügbarkeit von Mengen für einen optimalen Materialmix die Entwicklung an den Altkupfermärkten von herausragender Bedeutung. Am Altkupfermarkt erleben wir derzeit eine Fortsetzung der schwierigen Marktlage des zweiten Halbjahres 2012/13. Eine kurzfristige Erholung ist nicht absehbar. Dennoch rechnen wir mit einer Normalisierung der Situation, da sich keine grundlegenden Marktveränderungen ergeben haben. Fraglich ist allerdings, wann es zu einer Angebotsverbesserung kommen wird und wie diese dann ausfällt.
Durch die Verarbeitung aller im Konzern anfallenden Anodenschlämme werden wir die Wertschöpfung erhöhen, was sich letztlich positiv auf das Ergebnis der BU Recycling/Edelmetalle auswirken wird.
Die Verknappung am physischen Kathodenmarkt, die auch 2014 anhalten dürfte, hat das Prämienniveau für Kathoden erhöht. Für Produktverkäufe über Jahresverträge 2014 liegen sie rund 20 % über dem Vorjahresniveau. Ob sich diese Entwicklung 2015 fortsetzen wird, ist aus heutiger Sicht nicht abzuschätzen.
In der BU Kupferprodukte hängt die Ergebnisentwicklung vom weiteren Konjunkturverlauf in unseren wichtigsten Absatzmärkten und vor allem von der erfolgreichen Restrukturierung der Business Line Flat Rolled Products ab. Wir erwarten dabei eine stabile Ertragslage der Business Line Rod & Shapes und Verbesserungen in der Business Line Flat Rolled Products.
Nachdem wir das durch stillstandsbedingte Einflüsse und Restrukturierungskosten belastete Geschäftsjahr 2012/13 hinter uns haben, erwarten wir ab dem zweiten Quartal 2013/14 eine Normalisierung des Geschäftsverlaufs, gute Produktionsleistungen und ein ebenfalls gutes Metallausbringen. Das Umfeld wird jedoch voraussichtlich bis auf weiteres von einem schwachen Schwefelsäure- und Altkupfermarkt sowie von einer fragilen Konjunktur in Europa gekennzeichnet sein. Demgegenüber stehen positive Entwicklungen am Kupfer-Konzentratemarkt und an den Kathodenmärkten. Nicht prognostizierbar sind die für uns wichtigen Einflüsse aus dem Bereich der europäischen und deutschen Energie- und Umweltschutzpolitik.
Insgesamt erwarten wir ab dem zweiten Quartal 2013/14 deutlich steigende Ergebnisse und insgesamt für das neue Geschäftsjahr eine Ertragsentwicklung deutlich über dem niedrigen Niveau des Jahres 2012/13.
Erwartete Finanzlage
Das im Vorjahresvergleich niedrigere Ergebnis und vor allem der stillstandsbedingte Aufbau des Nettoumlaufvermögens resultieren im abgelaufenen Geschäftsjahr in einem gesunkenen Netto-Cashflow. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeiten sind gestiegen. Insgesamt haben sich die Nettofinanzverbindlichkeiten dadurch von 105 Mio. € im Vorjahr auf 465 Mio. € erhöht. Durch die Rückzahlung einer Anleihe über 125 Mio. € und die Tilgung weiterer Kredite wurden die Bruttofinanzverbindlichkeiten um 276 Mio. € reduziert. Die Barmittelbestände sind von 669 Mio. € auf 33 Mio. € zurückgegangen. Als weitere Liquidität stehen dem Unternehmen Kreditlinien aus einem Konsortialkreditvertrag über 350 Mio. € zur Verfügung, der eine Laufzeit bis 2017 hat. Somit verfügt Aurubis über ausreichend Liquidität, die aus heutiger Sicht nicht gefährdet ist. Für die kommenden zwei Geschäftsjahre erwarten wir aus dem operativen Geschäft keine wesentlichen Belastungen der Finanzlage. Die in den nächsten zwei Jahren fälligen Tilgungen beabsichtigen wir aus vorhandener Liquidität und aus dem Cashflow zu bestreiten.
Die Investitionstätigkeit wird im nächsten Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau erwartet. Im darauffolgenden Geschäftsjahr planen wir Investitionen leicht unter diesem Niveau. Wesentliche Projekte im neuen Geschäftsjahr sind der Abschluss des Wartungs- und Reparaturstillstandes in der Primärkupfererzeugung am Standort Hamburg und ebenfalls dort der Neubau der Bleiraffination. In Pirdop werden die Investitionen für die Erweiterung der Konzentratverarbeitungskapazitäten und die Verbesserung der Emissionssituation fortgesetzt.
Gesamtaussage zur voraussichtlichen Entwicklung des Aurubis-Konzerns
Das abgelaufene Geschäftsjahr war in vielen Bereichen von einem schwierigen Umfeld geprägt. Zwei der für uns wichtigen Teilmärkte wiesen deutlich verschlechterte Marktbedingungen auf. Intern ergab sich eine Häufung von Reparatur- und Wartungsstillständen in den BUs Primärkupfer und Recycling/Edelmetalle, die sich nachteilig auf das Produktionsgeschehen auswirkte. Hier ist insbesondere der Großstillstand in Hamburg hervorzuheben, durch den das Kernaggregat der Primärkupfererzeugung und verbundene Produktionsbereiche über mehrere Wochen außer Betrieb waren.
Insgesamt hat dies dazu geführt, dass wir das hervorragende Ergebnis des Vorjahres nicht wieder erreichen konnten. Trotz der schlechten Ertragslage ist es uns aber gelungen die Bilanz weiter zu stärken und die Eigenkapitalquote nochmals zu erhöhen.
Für das Geschäftsjahr 2013/14 sind wir zuversichtlich die Rückkehr zu deutlich verbesserten Ertragsniveaus erreichen zu können. Der Großstillstand wird sich im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres aber noch nachteilig auswirken. Danach gehen wir davon aus, wieder zu einer stetigeren und normalisierten Produktionsentwicklung zurückzufinden. Vor diesem Hintergrund erwarten wir höhere Materialdurchsätze mit steigenden Schwefelsäuremengen.
Auf der Rohstoffseite gehen wir bei den für uns besonders wichtigen Kupferkonzentraten im nächsten Jahr von einer guten Marktlage, einer guten Mengenversorgung und einem deutlich verbesserten Schmelz- und Raffinierlohnniveau aus. Was die Altkupfer- und Schwefelsäuremärkte angeht, sind wir weniger zuversichtlich: Für Schwefelsäure ist eine günstigere Marktlage bis auf weiteres nicht absehbar, für die Altkupfermärkte erwarten wir eine Verbesserung des Marktumfeldes, sind aber unsicher wann diese erfolgt. Für komplexere Recyclingrohstoffe dürfte die Verfügbarkeit bei wachsender Beschäftigung der Verarbeitenden Industrie zunehmen.
Die fundamentale Lage des Weltkupfermarktes wird voraussichtlich über weite Teile des Jahres 2014 von einer geringen Kathodenverfügbarkeit gekennzeichnet sein und damit ein hohes Prämienniveau gewährleisten. Der Kupferpreis ist aus heutiger Sicht gut unterstützt. Es spricht viel dafür, dass er bei volatiler Entwicklung ein Aufwärtspotenzial hat.
Im Produktbereich sehen wir uns auch im neuen Geschäftsjahr in Europa einem schwierigen Marktumfeld gegenüber. Durch die laufende Restrukturierung in der Business Line Flat Rolled Products erwarten wir hier, vor allem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres, eine verbesserte Wettbewerbsposition.
Unsere Strategie setzt den Rahmen für die Weiterentwicklung des Aurubis-Konzerns und unserer Aktivitäten.
Aurubis verfügt damit insgesamt über gute Voraussetzungen, um sich auch in dem anhaltend herausfordernden Umfeld der kommenden Jahre behaupten zu können.
RECHTLICHE ANGABEN
Die Erklärung zur Unternehmensführung und der Vergütungsbericht sind Teil des Konzernlageberichts. Beide sind im vorderen Teil dieses Geschäftsberichts abgedruckt und auf der Website der Gesellschaft einsehbar und zwar unter www.aurubis.com/unternehmensfuehrung bzw. www.aurubis.com/verguetungsbericht.
Übernahmerechtliche Angaben
Erläuternder Bericht des Vorstands der Aurubis AG, Hamburg, gemäß § 176 Abs. 1 Satz 1 Aktiengesetz (AktG) zu den übernahmerechtlichen Angaben nach dem §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) zum Bilanzstichtag 30. September 2013
Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) geforderten übernahmerechtlichen Angaben zum 30.09.2013 dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der Aurubis AG betrug zum Bilanzstichtag 115.089.210,88 € und war in 44.956.723 auf den Inhaber lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € eingeteilt.
Jede Aktie gewährt gleiche Rechte und in der Hauptversammlung je eine Stimme. Es bestehen keine unterschiedlichen Aktiengattungen.
10 % der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen
Es besteht eine indirekte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 10 % der Stimmrechte überschreitet:
Die Salzgitter AG, Salzgitter, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29.08.2011 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Aurubis AG am 29.08.2011 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) beträgt. Davon sind der Salzgitter AG 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen) von der Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, zuzurechnen.
Dementsprechend besteht eine direkte Beteiligung am Kapital der Aurubis AG, die 25 % der Stimmrechte überschreitet: Die Salzgitter Mannesmann GmbH, Salzgitter, hält gemäß Mitteilung der Salzgitter AG, Salzgitter, vom 29.08.2011 seit dem 29.08.2011 25,002 % der Stimmrechte (entsprechend 11.240.000 Stimmen).
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen
Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Aurubis AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 Aktiengesetz (AktG) und § 31 Mitbestimmungsgesetz (MitbestG) in Verbindung mit § 6 Abs. 1 der Satzung. Die Änderung der Satzung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Der Beschluss der Hauptversammlung bedarf einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst; die §§ 179 ff. AktG sind anwendbar. Nach § 11 Abs. 9 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen, die nur die Fassung betreffen, zu beschließen. Der Aufsichtsrat ist ferner ermächtigt, § 4 der Satzung nach vollständiger oder teilweiser Durchführung der Erhöhung des Grundkapitals entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals und nach Ablauf der Ermächtigungsfrist anzupassen. Er ist auch ermächtigt, die Fassung von § 4 Abs. 1 und 3 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausgabe der neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung am 01.03.2012 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen, anzupassen. Entsprechendes gilt im Falle der Nichtausnutzung der Ermächtigung zur Ausgabe von Options- oder Wandelschuldverschreibungen nach Ablauf des Ermächtigungszeitraums sowie im Falle der Nichtausnutzung des bedingten Kapitals nach Ablauf der Fristen für die Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten bzw. für die Erfüllung von Wandlungs- bzw. Optionspflichten.
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe
Gemäß § 4 Abs. 2 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 57.544.604,16 € durch Ausgabe von insgesamt bis zu 22.478.361 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Die neuen Aktien können auch von einem oder mehreren Kreditinstituten mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre ein- oder mehrmalig auszuschließen,
| a) | soweit es erforderlich ist, um etwaige Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht auszunehmen, |
| b) | bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt 38.046.026,24 €, wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage ausgegeben werden, |
| c) | bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem rechnerischen Nennbetrag in Höhe von insgesamt 11.508.920,32 € oder, sollte dieser Betrag niedriger sein, von insgesamt 10 % des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübung dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss bestehenden Grundkapitals, wenn der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenkurs der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese Begrenzung ist das auf diejenigen Aktien entfallende Grundkapital anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben werden oder auszugeben sind, die in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts nach Wirksamwerden dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss ausgegeben werden, oder die nach Wirksamwerden dieser Ermächtigung zum Bezugsrechtsausschluss gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Eine erfolgte Anrechnung entfällt, soweit Ermächtigungen zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen gemäß § 221 Abs. 4 Satz 2, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG oder zur Veräußerung von eigenen Aktien gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8, § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nach einer Ausübung solcher Ermächtigungen, die zur Anrechnung geführt haben, von der Hauptversammlung erneut erteilt werden, |
| d) | soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft ausgegebenen Options- oder Wandlungsrechte auf Aktien ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandlungsrechts zustehen würde. |
Durch Beschluss vom 11.02.2011 hat der Vorstand der Aurubis AG im Rahmen einer Selbstverpflichtung erklärt, von den in § 4 Abs. 2 der Satzung vorgesehenen Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre während der Laufzeit der Ermächtigung insoweit keinen Gebrauch zu machen, als dies zur Ausgabe von Aktien der Aurubis AG unter Bezugsrechtsausschluss führen würde, deren anteiliger Betrag am Grundkapital insgesamt 20 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung oder, wenn dieser Betrag niedriger sein sollte, des zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals übersteigt.
Diese Selbstverpflichtung wurde auf der Internetseite der Aurubis AG in der Rubrik Investor Relations für die Laufzeit der Ermächtigung zugänglich gemacht.
Befugnisse des Vorstands zum Aktienrückkauf
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 28.02.2013 wurde die Gesellschaft bis zum 27.02.2018 ermächtigt, eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des derzeitigen Grundkapitals zu erwerben. Zusammen mit anderen eigenen Aktien, die sich jeweils im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, dürfen die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien zu keinem Zeitpunkt 10 % des derzeitigen Grundkapitals der Gesellschaft übersteigen. Der Erwerb zum Zweck des Handels mit eigenen Aktien ist ausgeschlossen. Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken, insbesondere auch zu den folgenden Zwecken, zu verwenden:
| a) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels eines Angebots an sämtliche Aktionäre veräußert werden, wenn die Aktien gegen Barzahlung zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien gleicher Ausstattung der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet; das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Diese Ermächtigung gilt jedoch nur mit der Maßgabe, dass die unter Ausschluss des Bezugsrechts entsprechend § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußerten Aktien insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten dürfen, und zwar weder im Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch im Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung (die „Höchstgrenze“), und zwar jeweils unter Anrechnung der etwaigen Ausnutzung anderweitiger Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts gemäß oder in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG. Eine erfolgte Anrechnung entfällt, soweit Ermächtigungen zur Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG oder zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen in entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nach einer Ausübung solcher Ermächtigungen, die zur Anrechnung geführt haben, von der Hauptversammlung erneut erteilt werden. |
| b) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch in anderer Weise als über die Börse oder mittels Angebot an sämtliche Aktionäre veräußert werden, soweit dies gegen Sachleistung Dritter, insbesondere im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Beteiligungen an Unternehmen durch die Gesellschaft selbst oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen, sowie im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen geschieht oder zur Erfüllung von Umtauschrechten oder -pflichten aus von der Gesellschaft oder von Konzernunternehmen der Gesellschaft ausgegebenen Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen; das Bezugsrecht der Aktionäre ist jeweils ausgeschlossen. |
| c) | Die erworbenen eigenen Aktien können auch ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss ganz oder teilweise eingezogen werden. Sie können auch im vereinfachten Verfahren ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. |
Der vollständige Wortlaut des Ermächtigungsbeschlusses vom 28.02.2013 ist unter Tagesordnungspunkt 7 in der im Bundesanzeiger vom 15.01.2013 veröffentlichten Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2013 wiedergegeben.
Befugnis des Vorstands zur Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen und von Aktien aus bedingtem Kapital
Das Grundkapital ist gemäß § 4 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft um bis zu 52.313.277,44 € durch Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € bedingt erhöht (Bedingtes Kapital). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente), die aufgrund der von der Hauptversammlung vom 01.03.2012 unter Tagesordnungspunkt 8 beschlossenen Ermächtigung von der Gesellschaft oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsgesellschaften gegen Barleistung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf neue auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspflicht begründen. Die bedingte Kapitalerhöhung ist nur insoweit durchzuführen, wie von Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch gemacht wird oder wie die zur Wandlung verpflichteten Inhaber bzw. Gläubiger ihre Pflicht zur Wandlung erfüllen und soweit nicht eigene Aktien oder neue Aktien aus einer Ausnutzung eines genehmigten Kapitals zur Bedienung eingesetzt werden. Die neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch die Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.
Der vollständige Wortlaut des Ermächtigungsbeschlusses vom 01.03.2012 ist unter Tagesordnungspunkt 8 in der im Bundesanzeiger vom 19.01.2012 veröffentlichten Einberufung der ordentlichen Hauptversammlung 2012 wiedergegeben.
Wesentliche konditionierte Vereinbarungen der Gesellschaft
Für den Fall, dass eine Einzelperson oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen die Kontrolle über mehr als 50 % der Aktien oder der Stimmrechte an der Aurubis AG erwirbt, hat jeder Kreditgeber aus dem mit einem Bankenkonsortium geschlossenen Vertrag über eine Kreditlinie von 350 Mio. € (der „Konsortialkredit“), der im Wesentlichen der Finanzierung des Umlaufvermögens des Konzerns dient, jeweils einzeln das Recht, seine Beteiligung an dem Konsortialkredit zu kündigen und sofortige Rückzahlung der ihm darunter geschuldeten Beträge zu fordern.
Im Rahmen von diversen Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 346,5 Mio. € steht den Darlehensgebern jeweils ein außerordentliches Kündigungsrecht im Falle eines Wechsels der Kontrolle über die Darlehensnehmerin zu.
Konzern-Bilanz (IFRS)
Aktiva
| in T€ | Anhang-Nr. | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 14 | 84.342 | 90.353 |
| Sachanlagen | 15 | 1.313.396 | 1.249.317 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 16 | 1.328 | 1.310 |
| Beteiligungen | 16 | 871 | 871 |
| Übrige Finanzanlagen | 16 | 33.793 | 33.112 |
| Finanzanlagen | 35.992 | 35.293 | |
| Anlagevermögen | 1.433.730 | 1.374.963 | |
| Latente Steuern | 23 | 5.329 | 2.867 |
| Langfristige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 19 | 40.903 | 68.706 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 19 | 775 | 674 |
| Langfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 41.678 | 69.380 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.480.737 | 1.447.210 | |
| Vorräte | 17 | 1.950.849 | 2.059.641 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 395.046 | 524.660 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 19 | 33.268 | 16.244 |
| Übrige kurzfristige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | 19 | 92.093 | 91.908 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 19 | 66.327 | 79.361 |
| Kurzfristige Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 586.734 | 712.173 | |
| Sonstige Wertpapiere | 20 | 424 | 364 |
| Flüssige Mittel | 21 | 32.765 | 669.306 |
| 2.570.772 | 3.441.484 | ||
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 6.782 | 0 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.577.554 | 3.441.484 | |
| Summe Aktiva | 4.058.291 | 4.888.694 | |
| Passiva | |||
| in T€ | Anhang-Nr. | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Gezeichnetes Kapital | 22 | 115.089 | 115.089 |
| Kapitalrücklage | 22 | 343.032 | 342.782 |
| Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | 22 | 1.532.430 | 1.747.002 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile | 22 | 5.846 | -11.491 |
| Eigenkapital der Aktionäre der Aurubis AG | 1.996.397 | 2.193.382 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 22 | 3.430 | 4.043 |
| Eigenkapital | 1.999.827 | 2.197.425 | |
| Latente Steuern | 23 | 298.512 | 402.274 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 24 | 110.196 | 107.823 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 25 | 62.553 | 77.664 |
| Langfristige Rückstellungen | 172.749 | 185.487 | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 26 | 414.624 | 540.270 |
| Übrige langfristige Verbindlichkeiten | 26 | 14.692 | 32.747 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 429.316 | 573.017 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 900.577 | 1.160.778 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 25 | 80.908 | 72.700 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 26 | 83.722 | 234.197 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 26 | 817.770 | 1.023.739 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 26 | 4.938 | 12.631 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 26 | 100.224 | 82.013 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 26 | 70.325 | 105.211 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.076.979 | 1.457.791 | |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 1.157.887 | 1.530.491 | |
| Fremdkapital | 2.058.464 | 2.691.269 | |
| Summe Passiva | 4.058.291 | 4.888.694 |
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS)
| in T€ | Anhang-Nr. | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 12.346.450 | 13.789.247 |
| Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 2 | -45.984 | 321.124 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 3 | 14.594 | 9.595 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4 | 51.618 | 57.050 |
| Materialaufwand | 5 | -11.754.602 | -12.803.530 |
| Rohergebnis | 612.076 | 1.373.486 | |
| Personalaufwand | 6 | -434.854 | -420.929 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 7 | -139.122 | -131.555 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 8 | -233.146 | -235.487 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -195.046 | 585.515 | |
| Beteiligungsergebnis | 9 | 6 | 6 |
| Zinserträge | 10 | 9.870 | 12.817 |
| Zinsaufwendungen | 10 | -44.161 | -53.883 |
| Übriges Finanzergebnis | 10 | -350 | -29.382 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | -229.681 | 515.073 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 11 | 76.829 | -152.575 |
| Konzernergebnis | -152.852 | 362.498 | |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzernergebnis | -153.880 | 361.121 | |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzernergebnis | 12 | 1.028 | 1.377 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 13 | -3,42 | 8,03 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) | 13 | -3,42 | 8,03 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Konzernergebnis | -152.852 | 362.498 |
| Positionen, die zukünftig in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden können | ||
| Marktbewertung von Cashflow-Sicherungen | 21.106 | -26.357 |
| Marktbewertung von Finanzinvestitionen | 4.486 | 22.600 |
| Veränderungen aus der Währungsumrechnung | -3.094 | 5.916 |
| Ertragsteuern auf ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderungen | -5.161 | 5.207 |
| Positionen, die nicht in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden | ||
| Sonstige Veränderungen | 0 | 7.875 |
| Sonstiges Ergebnis | 17.337 | 15.241 |
| Konzerngesamtergebnis | -135.515 | 377.739 |
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzerngesamtergebnis | -136.543 | 376.362 |
| Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzerngesamtergebnis | 1.028 | 1.377 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
| Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital | |
|---|---|---|---|
| in T€ | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30.09.2011 | 115.089 | 342.782 | 1.431.954 |
| Dividendenzahlung | -53.948 | ||
| Konzerngesamtergebnis | 368.996 | ||
| Stand am 30.09.2012 | 115.089 | 342.782 | 1.747.002 |
| Stand am 30.09.2012 | 115.089 | 342.782 | 1.747.002 |
| Dividendenzahlung | -60.692 | ||
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | 250 | ||
| Konzerngesamtergebnis | -153.880 | ||
| Stand am 30.09.2013 | 115.089 | 343.032 | 1.532.430 |
| Erfolgsneutrale Eigenkapitalbestandteile | ||||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | Marktbewertung von Cashflow Sicherungen | Marktbewertung von Finanzinvestitionen | Währungsänderungen | Ertragsteuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30.09.2011 | 2.577 | -24.972 | 2.973 | 565 |
| Dividendenzahlung | ||||
| Konzerngesamtergebnis | -26.357 | 22.600 | 5.916 | 5.207 |
| Stand am 30.09.2012 | -23.780 | -2.372 | 8.889 | 5.772 |
| Stand am 30.09.2012 | -23.780 | -2.372 | 8.889 | 5.772 |
| Dividendenzahlung | ||||
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | ||||
| Konzerngesamtergebnis | 21.106 | 4.486 | -3.094 | -5.161 |
| Stand am 30.09.2013 | -2.674 | 2.114 | 5.795 | 611 |
| Anteile der Aktionäre der Aurubis AG | Nicht beherrschende Anteile | Summe Eigenkapital | |
|---|---|---|---|
| in T€ | |||
| --- | --- | --- | --- |
| Stand am 30.09.2011 | 1.870.968 | 4.160 | 1.875.128 |
| Dividendenzahlung | -53.948 | -1.494 | -55.442 |
| Konzerngesamtergebnis | 376.362 | 1.377 | 377.739 |
| Stand am 30.09.2012 | 2.193.382 | 4.043 | 2.197.425 |
| Stand am 30.09.2012 | 2.193.382 | 4.043 | 2.197.425 |
| Dividendenzahlung | -60.692 | -1.065 | -61.757 |
| Erwerb nicht beherrschender Anteile | 250 | -576 | -326 |
| Konzerngesamtergebnis | -136.543 | 1.028 | -135.515 |
| Stand am 30.09.2013 | 1.996.397 | 3.430 | 1.999.827 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -229.681 | 515.073 |
| Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens | 142.895 | 161.438 |
| Veränderung der Wertberichtigungen auf kurzfristige Vermögenswerte | 181.930 | -204.545 |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen | -13.324 | -4.769 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Anlagevermögen | -2.398 | 563 |
| Bewertung von Derivaten | 34.483 | -163.097 |
| Finanzergebnis | 34.192 | 40.026 |
| Auszahlungen für Ertragsteuern | -59.763 | -104.145 |
| Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte | ||
| sowie der Wertpapiere des Umlaufvermögens | 121.616 | 89.478 |
| Veränderung der Vorräte | -98.252 | -75.781 |
| Veränderung kurzfristiger Rückstellungen | 8.549 | 7.420 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten (ohne Finanzschulden) | -206.305 | 121.751 |
| Mittelabfluss (im Vj. Mittelzufluss) aus betrieblicher Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) | -86.058 | 383.412 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -185.382 | -168.778 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von Anlagevermögen | 3.672 | 1.578 |
| Zinseinzahlungen | 7.399 | 12.082 |
| Erhaltene Dividenden | 279 | 507 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -174.032 | -154.611 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 51.088 | 169.325 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und Finanzverbindlichkeiten | -328.348 | -121.433 |
| Auszahlungen für den Erwerb nicht beherrschender Anteile | -326 | 0 |
| Zinsauszahlungen | -36.821 | -43.832 |
| Dividendenzahlungen | -61.757 | -55.443 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -376.164 | -51.383 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -636.254 | 177.418 |
| Veränderungen aus Wechselkursänderungen | -287 | 907 |
| Flüssige Mittel am Anfang der Periode | 669.306 | 490.981 |
| Flüssige Mittel am Ende der Periode | 32.765 | 669.306 |
Anhang
Allgemeine Erläuterungen
Die Aurubis AG ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Sitz in Deutschland.
