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Andritz AG Interim / Quarterly Report 2014

Nov 6, 2014

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Interim / Quarterly Report

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FINANZBERICHT Q1-Q3 2014

Kennzahlen ANDRITZ-GRUPPE 02
Kennzahlen Geschäftsbereiche 03
Lagebericht 04
Geschäftsbereiche
HYDRO
PULP & PAPER
METALS
SEPARATION
11
11
12
14
16
Konzern-Abschluss
der ANDRITZ-GRUPPE
Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Bilanz
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals
Konzern-Cashflow-Statement
Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften
Anhang
17
17
18
19
20
21
21
22
Erklärung gemäß § 87 (1) Börsegesetz 26

KENNZAHLEN ANDRITZ-GRUPPE

Q1-Q3 Q1-Q3
Einheit 2014 2013 +/- Q3 2014 Q3 2013 +/- 2013
Auftragseingang MEUR 4.571,6 4.051,3 +12,8% 1.591,5 1.525,3 +4,3% 5.611,0
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 7.702,2 7.464,5 +3,2% 7.702,2 7.464,5 +3,2% 7.388,5
Umsatz MEUR 4.122,9 4.144,6 -0,5% 1.463,5 1.534,5 -4,6% 5.710,8
Umsatzrendite1) % 4,3 2,8 - 5,6 3,3 - 1,6
EBITDA2) MEUR 298,9 229,3 +30,4% 123,2 93,3 +32,0% 255,2
EBITA3) MEUR 234,4 167,0 +40,4% 101,0 70,1 +44,1% 164,1
Ergebnis vor Zinsen und
Steuern (EBIT) MEUR 176,0 116,2 +51,5% 81,6 50,3 +62,2% 89,8
Ergebnis vor Steuern (EBT) MEUR 174,3 110,8 +57,3% 81,6 48,0 +70,0% 80,3
Konzern-Ergebnis (vor
Abzug von nicht
beherrschenden Anteilen) MEUR 122,0 77,6 +57,2% 57,1 32,8 +74,1% 53,2
Konzern-Ergebnis (nach
Abzug von nicht
beherrschenden Anteilen) MEUR 123,6 78,8 +56,9% 56,9 31,9 +78,4% 66,6
Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit MEUR 225,6 -81,1 +378,2% 176,6 5,4 +3.170,4% 93,7
Investitionen4) MEUR 61,9 65,5 -5,5% 27,4 21,1 +29,9% 111,4
Mitarbeiter (per ultimo,
ohne Lehrlinge) - 24.468 23.939 +2,2% 24.468 23.939 +2,2% 23.713
Anlagevermögen MEUR 1.761,7 1.744,4 +1,0% 1.761,7 1.744,4 +1,0% 1.759,0
Umlaufvermögen MEUR 4.166,0 3.610,7 +15,4% 4.166,0 3.610,7 +15,4% 3.812,4
Summe Eigenkapital5) MEUR 1.002,4 961,7 +4,2% 1.002,4 961,7 +4,2% 929,5
Rückstellungen MEUR 937,6 917,4 +2,2% 937,6 917,4 +2,2% 993,6
Verbindlichkeiten MEUR 3.987,7 3.476,0 +14,7% 3.987,7 3.476,0 +14,7% 3.648,3
Bilanzsumme MEUR 5.927,7 5.355,1 +10,7% 5.927,7 5.355,1 +10,7% 5.571,4
Eigenkapitalquote6) % 16,9 18,0 - 16,9 18,0 - 16,7
Eigenkapitalrentabilität7) % 17,4 11,5 - 8,1 5,0 - 8,6
Gesamtkapitalrentabilität8) % 3,0 2,2 - 1,4 0,9 - 1,6
Bruttoliquidität9) MEUR 1.666,6 1.410,9 +18,1% 1.666,6 1.410,9 +18,1% 1.517,0
Nettoliquidität10) MEUR 1.013,8 782,3 +29,6% 1.013,8 782,3 +29,6% 893,1
Nettoverschuldung11) MEUR -691,2 -467,6 -47,8% -691,2 -467,6 -47,8% -585,0
Nettoumlaufvermögen12) MEUR -607,0 -435,6 -39,3% -607,0 -435,6 -39,3% -539,4
Capital employed13) MEUR 333,1 584,1 -43,0% 333,1 584,1 -43,0% 443,6
Verschuldungsgrad14) % -69,0 -48,6 - -69,0 -48,6 - -62,9
EBITDA-Marge % 7,2 5,5 - 8,4 6,1 - 4,5
EBITA-Marge % 5,7 4,0 - 6,9 4,6 - 2,9
EBIT-Marge % 4,3 2,8 - 5,6 3,3 - 1,6
Konzern-Ergebnis15)/Umsatz % 3,0 1,9 - 3,9 2,1 - 0,9
EV16)/EBITDA - 11,3 16,3 - 27,4 40,1 - 15,1
Abschreibungen/Umsatz % 3,0 2,7 - 2,8 2,8 - 2,8

1) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Umsatz 2) Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen 3) Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immateri elle Vermögenswerte in Höhe von 58.406 TEUR (50.827 TEUR in Q1-Q3 2013, 70.529 TEUR in 2013) sowie Wertminderungsverlust der Firmenwerte in Höhe von 0 TEUR (0 TEUR in Q1-Q3 2013, 3.800 TEUR in 2013) 4) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 5) Summe Eigenkapital inkl. nicht beherrschende Anteile 6) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme 7) Ergebnis vor Steuern/Summe Eigenkapital 8) Ergebnis vor Zinsen und Steuern/Bilanzsumme 9) Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen 10) Zahlungsmittel plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten 11) Verzinsliches Fremdkapital inkl. Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen 12) Langfristige Forderungen plus kurzfristige Vermögenswerte (exkl. Zahlungsmittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie Schuldscheindarlehen) abzüglich sonstige langfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Verbindlichkeiten (exkl. Finanzverbindlichkeiten und Rücks tellungen) 13) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital 15) Konzern-Ergebnis (vor Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) 16) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per ultimo minus Nettoliquidität

Alle Zahlen gemäß IFRS. Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten. MEUR = Million Euro. TEUR = Tausend Euro.

Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen.

KENNZAHLEN GESCHÄFTSBEREICHE

HYDRO Einheit Q1-Q3
2014
Q1-Q3
2013
+/- Q3 2014 Q3 2013 +/- 2013
Auftragseingang MEUR 1.166,0 1.221,6 -4,6% 351,4 367,3 -4,3% 1.865,4
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 3.575,5 3.637,4 -1,7% 3.575,5 3.637,4 -1,7% 3.722,4
Umsatz MEUR 1.232,2 1.301,5 -5,3% 426,8 450,9 -5,3% 1.804,8
EBITDA MEUR 114,5 121,2 -5,5% 42,8 44,9 -4,7% 176,8
EBITDA-Marge % 9,3 9,3 - 10,0 10,0 - 9,8
EBITA MEUR 91,7 99,3 -7,7% 34,9 38,0 -8,2% 146,9
EBITA-Marge % 7,4 7,6 - 8,2 8,4 - 8,1
Mitarbeiter (per ultimo,
ohne Lehrlinge)
- 8.080 7.712 +4,8% 8.080 7.712 +4,8% 7.445
PULP & PAPER Einheit Q1-Q3
2014
Q1-Q3
2013
+/- Q3 2014 Q3 2013 +/- 2013
Auftragseingang MEUR 1.629,6 1.417,3 +15,0% 572,4 602,3 -5,0% 1.907,7
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 2.101,7 1.956,0 +7,4% 2.101,7 1.956,0 +7,4% 1.885,6
Umsatz MEUR 1.369,9 1.456,7 -6,0% 500,6 524,5 -4,6% 2.005,3
EBITDA MEUR 85,5 8,2 +942,7% 35,7 -1,8 +2.083,3% -11,5
EBITDA-Marge % 6,2 0,6 - 7,1 -0,3 - -0,6
EBITA MEUR 66,9 -9,2 +827,2% 29,1 -7,7 +477,9% -35,7
EBITA-Marge % 4,9 -0,6 - 5,8 -1,5 - -1,8
Mitarbeiter (per ultimo,
ohne Lehrlinge)
- 7.340 7.075 +3,7% 7.340 7.075 +3,7% 7.136
METALS* Einheit Q1-Q3
2014
Q1-Q3
2013
+/- Q3 2014 Q3 2013 +/- 2013
Auftragseingang MEUR 1.328,1 958,3 +38,6% 530,2 423,8 +25,1% 1.233,8
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 1.631,4 1.500,3 +8,7% 1.631,4 1.500,3 +8,7% 1.427,6
Umsatz MEUR 1.111,8 962,9 +15,5% 389,5 413,7 -5,8% 1.311,0
EBITDA MEUR 87,0 90,2 -3,5% 36,8 45,1 -18,4% 76,6
EBITDA-Marge % 7,8 9,4 - 9,4 10,9 - 5,8
EBITA MEUR 69,8 74,7 -6,6% 31,1 37,4 -16,8% 53,5
EBITA-Marge % 6,3 7,8 - 8,0 9,0 - 4,1
Mitarbeiter (per ultimo,
ohne Lehrlinge)
- 6.202 6.309 -1,7% 6.202 6.309 -1,7% 6.300

* Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen und ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.

