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AEGON LTD. Annual Report 2017

Mar 10, 2017

30489_10-k_2017-03-10_71c1b0e8-4f71-48f7-9245-c67cb8b81bd9.pdf

Annual Report

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BAWAG PSK

JAHRESFINANZBERICHT
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR
2016


INHALT

7 KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT

19 Konzernlagebericht
50 Konzernabschluss
179 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

196 GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB

197 Lagebericht
234 Einzelabschluss
282 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Disclaimer:

Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und beinhalten bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.

Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.

Weder die BAWAG P.S.K. selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und

Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.

Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.

Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.

Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.


KENNZAHLEN

| Erfolgsrechnung
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung
(%) | 2014 | Veränderung
(%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 730,0 | 722,3 | 1,1 | 677,0 | 7,8 |
| Provisionsüberschuss | 192,9 | 185,9 | 3,8 | 197,8 | -2,5 |
| Operative Kernerträge | 922,9 | 908,2 | 1,6 | 874,8 | 5,5 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl.
sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 67,6 | 75,7 | -10,7 | 50,2 | 34,7 |
| Operative Erträge | 990,5 | 983,9 | 0,7 | 925,0 | 7,1 |
| Operative Aufwendungen | -435,5 | -457,7 | -4,9 | -477,2 | -8,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -46,1 | -36,8 | 25,3 | -24,6 | 87,4 |
| Risikokosten | -42,7 | -45,8 | -6,8 | -81,6 | -47,7 |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 474,2 | 448,2 | 5,8 | 342,5 | 38,5 |
| Steuern vom Einkommen | -83,3 | -30,3 | >100 | -8,8 | >100 |
| Nettogewinn | 390,6 | 417,9 | -6,5 | 333,1 | 17,3 |
| Erfolgskennzahlen | 2016 | 2015 | Veränderung
(%Pkt.) | 2014 | Veränderung
(%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 13,9% | 16,2% | -2,3 | 14,9% | -1,0 |
| Return on Tangible Equity | 14,6% | 16,9% | -2,3 | 15,8% | -1,2 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 2,33% | 2,51% | -0,18 | 2,03% | 0,30 |
| Return on Total Assets | 1,04% | 1,19% | -0,15 | 0,94% | 0,10 |
| Nettozinsmarge | 2,32% | 2,36% | -0,04 | 2,14% | 0,18 |
| Cost/Income Ratio | 44,0% | 46,5% | -2,5 | 51,6% | -7,6 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,15% | 0,17% | -0,02 | 0,31% | -0,16 |
| Bilanz
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Veränderung
(%) | 2014 | Veränderung
(%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bilanzsumme | 39.456 | 35.515 | 11,1 | 34.651 | 13,9 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 6.403 | 6.275 | 2,0 | 7.488 | -14,5 |
| Kredite und Forderungen an Kunden | 28.500 | 24.713 | 15,3 | 21.779 | 30,9 |
| Kundeneinlagen | 25.998 | 21.695 | 19,8 | 21.135 | 23,0 |
| Eigene Emissionen | 6.015 | 4.505 | 33,5 | 6.113 | -1,6 |
| IFRS-Eigenkapital | 2.844 | 2.759 | 3,1 | 2.405 | 18,3 |
| IFRS-Eigenkapital abzgl. immaterieller
Vermögenswerte | 2.703 | 2.655 | 1,8 | 2.302 | 17,4 |
| Risikogewichtete Aktiva | 17.075 | 16.259 | 5,0 | 16.792 | 1,7 |
| Bilanzkennzahlen | 2016 | 2015 | Veränderung
(%Pkt.) | 2014 | Veränderung
(%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Common Equity Tier 1 Quote (fully loaded) | 15,0% | 12,9% | 2,1 | 12,1% | 2,9 |
| Gesamtkapitalquote (fully loaded) | 17,8% | 15,8% | 2,0 | 15,8% | 2,0 |
| Leverage Ratio (fully loaded) | 6,3% | 6,2% | 0,1 | 5,5% | 0,8 |
| Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 138% | 137% | 1 | 134% | 4 |
| NPL Ratio | 2,0% | 2,1% | -0,1 | 2,8% | -0,8 |

Anmerkung: Definitionen und Details zur angewandten Berechnungsmethodik siehe Kapitel „Definitionen" auf Seite 192–194.


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BAWAG P.S.K. AUF EINEN BLICK

Die BAWAG P.S.K. ist mit über 2,2 Mio. Kunden eine der größten, ertragstärksten und am besten kapitalisierten Banken in Österreich und verfügt über eine landesweit bekannte Marke. Wir verfolgen ein einfaches und transparentes Geschäftsmodell, das auf niedriges Risiko und hohe Effizienz ausgerichtet ist. Zwei Drittel der Kundenkredite stammen aus Österreich, die übrigen entfallen auf Länder wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten.

Wir betreuen Privat-, KMU- und Firmenkunden in ganz Österreich und bieten ihnen ein breites Sortiment an Spar-, Zahlungsverkehrs-, Kredit- und Veranlagungsprodukten sowie Leasing, Bausparen und Versicherungen an. Ergänzt werden unsere inländischen Aktivitäten durch das internationale Geschäft mit Fokus auf Privat-, Unternehmens-, gewerbliche Immobilien- und Portfoliofinanzierungen in westlichen Industrieländern. Diese Strategie führt zu einer Diversifizierung der

Ertragsquellen und eröffnet uns unter gleichzeitiger Beibehaltung eines konservativen Risikoprofils und einer risikoadäquaten Kreditvergabe Wachstumschancen.

Wir steuern die Bank unter den Aspekten Sicherheit und Zuverlässigkeit mit einer soliden Bilanzstruktur, einem niedrigen Leverage und einer starken Kapitalausstattung. Unsere Geschäftssegmente sind BAWAG P.S.K. Retail, easygroup, DACH Corporates & Public Sector, International Business und Treasury Services & Markets. Die Bereitstellung von einfachen, transparenten und erstklassigen Produkten und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum unserer Strategie.

Die Bank befindet sich zu 52% im Eigentum von Cerberus Capital Management LP und zu 40% im Eigentum von GoldenTree Asset Management LP.

STRATEGIE

  • Wachstum in unseren Kernmärkten – Unser Ziel ist es, unsere Kundenbasis und unser Kundengeschäft in unseren Kernmärkten Österreich und westlichen Industriestaaten mit Schwerpunkt auf der DACH-Region zu steigern.
  • Unseren Kunden das Leben einfacher machen – Unsere Kunden sollen ihre Bankgeschäfte so gut und komfortabel wie möglich über unsere digitalen und physischen Vertriebskanäle abwickeln können. Dadurch wollen wir erfolgreiche, langfristige Kundenbeziehungen aufbauen und erhalten.
  • Effizienz als Schlüssel zum Erfolg – Kosteneffizienz in allen Geschäftsbereichen und Funktionen ist für den Erfolg in einem komplexen Umfeld entscheidend, in dem wir mit stärkerem Wettbewerb, strengeren regulatorischen Anforderungen und anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen konfrontiert sind.
  • Sicher und solide – Eine solide Kapitalausstattung, stabile Einlagen sowie niedrige und kalkulierbare Risikokosten stellen die Basis für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie dar.

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GESCHÄFTSBEREICHE IM ÜBERBLICK

BAWAG P.S.K. Retail

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail betreut 1,8 Mio. Privat- und Geschäftskunden über unser zentral gesteuertes, gemeinsam mit der Österreichischen Post betriebenes Filialnetz sowie über unsere Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die durch unsere Customer Care Center ergänzt werden.

Auf Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken in Österreich über unsere physischen und digitalen Vertriebswege leicht verständliche, faire und transparente Produkte und Dienstleistungen an.

Die Sparte Geschäftskunden betreut österreichische Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 50 Mio. EUR sowie den sozialen Wohnbau. Wir servicieren mehr als 36.000 KMUs mit umfassenden Dienstleistungen im Bereich Kreditvergabe und Zahlungsverkehr.

in Mio. EUR 2016 2015 Vdg. (%)
Aktiva 11.659 9.178 27,0
Kundeneinlagen 18.058 15.663 15,3
Operative Erträge 496 475 4,4
Jahresüberschuss vor Steuern 169 132 28,6

easygroup

easygroup ist die erste Direktbankgruppe Österreichs mit dem Leistungsangebot einer Vollbank – von Girokonten und Sparprodukten über Kreditkarten, Konsum- und Wohnbaukredite bis zu KFZ-Leasing und Anlageprodukten. Die easygroup hat über 420.000 Kunden und umfasst die easybank als bestbewertete Direktbank in Österreich, den drittgrößten KFZ-Leasing-Anbieter in Österreich, easyleasing, sowie unser internationales Retailgeschäft, bestehend aus qualitativ hochwertigen Wohnbaukrediten in Westeuropa.

Die easygroup stellt einen Eckpfeiler der gesamten Wachstumsstrategie der BAWAG P.S.K. Gruppe dar. Unser Ziel ist es, die Position als führende Direktbank Österreichs zu festigen und gleichzeitig in größere westeuropäische Märkte wie Deutschland und Großbritannien zu expandieren.

in Mio. EUR 2016 2015 Vdg. (%)
Aktiva 4.458 3.644 22,3
Kundeneinlagen 3.893 3.204 21,5
Operative Erträge 125 65 91,0
Jahresüberschuss vor Steuern 87 42 >100

DACH Corporates & Public Sector

Das Segment DACH Corporates & Public Sector umfasst die Finanzierungen unserer Firmenkunden und der öffentlichen Hand sowie provisionsgenerierende Dienstleistungen für überwiegend österreichische Kunden. Ausgewählte Kunden unterstützen wir auch bei Finanzierungen in Nachbarländern (v.a. Deutschland und Schweiz). Wir betreuen über 5.000 Firmenkunden bzw. Kunden der öffentlichen Hand, die neben klassischen Finanzierungen auch unsere marktführenden Services im Zahlungsverkehr in Anspruch nehmen.


6

in Mio. EUR 2016 2015 Vdg. (%)
Aktiva 7.812 7.527 3,8
Kundeneinlagen (inkl. sonstiger Refinanzierung) 5.284 5.568 -5,1
Operative Erträge 120 144 -16,4
Jahresüberschuss vor Steuern 71 81 -11,8

International Business

Das Segment International Business beinhaltet die Kredite im Kommerzkunden-, Gewerbeimmobilien- und Portfoliofinanzierungsbereich jener Kunden, die außerhalb der DACH-Region angesiedelt sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf gut entwickelten westeuropäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten. Das Portfolio internationaler Kommerzkredite besteht zum überwiegenden Teil aus Krediten an Firmen, die einen Free Cashflow generieren und ihren Umsatz mit einem defensiven Geschäftsmodell und entsprechenden Kapitalstrukturen in konjunkturunabhängigen Wirtschaftszweigen erzielen. Das Portfolio internationaler Immobilienkredite setzt den Schwerpunkt auf vorrangige Kredite für Cashflow generierende Objekte. Unser Exposure bei Grundstücken, Entwicklungs- oder Bauprojekten ist nur gering.

in Mio. EUR 2016 2015 Vdg. (%)
Aktiva 5.634 5.748 -2,0
Operative Erträge 131 136 -3,7
Jahresüberschuss vor Steuern 102 111 -7,5

Treasury Services & Markets

Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.

Zu den Hauptaufgaben zählen die Veranlagung der Liquidität aus dem Kerngeschäft, inklusive der Liquiditätsreserve, sowie die Durchführung bestimmter Hedging-Aufgaben.

in Mio. EUR 2016 2015 Vdg. (%)
Aktiva und Liquiditätsreserve 6.691 6.293 6,3
Operative Erträge 66 72 -7,9
Jahresüberschuss vor Steuern 50 53 -5,7

7

KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

8 BRIEF DES VORSTANDSVORSITZENDEN

11 STRATEGIE

11 Unsere Strategie

14 GOVERNANCE

14 Der Vorstand der BAWAG P.S.K. AG
15 Corporate Governance
17 Bericht des Aufsichtsratsvorsitzenden der BAWAG P.S.K. AG

19 KONZERNLAGEBERICHT

20 Wirtschaftliche und regulatorische Entwicklungen
22 Ergebnis- und Bilanzanalyse
27 Geschäftssegmente
42 Risikomanagement
42 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
44 Personalentwicklung
46 Corporate Social Responsibility
48 Forschung und Entwicklung
48 Ausblick

50 KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

51 Konzernrechnung
60 Anhang (Notes)
145 Risikobericht
179 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
180 Organe der BAWAG P.S.K. AG

184 BESTÄTIGUNGSVERMERK

192 DEFINITIONEN

195 GLOSSAR


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

BRIEF DES VORSTANDS-VORSITZENDEN

Sehr geehrte Damen und Herren,

das abgelaufene Jahr war für die BAWAG P.S.K. neuerlich ein Rekordjahr. In einer Zeit großer Herausforderungen konnten wir durch eine klare Ausrichtung auf unsere Kunden, eine disziplinierte Wachstumsstrategie und kontinuierliche zukunftsorientierte Investitionen unser Geschäft weiter ausbauen. Nur dank des Engagements aller unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren wir in der Lage, eine außergewöhnliche Organisation aufzubauen und gleichzeitig unseren Kunden leicht verständliche, transparente und erstklassige Produkte anzubieten. Heute ist die BAWAG P.S.K. eine der ertragstärksten Banken in ganz Europa, ein Erfolg, auf den wir jahrelang hingearbeitet haben. Wir dürfen auf diese Leistung zu Recht stolz sein.

Entwicklung der Geschäftssegmente

Unsere erfolgreichen Ergebnisse waren nur durch einen konsequenten Fokus auf unsere Kerngeschäftssegmente und die dort getätigten Investitionen möglich. Dies gilt insbesondere für unser Retailgeschäft, in dem wir weiterhin eine führende Position auf dem österreichischen Markt einnehmen. Unser Marktanteil betrug Ende 2016 bei Konsumfinanzierungen 11,9% (+170 Basispunkte im Vergleich zum Jahresende 2015), bei Girokonten 17,5%, im Bereich KFZ-Leasing 8,7%, im Bereich Bausparen 9,7% (infolge der Übernahme der start:bausparkasse), bei Retaileinlagen 9,0%, und bei Wohnbaukrediten 7,3%. Unser österreichisches Privat- und Firmenkundengeschäft wird von der Akquisition der start:bausparkasse und der IMMO-BANK stark profitieren. Beide Transaktionen wurden im Dezember 2016 abgeschlossen und sind integraler Bestandteil unserer Wachstumspläne für den heimischen Markt.

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail verzeichnete im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von 1,2 Mrd. EUR. Wir konnten nicht nur unser Konsumkreditgeschäft steigern und unseren Produktmix weiter optimieren, sondern auch weitere Fortschritte bei der digitalen Ausrichtung der Bank sowie der transaktionsbezogenen Produktivität erzielen. Als Beispiel für die zunehmende Bedeutung unserer digitalen Vertriebsplattformen ist hervorzuheben, dass bereits mehr als 20% unserer Konsumkreditabschlüsse online getätigt wurden. Bei unseren Mobile-Banking-Services verzeichneten wir anhaltend hohe Wachstumsraten. Im Laufe des

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letzten Jahres nahm die Nutzung von Mobile Banking um 25% zu, und wir liegen nun bei über 7 Mio. Kunden-Logins pro Monat. Wie sehr sich das Kundenverhalten insgesamt geändert hat, zeigt die Tatsache, dass bereits mehr als 80% aller Transaktionen online oder an Selbstbedienungsgeräten abgewickelt wurden.

Das Segment easygroup, bestehend aus Österreichs führender Direktbank easybank, unserem KFZ- und Mobilien-Leasinggeschäft sowie unseren Portfolios mit westeuropäischen Wohnbaukrediten, konnte seine Kundenbasis weiter ausbauen und eine Reihe strategischer Maßnahmen umsetzen. Insgesamt erzielten wir im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von 460 Mio. EUR, wobei 359 Mio. EUR auf KFZ-Leasing entfielen (+9% im Vergleich zu 2015). Im September wurde darüber hinaus unsere neue Marke easyleasing erfolgreich eingeführt. Mit easyleasing werden wir auf dem österreichischen Leasingmarkt mit „einer Marke und einem Gesicht“ auftreten. Die Zusammenführung von BAWAG P.S.K. Leasing und Volksbank Leasing ermöglicht der easygroup gemeinsam mit mehreren strategischen Partnern eine weitere Stärkung ihrer Marktpräsenz und Markenbekanntheit sowie die Ausweitung ihres erstklassigen Serviceangebots auf neue Kunden und Geschäftspartner.

Der Fokus des Geschäftssegments DACH Corporates & Public Sector lag weiterhin auf der Vertiefung bestehender und dem Aufbau neuer, nachhaltiger Kundenbeziehungen, bei gleichzeitiger Verfolgung unserer strikten Preispolitik trotz des kompetitiven Umfelds. Das Segment International Business war weiterhin auf internationale Unternehmens-, Immobilien- und Portfoliofinanzierungen außerhalb der DACH-Region ausgerichtet und wird von unserer Filiale in London betreut. Sowohl im Segment DACH Corporates & Public Sector als auch im Segment International Business wurde der disziplinierte, auf risikoadäquate Erträge ausgerichtete Ansatz beim Abschluss von Neugeschäft beibehalten. In beiden Segmenten konnte im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von insgesamt 3,3 Mrd. EUR erzielt werden.

Highlights des Jahres 2016

Das vergangene Jahr war für die Bank sehr intensiv, mit einer Reihe positiver Entwicklungen. Ich möchte an dieser Stelle die Gelegenheit nutzen, einige besonders hervorzuheben.


BRIEF DES VORSTANDSVORSITZENDEN

Im April hat Moody's die langfristigen Ratings für Einlagen und vorrangige unbesicherte Verbindlichkeiten sowie das Emittentenrating der Bank neuerlich um eine Stufe auf A3 angehoben, wobei der positive Ausblick beibehalten wurde. Darüber hinaus wurde das Standalone-Rating auf baa2 sowie das Rating für nachrangige Verbindlichkeiten auf Baa3 (erstmals Investment Grade) angehoben. Moody's führte als Hauptgründe die stärker als erwartet ausgefallene Erholung der Ertragskraft, eine weitere Risikoreduktion in der Bilanz sowie den kontinuierlichen Ausbau der Kapitaladäquanzkennzahlen an. Die Ratingagentur wies zudem auf weiteres Upside-Potenzial für das Standalone-Rating hin.

Seit Juni haben wir zum besseren Verständnis und zwecks erhöhter Transparenz die Segmentierung der Geschäftsbereiche und die damit zusammenhängende Berichterstattung geändert. Dies führt zu einer klareren Darstellung unserer strategischen Ausrichtung sowie unserer Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Geschäftssegmente.

Im Juli wurde die BAWAG P.S.K. von Euromoney, einem der weltweit führenden Magazine für Bank-, Finanz- und Kapitalmarktthemen, zur „Besten Bank in Österreich 2016“ gewählt. Euromoney betonte, dass die Bank „die herausragendste Story des Jahres“ sei, und hob neben ihrem „für die Branche überdurchschnittlichen Return on Equity“ ihre Effizienz und solide Kapitalausstattung hervor.

Im Oktober haben wir zwei unbesicherte erstrangige Anleihen in Schweizer Franken mit einem Gesamtvolumen von 275 Mio. CHF emittiert, davon eine mit der niedrigsten je am Schweizer Finanzmarkt bei einer neu emittierten CHF-Bankenanleihe verzeichneten Rendite (-25 Basispunkte).

Um direkten Zugang zu Britischen Pfund zu erhalten, haben wir im November eine RMBS mit einem Volumen von 500 Mio. GBP platziert, die durch qualitativ hochwertige Hypothekarkredite in Großbritannien gedeckt wird. Es handelt sich dabei um die erste je von einer österreichischen Bank getätigte RMBS-Transaktion.

Des Weiteren wurde die BAWAG P.S.K. erstmals von Fitch geratet. Das langfristige Emittentenrating und das Standalone-Rating wurden beide mit A- festgelegt und mit einem stabilen Ausblick versehen. Die wesentlichen Ratingfaktoren waren unter anderem ein starkes, erfahrenes Management, das bereits im Zuge der Restrukturierung wesentliche Erfolge bei der Neuausrichtung des Geschäftsmodells erzielte, der konservative Risikoappetit und die den Fokus auf hochqualitative Assets in entwickelten Märkten widerspiegelnde Qualität der Aktiva sowie ein gut etablierter Markenname. Darüber hinaus hob Fitch die gute Ergebnisentwicklung des österreichischen Retailgeschäfts hervor, die durch einen Fokus auf Kostenkontrolle unterstützt wird, weiter die allgemeine Preisdisziplin sowie eine starke Kapitalisierung bzw. ein solides Abschneiden bei den regulatorischen Stresstests. Dieses Rating macht die BAWAG P.S.K. zur am besten gerateten Bank in Österreich von Fitch und Moody's sowie zu einer der wenigen Banken in Europa, die mit zwei Ratings in der Kategorie „single A“ ausgestattet sind.

Im Dezember haben wir die Akquisition der start:bausparkasse, einer großen, mit der IMMO-BANK verbundenen österreichischen Bausparkasse, erfolgreich abgeschlossen. Diese Transaktion wird unsere Marktposition im heimischen Retailgeschäft weiter stärken, unsere Expertise im Bauspargeschäft erweitern und zu einer deutlichen Zunahme des Finanzierungsvolumens mit Immobilienunternehmen und gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaften führen.

Zudem haben wir den Ausbau unseres Retailgeschäfts in Westeuropa durch die Übernahme eines weiteren Portfolios diversifizierter hochqualitativer Wohnbaukredite weiter vorangetrieben.

Schließlich hat The Banker, ein von der Financial Times herausgegebenes, internationales Bankfachmagazin, die BAWAG P.S.K. zum zweiten Mal in Folge zur „Bank des Jahres“ in Österreich gekürt. Außerdem wurde die easybank vom Magazin DerBörsianer im Dezember erneut als „Beste Direktbank in Österreich“ ausgezeichnet.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Ausblick

Wir sind überzeugt, dass sich die europäische Bankenlandschaft stark im Umbruch befindet. Faktoren wie stagnierendes Wachstum, niedrige Zinssätze, steigende regulatorische Kosten, strukturell ineffiziente Geschäftsmodelle sowie den Markteintritt von Fintechs bringen die klassischen Bank-Geschäftsmodelle unter Druck. Unsere Bank hat in den letzten fünf Jahren einen tiefgreifenden Transformationsprozess durchlebt und wird sich weiterhin an dieses sich ständig verändernde Umfeld entsprechend anpassen. Wir sind bereit, uns diesen Herausforderungen zu stellen und die sich uns bietenden einzigartigen Chancen zu nutzen.

Die starken Ergebnisse des Jahres 2016 bestätigen erneut, dass die BAWAG P.S.K. gut positioniert ist, um in einem wettbewerbsintensiven und sich ständig weiterentwickelnden europäischen Bankenumfeld erfolgreich zu bestehen. Wir werden unsere auf Österreich und Westeuropa ausgerichtete Strategie, die sich durch ihr geringes Risiko auszeichnet, fortsetzen und unseren Kunden weiterhin einfach

verständliche, transparente und erstklassige Produkte und Dienstleistungen anbieten. Wir sind stolz auf unsere Erfolge im Jahr 2016 und werden unseren erfolgreichen Weg im Jahr 2017 konsequent weitergehen, um die Position der BAWAG P.S.K. als eine der ertragsstärksten Banken in Europa zu bestätigen.

Dieser Erfolg war nur dank des Engagements und der Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglich – vielen Dank dafür! Mein Dank gilt natürlich auch unseren Kunden und Eigentümern für ihre fortdauernde Unterstützung.

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Byron Haynes
CEO und Vorstandsvorsitzender der BAWAG P.S.K. AG


UNSERE STRATEGIE

UNSERE STRATEGIE

WACHSTUM IN UNSEREN KERNMÄRKTEN

Österreich ist der Kernmarkt der BAWAG P.S.K., in dem die Marke stark verankert und landesweit gut bekannt ist. Mehr als 2,2 Millionen Kunden und zwei Drittel unserer Kundenkredite entfallen auf Österreich.

Diese auf Österreich ausgerichtete Strategie beruht auf den folgenden Alleinstellungsmerkmalen:

  • Ein gemeinsam mit der Österreichischen Post betriebenes Filialnetz, um unseren Kunden eine komfortable Möglichkeit für die Abwicklung ihrer Bank- und Postgeschäfte zu bieten.
  • easybank, unsere bestbewertete Direktbanktochter, eröffnet uns den Zugang zu einer Kundenbasis, die jene der BAWAG P.S.K. ideal ergänzt. Die easybank wird als Teil der easygroup auch als Plattform für eine grenzüberschreitende Expansion des Retailgeschäfts in weitere westeuropäische Märkte, mit besonderem Fokus auf die DACH-Region, dienen.
  • Unsere langjährige Kundenbeziehung zur Republik Österreich, für die wir als Zahlungsverkehrsdienstleister fungieren.
  • Unsere schlanke, zentralisierte Organisationsstruktur, die es uns ermöglicht, unseren Kunden im gesamten Land ein durchgehend hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten und zeitnah Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die den Ansprüchen aller unserer Privat- und Firmenkunden entsprechen.

Wir konzentrieren uns in erster Linie auf österreichische Privatkunden sowie auf KMUs und Firmenkunden, sind aber auch an der Ausweitung unseres internationalen Retailgeschäfts in ausgewählten Märkten interessiert. Wir sind bestrebt, uns sowohl in Österreich als auch in Europa als eine der effizientesten Banken zu positionieren.

Unser österreichisches Geschäft wird durch unsere internationale Tätigkeit im Bereich Unternehmens- und Immobilienfinanzierung in westlichen Industrieländern, u.a. Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten ergänzt. Diese Strategie führt zu einer stärkeren Diversifizierung der Ertragsquellen der Bank und eröffnet uns Wachstumschancen in Ländern mit stabilen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen.

Wir sind überzeugt, dass es in Österreich ebenso wie in ganz Europa zu einer Konsolidierung der Bankenlandschaft kommen wird. Dank der Neuausrichtung der Bank und unserer starken Performance in den letzten Jahren sind wir in der Lage, einmalige Chancen zum Ausbau unserer Kundenbasis sowie zum Gewinn von Marktanteilen durch organisches und akquisitorisches Wachstum zu nutzen.

In den letzten fünfzehn Monaten haben wir im Zuge unserer anorganischen Wachstumsstrategie mehrere Übernahmen getätigt. Der Kauf des KFZ-Leasinggeschäfts der ehemaligen Volksbanken machte uns zum drittgrößten KFZ-Leasinganbieter in Österreich. Weiters haben wir zwei qualitativ hochwertige Portfolios an Wohnbaukrediten in Westeuropa erworben, die uns die Expansion unseres Retailgeschäfts über die österreichischen Grenzen hinaus ermöglichen. Außerdem haben wir die start:bausparkasse, eine große österreichische Bausparkasse, und die IMMOBANK übernommen. Diese Transaktion erweitert unsere Präsenz im heimischen Retailgeschäft um den Bereich Bausparen und Bauspardarlehen mit einem Marktanteil von 9,7% in Österreich und bewirkt eine signifikante Steigerung des Finanzierungsvolumens mit Immobiliengesellschaften und sozialen Wohnbauträgern.

Für das Jahr 2017 planen wir weiteres Wachstum in der DACH-Region. Diese Region zählt zu den vermögendsten Wirtschaftsräumen in Europa mit über 100 Millionen Einwohnern, sehr starken makroökonomischen Fundamentalwerten, einem stabilen Rechtssystem und einer ausgezeichneten Kreditqualität im Privat- und Firmenkundengeschäft. Wir haben bereits erste Vorbereitungen für eine organische Expansion nach Deutschland getroffen und beabsichtigen, dort über unsere easygroup-Plattform mit dem Angebot von Direktbankdienstleistungen zu beginnen. Bereits im ersten Halbjahr 2017 sollen deutschen Kunden Bankprodukte angeboten werden. Wir prüfen derzeit auch andere Möglichkeiten anorganischen Wachstums, vor allem in der DACH-Region, die unsere Expansionspläne beschleunigen würden.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

UNSEREN KUNDEN DAS LEBEN EINFACHER MACHEN

Wir wollen sicherstellen, dass unsere Kunden ihre Bankgeschäfte so gut und angenehm wie möglich über unsere digitalen und physischen Vertriebsschienen abwickeln können. Unsere digitalen Initiativen dienen daher allesamt der Erhöhung des Kundenkomforts und der Kundenzufriedenheit.

Folgende Maßnahmen sind für den Aufbau und den Erhalt erfolgreicher Kundenbeziehungen entscheidend und machen unseren Kunden das Leben einfacher:

  • Einfachheit und Konsistenz unseres Produktportfolios als Ausdruck unseres Bekenntnisses zu einem klaren, fairen und transparenten Bankgeschäft auf allen unseren Vertriebswegen.
  • Digitalisierung der gesamten Prozesskette, sodass unsere Kunden jederzeit und überall Zugang zur gesamten Palette unserer Produkte und Dienstleistungen haben und nahtlos zwischen verschiedenen Vertriebsschienen wechseln können.
  • Einsatz von Big-Data-Analytik, um sowohl neue als auch bestehende Kunden besser verstehen zu lernen und sie gezielt mit personalisierten und maßgeschneiderten Produkten anzusprechen.

  • Stärkung unserer bereits bestehenden erfolgreichen Kooperationen und Aufbau neuer Partnerschaften vor allem im digitalen Bereich zur Weiterentwicklung unseres Retailgeschäfts und zur Ausweitung unseres Produkt- und Serviceangebots.

Wir sind davon überzeugt, dass unsere Kunden eine Bank bevorzugen, deren Produkte sich durch Verständlichkeit und Transparenz auszeichnen. Daher ist sowohl unser traditionelles als auch unser Online-Produktangebot darauf ausgerichtet, unseren Kunden klare, faire und transparente Bankdienstleistungen anzubieten.

Wir investieren laufend in alle unsere Vertriebswege, um unseren Kunden jederzeit und überall attraktive Spar-, Kredit-, Leasing-, Versicherungs-, Bauspar- und Anlageprodukte anbieten zu können. Zur Steigerung der Kundenzufriedenheit im Umgang mit unseren Produkten und Dienstleistungen setzen wir auf intuitive Benutzeroberflächen, die den nahtlosen Wechsel zwischen verschiedenen Vertriebswegen ermöglichen.

EFFIZIENZ ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG

Der gesamte europäische Bankensektor ist nach wie vor mit den negativen Auswirkungen des stagnierenden Wirtschaftswachstums, einer seit Jahren bestehenden Niedrigzinslandschaft, einem anhaltenden Preisdruck sowie erhöhten regulatorischen Anforderungen und strukturell schwachen Geschäftsmodellen konfrontiert. Außerdem drängen immer mehr Unternehmen von außerhalb des traditionellen Finanzsektors (Fintechs) in den Markt, die Marktanteile erobern und die klassischen Ertragsquellen von Banken und anderen Finanzinstituten beeinträchtigen. Dadurch sind wir einem immer härter werdenden Wettbewerb ausgesetzt.

Wir sind überzeugt, dass Banken in diesem herausfordernden Umfeld keine andere Wahl haben, als ihre Geschäftsmodelle und Kostenstruktur anzupassen, um effizienter zu werden. Angesichts der verstärkten Konkurrenz durch bestehende und neue Marktteilnehmer ist das traditionelle Kostenparadigma in Frage zu stellen.

Auch im Jahr 2017 konzentrieren wir uns weiterhin auf die Optimierung unserer Prozesse und die Erhöhung der operativen Exzellenz. Die Eckpfeiler unseres Ansatzes zur Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung lauten wie folgt:

  • Automatisierung und Vereinfachung unserer Prozesse, Transfer in die digitale Welt, Stärkung unserer Rechen- und Analysefähigkeiten und Erhöhung der Kundenzufriedenheit. Auf Basis unserer mehrjährigen IT-Roadmap werden wir die Infrastruktur kontinuierlich verbessern und neue Technologien zum Nutzen unserer Kunden einsetzen.
  • Weitere Rationalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen mit dem Ziel der Straffung und Standardisierung unseres Produktangebots (online und offline) und der Optimierung unseres Gesamtauftritts.
  • Analyse unserer gesamten Wertschöpfungskette zur Identifizierung von Kernkompetenzen im Front, Middle und Back Office sowie Nutzung von konzerninternen Plattformen und potentiellen Kooperationen.

UNSERE STRATEGIE

SICHER UND SOLIDE

Eine starke Kapitalausstattung, stabile Einlagen sowie niedrige und kalkulierbare Risikokosten bei allen unseren Produkten bilden die Grundlage für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie und die Erreichung unserer Ziele. Das Management bekennt sich zu einer auf Sicherheit und niedriges Risiko ausgerichteten Unternehmensführung.

Die Bank erfüllt bereits alle Kapitalanforderungen gemäß CRR ohne Berücksichtigung von Übergangsvorschriften. Die wichtigsten Erfordernisse betreffen die Kern- und Gesamtkapitalquoten und eine konservative Leverage Ratio, da wir uns zum Ziel gesetzt haben, weiterhin eine der am besten kapitalisierten Banken in Österreich und Europa zu sein.

Wir sind der Auffassung, dass unsere CET1 Quote unter Vollanwendung der CRR langfristig mindestens 12% betragen sollte, um uns von Konjunkturzyklen unabhängig zu machen und die nötige Flexibilität für unsere Wachstumsinitiativen zu gewährleisten. Außerdem steuern wir die Bank unter Einhaltung eines im Vergleich zu unseren Mitbewerbern niedrigen Leverage, der zum Jahresende 2016 bei 13,9x oder 7,2% Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme lag. Unsere Leverage Ratio unter Vollanwendung der CRR betrug zum selben Zeitpunkt 6,3%.

Alle unsere Entscheidungen zur Geschäftsentwicklung und zur Kapitalallokation orientieren sich vorrangig an der Erreichung und Einhaltung unserer Kapitalziele. Wir prüfen daher in jeder Geschäftseinheit unter Berücksichtigung der Kapitalunterlegung detailliert das Risiko-/Ertrags-Verhältnis.

Einlagen von Privat- und Firmenkunden bilden seit Jahren den Kern unserer Refinanzierungsstrategie und werden auch in Zukunft die wichtigste Refinanzierungsquelle unserer Bilanz darstellen. Ergänzt werden unsere Einlagen durch diversifizierte Kapitalmarktrefinanzierungen sowohl in Form unbesicherter Anleihen als auch in Form fundierter Bankschuldverschreibungen, die mit Hypotheken und Darlehen an die öffentliche Hand besichert sind.

Unser langfristiges Ziel ist die Beibehaltung einer starken Einlagenbasis und einer diversifizierten Kapitalmarktfinanzierung. Das Verhältnis von besicherter Refinanzierung zum gesamten Refinanzierungsvolumen lag zum 31. Dezember 2016 bei 12%, was die insgesamt niedrige Belastung unserer Aktiva widerspiegelt. Die Liquidity Coverage Ratio betrug zum Jahresende 2016 138%.

In den vergangenen Jahren haben wir beachtliche Fortschritte bei der Bereinigung der Bilanz erzielt, wie zum Beispiel durch Verkäufe nicht zum Kerngeschäft gehörender Aktiva, die Abschreibung von Nicht-Kerngeschäftseinheiten, den Verkauf von Altbeständen an Non-Performing Loans und strukturierten Produkten sowie die Umstrukturierung und Rationalisierung von Tochtergesellschaften.

Wie die niedrigen Risikokosten im Jahr 2016 bestätigten, haben wir unsere Bilanz bereinigt und sind überzeugt, dass die Risikokosten der Bank bereits ein prognostizierbares Niveau erreicht haben und die Stabilität unserer Geschäftsbereiche und Märkte reflektieren.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

DER VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG

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Sat Shah
Chief Operating Officer

Byron Haynes
CEO und Vorstandsvorsitzender

Anas Abuzaakouk
Chief Financial Officer

Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

Stefan Barth
Chief Risk Officer


CORPORATE GOVERNANCE

CORPORATE GOVERNANCE

ÖSTERREICHISCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Im Jahr 2006 verpflichtete sich die BAWAG P.S.K. AG freiwillig den Österreichischen Corporate Governance Kodex („Kodex“) für börsennotierte österreichische Unternehmen anzuwenden. Seit 2009 erstellt und veröffentlicht die Bank jährlich einen Corporate Governance Bericht (http://www.bawagpsk.com/CorporateGovernanceBerichte).

Die Überprüfung der Einhaltung des Kodex im Jahr 2016 durch unabhängige Dritte ergab, dass die Bank alle wesentlichen Bestimmungen des Kodex erfüllt.

AUFSICHTSRAT

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K. AG aus zwölf Mitgliedern.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats beinhaltet die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats, die Definition der einzelnen Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie deren Aufgaben. Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Zusammensetzung der Ausschüsse sind im Kapitel „Organe der BAWAG P.S.K. AG“ dargestellt.

Prüfungs- und Complianceausschuss

Der Prüfungs- und Complianceausschuss beschäftigt sich insbesondere mit der Prüfung der laufenden Rechnungslegung, der Prüfung des Jahresabschlusses und des internen Kontrollsystems der Bank sowie der Überwachung der Unabhängigkeit und Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers. Auch die jährlichen Prüfungspläne sowie Berichte über die Tätigkeiten der Innenrevision und des Compliance Office der Bank werden dem Prüfungs- und Complianceausschuss vorgelegt. Der Leiter der Innenrevision und der Compliance Officer haben direkten Zugang zum Vorsitzenden und den Mitgliedern des Prüfungs- und Complianceausschusses.

Risiko- und Kreditausschuss

Die Genehmigung der Gewährung von Darlehen und Krediten (sowie anderer Ausgestaltungsformen der Finanzierung) an einzelne Kreditnehmer oder an eine Gruppe verbundener Kunden im Sinne von Art. 392 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Veranlagungen ab 10% der anrechenbaren Eigenmittel) ist an den vom Aufsichtsrat eingerichteten Risiko- und Kreditausschuss delegiert. Über die im Risiko- und Kreditausschuss genehmigten Großkredite wird dem Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich berichtet. Der Risiko- und Kreditausschuss ist weiter für die Entscheidung über Organgeschäfte gemäß § 28 BWG sowie für die Genehmigung von wesentlichen Kreditrichtlinien zuständig. Zudem berät er den Aufsichtsrat hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Bank und überwacht die Wirksamkeit und Effizienz des Risikomanagements sowie die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorschriften.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss beschäftigt sich mit der Vorstandsnachfolgeplanung und führt regelmäßige Fit & Proper-Evaluierungen der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder durch. Neben anderen Themen ist der Nominierungsausschuss für die Genehmigung der Übernahme von Leitungsfunktionen von Vorstandsmitgliedern in Unternehmen außerhalb des Konzerns verantwortlich.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss beschäftigt sich mit der Genehmigung der allgemeinen Grundsätze der Vergütungspolitik. Er überwacht weiter die Vergütungspolitik, Vergütungspraktiken und vergütungsbezogenen Anreizstrukturen im Sinne des § 39c BWG, soweit sie nicht Vorstandsmitglieder betreffen.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen der Bank und den Mitgliedern des Vorstands. Er entscheidet beispielsweise über den Inhalt von Anstellungs- und Auflösungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern sowie über die Vorstandsvergütungen und Zielvereinbarungen. Er überwacht weiter die Vergütungspolitik, Vergütungspraktiken und vergütungsbezogenen Anreizstrukturen im Sinne des § 39c BWG, soweit sie Vorstandsmitglieder betreffen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Besonderer Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen

Der Besondere Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen überprüft, ob Transaktionen der BAWAG P.S.K. AG bzw. der Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K. AG mit Related Parties gemäß

IAS 24 („Related Parties“) zu marktüblichen Konditionen erfolgen, die nicht günstiger sind als solche an fremde Dritte. Jede Related-Parties-Transaktion erfordert die Genehmigung dieses Ausschusses, die nur erteilt werden darf, wenn festgestellt wird, dass die Related-Parties-Transaktion zu marktüblichen Konditionen bzw. zu Konditionen nicht günstiger als an fremde Dritte geschlossen wurde.

VORSTAND

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Vorstand der BAWAG P.S.K. AG aus fünf Mitgliedern.

Byron Haynes ist Chief Executive Officer (CEO) und Vorstandsvorsitzender. Er ist weiter für das Geschäftssegment BAWAG P.S.K. Retail verantwortlich. Corey Pinkston ist Vorstandsmitglied für DACH Corporates & Public Sector, International Business und Treasury Services & Markets. Anas Abuzaakouk ist Chief Financial Officer und Stefan Barth Chief Risk Officer. Sat Shah ist neben seiner Funktion als Chief Operating Officer auch für das Segment easygroup zuständig.

Die Geschäftsordnung des Vorstands definiert dessen Verantwortungsbereich und dessen Aufgaben. Gemäß dieser

Geschäftsordnung hat der Vorstand das Recht, Ausschüsse zu bilden und diesen Ausschüssen Statuten zu geben. Folgende Vorstandsausschüsse bestehen:

  • das Enterprise Risk Meeting zur Gesamtbankrisikosteuierung,
  • das Credit Approval Committee, in welchem über Finanzierungen ab einer bestimmten Größenordnung entschieden wird, sowie
  • das Strategische Asset Liability Committee, welches sich mit strategischen Themen der Kapital- und Liquiditätsplanung sowie mit operativen Themen der Aktiv-Passiv-Steuerung beschäftigt.

COMPLIANCE

Das Compliance Office berichtet direkt an den Gesamtvorstand. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Prüfungs- und Complianceausschuss der Bank.

Die wesentlichen Aufgaben des Compliance Office umfassen die Verhinderung von Geldwäsche und die Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, die Überwachung der Einhaltung von Sanktionen, Wertpapier-Compliance, Vermeidung von Insiderhandel und Marktmissbrauch sowie von Interessenskonflikten. Es besteht eine Reihe von detaillierten Richtlinien, die der Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften dienen.

Neben sämtlichen relevanten gesetzlichen Regelungen, wie beispielsweise dem Wertpapieraufsichtsgesetz, existiert ein für alle Mitarbeiter verpflichtender Code of Conduct,

welcher unter anderem Richtlinien für die Geschäftsgebung, die Kundenbetreuung, Fälle von Interessenskonflikten sowie zur Vorbeugung von Marktmissbrauch und Geldwäsche beinhaltet. Eine detaillierte Antikorruptionsrichtlinie regelt die Geschenkannahme und Geschenkvergabe und sensibilisiert sowohl die Mitarbeiter als auch das Management in Bezug auf die bestehenden Antikorruptionsvorschriften.

Die BAWAG P.S.K. AG ist überdies seit 2012 Mitglied bei Transparency International Austrian Chapter (TI-AC). Dieser gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das allgemeine Bewusstsein gegen Korruption und für Transparenz in Österreich zu erhöhen und die Umsetzung einschlägiger Maßnahmen und Reformen zu erleichtern.


BERICHT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN DER BAWAG P.S.K. AG

BERICHT DES AUFSICHTSRATSVORSITZENDEN DER BAWAG P.S.K. AG

Der Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K. AG führte sämtliche Aufgaben, die ihm laut Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, ordnungsgemäß aus. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat schriftlich oder mündlich rechtzeitig und umfassend über alle wesentlichen Themen. Zusätzlich zu periodischen Sitzungen diskutierten die Vorsitzenden des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses sowie des Risiko- und Kreditausschusses mit den Vorstandsmitgliedern laufende Geschäftsangelegenheiten. Weitere Details zur Zusammensetzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse sowie deren Arbeitsweise wurden von Vorstand und Aufsichtsrat im Corporate Governance Bericht 2016 offengelegt. Die Tätigkeiten des Vorstands der Bank wurden laufend überwacht und der Vorstand wurde regelmäßig beraten.

AUFSICHTSRAT

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Aufsichtsrat aus zwölf Mitgliedern. Im Mittelpunkt stand die Besprechung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses 2015. Der Aufsichtsrat diskutierte die Wahl der Wirtschaftsprüfer für das Jahr 2017.

Der Aufsichtsrat genehmigte unter anderem die Risikostrategie für 2016 und diskutierte den Corporate Governance Bericht sowie die Marktmissbrauchsverordnung (insbesondere Directors' Dealings). Weiters genehmigte der Aufsichtsrat die Verlängerung aller Vorstandsmandate. Im Laufe des Jahres diskutierte der Aufsichtsrat die HR-Entwicklung von Talenten sowie die Nachfolge- und Karriereplanung. Der Aufsichtsrat genehmigte zudem das Budget für 2017 sowie den Erwerb der start:bausparkasse und der IMMO-BANK.

Die Tagesordnung jeder Sitzung enthielt die Diskussion der Geschäfts- und Kapitalentwicklung. Regelmäßig erfolgten Berichte zu den Verfahren gegen die Stadt Linz sowie zur Integration der Volksbank Leasing, der start:bausparkasse und der IMMO-BANK.

SITZUNGEN DER AUSSCHÜSSE DES AUFSICHTSRATS

Prüfungs- und Complianceausschuss

Der Schwerpunkt des Prüfungs- und Complianceausschusses lag auf der Prüfung des Jahresabschlusses 2015 und dem Bericht des Wirtschaftsprüfers sowie den Jahresberichten der Innenrevision und des Compliance Office. Im Laufe des Jahres besprach der Ausschuss die Empfehlung zur Bestellung des Bankprüfers. Der Prüfungs- und Complianceausschuss überwachte zudem laufend die Unabhängigkeit und die Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers. Der Ablauf der Abschlussprüfung 2016 war Thema in mehreren Sitzungen.

Neben den quartalsmäßigen Berichten der Innenrevision und von Compliance genehmigte der Prüfungs- und Complianceausschuss die Jahresprüfpläne für 2017. Die Tagesordnung jeder Sitzung enthielt Berichte über für die Bank rechtlich relevante Sachverhalte und regulatorische Themen.

Sowohl der Bankprüfer als auch der Leiter der Innenrevision waren in allen Sitzungen anwesend. Zudem gab es außerhalb der Sitzungen Treffen des Ausschusses mit dem Bankprüfer sowie dem Compliance Officer und dem Leiter der Innenrevision in Abwesenheit der Mitglieder des Vorstands.

Risiko- und Kreditausschuss

Neben der Genehmigung von Krediten an einzelne Kreditnehmer und Gruppen verbundener Kunden gemäß § 28b BWG befasste sich der Risiko- und Kreditausschuss mit der Risikostrategie für 2016 sowie mit allgemeinen Kreditrisikothemen wie den Limitprolongationen der Organgeschäfte und dem jährlichen Bericht zu den wesentlichsten Beteiligungen und ihren Limitprolongationen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die Ergebnisse der Vor-Ort-Prüfung der OeNB zum Liquiditätsmanagement, eine Information über den Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) 2016, die Planung der Risikorichtlinien 2017 und die geplante Umsetzung von IFRS 9 wurden im Risiko- und Kreditausschuss präsentiert. Der Risiko- und Kreditausschuss genehmigte zudem den Kauf eines Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa und berichtete darüber an den Aufsichtsrat.

Der Risikobericht der Bank, der unter anderem die Risikotragfähigkeitsrechnung und Berichte zum Corporate-, Retail- und Marktrisiko enthält, war ein regelmäßiger Punkt auf der Tagesordnung des Risiko- und Kreditausschusses.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat die Verlängerung aller Vorstandsmandate. Die jährliche Fit & Proper-Evaluierung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder inklusive der Genehmigung der Vorstandsmandate außerhalb des BAWAG P.S.K. Konzerns wurde durchgeführt.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss (gemäß § 39c BWG) aktualisierte die Vergütungsrichtlinie. Weiters wurden die statistische

Bonusübersicht 2015 im Sinne der regulatorischen Vorgaben und der Vergütungsrichtlinie sowie die Überprüfung der regulatorischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Vergütungsrichtlinie und den Innenrevisionsbericht präsentiert.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten diskutierte und genehmigte die Vorstandsvergütungen. Der Ausschuss diskutierte auch den bankweiten Bonustopf 2016, das regulatorische Update zur Vergütung, die Änderung der Vergütungsrichtlinie und die Überprüfung der regulatorischen Rahmenbedingungen in Bezug auf die Vergütungsrichtlinie und den Innenrevisionsbericht.

Besonderer Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen („related parties“)

Der Besondere Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen („Related Parties“) genehmigte mehrere Geschäftsfälle mit Related Parties und behandelte im Dezember 2016 das gesamte Portfolio.

Sämtliche Ausschüsse berichteten dem gesamten Aufsichtsrat regelmäßig über ihre Diskussionen und Beschlüsse.

JAHRESABSCHLUSS

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft prüfte den Jahresabschluss und den Konzernabschluss 2016. Die Prüfung ergab keine Beanstandungen. Den gesetzlichen Vorschriften wurde vollinhaltlich entsprochen und der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt. Nach eingehender Diskussion genehmigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2016, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Der Konzernabschluss 2016 wurde vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen.

Abschließend möchte ich im Namen des gesamten Aufsichtsrats dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung und ihr fortwährendes Engagement im Jahr 2016 meinen Dank aussprechen.

Franklin W. Hobbs
Vorsitzender des Aufsichtsrats der BAWAG P.S.K. AG


Konzernlagebericht


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNGEN

Makroökonomische Trends

2016 erhöhte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 1,5% gegenüber 1,0% im Jahr 2015. Eine Wende im Investitionszyklus sowie solides Wachstum der privaten Konsumausgaben kurbelten das Wirtschaftswachstum an. Der private Konsum wurde weiterhin durch die demographische Entwicklung und durch die Steuerreform 2016 unterstützt, während Nettoexporte einen negativen Wachstumsbeitrag lieferten. Somit löste seit 2015 die Inlandsnachfrage den Außenhandel als Wachstumstreiber in Österreich ab. Dem geringfügigen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,7% stand ein konstant hohes Beschäftigungswachstum von rund 1,5% gegenüber. Sowohl die Unternehmen als auch die privaten Haushalte wiesen weiterhin eine solide Finanzlage auf.

Marktentwicklung

Die starke Nachfrage nach Hypothekarkrediten führte 2016 zu einem Anstieg der gesamten Kreditnachfrage privater Haushalte in Österreich. Die Kundeneinlagen privater Haushalte stiegen stärker als die Verbraucherpreisentwicklung. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten blieb stabil und hinkte somit der gesamtwirtschaftlichen Investitionstätigkeit hinterher, die 2016 deutlich zunahm.

Verschiedenste Entwicklungen deuten auf ein Anhalten des starken Wachstumsumfeldes im Jahr 2017 und darüber

hinaus hin. Aufgrund der Wende im Investitionszyklus gehen wir von einem dynamischen Investitionsumfeld aus. Der Wohnbau dürfte durch die sich verbessernde demografische Entwicklung (jährliches Bevölkerungswachstum in Wien von 1,4% während der nächsten fünf Jahre erwartet) sowie durch eine öffentliche Wohnbauinitiative (5,75 Mrd. EUR; 30.000 zusätzliche Wohnungen bis 2022) gestützt werden.

Ausblick

Die Aussichten für die österreichische Wirtschaft im Jahr 2017 bleiben optimistisch und bieten im Vergleich zu den letzten Jahren günstigere Wachstumsmöglichkeiten in verschiedenen Segmenten. Ein dynamisches Investitionsumfeld wird voraussichtlich zur Stützung der Unternehmenskreditnachfrage beitragen. Wir gehen für 2017 von einem Anstieg der Kreditnachfrage der privaten Haushalte aus, die voraussichtlich durch eine anhaltend starke Nachfrage nach Wohnbaukrediten getragen wird. Durch die erwartete Verbesserung der finanziellen Lage der Haushalte gehen wir von niedrigen Kreditausfallsraten aus. Wir erwarten, dass die Märkte in Europa weiterhin stark vom üppigen Liquiditätsumfeld geprägt sein werden. Mit ihrem Schwerpunkt auf dem österreichischen Retailgeschäft und ausgewählten westlichen Industrieländern ist die BAWAG P.S.K. im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt.

REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN¹)

Die direkte Aufsicht über die bedeutendsten Finanzinstitute der Eurozone, inklusive der BAWAG P.S.K., wird gemäß dem Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) weiterhin durch die EZB ausgeübt. Die wichtigsten Prioritäten im Jahr 2016 waren die Themen Kapitaladäquanz (aufsichtliche Stresstests, Evaluierung interner Modelle etc.), Liquidität, Risiko Governance und Datenqualität. Die Vorbereitungen zur operativen Implementierung der zweiten Säule der Bankenunion gemäß dem Einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus (Single Resolution Mechanism – SRM) wurden 2016 weitergeführt.

Zusätzlich zu den Mindestanforderungen unter der Kapitaladäquanzverordnung (CRR) hat die EZB den einzelnen Banken stringentere Kapitalanforderungen gemäß dem

Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) auferlegt. Die CET1-Mindestkapitalquote gemäß dem SREP für 2016 betrug für die BAWAG P.S.K. 9% (inklusive eines Systemrisikopuffers von 0,25%). Für 2017 wird die CET1 SREP-Mindestanforderung 8% betragen (inklusive eines Systemrisikopuffers von 0,50%). Zusätzlich zu dieser Mindestanforderung wird im SREP für 2017 von der Aufsicht erstmalig eine Säule-2-Empfehlung (Pillar 2 Guidance) vorgegeben. Die Säule-2-Empfehlung beträgt 1%. Die Aufsicht erwartet damit die Einhaltung einer CET1 Quote von 9% (8% SREP-Mindestanforderung plus 1% Säule-2-Empfehlung).

Die BAWAG P.S.K. hat von Beginn an ihre Kapitalstruktur entsprechend der Vollanwendung der CRR ohne Berücksichtigung von Übergangsregelungen gesteuert. Unsere

1) Die SREP-Mindestanforderung wird auf Ebene der Promontoria Sacher Holding N.V. vorgeschrieben, was der höchsten aufsichtsrechtlichen Konsolidierungsebene entspricht. In diesem Kapitel ist „BAWAG P.S.K.“ als „Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe“ zu verstehen.


KONZERNI-AGERERICHT

angestrebte CET1 Quote für 2016 unter Vollanwendung der CRR war zumindest 12%, wobei wir letztlich zum 31. Dezember 2016 eine deutlich stärkere CET1 Quote von 15,0% ausweisen konnten und damit die regulatorischen Mindestvorgaben deutlich übererfüllten. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote unter Vollanwendung der CRR von zumindest 12% beibehalten.

Die Delegierte Verordnung der Europäischen Kommission zur Verschuldungsquote (Leverage Ratio) trat 2015 in Kraft. Derzeit besteht keine aufsichtsrechtliche Mindestanforderung für die Leverage Ratio. Die Leverage Ratio betrug zum Jahresende 2016 unter Vollanwendung der CRR 6,3%. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wurde als bindende regulatorische Anforderung im Oktober 2015 wirksam. Die Mindestanforderungen belaufen sich auf 70% für 2016, danach ansteigend auf 80% für 2017 und schließlich auf 100% ab 2018. Wir betrachten den Erhalt einer robusten Liquiditätsausstattung als eine unserer Kernaufgaben und erreichten zum Jahresende 2016 eine LCR von 138%. Im Zuge des SREP für 2016 und 2017 wurde keine zusätzliche LCR-Anforderung für die BAWAG P.S.K. festgelegt.

Für 2017 erwarten wir für europäische Finanzinstitute ein sich weiterhin sehr rasch änderndes regulatorisches Umfeld. Die Europäische Kommission veröffentlichte im November 2016 ein Reformpaket mit umfassenden Änderungsvorschlägen zur CRR, der CRD IV sowie der BRRD. Die wesentlichen Eckpunkte der Reformvorschläge sind:

  • Schaffung des regulatorischen Rahmenwerks für die Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC) sowie die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL)

  • Harmonisierung der insolvenzrechtlichen Behandlung einer neu zu schaffenden Klasse an nicht vorrangigen Anleihen zur Stärkung der Verlustabsorptionsfähigkeit der Banken

  • Festlegung einer Mindestanforderung zur Leverage Ratio (aktueller Vorschlag bei 3%)
  • Operative Umsetzung der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR) als aufsichtsrechtlich verbindliche Anforderung im Jahr 2018

Die Europäische Kommission plant die Finalisierung des Reformpakets bis Ende 2017.

Ein weiteres wichtiges aufsichtsrechtliches Reformvorhaben, das im Jahr 2017 umgesetzt werden soll, ist die Finalisierung von Basel III durch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (oft als Basel IV bezeichnet).

Die Einführung von IFRS 9 als neuer Rechnungslegungsstandard für Finanzinstrumente ist eine weitere relevante Entwicklung für die Finanzdienstleistungsbranche. Die Erstanwendung des neuen Standards ist für 1. Jänner 2018 geplant, und die BAWAG P.S.K. ist bei der Umsetzung auf gutem Weg.

Wir werden die regulatorischen Entwicklungen weiterhin proaktiv beobachten, sich daraus ergebende Änderungen zeitnah implementieren und in unseren Geschäftsaktivitäten entsprechend berücksichtigen. Auf Basis ihrer starken Kapitalausstattung und ihres profitablen Geschäftsmodells sieht sich die BAWAG P.S.K. für die zukünftigen Anforderungen gut gerüstet.


BAWAG P.S.K. KONZERN GESCHÄFTSBERICHT 2016

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Die BAWAG P.S.K. hat 2016 ihren erfolgreichen Weg weiter fortgesetzt und starke Ergebnisse erzielt.

Einige Highlights sind besonders hervorzuheben:

  • Die BAWAG P.S.K. erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Jahresüberschuss vor Steuern von 474,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung von 5,8% gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg ist auf höhere operative Kernrträge sowie geringere operative Aufwendungen und niedrigere Risikokosten zurückzuführen.
  • Der Nettozinsertrag stieg im Jahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr trotz des anhaltend niedrigen Zinsumfelds um 1,1% auf 730,0 Mio. EUR.
  • Die Nettozinsmarge blieb weitgehend stabil bei 2,3%, was auf das verbesserte Risiko-/Ertrags-Profil der Bank und die Optimierung der Passivseite zurückzuführen ist.

  • Unsere konsequente Ausrichtung auf Kosteneffizienz hatte weiterhin positive Auswirkungen auf die operativen Aufwendungen, die 2016 um 4,9% auf 435,5 Mio. EUR gesenkt werden konnten. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2,5 Prozentpunkte weiter auf 44,0%.

  • Die regulatorischen Aufwendungen, die sich im Wesentlichen aus der Bankenabgabe sowie den Beiträgen zum Einlagensicherungsfonds und zum Einheitlichen Bankenabwicklungsfonds zusammensetzen, stiegen im Jahr 2016 um 25,3% auf 46,1 Mio. EUR.
  • Die Risikokosten gingen im Jahr 2016 infolge der allgemeinen Verbesserung der Kreditqualität in den einzelnen Geschäftssegmenten um 6,8% auf 42,7 Mio. EUR zurück.
  • Unsere Kapitalbasis hat sich – ausgehend von einem bereits hohen Niveau – weiter verbessert. Die CET1 Quote betrug zum 31. Dezember 2016 15,0% und die Gesamtkapitalquote 17,8% (beide unter Vollanwendung der CRR) im Vergleich zu 12,9% bzw. 15,8% Ende 2015.

KONZERNI-AGERERICHT

ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. EUR 2016 2015 Veränderung Veränderung (%)
Zinserträge 1.024,5 1.051,3 -26,8 -2,5
Zinsaufwendungen -297,8 -339,2 41,4 -12,2
Dividendenerträge 3,3 10,2 -6,9 -67,6
Nettozinsertrag 730,0 722,3 7,7 1,1
Provisionserträge 276,3 292,3 -16,0 -5,5
Provisionsaufwendungen -83,4 -106,4 23,0 -21,6
Provisionsüberschuss 192,9 185,9 7,0 3,8
Operative Kernerträge 922,9 908,2 14,7 1,6
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 67,6 75,7 -8,1 -10,7
Operative Erträge 990,5 983,9 6,6 0,7
Operative Aufwendungen -435,5 -457,7 22,2 -4,9
Regulatorische Aufwendungen -46,1 -36,8 -9,3 25,3
Operatives Ergebnis 508,9 489,4 19,5 4,0
Rückstellungen und Kreditrisikovorsorgen -29,7 -36,9 7,2 -19,5
Außerplanmäßige Abschreibungen -0,4 -1,1 0,7 -63,6
Operationelles Risiko -12,6 -7,8 -4,8 61,5
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen 8,0 4,6 3,4 73,9
Jahresüberschuss vor Steuern 474,2 448,2 26,0 5,8
Steuern vom Einkommen -83,3 -30,3 -53,0 >100
Jahresüberschuss nach Steuern 390,9 417,9 -27,0 -6,5
Nicht beherrschende Anteile 0,3 0,0 0,3 100
Nettogewinn 390,6 417,9 -27,3 -6,5

Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg im Jahr 2016 um 26,0 Mio. EUR bzw. 5,8% auf 474,2 Mio. EUR. Die Steigerung ist auf höhere operative Erträge und niedrigere operative Aufwendungen und Risikokosten zurückzuführen. Der Anstieg der regulatorischen Aufwendungen wurde durch diese positiven Entwicklungen kompensiert.

Der Nettozinsertrag konnte im Jahr 2016 im Wesentlichen aufgrund einer Steigerung des Nettobestandes und niedrigerer Refinanzierungskosten um 7,7 Mio. EUR bzw. 1,1% auf 730,0 Mio. EUR gesteigert werden. Die Nettozinsmarge der Bank verblieb weitestgehend stabil bei 2,3%.

Der Provisionsüberschuss stieg im Jahr 2016 um 7,0 Mio. EUR bzw. 3,8% auf 192,9 Mio. EUR.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die Position Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten und sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen ging im Jahr 2016 um 8,1 Mio. EUR bzw. 10,7% auf 67,6 Mio. EUR zurück.

Die operativen Aufwendungen gingen im Jahr 2016 infolge der Senkung der sonstigen Verwaltungsaufwendungen um 22,2 Mio. EUR bzw. 4,9% auf 435,5 Mio. EUR zurück.

Darin enthalten sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 26,4 Mio. EUR. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich im Vergleich zu 2015 um 2,5 Prozentpunkte auf 44,0%.

Rückstellungen und Kreditrisikovorsorgen gingen im Jahr 2016 um 7,2 Mio. EUR bzw. 19,5% auf 29,7 Mio. EUR zurück.

Aktiva

in Mio. EUR 2016 2015 Veränderung Veränderung (%)
Barreserve 1.020 809 211 26,1
Finanzielle Vermögenswerte 6.403 6.275 128 2,0
Zur Veräußerung verfügbar 3.196 2.732 464 17,0
Bis zur Endfälligkeit gehalten 2.353 2.290 63 2,8
Handelsbestand 652 950 -298 -31,4
Zum Zeitwert über die GuV geführt 202 303 -101 -33,3
Kredite und Forderungen 30.825 27.396 3.429 12,5
Kunden 28.500 24.713 3.787 15,3
Schuldtitel 692 973 -281 -28,9
Kreditinstitute 1.633 1.710 -77 -4,5
Sicherungsderivate 677 469 208 44,3
Sachanlagen 56 63 -7 -11,1
Immaterielle Vermögenswerte 141 104 37 35,6
Steueransprüche für laufende Steuern 5 9 -4 -44,4
Steueransprüche für latente Steuern 153 238 -85 -35,7
Sonstige Vermögenswerte 176 143 33 23,1
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden 9 -9 -100
Summe Aktiva 39.456 35.515 3.941 11,1

Die finanziellen Vermögenswerte betrugen zum 31. Dezember 2016 6.403 Mio. EUR und blieben damit im Vergleich zu 2015 im Wesentlichen stabil.

Kredite und Forderungen an Kunden zeigten zum 31. Dezember 2016 einen Anstieg um 3.787 Mio. EUR bzw. 15,3% auf 28.500 Mio. EUR, was primär auf das Wachstum bei Konsumkrediten und im internationalen Geschäft sowie den Kauf der start-bausparkasse, der IMMO-BANK und eines weiteren Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa zurückzuführen ist.

Steueransprüche für latente Steuern gingen um 85 Mio. EUR bzw. 35,7% auf 153 Mio. EUR zurück.


KONZERNI-AGERERICHT

Passiva

in Mio. EUR 2016 2015 Veränderung Veränderung (%)
Verbindlichkeiten 36.608 32.755 3.853 11,8
Finanzielle Verbindlichkeiten 34.694 30.857 3.837 12,4
Zum Zeitwert über die GuV geführt 1.115 1.269 -154 -12,1
Eigene Emissionen 1.115 1.269 -154 -12,1
Handelsbestand 617 1.071 -454 -42,4
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 32.962 28.517 4.445 15,6
Kunden 25.998 21.695 4.303 19,8
Eigene Emissionen 4.900 3.236 1.664 51,4
Kreditinstitute 2.064 3.586 -1.522 -42,4
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen 300 621 -321 -51,7
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 223 169 54 32,0
Sicherungsderivate 260 106 154 >100
Rückstellungen 404 419 -15 -3,6
Steuerschulden für laufende Steuern 17 3 14 >100
Steuerschulden für latente Steuern 29 3 26 >100
Sonstige Verbindlichkeiten 681 577 104 18,0
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden 0
Gesamtkapital 2.848 2.760 88 3,2
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist 2.846 2.759 87 3,2
Nicht beherrschende Anteile 2 1 1 100
Summe Passiva 39.456 35.515 3.941 11,1

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 um 4.303 Mio. EUR bzw. 19,8% auf 25.998 Mio. EUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf den Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK sowie höhere Stände bei Girokonten zurückzuführen.

Die eigenen Emissionen zu fortgeführten Anschaffungskosten erhöhten sich zum 31. Dezember 2016 um 1.664 Mio. EUR bzw. 51,4% auf 4.900 Mio. EUR. Dieser Anstieg ist auf die Neuemission einer hypothekarisch besicherten Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR im ersten Quartal 2016, die erfolgreiche Platzierung zweier unbesicherter erstrangiger Anleihen in Schweizer Franken mit einem Gesamtvolumen von 275 Mio. CHF, die erste durch die Bank getätigte RMBS-Platzierung in Großbritannien mit einem Volumen von 500 Mio. GBP und den Kauf der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im vierten Quartal 2016 zurückzuführen.

Das Gesamtkapital wies zum 31. Dezember 2016 einen Anstieg um 88 Mio. EUR bzw. 3,2% auf 2.848 Mio. EUR auf. Dem 2016 erzielten Nettogewinn steht eine Dividendenzahlung in Höhe von 306 Mio. EUR an die BAWAG Holding GmbH im Jahr 2016 gegenüber.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSAUSSTATTUNG

Das Management steuert die Bank weiterhin auf Basis der Vollanwendung der CRR. Die Kapitalquoten ohne Anwendung der Übergangsbestimmungen verbesserten sich per 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 210 Basispunkte auf 15,0% (CET1 Quote) bzw. um 200 Basispunkte auf 17,8% (Gesamtkapitalquote), hauptsächlich getrieben durch organische Erträge bei gleichzeitiger Finanzierung von Akquisitionen. Damit hat unsere Kapitalausstattung sowohl die regulatorischen Vorgaben als auch unsere CET1-Zielquote von über 12% deutlich übertroffen.

Zudem weisen wir gleichzeitig eine im Vergleich zu unseren europäischen Mitbewerbern unverändert konservative RWA Density von 43% aus. Die Kombination einer starken Kapitalbasis und einer konservativen RWA Density führte zu einer Leverage Ratio (unter Vollanwendung der CRR) von 6,3% per 31. Dezember 2016. Das Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme betrug 7,2%, was einem Leverage von 13,9x entspricht.

Unsere Hauptrefinanzierungsquelle sind weiterhin unsere stabilen Kundeneinlagen. Die Einlagenrefinanzierung wird durch eine gut diversifizierte Wholesale-Fundingstrategie unterstützt. Im ersten Quartal 2016 wurde von der BAWAG P.S.K. eine sechsjährige hypothekarisch besicherte Bankschuldverschreibung mit einem Nominale von 500 Mio. EUR begeben. Im vierten Quartal 2016 konnte die BAWAG P.S.K. erfolgreich zwei unbesicherte Anleihen im Schweizer Markt mit einem Nominale von insgesamt 275 Mio. CHF platzieren (175 Mio. CHF mit einer Laufzeit von fünf Jahren und 100 Mio. CHF mit einer Laufzeit von zwei Jahren). Die 100 Mio. CHF Zweijahrestransaktion wurde mit einer Rendite von -0,25% gepreist und war damit die erste unbesicherte Bankanleihe mit einer negativen Rendite in CHF überhaupt. Zusätzlich hat die BAWAG P.S.K. im November 2016 erstmals eine an internationale Investoren gerichtete RMBS-Transaktion in Großbritannien mit einem Volumen von 500 Mio. GBP platziert.

Die Bank behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, der sich auch in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 138% zum Jahresende 2016 widerspiegelt.

WESENTLICHE KENNZAHLEN

in Mio. EUR Q4 2016 Q3 2016 Q2 2016 Q1 2016 Q4 2015
Nettozinsertrag 177,6 176,1 191,0 185,2 183,3
Provisionsüberschuss 46,9 43,1 52,1 50,9 41,1
Operative Kernerträge 224,5 219,2 243,1 236,1 224,4
Operative Erträge 247,4 238,1 254,7 250,3 252,1
Operative Aufwendungen -124,8 -100,9 -108,1 -101,9 -125,6
Risikokosten -17,8 -9,0 -7,2 -8,6 -11,3
Jahresüberschuss vor Steuern 100,4 124,2 125,8 123,7 109,8
Nettogewinn 104,2 94,3 98,4 93,7 97,6

(Werte auf Jahresbasis)

Return on Equity 14,9% 13,3% 13,6% 13,4% 14,4%
Return on Tangible Equity 15,6% 13,9% 14,1% 13,9% 15,0%
Return on Risk-Weighted Assets 2,53% 2,40% 2,46% 2,28% 2,42%
Return on Total Assets 1,13% 1,10% 1,13% 1,06% 1,14%
Nettozinsmarge 2,20% 2,30% 2,44% 2,32% 2,39%
Cost/Income Ratio 50,4% 42,4% 42,4% 40,7% 49,8%
Risikokosten / Kredite und Forderungen 0,25% 0,14% 0,11% 0,13% 0,17%

Anmerkung: Definitionen und Details zur angewandten Berechnungsmethodik siehe Kapitel „Definitionen" auf den Seiten 192–194.


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GESCHÄFTSSEGMENTE

Das Management der BAWAG P.S.K. steuert den Konzern auf Basis der Geschäftsegmente der BAWAG Holding.

Mit Juni 2016 wurden zum besseren Verständnis und zwecks erhöhter Transparenz die Segmentierung der Geschäftsbereiche und die damit zusammenhängende Berichterstattung geändert. Dies führt zu einer klareren Darstellung unserer strategischen Ausrichtung sowie unserer Fortschritte bei der Weiterentwicklung der Geschäftssegmente.

Dazu wurde das frühere Segment Retail Banking and Small Business in zwei separate Segmente, BAWAG P.S.K. Retail und easygroup, aufgeteilt. Weiters wurde das frühere Segment Corporate Lending and Investments in DACH Corporates & Public Sector und International Business aufgespalten.

Weitere Details dazu finden sich im Kapitel „Segmentberichterstattung“ im Anhang (Notes).

BAWAG P.S.K. RETAIL

Strategie

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail betreut 1,8 Millionen Privatkunden und KMUs über unser zentral gesteuertes, gemeinsam mit der Österreichischen Post betriebenes Filialnetz sowie über unsere Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die durch unser Customer Care Center ergänzt werden.

Auf Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken in Österreich über unsere physischen und digitalen Vertriebswege leicht verständliche, faire und transparente Produkte und Dienstleistungen an.

Im Laufe des Jahres 2016 haben wir weiter in die Entwicklung unseres Retail-Geschäftsmodells investiert, um die hohe Qualität unseres Kundenservice und unserer Beratungsleistungen zu gewährleisten. Durch eine stärkere Ausdifferenzierung unseres Filialnetzes und den Einsatz spezialisierter Beraterteams gelang es, die Qualität des Kundenservice in unseren Filialen zu verbessern und die Produktivität im Vertrieb zu steigern. Gleichzeitig haben wir in die Ausbildung unserer Vertriebsmitarbeiter investiert und unsere Online-Vertriebsanwendungen weiterentwickelt, die den systemischen Ansatz unseres Retailgeschäfts und unseren Vertrieb effizient unterstützen.

Bei digitalen Produktangeboten sind wir weiterhin führend und verbessern laufend das Kundenerlebnis mit neuen eBanking- und Mobile-Funktionen. Unsere neue Security-App und die One-Touch-Sicherheitsfunktionen für Smartphones sind Beispiele für Features, durch die Kunden unsere Produkte jederzeit und überall erwerben und Transaktionen sicher abwickeln können. Darüber hinaus sind wir

die erste Bank in Österreich, die die Möglichkeit einer kompletten Online-Kontoeröffnung mittels Videolegitimation anbietet. Damit kann ein Kunde ein Konto bei der BAWAG P.S.K. nahtlos über ein mobiles Endgerät eröffnen. Gleichzeitig wird am Aufbau einer Finanzdienstleistungsplattform gearbeitet, die unseren Kunden die Abwicklung sämtlicher Finanzgeschäfte erleichtern wird.

Geschäftsvorlauf 2016

Die Ergebnisse dieses Segments spiegeln unseren Erfolg bei der Fokussierung auf die folgenden Werttreiber wider:

  • Wachstum im Konsumkreditgeschäft
  • Optimierung des Produktmix
  • Produktivitätssteigerungen und Wachstum durch Akquisitionen
  • Umstieg auf digitale Plattformen

Wachstum im Konsumkreditgeschäft

Im Jahr 2016 konnten wir unser Konsumkreditgeschäft weiter ausbauen und gleichzeitig unseren Marktanteil steigern. Ende Dezember betrug unser Marktanteil bei Konsumkrediten 11,4% (exkl. easygroup), was einer Erhöhung um 150 Basispunkte gegenüber dem Jahresende 2015 entspricht. Das Neugeschäftsvolumen bei Konsumkrediten lag 2016 bei 557 Mio. EUR, die Nettobestandsveränderung betrug 9%. Diese Ergebnisse wurden unter Einhaltung disziplinierter Kreditvergabekriterien erzielt. Wir unterscheiden uns von unseren Mitbewerbern durch sofortige Kreditentscheidungen in der Filiale, automatisierte Bearbeitungsabläufe sowie durch die Qualität unserer Beratungs- und Vertriebsprozesse. Dank kontinuierlicher


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Investitionen im Bereich Datenanalytik können wir unseren Vertriebsmitarbeitern laufend Informationen zur Unterstützung der Cross-Selling-Aktivitäten bei Bestandskunden sowie für die Gewinnung von Neukunden bereitstellen. Dadurch verschiebt sich die Lead-Generierung in Richtung eines Pull-Ansatzes, da wir nun besser in der Lage sind, unseren Kunden in einer bestimmten Phase ihres Lebens die passenden Produkte anzubieten.

Neben dem weiteren Wachstum im Konsumkreditgeschäft konnten wir auch beim Umstieg unserer Kunden auf digitale Plattformen weitere Fortschritte erzielen. Im Jahr 2016 wurden bereits 21% unserer Konsumkreditabschlüsse über digitale Vertriebsschienen bzw. über unser Customer Care Center getätigt. Beides wurde von unseren Kunden gut angenommen.

Wir sehen auf dem österreichischen Markt für Konsumkredite Potential für weiteres Wachstum, das wir durch den Ausbau der Beziehungen zu unseren bestehenden, traditionell eher einlagenorientierten Kunden nutzen können. Unser Ziel ist es, unseren Marktanteil im Konsumkreditgeschäft entsprechend unseres Marktanteils bei Girokontoprodukten (14%) zu steigern.

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Entwicklung der Aktiva (in Mrd. EUR)

Zum Jahresende 2016 betrugen die Aktiva des Segments BAWAG P.S.K. Retail insgesamt 11,7 Mrd. EUR, das Neugeschäftsvolumen lag bei 1,2 Mrd. EUR. Einschließlich der Übernahme der start:bausparkasse und der IMMO-BANK im Dezember 2016 entspricht dies einer Nettobestandszunahme von 27% gegenüber dem Jahresende 2015.

Optimierung des Produktmix

Auf der Einlagenseite konnten wir durch weitere Umschichtungen von festverzinslichen Einlagen zu Girokonten und täglich fälligen Sparkonten die Refinanzierungskosten senken, Beratungskapazitäten im Vertrieb freispielen und unseren Kunden Produkte mit erweiterten Funktionalitäten anbieten. Die durchschnittliche Verzinsung von Retaileinlagen lag zum Jahresende 2016 bei 0,28%. Die Erhöhung des Einlagenbestands und der Durchschnittsverzinsung resultierte aus der Übernahme der start:bausparkasse und der IMMO-BANK.

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Entwicklung der Kundeneinlagen (in Mrd. EUR)

Ein wichtiger Schritt für das Provisionsgeschäft war die Einführung unserer neuen KontoBoxen (Girokonten) im Februar 2016. Die neue Generation der KontoBoxen bietet unseren Kunden eine Reihe zusätzlicher Services, darunter eine Kontokarte Gold, die über eine auf dem Smartphone basierende Zahlungsfunktionalität („SmartPay“) verfügt, und insbesondere unser neues Kundenbindungsprogramm DANKESCHÖN, bei dem Kunden für die Nutzung unserer Produkte und Kontokarten belohnt werden. Diese Zusatzleistungen werden zu einer intensiveren Kundennutzung führen und haben bereits ein verstärktes Interesse an höherwertigen Girokonten mit erweiterten Funktionalitäten und einem verbesserten Kundenerlebnis ausgelöst. Die Umstellung unserer Kunden auf diese neuen Kontomodelle wird auch in Zukunft zu weiteren Ertragssteigerungen beitragen. Die neuen Kontoboxen wurden von unseren Kunden insgesamt gut angenommen. Der Anteil der


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höherwertigen Modelle an der Gesamtzahl der KontoBoxen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Einführung der neuen KontoBoxen wurde auf allen Vertriebsschienen durch ein intensives Ausbildungsprogramm für unsere Kundenberater unterstützt. Neben dem Rollout der KontoBoxen haben wir auch neue Funktionalitäten in „GATE“, unserem Front-End-Tool für den Vertrieb, implementiert, die den Beratungsprozess für Girokonten unterstützen und automatisieren.

Produktivitätssteigerungen und Wachstum durch Akquisitionen

Unsere starken Ergebnisse im Segment BAWAG P.S.K. Retail werden von zwei Säulen getragen:

Effizienzsteigerung im Kerngeschäft

Wir haben in unserem Filialnetz eine differenzierte Struktur geschaffen, durch die wir umfangreiche Beratungsleistungen an Standorten mit hoher Nachfrage konzentrieren, aber gleichzeitig wie bisher unsere Serviceleistungen allen Kunden über ein Netz von Selbstbedienungsgeräten und Transaktionspunkten anbieten können. Diese Differenzierung der Filialen ermöglicht den verbesserten Einsatz unserer Ressourcen und führt durch höhere Produktivität im Vertrieb zu einer verbesserten Kosteneffizienz.

Die verstärkte Konzentration unserer Filialmitarbeiter auf Beratung und Vertrieb wird auch durch die laufende Verlagerung von Schaltertransaktionen auf digitale Schienen und Selbstbedienungsplattformen unterstützt. Im Vergleich zu 2015 ist der Anteil der Online-Zahlungstransaktionen um 10% und der Anteil der über Mobile-Apps getätigten Transaktionen um 49% gestiegen. Demgegenüber war im gleichen Zeitraum der Anteil der Schaltertransaktionen um 11% rückläufig, worin das insgesamt veränderte Kundenverhalten im Zahlungsverkehr und die Migration der Kunden auf digitale Plattformen zum Ausdruck kommen.

Diese Faktoren führen zu einem niedrigeren Aufwand im Kundenservice. Dadurch können unsere Kundenberater sich verstärkt auf Beratung und Vertrieb konzentrieren. Zusätzlich führt die laufende Weiterentwicklung unseres Front-End-Tools „GATE“ zu einer weiteren Verbesserung unserer Front-End-Prozesse und damit zu erhöhter Zufriedenheit unserer Kunden mit der Beratung.

Nutzung von Wachstumschancen durch Akquisitionen

Wir prüfen laufend diverse Möglichkeiten für akquisitorisches Wachstum. Im Dezember 2016 wurde die Übernahme der start:bausparkasse und der IMMO-BANK erfolgreich abgeschlossen. Durch den Erwerb der start:bausparkasse sichern wir uns am Markt eine deutliche Präsenz im Bereich Bausparen und Bauspardarlehen, während uns die IMMO-BANK einen erweiterten Zugang zu sozialen Wohnbauträgern und Immobiliengesellschaften ermöglicht. Beide Unternehmen verfügen über langjährige Erfahrung und Expertise in der Wohnbau- und Immobilienfinanzierung und werden einen wesentlichen Beitrag zur Expansion unseres Retailgeschäfts in Österreich leisten. Wir sehen bei der durch diese beiden Akquisitionen hinzugekommenen Kundenbasis auch ein hohes Cross-Selling-Potenzial.

Umstieg auf digitale Plattformen

Wir arbeiten weiterhin an der Umsetzung einer Finanzdienstleistungsplattform, auf der unsere Kunden alle Finanztransaktionen abwickeln können. Durch die laufende Einführung neuer Online- und Mobile-Produkte und Services wollen wir unsere Kunden bei allen ihren Geldangelegenheiten noch besser unterstützen.

2016 haben wir unser Angebot an Online-Produkten und ergänzenden Serviceleistungen kontinuierlich erweitert. Im ersten Quartal 2016 wurde mit dem Online-Angebot der Kernprodukte unserer Girokontopalette begonnen. Der Prozess der Kontoeröffnung verläuft nun vollständig digital mit Online-Identitätskontrolle und digitaler Unterschrift. Außerdem wurde eine neue SmartPay-App eingeführt, die Zahlungen mittels NFC-fähiger Smartphones und die reibungslose Abwicklung weiterer Transaktionen ermöglicht. In der ersten Jahreshälfte 2016 erfolgte zudem eine Neugestaltung der BAWAG P.S.K. Website. Das neue Design entspricht bewährten Best-Practice-Standards für Benutzerfreundlichkeit und Kundenkomfort und ist verstärkt auf Interaktivität und den Vertrieb von Produkten ausgerichtet. Unsere neue Website wird sehr gut angenommen, wie die Steigerung der Nutzerzahl um 7% gegenüber dem Vorjahr zeigt.

Im dritten Quartal 2016 erfolgte die erfolgreiche Einführung unserer neuen Security-App, die ein erstklassiges, sicheres TAN-Verfahren für Online- und Mobile-Banking ermöglicht. Diese App bietet auch zusätzliche Features wie auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Transaktionsbenachrichtigungen.

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RAWAG.P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Entsprechend unserer Strategie, eine Plattform für unsere Kunden zur Erleichterung der Abwicklung ihrer Finanzgeschäfte zu schaffen, haben wir im vierten Quartal 2016 mit mehreren Fintech-Unternehmen, darunter mit FinReach, Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Die von FinReach angebotenen Services erleichtern es Neukunden, auf ausschließlich digitalem Weg problemlos das Bankkonto zu wechseln. Durch die Zusammenarbeit mit FinReach wurde ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt, um gemeinsam mit Best-in-Class-Partnern unsere innovative digitale Plattform weiter auszubauen und dadurch erheblichen Mehrwert für unsere Kunden zu generieren. Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe des Jahres 2017 weitere Schritte in Richtung einer Zusammenarbeit auf dem Technologiesektor ankündigen können.

Mit unserem Gesamtangebot an digital verfügbaren Produkten sind wir auf dem Markt führend. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung des Kundenerlebnisses und der Personalisierung der Funktionalitäten auf allen Vertriebsschienen. Die zunehmende Inanspruchnahme unseres Angebots bestätigt den Erfolg unserer Anstrengungen. So verzeichneten wir beim Online-Abschluss von Konsumkrediten eine Steigerung um 31% gegenüber 2015. Außerdem erfolgten insgesamt 61% aller Kunden-Logins in unser eBanking über mobile Endgeräte, was einer Steigerung um 8 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Interaktion mit unseren Kunden ermöglicht eine bessere Antizipation der Kundenbedürfnisse und die Bereitstellung von Produkt- und Serviceangeboten zum passenden Zeitpunkt. Die Bemühungen, unsere Kunden und deren Bedürfnisse durch Investitionen im Bereich der Datenanalytik besser zu verstehen, werden sich in Zukunft als verkaufsfördernder Faktor im Cross-Selling erweisen.

Ausblick

Für das Jahr 2017 ist von einem weiterhin starken Wettbewerb auf dem österreichischen Retail-Banking-Markt auszugehen. Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir überzeugt, weiter wachsen, unsere Position stärken und unsere führende Kundenplattform weiter ausbauen zu können.

Das Wachstum unseres Aktivgeschäfts wird durch verschiedene Initiativen vorangetrieben, darunter die laufende Weiterentwicklung des Online-Kreditportfolios, eine verbesserte Infrastruktur für den Vertrieb über Vermittler sowie die laufende Evaluierung möglicher Chancen für akquisitorisches Wachstum.

Wir werden die Effizienz bei der Kundenbetreuung weiter erhöhen und gleichzeitig unsere Service- und Beratungsqualität steigern. Zu diesem Zweck werden wir weiter an der Ausdifferenzierung unserer Filialstruktur arbeiten und sowohl in unser Front-End-Tool „GATE“ für den Online-Vertrieb als auch in unsere führende Plattform für digitale Serviceleistungen investieren. Zur weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Omnikanal-Banken in Österreich werden wir zudem auch unsere mobilen Anwendungen weiterentwickeln.

