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artnet AG — Audit Report / Information 2010
Jun 8, 2011
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Audit Report / Information
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Publication
ARTNET AG
BERLIN
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010
KONZERNLAGEBERICHT 2010
1. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Konjunkturelle Lage
Gegen Ende 2010 erlebte die Wirtschaft einen Aufschwung, der von einem Aufleben der Verbrauchernachfrage und einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ausgelöst wurde. Der Immobilienmarkt in den USA blieb hingegen schwach.
Nach Einschätzung von CitiGroup Global Markets dürfte das globale Wachstum im Jahr 2011 bei rund 3,7 % liegen. Allerdings wird das Wachstum wohl auch weiterhin uneinheitlich sein und das Gefälle zwischen den Schwellenmärkten und den Industrieländern größer werden. Die USA rechnen mit einer Wachstumsrate von 3,4 % und dürften damit das Wachstum der Euro-Zone im Jahr 2011 um 1,4 % überholen. In der Euro-Zone wird eine merkliche Diskrepanz zwischen den finanzschwachen Ländern und Deutschland erwartet. Die EZB wird die Zinssätze voraussichtlich konstant halten; erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 oder Anfang 2012 ist mit moderaten Zinserhöhungen zu rechnen.
Die Entwicklung des Kunstmarktes — Ein „Sekt oder Selters”-Szenario
Der Sekundärmarkt (Resale) bei Auktionen verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 eine deutliche Verbesserung. Christie's gab den höchsten Jahresumsatz ihrer 245jährigen Geschichte bekannt (3,3 Mrd. GBP gegenüber 2,1 Mrd. GBP in 2009). Die Neunmonatsergebnisse von Sotheby's (die Jahresendergebnisse lagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht vor) weisen auf eine Umsatzsteigerung von 63 % hin, allerdings im Vergleich zu 2009, als beide Auktionshäuser einen Umsatzeinbruch (65 % bei Sotheby's) erlitten.
Bieter aus dem wieder auflebenden Finanzsektor trieben die Umsätze mit fantastischen Losen nach oben; der wohl berühmteste Verkauf war „Nu assis sur un divan” von Amedeo Modigliani, der Sotheby's beim New York Impressionist and Modern Evening Sale eine Rekordsumme von 69 Mio. USD einbrachte.
Im Gegensatz hierzu stagnierten die Galerieumsätze für Kunst und Antiquitäten im Jahr 2010, da der Immobilienmarkt ein historisches Tief erreichte.
2. GESCHÄFTSORGANISATION, -STRATEGIE UND -ENTWICKLUNG
Die Konzernorganisation von artnet
Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG („artnet” oder „die Gesellschaft”) und Artnet Worldwide Corp. („Artnet Corp.”, zusammen „der artnet Konzern” oder „Konzern”) sind unter dem Markennamen „artnet” tätig.
Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. artnet France sarl erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus die Website www.artnet.fr und publiziert ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.
Die Unternehmens-Webseiten www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit im Jahr 2010 durchschnittlich 1,8 Mio. einzelne Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.
Zum 31. Dezember 2010 umfasste der Bereich artnet Galerien rund 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf fünf Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 173.000 Werke von 37.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten.
Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine topaktuelle Online-Datenbank mit mehr als 5,5 Mio. illustrierten Auktionsergebnissen von über 550 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in einem ansonsten verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database erhalten Zugang zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit top-aktuelle und objektive Schätzwerte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, mit dessen Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database Fine Art and Design). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass die artnet Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's auf der Website Sothebys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.
Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der artnet Galerien zum Verkauf angeboten werden.
Dank der artnet Auctions entwickelt sich artnet stetig vom reinen Informationsanbieter zu einer Transaktionsplattform mit integriertem Informationsangebot weiter. Damit unterstreicht artnet seine zentrale Position im Kunstmarkt. Der wichtigste Vorteil für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen, und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.
artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und Biografien aus. Sie ist online auf der artnet Website kostenlos einsehbar.
Unternehmensziele, -strategien und -chancen
Die Geschäftsführung von artnet verfolgt einen zielorientierten Ansatz bei der Steuerung und Überwachung der strategischen Ziele des Konzerns. Einmal im Jahr legen Aufsichtsrat und Vorstand die spezifischen Ziele in Bezug auf Umsätze, operatives Ergebnis, Produktentwicklungen und Markteinführungen fest. Im Jahr 2010 erreichte der Konzern sein Ziel, die Umsätze der artnet Auctions um mehr als 100 % zu steigern. Er verzeichnete einen Umsatzanstieg von 139 % auf EUR 1.951.000 gegenüber EUR 815.000 im Vorjahr. Darüber hinaus führte der Konzern im Dezember 2010 eine Preiserhöhung für das Produkt artnet Price Database durch — ebenfalls ein strategisches Ziel für 2010.
Im Geschäftsjahr 2011 wird sich artnet auf weiteres Wachstum im Bereich artnet Auctions konzentrieren, dabei jedoch den Schwerpunkt auf den Verkauf höherwertiger Auktionslose und das Erreichen eines größeren Publikums legen.
Des Weiteren plant artnet für 2011 die Markteinführung des Produkts artnet Market Analyst. Darstellungen von Preistrends in Grafiken und Diagrammen sind weitreichend bekannt. Daher sind wir der Ansicht, dass Kunstberatungsgesellschaften, Banken, Versicherungsgesellschaften, Family Offices sowie alle anderen Marktteilnehmer bereit sind, eine Reihe neuer und erstklassiger Indizes zu erwerben, die eine neue Methode, die sog. „strings comparables”, nutzen.
Der Konzern ist ferner der Ansicht, dass die Globalisierung des Kunstmarktes insgesamt sowie die stärkere Nutzung des Internet für Kunstinformationen und Käufe eine einmalige Chance bietet. Während der Welthandel sich ausweitet und die Anzahl der multinationalen Unternehmen zunimmt, ist artnet gut positioniert, um diesen Trend durch ihre Online-Plattform, die in drei Sprachen zur Verfügung steht und über das Internet in allen Ländern der Welt zugänglich ist, zu nutzen.
Geschäftsentwicklung
Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2010 in EUR um 12 % von EUR 12.219.000 (USD 16.989.000) in 2009 auf EUR 13.673.000 (USD 18.109.000).
artnet erwirtschaftet rund sechsundachtzig Prozent seiner Umsatzerlöse mit den artnet Galerien, der artnet Price Database Fine Art and Design, der artnet Price Database Decorative Art sowie den artnet Auctions. Die weit verbreiteten und auf fundierten Informationen basierenden Datenbanken artnet Price Database Fine Art and Design und artnet Price Database Decorative Art bieten zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen, während artnet Galerien ungeachtet der herrschenden Marktbedingungen Auskunft über die weltweit verfügbaren Bestände gibt. Auf der Online-Plattform artnet Auctions werden Transaktionen in Echtzeit ausgeführt; die Kunstwerke stammen dabei in erster Linie von Galeriemitgliedern. Wenngleich es sich um ein relativ neues Produkt handelt, mit dem wir nur 14 % unserer Brutto-Umsatzerlöse erzielen, waren die artnet Auctions mit einem Umsatzwachstum von 139 % in EUR (128 % in USD) von EUR 815.000 (USD 1.133.000) im Geschäftsjahr 2009 auf EUR 1.951.000 (USD 2.584.000) im Geschäftsjahr 2010 das wachstumsstärkste Segment.
Mit Wirkung vom 1. März 2010 haben wir die Käuferprämie bei den artnet Auctions von 10 % auf 15 % erhöht. Der Großteil des Umsatzwachstums ist jedoch auf höhere Umsatzzahlen sowie im Durchschnitt höhere Auktionslose gegenüber der Vorjahresperiode zurückzuführen. Bezeichnenderweise hat gerade dieser in den letzten 19 Monaten erfolgte Übergang zu einem „Käufermarkt” dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten. Wir glauben, dass die artnet Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern besitzen werden.
Die Umsätze der artnet Galerien stiegen um EUR 23.000 oder weniger als 1 % (bzw. fielen um USD 309.000 oder 4 %). Die Anzahl der Galeriemitgliedschaften ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Konzern plant, den Galeriemitgliedern 2011 einen neuen Plan anzubieten, der im kommenden Jahr zu einer Umsatzsteigerung bei diesen Produkten führen dürfte.
Die Umsatzerlöse der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art stiegen um EUR 225.000 (USD 6.000) bzw. 5 % in EUR (weniger als 1 % in USD). Im Dezember 2010 nahm der Konzern eine Preiserhöhung für dieses Produkt zusammen mit neuen Produktangeboten vor. Die Änderung der Preisstruktur und das neue Produktangebot dürften im Jahr 2011 zu Umsatzsteigerungen führen.
Die Umsätze von artnet Advertising stiegen um 3 % in EUR bzw. fielen um 2 % in USD. Gegenüber Dezember 2009 konnte der Konzern jedoch eine größere Anzahl nationaler Anzeigekunden gewinnen, wie Bottega Veneta, Bvlgari und Starwood (Hotels und Resorts im Luxusbereich).
3. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Ertragslage
Das Betriebsergebnis konnte von EUR -330.000 (USD -459.000) im Vergleichszeitraum 2009 um EUR 303.000 (USD 423.000) auf EUR -27.000 (USD -36.000) verbessert werden. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum um EUR 1.454.000 (USD 1.120.000), in erster Linie aufgrund des Umsatzwachstums der artnet Auctions. Dem Anstieg der Umsatzerlöse standen zusätzliche Kosten gegenüber, die dem Konzern für die Produktentwicklung in Zusammenhang mit der Verbesserung bestehender Produkte sowie der Entwicklung und Markteinführung der neuen artnet iPhone App entstanden sind. Über die Anwendung kann mobil auf artnet Auctions, artnet Künstler A—Z und die drei artnet Magazine zugegriffen werden und wir rechnen damit, dass diese App die Aktivität der Nutzer erhöhen wird. Darüber hinaus hat der Konzern Simon Kucher & Partners beauftragt, eine weltweite Überprüfung der Preisstruktur aller Produkte und Dienstleistungen durchzuführen. Der Konzern hat außerdem die Umsetzung seiner Markenstrategie fortgeführt, was zu höheren Beratungskosten als im Vorjahr führte. Infolge des Produktstarts der artnet Price Database Decorative Art sowie der 2009 und 2010 durchgeführten Investitionen in die neue Netzwerkinfrastruktur erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 140.000 (USD 141.000).
Das Konzernergebnis stieg von EUR -467.000 (USD -650.000) im Vorjahr um EUR 620.000 (USD 853.000) auf EUR 153.000 (USD 203.000) in 2010. Der Anstieg ist auf die Auflösung einer Steuerschuld der artnet AG in Höhe von EUR 275.000 sowie damit verbundener Zinsen in Höhe von EUR 60.000 für die Jahre 2001 bis 2004 zurückzuführen. Der artnet AG wurde mitgeteilt, dass die deutschen Steuerbehörden die Steuerveranlagung nicht weiter verfolgen würden. Sonstige Erträge/Aufwendungen in Höhe von EUR -193.000 (USD -256.000) sind hauptsächlich der Währungsumrechnung sowie 2010 angefallenen, nicht erstattungsfähigen Mehrwertsteuerzahlungen zuzuschreiben.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,03 (USD 0,04) im Vergleich zu EUR -0,08 (USD -0,12) in der Vorjahresperiode.
Währungsumrechnung
Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 31. Dezember 2010 bzw. 2009 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2010 lag der Durchschnittskurs bei 0,755 Euro/Dollar gegenüber 0,719 Euro/Dollar für das Geschäftsjahr 2009. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 5 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2010 betrug 0,755 Euro/Dollar gegenüber 0,698 am 31. Dezember 2009. Dies entspricht einem Plus von 8 %.
artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.