Der vorliegende Konzernabschluss zum 30.09.2013 ist in Anwendung der Regelungen der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) wurden berücksichtigt. Es wurden keine Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach deutschem Recht angewendet, welche nicht in Übereinstimmung mit den IFRS stehen.
Die Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung erfolgte nach Billigung des Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat am 13.12.2013.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt werden sämtliche Beträge in Währungseinheiten von Tausend ausgewiesen.
Die Bilanz wurde nach kurzfristigen und langfristigen Vermögenswerten und Schulden gegliedert. Dabei sind kurzfristige Vermögenswerte und Schulden jene, von denen erwartet wird, dass sie innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag realisiert werden, oder die primär zu Handelszwecken gehalten werden.
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Die Bewertung derivativer Finanzinstrumente und als zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte erfolgt zum Zeitwert. Bei der Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS ist es ferner nötig, dass der Vorstand und die durch ihn beauftragten Mitarbeiter in wesentlichen Teilbereichen Schätzungen und Annahmen vornehmen. Diese haben Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der hiermit verbundenen Erträge und Aufwendungen. Bereiche, die im besonderen Maße die Anwendung von Schätzungen und Annahmen erfordern, sind unter "Wesentliche Schätzungen und Annahmen" auf Seite 15 dargestellt.
Im vorliegenden Bericht können sich aufgrund von Rundungen geringfügige Abweichungen bei Summenangaben ergeben.
Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss wurden, wie im vorangegangenen Geschäftsjahr, zum Bilanzstichtag neben der Muttergesellschaft Aurubis AG, Hamburg, 22 weitere Gesellschaften im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen, bei denen die Aurubis AG, Hamburg, direkt oder indirekt über die Mehrheit der Stimmrechte und somit über die Beherrschung verfügt. Der Konzernabschluss-Stichtag entspricht dem Stichtag des Jahresabschlusses der Aurubis AG, Hamburg, und aller einbezogenen Tochtergesellschaften mit Ausnahme von 3 einbezogenen Unternehmen. Der Abschluss-Stichtag dieser Tochterunternehmen ist der 31. Dezember. Für den Konzernabschluss wurden von diesen Unternehmen Zwischenabschlüsse zum Konzernabschluss-Stichtag erstellt.
Damit sind die Abschlüsse aller wesentlichen Tochterunternehmen, an welchen die Aurubis AG die rechtliche und/oder faktische Kontrolle besitzt, Teil dieses Konzernabschlusses.
Gemäß IAS 31 quotal einbezogen wurde die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg, Hersteller von Vorwalzbändern, an der eine Beteiligung von 50% besteht. Sie wird mit einem weiteren Partner gemeinschaftlich geführt (Joint-Venture). Die bei der Bilanzierung zugrunde gelegten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen denen der Muttergesellschaft.
Der Anteil der Schwermetall an den Vermögenswerten des Konzerns zum 30. September 2013 betrug 81.964 T€ (im Vorjahr 86.973 T€), wobei 19.924 T€ auf langfristige Vermögenswerte entfallen (Vj. 18.120 T€) und 62.040 T€ auf kurzfristige Vermögenswerte (Vj. 68.853 T€). Der Anteil an den langfristigen Schulden lag bei 15.847 T€ (im Vorjahr 20.418 T€), sowie an den kurzfristigen Schulden 24.648 T€ (im Vorjahr 19.344 T€). Im Berichtsjahr betrug der Beitrag der Gesellschaft zum Jahresergebnis des Konzerns 999 T€ (im Vorjahr 8.208 T€), der zum Umsatz 171.234 T€ (im Vorjahr 167.263 T€).
Konsolidierungsgrundsätze
Für alle in den Konzernabschluss einbezogenen Einzelabschlüsse der Gesellschaften werden einheitliche, für den Aurubis-Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde gelegt. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Unternehmen sind von unabhängigen Wirtschaftsprüfern geprüft worden.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode zum Erwerbszeitpunkt. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Ein sich aus der Verrechnung ergebender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und einer jährlichen Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Entsprechend IAS 36 werden keine planmäßigen Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Ein negativer Unterschiedsbetrag wird nach erneuter Prüfung der Zeitwerte sofort ergebniswirksam erfasst.
Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse, sowie Umsätze, andere Erträge und Aufwendungen zwischen Konzerngesellschaften werden eliminiert. Durch Transaktionen innerhalb des Konzerns entstandene Zwischengewinne werden, falls nicht unwesentlich, bereinigt.
In den Konzernabschluss werden neben 9 inländischen Gesellschaften 15 ausländische Gesellschaften einbezogen. Der Jahresabschluss von Tochterunternehmen in Fremdwährung wurde nach dem Prinzip der funktionalen Währung in Euro umgerechnet, welches die Berichtswährung der Aurubis AG darstellt. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt oder Bewertungszeitpunkt bei Neubewertungen in die funktionale Währung umgerechnet. Fremdwährungstransaktionen erfolgen insbesondere in $. Der durchschnittliche $-Kurs des Geschäftsjahres 2012/13 betrug 1,31198 $/€, der Kurs zum 30.09.2013 betrug 1,3505 $/€. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung von Fremdwährungstransaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie sind im Eigenkapital als qualifizierte Cashflow Hedges zu erfassen. Vermögenswerte und Schulden der Bilanz von in Fremdwährung berichtenden Tochtergesellschaften werden in Ausübung der Regelung des IAS 21 mit den Mittelkursen zum Bilanzstichtag, die Gewinn- und Verlustrechnung mit den Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden bis zu einem möglichen Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
Für Gemeinschaftsunternehmen, die quotal einbezogen werden, werden die Konsolidierungsgrundsätze entsprechend angewendet. Die erforderlichen Konsolidierungsmaßnahmen aus Beziehungen zwischen solchen Unternehmen und den übrigen Konzernunternehmen erfolgen beteiligungsproportional.
Änderungen von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgrund neuer Standards und Interpretationen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
| Erstmalig verpflichtende Anwendung von Standards und Interpretationen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Standards/Interpretation | Anwendungspflicht in der EU | Übernahme durch EU-Kommission | Auswirkungen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| IAS 1 | Änderungen: Darstellung einzelner Posten des sonstigen Ergebnisses | 01.07.2012 | 05.06.2012 | Unterteilung des OCI in Positionen, die zukünftig in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden können und solche, die nicht in den Gewinn/Verlust umgegliedert werden. |
| Nicht vorzeitig angewendete Standards und Interpretationen | ||||
| Standards/Interpretation | Anwendungspflicht in der EU | Übernahme durch EU-Kommission | Auswirkungen | |
| IAS 12 | Änderung: Latente Steuern - Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte | 01.01.2013 | 11.12.2012 | keine |
| Diverse | Verbesserungen an den IFRS (2009-2011) | 01.01.2013 | 27.03.2013 | keine |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente – Klassifizierung und Bewertung | offen | offen | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 01.01.2014 | 11.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IFRS 11 | Gemeinschaftliche Vereinbarungen | 01.01.2014 | 11.12.2012 | Abschaffung der Quotenkonsolidierung , d.h., die hälftige Einbeziehung der Bilanzposition und der GuV-Positionen in den Konzernabschluss entfällt und das Gemeinschaftsunternehmen wird at-equity einbezogen. Das Gemeinschaftsunternehmen wird künftig als Beteiligung ausgewiesen und der Ausweis des anteiligen Ergebnisses erfolgt unter den Beteiligungserträgen. |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 01.01.2014 | 11.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IFRS 13 | Bewertung zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2013 | 11.12.2012 | Definition des beizulegenden Zeitwerts (Fair Values) als Verkaufspreis in einer gewöhnlichen Transaktion zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag; Orientierungshilfe für Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts; erfordert Anhangangaben über Fair Value Bewertungen |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse (rev. Mai 2011) | 01.01.2014 | 11.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IAS 28 | Anteile an Assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (rev. Mai 2011) | 01.01.2014 | 11.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer (rev. Juni 2011) | 01.01.2013 | 05.06.2012 | Abschaffung der Korridormethode; sofortige Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis; Planverzinsung des Planvermögens mit dem Diskontierungssatz der Verpflichtung; erweiterte Anhangangaben. Aurubis wird den geänderten IAS 19 ab dem Geschäftsjahr 2013/14 erstmals anwenden. Die Änderungen sind rückwirkend zum 1. Oktober 2012 durchzuführen. Erwartungsgemäß wird sich die in der Bilanz erfasste Rückstellung für Pensionen zum 30. September 2013 um 49 Mio. EUR auf 159 Mio. € erhöhen. Das sonstige Ergebnis wird sich unter Berücksichtigung der Effekte aus latenten Steuern entsprechend verringern. |
| IAS 32 | Änderungen: Finanzinstrumente: Ausweis - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2013 | 13.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
| IFRS 7 | Änderungen: Finanzinstrumente: Offenlegung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 01.01.2013 | 13.12.2012 | unterliegt einer Prüfung durch das Management |
Wesentliche Schätzungen und Annahmen
Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss wird von zahlreichen Schätzungen und Annahmen beeinflusst. Diese basieren auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf weiteren Faktoren einschließlich Erwartungen über künftige Ereignisse. Sämtliche Schätzungen und Beurteilungen unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Neubewertung. Die Verwendung von Schätzungen und Annahmen ist insbesondere in folgenden Bereichen notwendig:
Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes
Der Geschäfts- oder Firmenwert wird in Übereinstimmung mit den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden jährlich auf Wertminderung untersucht. Der erzielbare Betrag wird dabei auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt (siehe Tz. 14). Die Ermittlung des Nutzungswertes erfordert insbesondere Schätzungen der zukünftigen Cashflows auf der Grundlage von Planungsrechnungen. Der Wertminderungstest führte im Geschäftsjahr zu einer vollständigen Abwertung des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Aurubis Stolberg in Höhe von 6.322 T€ (siehe Tz. 14). In der ZGE Kupferprodukte Aurubis Hamburg lag keine Wertminderung vor. Eine Verringerung der prognostizierten Cashflows um 10 % oder eine Erhöhung des WACC nach Steuern von 7,5 % um 0,5 %-Punkt auf 8,0 % würde ebenfalls zu keinem Wertberichtigungsbedarf führen.
Beizulegende Zeitwerte im Rahmen der Unternehmenszusammenschlüsse
Bei der Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen werden die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dabei kommen häufig DCF-basierte Verfahren zur Anwendung, deren Ergebnisse von den angenommenen künftigen Cashflows und anderen Annahmen abhängen. Die Bewertung von Eventualschulden hängt wesentlich von den Annahmen hinsichtlich der künftigen Ressourcenabflüsse und der Eintrittswahrscheinlichkeiten ab.
Beizulegender Zeitwert von Derivaten und anderen Finanzinstrumenten
Die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten, für die keine in einem aktiven Markt quotierten Preise vorliegen, werden auf der Grundlage von finanzmathematischen Verfahren ermittelt und sind von instrumentenspezifischen Annahmen beeinflusst. Schätzungen haben insbesondere dann einen wesentlichen Einfluss, wenn der Zeitwert für Finanzinstrumente bestimmt werden soll, für die zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Level 3 der Fair Value Hierarchie). Die Auswahl und Anwendung angemessener Parameter und Annahmen bedürfen einer Beurteilung durch das Management. Insbesondere wenn Daten aus selten vorkommenden Markttransaktionen stammen, müssen Extra- und Interpolationsverfahren angewendet werden.
Detailinformationen hierzu finden sich im Abschnitt "Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten" auf S. 62.
Rückstellungen für Pensionen und sonstige Rückstellungen
Für die betriebliche Altersversorgung der beschäftigten Mitarbeiter bestehen im Aurubis-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Zusagen.
Die Bewertung von Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen erfolgt nach versicherungsmathematischen Verfahren. Diese Verfahren basieren auf einer Reihe versicherungsmathematischer Annahmen, wie beispielsweise dem Rechnungszinsfuß, der erwarteten Rendite des Planvermögens, erwartete Einkommens- und Rentenentwicklung, Mitarbeiterfluktuationen sowie der Lebenserwartung. Bei der Ermittlung des Rechnungszinsfußes werden Unternehmensanleihen höchster Bonität herangezogen, deren Laufzeit der Duration der Verpflichtungen entspricht. Auch bei der Bestimmung der erwarteten Rendite aus Planvermögen werden aktuelle Markterwartungen einbezogen. Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von den getroffenen Erwartungen führen zu versicherungsmathematischen Gewinnen oder Verlusten, welche signifikante Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen und des beizulegenden Zeitwerts des Planvermögens haben können. Durch die Anwendung der Korridor-Methode wird die Auswirkung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste auf die Höhe des Bilanzansatzes jedoch erheblich verringert und im zeitlichen Ablauf geglättet.
Bei der Bilanzierung von sonstigen Rückstellungen werden Annahmen hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit, Höhe und Zeitpunkts des Ressourcenabflusses getroffen, die naturgemäß mit Unsicherheiten behaftet sind.
Weitere wesentliche Schätzungen betreffen die Bestimmung von Nutzungsdauern von immateriellen Vermögenswerten und Gegenständen des Sachanlagevermögens, die Einbringlichkeit von Forderungen, die Bewertung von Bestandsrisiken im Vorratsvermögen sowie die Bewertung von Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen.
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Umsatzerlöse sowie sonstige betriebliche Erträge werden zum Zeitpunkt des Übergangs der Kontrolle bzw. mit Übergang der wesentlichen mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Kunden erfasst. Verarbeitungsentgelte werden entsprechend dem Prozessfortschritt des verarbeiteten Materials berücksichtigt.
Betriebliche Aufwendungen werden mit ihrer Verursachung realisiert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht ergebniswirksam erfasst. Soweit Erträge oder Aufwendungen aus Gewinnabführungs- bzw. Verlustübernahmeverträgen entstehen, werden diese mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert. Zinsaufwendungen aus Leasingverträgen werden nach der Effektivzinsmethode erfasst. Den Gesellschaften des Konzerns zustehende Dividenden werden zum Zeitpunkt des Entstehens des Ausschüttungsanspruchs vereinnahmt.
Finanzinstrumente
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt.
Finanzielle Vermögenswerte umfassen in diesem Zusammenhang insbesondere die flüssigen Mittel, an anderen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalinstrumente (z.B. Beteiligungen, Aktienbestände), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen sowie zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative Finanzinstrumente. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen und derivative Finanzinstrumente. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald eine Gesellschaft des Aurubis-Konzerns Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Im Konzern werden marktübliche Käufe und Verkäufe von Finanzinstrumenten grundsätzlich zum Erfüllungstag, d.h. zum Zeitpunkt der Lieferung und des Eigentumsübergangs, im Metallhandel zum Handelstag, erfasst. Derivative Finanzinstrumente werden zum Handelstag bilanziert. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden unsaldiert ausgewiesen.
Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen den Transaktionspreisen der finanziellen Vermögenswerte, sofern diese unmittelbar durch Rückgriff auf einen aktiven Markt verfügbar sind. Ansonsten erfolgt eine Bewertung unter Anwendung marktüblicher Verfahren (Bewertungsmodelle) unter Zugrundelegung instrumentenspezifischer Marktparameter. Unverzinsliche finanzielle Vermögenswerte mit einer Laufzeit über einem Jahr werden abgezinst. Für finanzielle Vermögenswerte mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr wird davon ausgegangen, dass der Zeitwert dem Nominalwert entspricht. Finanzielle Vermögenswerte in Fremdwährung sind zum Zeitpunkt der Erstbewertung mit dem gültigen Tageskurs und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Veräußerte finanzielle Vermögenswerte, für die kein Regressanspruch besteht, werden ausgebucht.
Die in den „übrigen Finanzanlagen“ ausgewiesenen langfristigen Forderungen sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden aufgrund ihrer kurzen Laufzeit mit dem Nominalwert abzüglich Wertberichtigungen bewertet. Dabei wird zwischen Einzelwertberechtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen differenziert. Die Wertberichtigungen berücksichtigen angemessen die Ausfallrisiken, die aufgrund von Erfahrungswerten und individuellen Risikoeinschätzungen ermittelt werden. Konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen.
Bei einem Verkauf von Forderungen (Factoring) werden diese ausgebucht, wenn die entsprechenden Kriterien des IAS 39 erfüllt sind. Insofern erforderlich wird ein Continuing Involvement berücksichtigt.
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen die derivativen Finanzinstrumente, die nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind und damit als „zu Handelszwecken gehalten“ zu klassifizieren sind.
Daneben werden im Aurubis-Konzern Lieferverträge über NE-Metalle sowohl zur Deckung des erwarteten Bedarfs an Rohstoffen und erwarteten Verkaufs von Fertigprodukten als auch zur Nutzung von Preisschwankungen zwischen kurz- und langfristigen Terminkursen abgeschlossen. Daher sind auch preisfixierte Metalllieferverträge als derivative Finanzinstrumente bilanziert. Da diese nicht in eine effektive Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, sind sie ebenfalls als „zu Handelszwecken gehalten“ klassifiziert.
Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust aus „zu Handelszwecken gehaltenen“ finanziellen Vermögenswerten wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet und werden - sofern langfristig - unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehalten“ werden die unter den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesenen festverzinslichen Wertpapiere zugeordnet. Die Bewertung dieser bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinstrumente erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.
Die flüssigen Mittel haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und sind mit dem Nominalwert bewertet.
Die Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ stellt im Aurubis-Konzern die Residualgröße der originären finanziellen Vermögenswerte dar, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen und keiner anderen Kategorie zugeordnet wurden. Darunter fallen die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen, sonstigen Beteiligungen und Wertpapiere des Anlagevermögens. Die Bewertung erfolgt grundsätzlich mit dem aus dem Börsenkurs abgeleiteten beizulegenden Zeitwert, sofern ein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte bzw. wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im sonstigen Ergebnis erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet.
Umwidmungen von Finanzinstrumenten in andere Bewertungskategorien lagen weder im Geschäftsjahr 2012/13 noch im Geschäftsjahr 2011/12 vor.
Ein Wertminderungsaufwand wird im Aurubis-Konzern erfasst, wenn der Buchwert eines finanziellen Vermögenswerts höher ist als der Barwert der zukünftigen Cashflows. Die Überprüfung, ob ein Wertminderungsbedarf besteht, wird zu jedem Bilanzstichtag vorgenommen. Um eine Wertminderung objektiv nachweisbar festzustellen, werden Auslöser wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners herangezogen.
Für die Frage einer Wertminderung sind die bestehenden Kreditverhältnisse zu analysieren, die der Kategorie „Kredite und Forderungen“ zugeordnet werden und deren Folgebewertung somit zu fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen wird. Darüber hinaus sind die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „bis zur Endfälligkeit gehalten“ zu untersuchen. Zum jeweiligen Bilanzstichtag ist zu überprüfen, inwieweit objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen, die bilanziell zu berücksichtigen sind. Die Höhe des Verlustes berechnet sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem originären Effektivzinssatz des Finanzinstruments (erzielbarer Betrag). Dabei werden Cashflows aus kurzfristigen Forderungen aus Vereinfachungsgründen nicht diskontiert. Der Buchwert des Vermögenswertes ist durch Direktabschreibung oder durch Nutzung eines Wertberichtigungskontos erfolgswirksam auf den erzielbaren Betrag zu reduzieren.
Für Eigenkapitalinstrumente der Kategorie „zur Veräußerung verfügbar“ wird eine Wertminderung vorgenommen, wenn bedeutende nachteilige Änderungen im Umfeld des Emittenten vorliegen und der beizulegende Zeitwert über einen längeren Zeitraum erheblich unter den Anschaffungskosten liegt. Der Verlust ergibt sich aus der Differenz zwischen dem aktuellen beizulegenden Zeitwert und dem Buchwert des Finanzinstruments. Während Wertaufholungen bei Schuldinstrumenten ergebniswirksam vorzunehmen sind, dürfen sie bei Eigenkapitalinstrumenten nur erfolgsneutral vorgenommen werden.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt und unter Anwendung der Effektivzinsmethode über die Laufzeit amortisiert. Finanzielle Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden zum Zeitpunkt der Erstbewertung mit dem gültigen Tageskurs und zum Bilanzstichtag mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten, darunter fallen Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten, werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sofern der Zinseffekt nicht unwesentlich ist, werden unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit über einem Jahr abgezinst. Bei Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit unter einem Jahr wird unterstellt, dass der Zeitwert dem Rückzahlungsbetrag entspricht.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem niedrigeren Wert aus Barwert der Miet- bzw. Leasingraten und Zeitwert des Miet- oder Leasinggegenstandes angesetzt. In den Folgeperioden mindern die in den Miet- bzw. Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile die entsprechende Verbindlichkeit.
Nicht in effektive Sicherungsbeziehungen eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ einzustufen und damit erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Sind diese negativ, führt dies zum Ansatz einer finanziellen Verbindlichkeit.
Der Aurubis-Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken sowie zur Absicherung von Warenpreisrisiken ein.
Die derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieser entspricht dem Marktwert und kann sowohl positiv als auch negativ sein. Wenn ein Marktwert nicht vorliegt, wird dieser mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, soweit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet, die von anerkannten Quellen bezogen werden.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten werden entweder erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst. Dabei ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine effektive Sicherungsbeziehung eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Cashflow- Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Cashflow-Sicherungsbeziehung, werden diese erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis bilanziert.
Um Schwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grund der unterschiedlichen Bewertung von abgesicherten Grundgeschäften und Sicherungsinstrumenten zu vermeiden, enthält IAS 39 spezielle Vorschriften zum Hedge Accounting. Ziel dieser Hedge Accounting Vorschriften ist es, die Wertänderungen der Sicherungsinstrumente und der abgesicherten Geschäfte weitgehend kompensierend zu erfassen.
Neben der Dokumentation verlangt IAS 39 für die Anwendung der Regelungen des Hedge Accounting den Nachweis eines effektiven Sicherungszusammenhangs. Hedgeeffektivität bedeutet, dass die Fair Value Änderungen (für Fair Value Hedges) oder die Cash Flow Änderungen (für Cash Flow Hedges) des abgesicherten Grundgeschäfts durch die gegenläufigen Fair Value Änderungen oder Cash Flow Änderungen des Sicherungsinstruments ausgeglichen werden jeweils bezogen auf das gesicherte Risiko.
