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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2017

May 4, 2017

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Interim / Quarterly Report

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FINANZBERICHT 1. QUARTAL 2017

Kennzahlen im Überblick

ANDRITZ-GRUPPE 02
Geschäftsbereiche 03

Lagebericht 04

Geschäftsbereiche

HYDRO 13
PULP & PAPER 15
METALS 17
SEPARATION 19

Konzernabschluss der ANDRITZ-GRUPPE

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 20
Konzerngesamtergebnisrechnung 21
Konzernbilanz 22
Konzern-Cashflow-Statement 23
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 24

Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 25 Aktie 26 Glossar 28

KENNZAHLEN DER ANDRITZ-GRUPPE

Einheit Q1 2017 Q1 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 1.560,0 1.247,4 +25,1% 5.568,8
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 6.974,2 7.147,6 -2,4% 6.789,2
Umsatz MEUR 1.386,2 1.285,6 +7,8% 6.039,0
Umsatzrendite % 6,3 5,8 - 6,4
EBITDA MEUR 120,7 106,7 +13,1% 542,4
EBITA1) MEUR 97,4 83,9 +16,1% 442,1
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) MEUR 86,9 74,2 +17,1% 385,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 90,3 74,9 +20,6% 398,4
Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 63,1 52,6 +20,0% 274,8
Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) MEUR 63,0 52,5 +20,0% 274,6
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit MEUR 147,7 167,5 -11,8% 366,6
Investitionen MEUR 29,0 16,5 +75,8% 119,5
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 25.247 24.195 +4,3% 25.162
Langfristige Vermögenswerte MEUR 1.900,9 1.772,4 +7,3% 1.913,7
Kurzfristige Vermögenswerte MEUR 4.333,8 3.960,7 +9,4% 4.284,9
Summe Eigenkapital MEUR 1.255,9 1.100,6 +14,1% 1.344,2
Langfristige Schulden MEUR 1.292,0 1.260,5 +2,5% 1.306,1
Kurzfristige Schulden MEUR 3.686,8 3.372,0 +9,3% 3.548,3
Bilanzsumme MEUR 6.234,7 5.733,1 +8,7% 6.198,6
Eigenkapitalquote % 20,1 19,2 - 21,7
Eigenkapitalrentabilität % 7,2 6,8 - 29,6
Gesamtkapitalrentabilität % 1,4 1,3 - 6,2
Bruttoliquidität MEUR 1.613,0 1.574,7 +2,4% 1.507,1
Nettoliquidität MEUR 1.061,0 1.107,0 -4,2% 945,3
Nettoverschuldung MEUR -666,9 -724,3 +7,9% -550,2
Nettoumlaufvermögen MEUR -254,1 -401,2 +36,7% -215,8
Capital employed MEUR 729,7 492,0 +48,3% 772,2
Verschuldungsgrad % -53,1 -65,8 +19,3% -40,9
EBITDA-Marge % 8,7 8,3 - 9,0
EBITA-Marge % 7,0 6,5 - 7,3
EBIT-Marge % 6,3 5,8 - 6,4
Konzernergebnis/Umsatz % 4,6 4,1 - 4,6
Abschreibungen/Umsatz % 2,4 2,5 - 2,4

1) Die Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte betragen 10.432 TEUR (Q1 2016: 9.751 TEUR; 2016: 41.913 TEUR); der Wertminderungsaufwand der Firmenwerte beträgt 0 TEUR (Q1 2016: 0 TEUR; 2016: 14.379 TEUR).

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro, TEUR = Tausend Euro.

KENNZAHLEN DER GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO

2016
1.500,3
3.269,6
1.752,4
167,2
9,5
127,6
7,3
7.260

PULP & PAPER

Einheit Q1 2017 Q1 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 653,3 545,6 +19,7% 1.919,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.979,4 2.044,8 -3,2% 1.803,3
Umsatz MEUR 508,7 457,6 +11,2% 2.094,4
EBITDA MEUR 52,6 46,4 +13,4% 207,7
EBITDA-Marge % 10,3 10,1 - 9,9
EBITA MEUR 46,3 40,2 +15,2% 182,2
EBITA-Marge % 9,1 8,8 - 8,7
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.672 7.516 +2,1% 7.522

METALS

Einheit Q1 2017 Q1 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 442,7 299,3 +47,9% 1.551,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.423,6 1.291,3 +10,2% 1.369,0
Umsatz MEUR 397,5 333,0 +19,4% 1.598,4
EBITDA MEUR 31,0 23,9 +29,7% 141,7
EBITDA-Marge % 7,8 7,2 - 8,9
EBITA MEUR 23,2 17,3 +34,1% 115,2
EBITA-Marge % 5,8 5,2 - 7,2
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 7.517 6.158 +22,1% 7.608

SEPARATION

Einheit Q1 2017 Q1 2016 +/- 2016
Auftragseingang MEUR 154,5 150,5 +2,7% 597,5
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 386,9 370,9 +4,3% 347,3
Umsatz MEUR 124,1 127,1 -2,4% 593,8
EBITDA MEUR 8,0 4,9 +63,3% 25,8
EBITDA-Marge % 6,4 3,9 - 4,3
EBITA MEUR 5,8 2,7 +114,8% 17,1
EBITA-Marge % 4,7 2,1 - 2,9
Mitarbeiter (per ultimo, ohne Lehrlinge) - 2.788 2.735 +1,9% 2.772

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt verzeichneten im ersten Quartal 2017 eine differenzierte Entwicklung. Während die USA im Berichtszeitraum weiter ein solides Wirtschaftswachstum aufwiesen und Europas Wirtschaft Anzeichen einer weiteren leichten Belebung zeigte, blieben die wirtschaftlichen Aktivitäten in den relevanten aufstrebenden Ländern auf einem vergleichsweise mäßigen Niveau.

In den USA setzte sich das solide Wirtschaftswachstum des Vorjahrs unverändert fort. Getrieben durch den unverändert starken Privatkonsum, der rund 70% zum Bruttosozialprodukt beiträgt, erreichte die Arbeitslosenquote einen Wert von rund 4,5%. Aufgrund dieses anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwungs hat die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) – wie erwartet – Mitte März den Leitzinssatz um 0,25%-Punkte auf eine Spanne von 0,75%-1,0% angehoben.

Die Wirtschaft in Europa verzeichnete im Berichtszeitraum einen Aufschwung, insbesondere Deutschland und Frankreich zeigten ein starkes Wirtschaftswachstum. Aufgrund eines soliden Arbeitsmarkts, robusten Exports und reger Bautätigkeit erwartet die EU-Kommission für 2017 ein Wachstum in allen EU-Ländern und einen Anstieg des Bruttosozialprodukts um 1,8% für Europa. Die Teuerung ist zwar ölpreisbedingt auf 2,0% gestiegen, die Kerninflation verharrte jedoch bei knapp unter 1,0%. Aus diesem Grund hat die EZB den Leitzins wie erwartet auf dem Rekordtief von 0,0% belassen.

