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artnet AG Interim / Quarterly Report 2010

Aug 3, 2010

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Interim / Quarterly Report

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artnet AG Halbjahresbericht 2/2010

artnet AG Halbjahresbericht 2/2010

  • 3 Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2010
  • 10 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
  • 11 Konzern-Bilanzen zum 30. Juni 2010 und 31. Dezember 2009
  • 12 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das 1. Halbjahr 2010 und 2009 und für das 2. Quartal 2010 und 2009
  • 13 Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das 1. Halbjahr 2010 und 2009 Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das 1. Halbjahr 2010 und 2009
  • 14 Konzern-Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr 2010 und 2009
  • 15 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2010
  • 20 Gremien, Firmensitz Investor Relations, Informationen zur Aktie

artnet AG Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2010

Geschäftsentwicklung

Überblick über das 1. Halbjahr 2010

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft stiegen im 1. Halbjahr 2010 um 7 % auf EUR-Basis von EUR 6.387.000 (USD 8.514.000) in 2009 auf EUR 6.836.000 (USD 9.067.000).

artnet erwirtschaftet rund zweiundsiebzig Prozent seiner Umsatzerlöse mit dem artnet Gallery Network, der artnet Fine Art and Design Price Database und der artnet Decorative Art Price Database. Die weit verbreiteten und auf fundierten Informationen basierenden Datenbanken artnet Fine Art and Design Price Database und artnet Decorative Art Price Database bieten zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen, während das artnet Gallery Network ungeachtet der herrschenden Marktbedingungen Auskunft über die weltweit verfügbaren Bestände gibt.

Die mit dem artnet Gallery Network erzielten Umsatzerlöse gingen aufgrund der gesunkenen Anzahl der Mitgliedschaften gegenüber dem zweiten Quartal 2009 um EUR 135.000 (USD 198.000) bzw. 5 % in EUR und in USD zurück. Im Vergleich zum 4. Quartal 2009 hat sich der Rückgang der Galeriemitgliedschaften jedoch verlangsamt, was uns für das restliche Geschäftsjahr optimistisch in die Zukunft schauen lässt.

Die Umsatzerlöse der artnet Fine Art and Design Price Database und der artnet Decorative Art Price Database gingen um EUR 17.000 (USD 39.000) bzw. 1 % (in EUR und USD) zurück.

Weiterhin rückläufig waren die Umsätze bei artnet Advertising (10 % in EUR und in USD). Gegenüber dem ersten Quartal 2010 zogen die Umsätze jedoch aufgrund der Erfüllung von Verträgen mit Anzeigenkunden wie American Express, Canon und The New York Times wieder an.

Die bei artnet Auctions erzielten Umsatzerlöse stiegen dagegen im 1. Halbjahr 2010 um 213 % in EUR (211 % in USD). Zum 1. März 2010 wurde die Käuferprämie bei den artnet Auctions von 10 % auf 15 % erhöht; der Großteil des Umsatzwachstums ist jedoch auf höhere Absatzzahlen sowie einen Anstieg des durchschnittlichen Lospreises im Vergleich zur Vorjahresperiode zurückzuführen. Bezeichnenderweise hat gerade dieser in den letzten 16 Monaten erfolgte Übergang zu einem ,Käufermarkt' dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten. Dennoch zogen sich in den letzten acht bis neun Wochen des ersten Halbjahres 2010 aufgrund der insgesamt unsicheren Konjunkturentwicklung, die sich in einer Schwäche des Dow Jones Index zeigte, einige Einlieferer zurück.

