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Andritz AG — Annual Report 2008
Mar 6, 2009
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Annual Report
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jahresfinanzbericht 2008
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reports.andritz.com/2008/de/
Im Geschäftsbericht 2008 der ANDRITZ-GRUPPE finden Sie weitere Informationen: Interview mit Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, Global Care (die Herausforderungen zum weltweiten Umwelt- und Klimaschutz – und die Antworten von ANDRITZ darauf), Strategie, die ANDRITZ-Aktie, die fünf ANDRITZ-Geschäftsbereiche, Fertigung u. v. m.
Der Jahresfinanzbericht und der Geschäftsbericht 2008 sind unter reports.andritz.com/2008/de/ verfügbar – oder Sie fordern kostenlos die Druckversionen an:
ANDRITZ AG
Investor Relations Stattegger Straße 18 8045 Graz, Österreich Tel.: +43.316.6902-2722 Fax: +43.316.6902-465 [email protected]
kennzahlen der Andritz-Gruppe 2004–2008
| MEUR (IFRS) | 2008 | 2007* | 2006* | 2005 | 2004 |
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragseingang | 3.705,3 | 3.749,5 | 2.891,0 | 1.974,6 | 1.837,0 |
| Auftragsstand per 31. Dezember | 4.277,4 | 3.843,3 | 3.397,1 | 1.695,6 | 1.439,2 |
| Umsatz | 3.609,8 | 3.282,5 | 2.709,7 | 1.744,3 | 1.481,3 |
| EBITDA1) | 278,2 | 250,7 | 197,7 | 130,9 | 115,4 |
| EBITA2) | 233 ,2 |
209,7 | 166,2 | 107,0 | 92,8 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 218,5 | 200,9 | 163,3 | 106,7 | 76,1 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 210,5 | 200,8 | 165,3 | 110,0 | 76,6 |
| Konzernergebnis (vor Abzug von Fremdanteilen) | 147,0 | 137,8 | 121,1 | 80,2 | 53,4 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 255,0 | 33,1 | 143,1 | 237,3 | 208,0 |
| Investitionen3) | 69,7 | 57,0 | 45,7 | 26,7 | 29,4 |
| Mitarbeiter per 31. Dezember (ohne Lehrlinge) | 13.707 | 12.016 | 10.215 | 5.943 | 5.314 |
| Anlagevermögen | 732,1 | 632,3 | 608,6 | 308,0 | 276,3 |
| Umlaufvermögen | 2.354,2 | 1.877,1 | 1.777,5 | 1.083,3 | 877,1 |
| Summe Eigenkapital4) | 577,4 | 481,6 | 414,5 | 328,8 | 277,1 |
| Rückstellungen | 477,3 | 402,4 | 386,1 | 189,8 | 159,6 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.031,6 | 1.625,4 | 1.585,5 | 872,7 | 716,7 |
| Bilanzsumme | 3.086,3 | 2.509,4 | 2.386,1 | 1.391,3 | 1.153,4 |
| Eigenkapitalquote5) (%) | 18,7 | 19,2 | 17,4 | 23,6 | 24,0 |
| Nettoliquidität6) | 408,9 | 246,5 | 365,7 | 383,9 | 219,6 |
| Nettoverschuldung7) | -242,9 | -94,8 | -216,9 | -316,4 | -158,2 |
| Nettoumlaufvermögen8) | 22,7 | 99,1 | -93,6 | -128,2 | -1,0 |
| Capital employed9) | 406,8 | 405,6 | 194,5 | 21,1 | 131,9 |
| Verschuldungsgrad10) (%) | -42,1 | -19,7 | -52,3 | -116,8 | -79,3 |
| EBITDA-Marge (%) | 7,7 | 7,6 | 7,3 | 7,5 | 7,8 |
| EBITA-Marge (%) | 6,5 | 6,4 | 6,1 | 6,1 | 6,3 |
| EBIT-Marge (%) | 6,1 | 6,1 | 6,0 | 6,1 | 5,1 |
| Konzernergebnis/Umsatz (%) | 4,1 | 4,2 | 4,5 | 4,6 | 3,6 |
| ROE11) (%) | 25,5 | 28,6 | 29,2 | 24,3 | 19,5 |
| EV12) /EBITDA |
1,9 | 7,6 | 9,1 | 6,3 | 4,4 |
| Abschreibungen/Umsatz (%) | 1,5 | 1,4 | 1,3 | 1,4 | 1,5 |
| Wertminderung bzw. Abschreibung Firmenwert/Umsatz (%) | 0,2 | 0,1 | 0,0 | 0,0 | 1,1 |
* angepasst
1) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen; 2) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 7.862 TEUR (2007: 5.967 TEUR) sowie Wertminderungsverlust Firmenwert in Höhe von 6.783 TEUR (2007: 2.771 TEUR); 3) Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; 4) Summe Eigenkapital inkl. Anteile in Fremdbesitz; 5) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme; 6) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten; 7) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens; 8) Langfristige Forderungen plus Kurzfristige Vermögenswerte (exklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens und Flüssige Mittel) abzüglich Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Kurzfristige Verbindlichkeiten (exklusive Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen); 9) Nettoumlaufvermögen plus Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen; 10) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital; 11) ROE (Return On Equity): Konzernergebnis/Summe Eigenkapital; 12) EV (Enterprise Value): Marktkapitalisierung per 31. Dezember minus Nettoliquidität
| LA GEBERI CHT |
05 |
|---|---|
| CORP ORATE GOVERNAN CE-BERI CHT |
19 |
| UNTERNEH MEN SRISIKEN |
23 |
| ERKL ÄRUN G DE S VORSTAND S |
28 |
| BERI CHT DE S AU FSICHT SRAT S |
29 |
| Ko nzernabsc hluss 2008 |
|
| der ANDRITZ -GRUPPE |
30 |
| Bestätigungsvermerk | 31 |
| Konzernbilanz | 33 |
| Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung |
34 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 35 |
| Gesamteinkommensrechnung | 36 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals |
37 |
| Konzernanhang | 38 |
| Disc laimer, Impress um, Ko ntakt |
87 |
Lagebericht
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Jahr 2008 war die Entwicklung der Weltwirtschaft durch die Finanzmarktkrise negativ beeinflusst. Die Wirtschaft in den USA litt unter der Krise des Subprime-Markts und dem daraus resultierenden Zusammenbruch des amerikanischen Hypothekenmarkts, was zu einer nachhaltigen Schwäche des Banken- und Finanzsystems führte. Infolgedessen gingen die Ausgaben der Privatverbraucher und die Unternehmensinvestitionen im Jahresverlauf stark zurück. Die US-Wirtschaft rutschte in die tiefste Rezession seit 1982. Um einem möglichen Kollaps des Finanzsystems entgegenzuwirken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, senkte die amerikanische Notenbank FED (Federal Reserve Board) den Leitzinssatz in mehreren Schritten auf einen Bereich zwischen null und 0,25%, womit das tiefste Niveau aller Zeiten erreicht wurde.
Auch in Europa war die wirtschaftliche Entwicklung in hohem Maße von den finanziellen Turbulenzen und dem Rückgang der Konjunktur in den meisten europäischen Ländern betroffen. Der Privatkonsum ging stark zurück. Die exportorientierten europäischen Firmen hatten vor allem unter der Wirtschaftsschwäche der USA und Asiens zu leiden. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte dem Bankensystem beträchtliche Geldmittel zur Verfügung, um den Liquiditätsaustausch zwischen den Banken zu sichern, und senkte den Leitzinssatz auf 2,5%.
Auch in den meisten asiatischen Ländern hat sich die Wirtschaft abgeschwächt. Die japanische Wirtschaft rutschte in die Rezession, in China hat sich das Wachstum der meisten Industriebranchen durch rückläufige Exporte und nachlassende Binnennachfrage deutlich abgekühlt. Quelle: OECD
Geschäfts- entwicklung
Anmerkung: Gemäß IAS 19.93A können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Bisher wurden diese sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern macht nun vom Wahlrecht gemäß IAS 19.93A Gebrauch. Die Vorperioden wurden gemäß IAS 8 entsprechend angepasst. Dabei wurde für die Vergleichsperiode 2007 ein Betrag von TEUR 2.764 aus dem Personalaufwand und darauf entfallender latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.072 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zinsaufwendungen resultierend aus den Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden nun in der Konzern-Gewinnund -Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Für das Jahr 2007 wurde ein Betrag von TEUR 5.595 aus dem Personalaufwand ins Zinsergebnis umgegliedert.
Ferner wurde eine Korrektur gemäß IAS 8 retrospektiv durchgeführt. Die Bilanzpositionen "Aktive latente Steuern" änderten sich per 31. Dezember 2007 von TEUR 56.982 auf TEUR 58.882, die "Verbindlichkeiten aus latenten Steuern" von TEUR 99.604 auf TEUR 93.904 und die "Rückstellungen – kurzfristig" von TEUR 210.592 auf TEUR 218.192. Weder im Jahr 2007 noch im Jahr 2008 ergaben sich dadurch Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen
Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2007 nicht oder nur teilweise im Konzernabschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:
- Sindus Human Technology: Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie;
- Maerz Industrieofenanlagen GmbH: Wärmebehandlungsanlagen und Schmelzöfen;
- Tigép Kft.: Produktion von Schwermaschinen, insbesondere für Wasserkraft-Anlagen;
- Waplans Mekaniska Verkstads AB (restlicher 60%-Anteil): Serviceunternehmen für die Wasserkraft- sowie Zellstoff- und Papier-Industrie;
- Einzelne Vermögenswerte von GE (General Electric Company) Energy: Wasserkraft- Technologie;
- GEHI (Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture General Electric Hydro Inepar): Wasserkraft- Technologie;
- Kufferath: Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie.
Die erstmalige Einbeziehung der in 2007 und 2008 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.
Anmerkung: Per 1. Jänner 2009 wurden die folgenden ANDRITZ-Geschäftsbereiche umbenannt:
- Walz- und Bandbehandlungsanlagen: neuer Name METALS
- Wasserkraft: neuer Name HYDRO
Umsatz
Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 3.609,8 MEUR und erhöhte sich damit um 10,0% gegenüber dem Vorjahr (2007: 3.282,5 MEUR). Insbesondere die Geschäftsbereiche HYDRO sowie METALS verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Zuwachsraten. Das organische Wachstum der Gruppe betrug 2008 rund 2,2%.
Umsatz nach Regionen 2008 (2007) in %
Umsatz nach Geschäftsbereichen 2008 (2007) in %
Anteil Service-Umsatz am Gesamt-Umsatz des Geschäftsbereichs 2008 (2007) in %
HYDRO: 24 (24)
Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE 2004–2008
Auftragseingang und Auftragsstand
Der Auftragseingang der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 3.705,3 MEUR und lag damit nur geringfügig unter dem Rekordwert des Vorjahres (2007: 3.749,5 MEUR). Sehr positiv entwickelten sich die Geschäftsbereiche HYDRO, ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL, die im Jahresvergleich Zuwächse beim Auftragseingang erzielten. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs PULP & PAPER war dagegen im Jahresverlauf rückläufig; bedingt durch die globale Wirtschaftskrise kam es v. a. im 4. Quartal 2008 zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs.
Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE betrug 4.277,4 MEUR per 31. 12. 2008, was einen Anstieg von 11,3% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres bedeutet (31. 12. 2007: 3.843,3 MEUR). Während der Auftragsstand des Geschäftsbereichs PULP & PAPER rückläufig war, konnten die Geschäftsbereiche HYDRO und METALS ihre Auftragsstände im Jahresvergleich deutlich erhöhen.
Auftragseingang nach Regionen 2008 (2007) in %
Ergebnis
Das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 233,2 MEUR. Gegenüber 2007 (209,7 MEUR) ist dies ein Anstieg um 11,2% und damit eine etwas stärkere Steigerung als beim Umsatz. Damit erhöhte sich die Rentabilität der Gruppe (EBITA-Marge) 2008 auf 6,5% (2007: 6,4%). Im Zuge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise wurden Vorsorgen für Umstrukturierungen und kapazitive Anpassungen gemacht. Bereinigt um diese Maßnahmen hätte die EBITA-Marge für 2008 6,8% betragen. Insbesondere die Geschäftsbereiche HYDRO sowie ENVIRONMENT & PROCESS zeigten eine sehr gute Ergebnis- und Rentabilitätsentwicklung.
Das Finanzergebnis betrug -8,1 MEUR und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (2007: -0,1 MEUR). Wesentlicher Grund dafür sind im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise erforderliche Wertberichtigungen von Wertpapierveranlagungen. Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr 30,1% (2007: 31,4%).
Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 139,7 MEUR (2007: 134,5 MEUR).
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2008 stieg auf 3.086,3 MEUR an (31. Dezember 2007: 2.509,4 MEUR). Dies ist v. a. auf die erstmalige Einbeziehung der Aktiva und Passiva der im Jahr 2008 erworbenen Firmen sowie die erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 150 MEUR im Februar 2008 zurückzuführen. Diese Anleihe (Laufzeit: sieben Jahre, jährlicher Fixkupon: 5,25%) ersetzt die Anfang Juni 2008 abgereifte 100-MEUR-Unternehmensanleihe (Laufzeit: sechs Jahre, jährlicher Fixkupon: 6,0%).
Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2008 betrug 18,7% (31. Dezember 2007: 19,2%).
Die liquiden Mittel per 31. Dezember 2008 betrugen 821,8 MEUR; die Netto-Liquidität stieg auf 408,9 MEUR an und lag damit deutlich über dem Wert zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2007: 246,5 MEUR).
Aktiva
| 764,7 | 1.499,8 | 821,8 |
|---|---|---|
| MEUR | MEUR | MEUR |
| Langfristiges | Sonstiges kurzfristiges | Flüssige Mittel und Wertpapiere |
| Vermögen: 25% | Vermögen: 48% | des Umlaufvermögens: 27% |
Passiva
| 577,4 MEUR |
431,9 MEUR |
324,1 MEUR |
1.752,9 MEUR |
|---|---|---|---|
| Summe Eigen kapital inkl. Anteile in Fremdbesitz: 19% |
Finanzverbind lichkeiten: 14% |
Sonstige langfristige Verbind lichkeiten: 10% |
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten: 57% |
Aktien und Aktionärsstruktur – Offenlegung gemäß § 243a UGB
Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2008 betrug 104.000.000 Euro. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 2,00 Euro.
Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Rund 29% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.
Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2008 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. Oktober 2008 und 31. März 2011 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurückzuerwerben. Ende September 2008 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 1. Oktober 2008 und 31. März 2011 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß den Bedingungen der im Juni 2006 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2006–2013 bzw. der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2008–2015 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt, und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.
Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.
Finanz-Kennzahlen der ANDRITZ-GRUPPE
| MEUR | 2008 | 2007* | +/- (in %) |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 3.609,8 | 3.282,5 | + 10,0 |
| Umsatzrendite1) (%) | 6,1 | 6,1 | - |
| EBITDA | 278,2 | 250,7 | + 11,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 218,5 | 200,9 | + 8,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 210,5 | 200,8 | + 4,8 |
| Konzernergebnis | 147,0 | 137,8 | + 6,7 |
* angepasst
1) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern/Umsatz
Bilanz-Kennzahlen
| 2008 | 2007* | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote2) (%) | 18,7 | 19,2 |
| Eigenkapitalrentabilität3) (%) | 36,5 | 41,7 |
| Gesamtkapitalrentabilität4) (%) | 7,1 | 8,0 |
| Nettoliquidität5) (MEUR) | 408,9 | 246,5 |
| Nettoverschuldung6) (MEUR) | -242,9 | -94,8 |
| Nettoumlaufvermögen7) (MEUR) | 22,7 | 99,1 |
| Capital employed8) (MEUR) | 406,8 | 405,6 |
| Verschuldungsgrad9) (%) | -42,1 | -19,7 |
* angepasst
2) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme
3) Ergebnis vor Ertragsteuern/Summe Eigenkapital
4) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern/Bilanzsumme
5) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert der Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten
6) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens
7) Langfristige Forderungen plus Kurzfristige Vermögenswerte (exklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens und Flüssige Mittel) abzüglich Sonstige langfristige Verbindlichkeiten und Kurzfristige Verbindlichkeiten (exklusive Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen)
8) Nettoumlaufvermögen plus Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
9) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital
Risikomanagement
ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risiko-Managementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Dies ist ein wichtiges Element des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.
Finanzielle Risiken
Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontroll-Systeme effektiv genug sind.
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2009 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Entwicklung der globalen Konjunktur und den von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende weltweite Finanzkrise und der starke Konjunkturrückgang in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen auch ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Gesamtjahr 2009 dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich negativ auf die Kapazitätsauslastung der Fertigungseinheiten der Gruppe auswirken könnte.
Das Zahlungsausfallsrisiko durch den Kunden wird bei einem Großteil der Aufträge durch Bankgarantien und Exportversicherungen reduziert. Das Risiko für Lieferungen in als politisch mittel bis sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls zu einem großen Teil versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäften und Swaps – verringert und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Pfund Sterling und Schwedischen Kronen) wird die Nettowährungsposition zumeist durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.
Um die finanziellen Risiken weiter zu reduzieren und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition verbessert die ANDRITZ-GRUPPE laufend ihre Treasury-Richtlinien und -Informationssysteme.
Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich der Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherung der Unabhängigkeit erhält keine Bank mehr als ein genau festgelegtes Geschäftsvolumen bei allen wichtigen Produkten (Finanzmittelbestand, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate). Geld wird in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder Termin- und Taggelder. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontroll-Systeme effektiv genug sind. Durch die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. steigt das Kursrisiko. Bisher liquide Veranlagungen sind zeitweise nicht oder nur eingeschränkt handelbar.
Nicht-finanzielle Risiken
Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen hohen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen und extremen Auftragsspitzen zu begegnen. Weiters wird durch effizientes Lieferantenmanagement die Abwicklung des Zukaufsvolumens kontinuierlich verbessert und der Lieferantenpool laufend um qualifizierte Unternehmen erweitert.
Die ANDRITZ-Fertigungsstrategie basiert auf Eigenfertigung sowie Zukauf von Fertigungsleistungen. Damit können Auslastungsspitzen besser ausgeglichen werden und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten optimal ausgelastet werden. Gemäß dieser "Make-or-Buy"-Strategie werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert und überwacht wird.
Im Bereich Personal konnte ANDRITZ durch gezielte Maßnahmen in den vergangenen Jahren sein Image als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken. Interessante Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme sind wesentliche Voraussetzungen, dass ANDRITZ bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter anzieht. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren – mehrere Bewerbungsgespräche mit unterschiedlichen Fach- und Führungskräften – gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten eingestellt werden.
Fluktuationen in Führungspositionen werden durch eine gruppenweite Nachfolgeplanung verhindert. Die Vorbereitung und Auswahl von bestmöglichen internen Kandidaten stellt eine kontinuierliche Nachfolge für globale Schlüsselpositionen sicher.
Auslastungsschwankungen können gruppenweit durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern in ihren Auswirkungen gemildert werden.
Investitionen und Cashflow
Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 2008 69,7 MEUR (2007: 57,0 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Gebäuden und Werkstätten.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 255,0 MEUR und war damit deutlich höher als im Vorjahr (2007: 33,1 MEUR).
Cashflow-Kennzahlen
| MEUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 255,0 | 33,1 |
| Investitionen1) | 69,7 | 57,0 |
| Free Cashflow2) | 187,5 | -19,6 |
| Free Cashflow je Aktie3) (EUR) | 3,6 | -0,4 |
1) Zugänge zu Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von Immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
3) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl
Auswirkungen von Wechselkursänderungen
Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Fertigung
Zur Bewältigung und zeitkonformen Abarbeitung des hohen Auftragsstands per Ultimo 2007 wurde im 1. Halbjahr 2008 der Fertigungszukauf – neben der vollen Nutzung der installierten gruppenweiten Fertigungskapazitäten – ausgeweitet. Im Gleichschritt mit der weltweiten Konjunkturschwäche kam es im 2. Halbjahr 2008 zu rückläufigen Auslastungen in einzelnen Produktbereichen, insbesondere im Bereich PULP & PAPER, bzw. zu einer Steigerung des Auftragsstands im Bereich HYDRO. Zur Minimierung des Risikos einer nachhaltigen Unterauslastung der gruppenweiten Fertigungskapazitäten wurde über die letzten Jahre ein optimiertes Zyklizitätsmanagement implementiert, das die Fertigungseinheiten der Gruppe effizient an veränderte Rahmenbedingungen und Auslastungen anpasst. Insbesondere durch die im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen der Wasserkraftaktivitäten von GE Energy konnten die Fertigungskapazitäten für den HYDRO-Bereich erweitert werden.
Bei den Investitionen lag der Schwerpunkt auf neuen Fertigungstechnologien, Automatisierung, Kapazitätsanpassungen an Engpassprozessen, Aufbau von Kapazitäten in den neuen Märkten Indien, China und Brasilien sowie auf der gezielten Erweiterung der Wertschöpfungskette.
Personalwesen
Die Anzahl der Mitarbeiter der ANDRITZ-GRUPPE betrug Ende des Jahres 2008 13.707, was eine Erhöhung um 14,1% gegenüber 2007 (12.016 Mitarbeiter) bedeutet. Dieser Zuwachs resultierte zum einen aus den getätigten Unternehmens-Akquisitionen sowie zum anderen aus der Aufnahme hochqualifizierter Facharbeiter und Ingenieure in Europa und aus dem verstärkten Aufbau von Personalkapazitäten in den aufstrebenden Märkten, um die lokale Präsenz zu stärken und den Zugang zu kostengünstiger Produktion zu sichern. Im Berichtszeitraum wurde die neue Human Resources-Gruppenfunktion implementiert und damit ein wichtiger Beitrag zur gruppenweiten Koordination und Planung des Personalwesens geleistet. Die neue Funktion ist verantwortlich für eine reibungslose Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte.
Umweltschutzbelange
Die ANDRITZ AG, Standort Graz, erhielt 2008 erneut die Ökoprofit-Auszeichnung der Stadt Graz für herausragende Leistungen bei Umweltstandards und -maßnahmen. Erstmals wurde ANDRITZ die Auszeichnung in Gold verliehen, weil ANDRITZ neben den erreichten Ergebnissen im Bereich Umweltschutz auch umweltschutzrelevante Maßnahmen gemeinsam mit Behörden und Anrainern erarbeitete. So wurde zum Beispiel ein neues Verkehrskonzept für den Standort Graz in enger Abstimmung mit Behörden und Anrainern erarbeitet und umgesetzt. Damit wurden maßgebliche Verbesserungen bei Schall- und Abgasemissionen erzielt und insgesamt über 20.000 km weniger gefahren sowie 15 Tonnen CO2 eingespart. Durch zahlreiche Maßnahmen wurden Energieverbrauch und CO2-Emissionen des Werks deutlich reduziert. Durch Installation eines neuen Gas-Glühofens im Werk Graz – der Ofen wurde von ANDRITZ Maerz geliefert – konnten bereits im ersten halben Jahr seit der Inbetriebnahme rund 45.000 kWh Strom bzw. über neun Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einer Reduzierung des Energieverbrauchs um über 30%. Weitere wesentliche Energie-Einsparungen wurden durch Installation einer bedarfsorientierten Steuerung für Kompressoren, Maßnahmen zur Reduzierung des Kaltlufteintrags bei den Toranlagen und den Einbau neuer Hallenbeleuchtung erzielt. In mehreren Informationsveranstaltungen wurden Mitarbeiter, insbesondere die Abfallverantwortlichen, zum Thema Abfallwirtschaft und Brandverhütung geschult. Das Abfallaufkommen konnte 2008 gegenüber dem Vorjahr um über 15% reduziert werden.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2008 investierte die ANDRITZ-GRUPPE rund 51,2 MEUR in Forschung und Entwicklung (2007: 45,4 MEUR). Einschließlich der auftragsbezogenen Entwicklungsarbeiten wurden rund 3% des Umsatzes für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet. In den Forschungszentren der Gruppe in Österreich, Finnland, Frankreich, der Schweiz und den USA arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Prozesse und Anlagen, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ weiter auszubauen.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:
Ein Teil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Geschäftsbereichs HYDRO konzentrierte sich auf die hydraulische Entwicklung bei Niederdruck-Francis-Turbinen. Mithilfe intensiver CFD-Entwicklung (CFD: Computational Fluid Dynamics) und Modellversuchen wurde eine neue Hydraulik für die Anlage Bemposta (Höhe: 63,3 m, Leistung: 193 MW), Portugal, entwickelt.
Im Bereich der Hochdruck-Francis-Turbinen wurde für das Projekt Karcham Wangtoo (Höhe: 300 m, Leistung: 255 MW), Indien, eine neue Hydraulik entwickelt, um eine vollständige Beschichtung der Schaufelkanäle zum Schutz vor Sandabrasion zu ermöglichen. Wegen des hohen Sandgehalts im Wasser dieser Anlage würden unbeschichtete Laufräder aus rostfreiem Stahl innerhalb kürzester Zeit stark abradiert werden – mithilfe der neuen Beschichtung kann die Lebensdauer eines Laufrads deutlich erhöht werden.
Ein Schwerpunkt der Generatorenentwicklung war im Berichtsjahr 2008 die Optimierung von Vertikal-Generatoren; für Generatoren mit relativ kleiner Leistung wurde die Entwicklung eines parametrierten Designsystems begonnen, um die dafür notwendigen Optimierungen durchführen zu können.
Ebenfalls mit dem Ziel der Optimierung wurde für einen spezifischen Generatoren-Typ ein Konzept zur elastischen Ankoppelung der Blechkette am Rotor erstellt, wodurch wesentliche Kosteneinsparungen möglich sind.
Basierend auf einem umfassenden Wertanalyseprojekt für Turbogeneratoren wurde 2008 ein weiterer Prototyp der neuen Serie erfolgreich getestet. Umfassende Echtzeit-Aufzeichnungen von ca. 1.100 Mess-Stellen ermöglichten eine genaue Kalibrierung der Finiten-Elemente- und CFD-Modelle. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse konnten für einen weiteren Prototypen dieser neuen Turbogenerator-Serie bereits implementiert werden.
Wie für Axialventilatoren in Hydrogeneratoren wurden auch für Radialventilatoren parametrisierte CFD-Modelle entwickelt, die eine relativ schnelle und zuverlässige Kennlinienberechnung ermöglichen. Umfangreiche CFD-Analysen zur Frischölzufuhr bei Lagern führten zu Effizienzsteigerungen. Ein Design für federunterstützte Lager für große Generatoren erweiterte das Spektrum möglicher Konstruktionen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraf die Automation für Wasserkraftwerke. Nach Optimierungen von 250 SCALA, dem führenden SCADA-System für Steuerwarten, Bedienstationen und Kleinstdisplays, wurde 2008 ein umfangreiches Entwicklungsvorhaben im obersten Leistungsbereich in Angriff genommen. Ziel ist eine umfassende system- und sicherheitstechnische Lösung für zentrale Leitwarten von Kraftwerks-Gruppen und -Kaskaden. Darüber hinaus erfolgt eine hydroenergetische Gesamtoptimierung von Wasserkraftwerks-Kaskaden auf Basis mathematischer Modelle. Diese Automatisierungsentwicklungen sind notwendig geworden, weil durch die Liberalisierung des Energiemarkts und durch Fusionen von Energieerzeugungsunternehmen immer mehr räumlich weit verteilte Wasserkraftwerksparks mit einer Vielzahl einzelner Kraftwerke entstehen.
Ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung bei Großpumpen lag im Berichtszeitraum in der hydraulischen Weiterentwicklung von bestehenden hydraulischen Designs von Laufrädern und Leitapparaten. Dadurch konnten signifikante Verbesserungen des Wirkungsgrads und Kavitationsverhaltens erzielt werden. Weiters wurde ein Entwicklungsprojekt für eine Betonspiralpumpe mit hoher spezifischer Drehzahl für große Fördermengen gestartet und erfolgreich abgeschlossen. Im Bereich Kreiselpumpen lag der Entwicklungsschwerpunkt bei der Verbesserung der Wirkungsgrade der bestehenden Produktserien, um die Energiekosten bei den Endverbrauchern weiter senken zu können.
Der Geschäftsbereich PULP & PAPER fokussiert seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowohl auf Neuanlagen als auch Anlagen, die bereits in Betrieb sind. Schwerpunkte sind die Optimierung des Energie- und Rohmaterial-Einsatzes sowie des Abfall-Managements unter Berücksichtigung der Gesamtanlage, die Verbesserung bestehender Produkte mit Hinblick auf höhere Energieeffizienz und Zuverlässigkeit sowie die Entwicklung neuer Produkte, die auf eine weitere Maximierung der Produktionsleistung bei gleichzeitiger Senkung der Investitions- und Betriebskosten abzielen.
ANDRITZ-Technologien, die den Trend zur Nachhaltigkeit unterstützen, verringern den Verbrauch von Energie, Chemikalien, Wasser und Fasern deutlich. Beispiele dafür sind die Entwicklung neuer Systeme, die sowohl Holz- als auch Plantagen-Fasern noch effizienter verarbeiten, und Technologien, mit denen die Energieeffizienz maximiert wird. Auch die möglichst effektive Nutzung von Biomasse als Energiequelle bildet einen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Für sämtliche Prozesse der Zellstoff- und Papier-Herstellung werden Steuerungssysteme weiterentwickelt und getestet.
Angesichts der weltweiten Bestrebungen zum Schutz der Umwelt und einer noch stärkeren Nutzung erneuerbarer Ressourcen bildet die Weiterentwicklung bestehender Holzplatz-Systeme für Transport, Aufbereitung und effiziente Verarbeitung von Biomasse einen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit der Division Holzplatztechnik.
Die technologischen Entwicklungsarbeiten der Division Faserlinie konzentrieren sich auf die Senkung der Investitionskosten pro produzierter Tonne Zellstoff. Erreicht wird dies durch Prozess-Vereinfachung, Steigerung der Leistung pro Einheit, Standardisierung und Modularisierung. Faserlinien mit einer Kapazität von 5.000 Tagestonnen in einer Linie können bereits angeboten werden. Der Chemikalienbedarf für Kocherei und Bleiche wurde reduziert, wodurch sich die Umweltverträglichkeit dieser Anlagen weiter verbessert hat; ebenso wurde der Frischwasserverbrauch verringert. Prozess-Vereinfachungen und verbesserte Wirkungsgrade der Anlagen wirken sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus.
Die Division Chemikalienrückgewinnung konzentriert sich bei der Weiterentwicklung ihrer Technologien auf die Förderung ökologischer Nachhaltigkeit und die Kapazitätssteigerung in Zellstoff-Fabriken. Ein neuer Drehrohrofen mit einer Kapazität von mehr als 1.000 Tagestonnen wurde in Betrieb gesetzt. Die Kunden stehen dem Einsatz von Zentrifugen zur Entwässerung und Wäsche von Grünlaugen-Rückständen zunehmend positiv gegenüber; dadurch müssen weniger Rückstände deponiert werden. Die neue Lime Flash™-Technologie für Drehrohröfen ermöglicht eine deutliche Steigerung des Durchsatzes bestehender LMD-Drehrohröfen.
Steigende Energiekosten haben für die Division Laugenrückgewinnung zu einem Anstieg der Nachfrage nach modernen, mit Biomasse beheizten Kraftkesseln geführt, die sich für die Verfeuerung von Rinde, Holzabfällen und schnell wachsenden, kleinen Bäumen eignen. Die erste nach der Carbona-Technologie arbeitende Biomasse-Gasifizierungsanlage zur Herstellung von Heizgas läuft erfolgreich in Dänemark; Carbona, ein Tochterunternehmen von ANDRITZ, ist Spezialist für Gasifizierungssysteme. Gasifizierungslösungen zur Produktion von Gas als Ersatzbrennstoff für Öl oder Erdgas in Drehrohröfen sind bereits marktreif. Die Entwicklungsarbeiten an unter Druck arbeitenden Gasifizierungsanlagen zur Erzeugung flüssiger Biokraftstoffe schreiten voran. Weitere Entwicklungsprojekte im Gasifizierungsbereich betreffen die Verbesserung der Dampfparameter in Rückgewinnungskesseln und integrierte Kombi-Gasifizierungsanlagen zur Erzielung eines besseren elektrischen Wirkungsgrads. Mit Rückgewinnungskesseln des Typs HERB (HERB: High Energy Recovery Boiler) können Zellstoff-Fabriken die Stromproduktion aus Schwarzlauge maximieren. Mit zunehmender Kreislaufschließung in den Zellstoff-Fabriken zur Reduzierung von Emissionen und Steigerung der Stromproduktion gewinnt die Chlorid-Abscheidung an Bedeutung. Das von ANDRITZ PULP & PAPER entwickelte Chlorid-Abscheideverfahren stellt eine kostengünstige Alternative zum Flugasche-Rekristallisationsverfahren dar. Beim Eindampfprozess konzentrieren sich die technologischen Entwicklungsarbeiten weiterhin auf hocheffiziente Anlagen, die wenig oder gar kein Abwasser produzieren. Mit diesen umweltfreundlichen Eindampfern und zugehörigen Technologien werden Energieverbrauch und Rohstoffverluste reduziert.
Hauptziel der Division Zellstoff-Trocknungssysteme ist die Erhöhung der Produktionskapazität einer einzelnen Trocknungslinie auf 600 Tagestonnen pro Meter Arbeitsbreite, um die steigenden Anforderungen der Zellstoff-Fabriken – es wird eine Jahresproduktion von 1,5 Millionen Tonnen oder mehr in einer Linie angestrebt – auch zukünftig abdecken zu können. Dies erfordert neue Formations- und Press-Konzepte, verbesserten Wärmeübergang im Schwebebahntrockner und Betriebsgeschwindigkeiten von mehr als 300 m/min bei Querschneider und Formatableger. Bei den Verpackungslinien liegt der Schwerpunkt auf der Steigerung der Produktionsleistung und Verfügbarkeit.
Ein neues Produkt der Tissue-Gruppe der Division Papier-Maschinen ist der Kreppzylinder aus geschweißtem Stahl (PrimeDry Steel), der höhere Leistung sowie bessere Betriebssicherheit als konventionelle Zylinder aus Guss-Eisen bietet. Die Produktgruppe Lufttechnik befasst sich insbesondere mit der Entwicklung energieeffizienter Ausrüstungen. Mit der neuen Wärmerückgewinnungsstufe für die Abluft aus Yankee-Trockenhauben (ReEvaporation) wird Kondensat in einem Wärmetauscher unter Verwendung von Abluft verdampft. So können bis zu 25% Primärdampf eingespart werden.
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Faserstoffaufbereitung konzentrierte sich auf die Optimierung der neuen Systeme zur Niedrigkonsistenz-Auflösung in der Altpapier-Aufbereitung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Systemleistung und Verringerung des Energieverbrauchs geleistet.
Die Entwicklungstätigkeit der Division Refiner-Systeme betrifft "neue" Faserarten wie Eukalyptus, Akazie, Birke, Ahorn und auch Einjahrespflanzen (Bagasse, Schilf, Kenaf) zur Erzeugung von Holzstoff. Dadurch wird eine nachhaltige Entwicklung in Ländern mit verschiedenen Holzarten oder geringen Holzbeständen gefördert. Die Entwicklungsarbeiten zur weiteren Reduzierung der Abwässer aus Anlagen zur Erzeugung mechanischer Faserstoffe und Faserplatten werden fortgesetzt. Ziel ist die Entwicklung von abwasserarmen Anlagen und Systemen zur Chemikalienrückgewinnung, um die Belastung des Abwassers so weit wie möglich zu reduzieren. Die Minimierung des Energieverbrauchs bleibt weiterhin der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit für die MDF-Plattenerzeugung. Zusätzlich laufen Forschungsarbeiten zum Einsatz von Einjahrespflanzen anstelle von Holzhackschnitzeln und Holzabfällen zur Produktion hochwertiger Fasern.
Zentrales Thema der Entwicklungsarbeiten in der Division Papier-Veredelung waren Schuhwalzen für Anwendungen in der Zellstoff-, Papier- und Tissue-Produktion. Eine speziell für die Tissue-Erzeugung neu entwickelte Schuhwalze, die kleinste und schnellste auf dem Markt, wurde erfolgreich eingebaut und in Betrieb gesetzt. Die für die Kalander-Technologie durchgeführte Wertanalyse wurde abgeschlossen. Durch Modulbauweise wurden Kosten und Lieferzeit reduziert. Die Funktionalität hat sich gegenüber konventionellen Maschinen nicht verändert. Die neu entwickelte PrimeFeeder-Technologie sorgt für stabilere Bahneinführung und verkürzt nach einem Bahnabriss die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Produktionsleistung.
Im Bereich Automation wurde ein neuer optischer Sensor (SpectraVisionTM) zur kontinuierlichen Messung der Fasereigenschaften eingeführt. Dieser Sensor ist wesentlich wartungsärmer und braucht nicht so häufig nachgeeicht zu werden wie andere vergleichbare Produkte. Für alle Prozessbereiche der Zellstoff- und Papier-Erzeugung wurden Advanced Process Control-Systeme für einen voll automatisierten Anlagenbetrieb entwickelt. Die Systeme basieren auf dem Brain-Wave®-Regler und dem Know-how der ANDRITZ-Technologen, das in der ACE™-Softwareplattform (ACE: Advanced Control Expert) gebündelt ist. Der IDEAS-Simulator für Schulungen wurde durch die neue Instructor™-Software ergänzt. Damit wird der Lern-Fortschritt des Bedienpersonals überwacht und ein Zertifizierungsverfahren für die Teilnehmer geschaffen.
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Geschäftsbereichs METALS konzentrierte sich im Berichtsjahr auf neue Beschichtungstechnologien unter Anwendung elektrogalvanischer Verfahren und des CVD-Verfahrens (CVD: Chemical Vapor Deposition). Beide Prozesse konnten im Pilotmaßstab erfolgreich demonstriert werden.
Im Bereich Glüh- und Beiz-Linien für Edelstahlband wurde erstmalig ein neuer, patentierter Prozess realisiert, bei dem die überschüssige Wärme der Abgase des Glühofens in der katalytischen Entstickung (DeNOx) der Mischsäurebeize verwendet wird. Die beiden wesentlichen Vorteile des Prozesses sind eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs für den DeNOx-Prozess und die Reduzierung des Gehalts an Stickoxid im Abgas des Glühofens.
Bei der Verarbeitung von verzinktem Stahl in der Automobil-Industrie fallen jährlich weltweit mehr als 25 Millionen Tonnen Schrott an. Der Geschäftsbereich entwickelte ein Verfahren, welches das Zink aus dem Schrott zurückgewinnt. Der zinkfreie Schrott ist ein hochwertiges Produkt für die Gießerei-Industrie. Mit diesem Verfahren werden Rohstoffe eingespart und damit die Umwelt entlastet.
Für kontinuierliche Bandbehandlungsanlagen mit Inline-Walzgerüsten wurde ein Hochdruck-Vakuum-Bandreinigungssystem entwickelt, das sich im Vergleich zum konventionellen Design durch eine sehr kompakte und kostengünstige Bauweise auszeichnet. Weiters ist dieses System durch die Vermeidung von Chemikalien sehr umweltfreundlich.
In der Division Separation Technologies des Geschäftsbereichs ENVIRONMENT & PROCESS wurden die Programme zur Verbesserung der Leistung und/oder Reduzierung der Herstellungskosten von Zentrifugen intensiv weiter bearbeitet; zahlreiche neue Produkte mit verbessertem Preis-Leistungs-Verhältnis wurden erfolgreich am Markt eingeführt. Dadurch ist es ANDRITZ gelungen, auch in stark umkämpften Märkten die Marktanteile zu steigern. Großversuche zur Steigerung des Durchsatzes und Trockengehalts bei Zentrifugen zeigten vielversprechende Ergebnisse. Erfolgreiche Anwendungsversuche erweitern kontinuierlich den Einsatzbereich von ANDRITZ-Zentrifugen im Lebensmittelbereich. Für den Einsatz in der Bergbau-Industrie wurde eine schnell öffnende Filterpresse entwickelt und zum Patent angemeldet; nach erfolgreichen Dauerversuchen konnten bereits zwei Anlagen an Kunden in Südamerika und Europa verkauft werden.
Die Division Thermische Verfahren setzte die Entwicklungsarbeiten für ein zuverlässiges und umweltfreundliches System zur Reduktion von Geruchs- und TOC-Werten (TOC: Total Organic Carbon) von Schlammtrocknungsanlagen fort. Tests ausgewählter Technologien im Pilotmaßstab sind für Anfang 2009 geplant, um praktische Erkenntnisse über die Effizienz dieser Verfahren zu erhalten. Die 2007 begonnenen Entwicklungsarbeiten im Bereich Biomasse-Trocknung haben sehr rasch zum Erfolg geführt. Die neue Bandtrockner-Generation für Biomasse wurde im Berichtsjahr bereits in zwei Aufträgen umgesetzt. Ein weiteres Entwicklungsprogramm konzentriert sich auf die Wertsteigerung von Biomasse-Brennstoffen durch thermische Vorbehandlung (Torrefikation). Durch diese Behandlung soll die Biomasse höhere Energiedichte erhalten und unempfindlich gegen Feuchte gemacht werden. Die durch Torrefikation gewonnenen Pellets sind ein idealer Zusatzbrennstoff für Kraftwerke mit Kohlestaubfeuerungen. Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat für dieses Projekt Fördermittel genehmigt, die nun innerhalb eines Konsortiums, dem ANDRITZ angehört, für Forschung, Entwicklung und Pilotversuche eingesetzt werden. Die ANDRITZ-Entwicklungsschwerpunkte der Division Thermische Verfahren liegen dabei in der Biomassetrocknung, jene des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL in der Mahlung und Pelletierung der torrefizierten Biomassefraktion nach dem Reaktor. Um der Nachfrage nach noch energieeffizienteren Trocknungssystemen nachzukommen, wurde eine Trocknungsanlage konzipiert, die aufgrund der energetischen Kopplung zweier ANDRITZ-Trocknungstechnologien einen besonders niedrigen thermischen Energieverbrauch aufweist. Die DoubleDry-Technologie besteht aus einem Fließbett-Trockner und einem Bandtrockner, die parallel mit Schlamm beschickt werden und Trockengranulat produzieren. Der große energetische Vorteil besteht in der Nutzung der Restwärme aus dem Fließbett-Trockner für die Bandtrocknung, d. h. die eingesetzte Primärenergie wird durch zweistufige Ausnutzung des Wärmeinhalts maximal umgesetzt.
Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL hat für seine Anlagen eine neue Generation von Prozess-Steuerungen entwickelt, die zusätzlich zur Automatisierung auch die Rückverfolgbarkeit von Prozessen und Rohmaterialbestandteilen ermöglicht.
Für die Haustierfutter- und Fischfutter-Industrie wurde eine Lösung zur Kapazitätssteigerung mittelgroßer Extruder von 6 auf 10 t/h entwickelt und erfolgreich auf dem Markt eingeführt.
Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL beteiligt sich, ebenso wie der Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS, an dem Entwicklungsprogramm zur Wertsteigerung von Biomasse-Brennstoffen durch thermische Vorbehandlung (Torrefikation).
Ausblick Die globale Finanzkrise hat zu einer spürbaren Verlangsamung der Weltwirtschaft geführt und betrifft sämtliche Bereiche und Branchen der Realwirtschaft. Angesichts der jüngsten Entwicklungen und der veröffentlichten Wirtschaftsdaten wird diese Wirtschaftskrise nach Meinung der Wirtschaftsexperten bis weit in das Jahr 2009 oder sogar noch ins Jahr 2010 anhalten.
Im Geschäftsbereich HYDRO wird für 2009 trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine unverändert gute Entwicklung der Projekttätigkeit erwartet. Viele Regierungen bzw. staatsnahe Organisationen setzen Investitionsprogramme im Bereich Infrastruktur und Energiewirtschaft um, um den Auswirkungen der globalen Wirtschaftsschwäche entgegenzuwirken. Die Investitionstätigkeit in Europa und Nordamerika wird sich weiter auf Modernisierung, Rehabilitation und Kapazitätssteigerung bestehender Anlagen konzentrieren. Durch das hohe durchschnittliche Alter der in diesen Regionen installierten Basis besteht hoher Bedarf an Ersatzinvestitionen. Die Projekttätigkeit bei Kleinwasserkraftwerken sowie bei Pumpspeicherkraftwerken zur Sicherung der Netzstabilität sollte ebenfalls auf hohem Niveau bleiben.
In Südamerika und Asien befindet sich eine große Anzahl von neuen Wasserkraftwerksprojekten in der Entwicklungs- oder Realisierungsphase. Die wesentlichen Gründe dafür sind das rasche Wirtschaftswachstum dieser Regionen und die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energiequellen, um die steigende Nachfrage nach Strom abzudecken und das Weltklima zu schützen.
Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wird für 2009 mit einer Fortsetzung der geringen Projektaktivität gerechnet, vor allem wegen der deutlich gesunkenen Zellstoff-Preise, Kapazitätsreduktionen in Zellstoff- und Papier-Fabriken in den USA und in Europa sowie aufgrund der Auswirkungen der internationalen Finanzkrise, die teilweise die Finanzierung von Projekten erschwert. Die Anzahl angekündigter Projekte für den Bau neuer Zellstoff-Fabriken – meist basierend auf bereits bestehenden Plantagen – und die Modernisierung bestehender Fabriken ist zwar solide, dennoch sind wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise Verzögerungen sowohl bei der Auftragsvergabe als auch bei der Abwicklung von zuletzt vergebenen Aufträgen zu erwarten. Damit ist es möglich, dass der Auftragseingang des Geschäftsbereichs im Jahr 2009 unter das Niveau des Jahres 2008 sinken wird.
Im Geschäftsbereich METALS wird 2009 sowohl für Kohlenstoffstahl- als auch für Edelstahl-Ausrüstungen mit einer im Vergleich zum außerordentlich hohen Niveau der Vorjahre niedrigeren Investitionstätigkeit gerechnet. Vor allem in China ist mit einem deutlichen Investitionsrückgang zu rechnen.
Im Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS sollte sich die Projekttätigkeit bei Schlammentwässerungsanlagen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zufriedenstellend entwickeln. Auch bei industriellen Anwendungen – etwa in den Bereichen Petrochemie, Lebensmittel und Landwirtschaft – wird eine solide Investitionstätigkeit erwartet. Im Gegensatz dazu wird die Projektaktivität bei Schlammtrocknungsanlagen für Kommunen weiterhin auf einem niedrigen Niveau verharren.
Im Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL sollte sich der Bereich Tierfutter weiter zufriedenstellend entwickeln; gute Projektaktivität wird in Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika erwartet. Auch in den Bereichen Fisch- und Haustierfuttererzeugung ist mit einer soliden Entwicklung der Projektaktivität zu rechnen. Die Investitionstätigkeit bei Holzpelletieranlagen sollte ebenso auf einem zufriedenstellenden Niveau bleiben.
Aufgrund des gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und der anhaltenden Unsicherheit, wie lange diese Finanz- und Wirtschaftskrise noch andauern wird, ist eine zuverlässige Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf das Geschäft der ANDRITZ-GRUPPE – vor allem in Bezug auf die Entwicklung des Auftragseingangs – sehr schwer möglich. Der Geschäftsbereich HYDRO sollte – wie auch die beiden anderen ANDRITZ-Geschäftsbereiche ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL – von der allgemeinen Wirtschaftslage vermutlich weniger betroffen sein und damit die negativen Auswirkungen von wahrscheinlichen Rückgängen beim Auftragseingang in den Bereichen PULP & PAPER sowie METALS doch mildern helfen.
Auf Basis dieser Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung der Projektaktivität in den einzelnen Geschäftsbereichen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2009 aus heutiger Sicht einen Rückgang des Umsatzes von ca. 15% sowie eine Verringerung des Konzernergebnisses im Vergleich zu 2008. Sollte sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 weiter verschärfen bzw. auch im Jahr 2010 weiter andauern, so sind mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Umstrukturierungsaufwendungen notwendig, die die Ergebnisentwicklung 2009 beeinflussen werden.
Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2008
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts unverändert angedauert. Dieses negative makroökonomische Umfeld könnte sich zukünftig möglicherweise negativ auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.
Graz, am 26. Februar 2009
Der Vorstand der ANDRITZ AG Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst
Disclaimer:
Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
CORPORATE GOVERNANCE-BERICHT
Die Einhaltung der im Österreichischen Corporate Governance-Kodex festgelegten Verhaltensregeln ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenspolitik der ANDRITZ-GRUPPE. ANDRITZ sieht darin ein wichtiges Mittel zur Umsetzung einer verantwortungsbewussten Unternehmensführung, die auf nachhaltige Wertschaffung und Transparenz gegenüber Aktionären und anderen Interessensgruppen ausgerichtet ist. Die Implementierung und Einhaltung des Kodex fördern das Vertrauen der Aktionäre, Investoren, Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Medienvertreter und sonstiger Interessensgruppen des Unternehmens. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sowie sämtliche Mitarbeiter der ANDRITZ-GRUPPE sind zur Einhaltung des Kodex verpflichtet. ANDRITZ wurde in vergangenen Jahren mehrmals für seine Leistungen im Bereich Corporate Governance ausgezeichnet.
Pflichtangaben gemäß § 243b UGB
ANDRITZ bekennt sich bereits jetzt zum neuen, an die Bestimmungen des Unternehmensrechts-Änderungsgesetzes angepassten Österreichischen Corporate Governance-Kodex, der erst für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2008 folgen, angewendet werden muss.
Dieser Kodex ist u.a. auf der Homepage der ANDRITZ-GRUPPE unter www.andritz.com sowie auf der Homepage des Arbeitskreises für Corporate Governance in Österreich unter www.corporate-governance.at verfügbar und öffentlich zugänglich.
Regelkategorien des Österreichischen Corporate Governance-Kodex
Der Österreichische Corporate Governance-Kodex umfasst folgende drei Regelkategorien:
| L-Regeln | (Legal Requirement): beruhen auf zwingenden Rechtsvorschriften. |
|---|---|
| C-Regeln | (Comply or Explain): müssen eingehalten werden bzw. müssen |
| Abweichungen davon erklärt werden. | |
| R-Regeln | (Recommendation): haben Empfehlungscharakter, ihre Nichteinhaltung |
| ist weder offenzulegen noch zu begründen. |
ANDRITZ gibt zu den C-Regeln des Kodex hinsichtlich Vorschriften und Abweichungen folgende Erklärungen ab:
C-Regel 31, C-Regel 51: Die ANDRITZ AG ist der Meinung, dass der Einzelausweis von Vorstandsbezügen bzw. von Aufsichtsratsbezügen den Aktionären und sonstigen Stakeholdern keine kapitalmarktrelevante Zusatzinformation und damit auch keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn unter wirtschaftlichen Aspekten bringt.
Zusammensetzung des Vorstands gemäß § 243b Abs. 2 UGB:
Der Vorstand der ANDRITZ AG besteht aus fünf Mitgliedern:
- Wolfgang Leitner, geboren am 27. März 1953
- Vorsitzender des Vorstands
- Im Vorstand verantwortlich für zentrale Gruppenfunktionen, wie Controlling, Rechnungs- wesen, Treasury, Recht, Interne Revision, EDV, Investor Relations, Unternehmens- kommunikation
- Datum der Erstbestellung: Vorstandsvorsitzender: 29. Juni 1994; Finanzvorstand: 1. Oktober 1987
- Ende der laufenden Funktionsperiode: 28. Juni 2013
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Franz Hofmann, geboren am 16. Februar 1949
- Im Vorstand verantwortlich für die Geschäftsbereiche METALS und ENVIRONMENT & PROCESS sowie für den Bereich Automation
- Datum der Erstbestellung: 1. Juni 1999
- Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2011
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Karl Hornhofer, geboren am 9. März 1968
- Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Neuanlagen (Capital Systems) des Geschäftsbereichs PULP & PAPER
- Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 2007
- Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2009
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Humbert Köfler, geboren am 11. Jänner 1961
- Im Vorstand verantwortlich für den Bereich Service & Systemlösungen (Service & Units) des Geschäftsbereichs PULP & PAPER
- Datum der Erstbestellung: 1. April 2007
- Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. März 2010
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Friedrich Papst, geboren am 6. November 1952
- Im Vorstand verantwortlich für die Geschäftsbereiche HYDRO und FEED & BIOFUEL sowie für die Bereiche Fertigung, Einkauf und Qualitätsmanagement
- Datum der Erstbestellung: 1. Jänner 1998
- Ende der laufenden Funktionsperiode: 31. Dezember 2010
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Zusammensetzung des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB:
Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG besteht aus sechs Kapitalvertretern sowie aus drei VertreterInnen aus dem Betriebsrat:
Kapitalvertreter:
Kurt Stiassny, geboren am 6. Oktober 1950
- Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009 beschließt
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: Palfinger AG
Hellwig Torggler, geboren am 26. August 1938
- Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats
- Datum der Erstbestellung: 6. September 2000
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008 beschließt.
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Fritz Oberlerchner, geboren am 16. Juni 1948
- Datum der Erstbestellung: 29. März 2006
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2010 beschließt
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: STRABAG AG, Köln
Christian Nowotny, geboren am 23. Juli 1950
- Datum der Erstbestellung: 29. Dezember 1999
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 beschließt
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: CA Immo AG
Peter Mitterbauer, geboren am 14. November 1942
- Datum der Erstbestellung: 8. April 2003
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2009 beschließt
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: Oberbank AG, Rheinmetall AG
Klaus Ritter, geboren am 20. April 1940
- Datum der Erstbestellung: 30. März 2004
- Ende der laufenden Funktionsperiode: Tag der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2011 beschließt
- Aufsichtsratsmandate in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften: keine
Vom Betriebsrat entsendet:
- Andreas Martiner, geboren am 11. November 1964
- Datum der Erstbestellung: 14. Februar 2001
Martha Unger, geboren am 14. Mai 1951
Datum der Erstbestellung: 28. März 2007
Brigitta Wasserbauer, geboren am 14. Juni 1952
Datum der Erstbestellung: 6. September 2000
Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG orientiert sich bei den Kriterien für die Unabhängigkeit an den im Corporate Governance-Kodex, Anhang 1, angeführten Leitlinien. Gemäß diesen Leitlinien sind mit Ausnahme von Hellwig Torggler alle Mitglieder des Aufsichtsrats der ANDRITZ AG als unabhängig einzustufen. Im Aufsichtsrat der ANDRITZ AG gibt es kein Mitglied, das Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist.
Die Angabe der Arbeitsweise des Vorstands und des Aufsichtsrats gemäß § 243b Abs. 2 UGB:
Kompetenzverteilung im Vorstand
Der Vorstand der ANDRITZ AG hält in regelmäßigen Abständen Vorstandssitzungen über wesentliche gruppenrelevante Themen bzw. über einzelne Geschäftsbereiche, wie PULP & PAPER sowie HYDRO, ab. Die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder sind in den Erläuterungen zu den Vorstandsmitgliedern in diesem Corporate Governance-Bericht angeführt.
Ausschüsse des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hat einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der am 28. Februar 2008 eine Sitzung zur Behandlung des Konzernabschlusses 2007, zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Abschlussprüfern sowie zur Umsetzung des Risikomanagements in der ANDRITZ-GRUPPE abgehalten hat. Mitglieder des Prüfungsausschusses sind: Kurt Stiassny (Vorsitzender), Christian Nowotny, Hellwig Torggler, Andreas Martiner.
Der Aufsichtsrat hat auch einen Vergütungs- und Personalausschuss eingerichtet, der sich u. a. mit der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen sowie mit der Besetzung frei werdender Mandate im Vorstand und mit Fragen der Nachfolgeplanung befasst. Der Vergütungs- und Personalausschuss hat im Jahr 2008 eine Sitzung am 27. März 2008 abgehalten sowie auch Beschlüsse im Umlaufwege gefasst. Mitglieder des Vergütungs- und Personalausschusses sind: Kurt Stiassny (Vorsitzender), Hellwig Torggler (Stellvertreter).
Der Aufsichtsrat der ANDRITZ AG hielt im Geschäftsjahr 2008 fünf ordentliche Sitzungen ab. Schwerpunkte dieser Sitzungen waren die Überwachung der laufenden Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE inklusive eventueller Abweichungen vom Budget, die strategischen Ziele, die Mittelfristplanungen der einzelnen Geschäftsbereiche sowie besondere Anlässe, wie Akquisition von Firmen bzw. Erteilung von Prokuren und andere genehmigungspflichtige Geschäfte.
Offenlegung von Informationen über die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat (C-Regel 30)
- Die Vergütung des Vorstands umfasst fixe und variable/erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die Höhe der variablen Vergütung vom erzielten Jahresüberschuss inklusive Berücksichtigung von linearen Firmenwertabschreibungen abhängig ist.
- Den Mitgliedern des Vorstands wurden Ansprüche auf Versorgungsleistungen gewährt. Diese beinhalten neben einer Alterspension Ansprüche im Falle einer Berufsunfähigkeit sowie Pensionsleistungen für Hinterbliebene nach dem Ableben der Berechtigten. Die Alterspension wird in der Regel ab Erreichung eines bestimmten Lebensalters ausbezahlt, sofern das Arbeitsverhältnis zu diesem Zeitpunkt bereits beendet ist. Die Verwaltung wurde in eine Pensionskasse ausgelagert. Im Falle einer vorzeitigen Beendigung der Arbeitsverhältnisse werden die bis zu diesem Zeitpunkt einbezahlten Beiträge unverfallbar. Die Höhe des Versorgungsanspruchs ist bis zum Anfall einer Versorgungsleistung nicht wertgesichert; danach erfolgen jährliche Anpassungen.
- Alle Vorstandsmitglieder haben bei Beendigung der Funktion und unter der Voraussetzung der gleichzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungsansprüche im Sinne des § 23 des österreichischen Angestelltengesetzes.
- Die ANDRITZ AG hat für 2008 eine Organhaftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen. Die Kosten werden von der Gesellschaft getragen. Die D&O-Versicherung sichert bestimmte persönliche Haftungsrisiken der verantwortlich handelnden Personen der ANDRITZ-GRUPPE ab. Die jährlichen Kosten betragen ca. 150.000 EUR.
- Das Vergütungsschema für die Aufsichtsratsmitglieder setzt sich aus einer fixen und einer anwesenheitsabhängigen Komponente zusammen. Die fixe Komponente besteht aus einem Gesamtbetrag, der so zu verteilen ist, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und sein Stellvertreter das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Mitglieds erhält. Die zweite Komponente besteht aus einem Sitzungsgeld, das sich aus einem Pauschalbetrag pro Sitzung ergibt, an der ein Mitglied teilnimmt.
- Der Vergütungsbericht für den Vorstand und den Aufsichtsrat der ANDRITZ AG ist im Konzernanhang des Jahresfinanzberichts 2008 verfügbar.
Graz, im März 2009
Der Vorstand der ANDRITZ AG
Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst
Unternehmensrisiken
Die ANDRITZ-GRUPPE ist ein global agierendes Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster industrieller Märkte und Kunden beliefert. Als solches ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. ANDRITZ verfügt über ein konzernweites Kontroll- und Steuerungssystem, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren, um nach Möglichkeit rasch Gegenmaßnahmen ergreifen zu können.
Folgende Risiken sind für die ANDRITZ-GRUPPE von wesentlicher Bedeutung (nicht taxative Aufzählung):
Risiken in Verbindung mit der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise
Die herrschende weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise stellt ein maßgebliches Risiko für die zukünftige finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE dar. Die globale Konjunkturschwäche könnte zu weiteren Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Dies könnte zu einem Rückgang beim Auftragseingang der Gruppe führen. Ebenso könnte die mögliche Stornierung bestehender Aufträge auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen. Beides könnte sich negativ auf die zukünftige Umsatz- und Ertragsentwicklung der Gruppe niederschlagen.
Die Krise an den Finanzmärkten und die damit zusammenhängende negative und volatile Entwicklung an den Wertpapier-, Zins- und Währungsbörsen stellen auch ein maßgebliches finanzielles Risiko für die ANDRITZ-GRUPPE dar. Zwar vermeidet es die Gruppe, von einer einzigen Bank oder nur wenigen Banken abhängig zu sein, in dem Limite für wesentliche Finanzpositionen (Finanzmittelbestand, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagenvermögen, Garantien und Derivate) vorgegeben werden. Geld wird weitgehend in risikoarme Finanzanlagen, wie Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder Termingelder, investiert. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass eine Bank, mit der die ANDRITZ-GRUPPE Geschäfte tätigt, in finanzielle Schwierigkeiten gerät und sich dies negativ auf das bei dieser Bank veranlagte Volumen auswirkt oder kein unmittelbarer oder nur teilweiser Zugriff auf diese Veranlagungen möglich ist. Ebenso können die Entwicklungen an den Finanzmärkten zu negativen Kursentwicklungen oder Nicht-Handelbarkeit bei diversen Wertpapieren (z. B. Geldmarktfonds, Anleihen), in die die Gruppe investiert hat, führen, die das Finanzergebnis oder das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE durch Abschreibungen oder Wertberichtigungen negativ beeinflussen können.
Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise kann auch die komplette oder teilweise Abschreibung von einzelnen Firmenwerten (Impairments), die im Zuge von Akquisitionen entstanden sind, notwendig machen, wenn die angestrebte Geschäftsentwicklung nicht erreicht werden kann. Dies könnte die Ergebnisentwicklung maßgeblich beeinflussen.
Branchenspezifische Risiken
Volatilität des Auftragseingangs
Einige Kundengruppen und Industrien, die ANDRITZ beliefert, sind direkt von der allgemeinen Wirtschaftsentwicklung abhängig und unterliegen damit häufig Nachfrageschwankungen hinsichtlich ihrer Produkte. Dies trifft vor allem auf die beiden Geschäftsbereiche PULP & PAPER sowie METALS zu; es können jedoch alle Geschäftsbereiche davon betroffen sein. Das Preisniveau für die Produkte in diesen Branchen steht teilweise in direktem Zusammenhang mit dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Mögliche Preisschwankungen können daher einen direkten Einfluss auf die Investitionsentscheidungen von Kunden und in weiterer Folge auf den Auftragseingang der Gruppe haben. Dies könnte daher zu einer Volatilität in der Entwicklung des Auftragseingangs führen.
Kundenkonzentration
In vielen Abnehmerindustrien der ANDRITZ-GRUPPE ist ein Trend zu Firmenzusammenschlüssen erkennbar. Dies trifft vor allem auf die Zellstoff- und Papierindustrie sowie die Stahlindustrie zu. Eine solche Konsolidierung könnte dazu führen, dass die Gruppe in Zukunft einer kleineren Anzahl von Kunden mit größerer Kaufkraft gegenübersteht. Die Abhängigkeit von einzelnen Schlüsselkunden könnte steigen, was auch direkte Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe haben könnte.
Unsicherheiten bei zukünftigen Aufträgen
Der künftige Erfolg der Gruppe hängt u. a. davon ab, ob neue Aufträge erhalten werden können. Es ist teilweise schwierig vorherzusagen, wann genau ein Auftrag, für den die Gruppe ein Angebot gelegt hat, vergeben wird. Die Vergabe von Aufträgen kann von Ereignissen beeinflusst werden, die nicht im Einflussbereich der Gruppe liegen, wie z.B. Preissituation, Nachfrage, allgemeine wirtschaftliche Bedingungen, behördliche Genehmigungen und Erhalt von Projektfinanzierungen. So kann es zu Schwierigkeiten beim Abgleich von Fixkosten und erwartetem Auftragsvolumen kommen.
Sicherheit und Umweltschutz
Die Gruppe unterliegt mit ihren Geschäftstätigkeiten zahlreichen lokalen, nationalen und internationalen Umweltvorschriften. In den Fertigungsstätten der ANDRITZ-GRUPPE werden auch gefährliche Substanzen verwendet und generiert. Weiters wurden und werden zahlreiche Grundstücke, die sich im Besitz der Gruppe befanden und/oder noch befinden, industriell genutzt. In diesen Fällen wurde und wird eine entsprechende Verbringung der Abfälle auf Deponien veranlasst. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gruppe für die Untersuchung und Säuberung verseuchter Grundstücke haften muss.
Die ANDRITZ-GRUPPE liefert außerdem Systeme, bei denen Technologien zum Einsatz kommen, die das Risiko von schwerer Verletzung, Tod oder Eigentumsbeschädigung in sich bergen. In zahlreichen Systemen kommen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe zum Einsatz. Die Gruppe bietet Montage- und sonstige Dienstleistungen auf Baustellen an, auf denen gefährliche Chemikalien und Werkstoffe verwendet werden. Im Falle eines Unfalls, wie etwa des Auslaufens solcher gefährlichen Stoffe, eines Feuers oder einer Explosion, könnte die Gruppe für Sach- oder Personenschäden und die Beseitigung von Umweltschäden haften müssen. Die Gruppe hat Versicherungen für einige dieser Risiken abgeschlossen; es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Versicherungen ausreichend sind oder diese Risiken abdecken.
Risiken in Verbindung mit der Geschäftstätigkeit der Gruppe Währungen
Die Gruppe verfügt über Niederlassungen und Tochtergesellschaften in vielen Ländern außerhalb von Euroland. Ein beträchtlicher Teil des Umsatzes bzw. der Kosten wird nicht in Euro, sondern in anderen Währungen, vor allem US-Dollar und Britischen Pfund, abgerechnet. Die Währungen in diesen Ländern können erheblichen Wechselkursschwankungen unterliegen. Obwohl die Gruppe bestrebt ist, die Nettowährungsposition der einzelnen Aufträge abzusichern, können sich Währungsschwankungen mit Wechselkursverlusten im Konzernabschluss niederschlagen. Die Entwicklung der Wechselkurse kann sich auch auf den in Euro umgerechneten Umsatz und das Ergebnis der Gruppe negativ auswirken. Wechselkursänderungen können auch dazu führen, dass sich die Position von ANDRITZ gegenüber der Konkurrenz verändert, obgleich die meisten wichtigen Mitbewerber von ANDRITZ ihren Firmensitz ebenfalls in Euroland haben. Da einige der größeren ANDRITZ-Kunden ihren Hauptsitz außerhalb von Euroland haben, können Wechselkursänderungen zu einer Verzögerung von Projektentscheidungen durch diese Kunden führen. Ebenso ist das Eigenkapital der ANDRITZ-GRUPPE nicht abgesichert und könnte durch Wechselkursänderungen beeinflusst werden.
Wettbewerbsposition
Die ANDRITZ-GRUPPE agiert in sehr wettbewerbsintensiven Märkten. In den teilweise stark fragmentierten Zielmärkten treten einige große, internationale Anbieter gegeneinander und gegen zahlreiche kleinere, lokale Unternehmen an. Diese Wettbewerbssituation wirkt sich bei manchen Geschäftsfällen negativ auf die Umsatzmargen der Gruppe aus. Die ANDRITZ-GRUPPE hat in der Vergangenheit rund 3% ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung investiert und kann ihren Kunden so Technologien auf dem neuesten Stand der Technik anbieten. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass die Gruppe ihre derzeitige Marktposition auch in Zukunft halten kann.
Da die Wettbewerbsposition der Gruppe auch auf proprietären Technologien beruht, kann die weltweite Zunahme von Produktpiraterie und Reverse Engineering ebenfalls negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition der Gruppe haben.
Akquisition und Integration von komplementären Geschäftsfeldern
Eines der wesentlichen strategischen Ziele der ANDRITZ-GRUPPE besteht darin, durch organisches Wachstum und komplementäre Akquisitionen in allen Geschäftsbereichen zum Komplettanbieter zu werden. In Umsetzung dieser Strategie hat die Gruppe seit 1990 eine Reihe von weltweit tätigen Unternehmen akquiriert und in den Konzern eingegliedert.
Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die Gruppe auch künftig in der Lage sein wird, geeignete Akquisitionsziele zu identifizieren und zu erwerben, dass überhaupt geeignete Unternehmen zur Verfügung stehen und dass ausreichend Finanzmittel für Akquisitionen aufgebracht werden können. ANDRITZ war bei der Integration neuer Unternehmen bisher erfolgreich. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass die angestrebten Ziele und Synergien bei allen zukünftigen Akquisitionen (wie auch bei der derzeit laufenden Integrationen der zuletzt akquirierten Unternehmen, wie VA TECH HYDRO, Wasserkraftaktivitäten von GE Energy, Maerz sowie Kufferath) vollständig erreicht werden, oder dass die Gruppe sich nicht neuen oder Altlast-Risiken ausgesetzt sieht, die nicht identifiziert oder nicht exakt evaluiert wurden.
Gerichtsverfahren
Im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit hat die ANDRITZ-GRUPPE in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung. Der Großteil dieser Verfahren kann als typisch für die Branche, in der die Gruppe tätig ist, angesehen werden. Die ANDRITZ-GRUPPE bildet in Fällen, bei denen ein negativer Ausgang von Verfahren wahrscheinlich erscheint und zuverlässige Schätzungen gemacht werden können, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen ausreichend sind.
Die Tochtergesellschaft ANDRITZ Inc. ist eine von vielen Beklagten in insgesamt rund 25 Asbest-Verfahren (per 31. 12. 2008) in den USA, in die insgesamt 595 Kläger involviert sind. Fast alle Verfahren betreffen Forderungen einer großen Anzahl von Klägern gegenüber einer großen Anzahl von Beklagten. ANDRITZ Inc. ist der Ansicht, dass sie in keinem dieser Fälle haftbar gemacht werden kann und hat vor, jede der Klagen nachdrücklich anzufechten.
Compliance-Fragen
In Österreich und in anderen Ländern, in denen die ANDRITZ-GRUPPE tätig ist, sind kartellrechtliche Bestimmungen und Anti-Korruptionsgesetze einzuhalten. Um dies sicherzustellen, hat die Gruppe eine Reihe interner Richtlinien festgelegt. Insbesondere wurden global geltende Richtlinien zur Verhinderung von Verstößen gegen Kartellgesetze und Anti-Korruptionsgesetze sowie andere Wohlverhaltensregeln eingeführt. Zwar ist die Gruppe bestrebt, die Einhaltung dieser Richtlinien durch eine Vielzahl von Maßnahmen sicherzustellen, doch gibt es keine Garantie, dass es nicht zu Verstößen kommt. Derartige Verstöße könnten die Finanzlage und den Ruf der Gruppe nachhaltig schädigen.
Risiken in Verbindung mit Großaufträgen und anderen Verträgen Zahlungsrisiko durch Kunden
Ein Großteil der Geschäftsbereiche der ANDRITZ-GRUPPE hat Projekte mit hohem Auftragswert abzuwickeln. Die Nichteinhaltung von Zahlungsverpflichtungen durch Kunden im Rahmen solcher Großprojekte kann sich nachteilig auf die Finanz- und Liquiditätsposition der Gruppe auswirken. Die ANDRITZ-GRUPPE versucht, diese Risiken durch Besicherung von Zahlungen durch Banken zu beschränken. Auch im Fall des Abschlusses einer Exportkreditversicherung sind jedoch für gewöhnlich nur bis zu 85% des Verkaufspreises abgedeckt.
Risiko durch Projekte
Im Zusammenhang mit Anlagenlieferungen ist die ANDRITZ-GRUPPE häufig vertraglich verpflichtet, Leistungs- und Termingarantien abzugeben. Werden die garantierten Leistungen nicht erreicht oder Termine überschritten, sind üblicherweise gestaffelte Vertragsstrafen zu leisten oder auf Kosten der Gruppe Änderungen an den gelieferten Teilen zu erbringen. Bleibt die Anlagenleistung weit hinter den garantierten Werten zurück oder werden Termine deutlich überschritten, hat der Kunde das Recht, vom Vertrag zurückzutreten und den Vertragsgegenstand bei vollem Kosten- bzw. Schadenersatz an ANDRITZ zurückzugeben. Ein solcher Fall könnte die Finanzentwicklung der Gruppe nachteilig beeinflussen.
Kostenüberschreitungen
Die meisten Aufträge, die ANDRITZ abwickelt, basieren auf langfristigen Fixpreis-Verträgen. Umsatz und Margen können bei Fixpreis-Verträgen − wegen Änderungen bei Kosten (vor allem schwankenden Materialkosten) und bei der Produktivität innerhalb des Vertragszeitraums − von ursprünglichen Kalkulationen abweichen, insbesondere bei Projekten, die das Engineering und den Bau gesamter Anlagen umfassen.
Da die Gruppe gewisse Teile einer zu liefernden Anlage von Unterlieferanten bezieht, kann es vorkommen, dass ein Angebot ohne genaue Kenntnis der Preise der zugekauften Teile gelegt werden muss. Obwohl ANDRITZ bei der Kalkulation auf Erfahrungswerte und Angebote potenzieller Lieferanten zurückgreifen kann, ist es möglich, dass diese Kalkulationen nicht immer exakt sind. Die Gruppe hat aus diesem Grund bei einigen vergangenen und laufenden Projekten erhebliche Verluste erlitten. Derartige Probleme und Verluste können auch zukünftig auftreten und die finanzielle Entwicklung der Gruppe negativ beeinflussen.
Risiko durch EPC-/Turnkey-Verträge
In einem immer stärkeren Ausmaß übernimmt ANDRITZ bei Projekten – zusätzlich zur Lieferung von Ausrüstungen und Systemen – die Verantwortung für das gesamte Engineering und/oder den Bau von Fabriken. Diese so genannten Turnkey- oder EPC-Verträge bergen neben den oben angeführten Risiken auch Risiken in sich, die sich aus größerer Vor-Ort-Verantwortung ergeben; das sind beispielsweise Umweltrisiken, Risiken in Bezug auf die lokalen Arbeitsbedingungen oder Risiken, die mit dem Bau und der Errichtung der Anlagen zu tun haben. Darüber hinaus ist die Gruppe auch Risiken in Bezug auf die Zusammenarbeit mit Drittparteien ausgesetzt, die bei diesen Projekten mit Bau-, Montage- und Engineering-Leistungen beauftragt werden. Die Gruppe hat zur Minimierung dieser EPC-Risiken Risikomanagementsysteme implementiert, die u. a. den Abschluss von Versicherungen, die Festsetzung bestimmter vertraglicher Klauseln und standardisierte Abläufe beim Projektmanagement umfassen. Es gibt jedoch keine Garantie, dass diese Systeme ausreichend sind, um negative finanzielle Auswirkungen zu verhindern.
Verträge mit staatlichen Stellen
Im Geschäftsbereich HYDRO sind bei zahlreichen Projekten staatliche Stellen die Auftraggeber. Im Zusammenhang mit diesen Projekten kann die Gruppe den oben beschriebenen Leistungs-, Haftungs- und EPC-/Turnkey-Risiken in verstärktem Maße unterliegen, weil es der Gruppe aufgrund des Erfordernisses öffentlicher Ausschreibungen und lokaler Gesetze eventuell nicht immer möglich ist, ihre angestrebten vertraglichen Absicherungen zu erreichen.
Haftungsbeschränkungen
Haftungen, die sich aus Verträgen der Gruppe ergeben, können Haftungen bezüglich eines Gewinnentgangs von Kunden und andere Haftungen beinhalten, die den jeweiligen Vertragswert erheblich überschreiten können. Die ANDRITZ-GRUPPE ist bestrebt, in Verträgen entsprechende Haftungsbeschränkungen festzulegen; es kann jedoch keine Garantie dafür geben, dass in allen Verträgen ausreichende Haftungsbeschränkungen enthalten sind, oder dass Haftungsbeschränkungen im jeweils anzuwendenden Recht durchsetzbar sein werden.
Risiken in Verbindung mit den Kapitalmärkten
Abhängigkeit von der Entwicklung internationaler Finanzmärkte
Die Entwicklung des ANDRITZ-Aktienkurses ist nicht nur von unternehmensspezifischen Faktoren, sondern auch von Kursschwankungen an den internationalen Finanzmärkten abhängig. Starke Kursschwankungen und starke Volatilität an den wichtigsten Wertpapier-Börsen können den Kurs der ANDRITZ-Aktie negativ beeinflussen.
Empfehlungen von Analysten
Als börsennotiertes Unternehmen wird die ANDRITZ-GRUPPE regelmäßig von Finanzanalysten und institutionellen Investoren bewertet. Kauf- und Verkaufsempfehlungen von Analysten und darauf basierende Investitionsentscheidungen durch Aktionäre können erhebliche Kursschwankungen der ANDRITZ-Aktie bewirken. ANDRITZ ist bemüht, unbegründete Kursschwankungen durch offene und transparente Informationspolitik und durch gute Beziehungen zu den Aktionären und anderen Teilnehmern am Kapitalmarkt zu vermeiden.
Aktiver Handel mit ANDRITZ-Aktien
Der hohe Anteil des Streubesitzes der ANDRITZ-Aktien (rund 70%) und die umfassenden Investor Relations-Tätigkeiten haben zu einem aktiven Handel mit ANDRITZ-Aktien an der Wiener Börse geführt. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass dieser aktive Handel auch in Zukunft anhalten wird. Sollte dies nicht der Fall sein, hätte dies negative Auswirkungen auf die Liquidität und den Kurs der ANDRITZ-Aktie; Investoren könnten ihre Aktien nicht zu einem für sie angemessenen Preis verkaufen. Ein Ausbleiben des aktiven Handels oder eine größere Veränderung der Marktkapitalisierung könnte weiters dazu führen, dass die ANDRITZ-Aktie aus verschiedenen internationalen Branchen- und Börsenindices, z. B. dem ATX, dem Leitindex der Wiener Börse, oder anderen internationalen Indices, gestrichen wird. Dies könnte zu größeren Kursveränderungen der ANDRITZ-Aktie führen.
Erklärung des Vorstands
Gemäß § 82 (4) Börsegesetz erklärt der Vorstand der ANDRITZ AG hiermit,
-
dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss seines Wissens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung der ANDRITZ-GRUPPE einbezogenen Unternehmen vermittelt;
-
dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung der ANDRITZ-GRUPPE einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen die ANDRITZ-GRUPPE ausgesetzt ist, beschreibt.
Der Vorstand der ANDRITZ AG
Wolfgang Leitner (Vorstandsvorsitzender), Franz Hofmann, Karl Hornhofer, Humbert Köfler, Friedrich Papst
Graz, im Februar 2009
Bericht des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Vorstand haben im Berichtsjahr in fünf Sitzungen intensiv die wirtschaftliche Lage und strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse, Investitionen und Maßnahmen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert. Darüber hinaus war der Vorsitzende des Aufsichtsrats regelmäßig mit dem Vorstandsvorsitzenden in Kontakt, um über die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens zu diskutieren.
Im Prüfungsausschuss wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrats hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen und das Unternehmen in Vorstandsangelegenheiten vertreten. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Der Prüfungsausschuss ist vollzählig zusammengetreten.
Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2007 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 28. Februar 2008 den Wirtschaftsprüfer hinzugezogen, um den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands zu prüfen. Weiters wurde eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehung mit der ANDRITZ-GRUPPE sowie den Organmitgliedern überprüft, das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt und eine Empfehlung zur Wahl des Abschlussprüfers abgegeben.
Als weitere Tagesordnungspunkte hat der Prüfungsausschuss die Umsetzung des Risikomanagements im Unternehmen behandelt und angeregt, die personelle Ausstattung im Bereich Interne Revision zu verstärken.
In der Sitzung vom 4. Dezember 2008 wurden Ablauf, Zeitplan und Prüfung des Jahresabschlusses 2008 sowie ein Bericht des Vorstands zu den durch das Unternehmensrechts-Änderungsgesetz gegebenen neuen Vorgaben diskutiert. Weiters hat der Aufsichtsrat die Geschäftsordnung für den Vorstand an die geänderten wirtschaftlichen und rechtlichen Gegebenheiten angepasst.
In der Hauptversammlung am 27. März 2008 ist Herr Univ.-Prof. Dr. Christian Nowotny für die satzungsmäßige Höchstdauer, das ist bis zum Ende jener Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 beschließt, in den Aufsichtsrat wiedergewählt worden. In seiner Sitzung am 28. Februar 2008 hat der Aufsichtsrat die Corporate Governance im Konzern überprüft, die einzelnen Aufsichtsratsmitglieder haben ihre Unabhängigkeitserklärungen gemäß dem österreichischen Kodex bestätigt.
Im Anschluss an die am 27. März 2008 abgehaltene Hauptversammlung wurden in der am selben Tag abgehaltenen Sitzung des Aufsichtsrats Herr Mag. Kurt Stiassny als Vorsitzender und Herr Hon. Prof. DDr. Hellwig Torggler als sein Stellvertreter bestätigt. Herr Mag. Stiassny und Herr Hon. Prof. DDr. Torggler sind Mitglieder des Personalausschusses für Vorstandsangelegenheiten und des Prüfungsausschusses. In der Sitzung am 4. Dezember 2008 wurde intensiv über die aktuelle Geschäftslage, deren Beeinflussung durch die Finanzkrise sowie die Vorschau auf das Jahresergebnis 2008 sowie über das Budget 2009 und die Mittelfristplanung diskutiert. Der Jahresabschluss und Lagebericht der ANDRITZ AG sowie der Konzernabschluss 2008 nach IFRS sind unter Einbeziehung der Buchführung durch die von der Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Auditor Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Aufsichtsrat hat die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs 2 AktG festgestellt ist, ebenso hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Gewinnverteilungsvorschlag geprüft und seine Zustimmung erteilt.