Das Wachstum in den wichtigsten aufstrebenden Ländern blieb im Berichtszeitraum weiterhin auf einem mäßigen Niveau. Chinas Wirtschaft startete durchwachsen in das neue Jahr. Während die Produktion in den Industriebetrieben und die Investitionen seit Jahresbeginn besser als erwartet ausfielen, enttäuschte der Einzelhandelsumsatz. China peilt für das Jahr 2017 ein Wirtschaftswachstum von 6,5% an, was weiterhin deutlich unter dem Wachstum in den Boomjahren liegt.

Brasilien steckt unverändert in der schwersten Rezession seit den 1930er Jahren. Angesichts der Konjunkturflaute senkte die brasilianische Notenbank im abgelaufenen Quartal den Leitzinssatz deutlich. Brasiliens Regierung plant die Rezession mit einem massiven Investitions- und Privatisierungsprogramm zu bekämpfen. Russlands Wirtschaft befindet sich nach Jahren der Rezession langsam wieder im Aufwind, allerdings von einem sehr tiefen Niveau ausgehend.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

MARKTENTWICKLUNG

HYDRO

Die weltweite Investitions- und Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen für Wasserkraftwerke blieb auch im ersten Quartal 2017 unverändert auf verhaltenem Niveau – selektiv wurden einige Projekte in Europa und Asien vergeben. Bedingt durch die anhaltend schwierigen Marktbedingungen, die von niedrigen Strom- und Energiepreisen geprägt sind, wurden viele Modernisierungs- und Rehabilitationsprojekte, vor allem in Europa, bis auf Weiteres verschoben. In den Emerging Markets, insbesondere in Asien, Afrika und Südamerika, befinden sich einige neue Wasserkraftwerksprojekte in der Planungsphase. Im Bereich Pumpen wurde eine zufriedenstellende Projektaktivität verzeichnet.

PULP & PAPER

Der internationale Zellstoffmarkt entwickelte sich im ersten Quartal 2017 positiv. Getrieben durch eine insgesamt steigende Zellstoffnachfrage – vor allem von chinesischen Papierproduzenten – bei gleichzeitig stabilem Angebot stieg der Preis für Kurzfaserzellstoff (Eukalyptus) von rund 650 US-Dollar je Tonne per Ende Dezember 2016 auf rund 720 US-Dollar je Tonne per ultimo März 2017. Der Preis für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) erhöhte sich ebenfalls leicht von rund 810 US-Dollar je Tonne per Ende Dezember 2016 auf rund 830 US-Dollar je Tonne per ultimo März 2017. Der Markt für Zellstoffausrüstungen verzeichnete im Berichtszeitraum eine insgesamt zufriedenstellende Projektaktivität, vor allem für Modernisierungen bestehender Zellstoffwerke.

METALS

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie (Marktsegment Schuler) wurde im ersten Quartal 2017 eine insgesamt zufriedenstellende Projekt- und Investitionsaktivität verzeichnet; es gab einige wichtige Auftragsvergaben durch internationale Automobilzulieferer. Ebenfalls erfreulich entwickelte sich die Projekt- und Investitionsaktivität am von Yadon bedienten Marktsegment der chinesischen Automobilzulieferindustrie.

Die Projektaktivität für Ausrüstungen zur Herstellung und Verarbeitung von Bändern aus Edelstahl und Kohlenstoffstahl zeigte im Berichtszeitraum eine leichte Erholung im Vergleich zum sehr niedrigen Niveau der letzten Jahre. Haupttreiber für Investitionen in neue Anlagen – allen voran in Asien und Nordamerika – waren die steigenden Rohstoffpreise. Die Projekt- und Investitionstätigkeit im Bereich Aluminium verbesserte sich ebenfalls leicht. Das Wettbewerbsumfeld in der Stahlindustrie bleibt jedoch weiterhin herausfordernd.

SEPARATION

Die Investitions- und Projektaktivität am weltweiten Markt für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung blieb im Berichtsquartal unverändert gegenüber 2016. Während die Projekttätigkeit in den Bereichen Umwelt und Bergbau zufriedenstellend war, blieb die Nachfrage aus der Lebensmittelindustrie und der chemischen Industrie weiterhin gering. In der Futtermittelindustrie war die Projektaktivität für herkömmliches Tierfutter und Spezialtierfutter unverändert solide.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im ersten Quartal 2017 betrug 1.386,2 MEUR und lag damit um 7,8% über dem niedrigen Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 1.285,6 MEUR). Während der Umsatz in den Geschäftsbereichen HYDRO und SEPARATION im Jahresvergleich leicht rückläufig war, verzeichneten der Geschäftsbereich METALS, vor allem durch die beiden Akquisitionen Yadon und AWEBA, die im Vorjahresquartal nicht enthalten waren und im Berichtsquartal gut 40 MEUR zum Umsatz beitrugen, sowie PULP & PAPER deutliche Umsatzanstiege. Die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche im Überblick:

Einheit Q1 2017 Q1 2016 +/-
HYDRO MEUR 355,9 367,9 -3,3%
PULP & PAPER MEUR 508,7 457,6 +11,2%
METALS MEUR 397,5 333,0 +19,4%
SEPARATION MEUR 124,1 127,1 -2,4%

A B C D E F Umsatz nach Regionen Q1 2017 in % (Q1 2016) A B C D E F 37 21 14 12 12 4 (37) (22) (10) (12) (14) (5) Europa Nordamerika China Asien (ohne China) Südamerika Afrika, Australien

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

Q1 2017 Q1 2016
ANDRITZ-GRUPPE 34 34
HYDRO 28 28
PULP & PAPER 41 42
METALS 24 23
SEPARATION 53 51

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe entwickelte sich im ersten Quartal 2017 erfreulich und lag mit 1.560,0 MEUR um 25,1% über dem sehr niedrigen Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 1.247,4 MEUR). Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: In einem weiterhin relativ schwierigen Marktumfeld erhöhte sich der Auftragseingang auf 309,5 MEUR, was einen Anstieg von 22,8% gegenüber dem sehr niedrigen Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 252,0 MEUR) bedeutet.
  • PULP & PAPER: Der Auftragseingang entwickelte sich sowohl im Bereich Neuanlagen als auch im Bereich Service zufriedenstellend und betrug im Berichtzeitraum 653,3 MEUR. Dies ist ein Anstieg von 19,7% im Vergleich zum Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 545,6 MEUR), der einen Großauftrag enthalten hatte.
  • METALS: Mit 442,7 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang ebenfalls erfreulich (+47,9% versus Q1 2016: 299,3 MEUR). Sowohl im Bereich Metallumformung (Marktsegment Schuler) als auch im Bereich Metals Processing konnte der Auftragseingang im Jahresvergleich deutlich gesteigert werden. Die beiden Akquisitionen Yadon und AWEBA, die im Vorjahresvergleichsquartal nicht enthalten waren, trugen gut 50 MEUR zum Auftragseingang im Berichtsquartal bei.
  • SEPARATION: Der Auftragseingang lag mit 154,5 MEUR praktisch auf dem Vorjahresniveau (+2,7% versus Q1 2016: 150,5 MEUR).