Derivate, die im Rahmen eines Cash f low Hedges als Sicherungsinstrumente eingesetzt werden, dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme. Ein Risiko hinsichtlich der Höhe zukünftiger Cashflows besteht insbesondere für variabel verzinsliche Kredite und mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende geplante Transaktionen. Im Rahmen des Cashflow Hedge Accounting eingesetzte derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Beim Bewertungsergebnis wird zwischen einem effektiven und einem ineffektiven Teil unterschieden. Der effektive Teil ist der Teil des Bewertungsergebnisses, der eine wirksame Sicherung gegen das Cashflow Risiko darstellt. Dieser wird erfolgsneutral nach Berücksichtigung latenter Steuern in einer gesonderten Position im sonstigen Ergebnis erfasst. Der ineffektive Teil des Bewertungsergebnisses wird hingegen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für die den gesicherten Zahlungsströmen zu Grunde liegenden Geschäfte ändern sich die allgemeinen Bilanzierungsregeln nicht. Nach Beendigung der Sicherungsbeziehung werden die im sonstigen Ergebnis erfassten Beträge immer dann in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, wenn Ergebnisse im Zusammenhang mit dem Grundgeschäft erfolgswirksam werden oder mit dem tatsächlichen Eintritt des Grundgeschäfts nicht mehr gerechnet wird.
Fair Value Hedges dienen der Marktwertabsicherung von Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten sowie bilanzunwirksamen festen Verpflichtungen. Der Aurubis-Konzern setzt Fair Value Hedges im Rahmen der Zinssicherung ein. Dabei werden Zinsswaps zur Absicherung der Fair-Value-Änderungen von Finanzverbindlichkeiten eingesetzt. Gemäß der Regelungen des Fair Value Hedge Accounting wird das als Sicherungsinstrument eingesetzte derivative Finanzinstrument zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, wobei die Bewertungsänderungen erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Für den gesicherten Vermögenswert bzw. die gesicherte Verbindlichkeit sind die aus dem gesicherten Risiko resultierenden Marktwertänderungen ebenfalls erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen.
Der Aurubis-Konzern geht darüber hinaus Sicherungsbeziehungen ein, die nicht den strengen Anforderungen des IAS 39 genügen und somit nicht nach den Regeln des Hedge Accounting bilanziert werden können. Gleichwohl entsprechen diese Sicherungsbeziehungen aus ökonomischer Sicht den Grundsätzen des Risikomanagements. Weiterhin wird bei der Fremdwährungsabsicherung bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ebenfalls kein Hedge Accounting angewendet, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte mit den Gewinnen und Verlusten der derivativen Sicherungsinstrumente einhergehen und sich entsprechend in der Gewinn- und Verlustrechnung näherungsweise ausgleichen.
Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die in den Anwendungsbereich des IAS 39 fallen, können unter bestimmten Voraussetzungen bei Zugang unwiderruflich der Subkategorie „Fair Value Option“ zugeordnet werden. Der Aurubis-Konzern hat weder bei den finanziellen Vermögenswerten noch bei den finanziellen Verbindlichkeiten Gebrauch von der Fair Value Option gemacht.
Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten erfolgt gemäß den Regelungen des IAS 39 zur Fair Value Bewertung. Der beizulegende Zeitwert von in aktiven Märkten notierten Finanzinstrumenten wird auf Grundlage der Preisnotierung ermittelt, sofern diese im Rahmen von regelmäßigen und aktuellen Transaktionen verwendete Preise darstellen. Der Aurubis-Konzern verwendet Bewertungsverfahren für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, sofern keine in aktiven Märkten notierten Preise verfügbar sind. Folglich basieren in Bewertungsverfahren verwendete Eingangsparameter wenn möglich auf beobachtbaren Daten, die von Preisen relevanter, in aktiven Märkten gehandelter Finanzinstrumente abgeleitet werden. Die Anwendung dieser Bewertungsverfahren erfordert Schätzungen und Annahmen seitens des Aurubis Managements, deren Umfang von der Preistransparenz in Bezug auf das Finanzinstrument und dessen Markt sowie von der Komplexität des Instruments abhängt. Weitere Informationen zu den bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten wesentlichen Schätzungen und Annahmen finden sich im Abschnitt „Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten“.
Anlagevermögen
Soweit immaterielle Vermögenswerte erworben wurden, werden diese zu Anschaffungskosten aktiviert. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, welche wirtschaftlich nutzbar sind, werden mit ihren Herstellungskosten aktiviert, wenn die Kriterien für die Aktivierung erfüllt sind. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Diese beträgt in der Regel 3 Jahre. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer bestehen mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte im Konzernabschluss nicht.
Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich der planmäßigen Abschreibungen bewertet, sofern sie länger als ein Jahr dem Geschäftsbetrieb dienen. Technische Sockelbestände sind als Komponenten der jeweiligen technischen Anlagen und Maschinen bilanziert. Hierbei handelt es sich um Materialmengen, die Metalle enthalten und notwendig sind, um die Funktionsfähigkeit der Produktionsanlage herzustellen und diese in der Folge zu gewährleisten.
Die Herstellungskosten umfassen alle direkt dem Anlagengegenstand zurechenbaren Kosten. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, werden aktiviert und betrugen im Geschäftsjahr 2012/13 901 T€ (Vj. 987 T€), denen ein Finanzierungskostensatz von 4,25% zugrunde liegt. Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear. Hierbei entsprechen die zugrunde gelegten Abschreibungsdauern den erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauern im Konzern. Im Wesentlichen wurden folgende Nutzungsdauern angesetzt:
| Gebäude | 25 bis 40 Jahre |
| Grundstückseinrichtungen | 10 bis 25 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 20 Jahre |
| Technische Sockelbestände | unbegrenzte Nutzungsdauer |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 20 Jahre |
Generalüberholungen oder Instandhaltungsmaßnahmen, die zum Ersatz von Komponenten führen, werden aktiviert, sofern es wahrscheinlich ist, dass der künftige wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließt und die Kosten verlässlich ermittelt werden können.
Gemietete oder geleaste Anlagengegenstände werden im Anlagevermögen bilanziert, soweit sie die Voraussetzungen des IAS 17 für ein Finanzierungsleasing erfüllen. Dies ist der Fall, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem wirtschaftlichen Eigentum in Verbindung stehen, bei der betreffenden Gesellschaft liegen. Anlagengegenstände, bei denen dies der Fall ist, werden zum Zeitwert bzw. zum niedrigeren Barwert der Mindestmiet- und Leasingzahlungen aktiviert. Ihre Abschreibung erfolgt linear über die Laufzeit des Miet- bzw. Leasingvertrages oder über die wirtschaftliche Nutzungsdauer, wenn ein Eigentumsübergang am Ende der Vertragslaufzeit erwartet wird. Die aus den künftigen Miet- und Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen sind in Höhe des Barwertes bzw. Zeitwertes als Verbindlichkeit passiviert.
Vermögenswerte, die eine unbestimmte Nutzungsdauer haben, wie beispielsweise Geschäfts- oder Firmenwerte, werden nicht planmäßig abgeschrieben; sie werden einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Darüber hinaus wird an jedem Abschlussstichtag eingeschätzt, ob Anhaltspunkte vorliegen, dass der Vermögenswert wertgemindert sein könnte.
Da für die im Sockelbestand enthaltenen Metalle die Möglichkeit der Rückgewinnung gegeben ist und das Nutzungspotenzial des Sockelbestands mangels Verbrauch im Produktionsprozess keiner Abnutzung unterliegt, wird von einer unbegrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Demgemäß erfolgt keine planmäßige Abschreibung der Sockelbestände sondern eine Überprüfung der Werthaltigkeit im Zusammenhang mit den jeweiligen Produktionsanlagen.
Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungen geprüft, wenn entsprechende Ereignisse beziehungsweise Änderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert gegebenenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Verkaufskosten und dem Nutzungswert. Für den Werthaltigkeitstest werden Vermögenswerte auf der niedrigsten Ebene zusammengefasst, für die Cashflows separat identifiziert werden können (sog. zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwertes wird für nicht monetäre Vermögenswerte, für die in der Vergangenheit eine Wertminderung gebucht wurde, zu jedem Bilanzstichtag überprüft, ob gegebenenfalls eine Wertaufholung zu erfolgen hat.
Vorräte
Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten sämtliche direkt dem Herstellungsprozess zurechenbaren Kosten sowie systematisch zugeordnete Anteile der fertigungsbezogenen Gemeinkosten. Gemäß IAS 2 werden sämtliche austauschbaren Vorräte nach der Durchschnittswertmethode bewertet. Dabei erfolgt der Ansatz zum Bilanzstichtag zu dem jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräußerungswert. Die Bestimmung des Nettoveräußerungswerts geschieht grundsätzlich auf der Basis der Börsen- oder Marktpreise zum Bilanzstichtag.
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Ein langfristiger Vermögenswert wird als zur Veräußerung gehalten klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft realisiert wird und ein Verkauf höchstwahrscheinlich ist. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte werden zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet.
Im aktuellen Geschäftsjahr sind zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte in Höhe von 6.782 T€ (im Vj. 0 T€) in der Bilanz enthalten. Hierbei handelt es sich um ein Grundstück mit aufstehendem Gebäude der Aurubis Switzerland, SA. Aufgrund der Restrukturierung in der Business Line Bars and Profiles im vergangenen Geschäftsjahr wurden die Produktionsanlagen von Yverdon-les-Bains (Schweiz) nach Olen (Belgien) verlagert und in die dortigen Produktionsabläufe der Business Line integriert. Somit stehen Grundstück und Gebäude der Gesellschaft zum Verkauf.
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Soweit Risiken bestehen, wird diesen durch Wertberichtigungen Rechnung getragen.
Latente Steuern
Latente Steuern resultieren aus zeitlich befristeten Differenzen zwischen den steuerbilanziellen und den im IFRS-Abschluss berücksichtigten Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ermittlung erfolgt nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode und beruht auf der Anwendung der in den einzelnen Ländern zum Realisierbarkeitszeitpunkt erwarteten Steuersätze. Diese basieren grundsätzlich auf den gesetzlichen Regelungen, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird.
Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen, Verlustvorträge und Steuergutschriften werden in dem Umfang bei den Unternehmenseinheiten aktiviert, für die latente Steuerverbindlichkeiten vorhanden sind. Übersteigen latente Steueransprüche latente Steuerschulden, erfolgt der Ansatz in dem Umfang, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen zur Nutzung dieser Steueransprüche verfügbar sein wird. Die aktivierten latenten Steuern werden individuell jährlich auf ihre Realisierbarkeit überprüft.
Latente Steuerverbindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen entstehen, werden angesetzt, es sei denn, dass der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern bestimmt werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit aufgrund dieses Einflusses nicht umkehren werden.
Veränderungen der latenten Steuern in der Bilanz führen grundsätzlich zu latentem Steueraufwand bzw. -ertrag. Soweit Sachverhalte, die eine Veränderung der latenten Steuern nach sich ziehen, direkt im sonstigen Ergebnis gebucht werden, wird auch die Veränderung der latenten Steuern direkt im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.
Aktive und passive latente Steuern werden saldiert, soweit sich diese auf Steuern vom Einkommen und Ertrag beziehen, welche von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und gegeneinander verrechnet werden können.
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage des nach IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahrens auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten ermittelt. Dabei werden u.a. die verwendeten demographischen Annahmen sowie die erwarteten Einkommens- und Rententrends und der anzuwendende Zinssatz auf der Grundlage aktueller Schätzungen zum Bilanzstichtag bestimmt. Hierdurch können sich versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Abweichungen der tatsächlichen Parameter gegenüber den Rechnungsannahmen ergeben. Entsprechend dem in IAS 19 dargestellten Korridorverfahren werden diese zum Beginn des Geschäftsjahres bestehenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste amortisiert, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs bzw. des Zeitwertes des Planvermögens zu Beginn des Geschäftsjahres übersteigen. Der sich daraus ergebende ergebniswirksam erfasste Betrag der Periode entspricht dann dem den Korridor übersteigenden Betrag, verteilt auf die Restdienstdauer der Pensionsberechtigten. Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird hierbei als Zinsaufwand im Finanzergebnis ausgewiesen.
Für alle übrigen ungewissen Verpflichtungen und Risiken des Aurubis-Konzerns werden sonstige Rückstellungen gebildet. Voraussetzung ist dabei, dass eine Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem in der Vergangenheit liegenden Ereignis besteht, ein Mittelabfluss hieraus wahrscheinlich ist und dieser zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen werden hierbei mit ihrem Barwert angesetzt, sofern der Zinseffekt nicht unwesentlich ist.
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Anteilsbasierte Vergütungskomponenten
Für leitende und außertarifliche Mitarbeiter des Aurubis-Konzerns besteht eine anteilsbasierte Vergütungskomponente mit Barausgleich, auf die die Ansatz- und Bewertungsvorschriften des IFRS 2 anzuwenden sind. Hierbei handelt es sich um einen virtuellen Stock-Option Plan.
Die sich hieraus ergebende Verpflichtung besteht in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der ausgegebenen Optionen. Der daraus entstehende Personalaufwand wird zeitanteilig über die Wartefrist der Optionen ergebniswirksam erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird zu jedem Bilanzstichtag während der Wartefrist und bis zur Ausübung der Optionen neu berechnet. Basis hierfür sind je nach Programmversprechen Optionspreismodelle (Binomialmodell, Monte-Carlo-Simulation) unter Berücksichtigung der Änderungen der Bewertungsparameter. Die bilanziellen Auswirkungen hieraus werden im Verlauf der Erläuterungen des Personalaufwandes unter Tz. 6 für das aktuelle Geschäftsjahr und das Vorjahr dargestellt.
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
| Aufgliederung nach Produktgruppen in T€ |
2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Gießwalzdraht | 3.625.787 | 3.927.302 |
| Kupferkathoden | 3.305.033 | 3.442.124 |
| Edelmetalle | 2.795.599 | 3.459.654 |
| Stranggussformate | 691.078 | 745.171 |
| Vorwalzband, Bänder und Profile | 1.210.207 | 1.292.376 |
| Sonstiges | 718.746 | 922.620 |
| 12.346.450 | 13.789.247 |
Eine weitere Untergliederung der Umsatzerlöse des Aurubis-Konzerns nach Konzernsegmenten findet sich im Rahmen der Segmentberichterstattung.
2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse | 50.692 | 123.115 |
| Unfertige Erzeugnisse | -96.676 | 198.009 |
| -45.984 | 321.124 |
Die Bestände an fertigen Erzeugnissen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 50.692 T€ wohingegen sich die Bestände an unfertigen Erzeugnissen gegenüber dem Vorjahr um 96.676 T€ reduzierten.
Die Veränderungen sind im Wesentlichen auf im Vorjahr erfolgte Wertaufholungen und im laufenden Jahr erfolgte Wertminderungen aufgrund stark gesunkener Metallpreise zurückzuführen.
3. Andere aktivierte Eigenleistungen
Die anderen aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 14.594 T€ (im Vorjahr 9.595 T€) umfassen im Wesentlichen Fertigungskosten und bezogene Materialien.
4. Sonstige betriebliche Erträge
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Erträge aus Kostenerstattungen und Dienstleistungen | 25.167 | 23.036 |
| Erträge aus Provisionen und erstatteten Frachtauslagen | 6.959 | 7.017 |
| Schadenersatz und Entschädigungen | 5.430 | 7.289 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.453 | 1.091 |
| Übrige Erträge | 12.609 | 18.617 |
| -davon Mieteinnahmen aus Finanzinvestitionen | 108 | 108 |
| 51.618 | 57.050 |
5. Materialaufwand
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 11.451.788 | 12.509.078 |
| Bezogene Leistungen | 302.814 | 294.452 |
| 11.754.602 | 12.803.530 |
Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen von -45.984 T€ (Vj. 321.124 T€) lag die Materialaufwandsquote bei 95,6 % (im Vorjahr 90,5%).
6. Personalaufwand und Mitarbeiter
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 332.201 | 332.327 |
| Soziale Ausgaben, Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung | 102.653 | 88.602 |
| 434.854 | 420.929 |
Die Aufwendungen für Altersversorgung beinhalten auch Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen.
Für leitende und außertarifliche Mitarbeiter des Aurubis-Konzerns besteht seit dem Geschäftsjahr 2004/05 eine anteilsbasierte Vergütungskomponente mit Barausgleich in Form eines virtuellen Stock-Option Plans. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Mitarbeiter eine festgelegte Anzahl von Aurubis-Aktien besitzen. Die gewährten Optionen können nach einer Wartefrist von mindestens 3 Jahren ausgeübt werden, frühestens jedoch nach der dritten ordentlichen Hauptversammlung seit Laufzeitbeginn der jeweiligen Tranche. Die Ausübungsfrist beträgt ein Jahr. Das Recht, die Optionen auszuüben, sowie die Höhe der damit verbundenen Auszahlung an jeden Teilnehmer werden anhand von zwei Erfolgskriterien ermittelt. Zum einen hängen sie von der absoluten Wertsteigerung der Aurubis-Aktie, zum anderen von der Entwicklung der Aurubis-Aktie im Vergleich zum Referenzindex CDAX ab.
Die gewährten virtuellen Optionen haben sich folgendermaßen entwickelt:
| 5. Tranche | 6. Tranche | 7. Tranche | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|
| zum 01.10.2011 ausstehende Optionen | 19.350 | 648.900 | 511.000 | 1.179.250 |
| im Geschäftsjahr neu aufgenommene Optionen | 0 | 4.000 | 4.000 | 8.000 |
| im Geschäftsjahr gewährte Optionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| im Geschäftsjahr verwirkte Optionen | 0 | 8.000 | 8.000 | 16.000 |
| im Geschäftsjahr verfallene Optionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| im Geschäftsjahr ausgeübte Optionen | 19.350 | 644.900 | 0 | 664.250 |
| zum 30.09.2012 ausstehende Optionen | 0 | 0 | 507.000 | 507.000 |
| zum 30.09.2012 ausübbare Optionen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 7. Tranche | Gesamt | |
|---|---|---|
| zum 01.10.2012 ausstehende Optionen | 507.000 | 507.000 |
| im Geschäftsjahr ausgeübte Optionen | 480.350 | 480.350 |
| zum 30.09.2013 ausstehende Optionen | 26.650 | 26.650 |
Die Restlaufzeit aller Optionen beträgt 5 Monate. Der Durchschnittswert der im Geschäftsjahr ausgeübten Optionen betrug 11,09 € (im Vorjahr 13,49 €).
Der aus dem Optionsprogramm resultierende Personalaufwand wird zeitanteilig über die Wartefrist der Optionen ergebniswirksam erfasst. Im abgelaufenen Geschäftsjahr beträgt dieser 2.257 T€ (im Vorjahr 3.335 T€). Die Bewertung der ausgegebenen Optionen erfolgt in Höhe des beizulegenden Zeitwerts mit Hilfe zweier Optionspreismodelle (absolute Höhe mittel Binomialmodell, relative Hürde mittels Monte-Carlo-Simulation) sowohl für die Aktie der Aurubis AG als auch für den Referenzindex CDAX. Der Aktien- und Indexstand zu zukünftigen Zeitpunkten wird im Rahmen einer Monte-Carlo-Simulation simuliert. Der Zeitwert wird zu jedem Bilanzstichtag während der Sperrfrist und bis zur Ausübung der Optionen auf Basis der Optionspreismodelle unter Berücksichtigung von Änderungen der Bewertungsparameter neu berechnet. Zum 30.09.2013 lag der Zeitwert je Optionsrecht bei 7,79 € (im Vorjahr zwischen 3,98 € und 11,40 €), die hierfür erfasste Rückstellung zum Bilanzstichtag betrug 208 T€ (im Vorjahr 3.277 T€). Dabei wurde von folgenden Parametern ausgegangen:
| Risikoloser Zinssatz | 0,23% |
| Aktienkurs Aurubis AG zum Bewertungsdatum | 44,80 € |
| Volatilität der Aktie der Aurubis AG | 25,70% |
| Kurs CDAX zum Bewertungsdatum | 770,59 |
| Volatilität des CDAX | 15,69% |
| Korrelation Aurubis AG - CDAX | 52,26% |
Die erwartete Volatilität wurde auf der Grundlage bisheriger Kursentwicklungen bestimmt, da keine impliziten Volatilitäten vorlagen.
Die Anzahl der im Konzern beschäftigten Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:
| 2012/13 | 2011/12 | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 4.163 | 4.054 |
| Angestellte | 2.063 | 2.001 |
| Auszubildende | 260 | 259 |
| 6.486 | 6.314 | |
| (davon entfallen auf Gemeinschaftsunternehmen) | 132 | 137 |
7. Abschreibungen
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Finanzinvestitionen im Konzern betrugen insgesamt 139.122 T€ (im Vorjahr 131.555 T€). Sie bestehen aus Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen in Höhe von 130.463 T€ (im Vorjahr 124.799 T€), auf immaterielle Vermögenswerte von 8.659 T€ (im Vorjahr 6.748 T€) sowie im Vorjahr auf als Finanzinvestitionen gehaltene Grundstücke und Gebäude von 8 T€.
In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte waren im Berichtsjahr Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE) Aurubis Stolberg in Höhe von 6.322 T€ (siehe Tz. 14) enthalten. Darüber hinaus wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 59 T€ sowie Sachanlagevermögen in Höhe von 13.403 T€ im Zusammenhang mit anlassbezogenen Werthaltigkeitstests abgewertet. Diese wurden aufgrund der schwierigen Marktlage im Bereich Kupferprodukte für die ZGEs Stolberg, Finnland, Niederlande, Schweden, Mortara, Buffalo, Rod & Shapes Belgien sowie Bars & Profiles Belgien durchgeführt. Hierbei wurde ein Wertberichtigungsbedarf für die ZGEs Finnland, Niederlande, Schweden, Bars & Profiles Belgien und Rod & Shapes Belgien festgestellt (siehe Tz. 14 und 15).
Die Wertminderungen des Vorjahres betrafen sowohl die immateriellen Vermögenswerte (2.365 T€) als auch die Sachanlagen (4.622 T€). Sie resultieren im Wesentlichen aus Wertberichtigungen des Anlagevermögens der Aurubis Switzerland, SA. In der Business Line Bars and Profiles wurde die Produktion am Standort Yverdon-Les-Bains planmäßig Ende April 2012 eingestellt. Die Produktionsanlagen wurden nach Olen, Belgien, verlagert und in die dortigen Produktionsabläufe der Business Line integriert.
Die Wertminderungen betrafen sowohl im aktuellen Geschäftsjahr als auch im Vorjahr das Segment Kupferprodukte.
Eine genaue Darstellung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfolgt in der Übersicht zur Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen im Konzern (s. Tz. 14 und 15).
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Vertriebsaufwendungen | 100.334 | 99.312 |
| Verwaltungsaufwendungen | 73.706 | 77.874 |
| Sonstige betriebliche Steuern | 3.334 | 2.329 |
| Übrige Betriebsaufwendungen | 55.772 | 55.972 |
| 233.146 | 235.487 |
Bei den Vertriebsaufwendungen handelt es sich hauptsächlich um Frachtkosten.
9. Beteiligungsergebnis
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 6 | 6 |
| 6 | 6 |
Das Beteiligungsergebnis setzt sich aus abgeführten Erträgen nicht konsolidierter Tochtergesellschaften zusammen.
10. Zinsen und übriges Finanzergebnis
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 9.870 | 12.817 |
| Zinsaufwendungen | -44.161 | -53.883 |
| Übriges Finanzergebnis | -350 | -29.382 |
| -34.641 | -70.448 |
Die Zinserträge ergeben sich hauptsächlich aus Tagesgeldanlagen.
Die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus den Finanzverbindlichkeiten der Aurubis AG. In den Zinsaufwendungen sind unter anderem auch der Saldo aus dem Zinsaufwand aus den Pensionsverpflichtungen und den erwarteten Erträgen aus Planvermögen in Höhe von 2.320 T€ (im Vorjahr 5.863 T€) enthalten.
Das übrige Finanzergebnis resultiert im Wesentlichen aus Wertminderungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens.
1 1 . Ertragsteuern
Als Ertragsteuern werden die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Der Ertragsteueraufwand einschließlich der latenten Steuern setzt sich wie folgt zusammen:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 35.007 | 95.217 |
| Latente Steuern | -111.836 | 57.358 |
| -76.829 | 152.575 |
Der Unterschied zwischen dem Steuerertrag dieses Jahres und dem Steueraufwand des Vorjahres ist ergebnisbedingt und ist maßgeblich durch die Bewertungsunterschiede beim Vorratsvermögen beeinflusst.
Für Vorjahre sind in den laufenden Steuern Steuerzahlungen in Höhe von 847 T€ (Vorjahr: 6.750 T€) sowie in den latenten Steuern Effekte aus Korrekturen der Steuerbilanzwerte in Höhe von -2.199 T€ (Vorjahr: 483 T€) enthalten.
Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012/2013 anzuwendende deutsche Körperschaftsteuerrecht sieht einen gesetzlichen Steuersatz von 15% (im Vorjahr 15%) zuzüglich eines Solidaritätszuschlages von 5,5% (Vorjahr 5,5%) vor. Die Gewerbesteuer beträgt bei der Aurubis AG 16,59 % (Vorjahr 16,59%) des Gewerbeertrags. Bei den anderen deutschen Konzerngesellschaften kommen Gewerbesteuersätze zwischen 10,75% und 17,33% zur Anwendung. Die für die ausländischen Gesellschaften zu Grunde gelegten jeweiligen landesspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 10% und 35,98% (Vorjahr: 10% und 36,31%). Als wesentliche Besonderheit im belgischen Steuerrecht sind die "Notional Interest Deduction" zu beachten, die zu einer Verringerung der Bemessungsgrundlage der laufenden Steuern der Aurubis Belgium im Berichtszeitraum in Höhe von 21.201 T€ (im Vorjahr 23.625 T€) führt.
Gemäß IAS 12.81 (c) ist der insgesamt ausgewiesene Steueraufwand mit dem Steueraufwand zu vergleichen, der sich bei Verwendung der anzuwendenden Steuersätze auf das ausgewiesene Konzernergebnis vor Steuern theoretisch ergeben hätte.
Die Konzernsteuerposition beinhaltet in nennenswertem Umfang Steuereffekte aus ausländischen Gesellschaften. Dem wird dadurch Rechnung getragen, dass als rechnerischer Konzernsteuersatz nicht der Steuersatz der deutschen Muttergesellschaft (32,42%, Vorjahr 32,42%), sondern ein konzernweiter Mischsteuersatz i.H.v. 32,92 % (Vorjahr 26,88 %) zur Anwendung kommt.
Die Veränderung des durchschnittlichen Konzernsteuersatzes resultiert aus einer gegenüber dem Vorjahr wesentlich geänderten Verteilung des Ergebnisbeitrages der Gesellschaften am Gesamtergebnis.
Überleitungsrechnung:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -229.681 | 515.073 |
| Theoretischer Steueraufwand mit 32,92% (Vorjahr 26,88% ) | -75.618 | 138.462 |
| Veränderungen des theoretischen Steueraufwandes aufgrund: | ||
| - Steuersatzänderungen | -122 | 1.970 |
| - Nichtansatz und Korrektur latenter Steuern | 1.806 | -653 |
| - Steuern aus Vorjahren | -1.352 | 7.234 |
| - Erhöhung (Aktivierung) Körperschaftsteuerguthaben | -114 | -134 |
| - nicht abzugsfähiger Aufwendungen | 5.696 | 13.726 |
| - steuerfreier Erträge | -1.432 | -723 |
| - Notional Interest Deduction (Belgien) | -7.206 | -8.030 |
| - Wertberichtigung Geschäfts- oder Firmenwert | 650 | |
| - Outside Basis Differences | 693 | 215 |
| - Sonstige | 170 | 508 |
| Steuern von Einkommen und Ertrag | -76.829 | 152.575 |
Die Auswirkungen steuerfreier Erträge resultieren im Wesentlichen aus Dividenden nicht konsolidierter Unternehmen.
Die Effekte aus dem Nichtansatz und der Korrektur latenter Steuern resultieren aus der Abwertung temporärer Differenzen und Verlustvorträge der Aurubis Sweden AB.
Die bilanzierten aktiven und passiven latenten Steuern entfallen auf folgende Ansatz- und Bewertungsunterschiede bei den einzelnen Bilanzpositionen, auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Outside Basis Differences (OBD):
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 5.533 | 2.562 | 2.932 | 3.972 |
| Sachanlagen | 1.028 | 123.020 | 898 | 131.987 |
| Finanzanlagen | 2 | 62 | 2 | 62 |
| Vorräte | 29.357 | 239.099 | 12.392 | 314.433 |
| Forderungen und sonst. Vermögenswerte | 1.047 | 31.523 | 1.277 | 42.897 |
| Pensionsrückstellungen | 14.359 | 13 | 13.581 | 0 |
| sonstige Rückstellungen | 7.051 | 284 | 9.811 | 1.429 |
| Verbindlichkeiten | 37.821 | 1.613 | 51.858 | 770 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 10.053 | 0 | 3.963 | 0 |
| Outside Basis Differences | 0 | 1.258 | 0 | 571 |
| Saldierung | -100.922 | -100.922 | -93.847 | -93.847 |
| Konzernbilanz | 5.329 | 298.512 | 2.867 | 402.274 |
Von den aktiven latenten Steuern realisieren sich 61.351T€ (Vorjahr 48.572 T€) und von den passiven 262.674T€ (Vorjahr 157.752 T€) innerhalb der nächsten 12 Monate. Nach mehr als 12 Monaten realisieren sich aktive latente Steuern in Höhe von 44.901T€ (Vorjahr 48.142 T€) und passive latente Steuern in Höhe von 136.761 T€ (Vorjahr 338.369 T€). Die Zahlen verstehen sich vor Saldierung.
Der Bestand latenter Steuern aus Cash-Flow-Hedges, der dem sonstigen Ergebnis belastet oder gutgeschrieben wurde, hat sich nach Saldierung im Vergleich zum Vorjahr um 4.651 T€ (Vorjahr 5.207 T€) auf aktive latente Steuern in Höhe von 1.121 T€ (Vorjahr 5.772 T€) verringert.
An laufenden Steuern werden dem sonstigen Ergebnis 510 T€ (Vorjahr 0 T€) gutgeschrieben.
Darüber hinaus ergaben sich währungskursbedingte Änderungen der einzelnen latenten Steuerpositionen der ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von insgesamt 87 T€ (Vorjahr 67 T€). Im Übrigen waren die Veränderungen der latenten Steueransprüche und -schulden ergebniswirksam.
Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des entsprechenden Vorteils wahrscheinlich ist. Unter Berücksichtigung der prognostizierten Gewinnerwartungen der Tochtergesellschaften wurde gemäß IAS 12.34 eine Nutzung der angefallenen Verlustvorträge unterstellt, soweit wahrscheinlich.
Es bestehen Verlustvorträge von insgesamt 96.785 T€ (Vorjahr 83.480 T€). Auf Verlustvorträge in Höhe von 51.294 T€ (Vorjahr: 64.166 T€) ist keine aktive latente Steuer gebildet worden, da aus heutiger Sicht die Möglichkeit der Nutzung als unwahrscheinlich einzuschätzen ist. Von den nicht werthaltigen Verlustvorträgen ist ein Betrag von 27.706 T€ (Vorjahr 39.865 T€) unbeschränkt vortragsfähig und ein Betrag von 23.558 T€ (Vorjahr 24.301 T€) innerhalb der nächsten sieben Jahre nutzbar.
Aus dem sich nach §37 KStG ergebenden Körperschaftsteuerguthaben und -erhöhungsbetrag hat sich im Berichtsjahr ein Ertrag in Höhe von 114 T€ (Vorjahr 134 T€) ergeben.
Auf den Unterschiedsbetrag zwischen dem in der Konzernbilanz erfassten anteiligen Eigenkapital einer Tochtergesellschaft und dem Beteiligungsbuchwert für diese Tochtergesellschaft in der Steuerbilanz der Muttergesellschaft (sogenannte Outside Basis Differences) wurde zum Stichtag eine passive latente Steuer von 1.258 T€ (Vorjahr 571 T€) gebildet. Für Outside Basis Differences aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften in Höhe von 21.649 T€ (Vorjahr 27.725 T€) wurden keine passiven latenten Steuern gebildet, da die Umkehr dieser Differenzen in absehbarer Zukunft nicht wahrscheinlich ist.
1 2 . Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Konzern ergebnis
Von dem ausgewiesenen Konzernfehlbetrag des Geschäftsjahres 2012/13 in Höhe von
152.852 T€ (im Vorjahr Konzernüberschuss 362.498 T€) steht ein Überschuss-Anteil in Höhe von 1.028 T€ (im Vorjahr 1.377 T€) anderen Gesellschaftern als den Aktionären der Aurubis AG, Hamburg, zu. Dieser betrifft den auf die nicht beherrschenden Anteile entfallenden Konzernüberschuss an der Deutschen Giessdraht GmbH, Emmerich, sowie der Aurubis Bulgaria AD, Pirdop.
1 3 . Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des Konzernergebnisses ohne nicht beherrschende Anteile durch den gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktienanzahl.
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Auf Aktionäre der Aurubis AG entfallendes Konzernergebnis | -153.880 | 361.121 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienanzahl (in 1.000) | 44.957 | 44.957 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie in € | -3,42 | 8,03 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie in € | -3,42 | 8,03 |
Zur Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie wird der Durchschnitt der im Geschäftsjahr in Umlauf befindlichen Aktien um die Anzahl der Aktien erhöht, die bei Ausübung aller Wandlungsrechte aus Wandelanleihen maximal ausgegeben werden könnten. Soweit vorhanden, werden gleichzeitig dem Konzernergebnis die für Wandelanleihen angefallenen Zinsaufwendungen abzüglich der entsprechenden Steuern hinzugerechnet.
Da weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr Wandlungsrechte aus Wandelanleihen bestanden, entspricht für den Aurubis-Konzern das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Erläuterungen zur Bilanz
1 4 . Immaterielle Vermögenswerte
Die Entwicklung der Anschaffungs- und Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen der immateriellen Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| in T€ | 30.09.2012 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 100.883 | 2.120 | -613 | 644 | 103.034 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 43.170 | 0 | 0 | 0 | 43.170 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.348 | 419 | 0 | -532 | 1.235 |
| 145.401 | 2.539 | -613 | 112 | 147.439 |
Wertberichtigungen
| in T€ | 30.09.2012 | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | -36.848 | -2.336 | 609 | 0 | -38.575 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | -18.200 | -6.322 | 0 | 0 | -24.522 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -55.048 | -8.658 | 609 | 0 | -63.097 |
Buchwert
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 64.459 | 64.035 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 18.648 | 24.970 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.235 | 1.348 |
| 84.342 | 90.353 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| in T€ | 30.09.2011 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 110.569 | 24 | 1.454 | -11.177 | 13 | 100.883 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 43.170 | 0 | 0 | 0 | 0 | 43.170 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 101 | 0 | 1.268 | 0 | -21 | 1.348 |
| 153.840 | 24 | 2.722 | -11.177 | -8 | 145.401 |
Wertberichtigungen
| in T€ | 30.09.2011 | Währungsdifferenzen | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | -41.249 | 2 | -6.749 | 11.148 | 0 | -36.848 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | -18.200 | 0 | 0 | 0 | 0 | -18.200 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -59.449 | 2 | -6.749 | 11.148 | 0 | -55.048 |
Buchwert
| in T€ | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Konzessionen, Schutzrechte, Lizenzen | 64.035 | 69.320 |
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 24.970 | 24.970 |
| Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte | 1.348 | 101 |
| 90.353 | 94.391 |
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich um entgeltlich erworbene Nutzungsrechte sowie um im Rahmen der Konsolidierung im Aurubis-Konzern entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte. Der weitaus größte Anteil der Geschäfts- oder Firmenwerte entfällt dabei wie im Vorjahr mit 6.322 T€ auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Stolberg, sowie mit 17.439 T€ auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit (ZGE) Kupferprodukte der Aurubis Hamburg.
Die Aurubis führt jährlich einen Werthaltigkeitstest der Geschäfts- oder Firmenwerte durch. Für die Werthaltigkeitsprüfung des Geschäfts- oder Firmenwerts wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der ZGE zugeordnet, die erwartungsgemäß von den Synergien des Unternehmenszusammenschlusses profitiert. Übersteigt der Buchwert der ZGE, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, deren erzielbaren Betrag, wird der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert aufgrund der Wertminderung entsprechend wertberichtigt.
Der aus dem Unternehmenserwerb der Prymetall GmbH & Co.KG entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wurde für Zwecke des Werthaltigkeitstests nach IAS 36 unverändert zum Vorjahr auf die folgenden ZGEs verteilt:
| ZGE Aurubis Stolberg T€ |
ZGE Kupferprodukte Aurubis Hamburg T€ |
|---|---|
| 6.322 | 17.439 |
Dabei ergab sich zum 30.09.2013 aus der Werthaltigkeitsprüfung ein Abwertungsbedarf des Geschäfts- oder Firmenwerts der ZGE Aurubis Stolberg in voller Höhe von 6.322 T€ (im Vorjahr keine Wertberichtigung). Für die ZGE Kupferprodukte Aurubis Hamburg bestand, wie im Vorjahr, kein Wertberichtigungsbedarf.
Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Aurubis ermittelt den erzielbaren Betrag auf der Basis des Nutzungswerts. Der Nutzungswert wird mittels Abzinsung zukünftiger Cashflows nach Steuern mit einem risikoangepassten Diskontierungszinssatz (WACC) nach Steuern ermittelt (Discounted Cashflow Methode).
Die Cashflow-Schätzungen umfassen einen Planungshorizont von vier Jahren, bevor in die ewige Rente übergegangen wird. Die Cashflows wurden im Rahmen eines qualifizierten Planungsprozesses unter Heranziehung unternehmensinterner Erfahrungswerte und umfangreicher Marktkenntnisse aufgestellt und berücksichtigen die Beurteilung und Einschätzungen des Managements zur zukünftigen Entwicklung des regionalen Markts.
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Nutzungswerts verwendet wurden, sind neben den gewichteten Kapitalkosten, die prognostizierte Ergebnisentwicklung sowie die nachhaltige Wachstumsrate des Endwerts (Terminal Value) mit 1%. Die Wachstumsrate wurde aus Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreitet die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der jeweiligen Märkte nicht.
Als Diskontierungszinssatz wurde der vom Markt abgeleitete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) unter Berücksichtigung einer typisierten Peer Group berücksichtigt. Zum 30.09.2013 betrug der WACC für die vorgenommene Diskontierung 7,5% nach Steuern bzw. 10,7% vor Steuern (im Vorjahr 6,4% nach Steuern bzw. 8,8% vor Steuern).
Bei den immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer ergab sich ein Abwertungsbedarf von 59 T€ (im Vorjahr 2.365 T€) aus einem anlassbezogenen Werthaltigkeitstests der ZGE Finnland (siehe Tz. 7 und 15).
15 . Sachanlagen
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen des Sachanlagevermögens setzen sich wie folgt zusammen:
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| in T€ | 30.09.2012 | Währungs- differenzen |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 575.602 | -690 | 7.391 | -2.046 | 13.925 | 594.182 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.803.152 | -1.632 | 51.177 | -23.178 | 85.719 | 1.915.238 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 79.091 | -124 | 8.550 | -4.518 | 1.957 | 84.956 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | 34.987 | 0 | 733 | -775 | 0 | 34.945 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | 126.124 | -223 | 137.513 | -22 | -111.947 | 151.445 |
| 2.618.956 | -2.669 | 205.364 | -30.539 | -10.346 | 2.780.766 |
In den Zugängen des aktuellen Geschäftsjahres sind auch Zugänge an technischem Sockelbestand im Zusammenhang mit einer neuen Produktionsanlage enthalten.
Wertberichtigungen
| in T€ | 30.09.2012 | Währungsdifferenzen | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | -303.762 | 209 | -23.068 | 1.513 | 3.470 | -321.638 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -998.418 | 572 | -98.458 | 21.810 | 0 | -1.074.494 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -55.785 | 41 | -7.001 | 4.332 | 0 | -58.413 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | -11.189 | 0 | -1.936 | 773 | 0 | -12.352 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | -485 | 13 | -1 | 0 | 0 | -473 |
| -1.369.639 | 835 | -130.464 | 28.428 | 3.470 | -1.467.370 |
Buchwert
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 272.544 | 271.840 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 840.744 | 804.734 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 26.543 | 23.306 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | 22.593 | 23.798 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | 150.972 | 125.639 |
| 1.313.396 | 1.249.317 |
In den Umbuchungen der Anschaffungs- und Herstellungskosten und der Wertberichtigungen sind Umgliederungen in Höhe von 6.782 T€ (netto) in „zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ enthalten (siehe hierzu Konsolidierungsgrundsätze).
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| in T€ | 30.09.2011 | Währungsdifferenzen | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 562.109 | 587 | 6.027 | -1.990 | 8.869 | 575.602 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.744.225 | 1.672 | 31.609 | -14.121 | 39.767 | 1.803.152 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 74.866 | 48 | 7.018 | -3.993 | 1.152 | 79.091 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | 35.053 | 1 | 94 | -161 | 0 | 34.987 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | 68.032 | 80 | 107.792 | 0 | -49.780 | 126.124 |
| 2.484.285 | 2.388 | 152.540 | -20.265 | 8 | 2.618.956 |
Wertberichtigungen
| in T€ | 30.09.2011 | Währungsdifferenzen | Abschreibungen des Geschäftsjahres | Abgänge | Umbuchungen | 30.09.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | -287.514 | 0 | -17.699 | 1.451 | 0 | -303.762 |
| Technische Anlagen und Maschinen | -912.311 | -1 | -99.108 | 13.002 | 0 | -998.418 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | -53.782 | 20 | -5.874 | 3.851 | 0 | -55.785 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | -9.084 | 1 | -2.118 | 12 | 0 | -11.189 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | -486 | 1 | 0 | 0 | 0 | -485 |
| -1.263.177 | 21 | -124.799 | 18.316 | 0 | -1.369.639 |
Buchwert
| in T€ | 30.09.2012 | 30.09.2011 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke und Bauten | 271.840 | 274.595 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 804.734 | 831.914 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 23.306 | 21.084 |
| Anlagen in Finanzierungsleasing | 23.798 | 25.969 |
| Geleistete Anzahlungen auf Anlagen in Bau | 125.639 | 67.546 |
| 1.249.317 | 1.221.108 |
In den Abschreibungen des Geschäftsjahres sind neben planmäßigen Abschreibungen auch Wertminderungen in Höhe von 13.403 T€ (im Vorjahr 4.622 T€) enthalten, welche im Konzernergebnis unter der Position „Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen“ erfasst sind (s. Tz. 7). Die Wertminderungen des Sachanlagevermögens resultierten aus anlassbezogenen Werthaltigkeitstests, die aufgrund der schwierigen Marktlage im Bereich Kupferprodukte für die ZGEs Aurubis Stolberg, Aurubis Finnland, Aurubis Niederlande, Aurubis Schweden, Aurubis Mortara, Aurubis Buffalo, Rod & Shapes Belgien sowie Bars & Profiles Belgien durchgeführt wurden. Hierbei wurde ein Wertberichtigungsbedarf für die ZGEs Finnland, Niederlande, Schweden, Bars & Profiles Belgien und Rod & Shapes Belgien festgestellt (siehe Tz. 7).
Die Wertminderungen des Sachanlagevermögens belaufen sich in Höhe von 6.784 T€ auf Grundstücke und Gebäude, in Höhe von 6.563 T€ auf technische Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von 56 T€ auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
| Wertminderungen | ZGE Finnland | ZGE Niederlande | ZGE Schweden | ZGE Rod & Shapes Belgien | ZGE Bars & Profiles Belgien | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Grundstücke und Gebäude | 0 | 1.904 | 0 | 3.414 | 1.466 | 6.784 |
| davon operativ | 0 | 0 | 0 | 3.414 | 1.466 | 4.880 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.937 | 781 | 506 | 0 | 1.339 | 6.563 |
| davon operativ | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.339 | 1.339 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7 | 0 | 49 | 0 | 0 | 56 |
| davon operativ | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Wäre der bei der Werthaltigkeitsprüfung zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz um 0,5 Prozentpunkte höher gewesen, hätte sich aufgrund der Regelung des IAS 36.105 kein höherer Wertminderungsbedarf ergeben. Im umgekehrten Fall hätte sich kein niedrigerer Wertminderungsbedarf ergeben, wenn der zugrunde gelegte Diskontierungszinssatz um 0,5 Prozentpunkte niedriger gewesen oder die im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung berücksichtigte nachhaltige Wachstumsrate um 0,5 Prozentpunkte höher ausgefallen wäre.
Bei der Prüfung der Werthaltigkeit wird die Summe der Buchwerte der ZGE dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Im Rahmen des anlassbezogenen Werthaltigkeitstests wurde der erzielbare Betrag anhand des Nutzungswerts ermittelt.
Die Berechnung des Nutzungswerts erfolgte durch Ermittlung des Barwerts der erwarteten Cashflows (Discounted Cashflow). Die Planung der erwarteten Cashflows umfasst einen Planungszeitraum von vier Jahren. Die Cashflows wurden im Rahmen eines qualifizierten Planungsprozesses unter Heranziehung unternehmensinterner Erfahrungswerte und umfangreicher Marktkenntnisse aufgestellt und berücksichtigen die Beurteilung und Einschätzungen des Managements zur zukünftigen Entwicklung des regionalen Markts.
Die wesentlichen Annahmen, die bei der Berechnung des Value in Use verwendet wurden, sind, neben den gewichteten Kapitalkosten, die prognostizierte Ergebnisentwicklung sowie die nachhaltige Wachstumsrate des Endwerts (Terminal Value) mit 1%. Die Wachstumsrate wurde aus Zukunftserwartungen abgeleitet und überschreitet die langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten der jeweiligen Märkte nicht.
Als Diskontierungszinssatz wurde der vom Markt abgeleitete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) unter Berücksichtigung einer typisierten Peer Group sowie von Länderspezifika berücksichtigt.
Die ermittelten Diskontierungszinssätze pro ZGE betragen:
| ZGE | Stolberg | Finnland | Niederlande | Schweden |
|---|---|---|---|---|
| WACC nach Steuern in % | 7,5 | 7,6 | 7,6 | 7,6 |
| WACC vor Steuern in % | 10,7 | 10,1 | 10,1 | 9,8 |
| ZGE | Mortara | Buffalo | Rod & Shapes Belgien | Bars & Profiles Belgien |
|---|---|---|---|---|
| WACC nach Steuern in % | 9,1 | 8,1 | 8,1 | 8,1 |
| WACC vor Steuern in % | 13,3 | 13,6 | 12,3 | 12,3 |
Die Verteilung des Wertminderungsbedarfs erfolgte unter Berücksichtigung des IAS 36.105, wobei für die Ableitung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten der wesentlichen Vermögenswerte des Sachanlagevermögens auf externe Gutachten abgestellt wurde. Die Bewertung von Grund und Boden basiert auf dem Vergleichswertverfahren. Für die Bewertung der Gebäude kam das Ertragswertverfahren zur Anwendung, wobei zu Plausibilitätszwecken das Sachwertverfahren hinzugezogen wurde. Die Bewertung von Maschinen und Anlagen basiert auf dem Sachwertverfahren.
Gemietete oder geleaste Sachanlagen machten am Anlagevermögen einen Anteil von 22.593 T€ (im Vorjahr 23.798 T€) aus. Der Buchwert der Leasinganlagen beinhaltet Buchwerte für Schiffe für den Transport von Kupferkonzentraten sowie Schwefelsäure in Höhe von 7.348 T€ (im Vorjahr 7.868 T€) sowie Buchwerte für die Lagerhalle zur Einlagerung von Kupferkonzentraten in Brunsbüttel in Höhe von 5.869 T€ (im Vorjahr 6.312 T€). Ein Teil der Leasingraten wird jährlich an die indexierte Preisentwicklung für gewerbliche Produkte angepasst. Den Leasingverträgen liegen im Wesentlichen feste Mietvereinbarungen zugrunde. Sicherheiten wurden hierfür nicht gestellt.
Zum 30. September 2013 war im Konzern Sachanlagevermögen mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 17.895 T€ als Kreditsicherheit begeben (im Vorjahr 17.895 T€). Das Bestellobligo für Gegenstände des Sachanlagevermögens betrug zu diesem Zeitpunkt 17.517 T€ (im Vorjahr 9.132 T€).
In den technischen Anlagen und Maschinen werden Sockelbestände als Komponenten der jeweiligen technischen Anlagen und Maschinen bilanziert. Bei Sockelbeständen handelt es sich um Materialmengen, die notwendig sind, um die Funktionsfähigkeit der Produktionsanlage herzustellen und diese in der Folge zu gewährleisten. Zum 30.09.2013 entfielen auf den technischen Sockelbestand 289.058 T€ (im Vorjahr 268.127 T€).
Zum 30.09.2013 bestanden, wie auch im Vorjahr, keine aktivierten Entwicklungskosten im Konzern. Forschungsaufwendungen werden im Ergebnis der jeweiligen Periode erfasst.