Wir glauben, dass die artnet Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern erreichen sollten.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Betriebsergebnis konnte von EUR -103.000 (USD -138.000) im ersten Halbjahr 2009 um EUR 289.000 (USD 384.000) auf EUR 186.000 (USD 246.000) in der ersten Jahreshälfte 2010 verbessert werden. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum um EUR 449.000 (USD 552.000), in erster Linie aufgrund des Umsatzwachstums der artnet Auctions. Dem Anstieg der Umsatzerlöse standen zusätzliche Kosten gegenüber, die dem Konzern für die Produktentwicklung in Zusammenhang mit der Verbesserung bestehender Produkte entstanden sind. Darüber hinaus hat der Konzern Simon Kucher & Partners beauftragt, eine weltweite Überprüfung der Preisstruktur aller Produkte und Dienstleistungen durchzuführen. Der Konzern hat außerdem die Umsetzung seiner Markenstrategie fortgeführt, was zu höheren Beratungskosten als im Vorjahr führte. Infolge des Produktstarts der artnet Decorative Art Price Database sowie der 2009 durchgeführten Investitionen in die neue Netzwerkinfrastruktur erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 80.000 (USD 104.000).

Das Konzernergebnis stieg von EUR -87.000 (USD -116.000) im Vorjahr um EUR 152.000 (USD 202.000) auf EUR 65.000 (USD 86.000) in 2010. Es enthält sonstige Erträge/Aufwendungen in Höhe von EUR -108.000 (USD -144.000), die hauptsächlich aufgrund der Währungsumrechnung. entstanden sind. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,01 (USD 0,02) im Vergleich zu EUR 0,02 (USD 0,02) in der Vorjahresperiode.

Währungsumrechnung

Der auf Euro lautende Zwischenabschluss des Konzerns wurde durch den Anstieg des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber dem Euro im 2. Quartal 2010 im Vergleich zum 31. Dezember 2009 beeinflusst.

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Berichtszeitraum verwendet. Für das 2. Quartal 2010 lag der Durchschnittskurs bei 0,754 Euro/US-Dollar gegenüber 0,750 Euro/US-Dollar für das 2. Quartal 2009. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 1 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2010 betrug 0,819 Euro/ US-Dollar gegenüber 0,698 am 31. Dezember 2009. Dies entspricht einem Plus von 17 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 30. Juni 2010 auf EUR 511.000 im Vergleich zu EUR -222.000 zum 30. Juni 2009. Durch eine Erhöhung der Abschreibungen ergaben sich entsprechend positive Effekte für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen; die Umsatzabgrenzung verringerte sich nur leicht gegenüber dem 2. Quartal 2009.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 30. Juni 2010 EUR -100.000 gegenüber EUR -282.000 zum 30. Juni 2009. Der Cash flow war im vorangegangenen Jahr stärker durch Investitionen in neue Produkte belastet. Im Berichtsjahr wurde in zusätzliche Hard- und Software zur Verbesserung der Netzwerkinfrastruktur investiert. Soweit dies in Form von Finanzierungsleasing erfolgte, werden die Zahlungen im Finanzierungsbereich ausgewiesen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 30. Juni 2010 auf EUR -56.000 nach EUR -22.000 zum 30. Juni 2009 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel von EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009 auf EUR 2.860.000 (USD 3.491.000) am 30. Juni 2010.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und kurzfristig orientiert. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 30. Juni 2010 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,52 (USD 0,63) gegenüber EUR 0,39 (USD 0,57) zum 31. Dezember 2009.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 30. Juni 2010 EUR 7.758.000 (USD 9.469.000) im Vergleich zu EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) am 31. Dezember 2009, was einem Anstieg von 18 % (in USD 0 %) entspricht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 22.000 auf EUR 963.000 bzw. gingen um USD 174.000 auf USD 1.175.000 zurück. Der Rückgang in USD war im Wesentlichen auf den rückläufigen Euro-Kurs zum 30. Juni 2010 gegenüber dem Kurs zum 31. Dezember 2009 zurückzuführen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 154.000 (bzw. verringerte sich um USD 206.000) auf EUR 1.999.000 (USD 2.439.000). Das Konzernanlagevermögen besteht vornehmlich bei der Artnet Corp. Ursächlich für den Rückgang in USD waren die höheren Abschreibungen aus den Investitionen in den Vorjahren, denen im ersten Halbjahr 2010 geringere Investitionen in Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur gegenüberstanden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.787.000 am 31. Dezember 2009 um EUR 341.000 auf EUR 3.128.000 gestiegen bzw. von USD 3.994.000 um USD 177.000 auf USD 3.817.000 gesunken. Im 2. Quartal 2010 schloss die Gesellschaft eine neue Vereinbarung über Finanzierungsleasing in Zusammenhang mit dem Erwerb von Hardware für die Netzwerkinfrastruktur ab, so dass sich die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing erhöhten.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 30. Juni 2010 auf EUR 4.434.000 (USD 5.412.000) gegenüber EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) zum 31. Dezember 2009.

Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt werden kann, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Im 1. Halbjahr 2010 beschäftigte der Konzern 104 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 108 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2009. Darüber hinaus waren zum 30. Juni 2010 16 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 17 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahreszeitraum. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern wie bereits zum 30. Juni 2009 12 freie Mitarbeiter.

Allgemeine Informationen und Geschäftstätigkeit

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG (,artnet' oder ,die Gesellschaft') und Artnet Worldwide Corp. (,Artnet Corp.', zusammen ,der artnet Konzern' oder ,Konzern') sind unter dem Markennamen ,artnet' tätig.

Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften, artnet UK Ltd. und artnet France SARL. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. artnet France SARL erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus auf der Website artnet.fr ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.

Die Unternehmens-Website artnet.com bietet einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zieht damit 2,2 Mio. einzelne Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Das artnet Gallery Network umfasst mehr als 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf fünf Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien des Netzwerks sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren insgesamt 172.000 im Bestand befindliche Werke von 38.000 Künstlern. Über das artnet Gallery Network werden darüber hinaus Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten.

Die artnet Fine Art and Design Price Database ist eine topaktuelle Online-Datenbank mit mehr als 4,2 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 500 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in dem bislang verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Fine Art and Design Price Database erhalten Zugang zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985. Die Datenbank ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, mit dessen Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die artnet Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Fine Art and Design Price Database). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass diese Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's nun auch auf der Website sothebys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.

Im zweiten Quartal 2009 führte der Konzern die artnet Decorative Art Price Database ein, die Auktionsresultate von Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren, Uhren und anderen Gebrauchskunstgegenständen enthält.

Eine Ergänzung der artnet Fine Art and Design Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der Mitgliedsgalerien des artnet Gallery Network zum Verkauf angeboten werden.

Im Frühjahr 2008 führte artnet die artnet Auctions ein. Bei diesem einzig artigen Projekt sind erfahrene Kunstexperten damit beschäftigt, umfangreiche Informationen in der Datenbank zu ordnen und Mindestgebote und Schätzungen für Kunstwerke zusammenzustellen, die in erster Linie von Mitgliedsgalerien stammen. Diese Werke werden anschließend auf der neuen Plattform artnet.com/auctions versteigert.

Die artnet Artist Works Catalogues ist eine Online-Kunstbibliothek, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monographien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und Biographien aus.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

Risiken der künftigen Entwicklung

artnet ist der Auffassung, dass sich das Risikoprofil seit dem 31. Dezember 2009 nicht verändert hat.

Ausblick

Der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, erlebt eine nach Ansicht der Ökonomen schwache Erholung – bisher ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Darüber hinaus haben die Kursverluste an den Aktienmärkten der letzten neun Wochen des Halbjahres Spekulationen über eine Double-Dip-Rezession genährt.

In den letzten drei Quartalen war ein deutlicher Aufschwung im Finanzsektor zu spüren, der wiederum die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimulierte. Darüber hinaus gibt es bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen geringfügig über den Ergebnissen der Vorjahresperiode liegen. Dagegen beeinträchtigt der schwache Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden. Insgesamt verläuft das Geschäft in den Galerien ausgesprochen schwach.