Aufgrund dieser klaren Ausrichtung rechnen wir – bei gleichzeitiger Optimierung unserer Kostenstruktur – mit einem weiteren Wachstum unseres Konsumkreditgeschäfts und anderer wesentlicher Teile des Aktivgeschäfts. Darüber hinaus ermöglicht unser Fortschritt in der Digitalisierung mehr Interaktivität, führt uns näher an unsere Kunden heran und vertieft die Kundenbeziehungen durch höherwertige Produkte und Dienstleistungen.

Wir sind gut positioniert, allen Bedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen, und erwarten auch im Jahr 2017 eine starke Performance. Dabei konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere wichtigsten Werttreiber: Wachstum im Konsumkreditgeschäft, Optimierung des Produktmix, Produktivitätssteigerungen und akquisitorisches Wachstum sowie Umstieg auf digitale Plattformen.


KONZERNI-AGERERICHT

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 352,3 | 331,4 | 6,3 | 93,7 | 82,7 | 13,3 |
| Provisionsüberschuss | 141,1 | 135,9 | 3,8 | 34,8 | 22,8 | 52,6 |
| Operative Kernerträge | 493,4 | 467,3 | 5,6 | 128,5 | 105,5 | 21,8 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,8 | 6,5 | -87,7 | 0,0 | 1,9 | -100 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 1,5 | 1,1 | 36,4 | 0,5 | 0,1 | >100 |
| Operative Erträge | 495,7 | 474,9 | 4,4 | 129,1 | 107,6 | 20,0 |
| Operative Aufwendungen | -273,5 | -303,2 | -9,8 | -71,7 | -78,5 | -8,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -12,3 | -6,3 | 95,2 | 0,0 | 0,2 | 100 |
| Risikokosten | -40,8 | -33,9 | 20,4 | -14,2 | -8,5 | 67,1 |
| Jahresüberschuss vor Steuern (= Nettogewinn) | 169,1 | 131,5 | 28,6 | 43,2 | 20,8 | >100 |
| Kennzahlen | 2016 | 2015 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 18,4% | 16,3% | 2,1 | 18,5% | 9,7% | 8,8 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 4,09% | 3,53% | 0,56 | 4,26% | 2,13% | 2,13 |
| Nettozinsmarge | 3,72% | 3,56% | 0,16 | 3,71% | 3,58% | 0,13 |
| Cost/Income Ratio | 55,2% | 63,8% | -8,6 | 55,5% | 73,0% | -17,5 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,39% | 0,37% | 0,02 | 0,54% | 0,37% | 0,17 |
| NPL Ratio | 1,8% | 2,2% | -0,4 | 1,8% | 2,2% | -0,4 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 11.659 | 9.178 | 27,0 |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.432 | 3.827 | 15,8 |
| Kundeneinlagen | 18.058 | 15.663 | 15,3 |
| Eigene Emissionen | 2.990 | 2.122 | 40,9 |

Das Segment wies 2016 einen Nettogewinn von 169,1 Mio. EUR aus. Dies entspricht einem Anstieg von 28,6% gegenüber dem Vorjahr. Somit wurden ein Return on Equity von 18,4% und eine Cost/Income Ratio von 55,2% erzielt. Höhere operative Kernerträge (+5,6%) und niedrigere operative Aufwendungen (-9,8%) glichen die gestiegenen regulatorischen Aufwendungen für den Einlagensicherungsfonds mehr als aus.

Die Risikokennzahlen spiegeln mit einer weitgehend stabilen Risikokostenquote und einer NPL Ratio von 1,8% (-40 Basispunkte im Vergleich zum Vorjahr) die hohe Kreditqualität des Retailgeschäfts wider.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

EASYGROUP

Strategie

easygroup ist die erste Direktbankgruppe Österreichs mit dem Leistungsangebot einer Vollbank – von Girokonten und Sparprodukten über Kreditkarten, Konsum- und Wohnbaukredite bis zu KFZ-Leasing und Anlageprodukten.

Im Gegensatz zu traditionellen Banken mit physischem Vertriebsnetz arbeitet die easygroup mit einer schlanken Struktur und vertreibt ihre Produkte auf digitalem Weg sowie über die Distributionsnetze ihrer Partner. Wir sind Marktführer bei Innovationen und können uns rasch an neue Markt- und Kundentrends anpassen. Wir verfolgen laufend die Entwicklung neuer Technologien im Bankbereich und integrieren die besten Funktionalitäten in unsere Produktangebote. Unser Ziel ist es, unseren Kunden benutzerfreundliche und innovative Finanzdienstleistungen aus einer Hand anzubieten.

Im Kundenverhalten ist ein Trend zu leicht verständlichen und einfacheren Bankprodukten festzustellen, die jederzeit und überall verfügbar sind. Kunden der easygroup können rund um die Uhr von Smartphones, Tablets oder PCs aus auf alle Produkte zugreifen. Für jene Kunden, die einen persönlichen Kontakt bevorzugen, stehen wir an sechs Tagen der Woche telefonisch und sogar außerhalb der üblichen Geschäftszeiten zur Verfügung.

Während wir unseren Kunden die neueste Technologie und ein herausragendes Service anbieten, achten wir gleichzeitig bei allen Produkten auf eine wettbewerbsfähige Preisgestaltung. Im gegenwärtigen Marktumfeld steht der permanente Fokus auf Effizienz an oberster Stelle. Unserer Meinung nach darf sich eine Organisation nie mit dem erreichten Ausmaß an Kosteneffizienz zufriedengeben, sondern muss sich ständig weiter verbessern. Nur so können wir unseren Kunden weiterhin die kostengünstigsten Produkte anbieten.

Die easygroup erreicht ihre Kunden über verschiedene Vertriebsschienen, von Direktbanking bis zu KFZ-Händlern und Vermittlern, sowie durch starke Partnerschaften mit führenden österreichischen Unternehmen. Die easygroup umfasst

  • die easybank als bestbewertete Direktbank in Österreich;
  • den drittgrößten KFZ-Leasing-Anbieter in Österreich, easyleasing; und

  • unser internationales Retailgeschäft, bestehend aus qualitativ hochwertigen Wohnbaukrediten in Westeuropa in Höhe von 3,2 Mrd. EUR.

Die easygroup stellt einen Eckpfeiler der gesamten Wachstumsstrategie der BAWAG P.S.K. Gruppe dar. Unser Ziel ist es, unsere Position als führende Direktbank Österreichs zu festigen und gleichzeitig in größere westeuropäische Märkte wie Deutschland und Großbritannien zu expandieren.

Geschäftsvorlauf 2016

Die easygroup konnte im Jahr 2016 ihre Kundenbasis um 8% auf ca. 420.000 Kunden mit ca. 710.000 Konten ausbauen. Der Einlagenstand lag zum Jahresende bei einer Rekordhöhe von 3,9 Mrd. EUR, was im Jahresvergleich einer Steigerung um 22% entspricht. Diese starken Ergebnisse beruhen auf vier Kernelementen:

  • Erweiterung der Kundenbasis und Steigerung des Marktanteils in Österreich
  • Ausbau und Erhalt der Kundenbindung
  • Effizienzsteigerungen in der gesamten Organisation
  • Internationale Expansion nach Westeuropa

Erweiterung der Kundenbasis und Steigerung des Marktanteils in Österreich

Im Jahr 2016 verzeichnete die easygroup in Österreich einen Anstieg der Kundenbasis um 3% bzw. eine Steigerung der Kontenzahl um 6%. Dieses Wachstum ist überwiegend auf unser Online-Angebot sowie unsere erfolgreichen Kooperationen zurückzuführen. Durch Partnerschaften wie etwa mit dem ÖAMTC sowie mit Shell und Energie Steiermark erhalten wir indirekt Zugang zu etwa der Hälfte der österreichischen Bevölkerung. In Zukunft wollen wir diese Beziehungen für einen weiteren Ausbau unserer Kundenbasis nutzen.

Insgesamt erzielten wir im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von 460 Mio. EUR, wobei 359 Mio. EUR auf KFZ-Leasing entfielen (+9% im Vergleich zu 2015). Dieser Erfolg beruht auf unserem einzigartigen Produktangebot, einem erstklassigen Vertriebsteam, starken Händlerbeziehungen und schlanken Prozessen. Wir arbeiten mit etwa 1.000 Autohändlern, ca. 50% aller Autohändler in Österreich, zusammen.


KONZERNI-AGERERICHT

Die Aktiva des Segments betrugen Ende 2016 4,5 Mrd. EUR und lagen damit um 22% über dem Jahresultimo 2015. Sowohl das heimische als auch das internationale Geschäft verzeichnete im Laufe des Jahres 2016 ein anhaltend starkes Wachstum.

Das Eingehen von Partnerschaften mit erstklassigen Anbietern ist Teil unserer Strategie. Im Juli 2016 haben wir mit Autogott, der führenden Plattform für den Online-KFZ-Handel in Österreich, vereinbart, künftig als deren Finanzierungspartner zu fungieren. Diese Kooperation stellt für uns eine ideale Ergänzung dar, indem sie die Nutzung eines weiteren Online-Vertriebskanals mit unserer Leasing-Expertise kombiniert. Darüber hinaus wird sie die Bekanntheit der easygroup erhöhen und gleichzeitig unseren Absatz von Bankdienstleistungen über Direktvertriebswege steigern.

Ausbau und Erhalt der Kundenbindung

Die easybank war seit jeher bestrebt, ihren Kunden höchsten Komfort zu bieten. Wir sind überzeugt, dass dies zur Kundenbindung beiträgt. Im Jahr 2016 konnte die easybank die Anzahl ihrer Giro- und Sparkonten um 8% steigern. Angesichts der aktuellen Zinslandschaft hat die easybank den Zinssatz auf Kundeneinlagen gesenkt und damit ihre durchschnittlichen Kosten auf der Einlagenseite von 48 Basispunkten im Dezember 2015 auf 35 Basispunkte im Dezember 2016 verringert.

Entwicklung der Kundeneinlagen (in Mrd. EUR)

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Effizienzsteigerungen in der gesamten Organisation

Die Integration der Volksbank Leasing in unser bestehendes Leasinggeschäft wurde im Jahr 2016 fortgesetzt. Neben einer starken Zunahme von Leasingabschlüssen führte die Zusammenführung der beiden Unternehmen auch zu einer Kostendegression.

Im September haben wir unsere neue Marke easyleasing erfolgreich eingeführt. Mit easyleasing werden wir auf dem österreichischen Leasingmarkt mit „einer Marke und einem Gesicht“ auftreten. Durch die Zusammenführung der erstklassigen Leistungen der BAWAG P.S.K. Leasing und der Volksbank Leasing ist es uns gelungen, eine höchst effiziente und kundenfreundliche Organisation zu schaffen.

Internationale Expansion nach Westeuropa

Ein weiterer wesentlicher Faktor unserer verbesserten Performance im Jahr 2016 waren die Übernahmen von zwei Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa, das erste im vierten Quartal 2015 mit ca. 20.000 Kunden in Höhe von 1,8 Mrd. EUR und das zweite im vierten Quartal 2016 mit ca. 20.000 Kunden in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Diese Akquisitionen sind Teil unserer Strategie, in weitere westeuropäische Märkte zu expandieren. Wir prüfen derzeit eine Reihe weiterer Akquisitionsmöglichkeiten, die uns bei der Umsetzung unserer Wachstumspläne unterstützen könnten.

Ausblick

Die easygroup wird weiterhin an der Verbesserung des Kundenkomforts arbeiten und damit ihren Kunden das Leben so einfach wie möglich machen. Wir werden unsere bestehende Kundenbasis und unsere Partnerschaften in Österreich nutzen und gleichzeitig in Westeuropa expandieren.

Seit Jänner 2017 sind wir in Deutschland mit einem Büro in Düsseldorf vertreten. Unser deutsches Team hat bereits mit den Vorbereitungen für den Markteintritt begonnen. Wir werden in Kürze landesweit Direktbankdienstleistungen anbieten, beginnend mit Kreditprodukten in der ersten Jahreshälfte 2017, gefolgt von Kreditkarten im zweiten Halbjahr.


RAWAG.P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 115,8 | 57,1 | >100 | 26,0 | 21,8 | 19,3 |
| Provisionsüberschuss | 10,1 | 8,1 | 24,7 | 3,2 | 2,3 | 39,1 |
| Operative Kernerträge | 125,9 | 65,2 | 93,1 | 29,2 | 24,1 | 21,2 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | -1,4 | 0,1 | – | -1,3 | -0,2 | >-100 |
| Operative Erträge | 124,5 | 65,3 | 90,7 | 27,9 | 23,9 | 16,7 |
| Operative Aufwendungen | -30,6 | -23,4 | 30,8 | -7,3 | -6,1 | 19,7 |
| Regulatorische Aufwendungen | -2,4 | 0,0 | 100 | 0,1 | 0,0 | -100 |
| Risikokosten | -4,8 | 0,1 | – | -3,0 | 1,9 | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern (= Nettogewinn) | 86,7 | 42,0 | >100 | 17,7 | 19,7 | -10,2 |
| Kennzahlen | 2016 | 2015 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 24,1% | 21,5% | 2,6 | 17,3% | 37,7% | -20,4 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 4,08% | 3,15% | 0,93 | 2,90% | 6,89% | -3,99 |
| Nettozinsmarge | 3,46% | 7,32% | -3,86 | 2,98% | 4,51% | -1,53 |
| Cost/Income Ratio | 24,6% | 35,9% | -11,3 | 26,2% | 25,5% | 0,7 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | 0,12% | 0,00% | 0,12 | 0,32% | -0,37% | 0,69 |
| NPL Ratio | 2,1% | 1,1% | 1,0 | 2,1% | 1,1% | 1,0 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 4.458 | 3.644 | 22,3 |
| Risikogewichtete Aktiva | 2.346 | 1.897 | 23,7 |
| Kundeneinlagen | 3.893 | 3.204 | 21,5 |
| Eigene Emissionen | 585 | 0 | 100 |

Das Segment erzielte 2016 einen Nettogewinn von 86,7 Mio. EUR mit einem Return on Equity von 24,1% und einer Cost/Income Ratio von 24,6%. Das Ergebnis spiegelt die Übernahme der Volksbank Leasing im vierten Quartal 2015

sowie die Akquisition zweier qualitativ hochwertiger Portfolios von Wohnbaukrediten in Westeuropa am Jahresende 2015 und 2016 wider.


KONZERNI-AGERERICHT

DACH CORPORATES & PUBLIC SECTOR

Strategie

Das Segment DACH Corporates & Public Sector umfasst die Finanzierungen unserer Firmenkunden und der öffentlichen Hand sowie provisionsgenerierende Dienstleistungen für überwiegend österreichische Kunden. Ausgewählte Kunden unterstützen wir auch bei Finanzierungen in Nachbarländern (v.a. Deutschland und Schweiz). Das Segment wurde neu aufgestellt, um länderübergreifende Geschäftsmöglichkeiten im Firmenkundenbereich in der DACH-Region auf Basis unserer österreichischen Kunden und Kundenbetreuer besser nutzen zu können. Dies wird uns eine größere Bandbreite an kommerziellen Chancen bieten und die Expansion der easygroup nach Deutschland ergänzen.

Wir bieten unseren österreichischen Firmenkunden und Kunden der öffentlichen Hand, betreut von einem motivierten Vertriebsteam, die gesamte Produktpalette im Bereich der Finanzierung, der Veranlagung und des Zahlungsverkehrs. Kunden außerhalb Österreichs werden gänzlich aus Wien oder bei syndizierten Krediten mit Unterstützung durch unsere Filiale in London betreut.

Unser Schwerpunkt liegt weiterhin in der Vertiefung bestehender und dem Aufbau neuer, nachhaltiger Kundenbeziehungen bei gleichzeitiger Verfolgung einer strikten Preispolitik trotz des kompetitiven Umfelds. Darüber hinaus haben wir zur Generierung zusätzlicher Provisionserträge an der Entwicklung neuer Veranlagungs- und Fremdwährungsprodukte gearbeitet, wodurch wir uns von unseren Mitbewerbern abheben, und sind eine Kooperationsvereinbarung mit einem Versicherungsunternehmen eingegangen, um von der zusätzlichen Möglichkeit der Kreditakquirierung zu profitieren.

Geschäftsvorlauf 2016

In der DACH-Region war die Kreditnachfrage verhalten, was sich in geringen Neugeschäftsvolumina niederschlug. Diese Entwicklung ist das Resultat mehrerer Faktoren, wie etwa des geringen Wirtschaftswachstums, der niedrigen Investitionstätigkeit sowie makroökonomischer Risiken in Europa. Insgesamt bewirkten die geringere kundenseitige Nachfrage und die hohe Liquidität der Banken einen verstärkten Druck auf die Margen. Unsere Kundenbetreuer in Österreich waren bei der Stärkung unserer Kundenbeziehungen in den Bereichen Finanzierung, Zahlungsverkehr und Cash-Management und der Erhaltung bzw. Verbesserung des Risiko-/Ertrags-Profils

der Bank dennoch erfolgreich. Die Neugeschäftsentwicklung folgte dem allgemeinen Markttrend. Wir verzeichneten zusätzlich zu den jährlichen Prolongationen Neuzuzählungen von 650 Mio. EUR. Der leichte Marktanteilsrückgang ist auf die Rückzahlung von Krediten einzelner Kunden zurückzuführen.

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Entwicklung der Aktiva (in Mrd. EUR)

Die Aktiva des Segments betrugen per Ende Dezember 2016 7,8 Mrd. EUR, was einer Steigerung von 4% gegenüber dem Jahresende 2015 entspricht. Diese Entwicklung war durch die Konsolidierung der IMMO-BANK sowie höhere kurzfristige Ausleihungen an die öffentliche Hand und Sozialversicherungen getrieben.

Der Provisionsüberschuss, der zum überwiegenden Teil aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs für unsere Kunden resultiert, konnte im Vergleich zum Vorjahr auf einem stabilen Niveau gehalten werden.

Ausblick

Wir gehen von einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt mit leichtem Wachstum aus. Es ist nicht mit einer Verbesserung der Kreditmargen zu rechnen, da die vorhandene Überliquidität durch die Maßnahmen der EZB und die geringe Investitionstätigkeit der Wirtschaft dämpfend wirken. Wir verfügen über ausreichend Flexibilität und Dynamik, die bei strategischen Transaktionen unserer Kunden notwendig ist. Insgesamt erwarten wir für 2017, dass unser Vertriebsteam ein höheres Neugeschäftsvolumen bei stabilen Margen erzielen wird.


RAWAG.P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 79,5 | 99,4 | -20,0 | 20,6 | 22,4 | -8,0 |
| Provisionsüberschuss | 39,7 | 39,2 | 1,3 | 10,0 | 9,7 | 3,1 |
| Operative Kernerträge | 119,2 | 138,6 | -14,0 | 30,6 | 32,2 | -5,0 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 1,0 | 5,1 | -80,4 | -0,1 | 1,4 | - |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | - | 0,0 | 0,0 | - |
| Operative Erträge | 120,2 | 143,7 | -16,4 | 30,5 | 33,6 | -9,2 |
| Operative Aufwendungen | -53,6 | -56,8 | -5,6 | -14,9 | -14,7 | 1,4 |
| Risikokosten | 4,4 | -6,4 | - | 1,7 | -2,5 | - |
| Jahresüberschuss vor Steuern (= Nettogewinn) | 71,0 | 80,5 | -11,8 | 17,3 | 16,3 | 6,1 |
| Kennzahlen | 2016 | 2015 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 13,1% | 15,0% | -1,9 | 13,0% | 11,3% | 1,7 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 2,37% | 2,27% | 0,10 | 2,39% | 1,99% | 0,40 |
| Nettozinsmarge | 1,05% | 1,18% | -0,13 | 1,10% | 1,14% | -0,04 |
| Cost/Income Ratio | 44,6% | 39,5% | 5,1 | 48,9% | 43,8% | 5,1 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | -0,06% | 0,08% | -0,14 | -0,09% | 0,13% | -0,22 |
| NPL Ratio | 0,7% | 1,2% | -0,5 | 0,7% | 1,2% | -0,5 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 7.812 | 7.527 | 3,8 |
| Risikogewichtete Aktiva | 2.916 | 3.087 | -5,5 |
| Kundeneinlagen (inkl. sonstiger Refinanzierung) | 5.284 | 5.568 | -5,1 |
| Eigene Emissionen | 202 | 203 | -0,5 |

Das Segment trug 71,0 Mio. EUR zum Nettogewinn der Bank bei und es konnte ein Return on Equity von 13,1% erzielt werden. Die operativen Kernerträge sanken infolge vorzeitiger Rückzahlungen, des Margendrucks und des geringeren Neugeschäftsvolumens um 14,0%. Dies wurde durch verbesserte operative Aufwendungen (-5,6%) sowie positive Risikokosten teilweise kompensiert.

Die NPL Ratio verbesserte sich auf 0,7% (-50 Basispunkte), was den erfolgreichen Risikoabbau der vergangenen Jahre und die insgesamt hohe Kreditqualität widerspiegelt.


KONZERNI-AGERERICHT

INTERNATIONAL BUSINESS

Strategie

Das Segment International Business beinhaltet die Kredite im Kommerzkunden-, Gewerbeimmobilien- und Portfoliofinanzierungsbereich jener Kunden, die außerhalb der DACH-Region angesiedelt sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf gut entwickelten westeuropäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten.

Das Portfolio internationaler Kommerzkredite besteht zum überwiegenden Teil aus Krediten an Firmen, die einen Free Cashflow generieren und ihren Umsatz mit einem defensiven Geschäftsmodell und entsprechenden Kapitalstrukturen in konjunkturunabhängigen Wirtschaftszweigen erzielen. Das Portfolio internationaler Immobilienkredite legt den Schwerpunkt auf vorrangige Kredite für Cashflow generierende Objekte. Unser Exposure bei Grundstücken, Entwicklungs- oder Bauprojekten ist nur gering.

Geschäftsvorlauf 2016

Wir konzentrierten uns weiterhin auf die Kreditvergabe vorwiegend in ausgewählten westlichen Ländern und verzeichneten im Jahr 2016 ein Neugeschäftsvolumen von 2,7 Mrd. EUR.

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Entwicklung der Aktiva (in Mrd. EUR)

Das internationale Firmenkundengeschäft war auch 2016 mit frühzeitigen Rückzahlungen aufgrund des wettbewerbs-

starken Umfelds mit niedrigen Kreditmargen konfrontiert. Dies führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Finanzierungsvolumens um 12% auf 2,8 Mrd. EUR per Ende Dezember 2016. Unser Neugeschäftsvolumen besteht überwiegend aus Krediten im Investment-Grade-Bereich mit Fokus auf konservative Branchen. Der Net Leverage über alle Firmen in unserem Portfolio betrug 4,6x und in den Tranchen, in die die BAWAG P.S.K. investiert ist, 2,7x.

Unser internationales Immobiliengeschäft verzeichnete ebenfalls ein erhöhtes Volumen an vorzeitigen Rückzahlungen und wurde durch Wechselkursänderungen beeinträchtigt. Diese Effekte konnten aber durch eine erfolgreiche Realisierung von potenziellen Neugeschäften mehr als kompensiert werden, wodurch sich das Portfoliovolumen um 11% auf 2,8 Mrd. EUR erhöhte. Wir setzen weiterhin auf eine breite Streuung der Transaktionen in Bezug auf Länder, finanzierte Objekte und Branchen. Der Produktfokus liegt primär auf klassischen Immobilienfinanzierungen, die sich durch attraktive LTVs, starke Cashflows, kürzere gewichtete erwartete Laufzeiten und solide Covenants auszeichnen. Das Gesamtportfolio entwickelte sich solide, wobei die Rückführungen leicht über unseren ursprünglichen Erwartungen lagen, was die durchschnittlichen Laufzeiten etwas verkürzt. Wir sind auch im Bereich Portfoliofinanzierungen aktiv, wo wir in Positionen mit niedrigem Loan-to-Value(LTV)- und Loan-to-Cost(LTC)-Verhältnis investiert haben, hinter denen ein diversifiziertes Portfolio von Cash generierenden Immobilienfinanzierungen steht. Das Portfolio hat sehr gute Besicherungen (durchschnittlicher LTV unter 60%), generiert starke Cashflows, hat kürzere Laufzeiten und ist so strukturiert, dass es unter Stressbedingungen am Markt erfolgreich bleibt.

Ausblick

Wir sehen für 2017 eine solide Pipeline mit breit gestreuten Möglichkeiten und erwarten daher sowohl für unser Kommerz- als auch für unser Immobilienfinanzierungsportfolio eine Erhöhung der Volumina. Wir rechnen damit, dass die zu erzielenden Margen trotz des anhaltend starken Wettbewerbs um konservative, hochqualitative Transaktionen weitgehend stabil bleiben werden.


RAWAG.P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 134,0 | 142,2 | -5,8 | 32,2 | 36,8 | -12,5 |
| Provisionsüberschuss | -0,1 | 0,0 | -100 | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Kernerträge | 133,9 | 142,2 | -5,8 | 32,2 | 36,8 | -12,5 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | -2,8 | -6,0 | 53,3 | -0,5 | 0,4 | – |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Erträge | 131,1 | 136,2 | -3,7 | 31,7 | 37,3 | -15,0 |
| Operative Aufwendungen | -29,9 | -25,7 | 16,3 | -9,9 | -8,0 | 23,8 |
| Risikokosten | 1,2 | 0,2 | >100 | -1,9 | 0,0 | -100 |
| Jahresüberschuss vor Steuern (= Nettogewinn) | 102,4 | 110,7 | -7,5 | 19,9 | 29,3 | -32,1 |
| Kennzahlen | 2016 | 2015 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 17,6% | 19,4% | -1,8 | 14,5% | 19,1% | -4,6 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 2,34% | 2,53% | -0,19 | 2,02% | 2,57% | -0,55 |
| Nettozinsmarge | 2,55% | 2,64% | -0,09 | 2,43% | 2,64% | -0,21 |
| Cost/Income Ratio | 22,8% | 18,9% | 3,9 | 31,2% | 21,4% | 9,8 |
| Risikokosten / Kredite und Forderungen | -0,02% | 0,00% | -0,02 | 0,15% | 0,00% | 0,15 |
| NPL Ratio | 0,0% | 0,0% | 0,0 | 0,0% | 0,0% | 0,0 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | 5.634 | 5.748 | -2,0 |
| Risikogewichtete Aktiva | 4.169 | 4.565 | -8,7 |

Das Segment trug im Jahr 2016 102,4 Mio. EUR zum Nettogewinn der Bank bei, was einem Rückgang von 7,5% gegenüber 2015 entspricht. Dennoch konnte ein Return on Equity von 17,6% erzielt werden. Höher als erwartet ausgefallene Rückzahlungen und ein genereller Druck auf die

Margen führten zu einer Verringerung der operativen Kernerträge um 5,8%. Ähnlich wie das DACH-Segment zeichnet sich International Business durch Aktiva mit hoher Kreditqualität ohne Non-performing Loans aus.


KONZERNI-AGERERICHT

TREASURY SERVICES & MARKETS

Strategie

Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.

Zu den Hauptaufgaben zählen die Veranlagung der Liquidität aus dem Kerngeschäft der Bank in Available-for-Sale- und Held-to-Maturity-Portfolios inklusive der Liquiditätsreserve sowie die Durchführung bestimmter Hedging-Aufgaben. Der Fokus der Veranlagungsstrategie liegt weiterhin auf besicherten und unbesicherten Anleihen von Banken in Westeuropa und den USA mit Investment-Grade-Rating sowie auf ausgewählten Staatsanleihen zu Diversifikationszwecken.

Geschäftsvorlauf 2016

Im Geschäftsjahr 2016 erhöhte Treasury Services & Markets den Bestand an Held-to-Maturity-Instrumenten zum 31. Dezember 2016 geringfügig auf 2,4 Mrd. EUR. Die Available-for-Sale- und Fair-Value-Positionen erhöhten sich im selben Zeitraum auf 2,9 Mrd. EUR. Dadurch konnten wir unsere Portfoliostrategie dahingehend fortsetzen, sowohl langfristig in Positionen hoher Qualität zu veranlagen als auch unsere Available-for-Sale-Portfolios weiterzuführen, um für Umschichtungen in Kundenkredite oder für andere Bilanzstrategien flexibel zu sein.

Zum 31. Dezember 2016 belief sich das gesamte Investmentportfolio auf 5,4 Mrd. EUR, die Liquiditätsreserve betrug 1,3 Mrd. EUR. Die durchschnittliche Laufzeit des Investmentportfolios betrug 4,3 Jahre. Das Portfolio enthielt 96% Investment-Grade-Wertpapiere, 80% davon waren in der Ratingkategorie A oder höher eingestuft. Das CEE-Exposure machte weniger als 2% des Gesamtportfolios aus und beschränkte sich auf ausgewählte Anleihen, von denen 100% in der Ratingkategorie A oder besser eingestuft waren. Zum 31. Dezember 2016 hatte Treasury Services & Markets im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn oder Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien ist gering und konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten. Die Zusammensetzung des Gesamtportfolios reflektiert unsere Strategie, bei hoher Qualität der Veranlagung mit kurzer Laufzeit und hoher Liquidität der Wertpapiere zusätzlichen Nettozinsertrag zu erzielen und dabei die Fair-Value-Volatilität gering zu halten.

Ausblick

Treasury Services & Markets wird sich weiterhin auf einfache Prozesse und Produkte konzentrieren, die das Kerngeschäft der Bank unterstützen und die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Das großzügige Liquiditätsangebot und die Wertpapierkäufe der EZB sowie erhöhte politische Risiken werden an den Finanzmärkten wichtige Faktoren bleiben. Treasury Services & Markets wird daher im Wertpapierportfolio weiterhin auf hohe Kreditqualität, äußerst liquide Investments und eine solide Diversifizierung setzen.

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RAWAG.P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | 54,3 | 58,1 | -6,5 | 12,9 | 15,0 | -14,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Kernerträge | 54,3 | 58,1 | -6,5 | 12,9 | 15,0 | -14,0 |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 11,9 | 13,8 | -13,8 | 0,8 | 12,9 | -93,8 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Operative Erträge | 66,2 | 71,9 | -7,9 | 13,7 | 27,9 | -50,9 |
| Operative Aufwendungen | -16,3 | -19,0 | -14,2 | -4,3 | -4,3 | – |
| Risikokosten | 0,0 | 0,0 | – | 0,0 | 0,0 | – |
| Jahresüberschuss vor Steuern (= Nettogewinn) | 49,9 | 52,9 | -5,7 | 9,4 | 23,6 | -60,2 |
| Kennzahlen | 2016 | 2015 | Vdg. (%Pkt.) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg. (%Pkt.) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Return on Equity | 13,7% | 14,3% | -0,6 | 10,2% | 26,5% | -16,3 |
| Return on Risk-Weighted Assets | 2,62% | 2,57% | 0,05 | 1,93% | 5,11% | -3,18 |
| Nettozinsmarge | 0,96% | 0,93% | 0,03 | 0,93% | 1,10% | -0,17 |
| Cost/Income Ratio | 24,6% | 26,4% | -1,8 | 31,4% | 15,4% | 16,0 |
| Geschäftsvolumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg. (%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Aktiva und Liquiditätsreserve | 6.691 | 6.293 | 6,3 |
| Risikogewichtete Aktiva | 2.031 | 1.785 | 13,8 |
| Eigene Emissionen und sonstige Verbindlichkeiten | 2.847 | 3.367 | -15,4 |

Das Segment trug 49,9 Mio. EUR zum Nettogewinn der Bank bei, was einem Rückgang von 5,7% gegenüber dem Vorjahr und einem Return on Equity von 13,7% entspricht. Insgesamt sanken die operativen Kernerträge um 6,5%, da der Druck auf die Rendite hochqualitativer Assets anhaltend hoch war. Dies konnte durch niedrigere operative Aufwendungen nur teilweise kompensiert werden.


KONZERNI-AGERERICHT

CORPORATE CENTER

Entwicklung 2016

Das Corporate Center beinhaltet alle sonst nicht zugeordneten Posten in Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank. Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte von Derivaten stellen den größten Teil der Aktiva und Passiva dar. Das Eigenkapital der Bank wird ebenfalls hier ausgewiesen. Restrukturierungsaufwendungen, Beiträge zum einheitlichen Bankenabwicklungsfonds, die Bankenabgabe, Unternehmenssteuern sowie andere Einmaleffekte sind ebenfalls diesem Segment zugeordnet.

Die positive Entwicklung in diesem Segment im Jahr 2016 ist hauptsächlich auf die Aktivierung von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge sowie auf Effekte durch

Akquisitionen zurückzuführen, die teilweise durch eine Einmalzahlung der österreichischen Bankenabgabe, einen niedrigeren Nettozinsertrag sowie geringere Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten ausgeglichen wurden. Regulatorische Aufwendungen, bestehend aus der regulären Bankenabgabe und den Beiträgen zum einheitlichen Bankenabwicklungsfonds, blieben im Vergleich zu 2015 weitgehend stabil. Die geringeren operativen Aufwendungen im Jahr 2016 resultierten im Wesentlichen aus den niedrigeren Restrukturierungskosten.

In der Berichtsperiode waren die risikogewichteten Aktiva rückläufig, während die Passiva (Eigenkapital und sonstige Verbindlichkeiten) in Summe stabil blieben.

Finanzergebnisse

| Ertragszahlen
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg.
(%) | Q4 2016 | Q4 2015 | Vdg.
(%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Nettozinsertrag | -5,9 | 34,1 | – | -7,8 | 4,6 | – |
| Provisionsüberschuss | 2,1 | 2,7 | -22,2 | -1,2 | 6,3 | – |
| Operative Kernerträge | -3,8 | 36,8 | – | -9,0 | 10,9 | – |
| Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten | 8,2 | 45,5 | -82,0 | -23,6 | 19,8 | – |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | 48,4 | -2,5 | – | 47,2 | -8,7 | – |
| Operative Erträge | 52,8 | 79,8 | -33,8 | 14,6 | 22,0 | -33,6 |
| Operative Aufwendungen | -35,4 | -42,1 | -15,9 | -13,2 | -17,9 | -26,3 |
| Regulatorische Aufwendungen | -31,4 | -30,5 | 3,0 | -6,3 | -7,3 | -13,7 |
| Risikokosten | -2,7 | -5,8 | -53,4 | -0,4 | -2,2 | -81,8 |
| Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 8,0 | -0,5 | – | 1,8 | -3,5 | – |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern | -8,7 | 0,9 | – | -3,5 | -8,9 | 60,7 |
| Steuern vom Einkommen | 13,4 | -24,1 | – | -0,1 | 6,0 | – |
| Nicht beherrschende Anteile | -0,2 | 0,0 | -100 | 0,0 | 0,0 | – |
| Nettogewinn/-verlust | 4,5 | -23,2 | – | -3,6 | -2,9 | -24,1 |
| Volumina
(in Mio. EUR) | 2016 | 2015 | Vdg.
(%) |
| --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Aktiva | 3.489 | 3.317 | 5,2 |
| Risikogewichtete Aktiva | 1.246 | 1.373 | -9,2 |
| Eigenkapital | 3.134 | 2.956 | 6,0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.748 | 2.625 | 4,7 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

RISIKOMANAGEMENT

Hinsichtlich der Erläuterungen der finanziellen und rechtlichen Risiken in der BAWAG P.S.K. sowie der Ziele und

Methoden im Risikomanagement verweisen wir auf die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss (Notes).

INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

EINLEITUNG

Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Prozesse verstanden, durch die

  • die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
  • die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
  • die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften

überwacht und kontrolliert werden.

Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.

Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.

Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS

Kontrollumfeld

Der von der Bank festgelegte Code of Conduct und die darin festgelegten fundamentalen Wertvorstellungen gelten für die Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Code of Conduct schafft ein Klima, das auf Kundenfokus, Leistung, gegenseitigem Respekt, Teamwork und Vertrauen basiert.

Der Bereich Bilanzen ist für das Rechnungswesen der Bank sowie ihrer Tochtergesellschaften zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen arbeiten. Die Integration dieser in den Bereich Bilanzen ist für 2017 vorgesehen. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen umfassen im

Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse einiger Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzernverrechnung, Steuern sowie das aufsichtsrechtliche Meldewesen.

Dem Bereich Bilanzen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens sowie die fachliche Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung konzerneinheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.


KONZERNI-AGERERICHT

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Arbeitsanweisungen und Prozesse

  • zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
  • zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
  • zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.

Der Bereich Bilanzen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der Bank eingebunden. So erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der Bank übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschlusserstellung notwendigen Tätigkeiten durch.

Das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesen- sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.

Information und Kommunikation

Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden.

Überwachung

Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Sofern im Zuge dieser Risikoevaluierung Maßnahmen zur Risikominimierung vereinbart werden, werden diese hinsichtlich der Maßnahmenumsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv getrackt. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und ebenfalls zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Systeme und Kontrollen genutzt.

Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

PERSONALENTWICKLUNG

AUS- UND WEITERBILDUNG

Um die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend einzusetzen und ihnen strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, lag der Fokus 2016 weiterhin verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. Das Thema Personalentwicklung war hier wieder ein wesentlicher Baustein. Sie bietet den Rahmen für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie etwa im Rahmen der „Retail Academy“ auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

Die „Retail Academy“ umfasst einerseits das „Retail Camp“ als fachliche und verkäuferische Basisausbildung neuer Mitarbeiter entsprechend ihren Rollen im Vertrieb sowie andererseits weiterführende rollenspezifische Trainings. Diese Ausbildungsaktivitäten werden hauptsächlich in den dafür geschaffenen drei Trainingsfilialen (1:1-Nachbau einer Filiale ohne Kunden) in Wien, Graz und Salzburg durchgeführt. Dieses Umfeld gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, im praxisnahen Umfeld die Rolle des Kundenberaters zu üben. Sie werden dabei durch moderne Selbstlernprogramme unterstützt. Die Kundenzufriedenheitsmessungen zeigen die Erfolge dieser Ausbildung.

Die Bank bildet seit vielen Jahren auch erfolgreich Lehrlinge aus und hat dafür zahlreiche Auszeichnungen als

„Bester Lehrbetrieb“ erhalten. Jugendlichen Ziele und Perspektiven für die Zukunft zu geben ist eine Aufgabe, die wieder sehr ernst genommen wurde. Mit der Lehre zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann wird die Bank genau diesen Anforderungen gerecht und bietet eine hochwertige Ausbildung mit dem Ziel, nach Ende der Lehrzeit als qualifizierter Kundenberater in das Unternehmen übernommen zu werden. Die Lehrlinge sind Teil eines Teams, das gemeinsam an den Unternehmenszielen arbeitet. Zusätzlich zur umfangreichen Ausbildung unterstützt und fördert die Bank „Lehre mit Matura“. Viele Lehrlinge haben in den letzten Jahren diese Chance ergriffen, um parallel zur Lehre auch die Matura abzuschließen.

Es ist der Bank auch ein großes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen des Alltags fit zu machen. Zu diesem Zweck konnten sie aus einem vielfältigen Angebot des offenen Ausbildungsprogrammes wählen. Das Spektrum reicht von EDV-Trainings über Projektmanagement bis zu persönlichkeitsbildenden Seminaren in den Bereichen Selbst-, Stress- und Zeitmanagement.

FÜHRUNGSKRÄFTEENTWICKLUNG

Die Führungsrolle ist ein permanenter Entwicklungsprozess. Dementsprechend umfasst die Ausbildung der Führungskräfte der BAWAG P.S.K. ein vielfältiges Leistungsspektrum. Dabei stehen hoher Praxisbezug, gezielte Entwicklung der Führungskompetenzen, Schärfung der Selbstreflexion und die Mitarbeiterbegleitung und -entwicklung im Vordergrund.

So basiert beispielsweise die Entwicklung der Führungskräfte im Retail-Vertrieb auf einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung und einem extern begleiteten Potentialcheck zum Erkennen der persönlichen Stärken und Entwicklungsfelder. Abgestimmt darauf bietet die BAWAG P.S.K. ein Ausbildungsangebot, das punktgenau jene Kompetenzen stärkt, die im Führungsalltag benötigt werden.

In den zentralen Bereichen der Bank fand 2016 wieder das Führungskräfte-Curriculum „LEAD neue Führungskräfte“ statt. Das Programm unterstützt und begleitet neue

Führungskräfte im ersten Jahr bei der Ausübung ihrer neuen Aufgabe. Ende 2016 startete die 18. Gruppe das Programm.

Erfahrene Führungskräfte und Führungsteams wurden auch 2016 wieder in Form von individuellen (Management-) Coachings unterstützt und durch gezielte Change-Management-Maßnahmen begleitet. Der Fokus lag hier klar auf der individuellen Beratung und der optimalen Begleitung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.

2016 wurde das „After Work Führungskräfte Forum“ fortgesetzt – eine Reihe von Netzwerkveranstaltungen für alle Führungskräfte der Bank, um sie mit neuen Tendenzen der Führungsarbeit vertraut zu machen und eine Plattform zum Austausch zu bieten. Das große Interesse an dieser Veranstaltung spricht für ihren Erfolg.


KONZERNI-AGERERICHT

TALENTEENTWICKLUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG

Der im Jahr 2014 erfolgreich gestartete Prozess zur Identifizierung und Entwicklung von potentiellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen wurde 2016 weiter fortgesetzt und mit dem „Talent Review“ im dritten Quartal abgeschlossen. Im Zuge eines Vorstandsmeetings wurden Potentialträger auf allen Ebenen strukturiert diskutiert und der Umgang mit potentiellen Nachfolgerisiken abgestimmt.

Im September 2016 startete der sechste Durchgang des Graduate-Programms „Start & Move“. Das einjährige Programm unterstützt die Trainees bei ihrem beruflichen Einstieg in der Bank. Sie bekommen dabei einen umfassenden Blick auf das Unternehmen und können ihr erstes Netzwerk aufbauen.

Im Oktober 2016 startete die fünfte Runde des Talente-Programms für zentrale Einheiten „forTalents“. Wie bereits bei den ersten Durchgängen dieses Nachwuchskräfte-Programms werden die Teilnehmer in ihrer Entwicklung unterstützt und für neue Führungs- bzw. Expertenfunktionen aufgebaut.

„TOP-TEAM Vertrieb“, das Talente-Programm für potentielle Filialleiter im Privat- und Geschäftskundenvertrieb (aus den eigenen Reihen), wurde 2016 zum siebenten Mal durchgeführt. Die Teilnehmer sind Talente mit Führungspotenzial, die im Rahmen des Nachfolgeplanungsprozesses nominiert wurden. Sie erhalten eine anspruchsvolle fachliche und persönlichkeitsbildende Ausbildung, die auf die Übernahme einer Filialleitung vorbereitet.

Human Resources hat bereits 2012 im Frauenförderplan schriftlich vereinbart, kontinuierlich an der Gleichstellung von Frauen und Männern zu arbeiten. Seitdem wurde fortlaufend auf die entsprechende Frauenförderung in den Programmen geachtet; so sind beispielsweise unter den 14 Teilnehmern an „forTalents“ 2016 sieben weiblich.

MBO-PROZESS (MANAGEMENT BY OBJECTIVES)

Für die BAWAG P.S.K. ist der „Führen durch Ziele“ (Management by Objectives)-Prozess weiterhin ein wichtiges Management-Tool zur Unterstützung der Geschäftsstrategie. Mit dem Start des neuen Durchgangs Ende 2016 unterstützt die Software „HR ONE“ als Performance-Management- und Learning-Plattform erneut diesen Prozess. Auf dieser Plattform fasst der Bereich Human Resources die Prozesse „MbO“ und Tracking Tool, ein virtuelles Lernportal mit Wissenschecks und Selbstlernprogrammen, sowie den Sales-Talent-Managementprozess für den Retail-Vertrieb (geplant für 2017) zusammen. Methodisch erweitert wurde in diesem Zusammenhang das Angebot der Selbstlernprogramme um das „Blended Learning“, bei dem gemischte Veranstaltungen – online und Präsenz – angeboten werden sowie ein Wissenscheck als Voraussetzung zur Seminarteilnahme absolviert werden muss, und außerdem das „Social Learning“, das Lernen mit- und voneinander.

AUDIT „BERUFUNDFAMILIE“

2013 wurde die BAWAG P.S.K. vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft als „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Die BAWAG P.S.K. bekennt sich zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nach Ablauf des dreijährigen Grundzertifikats begann die BAWAG P.S.K. im Sommer 2016 mit dem Re-Auditierungsprozess, der Ende 2016 erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Umsetzung der sieben neu definierten Maßnahmen wird bis Ende 2019 erfolgen. Begleitend zum Audit „berufundfamilie“ nimmt die BAWAG P.S.K. seit 2016 auch am „Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen“ teil.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden. Mit Beispielen wie dem „Neue Chance Konto“, der Fortführung der „Freiwilligentage“ sowie Maßnahmen im Rahmen des „Frauenförderprogramms“ zeigte die BAWAG P.S.K. erneut, dass Nachhaltigkeit in der Bank stark verankert ist.

BAWAG P.S.K. IN DER GEMEINSCHAFT

Sponsoring ist ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit der BAWAG P.S.K. Mit diesen Aktivitäten nimmt die Bank auch ihre gesellschaftspolitische Verantwortung im Sinne eines „good corporate citizen“ wahr. Die BAWAG P.S.K. steht nicht nur „Mitten im Leben“, sondern zeigt mit ihren Initiativen auch, dass „Es geht“, die finanziellen Bedürfnisse unserer Kunden und zivilgesellschaftlichen Engagement zu verbinden. Durch die Konzentration auf die Bereiche Kultur, Bildung, Soziales sowie die neue Crowdfunding-Plattform (www.crowdfunding.at) wird das Wahrnehmungsprofil der Bank geschärft und eine positive Differenzierung zu Mitbewerbern sichergestellt.

2016 feierte die BAWAG P.S.K. Initiative „ES GEHT!/crowdfunding“ ihren zweiten Geburtstag. Diese Initiative fördert und ermutigt Menschen gemeinsam etwas Positives in Österreich zu bewirken. Die BAWAG P.S.K. unterstützt vor allem Projekte, die soziale Probleme erkennen und mit Ideen zu deren Lösung beitragen.

Zusätzlich hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, bis zu zwei Arbeitstage pro Jahr zur Freiwilligenarbeit für gemeinnützige Organisationen und Projekte zu nutzen, ohne dafür Urlaubstage in Anspruch nehmen zu müssen. Diese Möglichkeit fördert und belohnt aktiv das persönliche Engagement unserer Mitarbeiter und zeigt den hohen Wert von Freiwilligentätigkeit.

NEUE CHANCE KONTO

Mit dem Neue Chance Konto leistet die Bank seit 2009 einen konkreten Beitrag gegen soziale Ausgrenzung. Es ist ein Konto auf Guthabenbasis inklusive Online- und Mobile-Banking. Das Neue Chance Konto ist zudem mit einer Bankomatkarte ausgestattet und ermöglicht unseren Kunden beispielsweise die Nutzung von Geldausgabegeräten und Selbstbedienungseinrichtungen. Ende 2016 nutzten dieses Konto rund 34.000 Kunden.

FRAUENFÖRDERUNG

Die BAWAG P.S.K. hat mit dem 2012 eingeführten Frauenförderprogramm und als Unterzeichnerin der UN Global Compact Women's Empowerment Principles (WEP) einen wichtigen Schritt zur Gleichstellung zwischen Frauen und Männern gesetzt. An erster Stelle stehen dabei Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für Chancengleichheit – gepaart mit konkreten Zielen:

  • Die finanzielle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern bei gleicher Leistung
  • Die Steigerung des Frauenanteils in Führungs- bzw. Expertenfunktionen
  • Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer, insbesondere gezielte Informationen für Mitarbeiter vor, während und nach der Karenz

KONZERNI-AGERERICHT

BAWAG P.S.K. Frauen-Mentoringprogramm

Die BAWAG P.S.K. Fraueninitiative und der Bereich Human Resources organisieren ein einjähriges Frauen-Mentoringprogramm für Mitarbeiterinnen, Expertinnen und weibliche Führungskräfte, die ihre berufliche Entwicklung beschleunigen und ihr internes Netzwerk durch die Beziehung zu den Mentoren stärken möchten. In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 49 weibliche Mentees von diesem Programm profitiert. Aufgrund des großen Erfolgs hat die BAWAG P.S.K. 2016 das Mentoringprogramm ausgeweitet: Den zehn neuen weiblichen Mentees wurden Topmanagerinnen und Topmanager als externe Mentoren aus der Wirtschaft zur Seite gestellt.

Fe-male Future Day

2016 veranstaltete die BAWAG P.S.K. Fraueninitiative bereits den dritten „fe-male Future Day“, in dessen Rahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte und externe Gäste eine spannende Diskussion zum Thema „Fe-male Future of Digital Banking“ führten.

BAWAG P.S.K. Frauenpreis

Der mit 3.000 EUR dotierte BAWAG P.S.K. Frauenpreis wird jährlich in Kooperation mit einer öffentlichen oder

gemeinnützigen Institution vergeben und würdigt herausragende Leistungen von Frauen oder besonderes Engagement zur Positionierung von Frauen in der Gesellschaft. Mit diesem Award möchte die BAWAG P.S.K. Frauen und Organisationen ermutigen, herausfordernde und innovative Projekte in Angriff zu nehmen.

Der Preis wird an Frauen vergeben, die durch ihre Leistungen und ihr Engagement „Mitten im Leben“ Vorbilder für Frauen sind, insbesondere in den Bereichen:

  • Wissenschaft, Journalismus und Kunst
  • Soziales Engagement
  • Interkulturelle Verständigung
  • Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Bewusstseinsbildung für die Rolle der Frau im beruflichen Umfeld

2016 wurde der BAWAG P.S.K. Frauenpreis an Katharina Norden, Gründerin und Geschäftsführerin von Three Coins, verliehen, um damit ihr besonderes Engagement im Bereich Financial Literacy (finanzielle Allgemeinbildung) zu würdigen. Das Team von Three Coins entwickelt neue Formen der Vermittlung des verantwortungsvollen Umgangs mit Geld.


BAWAG P.S.K. KONZERN GESCHÄFTSBERICHT 2016

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach § 243 UGB durchgeführt.

AUSBLICK

Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit großen Herausforderungen in Form von stagnierendem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinssätzen, steigenden regulatorischen Kosten, strukturell ineffizienten Geschäftsmodellen und dem Markteintritt von Fintechs konfrontiert. Wir sind bereit, uns diesen Herausforderungen in größerem Rahmen zu stellen und die sich uns bietenden einzigartigen Chancen zu nutzen.

Wir sind überzeugt, dass die BAWAG P.S.K. für die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderungen gut positioniert ist und unter Beibehaltung ihres niedrigen Risikoprofils auf Grundlage ihrer starken Kapitalquoten und ihrer Refinanzierungsbasis weiter wachsen wird.


KONZERNI-AGERERICHT

Wien, am 3. März 2017

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Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands

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Anas Abuzaakouk
Mitglied des Vorstands


Konzernrechnungslegung


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONAL FINANCIAL REPORTING STANDARDS (IFRS)

INHALT

Konzernrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016
Sonstiges Ergebnis für das Geschäftsjahr 2016
Bilanz zum 31. Dezember 2016
Entwicklung des Eigenkapitals für das Geschäftsjahr 2016
Kapitalflussrechnung

Anhang (Notes)

Erläuterungen zum Jahresabschluss

1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Details zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

2 | Nettozinsertrag
3 | Provisionsüberschuss
4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden
5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
6 | Verwaltungsaufwand
7 | Planmäßige Abschreibungen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
8 | Risikokosten
9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden
10 | Steuern vom Einkommen

Details zur Konzernbilanz

11 | Barreserve
12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
13 | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
14 | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen
15 | Handelsaktiva
16 | Kredite und Forderungen
17 | Forderungen an Kunden und Kreditinstitute
18 | Restlaufzeiten Vermögenswerte
19 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude
20 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, und Software und andere immaterielle Vermögenswerte
21 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern
22 | Sonstige Vermögenswerte
23 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
24 | Handelspassiva
25 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
26 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital
27 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
28 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten
29 | Rückstellungen
30 | Sonstige Verbindlichkeiten
31 | Sicherungsderivate
32 | Eigenkapital


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Segmentberichterstattung

Kapitalmanagement

Weitere Informationen nach IFRS

33 | Fair Value
34 | Behandlung eines Day 1 gain
35 | Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
36 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen
37 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio
38 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände
39 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden
40 | Echte Pensionsgeschäfte
41 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte
42 | Nachrangige Vermögensgegenstände
43 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
44 | Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen
45 | Fremdwährungsvolumina
46 | Leasinggeschäfte
47 | Derivative Finanztransaktionen
48 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen
49 | Liste wegen Unwesentlich nicht konsolidierter Tochter- und assoziierten Unternehmen
50 | Anteile an assoziierten Unternehmen
51 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Risikobericht

52 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing
53 | Kreditrisiko
54 | Marktrisiko
55 | Liquiditätsrisiko
56 | Operationelles Risiko

Zusätzliche Angaben nach österreichischem Recht

57 | Treuhandvermögen
58 | Wertpapieraufgliederung nach BWG
59 | Erhaltene Sicherheiten
60 | Personalstand
61 | Niederlassungen
62 | Handelsbuch
63 | Geografische Märkte
64 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB samt Vergütungspolitik
65 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)
66 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung
67 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Organe der BAWAG P.S.K. AG


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

KONZERNRECHNUNG

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in Mio. EUR [Notes] 2016 2015
Zinserträge 1.024,5 1.051,3
Zinsaufwendungen -297,8 -339,2
Dividendenerträge 3,3 10,2
Nettozinsertrag [2] 730,0 722,3
Provisionserträge 276,3 292,3
Provisionsaufwendungen -83,4 -106,4
Provisionsüberschuss [3] 192,9 185,9
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden [4] 19,1 76,9
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen [5] 4,7 -36,4
Verwaltungsaufwand [6] -407,1 -426,7
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen [7] -30,7 -32,6
Risikokosten [8] -42,7 -45,8
Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden [9] 8,0 4,6
Jahresüberschuss vor Steuern 474,2 448,2
Steuern vom Einkommen [10] -83,3 -30,3
Jahresüberschuss nach Steuern 390,9 417,9
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,3 0,0
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 390,6 417,9

Die Position „Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen“ umfasst nach IFRS auch regulatorische Aufwendungen. Weitere Details hierzu finden sich in Note 5. Die Position „Verwaltungsaufwand“ enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. EUR. Das

Management der Bank betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

SONSTIGES ERGEBNIS

in Mio. EUR 2016 2015
Jahresüberschuss nach Steuern 390,9 417,9
Sonstiges Ergebnis
Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen -1,9 16,8
Latente Steuern auf Posten, welche nicht umgegliedert werden können 0,5 -4,2
Summe der Posten, bei denen keine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist -1,4 12,6
Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist
Cashflow-Hedge-Rücklage 8,4
Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert -4,1
Available-for-Sale-Rücklage 2,9 -92,5
Davon in den Gewinn (-) oder Verlust (+) umgegliedert -15,9 -61,2
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -2,3 2,2
Latente Steuern auf Posten, welche umgegliedert werden können -4,5 24,4
Summe der Posten, bei denen eine Umgliederung in den Gewinn/Verlust möglich ist 4,5 -65,9
Sonstiges Ergebnis 3,1 -53,3
Gesamtergebnis nach Steuern 394,0 364,6
davon den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbar 0,3
davon den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 393,7 364,6

Die Erhöhung der Available-for-Sale-Rücklage ist im Wesentlichen auf die Bewertung von Wertpapieren zurückzuführen, welche teilweise durch Umgliederungen in die Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Verkäufen kompensiert wurde.

Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 32 Eigenkapital.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

BILANZ

Aktiva

in Mio. EUR [Notes] 31.12.2016 31.12.2015
Barreserve [11] 1.020 809
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte [12] 202 303
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte [13] 3.196 2.732
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen [14] 2.353 2.290
Handelsaktiva [15] 652 950
Kredite und Forderungen [16] 30.825 27.396
Kunden 28.500 24.713
Wertpapiere 692 973
Kreditinstitute 1.633 1.710
Sicherungsderivate [31] 677 469
Sachanlagen [19] 53 59
Vermietete Grundstücke und Gebäude [19] 3 4
Geschäfts- und Firmenwerte [20] 1 1
Markenname und Kundenstock [20] 12
Software und andere immaterielle Vermögenswerte [20] 128 103
Steueransprüche für laufende Steuern 5 9
Steueransprüche für latente Steuern [21] 153 238
At-equity bewertete Beteiligungen [50] 44 41
Sonstige Vermögenswerte [22] 132 102
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden 9
Summe Aktiva 39.456 35.515

Die Posten „Geschäfts- und Firmenwerte“, „Markenname und Kundenstock“ und „Software und andere immaterielle Vermögenswerte“ werden in Note 33 in dem Posten „Immaterielle Vermögenswerte“ zusammengefasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Passiva

in Mio. EUR [Notes] 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten [23] 1.115 1.269
Handelspassiva [24] 617 1.071
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten [25] 32.962 28.517
Kunden 25.998 21.695
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 4.900 3.236
Kreditinstitute 2.064 3.586
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen [40] 300 621
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 223 169
Sicherungsderivate [31] 260 106
Rückstellungen [29] 404 419
Steuerschulden für laufende Steuern 17 3
Steuerschulden für latente Steuern [21] 29 3
Sonstige Verbindlichkeiten [30] 681 577
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden 0
Gesamtkapital [32] 2.848 2.760
Eigenkapital den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar 2.846 2.759
Nicht beherrschende Anteile 2 1
Summe Passiva 39.456 35.515

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

ENTWICKLUNG DES EIGENKAPITALS

in Mio. EUR Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklagen Gewinnrücklagen¹⁾ AFS-Rücklage nach Steuern Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste nach Steuern Eigenkapital den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
Stand 01.01.2015 250,0 1.636,3 496,5 107,0 -84,5 2.405,3 2.405,3
Transaktionen mit Eigentümern 8,0 8,0 8,0
Eigentümerzuschuss 8,0 8,0 8,0
Dividenden -19,0 -19,0 -19,0
Änderungen Konsolidierungskreis 1,4 1,4
Gesamtergebnis 417,9 -65,9 12,6 364,6 364,6
Stand 31.12.2015 = 01.01.2016 250,0 1.644,3 895,4 41,1 0,0 -71,9 2.758,9 1,4 2.760,3
Transaktionen mit Eigentümern
Eigentümerzuschuss
Dividenden -306,0 -306,0 -306,0
Änderungen Konsolidierungskreis -0,3 -0,3 -0,3
Gesamtergebnis 390,6 -1,8 6,3 -1,4 393,7 0,3 394,0
Stand 31.12.2016 250,0 1.644,3 979,9 39,0 6,3 -73,2 2.846,3 1,6 2.847,9

¹⁾ Retained earnings reserve.

Weitere Details finden sich im Anhang unter Note 32 Eigenkapital.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

KAPITALFLUSSRECHNUNG

in Mio. EUR [Notes] 2016 2015
I. Jahresüberschuss (nach Steuern, vor nicht beherrschenden Anteilen) Gewinn- und Verlustrechnung 391 418
Im Jahresüberschuss enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit
Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen [7], [8] 44 68
Veränderungen von Rückstellungen [29] 20 -89
Veränderungen anderer zahlungsunwirksamer Posten -71 40
Veräußerungsergebnis aus dem Abgang von Finanzanlagen, Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sowie Tochterunternehmen [4], [5] -33 -135
Gewinn- oder Verlustanteil an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, nach Steuern Gewinn- und Verlustrechnung -8 -5
Sonstige Anpassungen (i.W. erhaltene Zinsen abzüglich gezahlter Zinsen) -780 -661
Zwischensumme -437 -364
Veränderungen des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus operativer Geschäftstätigkeit nach Korrektur um zahlungsunwirksame Bestandteile
Kredite und Forderungen gegenüber Kunden und Kreditinstituten 219 -1.413
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (exklusive Investitionstätigkeit) 189 403
Sonstige Vermögenswerte -16 94
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten -330 1.750
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (exklusive Finanzierungstätigkeit) 723 -1.349
Sonstige Verbindlichkeiten 4 -72
Erhaltene Zinsen 1.066 1.065
Erhaltene Dividenden Gewinn- und Verlustrechnung 3 10
Dividenden von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 3 3
Gezahlte Zinsen -298 -404
II. Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.126 -276
Einzahlungen aus der Veräußerung von Finanzanlagen 1.163 1.918
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 2 24
Auszahlungen für den Erwerb von Finanzanlagen -1.694 -1.129
Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten [19] -54 -35
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen Cashflow aus dem Verkauf von Tochterunternehmen 91 105
Erwerb von Tochterunternehmen (abzüglich erworbener Zahlungsmittel) [38] -83 -30
III. Cashflow aus Investitionstätigkeit -575 853
Dividendenzahlungen Entwicklung des Eigenkapitals -306 -19

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Einzahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Verbindlichkeiten) 2
Auszahlungen aus nachrangigen Verbindlichkeiten (inklusive erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteter Verbindlichkeiten) -34 -435
IV. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -340 -452
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 809 684
Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.126 -276
Cashflow aus Investitionstätigkeit -575 853
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -340 -452
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 1.020 809

Die Kapitalflussrechnung gibt über Stand und Entwicklung der Zahlungsmittel des Konzerns Auskunft. Sie zeigt den Mittelzufluss und -abfluss, aufgeteilt in operative Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Der ausgewiesene Zahlungsmittelbestand umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Zentralnotenbanken.

Für die BAWAG P.S.K. ist die Aussagefähigkeit der Kapitalflussrechnung als gering anzusehen. Die Kapitalflussrechnung ersetzt für uns weder die Liquiditäts- bzw. Finanzplanung noch wird sie als Steuerungsinstrument eingesetzt.

Cashflow aus dem Verkauf von Tochterunternehmen

Im Geschäftsjahr 2016 hat die BAWAG P.S.K. nach Erhalt aller aufsichtsrechtlichen Genehmigungen ihre Anteile an der BAWAG Malta Bank Ltd. verkauft. Der Gewinn aus dem Verkauf wird in der Zeile „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ ausgewiesen.

in Mio. EUR 2016
Verkaufserlös 91
Veräußerte Vermögenswerte 87
Finanzielle Vermögensgegenstände 9
Sonstige Vermögensgegenstände 78
Veräußerte Schulden
Veräußertes Reinvermögen 87
Gewinn/Verlust aus dem Verkauf 4
Verkaufserlös 91
In den veräußerten Vermögenswerten enthaltene Zahlungsmittel
Erlöse aus dem Verkauf 91

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

ANHANG (NOTES)

ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

1 | Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft (BAWAG P.S.K. AG) ist eine österreichische Bank, deren operatives Geschäft sich auf Österreich konzentriert, wobei die Bank auch in ausgewählten internationalen Märkten tätig ist. Der Sitz der Bank befindet sich in 1018 Wien, Georg-Coch-Platz 2.

Der Konzernabschluss wurde in Anwendung des § 59a BWG und in Einklang mit der EG-Verordnung Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 nach den Regeln der Standards (IFRS/IAS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Alle vom IASB in den International Financial Reporting Standards für den Jahresabschluss zum 31.12.2016 anwendbaren und veröffentlichten Standards, die von der EU übernommen wurden, wurden angewendet.

Grundlage des vorliegenden Konzernabschlusses der BAWAG P.S.K. nach IFRS bilden konzerninheitlich nach IFRS aufgestellte Einzelabschlüsse zum 31. Dezember 2016 aller vollkonsolidierten Unternehmen. Assoziierte Unternehmen werden – soweit wesentlich – at-equity einbezogen.

Die Erstellung eines Konzernabschlusses gemäß IFRS erfordert Annahmen und Schätzungen über wesentliche Einflussfaktoren auf den Geschäftsbetrieb. Diese Annahmen werden laufend überprüft und angepasst. Anpassungen werden jeweils in der aktuellen Periode bzw. bei längerfristigen Auswirkungen auch in den zukünftigen Perioden berücksichtigt.

Die in der Folge genannten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden durchgängig auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Geschäftsjahre angewendet.

Wir haben die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Vergleich zum Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 beibehalten.

Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Millionen Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Auf Fremdwährung lautende monetäre Bilanzwerte wurden zum Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Konsolidierungskreis und -methoden

Der Konsolidierungskreis umfasst alle wesentlichen – direkten und indirekten – Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K.

Insgesamt umfasst der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 34 (2015: 31) vollkonsolidierte Unternehmen und 2 (2015: 2) Unternehmen, die at-equity einbezogen werden. Kriterien für die Einbeziehung waren im Sinne der Wesentlichkeit sowohl die Bilanzsumme als auch der Anteil am Gesamtergebnis des Konzerns. Der Einfluss der nicht konsolidierten Tochterunternehmen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns war von untergeordneter Bedeutung. Unter Note 48 „Liste konsolidierter Tochterunternehmen“ befindet sich eine Aufstellung aller vollkonsolidierten bzw. at-equity bewerteten Unternehmen.

Der Buchwert der assoziierten, nicht at-equity bewerteten Beteiligungen betrug am 31. Dezember 2016 19 Mio. EUR (2015: 19 Mio. EUR). Beherrschte Unternehmen mit einem Buchwert in Höhe von 22 Mio. EUR (2015: 22 Mio. EUR) werden nicht konsolidiert, da der Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich ist.

Details zum Konsolidierungskreis und zu wesentlichen Änderungen im Beteiligungsportfolio werden in den Notes 48 und 49 dargestellt.

Für die Kapitalkonsolidierung wird nach IFRS 3 die Erwerbsmethode herangezogen. Dabei werden die Anschaffungskosten für das erworbene Unternehmen dem Wert des übernommenen Reinvermögens im Erwerbszeitpunkt gegenübergestellt. Die Bewertung des Reinvermögens richtet sich nach den beizulegenden Zeitwerten aller identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden zum Erwerbszeitpunkt.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischengewinne werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Aktivierte Firmenwerte in Höhe von 1 Mio. EUR (2015: 1 Mio. EUR) werden in der Bilanz unter der Position „Geschäfts- und Firmenwerte“ ausgewiesen. Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (CGUs, cash generating units) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Werthaltigkeistest (Impairmenttest) nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt.

Weiters wurden alle Beteiligungen untersucht, ob Indikatoren für eine dauerhafte oder wesentliche Wertminderung vorliegen. Sofern aufgrund der Indikatoren erforderlich, wurden Werthaltigkeistests durchgeführt.

Jene Eigenkapitalinstrumente, die nicht konsolidiert wurden, werden gemäß IAS 39 bewertet und der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet.

Finanzinstrumente

Die Bilanzierung der Finanzinstrumente erfolgt zum Handelstag. Die BAWAG P.S.K zieht zur Beurteilung eines „aktiven Marktes“ eines Wertpapiers neben Minimumanforderungen (z.B. Emissionsgröße, Börsenotiz) Informationen aus Handelssystemen (quotierte Volumina, Häufigkeit der Preisstellung) zur Ermittlung der Markttiefe und Liquidität heran.

a) Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

Die Kategorie umfasst alle mit einer festen Laufzeit bzw. bestimmten Zahlungen ausgestatteten Finanzinstrumente, die dazu bestimmt sind, bis zum Ende der Laufzeit gehalten zu werden. Sofern Wertpapiere dieser Kategorie zugeordnet werden, hat die BAWAG P.S.K. sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit, diese Instrumente bis zur Endfälligkeit zu halten.

Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Falls am Ende der Berichtsperiode ein objektiver Hinweis für eine Wertminderung vorliegt, wird der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts ermittelt und, sofern dieser unter dem jeweiligen letzten Buchwert liegt, eine Abwertung vorgenommen. Zur Ermittlung des erzielbaren Betrages werden die erwarteten zukünftigen Zahlungsüberschüsse mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz der Finanzanlage diskutiert. Verringert sich diese Wertminderung in Folgeperioden,

erfolgt eine Zuschreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten.

Agios und Disagios von Wertpapieren des Finanzanlagevermögens werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Papieren verrechnet.

b) Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Handelsbestand

Zu dieser Kategorie zählen finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu Handelszwecken gehalten werden. Diese Finanzinstrumente werden mit ihren Marktwerten (Fair Values) angesetzt. Sämtliche Derivate des Handels- und Bankbuches, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, werden dieser Kategorie zugeordnet. Die Handelspassiva umfassen Verbindlichkeiten aus Derivatgeschäften, Leerverkäufe und Repo-Geschäfte.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Bestimmte finanzielle Vermögenswerte und Verpflichtungen, die nicht die Definition von Handelsaktiva und -passiva erfüllen, werden nach der Fair-Value-Option als zum Fair Value bewertet klassifiziert. Die BAWAG P.S.K. hat die Fair-Value-Option in folgenden Fällen angewendet:

  • Vermeidung eines Accounting Mismatch
  • Fest verzinste Eigene Emissionen, Wertpapiere und Darlehen, deren Fair Value zum Erwerbszeitpunkt durch Zinsderivate gesichert wurde;
  • Anlageprodukte, deren Wertänderungsrisiko durch Derivate abgesichert wurde.
  • Management auf Fair-Value-Basis
  • Die Steuerung bestimmter festverzinslicher Wertpapiere und Darlehen erfolgt auf Basis ihres Fair Value durch das Strategische Asset Liability Committee, in dem auch Entscheidungen über die Höhe der offenen Zinsrisikoposition vorbereitet werden. Über die angeführten Positionen wird dem Vorstand regelmäßig berichtet.
  • Vorliegen eingebetteter Derivate
  • Finanzinstrumente mit eingebetteten Derivaten

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

c) Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen werden in der Bilanz zu fortgeführten Anschaffungskosten inklusive abgegrenzter Zinsen nach Abzug von Wertberichtigungen ausgewiesen.

Agios und Disagios werden mittels Effektivzinsmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Forderungen verrechnet.

Bearbeitungsgebühren werden unter Berücksichtigung der damit direkt zusammenhängenden Kosten auf die Laufzeit der Kredite im Zinsergebnis verteilt.

Hinsichtlich der Erfassung von Vorsorgen wird auf das Kapitel Risikovorsorge verwiesen.

d) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Das sind jene finanziellen Vermögenswerte, die nicht als
- „Kredite und Forderungen“,
- „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen“ oder
- „Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“,
kategorisiert sind.

Neben den Wertpapieren, welche von der BAWAG P.S.K. der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ zugeordnet wurden, sind in diesem Bilanzposten die Anteilsrechte an nicht konsolidierten Gesellschaften ausgewiesen.

Die finanziellen Vermögenswerte der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus der Bewertung ergeben, werden so lange erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis (AFS-Rücklage) ausgewiesen, bis der Vermögenswert veräußert oder getilgt wird oder eine Wertminderung vorliegt. Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten“ berücksichtigt. BAWAG P.S.K. vergleicht regelmäßig den Rückzahlungsbetrag der Zur

Veräußerung verfügbaren Finanzinstrumente mit deren Buchwert, um mögliche Wertminderungen zu erkennen. Potentielle Wertminderungen werden vom verantwortlichen Bereich Risiko überprüft und – bei Wesentlichkeit – genehmigt. Zuschreibungen erfolgen bei Wegfall der Gründe für die Wertminderung bei Schuldinstrumenten erfolgswirksam bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, bei zum Fair Value bewerteten Eigenkapitalinstrumenten erfolgt die Zuschreibung erfolgsneutral im Sonstigen Ergebnis.

Falls für nicht notierte Eigenkapitalinstrumente kein verlässlicher Zeitwert ermittelt werden kann, werden diese gemäß IAS 39 zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Abschreibungen bewertet. Eine Wertaufholung wird nicht erfasst.

Fremdkapitalinstrumente werden einzeln auf einen Wertminderungsbedarf untersucht, wenn objektive Hinweise (zum Beispiel Zahlungsverzögerungen) auf einen nach dem Zugangszeitpunkt eingetretenen Verlust vorliegen, die zu einer Minderung der hieraus erwarteten Zahlungsströme führen. Eine Wertminderung besteht, wenn der Barwert der erwarteten Zahlungsströme geringer als die fortgeführten Anschaffungskosten des betreffenden Finanzinstruments ist.

Eigenkapitalinstrumente werden abgeschrieben, wenn der beizulegende Zeitwert entweder signifikant (mehr als 20%) oder dauerhaft (mindestens neun Monate) unter den Anschaffungskosten liegt. Nicht notierte Eigenkapitalinstrumente werden einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 39.66 unterzogen, soweit eine Vorprüfung Impairmentindikatoren nicht ausgeschlossen hat.

Agios und Disagios werden mittels Effektivzinssatzmethode über die Laufzeit verteilt, der Aufwand bzw. Ertrag wird mit den Zinserträgen aus den entsprechenden Papieren verrechnet.

e) Finanzielle Verbindlichkeiten

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Verpflichtungen, die nicht
- zu Handelszwecken bestimmt sind oder
- der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden“ zugeordnet werden,
zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Umklassifizierungen

Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Kredite und Forderungen"

Finanzielle Vermögenswerte können aus der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte" in die Kategorie „Kredite und Forderungen" umgegliedert werden, wenn

  • der finanzielle Vermögenswert am Umgliederungsstichtag und am Tag des erstmaligen Ansatzes die Definition für die Kategorie „Kredite und Forderungen" gemäß IAS 39 erfüllt und
  • am Umwidmungsstichtag die Möglichkeit und die Absicht des Managements bestehen, die umgewidmeten Vermögenswerte auf absehbare Zeit zu halten.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Umgliederungsstichtag umgebucht. Der beizulegende Zeitwert des Finanzinstruments am Umwidmungsstichtag repräsentiert danach die neuen fortgeführten Anschaffungskosten des Instruments. Die erwarteten Cashflows des Finanzinstruments werden am Umbuchungsstichtag geschätzt und diese Schätzungen werden zur Berechnung der neuen Effektivverzinsung der Instrumente verwendet. Erhöhen sich zu einem späteren Zeitpunkt die erwarteten zukünftigen Cashflows der umgegliederten Vermögenswerte aufgrund einer Werterholung, wird der Effekt dieser Erhöhung als Anpassung der Effektivverzinsung und nicht als Anpassung des Buchwerts zum Zeitpunkt der Änderung der Schätzung berücksichtigt. Bei einem anschließenden Rückgang der erwarteten zukünftigen Cashflows wird der Vermögenswert auf Vorliegen einer Wertminderung analysiert und im Rahmen der Bewertungsregeln für die Kategorie „Kredite und Forderungen" bewertet.

Bei Instrumenten, die aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Kredite und Forderungen" umgegliedert wurden, wird der im „Sonstigen Ergebnis" erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust anschließend über die verbleibende Laufzeit des Instruments verteilt und als Zinsertrag oder Zinsaufwand erfasst. Wenn später eine Wertminderung des Instruments vorliegt, wird der an diesem Stichtag im „Sonstigen Ergebnis" ausgewiesene unrealisierte Verlust des Instruments sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten" erfasst.

Details zu den von der BAWAG P.S.K. umgegliederten Vermögenswerten werden in Note 16 dargestellt.

Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen"

Finanzielle Vermögenswerte können aus der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte" in die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umgegliedert werden, wenn am Umwidmungsstichtag die Möglichkeit und die Absicht des Managements bestehen, die umgewidmeten Vermögenswerte bis zur Endfälligkeit zu halten.

Weiters besteht die Möglichkeit, „Zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte" nach Ablauf der zweijährigen Sperrfrist, welche besteht, wenn mehr als ein geringfügiger Anteil der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen verkauft oder umgegliedert wurde, in die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umzugliedern.

Finanzielle Vermögenswerte werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Umgliederungsstichtag umgebucht. Der beizulegende Zeitwert des Finanzinstruments am Umwidmungsstichtag repräsentiert danach die neuen fortgeführten Anschaffungskosten des Instruments. Die erwarteten Cashflows des Finanzinstruments werden am Umbuchungsstichtag geschätzt und diese Schätzungen werden zur Berechnung der neuen Effektivverzinsung der Instrumente verwendet. Erhöhen sich zu einem späteren Zeitpunkt die erwarteten zukünftigen Cashflows der umgegliederten Vermögenswerte aufgrund einer Werterholung, wird der Effekt dieser Erhöhung als Anpassung der Effektivverzinsung und nicht als Anpassung des Buchwerts zum Zeitpunkt der Änderung der Schätzung berücksichtigt. Bei einem anschließenden Rückgang der erwarteten zukünftigen Cashflows wird der Vermögenswert auf Vorliegen einer Wertminderung analysiert und im Rahmen der Bewertungsregeln für die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" bewertet.

Bei Instrumenten, die aus den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen" umgegliedert wurden, wird der im „Sonstigen Ergebnis" erfasste unrealisierte Gewinn oder Verlust anschließend über die verbleibende Laufzeit des Instruments verteilt und als Zinsertrag oder Zinsaufwand erfasst. Wenn später eine Wertminderung des Instruments vorliegt, wird der an diesem Stichtag


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

im „Sonstigen Ergebnis“ ausgewiesene unrealisierte Verlust des Instruments sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Risikokosten – Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten“ erfasst.

Umgliederung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“

IAS 39 bzw. seine Interpretationen sehen vor, dass Finanzinstrumente der Kategorie „Kredite und Forderungen“ in die Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar finanzielle Vermögenswerte“ gegliedert werden können, wenn diese Finanzinstrumente nach der erstmaligen Erfassung an einem aktiven Markt gehandelt werden und somit die Voraussetzung für eine Klassifizierung als „Kredite und Forderungen“ nicht mehr zutrifft.

Im Falle einer Umklassifizierung in „Zur Veräußerung verfügbar“ wird eine Neubewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen, wobei eine Differenz zwischen dem Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im „Sonstigen Ergebnis“ (AFS-Rücklage) erfasst wird.

Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting)

Nach den allgemeinen Regelungen werden Derivate als Handelsaktiva oder Handelspassiva klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Das Bewertungsergebnis wird in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ als Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand ausgewiesen. Werden Derivate zur Absicherung von Risiken aus Nichthandelsgeschäften eingesetzt, wendet die BAWAG P.S.K. bei Erfüllung der Voraussetzungen gemäß IAS 39 Hedge Accounting (Bilanzierung von Sicherungsgeschäften) an.

Zu Beginn des Hedge Accountings werden die Sicherungsbeziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft, die Ziele des Risikomanagements und die Methode zur Messung der Effektivität der Sicherungsbeziehung dokumentiert. Die BAWAG P.S.K. überprüft am Beginn der Sicherungsbeziehung sowie an jedem Bilanzstichtag, ob die Kompensation der Änderungen der beizulegenden Zeitwerte aus Grund- und Sicherungsgeschäften in Bezug auf das abgesicherte Risiko in hohem Maße effektiv ist.

Bei Vorliegen von effektiven Sicherungsbeziehungen, die zur Verringerung des Marktwertrisikos eingesetzt werden, wendet die BAWAG P.S.K. Fair-Value-Hedge-Accounting an.

Mikro-Fair-Value-Hedge

Beim Mikro-Fair-Value-Hedge wird ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit oder eine Gruppe von gleichartigen finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten gegen Marktwertänderungen abgesichert. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ erfasst. Dabei wird das Sicherungsinstrument erfolgswirksam zum Fair Value angesetzt und das Grundgeschäft um jene Fair-Value-Änderungen erfolgswirksam fortgeschrieben, die sich in Bezug auf das abgesicherte Risiko ergeben.

Sobald das Sicherungsgeschäft veräußert, ausgeübt oder fällig wird oder wenn die Voraussetzungen für die Qualifikation zum Hedge Accounting nicht mehr erfüllt sind, wird die Bilanzierung der Sicherungsbeziehung beendet.

Bis zu diesem Zeitpunkt erfolgte Bewertungsanpassungen des Grundgeschäfts werden über die Restlaufzeit verteilt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Für andere Arten von Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts beziehungsweise bei Veräußerung oder anderweitiger Ausbuchung der durch eine Absicherung des beizulegenden Zeitwerts gesicherten Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden die Anpassungen des beizulegenden Zeitwerts bei der Ermittlung des bei Ausbuchung realisierten Gewinnes oder Verlustes berücksichtigt.

Portfolio-Fair-Value-Hedge

Die BAWAG P.S.K. wendet die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung des beizulegenden Zeitwerts eines Portfolios gegen Zinsänderungsrisiken an. Im Rahmen der Bilanzierung hat die Bank die Sichteinlagen in Euro als Portfolio identifiziert, das gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert werden soll. Diese werden entsprechend den erwarteten Rückzahlungs- und Zinsanpassungsterminen in Laufzeitbänder eingeteilt. Als Grundgeschäft für den Portfolio-Fair-Value-Hedge bestimmt die BAWAG P.S.K. aus dem identifizierten Portfolio einen Betrag von Verbindlichkeiten, der dem abzusichernden Betrag entspricht. Die Zu- und Ab


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

gänge werden unter Anwendung der Bodensatzmethode („Bottom-Layer-Approach“) zunächst dem nicht designierten Teil des identifizierten Portfolios zugeordnet. Die BAWAG P.S.K. wendet hierbei den EU-Carve-out zu IAS 39 an, der es ermöglicht, Sichteinlagen und ähnliche Instrumente auf Basis der erwarteten Abhebungs- und Fälligkeitstermine als Bestandteil einer Sicherungsbeziehung zu designieren. Der EU-Carve-out zu IAS 39 ermöglicht auch die Anwendung der Bodensatzmethode.

Für die bilanzielle Abbildung werden die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die auf das abgesicherte Risiko zurückzuführen sind, als separater Bilanzposten unter Bewertungsanpassungen für gegen Zinsänderungsrisiken abgesicherte Portfolien in der Bilanz erfasst. Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft werden in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ erfasst.

Cashflow Hedge

Seit Jänner 2016 wendet die BAWAG P.S.K. die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge“) nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an.

Die Bank hat zukünftige Margeneinkünfte aus GBP- und USD-Vermögenswerten als Grundgeschäfte identifiziert, welche gegen das Risiko schwankender Zahlungsströme aus der Veränderung von Fremdwährungskursen abzusichern sind.

IAS 39 erlaubt Teile von hochwahrscheinlichen Zahlungsströmen als Grundgeschäft zu designieren. Die BAWAG P.S.K. widmet jeweils die ersten Zahlungsströme für eine definierte Zeitperiode als Grundgeschäft.

Die Veränderungen aus dem beizulegenden Zeitwert der Sicherungsinstrumente werden in der Gesamtergebnisrechnung unter „Cashflow-Hedge-Rücklage“ gezeigt. Hätte die BAWAG P.S.K. 2016 die Bestimmungen des Cashflow Hedge nicht angewandt, wäre ein Gewinn von 8,4 Mio. EUR in der Gewinn- und Verlustrechnung unter „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ ausgewiesen worden.

Risikovorsorge

An jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, inwiefern objektive Hinweise auf eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe finanzieller Vermögenswerte gilt als wertgemindert und ein Wertminderungsverlust als entstanden, wenn:

  • objektive Hinweise auf eine Wertminderung infolge eines Verlustereignisses vorliegen, das nach der erstmaligen Erfassung des Finanzinstruments und bis zum Bilanzstichtag eingetreten ist („Verlustereignis“),
  • das Verlustereignis einen Einfluss auf die geschätzten zukünftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe finanzieller Vermögenswerte hatte und
  • eine verlässliche Schätzung des Betrags vorgenommen werden kann.

Die Wertberichtigungen umfassen die Risikovorsorgen für Ausfälle im Kreditgeschäft oder aus Gegenparteirisiken durch Einzel- und pauschalierte Individualvorsorgen auf Basis von Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Wertberichtigungen aus dem Kreditgeschäft werden in der Bilanz mit den entsprechenden Forderungen saldiert. Vorsorgen für außerbilanzielle Kreditgeschäfte werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Damit das Management beurteilen kann, ob auf individueller Ebene ein Verlustereignis eingetreten ist, werden alle bedeutsamen Kreditbeziehungen in regelmäßigen Zeitabständen überprüft. Dabei werden aktuelle Informationen und kontrahentenbezogene Ereignisse wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners oder Vertragsbrüche, die sich beispielsweise im Ausfall oder Verzug von Zins- und Tilgungszahlungen äußern, berücksichtigt.

Die Risikovorsorge für individuell bedeutsame Bonitätsrisiken wird unter Abschätzung der erwarteten zukünftigen Rückflüsse nach den Einschätzungen der Kreditrisikomanager vorgenommen. Für individuell nicht bedeutsame Bonitätsrisiken werden in Abhängigkeit von Überfälligkeiten und auf Basis von Erfahrungswerten Vorsorgen mit pauschalen Prozentsätzen gebildet.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

In der Kompetenz- und Pouvoirordnung ist der Genehmigungsvorgang für die Abschreibung und den Verzicht geregelt. Ausbuchungen erfolgen in Abstimmung mit den jeweiligen Fachbereichen, wenn die Betreibung der Forderung ergebnislos verlaufen ist oder wenn keine Absicht besteht, die Betreibung aktiv fortzusetzen.

Für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste wird eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis ermittelt (IAS 39 AG 89). Die IBNR-Portfoliowertberichtigung wird für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen des Konzernkreditportfolios inklusive Wertpapieren gebildet. Ausgenommen sind zum beizulegenden Zeitwert bewertete Positionen. Für Kredite mit Tilgungsträgern, bei denen es sich hauptsächlich um Fremdwährungskredite handelt, wird eine Vorsorge auf Basis der Deckungslücke gebildet. Die Berechnung der IBNR orientiert sich am regulatorischen Expected-Loss-Modell. Der tatsächlich eingetretene Verlust wird aus dem erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer vom Eintritt bis zum Bekanntwerden des Verlustes („Loss Identification Period“ – LIP) abgeleitet. Dazu werden homogene Gruppen mit vergleichbaren Ausfallsrisikomerkmalen gebildet (IAS 39 AG 87). Diese Gruppenbildung basiert auf den Forderungsklassen Banken, Unternehmen, Öffentlicher Sektor und Retail. Der LIP-Faktor wird für jedes Segment ermittelt. Basis ist die durchschnittliche Zeitdauer bis zum Erkennen des 90-Tage-Zahlungsverzugs aufgrund der (gemäß den Tilgungsplänen) erwarteten Zahlungseingänge, berechnet als exposuregewichteter Durchschnitt in Monaten. In Abhängigkeit von den Risikoüberwachungsprozessen wird eine geringere LIP-Dauer als die auf Basis der erwarteten Cashflows errechnete angenommen.