16. Finanzanlagen
Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen in Höhe von 2.199 T€ (im Vorjahr 2.181 T€) sind als „zur Veräußerung verfügbar“ klassifiziert. Im Geschäftsjahr wurden sämtlich Anteile an verbundenen Unternehmen zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, da eine verlässliche Ermittlung des Marktwerts nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich ist. Diese Anteile sind nicht börsennotiert und es besteht kein aktiver Markt. Eine Veräußerung der Anteile ist zurzeit nicht vorgesehen.
In den sonstigen Ausleihungen sind weder überfällige noch wertgeminderte Positionen enthalten.
Eine Übersicht des bei der Aurubis AG, Hamburg, unter den Finanzanlagen bilanzierten Anteilsbesitzes befindet sich am Ende dieses Berichts.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an sonstigen Ausleihungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelt es sich im Wesentlichen unverändert um Anteile an der Salzgitter AG, Salzgitter.
1 7 . Vorräte
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 813.762 | 844.952 |
| Unfertige Erzeugnisse | 572.914 | 692.506 |
| Fertige Erzeugnisse, Waren | 559.506 | 515.246 |
| Geleistete Anzahlungen | 4.667 | 6.937 |
| 1.950.849 | 2.059.641 |
Im Berichtsjahr wurden aufgrund der gesunkenen Metallpreise zum Stichtag Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 181.404 T€ (im Vorjahr Wertaufholungen in Höhe von 205.517 T€) vorgenommen.
1 8 . Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 30. September 2013 und zum 30. September 2012 innerhalb eines Jahres fällig.
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
| in T€ | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Buchwert | davon: zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig | davon: zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| weniger als 30 Tage | zwischen 30 und 180 Tagen | mehr als 180 Tage | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| zum 30.09.2013 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 395.046 | 369.552 | 17.978 | 6.889 | 627 |
| zum 30.09.2012 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 524.660 | 496.728 | 21.165 | 5.423 | 1.344 |
Bei den Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen handelt es sich um Wertberichtigungen auf Kundenforderungen. Diese betreffen im Wesentlichen Forderungen der Aurubis Belgium nv/sa.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | ||
| Stand 01.10. | 3.965 | 3.292 |
| Wertänderung der Periode | -844 | 673 |
| Zuführung | 527 | 1.491 |
| Auflösung | -1.246 | -752 |
| Umbuchungen | -107 | -89 |
| Wechselkursänderungen | -18 | 23 |
| Stand 30.09. | 3.121 | 3.965 |
Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Ausfallrisiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden weitgehend durch Warenkreditversicherungen abgesichert.
1 9 . Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte unterteilen sich in sonstige finanzielle und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte.
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
| (in T€) | ||
|---|---|---|
| Langfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| --- | --- | --- |
| Überdeckung Pensionsfonds | 21.518 | 22.751 |
| Derivative Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 3.940 | 31.278 |
| Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accouting | 1.663 | 331 |
| Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 13.782 | 14.346 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 40.903 | 68.706 |
| Kurzfristig (mit Restlaufzeit unter 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Derivative Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 49.997 | 51.988 |
| Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accouting | 3.901 | 3.333 |
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 10.086 | 7.661 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 28.109 | 28.926 |
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 92.093 | 91.908 |
Bei den ausgewiesenen Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen handelt es sich im Wesentlichen um Forderungen gegen die Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, Stolberg, die quotal in den Konzern einbezogen wurde, sowie um Forderungen gegen verbundene, nicht in die Konsolidierung einbezogene Unternehmen.
Derivative Finanzinstrumente der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten“ mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden aufgrund ihrer ökonomischen Sicherungsbeziehung als langfristig ausgewiesen.
In den übrigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist ein Continuing Involvement aus Spätzahlungsrisiken bei Factoringgesellschaften von kurzfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.421 T€ (Vj. 1.508 T€) enthalten. Die Höhe des Continuing Involvement entspricht dabei auch dem maximalen Verlustrisiko, welchem die Annahme zu Grunde liegt, dass sämtliche am Bilanzstichtag offenen Forderungen, die verkauft wurden, über den gesamten Zeitraum, für den Aurubis für das Spätzahlungsrisiko in Anspruch genommen werden kann, unbeglichen bleiben.
Im Zusammenhang mit dem Continuing Involvement wurde eine Verbindlichkeit in Höhe von 1.684 T€ (Vj. 1.823 T€) erfasst. Sämtliche an Factoringgesellschaften verkauften Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit unter einem Jahr, so dass der Fair Value des Continuing Involvements und der verbundenen Verbindlichkeit jeweils dem Buchwert entspricht.
Forderungsverkäufe, bei denen Aurubis keinem Spätzahlungsrisiko unterliegt, enthalten kein wesentliches Continuing Involvement und wurden somit vollständig ausgebucht.
Insgesamt waren zum Bilanzstichtag offene Forderungen in Höhe von 199 Mio. € (Vj. 198 Mio. €) an Factoringunternehmen verkauft.
Mit Ausnahme des Vermögenswertes aus der Überdeckung von Pensionsfonds und Zinsderivaten besteht für keine Forderung oder sonstigen Vermögenswert ein Zinsänderungsrisiko. Nähere Erläuterungen zu dem Vermögenswert aus der Überdeckung von Pensionsfonds finden sich unter Tz. 24 Rückstellungen für Pensionen und zu den Zinsderivaten unter Tz. 28 Finanzinstrumente.
Die Wertberichtigungen auf die sonstigen finanziellen Vermögenswerte gehen aus der folgenden Tabelle hervor:
| in T€ | ||
|---|---|---|
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
| --- | --- | --- |
| Einzelwertberichtigungen | ||
| Stand 01.10. | 296 | 392 |
| Wertveränderung der Periode | -142 | -96 |
| Zuführung | 0 | 0 |
| Auflösung | -100 | -100 |
| Wechselkursänderungen | -42 | 4 |
| Stand 30.09. | 154 | 296 |
Im Berichtsjahr wurden Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 100 T€ (im Vorjahr 100 T€) erfasst, die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen sind.
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands an sonstigen finanziellen Vermögenswerten deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte stellen sich am Bilanzstichtag wie folgt dar:
| (in T€) | ||
|---|---|---|
| Langfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| --- | --- | --- |
| Übrige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 775 | 674 |
| Langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 775 | 674 |
| Kurzfristig (mit Restlaufzeit unter 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 33.268 | 16.244 |
| Übrige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 66.327 | 79.361 |
| Kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 99.595 | 95.605 |
Bei den übrigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Umsatzsteuerforderungen der Aurubis Bulgaria AD, Pirdop.
20 . Sonstige Wertpapiere
Hierbei handelt es sich um festverzinsliche Wertpapiere sowie Anteile an Aktienfonds.
21 . Flüssige Mittel
Die flüssigen Mittel bestehen aus laufenden Guthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbeständen und Schecks. Bei den Guthaben bei Kreditinstituten handelt es sich vor allem um Euro-Guthaben.
22 . Eigenkapital
Das Grundkapital beträgt 115.089.210,88 € und ist eingeteilt in 44.956.723 Inhaberstückaktien mit einem rechnerischen Nennbetrag von 2,56 € pro Aktie.
Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 02.03.2016 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder in mehreren Teilbeträgen um bis zu 57.544.604,16 € zu erhöhen.
Das Grundkapital ist um bis zu 52.313.277,44 € durch die Ausgabe von bis zu 20.434.874 neuen, auf den Inhaber lautenden Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien) mit einem auf die einzelne Stückaktie entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von 2,56 € pro Aktie bedingt erhöht (bedingte Kapitalerhöhung). Es dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen sowie Genussrechten und /oder Gewinnschuldverschreibungen, die bis zum 28.02.2017 begeben werden können.
Das erwirtschaftete Konzerneigenkapital setzt sich aus dem Konzernergebnis, den Gewinnrücklagen aller Konzernunternehmen, den kumulierten einbehaltenen Jahresergebnissen der Tochterunternehmen seit deren erstmaliger Einbeziehung, sowie kumulierten Beträgen aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen zusammen.
Außerdem enthalten ist die gesetzliche Rücklage in Höhe von 6.391 T€, welche für eine Ausschüttung nicht zur Verfügung steht. Die Veränderung des erwirtschafteten Konzerneigenkapitals von 1.747.002 T€ zum 30. September 2012 auf 1.532.430 T€ zum 30. September 2013 beinhaltet die Dividendenzahlung in Höhe von 60.692 T€ und das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2012/13 in Höhe von -153.880 T€.
Die erfolgsneutralen Eigenkapitalveränderungen von insgesamt 17.337 T€ (im Vorjahr
7.366 T€) entfallen im Wesentlichen auf Marktbewertungen derivativer Finanzinstrumente im Rahmen von Cash-Flow-Hedges in Höhe von 21.106 T€ (im Vorjahr -26.357 T€) sowie Marktbewertungen von Finanzinvestitionen in Höhe von 4.486 T€ (im Vorjahr 22.600 T€).
Der Betrag, der während der Periode aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen von Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt -6.971 T€ (im Vorjahr -6.613 T€) und schlägt sich im Wesentlichen im Materialaufwand nieder. Für Marktbewertungen von Finanzinvestitionen wurden keine Beträge aus dem sonstigen Ergebnis in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt (im Vorjahr 24.972 T€, die sich im übrigen Finanzergebnis niederschlugen).
Bei den nicht beherrschenden Anteilen i.H.v. 3.430 T€ (Vj. 4.043 T€) handelt es sich um die Anteile konzernfremder Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital bei zwei von der Aurubis AG vollkonsolidierten Gesellschaft. Zum 30.9.2013 betreffen diese die Deutsche Giessdraht GmbH, Emmerich, sowie die Aurubis Bulgaria AD, Pirdop.
Im aktuellen Geschäftsjahr hat sich bei der Cumerio Austria GmbH, Wien, durch Zukauf weiterer Aktien der Anteil an der bulgarischen Gesellschaft von 99,77% auf 99,86% erhöht und somit die Anteile konzernfremder Minderheitsgesellschafter am Eigenkapital der Aurubis Bulgaria AD, Pirdop, von 0,23% auf 0,14% verringert.
Eine vollständige Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals befindet sich in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Gewinnverwendungsvorschlag
Der Einzelabschluss der Aurubis AG, Hamburg, wurde nach deutschen Rechnungslegungsvorschriften (HGB) aufgestellt.
| Jahresüberschuss der | ||
| Aurubis AG | 109.007.181,25 | € |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 51.983.991,40 | € |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | 54.500.000,00 | € |
| Bilanzgewinn | 106.491.172,65 | € |
Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Aurubis AG in Höhe von 106.491.172,65 € zur Zahlung einer Dividende von 1,10 € je Stückaktie (= 49.452.395,30 €) zu verwenden und 57.038.777,35 € auf neue Rechnung vorzutragen.
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde eine Dividende von 1,35 € je Aktie gezahlt, das sind insgesamt 60.691.576,05 €.
Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
Das maßgebliche Ziel der Unternehmenssteuerung liegt in der Steigerung des Unternehmenswerts des Aurubis-Konzerns, indem über die Kapitalkosten hinaus ein positiver Gesamtwertbeitrag des Unternehmens erwirtschaftet wird. Aufgabe des Konzern-Treasury ist die optimale Liquiditätsversorgung und Liquiditätssteuerung des Konzerns. Eine ausgewogene Bilanzstruktur des Konzerns soll langfristig gewährleistet werden. Die Steuerung und Kontrolle erfolgt anhand definierter Kennzahlen. Mittel- und kurzfristig wird die Nettoverschuldung und Liquidität anhand von regelmäßigen Cashflow-Forecasts gesteuert.
Eine wesentliche Kennzahl zur Ermittlung und vergleichbaren Darstellung der Rentabilität ist der ROCE (Return on Capital Employed), der die Verzinsung des im operativen Geschäft oder für eine Investition eingesetzten Kapitals beschreibt. Der ROCE bezeichnet das Verhältnis des Ergebnisses vor Steuern und Zinsen (EBIT) zum eingesetzten Kapital am Stichtag (Capital Employed). Das Capital Employed setzt sich aus dem Eigenkapital und den zinstragenden Verbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel zusammen. Die Steuerung des Konzerns basiert auf dem operativen Ergebnis. Der Aurubis-Konzern erreichte auf Basis des vom Management des Konzerns für die Steuerung verwendeten operativen Ergebnisses im aktuellen Geschäftsjahr aufgrund der deutlich geringeren operativen Ertragslage (EBIT von 149 Mio. € gegenüber 366 Mio. € im Vorjahr) einen ROCE von 6,8 % nach 20,5 % im Vorjahr.
Alle externen Anforderungen im Rahmen von financial covenants wurden im aktuellen Geschäftsjahr erfüllt.
2 3 . L atente Steuern
Eine Erläuterung der Zusammensetzung der Rückstellungen für latente Steuern erfolgt unter der Tz. 11. Ertragsteuern.
2 4 . Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Für die betriebliche Altersversorgung der beschäftigten Mitarbeiter bestehen im Aurubis-Konzern sowohl leistungs- als auch beitragsorientierte Zusagen. Die Aufwendungen hierfür werden im Personal- und Zinsaufwand erfasst.
Die Mehrzahl der im Aurubis-Konzern vorhandenen Altersversorgungssysteme basieren auf leistungsorientierten Zusagen (Defined Benefit Plans). Zum einen handelt es sich um einzelvertraglich ausgestaltete Direktzusagen. Zum anderen gewährt der Konzern leistungsorientierte Versorgungszusagen innerhalb von allgemeinen Rahmenplänen. Hierbei kommen sowohl rückstellungs- als auch extern finanzierte Versorgungssysteme zur Anwendung.
Darüber hinaus gewährt eine Tochtergesellschaft in den USA ihren Mitarbeitern unter bestimmten Alters- bzw. Betriebszugehörigkeitsvoraussetzungen Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen für die Zeit nach der Pensionierung.
Für sämtliche Versorgungsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt, die unter Berücksichtigung einer konzernweit einheitlichen Bilanzierung den länderspezifischen Besonderheiten Rechnung tragen.
Folgende Spannen für Marktzinssätze, Lohn-/Gehalts- und Rententrends waren Grundlage für die Berechnung der Pensionsverpflichtungen:
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinsfuß | 3,5% bis 4,4% | 3,4% |
| Erwartete Einkommensentwicklung | 3,0% bis 5,0% | 3,0% bis 5,0% |
| Erwartete Rentenentwicklung | 1,8% | 1,8% |
| Erwartete Rendite auf das Planvermögen | 4,25% bis 7,5% | 4,25% bis 7,5% |
| Fluktuation | 0,0% bis 10,0% | 0,0% bis 10,0% |
Die Annahme einer Gehaltssteigerung von 5,0% (5,0% im Vorjahr) wurde ausschließlich für die Bewertung der Pensionsrückstellung der Aurubis Bulgaria AD, Pirdop, zu Grunde gelegt. Die Annahmen eines Rechnungszinsfußes von 4,4% (im Vorjahr 3,4%) sowie einer erwarteten Rendite auf Planvermögen von 7,5% (im Vorjahr 7,5%) wurden ausschließlich für die Bewertung der Pensionsrückstellung der Aurubis Buffalo Inc., Buffalo, zu Grunde gelegt.
Im Falle von überdeckten Pensionsfonds sind gemäß IAS 19.58 entsprechende Vermögenswerte unter den langfristigen sonstigen Vermögenswerten bilanziert. Die in der Konzernbilanz ausgewiesene Nettoschuld für Leistungszusagen lässt sich wie folgt herleiten:
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 | 30.09.2011 | 30.09.2010 | 30.09.2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Barwert der rückstellungsfinanzierten Versorgungszusagen | 67.695 | 71.215 | 61.952 | 44.066 | 40.849 |
| + Barwert der fondsfinanzierten Versorgungszusagen | 405.685 | 418.084 | 338.033 | 300.264 | 259.799 |
| \= Barwert der Versorgungszusagen | 473.380 | 489.299 | 399.985 | 344.330 | 300.648 |
| - Zeitwert des Planvermögens | -314.390 | -297.643 | -272.086 | -237.790 | -240.806 |
| - Nicht erfasste versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | -70.312 | -106.583 | -44.291 | -57.953 | -14.526 |
| \= In der Bilanz erfasste Nettoschuld | 88.678 | 85.073 | 83.608 | 48.587 | 45.316 |
| + Vermögenswert gem. IAS 19.58 | 21.518 | 22.750 | 24.134 | 25.482 | 26.134 |
| \= In der Bilanz erfasste Rückstellung | 110.196 | 107.823 | 107.742 | 74.069 | 71.450 |
Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung hat sich wie folgt entwickelt:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Barwert der Versorgungszusagen zum 01.10. | 489.299 | 399.985 |
| + Laufender Dienstzeitaufwand | 9.839 | 7.273 |
| + Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 81 | 691 |
| + Zinsaufwand auf die Verpflichtung | 16.231 | 18.650 |
| +/- Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -17.748 | 78.592 |
| - Gezahlte Versorgungsleistungen | -21.976 | -20.896 |
| +/- Währungsdifferenz | -2.346 | 4.802 |
| +/- Sonstiges | 0 | 202 |
| \= Barwert der Versorgungszusagen zum 30.09. | 473.380 | 489.299 |
Der Barwert der Versorgungszusagen beinhaltet Gesundheitsfürsorge- und Lebensversicherungsleistungen einer US-amerikanischen Tochtergesellschaft in Höhe von 13.464 T€ (im Vorjahr 16.561 T€).
In der Gewinn- und Verlustrechnung des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden folgende Beträge ergebniswirksam erfasst:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9.839 | 7.273 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 81 | 691 |
| Zinsaufwand auf die Verpflichtung | 16.231 | 18.650 |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | -13.911 | -12.787 |
| Amortisation versicherungsmathematischer Verluste | 5.598 | 1.169 |
| Summe der erfolgswirksam erfassten Beträge | 17.838 | 14.996 |
Die tatsächlichen Erträge aus dem Planvermögen betrugen 26.836 T€ (im Vorjahr 27.476 T€).
Die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden anhand der erwarteten durchschnittlichen Entwicklung des Planvermögens unter Berücksichtigung aktueller Investitionspolitik der jeweiligen Pläne ermittelt. Erwartete Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren basieren auf der Bruttoeffektivverzinsung am Bilanzstichtag. Erwartete Erträge aus Immobilien und aus Aktien spiegeln die erfahrungsgemäß in den jeweiligen Märkten zu erzielenden langfristigen effektiven Renditen wider.
Das Planvermögen entwickelte sich wie folgt:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 01.10. | 297.643 | 272.086 |
| Erwartete Erträge aus dem Planvermögen | 13.911 | 12.787 |
| Versicherungsmathematische Gewinne | 12.925 | 15.131 |
| Rentenzahlungen | -16.007 | -15.646 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 8.096 | 11.533 |
| Währungsdifferenz | -2.178 | 1.752 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 30.09. | 314.390 | 297.643 |
Der beizulegende Zeitwert des Planvermögens beinhaltet ausgesondertes Fondsvermögen in den USA in Höhe von 56.050 T€ (im Vorjahr 51.106 T€).
Das Planvermögen enthält weder eigene Finanzinstrumente noch selbstgenutzte Immobilien.
Das Planvermögen besaß folgende Struktur:
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
|---|---|---|
| Festverzinsliche Wertpapiere | 41% | 46% |
| Immobilien | 30% | 29% |
| Aktien | 17% | 14% |
| Sonstiges | 12% | 11% |
| 100% | 100% |
Für beitragsorientierte Zusagen der betrieblichen Altersversorgung wurden im Berichtsjahr 26.579 T€ (im Vorjahr 26.113 T€) aufgewendet. Diese beinhalten sowohl freiwillige Zusagen als auch die durch den Konzern geleisteten Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.
2 5 . Sonstige Rückstellungen
Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich die einzelnen Gruppen von Rückstellungen wie folgt:
| in T€ | Stand per 01.10.2012 | Inanspruchnahme | Auflösungen | Zuführungen |
|---|---|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 118.915 | -54.947 | -230 | 45.367 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 2.517 | -163 | 0 | 2.846 |
| Umweltrückstellungen | 17.420 | -608 | -108 | 414 |
| Übrige | 11.512 | -6.655 | -1.115 | 8.031 |
| 150.364 | -62.373 | -1.453 | 56.658 |
| in T€ | Zinseffekt | Währungsdifferenz | Stand per 30.09.2013 |
|---|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 729 | -673 | 109.161 |
| Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften | 0 | 0 | 5.200 |
| Umweltrückstellungen | 452 | -220 | 17.350 |
| Übrige | 0 | -23 | 11.750 |
| 1.181 | -916 | 143.461 |
Die Personalrückstellungen wurden im Wesentlichen für Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern für Weihnachtsgratifikationen, ausstehende Urlaubsansprüche, Jubiläumszuwendungen, Überbrückungsgeld, Erfolgsvergütungen und aus Altersteilzeitverträgen gebildet. Die für Umweltrisiken gebildeten Rückstellungen entfallen im Wesentlichen auf Sanierungsmaßnahmen in den Standorten Hamburg und Lünen sowie Buffalo, USA, und Zutphen, Niederlande. Die Laufzeiten der Rückstellung betragen bis zu 25 Jahre. Die Ermittlung der zu erwartenden Kosten erfolgte unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten aus vergleichbaren Fällen, vorhandenen Gutachten sowie Sanierungsmethoden, die nach gegenwärtigem Kenntnisstand eingesetzt werden.
26 . V erbindlichkeiten
Die finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Langfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Finanzverbindlichkeiten | 393.876 | 518.220 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 20.748 | 22.050 |
| Derivative Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 7.337 | 13.746 |
| Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accouting | 6.612 | 18.364 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 2 |
| Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 428.573 | 572.382 |
| Kurzfristig (mit Restlaufzeit unter 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 817.770 | 1.023.739 |
| Finanzverbindlichkeiten | 81.818 | 232.453 |
| Derivative Finanzinstrumente der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 40.090 | 28.575 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 9.088 | 3.432 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.904 | 1.744 |
| Derivative Finanzinstrumente als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Hedge Accouting | 558 | 8.025 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 50.488 | 41.980 |
| Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 1.001.716 | 1.339.948 |
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit gegenüber Versorgungseinrichtungen sind in Höhe von 14.281 T€ (Vorjahr 15.547 T€) in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen beinhalten die Barwerte der Leasingraten sowie deren vertraglich festgeschriebenen Restwerte bei Vertragsende. Zahlungen hierfür werden folgendermaßen fällig:
| 30.09.2013 in T€ |
unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | gesamt |
|---|---|---|---|---|
| erwartete Leasingzahlungen | 2.527 | 9.633 | 16.112 | 28.272 |
| Zinsanteil | 782 | 2.541 | 2.285 | 5.608 |
| Tilgungsanteil | 1.745 | 7.092 | 13.827 | 22.664 |
| 30.09.2012 in T€ |
unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | gesamt |
| erwartete Leasingzahlungen | 2.578 | 9.334 | 18.282 | 30.194 |
| Zinsanteil | 834 | 2.740 | 2.826 | 6.400 |
| Tilgungsanteil | 1.744 | 6.594 | 15.456 | 23.794 |
Aus der folgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten, undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie die diskontierten Nettozahlungsströme der derivativen Finanzinstrumente mit negativem beizulegendem Zeitwert des Aurubis-Konzerns ersichtlich.