Nach Rückgängen bei den Werbeeinnahmen im zweiten Quartal 2010 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres dürften sich die Werbeeinnahmen im Jahresverlauf wieder stabilisieren, da wir nun sehr viel stärker die Initiative in Bezug auf landesweite Werbung ergreifen. Während des ersten Halbjahres liefen große Werbekampagnen von American Express, The New York Times Company und Canon. Im zweiten Halbjahr 2010 werden Kampagnen mit Burberry's und Bottega Veneta hinzukommen. Unsere Wettbewerber im Print-Bereich (Kunstpublikationen und -zeischriften) haben bei der Werbung deutliche Einbrüche erlebt, die zumindest teilweise dem allgemeinen Trend zum Übergang auf digitale Medien zuzuschreiben sind. Wir glauben, dass wir hiervon profitieren können, da die Wettbewerber im Print-Bereich ihre Erscheinungstermine reduzieren werden oder teilweise sogar vor der Schließung stehen.

Hervorzuheben ist unser Produkt artnet Auctions, das die größten kurz- und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose, sowohl von Händlern als auch von privaten Sammlern, einwerben. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2010 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu verdoppeln und dabei eine Verbesserung der Margen zu erreichen (entsprechend haben wir mit Wirkung vom 1. März 2010 die Käuferprämie von 10 % auf 15 % erhöht). Die Ergebnisse für das erste Halbjahr 2010 zeigen, dass wir die Prognosen noch übertreffen können.

Die im vierten Quartal 2009 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen werden im Jahr 2010 fortgeführt. Darüber hinaus hat der Konzern eine weltweite Überprüfung der Preisstruktur für die Dienstleistungen artnet Gallery Network-Mitgliedschaft und artnet Price Databases durch das Beratungsunternehmen Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, abgeschlossen. Wir erwarten, dass unsere Preisstrukturen bis zum Jahresende besser auf die Nutzungsmuster der Kunden abgestimmt sind und die Margen insgesamt steigen werden.

Unter Berücksichtigung der nach wie vor bestehenden Marktunsicherheiten sind wir weiter zuversichtlich, 2010 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.

Berlin, den 30. Juli 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, den 30. Juli 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

Konzern-Bilanz zum 30. Juni 2010 und 31. Dezember 2009

30. 06. 2010 31. 12. 2009 30. 06.2010 31. 12. 2009
Konsolidiert
USD
Konsolidiert
USD
Konsolidiert
EUR
Konsolidiert
EUR
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 3.490.556 3.140.219 2.859.813 2.190.931
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.175.179 1.348.631 962.824 940.940
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 679.810 601.536 556.968 419.692
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 5.345.545 5.090.386 4.379.605 3.551.563
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 1.179.835 1.208.490 966.639 843.163
Immaterielle Vermögenswerte 1.259.127 1.436.413 1.031.603 1.002.185
Kautionsforderungen 296.249 298.400 242.717 208.194
Aktive latente Steuern 1.388.665 1.388.665 1.137.733 968.872
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 4.123.876 4.331.968 3.378.692 3.022.414
Vermögenswerte Gesamt 9.469.421 9.422.354 7.758.297 6.573.977
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 367.215 295.060 300.859 205.863
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 1.232.044 1.474.062 1.009.414 1.028.451
Ertragsteuerverbindlichkeiten 348.621 409.380 285.625 285.626
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 206.868 137.411 169.487 95.872
Umsatzabgrenzung 1.662.663 1.678.269 1.362.221 1.170.929
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 3.817.411 3.994.182 3.127.606 2.786.741
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 239.853 175.432 196.512 122.399
Verbindlichkeiten Gesamt 4.057.264 4.169.614 3.324.118 2.909.140
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien (269,241) (269,241) (264.425) (264.425)
Kapitalrücklage 51.720.365 51.695.464 50.474.280 50.455.505
Verlustvortrag (52.030.497) (51.380.953) (51.667.124) (51.199.973)
Konzernergebnis 85.553 (649.544) 64.507 (467.151)
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung (35.535) (84.498) 195.874 (490.186)
Eigenkapital Gesamt 5.412.157 5.252.740 4.434.179 3.664.837
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 9.469.421 9.422.354 7.758.297 6.573.977

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das 1.Halbjahr 2010 und 2009 und für das 2. Quartal 2010 und 2009