Finanzlage
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 651.000 im Vergleich zu EUR -180.000 zum 31. Dezember 2009. Durch ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Konzernergebnis ergaben sich entsprechend positive Effekte für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2010 EUR -172.000 gegenüber EUR -470.000 zum 31. Dezember 2009. Der Cashflow war im vorangegangenen Jahr stärker durch Investitionen in neue Produkte belastet. Im Berichtsjahr wurde zusätzliche Hard- und Software zur Verbesserung der Netzwerkinfrastruktur, teilweise in Form von Finanzierungsleasing, angeschafft.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR -132.000 bzw. zum 31. Dezember 2009 auf EUR -68.000 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen.
Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel von EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009 auf EUR 2.698.000 (USD 3.575.000) am 31. Dezember 2010.
Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2010 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,49 (USD 0,64) gegenüber EUR 0,39 (USD 0,57) zum 31. Dezember 2009.
Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2010 EUR 7.111.000 (USD 9.424.000) im Vergleich zu EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) am 31. Dezember 2009, was einem Anstieg von 8 % (in USD weniger als 1 %) entspricht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 190.000 (USD 150.000) auf EUR 1.131.000 (USD 1.499.000). Der Anstieg ist vor allem auf eine Zunahme von Kreditkartengeschäften zurückzuführen, die Ende 2010 noch nicht abgewickelt waren.
Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 365.000 (USD 684.000) auf EUR 1.480.000 (USD 1.961.000). Das Konzernanlagevermögen lautet vornehmlich auf USD. Ursächlich für den Rückgang waren die höheren Abschreibungen aus den Investitionen in den Vorjahren, denen geringere Investitionen in Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur gegenüberstanden.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.787.000 (USD 3.994.000) am 31. Dezember 2009 um EUR 87.000 (USD 416.000) auf EUR 2.700.000 (USD 3.578.000) gesunken. Im dritten Quartal des Jahres 2010 wurde dem Konzern mitgeteilt, dass die deutschen Steuerbehörden die Steuerveranlagung für die Jahre 2001 bis 2004 nicht weiter verfolgen würden. Der Konzern löste daraufhin die Verbindlichkeit in Bezug auf diese Steuerveranlagung auf, was zu einer Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten führte. Dem stand ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von EUR 96.000 im Jahr 2009 auf EUR 152.000 im Berichtsjahr gegenüber. Die Gesellschaft schloss 2010 eine neue Vereinbarung über Finanzierungsleasing ab und schaffte Hard- und Software in Zusammenhang mit der Netzwerkinfrastruktur an.
Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 4.315.000 (USD 5.718.000) gegenüber EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) zum 31. Dezember 2009.
Die artnet Price Database Fine Art and Design ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.
Mitarbeiter
Am 31. Dezember 2010 beschäftigte der Konzern 105 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 99 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2010 13 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, im Vergleich zu 11 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern 13 freie Mitarbeiter, während es 2009 12 freie Mitarbeiter waren.
Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 6.835.000 (USD 9.052.000) gegenüber EUR 6.431.000 (USD 8.945.000) im Vorjahr. Der Anstieg ist in erster Linie auf eine Zunahme der Auktionen und eine Personalaufstockung im Bereich Produktentwicklung gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.
Forschung und Entwicklung
Die artnet Webseite bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Produktentwicklungsteam die artnet Price Database Decorative Art eingeführt, die Auktionsresultate für Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren sowie andere Kunstgegenstände enthält, die eine praktische Verwendung haben. Objekte aus vielen verschiedenen kunsthistorischen Zeitperioden sind in dieser Datenbank zu finden. Des Weiteren hat das Team die artnet Auctions neu gestaltet. Die Nutzer können nun die Bilder der Kunstwerke, die in den artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden, komfortabler ansehen. Im Berichtsjahr erfolgte die Markteinführung der neuen artnet iPhone App, über die mobil auf artnet Auctions, artnet Künstler A-Z und die drei artnet Magazine zugegriffen werden kann. Wir rechnen damit, dass diese App die Aktivität der Nutzer erhöhen wird.
4. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN (BERICHTERSTATTUNG NACH § 315 ABS. 4 HGB)
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2010 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 1,00 aufgeteilt.
Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen
Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.
Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden gehalten von:
1. Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 25,96 %
2. Artis Capital Management LLC, San Francisco (CA)/USA, mit 10,39 %
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen
Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen
Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 durch Ausgabe von 2.800.000 neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Aktien ausgegeben.
Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von bis zu 560.000 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennbetrag an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), Mitarbeiter der artnet AG sowie an Mitarbeiter verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat.
Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.
Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum Ablauf des 13. Juli 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von max. 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien in keinem Fall mehr als 10 % des Grundkapitals ausmachen. Die Frist gilt nur für den Erwerb — nicht für den Besitz — der Aktien.
5. VERGÜTUNGSBERICHT
Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.
a) Vergütung des Vorstands
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Geschäftsjahr 2010 aus einer festen Grundvergütung, einer kurzfristigen variablen Vergütungskomponente (short term incentive) und einer langfristigen variablen Vergütungskomponente (long term incentive) zusammen.
Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung im Wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen:
Feste Grundvergütung: Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.
Kurzfristige variable Vergütungskomponente: Zusätzlich zu der festen Grundvergütung erhält der Vorstand eine kurzfristige variable Vergütungskomponente. Der Betrag steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Für die Bestimmung der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente gelten folgende Regeln: Für den Fall, dass das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft im vorangegangenen Geschäftsjahr ungefähr dem Budget entspricht, sollte die kurzfristige variable Vergütung der Hälfte der festen Grundvergütung entsprechen. Für den Fall, dass das Ziel zu weniger als 100 %, aber zu mehr als 80 % erreicht wird, sollte die Gesellschaft die kurzfristige variable Vergütung reduzieren. Wird das Ziel zu 80 % oder weniger erreicht, entfällt die kurzfristige variable Vergütung. Für den Fall der Überschreitung des Ziels sollte die kurzfristige variable Vergütung erhöht werden. Die kurzfristige variable Vergütung ist auf 150 % der festen Grundvergütung begrenzt.
Langfristige variable Vergütungskomponente: Die langfristige variable Vergütungskomponente bemisst sich nach dem Zuwachs der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen liquiden Mittel in US-Dollar in dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2012. Für die Bestimmung der Veränderung der liquiden Mittel ist der Differenzbetrag zwischen den in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen liquiden Mitteln und den in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 1. Januar 2010 ausgewiesenen liquiden Mitteln maßgebend. Wird das Ziel zu 100 % erreicht, beträgt die langfristige variable Vergütung 30 % der festen Grundvergütung. Für den Fall, dass das Ziel zu weniger als 100 %, aber zu mehr als 50 erreicht wird, wird die langfristige variable Vergütung anteilig reduziert. Wird das Ziel zu 50 % oder weniger erreicht, entfällt die langfristige variable Vergütung. Für den Fall der Überschreitung des Ziels wird die langfristige variable Vergütung anteilig erhöht. Die langfristige variable Vergütung ist auf 90 % der festen Grundvergütung begrenzt. Auf die langfristige variable Vergütung werden in den Jahren 2011 und 2012 in Abhängigkeit von der Entwicklung der liquiden Mittel Vorauszahlungen geleistet. Es steht im Ermessen der Gesellschaft, den Betrag der Vorauszahlungen um bis zu 20 % zu erhöhen oder zu kürzen. Bei Überzahlung schuldet der Vorstand die Rückzahlung des überzahlten Betrages.
Die Gesellschaft stellt dem Vorstand außerdem einen Dienstwagen der gehobenen Mittelklasse zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung ist durch den Vorstand zu tragen.
Die Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 hat das vorstehend erläuterte System zur Vergütung des Vorstandsmitglieds gebilligt.
Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen für den Alleinvorstand Hans Neuendorf die fixe Barvergütung EUR 364.554,00 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung und die kurzfristige variable Vergütung EUR 155.000,00.
Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.
b) Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung und für das Geschäftsjahr 2010 zusätzlich in dem Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 geregelt.
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrats € 40.000,-, der stellvertretende Vorsitzende € 30.000,- und das dritte Mitglied des Aufsichtsrats € 20.000,-.
6. RISIKOBERICHT
Bericht und Erläuterungen gemäß § 315, Abs. 2 Nr. 2 und 5 HGB
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. Vertrieb), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. EDV-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.
Risikomanagement
Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten: 1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt; 2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; 3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und 4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffic auswertet und analysiert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Management des Konzerns weitergeleitet werden.
Frühwarnsystem stellt die Identifizierung potenzieller Risiken sicher
Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden wenn möglich ergriffen. Zum Frühwarnsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.
Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken
Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an dem Ziel, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber unangemessene Risiken zu vermeiden.
Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:
Externe Risiken
Konjunkturtrends im Kunstmarkt
artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Im Berichtsjahr 2010 gab es Anzeichen für eine Erholung sowohl der Weltwirtschaft als auch des Kunstmarktes; anders als im Jahr 2009, als ein Einbruch beim Verbrauchervertrauen und dadurch eine deutliche Abschwächung im Kunstmarkt zu beobachten war. Angesichts der jüngsten Konjunkturentwicklungen lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, dass diese positiven Entwicklungen auf einer soliden und nachhaltigen Basis stehen. Inwieweit der Kunstmarkt in Zukunft von diesen Entwicklungen beeinflusst wird, ist noch unklar.
Betriebliche Risiken
Infrastruktur des IT-Systems
Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung.
Produktentwicklung
Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Konzern sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte zu entwickeln, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.
Website-Besuche
Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.
Rechtliche Risiken
Marken- und sonstige Rechte
artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens „artnet” in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.
Schutz der Kundendaten
artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.
Finanzielle Risiken
Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko
artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.
Abgesehen von den nachteiligen Währungsschwankungen ist der artnet Konzern derzeit keinen wesentlichen finanziellen Risiken ausgesetzt.
Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen im Markt für bildende Kunst, verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.
Da der artnet Konzern keine wesentlichen verzinslichen Schulden hat und ihm Barmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen, sieht der Konzern sich derzeit keinen wesentlichen Liquiditäts- oder Zinsrisiken ausgesetzt.
Aufgrund der relativ geringen finanziellen Risiken hat artnet keine derivativen Finanzinstrumente genutzt, um diese Risiken zusätzlich abzusichern oder zu kontrollieren.
Sonstige Risiken
Mitarbeiter in Schlüsselpositionen
Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. artnet begegnet diesen personalbezogenen Risiken, indem es seinen leitenden Mitarbeitern einen Aktienoptionsplan anbietet und das Know-how nach Möglichkeit auf mehrere Personen verteilt.
Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zu Tage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.
7. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.
8. AUSBLICK
Der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, dürfte sich in den kommenden Jahren leicht erholen und die Arbeitslosenrate auf 9 % sinken.
In diesem Jahr war ein deutlicher Aufschwung im Finanzsektor zu spüren, der wiederum die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimulierte. Darüber hinaus gibt es bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen deutlich über den Ergebnissen der gleichen Periode im Vorjahr liegen. Im Gegensatz dazu schwächt der Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden. Insgesamt verläuft das Geschäft in Galerien ausgesprochen schwach.
Hervorzuheben ist unser Produkt artnet Auctions, das die größten kurz- und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose, sowohl von Händlern als auch von privaten Sammlern, einwerben. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2011 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu erhöhen und dabei eine Verbesserung der Margen zu erreichen.
Darüber hinaus führte der Konzern nach Abschluss einer weltweiten Überprüfung der Preisstruktur durch Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, eine Preiserhöhung für das Produkt artnet Price Database Fine Art and Design durch. Wir erwarten, dass diese Preiserhöhung im Jahr 2011 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse für dieses Produkt bei gleichzeitiger Verbesserung der Margen führen wird.