SEPARATION Einheit Q1-Q3
2014
Q1-Q3
2013
+/- Q3 2014 Q3 2013 +/- 2013
Auftragseingang MEUR 447,9 454,1 -1,4% 137,5 131,9 +4,2% 604,1
Auftragsstand (per ultimo) MEUR 393,6 370,8 +6,1% 393,6 370,8 +6,1% 352,9
Umsatz MEUR 409,0 423,5 -3,4% 146,6 145,4 +0,8% 589,7
EBITDA MEUR 11,9 9,7 +22,7% 7,9 5,0 +58,0% 13,3
EBITDA-Marge % 2,9 2,3 - 5,4 3,4 - 2,3
EBITA MEUR 6,0 2,2 +172,7% 5,9 2,4 +145,8% -0,6
EBITA-Marge % 1,5 0,5 - 4,0 1,7 - -0,1
Mitarbeiter (per ultimo,
ohne Lehrlinge)
- 2.846 2.843 +0,1% 2.846 2.843 +0,1% 2.832

LAGEBERICHT

WIRTSCHAFTLICHE RAHMENBEDINGUNGEN

In den USA hat sich im Berichtsquartal die wirtschaftliche Erholung fortgesetzt. Der Privatkonsum, der in den USA etwa 70% der Wirtschaftsleistung ausmacht, entwickelte sich weiter positiv, und die Arbeitslosenquote lag im Quartalsvergleich auf stabilem Niveau bei rund 6,1%. Die amerikanische Notenbank Federal Reserve (FED) hat ein Beibehalten der Leitzinsen auf dem historisch niedrigen Niveau nahe Null angekündigt. Die monatlichen Anleihenkäufe wurden jedoch aufgrund der positiven Wirtschaftsentwicklung auf 15 Milliarden Dollar pro Monat reduziert, eine gänzliche Einstellung des Anleihenkaufprogramms erfolgte mit Ende Oktober.

In Europa dagegen entwickelte sich die Wirtschaft unverändert sehr verhalten; die meisten Wirtschaftsindikatoren signalisieren eine weitere Abschwächung in den kommenden Monaten. Die seit geraumer Zeit bestehende Gefahr einer drohenden Deflation würde laut Wirtschaftsexperten die ohnehin schwache Konjunkturentwicklung stark beeinträchtigen. Belastend für die Wirtschaft wirkte sich auch das gegenseitige Handelsembargo zwischen der Europäischen Union und Russland aus, das für eine Vielzahl von Industrien zu deutlichen Absatzeinbußen führt. Vor diesem Hintergrund hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Euroraum auf das neue Rekordtief von 0,05% gesenkt. Darüber hinaus müssen Banken nun einen noch höheren Strafzins bezahlen, um künftig Geld bei der Notenbank parken zu können, anstatt es in Form von Krediten an Unternehmen weiterz ureichen. Die EZB hat zusätzlich den Aufkauf von sogenannten Kreditverbriefungen (ABS) beschlossen, um den Markt mit zusätzlicher Liquidität zu versorgen und die Konjunktur in der Eurozone anzukurbeln.

Die Wirtschaft in China verzeichnete im Berichtsquartal ein stabiles Wachstum des Bruttoinlandsproduk ts von 7,4% und wird gemäß Wirtschaftsexperten im Jahr 2014 auch auf diesem Niveau bleiben. Angesichts der unter den Erwartungen liegenden Wirtschaftsentwicklung stellt die chinesische Zentralbank umgerechnet mehr als 60 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Konjunktur stärker zu beleben. Während die Wirtschaftsleistung in Brasilien im Berichtsquartal stagnierte, zeigte sie in Indien wenige Monate nach dem Regierungswechsel erste Anzeichen der Erholung.

Quellen: Research-Berichte verschiedener Banken, OECD

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Anmerkungen

  • Alle Zahlen gemäß IFRS
  • Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.
  • MEUR = Million Euro; TEUR = Tausend Euro
  • Der Schuler-Konzern wurde per 1. März 2013 in den Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE einbezogen und ist dem Geschäftsbereich METALS zugeordnet.

Umsatz

Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE im 3. Quartal 2014 betrug 1.463,5 MEUR und lag damit um 4,6% unter dem Vorjahresvergleichswert (Q3 2013: 1.534,5 MEUR). Auf den Schuler-Konzern entfielen davon 296,4 MEUR (Q3 2013: 333,9 MEUR). Der Umsatz im Geschäftsbereich PULP & PAPER verringerte sich um 4,6%, da im Vorjahresvergleichsquartal ein Zellstoffprojekt stark umsatzwirksam war. Ebenso war der Umsatz in den Geschäftsbereichen HYDRO (-5,3%) und METALS (-5,8%) im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufig. Der Umsatz im Geschäftsbereich SEPARATION lag leicht über dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahrs (+0,8%).

In den ersten drei Quartalen 2014 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 4.122,9 MEUR und lag damit knapp unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (-0,5% versus Q1-Q3 2013: 4.144,6 MEUR). Die Umsatzentwicklung der Geschäftsbereiche im Überblick:

Q1-Q3 2014 Q1-Q3 2013
(MEUR) (MEUR) +/- (%)
HYDRO 1.232,2 1.301,5 -5,3
PULP & PAPER 1.369,9 1.456,7 -6,0
METALS 1.111,8 962,9 +15,5
SEPARATION 409,0 423,5 -3,4

Anteil Serviceumsatz am Umsatz der Gruppe und der Geschäftsbereiche in %

Q1-Q3 2014 Q1-Q3 2013 Q3 2014 Q3 2013
ANDRITZ-GRUPPE 29 28 29 27
HYDRO 25 25 28 24
PULP & PAPER 36 36 34 33
METALS 18 17 17 19
SEPARATION 43 40 42 40

Auftragseingang

Der Auftragseingang der Gruppe im 3. Quartal 2014 betrug 1.591,5 MEUR und lag damit leicht über dem Niveau des Vergleichsquartals des Vorjahrs (+4,3% versus Q3 2013: 1.525,3 MEUR), wobei der Schuler-Konzern 361,7 MEUR beitrug (Q3 2013: 326,8 MEUR). Die Entwicklung der Geschäftsbereiche im Detail:

  • HYDRO: Mit 351,4 MEUR lag der Auftragseingang um 4,3% unter dem Vorjahresvergleichsquartal (Q3 2013: 367,3 MEUR).
  • PULP & PAPER: Der Auftragseingang erreichte mit 572,4 MEUR annähernd den sehr hohen Vergleichswert des Vorjahrs (-5,0% versus Q3 2013: 602,3 MEUR).
  • METALS: Mit 530,2 MEUR entwickelte sich der Auftragseingang sehr erfreulich (+25,1% versus Q3 2013: 423,8 MEUR); der starke Anstieg ist insbesondere auf die Verbuchung eines größeren Auftrags von FAW Volkswagen Automotive aus China zurückzuführen. Ohne Schuler hat sich der Auftragseingang des Geschäftsbereichs im Vergleich zum niedrigen Vorjahreswert ebenfalls deutlich erhöht (+73,5%). Dies ist vor allem auf den Erhalt einiger größerer Aufträge zur Lieferung von Glüh- und Beizlinien für Aluminiumbänder zurückzuführen.
  • SEPARATION: Der Auftragseingang stieg um 4,2% auf 137,5 MEUR an (Q3 2013: 131,9 MEUR).

In den ersten drei Quartalen 2014 lag der Auftragseingang der Gruppe mit 4.571,6 MEUR um 12,8% über dem Vorjahresvergleichswert (Q1-Q3 2013: 4.051,3 MEUR) – auf den Schuler-Konzern entfielen 916,3 MEUR (Q1- Q3 2013: 657,8 MEUR), wobei anzumerken ist, dass Schuler im Vergleichszeitraum des Vorjahrs nur ab 1. März 2013 (Datum der Erstkonsolidierung) enthalten war. Dieser deutliche Anstieg ist auf den guten Auftragseingang der Geschäftsbereiche PULP & PAPER und METALS zurückzuführen. Während der Geschäftsbereich SEPARATION einen relativ stabilen, aber immer noch niedrigen Auftragseingang im Jahresvergleich zeigt, lag der Auftragseingang des Geschäftsbereichs HYDRO um knapp 5% unter dem Vorjahresvergleichswert.

Auftragsstand

Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE per 30. September 2014 betrug 7.702,2 MEUR – im Vergleich zum Ende des Vorjahrs ein Anstieg um 4,2% (31. Dezember 2013: 7.388,5 MEUR). Schuler trug zum Auftragsstand 1.120,8 MEUR bei (31. Dezember 2013: 1.040,4 MEUR).

Ergebnis

Das EBITA der Gruppe im 3. Quartal 2014 betrug 101,0 MEUR und lag damit um 44,1% über dem niedrigen Vorjahresvergleichswert (Q3 2013: 70,1 MEUR). Die EBITA-Marge erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichsquartal auf 6,9% (Q3 2013: 4,6%). Während die EBITA-Marge des Geschäftsbereichs HYDRO auf einem zufriedenstellenden Niveau blieb (8,2% in Q3 2014 versus 8,4% in Q3 2013), stieg die Marge im Bereich PULP & PAPER im Vergleich zum sehr niedrigen Vorjahreswert (-1,5%), der durch Mehrkosten im Zusammenhang mit einem Zellstoffprojekt in Südamerika negativ beeinflusst war, auf 5,8% an. Im Geschäftsbereich METALS erreichte die EBITA-Marge ein gutes Niveau von 8,0%, lag jedoch unter dem sehr hohen Vergleichswert des Vorjahrs (Q3 2013: 9,0%). Die Profitabilität im Geschäftsbereich SEPARATION sprang im Jahresvergleich auf 4,0% (1,7% in Q3 2013).

In den ersten drei Quartalen 2014 betrugen das EBITA der Gruppe 234,4 MEUR (+40,4% versus Q1-Q3 2013: 167,0 MEUR) und die EBITA-Marge 5,7% (Q1-Q3 2013: 4,0%). Das Ergebnis lag damit deutlich über dem sehr niedrigen Vorjahresvergleichswert, der durch Mehrkosten in den Bereichen PULP & PAPER (für ein Zellstoffprojekt in Südamerika) sowie SEPARATION (Markteinführung einer neuen Produktserie sowie Restrukturierung) negativ beeinträchtigt war.

Das Finanz-Ergebnis der Gruppe in den ersten drei Quartalen 2014 betrug -1,7 MEUR und lag damit über dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1-Q3 2013: -5,4 MEUR).

Das Konzern-Ergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) betrug in den ersten drei Quartalen 2014 123,6 MEUR und lag damit deutlich über dem sehr niedrigen Vergleichswert des Vorjahrs (Q1-Q3 2013: 78,8 MEUR).

Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur per 30. September 2014 war unverändert solide. Die Bilanzsumme betrug 5.927,7 MEUR (31. Dezember 2013: 5.571,4 MEUR), die Eigenkapitalquote 16,9% (31. Dezember 2013: 16,7%).

Die Bruttoliquidität (Zahlungsmittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Schuldscheindarlehen) per 30. September 2014 betrug 1.666,6 MEUR (31. Dezember 2013: 1.517,0 MEUR), die Nettoliquidität (Bruttoliquidität plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten) 1.013,8 MEUR (31. Dezember 2013: 893,1 MEUR).

Zusätzlich zur hohen Nettoliquidität stehen der ANDRITZ-GRUPPE derzeit folgende Kredit- und Avallinien für Vertragserfüllungen, Anzahlungen, Gewährleistungen etc. zur Verfügung:

  • Kreditlinien: 341 MEUR, davon 138 MEUR ausgenutzt
  • Avallinien: 5.819 MEUR, davon 3.224 MEUR ausgenutzt
Aktiva
1.864,7
MEUR
2.466,4
MEUR
1.596,6
MEUR
Langfristiges
Vermögen: 31%
Sonstiges kurz fristiges Vermögen: 42% Flüssige Mittel und Wertpapiere
des Umlaufvermögens: 27%
Passiva
1.002,4
MEUR
674,3
MEUR
667,2
MEUR
3.583,8
MEUR
Summe Eigenkapital
inkl. nicht beherrschende
Anteile: 17%
Finanzver
bindlich
keiten: 11%
Sonstige
langfristige
Verbindlich
keiten: 11%
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten: 61%
Mitarbeiter
Per 30. September 2014
23.713 Mitarbeiter).
beschäftigte ANDRITZ 24.468 Mitarbeiter (+3,2% versus 31. Dezember 2013:
9 (9)
China
11 (11)
Nordamerika
Asien (ohne
China)
6 (6)
Mitarbeiter
nach Regionen
per 30. September 2014
(30. September 2013) in %
Europa 61 (62)
13 (12)
Südamerika
Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement
Die ANDRITZ-GRUPPE verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungsmanagement, dessen Aufgabe es
ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und – falls erforderlich – rasch Gegenmaß
nahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.
Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Überwachungs- und Kontrollsysteme effektiv genug sind.
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE beziehen sich vor allem auf die
Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Konjunkturentwicklung und der Entwicklung der von ihr bedienten

Mitarbeiter

Wesentliche Risiken in den restlichen Monaten des Geschäftsjahrs und Risikomanagement

Industrien, auf den Erhalt von Großaufträgen und auf die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Darüber hinaus stellen bei der Abwicklung von Aufträgen unerwartete Kostensteigerungen wesentliche Risiken dar, insbesondere bei sogenannten Turnkey- oder EPC-Aufträgen, bei denen die Gruppe zusätzlich zur Lieferung von ANDRITZ-Ausrüstungen und -Systemen auch die Verantwortung für Engineering, Bau und Montage von Anlagen übernimmt. Derartige Projekte bergen hohe Risiken in Bezug auf die Zusamme narbeit mit Drittparteien, die mit Engineering-, Bau- und Montageleistungen beauftragt werden, in sich (Risiken wie z. B. Streiks, Nichteinhaltung von Terminen oder Qualitätsprobleme bei von Sublieferanten bezogenen Komponenten/Leistungen). Verzögerungen und Schwierigkeiten bei der Erreichung der garantierten Leistungsparameter der von ANDRITZ gelieferten Anlagen stellen ebenso wesentliche Risiken dar wie eine mögliche fehlerhafte Funktion der von ANDRITZ gelieferten Komponenten und Systeme, die gravierende Folgen für Menschen und materielles Vermögen haben kann.

Die finanziellen Schwierigkeiten einzelner Euroländer und die unverändert schwierige gesamtwirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Europa und in einzelnen Emerging Markets) bedeuten ebenso ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE. Weiters stellt das gegenseitige Handelsembargo zwischen der Europäischen Union und Russland ein Risiko für die Wirtschaftsentwicklung dieser beiden Wirtschaftsregionen dar. Eine deutliche Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge und zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich wiederum negativ auf die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten der Gruppe auswirken könnte.

Auch eine vollständige oder teilweise Abschreibung einzelner im Zuge von Akquisitionen entstandener Firmenwerte könnte die Ergebnisentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, wenn die wirtschaftlichen Ziele für diese Firmen nicht erreicht werden können. Abseits davon besteht jederzeit das Risiko, dass Forderu ngen aus Lieferungen und Leistungen teilweise oder gänzlich wertberichtigt werden müssen.

Der 2013 erworbene Schuler-Konzern erzielt rund 80% des Umsatzes in der Automobilindustrie, die in der Regel starken zyklischen Schwankungen ausgesetzt ist. Mögliche negative zyklische Schwankungen können daher eine negative Auswirkung auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Schuler-Konzerns und damit auf die ANDRITZ-GRUPPE haben.

Das Zahlungsausfallsrisiko von Kunden wird für einen Großteil der Aufträge durch Besiche rung von Zahlungen durch Banken und durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass es einzelne Zahlungsausfälle gibt, die im Eintrittsfall einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung der Gruppe haben. Das Risiko für Lieferungen in als politisch durchschnittlich riskant oder sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls umfassend versichert. Nicht immer sind jedoch die Voraussetzungen für eine vollständige Absicherung gegeben. Zur Transparenz hinsichtlich finanzieller Risiken bei Projekten und der raschen Möglichkeit zur Gegensteuerung wurde ein quartalsweises Credit-Risk-Reporting an den Vorstand implementiert. Dabei werden das maximal erwartete ungedeckte Kreditorenri siko für externe Aufträge mit einem Auftragswert von über einer Million Euro, die nach Projektfortschritt (Percentage of Completion – POC) abgerechnet werden, und das Rating der Kunden dargestellt.

ANDRITZ wickelt in Brasilien Aufträge für den Geschäftsbereich HYDRO über das Tochterunternehmen ANDRITZ HYDRO Inepar ab, an dem ANDRITZ mehrheitlich beteiligt ist. Der Minderheitseigentümer hat Zahlungsunfähi gkeit angemeldet und ein Reorganisationsverfahren eingeleitet. Der mögliche negative Ausgang dieses Reorganisationsverfahrens und eine mögliche Insolvenz des Unternehmens können erhebliche negative finanzielle Auswirkungen auf ANDRITZ haben. ANDRITZ hat in Brasilien erhebliche Steuerguthaben aus verschiedenen Verkehrssteuern. Diese Steuerguthaben wurden von den Finanzbehörden für die Steuerschulden des Minderheitsaktionärs von ANDRITZ HYDRO Inepar teilweise gepfändet. Obwohl ein Durchgriff auf das Vermögen der Gesellschaft für die Schulden eines Minderheitsaktionärs nach brasilianischem Recht nicht erlaubt ist, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einem teilweisen oder vollständigen Ausfall der Steuerforderungen in Brasilien kommt.

Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hat die ANDRITZ-GRUPPE in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung. Der Großteil dieser Verfahren (wie beispielsweise Ve rtrags- und Projektstreitigkeiten, Produkthaftungsklagen und Verfahren im Bereich geistiges Eigentum) kann als typisch für die Branche, in der die Gruppe tätig ist, angesehen werden. Die ANDRITZ-GRUPPE bildet in Fällen, bei denen ein negativer Ausgang von Verfahren wahrscheinlich erscheint und zuverlässige Schätzungen gemacht werden können, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen ausreichend sind. Ein für ANDRITZ negativer Ausgang einer oder mehrerer dieser Rechtsstreiti gkeiten kann zu einer negativen Auswirkung auf Ergebnis und Liquiditätsbestand der Gruppe führen. Der Bereich Produkthaftung inkludiert einige Fälle wegen mutmaßlicher Körperverletzungen und/oder Todesfälle aufgrund Asbestbelastungen.

Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Abwicklung des Auftragsstands werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – vor allem Devisentermingeschäfte und Swaps – minimiert und gesteuert. Bei in Fremdwährung fakturierten Aufträgen wird die Nettowährungsposition durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert.

Zur bestmöglichen Reduktion der finanziellen Risiken sowie zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition hat die ANDRITZ-GRUPPE umfassende Treasury-Richtlinien und ein transparentes Informationssystem implementiert.

Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über hohe Liquiditätsreserven. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Siche rstellung der Unabhängigkeit wird bei allen wichtigen Finanzprodukten (Zahlungsmittel, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate) jeweils nur ein bestimmtes Volumen mit einer Bank abgewickelt. Durch diese Diversifikation versucht ANDRITZ, das Kontrahentenrisiko bestmöglich zu minimieren. Dennoch würde die Insolvenz einzelner oder mehrerer Banken einen wesentlichen negativen Einfluss auf die Ergebnisentwicklung und das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE haben. Darüber hinaus kann eine Verschlechterung der Einschätzung der Bonität von ANDRITZ durch mehrere Banken den finanziellen Spielraum von ANDRITZ, insbesondere im Hinblick auf zu erstellende Avale, einschränken.

ANDRITZ verfolgt eine risikoaverse Veranlagungsstrategie. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel in Staatsanleihen, staatsgarantierte Anleihen, Wertpapierfonds zu r Deckung der Pensionsverpflichtungen, einlagengesicherte Schuldscheindarlehen oder Termingelder. Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten können jedoch zu einer ungünstigen Preisentwicklung bei verschiedenen Wertp apieren, in welche die Gruppe investiert hat, oder zu deren Unhandelbarkeit führen. Dies könnte sich aufgrund notwendig werdender Abwertungen oder Wertberichtigungen negativ auf das Finanz-Ergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE auswirken. Durch die Krise erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. der Kunden. Der Vorstand wird in regelmäßigen Abständen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposure in der ANDRITZ-GRUPPE informiert.