01. 01.–
30. 06. 2010
01. 01. –
30. 06. 2009
01. 01. –
30. 06. 2010
01. 01. –
30. 06. 2009
30. 06. 2010 30. 06. 2009 30. 06. 2010 30. 06. 2009
USD Konsoldiert Konsoldiert Konsoldiert Konsoldiert
USD
EUR EUR USD Konsoldiert Konsoldiert Konsoldiert Konsoldiert
USD
EUR EUR
Umsatzerlöse
artnet Gallery Network 3.458.850 3.657.131 2.607.973 2.743.214 1.738.349 1.812.330 1.310.715 1.359.429
artnet Price Database 3.061.898 3.100.900 2.308.671 2.325.984 1.545.760 1.538.647 1.165.503 1.154.138
artnet Advertising 1.002.180 1.113.908 755.643 835.543 526.168 497.495 396.730 373.172
artnet Auctions 1.311.261 421.176 988.691 315.924 739.150 215.217 557.319 161.434
Andere Produkte 232.429 221.088 175.251 165.838 117.256 107.312 88.411 80.495
Umsatzerlöse Gesamt 9.066.618 8.514.203 6.836.229 6.386.503 4.666.683 4.171.001 3.518.678 3.128.668
Umsatzkosten 3.145.713 3.245.057 2.371.868 2.434.186 1.569.430 1.642.205 1.183.350 1.231.854
Bruttoergebnis 5.920.905 5.269.146 4.464.361 3.952.317 3.097.253 2.528.796 2.335.328 1.896.814
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 2.239.313 2.125.808 1.688.442 1.594.500 1.155.902 1.070.342 871.550 802.827
Allgemeine
Verwaltungskosten
2.147.224 2.011.557 1.619.007 1.508.869 1.181.410 1.133.705 890.783 850.392
Produktentwicklung 1.262.990 1.249.735 952.294 937.426 665.685 701.716 501.927 526.357
Vergütungen aus
Aktienoptionen
24.901 19.668 18.775 14.753 21.856 6.672 16.479 5.005
Betriebliche Aufwendungen
Gesamt
5.674.428 5.406.768 4.278.518 4.055.548 3.024.853 2.912.435 2.280.739 2.184.581
Betriebsergebnis 246.477 (137.622) 185.843 (103.231) 72.400 (383.639) 54.589 (287.767)
Zinsaufwand (6.691) (4.162) (5.045) (3.122) (3.345) (4.162) (2.522) (3.122)
Zinsertrag 14.942 14.135 11.267 10.603 4.018 4.877 3.030 3.658
Sonstige Erträge /
(Aufwendungen)
(143.741) (6.239) (108.380) (4.680) (85.368) 85.334 (64.367) 64.009
Ergebnis vor Steuern 110.987 (133.888) 83.685 (100.430) (12.295) (297.590) (9.270) (223.222)
Ertragsteuern (25.434) 17.624 (19.178) 13.220 (9.182) 38.624 (6.923) 28.972
Konzernergebnis 85.553 (116.264) 64.507 (87.210) (21.477) (258.966) (16.193) (194.250)
Übriges Ergebnis
Unterschiede aus
Fremdwährungsumrechnung 48.963 (14.828) 686.060 7.338 32.439 (4.530) 431.952 (265.322)
Gesamtergebnis der Periode 134.516 (131.092) 750.567 (79.872) 10.962 (263.496) 415.759 (459.572)
Ergebnis je Aktie
Unverwässert 0,02 (0,02) 0,01 (0,02) (0,00) (0,05) (0,00) (0,03)
Verwässert 0,02 (0,02) 0,01 (0,02) (0,00) (0,05) (0,00) (0,03)
Gewichtete Aktienanzahl
Unverwässert 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986
Verwässert 5.552.986 5.663.986 5.552.986 5.663.986 5.552.986 5.663.986 5.552.986 5.663.986

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das 1. Halbjahr 2010 und 2009