Finanzgarantien

Finanzgarantien sind vertragliche Vereinbarungen, die den Garantiegeber dazu verpflichten, bestimmte Zahlungen zu leisten, um den Garantienehmer für einen Verlust zu entschädigen, der dadurch entsteht, dass ein bestimmter Schuldner unter den Bedingungen eines Schuldtitels fällige Zahlungen nicht leistet.

Im Zuge der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit begibt die BAWAG P.S.K. Finanzgarantien, wie etwa verschiedene Arten von Akkreditiven und Garantien. Die Erstbewertung der Finanzgarantie erfolgt mit dem Fair Value zum Erfassungszeitpunkt. Im Rahmen der Folgebewertung wird überprüft, ob eine Rückstellung gemäß IAS 37 erforderlich ist.

Ist die BAWAG P.S.K. Garantienehmer, wird die Finanzgarantie nicht in der Bilanz erfasst, jedoch als Sicherheit berücksichtigt, wenn eine Wertminderung der garantierten Vermögenswerte beurteilt wird.

Methoden der Fair-Value-Ermittlung von Finanzinstrumenten

Derivate

Für die Bewertung von börsegehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futureoptionen, werden Börsenkurse herangezogen. Details werden im Anhang unter Note 33 dargestellt. Einige grundsätzliche Angaben seien vorangestellt:

Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain-Vanilla-OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.

Für Positionen des Handelsbuches werden die Schließkosten der Position (Bid/Ask Spreads) auf Nettobasis regelmäßig berechnet und verbucht.

Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Barwerten der fixen und der variablen Seite des Swaps. Ebenso ergibt sich der Gesamtwert eines Währungsswaps aus den Barwerten der beiden Zahlungsströme, ausgedrückt in der funktionalen Währung des Konzernunternehmens.

Bei Devisentermingeschäften wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und darauf der Wert errechnet.

Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffie-Singleton-Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread Curve die Default Probability Curve (Hazard Rate) ermittelt, mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung des Protection und des Premium Legs.

Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten ein Credit (CVA) bzw. ein Debt Value Adjustment (DVA). Grundsätzlich werden, falls verfügbar, liquide Credit-Default-Swap(CDS)-Spreads zur Bestimmung der Ausfall


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

wahrscheinlichkeit (PD) und der Verwertungsquote (REC) herangezogen. Ist dies nicht möglich, werden äquivalente Segmente des CDS-Marktes verwendet.

Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE (Expected Positive/Negative Exposure) ein „Marktwert + Add-on“-Modell verwendet. Die Add-on-Berechnung erfolgt für jede Geschäftsart und Währung getrennt und wird grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern abgeleitet.

Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Netting-effekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst Typs und selbst Währung berücksichtigt.

Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten-PD und -Verlustquote (1-REC) sowie dem EPE bestimmt sich der CVA, bzw. aus der BAWAG P.S.K. PD- und Verlustquote sowie dem ENE der DVA.

Sofern die Risikoabschlagsrate nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird diese vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Non-Payment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.

Zur Bewertung von finanziellen Vermögenswerten, deren Parameter nicht von Markttransaktionen abgeleitet werden können, wird der erwartete Cashflow (samt Verzugszinsen, sofern vertraglich vereinbart) wahrscheinlichkeitsgewichtet und auf den Tag der Wertermittlung abgezinst. Ist die rechtliche Entstehung der Forderung oder ihr Fortbestand im Hinblick auf eventuelle Nichtigkeitsgründe oder eine Anfechtung streitig, werden diese rechtlichen Bedenken somit im Rahmen der Bewertung berücksichtigt.

Im Falle einer Auflösung (Close-out) eines derivativen Geschäfts mit einem Kunden verändert sich die Art der Forderung der BAWAG P.S.K. Vor der Vertragsauflösung handelte es sich bei dem Vermögenswert um ein Derivat, nach dem Close-out um eine vertragliche Forderung, deren Höhe sich nicht mehr in Abhängigkeit von Marktparametern ändert. Die Forderung erfüllt daher nicht mehr die Definition eines Derivats gemäß IAS 39.9.

Durch die vorzeitige Beendigung eines Derivatgeschäfts wird die Variabilität der Zahlungsströme in Bezug auf Höhe und Eintrittszeitpunkt wesentlich verändert und das ursprüngliche Derivat durch einen neuen Vermögenswert ersetzt. Dessen erstmaliger Ansatz erfolgt nach IAS 39.43 zum Fair Value. Der Fair Value entspricht dem Buchwert des Derivats zum Zeitpunkt der Vertragsauflösung, welcher dabei auch sämtliche bis zum Zeitpunkt der Auflösung (Close-out) vorgenommene Bewertungsanpassungen umfasst. Eine aus der Vertragsauflösung entstandene Forderung erfüllt die Voraussetzungen nach IAS 39.9 zur Einordnung in die Kategorie „Kredite und Forderungen“.

Diese Vorgehensweise wurde in Anlehnung an IAS 39.40 und IAS 39.21 gewählt, da in IAS 39 keine expliziten Regelungen bestehen, wie vorzugehen ist, wenn ein Finanzinstrument zunächst die Merkmale eines Derivats erfüllt und in späterer Folge diese Merkmale nicht mehr erfüllt werden. Solche Regelungslücken sind gemäß IAS 8.10 bis 8.12 durch Anwendung einer ähnlichen Regelung in den IFRS und unter Berücksichtigung des Framework zu schließen.

Von wesentlicher Bedeutung war die oben beschriebene Vorgehensweise insbesondere bei der Transaktion mit der Stadt Linz im Jahr 2011.

Credit Linked Notes

Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Schuldverschreibungen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) auch das Ausfallsrisiko einer oder mehrerer weiterer Referenzanleihen tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bond- bzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon sowie der Restlaufzeit.

Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.

Bewertung der Asset Based Investments

Per 31. Dezember 2016 und 31. Dezember 2015 gab es keine Bestände an CLOs.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Übertragung von Finanzinstrumenten

Die Ausbuchung eines finanziellen Vermögenswerts erfolgt, sobald die wirtschaftlichen Ergebnisse aus dem Finanzinstrument dem Konzern nicht mehr zustehen, d.h. regelmäßig dann, wenn die Rechte und Pflichten aus dem Finanzinstrument auf einen Dritten durch Ausübung, Veräußerung oder Abtretung übergehen bzw. der Konzern die Verfügungsmacht verloren hat oder wenn die Rechte verfallen.

Bei Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten, bei denen die BAWAG P.S.K. maßgebliche Rechte und Verpflichtungen zurückbehalten hat, erfolgt weiterhin ein Ausweis in der Konzernbilanz.

Eine Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die mit ihr verbundene Verpflichtung beglichen oder aufgehoben wird.

Pensionsgeschäfte sind Verträge, durch die finanzielle Vermögenswerte gegen Zahlung eines Betrages übertragen werden und in denen gleichzeitig vereinbart wird, dass die finanziellen Vermögenswerte später gegen Entrichtung eines im Voraus vereinbarten Betrages an den Pensionsgeber zurückübertragen werden müssen. Die finanziellen Vermögenswerte verbleiben weiterhin in der Bilanz der BAWAG P.S.K. und werden nach den für den jeweiligen Bilanzposten geltenden Regeln bewertet. Die aus den Liquiditätszuflüssen aus den Pensionsgeschäften resultierenden Verpflichtungen werden, je nach Zweck des Geschäfts, in den Handelspassiva oder in der Position „Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen“ ausgewiesen.

Bei Reverse-Repo-Geschäften werden finanzielle Vermögenswerte mit der gleichzeitigen Verpflichtung eines zukünftigen Verkaufs gegen Entgelt erworben. Die Liquiditätsabflüsse aus den Reverse-Repo-Geschäften werden in den Handelsaktiva bilanziert.

Als Wertpapierleihe werden Geschäfte bezeichnet, bei denen vom Verleiher Wertpapiere an den Entleiher übereignet werden mit der Verpflichtung, dass der Entleiher nach Ablauf der vereinbarten Zeit Papiere gleicher Art, Güte und Menge zurückübertragt und für die Dauer der Leihe ein Entgelt entrichtet. Die Bilanzierung der verliehenen Wertpapiere erfolgt analog zu Pensionsgeschäften. Dabei verbleiben verliehene Wertpapiere im Wertpapierbestand des Konzerns und werden nach den Regeln des IAS 39 bewertet. Bei Wertpapierleihegeschäften sind regelmäßig Sicherheiten zu stellen. Vom Entleiher gestellte Wertpapiersicherheiten werden von diesem weiterhin bilanziert.

Immaterielles Anlagevermögen, Sachanlagen

Unter den immateriellen Vermögenswerten werden insbesondere erworbene Geschäfts- und Firmenwerte und damit verbundene immaterielle Vermögenswerte wie Markenname und Kundenstock sowie sonstige erworbene sowie selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (vor allem Software) sowie aktivierte Projekte gemäß IAS 38 ausgewiesen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden mit den Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen angesetzt. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens und des Sachanlagevermögens mit begrenzter Nutzungsdauer erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger, linearer Abschreibung und Wertminderungen. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 2% bis 2,5%, bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung reichen sie von 5% bis 33,3%. Die erworbene und selbst erstellte Software, andere immaterielle Vermögenswerte und Rechte (mit Ausnahme der Firmenwerte und des Markennamens) werden mit 4,63% bis 33,3% abgeschrieben. Kundenbeziehungen werden linear über durchschnittlich 33 Jahre (2015: 33 Jahre) abgeschrieben. Die Abschreibungsmethode und -dauer werden jährlich gemäß IAS 38 überprüft. Für Details siehe Note 20.

Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst.

Vermietete Grundstücke und Gebäude

Unter „Vermietete Grundstücke und Gebäude“ werden jene Liegenschaften ausgewiesen, die gemäß IAS 40.5 die Kriterien einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie (Investment Properties) erfüllen. Das sind jene Liegenschaften, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. Einige Liegenschaften werden auch in geringem Maße selbst genutzt. Da diese Teile jedoch nicht gesondert verkauft werden können und gemäß IAS 40.10 unbedeutend sind, werden diese als Gesamtes unter der Position „Vermietete Grundstücke und Gebäude“ ausgewiesen.

Die Bewertung von Grundstücken und Gebäuden, die als Investment gehalten werden (Investment Properties), erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibung für das Gebäude und abzüglich Wertminderungen (IAS 40). Die Abschreibungssätze liegen bei 2% bis 2,5%. Neben der Überprüfung der


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Abschreibungsmethode und der Nutzungsdauer erfolgt an jedem Bilanzstichtag eine Überprüfung, ob Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen (Impairment).

Wertminderungstests

Entsprechend IFRS 3 iVm IAS 36 und IAS 38 wird für alle Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE) eine Überprüfung der Werthaltigkeit der aktivierten Firmenwerte durch einen jährlichen Impairmenttest nach Maßgabe des IAS 36 durchgeführt. Ebenso wurden alle nicht notierten Beteiligungen einem Werthaltigkeitstest gemäß IAS 39.66 unterzogen, soweit eine Vorprüfung Impairmentindikatoren nicht ausgeschlossen hat.

Zur Ermittlung des Nutzwertes der ZGEs wurden die geplanten Vorsteuerergebnisse um den nominellen Steuersatz vermindert und anschließend für die Barwertermittlung mit dem jeweils der ZGE zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Der implizite Diskontierungssatz vor Steuern wird anschließend aus den geplanten Vorsteuerergebnissen und dem oben erläuterten Bewertungsergebnis als Zielgröße abgeleitet.

Zur Bewertung des Beteiligungsunternehmens wurden die geplanten Nachsteuerergebnisse herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst.

Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%.

Der Diskontierungssatz vor Steuern wird aus den Komponenten risikoloser Basiszinssatz, länderspezifische Marktrisikoprämie sowie Betafaktor ermittelt. Zum 31. Dezember 2016 werden folgende Werte herangezogen:

  • Als risikoloser Basiszinssatz (1,04%) wird die gemäß der Svensson-Methode aus den von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Parametern errechnete 30-jährige Spotrate herangezogen.

  • Als Quelle für die länderspezifische Marktrisikoprämie (6,88% für Österreich) dient die Damodaran-Homepage in Verbindung mit der Empfehlung der Kammer der Wirtschaftstreuhandber, in der die Arbeitsgruppe „Unternehmensbewertung“ eine Bandbreite von 5,5 bis 7% vorgibt. Für Österreich wurde eine Marktrisikoprämie von 6,88% gewählt.

  • Bei der Ermittlung des Betafaktors für Banken und Finanzdienstleistungsunternehmen (0,93) wird der Mittelwert des wöchentlichen Zweijahresdurchschnitts von zehn auf europäischen Börsen notierenden Banken mit Schwerpunkt Retail-Geschäft herangezogen. Als Quelle dient hierfür Bloomberg. Für die Peer Group qualifizieren sich nur Banken mit einem $R^2$ (Determinationskoeffizient) von zumindest 0,15. Der Betafaktor für Nichtbanken beträgt 1,0, welcher eine spezifische Größe für Nichtbanken und kein allgemeines Marktrisiko darstellt.

Unter Zugrundelegung der oben angeführten Prämissen wurde im Berichtsjahr ein Nutzungswert (value in use) gemäß IAS 36 für die ZGE bzw. die Beteiligungsgesellschaft errechnet. Der Nutzungswert ist der Barwert der geschätzten zukünftigen Cashflows, die aus einer Zahlungsmittel generierenden Einheit bzw. Beteiligungsgesellschaft abgeleitet werden können.

Bei der Beurteilung unseres Anteils an der BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft haben wir auf Embedded Value und eine Schätzung des Future Values abgestellt.

Des Weiteren wird bei immateriellen Vermögenswerten und bei Sachanlagen jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Sofern diese vorliegen, wird hierbei der für den Vermögenswert erzielbare Betrag ermittelt. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert und Nettoveräußerungspreis. Sofern der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt, wird gemäß IAS 36 eine Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrages vorgenommen. Zum 31. Dezember 2016 wurden bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen keine Wertminderungen erfasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Bei Immobiliengesellschaften und eigenen Immobilien wird auf den aktuell geschätzten Marktwert der Immobilien abgestellt. Externe Gutachten werden spätestens alle 3 Jahre erneuert.

Leasing

Ein Leasinggeschäft wird als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn es im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, auf den Leasingnehmer überträgt. Demgegenüber gelten als Operating-Leasing-Verhältnis solche Vertragsverhältnisse, in denen der Leasingnehmer nicht alle wesentlichen Chancen und Risiken trägt.

BAWAG P.S.K. als Leasinggeber

Im Falle von Finanzierungsleasing (Finance Lease) werden die Forderungen gegenüber den Leasingnehmern in Höhe der Barwerte der vertraglich vereinbarten Zahlungen unter Berücksichtigung etwaiger Restwerte ausgewiesen.

Hingegen erfolgt im Falle von operativem Leasing (Operating Lease), bei dem die BAWAG P.S.K. als Eigentümer alle Rechte und Pflichten an dem Leasinggegenstand behält, der Ausweis unter den Sachanlagen. Für den jeweiligen Leasinggegenstand wird eine entsprechende Abschreibung geltend gemacht.

Die Leasingzahlungen für Operating Lease und die Zinszahlungen für Finance Lease werden erfolgswirksam vereinnahmt.

BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer

Aufwendungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrages erfasst und im Verwaltungsaufwand ausgewiesen.

Finanzierungsleasingverträge, bei denen die BAWAG P.S.K. als Leasingnehmer auftritt, sind von untergeordneter Bedeutung.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ausweis und die Berechnung von Ertragsteuern erfolgen in Übereinstimmung mit IAS 12 nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses rechtlich verbindlich sind.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen und deren jeweiligen steuerlichen Wertansätzen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden aktive latente Steuern dann angesetzt, wenn es wahrscheinlich ist, dass in der Zukunft zu versteuernde Gewinne in der gleichen Steuereinheit anfallen. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.

Dem Ergebnis zuzurechnende Steueraufwendungen sind in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns in der Position „Steuern vom Einkommen und Ertrag" ausgewiesen und in den Erläuterungen in laufende und latente Ertragsteuern unterteilt. Sonstige, nicht ertragsabhängige Steuern werden in der Position „Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" ausgewiesen.

Gemäß IAS 12.34 ist auf steuerliche Verlustvorträge, die durch Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen voraussichtlich steuerlich genutzt werden können, ein latenter Steueranspruch abzugrenzen. Zum 31. Dezember 2016 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 594 Mio. EUR (2015: 868 Mio. EUR), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 5 Mio. EUR (2015: 66 Mio. EUR), somit insgesamt 599 Mio. EUR (2015: 934 Mio. EUR). Die BAWAG Holding GmbH ist Gruppenträger der Steuergruppe, aber nicht Teil des BAWAG P.S.K.-Konzerns, der Gegenstand dieses Konzernberichts ist.

Die Überprüfung der Verwertungsmöglichkeit der steuerlichen Verlustvorträge und der aktivierten latenten Steuerforderungen erfolgte auf Basis der Langfristplanung des Konzerns unter Berücksichtigung eines Planungszeitraumes von 5 Jahren. Der erwartete Verbrauch an Verlustvorträgen auf Ebene der BAWAG P.S.K. beträgt 599 Mio. EUR (2015: 868 Mio. EUR). Es werden daher im BAWAG P.S.K. Konzern latente Steuerforderungen auf Verlustvorträge von rund 150 Mio. EUR (2015: 217 Mio. EUR) ausgewiesen. Würden die prognostizierten steuerlichen Ergebnisse um 10% von den Schätzungen des Managements abweichen, würden sich die aktivierten latenten Steuerforderungen nicht verändern (2015: nicht verändern), wenn sich die Ergebnisse verbessern, und ebenfalls nicht verändern (2015: nicht verändern), wenn sich die prognostizierten Ergebnisse verschlechtern.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Es besteht eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Holding GmbH als Gruppenträger. Zum 31. Dezember 2016 beinhaltete die Steuergruppe zusätzlich zum Gruppenträger 21 inländische, in diesem Abschluss konsolidierte und nicht konsolidierte Gruppenmitglieder (Vorjahr: 19 Gruppenmitglieder). Eine Steuerumlagevereinbarung wurde abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Verteilungsmethode gewählt. Bei dieser Methode wird vom Steuerergebnis der ganzen Gruppe ausgegangen. Die Steuer wird über Steuerumlagen im Verhältnis der steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder auf die Mitglieder mit positivem steuerlichen Ergebnis verteilt. Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten hat, ist der Gruppenträger berechtigt, die Gruppenmitglieder verursachungsgemäß mit der anteilig auf sie entfallenden Mindestkörperschaftsteuer zu belasten.

Im Geschäftsjahr 2014 wurde zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine Abrechnungsvereinbarung zur Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung abgeschlossen. Diese Vereinbarung sah eine Zwischenabrechnung des Steuerausgleichs für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 vor, wobei sämtliche Steuerumlagen dieser Geschäftsjahre als verrechnet gelten.

Im Geschäftsjahr 2016 wurden aufgrund des negativen steuerlichen Gruppenergebnisses keine Steuerumlagen auf die in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitglieder verteilt (Vorjahr: 3 Mio. EUR).

Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedes für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen. Ein Austritt der BAWAG P.S.K. aus der Steuergruppe bzw. sämtlicher anderer Gruppenmitglieder – mit Ausnahme der Neuzugänge 2015 und 2016 – wurde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31. Dezember 2016 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist. Bei den in den Jahren 2015 und 2016 der Gruppe neu beigetretenen Gruppenmitgliedern würde sich eine Körperschaftsteuer-Nachzahlung von rund 5 Mio. EUR (2015: 0 EUR) ergeben.

Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Rückstellungen für Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen sowie für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach der Projected Unit Credit Method (dem Anwartschaftsbarwertverfahren) ermittelt.

Der Barwert der zum Bewertungsstichtag bestehenden Ansprüche wird aufgrund versicherungsmathematischer Gutachten unter Berücksichtigung eines angemessenen Abzinsungssatzes und zu erwartender Steigerungsraten der Gehälter und Pensionen berechnet und als Rückstellung in der Konzernbilanz ausgewiesen. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen werden im selben Geschäftsjahr zur Gänze im „Sonstigen Ergebnis“ erfasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die wesentlichsten der versicherungsmathematischen Berechnung zugrunde liegenden Parameter sind:

Parameter für Pensionsverpflichtungen

2016 2015
Rechnungszinssatz 1,75% p.a. 2,05% p.a.
Rentendynamik 1,50% p.a. 1,75% p.a.
Fluktuationsabschlag 0%–3,74% p.a. 0%–3,22% p.a.

Parameter für Abfertigungsverpflichtungen und Jubiläumsgelder

2016 2015
Rechnungszinssatz 1,75% p.a. 2,05% p.a.
Gehaltsdynamik Abfertigungen 3,10% p.a. 3,10% p.a.
Gehaltsdynamik Jubiläumsgelder 2,80% p.a. 2,80% p.a.
Fluktuationsabschlag Abfertigungen 0%–2,14% p.a. 0%–1,75% p.a.
Fluktuationsabschlag Jubiläumsgelder 0%–9,75% p.a. 0%–5,07% p.a.
Pensionsalter 57–65 Jahre¹⁾ 57–65 Jahre¹⁾

¹⁾ Angenommen wurde jeweils individuell das frühestmögliche Pensionsalter gemäß ASVG-Bestimmungen.

Der im Jahr 2016 verwendete Rechnungszinssatz wurde im Vergleich zum Vorjahr von 2,05% auf 1,75% angepasst.

Bei der Berechnung der Sozialkapitalrückstellungen wurden die Generationensterbetafeln „AVÖ 2008-P-Angestellte“ berücksichtigt.

Die in der BAWAG P.S.K. bestehenden Altersversorgungspläne, die aufgrund von leistungsorientierten Zusagen vollständig über Rückstellungen finanziert sind, entfallen zum überwiegenden Teil auf Pensionsansprüche und Pensionsanwartschaften von Mitarbeitern der BAWAG P.S.K. AG. Die von der Pensionskasse bekannt gegebenen zugeordneten Vermögensteile, welche für bestimmte Begünstigte eingerichtet wurden, werden auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.

Durch die Altersversorgungspläne ist die BAWAG P.S.K. versicherungstechnischen Risiken wie dem Zinsrisiko und dem Langlebigkeitsrisiko ausgesetzt.

Die Pensionsansprüche eines Großteils der Mitarbeiter werden von der BONUS Pensionskassen AG bzw. der Bundespensionskasse AG abgedeckt (beitragsorientierte Ansprüche). Die Zahlungen an die Pensionskasse werden in der laufenden Periode als Aufwand erfasst, darüber hinausgehende Verpflichtungen bestehen nicht.

Sonstige Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten gegenüber Dritten werden in Höhe der zu erwartenden Inanspruchnahme gebildet.

Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften sowie nicht ausgenützte Kreditrahmen. Als Bürgschaften werden Sachverhalte ausgewiesen, bei denen die BAWAG P.S.K. als Bürge gegenüber dem Gläubiger eines Dritten für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Dritten einstehen. Als nicht ausgenutzte Kreditrahmen sind Verpflichtungen ausgewiesen, aus denen ein Kreditrisiko entstehen kann. Die Risikovorsorge für Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenutzte Kreditrahmen wird in der „Rückstellung für Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften“ gezeigt.

Eigenkapital

Das Eigenkapital umfasst das von den Eigentümern zur Verfügung gestellte Kapital (gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklagen) sowie das erwirtschaftete Kapital (Gewinnrücklagen, Rücklagen aus der Währungsumrechnung, AFS-Rücklage, Cashflow-Hedge-Rücklage,


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Gewinnvortrag und Jahresergebnis).

Erfassung von Erträgen

Erträge werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufliessen wird und die Erträge verlässlich bewertet werden können.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge umfassen vor allem Zinserträge aus Krediten und Forderungen, festverzinslichen und nicht festverzinslichen Wertpapieren und den Handelsaktiva. Des Weiteren werden hier laufende Erträge aus Eigenkapitalinstrumenten, Aktien sowie Gebühren und Provisionen mit zinsähnlichem Charakter ausgewiesen. In den Zinserträgen und Zinsaufwendungen wird auch die effektivzinsmäßige Verteilung der Agios und Disagios der Wertpapiere und Kredite und die Amortisierung des Day 1 profits ausgewiesen. Ebenso wird der Zinsanteil von zinstragenden Derivaten getrennt nach Aufwand und Ertrag erfasst.

Die Zinsaufwendungen beinhalten vor allem Zinsen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie für begebene Schuldverschreibungen, Nachrangkapital und Ergänzungskapital. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Provisionserträge und -aufwendungen

Im Provisionsüberschuss werden vor allem Erträge und Aufwendungen für Dienstleistungen des Zahlungsverkehrs, aus dem Wertpapier- und Depotgeschäft, aus dem Kreditgeschäft und die Postvergütung im Zusammenhang mit der Nutzung des Vertriebsnetzes der Österreichischen Post ausgewiesen. Die Erträge und Aufwendungen werden periodengerecht abgegrenzt.

Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

Diese Position umfasst vor allem die Bewertung und Verkaufsgewinne bzw. Verkaufsverluste unserer Veranlagungen und Eigenen Emissionen, Verkaufsgewinne bzw. Verluste aus Non-performing Loans sowie das Ergebnis aus dem Handel mit Wertpapieren und Derivaten. Des Weiteren werden hier Ineffizienzen aus Sicherungsgeschäften und der Erfolgsbeitrag aus der Währungsumrechnung ausgewiesen.

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Im Sonstigen betrieblichen Erfolg sind all jene Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, die nicht unmittelbar der laufenden Geschäftstätigkeit zuzurechnen sind, wie beispielsweise Ergebnisse aus dem Verkauf von Immobilien. Darüber hinaus beinhaltet der Sonstige betriebliche Erfolg Aufwendungen aus sonstigen Steuern, regulatorische Aufwendungen (Bankenabgabe und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds), Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen, Weiterverrechnungen von Aufwendungen an Kunden und Konsolidierungsergebnisse aus Unternehmenszusammenschlüssen.

Verwaltungsaufwand

Im Verwaltungsaufwand sind auf die Berichtsperiode abgegrenzte Personalaufwendungen und Sachaufwendungen erfasst.

Risikokosten

In diesem Posten wird die Bildung und Auflösung von Einzelwertberichtigungen und Portfoliowertberichtigungen für Kredite, Forderungen und für kreditrisikobehaftete Eventualverbindlichkeiten ausgewiesen. Weiters werden unter diesem Posten Direktabschreibungen von Krediten und Forderungen sowie Eingänge aus abgeschriebenen Forderungen gezeigt, die ausgebucht wurden. Des Weiteren beinhaltet dieser Posten alle Aufwendungen aus operationellem Risiko.

Ebenso werden hier Wertminderungen und Aufholungen von Wertminderungen von Sachanlagen, Immobilien und immateriellen Vermögenswerten gezeigt sowie Abschreibungen von Firmenwerten und nicht konsolidierten Beteiligungen.

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten

Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten umfassen Ergebnisse aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert, Wertminderungen, Veräußerungsgewinne und Wertaufholungen von Finanzinstrumenten und werden nach den IAS 39-Kategorien gegliedert. Die entsprechenden Komponenten werden in den Erläuterungen zum Nettozinsertrag, zu den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden und zu Risikokosten für jede einzelne IAS 39-Kategorie dargestellt.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Der Konzernabschluss enthält Werte, die zulässigerweise unter Verwendung von Schätzungen und Annahmen ermittelt wurden. Die verwendeten Schätzungen und Annahmen basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen, Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse auf Basis des derzeitigen Wissensstandes. Die Schätzungen und Beurteilungen selbst sowie die zugrunde liegenden Beurteilungsfaktoren und Schätzverfahren werden regelmäßig überprüft und mit den tatsächlich eingetretenen Ereignissen abgeglichen.

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.

Für die Ermittlung von Fair Values für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken. Details zu den Bewertungsmodellen und Schätzunsicherheiten bei nicht beobachtbaren Inputfaktoren befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 33 Fair Value.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) basiert auf Planungsrechnungen. Diese spiegeln naturgemäß eine Einschätzung des Managements wider, die einer gewissen Schätzungsunsicherheit unterworfen ist. Details zum Wertminderungstest sowie zur Analyse der Schätzungsunsicherheit bei der Bestimmung des Firmenwertes befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 20 Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock, Software und andere immaterielle Vermögenswerte.

Das Management verwendet für die Bestimmung der auszuweisenden Beträge latenter Steuerforderungen historische Erkenntnisse zu Verwertungsmöglichkeiten von steuerlichen Verlustvorträgen und prognostizierte Geschäftsergebnisse auf Basis der vom Management der Tochtergesellschaften erstellten Mehrjahresplanung und des genehmigten Budgets

für die Folgeperiode einschließlich Steuerplanung. Regelmäßig werden die Einschätzungen hinsichtlich der latenten Steuerforderungen einschließlich der Annahmen des Konzerns über die zukünftige Ertragskraft einer Neubewertung unterzogen. Details zu den latenten Steuern befinden sich in Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und in Note 21 Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Bei der Bewertung dieser Verpflichtungen sind insbesondere Annahmen über den langfristigen Gehalts- und Pensionsentwicklungstrend sowie die zukünftigen Sterberaten zu treffen. Veränderungen der Schätzannahmen von Jahr zu Jahr sowie Abweichungen zu den tatsächlichen Jahreseffekten sind in den versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten abgebildet (siehe Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden).

Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:

  • die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft
  • die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen.
  • die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz

Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 ein Finanztermingeschäft abgeschlossen. Dieses diente seitens der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Fremdfinanzierung.

Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Frankens seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen mehr im Zusammenhang mit dem Derivatgeschäft zu leisten. In weiterer Folge


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Derivatgeschäft zu schließen.

Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (zum damaligen Kurs umgerechnet 24,2 Mio. EUR) eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. EUR ein. Das Gericht verband beide Verfahren. Die ersten mündlichen Verhandlungen fanden im Frühjahr 2013 statt. Zur Beurteilung einzelner Fragen zum gegenständlichen Derivatgeschäft hat das Gericht im März 2015 zwei Sachverständige mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt. Das Gutachten wurde im Sommer 2016 an das Gericht übermittelt und im Rahmen eines Verhandlungstermins mit den Gutachtern am 9. Dezember 2016 besprochen. Das Gutachten beantwortet nicht alle Fragen, die das Gericht zur rechtlichen Beurteilung des Sachverhalts benötigt. Ein entsprechender Ergänzungsauftrag wird derzeit vom Gericht vorbereitet. Die BAWAG P.S.K. hat eine unverändert starke Rechtsposition und ist auf die anstehenden Gerichtsverhandlungen gut vorbereitet. Es ist schwer abschätzbar, wie lange das Verfahren noch dauern wird. Basierend auf Erfahrungswerten wird jedoch die weitere Verfahrensdauer, bis ein abschließendes, vollstreckbares Urteil vorliegt, mit mehreren Jahren angenommen.

Die Bank hat im Zeitraum des aufrechten Derivatgeschäfts dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet (siehe dazu Note 1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) und die enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Non-payment-, Rechts-, Prozess- und sonstige operationelle Risiken, schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.

Bei Beendigung des Geschäfts wurde das Derivat ausgebucht und eine Forderung in die Position Forderungen an Kunden (in der Kategorie Kredite und Forderungen) eingestellt. Unsere Beurteilung des Forderungsbuchwertes stützen wir auf entsprechende Rechts- und andere Gutachten, die die Höhe der Forderung unterstützen.

Hinsichtlich betragsmäßiger Angaben werden die Regelungen des IAS 37.92 (Schutzklausel betreffend Anhangangaben) angewendet.

Auswirkung der Anwendung geänderter bzw. neuer Standards

Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind erstmals für den Konzernabschluss 2016 verpflichtend anzuwenden:

Die Änderungen zu IAS 1 Angabeninitiative (Änderungen an IAS 1) stellen klar, dass das Konzept der Wesentlichkeit auf alle IFRS-Abschlussbestandteile, insbesondere den Anhang, anzuwenden ist. Unwesentliche Informationen sollen auch dann nicht dargestellt werden, wenn ein Standard eine gewisse Angabe explizit fordert. Wesentliche Informationen sollen außerdem nicht mit unwesentlichen zusammengefasst werden. Es dürfen außerdem zusätzliche Zwischensummen in die Bilanz und die Gesamtergebnisrechnung eingefügt werden, wenn dies für das Verständnis der Vermögens- und Finanzlage bzw. der Ertragslage von Relevanz ist. Des Weiteren wird klargestellt, dass der Anteil eines Unternehmens am sonstigen Gesamtergebnis von assoziierten Unternehmen oder Joint Ventures, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, getrennt als eigener Posten auf der Grundlage davon, ob er später in der Gewinn- und Verlustrechnung recycelt wird, ausgewiesen werden sollte. Die Änderungen hatten keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses der BAWAG P.S.K.

Die Änderungen zu IAS 16 und IAS 38 Klarstellung akzeptabler Abschreibungsmethoden (Änderungen an IAS 16 und IAS 38) stellen weitere Leitlinien zur Verfügung, die definieren, welche Methoden für die Abschreibung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten angewendet werden können. Die Änderungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K.

Die Änderungen zu IAS 16 und IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen (Änderungen an IAS 16 und IAS 41) bringen fruchtragende Pflanzen in den Anwendungsbereich von IAS 16. Die Änderungen sind auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. nicht anwendbar.

Die Änderungen zu IAS 27 Equity-Methode im separaten Abschluss lassen die Equity-Methode als Bilanzierungsoption in separaten Abschlüssen wieder zu. Die Vorschriften des IAS 27 sind auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. nicht anwendbar.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Im September 2016 hat die EU die Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28) übernommen. Es werden Sachverhalte adressiert, die sich im Zusammenhang mit der Anwendung der Konsolidierungsausnahme für Investmentgesellschaften ergeben haben. Die Änderungen sind auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. nicht anwendbar.

Die Änderungen zu IFRS 11 Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit stellen die Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Tätigkeit klar, wenn diese einen Geschäftsbetrieb darstellen. Der geänderte IFRS 11 hatte keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2012-2014 stellt Detailaspekte in folgenden bestehenden Standards klar: IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche, IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben, IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer und IAS 34 Zwischenberichterstattung. Die Klarstellungen hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K.

Folgende neue Standards, Änderungen und Interpretationen zu bereits bestehenden Standards sind vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossen und von der EU übernommen worden, jedoch für die Erstellung des vorliegenden IFRS-Abschlusses zum 31. Dezember 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Bereits im Juli 2014 hat das IASB die endgültige Fassung von IFRS 9 Finanzinstrumente herausgegeben. IFRS 9 legt drei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte fest: Fortgeführte Anschaffungskosten (amortized cost), Beizulegender Zeitwert (fair value) und Beizulegender Zeitwert über das sonstige Ergebnis (fair value through other comprehensive income).

Die Vorschriften des IFRS 9 sind für Geschäftsjahre beginnend am oder nach dem 1. Jänner 2018 verpflichtend anzuwenden. Die Anforderungen des IFRS 9 stellen eine wesentliche Veränderung zu IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung dar. Der neue Standard bringt grundlegende Änderungen zur Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten und zu einem gewissen Grad auch zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten mit sich.

Gemäß IFRS 7 werden die Anhangsangaben der BAWAG P.S.K. Gruppe 2018 Tabellen enthalten, die die finanziellen Vermögenswerte und die Risikovorsorge von IAS 39 auf IFRS 9 überleiten. Es ist nicht geplant, Vorjahreszahlen basierend auf IFRS 9 zu veröffentlichen.

Die für den Konzern wesentlichen Veränderungen, die aufgrund der Anwendung des IFRS 9 entstehen, sind hier zusammengefasst.

Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Finanzielle Vermögenswerte

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte nach drei Kategorien klassifiziert: Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost, AC), Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis (Fair Value through Other Comprehensive Income, FVOCI) oder Bewertung zum beizulegenden Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung (Fair Value through Profit or Loss, FVTPL).

In welche Kategorie ein Finanzinstrument eingeordnet wird, ist einerseits abhängig vom Geschäftsmodell des Unternehmens und andererseits von den vertraglich vereinbarten Zahlungsflüssen des finanziellen Vermögenswertes.

Ein finanzieller Vermögenswert wird nur dann zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte zu halten, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (simple loan feature). Ein finanzieller Vermögenswert wird dann zum beizulegenden Zeitwert über das Sonstige Ergebnis bewertet, wenn das Geschäftsmodell des Unternehmens darauf abzielt, die finanziellen Vermögenswerte sowohl zu halten als auch zu verkaufen, und die vertraglich vereinbarten Zahlungsflüsse ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen. Alle finanziellen Vermögenswerte, die diese Kriterien nicht erfüllen, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Des Weiteren wird es keine Trennungspflicht für eingebettete Derivate geben, sondern es wird das Finanzinstrument in seiner Gesamtheit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Beurteilung des Geschäftsmodells

Die Bank führte eine Beurteilung der Geschäftsmodelle aller Segmente durch und erstellt derzeit Dokumentationen zu:

  • den Richtlinien und der Zielsetzung des Portfolios;
  • der Evaluierung der Performance des Portfolios und der Berichterstattung an das Management;
  • den Risiken, welche die Performance des Geschäftsmodells beeinflussen, und wie diese Risiken gesteuert werden.

Beurteilung, ob vertragliche Cashflows ausschließlich Tilgungs- und Zinszahlungen auf den ausstehenden Teil des Nominales darstellen (Solely Payments of Principal and Interest, SPPI)

Die Bank analysierte das bestehende Kreditportfolio und erstellte eine Checklist für SPPI-Kriterien. Derzeit werden Systeme implementiert bzw. adaptiert, welche für die Bewertung nach IFRS 9 relevant sind. Interne Prozesse werden definiert und die betroffenen Bereiche werden geschult.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die Klassifizierung und die Bewertungsmethoden für Finanzverbindlichkeiten wurden im Vergleich zu IAS 39 nur leicht geändert. Allerdings werden gemäß IFRS 9 Fair Value Änderungen bei Verbindlichkeiten der Fair-Value-Option folgendermaßen ausgewiesen:

  • der Betrag der Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, der aus dem Ausfallsrisiko der Verbindlichkeit resultiert, wird im sonstigen Ergebnis dargestellt; und
  • die restliche Veränderung des beizulegenden Zeitwerts wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Reklassifizierungen

Finanzielle Vermögenswerte werden nach erstmaligem Ansatz nicht reklassifiziert, außer in der Periode, in welcher der Konzern das Geschäftsmodell der Finanzinstrumente ändert.

Modifikationen

Wenn es zu Vertragsänderungen kommt, beurteilt der Konzern, ob sich die Cashflows des modifizierten Vermögensgegenstands wesentlich verändert haben. Wenn die Cashflows wesentlich abweichen, werden die vertraglichen

Rechte auf die Cashflows des ursprünglichen finanziellen Vermögenswertes als verfallen erachtet. In diesem Fall wird der ursprüngliche finanzielle Vermögenswert ausgebucht und ein neuer finanzieller Vermögenswert wird zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Wenn sich die Cashflows des modifizierten Vermögensgegenstands nicht wesentlich unterscheiden, führt die Modifikation nicht zu einer Ausbuchung. In diesem Fall berechnet die Bank den Bruttobuchwert des Finanzinstruments neu und setzt den Modifizierungsgewinn oder -verlust durch die Buchwertanpassung erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung an.

Der Konzern bewertet derzeit verschiedene Systemlösungen zur Implementierung einer automatisierten Behandlung von Modifikationen.

Hedge Accounting

IFRS 9 enthält auch ein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Dieses Modell richtet Hedge Accounting stärker am betrieblichen Risikomanagement aus und erlaubt Hedging-Strategien, welche im Rahmen des Risikomanagements angewandt werden. Der Effektivitätstest als Voraussetzung für die Anwendung von Hedge Accounting wurde überarbeitet: Anstelle des quantitativen Kriteriums (80 bis 125 Prozent Bandbreite) wurden qualitative und quantitative Kriterien für eine prospektive Effektivitätsmessung eingeführt. Außerdem ist die freiwillige Beendigung von Sicherungsbeziehungen nicht mehr allgemein zulässig, sondern nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen. Für Sicherungsbeziehungen, bei denen das gesicherte Risiko und das durch die Sicherungsinstrumente gedeckte Risiko nicht identisch sind, wurden Regelungen zum Re-Balancing eingeführt. Diese sehen vor, dass bei Änderungen der Korrelation die Sicherungsquote entsprechend angepasst wird, ohne dass die Sicherungsbeziehung beendet werden muss.

Das Macro Hedge Accounting Projekt wurde noch nicht abgeschlossen, daher dürfen IFRS 9-Anwender als Wahlmöglichkeit weiterhin das Macro Fair Value Hedge Accounting Model für Zinsrisiken nach IAS 39 anwenden.

Der Konzern erwartet zurzeit keinen bedeutenden Einfluss auf den Konzernabschluss aufgrund von IFRS 9 Hedge Accounting und wird gegen Zinsänderungsrisiken gemäß IAS 39 weiterhin Macro Fair Value Hedge Accounting anwenden. Die neuen IFRS 9 Macro Hedge Accounting Regelungen


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

werden final evaluiert, sobald der IASB die entsprechenden endgültigen Bestimmungen herausgegeben hat.

Impairment

Bei der Bestimmung des zu erwartenden Kreditverlustes („Expected Credit Loss“ – ECL) fordert IFRS 9 die Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeitsabschätzungen zukünftiger Zahlungsflüsse und Verluste. Der ECL ist definiert als die Differenz zwischen den der Bank zustehenden vertraglich vereinbarten Zahlungsflüssen eines Finanzinstruments und den von der Bank effektiv zu erwartenden Zahlungsflüssen (unter Berücksichtigung von Ausfallswahrscheinlichkeiten und Realisierungsquoten). Die angewandte Methodologie basiert auf „IFRS 9 Financial Instruments (Juli 2014)“¹). Aufgrund der dem Dokument zugrunde liegenden allgemein gehaltenen Formulierung bezüglich der Modellanforderungen werden zudem noch folgende Dokumente berücksichtigt:

  • Global Public Policy Committee (Juni 2016): „Implementierung der IFRS 9 Impairment – Anforderungen für Banken“
  • Basel Committee on Banking Supervision (Dezember 2015): „Richtlinien für Kreditrisiko und Buchhaltung für ECL“
  • European Banking Authority (Juli 2016): „Richtlinien für Kreditrisikomanagement und Buchhaltung für ECL für Kreditinstitute“

Haupttreiber in der Berechnung des ECL sind die Ausfallswahrscheinlichkeit („Lifetime Probability of Default“ – PD), die zu erwartende Verlustquote („Lifetime Loss given Default“ – LGD) und die Kredithöhe zum Zeitpunkt des Ausfalls („Lifetime Exposure at Default“ – EAD).

Die „Lifetime PD“ besteht aus zwei Komponenten: „Through-the-Cycle“ (TTC) – konjunkturunabhängig und „Point-in-Time“ (PIT) – konjunkturabhängig.

Für die TTC-Komponente werden – neben anderen – der homogene sowie der inhomogene stetige Markov-Ansatz verwendet. Für die PIT-Komponente werden ein „Shift-Faktor“ und ein auf Firmenwert („Peridery-Ansatz“) basierender Ansatz verwendet. Für jedes relevante Geschäftssegment wurde ein eigenes Modell entwickelt, um die „Lifetime“-PDs – unter Berücksichtigung makroökonomischer Vorausagen – zu prognostizieren. Um die Hauptauswirkungen des „Lifetime“-ECLs zu quantifizieren, wurde

eine Validierung („Back-Testing“) für Modelle der wesentlichsten Geschäftssegmente durchgeführt. Weiters ist ein kompletter Validierungsprozess für 2017 geplant.

Die Entscheidung, ob ein Finanzinstrument Stufe 1 („gleichbleibende Kreditwürdigkeit“) oder Stufe 2 („signifikante Verschlechterung der Kreditwürdigkeit“) zugeordnet wird, basiert auf quantitativen Transferkriterien sowie auf qualitativen Faktoren. Als quantitative Kriterien werden sowohl relative Kriterien (Verhältnis relevanter „Lifetime“-PDs) als auch absolute Kriterien (Differenz zwischen relevanten „Lifetime“-PDs) berücksichtigt. Für Ratings der Kategorie „Investment Grade“ wird das absolute Transferkriterium angewandt. Dies erlaubt mehr Flexibilität, da Übergänge von Stufe 1 in Stufe 2 auch für „Investment Grade“-Positionen grundsätzlich möglich sind. Sobald die relevanten Kriterien definierte Schwellenwerte übersteigen, wird das Finanzinstrument der Stufe 2 – Berücksichtigung von „Lifetime“-ECL-Daten anstatt 12-monatiger ECL Daten – zugeordnet.

Qualitative Faktoren inkludieren folgende binäre Tests: 1) Ist das Finanzinstrument 30 Tage im Verzug?, 2) Ist das Finanzinstrument auf der sogenannten Watchlist?, 3) Hat das Finanzinstrument ein sogenanntes Warnsignal? Sobald einer dieser qualitativen Tests ein positives Ergebnis liefert, wird das entsprechende Finanzinstrument der Stufe 2 zugeordnet.

Im Zeitpunkt der Erstanwendung des IFRS 9 erwartet die BAWAG P.S.K. folgende Auswirkung auf den Konzernabschluss: Die Auswirkung auf das regulatorische Kapital wird mit rund <40 Basispunkte erwartet – bei Berücksichtigung von Effekten sowohl aus der neuen IFRS 9 Klassifizierung und Bewertung als auch aus den neuen Impairment-Bestimmungen.

Im September 2016 hat die EU IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden übernommen. IFRS 15 regelt, zu welchem Zeitpunkt und in welcher Höhe Erlöse aus Kundenverträgen zu erfassen sind. Durch IFRS 15 werden die Standards IAS 11 Fertigungsaufträge und IAS 18 Erträge sowie IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme, IFRIC 15 Verträge über die Errichtung von Immobilien, IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten durch einen Kunden und SIC 31 Umsatzerlöse – Tausch von Werbedienstleistungen ersetzt. IFRS 15 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, und wird aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.

1) Im Folgenden IFRS 9-Standard genannt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die folgenden vom International Accounting Standards Board (IASB) beschlossenen Standards und Änderungen wurden von der EU noch nicht übernommen:

Im Juni 2016 hat das IASB Änderungen zu IFRS 2 Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung herausgegeben. Die Änderungen stellen die Bilanzierung von in bar erfüllten Leistungen, die eine Leistungsbedingung beinhalten, und die Klassifizierung anteilsbasierter Vergütungen, die mit Steuereinbehalt erfüllt wird, klar. Die Bilanzierung von Modifizierungen von anteilsbasierten Vergütungstransaktionen wird von „erfüllt in bar“ in „erfüllt in Eigenkapital“ umgestellt. Die Änderungen zu IFRS 2 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen, und sind aus heutiger Sicht nicht auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. anwendbar.

Der IASB hat im September 2016 die Anwendung von IFRS 9 Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge (Änderungen an IFRS 4) veröffentlicht. Durch die gemeinsame Anwendung wird Unternehmen, die Versicherungsverträge im Anwendungsbereich von IFRS 4 begeben, eine Wahl zwischen Überlagerungsansatz und Aufschubansatz ermöglicht. Der Überlagerungsansatz erlaubt Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen, Unterschiede in den Beträgen, die nach IFRS 9 und IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, herauszunehmen und stattdessen im sonstigen Gesamtergebnis auszuweisen. Der Aufschubansatz gestattet Unternehmen, IAS 39 anstelle von IFRS 9 für Berichtsperioden anzuwenden, die vor dem 1. Jänner 2021 beginnen, wenn es nicht zuvor schon eine der Versionen von IFRS 9 angewendet hat und seine vorrangige Geschäftstätigkeit das Begeben von Versicherungsverträgen ist, die unter IFRS 4 fallen. Die Anwendung beider Ansätze ist freiwillig, und es ist Unternehmen gestattet, die Anwendung aufzugeben, bevor der neue Standard zu Versicherungsverträgen (IFRS 17; auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2021 beginnen) herausgegeben wird. Der Überlagerungsansatz ist rückwirkend auf qualifizierende Vermögenswerte anzuwenden, sobald das erste Mal IFRS 9 angewendet wird. Der Aufschubansatz ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.

Mit IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten wird einem Unternehmen, das ein IFRS-Erstanwender ist,

gestattet mit einigen begrenzten Einschränkungen, regulatorische Abgrenzungsposten weiter zu bilanzieren, die es nach seinen vorher angewendeten Rechnungslegungsgrundsätzen in seinem Abschluss erfasst hat. IFRS 14 gilt für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen, und wird keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben. Die Europäische Kommission hat entschieden, mit der Übernahme des Zwischenstandards IFRS 14 bis zur Veröffentlichung des finalen Standards zu warten.

Im April 2016 hat der IASB eine Klarstellung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden (Änderungen an IFRS 15) herausgegeben. Die Änderungen adressieren die drei Themen „Identifizierung von Leistungsverpflichtungen“, „Prinzipal/Agent-Erwägungen“ und „Lizenzen“ und zielen auf Übergangserleichterungen für modifizierte Verträge und abgeschlossene Verträge ab. Die Klarstellung von IFRS 15 ist auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2016 beginnen, und ist auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. nicht anwendbar.

Der IASB hat im Jänner 2016 den Standard IFRS 16 Leasing veröffentlicht. Der Standard legt die Grundsätze für den Ansatz, die Darstellung und den Ausweis von Leasingverträgen für beide Vertragsparteien, d.h. den Kunden („Leasingnehmer“) und den Lieferanten („Leasinggeber“) dar. Der Standard IFRS 16 wird mit 1. Jänner 2019 wirksam, ersetzt den bisherigen Standard IAS 17 Leasing und die damit verbundenen Interpretationen und ist für den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. anwendbar. Die BAWAG P.S.K. beurteilt derzeit die potenziellen Auswirkungen von IFRS 16 auf den Konzernabschluss. Bisher wurde als wesentliche Auswirkung identifiziert, dass Vermögenswerte für Nutzungsrechte und Schulden für die operativen Leasingverhältnisse zu Beginn des Leasingverhältnisses zu erfassen sein werden. Darüber hinaus wird der bisher linear erfasste Leasingaufwand durch eine Abschreibung des Nutzungsrechts und des Zinsaufwands der Leasingverbindlichkeit ersetzt.

Im Jänner 2016 hat der IASB Änderungen in Angabeninitiative (Änderungen an IAS 7) herausgegeben, welche Unternehmen dazu veranlassen, Angaben zu machen, die Adressaten von Abschlüssen in die Lage zu setzen, Veränderungen in den Finanzschulden beurteilen zu können. Diese Änderungen werden die Darstellung der Angaben betreffend Veränderungen bei den Cashflows aus Finanzierungstätigkeit; Veränderungen als Ergebnis der Erlangung bzw. des Verlusts von Beherrschung über Tochter- oder


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

andere Unternehmen; Auswirkungen von Wechselkursänderungen und Änderungen von beizulegenden Zeitwerten beeinflussen. In den Änderungen wird zusätzlich festgehalten, dass Veränderungen in den Finanzschulden getrennt von Veränderungen anderer Vermögenswerte und Schulden anzugeben sind. Die Änderungen an IAS 7 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2017 beginnen, und werden zu einer abgeänderten Darstellung von Veränderungen in den Finanzschulden in der Kapitalflussrechnung der BAWAG P.S.K. führen.

Der IASB hat im Jänner 2016 Änderungen in Bezug auf den Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste (Änderungen an IAS 12) veröffentlicht. Mit den Änderungen wird klargestellt, dass nicht realisierte Verluste bei schuldrechtlichen Instrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, deren steuerliche Basis aber die Anschaffungskosten sind, unabhängig davon, ob der Halter erwartet, den Buchwert des Vermögenswerts dadurch wiederzuerlangen, dass er diesen bis zur Fälligkeit hält, oder ob er ihn zu veräußern beabsichtigt, zu abzugsfähigen temporären Differenzen führen. Des Weiteren wird klargestellt, dass der Buchwert eines Vermögenswerts nicht die Obergrenze für die Schätzung wahrscheinlicher, zukünftig zu versteuernder Gewinne darstellt und dass bei der Schätzung zukünftig zu versteuernder Gewinne Steuerabzüge aus der Umkehrung abzugsfähiger temporärer Differenzen herauszurechnen sind. Auch hat ein Unternehmen einen latenten Steueranspruch in Kombination mit anderen latenten Steueransprüchen zu beurteilen. Die Änderungen an IAS 12 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach

dem 1. Jänner 2017 beginnen, und werden Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.

Jährliche Verbesserungen an den IFRS Zyklus 2014-2016 stellt Detailaspekte in folgenden bestehenden Standards klar: IFRS 1 Erstmalige Erfassung der International Financial Reporting Standards, IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures. Die Klarstellungen werden keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.

Der IASB hat Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (Änderungen an IAS 40) herausgegeben, um Übertragungen in den oder aus dem Bestand der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien klarzustellen. Die Änderungen an IAS 40 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Jänner 2018 beginnen und werden aus heutiger Sicht keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.

Der IASB hat die vom IFRS Interpretations Committee entwickelte Interpretation IFRIC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen herausgegeben, um die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klarzustellen, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistungen in fremder Währung beinhalten. IFRIC 22 tritt für Berichtsperioden in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Die Interpretation wird aus heutiger Sicht keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. haben.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

DETAILS ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

2 | Nettozinsertrag

in Mio. EUR 2016 2015
Zinserträge 1.024,5 1.051,3
Barreserve 0,1
Handelsaktiva 78,8 116,5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 3,8 11,0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 67,6 89,3
Kredite und Forderungen 699,2 656,4
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere 38,2 42,5
Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) 134,7 135,3
Andere Vermögensgegenstände 2,2 0,2
Zinsaufwendungen -297,8 -339,2
Einlagen von Zentralbanken -3,0 -0,5
Handelspassiva -56,5 -41,1
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten -29,3 -49,2
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -150,9 -203,6
Derivate für Sicherungsmaßnahmen (Zinsrisiko) -48,6 -35,0
Sozialkapitalrückstellungen -8,0 -9,8
Sonstige Passiva -1,5
Dividendenerträge 3,3 10,2
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3,3 10,2
Nettozinsertrag 730,0 722,3

Die Zinsen und zinsähnlichen Erträge werden periodengerecht abgegrenzt. In den Zinserträgen wird unter anderem auch die periodengerechte Verteilung des Agios und Disagios der Wertpapiere des Finanzanlagevermögens und des Agios und Disagios von erworbenen Kreditportfolien ausgewiesen. Die Zinsen auf wertberichtigte Forderungen beliefen sich in der Berichtsperiode 2016 auf 1,3 Mio. EUR (2015: 2,8 Mio. EUR).

3 | Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche der BAWAG P.S.K.:

in Mio. EUR 2016 2015
Provisionserträge 276,3 292,3
Zahlungsverkehr 170,0 172,0
Kreditgeschäft 30,1 25,3
Wertpapier- und Depotgeschäft 36,9 58,7
Sonstige Dienstleistungen 39,3 36,3
Provisionsaufwendungen -83,4 -106,4
Zahlungsverkehr -39,6 -38,3
Kreditgeschäft -1,6 -1,9
Wertpapier- und Depotgeschäft -3,0 -4,9
Sonstige -39,2 -61,3
Provisionsüberschuss 192,9 185,9

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

4 | Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden

in Mio. EUR

Realisierte Gewinne (Verluste) aus nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bilanzierten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) 2016 2015
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 15,7 62,5
Kredite und Forderungen -10,5 3,4
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere 9,0 7,2
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten -5,7 -17,3
Ergebnis aus dem Verkauf von Tochterunternehmen und Beteiligungen 11,0 63,8
Sonstiges Ergebnis -10,0 -3,4
Gewinne (Verluste) aus finanziellen Vermögenswerten im Handelsbestand (netto) 2,3 -73,1
Gewinne (Verluste) aus erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (netto) 9,7 28,3
Gewinne (Verluste) aus der Bilanzierung von Fair-Value-Hedges 0,1 1,0
Zeitwertanpassung des Grundgeschäfts -74,0 44,6
Zeitwertanpassung des Sicherungsinstruments 74,1 -43,6
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) -2,5 4,5
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden 19,1 76,9

Die Position Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden wird wesentlich von der Bewertung und den Verkäufen unserer Veranlagungen, dem Verkauf von Tochterunternehmen, Eigenen Emissionen, Verkaufsgewinnen bzw. -verlusten aus Non-performing Loans und für Kunden getätigten Derivatgeschäften beeinflusst. Sowohl 2016 als auch 2015 gab es keine den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten.

5 | Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

in Mio. EUR

Ergebnis aus Investment Properties -0,1 -0,1
Erträge aus Investment Properties 0,6 0,8
Aufwendungen aus Investment Properties -0,7 -0,9
Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen 0,2 7,6
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen -3,5 -6,5
Regulatorische Aufwendungen -84,9 -35,2
Resultate aus Unternehmenszusammenschlüssen 90,0 0,1
Übrige betriebliche Erträge und Aufwendungen 3,0 -2,3
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 4,7 -36,4

Der Posten Regulatorische Aufwendungen beinhaltet die Bankenabgabe (2016: inkl. der zusätzlichen Einmalzahlung) und die Aufwendungen für das Einlagensicherungssystem und den Abwicklungsfonds. Die Bewertung der unwiderruflichen Zahlungsverpflichtung an den Abwicklungsfonds im Betrag von 1,3 Mio. EUR (2015: 2,3 Mio. EUR) wird in den Gewinnen und Verlusten aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden ausgewiesen. Die Mieterträge aus fremdvermieteten Grundstücken und Gebäuden betrugen im Geschäftsjahr 2016 0,6 Mio. EUR (2015: 0,8 Mio. EUR); die Aufwendungen beliefen sich auf 0,6 Mio. EUR (2015: 0,8 Mio. EUR). Die Leerstehungskosten betrugen 2016 0,1 Mio. EUR (2015: 0,1 Mio. EUR).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

6 | Verwaltungsaufwand

in Mio. EUR 2016 2015
Personalaufwand -242,8 -237,7
Löhne und Gehälter -185,4 -178,7
Gesetzlich vorgeschriebener Sozialaufwand -53,6 -54,5
Sonstige Personalkosten -10,8 -9,8
Freiwilliger Sozialaufwand -3,9 -4,2
Aufwand Altersvorsorge -6,9 -5,6
Dotierung Pensionsrückstellung -0,4 -0,3
Auflösung Abfertigungsrückstellung 7,6 3,3
Auflösung Jubiläumsgeldrückstellung 1,5 3,8
Aufwand betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse -1,7 -1,5
Sonstiger Verwaltungsaufwand -139,7 -157,2
IT und Kommunikation -44,9 -48,3
Immobilien und Instandhaltungsaufwendungen -38,9 -47,8
Werbung -20,1 -24,5
Sonstige allgemeine Aufwendungen -11,9 -14,5
Von Dritten in Rechnung gestellte Aufwendungen – Rechtskosten, Outsourcing etc. -10,4 -9,3
Postgebühren -9,0 -8,1
Aufsichtsrechtliche Projekte und Prüfungsaufwendungen -4,5 -4,7
Restrukturierungs- und sonstige einmalige Aufwendungen -24,6 -31,8
Verwaltungsaufwand -407,1 -426,7

Der Posten „Restrukturierungs- und sonstige einmalige Aufwendungen“ beträgt -24,6 Mio. EUR und beinhaltet 2016 im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen,

die teilweise durch die Auflösung einer Urlaubsgeldrückstellung kompensiert wurden.

7 | Planmäßige Abschreibungen aus immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

in Mio. EUR 2016 2015
Planmäßige Abschreibungen
aus Software und anderen immateriellen Vermögenswerten -21,0 -22,3
aus Sachanlagen -9,7 -10,3
Planmäßige Abschreibungen -30,7 -32,6

8 | Risikokosten

in Mio. EUR 2016 2015
Risikovorsorge für Kredite und Forderungen -35,4 -36,0
Veränderungen von Rückstellungen für Kreditrisiken 5,7 -0,9
Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten -0,4 -1,1
Rückstellungen und Aufwendungen für operationelles Risiko -12,6 -7,8
Wertberichtigungen von nicht finanziellen Vermögenswerten
Risikokosten -42,7 -45,8

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten

in Mio. EUR 2016 2015
Zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte – Eigenkapitalinstrumente -0,4 -1,1
Zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte – Schuldtitel
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Wertpapiere
Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten -0,4 -1,1

9 | Anteil am Ergebnis von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

Der im Geschäftsjahr 2016 ausgewiesene Gewinn in Höhe von 8,0 Mio. EUR (2015: Gewinn 4,6 Mio. EUR) beinhaltet das anteilige Ergebnis der BAWAG P.S.K. Versicherung AG und der PSA Payment Services Austria GmbH.

Der gemäß IFRS 12.22 (c) nicht erfasste anteilige Verlust von at-equity bewerteten Unternehmen beträgt 0,0 Mio. EUR (2015: 0,0 Mio. EUR).

Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten betreffend assoziierte Unternehmen:

At-equity bewertete Unternehmen

in Mio. EUR 2016 2015
Kumulierte Vermögenswerte 2.472 2.417
Kumulierte Schulden 2.326 2.293
Kumuliertes Eigenkapital 146 125
Verdiente Prämien (brutto) 231 281
Provisionserträge 172 187
Kumuliertes Jahresergebnis 34 24

Bei den at-equity bewerteten Unternehmen handelt es sich um die BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft (25,00%iger Anteil) und die PSA Payment Services Austria GmbH (20,82%iger Anteil). Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 36 „Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen“.

10 | Steuern vom Einkommen

in Mio. EUR 2016 2015
Laufender Steueraufwand -3,4 -4,5
Latenter Steueraufwand -79,9 -25,8
Steuern vom Einkommen -83,3 -30,3

Der latente Steueraufwand in 2016 resultiert im Wesentlichen aus der Verminderung aktiver latenter Steueransprüche auf Verlustvorträge.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung zwischen dem errechneten und dem ausgewiesenen Steueraufwand:

in Mio. EUR 2016 2015
Jahresüberschuss vor Steuern 474,2 448,2
Steuersatz 25% 25%
Errechneter Steueraufwand -118,6 -112,0
Steuerminderungen
aus steuerfreien Beteiligungssträgen 3,0 2,1
aus Beteiligungsbewertungen 4,1 6,4
aus Erstkonsolidierungen 32,4
aus steuerfreien Erträgen 0,6 3,5
aufgrund abweichender ausländischer Steuersätze 0,0 0,0
aus der Verwertung von Verlustvorträgen ohne Ansatz von latenten Steuern 67,7
aus der Bewertung von latenten Steuern auf Verlustvorträge 12,0 20,4
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 1,2 3,5
Steuermehrungen
aus Beteiligungsbewertungen -0,4 -0,9
aus Beteiligungsverkäufen -15,8
aufgrund nicht abzugsfähigen Aufwands -8,3 -3,4
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen -5,5 -1,7
Ertragsteuern der Periode -79,3 -30,3
Aperiodische Ertragsteuern -4,0
Ausgewiesene Ertragsteuern (Steueraufwand) -83,3 -30,3

In den Aktiva sind latente Steuern aufgrund von Vorteilen aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 150 Mio. EUR (2015: 217 Mio. EUR) berücksichtigt. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Der versteuerte Teil der Haftrücklage beträgt 372,9 Mio. EUR (2015: 372,9 Mio. EUR). Die gesamte Haftrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 613,7 Mio. EUR (2015: 613,7 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2016 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 594 Mio. EUR (2015: 868 Mio. EUR), bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 5 Mio. EUR (2015: 66 Mio. EUR), somit insgesamt 599 Mio. EUR (2015: 934 Mio. EUR).

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

DETAILS ZUR KONZERNBILANZ

11 | Barreserve

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Kassenbestand 422 378
Guthaben bei Zentralnotenbanken 598 431
Barreserve 1.020 809

12 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen an Kunden 145 159
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 54 139
Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 3 5
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 202 303

In der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte“ werden jene Finanzinstrumente ausgewiesen, die aufgrund der Ausübung der Fair-Value-Option gemäß IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden.

Weitere Erläuterungen zur Fair-Value-Option finden sich in Note 1.

Das maximale Ausfallsrisiko der Forderungen an Kunden entspricht dem Buchwert.

13 | Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Schuldtitel 3.129 2.661
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 3.129 2.661
Schuldtitel öffentlicher Stellen 510 341
Schuldverschreibungen anderer Emittenten 2.619 2.320
Eigenkapitalinstrumente 67 71
Zu Anschaffungskosten bewertet
Anteile an nicht konsolidierten beherrschten Unternehmen 22 22
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis 19 19
Sonstige Anteile 26 26
Zu Marktwerten bewertet
Sonstige Anteile - 4
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.196 2.732

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die folgende Übersicht zeigt wesentliche finanzielle Eckdaten von assoziierten Unternehmen:

Assoziierte Unternehmen, die aufgrund von Unwesentlichkeit nicht at-equity bewertet werden

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Kumulierte Bilanzsumme 499 494
Kumuliertes Eigenkapital 83 80
Kumuliertes Jahresergebnis 7 2

Die in obiger Tabelle dargestellten Beträge basieren auf den letzten verfügbaren Abschlüssen der entsprechenden Gesellschaften, welche nach den jeweils anwendbaren Rechnungslegungsvorschriften erstellt wurden. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses der BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2016 lagen für einen Großteil der betroffenen Gesellschaften Abschlüsse zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 vor (Vorjahr: 31. Dezember 2014).

Wir möchten darauf hinweisen, dass die obige Tabelle nicht den ökonomischen Anteil an den assoziierten Unternehmen widerspiegelt. Der durchschnittliche ökonomische Anteil beträgt 39% (2015: 40%).

Bezüglich weiterer Details verweisen wir auf Note 36 „Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen“.

14 | Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Schuldtitel 2.353 2.290
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 2.353 2.290
Schuldtitel öffentlicher Stellen 498 574
Schuldverschreibungen anderer Emittenten 1.855 1.716
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.353 2.290

15 | Handelsaktiva

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Derivate des Handelsbuchs 230 320
Währungsbezogene Derivate 20 62
Zinsbezogene Derivate 210 258
Derivate des Bankbuchs 422 630
Währungsbezogene Derivate 20 152
Zinsbezogene Derivate 402 478
Kreditderivate 0
Handelsaktiva 652 950

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

16 | Kredite und Forderungen

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie „Kredite und Forderungen“. Die finanziellen Vermögenswerte dieser Kategorie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Nicht
wertberichtigte
Aktiva | Wertberichtigte
Aktiva (Buchwert
vor Abzug der Wert-
berichtigungen) | Einzelwert-
berichtigungen | Pauschale
Einzelwert-
berichtigungen | Gesamtnetto
(Buchwert nach
Abzug der Wert-
berichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | 692 | – | – | – | 692 |
| Schuldtitel öffentlicher
Stellen | 91 | – | – | – | 91 |
| Schuldtitel anderer
Emittenten | 601 | – | – | – | 601 |
| Forderungen an
Kreditinstitute | 1.633 | – | – | – | 1.633 |
| Forderungen an Kunden | 28.158 | 547 | -129 | -76 | 28.500 |
| Unternehmen und sonstige
Kunden | 13.361 | 294 | -15 | – | 13.640 |
| Retailkunden | 14.732 | 253 | -114 | -22 | 14.849 |
| Zentralstaaten | 65 | – | – | – | 65 |
| Sonstige Kunden | – | – | – | – | – |
| IBNR-
Portfoliowertberichtigung^{1)} | – | – | – | -54 | -54 |
| Summe | 30.483 | 547 | -129 | -76 | 30.825 |

1) Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste.

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Nicht
wertberichtigte
Aktiva | Wertberichtigte
Aktiva (Buchwert
vor Abzug der Wert-
berichtigungen) | Einzelwert-
berichtigungen | Pauschale
Einzelwert-
berichtigungen | Gesamtnetto
(Buchwert nach
Abzug der Wert-
berichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Wertpapiere | 973 | – | – | – | 973 |
| Schuldtitel öffentlicher
Stellen | 94 | – | – | – | 94 |
| Schuldtitel anderer
Emittenten | 879 | – | – | – | 879 |
| Forderungen an
Kreditinstitute | 1.710 | – | – | – | 1.710 |
| Forderungen an Kunden | 24.377 | 571 | -170 | -65 | 24.713 |
| Unternehmen und sonstige
Kunden | 13.491 | 311 | -24 | -2 | 13.776 |
| Retailkunden | 10.815 | 260 | -146 | -17 | 10.912 |
| Zentralstaaten | 71 | – | – | – | 71 |
| Sonstige Kunden | – | – | – | – | – |
| IBNR-
Portfoliowertberichtigung^{1)} | – | – | – | -46 | -46 |
| Summe | 27.060 | 571 | -170 | -65 | 27.396 |

1) Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die Untergliederung der „Forderungen an Kunden“ erfolgt nach folgenden Klassen:

Die Kategorie „Zentralstaaten“ umfasst Forderungen an Zentralregierungen, im Falle der BAWAG P.S.K. vor allem gegenüber der Republik Österreich.

Die Kategorie „Unternehmen“ beinhaltet größere Unternehmen mit einem Exposure über 1 Mio. EUR oder einem Umsatz von mehr als 50 Mio. EUR und Spezialfinanzierungen (Projektfinanzierungen). Unter sonstige Kunden fallen Public Sector Entities, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Parteien, Vereine und Wertpapierhäuser ohne Banklizenz.

Die Kategorie „Retailkunden“ umfasst Forderungen aus dem Retail Banking. Das Segment beinhaltet unselbständig Erwerbstätige sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Exposure unter 1 Mio. EUR und einem Umsatz von weniger als 50 Mio. EUR.

Unter „IBNR-Portfoliowertberichtigung“ werden Vorsorgen für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste dargestellt, die für alle Portfolios berechnet werden.

Die folgende Aufstellung zeigt die Zusammensetzung der Kategorie Kredite und Forderungen nach den Segmenten des Konzerns:

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Nicht
wertberichtigte
Aktiva | Wertberichtigte
Aktiva (Buchwert
vor Abzug der
Wert-
berichtigungen) | Einzelwert-
berichtigungen | Pauschale
Einzelwert-
berichtigungen | Gesamtnetto
(Buchwert nach
Abzug der Wert-
berichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.499 | 160 | -84 | -19 | 11.556 |
| easygroup | 4.426 | 32 | -20 | -3 | 4.436 |
| DACH Corporates &
Public Sector | 7.568 | 34 | -21 | 0 | 7.580 |
| International Business | 5.392 | 0 | 0 | 0 | 5.392 |
| Treasury Services & Markets | 1.496 | 0 | 0 | 0 | 1.496 |
| Corporate Center | 103 | 321 | -5 | -54 | 365 |
| Summe | 30.483 | 547 | -129 | -76 | 30.825 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Nicht
wertberichtigte
Aktiva | Wertberichtigte
Aktiva (Buchwert
vor Abzug der
Wert-
berichtigungen) | Einzelwert-
berichtigungen | Pauschale
Einzelwert-
berichtigungen | Gesamtnetto
(Buchwert nach
Abzug der Wert-
berichtigungen) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| BAWAG P.S.K. Retail | 8.982 | 193 | -121 | -18 | 9.036 |
| easygroup | 3.622 | 22 | -14 | 0 | 3.630 |
| DACH Corporates &
Public Sector | 7.271 | 53 | -34 | 0 | 7.289 |
| International Business | 5.429 | 0 | 0 | 0 | 5.429 |
| Treasury Services & Markets | 1.595 | 0 | 0 | 0 | 1.595 |
| Corporate Center | 162 | 302 | 0 | -46 | 418 |
| Summe | 27.060 | 571 | -170 | -65 | 27.396 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Umgliederungen

Die BAWAG P.S.K. hat Vermögenswerte der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ mit ihrem Fair Value von 1.897 Mio. EUR zum 1. Juni 2010 in die Bilanzposition „Kredite und Forderungen“ umgegliedert.

Bei den umgegliederten Vermögenswerten handelt es sich um Private Placements und Kreditsurrogate ohne derivative Komponenten. Die BAWAG P.S.K. ist der Ansicht, dass die fortgeführten Anschaffungskosten der umgegliederten Vermögenswerte für den Bilanzleser relevante Informationen bieten.

Zum 31. Dezember 2016 beträgt der Buchwert der umgegliederten finanziellen Vermögenswerte 40 Mio. EUR (Vorjahr: 60 Mio. EUR). Der Fair Value dieser Vermögenswerte beträgt 39 Mio. EUR (Vorjahr: 60 Mio. EUR). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus Tilgungen.

Zum 31. Dezember 2016 wurde für umklassifizierte finanzielle Vermögenswerte eine AFS-Rücklage in Höhe von 1 Mio. EUR ausgewiesen (Vorjahr: +1 Mio. EUR). Wäre die Umgliederung nicht vorgenommen worden, wären zusätzlich kumulierte unrealisierte Fair-Value-Veränderungen in Höhe von 0 Mio. EUR (Vorjahr: 0 Mio. EUR) aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten im „Sonstigen Ergebnis“ in der AFS-Rücklage ausgewiesen worden.

Die umklassifizierten finanziellen Vermögenswerte haben zum Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr wie folgt beigetragen:

in Mio. EUR 2016 2015
Zinserträge 0,7 2,2
Erträge aus Abgängen

Entwicklung der Risikovorsorge

in Mio. EUR Einzel- und Pauschalwert-berichtigung Portfoliowertberichtigung Summe
Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden
Stand 01.01.2016 189 46 235
Zugänge
Änderung Konsolidierungskreis 11 7 18
Über die GuV gebildete Vorsorgen 47 1 48
Sonstige
Unwinding-Effekte gemäß IAS 39 1 1
Abgänge
Änderung Konsolidierungskreis -1 -1
Bestimmungsgemäße Verwendung -60 -60
Über die GuV aufgelöste Vorsorgen -36 -36
Umgliederungen
Stand 31.12.2016 151 54 205

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. EUR Einzel- und Pauschalwert-berichtigung Portfoliowertberichtigung Summe
Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden Forderungen an Kreditinstitute Forderungen an Kunden
Stand 01.01.2015 237 41 278
Zugänge
Änderung Konsolidierungskreis 16 16
Über die GuV gebildete Vorsorgen 64 64
Sonstige 7 7
Unwinding-Effekte gemäß IAS 39 3 3
Abgänge
Änderung Konsolidierungskreis
Bestimmungsgemäße Verwendung -94 -94
Über die GuV aufgelöste Vorsorgen -37 -2 -39
Umgliederungen
Stand 31.12.2015 = 01.01.2016 189 46 235

Die Risikovorsorge gliedert sich wie folgt auf die geografischen Regionen auf:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Österreich 190 223
Ausland 15 12
Westeuropa 12 9
Mittel- und Osteuropa 3 3
Risikovorsorge 205 235

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

17 I Forderungen an Kunden und Kreditinstitute

In der folgenden Tabelle wird die Verteilung der zum Stichtag bestehenden Forderungen gegenüber Kunden und Kreditinstituten nach Kreditarten dargestellt.

Forderungen an Kunden – Gliederung nach Kreditarten

in Mio. EUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Girobereich 1.331 1.041 1.331 1.041
Barvorlagen 667 131 667 131
Kredite 145 159 25.300 22.258 25.445 22.417
Einmalkredite 145 159 25.287 22.257 25.432 22.416
Kontokorrentkredite 12 12
Sonstige 1 1 1 1
Finanzierungsleasing 1.202 1.283 1.202 1.283
Forderungen an Kunden 145 159 28.500 24.713 28.645 24.872

Forderungen an Kreditinstitute – Gliederung nach Kreditarten

in Mio. EUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet Zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Täglich fällige Guthaben 219 211 219 211
Termingelder 1.268 1.358 1.268 1.358
Ausleihungen 145 140 145 140
Sonstiges 1 1 1 1
Forderungen an Kreditinstitute 1.633 1.710 1.633 1.710

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

18 | Restlaufzeiten Vermögenswerte

Die folgende Tabelle zeigt die Aufgliederung der finanziellen Vermögenswerte (exkl. Eigenkapitalinstrumenten und Derivaten) nach deren Restlaufzeit. Vermögenswerte ohne definierte Endfälligkeit werden unter „Bis 3 Monate“ ausgewiesen:

Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2016

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 4 | 57 | 37 | 47 | 145 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | – | 34 | 20 | 54 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 345 | 259 | 1.229 | 1.296 | 3.129 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 53 | 147 | 1.234 | 919 | 2.353 |
| Kredite und Forderungen | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 1.671 | 2.602 | 9.917 | 14.310 | 28.500 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.490 | – | 9 | 134 | 1.633 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 50 | 420 | 222 | 692 |
| Summe | 3.563 | 3.115 | 12.880 | 16.948 | 36.506 |

Finanzielle Vermögenswerte – Gliederung nach Restlaufzeiten 2015

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 4 | 61 | 42 | 52 | 159 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 41 | 44 | – | 54 | 139 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 174 | 390 | 1.371 | 726 | 2.661 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen | | | | | |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | 75 | 154 | 1.001 | 1.060 | 2.290 |
| Kredite und Forderungen | | | | | |
| Forderungen an Kunden | 2.621 | 819 | 8.621 | 12.652 | 24.713 |
| Forderungen an Kreditinstitute | 1.571 | 8 | 1 | 130 | 1.710 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere | – | 134 | 593 | 246 | 973 |
| Summe | 4.486 | 1.610 | 11.629 | 14.920 | 32.645 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

19 | Sachanlagen, Vermietete Grundstücke und Gebäude

Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2016

in Mio. EUR Buchwert 31.12.2015 Anschaffungskosten 01.01.2016 Veränderung Konsolidierungskost Anschaffungskosten Veränderung Konsolidierungskost Abschreibungen kumuliert Veränderung Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Buchwert 31.12.2016 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
Sachanlagen 59 202 4 -11 -142 53 -9
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 7 20 -2 -11 7
Betriebs- und Geschäftsausstattung 52 182 4 -9 -131 46 -9
Anlagen in Bau
Vermietete Grundstücke und Gebäude 4 26 -23 3

Entwicklung der Sachanlagen und der vermieteten Grundstücke und Gebäude 2015

in Mio. EUR Buchwert 31.12.2014 Anschaffungskosten 01.01.2015 Veränderung Konsolidierungskost Anschaffungskosten Veränderung Konsolidierungskost Abschreibungen kumuliert Veränderung Währungsumrechnung Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Buchwert 31.12.2015 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
Sachanlagen 81 268 6 8 -79 -1 -143 59 -10
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 22 53 -33 -13 7
Betriebs- und Geschäftsausstattung 58 214 6 8 -46 -130 52 -10
Anlagen in Bau 1 1 -1
Vermietete Grundstücke und Gebäude 3 25 1 -22 4

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgswirksam erfasst (Vorjahr: 0,0 Mio. EUR).

20 | Geschäfts- und Firmenwerte, Markenname und Kundenstock Software und andere immaterielle Vermögenswerte

Vom Gesamtbuchwert immaterieller Vermögenswerte entfällt ein wesentlicher Teil auf Allegro (Kernbankensystem der BAWAG P.S.K.) und Kontextprojekte. Aufgrund von geänderten Umständen wurde die Nutzungsdauer entsprechend der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer auf 17 Jahre angepasst. Die Abschreibungen für 2017 reduzieren sich dadurch um 1,4 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR pro Jahr.


KONZERNRECHNUNGSLGUNG

Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2016

in Mio. EUR

Buchwert 31.12.2015 Anschaffungskosten 01.01.2016 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen kumuliert Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Umgliederung zu Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Buchwert 31.12.2016 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
Geschäfts- und Firmenwerte 1 1 - - - - - - - 1 -
Markenname und Kundenstock - - 12 - - - - - - 12 -
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 103 511 - - 50 -7 - -426 - 128 -21
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 90 480 - - 42 -6 1 -405 - 112 -19
davon erworben 84 472 - - 30 -5 1 -403 - 95 -17
davon selbst erstellt 6 8 - - 12 -1 - -2 - 17 -2
Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 2 2 - - 6 -1 -1 - - 6 -
davon erworben 2 2 - - 2 -1 -1 - - 2 -
davon selbst erstellt - - - - 4 - - - - 4 -
Rechte und Ablösezahlungen 11 29 - - 2 - - -21 - 10 -2

Entwicklung der Posten Geschäfts- und Firmenwert, Software und andere immaterielle Vermögenswerte 2015

in Mio. EUR

Buchwert 31.12.2014 Anschaffungskosten 01.01.2015 Veränderung Konsolidierungskreis Anschaffungskosten Veränderung Konsolidierungskreis Abschreibungen kumuliert Zugänge Abgänge Umgliederungen Abschreibungen kumuliert Umgliederung zu Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Buchwert 31.12.2015 Zuschreibungen (+) und Abschreibungen (-) Geschäftsjahr
Geschäfts- und Firmenwerte 1 1 - - - - - - - 1 -
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 102 493 - - 26 -8 - -408 - 103 -22
Software und andere immaterielle Vermögenswerte 88 461 - - 23 -7 3 -390 - 90 -21
davon erworben 84 457 - - 20 -7 2 -388 - 84 -20
davon selbst erstellt 4 4 - - 3 - 1 -2 - 6 -1
Immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung 3 4 - - 1 - -3 - - 2 -
davon erworben 2 3 - - 1 - -2 - - 2 -
davon selbst erstellt 1 1 - - - - -1 - - - -
Rechte und Ablösezahlungen 11 28 - - 2 -1 - -18 - 11 -1

Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen erfolgswirksam erfasst (Vorjahr: 0 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2016 und im Vorjahr wurden keine Zuschreibungen erfasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Überprüfung von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGEs) mit einem Geschäfts- oder Firmenwert auf Wertminderung

Zum Zweck der Überprüfung auf Wertminderung ist folgenden ZGE des Konzerns ein Geschäfts- oder Firmenwert wie folgt zugeordnet worden:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
easybank AG, Wien 1 1
Firmenwert 1 1

Die wesentlichen Annahmen, die bei der Schätzung des erzielbaren Betrags der easybank AG verwendet wurden, werden nachstehend dargelegt. Die den wesentlichen

Annahmen zugewiesenen Werte stellen die Beurteilung der zukünftigen Entwicklungen in den relevanten Branchen dar und basieren auf Werten von externen und internen Quellen.

in % 2016 2015
Abzinsungssatz 10,2% 10,1%
Nachhaltige Wachstumsrate 1,0% 1,0%
Geplante Gewinnwachstumsrate (Durchschnitt der nächsten 5 Jahre) 16,7% 2,5%

Der Abzinsungssatz stellt eine Vor-Steuer-Größe dar, die auf Grundlage von branchendurchschnittlichen Eigenkapitalrenditen geschätzt wurde. Dieser Abzinsungssatz wurde auf Basis des in IAS 36 vorgeschriebenen Vorsteuerzinssatzes unter Berücksichtigung der substanziellen Verlustvorträge der BAWAG P.S.K. ermittelt. Als risikoloser Zinssatz dient hierfür der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz für Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von 30 Jahren. Dieser Abzinsungssatz wird bereinigt um einen Risikozuschlag, der das erhöhte allgemeine Risiko einer

Eigenkapitalinvestition und das spezifische Risiko der einzelnen ZGE widerspiegelt.

Die Cashflow-Prognosen basieren auf den von der Geschäftsführung des Unternehmens geplanten Jahresgewinnen der nächsten 5 Jahre und einer ewigen Wachstumsrate danach. Die nachhaltige Wachstumsrate wurde basierend auf der Schätzung der langfristigen durchschnittlichen jährlichen Gewinnwachstumsrate ermittelt, die mit der Annahme, die ein Marktteilnehmer treffen würde, übereinstimmt.

Sensitivitätsanalyse per 31.12.2016

Um die Stabilität der Werthaltigkeitsprüfung der Firmenwerte zu testen, wurde basierend auf den oben angeführten Prämissen eine Sensitivitätsanalyse vorgenommen. Dabei wurden für diese Analyse die Veränderung des Diskontierungssatzes und die Verminderung des Wachstums der Ergebnisse als relevante Parameter ausgewählt. Die

nachstehend angeführte Übersicht veranschaulicht, um welches Ausmaß sich der Diskontierungssatz erhöhen bzw. das Wachstum nach 2017 verringern könnte, ohne dass der Fair Value der Zahlungsmittel generierenden Einheiten unter den jeweiligen Buchwert (Eigenkapital zuzüglich Firmenwert) absinkt.

Veränderung Diskontierungssatz (in %Pkt.) Veränderung Wachstum nach 2017 (in %)
easybank AG, Wien 3.235 <-100%

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Sensitivitätsanalyse per 31.12.2015

Veränderung Diskontierungssatz (in %Pkt.) Veränderung Wachstum nach 2016 (in %)
easybank AG, Wien 49 <-100%

21 | Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern

Die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuerforderungen und -verbindlichkeiten ergeben sich aufgrund von

temporären Differenzen zwischen dem Buchwert nach IFRS und dem steuerrechtlichen Ansatz folgender Bilanzposten:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 35 30
Kredite und Forderungen 73 99
Rückstellungen 68 51
Verlustvorträge 150 217
Sonstige 6 4
Latente Steueransprüche 332 401
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 13 16
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 23 21
Handelsaktiva 50 48
Sicherungsderivate 112 76
Selbsterstellte immaterielle Wirtschaftsgüter 6 2
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3
Sachanlagen 1 1
Sonstige 2
Latente Steuerverpflichtungen 208 166
Aktive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen 153 238
Passive latente Steuern in der Bilanz ausgewiesen¹⁾ 29 3

¹⁾ Entspricht den passiven latenten Steuern eines neu akquirierten Unternehmens, das per 31. Dezember 2016 nicht Teil der Steuergruppe war.