Das Risiko eines kompletten oder teilweisen Zerfalls der Eurozone und eines damit verbundenen möglichen Zusammenbruchs des Euro-Währungssystems hat sich zwar in den letzten Monaten reduziert, kann aber dennoch nicht ausgeschlossen werden. Im negativen Fall würde sich ein kompletter oder teilweiser Zerfall der Eurozone mit sehr großer Wahrscheinlichkeit negativ auf die Finanz-, Liquiditäts- und Ergebnisentwicklung der Gruppe auswirken. Weitere Informationen über Unternehmensrisiken sind dem ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2013 zu entnehmen.

Auswirkungen von Wechselkursänderungen

Wechselkursänderungen im Zusammenhang mit der Abarbeitung des Auftragsstands werden durch entsprechende Terminkontrakte weitgehend abgesichert. Wechselkursrisiken aus der Bilanzierung des Eigenkapitals werden nicht abgesichert.

Die Anfang 2014 stattgefundenen Abwertungen vieler Währungen aufstrebender Länder wie Brasilien, Argentin ien, Indonesien, Türkei sowie Indien und die darauf folgende deutliche Erhöhung der Leitzinsen durch die jeweil igen Notenbanken könnten zu einer deutlichen und nachhaltigen wirtschaftlichen Abschwächung in diesen Ländern führen, die sich negativ auf die Umsatz-, Ertrags- und Auftragseingangsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE niederschlagen könnte. Ferner könnte es zu einer Stornierung bzw. zu Verzöge rungen von Projekten in diesen Ländern kommen, da durch die Währungsabwertungen viele Projekte für den Kunden erheblich teurer werden und sich damit die Rentabilität deutlich verringert. Die Schwäche vieler Währungen aufstrebender Länder könnte sich auch umrechnungsbedingt negativ auf die Bilanz sowie die Umsatz- und Ertragsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken (Translationsrisiko).

Information gemäß § 87 (4) Börsegesetz

Im Berichtszeitraum wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen durchgeführt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Situation der Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten hat sich in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts nicht wesentlich geändert.

Die Übernahmekommission hat die ANDRITZ AG von der Einleitung eines Nachprüfungsverfahrens gem. § 33 ÜbG verständigt. Gegenstand des Verfahrens ist die Prüfung, ob im Zusammenhang mit den im August 2014 von den Kernaktionären der ANDRITZ AG, insbesondere der Custos Privatstiftung bzw. Certus Beteiligungs-GmbH durchgeführten Umgründungsmaßnahmen sowie mit der erfolgten Rückführung eines seit 2004 best ehenden Wertpapierdarlehens über Aktien der ANDRITZ AG ein Pflichtangebot zu Unrecht nicht gestellt wurde (§§ 22ff ÜbG).

AUSBLICK

Führende Wirtschaftsexperten erwarten für die kommenden Monate keine wesentliche Änderung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Während die Wirtschaft in den USA weiterhin robust wachsen sollte, neigt Europa weiter zu Schwäche. Und auch von den Emerging Markets sind keine wesentlichen Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft zu erwarten. Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist für die verbleibenden Monate des Geschäftsjahrs 2014 für die von der ANDRITZ-GRUPPE bedienten Märkte keine wesentliche Änderung der Projektaktivität im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2014 zu erwarten.

Auf Basis dieser Erwartungen, des Auftragsstands und des im Geschäftsjahr 2013 noch nicht in vollem Zwölf-Monats-Umfang enthaltenen Umsatzbeitrags des Schuler-Konzerns erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2014 im Jahresvergleich einen leichten Anstieg des Umsatzes. Beim Konzern-Ergebnis wird aus heutiger Sicht eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erwartet, das insbesondere durch die Ergebnisentwicklung in den Bereichen PULP & PAPER und SEPARATION stark negativ beeinträchtigt war.

Sollte sich in den kommenden Monaten die globale Weltwirtschaft (insbesondere in Europa und den Emerging Markets) jedoch stärker eintrüben, ist mit negativen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE zu rechnen. Dies könnte zu notwendigen organisatorischen und kapazitiven Anpassungen sowie damit einhergehend finanziellen Vorsorgen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Disclaimer:

Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsic htigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nic ht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.

HYDRO

MARKTENTWICKLUNG

Die weltweite Projektaktivität für elektromechanische Ausrüstungen von Wasserkraftwerken war im 3. Quartal 2014 zufriedenstellend, lag jedoch weiter deutlich unter dem sehr hohen Niveau der Vorjahre. Vor allem in Europa wurden einige größere Modernisierungs- bzw. Neubauprojekte aufgrund der unverändert niedrigen Stromgroßhandelspreise vorübergehend verschoben bzw. gestoppt. In Südamerika und Afrika befinden sich einige neue Wasserkraftwerksprojekte in Umsetzung bzw. in der Planungsphase. Die Investitions- und Projektaktivität in den Bereichen Kleinwasserkraft und Pumpen entwickelte sich solide.

WICHTIGE EREIGNISSE

Erfolgreich abgeschlossen wurde die Inbetriebnahme des Wasserkraftwerks Angostura, Chile. ANDRITZ HYDRO hat im Auftrag des privaten chilenischen Energieversorgers Colbún sechs Wehrfelder, Einlassrechen, Grunda blassklappen und zusätzliche Absperrorgane für das 316-Megawatt-Kraftwerk geliefert. Die Wehre haben eine Höhe von jeweils mehr als 17 Meter und werden das Wassermanagement an den Flüssen Bío Bío und Huequecura unterstützen.

Nach der Übergabe der Maschine 1 im Wasserkraftwerk Iovskaya, Russland, Ende 2013 konnte im Berichtszeitraum die zweite Maschine übergeben werden. Beide Maschinen sind nach über 20 Betriebsjahren mit neuen Laufrädern ausgestattet worden.

In der Pumpstation Rampura, Bangladesch, wurden sechs vertikale Rohrgehäusepumpen erfolgreich in Betrieb genommen. Die Pumpstation dient der Wasserversorgung von Dhaka, der Hauptstadt von Bangladesch.

Für den chinesischen Zellstoff- und Papierproduzenten Shandong Asia Pacific wurden 148 Prozesspumpen erfolgreich in Betrieb genommen.

WICHTIGE AUFTRÄGE

ANDRITZ HYDRO erhielt von Triunfo, Brasilien, den Auftrag zur Lieferung der elektromechanischen Ausrüstung für das Wasserkraftwerk Sinop. Zum Lieferumfang gehören zwei Maschinensätze mit jeweils 204 Megawatt Leistung und die Sekundärtechnik.

Für das Gezeitenkraftwerk La Rance, Frankreich, erhielt der Geschäftsbereich von Électricité de France (EDF), Frankreich, den Auftrag zur Modernisierung und Teilerneuerung von fünf der insgesamt 24 installierten 10-Megawatt-Rohrturbinen. Die in der Bretagne gelegene Anlage ist eines von derzeit weltweit zwei in Betrieb befindlichen Gezeitenkraftwerken.

Im Auftrag von Pantanal Energética, Brasilien, erneuert der Geschäftsbereich einen von insgesamt zwei Masch inensätzen im Wasserkraftwerk Mimoso (Gesamtleistung: 30 Megawatt).

Für fünf Wasserkraftwerke am Oberlauf des Inn, Deutschland, wird im Auftrag von Verbund Innkraftwerke eine durchgängig vernetzte Sekundärtechnik geliefert. Bis 2021 werden 21 Maschinensätze mit neuer Sekundärtec hnik ausgestattet, um zukünftig einen vollautomatischen Betrieb – im Wirkungsgradoptimum mit maximaler Energieausbeute – zu ermöglichen. Auch im Wasserkraftwerk Birsfelden, Schweiz, wird die Leittechnik erneuert. Im Wasserkraftwerk Nam Pung, Thailand, wird der Maschinenschutz erneuert.

Chaudière Hydro LP, Kanada, beauftragte die Lieferung der gesamten elektromechanischen Ausrüstung für vier 8-Megawatt-Maschinensätze für das Kleinwasserkraftwerk Chaudière in Ottawa. Die Anlage wird das Wasser des Chaudière Ring Dam nutzen, der gleichzeitig vier weitere Wasserkraftwerke in Quebec und Ontario speist.

Im Bereich der Kleinwasserkraft konnten weitere Aufträge verbucht werden, z. B. für die Projekte Bocac II in Bosnien, Calikobasi in der Türkei, El Recreo 2 in Guatemala und North Mathioya in Kenia.

Rund 600 Prozesspumpen wird der Geschäftsbereich für die neue Zellstoffanlage OKI, Indonesien, liefern.

Zur Entwässerung einer stillgelegten Goldmine in Südafrika werden vier doppelflutige 2,4-Megawatt-Unterwassermotorpumpen geliefert.

PULP & PAPER

MARKTENTWICKLUNG

Der internationale Zellstoffmarkt zeigte im 3. Quartal 2014 eine, je nach Zellstoffsorte, differenzierte Entwicklung. Während sich der Preis für Langfaserzellstoff NBSK (Northern Bleached Softwood Kraft) trotz der üblichen schwachen Sommermonate auf hohem Niveau bei rund 930 US-Dollar je Tonne halten konnte, war der Preis für Kurzfaserzellstoff (Eukalyptus) rückläufig und verringerte sich von rund 730 US-Dollar je Tonne per Anfang Juli auf knapp über 700 US-Dollar je Tonne per ultimo September 2014. Die Gründe für die – vor allem im September 2014 – schwache Entwicklung waren die verhaltene Nachfrage von chinesischen Papierproduzenten und das erwartete zunehmende Zellstoffangebot durch neue Zellstofffabriken, die in den kommenden Monaten den Betrieb aufnehmen werden.

Der Markt für Zellstoffausrüstungen verzeichnete im 3. Quartal 2014 eine insgesamt solide Projekt- und Investitionsaktivität. Es wurden zwar keine Großprojekte vergeben, jedoch herrschte bei Modernisierungen zur Produkt ivitätssteigerung bestehender Zellstofffabriken bzw. bei Umweltschutzinvestitionen gute Projektaktivität. Das Wettbewerbsumfeld für Lieferanten von Zellstoffausrüstungen blieb unverändert sehr fordernd.