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene
Aktien
Betrag Kapital-
rücklage
Eigene Aktien Vortrag Verlust Fremdwährungs
umrechnung
Summe
Stand 31. 12. 2008 5.631.067 5.941.512 51.675.796 (269.241) (51.380.953) (47.979) 5.919.135
Gesamtergebnis der Periode (116.264) (14.828) (131.092)
Vergütungen aus Aktienoptionen 19.668 19.668
Stand 30. 06. 2009 5.631.067 5.941.512 51.695.464 (269.241) (51.497.217) (62.807) 5.807.711
Stand 31. 12. 2009 5.631.067 5.941.512 51.695.464 (269.241) (52.030.497) (84.498) 5.252.740
Gesamtergebnis der Periode 85.553 48.963 134.516
Vergütungen aus Aktienoptionen 24.901 24.901
Stand 30. 06. 2010 5.631.067 5.941.512 51.720.365 (269.241) (51.944.944) (35.535) 5.412.157

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das 1. Halbjahr 2010 und 2009

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Kapital- Verlust Fremdwährungs
Aktien Betrag rücklage Eigene Aktien Vortrag umrechnung Summe
Stand 31. 12. 2008 5.631.067 5.631.067 50.441.360 (264.425) (51.199.973) (408.402) 4.199.627
Gesamtergebnis der Periode (87.210) 7.338 (79.872)
Vergütungen aus Aktienoptionen 14.753 14.753
Stand 30. 06. 2009 5.631.067 5.631.067 50.456.113 (264.425) (51.287.183) (401.064) 4.134.508
Stand 31. 12. 2009 5.631.067 5.631.067 50.441.360 (264.425) (51.199.973) (408.402) 4.199.627
Gesamtergebnis der Periode 64.507 686.060 750.567
Vergütungen aus Aktienoptionen 18.775 18.775
Stand 30. 06. 2010 5.631.067 5.631.067 50.474.280 (264.425) (51.602.617) 195.874 4.434.179

Konzern-Kapitalflussrechnung für das 1. Halbjahr 2010 und 2009

30. 06. 2010 30. 06. 2009 30. 06. 2010 30. 06. 2009
Konsolidiert
USD
Konsolidiert
USD
Konsolidiert
EUR
Konsolidiert
EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 85.553 (116.264) 64.507 (87.210)
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit
Abschreibungen 546.452 442.661 412.024 332.040
Wertberichtigungen auf Forderungen 53.484 148.328 40.327 111.261
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 24.901 19.668 18.775 14.753
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 104.336 (14.047) 81.696 6.768
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 119.968 59.753 90.456 44.821
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (78.274) (39.425) (59.019) (29.573)
Kautionen 2.151 (14.049) 1.622 (10.538)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 72.155 (181.934) 54.405 (136.469)
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten (242.018) (332.354) (182.482) (248.281)
Umsatzabgrenzung (15.606) (307.857) (11.767) (219.164)
Anpassungen Gesamt 587.549 (219.256) 446.037 (134.382)
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 673.102 (335.520) 510.544 (221.592)
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen (30.750) (114.750) (23.185) (86.074)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (101.390) (261.237) (76.448) (195.954)
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (132.140) (375.987) (99.633) (282.028)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (74.493) (29.439) (56.168) (22.082)
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (74.493) (29.439) (56.168) (22.082)
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel (116.132) (781) 314.139 7.562
Veränderung der liquiden Mittel 350.337 (741.727) 668.882 (518.140)
Liquide Mittel – zu Periodenbeginn 3.140.219 4.122.960 2.190.931 2.925.240
Liquide Mittel – am Periodenende 3.490.556 3.381.233 2.859.813 2.407.100

(

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2010

Unternehmensinformationen

Die artnet AG (,artnet AG' oder ,die Gesellschaft') ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin. Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation (,Artnet Corp.'), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Limited und der artnet France SARL hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als ,Konzern' oder ,artnet Konzern' bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer über Künstler recherchieren, Nachrichten aus der Kunstwelt lesen und die Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden. Darüber hinaus führte der Konzern 2008 die artnet Auctions ein, auf deren Plattform moderne und zeitgenössische Kunst, Grafiken und Fotografien renommierter Künstler versteigert werden.