ANDRITZ–Finanzbericht Q1 2017 Lagebericht

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2017 betrug 6.974,2 MEUR (+2,7% versus 31. Dezember 2016: 6.789,2 MEUR).

Ergebnis

Das Ergebnis der Gruppe entwickelte sich im ersten Quartal 2017 erfreulich. Mit 97,4 MEUR lag das EBITA um 16,1% über dem Vorjahresvergleichsquartal (Q1 2016: 83,9 MEUR) und stieg damit stärker als der Umsatz an. Die Rentabilität (EBITA-Marge) erhöhte sich auf 7,0% (Q1 2016: 6,5%). Diese positive Entwicklung ist vor allem auf die Geschäftsbereiche PULP & PAPER, METALS und SEPARATION zurückzuführen, die im Jahresvergleich eine Steigerung der Rentabilität erzielten.

Die Entwicklung nach Geschäftsbereichen:

  • Im Geschäftsbereich HYDRO führte der Umsatzrückgang zu einer leicht rückläufigen Ergebnis- und Rentabilitätsentwicklung – die EBITA-Marge lag mit 6,2% etwas unter dem Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 6,4%).
  • Im Geschäftsbereich PULP & PAPER erhöhte sich das Ergebnis etwas stärker als der Umsatz, wodurch die Rentabilität auf 9,1% anstieg und leicht über dem hohen Vorjahresvergleichswert (Q1 2016: 8,8%) lag. Erfreulich entwickelte sich die Rentabilität im Bereich Neuanlagen.
  • Die EBITA-Marge im Geschäftsbereich METALS stieg auf 5,8% (Q1 2016: 5,2%) an, was in erster Linie auf eine deutliche Verbesserung der Rentabilität im Bereich Metals Processing zurückzuführen ist.
  • Im Geschäftsbereich SEPARATION stieg die EBITA-Marge auf 4,7% (Q1 2016: 2,1%) an.

Das Finanzergebnis erhöhte sich deutlich auf 3,4 MEUR (Q1 2016: 0,7 MEUR). Dieser starke Anstieg resultiert vor allem aus einer Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses, das sich durch die stichtagsbezogene Bewertung von konzerninternen Darlehen und Bankguthaben in Fremdwährung gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum deutlich erhöhte.

Das Konzernergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) betrug 63,1 MEUR (+20,0% versus Q1 2016: 52,6 MEUR), wovon 63,0 MEUR (Q1 2016: 52,5 MEUR) auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft und 0,1 MEUR (Q1 2016: 0,0 MEUR) auf nicht beherrschende Anteile entfielen.

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 31. März 2017 war unverändert solide. Die Bilanzsumme betrug 6.234,7 MEUR (31. Dezember 2016: 6.198,6 MEUR), die Eigenkapitalquote 20,1% (31. Dezember 2016: 21,7%).

Die Bruttoliquidität per 31. März 2017 betrug 1.613,0 MEUR (per ultimo 2016: 1.507,1 MEUR), die Nettoliquidität lag bei 1.061,0 MEUR (per ultimo 2016: 945,3 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Liquidität standen der ANDRITZ-GRUPPE per 31. März 2017 folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 270 MEUR, davon 183 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 6.314 MEUR, davon 3.193 MEUR ausgenutzt

ANDRITZ–Finanzbericht Q1 2017 Lagebericht

Aktiva
A B C
A L a n g f r i s t i g e s V e r m ö g e n : 3 0 % 1.900,9 MEUR
B Sonstiges kurzfristiges Vermögen: 45% 2.785,8 MEUR
C Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens: 25% 1.548,0 MEUR
Passiva
A
B
C D
A Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile: 20% 1.255,9 MEUR
B Finanzverbindlichkeiten: 9% 565,4 MEUR
C Sonstige langfristige Schulden: 13% 813,7 MEUR
D Sonstige kurzfristige Schulden: 58% 3.599,7 MEUR

Mitarbeiter

ANDRITZ beschäftigte per 31. März 2017 25.247 Mitarbeiter (31. Dezember 2016: 25.162 Mitarbeiter).

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs

Allgemeine Risiken

Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Das von der ANDRITZ-GRUPPE schon seit vielen Jahren durchgeführte aktive Risikomanagement dient sowohl der langfristigen Sicherung des Unternehmensbestands als auch der Wertsteigerung und stellt somit auch einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die gesamte Gruppe dar. Im Sinne einer wertorientierten Unternehmensführung ist Risikomanagement integrierter Bestandteil der Geschäftsprozesse und erstreckt sich über sämtliche strategische und operative Ebenen.

ANDRITZ verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem (IKS), dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dieses System stellt ein wichtiges Element in der aktiven Unternehmenssteuerung dar. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme effektiv genug sind.

Eine detaillierte Darstellung möglicher Unternehmensrisiken sowie Informationen zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem können dem ANDRITZ-Finanzbericht 2016 entnommen werden.

Aktuelle Risiken

Die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und in einzelnen Emerging Markets) stellt ein ernst zu nehmendes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sind derzeit nicht abschätzbar, könnten aber laut Markt- und Wirtschaftsexperten das Wirtschaftswachstum in Europa und weltweit beeinträchtigen. Sollte sich das Wirtschaftswachstum in Europa als Folge des Austritts Großbritanniens deutlich verringern, so könnte dies einen negativen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE haben, da Europa mit durchschnittlich 35 bis 40% Anteil am Gesamtumsatz die wichtigste Wirtschaftsregion für die ANDRITZ-GRUPPE darstellt. Das direkte Geschäftsvolumen der ANDRITZ-GRUPPE in Großbritannien ist jedoch als sehr gering einzustufen.

Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der Trump-Administration auf die Weltwirtschaft sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschätzbar. ANDRITZ verfügt in den USA über eine starke lokale Präsenz mit über 20 Produktions- und Servicestandorten und mehr als 1.700 Mitarbeitern. Alle vier Geschäftsbereiche sind in den USA vertreten. Aus heutiger Sicht sollten die Auswirkungen auf ANDRITZ daher gering sein. Wenn jedoch weitere regulatorische Maßnahmen durch die Trump-Administration erfolgen, die nicht-amerikanische Unternehmen negativ betreffen, dann könnten die Auswirkungen auf ANDRITZ doch groß sein.

Die anhaltende Schwäche der wirtschaftlichen Entwicklung in Brasilien, China und Russland kann sich negativ in einzelnen Geschäftsbereichen und in weiterer Folge auf die Geschäftsentwicklung der Gruppe auswirken.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von Devisentermingeschäften und Swaps weitgehend abgesichert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Die Veränderung des Euro gegenüber vielen anderen Währungen könnte sich umrechnungsbedingt sowohl positiv als auch negativ auf das Eigenkapital sowie die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken (Translationseffekt).

INFORMATION GEMÄSS § 87 (4) BÖRSEGESETZ

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

AUSBLICK

Wirtschaftsexperten erwarten für die kommenden Monate eine anhaltend positive Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Weltwirtschaft befindet sich weiter auf einem langsamen Erholungspfad. Im Jahr 2017 soll die Weltwirtschaft um rund 3,3% wachsen.