WICHTIGE EREIGNISSE

Nach dem von ANDRITZ durchgeführten Umbau, der unter anderem die Lieferung einer kompletten Nasspartie mit zwei Stoffaufläufen, einer Schuhpresse, von Bahnstabilisatoren, Automatisierung und zweier kompletter Konstantteile umfasste, nahm Naberezhnye Chelny, Russland, die K-28 Papiermaschine in Betrieb. Nach der Inbetriebnahme wurde bereits auf dem zweiten Roller verkaufsfähiges Papier produziert.

Mondi SCP, Slowakei, nahm einen neuen ANDRITZ-HERB-Rückgewinnungskessel (HERB: High Energy Recovery Boiler) mit einer Kapazität von 1.750 Tonnen Trockensubstanz pro Tag, einen neuen Drehrohrofen und eine nachgerüstete Eindampfanlage in Betrieb.

Karlstads Energi, Schweden, setzte in einem Heizkraftwerk einen neuen mit Biomasse befeuerten stationären Wirbelschichtkessel in Betrieb.

Der Geschäftsbereich schloss die Modernisierung der Faserlinie im Stora-Enso-Werk Oulu, Finnland, ab. Zur Lieferung zählten ein neuer Hackschnitzelsilo mit Voreindampfung und ein DD-Wäscher (Drum Displacer).

Pindo Deli Paper Perawang Mills, Indonesien, nahm die Stoffaufbereitungsanlage sowie das Siebwassersystem und den Konstantteil für eine neue Tissuepapiermaschine in Betrieb.

Ningbo Asia Pulp & Paper, China, setzte zwei DIP-Altpapieraufbereitungslinien in Betrieb. Ebenfalls in China nahm Jiangmen Xinghui Paper Altpapieraufbereitungsanlagen für DIP, gemischten Altpapier- und Papierproduktionsausschuss sowie einen Konstantteil für die Produktion von beschichtetem Karton in Betrieb. Bei Fuyang City Dongda Paper gingen DIP- und OCC-Linien (OCC: Old Corrugated Containers) sowie Refiner- und Schwerstoffabscheidesysteme in Betrieb. Anhui Yufeng Wood Products nahm ein Refinersystem in Betrieb.

Im Bereich MDF wurden Druckzerfaserungssysteme für AGT Ağaç Sanayi Ticaret, Türkei, sowie für Henan Juyuan Wood Industry und Liaoning New Material, China, in Betrieb genommen.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Celulose de Cacia, Portugal, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Nachrüstung des Kochersystems der Faserlinie, der Installation von Systemen zum Sammeln und Verbrennen von geruchsbelasteten Gasen und dem Umbau der Zellstofftrocknungsanlage.

Zhanjiang Chenming Pulp & Paper, China, bestellte eine 65-Megawatt-Gasifizierungsanlage mit zirkulierender Wirbelschichttechnologie. Die Anlage wird umweltfreundliches Brenngas aus Biomasse erzeugen, das Wärme für den Drehrohrofen des Zellstoffwerks liefern wird. Der Lieferumfang beinhaltet Biomasseverarbeitungsmaschinen, einen Bandtrockner, einen Gasifizierer und einen modernen Mehrstoffbrenner für den Drehrohrofen.

Zellstoff Pöls, Österreich, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Sanierung eines Schwarzlaugenkessels.

Oklahoma Gas & Electric Company, USA, beauftragte die Lieferung einer trockenen Rauchgasentschwefelungsanlage basierend auf Wirbelschichttechnologie für zwei kohlebefeuerte Kesselanlagen mit einer Leistung von 569 Megawatt.

OKI Pulp & Paper Mills, Indonesien, bestellte zusätzliche Zerkleinerungsmaschinen für den Holzplatz des neuen Zellstoffwerks in Süd-Sumatra, Indonesien. Für dieses Werk liefert ANDRITZ den weltweit größten Rückgewinnungskessel und Ausrüstungen für neun Entrindungslinien.

Für Moorim Pulp & Paper, Südkorea, wird der Geschäftsbereich Bleichsysteme einer Faserlinie erneuern.

Eine neue Tissuepapiermaschine mit Stahlzylinder, Stoffaufbereitung und Automatisierung wird an Guangdong Shaoneng Group, China, geliefert. Ebenfalls in China orderte Hebei Yihoucheng nach der vor kurzem in Betrieb genommenen ersten Tissuepapiermaschine eine weitere mit Stahlzylinder ausgerüstete Tissuepapiermaschine, inklusive Stoffaufbereitung und Automatisierung.

Von Baoshan Xinshengtai Paper, China, erhielt ANDRITZ den Auftrag zur Lieferung eines FibreFlow-Trommelauflösers und eines Konstantteils für eine Neuanlage.

Lee & Man bestellte eine ONP-Altpapieraufbereitungslinie (ONP: Old Newspapers) mit zwei Kreislaufsystemen für das Werk Chongqing, China. Der Lieferumfang umfasst einen Trommelauflöser und ein Deinkingsystem mit einer Kapazität von 300 Tagestonnen.

Dispergier-Systeme, Scheibenfilter, Eindicker, Refiner und Mittelkonsistenzpumpen für zwei Papiermaschinen wurden von Zhejiang Chuancheng Industrial, China, geordert.

Von Sun Paper Industry, China, erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lieferung von Systemen für die Stoffaufbereitung, eines Konstantteils und einer Rejektaufbereitungsanlage für das Werk Yanzhou. Die Rückstände aus den beiden Altpapieraufbereitungslinien werden für die thermische Verwertung oder für eine weitere Rezyklierung aufbereitet.

Im Bereich MDF wurden mehrere Aufträge zur Lieferung von Druckzerfaserungssystemen verbucht, unter anderem von Masisa Durango Maderas y Sintéticos, Mexiko, Shandong Dingsen Wood Industry und Henan Xiayi Huasheng Wood, China, sowie von VRG Kien Giang, Vietnam.

METALS

MARKTENTWICKLUNG

Im Bereich der Umformtechnik für die Automobil- und Automobilzulieferindustrie wurde im 3. Quartal 2014 weltweit eine gute Investitions- und Projektaktivität verzeichnet. Während in Europa die Aktivität auf anhaltend zufriedenstellendem Niveau blieb, wurden insbesondere in China mehrere Großaufträge ve rgeben.

Aufgrund der anhaltenden Überkapazitäten in der internationalen Stahl-/Edelstahlindustrie und der konjunkturell bedingt schwachen Nachfrage war die Projektaktivität für Anlagen und Ausrüstungen zur Herstellung und Vera rbeitung von Bändern aus Edelstahl, Kohlenstoffstahl und Nichteisenmetall im Berichtszeitraum unverändert niedrig. Gute Investitionsaktivität wurde hingegen im Bereich Aluminium verzeichnet. Im Bereich Industrieöfen war die Investitionsaktivität gering.

WICHTIGE EREIGNISSE

Am Schuler-Standort in Tianjin, China, erfolgte der Spatenstich für ein neues Vorführ- und Referenzzentrum. In diesem Servo TechCenter wird ab dem kommenden Jahr eine 16.000-Kilonewton-Presse mit TwinServo-Technologie zum Einsatz kommen.

Schuler hat mit Efficient Hydraulic Forming (EHF) eine neue Technologie für hydraulische Pressen entwickelt. Im Vergleich zu konventionellen hydraulischen Pressen lassen sich damit bis zu 60% Energie einsparen. Die erste Schmiedepresse mit EHF-Technologie ging bei Imbach & Cie., Schweiz, erfolgreich in Betrieb.

Schuler präsentierte bei RUD-Schöttler, Deutschland, den ersten Linearhammer mit Servo-Technologie. Der patentierte Antrieb erlaubt Schmieden in höchster Präzision. Die elektronische Steuerung passt dabei den Energieanteil und die Anzahl der erforderlichen Schmiedeschläge nach jedem Schlag automatisch dem tatsächlich erreichten Schmiedeergebnis an, bis die vorgewählte Bauteilstärke erreicht ist. Dadurch reduzieren sich die Zykluszeit und der Energieeinsatz zur Umformung.

Erfolgreich in Betrieb genommen wurde ein an Walsin Lihwa, Taiwan, geliefertes Kaltwalzgerüst, eine kontinuie rliche Glüh- und Beizlinie für warm- und kaltgewalztes Edelstahlband (Jahreskapazität: 350.000 Tonnen) sowie eine Bandbehandlungsanlage für warmgewalztes Band.

Eine Verzinkungslinie (Jahreskapazität: 200.000 Tonnen) wurde erfolgreich modernisiert und an Synn Industrial, Taiwan, übergeben.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Fiat, Brasilien, beauftragte die Lieferung einer mechanischen Schuler-Pressenlinie mit Roboter-Automation. Zum Lieferumfang gehören eine Kopfpresse mit einer Presskraft von 12.000 Kilonewton und vier Folgepressen mit je 8.000 bzw. 6.300 Kilonewton Presskraft.

Für ein chinesisches und ein US-amerikanisches Werk des Automobilzulieferers LuK, Deutschland, wird Schuler jeweils eine mechanische Stufenpresse mit einer ausliegenden Schneidstufe liefern. Jede dieser Pressen hat eine Presskraft von 29.000 Kilonewton und bearbeitet Materialien bis zehn Millimeter Stärke.

Ein deutscher Premium-Automobilhersteller bestellte für ein Werk in China eine Servo-Pressenlinie (Gesamtpresskraft: 103.000 Kilonewton) zur Fertigung von Karosserieteilen für Modelle mit langen Radständen.

Einen der größten Aufträge in der 175-jährigen Unternehmensgeschichte erhielt Schuler von FAW Volkswagen Automotive, China. Der Auftrag umfasst drei Pressenlinien mit ServoDirekt-Technologie und drei Pressen zur Werkzeugerprobung und -einarbeitung für Produktionsstandorte in China. Auf den Servo-Pressenlinien entstehen vor allem Karosserieteile für Autos, wie zum Beispiel Motorhauben oder Türen.