Der Konzern-Zwischenabschluss der artnet AG wurde am 30. Juli 2010 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16 – Zwischenberichterstattung sowie die §§ 37x, 37w WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die Anwendung der folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurde im Geschäftsjahr 2010 verpflichtend:

Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC)

  • IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (ab 1. 7. 2009) und
  • IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse (ab 1. 7. 2009)
  • IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Geeignete Grundgeschäfte (ab 1. 7. 2009)
  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS (ab 1. 1. 2009)
  • IFRIC 12 Vereinbarungen über Dienstleistungskonzessionen (ab 1. 1. 2008)
  • IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien (ab 1. 1. 2009)
  • IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (ab 1. 10. 2008)
  • IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer (ab 1. 7. 2009)
  • IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden (ab 1. 7. 2009)

Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses 2010 haben wird. Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der neuen oder geänderten Standards denen des letzten Konzernjahresabschlusses, wobei die Anwendung der neuen oder geänderten keine Auswirkungen auf den Zwischenbericht hatte. Eine detaillierte Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss unseres Geschäftsberichts 2009 veröffentlicht.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2010 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2010 und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder gemäß § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.

Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2010.

Berichtsperiode

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2010 bis 30. Juni 2010 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungs raum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

USD in EUR USD in GBP
30. 06.2010 30. 06.2009 30. 06.2010 30. 06.2009
Stichtagskurs 0,819 0,698 0,664 0,628
Periodendurchschnittskurs 0,754 0,719 0,656 0,641

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3 als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert.

Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France SARL, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France SARL ist in Frankreich als Vertriebsgesellschaft der Artnet Corp. tätig.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Gezeichnetes Kapital

Bedingtes Kapital – Anteilsbasierte Vergütung

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien in Form von Aktienoptionen an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I).

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Im Juni 2010 wurden insgesamt 130.000 Optionen an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter von verbundenen Unternehmen ausgegeben. Der durchschnittliche Ausübungspreis dieser Optionen lag bei EUR 5,13.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital 2009/I wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Stammaktien ausgegeben.

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Eigene Aktien Genehmigtes Kapital

Am 30. Juni 2010 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 ihrer eigenen Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.

Ertragsteuern

Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben. Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftsteuer zahlen.

Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 auf der Basis der dann aktuellen Unternehmensplanungen für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 erneut überprüfen.

Segmentberichterstattung

  • Das Segment artnet Gallery Network wendet sich an Galerien, für die es die zum Verkauf stehenden Kunstwerke im Internet veröffentlicht.
  • Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Fine Art and Design Price Database sowie die artnet Decorative Art Price Database. Darüber hinaus werden diesem Segment die auf der Datenbank aufbauenden Produkte Imageless Search, artnet Market Alert, artnet Market Data Reports und artnet Artist Works Catalogues zugeordnet.
  • Das Segment artnet Advertising erstellt Banner und Werbung zur Wiedergabe auf der Website.
  • Das Segment artnet Auctions, stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Das artnet Magazine auf artnet.com, artnet.de und artnet.fr ist in erster Linie ein Marketing-Tool, das die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Ganzen unterstützt. Daher werden Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit diesem Online-Magazin auf die berichtspflichtigen Segmente des Konzerns verteilt. Die mit dem Online-Magazin in Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Zeile "Vertrieb und Marketing" ausgewiesen.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden auf die berichtspflichtigen Segmente verteilt. Im 2. Quartal 2010 wurde eine Überprüfung der für jedes Produkt angewandten Kostenverteilungsmethode durchgeführt. Es wurde die Anwendung einer neuen Bezugsgröße beschlossen, die auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen gewichtet wird, im Gegensatz zu der bisher angewandten Verteilungsmethode, bei der nur die Mitarbeiterzahl berücksichtigt wurde. Die neue Kostenverteilungsmethode wurde zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit sowohl für 2009 als auch 2010 angewandt.