Kurt Stiassny
Vorsitzender des Aufsichtsrats Graz, im März 2009
Konzernabschluss 2008 der ANDRITZ-GRUPPE
| Bestätigungsvermerk | 31 |
|---|---|
| Konzernbilanz | 33 |
| Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung |
34 |
| Konzern-Cashflow-Statement | 35 |
| Gesamteinkommensrechnung | 36 |
| Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals |
37 |
| Konzernanhang | 38 |
Bestätigungsvermerk
Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers
Bericht zum Konzernabschluss
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Andritz AG, Graz, Österreich, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung, die Konzern-Geldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Verantwortung des Abschlussprüfers
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Prüfungsurteil
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Bericht zum Konzernlagebericht
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Wien, am 26. Februar 2009
AUDITOR TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Manfred GERITZER Mag. Michael SCHOBER Wirtschaftsprüfer
Auditor Treuhand GmbH ist ein Mitglied von
Bei Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung verwiesen wird.
konzernbilanz zum 31. Dezember 2008
| (in TEUR) | Anhang | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 1. | 56.391 | 46.373 |
| Firmenwerte | 1. | 226.999 | 227.083 |
| Sachanlagen | 1. | 327.734 | 260.153 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 1. | 9.300 | 6.825 |
| Sonstige Finanzanlagen | 35.461 | 32.997 | |
| Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte | 2./ 5./ 7. |
32.608 | 10.221 |
| Aktive latente Steuern | 18. | 76.246 | 58.882 |
| Langfristige Vermögenswerte | 764.739 | 642.534 | |
| Vorräte | 3. | 360.051 | 250.632 |
| Geleistete Anzahlungen | 4. | 97.984 | 85.669 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5. | 424.947 | 400.163 |
| Forderungen aus realisierten Umsatzerlösen für Projekte, soweit sie dafür erhaltene An- und Teilzahlungen übersteigen |
6. | 445.548 | 391.305 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 7. | 160.186 | 128.716 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 11.084 | 11.595 | |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 263.314 | 101.887 | |
| Flüssige Mittel | 558.448 | 496.926 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.321.562 | 1.866.893 | |
| SUMME AKTIVA | 3.086.301 | 2.509.427 | |
| PASSIVA | |||
| Grundkapital | 104.000 | 104.000 | |
| Kapitalrücklagen | 36.476 | 36.476 | |
| Gewinnrücklagen | 8. | 402.029 | 326.933 |
| Auf Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallendes Eigenkapital | 542.505 | 467.409 | |
| Anteile in Fremdbesitz | 34.877 | 14.166 | |
| Summe Eigenkapital | 577.382 | 481.575 | |
| Anleihen - langfristig | 11. | 369.023 | 192.268 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - langfristig | 11. | 25.163 | 28.804 |
| Rückstellungen - langfristig | 9./ 10. | 217.147 | 184.214 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - langfristig | 11. | 858 | 551 |
| Sonstige Verbindlichkeiten - langfristig | 12. | 16.989 | 6.976 |
| Verbindlichkeiten aus latenten Steuern | 18. | 89.992 | 93.904 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 719.172 | 506.717 | |
| Anleihen - kurzfristig | 11. | 0 | 99.995 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten - kurzfristig | 11. | 36.334 | 29.931 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing - kurzfristig | 11. | 523 | 799 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 306.295 | 314.028 | |
| Erhaltene An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierte Umsatzerlöse übersteigen |
6. | 621.177 | 388.034 |
| Erhaltene Anzahlungen | 57.629 | 82.255 | |
| Rückstellungen - kurzfristig | 9. | 260.125 | 218.192 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern | 34.614 | 20.182 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 12. | 473.050 | 367.719 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.789.747 | 1.521.135 | |
| SUMME PASSIVA | 3.086.301 | 2.509.427 |
* angepasst
Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzernbilanz.
konzern-gewinnund -verlustrechnung Für das Geschäftsjahr 2008
| Umsatzerlöse 13. 3.609.812 3.282.488 Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 55.266 (440) Aktivierte Eigenleistungen 738 2.035 3.665.816 3.284.083 Sonstige betriebliche Erträge 14. 75.719 66.657 Materialaufwand (2.202.679) (1.985.962) Personalaufwand 15. (757.439) (668.244) Sonstige betriebliche Aufwendungen 16. (503.194) (445.859) Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA) 278.223 250.675 Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 1. (52.896) (46.984) Wertminderungsverlust Firmenwert 1. (6.783) (2.771) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) 218.544 200.920 Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 5 887 Zinsergebnis (685) (1.225) Sonstiges Finanzergebnis (7.396) 204 Finanzergebnis 17. (8.076) (134) Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 210.468 200.786 Steuern vom Einkommen und Ertrag 18. (63.421) (62.987) KONZERNERGEBNIS 147.047 137.799 Davon entfallen auf: Die Gesellschafter der Muttergesellschaft 139.689 134.456 Anteile in Fremdbesitz 7.358 3.343 Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien 51.220.194 51.561.489 Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 19. 2,73 2,61 Potenzielle Verwässerung durch Aktienoptionen 30.233 269.688 Gewogene durchschnittliche Anzahl an nennwertlosen Stückaktien und Optionen 51.250.428 51.831.177 Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 2,73 2,59 Vorgeschlagene oder bezahlte Dividende je nennwertloser Stückaktie (in EUR) 8. 1,10 1,00 |
(in TEUR) | Anhang | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|---|
* angepasst
Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung.
konzern-cashflow- statement Für das Geschäftsjahr 2008
| (in TEUR) | Anhang | 2008 | 2007* |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 210.468 | 200.786 | |
| Zinsergebnis | 685 | (4.370) | |
| Zu- und Abschreibungen sowie Wertminderungsverlust auf das Anlagevermögen | 60.176 | 49.643 | |
| Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | (5) | (887) | |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen | 13 | 717 | |
| Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen | (535) | (1.545) | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen | 10.033 | 3.227 | |
| Steuerzahlungen | (71.883) | (56.085) | |
| Zinseinzahlungen | 36.083 | 31.602 | |
| Zinsauszahlungen | (32.796) | (24.142) | |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 212.239 | 198.946 | |
| Veränderungen der Vorräte | (78.788) | (33.286) | |
| Veränderungen der geleisteten Anzahlungen | 6.069 | (50.061) | |
| Veränderungen der Forderungen und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten | (44.522) | (129.397) | |
| Veränderungen kurzfristiger Rückstellungen | 7.333 | 8.942 | |
| Veränderungen erhaltener Anzahlungen | (44.954) | 7.669 | |
| Veränderungen der Verbindlichkeiten und passiven Rechnungsabgrenzungs | |||
| posten | 197.655 | 30.296 | |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 255.032 | 33.109 | |
| Einzahlungen aus Anlagenabgängen | 4.662 | 14.324 | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen | (69.697) | (57.033) | |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | (3.610) | (8.143) | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Minderheitenanteilen und Akquisition von Firmen bzw. Geschäftsbereichen |
I. | 49.302 | (36.535) |
| Einzahlungen/Auszahlungen aus kurzfristiger Veranlagung liquider Mittel | (173.740) | (60.758) | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | (193.083) | (148.145) | |
| Veränderungen verzinslicher Finanzverbindlichkeiten | 54.455 | 5.955 | |
| Gezahlte Dividenden durch Andritz AG | (51.087) | (38.690) | |
| Sonstige Veränderungen betreffend Anteile von Minderheitsgesellschaftern | (1.486) | (519) | |
| Ein- und Auszahlungen betreffend eigene Aktien | 4.504 | (20.180) | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 6.386 | (53.434) | |
| Veränderungen des Finanzmittelbestands | 68.335 | (168.470) | |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand | (6.813) | (5.195) | |
| Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 496.926 | 670.591 | |
| FINANZMITTELBESTAND AM ENDE DER PERIODE | 558.448 | 496.926 |
* angepasst
Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzern-Cashflow-Statements.
gesamteinkommens- rechnung Für das Geschäftsjahr 2008
| 2008 | 2007* | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | Anhang Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutterge sellschaft |
davon entfallen auf Anteile in Fremd |
besitz Gesamt | davon entfallen auf Gesell schafter der Mutterge sellschaft |
davon entfallen auf Anteile in Fremd besitz |
|
| Differenzen aus der Währungs umrechnung |
8. | (13.492) | (10.299) | (3.193) | (12.215) | (12.378) | 163 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) |
(6.173) | (6.156) | (17) | (1.692) | (1.718) | 26 | |
| Veränderung der IAS 39-Rücklage | J. | (5.429) | (5.481) | 52 | (29) | (29) | 0 |
| Direkt im Eigenkapital berücksichtigtes Ergebnis nach Ertragsteuern |
(25.094) | (21.936) | (3.158) (13.936) | (14.125) | 189 | ||
| Konzernergebnis | 147.047 | 139.689 | 7.358 | 137.799 | 134.456 | 3.343 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 121.953 | 117.753 | 4.200 | 123.863 | 120.331 | 3.532 | |
* angepasst
Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gesamteinkommensrechnung.
entwicklung des konzern-eigenkapitals Für das Geschäftsjahr 2008
| Anteile in | Summe | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Davon entfallen auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft | Fremd besitz |
Eigen kapital |
||||||||
| (in TEUR) | An hang |
Grund kapital |
Kapital rück lagen |
Sonstige Gewinn rück lagen |
IAS 39 Rück lage |
Versiche rungsma thematische Gewinne/ (Verluste) |
Unter schieds beträge aus Wäh rungsum rechnung |
Gesamt | ||
| Stand zum 1. Jänner 2007* | 94.510 | 45.966 | 289.741 | 673 | (6.016) | (22.046) | 402.828 | 11.712 | 414.540 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 134.456 | (29) | (1.718) | (12.378) | 120.331 | 3.532 | 123.863 | |
| Dividenden | 8. | (38.690) | (38.690) | (1.078) | (39.768) | |||||
| Änderungen aus Akquisitionen | 0 | 0 | ||||||||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschafts mitteln |
9.490 | (9.490) | 0 | 0 | ||||||
| Veränderung eigene Aktien | (20.180) | (20.180) | (20.180) | |||||||
| Sonstige Veränderungen | 3.120 | 3.120 | 3.120 | |||||||
| STAND ZUM 31. DEZEMBER 2007 | 104.000 | 36.476 | 368.447 | 644 | (7.734) | (34.424) | 467.409 | 14.166 | 481.575 | |
| Stand zum 1. Jänner 2008 | 104.000 | 36.476 | 368.447 | 644 | (7.734) | (34.424) | 467.409 | 14.166 | 481.575 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | 139.689 | (5.481) | (6.156) | (10.299) | 117.753 | 4.200 | 121.953 | |
| Dividenden | 8. | (51.087) | (51.087) | (1.747) | (52.834) | |||||
| Änderungen aus Akquisitionen | (662) | (662) | 18.258 | 17.596 | ||||||
| Kapitalerhöhung aus Gesellschafts mitteln |
0 | 0 | ||||||||
| Veränderung eigene Aktien | 4.504 | 4.504 | 4.504 | |||||||
| Sonstige Veränderungen | 4.588 | 4.588 | 4.588 | |||||||
| STAND ZUM 31. DEZEMBER 2008 | 104.000 | 36.476 | 465.479 (4.837) | (13.890) | (44.723) | 542.505 | 34.877 | 577.382 |
* angepasst
Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil der dargestellten Entwicklung des Konzerneigenkapitals.
Konzernanhang zum 31. Dezember 2008
Die ANDRITZ AG ("ANDRITZ") ist eine Gesellschaft nach österreichischem Recht und notiert seit Juni 2001 an der Wiener Börse. Die ANDRITZ-GRUPPE (der "Konzern") ist ein führender Hersteller von hochtechnologischen Industriemaschinen und -anlagen und arbeitet in fünf strategischen Geschäftsfeldern: HYDRO, PULP & PAPER, METALS, ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL. A. Allgemeines
Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten im Konzern betrug 12.876 im Jahr 2008 und 10.949 im Jahr 2007. Der eingetragene Geschäftssitz des Konzerns befindet sich in der Stattegger Straße 18, 8045 Graz, Österreich.
Der Konzernabschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.
Zahlreiche Beträge und Prozentsätze, die im Konzernabschluss dargestellt werden, wurden gerundet, Summierungen können deshalb von den dargestellten Beträgen abweichen.
Die wichtigsten bei der Erstellung der Jahresabschlüsse angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind folgende:
a. Allgemeines
Der Konzernabschluss wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten, von der Europäischen Union übernommenen und für 2008 verpflichtend anzuwendenden Standards erstellt. Ebenso wurden sämtliche für 2008 verpflichtend anzuwendende Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet.
Im laufenden Geschäftsjahr hat ANDRITZ die Interpretation IFRIC 11 IFRS 2 Konzerninterne Geschäfte und Geschäfte mit eigenen Anteilen angewendet. Die Anwendung dieser Interpretationen hatte keinen Einfluss auf das Eigenkapital und Ergebnis.
Zum Zeitpunkt der Freigabe dieses Abschlusses zur Veröffentlichung waren die folgenden Standards und Interpretationen bereits veröffentlicht, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwenden:
| Standard/Inter pretation |
Titel | Erstmals gültig für Geschäftsjahre beginn end am oder nach dem |
|---|---|---|
| IFRS 1 (überarbeitet) Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards | 1. Jänner 2009 | |
| IFRS 2 (überarbeitet) Anteilsbasierte Vergütungen | 1. Jänner 2009 | |
| IFRS 3 (überarbeitet) Unternehmenszusammenschlüsse | 1. Juli 2009 | |
| IFRS 8 | Geschäftssegmente | 1. Jänner 2009 |
| IAS 1 (überarbeitet) | Darstellung des Abschlusses | 1. Jänner 2009 |
| IAS 23 | (überarbeitet) Fremdkapitalkosten | 1. Jänner 2009 |
| Verschiedene | Jährliches Änderungsverfahren 2007 | Generell: 1. Jänner 2009 (mit einigen spezifischen Übergangsvorschriften) |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen* | 1. Jänner 2008 |
| IFRIC 13 | Kundenbindungsprogramme | 1. Juli 2008 |
| IFRIC 14 | IAS 19 - Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung** |
1. Jänner 2008 |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien | 1. Jänner 2009 |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 1. Oktober 2009 |
| IFRIC 17 | Sachausschüttungen an Eigentümer | 1. Juli 2009 |
| IFRIC 18 | Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden | 1. Juli 2009 |
* noch nicht in EU-Recht übernommen.
** Laut Verordnung (EG) Nr. 1263/2008 spätestens für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Jänner 2009 anzuwenden.
Die Auswirkungen des überarbeiteten IAS 23 werden zurzeit evaluiert, wobei der Vorstand zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon ausgeht, dass daraus keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss zu erwarten sind. Die wesentliche Änderung des Standards besteht in der Streichung des Wahlrechts, alle Fremdkapitalkosten bei Anfall als Aufwand zu erfassen.
IFRS 8 ist ein Standard für Anhangangaben, der möglicherweise zu einer Neuabgrenzung der berichtspflichtigen Segmente des Konzerns führen kann, jedoch keine Auswirkung auf die berichteten Ergebnisse oder die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns hat.
Der Vorstand geht davon aus, dass die oben angeführten Standards und Interpretationen ab jenem Konzernabschluss angewendet werden, der in der jeweiligen Inkrafttretensbestimmung vorgesehen ist, und dass die Anwendung dieser Standards und Interpretationen keinen wesentlichen Einfluss auf das Eigenkapital und Ergebnis des Konzernabschlusses im Jahr der erstmaligen Anwendung haben wird.
Hinsichtlich der Änderungen in IFRS 3 (überarbeitet) samt Folgeänderungen in anderen Standards ist anzumerken, dass daraus resultierende Auswirkungen auf zukünftige Transaktionen gerade evaluiert werden.
b. Anwendung von IAS 8
Die bisher für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden mit einer Ausnahme unverändert fortgeführt. Gemäß IAS 19.93A können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Bisher wurden diese sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern macht nun vom Wahlrecht gemäß IAS 19.93A Gebrauch, da dadurch eine bessere Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen gegeben ist. Zinsaufwendungen resultierend aus dem Sozialkapital werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" und nicht mehr unter dem "Personalaufwand" erfasst. Die Vorperioden wurden gemäß IAS 8 entsprechend angepasst.
Die Änderungen des Vorjahres sind wie folgt:
| Anpassung nach Anpassung | vor Anpassung | ||
|---|---|---|---|
| (in TEUR) | 2007 | 2007 | 2007 |
| Personalaufwand | 8.359 | (668.244) | (676.603) |
| Zinsergebnis | (5.595) | (1.225) | 4.370 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | (1.072) | (62.987) | (61.915) |
| Konzernergebnis | 1.692 | 137.799 | 136.107 |
| Davon entfallen auf: | |||
| Die Gesellschafter der Muttergesellschaft | 1.718 | 134.456 | 132.738 |
| Anteile in Fremdbesitz | (26) | 3.343 | 3.369 |
| Gewinn je nennwertloser Stückaktie (in EUR) | 0,04 | 2,61 | 2,57 |
| Verwässertes Ergebnis je nennwertloser Stückaktie (in EUR) | 0,03 | 2,59 | 2,56 |
Es ergeben sich keine Effekte auf das Eigenkapital, da die bisher über die Gewinn- und Verlustrechnung in den "Sonstigen Gewinnrücklagen" erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste von TEUR 6.016 per 1. Jänner 2007 bzw. TEUR 7.734 per 31. Dezember 2007 nunmehr in der "IAS 19-Rücklage" in Höhe von TEUR 6.016 per 1. Jänner 2007 bzw. TEUR 7.734 per 31. Dezember 2007 gezeigt werden.
Ferner wurde eine Korrektur gemäß IAS 8 retrospektiv durchgeführt. Die Bilanzpositionen "Aktive latente Steuern" änderten sich per 31. Dezember 2007 von TEUR 56.982 auf TEUR 58.882, die "Verbindlichkeiten aus latenten Steuern" von TEUR 99.604 auf TEUR 93.904 und die "Rückstellungen – kurzfristig" von TEUR 210.592 auf TEUR 218.192. Weder im Jahr 2007 noch im Jahr 2008 ergaben sich dadurch Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
c. Berichtswährung
Der Konzernabschluss wird in EURO erstellt.
d. Konsolidierungsgrundsätze
Der Konzernabschluss beinhaltet ANDRITZ und die von ihr kontrollierten Unternehmen. Diese Kontrolle (Beherrschung) ist grundsätzlich immer dann gegeben, wenn ANDRITZ, entweder direkt oder indirekt, mehr als 50% der Stimmrechte einer Gesellschaft besitzt, um so auf die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens Einfluss zu nehmen und von dessen Aktivitäten zu profitieren. Der Anteil des Eigenkapitals und des Ergebnisses, der auf Anteile in Fremdbesitz entfällt, ist in der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Die Erwerbsmethode wurde bei allen erworbenen Unternehmen angewandt. Unternehmen, die während des Jahres gekauft oder verkauft wurden, sind im Konzernabschluss ab dem Stichtag des Kaufs oder bis zum Zeitpunkt ihres Verkaufs berücksichtigt.
Gemeinschaftsunternehmen mit gleichen Stimmrechtsanteilen werden im Konzernabschluss durch Quotenkonsolidierung erfasst.
Die quotenkonsolidierten Unternehmen sind im Konzernabschluss mit folgenden anteiligen Werten einbezogen:
| (in TEUR) 2008 |
2007 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte 324 |
354 |
| Kurzfristige Vermögenswerte 2.233 |
2.096 |
| Langfristige Verbindlichkeiten 0 |
13 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten 994 |
1.121 |
| Umsatzerlöse 10.499 |
5.875 |
| Ergebnis nach Steuern 919 |
423 |
Konzerninterne Forderungen, Verbindlichkeiten und Leistungsverrechnungen, inklusive konzerninterner Zwischenergebnisse, wurden eliminiert. Der Konzernabschluss wurde unter Zugrundelegung von einheitlichen Bilanzierungsgrundsätzen für vergleichbare Geschäftsvorfälle erstellt.
C. Akquisitionen
Zu Beginn des 1. Quartals 2008 wurde die Beteiligung an Waplans Mekaniska Verkstads AB, Schweden, von 40 auf 100% erhöht. Waplans Mekaniska Verkstads (nun ANDRITZ Waplans) ist auf Reparatur- und Erneuerungsarbeiten im Wasserkraftsektor (Geschäftsbereich HYDRO) sowie im Geschäftsbereich Zellstoff und Papier spezialisiert. Andritz verstärkt damit seine Präsenz in Schweden und bietet seinen Kunden lokale Kompetenz gepaart mit internationaler Erfahrung an.
Im März 2008 erwarb ANDRITZ 100% der Maerz Industrieofenanlagen GmbH, Düsseldorf, Deutschland. ANDRITZ Maerz ist einer der weltweit führenden Anbieter von Industrieöfen und Wärmebehandlungsanlagen. Das Service- und Produktportfolio im Geschäftsbereich METALS umfasst Engineering, Know-how, Prozess-Technologie für Wärmebehandlungsanlagen in der Stahl-Industrie und für Schmelz-/Raffinierungs-Anlagen sowie Planung, Design, Lieferung, Montage und Inbetriebnahme.
Im Mai bzw. Juni 2008 akquirierte ANDRITZ Wasserkraft-Technologie und bestimmte Vermögenswerte des Wasserkraftbereichs von GE Energy sowie den GE-Mehrheitsanteil an GE Hydro Inepar do Brasil. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden wurden ab 30. Juni 2008, die Ergebnisse ab 1. Juli 2008 in den Konzernabschluss der ANDRITZ-Gruppe einbezogen. ANDRITZ baute durch diese Akquisitionen den Geschäftsbereich HYDRO und seine Marktposition als einer der weltweit führenden Anbieter von Wasserkraftausrüstungen weiter aus und kann dadurch seine Kunden in Brasilien, China, Nordamerika und Skandinavien noch besser bedienen.
Im Oktober 2008 erwarb ANDRITZ wesentliche Vermögenswerte der Andreas Kufferath GmbH & Co. KG, Düren, Deutschland, einschließlich der Tochtergesellschaften in der Slowakei und China, aus dem Insolvenzverfahren. Die übernommenen Geschäftssegmente Formationssiebe und technische Gewebe mit rund 550 Mitarbeitern sollen zum weiteren Ausbau des Service-Geschäfts von ANDRITZ für die Zellstoff- und Papier-Industrie im Geschäftsbereich PULP & PAPER beitragen.
Der aus diesen Unternehmenszusammenschlüssen generierte Umsatz betrug TEUR 225.949 und das EBIT TEUR 16.947. Aufgrund der Struktur der GE-Energy Akquisition sind Pro-forma-Angaben praktisch nicht durchführbar. Die Pro-forma-Angaben für die übrigen im Jahr 2008 erfolgten Akquisitionen werden aufgrund von Unwesentlichkeit nicht dargestellt.
Der Gesamtkaufpreis aller in 2008 durchgeführten Akquisitionen beträgt TEUR 64.428, die Nebenkosten betragen TEUR 1.345.
Die geschätzten Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auf Basis von Transaktionskursen sind wie folgt:
| (in TEUR) | IFRS Buchwerte |
Anpassungen an den beizu legenden Zeitwert |
Beizulegen der Zeitwert |
|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.828 | 13.554 | 18.382 |
| Sachanlagen | 49.524 | 0 | 49.524 |
| Vorräte | 46.831 | 0 | 46.831 |
| Forderungen | 84.254 | 2.169 | 86.423 |
| Verbindlichkeiten | (220.219) | (10.583) | (230.802) |
| Nicht verzinsliches Nettovermögen | (34.782) | 5.140 | (29.642) |
| Flüssige Mittel | 113.730 | 0 | 113.730 |
| Finanzverbindlichkeiten | (7.420) | 0 | (7.420) |
| Firmenwerte | 0 | 5.420 | 5.420 |
| Nettovermögen | 71.528 | 10.560 | 82.088 |
Die angesetzten Firmenwerte resultieren aus erworbenen Vermögenswerten, die gemäß IFRS nicht gesondert aktiviert werden konnten. Dazu zählen insbesondere eine erfahrene und eingearbeitete Belegschaft und die erworbenen Marktpositionen.
Die erstmalige Einbeziehung der in 2008 erworbenen Unternehmen erfolgt auf Basis vorläufiger Werte.
a. Immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Nach der erstmaligen Aktivierung werden die immateriellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden jährlich zum Ende jedes Geschäftsjahres überprüft.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
Die für Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte geleisteten Beträge werden aktiviert und dann mittels linearer Abschreibung über die erwartete Nutzungsdauer abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer liegt zwischen drei und 15 Jahren.
Unternehmenszusammenschlüsse und Firmenwert
Für Unternehmenszusammenschlüsse sowie daraus resultierende Firmenwerte wurde IFRS 3 angewandt. Gemäß diesem Standard ermittelt sich der Firmenwert als Residualgröße aus den Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs und dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Reinvermögen unter Berücksichtigung der Eventualverbindlichkeiten. Ein sich ergebender Firmenwert wird ab 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, es ist jedoch ein Werthaltigkeitstest gemäß IAS 36 durchzuführen. Dieser Werthaltigkeitstest hat zumindest jährlich zu erfolgen oder wenn interne oder externe Indikatoren eine Wertminderung andeuten. Zur Bestimmung, ob eine Abschreibung aufgrund einer Wertminderung erforderlich ist, wird der Firmenwert jenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die vom erwarteten Synergiepotenzial des Unternehmenszusammenschlusses künftig profitieren. Ist der Buchwert höher als der mittels Discounted Cash Flow-Kalkulation (DCF) ermittelte Nutzungswert, wird ein entsprechender Wertminderungsaufwand vorgenommen. Eine spätere Wertaufholung ist nicht zulässig.
Die zukünftigen Einzahlungsüberschüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das nächste Wirtschaftsjahr und mit Vereinfachungen für die nachfolgenden zwei Jahre erstellt werden und aus bisherigen Ergebnissen und den besten Schätzungen des Vorstands bezüglich künftiger Entwicklungen abgeleitet werden. Nach diesem Detailplanungszeitraum wird von einem gleichbleibenden Niveau ausgegangen, sofern keine wesentlichen Gründe dagegensprechen. Der im Rahmen der DCF-Kalkulation angewendete Diskontierungssatz entspricht jenem Zinssatz, der die gegenwärtigen Markteinschätzungen des Zinseffekts und die speziellen Risiken des Vermögenswerts widerspiegelt. Es wurde ein Diskontierungssatz unter Berücksichtigung der anwendbaren Währung sowie des Risikoprofils zwischen 8,57% und 12,00% verwendet.
Wesentliche Firmenwerte wurden den zum Zeitpunkt der Akquisitionen bestehenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten der ANDRITZ AG (1999), des mit der ANDRITZ-Ahlstrom-Gruppe erworbenen Zellstoffgeschäfts (2000/2001) sowie der VA TECH HYDRO-Gruppe im Bereich Wasserkraft (2006) zugeordnet.
Ein sich aus dem Vergleich von Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Unternehmens ergebender negativer Firmenwert wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
b. Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger kumulierter Wertminderungen ausgewiesen. Wird ein Vermögenswert verkauft oder ausgeschieden, so werden die Anschaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung erfolgswirksam erfasst.
Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich der Importzölle und nicht refundierbarer Steuern und alle jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Ausgaben, die nach der Inbetriebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartung und Überholungskosten, werden normalerweise in jener Periode aufwandswirksam, in welcher die Kosten entstanden sind. Die Abschreibung erfolgt linear über folgende geschätzte Nutzungsdauern:
| Gebäude | 20-50 Jahre |
|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 4-10 Jahre |
| Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge | 3-10 Jahre |
Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstands entsprechen. Unter den in Bau befindlichen Anlagen werden noch nicht betriebsbereite Sachanlagen erfasst und mit den Anschaffungskosten bewertet. Diese inkludieren Herstellungskosten und andere direkt zurechenbare Kosten.
c. Finanzanlagevermögen und Anteile an assoziierten Unternehmen
Diese langfristigen Beteiligungen bestehen primär aus Anteilen an assoziierten Unternehmen, Wertpapieren des Anlagevermögens sowie Ausleihungen.
Unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen werden in der Regel Beteiligungen an Unternehmen im Ausmaß von 20 - 50% ausgewiesen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Diese werden unter Anwendung der Equity-Methode bewertet. Eine Überprüfung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen und eine entsprechende Wertminderung oder Zuschreibung wird dann durchgeführt, wenn Anzeichen für eine Wertminderung oder deren Wegfall vorliegen.
Wertpapiere des Anlagevermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Gewinn oder Verlust direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird oder eine Wertminderung festgestellt wird. In einem solchen Fall werden die kumulierten Gewinne und Verluste, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung der Periode ausgewiesen. Zinsen auf Wertpapiere des Anlagevermögens werden in der Periode, in der sie anfallen, direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Eigenkapitalinstrumente, für die kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann, werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen bewertet.
d. Fertige und unfertige Erzeugnisse, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Das Vorratsvermögen, einschließlich der unfertigen Erzeugnisse und noch nicht abrechenbaren Leistungen, wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten sowie nach Wertberichtigungen für veraltete und sich langsam umschlagende Güter bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Verkaufspreis, abzüglich der noch zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Kosten werden überwiegend auf Basis des FIFO-Verfahrens festgestellt. In den Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse sind auch zurechenbare fixe und variable Gemeinkosten enthalten. Nicht mehr verwertbares Vorratsvermögen wird vollständig abgeschrieben. Reine Liefergeschäfte werden zu Herstellungskosten bewertet. Bei diesen Aufträgen erfolgt die Umsatzerfassung erst zum Zeitpunkt des Eigentums- und Gefahrenübergangs ("completed contract method").
e. Auftragsfertigung
Forderungen aus Projekten und die damit in Zusammenhang stehenden Umsätze werden nach Maßgabe des jeweiligen Anarbeitungsgrads ("percentage of completion method") erfasst. Projekte sind dadurch gekennzeichnet, dass sie auf Basis von individuellen Vertragsbedingungen mit fixen Preisen vereinbart werden. Der Anarbeitungsgrad wird durch die "cost-to-cost method" festgelegt. Zuverlässige Schätzungen der Gesamtkosten der Aufträge, der Verkaufspreise und der tatsächlich angefallenen Kosten sind auf monatlicher Basis verfügbar. Die geschätzten Auftragsgewinne werden im Verhältnis zu den ermittelten Umsätzen realisiert. Bei der "cost-to-cost method" werden Umsätze und Auftragsergebnisse im Verhältnis der tatsächlich angefallenen Herstellungskosten zu den erwarteten Gesamtkosten erfasst. Veränderungen der gesamten geschätzten Auftragskosten und daraus möglicherweise resultierende Verluste werden in der Periode ihres Entstehens erfolgswirksam erfasst. Für technologische und finanzielle Risiken, welche während der verbleibenden Laufzeit des Projekts eintreten können, wird je Auftrag eine Einzeleinschätzung vorgenommen und ein entsprechender Betrag in den erwarteten Gesamtkosten angesetzt. Drohende Verluste aus der Bewertung von nicht abgerechneten Projekten werden sofort als Aufwand erfasst. Drohende Verluste werden realisiert, wenn wahrscheinlich ist, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen werden. Für mögliche Gewährleistungsansprüche von Kunden werden Rückstellungen entsprechend der jeweiligen Gewinnrealisierung gebildet. Nach Fertigstellung des Auftrags wird das verbleibende Gewährleistungsrisiko neu eingeschätzt.
f. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen werden zum Nennwert, abzüglich Wertberichtigungen für mögliche Ausfälle, ausgewiesen.
g. Wertpapiere des Umlaufvermögens
Die Wertpapiere des Umlaufvermögens setzen sich aus Bundesanleihen, Anleihen erstklassiger Banken und Anleihefonds zusammen. Diese dienen zur Veranlagung liquider Mittel und sind im Allgemeinen nicht dazu bestimmt, langfristig gehalten zu werden. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden im Zeitpunkt des Zugangs zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. In Folgeperioden werden diese mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen dieser Zeitwerte werden als Gewinn oder Verlust direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert wird oder eine Wertminderung festgestellt wird. Bei erheblichen und andauernden Wertminderungen werden die Verluste aus diesen Wertminderungen in der Gewinn- und Verlustrechung der Periode ausgewiesen.
h. Flüssige Mittel
Die flüssigen Mittel beinhalten Bargeld und Bankguthaben. Hierunter können auch geldnahe Forderungen ("cash equivalents") enthalten sein, die aus kurzfristigen Guthaben bei Nicht-Banken mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten mit geringem Wertänderungsrisiko bestehen.
i. Grundkapital
Es gibt nur Stammaktien, die alle ausgegeben sind und dieselben Rechte verbriefen. Auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 29. März 2007 wurde am 3. Mai 2007 eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln von TEUR 9.490 sowie ein Aktiensplit von 1:4 durchgeführt, sodass sich die Gesamtzahl der ANDRITZ-Aktien von 13 auf 52 Millionen erhöhte. Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem in 2007 durchgeführten Aktiensplit (1:4) angepasst.
Das Gesamtgrundkapital der ANDRITZ AG beträgt TEUR 104.000, aufgeteilt auf 52 Millionen nennwertlose Stückaktien.
Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrats Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 5.200.000 Stückaktien im Zeitraum vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 bzw. vom 1. Oktober 2008 bis 31. März 2011 ermöglichen. 2007 wurden 521.094 Stückaktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 40,48 zurückgekauft und 62.500 Stückaktien zu einem Preis von EUR 9,38 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft. 6.928 Aktien wurden im Zuge einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion an Mitarbeiter der ANDRITZ AG abgegeben. 2008 wurden 241.646 Stückaktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 23,40 zurückgekauft. 15.000 Stückaktien wurden zu einem Preis von EUR 9,38 je Aktie und 304.000 Stückaktien zu einem Preis von EUR 31,67 je Aktie an berechtigte Führungskräfte im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte wieder verkauft sowie 10.874 Aktien im Zuge einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion an Mitarbeiter der ANDRITZ AG abgegeben. Zum 31. Dezember 2008 hat die Gesellschaft 799.274 eigene Aktien mit einem Marktwert von TEUR 14.515 gehalten. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogramms für Führungskräfte zu verwenden.
j. Kapitalrücklagen
In den Kapitalrücklagen sind - in Übereinstimmung mit österreichischem Recht - Zuzahlungen der Aktionäre anlässlich der Ausgabe von Aktien enthalten.
k. Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere thesaurierte Gewinne, die IAS 39-Rücklage, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste sowie Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung.
l. Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann und nur dann gebildet, wenn das Unternehmen aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlicher oder vertraglicher Natur) hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist (d.h. eher wahrscheinlich denn nicht) und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst. Bei wesentlichen Zinseffekten wird der Rückstellungsbetrag mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt.
m. Finanzinstrumente nach IAS 39 und IFRS 7
Finanzielle Vermögenswerte
Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen zur Begründung einer finanziellen Verpflichtung oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Finanzvermögen und -verbindlichkeiten, die in der Bilanz enthalten sind, beinhalten flüssige Mittel, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen und sonstige Verbindlichkeiten, langfristige Forderungen, verzinsliche Finanzverbindlichkeiten und Beteiligungen, die ausgegebenen Anleihen sowie Wertpapiere des Anlagevermögens.
Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Verkaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den betroffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen. Der Erstansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermögenswerte, die als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet" kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten. Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.
Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten kann in die Kategorien "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen", "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" und "Kredite und Forderungen" vorgenommen werden. Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und erfolgt bei Zugang. Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte entweder in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "Kredite und Forderungen" oder "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte".
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte (Financial assets at fair value through profit or loss)
Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", wenn der finanzielle Vermögenswert zu Handelszwecken (Held for trading) gehalten wird, was nur bei Derivaten der Fall ist. Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Kursrisiken, Risiken der Änderung des beizulegenden Zeitwerts und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt, jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Derivate werden erstmalig zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu jedem Bilanzstichtag zum beizulegenden Zeitwert fortgeschrieben. Je nach beizulegendem Zeitwert werden die Derivate entweder als sonstige Forderung oder als sonstige Verbindlichkeit beziehungsweise Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten erfasst.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (Available for sale)
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" sind jene nicht-derivativen Finanzinstrumente, welche in diese Kategorie klassifiziert wurden beziehungsweise nicht der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte", "bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" oder "Kredite und Forderungen" zugeordnet wurden. Hierbei werden Eigenkapitalinstrumente (z.B. Aktien), Fremdkapitalinstrumente (z.B. Anleihen) sowie sonstige Investitionen (z.B. Fondsanteile), welche vom Konzern gehalten werden, in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" klassifiziert.
"Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Aus Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts resultierende Gewinne und Verluste werden direkt im Eigenkapital in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen (IAS 39- Rücklage) erfasst. Ausgenommen hiervon sind Wertminderungsverluste, nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsen sowie Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung von monetären Posten. Hier findet eine erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung statt. Wird eine Finanzanlage veräußert oder wird bei ihr eine Wertminderung festgestellt, werden die bis dahin in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. Dividenden aus den Eigenkapitalinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" werden in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst, sobald der Konzern einen Anspruch auf die Zahlung erlangt hat.
Der beizulegende Zeitwert von auf Fremdwährung lautenden monetären Finanzinstrumenten der Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" wird in der Fremdwährung ermittelt und anschließend mit dem Kassakurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die auf Fremdwährungsumrechnungen zurückzuführen sind und aus der Änderung der fortgeführten Anschaffungskosten des Vermögenswerts resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, sämtliche verbleibenden Wertänderungen werden direkt im Eigenkapital erfasst.
Kredite und Forderungen (Loans and receivables)
Im Konzern werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, als "Kredite und Forderungen" kategorisiert. Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.
Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminderung untersucht. Finanzielle Vermögenswerte sind wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, ein objektiver Hinweis dafür vorliegt, dass sich die erwarteten künftigen Cashflows der Finanzanlage negativ verändert haben. Bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten entspricht der Wertminderungsaufwand der Differenz zwischen dem Buchwert des Finanzinstruments und dem anhand des ursprünglichen Effektivzinssatzes ermittelten Barwert der erwarteten künftigen Cashflows.
Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwerts aller betroffenen finanziellen Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, deren Buchwert durch ein Wertminderungskonto gemindert wird. Wird eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen uneinbringlich, erfolgt der Verbrauch gegen das Wertminderungskonto. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertminderungskonto gebucht. Änderungen des Buchwerts des Wertberichtigungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Diese vormals erfasste Wertminderung kann über die Gewinn- und Verlustrechnung rückgängig gemacht werden, wenn sich die Höhe der Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts in einer der folgenden Berichtsperioden verringert und diese Verringerung objektiv auf ein nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenes Ereignis zurückgeführt werden kann. Dabei darf jedoch auf keinen höheren Wert zugeschrieben werden als den, der sich als fortgeführte Anschaffungskosten ergeben hätte, wäre keine Wertminderung erfolgt. Die Ausnahme dieser Vorgehensweise stellen als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Eigenkapitalinstrumente dar. Bei diesen wird jegliche Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts nach einer erfolgten Wertminderung direkt im Eigenkapital erfasst.
Vom Konzern emittierte Eigen- und Fremdkapitalinstrumente Klassifizierung als Fremd- oder Eigenkapital
Fremd- und Eigenkapitalinstrumente werden entsprechend dem wirtschaftlichen Gehalt der Vertragsvereinbarung als finanzielle Verbindlichkeiten oder Eigenkapital klassifiziert.
Eigenkapitalinstrumente
Ein Eigenkapitalinstrument ist ein Vertrag, der einen Residualanspruch an den Vermögenswerten eines Unternehmens nach Abzug aller dazugehörigen Schulden begründet. Eigenkapitalinstrumente werden zum erhaltenen Ausgabeerlös abzüglich direkter Ausgabekosten erfasst.
Finanzielle Verbindlichkeiten
Finanzielle Verbindlichkeiten können entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert werden.
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten (Financial liabilities at fair value through profit or loss)
Der Konzern klassifiziert seine finanziellen Vermögenswerte in die Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten", wenn die finanzielle Verbindlichkeit zu Handelszwecken gehalten wird, was nur bei Derivaten der Fall ist. Der Konzern verwendet Derivate zur Absicherung von Kursrisiken, Risiken der Änderung des beizulegenden Zeitwerts und zur Absicherung des Preisrisikos von Rohstoffen. Die Derivate werden mit den Zeitwerten zum Bilanzstichtag angesetzt, jeder aus der Bewertung resultierende Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam erfasst.
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (Other financial liabilities measured at amortized costs)
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, einschließlich aufgenommener Kredite, werden erstmalig zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst. Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfolgswirksam erfasst wird.
Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten (Fair value)
Der beizulegende Zeitwert ist jener Betrag, zu dem zwischen sachverständigen, vertragswilligen und voneinander unabhängigen Geschäftspartnern ein Vermögenswert getauscht oder eine Schuld beglichen werden könnte. In diesem Zusammenhang stellen notierte Preise an einem aktiven Markt den besten Anhaltspunkt für den beizulegenden Zeitwert dar. Wenn der Markt für ein Finanzinstrument nicht aktiv ist, wird mithilfe von allgemein anerkannten Bewertungsverfahren der beizulegende Zeitwert (Transaktionspreis) festgestellt, der sich am Bewertungsstichtag zwischen unabhängigen Vertragspartnern bei Vorliegen normaler Geschäftsbedingungen ergeben hätte. Zu den Bewertungsverfahren gehören der Rückgriff auf unlängst aufgetretene Geschäftsvorfälle zwischen sachverständigen, vertragswilligen und unabhängigen Geschäftspartnern und - sofern verfügbar - der Vergleich mit dem aktuellen beizulegenden Zeitwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Finanzinstruments, DCF-Verfahren sowie Optionspreismodelle. Falls kein notierter Preis auf einem aktiven Markt existiert und die verlässliche Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts mithilfe von Bewertungsverfahren nicht möglich ist, wird das Finanzinstrument zu Anschaffungskosten bewertet.
Effektivzinsmethode und fortgeführte Anschaffungskosten
Die Effektivzinsmethode ist eine Methode zur Berechnung der fortgeführten Anschaffungskosten (amortized costs) eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit und der Zuordnung von Zinserträgen und -aufwendungen zu den jeweiligen Perioden. Der Effektivzinssatz ist derjenige Kalkulationszinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Ein- und Auszahlungen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments oder eine kürzere Periode, sofern zutreffend, exakt auf den Nettobuchwert des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit abgezinst werden. Zinserträge und -aufwendungen werden basierend auf dem Effektivzinssatz zeitproportional in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)
Der Konzern hat die emittierten Anleihen und die dazugehörigen Zinsswaps in einem Sicherungszusammenhang im Sinne von IAS 39 zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge") der Anleihen designiert.
Zu Beginn der Sicherungsbeziehung dokumentierte der Konzern die Beziehung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft, einschließlich der Risikomanagementziele sowie der dem Abschluss von Sicherungsbeziehungen zu Grunde liegenden Unternehmensstrategie. Des Weiteren wurde bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen, dass der Zinsswap hoch effektiv in Bezug auf das abgesicherte Risiko der Änderung des beizulegenden Zeitwerts ist.
Alle Beteiligungen an Auslandsgesellschaften sind langfristige Investitionen, und ein Verkauf solcher Beteiligungen ist in absehbarer Zukunft nicht zu erwarten. Gemäß Konzernrichtlinie für Währungssicherungen werden Beteiligungen in Fremdwährungen nicht gesichert.