Insgesamt sind wir zuversichtlich, 2011 einen Gewinn bei weiterem Umsatzwachstum in allen Produktlinien zu erzielen und diesen Trend im Jahr 2012 fortsetzen zu können.
Berlin, 18. März 2011
Der Vorstand
Hans Neuendorf
Konzern-Bilanz
AKTIVA
| Anhang Nr. | 31.12.2010 USD |
31.12.2009 USD |
31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Liquide Mittel | 3 | 3.575.208 | 3.140.219 | 2.697.852 | 2.190.931 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4 | 1.498.519 | 1.348.631 | 1.130.782 | 940.940 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5 | 601.324 | 601.536 | 453.759 | 419.692 |
| Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt | 5.675.051 | 5.090.386 | 4.282.393 | 3.551.563 | |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | |||||
| Sachanlagen | 6 | 941.838 | 1.208.490 | 710.711 | 843.163 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 1.019.034 | 1.436.413 | 768.963 | 1.002.185 |
| Kautionsforderungen | 298.468 | 298.400 | 225.224 | 208.194 | |
| Aktive latente Steuern | 8 | 1.489.129 | 1.388.665 | 1.123.697 | 968.872 |
| Langfristige Vermögenswerte Gesamt | 3.748.469 | 4.331.968 | 2.828.595 | 3.022.414 | |
| VERMÖGENSWERTE GESAMT | 9.423.520 | 9.422.354 | 7.110.988 | 6.573.977 | |
| PASSIVA | |||||
| KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9 | 425.236 | 295.060 | 320.883 | 205.863 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | 10 | 1.301.710 | 1.474.062 | 982.270 | 1.028.451 |
| Ertragsteuerverbindlichkeiten | 8 | -- | 409.380 | -- | 285.626 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 11 | 201.197 | 137.411 | 151.823 | 95.872 |
| Umsatzabgrenzung | 12 | 1.649.360 | 1.678.269 | 1.244.607 | 1.170.929 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt | 3.577.503 | 3.994.182 | 2.699.583 | 2.786.741 | |
| LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | |||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 11 | 128.384 | 175.432 | 96.879 | 122.399 |
| VERBINDLICHKEITEN GESAMT | 3.705.887 | 4.169.614 | 2.796.462 | 2.909.140 | |
| EIGENKAPITAL | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 13 | 5.941.512 | 5.941.512 | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Eigene Aktien | 13 | (269.241) | (269.241) | (264.425) | (264.425) |
| Kapitalrücklage | 51.833.659 | 51.695.464 | 50.559.842 | 50.455.505 | |
| Verlustvortrag | (52.030.497) | (51.380.953) | (51.667.124) | (51.199.973) | |
| Konzernjahresergebnis | 202.521 | (649.544) | 152.905 | (467.151) | |
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 39.679 | (84.498) | (97.739) | (490.186) | |
| EIGENKAPITAL GESAMT | 5.717.633 | 5.252.740 | 4.314.526 | 3.664.837 | |
| VERBINDLICHKEITEN UND EIGENKAPITAL GESAMT | 9.423.520 | 9.422.354 | 7.110.988 | 6.573.977 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
| Anhang Nr. | 2010 USD |
2009 USD |
2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| artnet Gallery Network | 6.856.163 | 7.165.076 | 5.176.403 | 5.153.123 | |
| artnet Price Database | 6.145.267 | 6.110.842 | 4.639.677 | 4.394.918 | |
| Werbung | 2.063.259 | 2.137.525 | 1.557.761 | 1.537.308 | |
| Online Auktionen | 2.584.373 | 1.133.229 | 1.951.202 | 815.018 | |
| Andere Produkte | 460.315 | 442.345 | 347.538 | 318.135 | |
| Umsatzerlöse Gesamt | 22 | 18.109.377 | 16.989.017 | 13.672.581 | 12.218.502 |
| Umsatzkosten | 6.553.211 | 6.420.690 | 4.947.674 | 4.617.760 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 11.556.166 | 10.568.327 | 8.724.907 | 7.600.742 | |
| Betriebliche Aufwendungen | |||||
| Vertrieb und Marketing | 4.063.803 | 4.133.394 | 3.068.171 | 2.972.737 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 4.570.013 | 4.578.869 | 3.450.360 | 3.293.123 | |
| Produktentwicklung | 2.820.202 | 2.295.455 | 2.129.253 | 1.650.891 | |
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 16 | 138.195 | 19.668 | 104.337 | 14.145 |
| Betriebliche Aufwendungen Gesamt | 11.592.213 | 11.027.386 | 8.752.121 | 7.930.896 | |
| Betriebsergebnis | 20 | (36.047) | (459.059) | (27.214) | (330.154) |
| Zinsaufwand | 20 | (13.414) | (34.113) | (10.128) | (24.534) |
| Zinsertrag | 20 | 92.664 | 16.020 | 69.962 | 11.522 |
| Sonstige (Aufwendungen)/Erträge | 20 | (256.176) | (226.995) | (193.413) | (163.255) |
| Ergebnis vor Steuern | (212.973) | (704.147) | (160.793) | (506.421) | |
| Ertragsteuern | 8 | 415.494 | 54.603 | 313.698 | 39.270 |
| Konzernergebnis | 19 | 202.521 | (649.544) | 152.905 | (467.151) |
| Übriges Ergebnis | |||||
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 124.177 | (36.519) | 392.447 | (81.784) | |
| Gesamtergebnis der Periode | 326.698 | (686.063) | 545.352 | (548.935) | |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| Unverwässert | 19 | 0,04 | (0,12) | 0,03 | (0,08) |
| Verwässert | 19 | 0,04 | (0,12) | 0,03 | (0,08) |
| Gewichtete Aktienanzahl | |||||
| Unverwässert | 19 | 5.552.986 | 5.552.986 | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Verwässert | 19 | 5.556.986 | 5.552.986 | 5.556.986 | 5.552.986 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
| Anhang Nr. | 2010 USD |
2009 USD |
2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | |||||
| Konzernergebnis | 202.521 | (649.544) | 152.905 | (467.151) | |
| Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | |||||
| Abschreibungen | 20 | 1.103.661 | 963.299 | 833.264 | 692.805 |
| Wertberichtigungen auf/Ausbuchung von Forderungen | 4 | 156.267 | 534.699 | 117.982 | 378.155 |
| Latente Steueraufwendungen/(-erträge) | 8 | (100.464) | 13.940 | (75.810) | 10.025 |
| Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen | 16 | 138.195 | 19.668 | 104.337 | 14.145 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen | 186.518 | (65.745) | 88.829 | (34.801) | |
| Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva: | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (306.155) | (192.712) | (231.147) | (138.598) | |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 212 | (100.650) | 160 | (72.387) | |
| Kautionen | (68) | (9.425) | (51) | (6.778) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 130.176 | (403.081) | 98.283 | (289.896) | |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten | (581.732) | (2.295) | (415.752) | (6.546) | |
| Umsatzabgrenzung | (28.909) | (371.861) | (21.826) | (259.447) | |
| ANPASSUNGEN GESAMT | 697.701 | 385.837 | 498.269 | 286.677 | |
| MITTELZUFLUSS AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT | 900.222 | (263.707) | 651.174 | (180.474) | |
| CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | |||||
| Investitionen in Sachanlagen | 6, 11 | (92.393) | (197.970) | (69.833) | (142.380) |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 7 | (135.851) | (456.173) | (102.568) | (328.080) |
| MITTELABFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT | (228.244) | (654.143) | (172.401) | (470.460) | |
| CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | |||||
| Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 6, 11 | (174.648) | (94.117) | (131.783) | (67.689) |
| MITTELABFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT | (174.648) | (94.117) | (131.783) | (67.689) | |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | (62.341) | 29.226 | 159.931 | (15.686) | |
| VERÄNDERUNG DER LIQUIDEN MITTEL | 434.989 | (982.741) | 506.921 | (734.309) | |
| LIQUIDE MITTEL – zu Geschäftsjahresbeginn | 3.140.219 | 4.122.960 | 2.190.931 | 2.925.240 | |
| LIQUIDE MITTEL – am Geschäftsjahresende | 3.575.208 | 3.140.219 | 2.697.852 | 2.190.931 | |
| IM CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ENTHALTENE ZAHLUNGEN | |||||
| Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) | (48.230) | 68.541 | (36.414) | 49.295 | |
| Zinsauszahlungen | (13.414) | (10.287) | (10.128) | (7.398) | |
| Zinseinzahlungen | 647 | 16.015 | 488 | 11.518 |
Konzern-Egenkapitalentwicklung (USD)
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | Betrag | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2009 | 5.631.067 | 5.941.512 | (269.241) | 51.675.796 | (51.380.953) | (47.979) | 5.919.135 |
| Gesamtergebnis der Periode | (649.544) | (36.519) | (686.063) | ||||
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 19.668 | 19.668 | |||||
| Stand 31.12.2009 | 5.631.067 | 5.941.512 | (269.241) | 51.695.464 | (52.030.497) | (84.498) | 5.252.740 |
| Gesamtergebnis der Periode | 202.521 | 124.177 | 326.698 | ||||
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 138.195 | 138.195 | |||||
| Stand 31.12.2011 | 5.631.067 | 5.941.512 | (269.241) | 51.833.659 | (51.827.976) | 39.679 | 5.717.633 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR)
| Gezeichnetes Kapital | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | Betrag | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 1.1.2009 | 5.631.067 | 5.631.067 | (264.425) | 50.441.360 | (51.199.973) | (408.402) | 4.199.627 |
| Gesamtergebnis der Periode | (467.151) | (81.784) | (548.935) | ||||
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 14.145 | 14.145 | |||||
| Stand 31.12.2009 | 5.631.067 | 5.631.067 | (264.425) | 50.455.505 | (51.667.124) | (490.186) | 3.664.837 |
| Gesamtergebnis der Periode | 152.905 | 392.447 | 545.352 | ||||
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 104.337 | 104.337 | |||||
| Stand 31.12.2010 | 5.631.067 | 5.631.067 | (264.425) | 50.559.842 | (51.514.219) | (97.739) | 4.314.526 |
ANHANG ZUM KONZERNABSCHLUSS
1 — UNTERNEHMENSINFORMATIONEN UND GRUNDLAGEN DER BERICHTERSTATTUNG
Die artnet AG („artnet AG” oder „die Gesellschaft”) ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland.
Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation („Artnet Corp.”), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Limited und der artnet France SARL hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als „Konzern” oder „artnet Konzern” bezeichnet.
Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer über Künstler und Kunstpreise recherchieren und die Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden, Nachrichten aus der Kunstwelt lesen und Kunstwerke über artnet Auctions, eine spezielle Plattform für Transaktionen, kaufen und verkaufen können.
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 für die Mutter- und Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU verpflichtend anzuwenden sind.
Der Konzernabschluss der artnet AG wurde am 18. März 2011 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
2 — ZUSAMMENFASSUNG DER WESENTLICHEN BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZE
Grundlagen der Rechnungslegung und Berichtswährung
Die im Konzernabschluss und im Anhang zum Konzernabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, gemäß deutschem Recht in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro. Aufgrund mathematischer Rundungen können bei der Addition Differenzen auftreten.
Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit insbesondere für unsere US-amerikanischen Anleger werden die Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auch in US-Dollar dargestellt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2010. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind nachfolgend aufgeführt.
Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen
In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.
Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.
Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Limited, die den Vertrieb und die Kundenbetreuung für die Artnet Corp. in Großbritannien sicherstellt.
Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France sarl, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France sarl unterhält die französische artnet Webseite www.artnet.fr, wo sie ein Online-Magazin in französischer Sprache veröffentlicht, und stellt den Vertrieb und Kundenservice für die Artnet Corp. in Frankreich sicher.
Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen vollständig eliminiert.
Berichtsperiode
Der vorliegende Konzernabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.