Da keine Zuordnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten auf die berichtspflichtigen Segment in der internen Berichterstattung erfolgt, erfolgt auch keine Darstellung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in der Segmentberichterstattung.

Periode
zum 30. Juni 2010
artnet
Gallery Network
artnet Price
Databases
artnet
Advertising
artnet
Auctions
Summe
Umsatzerlöse EUR 2.607.973 2.483.922 755.643 988.691 6.836.229
Gewinn vor Steuern EUR (37.755) 504.538 39.233 (422.331) 83.685
Periode
zum 30. Juni 2009
artnet
Gallery Network
artnet Price
Databases
artnet
Advertising
artnet
Auctions
Summe
Umsatzerlöse EUR 2.743.214 2.491.822 835.543 315.924 6.386.503
Gewinn/(Verlust)
vor Steuern EUR
165.230 211.856 197.102 (674.618) (100.430)

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

1. 1.–30. 6. 2010 1. 1.–30. 6. 2009
EUR EUR
Zähler (Ertrag)
Konzernergebnis des 1. Halbjahrs 64.507 (87.210)
Nenner (Anzahl der Aktien)
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie
(ausgegeben und voll eingezahlt)
5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien
aus Aktienoptionen
0 111.000
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie
5.552.986 5.663.986

Mitarbeiter

Im 1. Halbjahr 2010 beschäftigte der Konzern 104 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 108 Mitarbeitern im 1. Halbjahr 2009. Darüber hinaus waren zum 30. Juni 2010 16 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 17 Teilzeit beschäftigten im Vorjahreszeitraum. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern wie im 1. Halbjahr 2009 zwölf freie Mitarbeiter.

Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Mitteilungen nach § 21 WpHG

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 26 Abs. 1 WpHG am 8. März 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 8. März 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und er zu diesem Zeitpunkt 3,02 % (170.000 Stimmrechte) der gesamten Stimmrechte hielt.

Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 6. April 2010 1.150 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,8325 gekauft hat.

Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 1. April 2010 1.070 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,813 gekauft hat.

Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 6. Mai 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 3. Mai 2010 1.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,9526 gekauft hat.

Die Schaeffer Immobilien GmbH, Hamburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27. Mai 2010 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und sie zu diesem Zeitpunkt 8,52 % (480.000 Stimmrechte) der gesamten Stimmrechte (5.631.067) hielt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

Berlin, 30. Juli 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

artnet AG

Aufsichtsrat John Hushon Vorsitzender Dr. Christian Dohm Stellvertretender Vorsitzender Hannes von Goesseln Vorstand Hans Neuendorf Vorstand

Artnet Worldwide Corp.

Vorstand Hans Neuendorf CEO (Vorstand) B. William Fine President Unternehmensleitung B. William Fine President Walter Robinson Editor in Chief, artnet Magazine

artnet France SARL

Geschäftsführung Hans Neuendorf Geschäftsführer Unternehmensleitung Gina Kehayoff Directrice Générale

artnet® Geschäftsstellen

artnet AG Oranienstraße 164 10969 Berlin T + 49 30 209178-0 F + 49 30 209178-29 [email protected]

Artnet Worldwide Corp. 61 Broadway, 23rd Floor New York, NY 10006-2701 USA ph + 1 212 497 9700 fx + 1 212 497 9707 [email protected]

artnet France SARL 5, rue du Chevalier de Saint George 75008 Paris Frankreich ph + 33 1 42 86 67 10 fx + 33 1 42 86 10 16 [email protected]

Investor Relations

Informationen für Investoren, den Jahresabschluss und die Quartalsberichte finden Sie auf www.artnet.de/IR. Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien von artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel AYD gehandelt. Ad-hoc-Meldungen zu relevanten Unter nehmensentwicklungen finden Sie unter www.artnet.de/about/inthenewsg.asp.

Wertpapier-Kenn-Nummer WKN 690950

ISIN DE0006909500

artnet AG

Oranienstraße 164 10969 Berlin T +49 (0)30 20 9178-0 F +49 (0)30 20 91 78-29 [email protected]