Voestalpine, USA, bestellte eine hydraulische Formhärtepresse (Presskraft 26.000 Kilonewton) mit Automation. Auf dieser Presse werden aus verzinktem Material warm umgeformte Strukturbauteile für Autos hergestellt.

An Metalsa, Mexiko, liefert Schuler eine mechanische Transferpresse mit ServoDirekt-Technologie (Presskraft: 16.000 Kilonewton) einschließlich Transfer- und Bandanlage sowie Platinenlader.

Aleris Rolled Products, USA, bestellte zwei Glüh- und Passivierungslinien für die Produktion von Aluminiumbändern mit einer Jahreskapazität von je 170.000 Tonnen. Der Lieferumfang umfasst die komplette mechanische und elektrische Ausrüstung sowie alle Prozessteile.

Constellium Quiver Ventures, USA, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung einer Glüh- und Beizlinie für kaltgewalzte Aluminiumbänder (Jahreskapazität: 110.000 Tonnen).

Constellium, Frankreich, orderte eine Glüh- und Beizlinie für Automotive-Produkte für das Werk in Biesheim, Frankreich.

Walsin Lihwa, Taiwan, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Lieferung einer Streckbiegerichtlinie, eines Walzwerks und einer Regenerationsanlage für das Edelstahlkaltwalzwerk in Taichung, Taiwan.

An Arinox, Italien, liefert ANDRITZ ein 20-Rollen-Präzisionswalzwerk mit einer Breite von 1.550 Millimetern und einer Reduktion der Bänder auf bis zu 70 Mikrometer. Die Anlage wird das größte Präzisionswalzwerk der Welt sein.

ANDRITZ Soutec erhielt von Anshan Steel, China, den Auftrag zur Lieferung von zwei Linear-Laserschweißanlagen.

ThyssenKrupp Rasselstein, Deutschland, beauftragte den Geschäftsbereich mit der Erneuerung einer Kontiglü hlinie zur Produktion von Carbonstahl. Der Lieferumfang umfasst ein neues Elektrikpaket und Bedienkonzept, umfangreiche Sicherheitstechnik sowie wesentliche Erneuerungen und Erweiterungen der Anlagenmechanik und -hydraulik. Dank der Modernisierung werden die Anlagengeschwindigkeit erhöht und der Bandlauf optimiert.

SEPARATION

MARKTENTWICKLUNG

Die Investitions- und Projekttätigkeit für Ausrüstungen zur Fest-Flüssig-Trennung zeigte im 3. Quartal 2014 weiterhin eine differenzierte Entwicklung. Während die Nachfrage in der kommunalen und industriellen Abwa sserbehandlung sowie in der Lebensmittelindustrie solide war, war die Projektaktivität in der chemischen Industrie leicht unter dem Niveau des Vorquartals. Die Investitionstätigkeit im Bereich Bergbau blieb unverändert auf sehr niedrigem Niveau.

Im Bereich Tierfutter wurde insgesamt gute Projektaktivität sowohl für Erweiterungsprojekte als auch für Neuanlagen, insbesondere in Lateinamerika und Europa, verzeichnet. Das Segment Spezialtierfutter (Fisch - und Haustierfutter) zeigte in Asien, Lateinamerika und im Mittelmeerraum gute Nachfrage. Im Bereich Biomassepelletierung war die Projekt- und Investitionstätigkeit, vor allem in Asien und Nordamerika, unverändert solide.

WICHTIGE EREIGNISSE

Der Geschäftsbereich präsentierte eine neue, innovative Siebbandpresse basierend auf einem neuen Flachbau-Design sowie flexibler Modulbauweise für Entwässerungsanwendungen im kommunalen und industriellen Bereich. Der Hauptvorteil der neuen Siebbandpresse liegt in der Verringerung von Größe und Gewicht um jeweils rund 50% im Vergleich zur Vorgängergeneration der Maschine. Dadurch können Investitionskosten und Wartungsaufwand für den Kunden bei gleicher Leistung reduziert werden.

WICHTIGE AUFTRÄGE

Der Geschäftsbereich erhielt den Auftrag zur Lieferung eines Bandtrocknungssystems für die Abwasserau fbereitungsanlage einer Großstadt in Missouri, USA.

Ein Kunde in Indonesien orderte fünf Seitenholmfilterpressen zur Pflanzenölproduktion.

Im Bereich Bergbau und Mineralienaufbereitung wurden von einem Kunden in China drei Seitenholmfilterpressen für die Produktion von Molybdän bestellt; Molybdän wird zur Erhöhung der Festigkeit von Stählen und Metallen eingesetzt.

An einen Kunden in China werden zwei hyperbare Scheibenfilter für eine Anwendung in der Kohleindustrie geli efert.

Der Geschäftsbereich wurde mit der Lieferung einer neuen Wirbelschichtkühleranlage für die Kaliproduktion beauftragt. Die neue Anlage verbraucht weniger Energie als vergleichbare technische Lösungen.

Von einem wichtigen Energieerzeuger in Polen erhielt der Geschäftsbereich einen Auftrag zur Lieferung von vier Zentrifugen für eine Rauchgasentschwefelungsanlage. Der Kunde reduziert damit die Luftbelastung und erfüllt die Umweltschutzauflagen.

Ein Wasserversorgungsunternehmen in Brasilien beauftragte den Geschäftsbereich mit dem Umbau und der Instandsetzung bestehender Filterpressen.

Von einem chinesischen Kunden in der chemischen Industrie erhielt der Geschäftsbereich den Auftrag zur Lief erung von zwei Dekantern und eines Vakuumscheibenfilters.

Ein Salzproduzent in Weißrussland bestellte ein Wirbelschichtsystem als Ersatz für eine bestehende Tromme ltrocknungsanlage. Dieses neue, moderne Trocknungssystem erreicht eine hohe Produktqualität und spart Ene rgie durch Nutzung der Abwärme im Produktionsverfahren.

Mehrere Aufträge zur Lieferung neuer Fisch- und Tierfutterproduktionslinien wurden von Kunden in Asien, Europa und Lateinamerika verzeichnet. Dazu zählt ein Großauftrag für eine neue Futtermittelpelletierungsanlage in Osteuropa (Leistung: 60 Tonnen pro Stunde).

KONZERN-GEWINN-UND -VERLUSTRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2014 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2014 Q1-Q3 2013 Q3 2014 Q3 2013
Umsatzerlöse 4.122.892 4.144.623 1.463.462 1.534.552
Veränderung des Bestandes an fertigen und
unfertigen Erzeugnissen 87.474 36.795 26.658 18.289
Aktivierte Eigenleistungen 1.721 2.116 320 497
4.212.087 4.183.534 1.490.440 1.553.338
Sonstige betriebliche Erträge 61.787 65.610 17.607 18.028
Materialaufwand -2.222.329 -2.343.191 -798.839 -896.864
Personalaufwand -1.176.822 -1.099.380 -387.314 -374.973
Sonstige betriebliche Aufwendungen -575.776 -577.248 -198.605 -206.235
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und
Abschreibungen (EBITDA)
298.947 229.325 123.289 93.294
Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -122.918 -113.121 -41.675 -42.962
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 176.029 116.204 81.614 50.332
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -54 -119 -20 -150
Zinserträge 22.237 18.227 7.663 5.674
Zinsaufwendungen -24.040 -24.501 -7.744 -8.550
Sonstiges Finanz-Ergebnis 147 996 111 676
Finanz-Ergebnis -1.710 -5.397 10 -2.350
Ergebnis vor Steuern (EBT) 174.319 110.807 81.624 47.982
Steuern vom Einkommen und Ertrag -52.296 -33.242 -24.487 -15.262
KONZERN-ERGEBNIS 122.023 77.565 57.137 32.720
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 123.600 78.843 56.853 31.948
Nicht beherrschende Anteile -1.577 -1.278 284 772
Gewogene durchschnittliche Anzahl an
nennwertlosen Stückaktien 103.731.925 103.319.114 103.611.979 103.477.846
Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 1,19 0,76 0,55 0,31
Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 241.323 927.780 261.183 443.109
Gewogene durchschnittliche Anzahl an
nennwertlosen Stückaktien und Optionen 103.973.248 104.246.894 103.873.162 103.920.955
Verwässertes Ergebnis je nennwertloser
Stückaktie (in EUR)
1,19 0,76 0,55 0,31

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG

Für die ersten drei Quartale 2014 (verkürzt, ungeprüft)

Q1-Q3 Q1-Q3
(in TEUR) 2014 2013 Q3 2014 Q3 2013
Konzern-Ergebnis 122.023 77.565 57.135 32.720
Posten, die unter bestimmten Bedingungen nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Unterschiede aus der Währungsumrechnung, nach Ertragsteuern 29.930 -26.610 26.929 -19.259
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, nach Ertragsteuern 362 -734 498 77
Absicherung von Zahlungsströmen, nach Ertragsteuern 0 -351 -1.034 1.072
Posten, die nicht nachträglich in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste, nach Ertragsteuern 0 0 0 0
Sonstiges Ergebnis der Periode 30.292 -27.695 26.393 -18.110
GESAMTERGEBNIS DER PERIODE 152.315 49.870 83.528 14.610
Davon entfallen auf:
Gesellschafter der Muttergesellschaft 153.118 54.756 82.796 15.909
Nicht beherrschende Anteile -803 -4.886 732 -1.299