Aus Devisentermingeschäften mit negativem Marktwert stehen zum 30.09.2013 Auszahlungen in Höhe von 978,9 Mio. € (Vorjahr 928,0 Mio. €) Einzahlungen in Höhe von 964,6 Mio. € (Vorjahr 902,8 Mio. €) gegenüber. Derivate mit positiven Marktwerten stellen Vermögenswerte dar und werden daher nicht berücksichtigt.
| Buchwert zum 30.09.2013 | Zahlungen | |||
|---|---|---|---|---|
| (in T€) | bis zu 1 Jahr | von 1 bis 5 Jahren | mehr als 5 Jahre | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Finanzverbindlichkeiten | 475.694 | 90.631 | 413.058 | 18.040 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 22.652 | 2.527 | 9.633 | 16.112 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 817.770 | 817.770 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 9.088 | 9.088 | 0 | 0 |
| Derivate der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 47.427 | 40.090 | 6.812 | 525 |
| Derivate, die als Sicherungsinstrument für Hedge Accounting designiert sind | 7.170 | 558 | 6.612 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 50.488 | 50.488 | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.430.289 | 1.011.152 | 436.115 | 34.677 |
| Buchwert zum 30.09.2012 | Zahlungen | |||
| (in T€) | bis zu 1 Jahr | von 1 bis 5 Jahren | mehr als 5 Jahre | |
| Finanzverbindlichkeiten | 750.673 | 246.153 | 551.666 | 24.652 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 23.794 | 2.578 | 9.334 | 18.282 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.023.739 | 1.023.739 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 3.432 | 3.432 | 0 | 0 |
| Derivate der Kategorie "zu Handelszwecken gehalten" | 42.321 | 28.575 | 13.040 | 706 |
| Derivate, die als Sicherungsinstrument für Hedge Accounting designiert sind | 26.389 | 8.025 | 18.364 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 41.982 | 41.979 | 3 | 0 |
| Gesamt | 1.912.330 | 1.354.481 | 592.407 | 43.640 |
Diese Darstellung zeigt keine Planzahlen, sondern nur die Finanzinstrumente, die am 30. September 2013 bzw. 30. September 2012 im Bestand waren, und für die vertragliche Vereinbarungen über die Zahlungen bestehen. Fremdwährungsbeträge sind mit dem Stichtagskurs umgerechnet worden.
Bei Tochterunternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 17.895 T€ (im Vorjahr 17.895 T€) durch Grundpfandrechte und Anlagengegenstände besichert. Finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden nicht gestellt.
Die nicht finanziellen Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:
| Langfristig (mit Restlaufzeit über 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Übrige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 743 | 635 |
| Langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 743 | 635 |
| Kurzfristig (mit Restlaufzeit unter 1 Jahr) | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | 42.775 | 76.088 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | 13.725 | 13.498 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 4.938 | 12.631 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 6.159 | 5.119 |
| Übrige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 7.666 | 10.507 |
| Kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | 75.263 | 117.843 |
Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten.
2 7 . S onstige finanzielle Verpflichtungen
| in T€ | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Bestellobligo aus Investitionsaufträgen | 17.517 | 9.132 |
| Gewährleistungsverpflichtungen und Übrige | 153.025 | 164.154 |
| Wechselobligo | 1.007 | 888 |
| 171.549 | 174.174 |
Das Bestellobligo aus Investitionsaufträgen betrifft ausschließlich Gegenstände des Sachanlagevermögens.
Von den gesamten Verpflichtungen entfallen 3.245 T€ (im Vorjahr 1.059 T€) auf Joint Ventures.
Die Übrigen Verpflichtungen enthalten im Wesentlichen langfristige Verträge über die Erbringung von Umschlagsleistungen verschiedener Dienstleister.
Daneben besteht für den Bezug über eine Milliarde Kilowattstunden Strom pro Jahr mit einem Energieversorger ein Vertrag auf Kostenbasis mit einer 30-jährigen Laufzeit, beginnend ab dem Jahre 2010. Die Entgelte richten sich nach einer Preis- und Leistungskomponente sowie einem Beitrag zu den Investitionskosten eines Kraftwerks. Darüber hinaus besteht ein Vertrag zur Versorgung der Standorte Hamburg und Lünen mit Sauerstoff für die Laufzeit bis zum 30.09.2026.
Finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen
Zum 30.09.2013 bestanden Verpflichtungen aus Operating-Leasingverhältnissen in Höhe von 12.270 T€ (im Vorjahr 14.429 T€). Diese sind wie folgt fällig:
| 30.09.2013 (in T€) |
unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Verpflichtungen aus Operating- Leasingverhältnissen | 5.824 | 6.356 | 90 | 12.270 |
| 30.09.2012 (in T€) |
unter 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | gesamt |
| Verpflichtungen aus Operating- Leasingverhältnissen | 5.830 | 8.502 | 97 | 14.429 |
Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von 5.937 T€ (im Vorjahr 6.583 T€) aufwandswirksam erfasst.
2 8 . Finanzinstrumente
Der Aurubis Konzern ist durch den Einsatz von Finanzinstrumenten Marktrisiken, Liquiditätsrisiken und Ausfallrisiken ausgesetzt.
Marktrisiken
Marktrisiken entstehen aus einer möglichen Veränderung von Risikofaktoren, die zu einer Verringerung des Marktwerts der diesen Risikofaktoren unterliegenden Transaktionen führt. Für das Unternehmen sind die folgenden Gruppen von allgemeinen Risikofaktoren von Relevanz: Wechselkursrisiken, Zinsänderungsrisiken sowie sonstige Preisrisiken.
Wechselkursrisiken
Durch seine operative Geschäftstätigkeit ist der Aurubis-Konzern Wechselkursschwankungen ausgesetzt. Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten führen. Um Währungsrisiken zu begrenzen werden Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte abgeschlossen. Diese betreffen schwerpunktmäßig US-Dollar. Hierbei wird die Fremdwährungsposition aus Grundgeschäften täglich gegeneinander aufgerechnet und verbleibende Spitzenmengen durch Devisenderivate glattgestellt. Bei sämtlichen Devisensicherungsgeschäften arbeiten wir ausschließlich mit Partnern guter Bonität zusammen.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden darüber hinaus Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäfte zur Sicherung künftiger Einnahmen abgeschlossen. Im vorliegenden Abschluss sind - soweit die Voraussetzungen für Cashflow Hedges erfüllt waren - die Ergebnisse aus diesen Sicherungsgeschäften in Höhe des effektiven Teils des Sicherungsgeschäfts zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Berücksichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird. Grundsätzliche Verschiebungen der Devisenrelationen - insbesondere des Verhältnisses des Euro zum US-Dollar - können dabei jedoch nur auf begrenzte Zeit gesichert werden.
Ausführungen zur Steuerung von Wechselkursrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.
Das Fremdwährungsrisiko stellt die Risikoposition für die folgende Periode dar. Diese entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der im Bestand befindlichen originären und derivativen Finanzinstrumente, die Wechselkursrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Umsatztransaktionen der folgenden Perioden insoweit einbezogen, als dass diese im Währungsrisikomanagement zur Darstellung der Risikoposition für die folgende Periode berücksichtigt werden.
| Fremdwährungsrisiko in T€ |
||
|---|---|---|
| EUR / USD | ||
| --- | --- | --- |
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
| --- | --- | --- |
| Risikoposition aus gebuchten Transaktionen | -534.896 | -550.865 |
| geplante Umsätze | 442.623 | 640.990 |
| Forward Fx Transaktionen | 330.258 | 134.778 |
| Put-Optionsgeschäfte | -84.413 | -109.822 |
| Netto- Exposure | 153.572 | 115.081 |
Der IFRS 7 fordert zur Darstellung von Marktrisiken eine Sensitivitätsanalyse für jede Risikoart. Durch die Anwendung von Sensitivitätsanalysen wird für jede Risikoart ermittelt, welche Auswirkungen eine Änderung der jeweiligen Risikovariablen auf die Gewinne/Verluste sowie auf das Eigenkapital zum Bilanzstichtag nehmen würde. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand zum Bilanzstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand am Bilanzstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Für das Wechselkursrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse für die Fremdwährung vorgenommen, die ein signifikantes Risiko für das Unternehmen darstellt. Dabei handelt es sich um den US-Dollar. Bei der Sensitivitätsanalyse für die Währungen wurde angenommen, dass sich der Kurs des Euro zum US-Dollar jeweils um +/-10 % verändert.
Wenn am 30.09.2013 bzw. 30.09.2012 der Euro gegenüber dem US-Dollar um 10% stärker bzw. schwächer gewesen wäre als der vorherrschende Stichtagskurs, wären das Eigenkapital und das Jahresergebnis wie in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind alle relevanten Bilanzpositionen sowie die im Fremdwährungsrisiko berücksichtigten geplanten Umsätze der folgenden Periode eingegangen.
| Währungssensitivitäten in T€ | ||
|---|---|---|
| EUR / USD | ||
| --- | --- | --- |
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
| --- | --- | --- |
| Stichtagskurs | 1,3505 | 1,293 |
| Abwertung (EUR ggü. USD) | 1,2155 | 1,1637 |
| Ergebniseffekt | 71.732 | 83.885 |
| davon entfallen auf geplante Umsätze | 49.180 | 71.222 |
| Eigenkapitaleffekt | -17.380 | -37.931 |
| Aufwertung (EUR ggü. USD) | 1,4856 | 1,4223 |
| Ergebniseffekt | -61.277 | -67.614 |
| davon entfallen auf geplante Umsätze | -40.238 | -58.272 |
| Eigenkapitaleffekt | 17.259 | 30.737 |
Zinsänderungsrisiken
Zinsänderungsrisiken bestehen aufgrund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Auftretende Zinsrisiken werden durch Zinsswaps und zu einem geringen Teil durch Zinscaps abgesichert. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen Bereich von wesentlicher Bedeutung. Soweit im Rahmen der Absicherung variabler Zinszahlungen die Voraussetzungen für Cashflow Hedges erfüllt sind, werden die Ergebnisse aus diesen Sicherungsgeschäften in Höhe des effektiven Teils des Sicherungsgeschäfts zunächst im sonstigen Ergebnis erfasst. Die Berücksichtigung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt, sobald das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird in dem betreffenden Geschäftsjahr.
Um am niedrigen Niveau der kurzfristigen Zinsen zu profitieren, wurde ein Teil einer im Geschäftsjahr 2012/2013 fällig gewordenen Anleihe der Cumerio Austria über 125.000 T€, die mit einem fixen Kupon von 4,875% ausgestattet war, mit einem Zinsswap unterlegt. Dieser Swap wandelte die fixen Kupons in variable Zinsverpflichtungen um und war als Fair Value Hedge designiert. Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des Zinsswaps wurden genauso wie die auf das gesicherte Risiko zurückzuführenden Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts des zugrundeliegenden Instrumentes über die Gewinn- und Verlustrechnung verbucht.
Ausführungen zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.
Nachfolgend wird das Netto-Exposure für variabel verzinsliche Risikopositionen dargestellt.
| Variabel verzinsliche Risikopositionen (in T€) |
||||
|---|---|---|---|---|
| Gesamtbetrag | bis zu 1 Jahr | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ausleihungen / Festgelder | 4.042 | 593.658 | 4.042 | 593.658 |
| Sonstige Risikopositionen | -363.455 | -501.548 | -268.497 | -289.798 |
| durch Zinsswaps abgedeckt | 129.750 | 197.750 | 17.500 | 26.250 |
| durch Zinsswaps gefloated | 0 | -62.500 | 0 | -62.500 |
| Netto- Exposure | -229.663 | 227.360 | -246.955 | 267.610 |
| 1 bis 5 Jahre | mehr als 5 Jahre | |||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | 30.09.2013 | 30.09.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ausleihungen / Festgelder | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Risikopositionen | -94.958 | -211.750 | 0 | 0 |
| durch Zinsswaps abgedeckt | 104.250 | 161.000 | 8.000 | 10.500 |
| durch Zinsswaps gefloated | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Netto- Exposure | 9.292 | -50.750 | 8.000 | 10.500 |
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte einer Änderung der Marktzinssätze auf die Zinserträge und Zinsaufwendungen, auf Handelsgewinne und Handelsverluste sowie das Eigenkapital dar.
Durch einen Anstieg (Rückgang) aller relevanten Zinssätze um 100 Basispunkte (50 Basispunkte) wären das Eigenkapital und das Jahresergebnis zum 30.09.2013 bzw. 30.09.2012 in der in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind die gleichen Positionen eingegangen wie bei der Ermittlung des zuvor dargestellten Netto-Exposures.
| Zinssensitivitäten (in T€) |
||||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| +100 BP | -50 BP | +100 BP | -50 BP | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebniseffekt | -1.871 | 214 | 2.809 | 918 |
| Eigenkapitaleffekt | 1.876 | -962 | 3.582 | -1.715 |
Sonstige Preisrisiken
Durch seine operative Geschäftstätigkeit ist der Aurubis-Konzern Warenpreisrisiken ausgesetzt. Um Preisrisiken zu begrenzen, werden unter anderem NE-Metalltermin- und Metalloptionsgeschäfte abgeschlossen. Diese betreffen schwerpunktmäßig die Absicherung des Kupferpreises. Hierfür werden ein- und ausgehende Metallmengen aus Grundgeschäften täglich gegeneinander aufgerechnet und verbleibende Spitzenmengen durch Börsengeschäfte glattgestellt. Bei sämtlichen Metallsicherungsgeschäften arbeiten wir ausschließlich mit Partnern guter Bonität zusammen.
Soweit Lieferverträge über NE Metalle sowohl zur Deckung des erwarteten Bedarfs an Rohstoffen bzw. des erwarteten Verkaufs von Fertigprodukten dienen, als auch zur Nutzung von Marktchancen aus Termininkongruenzen genutzt werden, sind auch preisfixierte Metalllieferverträge als derivative Finanzinstrumente ergebniswirksam erfasst worden. Gewinne und Verluste aus der gegenläufigen Entwicklung der Marktwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte sind folglich unmittelbar in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
Ausführungen zur Steuerung von Metallpreisrisiken finden sich im Risikobericht des Lageberichtes.
Der Aurubis-Konzern hat seine Stromverbräuche durch einen langfristigen Vertrag mit einem Energieversorger gesichert. Aus der Bewertung eines Teiles dieses Vertrages ist Aurubis einem Strompreisrisiko ausgesetzt.
Nachfolgend ist das Nominalvolumen für derivative Finanzinstrumente für Kupfer, Silber, Gold sowie Strom, Kohle und CO2 dargestellt, das sich aus der unsaldierten Summe der Nominalbeträge der einzelnen Ein- und Verkaufskontrakte ergibt.
| Nominalvolumen der Derivate (in T€) |
30.09.2013 | 30.09.2012 |
|---|---|---|
| Kupfer | 1.405.295 | 1.517.783 |
| Silber | 145.747 | 227.933 |
| Gold | 199.778 | 226.002 |
| Strom, Kohle, CO2 | 137.747 | 66.215 |
| 1.888.567 | 2.037.933 |
Warenpreisrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte einer Änderung der Warenpreise auf das Periodenergebnis sowie das Eigenkapital dar.
Durch einen Anstieg (Rückgang) aller relevanten Warenpreise um 10 % wären das Eigenkapital und das Jahresergebnis zum 30.09.2013 bzw. 30.09.2012 in der in der folgenden Tabelle dargestellten Weise verändert worden. In die Berechnung sind sämtliche zum Stichtag vorhandene Derivate für Kupfer, Silber, Gold sowie Strom, Kohle und CO2 eingeflossen.
| Warenpreissensitivitäten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Kupfer | Silber | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (in T€) | 30.09.2013 | 30.09.2012 | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Preisanstieg | ||||
| Ergebniseffekt | 27.091 | 41.056 | 8.687 | 17.310 |
| Eigenkapitaleffekt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Preisrückgang | ||||
| Ergebniseffekt | -27.091 | -41.056 | -8.687 | -17.310 |
| Eigenkapitaleffekt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gold | Strom, Kohle, CO2 | |||
|---|---|---|---|---|
| (in T€) | 30.09.2013 | 30.09.2012 | 30.09.2013 | 30.09.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Preisanstieg | ||||
| Ergebniseffekt | 12.642 | 17.397 | 6.590 | 4.497 |
| Eigenkapitaleffekt | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Preisrückgang | ||||
| Ergebniseffekt | -12.642 | -17.397 | -6.590 | -4.497 |
| Eigenkapitaleffekt | 0 | 0 | 0 | 0 |
Die bei den Warenpreissensitivitäten ausgewiesenen Ergebniseffekte werden bei den Metallen durch die Bewertung der noch nicht fixierten Kauf- oder Verkaufspartien ganz oder teilweise wieder kompensiert, da diese Positionen provisorisch mit dem jeweiligen Stichtagskurs bewertet werden.
Derivative Finanzinstrumente
Der Aurubis-Konzern setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Wechselkurs-, Zins- und sonstigen Preisrisiken ein. Sofern die Voraussetzungen für die Anwendung von Hedge Accounting erfüllt sind, werden diese im Rahmen von Cashflow Hedges abgebildet. Daneben war ein Swap im Rahmen der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts einer begebenen Anleihe als Fair Value Hedge designiert.
| Finanzderivate | ||||
|---|---|---|---|---|
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in T€ | Buchwert | Nominalvolumen | Buchwert | Nominalvolumen |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 5 | 13.250 | 10 | 13.250 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| als Fair Value Hedge | 0 | 0 | 2.284 | 62.500 |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 7.365 | 333.973 | 22.060 | 540.660 |
| als Cashflow Hedges | 3.835 | 163.918 | 681 | 42.033 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| als Cashflow Hedges | 1.729 | 86.986 | 259 | 74.232 |
| Metalltermingeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 44.340 | 1.097.455 | 60.657 | 1.549.103 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 440 | 3.560 |
| sonstige Geschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 2.227 | 98.289 | 539 | 702 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 30.09.2013 | 30.09.2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Buchwert | Nominalvolumen | Buchwert | Nominalvolumen | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Passiva | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 857 | 15.500 | 1.025 | 15.500 |
| als Cashflow Hedges | 6.937 | 101.000 | 12.709 | 169.000 |
| als Fair Value Hedge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 14.079 | 933.668 | 12.614 | 556.419 |
| als Cashflow Hedges | 233 | 44.167 | 12.553 | 367.432 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 1.116 | 35.847 |
| Metalltermingeschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 15.945 | 690.332 | 11.287 | 343.753 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 11 | 795 |
| sonstige Geschäfte | ||||
| ohne Hedge Beziehung | 16.546 | 39.458 | 17.395 | 66.215 |
| als Cashflow Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 |
Das Nominalvolumen der derivativen Finanzinstrumente besteht aus der Summe der Nominalbeträge der einzelnen Ein- und Verkaufskontrakte. Der beizulegende Zeitwert errechnet sich dagegen aus der Bewertung sämtlicher Kontrakte zu den Preisen des Bewertungsstichtags. Er gibt an, wie sich das Ergebnis bei prompter Glattstellung der Derivatekontrakte - losgelöst von den Grundgeschäften - zum Stichtag verändert hätte.
Die Ergebnisauswirkungen der Marktwertveränderungen von Finanzderivaten, die sich auf einen Cashflow Hedge beziehen, werden in Höhe des effektiven Teils erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis gebucht. Der effektive Teil der Wertveränderungen derivativer Finanzinstrumente, der in der Berichtsperiode erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst wurde beträgt 14.147 T€ (im Vorjahr -27.554 T€). Der Betrag, der während der Periode aus dem Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung im Rahmen von Cashflow Hedge Accounting überführt wurde, beträgt -6.971T€ (im Vorjahr -6.613 T€) und schlägt sich im Wesentlichen in der GuV-Position „Materialaufwendungen“ nieder.
Der ineffektive Teil der Marktwertänderung wird dagegen direkt ergebniswirksam gebucht.
Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine ineffektiven Teile der Marktwertänderung der Sicherungsinstrumente identifiziert.
Die folgenden beiden Tabellen zeigen, wann die Zahlungsströme aus Cashflow Hedges eintreten und wann sie die GuV beeinflussen:
| Darstellung der Cashflow Hedges 30.09.2013 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Eintritt und GuV -Wirkung | Buchwert | Nominalvolumen | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (in T€) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 6.937 | 101.000 | 12.500 | 88.500 |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 3.835 | 163.918 | 145.399 | 18.519 |
| Verbindlichkeiten | 233 | 44.167 | 44.167 | 0 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 1.729 | 86.986 | 68.974 | 18.012 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Metalltermingeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Darstellung der Cashflow Hedges 30.09.2012 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Eintritt und GuV -Wirkung | Buchwert | Nominalvolumen | bis zu 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| (in T€) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Zinsswaps | ||||
| Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 12.709 | 169.000 | 11.250 | 157.750 |
| Devisentermingeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 681 | 42.033 | 14.136 | 27.897 |
| Verbindlichkeiten | 12.553 | 367.432 | 221.745 | 145.687 |
| Devisenoptionsgeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 259 | 74.232 | 60.056 | 14.176 |
| Verbindlichkeiten | 1.116 | 35.847 | 0 | 35.847 |
| Metalltermingeschäfte | ||||
| Vermögenswerte | 440 | 3.560 | 3.560 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 11 | 795 | 795 | 0 |
Im Rahmen von Fair Value Hedges ergab sich bis zur Fälligkeit der Anleihe der Cumerio Austria in der Berichtsperiode ein Nettoergebnis aus der Bewertung von Sicherungsgeschäften in Höhe von -2.293 T€ (im Vorjahr -525 T€). Das ebenfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Nettoergebnis aus den zugehörigen Grundgeschäften betrug in der Berichtsperiode 2.309 T€ (im Vorjahr 523 T€).
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko stellt das Risiko dar, dass das Unternehmen seinen eigenen Verbindlichkeiten nicht nachkommen kann. Die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter der Tz. 26 ausgewiesen.
Die ausreichende Versorgung des Konzerns mit liquiden Mitteln ist sowohl durch den Cashflow des Konzerns als auch durch die vorhandenen kurz- und langfristigen Kreditlinien seitens unserer Banken gewährleistet. Schwankungen in der Cashflow-Entwicklung können somit aufgefangen werden. Ein eigenständiger Führungskreis unter Leitung des Vorstands verfolgt zeitnah und regelmäßig die Entwicklung der Liquiditätsposition der Aurubis. Weitere Steuerungsmaßnahmen im Rahmen der Liquiditätsrisiken werden im Risikobericht des Lageberichtes dargestellt.
Ausfallrisiken
Ausfallrisiken existieren für alle Klassen von Finanzinstrumenten, insbesondere für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Aurubis Konzern ist keinem wesentlichen Bonitätsrisiko gegenüber einer einzelnen Vertragspartei ausgesetzt. Die Konzentration des Bonitätsrisikos ist aufgrund des breiten und heterogenen Kundenstamms begrenzt. Die betragsmäßig größten Kundenforderungen werden regelmäßigen Überprüfungen unterzogen. Das Bonitätsrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ist dadurch begrenzt, dass entsprechende Kontrakte lediglich mit Vertragsparteien bzw. Kreditinstituten mit gutem Bonitätsrating bestehen.
Im Rahmen des Kreditrisikomanagements erfolgte eine Einteilung von Kunden in Bonitätsklassen, wobei jedem Kunden ein bestimmtes Limit eingeräumt wird.
Die Buchwerte der bilanzierten finanziellen Vermögenswerte, abzüglich jeglicher Wertberichtigungen, stellen das höchstmögliche Ausfallrisiko dar, ohne dabei den Wert erhaltener Sicherheiten oder anderer risikomindernder Vereinbarungen einzubeziehen.
Um darüber hinaus Ausfallrisiken so gering wie möglich zu halten, verfolgen wir regelmäßig die bestehenden Forderungen gegenüber unseren Geschäftspartnern. Neben marktüblichen Instrumenten, wie z.B. Akkreditiven und Garantien, nutzen wir insbesondere Warenkreditversicherungen zur Absicherung potenzieller Forderungsausfälle. Soweit Forderungen im Rahmen von Factoringvereinbarungen veräußert werden, geschieht dies regresslos.
Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumenten
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| (in T€) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertungs- | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| kategorie | 30.09.2013 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| nach IAS 39 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgs- neutral | Fair Value erfolgs- wirksam | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 1.328 | 1.328 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | AfS | 870 | 870 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | AfS | 33.654 | 0 | 33.654 | 0 |
| Übrige Finanzanlagen | |||||
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 139 | 139 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 395.046 | 395.046 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | LaR | 10.225 | 10.225 | 0 | 0 |
| Überdeckung Pensionsfonds | n/a | 21.518 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige finanziellen Vermögenswerte | LaR | 41.752 | 41.752 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 53.937 | 0 | 0 | 53.937 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n/a | 5.564 | 0 | 5.564 | 0 |
| Wertpapiere | HtM | 424 | 424 | 0 | 0 |
| Flüssige Mittel | LaR | 32.765 | 32.765 | 0 | 0 |
| Passiva | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 475.694 | 475.694 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n/a | 22.652 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 817.770 | 817.770 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | FLAC | 9.088 | 9.088 | 0 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 50.488 | 50.488 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 47.427 | 0 | 0 | 47.427 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n/a | 7.170 | 0 | 7.170 | 0 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 479.927 | 479.927 | 0 | 0 | |
| Zur Veräußerung verfügbar (AfS) | 35.852 | 2.198 | 33.654 | 0 | |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) | 424 | 424 | 0 | 0 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 53.937 | 0 | 0 | 53.937 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 1.353.040 | 1.353.040 | 0 | 0 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 47.427 | 0 | 0 | 47.427 |
AKTIVA
| Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Wertansatz Bilanz nach IAS 19 | Fair Value 30.09.2013 | |
|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 1.328 |
| Beteiligungen | 0 | 0 | 870 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 33.654 |
| Übrige Finanzanlagen | |||
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 139 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 395.046 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | |||
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 0 | 0 | 10.225 |
| Überdeckung Pensionsfonds | 0 | 21.518 | 21.518 |
| Übrige finanziellen Vermögenswerte | 0 | 0 | 41.752 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 53.937 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | 0 | 0 | 5.564 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 424 |
| Flüssige Mittel | 0 | 0 | 32.765 |
| Passiva | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 500.619 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 22.652 | 0 | 22.652 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 817.770 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 0 | 0 | 9.088 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 50.488 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 47.427 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | 0 | 0 | 7.170 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 0 | 0 | 479.927 |
| Zur Veräußerung verfügbar (AfS) | 0 | 0 | 35.852 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) | 0 | 0 | 424 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 0 | 0 | 53.937 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 0 | 0 | 1.377.965 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 0 | 0 | 47.427 |
| Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Bewertungskategorien | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| (in T€) | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bewertungs- | Buchwert | Wertansatz Bilanz nach IAS 39 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| AKTIVA | kategorie nach IAS 39 | 30.09.2012 | Fortgeführte Anschaffungskosten | Fair Value erfolgs- neutral |
Fair Value erfolgs- wirksam |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 1.310 | 1.310 | 0 | 0 |
| Beteiligungen | AfS | 871 | 871 | 0 | 0 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | AfS | 32.948 | 0 | 32.948 | 0 |
| Übrige Finanzanlagen | |||||
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 164 | 164 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 524.660 | 524.660 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | LaR | 7.801 | 7.801 | 0 | 0 |
| Überdeckung Pensionsfonds | n/a | 22.751 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige finanziellen Vermögenswerte | LaR | 43.133 | 43.133 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FAHfT | 83.266 | 0 | 0 | 83.266 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n/a | 3.664 | 0 | 1.380 | 2.284 |
| Wertpapiere | HtM | 364 | 364 | 0 | 0 |
| Flüssige Mittel | LaR | 669.306 | 669.306 | 0 | 0 |
| Passiva | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 750.673 | 750.673 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | n/a | 23.794 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 1.023.739 | 1.023.739 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | FLAC | 3.432 | 3.432 | 0 | 0 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | FLAC | 41.982 | 41.982 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | FLHfT | 42.321 | 0 | 0 | 42.321 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | n/a | 26.389 | 0 | 26.389 | 0 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 1.245.064 | 1.245.064 | 0 | 0 | |
| Zur Veräußerung verfügbar (AfS) | 35.129 | 2.181 | 32.948 | 0 | |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) | 364 | 364 | 0 | 0 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 83.266 | 0 | 0 | 83.266 | |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 1.819.826 | 1.819.826 | 0 | 0 | |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 42.321 | 0 | 0 | 42.321 |
AKTIVA
| Wertansatz Bilanz nach IAS 17 | Wertansatz Bilanz nach IAS 19 | Fair Value 30.09.2012 | |
|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0 | 0 | 1.310 |
| Beteiligungen | 0 | 0 | 871 |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 0 | 0 | 32.948 |
| Übrige Finanzanlagen | |||
| Sonstige Ausleihungen | 0 | 0 | 164 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 524.660 |
| Sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte | |||
| Forderungen gegen nahestehende Unternehmen und Personen | 0 | 0 | 7.801 |
| Überdeckung Pensionsfonds | 0 | 22.751 | 22.751 |
| Übrige finanziellen Vermögenswerte | 0 | 0 | 43.133 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | |||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 83.266 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | 0 | 0 | 3.664 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 364 |
| Flüssige Mittel | 0 | 0 | 669.306 |
| Passiva | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 778.561 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 23.794 | 0 | 23.794 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 1.023.739 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen | 0 | 0 | 3.432 |
| Sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 41.982 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate ohne Hedge-Beziehung | 0 | 0 | 42.321 |
| Derivate mit Hedge-Beziehung (Hedge Accounting) | 0 | 0 | 26.389 |
| Davon aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||
| Kredite und Forderungen (LaR) | 0 | 0 | 1.245.064 |
| Zur Veräußerung verfügbar (AfS) | 0 | 0 | 35.129 |
| Bis zur Endfälligkeit gehalten (HtM) | 0 | 0 | 364 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte (FAHfT) | 0 | 0 | 83.266 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | 0 | 0 | 1.847.714 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten (FLHfT) | 0 | 0 | 42.321 |
Bei zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzierenden Finanzinstrumenten wird der Marktwert grundsätzlich anhand von Börsenkursen ermittelt. Sofern keine Börsenkurse vorliegen, erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der marktüblichen Verfahren (Bewertungsmethoden) unter Zugrundelegung instrumentspezifischer Marktparameter.
Die Fair Value Ermittlung erfolgt anhand der Discounted Cashflow-Methode, wobei die individuellen Bonitäten und sonstigen Marktgegebenheiten in Form von marktüblichen Credit- bzw. Liquiditätsspreads bei der barwertigen Ermittlung berücksichtigt werden.
Für derivative Finanzinstrumente wie zum Beispiel Devisentermingeschäfte, Metalltermingeschäfte, Swaps und Optionen, werden die Marktwerte mit Barwert- und Optionspreismodellen errechnet. Als Eingangsparameter für diese Modelle werden, soweit wie möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktpreise und Zinssätze verwendet, die von anerkannten Quellen bezogen werden.
Wenn beobachtbare Eingangsparameter nicht oder nicht vollständig verfügbar sind, wird der beizulegende Zeitwert auf Basis angemessener Bewertungsmethoden ermittelt, die auf dem Markt nicht beobachtbare Eingangsparameter verwenden. Dies betrifft im Aurubis-Konzern insbesondere die Extrapolation von Marktdaten für Strom, Kohle und CO2 unter Berücksichtigung von Marktinformationen über Preisbildung und Liquiditätsüberlegungen. Falls keine ausreichenden Marktinformationen verfügbar sind, wird die beste Schätzung des Managements für einen bestimmten Eingangsparameter verwendet, um den Wert zu bestimmen. Wenn auf dem Markt beobachtbare Eingangsparameter nicht oder nicht vollständig zur Verfügung stehen, wird die Bewertung somit wesentlich von der Verwendung von Schätzungen und Annahmen beeinflusst.
Für Kredite und Forderungen, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, gibt es keine liquiden Märkte. Für kurzfristige Kredite und Forderungen wird angenommen, dass der Marktwert dem Buchwert entspricht. Für alle anderen Kredite und Forderungen wird der Marktwert durch Abzinsung der zukünftig erwarteten Zahlungsströme ermittelt. Hierbei werden für Kredite Zinssätze verwendet, zu denen Kredite mit entsprechender Risikostruktur, Ursprungswährung und Laufzeit neu abgeschlossen würden.
Für Anteile an Personengesellschaften und nicht börsennotierten Kapitalgesellschaften ist angenommen worden, dass der Buchwert dem Marktwert entspricht. Eine verlässliche Ermittlung eines Marktwerts wäre nur im Rahmen von konkreten Verkaufsverhandlungen möglich.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben generell eine Restlaufzeit von unter einem Jahr, sodass der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert entspricht.
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden die beizulegenden Zeitwerte als Barwerte der mit den Verbindlichkeiten verbundenen Zahlungen unter Anwendung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit-Spread-Kurve des Aurubis-Konzerns ermittelt.
Die folgende Übersicht stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente dar, auf welchen wesentlichen Parametern die Bewertung basiert. Die einzelnen Levels sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:
| • | Level 1: quotierte (nicht angepasste) Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten. |
| • | Level 2: Verfahren, bei denen sämtliche Input-Parameter, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken, entweder direkt oder indirekt am Markt beobachtbar sind. |
| • | Level 3: Verfahren, die Input-Parameter verwenden, die sich wesentlich auf den erfassten beizulegenden Zeitwert auswirken und nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren. |
| Hierarchische Einstufung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7 zum 30. September 2013 in T€ |
||||
|---|---|---|---|---|
| Aggregiert nach Klassen: | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Beizulegender Zeitwert in T€ |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2013 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 33.654 | 33.654 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge Beziehung | 53.937 | 0 | 51.731 | 2.206 |
| Derivate mit Hedge Beziehung | 5.564 | 0 | 5.564 | 0 |
| Vermögenswerte | 93.155 | 33.654 | 57.295 | 2.206 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge Beziehung | 47.427 | 0 | 47.427 | 0 |
| Derivate mit Hedge Beziehung | 7.170 | 0 | 7.170 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 54.597 | 0 | 54.597 | 0 |
| Hierarchische Einstufung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten gemäß IFRS 7 zum 30. September 2012 in T€ |
||||
|---|---|---|---|---|
| Aggregiert nach Klassen: | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Beizulegender Zeitwert in T€ |
||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 30.09.2012 | Level 1 | Level 2 | Level 3 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 32.948 | 32.948 | 0 | 0 |
| Derivative finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivate ohne Hedge Beziehung | 83.266 | 0 | 83.266 | 0 |
| Derivate mit Hedge Beziehung | 3.664 | 0 | 3.664 | 0 |
| Vermögenswerte | 119.878 | 32.948 | 86.930 | 0 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate ohne Hedge Beziehung | 42.321 | 0 | 42.321 | 0 |
| Derivate mit Hedge Beziehung | 26.389 | 0 | 26.389 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 68.710 | 0 | 68.710 | 0 |
Im Geschäftsjahr hat der Aurubis-Konzern den Teil des Energieversorgungsvertrags, der einem Strompreisrisiko unterliegt im Zuge einer Neueinschätzung der Strombezugsprognose von Level 2 in Level 3 umgegliedert. Um nunmehr die gesamte Vertragslaufzeit im Bewertungsmodell abzubilden, ist der Einsatz von Marktdaten für Laufzeiten, die über die Periode, für die liquide Marktpreise an einem beobachtbaren Markt quotiert werden, hinausgehen, erforderlich. Dadurch basiert das Modell nicht länger ausschließlich auf am Markt beobachtbaren Inputparametern.
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten und in Level 3 klassifizierten Finanzinstrumente dar:
| Überleitung der Finanzinstrumente in Level 3 zum 30.09.2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ Aggregiert nach Klassen: | Stand 01.10.2012 | Umgliederung in Level 3 | in der GuV erfasste Gewinne (+)/Verluste (-) | Stand 30.09.2013 | Gewinne (+)/Verluste (-) für am Bil.sticht. gehaltene Derivate |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate Vermögenswerte ohne Hedge Beziehung | 0 | 0 | 2.206 | 2.206 | 2.206 |
| Derivate Verbindlichkeiten ohne Hedge Beziehung | 0 | -637 | 637 | 0 | 637 |
Umgliederungen in Level 3 sind zum beizulegenden Zeitwert zum Jahresanfang ausgewiesen.
Gewinne und Verluste der als Level 3 klassifizierten derivativen Finanzinstrumente schlagen sich der in der GuV-Position „Materialaufwendungen“ nieder.
Der Wert dieser Finanzinstrumente basiert zum Teil auf nicht beobachtbaren Eingangsparametern. Hätte der Aurubis-Konzern am 30.09.2013 zur Bewertung der betreffenden Finanzinstrumente angemessene mögliche Alternativen der Bewertungsparameter zu Grunde gelegt, hätte sich der ausgewiesene beizulegende Zeitwert um 13.149 T€ erhöht bzw. 14.954 T€ verringert. Um diese maximalen Auswirkungen zu berechnen, die sich aus der relativen Unsicherheit bei der Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten ergeben können, deren Bewertung auf nicht beobachtbaren Parametern basiert, bewertet der Aurubis-Konzern diese Finanzinstrumente neu, indem für die nicht beobachtbaren Eingabedaten Parameter herangezogen werden, die am äußeren Ende der Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen. Da es jedoch unwahrscheinlich ist, dass ein Szenario auftritt, bei dem alle nicht beobachtbaren Parameter gleichzeitig am jeweils äußeren Ende der Bandbreite von angemessenen möglichen Alternativen liegen, sollten die vorgenannten Schätzwerte die tatsächlichen Unsicherheitsfaktoren bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag übertreffen. Somit stellen die vorliegenden Angaben auch keine Vorhersage oder Indikation für künftige Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dar.
| Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien | ||
|---|---|---|
| (Angaben in T€) | ||
| --- | --- | --- |
| Nettoergebnis | ||
| --- | --- | --- |
| 2012/2013 | 2011/2012 | |
| --- | --- | --- |
| Kredite und Forderungen (LaR) | -2.255 | 5.599 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle | ||
| Vermögenswerte (AfS) | -3.773 | -29.883 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene finanzielle | ||
| Vermögenswerte (HtM) | 0 | 0 |
| Zu Handelszwecken gehaltene | ||
| Finanzinstrumente (FAHfT und FLHfT) | -144.754 | 166.898 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete | ||
| finanzielle Verbindlichkeiten (FLAC) | -8.338 | -8.337 |
| Summe | -159.120 | 134.277 |
Im Nettoergebnis der zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumente wird im Wesentlichen das Ergebnis der Börsen-Metalltermingeschäfte und der Devisen-termingeschäfte ausgewiesen. Darüber hinaus wurden auch die preisfixierten Metallliefergeschäfte berücksichtigt, die als Derivate behandelt werden. Hierin nicht enthalten sind die noch nicht fixierten Kauf- oder Verkaufspartien, aus denen sich auf Grund der provisorischen Bewertung mit den jeweiligen Stichtagskursen jedoch teilweise ein kompensierender Effekt ergibt. In der Berechnung sind Dividenden jedoch keine Zinsen enthalten.
Im Rahmen der erfolgsneutralen Erfassung der Wertveränderung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten wurden im Geschäftsjahr 2012/13 Bewertungsergebnisse von netto 4.485 T€ (im Vorjahr 22.601 T€) im sonstigen Ergebnis erfasst.
29 . Forschung und Entwicklung
Für Forschungs- und Entwicklungsarbeiten wurden im Aurubis-Konzern im Geschäftsjahr 2012/13 8.232 T€ (im Vorjahr 8.508 T€) erfolgswirksam erfasst.
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung stellt die Zahlungsströme des Aurubis-Konzerns im Geschäftsjahr 2012/13 sowie die Zahlungsströme im Vergleichszeitraum des Vorjahres dar. Gemäß IAS 7 wird hierbei zwischen dem Mittelzufluss beziehungsweise -abfluss aus betrieblicher Geschäftstätigkeit, dem Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit und dem Mittelzufluss beziehungsweise -abfluss aus der Finanzierungstätigkeit unterschieden.
Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern werden alle nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das Finanzergebnis (bestehend aus Beteiligungsergebnis, Zinsaufwendungen und -erträgen sowie dem übrigen Finanzergebnis), Auszahlungen für Ertragsteuern sowie Veränderungen des Working Capitals korrigiert, um den Mittelzu- bzw. abfluss aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit (Netto-Cashflow) herzuleiten.
Im aktuellen Geschäftsjahr lag der Netto-Cashflow bei -86 Mio. € (Vj. 383 Mio. €) vor allem wegen des rückläufigen Ergebnisses und des Aufbaus von Working Capital. Ursächlich für den Working Capital Aufbau war der Wartungs- und Reparaturstillstand sowie die Inbetriebnahme einer neuen Anlage zur Verarbeitung aller im Konzern anfallenden Anodenschlämme am Standort Hamburg. Dies führte zu erhöhten Vorratsbeständen bei den edelmetallhaltigen Zwischenprodukten und einem niedrigen Niveau an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit setzte sich im Wesentlichen aus Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen zusammen. Die Investitionen (inklusive Finanzanlagen) betrugen im Berichtszeitraum 185 Mio. € (Vorjahr 169 Mio. €) und bestanden im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen. Die größten Einzelinvestitionen waren die Erweiterung der Anodenschlammverarbeitungskapazität und Investitionen im Zusammenhang mit dem Wartungs- und Reparaturstillstand am Standort Hamburg. In Pirdop wurden weitere Investitionen für die Verbesserung und Erweiterung der Produktionskapazitäten getätigt.
Nach Abzug der Investitionen in das Anlagevermögen vom Netto-Cashflow ergibt sich ein Free Cashflow von -271 Mio. € (Vj. 215 Mio. €). Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich insgesamt auf 174 Mio. € gegenüber 155 Mio. € im Vorjahr.
Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit bestand im Geschäftsjahr 2012/13 aus Ein- und Auszahlungen aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten, geleistete Dividendenzahlungen, Zinsauszahlungen sowie Auszahlungen für den Erwerb nicht beherrschender Anteile. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit lag bei 376 Mio. € gegenüber einem Mittelabfluss von 51 Mio. € im Vorjahr. Der höhere Mittelabfluss war im Wesentlichen bedingt durch die vorzeitige Rückführung eines Teils der im Februar 2011 begebenen Schuldscheindarlehen sowie der planmäßigen Rückführung von aufgenommenen Fremdmitteln. Es fielen Zinszahlungen von 37 Mio. € sowie Dividendenzahlungen an Aktionäre und nicht beherrschende Anteile in Höhe von 62 Mio. € an.
Zum 30.09.2013 standen dem Konzern flüssige Mittel in Höhe von 33 Mio. € (Vj. 669 Mio. €) zur Verfügung.
Segmentberichterstattung
| Segment Primärkupfer | Segment Recycling/Edelmetalle | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 operativ | 2011/2012 operativ | 2012/2013 operativ | 2011/2012 operativ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | |||||
| Gesamtumsätze | in T€ | 7.660.671 | 8.457.665 | 4.255.531 | 4.948.165 |
| Intersegmentumsätze | in T€ | 7.111.389 | 7.621.037 | 1.458.735 | 1.580.146 |
| Außenumsätze | in T€ | 549.282 | 836.628 | 2.796.796 | 3.368.019 |
| EBITDA | in T€ | 204.647 | 321.665 | 48.857 | 131.121 |
| Abschreibungen | in T€ | -68.979 | -68.739 | -19.789 | -19.280 |
| EBIT | in T€ | 135.668 | 252.926 | 29.068 | 111.841 |
| Beteiligungsergebnis | in T€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinserträge | in T€ | 22.208 | 26.552 | 994 | 1.332 |
| Zinsaufwendungen | in T€ | -31.045 | -38.353 | -11.251 | -11.713 |
| Übriges Finanzergebnis | in T€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in T€ | 126.831 | 241.125 | 18.811 | 101.460 |
| Ertragsteuern | |||||
| Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss | |||||
| Return on capital employed (ROCE) in % | in % | 14,4 | 38,6 | 7,5 | 47,5 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | in T€ | 104.279 | 85.591 | 45.270 | 42.452 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 2.100 | 2.329 | 1.454 | 1.118 |
| Segment Kupferprodukte | Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 operativ | 2011/2012 operativ | 2012/2013 operativ | 2011/2012 operativ | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | |||||
| Gesamtumsätze | in T€ | 9.044.846 | 9.619.034 | 15.910 | 27.570 |
| Intersegmentumsätze | in T€ | 55.073 | 50.410 | 5.311 | 11.594 |
| Außenumsätze | in T€ | 8.989.773 | 9.568.624 | 10.599 | 15.976 |
| EBITDA | in T€ | 37.810 | 54.897 | -23.006 | -26.606 |
| Abschreibungen | in T€ | -31.013 | -26.744 | -407 | -167 |
| EBIT | in T€ | 6.797 | 28.153 | -23.413 | -26.773 |
| Beteiligungsergebnis | in T€ | 6 | 6 | 0 | 0 |
| Zinserträge | in T€ | 17.669 | 21.564 | 3.600 | 42 |
| Zinsaufwendungen | in T€ | -32.316 | -39.639 | -4.150 | -351 |
| Übriges Finanzergebnis | in T€ | 0 | 0 | -350 | -29.882 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in T€ | -7.844 | 10.084 | -24.313 | -56.964 |
| Ertragsteuern | |||||
| Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss | |||||
| Return on capital employed (ROCE) in % | in % | 0,8 | 3,5 | ||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | in T€ | 35.813 | 27.040 | 0 | 85 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 2.800 | 2.748 | 132 | 119 |
| Summe | Überleitung/ Konsolidierung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 operativ | 2011/2012 operativ | 2012/2013 IFRS | 2011/2012 IFRS | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | |||||
| Gesamtumsätze | in T€ | ||||
| Intersegmentumsätze | in T€ | ||||
| Außenumsätze | in T€ | 12.346.450 | 13.789.247 | 0 | 0 |
| EBITDA | in T€ | 268.308 | 481.077 | -324.232 | 235.993 |
| Abschreibungen | in T€ | -120.188 | -114.930 | -18.934 | -16.625 |
| EBIT | in T€ | 148.120 | 366.147 | -343.166 | 219.368 |
| Beteiligungsergebnis | in T€ | 6 | 6 | 0 | 0 |
| Zinserträge | in T€ | 44.471 | 49.490 | -34.601 | -36.673 |
| Zinsaufwendungen | in T€ | -78.762 | -90.056 | 34.601 | 36.173 |
| Übriges Finanzergebnis | in T€ | -350 | -29.882 | 0 | 500 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in T€ | 113.485 | 295.705 | -343.166 | 219.368 |
| Ertragsteuern | |||||
| Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss | |||||
| Return on capital employed (ROCE) in % | in % | ||||
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | in T€ | 185.362 | 155.168 | 0 | 0 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 6.486 | 6.314 | 0 | 0 |
| Konzern gesamt | |||
|---|---|---|---|
| in T€ | 2012/2013 IFRS | 2011/2012 IFRS | |
| --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | |||
| Gesamtumsätze | in T€ | ||
| Intersegmentumsätze | in T€ | ||
| Außenumsätze | in T€ | 12.346.450 | 13.789.247 |
| EBITDA | in T€ | -55.924 | 717.070 |
| Abschreibungen | in T€ | -139.122 | -131.555 |
| EBIT | in T€ | -195.046 | 585.515 |
| Beteiligungsergebnis | in T€ | 6 | 6 |
| Zinserträge | in T€ | 9.870 | 12.817 |
| Zinsaufwendungen | in T€ | -44.161 | -53.883 |
| Übriges Finanzergebnis | in T€ | -350 | -29.382 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | in T€ | -229.681 | 515.073 |
| Ertragsteuern | 76.829 | -152.575 | |
| Konzernjahresfehlbetrag/-überschuss | -152.852 | 362.498 | |
| Return on capital employed (ROCE) in % | in % | -7,6 | 24,3 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | in T€ | 185.362 | 155.168 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 6.486 | 6.314 |
Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung an den Hauptentscheidungsträger übereinstimmt. Als Hauptentscheidungsträger wurde der Vorstand der Aurubis AG identifiziert.
Der Aurubis-Konzern ist in drei berichtspflichtige Segmente unterteilt, die sich bezüglich des Produktionsverfahrens oder der Produkte unterscheiden und eigenständig geführt werden. Unter Sonstige werden zentrale Erlöse und Kosten der Verwaltung ausgewiesen, die keinem der berichtspflichtigen Segmente direkt zugeordnet werden können.
Die interne Berichterstattung basiert grundsätzlich auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses nach IFRS. Für die interne Steuerung wird eine Überleitung vom IFRS-Ergebnis auf ein operatives Ergebnis vorgenommen. Das operative Ergebnis des Konzerns und der jeweiligen Business Unit ergibt sich nach Bereinigung der Ergebnisse nach IFRS um:
| • | Bewertungsergebnisse aus der Anwendung der Durchschnittsmethode nach IAS 2 |
| • | kupferpreisbedingte Bewertungseffekte auf Vorratsbestände |
| • | Effekte aus Kaufpreisallokationen, i.W. auf Sachanlagevermögen, ab dem Geschäftsjahr 2010/11 |
Die Darstellung der Segmentberichterstattung entspricht der internen Berichterstattung.