Absicherung des beizulegenden Zeitwerts ("Fair Value Hedge")
Den Regeln des Hedge Accounting folgend wird die Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wird ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung des Sicherungsinstruments und des Grundgeschäfts gegenseitig aufheben, wenn die Sicherungsbeziehung zu 100% effektiv ist.
Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die erfolgswirksame Auflösung der auf das gesicherte Risiko zurückzuführenden Buchwertanpassung des Geschäfts.
Absicherung künftiger Zahlungsströme ("Cash Flow Hedge")
Der Konzern nützt Warentermingeschäfte, um das durch Projekte entstehende Rohstoffpreisrisiko abzusichern. Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente, die als effektiv wirksame Absicherung von künftigen Cashflows qualifiziert werden können, werden direkt im Eigenkapital als IAS 39-Rücklage ausgewiesen. Ansonsten werden alle Gewinne oder Verluste für Absicherungen von Cashflows, die ursprünglich im Eigenkapital ausgewiesen wurden, von der IAS 39 Rücklage im Eigenkapital in die Gewinn- und Verlustrechnung jener Periode transferiert, in der die gesicherte Verpflichtung oder erwartete Transaktion die Ergebnisrechnung beeinflusst.
n. Sonstige Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Forschungs- und Entwicklungskosten
Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden in jener Periode, in der sie angefallen sind, als Aufwand ausgewiesen, da die Kriterien für die Aktivierung von Entwicklungskosten (IAS 38) nicht erfüllt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2008 TEUR 51.237 und im Jahr 2007 TEUR 45.400 als Aufwand berücksichtigt.
Umsatzrealisierung (ausgenommen Auftragsfertigung)
Umsätze werden dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftliche Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmbar ist. Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind.
Die Zinsen werden aliquot auf Basis des jeweiligen Zinssatzes abgegrenzt. Dividendenerträge werden ausgewiesen, wenn das Recht der Aktionäre, die Zahlung zu erhalten, begründet wurde.
Kreditkosten
Die Kreditkosten werden im Allgemeinen in entstandener Höhe sofort aufwandswirksam angesetzt.
Wertminderungsverlust
Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögenswerts möglicherweise höher als der erzielbare Betrag (höherer Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten und Nutzungswert eines Vermögenswertes oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) ist. Sobald der Buchwert eines Vermögenswerts den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird für die einzelnen Vermögenswerte eingeschätzt; ist dies nicht möglich, erfolgt eine Beurteilung der übergeordneten, Cashflow generierenden Einheiten.
Aktienoptionspläne
Aufgrund des Umstands, dass die Aktienoptionspläne keine Abgeltung in Form eines Barausgleichs vorsehen, werden diese entsprechend den internationalen Rechnungslegungsvorschriften durch direkte Erfassung des resultierenden Aufwands im Eigenkapital erfasst.
o. Fremdwährungen
Fremdwährungstransaktionen
Fremdwährungstransaktionen werden in der funktionalen Währung, durch Anwendung des Wechselkurses zwischen funktionaler Währung und Fremdwährung im Zeitpunkt der Transaktion, dargestellt. Wechselkursdifferenzen aus der Bezahlung von monetären Posten zu Umrechnungskursen, welche von den ursprünglich erfassten abweichen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.
Ausländische Gesellschaften
Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Ihre funktionalen Währungen sind die jeweiligen Landeswährungen. Die Bilanzwerte dieser Tochtergesellschaften werden mit dem Bilanzstichtagskurs in die Darstellungswährung (EUR) umgerechnet. Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Alle daraus resultierenden Umrechnungsdifferenzen sind im Posten "Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung" im Konzerneigenkapital ausgewiesen.
Firmenwerte aus dem Erwerb von ausländischen Tochterunternehmen werden ab 2005 unter Verwendung des Wechselkurses zum Erwerbszeitpunkt dargestellt, dem erworbenen Unternehmen zugeordnet und mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet.
Währungsdifferenzen aus der Aufrechnung von monetären Posten, die im Wesentlichen einen Teil der Nettoinvestitionen des Konzerns in ausländischen Töchtern darstellen, werden bis zum Ausscheiden der jeweiligen Tochtergesellschaft aus dem Konsolidierungskreis als Eigenkapital im Konzernabschluss klassifiziert.
p. Leistungen an Arbeitnehmer
Leistungsorientierte Pläne (Pensionsrückstellungen)
Einige Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionspläne. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Pensionszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zinsaufwendungen resultierend aus Pensionsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Die Pensionsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.
Andere Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer beitragsorientierte Pensionszusagen. Die damit verbundenen Kosten werden im Zeitpunkt des Auftretens als Aufwand erfasst.
Abfertigungsverpflichtungen
In einigen Ländern ist der Konzern gesetzlich verpflichtet, in bestimmten Fällen der Beendigung des Dienstverhältnisses Abfertigungen zu zahlen. Im Falle einer freiwilligen Kündigung durch den Arbeitnehmer sind keine Abfertigungen zu zahlen. Entsprechende Abfertigungsverpflichtungen werden rückgestellt. Die Verpflichtungen werden jedes Jahr durch qualifizierte und unabhängige Versicherungsmathematiker bewertet. Die Verpflichtungen und Aufwendungen aus Abfertigungszahlungen werden durch Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens ("projected unit credit method") ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass in jedem Dienstjahr ein zusätzlicher Teil des letztendlichen Leistungsanspruchs verdient wird und bewertet jeden dieser Teile separat, um so die endgültige Verpflichtung aufzubauen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird linear über den durchschnittlichen Zeitraum bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit der Anwartschaften verteilt. Gewinne und Verluste aus der Kürzung oder Abgeltung eines leistungsorientierten Plans sind zum Zeitpunkt der Kürzung oder Abgeltung zu erfassen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.93A im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Zinsaufwendungen resultierend aus den Abfertigungsverpflichtungen werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Die Abfertigungsverpflichtung wird zum Barwert zukünftiger Abflüsse unter Verwendung verschiedener Abzinsungssätze für unterschiedliche Länder bewertet.
q. Ertragsteuern
Die Ertragsteuerbelastung basiert auf dem Jahresgewinn und berücksichtigt latente Steuern. Steuerlatenzen werden unter Anwendung der "balance sheet liability method" errechnet. Latente Steuern spiegeln die Steuereffekte der temporären Differenzen zwischen den ausgewiesenen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den entsprechenden Beträgen aufgrund der jeweiligen steuerlichen Vorschriften wider.
Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden unter Verwendung der erwarteten Steuersätze für das steuerbare Einkommen ermittelt, die zum Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen anwendbar sein werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Das Ausmaß der aktiven und passiven Steuerabgrenzung spiegelt die Steuerauswirkungen wider, die sich nach Einschätzung des Unternehmens zum Bilanzstichtag ergeben würden, wenn die Buchwerte des Vermögens realisiert und die Verbindlichkeiten beglichen würden.
Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden für alle temporären Differenzen ohne Rücksicht darauf, wann wahrscheinlich ein Umkehreffekt eintreten wird, berücksichtigt.
Die aktive Steuerabgrenzung wird berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zum Zeitpunkt der Verwendung der aktiven Steuerabgrenzung genügend steuerbare Gewinne vorhanden sein werden. Zu jedem Bilanzstichtag werden die bisher unberücksichtigten sowie der Buchwert der gebildeten aktiven Steuerabgrenzungen neu eingeschätzt. Jene bisher nicht aktivierten latenten Steueransprüche werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass der zukünftige steuerbare Gewinn die Verwendung der aktiven Steuerabgrenzungen zulässt. Im Gegensatz dazu wird der Buchwert aktiver latenter Steuern in jenem Ausmaß wertberichtigt, in dem es nicht länger wahrscheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne zur Verwendung der aktiven latenten Steuern vorhanden sein werden.
Latente Steuern werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben, wenn die Steuer sich auf Posten bezieht, die in derselben oder in einer anderen Periode mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben werden, inklusive Wechselkursdifferenzen, die sich aus der Umrechnung von konzerninternen Darlehen ergeben.
r. Verwendung von Schätzungen
Für die Erstellung des Konzernabschlusses sind vom Management Einschätzungen und Annahmen zu treffen, welche die im Konzernabschluss ausgewiesenen Aktiva und Passiva, Erträge und Aufwendungen sowie die im Anhang angegebenen Beträge beeinflussen können. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen.
Bei der Anwendung der Bilanzierungsmethoden der Gesellschaft hat der Vorstand Schätzungen vorgenommen. Weiters hat der Vorstand zum Bilanzstichtag wichtige zukunftsbezogene Annahmen getroffen und wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten zum Bilanzstichtag identifiziert, die mit dem Risiko einer wesentlichen Änderung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr behaftet sind:
a) Großaufträge: Die Abrechnung von Großaufträgen basiert auf Einschätzungen von Kosten und erzielbaren Erlösen. Obwohl die Einschätzungen unter Einbeziehung aller Informationen zum Bilanzstichtag getroffen werden, sind Änderungen nach dem Bilanzstichtag möglich. Diese Änderungen können zu Anpassungen von Vermögenswerten führen sowie das Ergebnis von Folgeperioden wesentlich beeinflussen.
b) Pensionen und andere Arbeitnehmerverpflichtungen: Die Bewertung der verschiedenen Pensionspläne beruht auf einer Methode, bei der Parameter wie der erwartete Abzinsungsfaktor, Gehalts- und Pensionssteigerungen sowie die erwarteten Erträge aus Planvermögen angewendet werden. Wenn sich die relevanten Parameter wesentlich anders entwickeln als erwartet, kann dies wesentliche Auswirkungen auf die Rückstellung und in der Folge auf die Netto-Pensionsaufwendungen der Gesellschaft haben.
c) Wertminderungen: Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen basieren hauptsächlich auf geschätzten künftigen abgezinsten Netto-Zahlungsströmen, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswerts und seinem Abgang am Ende der Nutzungsdauer zu erwarten sind. Faktoren wie geringere Umsatzerlöse und daraus resultierende niedrigere Netto-Zahlungsströme sowie Änderungen der verwendeten Abzinsungsfaktoren können zu einer Wertminderung führen. Hinsichtlich der Buchwerte der Firmenwerte, sonstigen immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen wird auf die Anhangangabe F (Erläuterungen zur Bilanz) verwiesen.
d) Mitarbeiterbeteiligungspläne: Die Aktienoptionspläne werden auf Basis der Marktwerte der Optionen am Ausgabetag bewertet. Der Marktwert der Optionen wird auf Basis von Parametern wie Volatilität, Zinssatz, Aktienkurs, Reifezeit der Optionen und erwarteter Dividenden ermittelt.
e) Latente Steuern: Bei der Beurteilung der Realisierbarkeit der latenten Steuern überprüft der Vorstand, ob es wahrscheinlich ist, dass alle latenten Steuern realisiert werden. Die endgültige Realisierbarkeit von latenten Steuern ist davon abhängig, ob in jenen Perioden steuerpflichtiges Einkommen erzielt wird, in denen die temporären Differenzen abzugsfähig werden. Wenn die Gesellschaft nicht ausreichend steuerpflichtiges Einkommen erzielt, dann können aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen nicht verwertet werden und müssen wertberichtigt werden.
s. Eventualverbindlichkeiten
Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht berücksichtigt. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn die Möglichkeit eines Ressourcenabflusses mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist. Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.
Geschäftsbereiche
Für Managementzwecke ist der Konzern auf weltweiter Basis in fünf Hauptgeschäftsbereiche untergliedert. Diese strategischen Geschäftsbereiche bilden die Basis für die primäre Segmentberichterstattung des Konzerns. Finanzinformationen nach Geschäftsbereichen und geografischen Bereichen werden in Abschnitt H (Segmentberichterstattung) dargestellt.
Es existieren keine wesentlichen Aktivitäten zwischen den Geschäftsbereichen. Alle Konsolidierungsbuchungen sind in dem betreffenden Geschäftsbereich enthalten.
Gemäß dem Monatsberichtswesen, welches die Basis für die primäre Segmentberichterstattung darstellt, werden alle Umsätze und alle direkten und indirekten Kosten (einschließlich Gemeinkosten und Verwaltungskosten) den Geschäftsbereichen zugeteilt.
F. Erläuterungen zur Bilanz
1. Konzernanlagenspiegel
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
2008
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2008 |
Differenzen aus Währ ungsum rechnung |
Zu gänge |
Verände rungen Konso lidierungs kreis |
Ab gänge |
Um buch ungen |
Stand 31. Dezember 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 79.507 | 50 | 6.002 | 18.356 | 353 | 201 | 103.763 |
| Firmenwerte | 233.192 | (1.284) | 152 | 7.831 | 0 | 0 | 239.891 |
| Grundstücke und Bauten | 202.266 | 918 | 3.960 | 11.865 | 1.219 | 4.001 | 221.791 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 195.998 | (730) | 23.224 | 26.222 | 7.962 | 1.940 | 238.692 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
97.627 | (2.097) | 14.734 | 4.640 | 16.712 | (13) | 98.179 |
| In Bau befindliche Anlagen | 7.115 | (1.532) | 15.595 | 5.165 | 734 | (4.972) | 20.637 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen |
4.313 | 108 | 6.182 | 0 | 126 | (1.157) | 9.320 |
| Summe Sachanlagen | 507.319 | (3.333) | 63.695 | 47.892 | 26.753 | (201) | 588.619 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Sachanlagen |
820.018 | (4.567) | 69.849 | 74.079 | 27.106 | 0 | 932.273 |
2007
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2007 |
Differenzen aus Währ ungsum rechnung |
Zu gänge |
Verände rungen Konso lidierungs kreis |
Ab gänge |
Um buch ungen |
Stand 31. Dezember 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 74.022 | (435) | 3.949 | 2.566 | 661 | 66 | 79.507 |
| Firmenwerte | 225.955 | (1.929) | 1.937 | 7.229 | 0 | 0 | 233.192 |
| Grundstücke und Bauten | 191.664 | (2.884) | 8.839 | 5.898 | 4.357 | 3.106 | 202.266 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 174.082 | (4.139) | 16.311 | 7.429 | 4.670 | 6.985 | 195.998 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
92.974 | (1.578) | 16.463 | 539 | 9.870 | (901) | 97.627 |
| In Bau befindliche Anlagen | 8.075 | (235) | 7.437 | 71 | 218 | (8.015) | 7.115 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen |
1.431 | (77) | 4.034 | 262 | 96 | (1.241) | 4.313 |
| Summe Sachanlagen | 468.226 | (8.913) | 53.084 | 14.199 | 19.211 | (66) | 507.319 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Sachanlagen |
768.203 | (11.277) | 58.970 | 23.994 | 19.872 | 0 | 820.018 |
Abschreibungen 2008
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2008 |
Differenzen aus Währ ungsum rechnung |
Jahres abschrei bung |
Wert minde rungs verlust |
Ab gänge |
Um buch ungen |
Stand 31. Dezember 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 33.134 | (60) | 13.199 | 1.382 | 353 | 70 | 47.372 |
| Firmenwerte | 6.109 | 0 | 0 | 6.783 | 0 | 0 | 12.892 |
| Grundstücke und Bauten | 67.602 | 663 | 6.274 | 0 | 1.156 | 16 | 73.399 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 116.686 | 715 | 18.739 | 0 | 7.463 | 348 | 129.025 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
62.845 | (987) | 13.302 | 0 | 16.298 | (412) | 58.450 |
| In Bau befindliche Anlagen | 33 | 0 | 0 | 0 | 0 | (22) | 11 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 247.166 | 391 | 38.315 | 0 | 24.917 | (70) | 260.885 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Sachanlagen |
286.409 | 331 | 51.514 | 8.165 | 25.270 | 0 | 321.149 |
2007
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2007 |
Differenzen aus Währ ungsum rechnung |
Jahres abschrei bung |
Wert minde rungs verlust |
Ab gänge |
Um buch ungen |
Stand 31. Dezember 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 23.032 | (303) | 10.982 | 0 | 643 | 66 | 33.134 |
| Firmenwerte | 3.338 | 0 | 0 | 2.771 | 0 | 0 | 6.109 |
| Grundstücke und Bauten | 63.071 | (1.610) | 6.053 | 437 | 421 | 72 | 67.602 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 107.754 | (2.852) | 14.365 | 561 | 3.930 | 788 | 116.686 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
60.302 | (1.688) | 14.563 | 0 | 9.406 | (926) | 62.845 |
| In Bau befindliche Anlagen | 10 | 0 | 23 | 0 | 0 | 0 | 33 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 231.137 | (6.150) | 35.003 | 999 | 13.757 | (66) | 247.166 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Sachanlagen |
257.507 | (6.453) | 45.985 | 3.770 | 14.400 | 0 | 286.409 |
Buchwerte 2008
| (in TEUR) | Anschaffungs werte 31. Dezem ber 2008 |
Kumulierte Abschrei bung |
Buchwerte 31. Dezem ber 2008 |
Buchwerte 31. Dezem ber 2007 |
|---|---|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 103.763 | 47.372 | 56.391 | 46.373 |
| Firmenwerte | 239.891 | 12.892 | 226.999 | 227.083 |
| Grundstücke und Bauten | 221.791 | 73.399 | 148.392 | 134.664 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 238.692 | 129.025 | 109.667 | 79.312 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 98.179 | 58.450 | 39.729 | 34.782 |
| In Bau befindliche Anlagen | 20.637 | 11 | 20.626 | 7.082 |
| Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagevermögen | 9.320 | 0 | 9.320 | 4.313 |
| Summe Sachanlagen | 588.619 | 260.885 | 327.734 | 260.153 |
| Summe immaterielle Vermögenswerte, Firmenwerte und Sachanlagen |
932.273 | 321.149 | 611.124 | 533.609 |
Finanzierungsleasing
Der Buchwert für technische Anlagen und Maschinen enthält einen Betrag von TEUR 491 (2007: TEUR 777), der Buchwert für andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung enthält einen Betrag von TEUR 1.111 (2007: TEUR 448) für Anlagegüter, die über Finanzierungsleasing angeschafft wurden. Die Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen zum Bilanzstichtag beträgt TEUR 1.427 (2007: TEUR 1.403). Es handelt sich um Leasingverträge mit Laufzeiten von 60 bis 84 Monaten.
Firmenwerte
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| VA TECH HYDRO | 97.840 | 97.836 |
| Andritz-Ahlstrom | 28.486 | 32.577 |
| Akquisition der Andritz AG | 59.596 | 59.596 |
| Übrige | 41.077 | 37.074 |
| 226.999 | 227.083 |
Wertminderungsverlust
Im Geschäftsjahr 2008 wurden Wertminderungen auf den Firmenwert, der aus den Akquisitionen von ANDRITZ-Ahlstrom sowie BMB stammt, in Höhe von TEUR 6.783 vorgenommen, da sich der Geschäftsverlauf nicht wie erwartet entwickelt hat. Der Wertminderungsverlust ist dem Geschäftsbereich PULP & PAPER zuzuordnen. Die Bewertungen dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten basierte auf zu erwarteten Zahlungsströmen, die mit durchschnittlichen Kapitalkosten von 8,57% bzw. 12,0% abgezinst wurden. 2007 wurden Wertminderungsaufwendungen für den Firmenwert in Höhe von TEUR 2.771 erfasst.
Darüber hinaus wurde eine Wertminderung in Höhe von TEUR 1.382 für immaterielle Vermögenswerte vorgenommen, welche das Segment PULP & PAPER betrifft. 2007 wurden Wertminderungen von TEUR 999 für Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen erfasst.
Assoziierte Unternehmen
Wesentliche im Konzernabschluss enthaltene assoziierte Unternehmen weisen zum 31.12.2008 Vermögenswerte in Höhe von TEUR 139.227, Verbindlichkeiten von TEUR 129.301 sowie einen Umsatz von TEUR 76.477 und ein zusammengefasstes Jahresergebnis von TEUR 2.492 aus.
2. Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte
Die langfristigen Forderungen und sonstigen langfristigen Vermögenswerte bestehen aus langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen langfristigen Forderungen.
3. Vorräte
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Fertige Erzeugnisse | 65.706 | 59.896 |
| Unfertige Erzeugnisse | 156.364 | 88.252 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 137.981 | 102.484 |
| 360.051 | 250.632 |
Wertberichtigungen auf Vorräte in Höhe von TEUR 10.045 (2007: TEUR 2.585) wurden bei jenen Produkten erfasst, bei denen der Nettoveräußerungswert (Verkaufspreis abzüglich zuzurechnender Vertriebs- und Verwaltungskosten) geringer als die Anschaffungs- oder Herstellkosten ist, bzw. die veraltete und langsam drehende Güter darstellen.
4. Geleistete Anzahlungen
Die in der Bilanz ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für offene Bestellungen stehen im Zusammenhang mit noch nicht abgeschlossenen Aufträgen.
5. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Summe der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (abzüglich Wertberichtigungen) zum 31. Dezember 2008 beläuft sich auf TEUR 432.436 (2007: TEUR 405.231), wobei der langfristige Anteil in der Bilanzposition langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte enthalten ist.
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - kurzfristig | 424.947 | 400.163 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - langfristig | 7.489 | 5.068 |
| 432.436 | 405.231 | |
| davon weder überfällig noch wertgemindert | 299.689 | 268.334 |
| davon überfällig aber nicht wertgemindert | 120.009 | 115.452 |
| davon wertgemindert | 37.398 | 36.115 |
| Wertberichtigung | (24.660) | (14.670) |
| 432.436 | 405.231 |
Bei Verkäufen von Gütern wird in Abhängigkeit vom Geschäftsbereich im Durchschnitt ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen gewährt. Vor Aufnahme eines neuen Kunden führt die Gruppe eine interne Kreditwürdigkeitsprüfung durch, um die Kreditwürdigkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditlimits werden laufend überprüft. Rund zwei Drittel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind weder überfällig noch wertgemindert.
Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 120.009 (2007: TEUR 115.452), welche zum Berichtszeitpunkt überfällig waren, wurden keine Wertminderungen gebildet, da keine wesentliche Veränderung in der Kreditwürdigkeit dieser Schuldner festgestellt wurde und mit der Tilgung der ausstehenden Beträge gerechnet wird.
Die Entwicklung der Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist wie folgt:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Bestand am Jahresanfang | (14.670) | (12.564) | |
| Währungsumrechnung | 441 | (664) | |
| Dotierung | (13.853) | (4.469) | |
| Verbrauch | 2.157 | 1.671 | |
| Auflösung | 1.265 | 1.356 | |
| Bestand am Jahresende | (24.660) | (14.670) |
Zum Bilanzstichtag bestehen folgende Forderungen, welche überfällig aber nicht wertgemindert sind:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Bis 60 Tage überfällig | 65.368 | 71.078 |
| 61 bis 120 Tage überfällig | 24.809 | 11.565 |
| Mehr als 120 Tage überfällig | 29.832 | 32.809 |
| 120.009 | 115.452 |
Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung in der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Der Vorstand ist der Ansicht, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.
6. Auftragsfertigung
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Als Umsätze ausgewiesene Auftragserlöse aus dem laufenden Projektgeschäft |
2.552.489 | 2.224.624 |
| Bis zum Stichtag angefallene Auftragskosten und ausgewiesene Gewinne (abzüglich ausgewiesener Verluste) |
4.672.420 | 4.750.192 |
| Erhaltene An- und Teilzahlungen | 4.848.049 | 4.746.921 |
| Einbehalte seitens Kunden | 15.712 | 6.926 |
Die ausgewiesenen "Erhaltenen An- und Teilzahlungen für Projekte, soweit sie die dafür realisierten Umsatzerlöse übersteigen" stellen hauptsächlich Zahlungen von Kunden für Leistungen dar, die noch nicht vollständig ausgeführt wurden und fallen zur Gänze in die Kategorie "weder überfällig noch wertgemindert".
7. Sonstige Forderungen
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 4.500 | 3.518 |
| Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften | 18.960 | 18.029 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 42.791 | 42.649 |
| Forderungen aus vorausbezahlten Steuern vom Einkommen und | ||
| Ertrag | 19.754 | 17.665 |
| Forderungen aus sonstigen Steuern und Abgaben | 4.802 | 5.690 |
| Übrige Forderungen | 94.498 | 46.318 |
| 185.305 | 133.869 | |
| davon sonstige kurzfristige Forderungen | 160.186 | 128.716 |
| davon sonstige langfristige Forderungen | 25.119 | 5.153 |
| 185.305 | 133.869 |
Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der sonstigen Forderungen ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.
8. Gewinnrücklagen
Dividenden
Für 2008 wird vom Vorstand eine Dividende von 1,10 Euro je im Umlauf befindlicher Aktie vorgeschlagen. Die Ausschüttung für 2007 in Höhe von TEUR 51.087, was einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie entspricht, wurde vom Vorstand vorgeschlagen und in der 101. ordentlichen Hauptversammlung am 27. März 2008 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte am 4. April 2008.
Am 26. Februar 2009 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 nach IFRS vom Vorstand freigegeben. Am 19. Februar 2008 wurde der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 nach IFRS vom Vorstand zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat setzt sich ausschließlich aus nicht bei der Gesellschaft tätigen Personen sowie aus Arbeitnehmervertretern zusammen. Der Konzernabschluss wurde dem Aufsichtsrat und danach der Hauptversammlung vorgelegt.
Währungsdifferenzen
Eigenkapital und Gesellschafterdarlehen in Fremdwährung werden nicht kursgesichert, wenn es sich um permanente Investitionen handelt und eine Konvertierung in Konzernwährung nicht geplant ist. Bei geplanten Desinvestments und geplanten Rückzahlungen von Gesellschafterdarlehen werden Fremdwährungsdevisentermingeschäfte abgeschlossen.
Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement
ANDRITZ ist einem starken Finanzprofil verpflichtet, das durch eine konservative Kapitalstruktur geprägt ist und eine hervorragende finanzielle Flexibilität ermöglicht.
Das Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2008 und 2007:
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Summe Eigenkapital | 577.382 | 481.575 |
| Eigenkapitalquote | 18,7% | 19,2% |
| Bilanzsumme | 3.086.301 | 2.509.427 |
* angepasst
ANDRITZ unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Gesellschaft hat Verpflichtungen zur Veräußerung oder sonstigen Ausgabe von Aktien im Zusammenhang mit bestehenden aktienbasierten Vergütungsplänen. In den vergangenen Jahren wurden die Verpflichtungen aus der aktienbasierten Vergütung überwiegend durch den Rückkauf von eigenen Aktien erfüllt (siehe Anhangangabe 10).
Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzerngesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Zur Absicherung der finanziellen Stabilität wurden in der Vergangenheit drei Anleihen platziert, welche auch die Basis für weiteres Wachstum der ANDRITZ-GRUPPE darstellen. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst.
Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gruppe wird auch weiterhin die Kapitalstruktur optimieren, indem sie Dividendenausschüttungen, Neuemissionen und Aktienrückkäufe sowie die Aufnahme und Tilgung von Schulden vornehmen wird.
Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2007 nicht verändert.
9. Rückstellungen
| 2008 |
|---|
| ------ |
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2008 |
Währ ungsum rechnung |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Umglie derungen |
Ver brauch |
Auf lösung |
Zu führung |
Stand 31. Dezem ber 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen |
79.930 | 79 | 0 | 0 | 6.014 | 3 | 7.514 | 81.506 |
| Rückstellungen für Pensionen |
56.965 | 1.810 | 9.098 | 0 | 10.024 | 262 | 10.754 | 68.341 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen |
47.319 | 183 | 17.358 | (3.550) | 4.348 | 8.746 | 19.084 | 67.300 |
| Langfristige Rückstellungen |
184.214 | 2.072 | 26.456 | (3.550) | 20.386 | 9.011 | 37.352 | 217.147 |
| Kurzfristige Rückstellungen |
218.192 | (2.341) | 34.287 | 3.550 | 37.436 | 38.445 | 82.318 | 260.125 |
2007*
| (in TEUR) | Stand 1. Jänner 2007 |
Währ ungsum rechnung |
Änderungen Konsolidie rungskreis |
Umglie derungen |
Ver brauch |
Auf lösung |
Zu führung |
Stand 31. Dezem ber 2007 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für Abfertigungen |
75.043 | (337) | 0 | 0 | 5.313 | 310 | 10.847 | 79.930 |
| Rückstellungen für Pensionen |
59.318 | 665 | 0 | 0 | 4.656 | 779 | 2.417 | 56.965 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen |
47.641 | (502) | 0 | (1.321) | 2.429 | 6.760 | 10.690 | 47.319 |
| Langfristige Rückstellungen |
182.002 | (174) | 0 | (1.321) | 12.398 | 7.849 | 23.954 | 184.214 |
| Kurzfristige Rückstellungen |
211.706 | (1.831) | 90 | 1.321 | 43.001 | 32.165 | 82.072 | 218.192 |
* angepasst
Die sonstigen langfristigen und kurzfristigen Rückstellungen setzen sich hauptsächlich aus auftragsbezogenen Rückstellungen (2008: TEUR 298.723 und 2007: TEUR 247.907) zusammen, die für Gewährleistungen, zu erwartende Auftragsrisiken und Drohverluste gebildet wurden.
10. Pensionsleistungen an Arbeitnehmer
Pensionspläne
Einige Konzernunternehmen haben für bestimmte Arbeitnehmer leistungsorientierte Pensionszusagen. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden für Zahlungen wegen Ruhestands, Invalidität und für hinterbliebene Familienangehörige gebildet. Die angebotenen Leistungen differieren in Abhängigkeit von der rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Situation jedes Landes. Die Leistungen hängen von den Dienstjahren und in manchen Fällen von den jeweiligen Arbeitnehmerentgelten ab.
Die folgende Aufstellung zeigt die Entwicklung der Pensionsrückstellung von 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 und 2007:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner | 143.350 | 147.136 |
| Wechselkursdifferenzen | 7.870 | (1.633) |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 5.069 | 4.178 |
| Zinsaufwand aus Verpflichtungen | 6.247 | 6.495 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | (8.766) | 120 |
| Gezahlte Leistungen | (11.650) | (13.632) |
| Beiträge der Planteilnehmer | 1.732 | 1.465 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 201 | 0 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | (262) | (779) |
| Akquirierte Unternehmen | 26.658 | 0 |
| Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 31. Dezember | 170.449 | 143.350 |
| Zeitwert des Planvermögens | (102.108) | (86.385) |
| Rückstellung zum 31. Dezember | 68.341 | 56.965 |
Von den gesamten Brutto-Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 170.449 (2007: TEUR 143.350) sind TEUR 123.899 (2007: TEUR 90.857) ganz oder teilweise durch Veranlagungen in Fonds abgedeckt.
Die folgende Aufstellung leitet den Marktwert des Planvermögens über:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Zeitwert des Planvermögens zum 1. Jänner | 86.385 | 87.818 |
| Wechselkursdifferenzen | 6.060 | (2.298) |
| Erwartete Erträge aus Planvermögen | 4.785 | 4.080 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | (17.365) | 743 |
| Beiträge des Arbeitgebers | 4.577 | 3.553 |
| Beiträge der Planteilnehmer | 1.732 | 1.465 |
| Gezahlte Leistungen | (1.626) | (8.976) |
| Akquirierte Unternehmen | 17.560 | 0 |
| Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember | 102.108 | 86.385 |
Die Veranlagung des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Eigenkapitalinstrumente | 30.345 | 27.284 |
| Schuldinstrumente | 39.164 | 36.528 |
| Sachanlagen | 15.132 | 12.972 |
| Sonstige Vermögenswerte | 17.467 | 9.601 |
| 102.108 | 86.385 |
Die Pensionsaufwendungen bestehen aus:
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 5.069 | 4.178 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | 201 | 0 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | (262) | (779) |
| 5.008 | 3.399 | |
| Zahlungen an beitragsorientierte Pläne | 18.470 | 18.002 |
| 23.478 | 21.401 |
Grundsätzliche versicherungsmathematische Annahmen zur Berechnung der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2008 und 2007:
| (in %) | 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|---|
| von | bis | von | bis | |
| Abzinsungsfaktor | 2,00 | 7,50 | 2,00 | 8,00 |
| Gehaltserhöhungen | 1,00 | 4,50 | 3,00 | 6,00 |
| Erhöhungen bei Pensionsbezügen | 0,25 | 3,25 | 2,50 | 2,50 |
| Erwarteter Veranlagungsertrag des Planvermögens | 0,00 | 6,25 | (0,15) | 7,00 |
Der durchschnittlich erwartete Veranlagungsertrag ist bestimmt durch die Portfoliostruktur des Planvermögens, Erfahrungswerte aus der Vergangenheit sowie zukünftig zu erwartende langfristige Renditen. Der 2008 tatsächlich realisierte Veranlagungsverlust des Planvermögens betrug 4,08% (2007 Veranlagungsertrag von 1,26%).
Die erfahrungsbedingten Anpassungen sind wie folgt:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Zusagen | 170.449 | 143.350 | 147.136 |
| Zeitwert des Planvermögens | 102.108 | 86.385 | 87.818 |
| Nicht durch Planvermögen gedeckte Verpflichtung | 68.341 | 56.965 | 59.318 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen der | |||
| leistungsorientierten Zusagen | (15.112) | 341 | 18 |
| Erfahrungsbedingte Anpassungen des Planvermögens | (1.895) | 917 | (165) |
Für 2009 sind leistungsorientierte Zahlungen an Pensionskassen im Ausmaß von TEUR 4.382 geplant.
Abfertigungsverpflichtungen
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen von 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 und 2007:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum 1. Jänner | 80.075 | 75.043 |
| Wechselkursdifferenzen | 79 | (337) |
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 6.297 | 4.280 |
| Zinsaufwand aus Verpflichtungen | 3.403 | 3.190 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | (2.186) | 3.377 |
| Gezahlte Leistungen | (5.924) | (5.279) |
| Beiträge der Planteilnehmer | 0 | 111 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | (3) | (310) |
| Barwert der leistungsorientierten Zusagen zum | ||
| 31. Dezember | 81.741 | 80.075 |
| Zeitwert des Planvermögens | (235) | (145) |
| Rückstellung zum 31. Dezember | 81.506 | 79.930 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen bestehen aus:
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Laufende Dienstzeitaufwendungen | 6.297 | 4.280 |
| Auswirkungen von Plankürzungen und -abgeltungen | (3) | (310) |
| 6.294 | 3.970 | |
| Zahlungen an beitragsorientierte Pläne | 968 | 301 |
| 7.262 | 4.271 |
* angepasst
Die grundsätzlichen Annahmen zur versicherungsmathematischen Berechnung sind die gleichen wie bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen.
Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte
Die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2004 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zur ANDRITZ-GRUPPE gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 folgenden Kalenderwochen. Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2006 bis 30. April 2008 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.
Insgesamt wurden 2004 698.000 Optionen gewährt. Die Ausübungsbedingungen bezüglich Kursanstieg und Gewinn je Aktie wurden in 2006 erfüllt, sodass die Aktienoptionen entsprechend den übrigen Bedingungen des Programms gezogen werden können. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 1.220, wobei in 2008 kein Aufwand mehr erfasst wurde. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 17. Mai 2004 und beträgt EUR 9,26. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 9,38 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 3%, als risikofreier Zinssatz wurden 5% herangezogen. Die erwartete Volatilität wurde auf Basis der historischen Kursentwicklung der ANDRITZ-Aktie im Zeitraum der der Gewährung vorangegangen 30 Monate ermittelt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.
Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 hat ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2006 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 folgenden Kalenderwochen.
Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2008 bis 30. April 2010 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.
Insgesamt wurden 2006 944.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 6.492, davon wurden anteilig TEUR 1.144 in 2008 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 1. Juni 2006 und beträgt EUR 32,44. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 31,67 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 4,5% herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.
Die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 hat ein weiteres Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands beschlossen. Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstands 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstands 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden. Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte von 1. Mai 2008 bis vor jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum ANDRITZ-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in ANDRITZ-Aktien von zumindest EUR 20.000 für leitende Angestellte und EUR 40.000 für Mitglieder des Vorstands.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der ANDRITZ-Aktie während der vier auf die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 folgenden Kalenderwochen und beträgt EUR 35,44.
Die Optionen können in der Zeit von 1. Mai 2010 bis 30. April 2012 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2010 bis 30. April 2011 mindestens 15% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2010 mindestens 15% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 liegt, oder wenn der ungewichtete Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie im Durchschnitt von 20 aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2011 bis 30. April 2012 mindestens 20% über dem Ausübungspreis liegt und der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2010 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2011 mindestens 20% über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50% der Optionen sofort, 25% der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25% nach weiteren drei Monaten gezogen werden. Die Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden und sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.
Insgesamt wurden 2008 1.100.000 Optionen gewährt. Der beizulegende Zeitwert der Optionen zum Zeitpunkt der Gewährung beträgt insgesamt TEUR 9.396, davon wurden anteilig TEUR 2.740 in 2008 als Aufwand erfasst. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis des "Black-Scholes Option Pricing"-Modells. Der Aktienpreis zum Zeitpunkt der Gewährung der Optionsrechte ist der Schlusskurs der ANDRITZ-Aktie vom 5. Mai 2008 und beträgt EUR 39,55. Der Ausübungspreis wurde gemäß den Bedingungen des Optionsprogramms mit EUR 35,44 ermittelt. Die Laufzeit der Optionen wurde mit zwei Jahren angesetzt. Die erwartete Dividendenrendite betrug 2,5%, als risikofreier Zinssatz wurde 4,5% herangezogen. Als erwartete Volatilität wurde der von der Wiener Börse veröffentlichte Wert angesetzt. Weitere Merkmale der Optionsgewährung wurden nicht in die Berechnung einbezogen.
Zusammenfassend entwickelten sich die Aktienoptionsprogramme in den Geschäftsjahren 2008 und 2007 wie folgt:
| 2008 2007 |
|||
|---|---|---|---|
| Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnitt licher Ausübungs preis je Stück (in EUR) |
Anzahl der Optionsrechte |
Durchschnitt licher Ausübungs preis je Stück (in EUR) |
| 913.000 | 31,30 | 1.021.500 | 29,98 |
| 1.100.000 | 35,44 | 14.000 | 31,67 |
| (319.000) | 30,62 | (62.500) | 9,38 |
| (16.000) | 31,67 | (60.000) | 31,67 |
| 1.678.000 | 34,14 | 913.000 | 31,30 |
| 578.000 | 31,67 | 15.000 | 9,38 |
11. Verbindlichkeitenspiegel 2008
| (in TEUR) | Restlaufzeit kleiner 1 Monat |
Restlaufzeit zwischen 1 und 3 Monaten |
Restlaufzeit zwischen 4 und 12 Monaten |
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 0 | 0 | 0 | 206.988 | 162.035 | 369.023 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten |
30.508 | 3.351 | 2.475 | 19.701 | 5.462 | 61.497 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing |
92 | 78 | 353 | 858 | 0 | 1.381 |
| 30.600 | 3.429 | 2.828 | 227.547 | 167.497 | 431.901 |
2007
| (in TEUR) | Restlaufzeit kleiner 1 Monat |
Restlaufzeit zwischen 1 und 3 Monaten |
Restlaufzeit zwischen 4 und 12 Monaten |
Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren |
Restlaufzeit über 5 Jahre |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anleihen | 0 | 0 | 99.995 | 192.268 | 0 | 292.263 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten |
16.731 | 1.847 | 11.353 | 25.160 | 3.644 | 58.735 |
| Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing |
343 | 114 | 342 | 551 | 0 | 1.350 |
| 17.074 | 1.961 | 111.690 | 217.979 | 3.644 | 352.348 |
Die verzinslichen Bankverbindlichkeiten bestehen hauptsächlich aus Kontokorrentkrediten von Kreditinstituten zu variablen und fixen Zinssätzen.
Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.414 zum 31. Dezember 2008 und TEUR 16.197 zum 31. Dezember 2007 wurden als Sicherheiten für langfristige Verbindlichkeiten gestellt.
Im ANDRITZ-Konzern gibt es keine Zahlungsverzüge bei eigenen Zahlungsverpflichtungen, sämtliche finanzielle Verbindlichkeiten werden fristgemäß getilgt.
Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der Verbindlichkeiten ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.
12. Sonstige Verbindlichkeiten
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen | 1.406 | 1.345 |
| Personalaufwendungen und ähnliche Verpflichtungen | 113.227 | 100.585 |
| Ausstehende Rechnungen für auftragsbezogene Kosten | 211.449 | 160.805 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 3.848 | 5.563 |
| Beizulegende Zeitwerte von Devisentermingeschäften | 25.884 | 6.901 |
| Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer | 14.461 | 15.573 |
| Verbindlichkeiten aus Provisionen | 10.481 | 7.578 |
| Beizulegende Zeitwerte von Warentermingeschäften | 6.163 | 0 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 103.120 | 76.345 |
| 490.039 | 374.695 | |
| davon sonstige Verbindlichkeiten - kurzfristig | 473.050 | 367.719 |
| davon sonstige Verbindlichkeiten - langfristig | 16.989 | 6.976 |
| 490.039 | 374.695 |
Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der sonstigen Verbindlichkeiten ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.