Umsatzrealisierung
Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde, die Höhe des Umsatzes zuverlässig bewertet werden kann und der Geldeingang der entsprechenden Forderung erfolgt ist. Umsätze aus Verträgen, bei denen die Dienstleistungen noch nicht erbracht wurden, werden passivisch als Umsatzabgrenzung abgegrenzt. Die Erträge werden realisiert, sobald die Leistung erfüllt wurde.
Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Entgelte für Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs erbracht werden.
Finanzielle Vermögenswerte
Der Konzern ordnet seine finanziellen Vermögenswerte folgenden Kategorien zu: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt davon ab, für welchen Zweck die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Geschäftsführung nimmt diese Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz vor. Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie „Kredite und Forderungen” zugeordnet.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Gesellschaft sieht alle hochliquiden Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Erwerbsdatum als Zahlungsmitteläquivalente an. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter der Position „kurzfristige Vermögenswerte” ausgewiesen, es sei denn sie haben Laufzeiten von mehr als 12 Monaten nach Ende der Berichtsperiode. In diesem Fall werden sie den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu dem jeweils in Rechnung gestellten Betrag erfasst und sind unverzinslich. Sie umfassen Kreditkartengeschäfte, die bereits abgewickelt sind, für die aber noch keine Zahlung eingegangen ist. Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird abzüglich Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen ausgewiesen. Diese Wertberichtigungen sind in erheblichem Umfang mit einer Ermessensausübung der Geschäftsführung und Überprüfung der einzelnen Forderungen auf der Grundlage der entsprechenden Bonität der Kunden, der aktuellen Konjunkturtrends sowie Analysen historischer Daten zu uneinbringlichen Forderungen auf Portfolio-Basis verbunden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Sachanlagevermögen
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen des artnet Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen. Computeranlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büromöbel werden über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen von Einbauten in gemietete Räume erfolgen entweder über die Laufzeit des Mietvertrages oder, falls diese kürzer ist, die erwartete Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren. Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert eines Vermögenswertes erhöhen noch die Nutzungsdauer verlängern, werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Website-Entwicklungskosten
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Website-Entwicklungskosten. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Ausgaben, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung anfallen, wie Erweiterungen oder Verbesserungen und Wartungs- sowie Entwicklungstätigkeiten werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, das Ergebnis der Website-Entwicklung vermarktet werden kann, die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Das Kriterium der Vermarktbarkeit für die Website-Entwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden.
Wertminderung
Der Konzern prüft die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Darüber hinaus unterliegen materielle und immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand sind, einem jährlichen Werthaltigkeitstest. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird durch Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt; der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Werden mit einem Vermögenswert keine Zahlungsmittel generiert, die von anderen Vermögenswerten unabhängig sind, wird der Werthaltigkeitstest nicht auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert angehört. Unterschreitet der geschätzte erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nutzungswert eines Vermögenswertes wird entweder unabhängig oder auf Ebene einer Zahlungsmittel generierenden Einheit durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme des Vermögenswertes erfasst. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Gründe für den Wertminderungsaufwand nicht mehr vorliegen, wird der Konzern prüfen, ob die Wertminderung ganz oder teilweise aufzulösen ist, wobei eine Zuschreibung bis maximal zum ursprünglichen Buchwert zulässig ist.
Ertragsteuern und latente Steuern
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuernden Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die nicht steuerbar oder steuerlich nicht abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.
Latente Steuern werden auf die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode (Asset and Liability Method) gebildet. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die im Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich Geltung haben werden.
Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, für welches die abzugsfähigen temporären Differenzen, ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge und ungenutzten Steuergutschriften genutzt werden können.
Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge basiert auf einem Planungszeitraum von drei Jahren.
Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Verrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und sofern sich die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für das gleiche steuerbare Unternehmen oder für ein anderes steuerbares Unternehmen erhoben werden, wenn die Absicht besteht, die Salden auf Nettobasis auszugleichen.
Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung
Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.
Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:
| USD in EUR | USD in GBP | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stichtagskurs | 0,755 | 0,698 | 0,647 | 0,628 |
| Jahresdurchschnittskurs | 0,755 | 0,719 | 0,648 | 0,641 |
Finanzielle Verbindlichkeiten
Der artnet Konzern bewertet finanzielle Verbindlichkeiten mithilfe der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Bei der Effektivzinsmethode werden die fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit berechnet und der Zinsaufwand über die entsprechende Periode verteilt. Der effektive Zinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse beim erstmaligen Ansatz während der erwarteten Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit oder gegebenenfalls über einen kürzeren Zeitraum auf den Nettobuchwert abgezinst werden.
Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist. Sind die Auswirkungen erheblich, werden die Rückstellungen zum Barwert erfasst, indem die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst werden. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes. Im Konzernabschluss 2010 sind keine Rückstellungen ausgewiesen.
Leasing
Der Konzern als Leasingnehmer
Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltenen Vermögenswerte in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt, sofern dieser Wert niedriger ist. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Konzernbilanz als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst.
Die Mindestleasingzahlungen werden in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, so dass ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen.
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Gesamtergebnisrechnung als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Gleiches gilt für den Betrag aus erhaltenen, zusätzlichen Leistungen, um ein Operating-Leasingverhältnis abzuschließen.
Der Konzern als Leasinggeber
Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfasst.
Aufwendungen für die Altersvorsorge
Die Artnet Corp. bietet einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen von Section 401(k) des Internal Revenue Code erfüllt. Zahlungen der Artnet Corp. für diesen Plan werden als Aufwand erfasst.
Anteilsbasierte Vergütungen
Die artnet AG hat an Führungskräfte und bestimmte Mitarbeiter der Artnet Corp. Aktienoptionen auf die Aktien der artnet AG ausgegeben. Diese Aktienoptionen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet. Der zum Gewährungszeitpunkt ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich des Zeitwerts der zum Gewährungszeitpunkt erhaltenen Gegenleistungen wird über die Sperrfrist (vesting period) als Aufwand verteilt. Zugrunde gelegt wird die geschätzte Anzahl der Aktienoptionen, die unverfallbar werden. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand des Binomial-Modells ermittelt.
Eigene Aktien
Das Konzerneigenkapital wird offen um die Anschaffungskosten der von artnet gehaltenen eigenen Aktien gekürzt.
Für das Geschäftsjahr relevante neue und geänderte Standards und Interpretationen
Im Geschäftsjahr 2010 hat der Konzern keine Standards oder Interpretationen erstmalig angewendet, die zu Veränderungen geführt hätten.
Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2010 verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft:
| Standards (IFRS) bzw. Interpretationen (IFRIC) | In der EU verpflichtend anzuwenden | Verabschiedung durch die Europäische Kommission | |
|---|---|---|---|
| IFRS 1* | Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender | 1.1.2010 | 23.6.2010 |
| IFRS 2* | Anteilsbasierte Vergütungen | 1.1.2010 | 23.3.2010 |
| IFRS 3, IAS 27 | Unternehmenszusammenschlüsse und Konzern- und separate Einzelabschlüsse | 1.7.2009 | 3.6.2009 |
| IAS 39* | Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung –Geeignete Grundgeschäfte | 1.7.2009 | 3.6.2009 |
| Verschiedene | Verbesserungen der IFRS | 1.1.2010 | 23.3.2010 |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionen | 1.1.2010 | 25.3.2009 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 1.1.2010 | 22.7.2009 |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 1.7.2009 | 4.6.2009 |
| IFRIC 17 | Sachdividenden an Eigentümer | 1.11.2009 | 26.11.2009 |
| IFRIC 18 | Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden | 1.11.2009 | 27.11.2009 |
* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)
Noch nicht angewendete neue oder geänderte Standards und Interpretationen
Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen, die am 31. Dezember 2010 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU verabschiedet waren, fanden keine Anwendung. Sofern nicht anders angegeben, geht der Konzern derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.
| Standards (IFRS) bzw. Interpretationen (IFRIC) | In der EU verpflichtend anzuwenden | Verabschiedung durch die Europäische Kommission | |
|---|---|---|---|
| IAS 12* | Realisierung des Buchwerts eines spezifischen Vermögenswerts | 1.1.2012 | - |
| IAS 24* | Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen oder Personen | 1.1.2011 | 19.7.2010 |
| IAS 32* | Klassifizierung von Bezugsrechten | 2.1.2010 | 23.12.2009 |
| IFRS 1* | Ausgeprägte Hochinflation | - | |
| IFRS 7* | Verbesserte Angaben zu Finanzinstrumenten | 1.1.2011 | - |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 1.1.2013 | - |
| IFRS 1*/ IFRS 7 | Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7 | 7.1.2010 | 24.6.2010 |
| IFRS 8* / IAS 24 | Geschäftssegmente | 1.1.2011 | 19.7.2010 |
| IFRIC 14 | Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen | 1.1.2011 | 20.7.2010 |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente | 7.1.2010 | 23.7.2010 |
| Verschiedene | Verbesserungen der IFRS | 1.1.2011 | - |
* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)
Schätzungen
Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Website-Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauern der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
3 — ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und -äquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung bestehen zum 31. Dezember 2010 bzw. zum 31. Dezember 2009 in einer Höhe von EUR 12.247 bzw. EUR 13.883.
4 — FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Bruttoforderungen | 1.390.148 | 1.147.145 |
| abzüglich Wertberichtigungen auf Forderungen | (259.366) | (206.205) |
| Forderungen nach Wertberichtigungen | 1.130.782 | 940.940 |
Das durchschnittliche Zahlungsziel für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 28 Tage gegenüber 29 Tagen im Vorjahr. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Es liegt hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration des Ausfallrisikos vor, da der Konzern über einen breit diversifizierten Kundenstamm verfügt. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Forderungen untergliedert nach Fälligkeit:
| 31.12.2010 EURO |
31.12.2009 EURO |
|
|---|---|---|
| Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen | ||
| Fällig zwischen 0 und 60 Tagen | 907.854 | 728.635 |
| Restbuchwert wertberichtigter Forderungen | ||
| Fällig zwischen 61 und 90 Tagen | 86.401 | 89.915 |
| Fällig über 90 Tage | 136.527 | 122.390 |
| 222.928 | 212.305 | |
| Forderungen nach Wertberichtigungen | 1.130.782 | 940.940 |
Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als 60 Tage überfällig sind, werden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 60 Tage überfällig sind, werden auf Basis ihres Alters in Gruppen zusammengefasst und mit 10 % bis 90 % vom Nennbetrag wertberichtigt. Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahres | 206.205 | 183.977 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsjahr | 117.982 | 170.468 |
| Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen | (79.662) | (149.274) |
| Währungsunterschiede | 14.841 | 1.034 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 259.366 | 206.205 |
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lautet auf die folgenden Währungen:
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| USD | 997.528 | 793.183 |
| EUR | 278.604 | 248.284 |
| GBP | 114.016 | 105.678 |
| Bruttoforderungen | 1.390.148 | 1.147.145 |
5 — GELEISTETE ANZAHLUNGEN UND SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betreffen in erster Linie Ansprüche auf Vorsteuervergütung in Höhe von EUR 354.314 (2009: EUR 347.659) und geleistete Anzahlungen für Softwareverträge in Höhe von EUR 32.410 im Geschäftsjahr 2010 und EUR 33.884 im Vorjahr.