Die Aussichten für die ANDRITZ-Geschäftsbereiche sind im Vergleich zum Vorquartal im Wesentlichen unverändert. Im Geschäftsbereich HYDRO ist mit einem anhaltend schwierigen Umfeld zu rechnen. Viele Modernisierungsprojekte, vor allem in Europa, sind aufgrund der unverändert niedrigen Stromgroßhandelspreise nach wie vor verschoben oder vorübergehend gestoppt. Einige größere neue Wasserkraftwerksprojekte, vor allem in Südostasien und Afrika, sind zwar in Planung, jedoch ist die Vergabe dieser Projekte erst mittel- bis langfristig zu erwarten. Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wird – trotz etwas schwächerer Projektaktivität in Südamerika – mit einem insgesamt soliden Marktumfeld gerechnet. Auch im Geschäftsbereich METALS wird eine unverändert zufriedenstellende Projektaktivität erwartet. Im Geschäftsbereich SEPARATION ist von einer unverändert moderaten Marktentwicklung auszugehen.

Auf Basis der aktuellen Geschäftsergebnisse erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2017 aus heutiger Sicht eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung mit einem gegenüber dem Vorjahr zumindest gleichbleibenden Umsatz und gleichbleibender Rentabilität.

Sollte sich in den kommenden Monaten die globale Weltwirtschaft jedoch entgegen den allgemeinen Erwartungen eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von ANDRITZ zu rechnen. Dies könnte organisatorische und kapazitive Anpassungen sowie möglicherweise daraus entstehende finanzielle Vorsorgen notwendig machen, die das Ergebnis der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinträchtigen könnten.

HYDRO

WICHTIGE EREIGNISSE

Der für das Wasserkraftwerk Kashang, Indien, gelieferte dritte 65-MW-Pelton-Maschinensatz wurde erfolgreich in Betrieb genommen. ANDRITZ HYDRO lieferte im Jahr 2015 bereits zwei 65-MW-Pelton-Maschinensätze. Die Errichtung des Wasserkraftwerks wurde von der Asian Development Bank finanziert. Zukünftig wird das Wasserkraftwerk Kashang 294 GWh erneuerbare Energie in das indische Stromnetz einspeisen.

In der Schweiz wurde die Teilmodernisierung der Francis-Maschinensätze 3 und 4 im Wasserkraftwerk Mühleberg erfolgreich abgeschlossen. Das Wasserkraftwerk liefert nun wieder Strom für 30.000 Schweizer Haushalte.

Für das unterirdische 800-MW-Pumpspeicherkraftwerk Shisanling, China, erneuerte und modernisierte ANDRITZ HYDRO Teile des Generators und der dazugehörigen Ausrüstung.

In einer Rekordzeit von nur 33 Monaten wurden die beiden 145-MW-Francis-Maschinensätze im Wasserkraftwerk Xekaman 1, Demokratische Volksrepublik Laos, erfolgreich in Betrieb genommen. Ein Großteil der erzeugten elektrischen Energie wird direkt nach Vietnam exportiert, um dort den wachsenden Strombedarf zu decken.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ HYDRO erhielt von der staatlichen Versorgungsgesellschaft Ukrhydroenergo, Ukraine, den Auftrag für die Modernisierung des Wasserkraftwerks Dnipro 1 am Fluss Dnjepr. Das Projekt ist Teil des Erneuerungsprogramms, das von der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD, European Bank of Reconstruction & Development) finanziert wird. Der Lieferumfang von ANDRITZ HYDRO beinhaltet die komplette Erneuerung von drei 75-MW-Francis-Maschinensätzen und Generatoren. Dnipro 1 war das erste Wasserkraftwerk am Fluss Dnjepr und wurde zwischen 1927 und 1932 errichtet. Die Modernisierung wird die Leistung der Gesamtanlage um 17% erhöhen und die Verlässlichkeit und Sicherheit der Anlage wesentlich verbessern. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2021 geplant.

Kalehan Genc Enerji Üretim A.S., erteilte ANDRITZ HYDRO als Teil eines Konsortiums den Auftrag für die Lieferung, Montage und Inbetriebnahme von drei 186-MVA-Generatoren im neuen Wasserkraftwerk Lower Kaleköy, Türkei. Das Kraftwerk ist Teil der privat finanzierten Wasserkraftwerkskaskade entlang des Flusses Murat in der Osttürkei, wobei das Wasserkraftwerk Beyhan-1 bereits in Betrieb ist und sich das Wasserkraftwerk Upper Kaleköy gerade in Bau befindet. Mit einer Gesamtleistung von 500 MW wird das Projekt eine wichtige Stütze des türkischen Energienetzes sein und jährlich 1.200 GWh an elektrischer Energie bereitstellen. Die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks ist bis März 2020 geplant.

Efacec, Portugal, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Lieferung und Inbetriebnahme der gesamten Ausrüstung für vier Compact-Axial-Turbinen (CAT) im Wasserkraftwerk Luachimo, Angola. Neben dem bestehenden Kraftwerksgebäude wird ein neues Krafthaus errichtet, das zukünftig die gesamte Energiebereitstellung übernimmt. Das bestehende Krafthaus wird danach stillgelegt. Die Gesamtleistung des Wasserkraftwerks wird damit von 10 auf ca. 36 MW – also um fast das Vierfache – erhöht. Der Start des kommerziellen Betriebs ist für das erste Halbjahr 2019 geplant.

ANDRITZ HYDRO erhielt von der Energie Steiermark, Österreich, den Auftrag zur Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für das neue Wasserkraftwerk in Graz-Puntigam. ANDRITZ HYDRO wird zwei Rohrturbinen (Leistung: 2 x 9 MW), Generatoren sowie die Zusatzausrüstung liefern. Das neue Murkraftwerk wird über Fischaufstiegshilfen verfügen und saubere, erneuerbare Energie für rund 20.000 Haushalte liefern. Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2019 geplant.

Für die Kleinwasserkraftwerke Ranney Falls, Kanada, und Nam Ban 3, Vietnam, liefert der Geschäftsbereich jeweils die gesamte elektromechanische Ausrüstung.

ANDRITZ HYDRO erhielt vom chilenischen Energieunternehmen Colbún S.A. den Modernisierungsauftrag für zwei Absperrklappen des Wasserkraftwerks Colbún.

Fiji Electricity Authority, Fiji, beauftragte ANDRITZ HYDRO mit der Erneuerung und Modernisierung von vier Maschinensätzen im Wasserkraftwerk Wailoa.

Für Xi'an Yongpeng Machinery, Vietnam, wurde der Geschäftsbereich mit der Lieferung von zehn Pumpen (Vertical Line Shaft Pumps) beauftragt.