13. Umsatzerlöse
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Als Umsatzerlöse ausgewiesene Erlöse aus dem laufenden | ||
| Projektgeschäft | 2.552.489 | 2.224.624 |
| Umsatzerlöse aus dem Servicegeschäft | 876.258 | 781.117 |
| Übrige | 181.065 | 276.747 |
| 3.609.812 | 3.282.488 |
14. Sonstige betriebliche Erträge
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Gewinne aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
732 | 1.681 |
| Fremdwährungskursgewinne | 36.896 | 32.255 |
| Mieteinkünfte | 2.677 | 2.572 |
| Übrige | 35.414 | 30.149 |
| 75.719 | 66.657 |
15. Personalaufwand
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 595.890 | 532.072 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 23.478 | 21.401 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 7.262 | 4.271 |
| Aufwendungen für Sozialabgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben |
103.808 | 92.795 |
| Sonstige Sozialaufwendungen | 27.001 | 17.705 |
| 757.439 | 668.244 |
* angepasst
16. Sonstige betriebliche Aufwendungen
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Fremdwährungskursverluste | 51.240 | 25.404 |
| Vertriebsaufwendungen | 221.341 | 192.379 |
| Verwaltungsaufwendungen | 38.264 | 36.309 |
| Miet- und Leasingaufwendungen | 28.007 | 30.978 |
| Veränderung von Wertberichtigungen zu Forderungen | 12.588 | 3.113 |
| Verluste aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
396 | 230 |
| Übrige | 151.358 | 157.446 |
| 503.194 | 445.859 |
17. Finanzergebnis
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 5 | 887 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 37.242 | 29.462 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (37.927) | (30.687) |
| Zinsergebnis | (685) | (1.225) |
| Sonstiges Finanzergebnis | (7.396) | 204 |
| (8.076) | (134) |
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind TEUR 4.848 (2007: TEUR 5.595) für den Zinsaufwand aus Pensionen und Abfertigungen sowie erwartete Erträge aus Planvermögen enthalten.
18. Steuern vom Einkommen und Ertrag
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | (79.858) | (43.326) |
| Latenter Steueraufwand/-ertrag aus dem Entstehen und der | ||
| Auflösung von temporären Differenzen | 16.437 | (19.661) |
| (63.421) | (62.987) |
* angepasst
Die Veränderungen der latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 58.882 | 60.869 |
| Verbindlichkeiten aus latenten Steuern | (93.904) | (74.393) |
| Bilanzansätze zum 31. Dezember des Vorjahres | (35.022) | (13.524) |
| Latente Steuern aus dem Entstehen und der Auflösung von tem porären Differenzen |
||
| erfolgswirksam | 16.437 | (19.661) |
| erfolgsneutral | 4.839 | (1.837) |
| (13.746) | (35.022) | |
| davon | ||
| Aktive latente Steuern | 76.246 | 58.882 |
| Verbindlichkeiten aus latenten Steuern | (89.992) | (93.904) |
* angepasst
Die Überleitung des effektiven Steuersatzes zum anzuwendenden Steuersatz lässt sich wie folgt darstellen:
| (in TEUR) | 2008 | 2007* |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 210.468 | 200.786 |
| Steueraufwand zum entsprechenden Steuersatz (25% in 2008 und 25% in 2007) |
(52.617) | (50.197) |
| Nicht abzugsfähige Firmenwertabschreibungen | (2.094) | (859) |
| Steuerliche Auswirkungen von | ||
| Anpassungen aufgrund von Steuersatzänderungen | (2.278) | 1.237 |
| sonstigen Veränderungen | (6.432) | (13.168) |
| (63.421) | (62.987) | |
| Laufender Steueraufwand | (79.858) | (43.326) |
| Erfolgswirksame Veränderung der latenten Steuern | 16.437 | (19.661) |
* angepasst
Aktive latente Steuern und Verbindlichkeiten aus latenten Steuern zum 31. Dezember 2008 und 2007 sind das Ergebnis folgender temporärer Bewertungsunterschiede zwischen den Buchwerten in den IFRS-Jahresabschlüssen und den relevanten Steuerbemessungsgrundlagen:
| 2008 | 2007* | |||
|---|---|---|---|---|
| Latente Steuern | Latente Steuern | |||
| (in TEUR) | Aktiva | Passiva | Aktiva | Passiva |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.619 | (11.113) | 3.240 | (12.256) |
| Sachanlagevermögen | 3.803 | (8.783) | 2.947 | (16.651) |
| Finanzanlagen | 8 | (18.164) | 7 | (7.340) |
| Vorräte | 379.195 | (2.885) | 318.260 | (4.621) |
| Forderungen | 20.386 | (78.432) | 9.793 | (72.483) |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens und Beteiligungen |
5 | (143) | 0 | (281) |
| Sonstige Aktiva | 3.993 | (52) | 121 | (2) |
| 409.009 | (119.572) | 334.368 | (113.634) | |
| Rückstellungen | 78.633 | (36.797) | 64.232 | (28.496) |
| Verbindlichkeiten | 25.349 | (378.145) | 20.067 | (323 .023) |
| Rechnungsabgrenzungen | 353 | (485) | 129 | 0 |
| 104.335 | (415.427) | 84.428 | (351.519) | |
| Steuerlicher Verlustvortrag | 58.811 | 0 | 63.073 | 0 |
| Aktive latente Steuern/Verbindlichkeiten aus latenten Steuern |
572.155 | (534.999) | 481.869 | (465.153) |
| Wertberichtigung von aktiven latenten Steuern | (50.902) | 0 | (51.738) | 0 |
| Aufrechnung von aktiven und passiven Steuerabgrenzungen, Steuerabgrenzungen ge genüber derselben Steuerbehörde |
(445.007) | 445.007 | (371.249) | 371.249 |
| Saldierte aktive und passive Steuerabgrenzung |
76.246 | (89.992) | 58.882 | (93.904) |
* angepasst
Bei der Beurteilung der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern trifft der Vorstand eine Einschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, dass diese Posten in Zukunft tatsächlich realisierbar sind. Die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern setzt ausreichend steuerpflichtiges Einkommen in jenen Perioden voraus, in denen die temporären Unterschiede abzugsfähig werden. Der Vorstand zieht die geplante Auflösung von passiven latenten Steuern und das geschätzte künftige steuerpflichtige Einkommen für diese Beurteilung heran.
Unter Heranziehung des steuerpflichtigen Einkommens früherer Jahre sowie der Prognosen über das steuerpflichtige Einkommen zukünftiger Jahre, in denen die aktiven latenten Steuern abzugsfähig sind, ist der Vorstand der Auffassung, dass die Realisierung dieser Steuervorteile und der steuerlichen Verlustvorträge wahrscheinlich ist.
19. Ergebnis je Aktie
Das Ergebnis je Aktie (wie im Anschluss an die Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung angegeben) wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzernergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien, die während der Periode ausgegeben waren, dividiert wurde.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie wurde errechnet, indem das den Gesellschaftern der Muttergesellschaft zurechenbare Konzernergebnis durch den gewogenen Durchschnitt der Stammaktien unter Berücksichtigung von Aktienoptionen dividiert wurde.
Die Segmentinformationen werden nach folgenden Kriterien dargestellt: Geschäftsbereiche
Die ANDRITZ-GRUPPE betreibt ihre Geschäftsaktivitäten in den folgenden Bereichen:
- a. HYDRO (HY)
- b. PULP & PAPER (P&P)
- c. METALS (ME)
- d. ENVIRONMENT & PROCESS (EP)
- e. FEED & BIOFUEL (FB)
Geografische Segmentierung
Die Konzernaktivitäten werden hauptsächlich in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien betrieben.
2008 Geschäftsbereichsinformationen
| Über | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | HY | P&P | ME | EP | FB | leitung | Gesamt |
| Umsatzerlöse | 1.205.899 | 1.326.565 | 566.208 | 366.639 | 144.501 | 0 | 3.609.812 |
| Geschäftsbereichsergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen |
|||||||
| (EBITDA) | 105.759 | 84.509 | 42.577 | 32.115 | 13.263 | 0 | 278.223 |
| Summe Aktiva | 984.838 | 684.585 | 224.112 | 246.520 | 84.792 | 861.454 | 3.086.301 |
| Summe Passiva exkl. Eigenkapital und Anteile in Fremdbesitz |
948.017 | 568.158 | 262.092 | 140.664 | 39.002 | 550.986 | 2.508.919 |
| Investitionen | 35.046 | 20.156 | 4.265 | 7.374 | 2.856 | 0 | 69.697 |
| Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen* |
24.722 | 18.678 | 2.970 | 4.862 | 1.664 | 0 | 52.896 |
| Anteile am Jahresüberschuss/-fehlbe trag von assoziierten Unternehmen |
0 | 1.153 | 0 | (889) | (259) | 0 | 5 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 5.867 | 0 | 2.806 | 627 | 0 | 9.300 |
*In den Abschreibungen ist ein Betrag von TEUR 7.862 enthalten, der Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte betrifft.
Informationen nach geografischen Segmenten
| (in TEUR) | Europa | Nord amerika |
Süd amerika |
Asien | Rest der Welt und Konsoli dierung |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 1.716.187 | 507.560 | 408.914 | 762.840 | 214.311 | 3.609.812 |
| Summe Aktiva | 4.115.978 | 538.125 | 212.167 | 327.518 | (2.107.487) | 3.086.301 |
| Investitionen | 43.791 | 4.626 | 8.604 | 12.129 | 547 | 69.697 |
2007** Geschäftsbereichsinformationen
| Über | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | HY | P&P | ME | EP | FB | leitung | Gesamt |
| Umsatzerlöse | 910.043 | 1.462.206 | 408.001 | 364.432 | 137.806 | 0 | 3.282.488 |
| Geschäftsbereichsergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen |
|||||||
| (EBITDA) | 66.298 | 105.328 | 33.071 | 30.755 | 15.223 | 0 | 250.675 |
| Summe Aktiva | 755.201 | 706.595 | 159.316 | 232 .004 |
76.595 | 579.716 | 2.509.427 |
| Summe Passiva exkl. Eigenkapital und Anteile in Fremdbesitz |
619.218 | 609.393 | 192.681 | 145.077 | 37.455 | 424.028 | 2.027.852 |
| Investitionen | 25.415 | 21.818 | 3.210 | 4.851 | 1.739 | 0 | 57.033 |
| Abschreibungen und Wertminderungsverlust immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen* |
19.905 | 17.716 | 2.491 | 5.005 | 1.867 | 0 | 46.984 |
| Anteile am Jahresüberschuss/-fehlbe trag von assoziierten Unternehmen |
0 | 367 | 0 | 439 | 81 | 0 | 887 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 0 | 4.767 | 0 | 1.488 | 570 | 0 | 6.825 |
*In den Abschreibungen ist ein Betrag von TEUR 5.967 enthalten, der Abschreibungen für im Zuge eines Unternehmenszusammenschlusses identifizierte und vom Firmenwert getrennt angesetzte immaterielle Vermögenswerte betrifft.
Informationen nach geografischen Segmenten
| (in TEUR) | Europa | Nord amerika |
Süd amerika |
Asien | Rest der Welt und Konsoli dierung |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Außenumsätze | 1.400.020 | 522.123 | 314.367 | 841.742 | 204.236 | 3.282.488 |
| Summe Aktiva | 3.385.135 | 539.209 | 132.022 | 264.748 | (1.811.687) | 2.509.427 |
| Investitionen | 39.211 | 3.356 | 2.115 | 12.063 | 288 | 57.033 |
**angepasst
I. Erläuterungen zum Cashflow-Statement Cashflows aus dem Erwerb von Tochtergesellschaften*
| (in TEUR) | Geschäftsbereich | Gesamt | Gesamt | ||
|---|---|---|---|---|---|
| PULP & | |||||
| HYDRO | PAPER | METALS | 2008 | 2007 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 13.985 | 1.062 | 3.335 | 18.382 | 2.566 |
| Sachanlagen | 25.646 | 22.421 | 1.457 | 49.524 | 14.020 |
| Vorräte | 21.430 | 3.681 | 21.720 | 46.831 | 9.319 |
| Forderungen | 75.775 | 2.433 | 8.215 | 86.423 | 1.385 |
| Verbindlichkeiten | (172.751) | (6.224) | (51.827) | (230.802) | (11.241) |
| Nicht verzinsliches Nettovermögen | (35.915) | 23.373 | (17.100) | (29.642) | 16.049 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0 | 0 | 0 | 0 | 807 |
| Flüssige Mittel | 86.794 | 94 | 26.842 | 113.730 | 5.455 |
| Finanzverbindlichkeiten | (6.853) | (567) | 0 | (7.420) | (1.653) |
| Firmenwerte | 2.291 | 0 | 3.129 | 5.420 | 9.166 |
| Veränderung der Anteile in Fremdbesitz | (17.841) | 0 | 245 | (17.596) | 0 |
| Kaufpreis für bisher unter Anwendung der Equity | |||||
| Methode bilanzierte Investitionen | (64) | 0 | 0 | (64) | 0 |
| Kaufpreis gesamt | 28.412 | 22.900 | 13.116 | 64.428 | 29.824 |
| In bar entrichteter Kaufpreis | (28.412) | (22.900) | (13.116) | (64.428) | (41.990) |
| Erworbene Flüssige Mittel | 86.794 | 94 | 26.842 | 113.730 | 5.455 |
| Netto-Cashflow | 58.382 | (22.806) | 13.726 | 49.302 | (36.535) |
*bewertet zu Transaktionskursen
J. Finanzinstrumente
a. Risikomanagement
Als global tätiges Unternehmen, das eine Vielzahl verschiedenster Märkte und Kunden bedient, ist die Gruppe gewissen allgemeinen und branchenspezifischen Risiken ausgesetzt. Diese Risiken beziehen sich vor allem auf die von der Gruppe bedienten Industrien (z.B. Unsicherheit zukünftiger Aufträge, Schwankungen beim Auftragseingang, Kundenkonzentration etc.), die Geschäftstätigkeit der Gruppe (Währungen, Wettbewerbsposition, Gerichtsverfahren etc.) sowie Großaufträge (Zahlungsrisiken, Haftung und Leistung bei Projekten, Kostenüberschreitungen etc.).
Zur frühzeitigen Erkennung dieser Risiken hat ANDRITZ ein bewährtes, konzernweites Kontrollund Steuerungsmanagement implementiert, dessen Hauptaufgabe es ist, entstehende Risiken bereits in einem frühen Stadium zu identifizieren und rasch Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Dieses System ist ein wesentlicher Bestandteil des aktiven Risikomanagements der Gruppe.
Trotz dieses Kontroll- und Steuerungssystems kann nicht ausgeschlossen werden, dass Risken nicht frühzeitig erkannt werden und sich daraus negative Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2009 beziehen sich vor allem auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Entwicklung der globalen Konjunktur und den von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende weltweite Finanzkrise und der starke Konjunkturrückgang in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen auch ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Gesamtjahr 2009 dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich negativ auf die Kapazitätsauslastung der Fertigungseinheiten der Gruppe auswirken könnte.
Die Überwachung und das Management von Finanzrisiken sind wichtige Bestandteile des gruppenweiten Controllings und Rechnungswesens von ANDRITZ. Laufendes Controlling und regelmäßiges Berichtswesen sollen die Identifizierung von größeren Risiken zu einem sehr frühen Zeitpunkt und – sofern notwendig – die Einleitung von Gegenmaßnahmen sicherstellen.
Der Konzern versucht, die Auswirkungen dieser Risiken mittels derivativer Finanzinstrumente zu minimieren. Der Einsatz von Finanzderivaten ist durch vom Vorstand genehmigte Konzernrichtlinien geregelt, die in Schriftform Vorgaben hinsichtlich der Steuerung von Finanzrisiken enthalten. Darüber hinaus sind Grundregeln für den Einsatz von derivativen und nicht-derivativen Finanzgeschäften sowie für die Anlage überschüssiger Liquidität festgelegt. Die Einhaltung der Richtlinien und Risikolimits wird kontinuierlich von der internen Revision überprüft. Der Konzern hält oder handelt keine Finanzinstrumente für spekulative Zwecke.
Das Zahlungsausfallrisiko wird für einen Großteil der Projekte durch Besicherung von Zahlungen durch Banken sowie durch Abschluss von Exportversicherungen reduziert. Das Risiko bei Lieferungen in als politisch riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls versichert. Zinsund Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten, vor allem Devisentermingeschäften und Swaps, begrenzt und gesteuert.
Der Konzern schließt Devisentermingeschäfte ab, um das Fremdwährungskursrisiko auszuschließen, das aus dem Cashflow der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert. Das Transaktionsrisiko wird für jede einzelne Fremdwährung berechnet und berücksichtigt Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie bestimmte außerbilanzielle Positionen, wie sehr wahrscheinliche künftige Cashflows aus festen Verpflichtungen und sehr wahrscheinlichen Ein- und Verkäufen. Die Fremdwährungskursrisiken des Konzerns resultieren aus dem Umstand, dass der Konzern in verschiedenen Ländern weltweit operiert, Produktionsstätten besitzt und Umsätze tätigt. Der
Konzern hat seine Devisentermingeschäfte mit dem beizulegenden Zeitwert ("fair value") bewertet. Die Restlaufzet der abgesicherten Cashflows beträgt im Wesentlichen nicht mehr als ein Jahr.
Cashflow-Risiken werden durch das Cashmanagement-System der Gruppe, das alle Cash-Zuund -Abflüsse der großen ANDRITZ-Tochtergesellschaften kontrolliert, minimiert. Das Cashmanagement-System überwacht auch das zentrale Pooling dieser Aktivitäten, um die Zinseinkünfte zu optimieren.
Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken insbesondere durch das Halten von angemessenen Rücklagen, durch die Ausgabe von Anleihen, durch umfangreiche Anzahlungen von Kunden sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Cashflows und Abstimmungen der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten.
b. Liquiditätsrisiken
Die Gruppe sorgt durch eine konzernweite Finanz- und Liquiditätsplanung dafür, dass ausreichend flüssige Mittel vorhanden sind oder eine notwendige Finanzierung aus entsprechenden Kreditrahmen sichergestellt ist, um seine finanziellen Verpflichtungen erfüllen zu können. Kurzfristig nicht benötigte liquide Mittel werden in Bundesanleihen, Anleihen erstklassiger Banken und Anleihefonds investiert.
Trotz der Liquiditätsplanung und Anlagestrategie kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Liquiditätsengpässen oder Verlusten von Vermögenswerten kommen kann.
c. Kreditrisiken
Kreditrisiken und das Risiko des Zahlungsverzugs oder -ausfalls der Vertragspartner werden durch die Anwendung von Kreditprüfungen, Kreditlimits und Prüfungsroutinen kontrolliert. Sofern geeignet, erhält der Konzern staatliche Exportgarantien oder Garantien von ähnlichen privaten Institutionen, um das Risiko des Zahlungsausfalls zu reduzieren.
Das Ausfallsrisiko aus flüssigen Mitteln und Wertpapieren ist gering, da durch eine konservative Anlagestrategie eine möglichst breite Streuung bei gleichzeitig festgelegten Mindestkriterien für die Bonität der Vertragspartner in der Veranlagung festgelegt wird.
Für gewisse Positionen im Finanzvermögen und in den Finanzverbindlichkeiten hat die Gruppe ein einklagbares Recht auf gegenseitige Aufrechnung. Im Konzernabschluss sind diese Positionen nur mit dem Nettobetrag ausgewiesen. Für alle bekannten Risiken wurden Wertberichtigungen durchgeführt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zukünftig zum Eintritt von über die gebildeten Wertberichtigungen hinausgehenden Zahlungsausfällen kommt. Ohne Berücksichtigung der oben beschriebenen Risikominderungsstrategien entspricht das maximale Ausfallsrisiko des Konzerns den erfassten finanziellen Vermögenswerten in den entsprechenden Kategorien und lautet wie folgt:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Held for trading | 49.428 | 19.762 |
| Available for sale | 269.183 | 108.789 |
| Loans and receivables | 1.156.354 | 1.042.359 |
| 1.474.965 | 1.170.910 |
In der Kategorie Loans and receivables wurden Wertberichtigungen für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von insgesamt TEUR 24.660 (Stand 2007: TEUR 14.670) vorgenommen.
In der Kategorie Available for sale wurde aufgrund eines wesentlichen Absinkens des Marktwerts von Geldmarktfonds eine Wertminderung in Höhe von TEUR 7.817 erfasst.
Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallsrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahe stehende Unternehmen handelt. Gemessen am Auftragseingang tragen die drei größten Kunden weniger als 15% des Gesamtauftragseingangs in jeweils unterschiedlichen strategischen Geschäftsbereichen bei. Es besteht damit keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos.
d. Zinsrisiko
Die Gesellschaft hat im Juni 2002 eine Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 100 begeben, mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einer Nominalverzinsung von 6% p.a. Für diese Anleihe wurde ein Zinsswap zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesem Zinsswap wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 1-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt. Im Juni 2008 reifte diese Unternehmensanleihe über 100 MEUR ab.
Die Gesellschaft hat im Juni 2006 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 200 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 4,5% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 1-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.
Die Gesellschaft hat im Februar 2008 eine weitere Anleihe über einen Nominalwert von MEUR 150 begeben, mit einer Laufzeit von sieben Jahren und einer Nominalverzinsung von 5,25% p.a. Für diese Anleihe wurden Zinsswaps zur Absicherung des Risikos abgeschlossen, welches sich aus der fixen Verzinsung der Anleihe ergibt. Mit diesen Zinsswaps wurde für die gesamte Laufzeit der Anleihe die fixe Verzinsung der Anleihe in eine variable Verzinsung auf Basis 3-Monats-Euribor getauscht. Dadurch wird die Gesellschaft zwar einem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, der Zeitwert der Anleihe wird jedoch gesichert und Hedge Accounting im Sinne von IAS 39 angewandt.
Die Basisparameter der Swaps entsprechen jenen der Anleihen und aus diesem Grund war die Absicherung der beizulegenden Zeitwerte ("Fair Value Hedges") zu 100% effektiv. Den Regeln des Hedge Accounting folgend wurden die Änderungen der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführende Änderung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen führt zu einer entsprechenden Buchwertanpassung und wurde ebenfalls direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dies hat zur Folge, dass sich die Gewinn- und Verlustauswirkung der Swaps und der Anleihen gegenseitig aufheben.
Die Marktwertänderung der als "Fair Value Hedge" designierten Swaps ist wie folgt:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Marktwert Swap am Beginn der Periode | (7.737) | (2.647) |
| Marktwert Swap am Ende der Periode | 19.023 | (7.737) |
| Gewinn/Verlust im Ergebnis erfasst | 26.760 | (5.090) |
Der Vorstand schätzt das Risiko aus den übrigen Zinsänderungen bei Finanzanlagen und -verbindlichkeiten als minimal ein, weitere wesentliche derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Zinsrisiken werden daher nicht verwendet.
Die gewichteten durchschnittlichen Zinssätze zum Bilanzstichtag waren folgende:
| (in %) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Guthaben auf laufenden Konten | 1,9 | 2,1 |
| Kurzfristige Geldanlagen | 3,5 | 4,6 |
| Wertpapiere, kurzfristig | 2,9 | 4,6 |
| Wertpapiere, langfristig | 3,3 | 3,1 |
| Überziehungskredit | 5,4 | 5,0 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 8,1 | 10,7 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4,2 | 3,6 |
| Anleihe | 5,1 | 4,9 |
e. Sensitivitäten
Im Wesentlichen ist der Konzern durch seine Aktivitäten finanziellen Risiken aus der Änderung der Wechselkurse, der Änderung der beizulegenden Zeitwerte und der Änderung der Zinssätze ausgesetzt. Zur Steuerung der Risiken aus der Änderung der Wechselkurse und des beizulegenden Zeitwerts schließt der Konzern derivative Finanzinstrumente ab. Diese Marktrisikoexpositionen des Konzerns werden mittels Sensitivitätsanalysen bewertet:
Fremdwährungssensitivität
Die Sensitivitätsanalyse quantifiziert näherungsweise das Risiko, das im Rahmen gesetzter Annahmen auftreten kann, wenn bestimmte Parameter in einem definierten Umfang verändert werden.
Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar (USD) sowie des Schweizer Franken (CHF) ausgesetzt.
Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität eines Anstiegs oder Rückgangs des US-Dollar bzw. des Schweizer Franken gegenüber dem Euro (EUR). Die Veränderung ist derjenige Wert, der im Rahmen der internen Berichterstattung des Wechselkursrisikos Anwendung findet, und stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Wechselkursänderung dar. Die Sensitivitätsanalyse beinhaltet die wesentlichen am Bilanzstichtag ausstehenden Finanzinstrumente der ANDRITZ Gruppe.
Die Auswirkungen auf das Konzernergebnis gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzernergebnis bzw. auf das Konzerneigenkapital gegenüber dem nun ausgewiesenen Konzerneigenkapital sind wie folgt:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Anstieg USD gegenüber EUR um 10% | (1.467) | (5.171) |
| Rückgang USD gegenüber EUR um 10% | (445) | 2.650 |
| Anstieg CHF gegenüber EUR um 10% | (1.384) | (5.806) |
| Rückgang CHF gegenüber EUR um 10% | 2.197 | 471 |
Die Veränderung gegenüber den ausgewiesenen Konzernergebnissen stammt hauptsächlich aus der Marktbewertung von Devisentermingeschäften für US-Dollar bzw. Schweizer Franken mit neuen Kursen.
Zinssatzsensitivität
Die Sensitivitätsanalyse wurde für das Zinsänderungsrisiko der Anleihen zum Bilanzstichtag durchgeführt. Die Gesellschaft als Anleiheemittent ist grundsätzlich durch die fixe Verzinsung gegenüber den Anleiheinhabern keinem Zinsänderungsrisiko bei den Zahlungsmittelströmen ausgesetzt, jedoch würde sich eine Änderung des Zinssatzes in den beizulegenden Zeitwerten der Anleihen niederschlagen. Für die Anleihen wurden jedoch Zinsswaps zur Absicherung des Risikos aus der Änderung des beizulegenden Zeitwerts abgeschlossen. Dadurch ergibt sich für
die Gesellschaft netto die Verpflichtung, eine variable Verzinsung auf Basis des 1-Monats-Euribor bzw. 3-Monats-Euribor zu leisten.
Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko wird dabei eine Zinssatzsensitivität von 100 Basispunkten unterstellt. Dies stellt die Einschätzung des Vorstands hinsichtlich einer möglichen Änderung des Zinssatzes dar.
Eine Erhöhung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Verminderung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 16.249 (2007: Verminderung um TEUR 9.398) geführt. Diesen Verminderungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwerterhöhungen der Anleihen um denselben Betrag entgegenstehen.
Eine Verminderung der Zinsen um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung der beizulegenden Zeitwerte der Swaps in Höhe von TEUR 17.283 (2007: Erhöhung um TEUR 9.375) geführt. Diesen Erhöhungen würden jedoch erfolgswirksame Buchwertverminderungen der Anleihen um denselben Betrag entgegenstehen.
Eine Erhöhung des Zinsniveaus für das Jahr 2008 um 100 Basispunkte unter Konstanthaltung aller anderen Variablen hätte zu einer Erhöhung des Zinsergebnisses von TEUR 3.669 (2007: Erhöhung um TEUR 3.305) geführt. Ein Sinken des Zinsniveaus hätte zu einer Verminderung des Zinsergebnisses in gleicher Höhe geführt.
f. Marktwert der Finanzinstrumente
Die folgende Tabelle stellt dem Buchwert der Finanzinstrumente den Zeitwert gegenüber:
2008
| Fortgeführte Anschaffungs |
Marktwert erfolgs |
Marktwert erfolgs |
Bilanzansatz 31. Dezem |
Marktwert 31. Dezem |
|
|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | kosten | neutral | wirksam | ber 2008 | ber 2008 |
| AKTIVA | |||||
| Sonstige Finanzanlagen | |||||
| Available for sale | 6.205 | (336) | 0 | 5.869 | 5.869 |
| Loans and receivables | 29.593 | 0 | 0 | 29.593 | 29.593 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||||
| Loans and receivables | 568.313 | 0 | 0 | 568.313 | 568.313 |
| Held for trading | 0 | 0 | 49.428 | 49.428 | 49.428 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | |||||
| Available for sale | 263.453 | (139) | 0 | 263.314 | 263.314 |
| Flüssige Mittel | |||||
| Loans and receivables | 558.448 | 0 | 0 | 558.448 | 558.448 |
| 1.426.012 | (475) | 49.428 | 1.474.965 | 1.474.965 | |
| PASSIVA | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Measured at amortized costs | 430.520 | 0 | 0 | 430.520 | 430.520 |
| Keiner IAS-Bewertungskategorie zuordenbar | 1.381 | 0 | 0 | 1.381 | 1.381 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|||||
| Measured at amortized costs | 306.295 | 0 | 0 | 306.295 | 306.295 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| Held for trading* | 0 | 0 | 37.421 | 37.421 | 37.421 |
| Measured at amortized costs | 452.618 | 0 | 0 | 452.618 | 452.618 |
| 1.190.814 | 0 | 37.421 | 1.228.235 | 1.228.235 |
* davon zur Absicherung von Zahlungsströmen TEUR 6.163.
2007
| Fortgeführte Anschaffungs |
Marktwert erfolgs |
Marktwert erfolgs |
Bilanzansatz 31. Dezem |
Marktwert 31. Dezem |
|
|---|---|---|---|---|---|
| (in TEUR) | kosten | neutral | wirksam | ber 2007 | ber 2007 |
| AKTIVA | |||||
| Sonstige Finanzanlagen | |||||
| Available for sale | 6.840 | 62 | 0 | 6.902 | 6.902 |
| Loans and receivables | 26.095 | 0 | 0 | 26.095 | 26.095 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | |||||
| Loans and receivables | 519.338 | 0 | 0 | 519.338 | 519.338 |
| Held for trading | 0 | 0 | 19.762 | 19.762 | 19.762 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | |||||
| Available for sale | 101.041 | 846 | 0 | 101.887 | 101.887 |
| Flüssige Mittel | |||||
| Loans and receivables | 496.926 | 0 | 0 | 496.926 | 496.926 |
| 1.150.240 | 908 | 19.762 | 1.170.910 | 1.170.910 | |
| PASSIVA | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | |||||
| Measured at amortized costs | 350.998 | 0 | 0 | 350.998 | 350.998 |
| Keiner IAS-Bewertungskategorie zuordenbar | 1.350 | 0 | 0 | 1.350 | 1.350 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|||||
| Measured at amortized costs | 314.028 | 0 | 0 | 314.028 | 314.028 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | |||||
| Held for trading* | 0 | 0 | 19.897 | 19.897 | 19.897 |
| Measured at amortized costs | 354.798 | 0 | 0 | 354.798 | 354.798 |
| 1.021.174 | 0 | 19.897 | 1.041.071 | 1.041.071 |
* davon zur Absicherung von Zahlungsströmen TEUR 0.
Die folgende Tabelle stellt eine Überleitung der Buchwerte der Finanzinstrumente zu den IAS 39-Bewertungskategorien dar:
2008
| (in TEUR) | Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Marktwert erfolgs neutral |
Marktwert erfolgs wirksam |
Bilanzansatz 31. Dezem ber 2008 |
Marktwert 31. Dezem ber 2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Held for trading | |||||
| Derivate | 0 | 0 | 37.983 | 37.983 | 37.983 |
| Eingebettete Derivate | 0 | 0 | 11.445 | 11.445 | 11.445 |
| Available for sale | |||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.205 | (336) | 0 | 5.869 | 5.869 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 263.453 | (139) | 0 | 263.314 | 263.314 |
| Loans and receivables | |||||
| Ausleihungen | 15.513 | 0 | 0 | 15.513 | 15.513 |
| Beteiligungen | 14.080 | 0 | 0 | 14.080 | 14.080 |
| Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte |
13.585 | 0 | 0 | 13.585 | 13.585 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 424.947 | 0 | 0 | 424.947 | 424.947 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte |
129.781 | 0 | 0 | 129.781 | 129.781 |
| Flüssige Mittel | 558.448 | 0 | 0 | 558.448 | 558.448 |
| 1.426.012 | (475) | 49.428 | 1.474.965 | 1.474.965 | |
| PASSIVA | |||||
| Held for Trading | |||||
| Derivate* | 0 | 0 | 32.047 | 32.047 | 32.047 |
| Eingebettete Derivate | 0 | 0 | 5.374 | 5.374 | 5.374 |
| Financial liabilities measured at amortized costs |
|||||
| Anleihen | 369.023 | 0 | 0 | 369.023 | 369.023 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten | 61.497 | 0 | 0 | 61.497 | 61.497 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 306.295 | 0 | 0 | 306.295 | 306.295 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 452.618 | 0 | 0 | 452.618 | 452.618 |
| Sonstige, keiner IAS 39-Bewertungskategorie zuordenbare Verbindlichkeiten |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.381 | 0 | 0 | 1.381 | 1.381 |
| 1.190.814 | 0 | 37.421 | 1.228.235 | 1.228.235 |
* davon zur Absicherung von Zahlungsströmen TEUR 6.163.
2007
| (in TEUR) | Fortgeführte Anschaffungs kosten |
Marktwert erfolgs neutral |
Marktwert erfolgs wirksam |
Bilanzansatz 31. Dezem ber 2007 |
Marktwert 31. Dezem ber 2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||||
| Held for trading | |||||
| Derivate | 0 | 0 | 18.029 | 18.029 | 18.029 |
| Eingebettete Derivate | 0 | 0 | 1.733 | 1.733 | 1.733 |
| Available for sale | |||||
| Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.840 | 62 | 0 | 6.902 | 6.902 |
| Wertpapiere des Umlaufvermögens | 101.041 | 846 | 0 | 101.887 | 101.887 |
| Loans and receivables | |||||
| Ausleihungen | 14.611 | 0 | 0 | 14.611 | 14.611 |
| Beteiligungen | 11.484 | 0 | 0 | 11.484 | 11.484 |
| Langfristige Forderungen und sonstige langfristige Vermögenswerte |
10.221 | 0 | 0 | 10.221 | 10.221 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 400.163 | 0 | 0 | 400.163 | 400.163 |
| Sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte |
108.954 | 0 | 0 | 108.954 | 108.954 |
| Flüssige Mittel | 496.926 | 0 | 0 | 496.926 | 496.926 |
| 1.150.240 | 908 | 19.762 | 1.170.910 | 1.170.910 | |
| PASSIVA | |||||
| Held for Trading | |||||
| Derivate* | 0 | 0 | 14.638 | 14.638 | 14.638 |
| Eingebettete Derivate | 0 | 0 | 5.259 | 5.259 | 5.259 |
| Financial liabilities measured at amortized costs |
|||||
| Anleihen | 292.263 | 0 | 0 | 292.263 | 292.263 |
| Bank- und sonstige Finanzverbindlichkeiten | 58.735 | 0 | 0 | 58.735 | 58.735 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 314.028 | 0 | 0 | 314.028 | 314.028 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 354.798 | 0 | 0 | 354.798 | 354.798 |
| Sonstige, keiner IAS 39-Bewertungskategorie zuordenbare Verbindlichkeiten |
|||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 1.350 | 0 | 0 | 1.350 | 1.350 |
| 1.021.174 | 0 | 19.897 | 1.041.071 | 1.041.071 |
* davon zur Absicherung von Zahlungsströmen TEUR 0.
Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ("fair value")
Die beizulegenden Zeitwerte für Devisentermingeschäfte und eingebettete Derivate werden auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag ermittelt.
Zum Bilanzstichtag ergaben sich folgende beizulegende Zeitwerte für die mit Kreditinstituten abgeschlossenen Devisentermingeschäfte:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte mit positiven Zeitwerten | 18.960 | 18.029 |
| Devisentermingeschäfte mit negativen Zeitwerten | (25.884) | (6.901) |
| (6.924) | 11.128 |
Die Restlaufzeiten der Devisentermingeschäfte sind wie folgt:
| (in TEUR) | unter 1 Jahr |
mehr als 1 Jahr |
Gesamt 2008 |
Gesamt 2007 |
|---|---|---|---|---|
| US-Dollar | (1.337) | (5.554) | (6.891) | 7.096 |
| Schweizer Franken | (464) | 135 | (329) | 3.077 |
| Singapur Dollar | 577 | 0 | 577 | 1.641 |
| Euro | 2.961 | (95) | 2.866 | 1.056 |
| Andere Währungen | 64 | (3.211) | (3.147) | (1.742) |
| 1.801 | (8.725) | (6.924) | 11.128 |
Zum Bilanzstichtag ergaben sich folgende beizulegende Zeitwerte für die eingebetteten Derivate:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Eingebettete Derivate mit positiven Zeitwerten | 11.445 | 1.733 |
| Eingebettete Derivate mit negativen Zeitwerten | (5.374) | (5.259) |
| 6.071 | (3.526) |
Die Restlaufzeiten der eingebetteten Derivate sind wie folgt:
| (in TEUR) | unter 1 Jahr |
mehr als 1 Jahr |
Gesamt 2008 |
Gesamt 2007 |
|---|---|---|---|---|
| US-Dollar | 541 | 4.536 | 5.077 | (4.751) |
| Schweizer Franken | (54) | (340) | (394) | 18 |
| Euro | 1.363 | 638 | 2.001 | 360 |
| Andere Währungen | (597) | (16) | (613) | 847 |
| 1.253 | 4.818 | 6.071 | (3.526) |
Der beizulegende Zeitwert für die Zinssicherungen mit einem insgesamt positiven Zeitwert beträgt für 2008 TEUR 19.023 (2007: negativer Zeitwert von TEUR 7.737).
Der beizulegende Zeitwert für die Warentermingeschäfte mit einem insgesamt negativen Zeitwert beträgt für 2008 TEUR 6.163 (2007 gab es keine Warentermingeschäfte). Dabei sind TEUR 4.626 in weniger als einem Jahr fällig.
Flüssige Mittel, kurz- und langfristiges Finanzvermögen
Der Buchwert der flüssigen Mittel und des sonstigen Finanzvermögens entspricht aufgrund der relativ kurzen Laufzeiten dieser Finanzinstrumente dem Marktwert.
Wertpapiere des Anlage- und Umlaufvermögens
Der beizulegende Zeitwert von öffentlich gehandelten Wertpapieren basiert auf aktuellen Kursen. Die Wertpapiere des Konzerns werden als zur Veräußerung verfügbare, finanzielle Vermögenswerte eingestuft und mit dem Kurswert zum Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen und Verbindlichkeiten
Die historischen Buchwerte von Forderungen und Verbindlichkeiten, alle zu üblichen Zahlungskonditionen, entsprechen im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Der Buchwert entspricht wegen der kurzen Fälligkeit dieser Verbindlichkeiten im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert.
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Verbindlichkeiten basieren auf den aktuellen Zinssätzen für Verbindlichkeiten mit demselben Fälligkeitsmuster. Die beizulegenden Zeitwerte von langfristigen Darlehen und anderen Verbindlichkeiten mit variablen Zinssätzen entsprechen im Wesentlichen deren Buchwerten. Das Marktwertänderungsrisiko für die Anleihen wurde durch Zinsswaps abgesichert. Das Management ist der Auffassung, dass das Risiko von Zinssatzänderungen bei Finanzanlagen und übrigen Verbindlichkeiten nicht von Bedeutung ist.
IAS 39-Rücklage
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewegungen der direkt im Eigenkapital erfassten IAS 39- Rücklage:
| (in TEUR) | Nicht realisierter Gewinn (Verlust) aus Sicherungs geschäften |
Nicht realisierter Gewinn (Verlust) aus Wertpa pieren |
Nicht realisierter Gewinn (Verlust) gesamt IAS 39 Rücklage |
|---|---|---|---|
| Stand am 1. Jänner 2007 | (78) | 751 | 673 |
| Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte | 0 | (285) | (285) |
| Darauf entfallende latente Steuern | 0 | 50 | 50 |
| Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 104 | 169 | 273 |
| Darauf entfallende latente Steuern | (26) | (41) | (67) |
| Stand am 31. Dezember 2007 | 0 | 644 | 644 |
| Gewinne und Verluste durch Änderungen der Zeitwerte | (6.163) | (942) | (7.105) |
| Darauf entfallende latente Steuern | 1.541 | 274 | 1.815 |
| Übertragung in die Gewinn- und Verlustrechnung | 0 | (255) | (255) |
| Darauf entfallende latente Steuern | 0 | 64 | 64 |
| Stand am 31. Dezember 2008 | (4.622) | (215) | (4.837) |
Die Nettogewinne und -verluste für jede Kategorie von Finanzinstrumenten lauten wie folgt: 2008
| (in TEUR) | Held for trading |
Held for trading |
Available for sale |
|---|---|---|---|
| Derivate | eingebettete Derivate |
Wertpapiere | |
| Änderungen des Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechung erfasst | 8.708 | 9.597 | (7.562) |
| Änderungen des Zeitwerts im Eigenkapital erfasst | (6.163) | 0 | (942) |
| Recycling aus Eigenkapital | 0 | 0 | (255) |
| Nettogewinne/(-verluste) | 2.545 | 9.597 | (8.759) |
2007
| (in TEUR) | Held for trading |
Held for trading |
Available for sale |
|---|---|---|---|
| Derivate | eingebettete Derivate |
Wertpapiere | |
| Änderungen des Zeitwerts in der Gewinn- und Verlustrechung erfasst | (5.227) | 5.537 | (169) |
| Änderungen des Zeitwerts im Eigenkapital erfasst | 0 | 0 | (285) |
| Recycling aus Eigenkapital | 0 | 0 | 169 |
| Nettogewinne/(-verluste) | (5.227) | 5.537 | (285) |
K. Leasing
Der Konzern ist verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen für Maschinen, Büroräume und andere Gegenstände als Leasingnehmer eingegangen. Die Leasingvereinbarungen beinhalten keine Beschränkungen der Konzernaktivitäten betreffend Dividenden, zusätzliche Schulden oder weitere Leasingvereinbarungen.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen stellen sich wie folgt dar:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 16.406 | 13.611 |
| 1 bis 5 Jahre | 35.698 | 21.807 |
| Länger als 5 Jahre | 7.793 | 6.896 |
| 59.897 | 42.314 |
L. Bestellobligo
Verpflichtungen aus Verträgen betreffend Investitionen für Sachanlagevermögen sind nur im gewöhnlichen Geschäftsumfang vorhanden. Zum 31. Dezember 2008 betrugen diese Verpflichtungen TEUR 14.628 (2007: TEUR 14.443).