6 — SACHANLAGEN
Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 wie folgt:
| Computer und Hardware EUR |
Betriebs‐ und Geschäftsausstattung EUR |
Mietereinbauten EUR |
Summe EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 31. Dezember 2008 | 913.893 | 319.132 | 116.372 | 1.349.397 |
| Währungsunterschiede | (38.386) | (34.232) | (3.279) | (75.897) |
| Zugänge | 253.589 | 35.480 | 0 | 289.069 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 1.129.096 | 320.380 | 113.093 | 1.562.569 |
| Währungsunterschiede | 86.439 | 18.357 | 8.289 | 113.085 |
| Zugänge | 210.405 | 3.848 | 0 | 214.253 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 1.425.940 | 342.585 | 121.382 | 1.889.907 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 31. Dezember 2008 | 325.608 | 67.671 | 46.839 | 440.118 |
| Währungsunterschiede | (36.509) | (19.335) | (6.501) | (62.345) |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 270.520 | 41.916 | 29.197 | 341.633 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 559.619 | 90.252 | 69.535 | 719.406 |
| Währungsunterschiede | 32.754 | 5.988 | 5.473 | 44.215 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 346.557 | 45.392 | 23.626 | 415.575 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 938.930 | 141.632 | 98.634 | 1.179.196 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31. Dezember 2009 | 569.477 | 230.128 | 43.558 | 843.163 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 487.010 | 200.953 | 22.748 | 710.711 |
In der Kategorie Computer und Hardware enthalten sind Server, die der Konzern im Rahmen eines Finanzierungsleasings einsetzt. Der Buchwert beträgt EUR 248.702 (Vorjahr: EUR 218.271).
Der Abschreibungsaufwand der Sachanlagen ist in den Umsatzkosten berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2010 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von Sachanlagen.
7 — IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 wie folgt:
| Website- Entwicklungskosten EUR |
Software EUR |
Summe EUR |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungs‐/Herstellungskosten | |||
| Stand 31. Dezember 2008 | 2.010.799 | 355.988 | 2.366.787 |
| Währungsunterschiede | (56.549) | 7.815 | (48.734) |
| Zugänge | 265.236 | 62.844 | 328.080 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 2.219.486 | 426.647 | 2.646.133 |
| Währungsunterschiede | 181.801 | 34.777 | 216.578 |
| Zugänge | 11.672 | 90.896 | 102.568 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 2.412.959 | 552.320 | 2.965.279 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 31. Dezember 2008 | 1.012.111 | 312.760 | 1.324.871 |
| Währungsunterschiede | (29.699) | (2.396) | (32.095) |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 311.909 | 39.263 | 351.172 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 1.294.321 | 349.627 | 1.643.948 |
| Währungsunterschiede | 105.383 | 29.296 | 134.679 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 302.331 | 115.358 | 417.689 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 1.702.035 | 494.281 | 2.196.316 |
| Buchwerte | |||
| Stand 31. Dezember 2009 | 925.165 | 77.020 | 1.002.185 |
| Stand 31. Dezember 2010 | 710.924 | 58.039 | 768.963 |
Die Website-Entwicklungskosten, die 2010 als immaterielle Vermögenswerte aktiviert worden sind, betreffen hauptsächlich das neue Produkt artnet Market Analyst. Die Markteinführung des zurzeit noch in der Entwicklung befindlichen Produktes, ist für 2011 geplant. Bei artnet Market Analyst werden differenzierte statistische Methoden zu vergleichenden Indizes gebündelt. Die aktivierten Kosten für artnet Market Analyst belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 519.542 gegenüber EUR 469.580 im Vorjahr. Die internen Kosten (Gehälter) für dieses Projekt wurden in Höhe von EUR 11.672 (2009: EUR 93.696) aktiviert. Die Abschreibungen beginnen nach der Markteinführung des Projekts im Jahr 2011.
Der Abschreibungsaufwand für immaterielle Vermögenswerte ist in den Umsatzkosten enthalten. Zum 31. Dezember 2010 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten.
8 — ERTRAGSTEUERN UND LATENTE STEUERN
Ertragsteueraufwand/(-ertrag)
Der Ertragsteueraufwand/(-ertrag) setzt sich wie folgt zusammen:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | ||
| US-Körperschaftssteuer (Bund, Bundesstaat) und Ertragsteuern übriger einbezogener Unternehmen | 37.278 | 74.140 |
| Steuererstattung für Vorjahre | (275.126) | (123.435) |
| US-Quellensteuer auf Ausschüttungen | - | - |
| Summe laufende Ertragsteuern | (237.848) | (49.295) |
| Latente Steuern | ||
| aus steuerlichen Verlustvorträgen | (350.889) | 139.034 |
| austemporären Differenzen | 275.039 | (129.009) |
| (75.850) | 10.025 | |
| Gesamtsumme Ertragsteuern | (313.698) | (39.270) |
Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die Mindestkörperschaftssteuer zahlen.
Die Steuererstattung im Jahr 2009 betrifft die US-Quellensteuer auf Ausschüttungen der Artnet Corp. an die artnet AG in den Jahren 2007 und 2008. Im Berichtsjahr löste die artnet AG eine Ertragsteuerverbindlichkeit der Vorjahre sowie den damit im Zusammenhang stehenden Zinsanteil erfolgswirksam auf, was auf eine Entscheidung des Berliner Finanzgerichts zurückzuführen ist, den Bescheid für eine Steuernachzahlung aufgrund einer Betriebsprüfung des Veranlagungszeitraums 2001 bis 2004 nicht weiter zu verfolgen und aufzuheben.
Latente Steueransprüche
Zum Bilanzstichtag 2010 bestehen bei der Artnet Corp. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt EUR 21,9 Mio. (USD 29,0 Mio.), die zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen zur Verfügung stehen. Zum 31.12.2009 betrugen diese steuerlichen Verlustvorträge EUR 21,5 Mio. (USD 30,9 Mio.). Für die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. wurden im vorliegenden Konzernabschluss aktive latente Steuern in Höhe von EUR 1.087.741 (31.12.2009: EUR 681.462) erfasst. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 43 % (2009: 43 %), dem durchschnittlichen Körperschaftssteuersatz der Artnet Corp. Die Tochtergesellschaft hat in den vorangegangenen Geschäftsjahren positive steuerpflichtige Gewinne erzielt und bereits einen Teil ihrer steuerlichen Verlustvorträge genutzt. Die Berechnung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge beruht auf einem dreijährigen Planungszeitraum. Die steuerlichen Verlustvorträge können über einen Zeitraum von 20 Jahren genutzt werden. Die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen ab dem Jahr 2018 mit einem Betrag in Höhe von EUR 2,1 Mio. (USD 2,8 Mio.).
Die verbleibenden ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen sukzessive in den nachfolgenden Jahren.
Die artnet AG verfügt zur Verrechnung mit der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer über zusätzliche steuerliche Verlustvorträge in einer Gesamthöhe von EUR 28,7 Mio. (31.12.2009: EUR 28,7 Mio.). Aufgrund der derzeitigen Organisationsstruktur des artnet Konzerns können diese steuerlichen Verlustvorträge nach deutschem Steuerrecht nicht genutzt werden.
Insgesamt betreffen die aktiven latenten Steuern die folgenden Bilanzpositionen:
| Aktive latente Steuern 31.12.2010 EUR |
Aktive latente Steuern 31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 1.087.741 | 681.462 |
| Anlagevermögen | (173.574) | 148.805 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 122.261 | 89.428 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | 87.269 | 49.177 |
| 1.123.697 | 968.872 |
Steuersatzüberleitungsrechnung
In der nachfolgenden Darstellung wird der erwartete Ertragsteueraufwand/(-ertrag) auf den im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/(-ertrag) übergeleitet. Bei dem verwendeten Steuersatz von 43 % (2009: 43 %) handelt es sich um den durchschnittlichen Ertragsteuersatz der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp., da diese das steuerpflichtige Einkommen der Konzerngesellschaften erwirtschaftet.
| 2010 TEUR |
2009 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -161 | -506 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) –Steuersatz 43 % | -69 | -218 |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und sonstige Effekte | -76 | 11 |
| Periodenfremder Ertragsteueraufwand/(-ertrag) | -275 | -123 |
| Verringerung des laufenden Steueraufwands aufgrund der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in den USA | -445 | -318 |
| Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und Steuersatzdifferenzen | 551 | 609 |
| Ertragsteueraufwand/(-ertrag) laut Konzern- Gesamtergebnisrechnung | -314 | -39 |
9 — VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in der Regel offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Das durchschnittliche Zahlungsziel für Verbindlichkeiten beträgt 30 Tage. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns lautet auf die folgenden Währungen:
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| USD | 238.934 | 121.621 |
| EUR | 72.746 | 79.383 |
| GBP | 9.203 | 4.859 |
| Summe | 320.883 | 205.863 |
10 — ABGEGRENZTE SCHULDEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt:
| 31.12.2010 EUR |
31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Bonuszahlungen und Abfindungen | 435.290 | 422.185 |
| Ausstehende Rechnungen | 167.532 | 273.319 |
| Resturlaub | 120.124 | 96.833 |
| 401(k)-Zahlungen | 68.088 | 58.689 |
| Vertriebsprovisionen | 80.663 | 56.859 |
| Sonstiges | 110.573 | 120.566 |
| Summe | 982.270 | 1.028.451 |
11— VERBINDLICHKEITEN AUS FINANZIERUNGSLEASING
Im Dezember 2008, August und September 2009 sowie Juli 2010 schloss die Artnet Corp. Vereinbarungen über Finanzierungsleasing mit dreijähriger Laufzeit ab. Am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit besteht eine Kaufoption für die Artnet Corp. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen unter Verwendung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Abzinsungssatzes erfasst. Bei den geleasten Vermögenswerten handelt es sich um Server und sonstige Computerausrüstung. Die Überleitung von den Mindestleasingzahlungen zum Barwert ergibt sich wie folgt:
| 31.12.2010 | Summe | < 1 Jahr | > 1-3 Jahre |
|---|---|---|---|
| Verbindlichkeit (in EUR) | 248.702 | 151.823 | 96.879 |
| Zinsanteil (in EUR) | 22.148 | 14.378 | 7.770 |
| Summe (in EUR) | 270.850 | 166.201 | 104.649 |
| 31.12.2009 | Summe | < 1 Jahr | > 1-3 Jahr |
| Verbindlichkeit (in EUR) | 218.271 | 95.872 | 122.399 |
| Zinsanteil (in EUR) | 20.876 | 9.624 | 11.252 |
| Summe (in EUR) | 239.147 | 105.496 | 133.651 |
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
12 — UMSATZABGRENZUNG
Kunden leisten bei bestimmten Verträgen für die von artnet zu erbringenden Leistungen Vorauszahlungen. Die vorausgezahlten Beträge werden periodengerecht erst dann als Umsatzerlöse realisiert, wenn artnet die vereinbarte Leistung erbringt. Die Umsatzabgrenzung betrug 2010 EUR 1.244.607 gegenüber EUR 1.170.929 im Jahr 2009.
13 — EIGENKAPITAL
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Genehmigte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Eigene nennwertlose Stammaktien | 78.081 | 78.081 |
Sämtliche Aktien der artnet AG sind auf den Inhaber lautende Stammaktien, die keinen Anspruch auf fixe Vergütung der Inhaber begründen.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/1).
Aus dem genehmigten Kapital 2004/1 und dem genehmigten Kapital 2009/1 wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Stammaktien ausgegeben.
Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.
Bedingtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I).
Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.
Eigene Aktien
Am 31. Dezember 2010 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 ihrer eigenen Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 eigene Aktien bis max. 10 % des aktuellen Grundkapitals zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien auf keinen Fall 10 % des Grundkapitals übersteigen. Die Frist gilt nur für den Erwerb — nicht für den Besitz — der Aktien.
14 — MANAGEMENT DER KAPITALRISIKEN
Die Kapitalstruktur des artnet Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus den kurzfristigen Schulden aus dem laufenden Geschäftsverkehr und dem Eigenkapital zusammen. Das Eigenkapital ist den Aktionären der Muttergesellschaft zuzuordnen und besteht im Wesentlichen aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und dem erwirtschafteten kumulierten Konzernergebnis. Darüber hinaus hat die Artnet Corp. im Dezember 2010 und 2009 verschiedene Finanzierungsleasing-Verträge abgeschlossen, die über die nächsten drei Jahre zu bedienen sind. Die gesamte übrige Geschäftstätigkeit wird derzeit aus den bestehenden Bankguthaben und dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.