Pro Konzerngesellschaft wurden aktive und passive Steuer-latenzen gegenüber derselben lokalen Steuerbehörde saldiert und unter Steuerforderungen oder Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen.

In den Aktiva sind latente Steuern aufgrund von Vorteilen aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 150 Mio. EUR (2015: 217 Mio. EUR) berücksichtigt. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig. Der versteuerte Teil der Haftrücklage beträgt 372,9 Mio. EUR (2015: 372,9 Mio. EUR). Die gesamte Haftrücklage beträgt zum 31. Dezember 2016 613,7 Mio. EUR (2015: 613,7 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2016 bestanden auf Ebene der BAWAG P.S.K. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 594 Mio. EUR (2015: 868 Mio. EUR), bei den in den Konzernabschluss

einbezogenen Steuergruppenmitgliedern 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR) und bei den sonstigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen 5 Mio. EUR (2015: 66 Mio. EUR), somit insgesamt 599 Mio. EUR (2015: 934 Mio. EUR).

Die temporären Differenzen, für die gemäß IAS 12.39 keine passiven latenten Steuern gebildet wurden, betrugen 302 Mio. EUR (2015: 108 Mio. EUR). IAS 12.39 besagt, dass bei temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, wenn das Mutterunternehmen in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenz zu steuern, und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit auflösen werden, keine passiven latenten Steuern gebildet werden müssen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

22 | Sonstige Vermögenswerte

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Rechnungsabgrenzungsposten 18 21
Noch nicht in Betrieb befindliche Leasingobjekte 2 7
Sonstige Aktiva 112 74
Sonstige Vermögensgegenstände 132 102

Die sonstigen Aktiva betreffen Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr und andere sonstige Aktiva.

23 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 1.115 1.269
Begebene Schuldverschreibungen (Eigene Emissionen) 190 149
Nachrangkapital 109 123
Ergänzungskapital 25
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 816 972
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten 1.115 1.269

Die begebenen Schuldverschreibungen betreffen börsenotierte Emissionen. Die Erhöhung im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Kauf der IMMO-BANK AG zurückzuführen und wurde teilweise durch die Tilgung von eigenen Emissionen kompensiert.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten P.S.K.-Emissionen, die von der Republik Österreich garantiert sind.

Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Eigenen Emissionen per 31. Dezember 2016 liegt um 79 Mio. EUR über deren Rückzahlungsbetrag (2015: 77 Mio. EUR über dem Rückzahlungsbetrag).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

24 | Handelspassiva

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Derivate des Handelsbuchs 143 291
Währungsbezogene Derivate 46 152
Zinsbezogene Derivate 97 139
Derivate des Bankbuchs 474 780
Währungsbezogene Derivate 193 501
Zinsbezogene Derivate 281 279
Handelspassiva 617 1.071

25 | Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.064 3.586
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 25.998 21.695
Spareinlagen – fix verzinst 1.928 2.363
Spareinlagen – variabel verzinst 6.372 4.556
Anlagekonten 6.074 5.490
Giroeinlagen – Retailkunden 7.341 6.488
Giroeinlagen – Firmenkunden 2.505 2.006
Sonstige Einlagen¹⁾ 1.778 792
Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 4.900 3.236
Begebene Schuldverschreibungen 3.042 1.264
Nachrangkapital 428 410
Ergänzungskapital 36 5
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 1.394 1.557
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 32.962 28.517

¹⁾ Primär Termineinlagen.

Bei begebenen Schuldverschreibungen handelt es sich um börsenotierte Emissionen.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

26 | Begebene Schuldverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital

Begebene Schuldverschreibungen sowie Nachrang- und Ergänzungskapital werden in der Kategorie „Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten“ bzw. in der Kategorie „Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten“ ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich das folgende Gesamtvolumen (IFRS-Buchwerte):

in Mio. EUR Bewertung zum beizulegenden Zeitwert Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten Summe
2016 2015 2016 2015 2016 2015
Begebene Schuldverschreibungen 190 149 3.042 1.264 3.232 1.413
Nachrangkapital 109 123 428 410 537 533
Ergänzungskapital 25 36 5 36 30
Kassenobligationen und nicht börsenotierte Private Placements 816 972 1.394 1.557 2.210 2.529
Summe 1.115 1.269 4.900 3.236 6.015 4.505

In der folgenden Tabelle werden die wesentlichen Konditionen der begebenen Schuldverschreibungen angeführt, deren Nominale 200 Mio. EUR übersteigt:

ISIN Typ Währung Nominale in Mio. EUR Art der Verzinsung Kupon Laufzeitende
XS1514988689 RMBS GBP 783 Variabel 3M LIBOR + 0,7% 15.09.2045
XS0830444039 Covered EUR 500 Fix 1,875% 18.09.2019
XS1298418184 Covered EUR 500 Fix 0,375% 01.10.2020
XS1369268534 Covered EUR 500 Fix 0,375% 23.02.2022
XS0987169637 Lower Tier II EUR 300 Fix 8,125% 30.10.2023

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

27 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

In der folgenden Tabelle wird die Verteilung nach Produktgruppen und Kundensektoren der zum Stichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kunden dargestellt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden – Gliederung nach Produktgruppen und Kundensektoren

in Mio. EUR Zu fortgeführten Anschaffungskosten
31.12.2016 31.12.2015
Spareinlagen 8.300 6.919
Sparbücher 4.565 4.389
Bauspareinlagen 1.786
Kapitalsparbücher 1.941 2.384
Sparvereine 8 146
Sonstige Einlagen 17.698 14.776
Privatkunden 11.834 9.946
Unternehmen 5.006 3.835
Nichtbanken 669 626
Zentralstaaten 189 369
Verbindlichkeiten Kunden 25.998 21.695

28 | Restlaufzeiten Verbindlichkeiten

Die folgenden Tabellen zeigen die Aufgliederung der finanziellen Verbindlichkeiten (exkl. Derivaten) nach deren vertraglicher Restlaufzeit:

Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2016

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | | | | | |
| Schuldverschreibungen | 9 | 40 | 74 | 67 | 190 |
| Nachrangkapital | – | – | 24 | 85 | 109 |
| Ergänzungskapital | – | – | – | – | – |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte
Private Placements | 15 | 64 | 482 | 255 | 816 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 20.375 | 3.425 | 2.021 | 177 | 25.998 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.380 | 71 | 312 | 301 | 2.064 |
| Schuldverschreibungen | 75 | 151 | 1.552 | 1.264 | 3.042 |
| Nachrangkapital | 1 | – | 43 | 384 | 428 |
| Ergänzungskapital | 5 | 10 | 21 | – | 36 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte
Private Placements | 36 | 1 | 252 | 1.105 | 1.394 |
| Summe | 21.896 | 3.762 | 4.781 | 3.638 | 34.077 |


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzielle Verbindlichkeiten – Gliederung nach Restlaufzeiten 2015

| 31.12.2015
in EUR million | Bis
3 Monate | 3 Monate bis
1 Jahr | 1–5 Jahre | Über
5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | | | | | |
| Schuldverschreibungen | – | 18 | 98 | 33 | 149 |
| Nachrangkapital | – | 18 | 21 | 84 | 123 |
| Ergänzungskapital | 5 | 20 | – | – | 25 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte
Private Placements | 3 | 90 | 404 | 475 | 972 |
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | | | | | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 17.293 | 2.821 | 1.416 | 165 | 21.695 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.144 | 33 | 1.091 | 318 | 3.586 |
| Schuldverschreibungen | – | 12 | 1.218 | 34 | 1.264 |
| Nachrangkapital | – | – | 29 | 381 | 410 |
| Ergänzungskapital | – | – | 5 | – | 5 |
| Kassenobligationen und nicht börsenotierte
Private Placements | – | 119 | 272 | 1.166 | 1.557 |
| Summe | 19.445 | 3.131 | 4.554 | 2.656 | 29.786 |

29 | Rückstellungen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Sozialkapitalrückstellungen 386 390
hievon für Abfertigungen 97 96
hievon für Pensionen 260 265
hievon für Jubiläumsgeld 29 29
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 8 24
Kreditzusagen, Bürgschaften, Garantien 8 24
Andere Rückstellungen inklusive Rechtsrisiken 10 5
Rückstellungen 404 419

Bei den Sozialkapitalrückstellungen handelt es sich zur Gänze um langfristige Rückstellungen. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 2 Mio. EUR und andere Risiken inklusive Rechtsrisiken in Höhe von 3 Mio. EUR werden voraussichtlich nach mehr als 12 Monaten verwendet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Entwicklung des Sozialkapitals

in Mio. EUR Pensions-rückstellung Abfertigungs-rückstellung Jubiläumsgeld-rückstellung Summe Sozialkapital-rückstellung
Barwert der erworbenen Ansprüche per 01.01.2016 276 96 29 401
Dienstzeitaufwand 1 5 2 7
Zinsaufwand 6 2 1 8
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
Aus demografischen Annahmen
Aus finanziellen Annahmen 2 3 3 8
Aus sonstigen Gründen, insbesondere experience results -2 -2 -4 -7
Gewinn aus Abgeltungen 0 -1 -1
Ertrag aus dem Planvermögen ohne die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinsen
Sonstige
Zahlungen -14 -9 -3 -25
Änderung Konsolidierungskreis 1 6 1 8
Sonstige -0 -3 -3
Barwert der erworbenen Ansprüche per 31.12.2016 270 97 29 397
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -10 -10
Rückstellung per 31.12.2016 260 97 29 387
in Mio. EUR Pensions-rückstellung Abfertigungs-rückstellung Jubiläumsgeld-rückstellung Summe Sozialkapital-rückstellung
--- --- --- --- ---
Barwert der erworbenen Ansprüche per 01.01.2015 371 98 32 501
Dienstzeitaufwand 1 5 2 8
Zinsaufwand 7 2 1 10
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
Aus demografischen Annahmen
Aus finanziellen Annahmen -6 -6
Aus sonstigen Gründen, insbesondere experience results -9 -2 -4 -15
Gewinn aus Abgeltungen -22 -22
Ertrag aus dem Planvermögen ohne die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Zinsen
Sonstige
Zahlungen -15 -8 -2 -25
Zahlungen aus Abgeltungen -50 -50
Sonstige -1 1
Barwert der erworbenen Ansprüche per 31.12.2015 276 96 29 401
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -11 -11
Rückstellung per 31.12.2015 265 96 29 390

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2016 beträgt 14,60 Jahre (2015: 14,98 Jahre), jene für Abfertigungsrückstellungen beträgt 11,07 Jahre (2015: 11,46 Jahre).

103


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Entwicklung des fondsgebundenen anrechenbaren Pensionsvermögens

in Mio. EUR 2016 2015
Pensionskassenvermögen 01.01.2016 = 31.12.2015 11 12
Zugänge
Zahlungen -1 -1
Pensionskassenvermögen 31.12.2016 10 11

Die Wertänderungen umfassen erwartete Erträge aus Planvermögen, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, Beiträge des Arbeitgebers, Beiträge der Teilnehmer des Plans und gezahlte Versorgungsleistungen.

Das Pensionskassenvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

in % 2016 2015
Schuldverschreibungen 67% 72%
Eigenkapitalinstrumente 16% 14%
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1% 1%
Sonstige 17% 13%

Schuldverschreibungen, welche von der BAWAG P.S.K. emittiert wurden, betragen 0,04% des Planvermögens.

Für alle Eigenkapitaltitel und fix verzinste Schuldverschreibungen bestehen Marktpreisnotierungen in aktiven Märkten. Die fix verzinsten Investments stammen im Wesentlichen von europäischen Emittenten und haben ein durchschnittliches Rating von A.

Die strategische Investmentpolitik des Pensionsfonds kann wie folgt zusammengefasst werden:

  • Ein strategischer Asset-Mix, der 57% Staatsanleihen, 15% Unternehmensanleihen, 14% Eigenkapitalinstrumente und 14% sonstige Investitionen umfasst;
  • Die Gewichtung der Investitionen kann innerhalb der langfristigen strategischen Veranlagungsklassen in einer definierten Bandbreite schwanken: Staatsanleihen: 28%–86%, Unternehmensanleihen: 0%–25%, Eigenkapitaltitel: 0%–20%, sonstige Investitionen 0%–20%;
  • das Zinsrisiko wird anhand eines aktiven Risikomanagements der Duration aller fixverzinsten Vermögenswerte überwacht und gesteuert;
  • das Währungsrisiko wird mit dem Ziel gesteuert, es auf maximal 30% zu reduzieren.

Die BAWAG P.S.K. erwartet, dass im Jahr 2017 Beiträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR an die Pensionskasse zu leisten sein werden (2016: 0,3 Mio. EUR).

Sensitivitätsanalysen

Bei Konstanthaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen zu folgenden leistungsorientierten Verpflichtungen für Pensionen und Abfertigungen geführt. Der Ausgangswert für die Berechnung ist der zum 31. Dezember 2016 bestehende Barwert der leistungsorientierten Zusagen in Höhe von 367 Mio. EUR:


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2016

in Mio. EUR Pensions- und Abfertigungsrückstellungen
Erhöhung der Variablen Verringerung der Variablen
Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt 323 422
Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt 421 323
Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt 352 370
Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) 270 272

Sensitivitätsanalyse zum 31. Dezember 2015

in Mio. EUR Pensions- und Abfertigungsrückstellungen
Erhöhung der Variablen Verringerung der Variablen
Zinssatz – Veränderung um 1 Prozentpunkt 325 429
Zukünftige Gehaltserhöhungen – Veränderung um 1 Prozentpunkt 427 325
Fluktuation – Veränderung um 1 Prozentpunkt 355 374
Zukünftige Sterberaten – Veränderung um 1 Prozentpunkt (nur Pensionsrückstellungen) 275 277

Entwicklung der Sonstigen Rückstellungen

in Mio. EUR Stand 01.01.2016 Änderung Konsolidierungskreis Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2016
Sonstige Rückstellungen 29 10 10 -27 -4 18
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 24 5 -18 -3 8
Übrige Rückstellungen 5 10 5 -9 -1 10
in Mio. EUR Stand 01.01.2015 Änderung Konsolidierungskreis Zuführung Verbrauch Auflösung Stand 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
Sonstige Rückstellungen 33 6 -5 -5 29
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 27 4 -3 -4 24
Übrige Rückstellungen 6 2 -2 -1 5

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

30 | Sonstige Verbindlichkeiten

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Schwebeposten aus dem Zahlungsverkehr 283 247
Verbindlichkeiten aus Restrukturierung 150 141
Sonstige Passiva 244 181
Rechnungsabgrenzungen 4 8
Sonstige Verbindlichkeiten 681 577

31 | Sicherungsderivate

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Sicherungsderivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen
Positiver Marktwert 595 469
Negativer Marktwert 95 106
Sicherungsderivate in Cashflow-Hedge-Beziehungen
Positiver Marktwert 82
Negativer Marktwert 165

Die BAWAG P.S.K. verwendet Fair-Value-Hedge Accounting, um Absicherungen gegen Zinsänderungsrisiken bei festverzinslichen Finanzinstrumenten darzustellen. Als Sicherungsgeschäfte werden überwiegend Zinsswaps verwendet. Die Grundgeschäfte umfassen Wertpapiere der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ sowie Eigene Emissionen, Sparbücher und Forderungen an Kunden, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Seit Jänner 2016 wendet die BAWAG P.S.K. die Vorschriften zur Bilanzierung der Absicherung von Zahlungsströmen („Cashflow Hedge“) nach IAS 39 für mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretende zukünftige Zahlungsströme aus bestimmten Fremdwährungsportfolien an.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. EUR Nominale der gesicherten Grundgeschäfte Netto-Buchwerte der Sicherungsgeschäfte Im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasstes Ergebnis von Grund- und Sicherungsgeschäft
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.562 1.135 -34 -44 1
Wertpapiere 1.562 1.135 -34 -44 1
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente 12.576 11.207 534 407 1
Wertpapiere 90 172 -1 -7
Eigene Emissionen 3.209 2.462 235 212 -2 -1
Spareinlagen von Kunden 1.153 2.552 16 27 1
Forderungen an Kunden 305 305 -50 -47
Verbindlichkeiten an Kunden 7.819 5.716 334 222 2 1
Summe 14.138 12.342 500 363 1 1

Die Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäften wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position „Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden“ (Note 4) erfasst.

Die Perioden, in denen die abgesicherten Cashflows voraussichtlich eintreten und die Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen werden, sind wie folgt:

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 593 | 1.644 | 909 | 3.147 |

32 | Eigenkapital

Grundkapital

Die BAWAG P.S.K. verfügt unverändert zum Vorjahr über ein Grundkapital von 250 Mio. EUR, welches zur Gänze einbezahlt wurde. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.

Nicht beherrschende Anteile

Der Kauf des 75%-Anteils an der ACP-IT Finanzierungs GmbH führte zu nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von 2 Mio. EUR.

Haftrücklage

Kreditinstitute haben gemäß § 57 Abs. 5 BWG eine Haftrücklage zu bilden. Eine Auflösung der Haftrücklage darf nur insoweit erfolgen, als dies zur Erfüllung von Verpflichtungen gemäß § 93 BWG oder zur Deckung sonst im Jahresabschluss auszuweisender Verluste erforderlich ist.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Entwicklung des Sonstigen Ergebnisses

in Mio. EUR Gewinn-rücklagen AFS-Rücklage Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
Gesamtergebnis 2016 390,6 -1,8 6,3 -1,4 393,7 0,3 394,0
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 390,6 390,6 0,3 390,9
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -1,8 6,3 -1,4 3,1 3,1
Veränderung der Cashflow-Hedge-Rücklage 8,4 8,4 8,4
Veränderung der AFS-Rücklage 2,9 2,9 2,9
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (vor Steuern) 2,9 2,9 2,9
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden -2,3 -2,3 -2,3
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen -1,9 -1,9 -1,9
Ertragssteuern -2,4 -2,1 0,5 -4,0 -4,0

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

in Mio. EUR Gewinn-rücklagen AFS-Rücklage Cashflow-Hedge-Rücklage nach Steuern Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste Eigenkapital ohne nicht beherrschende Anteile Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital inkl. nicht beherrschender Anteile
Gesamtergebnis 2015 417,9 -65,9 12,6 364,6 364,6
Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag 417,9 417,9 417,9
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen -65,9 12,6 -53,3 -53,3
Veränderung der AFS-Rücklage -92,5 -92,5 -92,5
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (vor Steuern) -92,5 -92,5 -92,5
Anteil der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 2,2 2,2 2,2
Versicherungsmathematische Gewinne/ Verluste aus leistungsorientierten Plänen 16,8 16,8 16,8
Ertragssteuern 24,4 -4,2 20,2 20,2

Im Sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern vom Einkommen

vor Steuern Steuern vom Einkommen nach Steuern vor Steuern Steuern vom Einkommen nach Steuern
in Mio. EUR 01.01.–31.12.2016 01.01.–31.12.2015
Cashflow-Hedge-Rücklage 8,4 -2,1 6,3
AFS-Rücklage 0,6 -2,4 -1,8 -90,3 24,4 -65,9
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste aus leistungsorientierten Plänen -1,9 0,5 -1,4 16,8 -4,2 12,6
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 7,1 -4,0 3,1 -73,5 20,2 -53,3

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Grundlage für die Segmentierung ist die am 31. Dezember 2016 gültige Konzernstruktur.

In der Segmentberichterstattung spiegeln sich die Resultate der in die BAWAG Holding Gruppe eingebundenen operativen Geschäftssegmente wider. Als Grundlage für die nachfolgenden Segmentinformationen dient IFRS 8 „Operating Segments“, der dem „Management-Ansatz“ folgt. Die Segmentinformationen werden auf Basis des internen Berichtswesens bestimmt, das dem Vorstand dazu dient, die Leistung der Segmente zu beurteilen und Entscheidungen über die Allokation von Ressourcen auf die Segmente zu treffen.

Die Aufspaltung des Zinsüberschusses und dessen Allokation auf die Segmente in der Managementberichterstattung beruhen auf den Grundsätzen der Marktzinsmethode unter zusätzlicher Berücksichtigung verrechneter Liquiditätskosten und -prämien. Dieser Methodik folgend wird unterstellt,

dass Aktiv- und Passivpositionen über entsprechend fristenkongruente Geschäfte am Geld- und Kapitalmarkt refinanziert und demgemäß zinsrisikolos gestellt werden. Die aktive Steuerung des Zinsrisikos erfolgt im Aktiv-/Passiv-Management und wird erfolgsmäßig im Corporate Center dargestellt. Die restlichen Erlöskomponenten und die direkt zurechenbaren Kosten werden verursachungsgerecht den jeweiligen Unternehmensbereichen zugerechnet. Die Overheadkosten werden einem Verteilungsschlüssel entsprechend auf die einzelnen Segmente verteilt.

Mit Juni 2016 wurde die Segmentberichterstattung transparenter gestaltet und an die weiterentwickelte Unternehmensstrategie, aktuelle Entwicklungen und die Geschäftsfeldverantwortung in der BAWAG Holding Gruppe angeglichen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Die wichtigsten Änderungen werden nachstehend erläutert:

Alte Darstellung Neue Darstellung Veränderungen
Retail Banking and Small Business BAWAG P.S.K. Retail Das Segment wurde in zwei Segmente geteilt, um
• die Absatzstärke der BAWAG P.S.K. im Privat- und KMU-Bereich aufzuzeigen, inklusive Eigenemissionen (mit Retailaktiva besichert bzw. Wohnbaubankemissionen), die bisher im Corporate Center enthalten waren, und um verbundene Geschäftsaktivitäten in einem Segment darzustellen
easygroup • unsere Direktbankaktivitäten der easybank mit ihren Leasing-Tochtergesellschaften und dem internationalen Retailkreditgeschäft hervorzuheben
Corporate Lending and Investments DACH Corporates & Public Sector Das Segment wurde in zwei Segmente geteilt, um
• das direkte Kundengeschäft über unsere Business-Solution-Partner in der DACH-Region zu zeigen. Eigenemissionen, die mit Kommerzkrediten oder Krediten der öffentlichen Hand besichert sind, bzw. direkte Refinanzierungen wurden vom Corporate Center hierher verlagert, um verbundene Geschäftsaktivitäten in einem Segment darzustellen
International Business • das internationale Neugeschäft unserer Filiale in London vorwiegend in westlichen Märkten transparent zu machen
Treasury Services and Markets Treasury Services & Markets • Das Liquiditätsbuch und Refinanzierungsaktivitäten (nicht besicherte Emissionen, Repos, kurzfristige Liquiditätsmaßnahmen) wurden vom Corporate Center hierher verlagert
Corporate Center Corporate Center • Aktiva/Passiva (wie oben beschrieben) wurden in andere Segmente verschoben, um im Corporate Center auf Nicht-Business-Positionen zu fokussieren.

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die BAWAG Holding Gruppe wird im Rahmen der folgenden sechs Geschäfts- und Berichtssegmente gesteuert:

  • BAWAG P.S.K. Retail – hierunter fallen Spar-, Zahlungsverkehrs-, Karten- und Finanzierungsprodukte, Anlage- und Versicherungsprodukte für unsere inländischen Privatkunden, KMU-Finanzierungen einschließlich unserer Aktivitäten im Bereich des sozialen Wohnbaus, Bausparen sowie des Immobilienleasings.
  • easygroup: umfasst unsere Direktbanktochter easybank mit einer vollständigen Online-Produktpalette, z.B. Sparen, Zahlungsverkehr, Karten- und Kreditgeschäft für Privatkunden und KMUs. Weiters fallen unser KFZ- und Mobilienleasinggeschäft sowie das Kreditgeschäft mit internationalen Privatkunden in dieses Segment.
  • DACH Corporates & Public Sector – dazu gehören die Unternehmensfinanzierung und sonstige Provisionsdienstleistungen mit Kommerzkunden und der öffentlichen Hand vorwiegend in Österreich. Da wir unsere Kunden auch grenzüberschreitend unterstützen, sind in diesem Segment auch ausgewählte Kundenbeziehungen in Nachbarländern enthalten.

  • International Business – beinhaltet unser Kreditgeschäft mit internationalen Kommerzkunden sowie das internationale Immobilienfinanzierungsgeschäft außerhalb der DACH-Region und wird von unserer Filiale in London betreut.

  • Treasury Services & Markets – umfasst unsere Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Handels- und Investitionsdienstleistungen und Aktiv-Passiv-Transaktionen (inklusive besicherter und unbesicherter Refinanzierung) und die Anlageergebnisse unseres Wertpapierportfolios.
  • Corporate Center – alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Regulatorische Aufwendungen (mit Ausnahme der Beiträge zur Einlagensicherung) und Unternehmenssteuern sind dem Corporate Center zugeordnet.

Unsere Segmente sind auf unsere Geschäftsstrategie hin ausgerichtet und orientieren sich am Ziel, die Ergebnisse unserer Geschäftseinheiten und der gesamten Bank transparent auszuweisen. Dazu gehört auch die Minimierung finanzieller Auswirkungen und Aktivitäten im Corporate Center.

111


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Darstellung der Segmente:

2016 in Mio. EUR BAWAG P.S.K. Retail easygroup DACH Corporates & Public Sector International Business Treasury Services & Markets Corporate Center BAWAG Holding Gruppe Anpassung Konsolidierungskreis BAWAG P.S.K. Gruppe¹⁾
Nettozinsertrag 352,3 115,8 79,5 134,0 54,3 -5,9 730,0 0,0 730,0
Provisionsüberschuss 141,1 10,1 39,7 -0,1 0,0 2,1 192,9 0,0 192,9
Operative Kernträge 493,4 125,9 119,2 133,9 54,3 -3,8 922,9 0,0 922,9
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten 0,8 0,0 1,0 -2,8 11,9 8,2 19,1 -0,1 19,0
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 1,5 -1,4 0,0 0,0 0,0 48,4 48,5 0,1 48,6
Operative Erträge 495,7 124,5 120,2 131,1 66,2 52,8 990,5 0,0 990,5
Operative Aufwendungen -273,5 -30,6 -53,6 -29,9 -16,3 -35,4 -439,3 3,8 -435,5
Regulatorische Aufwendungen -12,3 -2,4 -31,4 -46,1 0,0 -46,1
Risikokosten -40,8 -4,8 4,4 1,2 0,0 -2,7 -42,7 0,0 -42,7
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen 8,0 8,0 0,0 8,0
Jahresüberschuss vor Steuern 169,1 86,7 71,0 102,4 49,9 -8,7 470,4 3,8 474,2
Steuern vom Einkommen 13,4 13,4 -96,7 -83,3
Jahresüberschuss nach Steuern 169,1 86,7 71,0 102,4 49,9 4,7 483,8 -92,9 390,9
Nicht beherrschende Anteile -0,2 -0,2 -0,1 -0,3
Nettogewinn 169,1 86,7 71,0 102,4 49,9 4,5 483,6 -93,0 390,6
Geschäftsvolumina
Aktiva 11.659 4.458 7.812 5.634 6.691 3.489 39.743 -287,0 39.456
Risikogewichtete Aktiva 4.432 2.346 2.916 4.169 2.031 1.246 17.140 -65,0 17.075

¹⁾ Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Holding Gruppe gesteuert.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

2015 in Mio. EUR BAWAG P.S.K. Retail easygroup DACH Corporates & Public Sector International Business Treasury Services & Markets Corporate Center BAWAG Holding Gruppe Anpassung Konsolidierungskreis BAWAG P.S.K. Gruppe¹⁾
Nettozinsertrag 331,4 57,1 99,4 142,2 58,1 34,1 722,3 0,0 722,3
Provisionsüberschuss 135,9 8,1 39,2 0,0 0,0 2,7 185,9 0,0 185,9
Operative Kernträge 467,3 65,2 138,6 142,2 58,1 36,8 908,2 0,0 908,2
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten 6,5 0,0 5,1 -6,0 13,8 45,4 64,8 12,1 76,9
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 1,1 0,1 0,0 0,0 0,0 -2,4 -1,2 0,0 -1,2
Operative Erträge 474,9 65,3 143,7 136,2 71,9 79,8 971,8 12,1 983,9
Operative Aufwendungen -303,2 -23,4 -56,8 -25,7 -19,0 -42,1 -470,2 12,5 -457,7
Regulatorische Aufwendungen -6,3 -30,5 -36,8 0,0 -36,8
Risikokosten -33,9 0,1 -6,4 0,2 0,0 -5,8 -45,8 0,0 -45,8
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen -0,5 -0,5 5,1 4,6
Jahresüberschuss vor Steuern 131,5 42,0 80,5 110,7 52,9 0,9 418,5 29,7 448,2
Steuern vom Einkommen -24,1 -24,1 -6,2 -30,3
Jahresüberschuss nach Steuern 131,5 42,0 80,5 110,7 52,9 -23,2 394,4 23,5 417,9
Nicht beherrschende Anteile 0,0 0,0 0,0 0,0
Nettogewinn 131,5 42,0 80,5 110,7 52,9 -23,2 394,4 23,5 417,9
Geschäftsvolumina
Aktiva 9.178 3.644 7.527 5.748 6.293 3.318 35.708 -193,0 35.515
Risikogewichtete Aktiva 3.827 1.897 3.087 4.565 1.785 1.373 16.534 -10,0 16.524

¹⁾ Die Bankengruppe wird vom Management ausschließlich auf Ebene der BAWAG Holding Gruppe gesteuert.
Da die interne Berichterstattung und Steuerung auf Ebene der BAWAG Holding Gruppe erfolgt, ergibt die Summe der Gewinne oder Verluste der berichtspflichtigen Segmente nicht den Gewinn oder Verlust der BAWAG P.S.K. Gruppe. Aus diesem Grund wird in der Segmenttabelle eine separate Spalte mit einer Überleitungsrechnung dargestellt.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Das Segmentergebnis kann wie folgt auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übergeleitet werden:

in Mio. EUR 2016 2015
Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten gemäß Segmentbericht 19,1 76,9
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 19,1 76,9
in Mio. EUR 2016 2015
--- --- ---
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Segmentbericht 48,5 -1,2
Regulatorische Aufwendungen -43,8 -35,2
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 4,7 -36,4
in Mio. EUR 2016 2015
--- --- ---
Jahresüberschuss vor Steuern gemäß Segmentbericht 474,2 448,2
Den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbare Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten
Jahresüberschuss vor Steuern gemäß Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 474,2 448,2

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

KAPITALMANAGEMENT

Das Kapitalmanagement der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe erfolgt auf Basis der CRR (Capital Requirements Regulation) sowie der entsprechenden nationalen Begleitverordnungen (Basel 3 Säule 1) und im Sinne des ökonomischen Kapitalsteuerungsansatzes (Basel 3 Säule 2) des ICAAP (Internal Capital Adequacy Assessment Process).

Der ICAAP ist gleichermaßen nach Risikotragfähigkeit und Geschäfts- und Risikoprofil der Gruppe gestaltet und bildet einen integralen Bestandteil des Planungs- und Kontrollsystems. Im Rahmen des ICAAP wird die Risikotragfähigkeit sichergestellt sowie der effiziente Einsatz der Risikodeckungsmasse verfolgt. Stresstests runden den Steuerungsprozess zusätzlich ab.

Im Rahmen des SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) wurde im JRAD (Joint Risk Assessment and Decision)-Verfahren, das 2016 in Abstimmung mit dem Comprehensive Bank Assessment der EZB umgesetzt wurde, der Gesamtbankrisikosteuerungsprozess der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe einer genauen Überprüfung unterzogen. Als Ergebnis wurde festgestellt, dass das Ausmaß der von der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe gehaltenen Eigenmittel hinsichtlich ihrer finanziellen Situation und ihres Risikoprofils weitestgehend angemessen ist. Im Zusammenhang damit steht auch die Vorgabe von SREP (Supervisory Review and Evaluation Process) Ratios auf Ebene der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe, der zufolge zur Erfüllung der Kapitalanforderungen der Säule 2 in Säule 1 Mindestkapitalquoten vorgehalten werden müssen.

Zusätzlich zu diesen extern von der Bankaufsicht vorgegebenen Mindestkapitalquoten werden in dem im Rahmen des BaSAG (Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken) erstellten Sanierungsplan der Promontoria Sacher Holding N.V. Schwellenwerte für das Erreichen einer Frühwarnphase sowie der Sanierungsphase und die damit zusammenhängenden Prozesse definiert. Die Schwellenwerte beziehen sich dabei sowohl auf Liquiditäts- als auch auf regulatorische und ökonomische Kapitalgrößen.

Die Gruppe überwacht kontinuierlich die Einhaltung der Schwellwerte und damit auch gleichzeitig der vorgeschriebenen Eigenmittelquoten. Basis sind dabei die Meldungen an die Oesterreichische Nationalbank sowie die regelmäßige Beobachtung der Geschäftsentwicklung.

Zu Beginn jedes Geschäftsjahres werden die budgetierten Geschäftsvolumina mit der erwarteten Entwicklung der anrechenbaren Eigenmittel abgeglichen. Neben den risikogewichteten Aktiva aus Kreditrisiko gehen das Eigenmittelerfordernis für das Marktrisiko und das operationelle Risiko in die Berechnung ein. Neben der regulatorischen Kapitalplanung werden den Geschäftssegmenten im Rahmen des ICAAP-Prozesses im Einklang mit der Planung stehende Kapitallimite zugewiesen.

Das Kapitalmanagement wird zentral gesteuert. Kernaufgaben sind die laufende Beobachtung der Geschäftsentwicklung der Gruppe, die Analyse der Veränderungen der risikogewichteten Aktiva sowie deren Abgleich mit dem zur Verfügung stehenden regulatorischen Eigenkapital bzw. ICAAP-Limit und Auslastungen je Segment.

Zusätzlich achtet das Capital Management Team auf alle zukünftigen regulatorischen Änderungen wie z.B. MREL und Basel IV. Die regulatorischen Entwicklungen werden kontinuierlich verfolgt und die Auswirkungen auf die Kapitalposition der Bank eingeschätzt. Die erwarteten Auswirkungen der regulatorischen Änderungen werden regelmäßig an die zuständigen Bereichsleiter und Vorstände kommuniziert. Damit soll sichergestellt werden, dass die Bank ihr Kapitalmanagement rechtzeitig an die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen anpassen kann.

Die Gruppe steuert ihre Kapitalposition unter Vollanwendung der CRR-Bestimmungen ohne Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen für Kapitalbestandteile und der Berechnung der risikogewichteten Aktiva. Das Capital Management Team spricht gegebenenfalls Empfehlungen zur Stärkung der Eigenkapitaldecke an den Gesamtvorstand aus und berichtet monatlich an das Enterprise Risk Meeting der Bank.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die regulatorischen Meldungen erfolgen auf Ebene der BAWAG Holding- und der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe als EWR-Mutterfinanzholdinggesellschaft der Kreditinstitutsgruppe. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe inklusive Übergangsregelungen und deren Eigenmittelerfordernis zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 gemäß CRR mit IFRS-Werten und auf Basis des CRR-Konsolidierungskreises.

in Mio. EUR Promontoria
31.12.2016^{2)} 31.12.2015
Kapital und Rücklagen (inkl. Fonds für allgemeine Bankrisiken) 3.121 2.837
Noch nicht ausbezahlte Dividende für 2015^{1)} -25 -286
Abzug immaterielle Vermögenswerte -190 -116
Sonstiges Ergebnis -30 -33
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -19 -20
Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierte Gewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die aus Veränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow Hedge-Reserve -47 -56
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen diejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren -100 -13
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten -133 -189
Hartes Kernkapital 2.577 2.124
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -6 -15
Abzug immaterielle Vermögenswerte -127 -174
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten 133 189
Zusätzliches Kernkapital 0 0
Tier I 2.577 2.124
Ergänzungs- und Nachrangkapital 484 477
Überschuss IRB-Risikovorsorge 24 16
Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -26 -36
Ergänzungskapital – Tier II 482 457
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.059 2.581

1) Dividenden für 2015: Im dritten Quartal 2016 wurde von der BAWAG Holding eine Dividende in Höhe von 309 Mio. EUR an den alleinigen Eigentümer der BAWAG Holding GmbH, die Promontoria Sacher Holding N.V., gezahlt. Die Promontoria zahlte eine Dividende in Höhe von 265 Mio. EUR an ihre Eigentümer. Weitere 25 Mio. EUR wurden noch nicht ausbezahlt, aber im harten Kernkapital als geplante Dividende abgezogen.
2) Die Kapitalzahlen per 31. Dezember 2016 weichen von jenen per 31. Dezember 2015 u.a. aufgrund von unterschiedlichen CRR-Übergangsregelungen für 2016 und 2015 für die Anrechenbarkeit von Kapitalen (im Wesentlichen AfS-Rücklage) bzw. für diverse Abzugsposten (im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte und Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge) ab.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) mit Übergangsbestimmungen

in Mio. EUR Promontoria
31.12.2016 31.12.2015
Kreditrisiko¹⁾ 15.423 14.751
Marktrisiko 59 97
Operationelles Risiko 1.633 1.620
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 17.115 16.468

¹⁾ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Reklassifizierung von Holding-Kunden angepasst.

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

Promontoria BAWAG P.S.K.¹⁾
31.12.2016 31.12.2015²⁾ 31.12.2016 31.12.2015²⁾
Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 14,8% 12,2% 15,0% 12,9%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,6% 15,0% 17,8% 15,8%

¹⁾ Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.
²⁾ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Reklassifizierung von Holding-Kunden angepasst.

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

Promontoria BAWAG P.S.K.¹⁾
31.12.2016 31.12.2015²⁾ 31.12.2016 31.12.2015²⁾
Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 15,1% 12,9% 15,2% 13,6%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,9% 15,7% 18,1% 16,4%

¹⁾ Nur zu Informationszwecken. Keine regulatorische Relevanz.
²⁾ Die Vorjahreszahlen wurden aufgrund der Reklassifizierung von Holding-Kunden angepasst.

Während des Geschäftsjahres 2016 hat die BAWAG P.S.K. durchgehend die Mindestkapitalanforderungen gemäß CRR von 4,5% für die Common Equity Tier 1 Quote und 8% für die Gesamtkapitalquote erfüllt.

Die BAWAG P.S.K. steuert ihre Kapitalstruktur von Beginn an unter Vollanwendung der Vorschriften der CRR ohne

Berücksichtigung von Übergangsvorschriften. Unsere geplante CET1 Quote betrug 2016 12% bei Vollanwendung der CRR-Vorschriften; wir haben jedoch eine wesentlich höhere Quote von 14,8% erreicht. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote von über 12% bei Vollanwendung der CRR beibehalten.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

WEITERE INFORMATIONEN NACH IFRS

33 | Fair Value

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Fair Values der Bilanzpositionen. Dabei handelt es sich um jenen Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese angesetzt.

Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche „State of the Art“-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für die Kategorie „Verbriefte Verbindlichkeiten (Eigene Emissionen)“ und vereinzelt für das Sonstige Finanzumlaufvermögen im Nostroporfolio; bei „Plain Vanilla“-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads.

Die Fair-Value-Bewertung der Kundengeschäftspositionen berücksichtigt pauschale Credit Spreads für einzelne Kundenkategorien. Die pauschalen Credit Spreads wurden auf Basis einer Kundensegmentierung angesetzt: Kreditinstitute, Kommerzkunden, öffentlicher Sektor und Privatkunden, bei denen zusätzlich eine Differenzierung zwischen Hypothekarkrediten und sonstigen Krediten vorgenommen wird. Methodisch werden die Credit Spreads für das Kundengeschäft aufgrund von Analysen sowohl externer Daten (Markt, Statistiken der OeNB) als auch interner Ausfallsstatistiken abgeleitet.

Bei linearen, derivativen Finanzinstrumenten, die keine optionalen Komponenten beinhalten (wie z.B. Interest Rate Swaps, Devisentermingeschäfte), wird ebenso die Barwertmethode angewandt (Abzinsung zukünftiger Cashflows mit der entsprechenden Swapkurve, wobei bei Derivaten, mit deren Counterparty ein Credit Support Annex (CSA) besteht, die OIS/EONIA-Swapkurve Basis der Diskontierung ist).

Für optionale Instrumente werden marktübliche Optionspreismodelle wie Black Scholes (Swaptions, Cap, Floor), Bachelier (Caps, Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen), Garman-Kohlhagen (Währungsoptionen) sowie das Hull-White-Modell (Swaps mit mehrfachen Kündigungsrechten) verwendet, die in den Front-Office-Systemen konsistent implementiert und angewandt werden.

Die den Modellen zugrunde liegenden Parameter (Zinskurven, Volatilitäten, FX-Kurse) werden unabhängig von den Treasury-Abteilungen vom Bereich Marktrisiko in die Front-Office-Systeme übertragen, wodurch eine Trennung von Markt und Marktfolge sichergestellt ist.

Bei komplexeren Derivaten, die zu Hedge-Zwecken abgeschlossen wurden und back to back geschlossen sind, wird auf eine externe Bewertung zurückgegriffen, die vom Bereich Marktrisiko eingeholt und zur korrekten Weiterverarbeitung in die Systeme übertragen wird.

Zur Evaluierung der Spreads der Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert gewidmeten Eigenen Emissionen werden marktübliche Anbieter wie Reuters herangezogen, wobei aus einem definierten Pool an Bankanleihen unter zusätzlicher Berücksichtigung eines Liquiditäts- und Ratingaufschlags eine BAWAG P.S.K. Senior-unsecured-Spreadkurve ermittelt wird. Für fundierte Bankschuldverschreibungen wird die Spreadkurve aus den Quotes der BAWAG P.S.K. Benchmark-Anleihen ermittelt. Die Wertpapierkurse der BAWAG P.S.K. Emissionen errechnen sich dann durch Diskontierung der um den Spread adaptierten Swapkurve.

Im Jahr 2016 betrug der Anteil der Fair-Value-Änderung der Eigenen Emissionen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, -5,9 Mio. EUR (2015: -7,3 Mio. EUR). Zum 31. Dezember 2016 beträgt die kumulierte Fair-Value-Änderung, die auf Bonitätsveränderungen zurückzuführen ist, 17,7 Mio. EUR (2015: 24,6 Mio. EUR).

Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von -0,2 Mio. EUR (2015: -0,3 Mio. EUR) ergeben.

Der Anteil der kumulierten Fair-Value-Änderung von erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Forderungen, der sich nur aufgrund von Bonitätsveränderungen ergeben hat, beträgt zum 31. Dezember 2016 +0,7 Mio. EUR (2015: -0,3 Mio. EUR) und wird als Änderung vom Spread zwischen AT-Bund-Kurve und EUR-Swapkurve in der beobachteten Periode definiert. Der Anteil der entsprechenden jährlichen Fair-Value-Änderung beträgt -1,3 Mio. EUR (zum 31. Dezember 2015: -6,5 Mio. EUR). Bei einer Verengung des Credit Spreads um einen Basispunkt würde sich eine Bewertungsveränderung von +0,10 Mio. EUR ergeben (2015: +0,11 Mio. EUR).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Fair Value von ausgewählten Bilanzpositionen

Die folgende Tabelle zeigt einen Vergleich der Buchwerte und Fair Values der einzelnen Bilanzposten.

in Mio. EUR Buchwert Fair Value Buchwert Fair Value
31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2015
Aktiva
Barreserve 1.020 1.020 809 809
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 202 202 303 303
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Zum beizulegenden Zeitwert bewertet 3.129 3.129 2.665 2.665
Zu Anschaffungskosten bewertet 67 n.a. 67 n.a.
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 2.353 2.448 2.290 2.369
Handelsaktiva 652 652 950 950
Kredite und Forderungen 30.825 31.302 27.396 27.543
Sicherungsderivate 677 677 469 469
Sachanlagen 53 n.a. 59 n.a.
Vermietete Grundstücke und Gebäude 3 5 4 6
Immaterielle Vermögenswerte 141 n.a. 104 n.a.
Sonstige Vermögenswerte 334 n.a. 390 n.a.
Langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden - n.a. 9 n.a.
Summe Aktiva 39.456 35.515
Passiva
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 1.115 1.115 1.269 1.269
Handelsbestand 617 617 1.071 1.071
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 32.962 33.261 28.517 28.758
Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen 300 300 621 621
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien 223 223 169 169
Sicherungsderivate 260 260 106 106
Rückstellungen 404 n.a. 419 n.a.
Sonstige Verbindlichkeiten 727 n.a. 583 n.a.
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden - n.a. - n.a.
Eigenkapital 2.846 n.a. 2.759 n.a.
Nicht beherrschende Anteile 2 n.a. 1 n.a.
Summe Passiva 39.456 35.515

Der beizulegende Zeitwert von Investment Properties (Vermietete Grundstücke und Gebäude) wurde von externen, unabhängigen Immobiliengutachtern bestimmt, die über eine einschlägige berufliche Qualifikation und aktuelle Erfahrung mit der Lage und der Art der zu bewertenden Immobilien verfügen. Bei den sonstigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten stellt der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar. Auf eine Angabe zum beizulegenden Zeitwert wurde daher verzichtet.

In den als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifizierten Finanzinstrumenten sind in Höhe von 67 Mio. EUR Anteile an Personen- und Kapitalgesell

119


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

schaften enthalten. Für diese Finanzinstrumente können keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert gemacht werden, da er nicht verlässlich bestimmt werden kann. Für diese Finanzinstrumente besteht kein aktiver Markt und zukünftige Cashflows können nicht zuverlässig ermittelt werden. Es ist nicht geplant, von den zum 31. Dezember 2016 ausgewiesenen Investitionen in Eigenkapitalinstrumente wesentliche Anteile in naher Zukunft zu veräußern oder auszubuchen.

Fair-Value-Hierarchie

Die folgende Tabelle zeigt eine Analyse der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente auf Basis der im IFRS 13 definierten Fair-Value-Hierarchie. Die Aufgliederung umfasst die folgenden Gruppen:

  • Level 1: Finanzinstrumente werden unter Verwendung eines öffentlich zugänglichen Kurses ohne jegliche Kursmodifikation bewertet. Hierunter fallen Staatsanleihen und Anleihen mit einem öffentlich zugänglichen Kurs sowie börsengehandelte Derivate.
  • Level 2: Die Bewertung basiert auf Inputfaktoren (Ausfallsquoten, Kosten, Liquidität, Volatilität, Zinssätze etc.), die aus beobachtbaren Marktpreisen (Level 1) abgeleitet sind. Das betrifft Kurse, die mittels eines internen Modells bzw. anhand von Bewertungsverfahren errechnet werden, sowie externe Quotierungen von Wertpapieren, die auf Märkten mit eingeschränkter Liquidität handeln, die nachweislich auf beobachtbaren Marktpreisen beruhen. Diese Kategorie beinhaltet die Mehrzahl der OTC-Derivatkontrakte, Unternehmensanleihen und Anleihen, bei denen kein öffentlich zugänglicher Kurs vorliegt, sowie einen Großteil der emittierten, zum Fair Value klassifizierten Schuldtitel des Konzerns.

Wertpapiere der Kategorien Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und Kredite und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Unrealisierte Gewinne in Höhe von 130 Mio. EUR sind daher nicht im Buchwert enthalten. Die unrealisierten Verluste der eigenen Emissionen aus der Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten betragen 270 Mio. EUR.

  • Level 3: Im Rahmen der Bewertung werden nicht extern beobachtbare Inputfaktoren verwendet, die einen wesentlichen Einfluss auf die Höhe des Marktwerts haben. Dies betrifft vorwiegend illiquide strukturierte Verbriefungen, deren Wert von nicht beobachtbaren Annahmen (Verfahrensausgänge, Investorenentscheidungen, Trigger-Brücke) abhängt, bestimmte Eigenkapitalinstrumente sowie Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank und der IMMO-BANK. Kredite und Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten werden mittels Discounted-Cashflow-Methode mit einer um den Credit Spread angepassten Swapkurve bewertet.
  • Sonstige: Hier werden die Anteile an nicht konsolidierten Beteiligungen der Kategorie „Available for Sale" ausgewiesen.

Für die Bestimmung des Credit Value Adjustment (CVA) für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten werden Netting-effekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst Typ und selbst Währung berücksichtigt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Sonstige^{1)} | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | | | | – | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte | 2 | 199 | 1 | – | 202 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte | 2.949 | 179 | 1 | 67 | 3.196 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene
Finanzinvestitionen | 2.436 | 12 | – | – | 2.448 |
| Handelsaktiva | – | 652 | – | – | 652 |
| Kredite und Forderungen | – | 2.436 | 28.866 | – | 31.302 |
| Sicherungsderivate | – | 677 | – | – | 677 |
| Vermietete Grundstücke und Gebäude | | | 5 | | 5 |
| Summe Fair-Value-Aktiva | 5.387 | 4.155 | 28.873 | 67 | 38.482 |
| Passiva | | | | | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 638 | 477 | – | 1.115 |
| Handelsbestand | – | 617 | – | – | 617 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | – | 6.654 | 26.607 | – | 33.261 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | | 300 | – | – | 300 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken
abgesicherte Portfolien | – | 223 | – | – | 223 |
| Sicherungsderivate | – | 260 | – | – | 260 |
| Summe Fair-Value-Passiva | – | 8.692 | 27.084 | – | 35.776 |

1) Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Preis verfügen und in Einklang mit IAS 39.ABO-B1 zu Anschaffungskosten bewertet werden.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Level 1 | Level 2 | Level 3 | Sonstige¹⁾ | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktiva | | | | – | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte | 3 | 298 | 2 | – | 303 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte | 2.587 | 74 | 4 | 67 | 2.732 |
| Bis zur Endfälligkeit gehaltene
Finanzinvestitionen | 2.364 | 5 | – | – | 2.369 |
| Handelsaktiva | – | 950 | – | – | 950 |
| Kredite und Forderungen | – | 2.134 | 25.409 | – | 27.543 |
| Sicherungsderivate | – | 469 | – | – | 469 |
| Summe Fair-Value-Aktiva | 4.954 | 3.930 | 25.415 | 67 | 34.366 |
| Passiva | | | | | |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten | – | 801 | 468 | – | 1.269 |
| Handelsbestand | – | 1.071 | – | – | 1.071 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten | – | 5.898 | 22.860 | – | 28.758 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | | 621 | | | 621 |
| Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken
abgesicherte Portfolien | | 169 | – | – | 169 |
| Sicherungsderivate | – | 106 | – | – | 106 |
| Summe Fair-Value-Passiva | – | 8.666 | 23.328 | – | 31.994 |

¹⁾ Investitionen in Eigenkapitalinstrumente, die über keinen auf einem aktiven Markt notierten Preis verfügen und in Einklang mit IAS 39.A80-81 zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Die BAWAG P.S.K. erfasst Transfers zwischen den einzelnen Levels mit Ende der Berichtsperiode, in der die Transfers stattgefunden haben.

Bewegungen zwischen Level 1 und Level 2

Im Jahr 2016 wurden aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen sieben als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Wertpapiere von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Im Jahr 2015 wurde aufgrund von nachträglich entstandenen illiquiden Kursen ein als zur Veräußerung verfügbar klassifiziertes Wertpapier von Level 1 in Level 2 umgegliedert. Fünf als zur Veräußerung verfügbar klassifizierte Wertpapiere wurden aufgrund eines liquideren Marktes von Level 2 auf Level 1 umgegliedert.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Bewegungen nach und aus Level 3

Die dem Level 3 zugeordneten, erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. EUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
Stand 01.01.2016 2 4 468
Bewertungsgewinne/-verluste in der Zeile Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden im Konzernüberschuss
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden - - -12
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden - - -
Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden - - -
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden - - -
Käufe - 1 -
Tilgungen -1 -4 -40
Verkäufe - - -
Währungsumrechnung - - -
Änderung Konsolidierungskreis - - 61
Übertragungen zu/aus anderen Levels - - -
Stand 31.12.2016 1 1 477
in Mio. EUR Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
--- --- --- ---
Stand 01.01.2015 4 - 525
Bewertungsgewinne/-verluste in der Zeile Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden im Konzernüberschuss
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden 1 - -19
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden -1 - -
Bewertungsgewinne/-verluste im Sonstigen Ergebnis
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode gehalten werden - 4 -
von Vermögenswerten, die zum Ende der Periode nicht mehr gehalten werden - - -
Käufe - - -
Tilgungen -2 - -38
Verkäufe - - -
Währungsumrechnung - - -
Übertragungen zu/aus anderen Levels - - -
Stand 31.12.2015 2 4 468

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die Bewertungen (inklusive der Parametrisierungen der beobachtbaren Parameter) erfolgen durch einen vom Markt unabhängigen Marktfolgebereich innerhalb des Risikoressorts auf monatlicher Basis. Aufgetretene Änderungen werden, soweit möglich, mit am Markt beobachtbaren Referenzen verglichen und plausibilisiert.

Im Geschäftsjahr 2016 sind von den Beständen der am 31. Dezember 2015 unter Level 3 ausgewiesenen Finanzinstrumente 5 Mio. EUR getilgt. Von den im Jahr 2015 unter Level 3 ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten sind im Geschäftsjahr 2016 40 Mio. EUR abgegangen.

Quantitative und qualitative Informationen zur Bewertung von Level-3-Finanzinstrumenten

Der wesentliche nicht direkt beobachtbare Inputfaktor bei den Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank ist der Spread-Aufschlag auf die Swapkurve, der zur Bestimmung der Risk-adjusted Discount Curve herangezogen wird. Der Fair Value ermittelt sich in weiterer Folge durch Diskontierung der zukünftigen Cashflows mit der Risk-adjusted Discount Curve. Der Spread-Aufschlag beträgt aktuell für alle Laufzeiten 100 Basispunkte (Mid) (Vorjahr: 65 Basispunkte).

Grundsätzlich ist der angeführte Inputparameter von der generellen Marktentwicklung der Credit Spreads innerhalb des Bankensektors bzw. im Detail von der Bonitätsentwicklung der Wohnbaubanken abhängig, wobei eine Ausweitung der Spreads eine positive Auswirkung hat.

Sensitivitätsanalyse der Fair-Value-Bewertung bei Änderungen der nicht beobachtbaren Parameter

Wenn der Wert eines Finanzinstruments von nicht beobachtbaren Parametern abhängt, können diese Parameter aus einer Bandbreite von alternativen Parametrisierungen gewählt werden. Verbindlichkeiten in Level 3, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, betreffen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank; zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte in Level 3 hatte die BAWAG P.S.K. zum 31. Dezember 2016 im Buchwert von 2 Mio. EUR im Bestand. Wenn man den Kreditrisikoaufschlag bei der Bewertung der eigenen Emissionen der BAWAG P.S.K. Wohnbaubank um 20 Basispunkte erhöht, hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2016 um 2,0 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR) verbessert. Bei einer Verringerung des beizulegenden Zeitwerts der finanziellen Vermögenswerte um 30% hätte sich das kumulierte Bewertungsergebnis zum 31. Dezember 2016 um -0,6 Mio. EUR (Vorjahr: -1,8 Mio. EUR) verschlechtert.

34 | Behandlung eines Day 1 gain

IAS 39.AG76 besagt, dass der beizulegende Zeitwert beim erstmaligen Ansatz normalerweise dem Transaktionspreis entspricht. Stellt das Unternehmen fest, dass zwischen dem beizulegenden Zeitwert beim erstmaligen Ansatz und dem Transaktionspreis eine Differenz besteht und der beizulegende Zeitwert nicht auf einer Bewertungstechnik basiert, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, so wird der Buchwert des Finanzinstruments beim erstmaligen Ansatz angepasst. Wenn der beizulegende Zeitwert eines Kreditportfolios nicht dem Transaktionspreis entspricht, so muss der erstmalige Ansatz zum beizulegenden Zeitwert erfolgen, allerdings angepasst um einen etwaigen Day 1 gain oder loss. Dies führt somit zu einem Buchwert des Kreditportfolios, der dem Transaktionspreis entspricht.

Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert mittels DCF-Methode unter Berücksichtigung aktueller Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt. Da der beizulegenden Zeitwert und daher auch der Day 1 gain weder auf einer Marktpreisnotierung noch auf der Grundlage einer Bewertungstechnik basieren, die nur Daten aus beobachtbaren Märkten verwendet, darf der Day 1 gain nicht sofort realisiert, sondern muss abgegrenzt werden. Diese abgegrenzte Differenz darf nur in dem Umfang als Gewinn oder Verlust angesetzt werden, in dem sie aus einer Veränderung eines Faktors (einschließlich des Faktors Zeit) entsteht, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung beachten würden. In IAS 39 finden sich keine Angaben darüber, wie diese Differenz nachfolgend zu bemessen ist.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die IFRS liefern keine Hinweise hinsichtlich der Darstellung der Amortisierung von Day 1 profits. Da der Day 1 profit systematisch verteilt wird, ist die BAWAG P.S.K. der Ansicht, dass die regelmäßige Amortisation im Ertrag einem Zinsertrag ähnelt. Aus ökonomischer Sicht erzielt die BAWAG P.S.K. höhere Margen auf die erworbenen Kredite.

Demzufolge weist die BAWAG P.S.K. die systematische Amortisation der Day 1 profits unter dem Posten Zinserträge aus.

Die folgenden Differenzen werden in den nächsten Jahren in den Erträgen erfasst:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Stand zu Beginn der Periode 45
Neue Transaktionen¹⁾ 76 45
Beträge, die in der Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wurden -11
Währungseffekte -6
Stand am Ende der Periode 104 45

¹⁾ Im vierten Quartal 2016 übernahm die BAWAG P.S.K. ein Portfolio qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa in Höhe von 1,4 Mrd. EUR.

35 I Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Forderungen und Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ergeben sich in nachfolgend dargestellter Höhe. Die Geschäftsbeziehungen zu diesen Unternehmen erfolgen zu banküblichen Konditionen.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen gegenüber Kunden 54 58
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 54 58
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11 35
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11 35

Im Jahr 2016 beliefen sich die Zinserträge aus Geschäften mit verbundenen Unternehmen auf 3 Mio. EUR (2015: 3 Mio. EUR), die Zinsaufwendungen auf 1 Mio. EUR (2015: 1 Mio. EUR).

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen gegenüber Kunden 136 142
Wertpapiere 20 23
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 156 165
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 44 79
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44 79

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

36 | Angaben zu nahestehenden Personen und Unternehmen

Eigentümer der BAWAG P.S.K.

99,6% BAWAG Holding GmbH

0,4% Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH

Die Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH steht zu 100% im Eigentum der BAWAG Holding GmbH. Sämtliche Anteile der Pa-Zweiundsechzigste WT Beteiligungsverwaltungs GmbH werden von einem Treuhänder für die BAWAG Holding GmbH gehalten. Eine von Cerberus Capital Management, L.P. („Cerberus“) und eine von GoldenTree Asset Management LP („GoldenTree“) kontrollierte Gesellschaft halten jeweils eine Aktie der Bank direkt, wodurch diese das Recht zusteht, sechs Mitglieder (im Falle von Cerberus) und ein Mitglied (im Falle von GoldenTree) in den Aufsichtsrat der Bank zu entsenden.

Die BAWAG Holding GmbH wird zu 100% von der niederländischen Finanz-Holdinggesellschaft Promontoria Sacher Holding N.V. gehalten. Die Promontoria Sacher Holding N.V. steht im Eigentum (i) verschiedener Fonds, die mit Cerberus verbunden sind, zu 52,14%, (ii) verschiedener Fonds und Kundendepots, die von GoldenTree verwaltet werden, zu 39,77% und (iii) verschiedener in- und ausländischer Minderheitsaktionäre.


Wesentliche nicht vollkonsolidierte Tochtergesellschaften, Joint Ventures und Beteiligungen der BAWAG P.S.K.

BAWAG P.S.K. Versicherung AG

Die BAWAG P.S.K. hält indirekt 25% plus 1 Aktie an der BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien. Die Mehrheit steht im Eigentum des Generali-Konzerns. Die BAWAG P.S.K. Versicherung AG wird im BAWAG P.S.K. Konzern at-equity konsolidiert. Die Geschäftsbeziehungen der BAWAG P.S.K. mit der BAWAG P.S.K. Versicherung AG umfassen Versicherungsprodukte, wobei die Konditionengestaltung marktüblich ist. Zur Absicherung und Regelung der Zusammenarbeit der BAWAG P.S.K. mit der Generali bestehen drittübliche Verträge, z.B. Kooperationsvertrag, Lizenzvertrag, Provisionsvereinbarung usw.

PSA Payment Services Austria GmbH

Die BAWAG P.S.K. hält 20,82% an der PSA Payment Services Austria GmbH. Die PSA Payment Services Austria steht im Eigentum mehrerer österreichischer Banken und Bankengruppen. Die PSA ist im Service und der Organisation des Bankomatkartenbetriebes tätig und wird im BAWAG P.S.K. Konzern at-equity konsolidiert.

Sonstige Unternehmen

Eine Liste aller nicht konsolidierten Gesellschaften wird unter Note 49 dargestellt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen

Im Folgenden werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen dargestellt:

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Mutterunternehmen | Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht | Verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | At-equity bewertete Beteiligungen | Sonstige Beteiligungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | 6 | 808 | 48 | 0 | 139 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | 43 | – | 20 | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) | 29 | 0 | 6 | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | – | 0 | 11 | 113 | 10 |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivate) | – | 0 | – | 1 | – |
| Gegebene Garantien | – | – | – | – | 1 |
| Zinserträge¹⁾ | 0,1 | 31,6 | 1,7 | 0,3 | 2,6 |
| Zinsaufwendungen | 0,0 | 0,8 | 0,0 | 1,5 | 0,0 |
| Provisionsüberschuss | 0,0 | – | 0,0 | 18,0 | 0,6 |

¹⁾ Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Mutterunternehmen | Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht | Verbundene, nicht konsolidierte Unternehmen | At-equity bewertete Beteiligungen | Sonstige Beteiligungen |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen an Kunden | – | 1.134 | 58 | – | 145 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | – | – | – | 22 | – |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) | 20 | – | 7 | – | – |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 3 | – | 13 | 155 | 11 |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivate) | – | – | – | 2 | – |
| Gegebene Garantien | – | – | – | – | 2 |
| Zinserträge¹⁾ | – | 54,9 | 1,9 | 0,3 | 3,2 |
| Zinsaufwendungen | – | – | 0,1 | 2,3 | – |
| Provisionsüberschuss | – | – | – | 25,1 | 0,7 |

¹⁾ Bruttoerträge; Absicherungskosten nicht gegengerechnet.

Der Beratungsaufwand gegenüber Unternehmen, unter deren gemeinschaftlicher Führung oder maßgeblichem Einfluss das Unternehmen steht, betrug im Geschäftsjahr 0,0 Mio. EUR (2015: 0,0 Mio. EUR).

Betreffend Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen waren keine Abschreibungen bzw. Bildung von Wertberichtigungen notwendig.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Angaben zu natürlichen Personen

Key Management

Unter Key Management sind in der BAWAG P.S.K. die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder zu verstehen. Die gesamten Personalaufwendungen für das Key Management betragen 26,0 Mio. EUR (2015: 24,0 Mio. EUR).

Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands (inklusive abgegrenzten und noch nicht ausbezahlten Bonus und Einzahlungen in die Pensionskasse) betrug im abgelaufenen Jahr 25,6 Mio. EUR (2015: 16,2 Mio. EUR). Davon wurden 4,5 Mio. EUR vom indirekten Anteilseigner Promontoria Sacher Holding N.V. rückerstattet (2015: 4,0 Mio. EUR).

Aufwendungen für Abfertigungen beliefen sich für den Vorstand auf 0,0 Mio. EUR (2015: 1,4 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2016 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionskasse vorsehen.

An Pensionen wurde an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 2,0 Mio. EUR (2015: 2,0 Mio. EUR) ausbezahlt.

Zum Bilanzstichtag haften drei Kredite in Höhe von 0,6 Mio. EUR an Mitglieder des Vorstands bzw. keine Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Vorstands aus (2015: 0,6 Mio. EUR aus drei Krediten an Mitglieder des Vorstands). Zusätzlich besteht ein nicht ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 0,7 Mio. EUR (2015: 0,0 Mio. EUR). Die Summe der Kredite bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 0,0 Mio. EUR (2015: 0,1 Mio. EUR). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.

Zusätzlich besteht zum Bilanzstichtag ein ausgenütztes Limit auf den Girokonten von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats in Höhe von 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR). Die Summe der Dezemberumsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierter Kreditkarten, die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, beträgt 2016 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats beträgt 0 Mio. EUR (2015: 0 Mio. EUR).

Eine Aufstellung der Organmitglieder befindet sich in einer gesonderten Anlage zum Anhang.

Das von der Hauptversammlung genehmigte Vergütungsschema für Aufsichtsratsmitglieder sieht vor, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats 60.000 EUR, der stellvertretende Vorsitzende 40.000 EUR und die von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats je 30.000 EUR pro Kalenderjahr erhalten. Die Vorsitzenden des Risiko- und Kreditausschusses und des Prüfungs- und Complianceausschusses erhalten jeweils 20.000 EUR und jedes sonstige Mitglied des Risiko- und Kreditausschusses und des Prüfungs- und Complianceausschusses erhält 10.000 EUR (der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält diese zusätzlichen Vergütungen nicht). Die Aufsichtsratsvergütungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates der BAWAG Holding GmbH beliefen sich im Jahr 2016 auf 0,4 Mio. EUR (2015: 0,4 Mio. EUR). Die vom Betriebsrat delegierten Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten keine Vergütung.

Die Promontoria Sacher Holding N.V. schloss beginnend mit dem Geschäftsjahr 2013 mit einigen Aufsichtsräten, den Mitgliedern des Vorstands und ausgewählten leitenden Angestellten der Bank eine Belohnungsvereinbarung (Share Appreciation Rights, „SARs“) ab, in deren Rahmen Wertsteigerungsrechte, indexiert an Promontoria Sacher Holding N.V. Aktien, eingeräumt wurden. Die Bank selbst war nicht Vertragspartner dieser Vereinbarung.

Gemäß IFRS 2.43B wurde der Gesamtwert der SARs zum Gewährungsdatum als Gesellschafterzuschuss (equitysettled) mit einer korrespondierenden Erhöhung des Verwaltungsaufwandes erfasst, da die BAWAG P.S.K. nicht zum Ausgleich der Schuld aus der anteilsbasierten Vergütung verpflichtet war. Der Wert, der im Eigenkapital ausgewiesen ist, beträgt 24,4 Mio. EUR (2015: 24,4 Mio. EUR) und entspricht dem Gesamtwert der Wertsteigerungsrechte. Im Geschäftsjahr 2016 wurde kein Aufwand für SARs mehr erfasst (2015: 8,0 Mio. EUR).

Geschäftsbeziehung mit nahestehenden Personen

Nachstehend werden die Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen und deren Familienangehörigen dargestellt, wobei es sich bei den Konditionen um branchen- und konzernübliche Mitarbeiterkonditionen beziehungsweise fremdübliche Marktkonditionen handelt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Key Management des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens Sonstige nahestehende Personen Key Management des Unternehmens oder dessen Mutterunternehmens Sonstige nahestehende Personen
in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2015
Giroeinlagen 10 3 4 1
Spareinlagen 0 3 0 3
Ausleihungen 1 3 1 2
Leasing 0 0 0 0
Wertpapiere 0 0 0 0
Zinserträge 0,0 0,0 0,0 0,0
Zinsaufwendungen 0,0 0,0 0,0 0,0

Nicht alle leitenden Angestellten haben eine Pensionszusage. Die leitenden Angestellten, die über eine Pensionszusage verfügen, haben Ansprüche aufgrund der Pensionsreform 1961 oder eine individuelle Zusage.

Für alle Mitarbeiter besteht gemäß Pensionskassen-Kollektivvertrag eine Anwartschaft auf eine Pensionskassen-Pension (Anwartschaftsbarwertverfahren).

37 | Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio

BAWAG Malta

Der 2015 eingeleitete Verkauf der BAWAG Malta Bank wurde am 29. Jänner 2016 mit dem Closing abgeschlossen.

easybank Gruppe

Mit Wirkung vom 28. September 2016 wurde die VB Technologie Finanzierungs GmbH auf die Muttergesellschaft VB Leasing Finanzierungsgesellschaft m.b.H. (VBLF) verschmolzen und mit Wirkung vom 30. September 2016 die VBLF in easyleasing GmbH umbenannt.

Erwerb der start:bausparkasse AG und der IMMO-BANK AG

Am 23. Juni 2016 wurden die Verträge zum Erwerb von 100% der Stimmrechtsanteile an der start:bausparkasse AG und 100% der Stimmrechtsanteile an der IMMO-BANK AG vom Volksbanken-Verbund unterschrieben. Nach Erhalt aller aufsichtsbehördlichen Bewilligungen und Erfüllung aller vertraglichen Voraussetzungen fand das Closing mit 1.12.2016 statt, was auch das Datum des Erwerbszeitpunktes gemäß IFRS darstellt.

Durch die Übernahme der start:bausparkasse kann die BAWAG P.S.K. ihre Präsenz im Bereich Bausparen und Bauspardarlehen deutlich stärken, während die IMMO-BANK einen verbesserten Zugang zu sozialen Wohnbauträgern und Immobiliengesellschaften ermöglicht. Beide Banken verfügen über langjährige Erfahrung und profundes Fachwissen im Sektor Wohnbau- und Immobilienfinanzierung und werden dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Expansion unseres Retailgeschäfts in Österreich leisten.

Die folgenden Angaben basieren auf vorläufigen Ergebnissen der Bilanzierung des oben beschriebenen Unternehmenszusammenschlusses, da das Closing des Erwerbs erst kurz vor dem Bilanzstichtag stattfand. Die vorläufigen Teile betreffen im Wesentlichen die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte, die von einem externen Berater durchgeführt wird. Im Falle, dass wir neue Informationen über Fakten und Umstände erhalten, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die – falls Sie bekannt gewesen wären – in den Ansatz zusätzlicher Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten geführt hätten, müsste die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs gemäß IFRS 3.45 angepasst werden. Derzeit erwartet die BAWAG P.S.K. aber keine wesentlichen Effekte.

Der Erwerb ergibt aufgrund der Bestimmungen von IFRS 3 einen errechneten passiven Unterschiedsbetrag, der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten „Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen“ erfasst wurde.

Der passive Unterschiedsbetrag reflektiert das Aufdecken positiver temporärer Barwerteffekte. In den erworbenen Gesellschaften wurden Restrukturierungsaufwendungen (einschließlich Rückstellungen) in Höhe von 36 Mio. EUR im Dezember 2016 erfasst.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die gesamte übertragene Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt erfolgt in Form von Zahlungsmitteln und beträgt 190 Mio. EUR, davon wurden 66 Mio. EUR an die start-bausparkasse AG für ihren 74,26%-Anteil an der IMMO-BANK AG gezahlt. Insgesamt kam es zu einer Kaufpreiszahlung an Gesellschaften außerhalb des Konzerns von 124 Mio. EUR. Von der gesamten übertragenen Gegenleistung werden 14 Mio. EUR 2017 beglichen.

Im Konzern sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten von 0,4 Mio. EUR für Rechtsberatungsgebühren, Prüfungs- und Due-Diligence-Kosten angefallen. Diese Kosten sind im Posten „Sonstiger Verwaltungsaufwand“ erfasst.

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt der übertragenen Gegenleistung gegenübergestellt:

in Mio. EUR 2016
Barreserve 93
Kredite und Forderungen 3.664
Kunden 2.828
Kreditinstitute 851
Risikovorsorge -15
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen 3
Immaterielle Vermögenswerte 12
Steueransprüche für laufende Steuern 1
Steueransprüche für latente Steuern 3
Sonstige Vermögenswerte 3
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 89
Handelspassiva 2
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.283
Kunden 2.106
Begebene Schuldsverschreibungen, Nachrang- und Ergänzungskapital 496
Kreditinstitute 681
Rückstellungen 18
Steuerschulden für laufende Steuern 14
Steuerschulden für latente Steuern 32
Sonstige Verbindlichkeiten 26
Gesamtes identifizierbares erworbenes Nettovermögen 316
Gesamtbetrag der übertragenen Gegenleistung 190
Errechneter passiver Unterschiedsbetrag^{1)} 126

1) Erfasst in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Ab Erwerbszeitpunkt bis zum 31. Dezember 2016 (=1 Monat) trugen die beiden erworbenen Unternehmen operative Kernerträge (Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss) von 1,2 Mio. EUR und einen Gewinn von 0,5 Mio. EUR bei. Hätte der Erwerb am 1. Jänner 2016 stattgefunden, hätten die Gesellschaften 37,2 Mio. EUR zu den operativen Kernerträgen und 11,8 Mio. EUR zum Konzerngewinn beigetragen (jeweils ohne Berücksichtigung der Restrukturierungsaufwendungen).

Die erworbenen Forderungen gegenüber Kunden in Höhe von 2.813 Mio. EUR entsprechen den beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbsstichtag. Zusätzlich wurden Forderungen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 851 Mio. EUR erworben. Die Bruttobeträge der Forderungen gegenüber Kunden betrugen 2.828 Mio. EUR und die vertraglichen Cashflows, die voraussichtlich uneinbringlich sind, beliefen sich auf 15 Mio. EUR.

Sonstige wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio

Bodensee Ltd. wurde aufgelöst und am 27. Jänner 2016 aus dem Firmenbuch gelöscht.

Mit Wirkung vom 30. September 2016 wurden die beiden tschechischen Gesellschaften BAWAG Real Estate Leasing s.r.o. und BPL CZ One s.r.o. auf die ebenfalls tschechische BAWAG Leasing & fleet s.r.o. verschmolzen.

Im Zuge der Gründung der Wohnbauinvestitionsbank GmbH am 1. Oktober 2016 übernahm die BAWAG P.S.K. Wohnbaubank AG einen marginalen Anteil von 0,83%.

Im November und Dezember 2016 hat die BAWAG P.S.K. in Summe 28,3% an der Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH sowohl gruppenintern als auch an einen Dritten abgegeben, sodass sich der Anteil der BAWAG P.S.K. auf 36,03 % reduziert hat.

Mit Wirksamkeit vom 23. Dezember 2016 hat die media.at GmbH die restlichen 49% an der [email protected] GmbH übernommen und hält somit 100%. Die BAWAG P.S.K. ist mit rund 26,3% an der media.at GmbH beteiligt.

Weitere Details werden unter Note 48 und 49 dargestellt.

38 | Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 409 472
Sicherstellung zugunsten der Europäischen Investitionsbank 376 519
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 22 23
Deckungsstock für fundierte Anleihen 3.077 2.186
Sicherheiten für RMBS 878
Sicherheiten für Tenderfazilitäten 871 2.319
Sonstige Sicherstellungen 20 16
Barsicherheiten für Derivatgeschäfte 163 314
Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände 5.816 5.849

Der Konzern verpfändet Vermögenswerte als Sicherheit für Verbindlichkeiten aus Wertpapierpensionsgeschäften. Diese Geschäfte werden in der Regel zu handelsüblichen, in Standardverträgen für durch Wertpapiere unterlegte Leihegeschäfte festgelegten Bedingungen ausgeführt. Zusätzlich verpfändet der Konzern Vermögenswerte als Sicherheitsleistungen für Verbindlichkeiten aus Derivategeschäften.

Weiters werden im Rahmen von Exportfinanzierungen Forderungen und Wertpapiere zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG abgetreten.

Die Sicherstellung für Mündelgeldspareinlagen erfolgt nach gesetzlichen Vorgaben (§ 68 BWG).

Der Deckungsstock für fundierte Anleihen unterliegt dem Gesetz für fundierte Bankschuldverschreibungen (FBSchVG).

Für Refinanzierungen bei der Europäischen Investitionsbank wurden ebenfalls entsprechende Sicherheiten gestellt.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

39 | Gesamtbetrag der besicherten Schulden

Den in der Vorabelle angeführten Sicherheiten stehen folgende Verbindlichkeiten der BAWAG P.S.K. gegenüber:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Durch abgetretene Forderungen besicherte Verbindlichkeiten zugunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 371 472
Verbindlichkeiten Refinanzierung Europäische Investitionsbank 370 389
Mündelgeldspareinlagen 19 19
Durch Deckungsstock für fundierte Anleihen besicherte Verbindlichkeiten 2.078 1.227
RMBS 584
Tenderfazilitäten 700 1.897
Negative Marktwerte von Derivaten 105 317
Gesamtbetrag besicherter Schulden 4.227 4.321

40 | Echte Pensionsgeschäfte

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Pensionsnehmer – Forderungen Kreditinstitute
Pensionsgeber – Verbindlichkeiten Kreditinstitute 300 621
Pensionsgeschäfte 300 621

41 | Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte
in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert der übertragenen Vermögenswerte^{1)} 340 664
Buchwert der dazugehörigen Verbindlichkeiten 300 621

1) Bei den übertragenen Wertpapieren handelt es sich ausschließlich um Schuldverschreibungen.

Übertragene, aber nicht vollständig ausgebuchte finanzielle Vermögenswerte betreffen echte Pensionsgeschäfte. Durch die weitere Eigentümerschaft ist die BAWAG P.S.K. hinsichtlich der übertragenen Wertpapiere weiterhin dem

Kurs-, Zins-, Währungs- und Kreditrisiko ausgesetzt. Die übertragenen Vermögenswerte sind für den Verkauf gesperrt und werden bei der Liquiditätsberechnung nicht berücksichtigt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

42 | Nachrangige Vermögensgegenstände

In den Aktivposten der Bilanz sind folgende nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Kredite und Forderungen 8 53
Nachrangige Vermögensgegenstände – erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet 6 8
Nachrangige Vermögensgegenstände – zur Veräußerung verfügbarer finanzielle Vermögenswerte 153 109
Nachrangige Vermögensgegenstände 167 170

43 | Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die BAWAG P.S.K. schließt gemäß den Globalnettingvereinbarungen (Rahmenvertrag) der International Swaps and Derivatives Association (ISDA) Derivategeschäfte ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel wenn ein Kreditereignis wie ein Verzug eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung wird ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen.

Die ISDA-Vereinbarungen erfüllen die Kriterien für die Saldierung in der Bilanz nicht. Dies liegt daran, dass die BAWAG P.S.K. zum gegenwärtigen Zeitpunkt keinerlei

Rechtsanspruch auf die Saldierung der erfassten Beträge hat, da das Recht auf eine Saldierung nur beim Eintritt künftiger Ereignisse, wie zum Beispiel einem Verzug bei den Bankdarlehen oder anderen Kreditereignissen, durchsetzbar ist.

Repo- und Reverse-Repo-Transaktionen unterliegen Globalnettingvereinbarungen, deren Saldierungsbedingungen ähnlich denen in ISDA Master Netting Agreements sind.

Die nachfolgenden Tabellen beinhalten finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten, die

  • in der Bilanz der BAWAG P.S.K. saldiert werden oder
  • durchsetzbaren Globalnettingvereinbarungen und ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, unabhängig davon, ob sie in der Bilanz saldiert werden.

133


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Finanzielle Vermögenswerte

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlich-keiten in der
Bilanz, die
saldiert wurden | Nettobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanz-instrumente | Erhaltene
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 652 | – | 652 | 278 | 254 | 120 |
| Sicherungsderivate | 677 | – | 677 | 446 | 207 | 24 |
| Kredite und Forderungen an
Kunden | 243 | 127 | 116 | – | – | 116 |
| Summe | 1.572 | 127 | 1.445 | 724 | 461 | 260 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlich-keiten in der
Bilanz, die
saldiert wurden | Nettobeträge
von finanziellen
Vermögens-werten in der
Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanz-instrumente | Erhaltene
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 950 | – | 950 | 476 | 294 | 180 |
| Sicherungsderivate | 469 | – | 469 | 346 | 110 | 13 |
| Kredite und Forderungen an
Kunden | 682 | 115 | 567 | – | – | 567 |
| Summe | 2.101 | 115 | 1.986 | 822 | 404 | 760 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Finanzielle Verbindlichkeiten

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögenswerten in der Bilanz, die saldiert wurden | Nettobeträge von
finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanzinstrumente | Geleistete
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 617 | – | 617 | 548 | 50 | 19 |
| Sicherungsderivate | 260 | – | 260 | 209 | 50 | 1 |
| Repo-Transaktionen | 300 | – | 300 | 300 | – | – |
| Kundeneinlagen | 127 | 127 | – | – | – | – |
| Summe | 1.304 | 127 | 1.177 | 1.057 | 100 | 20 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bruttobeträge
von finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Bruttobeträge
von finanziellen
Vermögenswerten in der Bilanz, die saldiert wurden | Nettobeträge von
finanziellen
Verbindlichkeiten in der Bilanz | Beträge, die in der Bilanz nicht
saldiert wurden | | Nettobetrag |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | | | Finanzinstrumente | Geleistete
Barsicherheiten | |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | 1.071 | – | 1.071 | 762 | 287 | 22 |
| Sicherungsderivate | 106 | – | 106 | 81 | 25 | – |
| Repo-Transaktionen | 621 | – | 621 | 621 | – | – |
| Kundeneinlagen | 115 | 115 | – | – | – | – |
| Summe | 1.913 | 115 | 1.798 | 1.464 | 312 | 22 |

135


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Die nachfolgenden Tabellen leiten die Nettobeträge von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten in der Bilanz auf die jeweilige Bilanzposition über:

Finanzielle Vermögenswerte

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 652 | – | 652 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 677 | – | 677 |
| Reverse-Repo-Transaktionen | Kredite und Forderungen
an Kreditinstitute | – | – | – |
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungen
an Kunden | 28.500 | 28.384 | 116 |
| Summe | | 29.829 | 28.384 | 1.445 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelsaktiva | 950 | – | 950 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 469 | – | 469 |
| Reverse-Repo-Transaktionen | Kredite und Forderungen
an Kreditinstitute | – | – | – |
| Kredite und Forderungen an Kunden | Kredite und Forderungen
an Kunden | 24.713 | 24.146 | 567 |
| Summe | | 26.132 | 24.146 | 1.986 |

Finanzielle Verbindlichkeiten

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert der
Bilanzposition | davon ohne
Saldierungs-
vereinbarung | davon mit
Saldierungs-
vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 617 | – | 617 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 260 | – | 260 |
| Repo-Transaktionen | Finanzielle
Verbindlichkeiten aus
Vermögensübertragungen | 300 | – | 300 |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeiten
gegenüber Kunden | 25.998 | 25.998 | – |
| Summe | | 27.175 | 25.998 | 1.177 |


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bilanzposition | Buchwert der Bilanzposition | davon ohne Saldierungs-vereinbarung | davon mit Saldierungs-vereinbarung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Derivate
(exkl. Sicherungsderivaten) | Handelspassiva | 1.071 | – | 1.071 |
| Sicherungsderivate | Sicherungsderivate | 106 | – | 106 |
| Repo-Transaktionen | Finanzielle Verbindlichkeiten aus Vermögensübertragungen | 621 | – | 621 |
| Kundeneinlagen | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 21.695 | 21.695 | – |
| Summe | | 23.493 | 21.695 | 1.798 |

44 I Eventualforderungen, Eventualverbindlichkeiten und nicht ausgenützte Kreditrahmen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Eventualforderungen
Eventualverbindlichkeiten 193 349
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 193 349
Von Kunden nicht ausgenützte Kreditrahmen 4.567 5.467
hievon jederzeit fristlos kündbar 3.174 4.196
hievon nicht fristlos kündbar 1.393 1.271

45 I Fremdwährungsvolumina

In der BAWAG P.S.K. wurden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in folgenden Fremdwährungen gehalten:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
USD 2.754 2.520
CHF 1.953 2.166
GBP 3.176 3.789
Sonstige 269 93
Fremdwährung 8.152 8.568
EUR 31.304 26.947
Summe Aktiva 39.456 35.515
USD 423 554
CHF 330 19
GBP 917 154
Sonstige 196 232
Fremdwährung 1.866 959
EUR 37.590 34.556
Summe Passiva 39.456 35.515

Die Tabelle enthält ausschließlich Bilanzpositionen und gibt keine Hinweise auf offene Devisenpositionen aufgrund außerbilanzieller Sicherungsgeschäfte.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

46 | Leasinggeschäfte

Finanzierungsleasing aus Sicht der BAWAG P.S.K. als Leasinggeber

Forderungen aus Finanzierungsleasing-Verträgen werden in der Bilanz als „Forderungen an Kunden“ ausgewiesen.

Die BAWAG P.S.K. verleast im Rahmen von Finanzierungsleasing sowohl Mobilien als auch Immobilien.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung des Bruttoinvestitionswertes auf den Barwert, gegliedert nach Restlaufzeiten für alle laufenden Leasingverträge (ohne offene Posten):

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) | 434 | 758 | 79 | 1.271 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 27 | 38 | 4 | 69 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (Nettoinvestitionswert) | 407 | 720 | 75 | 1.202 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Gesamtbetrag der ausstehenden Leasingraten (Bruttoinvestitionswert) | 359 | 748 | 108 | 1.215 |
| Noch nicht realisierte Finanzerträge | 21 | 45 | 6 | 72 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing (Nettoinvestitionswert) | 338 | 703 | 102 | 1.143 |

Am 31. Dezember 2016 betragen die nicht garantierten Restwerte 42 Mio. EUR (2015: 40 Mio. EUR).

Es waren keine Wertberichtigungen für uneinbringliche Mindestleasingzahlungen zu buchen EUR (2015: 0,0 Mio. EUR).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Operating Leases aus Sicht der BAWAG P.S.K. als Mieter

Der Konzern mietet den größten Teil seiner Büros und Filialen über verschiedene Mietverträge. Die vom Konzern abgeschlossenen Operating-Lease-Verhältnisse wurden zu geschäftsüblichen Konditionen getätigt und enthalten in der Regel Preisanpassungsklauseln, welche den Markt-

konditionen für Geschäftsliegenschaften entsprechen. Aus diesen Operating-Lease-Verhältnissen ergeben sich keine Restriktionen für zukünftige Dividendenzahlungen oder für Fremdkapitalaufnahmen durch den Konzern.