M. Eventualverbindlich- keiten
Verschiedene Verfahren und Klagen, welche aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit resultieren, sind anhängig oder werden in der Zukunft gegen den Konzern vielleicht geltend gemacht werden. Diese beinhalten hauptsächlich projektbezogene Rechtsstreitigkeiten, einschließlich einer Klage in den USA mit einem Streitwert von rund MUSD 30. Obwohl nicht garantiert werden kann, dass die gebildeten Vorsorgen für den Ausgang solcher Verfahren ausreichend sind, ist das Management der Meinung, dass das Ergebnis dieser Verfahren und Klagen, im Einzelnen und insgesamt, keinen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, die Liquidität, das Ergebnis oder die Finanzlage der Gesellschaft haben wird.
Zum 31. Dezember 2008 war die ANDRITZ Inc., ein Unternehmen der ANDRITZ-GRUPPE, eine von vielen Beklagten in insgesamt ungefähr 25 Asbestverfahren in den USA. Bei fast allen dieser Fälle handelt es sich um Mehrparteienverfahren gegen mehrere Beklagte. Insgesamt sind ungefähr 595 Kläger in diese Verfahren involviert. ANDRITZ ist der Ansicht, dass keine dieser Klagen gegenüber ANDRITZ Inc. begründet ist, und plant, jede einzelne Klage anzufechten. Da für den Großteil dieser Verfahren bisher weder Erkenntnisse noch Sachverhaltsdarstellungen vorliegen, ist es für ANDRITZ nicht möglich, das volle Ausmaß von eventuellen Auswirkungen abzuschätzen. Bisher ist noch kein Urteil über ein Verschulden von ANDRITZ im Zusammenhang mit diesen Asbestklagen ergangen. 96 Verfahren mit rund 26.998 Klagen gegen ANDRITZ wurden zurückgezogen und nur ein einziger Fall wurde ohne wesentliche Auswirkungen für AN-DRITZ abgeschlossen. Trotzdem kann ein endgültiges Urteil oder ein endgültiger Vergleich im Zusammenhang mit diesen Verfahren einen wesentlichen negativen Einfluss auf das Geschäft, das Ergebnis und die finanzielle Situation der ANDRITZ Inc. zur Folge haben. ANDRITZ glaubt, dass es mehrere Möglichkeiten für Regressforderungen gibt, darunter Versicherungen und/oder vertragliche Garantien von den früheren Eigentümern der betroffenen Geschäftsbereiche der AN-DRITZ Inc. Ob diese Garantien und/oder Versicherungen tatsächlich Anwendung finden, hängt von den jeweiligen Gegebenheiten jedes einzelnen Klägers ab. Da in vielen Fällen die Fakten für die Klagen noch nicht offen gelegt wurden und aus den Gründen, die nachstehend beschrieben werden, ist für ANDRITZ eine Einschätzung, ob die Regressmöglichkeiten ausreichend sind, unmöglich. Einzelne Garanten und Versicherungsgesellschaften haben die Anwendbarkeit der Garantien und Versicherungen bestritten, und weitere Einsprüche können nicht ausgeschlossen werden. Es gibt daher keine Sicherheit, dass die Gruppe für bestehende oder zukünftige Klagen Ansprüche aus Versicherungen und Garantien durchsetzen kann.
Es bestehen nur in geringfügigem Umfang Geschäftsbeziehungen mit den Aktionären. Die Aktionäre sind: N. Geschäfts- beziehungen Streubesitz 71%
| Certus Beteiligungs-GmbH | 29% |
|---|---|
Mit assoziierten Unternehmen und nicht konsolidierten Unternehmen wurden nur Transaktionen in unwesentlichem Ausmaß getätigt.
Geschäftsbeziehungen zu Unternehmen, in denen Aufsichtsratsmitglieder der ANDRITZ AG tätig sind, werden zu fremdüblichen Konditionen abgeschlossen und sind von untergeordneter Bedeutung.
Vorstandsvergütungen
Im Jahr 2008 wurde eine Pensionsrückstellung von TEUR 4.650 (2007: TEUR 4.318) für frühere Vorstandsmitglieder und deren Angehörige ausgewiesen. Die laufenden jährlichen Aufwendungen betrugen im Jahr 2008 TEUR 554 (TEUR 343 in 2007).
Als Aufwendungen für den Vorstand wurden erfasst:
| (in TEUR) | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Kurzfristige Leistungen | 8.374 | 9.383 |
| Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | 1.581 | 1.903 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 812 | 642 |
| 10.767 | 11.928 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen in der Höhe von TEUR 125 (2007: TEUR 111).
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts unverändert angedauert. Dieses negative makroökonomische Umfeld könnte sich zukünftig möglicherweise negativ auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.
P. konzernunternehmen
| Gesellschaft | Firmensitz | Beteili gung |
Einbezie hungsart |
Anmer kung |
|---|---|---|---|---|
| Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Staatlich autorisierte | ||||
| Versuchsanstalt für Strömungsmaschinen | Graz / Austria | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH | Graz / Austria | 100% | VK | |
| ANDRITZ Finance GmbH | Vienna / Austria | 100% | VK | |
| European Mill Service GmbH | Graz / Austria | 50% | NK | 1) |
| ANDRITZ R&M Service S.R.L. | Bucharest / Romania | 25% | NK | 1) |
| ANDRITZ Power & Water GmbH | Vienna / Austria | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO GmbH | Vienna / Austria | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO S.A.S. | Grenoble / France | 100% | VK | |
| VA TECH HYDRO India Pvt. Ltd. | Bhopal / India | 100% | VK | |
| ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH | Krefeld / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ GmbH | Hemer / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ Kaiser GmbH | Bretten-Gölshausen / Germany | 100% | VK | |
| Sundwig GmbH | Hemer / Germany | 75% | VK | |
| ANDRITZ Fiedler GmbH | Regensburg / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ Fiedler Holding S. A. R. L. | Scorbé Clairvaux / France | 100% | VK | |
| ANDRITZ S. A. S. Pulp and Paper Service Division | Chatellerault / France | 100% | VK | |
| ANDRITZ Separation GmbH | Cologne / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ - Jochman s. r. o. | Spišská Nová Ves / Slovakia | 90% | EQ | |
| ANDRITZ Fliessbettsysteme GmbH | Ravensburg / Germany | 100% | VK | |
| Lenser Verwaltungs GmbH | Senden / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ S.R.L. | Cisnadie / Romania | 100% | EQ | |
| Lenser Filtration GmbH | Senden / Germany | 100% | VK | |
| Lenser Asia Sdn. Bhd. | Selangor / Malaysia | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO GmbH | Ravensburg / Germany | 100% | VK | |
| VA TECH ESCHER WYSS Flovel Private Ltd. | Faridabad / India | 100% | VK | |
| ANDRITZ Küsters GmbH | Krefeld / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ Kufferath GmbH | Düren / Germany | 100% | VK | |
| AKRE Real Estate GmbH | Düren / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ Maerz GmbH | Düsseldorf / Germany | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO S.L. | Madrid / Spain | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO S.r.l. | Vicenza / Italy | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Aosta S.r.l. | Aosta / Italy | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO AG | Kriens / Switzerland | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO S.A. de CV. | Morelia / Mexico | 100% | VK | |
| VA TECH HYDRO AS | Jevnaker / Norway | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Brasil Ltda. | São Paulo / Brazil | 100% | VK | |
| VA Tech HYDRO Beijing. Ltd. | Beijing / China | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Ltd. Sirketi | Ankara / Turkey | 100% | NK | 1) |
| PT. VA TECH Indonesia | Jakarta / Indonesia | 51% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO S.A. | Lima / Peru | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO (Pty) Ltd. | Randburg / South Africa | 100% | NK | 1) |
| VA TECH Colombia Limitada | Bogota / Columbia | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO s.r.o. | Prague / Czech Republic | 100% | NK | 1) |
| VA TECH India Pvt. Ltd. | Faridabad / India | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO C.A. | Caracas / Venezuela | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO Inc. | Makati City / Philippines | 100% | NK | 1) |
| The Hydro Equipment Association Limited | London / Great Britain | 33,3% | NK | 1) |
| HGI Holdings Limited | Limassol / Cyprus | 100% | EQ | |
| Gesellschaft | Firmensitz | Beteili gung |
Einbezie hungsart |
Anmer kung |
|---|---|---|---|---|
| ANDRITZ BMB AG | Bülach / Switzerland | 100% | VK | |
| ANDRITZ Separation (India) Private Ltd. | Chennai / India | 100% | VK | |
| Hradec Kralove / | ||||
| ANDRITZ spol. s. r. o. ANDRITZ Denmark A/S |
Czech Republic Esbjerg / Denmark |
100% 100% |
NK VK |
1) |
| ANDRITZ Sprout A/S | Esbjerg / Denmark | 100% | VK | |
| ANDRITZ Sprout do Brasil Ltda. | Porto Alegre / Brazil | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ Sprout s. r. o. | Humenné / Slovakia | 100% | EQ | |
| ANDRITZ Chile Ltda. | Santiago de Chile / Chile | 100% | VK | |
| ANDRITZ (USA) Inc. | Roswell / Georgia (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ Inc. | Roswell / Georgia (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ Finance Inc. | Tualatin/Oregon (USA) | 100% | VK | |
| Delta Holding Corporation | Tualatin / Oregon (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ Separation Inc. | Arlington / Texas (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ Filter Press Inc. | Arlington / Texas (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ Automation Inc. | Decatur / Georgia (USA) | 100% | VK | |
| CyberMetrics Inc. | Alpharetta / Georgia (USA) | 100% | VK | |
| Lenser Filtration Inc. | Lakewood / New Jersey (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Corporation | Charlotte / North Carolina (USA) | 100% | VK | |
| ANDRITZ S. A. S. | Velizy / France | 100% | VK | |
| ANDRITZ Selas S. A. S. | Gennevilliers / France | 100% | VK | |
| ANDRITZ Sprout S. A. S. | Saint Martin Le Beau / France | 100% | VK | |
| Lenser Filtration S. A. R. L. | Haguenau / France | 100% | VK | |
| Jaybee Engineering (Holdings) Pty. Ltd. ANDRITZ Pty. Ltd. |
Dandenong / Victoria (Australia) Dandenong / Victoria (Australia) |
100% 100% |
VK VK |
|
| ANDRITZ Ingenieria S.A. | Madrid / Spain | 100% | VK | |
| ANDRITZ Brasil Ltda. | Curitiba / Brazil | 100% | VK | |
| ANDRITZ Separation Industria e Comércio de | ||||
| Equipamentos de Filtraçâo Ltda. | Pomerode / Brazil | 100% | VK | |
| Sindus Manutencao e Sistemas Industriais Ltda. | Porto Alegre / Brazil | 50% | QK | |
| Sindus ANDRITZ Uruguay S.A. | Rio Negro / Uruguay | 50% | NK | 1) |
| ANDRITZ HYDRO Brasil Participações Ltda. | Curitiba / Brazil | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar do Brasil S.A. | Campinas - São Paulo / Brazil | 50% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar Finland Oy | Tampere / Finland | 50% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar Sweden AB | Kristinehamn / Sweden | 50% | VK | |
| ANDRITZ Participações Ltda. | Vinhedo / Brazil | 100% | VK | |
| ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. | São Paulo / Brazil | 100% | VK | |
| ANDRITZ Oy | Helsinki / Finland | 100% | VK | |
| Savonlinna Works Oy | Savonlinna / Finland | 100% | VK | |
| Carbona Oy | Helsinki / Finland | 80% | EQ | |
| Warkaus Works Oy | Varkaus / Finland | 50% | EQ | |
| Enmas ANDRITZ Private Ltd. | Chennai / India | 40% | EQ | |
| ANDRITZ HYDRO Canada Inc. | Stoney Creek / Canada | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Canada Ltd./Ltee. | Pointe Claire / Canada | 100% | VK | |
| ANDRITZ HYDRO Installations Inc. | Lachine / Canada | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ Ltd./Ltée. | Lachine / Canada | 100% | VK | |
| Andritz Paper Machinery Ltd. |
Lachine / Canada | 100% | VK | |
| ANDRITZ Automation Ltd. | Richmond / Canada | 100% | VK | |
| IDEAS Simulation & Control Ltd. | Richmond / Canada | 100% | VK |
| Gesellschaft | Firmensitz | Beteili gung |
Einbezie hungsart |
Anmer kung |
|---|---|---|---|---|
| ANDRITZ AB | Örnsköldsvik / Sweden | 100% | VK | |
| ANDRITZ Lynson AB | Vallentuna / Sweden | 100% | VK | |
| ANDRITZ Waplans AB | Nälden / Sweden | 100% | VK | |
| ANDRITZ Ltd. | Staffordshire / Great Britain | 100% | VK | |
| ANDRITZ Selas UK Ltd. | Derbyshire / Great Britain | 100% | VK | |
| ANDRITZ-Kenflo Foshan Pump Co. Ltd. | Foshan / China | 60% | VK | |
| ANDRITZ Technologies Ltd. | Foshan / China | 100% | VK | |
| ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co., Ltd. | Foshan / China | 65% | VK | |
| ANDRITZ Technologies H.K. Ltd. | Hong Kong / China | 100% | NK | 1) |
| Kufferath Forming Technology China (Zhejiang) Co., Ltd. | Zhejiang / China | 100% | NK | 1) |
| Thermtec Holding B.V. | Rotterdam / Netherlands | 100% | VK | |
| Thermtec B.V. | Rotterdam / Netherlands | 100% | VK | |
| ANDRITZ Technologies Private Ltd. | Bangalore / India | 100% | VK | |
| ANDRITZ Sprout Limited | Hull / Great Britain | 100% | VK | |
| ANDRITZ Sprout B. V. | Geldrop / Netherlands | 100% | VK | |
| ANDRITZ B. V. | Den Helder / Netherlands | 100% | VK | |
| ANDRITZ 3SYS AG | Wohlen / Switzerland | 100% | VK | |
| ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. | Singapore / Singapore | 100% | VK | |
| ANDRITZ (Thailand) Limited | Bangkok / Thailand | 100% | VK | |
| ANDRITZ Uruguay S. A. | Rio Negro / Uruguay | 100% | VK | |
| ANDRITZ Industrias S. A. | Rio Negro / Uruguay | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. | Montevideo/ Uruguay | 100% | NK | 1) |
| ANDRITZ KK | Tokyo / Japan | 100% | VK | |
| ANDRITZ (Pty) Ltd. | Umhlanga / South Africa | 100% | VK | |
| PT ANDRITZ | Jakarta / Indonesia | 100% | VK | |
| ANDRITZ Australia Pty. Ltd. | Melbourne / Victoria (Australia) | 100% | NK | 1) |
| LLC ANDRITZ | St. Petersburg / Russia | 100% | VK | |
| OOO ANDRITZ METALS | Moscow / Russia | 100% | NK | 1) |
| Kufferath Slovakia s.r.o. | Levice / Slovakia | 100% | VK | |
| ANDRITZ Kft. | Tiszakécske / Hungary | 100% | VK | |
1) untergeordnete Bedeutung
VK ... Vollkonsolidierung
QU ... Quotenkonsolidierung
EQ ... Equitybewertung
NK ... Keine Einbeziehung
Graz, am 26. Februar 2009
Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst
disclaimer
Bestimmte Aussagen im Jahresfinanzbericht 2008 und Geschäftsbericht 2008 sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können.
Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
Der Jahresfinanzbericht 2008 und der Geschäftsbericht 2008 enthalten Annahmen und Prognosen, die auf Basis aller bis Redaktionsschluss am 26. Februar 2009 zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Annahmen und Prognosen zugrunde liegenden Einschätzungen nicht eintreffen oder die im Kapitel "Unternehmensrisiken" und im Lagebericht dieses Jahresfinanzberichts 2008 angesprochenen Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den im Jahresfinanzbericht 2008 und Geschäftsbericht 2008 erwarteten Ergebnissen abweichen. Trotz größter Sorgfalt erfolgen daher alle zukunftsbezogenen Aussagen ohne Gewähr.
Impressum
Herausgeber:
ANDRITZ AG Stattegger Straße 18 8045 Graz Österreich
Für den Inhalt verantwortlich:
Dr. Michael Buchbauer
Konzept und Design:
Faschingbauer + Schaar Werbeagentur
ANDRITZ AG
Stattegger Straße 18 8045 Graz Österreich Tel.: +43.316.6902-0 Fax.: +43.316.6902-415 [email protected] www.andritz.com
Corporate Communications & Investor Relations:
Oliver Pokorny Tel.: +43.316.6902-2722 Fax.: +43.316.6902-465 [email protected]
Jahresabschluss 2008 der ANDRITZ AG
Präambel
Lagebericht ANDRITZ-GRUPPE
Bilanz ANDRITZ AG
Gewinn- und Verlustrechnung ANDRITZ AG
Anhang ANDRITZ AG
PRÄAMBEL
Der Jahresabschluss (Einzelabschluss) der ANDRITZ AG wird nach den Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des österreichischen UGB aufgestellt. Entsprechend dieser Vorschriften sind die verbundenen Unternehmen im Rahmen des Finanzanlagevermögens ausgewiesen. Dadurch ergibt sich aus dem Einzelabschluss lediglich ein Ausschnitt der wirtschaftlichen Lage für die ANDRITZ AG und ihre verbundenen Unternehmen.
Finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:
Die Kennzahlen wurden entsprechend dem Fachgutachten zur Mindestausgestaltung finanzieller Leistungsindikatoren im Lagebericht berechnet.
| in MEUR bzw. in % | 2007 | 2008 |
|---|---|---|
| Auftragsstand | 1.592,7 | 1.470,2 |
| Umsatzerlöse | 455,2 | 765,6 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern | 50,2 | 91,9 |
| Umsatzrentabilität | 11,0% | 12,0% |
| Eigenkapitalrentabilität | 10,6% | 21,5% |
| Gesamtkapitalrentabilität | 4,1% | 7,1% |
| Nettoverschuldung | 266,1 | 265,0 |
| Nettoumlaufvermögen | -185,1 | -79,8 |
| Eigenkapitalquote | 24,4% | 23,8% |
| Verschuldungsgrad | 90,3% | 85,9% |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen | 68,6 | 130,2 |
Der Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit betrug in 2008 +121,4 MEUR (2007: +30,9 MEUR), jener aus der Investitionstätigkeit -160,4 MEUR (2007: -66,9 MEUR) und jener aus der Finanzierungstätigkeit +37,9 MEUR (2007: -38,7 MEUR). Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode reduzierte sich daher von 46,3 MEUR am 31.12.2007 auf 45,2 MEUR am 31.12.2008.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren der ANDRITZ AG:
Bezüglich der Themenbereiche Fertigung, Personalwesen und Umweltschutz wird auf die Ausführungen im Konzernlagebericht verwiesen, welche auch für die ANDRITZ AG zutreffend sind. Im Bereich Forschung und Entwicklung ist die ANDRITZ AG eines von mehreren Forschungszentren in der ANDRITZ-GRUPPE und in sämtlichen Geschäftsbereichen mit Ausnahme des Geschäftsbereichs Futtermittel und Biomasse in verschiedenen Projekten tätig.
Zur besseren Einsicht in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage basiert der folgende Lagebericht auf dem nach IFRS erstellten Konzernabschluss.
LAGEBERICHT
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Im Jahr 2008 war die Entwicklung der Weltwirtschaft durch die Finanzmarktkrise negativ beeinflusst. Die Wirtschaft in den USA litt unter der Krise des Subprime-Markts und dem daraus resultierenden Zusammenbruch des amerikanischen Hypothekenmarkts, was zu einer nachhaltigen Schwäche des Banken- und Finanzsystems führte. Infolgedessen gingen die Ausgaben der Privatverbraucher und die Unternehmensinvestitionen im Jahresverlauf stark zurück. Die US-Wirtschaft rutschte in die tiefste Rezession seit 1982. Um einem möglichen Kollaps des Finanzsystems entgegenzuwirken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, senkte die amerikanische Notenbank FED (Federal Reserve Board) den Leitzinssatz in mehreren Schritten auf einen Bereich zwischen null und 0,25%, womit das tiefste Niveau aller Zeiten erreicht wurde.
Auch in Europa war die wirtschaftliche Entwicklung in hohem Maße von den finanziellen Turbulenzen und dem Rückgang der Konjunktur in den meisten europäischen Ländern betroffen. Der Privatkonsum ging stark zurück. Die exportorientierten europäischen Firmen hatten vor allem unter der Wirtschaftsschwäche der USA und Asiens zu leiden. Die Europäische Zentralbank (EZB) stellte dem Bankensystem beträchtliche Geldmittel zur Verfügung, um den Liquiditätsaustausch zwischen den Banken zu sichern, und senkte den Leitzinssatz auf 2,5%.
Auch in den meisten asiatischen Ländern hat sich die Wirtschaft abgeschwächt. Die japanische Wirtschaft rutschte in die Rezession, in China hat sich das Wachstum der meisten Industriebranchen durch rückläufige Exporte und nachlassende Binnennachfrage deutlich abgekühlt.
Quelle: OECD
Geschäftsentwicklung
Anmerkung: Gemäß IAS 19.93A können versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bei Abfertigungs- und Pensionsrückstellungen im Jahr ihrer Entstehung erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Bisher wurden diese sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern macht nun vom Wahlrecht gemäß IAS 19.93A Gebrauch. Die Vorperioden wurden gemäß IAS 8 entsprechend angepasst. Dabei wurde für die Vergleichsperiode 2007 ein Betrag von TEUR 2.764 aus dem Personalaufwand und darauf entfallender latenter Steueraufwand in Höhe von TEUR 1.072 erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Zinsaufwendungen resultierend aus den Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden nun in der Konzern-Gewinn- und - Verlustrechnung unter dem "Zinsergebnis" erfasst. Für das Jahr 2007 wurde ein Betrag von TEUR 5.595 aus dem Personalaufwand ins Zinsergebnis umgegliedert.
Ferner wurde eine Korrektur gemäß IAS 8 retrospektiv durchgeführt. Die Bilanzpositionen "Aktive latente Steuern" änderten sich per 31. Dezember 2007 von TEUR 56.982 auf TEUR 58.882, die "Verbindlichkeiten aus latenten Steuern" von TEUR 99.604 auf TEUR 93.904 und die "Rückstellungen – kurzfristig" von TEUR 210.592 auf TEUR 218.192. Weder im Jahr 2007 noch im Jahr 2008 ergaben sich dadurch Auswirkungen auf das Konzernergebnis.
Veränderung des Konsolidierungskreises/Akquisitionen
Die folgenden Unternehmen waren im Geschäftsjahr 2007 nicht oder nur teilweise im Konzernabschluss der ANDRITZ-GRUPPE enthalten:
- Sindus Human Technology: Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie;
- Maerz Industrieofenanlagen GmbH: Wärmebehandlungsanlagen und Schmelzöfen;
- Tigép Kft.: Produktion von Schwermaschinen, insbesondere für Wasserkraft-Anlagen;
- Waplans Mekaniska Verkstads AB (restlicher 60%-Anteil): Serviceunternehmen für die Wasserkraft- sowie Zellstoff- und Papier-Industrie;
- Einzelne Vermögenswerte von GE (General Electric Company) Energy: Wasserkraft-Technologie;
- GEHI (Mehrheitsbeteiligung am Joint Venture General Electric Hydro Inepar): Wasserkraft-Technologie;
- Kufferath: Serviceunternehmen für die Zellstoff- und Papier-Industrie.
Die erstmalige Einbeziehung der in 2007 und 2008 erworbenen Unternehmen/Geschäftsfelder erfolgte auf Basis vorläufiger Werte.
Anmerkung: Per 1. Jänner 2009 wurden die folgenden ANDRITZ-Geschäftsbereiche umbenannt:
- Walz- und Bandbehandlungsanlagen: neuer Name METALS
- Wasserkraft: neuer Name HYDRO
Umsatz
Der Umsatz der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 3.609,8 MEUR und erhöhte sich damit um 10,0% gegenüber dem Vorjahr (2007: 3.282,5 MEUR). Insbesondere die Geschäftsbereiche HYDRO sowie METALS verzeichneten im Jahresvergleich deutliche Zuwachsraten. Das organische Wachstum der Gruppe betrug 2008 rund 2,2%.
Auftragseingang und Auftragsstand
Der Auftragseingang der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 3.705,3 MEUR und lag damit nur geringfügig unter dem Rekordwert des Vorjahres (2007: 3.749,5 MEUR). Sehr positiv entwickelten sich die Geschäftsbereiche HYDRO, ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL, die im Jahresvergleich Zuwächse beim Auftragseingang erzielten. Der Auftragseingang des Geschäftsbereichs PULP & PAPER war dagegen im Jahresverlauf rückläufig; bedingt durch die globale Wirtschaftskrise kam es v. a. im 4. Quartal 2008 zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs.
Der Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE betrug 4.277,4 MEUR per 31. 12. 2008, was einen Anstieg von 11,3% gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres bedeutet (31. 12. 2007: 3.843,3 MEUR). Während der Auftragsstand des Geschäftsbereichs PULP & PAPER rückläufig war, konnten die Geschäftsbereiche HYDRO und METALS ihre Auftragsstände im Jahresvergleich deutlich erhöhen.
Ergebnis
Das EBITA der ANDRITZ-GRUPPE betrug im Jahr 2008 233,2 MEUR. Gegenüber 2007 (209,7 MEUR) ist dies ein Anstieg um 11,2% und damit eine etwas stärkere Steigerung als beim Umsatz. Damit erhöhte sich die Rentabilität der Gruppe (EBITA-Marge) 2008 auf 6,5% (2007: 6,4%). Im Zuge der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise wurden Vorsorgen für Umstrukturierungen und kapazitive Anpassungen gemacht. Bereinigt um diese Maßnahmen hätte die EBITA-Marge für 2008 6,8% betragen. Insbesondere die Geschäftsbereiche HYDRO sowie ENVIRONMENT & PROCESS zeigten eine sehr gute Ergebnis- und Rentabilitätsentwicklung.
Das Finanzergebnis betrug -8,1 MEUR und lag damit unter dem Wert des Vorjahres (2007: -0,1 MEUR). Wesentlicher Grund dafür sind im Zusammenhang mit der globalen Finanzkrise erforderliche Wertberichtigungen von Wertpapierveranlagungen. Die Steuerquote betrug im Berichtsjahr 30,1% (2007: 31,4%).
Das Konzernergebnis nach Abzug von Minderheitsanteilen betrug 139,7 MEUR (2007: 134,5 MEUR).
Vermögens- und Kapitalstruktur
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2008 stieg auf 3.086,3 MEUR an (31. Dezember 2007: 2.509,4 MEUR). Dies ist v. a. auf die erstmalige Einbeziehung der Aktiva und Passiva der im Jahr 2008 erworbenen Firmen sowie die erfolgreiche Platzierung einer Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 150 MEUR im Februar 2008 zurückzuführen. Diese Anleihe (Laufzeit: sieben Jahre, jährlicher Fixkupon: 5,25%) ersetzt die Anfang Juni 2008 abgereifte 100-MEUR-Unternehmensanleihe (Laufzeit: sechs Jahre, jährlicher Fixkupon: 6,0%).
Die Eigenkapitalquote per 31. Dezember 2008 betrug 18,7% (31. Dezember 2007: 19,2%).
Die liquiden Mittel per 31. Dezember 2008 betrugen 821,8 MEUR; die Netto-Liquidität stieg auf 408,9 MEUR an und lag damit deutlich über dem Wert zum Ende des Vorjahres (31. Dezember 2007: 246,5 MEUR).
Aktien und Aktionärsstruktur – Offenlegung gemäß § 243a UGB
Das Grundkapital der ANDRITZ AG per 31. Dezember 2008 betrug 104.000.000 Euro. Auf jede nennwertlose Aktie entfällt damit ein anteiliger Betrag am Grundkapital von 2,00 Euro.
Es bestehen keine Beschränkungen, welche die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen. Rund 29% der Aktien befinden sich in Besitz der Certus Beteiligungs-GmbH, deren Geschäftsführer Wolfgang Leitner, Vorstandsvorsitzender der ANDRITZ AG, ist.
Es gibt derzeit kein genehmigtes Kapital. Aufgrund eines Beschlusses der Hauptversammlung vom 27. März 2008 ist der Vorstand ermächtigt, zwischen 1. Oktober 2008 und 31. März 2011 bis zu 10% des Grundkapitals der ANDRITZ AG zurückzuerwerben. Ende September 2008 hat der Vorstand der ANDRITZ AG beschlossen, von dieser Ermächtigung Gebrauch zu machen und Aktien zwischen 1. Oktober 2008 und 31. März 2011 zurückzukaufen. Es gibt keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Befugnisse für Mitglieder des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.
Soweit der Gesellschaft bekannt ist, gibt es keine Inhaber von Aktien mit besonderen Kontrollrechten. Die Arbeitnehmer üben das Stimmrecht direkt aus. Es existieren darüber hinaus auch keine sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebenden Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats und über die Änderung der Satzung der Gesellschaft.
Die Gesellschaft ist keine bedeutenden Vereinbarungen eingegangen, die bei einem Kontrollwechsel der Gesellschaft infolge eines Übernahmeangebots wirksam, sich ändern oder enden würden. Gemäß den Bedingungen der im Juni 2006 begebenen ANDRITZ-Anleihe 2006–2013 bzw. der im Februar 2008 begebenen ANDRITZ-
Anleihe 2008–2015 ist jeder Inhaber von Teilschuldverschreibungen berechtigt, seine Teilschuldverschreibungen fällig zu stellen und sofortige Rückzahlung zum Nennbetrag zuzüglich der bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufenen Zinsen zu verlangen, falls ein Kontrollwechsel durch einen neuen Großaktionär erfolgt, und dieser Kontrollwechsel zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Fähigkeit der Emittentin führt, ihre Verpflichtungen aus den Teilschuldverschreibungen zu erfüllen.
Es existieren Entschädigungsvereinbarungen zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Vorstands im Falle eines Kontrollwechsels. Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für die Aufsichtsratsmitglieder und Arbeitnehmer.
| MEUR | 2008 | 2007* | +/- (in %) |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 3,609.8 | 3,282.5 | + 10,0 |
| Umsatzrendite1) (%) | 6.1 | 6.1 | - |
| EBITDA | 278.2 | 250.7 | + 11,0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT) | 218.5 | 200.9 | + 8,8 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 210.5 | 200.8 | + 4,8 |
| Konzernergebnis | 147.0 | 137.8 | + 6,7 |
Finanzkennzahlen der ANDRITZ-GRUPPE
* angepasst
1) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteurn/Umsatz
Bilanz-Kennzahlen
| 2008 | 2007* | |
|---|---|---|
| Eigenkapitalquote2) (%) | 18.7 | 19.2 |
| Eigenkapitalrentabilität3) (%) | 36.5 | 41.7 |
| Gesamtkapitalrentabilität4) (%) | 7.1 | 8.0 |
| Nettoliquidität5) (MEUR) | 408.9 | 246.5 |
| Nettoverschuldung6) (MEUR) | -242.9 | -94.8 |
| Nettoumlaufvermögen7) (MEUR) | 22.7 | 99.1 |
| Capital employed8) (MEUR) | 406.8 | 405.6 |
| Verschuldungsgrad9) (%) | -42.1 | -19.7 |
*angepasst
2) Summe Eigenkapital/Bilanzsumme; 3) Ergebnis vor Ertragsteuern/Summe Eigenkapital; 4) Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern/Bilanzsumme; 5) Flüssige Mittel plus Wertpapiere des Umlaufvermögens plus Marktwert des Zinsswaps abzüglich Finanzverbindlichkeiten; 6) Verzinsliches Fremdkapital inklusive Rückstellungen für Abfertigungen, Pensionen und Jubiläumsgelder abzüglich Flüssige Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens; 7) Langfristige Forderungen plus Kurzfristige Vermögenswerte (exklusive Wertpapiere des Umlaufvermögens und Finanzverbindlichkeiten und Rückstellungen); 8) Nettoumlaufvermögen plus immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen; 9) Nettoverschuldung/Summe Eigenkapital
Risikomanagement
ANDRITZ verfügt über ein gruppenweites Risiko-Managementsystem, mit dem Risikopotenziale erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden sollen. Dies ist ein wichtiges Element des aktiven Risikomanagements innerhalb der Gruppe.
Finanzielle Risiken
Überwachung und Management finanzieller Risiken sind integrale Bestandteile des Rechnungswesens und des Controllings innerhalb der gesamten ANDRITZ-GRUPPE. Kontinuierliches Controlling und regelmäßiges Reporting sollen die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass größere Risiken früh erkannt und wenn notwendig Gegenmaßnahmen getroffen werden können. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontroll-Systeme effektiv genug sind.
Die wesentlichen Risiken für die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Jahr 2009 beziehen sich v. a. auf die Abhängigkeit der Gruppe von der allgemeinen Entwicklung der globalen Konjunktur und den von ihr bedienten Industrien, den Erhalt von Großaufträgen und die Erzielung der entsprechenden Umsatzerlöse aus dem hohen Auftragsstand. Die anhaltende weltweite Finanzkrise und der starke Konjunkturrückgang in den wichtigsten Wirtschaftsregionen der Welt stellen auch ein ernstes Risiko für die finanzielle Entwicklung der ANDRITZ-GRUPPE im Gesamtjahr 2009 dar. Die weltweite Wirtschaftsschwäche könnte zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zur Verzögerung oder Einstellung laufender Projekte führen. Die Stornierung bestehender Aufträge könnte auch den Auftragsstand der ANDRITZ-GRUPPE negativ beeinflussen, was sich negativ auf die Kapazitätsauslastung der Fertigungseinheiten der Gruppe auswirken könnte.
Das Zahlungsausfallsrisiko durch den Kunden wird bei einem Großteil der Aufträge durch Bankgarantien und Exportversicherungen reduziert. Das Risiko für Lieferungen in als politisch mittel bis sehr riskant eingestufte Länder wird üblicherweise ebenfalls zu einem großen Teil versichert. Zins- und Wechselkursrisiken werden durch die Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten – v. a. Devisentermingeschäften und Swaps – verringert und gesteuert. Bei nicht in Euro getätigten Geschäften (hauptsächlich solchen in US-Dollar, Pfund Sterling und Schwedischen Kronen) wird
die Nettowährungsposition zumeist durch den Abschluss von Termingeschäften gesichert. Cashflow-Risiken werden über monatliche Cashflow-Berichte überwacht.
Um die finanziellen Risiken weiter zu reduzieren und zur besseren Überwachung, Kontrolle und Bewertung der Finanz- und Liquiditätsposition verbessert die ANDRITZ-GRUPPE laufend ihre Treasury-Richtlinien und -Informationssysteme.
Die ANDRITZ-GRUPPE ist hinsichtlich der Liquidität sehr gut positioniert und verfügt über ausreichende Liquiditätsreserven sowie einen gesicherten Zugang zu Liquidität. Die Gruppe vermeidet es, von einer einzigen Bank oder von nur wenigen Banken abhängig zu sein. Zur Sicherung der Unabhängigkeit erhält keine Bank mehr als ein genau festgelegtes Geschäftsvolumen bei allen wichtigen Produkten (Finanzmittelbestand, Finanzverbindlichkeiten, Finanzanlagevermögen, Garantien und Derivate). Geld wird in risikoarme Finanzanlagen investiert, wie zum Beispiel Staatsanleihen, Geldmarktfonds oder Termin- und Taggelder. Dennoch gibt es keine Garantie dafür, dass die Überwachungs- und Risikokontroll-Systeme effektiv genug sind. Durch die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen erhöht sich zudem das Ausfallsrisiko einzelner Emittenten der Wertpapiere bzw. steigt das Kursrisiko. Bisher liquide Veranlagungen sind zeitweise nicht oder nur eingeschränkt handelbar.
Nicht-finanzielle Risiken
Im Bereich der Fertigung sind exakte Planung, hoher Einsatz und Flexibilität seitens der Mitarbeiter wesentliche Erfolgsfaktoren, um kurze Auftragsdurchlaufzeiten und hohe Termintreue zu garantieren. ANDRITZ setzt intern auf flexible Arbeitszeitmodelle und einen hohen Anteil an Zeitarbeitern, um zyklischen Auslastungsschwankungen und extremen Auftragsspitzen zu begegnen. Weiters wird durch effizientes Lieferantenmanagement die Abwicklung des Zukaufsvolumens kontinuierlich verbessert und der Lieferantenpool laufend um qualifizierte Unternehmen erweitert.
Die ANDRITZ-Fertigungsstrategie basiert auf Eigenfertigung sowie Zukauf von Fertigungsleistungen. Damit können Auslastungsspitzen besser ausgeglichen werden und die vorhandenen eigenen Fertigungskapazitäten optimal ausgelastet
werden. Gemäß dieser "Make-or-Buy"-Strategie werden prozessrelevante Schlüsselkomponenten für Anlagen und Produkte von ANDRITZ meist in eigenen Produktionsstätten gefertigt und montiert. Einfache Komponenten werden dagegen bei qualifizierten Lieferanten beschafft, deren Qualität und Termintreue laufend kontrolliert und überwacht wird.
Im Bereich Personal konnte ANDRITZ durch gezielte Maßnahmen in den vergangenen Jahren sein Image als attraktiver Arbeitgeber weiter stärken. Interessante Karrieremöglichkeiten, eine leistungsorientierte Entlohnung und fokussierte Management-Trainingsprogramme sind wesentliche Voraussetzungen, dass ANDRITZ bestens ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter anzieht. Hohe Qualitätsstandards im Auswahlverfahren – mehrere Bewerbungsgespräche mit unterschiedlichen Fach- und Führungskräften – gewährleisten, dass die am besten geeigneten Kandidaten eingestellt werden.
Fluktuationen in Führungspositionen werden durch eine gruppenweite Nachfolgeplanung verhindert. Die Vorbereitung und Auswahl von bestmöglichen internen Kandidaten stellt eine kontinuierliche Nachfolge für globale Schlüsselpositionen sicher.
Auslastungsschwankungen können gruppenweit durch die Zuteilung von Aufträgen auf die einzelnen globalen Standorte sowie lokal durch den Einsatz von Leiharbeitern in ihren Auswirkungen gemildert werden.
Investitionen und Cashflow
Die Investitionen in materielle und immaterielle Vermögensgegenstände betrugen 2008 69,7 MEUR (2007: 57,0 MEUR) und betrafen im Wesentlichen Modernisierungen von Gebäuden und Werkstätten.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug 255,0 MEUR und war damit deutlich höher als im Vorjahr (2007: 33,1 MEUR).
Cashflow-Kennzahlen
| MEUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 255.0 | 33.1 |
| Investitionen1) | 69.7 | 57.0 |
| Free Cashflow2) | 187.5 | -19.6 |
| Free Cashflow je Aktie3) (EUR) | 3.6 | -0.4 |
1) Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen: 2) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzüglich Investitionen plus Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen; 3) Free Cashflow/Aktiengesamtzahl
Auswirkungen von Wechselkursänderungen
Wechselkursänderungen werden durch entsprechende Terminkontrakte abgesichert.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Fertigung
Zur Bewältigung und zeitkonformen Abarbeitung des hohen Auftragsstands per Ultimo 2007 wurde im 1. Halbjahr 2008 der Fertigungszukauf – neben der vollen Nutzung der installierten gruppenweiten Fertigungskapazitäten – ausgeweitet. Im Gleichschritt mit der weltweiten Konjunkturschwäche kam es im 2. Halbjahr 2008 zu rückläufigen Auslastungen in einzelnen Produktbereichen, insbesondere im Bereich PULP & PAPER, bzw. zu einer Steigerung des Auftragsstands im Bereich HYDRO. Zur Minimierung des Risikos einer nachhaltigen Unterauslastung der gruppenweiten Fertigungskapazitäten wurde über die letzten Jahre ein optimiertes Zyklizitätsmanagement implementiert, das die Fertigungseinheiten der Gruppe effizient an veränderte Rahmenbedingungen und Auslastungen anpasst. Insbesondere durch die im Geschäftsjahr getätigten Akquisitionen der Wasserkraftaktivitäten von GE Energy konnten die Fertigungskapazitäten für den HYDRO-Bereich erweitert werden.
Bei den Investitionen lag der Schwerpunkt auf neuen Fertigungstechnologien, Automatisierung, Kapazitätsanpassungen an Engpassprozessen, Aufbau von Kapazitäten in den neuen Märkten Indien, China und Brasilien sowie auf der gezielten Erweiterung der Wertschöpfungskette.
Personalwesen
Die Anzahl der Mitarbeiter der ANDRITZ-GRUPPE betrug Ende des Jahres 2008 13.707, was eine Erhöhung um 14,1% gegenüber 2007 (12.016 Mitarbeiter) bedeutet. Dieser Zuwachs resultierte zum einen aus den getätigten Unternehmens-Akquisitionen sowie zum anderen aus der Aufnahme hochqualifizierter Facharbeiter und Ingenieure in Europa und aus dem verstärkten Aufbau von Personalkapazitäten in den aufstrebenden Märkten, um die lokale Präsenz zu stärken und den Zugang zu kostengünstiger Produktion zu sichern. Im Berichtszeitraum wurde die neue Human Resources-Gruppenfunktion implementiert und damit ein wichtiger Beitrag zur gruppenweiten Koordination und Planung des Personalwesens geleistet. Die neue Funktion ist verantwortlich für eine reibungslose Nachbesetzung von Schlüsselpositionen sowie die Schaffung attraktiver Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für zukünftige Führungskräfte.