Die Überleitung auf die im Konzernabschluss angewendete Durchschnittsmethode wird in der Spalte Überleitung/Konsolidierung dargestellt. Dabei entfallen im Ergebnis vor Steuern (EBT) auf die Konsolidierung 22 T€ (Vorjahr -182 T€) und auf die Überleitung zur Durchschnittsmethode -343.188 T€ (Vorjahr 219.550 T€).
Der Konzern realisiert den größten Teil seiner Umsätze mit Geschäftspartnern in Ländern der Europäischen Union. Die Aufteilung der Außenumsätze auf Regionen erfolgt nach Standort der Kunden und stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:
| Regionen in T€ |
2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Inland | 3.190.331 | 3.719.142 |
| übrige Europäische Union | 5.159.989 | 5.621.233 |
| übriges Europa | 774.205 | 559.539 |
| Asien | 1.812.105 | 1.802.864 |
| Amerika | 960.873 | 1.624.394 |
| sonstige | 448.947 | 462.075 |
| Konzern gesamt | 12.346.450 | 13.789.247 |
Die Aufteilung der Investitionen sowie langfristigen Vermögenswerte auf Regionen wurde entsprechend der jeweiligen Standorte der Vermögenswerte vorgenommen:
| Informationen nach Regionen | Investitionen | Anlagevermögen | ||
|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 | 2012/13 | 2011/12 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Inland | 125.553 | 98.950 | 783.739 | 695.403 |
| Bulgarien | 28.200 | 30.635 | 369.517 | 377.932 |
| Belgien | 11.031 | 9.198 | 174.988 | 184.133 |
| weiteres Europa | 12.890 | 7.433 | 70.772 | 84.318 |
| Nordamerika | 7.688 | 8.952 | 34.714 | 33.177 |
| Konzern gesamt | 185.362 | 155.168 | 1.433.730 | 1.374.963 |
Bei den Standorten im weiteren Europa handelt es sich im Wesentlichen um Betriebsstätten innerhalb der Europäischen Union.
Segment Primärkupfer
Die Kupfererzeugung erstreckt sich von der Beschaffung kupfer- und edelmetallhaltiger Rohstoffe bis zur Erzeugung marktgängiger Metalle. Im Segment Primärkupfer werden für die Kupfererzeugung als Rohstoffe im Wesentlichen Kupferkonzentrate verwendet. Das Produkt sind börsenfähige Kupferkathoden. Im Rahmen der Kupferzeugung werden in diesem Segment auch unterschiedliche Produkte aus den natürlichen Begleitelementen der Rohstoffe, wie Schwefelsäure und Eisensilikatgestein, hergestellt und vermarktet. Ferner erfolgt im Segment Primärkupfer die Herstellung hochwertiger Selenprodukte.
Die Umsatzerlöse des Segments Primärkupfer bestehen im Wesentlichen aus Erlösen innerhalb des Konzerns, da die erzeugten Kupferkathoden vollständig an das Segment Kupferprodukte veräußert werden. Darüber hinaus werden Schwefelsäure und Eisensilikatgestein an externe Abnehmer verkauft.
Segment Recycling/Edelmetalle
Für die Kupfererzeugung im Segment Recycling/Edelmetalle werden als Rohstoffe kupferhaltige Recyclingmaterialien und edelmetallhaltige Vorstoffe eingesetzt. Produziert werden in diesem Segment neben börsenfähigen Kupferkathoden auch Gold-, Silber- und Platinmetallprodukte.
Die im Segment Recycling/Edelmetalle erzeugten Kupferkathoden werden an das Segment Kupferprodukte abgegeben. Edelmetalle werden dagegen vor allem an externe Abnehmer verkauft.
Ferner erfolgen im Segment Recycling/Edelmetalle die umweltfreundliche Zerlegung von Kabeln sowie der Verkauf der daraus erzeugten Granulate.
Segment Kupferprodukte
Das Segment Kupferprodukte umfasst alle Bereiche zur Erzeugung und Vermarktung von Gießwalzdraht, Stranggussformaten, Vorwalzbändern, Bändern und Profilen sowie den Kupferhandel. Als Vorprodukte für die erzeugten Produkte dienen zu großen Teilen die in den Segmenten Primärkupfer und Recycling/Edelmetalle hergestellten Kupferkathoden. Die Vermarktung der Produkte des Segments Kupferverarbeitung erfolgt weltweit.
Segmentdaten
Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente setzen sich aus Intersegmentumsätzen zwischen den Segmenten und aus Umsätzen mit Kunden außerhalb des Konzerns zusammen. Die Summe der Außenumsätze der einzelnen Segmente ergibt die Umsatzerlöse des Konzerns. Die Preise und Konditionen für die zwischen den Konzerngesellschaften und Segmenten ausgetauschten Produkte und Dienstleistungen entsprechen denen mit fremden Dritten.
Die Aufgliederung der Umsätze nach Produktgruppen wird bei den Angaben zu Umsätzen (Tz. 1) dargestellt.
Das operative EBIT (Earnings before Interest and Taxes) stellt das operative Ergebnis vor Ertragsteuern, bereinigt um das dem Segment zuzuordnenden Zins- und Beteiligungsergebnis dar. Darauf aufbauend, gibt das operative EBITDA (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation) das um die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Segments bereinigte operative EBIT wieder.
Insgesamt wurden Wertberichtigungen auf Vermögenswerte in Höhe von 29.175 T€ (im Vorjahr 8.238 T€) vorgenommen, von denen 13.084 T€ (im Vorjahr 7 T€) auf das Segment Primärkupfer, 781 T€ (im Vorjahr 144 T€) auf das Segment Recycling/Edelmetalle und 15.310 T€ (im Vorjahr 8.087 T€) auf das Segment Kupferprodukte entfielen. Die im Segment Primärkupfer vorgenommenen Wertberichtigungen in Höhe von 13.084 T€ sowie die im Segment Recycling/Edelmetalle vorgenommenen Wertberichtigungen in Höhe von 781 T€ ergeben sich wie im Vorjahr ausschließlich aus Wertberichtigungen auf kurzfristige Vermögenswerte. Im Segment Kupferprodukte entfielen auf Wertminderungen im Anlagevermögen nach IAS 36 in Höhe von 12.542 T€ (im Vorjahr 6.987 T€), auf Wertberichtigungen auf kurzfristige Vermögenswerte 2.768 T€ (im Vorjahr 1.100 T€).
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter der Segmente berücksichtigt alle Mitarbeiter der Unternehmen, welche im vorliegenden Konzernabschluss voll oder quotal konsolidiert wurden. Mitarbeiter von quotal einbezogenen Gesellschaften wurden dabei entsprechend der vom Konzern gehaltenen Quote anteilig berücksichtigt. Mitarbeiter, die im Laufe des Geschäftsjahres Teil des Konzerns wurden, sind entsprechend der Dauer ihrer Tätigkeit im Konzern berücksichtigt. Der Ausweis des Personalaufwandes erfolgte dementsprechend.
Sonstige Angaben
Angaben über die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Entsprechend IAS 24 gelten als nahestehende Unternehmen und Personen sämtliche Einzelpersonen oder Unternehmen, welche vom Unternehmen beeinflusst werden können oder aber solche, die selbst das Unternehmen beeinflussen können.
Für die Arbeitnehmer-Vertreter im Aufsichtsrat ist für ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Aurubis AG eine Vergütung in marktüblicher Höhe gezahlt worden.
Innerhalb des Aurubis-Konzerns beziehen und erbringen verschiedene Konzernunternehmen im Rahmen ihrer normalen Geschäftstätigkeit unterschiedliche Leistungen von bzw. für nahestehende Unternehmen. Solche Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Soweit es sich dabei um Dienstleistungen handelt, werden diese auf Basis bestehender Verträge abgerechnet.
Insgesamt entfallen auf die nicht konsolidierten nahestehenden Unternehmen folgende Beträge:
| in T€ | Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten |
|---|---|---|---|---|
| Gemeinschaftsunternehmen (Joint-Venture) | 39.916 | 146.212 | 3.612 | 7.769 |
| Tochterunternehmen | 4.156 | 1.162 | 3.943 | 1.255 |
Einzelne Aktionäre der Aurubis AG, welche einen maßgeblichen Einfluss auf den Aurubis-Konzern ausüben könnten, existieren bis auf die Salzgitter AG nicht. Eine Erläuterung der Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat folgt.
Auf Unternehmen der Salzgitter-Gruppe entfallen im Geschäftsjahr Aufwendungen von 529 T€ und Erträge von 64 T€. Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 14 T€.
Zum Bilanzstichtag bestanden Patronatserklärungen in Höhe von insgesamt 6.000 T€ zur Absicherung von Bankverbindlichkeiten der C.M.R. International N.V., Antwerpen, einem Gemeinschaftsunternehmen, welches nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde.
Angaben zu Vorstand und Aufsichtsrat
Gesamtvergütung
Die Gesamtvergütung der aktiven Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 beträgt 4.549.788 € (Vj. 5.831.921 €) und beinhaltet für das abgelaufene Geschäftsjahr neben einem festen Anteil in Höhe von 1.504.000 € (Vj. 1.536.000 €) Nebenleistungen von 137.975 € (Vj. 91.441 €) und einen variablen Anteil von 2.877.813 € (Vj. 3.112.500 €). Im Vorjahr war zudem eine Vergütung aus dem Incentive-Programm von 1.091.980 € enthalten.
Darüber hinaus wurden Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von 959.261 € (Vj. 999.405 €) aufwandswirksam berücksichtigt.
Frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene erhielten insgesamt 1.789.388 € (Vj. 1.671.312 €), für ihre Pensionsansprüche sind 21.912.751 € (Vj. 18.402.655 €) zurückgestellt.
Die Vergütungen an den Aufsichtsrat betragen für das Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt 1.225.880 € (Vj. 1.220.000 €).
Die individuellen Vergütungen der Vorstandsmitglieder und der Mitglieder des Aufsichtsrats werden im Vergütungsbericht dargestellt und erläutert.
Aktienbesitz
Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats werden 6.515 Aktien (Vorjahr: 6.324 Aktien) und von denen des Vorstands 4.600 Aktien (Vorjahr: 8.000 Aktien) der Aurubis AG gehalten.
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte
Aktiengeschäfte der Organmitglieder
Nach § 15a WpHG müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der Gesellschaft offen legen.
Folgendes Mitglied des Vorstands hat der Gesellschaft mitgeteilt, dass er in der Zeit vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 Stückaktien der Gesellschaft veräußert hat:
| ― | Erwin Faust: 1.400 Stückaktien verkauft |
Folgende Mitglieder des Aufsichtsrats haben der Gesellschaft mitgeteilt, dass sie in der Zeit vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 Stückaktien der Gesellschaft gekauft bzw. veräußert hat:
| ― | Rolf Schwertz: 300 Stückaktien gekauft |
| ― | Dr. Thomas Schultek: 250 Stückaktien verkauft |
Die Gesellschaft hat diese Meldung ihrerseits der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen gemeldet und veröffentlicht.
Vorstand und Aufsichtsrat halten weniger als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung ist vom Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht worden.
Mitteilung gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.357.770 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Mangement, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.356.293 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.10.2012 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 05.10.2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.356.293 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.340.323 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.339.527 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 12.02.2013 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Management, Inc., am 08.02.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 2,98 % der Stimmrechte (das entspricht 1.339.527 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.381.514 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock Financial Management, Inc., New York, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Financial Mangement, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.380.443 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Financial Management, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 18.03.2013 hat uns die BlackRock Holdco 2, Inc., Wilmington, DE, USA, gemäß §§ 21, 24 WpHG mitgeteilt, dass die BlackRock Holdco 2, Inc., am 13.03.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,07 % der Stimmrechte (das entspricht 1.380.443 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Die Stimmrechte sind der BlackRock Holdco 2, Inc., gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.
Am 28.08.2013 hat uns die Ministry of Finance on behalf of the State of Norway, Oslo, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 mitgeteilt, dass sie am 27.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält. 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechte) sind der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1, Satz 1, Nr. 1 WpHG der Norges Bank (the Central Bank of Norway) zuzurechnen.
Am 28.08.2013 hat uns die Norges Bank (the Central Bank of Norway), Oslo, Norwegen, gemäß § 21 Abs. 1 mitgeteilt, dass sie am 27.08.2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nunmehr 3,02 % der Stimmrechte (das entspricht 1.355.640 Stimmrechten) an der Aurubis AG hält.
Eine vergleichbare Mitteilungspflicht entsprechend § 21 Abs. 1 WpHG sieht § 25 WpHG im Hinblick auf Finanzinstrumente vor, die ihrem Inhaber ein unbedingtes Recht zum einseitigen Erwerb stimmberechtigter Aktien verleihen. Zum 1. Februar 2012 wurde darüber hinaus mit § 25 a WpHG eine weitere Mitteilungspflicht eingeführt: Diese erstreckt sich auf solche Finanz- und sonstige Instrumente, die es ihrem Inhaber faktisch oder wirtschaftlich ermöglichen, mit Stimmrechten verbundene Aktien zu erwerben. Die der Gesellschaft nach §§ 25, 25a WpHG zugegangenen Mitteilungen sind über die Internet-Seite der Gesellschaft beziehungsweise die Internet-Plattform der Deutschen Gesellschaft für Ad-hoc-Publizität mbH einsehbar.
Angaben über das Abschlussprüferhonorar
Für das Geschäftsjahr 2012/13 bzw. das Vorjahr wurden folgende Honorare für Dienstleistungen des Konzernabschlussprüfers PricewaterhouseCoopers AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als Aufwand erfasst:
| in T€ | 2012/13 | 2011/12 |
|---|---|---|
| Für die Abschlussprüfung | 1.228 | 1.243 |
| Für sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 6 |
| Für Steuerberatungsleistungen | 117 | 9 |
| Für sonstige Leistungen | 136 | 470 |
| Summe | 1.481 | 1.728 |
Hamburg, den 9. Dezember 2013
DER VORSTAND
Peter Willbrandt
Erwin Faust
Dr. Frank Schneider
Dr. Stefan Boel
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Hamburg, den 9. Dezember 2013
DER VORSTAND
Peter Willbrandt
Erwin Faust
Dr. Frank Schneider
Dr. Stefan Boel
Anteilsbesitz gem. § 313 (2) HGB am 30. September 2013
| Name und Sitz der Gesellschaften | unmittelbarer und mittelbarer Anteil in % |
gehalten über | Eigenkapital in TEUR |
Jahresergebnis in TEUR |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Aurubis AG | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| vollkonsolidierte Gesellschaften | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 2 | Aurubis Belgium nv/sa, Brüssel | 100 | 1 | 952.899 | -3.917 | * |
| 3 | Aurubis Holding Sweden AB, Stockholm | 100 | 2 | 30.035 | -12.220 | */** |
| 4 | Aurubis Sweden AB, Finspång | 100 | 3 | 29.602 | -10.194 | */** |
| 5 | Aurubis Finland Oy, Pori | 100 | 2 | 15.494 | -10.578 | * |
| 6 | Aurubis Holding USA LLC, Buffalo | 100 | 2 | 21.044 | -465 | */** |
| 7 | Aurubis Buffalo Inc., Buffalo | 100 | 6 | 51.734 | -900 | */** |
| 8 | Aurubis Netherlands BV, Zutphen | 100 | 2 | 21.055 | -10.852 | * |
| 9 | Aurubis Mortara S.p.A., Mortara | 100 | 2 | 3.515 | -685 | * |
| 10 | Cumerio Austria GmbH, Wien | 100 | 1 | 166.691 | 44.661 | * |
| 11 | Aurubis Bulgaria AD, Pirdop | 99,86 | 10 | 610.039 | 14.500 | * |
| 12 | Aurubis Engineering EAD, Sofia | 100 | 10 | 447 | 10 | * |
| 13 | Aurubis Italia Srl, Avellino | 100 | 1 | 9.070 | -537 | * |
| 14 | Aurubis Switzerland SA, Yverdon-les-Bains | 100 | 1 | -22.780 | 343 | */** |
| 15 | Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG, Stolberg | 100 | 1 | 20.197 | -3.056 | |
| 16 | Aurubis U.K. Ltd., Smethwick | 100 | 15 | 2.140 | 57 | */** |
| 17 | Aurubis Slovakia s.r.o., Dolny Kubin | 100 | 15 | 497 | -75 | * |
| 18 | CABLO Metall-Recycling & Handel GmbH, | 100 | 1 | 5.686 | 2.847 | |
| Fehrbellin | ||||||
| 19 | Peute Baustoff GmbH, Hamburg | 100 | 1 | -65 | -145 | |
| 20 | RETORTE GmbH Selenium Chemicals & Metals, | 100 | 1 | 3.774 | 1.195 | |
| Röthenbach | ||||||
| 21 | E.R.N. Elektro-Recycling NORD GmbH, Hamburg | 100 | 1 | 6.300 | 1.272 | |
| 22 | Aurubis Product Sales GmbH, Hamburg | 100 | 1 | 129 | 33 | |
| 23 | Deutsche Giessdraht GmbH, Emmerich | 60 | 1 | 6.785 | 2.363 | |
| quotal konsolidierte Gesellschaften | ||||||
| 24 | Schwermetall Halbzeugwerk GmbH & Co. KG, | 50 | 15 | 54.331 | 8.159 | |
| Stolberg | ||||||
| nicht konsolidierte Gesellschaften | ||||||
| 25 | Aurubis Stolberg Verwaltungs-GmbH, Stolberg | 100 | 1 | 31 | 0 | |
| 26 | Hüttenbau-Gesellschaft Peute mbH, Hamburg | 100 | 1 | 87 | 0 | |
| 27 | Aurubis Hong Kong Ltd., Hong Kong | 100 | 2 | 1.012 | 51 | ** |
| 28 | Aurubis Metal Products (Shanghai) Co., Ltd, Shanghai | 100 | 27 | 165 | -99 | ** |
| 29 | Aurubis Rus LLC, St. Petersburg | 100 | 2 | -7 | 23 | ** |
| 30 | Aurubis Canada Metals Inc., Vancouver | 100 | 1 | 50 | 11 | ** |
| 31 | BCPC B.V., Zutphen, Netherlands | 100 | 1 | 16 | -2 | |
| 32 | Retorte do Brasil, Joinville | 51 | 20 | 555 | 33 | ** |
| 33 | C.M.R. International N.V., Antwerpen | 50 | 1 | 2.530 | 207 | |
| 34 | VisioNA GmbH, Hamburg | 50 | 1 | 23 | -2 | |
| 35 | Schwermetall Halbzeugwerk GmbH, | 50 | 15 | 26 | 11 | |
| Stolberg | ||||||
| 36 | JoSeCo GmbH, Kirchheim/Schwaben | 33 | 20 | 213 | 7 |
* Die Angabe des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses erfolgt auf Basis des IFRS-Berichtspaketes, da ein handelsrechtlicher bzw. landesrechtlicher Jahresabschluss noch nicht verfügbar ist.
** lokale Währung umgerechnet in EUR zum Stichtags- bzw. Durchschnittskurs per 30.09.2013
Aufsichtsrat
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann, Salzgitter
Vorsitzender
Vorsitzender des Vorstands der Salzgitter AG, Salzgitter
| ― | KHS GmbH, Dortmund+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Öffentliche Lebensversicherung Braunschweig, Braunschweig Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Öffentliche Sachversicherung Braunschweig, Braunschweig Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+ Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | TÜV Nord AG, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Ets. Robert et Cie S.A.S. (Comité de Surveillance), Le Thillay, Frankreich Mitglied des Beirats |
| ― | EUROPIPE GmbH, Mülheim, Mitglied im Gesellschafterausschuss |
+=Konzerngesellschaften
Hans-Jürgen Grundmann, Seevetal*
stellvertretender Vorsitzender
Betriebsschlosser
Vorsitzender des Betriebsrats
der Aurubis AG
Burkhard Becker, Hattingen
Mitglied des Vorstands der Salzgitter AG, Salzgitter
| ― | EUROPIPE GmbH, Mülheim+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | KHS GmbH, Dortmund+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Mannesmannröhren-Werke GmbH, Mülheim+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Nord/LB Kapitalanlagegesellschaft AG, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Peiner Träger GmbH, Peine+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Flachstahl GmbH, Salzgitter+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Handel GmbH, Düsseldorf+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Mannesmann Precision GmbH, Hamm+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Salzgitter Stahl GmbH, Salzgitter+ Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Nord/LB Capital Management GmbH, Hannover Mitglied des Aufsichtsrats |
+= Konzerngesellschaften
Dr. Bernd Drouven, Hamburg,
ehem. Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG
| ― | NITHH gGmbH, Hamburg Vorsitzender des Aufsichtsrats |
| ― | H&R AG, Salzbergen Mitglied des Beirats seit dem 01.06.2013 |
Jan Eulen, Kummerfeld*
Bezirksleiter IG BCE Hamburg/Harburg
| ― | Honeywell Deutschland Holding GmbH, Offenbach Mitglied des Aufsichtsrats |
Dr.-Ing. Joachim Faubel, Hamburg*,
Dipl.-Ingenieur bei der Aurubis AG
Renate Hold, Hamburg*
kfm. Angestellte
stellv. Vorsitzende des Betriebsrats und Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der
Aurubis AG
Dr. Sandra Reich, Hannover,
Mitglied des Vorstands der BÖAG Börsen AG, Hamburg und Hannover
Dr. med. Dipl.-Chem. Thomas Schultek, Lübeck*
Leiter Gesundheitsschutz Konzern der
Aurubis AG
| ― | Mitglied des Sprecherausschusses der Aurubis AG, Hamburg |
Rolf Schwertz, Datteln*
Maurer und Kesselwärter
Stellv. Vorsitzender des Betriebsrats der Aurubis AG, Lünen, und Vorsitzender der Gesamtschwerbehindertenvertretung der Aurubis AG, Hamburg
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt, Hamburg
Alleinvorstand der Deutschen Wildtierstiftung, Hamburg und Vorsitzender des Aufsichtsrats der RWE Innogy GmbH, Essen
| ― | Capital Stage AG, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | Mateco AG, Stuttgart Mitglied des Aufsichtsrats bis 31.12.2012 |
| ― | Novatec Solar GmbH, Karlsruhe Mitglied des Gesellschafterausschusses |
| ― | Putz & Partner Unternehmensberatung, Hamburg Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | RADAG Rheinkraftwerk Albbruck-Dogern AG, Laufenburg Vorsitzender des Aufsichtsrats bis zum 07.02.2013 |
| ― | Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., München, Mitglied des Senats |
| ― | Bilfinger Venture Capital GmbH, Mannheim Mitglied des Beirats ab dem 12.03.2013 |
| ― | Körber-Stiftung, Hamburg Mitglied des Beirats |
Dr.-Ing. Ernst J. Wortberg, Dortmund
Selbständiger Berater
* = von der Belegschaft gewählt
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 Mitbestimmungsgesetz
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Hans-Jürgen Grundmann (stellv. Vorsitzender)
Renate Hold
Dr. Sandra Reich
Prüfungsausschuss (Audit Committee)
Dr. Ernst J. Wortberg(Vorsitzender)
Burkhard Becker
Jan Eulen
Hans-Jürgen Grundmann
Personalausschuss
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Dr. Bernd Drouven
Hans-Jürgen Grundmann
Renate Hold
Dr. Thomas Schultek
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
Nominierungsausschuss
Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann (Vorsitzender)
Burkhard Becker
Prof. Dr. Fritz Vahrenholt
Dr. Ernst J. Wortberg
VORSTAND
Peter Willbrandt, Lauenburg/Elbe
geb.: 16.02.1962
Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG und Vorstand Business Unit Primärkupfer
bestellt bis 31.03.2015
Dr. Stefan Boel, Hamme, Belgien
geb.: 09.06.1966
Vorstand Business Unit Kupferprodukte
bestellt bis 30.04.2016
Erwin Faust, Hamburg
geb.: 04.01.1957
Vorstand Finanzen
bestellt bis 30.09.2018
Dr. Michael Landau, Dahme
geb.: 26.07.1950
Vorstand Business Unit Recycling/Edelmetall, Arbeitsdirektor
bestellt bis 31.05.2013
Dr. Frank Schneider, Moers, ab 01.05.2013
geb.: 10.09.1957
Vorstand Business Unit Recycling/Edelmetall, Arbeitsdirektor
bestellt bis 30.04.2016
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Aurubis AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfungvorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 9. Dezember 2013
**PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Matthias Kirschke, Wirtschaftsprüfer
ppa. Christian Kaußen, Wirtschaftsprüfer
Der Konzernabschluss wurde am 13.12.2013 gebilligt.