Fremdwährungs , Ausfall- und Liquiditätsrisiko
artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.
Abgesehen von den nachteiligen Währungsschwankungen ist der artnet Konzern derzeit keinen wesentlichen finanziellen Risiken ausgesetzt.
Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten.
artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.
Da der artnet Konzern keine wesentlichen verzinslichen Schulden hat und ihm Barmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen, ist der Konzern derzeit keinen wesentlichen Liquiditätsoder Zinsrisiken ausgesetzt.
Aufgrund der relativ geringen finanziellen Risiken hat artnet keine derivativen Finanzinstrumente genutzt, um diese Risiken zusätzlich abzusichern oder zu kontrollieren.
15 — FINANZINSTRUMENTE UND RISIKEN AUS FINANZINSTRUMENTEN
Kategorien von Finanzinstrumenten
Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie „Kredite und Forderungen” zugeordnet.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden gemäß IAS 17 zum Barwert erfasst.
Es wurden keine finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.
In den Berichtsperioden 2010 und 2009 hat der artnet Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente und deren Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Kategorien dargestellt:
| Buchwert 31.12.2010 EUR |
Zeitwert 31.12.2010 EUR |
Buchwert 31.12.2009 EUR |
Zeitwert 31.12.2009 EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Liquide Mittel | 2.697.852 | 2.697.852 | 2.190.931 | 2.190.931 |
| Kredite und Forderungen | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.130.782 | 1.130.782 | 940.940 | 940.940 |
| Forderungen gegen nahestehende Personen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Hinterlegte Mietsicherheiten | 225.224 | 225.224 | 208.194 | 208.194 |
| 1.356.006 | 1.356.006 | 1.149.134 | 1.149.134 | |
| 4.053.858 | 4.053.858 | 3.340.065 | 3.340.065 | |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 320.883 | 320.883 | 205.863 | 205.863 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 794.059 | 794.059 | 689.883 | 689.883 |
| 1.114.942 | 1.114.942 | 895.746 | 895.746 | |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 248.702 | 248.702 | 218.271 | 218.271 |
| 1.363.644 | 1.363.644 | 1.114.017 | 1.114.017 |
Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entspricht dem beizulegenden Zeitwert.
In der nachfolgenden Tabelle sind die Netto-Ergebnisse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:
| Netto-Ergebnis 2010 EUR |
Netto-Ergebnis 2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | -214.943 | -335.945 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -10.128 | -7.398 |
| Summe | -225.071 | -343.343 |
In den Netto-Ergebnissen enthalten sind Zinserträge und -aufwendungen, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen und Forderungsausbuchungen.
Ausfallrisiko
Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des artnet Konzerns.
Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag enthält Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen, die die Geschäftsführung vor allem auf Basis des Alters der Forderungen und des Zahlungsverhaltens der Kunden abschätzt.
Im artnet Konzern liegt keine wesentliche Konzentration des Ausfallrisikos vor, da sich sein Engagement auf eine große Anzahl von Kunden verteilt.
Liquiditätsrisiko und Zinsrisiko
Im artnet Konzern sind keine wesentlichen Liquiditäts- und Zinsrisiken vorhanden. Der Konzern verfügt lediglich über zinspflichtige Finanzierungsleasingverträge in Höhe von EUR 248.702 (2009: EUR 218.271). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten:
| 31.12.2010 | Buchwert 31.12.2010 |
Brutto-Cashflow Summe |
Brutto-Cashflow < 1 Jahr |
Brutto-Cashflow > 1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 1.114.942 | 1.114.942 | 1.114.942 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 248.702 | 270.850 | 166.201 | 104.649 |
| 31.12.2009 | Buchwert 31.12.2009 |
Brutto-Cashflow Summe |
Brutto-Cashflow < 1 Jahr |
Brutto-Cashflow > 1 Jahr |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 895.746 | 895.746 | 895.746 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 218.271 | 239.147 | 105.496 | 133.651 |
Marktrisiken — Fremdwährungsrisiko
Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt. Der artnet Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Rechnungen an seine europäischen Kunden — soweit möglich — in Euro fakturiert und diese Einzahlungen zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Neben dem US-Dollar/EuroWechselkursrisiko unterliegt der artnet Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die in anderen Währungen als US-Dollar denominiert waren, lauteten am Bilanzstichtag wie folgt:
| Fremdwährung | Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 885 | 757 | 73 | 79 |
| GBP | 281 | 266 | 9 | 5 |
Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10 %igen Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10 %igen Änderung der Wechselkurse an. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin, wenn der US-Dollar gegenüber der jeweils anderen Währung um 10 % ansteigt oder fällt.
| USD gegenüber | EUR 31.12.2010 TEUR |
EUR 31.12.2009 TEUR |
GBP 31.12.2010 TEUR |
GBP 31.12.2009 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| +10% | ||||
| Ergebnis | (40) | (27) | (22) | (22) |
| Eigenkapital | (34) | (35) | 0 | 0 |
| -10% | ||||
| Ergebnis | 49 | 33 | 27 | 27 |
| Eigenkapital | 42 | 43 | 0 | 0 |
16 — ANTEILSBASIERTE VERGÜTUNGEN
Aktienoptionsprogramm
Das bedingte Kapital 2009/1 dient als Grundlage für das ebenfalls von der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009) und umfasst 560.000 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an Mitarbeiter der artnet AG und verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsführung der mit der artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien für die Ausgabe an den Vorstand.
Im Jahr 2009 wurden an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2009 gewährt. Im Gegenzug erfolgte ein Verzicht auf sämtliche bisher eingeräumten Optionsrechte, die im Zusagezeitpunkt noch nicht verfallen waren. Sämtliche Optionen, über die von der Geschäftsführung und den Mitarbeitern ein Verzicht ausgesprochen wurde, waren im Zusagezeitpunkt der neuen Optionen bereits erdient.
Die Anzahl der ausstehenden Optionen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:
| 31. Dezember 2010 | 31. Dezember 2009 | |||
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Optionen | Gewichteter durchschnittlich er Ausübungspreis | Anzahl der Optionen | Gewichteter durchschnittlich er Ausübungspreis | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Am 1. Januar ausstehend | 193.907 | 4,66 | 280.750 | 3,79 |
| Gewährung | 130.000 | 5,13 | 193.907 | 4,66 |
| Verfall | (80.750) | 7,17 | ||
| Verzicht | (200.000) | 2,41 | ||
| Am 31. Dezember ausstehend | 323.907 | 4,85 | 193.907 | 4,66 |
| Davon ausübbar | 0 | - | 0 | - |
Die am 31. Dezember 2010 ausstehenden Optionen hatten eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 9,14 Jahren (31. Dezember 2009: 9,9 Jahre). Der Ausübungspreis für die im Geschäftsjahr ausgegebenen Optionen liegt bei EUR 5,13 gegenüber 4,66 im Jahr 2009. Von den 323.907 ausstehenden Optionen wurden der Geschäftsführung der Artnet Corp. 129.160 Optionen gewährt.
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde für den Tag der Optionsgewährung auf Basis des Binomial-Modells unter Zugrundelegung der folgenden Annahmen berechnet:
| Optionen | |||
|---|---|---|---|
| Gewährung 2010 |
Gewährung 2009 |
Verzicht 2009 |
|
| --- | --- | --- | --- |
| Anzahl der gewährten Optionen | 130.000 | 193.907 | 200.000 |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt (EUR) | 5,03 | 5,02 | 5,02 |
| Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) | 5,13 | 4,66 | 2,41 |
| Gewichtetes durchschnittliches Erfolgsziel (Aktienpreis in EUR) | 5,64 | 5,13 | 2,65 |
| Erwartete gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Optionen (Jahre) | 10,00 | 10,00 | 3,64 |
| Risikofreier Zinssatz (%) | 1,27 | 3,40 | 2,50 |
| Erwartete durchschnittliche Volatilität (%) | 55,00 | 70,00 | 70,00 |
| Erwartete Dividendenrendite (%) | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Zeitwert einer Option zum Gewährungs- oder Verzichtszeitpunkt (EUR) | 3,18 | 3,89 | 3,73 |
| Zeitwert der Optionen insgesamt (EUR) | 413.400 | 754.298 | 745.500 |
Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der Wochenschlusskurse (XETRA) der artnet-Aktie bestimmt. Für die in 2010 und 2009 begebenen Optionen entspricht die erwartete Laufzeit der vertraglichen Laufzeit der Optionen. Für die Optionen, für die in 2009 der Verzicht erklärt wurde, wurde die vertragliche Restlaufzeit angesetzt.
Der Ausübungspreis entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der artnet-Aktien während der letzten zehn Bankarbeitstage vor dem Gewährungszeitpunkt.
Die Optionen können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren beginnend mit dem Ablauf des Zuteilungstages und dann bis zum Ende ihrer Laufzeit ausgeübt werden; sie verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Bezugsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und nicht in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Ist das Erfolgsziel einmal erreicht, können die Optionen unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der artnet-Aktie während ihrer Laufzeit in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.
Der für aktienbasierte Vergütungen erfasste Aufwand im Geschäftsjahr 2010 beträgt EUR 104.337 und EUR 14.145 im Jahr 2009. Die Gesellschaft behandelt die Gewährung der Optionen im Jahr 2009 bei gleichzeitigem Verzicht der Mitarbeiter auf ihre bisherigen Optionen als sog. „Replacement”. Über die Wartezeit von zwei Jahren wird als Aufwand der Betrag verteilt, um den der Zeitwert der gewährten Optionen den Zeitwert der Optionen, auf die die Mitarbeiter verzichtet haben, übersteigt.
17 — PERSONALAUFWENDUNGEN
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:
| Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie | 2010 EUR |
2009 EUR |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 3.088.707 | 2.680.713 |
| Vertrieb und Marketing | 1.438.232 | 1.512.204 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.272.249 | 1.268.130 |
| Produktentwicklung | 1.035.373 | 969.446 |
| Summe Personalaufwendungen | 6.834.561 | 6.430.493 |
Die Personalkosten umfassen in den Geschäftsjahren 2010 bzw. 2009 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 739.017 bzw. EUR 711.220 sowie 401(k)-Aufwendungen in Höhe von EUR 68.848 bzw. EUR 62.010.
Am 31. Dezember 2010 hatte der Konzern 105 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 99 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2010 13 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 11 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern 13 freie Mitarbeiter, während es 2009 12 freie Mitarbeiter waren.
artnet beschäftigte 2010 und 2009 im Monatsdurchschnitt 105 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sind folgenden Aufwandskategorien zuzuordnen:
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 65 | 66 |
| Vertrieb und Marketing | 16 | 16 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 11 | 11 |
| Produktentwicklung | 13 | 12 |
| Summe | 105 | 105 |
18 — BEITRAGSORIENTIERTE ALTERSVORSORGEPLÄNE
Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitern einen Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Section 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeiter können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100 % ihres Jahreseinkommens einbringen. Die Artnet Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. Im Geschäftsjahr 2010 betrug der Zuschuss der Gesellschaft EUR 68.466 und im Vorjahr EUR 62.010.
19 — ERGEBNIS JE AKTIE
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Zähler (Ergebnis): | ||
| Konzernergebnis des Geschäftsjahres | 152.905 | (467.151) |
| Nenner (Anzahl der Aktien): | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen | 4.000 | 0 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 5.556.986 | 5.552.986 |
Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (EUR 4,85) ist geringer als der durchschnittliche Aktienkurs im Jahr 2010 (EUR 4,91). Folglich gibt es 4.000 verwässernde Aktien.