Künftige Mindestmietzahlungen aus den Operating-Lease-Verhältnissen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Künftige Mindestmietzahlungen
bis 1 Jahr 23 23
1 bis 5 Jahre 41 64
länger als 5 Jahre 136 96
Künftige Mindestmietzahlungen insgesamt 200^{1)} 183
abzüglich Mieteinnahmen aus Weitervermietung (Mindestbetrag) 1 2
Nettomindestmietzahlungen 199 181
Geleistete Zahlungen aus Mietverhältnissen -23 -24
Erhaltene Zahlungen aus Untermietverhältnissen 2 2

1) Künftige Brutto-Mindestmietzahlungen betragen 242 Mio. EUR.

139


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

47 | Derivative Finanztransaktionen

Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2016

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Nominalbeträge/Restlaufzeit¹⁾ | | | Marktwerte¹⁾ | | | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe | Positiv | Negativ |
| Zinsderivate | | 3.785 | 16.084 | 13.044 | 32.913 | 1.166 | -472 |
| davon | Zinsswaps Bankbuch | 2.369 | 12.550 | 10.963 | 25.882 | 909 | -343 |
| | Zinssatzoptionen Bankbuch | 20 | 212 | 454 | 686 | 47 | -32 |
| | Zinstermingeschäft Bankbuch | 100 | – | – | 100 | – | – |
| | Zinsswaps Handelsbuch | 765 | 2.180 | 1.422 | 4.367 | 168 | -74 |
| davon | Zinssatzoptionen Handelsbuch | 531 | 1.142 | 205 | 1.878 | 42 | -23 |
| | Zinstermingeschäft Handelsbuch | – | – | – | – | – | – |
| | | | | | | | |
| Wechselkursverträge | | 4.477 | 2.512 | 1.513 | 8.502 | 157 | -400 |
| davon | Währungsswaps Bankbuch | 471 | 2.427 | 1.360 | 4.258 | 71 | -299 |
| | Devisentermine und Optionen Bankbuch | 2.892 | 84 | 153 | 3.129 | 66 | -55 |
| | Währungsswaps Handelsbuch | – | – | – | – | – | – |
| | Devisentermine und Optionen Handelsbuch | 1.114 | 1 | – | 1.115 | 20 | -46 |
| | | | | | | | |
| Wertpapierbezogene Geschäfte und sonstige Derivate | | 22 | 60 | 38 | 120 | 6 | -5 |
| davon | wertpapierbezogene und sonstige Derivate Bankbuch | 22 | 60 | 38 | 120 | 6 | -5 |
| | | | | | | | |
| Summe | | 8.284 | 18.656 | 14.595 | 41.535 | 1.329 | -877 |
| davon | Bankbuchgeschäfte | 5.874 | 15.333 | 12.968 | 34.175 | 1.099 | -734 |
| | Handelsbuchgeschäfte | 2.410 | 3.323 | 1.627 | 7.360 | 230 | -143 |

¹⁾ In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen enthalten.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Derivative Finanztransaktionen zum 31. Dezember 2015

| 31.12.2015
in Mio. EUR | Nominalbeträge/Restlaufzeit^{1)} | | | Marktwerte^{1)} | | | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | | Bis 1 Jahr | 1–5 Jahre | Über 5 Jahre | Summe | Positiv | Negativ |
| Zinsderivate | | 7.405 | 15.656 | 11.338 | 34.399 | 1.164 | -527 |
| davon | Zinsswaps Bankbuch | 6.195 | 10.661 | 9.134 | 25.989 | 889 | -374 |
| | Zinssatzoptionen Bankbuch | 12 | 231 | 300 | 543 | 17 | -14 |
| | Zinstermingeschäft Bankbuch | – | – | – | – | – | – |
| | Zinsswaps Handelsbuch | 828 | 3.295 | 1.468 | 5.592 | 205 | -103 |
| | Zinssatzoptionen Handelsbuch | 370 | 1.469 | 436 | 2.275 | 53 | -35 |
| | Zinstermingeschäft Handelsbuch | – | – | – | – | – | – |
| Wechselkursverträge | | 9.263 | 2.795 | 803 | 12.861 | 250 | -645 |
| davon | Währungsswaps Bankbuch | 1.275 | 1.559 | 659 | 3.493 | 20 | -436 |
| | Devisentermine und Optionen Bankbuch | 5.419 | 123 | 144 | 5.686 | 167 | -57 |
| | Währungsswaps Handelsbuch | – | – | – | – | – | – |
| | Devisentermine und Optionen Handelsbuch | 2.568 | 1.112 | – | 3.681 | 62 | -152 |
| Wertpapierbezogene Geschäfte und sonstige Derivate | | 215 | 76 | 25 | 316 | 5 | -5 |
| davon | wertpapierbezogene und sonstige Derivate Bankbuch | 215 | 76 | 25 | 316 | 5 | -5 |
| | – | – | – | – | – | – | – |
| Summe | | 16.883 | 18.527 | 12.166 | 47.576 | 1.419 | -1.177 |
| davon | Bankbuchgeschäfte | 13.116 | 12.650 | 10.262 | 36.028 | 1.099 | -887 |
| | Handelsbuchgeschäfte | 3.767 | 5.877 | 1.904 | 11.548 | 320 | -290 |

1) In den Derivaten Bankbuch sind Derivate in Fair-Value-Hedge-Beziehungen enthalten.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

48 | Liste konsolidierter Tochterunternehmen

31.12.2016 31.12.2015
Banken
BAWAG Malta Bank Limited, Sliema - - V 100,00%
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien V 100,00% V 100,00%
easybank AG, Wien V 100,00% V 100,00%
IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien V 100,00% - -
start:bausparkasse AG, Wien V 100,00% - -
Real Estate
BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BPI Holding GmbH & Co KG., Wien V 100,00% V 100,00%
R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
RVG Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
Leasing
ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien V 75,00% V 75,00%
BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH, Wien (vormals: BAWAG P.S.K. Autoleasing GmbH) V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien (vormals: BAWAG P.S.K. LEASING GmbH) V 100,00% V 100,00%
BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
CVG Immobilien GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
easyleasing GmbH, Wien (vormals: VB Leasing Finanzierungsgesellschaft m.b.H.) V 100,00% V 100,00%
HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
KLB Baulandentwicklung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
Leasing-west GmbH, Kiefersfelden V 100,00% V 100,00%
M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien V 100,00% V 100,00%
START Immobilienleasing GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
VB Technologie Finanzierungs GmbH, Wien - - V 100,00%
Sonstige Nichtbanken
BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien E 25,00% E 25,00%
E2E Kreditmanagement GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
E2E Service Center Holding GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%
FCT Pearl, Pantin V 100,00% - -
Feldspar 2016-1 Mortgage Holding Limited, London^{1)} V 0,00% - -
Feldspar 2016-1 PLC, London^{1)} V 0,00% - -
PSA Payment Services Austria GmbH, Wien E 20,82% E 20,82%
P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien V 100,00% V 100,00%

V ... Vollkonsolidierung, E ... Equity-Methode
1) Da der Zweck dieser Gesellschaften die Bereitstellung von liquiden Mitteln und die Refinanzierung der BAWAG P.S.K. ist und die BAWAG P.S.K. alle Verträge gestaltet und bestimmt, sind diese Gesellschaften gemäß IFRS 10 zu konsolidieren.


KONZERNRECHNUNGSEGUNG

49 | Liste wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierter Tochter- und assoziierten Unternehmen

31.12.2016 31.12.2015
Real Estate
ROMAX Immobilien GmbH, Wien 100,00% 100,00%
Leasing
BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Bratislava 100,00% 100,00%
BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag 100,00% 100,00%
BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava 100,00% 100,00%
BAWAG Real Estate Leasing s.r.o., Prag - 100,00%
BPLCZ One s.r.o., Prag - 100,00%
Fides Leasing GmbH, Wien 50,00% 50,00%
Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 100,00%
HFE alpha Handels-GmbH, Vienna 50,00% 50,00%
Kommunalleasing GmbH, Wien 50,00% 50,00%
PT Immobilienleasing GmbH, Wien 100,00% 100,00%
Realplan Beta Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Wien 50,00% 50,00%
RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien 100,00% 100,00%
Sonstige Nichtbanken
AI-ALTERNATIVE INVESTMENTS LTD., St. Helier 100,00% 100,00%
Athena Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt 38,30% 38,30%
Athena Wien Beteiligungen AG, Wien 50,00% 50,00%
AUSTOST ANSTALT, Balzers 100,00% 100,00%
AUSTWEST ANSTALT, Triesen 100,00% 100,00%
BAWAG Finance Malta Ltd., Sliema 100,00% 100,00%
BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 100,00%
BAWAG P.S.K. Equity Finance Limited, St. Helier 100,00% 100,00%
Bodensee Limited in Liqu., Sliema - 51,00%
BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien 100,00% 100,00%
easy green energy GmbH, Wien 49,00% 49,00%
easy green energy GmbH & Co KG, Wien 49,00% 49,00%
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien 36,03% 61,64%
media.at GmbH, Wien 26,30% 26,30%
MediaSelect GmbH, Wien 26,30% 26,30%
mediastrategen GmbH, Wien 26,30% 26,30%
MF BAWAG Blocker LLC, Wilmington 100,00% 100,00%
OmniMedia GmbH, Wien 26,30% 26,30%
OMNITEC Informationstechnologie-Systemservice GmbH, Wien 50,00% 50,00%
[email protected] GmbH 26,30% 12,89%
WBG Wohnen und Bauen Gesellschaft mbH Wien, Wien 24,00% 24,00%

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

50 | Anteile an assoziierten Unternehmen

Die in dieser Angabe enthaltenen Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Die BAWAG P.S.K. beinhaltet zwei Unternehmen, die at-equity einbezogen werden: BAWAG P.S.K. Versicherung AG, Wien, und PSA Payment Services Austria GmbH,

Wien. In unterstehender Tabelle ist eine zusammengefasste Finanzinformation zu den Anteilen des Konzerns an assoziierten Unternehmen enthalten, die im Vergleich zur Bilanzsumme und zum Gewinn oder Verlust als unwesentlich gesehen werden:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Summe der Beteiligungsbuchwerte an assoziierten Unternehmen 44 41
Summe der Anteile am Gewinn oder Verlust 8,0 4,6
Summe der Anteile am sonstigen Ergebnis -2,3 2,2
Summe der Anteile am Gesamtergebnis 5,7 6,8

51 | Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen

Strukturierte Unternehmen sind derart ausgestaltet, dass Stimmrechte oder vergleichbare Rechte nicht der dominierende Faktor für die Bestimmung der Beherrschung der Einheit sind. Dies ist etwa der Fall, wenn sich Stimmrechte lediglich auf die Verwaltungsaufgaben beziehen und die relevanten Aktivitäten durch vertragliche Vereinbarungen gesteuert werden. Ein strukturiertes Unternehmen zeichnet sich oftmals durch einige oder alle der folgenden Merkmale aus:

  • Beschränkte Tätigkeiten
  • Eng und genau definierter Zweck
  • Unzureichendes Eigenkapital
  • Finanzierung in Form zahlreicher vertraglich verknüpfter Instrumente für Investoren, um Kredit- oder andere Risiken (Tranchen) zu bündeln

Die Einheiten, die Gegenstand dieser Anhangangabe sind, werden nicht konsolidiert, da der Konzern keine Beherrschung über Stimmrechte, Verträge, Finanzierungsvereinbarungen oder andere Mittel hat. Das Exposure der BAWAG P.S.K. gegenüber nicht konsolidierten strukturierten Einheiten umfasst Leasingunternehmen, welche Spezialleasing betreiben und von der BAWAG P.S.K. finanziert werden.

Die Art der Geschäftsaktivitäten einer strukturierten Einheit bestimmt deren Größe. Bei den sonstigen strukturierten Beteiligungen bestimmt die Bilanzsumme der Einheiten in Höhe von 103 Mio. EUR (2015: 114 Mio. EUR) die Größe der strukturierten Unternehmen.

Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die die Anteile an nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen betreffen, sowie die Erträge aus diesen strukturierten Einheiten. Die Höchstexponierung in Bezug auf Verluste entspricht den mit den strukturierten Einheiten verbundenen Vermögenswerten.

in Mio. EUR 2016 2015
Buchwert der Vermögenswerte in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen 51 55
in der Bilanz ausgewiesen unter Kredite und Forderungen 51 55
Buchwert der Verbindlichkeiten in Verbindung mit Anteilen an strukturierten Unternehmen 0 0
Erträge 0,3 0,4
Zinserträge 0,3 0,4
Während der Berichtsperiode erlittener Verlust 0 0
Maximal möglicher Verlust 51 55

Die BAWAG P.S.K. hat weder im abgelaufenen Geschäftsjahr ein nicht konsolidiertes strukturiertes Unternehmen finanziell oder anderweitig unterstützt noch hat sie gegenwärtig die Absicht dazu.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

RISIKOBERICHT

Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung jener Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist. Hierbei besteht auf allen organisatorischen Ebenen eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.

Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie operationelle und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungsgremien des Aufsichtsrats übermittelt.

Die risikopolitischen Vorgaben werden regelmäßig im Hinblick auf geänderte regulatorische Anforderungen, geänderte Marktbedingungen sowie Veränderungen im Angebot von Produkten und Dienstleistungen überprüft.

Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:

  • Strategisches Risiko
  • Kommerzielles und Institutionelles Risiko
  • Risiko Privat- & Geschäftskunden und Administration
  • European Retail Risk Management
  • Non-Financial Risk Management & Regulatory Compliance

Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. als wesentlich eingestuft:

  • Kreditrisiko
  • Marktrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Operationelles Risiko

Darüber hinaus werden auf jährlicher Basis im Rahmen eines Risk Self Assessment (RSA) die Risikosituation der Bank sowie das Risikomanagement der einzelnen Risikokategorien quantitativ und qualitativ bewertet, d.h. dass alle in Zusammenhang mit der Umsetzung der Geschäftsstrategie stehenden Risiken im Rahmen des RSAs hinsichtlich ihres Ausmaßes und Einflusses auf die Bank sowie der Abdeckung durch bestehende Risikomanagementverfahren evaluiert werden. Die Quantifizierung dieser Risiken fließt in die ökonomische Risikotragfähigkeitsrechnung ein.

Die wesentlichen Risiken der BAWAG P.S.K. werden im Folgenden beschrieben.

52 | Internes Kapitaladäquanzverfahren (ICAAP) und Stress Testing

Die ökonomische Risikotragfähigkeit der Bank, welche die quantifizierten Risiken der verfügbaren Deckungsmasse gegenüberstellt, wird monatlich beurteilt. Die Risikoquantifizierung erfolgt auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99,9%, welches die Wahrscheinlichkeit angibt, mit der potenzielle Verluste das Ausmaß der Risikoquantifizierung nicht überschreiten werden. Für alle definierten Limitkategorien und Steuerungsportfolios werden im Rahmen der Risikostrategie Limits festgelegt, deren Einhaltung monatlich gemäß den etablierten Monitoringprozessen überwacht wird. Bei Erreichen vordefinierter „Warning Levels“ bzw. der Überschreitung von Limits werden unverzüglich Eskalationsprozesse angestoßen.

In Zusammenhang mit der Beurteilung der Risikotragfähigkeit werden zunächst alle materiellen Risikoarten quantifiziert, zum Gesamtbankrisiko aggregiert und in einem weiteren Schritt der Deckungsmasse der Bank gegenübergestellt. Dabei werden folgende Risikoarten berücksichtigt:

  • Kreditrisiko: Die Quantifizierung erfolgt durch Anwendung des IRB-Ansatzes für alle Portfolio-Segmente. Zusätzliche Kapitalpositionen werden für Kreditrisikokonzentrationen im Zusammenhang mit Krediten an große Kunden bzw. an Gruppen verbundener Kunden, für das fremdwährungsinduzierte Kreditrisiko sowie das Risiko aus regulatorisch nicht unterlegungspflichtigen Kreditlinien vorgehalten.

  • Marktrisiko: Als relevante Marktrisiken der Bank wurden das Zinsrisiko im Bankbuch sowie das Credit-Spread-Risiko identifiziert. Die Zinsänderungsrisiken werden mit Value-at-Risk-Modellen gemessen. Für Credit-Spread-Risiken kommt ein szenariobasierter Ansatz zur Anwen


146

dung. Die Aggregation des Zinsrisikos im Bankbuch und des Credit-Spread-Risikos erfolgt unter Berücksichtigung von konservativen Korrelationsannahmen.

  • Liquiditätsrisiko: Strukturelle Liquiditätsrisiken werden auf der Grundlage aktueller Liquiditätslücken über Anwendung angenommener potenzieller Spreadverschlechterungen im Zusammenhang mit einer fiktiven Spreadausweitung am Markt quantifiziert. Dispositive Liquiditätsrisiken werden im Strategischen Risiko quantifiziert und operativ im Asset Liability Management gesteuert.
  • Operationelles Risiko: Das operationelle Risiko wird über ein Value-at-Risk-Modell quantifiziert.
  • Sonstige Risiken: Dazu zählen das Beteiligungsrisiko, makroökonomische Risiko, strategische Risiko, Reputationsrisiko, Eigenkapitalrisiko, Compliance-Risiko (inkludiert das Risiko aus Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung) sowie das Marktliquiditätsrisiko. Während für die Quantifizierung des Beteiligungsrisikos ein PD/LGD-Ansatz, basierend auf IFRS-Buchwerten, zur Anwendung gelangt, wird für das makroökonomische Risiko Kapital in Höhe eines von der OeNB quantifizierten Wertes gehalten. Für alle anderen sonstigen Risiken wird das erforderliche ökonomische Kapital mittels vereinfachter Bewertungsmodelle quantifiziert.

53 | Kreditrisiko

Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente Kommerz und Institutionen bzw. Privat- und Geschäftskunden. Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das laufende monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Strategisches Risiko.

In den Kundensegmenten BAWAG P.S.K. Retail und easygroup erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht, sowie einem

Die ökonomische Risikotragfähigkeitsrechnung wird dem Vorstand der Bank im Enterprise Risk Meeting (ERM) auf monatlicher Basis zur Kenntnisnahme vorgelegt.

Der ICAAP-Stresstest ist vollständig im gruppenweiten strategischen Risikomanagement, Kapitalmanagement und in die Planungsprozesse der BAWAG P.S.K. integriert.

Die Verbindung zwischen dem Stresstest-Programm und dem Kapitalmanagement ist formal im Rahmen der internen Risiko- und Kapital-Governance definiert.

Die im Rahmen der Eigenkapitalplanung festgelegten und vom Capital Management Meeting überwachten Kapitalquoten dienen als Vergleichsgröße für die Stresstests. Der Kapitalnotfallplan wird in extremen Stressszenarien zur Ableitung von Maßnahmen herangezogen. Im Rahmen der internen Stresstests bewertet das Senior Management, ob die Kapitalquoten unter Stress über den Recovery Levels bleiben. Ein Verstoß gegen die Einhaltung der Recovery Levels muss entweder fundiert begründet werden oder es sind Maßnahmen zur Verbesserung der Kapitalausstattung zu treffen, um die Kapitalquoten auch in einem Stressszenario über den Recovery Levels zu halten.

Darüber hinaus werden die Ergebnisse des ICAAP-Stresstests direkt an das ERM berichtet. Das ERM ist für die Bewertung der Ergebnisse zuständig, um, falls notwendig, Korrekturmaßnahmen bezüglich des Risikoappetits oder der Geschäftsstrategie zu definieren.

Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.

Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust bei Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit Conversion Factor, CCF) für die Segmente BAWAG P.S.K. Retail und easygroup geschätzt. Die Schätzung, welche auf historischen Daten des beobachteten Kundenverhaltens basiert, wird anhand qualifizierter statistischer Methoden und Modelle berechnet.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Vor Übernahme neuer Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensegment entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem Kunden als individuell geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet.

Um Risikokonzentrationen auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, werden Limite für die Forderungs-höhen definiert, überwacht und regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet.

Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bankengruppe hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert. Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung und Überarbeitung der Risikomessmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Basierend auf der zentralen Struktur der Gruppe können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den Risikomanagement-strategien kurzfristig abgebildet werden. Die nachfolgenden Kapitel geben einen Überblick über die Portfolioqualität des Segmentes BAWAG P.S.K. Retail und easygroup (anhand von Verzugstagen und LTVs) und der Segmente DACH Corporates & Public Sector und International Business (anhand der Proportion Investment/Non-Investment Grade).

Kreditportfolio und Wertpapiere je Kundensegment

| 31.12.2016
in Mio. EUR | BAWAG
P.S.K. Retail | easygroup | DACH
Corporates
& Public
Sector | International
Business | Treasury
Services &
Markets | Corporate
Center | Gesamt-
portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | 11.558 | 4.436 | 7.344 | 5.242 | 1.326 | 373 | 30.279 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 446 | 392 | 5.366 | 23 | 6.227 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 1.108 | 498 | 1.123 | 303 | 314 | 714 | 4.060 |
| Summe | 12.666 | 4.934 | 8.913 | 5.937 | 7.006 | 1.110 | 40.566 |
| davon besichert²) | 6.016 | 3.897 | 2.403 | 2.167 | 193 | 1 | 14.677 |
| davon NPL³) (inkl. EWB,
Bruttosicht) | 214 | 92 | 50 | 0 | 0 | 255 | 611 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | BAWAG
P.S.K. Retail | easygroup | DACH
Corporates
& Public
Sector | International
Business | Treasury
Services &
Markets | Corporate
Center | Gesamt-
portfolio¹) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert | 9.036 | 3.630 | 6.935 | 5.133 | 1.424 | 423 | 26.582 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 557 | 615 | 4.869 | 22 | 6.063 |
| Außerbilanzielle Geschäfte | 1.334 | 505 | 1.198 | 134 | 381 | 386 | 3.937 |
| Summe | 10.370 | 4.135 | 8.690 | 5.882 | 6.674 | 831 | 36.582 |
| davon besichert²) | 6.051 | 3.067 | 2.625 | 1.258 | 244 | 24 | 13.268 |
| davon NPL³) (inkl. EWB,
Bruttosicht) | 186 | 62 | 85 | 0 | 0 | 256 | 588 |

1) Im Jahr 2015 wird die Held-for-Sale-Position nicht berücksichtigt. Dies gilt für alle Tabellen im Risikobericht.
2) Ökonomische Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc.
3) Seit Juni 2015 wird eine überarbeitete Definition für ausgefallene Forderungen verwendet. Forderungen, für die kein ökonomischer Verlust erwartet wird, werden nicht als NPLs klassifiziert.


Die untenstehende Tabelle stellt die Überleitung von den Buchwerten aus Krediten und Forderungen zum Risikobericht und zum Segmentbericht dar.

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Note 16 | Note 12, 13, 14^{1)} | Risikosicht | | Segmentbericht |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | Kredite und Forderungen (K&F) | Kredite und Wertpapiere (nicht Teil der K&F) | Summe Kredite und Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| BAWAG P.S.K. Retail | 11.558 | 0 | 11.558 | 101 | 11.659 |
| easygroup | 4.436 | 0 | 4.436 | 22 | 4.458 |
| DACH Corporates & Public Sector | 7.580 | 210 | 7.790 | 22 | 7.812 |
| International Business | 5.392 | 242 | 5.634 | 0 | 5.634 |
| Treasury Services & Markets | 1.496 | 5.195 | 6.691 | 0 | 6.691 |
| Corporate Center | 359 | 32 | 392 | 3.098 | 3.489 |
| Summe | 30.821 | 5.680 | 36.501 | 3.242 | 39.743 |
| Anpassung Konsolidierungskreis | 5 | 0 | 5 | -292 | -287 |
| BAWAG P.S.K. Gruppe | 30.825 | 5.680 | 36.505 | 2.950 | 39.456 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Note 16 | Note 12, 13, 14^{1)} | Risikosicht | | Segmentbericht |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| | Kredite und Forderungen (K&F) | Kredite und Wertpapiere (nicht Teil der K&F) | Summe Kredite und Wertpapiere | Sonstige Aktiva | Summe Aktiva |
| BAWAG P.S.K. Retail | 9.036 | 0 | 9.036 | 142 | 9.178 |
| easygroup | 3.630 | 0 | 3.630 | 15 | 3.644 |
| DACH Corporates & Public Sector | 7.289 | 203 | 7.492 | 35 | 7.527 |
| International Business | 5.429 | 319 | 5.748 | 0 | 5.748 |
| Treasury Services & Markets | 1.595 | 4.698 | 6.293 | 0 | 6.293 |
| Corporate Center | 418 | 28 | 446 | 2.871 | 3.317 |
| Summe | 27.396 | 5.249 | 32.645 | 3.062 | 35.708 |
| Anpassung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | -193 | -193 |
| BAWAG P.S.K. Gruppe | 27.396 | 5.249 | 32.645 | 2.870 | 35.515 |

1) Ohne Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (2016: 4 Mio. EUR, 2015: 5 Mio. EUR).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Geografische Verteilung des Kredit- und Wertpapierportfolios

img-0.jpeg
Geografische Verteilung des Kreditportfolios

img-1.jpeg

img-2.jpeg
Geografische Verteilung der Wertpapiere

img-3.jpeg


150

Geografische Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere – Portugal und Griechenland (Peripherie-Regionen in Europa)

Das Exposure der Bank in sonstigen Peripherie-Staaten Europas beinhaltet keine wesentlichen Risiken. Die Bank hat seit 2012 kein Exposure in Griechenland. Das Exposure in Portugal ist im Vergleich zum Vorjahr primär wegen der Auflösung der Nicht-Banken-Portfolios gesunken.

in Mio. EUR Buchwert Banken Nicht-Banken Staaten
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Portugal 19 32 19 24 8
Griechenland
Summe 19 32 19 24 8

Kreditportfolio und Wertpapiere nach Währungen

Konsistent mit der strategischen Ausrichtung der Bank ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in EUR. Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere der Bank.

in Mio. EUR Buchwert in %
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
EUR 28.703 24.201 78,6% 74,1%
GBP 2.970 3.775 8,1% 11,6%
USD 2.705 2.473 7,4% 7,6%
CHF 1.863 2.109 5,1% 6,5%
Sonstige 265 87 0,7% 0,3%
Summe 36.505 32.645 100,0% 100,0%

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Übersicht der Kreditqualität: Kredite, Wertberichtigungen, überfällige Forderungen und Sicherheiten

Die folgende Tabelle zeigt Verzugstage, NPL-Quoten und die Besicherung des Portfolios. Das niedrige Risikoprofil spiegelt sich in der niedrigen NPL Ratio, im niedrigen Volumen an überfälligen Forderungen und der guten Wertberichtigungs- und Besicherungsquote über das gesamte Segment wider.

Mehr als 82% (2015: 78%) des Gesamtportfolios können einem Investment-Grade-Rating zugeordnet werden, dies entspricht einem externen Rating zwischen AAA und BBB.

in Mio. EUR Buchwert^{1)} in %
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Kredite und Forderungen (netto) 30.826 27.396 99,5% 99,3%
Wertberichtigung 205 235 0,7% 0,9%
Kredite und Forderungen (brutto) 31.031 27.631 100,2% 100,2%
IBNR 54 46 0,2% 0,2%
Summe 30.977 27.585 100,0% 100,0%
davon performing 30.366 26.997 98,0% 97,9%
davon non-performing^{2)} 611 588 2,0% 2,1%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote^{2)} 52,4% 62,0%
NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen)^{2)} 96,4% 98,3%
Zusätzliche Informationen:
--- --- --- --- ---
Gesamte überfällige, nicht wertberichtigte Forderungen 217 335 0,7% 1,2%
1–30 Tage 58 236 0,2% 0,9%
30–60 Tage 17 13 0,1% 0,0%
60–90 Tage 14 8 0,0% 0,0%
90–180 Tage 10 5 0,0% 0,0%
mehr als 180 Tage 117 73 0,4% 0,3%

1) Wertpapiere sind nicht enthalten, da das Wertpapierportfolio weder Verzugstage noch Zeichen, die auf einen Ausfall hindeuten, aufweist.
2) Die NPL-Ratio enthält die Stadt Linz. Die NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote und die NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) enthalten die Stadt Linz nicht.


Die folgende Tabelle zeigt die Verzugstage und die NPL Ratio aufgegliedert in die Segmente BAWAG P.S.K. Retail und easygroup sowie DACH Corporates & Public Sector und International Business.

| 31.12.2016
in Mio. EUR | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 11.558 | 4.436 | 7.790 | 5.634 |
| 1–30 Tage | 0,3% | 0,2% | 0,2% | – |
| 30–60 Tage | 0,1% | 0,2% | – | – |
| 60–90 Tage | 0,1% | 0,1% | 0,0% | – |
| NPL Ratio^{1)} | 1,8% | 2,1% | 0,7% | – |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 52,9% | 34,5% | 58,0% | – |
| NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) | 92,8% | 99,1% | 100,0% | – |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Summe | 9.036 | 3.630 | 7.492 | 5.748 |
| 1–30 Tage | 0,4% | 0,5% | 1,9% | – |
| 30–60 Tage | 0,1% | 0,1% | – | – |
| 60–90 Tage | 0,0% | 0,1% | – | – |
| NPL Ratio^{1)} | 2,2% | 1,1% | 1,2% | – |
| NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote | 63,5% | 50,3% | 55,0% | – |
| NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) | 97,3% | 100,0% | 98,7% | – |

1) Bei der Darstellung der NPL-Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

In der folgenden Tabelle findet sich die Verteilung der Ratings für das Portfolio, welches weder in Verzug noch wertberichtigt ist. Das Risikoprofil ist stabil auf niedrigem

Niveau und zeigt einen positiven Trend Richtung Investment Grade Ratings.

| 31.12.2016
in % | Gesamtportfolio | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ratingklasse 1 | 12,9% | 0,6% | 0,4% | 45,5% | 0,0% |
| Ratingklasse 2 | 6,0% | 4,6% | 0,1% | 15,8% | 0,1% |
| Ratingklasse 3 | 11,1% | 14,7% | 19,2% | 5,5% | 6,2% |
| Ratingklasse 4 | 46,6% | 41,5% | 51,7% | 21,4% | 83,4% |
| Ratingklasse 5 | 18,4% | 30,0% | 20,1% | 10,6% | 8,5% |
| Ratingklasse 6 | 3,7% | 6,2% | 5,2% | 1,1% | 1,8% |
| Ratingklasse 7 | 1,3% | 2,3% | 3,2% | 0,1% | 0,0% |
| 31.12.2015
in % | Gesamtportfolio | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Ratingklasse 1 | 15,4% | 0,8% | 0,4% | 38,4% | 0,0% |
| Ratingklasse 2 | 6,4% | 2,1% | 0,1% | 17,7% | 0,0% |
| Ratingklasse 3 | 13,3% | 17,1% | 28,2% | 9,8% | 7,2% |
| Ratingklasse 4 | 40,5% | 39,8% | 37,3% | 19,9% | 80,7% |
| Ratingklasse 5 | 20,2% | 31,7% | 28,0% | 12,2% | 12,1% |
| Ratingklasse 6 | 2,9% | 6,1% | 3,8% | 1,6% | 0,0% |
| Ratingklasse 7 | 1,4% | 2,3% | 2,2% | 0,4% | 0,0% |

Die Ratingklassen entsprechen einem externen Moody's Rating wie folgt: Ratingklasse 1 entspricht Moody's Rating Aaa – Aa2, Ratingklasse 2 wie Aa3 – A1, Ratingklasse 3

wie A2 – A3, Ratingklasse 4 wie Baa1 – Baa3, Ratingklasse 5 wie Ba1 – B1, Ratingklasse 6 wie B2 – Caa2, Ratingklasse 7 wie Caa3.


Sicherheiten

Die folgende Tabelle beinhaltet die Aufteilung der Sicherheiten nach Kategorien. Hier zeigt sich ein starker Fokus auf Immobilien.

| 31.12.2016
in % | Gesamtportfolio | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | 80,4% | 97,1% | 85,1% | 25,4% | 100,0% |
| davon private Immobilien | 81,5% | 96,1% | 99,8% | 27,2% | 0,0% |
| davon gewerbliche
Immobilien | 18,5% | 3,9% | 0,2% | 72,8% | 100,0% |
| Garantien | 16,6% | 0,7% | 9,4% | 73,0% | 0,0% |
| Sonstige Sicherheiten | 2,2% | 0,7% | 5,5% | 0,3% | 0,0% |
| Finanzielle Sicherheit | 0,8% | 1,5% | 0,1% | 1,3% | 0,0% |
| 31.12.2015
in % | Gesamtportfolio | BAWAG P.S.K.
Retail | easygroup | DACH Corporates
& Public Sector | International
Business |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immobilien | 78,4% | 96,1% | 88,3% | 25,8% | 97,8% |
| davon private Immobilien | 80,0% | 94,2% | 99,8% | 29,5% | 0,0% |
| davon gewerbliche
Immobilien | 20,0% | 5,8% | 0,3% | 70,5% | 100,0% |
| Garantien | 16,8% | 0,7% | 0,0% | 72,7% | 0,0% |
| Sonstige Sicherheiten | 3,5% | 1,1% | 11,6% | 0,3% | 2,2% |
| Finanzielle Sicherheit | 1,2% | 2,1% | 0,1% | 1,2% | 0,0% |

Wertberichtigte Kredite

Für Kredite, bei denen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, werden Vorsorgen für Wertminderungsverluste gebildet. Die Hauptkomponenten im Rahmen der Wertberichtigung werden im Folgenden dargestellt. Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen gegenüber als ausgefallenen klassifizierten Kunden bzw. gegenüber solchen Kunden, für die spezifische Risikovorsorgen¹⁾ gebildet wurden. Forderungen, für die kein ökonomischer Verlust erwartet wird, werden nicht als NPLs klassifiziert.

Manuelle Einzelwertberichtigungen

Für ausfallgeführte Forderungen, die auch gestundete Forderungen beinhalten können, ist immer ein Wertminderungstest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Über eine Ausbuchung wird nach eingehender Analyse auf individueller Basis entschieden und Wertberichtigungen werden manuell gebildet.

Automatische Einzelwertberichtigungen

Wertberichtigungen werden automatisch im Kernbankensystem für standardisierte Produkte im Fall unbezahlter Salden gebildet. Dies tritt bei fortdauernden Girokonto-Limitüberziehungen, Zahlungsverzug bei Kreditraten sowie bei Klagseröffnung ein.

Portfoliowertberichtigung

Für zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste wurde eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis ermittelt („incurred but not reported losses“). Zum 31. Dezember 2016 betrug die Portfoliowertberichtigung 59,0 Mio. EUR (davon 15 Mio. EUR Tilgungsträgerrückstellungen), davon außerbilanziell 5,5 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 50,7 Mio. EUR, davon außerbilanziell 5,0 Mio. EUR).

1) Die Portfoliowertberichtigung führt nicht zu einer Klassifikation als Ausfall. Hingegen führen die zwei weiteren im Kapitel „Wertberichtigungslogik“ erwähnten Werberichtigungsarten zum sofortigen Ausfall des Kunden.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Ausgefallene Forderungen (NPLs)

Als ausgefallene Forderungen gelten alle Exposures von Kunden in der Ausfallsrisikoklasse „8“¹⁾, unabhängig davon, ob auf Einzelkontoebene eine Limitüberziehung oder ein Ratenrückstand vorliegt. Sobald entweder ein materielles Exposure eines Kunden mit mehr als 90 Tagen in Verzug ist, eine Wertberichtigung dotiert wird oder ein kundenbezogenes Ausfallkriterium zutrifft, wird der Kunde mit allen seinen Verbindlichkeiten als ausgefallen gewertet und der Risikoklasse 8 zugeordnet.

Gestundete Forderungen und „Forbearance“-Maßnahmen

Stundungsmaßnahmen kommen zur Anwendung, wenn Kunden aufgrund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen. Die Bank verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse, in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die Aufteilung von Kreditgeschäften in Zinszahlung und Kapitalrückführung sowie die Eröffnung von Refinanzierungsfazilitäten. Als zeitlich streng begrenzte Maßnahmen sind die Reduzierung, Verschiebung bzw. Aussetzung monatlicher Rückzahlungsraten sowie Vertragsumstellungen auf ausschließliche Zinszahlung vorgesehen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt.

Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung bei ausfallgefährdeten Krediten. Jedoch werden diese Maßnahmen keinesfalls dafür benutzt, einen Ausfall zu verschieben oder das Ausmaß des Kreditrisikos aus gestundeten Forderungen zu verschleiern. Eine adäquate und rechtzeitige Wertberichtigung ist bei Bedarf durch stringente Prozesse sichergestellt.

Durch zeitlich und im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen oder die Gewährung von Refinanzierungsmöglichkeiten unterstützt die Bank Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als notleidend klassifiziert. Für Kunden bzw. für eine Gruppe verbundener Kunden, für die ein Verlust identifiziert wird, werden entsprechend den bankinternen Prozessen Wertberichtigungen gebucht.

Für Reportingzwecke sowie für die bankinterne Risikosteuierung verfügt die Bank über Prozesse und Methoden in

Anwendung regulatorischer Standards²⁾ zur Identifikation von Exposures, für die Stundungs- bzw. Refinanzierungsmaßnahmen gewährt wurden.

Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Im Konzern-Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind passende Belehnwertfaktoren definiert.

Die Wertermittlung für Wohnimmobilien im Inland erfolgt ausschließlich durch die zentrale Fachgruppe Bewertung Immobilien nach einer standardisierten Methode unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindexes des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische Objekte, auf der Basis des Halifax-House-Price-Indexes für Wohnimmobilien in Großbritannien sowie auf Basis des INSEE-Index (L'Institut national de la statistique et des études économiques) für die französischen Wohnimmobilien.

Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen in der zentralen Fachgruppe Bewertung Gewerbeimmobilien oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag der Bank bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.

Sondergestion

Die Organisationseinheit Sondergestion verantwortet die umfassende Gestion und Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.

Früherkennung

Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen, wie etwa durch Bonitätsverschlechterungen, einen signifikanten Rückgang des Aktienkurses, einen Anstieg des CDS-Spreads, negative Pressemeldungen / Ad-hoc-Publizität, besondere Risikokonzentration etc. definierte Frühwarnsignale auslösen, werden auf die Watch List genommen und in weiterer Folge im Watch Loan Committee, welches durch Mitglieder der relevanten Markt- und Marktfolgeorganisation besetzt ist, besprochen. Dieses Gremium arbeitet Maßnahmen zur

1) Die Risikoklasse 8 umfasst alle Kunden, die gemäß CRR-Definition als Ausfall klassifiziert werden.

2) EBA/ITS/2013/03/rev1, veröffentlicht am 24. Juli 2014.


Risikominderung auf Einzelfallebene aus und sorgt für eine konsequente Überwachung aller Exposures mit erhöhter Ausfallwahrscheinlichkeit.

BAWAG P.S.K. Retail und easygroup

Das Portfolio im Segment BAWAG P.S.K. Retail setzt sich aus 58% Hypothekarkrediten (2015: 51%), 29% Konsumkrediten (2015: 30%), 8% Social-Housing-Finanzierungen (2015: 12%) und 5% Small-Business-Finanzierungen (2015: 7%) zusammen. Die Portfolien Hypothekarkredite (65%; 2015: 68%), Small Business (55%; 2015: 58%) und Social Housing (47%; 2015: 49%) weisen sehr niedrige LTVs aufgrund der guten Sicherheiten auf. Neugeschäft wurde vorwiegend im Konsumkredit- und Hypothekarkreditgeschäft erzielt.

Das Portfolio im Segment easygroup setzt sich aus 74% Hypothekarkrediten (2015: 67%), 29% Konsumkrediten (2015: 30%) und 1% Small-Business-Finanzierungen (2015: 1%) zusammen. Die Portfolien Hypothekarkredite (38%; 2015: 56%) und Small Business (63%; 2015: 70%) weisen sehr niedrige LTVs aufgrund der guten Sicherheiten auf. Neugeschäft wurde vorwiegend im Konsumkredit- und Hypothekarkreditgeschäft erzielt.

Hierbei sichern umfangreiche Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Portfolios. Zusätzlich überwacht ein aktives Portfoliomanagement (z.B. Berichte über Verzugstage, Trendanalysen, Analysen regionaler Konzentrationen, Sanierung von Ausfällen) kontinuierlich die Entwicklung aller Portfolien.

Das Risiko im Neukundengeschäft wird durch klare und strikte Kreditrichtlinien gesteuert. Entscheidungen am Point of Sale werden auf Basis automatisierter Scoring-Systeme oder, in spezifischen Fällen, von der Risikoabteilung getroffen. Der Fokus in diesem Portfolio liegt auf Einhaltung der Richtlinien und der Sicherstellung einer hohen Datenqualität zum Zeitpunkt des Antrags.

Für das Bestandskundengeschäft ist aktives Portfoliomanagement (zum Beispiel Berichterstattung krimineller Aktivitäten, Trendanalysen, Konzentrationsanalysen und NPL-Sanierung) ein Schlüsselfaktor zur proaktiven Steuerung des Risikos in diesem Portfolio.

Gut definierte Vorgaben, Prozesse und analytische Tools bezüglich Portfoliomanagement sind wesentlich, um Risiken im dynamischen Retailgeschäft zu managen. Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen überwacht:

  • Entwicklung der Ratingverteilung
  • Entwicklung überfälliger/säumiger Ratenzahlungen
  • Entwicklung ausgefallener Kredite
  • Entwicklung der Verlustraten
  • Performance der Scorekarten: Bewilligungsrate und manuelles Scoring für Entscheidungsabbrüche
  • Performance der Erkennung von Betrugsfällen

Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und ermöglicht andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.

Darüber hinaus erfolgt die Risikosteuerung des Neugeschäfts anhand klarer und eng gefasster Vergaberichtlinien. Entscheidungen am POS (Point of Sale) erfolgen automatisiert oder nachgelagert im Bereich Risiko. Ein zentrales Monitoring (Quality Assurance) dient der laufenden Qualitätssicherung und stellt somit die Prozesseinhaltung und die Datenqualität sicher.

156


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Kreditportfolio und Wertpapiere nach Produktgruppen

Buchwert NPL Ratio^{1)} NPL-Besicherungsquote LTV^{2)}
BAWAG P.S.K. Retail in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
Hypothekarkredite 6.675 4.610 1,1% 94,5% 65,6%
Konsumkredite 3.345 2.713 2,9% 88,1% n/a
Social-Housing-Finanzierungen 985 1.079 47,2%
Small-Business-Finanzierungen 552 634 5,0% 91,4% 55,1%
Summe 11.558 9.036 1,8% 92,8% 58,9%
Buchwert NPL Ratio^{1)} NPL-Besicherungsquote LTV^{2)}
--- --- --- --- --- ---
easygroup in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
Hypothekarkredite 3.267 2.503 2,9% 98,6% 38,1%
Konsumkredite 1.137 1.099 1,6% 100,0% n.a.
Social-Housing-Finanzierungen n.a.
Small-Business-Finanzierungen 31 28 16,0% 86,4% 62,8%
Summe 4.436 3.630 2,1% 99,1% 38,3%

1) Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
2) Der LTV für die gesamten überfälligigen, nicht wertberichtigten Forderungen ist jenen in der oben angeführten Tabelle ähnlich.

Die NPL Ratio des BAWAG P.S.K. Retail Portfolios verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,9% auf 1,8%. Die NPL-Besicherungsquote von 92,8% (2015: 88,9%) und der LTV von 58,9% (2015: 56,9%) untermauern das stabile Risikoprofil dieses Portfolios.

Das Hypothekarkreditportfolio im Segment BAWAG P.S.K. Retail zeichnet sich durch normale LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Die durchschnittliche Laufzeit beträgt weniger als 18 Jahre und umfasst Forderungen in EUR, CHF und GBP. Die auf CHF lautenden Hypothekenforderungen betragen zum Stichtag 31. Dezember 2016 1,5 Mrd. EUR (31.12.2015: 1,6 Mrd. EUR). Dieser Teil des Portfolios wird laufend reduziert und / oder in EUR-Darlehen gewandelt. Seit dem Auslaufen des Produktangebotes im Jahr 2008 verringerte sich das Volumen um mehr als 1 Mrd. EUR bzw. über 40%. Spezielle Initiativen der Marktbereiche und des Risikomanagements wurden in den letzten Jahren durchgeführt, um CHF-Forderungen in EUR-Kredite zu konvertieren. Der LTV des CHF-Portfolios zu Jahresende 2016 betrug 77% (31.12.2015: 79%).

Das Konsumkreditgeschäft besteht aus nicht besicherten „One-Stop“- und Online-Krediten, Kreditlinien sowie kleinvolumigem Leasinggeschäft (KFZ, Immobilien und Anlagen). Das Risikomanagement unterstützt das nachhaltige Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Scorekarten und Kreditprozessen. Die durchschnittliche Laufzeit dieses Portfolios beträgt knapp über sechs Jahre. Alle Verzugstagequoten sind stabil geblieben.


Die Forderungen an Small-Business-Kunden werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren und entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten.

Die NPL-Ratio des Segments easygroup beträgt 2,1% (2015: 1,1%). Die NPL-Besicherungsquote beträgt 100% und der LTV 38,3% (2015: 56,0%).

Die durchschnittliche Laufzeit im akquirierten britischen, hypothekarisch besicherten Retailportfolio liegt bei 14,6 Jahren, der LTV bei 64% (2015: 57%). Die durchschnittliche Laufzeit im 2016 akquirierten französischen Retailportfolio beträgt 11,3 Jahre bei einem LTV von 62%.

Die NPL-Ratios und NPL-Besicherungsquoten in beiden Segmenten deuten auf ein stabiles und risikoarmes Portfolio hin. Auch im Jahr 2016 wurden notleidende Kreditportfolien verkauft. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite verbessert.

Gestundete Forderungen nach Produkten

Konsumkredite Hypothekarkredite Small-Business-Finanzierungen Summe
BAWAG P.S.K. Retail in Mio. EUR 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015
Gestundete Forderungen 117 84 84 71 18 20 218 176
davon non-performing 15 12 16 19 4 6 34 38
Wertberichtigung 8 6 4 6 1 1 13 13
Sicherheiten 7 6 69 57 12 14 88 78
Konsumkredite Hypothekarkredite Small-Business-Finanzierungen Summe
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
easygroup in Mio. EUR 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015
Gestundete Forderungen 6 4 143 13 1 1 149 17
davon non-performing 0 0 27 3 0 1 28 3
Wertberichtigung 1 0 0 0 0 2 0
Sicherheiten 0 0 134 10 0 0 134 10

Verzugstage

Eine Überwachung des Portfolios in Bezug auf Verzugstage erfolgt laufend. Ziel ist es, eine ehestmögliche Kontaktaufnahme mit dem Kunden sicherzustellen, um etwaige nachteilige Folgen für das Portfolio vorzeitig abwenden und dem Kunden gegebenenfalls Finanzierungsalternativen aufzeigen zu können.

Im Segment BAWAG P.S.K. Retail weisen über 97,8% (2015: 97,3%) der Forderungen keine Verzugstage auf. Im Segment easygroup weisen 97,4% (2015: 97,7%) keine Verzugstage auf. Insgesamt belegen das geringe Verzugstagevolumen, die stabilen Vintages und die produktspezifischen Scorecard-Ergebnisse die hohe Kreditqualität des Portfolios.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Konsumkredite Hypothekarkredite Small-Business-Finanzierungen Social-Housing-Finanzierungen
BAWAG P.S.K. Retail in Mio. EUR 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015
Summe 3.346 2.713 6.675 4.610 552 634 985 1.079
1–30 Tage 0,7% 0,9% 0,1% 0,2% 0,9% 0,6%
30–60 Tage 0,3% 0,2% 0,0% 0,0% 0,2% 0,2%
60–90 Tage 0,2% 0,2% 0,0% 0,0% 0,1%
NPL Ratio¹⁾ 2,9% 3,6% 1,1% 1,4% 5,0% 5,4%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 80,7% 86,3% 39,2% 37,6% 47,4% 48,3% n.a. n.a.
NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 88,1% 98,0% 94,5% 98,1% 91,4% 93,6% n.a. n.a.
Konsumkredite Hypothekarkredite Small-Business-Finanzierungen Social-Housing-Finanzierungen
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
easygroup in Mio. EUR 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015
Summe 1.137 1.099 3.267 2.503 31 28
1–30 Tage 0,4% 2,5% 0,1% 15,4%
30–60 Tage 0,4% 0,4% 0,1%
60–90 Tage 0,4% 0,3% 0,0%
NPL Ratio¹⁾ 1,6% 1,7% 2,9% 1,4% 16,0% 14,9%
NPL-Wertberichtigung-Besicherungsquote 100,0% 100,0% 11,7% 17,9% 71,2% 68,9% n.a. n.a.
NPL-Besicherungsquote (Sicherheiten + Wertberichtigungen) 100,0% 100,0% 96,8% 100,0% 86,4% 85,0% n.a. n.a.

¹⁾ Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.

159


Verteilung Retail-Aktiva nach Regionen in Österreich

Buchwert in % NPL Ratio^{1)} NPL Besicherungsquote
BAWAG P.S.K. Retail in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2016
Wien^{2)} 4.911 2.477 42,5% 27,4% 2,3% 87,6%
Styria 1.821 1.822 15,8% 20,2% 1,5% 92,7%
Lower Austria 1.818 1.757 15,7% 19,4% 1,1% 93,7%
Upper Austria 784 730 6,8% 8,1% 2,5% 91,0%
Tyrol/Vorarlberg 706 732 6,1% 8,1% 1,6% 93,3%
Kärnten 659 658 5,7% 7,3% 1,9% 92,3%
Salzburg 452 448 3,9% 5,0% 1,5% 91,6%
Burgenland 407 412 3,5% 4,6% 1,3% 96,4%
Gesamtportfolio 11.558 9.036 100,0% 100,0% 1,8% 92,8%
Buchwert in % NPL Ratio^{1)} NPL Besicherungsquote
easygroup in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2016
Wien 317 306 7,1% 8,4% 1,9% 100,0%
Niederösterreich 283 267 6,4% 7,4% 1,3% 100,0%
Tirol/Vorarlberg 144 130 3,2% 3,6% 1,3% 100,0%
Steiermark 136 129 3,1% 3,6% 1,9% 100,0%
Oberösterreich 127 117 2,9% 3,2% 2,1% 100,0%
Kärnten 118 107 2,7% 3,0% 0,9% 100,0%
Salzburg 68 65 1,5% 1,8% 1,9% 100,0%
Burgenland 29 27 0,7% 0,8% 1,0% 100,0%
Portfolio Österreich 1.222 1.149 27,6% 31,7% 1,5% 100,0%
Großbritannien 1.777 2.481 40,1% 68,3% 3,0% 97,8%
Frankreich 1.435 - 32,4% - 1,0% 100,0%
Gesamtportfolio 4.436 3.630 100,0% 100,0% 2,1% 99,1%

1) Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.
2) Die Volumina der IMMO-BANK und start:bausparkasse sind im Volumen von Wien enthalten.

Das Portfolio BAWAG P.S.K. Retail zeichnet sich durch gute regionale Streuung über ganz Österreich aus, wobei ähnlich zu 2015 zwei Drittel des gesamten Volumens auf wirtschaftlich starke Regionen entfallen (Wien, Niederösterreich und Steiermark). Das Volumen des Portfolios easygroup in Österreich entfällt hauptsächlich auf die Regionen Wien, Niederösterreich und Tirol/Vorarlberg. Das internationale Hypothekarportfolio enthält Portfolios in Großbritannien und Frankreich (2015: Großbritannien).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

DACH Corporates & Public Sector und International Business

in Mio. EUR Buchwert NPL Ratio(1) NPL Besicherungsquote Investment Grade
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2016 31.12.2016
DACH Corporates & Public Sector 7.790 7.492 0,7% 95,1% 88,2%
International Business 5.634 5.748 n.a. 89,7%
IB Corporates 2.817 3.179 n.a. 81,5%
IB Real Estate 2.817 2.569 n.a. 97,9%
Summe 13.424 13.240 0,4% 95,1% 88,8%

1) Bei der Darstellung der NPL Ratio handelt es sich um eine Bruttobetrachtung.

Die Segmente DACH Corporates & Public Sector und International Business umfassen Unternehmen in der DACH-Region und die öffentliche Hand sowie Veranlagungen im internationalen Geschäft und zeichnen sich durch diszipliniertes Wachstum in stabilen westlichen Wirtschaftsräumen, fortgeführten Abbau des nicht im Fokus stehenden CEE-Portfolios und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing aus. 88,8% der Forderungen in diesen Portfolios befinden sich in sehr guten Bonitätsbereichen (Investment Grade, 2015: 86,3%). Der um 0,3 Prozentpunkte von 0,7% auf 0,4% verringerte Anteil an notleidenden Krediten spiegelt die überaus hohe Qualität des Portfolios und die Erfolge eines proaktiven Risikomanagements wider. Von den notleidenden Krediten sind 95,1% des Volumens besichert (2015: 97,6%).

Wesentliche Kreditentscheidungen werden von einem wöchentlich tagenden Kreditkomitee, in dem alle Vorstandsmitglieder vertreten sind, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien der Bank streng geprüft, diskutiert und in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im österreichischen als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern bzw. deren Vorgesetzten getroffen.

Corporate-Finanzierungen im internationalen Geschäft sind zumeist durch ein moderates (Net) Debt/EBITDA-Verhältnis von <4x sowie ein sehr gutes Risiko/Ertrags-Profil gekennzeichnet. Das internationale Immobilienkreditportfolio verfügt über einen durchschnittlichen LTV von weniger als 47% und eine sehr gute Diversifizierung nach Ländern und Assetklassen.

Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen

| DACH Corporates & Public Sector
in Mio. EUR | Buchwert | | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| EUR | 7.352 | 6.969 | 94,4% | 93,0% |
| USD | 111 | 100 | 1,4% | 1,3% |
| GBP | 43 | 22 | 0,6% | 0,3% |
| CHF | 250 | 361 | 3,2% | 4,8% |
| Sonstige | 34 | 40 | 0,4% | 0,5% |
| Summe | 7.790 | 7.492 | 100,0% | 100,0% |


162

| International Business
in Mio. EUR | Buchwert | | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| EUR | 1.965 | 2.313 | 34,9% | 40,2% |
| USD | 2.418 | 2.185 | 42,9% | 38,0% |
| GBP | 1.069 | 1.250 | 19,0% | 21,7% |
| CHF | | | - | - |
| Sonstige | 182 | | 3,2% | - |
| Summe | 5.634 | 5.748 | 100,0% | 100,0% |

Gestundete Forderungen

in Mio. EUR DACH Corporates & Public Sector International Business Summe
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Gestundete Forderungen 102 151 21 6 123 157
davon non-performing 34 52 - - 34 52
Wertberichtigung 12 20 - - 12 20
Sicherheiten 70 93 - - 70 93

Risikokonzentrationen im Kreditportfolio

In den Geschäftssegmenten DACH Corporates & Public Sector und International Business ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen ergeben sich aus hohen Exposures in einzelnen Kundenengagements oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.

Die Rahmenbedingungen für das Management von Konzentrationsrisiken basieren auf den Vorgaben des Senior Managements der Bank im Einklang mit den Regularien und Empfehlungen nationaler und internationaler Institutionen der Bankenregulierung. Konzentrationsrisiken werden gemanagt, limitiert, gesteuert und auf monatlicher Basis an den Gesamtvorstand berichtet.

Konzentrationsrisiken auf der Ebene von Einzelgeschäften bzw. Produkten sind in einer speziellen Sub-Risikostrategie

geregelt. Prinzipien und methodische Rahmen für die Überwachung und Bewertung dieser Kreditrisikokonzentrationen sind in Risikohandbüchern und Richtlinien festgelegt. Für Länder, Branchen, Währungen und Kundengruppen sind entsprechende Limite und Warnschwellen festgelegt, die einen integralen Bestandteil der Gesamtbankrisikosteuerung darstellen.

Die Quantifizierung des Konzentrationsrisikos auf der Ebene einzelner Kreditnehmer bzw. Gruppen verbundener Kunden sowie im Zusammenhang mit Konzentrationen bezüglich Branchen, Ländern und Währungen erfolgt auf der Basis von alloziertem ökonomischen Kapital. Die methodische Grundlage bilden adaptierte risikogewichtete Aktiva gemäß IRB. Die Überwachung aller Limite erfolgt zeitnah und in Übereinstimmung mit dem geschätzten Risikopotenzial.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Risikokonzentrationen nach Branchen

| DACH Corporates & Public Sector
in Mio. EUR | Buchwert | | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Nationalstaaten | 2.839 | 2.342 | 36,4% | 31,3% |
| Öffentlicher Sektor | 1.876 | 1.733 | 24,1% | 23,1% |
| Immobilien | 691 | 766 | 8,9% | 10,2% |
| Automobilindustrie | 264 | 237 | 3,4% | 3,2% |
| Holz & Papier | 253 | 142 | 3,3% | 1,9% |
| Einzelhandel Lebensmittel | 224 | 372 | 2,9% | 5,0% |
| B-2-C Produkte | 196 | 224 | 2,5% | 3,0% |
| Kasinos & Freizeiteinrichtungen | 171 | 203 | 2,2% | 2,7% |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 152 | 243 | 1,9% | 3,2% |
| Engineering and B-2-B | 146 | 57 | 1,9% | 0,8% |
| Social Housing | 135 | 142 | 1,7% | 1,9% |
| Banken | 115 | 157 | 1,5% | 2,1% |
| Rohstoffe | 102 | 122 | 1,3% | 1,6% |
| Dienstleistungen | 100 | 126 | 1,3% | 1,7% |
| Bauwirtschaft & Materialien | 82 | 95 | 1,1% | 1,3% |
| Portfolioinanzierungen | 76 | 22 | 1,0% | 0,3% |
| Transport | 63 | 107 | 0,8% | 1,4% |
| Leasing | 58 | 81 | 0,7% | 1,1% |
| Medien | 57 | 29 | 0,7% | 0,4% |
| Nicht Regierungsorganisationen | 49 | 48 | 0,6% | 0,6% |
| Versorgungsunternehmen | 49 | 71 | 0,6% | 0,9% |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | 42 | 68 | 0,5% | 0,9% |
| Hotels | 32 | 0 | 0,4% | 0,0% |
| Chemische Industrie | 9 | 14 | 0,1% | 0,2% |
| Telekommunikation | 8 | 63 | 0,1% | 0,8% |
| Bergbau & Metall | 1 | 28 | 0,0% | 0,4% |
| Summe | 7.790 | 7.492 | 100,0% | 100,0% |


164

| International Business
in Mio. EUR | Buchwert | | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Portfoliofinanzierungen | 1.367 | 1.747 | 24,3% | 30,4% |
| Immobilien | 1.278 | 770 | 22,7% | 13,4% |
| Dienstleistungen | 700 | 587 | 12,4% | 10,2% |
| Pharmazie & Gesundheitsvorsorge | 386 | 517 | 6,8% | 9,0% |
| B-2-C Produkte | 353 | 241 | 6,3% | 4,2% |
| Kasinos & Freizeiteinrichtungen | 234 | 267 | 4,2% | 4,6% |
| Transport | 215 | 211 | 3,8% | 3,7% |
| Investmentfonds | 210 | 275 | 3,7% | 4,8% |
| Hotels | 188 | 0 | 3,3% | 0,0% |
| Telekommunikation | 181 | 304 | 3,2% | 5,3% |
| Rohstoffe | 108 | 176 | 1,9% | 3,1% |
| Automobilindustrie | 98 | 115 | 1,7% | 2,0% |
| Chemische Industrie | 98 | 111 | 1,7% | 1,9% |
| Engineering and B-2-B | 97 | 106 | 1,7% | 1,8% |
| Einzelhandel Lebensmittel | 50 | 0 | 0,9% | 0,0% |
| Getränke, Lebensmittel & Tabakwaren | 33 | 172 | 0,6% | 3,0% |
| Holz & Papier | 30 | 30 | 0,5% | 0,5% |
| Bauwirtschaft & Materialien | 9 | 47 | 0,2% | 0,8% |
| Versicherungen | 0 | 5 | 0,0% | 0,1% |
| Medien | 0 | 65 | 0,0% | 1,1% |
| Summe | 5.634 | 5.748 | 100,0% | 100,0% |

Treasury Services & Markets

in Mio. EUR Buchwert^{1)} Investment Grade
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
Banken 4.035 3.661 99,0% 99,3%
Staaten 1.112 980 100,0% 100,0%
Sonstige 218 228 100,0% 100,0%
Summe 5.366 4.869 99,2% 99,5%

1) Nur Investment-Buch.

Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.

Das Investmentportfolio enthielt 98% Investment-Grade-Wertpapiere (2015: 99%), 83% davon waren in der Ratingkategorie A oder höher eingestuft (2015: 79%). Das CEE-Exposure machte weniger als 2% des Gesamtportfolios aus und beschränkte sich auf ausgewählte Anleihen, von denen

100% in der Ratingkategorie A oder besser eingestuft waren (2015: 84%). Zum 31. Dezember 2016 hatte Treasury Services & Markets im Wertpapierportfolio kein direktes Exposure gegenüber China, Russland, Ungarn und Südosteuropa. Das direkte Exposure gegenüber Großbritannien konzentriert sich auf international breit diversifizierte Emittenten mit solider Kreditqualität. Das Exposure gegenüber Südeuropa bleibt weiterhin moderat und beschränkt sich auf liquide Anleihen bekannter Emittenten mit kürzeren Laufzeiten.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Verteilung des Kreditportfolios und der Wertpapiere nach Währungen

in Mio. EUR Buchwert in %
31.12.2016 31.12.2015 31.12.2016 31.12.2015
EUR 5.176 4.716 96,5% 96,9%
USD 162 153 3,0% 3,1%
Sonstige 28 0 0,5%
Summe 5.366 4.869 100,0% 100,0%

Geografische Verteilung des Wertpapierportfolios¹)

img-0.jpeg
Geografische Verteilung der Wertpapiere

img-1.jpeg

Corporate Center

Das Corporate Center umfasst alle andernorts nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Supportfunktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen. Regulatorische Aufwendungen (mit Ausnahme der Beiträge zur Einlagensicherung) und Unternehmenssteuern sind ebenfalls dem Corporate Center zugeordnet. Das Corporate Center ist auf Nicht-Business-Positionen fokussiert.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von nicht konsolidierten Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der nicht konsolidierten Beteiligungsunternehmen. Nicht unter

das Beteiligungsrisiko fallen konsolidierte operative Konzerntöchter, da deren Risiken differenziert nach den spezifischen Risikoarten ermittelt werden und daher bereits unter diesen berücksichtigt sind. Im Dezember 2016 betrug das ökonomisches Kapital 26 Mio. EUR (Dez. 2015: 25 Mio. EUR).

Der jährlich durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze im Portfolio der Gruppe. Die Wertminderungstests werden hauptsächlich auf der Basis der von den Geschäftsleitern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden erstellt. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen abgezinst. Der anteilige

¹) Dies beinhaltet die Vereinigten Staaten mit 13% (2015: 15%), Großbritannien mit 15% (2015: 14%), Frankreich mit 10% (2015: 7%) und Deutschland mit 2% (2015: 3%).


Unternehmenswert, basierend auf dem Beteiligungsausmaß der Gruppe, wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.

Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital, durch

Kapitalisierung der anteiligen durchschnittlichen EBTs (earnings before taxes) der letzten drei Jahre oder durch sonstige Wertindikationen, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist. Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Beteiligungsrisikomanagement bestätigt.

54 | Marktrisiko

Das Marktrisiko ist definiert als Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.

Die Hauptkomponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. sind Zinsrisiko und Credit-Spread-Risiko.

Beide Risikoarten werden auf Basis eines Sensitivitäts- und eines Value-at-Risk-Ansatzes (VaR) sowie von Szenarienrechnungen gemessen und überwacht. Die bilanzielle Behandlung der Positionen wird zusätzlich in den Reportingkonzepten berücksichtigt.

Im Handelsbuch werden nur anlassbezogen risikomindernde Maßnahmen durchgeführt. Die Überwachung im Rahmen des ICAAP erfolgt mittels VaR auf Basis des parametrischen Ansatzes. Für die regulatorische Eigenmittelunterlegung wird der Standardansatz herangezogen. Der regulatorische Kapitalbedarf des Handelsbuches für das

spezifische Risiko wird nach dem gesetzlichen Standardverfahren berechnet.

Marktrisiko im Handelsbuch

Die Strategie der Bank, die Eigenhandelsaktivitäten einzustellen, führte auch im Jahr 2016 zu einer weiteren deutlichen Reduktion der Derivate-Volumina innerhalb des Handelsbuches. Im Jahr 2016 betrug der VaR des Handelsbuches durchschnittlich -0,60 Mio. EUR (2015: durchschnittlich -0,78 Mio. EUR) und der VaR zum 31. Dezember 2016 -0,74 Mio. EUR (31. Dezember 2015: -0,64 Mio. EUR) auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag.

Für die interne Risikoüberwachung und -steuerung wird der Value-at-Risk-Ansatz verwendet. Die VaR-Limite werden des Weiteren durch Sensitivitätslimite und Worst-Case-Limite ergänzt.

Die folgende Tabelle zeigt den VaR im Handelsbuch auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag.

VaR im Handelsbuch

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Durchschnittlicher VaR -602 -776
VaR zum Stichtag -739 -642

Marktrisiko im Bankbuch

Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. Gruppe resultieren aus Zinsrisiko, Credit-Spread-Risiko und Liquiditätsrisiko.

Zinsrisiko im Bankbuch

Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklung ergibt.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Treasury Services & Markets-Bereich Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk/Return-Verhältnisses auf Konzernebene gemäß Vorgabe des Bereichs Controlling & ALM zu steuern. Der Bereich Strategisches Risiko berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das SALCO über die Limitausnutzung und die Verteilung der Risiken.

Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch die Bereiche Controlling & ALM und Treasury Services and Markets hergestellt. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden zu diesem Zweck Zinsderivate eingesetzt. Die BAWAG P.S.K. Gruppe verwendet Zinssteuerungsderivate zur:

  • Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite,
  • Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage
  • sowie zur Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung.

Die BAWAG P.S.K. Gruppe wendet Hedge Accounting gemäß IAS 39 an. Derzeit werden folgende Fair-Value-

Hedge-Accounting-Methoden zur bilanziellen Abbildung der Absicherung des Zinsänderungsrisikos angewendet:

  • Micro Fair Value Hedge: Absicherung des Zinsänderungssrisikos von festverzinslichen Finanzinstrumenten der Aktiv- und Passivseite
  • Portfolio Fair Value Hedge („EU-Carve-out“): Anwendung auf Teilportfolien an täglich fälligen Sichteinlagen, die nach Ableitung eines Bodensatzes langfristig zur Verfügung stehen

Zinsderivate, die nicht im Rahmen einer Hedge-Accounting-Beziehung gewidmet sind, werden zum Fair Value bilanziert.

Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der Duration zinsbringender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten der Gruppe zum 31. Dezember 2016 anhand des PVBP-Konzepts dar:

Zinssensitivität

| 31.12.2016
in Tsd. EUR | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | -14 | -122 | -97 | -397 | -379 | -287 | -1.295 |
| USD | 7 | 17 | 19 | 6 | -8 | -1 | 40 |
| CHF | -12 | -13 | -10 | 54 | 11 | -38 | -7 |
| GBP | 24 | 9 | -1 | -7 | -5 | -9 | 12 |
| Sonstige Währungen | 4 | -21 | -3 | 0 | 1 | 2 | -17 |
| Summe | 9 | -129 | -91 | -344 | -380 | -332 | -1.267 |
| 31.12.2015
in Tsd. EUR | <1J | 1J-3J | 3J-5J | 5J-7J | 7J-10J | >10J | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | -198 | -50 | -322 | -172 | -52 | -36 | -830 |
| USD | -15 | -8 | 29 | -3 | -1 | 0 | 3 |
| CHF | -17 | -12 | -6 | 3 | -73 | 4 | -101 |
| GBP | 5 | 10 | -8 | -1 | -3 | -13 | -8 |
| Sonstige Währungen | 2 | -1 | 1 | 1 | 1 | 3 | 6 |
| Summe | -222 | -60 | -307 | -172 | -128 | -42 | -930 |


Der PVBP aller Positionen, deren Marktwertänderungen bedingt durch Zinsänderungen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das Eigenkapital haben, wird getrennt berechnet, limitiert und beobachtet. Die Sensitivität der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte beträgt zum 31. Dezember 2016 +335 Tsd. EUR (vgl. Jahresdurchschnitt 2016: -150 Tsd. EUR bzw. per 31. Dezember 2015: -191 Tsd. EUR). Für die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beträgt die Sensitivität -631 Tsd. EUR (31. Dezember 2015: -461 Tsd. EUR).

Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.

Credit-Spread-Risiko im Bankbuch

Unter Credit-Spread-Risiko im Bankbuch wird das Risiko von fallenden Barwerten von Wertpapieren und Derivaten aufgrund einer Veränderung der Credit Spreads verstanden. Die Risikomanagement-Modelle in diesem Risikofaktor werden kontinuierlich weiterentwickelt. Das Credit-Spread-Risiko wird anhand von Sensitivitäten (PVBP-Konzept) gemessen. Der Credit Spread PVBP gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Credit Spreads um einen Basispunkt (0,01%) an. Die folgende Tabelle stellt die Credit-Spread-Sensitivitäten der Gruppe zum 31. Dezember 2016 anhand des PVBP-Konzepts dar:

Credit-Spread-Sensitivität

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Gesamtportfolio -2.304 -1.965
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 302 251
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte -1.251 -815
Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen & Kredite und Forderungen -1.355 -1.401

Darüber hinaus werden monatlich die Risikokenngroßen Value-at-Risk und Expected Shortfall berechnet sowie Szenariorechnungen durchgeführt.

Das Credit-Spread-Risiko wird auf Gesamtkonzernebene auch im Rahmen des ICAAP berücksichtigt bzw. limitiert und ist Bestandteil der bankweiten Stresstests.

Alle eingesetzten Modelle werden laufend kalibriert und zumindest jährlich durch Überprüfung der Annahmen und Backtestingverfahren validiert.

Fremdwährungsrisiko im Bankbuch

Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch der Gruppe wird durch niedrige Limite beschränkt, wodurch ein geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht. Fremdwährungsrisiken, die aus den zukünftigen Margen resultieren, werden durch die Anwendung des Cash Flow Hedge mitigiert. Aktuell wird dieser für die Margen-Cashflows in GBP und USD angewendet.

Folgende Tabelle stellt Sensitivitäten aus Fremdwährungen auf Basis der offenen Devisenposition dar. Aus Fremdwährungen resultiert für das Bewertungsergebnis keine signifikante Risikoposition.

in Tsd. EUR USD GBP CHF Sonstige Fremdwährungen
FX-Veränderung (in %) -10 10 -10 10 -10 10 -10 10
Einfluss -1.033 1.033 -245 245 708 -708 284 -284

KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Konzentrationsrisiken

Alle wesentlichen Risikofaktoren werden über VaR-Modelle/Szenarioanalysen und Stresstests abgedeckt, die auf alle Handels- und Bankbuchpositionen angewendet werden. Instabilitäten der Korrelationen, die zu einer Überschätzung der Diversifikationseffekte führen können, werden dadurch berücksichtigt, dass nur Korrelationen innerhalb ausgewählter Risikofaktoren (Zinsen, Wechselkurse, Volatilitäten) sowie nach umfassender empirischer Analyse auch zwischen Zinsrisiko im Bankbuch und Credit-Spread-Risiko berücksichtigt werden, darüber hinaus aber keine Diversifikation angenommen wird. Stresstest-Ergebnisse werden ebenso in verschiedene Risikofaktoren unterteilt, errechnet, berichtet und limitiert, um Korrelationen innerhalb eines Risikofaktors identifizieren zu können.

55 | Liquiditätsrisiko

Neben dem Risiko, den Zahlungsverpflichtungen zum Zeitpunkt ihrer Fälligkeit nicht nachkommen zu können, (dispositives Liquiditätsrisiko) umfasst das Liquiditätsrisiko auch das Risiko erhöhter Refinanzierungskosten, welche die Ertragssituation der Bank beeinflussen können (strukturelles Liquiditätsrisiko). Ebenfalls unter das Liquiditätsrisiko fällt die Gefahr, infolge unzureichender Markttiefe oder infolge von Marktstörungen Geschäfte nicht oder nur unter Verlusten auflösen bzw. glattstellen zu können (Marktliquiditätsrisiko). Die Steuerung von Liquiditätsrisiken wird im „Risikohandbuch Liquiditätsrisiken“ inklusive Liquiditätsnotfallplan ausführlich dargestellt. Die Risikomessung erfolgt durch die Marktrisikoabteilung im Bereich Strategisches Risiko.

Das kurzfristige operative Liquiditätsmanagement wird durch den Bereich Treasury Services & Markets auf Grundlage einer rollierenden, täglich aktualisierten 30-Tage-Vorschau durchgeführt. Dies erlaubt eine genaue Verfolgung und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition. Alle Maßnahmen werden eng mit dem Controlling & Asset Liability Management abgestimmt. Die Abteilung Asset Liability Management verantwortet die Planung und Steuerung der mittel- und langfristigen Fundingpositionen. Wesentliche Entscheidungen zum Thema Liquiditätsrisiko werden im Strategischen Asset Liability Committee gefällt, in welchem sämtliche Vorstandsmitglieder vertreten sind.

Das Asset Liability Management stellt sicher, dass die Bank über ein ausreichend diversifiziertes Portfolio an hochwertigen liquiden Aktiva verfügt und dass der in Stresstests ermittelte Liquiditätspuffer für den zukünftigen Refinanzierungsbedarf der Bank und die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen ausreichend ist. Die zentrale Steuerung des mittel- und langfristigen Liquiditätsrisikos erfolgt über die rollierende 15-Monats-Liquiditätsvorschaurechnung und die Free-Available-Cash-Equivalent-Kennzahl (FACE), welche regulatorische Liquiditätserfordernisse und Limits berücksichtigt.

2016 war von einer soliden Liquiditätsausstattung durch stabile Kernrefinanzierungsquellen und einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur geprägt, wobei die Retailkunden weiterhin den Großteil der Refinanzierung zur Verfügung stellen. Zusätzlich hat die Bank ein weiteres Mal ihre Kapitalmarktfähigkeit unterstrichen, indem sie eine internationale fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR ebenso erfolgreich platzierte wie zwei öffentliche, CHF-denominierte unbesicherte Bankanleihen mit teilweise negativen Renditen. Weiters wurde erstmals eine 500 Mio. GBP UK RMBS-Transaktion angewendet, um direkten Zugang zu GBP-Refinanzierungen zu erhalten.

Steuerung der Liquidität der Bank

Die Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt auf Konzernebene.

Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30-Tage-Liquiditätsvorschau, auf deren Basis die laufende Aussteuerung der Liquiditätsposition durch den Bereich Treasury Services and Markets erfolgt. Dies erlaubt eine genaue Verfolgung und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition.

Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und im SALCO (Strategisches Asset Liability Committee) berichtet. Darin sind auch Szenariorechnungen hinsichtlich geplanter Maßnahmen und verschiedene Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt. Auch regulatorische und interne Liquiditätskennzahlen werden prognostiziert. Die für die Steuerung wichtigste Kennzahl stellt die FACE (Free Available Cash Equivalent) dar, eine Maßzahl zum kurzfristigen Liquiditätspotenzial.

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Zusätzlich werden auch Liquiditätsstresstests berechnet, die unter verschiedenen Stressszenarien (systemischer Stress, idiosynkratischer Stress, gemischter Stress) den dadurch verursachten Liquiditätsabgang berechnen, um den Liquiditätspuffer zu kalibrieren.

Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden drei Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.

Wesentliche Entscheidungen zum Thema Liquiditätsrisiko werden im SALCO gefällt, in welchem sämtliche Vorstandsmitglieder vertreten sind. Die bei der Liquiditätssteuerung zur Anwendung kommenden Limite werden durch den Bereich Strategisches Risiko überwacht.

Steuerung des Liquiditätspuffers

Das Asset Liability Management stellt sicher, dass die Bank über ein ausreichend diversifiziertes Portfolio an hochwertigen liquiden Aktiva verfügt und dass der in Stresstests ermittelte Liquiditätspuffer für den zukünftigen Refinanzierungsbedarf der Bank sowie die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen ausreichend ist. Es werden auch Vorkehrungen zur Sicherstellung einer hinreichend diversifizierten Zusammensetzung und einer angemessenen Höhe des Liquiditätspuffers getroffen und zentral ein spezifisches Portfolio als Deckungsmasse für die Liquidity Coverage Ratio (LCR) gesteuert. Die Liquidität des Liquiditätspuffers wird regelmäßig getestet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung des Liquiditätspuffers auf Basis von Marktwerten unbelasteter Aktiva nach Berücksichtigung eines komponentenspezifischen Haircuts.

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Geldmarktpositionen 1.456 1.182
Wertpapiere 4.548 3.739
Bei der Notenbank eingelieferte Kreditforderungen 1.623 1.344
Kurzfristiger Liquiditätspuffer 7.627 6.265
Wertpapiere 915 689
Freie Kreditforderungen im Deckungsstock 285 140
Mittelfristiger Liquiditätspuffer 1.200 829
Summe 8.827 7.094

KONZERNRECHNUNGSEGUNG

Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Nominal-Bruttozugang/-abgang | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | | | | | | |
| Ausleihungen an Kunden | 34.920 | 2.454 | 943 | 2.452 | 12.835 | 16.235 |
| Wertpapiere | 6.681 | 230 | 223 | 471 | 3.169 | 2.588 |
| Money Market | 1.643 | 1.643 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 43.244 | 4.327 | 1.166 | 2.923 | 16.004 | 18.823 |
| Nichtderivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -2.406 | -1.361 | -325 | -127 | -333 | -260 |
| Einlagen von Kunden | -25.895 | -21.361 | -602 | -1.480 | -1.996 | -457 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -6.335 | -70 | -150 | -374 | -2.990 | -2.749 |
| Zwischensumme | -34.636 | -22.792 | -1.078 | -1.981 | -5.319 | -3.466 |
| Derivate | | | | | | |
| Zugang | 6.868 | 1.238 | 1.177 | 2.258 | 898 | 1.297 |
| Abgang | -7.139 | -1.258 | -1.190 | -2.427 | -907 | -1.356 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.586 | -1.586 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 6.751 | -20.072 | 76 | 774 | 10.676 | 15.298 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Nominal-Bruttozugang/-abgang | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | | | | | | |
| Ausleihungen an Kunden | 31.510 | 1.889 | 637 | 2.031 | 10.881 | 16.072 |
| Wertpapiere | 6.314 | 108 | 243 | 744 | 3.244 | 1.975 |
| Money Market | 1.063 | 1.035 | 10 | 18 | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 38.887 | 3.032 | 890 | 2.793 | 14.125 | 18.047 |
| Nichtderivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -4.490 | -1.118 | -1.685 | -69 | -1.340 | -278 |
| Einlagen von Kunden | -21.519 | -18.799 | -289 | -964 | -1.352 | -116 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -5.019 | -17 | -32 | -329 | -2.364 | -2.277 |
| Zwischensumme | -31.028 | -19.934 | -2.006 | -1.362 | -5.056 | -2.671 |
| Derivate | | | | | | |
| Zugang | 8.363 | 1.282 | 1.392 | 3.473 | 1.649 | 568 |
| Abgang | -8.705 | -1.293 | -1.372 | -3.577 | -1.816 | -646 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.620 | -1.620 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 5.897 | -18.534 | -1.096 | 1.326 | 8.902 | 15.298 |

Die obige Tabelle zeigt die konsolidierten nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzvermögen und -verbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen und -ausleihungen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.

Die Liquiditätssteuerung berücksichtigt bereits die beiden neuen regulatorischen Kennzahlen, welche aufgrund der aktuellen Liquiditätsstruktur mit Werten von 138% für die


Liquidity Coverage Ratio signifikant über den gültigen Vorgaben liegen.

Das Jahr 2016 war durch eine solide Liquiditätsausstattung sowie stabile Kernrefinanzierungsquellen und eine ausgewogene Finanzierungsstruktur geprägt. Die Funding-Strategie ist weiterhin vornehmlich auf Privatkundeneinlagen fokussiert. Dadurch wird die Abhängigkeit vom internationalen Kapitalmarkt sowie vom Interbankenmarkt reduziert, was sich in einer Wholesale-Funding-Quote¹⁾ von unter 25% widerspiegelt (2015: unter 30%). Die starke

Liquiditätsposition der Bank wurde dazu genutzt, um strategische Portfolioakquisitionen durchzuführen.

Dennoch wurde eine internationale fundierte Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR ebenso erfolgreich begeben wie zwei öffentliche, CHF-denominierte unbesicherte Bankanleihen mit teilweise negativen Renditen. Weiters wurde erstmals eine 500 Mio. GBP UK RMBS-Transaktion angewendet, um direkten Zugang zu GBP-Refinanzierungen zu erhalten.

56 | Operationelles Risiko

Die Bank verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken auf Konzernebene weiterhin den Standardansatz gemäß Artikel 317 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Jedoch sind die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel. Die RWAs des operationellen Risikos werden auf Basis der jeweiligen Erträge den Segmenten zugeordnet.

Für die Zwecke der internen ökonomischen Kapitalsteuerung (ICAAP) wird mittels eines statistischen Modells der VaR für Verluste aus operationellen Risiken berechnet.

Die Verluste aus operationellen Risiken werden in einer zentral verwalteten, webbasierten Datenbank innerhalb eindeutig definierter Regeln und Prozesse gesammelt.

Die Key-Risk-Indikatoren (KRI) wurden implementiert, um negative Entwicklungen bzw. Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen zu identifizieren und zeitgerecht zu prognostizieren. Jeder KRI

wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.

Ein weiteres Instrument für das Management operationeller Risiken stellt neben einem empfängerorientierten Berichtswesen das Risk Control Self Assessment (RCSA) dar. Innerhalb eines einheitlichen Rahmens identifizieren und bewerten alle Bereiche und Tochterunternehmen jährlich ihre wesentlichen operationellen Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotenzial ein definiertes Ausmaß, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.

Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zur Verringerung von Risiken. Zudem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem einschließlich computergestützter Kontrollen zum Ziel einer kontrollierten Risikosituation der Bank bei.

1) Wholesale-Funding-Quote = 1 – (Kundenverbindlichkeiten/(Finanzielle Verbindlichkeiten – Handelspassiva)).


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

ZUSÄTZLICHE ANGABEN NACH ÖSTERREICHISCHEM RECHT

57 | Treuhandvermögen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Treuhandvermögen 97 126
Forderungen an Kunden 97 126
Treuhandverbindlichkeiten 97 126
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 19
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 89 107

58 | Wertpapieraufgliederung nach BWG

Nachstehende Tabelle gliedert die Wertpapiere gemäß § 64 Abs. 1 Z 10 und Z 11 BWG zum 31. Dezember 2016 (Werte nach IFRS).

in Mio. EUR Nicht börsenotiert Börsenotiert BAWAG P.S.K. Konzern Summe 2016
Gesamt Kredite und Forderungen Andere Bewertungen
Schuldverschreibungen und andere festverzinste Wertpapiere 684 3.191 246 2.945 3.875
Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 2 2 2 4
Unternehmen mit Beteiligungsverhältnis und sonstige Anteile 45 45
Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen 22 22
Summe Wertpapiere 753 3.193 246 2.947 3.946

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem niedrigeren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 2 BWG beträgt 65 Mio. EUR (2015: 74 Mio. EUR). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Bilanzwert und dem höheren Rückzahlungsbetrag lt. § 56 Abs. 3 BWG beträgt 9 Mio. EUR (2015: 4 Mio. EUR).

Im Jahr 2017 werden 345 Mio. EUR an verbrieften Verbindlichkeiten und Nachrangkapital aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.

Ergänzungs- und Nachrangkapitalverbindlichkeiten werden großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.

Der durchschnittliche gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen per 31. Dezember 2016 beträgt $6,8\%$ (Vorjahr: $6,57\%$) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 6,6 Jahren (Vorjahr: 7,1 Jahre).

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

59 | Erhaltene Sicherheiten

Die BAWAG P.S.K. hat aus ihren Geschäftsbeziehungen verschiedene Arten von Sicherheiten erhalten. Zur Verringerung des Kreditrisikos aus derivativen Geschäften hat die Bank Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 470 Mio.

EUR (2015: 486 Mio. EUR) erhalten sowie Sicherheiten (Collateral Deals) in Höhe von 163 Mio. EUR (2015: 314 Mio. EUR) geleistet.

in Mio. EUR Gesicherte bilanzierte Forderungen Gesicherte außerbilanzielle Forderungen Summe
Finanzielle Sicherheiten
Aktien 16 16
Bareinlagen 42 759 801
Schuldverschreibungen 11 1 12
Real Estate
Gewerbliche Immobilien 501 16 517
Private Immobilien 8.084 64 8.148
Persönliche Sicherheiten
Garantien 2.116 17 2.133
Andere Formen der Besicherung 2 1 3
Forderungsabtretung 3 3
Lebensversicherungen 198 1 199
Erhaltene Sicherheiten 10.973 859 11.832

60 | Personalstand

Kopfzahl – Angestellte

31.12.2016 31.12.2015
Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl 3.525 3.608
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 3.612 3.753

Vollzeitkräfte – Angestellte

31.12.2016 31.12.2015
Stichtagsbezogene Mitarbeiteranzahl 2.949 3.069
Durchschnittliche Mitarbeiteranzahl 3.045 3.218
Aktive Mitarbeiteranzahl¹⁾ 2.494 2.622

¹⁾ Exklusive Mitarbeitern in jeglicher Form von Karenz und Mitarbeitern, die eine Vereinbarung im Rahmen eines Sozialplanes eingegangen sind.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

61 | Niederlassungen

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Name der Niederlassung BAWAG P.S.K.
International BAWAG P.S.K.
International
Geschäftsbereich International
Business International
Business
Sitzstaat Großbritannien Großbritannien
Nettozinsertrag 0,0 0,0
Betriebserträge¹⁾ 11,6 17,8
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis 14 12
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag vor Steuern¹⁾ -3,5 8,8
Abgegrenzte Steuern vom Einkommen 2,9 1,8
Erhaltene öffentliche Beihilfen 0 0

¹⁾ BAWAG P.S.K. International: die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.