PULP & PAPER

WICHTIGE EREIGNISSE

OKI Pulp & Paper Mills, Indonesien, nahm den neuen ANDRITZ-HERB-Rückgewinnungskessel sowie einen Holzplatz mit neun Hackschnitzellinien in Betrieb. Mit einer Tagesleistung von 11.600 Tonnen Trockensubstanz verfeuerter Schwarzlauge ist die Kapazität der Anlage rund 50% höher als die größten weltweit derzeit in Betrieb befindlichen Rückgewinnungskessel.

Riikinvoima Oy, Finnland, setzte das erste Müllheizkraftwerk mit zirkulierendem Wirbelschichtkessel (CFB) in Varkaus in Betrieb. In Stockholm, Schweden, nahm Fortum Värme AB die größte Biomassekesselanlage des Landes in Betrieb. Beide Kesselanlagen sind mit neuesten ANDRITZ-Technologien und innovativen Konstruktionsmerkmalen ausgestattet.

Hengan Group, China, setzte die zwölfte ANDRITZ-Tissuemaschine im Werk Chongqing in Betrieb. Der Lieferumfang umfasste die komplette Stoffaufbereitung sowie die Automatisierung. Ebenfalls in China nahm Stora Enso Packaging eine komplette Holzverarbeitungslinie für die neue Holzstofffabrik und die Kartonmaschine im Werk Beihai in Betrieb.

Akinal Sentetik Tekstil, Türkei, nahm eine komplette, von ANDRITZ gelieferte WetlaceTM-Linie in Betrieb. Diese ist die erste Produktionslinie von Akinal für die neue Generation spülbarer Vliesstoffe namens BioFlush®, die wasserlöslich und biologisch abbaubar sind. Damit erschließt das Unternehmen neue Märkte.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Nine Dragons Paper (Holdings) Ltd. bestellte insgesamt fünf zirkulierende Wirbelschichtkessel (Powerfluid) zur Verwertung innerbetrieblicher Reststoffe an den Standorten in Taicang, Quanzhou, Dongguan, Yongxin und Chongqing in China. Zur thermischen Verwertung gelangen ausschließlich Abfälle aus der Altpapieraufbereitung (Rejekte, Schlämme), wobei der daraus erzeugte Hochdruckdampf zur Stromerzeugung bzw. zur Versorgung der Papierfabriken von Nine Dragons mit Prozessdampf verwendet wird. Die Lieferung erfolgt auf EPS-Basis.

ANDRITZ wurde von Sun Paper Holding Lao Co. Ltd. mit der Lieferung wichtiger Produktionstechnologien und Ausrüstungen für ein neues Zellstoffwerk in der Stadt Xepon, Demokratische Volksrepublik Laos, beauftragt. Die Inbetriebnahme ist für Mitte 2018 geplant. Die positiven Erfahrungen aus früheren gemeinsamen Projekten sowie auch die modernen Technologien von ANDRITZ, die für sicheren Betrieb und hohe Verfügbarkeit des Zellstoffwerks sorgen, waren die Hauptgründe für Sun Paper, ANDRITZ als Lieferanten wichtiger Technologien für das neue Zellstoffwerk auszuwählen. Die beiden Unternehmen sind seit vielen Jahrzehnten Geschäftspartner.

Sappi, Südafrika, beauftragte ANDRITZ mit der Modernisierung des Drehrohrofens und der Rekaustifizierungsanlage im Werk Ndogwana.

ANDRITZ wurde von Burgo Avezzano, Italien, mit dem Umbau der PM2, einer Papiermaschine für Druck- und weißes Schreibpapier, sowie des Konstantteils in eine moderne Papiermaschine für braunes Verpackungspapier beauftragt. Zusätzlich wird ANDRITZ eine neue Stoffaufbereitung liefern. Nach dem vollständigen Umbau wird die PM2 eine Jahresproduktion von über 200.000 Tonnen bei einer Auslegungsgeschwindigkeit von 1.200 m/min sowie einer Papierbreite am Roller von 5.340 mm aufweisen.

Von Södra Cell, Schweden, wurde der Geschäftsbereich mit dem Umbau des Drehrohrofens auf die moderne LimeFlash-Technologie beauftragt. Diese Modernisierung wird die Kapazität erhöhen und die Staubemissionen senken.

Billerud Körsnäs, Schweden, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Modernisierung der Braunstoffwäsche in der Faserlinie. Der Lieferumfang umfasst einen neuen DD-Wäscher, vier Mittelkonsistenzpumpen (MC) und eine Faserschneckenpresse.

Im Bereich MDF erhielt der Geschäftsbereich Aufträge zur Lieferung neuer Druckzerfaserungsanlagen von Zhangzhou Zhongfu New Material, China, Jiangsu Ranxin Wood Industry, China sowie von S.P.B. Panel Industries, Thailand.

METALS

WICHTIGE EREIGNISSE

Daimler, Deutschland, nahm zwei Laser-Platinenschneidanlagen von Schuler am Standort Kuppenheim erfolgreich in Betrieb. Die beiden Linien, die für die Serienproduktion der Kompaktfahrzeuge vorgesehen sind, lassen sich per Knopfdruck auf einen anderen Zuschnitt umstellen. Die Programmierung der Konturen erfolgt offline und lässt sich zur Ausbringungsoptimierung simulieren.

Outokumpu Stainless Oy, Finnland, bestätigte den erfolgreichen Austausch einer Beize für Mischsäure im Werk Tornio. Die von ANDRITZ METALS gelieferten Ausrüstungen bestanden den Verfügbarkeitstestlauf mit einer Fehlerquote von 0,0%.

Der Outokumpu-Konzern, Finnland, optimierte das Produktionsportfolio einzelner Standorte im Rahmen des großen NIFO-Flex-Projekts. Als Teil dieses Projekts wurde die ehemalige, von ANDRITZ METALS gelieferte WL2 (Glüh- und Beizlinie) in Krefeld, Deutschland, zu einer BL1600-Beizlinie umgebaut. Der Lieferumfang umfasste das komplette mechanische Bandtransportsystem, die Modernisierung einiger bestehender Maschinen, die neue Beizsektion, Elektrik und Automatisierung sowie die Montage und Inbetriebnahme.

Der Geschäftsbereich erhielt von International Steels Ltd., Pakistan, die Abnahme für die Säurerückgewinnungsanlage. Diese Anlage ist die erste, die mit der neuen ECOmode-Technologie ausgestattet ist, welche die Anlagenkapazität erhöht und den Energiebedarf um bis zu 25% verringert. Der Lieferumfang umfasste auch Hardware-Komponenten sowie zusätzliche Instrumentierung. Die Gesamtkostenersparnis wird von ANDRITZ METALS und dem Kunden gemeinsam überwacht und für die Dauer von fünf Jahren geteilt. Ein eigenständiges Automatisierungssystem mit aufwändigem Prozessmodell ermöglicht es dem Kunden, sämtliche Prozessparameter zu regeln und auch die Energieeffizienz zu maximieren.