Umweltschutzbelange
Die ANDRITZ AG, Standort Graz, erhielt 2008 erneut die Ökoprofit-Auszeichnung der Stadt Graz für herausragende Leistungen bei Umweltstandards und -maßnahmen. Erstmals wurde ANDRITZ die Auszeichnung in Gold verliehen, weil ANDRITZ neben den erreichten Ergebnissen im Bereich Umweltschutz auch umweltschutzrelevante Maßnahmen gemeinsam mit Behörden und Anrainern erarbeitete. So wurde zum Beispiel ein neues Verkehrskonzept für den Standort Graz in enger Abstimmung mit Behörden und Anrainern erarbeitet und umgesetzt. Damit wurden maßgebliche Verbesserungen bei Schall- und Abgasemissionen erzielt und insgesamt über 20.000 km weniger gefahren sowie 15 Tonnen CO2 eingespart. Durch zahlreiche Maßnahmen wurden Energieverbrauch und CO2-Emissionen des Werks deutlich reduziert. Durch Installation eines neuen Gas-Glühofens im Werk Graz – der Ofen wurde von ANDRITZ Maerz geliefert – konnten bereits im ersten halben Jahr seit der Inbetriebnahme rund 45.000 kWh Strom bzw. über neun Tonnen CO2 eingespart werden. Das entspricht einer Reduzierung des Energieverbrauchs um über 30%. Weitere wesentliche Energie-Einsparungen wurden durch Installation einer bedarfsorientierten Steuerung für Kompressoren, Maßnahmen zur Reduzierung des Kaltlufteintrags bei den Toranlagen und den Einbau neuer Hallenbeleuchtung erzielt. In mehreren Informationsveranstaltungen wurden Mitarbeiter, insbesondere die
Abfallverantwortlichen, zum Thema Abfallwirtschaft und Brandverhütung geschult. Das Abfallaufkommen konnte 2008 gegenüber dem Vorjahr um über 15% reduziert werden.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2008 investierte die ANDRITZ-GRUPPE rund 51,2 MEUR in Forschung und Entwicklung (2007: 45,4 MEUR). Einschließlich der auftragsbezogenen Entwicklungsarbeiten wurden rund 3% des Umsatzes für die Entwicklung neuer Verfahren und Produkte aufgewendet. In den Forschungszentren der Gruppe in Österreich, Finnland, Frankreich, der Schweiz und den USA arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter an der Entwicklung neuer Prozesse und Anlagen, um die Technologieführerschaft von ANDRITZ weiter auszubauen.
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten der Geschäftsbereiche im Detail:
Ein Teil der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Geschäftsbereichs HYDRO konzentrierte sich auf die hydraulische Entwicklung bei Niederdruck-Francis-Turbinen. Mithilfe intensiver CFD-Entwicklung (CFD: Computational Fluid Dynamics) und Modellversuchen wurde eine neue Hydraulik für die Anlage Bemposta (Höhe: 63,3 m, Leistung: 193 MW), Portugal, entwickelt.
Im Bereich der Hochdruck-Francis-Turbinen wurde für das Projekt Karcham Wangtoo (Höhe: 300 m, Leistung: 255 MW), Indien, eine neue Hydraulik entwickelt, um eine vollständige Beschichtung der Schaufelkanäle zum Schutz vor Sandabrasion zu ermöglichen. Wegen des hohen Sandgehalts im Wasser dieser Anlage würden unbeschichtete Laufräder aus rostfreiem Stahl innerhalb kürzester Zeit stark abradiert werden – mithilfe der neuen Beschichtung kann die Lebensdauer eines Laufrads deutlich erhöht werden.
Ein Schwerpunkt der Generatorenentwicklung war im Berichtsjahr 2008 die Optimierung von Vertikal-Generatoren; für Generatoren mit relativ kleiner Leistung wurde die Entwicklung eines parametrierten Designsystems begonnen, um die dafür notwendigen Optimierungen durchführen zu können.
Ebenfalls mit dem Ziel der Optimierung wurde für einen spezifischen Generatoren-Typ ein Konzept zur elastischen Ankoppelung der Blechkette am Rotor erstellt, wodurch wesentliche Kosteneinsparungen möglich sind.
Basierend auf einem umfassenden Wertanalyseprojekt für Turbogeneratoren wurde 2008 ein weiterer Prototyp der neuen Serie erfolgreich getestet. Umfassende Echtzeit-Aufzeichnungen von ca. 1.100 Mess-Stellen ermöglichten eine genaue Kalibrierung der Finiten-Elemente- und CFD-Modelle. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse konnten für einen weiteren Prototypen dieser neuen Turbogenerator-Serie bereits implementiert werden.
Wie für Axialventilatoren in Hydrogeneratoren wurden auch für Radialventilatoren parametrisierte CFD-Modelle entwickelt, die eine relativ schnelle und zuverlässige Kennlinienberechnung ermöglichen. Umfangreiche CFD-Analysen zur Frischölzufuhr bei Lagern führten zu Effizienzsteigerungen. Ein Design für federunterstützte Lager für große Generatoren erweiterte das Spektrum möglicher Konstruktionen.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten betraf die Automation für Wasserkraftwerke. Nach Optimierungen von 250 SCALA, dem führenden SCADA-System für Steuerwarten, Bedienstationen und Kleinstdisplays, wurde 2008 ein umfangreiches Entwicklungsvorhaben im obersten Leistungsbereich in Angriff genommen. Ziel ist eine umfassende system- und sicherheitstechnische Lösung für zentrale Leitwarten von Kraftwerks-Gruppen und -Kaskaden. Darüber hinaus erfolgt eine hydroenergetische Gesamtoptimierung von Wasserkraftwerks-Kaskaden auf Basis mathematischer Modelle. Diese Automatisierungsentwicklungen sind notwendig geworden, weil durch die Liberalisierung des Energiemarkts und durch Fusionen von Energieerzeugungsunternehmen immer mehr räumlich weit verteilte Wasserkraftwerksparks mit einer Vielzahl einzelner Kraftwerke entstehen.
Ein Schwerpunkt der Forschung und Entwicklung bei Großpumpen lag im Berichtszeitraum in der hydraulischen Weiterentwicklung von bestehenden hydraulischen Designs von Laufrädern und Leitapparaten. Dadurch konnten signifikante Verbesserungen des Wirkungsgrads und Kavitationsverhaltens erzielt
werden. Weiters wurde ein Entwicklungsprojekt für eine Betonspiralpumpe mit hoher spezifischer Drehzahl für große Fördermengen gestartet und erfolgreich abgeschlossen. Im Bereich Kreiselpumpen lag der Entwicklungsschwerpunkt bei der Verbesserung der Wirkungsgrade der bestehenden Produktserien, um die Energiekosten bei den Endverbrauchern weiter senken zu können.
Der Geschäftsbereich PULP & PAPER fokussiert seine Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowohl auf Neuanlagen als auch Anlagen, die bereits in Betrieb sind. Schwerpunkte sind die Optimierung des Energie- und Rohmaterial-Einsatzes sowie des Abfall-Managements unter Berücksichtigung der Gesamtanlage, die Verbesserung bestehender Produkte mit Hinblick auf höhere Energieeffizienz und Zuverlässigkeit sowie die Entwicklung neuer Produkte, die auf eine weitere Maximierung der Produktionsleistung bei gleichzeitiger Senkung der Investitions- und Betriebskosten abzielen.
ANDRITZ-Technologien, die den Trend zur Nachhaltigkeit unterstützen, verringern den Verbrauch von Energie, Chemikalien, Wasser und Fasern deutlich. Beispiele dafür sind die Entwicklung neuer Systeme, die sowohl Holz- als auch Plantagen-Fasern noch effizienter verarbeiten, und Technologien, mit denen die Energieeffizienz maximiert wird. Auch die möglichst effektive Nutzung von Biomasse als Energiequelle bildet einen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit. Für sämtliche Prozesse der Zellstoff- und Papier-Herstellung werden Steuerungssysteme weiterentwickelt und getestet.
Angesichts der weltweiten Bestrebungen zum Schutz der Umwelt und einer noch stärkeren Nutzung erneuerbarer Ressourcen bildet die Weiterentwicklung bestehender Holzplatz-Systeme für Transport, Aufbereitung und effiziente Verarbeitung von Biomasse einen Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit der Division Holzplatztechnik.
Die technologischen Entwicklungsarbeiten der Division Faserlinie konzentrieren sich auf die Senkung der Investitionskosten pro produzierter Tonne Zellstoff. Erreicht wird dies durch Prozess-Vereinfachung, Steigerung der Leistung pro Einheit,
Standardisierung und Modularisierung. Faserlinien mit einer Kapazität von 5.000 Tagestonnen in einer Linie können bereits angeboten werden. Der Chemikalienbedarf für Kocherei und Bleiche wurde reduziert, wodurch sich die Umweltverträglichkeit dieser Anlagen weiter verbessert hat; ebenso wurde der Frischwasserverbrauch verringert. Prozess-Vereinfachungen und verbesserte Wirkungsgrade der Anlagen wirken sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus.
Die Division Chemikalienrückgewinnung konzentriert sich bei der Weiterentwicklung ihrer Technologien auf die Förderung ökologischer Nachhaltigkeit und die Kapazitätssteigerung in Zellstoff-Fabriken. Ein neuer Drehrohrofen mit einer Kapazität von mehr als 1.000 Tagestonnen wurde in Betrieb gesetzt. Die Kunden stehen dem Einsatz von Zentrifugen zur Entwässerung und Wäsche von Grünlaugen-Rückständen zunehmend positiv gegenüber; dadurch müssen weniger Rückstände deponiert werden. Die neue Lime Flash™-Technologie für Drehrohröfen ermöglicht eine deutliche Steigerung des Durchsatzes bestehender LMD-Drehrohröfen.
Steigende Energiekosten haben für die Division Laugenrückgewinnung zu einem Anstieg der Nachfrage nach modernen, mit Biomasse beheizten Kraftkesseln geführt, die sich für die Verfeuerung von Rinde, Holzabfällen und schnell wachsenden, kleinen Bäumen eignen. Die erste nach der Carbona-Technologie arbeitende Biomasse-Gasifizierungsanlage zur Herstellung von Heizgas läuft erfolgreich in Dänemark; Carbona, ein Tochterunternehmen von ANDRITZ, ist Spezialist für Gasifizierungssysteme. Gasifizierungslösungen zur Produktion von Gas als Ersatzbrennstoff für Öl oder Erdgas in Drehrohröfen sind bereits marktreif. Die Entwicklungsarbeiten an unter Druck arbeitenden Gasifizierungsanlagen zur Erzeugung flüssiger Biokraftstoffe schreiten voran. Weitere Entwicklungsprojekte im Gasifizierungsbereich betreffen die Verbesserung der Dampfparameter in Rückgewinnungskesseln und integrierte Kombi-Gasifizierungsanlagen zur Erzielung eines besseren elektrischen Wirkungsgrads. Mit Rückgewinnungskesseln des Typs HERB (HERB: High Energy Recovery Boiler) können Zellstoff-Fabriken die Stromproduktion aus Schwarzlauge maximieren. Mit zunehmender Kreislaufschließung in den Zellstoff-Fabriken zur Reduzierung von Emissionen und
Steigerung der Stromproduktion gewinnt die Chlorid-Abscheidung an Bedeutung. Das von ANDRITZ PULP & PAPER entwickelte Chlorid-Abscheideverfahren stellt eine kostengünstige Alternative zum Flugasche-Rekristallisationsverfahren dar. Beim Eindampfprozess konzentrieren sich die technologischen Entwicklungsarbeiten weiterhin auf hocheffiziente Anlagen, die wenig oder gar kein Abwasser produzieren. Mit diesen umweltfreundlichen Eindampfern und zugehörigen Technologien werden Energieverbrauch und Rohstoffverluste reduziert.
Hauptziel der Division Zellstoff-Trocknungssysteme ist die Erhöhung der Produktionskapazität einer einzelnen Trocknungslinie auf 600 Tagestonnen pro Meter Arbeitsbreite, um die steigenden Anforderungen der Zellstoff-Fabriken – es wird eine Jahresproduktion von 1,5 Millionen Tonnen oder mehr in einer Linie angestrebt – auch zukünftig abdecken zu können. Dies erfordert neue Formationsund Press-Konzepte, verbesserten Wärmeübergang im Schwebebahntrockner und Betriebsgeschwindigkeiten von mehr als 300 m/min bei Querschneider und Formatableger. Bei den Verpackungslinien liegt der Schwerpunkt auf der Steigerung der Produktionsleistung und Verfügbarkeit.
Ein neues Produkt der Tissue-Gruppe der Division Papier-Maschinen ist der Kreppzylinder aus geschweißtem Stahl (PrimeDry Steel), der höhere Leistung sowie bessere Betriebssicherheit als konventionelle Zylinder aus Guss-Eisen bietet. Die Produktgruppe Lufttechnik befasst sich insbesondere mit der Entwicklung energieeffizienter Ausrüstungen. Mit der neuen Wärmerückgewinnungsstufe für die Abluft aus Yankee-Trockenhauben (ReEvaporation) wird Kondensat in einem Wärmetauscher unter Verwendung von Abluft verdampft. So können bis zu 25% Primärdampf eingespart werden.
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit der Division Faserstoffaufbereitung konzentrierte sich auf die Optimierung der neuen Systeme zur Niedrigkonsistenz-Auflösung in der Altpapier-Aufbereitung. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Steigerung der Systemleistung und Verringerung des Energieverbrauchs geleistet.
Die Entwicklungstätigkeit der Division Refiner-Systeme betrifft "neue" Faserarten wie Eukalyptus, Akazie, Birke, Ahorn und auch Einjahrespflanzen (Bagasse, Schilf, Kenaf) zur Erzeugung von Holzstoff. Dadurch wird eine nachhaltige Entwicklung in Ländern mit verschiedenen Holzarten oder geringen Holzbeständen gefördert. Die Entwicklungsarbeiten zur weiteren Reduzierung der Abwässer aus Anlagen zur Erzeugung mechanischer Faserstoffe und Faserplatten werden fortgesetzt. Ziel ist die Entwicklung von abwasserarmen Anlagen und Systemen zur Chemikalienrückgewinnung, um die Belastung des Abwassers so weit wie möglich zu reduzieren. Die Minimierung des Energieverbrauchs bleibt weiterhin der Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit für die MDF-Plattenerzeugung. Zusätzlich laufen Forschungsarbeiten zum Einsatz von Einjahrespflanzen anstelle von Holzhackschnitzeln und Holzabfällen zur Produktion hochwertiger Fasern.
Zentrales Thema der Entwicklungsarbeiten in der Division Papier-Veredelung waren Schuhwalzen für Anwendungen in der Zellstoff-, Papier- und Tissue-Produktion. Eine speziell für die Tissue-Erzeugung neu entwickelte Schuhwalze, die kleinste und schnellste auf dem Markt, wurde erfolgreich eingebaut und in Betrieb gesetzt. Die für die Kalander-Technologie durchgeführte Wertanalyse wurde abgeschlossen. Durch Modulbauweise wurden Kosten und Lieferzeit reduziert. Die Funktionalität hat sich gegenüber konventionellen Maschinen nicht verändert. Die neu entwickelte PrimeFeeder-Technologie sorgt für stabilere Bahneinführung und verkürzt nach einem Bahnabriss die Zeit bis zur Wiederherstellung der vollen Produktionsleistung.
Im Bereich Automation wurde ein neuer optischer Sensor (SpectraVision™) zur kontinuierlichen Messung der Fasereigenschaften eingeführt. Dieser Sensor ist wesentlich wartungsärmer und braucht nicht so häufig nachgeeicht zu werden wie andere vergleichbare Produkte. Für alle Prozessbereiche der Zellstoff- und Papier-Erzeugung wurden Advanced Process Control-Systeme für einen voll automatisierten Anlagenbetrieb entwickelt. Die Systeme basieren auf dem BrainWave®-Regler und dem Know-how der ANDRITZ-Technologen, das in der ACE™-Softwareplattform (ACE: Advanced Control Expert) gebündelt ist. Der IDEAS-Simulator für Schulungen wurde durch die neue Instructor™-Software ergänzt. Damit wird der Lern-Fortschritt
des Bedienpersonals überwacht und ein Zertifizierungsverfahren für die Teilnehmer geschaffen.
Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit des Geschäftsbereichs METALS konzentrierte sich im Berichtsjahr auf neue Beschichtungstechnologien unter Anwendung elektrogalvanischer Verfahren und des CVD-Verfahrens (CVD: Chemical Vapor Deposition). Beide Prozesse konnten im Pilotmaßstab erfolgreich demonstriert werden.
Im Bereich Glüh- und Beiz-Linien für Edelstahlband wurde erstmalig ein neuer, patentierter Prozess realisiert, bei dem die überschüssige Wärme der Abgase des Glühofens in der katalytischen Entstickung (DeNOx) der Mischsäurebeize verwendet wird. Die beiden wesentlichen Vorteile des Prozesses sind eine drastische Reduzierung des Energieverbrauchs für den DeNOx-Prozess und die Reduzierung des Gehalts an Stickoxid im Abgas des Glühofens.
Bei der Verarbeitung von verzinktem Stahl in der Automobil-Industrie fallen jährlich weltweit mehr als 25 Millionen Tonnen Schrott an. Der Geschäftsbereich entwickelte ein Verfahren, welches das Zink aus dem Schrott zurückgewinnt. Der zinkfreie Schrott ist ein hochwertiges Produkt für die Gießerei-Industrie. Mit diesem Verfahren werden Rohstoffe eingespart und damit die Umwelt entlastet.
Für kontinuierliche Bandbehandlungsanlagen mit Inline-Walzgerüsten wurde ein Hochdruck-Vakuum-Bandreinigungssystem entwickelt, das sich im Vergleich zum konventionellen Design durch eine sehr kompakte und kostengünstige Bauweise auszeichnet. Weiters ist dieses System durch die Vermeidung von Chemikalien sehr umweltfreundlich.
In der Division Separation Technologies des Geschäftsbereichs ENVIRONMENT & PROCESS wurden die Programme zur Verbesserung der Leistung und/oder Reduzierung der Herstellungskosten von Zentrifugen intensiv weiter bearbeitet; zahlreiche neue Produkte mit verbessertem Preis-Leistungs-Verhältnis wurden erfolgreich am Markt eingeführt. Dadurch ist es ANDRITZ gelungen, auch in stark
umkämpften Märkten die Marktanteile zu steigern. Großversuche zur Steigerung des Durchsatzes und Trockengehalts bei Zentrifugen zeigten vielversprechende Ergebnisse. Erfolgreiche Anwendungsversuche erweitern kontinuierlich den Einsatzbereich von ANDRITZ-Zentrifugen im Lebensmittelbereich. Für den Einsatz in der Bergbau-Industrie wurde eine schnell öffnende Filterpresse entwickelt und zum Patent angemeldet; nach erfolgreichen Dauerversuchen konnten bereits zwei Anlagen an Kunden in Südamerika und Europa verkauft werden.
Die Division Thermische Verfahren setzte die Entwicklungsarbeiten für ein zuverlässiges und umweltfreundliches System zur Reduktion von Geruchs- und TOC-Werten (TOC: Total Organic Carbon) von Schlammtrocknungsanlagen fort. Tests ausgewählter Technologien im Pilotmaßstab sind für Anfang 2009 geplant, um praktische Erkenntnisse über die Effizienz dieser Verfahren zu erhalten. Die 2007 begonnenen Entwicklungsarbeiten im Bereich Biomasse-Trocknung haben sehr rasch zum Erfolg geführt. Die neue Bandtrockner-Generation für Biomasse wurde im Berichtsjahr bereits in zwei Aufträgen umgesetzt. Ein weiteres Entwicklungsprogramm konzentriert sich auf die Wertsteigerung von Biomasse-Brennstoffen durch thermische Vorbehandlung (Torrefikation). Durch diese Behandlung soll die Biomasse höhere Energiedichte erhalten und unempfindlich gegen Feuchte gemacht werden. Die durch Torrefikation gewonnenen Pellets sind ein idealer Zusatzbrennstoff für Kraftwerke mit Kohlestaubfeuerungen. Die österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) hat für dieses Projekt Fördermittel genehmigt, die nun innerhalb eines Konsortiums, dem ANDRITZ angehört, für Forschung, Entwicklung und Pilotversuche eingesetzt werden. Die ANDRITZ-Entwicklungsschwerpunkte der Division Thermische Verfahren liegen dabei in der Biomassetrocknung, jene des Geschäftsbereichs FEED & BIOFUEL in der Mahlung und Pelletierung der torrefizierten Biomassefraktion nach dem Reaktor. Um der Nachfrage nach noch energieeffizienteren Trocknungssystemen nachzukommen, wurde eine Trocknungsanlage konzipiert, die aufgrund der energetischen Kopplung zweier ANDRITZ-Trocknungstechnologien einen besonders niedrigen thermischen Energieverbrauch aufweist. Die DoubleDry-Technologie besteht aus einem Fließbett-Trockner und einem Bandtrockner, die parallel mit Schlamm beschickt werden und Trockengranulat produzieren. Der große
energetische Vorteil besteht in der Nutzung der Restwärme aus dem Fließbett-Trockner für die Bandtrocknung, d. h. die eingesetzte Primärenergie wird durch zweistufige Ausnutzung des Wärmeinhalts maximal umgesetzt.
Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL hat für seine Anlagen eine neue Generation von Prozess-Steuerungen entwickelt, die zusätzlich zur Automatisierung auch die Rückverfolgbarkeit von Prozessen und Rohmaterialbestandteilen ermöglicht.
Für die Haustierfutter- und Fischfutter-Industrie wurde eine Lösung zur Kapazitätssteigerung mittelgroßer Extruder von 6 auf 10 t/h entwickelt und erfolgreich auf dem Markt eingeführt.
Der Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL beteiligt sich, ebenso wie der Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS, an dem Entwicklungsprogramm zur Wertsteigerung von Biomasse-Brennstoffen durch thermische Vorbehandlung (Torrefikation).
Ausblick
Die globale Finanzkrise hat zu einer spürbaren Verlangsamung der Weltwirtschaft geführt und betrifft sämtliche Bereiche und Branchen der Realwirtschaft. Angesichts der jüngsten Entwicklungen und der veröffentlichten Wirtschaftsdaten wird diese Wirtschaftskrise nach Meinung der Wirtschaftsexperten bis weit in das Jahr 2009 oder sogar noch ins Jahr 2010 anhalten.
Im Geschäftsbereich HYDRO wird für 2009 trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine unverändert gute Entwicklung der Projekttätigkeit erwartet. Viele Regierungen bzw. staatsnahe Organisationen setzen Investitionsprogramme im Bereich Infrastruktur und Energiewirtschaft um, um den Auswirkungen der globalen Wirtschaftsschwäche entgegenzuwirken. Die Investitionstätigkeit in Europa und Nordamerika wird sich weiter auf Modernisierung, Rehabilitation und Kapazitätssteigerung bestehender Anlagen konzentrieren. Durch das hohe durchschnittliche Alter der in diesen Regionen installierten Basis besteht
hoher Bedarf an Ersatzinvestitionen. Die Projekttätigkeit bei Kleinwasserkraftwerken sowie bei Pumpspeicherkraftwerken zur Sicherung der Netzstabilität sollte ebenfalls auf hohem Niveau bleiben.
In Südamerika und Asien befindet sich eine große Anzahl von neuen Wasserkraftwerksprojekten in der Entwicklungs- oder Realisierungsphase. Die wesentlichen Gründe dafür sind das rasche Wirtschaftswachstum dieser Regionen und die zunehmende Nutzung erneuerbarer Energiequellen, um die steigende Nachfrage nach Strom abzudecken und das Weltklima zu schützen.
Im Geschäftsbereich PULP & PAPER wird für 2009 mit einer Fortsetzung der geringen Projektaktivität gerechnet, vor allem wegen der deutlich gesunkenen Zellstoff-Preise, Kapazitätsreduktionen in Zellstoff- und Papier-Fabriken in den USA und in Europa sowie aufgrund der Auswirkungen der internationalen Finanzkrise, die teilweise die Finanzierung von Projekten erschwert. Die Anzahl angekündigter Projekte für den Bau neuer Zellstoff-Fabriken – meist basierend auf bereits bestehenden Plantagen – und die Modernisierung bestehender Fabriken ist zwar solide, dennoch sind wegen der Finanz- und Wirtschaftskrise Verzögerungen sowohl bei der Auftragsvergabe als auch bei der Abwicklung von zuletzt vergebenen Aufträgen zu erwarten. Damit ist es möglich, dass der Auftragseingang des Geschäftsbereichs im Jahr 2009 unter das Niveau des Jahres 2008 sinken wird.
Im Geschäftsbereich METALS wird 2009 sowohl für Kohlenstoffstahl- als auch für Edelstahl-Ausrüstungen mit einer im Vergleich zum außerordentlich hohen Niveau der Vorjahre niedrigeren Investitionstätigkeit gerechnet. Vor allem in China ist mit einem deutlichen Investitionsrückgang zu rechnen.
Im Geschäftsbereich ENVIRONMENT & PROCESS sollte sich die Projekttätigkeit bei Schlammentwässerungsanlagen trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zufriedenstellend entwickeln. Auch bei industriellen Anwendungen – etwa in den Bereichen Petrochemie, Lebensmittel und Landwirtschaft – wird eine solide Investitionstätigkeit erwartet. Im Gegensatz dazu wird die Projektaktivität bei
Schlammtrocknungsanlagen für Kommunen weiterhin auf einem niedrigen Niveau verharren.
Im Geschäftsbereich FEED & BIOFUEL sollte sich der Bereich Tierfutter weiter zufriedenstellend entwickeln; gute Projektaktivität wird in Osteuropa, Russland sowie Zentral- und Südamerika erwartet. Auch in den Bereichen Fisch- und Haustierfuttererzeugung ist mit einer soliden Entwicklung der Projektaktivität zu rechnen. Die Investitionstätigkeit bei Holzpelletieranlagen sollte ebenso auf einem zufriedenstellenden Niveau bleiben.
Aufgrund des gegenwärtigen schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und der anhaltenden Unsicherheit, wie lange diese Finanz- und Wirtschaftskrise noch andauern wird, ist eine zuverlässige Prognose hinsichtlich der Auswirkungen auf das Geschäft der ANDRITZ-GRUPPE – vor allem in Bezug auf die Entwicklung des Auftragseingangs – sehr schwer möglich. Der Geschäftsbereich HYDRO sollte – wie auch die beiden anderen ANDRITZ-Geschäftsbereiche ENVIRONMENT & PROCESS sowie FEED & BIOFUEL – von der allgemeinen Wirtschaftslage vermutlich weniger betroffen sein und damit die negativen Auswirkungen von wahrscheinlichen Rückgängen beim Auftragseingang in den Bereichen PULP & PAPER sowie METALS doch mildern helfen.
Auf Basis dieser Rahmenbedingungen sowie der erwarteten Entwicklung der Projektaktivität in den einzelnen Geschäftsbereichen erwartet die ANDRITZ-GRUPPE für das Geschäftsjahr 2009 aus heutiger Sicht einen Rückgang des Umsatzes von ca. 15% sowie eine Verringerung des Konzernergebnisses im Vergleich zu 2008. Sollte sich die globale Finanz- und Wirtschaftskrise 2009 weiter verschärfen bzw. auch im Jahr 2010 weiter andauern, so sind mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Umstrukturierungsaufwendungen notwendig, die die Ergebnisentwicklung 2009 beeinflussen werden.
Wichtige Ereignisse nach dem 31. Dezember 2008
Die globale Wirtschafts- und Finanzkrise hat in der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Veröffentlichung dieses Berichts unverändert angedauert. Dieses negative makroökonomische Umfeld könnte sich zukünftig möglicherweise negativ auf die Geschäftsentwicklung der ANDRITZ-GRUPPE auswirken.
Disclaimer:
Bestimmte Aussagen in diesem Bericht sind "zukunftsgerichtete Aussagen". Diese Aussagen, welche die Worte "glauben", "beabsichtigen", "erwarten" und Begriffe ähnlicher Bedeutung enthalten, spiegeln die Ansichten und Erwartungen der Geschäftsleitung wider und unterliegen Risiken und Unsicherheiten, welche die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich beeinträchtigen können. Der Leser sollte daher nicht unangemessen auf diese zukunftsgerichteten Aussagen vertrauen. Die Gesellschaft ist nicht verpflichtet, das Ergebnis allfälliger Berichtigungen der hierin enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, außer dies ist nach anwendbarem Recht erforderlich.
| 31.122007 TEUR |
31.12,2007 TEUR |
|||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Software, Lizenzen und andere Rechte immaterielle Vermögensgegenstände Anlagevermögen |
Grundkapital Eigenkapital d |
104,000,000.00 | 104,000 | |||||
| Firmenwert $\frac{1}{2}$ |
1,209,592.58 56,314,804.82 |
57,524,397,40 | 67,578 67,578 ŧ |
gebundene Kapitalrücklagen Ξ |
39,631,373,23 | 39,631 | ||
| Grundstücke und Bauten Sachanlagen $\overline{\phantom{a}}$ Ξ |
14,285,185.75 | 13,866 | gesetzliche Gewinnrücklage È |
5,338,626.77 | 5,339 | |||
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung technische Anlagen und Maschinen $\sigma^2$ $\overline{a}$ |
429,810,30 210,230.87 |
IV. Rücklage für eigene Anteile | 14,514,815.84 | 28,058 | ||||
| geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 4 |
,895,981.66 | 16,821,208.58 | 1.052 14,918 |
Bilanzgewinn ś |
144,980,739,99 | 117,710 | ||
| Finanzanlagen ë |
davon Gewinnvortrag 66,623,609,71 (Vorjahr TEUR 105,642) | 308,465,555,83 | 294,738 | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen Wertpapiere des Anlagevermögens sonstige Ausleihungen Beteiligungen $\frac{1}{2}$ $\frac{1}{4}$ $\overrightarrow{N}$ |
736,216,552.55 102,991.00 1,196,160.00 11,136,000.00 |
748,651,703.55 | 822,997,309.53 | 661,024 100 1,410 12,000 674,534 757,030 |
Rückstellungen für Abfertigungen Rückstellungen für Pensionen Steuerrückstellungen Rückstellungen ÷ $\vec{r}$ Ιń, يت αĬ |
7,694,505.08 36,526,541.00 6,105,968.37 |
38,575 4,894 343 |
|
| Umlaufvermögen Vorräle |
sonstige Rückstellungen | 137,383,920.89 | 187,710,935,34 | 134,463 176,275 |
||||
| 737,383,996,35 noch nicht abrechenbare Leistungen fertige Erzeugnisse und Waren 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe $\mathbf{2}$ $\frac{1}{\sqrt{2}}$ |
2,619,338.06 18,701,236.85 |
8,768 12,959 831,113 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten Anleihen $\sim$ $\sigma$ ö |
350,000,000.00 11,339,200.00 |
300,000 1,218 |
|||
| (575, 183, 289, 76) 9,071,832.39 mit erhaltenen Anzahlungen verrechnet geleistete Anzahlungen 4. |
162,200,706.59 | 610,026) 9,523 221,087 |
(578, 503, 021, 25) 772,109,313.82 erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen mit Vorräten verrechneter Anteil |
614,196) 799,504 |
||||
| (3,319,731.49) mit erhaltenen Anzahlungen verrechnel |
5,752,100.90 | 189,273,382.40 | (4.170) 5,353 248.167 |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4. ió. |
35,828,833.26 193,606,292,57 |
185,308 58,656 |
||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen $\equiv$ |
24,229,939,18 | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen sonslige Verbindlichkeiten Unternehmen ωĪ |
190,708,992.40 16,711,595 22 |
175,545 15,823 |
||||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände $\vec{N}$ $\vec{m}$ |
52,453,553.51 46,935,152,21 |
123,618,644,90 | 24,910 27,746 42,498 95,154 |
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 2.173.597,68 (Vorjahr TEUR 2.185) davon aus Steuern 327,567,69 (Vorjahr TEUR 174) |
||||
| III. Wertpapiere und Anteile | 798,194,913.45 | 736,550 | ||||||
| sonstige Wertpapiere und Anteile 1. eigene Anteile $\overline{2}$ |
99,240,672.06 14,514,815.84 |
28,058 34,822 |
Rechnungsabgrenzungsposten $\vec{a}$ |
1,938,858,00 | 2,370 | |||
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 113,755,487.90 45,156,368.97 |
471,803,884.17 | 62,880 46,285 452,486 |
|||||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1,509,068.92 | 417 | ||||||
| 1,296,310,262.62 | 1,209,933 | 1,296,310,262,62 | 1,209,933 | |||||
| Eugeneinschungleinglichkung |
| 2007 TEUR |
||||
|---|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse 2. Bestandsveränderungen |
765,602,539.63 | 455,231 | ||
| a) Veränderung des Bestands an fertigen | ||||
| Erzeugnissen sowie an noch nicht abrechenbaren Leistungen | (44,348,012.01) | 188,504 | ||
| b) Veränderungen der Auftragsrückstellungen | (46, 692, 048.55) | (91,040,060.56) | 1,685 190,189 |
|
| З. | andere aktivierte Eigenleistungen | 186,244.11 | 206 | |
| 4. sonstige betriebliche Erträge | ||||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen |
||||
| b) übrige | 45,000.00 36,446,026.86 |
17,629 | ||
| 36,491,026.86 | 17,629 | |||
| 5. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene | ||||
| Herstellungsleistungen a) Materialaufwand |
(366, 728, 633.82) | (389, 152) | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | (34,014,626.19) | (30, 228) | ||
| (400, 743, 260.01) | (419, 380) | |||
| 6. Personalaufwand a) Löhne |
||||
| b) Gehälter | (21, 113, 620.55) (87, 438, 572.71) |
(20, 314) (73,085) |
||
| c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an | ||||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | (2,473,730.79) | (5,615) | ||
| d) Aufwendungen für Altersversorgung Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben e) |
(2,696,088.70) | (1, 972) | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | (23, 351, 472.24) | (21, 483) | ||
| sonstige Sozialaufwendungen f) |
(265, 612.88) | (252) | ||
| (137, 339, 097.87) | (122, 721) | |||
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
(14, 623, 288.53) | (14, 624) | ||
| 8. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| Steuern, soweit sie nicht unter Z 18 fallen a) |
(758, 522.32) | (271) | ||
| übrige b) |
(128, 549, 791.76) | (129,308,314.08) | (124, 626) (124, 897) |
|
| 9. Zwischensumme aus Z 1 bis 8 (Betriebserfolg) | 29,225,789.55 | (18, 367) | ||
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 74,886,733.38 | 51,442 | ||
| davon aus verbundenen Unternehmen 74.886.685,69 (Vorjahr TEUR 51.442) | ||||
| 11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen | ||||
| des Finanzanlagevermögens | 115,700.00 | 1,758 | ||
| 12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge davon aus verbundenen Unternehmen 1.337.338,49 (Vorjahr TEUR 1.010) |
11,258,352.42 | 9,140 | ||
| 13. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen | ||||
| und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 52,105.47 | 10,208 | ||
| 14. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens davon aus Abschreibungen -23.617.863,42 (Vorjahr TEUR -3.846) |
(23,617,863.42) | (4,011) | ||
| davon Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen -11.481.179,15 (Vorjahr TEUR -3.656) | ||||
| 15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (25,660,599.80) | (18, 911) | ||
| davon betreffend verbundene Unternehmen -672.901,14 (Vorjahr TEUR -259) | ||||
| 16. Zwischensumme aus Z 10 bis 15 (Finanzerfolg) | 37,034,428.05 | 49,626 | ||
| 17. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 66,260,217.60 | 31,259 | ||
| 18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag davon Weiterbelastung vom Gruppenträger 14.748.789.13 (Vorjahr TEUR 578) |
(1,446,129.71) | 596 | ||
| 19. Jahresüberschuss | 64,814,087.89 | 31,855 | ||
| 20. Auflösung Rücklage für eigene Anteile | 13,543,042.39 | |||
| 21. Zuweisung Rücklage für eigene Anteile | (19, 787) | |||
| 22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 66,623,609.71 | 105,642 | ||
| 23. Bilanzgewinn | 144,980,739.99 | 117,710 |
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008
ANHANG
I. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln, aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet.
Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Für Zugänge werden ab dem Folgemonat der Anschaffung monatlich Abschreibungen vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Für die Abschreibung des Firmenwertes wird eine Nutzungsdauer von 14 Jahren zugrundegelegt, die Nachhaltigkeit ist durch die Marktpositionierung und die Zukunftsperspektiven der Andritz AG gegeben. Die Sätze der Normalabschreibungen entsprechen den unternehmensrechtlichen Vorschriften. Sie betragen für das übrige immaterielle Anlagevermögen zwischen 20 % und 25 %, für Gebäude und sonstige Baulichkeiten zwischen 2 % und 14,29 %, für technische Anlagen und Maschinen, andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen 10 % und 33,3 %.
Beteiligungen werden mit den Anschaffungskosten oder im Falle einer dauernden Wertminderung mit den niedrigeren Ertragswerten bewertet. Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.
Die Vorräte und Forderungen werden unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.
Aufträge werden mit ihren Herstellungskosten abzüglich allfälliger Vorsorgen für drohende Verluste bewertet. Gewinnrealisierungen erfolgen bei Endabrechnung der Kundenaufträge, für das Gewährleistungsrisiko werden Einzelvorsorgen gebildet.
Der Bilanzansatz der noch nicht abrechenbaren Leistungen wird mit erhaltenen Anzahlungen, soweit diese bereits angearbeitete Aufträge betreffen, offen saldiert.
Wertpapiere und eigene Anteile werden zu den Anschaffungskosten oder den niedrigeren Kurswerten bewertet.
Die Verpflichtungen aus vertraglichen Pensionszusagen und laufenden Pensionen, aus Abfertigungen sowie die kollektivvertraglichen Jubiläumsgelder sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen passiviert, wobei die Bewertungsvorschriften von IAS 19 angewandt wurden. Die Rückstellungen berücksichtigen die nach den Grundsätzen kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und Verpflichtungen.
Anleihen werden mit ihren Rückzahlungsbeträgen ausgewiesen.
Fremdwährungsforderungen werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung maßgeblichen, höheren Stichtagskurs bewertet.
Die Ansätze für die Vermögenswerte und Schulden entsprechen im Übrigen den bereits in den Vorjahren angewandten Grundsätzen.
II. Erläuterungen zur Bilanz
AKTIVA
Anlagevermögen
Entwicklung der Anschaffungskosten
(Beträge in EUR)
| Stand am | Zugänge | Umbuchung | Abgänge | Stand am | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2008 | 31.12.2008 | |||||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Software, Lizenzen und andere Rechte | 0,00 | 1.211.116,75 | 0,00 | 0,00 | 1.211.116,75 | |
| 2. Firmenwert | 168.193.550,34 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 168.193.550,34 | |
| 168.193.550,34 | 1.211.116,75 | 0,00 | 0,00 | 169.404.667,09 | ||
| II. | Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 42.028.044,84 | 297.928,15 | 1.028.250,00 | 0,00 | 43.354.222,99 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 431.294,11 | 0,00 | 0,00 | 431.294,11 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts | ||||||
| ausstattung*) | 0,00 | 2.660.373,27 | 0,00 | 2.446.548,36 | 213.824,91 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 1.051.643,00 | 1.885.447,66 | -1.028.250,00 | 12.859,00 | 1.895.981,66 | |
| 43.079.687,84 | 5.275.043,19 | 0,00 | 2.459.407,36 | 45.895.323,67 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 680.015.255,65 | 86.673.240,62 | 0,00 | 0,00 | 766.688.496,27 | |
| 2. Beteiligungen | 150.129,37 | 2.975,00 | 0,00 | 50.113,37 | 102.991,00 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 1.584.190,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.584.190,00 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 12.000.000,00 | 0,00 | 0,00 | 864.000,00 | 11.136.000,00 | |
| 693.749.575,02 | 86.676.215,62 | 0,00 | 914.113,37 | 779.511.677,27 | ||
| Summe | 905.022.813,20 | 93.162.375,56 | 0,00 | 3.373.520,73 | 994.811.668,03 |
*) Im Zugang und Abgang sind geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2.446.548,36 EUR enthalten.
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
(Beträge in EUR)
| Stand am | Jahres- | Abgänge | Stand am | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2008 | abschreibung | 31.12.2008 | |||
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Software, Lizenzen und andere Rechte | 0,00 | 1.524,17 | 0,00 | 1.524,17 | |
| 2. Firmenwert | 100.615.784,56 | 11.262.960,96 | 0,00 | 111.878.745,52 | |
| 100.615.784,56 | 11.264.485,13 | 0,00 | 111.880.269,69 | ||
| II. | Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke und Bauten | 28.161.860,05 | 907.177,19 | 0,00 | 29.069.037,24 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 0,00 | 1.483,81 | 0,00 | 1.483,81 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts | |||||
| ausstattung*) | 0,00 | 2.450.142,40 | 2.446.548,36 | 3.594,04 | |
| 28.161.860,05 | 3.358.803,40 | 2.446.548,36 | 29.074.115,09 | ||
| III. | Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 18.990.764,57 | 11.481.179,15 | 0,00 | 30.471.943,72 | |
| 2. Beteiligungen | 50.113,30 | 0,00 | 50.113,30 | 0,00 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens | 174.430,00 | 213.600,00 | 0,00 | 388.030,00 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 19.215.307,87 | 11.694.779,15 | 50.113,30 | 30.859.973,72 | ||
| Summe | 147.992.952,48 | 26.318.067,68 | 2.496.661,66 | 171.814.358,50 |
*) In der Jahresabschreibung und in den Abgängen sind geringwertige Wirtschaftsgüter in Höhe von 2.446.548,36 EUR enthalten.