KONZERN-BILANZ

Zum 30. September 2014 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) 30. September 2014 31. Dezember 2013
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte 250.890 309.458
Firmenwerte 534.137 530.067
Sachanlagen 689.227 673.479
Sonstige Finanzanlagen 79.448 45.649
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.767 16.849
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 79.297 75.338
Aktive latente Steuern 207.964 200.318
Langfristige Vermögenswerte 1.864.730 1.851.158
Vorräte 799.569 673.761
Geleistete Anzahlungen 183.750 152.786
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 625.489 620.821
Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie
dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen
505.981 509.534
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 351.590 376.368
Wertpapiere des Umlaufvermögens 93.929 159.107
Zahlungsmittel 1.502.665 1.227.860
Kurzfristige Vermögenswerte 4.062.973 3.720.237
SUMME AKTIVA 5.927.703 5.571.395
PASSIVA
Grundkapital 104.000 104.000
Kapitalrücklagen 36.476 36.476
Gewinnrücklagen 834.849 759.261
Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes
Eigenkapital 975.325 899.737
Nicht beherrschende Anteile 27.069 29.743
Summe Eigenkapital 1.002.394 929.480
Anleihen 369.557 510.658
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 66.278 44.483
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 15.144 15.324
Rückstellungen 448.990 438.563
Sonstige Verbindlichkeiten 61.200 54.374
Verbindlichkeiten aus latenten Steuern 157.023 159.040
Langfristige Verbindlichkeiten 1.118.192 1.222.442
Anleihen 152.350 0
Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten 70.578 63.004
Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing 366 962
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 461.797 453.219
Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür
realisierte Umsatzerlöse übersteigen 1.252.995 1.081.412
Erhaltene Anzahlungen 283.312 269.066
Rückstellungen 488.621 555.063
Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern 38.863 39.622
Sonstige Verbindlichkeiten 1.058.235 957.125
Kurzfristige Verbindlichkeiten 3.807.117 3.419.473
SUMME PASSIVA 5.927.703 5.571.395

ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS

Für die ersten drei Quartale 2014 (verkürzt, ungeprüft) Davon entfallen auf Gesellschafter der Muttergesellschaft Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital (in TEUR) Grundkapital Kapitalrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen IAS 39- Rücklage Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnung Eigene Aktien Gesamt STAND ZUM 1. JÄNNER 2013* 104.000 36.476 925.558 695 -30.886 -7.410 -20.940 1.007.493 26.302 1.033.795 Gesamtergebnis der Periode 78.843 -1.071 -23.016 54.756 -4.886 49.870 Dividenden -123.738 -123.738 -638 -124.376 Änderungen aus Akquisitionen -6.756 -6.756 19.198 12.442 Veränderung eigene Aktien -2.689 -2.689 -2.689 Sonstige Veränderungen -5.287 -27 -5.314 -2.012 -7.326 STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2013* 104.000 36.476 868.620 -376 -30.913 -30.426 -23.629 923.752 37.964 961.716 STAND ZUM 1. JÄNNER 2014 104.000 36.476 838.057 -381 -24.240 -45.718 -8.457 899.737 29.743 929.480 Gesamtergebnis der Periode 123.600 362 29.156 153.118 -803 152.315 Dividenden -51.907 -51.907 -1.232 -53.139 Veränderung eigene Aktien -769 -25.607 -26.376 -26.376 Sonstige Veränderungen 3.453 -1 -5 -2.694 753 -639 114 STAND ZUM 30. SEPTEMBER 2014 104.000 36.476 912.434 -20 -24.245 -19.256 -34.064 975.325 27.069 1.002.394

* Per 31. Dezember 2013 aufgrund von IAS 19 angepasst – weitere Informationen siehe ANDRITZ-Jahresfinanzbericht 2013

KONZERN-CASHFLOW-STATEMENT

Für die ersten drei Quartale 2014 (verkürzt, ungeprüft)

(in TEUR) Q1-Q3 2014 Q1-Q3 2013
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 225.607 -81.099
Cashflow aus Investitionstätigkeit 57.977 70.529
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -36.761 -377.630
Veränderung der Zahlungsmittel 246.823 -388.200
Einfluss von Wechselkursänderungen auf Zahlungsmittel 27.982 -31.681
Zahlungsmittel am Anfang der Periode 1.227.860 1.492.848
Zahlungsmittel am Ende der Periode 1.502.665 1.072.967

CASHFLOW AUS DEM ERWERB VON TOCHTERGESELLSCHAFTEN*

Für die ersten drei Quartale 2014 (verkürzt, ungeprüft)

Geschäftsbereich Gesamt Gesamt
(in TEUR) HY1) Q1-Q3 2014 Q1-Q3 2013
Immaterielle Vermögenswerte 527 527 303.338
Sachanlagen 2.264 2.264 177.634
Vorräte 1.106 1.106 173.816
Forderungen 36 36 275.134
Verbindlichkeiten exkl. Finanzverbindlichkeiten -2.253 -2.253 -736.205
Nicht verzinsliches Nettovermögen 1.680 1.680 193.717
Zahlungsmittel 1.772 1.772 337.939
Finanzanlagevermögen 0 0 2.992
Finanzverbindlichkeiten 0 0 -109.970
Firmenwerte 570 570 190.792
Nicht beherrschende Anteile 0 0 -30.397
Kaufpreis gesamt 4.022 4.022 585.073
In bar entrichteter Kaufpreis -4.022 -4.022 -429.523
Erworbene Zahlungsmittel 1.772 1.772 337.939
NETTO-CASHFLOW -2.250 -2.250 -91.584
Verbindlichkeiten aus nicht bezahltem Kaufpreis 0 0 -3.596
Zeitwert der vor Akquisition gehaltenen Anteile 0 0 -151.954
NICHT IN BAR ENTRICHTETER KAUFPREIS 0 0 -155.550

* Bewertet zu Transaktionskursen

1) HY = HYDRO

Die erstmalige Einbeziehung der im Jahr 2014 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte. Die endgültige Feststellung der im Cashflow aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften angegebenen Bilanzpositionen erfolgt gemäß den Bestimmungen für die Erstkonsolidierung des IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse".

ANHANG

Erläuterungen zum Konzern-Zwischenabschluss per 30. September 2014

Allgemeines

Der Zwischenabschluss zum 30. September 2014 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Berücksichtigung der Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom 31. Dezember 2013 wurden unverändert angewandt. Für weitere Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen wird auf den Konzern-Abschluss zum 31. Dezember 2013 verwiesen, der die Basis für den vorliegenden Konzern-Zwischenabschluss darstellt.

Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rechendifferenzen auftreten.

Der Zwischenabschluss per 30. September 2014 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.

Anwendung von neuen Standards

Seit dem 1. Jänner 2014 wendet ANDRITZ folgende neue Standards an:

  • IFRS 10: Konzernabschlüsse
  • IFRS 11: Gemeinsame Vereinbarungen
  • IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
  • IAS 27 (überarbeitet 2011): Einzelabschlüsse
  • IAS 28 (überarbeitet 2011): Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
  • IAS 32 (überarbeitet 2011): Finanzinstrumente: Darstellung

Die Anwendung dieser neuen Standards hatte keine wesentlichen Auswirkungen auf den verkürzten konsolidierten Zwischenabschluss.

Änderung Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich wie folgt verändert:

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Bestand zum 1. Jänner 2014 146 3
Zugänge aus Unternehmenskäufen 1 0
Änderung der Konsolidierungsmethode
Zugänge 1 0
Abgänge -3 0
Umgründungen -10 0
Bestand zum 30. September 2014 135 3

Akquisitionen

Die folgenden Unternehmen waren im Vergleichszeitraum 1. Jänner bis 30. September 2013 nicht oder nur teilweise im Konzern-Abschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:

2013 erworben:

  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (80%): Anlagen zur Produktion von Tier-/Fischfutterpellets im mittleren Kapazitätsbereich
  • Schuler-Konzern, Deutschland (> 95%): Maschinen, Anlagen, Werkzeuge, Verfahrens-Know-how und Dienstleistungen im Bereich der Umformtechnik für die Metall verarbeitende Industrie
  • FBB Engineering GmbH, Deutschland (100%): Brenner und feuerfeste Bauteile für die Stahl- und Aluminiumindustrie
  • ANDRITZ MeWa GmbH, Deutschland (100%): Engineering und Service für Recyclingmaschinen und komplette Anlagenlösungen
  • Modul-Gruppe, Deutschland (restliche 50%): Maschinen und Anlagen zur Holzbehandlung; die ersten 50% wurden 2010 erworben
  • Einzelne Vermögenswerte von Vandenbroek Thermal Processing B.V., Niederlande: thermische Schlammtrocknungstechnologien
  • Einzelne Vermögenswerte von Hydreo Engineering SAS, Frankreich: Ausrüstungen für Wasserkraftwerke, Fischfarmen und Abwasserbehandlungsanlagen
  • Warkaus Works Oy, Finnland (restliche 50%): Herstellung von drucktragenden Komponenten für Rückgewinnungskessel und Kraftwerkskessel; die ersten 50% wurden 2001 erworben

2014 erworben:

  • Einzelne Vermögenswerte und Mitarbeiter des Hydrogeneratoren-Servicebusiness von ABB, Schweiz: Stärkung der Servicebasis im Bereich der Hydrogeneratoren in der Schweiz
  • ANDRITZ Hydro AFI Inc., Kanada (100%): Gründung eines neuen Unternehmens für den Erwerb von Vermögenswerten der ehemaligen AFI Hydro Inc., Kanada: Entwicklung, Fertigung und Instandhaltung von Absperrorganen für Wasserkraftwerke
  • Shanghai Shende Machinery Co. Ltd., China (restliche 20%): Da das Closing im Berichtszeitraum nicht abgeschlossen war, werden diese Anteile im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. September 2014 unter den nicht beherrschenden Anteilen ausgewiesen

Die geschätzten Zeitwerte der in 2014 erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:

Anpassungen an
den beizulegenden
Beizulegender
(in TEUR) IFRS Buchwerte Zeitwert Zeitwert
Immaterielle Vermögenswerte 0 527 527
Sachanlagen 2.264 0 2.264
Vorräte 1.106 0 1.106
Forderungen 36 0 36
Verbindlichkeiten -2.113 -140 -2.253
Nicht verzinsliches Nettovermögen 1.293 387 1.680
Zahlungsmittel 1.772 0 1.772
Finanzanlagevermögen 0 0 0
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0
Firmenwerte 0 570 570
Nicht beherrschende Anteile 0 0 0
Nettovermögen 3.065 957 4.022

Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen

2014 erwarb ANDRITZ zusätzliche Anteile am Schuler-Konzern. Die ANDRITZ-GRUPPE erfasste diese Änderung der Beteiligungsquote als Eigenkapitaltransaktion.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Der Geschäftsverlauf der ANDRITZ-GRUPPE ist im Allgemeinen durch keine Saisonalität gekennzeichnet.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung

In den ersten drei Quartalen 2014 betrug der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 4.122,9 MEUR und lag damit um 0,5% unter dem Vergleichswert des Vorjahrs (Q1-Q3 2013: 4.144,6 MEUR). Der Betriebserfolg (EBIT) erreichte 176,0 MEUR (Q1-Q3 2013: 116,2 MEUR).