Chung Hung Steel Corporation, Taiwan, unterschrieb das Abnahmeprotokoll für die Modernisierung einer Streckrichtanlage in Kaohsiung. ANDRITZ METALS ersetzte erfolgreich die 30 Jahre alte Steuerung sowie die komplette Verkabelung. Die Modernisierung führte zu einer erhöhten und stabilen Produktion, vollständiger Kontrolle über die Produktionsparameter und integriertem Management der Produktqualität.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Von einem nordamerikanischen Automobilzulieferer erhielt Schuler einen Großauftrag zur Lieferung von insgesamt 15 Monoblock- und Zuganker-Pressen. Die Anlagen mit einer Presskraft von 4.000 bis 20.000 Kilonewton werden an Standorten in den USA und Mexiko zum Einsatz kommen.

Schuler erhielt mehrere Aufträge zur Lieferung von Schmiedepressen nach China. Vier Anlagen mit einer Presskraft zwischen 8.000 und 20.000 Kilonewton wurden von einem Automobilzulieferer bestellt. Eine weitere Anlage (Presskraft: 20.000 Kilonewton) sowie eine Spindelpresse wurden von zwei Unternehmen aus der Schmiede-Industrie bestellt.

Ein US-amerikanischer Automobilhersteller orderte eine optische Zentrierstation mit Zeilenkamera. Diese erkennt die genaue Lage einer Platine, während sie darunter hindurchläuft. Basierend auf dieser Information kann der nachfolgende Zentrierroboter den Blechzuschnitt für die anschließende Umformung in einer Presse optimal ausrichten.

ANDRITZ wurde vom Stahlproduzenten Nucor beauftragt, schlüsselfertige Produktionslinien für den neuen Kaltwalzwerkskomplex für Spezialprodukte im Stahlblechwerk in Hickman, Arkansas, USA, zu liefern. Das 650.000- Tonnen-Expansionsprojekt wird Nucor Steel Hickmans Produktion von Spezialstählen der dritten Generation – einschließlich neuer hochfester Stähle sowie hocheffizienter Elektrostähle – erhöhen. Der Lieferumfang von ANDRITZ METALS umfasst eine Hochleistungs-Schubbeize mit Liniengeschwindigkeiten von bis zu 200 m/min zum Beizen von warmgewalztem Kohlenstoffstahl. Der Auftrag beinhaltet neben der kompletten von ANDRITZ gelieferten Elektrik und Automatisierung auch eine fortschrittliche ANDRITZ-Multi-Rollenrichtmaschine für hochwirksame Formkorrektur sowie ein leistungsstarkes ANDRITZ-4-high-Dressierwalzwerk. Der Auftrag beinhaltet darüber hinaus ein Kaltwalzwerk mit ANDRITZ-S6-high-Technologie sowie ein Temperwalzwerk im 4-high-Design inklusive Reduktionsmodus, welches auch für den zukünftigen S6-high-Modus vorbereitet ist. Die Inbetriebnahme der Anlage ist für das zweite Halbjahr 2018 vorgesehen.

ArcelorMittal Tailored Blank Americas, USA, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung eines vollautomatischen Ablations- und Schweißsystems des Typs Soublate bzw. Soutrac für das neue Werk nahe Detroit. Die hergestellten Platinen werden für warmgestanzte Türrahmenringe mit AlSi-Beschichtung für amerikanische und japanische Autos eingesetzt, die zukünftig in den USA gefertigt werden. Diese Technologie setzt neue Maßstäbe für andere Hersteller, die sich mit der Konstruktion und Entwicklung einer neuen Generation von Karosserien beschäftigen, um den neuen Vorschriften bezüglich Crashverhalten und CO2-Emissionen gerecht zu werden.

RIZHAO Baohua New Material Co., China, beauftragte ANDRITZ METALS mit der Lieferung einer dritten großen Säurerückgewinnungsanlage, nachdem die erste und zweite Anlage ihre ausgezeichneten Fähigkeiten bewiesen haben. Diese Systeme, jeweils mit einer Kapazität von 20 m³/h, sind die weltweit größten Sprühröstregenerationsanlagen für Salzsäure.

SEPARATION

WICHTIGE EREIGNISSE

ANDRITZ SEPARATION startete drei große Forschungs- und Entwicklungsprojekte: ein Dynamic Jet Cooker-System für leichter verdauliche Babynahrungsmittel, ein Schnellwechselsystem für die Messer eines Trommeltrockners, das zu Zeitersparnis beim Kunden führt, sowie eine ferngesteuerte, elektrische Spalteinstellung zur automatischen Einstellung für die Auftragswalzen eines Trommeltrockners.

ANDRITZ SEPARATION schloss ein Forschungsprojekt für schnelleren Filterkuchenaustrag ab. Diese Innovation reduziert die Austragszeit einer Filterpresse um bis zu 50% und erhöht die Kapazität.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Ein australischer Gold- und Kupferproduzent beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung einer Dekanterzentrifuge inklusive Maschinensteuerung und Ersatzteile. Die Herausforderung bestand darin, die Kapazität der Anlage durch die Erweiterung der Entwässerungsfähigkeit zu erhöhen, weil das bestehende System mit Hydrozyklonen und Vakuumbandfiltern nicht die erforderliche Menge an entwässertem Abraum für die Deponierung produzieren konnte.

Ein jordanischer Kaliproduzent, der Salz aus dem Toten Meer gewinnt, hat eine weitere Dekanterzentrifuge bestellt. Die langfristige Zusammenarbeit mit diesem Kunden erleichterte die gemeinsame, auf den bestehenden Maschinen basierende Prozessentwicklung, was zu erhöhter Kapazität, verlässlicherer Leistung und geringerem Wartungsaufwand führt.

Ein großer Produzent von Kokskohle und thermischer Kohle in Russland bestellte fünf Vakuumscheibenfilter und setzt damit das erfolgreiche Geschäftsverhältnis mit ANDRITZ fort. Der Kunde suchte eine Lösung mit niedrigerem Feuchtegehalt, höherem Durchsatz und geringerem Feststoffgehalt im Filtrat. Die neue Generation der ANDRITZ-Filter erfüllt all diese Kriterien und stellt sicher, dass keine marktfähigen Produkte im Filtrat verloren gehen und gleichzeitig die Kapazität erhöht wird.

Für einen Kunden in Brasilien wird der Geschäftsbereich zwei Vakuumbandfilter, Zusatzgeräte und Ersatzteile sowie die komplette Montage und Inbetriebnahme liefern. Die exklusive Vakuumkasten-Hebeeinrichtung, die eine kürzere Wartungszeit und verbesserte Phosphorsäurerückgewinnung gewährleistet, überzeugte den Kunden, sich für eine komplette Lösung von ANDRITZ SEPARATION zu entscheiden.

Mehrere Aufträge für Dekanter wurden aus Frankreich, China und den USA verbucht und unterstreichen somit den guten globalen Ruf von ANDRITZ bei Dekantern im Bereich kommunaler Abwasserbehandlung.

Ein Olivenölproduzent in Spanien bestellte zehn Separatoren. Entscheidende Gründe für die Auftragsvergabe an ANDRITZ waren die niedrigen Wartungskosten, die hohe Verlässlichkeit und die hervorragende Trennleistung. Mehrere Separatoren für Anwendungen in der Milchwirtschaft wurden in Italien und Großbritannien verkauft. Darüber hinaus wurde der erste Separator für die Pharmaindustrie in Indien verkauft. Ebenfalls in der Lebensmittelindustrie bestellte ein Stärkeproduzent aus Thailand vier Siphon-Schälzentrifugen für die Produktion modifizierter Tapiokastärke.