62 | Handelsbuch

Die BAWAG P.S.K. führt ein Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Derivate im Handelsbuch (Nominale) 7.359 11.548
Geldmarktgeschäfte (Buchwerte, ausgewiesen unter Forderungen an Kreditinstitute
und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute) 31 84
Handelsbuch Volumen 7.390 11.632

63 | Geografische Märkte

Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung, wobei die Trennung nach dem Sitz der Kunden erfolgt. Erträge aus Derivat- und Handelsgeschäften werden dem Inland zugeordnet, da der Handel zentral in Wien erfolgt und aufgrund der vorhandenen Sicherheiten keine wesentlichen Länderrisiken bestehen.

in Mio. EUR Inland Westeuropa Mittel- und Osteuropa Nordamerika Übrige Welt Summe
Zinsen und ähnliche Erträge 583,6 298,8 8,7 93,8 39,6 1.024,5
Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 3,3 0,0 0,0 0,0 0,0 3,3
Provisionserträge 272,3 2,3 0,6 0,6 0,5 276,3
Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden 19,1 0,0 0,0 0,0 0,0 19,1
Sonstige betriebliche Erträge 136,0 0,0 0,0 0,0 0,0 136,0

BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

64 | Sonstige erforderliche Angaben nach BWG und UGB samt Vergütungspolitik

Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude beinhaltet einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von 2 Mio. EUR (2015: 3 Mio. EUR).

Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen für das dem Jahr 2016 folgende Jahr voraussichtlich 25 Mio. EUR (2015: 23 Mio. EUR), für die kommenden 5 Jahre 93 Mio. EUR (2015: 88 Mio. EUR).

In der Bilanz zum 31. Dezember 2016 werden abgegrenzte Zinsen für Ergänzungskapitalanleihen in Höhe von 0 Mio. EUR (2015: 1 Mio. EUR) ausgewiesen.

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten betragen 33 Mio. EUR (2015: 48 Mio. EUR).

Die Aufwendungen für den Konzernabschlussprüfer im laufenden Geschäftsjahr betragen 1,7 Mio. EUR und umfassen Aufwendungen für Abschlussprüfungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR, für Steuerberatung in Höhe von 0,0 Mio. EUR sowie für sonstige Beratungsleistungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR.

Die Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs. 1 Z 19 BWG beträgt zum 31. Dezember 2016 0,99% (2015: 1,18%).

Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der Promontoria Sacher Holding N.V. mit Sitz in Baarn in den Niederlanden. Die Promontoria Sacher Holding N.V. ist das oberste Mutterunternehmen, für welches die BAWAG P.S.K. als übergeordnetes Kreditinstitut gemäß §59 BWG einen Konzernabschluss erstellt. Der Konzernabschluss der Promontoria Sacher Holding N.V. wird aufgrund der Bestimmungen des §59a BWG nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und liegt am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien auf.

Die BAWAG P.S.K. hat als Medium für die Offenlegung gemäß § 65 BWG und der Offenlegungsverordnung das Internet gewählt. Die Offenlegung ist auf der Website der BAWAG P.S.K. unter: www.bawagpsk.com/Finanzergebnisse dargestellt.

Vergütungspolitik

In der BAWAG P.S.K. besteht ein Vergütungsausschuss, der als Ausschuss des Aufsichtsrats eingerichtet ist. Der Vergütungsausschuss legt die Vergütungspolitik fest, überprüft deren Umsetzung und berichtet in regelmäßigen Abständen über seine Tätigkeit an den gesamten Aufsichtsrat. Ihm gehören der Aufsichtsratsvorsitzende, der auch den Vorsitz im Ausschuss hat, sowie fünf weitere Aufsichtsratsmitglieder, davon zwei Mitglieder des Zentralbetriebsrats, an.

Für die BAWAG P.S.K. wurde im Vergütungsausschuss eine Vergütungsrichtlinie beschlossen, die die Mitglieder des Vorstands und die Beschäftigten des Konzerns betrifft und die Grundsätze der CRD-IV-EU-Richtlinie, der EBA-Leitlinie für eine solide Vergütungspolitik und der diesbezüglichen Bankwesengesetz-Novelle berücksichtigt.

Für jene Mitarbeiter, deren Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der Bank auswirkt, wird in der Vergütungsrichtlinie eine Vergütungspolitik festgelegt, die mit einem wirksamen Risikomanagement vereinbar ist. Sie ist darauf ausgerichtet, die Zielsetzungen der Mitarbeiter an die langfristigen Interessen der Bank anzupassen und ein angemessenes Verhältnis der fixen und variablen Gehaltsbestandteile zu gewährleisten. Dabei wurde die gesetzliche Regelung berücksichtigt, wonach neben der Geschäftsleitung auch Risikokäufer, Mitarbeiter mit Kontrollfunktion und Mitarbeiter, die derselben Vergütungsgruppe wie die Geschäftsleitung und Risikokäufer angehören und deren Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil der Bank auswirkt, umfasst sind.

Das jährliche Budget für variable Gehaltsbestandteile richtet sich nach dem Erreichungsgrad des budgetierten Ergebnisses der Bank.

Die Genehmigung von allfälligen vom Vorstand vorgeschlagenen Bonusausschüttungen an Vorstände und Mitarbeiter wird im Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten unter Berücksichtigung der Marktsituation und -entwicklung, der Angemessenheit von Bonuszahlungen, der Risikoentwicklung sowie der Stärkung der Eigenkapitalbasis getroffen.


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Die vorgegebenen Rahmenbedingungen wurden in der Vergütungsrichtlinie folgendermaßen berücksichtigt:

  • Risikoadäquanz, indem die variable Vergütung nicht zum Eingehen unangemessener Risiken verleiten darf;
  • Nachhaltigkeit; das bedeutet, dass der Erfolg einer längerfristigen Beurteilung unterliegt. Daher werden Teile des Bonus auf bis zu 5 Jahre verteilt ausgezahlt. Die Auszahlung der rückgestellten Teile unterliegt strengen Kriterien des Bankerfolges;
  • Angemessenheit von Entgelten und deren Marktadäquanz, wobei auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen fixer und variabler Vergütung geachtet wird.

Für individuelle Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder ist unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Arbeitsverfassungsgesetzes ein Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten eingerichtet.

Bei der variablen Vergütung werden sowohl der Erfolg des Einzelnen (in quantitativer und qualitativer Hinsicht) als auch der Erfolg der jeweiligen organisatorischen Einheit und der Bankerfolg berücksichtigt.

65 | Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen zum 31. Dezember 2016 und 2015 gemäß CRR.

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) 250 250
Rücklagen inkl. Jahresgewinn 2016 2.220 1.905
Abzug immaterielle Vermögenswerte -97 -88
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -22 -49
Hartes Kernkapital 2.351 2.018
Ergänzungs- und Nachrangkapital 460 476
Abzugsposten Beteiligungen -20 -15
Überschuss IRB-Risikovorsorge 25 16
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -6 -21
Ergänzungskapital – Tier II 459 456
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 2.810 2.474

66 | Zeitpunkt der Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde vom Vorstand am 3. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

67 | Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

easybank AG

easybank AG hat mit SIX Payment Services (Austria) GmbH
eine Spaltungs- und Übertragungsvereinbarung zur Aufnahme hinsichtlich des Teilbetriebs Issuing / Kreditkarten /
Prepaid-Karten abgeschlossen.

Wien, am 3. März 2017

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Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

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Anas Abuzaakouk
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das

Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.“

Wien, am 3. März 2017

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Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

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Anas Abuzaakouk
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

ORGANE DER BAWAG P.S.K. AG

VORSTAND DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2016

Byron HAYNES
Vorstandsmitglied (seit 1.8.2008)
und Vorsitzender des Vorstands (seit 16.9.2009)

Anas ABUZAAKOUK
(seit 1.1.2014)

Stefan BARTH
(seit 1.2.2015)

Corey PINKSTON
(seit 1.1.2013)

Sat SHAH
(seit 4.3.2015)

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KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2016

Vorsitzender

Franklin W. HOBBS

(seit 12.3.2013 bis auf Widerruf)

Vorsitzender-Stellvertreter

Cees MAAS

(seit 12.3.2013, davor Vorsitzender von 15.10.2009 bis 12.3.2013,
Aufsichtsratsmitglied seit 27.7.2009 bis zur Hauptversammlung,
die über den Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Pieter KORTEWEG

(seit 15.12.2009, Aufsichtsratsmitglied seit 27.8.2007 bis zur Hauptversammlung,
die über den Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Keith TIETJEN

(von 5.10.2010 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Mitglieder

Walter OBLIN

(von 15.3.2012 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Frederick HADDAD

(seit 12.3.2013 bis auf Widerruf)

André WEISS

(seit 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Chad A. LEAT

(seit 5.12.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Vom Betriebsrat delegiert

Ingrid STREIBEL-ZARFL
(seit 1.10.2005)

Beatrix PRÖLL
(seit 1.10.2005)

Konstantin LATSUNAS
(seit 12.3.2013)

Verena SPITZ
(seit 3.3.2016)

Staatskommissärin

Beate SCHAFFER
(seit 1.8.2009,
davor stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)

Stellvertretender Staatskommissär

Markus CHMELIK
(seit 1.3.2010)

AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. AG PER 31.12.2016

Risiko- und Kreditausschuss

Chad A. LEAT
Vorsitzender

Cees MAAS

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Prüfungs- und Complianceausschuss

Keith TIETJEN
Vorsitzender

Cees MAAS

Walter OBLIN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Konstantin LATSUNAS
vom Betriebsrat delegiert


KONZERNRECHNUNGSLEGUNG

Nominierungsausschuss
- Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Pieter KORTEWEG

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Vergütungsausschuss
- Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten
- Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Pieter KORTEWEG

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Related Parties Special Audit Committee
- Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Chad A. LEAT

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert


BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM KONZERNABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien, bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/Gesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS) und den zusätzlichen Anforderungen der §§ 245a sowie 59a BWG.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen Unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte (Kernprüfungssachverhalte) sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und

bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Rahmen der Prüfung wurden folgende dieser Sachverhalte identifiziert:

  • Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden
  • Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz
  • Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses
  • Ansatz aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen
  • Erstansatz eines erworbenen Kreditportfolios

Werthaltigkeit der Kredite und Forderungen an Kunden

Das Risiko für den Konzernabschluss

Die Kredite und Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 28,5 Mrd. EUR ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente „BAWAG P.S.K. Retail“, „easygroup“, „DACH Corporates & Public Sector“ sowie „International Business“.

Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang zum Konzernabschluss in Note 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ Abschnitt „Risikovorsorge“ sowie Abschnitt „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten“. Die Aufgliederung der Kredite und Forderungen sowie der Risikovorsorgen ist in Note 16 „Kredite und Forderungen“ dargestellt.

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.

Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatisierte Berechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung. Diese automatische Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechender pauschaler Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.

Für alle nicht ausgefallenen Kredite und außerbilanziellen Kreditrisiken wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliovorsorge auf Basis des regulatorischen Expected Loss Model ermittelt. Der eingetretene Verlust wird vom erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer bis zur Entdeckung des Verlustereignisses abgeleitet. Die für die Ermittlung verwendeten Parameter umfassen individuelle, kundenspezifische Parameter sowie statistische Annahmen und Erfahrungswerte.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe, Überwachung und Risikovorsorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

Im Bereich der individuellen Einzelrisikovorsorge haben wir auf Basis einer Stichprobe an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen

Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht. Für die Beurteilung von Höhe und Zeitpunkt von Rückflüssen, welche aus der Verwertung von Immobiliensicherheiten angenommen wurden, haben wir unsere Immobilien-Bewertungsspezialisten einbezogen, um vorgelegte Bewertungsgutachten oder bankinterne Berechnungen anhand von Benchmarktests, Marktvergleichen und Einbezug externer Informationsquellen zu überprüfen.

Bei den automatischen Einzelrisikovorsorgen und den Portfoliovorsorgen haben wir die Modelle und die darin enthaltenen Parameter analysiert. Hierbei haben wir auf Basis von bankinternen Backtestings von gebildeten Vorsorgen und Validierungen zu verwendeten Parametern beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf den Kunden bzw. das Kundenportfolio angemessen sind. In die Analyse der Modelle und Backtestingreports haben wir Bewertungsspezialisten in das Prüfteam eingebunden. Unsere IT-Spezialisten haben die systemseitig automatisierten Prozessabläufe bei der Berechnung der automatisierten Vorsorgen, die programmierten Berechnungsschritte und die Verwendung der korrekten Bezugsfelder aus den Systemen der Bank analysiert. Die Berechnung der Vorsorgen haben wir durch stichprobenweise Kontrollrechnungen nachvollzogen.

Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kredite und Forderungen an Kunden in den Notes zum Konzernabschluss angemessen sind.

Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz

Das Risiko für den Konzernabschluss

Im Konzernanhang unter Note 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ Abschnitt „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz“ beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und der damit verbundenen Schätzunsicherheiten. Aufgrund des noch laufenden Verfahrens erfolgen keine betragsmäßigen Angaben und Informationen zu den getroffenen Bewertungsmaßnahmen.

Seit November 2011 befindet sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 30,6

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Mio. CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine (Wider)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 417,7 Mio. EUR ein.

Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und Zeitpunkt von aus dem Verfahrensausgang zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Der bereits mehrjährige Prozess ist erstinstanzlich noch nicht entschieden worden. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.

Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Spezialisten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die Anspruchshöhe entsprechend den Vertragsbedingungen und der zum Schließungszeitpunkt vorliegenden Marktparametern ermittelt wurde sowie ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand und den Marktparametern konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.

Weiters haben wir die Ermittlung der Vorsorgen im Zusammenhang mit dem Rechtstreit rechnerisch nachvollzogen sowie die für die Herleitung des Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Konzernanhang dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind. Aufgrund des laufenden Verfahrens wird von den Bestimmungen gemäß IAS 37.92 (Schutzklausel) Gebrauch gemacht und im Anhang keine betragsmäßigen Angaben und Informationen zu den getroffenen Bewertungsmaßnahmen offengelegt.

Erstmaliger Ansatz von Vermögenswerten und Schulden im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses

Das Risiko für den Konzernabschluss

Die Bank erwarb am 1. Dezember 2016 (Erwerbszeitpunkt) jeweils 100% der Anteile an der start:bausparkasse AG, Wien und der IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien, für einen vorläufigen Kaufpreis von 124 Mio. EUR. Die Bank beschreibt diese Transaktion im Konzernanhang unter Note 37 „Wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio". Darüber hinaus wird unter Note 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" Abschnitt „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten" die Vorgansweise bei der Ermittlung von Fair Values beschrieben.

Im Rahmen der Kaufpreisallokation identifizierte erworbene Vermögensgegenstände und übernommene Schulden sind mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt anzusetzen. Die Wertansätze basieren auf den vom Management getroffenen Planungen und Annahmen sowie den eingesetzten Bewertungsmodellen. Die Schätzungen und Ermessensentscheidungen des Managements umfassen insbesondere die Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Kreditinstituten, die Bewertung von begebenen Schuldverschreibungen und die Wertermittlung für die im Rahmen des Erwerbs identifizierten immateriellen Vermögensgegenstände. Bei der


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Ermittlung der immateriellen Vermögensgegenstände stützt sich die Bank auf Berechnungen von externen Beratern.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus dem Ansatz und der Bewertung der identifizierten erworbenen Vermögensgegenstände und übernommenen Schulden im Rahmen der Kaufpreisallokation, welche im hohen Maße auf Schätzungen und Ermessenspielräumen beruhen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben durch Analyse der Kaufverträge beurteilt, ob die Kriterien für eine Beherrschung der start:bausparkasse AG, Wien und IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien, zum Erwerbszeitpunkt erfüllt sind und damit ein Unternehmenserwerb vorliegt.

Wir haben die von der Bank getroffenen Annahmen und Planungen sowie Bewertungsmodelle zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Posten unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Hierbei haben wir analysiert, ob die Planwerte und zugrunde liegenden Annahmen widerspruchsfrei und schlüssig sind, die angesetzten Cashflows den vertraglichen Tilgungsprofilen entsprechen und die verwendeten Diskontierungssätze in einer angemessenen Bandbreite zu öffentlich verfügbaren Informationen und Marktdaten stehen. Weiters haben wir die rechnerische Richtigkeit der für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte verwendeten Modelle stichprobenweise nachvollzogen.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang zu dieser Akquisition angemessen sind.

Ansatz aktiver latenter Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen

Das Risiko für den Konzernabschluss

In der Konzernbilanz werden Ansprüche aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 150 Mio. EUR ausgewiesen, die wesentlich auf noch verwertbaren Verlustvorträgen beruhen. Der Vorstand beschreibt den Ansatz aktiver latenter Steuern im Konzernanhang unter Note 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ Abschnitt „Ertragsteuern und latente Steuern“ sowie unter Note 21 „Saldierter aktiver/passiver Bilanzansatz latenter Steuern“.

Ein latenter Steueranspruch auf Verlustvorträge ist in dem Umfang zu bilanzieren, in dem es wahrscheinlich ist, dass eine Verrechnung mit zukünftigen, zu versteuernden Unternehmensergebnissen erfolgen wird. Der Nachweis von ausreichend zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen basiert auf der Unternehmens- und Steuerplanungsrechnung. Der Ansatz von latenten Steueransprüchen auf verwertbare steuerliche Verlustvorträge ist somit im hohen Maße von den für die Steuerplanungsrechnung getroffenen Einschätzungen und Annahmen des Managements zur Unternehmensentwicklung und der Erzielung ausreichender steuerlicher Ergebnisse abhängig.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus den dem Ansatz von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen zugrunde liegenden Schätzunsicherheiten zu zukünftigen zu versteuernden Ergebnissen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Annahmen und wesentlichen Parameter zur Prognose der zukünftigen zu versteuernden Unternehmensergebnisse daraufhin beurteilt, ob diese aus extern verfügbaren Daten, wie z.B. gesamtwirtschaftlichen Prognosen und den eigenen historischen Daten und Ergebnissen, ableitbar sind. Zusätzlich haben wir analysiert, ob die Unternehmensplanung mit der Unternehmens- und Risikostrategie der Bank in Einklang steht. Wir haben die vom Management gewählten Prämissen der Unternehmensplanung mit jener der Steuerplanungsrechnung auf Konsistenz untersucht, sowie die Planungsqualität daraufhin beurteilt, ob eine Verlässlichkeit der Steuerplanungsrechnung durch Vergleich mit in Vorjahren beobachtbaren Bandbreiten der Soll-Ist-Abweichungen geschätzter Ergebnisse und geplanter Umkehreffekte aus latenten Steuern gegeben ist. Wir haben die Steuerplanungsrechnung, die zur Realisation der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge führen, rechnerisch nachvollzogen sowie die bestehenden Steuerausgleichsvereinbarungen und -umlageberechnungen anhand der vertraglich festgelegten Vorgaben rechnerisch nachvollzogen.

Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben im Konzernanhang betreffend die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum Ansatz latenter Steueransprüche aus Verlustvorträgen angemessen sind.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

Erstansatz eines erworbenen Kreditportfolios

Das Risiko für den Konzernabschluss

Im Risikobericht des Konzernanhangs wird im Abschnitt „Entwicklung der Geschäftsssegmente 2016“ über die Akquisition eines Portfolios französischer Retail-Wohnhypothekarkredite berichtet. Darüber hinaus wird unter Note 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ Abschnitt „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten“ die Vorgansweise bei der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten beschrieben. Die Behandlung eines Day 1 Gains ist in Note 34 dargestellt. Die erworbenen Forderungen an Kunden werden im Segment „easygroup“ dargestellt.

Der Erstansatz der übernommenen Kredite und Forderungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, welcher mittels DCF-Methode mit aktuellen Marktbedingungen zum Erwerbszeitpunkt erfolgte. Der von der Bank ermittelte beizulegende Zeitwert des Portfolios liegt über dem Transaktionspreis; die Differenz resultiert aus Über- und Unterbewertungen von Einzelkrediten sowie einer zeitlich bedingten Differenz zwischen dem vertraglich vereinbarten Kaufpreis und dem Wert des Kreditportfolios im Zugangszeitpunkt. Der Gewinn zum Zugangszeitpunkt wurde von der Bank daraufhin analysiert, ob dieser aus einer Veränderung eines Faktors entstanden ist, den Marktteilnehmer bei einer Preisfestlegung für den Vermögenswert beachten würden. Die Bank hat den ermittelten Gewinn zum Zugangszeitpunkt abgegrenzt.

Im Rahmen des Erstansatzes des Portfolios erfolgte vom Management eine Berechnung mittels DCF-Methode auf Einzelkreditebene, um für die Zugangsbewertung je Kredit die zugehörige Über- oder Unterbewertungen zu ermitteln. Hierbei wurden von der Bank Annahmen zu den Parametern Ausfallswahrscheinlichkeiten, Verlusthöhe bei Ausfall, Restlaufzeit, Diskontierungssatz einschließlich Kreditrisikoaufschlag, Produktkriterien und aktuellen Zinskurven getroffen.

Das Risiko für den Konzernabschluss ergibt sich aus den der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für den Erstansatz der Kredite zum Erwerbsstichtag zugrunde gelegten Annahmen für nicht auf dem Markt beobachtbare Parameter. Mit diesen Annahmen sind Ermessens- und Schätzunsicherheiten gegeben, die den Wertansatz der Kredite beeinflussen.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben Einsicht in die Verträge und interne Dokumentation des Portfolioerwerbs genommen, um den Übergang des wirtschaftlichen Eigentums, den Kaufpreis, das Gesamtnominale des Kreditportfolios sowie den Aushaftungsstand zum Erwerbszeitpunkt nachzuvollziehen.

Wir haben die Angemessenheit des von der Bank angewandten Bewertungsmodells für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts des übernommenen Kreditportfolios zum Erwerbszeitpunkt unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt.

Dabei haben wir anhand einer Stichprobe von Einzelkrediten die Einschätzungen der Bank zu Höhe und Zeitpunkt der künftigen Zahlungsströme, sowie die getroffenen Annahmen zu Zinskurven, Kreditrisikoaufschlag und Diskontierungssatz und Modellparameter anhand von Marktdaten und öffentlich verfügbaren Informationen daraufhin untersucht, ob diese in einer angemessenen Bandbreite liegen.

Weiters haben wir die internen Prozessabläufe und Schlüsselkontrollen zur Sicherstellung der vollständigen Übernahme der erworbenen Kredite in die Systeme der Bank erhoben. Die Schlüsselkontrollen haben wir hinsichtlich ihrer Ausgestaltung, Implementierung und Effektivität beurteilt.

Die sich auf Einzelkreditebene ergebenden Agios und Disagios zum Erwerbszeitpunkt haben wir rechnerisch nachvollzogen. Wir haben die Angemessenheit der Einschätzung des Managements, ob eine Vereinnahmung oder Verteilung des Gewinns zum Zugangszeitpunkt vorgenommen wird, beurteilt. Weiters haben wir beurteilt, ob die diesbezüglichen Angaben im Konzernanhang angemessen sind.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB sowie 59a BWG ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als not-


BESTÄTIGUNGSVERMERK

wendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.

  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.

  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.

  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.


BESTÄTIGUNGSVERMERK

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangtem Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir,

Wien, am 3. März 2017

kPMG Austria GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Bernhard Mechtler
Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

DEFINITIONEN

Key Performance Indicator Definition / Berechnung Erläuterung
Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG P.S.K. Gruppe), exkl. in den Übergangsphasen anrechenbarer Kapitalbestandteile (fully loaded) Die Definition und Berechnung des Common Equity Tier 1 Kapitals erfolgt gemäß CRR. Es weist die höchste Kapitalqualität auf und umfasst daher nur jene Kapitalinstrumente, die der Bank uneingeschränkt und unmittelbar zur sofortigen Deckung von Risiken oder Verlusten zur Verfügung stehen. Je höher das CET1 Kapital der Bank, desto höher ist die Belastbarkeit der Bank gegen Risiken und Verluste.
Common Equity Tier 1 (CET1) Quote Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital / risikogewichtete Aktiva Die CET1 Quote ist eine der wichtigsten regulatorischen Kennzahlen und zeigt die Kapitalstärke einer Bank, als Maßstab, finanziellem Stress standzuhalten. Die Kennzahl wird vom Management laufend überwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Vor der Nutzung neuer Geschäftsmöglichkeiten wird deren Auswirkung auf die CET1 Quote bemessen.
Cost/Income Ratio Operative Aufwendungen / operative Erträge Die Cost/Income Ratio zeigt die operativen Aufwendungen im Verhältnis zu den operativen Erträgen und vermittelt ein klares Bild über die operative Effizienz der Bank. Die BAWAG P.S.K. verwendet diese Kennzahl als Effizienzmaßstab zur Steuerung der Bank und zur einfachen Vergleichbarkeit der Effizienz mit anderen Finanzinstituten.
FACE Free Available Cash Equivalent (Liquiditätspuffer) Bankintern definierter Liquiditätspuffer, der in einen kurz- und mittelfristig liquidierbaren Anteil unterteilt wird
Gesamtkapital Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG P.S.K. Gruppe), exkl. in den Übergangsphasen anrechenbarer Kapitalbestandteile (fully loaded) Das Gesamtkapital und die Gesamtkapitalquote sind regulatorische Kennzahlen, welche auf dem CET1 Kapital, erweitert um weitere Instrumente (z.B. Additional Tier 1 und Tier 2), die nicht unter die enge Definition von Common Equity Tier 1 fallen, basieren. Die Gesamtkapitalquote wird vom Management laufend überwacht, um die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse zu gewährleisten. Allerdings ist das CET1 Kapital von größerer Bedeutung, da es auch Basis für aufsichtsrechtliche Mindesterfordernisse wie z.B. die SREP-Anforderung darstellt. Daher orientiert sich die BAWAG P.S.K. stärker am CET1 Kapital und der CET1 Quote.
Gesamtkapitalquote Gesamtkapital / risikogewichtete Aktiva
IFRS-Eigenkapital Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist; exkl. nicht beherrschender Anteile IFRS-Eigenkapital wie im Konzernabschluss dargestellt
IFRS-Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte IFRS-Eigenkapital, vermindert um den Buchwert der immateriellen Vermögenswerte Das IFRS-Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte ist ein weiterer Indikator für die Tragfähigkeit von Banken und ermöglicht die Vergleichbarkeit der Banken in Bezug auf das IFRS-Eigenkapital ohne immaterielle Vermögenswerte. Es wird bei der Berechnung des Return on Tangible Equity im Nenner verwendet (siehe unten).
Investment Grade Investment Grade bezeichnet einen Status von Unternehmen oder Staaten, die ein verhältnismäßig geringes Ausfallsrisiko aufweisen Die Bank referenziert auf die Ratingergebnisse von Moody's mit einem Mindest-Rating von „Baa“
Leverage Ratio Common Equity Tier 1 (CET1) Kapital / Gesamtexposure (Berechnung nach CRR, basierend auf der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe); mit Die Leverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kenngröße und drückt – ähnlich der CET1 Quote – das Verhältnis zwischen dem CET1 Kapital und dem Gesamtexposure aus. Das Gesamtexposure beinhaltet sowohl bilanzielle als auch bestimmte außerbilanzielle Posten; hierbei erfolgt keine Risikogewichtung. Sie zeigt den

DEFINITIONEN

September 2016 wurde die Berechnung des Gesamtexposures von einer dreimonatigen Durchschnittsberechnung auf eine Stichtagsbetrachtung zum Periodenende umgestellt, um den geänderten regulatorischen Anforderungen zu entsprechen Verschuldungsgrad der Bank. Je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad und desto höher die Wahrscheinlichkeit für der Bank, negativen Schocks standhalten zu können.
Liquidity Coverage Ratio (LCR) Liquide Aktiva / Netto-Liquiditäts-abflüsse (Berechnung nach CRR, basierend auf der Promontoria Sacher Holding N.V. Gruppe) Die Liquidity Coverage Ratio ist eine aufsichtsrechtliche Kennzahl, die vorsieht, dass Banken angemessene Liquiditätspuffer im Sinne von ausreichend hochliquiden Aktiva halten, um kurzfristige Schwankungen unter Stressbedingungen abdecken zu können. Dabei muss die Bank einem möglichen Ungleichgewicht zwischen Liquiditätszuflüssen und -abflüssen unter Stressbedingungen während 30 Tagen standhalten können. Die Kennzahl wird vom Management der Bank laufend überwacht, um die aufsichtsrechtlichen Mindesterfordernisse und kurzfristigen Liquiditätsanforderungen zu erfüllen.
Loan-to-Value Ratio (LTV) Hypothekarkredite / Marktwert der Sicherheiten Die Loan-to-Value Ratio berechnet das Verhältnis der Hypothekarkredite zu den Verkehrs- oder Marktwerten der zugehörigen belehnten Liegenschaften.
Nettogewinn Periodengewinn nach Steuern, der den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist Diese Kenngröße für Rentabilität zeigt den Periodengewinn nach Steuern in absoluten Zahlen für die jeweilige Periode gemäß des Konzernabschlusses, der zur Gewinnverteilung an die Eigentümer verfügbar ist.
Nettozinsmarge Nettozinsertrag / durchschnittliche zinstragende Aktiva; zum Jahresende 2016 wurde der Nenner von durchschnittlicher Bilanzsumme auf durchschnittliche zinstragende Aktiva geändert und rückwirkend angepasst Die Nettozinsmarge ist eine Erfolgskennzahl, bei welcher der Zinsertrag aus Krediten und anderen Aktiva in einer Periode abzgl. des Zinsaufwandes für Einlagen und sonstige Verbindlichkeiten durch die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva dividiert wird. Die Kennzahl wird zum externen Vergleich mit anderen Banken sowie als internes Maß zur Rentabilität von Produkten und Segmenten verwendet.
NPL Non-Performing Loans (notleidende Kredite); Forderungen, für die kein ökonomischer Verlust erwartet wird, werden nicht als NPLs klassifiziert Non-Performing Loans; Alle Exposures von Kunden in der Default-Risikoklasse „B“, unabhängig davon, ob auf Einzelkontoebene eine Limitüberziehung oder ein Ratenrückstand vorliegt oder nicht.
NPL Ratio Non-Performing Loans (NPLs) / Kredite und Forderungen (vor Abzug von Wertberichtigungen) Die NPL Ratio ist eine ökonomische Kennzahl zur Darstellung der als „notleidende Kredite“ (Non-Performing Loans) klassifizierten Kredite im Verhältnis zum Gesamtkreditportfolio. Die Definition der notleidenden Kredite wurde von aufsichtsrechtlichen Standards und Leitlinien abgeleitet und umfasst grundsätzlich jene Kunden, bei denen eine Rückzahlung zweifelhaft ist, die Verwertung von Sicherheiten erwartet wird und die daher in das Ratingsegment „ausgefallen“ klassifiziert wurden. Die Kennzahl spiegelt die Qualität des Kreditportfolios und des Kreditrisikomanagements der Bank wider.
NPL Coverage Ratio Risikovorsorgen und Sicherheiten / notleidende Kredite; Gesamtdeckungsquote Die NPL Coverage Ratio zeigt das Verhältnis der Wertberichtigungen/Risikovorsorgen und Sicherheiten zu den notleidenden Krediten.
NPL LLP Coverage Ratio Risikovorsorgen / notleidende Kredite; Deckungsquote Die NPL LLP Coverage Ratio zeigt die Relation der Wertberichtigungen/Risikovorsorgen zu den notleidenden Krediten.
Operative Erträge Summe aus operativen Kernträgen, Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt

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BAWAG P.S.K. KONZERN-GESCHÄFTSBERICHT 2016

und den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen
Operative Kernerträge Summe aus Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss Die operativen Kernerträge setzen sich aus den Einzelposten Nettozinsertrag und Provisionsüberschuss zusammen und zeigen den Erfolg der Bank in ihren Kernaktivitäten.
Operatives Ergebnis Operative Erträge, vermindert um operative Aufwendungen und die regulatorischen Aufwendungen Wie im jeweiligen Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt
Return on Equity Nettogewinn / durchschnittliches IFRS-Eigenkapital Diese Kennzahlen stellen Messgrößen für die Ertragskraft der Bank für das Management und Investoren dar. Es wird der Nettogewinn aus der Gewinn- und Verlustrechnung entweder zu Eigenkapital oder Aktiva in Beziehung gesetzt. Der Return on Equity bzw. Return on Tangible Equity zeigt die Effizienz der Bank in Bezug auf das von den Eigentümern investierte Kapital und dementsprechend den Erfolg ihres Investments. Der Return on Total Assets bzw. Return on Risk-Weighted Assets ist ein Maß für den wirtschaftlichen Erfolg der Geschäftstätigkeit des Managements. Die „Return on...“-Kennzahlen vereinfachen die Vergleichbarkeit der Rentabilität zwischen Banken.
Return on Risk-Weighted Assets Nettogewinn / durchschnittliche risikogewichtete Aktiva
Return on Tangible Equity Nettogewinn / durchschnittliches IFRS-Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte
Return on Total Assets Nettogewinn / durchschnittliche Bilanzsumme
Risikogewichtete Aktiva Basierend auf regulatorischen Werten nach IFRS CRR (BAWAG P.S.K. Gruppe, fully loaded) Die Berechnung der risikogewichteten Aktiva ist in der CRR definiert. Der Wert beschreibt den absoluten Betrag des Risikos einer Bank und beinhaltet sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Positionen. Bei der Berechnung kann die Bank risikomindernde Elemente (z.B. Sicherheiten) berücksichtigen und muss die aufsichtsrechtliche Risikogewichtung für jede Position in Abhängigkeit vom (externen) Rating der Gegenpartei bzw. des Kunden festlegen. Risikogewichtete Aktiva stehen im Nenner der Formel für die Berechnung der CET1 Quote (siehe oben). „Fully Loaded“ bedeutet die Vollanwendung der CRR ohne Übergangsbestimmungen.
Risikokosten / Kredite und Forderungen Risikokosten (Rückstellungen und Kreditrisikovorsorgen, außerplanmäßige Abschreibungen sowie operationelles Risiko) / durchschnittliche Kredite und Forderungen (vor Abzug von Wertberichtigungen) Diese Quote ist eine Kennzahl für die Qualität des Kreditrisiko-managements und des Kreditportfolios. Sie zeigt die Risikokosten in einer Periode im Verhältnis zum durchschnittlichen Kreditportfolio und ermöglicht ein Benchmarking mit anderen Banken. Gründe für geringe Risikokosten können hohe Sicherheiten und/oder eine laufende Überwachung der Ratings der Kunden sein. Daraus ergibt sich, dass es nur zu geringen Kreditausfällen kommt und nur ein geringer Bedarf für Wertberichtigungen besteht.
RWA Density Risikogewichtete Aktiva / Bilanzsumme Die RWA Density ist eine Kennzahl für die durchschnittliche „Risikogewichtung“ der Bilanz einer Bank, also die gesamten risikogewichteten Aktiva (siehe oben) im Verhältnis zur Bilanzsumme. Die Kennzahl zeigt die durchschnittliche Risikogewichtung der Aktiva basierend auf den aufsichtsrechtlichen Risikogewichtungen, welche durch die Qualität der Aktiva, das Besicherungsniveau bzw. die angewandten Methoden zur Einschätzung der Risikogewichte beeinflusst werden.
Sensitivität (Basispunkt) Sensitivität gibt an, wie stark der Wert ansteigt, wenn sich der Risikofaktor um einen Basispunkt (0,01%-Punkte) verändert
Value at Risk (VaR) Risikomaß für das Exposure Methode zur Quantifizierung von Risiken, welche die potenziell maximal möglichen zukünftigen Verluste, die sich innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit ereignen können, misst

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GLOSSAR

GLOSSAR

| Assoziierte
Unternehmen | Unternehmen, auf deren Geschäfts- oder Finanzpolitik ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird und die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden. |
| --- | --- |
| Backtesting | Verfahren zur Überprüfung der prognostizierten VaR-Werte mittels Vergleich mit den tatsächlich eingetretenen Ergebnissen. |
| Bankbuch | Alle bilanziellen und außerbilanziellen risikotragenden Positionen einer Bankbilanz, die nicht dem Handelsbuch zugeordnet werden. |
| CDS | Credit Default Swap; Finanzinstrument, welches Kreditrisiken im Zusammenhang mit z.B. Darlehen oder Wertpapieren verbrieft. |
| CLO | Collateralized Loan Obligation; Wertpapiere, die mittels eines Pools von Kreditforderungen besichert sind. |
| Cross Selling | Aktiver Verkauf von sich ergänzenden Produkten und Dienstleistungen an Bestandskunden. |
| CRR | Capital Requirements Regulation; Verordnung (EU) Nr. 575/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 über Aufsichtsanforderungen an Kreditinstitute und Wertpapierfirmen und zur Änderung der Verordnung (EU) Nr. 646/2012 Text von Bedeutung für den EWR. |
| Derivate | Finanzinstrumente, deren Wert vom Wert eines zugrundeliegenden Basiswertes abhängt (z.B. Aktien, Anleihen, etc.). Die wichtigsten Derivate sind Futures, Optionen und Swaps. |
| Fair Value | Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bewertungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt wurde. |
| Fair Value Hedge | Vornehmlich festverzinsste Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten werden hierbei mittels Derivaten gegen Änderungen des Fair Values abgesichert. |
| Futures | Standardisierte, börsegehandelte Terminkontrakte, bei welchen zu einem bestimmten Zeitpunkt ein Handelsobjekt zu einem im Vorhinein festgesetzten Kurs geliefert oder abgenommen werden muss. |
| Hedge Accounting | Bilanzierungstechnik, welche zum Ziel hat den Einfluss von gegensätzlichen Wertentwicklungen eines Sicherungsgeschäfts und eines Grundgeschäfts auf die Gewinn- und Verlustrechnung zu minimieren. |
| Hedging | Absicherung gegen das Risiko von ungünstigen Zins- und Kursentwicklungen |
| HVPI | Harmonisierter Verbraucherpreisindex; Grundlage für die vergleichbare Messung der Inflation in Europa und für die Bewertung der Geldwertstabilität innerhalb der Eurozone |
| IBNR | Vorsorge für eingetretene und noch nicht erkannte Verluste. |
| ICAAP | Internal Capital Adequacy Assessment Process; Bankinternes Verfahren zur Sicherstellung einer adäquaten Eigenkapitalausstattung für die Abdeckung aller wesentlichen Risikoarten. |
| Investment
Properties | Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die in erster Linie der Erzielung von Mieteinnahmen dienen. |
| Loss identification
period (LIP) | Der Zeitraum vom Ausfall des Kreditnehmers bis zur Wahrnehmung dieses Ausfalls in der Bank. |
| Monte-Carlo-Simulation | Numerische Methode zur Lösung mathematischer Probleme mit Hilfe der Modellierung von Zufallsgrößen. |
| Option | Das Recht einen zugrundeliegenden Referenzwert zu einem vorher festgelegten Preis innerhalb einer festgelegten Frist oder zu einem bestimmten Zeitpunkt zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). |
| OTC | Over-the-Counter; Handel mit nicht standardisierten Finanzinstrumenten, welcher nicht über eine Börse, sondern direkt zwischen den Marktteilnehmern durchgeführt wird. |
| Swap | Finanzinstrument, welches grundsätzlich dem Austausch von Zahlungsströmen zwischen zwei Vertragspartnern dient. |


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

GESCHÄFTSBERICHT NACH UGB 2016

197 LAGEBERICHT

198 Wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen
200 BAWAG P.S.K. auf einen Blick
200 Strategie
201 Ergebnis- und Bilanzanalyse
205 Geschäftssegmente
211 Corporate Governance
213 Änderungen im Beteiligungsportfolio
214 Risikobericht
226 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
228 Personalentwicklung
230 Corporate Social Responsibility
232 Forschung und Entwicklung
232 Ausblick

234 EINZELABSCHLUSS

235 Bilanz
238 Gewinn- und Verlustrechnung
240 Anhang
282 Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

283 BESTÄTIGUNGSVERMERK


Lagebericht


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UCR

WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

WIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Makroökonomische Trends

2016 erhöhte sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts auf 1,5% gegenüber 1,0% im Jahr 2015. Eine Wende im Investitionszyklus sowie solides Wachstum der privaten Konsumausgaben kurbelten das Wirtschaftswachstum an. Der private Konsum wurde weiterhin durch die demographische Entwicklung und durch die Steuerreform 2016 unterstützt, während Nettoexporte einen negativen Wachstumsbeitrag lieferten. Somit löste seit 2015 die Inlandsnachfrage den Außenhandel als Wachstumstreiber in Österreich ab. Dem geringfügigen Anstieg der Arbeitslosenquote auf 5,7% stand ein konstant hohes Beschäftigungswachstum von rund 1,5% gegenüber. Sowohl die Unternehmen als auch die privaten Haushalte wiesen weiterhin eine solide Finanzlage auf.

Marktentwicklung

Die starke Nachfrage nach Hypothekarkrediten führte 2016 zu einem Anstieg der gesamten Kreditnachfrage privater Haushalte in Österreich. Die Kundeneinlagen privater Haushalte stiegen stärker als die Verbraucherpreisentwicklung. Die Nachfrage nach Unternehmenskrediten blieb stabil und hinkte somit der gesamtwirtschaftlichen Investitionstätigkeit hinterher, die 2016 deutlich zunahm.

Verschiedenste Entwicklungen deuten auf ein Anhalten des starken Wachstumsumfeldes im Jahr 2017 und darüber hinaus hin. Aufgrund der Wende im Investitionszyklus gehen wir von einem dynamischen Investitionsumfeld aus. Der Wohnbau dürfte durch die sich verbessernde demografische Entwicklung (jährliches Bevölkerungswachstum in Wien von 1,4% während der nächsten fünf Jahre erwartet) sowie durch eine öffentliche Wohnbauinitiative (5,75 Mrd. EUR; 30.000 zusätzliche Wohnungen bis 2022) gestützt werden.

Ausblick

Die Aussichten für die österreichische Wirtschaft im Jahr 2017 bleiben optimistisch und bieten im Vergleich zu den letzten Jahren günstigere Wachstumsmöglichkeiten in verschiedenen Segmenten. Ein dynamisches Investitionsumfeld wird voraussichtlich zur Stützung der Unternehmenskreditnachfrage beitragen. Wir gehen für 2017 von einem Anstieg der Kreditnachfrage der privaten Haushalte aus, die voraussichtlich durch eine anhaltend starke Nachfrage nach Wohnbaukrediten getragen wird. Durch die erwartete Verbesserung der finanziellen Lage der Haushalte gehen wir von niedrigen Kreditausfallsraten aus. Wir erwarten, dass die Märkte in Europa weiterhin stark vom üppigen Liquiditätsumfeld geprägt sein werden. Mit ihrem Schwerpunkt auf dem österreichischen Retailgeschäft und ausgewählten westlichen Industrieländern ist die BAWAG P.S.K. im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld gut aufgestellt.

REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Die direkte Aufsicht über die bedeutendsten Finanzinstitute der Eurozone, inklusive der BAWAG P.S.K., wird gemäß dem Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism – SSM) weiterhin durch die EZB ausgeübt. Die wichtigsten Prioritäten im Jahr 2016 waren die Themen Kapitaladäquanz (aufsichtliche Stresstests, Evaluierung interner Modelle etc.), Liquidität, Risiko Governance und Datenqualität. Die Vorbereitungen zur operativen Implementierung der zweiten Säule der Bankenunion gemäß dem Einheitlichen Bankenabwicklungsmechanismus (Single Resolution Mechanism – SRM) wurden 2016 weitergeführt.

Zusätzlich zu den Mindestanforderungen unter der Kapitaladäquanzverordnung (CRR) hat die EZB den einzelnen Banken stringentere Kapitalanforderungen gemäß dem Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) auferlegt. Die CET1-Mindestkapitalquote gemäß dem SREP¹⁾ für 2016 betrug 9% (inklusive eines Systemrisikopuffers von 0,25%). Für 2017 wird die CET1 SREP-Mindestanforderung 8% betragen (inklusive eines Systemrisikopuffers von 0,50%). Zusätzlich zu dieser Mindestanforderung wird im SREP für 2017 von der Aufsicht erstmalig eine Säule-2-Empfehlung (Pillar 2 Guidance) vorgegeben. Die Säule-2-Empfehlung beträgt für die BAWAG P.S.K. 1%. Die Aufsicht erwartet damit von der BAWAG P.S.K. die Einhaltung einer CET1

1) Die SREP-Mindestanforderung wird auf Ebene der Promontoria Sacher Holding N.V. vorgeschrieben, was der höchsten aufsichtsrechtlichen Konsolidierungsebene entspricht.


LAGEBERICHT

Quote von 9% (8% SREP-Mindestanforderung plus 1% Säule-2-Empfehlung).

Die BAWAG P.S.K. hat von Beginn an ihre Kapitalstruktur entsprechend der Vollanwendung der CRR ohne Berücksichtigung von Übergangsregelungen gesteuert. Unsere angestrebte CET1 Quote für 2016 unter Vollanwendung der CRR war zumindest 12%, wobei wir letztlich zum 31. Dezember 2016 eine deutlich stärkere CET1 Quote von 15,1% ausweisen konnten und damit die regulatorischen Mindestvorgaben deutlich übererfüllten. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote unter Vollanwendung der CRR von zumindest 12% beibehalten.

Die Delegierte Verordnung der Europäischen Kommission zur Verschuldungsquote (Leverage Ratio) trat 2015 in Kraft. Derzeit besteht keine aufsichtsrechtliche Mindestanforderung für die Leverage Ratio. Die Leverage Ratio betrug zum Jahresende 2016 unter Vollanwendung der CRR 6,5%. Die Liquidity Coverage Ratio (LCR) wurde als bindende regulatorische Anforderung im Oktober 2015 wirksam. Die Mindestanforderungen belaufen sich auf 70% für 2016, danach ansteigend auf 80% für 2017 und schließlich auf 100% ab 2018. Wir betrachten den Erhalt einer robusten Liquiditätsausstattung als eine unserer Kernaufgaben und erreichten zum Jahresende 2016 eine LCR von 138%. Im Zuge des SREP für 2016 und 2017 wurde keine zusätzliche LCR-Anforderung für die BAWAG P.S.K. festgelegt.

Für 2017 erwarten wir für europäische Finanzinstitute ein sich weiterhin sehr rasch änderndes regulatorisches Umfeld. Die Europäische Kommission veröffentlichte im November 2016 ein Reformpaket mit umfassenden Änderungsvorschlägen zur CRR, der CRD IV sowie der BRRD. Die wesentlichen Eckpunkte der Reformvorschläge sind:

  • Schaffung des regulatorischen Rahmenwerks für die Gesamtverlustabsorptionsfähigkeit (TLAC) sowie die Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL)
  • Harmonisierung der insolvenzrechtlichen Behandlung einer neu zu schaffenden Klasse an nicht vorrangigen Anleihen zur Stärkung der Verlustabsorptionsfähigkeit der Banken
  • Festlegung einer Mindestanforderung zur Leverage Ratio (aktueller Vorschlag bei 3%)
  • Operative Umsetzung der strukturellen Liquiditätsquote (NSFR) als aufsichtsrechtlich verbindliche Anforderung im Jahr 2018

Die Europäische Kommission plant die Finalisierung des Reformpakets bis Ende 2017.

Ein weiteres wichtiges aufsichtsrechtliches Reformvorhaben, das im Jahr 2017 umgesetzt werden soll, ist die Finalisierung von Basel III durch den Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (oft als Basel IV bezeichnet).

Wir werden die regulatorischen Entwicklungen weiterhin proaktiv beobachten, sich daraus ergebende Änderungen zeitnah implementieren und in unseren Geschäftsaktivitäten entsprechend berücksichtigen. Auf Basis ihrer starken Kapitalausstattung und ihres profitablen Geschäftsmodells sieht sich die BAWAG P.S.K. für die zukünftigen Anforderungen gut gerüstet.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UCR

BAWAG P.S.K. AUF EINEN BLICK

Die BAWAG P.S.K. ist mit über 2,2 Mio. Kunden eine der größten, ertragstärksten und am besten kapitalisierten Banken in Österreich und verfügt über eine landesweit bekannte Marke. Wir verfolgen ein einfaches und transparentes Geschäftsmodell, das auf niedriges Risiko und hohe Effizienz ausgerichtet ist. Zwei Drittel der Kundenkredite stammen aus Österreich, die übrigen entfallen auf Länder wie Deutschland, Großbritannien, Frankreich und die Vereinigten Staaten.

Wir betreuen Privat-, KMU- und Firmenkunden in ganz Österreich und bieten ihnen ein breites Sortiment an Spar-, Zahlungsverkehrs-, Kredit- und Veranlagungsprodukten sowie Leasing, Bausparen und Versicherungen an. Ergänzt werden unsere inländischen Aktivitäten durch das internationale Geschäft mit Fokus auf Privat-, Unternehmens-, gewerbliche Immobilien- und Portfoliofinanzierungen in westlichen Industrieländern. Diese Strategie führt zu einer Diversifizierung der

Ertragsquellen und eröffnet uns unter gleichzeitiger Beibehaltung eines konservativen Risikoprofils und einer risikoadäquaten Kreditvergabe Wachstumschancen.

Wir steuern die Bank unter den Aspekten Sicherheit und Zuverlässigkeit mit einer soliden Bilanzstruktur, einem niedrigen Leverage und einer starken Kapitalausstattung. Unsere Geschäftssegmente sind BAWAG P.S.K. Retail, easygroup, DACH Corporates & Public Sector, International Business und Treasury Services & Markets. Die Bereitstellung von einfachen, transparenten und erstklassigen Produkten und Dienstleistungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen, steht in allen Geschäftsbereichen im Zentrum unserer Strategie.

Die Bank befindet sich zu 52% im Eigentum von Cerberus Capital Management LP und zu 40% im Eigentum von GoldenTree Asset Management LP.

STRATEGIE

  • Wachstum in unseren Kernmärkten – Unser Ziel ist es, unsere Kundenbasis und unser Kundengeschäft in unseren Kernmärkten Österreich und westlichen Industriestaaten mit Schwerpunkt auf der DACH-Region zu steigern.
  • Unseren Kunden das Leben einfacher machen – Unsere Kunden sollen ihre Bankgeschäfte so gut und komfortabel wie möglich über unsere digitalen und physischen Vertriebskanäle abwickeln können. Dadurch wollen wir erfolgreiche, langfristige Kundenbeziehungen aufbauen und erhalten.
  • Effizienz als Schlüssel zum Erfolg – Kosteneffizienz in allen Geschäftsbereichen und Funktionen ist für den Erfolg in einem komplexen Umfeld entscheidend, in dem wir mit stärkerem Wettbewerb, strengeren regulatorischen Anforderungen und anhaltenden makroökonomischen Herausforderungen konfrontiert sind.
  • Sicher und solide – Eine solide Kapitalausstattung, stabile Einlagen sowie niedrige und kalkulierbare Risikokosten stellen die Basis für die Umsetzung unserer Geschäftsstrategie dar.

LAGEBERICHT

ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE

Die Bilanzsumme der BAWAG P.S.K. liegt mit 34.991 Mio. EUR zum 31. Dezember 2016 deutlich über dem Niveau des Vorjahrs. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus neuen Investments in qualitativ hochwertige Wohnbaukredite in Westeuropa.

Aktiva

in Mio. EUR Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Veränderung
31.12.2016 31.12.2015
Forderungen an Kunden 23.840 68% 24.957 74% -1.117 -4,5%
Wertpapiere 7.095 20% 5.069 15% 2.026 40,0%
Forderungen an Kreditinstitute 2.070 6% 1.843 5% 227 12,3%
Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen 472 1% 345 1% 127 36,8%
Sonstige Aktiva 1.514 4% 1.697 5% -183 -10,8%
Bilanzsumme 34.991 100% 33.911 100% 1.080 3,2%

Die Forderungen an Kunden gingen um 1.117 Mio. EUR oder 4,5% auf 23.840 Mio. EUR zurück. Dies beruht auf Rückzahlungen und im Wesentlichen auf FX-Bewertungen bei ausländischen Konsumentenkrediten und der erstmals erfassten Portfoliowertberichtigung.

Das Wertpapierportefeuille der BAWAG P.S.K. erhöhte sich Großteils aufgrund des Kaufes eines Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa über um 2.026 Mio. EUR auf 7.095 Mio. EUR.

Forderungen an Kreditinstitute stiegen leicht um 227 Mio. EUR auf 2.070 Mio. EUR an.

Die Beteiligungen/Anteile verbundene Unternehmen veränderten sich aufgrund von Zukäufen zweier inländischer Banken (start:bausparkasse und IMMO-BANK) und dem Verkauf einer ausländischen Bank.

Der Rückgang der Sonstigen Aktiva um 183 Mio. EUR auf 1.514 Mio. EUR ist im Wesentlichen auf den Rückgang positiver Marktwerte von Derivaten zurückzuführen.

Passiva

in Mio. EUR Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Bilanzstand Anteil Bilanz-summe Veränderung
31.12.2016 31.12.2015
Spareinlagen 6.423 18% 6.871 20% -448 -6,5%
Sonstige Kundeneinlagen 14.287 41% 11.631 34% 2.656 22,8%
Eigene Emissionen 3.960 11% 3.163 9% 797 25,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.242 18% 7.932 23% -1.690 -21,3%
Sonstige Passiva 1.609 5% 1.853 5% -244 -13,2%
Eigenkapital (inkl. Bilanzgewinn) 2.470 7% 2.461 7% 9 0,4%
Bilanzsumme 34.991 100% 33.911 100% 1.080 3,2%

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UCR

Bei den Spareinlagen kam es zu einem, der Strategie der Bank entsprechenden Rückgang bei vor allem fixverzinsten Einlagen um 448 Mio. EUR, der jedoch durch einen Anstieg der sonstigen, variabel verzinsten Kundeneinlagen um 2.656 Mio. EUR ausgeglichen wurde.

Die eigenen Emissionen der BAWAG P.S.K. stiegen um 797 Mio. EUR oder 25,2% auf 3.960 Mio. EUR an. Dieser Anstieg ist auf die Neuemission einer fundierten Bankschuldverschreibung in Höhe von 500 Mio. EUR im ersten Quartal 2016 sowie die erfolgreiche Platzierung zweier unbesicherter erstrangiger Anleihen in Schweizer Franken mit einem Gesamtvolumen von 275 Mio. CHF zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierten sich um 1.690 Mio. EUR auf 6.242 Mio. EUR.

Das Eigenkapital stieg um 9 Mio. EUR auf 2.470 Mio. EUR. Dem in 2016 erzielten Nettogewinn von 321 Mio. EUR steht eine Dividendenzahlung in Höhe von 306 Mio. EUR an die Promontoria Sacher Holding N.V., der alleinigen Eigentümerin der BAWAG Holding, im Jahr 2016 gegenüber.

Aufgliederung der Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. EUR 2016 2015 Veränderung Veränderung (%)
Nettozinsertrag inkl. Wertpapiererträge 635 614 21 3,4
Beteiligungserträge 61 78 -17 -21,8
Provisionsüberschuss 168 175 -7 -4,0
Finanzergebnis 1 10 -9 -90,0
Sonstige betriebliche Erträge 34 20 14 70,0
Betriebserträge 899 897 2 0,2
Verwaltungsaufwand -421 -420 -1 0,3
Planmäßige Abschreibungen -27 -30 3 -10,1
Laufende Betriebsaufwendungen -448 -449 2 -0,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen -12 -14 2 -12,9
Restrukturierung und sonstige Einmalaufwendungen -26 -38 12 -31,6
Betriebsergebnis 413 396 17 4,4
Dotierung Kreditrisikovorsorge -42 -39 -3 7,7
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Wertpapiere UV 4 -23 27
Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Finanzanlagen 28 60 -31 52,3
Ergebnis vor Sondereffekten 404 393 10 2,6
Return on equity 16,4% 17,2%
Vorverschmelzungsaufwendungen -10 -10 100
Regulatorische Aufwendungen -21 -13 -8 61,5
Ersterfassung IBNR -34 -34 100
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 339 380 -42 -11,0
Außerordentliches Ergebnis
Steuern -18 -25 7 -28,0
Ergebnis vor Rücklagenbewegung 321 355 -35 -9,8
Rücklagenbewegung, Gewinnvortrag, Abschlagszahlung 221 172 49
Bilanzgewinn 542 527 15 2,8

LAGEBERICHT

Der Nettogewinn sank im Jahr 2016 um 35 Mio. EUR bzw. 9,8% auf 321 Mio. EUR. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus höheren regulatorischen Aufwendungen.

Der Nettozinsertrag konnte im Jahr 2016 aufgrund einer Steigerung des Nettobestandes und niedrigerer Refinanzierungskosten um 21 Mio. EUR bzw. 3,4% auf 635 Mio. EUR gesteigert werden.

In der Gewinn- und Verlustrechnung reduzierten sich die Erträge aus Beteiligungen um 17 Mio. EUR auf 61 Mio. EUR.

Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Wertpapiere ist im Jahr 2016 mit einem Ertrag von 4 Mio. EUR positiv. In 2015 war das Ergebnis in Höhe von -23 Mio. EUR durch die Realisation von negativen Marktwerten von Derivaten beeinflusst, welchen Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens gegenüber standen.

Der Provisionsüberschuss 2016 blieb mit 168 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil.

Das Finanzergebnis beträgt 1 Mio. EUR und wird durch die Bewertung unserer Veranlagungen, Wertpapiere und für Kunden getätigten Derivativgeschäfte beeinflusst.

Der Verwaltungsaufwand zeigt sich gegenüber 2015 nahezu konstant.

Die Kreditrisikovorsorge 2016 beläuft sich auf 42 Mio. EUR im Vergleich zu 39 Mio. EUR im Vorjahr.

Das Bewertungs- und Veräußerungsergebnis Finanzanlagen des laufenden Jahres beläuft sich auf 28 Mio. EUR und beinhaltet vor allem Gewinne aus dem Verkauf von Wertpapieren des Anlagevermögens.

Der Steueraufwand betrifft im Wesentlichen die Stabilitätsabgabe in Höhe von -58 Mio. EUR und aktive latente Ertragsteuern in Höhe von 41 Mio. EUR.

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BAWAG P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO UCR

KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSAUSSTATTUNG

Die Kapitalquoten mit Anwendung der Übergangsbestimmungen verbesserten sich per 31. Dezember 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 290 Basispunkte auf 15,0% (CET1 Quote) bzw. auf 17,9% (Gesamtkapitalquote), hauptsächlich getrieben durch organische Erträge bei gleichzeitiger Finanzierung von Akquisitionen. Damit hat unsere Kapitalausstattung sowohl die regulatorischen Vorgaben als auch unsere CET1-Zielquote von über 12% deutlich übertroffen.

Die Kombination einer starken Kapitalbasis und einer konservativen RWA Density führte zu einer Leverage Ratio (unter Vollanwendung der CRR) von 6,6% per 31. Dezember 2016.

Unsere Hauptrefinanzierungsquelle sind weiterhin unsere stabilen Kundeneinlagen. Die Einlagenrefinanzierung wird durch eine gut diversifizierte Wholesale-Fundingstrategie unterstützt. Im ersten Quartal 2016 wurde von der BAWAG P.S.K. eine sechsjährige hypothekarisch besicherte Bankschuldverschreibung mit einem Nominale von 500 Mio. EUR begeben. Im vierten Quartal 2016 konnte die BAWAG P.S.K. erfolgreich zwei unbesicherte Anleihen im Schweizer Markt mit einem Nominale von insgesamt 275 Mio. CHF platzieren (175 Mio. CHF mit einer Laufzeit von fünf Jahren und 100 Mio. CHF mit einer Laufzeit von zwei Jahren). Die 100 Mio. CHF Zweijahrestransaktion wurde mit einer Rendite von -0,25% gepresst und war damit die erste unbesicherte Bankanleihe mit einer negativen Rendite in CHF überhaupt. Zusätzlich hat die BAWAG P.S.K. im November 2016 erstmals eine an internationale Investoren gerichtete RMBS-Transaktion in Großbritannien mit einem Volumen von 500 Mio. GBP platziert.

Die Bank behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, der sich auch in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 128% zum Jahresende 2016 widerspiegelt.

Eigenmittel

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Grundkapital 250.000 250.000
Rücklagen inklusive Jahresgewinn 2016 2.219.816 1.905.126
Abzug immaterielle Vermögenswerte -97.089 -87.754
Abzugsposten Beteiligungen - -
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -21.948 -49.488
Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) 2.350.779 2.017.884
Ergänzungs- und Nachrangkapital 459.575 475.765
Abzugsposten Beteiligungen -19.753 -14.446
Überhang IRB Risikovorsorge 24.519 15.818
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -5.487 -21.209
Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) 458.854 455.928
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 2.809.633 2.473.812
Eigenmittelquote 17,9% 16,4%

LAGEBERICHT

GESCHÄFTSSEGMENTE

BAWAG P.S.K. RETAIL

Strategie

Das Segment BAWAG P.S.K. Retail betreut 1,8 Millionen Privatkunden und KMUs über unser zentral gesteuertes, gemeinsam mit der Österreichischen Post betriebenes Filialnetz sowie über unsere Online- und Mobile-Vertriebsschienen, die durch unser Customer Care Center ergänzt werden.

Auf Basis einer starken und landesweit bekannten Marke bieten wir als eine der führenden Omnikanal-Banken in Österreich über unsere physischen und digitalen Vertriebswege leicht verständliche, faire und transparente Produkte und Dienstleistungen an.

Im Laufe des Jahres 2016 haben wir weiter in die Entwicklung unseres Retail-Geschäftsmodells investiert, um die hohe Qualität unseres Kundenservice und unserer Beratungsleistungen zu gewährleisten. Durch eine stärkere Ausdifferenzierung unseres Filialnetzes und den Einsatz spezialisierter Beraterteams gelang es, die Qualität des Kundenservice in unseren Filialen zu verbessern und die Produktivität im Vertrieb zu steigern. Gleichzeitig haben wir in die Ausbildung unserer Vertriebsmitarbeiter investiert und unsere Online-Vertriebsanwendungen weiterentwickelt, die den systemischen Ansatz unseres Retailgeschäfts und unseren Vertrieb effizient unterstützen.

Bei digitalen Produktangeboten sind wir weiterhin führend und verbessern laufend das Kundenerlebnis mit neuen eBanking- und Mobile-Funktionen. Unsere neue Security-App und die One-Touch-Sicherheitsfunktionen für Smartphones sind Beispiele für Features, durch die Kunden unsere Produkte jederzeit und überall erwerben und Transaktionen sicher abwickeln können. Darüber hinaus sind wir die erste Bank in Österreich, die die Möglichkeit einer kompletten Online-Kontoeröffnung mittels Videolegitimation anbietet. Damit kann ein Kunde ein Konto bei der BAWAG P.S.K. nahtlos über ein mobiles Endgerät eröffnen. Gleichzeitig wird am Aufbau einer Finanzdienstleistungsplattform gearbeitet, die unseren Kunden die Abwicklung sämtlicher Finanzgeschäfte erleichtern wird.

Geschäftsvorlauf 2016

Neben dem weiteren Wachstum im Konsumkreditgeschäft konnten wir auch beim Umstieg unserer Kunden auf digitale Plattformen weitere Fortschritte erzielen. Im Jahr 2016 wurden bereits 21% unserer Konsumkreditabschlüsse über digitale Vertriebsschienen bzw. über unser Customer Care Center getätigt. Beides wurde von unseren Kunden gut angenommen.

Internationale Expansion nach Westeuropa

Ein weiterer wesentlicher Faktor unserer verbesserten Performance im Jahr 2016 waren die Übernahmen von zwei Portfolios qualitativ hochwertiger Wohnbaukredite in Westeuropa, das erste im vierten Quartal 2015 mit ca. 20.000 Kunden in Höhe von 1,8 Mrd. EUR und das zweite im vierten Quartal 2016 mit ca. 20.000 Kunden in Höhe von 1,4 Mrd. EUR. Diese Akquisitionen sind Teil unserer Strategie, in weitere westeuropäische Märkte zu expandieren. Wir prüfen derzeit eine Reihe weiterer Akquisitionsmöglichkeiten, die uns bei der Umsetzung unserer Wachstumspläne unterstützen könnten.

Optimierung des Produktmix

Auf der Einlagenseite konnten wir durch weitere Umschichtungen von festverzinslichen Einlagen zu Girokonten und täglich fälligen Sparkonten die Refinanzierungskosten senken, Beratungskapazitäten im Vertrieb freispielen und unseren Kunden Produkte mit erweiterten Funktionalitäten anbieten.

Ein wichtiger Schritt für das Provisionsgeschäft war die Einführung unserer neuen KontoBoxen (Girokonten) im Februar 2016. Die neue Generation der KontoBoxen bietet unseren Kunden eine Reihe zusätzlicher Services, darunter eine Kontokarte Gold, die über eine auf dem Smartphone basierende Zahlungsfunktionalität („SmartPay“) verfügt, und insbesondere unser neues Kundenbindungsprogramm DANKESCHÖN, bei dem Kunden für die Nutzung unserer Produkte und Kontokarten belohnt werden. Diese Zusatzleistungen werden zu einer intensiveren Kundennutzung führen und haben bereits ein verstärktes Interesse an höherwertigen Girokonten mit erweiterten Funktionalitäten und einem verbesserten Kundenerlebnis ausgelöst. Die Umstellung unserer Kunden auf diese neuen Kontomodelle wird auch in Zukunft zu weiteren Ertragssteigerungen beitragen. Die neuen Kontoboxen wurden von unseren Kunden insgesamt gut angenommen. Der Anteil der höherwertigen Modelle an der Gesamtzahl der KontoBoxen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen.

Die Einführung der neuen KontoBoxen wurde auf allen Vertriebsschienen durch ein intensives Ausbildungsprogramm für unsere Kundenberater unterstützt. Neben dem


BAWAG P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

Rollout der KontoBoxen haben wir auch neue Funktionalitäten in „GATE“, unserem Front-End-Tool für den Vertrieb, implementiert, die den Beratungsprozess für Girokonten unterstützen und automatisieren.

Effizienzsteigerung im Kerngeschäft

Wir haben in unserem Filialnetz eine differenzierte Struktur geschaffen, durch die wir umfangreiche Beratungsleistungen an Standorten mit hoher Nachfrage konzentrieren, aber gleichzeitig wie bisher unsere Serviceleistungen allen Kunden über ein Netz von Selbstbedienungsgeräten und Transaktionspunkten anbieten können. Diese Differenzierung der Filialen ermöglicht den verbesserten Einsatz unserer Ressourcen und führt durch höhere Produktivität im Vertrieb zu einer verbesserten Kosteneffizienz.

Die verstärkte Konzentration unserer Filialmitarbeiter auf Beratung und Vertrieb wird auch durch die laufende Verlagerung von Schaltertransaktionen auf digitale Schienen und Selbstbedienungsplattformen unterstützt. Im Vergleich zu 2015 ist der Anteil der Online-Zahlungstransaktionen um 10% und der Anteil der über Mobile-Apps getätigten Transaktionen um 49% gestiegen. Demgegenüber war im gleichen Zeitraum der Anteil der Schaltertransaktionen um 11% rückläufig, worin das insgesamt veränderte Kundenverhalten im Zahlungsverkehr und die Migration der Kunden auf digitale Plattformen zum Ausdruck kommen.

Diese Faktoren führen zu einem niedrigeren Aufwand im Kundenservice. Dadurch können unsere Kundenberater sich verstärkt auf Beratung und Vertrieb konzentrieren. Zusätzlich führt die laufende Weiterentwicklung unseres Front-End-Tools „GATE“ zu einer weiteren Verbesserung unserer Front-End-Prozesse und damit zu erhöhter Zufriedenheit unserer Kunden mit der Beratung.

Umstieg auf digitale Plattformen

Wir arbeiten weiterhin an der Umsetzung einer Finanzdienstleistungsplattform, auf der unsere Kunden alle Finanztransaktionen abwickeln können. Durch die laufende Einführung neuer Online- und Mobile-Produkte und Services wollen wir unsere Kunden bei allen ihren Geldangelegenheiten noch besser unterstützen.

2016 haben wir unser Angebot an Online-Produkten und ergänzenden Serviceleistungen kontinuierlich erweitert. Im ersten Quartal 2016 wurde mit dem Online-Angebot der Kernprodukte unserer Girokontopalette begonnen.

Der Prozess der Kontoeröffnung verläuft nun vollständig digital mit Online-Identitätskontrolle und digitaler Unterschrift. Außerdem wurde eine neue SmartPay-App eingeführt, die Zahlungen mittels NFC-fähiger Smartphones und die reibungslose Abwicklung weiterer Transaktionen ermöglicht. In der ersten Jahreshälfte 2016 erfolgte zudem eine Neugestaltung der BAWAG P.S.K. Website. Das neue Design entspricht bewährten Best-Practice-Standards für Benutzerfreundlichkeit und Kundenkomfort und ist verstärkt auf Interaktivität und den Vertrieb von Produkten ausgerichtet. Unsere neue Website wird sehr gut angenommen, wie die Steigerung der Nutzerzahl um 7% gegenüber dem Vorjahr zeigt.

Im dritten Quartal 2016 erfolgte die erfolgreiche Einführung unserer neuen Security-App, die ein erstklassiges, sicheres TAN-Verfahren für Online- und Mobile-Banking ermöglicht. Diese App bietet auch zusätzliche Features wie auf die individuellen Bedürfnisse des Nutzers zugeschnittene Transaktionsbenachrichtigungen.

Entsprechend unserer Strategie, eine Plattform für unsere Kunden zur Erleichterung der Abwicklung ihrer Finanzgeschäfte zu schaffen, haben wir im vierten Quartal 2016 mit mehreren Fintech-Unternehmen, darunter mit FinReach, Kooperationsvereinbarungen geschlossen. Die von FinReach angebotenen Services erleichtern es Neukunden, auf ausschließlich digitalem Weg problemlos das Bankkonto zu wechseln. Durch die Zusammenarbeit mit FinReach wurde ein weiterer wichtiger Schritt gesetzt, um gemeinsam mit Best-in-Class-Partnern unsere innovative digitale Plattform weiter auszubauen und dadurch erheblichen Mehrwert für unsere Kunden zu generieren. Wir gehen davon aus, dass wir im Laufe des Jahres 2017 weitere Schritte in Richtung einer Zusammenarbeit auf dem Technologiesektor ankündigen können.

Mit unserem Gesamtangebot an digital verfügbaren Produkten sind wir auf dem Markt führend. Wir arbeiten kontinuierlich an der Verbesserung des Kundenerlebnisses und der Personalisierung der Funktionalitäten auf allen Vertriebsschienen. Die zunehmende Inanspruchnahme unseres Angebots bestätigt den Erfolg unserer Anstrengungen. Die Interaktion mit unseren Kunden ermöglicht eine bessere Antizipation der Kundenbedürfnisse und die Bereitstellung von Produkt- und Serviceangeboten zum passenden Zeitpunkt. Die Bemühungen, unsere Kunden und deren Bedürfnisse durch Investitionen im Bereich der Datenanalytik besser zu verstehen, werden sich in Zukunft als verkaufsfördernder Faktor im Cross-Selling erweisen.


LAGEBERICHT

Ausblick

Für das Jahr 2017 ist von einem weiterhin starken Wettbewerb auf dem österreichischen Retail-Banking-Markt auszugehen. Trotz dieser herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir überzeugt, weiter wachsen, unsere Position stärken und unsere führende Kundenplattform weiter ausbauen zu können.

Das Wachstum unseres Aktivgeschäfts wird durch verschiedene Initiativen vorangetrieben, darunter die laufende Weiterentwicklung des Online-Kreditportfolios, eine verbesserte Infrastruktur für den Vertrieb über Vermittler sowie die laufende Evaluierung möglicher Chancen für akquisitorisches Wachstum.

Wir werden die Effizienz bei der Kundenbetreuung weiter erhöhen und gleichzeitig unsere Service- und Beratungsqualität steigern. Zu diesem Zweck werden wir weiter an der Ausdifferenzierung unserer Filialstruktur arbeiten und sowohl in unser Front-End-Tool „GATE“ für den Online-Vertrieb als auch in unsere führende Plattform für digitale

Serviceleistungen investieren. Zur weiteren Stärkung unserer Position als einer der führenden Omnikanal-Banken in Österreich werden wir zudem auch unsere mobilen Anwendungen weiterentwickeln.

Aufgrund dieser klaren Ausrichtung rechnen wir – bei gleichzeitiger Optimierung unserer Kostenstruktur – mit einem weiteren Wachstum unseres Konsumkreditgeschäfts und anderer wesentlicher Teile des Aktivgeschäfts. Darüber hinaus ermöglicht unser Fortschritt in der Digitalisierung mehr Interaktivität, führt uns näher an unsere Kunden heran und vertieft die Kundenbeziehungen durch höherwertige Produkte und Dienstleistungen.

Wir sind gut positioniert, allen Bedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen, und erwarten auch im Jahr 2017 eine starke Performance. Dabei konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere wichtigsten Werttreiber: Wachstum im Konsumkreditgeschäft, Optimierung des Produktmix, Produktivitätssteigerungen und akquisitorisches Wachstum sowie Umstieg auf digitale Plattformen.

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RANAG.P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO UGR

DACH CORPORATES & PUBLIC SECTOR

Strategie

Das Segment DACH Corporates & Public Sector umfasst die Finanzierungen unserer Firmenkunden und der öffentlichen Hand sowie provisionsgenerierende Dienstleistungen für überwiegend österreichische Kunden. Ausgewählte Kunden unterstützen wir auch bei Finanzierungen in Nachbarländern (v.a. Deutschland und Schweiz). Das Segment wurde neu aufgestellt, um länderübergreifende Geschäftsmöglichkeiten im Firmenkundenbereich in der DACH-Region auf Basis unserer österreichischen Kunden und Kundenbetreuer besser nutzen zu können.

Wir bieten unseren österreichischen Firmenkunden und Kunden der öffentlichen Hand, betreut von einem motivierten Vertriebsteam, die gesamte Produktpalette im Bereich der Finanzierung, der Veranlagung und des Zahlungsverkehrs. Kunden außerhalb Österreichs werden entweder aus Wien oder bei syndizierten Krediten mit Unterstützung durch unsere Filiale in London betreut.

Unser Schwerpunkt liegt weiterhin in der Vertiefung bestehender und dem Aufbau neuer, nachhaltiger Kundenbeziehungen bei gleichzeitiger Verfolgung einer strikten Preispolitik trotz des kompetitiven Umfelds. Darüber hinaus haben wir zur Generierung zusätzlicher Provisionserträge an der Entwicklung neuer Veranlagungs- und Fremdwährungsprodukte gearbeitet, wodurch wir uns von unseren Mitbewerbern abheben, und sind eine Kooperationsvereinbarung mit einem Versicherungsunternehmen eingegangen, um von der zusätzlichen Möglichkeit der Kreditakquirierung zu profitieren.

Geschäftsverlauf 2016

In Österreich war die Kreditnachfrage nach wie vor verhalten, was sich in geringeren Neugeschäftsvolumina im Vergleich zu 2015 niederschlug. Diese Entwicklung ist das Resultat mehrerer Faktoren, wie etwa des geringen Wirtschaftswachstums in Österreich, der rückläufigen Investitionstätigkeit sowie makroökonomischer Risiken in Europa. Insgesamt bewirkten die geringere kundenseitige Nachfrage und die hohe Liquidität der Banken einen verstärkten Druck auf die Margen. Unsere Kundenbetreuer in Österreich waren bei der Stärkung unserer Kundenbeziehungen in den Bereichen Finanzierung, Zahlungsverkehr und Cash-Management und der Erhaltung bzw. Verbesserung des Risiko-/Ertrags-Profils der Bank dennoch erfolgreich. Die Neugeschäftsentwicklung folgte dem allgemeinen Markttrend.

Ausblick

Wir gehen von einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven Markt mit leichtem Wachstum aus. Es ist nicht mit einer Verbesserung der Kreditmargen zu rechnen, da die vorhandene Überliquidität durch die Maßnahmen der EZB und die geringe Investitionstätigkeit der Wirtschaft dämpfend wirken. Wir verfügen über ausreichend Flexibilität und Dynamik, die bei strategischen Transaktionen unserer Kunden notwendig ist. Insgesamt erwarten wir für 2017, dass unser Vertriebsteam ein höheres Neugeschäftsvolumen bei stabilen Margen erzielen wird.


LAGEBERICHT

INTERNATIONAL BUSINESS

Strategie

Das Segment International Business beinhaltet die Kredite im Kommerzkunden-, Immobilien- und Portfoliofinanzierungsbereich jener Kunden, die außerhalb der DACH-Region angesiedelt sind. Der Schwerpunkt liegt hier auf gut entwickelten westeuropäischen Ländern sowie den Vereinigten Staaten.

Das Portfolio internationaler Kommerzkredite besteht zum überwiegenden Teil aus Krediten an Firmen, die einen Free Cashflow generieren und ihren Umsatz mit einem defensiven Geschäftsmodell und entsprechenden Kapitalstrukturen in konjunkturunabhängigen Wirtschaftszweigen erzielen. Das Portfolio internationaler Immobilienkredite legt den Schwerpunkt auf vorrangige Kredite für Cashflow generierende Objekte. Unser Exposure bei Grundstücken, Entwicklungs- oder Bauprojekten ist nur gering.

Geschäftsvorlauf 2016

Wir konzentrierten uns weiterhin auf die Kreditvergabe vorwiegend in ausgewählten westlichen Ländern.

Das internationale Firmenkundengeschäft war auch 2016 mit frühzeitigen Rückzahlungen aufgrund des wettbewerbsstarken Umfelds mit niedrigen Kreditmargen konfrontiert. Dies führte im Vergleich zum Vorjahr zu einem Rückgang des Finanzierungsvolumens.

Unser internationales Immobiliengeschäft verzeichnete ebenfalls ein erhöhtes Volumen an vorzeitigen Rückzahlungen und wurde durch Wechselkursänderungen beeinträchtigt. Diese Effekte konnten aber durch eine erfolgreiche Realisierung von potenziellen Neugeschäften mehr als kompensiert werden, wodurch sich das Portfoliovolumen um 11% auf 2,8 Mrd. EUR erhöhte. Wir setzen weiterhin auf eine breite Streuung der Transaktionen in Bezug auf Länder, finanzierte Objekte und Branchen. Der Produktfokus liegt primär auf klassischen Immobilienfinanzierungen, die sich durch attraktive LTVs, starke Cashflows, kürzere gewichtete erwartete Laufzeiten und solide Covenants auszeichnen. Das Gesamtportfolio entwickelte sich solide, wobei die Rückführungen leicht über unseren ursprünglichen Erwartungen lagen, was die durchschnittlichen Laufzeiten etwas verkürzt. Wir sind auch im Bereich Portfoliofinanzierungen aktiv, wo wir in Positionen mit niedrigem Loan-to-Value (LTV) und Loan-to-Cost (LTC)-Verhältnis investiert haben, hinter denen ein diversifiziertes Portfolio von Cash generierenden Immobilienfinanzierungen steht. Das Portfolio hat sehr gute Besicherungen (durchschnittlicher LTV unter 60%), generiert starke Cashflows, hat kürzere Laufzeiten und ist so strukturiert, dass es unter Stressbedingungen am Markt erfolgreich bleibt.

Ausblick

Wir sehen für 2017 eine solide Pipeline mit breit gestreuten Möglichkeiten und erwarten daher sowohl für unser Kommerz- als auch für unser Immobilienfinanzierungsportfolio eine Erhöhung der Volumina. Wir rechnen damit, dass die zu erzielenden Margen trotz des anhaltend starken Wettbewerbs um konservative, hochqualitative Transaktionen weitgehend stabil bleiben werden.


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TREASURY SERVICES & MARKETS

Strategie

Treasury Services & Markets ist als Service Center für unsere Kunden, Tochterunternehmen und Partner für die Ausführung von Geschäften am Kapitalmarkt sowie für selektive Investmentaktivitäten der Bank zuständig.

Zu den Hauptaufgaben zählen die Veranlagung der Liquidität aus dem Kerngeschäft der Bank in Available-for-Sale- und Held-to-Maturity-Portfolios inklusive der Liquiditätsreserve sowie die Durchführung bestimmter Hedging-Aufgaben. Der Fokus der Veranlagungsstrategie liegt weiterhin auf besicherten und unbesicherten Anleihen von Banken in Westeuropa und den USA mit Investment-Grade-Rating sowie auf ausgewählten Staatsanleihen zu Diversifikationszwecken.

Geschäftsvorlauf 2016

Wir konnten unsere Portfoliostrategie dahingehend fortsetzen, sowohl langfristig in Positionen hoher Qualität zu veranlagen als auch unsere Available-for-Sale-Portfolios

weiterzuführen, um für Umschichtungen in Kundenkredite oder für andere Bilanzstrategien flexibel zu sein.

Die Zusammensetzung des Gesamtportfolios reflektiert unsere Strategie, bei hoher Qualität der Veranlagung mit kurzer Laufzeit und hoher Liquidität der Wertpapiere zusätzlichen Nettozinsertrag zu erzielen und dabei die Fair-Value-Volatilität gering zu halten.

Ausblick

Treasury Services & Markets wird sich weiterhin auf einfache Prozesse und Produkte konzentrieren, die das Kerngeschäft der Bank unterstützen und die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen. Das großzügige Liquiditätsangebot und die Wertpapierkäufe der EZB sowie erhöhte politische Risiken werden an den Finanzmärkten wichtige Faktoren bleiben. Treasury Services & Markets wird daher im Wertpapierportfolio weiterhin auf hohe Kreditqualität, äußerst liquide Investments und eine solide Diversifizierung setzen.


LAGEBERICHT

CORPORATE GOVERNANCE

ÖSTERREICHISCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX

Im Jahr 2006 verpflichtete sich die BAWAG P.S.K. AG freiwillig den Österreichischen Corporate Governance Kodex („Kodex“) für börsennotierte österreichische Unternehmen anzuwenden. Seit 2009 erstellt und veröffentlicht die Bank jährlich einen Corporate Governance Bericht (http://www.bawagpsk.com/CorporateGovernanceBerichte). Die Überprüfung der Einhaltung des Kodex im Jahr 2016 durch unabhängige Dritte ergab, dass die Bank alle wesentlichen Bestimmungen des Kodex erfüllt.

AUFSICHTSRAT

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Aufsichtsrat der BAWAG P.S.K. AG aus zwölf Mitgliedern.

Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats beinhaltet die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats, die Definition der einzelnen Ausschüsse des Aufsichtsrats sowie deren Aufgaben. Die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie die Zusammensetzung der Ausschüsse sind im Kapitel „Organe der BAWAG P.S.K. AG“ dargestellt.

Prüfungs- und Complianceausschuss

Der Prüfungs- und Complianceausschuss beschäftigt sich insbesondere mit der Prüfung der laufenden Rechnungslegung, der Prüfung des Jahresabschlusses und der internen Kontrollsysteme der Bank sowie der Überwachung der Unabhängigkeit und Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers. Auch die jährlichen Prüfungspläne sowie Berichte über die Tätigkeiten der Innenrevision und des Compliance Office der Bank werden dem Prüfungs- und Complianceausschuss vorgelegt. Der Leiter der Innenrevision und der Compliance Officer haben direkten Zugang zum Vorsitzenden und den Mitgliedern des Prüfungs- und Complianceausschusses.

Risiko- und Kreditausschuss

Die Genehmigung der Gewährung von Darlehen und Krediten (sowie anderer Ausgestaltungsformen der Finanzierung) an einzelne Kreditnehmer oder an eine Gruppe verbundener Kunden im Sinne von Art. 392 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Veranlagungen ab 10% der anrechenbaren Eigenmittel) ist an den vom Aufsichtsrat eingerichteten Risiko- und Kreditausschuss delegiert. Über die im Risiko- und Kreditausschuss genehmigten Großkredite wird dem Aufsichtsrat mindestens einmal jährlich berichtet. Der Risiko- und Kreditausschuss ist weiter für die Entscheidung über Organgeschäfte gemäß § 28 BWG sowie für die Genehmigung von wesentlichen Kreditrichtlinien zuständig. Zudem berät er den Aufsichtsrat hinsichtlich der aktuellen und zukünftigen Risikobereitschaft und Risikostrategie der Bank und überwacht die Wirksamkeit und Effizienz des Risikomanagements sowie die Einhaltung gesetzlicher und regulatorischer Vorschriften.

Nominierungsausschuss

Der Nominierungsausschuss beschäftigt sich mit der Vorstandsnachfolgeplanung und führt regelmäßige Fit & Proper-Evaluierungen der Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder durch. Neben anderen Themen ist der Nominierungsausschuss für die Genehmigung der Übernahme von Leitungsfunktionen von Vorstandsmitgliedern in Unternehmen außerhalb des Konzerns verantwortlich.

Vergütungsausschuss

Der Vergütungsausschuss beschäftigt sich mit der Genehmigung der allgemeinen Grundsätze der Vergütungspolitik. Er überwacht weiter die Vergütungspolitik, Vergütungspraktiken und vergütungsbezogenen Anreizstrukturen im Sinne des § 39c BWG, soweit sie nicht Vorstandsmitglieder betreffen.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten beschäftigt sich mit den Beziehungen zwischen der Bank und den Mitgliedern des Vorstands. Er entscheidet beispielsweise über den Inhalt von Anstellungs- und Auflösungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern sowie über die Vorstandsvergütungen und Zielvereinbarungen. Er überwacht weiter die Vergütungspolitik, Vergütungspraktiken und vergütungsbezogenen Anreizstrukturen im Sinne des § 39c BWG, soweit sie Vorstandsmitglieder betreffen.