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Die Bilanzsumme der ANDRITZ-GRUPPE per 30. September 2014 betrug 5.927,7 MEUR und war damit um 356,3 MEUR höher als zum 31. Dezember 2013 (5.571,4 MEUR). Das Nettoumlaufvermögen per 30. September 2014 betrug -607,0 MEUR (31. Dezember 2013: -539,4 MEUR).

Im laufenden Geschäftsjahr wurden von der ANDRITZ AG für das Geschäftsjahr 2013 51,9 MEUR an Dividenden ausgeschüttet. In den ersten drei Quartalen 2014 wurden 672.000 Aktien zurückgekauft; 70.886 Aktien wurden an Mitarbeiter von ANDRITZ ausgegeben (im Wesentlichen im Rahmen von Aktienoptionsprogrammen).

Erläuterungen zum Konzern-Cashflow-Statement

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2014 225,6 MEUR (Q1-Q3 2013: -81,1 MEUR). Dieser Anstieg ist vor allem auf projektbedingte Veränderungen des Nettoumlaufvermögens (working capital) zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2014 58,0 MEUR (Q1-Q3 2013: 70,5 MEUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug in den ersten drei Quartalen 2014 -36,8 MEUR (Q1-Q3 2013: -377,6 MEUR). Die starke Veränderung resultiert hauptsächlich aus der Tilgung einer Unternehmensanleihe in Höhe von 200 MEUR im Vorjahr.

Segmentberichterstattung

Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt:

Geschäftsbereiche

Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in folgenden Geschäftsbereichen:

  • HYDRO (HY)
  • PULP & PAPER (PP)
  • METALS (ME) SEPARATION (SE)

Geschäftsbereichsinformationen per 30. September 2014:

(in TEUR) HY PP ME SE Gesamt
Umsatz 1.232.210 1.369.894 1.111.810 408.978 4.122.892
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen
(EBITDA) 114.482 85.513 87.033 11.919 298.947
Investitionen 24.928 15.707 15.230 5.999 61.864
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen
26.104 26.064 58.613 12.137 122.918
Anteile am Jahresfehlbetrag von assoziierten
Unternehmen
0 -54 0 0 -54
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0 0

Geschäftsbereichsinformationen per 30. September 2013:

(in TEUR) HY PP ME SE Gesamt
Umsatz 1.301.516 1.456.665 962.907 423.535 4.144.623
Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen
(EBITDA) 121.215 8.221 90.233 9.656 229.325
Investitionen 26.519 16.647 17.635 4.674 65.475
Abschreibungen und Wertminderungen von immateriellen
Vermögenswerten und Sachanlagen 25.440 24.505 49.194 13.982 113.121
Anteile am Jahresfehlbetrag von assoziierten
Unternehmen 0 -119 0 0 -119
Anteile an assoziierten Unternehmen 0 557 0 0 557

Fair-Value-Hierarchie

Die Stufen der Fair-Value-Hierarchie und ihre Anwendung auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sind im Folgenden beschrieben:

  • Stufe 1: Notierte Marktpreise für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten an aktiven Märkten
  • Stufe 2: Andere Informationen als notierte Marktpreise, die direkt (z. B. Preise) oder indirekt (z. B. abgeleitet aus Preisen) beobachtbar sind
  • Stufe 3: Informationen über Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren

Die untenstehende Tabelle zeigt eine Zuordnung der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Verm ögenswerte und Verbindlichkeiten zu den drei Stufen der Fair-Value-Hierarchie. Diese unterscheidet Fair Values nach Bedeutung der in die Bewertung einbezogenen Parameter und verdeutlicht, inwiefern beobachtbare Marktdaten bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts verfügbar sind.

Gesamt zum
(in TEUR) 30. September
2014
davon
Stufe 1
davon
Stufe 2
davon
Stufe 3
FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelsaktiva
Derivate 22.798 0 22.798 0
Eingebettete Derivate 38.612 0 38.612 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
Wertpapiere des Anlagevermögens 7.208 7.208 0 0
Wertpapiere des Umlaufvermögens 93.929 93.929 0 0
Sonstige Forderungen
Derivate (Hedge Accounting) 22.946 22.946
185.493 101.137 84.356 0
FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert -
Handelspassiva
Derivate 62.618 0 62.618 0
Eingebettete Derivate 12.196 0 12.196 0
Sonstige Verbindlichkeiten
Derivate (Hedge Accounting) 3.548 0 3.548
78.362 0 78.362 0

Wichtige Ereignisse nach dem 30. September 2014

Es gab keine außerordentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

ERKLÄRUNG GEMÄSS § 87 (1) BÖRSEGESETZ

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzern-Zwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Lagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten neun Monate des Geschäftsjahrs und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen drei Monaten des Geschäftsjahrs und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Graz, 6. November 2014

Der Vorstand der ANDRITZ AG

Vorstandsvorsitzender PULP & PAPER

Wolfgang Leitner Humbert Köfler Friedrich Papst Joachim Schönbeck Wolfgang Semper (Service & Systemlösungen),

SEPARATION

METALS, HYDRO (Pumpen), SEPARATION (Bereich Tierfutter-/Biomassepelletierung)

PULP & PAPER (Neuanlagen)

HYDRO

AKTIE

Relative Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Vergleich zum ATX (1. Oktober 2013-30. September 2014)

Quelle: Wiener Börse

Kursentwicklung

Die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte war in den ersten drei Quartalen 2014 nach wie vor von den unsicheren allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und damit einhergehend hoher Volatilität geprägt. Innerhalb dieses Börsenumfelds sank der Kurs der ANDRITZ-Aktie im Berichtszeitraum um 7,6%. Im selben Zeitraum fiel der ATX, der führende Aktienindex der Wiener Börse, um 13,0%.

Der höchste Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie in den ersten drei Quartalen 2014 betrug 47,58 EUR (7. März 2014), der niedrigste Schlusskurs 39,78 EUR (4. August 2014).

Handelsvolumen

Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der ANDRITZ-Aktie (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht) betrug 294.685 Aktien (Q1-Q3 2013: 326.011 Aktien). Der höchste Tagesumsatz wurde am 19. September 2014 mit 1.820.158 Aktien und der niedrigste Tagesumsatz am 25. August 2014 mit 83.306 Aktien verzeichnet.

Investor Relations

Im 3. Quartal 2014 wurden mit internationalen institutionellen Anlegern und Finanzanalysten Gespräche in Chicago, Frankfurt, Genf, London, Melbourne, München, New York, Paris, San Francisco, Singapur, Sydney, Toronto und Warschau geführt.

Im September fand in Wien, Österreich, der diesjährige ANDRITZ Capital Market Day statt, bei dem de r Vorstand internationale Analysten und Fondsmanager über aktuelle Entwicklungen sowie die mittel- bis langfristigen Ziele der ANDRITZ-GRUPPE informierte.

Q1-Q3 Q1-Q3
Kennzahlen der ANDRITZ-Aktie Einheit 2014 2013 Q3 2014 Q3 2013 2013
Höchster Schlusskurs EUR 47,58 54,94 43,34 44,70 54,94
Niedrigster Schlusskurs EUR 39,78 37,93 39,78 38,39 37,93
Schlusskurs (per ultimo) EUR 42,22 43,46 42,22 43,46 45,59
Marktkapitalisierung (per ultimo) MEUR 4.390,9 4.519,3 4.390,9 4.519,3 4.741,4
Performance % -7,6 -13,6 +0,6 +9,5 -9,4
ATX-Gewichtung (per ultimo) % 8,2624 8,8773 8,2624 8,8773 9,5082
Durchschnittliches Handelsvolumen Stück 294.685 326.011 277.020 329.193 316.787

Quelle: Wiener Börse

Eckdaten zur ANDRITZ-Aktie

ISIN-Code AT0000730007
Tag der Erstnotiz 25. Juni 2001
Aktiengattung Inhaberaktien
Aktienzahl 104 Millionen
Genehmigtes Kapital Keines
Streubesitz Rund 70%
Börse Wien (Prime Market)
Ticker-Symbole Reuters: ANDR.VI; Bloomberg: ANDR, AV
Börsenindizes ATX, ATX five, ATX Global Players, ATXPrime, WBI

Finanzterminkalender 2015 (vorläufig)

5. März 2015 Ergebnisse Geschäftsjahr 2014
26. März 2015 Ordentliche Hauptversammlung
31. März 2015 Ex-Dividende
2. April 2015 Dividendenzahltag
6. Mai 2015 Ergebnisse 1. Quartal 2015
7. August 2015 Ergebnisse 1. Halbjahr 2015
6. November 2015 Ergebnisse 1. bis 3. Quartal 2015

Den laufend aktualisierten Finanzterminkalender sowie Informationen zur ANDRITZ-Aktie finden Sie auf der Investor-Relations-Seite der ANDRITZ-Homepage: www.andritz.com/aktie.

Kontakt und Impressum

ANDRITZ AG Investor Relations Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich [email protected] Inhouse produziert mit FIRE.sys

Hinweis

Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Bericht auf geschlechtsspezifische Formulierungen verzichtet. Alle personenbezogenen Bezeichnungen beziehen sich auf beide Geschlechter.