Mehrere Aufträge für Tier- und Fischfutterlinien sowie für Pelletierungs- und Extrusionsanlagen wurden für Kunden in Europa, Asien, Nord- und Südamerika verbucht. Im Bereich der Biomassepelletierung erhielt der Geschäftsbereich Aufträge von Kunden aus Asien und den USA.

KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNG

Für das erste Quartal 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2017 Q1 2016
Umsatz 1.386.222 1.285.636
Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 52.477 20.821
Aktivierte Eigenleistungen 2.428 731
1.441.127 1.307.188
Sonstige betriebliche Erträge 33.867 37.806
Materialaufwand -729.220 -642.709
Personalaufwand -426.762 -409.938
Sonstige betriebliche Aufwendungen -198.343 -185.647
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 120.669 106.700
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten
und Sachanlagen
-33.725 -32.546
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 86.944 74.154
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -323 -71
Zinserträge 10.604 8.779
Zinsaufwendungen -9.407 -7.777
Sonstiges Finanzergebnis 2.506 -181
Finanzergebnis 3.380 750
Ergebnis vor Steuern (EBT) 90.324 74.904
Ertragsteuern -27.224 -22.340
KONZERNERGEBNIS 63.100 52.564
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 62.960 52.539
Nicht beherrschende Anteile 140 25
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 102.060.216 102.137.551
Unverwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,62 0,51
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 93.936 0
Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 102.154.152 102.137.551
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 0,62 0,51

KONZERNGESAMTERGEBNIS-RECHNUNG

Für das erste Quartal 2017 (verkürzt, ungeprüft)

Q1 2017 Q1 2016
63.100 52.564
-1.455 -18.467
1.355 -3.591
658 2.921
0 0
558 -19.137
63.658 33.427
63.551 33.735
107 -308

KONZERNBILANZ

Zum 31. März 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) 31. März 2017 31. Dezember 2016
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 190.401 201.253
Geschäfts- oder Firmenwerte 562.733 563.427
Sachanlagen 793.353 786.688
Anteile an assoziierten Unternehmen 6.473 6.830
Sonstige Finanzanlagen 101.590 100.652
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.571 14.431
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 50.751 52.922
Aktive latente Steuern 184.016 187.528
Langfristige Vermögenswerte 1.900.888 1.913.731
Vorräte 800.368 736.889
Geleistete Anzahlungen 112.524 105.709
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 755.148 840.138
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und
Teilzahlungen übersteigen
670.198 726.307
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 381.842 404.402
Forderungen aus laufenden Steuern 35.597 35.557
Wertpapiere des Umlaufvermögens 118.337 110.796
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.429.635 1.296.336
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 30.207 28.723
Kurzfristige Vermögenswerte 4.333.856 4.284.857
SUMME AKTIVA 6.234.744 6.198.588
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 1.092.250 1.187.027
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital 1.232.726 1.327.503
Nicht beherrschende Anteile 23.177 16.728
Summe Eigenkapital 1.255.903 1.344.231
Anleihen 357.543 359.325
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 102.318 118.433
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 18.442 18.880
Rückstellungen 597.819 586.534
Sonstige Verbindlichkeiten 112.203 118.595
Passive latente Steuern
Langfristige Schulden
103.706
1.292.031
104.300
1.306.067
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 85.915 78.922
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 1.196 1.384
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 466.008 499.737
Erhaltene An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse
übersteigen
1.138.356 1.117.963
Erhaltene Anzahlungen 275.666 256.690
Rückstellungen 523.257 532.317
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 91.790 101.056
Sonstige Verbindlichkeiten 1.096.217 958.072
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 8.405 2.149
Kurzfristige Schulden 3.686.810 3.548.290
SUMME PASSIVA 6.234.744 6.198.588

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für das erste Quartal 2017 (ungeprüft)

(in TEUR) Q1 2017 Q1 2016
Ergebnis vor Steuern (EBT) 90.324 74.904
Zinsergebnis -1.197 -1.002
Abschreibungen, Wertminderungen sowie Wertaufholungen auf das Anlagevermögen 33.725 32.546
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 323 71
Veränderung der Rückstellungen 114 -10.532
Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen -155 -1.150
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 1.654 -3.382
Cashflow aus dem Ergebnis 124.788 91.455
Veränderung der Vorräte -69.078 -24.033
Veränderung der geleisteten Anzahlungen -7.528 4.215
Veränderung der Forderungen 84.096 57.299
Veränderung der Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für laufende Projekte, soweit sie dafür
erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
59.241 86.078
Veränderung der erhaltenen Anzahlungen 18.496 -29.906
Veränderung der Verbindlichkeiten -48.471 -129.028
Veränderung der erhaltenen An- und Teilzahlungen für laufende Projekte, soweit sie die dafür realisier
ten Umsatzerlöse übersteigen
19.559 136.235
Veränderung des Nettoumlaufvermögens 56.315 100.860
Erhaltene Zinsen 13.183 6.273
Gezahlte Zinsen -12.594 -6.576
Gezahlte Ertragsteuern -33.954 -24.514
CASHFLOW AUS BETRIEBLICHER TÄTIGKEIT 147.738 167.498
Einzahlungen aus Anlagenabgängen (inkl. Finanzanlagen) 1.263 1.660
Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -30.958 -20.329
Auszahlungen für Finanzanlagevermögen -111 -1.402
Einzahlungen aus Wertpapieren und anderen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 44.337 26.022
Auszahlungen für Wertpapiere und andere kurzfristige finanzielle Vermögenswerte -17.246 -16.581
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT -2.715 -10.630
Erwerb eigener Anleihen 0 -2.947
Zuflüsse aus sonstigen Finanzverbindlichkeiten 7.711 12.302
Rückzahlungen von sonstigen Finanzverbindlichkeiten -22.251 -10.126
Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen sowie Zahlungen an frühere Eigentümer -793 0
Dividendenzahlung an nicht beherrschende sowie frühere Anteilsinhaber -4 -490
Erwerb eigener Aktien 0 -10.723
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -15.337 -11.984
VERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 129.686 144.884
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.838 -5.683
Konsolidierungskreisbedingte Veränderungen von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten
279 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente der zur Veräußerung gehaltenen
Vermögenswerte
-1.504 0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 1.296.336 1.255.746
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 1.429.635 1.394.947

ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALS

Für das erste Quartal 2017 (ungeprüft)

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ERKLÄRUNG GEMÄSS § 87 BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten drei Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen neun Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, Mai 2017

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Wolfgang Leitner Humbert Köfler Joachim Schönbeck Wolfgang Semper Mark von Laer Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER (Service & Systemlösungen), SEPARATION