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BAWAG P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

Besonderer Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen

Der Besondere Prüfungsausschuss für Geschäftsfälle mit nahestehenden Personen oder Unternehmen überprüft, ob Transaktionen der BAWAG P.S.K. AG bzw. der Tochterunternehmen der BAWAG P.S.K. AG mit Related Parties gemäß IAS 24 („Related Parties“) zu marktüblichen Konditionen erfolgen, die nicht günstiger sind als solche an fremde Dritte. Jede Related-Parties-Transaktion erfordert die Genehmigung dieses Ausschusses, die nur erteilt werden darf, wenn festgestellt wird, dass die Related-Parties-Transaktion zu marktüblichen Konditionen bzw. zu Konditionen nicht günstiger als an fremde Dritte geschlossen wurde.

VORSTAND

Zum 31. Dezember 2016 bestand der Vorstand der BAWAG P.S.K. AG aus fünf Mitgliedern.

Byron Haynes ist Chief Executive Officer (CEO) und Vorstandsvorsitzender. Er ist weiter für das Geschäftssegment BAWAG P.S.K. Retail verantwortlich. Corey Pinkston ist Vorstandsmitglied für DACH Corporates & Public Sector, International Business und Treasury Services & Markets. Anas Abuzaakouk ist Chief Financial Officer und Stefan Barth Chief Risk Officer, Sat Shah ist neben seiner Funktion als Chief Operating Officer auch für das Segment easy-group zuständig.

Die Geschäftsordnung des Vorstands definiert dessen Verantwortungsbereich und dessen Aufgaben. Gemäß dieser Geschäftsordnung hat der Vorstand das Recht, Ausschüsse zu bilden und diesen Ausschüssen Statuten zu geben. Folgende Vorstandsausschüsse bestehen:

  • das Enterprise Risk Meeting zur Gesamtbankrisikosteuierung,
  • das Credit Approval Committee, in welchem über Finanzierungen ab einer bestimmten Größenordnung entschieden wird, sowie
  • das Strategische Asset Liability Committee, welches sich mit strategischen Themen der Kapital- und Liquiditätsplanung sowie mit operativen Themen der Aktiv-Passiv-Steuerung beschäftigt.

COMPLIANCE

Das Compliance Office berichtet direkt an den Gesamtvorstand. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an den Prüfungs- und Complianceausschuss der Bank.

Die wesentlichen Aufgaben des Compliance Office umfassen die Verhinderung von Geldwäsche und die Bekämpfung von Terrorismusfinanzierung, die Überwachung der Einhaltung von Sanktionen, Wertpapier-Compliance, Vermeidung von Insiderhandel und Marktmissbrauch sowie von Interessenskonflikten. Es besteht eine Reihe von detaillierten Richtlinien, die der Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften dienen.

Neben sämtlichen relevanten gesetzlichen Regelungen, wie beispielsweise dem Wertpapieraufsichtsgesetz, existiert ein für alle Mitarbeiter verpflichtender Code of Conduct, welcher unter anderem Richtlinien für die Geschäftsgebarung, die Kundenbetreuung, Fälle von Interessenskonflikten sowie zur Vorbeugung von Marktmissbrauch und Geldwäsche beinhaltet. Eine detaillierte Antikorruptionsrichtlinie regelt die Geschenkannahme und Geschenkvergabe und sensibilisiert sowohl die Mitarbeiter als auch das Management in Bezug auf die bestehenden Antikorruptionsvorschriften.

Die BAWAG P.S.K. AG ist überdies seit 2012 Mitglied bei Transparency International Austrian Chapter (TI-AC). Dieser gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, das allgemeine Bewusstsein gegen Korruption und für Transparenz in Österreich zu erhöhen und die Umsetzung einschlägiger Maßnahmen und Reformen zu erleichtern.


LAGEBERICHT

ÄNDERUNGEN IM BETEILIGUNGSPORTFOLIO

BAWAG Malta

Der in 2015 eingeleitete Verkauf der BAWAG Malta Bank wurde am 29. Jänner 2016 mit dem Closing abgeschlossen.

Erwerb der start:bausparkasse AG und der IMMO-BANK AG

Am 23. Juni 2016 wurden die Verträge zum Erwerb von 100% der Stimmrechtsanteile an der start:bausparkasse AG und 100% der Stimmrechtsanteile an der IMMO-BANK AG vom Volksbanken-Verbund unterschrieben. Nach Erhalt aller aufsichtsbehördlichen Bewilligungen und Erfüllung aller vertraglichen Voraussetzungen fand das Closing mit 1.12.2016 statt.

Durch die Übernahme der start:bausparkasse kann die BAWAG P.S.K. ihre Präsenz im Bereich Bausparen und Bauspardarlehen deutlich stärken, während die IMMO-BANK einen verbesserten Zugang zu sozialen Wohnbauträgern und Immobiliengesellschaften ermöglicht. Beide Banken verfügen über langjährige Erfahrung und profundes Fachwissen im Sektor Wohnbau- und Immobilienfinanzierung und werden dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Expansion unseres Retail-Geschäfts in Österreich leisten.

Die gesamte übertragene Gegenleistung zum Erwerbszeitpunkt erfolgt in Form von Zahlungsmitteln und beträgt 190 Mio. EUR, davon wurden 66 Mio. EUR an die start:bausparkasse AG für ihren 74,26% Anteil an der IMMO-BANK AG gezahlt. Insgesamt kam es zu einer Kaufpreiszahlung an Gesellschaften außerhalb des Konzerns von 124 Mio. EUR. Von der gesamten übertragenen Gegenleistung werden 14 Mio. EUR in 2017 beglichen.

Sonstige wesentliche Änderungen im Beteiligungsportfolio

Mit 28. September 2016 wurde die Salzburger Unternehmensbeteiligungsgesellschaft (BAWAG P.S.K. Anteil 4.76%) aus dem Firmenbuch gelöscht.

Im Zuge der Gründung der Wohnbauinvestitionsbank GmbH am 1. Oktober 2016 übernahm die BAWAG P.S.K. Wohnbaubank AG einen geringfügigen Anteil von 0.83%.

Im November und Dezember 2016 verkaufte die BAWAG P.S.K. 28.3% ihres Anteiles an der Einlagensicherung der Banken und Bankiers GmbH Group einerseits an interne und andererseits an dritte Personen. Der Anteil der BAWAG P.S.K. reduzierte sich dadurch auf 32.71%.

ZWEIGNIEDERLASSUNGEN

Die BAWAG P.S.K. unterhält seit November 2014 eine Zweigniederlassung in London, welche Kredite an internationale Kunden für die BAWAG P.S.K. vermittelt und strukturiert.


BAWAG P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

RISIKOBERICHT

Die Funktionen des operativen und strategischen Risikomanagements und die relevanten Gremien der BAWAG P.S.K. sind verantwortlich für die Identifikation, Quantifizierung, Limitierung, Überwachung und Steuerung all jener Risiken, denen die Bank ausgesetzt ist. Hierbei besteht auf allen organisatorischen Ebenen der Bank eine strikte Trennung in Markt und Marktfolge.

Die Risikostrategie und der Risikoappetit werden vom Gesamtvorstand der Bank jährlich festgelegt. Alle Grundsätze des Risikomanagements, die definierten Limits für alle materiellen Risiken sowie die etablierten Verfahren für deren Überwachung sind in Risikohandbüchern und Arbeitsrichtlinien festgehalten. Der Gesamtvorstand wird laufend und proaktiv über die Gesamtrisikosituation informiert. Das monatliche Risikoreporting basiert auf klar definierten Risikokennzahlen. Es umfasst alle für die Säulen I und II relevanten Themen sowie operationelle und zusätzlich relevante, spezifische Risikothemen. Vierteljährlich werden die Risikoberichte an die Kontroll- und Leitungs-gremien des Aufsichtsrats übermittelt.

Die risikopolitischen Vorgaben sowie die Risikosysteme werden regelmäßig hinsichtlich ihrer Adäquanz gegenüber

geänderten Marktbedingungen wie auch gegenüber Veränderungen im Angebot von Produkten und Dienstleistungen überprüft.

Die Umsetzung der risikopolitischen Vorgaben erfolgt durch folgende Bereiche:

  • Strategisches Risiko
  • Kommerzielles und Institutionelles Risiko
  • Kreditrisiko Privat- & Geschäftskunden und Administration
  • European Retail Risk Management
  • Non-financial Risk Management & Regulatory Compliance

Die folgenden Risiken inklusive deren Subrisiken werden in der BAWAG P.S.K. als wesentlich eingestuft:

  • Kreditrisiko
  • Marktrisiko
  • Liquiditätsrisiko
  • Operationelles Risiko

Die wesentlichen Risiken der BAWAG P.S.K. werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.

KREDITRISIKO

Als Kreditrisiko wird die Gefahr verstanden, dass ein Vertragspartner einer Finanztransaktion seinen Verpflichtungen nicht nachkommt.

Im Rahmen des Kreditrisikomanagements besteht eine funktionale Spezialisierung für die Kundensegmente DACH Corporates & Public Sector und International Business bzw. BAWAG P.S.K. Retail. Die Berechnung und Aggregation der einzelnen Risikoindikatoren für das laufende monatliche Reporting erfolgt in einem einheitlichen Prozess in der Verantwortung des Bereichs Strategisches Risiko.

Im Kundensegment BAWAG P.S.K. Retail erfolgt die Bonitätseinschätzung über automatisierte Scoringverfahren. Diese bestehen aus einem Antragsscoring, das auf statistischen Modellen beruht sowie einem Verhaltensscoring, dem die Kontogestion des Kunden zugrunde liegt. Zusätzlich werden externe Informationen (wie z.B. Wirtschaftsauskunftei) berücksichtigt. Auf dieser Basis wird eine monatlich aktualisierte Bonitätseinschätzung der Kunden erstellt.

Neben der Bonitätsbeurteilung werden auch der erwartete Verlust beim Ausfall (LGD) sowie die erwartete Ausnutzung des Off-Balance-Exposures zum Ausfallszeitpunkt (Credit Conversion Factor, CCF) in BAWAG P.S.K. Retail geschätzt. Die Schätzung basiert auf historischen Erfahrungswerten des Kundenverhaltens und wird anhand qualifizierter statistischer Methoden und Modelle berechnet.

Vor Übernahme neuer Risiken bzw. der Ausweitung bestehender Positionen sowie bei der turnusmäßigen oder anlassbezogenen Aktualisierung der Risikoeinschätzung erfolgt eine Bonitätsanalyse der Kreditnehmer auf Basis eines dem Kundensegment entsprechenden internen Ratingverfahrens. Dabei stützen sich die von der BAWAG P.S.K. entwickelten Ratingverfahren grundsätzlich auf ein breites Spektrum quantitativer und qualitativer Faktoren. Die auf diese Weise ermittelte Risikoeinstufung wird auf einer einheitlichen Masterskala abgebildet und jedem Kunden als individuelle, geschätzte Ausfallswahrscheinlichkeit zugeordnet. Für die überwiegende Mehrzahl der


LAGEBERICHT

Kommerzkunden der BAWAG P.S.K. liegt keine Risikoeinschätzung (Rating) durch externe Ratingagenturen vor.

Um Klumpenrisiken auf Kunden- und Kundengruppenebene aufzuzeigen, sind in Abhängigkeit von Risikoklasse und Forderungshöhe Berichtspflichten an Vorstand und Aufsichtsrat definiert.

Die BAWAG P.S.K. hat als IRB-Bank hohe Standards in Bezug auf Kreditrisikoprozesse und -methoden definiert.

Das Augenmerk der Risikoorganisation liegt vor allem auf der ständigen Weiterentwicklung und Überarbeitung der Risikomessmethoden. Für alle Subportfolien gelten spezifische Standards, die regelmäßig überwacht und validiert werden. Basierend auf der zentralen Struktur der Bank können neue regulatorische Risikovorschriften oder eine veränderte Marktsituation in den Risikomanagementstrategien kurzfristig abgebildet werden.

Kreditportfolio je Kundensegment (ohne nicht festverzinsliche Wertpapiere)

| 31.12.2016
in Mio. EUR | BAWAG
P.S.K. Retail | IMP^{3)} | DACH
Corporates & Public Sector | International
Business | Treasury
Services & Markets | Corporate
Center | Gesamt-portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert^{1)} | 8.909 | 1.824 | 6.827 | 5.241 | 1.870 | 466 | 25.136 |
| Wertpapiere | 0 | 199 | 442 | 385 | 5.156 | 188 | 6.369 |
| Posten unter der Bilanz | 310 | 572 | 798 | 300 | 161 | 8 | 2.149 |
| Summe | 9.219 | 2.594 | 8.066 | 5.926 | 7.187 | 661 | 33.654 |
| davon besichert^{2)} | 5.861 | 1.542 | 1.858 | 2.327 | 95 | 2 | 11.684 |
| davon NPL (inkl. EWB, Bruttosicht) | 192 | 61 | 78 | 0 | 0 | 254 | 586 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | BAWAG
P.S.K. Retail | IMP^{3)} | DACH
Corporates & Public Sector | International
Business | Treasury
Services & Markets | Corporate
Center | Gesamt-portfolio |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Buchwert^{1)} | 8.808 | 2.487 | 6.373 | 5.592 | 0 | 2.740 | 25.999 |
| Wertpapiere | 0 | 0 | 390 | 766 | 4.471 | 376 | 6.003 |
| Posten unter der Bilanz | 349 | 583 | 1.285 | 131 | 0 | 0 | 2.348 |
| Summe | 9.157 | 3.070 | 8.047 | 6.490 | 4.471 | 3.116 | 34.350 |
| davon besichert^{2)} | 5.938 | 2.114 | 2.086 | 1.390 | 0 | 4 | 11.532 |
| davon NPL (inkl. EWB, Bruttosicht) | 191 | 45 | 85 | 0 | 0 | 254 | 576 |

1) Der Buchwert spiegelt eine Bruttosichtweise wider.
2) Ökonomische Sicherheiten beinhalten private und gewerbliche Immobilien, Garantien, Lebensversicherungen etc
3) International Mortgage Portfolio.


RAWAC.PS.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO UGB

Geografische Verteilung des Kreditportfolios

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Geografische Verteilung des Kreditportfolios

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Geografische Verteilung der Wertpapiere

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LAGEBERICHT

Kreditportfolio nach Währungen

Gegeben der strategischen Ausrichtung der BAWAG P.S.K. ist der überwiegende Anteil der Finanzierungen in EUR.

Die folgende Tabelle zeigt die Verteilung des Kreditportfolios der Bank.

in Mio. EUR Buchwert Prozentwert
31.12. 2016 31.12. 2015 31.12. 2016 31.12. 2015
EUR 23.510 23.557 74,6% 73,6%
GBP 3.168 3.779 10,1% 11,8%
USD 2.702 2.470 8,6% 7,7%
CHF 1.862 2.110 5,9% 6,6%
Sonstige 264 87 0,8% 0,3%
Summe 31.505 32.002 100,0% 100,0%

Wertberichtigte Kredite

Für Kredite, bei denen anzunehmen ist, dass die bestehenden Ansprüche nicht vollständig rückgeführt werden, sind Vorsorgen für Wertminderungsverluste zu bilden.

Manuelle Wertberichtigungen werden nach eingehender Analyse gebildet. Wenn Forderungen gemäß den internen Prozessvorgaben restrukturiert werden (dies kann auch Stundungen beinhalten), ist immer ein Wertminderungstest zur Bestimmung eines möglichen Wertberichtigungsbedarfs durchzuführen. Ob eine Forderung auzubuchen ist, wird auf Einzelfallbasis beurteilt.

Für standardisierte Bankprodukte werden Wertberichtigungen im Fall unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehungen, Zahlungsverzug bei Kreditraten sowie bei Klagseröffnung automatisiert gebildet.

Die als NPL ausgewiesenen Volumina umfassen alle Forderungen gegenüber als ausgefallen klassifizierten Kunden bzw. gegenüber solchen Kunden für die spezifische Risikovorsorgen¹⁾ gebildet wurden.

Ausgefallene Forderungen (NPL)

Als ausgefallene Forderungen gelten alle Exposures von Kunden in der Ausfalls-Risikoklasse „8“²⁾, unabhängig davon, ob auf Einzelkontoebene eine Limitüberziehung oder ein Ratenrückstand vorliegt. Sobald entweder ein materielles Exposure eines Kunden mit mehr als 90 Tagen in Verzug ist, eine Wertberichtigung dotiert wird oder ein kundenbezogenes Ausfallkriterium zutrifft, wird der Kunde mit allen seinen Verbindlichkeiten als ausgefallen gewertet und der Risikoklasse 8 zugeordnet.

Gestundete Forderungen

Stundungsmaßnahmen kommen zur Anwendung, wenn Kunden auf Grund finanzieller Schwierigkeiten nicht in der Lage sind, den vereinbarten Vertragsbedingungen nachzukommen.

Die Bank verfügt hierbei über klar festgelegte und transparente Prozesse in deren Rahmen Vertragsanpassungen vorgenommen werden. Als zeitlich streng begrenzte Maßnahmen sind hierbei die Reduzierung, Verschiebung bzw. Aussetzung monatlicher Rückzahlungsraten sowie Vertragsumstellungen auf ausschließliche Zinszahlung vorgesehen. In Ausnahmefällen werden zeitlich begrenzte oder permanente Reduzierungen des Zinssatzes gewährt. In Abhängigkeit vom Kundensegment umfasst der Maßnahmenkatalog die Aufteilung von Kreditgeschäften in Zinszahlung und Kapitalrückführung sowie die Eröffnung von Refinanzierungsfazilitäten.

Die entsprechenden Zuständigkeiten für die Behandlung und das Monitoring von Stundungsmaßnahmen sind in den Richtlinien der Bank festgelegt.

Stundungs- und Refinanzierungsmaßnahmen dienen zur effektiven Risikoreduzierung bei ausfallgefährdeten Krediten. Eine adäquate und rechtzeitige Wertberichtigung ist bei Bedarf durch stringente Prozesse sichergestellt.

1) Die IBNR-Portfoliowertberichtigung führt nicht unmittelbar zu einer Klassifikation als Ausfall. Hingegen führen die zwei weiteren im Kapitel „Wertberichtigte Kredite“ erwähnten Wertberichtigungsarten zum sofortigen Ausfall des Kunden. Dabei werden alle exposure-tragende Produkte eines als Ausfall klassifizierten Kunden als Non-Performing Loans geführt.
2) Die Risikoklasse 8 umfasst alle Kunden, die gemäß CRR-Definition als Ausfall klassifiziert werden.


RAWAG P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

Durch zeitliche, im Umfang abgestimmte Zugeständnisse in Form von Vertragsanpassungen oder der Gewährung von Refinanzierungsmöglichkeiten unterstützt die Bank Kunden in Zahlungsschwierigkeiten. Sofern diese unterstützenden Maßnahmen ohne Erfolg bleiben, werden Forderungen an Kunden in Übereinstimmung mit aufsichts- und bilanzrechtlichen Standards als notleidend klassifiziert. Für Kunden bzw. für eine Gruppe verbundener Kunden für die ein Verlust identifiziert wird, werden entsprechend den bankinternen Prozessen Wertberichtigungen gebucht.

Für Reportingzwecke sowie für die bankinterne Risikosteuierung verfügt die Bank über Prozesse und Methoden in Anwendung regulatorischer Standards¹) zur Identifikation von Exposures für die Stundungs- bzw. Refinanzierungsmaßnahmen gewährt wurden.

Sicherheiten und Bewertung von Wohn- und Gewerbeimmobilien

Im Sicherheitenkatalog sind alle akzeptierten Sicherheiten aufgelistet. Für jede Sicherheitenart sind konservative Belehnwertfaktoren definiert.

Die Wertermittlung für Wohnimmobilien im Inland erfolgt ausschließlich durch die zentrale Fachgruppe Bewertung Immobilien nach einer standardisierten Methode unter Zuhilfenahme eines Bewertungstools. Die turnusmäßige Überprüfung bzw. Aktualisierung der Wohnimmobilienwerte erfolgt automationsgestützt auf Basis des Immobilienpreisindexes des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenssteuhänder der Wirtschaftskammer Österreich für österreichische Objekte sowie auf der Basis des Halifax-House-Price-Indexes für Wohnimmobilien in Großbritannien.

Gewerbeimmobilien werden von Sachverständigen in der zentralen Fachabteilung Immobilienbewertung oder von ausgewählten externen Gutachtern im Auftrag der Bank bzw. eines Konsortialpartners individuell nach erfolgter Vor-Ort-Besichtigung und voller Befundaufnahme bewertet.

Sondergestion

Die Organisationseinheit Sondergestion verantwortet die umfassende Gestion und Abwicklung von ausfallsgefährdeten und ausgefallenen Kreditengagements. Vorrangige Ziele sind die Minimierung von Verlusten sowie die Realisierung eines maximalen Betreibungserlöses.

Frühzeitiges Erkennen potenzieller Problemfälle

Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen, wie etwa durch einen signifikanten Rückgang des Aktienkurses, einen Anstieg des CDS-Spreads, durch Bonitätsverschlechterungen, negative Pressemeldungen, besondere Risikokonzentration etc. auffällig erscheinen, werden in eine Beobachtungsliste aufgenommen und in weiterer Folge in dem Exposure Review Meeting innerhalb der Risikoorganisation besprochen und Handlungsempfehlungen erarbeitet. Dies hat eine besonders sorgfältige Überwachung und Überprüfung der aktuellen Kundenentwicklung zur Folge.

BAWAG P.S.K. Retail

Bei den Kernprodukten sichern umfangreiche Vergaberichtlinien, welche insbesondere auf den Verschuldungsgrad des Kunden und dessen Rückzahlungsfähigkeit abzielen, die hohe Qualität des Portfolios. Zusätzlich überwacht ein aktives Portfoliomanagement (z. B. Berichte über Verzugstage, Trendanalysen, Analysen regionaler Konzentrationen, Sanierung von Ausfällen) kontinuierlich die Entwicklung aller Portfolien.

Gut definierte Vorgaben, Prozesse und analytische Tools bezüglich Portfoliomanagement sind wesentlich, um Risiken im dynamischen Retailgeschäft zu managen.

Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen im Kreditrisiko überwacht:

  • Entwicklung der Ratingverteilung
  • Entwicklung überfälliger/säumiger Ratenzahlungen
  • Entwicklung ausgefallener Kredite
  • Entwicklung der Verlustraten
  • Performance der Scorekarten
  • Performance der Erkennung von Betrugsfällen

Die Ergebnisse der Analyse werden dem Vorstand und den relevanten Entscheidungsträgern kontinuierlich zur Kenntnis gebracht. Dieser Prozess sichert einerseits den regelmäßigen und einheitlichen Informationsfluss und

1) EBA/ITS/2013/03/rev1 veröffentlicht 24/07/2014.


LAGEBERICHT

ermöglicht andererseits unmittelbares Reagieren auf veränderte Risikoparameter und Marktgegebenheiten.

Darüber hinaus erfolgt die Risikosteuerung des Neugeschäfts anhand klarer und eng gefasster Vergaberichtlinien. Entscheidungen am POS (Point of Sale) erfolgen automatisiert oder nachgelagert im Bereich Risiko. Ein zentrales Monitoring (Quality Assurance) dient der laufenden Qualitätssicherung und stellt somit die Prozesseinhaltung und die Datenqualität sicher.

Das Hypothekarportfolio zeichnet sich durch normale LTVs, eine niedrige NPL Ratio, ausreichend konservative Wertberichtigungen, sowie eine gute regionale Diversifizierung aus. Das Hypothekarportfolio umfasst Forderungen in EUR, CHF und GBP. Das auf CHF entfallende Volumen wurde 2016 weiter reduziert. Spezielle Initiativen der Marktbereiche und des Risikomanagements wurden in den letzten Jahren durchgeführt um CHF-Forderungen in EUR-Kredite zu konvertieren.

DACH Corporates & Public Sector und International Business

Das Geschäftskundensegment ist aufgeteilt auf die Segmente DACH Corporates & Public Sector und International Business und zeichnet sich durch diszipliniertes Wachstum in stabilen, internationalen westlichen Ländern, fortgeführten Abbau des nicht im Fokus stehenden CEE-Portfolios und durch Beibehaltung eines disziplinierten Ansatzes zum risikoadjustierten Pricing.

Wesentliche Kreditentscheidungen werden von einem wöchentlich tagenden Kreditkomitee, in dem ein Großteil der Vorstandsmitglieder vertreten ist, getroffen. Jede Kreditentscheidung wird gemäß den Richtlinien der Bank streng geprüft, diskutiert und entsprechend der internen Kompetenzordnung in Abstimmung gebracht. Die Risikomanager der Bank verfügen über umfangreiche fachliche Kenntnisse in allen relevanten Segmenten, sowohl im österreichischen als auch im internationalen Geschäft. Bis zu bestimmten Pouvoirgrenzen werden Kreditentscheidungen auch von Risikomanagern bzw. deren Vorgesetzten getroffen.

Im internationalen Geschäft stellen konservative Vorgaben für die Kreditgewährung (LTV und Fremdkapitalraten für Immobilien/Portfoliotransaktionen und Leverage Ratios für Unternehmenstransaktionen) die hohe Kreditqualität von Einzelkrediten sicher.

Das Konsumkreditgeschäft besteht hauptsächlich aus nicht besicherten „One-Stop“- und Online-Krediten sowie. Das Risikomanagement unterstützt das nachhaltige Wachstum in diesem Kernsegment durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Scorekarten und Kreditprozessen.

Die Forderungen an Small Business Kunden werden proaktiv überwacht, um gegebenenfalls Problemkredite schnell zu identifizieren.

Das britische Hypothekarportfolio, welches im vierten Quartal 2015 zugekauft wurde zeichnet sich durch niedrige LTVs aus.

Die NPL- und Coverage-Ratios zeigen ein stabiles und risikoarmes Portfolio auf. Auch im Jahr 2016 wurden notleidende Kreditportfolien verkauft. Zusätzlich wurden die Früherkennungs-, Collection- und Betreibungsprozesse im Hinblick auf eine erfolgreiche Rückführung der Kredite verbessert.

Besondere Risikokonzentrationen im Kreditportfolio

Insbesondere in den Geschäftssegmenten DACH Corporates & Public Sector und International Business ist die Portfoliosteuerung im Hinblick auf Risikokonzentrationen ein zentraler Bestandteil des Risikomanagements. Risikokonzentrationen ergeben sich insbesondere aus hohen Exposures in einzelnen Kundensegmenten oder aus großen Gesamtexposures in bestimmten Branchen, Ländern oder Fremdwährungen.

Die Rahmenbedingungen für das Management von Konzentrationsrisiken basieren auf den Vorgaben des Senior Managements der Bank im Einklang mit den Regularien und Empfehlungen nationaler und internationaler Institutionen der Bankenregulierung. Konzentrationsrisiken werden gemanagt, limitiert, gesteuert und auf monatlicher Basis an den Gesamtvorstand berichtet.

Die Grundlagen und der methodische Rahmen für die Messung und Überwachung dieser Kreditrisikokonzentrationen sind in Risikohandbüchern und -richtlinien festgelegt. Konzentrationsrisiken auf der Ebene von Einzelgeschäften bzw. Produkten sind in einer speziellen Sub-Risikostrategie geregelt. Das Management von Länder- und Branchenlinien erfolgt anhand standardisierter Verfahren gemäß den internen Richtlinien.

219


RAHAG.PS.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO UCR

Die Quantifizierung des Konzentrationsrisikos auf der Ebene einzelner Kreditnehmer bzw. Gruppen verbundener Kunden sowie im Zusammenhang mit Konzentrationen bezüglich Branchen, Ländern und Währungen erfolgt auf der Basis von alloziertem ökonomischen Kapital. Die methodische Grundlage bilden adaptierte risikogewichtete Aktiva gemäß IRB.

Treasury Services & Markets

Das Geschäftssegment Treasury Services & Markets agiert durch Marktabwicklung und gezielte Investment-Aktivitäten als Kompetenzzentrum für die Kunden, Töchter und Partner der Bank.

Corporate Center

Corporate Center umfasst hauptsächlich alle anderswo nicht zugehörigen Posten im Zusammenhang mit Konzern-Support-funktionen für die gesamte Bank, Bilanzpositionen wie z.B. Marktwerte der Derivate sowie bestimmte Aktivitäten und Ergebnisse von Tochterunternehmen und Beteiligungen.

Beteiligungsrisiko

Das Beteiligungsrisiko umfasst mögliche Marktwertveränderungen von Beteiligungsgesellschaften, mögliche Abschreibungserfordernisse des Beteiligungsansatzes sowie eine geringe Profitabilität der Beteiligungsunternehmen.

Der jährlich zum Bilanzstichtag durchgeführte Wertminderungstest dient zur Überprüfung der Werthaltigkeit der Beteiligungsansätze. Basis des Wertminderungstests ist die von den Geschäftsleitern der einzelnen Gesellschaften erstellten Planrechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen, Bilanzvorschau, Cashflow-Planung) zukünftiger Perioden. Die aus den Planrechnungen ermittelten Ergebnisse werden mit risikoadjustierten Diskontierungszinssätzen abgezinst. Der anteilige Unternehmenswert basierend auf dem Beteiligungsausmaß der Gruppe wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.

Für Länder, Branchen, Währungen und Kundengruppen sind entsprechende Limite und Warnschwellen festgelegt, die einen integralen Bestandteil der Gesamtbankrisikosteu­erung darstellen. Die Überwachung aller Limite erfolgt zeitnah und in Übereinstimmung mit dem geschätzten Risikopotenzial.

Das Portfolio besteht hauptsächlich aus Investments in Europa und den Vereinigten Staaten.

Beteiligungsausmaß der Gruppe wird mit dem Beteiligungsbuchwert verglichen.

Abweichend von der oben dargestellten Vorgehensweise gibt es vereinfachte Verfahren bei Kleinstbeteiligungen bzw. wenn der Buchwert durch das anteilige Eigenkapital, durch Kapitalisierung der anteiligen durchschnittlichen EBTs (earnings before taxes) der letzten drei Jahre oder durch sonstige Wertindikationen, wie z.B. bei Immobiliengesellschaften durch den Substanzwert, gedeckt ist.

Das Ergebnis des Wertminderungstests wird vom Beteiligungsrisikomanagement überprüft und bestätigt.


LAGEBERICHT

MARKTRISIKO

Das Marktrisiko ist definiert als das Risiko eines Verlustes infolge offener Risikopositionen am Markt und einer ungünstigen Entwicklung der Marktrisikofaktoren (Zinssätze, Wechselkurse, Aktienkurse, Volatilitäten, Credit Spreads). Ein Marktrisiko kann im Zusammenhang mit Trading- und Nicht-Trading-Aktivitäten auftreten.

Marktrisiko im Handelsbuch

Die Strategie der Bank, die Eigenhandelsaktivitäten einzustellen, führte auch in 2016 zu einer weiteren deutlichen Reduktion der Derivate-Volumina innerhalb des Handelsbuches.

Im Rahmen der Eigenmittelunterlegung wurde das interne Modell mit dem Bescheid der EZB per 1. September 2015 zurückgelegt und auf das gesetzliche Standardverfahren umgestellt. Der regulatorische Kapitalbedarf des Handelsbuches für das spezifische Risiko wird unverändert nach dem gesetzlichen Standardverfahren berechnet.

Besonderer Wert wird auf die Identifikation, Bewertung, Analyse und das Management des Marktrisikos gelegt, was in der Bank dem organisatorischen Bereich Strategisches Risiko obliegt. Das Marktrisiko wird durch die vom Vorstand der Bank genehmigten Marktrisikolimite, bestehend aus VaR-, Sensitivitäts-, Volumens- und Worst-Case-Limiten, begrenzt.

Für die interne Risikoüberwachung und -steuerung wird weiterhin der Value-at-Risk Ansatz verwendet. Die VaR-Limite werden des Weiteren durch Sensitivitätslimite und Worst-Case-Limite ergänzt.

Die folgende Tabelle zeigt den VaR im Handelsbuch auf Basis eines Konfidenzintervalls von 99% und einer Haltefrist von einem Tag:

VaR im Handelsbuch

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Durchschnittlicher VaR -602 -776
VaR zum Stichtag -739 -642

Marktrisiko im Bankbuch

Die wesentlichen Komponenten des Marktrisikos der BAWAG P.S.K. resultieren aus Zinsrisiko, Credit Spread, Risiko und Liquiditätsrisiko.

Zinsrisiko im Bankbuch

Das Zinsrisiko im Bankbuch ist der potenzielle Verlust, der sich aus Nettoveränderungen der Vermögenswerte und der künftigen Entwicklung des Nettozinsertrags infolge von ungünstigen Zinsentwicklungen ergibt.

Das Strategische Asset Liability Committee (SALCO) hat dem Treasury Services und Markets-Bereich Zinsrisiko-Limite zugeteilt, um das Zinsänderungsrisiko im Sinne eines optimalen Risk-Returnverhältnisses auf Konzernebene gemäß Vorgabe des Bereichs Controlling & ALM zu steuern.

Der Bereich Strategisches Risiko berichtet in Teilen täglich bzw. auf Konzernebene monatlich an das SALCO über die Limitausnutzung und die Verteilung der Risiken.

Die durch das SALCO vorgegebene Zielzinsrisikostruktur wird durch die Bereiche Controlling & ALM und Treasury Services und Markets hergestellt. Zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos werden zu diesem Zweck Zinsderivate eingesetzt. Die BAWAG P.S.K. verwendet Zinssteuerungsderivate zur


RANAC.P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO UCR

  • Umsetzung der Zinsrisikostrategie im Rahmen der durch das SALCO definierten Vorgaben und Limite,
  • Steuerung der Sensitivität des Bewertungsergebnisses und der Neubewertungsrücklage,
  • sowie zur Absicherung der ökonomischen Risikoposition unter Berücksichtigung der bilanziellen Abbildung.

Das Zinsrisiko wird anhand von Sensitivitäten basierend auf dem PVBP-Konzept gemessen. Der PVBP, der aus der

Duration zinsbringender Finanzinstrumente abgeleitet ist, gibt die Veränderung des Nettobarwertes infolge einer Verschiebung der Zinskurven um einen Basispunkt (0,01%) an.

Die folgende Tabelle stellt die Zinsrisikosensitivitäten der Bank zum 31. Dezember 2016 anhand des PVBP-Konzepts dar.

Zinssensitivität

in Tsd. EUR <1J 1J–3J 3J–5J 5J–7J 7J–10J >10J Bilanz-summe
EUR -65 -202 -216 -241 -39 188 -576
USD 7 17 19 6 -8 -1 40
CHF -12 -13 -10 54 11 -38 -7
GBP 24 9 -1 -7 -5 -9 12
Sonstige Währungen 4 -21 -3 - 1 2 -17
Gesamt 31.12.2016 -42 -210 -211 -188 -40 142 -548
Gesamt 31.12.2015 -226 -57 -333 -150 -135 -39 -941

Im Rahmen des Internal Capital Adequacy Assessment Process (ICAAP) wird monatlich eine VaR-Berechnung auf Konzernebene durchgeführt.

Fremdwährungsrisiko im Bankbuch

Die Höhe der offenen Fremdwährungspositionen im Bankbuch wird durch niedrige Limite beschränkt, wodurch ein

geringes Fremdwährungsrisiko im Bankbuch sichergestellt wird. Die Einhaltung der Limite wird täglich überwacht.

LIQUIDITÄTSRISIKO

Die zentrale fachliche Zuständigkeit für das Liquiditätsmanagement in der Bank liegt in der Abteilung Asset Liability Management (ALM). Die Messung des Liquiditätsrisikos

sowie die Administration des Limitwesens erfolgt in der Abteilung Marktrisiko, Teil des Bereichs Strategisches Risiko.

Steuerung der Liquidität der Bank

Die Steuerung der Liquiditätsposition erfolgt auf Konzernebene.

Die kurzfristige Steuerung basiert auf einer täglich erstellten 30 Tage Liquiditätsvorschau, auf deren Basis die laufende Aussteuerung der Liquiditätsposition durch den Bereich

Treasury Services und Markets erfolgt. Dies erlaubt eine genaue Verfolgung und das Management der kurzfristigen Liquiditätsposition.

Für die mittelfristige Steuerung wird monatlich eine Liquiditätsvorschau für die nächsten 15 Monate erstellt und im


LAGERERICHT

SALCO berichtet. Darin sind auch Szenariorechnungen hinsichtlich geplanter Maßnahmen und verschiedene Annahmen zum Kundenverhalten berücksichtigt. Auch regulatorische und interne Liquiditätskennzahlen werden prognostiziert. Die für die Steuerung wichtigste Kennzahl stellt die FACE (Free Available Cash Equivalent) dar, eine Maßzahl zum kurzfristigen Liquiditätspotenzial.

Zusätzlich werden auch Liquiditätsstresstests berechnet, die unter verschiedenen Stressszenarien (systemischer Stress, idiosynkratischer Stress, gemischter Stress) den dadurch verursachten Liquiditätsabgang berechnen, um den Liquiditätspuffer zu kalibrieren.

Steuerung des Liquiditätspuffers

Das Asset Liability Management stellt sicher, dass die Bank über ein ausreichend diversifiziertes Portfolio an hochwertigen liquiden Aktiva verfügt und dass der in Stresstests ermittelte Liquiditätspuffer für den zukünftigen Refinanzierungsbedarf sowie die Erfüllung aller gesetzlichen Anforderungen ausreichend ist. Es werden auch Vorkehrungen zur Sicherstellung einer hinreichend diversifizierten Zusammensetzung und einer angemessenen Höhe des Liquiditätspuffers getroffen und zentral ein spezifisches Portfolio

Die langfristige Steuerung der Liquidität wird im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses für die kommenden drei Jahre durchgeführt. Zusätzlich werden strategische Maßnahmen während des Jahres analysiert.

Wesentliche Entscheidungen zum Thema Liquiditätsrisiko werden im SALCO gefällt, in welchem sämtliche Vorstandsmitglieder vertreten sind. Die bei der Liquiditätssteuerung zur Anwendung kommenden Limite werden durch den Bereich Strategisches Risiko überwacht.

Zusammensetzung des Liquiditätspuffers

in Mio. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Geldmarkt kürzer als 1 Monat 1.085 1.182
EZB-fähige Wertpapiere 4.548 3.739
EZB-fähige Kreditforderungen 1.623 1.344
Kurzfristiger Liquiditätspuffer 7.256 6.265
andere Wertpapiere 915 689
freie Kreditforderungen im Deckungsstock 285 140
Mittelfristiger Liquiditätspuffer 1.200 829
Summe 8.456 7.094

RANAG.P.S.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

Fälligkeitsanalyse der vertraglichen undiskontierten Cashflows der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

| 31.12.2016
in Mio. EUR | Nominal-Bruttozugang/-abgang | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | | | | | | |
| Kredite | 31.422 | 2.565 | 839 | 2.493 | 11.229 | 14.296 |
| Wertpapiere | 6.635 | 233 | 232 | 497 | 3.136 | 2.537 |
| Geldmarktpositionen | 1.085 | 1.085 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 39.142 | 3.883 | 1.071 | 2.990 | 14.365 | 16.833 |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -6.706 | -1.688 | -461 | -473 | -2.169 | -1.913 |
| Einlagen von Kunden | -19.847 | -17.075 | -561 | -1.347 | -816 | -47 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -4.414 | -11 | -72 | -240 | -2.295 | -1.797 |
| Zwischensumme | -30.967 | -18.774 | -1.094 | -2.060 | -5.281 | -3.758 |
| Derivate | | | | | | |
| Zugang | 6.868 | 1.238 | 1.177 | 2.258 | 898 | 1.297 |
| Abgang | -7.139 | -1.258 | -1.190 | -2.427 | -907 | -1.356 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.586 | -1.586 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bilanzsumme | 6.318 | -16.497 | -35 | 760 | 9.075 | 13.016 |
| 31.12.2015
in Mio. EUR | Nominal-Bruttozugang/-abgang | Weniger als 1 Monat | 1 bis 3 Monate | 3 Monate bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | Mehr als 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Vermögenswerte | | | | | | |
| Kredite | 31.077 | 1.796 | 685 | 2.288 | 10.475 | 15.833 |
| Wertpapiere | 6.438 | 108 | 244 | 778 | 3.322 | 1.985 |
| Geldmarktpositionen | 1.182 | 1.182 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zwischensumme | 38.697 | 3.086 | 929 | 3.067 | 13.798 | 17.818 |
| Nicht-derivate Verbindlichkeiten | | | | | | |
| Einlagen von Banken | -8.499 | -1.355 | -1.881 | -404 | -2.785 | -2.075 |
| Einlagen von Kunden | -18.374 | -15.751 | -281 | -942 | -1.284 | -116 |
| Ausgegebene Schuldverschreibungen | -3.851 | -3 | -25 | -311 | -2.051 | -1.461 |
| Zwischensumme | -30.723 | -17.108 | -2.187 | -1.657 | -6.120 | -3.652 |
| Derivate | | | | | | |
| Zugang | 8.363 | 1.282 | 1.392 | 3.473 | 1.649 | 568 |
| Abgang | -8.705 | -1.293 | -1.372 | -3.577 | -1.816 | -646 |
| Sonstige außerbilanzielle Verbindlichkeiten | -1.620 | -1.620 | | | | |
| Summe | 6.012 | -15.654 | -1.238 | 1.305 | 7.511 | 14.088 |

Die obige Tabelle zeigt die nominellen (nicht diskontierten) Cashflows inklusive Zinszahlungen aus Finanzvermögen und -verbindlichkeiten. Als Basis der Zuordnung in das entsprechende Laufzeitband dienen die vertraglichen Fälligkeiten. Die täglich fälligen Sichteinlagen und -ausleihungen wurden gesamthaft dem ersten Laufzeitband zugeordnet. Bei Kündigungsrechten wurde das Laufzeitende auf den Tag des nächsten Kündigungstermins bezogen.


LAGEBERICHT

OPERATIONELLES RISIKO

Die Bank verwendet zur Berechnung der regulatorischen Eigenmittelanforderungen für operationelle Risiken weiterhin den Standardansatz gem. Artikel 317 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. Jedoch sind die tatsächlich realisierten Verluste des operationellen Risikos signifikant niedriger als die gemäß Standardansatz berechneten regulatorischen Eigenmittel.

Für die Zwecke der internen ökonomischen Steuerung (ICAAP) wird mittels eines statistischen Modells der Value-at-Risk für Verluste aus operationellen Risiken berechnet.

Die aus dem operationellen Risiko resultierenden Verluste werden in einer zentral verwalteten, web-basierten Datenbank nach eindeutig definierten Regeln und Prozessen gesammelt.

Die Key Risk Indikatoren (KRI) wurden implementiert um negative Entwicklungen bzw. Änderungen des Risikoprofils in Unternehmensprozessen bzw. Unternehmensbereichen zu identifizieren und zeitgerecht zu prognostizieren. Jeder

KRI wird mittels eines Ampelsystems bewertet (Rot/Gelb/Grün). Für KRIs mit Status Rot ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend.

Ein weiteres Instrument zum Management operationeller Risiken stellt neben einem empfängerorientierten Berichtswesen das Risk Control Self Assessment (RCSA) dar. Innerhalb eines einheitlichen Rahmens identifizieren und bewerten alle Bereiche jährlich ihre wesentlichen operationellen Risiken und die Wirksamkeit der Kontrollen. Dies beinhaltet die Bewertung individueller Kontrollen und die Schätzung der Wahrscheinlichkeit und des Ausmaßes von Verlusten aus den einzelnen Risiken. Übersteigt das Risikopotential ein definiertes Ausmaß, ist die Umsetzung geeigneter Maßnahmen verpflichtend vorgesehen.

Eine klare Organisationsstruktur und Kompetenzregelungen bilden die Basis zur Verringerung von Risiken. Außerdem tragen ein konsistentes Regelwerk und ein risikoadäquates internes Kontrollsystem einschließlich computergestützter Kontrollen zum Ziel einer kontrollierten Risikosituation bei.


RAWAG.PS.K. ANNUAL REPORT 2016 PURSUANT TO LICR

INTERNES KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEM

EINLEITUNG

Unter dem „Internen Kontrollsystem“ (IKS) werden alle von der Geschäftsleitung entworfenen und im Unternehmen ausgeführten Prozesse verstanden, durch die

  • die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Tätigkeit (hierzu gehört auch der Schutz des Vermögens vor Verlusten durch Schäden und Malversationen),
  • die Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung und
  • die Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften

überwacht und kontrolliert werden.

Das Risikomanagementsystem umfasst alle Prozesse, die dazu dienen, Risiken zu identifizieren, zu analysieren und zu bewerten sowie Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass das Erreichen der Unternehmensziele durch Risiken, die schlagend werden, beeinträchtigt wird.

Nach dem international anerkannten COSO-Rahmenwerk zur Gestaltung von Risikomanagementsystemen ist das IKS als Bestandteil eines unternehmensweiten Risikomanagementsystems zu verstehen. Dazu gehören auch das Management und die Kontrolle von Risiken, welche die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung betreffen.

Die inhaltliche Ausgestaltung (Konzeption, Umsetzung, laufende Anpassung und Weiterentwicklung) des IKS und des Risikomanagementsystems sowie die Einrichtung dieser Systeme und Prozesse nach vorhandenen Anforderungen und Bedürfnissen und unter Berücksichtigung der Unternehmensstrategie, des Geschäftsumfangs und anderer wichtiger wirtschaftlicher und organisatorischer Aspekte unterliegen der Verantwortung der Unternehmensleitung.

MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKO-MANAGEMENTSYSTEMS

Kontrollumfeld

Der von der Bank festgelegte Code of Conduct und die darin festgelegten fundamentalen Wertvorstellungen gelten für die Mitarbeiter des gesamten Konzerns. Der Code of Conduct schafft ein Klima, das auf Kundenfokus, Leistung, gegenseitigem Respekt, Teamwork und Vertrauen basiert.

Der Bereich Bilanzen ist für das Rechnungswesen der Bank sowie ihrer Tochtergesellschaften zuständig. Neu erworbene Tochtergesellschaften verfügen über eigene Rechnungswesenabteilungen, die in enger Abstimmung mit dem Bereich Bilanzen arbeiten. Die Integration dieser in den Bereich Bilanzen ist für 2017 vorgesehen. Die Zuständigkeiten des Bereichs Bilanzen umfassen im Wesentlichen die Erstellung der Einzel- und Konzernjahres- und Konzernzwischenabschlüsse sowie der Jahresabschlüsse einiger Tochtergesellschaften, die Finanzbuchhaltung und die Konzernverrechnung, Steuern sowie das aufsichtsrechtliche Meldewesen.

Dem Bereich Bilanzen obliegen die Regelungskompetenz zu allen Fragen des Rechnungswesens sowie die fachliche

Anordnungsbefugnis zur Sicherstellung der Anwendung konzerneinheitlicher Standards. Zur Unterstützung der operativen Umsetzung wurden Konzernrichtlinien erstellt. Diese Richtlinien gelten für alle konsolidierten Tochtergesellschaften. Bei allen übrigen Beteiligungen wird die Einhaltung dieser Grundlagen und Standards soweit wie möglich durch- und umgesetzt.

Risikobeurteilung und Kontrollmaßnahmen

Unser internes Kontroll- und Risikomanagementsystem beinhaltet im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess Arbeitsanweisungen und Prozesse

  • zur korrekten und angemessenen Dokumentation von Geschäftsvorfällen einschließlich der Verwendung des Vermögens des Konzerns,
  • zur Aufzeichnung aller für die Erstellung von Jahresabschlüssen notwendigen Informationen und
  • zur Verhinderung nicht genehmigter Anschaffungen oder Veräußerungen, die eine wesentliche Auswirkung auf die Jahresabschlüsse haben könnten.

LAGEBERICHT

Der Bereich Bilanzen ist in die Aufbau- und Ablauforganisation der Bank eingebunden. So erfolgt die Erfassung von Kunden- und Geschäftsdaten im Allgemeinen bereits in Markt- und Abwicklungsbereichen, Ergänzungen erfolgen durch Risikobereiche. Diese Daten, soweit für das Rechnungswesen relevant, werden weitgehend automatisch in die Rechnungswesen-IT-Systeme der Bank übertragen. Dabei übernimmt der Bereich Bilanzen zum einen Kontrolltätigkeiten, die eine richtige Behandlung dieser automatisch übertragenen Daten unter den jeweiligen Bilanzierungsregeln gewährleisten sollen, und führt zum anderen die Buchungs- und sonstigen für die Abschluss-erstellung notwendigen Tätigkeiten durch.

Das Rechnungswesen der BAWAG P.S.K. und der wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften wird in SAP New GL geführt. Die Erstellung des Konzernabschlusses nach IFRS erfolgt in SAP-ECCS, das die Werte der Einzelabschlüsse der konsolidierten Gesellschaften über Schnittstellen erhält. Die Rechnungswesen- sowie alle vorgelagerten Systeme sind durch Zugriffsberechtigungen und automatische sowie zwingend im Prozess vorgesehene manuelle Kontrollschritte geschützt.

Information und Kommunikation

Der Aufsichtsrat wird mindestens vierteljährlich mit einem umfassenden Bericht über die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie weitere Finanz- und Risikodaten informiert. Der Vorstand erhält diese Informationen in regelmäßigen, deutlich detaillierteren Berichten, die monatlich oder in noch kürzeren Intervallen erstellt werden.

Überwachung

Zur Eingrenzung bzw. Beseitigung operationeller Risiken und Kontrollschwächen wird jährlich eine Risikoidentifikation in Form eines Risk Control Self Assessments (RCSA) durchgeführt. Sofern im Zuge dieser Risikoevaluierung Maßnahmen zur Risikominimierung vereinbart werden, werden diese hinsichtlich der Maßnahmenumsetzung seitens der Abteilung Operationelles Risiko und IKS proaktiv getrackt. Schadensfälle werden darüber hinaus gesondert erfasst und ebenfalls zur Ableitung von erforderlichen Verbesserungen der Systeme und Kontrollen genutzt.

Die Innenrevision des Konzerns führt regelmäßig rechnungswesenbezogene Prüfungen durch, deren Feststellungen ebenfalls zu laufenden Verbesserungen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verwendet werden.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UCR

PERSONALENTWICKLUNG

AUS- UND WEITERBILDUNG

Um die richtigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend einzusetzen und ihnen strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten zu geben, lag der Fokus 2016 weiterhin verstärkt auf Aus- und Weiterbildung. Das Thema Personalentwicklung war hier wieder ein wesentlicher Baustein. Sie bietet den Rahmen für die persönliche Entwicklung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um sie etwa im Rahmen der „Retail Academy“ auf ihrem Weg zum Erfolg zu begleiten.

Die „Retail Academy“ umfasst einerseits das „Retail Camp“ als fachliche und verkäuferische Basisausbildung neuer Mitarbeiter entsprechend ihren Rollen im Vertrieb sowie andererseits weiterführende rollenspezifische Trainings. Diese Ausbildungsaktivitäten werden hauptsächlich in den dafür geschaffenen drei Trainingsfilialen (1:1-Nachbau einer Filiale ohne Kunden) in Wien, Graz und Salzburg durchgeführt. Dieses Umfeld gibt den Teilnehmern die Möglichkeit, im praxisnahen Umfeld die Rolle des Kundenberaters zu üben. Sie werden dabei durch moderne Selbstlernprogramme unterstützt. Die Kundenzufriedenheitsmessungen zeigen die Erfolge dieser Ausbildung.

Die Bank bildet seit vielen Jahren auch erfolgreich Lehrlinge aus und hat dafür zahlreiche Auszeichnungen als

„Bester Lehrbetrieb“ erhalten. Jugendlichen Ziele und Perspektiven für die Zukunft zu geben ist eine Aufgabe, die wieder sehr ernst genommen wurde. Mit der Lehre zur Bankkauffrau / zum Bankkaufmann wird die Bank genau diesen Anforderungen gerecht und bietet eine hochwertige Ausbildung mit dem Ziel, nach Ende der Lehrzeit als qualifizierter Kundenberater in das Unternehmen übernommen zu werden. Die Lehrlinge sind Teil eines Teams, das gemeinsam an den Unternehmenszielen arbeitet. Zusätzlich zur umfangreichen Ausbildung unterstützt und fördert die Bank „Lehre mit Matura“. Viele Lehrlinge haben in den letzten Jahren diese Chance ergriffen, um parallel zur Lehre auch die Matura abzuschließen.

Es ist der Bank auch ein großes Anliegen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die beruflichen Anforderungen des Alltags fit zu machen. Zu diesem Zweck konnten sie aus einem vielfältigen Angebot des offenen Ausbildungsprogrammes wählen. Das Spektrum reicht von EDV-Trainings über Projektmanagement bis zu persönlichkeitsbildenden Seminaren in den Bereichen Selbst-, Stress- und Zeitmanagement.

FÜHRUNGSKRÄFTEENTWICKLUNG

Die Führungsrolle ist ein permanenter Entwicklungsprozess. Dementsprechend umfasst die Ausbildung der Führungskräfte der BAWAG P.S.K. ein vielfältiges Leistungsspektrum. Dabei stehen hoher Praxisbezug, gezielte Entwicklung der Führungskompetenzen, Schärfung der Selbstreflexion und die Mitarbeiterbegleitung und -entwicklung im Vordergrund.

So basiert beispielsweise die Entwicklung der Führungskräfte im Retail-Vertrieb auf einer regelmäßigen Mitarbeiterbefragung und einem extern begleiteten Potentialcheck zum Erkennen der persönlichen Stärken und Entwicklungsfelder. Abgestimmt darauf bietet die BAWAG P.S.K. ein Ausbildungsangebot, das punktgenau jene Kompetenzen stärkt, die im Führungsalltag benötigt werden.

In den zentralen Bereichen der Bank fand 2016 wieder das Führungskräfte-Curriculum „LEAD neue Führungskräfte“ statt. Das Programm unterstützt und begleitet neue

Führungskräfte im ersten Jahr bei der Ausübung ihrer neuen Aufgabe. Ende 2016 startete die 18. Gruppe das Programm.

Erfahrene Führungskräfte und Führungsteams wurden auch 2016 wieder in Form von individuellen (Management-) Coachings unterstützt und durch gezielte Change-Management-Maßnahmen begleitet. Der Fokus lag hier klar auf der individuellen Beratung und der optimalen Begleitung der Führungskräfte (und ihrer Teams) durch die Personalentwicklung und ausgewählte Berater.

2016 wurde das „After Work Führungskräfte Forum“ fortgesetzt – eine Reihe von Netzwerkveranstaltungen für alle Führungskräfte der Bank, um sie mit neuen Tendenzen der Führungsarbeit vertraut zu machen und eine Plattform zum Austausch zu bieten. Das große Interesse an dieser Veranstaltung spricht für ihren Erfolg.


LAGEBERICHT

TALENTE-ENTWICKLUNG, NACHFOLGE- UND KARRIEREPLANUNG

Der im Jahr 2014 erfolgreich gestartete Prozess zur Identifizierung und Entwicklung von potentiellen Nachfolgern für Schlüsselfunktionen wurde 2016 weiter fortgesetzt und mit dem „Talent Review“ im dritten Quartal abgeschlossen. Im Zuge eines Vorstandsmeetings wurden Potentialträger auf allen Ebenen strukturiert diskutiert und der Umgang mit potentiellen Nachfolgerisiken abgestimmt.

Im September 2016 startete der sechste Durchgang des Graduate-Programms „Start & Move“. Das einjährige Programm unterstützt die Trainees bei ihrem beruflichen Einstieg in der Bank. Sie bekommen dabei einen umfassenden Blick auf das Unternehmen und können ihr erstes Netzwerk aufbauen.

Im Oktober 2016 startete die fünfte Runde des Talente-Programms für zentrale Einheiten „forTalents“. Wie bereits bei den ersten Durchgängen dieses Nachwuchskräfte-Programms werden die Teilnehmer in ihrer Entwicklung unterstützt und für neue Führungs- bzw. Expertenfunktionen aufgebaut.

„TOP-TEAM Vertrieb“, das Talente-Programm für potentielle Filialleiter im Privat- und Geschäftskundenvertrieb (aus den eigenen Reihen), wurde 2016 zum siebenten Mal durchgeführt. Die Teilnehmer sind Talente mit Führungspotenzial, die im Rahmen des Nachfolgeplanungsprozesses nominiert wurden. Sie erhalten eine anspruchsvolle fachliche und persönlichkeitsbildende Ausbildung, die auf die Übernahme einer Filialleitung vorbereitet.

Human Resources hat bereits 2012 im Frauenförderplan schriftlich vereinbart, kontinuierlich an der Gleichstellung von Frauen und Männern zu arbeiten. Seitdem wurde fortlaufend auf die entsprechende Frauenförderung in den Programmen geachtet; so sind beispielsweise unter den 14 Teilnehmern an „forTalents“ 2016 sieben weiblich.

MBO-PROZESS (MANAGEMENT BY OBJECTIVES)

Für die BAWAG P.S.K. ist der „Führen durch Ziele“ (Management by Objectives)-Prozess weiterhin ein wichtiges Management-Tool zur Unterstützung der Geschäftsstrategie. Mit dem Start des neuen Durchgangs Ende 2016 unterstützt die Software „HR ONE“ als Performance-Management- und Learning-Plattform erneut diesen Prozess. Auf dieser Plattform fasst der Bereich Human Resources die Prozesse „MbO“ und Tracking Tool, ein virtuelles Lernportal mit Wissenschecks und Selbstlernprogrammen, sowie den Sales-Talent-Managementprozess für den Retail-Vertrieb (geplant für 2017) zusammen. Methodisch erweitert wurde in diesem Zusammenhang das Angebot der Selbstlernprogramme um das „Blended Learning“, bei dem gemischte Veranstaltungen – online und Präsenz – angeboten werden sowie ein Wissenscheck als Voraussetzung zur Seminarteilnahme absolviert werden muss, und außerdem das „Social Learning“, das Lernen mit- und voneinander.

AUDIT „BERUFUNDFAMILIE“

2013 wurde die BAWAG P.S.K. vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft als „familienfreundliches Unternehmen“ ausgezeichnet. Die BAWAG P.S.K. bekennt sich zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nach Ablauf des dreijährigen Grundzertifikats begann die BAWAG P.S.K. im Sommer 2016 mit dem Re-Auditierungsprozess, der Ende 2016 erfolgreich abgeschlossen wurde. Die Umsetzung der sieben neu definierten Maßnahmen wird bis Ende 2019 erfolgen. Begleitend zum Audit „berufundfamilie“ nimmt die BAWAG P.S.K. seit 2016 auch am „Netzwerk familienfreundlicher Unternehmen“ teil.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UCB

CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY

Ein besonderes Anliegen der BAWAG P.S.K. ist es, Corporate Social Responsibility (CSR) zu leben und umzusetzen. Für Unternehmen ist es notwendig und wichtig, die Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden. Mit Beispielen wie dem „Neue Chance Konto“, der Fortführung der „Freiwilligentage“ sowie Maßnahmen im Rahmen des „Frauenförderprogramms“ zeigte die BAWAG P.S.K. erneut, dass Nachhaltigkeit in der Bank stark verankert ist.

BAWAG P.S.K. IN DER GEMEINSCHAFT

Sponsoring ist ein wesentlicher Teil der Öffentlichkeitsarbeit der BAWAG P.S.K. Mit diesen Aktivitäten nimmt die Bank auch ihre gesellschaftspolitische Verantwortung im Sinne eines „good corporate citizen“ wahr. Die BAWAG P.S.K. steht nicht nur „Mitten im Leben“, sondern zeigt mit ihren Initiativen auch, dass „Es geht“, die finanziellen Bedürfnisse unserer Kunden und zivilgesellschaftlichen Engagement zu verbinden. Durch die Konzentration auf die Bereiche Kultur, Bildung, Soziales sowie die neue Crowdfunding-Plattform (www.crowdfunding.at) wird das Wahrnehmungsprofil der Bank geschärft und eine positive Differenzierung zu Mitbewerbern sichergestellt.

2016 feierte die BAWAG P.S.K. Initiative „ES GEHT!/crowdfunding“ ihren zweiten Geburtstag. Diese Initiative fördert und ermutigt Menschen gemeinsam etwas Positives in Österreich zu bewirken. Die BAWAG P.S.K. unterstützt vor allem Projekte, die soziale Probleme erkennen und mit Ideen zu deren Lösung beitragen.

Zusätzlich hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter die Möglichkeit, bis zu zwei Arbeitstage pro Jahr zur Freiwilligenarbeit für gemeinnützige Organisationen und Projekte zu nutzen, ohne dafür Urlaubstage in Anspruch nehmen zu müssen. Diese Möglichkeit fördert und belohnt aktiv das persönliche Engagement unserer Mitarbeiter und zeigt den hohen Wert von Freiwilligentätigkeit.

NEUE CHANCE KONTO

Mit dem Neue Chance Konto leistet die Bank seit 2009 einen konkreten Beitrag gegen soziale Ausgrenzung. Es ist ein Konto auf Guthabenbasis inklusive Online- und Mobile-Banking. Das Neue Chance Konto ist zudem mit einer Bankomatkarte ausgestattet und ermöglicht unseren Kunden beispielsweise die Nutzung von Geldausgabegeräten und Selbstbedienungseinrichtungen. Ende 2016 nutzten dieses Konto rund 34.000 Kunden.

FRAUENFÖRDERUNG

Die BAWAG P.S.K. hat mit dem 2012 eingeführten Frauenförderprogramm und als Unterzeichnerin der UN Global Compact Women's Empowerment Principles (WEP) einen wichtigen Schritt zur Gleichstellung zwischen Frauen und Männern gesetzt. An erster Stelle stehen dabei Bewusstseinsbildung und Sensibilisierung für Chancengleichheit – gepaart mit konkreten Zielen:

  • Die finanzielle Gleichstellung zwischen Frauen und Männern bei gleicher Leistung
  • Die Steigerung des Frauenanteils in Führungs- bzw. Expertenfunktionen
  • Die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Frauen und Männer, insbesondere gezielte Informationen für Mitarbeiter vor, während und nach der Karenz

LAGEBERICHT

BAWAG P.S.K. Frauen Mentoring Programm

Die BAWAG P.S.K. Fraueninitiative und der Bereich Human Resources organisieren ein einjähriges Frauen-Mentoringprogramm für Mitarbeiterinnen, Expertinnen und weibliche Führungskräfte, die ihre berufliche Entwicklung beschleunigen und ihr internes Netzwerk durch die Beziehung zu den Mentoren stärken möchten. In den vergangenen drei Jahren haben mehr als 49 weibliche Mentees von diesem Programm profitiert. Aufgrund des großen Erfolgs hat die BAWAG P.S.K. 2016 das Mentoringprogramm ausgeweitet: Den zehn neuen weiblichen Mentees wurden Topmanagerinnen und Topmanager als externe Mentoren aus der Wirtschaft zur Seite gestellt.

Fe-male Future Day

2016 veranstaltete die BAWAG P.S.K. Fraueninitiative bereits den dritten „fe-male Future Day“, in dessen Rahmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Führungskräfte und externe Gäste eine spannende Diskussion zum Thema „Fe-male Future of Digital Banking“ führten.

BAWAG P.S.K. Frauenpreis

Der mit 3.000 EUR dotierte BAWAG P.S.K. Frauenpreis wird jährlich in Kooperation mit einer öffentlichen oder gemeinnützigen Institution vergeben und würdigt herausragende Leistungen von Frauen oder besonderes Engagement zur Positionierung von Frauen in der Gesellschaft. Mit diesem Award möchte die BAWAG P.S.K. Frauen und Organisationen ermutigen, herausfordernde und innovative Projekte in Angriff zu nehmen.

Der Preis wird an Frauen vergeben, die durch ihre Leistungen und ihr Engagement „Mitten im Leben“ Vorbilder für Frauen sind, insbesondere in den Bereichen:

  • Wissenschaft, Journalismus und Kunst
  • Soziales Engagement
  • Interkulturelle Verständigung
  • Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern
  • Bewusstseinsbildung für die Rolle der Frau im beruflichen Umfeld

2016 wurde der BAWAG P.S.K. Frauenpreis an Katharina Norden, Gründerin und Geschäftsführerin von Three Coins, verliehen, um damit ihr besonderes Engagement im Bereich Financial Literacy (finanzielle Allgemeinbildung) zu würdigen.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

In der BAWAG P.S.K. werden keine Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten nach § 243 UGB durchgeführt.

AUSBLICK

2016 war für die BAWAG P.S.K (Gruppe) ein sehr erfolgreiches Jahr. Wir haben Rekordergebnisse erwirtschaftet und alle kommunizierten Ziele übererfüllt.

Die europäische Bankenlandschaft befindet sich derzeit stark im Umbruch und ist mit großen Herausforderungen in Form von stagnierendem Wirtschaftswachstum, niedrigen Zinssätzen, steigenden regulatorischen Kosten, strukturell ineffizienten Geschäftsmodellen und dem Markteintritt von Fintechs konfrontiert. Wir sind bereit, uns diesen Herausforderungen in größerem Rahmen zu stellen und die sich uns bietenden einzigartigen Chancen zu nutzen.

Wir sind überzeugt, dass die BAWAG P.S.K. für die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderungen gut positioniert ist und unter Beibehaltung ihres niedrigen

Risikoprofils auf Grundlage ihrer starken Kapitalquoten und ihrer Refinanzierungsbasis weiter wachsen wird.

Unsere Ziele für 2017 lauten wie folgt:

  • Konsolidierter Jahresüberschuss vor Steuern > 500 Mio. EUR, Return on Equity (@12% CET1) >15% und Return on Tangible Equity (@12% CET1) >16%
  • Cost/Income Ratio (Konzern) <43%
  • CET1 Quote >12% (Konzern, Vollanwendung CRR)
  • Leverage Ratio >5% (Konzern, Vollanwendung CRR)

LAGEBERICHT

Wien, am 1. März 2017

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Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands


Einzelabschluss


EINZELABSCHLUSS

BILANZ

Aktiva

in EUR in Tsd. EUR
31.12.2016 31.12.2015
1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken 597.713.421,49 690.885
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur Refinanzierung bei der Zentralnotenbank zugelassen sind 1.042.129.783,88 912.618
3. Forderungen an Kreditinstitute 2.070.103.893,20 1.843.217
a) täglich fällig 203.267.601,27 209.046
b) sonstige Forderungen 1.866.836.291,93 1.634.171
4. Forderungen an Kunden 23.839.628.830,18 24.957.116
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.446.680.917,02 4.031.782
a) von öffentlichen Emittenten - -
b) von anderen Emittenten 4.446.680.917,02 4.031.782
darunter eigene Schuldverschreibungen 559.073,97 1.433
6. Aktien und andere nicht festverzinste Wertpapiere 1.606.524.259,81 124.339
7. Beteiligungen 43.575.128,93 42.302
darunter: an Kreditinstituten 19.851.086,10 19.851
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 428.909.378,49 303.082
darunter: an Kreditinstituten 286.801.928,72 162.812
9. Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 97.089.257,19 87.754
10. Sachanlagen 44.355.918,22 51.025
darunter Grundstücke und Bauten, die vom Kreditinstitut im Rahmen seiner eigenen Tätigkeit genutzt werden 3.442.938,70 3.633
11. Sonstige Vermögensgegenstände 729.760.128,11 825.831
12. Rechnungsabgrenzungsposten 44.657.139,37 40.759
Summe der Aktiva 34.991.128.055,89 33.910.710
Posten unter der Bilanz
1. Auslandsaktiva 15.872.705.361,90 14.944.006

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Passiva

in EUR in Tsd. EUR
31.12.2016 31.12.2015
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.241.901.299,61 7.931.630
a) täglich fällig 882.082.101,21 866.079
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 5.359.819.198,40 7.065.552
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20.710.624.365,29 18.502.397
a) Spareinlagen - darunter: 6.423.254.776,67 6.871.159
aa) täglich fällig 2.589.530.775,84 2.432.339
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 3.833.724.000,83 4.438.820
b) sonstige Verbindlichkeiten - darunter: 14.287.369.588,62 11.631.238
aa) täglich fällig 12.011.463.823,63 10.575.842
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2.275.905.764,99 1.055.396
3. Verbriefte Verbindlichkeiten 3.476.815.775,02 2.639.542
a) begebene Schuldsverschreibungen 2.110.460.559,60 1.409.719
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 1.366.355.215,42 1.229.823
4. Sonstige Verbindlichkeiten 980.194.002,10 1.233.869
5. Rechnungsabgrenzungsposten 62.989.986,15 55.909
6. Rückstellungen 565.720.338,20 562.413
a) Rückstellungen für Abfertigungen 68.424.653,00 62.950
b) Rückstellungen für Pensionen 203.563.635,00 204.462
c) Steuerrückstellungen 1.608.827,57 1.800
d) sonstige Rückstellungen 292.123.222,63 293.201
7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 483.066.799,41 523.823
8. Gezeichnetes Kapital 250.000.000,00 250.000
9. Kapitalrücklagen 619.748.514,10 626.273
a) gebundene 301.069.989,55 301.070
b) nicht gebundene 318.678.524,55 325.203
10. Gewinnrücklagen 444.101.614,14 444.102
a) gesetzliche Rücklage 425.101.614,14 425.102
b) andere Rücklagen 19.000.000,00 19.000
11. Haftrücklage gemäß § 57 Abs. 5 BWG 613.754.463,10 613.754
12. Bilanzgewinn 542.210.898,77 526.997
13. Unversteuerte Rücklagen 0,00 -
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 0,00 -
Summe der Passiva 34.991.128.055,89 33.910.710

EINZELABSCHLUSS

in EUR in Tsd. EUR
31.12.2016 31.12.2015
Posten unter der Bilanz
1. Eventualverbindlichkeiten 170.941.799,82 333.249
darunter Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten 170.941.799,82 333.249
2. Kreditrisiken 3.550.779.124,04 4.475.134
darunter Verbindlichkeiten aus Pensionsgeschäften - -
3. Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften 95.979.622,44 119.221
4. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 2.809.632.574,33 2.473.812
darunter Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I Kapitel 4 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 458.854.257,58 455.928
5. Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 15.701.487.812,18 15.082.427
darunter Eigenmittelanforderungen gemäß Art. 92 Abs. 1 lit. a bis c der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) unter Berücksichtigung von Übergangsbestimmungen
Harte Kernkapitalquote 15,0% 13,4%
Kernkapitalquote 15,0% 13,4%
Gesamtkapitalquote 17,9% 16,4%
6. Auslandspassiva 5.323.839.034,60 3.913.084

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

in EUR in Tsd. EUR
2016 2015
1. Zinsen und ähnliche Erträge 739.657.214,63 743.286
darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 73.866.840,50 97.450
2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -123.193.580,95 -136.037
I. NETTOZINSERTRAG 616.463.633,68 607.249
3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen 69.826.842,21 84.442
a) Erträge aus Aktien, anderen Anteilsrechten und nicht festverzinslichen Wertpapieren 8.837.977,00 6.509
b) Erträge aus Beteiligungen 3.588.865,21 4.380
c) Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 57.400.000,00 73.553
4. Provisionserträge 256.223.345,46 274.147
5. Provisionsaufwendungen -88.713.474,23 -98.864
6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften 935.167,82 10.314
7. Sonstige betriebliche Erträge 34.336.808,99 19.862
II. BETRIEBSERTRÄGE 889.072.323,93 897.150
8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen -467.976.993,65 -470.637
a) Personalaufwand -262.205.696,51 -270.663
darunter:
aa) Löhne und Gehälter -178.976.264,94 -187.769
bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -45.951.279,30 -47.663
cc) sonstiger Sozialaufwand -3.246.387,32 -3.521
dd) Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -18.143.480,86 -18.521
ee) Dotierung der Pensionsrückstellung 239.876,00 -2.703
ff) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -16.128.160,09 -10.487
b) sonstige Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) -205.771.297,14 -199.973
9. Wertberichtigungen auf die in den Aktivposten 9 und 10 enthaltenen Vermögensgegenstände -26.774.946,60 -29.825.586
10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.104.763,92 -13.890.156
III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -506.856.704,17 -514.352.248
IV. BETRIEBSERGEBNIS 382.215.619,76 382.797.830

EINZELABSCHLUSS

in EUR in Tsd. EUR
2016 2015
IV. BETRIEBSERGEBNIS 382.215.619,76 382.798
11./12. Aufwands-/Ertragssaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken -71.309.257,94 -62.434
13./14. Aufwands-/Ertragssaldo aus der Veräußerung und Bewertung von Wertpapieren, die wie Finanzanlagen bewertet sind sowie auf Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen 28.304.750,23 59.635
V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 339.211.112,05 379.999
15. Außerordentliche Erträge 0,00 -
darunter: Entnahmen aus dem Fonds für allgemeine Bankrisiken - -
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -
17. Außerordentliches Ergebnis (Zwischensumme aus Posten 15 und 16) 0,00 -
18. Steuern vom Einkommen 38.304.634,74 -1.802
19. Sonstige Steuern, soweit nicht in Posten 18 auszuweisen -56.301.404,35 -23.274
VI. JAHRESÜBERSCHUSS 321.214.342,44 354.923
20. Rücklagenbewegung 0,00 -8.554
darunter: Dotierung der Haftrücklage - -
darunter: Auflösung der Haftrücklage - -
VII. JAHRESGEWINN 321.214.342,44 346.369
21. Gewinnvortrag 220.996.556,33 199.628
22. Abschlagszahlung gemäß § 54a AktG 0,00 -19.000
VIII. BILANZGEWINN 542.210.898,77 526.997

BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft

Der Vorstand Haynes e.h. Pinkston e.h. Abuzaakouk e.h. Shah e.h. Barth e.h.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANHANG

Der Jahresabschluss wurde nach den Bestimmungen des Unternehmensgesetzbuches (UGB) unter Beachtung der relevanten Bestimmungen des Bankwesengesetzes (BWG) und des Aktiengesetzes (AktG) erstellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den

Formblättern der Anlage 2 zu § 43 BWG. Alle Angaben zum BWG beziehen sich auf die am 31. Dezember 2016 gültige Fassung. Die Form der Darstellung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Vorjahresbeträge sind vergleichbar.

KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONZERNABSCHLUSS

Die Gesellschaft ist Mitglied des Konsolidierungskreises der Promontoria Sacher Holding N.V. mit Sitz in Baarn in den Niederlanden. Die Promontoria Sacher Holding N.V. ist das oberste Mutterunternehmen, für welches die BAWAG P.S.K. als übergeordnetes Kreditinstitut gemäß §59 BWG einen Konzernabschluss erstellt. Der Konzernabschluss der Promontoria Sacher Holding N.V. wird aufgrund der Bestimmungen des §59a BWG nach International Financial

Reporting Standards (IFRS) erstellt und liegt am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien auf.

Die BAWAG P.S.K. erstellt aufgrund der Bestimmungen des § 59a BWG einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS). Dieser Konzernabschluss wird im Internet veröffentlicht (www.bawagpsk.com/BAWAGPSK/IR/DE/Finanzergebnisse) und liegt am Sitz der BAWAG P.S.K. in Wien auf.

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung erstellt und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Bei der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Bankgeschäftes Rechnung getragen.

Im Jahresabschluss 2016 kam es aufgrund des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 (RÄG 2014), welches mit 1. Jänner 2016 in Kraft trat, zu Anpassungen bei den angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Die Änderungen sind in den nachfolgenden Erläuterungen beschrieben.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden werden grundsätzlich mit dem Nennwert der Forderungen aktiviert. Für erkennbare Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen vorgesorgt, die für einzelne Risikopositionen, vor allem im Privatkundengeschäft, nach gemeinsamen Kriterien ermittelt werden.

Aufgrund von § 201 Abs 7 UGB wurde im Geschäftsjahr 2016 erstmals eine Wertberichtigung auf Portfoliobasis für

zum Bilanzstichtag bereits eingetretene, aber noch nicht erkannte Verluste erfasst („IBNR“). Diese Portfoliowertberichtigung wird für bilanzielle und außerbilanzielle Forderungen im Kreditportfolio inklusive Wertpapieren gebildet. Die Berechnung orientiert sich am regulatorischen Expected-Loss-Modell.

Wertpapiere des Bankbuches, die dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen, werden dem Finanzanlagevermögen gewidmet und dementsprechend bilanziert. Agio- und Disagiobeträge werden gemäß § 56 (2) bzw. (3) BWG mittels der Effektivzinsmethode erfasst. Zum Finanzanlagevermögen gehörende Wertpapiere werden aufgrund des gemilderten Niederstwertprinzips nur bei dauerhafter Wertminderung auf den niedrigeren Zeitwert abgewertet.

Wertpapiere und Derivate des Handelsbuches werden zu Marktpreisen, Wertpapiere und Derivate des sonstigen Umlaufvermögens nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.

Mit dem RÄG 2014 wurde eine generelle Zuschreibungspflicht bei Wertaufholungen eingeführt. Ab dem Geschäftsjahr 2016 erfolgt daher bei den Wertpapieren des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens, eine Zu


EINZELABSCHLUSS

schreibung bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn sich eine Wertminderung in Folgeperioden verringert.

Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sofern eine dauerhafte Wertminderung eingetreten ist, wurde eine entsprechende Abwertung vorgenommen. Bei Wegfall der dauerhaften Wertminderung wird eine Zuschreibung bis maximal zu den historischen Anschaffungskosten vorgenommen.

Zur Bewertung der Beteiligungsunternehmen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden die geplanten Nachsteuerergebnisse herangezogen und für die Barwertermittlung mit dem jeweils zugrunde liegenden risikogewichteten und marktbezogenen Diskontierungssatz nach Steuern abgezinst. Der für die Bewertung herangezogene Planungshorizont beläuft sich im Regelfall auf fünf Jahre. Die zugrunde gelegten langfristigen Wachstumsraten liegen bei Going-Concern-Betrachtung bei 1,0%.

Für Leasinggesellschaften ohne Neugeschäft wurde eine Bewertung unter Berücksichtigung der Substanzwerte vorgenommen.

Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der planmäßigen, linearen Abschreibung. Die Abschreibungssätze bei den Gebäuden betragen 2 % bis 2,5%, beim sonstigen Sachanlagevermögen reichen sie von 5% bis 33,3%, bei den immateriellen Vermögensgegenständen von 4,63% bis 33,3%. Bei geänderten Umständen wird die Nutzungsdauer entsprechend der Neueinschätzung der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer angepasst. Bei Zugängen in der ersten Jahreshälfte wird die volle Jahresabschreibung, bei jenen in der zweiten Jahreshälfte die halbe Jahresabschreibung vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände bis 400,00 EUR Einzelanschaffungswert werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Zuschreibungen wurden 2016 nicht vorgenommen.

Aufgrund der Änderungen im UGB mit dem RÄG 2014 sind ab 1. Jänner 2016 latente Steuern zu erfassen. Die Berechnung erfolgen gemäß § 198 Abs 9 UGB nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode. Zur Berechnung werden jene lokalen Steuersätze herangezogen, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Abschlusses rechtlich verbindlich sind.

Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen bilanzierter Vermögenswerte oder Verpflichtungen nach UGB und deren jeweiligen steuerlichen Wertansätzen. Dies führt in der Zukunft voraussichtlich zu Ertragsteuerbelastungs- oder -entlastungseffekten (temporäre Unterschiede). Für noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Abzinsungen für latente Steuern werden nicht vorgenommen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Rückzahlungsbetrag unter Berücksichtigung der Grundsatz der Vorsicht angesetzt. Agio und Disagio eigener Emissionen werden gemäß der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt aufgelöst.

Die Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2016 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 3,25%, Bezugssteigerung 3,10%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren.

Im Vorjahr wurden die Rückstellungen für Abfertigungsverpflichtungen nach finanzmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,9%, Teilwertverfahren, Fluktuationsabschlag 3%) gemäß Fachgutachten KFS RL 2 des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision unter Anwendung der Ergänzungen vom 5. Mai 2004 berechnet.

Aus der Umstellung der Bewertungsmethode ergab sich zum 1. Jänner 2016 bei gleichem Zinssatz eine um 5.230 Tausend EUR höhere Rückstellung. Dieser Umstellungseffekt wurde 2016 zur Gänze erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden zum 31. Dezember 2016 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 3,25%, Bezugssteigerung 1,50%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren.

241


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Pensionsansprüche und Pensionsanwartschaften aus leistungsorientierten Zusagen wurden teilweise an eine Pensionskasse ausgelagert. Das verfügbare Pensionskassenvermögen wurde auf die ermittelten Pensionsrückstellungswerte angerechnet.

Im Vorjahr wurden die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,9%, Teilwertverfahren) gemäß Fachgutachten KFS RL 3 des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision unter Anwendung der Ergänzungen vom 5. Mai 2004 berechnet.

Aus der Umstellung der Bewertungsmethode ergab sich zum 1. Jänner 2016 bei gleichem Zinssatz eine um 6.816 Tausend EUR niedrigere Rückstellung. Dieser Umstellungseffekt wurde 2016 zur Gänze erfolgswirksam erfasst.

Die Rückstellungen für Jubiläumsgelder werden zum 31. Dezember 2016 nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 3,25%, Bezugssteigerung 2,80%, individueller Fluktuationsabschlag) nach dem Verfahren der laufenden Einmalprämien gemäß AFRAC Stellungnahme 27 zu Personalrückstellungen (UGB) berechnet. Der Rechnungszinssatz entspricht dem 7-jährigen Durchschnittszinssatz für eine Duration von 15 Jahren.

Im Vorjahr wurden die Rückstellungen für Jubiläumsgelder nach finanzmathematischen Grundsätzen (Rechnungszinssatz 1,9%, Teilwertverfahren, Fluktuationsabschlag 3%) gemäß Fachgutachten KFS RL 2 des Fachsenats für Unternehmensrecht und Revision unter Anwendung der Ergänzungen vom 05. Mai 2004 berechnet.

Aus der Umstellung der Bewertungsmethode ergab sich zum 1. Jänner 2016 bei gleichem Zinssatz eine um 5.882 Tausend EUR niedrigere Rückstellung. Dieser Umstellungseffekt wurde 2016 zur Gänze erfolgswirksam erfasst.

Die übrigen Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme gebildet. Sie berücksichtigten alle erkennbaren Risiken.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden prinzipiell mit dem Devisenmittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte werden mit dem Terminkurs umgerechnet.

Sofern keine effektive Sicherungsbeziehung vorliegt, werden Derivate des Bankbuchs nach dem strengen Nieder-

derstwertprinzip bewertet. Für negative Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten wird eine Drohverlustrückstellung erfasst, positive Marktwerte von strategischen Bankbuchderivaten werden nicht bilanziert. Der Großteil der von der Bank abgeschlossenen Derivate im Bankbuch befindet sich in effektiven Sicherungsbeziehungen. In diesem Fall erfolgt eine kompensatorische Bewertung von Grund- und Sicherungsgeschäft.

Bezüglich weitergehender Erläuterungen zu den von der BAWAG P.S.K. gehaltenen Derivaten wird auf den Anhangabschnitt Angaben zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen verwiesen.

Aussonderungsfähiges Treuhandvermögen wurde gemäß § 48 (1) BWG unter der Bilanz ausgewiesen.

Die Berichtswährung ist Euro. Sofern nicht anders angegeben, werden die Zahlen auf Tausend Euro gerundet dargestellt. Die nachstehend angeführten Tabellen können Rundungsdifferenzen enthalten.

Ermittlung des Marktwertes von Finanzderivaten

Für die Bewertung von börsegehandelten Geschäften, z.B. Futures und Futuresoptionen, werden Börsekurse herangezogen.

Das grundlegende Bewertungsmodell bei Plain Vanilla OTC-Optionen ist das Optionspreismodell nach Black-Scholes, welches je nach Underlying differiert. Fremdwährungsoptionen werden nach dem Garman-Kohlhagen-Modell (adaptiertes Black-Scholes-Modell) und Zinsoptionen werden nach Black bzw. Hull-White bewertet, wobei bei Caps/Floors und Swaptions in Währungen mit negativen Zinsen das Bachelier-Modell verwendet wird.

Der Gesamtwert eines Zinsswaps ergibt sich aus den Barwerten der fixen und variablen Seite des Swaps. Ebenso ergibt sich der Gesamtwert eines Währungsswaps aus den Barwerten der beiden Zahlungsströme, ausgedrückt in der funktionalen Währung der Bank.

Bei Devisentermingeschäften, einer Vereinbarung über den Austausch von Währungsbeträgen zu einem zukünftigen Zeitpunkt, wird der vereinbarte Terminkurs, der von den Währungs- und Zinsentwicklungen der beiden Währungen abhängt, dem aktuellen Terminkurs am Bilanzstichtag gegenübergestellt und daraus der Wert errechnet.


EINZELABSCHLUSS

Credit Default Swaps (CDS) werden mittels Duffle-Singleton Modell bewertet. Dabei wird auf Basis der Credit Spread Curve die Default Probability Curve (Hazard Rate) ermittelt, mit deren Hilfe das Protection Leg berechnet wird. Der Marktwert des CDS ergibt sich dann durch Summierung des Protection und Premium Legs.

Die BAWAG P.S.K. bestimmt für Bonitätsrisiken von OTC-Derivaten ein Credit Value Adjustment (CVA). Grundsätzlich werden, falls verfügbar, liquide Credit Default Swap (CDS)-Spreads zur Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit (PD) und der Verwertungsquote (REC) herangezogen. Ist dies nicht möglich, werden äquivalente Segmente des CDS Marktes verwendet.

Für diese Kontrahenten wird zur Bestimmung des EPE/ENE (Expected Positive/Negative Exposure) ein „Marktwert + Add-On“ Modell verwendet. Die Add-On Berechnung erfolgt für jede Geschäftsart und Währung getrennt und wird grundsätzlich aus am Markt beobachtbaren Parametern abgeleitet.

Sofern ein Nettingagreement vorliegt, werden auch Netting-effekte auf Kundenebene innerhalb von Geschäften selbst Typs und Währung berücksichtigt.