Buchwerte zum 31.12.2008
(Beträge in EUR)
| Anschaffungs- werte |
kumulierte Abschreibungen |
Buchwerte | ||
|---|---|---|---|---|
| I. | Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Software, Lizenzen und andere Rechte |
1.211.116,75 | 1.524,17 | 1.209.592,58 | |
| 2. Firmenwert |
168.193.550,34 | 111.878.745,52 | 56.314.804,82 | |
| 169.404.667,09 | 111.880.269,69 | 57.524.397,40 | ||
| II. | Sachanlagen | |||
| 1. Grundstücke und Bauten |
43.354.222,99 | 29.069.037,24 | 14.285.185,75 | |
| 2. technische Anlagen und Maschinen |
431.294,11 | 1.483,81 | 429.810,30 | |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts |
||||
| ausstattung | 213.824,91 | 3.594,04 | 210.230,87 | |
| 4. geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
1.895.981,66 | 0,00 | 1.895.981,66 | |
| 45.895.323,67 | 29.074.115,09 | 16.821.208,58 | ||
| III. | Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen |
766.688.496,27 | 30.471.943,72 | 736.216.552,55 | |
| 2. Beteiligungen |
102.991,00 | 0,00 | 102.991,00 | |
| 3. Wertpapiere des Anlagevermögens |
1.584.190,00 | 388.030,00 | 1.196.160,00 | |
| 4. Sonstige Ausleihungen |
11.136.000,00 | 0,00 | 11.136.000,00 | |
| 779.511.677,27 | 30.859.973,72 | 748.651.703,55 | ||
| Summe | 994.811.668,03 | 171.814.358,50 | 822.997.309,53 |
Immaterielle Vermögensgegenstände
Der aus der Verschmelzung mit der Andritz Internationale Technologie AG stammende Firmenwert von 168 MEUR wird plangemäß über 14 Jahre verteilt abgeschrieben.
Sachanlagen
Der in den Grundstücken enthaltene Grundwert beträgt 1.517.506 EUR (Vorjahr: 1.517.506 EUR).
Finanzanlagen
Die Zugänge unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen betreffen in 2008 getätigte Akquisitionen sowie Kapitalmaßnahmen bei bestehenden Tochtergesellschaften.
In den sonstigen Ausleihungen haben 576.000 EUR (Vorjahr: 1.440.000 EUR) eine Restlaufzeit von kürzer als einem Jahr.
Die aus steuerrechtlichen Gründen unterlassene Zuschreibung bei den Wertpapieren des Anlagevermögens beträgt 0 EUR (Vorjahr: 125.080 EUR).
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Die Bewertung erfolgte zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder den niedrigeren Wiederbeschaffungspreisen des Bilanzstichtags. Für nicht- oder schwergängige Materialien wurden angemessene Abwertungen vorgenommen.
fertige Erzeugnisse und Waren
Die fertigen Erzeugnisse wurden zu Herstellungskosten angesetzt. Wertberichtigungen wurden nach dem Grad der Verwertbarkeit bzw. dem kaufmännischen Vorsichtsgebot entsprechend in angemessener Höhe gebildet.
noch nicht abrechenbare Leistungen
Der Wertansatz bei diesen Leistungen erfolgte zu Herstellungskosten, wobei auch bei langfristiger Fertigung keine Zuschläge für Verwaltungs- und Vertriebskosten angesetzt werden. Wertberichtigungen wurden für aus Kundenaufträgen erwartete Verluste sowie für schwere Verwertbarkeit bei Vorratsaufträgen gebildet. Noch nicht verrechnete Anzahlungen von Kunden wurden, soweit die Aufträge bereits angearbeitet waren, in dieser Bilanzposition offen saldiert.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
(Beträge in TEUR)
| Restlaufzeit | Restlaufzeit | Bilanz | |
|---|---|---|---|
| bis 1 Jahr | > 1 Jahr | wert | |
| (Vorjahr) | (Vorjahr) | (Vorjahr) | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 24.204 | 26 | 24.230 |
| (24.908) | (2) | (24.910) | |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 52.454 | 0 | 52.454 |
| (27.746) | (0) | (27.746) | |
| sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 18.516 | 28.419 | 46.935 |
| (14.079) | (28.419) | (42.498) | |
| 95.174 | 28.445 | 123.619 | |
| (66.733) | (28.421) | (95.154) |
Unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips wurden bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erkennbare Risiken durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Auslandsforderungen sind in den meisten Fällen durch Exportgarantien besichert. Unverzinsliche langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden abgezinst.
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind 9.390.365 EUR (Vorjahr: 7.638.126 EUR) aus Lieferungen und Leistungen enthalten.
In den sonstigen Forderungen sind keine Erträge enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
In den sonstigen Forderungen ist insbesondere eine Restforderung an die Bank Austria Creditanstalt AG für die Abdeckung bereits rückgestellter Verluste der Jahre 1983 und 1984 enthalten.
eigene Anteile
Der Vorstand hat auf Basis einer Ermächtigung der Hauptversammlung und mit Zustimmung des Aufsichtsrates Aktienrückkauf- und -wiederverkaufsprogramme beschlossen, welche den Erwerb von bis zu 5.200.000 Stückaktien im Zeitraum vom 1. April 2007 bis 30. September 2008 bzw. vom 1. Oktober 2008 bis 31. März 2011 ermöglichen. Zum 31. Dezember 2008 befinden sich 799.274 Stückaktien in Besitz der Andritz AG, dies entspricht einem Anteil am Grundkapital in Höhe von 1,54 % bzw. 1.598.548 EUR. Es ist vorgesehen, diese Aktien für die Bedienung der Optionen im Rahmen des Aktienbeteiligungsprogrammes für Führungskräfte zu verwenden.
| Datum des Erwerbs |
Anzahl der erworbenen |
Anteil am Grundkapital |
Anteil am Grundkapital |
Gewichteter Durchschnittspreis |
Wert der rückgekauften |
|---|---|---|---|---|---|
| Stückaktien | in % | in EUR | je Aktie | Aktien | |
| 03.Jän.08 | 4.524 | 0,01% | 9.048,00 | 38,48 | 174.098,00 |
| 04.Jän.08 | 20.000 | 0,04% | 40.000,00 | 37,02 | 740.484,00 |
| 07.Jän.08 | 1.461 | 0,00% | 2.922,00 | 34,62 | 50.579,82 |
| 18.Sep.08 | 15.000 | 0,03% | 30.000,00 | 31,53 | 472.999,50 |
| 29.Sep.08 | 5.016 | 0,01% | 10.032,00 | 29,68 | 148.849,80 |
| 30.Sep.08 | 8.727 | 0,02% | 17.454,00 | 29,33 | 255.921,89 |
| 01.Okt.08 | 8.106 | 0,02% | 16.212,00 | 29,78 | 241.380,47 |
| 02.Okt.08 | 15.938 | 0,03% | 31.876,00 | 27,92 | 444.979,40 |
| 07.Okt.08 | 33.000 | 0,06% | 66.000,00 | 23,10 | 762.313,20 |
| 08.Okt.08 | 22.000 | 0,04% | 44.000,00 | 20,57 | 452.449,80 |
| 09.Okt.08 | 6.000 | 0,01% | 12.000,00 | 20,85 | 125.110,20 |
| 10.Okt.08 | 30.000 | 0,06% | 60.000,00 | 18,84 | 565.233,00 |
| 16.Okt.08 | 2.012 | 0,00% | 4.024,00 | 18,52 | 37.268,88 |
| 17.Okt.08 | 25.000 | 0,05% | 50.000,00 | 17,09 | 427.360,00 |
| 20.Okt.08 | 15.000 | 0,03% | 30.000,00 | 17,26 | 258.889,50 |
| 19.Nov.08 | 8.000 | 0,02% | 16.000,00 | 17,08 | 136.663,20 |
| 21.Nov.08 | 6.862 | 0,01% | 13.724,00 | 17,00 | 116.654,00 |
| 25.Nov.08 | 15.000 | 0,03% | 30.000,00 | 16,14 | 242.160,00 |
| SUMME | 241.646 | 0,46% | 483.292,00 | 23,40 | 5.653.394,66 |
in 2008 erworbene Stückaktien:
In 2008 wurden von berechtigten Führungskräften insgesamt Optionen zum Erwerb von 15.000 Stückaktien zu einem Preis von 9,38 EUR je Aktie und 304.000 Stückaktien zu einem Preis von 31,67 EUR je Aktie ausgenutzt; die Bedienung erfolgte aus vorhandenen Beständen eigener Anteile; der auf diese Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals ist 638.000 EUR, der Anteil am Grundkapital beträgt 0,61 %. Die aus den Verkäufen erzielten Erlöse wurden zur kurzfristigen Liquiditätssteuerung verwendet.
Weiters wurden im Rahmen einer Mitarbeiterbeteiligungsaktion 10.874 Stückaktien an Mitarbeiter der Andritz AG abgegeben.
PASSIVA
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 104.000.000 EUR (Vorjahr: 104.000.000 EUR). Es ist in 52.000.000 Stückaktien ohne Nennwert zerlegt.
Rücklage für eigene Anteile
Die Rücklage für eigene Anteile zum 31. Dezember 2008 beträgt 14.514.816 EUR; ihr stehen auf der Aktivseite ausgewiesene eigene Anteile in gleicher Höhe gegenüber.
Rückstellungen für Abfertigungen, Rückstellungen für Pensionen
Die Verpflichtungen aus den theoretischen Abfertigungsansprüchen der Dienstnehmer sowie die Rückstellungen für Pensionen wurden zum 31.12.2008 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Verwendung eines Zinssatzes von 5,5 % (Vorjahr: 4,5 %) sowie eines Gehaltstrends von 3,75 % (Vorjahr: 3,0 %) (IAS 19) berechnet. Für die Berechnung wurden die AVÖ2008 – Angestellte Pagler & Pagler zugrunde gelegt. Aufgrund der geänderten Prozentsätze sowie durch die Anwendung der neuen Sterbetafeln wurden aperiodische Erträge in Höhe von 2.401.253 erzielt. Die Korridormethode wurde nicht angewendet. Das rechnungsmäßige Pensionsalter entspricht wie im Vorjahr dem frühest möglichen Anfallsalter für die vorzeitige Alterspension gemäß der im Budgetbegleitgesetz 2003 verankerten Pensionsreform. Für die in 1999 an eine Pensionskasse übertragenen Pensionsansprüche wurde ein Gutachten nach den gleichen Grundsätzen erstellt. Zum 31. Dezember 2008 lag das Deckungskapital der Pensionsversicherung unter dem Niveau der entsprechenden Pensionsverpflichtungen, für die erforderlichen Nachschüsse wurden Rückstellungen gebildet.
sonstige Rückstellungen
| 31.12.2008 | |
|---|---|
| in MEUR | |
| Auftragsbezogene Vorsorgen für | |
| - fehlende Selbstkosten |
22,0 |
| - Gewährleistungen und Mehrkosten |
28,3 |
| Personalaufwendungen | 42,3 |
Zu erwartende Auftragsverluste werden in Höhe der Unterschiedsbeträge zwischen den voraussichtlichen Gesamtselbstkosten und den Erlösen ermittelt und passiviert.
Die Rückstellung für unverbrauchte Urlaube ist mit 16,6 MEUR (Vorjahr: 15,0 MEUR) angesetzt.
Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (IAS 19) berechnet. Aufgrund der geänderten %-Sätze sowie durch die Anwendung der neuen Sterbetafeln wurden aperiodische Aufwendungen i. H. von 673.351 EUR erzielt.
Da der Börsekurs zum 31.12.2008 unter den jeweiligen Bezugspreisen der noch laufenden Aktienoptionsprogramme liegt, wurde per 31.12.2008 keine Rückstellung für zu erwartende Aufwendungen aus diesen Programmen gebildet. Im Vorjahr wurden unter dieser Position 0,3 MEUR ausgewiesen.
Für im Geschäftsjahr beschlossene Restrukturierungen wurden Rückstellungen in Höhe von 3,0 MEUR gebildet.
Verbindlichkeiten
(Beträge in TEUR)
| Restlaufzeit bis 1 Jahr |
Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre |
Restlaufzeit > als 5 Jahre |
Bilanz- wert |
davon Hypothekar schulden |
|
|---|---|---|---|---|---|
| (Vorjahr) | (Vorjahr) | (Vorjahr) | (Vorjahr) | (Vorjahr) | |
| Anleihen | 0 | 200.000 | 150.000 | 350.000 | 0 |
| (100.000) | (0) | (200.000) | (300.000) | (0) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 10.752 | 588 | 0 | 11.339 | 0 |
| (239) | (979) | (0) | (1.218) | (0) | |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 135.207 | 58.399 | 0 | 193.606 | 0 |
| (148.536) | (36.772) | (0) | (185.308) | (0) | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | |||||
| Leistungen | 35.236 | 593 | 0 | 35.829 | 0 |
| (57.229) | (1.427) | (0) | (58.656) | (0) | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen | |||||
| Unternehmen | 170.005 | 20.704 | 0 | 190.709 | 0 |
| (162.552) | (12.993) | (0) | (175.545) | (0) | |
| sonstige Verbindlichkeiten | 15.626 | 958 | 128 | 16.712 | 151 |
| (14.592) | (1.176) | (55) | (15.823) | (183) | |
| 366.826 | 281.242 | 150.128 | 798.195 | 151 | |
| (483.148) | (53.347) | (200.055) | (736.550) | (183) |
Die am 4. Juni 2002 von der Gesellschaft begebene Anleihe in Höhe von 100 MEUR mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 6 % p.a. wurde fristgerecht getilgt. Am 19. Juni 2006 wurde eine öffentliche Anleihe am Kapitalmarkt mit einer Laufzeit von 7 Jahren platziert; das Volumen beträgt 200 MEUR, die Kuponverzinsung wurde mit 4,5 % p.a. fixiert. Am 20. Februar 2008 wurde eine weitere öffentliche Anleihe in Höhe von 150 MEUR mit einer Laufzeit von 7 Jahren und einer Fixverzinsung von 5,25 % p.a. begeben. Über das gesamte Volumen und die gesamte Laufzeit beider Anleihen wurden Zinsswaps abgeschlossen, mit denen die fixen Zinszahlungen der Gesellschaft gegen variable Zinszahlungen auf Basis 1-Monats-EURIBOR bzw. 3-Monats-EURIBOR getauscht wurden.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind 17.794.554 EUR (Vorjahr: 10.526.894 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und 144.900.381 EUR (Vorjahr: 161.970.332 EUR) aus erhaltenen Anzahlungen enthalten.
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von 6.737.692 EUR (Vorjahr: 5.131.092 EUR) enthalten, welche erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Eventualverbindlichkeiten
In den Eventualverbindlichkeiten sind Haftungen für verbundene Unternehmen in Höhe von 1.268.063 TEUR (Vorjahr: 580.146 TEUR) enthalten.
Die Eventualverbindlichkeiten entfallen zur Gänze auf übernommene Garantien.
Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen
Diese betragen für die folgenden fünf Geschäftsjahre 30,0 MEUR, davon für 2009 7,0 MEUR und betreffen zur Gänze verbundene Unternehmen.
sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum 31. Dezember 2008 bestand ein Bestellobligo für Investitionsgüter in Höhe von 3,5 MEUR.
III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
(Beträge in TEUR)
| Inland | Export | 2008 Gesamt |
2007 Gesamt |
|
|---|---|---|---|---|
| Papier und Zellstoff | 6.467 | 425.634 | 432.101 | 181.258 |
| Walz- und Bandbehandlungsanlagen | 2.254 | 157.854 | 160.108 | 130.104 |
| Hydraulische Maschinen | 6.374 | 45.374 | 51.748 | 65.744 |
| Umwelt- und Prozesstechnologien | 1.029 | 92.666 | 93.695 | 53.106 |
| Sonstige | 7.047 | 21.176 | 28.223 | 25.174 |
| Nebenerlöse, Skonti | 0 | (272) | (272) | (155) |
| 23.171 | 742.432 | 765.603 | 455.231 |
Umsatzerlöse nach Märkten
| in TEUR | |||
|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | ||
| Inland | 23.171 | 37.769 | |
| Europäische Union | 200.378 | 144.677 | |
| Übriges Europa | 19.787 | 89.858 | |
| Nordamerika | 9.455 | 16.530 | |
| Asien | 292.928 | 133.696 | |
| Übrige Welt | 219.884 | 32.701 | |
| 765.603 | 455.231 |
Der Exportanteil bei den Umsatzerlösen beträgt 97%.
übrige sonstige betriebliche Erträge
In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben diversen Mieterlösen (1.169 TEUR) und Erträgen aus Wechselkursdifferenzen (14.701 TEUR) insbesondere Verrechnungen an Tochtergesellschaften (17.196 TEUR) enthalten.
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 1.990 TEUR enthalten. Der restliche Betrag von 483 TEUR betrifft Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.
übrige betriebliche Aufwendungen
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus auftragsbezogenen Kosten (37.091 TEUR), Wechselkursdifferenzen (15.225 TEUR) sowie aus Beratungs- (4.098 TEUR), Reise- (18.319 TEUR), Instandhaltungs- (5.114 TEUR) und sonstigen allgemeinen Verwaltungskosten zusammen.
Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen von 74.887 TEUR (Vorjahr: 51.442 TEUR) stammen aus Gewinnausschüttungen von Tochterunternehmen.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen insbesondere Ertragssteuern der Geschäftsjahre 2007 und 2008 sowie ausländische Quellensteuern. Seitens der Andritz AG als Gruppenträger erfolgten im Geschäftsjahr Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder in Höhe von 14.966 TEUR.
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Körperschaftsteuer | ||
| 2008 | 15.110 | 0 |
| Vorjahre | 0 | (506) |
| Weiterbelastungen an Gruppenmitglieder | ||
| 2008 | (14.966) | 0 |
| Vorjahre | 218 | (578) |
| ausländische Quellensteuer | 1.084 | 487 |
| 1.446 | (597) |
Die gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Steuerabgrenzung hätte zum 31. Dezember 2008 8,7 MEUR betragen.
IV. Sonstiges
Beteiligungen, verbundene Unternehmen
(Beträge in TEUR)
| Sitz | Beteiligungsquote | in TEUR | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | direkt | indirekt | Jahresüberschuss | Eigenkapital | |
| Anstalt für Strömungsmaschinen GmbH Staatlich autorisierte Versuchsanstalt |
|||||
| für Strömungsmaschinen | Graz / Austria | 100% | *) | ||
| ANDRITZ Technology and Asset Management GmbH | Graz / Austria | 100% | 11.772 | 147.681 | |
| ANDRITZ Finance GmbH | Vienna / Austria | 100% | 6.660 | 147.141 | |
| European Mill Service GmbH | Graz / Austria | 50% | *) | ||
| ANDRITZ Power & Water GmbH | Vienna / Austria | 100% | -1.558 | 11.220 | |
| ANDRITZ HYDRO GmbH | Vienna / Austria | 100% | 39.411 | 194.475 | |
| ANDRITZ HYDRO S.A.S. | Grenoble / France | 100% | 1.400 | 3.974 | |
| VA TECH HYDRO India Pvt. Ltd. | Bhopal / India | 100% | 4.183 | 7.815 | |
| ANDRITZ Deutschland Beteiligungs GmbH | Krefeld / Germany | 49% | 51% | 3.603 | 199.612 |
| ANDRITZ GmbH | Hemer / Germany | 6,25% | 93,75% | 13.449 | 56.787 |
| ANDRITZ Kaiser GmbH | Bretten-Gölshausen / Germany | 100% | -53 | 1.818 | |
| Sundwig GmbH | Hemer / Germany | 75% | 13.922 | 52.044 | |
| ANDRITZ Fiedler GmbH | Regensburg / Germany | 100% | 4.065 | 9.043 | |
| ANDRITZ Fiedler Holding S. A. R. L. | Scorbé Clairvaux / France | 100% | 503 | 1.309 | |
| ANDRITZ S. A. S. Pulp and Paper Service Division | Chatellerault / France | 100% | 554 | 1.615 | |
| ANDRITZ Separation GmbH | Cologne / Germany | 100% | 5.378 | 9.705 | |
| ANDRITZ - Jochman s. r. o. | Spišská Nová Ves / Slovakia | 90% | *) | ||
| ANDRITZ Fliessbettsysteme GmbH | Ravensburg / Germany | 100% | 3.396 | 9.777 | |
| Lenser Verwaltungs GmbH | Senden / Germany | 100% | 3 | 266 *) |
|
| ANDRITZ S.R.L. | Cisnadie / Romania | 100% | |||
| Lenser Filtration GmbH | Senden / Germany | 100% | -247 | 11.682 | |
| Lenser Asia Sdn. Bhd. | Selangor / Malaysia | 100% | 537 | 1.748 | |
| ANDRITZ HYDRO GmbH | Ravensburg / Germany | 100% | 7.210 | 30.680 | |
| VA TECH ESCHER WYSS Flovel Private Ltd. | Faridabad / India | 100% | 1.162 | 3.604 | |
| ANDRITZ Küsters GmbH | Krefeld / Germany | 100% | -4.153 | 25.387 | |
| ANDRITZ Kufferath GmbH | Düren / Germany | 100% | -119 | 7.908 | |
| AKRE Real Estate GmbH | Düren / Germany | 100% | 2 | 3.027 | |
| ANDRITZ MAERZ GmbH | Düsseldorf / Germany | 100% | 7.111 | 14.650 | |
| ANDRITZ HYDRO S.L. | Madrid / Spain | 100% | 1.047 | 5.062 | |
| ANDRITZ HYDRO S.r.l. | Vicenza / Italy | 100% | 2.788 | 7.394 | |
| ANDRITZ HYDRO Aosta S.r.l. | Aosta / Italy | 100% | *) | ||
| ANDRITZ HYDRO AG | Kriens / Switzerland | 100% | -2.035 | 1.968 | |
| ANDRITZ HYDRO S.A. de CV. | Morelia / Mexico | 100% | 110 | 79 | |
| VA TECH HYDRO AS | Jevnaker / Norway | 100% | 1.949 | 4.536 | |
| ANDRITZ HYDRO Brasil Ltda. | São Paulo / Brazil | 100% | 1.027 | -1.464 | |
| VA Tech HYDRO Beijing. Ltd. | Beijing / China | 100% | 1.126 | 4.213 | |
| ANDRITZ HYDRO Ltd. Sirketi | Ankara / Turkey | 100% | *) | ||
| PT. VA TECH Indonesia | Jakarta / Indonesia | 51% | 1.078 | 1.484 | |
| ANDRITZ HYDRO S.A. | Lima / Peru | 100% | *) | ||
| ANDRITZ HYDRO (Pty) Ltd. | Randburg / South Africa | 100% | *) | ||
| VA TECH Colombia Limitada | Bogota / Columbia | 100% | *) | ||
| ANDRITZ HYDRO s.r.o. | Prague / Czech Republic | 100% | *) | ||
| VA TECH India Pvt. Ltd. | Faridabad / India | 100% | *) | ||
| ANDRITZ HYDRO C.A. | Caracas / Venezuela | 100% | *) | ||
| ANDRITZ HYDRO Inc. | Makati City / Philippines | 100% | |||
| HGI Holdings Limited | Limassol / Cyprus | 100% | *) | ||
| ANDRITZ BMB AG | Bülach / Switzerland | 100% | -7.489 | -5.917 | |
| ANDRITZ Separation (India) Private Ltd. | Chennai / India | 100% | 5 | 527 | |
| ANDRITZ spol. s. r. o. | Hradec Kralove / Czech Republic | 100% | *) | ||
| ANDRITZ Denmark A/S | Esbjerg / Denmark | 100% | 1.568 | 10.010 **) | |
| ANDRITZ Sprout A/S | Esbjerg / Denmark | 100% | |||
| ANDRITZ Sprout do Brasil Ltda. | Porto Alegre / Brazil | 100% | *) | ||
| ANDRITZ Sprout s. r. o. | Humenné / Slovakia | 100% | *) | ||
| ANDRITZ Chile Ltda. | Santiago de Chile / Chile | 100% | -361 | 1.990 | |
| ANDRITZ (USA) Inc. | Roswell / Georgia (USA) | 100% | 4.572 | 78.442 **) | |
| ANDRITZ Inc. | Roswell / Georgia (USA) | 100% | |||
| ANDRITZ Finance Inc. | Tualatin/Oregon (USA) | 100% | |||
| Delta Holding Corporation | Tualatin / Oregon (USA) | 100% | |||
| ANDRITZ Separation Inc. | Arlington / Texas (USA) | 100% | |||
| ANDRITZ Filter Press Inc. | Arlington / Texas (USA) | 100% | |||
| ANDRITZ Automation Inc. | Decatur / Georgia (USA) | 100% | |||
| CyberMetrics Inc. | Alpharetta / Georgia (USA) | 100% | |||
| Lenser Filtration Inc. | Lakewood / New Jersey (USA) | 100% | |||
| ANDRITZ HYDRO Corporation | Charlotte / North Carolina (USA) | 100% |
| Sitz | Beteiligungsquote | in TEUR | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Verbundene Unternehmen | direkt | indirekt | Jahresüberschuss | Eigenkapital | |
| ANDRITZ S. A. S. | Velizy / France | 100% | 6.466 | 20.541 | |
| ANDRITZ Selas S. A. S. | Gennevilliers / France | 100% | 1.491 | 3.577 | |
| ANDRITZ Sprout S. A. S. | Saint Martin Le Beau / France | 100% | 54 | -224 | |
| Lenser Filtration S. A. R. L. | Haguenau / France | 100% | -1 | 108 | |
| Jaybee Engineering (Holdings) Pty. Ltd. | Dandenong / Victoria (Australia) | 100% | 1.506 | 6.489 **) | |
| ANDRITZ Pty. Ltd. | Dandenong / Victoria (Australia) | 100% | |||
| ANDRITZ Ingenieria S.A. | Madrid / Spain | 100% | 738 | 1.555 | |
| ANDRITZ Brasil Ltda. | Curitiba / Brazil | 100% | 5.805 | 46.308 | |
| ANDRITZ Separation Industria e Comércio de | |||||
| Equipamentos de Filtraçâo Ltda. Sindus Manutencao e Sistemas Industriais Ltda. |
Pomerode / Brazil Porto Alegre / Brazil |
100% 50% |
2.390 919 |
7.625 1.563 |
|
| Sindus ANDRITZ Uruguay S.A. | Rio Negro / Uruguay | 50% | |||
| ANDRITZ HYDRO Brasil Participações Ltda. | Curitiba / Brazil | 100% | 0 | 24.104 | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar do Brasil S.A. | Campinas - São Paulo / Brazil | 50% | 6.762 | 34.032 | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar Finland Oy | Tampere / Finland | 50% | 1.205 | 2.759 | |
| ANDRITZ HYDRO Inepar Sweden AB | Kristinehamn / Sweden | 50% | 25 | 751 | |
| ANDRITZ Participações Ltda. | Vinhedo / Brazil | 100% | 0 | 7.852 | |
| ANDRITZ Pilão Equipamentos Ltda. | São Paulo / Brazil | 100% | -7.066 | -3.466 | |
| ANDRITZ Oy | Helsinki / Finland | 100% | 24.452 | 91.772 | |
| Savonlinna Works Oy | Savonlinna / Finland | 100% | -2.045 | 2.967 | |
| Warkaus Works Oy | Varkaus / Finland | 50% | |||
| Enmas ANDRITZ Private Ltd. | Chennai / India | 40% | |||
| Carbona Oy | Helsinki / Finland | 80% | |||
| ANDRITZ HYDRO Canada Inc. | Stoney Creek / Canada | 100% | -843 | 23.951 **) | |
| ANDRITZ HYDRO Canada Ltd./Ltee, | Pointe Claire / Canada | 100% | |||
| ANDRITZ HYDRO Installations Inc. | Lachine / Canada | 100% | |||
| ANDRITZ Ltd./Ltée. | Lachine / Canada | 100% | |||
| ANDRITZ Paper Machinery Ltd. ANDRITZ Automation Ltd. |
Lachine / Canada Richmond / Canada |
100% 100% |
|||
| IDEAS Simulation & Control Ltd. | Richmond / Canada | 100% | |||
| ANDRITZ AB | Örnsköldsvik / Sweden | 100% | 5.394 | 13.207 | |
| ANDRITZ Lynson AB | Vallentuna / Sweden | 100% | -1.102 | 129 | |
| ANDRITZ Waplans AB | Nälden / Sweden | 100% | 260 | 1.880 | |
| ANDRITZ Ltd. | Staffordshire / Great Britain | 100% | -10 | 3.190 | |
| ANDRITZ Selas UK Ltd. | Derbyshire / Great Britain | 100% | 2 | 356 | |
| ANDRITZ-Kenflo Foshan Pump Co. Ltd. | Foshan / China | 60% | 1.609 | 8.908 | |
| ANDRITZ Technologies Ltd. | Foshan / China | 100% | 5.880 | 33.737 | |
| ANDRITZ - Wolfensberger Special Alloy Foundry Co., Ltd. | Foshan / China | 65% | -2.363 | -501 | |
| ANDRITZ Technologies H.K. Ltd. | Hong Kong / China | 100% | *) | ||
| Kufferath Forming Technology China (Zhejiang) Co., Ltd. | Zhejiang / China | 100% | |||
| Thermtec Holding B.V. | Rotterdam / Netherlands | 100% | 3.657 | 5.118 **) | |
| Thermtec B.V. | Rotterdam / Netherlands | 100% | |||
| ANDRITZ Technologies Private Ltd. | Bangalore / India | 100% | 28 | 542 | |
| ANDRITZ Sprout Limited | Hull / Great Britain | 100% | 217 | 1.643 | |
| ANDRITZ Sprout B. V. ANDRITZ B. V. |
Geldrop / Netherlands Den Helder / Netherlands |
100% | 100% | 3.132 271 |
14.949 1.221 |
| ANDRITZ 3SYS AG | Wohlen / Switzerland | 100% | -596 | -2.983 | |
| ANDRITZ Singapore Pte. Ltd. | Singapore / Singapore | 100% | 1.602 | 3.759 | |
| ANDRITZ (Thailand) Limited | Bangkok / Thailand | 100% | 0 | 117 | |
| ANDRITZ Uruguay S. A. | Rio Negro / Uruguay | 100% | 306 | 467 | |
| ANDRITZ Industrias S. A. | Rio Negro / Uruguay | 100% | *) | ||
| ANDRITZ Pulp Technologies Punta Pereira S.A. | Montevideo/ Uruguay | 100% | *) | ||
| ANDRITZ KK | Tokyo / Japan | 100% | 221 | 6.095 | |
| ANDRITZ (Pty) Ltd. | Umhlanga / South Africa | 100% | 371 | 664 | |
| PT ANDRITZ | Jakarta / Indonesia | 100% | ) ) |
||
| ANDRITZ Australia Pty. Ltd. | Melbourne / Victoria (Australia) | 100% | |||
| LLC ANDRITZ | St. Petersburg / Russia | 100% | 147 | -38 *) |
|
| OOO ANDRITZ Metals | Moscow / Russia | 100% | |||
| Kufferath Slovakia s.r.o. ANDRITZ Kft. |
Levice / Slovakia Tiszakécske / Hungary |
100% 100% |
245 2.307 |
6.395 19.205 |
|
| Sonstige Unternehmen | |||||
| ASH DEC Umwelt AG | Vienna / Austria | 2,87% | |||
| CEST Kompetenzzentrum für elektrochemische Oberflächentechnologie GmbH | Wiener Neustadt / Austria | 2,38% | |||
| Warkaus Works Oy Enmas ANDRITZ Private Ltd. |
Varkaus / Finland Chennai / India |
50% 40% |
|||
| The Hydro Equipment Association Limited | London / Great Britain | 33,3% | |||
| ANDRITZ R&M Service S.R.L. | Bucharest / Romania | 25% | |||
| Motter Printing Equipment Ltd. | Kriens / Switzerland | 19,6% | |||
| Orissa Power Consortium Ltd. | Hyderabad / India | 19% | |||
| Birecik Baraj ve Hidroelektrik | Birecik / Turkey | 3,7% | |||
| Venture Capital Zentralschweiz AG | Luzern / Switzerland | 1,3% | |||
| DC Hidro Enerji Üretim A.Ş | Istanbul / Turkey | 1% | |||
| Eriç Enerji Üretim ve Ticaret A.Ş. | Istanbul / Turkey | 1% | |||
| Kalehan Enerji Üretim ve Ticaret A.Ş. | Ankara / Turkey | 0,0003% |
*) wegen Unwesentlichkeit nicht im Konzernabschluss einbezogen **) konsolidiert
Seite 43
Die Angaben für Eigenkapital und Jahresüberschuss der verbundenen Unternehmen wurden den zur Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Abschlüssen, welche entsprechend den "International Financial Reporting Standards" (IFRS) aufgestellt wurden, entnommen.
Steuerliche Unternehmensgruppe
Zwischen der Andritz AG als Gruppenträger und der Andritz Hydro GmbH, Wien als Gruppenmitglied besteht eine steuerliche Unternehmensgruppe gem. § 9 KSTG. Die aus dem Gruppenvertrag resultierenden Steuerumlagen werden nach der sogenannten Belastungsmethode verrechnet, wobei im Falle eines steuerlichen Gewinns das Gruppenmitglied eine Steuerumlage an den Gruppenträger zu entrichten hat, im Falle eines steuerlichen Verlusts dieser evident gehalten und mit späteren Gewinnen des Gruppenmitglieds ausgeglichen wird. Die Steuerumlage ist spätestens bis zum 30.9. des folgenden Geschäftsjahres zu leisten, der Gruppenträger kann jedoch entsprechende Vorauszahlungen vorschreiben. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Dauer geschlossen und unterliegt österreichischem Recht.
Beschäftigte
Im Jahresdurchschnitt wurden 1.507 Mitarbeiter (ohne Lehrlinge), davon 440 Arbeiter und 1.067 Angestellte, beschäftigt.
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
| TEUR | |
|---|---|
| für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte | 2.981 |
| für andere | 2.189 |
| 5.170 |
Aktienbeteiligungsprogramm für Führungskräfte
Sämtliche Angaben wurden entsprechend dem in 2007 durchgeführten Aktiensplit (1 : 4) angepasst.
Optionsprogramm 1:
Die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes beschlossen.
Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstandes 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstandes 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.
Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2004 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstandes.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 97. ordentliche Hauptversammlung vom 30. März 2004 folgenden Kalenderwochen und beträgt 9,38 EUR.
Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2006 bis 30. April 2008 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2006 bis 30. April 2007 mindestens 15 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2006 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt
oder wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 mindestens 20 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2006 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 mindestens 20 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2003 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 % der Optionen sofort, 25 % der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 % nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist. Die Ausübungsbedingungen bezüglich Kursanstieg und Gewinn je Aktie wurden in 2006 erfüllt, sodass die Aktienoptionen entsprechend den übrigen Bedingungen des Programms gezogen werden können.
Optionsprogramm 2:
Die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes beschlossen.
Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstandes 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstandes 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.
Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2006 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstandes.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 99. ordentliche Hauptversammlung vom 29. März 2006 folgenden Kalenderwochen und beträgt 31,67 EUR.
Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2010 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 mindestens 15 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2008 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt
oder wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2009 bis 30. April 2010 mindestens 20 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2008 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 mindestens 20 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2005 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 % der Optionen sofort, 25 % der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 % nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.
Optionsprogramm 3:
Die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 hat ein Aktienoptionsprogramm für leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes beschlossen.
Die Anzahl der je berechtigter Führungskraft gewährten Optionen beträgt je nach Verantwortungsbereich 6.000, 10.000 oder 20.000, für Mitglieder des Vorstandes 40.000 und für den Vorsitzenden des Vorstandes 50.000. Die Optionen sollen aus von der Gesellschaft rückerworbenen eigenen Aktien bedient werden.
Eine Aktienoption berechtigt zum Bezug einer Aktie. Um eine Aktienoption ausüben zu können, muss der Berechtigte vom 1.5.2008 bis vor einem jeden Ausübungszeitpunkt dauernd in einem
aktiven Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einer zum Andritz-Konzern gehörenden Gesellschaft gestanden haben. Weitere Voraussetzung ist ein Eigeninvestment in Andritz-Aktien von zumindest 20.000 EUR für leitende Angestellte und 40.000 EUR für Mitglieder des Vorstandes.
Der Ausübungspreis für die Aktienoptionen ist der ungewichtete Durchschnitt der Börsenschlusskurse der Andritz-Aktie während der vier auf die 101. ordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2008 folgenden Kalenderwochen und beträgt 35,44 EUR.
Die Optionen können in der Zeit vom 1. Mai 2010 bis 30. April 2012 (= Ausübungszeitraum) ausgeübt werden und nur dann, wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum von 1. Mai 2010 bis 30. April 2011 mindestens 15 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2009 oder der Gewinn je Aktie des Geschäftsjahres 2010 (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) mindestens 15 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 liegt
oder wenn
- der ungewichtete Schlusskurs der Andritz-Aktie im Durchschnitt von zwanzig aufeinanderfolgenden Handelstagen im Zeitraum 1. Mai 2011 bis 30. April 2012 mindestens 20 % über dem Ausübungspreis liegt und
- der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2010 oder der Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2011 mindestens 20 % über dem Gewinn je Aktie (bezogen auf die Gesamtzahl der gelisteten Aktien) des Geschäftsjahres 2007 liegt.
Im Falle der Erfüllung der Ausübungsbedingungen können 50 % der Optionen sofort, 25 % der Optionen nach drei Monaten und die restlichen 25 % nach weiteren drei Monaten bezogen werden. Aktienoptionen können nur durch schriftliche Erklärung an die Gesellschaft ausgeübt werden. Die Aktienoptionen sind nicht übertragbar. Die in Ausübung der Aktienoptionen bezogenen Aktien unterliegen keiner Behaltefrist.
| Optionsprogramm 1 | Optionsprogramm 2 | Optionsprogramm 3 | ||
|---|---|---|---|---|
| in 2008 ausgenützte Optionen |
in 2008 ausgenützte Optionen |
in 2009 ausnützbare Optionen per 31.12.2008 |
in 2008 eingeräumte Optionen |
|
| Vorstand Wolfgang Leitner Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst Leitende Angestellte |
0 0 0 0 0 15.000 |
0 0 10.000 10.000 0 284.000 |
50.000 40.000 10.000 10.000 40.000 428.000 |
50.000 40.000 40.000 40.000 40.000 890.000 |
| GESAMT | 15.000 | 304.000 | 578.000 | 1.100.000 |
| Ausübungspreis je Aktie in EUR Wert Optionen gesamt in EUR |
9,38 bei Ausübung 402.490 |
31,67 bei Ausübung 3.531.073 |
31,67 31.12.2008 0 |
35,44 31.12.2008 0 |
Derivative Finanzinstrumente
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte (in TEUR):
| Umfang | Zeitwert | |
|---|---|---|
| US-Dollar: | 25.093 | -944 |
| Pfund Sterling: | 913 | -156 |
| Singapore Dollar: | 2.396 | 579 |
| Andere Währungen | 1.394 | 109 |
| Summe | 29.796 | -412 |
Der beizulegende Zeitwert wird auf Basis der Terminkurse zum Bilanzstichtag durch Abzinsung des ermittelten Endwertes über die Restlaufzeit errechnet.
Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherung der Anleihen in Form von Zinsswaps betragen zum 31.12.2008 19.023 TEUR (Vorjahr: -7.737 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.
Weiters bestehen zum 31.12.2008 drei Zinsswaps zu Beteiligungsfinanzierungen (Umfang: 22.810 TEUR). Die beizulegenden Zeitwerte für die Zinssicherungen betragen zum 31.12.2008 420 TEUR (Vorjahr: -543 TEUR) und repräsentieren die Marktwerte zum Bilanzstichtag.
Drohende Verluste aus derivativen Finanzinstrumenten werden in der Bilanz nicht passiviert, da diese mit bilanzierten Aktiv- bzw. Passivposten eine geschlossene Position bilden.
Vorstand und Aufsichtsrat
Die Vorstandsvergütungen betrugen:
| in TEUR | ||
|---|---|---|
| 2008 | 2007 | |
| Kurzfristige Leistungen | 8.374 | 9.383 |
| Leistungen nach Beendigung | ||
| des Arbeitsverhältnisses | 1.581 | 1.903 |
| Aktienbasierte Vergütungen | 812 | 642 |
| 10.767 | 11.928 |
Der Gegenwert der aktienbasierten Vergütungen wurde nach IFRS ermittelt.
Von verbundenen Unternehmen wurden keine Bezüge ausbezahlt. An ehemalige Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene wurden 328.388 EUR ausbezahlt.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten Vergütungen von 125.000 EUR.
Aufsichtsrat:
Gewählte Mitglieder:
Kurt Stiassny
Vorsitzender
Hellwig Torggler
Stellvertreter des Vorsitzenden
Peter Mitterbauer
Christian Nowotny
Fritz Oberlerchner
Klaus Ritter
Delegierte Mitglieder:
Andreas Martiner Martha Unger Brigitta Wasserbauer
Vorstand:
Wolfgang Leitner Vorsitzender Franz Hofmann Karl Hornhofer Humbert Köfler Friedrich Papst
Graz, am 26. Februar 2009
Der Vorstand
| Wolfgang Leitner | Franz Hofmann | Karl Hornhofer | Humbert Köfler | Friedrich Papst |
|---|---|---|---|---|
Bestätigungsvermerk
Wir haben den Jahresabschluss der ANDRITZ AG, Graz, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt.
Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der ANDRITZ AG zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2008 bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, am 26. Februar 2009
AUDITOR TREUHAND GMBH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Manfred Geritzer e.h. Mag. Michael Schober e.h. Wirtschaftsprüfer