20 — SONSTIGE ANGABEN ZUR KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
Betriebsergebnis
Das ausgewiesene Betriebsergebnis ergibt sich nach Abzug der folgenden betrieblichen Aufwendungen:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Abschreibungen | 833.264 | 692.805 |
| Personalkosten | 6.834.561 | 6.430.493 |
Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 417.689 gegenüber EUR 351.172 im Vorjahr erfasst.
Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Teil der Umsatzkosten erfasst.
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Im Berichtsjahr erfasste der Konzern Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 97.449 und Mehrwertsteuerzahlungen in Höhe von EUR 129.483. Der Konzern erhielt darüber hinaus Lohnfortzahlungen vom Staat in Höhe von EUR 33.519. Im Jahr 2009 erfasste der Konzern Erträge aus Fremdwährungsdifferenzen in Höhe von EUR 30.692, die mit sonstigen betriebsfremden Aufwendungen in Höhe von EUR 207.686 aus der Abschreibung von Forderungen gegen nahestehende Personen saldiert ausgewiesen wurden.
Zinsertrag und Zinsaufwand
Zinsertrag sind die auf kurzfristige Baranlagen erwirtschafteten Zinsen. Im Berichtsjahr umfasst der Zinsertrag des Weiteren EUR 60.210 aufgrund der Auflösung des Zinsanteils einer in den Vorjahren gebildeten Ertragsteuerverbindlichkeit. Im Laufe des Jahres 2010 wurde der Konzern von einer deutschen Finanzbehörde in Kenntnis gesetzt, dass eine Steuerveranlagung für die Jahre 2001-2004 nicht weiter verfolgt und der Steuerbescheid aufgehoben werde. Der Konzern vereinnahmte daraufhin den Zinsertrag, der aufgrund der Auflösung der Verbindlichkeit angefallen war.
Der Zinsaufwand umfasst die für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing gezahlten Zinsen.
21 — SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Mit der Anwendung der IFRS 8 „Geschäftssegmente” überprüfte der artnet Konzern seine Geschäftsbereiche. Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet. Der Konzern hat die vier folgenden berichtspflichtigen Segmente definiert, die sich in Bezug auf ihre Produkte unterscheiden und getrennt geführt werden:
| • | Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien im Internet. |
| • | Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alert, artnet Market Reports und artnet Monografien. |
| • | Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung. |
| • | Das Segment artnet Advertising erstellt Banner und nationale sowie internationale Werbung zur Wiedergabe auf der Website. |
Das amerikanische, deutsche und französische Online-Magazin von artnet ist in erster Linie ein Marketing-Tool, das die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Ganzen unterstützt. Daher werden Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit den Magazinen den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns zugeordnet. Die mit den Online-Magazinen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Zeile „Vertrieb und Marketing” ausgewiesen.
Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten zugerechnet. Im 2. Quartal 2010 führte der Konzern eine Überprüfung der für jedes Produkt angewandten Kostenverteilungsmethode durch. Es wurde die Anwendung einer neuen Bezugsgröße beschlossen, die auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen gewichtet wird, im Gegensatz zu der bisher angewandten Verteilungsmethode, bei der nur die Mitarbeiterzahl berücksichtigt wurde. Die neue Kostenverteilungsmethode wurde zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit sowohl für 2009 als auch 2010 angewandt.
Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt.
| Periode zum 31. Dezember 2010 EURO |
artnet Galerien | artnet Price Database | artnet Auctions | artnet Advertising | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.176.402 | 4.987.215 | 1.951.202 | 1.557.762 | 13.672.581 |
| Umsatzkosten | 1.745.808 | 1.654.838 | 1.259.167 | 287,861 | 4.947.674 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.430.594 | 3.332.377 | 692.035 | 1.269.901 | 8.724.907 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | |||||
| Vertrieb und Marketing | 1.396.176 | 687.163 | 414.424 | 570.408 | 3.068.171 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.334.316 | 1.169.945 | 547.537 | 398.562 | 3.450.360 |
| Produktentwicklung | 713.019 | 653.860 | 549.394 | 212.980 | 2.129.253 |
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 39.448 | 36.176 | 16.930 | 11.783 | 104.337 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen Gesamt | 3.482.959 | 2.547.144 | 1.528.285 | 1.193.733 | 8.752.121 |
| Betriebsergebnis | (52.365) | 785.233 | (836.250) | 76.168 | (27.214) |
| Zinsergebnis und sonstige Erträge/Aufwendungen | (50.504) | (46.314) | (21.675) | (15.086) | (133.579) |
| Ergebnis vor Steuern | (102.869) | 738.919 | (857.925) | 61.082 | (160.793) |
| Periode zum 31. Dezember 2009 EURO |
artnet Galerien | artnet Price Database | artnet Auctions | artnet Advertising | Summe |
| Umsatzerlöse | 5.153.123 | 4.733.329 | 815,018 | 1.517.032 | 12.218.502 |
| Umsatzkosten | 1.731.779 | 1.714.809 | 891,081 | 280,091 | 4.617.760 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.421.344 | 3.018.520 | (76.063) | 1.236.941 | 7.600.742 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | |||||
| Vertrieb und Marketing | 1.348.724 | 756.056 | 484.732 | 383.225 | 2.972.737 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.362.931 | 1.167.825 | 355.258 | 407.109 | 3.293.123 |
| Produktentwicklung | 528.932 | 470.031 | 493.935 | 157.993 | 1.650.891 |
| Vergütungen aus Aktienoptionen | 5.756 | 5.114 | 1.556 | 1.719 | 14.145 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen Gesamt | 3.246.343 | 2.399.026 | 1.335.481 | 950.046 | 7.930.896 |
| Betriebsergebnis | 175.001 | 619.494 | (1.411.544) | 286.895 | (330.154) |
| Zinsergebnis und sonstige Erträge/Aufwendungen | (71.721) | (63.735) | (19.388) | (21.423) | (176.267) |
| Ergebnis vor Steuern | 103.280 | 555.759 | (1.430.932) | 265.472 | (506.421) |
In den einzelnen Segmenten sind im Wesentlichen die nachfolgenden nicht zahlungswirksamen Aufwendungen enthalten:
artnet hatte weitere nicht liquiditätswirksame Aufwendungen in Höhe von EUR 104.337 in 2010 und EUR 14.145 in 2009 für Vergütungen aus dem Aktienoptionsplan.
| Periode zum 31.12.2010 EURO |
artnet Galerien | artnet Price Database | artnet Auctions | artnet Advertising | Summe |
|---|---|---|---|---|---|
| Abschreibungen | 315.045 | 288.906 | 135.208 | 94.105 | 833.264 |
| Wertberichtigungen auf und Ausbuchungen von Forderungen | 44.607 | 40.906 | 19.144 | 13.325 | 117.982 |
| EURO | |||||
| Periode zum 31.12.2009 EURO |
artnet Galerien | artnet Price Database | artnet Auctions | artnet Advertising | Summe |
| Abschreibungen | 272.549 | 232.644 | 81.405 | 106.207 | 692.805 |
| Wertberichtigungen auf und Ausbuchungen von Forderungen | 148.766 | 126.984 | 44.433 | 57.972 | 378.155 |
22 — Umsatz nach geografischen Regionen
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Corp. repräsentiert.
Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse des Konzerns nach geografischen Märkten:
| Umsatzerlöse | 2010 EUR |
2009 EUR |
|---|---|---|
| USA | 8.062.606 | 7.016.713 |
| Europa | 4.566.475 | 4.308.548 |
| Asien, Südamerika, Australien, Kanada | 1.043.500 | 893.241 |
| Summe | 13.672.581 | 12.218.502 |
Vermögenswerte nach geografischen Regionen
Die folgende Tabelle gliedert die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns sowie die Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu den immateriellen Vermögenswerten nach den geografischen Regionen, in denen sich die Vermögenswerte befinden.
| Buchwerte des Vermögens | Zugänge Anlagevermögen | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2010 Konsolidiert | 31.12.2009 Konsolidiert | 2010 Konsolidiert | 2009 Konsolidiert | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| USA | 6.461.173 | 5.915.649 | 294.563 | 549.555 |
| Deutschland | 478.237 | 496.014 | 16.156 | 66.930 |
| Großbritannien | 31.047 | 18.819 | 0 | 0 |
| Frankreich | 140.531 | 143.495 | 6.102 | 664 |
| Summe | 7.110.988 | 6.573.977 | 316.821 | 617.149 |
Die Segmentergebnisse und -verbindlichkeiten des Konzerns lassen sich den geografischen Regionen nicht aussagekräftig zuordnen.
Von den planmäßigen Abschreibungen der Konzerngesellschaften entfallen EUR 778.353 (2009: EUR 633.074) auf das Anlagevermögen des Konzerns in den USA, EUR 5.523 (2009: EUR 5.682) auf das Anlagevermögen in Frankreich und EUR 49.388 (2009: EUR 54.049) auf das Anlagevermögen in Deutschland.
23 — OPERATING-LEASINGVEREINBARUNGEN UND ANDERE VERPFLICHTUNGEN
Die Artnet Corp. hat ihre Büroräume in New York im Rahmen unkündbarer Mietverträge (Operating-Leasing) mit einer Laufzeit bis zum 31. März 2012 angemietet. Ab 1. Januar 2009 hat die Artnet Corp. Teile ihrer Büroräume an einen Untermieter ebenfalls bis zum 31. März 2012 untervermietet. Für die Büroräume in Berlin hat die artnet AG einen Mietvertrag mit einer unkündbaren Grundmietzeit bis zum 30. November 2013 geschlossen. Seit dem 15. Juni 2008 mietet artnet France SARL Büroräume in Paris an. Der Mietvertrag ist frühestens nach drei Jahren kündbar. Für die Büroräume in Berlin und Paris hat der Konzern die Option zur Verlängerung der Mietverträge um bis zu sechs Jahre. artnet UK Limited mietet sein Büro in London im Rahmen eines jederzeit kurzfristig kündbaren Mietvertrages an. Aus den bestehenden Mietvereinbarungen ergeben sich in den folgenden Geschäftsjahren die nachstehenden erwarteten Mindestmietzahlungen:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Mietzahlungen | ||
| bis 1 Jahr | 579.633 | 431.387 |
| 2 bis 5 Jahre | 237.187 | 551.296 |
| 816.820 | 982.683 | |
| Erlöse aus Untervermietung | ||
| bis 1 Jahr | 65.536 | 60.740 |
| 2 bis 5 Jahre | 16.841 | 78.470 |
| 82.377 | 139.210 | |
| 734.443 | 843.473 |
Der Mietaufwand des Konzerns, saldiert mit den Erlösen aus Untervermietung, belief sich im Berichtsjahr auf EUR 570.894 und im Vorjahr auf EUR 535.066. Die Erlöse aus Untervermietung betrugen 2010 EUR 59.249 und 2009 EUR 51.497.
24 — HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Die Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der artnet AG und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 55.000 (inklusive Spesen und Auslagen) und im Vorjahr auf EUR 48.200. Außerdem wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 für Steuerberatungsleistungen des Abschlussprüfers EUR 5.275 bzw. EUR 12.600 und für sonstige Leistungen EUR 16.150 bzw. 22.200 in Rechnung gestellt. Alle Honorare wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 als Aufwand erfasst.
25 — BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäftsvorfälle zwischen der artnet AG und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahestehende Unternehmen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in diesem Anhang nicht näher erläutert. Alle Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen oder Personen erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Vorstand
Herr Hans Neuendorf ist Alleinvorstand der artnet AG und Mitglied des Board of Directors der Artnet Corp.