PULP & PAPER (Neuanlagen), METALS

HYDRO Finanzvorstand

§ 87 BÖRSEGESETZ

ERKLÄRUNG GEMÄSS

ANDRITZ–Finanzbericht Q1 2017 Aktie

AKTIE

RELATIVE KURSENTWICKLUNG DER ANDRITZ-AKTIE IM VERGLEICH ZUM ATX (1. APRIL 2016 - 31. MÄRZ 2017)

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war im Berichtszeitraum unverändert von Unsicherheit hinsichtlich der Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Trump-Administration sowie des Starts der Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union geprägt. In diesem Umfeld sank der Kurs der ANDRITZ-Aktie im ersten Quartal 2017 um 1,7%. Der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, verzeichnete hingegen durch den starken Anstieg der Bankwerte, die eine hohe Gewichtung im ATX haben, im selben Zeitraum ein Plus von 8,0%. Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie betrug 51,36 EUR (16. Februar 2017), der niedrigste Schlusskurs 46,89 EUR (31. März 2017).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug im ersten Quartal 2017 270.892 Aktien (Q1 2016: 428.844 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 17. März 2017 mit 950.926 Aktien, der niedrigste Tagesumsatz am 2. Jänner 2017 mit 75.130 Aktien verzeichnet.

Hauptversammlung

In der am 28. März 2017 abgehaltenen 110. ordentlichen Hauptversammlung der ANDRITZ AG wurde für das Geschäftsjahr 2016 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,50 EUR pro Aktie beschlossen. Dies entspricht einer Steigerung von 11,1% gegenüber dem Vorjahr (2015: 1,35 EUR pro Aktie) bzw. einer Ausschüttungsquote von 55,8% (2015: 51,9%).

Univ.-Prof. Dr. Christian Nowotny, Vorsitzender des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG, wurde von der Hauptversammlung für die satzungsmäßige Höchstdauer (das ist bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt) in den Aufsichtsrat wieder gewählt. Dr. Nowotny wurde erstmals im Dezember 1999 als Aufsichtsratsmitglied der ANDRITZ AG bestellt und ist seit März 2014 Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Investor Relations

Im ersten Quartal 2017 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Atlanta, Baltimore, Frankfurt, Seattle, Toronto und Zürs geführt.

Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie

Einheit Q1 2017 Q1 2016 2016
Höchster Schlusskurs EUR 51,36 49,21 49,70
Niedrigster Schlusskurs EUR 46,89 38,69 38,69
Schlusskurs (per ultimo) EUR 46,89 48,26 47,70
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 4.876,0 5.018,5 4.960,3
Performance % -1,7 +11,2 +5,9
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 8,0018 10,7611 9,0018
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 270.892 428.844 317.558

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

AT0000730007
25. Juni 2001
Inhaberaktien
104 Millionen
keines
< 70%
Wien (Prime Market)
Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
ATX, ATX five, ATX Global Players, ATX Prime, WBI

Finanzterminkalender 2017 und 2018 (vorläufig)

4. Mai 2017 Ergebnisse 1. Quartal 2017
4. August 2017 Ergebnisse 1. Halbjahr 2017
3. November 2017 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2017
2. März 2018 Ergebnisse Geschäftsjahr 2017
13. März 2018 Nachweisstichtag Hauptversammlung
23. März 2018 Ordentliche Hauptversammlung
27. März 2018 Ex-Dividende
28. März 2018 Nachweisstichtag Dividende
29. März 2018 Dividendenzahltag
3. Mai 2018 Ergebnisse 1. Quartal 2018
2. August 2018 Ergebnisse 1. Halbjahr 2018
6. November 2018 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2018

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie.

GLOSSAR

ATX

Austrian Traded Index, der führende Leitindex der Wiener Börse.

ATX-Gewichtung

Gewichtung der ANDRITZ-Aktie im ATX basierend auf der Berechnung der Wiener Börse. Die Gewichtung erfolgt nach dem Börsenwert im Streubesitz (Marktkapitalisierung der Streubesitzanteile).

Auftragseingang

Der Auftragseingang entspricht den geschätzten Umsatzerlösen der in Kraft gesetzten Aufträge unter Berücksichtigung von Änderungen und Korrekturen des Auftragswerts; Absichtserklärungen sind nicht Teil des Auftragseingangs.

Auftragsstand

Der Auftragsstand stellt die aktuellen Kundenaufträge im Berichtszeitpunkt dar und wird im Wesentlichen ermittelt als Auftragsstand am Beginn der Berichtsperiode erhöht um neue Auftragseingänge in der Berichtsperiode und vermindert um die Erfassung der Umsatzerlöse der Berichtsperiode.

Ausschüttungsquote

Anteil des Konzernergebnisses, das an die Aktionäre ausgeschüttet wird bzw. Dividende je Aktie/Gewinn je Aktie.

Avale

Diese umfassen Bietungs-, Vertragserfüllungs-, Anzahlungs-, Performance- und Gewährleistungsgarantien bzw. –bürgschaften zu Lasten der ANDRITZ-GRUPPE.

Bruttoliquidität

Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen.

Capital employed

Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Dividende je Aktie

Teil des Gewinns je Aktie, der an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Durchschnittliches Handelsvolumen

Anzahl an Aktien, welche durchschnittlich pro Tag unter Anwendung der von der Wiener Börse veröffentlichten Doppelzählung gehandelt wird.

EBIT

Ergebnis vor Zinsen und Steuern.

EBITA

Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Geschäfts- oder Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte sowie Wertminderungsaufwendungen für Geschäfts- oder Firmenwerte.

EBITDA

Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.

EBT

Ergebnis vor Steuern.

ANDRITZ–Finanzbericht Q1 2017 Glossar

Eigenkapitalquote Summe Eigenkapital/Bilanzsumme.

Eigenkapitalrentabilität Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital.

Gesamtkapitalrentabilität Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme.

Gewinn je Aktie

Konzernergebnis der Gesellschafter der Muttergesellschaft/gewogene durchschnittliche Anzahl an Aktien.

HY Geschäftsbereich HYDRO.

Investitionen

Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen.

Marktkapitalisierung

Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien multipliziert mit dem Periodenschlusskurs.

ME Geschäftsbereich METALS.

MEUR Millionen Euro.

Mitarbeiter Mitarbeiterzahl ohne Lehrlinge.

Nettoliquidität

Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten.

Nettoumlaufvermögen

Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Wertpapiere des Umlaufvermögens, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstiger langfristige und kurzfristige Schulden (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen).

Nettoverschuldung

Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen.

Performance der ANDRITZ-Aktie

Prozentuelle Kursveränderung der ANDRITZ-Aktie seit Jahresbeginn.

PP

Geschäftsbereich PULP & PAPER.

ROE

ROE (Return On Equity): Konzernergebnis/Summe Eigenkapital.

ANDRITZ–Finanzbericht Q1 2017 Glossar

SE Geschäftsbereich SEPARATION.

Summe Eigenkapital Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile.

TEUR Tausend Euro.

Umsatzrendite Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz.

Verschuldungsgrad Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital.

Kontakt und Impressum ANDRITZ AG Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich [email protected] Inhouse produziert mit firesys

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.