Aus den Diskontsätzen, der Kontrahenten PD und Verlustquote (1-REC), sowie dem EPE bestimmt sich der CVA.

Sofern der Risikoabschlag nicht aus Markttransaktionen abgeleitet werden kann, wird dieser vom Management geschätzt. Dies betrifft insbesondere Nonpayment-Risiken aufgrund von rechtlichen Unsicherheiten, die nicht vom allgemeinen Credit Spread des Kunden abgeleitet werden können. Sofern die BAWAG P.S.K. davon ausgeht, dass das Geschäft rechtswirksam zustande gekommen ist, weist die Bank auch im Falle einer Einrede einen Vermögenswert aus dem positiven Marktwert des Geschäfts gegenüber der Gegenpartei aus.

Ermittlung des Marktwertes von Wertpapieren

Sofern Marktpreise von Börsen oder anderen funktionsfähigen Märkten verfügbar waren, wurden diese verwendet.

Falls keine aktuellen, liquiden Marktwerte zur Verfügung stehen, werden anerkannte und marktübliche „State of the Art“-Bewertungsmethoden angewendet. Dies gilt für vereinzelte Wertpapiere im Finanzumlaufvermögen; bei „Plain Vanilla“-Wertpapieren erfolgt die Bewertung über die Zinskurve unter Berücksichtigung des aktuellen Credit Spreads.

Die Bewertung von Credit Linked Notes, für die keine aktiven Märkte existieren, erfolgt anhand von Bewertungsmodellen. Credit Linked Notes (CLNs) sind Anleihen, deren Rückzahlungshöhe von bestimmten vertraglich vereinbarten Ereignissen abhängt. In der Regel sind es Anleihen, die neben dem Ausfall des Emittenten auch synthetisch (via Credit Default Swap, CDS) das Ausfallsrisiko einer weiteren Referenzanleihe tragen. Die Bewertung von CLNs ergibt sich aus Bond- bzw. CDS-Spreads von Emittent und Referenzanleihe, Kupon, sowie der Restlaufzeit.

Für die Bewertungen komplexer Strukturen werden auch Bewertungen externer Experten herangezogen, die einer Plausibilitätsprüfung unterzogen werden.

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten

Einen wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse haben die Bewertung von Finanzinstrumenten und die damit verbundenen Einschätzungen der Bewertungsparameter, vor allem zur zukünftigen Zinsentwicklung. Die von der Bank verwendeten Parameter leiten sich im Wesentlichen aus den aktuellen Marktkonditionen zum Stichtag ab.

Für die Ermittlung von Marktwerten für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht auf einem aktiven Markt gehandelt sind, werden Bewertungsmodelle herangezogen. Zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts von Finanzinstrumenten, die selten gehandelt werden, sind Schätzungen in unterschiedlichem Maß erforderlich, abhängig von der Liquidität, der Unsicherheit der Marktfaktoren, Preisannahmen und sonstigen geschäftsspezifischen Risiken.

Des Weiteren unterliegen folgende Sachverhalte der Beurteilung durch das Management:

  • die Beurteilung der Einbringlichkeit von langfristigen Krediten und damit die Einschätzungen über die zukünftigen Cashflows des Kreditnehmers, mögliche Wertminderungen von Krediten und die Bildung von Rückstellungen für außerbilanzielle Verpflichtungen im Kreditgeschäft
  • die Bildung von Rückstellungen für ungewisse Verpflichtungen
  • die Beurteilung von rechtlichen Risiken und Ausgang von Gerichtsverhandlungen.

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz

Schätzunsicherheiten betreffen ebenso die Ansprüche der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz. Die Stadt Linz und die BAWAG P.S.K. haben am 12. Februar 2007 ein Derivatgeschäft abgeschlossen. Dieses diente seitens der Stadt Linz zur Optimierung einer in Schweizer Franken denominierten Fremdfinanzierung, welche die Stadt Linz bei einer anderen Bank aufgenommen hatte.

Das Derivat entstand aus einer vertraglichen Vereinbarung mit der Stadt Linz, wonach die Stadt Linz einen variablen Zinssatz in Schweizer Franken (6-Monats-CHF-Libor) erhielt und verpflichtet war, einen festen Zinssatz in Schweizer Franken in Höhe von 0,065% zuzüglich eines vom Wechselkurs des Euro zum Schweizer Franken abhängigen Aufschlags an die BAWAG P.S.K. zu bezahlen. Die Ermittlung des Aufschlags bestimmte sich nach der Differenz aus einem Referenzkurs von 1,54 Schweizer Franken/Euro und dem aktuellen Wechselkurs: Aufschlag = ((1,54 – EZB Wechselkurs)/EZB Wechselkurs) x 100 in Prozent.

Aufgrund der Entwicklung des Kurses des Schweizer Franken seit Herbst 2009 musste die Stadt Linz vertragsgemäß höhere Zahlungen an die BAWAG P.S.K. leisten. Am 13. Oktober 2011 hat der Gemeinderat der Stadt Linz beschlossen, keine weiteren Zahlungen im Zusammenhang mit dem Derivatgeschäft zu leisten. In weiterer Folge hat die BAWAG P.S.K. von ihrem Recht Gebrauch gemacht, das Derivatgeschäft zu schließen.

Anfang November 2011 hat die Stadt Linz beim Handelsgericht Wien Klage gegen die BAWAG P.S.K. auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF (d.s. rd. 24,2 Mio. EUR zum damaligen Kurs) eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte ihrerseits

eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche aus demselben Geschäft in der Höhe von 417,7 Mio. EUR ein. Die weitere Verfahrensdauer wird mit rund 3 Jahren angenommen.

Die Bank hat im Zeitraum des aufrechten Derivatgeschäfts dieses gemäß den allgemeinen Regeln bewertet (siehe dazu Angabe zu Finanzderivaten und Sicherungsbeziehungen) und die enthaltenen Risiken berücksichtigt. Insbesondere musste das Management im Rahmen der laufenden Bewertung die mit dem Geschäft verbundenen Risiken, wie etwa Nonpayment-, Rechts-, Prozess-, und sonstige operationelle Risiken schätzen und Annahmen treffen; daraus resultierte eine entsprechende Bewertungsanpassung.

Nach dem Schließen der Position erfolgte im Jahr 2011 eine Übertragung der Forderung vom Handelsbuch ins Bankbuch. Der Ansatz der Forderung erfolgte unverändert in Höhe des Buchwerts des Derivats bei Beendigung des Geschäfts.

Unsere Beurteilung des Forderungsbuchwertes stützen wir auf entsprechende Rechts- und andere Gutachten, die die Höhe der Forderung unterstützen.

Die Forderung der BAWAG P.S.K. gegenüber der Stadt Linz aus dem dargestellten Geschäft wird zum 31. Dezember 2016 unverändert zum Vorjahr unter der Position Forderungen an Kunden ausgewiesen.

Mit Hinblick auf das laufende Verfahren werden in weiterer Folge keine betragsmäßigen Angaben zur Höhe des aktuellen Buchwerts der Forderung gegenüber der Stadt Linz und hinsichtlich der getroffenen Bewertungsmaßnahmen gemacht.


EINZELABSCHLUSS

ERLÄUTERUNGEN UND ERGÄNZENDE ANGABEN

Angaben zu Aktivposten

3 | Forderungen an Kreditinstitute und
4 | Forderungen an Kunden

bzw. Passivposten

1 | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
2 | Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Fristigkeitsgliederung der Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Bis 3 Monate 1.670.751 3.086.039
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 2.869.945 895.853
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 8.983.558 8.814.551
Mehr als 5 Jahre 11.360.546 12.953.502
Summe 24.884.799 25.749.945

Fristigkeitsgliederung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Bis 3 Monate 2.595.289 3.448.167
Mehr als 3 Monate bis 1 Jahr 3.409.148 3.117.153
Mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 2.810.013 3.895.734
Mehr als 5 Jahre 2.654.998 2.098.714
Summe 11.469.449 12.559.768

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen 391.070 34.565
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 32.639 33.087
Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen 472.048 870.637
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 151.805 177.154
in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
gegenüber verbundenen Unternehmen 3.867.644 3.730.766
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 404.978 503.042
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
gegenüber verbundenen Unternehmen 57.131 98.650
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 44.367 78.870

In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen gegenüber indirekten Beteiligungen über 20% und alle direkt gehaltene Beteiligungen unabhängig vom Anteil enthalten. Unter den Forderungen an Kreditinstitute sind verbriefte Forderungen in Höhe von 6.388 EUR Tausend (Vorjahr 15.483 Tausend EUR) enthalten. Die Forderungen an Kunden sind zur Gänze unverbrieft. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute bzw. Kunden sind ebenfalls zur Gänze unverbrieft.

Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinn von § 237 Z 8b UGB

Finanzierungen an verbundene Unternehmen erfolgen analog den internen Konditionen mit Weitergabe der Refinanzierungskosten. Beteiligungen werden zu marktüblichen Konditionen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses finanziert. Derivate und sonstige Geschäfte erfolgen ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen.

Nachrangige Forderungen

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Nachrangige Forderungen an Kreditinstitute
an verbundene Unternehmen 13.086 13.099
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige nachrangige Forderungen 7.500 7.500
Nachrangige Forderungen an Kunden
an verbundene Unternehmen 36 36
an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
sonstige nachrangige Forderungen 45.630

EINZELABSCHLUSS

In den Forderungen sind Beträge mit wechselmäßiger Verbriefung enthalten:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen an Kreditinstitute - -
Forderungen an Kunden - 14.825

Angaben zu Aktivposten

5 | Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sowie
6 | Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Aufgliederung der Wertpapiere nach Anlage- und Umlaufvermögen

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Anlagevermögen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.446.122 4.030.349
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.587.899 109.753
Summe in Anlagevermögen 6.034.021 4.140.102
in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Umlaufvermögen
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 559 1.433
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 18.626 14.585
Summe in Umlaufvermögen 19.185 16.018

Die Untergliederung der Wertpapiere in Wertpapiere des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens erfolgt nach den Kriterien der Absicht und der Fähigkeit des Unternehmens, diese dauerhaft zu halten. Es erfolgten keine Umwidmungen zwischen diesen Kategorien.

Aufgliederung der zum Börsehandel zugelassenen Wertpapiere nach börsenotierten und nicht börsenotierten Wertpapieren

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Börsefähige Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
börsenotiert 4.446.681 4.026.114
nicht börsenotiert - 5.668
Summe 4.446.681 4.031.782
in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
Börsefähige Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
börsenotiert 145.518 109.856
nicht börsenotiert - -
Summe 145.518 109.856

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Beträge, die voraussichtlich im nächsten Jahr fällig werden

in Tsd. EUR Fällig in 2017 Fällig in 2016
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 625.497 725.278
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 103
Summe 625.497 725.381

Wertpapiere von verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 1.454.107 11.813
Summe 1.454.107 11.813

Nachrangige Wertpapiere

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 29 10
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 157.115 112.065
Summe 157.144 112.075
darunter gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 6.501 2.199

Echte Pensionsgeschäfte

Der Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenen Vermögensgegenstände betrug zum Jahresende:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übertragenen Vermögensgegenstände 336.582 649.855
Buchwert der im Rahmen von echten Pensionsgeschäften übernommenen Vermögensgegenstände

Die Vermögensgegenstände werden weiterhin als Aktiva, die erhaltenen Gegenwerte als Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Unterlassene Zuschreibung

Aufgrund der Änderungen des UGB ist das Unterlassen von Zuschreibungen ab dem Geschäftsjahr 2016 nicht mehr zulässig. Die im Vorjahr aus steuerlichen Gründen unterlassene Zuschreibung von 5.227 Tausend EUR wurde 2016 erfolgswirksam nachgeholt.


EINZELABSCHLUSS

Wertpapiere des Umlaufvermögen und Anlagevermögen auf inaktiven Märkten

Die Annahme eines inaktiven Marktes wird von der BAWAG P.S.K. getroffen, wenn für das betreffende Wertpapier nur unregelmäßig handelbare Preise gestellt werden, nur geringe Volumina am Markt gehandelt werden oder keine aktuellen Kurse verfügbar sind.

Der Unterschiedsbetrag zwischen Buchwert und Marktwert auf dem inaktiven Markt beträgt zum 31. Dezember 2016 8.343 Tausend EUR (Vorjahr: 5:591 Tausend EUR). Hierbei wurden nur Wertpapiere berücksichtigt für die ein aktueller Marktwert verfügbar war.

Angaben zu Unterschiedsbeträgen bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren

§ 56 (2) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten höher sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der Unterschiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode abgeschrieben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unterschiedsbetrag beträgt zum Jahresende:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
65.475 73.853

§ 56 (3) BWG: Bei Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren, die die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und deren Anschaffungskosten niedriger sind als der Rückzahlungsbetrag, wird der Unterschiedsbetrag nach der Effektivzinsmethode zugeschrieben. Der auf die Restlaufzeit noch zu verteilende Unterschiedsbetrag beträgt zum Jahresende:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
9.157 3.915

§ 56 (4) BWG: Bestimmte Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben und die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden, wurden mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, obwohl ihr Marktwert höher war. Der Unterschiedsbetrag betrug:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
- -

§ 56 (5) BWG: Für die Wertpapiere, die nicht die Eigenschaft von Finanzanlagen haben, die an einer anerkannten Börse zugelassen wurden und die mit dem höheren Marktwert bilanziert wurden, betrug der Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem höheren Marktwert zum Jahresende:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
- -

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Finanzinstrumente des Finanzanlagevermögens, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden (§ 237a (1) Z 2 – § 237 Z 8a UGB)

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert solcher Wertpapiere des Anlagevermögens 515.183 970.437
Beizulegender niedrigerer Zeitwert dieser Wertpapiere 507.346 953.517
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen

Eine Abwertung dieser Wertpapiere kann unterbleiben, da zum Tilgungszeitpunkt eine Rückzahlung des gesamten Wertpapiernominales vertraglich vereinbart ist und aufgrund der guten Bonitäten der Emittenten von der vollständigen Rückführung der Nominalbeträge ausgegangen wird.

Angaben zu Aktivposten

7 | Beteiligungen und
8 | Anteile an verbundenen Unternehmen

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Bilanzstand 472.485 345.384
davon börsenotiert

Die BAWAG P.S.K. wickelt direkt keine Leasinggeschäfte ab, sondern bietet solche Geschäfte nur durch ihre direkten bzw. indirekten Beteiligungen an. Eine Aufstellung jener Unternehmen, an denen die BAWAG P.S.K. gemäß § 238 Z 2 UGB direkt oder indirekt Anteile im Ausmaß von 20% oder mehr hält, ist als Anlage 2 zu finden. Es bestehen keine wechselseitigen Beteiligungen. Zwischen verbundenen Unternehmen wurden keine Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen.

Angaben zu Aktivposten

9 | Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
10 | Sachanlagen

Der Anlagenspiegel ist als gesonderte Anlage zum Anhang zu finden.

Der Bilanzansatz der Grundstücke und Gebäude enthält einen Buchwert der Grundstücke in Höhe von:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Buchwert der Grundstücke 1.109 1.113

Im laufenden Geschäftsjahr wurden immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 4.404 Tausend EUR (Vorjahr: 2.339 Tausend EUR) von verbundenen Unternehmen erworben.

Die Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen betragen voraussichtlich:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Für das nächste Jahr 23.040 22.898
Für die kommenden 5 Jahre 85.593 87.578

EINZELABSCHLUSS

Angaben zu Aktivposten

11 | Sonstige Vermögensgegenstände

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Positive Marktwerte zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch 250.974 290.890
Positive Marktwerte fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch 20.085 62.229
Positive Marktwerte kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch
Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 42.603 35.766
Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 90.072 142.839
Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch
Zinsabgrenzungen zinsbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 150.871 154.232
Zinsabgrenzungen währungsbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 132 122
Zinsabgrenzungen kreditbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 7
Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen 100.968 105.155
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 74.056 34.590
Summe 729.760 825.831

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 421.698 Tausend EUR eine Fristigkeit von weniger als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge (Erträge) werden in Höhe von 289.219 Tausend EUR (Vorjahr: 290.471 Tausend EUR) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen im Wesentlichen Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen und Derivatgeschäfte. Die Verrechnungsforderungen gegenüber Konzernunternehmen beinhalten auch die Forderungen aus phasengleichen Ausschüttungen in Höhe von 57.400 Tausend EUR (Vorjahr: 66.053 Tausend EUR).

Angaben zu Passivposten

3 | Verbriefte Verbindlichkeiten

7 | Ergänzungskapital

Ergänzungskapitalverbindlichkeiten werden großteils in verbriefter Form als Wertpapier begeben. Die Wertpapiere sind alle endfällig. Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen werden über das österreichische Privatkundenpublikum aufgenommen und an heimische und internationale Großinvestoren verkauft.

Im kommenden Jahr werden verbriefte Verbindlichkeiten und verbriefte Ergänzungskapitalanleihen im Nominale von 282.507 Tausend EUR (Vorjahr: 245.668 Tausend EUR) aufgrund des Laufzeitendes zur Tilgung fällig.

Der durchschnittliche, gewichtete Nominalzinssatz von Ergänzungs- und Nachrangkapitalanleihen per 31. Dezember 2016 beträgt 6,8% (Vorjahr: 6,57%) und die durchschnittliche Restlaufzeit liegt bei 6,6 Jahren (Vorjahr: 7,1 Jahre).

Der Begriff der Nachrangigkeit richtet sich nach § 45 Abs. 4 beziehungsweise § 51 Abs. 9 BWG.

251


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Verbriefte und nachrangige Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Verbriefte Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen 351.000 1.000
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Nachrangige Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Es gab keine Kreditaufnahmen im Sinne des § 64 (1) Z5 und 6 BWG.

Angaben zu Passivposten

4 | Sonstige Verbindlichkeiten

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Negative Marktwerte zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch 141.988 189.760
Negative Marktwerte fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch 45.838 151.986
Negative Marktwerte kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch
Zinsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 23.231 29.629
Fremdwährungsbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 355.345 488.997
Kreditbezogene derivative Finanzinstrumente im Bankbuch 51
Zinsabgrenzungen zinsbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 60.454 70.039
Zinsabgrenzungen währungsbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch) 2.959 3.239
Zinsabgrenzungen kreditbezogene derivative Finanzinstrumente (Bankbuch und Handelsbuch)
Leerverkäufe von Wertpapieren 48
Verbindlichkeiten aus Steuern und Abgaben 51.581 15.114
Abgegrenzte Zinsen der Ergänzungskapitalanleihen
Sonstige Verbindlichkeiten 298.749 285.055
Summe 980.194 1.233.869

Von den sonstigen Verbindlichkeiten haben 560.107 Tausend EUR eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 420.087 Tausend EUR eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die in obiger Tabelle angeführten Beträge (Aufwendungen) werden in Höhe von 413.475 Tausend EUR (Vorjahr: 371.746 Tausend EUR) nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam und betreffen im Wesentlichen Derivate und Konzernverrechnungen.


EINZELABSCHLUSS

Angaben zu Passivposten

6 | Rückstellungen

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Pensionen (Rechenzinssatz 3,25%, PuC)

ergab zum 31. Dezember 2016 folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungserfordernis für Pensionen 203.564 204.462

Die Auflösung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Pensionen betrug 240 Tausend EUR (Vorjahr: Zuführung -2.703 Tausend EUR).

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellung für Abfertigungen (Rechenzinssatz 3,25% PuC) zum 31. Dezember 2016 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungserfordernis für Abfertigungen 68.425 62.950

Die versicherungsmathematische Berechnung der Rückstellungen für Jubiläumsgelder (Rechenzinssatz 3,25%, PuC) zum 31. Dezember 2016 ergab folgendes Rückstellungserfordernis:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungserfordernis für Jubiläumsgelder 21.488 27.493

Die Auflösung im laufenden Geschäftsjahr für die Rückstellungen für Jubiläumsgelder betrug 6.159 Tausend EUR Ertrag (Vorjahr: Zuführung -200 Tausend EUR).

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 270.635 Tausend EUR (Vorjahr: 265.708 Tausend EUR) beinhalten unter anderem:

Darüber hinaus bestehen Rückstellungen für Abwicklungsrisiken, für Kreditrisiken inkl. Tilgungsträger, für Rechtsrisiken sowie für den Personalbereich.

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Rückstellungen zu außerbilanzmäßigen Geschäften 4.871 18.873
Rückstellungen für Altersteilzeit / Restrukturierung 106.529 125.885
Sonstige Personalrückstellungen 63.010 45.850

In den sonstigen Rückstellungen sind Restrukturierungsrückstellungen enthalten, welche im Geschäftsjahr 2016 in Höhe von 27.568 Tausend EUR (Vorjahr: 53.908 Tausend EUR) dotiert wurden.

253


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANGABEN ZU EIGENMITTELN

Grundkapital

Die Bank verfügt über ein Grundkapital in Höhe von 250 Mio. EUR. Die Anzahl der Stückaktien beträgt 250.000.000 Stück.

Dividenden

Der Vorstand hat beschlossen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 keine Dividendenausschüttung vorzuschlagen.

Eigenmittel der BAWAG P.S.K. AG (Einzelinstitut)

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der BAWAG P.S.K. auf Grund von Übergangsbestimmungen und deren Eigenmittelerfordernis zum

  1. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 gemäß CRR. Alle Angaben wurden auf Basis der Bilanzierungsvorschriften gemäß UGB und BWG ermittelt.

Eigenmittel (Einzelinstitut)

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Grundkapital 250.000 250.000
Rücklagen inklusive Jahresgewinn 2016 2.219.816 1.905.126
Abzug immaterielle Vermögenswerte -97.089 -87.754
Abzugsposten Beteiligungen - -
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -21.948 -49.488
Hartes Kernkapital (CRR) / Kernkapital (BWG) 2.350.779 2.017.884
Ergänzungs- und Nachrangkapital 459.575 475.765
Abzugsposten Beteiligungen -19.753 -14.446
Überhang IRB Risikovorsorge 24.519 15.818
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -5.487 -21.209
Ergänzungskapital – Tier II (CRR/BWG) 458.854 455.928
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 2.809.633 2.473.812

EINZELABSCHLUSS

Diesen Eigenmitteln mit Übergangsbestimmungen steht folgende Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) gegenüber:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Kreditrisiko 14.250.542 13.632.476
Marktrisiko 58.921 97.363
Operationelles Risiko 1.392.025 1.352.588
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 15.701.488 15.082.427

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

31.12.2016 31.12.2015
Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 14,4% 12,5%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,3% 15,5%

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

31.12.2016 31.12.2015
Common Equity Tier I Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 15,0% 13,4%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,9% 16,4%

Wertpapierhandelsbuch

Die BAWAG P.S.K. führt ein großes Wertpapierhandelsbuch, dessen Volumen sich wie folgt zusammensetzt:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Derivate im Handelsbuch (Nominale) 7.359.301 11.547.907
Wertpapiere im Handelsbuch (Buchwert) 12 12
Geldmarktgeschäfte (Buchwerte, ausgewiesen unter Forderungen an Kreditinstitute und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute) 30.847 84.474

Konsolidierte Eigenmittel der BAWAG P.S.K. Gruppe

Die folgende Tabelle zeigt die Zusammensetzung der Eigenmittel der Gruppe inklusive Übergangsregelungen und deren Eigenmittelerfordernis gemäß CRR mit IFRS-Werten und CRR-Konsolidierungskreis (Promontoria Sacher N.V. Gruppe). Seit 2014 erfolgen die regulatorischen Meldungen auf Ebene der BAWAG Holding und der Promontoria Sacher N.V. Gruppe.

255


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Konsolidierte Eigenmittel

in Mio. EUR Promontoria
31.12.2016³⁾ 31.12.2015
Grundkapital und Rücklagen (inklusive Fonds für allgemeine Bankrisiken) 3.121 2.837
Noch nicht ausbezahlte Dividende für 2015¹⁾ -25 -286
Abzug immaterielle Vermögenswerte -190 -116
Sonstiges Ergebnis -30 -33
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -19 -20
Prudent valuation, aus der Zeitwertbilanzierung resultierende nicht realisierte Gewinne, Gewinne aus zum Zeitwert bilanzierten Verbindlichkeiten, die aus Veränderungen der eigenen Bonität resultieren, Cashflow Hedge-Reserve -47 -56
Von der künftigen Rentabilität abhängige latente Steueransprüche, ausgenommen diejenigen, die aus temporären Differenzen resultieren²⁾ -100 -13
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten -133 -189
Hartes Kernkapital 2.577 2.124
Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -6 -15
Abzug immaterielle Vermögenswerte -127 -174
Abzugsposten, die das zusätzliche Kernkapital überschreiten 133 189
Zusätzliches Kernkapital 0 0
Tier I 2.577 2.124
Ergänzungs- und Nachrangkapital 484 477
Überschuss IRB-Risikovorsorge 24 16
Abzug nicht wesentliche Beteiligungen, Fehlbetrag IRB-Risikovorsorge -26 -36
Ergänzungskapital – Tier II 482 457
Anrechenbare Eigenmittel (Total Capital) 3.059 2.581

1) Dividenden für 2015: Im dritten Quartal 2016 zahlte die BAWAG Holding eine Dividende in Höhe von 309 Mio. EUR an die Promontoria Sacher Holding N.V., die Alleinaktionärin der BAWAG Holding GmbH. Promontoria Sacher Holding N.V. zahlte eine Dividende in Höhe von 265 Mio. EUR an seine Anteilseigner. Weitere 25 Mio. EUR wurden noch nicht bezahlt, aber bereits vom CET 1 als voraussichtliche Dividende abgezogen.
2) Für Änderungen bei den aktiven latenten Steuern, die sich auf zukünftige Profitabilität stützen mit der Ausnahme deren die aus zeitlichen Differenzen erwachsen, verweisen wir auf Seite 29 des Konzernberichtes.
3) Die Kapitalzahlen per 31. Dezember 2016 weichen von jenen per 31. Dezember 2015 u.a. aufgrund von unterschiedlichen CRR-Übergangsregelungen für 2016 und 2015 für die Anrechenbarkeit von Kapitalien (hauptsächlich die available-for-sale Reserve bzw. für diverse Abzugsposten (hauptsächlich immaterielle Vermögensgegenstände und IRB Risiko Rückstellung aus Unterdeckung) ab.

Diesen Eigenmitteln mit Übergangsbestimmungen steht folgende Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) gegenüber:

in Mio. EUR Promontoria
31.12.2016 31.12.2015
Kreditrisiko¹⁾ 15.423 14.751
Marktrisiko 59 97
Operationelles Risiko 1.633 1.620
Eigenmittelanforderung (risikogewichtete Aktiva) 17.115 16.468

¹⁾ Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer Neuklassifizierung von Holding-Kunden angepasst.


EINZELABSCHLUSS

Zusätzliche Informationen ohne Übergangsbestimmungen nach CRR

Promontoria BAWAG Holding^{1)}
31.12.2016 31.12.2015^{2)} 31.12.2016 31.12.2015^{2)}
Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 14,8% 12,2% 15,1% 12,9%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,6% 15,0% 18,0% 15,8%

1) Zahlen stammen aus dem Konzernbericht.
2) Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer Neuklassifizierung von Holding Kunden angepasst.

Kennzahlen gemäß CRR inklusive Übergangsbestimmungen

Promontoria BAWAG Holding
31.12.2016 31.12.2015^{1)} 31.12.2016 31.12.2015^{1)}
Common Equity Tier 1 Quote bezogen auf das Gesamtrisiko 15,1% 12,9% 15,4% 13,7%
Gesamtkapitalquote bezogen auf das Gesamtrisiko 17,9% 15,7% 18,2% 16,4%

1) Vorjahreszahlen wurden aufgrund einer Neuklassifizierung von Holding Kunden angepasst.

Während des Geschäftsjahres 2016 hat die BAWAG P.S.K. durchgehend die Mindestkapitalanforderungen gemäß CRR Begleitverordnung von 4,5% für die Common Equity Tier 1 Quote und 8% für die Gesamtkapitalquote erfüllt.

Die BAWAG P.S.K. steuert ihre Kapitalstruktur von Beginn an unter Vollanwendung der Vorschriften der CRR ohne

Berücksichtigung von Übergangsvorschriften. Unsere geplante CET1 Quote betrug 12% bei Vollanwendung der CRR-Vorschriften; wir haben jedoch eine wesentlich höhere Quote von 14,8% erreicht. Auch zukünftig werden wir eine CET1 Quote bei Vollanwendung der CRR-Vorschriften von über 12% beibehalten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANGABEN ZU STEUERN

Aufgrund des RÄG 2014 wurden im Geschäftsjahr 2016 erstmals aktive latente Steuern unter Anwendung des Temporary-Konzepts aktiviert.

Die aktiven und passiven latenten Steuern werden für sämtliche temporären Differenzen zwischen dem UGB-Ansatz und dem steuerrechtlichen Ansatz gebildet. Der aktive Überhang der latenten Steuern in Höhe von 34.582 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) ist in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.

Für künftige steuerliche Ansprüche aus steuerlichen Verlustvorträgen wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Passive latente Steuerverpflichtungen aus früheren Umgründungen in Höhe von 6.525 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) wurden nicht über die Gewinn- und Verlustrechnung, sondern unter Verrechnung mit den Rücklagen gebildet. Es werden keine Wahlrechte gemäß § 906 (33) bzw. (34) UGB in Anspruch genommen.

Die Steuerlatenzen wurden unter Anwendung des geltenden Steuersatzes von 25 % gebildet.

Mit Wirkung 1.1.2010 wurde eine Steuergruppe gemäß § 9 KStG mit der BAWAG Holding GmbH als Gruppenträger gebildet, an der unter anderen die BAWAG P.S.K AG als Gruppenmitglied beteiligt ist. Eine Steuerumlagervereinbarung wurde abgeschlossen. Für die Ermittlung der Steuerumlagen wurde die Verteilungsmethode gewählt. Bei dieser Methode wird vom Steuerergebnis der ganzen Gruppe ausgegangen. Die Steuer wird über Steuerumlagen im Verhältnis der steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder auf die Mitglieder mit positivem steuerlichen Ergebnis verteilt.

Ein interner Verlustvortrag für an den Gruppenträger übertragene steuerliche Verluste wird hierbei berücksichtigt. Sofern der Gruppenträger eine Mindestkörperschaftsteuer zu entrichten hat, ist der Gruppenträger berechtigt, eine

anteilig auf die Gruppenmitglieder entfallende Mindestkörperschaftsteuer verursachungsgemäß an die Gruppenmitglieder zu belasten.

Ein Schlussausgleich hat bei Beendigung der Steuergruppe oder bei Ausscheiden eines Gruppenmitgliedes für noch nicht vergütete steuerliche Verluste zu erfolgen. Ein Austritt der BAWAG P.S.K. aus der Steuergruppe würde keine Körperschaftsteuer-Nachzahlung per 31.12.2016 für die Jahre 2010 bis 2016 ergeben, da die in § 9 (10) KStG geforderte Mindestdauer von drei Jahren bereits erfüllt ist.

Im Jahr 2014 wurde zwischen dem Gruppenträger und den einzelnen Steuergruppenmitgliedern eine Abrechnungsvereinbarung zur Gruppen- und Steuerumlagervereinbarung abgeschlossen. Diese Vereinbarung sah eine Zwischenabrechnung des Steuerausgleichs für die Geschäftsjahre 2010 bis 2014 vor, wobei sämtliche Steuerumlagen dieser Geschäftsjahre als verrechnet gelten.

Der Steuerertrag der BAWAG P.S.K. AG für das Geschäftsjahr 2016 beträgt 38.305 Tausend EUR (Vorjahr: Steueraufwand 1.802 Tausend EUR) und betrifft mit 2.802 Tausend EUR den Steueraufwand für die Niederlassung in London (Vorjahr: 1.802 Tausend EUR) und mit 41.106 Tausend EUR Ertrag die latenten Steuern 2016 (Vorjahr: 0 Tausend EUR). Der gesamte Steuerertrag betrifft zur Gänze das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergibt sich kein Steueraufwand aus der Steuerumlageverrechnung.

Im Posten sonstige Steuern ist die Stabilitätsabgabe 2016 in Höhe von 21.624 Tausend EUR (Vorjahr: 22.656 Tausend EUR) sowie die als Einmalzahlung geleistete Sonderzahlung auf die Stabilitätsabgabe in Höhe von 36.439 Tausend EUR (Vorjahr: 0 Tausend EUR) enthalten.


EINZELABSCHLUSS

Latente Steuern

Die latenten Steuern gliedern sich im Geschäftsjahr wie folgt auf:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Steuerminderungen
aus Rückstellungen 61.305 43.864
aus Sozialkapital 100.557 96.423
aus sonstigen steuerlichen Auswirkungen 2.904 3.242
Steuerrmehrungen
aus Liegenschaftsbewertungen -2.551 -2.613
aus Beteiligungsbewertungen -23.888 -23.888
Summe 138.327 117.028
Aktivierte latente Steuern 34.582 0

WEITERE ANGABEN ZUR BILANZ

Als Sicherheit gestellte Vermögensgegenstände

Die als Sicherheit gestellten Vermögensgegenstände gemäß § 64 (1) Z 8 BWG setzen sich wie folgt zusammen:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Deckungsstock für fundierte Anleihen 3.076.913 2.186.090
Sicherheiten zu EZB Tender 871.377 2.318.895
Deckungsstock für Mündelgeldspareinlagen 21.393 23.052
Abgetretene Forderungen und Wertpapiere zu Gunsten der Oesterreichischen Kontrollbank AG 370.540 472.392
Sicherstellung zu Gunsten der Europäischen Investitionsbank 374.545 512.266
Sicherheit zu RMBS Feldspar 877.575 -
Sonstige Sicherstellungen 19.825 15.885
Summe 5.612.168 5.528.580

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Besicherte Schulden

Demgegenüber stehen folgende Verbindlichkeiten, die in den Bilanzpositionen Verbriefte Verbindlichkeiten, Spareinlagen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden ausgewiesen sind:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Fundierte Anleihen 2.077.812 1.226.474
EZB Tender 700.000 1.896.981
Mündelgeldspareinlagen 19.574 19.326
Refinanzierung Oesterreichische Kontrollbank AG 370.540 472.392
RMBS Feldspar 782.546 -
Refinanzierung Europäische Investitionsbank 370.160 388.759
Summe 4.320.631 4.003.932

Bilanzpositionen in Fremdwährung

Die Aktiva und Passiva in fremder Währung erreichten folgende Bilanzstände:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Aktiva in fremder Währung 8.127.238 8.568.117
Passiva in fremder Währung 1.791.516 959.345

Treuhandgeschäfte ohne Aussonderungsrecht

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Forderungen an Kreditinstitute - 826
Forderungen an Kunden - 1.573
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 2.399

EINZELABSCHLUSS

Erhaltene Sicherheiten

Zu den Geschäftsbeziehungen wurden unterschiedliche Arten von Sicherheiten erhalten. Die unten angeführte Gliederung folgt dem Anrechnungsschema nach Basel II.

| 31.12.2016
in Tsd. EUR | Gesicherte bilanzierte
Forderungen | Gesicherte
außerbilanzielle
Forderungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Sicherheiten | | | |
| Aktien | 15.262 | 55 | 15.317 |
| Bareinlagen | 40.155 | 758.579 | 798.734 |
| Gold | 65 | - | 65 |
| Investmentfonds | - | - | - |
| Schuldverschreibungen | 11.378 | 679 | 12.057 |
| Immobilien Sicherheiten | | | |
| Gewerbliche Immobilien | 424.413 | 16.069 | 440.483 |
| Private Immobilien | 7.980.946 | 61.233 | 8.042.179 |
| Persönliche Sicherheiten | | | |
| Garantien | 2.112.682 | 16.967 | 2.129.649 |
| Kreditderivate | - | - | - |
| Andere Formen der Besicherung | | | |
| Lebensversicherungen | 197.095 | 1.063 | 198.158 |
| Sonstige | 4.195 | 851 | 5.046 |
| Summe | 10.786.191 | 855.496 | 11.641.687 |
| 31.12.2015
in Tsd. EUR | Gesicherte bilanzierte
Forderungen | Gesicherte
außerbilanzielle
Forderungen | Summe |
| --- | --- | --- | --- |
| Finanzielle Sicherheiten | | | |
| Aktien | 20.223 | 644 | 20.868 |
| Bareinlagen | 55.511 | 1.097.843 | 1.153.354 |
| Gold | - | - | - |
| Investmentfonds | - | - | - |
| Schuldverschreibungen | 13.299 | 1.230 | 14.529 |
| Immobilien Sicherheiten | | | |
| Gewerbliche Immobilien | 539.980 | 7.633 | 547.613 |
| Private Immobilien | 7.639.533 | 56.959 | 7.696.491 |
| Persönliche Sicherheiten | | | |
| Garantien | 1.731.089 | 27.129 | 1.758.218 |
| Kreditderivate | - | - | - |
| Andere Formen der Besicherung | | | |
| Lebensversicherungen | 218.756 | 4.165 | 222.920 |
| Sonstige | 2.732 | 516 | 3.248 |
| Summe | 10.221.123 | 1.196.118 | 11.417.241 |


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Erhaltene und gegebene Sicherheiten im Rahmen von Derivatgeschäften

Bei den Finanzinstrumenten (Derivate) werden Geschäfte durch Collateral Deals (erhaltene bzw. bezahlte) gesichert:

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Erhaltene Sicherheiten 470.293 486.012
Gegebene Sicherheiten 163.004 314.017
Negativer Marktwertüberhang der besicherten Derivate -116.254 -312.479

Es werden Margins geleistet. Eine Verpfändung von Finanzinstrumenten als Sicherungsleistung erfolgt nicht.

Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken

Die Eventualverbindlichkeiten, die im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Garantien, sowie Haftungen aus der Bestellung von Sicherheiten umfassen, beinhalten Garantien und Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 72 Tausend EUR (Vorjahr: 75 Tausend EUR).

In den Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken sind, abgesehen von unbesicherten außerbilanzmäßigen Geschäften mit einem Nominale von 2.815 Tausend EUR (Vorjahr: 3.475 Tausend EUR) abzüglich dafür gebildeter Rückstellungen von 535 Tausend EUR (Vorjahr: 2.153 Tausend EUR), keine wesentlichen Einzelverpflichtungen enthalten, die für die Gesamttätigkeit des Kreditinstitutes von Bedeutung sind. Die Kreditrisiken bestehen hauptsächlich aus nicht ausgenutzten Kreditrahmen.

Es liegen keine wesentlichen außerbilanziellen Geschäfte gem. § 238 (1) Z10 UGB vor.

Noch nicht abgewickelte Termingeschäfte

Das Volumen der zum 31. Dezember 2016 noch nicht abgewickelten Termingeschäfte ist in der Anlage 3 zum Anhang zu finden.

Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Rahmen der Eingliederung der IMMO-BANK AG in die BAWAG P.S.K. Gruppe soll der Bankbetrieb der IMMO-BANK auf die BAWAG P.S.K. abgespalten werden. Als Folge der Spaltung geht das zum Bankbetrieb gehörende Vermögen und die Rechtsbeziehungen der IMMO-BANK mit bestimmten Ausnahmen auf die BAWAG P.S.K. über. Die Spaltung des Bankbetriebs der IMMO-BANK auf die BAWAG P.S.K. dient insbesondere der Vereinfachung der Organisationsstruktur in der BAWAG P.S.K. Gruppe.

Mit Spaltungs- und Übernahmevertrag vom 26. Jänner 2017 haben die beteiligten Gesellschaften vereinbart, dass die übertragende IMMO-BANK AG ihren Bankbetrieb im Wege einer Spaltung zur Aufnahme gemäß §§ 1 Abs 2 Z 2, 17 SpaltG und unter Anwendung des Art VI UmgrStG zum Spaltungsstichtag 30.06.2016 auf die übernehmende BAWAG P.S.K. überträgt. Die Eigentümer der IMMO-BANK und der BAWAG P.S.K. haben dem Spaltungs- und Übernahmevertrag mit Beschluss vom 20. Februar 2017 genehmigt und die Spaltung beschlossen.

Im Rahmen der Abspaltung übernimmt die BAWAG P.S.K. einen wesentlichen Teil des Bankbetriebs der IMMO-BANK. Bei der IMMO-BANK verbleiben die Verpflichtungen der IMMO-BANK aus den von der IMMO-BANK emittierten Wohnbauanleihen und eine Forderung gegen die übernehmende BAWAG P.S.K. aus den Widmungseinlagen der IMMO-BANK bei der BAWAG P.S.K.


EINZELABSCHLUSS

Angaben zu Niederlassungen

in Tsd. EUR 31.12.2016 31.12.2015
Name der Niederlassung BAWAG P.S.K.
International BAWAG P.S.K.
International
Geschäftsbereich International
Business International
Business
Sitzstaat der Niederlassung Großbritannien Großbritannien
Nettozinsertrag in Tsd. EUR 0 0
Betriebserträge in Tsd. EUR¹⁾ 11.559 17.844
Jahresergebnis vor Steuern in Tsd. EUR¹⁾ -3.487 8.827
Abgegrenzte Steuern vom Einkommen in Tsd. EUR 2.860 1.800
Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitbasis 14 12
Erhaltene öffentliche Beihilfen keine keine

¹⁾ Die Erträge werden auf Basis von internen Transferpreisen berechnet.

263


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Nettozinsertrag stieg 2016 um 9.215 Tausend EUR während die Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen um 14.615 Tausend EUR sanken. Der Rückgang der Beteiligungserrträge resultiert im Wesentlichen aus niedrigeren phasengleichen Ausschüttungen von verbundenen Unternehmen.

Die Bruttoerträge der BAWAG P.S.K. zeigen folgende regionale Gliederung, wobei die Trennung nach dem Sitz der Kunden erfolgt. Erträge aus Derivat- und Handelsgeschäften werden dem Inland zugeordnet, da der Handel zentral in Wien erfolgt und aufgrund der vorhandenen Sicherheiten keine wesentlichen Länderrisiken bestehen.

| 2016
in Tsd. EUR | Inland | West-europa | Mittel- und Osteuropa | Nord-amerika | Übrige Welt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 307.322 | 290.182 | 8.680 | 93.836 | 39.638 | 739.657 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 61.277 | 8.550 | 0 | 0 | 0 | 69.827 |
| 4. Provisionserträge | 252.136 | 2.341 | 616 | 639 | 490 | 256.223 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 935 | 0 | 0 | 0 | 0 | 935 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 28.083 | 6.254 | 0 | 0 | 0 | 34.337 |
| 2015
in Tsd. EUR | Inland | West-europa | Mittel- und Osteuropa | Nord-amerika | Übrige Welt | Summe |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Zinsen und ähnliche Erträge | 322.211 | 312.598 | 11.489 | 86.343 | 10.645 | 743.286 |
| 3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen | 74.500 | 9.942 | 0 | 0 | 0 | 84.442 |
| 4. Provisionserträge | 270.973 | 1.447 | 643 | 313 | 771 | 274.147 |
| 6. Erträge/Aufwendungen aus Finanzgeschäften | 10.314 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.314 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 19.862 | 0 | 0 | 0 | 0 | 19.862 |

Die Aufwendungen für nachrangige Verbindlichkeiten (Position „Zinsen und ähnliche Aufwendungen“) betragen 33.197 Tausend EUR (Vorjahr: 48.324 Tausend EUR). Die im Nettozinsertrag enthaltenen negative Zinsen betragen 2.843 Tausend EUR (Vorjahr: 279 Tausend EUR) Ertrag und 1.444 Tausend EUR (Vorjahr: 50 Tausend EUR) Aufwand.

In den Beteiligungserträgen von 60.989 Tausend EUR (Vorjahr: 77.933 Tausend EUR) sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von 57.400 Tausend EUR (Vorjahr: 73.553 Tausend EUR) enthalten, wovon 57.400 Tausend EUR im Geschäftsjahr phasenkongruent übernommen wurden (Vorjahr: 66.053 Tausend EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 34.337 Tausend EUR (Vorjahr: 19.862 Tausend EUR) beinhalten unter anderem:

in Tsd. EUR 2016 2015
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen 13.552 11.256
Erträge aus verjährten Einlagen 6.085 4.346
Erträge aus der Veräußerung von Sachanlagen 175 3.052
Erträge aus sonstigen Vergütungen 14.525 1.207

Die Betriebsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um 7.495 Tausend EUR wesentlich geringer. Der Personalaufwand ist um 8.457 Tausend EUR auf 262.206 Tausend EUR zurückgegangen. Im Personalaufwand ist eine Zuführung zur Restrukturierungsrückstellung in Höhe von 27.568 Tausend EUR enthalten. In den Betriebsaufwendungen sind die Beiträge zu Einlagensicherung und Abwicklungsfonds in Höhe von 20.686 Tausend EUR enthalten.

Aufwendungen für angefallene und noch erwartete anfallende Leistungen im Zusammenhang mit dem Prozess mit


EINZELABSCHLUSS

der Stadt Linz wurden entsprechend aufwandswirksam berücksichtigt. Im Übrigen weisen wir darauf hin, dass aufgrund der anhängigen gerichtlichen Verfahren keine Beträge angeführt werden.

Gemäß § 237 Z 14 UGB verweisen wir hinsichtlich der im Geschäftsjahr angefallenen Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf den Konzernabschluss.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 12.105 Tausend EUR (Vorjahr: 13.890 Tausend EUR) und beinhalten 2.464 Tausend EUR (Vorjahr: 6.124 Tausend EUR) für Aufwendungen aus Abgängen von Anlagevermögen sowie Aufwendungen von 6.832 Tausend Euro (Vorjahr: 1.934 Tausend EUR) aus der Dotierung von Drohverlustrückstellungen im Rahmen der Bilanzierung von Derivaten.

Der Aufwandssaldo aus der Bewertung und Veräußerung von Forderungen, Wertpapieren der Liquiditätsvorsorge sowie von Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken beträgt für das laufende Geschäftsjahr -71.309 Tausend EUR (Vorjahr: -62.434 Tausend EUR). Dies begründet sich

vor allem in der erstmaligen Erfassung der Portfoliowertberichtigung in Höhe von 34.038 Tausend EUR.

Diese Position enthält wie im Vorjahr keine Aufwendungen aus der Transaktion mit der Stadt Linz. Betreffend der Forderung gegenüber der Stadt Linz verweisen wir auf das Kapitel „Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten“.

In der Position 13/14 sind Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 20.217 Tausend EUR (Vorjahr: 46.251 Tausend EUR) enthalten. Die Ergebnisse im Zusammenhang mit Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 8.088 Tausend EUR (Vorjahr: 13.384 Tausend EUR) resultieren aus Bewertungen und Veräußerungen von Beteiligungen.

Gesamtkapitalrentabilität gemäß § 64 Abs 1 Z 19 BWG

Der Jahresüberschuss nach Steuern in Prozent der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag belief sich auf 0,92% (Vorjahr: 1,05%).

265


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANGABEN ZU MITARBEITERN UND ORGANEN

Der Personalstand (aktive Mitarbeiter, Mitarbeiter in Karenz und jene mit einer Vorruhestandsvereinbarung) betrug 2016 im Jahresdurchschnitt 2.819 Mitarbeiter (Vorjahr: 3.091 Mitarbeiter), die alle in einem Angestelltenverhältnis bzw. Bundesdienstverhältnis stehen. Im Personalstand sind 79 Mitarbeiter (Vorjahr: 100) enthalten, die in der BAWAG P.S.K. angestellt, aber an Tochterunternehmen delegiert waren. Der Bestand an aktiven, auf Vollzeitkräfte umgerechneten Mitarbeiter beträgt per 31. Dezember 2016 1.876 (Vorjahr: 2.119).

Im Posten Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von 9.182 Tausend EUR (Vorjahr: 8.317 Tausend EUR) enthalten.

Der Aufwand für die Bezüge des aktiven Vorstands (inklusive abgegrenztem und noch nicht ausbezahltem Bonus und Pensionskassenbeiträge) betrug im abgelaufenen Jahr 25.595 Tausend EUR (Vorjahr: 16.319 Tausend EUR). Davon wurden 4.500 Tausend EUR an den indirekten Gesellschafter Promontoria Sacher N.V. weiterverrechnet (Vorjahr: 4.000 Tausend EUR).

An Pensionen wurde an ehemalige Vorstandsmitglieder bzw. deren Hinterbliebene 1.513 Tausend EUR (Vorjahr: 1.524 Tausend EUR) ausbezahlt, der Aufwand an Rückstellungsbewegung beträgt 1.147 Tausend EUR (Vorjahr: Ertrag 2.290 Tausend EUR).

Die Mitglieder des Vorstands erhalten keine Bezüge für ihre Tätigkeiten bei verbundenen Unternehmen.

Die Aufsichtsratsvergütungen beliefen sich auf 397 Tausend EUR (Vorjahr: 380 Tausend EUR).

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen (exklusive Pensionskassenbeiträge für Mitglieder des aktiven Vorstands) beliefen sich für den Vorstand und leitende Angestellte (inklusive ehemalige) auf 12.129 Tausend EUR (Vorjahr: 6.290 Tausend EUR), für die anderen Arbeitnehmer auf 22.579 Tausend EUR (Vorjahr: 24.443 Tausend EUR).

Zum 31. Dezember 2016 bestanden bei allen Vorständen vertragliche Regelungen, die Beitragszahlungen in eine Pensionsvorsorge vorsehen.

Zum Bilanzstichtag haften drei Kredite in Höhe von 572 Tausend EUR bzw. keine Leasingfinanzierung an ein Mitglied des Vorstands aus (2015: 555 Tausend EUR). Zusätzlich besteht ein nicht ausgenützter Kreditrahmen in Höhe von 732 Tausend EUR. Die Summe der Kredite bzw. Leasingfinanzierungen an Mitglieder des Aufsichtsrats belief sich auf 12 Tausend EUR (2015: 130 Tausend EUR). Die Rückzahlung der Organkredite erfolgte entsprechend den Vertragsbedingungen.

Zusätzlich ist zum Bilanzstichtag kein Limit auf einem Girokonto eines Mitglieds des Vorstands ausgenützt (2015: 32 Tausend EUR). Weiters besteht kein ausgenütztes Limit auf den Girokonten von Mitgliedern des Aufsichtsrats (2015: 10 Tausend EUR). Die Summe der Umsätze von der Bank gegenüber Dritten garantierten Kreditkarten des Dezembers 2016 die im Besitz von Mitgliedern des Vorstands waren, betragen 21 Tausend EUR (2015: 23 Tausend EUR), jener im Besitz von Mitgliedern des Aufsichtsrats betragen 0 Tsd. EUR (2015: 0 Tsd. EUR).

Eine Aufstellung der Organmitglieder befindet sich in der Anlage 4 zum Anhang.


EINZELABSCHLUSS

ANGABEN ZU FINANZDERIVATEN UND SICHERUNGSBEZIEHUNGEN

Sicherungsbeziehungen

Teile von Wertpapieren des Aktivbestandes (Sovereign, Financials als auch solche im Segment International Corporates), Kredite, Sparbücher und eigene Emissionen werden mit Derivaten gegen das Zinsänderungs- und Währungsrisiko abgesichert. Die Grundgeschäfte beinhalten immer eine Fixzinsvereinbarung. Weiters werden Derivate des Bankbuchs mit gegenläufigen Derivaten abgesichert.

Zur Absicherung werden primär Interest Rate Swaps und Cross Currency Swaps sowie in Ausnahmefällen auch Zinsoptionen (Cap, Floor) verwendet. Die zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Grundgeschäften werden mit den zinsinduzierten Wertschwankungen aus den Derivaten ausgeglichen. Die Absicherung findet auf Einzel- sowie auch auf Portfolioebene statt. Die retrospektive Effektivität wird mittels Dollar Offset Methode geprüft. Der Absicherungszeitraum erstreckt sich grundsätzlich von Beginn der Sicherungsbeziehung bis zur Endfälligkeit des jeweiligen Grundgeschäfts bzw. Portfolios.

Die beizulegenden Zeitwerte der eingesetzten Derivate betrugen zum Bilanzstichtag 290.034 Tausend EUR (Vorjahr: 277.528 Tausend EUR). Davon entfallen Marktwerte in der Höhe von 357.123 Tausend EUR (Vorjahr: 358.832 Tausend EUR) auf Sicherungsinstrumente für die oben angeführten Grundgeschäfte auf der Passivseite. Für die oben angeführten Grundgeschäfte auf der Aktivseite belaufen sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente auf -67.088 Tausend EUR (Vorjahr: -81.304 Tausend EUR).

Die BAWAG P.S.K. verwendet weiter Zinsderivate, um Zinsrisiken des gesamten Bankbuches in einem Macro-Hedge abzusichern. Dieser umfasst zinstragende Geschäfte, welche keinem Micro- oder Portfolio-Hedge zugeordnet sind. Sofern diese Zinssteuerungsderivate einen negativen Marktwert aufweisen, werden diesem zinsbezogene Wertsteigerungen der Grundgeschäfte gegenübergestellt. Weist diese Gegenüberstellung einen negativen Überhang auf, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst; positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt. 2016 gab es keine vorzeitige Beendigung von effektiven Sicherungsbeziehungen durch Barausgleich oder Glattstellung des Derivats.

Angaben zum Macro Hedge

Die BAWAG P.S.K. bilanziert einen Macro Hedge im Sinne des FMA-Rundschreibens „Zinssteuerungsderivate“, welches zum 31. Dezember 2013 in Kraft getreten ist.

Folgende Tabelle zeigt die Summe der negativen und positiven beizulegenden Werte der Zinssteuerungsderivate pro Währung in Tausend EUR:

Währung Pos. MW Neg. MW 2016 2015 Veränderung
EUR^{1)} 533.677 -530.970 2.707 14.020 -11.313
CHF 174 -135.358 -135.185 -230.709 95.524
USD 8.141 -161.616 -153.476 -158.204 4.728
GBP 70.423 -5.935 64.488 -27.453 91.941
Summe 612.414 -833.880 -221.465 -402.345 180.880

1) Sonstige Fremdwährungen werden wegen Unwesentlichheit nicht separat, sondern unter EUR dargestellt.

Das Bewertungsergebnis aus Zinssteuerungsderivaten (inklusive Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung) beträgt 180.880 Tausend EUR (Vorjahr: -206.047 Tausend EUR). Demgegenüber stehen Ausgleichszahlungen aus Derivaten, die sich insbesondere aus der Fremdwährungsumrechnung ergeben, in Höhe von -88.424 Tausend EUR (Vorjahr: -97.448 Tausend EUR).

Der in Summe deutlich verbesserte Marktwert von Zinssicherungsderivaten ist auf Fremdwährungsderivate in den Währungen CHF und GBP zurückzuführen. Unter Berücksichtigung der gegenläufigen Bewertung der Grundgeschäfte zeigt sich ein um 443 Tausend EUR (Vorjahr: 8.971 Tausend EUR) gegenüber dem letzten Abschlussstichtag verbessertes Bewertungsergebnis. Zum 31. Dezember 2016 weist die BAWAG P.S.K. eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Macro Hedge in Höhe von 902 Tausend EUR (Vorjahr: 1.345 Tausend EUR) aus.

267


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Die Zinsrisikoposition wird im Wesentlichen durch das Europortfolio betont.

Die BAWAG P.S.K. hat in der Vergangenheit zur Optimierung ihrer Derivateportfolios eine Reihe von bi- und trilateralen Portfolioverdichtungen durchgeführt. Daraus entstandene negative Marktwertüberhänge wurden erfolgswirksam erfasst bzw. positive Marktwertüberhänge über die Restlaufzeit verteilt.

Zur Steuerung des Zins- und Bewertungsergebnisses wurden im Zuge der Veräußerung von Wertpapierbeständen bzw. vorzeitigen Abdeckungen von Krediten durch Kunden gegenüber Sicherungsgeschäften vorzeitig beendet.

Die BAWAG P.S.K. verfolgt für die dem Macro Hedge gewidmeten Portfolien das Ziel, Festzinslücken zu schließen, und zinsinduzierte Marktwertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäften (Zinssteuerungsderivate) zur Gänze zu neutralisieren. Damit soll ein Gleichlauf zwischen ökonomischer Risikoposition und buchhalterischer Abbildung gewährleistet werden.

Die BAWAG P.S.K. wendet folgende Instrumente als Sicherungsinstrumente für Grundgeschäfte an:

  • Interest Rate Swaps (Plain Vanilla)
  • Callable/Puttable Interest Rate Swaps
  • Devisenswaps
  • Geldmarktfutures
  • Forward Rate Agreements
  • Constant Maturity Swaps
  • Cross Currency Swaps
  • Kapitalmarkt Futures
  • Cap/Floor/Collar

Zum Abschlussstichtag 31. Dezember 2016 beläuft sich das designierte Volumen an Zinssicherungsderivaten auf 23.799 Mio. EUR (Vorjahr: 22.486 Mio. EUR).

in Mio. EUR 2016 2015 Veränderung
Nominale der designierten Derivate im Macro Hedge 23.799 22.486 1.312

Dem Macro-Hedge liegen sämtliche zinstragenden Geschäfte zugrunde, sofern diese nicht bereits den Bestandteil einer (Micro-)Bewertungseinheit bilden bzw. als strategische Zinsrisikoposition des Asset Liability Committees geführt werden. Darüber hinaus ausgenommen von einer Macro-Hedge Widmung sind sämtliche nicht zinstragenden Geschäfte und allfällige dazugehörige Absicherungsgeschäfte.

Die Zinsrisikosteuerung und Hedgeanpassung erfolgt laufend durch Einzelkontrahierung großvolumigen Geschäfts sowie jedenfalls monatlich auf Basis des Zinsrisikoreportings, um die retrospektive und prospektive Effektivität der Zinssicherung zu gewährleisten.

Offene oder strategische Zinspositionen bedürfen eines Beschlusses durch das Asset Liability Committee (ALCO) der Gesamtbank. Sofern diese Derivate einen negativen Marktwert ausweisen, wird eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften erfasst, positive Marktwerte bleiben unberücksichtigt.

Zusammensetzung des Derivatevolumens (Handelsbuch und Bankbuch)

Zinsswaps und Basisswaps sind im Volumen der Derivate nur einseitig berücksichtigt. Bei Futures und Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte fließen die Nominale aller gekauften und verkauften Derivate in die Darstellung ein. Währungs- und Zinsswaps mit mehreren Währungen (CRS) fließen nur einseitig in die Summe der Nominale ein. Bei Devisentermingeschäften wird das Nominale der Kauf- und der Verkaufsverträge in die Summe der Derivate aufgenommen. Gleiches gilt für die FX Optionen. Bei CDS wird das Nominale der gekauften CDS als auch der verkauften CDS in die Berechnung des Derivatevolumens miteinbezogen. Der Rest der Derivate wird nur einseitig berücksichtigt.

Für weitere Erläuterungen zu den Angaben über die derivativen Finanzgeschäfte der BAWAG P.S.K. verweisen wir auf die Tabellen „Derivate im Bankbuch“ und „Derivate im Handelsbuch“ (Anlage 3).


EINZELABSCHLUSS

ANGABEN ZUR OFFENLEGUNG GEM. ARTIKEL 431 CRR

Alle Informationen über die Organisationsstruktur, das Risikomanagement und die Risikokapitalsituation sind im Internet unter www.bawagpsk.com/Finanzergebnisse offengelegt (deutsche und englische Version).

Wien, am 1. März 2017

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Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

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Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

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Anas Abuzaakouk
Mitglied des Vorstands

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Sat Shah
Mitglied des Vorstands

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Stefan Barth
Mitglied des Vorstands

269


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 1

ANLAGENSPIEGEL GEMÄSS § 226 ABS. 1 UGB

in Tsd. EUR Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2016 Zugänge 2016 Umbuchungen 2016 Abgänge 2016 Stand 31.12.2016
Finanzanlagen
Schuldtitel öffentlicher Stellen 914.228 5.362.735 50.000 -5.278.451 1.048.512
Forderungen an Kreditinstitute 99.941 314.682 0 -342.242 72.381
Forderungen an Kunden 815.484 761.498 -44.839 -907.279 624.864
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 4.007.695 17.820.473 -5.161 -17.375.271 4.447.737
Aktien und sonstige Wertpapiere 107.899 1.639.285 0 -162.418 1.584.766
Beteiligungen 56.241 0 44 -186 56.099
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.475.802 215.290 -44 -100.370 1.590.678
Immaterielle Vermögensgegenstände 482.392 29.181 0 -5.508 506.065
Sachanlagen
Betrieblich genutzte Grundst. u. Gebäude 13.475 0 0 -1.567 11.908
Sonstige Sachanlagen 170.944 4.042 0 -7.805 167.181
Gesamtsumme 8.144.102 26.147.185 0 -24.181.097 10.110.190
in Tsd. EUR Kumulierte Abschreibungen
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2016 Abschreibungen 2016 Zuschreibungen 2016 Umbuchungen 2016 Abgänge 2016
Finanzanlagen
Schuldtitel öffentlicher Stellen 11.229 6.326 -194 0 -1.957
Forderungen an Kreditinstitute -572 687 -194 0 1.513
Forderungen an Kunden 8.003 1.766 -5.386 447 5.375
Schuldverschreibungen u. a. festverzinsliche Wertpapiere 42.142 27.064 -2.266 -447 -10.793
Aktien und sonstige Wertpapiere 0 105 -675 0 5
Beteiligungen 13.939 70 -1.486 0 0
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.172.719 2.162 -4.043 0 -9.070
Immaterielle Vermögensgegenstände 394.638 18.258 0 0 -3.920
Sachanlagen
Betrieblich genutzte Grundst. u. Gebäude 9.842 119 0 0 -1.496
Sonstige Sachanlagen 123.552 8.398 0 0 -5.682
Gesamtsumme 1.775.493 64.955 -14.244 0 -26.025

EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 2

UNTERNEHMEN, AN DENEN DIE BAWAG P.S.K. ZUMINDEST 20% DER ANTEILE BESITZT

in Tsd. EUR Durchger. Anteile in % Eigenkapital inkl. unverst. Rücklagen Jahres-überschuss/-fehlbetrag Kons. USt-Org. Zahlen per
Banken
BAWAG P.S.K. Wohnbaubank Aktiengesellschaft, Wien 100,00% 16.397 602 K 31.12.2015
easybank AG, Wien 100,00% 95.493 30.778 K U 31.12.2015
IMMO-BANK Aktiengesellschaft, Wien 100,00% 88.699 11.150 K 31.12.2015
start:bausparkasse AG, Wien 100,00% 86.488 1 K 31.12.2015
Nichtbanken
AUSTOST ANSTALT, Balzers 100,00% 431 -39 31.12.2015
AUSTWEST ANSTALT, Triesen 100,00% 7.016 -23 31.12.2015
BAWAG Finance Malta Ltd., Sliema 100,00% 222 1.198 31.12.2015
BAWAG P.S.K. Datendienst Gesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 704 0 31.12.2015
BAWAG P.S.K. Equity Finance Ltd., Jersey 100,00% 240 3.951 31.12.2015
BAWAG P.S.K. IMMOBILIEN GmbH, Wien 100,00% 9.787 3.841 K 31.12.2015
BAWAG P.S.K. LEASING Holding GmbH, Wien 100,00% 44.887 1.532 K U 31.12.2015
E2E Service Center Holding GmbH, Wien 100,00% 2.331 -22 K U
Einlagensicherung der Banken und Bankiers Gesellschaft m.b.H., Wien 32,71% 77 0 31.12.2015
Leasing-west GmbH, Kiefersfelden 100,00% 3.650 1.510 K 31.12.2015
PSA Payment Services Austria (vormals ADF Service GmbH), Wien 20,82% 40.286 14.826 at equity 31.12.2015
P.S.K. Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien 100,00% 87.326 7.621 K 31.12.2016
P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% 12.139 -76 K 31.12.2015
RVG, Realitätenverwertungsgesellschaft m.b.H., Wien 100,00% 3.641 1.152 K 31.12.2015

BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 2

SONSTIGE WESENTLICHE VERBUNDENE UND ASSOZIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS

Durchger. Anteile in % Eigenkapital inkl. unverst. Rücklagen Jahres-überschuss/-fehlbetrag Kons. USt-Org. Zahlen per
Konsolidierte Unternehmen
ACP IT-Finanzierungs GmbH, Wien 75,00% K
BAWAG P.S.K. IMMOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. Kommerzleasing GmbH, Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH, Wien 100,00% K U
BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. MOBILIENLEASING KG., Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. MOBILIENLEASING GmbH, Wien 100,00% K
BAWAG P.S.K. Versicherung Aktiengesellschaft, Wien 25,00% at equity
BPI Holding GmbH & Co. KG., Wien 100,00% K
CVG Immobilien GmbH, Wien 100,00% K
easyleasing GmbH, Wien 100,00% K U
E2E Kreditmanagement GmbH, Wien 100,00% K U
E2E Transaktionsmanagement GmbH, Wien 100,00% K U

EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 2

SONSTIGE WESENTLICHE UND ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN DES KONZERNS

| Durchger. Anteile
in % | |
| --- | --- |
| Konsolidierte Unternehmen | |
| HBV Holding und Beteiligungsverwaltung GmbH, Wien | 100,00% |
| KLB Baulandentwicklung GmbH., Wien | 100,00% |
| M. Sittikus Str. 10 Errichtungs GmbH., Wien | 100,00% |
| R & B Leasinggesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| RF 17 BAWAG Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| RF fünfzehn BAWAG Mobilien-Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| RF zwölf BAWAG Leasing Gesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| START Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| Ausgewählte nicht konsolidierte Unternehmen | |
| ATHENA Burgenland Beteiligungen AG, Eisenstadt | 38,30% |
| Athena Wien Beteiligungen AG, Wien | 50,00% |
| BAWAG Leasing & fleet s.r.o., Prag | 100,00% |
| BAWAG Leasing & Fleet s.r.o., Bratislava | 100,00% |
| BAWAG Leasing s.r.o., Bratislava | 100,00% |
| BV Vermögensverwaltung GmbH, Wien | 100,00% |
| easy green energy GmbH, Wien | 49,00% |
| easy green energy GmbH & Co KG, Wien | 49,00% |
| Fides Leasing GmbH, Wien | 50,00% |
| Gara RPK Grundstücksverwaltungsgesellschaft m.b.H., Wien | 100,00% |
| HFE alpha Handels-GmbH, Wien | 50,00% |
| Kommunalleasing GmbH, Wien | 50,00% |
| media.at GmbH, Wien | 26,30% |
| OMNITEC Informationstechnologie-Systemservice GmbH, Wien | 50,00% |
| PT Immobilienleasing GmbH, Wien | 100,00% |
| Realplan Beta Liegenschaftsverwaltung Gesellschaft m.b.H., Wien | 50,00% |
| RF sechs BAWAG P.S.K. LEASING GmbH & Co. KG., Wien | 100,00% |
| ROMAX Immobilien GmbH, Wien | 100,00% |
| WBG Wohnen und Bauen Gesellschaft mbH, Wien | 24,00% |


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 3

DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2016

Derivate im Bankbuch

in Tsd. EUR Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswaps (mit einer einzigen Währung) 2.321.458 11.520.040 10.971.294 24.812.792 876.110 -345.888
b) Basisswaps 46.920 1.030.210 228.345 1.305.475 64.036 -14.254
c) Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte 100.000 - - 100.000 - -
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 20.361 211.528 454.026 685.915 18.841 -32.153
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 470.765 2.427.383 1.360.167 4.258.315 70.516 -299.025
b) Devisentermingeschäfte 2.794.835 80.362 - 2.875.197 26.966 -51.447
c) Währungsterminkontrakte und währungsbezogene Indexkontrakte 4.052 4.052 153.160 161.264 35.203 -
d) Währungsoptionen 92.838 - 92.838 3.938 -3.938
Index- und Substanzverträge
a) Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierkursbezogene Index-Termingeschäfte - - 8.059 8.059 666 -
b) Index-Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierbezogene Index-Termingeschäfte - - 13.760 13.760 2.310 -
Warenverträge (ausgenommen Edelmetall-Verträge)
a) Gekaufte Waren Optionen 5.965 7.839 - 13.804 880 -
Kreditderivate
a) Single name credit event/default swaps 33.204 - 33.204 - -
Andere Termingeschäfte, Optionen und vergleichbare Verträge, die nicht in obige Kategorien einordnenbar sind 16.450 18.500 16.409 51.359 1.777 -5.143
Gesamtnominale BB 34.411.982 1.101.243 -751.848

In der Position „Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte" subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 3

Derivate im Handelsbuch

in Tsd. EUR Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswaps (mit einer einzigen Währung) 765.344 1.868.149 1.396.715 4.030.208 171.453 -72.778
b) Basisswaps 312.000 25.000 337.000 669 -543
d) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 530.659 1.141.696 205.402 1.877.757 41.669 -23.211
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 84 84 4
b) Devisentermingeschäfte 295.414 295.414 11.685 -10.024
c) Währungsoptionen 818.338 500 818.838 8.396 -35.814
Gesamtnominale HB 7.359.301 233.876 -142.370
Gesamtnominale 41.771.283 1.335.119 -894.218

Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden. Kreditderivate: Es wird das Nominale einer Credit Link Note dargestellt.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 3

DERIVATIVE FINANZGESCHÄFTE DER BAWAG P.S.K. PER 31. DEZEMBER 2015

Derivate im Bankbuch

in Tsd. EUR Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswaps (mit einer einzigen Währung) 5.920.908 9.587.956 8.869.657 24.378.521 827.720 -355.884
b) Basisswaps 273.640 1.072.819 264.333 1.610.792 75.108 -19.359
c) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 11.925 231.271 300.247 543.443 17.185 -14.459
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 1.275.359 1.559.111 658.261 3.492.731 19.974 -435.830
b) Devisentermingeschäfte 4.607.284 25.430 - 4.632.714 109.764 -33.896
c) Währungsterminkontrakte und währungsbezogene Indexkontrakte - 11.444 144.198 155.642 34.450 -
d) Währungsoptionen 811.786 86.000 - 897.786 23.146 -23.195
Index- und Substanzverträge
a) Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierkursbezogene Index-Termingeschäfte - - - - - -
b) Index-Termingeschäfte in Substanzwerten und sonstige wertpapierbezogene Index-Termingeschäfte 12.200 - 13.760 25.960 1.844 -37
Warenverträge (ausgenommen Edelmetall-Verträge)
a) Gekaufte Waren Optionen - 13.804 - 13.804 1.090 -
Kreditderivate
a) Single name credit event/default swaps 131.890 32.148 - 164.038 154 -
Andere Termingeschäfte, Optionen und vergleichbare Verträge, die nicht in obige Kategorien einordnenbar sind 71.403 29.600 11.312 112.315 1.555 -5.531
Gesamtnominale BB 36.027.746 1.111.990 -888.191

In der Position „Zinsterminkontrakte und zinsbezogene Indexkontrakte“ subsummieren sich Futures. Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
Kreditderivate: es wird nur das Nominale einer Credit Link Note dargestellt
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 3

Derivate im Handelsbuch

in Tsd. EUR Nominalen nach Restlaufzeit Gesamtsumme Kauf und Verkauf MW
Bis 1 Jahr 1-5 Jahre Über 5 Jahre Pos. MW Neg. fair value
Zinsderivate
a) Zinsswaps (mit einer einzigen Währung) 828.464 2.983.388 1.443.025 5.254.877 204.121 -102.872
b) Basisswaps 312.000 25.000 337.000 1.000 -635
c) Optionen auf zinsbezogene Indexkontrakte 370.093 1.468.816 435.913 2.274.822 52.624 -35.086
Wechselkursgeschäfte und Geschäfte auf Goldbasis
a) Währungs- und Zinsswaps (mit mehreren Währungen) 421 421 96
b) Devisentermingeschäfte 652.801 293.570 946.371 46.243 -27.130
c) Währungsoptionen 1.915.578 818.838 2.734.416 15.891 -124.855
Gesamtnominale HB 11.547.907 319.975 -290.578
Gesamtnominale 47.575.653 1.431.965 -1.178.769

Bei den Futures sind keine Marktwerte angegeben, da diese durch die laufenden Variation Margin Zahlungen ausgeglichen werden.
In dieser Tabelle sind keine internen Geschäfte enthalten.


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 4

VORSTAND DER BAWAG P.S.K. PER 31.12.2016

Byron HAYNES
Vorstandsmitglied (seit 1.8.2008)
und Vorsitzender des Vorstands (seit 16.9.2009)

Anas ABUZAAKOUK
(seit 1.1.2014)

Stefan BARTH
(seit 1.2.2015)

Corey PINKSTON
(seit 1.1.2013)

Sat SHAH
(seit 4.3.2015)

278


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 4

AUFSICHTSRAT DER BAWAG P.S.K. PER 31.12.2016

Vorsitzender

Franklin W. HOBBS

(seit 12.3.2013 bis auf Widerruf)

Vorsitzender-Stellvertreter

Cees MAAS

(seit 12.3.2013, davor Vorsitzender von 15.10.2009 bis 12.3.2013,
Aufsichtsratsmitglied seit 27.7.2009 bis zur Hauptversammlung,
die über den Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Pieter KORTEWEG

(seit 15.12.2009, Aufsichtsratsmitglied seit 27.8.2007 bis zur Hauptversammlung,
die über den Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Keith TIETJEN

(von 5.10.2010 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Mitglieder

Walter OBLIN

(von 15.3.2012 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Frederick HADDAD

(seit 12.3.2013 bis auf Widerruf)

André WEISS

(seit 12.3.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

Chad A. LEAT

(seit 5.12.2013 bis zur Hauptversammlung, die über den
Jahresabschluss 2016 Beschluss fasst)

279


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ANLAGE 4

Vom Betriebsrat delegiert
Ingrid STREIBEL-ZARFL
(seit 1.10.2005)
Beatrix PRÖLL
(seit 1.10.2005)
Konstantin LATSUNAS
(seit 12.3.2013)
Verena SPITZ
(seit 3.3.2016)

Staatskommissärin
Beate SCHAFFER
(seit 1.8.2009,
davor stellvertretende Staatskommissärin von 1.3.2007 bis 31.7.2009)
Stellvertretender Staatskommissär
Markus CHMELIK
(seit 1.3.2010)

AUSSCHÜSSE DER BAWAG P.S.K. PER 31.12.2016

Risiko- und Kreditausschuss
Chad A. LEAT
Vorsitzender
Cees MAAS
Keith TIETJEN
Frederick HADDAD
Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert
Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Prüfungs- und Complianceausschuss
Keith TIETJEN
Vorsitzender
Cees MAAS
Walter OBLIN
Frederick HADDAD
Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert
Konstantin LATSUNAS
vom Betriebsrat delegiert


EINZELABSCHLUSS

ANLAGE 4

Nominierungsausschuss

Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Pieter KORTEWEG

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Vergütungsausschuss

Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Cees MAAS

Pieter KORTEWEG

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Related Parties Special Audit Committee

Franklin W. HOBBS
Vorsitzender

Chad A. LEAT

Keith TIETJEN

Frederick HADDAD

Ingrid STREIBEL-ZARFL
vom Betriebsrat delegiert

Beatrix PRÖLL
vom Betriebsrat delegiert


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER

„Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsvorlauf,

das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.“

Wien, am 1. März 2017

img-0.jpeg
Byron Haynes
CEO und Vorsitzender des Vorstands

img-1.jpeg
Corey Pinkston
Mitglied des Vorstands

img-2.jpeg
Anas Abuzaakouk
Mitglied des Vorstands

img-3.jpeg
Sat Shah
Mitglied des Vorstands

img-4.jpeg
Stefan Barth
Mitglied des Vorstands


EINZELABSCHLUSS

BESTÄTIGUNGSVERMERK

BERICHT ZUM JAHRESABSCHLUSS

Prüfungsurteil

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

BAWAG P.S.K. Bank für Arbeit und Wirtschaft und Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft, Wien,

bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr sowie dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Im Rahmen der Prüfung wurden zwei dieser Sachverhalte identifiziert:

Werthaltigkeit der Kreditforderungen an Kunden

Das Risiko für den Abschluss

Die Forderungen an Kunden werden in der Bilanz mit einem Betrag von 23,8 Mrd. EUR ausgewiesen und verteilen sich im Wesentlichen auf die Kundensegmente „BAWAG P.S.K. Retail“, „DACH Corporates & Public Sector“ sowie „International Business“.

Der Vorstand beschreibt die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Risikovorsorgen im Anhang zum Jahresabschluss im Abschnitt „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden“ sowie im Lagebericht im Abschnitt „Kreditrisiko“.

Die Bank überprüft im Rahmen der Kreditüberwachung, ob Kreditausfälle vorliegen und damit Einzelrisikovorsorgen zu bilden sind. Dies beinhaltet auch die Einschätzung, ob Kunden die vertraglich vereinbarten Rückflüsse in voller Höhe leisten können.

Die Berechnung der Risikovorsorge für ausgefallene, individuell bedeutsame Kunden basiert auf einer Analyse der erwarteten zukünftigen Rückflüsse. Diese Analyse ist von der Einschätzung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des jeweiligen Kunden, der Bewertung von Kreditsicherheiten sowie der Schätzung der Höhe und des Zeitpunkts der daraus abgeleiteten Rückflüsse beeinflusst.

Für ausgefallene, individuell nicht bedeutsame Kunden führt die Bank eine automatisierte Berechnung der Einzelrisikovorsorge auf Basis gemeinsamer Risikomerkmale wie unbezahlter Raten und fortdauernder Girokonto-Limitüberziehung durch. Diese automatische Einzelrisikovorsorge wird in Abhängigkeit der Verzugstage oder eines Rechtsfall-Ereignisses und entsprechender pauschaler Vorsorgeprozentsätze gebildet. Die im Bewertungsmodell hinterlegten Parameter basieren auf statistischen Annahmen.

Für alle nicht ausgefallenen Kredite und außerbilanziellen Kreditrisiken wird von der Bank eine ratingabhängige Portfoliovorsorge auf Basis des regulatorischen Expected Loss Model ermittelt. Der eingetretene Verlust wird vom erwarteten Verlust unter Berücksichtigung der Dauer bis zur Entdeckung des Verlustereignisses abgeleitet. Die für die Ermittlung verwendeten Parameter umfassen individuelle, kundenspezifische Parameter sowie statistische Annahmen und Erfahrungswerte.

283


BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich daraus, dass der Identifikation von drohenden Kreditausfällen und der Ermittlung der Kreditrisikovorsorgen in bedeutendem Ausmaß die oben beschriebenen Annahmen und Schätzungen zu Grunde liegen, aus denen sich Ermessensspielräume und Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Höhe der Kreditrisikovorsorge ergeben.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die bestehende Dokumentation der Prozesse zur Vergabe, Überwachung und Risikovorsorgenbildung von Kundenkrediten analysiert sowie kritisch hinterfragt, ob diese Prozesse geeignet sind, drohende Kreditausfälle zu identifizieren und die Werthaltigkeit der Kundenforderungen angemessen abzubilden. Wir haben darüber hinaus die Prozessabläufe sowie wesentliche Kontrollen durch Einsichtnahme in die EDV Systeme erhoben und die Schlüsselkontrollen auf deren Ausgestaltung und Implementierung, sowie im Rahmen einer Stichprobe auf deren Effektivität getestet.

Im Bereich der individuellen Einzelrisikovorsorge haben wir auf Basis einer Stichprobe an Krediten untersucht, ob Indikatoren für Kreditausfälle bestehen und ob in angemessener Höhe Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden. Die Auswahl der Stichprobe erfolgte risikoorientiert unter besonderer Berücksichtigung von Ratingstufen und Branchen mit höherem Ausfallsrisiko. Bei Feststellung von Indikatoren für Kreditausfälle wurden die von der Bank getroffenen Annahmen hinsichtlich Schlüssigkeit, Konsistenz und Widerspruchsfreiheit untersucht. Für die Beurteilung von Höhe und Zeitpunkt von Rückflüssen, welche aus der Verwertung von Immobiliensicherheiten angenommen wurden, haben wir unsere Immobilien-Bewertungsspezialisten einbezogen, um vorgelegte Bewertungsgutachten oder bankinterne Berechnungen anhand von Benchmarktests, Marktvergleiche und Einbezug externer Informationsquellen zu überprüfen.

Bei den automatischen Einzelrisikovorsorgen und den Portfoliovorsorgen haben wir die Modelle und die darin enthaltenen Parameter analysiert. Hierbei haben wir auf Basis von bankinternen Backtestings von gebildeten Vorsorgen und Validierungen zu verwendeten Parametern beurteilt, ob die Annahmen in Bezug auf den Kunden bzw. das Kundenportfolio angemessen sind. In die Analyse der Modelle und Backtestingreports haben wir Bewertungsspezialisten in das Prüfteam eingebunden. Unsere IT-Spezialisten haben die systemseitig automatisierten Prozessabläufe bei der Berechnung der automatisierten Vorsorgen, die programmierten Berechnungsschritte und die Verwendung der korrekten Bezugsfelder aus den Systemen der Bank analysiert. Die Berechnung der Vorsorgen haben wir durch stichprobenweise Kontrollrechnungen nachvollzogen.

Weiters haben wir beurteilt, ob die Angaben zur Bewertung der Kundenforderungen im Anhang zum Jahresabschluss angemessen sind.

Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz

Das Risiko für den Abschluss

Im Anhang unter „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz“ beschreibt der Vorstand den bisherigen Verlauf des Rechtstreits betreffend ein Schweizer Franken-Swap-Geschäft mit der Stadt Linz und die damit verbundenen Schätzunsicherheiten. Aufgrund des noch laufenden Verfahrens erfolgen keine betragsmäßigen Angaben und Informationen zu den getroffenen Bewertungsmaßnahmen.

Seit November 2011 befinden sich die BAWAG P.S.K. mit der Stadt Linz in einem Rechtstreit im Zusammenhang mit diesem Geschäft. Die Stadt Linz hat am Handelsgericht Wien gegen die BAWAG P.S.K. Klage auf Zahlung von 30,6 Mio. CHF eingebracht. Die BAWAG P.S.K. brachte eine (Wider-)Klage gegen die Stadt Linz zur Durchsetzung ihrer vertraglichen Ansprüche in Höhe von 417,7 Mio. EUR ein.

Der Anspruch gegen die Stadt Linz ist in den Forderungen an Kunden ausgewiesen und besteht in Höhe des Marktwerts aus der Schließung des Derivatgeschäfts zum Schließungszeitpunkt unter Berücksichtigung von laufenden Bewertungsanpassungen für mit diesem Geschäft verbundene Risiken, deren betragliche Höhe vom Management eingeschätzt wird. Diese Einschätzungen betreffen die Verfahrensdauer und -kosten sowie den Verfahrensausgang, insbesondere hinsichtlich eines schuldhaften Handelns einer der Parteien, und die Annahmen zur Höhe etwaiger Schadenersatzansprüche. Für die Beurteilung des Forderungswerts und der damit verbundenen Unsicherheitsfaktoren stützt sich das Management auf Gutachten und Einschätzungen von externen Rechtsberatern, die mit der rechtlichen Vertretung betraut wurden sowie Stellungnahmen der internen Rechtsabteilung und Analysen der gerichtlichen Gutachten.

Das Risiko für den Abschluss ergibt sich aus der Einschätzung der oben angeführten Faktoren, insbesondere der


EINZELABSCHLUSS

Erfolgsaussichten aus den laufenden Verfahren, sowie der Höhe und Zeitpunkt von aus dem Verfahrensausgang zustehenden Zahlungen. Das Verfahren erfährt zudem erhöhtes öffentliches und politisches Interesse. Der bereits mehrjährige Prozess ist erstinstanzlich noch nicht entschieden worden. Daraus ergeben sich Schätzunsicherheiten hinsichtlich der Bewertung der Ansprüche und Vorsorgen aus dem Rechtstreit mit der Stadt Linz.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben im Rahmen unserer Prüfung untersucht, ob die Bewertung der Forderung gegenüber der Stadt Linz sowie getroffene Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit ordnungsgemäß ermittelt wurden und die in Zusammenhang mit diesem Rechtstreit getroffenen Schätzungen angemessen sind.

Wir haben uns kritisch mit den Einschätzungen des Vorstands und der bankinternen und externen Spezialisten auseinandergesetzt sowie Stellungnahmen der mit dem Rechtstreit betrauten Rechtsanwaltskanzleien eingeholt. Hierbei haben wir analysiert, ob die Anspruchshöhe entsprechend den Vertragsbedingungen und der zum Schließungszeitpunkt vorliegenden Marktparametern ermittelt wurde sowie ob die für die Stichtagsbewertung der Forderung getroffenen Annahmen mit den aktuellen Einschätzungen zum Verfahrensstand und den Marktparameter konsistent sind. Zur Analyse der Stellungnahmen der bankinternen und externen Rechtsexperten haben wir unsere Rechtsexperten eingebunden.

Weiters haben wir die Ermittlung der Vorsorgen in Zusammenhang mit dem Rechtstreit rechnerisch nachvollzogen, sowie die für die Herleitung des Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt.

Abschließend haben wir beurteilt, ob die im Anhang unter „Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – Ermessensausübung und Schätzunsicherheiten – Stadt Linz“ dargestellten Angaben zutreffen und angemessen sind. Aufgrund des laufenden Verfahrens macht die Bank Gebrauch von den Bestimmungen gemäß § 242 Abs. 2 UGB (Schutzklausel) und legt im Anhang keine betragsmäßigen Angaben und Informationen zu den getroffenen Bewertungsmaßnahmen offen.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortung des Bankprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

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BAWAG P.S.K. GESCHÄFTSBERICHT 2016 NACH UGB

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäß Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäß Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind,

unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.

  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungs-sachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

EINZELABSCHLUSS

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Bericht zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmens- und bankrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften und den sondergesetzlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den diesbezüglichen Bestätigungsvermerk.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Bernhard Mechtler.

Wien, am 1. März 2017

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Bernhard Mechtler

Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.


BAWAG P.S.K. JAHRESFINANZBERICHT 2016

IMPRESSUM

BAWAG P.S.K.
Bank für Arbeit und Wirtschaft und
Österreichische Postsparkasse Aktiengesellschaft
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Satz:
Inhouse produziert mit firesys

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