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| Fixum | 356.250 | 330.000 |
| Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) | 8.302 | 8.248 |
| Fixe Vergütungskomponenten | 364.552 | 338.248 |
| Bonus (variable Vergütung) | 155.000 | 190.000 |
| Summe | 519.552 | 528.248 |
Herr Neuendorf bzw. Unternehmen, die sich unter seiner Kontrolle befinden, sind Eigentümer von 1.461.635 Aktien der artnet AG.
Die Galerie Neuendorf AG hat über die Plattform artnet Auctions Kunstwerke verkauft und Verkäuferkommissionen an die Artnet Corp. in Höhe von EUR 1.397 im Berichtsjahr und EUR 990 im Vorjahr gezahlt.
Aufsichtsrat
John D. Hushon, Naples/Florida, Vorsitzender
Dr. Christian Dohm, München, Stellvertretender Vorsitzender
Hannes von Goesseln, Berlin (neues Mitglied zum 21. April 2009)
Klaus-Jochen Schaeffer, Hamburg (zum 8. April 2009 ausgeschiedenes Mitglied)
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 Vergütungen in folgender Höhe gezahlt:
| 2010 EUR |
2009 EUR |
|
|---|---|---|
| John D. Hushon | 40.000 | 33.750 |
| Dr. Christian Dohm | 30.000 | 25.313 |
| Hannes von Goesseln | 20.000 | 12.656 |
| Klaus-Jochen Schaeffer | 0 | 4.219 |
| 90.000 | 75.938 |
Herr Hushon hält 49.054 Aktien der artnet AG, Herr von Goesseln hält 6.220 Aktien der artnet AG.
Herr von Goesseln kaufte über die Plattform artnet Auctions Kunstwerke und zahlte im Jahr 2010 Käuferkommissionen in Höhe EUR 490 an die Artnet Corp.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Aufsichtsrates der artnet AG Anwendung finden. Darüber hinaus erläutert der Bericht Höhe sowie Struktur der an die Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Vergütung. Der Vergütungsbericht ist im Corporate Governance-Bericht enthalten, der Gegenstand dieses Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2010 ist.
Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen
Jacob Papst, eine Herrn Neuendorf nahestehende Person, arbeitet als Leiter der Informationstechnologie für die Artnet Corp. und erhielt im Geschäftsjahr 2010 ein Gehalt in Höhe von EUR 219.868 und im Jahr 2009 von EUR 169.182. Darüber hinaus wurden ihm am 10. Juni 2010 40.000 Aktienoptionen gewährt. Der Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung belief sich auf EUR 127.200. Der Aufwand in Zusammenhang mit Aktienoptionen belief sich 2010 auf EUR 29.371 und wird in der Zeile „Vergütungen aus Aktienoptionen” erfasst.
Frau Caroline Neuendorf wurden 2010 und 2009 Provisionen für den Verkauf von artnet Monografien in Höhe von EUR 3.200 bzw. EUR 800 gezahlt.
Von der artnet AG, artnet France sarl und artnet UK Ltd. an die Artnet Corp. zu zahlende Verbindlichkeiten beliefen sich auf EUR 1.283.650, EUR 48.884 bzw. EUR 1.732. Diese konzerninternen Verbindlichkeiten werden bei der Konsolidierung eliminiert.
26 — SCHÄTZUNGEN UND ERMESSENSAUSÜBUNGEN IM RAHMEN DER RECHNUNGSLEGUNG
Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss das Management Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen erfolgen nach bestem Wissen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Insbesondere die folgenden Bilanzierungsmethoden sind von Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung wesentlich betroffen:
Aktive latente Steuern
Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für die Erfassung latenter Steueransprüche hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u.a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen latenten Steueransprüche könnten sich verringern, falls die Einschätzung der voraussichtlichen steuerlichen Gewinne gesenkt werden müsste.
Aktivierung der Website-Entwicklungskosten
Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig Umsatzerlöse erzielen werden. Hierzu gehören Beratungshonorare und Gehälter. Die Umsatzprognosen für diese neuen Produkte beruhen auf den besten Schätzungen der Geschäftsführung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.
27 — MITTEILUNGEN NACH § 21 WpHG
Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 26 Abs. 1 WpHG am 8. März 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am B. März 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und er zu diesem Zeitpunkt 3,02 % (170.000 Stimmrechte) der gesamten Stimmrechte hielt.
Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 6. April 2010 1.150 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,8325 gekauft hat.
Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 1. April 2010 1.070 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,813 gekauft hat.
Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 6. Mai 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 3. Mai 2010 1.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,9526 gekauft hat.
Die Schaeffer Immobilien GmbH, Hamburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 1. Juni 2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27. Mai 2010 die Schwelle von 10 der Stimmrechte unterschritten hat und sie zu diesem Zeitpunkt 8,52 % (480.000 Stimmrechte) der gesamten Stimmrechte (5.631.067) hielt.
Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 19. Juli 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 15. Juli 2010 1.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 5,0726 gekauft hat.
28 — WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.
29 — ERKLÄRUNG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX NACH § 161 AktG
30. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.
Berlin, 18. März 2011
Der Vorstand
Hans Neuendorf
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Zu dem als Anlagen 1 bis 5 beigefügten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie zum Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2010 (Anlage 6) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:
Wir haben den von der artnet AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, 21. März 2011
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer
Elmar Meier, Wirtschaftsprüfer
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER
„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet Konzerns beschrieben sind.”
Berlin, den 23. März 2011
Der Vorstand
Hans Neuendorf
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2011 durch den Aufsichtsrat gebilligt.
6. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat haben in einem Umlaufbeschluss vom 21. und 22. Dezember 2010 die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:
„Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG,
| ― | dass den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex” in der Fassung vom 26. Mai 2010 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 2. Juli 2010 - grundsätzlich entsprochen wird. Nicht angewandt werden die folgenden Empfehlungen: |
| 1. | Ziffer 3.8 Abs. 3 „ln einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.” Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen. |
| 2. | Ziffer 4.2.1 Satz 1 „Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben.” Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Board der Tochtergesellschaft ArtNet Worldwide Corp. in New York, die innerhalb des Konzerns für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Angesichts des relativ geringeren Geschäftsführungsaufwandes bei der artnet AG und zur Vermeidung unnötiger Kosten sieht die Gesellschaft zurzeit keine Veranlassung zur Erweiterung ihres Vorstandes. |
| 3. | Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 „Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden.” Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen den Aufsichtsrat in seiner Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstandsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden. |
| 4. | Ziffer 5.1.3 „Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben.” Der Aufsichtsrat der artnet AG besteht aus nur drei Mitgliedern. Aufgrund der bisherigen Erfahrung aus der Zusammenarbeit ist eine Geschäftsordnung nicht erforderlich. |
| 5. | Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Ziffern die Bildung von Ausschüssen, eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses. Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen. |
| 6. | Ziffer 5.4.1 Abs. 2 „Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation ... eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ... berücksichtigen.” Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden. |
| 7. | Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 1: „Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten.” Die Satzung der artnet AG sieht eine erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach umfassender Diskussion zu der Ansicht gelangt, dass eine erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates mit den Aufgaben des Aufsichtsrates, die primär in der Überwachung des Vorstands liegen, nicht vereinbar sind. |
| ― | dass den Empfehlungen der Regierungskommission „Deutscher Corporate Governance Kodex” in der Fassung vom 8. Juni 2009 - bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 - seit der letzten Entsprechenserklärung vom 30. April 2010 grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 2 Satz 2, 4.2.1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3, 5.4.6 Abs. 2 S. 1 und 7.1.2 S. 4. |
Berlin, den 30 Dezember 2010
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat”
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat, der im Berichtsjahr keine Ausschüsse gebildet hat, hat im Berichtsjahr die nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung überwacht. Im Jahr 2010 hielt der Aufsichtsrat am 19. Februar, am 24. März, am 25. März, am 29. April, am 14. Juli und am 9. September Sitzungen ab. Er erhielt vom Vorstand während des ganzen Jahres regelmäßig ausführliche Informationen in schriftlichen und mündlichen Berichten über Lage, Geschäftsverlauf sowie über Strategie und wichtige Maßnahmen. Quartals- und Halbjahresberichte wurden mit dem Vorstand erörtert. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Geschäftspolitik hat der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsrat beraten.
In der Sitzung vom 19. Februar 2010, die in den Geschäftsräumen der Artnet Worldwide Corp. stattgefunden hat, hat sich der Aufsichtsrat ausführlich über den Stand des Segments artnet Auctions unterrichten lassen. Ferner hat der Aufsichtsrat sich mit der gegenwärtigen und zukünftigen geschäftlichen Entwicklung der artnet-Gruppe, insbesondere mit der cash flow-Entwicklung, befasst; alle Segmente wurden beleuchtet. Diskutiert wurde die Methode. Daneben beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Preisstrategie und dem ggf. aufgrund der guten Entwicklung der artnet Auctions entstehenden Bedarf an mehr Büroflächen in New York.
In der Sitzung vom 24. März 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Festsetzung des Bonus für Herrn Neuendorf für das Geschäftsjahr 2009. Der Beschlussfassung lag ein Gutachten zugrunde, das Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Auftrag der artnet AG erstellt hatte. Während der Sitzung waren Vertreter von Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft telefonisch zugeschaltet. Unter Zugrundlegung der Ergebnisse, die sich aus dem Gutachten ergaben, hat der Aufsichtsrat den Bonus für Herrn Neuendorf für das Geschäftsjahr 2009 festgesetzt.
In der Sitzung am 25. März 2010 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss für die artnet AG zum 31. Dezember 2009, dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 und der Verabschiedung des Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009. Außerdem verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Neuendorf zum Vorstand der artnet AG um drei Jahre bis zum Ablauf des 31. März 2013.
In der Sitzung am 29. April 2010 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem (im Anhang geänderten) Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 sowie der Verabschiedung des geänderten Berichts des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 und der geänderten Entsprechenserklärung nach § 161 AktG.
Der Aufsichtsrat hat in Umlaufbeschlüssen vom 20. und 21. Mai 2010 den neuen Vorstandsanstellungsvertrag verabschiedet und der Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 zugestimmt.
In der Sitzung vom 14. Juli 2010 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung der Geschäftslage und diskutierte den Entwurf einer neu gefassten Geschäftsordnung für den Vorstand.
In der Sitzung 9. September 2010 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der gegenwärtigen und zukünftigen geschäftlichen Entwicklung befasst. Besonderes Augenmerk wurde auf das Segment artnet Auctions, die Preisstrategie, die Entwicklung des artnet Magazins und die Zwischenbilanz der artnetGruppe auf den 31. August 2010 und die Entwicklung des Cash flow gelegt. Schließlich verabschiedete der Aufsichtsrat die neu gefasste Geschäftsordnung für den Vorstand. Diese Sitzung hat in den Geschäftsräumen der Artnet Worldwide Corp. stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch mit den für die Teilbereiche artnet Auctions, artnet Gallery Network, artnet Price Database, Werbung sowie IT zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ausführliche Gespräche geführt.
Der Aufsichtsrat hat sich mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Aufsichtsrat hat zusammen mit dem Vorstand in einem Umlaufbeschluss vom 21. und 22. Dezember 2010 beschlossen, die den Aktionären auf der Internetseite der artnet AG am 30. Dezember 2010 dauerhaft zugänglich gemachte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abzugeben.
Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2010 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS der artnet AG wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt, und erteilen jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu den geprüften Abschlüssen.
Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss für die artnet AG zum 31. Dezember 2010 sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2010 wurden zusammen mit den Lageberichten dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Abschlussprüfer haben nach Abschluss ihrer Prüfung an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die Ergebnisse ihrer Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Konzernabschluss der artnet AG sowie die zugehörigen Lageberichte geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artnet AG in der von der Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüften Fassung durch Beschluss vom 23. März 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde vom Aufsichtsrat durch Beschluss vom 23. März 2011 ebenfalls gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.
Naples, den 23. März 2011
John Hushon, Vorsitzender des Aufsichtsrats